Nr. 193. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mir illuftrierter Sonntags: Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post Bettungs. Preisliste für 1900 unter Mr. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für bas übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel. seile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werben. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Rmt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: Bocialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Blinde Weltpolitik. Die Regierung verweigert jede Auskunft über ihre weitere Chinapolitit. Die Rücksichtslosigkeit der Geheimhaltung findet allerdings Entschuldigung darin, daß offenbar die Regierung eine Politik hat, über die sie etwas mitteilen könnte. Wenn der französische Minister des Auswärtigen in seiner Rede in Foig am Sonntag meinte:" Die Mächte müßten, um zu einem befriedigenden Abschluß zu gelangen, vor allem wissen, was sie wollen", -so findet diese in den Tagen der weltpolitischen Wirrnis nötige Selbstverständlichkeit keine Anwendung auf die deutsche Regierung. Die Regierung läßt sich gewissermaßen vom Gesetz der Trägheit leiten, die Rüstungen fortzusetzen und zu thun, als solle noch ein großer Krieg in China geführt werden. Graf Waldersee ist abgereift. Die 3. ostasiatische Brigade soll Anfang September die Chinareise antreten. Ju den Zeitungen findet sich fast allenthalben dieselbe UnKlarheit. Die meisten der großen Blätter wissen kein Wort zu fagen, was mun werden soll. Zwischen unflarer Begeisterung und bangen Zweifeln hin und her geworfen, warten sie ab, wohin eine blinde Weltpolitik sie führen wird, und lassen täglich neue Summen muglos verschwenden. Nur wenige Blätter haben sich eine Meinung gebildet; gerade einige liberale Organe haben den Ruhm, den leichten Erfolg der verbündeten Truppen zu neuen Kriegshegereien auszunutzen. Die Heldenjünglinge des„ Berliner Tagebl." stellen sich an die Spitze der wütigsten Chinaverschlinger: Ehe nicht die Chinesen die Macht der Alliierten gefühlt, ehe nicht insbesondere die Borerhorden niedergeschlagen oder aus einandergetrieben sind, darf kein Staat, der nicht seine eigensten Interessen selber mit Füßen treten will, an einen Friedensschluß mit irgend welchen legitimierten oder nichtlegitimierten chinesischen Machthabern denken." Aber selbst die deutsche Regierung hat auf Li- Hunfg- Tichangs Borschlag der Friedensvermittelung erwidert: Nicht eher als bis die Gesandten gesichert sind, werden wir Friedensverhandlungen eingehen. Die Gesandten sind in Sicherheit. Das Ziel der militärischen Aktion ist nicht nur erreicht, es ist durch die Einnahme der Hauptstadt Chinas überholt. Was will man nun noch außer den Verhandlungen der Diplomatie, deren einzige Sorgfalt darauf gerichtet sein sollte, wie durch eine vernünftigere Chinapolitik dem Ausbruch ähnlicher Unruhen für die Zukunft vorgebeugt werden kann? Oder denkt man ernstlich daran, die nach allen Richtungen zerstreuten Boxerscharen in das Innere des Reiches zu verfolgen? Will man China militärisch absuchen? Wirklich reden einige Blätter davon, jetzt werde Kiautschou Operationsbasis für den Feldzug nach Singan werden, wohin der chinesische Hof geflohen sein soll. Dienstag, den 21. August 1900. ruhm allein aber kann doch unmöglich Ziel und Zwed einer Politik bilden." Interviewer:„ Das dürfte auch keineswegs bei der deutschen Politit zutreffen. Deutschland Deutschland hat sehr gewichtige Handelsinteressen in China zu vertreten." Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Die römische Agenzia Stefani" meldet aus Taku über Tschifu vom Sonnabend, nach Meldungen aus Peking solle der Kampf in den Straßen der Stadt noch fortdauern. Die verbündeten Truppen beschössen die Punkte, an denen noch Widerstand geleistet wird. Prinz Yung habe die KaiserinDer Diplomat:" Gerade weil es dies hat, erscheint mir die Witwe an der Abreise gehindert. Führung, die es übernommen, nicht vorteilhaft. Für Der deutsche Konsul in Tschifu meldet unter dem 20. August: England und Rußland stehen viel größere Intereffen auf dem ,, Verbündete Truppen beschießen den befestigten Kaiserpalast. Spiele, und doch ist deren Politit eine viel ruhigere. Kaiserin angeblich noch in ihm." Wenn es sich um die Vorteile handeln wird, fürchte ich, wird Deutschland in die lezte Linie treten müssen." * Ankunft der deutschen Truppen. am In verständigen deutschen Kreisen teilt man diese Verurteilung der deutschen Voreiligkeit und Ruhmsucht. Von hochgeschätzter 15. August meldet, ist der Generalmajor v. Höpfner mit parlamentarischer Seite" wird dem„ Berliner Börsen- Kourier" bas Blatt selbst wagt die Anschauung seines parlamentarischen Warners noch nicht völlig zu billigen geschrieben: Wie der 2. Admiral des deutschen Kreuzergeschwaders vom den Seebataillonen 5 Uhr nachmittags 15. August in Tatu eingetroffen. Das Wetter war für die Ausschiffung ungünstig. Bis 16. abends wird Ausschiffung aber beendet sein. Welche Wirkung aber wird die deutsche Präponderanz auf die Chinesen üben? Sie müssen in den Deutschen ihren ärgsten Feind erblicken, sie müssen es umfomehr, als ihnen deutscherseits angedroht ist, daß sie auf die Knie gezwungen werden sollen und keinen Pardon zu erwarten haben,- falls die über die Kaiserreden verbreiteten Versionen richtig sind. Ja, noch mehr, die Deutschen sollen denselben Schrecken in China verbreiten, wie ehedem die Hunnen in Europa. Es ist eine alte Erfahrung, daß es so aus dem Walde herausschallt, wie hineingerufen wird. Auge um Auge, Zahn um Zahn, das ist des Kriegs Regel. Gegen Deutschland also richtet sich die Wut der chinesischen Nationalisten am heftigsten, und wie auch die Würfel fallen, sie wird nachzittern Jahre, vielleicht Jahrzehnte lang. Mit dem deutschen Kaufmann wird der Chinese, sobald er sich von seinem Fall erhebt, nicht Geschäfte machen wollen; den deutschen Ingenieur wird er scheel Den, Times" wird aus Hongkong vom 19. d. Mts. geansehen, und den deutschen Missionar haßt er noch meldet: leidenschaftlicher als zuvor. Um des Absatz- Die Mandarinen in den Kwangprovinzen sind ängstlich darauf marits willen gingen wir nach China, und der wird uns bedacht, für die Ausländer zu sorgen. In Prokla verdorben; um Kapitalien anzulegen und auszumuzen, pachteten ma tionen wird darauf hingewiesen, daß die Nuheſtörungen im Norden hätten fich verschlimmert durch das Verhalten tvir Gebietsteile, und das wird uns erschwert. Kann man es da den Leuten, die über dem Patriotismus nicht die Besonnenheit gewesen seien. Die Einnahme von Peting müsse als mehrerer sehr hohen Staatsmänner, die mit den Bogern verbündet verlieren wollen, verdenken, wenn sie Betrachtungen darüber an eine gerechte Strafe angefeben werden. Die stellen, ob es gut war, an die Spitze zu treten, oder ob wir nicht Mandarinen erklären weiter, Sache der Verbündeten sei es, den besser in Reih' und Glied mit den übrigen marschiert wären und Frieden wiederherzustellen; das Operationsgebiet solle auf den dem Staat den Vorrang überlassen hätten, der sich näher als wir Norden begrenzt werden. Die Bevölkerung wird streng interessiert fühlt?" angewiesen, aufrührerische Bewegungen zu vermeiden und die Ausländer zu schügen. Kapitän Pohl( Kommandant der Hansa") hat am 14. vormittags Ho- hfi- wu erreicht, am 15. um 9 Uhr vormitttags Ma- tou und beabsichtigte, dort zu bleiben, bis Verbindung mit Kapitänlieutenant Hecht( S. M. S." Hertha") hergestellt ist, da Proviant für weiteres Vorgehen unbedingt erforderlich. Hecht hat Jangtsun 15. mittags verlassen. Gesundheit der Mannschaften trop großer Anstrengungen guf. Vom 17. August meldet der zweite Admiral des Krenzergeschwaders ab Taku: Generalmajor v. Höpfner telegraphiert: Drahtverbindung mit russischem Führer ist aufgenommen. Habe Adjutant zu ihm geschickt. Detachement ist voraussichtlich 17. abends in Tientsin bersammelt, dann Gilmarsch nach Peking. Am Jangtsekiang. teit fordern die Zurückhaltung von weiterer, durch nichts gebotener Gründe der Gerechtigkeit gleicherweise wie Gründe der Nützlich militärischer Aktion. N * Washington, 18. Auguft. Die Mächte haben ein Uebercin gemeinsam handeln, anstatt das der britische Admiral fonumen getroffen, nach welchem die Admirale der in Shanghai vertretenen Wächte bei der lleberwachung der chinesischen Jangtseflotte diese Aufgabe allein ausführt. dämmert, so ist doch zu hoffen, daß die Politik der andern Wenn diese Erkenntnis auch dem deutschen Thatendrange nicht Mächte unsre Abenteuerlust bändigen wird. Staaten feinerlei Veranlassung sehen werden, ihre Truppen dem gelandet werden, haben die Franzosen Borkehrungen geEs ist außer Zweifel, daß die übrigen in China beteiligten Shanghai, 18. August. Da heute hier englische Truppen deutschen Oberstkommandierenden zu weiteren Striegszügen zu unter- troffen, um 150 Matrofen in der französischen Niederlassung zu Für Amerika, England und Japan ist der landen. Kapitalistenfreude. stellen. Denkt man im jezigen Siegesrausch daran, China mit dem Säbel in der Faust zu durchziehen, so hieße das China in seinen Tiefen aufrühren. Man übersieht in der Chinawut vollkommen die wichtigste Thatsache, daß das gesamte chinesische Riesenreich außer den Feldzug, den Waldersee kommandieren sollte, beendigt. Frantnördlichen Gebieten Ruhe gehalten hat. Die Erfolge der reich ist froh, durch den Verlauf der Ereignisse der Unterstellung Die Deutsch- Asiatische Bant" empfing in Berlin ein Telegrammt Mächte in China find- den Chinesen zu verdanken, vor feiner Truppen unter deutschen Befehl enthoben zu sein. Delcassés aus Shanghai, daß die fällige Monatsrate für die fünfallen den vielverlästerten Vicekönigen der mittleren und südlichen schon erwähnte Rebe zeigt dies mit genügender Deutlichkeit. Der prozentige chinesische Staatsanleihe von 1896 pünktlich eingeProvinzen, welche die Teilnahme am Aufstand verweigerten. Will französische Minister des Auswärtigen fagt ausdrücklich: man jest weitere friegerische Aktionen unternehmen, so besteht die Gefahr, daß man das Unheil, das bis jetzt noch vermieden ist, heraufbeschwört, daß ganz China in Aufruhr entflammt und alle europäischen Waldersees den Brand nicht zu erstiden vermöchten. Will man Schrecken verbreiten, so wird man in Schrecken enden. In wenigen Jahren würden die Zustände in China weit schlimmer für die Fremden sein als bisher. Recht lehrreich sind die Auskünfte, die ein Mitglied der Berliner chinesischen Gesandtschaft einem Interviewer der B. 8tg." gab. Es entwidelte sich folgendes Gespräch: " " Die Stimme des Gewissens der ganzen Welt habe ihnen das nächste Ziel gewiesen: Befreiung der Gesandten. Das sei auch der Hauptzweck der gemeinsamen militärischen Aktion. Dieser Zweck sei nunmehr erreicht oder doch so gut wie erreicht." noch gangen ist. Politische Ueberlicht. 2000 300 Berlin, den 20. Auguft. Die Kaiserrede. Die lezle Kaiserrede in Wilhelmshöhe scheint der Bülowschen Censur nicht unterbreitet worden zu sein. Bei einer Nachprüfung im Auswärtigen Amte wären einige Fehler des Nachschreibenden Das heißt: Herr Oberkommandierender Graf Walderfee, Sie brauchen sich den Mühsalen der weiten Seereise nicht auszusetzen! Die Diplomatie hat das Wort. Die Truppen, die das chine fische Heer besiegten und Beking eroberten, sind hinreichend gewiß berichtigt worden. zur Sicherung eines ruhigen Verlaufs Es ist auffallend, daß das ausschlaggebende Ereignis der Einder diplomatischen wenn Verhandlungen. Unbegreiflich ist es, Der chinesische Diplomat:„ Als aufrichtiger Freund Europas Truppensendungen erfolgen. weitere nahme Befings für den Kaiser nicht existiert haben soll. Die NachSendet Deutschland neue Regimenter richt war mehr als 24 Stunden vor der Nede bekannt. Man mußte und speciell Deutschlands kann ich die Schärfe nur beklagen, mit nach Ostasien, so setzt es sich dem berechtigten Verdacht aus, daß es also erwarten, daß der Kaiser dem scheidenden Grafen Waldersee die der namentlich die Leiter der deutschen Politik weitergehende Pläne verfolgt. Deutschland machte den Anfang der ihm nach der Einnahme von Peking in China noch erwartenden Aufmeinem Vaterlande zu Leibe gehen. Denn ich fürchte, beide„ Bacht"-Politit; warum soll man sich von den Verkündern des gaben näher bezeichnet hätte. Das ist jedoch nach dem vorliegenden Teile werden dadurch wenig gewinnen, am wenigften Telegramm in feiner Weise geschehen. Deutschland, das, wie es scheint, ohne es zu wollen, die Sonder größeren Deutschland" nicht neuer Gewaltpläne gewärtigen? pläne der andern Mächte fördert." " In Peking. Der Juterviewer: Wie ist das zu verstehen? Deutschland hätte, so dächte ich, infolge des Gesandtenmords allen Grund, die schärfsten Mittel anzuwenden, um Genugthuung und Von den befreiten Gesandtschaften liegen noch immer( leinerlei Entschädigung für verlorenes Gut und Blut zu erlangen und Schilderungen der Vorgänge in Pefing während der legten Monate überdies einer Wiederholung anarchischer Zustände vorzubeugen." vor. Dagegen wird gemeldet, daß in Beting noch gekämpft wird. Der Diplomat:" Sehr wohl, mein Herr, ich fann die Ein Teil der Stadt soll in Flammen stehen und die Kaiserin Empörung über den Mord des Barons v. Ketteler, der ja, wie soll nicht, wie bisher angenommen wurde, entflohen sein, sondern sich Sie wissen, selbst in unfren Regierungskreisen hohes Ansehen im Balast befinden. genoß, begreifen, allein mit dem Gefühl der Empörung treibt Die ersten deutschen Truppensendungen sind am man keine Politik, die der Allgemeinheit Nutzen bringt, 15. August, am Tage der Einnahme Betings, in Taku an Mit allem Pulver und Blei, das da verschossen wird, kann der gekommen. Die Seebataillone sollen im Eilmarsch nach Peking Getötete doch nicht wieder zum Leben erweckt werden. Und was rücken; warum im Eilmarsch, ist unverständlich. ist schließlich der Endzweck jeder Politit? Doch der Straßenkämpfe. materielle und moralische Nutzen, den man erstrebt. Einen solchen sehe ich aber, wie die Dinge jetzt liegen, für Deutschland nicht voraus." Interviewer: Warum nicht, wenn ich fragen darf?" Der Diplomat:" Nun einfach deshalb nicht, weil man na ch Beendigung selbst eines siegreichen Kriegs China zur Liebe für Deutschland und zum Haudeltreiben mit Deutschland nicht wird zwingen können. Der Waffen- l Die englische Admiralität veröffentlicht nachfolgendes Telegramm des Admirals Bruce, datiert Tschifu,' den 19. d. M.: " Ich höre aus japanischer Quelle, daß ein Teil von Peking in Flammen steht; der Kampf in den Straßen dauert fort, Yungsu verhinderte die Kaiserin, Peting zu verlassen. Die Verbündeten umzingeln und beschießen die innere Stadt, wo man ihnen den letzten Widerstand entgegenstellt." Sodann ist die Aeußerung des Kaisers über den Ursprung der Jdee eines deutschen Oberkommandierenden höchst auffallend. Der Kaiser sagte: Lieber Walderfee, ich spreche Ihnen meinen Glückwunsch aus, daß ich Sie nochmals an dem heutigen Tage als Führer der vereinigten Truppen der civilisierten Welt begrüßen darf. Von hoher Bedeutung ist es, daß Ihre Ernennung zum Ausgangspunkt hat die Anregung und den Wunsch Seiner Majestät des Raisers aller Reußen, des mächtigen Herrschers, der weit bis in die asiatischen Lande hinein seine Macht fühlen läßt." Aber in dem fürzlich verbreiteten amtlichen Communiqué des Petersburger Regierungsboten" war der ursprung des WalderfeeKommandos ganz anders dargelegt: " Als unter den Mäten ein Meinungsaustausch über die beste Art der Einigung bezüglich der Operationen der linternationalen Truppen stattfand, wandte sich Kaiser Wilhelm direkt telegraphisch an Kaiser Nikolaus sowie auch an alle interessierten Regierungen und stellte den Feldmarschall Grafen v. Waldersee zur Verfügung, welchem in der Eigenschaft eines Oberkommandierenden die Leitung der Operationen der auf dem Kriegsschauplatz von Betschili konzentrierten internationalen Truppen übertragen werden tömite. Bon dcm Wunsche beseelt, die im fernen Osten entstandenen Ver- imdfcllmgcn in liirzcster Zeit zu ordnen, antwortete Kaiser Nikolaus, daß er seinerseits kein Hindernis für die Annahme des Vorschlags Kaiser Wilhelms finde." Hätte das Auswärtige Amt die kaiserliche Rede mit genügender Sorgfalt nachgeprüft, so hätte sicherlich dieser seltsanie Widerspruch einen Ausgleich finden müssen. Endlich dürfte auch die Aeusierung des Kaisers, daß der Krieg der in China Verbündeten als eine Fortsetzung der Haager Friedens- konfcrcnz zu betrachten sei. auf ein MitzberständniS des Stenographen beruhen.— Zur wirtschaftlichen Lage. AuS den Börsen- und Handelsberichten der Blätter tritt fetzt tagtäglich schärfer die allgemeine Unsicherheit der Lage und die fortschreitende Verschlechte- rung der Konjunktur hervor. Sehnsüchtig hatte die Börse auf die Nachricht von der Einnahme Pekings durch die Verbündeten gewartet. Sie sollte den Umschwung, die Rückkehr des verloren gegangenen Vertrauens bringen. Die Thatsache jedoch, daß auch nach der Befreiung der Ge- sandten die Börsen weiter niedriger notieren und die Verkaufslust vorherrschend bleibt, zeigt. daß die Ursachen der wirtschaftlichen Verschlechterung tiefer liegen, als die kapitalistische Presse zuzugeben wagt; der Ausbruch der chinesichen Wirren gab nur den äußeren plötzlichen An- stoß zu dem wirtschaftlichen Rückschlag, während der eigent- liche Grund in der allgemeinen Marktlage zu suchen ist. Auf dem Geldmarkt ist die Unsicherheit so groß, daß das reiche Englands um die Mittel zu einer südafrikanischen und ostasiatischen Kriegsführung aufzubringen, Schatzbonds von nur wenig Jahren Laufzeit ausgeben muß. Die Ankündigung einer neuen Reichsanleihe Deutschlands drückt sofort auf die älteren Staats- Papiere und Rußland hat sogar bei den bekannten Geld- 'schränken der Welt vergeblich um neue Mittel angeklopft und mußte, um in Asien aknonsfähig zu bleiben, zu einer Er- höhung seiner Zölle Zuflucht nehmen. Der Kurs stürz, mit dem die deutsche Börse die Ernennung des Grafen Waldersce sinnig begrüßt hat, zeigt die Beklenimungen der deutschen Kapitalisten. Deutschlands chinesischer Handel wird die weltpolitischen Lorbeeren mit einem Rückschlag um Jahre, vielleicht Jahrzehnte zu bezahlen haben. Dann aber sind auch die chinesischen Anleihepapiere gerade vom deutschen Markt nnt Vorsicht aufaenomnien worden. China bezahlt seine Anleihen mit den Einnahmen aus den See- zollen seiner Vertragshäfen. Eine längere Handelsstockung durch den Krieg würde daher gerade die deutschen Geld- .besitz er in starke Mitleidenschaft ziehen. Auf dem Motanmarkte entwickeln sich die Verhält- . nisse langsam zu einem allgemeinen Preis st urze. Die Montanaktien geben an der Börse stetig nach, trotz aller Beschwichtigungscpistel der Unternehmerblätter. Das Streben der Syndikate, den Preis so lange als möglich zu halten, um in zwölfter Stunde noch so viel Profit einzuscharren, als eben möglich ist, wird den Preissturz in seinen Folgen nur verschlimmern. Schon jetzt wird die Lage der r h e i n i s ch- w e st f ä l i s ch e n E i s e n i n d u st r i e in den eigenen Blättern des Bezirks ungünstig geschildert und von dem Siegerländer Bezirk meldet das Unternehmer- blatt„Rheinisch-Westsälische Zeitung", daß eine Herab- setzung der Syndikatspreise in nicht mehr ferner Zeit eine dringende Notwendigkeit sei. Den Blech-Walzwcrken mangelt es an Aufträgen, so daß sie, um Betriebseinschränkungen vorzubeugen, ge- zwungen waren, von den Abnehmern mit festen Verträgen, die regelmäßige Abnahme zu verlangen! Ferner haben sie Preiskonzcssionen direkt angeboten, Wenn die Händler die Abnahme des abgeschlossenen Quantums in nahe Aussicht stellen. Derartige Schiebungen zeigep nur, wie man mit künstlichen Mitteln die bereits weit" fort- geschrittene Gefchäftsflaue so lange als möglich zu verdecken sucht, und um Bctriebseinschränkungen herumkommen will. Dem rheinisch-westfälischen Kohlensynd>tkat graut offenbar bereits vor dem Kommenden, und es sucht die Schuld an den Preistreibereien, die der„Vorwärts" kürzlich an leitender Stelle geschildert hat, von sich abzuwälzen. In der jüngsten Versammlung der Zechenbesitzer wollte der Syndikatsvorstand die Schuld an den Preistreibereien den— außerhalb des Syndikats stehenden Zechen zuWälzen. Die arnien Syndikatskapitalisten seien dann nur gezwungener- weise mit den Preisen in die Höhe gegangen. Erst haben sie in der tollsten Weise Profit gemacht, nun, da die Herrlichkeit zusammenbricht, will niemand die Verantwortung tragen. Auch die Textilindustrie hat bereits schwer zu leiden. Die Lage der Textil- und Nadelindustrie des Aachener Bezirks soll trostlos sein. Ueber 2000 Textilarbeiter sind brotlos und 1000 Webstühle stehen still. Auch über die Lage der sächsischen Textilwaren-Haus- Industrie erheben sich die Notschreie. Im Glauchau-Meeraner Bezirk steht es besonders schlimm. In der Wcberstadt M e e r a n e stehen jetzt fast zwei Drittel der mechanischen Stühle leer. In einer Einwohnerversammlung wurde geklagt, daß die Webersamilien fast nur noch von trockenen Kartoffeln leben. Es ist sehr zu befürchten, daß sich eine böse Zeit vor- bereitet. Neugierig sind wir nur, wie lange es noch der kapitalistischen Presse möglich sein wird, die Thatsachen der ungünstigen Wirtschaftsentwickelung zu verdunkeln.— # Deutsches Weich. . Die„Freisinnige Zeitung" schließt sich jetzt sunsrer»uffasiung über die Lage in China an: „Nach dem Einrücken der verbündeten Truppen in Peking und»ach den Umständen, unter welchen sich dasselbe voll- zogen hat, erscheint die Sachlage in China völlig verändert. Alle vorausgegangenen großen Reden passen ganz und gar nicht mehr auf die gegenwärtigen Verhältnisse. Die noch auf dem Meere schwimmenden deutschen Truppen könnten mindestens zur Hälfte wieder umkehren. Völlig überflüssig ist die in Vorbereitung begriffene Nach- sendung einer dritten Brigade. Wenn es nach allem Vorhergegangenen nicht gar zu komisch aussähe, so würde der neue Oberbefehlshaber Graf Walderse« am richtigsten handeln. Ivenn er in Genua sich nicht er st einschiffte, sondern nach Deutschland zurückkehrte. Nicht als ob nun in China alles in Ordnung wäre, aber gerade vom militärischen Standpunkt auS haben sich die Verhältnisse von Grund aus verändert." Noch weit„komischer" aber wird es sich machen, wenn Graf Waldersee auf dem„Kampfplatz" eintreffen wird. Was bliebe ihm dort, im Frieden, zu thun übrig? Soll er. wie vordem mancher preußische Militär, die chinesische Armee reorganisieren? Waldersee-Reklame. Nicht sehr geschmackvoll ist die Reklame, die Gcneralfeldmarschall Graf Waldcrsee zur Zeit nnt sich treiben läßt. Vorab hat der Gras bekanntlich die bisher in ibm nicht vermutete und für eine Kriegsflotte nicht gerade erforderliche Gabe des Redens bewiesen. Da er in der letzten Zeit zwischen Hannover. Kassel und Berlin mehrfach hin- und her zu reisen genötigt war, ging keine Ankunft und kein Abschied ohne eine Ansprache vorüber. DaS ist nun zwar des Landes so der Brauch, von dem am Ende auch Graf Waldersee sich nicht gut auszuschließen vermag. Graf Waldersee steht aber auch mit den Interviewern und Photographen auf gutem Fuße. In den Gcnsationszeitungen und Zeitschriften finden sich zahlloie Schilderungen,„wie er sich räuspert und wie er spuckt". Ausführlich wird das Aussehen des Feld- marschallstabcs beschrieben, den Waldersee vom Kaiser als Geschenk erhielt tind den er seitdem trägt. Ebenso wird die Flagge des Grafen in allen Einzelheiten geschildert. Schließlich sollen die Thaten' d«S Grafen vorläufig sehr friedliche Thateu— den Chinabegcisterten in voller Plastik übermittelt werden; eS wird berichtet: „Bor seiner Abreise nach Kassel ließ sich Graf Waldcrsee in der Uniform der KönigS-Ulanen, in der einen Hand einen Stock mit silbernem Knopf, den er vom Kaiser erhalten hat. haltend, für den Kinematographen photographiercn, während die Fürstin den Wagen bestieg." Aus diese Art' wird für Ersatz des Chinarnhms gesorgt.— Pastoren- Agitatoren. Wie bei uns die Bekämpfung der Socialdemokratie betrieben wird, zeigt das folgende an die Pastoren im Landkreise Königsberg gerichtete' Cirlular, das ein günstiger Wind unsrem Königsberger Partei-Organ, der„Volks-Tribüne", zuwehte. Königsberg, den 10. August 1900. Der„Ostpreußische Vollsfrcund", welcher nach übereinstimmen- den Mitteilungen aus andern Kreisen bei der ländlichen Bc- völkerung gute Aufnahme findet und nach Möglichkeit der Ver- hetzung durch die socialdemokratischen Zeitungen und Flugblätter entgegentritt, ist in unsrem Kreise bisher noch nicht in dem wünschenswerten Umfange verbreitet. Der unterzeichnete Ausschuß bat beschlossen, für das mit dcm 1. Oktober d. I. beginnende Quartal eine umfassende Gratisverteilung des Blatts, dem im Laufe deS Quartals durch die Expedition ein wertvoller, spcciell für unsre ländlichen Verhältnisse geschaffener Kalender umsonst beigegeben wird, vorznnehmen. Dazu erbitten wir die Mithilfe Euer'Hochehrwürden. Wir hoffen, daß es Ihnen, wie das in andern Kreisen geschieht, wenigstens für daS eine Quartal mög« lich fem wird. die Verteilung einer größeren Zahl von Excm- plaren an geeignete Familien ihres Kirchspiels durch die Konfirmanden bewirken zu lassen. Sollte dicS nickt angehen, so bitten wir um Bezeichnung einer oder mehrerer andrer Herren in ihrem Kirchspiel, welche die Verteilung übernehmen würden. AuS Kostenrücksichten ist eS erforderlich, daß mindestens 10 Exemplare an dieselbe Adresse abgehen. Wünschenswerter wäre es aber, wie erwähnt, wenn Euer Hochchrwürden vorläufig selbst die Verteilung aller Exem- plare in die Hand nehmen könnten. Im Laufe des Herbstes soll an der Hand der zu sammelnden Erfahrungen in einer einzu- berufenden Versammlung über die spätere Organisation des Ver- triebs Beschluß gefaßt werden. Insbesondere wird beabsichtigt, später nach Möglichkeit Personen ans dem Arbeiterstande zu ge- Winnen, welche den Vertrieb gegen Vergütung übernehmen. Bei der Geringfügigkeit der vorhandenen Geldmittel ist es erwünscht, wenn auch nrcht erforderlich, daß wenigstens ein Teil der Bezieher der Zettung zur Bezahlung von 20 Pf. für daS Vierteljahres- Abonnement veranlagt Ivird, welcher Betrag allein dem Werte des Kalenders entspricht, so daß die Zeitung immer noch kostenlos bleiben würde. Damit würde auch nach den gesammelten Erfahrungen erreicht werden, daß der Empfänger der Zeitung, für die er etwas bezahlt, mehr Interesse entgegenbringt. Soweit die Empfänger nicht zur Bezahlung zu veranlassen sind, wäre die Bezahlung'eines Teils der Exemplare durch Beiträge an- drer Knchipielseinsasseil erwünscht. ES könncn für da? dortige Kirchspiel geliefert werden bO Frei- Exemplare bis 100 Exemplare a 20 Pf. pro Quartal, wenn letztere zu mindestens je 50 an eine Adresse gesandt werden. Die Bezahlung hätte durch die Lehrer oder andere Kirchspicleiiigesesscnen zu erfolgen. In den 50 Frei- Exemplaren sind die bisher an... gelieferte ... Exemplare, welche, wenn nicht abweichende Anweisung er- folgt, iveitcr geliefert ivcrden sollen, niit eingerechnet. Auf anliegender Postkarte erbitten wir Euer Hochehrivürden gefällige Gegenäußcrung, ivelche behufs rechtzeitiger Bestellung spätestens am 1. September er. eingehen muß. Die eingegangenen Beiträge der Lehrer und Unterstützer bitten ivir in einer Smnnie bis zum 15. November durch Postanweisung an Herrn Kreis sekretär Grieß, hier. König- strntze 55, einsenden zu wollen. Eine namentliche Bezeichnung der Einzahler ist dabei nicht erforderlich, da wir den Herrn, welche die Sache unterstützen, jede entbehrliche Mehrarbeit ersparen möchten. Der Ausschuß zur Verbreitung deS„Preußischen VolkSfreundS" im Landkreise Königsberg. v. Satocki-Bledau. Platz, Pfarrer, Vorsitzender. Schriftführer. Der unterzeichnete Herr v. Batocki-Bledau ist der Verweser des Landratsamte» im Landkreise Königsberg. Der Herr ist für die Besetzung des LandratspostenS in Aussicht ge- nonnnen. Die Verbreitung konservativer Agitationsschriften— eine solche ist der„Volksfreund", wie gerichtlich festgestellt wurde— scheint dauernd zu den amtlichen Obliegenheiten der Beamten der LandratSämter zu gehören. DaS vorliegende Cirkular ist vom L a n d r a t s a m t an die Pastoren' verschickt worden, und die Beiträge für den„Volksfreund" sollen dem Kreissekretär Grieß ins LandratSamt geschickt werden. Die Rehabilitierung der Kanalrebelle»» die am 19. August 1899 gemaßregclt und noch nicht wieder in Gnaden auf- genommen wurden, verlangt anläßlich der Jährung dieses Aktes des JunkcrtrutzeS die kanalgegnerische Presse. Zwar ist belanntlich eine ganze Anzahl der damals gemaßregelten Regierungsbeamten inzwischen die Treppe hinaufgefallen, doch harren nach der gewissen- hasten Buchführung der Kanalgegner noch immer zwei RegierungS- räte und zehn Landräte der— Beförderung. Die Regierung wird sich für die Mahnung nicht unempfindlich zeigen. Vernünftiger wäre es freilich gewesen, sie hätte sich die Blamage ganz erspart. Ein Waldersee und der Tierschutz. Ein Freund unsres BlatteS sendet uns ein an die Herren Geistlichens und Lehrer ver- sendete» Cirlular des Berliner Tierschutzvereins, unter dessen unterzeichneten Vorstands Mitglieder» wir auck den Namen .Graf Walderse», Generallieutenant, Hannover" entdecken. In dem Cirlular, daS auch ein vermutlich naher Verwandter des Oberkommandierenden deSj chinesischen RachefeldzugS als Vorstands- Mitglied mit feinem Namen deckt, befinden sich folgende Stellen: „Es muß daSGewifsen derMenschen geweckt und ihnen durch verständig« Belehrung zum Bewußtsein gebracht werden, wie schändlich und unwürdig es ist, wenn der vernunftbegabte Mensch sein» geistige Ueberlegenheit dazu be- nutzt, die unter ihm stehenden hilflosen Ge- schöpfe ,u quälen...... Nichts ist von so nachhaltig unheilvoller Wirkung für das menschliche Gemüt als die Gewöhnung an Grausamkeit. Heute werden aber Millionen Kinder im Gemüt verhärtet durch da« grausam« Schlachten der Tiere, wobei die Kleinen zusehen, häufig sogar Handreichung leisten, und durch die vielen andern massenhaft verübten Tierquälereien: so beim Bogelfang mittels Schlingen, beim Fischfang mittels Legangeln. bei der Gewinnung der Froschschenkel, bei der unbarmherzigen Ausnutzung alter Pferde usw. Da die ersten Eindrücke im Leben die dauernden fürs Leben sind, so sehen auch viele Erwachsene, selbst Gebildete, kein Unrecht in diesen massenhaft begangenen Grausamkeiten Es ist keine Frage, daß ein gutes Zusa mm e n I e b e n der Menschen n i ch t m ö g l i ch ist, Wohlwollen, Mitleid, gegen- seitige Hilfeleistung nicht erwartet werden können, wenn die Herzen der Menschen schon von Kindheit an verhärtet Iverden durch unbarmherzige Behandlung der Tiere. Auch Sittlichkeit und Gottesfurcht können keinen Boden finden in einem verhärteten, grausamen Herzen, wie uns die mit der Gemütsverwilderung gleiche» Schritt haltende Sitte nlosigkeit täglich vor Augen führt." Es wäre gut, wenn der Generallieutenant Graf Waldersee seinem hohen Anverwandten ein dickes Bündel dieser Cirlulare oder ähnlicher Vereinsschriften zur Lektüre für die Chinatruppeu mit aus die Reise gäbe. Denn:„Nichts ist von so nachhaltig unheilvoller Wirkung für das mensckliche Gemüt, als die Gewöhnung an Grausamkeit".— Die Beseitigung deS Jesuitengesetzes wird von der„Ger»>ania" wieder einmal mit Nachdruck gefordert. Die Centrumsfraktion sei es ihrer Ehre schuldig, sogleich nach Eröffnung des Reichstags den schon so oft angenommenen Antrag auf Abschaffung des Gesetzes zu wiederholen. Wozu gerade jetzt? Das Centrum sollte froh, sein, dieses Schackcrobjekt noch immer auf Lager zu haben, um bei einem gelegentlichen neuen Umsall und Bollsverrat seinen Anhängern etivaS wie eine Gegenleistung vorzeigen zu können. Uebrigcns hätte das Ccntrum ja auch bei der Flottenvorlage statt der Alternative„ohne lsx Heinze keine Flotte" die„ohne Aufhebung des Jesuitengesctzcs keine Flotte" stellen können. Wären dann Bundesrat und Centruin gleich unnachgiebig geblieben, so hätte wenigstens das Volk einen Vorteil gehabt.— 100 000 M. find als„Liebesgabe" aus der Kasse des Kohlensyndikats zur Unterstützung der Chinatruppen geflossen. Es sind einige Tropfen der Goldquelle, welche durch die„Preis- festsetzlingen" beim Kohlenhandel erschlossen ivorden ist. ES� geht doch nichts über den Patriotismus unsrer Kohlenbarone, die in „Preistreibereien" und„Lohnkartellschließen", wie in Herbciziehung fremder Arbeitskräfte ihre Stärke ja schon manchmal gezeigt haben. Bankkrach. Man schreibt unS: In Essen traten am 13. August die sehr deutliche» Anzeichen eines finanziellen Krachs ein, wie ihn nnsre gegeinvärtigen zerfahrenen politischen und wirtschaftlichen Ver- hältnisie zeitigen müssen. Der Zahlungseinstellung der Essener� Jndustriebank ist auch die Zahlungseinstellung des Bankhauses Middendorf und Compagnie gefolgt, die per Cirkular vom 16. August ihre Gläubiger um ZahluugSauffchub gebeten hat. Diese Mitteilung hat natürlich unter den Essener Geschäftsleuten und Handiverksmeiftern große Bestürzung hervorgerufen. Besonders einige Firmen der Baubranche sollen zunächst betroffen iverden, die sich durch ihren Widerstand gegen die Forderungen der Maurergesellen schon genug geschädigt haben.' Auch in Bochum ist die Firma Middendorf u. Co. sehr bekannt, sie besitzt einen Teil der Aktien der Bochumer CoakZ-� »nd Kohlcnwerke, die erst kürzlich mehrere Zechen im hiesigen Kreise angekauft hat. Beteiligt sollen ivciter sein die Disconto-Gcsellschaft. der Schafhauscnsche Bankverein in Berlin, die Nationalbank, die Dresdener Bank, die Berliner Handelsgesellschaft und der Essener Bankverein. Die Aktiva betragen noch 4 600 000 M., von der Höhe der Passiva verlautet noch nichts. Peufioniert wurden in der deutschen Armee vom 1. Juli bis 15. August, 2 Generallieutenants, 5 Generalmajore. 4 Oberste, 5 Oberstlieutenants, 18 Majore. 22 Hauptleute, 3 Oberlieutenants, 9 Lieutenants. In Summe 63 Offiziere. Kosten pro Jahr 221 000 M. » Ausland. Schweiz. Ju der Genieindc-Abstiinuiung erzielte der von den Social« demokraten und Demokraten aufgestellte Gegcnentwurf zu einem neuen Gesetze über die Organisation der Verivalwng der Stadt tünch rund 6200 Stimmen, derselbe muß also, da nur 5000 timnien erforderlich sind, dem KantonSrat als Gemeinde-Initiative eingereicht werden. Serbien. Belgrad, 19. Anglist. Zahlreiche Personalveränderungen im Offiziercorps werden in einem löniglichen UlaS angeordnet. Die vom Exlönig Milan degradierten Obersten Protic, Georgiewic und Snbotic wurden reaktiviert. Am Geburtstage der Exkönigin Natalie, am 27. September, sollen die im Hochverratsprozeß Verurteilten, die noch nicht begnadigt wurden, begnadigt werden. Darunter be- findet sich der Oberst Nicolic.— Afrika. Vom voerenkrieg. Die Londoner Blätter veröffenttichen ein� Telegramm, wonach De Wet 4000 Engländer gefangen genommen und 7 Geschütze erbeutet habe und Middelburg von Lord Roberts geräumt worden sei. Die Meldung, die über Lourenyo Marques kommt, llingt recht unwahrscheinlich, da es, von den sonstigen Bedenken abgesehen, De Wet kaum möglich sein dürfte, mit seinen abgehetzten paar tausend Mann einen derartigen Schlag zu führen. Möglicherweise aber liegt der Meldung eine geringfügige Schlappe zu Grunde, die vielleicht General Botha den Engländern beigebracht hat. Zwei Telegramme aus Pretoria vom 18. und 19. August melden über die letzten Be- wegungeu De Wets: Gestern erschien De Wet von Norden her bei Commando Nck, das von Baden-Powell gehalten wird, und forderte diesen auf, sich zu ergeben. Baden-Powell fragte, welche Bedingungen De Wet ihm stellen wolle. Durch den Vorwand, die Uebergabe Baden-PowellS in Commando Nel zu verlangen, erhielt de Wet Kenntnis davon, daß die britische Garnison daselbst sehr stark sei, und nahm darauf hin, von Baden- Powell verfolgt, seinen Marsch nach Norden wieder auf.— Nachdem die Boeren bei Malmani von General Carrington geschlagen waren, zogen sie sich auf Buffelshoek zurück und besetzten dort eine starke Stellung; sie wurden jedoch von Oberst Errol oerfolgt und aus der Stellung vertrieben. Von einem Zusammenstoß zwischen einer englischen Pattouille und einem kleinen Boerenlommando liegt folgendes Telegramm vor: London. 19. August. General Clery telegraphiert aus Greyliugstad von gestcni: Etwa 20 Dragoner überraschten bei Doornkop am 14. d. M. 80 Boeren. Der Rittmeister wurde leicht verwundet, ein Dragoner wird vermißt. Die Verluste der Boeren sollen bedeutend sein. Durch maßlosen Terrorismus scheint nunmehr Lord Roberts die Erfolge erzwingen zu wollen, die ihm als Heeres- führer in der letzten Zeit versagt geblieben sind. Nach einer Reutermeldung hat der Oberstlommandierende folgende Proklamation erlassen: Alle Personen, welche ihren Eid. neutral zu bleiben, brechen, machen sich der Todesstrafe oder einer FreiheitS« oder Geldstrafe schuldig. Alle Burgher«, die innerhalb der britischen Occupatio» wohnen, die den ReutralitätSeid nicht geleistet haben, werden als Kriegs- gefangene bettachtet und fortgeschafft. All« Häuser und sonstigen Gebäude derjenigen Farmen, die Feinde beherbergen, sollen dem Erdboden gleichgemacht und den Besitzern dieser Farmen Geldbußen auferlegt werden. Die Bestimmungen dieser Proklamation werden rücksichtslos durchgeführt werden. Diese Maßregeln, die deutlich beweisen, daß Lord Roberts mit seinen Operationen auf dem toten Punkt angekommen ist, sind nicht nur äußerst brutal, sondern widersprechen zum Teil direkt dem Völkerrecht. Die Komplottaffaire gegen Lord Roberts wird von vielen Londoner Blättern als eine Komödie behandelt.--- Amerika. hatte drot som Die Polizei als Begünstiger der Negerhehe. Aus New York wird gemeldet: Das Ergebnis der Untersuchung über den jüngsten Raffekrieg zwischen Weißen und Negern hat den Beweis erbracht, daß die Polizei selbst die Strawalle begünstigt hat, um einen der Thrigen, der von den Negern ermordet worden war, zu rächen. Ueber hundert Personen sind bereit, diesbezügliche Aussagen zu machen. Attentatsmärchen. Aus New York war nicht nur die Verhaftung von 14 Anarchisten, die von Europa gekommen waren, um Mac Kinley zu ermorden, gemeldet worden, sondern die Reporterphantasie hatte auch bereits eine ganze Verschwörungsgeschichte erfunden, die sich die deutsche Sensationspresse ausführlich kabeln ließ. Darnach hatte in Neapel eine Anarchistenversammlung in aller Form die Ermordung Mac Kinleys beschlossen und elf Italiener und drei Oestreicher mit der Ausführung des Attentats betraut. Die ganze alberne Mordgeschichte war natürlich völlig aus den Fingern gesogen. Der Chef des New Yorker Geheimdienstes hat denn auch bereits die Sensationsmeldung als völlig unbegründet bezeichnet. Partei- Nachrichten. 30 M. Geldstrafe verurteilt. 17612 sadom Die Parteikonferenz für den Wahlkreis PotsdamOfthavelland herbor. Jing 1. Gehalt. Das Anfangsgehalt beträgt in laffe A monatlich weisbares Bedürfnis empfunden wird. In Danzig ist bei der 110 M. und steigt durch regelmäßige jährliche Aufbefferungen innerhalb Beratung der neuen Armenordnung auch aus dem Streise der Armen5 Jahren auf 150 m., nach 10jähriger Thätigkeit auf 175 M.; in tommissions- Worsteher die Mitarbeit der Frauen als erivünscht beKlaffe B monatlich 90 m., steigend in derselben Weise wie in Klaffe A. zeichnet worden. In Berlin war von den Vorstehern der Armenauf 125 bezt. 150 M. Bu Klasse A gehören Vereine, die ihren Betrieb kommissionen noch vor gar nicht langer Zeit der heftigste Widerstand in Städten von mehr als 100 000 Einwohnern oder in direktem An- dagegen erhoben worden; auch in Charlottenburg wurden schluß an diese haben, zu Klasse B alle Vereine in Städten unter dieselben Gründe wie in Berlin vorgebracht, die Vorsteher der Kom100 000 Einwohnern. Jugendliche Angestellte unter 21 Jahren tönnen miffionen haben einstimmig Widerspruch gegen die Zuziehung der entsprechend niedriger eingestellt werden, jedoch nicht unter 75 M. Frauen erhoben, weshalb man von einer Teilnahme derselben vorpro Monat. Die Gehaltszahlung hat wöchentlich zu erfolgen. läufig abfah. Na 2. Arbeitszeit. Die tägliche Arbeitszeit für die Comptoire angestellten beträgt 8 Stunden, desgleichen ist der Betrieb im Lager so einzurichten, daß die Arbeitszeit der Lagerangestellten nur in Ausnahmefällen 8 Stunden übersteigt. Sonntagsarbeit, wo solche notwendig, wird befonders vergütet. 3. Ferien. Den Comptoir- und Lagerangestellten ist jährlich eine Ferienzeit von vierzehn Tagen unter Fortzahlung des Gehalts zu gewähren. Der Kampf gegen die gewerkschaftlichen Organisationen der Arbeiter geht in Sachsen luftig weiter. So ist neuerdings die Zahlstelle des deutschen Tabalarbeiterverbandes in Rochlig von der unteren Polizeibehörde als ein Verein erklärt worden, der sich mit öffentlichen Angelegenheiten beschäftigt und deshalb Minderjährige nicht aufnehmen darf. Die Errichtung eines Gewerbegerichts wurde von der Gemeindebehörde der Stadt Altenburg( Sachsen- Altenburg) beDienst der Arbeiter. 1977 In Berlin haben sich die Ansichten inzwischen geändert; die dent städtischen Behörden von der Armendirektion vorgelegten Vorschläge zur Neuordnung der Armenpflege sahen die Zulassung der Frauen als Armenpflegerinnen mit den gleichen Rechten und Pflichten wie die Männer vor. Jn Dresden dürfen Frauen auf Antrag eines Pflegevereins dem betreffenden Verein als Gehilfinnen augeteilt werden. In Dortmund sind seit dem 1. Januar 1899 neben den Pflegern Damen der verschiedensten Stände amtlich als Armenpflegerinnen zugelaffen. In Wiesbaden ist den Frauen in erster Reihe die Aufsichtsthätigkeit über die dort von der Armenverwaltung gestellten Hauspflegerinnen übertragen. Der Verwaltungsbericht für das Jahr 98/99 sagt über ihre Thätigkeit: Die Damen haben mit regem Eifer und großer Gewissenhaftigkeit ihr Amt geführt, so daß es uns als angenehme Pflicht erscheint, ihnen an dieser Stelle den Dant der Verwaltung auszusprechen." In Bremen hatte der Senat beantragt, dem Armenvorstand und den Armenbezirken Frauen mit beratender Stimme zuzuordnen, die Bürgerschaft ist aber darüber hinausgegangen und hat den Frauen bolles Stimmrecht eingeräumt. Ueberall wo die Frauen in der Armenpflege thätig sind, wird die Nüglichkeit ihrer Arbeit allgemein anerkannt. Hoffentlich werden die bisher gemachten Erfahrungen dazu beitragen, daß mit dem alten Borurteil gebrochen und den Frauen endlich dies Feld für ihre Thätigkeit völlig geöffnet wird. sid Die ,, Arbeiterinnen- Zeitung", das Blatt unfrer östreichischen Genoffinnen, ist tonfisciert worden wegen zweier Verbrechen". In einem Fall soll sie das Verbrechen der Religionsstörung, begangen burch Notizen, in denen fie über Sittlichkeitsverbrechen von Geistlichen berichtete, und im zweiten Fall soll sie die Ehrfurcht vor dem Staiſer verlegt haben durch eine Definition des wahren und falschen Patriotismus. Sociales. Bersammlungen.alial Eine Majestätsbeleidigung soll die„ Magdeburger Bolts ftimme" wieder einmal begangen haben durch Abdruck mehrerer Wize aus dem„ Süddeutschen Postillon". Genosse Haupt hatte dieserhalb am Sonnabend eine Bernehmung vor dem Amtsgericht. Die Magde- fchloffen. burger teilen dieses Schicksal mit unsrem Erfurter Partei- Organ, deffen Redacteur in derselben Sache ebenfalls eine Bernehmung zu Zur Lage der Gewerkschaftsbeamten. Der„ Tabalarbeiter" bestehen hatte. gefagt am Schlusse eines Artikels über die legte Generalversammlung Polizeiliches, Gerichtliches usw. uŢw.s des Tabalarbeiterverbandes: Zum Schluß möchte noch an unsre Beamten erinnern. Wegen Beleidigung eines Nachtwächters wurde Genosse Da Thiele vom Volksblatt in Halle durch das dortige Schöffengericht zu ist unser alter Vorsitzender, Junge; ein Menschenalter steht er im Als müßte ich eine bittere Pille verschlucken, so tommt es mir vor, wenn ich lese, daß er monatlich 15 M. Ver gütung erhält. Was soll werden, wenn er noch älter wird und nichte mehr verdienen kann, die Reisen, die er als Vorsigender machen muß, nicht mehr durchsetzen kann?" Boguslah ini Zur Aussperrung der Werftarbeiter. Auf der Werft von fand am Sonntag im Beheschen Lokal in Spandau statt. Vertreten 5. Brandenburg stellten am Sonnabend 44 Schiffbauer und Schloffer waren 12 Orte mit zusammen 18 Delegierten; ferner war die die Arbeit ein, weil sie Streifbrecherdienste verrichten sollten. Des Agitationskommission durch 3 Mitglieder und die Presse durch gleichen stellten bei Janssen u. Schmilinsti 67 Werftarbeiter verhalid 2 Genossen vertreten. Ueber den Punkt Agitation und Organi- schiedener Branchen die Arbeit ein, weil man den Leuten zu sation" entstand eine recht rege Debatte. mutete, fie follten Arbeiten anfertigen, die von Ausgesperrten Staab Botsdam regt die Schaffung einer geschlossenen liegen gelassen find. Achtuhr- Ladenschluk. Die Händler der Manufakturwaren Auf der Reiherstieg- Schiffswerft und Brauche in Halle befchloffen in einer Versammlung, in der die Organisation über den ganzen Wahlkreis und die Beseitigung des Maschinenfabrik find zwanzig Schiffszimmerer wegen Mangels Mehrzahl der Halleschen Ladeninhaber dieser Branche anwesend war, Bertrauensmännersystems an. Hierin wird er von einigen Rednern an Arbeit entlassen. Der Dampfer Potsdam", welcher vom 1. Oktober ab ihre Läden mit Ausnahme des Sonnabends um unterstützt, andre aber sprechen sich in Nüdsichtnahme auf die ver bon fchiedenen Berhältnisse in den einzelnen, besonders den ländlichen um dort fertig gestellt zu werden, bleibt jest in Hamburg. Die Blohm u. Voß nach England gebracht werden sollte, 8 Uhr zu schließen. Sonnabends wollen sie um 9 Uhr schließen. Orten des Kreises dagegen aus. Pieper Spandau weist an der Hand von Zahlenmaterial holländische Reederei hat der Werft vier Wochen Frift zur FertigPieper- Spandau nach, daß die Spandauer Parteigenoffen bei der gefchloffenen Organitellung gegeben. Dafür hat sie jedoch einen andren Dampfer geil Organichartert, der für den„ Potsdam" eingestellt ist. Die Charterung muß sation, welche sie nach dem Fall des§ 8 des Vereinsgesetzes geschaffen die Firma Blohm u. Voß bezahlen. Die Steinfeger Berlind und Umgegend halten am Sonntags haben, ganz gut gefahren feien. Schließlich wird eine Resolution Bruirner- Spandau angenommen, nach welcher es den Parteigenossen folgendes: drichlich wird eine sejolution Eine Versammlung der Schiffszimmerer beschloß nachmittag im Gewertschaftshaus eine für sie sehr wichtige Bersammlung. Zunächst handelte es sich um die tarifmäßige Festlegung in den einzelnen Orten überlassen bleibt, je nach den befondren Auf Werften, wo geregelte Verhältnisse herrschen, wo also von der täglichen Arbeitsleistung. Der Gesellenausschuß für Berlin und Umständen eine feste und eine lose oder nur eine geschlossene den Metallarbeitern keine andre Arbeit als die von ihnen gewöhnlich der Gesellenausschuß für Steglitz und Umgegend unterbreiteten Organisation zu schaffen. verrichtete verlangt wurde, wird jede den Schiffszimmerern zu gemeinsam der Versammlung einen entsprechenden Tarifentwurf. Eine mehrstündige Debatte ruft hierauf der Punkt ,, Preffe" kommende Arbeit auch nach Feierabend verrichtet. Dort, wo diese nach einer Diskussion wurde beschlossen, bei der Junung wegen AnStaab Potsdam erhebt gegen die Spandauer Partei- Berhältnisse nicht bestehen, ist jede sonst von den Ausständigen ver- erkennung des folgenden Arbeitstarifs vorstellig zu werden: richtete Arbeit, sowie Nachfeierabend zu verweigern." Die Arbeitsleistung pro Gefelle und Tag soll bet achtstündiger genossen deshalb Vorwürfe, weil diese sich ein lokales Wochenblatt, Die Ausgesperrten verhandelten am Sonnabend über die Arbeitszeit, voransgesezt, daß die Pflasterarbeiten glatt von statten " Die Laterne", gegründet haben, ohne vorher die Zustimmung der ablehnung des Vermittelungsanerbietens des Gewerbegerichts- gehen können, im Magim um betragen: zuständigen Partei- Instanzen eingeholt zu haben; solche Zeitungsvorsitzenden seitens der Unternehmer. Sie nahmen eine Resolution 1. Polygonale Kopfsteine 23 Quadratmeter. 2. Reihenpflaster: gründungen haben der Partei schon oft zum Schaden gereicht. Hierin an, worin die Versammlung erklärt, daß das ablehnende Verhalten Märkische Quadratſteine 15 Quadratmeter; a) Prismen 15 Quadratwird Redner von Förster Potsdam und hoffmann- Bey, fo- des Arbeitgeber- Verbands resp. des Herrn Blohm ihr in keiner Weise meter; b) Würfel 18 Quadratmeter. 3. Rundsteine, mittel wie den Bertretern der Agitationskommission und dem Vertreter der überraschend gekommen sei, sondern der Arbeitgeber- Verband aufs 16 Quadratmeter. 4. Kleinpflaster auf Beton 11 Quadratmeter. Brandenburger Zeitung" unterstützt. neue seine Gemeingefährlichkeit durch diese Ablehnung fundgegeben 5. Mosait, gewöhnlich 8 Quadratmeter.pilots Rieger, Pieper, Saröer- Spandau begründen die Not- hat. Im. ferneren stehen die Ausgesperrten nach wie vor auf dem Alle nicht im Tarif aufgeführten Arbeiten bleiben der freien wendigkeit der Gründung mit den ganz eigenartigen Berhältnissen Standpunkt, daß die Aussperrung die reine Willfür des Arbeitgeber Vereinbarung mit den Meistern überlaffen." ami Ort, welche auch eine gründlichere Agitation erfordern. Dies könne aber nur dann möglich sein, wenn die lokalen Geschehnisse Sohn im Fremdenblatt", es handele sich um einen Streit, den Arbeitsnachweiſes verbands ist und somit die Behauptung des Herrn H. C. Stülden Zum 2. Punkt der Tagesordning: Schaffung eines zur Regelung der Nachtauf fommunalem Gebiet mehr in Betracht gezogen werden. Die Brandenburger Zeitung" fei unter den heutigen Verhältnissen nicht übrigen Behauptungen des Arbeitgeber- Verbands gleichzustellen ist." arbeit, beziehungsweise behufs Einführung Im Hamburgischen Korrespondenten" veröffentlichen die Unter eines ordnungsmaßigen Schichtwechsels, sprechen sondern auch der Genossen andrer Orte ihres sehr ausgedehnten charakteristischen Satz eingeleitet wird: im stande, die Bedürfnisse der Spandauer Parteigenossen nicht nur, nehmer eine Rechtfertigung, die von dem Blatt mit folgendem Sopras, Senoff und andre in zustimmendem Sinne. Besonders Kopras und Knoll bezeichneten es als den Hauptzweck des erVerbreitungsbezirks, hinsichtlich agitatorischer Kraft, zu befriedigen. " Ju der Voraussicht, daß die Ablehnung der Vermittlung des strebten Nachweises, dem Mißbrauch zu steuern den manche Der Vorwärts" tönne den lokalen Verhältnissen der Nachbarorte Gewerbegerichts durch die Arbeitgeber geeignet sein könnte, den Stollegen mit ihrer Arbeitskraft trieben, indem sie Tag und Berlins ebenso nur sehr wenig Raum schenken. Die„ Laterne" habe Arbeitern die Sympathien des Publikums zuzuwenden, sendet uns Nacht arbeiteten, während andre gar keine Arbeit hätten. fehr belebend auf die Bewegung eingewirkt, die Abonnentenzahl steige die Werft der Herren Blohm u. Voß folgende Darstellung der ganzen Als prattisch befürwortete Knoll eine paritätische Verwaltung. fortwährend und das Blatt prosperiere jetzt auch. Der Arbeitsnachweis müsse die Nachtarbeit derart vermitteln, daß Mehrere Beltener Genoffen halten die Nichteinhaltung des Sachlage, die zur Aufklärung beitragen werde:" Aus dieser Nechtfertigung, die von den bekannten Lügen stroßt, vor allem die Arbeitslosen bedacht würden. Die Innung wolle den Instanzenweges auch nicht für gerechtfertigt, wollen aber im übrigen geht hervor, daß die Unternehmer diesen Kampf lediglich als Macht Nachweis eventuell benutzen. Die Versammlung ſtimmte der Eindas Vorgehen der Spandauer gutheißen. Von Schröer wurde hierauf eine Resolution eingebracht: frage behanden. Es heißt wörtlich darin: Es ist eine Machtfrage, richtung einer speciell der Regelung der Nachtarbeit gewidmeten die durch einen Schiedsspruch nicht erledigt werden kann." Arbeitsvermittelung mit paritätischer Verwaltung zu: Die Durch " Die Kreistonferenz hat gegen das Bestehen der„ Laterne" nichts einzuwenden, so lange nicht Mittel der Partei für dieselbe beansprucht und würde die Socialdemokratie, wie sie diefes beabsichtigt, die Arbeits- Arbeitstarif tann, gemeinsam mit der des endlich beschlossenen LohnZum Schluß heißt es: Würden die Arbeitgeber jetzt unterliegen führung dieses Beschlusses, wie auch des Beschlusses über den werden. Diese Resolution wurde zuerst mit 8 gegen 7 Stimmen angenommen, auf Antrag Förster- Potsdam wird jedoch noch einmal Beit und Arbeitsweise einseitig feststellen können, so würde sie auch tarifs, erst zum 1. Januar 1901 erstrebt werden. Bis dahin namentlich abgestimmt, und in dieser Abstimmung eine Steio Arbeitgeber zufrieden zu geben hätte, vorschreiben, und es würde dingungenti i dodao u rernidos rahas in nicht langer Zeit die Qualität der Arbeit, mit der sich der gelten die vor dem Einigungsamt seiner Beit vereinbarten BeIution Staab Botsdam: Die Kreistonferenz erkennt die fo eine fernere Entwicklung der Industrie Hamburgs ausger führte aus, daß der bereits 7 Wochen dauernde Kampf den Ueber die Leipziger Aussperrung referierte no II. Laterne" nicht als Parteiblatt an und übernimmt keine Verpflich schlossen sein." tungen" mit 10 gegen 7 Stimmen angenommen. Charakter eines Klaffentampfs angenommen habe. Der Berliner Obermeister und Borfizzende des Innungsverbandes, Herr Kuhlbrodt, habe der Leipziger Jnung einen Vergleich angerathen, ohne dafür Verständnis zu finden. Die Inmung in Leipzig wolle die Kollegen durchaus niederzwingen, und drohe mit dem Austritt aus dem Berbande für den Fall, daß dieser sie nicht unterstüße. Indessen Zum Streit der Pariser Droschkenkutscher meldet die„ Frank sei ihr Widerstand schon gelockert, sie habe doch schon indirekt furter Beitung":" einige Konzessionen gemacht, und es liege in der Macht der Die 800 Kutscher des Unternehmers Camille haben heute die Berliner Kollegen, die Leipziger Steinfeger auch durch die That zu Arbeit aufgenommen. Die bisher unverföhnlich aufgetretene Com- unterstützen. Debner empfiehlt folgende Resolution: pagnie Générale läßt bei ihren Kutschern Listen cirkulieren, worin Die am 19. August 1900 im Berliner„ Gewerkschaftshause" fich die Arbeitswilligen einzeichnen sollen. Die Maßregel hat jedoch wenig Erfolg. " Der Staffenbericht des bisherigen Kreisvertrauensmanns, Genoffen Schröer, weist eine Einnahme von 899,78 M., eine Ausgabe von 810,78 und einen verbleibenden Bestand von 88,99. auf hierzu wird die Decharge erteilt. Hierauf wurden Rieger Spandau,& iesel- Potsdam und hoffmann Bezz als Dele gierte für die Provinzialfonferenz, und Pieper- Spandau als Delegierter für den Parteitag gewählt. Mit dem Amt des Kreisvertrauensmanns wurde Genosse Aug. Paris Welten einstimmig betraut. Genosse Schröer, der aus dem Wahlkreise verzogen ist und da Her den Posten als Kreisvertrauensmann nicht weiterführen konnte, sprach den Versammelten seinen Dank für das jahrelang ihm entgegengebrachte Vertrauen aus. Mit einem Hoch wurde die Konferenz geschlossen. Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. Der hamburgischen Industrie, noch mehr aber der seemännischen Bevölkerung würde es gewiß jehr zum Gegen gereichen, wenn die Arbeiter die Qualität der Schiffsarbeit zu bestimmen hätten; dann würden sicher keine Sargschiffe aufs hohe Meer hinausgehen. 119 1 Heded Ausland. tagende Versammlung der Steinfeger Berlins und Umgegend beauftragt die Gesellenausschüsse für Berlin und Steglitz und Umgegend, den Steinfeger- Inmungen in genannten Orten( dem Vorsitzenden der Berliner Innung zugleich in seiner Eigenschaft als Borfizender des Innungsverbands) anheim zu stellen: ihren Einfluß bei der Leipziger Steinseherinmung dahin geltend zu machen, daß diese sich mit den ausgesperrten und ausständigen Steinfegern einigt. dit bis Sonnabend, den 25. August, in Leipzig eine Einigung nicht zu stande gekommen, so sind für die Dauer des Leipziger Stampfes in Berlin und Umgegend jedwede Ueberstunden-, Nacht- und Sonntagsarbeiten stritte zu verweigern. genommen davon bleiben nur diejenigen Firmen, die bisher dem Verlangen, Leipziger Steinfeger au entlassen, bezw. solche nicht AusAus der Frauenbewegung. Ueber die Heranziehung der Frauen zur Mitarbeit an der öffentlichen Armenpflege bringen die amtlichen Nachrichten der Chorlottenburger Armenverwaltung recht bemerkenswerte AusEine Konferenz von Comptoir und Lagerangestellten in führungen. Während die Heranziehung der Frauen zu Mitarbeit in Konsumvereinen, die sich mit der wirtschaftlichen Lage und der der öffentlichen Armenpflege frither nicht selten auf den Widerspruch Organisierung dieser Arbeiterkategorie beschäftigte, tagte am Sonntag gerade derer stieß, denen fte unterſtüßend zur Seite treten in Halle. Es waren aus 8 Orten 19 Delegierte anwesend, sowie ein sollte, scheint sich neuerdings auf Grund der Erfahrungen Vertreter des Centralverbands der Handlungsgehilfen. Eine Er- in der Praxis auch in den Kreisen der Ehrenbeamten mehr und mehr hebung über die Verhältnisse der Angestellten, die von einer Leipziger die Ueberzeugung Bahn zu brechen, daß die Frauenarbeit auch in Kommission, der Veranstalterin der Konferenz, vorgenommen wurden, der öffentlichen Armenpflege als eine nicht nur wünschenswerte, einzustellen, nicht Folge gegeben haben, oder die dem Central- Arbeitshat, wie der Referent zu diesem Punkt mitteilt, nur bescheidene sondern fast als notwendig empfundene Ergänzung der nachweis der Steinfeger die schriftliche Erklärung abgeben, daß sie Resultate gezeitigt, da ihr nur wenig Adressen zur Verfügung standen. Thätigkeit der Männer anerkannt werden muß. Unter den gewillt find, Leipziger Steinfeger einzustellen. Das Durchschnittsgehalt der 93 an der Erhebung beteiligten Kollegen Reitern aller größeren Armenvertaltungen hat darüber schon Die eventuelle Richtbeachtung des vorstehenden Beschlusses seitens beträgt 1866. bei durchschnittlich vierjähriger Thätigkeit in den lange kein gweifel bestanden. Die Versammlung des deutschen Vereins einzelner Kollegen würde als Streitbruch angesehen werden. bisherigen Stellungen. für Armenpflege und Wohlthätigkeit hat schon im Jahre 1896 auf leber den Erfolg ihrer Bemühungen haben die Gesellenausschüsse Zur Organisationsfrage wurde eine Resolution beschlossen, die Grund eingehender Verhandlungen die Heranziehung der Frauen in einer am Mittwoch, den 29. August, bei Nümann, Brumenden Angestellten empfiehlt, sich dem Centralverband der Handlungs- zur öffentlichen Armenpflege als eine dringende Notwendigstraße 188, stattfindenden Versammlung Bericht zu erstatten. In dergehilfen anzuschließen. Außerdem wurde eine Agitationstommission teit bezeichnet. Wenn trotzdem die Einordnung der Frauen in die selben ist gleichzeitig über die eventuellen weiteren Maßnahmen Deeingesetzt, die regelmäßige Erhebungen anzustellen und nach Bedarf öffentliche Armenpflege bisher immerhin nur in wenigen Städten schluß zu fassen." Konferenzen einzuberufen hat. Die Kommission besteht aus Buch, erfolgt ist, so wird man den Grund für viele Orte barin sehen Nach kurzer Debatte wurde die Resolution einstimmig anGelhaar und Köhler, sämmtlich in Leipzig. dürfen, daß es im Interesse der gedeihlichen Arbeit nicht angezeigt genommen.no II teilte mit, daß die Rammer sich die NeDer Vorstand des Centralverbands der Handlungsgehilfen er erschien, den männlichen Ehrenbeamten im Wege der Verfügung folution in einer Versammlung am Vormittag ebenfalls zu eigen Kielt den Auftrag, den Verwaltungen in Form einer Resolution Helferinnen aufzuzwingen, die sie als überflüssige Eindring gemacht hätten. folgende Forderungen zu unterbreiten: linge, deren Einſebung fie als eine Art Mißtrauenserklärung gegen Stellung, bie eine Anzahl Firmen vorgenommen haben. Den Lohn. Die Versammlung nahm dann zu den Lohneinbehaltungen ihre eigne Thätigkeit betrachten zu sollen meinten." und Den Konsumvereinen wird empfohlen, eine Regelung der Gehalts und Arbeitsverhältnisse der Comptoir amb Lagerangestellten vorzunehmen und dabei die nachstehenden Minimal forderungen zu berücksichtigen und bis 1. Januar 1901 zur Durch führung zu bringen. 1150 In neuerer Zeit mehren sich erfreulicherweise die Anzeichen für einen Tag behalten ein: Schier, Widel( Mirdorf), P. Schiffelhauer, dafür, daß diefer Dünfel der Männer im Schwinden begriffen ist. Riedel, S. Hein, Friß Niße, Butt( Spandau); 30 IIn eru. Wölfert, Aus verschiedenen Städten liegen Nachrichten vor, denen zufolge die die 400-600 Mann beschäftigen, behalten sogar den Lohn für 2 Tage. VerZuziehung der Frauen zur Armenpflege immer mehr als ein unabschiedene Redner wandten sich energisch gegen dieses System. Die Ver " 1 Als Puntt 3 stand auf der Tagesordning: fammlung verpflichtete die betroffenen Kollegen, am nächsten Sonnabend der Inmung und vom Verband der Heizungs- Industriellen. Mit| trag fand nicht statt. die Auszahlung jener Lohnbeträge zu verlangen, und beauftragte den letzteren sei der Tarif noch nicht endgültig geregelt. Dagegen empfehle er Bericht des Gewerkschaftsdelegierten und Neuwahl des letzteren. Da Gesellenausschuß, mit den Meistern zu verhandeln und in der Ver- er den von der Jnnung nach längeren Verhandlungen anerkannten Tarif, der Delegierte krank ist und nicht erschienen war, so wurde Bei der Neuwahl wurde gewählt ſammlung am 29. August Bericht zu erstatten. Die Bauder zwar nicht alle Forderungen der Arbeiter erfülle, aber immerhin dieser Punkt zurückgestellt. budenfrage gab zu einer Debatte Anlaß. Es wurde lebhaft als ein bedeutender Fortschritt zu verzeichnen fei. Mehrere Redner Thomas als Delegierter und Brünninger als Erfagmann; es wurde geflagt über den Mangel einigermaßen brauchbarer Baubuden und tabelten, wie schon in den vorhergehenden Versammlungen, die Verbands- diefen beiden zur Pflicht gemacht, die Interessen der BrauereihilfsAbortanlagen. Um Schloßplay foll für Hunderte von Arbeitern nicht leitung wegen der geringen Bugeständnisse. Die heftigen Forderungen arbeiter beffer wahrzunehmen, als es bisher geschehen sei. Unter ein Abort vorhanden sein. Der Gesellenausschuß wurde beauftragt, einzelner Redner: den Tarif rundweg abzulehnen und sofort die Verschiedenes" wurden zunächst sanitäre Mißstände in den Brauereien bei den demnächstigen Berhandlungen wegen der neuen Forderungen Arbeit einzustellen, wurden vielfach mit Beifall aufgenommen. besprochen. Schüler hielt seine Behauptung, daß bei Kinz u. Co. in auch die Baubuden zu berücksichtigen. Ferner soll der Gesellen Tschöle und einige andre Redner erklärten sich gegen diese Bu- dieser Beziehung grobe Mißstände existierten, aufrecht; die Beausschuß die Vorstände der beteiligten Korporationen zu einer Kon- mutung und wünschten Annahme des Tarifs sowie möglichste Behauptungen der Firma Kinz u. Co. im Vorwärts" seien unrichtig. ferenz einladen, die der Durchführung der Arbeitsruhe während des seitigung der Ueberzeitarbeit. Schlegel widerlegt die gegen die Auch beim Hoflieferanten Bözow beständen ähnliche Verhältnisse. Von Quartalsfestes dienen soll. Verbandsleitung erhobenen Vorwürfe und empfahl gleichfalls die Vertretern der gelernten Brauer wurde der Lohnkommission der Hilfs. Der Generalftreit der Militäreffekten- Sattler stand auf Annahme des Tarifs. Ebenfalls wies Näther nochmals arbeiter der Vorwurf gemacht, daß sie sich in der Angelegenheit des der Tagesordnung einer öffentlichen Versammlung der Sattler aller die von mehreren Rednern erhobenen Anschuldigungen zurüd. Münchener Brauhauses" über den Löffel hätte barbieren lassen. Branchen, die am Sonnabend den großen Sal des Gewerkschafts- Wären die Rohrleger länger gewerkschaftlich organisiert gewesen, so Schüler erwiderte, die Kommiffion habe in dieser Angelegenheit vor hauses vollständig füllte. Das Referat erstattete der Verbands- hätten sie auch bessere Erfolge erzielen können. Die Leitung des einer sehr verwickelten Situation gestanden. Die Differenzen hätten borsigende Sassenbach. Er sagte, es sei notwendig, daß die Metallarbeiterverbands konnte aber unter den vorliegenden Um fich wochenlang unter der Oberfläche abgespielt; statt daß die Arbeiter weitesten Kreise des Publikums, daß die Offentlichkeit unterständen eine Arbeitseinstellung nicht empfehlen. Ein Ausstand käme zur zuständigen Stelle gekommen seien, hätten sie einen Winkelrichtet werde über die Verhältnisse, welche zu diesem Streit führten, höchstens in Frage, wenn einzelne Unternehmer auch den neuen Tarif fonfulenten mit der Ausarbeitung ihrer Forderungen betraut, und und über die Ursachen, die ihm zu Grunde liegen. Es nicht anerkennen sollten. Derselbe werde allen Unternehmern im dann, als es sich mir noch darum handeln konnte, die Aushandle fich hier um eine Arbeiterkategorie, welche Bedarfs- Verlauf der kommenden Woche mit einem Begleitschreiben zur ständigen in ihrer Arbeit zu erhalten, seien die Vorwürfe daß zu Die Kollegen wenig erreicht sei. artikel des Heeres anfertigt, also für den Staat arbeitet. Wenn man endgültigen schriftlichen Anerkennung unterbreitet werden. gekommen, treu zum Verbande halten, dann werde auch aber glaube, die Militärsattler seien deshalb besser gestellt wie andre Ueberall, wo der Tarif durch Unterschrift der Unternehmer follen alle Arbeiter, so irre man. Die Lage der Militäreffekten- Sattler sei ebenso anerkannt sei, hätten die entsprechenden Lohnzahlungen bereits mehr geschaffen werden können. Ferner wurden Vorwürfe erhoben, traurig, wie die der Weber. Kurze Perioden guten Geschäftsganges am Sonnabend, den 25. August, zu erfolgen. Nach Verlauf daß die Kommission ihren Namen unter die bekannte Annonce im mit unmäßig langer Arbeitszeit wechseln mit langen Beriodens der von 14 Tagen findet abermals eine Versammlung statt, um ein Er-" Vorwärts" gesetzt hat. Es entspann sich dann eine Debatte über Arbeitsstockung. Wohl habe es früher einmal zeitweise„ Glanz- gebnis darüber festzustellen, wieviel Unternehmer den Tarif nicht den Arbeitsnachweis. Die Brauerei- Arbeiter wollen nächstens einperioden" in der Militäreffekten- Branche gegeben, wo auch die Arbeiter bewilligt haben. Infolge einer Anfrage verlas der Redner die in gehend zu dieser Frage Stellung nehmen und die Gründung eines ausreichende Löhne erzielten, aber sobald die Arbeit nachließ, Betracht kommenden Bestimmungen des Verbandsstatuts eignen Bureaus ins Auge faffen. Nach einem Beschluß, den Vorstand machten die Fabrikanten Lohnabzüge. Nicht weil sie selber über Unterstügungen bei Arbeitseinstellungen. zu beauftragen, in nächster Zeit wieder Wanderversammlungen niedrigere Preise erzielten, sondern weil das größere Angebot Redner ersuchte nochmals zum Festhalten an der Organisation und( Werkstätten-) in Berlin und Umgegend zu veranstalten, wurde die von Arbeitskräften ihnen die Lohndrückerei ermöglichte. Aber auch empfahl unter lebhaftem Beifall Annahme des Tarifs. In der Ab- Versammlung nach 6 Uhr mit einem Hoch auf den Centralverband die Konkurrenz in der Branche wurde immer größer, die Fabrikanten Stimmung erklärte sich die Versammlung mit allen gegen 15 Stimmen für unterboten sich bei den Submissionen derart, daß die Preise der Annahme des Tarifs, der folgenden Inhalt hat: Es ist mit einzelnen Artifel jest um 50 Broz. niedriger sind als früher. Den der Innung der Gas-, Wasser- und Heizungs- Fachmänner zu Berlin Schaden mußten natürlich die Arbeiter tragen. Die Löhne wurden am 13. August 1900 vereinbart worden: 1. Die neun so herabgedrückt, daß Familienväter die ganze Woche 10-12 m. und stündige Arbeitszeit, von morgens 7 Uhr bis abends 6 Uhr, ein noch weniger verdienten. Vom Staat müsie verlangt werden, daß schließlich Materialempfang und zweistündiger Bause; jedoch sollen er dafür sorge, daß Leute, die für seinen Bedarf arbeiten, auch aus- diejenigen Firmen, die zu andren Beschlüssen verpflichtet sind, freie tömmlich bezahlt werden. Deshalb hätten die Militärsattler Hand behalten. 2. Nenanzustellende Monteure bezw. Rohrleger bei verschiedenen Gelegenheiten die Staatsregierungen auf die erhalten 50 Pf. Stundenlohn. Zur Zeit im Geschäft befindliche sich reger an den Versammlungen zu beteiligen, wurde die Versammschlechten Löhne aufmerksam gemacht und um Abhilfe ersucht, ohne Monteure beziv. Rohrleger erhalten einen Zuschlag von 15 Broz. lung mit einem Hoch auf die Organisation geschlossen. jedoch Entgegenkommen seitens der Behörden gefunden zu haben. auf ihren jezigen Lohn, und zwar vom Tage des Inkrafttretens In Adlershof tagte am Donnerstag eine Parteiversamm Ein großes Hebel für die Arbeiter sei die in der Branche herrschende dieses Lohntarifs an; jedoch nuß durch diese 15 Proz. ein Minimallohnung, in der nach einer Ehrung unsres verstorbenen Liebknecht Heimarbeit, denn sie ermögliche den Fabrikanten die weitgehendste von 50 Pf. pro Stunde erreicht werden. Helfer erhalten zu ihrem Reichstags- Abgeordneter Rosenow über den Kapitalismus und Lohndrückerei und mache den Arbeitern die Vertretung ihrer Inter- jezigen Lohn einen Zuschlag von 15 Proz., jedoch nicht unter 35 Pf. die Aufteilung Chinas einen wirkungsvollen Vortrag hielt, der in effen fast zur Unmöglichkeit. Der Sattlerfongreß in Erfurt habe des pro Stunde. 3. Arbeiten von abends 8 Uhr bis morgens 6 Uhr der Aufforderung austlang, unfrem Liebknecht nachzueifern und für halb in einer Betition an das Kriegsministerium gefordert, den Fabri- werden als Nachtarbeit anerkannt und mit 50 Broz. Zuschlag bro Ausbreitung der socialdemokratischen Organisation zu agitieren. fanten von Militäreffekten folle die Verpflichtung auferlegt werden, die Stunde Arbeitszeit bezahlt, ebenso Sonn- und Feiertagsarbeit. Die Diese sei der beste Damm gegen den Weltmachtswahn und die uferihnen übertragenen Arbeiten nur in eignen Werkstätten aufertigen zu Bausen werden mitbezahlt. 4. Accordarbeit ist möglichst zu lose Flottenpolitik. Als Delegierte zur Streistonferenz wählte laffen. Auch diese Petition habe keinen Erfolg gehabt. Bekannt sei ja, daß vermeiden, eventuell ist der festgesezte Lohn zu sichern. 5. Die die Versammlung die Genossen Hildebrandt und Besser. mtöny. der Kriegsminister, als die Angelegenheit im Reichstag zur Sprache Landzulage für auswärtige Arbeiten innerhalb Deutschlands beträgt kam, die Sache damit abzuthun meinte, daß er die Petition als von für Monteure und Rohrleger 3 M., für Helfer 2 m. pro Tag. unbekannten Sattlergesellen ausgehend bezeichnete. Vom sächsischen Wenn Kost und Logis gewährt wird, erhalten die Monteure -ganz geschlossen. Am 15. August tagte die Mitgliederversammlung der Cementierer und Berufsgenossen. Das Referat hatte Sollege Heese übernommen; er sprach in einer längeren, mit großem Beifall aufgenommenen Nede über„ Nutzen und Zweck der Organisation". An der Diskussion, welche sehr lebhaft war, beteiligten sich mehrere Kollegen. Der erste Kassierer erstattete den Kassenbericht vom zweiten Quartal. Nachdem noch die Kollegen aufgefordert worden waren, und Rohrleger 1,50 M., Selfer 1 M. 6. Sobald die Arbeitsstätte Der Triumphzug des Grafen Walderfee. A der Jubel Landtag, der sich ebenfalls mit der Betition befaßte, habe man nichts andres erwarten können als eine Ablehnung. In Bayern habe sich eine halbe Stunde beziehungsweise 3 Kilometer vom Geschäft ent Das offiziöse Telegraphenbureau meldet aus Regensburg: der Kriegsminister zwar für die Forderungen der Arbeiter aus fernt ist, wird das verauslagte Fahrgeld bewilligt; für Vororte ist Die Fahrt des Sonderzugs des Feldmarschalls Grafen Walderfee gesprochen, aber einen weiteren Erfolg habe die Betition auch Fahrzeit und Fahrgeld zu vergüten. 7. Sonnabends findet die Lohn durch die deutschen Lande gleicht einem Triumphzuge. Die nicht gehabt. So sei denn hinsichtlich der traurigen Lage zahlung von 5 Uhr ab, und vor den Feiertagen von 4 Uhr ab, im preußische, die sächsische und die bayrische Bevölkerung längs der Militärsattler alles beim alten geblieben. Während Comptoir oder auf dem Bau statt. 8. Bei Hoch- und Tiefbauten der Linie, die der Sonderzug des Armee- Oberkommandos be andren Berufe in den letzten zehn Jahren eine Aufbesserung der ist gutes und genügendes Rüftholz. Hebezeug und Leitern zu liefern. fährt, wetteifern in herzbewegenden, spontanen, patriotischen KundLöhne und Verkürzung der Arbeitszeit erlangten, also Fortschritte Auf Bauten und Streckenarbeiten ist ein verschließbarer, mit Heiz- gebungen. Der Feldmarschall ist der freudig bewegte Empfänger machten, feien die Militärfattler nicht weiter gekommen. Es schien vorrichtung versehener Raum zur Verfügung zu stellen. Bei Arbeiten begeisterter Ovationen, wie ähnliche seit 1870/71 nicht vorgekommen fast, als sollte es in dieser Branche nie besser werden. Jetzt endlich in Grundwasser find wasserdichte Stiefeln zu liefern. 9. Sämtliche für sein dürften. Ein Zug von hohem Enthusiasmus weht durch sei es den Bemühungen der Organisation gelungen, den größten den Beruf notwendige Werkzeuge find in gutem und brauchbarem diese dem Moment entsprungenen Kundgebungen des Volks, die Teil der Berliner Militärfattler zu gewinnen und für die Lohn Zustande zu liefern, desgleichen Eimer und Buzlappen; Auslagen, sich in ernsten Ansprachen der Magistrate, patriotischer Mufit, Blumenbewegung zu interessieren, die denn auch mit großer Ein- die eventuell hierfür erforderlich sind, werden vergütet. 10. Maß- Spenden und Liebesgaben äußern. Bemerkenswert ist die impulfibe mütigkeit unter Beteiligung fast aller Arbeiter der Branche regelungen wegen Durchführung des Lohntarifs dürfen nicht stattfinden. Natur dieser civilen Begrüßungen, da militärische Empfänge fast begonnen worden sei. Das sei den Fabrikanten Thormann berichtete noch über die Verhandlungen mit dem ausnahmslos sich durch die Abwesenheit der Garnisonen im unerwartet gekommen. Besonders herzlich waren die Sie hätten, auf die Uneinigkeit der Verband der Heizungs Industriellen, die folgenden lebungsgelände von selbst verboten. Arbeiter hoffend, Verhandlungen vor dem Gewerbegericht abgelehnt. arif ausgearbeitet haben: 1. Neunstündige Arbeitszeit, ein Begrügungen in Reichenbach und Hof unter stürmischer Beteiligung Jezt dürften sie ihre Weigerung wohl bereuen. Eine Firma habe fchließlich Materiallieferung, von morgens 7 bis 6 Uhr abends, mit der arbeitenden Klassen und der von weit hergewanderten ländlichen bereits die Forderungen der Arbeiter anerkannt, und dadurch sei in einer Gesamtpause von zwei Stunden. Diejenigen Firmen, welche Bevölkerung. Das deutsche Volt", das dem Herrn General- Feldmarschall die Reihen der Fabrikanten Bresche geschlagen. Die Haltung der als Mitglieder des Gesamtverbands der deutschen Metallindustriellen Streifenden sei vorzüglich, der Sieg sei ihnen sicher. Der Referent Verbands bezw. eines seiner Lokalverbände auf eine andre Arbeitsschon vor Beginn des glorreichen Feldzugs einen Triumph schloß seine mit stürmischem Beifall aufgenommenen Ausführungen zeit verpflichtet sind, behalten diesem Beschluß gegenüber freie Hand. im Superlativ bereitet, wird nunmehr über die schwierige Frage mit der Aufforderung an die Streifenden, auch in Zukunft 2 Heizungs- Monteure erhalten, wenn fie neu angestellt werden, nachzudenken haben, wie dennoch eine Steigerung des Hochgefühls Bereits im Geschäft thätige zur Organisation zu halten, weil nur durch diese die Er- einen Stundenlohn von 50 Pf. Drei weitere Telegramme, die das Woffiche Telegraphenrungenschaften der Bewegung erhalten werden fönnen. Eine Monteure erhalten einen solchen Stundenlohn, daß der bisherige im Angesicht des heimkehrenden Siegers möglich ſei. große Zahl von Rednern äußerten sich in ähnlichem Sinne wie der Tagesverdienst auch bei neun stündiger Arbeitszeit erreicht wird. Bureau noch in später Nachtstunde verbreitet, und deren legtes Steferent. Die Versammlung nahm einstimmig eine Resolution an, Infolge der Lohnbewegung bereits gewährte Zulagen kommen hierbei aus Kufstein datiert ist, melden noch, daß worin sie den Streit der Militäreffekten: Sattler als berechtigt er in Anrechnung. Für Hilfs- Monteure findet dieselbe Lohnabmachung über den mittelenropäischen Triumphzug des Grafen selbst flärt und denselben moralisch und materiell zu unterstützen sich auf Grund eines Minimallohns von 40 Pf. pro Stunde statt. Helfer einen österreichischen Feldmarschall- Lieutenant ergriffen habe, der erhalten nicht unter 35 Pfennig pro Stunde. 3. Ueber- im Austrage des Erzherzogs Eugen am Bahnhof der schönen berpflichtet. und 8 Uhr abends bis 6 Uhr morgens werden Alpenstadt zum Empfange seines reichsdeutschen Kollegen erschienen Ferner wurde in der Diskussion auch die Taktik des Streifs stunden von berührt und ein Antrag angenommen, welcher besagt, der Central- als Nachtarbeit mit 50 Proz. Zuschlag bezahlt; desgleichen sei. Besonders erfreut habe Graf Waldersee sich aber über den ihm vorstand solle seinen Beschluß, wonach die unverheirateten die Arbeiten an Sonn- und Festtagen, diefe aber ohne Zuschlag für in München bereiteten Empfang geäußert. Allein fünf Prinzen 4. Bei Accordarbeit wird der festgesetzte Stundenlohn Streifenden Berlin zu verlassen haben, aufheben, und dieselben dem Nachtarbeit. Statut gemäß unterſtügen. gesichert. 5. Land- Bulage für Monteure 3 M. pro Tag; für Helfer sind dort am Bahnhof gewesen. 2 M. Die Land- Bulage wird auch bezahlt für Sonntage und gesetzDie Riftenmacher nahmen am Sonnabend in einer start beliche Feiertage. Bird Soft und Wohnung gewährt, dann gelten Lehte Nachrichten und Depelchen. suchten Versammlung den Bericht über den gegenwärtigen Stand besondre Vereinbarungen. Die Reisezeit wird laut Lohntarif verihrer Lohnbewegung entgegen, den Jude I erstattete. Wie not- gütet, jedoch ohne Zuschlag und Land- Zulage. Fahrgeld wird für wendig die Aufhebung des Generalstreits gewesen sei, habe der die dritte Wagenklaffe vergitet. 6. Sobald die Arbeitsstätte 3 Kilo Generalstab eingegangenen Telegramm berichtet General Orlow, Petersburg, 20. Auguft.( W. T.-B.) In einem heute beim Erfolg dieser Maßnahme bewiesen. Durch die Verhandlungen mit den meter vom Geschäft entfernt liegt, wird das verauslagte Fahrgeld ver am 14. August die Stosaken- Brigade von Dscharmete Furcht vor der gegenseitigen Konkurrenz habe Wunder gewirkt. Bon Fahrgeld und Fahrzeit zu vergüten. 7. Am Bahltag findet die Wohn- aus mit einem weiteren Kosaten- Regiment und einer Batterie den 400 in den Generalftreit getretenen Kollegen würden Montag zahlung von abends 5 Uhr, an Vorabenden von Feiertagen von nach heftigem Kampfe mit 700 Mann feindlichen Truppen den Paß bereits 8weidrittel unter den neuen Bedingungen arbeiten. Bis 4 Uhr ab im Comptoir oder auf den Bauten statt, die Vesperpause von Jakschi einnahm und noch in der Nacht den Vormarsch fortsette. Sonnabendabend hätten bewilligt: Starge, Schmidt, Stol, Klaffle, fällt an diesen Tagen fort. 8. Auf Bauten ist ein verschließbarer, am 15. Auguſt morgens besetzten die Truppen Menduche. Der Zoch, Findeisen, Wollberg, Pflugrath, Lauterbach, Adolf, Einsporn, mit Heizungsvorrichtungen versehener Raum zur Verfügung zu russische Verlust betrug 3 Tote und 9 Verwundete. Paris, 20. August.( W. T. B.) Die„ Ageuce Havas" deFunte( Dieffenbachstraße), Mühl, Neite, Meißner( Spittelmarkt), stellen. 9. Sämtliche Werkzeuge find in gutem Zustand zu liefern, Dehme( Prenzlauerstraße), Lemke, Engel, Albig, Wiefenthal, Seifert, besgleichen Eimer und Buzlappen. 10. Magregelungen wegen Durch mentiert das Gerücht, der Minister des Acußern Delcaiié Bach, Hube. Leider hätten die Kollegen von Vogt und von Drechsel führung des Lohntarifs dürfen nicht stattfinden. Dieser leztere Tarif Paris vorzuschlagen, um über Mittel und Wege zu beraten, die ge habe die Absicht, eine Konferenz von Diplomaten in die Arbeit wieder aufgenommen. Ohne ihr Verhalten wäre der Sieg soll in einer besonderen Versammlung am Donnerstag, ein noch vollſtändigerer. Die Situation sei aber auch so sehr günstig ben 23. August, beraten und zur endgültigen Annahme eignet feien, die Einigkeit des militärischen und diplomatischen Vore Die Fabrikanten, die noch nicht bewilligt hätten, müßten bald nachkommen, empfohlen werden. Washington, 20. Auguft.( Meldung des Reuterschen Bureaus.) wenn die Streifenden an den Forderungen festhielten. Spätestens Die Kupferschmiede hielten am Sonnabend im Gewerkschafts- Von chinesischer Seite wurde durch Li Hung Tschang ein Gesuch hafter Beifall.) Es entspann sich eine ausgedehnte, recht lebhafte haus eine sehr gut besuchte Versammlung ab, um zur Lohubewegung an die Vereinigten Staaten gerichtet, bem amerikanischen Gesandten Nach eingehender Be- Conger oder irgend einem andren amerikanischen Beamten die Debatte, in der die vorzeitige Aufnahme der Arbeit bei Vogt und der Rohrleger Stellung zu nehmen, gehens der Mächte zu sichern. China. V bei Drechsel vielfach gerügt wurde. Gulnid von Drechsel und sprechung, in deren Berlauf das Vorgehen der Rohrleger gebilligt Bollmacht zu erteilen, Friedensverhandlungen einzuleiten und die Fritz Torfftecher von Vogt juchten ihr und ihrer speciellen Mitarbeiter wurde, gelangte ein Antrag einstimmig zur Annahme, wonach alle entgültigen Bedingungen einer Negelung der jegigen Wirren festzustellen. Verhalten zu rechtfertigen, fanden aber bei der Versammlung teine in Heizungsanlagen 2c. beschäftigten Kupferschmiede verpflichtet sind, Der chinesische Gesandte Wutingfang legte dieses Gesuch dem StaatsGegenliebe. Es wurde ihnen u. a. entgegengehalten, daß sogar alte grau- die Lohnforderungen der Rohrleger zu unterstüßen und sich für departement vor. Li- Hung- Tichang erklärte sich hierzu bereit die töpfige Männer, die 12 Jahre dieselbe Stellung innegehabt, mit in den deren Durchführung moralisch und materiell zu bethätigen. Gleich- Unterhandlungen an irgend einem den verbündeten Mächten ers Streit getreten und standhaft geblieben seien. Die weitere Debatte brehte zeitig sind auch die in Betracht kommenden Rohrleger verwünschten Orte zu führen. Man glaubt, daß entweder Beking oder achten, daß zu die bon den Kupfer- Tientsin dazu ausersehen wird. In dem Gesuch wird die Zurückfich um das Vorgehen und die Siegesaussichten in einzelnen Wert- pflichtet, stellen. Mitgeteilt wurde ferner, daß die Polizei sich sehr um schmieden in der verflossenen Lohnbewegung erlangten Forderungen ziehung der Truppen nicht verlangt, auch werden sonst keine bes den Schutz der Fabrikanten bemüht habe. Ein Fabrikant habe insbesondere der Minimallohn von 60 Pf. pro Stunde, innegehalten fonderen Bedingungen gestellt. daß er darauf Boerenkrieg. Der Arbeitsnachweis der Kupferschmiede ist numdie Schuyleute mit dem Bemerken nach Hause geschickt, werden. Die mehr nach dem Gewerkschaftshaus verlegt, wo man vorläufig für mit seinen Arbeitern selber fertig werde. London, 20. August.( W. T. B.) Feldmarschall Roberts mit Versammlung erklärte sich einstimmig der Thätigkeit ein halbes Jahr einen Tisch für die Kupferschmiede in den Räumen Bei Besprechung sendet aus Pretoria vom 20. August folgendes Telegramm: der Streitkommission einverstanden und verpflichtete die noch Aus- für allgemeinen Arbeitsnachweis gemietet hat. ständigen, so lange auszuharren, bis die gerechten Forderungen be- innerer Angelegenheiten wurde u. a. darauf aufmerksam gemacht, Hamiltons Kolonne besetzte am 17. August Olifantsnet in den willigt sind. Außerdem wurden folgende Beschlüsse gefaßt: Für daß Einlaßkarten zur Sternwarte in Treptow wie zu der am Magalies- Bergen. Auf britischer Seite wurden drei Mann verwundet. die erste Woche wird keine Unterstüßung gezahlt. Bom Montag, 14. Oitober stattfindenden Vorstellung in der Urania" noch vor- Hamilton erbeutete zwei Geschützwagen, einen Munitionswagen und den 20. August ab erhalten Verheiratete 2 M. und Unverheiratete handen sind. Am 9. September soll eine Besichtigung des Reichstags- zwei Transportwagen. Seine Avantgarde unter Mahon kämpfte gestern den ganzen Tag mit dem Feinde bei den Boodekopjes westlich vom 1,50 M. pro Tag. Wer eine volle Woche arbeitet, wird verpflichtet, gebäudes stattfinden. wöchentlich 1 M. für die Streitenden zu steuern. Die Unterstügung Eine Versammlung der Brauereihilfsarbeiter fand am Krokodil- Flusse, nahm fieben Boeren gefangen und erbeutete zwei Rundle meldet aus Harrismith, daß sich in diesem tanu im Notfall jeden Abend abgehoben werden. Sonntagnachmittag bei Steller, Koppenstraße statt. Vor der Bureau Wagen. Die Heizungs-, Gas- und Wasser- Rohrleger und Helfer wahl widmete der Einberufer dem verstorbenen Abg. Liebknecht herz- Distrikt bis zum 19. August 684 Boeren ergeben haben(?). hielten Sonntagvormittag in Sellers Festsälen in der Koppenstraße liche Worte der Anerkennung; die Versammlung ehrte sein Andenken Da ein Referent, der über die Köln, 20. Auguft.( W. T. B.) Im Laufe des heutigen Tages eine von über 2000 Personen besuchte Versammlung ab, um fich durch Erheben von den Sizen. über den vielfach erörterten Lohntarif schlüssig zu werden. Näther Unfall- und Krankenkaffengesetzgebung sprechen sollte, nicht zu be- find hier, in Boppard und in Essen schwere Gewitter mit heftigen berichtete über die in der Zeit vom 13. Auguft bis 18. August tommen war, so hielt der Kollege Schüler einen Vortrag über: Die Regengüssen, teilweise auch mit starkem Hagel, niedergegangen, der gepflogenen abermaligen Verhandlungen mit den Unternehmern von Arbeiter im heutigen Klaffenstaat". Eine Diskussion über den Vor- viel Schaden anrichtete. Verantwortlicher Redacteur: Wilhelm Schröder in Wilmersdorf. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage n. Unterhaltungsblatt. Nr. 193. 17. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Parteikonferenz für den Wahlkreis Teltow- BeeskowStorkow- Charlottenburg. Die Konferenz trat am Sonntag im Gewerkschaftshause zufammen. Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrten die Delegierten das Andenken Liebknechts durch Erheben von den Plätzen. Anwesend find 54 Delegierte, darunter 3 weibliche, ferner der Vertreter des Kreises, Abgeordneter Fr. Zubeil, und die beiden Kreis- Vertrauensmänner. Außerdem sind vertreten: Die Lokal- und Preßkommission und die Agitationskommission für die Provinz Brandenburg. In das Bureau wurden die Genossen Hoppe- Rigdorf, Fischer- Schöneberg und Wenzel- Lichterfelde gewählt. M D Dienstag, 21. Auguft 1900. Die Kreiskonferenz für Niederbarnim emokratie unter einem solchen Wahlsystem irgend welche Erfolge rzielen tann; im Gegenteil, Schaden erleiden wird sie und deshalb ann er der Kreiskonferenz nur empfehlen, sich wie früher entschieden gegen die Beteiligung an den Landtagswahlen auszusprechen. Wie die Ausführungen des Referenten, so wurden auch die des Korreferenten teilweise mit lebhaftem Beifall, anderseits ablehnend von der Konferenz aufgenommen. Ein Antrag, keine Diskussion über diesen Punkt stattfinden Stadthagen. zu lassen, wird abgelehnt. 4 tagte am Sonntag in Weigels Saal zu Nummelsburg. Zunächst chrte man das Andenken unsres verstorbenen Genossen Liebknecht in der üblichen Weise. Dann trat man in die Tagesordnung ein. Ueber den ersten Punkt derselben: Die Landarbeiterfrage referierte Er führte aus: Die jahrzehntelangen Bemühungen, die Landarbeiter für unsre Bestrebungen zu gewinnen, Carow- Baumschulenweg spricht sich gegen die Beteiligung haben im Kreise Niederbarnim einen erfreulichen Erfolg gehabt. Jezt aus, auch weil es unsren Abgeordneten im Reichstag trotz ihrer gehören schon eine ganze Anzahl ländlicher Arbeiter zu uns. Auch großen Zahl schon sehr schwer fällt, für die Arbeiterklasse etwas die Aufnahme, die unsre Agitation auf dem Lande finde, sei eine zu erringen und einzelne Vertreter im Landtag völlig einflußlos bessere geworden. Nicht nur die Landarbeiter, sondern auch Bauern Ueber die Organisation des Kreises referierte Schubert wären. Schöneberg, der darauf hinwies, daß in den letzten Jahren infolge und größere Befizer empfangen unsre Genossen freundlich. Bei der Hildebrandt- Adlershof tritt für die Beteiligung ein und Agitation fei zu berücksichtigen, daß es verschiedene Arten von länd des bisherigen Organisationssystems nicht nur ein Stillstand in den erinnert daran, daß früher auch im Reichstag nur einzelne social- lichen Arbeitern giebt, die sich durch die Verschiedenheit ihrer rechtfinanziellen Verhältnissen des Kreises eingetreten ist, sondern daß demokratische Abgeordnete vorhanden waren, die trotzdem mit gutem lichen und ökonomischen Lage von einander unterscheiden. In der anch die Agitation nicht in der wünschenswerten Weise entfaltet Erfolg und für die Partei gewirkt haben. Eine Verwirrung der Provinz Brandenburg sei besonders mit den Wanderarbeitern zu werden konnte. Der Referent empfiehlt die Aufhebung des Vertrauens- Wählermassen sei nicht zu befürchten, da es ja hauptsächlich dann nur rechnen. Diese, aus dem Osten kommend, stehen uns oft geradezu männer- Systems, die Schaffung einer festen centralen Organisation, auf Wahlmänner ankommt, die als Socialdemokraten wissen müssen, feindlich gegenüber. Wenn sie aber für uns gewonnen sind, dann um in Zukunft wieder eine intensivere Thätigkeit unter den Genossen was sie zu thun haben. Der Redner verweist sodann auf die be- find fie, weil sie in größerer Zahl zusammenleben und auf ihren zu veranlaffen, und empfiehlt schließlich die Wahl einer Kommission, fannten polizeilichen Zustände in Adlershof, wogegen teine höhere Wanderzügen wieder mit andren Arbeitern zusammentreffen, beffere welche ein entsprechendes neues Organisationsstatut ausarbeiten soll. Behörde einschreitet, die aber wahrscheinlich abgeändert würden, Vertreter unsrer Ideen als die seßhaften Landarbeiter. Um eine Frl. Altmann und Frl. Vogel wenden sich gegen die Auf- wenn die Socialdemokratie im Landtag vertreten wäre. hebung des Vertrauensmännersystems. Durch die Beseitigung des erfolgreiche Agitation auf dem Lande betreiben zu können, ist es Baate Charlottenburg spricht fich gleichfalls für die Beteiligung notwendig, daß die agitarorisch thätigen Genossen über die Verhält bisherigen Systems, das sich ganz gut bewährt habe, würde den aus, auch zu dem Zwecke, um den Agitationsstoff, der in den nisse der verschiedenen Arten von ländlichen Arbeiten gut unterrichtet Frauen jede Möglichkeit genommen, an der Parteithätigkeit teil- Landtagswahlen vorhanden ist, für die Partei ausnügen zu können. werden. Zu diesem Zwved empfiehlt es sich, daß Fragebogen herauszunehmen. Die Rednerimen ersuchen, die durchaus notwendige Wenn auch die Reaktion nicht sofort beseitigt werde, so müsse doch gegeben werden, die von den in ländlichen Bezirken thätigen Thätigkeit der Genoffinnen nicht zu beschränken und erst dann eine versucht werden, ihr mit allen Mitteln entgegen zu treten. Im Genoffen sorgfältig und gewissenhaft auszufüllen sind. Durch die andere Organisationsform zu wählen, wenn die reaktionären vereins- preußischen Landtag ist die Stimme des Gewissens verstummt, Auf- Fragebogen foll festgestellt werden: die Art der Löhnung( Geldgesetzlichen Bestimmungen, welche den Frauen die Teilnahme an den gabe der Socialdemokratie muß es fein, dafür zu sorgen, daß diese oder Naturallohn), die Wohnungsverhältnisse, die vertraglichen Verpolitischen Vereinen verbieten, beseitigt sind. Stimme auch an dieser Stelle wieder ertönt. pflichtungen der Arbeiter, ob Krankenkassen für die betreffenden Frl. Vogel- Charlottenburg erklärt sich als Gegnerin der Be- Arbeiter vorhanden sind, und was die Staffen gewähren, ob die teiligung, weil feine Möglichkeit bestände, einen oder zwei Ab- Arbeiter gegen Alter und Unfall versichert sind, wieweit Unfälle auf geordnete aus eigner Kraft in den Landtag zu bekommen. Die Nachlässigkeit der Unternehmer zurückzuführen sind, ob Frauen und Freisinnigen aber bieten feinerlei Schutz gegen die reaktionären Be- Kinder beschäftigt werden. Die Ergebnisse der Fragebogen sollen in strebungen und es sei übrigens nicht zu erwarten, daß die freisinnigen erster Linie Anhaltspunkte für die Agitation bieten. Wenn sich aus Wahlmänner trop eines event. Beschlusses ihrer Partei für die dem gewonnenen Material eine Statistit über die Verhältnisse der Socialdemokratie stimmen würden. Landarbeiter aufstellen läßt, so kann auch das geschehen. Landarbeiter uns unterstützen und auch sich selbst helfen. Ueberall im Bis zu einem gewissen Grad, so fuhr Stadthagen fort, könnten die Kreise seien Anfänge politischer und gewerkschaftlicher Organisation der ländlichen Arbeiter vorhanden. Daß die Landarbeiter das gesetzliche Recht der Koalition haben, das könne nicht bestritten werden. Mög lich sei zwar, daß, wenn man eine Gesetzesbestimmung vom 24. April 1853 für noch anwendbar halte, dem Landarbeiter das Recht zu streiten und Sperren zu verhängen, abgestritten werden tönne, das Recht, politischen und gewerkschaftlichen Vereinen anzuge hören, habe er zweifellos. 8ubeil ist nicht der Meinung, daß durch die geplante Centralisation den Genofsinnen Schwierigkeiten bereitet werden. Aber auch auf die Gefahr hin, daß die Frauen in diesem Falle nicht zu ihrem Rechte kommen würden, müßte dennoch im Interesse des Kreises und der Gesamtpartei die bisherige Organisationsform beseitigt und die Centralisation vorgenommen werden. St. Baate empfiehlt gleichfalls die Beseitigung der gegenwärtig zersplitterten und finanziell umfähigen Organisation. Es müsse endlich Die Rednerin empfiehlt die Einleitung einer fräftigen, planaufhören, daß eine zufammengelaufene Boltsversammlung über die wichtigsten Parteifragen verhandelt und in Zukunft lediglich den organisierten Genossen die Entscheidung in Parteifachen zugestanden werden. Nachdem sich noch einige Delegierte in diesem Sinne geäußert hatten, wurde mit großer Majorität eine 13 gliederige ommission gewählt, welche ein neues Organisations= statut ausarbeiten und hierüber der nächsten Kreis. tonferenz Berichterstatten soll. = mäßigen Agitation für die Beseitigung des erbärmlichen, reaktionären Wahlsystems. Nachdem Frank- Teltow und Thiele Tempelhof noch gegen die Beteiligung gesprochen, gelangt folgende, vou Hirsch gestellte Resolution mit 31 gegen 28 Stimmen zur Annahme: Die Parteigenossen von Teltow- Beeskow- Stortow- Charlottenburg beantragen beim Parteitag in Mainz, der bisherigen Untlar heit in der Frage unsrer Tatfit bei den Landtagswahlen in Preußen ein Ende zu machen durch den Beschluß allgemeiner und selbstständiger Beteiligung der socialdemokratischen Partei bei den nächsten preußischen Landtagswahlen." Ueber die Taktik der Partei bei den Landtagswahlen Die Organisierung der Landarbeiter sei notivendig. Es frage sich referierte Hirsch Charlottenburg. Der Redner verweist zunächst darauf, daß er die Beteiligung an den Landtagswahlen empfieht, nur, in welchem Verband sie sich organisieren sollen. Die Bildung Den zweiten Teil der Resolution, der über das Vorgehen bei den eines besondren Vereins nur für Landarbeiter im Anschluß an den nicht um die Freifinnigen zu stärken bezw. neu zu beleben, sondern Wahlen weitere Bestimmungen enthält und wonach die oberste Verband der Fabrik-, Land- und Hilfsarbeiter fei erivogen, von lediglich um eigne socialdemokratische Abgeordnete in den Raudtag Leitung der Wahlgeschäfte dem Parteivorstande bezw. einer besonders der Leitung dieses Verbands aus rechtlichen Gründen aber nicht für zu bekommen. Die Notwendigkeit hierzu sei zweifellos vorhanden. zu wählenden Kommission übertragen werden soll, hat der Antrag ratsam gehalten worden. Es sei min zu empfehlen, daß die LandImmer mehr werde der Landtag gegen den Reichstag ausgespielt fteller zurüdgezogen. und von der Regierung und der herrschenden Klasse zur Schaffung arbeiter sich dem Verband der Fabrik-, Land- und Hilfsarbeiter und Hierauf berichtete Schubert über die Thätigkeit der auch einem polischen Verein anschließen, denn ohne Organisation fei folcher reaktionärer Maßnahmen gegen die Arbeiterklasse benügt, wozu Agitationskommission für die Provinz Brandenburg. Danach hat die Agitation nicht wirksam. Anzustreben sei eine Centralisation der der Reichstag seine Zustimmung versagt hat oder versagen würde. Die Kommission ihr Hauptaugenmert gerichtet auf die Agitation Landarbeiter. Redner ersucht um Zustimmung zur Ausgabe der Er erinnert hierbei an die Beschränkung der Freizügigkeit, an unter der Landbevölkerung. Die Fackel" hat allgemein Anklang Fragebogen und bemerkt mit Bezug darauf, daß die ausländischen das Knebelgesetz gegen die ländlichen Arbeiter, an die lex Recke, gefunden und sie wurde überall dort, wo es an Mitteln fehlte, Arbeiter, sobald sie sich an das Streifverbot und die verschiedenartigen Versuche, durch die unentgeltlich abgegeben. Durch die Agitation, insbesondere der gewiesen werden; der „ lästig" gemacht haben, ausReichstag Landtage das Socialistengesez und die Bestimmungen der Zucht- Berliner Genossen, ist es gelungen, die Abonnentenzahl beständig zu schärftem Maße das Verlangen stellen, daß die Ausländer als müsse wiederholt in verhausvorlage nach und nach einzuführen. Im preußischen Landtag erhöhen. Zu zahlreichen Versammlungen hat die wird die Miquelsche Sammelpolitik durchgeführt, die dem Bolte mission Referenten gestellt. Som gleichberechtigt au gelten haben.( Beifall.) Der Kalender soll in diesem immer mehr Steuern und neue Lasten aufbürdet und es der wenigen Jahre Bor Eintritt in die Diskussion berichtete die Mandatwieder in 200 000 Exemplaren zur Rechte, die es noch besitzt, berauben will. Der Geist Kröchers, der gelangen. Verbreitung prüfungs- Kommission, daß 10 Orte durch 30 Delegierte Die nächste Provinzialfonferenz wird sich bekanntlich nach einem starken dummen Mann verlangt, welcher der wiegend mit der Schaffung einer politischen Organisation für die fommission, 3 Revisoren, der Kreisvertrauensmann und der Reichsbor vertreten sind, und daß je ein Mitglied der Agitations- und PreßSocialdemokratie an die Gurgel springt, beherrscht überwiegend den ländlichen Arbeiter zu beschäftigen haben. Landtag. Die letzte Zufluchtsstätte des reaktionärsten und brutalsten tags- Abgeordnete des Kreises anwesend sind. Für die Provinzialfonferenz liegt folgender Antrag vor:„ Die Juntertums zu erstürmen müsse die heilige Pflicht des Proletariats Vertreter der Parteigenossen des Orts Trebbin beantragen hiermit, fein. Der Redner erinnert im weiteren daran, daß im Landtage über die in der letzten Zeit mit der Redaktion der Brandenburger für die Arbeiterklasse außerordentlich wichtige Gebiete, wie die Beitung" in Sachen der Lokalfrage gepflogenen Bolemit die Ents Fabritinspektion Bergbau, Eisenbahnarbeit und scheidung der Kreisvertreter." Eisenbahntarife, Kanalbau, kommunal- Wahl- Die Genossen Günther Trebbin und Zubeil schildern eingefeggebung, Schule, teilweise auch die Justiz und andre gehend die Vorgänge und begründen den Antrag damit, daß die fehr bedeutende Fragen ihre Erledigung finden. Und deshalb genüge Redaktion der Brandenburger Zeitung" das Vorgehen der Buchdrucker, es nicht, daß im Reichstag die vom Landtag getroffenen Maßnahmen die ein Fest in einem gesperrten Lokal abgehalten haben, zu recht nachträglich fritisiert werden, viel wertvoller sei es, von der Tribüne fertigen und zu beschönigen versucht hat, die Lokalfrage überhaupt des Landtags herab zu rechter Zeit unfre Stimme zu erheben, um als ganz nebensächlich bezeichnete und den beschwerdeführenden Parteireaktionäre Anschläge möglichst zu verhindern. genossen in dieser Sache wiederholt in Artikeln und BriefkastenNotizen entgegengetreten ist. Der Referent behandelt sodann die Möglichkeit der Beteiligung an den Wahlen und tommt, nachdem er auf das Stimmenverhältnis in einzelnen Wahlkreisen hingewiesen hatte, zu dem Schluß, daß die Beteiligung nicht nur ohne Brincipienverlegung möglich, sondern auch Erfolg versprechend sei. Allerdings müsse mit Energie und einer fräftigen Agitation und zwar selbständig als Partei, ohne Hintantstellung unsres Programms und mit Aufstellung eigener focialdemokratischer Wahlmänner in die Wahl eingetreten werden. Erst wenn festgestellt ist, daß wir unter solchen Umständen nichts erzielen können, wofür uns bis jetzt die notwendige Erfahrung fehlt, erst dann kann man mit Recht den Wahlen fernbleiben. Der Redner empfiehlt schließlich die auch von den Breslauer Genossen beschlossene Resolution zur Annahme und ersucht, nicht erst abzuwarten, bis uns die letzten Reste von Freiheiten genommen sind, sondern zu handeln, so lange es noch Zeit dazu ist. Der Antrag wird einstimmig angenommen. Ferner wird nachstehender Antrag für die Provinzialtonferenz beschlossen: Um dem Märkischen Volksboten" einen bleibenden Wert für die ländliche Bevölkerung zu geben, beantragt die Kreiskonferenz des Wahlkreises Teltow 2c.: sich im allgemeinen im Sinne des Referats. Verschiedene Redner Die Diskussion über die Landagitation bewegte gaben, gestigt auf persönliche Erfahrungen, Fingerzeige für die Agitation und betonten die Notwendigkeit der Organisation der Landarbeiter. Es wurde beschlossen, im Kreise die von Stadthagen empfohlenen Fragebogen herauszugeben, und die Provinzialfonferenz zu ersuchen, daß sie auch für die Provinz solche Fragebogen einführe. Weiter wurde beschlossen, eine Resolution an die Provinzialkonferenz einzureichen, des Inhalts: Die Reichstagsfraktion wird ersucht, im Reichstage für die Gleich berechtigung der Ausländer einzutreten. Hierauf referierte Freiwald über die Brandenburger Provinzialfonferenz. Er berichtete über die Thätigkeit der Agitations tommission und bemerkte u. a.: Die Fadel" habe großen Anklang bei den Genossen gefunden. Das Erscheinen dieses Blatts habe die Herausgabe besonderer Flugblätter, die sonst immer lebhaft gewünscht wurden, erübrigt. Die Arbeiten der Agitationstommission hätten guten Erfolg gehabt. In der Debatte vertrat Grauer die Anficht, die Agitationskommission tönne, wenn nicht jetzt, so doch im Vom Jahre 1901 ab ist dem„ Märkischen Voltsboten" alljähr- nächsten Jahre aufgelöst werden, denn nach Aufhebung des Verbin lich ein Abschnitt von der Arbeiterversicherungs- Gesetzgebung, die dungsverbots tönnten die Streisvertrauensleute die Arbeiten der Hauptfragen im Kalender erläuternd, mit Formularen versehen Stommission besorgen. Stadthagen erwiderte darauf, die Kom und mit dem Hinweis, daß die Fortsetzung im nächsten Jahre mission sei nicht wegen der Organisationsform eingesetzt worden. erfolgt, beizufügen." Als Delegierte zur Provinzialfonferenz werden wildebrandt, Baasche und Caro w gewähl. Die für den Parteitag in Mainz eingebrachten Anträge: Den Der Korreferent 8ubeil wendet sich entschieden gegen Preis des Vorwärts" auf eine Mart herabzusetzen( Tempelhof), und die Beteiligung an den Landtagswahlen und sucht nach den Vorwärts" zweimal täglich erscheinen zu lassen und die zuweisen, daß socialdemokratische Abgeordnete nur durch Kom- Spedition in eigne Regie zu übernehmen( Groß- Lichterfelde), werden promiffe in den Landtag gewählt werden können und die der Preßłommission überwiesen. Frage auch eine principielle für die Partei ist. Er schildert Zur Annahme gelangt ein Antrag Charlottenburgs, der auch hierauf das arbeiterfeindliche und reaktionäre Verhalten der frei von 3 ubeil begründet wird und lautet: finnigen Partei und verweist u. a. darauf, daß nur infolge des Ver-" Der Parteitag möge beschießen, der Leiter der Buchhandlung haltens der Freifinnigen bei der Beratung des Bürgerlichen Gesez Borwärts ist vom Barteitag anzustellen." buchs die reaktionäre Gesinde Ordnung noch nicht beseitigt worden Hingegen wird die Resolution der Frauen, betreffend die ist. In vielen Fällen, insbesondere auf socialpolitischem Gebiet, hat Beibehaltung des Vertrauensmänner- Systems, die auch den Berliner fich der Freifinn ebenso oder sogar noch arbeiterfeindlicher als die Parteiversammlungen vorgelegen hat, auf Antrag Baates und mit Konfervativen erwiesen. Die Liberalen haben keineswegs gegen die der Motivierung, daß die Konferenz hierzu beim 1. Punkt aur Dr lex Rede geftimmt aus Liebe zur focialdemokratischen Partei, ganisationsform ihre Stellung präcifiert hat und es selbstverständsondern weil sie den zum Ausdruck gebrachten Gesamtwillen lich ist, daß die Fraktion für Beseitigung des reaktionären Vereinsder Arbeiterschaft aus naheliegenden Gründen berücksichtigen gefeßes eintritt, durch Uebergang zur Tagesordnung er mußten. Der Liberalismus fürchtet die Socialdemokratie weit ledigt. mehr als das Junkertum, und was dann, wenn die liberalen Nach längerer Diskussion über die Entfendung eines weiblichen Kandidaten die bei der Wahl von der Socialdemokratie an sie ge- Delegierten zum Parteitag werden die Genossen Gruhl Novawes, stellten Forderungen nicht anerkennen? Sollen dann etwa die social- Eberhardt- Charlottenburg und Schubert- Schöneberg gedemokratischen Wahlniänner für die konservativen Kandidaten ein- wählt. Die Genossin Vogel blieb in der Minderheit. treten? Bis jetzt habe der Staat noch keine Ursache gehabt, bei den Eine längere Debatte entspinnt sich hierauf noch über den Punkt Landtagswahlen einzugreifen. Das würde aber zweifellos in Zu- Frauen- Agitation. Ein daraus resultierender Antrag von Fräulein tunft geschehen und Hunderttausende von Beamten würden, ohne fich Altmann, eine kleine 1 oder 1/2 Bogen starte Broschüre für die dagegen wehren zu können, zur Wahlbeteiligung für die Konservativen Frauen zur Agitation herzustellen und zu verbreiten, wird der begezwungen werden. stehenden litterarischen Kommission überwiesen, die gemeinsam mit Der Redner beleuchtete sodann das Landtagswahlsystem und dem Vertreter des Kreises und den Kreisvertrauensleuten hierüber führt an, daß es für die Arbeiterschaft noch weit schlechter ist, als beraten soll. bas Kommunalwahlsystem. Die Möglichkeit ist ganz ausgeschlossen, daß Hiermit war die Tagesordnung der Konferenz erledigt. Mit bie zahlreichen abhängigen Arbeiter, Handwerker, Geschäftsleute und dem Appell des Vorsigenden Genoffen Hoppe, recht thätig zu Beamte, die bei den Reichstagswahlen für die Socialdemokratie sein, damit die Lüde, die durch den Tod Liebknechts in der Partei stimmen, sich bei den Landtagswahlen in unsrem Sinne beteiligen entstanden ist, bald wieder ausgefüllt werde, und mit einem können. Man folle auch nicht unterschätzen, daß ein großer Theil fräftigen Hoch auf die Socialdemokratie erfolgte der Schluß der der Wähler durch die Kompromisse mit den Gegnern, statt für den Konferenz. Selaffenfampf gewonnen, geradezu verwirrt werden wird. Auch der Verlauf der Landtagswahlen in Breslau müsse uns zu Gegnern der Wahlbeteiligung machen. Es ist durchaus unmöglich, daß die SocialIhre Auflösung sei undenkbar, denn die Arbeitslast, welche sie zu besorgen habe, könne unmöglich von den Vertrauenslenten erledigt werden. Als Delegierte zur Provinzialkonferenz wurden gewählt: Gramm, Oehlting und Trautmann. Er bemerkte zum Entwurf des Organisationsstatuts, die Entscheidung Ueber den Parteitag in Mainz referierte Gerstenberger. über den Ausschluß aus der Partei müsse den Genossen des Kreises, aber nicht dem Parteivorstand zustehen. Der Parteivorstand solle dagegen die Berufungsinstanz bilden. Was die Form der Organisation betrifft, so sei die Centralisation des ganzen Streises Nieder- Barnim nicht ratsam. Von dem Recht, das Schwer gewicht in die Vereine zu legen, fönne Gebrauch gemacht werden, im übrigen, solle aber die bisherige Art der Agitation im Kreise beibehalten werden. Daß Bebel als Referent in der Landtagswahl Frage bestellt ist, lasse vermuten, daß die Mehrheit der Fraktion auf dem Bebelschen Standpunkt stehe. Redner ist gegen die Wahlbeteiligung da die Gründe, welche wahlgegnerischen Stellung bestimmten, auch heute noch beden Kreis zu feiner stehen. Auf der Tagesording des Parteitags fehle eine Frage von großer Bedeutung: die Neutralität der Gewerkschaften. Die Erörterung dieser Frage sei dringend geboten. Wenn die Gewerkfchaften neutral werden, müssen sie versumpfen. Auf Wunsch äußerte sich Stadthagen über den Entwurf des Organisationsstatuts. Er bemerkte, daß die Aufhebung des Verbindungsverbots und die vereinsrechtlichen Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs für die Neuorganisation maßgebend ge wesen seien. nicht die ihm beigelegte Bedeutung. Der Ausschluß durch den Parteivorstand habe Diese Befugnis fomme nur in Ausnahmefällen zur Geltung, wie zum Beispiel der Dortmunder Fall einer sei, während in der Regel doch thatsächlich die Genossen des Kreises, auf deren Urteil sich der Parteivorstand stüßen müsse, die Entscheidung haben. Im weiteren gab der Redner die schon aus einer Berliner Versammlung bekannten Erläuterungen zu dem Baffus, wonach den Genossen fein flagbares Recht auf Einsicht in die Bücher und Korrespondenzen des Vorstands zusteht. Zur Neutralität der Gewerkschaften meinte Stadthagen, die Gewerkschaften müßten socialdemokratisch sein, das Endziel müsse ihnen stets vor Augen schweben. Er tönne nicht wie Bebel eine Unterscheidung machen zwischen Arbeiterpolitik und allgemeiner Politit, und er bedauere, daß Bebel sich so aus gefprochen hat. Für eine Besprechung dieser Angelegenheit auf dem| wart im wiffenfchaftlichen Jutereffe notwendig ist. Sie werden in Köpenick. Der socialdemokratische Arbeiterverein hält heute, Parteitag fei Redner nicht, denn die gewerkschaftliche Taftit werde folchen Fällen weder durch Sprachrohr, noch durch unmittelbares Dienstagabend, bei Stippekohl, Schönlinderstraße 5, feine Berdurch die Gewalt der Thatsachen bestimmt und Beschlüsse würden Rufen, noch durch den Fernsprecher, sondern mur durch eine elektrische sammlung ab. daran nichts ändern. Weiter sprach sich der Redner gegen die Be- Glocke verständigt. teiligung an den preußischen Landtagswahlen aus, weil es unmöglich Zu dem Fall wird weiter gemeldet: Die peftverdächtige Familie alvifchen der Sandkrugbrüde und dem Humboldthafen immer noch Die Eriveiterung des Spandauer Schiffahrtskanals ist fei, daß wir aus eigner Straft ein Mandat erobern und Kompromisse Nelde und der Gerichtssekretär Ronge sind am Montag( gestern) nicht beendet, trotzdem die Arbeiten bereits vor mehr als zwei Jahren entschieden de Grauer ertlärte fich gegen die Wesprechung der Gewerkschafts- wat as her slobodnatele au deuse en cafea in Angriff, genommen worden find und es fich nur um eine verfrage auf dem Parteitag. Das sei eine Angelegenheit, welche die zu der amtlich verschlossenen Wohnung überbracht. Der Schlüssel hältnismäßig kurze Strecke handelt. Zwar ist vor kurzem das Landtagswahlen sollte für immer abgethan werden, selbst wenn sich gegeben. Dieser aber erschien nicht bei den Angehörigen, die noch gesperrt werden mußte, in einem Teile endlich freigegeben worden, doch Personen, die gern Abgeordnete werden möchten, vor den Stopf ge- am Spätnachmittag in der Barade seiner warteten. stoßen fühlen, nichts zu thun habe, könne Nedner nicht teilen. genomment: ant der zu steht der den Fahrdamm einengende Bauzaun nach dem Humboldthafen zu immer noch, da hier die Baggerarbeiten, durch welche der Gebauer ist auch gegen die Besprechung der Gewerkschafts: Die Sterblichkeit in Berlin ist, nachdem sie in der Woche vom dem Straßenlande abgenommene neue Teil des Flußbettes die erangelegenheit. Der nächste Gewerkschaftstongreß werde hoffentlich 22.- 28. Juli den bis dahin höchsten Stand dieses Jahres erreicht forderliche Tiefe erhält, fein Ende zu nehmen scheinen und hier auch so beschließen, daß von Neutralität der Gewerkschaften keine Rede hatte, in der Woche vom 29. Juli bis 4. Auguft nach den jetzt voll- der letzte Rest der alten Uferböschung immer noch nicht beseitigt mehr fein fann. ständig vorliegenden Meldungen auf 949 Fälle herabgegangen, worden ist. Im Interesse des öffentlichen Verkehrs wäre es sehr Freiwald erklärte sich ebenfalls gegen die Beteiligung an den und für die Woche vom 5.- 11. August ist nach den bisher ein- erwünscht, wenn diese Arbeiten recht beschleunigt würden. preußischen Landtagswahlen. Der Streis werde seine frühere Stellung gegangenen Meldungen vorläufig 792 Fälle ein noch stärkerer Rückgang anzunehmen. Die Kindersterblichkeit war Der Unhold in Försteruniform, der sich längere Zeit im beibehalten. Die Ansicht, daß die Politik mit den Gewerkschaften Gesamtsterblichkeit beteiligt vom 22.- 28. Juli mit 648 Fällen Grimewald umhertrieb, die Tochter eines Bahnarbeiters bei Wannsee Nach Schluß der Debatte wurde ein von Stadthagen ge- für die Woche vont 5.- 11. August vorläufig erst 438 Fälle ge- Einbruchs bei einem Gastwirt mehrere Schüsse auf dieſen abgab, ist und vom 29. Juli bis 4. Auguft noch mit 544, dagegen find vergewaltigen versuchte und in Treuenbriezen gelegentlich eines ftellter Antrag folgenden Inhalts gegen zwei Stimmen anmeldet. Unter den Todesursachen nahmen Magen- Darmkatarrh, von einem Charlottenburger Kriminalschutzmann verhaftet und der Der Parteitag wolle beschließen: Die Entscheidung darüber, Diarrhöe und Brechdurchfall noch immer die weitaus erste Stelle Potsdamer Staatsanwaltschaft übergeben worden. Es ist der am ob eine Beteiligung an den preußischen Landtagswahlen statt ein, doch ist auch hier in den kühleren Tagen des Auguſt ein Rück- 12. Oktober 1869 zu Dieben, Kreis Steinau a. D., geborene frühere gang eingetreten. Die neuerliche Zunahme der Size dürfte indes Forstbeamte Konrad Lehmann. Der Verbrecher hielt sich zulegt in biefen Strankheiten und damit ein neues Anschwellen der Kinder Ein großer Böschungsbrand fand am Sonntag im Grunte bei längerer Dauer eine erneute Steigerung der Sterblichkeit an einer Wohnung in der Markgrafenstraße in Berlin auf. sterblichkeit bezw. der Gesamtsterblichkeit herbeiführen. wald statt. Zwischen der Station Charlottenburg und Eichkamp war Nicht weniger als 232 Wagen der Großen Berliner bie infolge der Size vollständig verdorrte Grasnarbe der hier be Straßenbahn waren am Sonntag erforderlich, um den Massen- fonders hohen Eisenbahn- Böschung durch die umherfliegenden Funken 1618 Touren zurück und beförderte nach beiden Richtungen über Schnelligkeit ausdehnte und die ganze Umgegend in dichte Nauchverkehr nach Tegel zu bewältigen. Der Wagenpart legte zusaminen einer Lokomotive in Brand gefekt worden, der sich mit rasender 28 000 zahlende Personen. Aehnlich stark war der Betrieb auf den wolten hüllte. Da bie Gefahr vorlag, baß auch die am Rande der Linien nach Treptow. Auf den 6 nach diesem Vorort führenden Böschung stehenden niedrigen Kiefern vom Feuer erfaßt wurden, to Untergrundbahn und Siemens u. Halske- Linie, die zuſammen Eisenbahnbeamte und Privatpersonen, welche Sand auf die Flammen Linien fuhren insgesamt 581 Wagen einschließlich derjenigen der wurde einem weiteren limsichgreifen desselben durch herbeieilende 76 000 zahlende Personen beförderten. Mit gleich riesigen Bahlen warfen, ein Ende gemacht. fonnte am geftrigen Sonntag die Berwaltung der Stadt- und Ringbahn rechnen, der Schlesische Bahnhof wurde von 109 000 and zufinden hat, bleibt den einzelnen Wahlkreisen überlassen. Einstimmig wurde ein von Bafewald eingebrachter Antrag angenommen welcher befagt: Die Buchhandlung Vorwärts untersteht der Stontrolle der Breßkommission. Als Delegierte aum Parteitag wurden Gebauer und Gerstenberger gewählt und Grauer als Erfagmann Bezüglich des internationalen Rongreffes in Paris beschloß die Konferenz, von der Entfendung eines eignen Delegierten Abstand zu nehmen, und den Kreis, falls die Provinzialfonferenz Berliner Delegierten vertreten zu laffen. einen Delegierten wählt, durch diesen, andernfalls durch einen Tokales. dit dandyou Dritter Wahlkreis. Im socialdemokratischem Wahlverein fpricht am Dienstag, den 21. August, abends 8 Uhr, Dr. Alfred Bernstein über: Der Kampf des Socialismus gegen die Voltsfrankheiten. Die Versammlung findet in den Arminhallen", Kommandantenstr. 20, statt und wird pünktlich eröffnet. Neue Mit glieder werden aufgenommen. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. " Gerichts- Beifung. und abfahrenden Personen benutzt. Auf dem Bahnhof Alexander- Verlammlungen. play wurden im Stadt- und Vorortverkehr 32 000 Fahrkarten verkauft und auf dem Bahnhof Börse 21 000 ankommenden Berfonen Die Jfolierer und Rohrumhüller waren am Sonntag die Fahrkarten abgenommen. Der Gesamtverkehr im Stadt- und nachmittag versammelt, um sich zunächst mit der Arbeitseinstellung Borortbetrieb am Sonntag ist zwar noch nicht genau festgestellt; es bei der Firma A. Ha ac u. Co. in Calbe zu beschäftigen, Gedürften jedoch nach einer oberflächlichen Schäzung des Betriebsamts nannte Firma, die auch in Berlin eine Filiale unterhält, hat einen der Eisenbahn- Direktion Berlin weit über 400 000 Personen die eigenmächtigen, äußerst einseitig und rigoros abgefaßten Tarif mit Eisenbahn benutzt haben. Androhung von Gefängnis- und Geldstrafen ihren Arbeitern aufDie Thätigkeit des Einigungsamts des Gewerbegerichts ist neuerdinds vielfach angefochten worden. In den Scharfmacher- falschen Geldes, darunter zwei Frauen, find von der Polizei hinter freiwilliger Arbeitsvertrag und Fabrifordmung", worin er diesen Eine ganze Bande polnischer Falschmünzer und Verbreiter Bedrängt. Darauf bezugnehmend hielt Genoffe Seater einen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag: Gewerbe- Ordnung, Blättern wird die Ansicht vertreten, daß das Einigungsamt einseitig Schloß und Riegel gebracht worden. Es sind im ganzen neunzehn wie alle derartigen Verträge" einer scharfen Kritik unterzog die Intereffen der Arbeiter fördere. Insbesondere wird in der Berfonen, deren Namen deutsch kaum auszusprechen sind. Schon Nach einer längeren Besprechung über die Arbeitsverhältnisse bei Oeffentlichkeit Bezug genommen auf den angeblich berüchtigten feit Monaten hatte die Polizei zwei Stellen beobachtet, die dieser Firma wurde über dieselbe die Sperre verhängt. Alle Schiedsspruch des Einigungsamts des Berliner Gewerbegerichts im ihr als Werkstätten der Verbrecher bezeichnet worden waren, jolierer und Rohrumhüller ac. wurden ersucht, dies zu beachten, Maurerstreit im vorigen Jahre und auf ähnliche Fälle bei den jedoch gelang es ihr nicht, die Falschmünzer abzufangen. Nachdem und nur solche Tarife 2c. anzuerkennen, die auf gegenseitiger BerMöbeltischler, Töpfer- und Steinfegerstreits usw." Es zeugt diese einigen verdächtigen Personen erfolglos nachgejagt war, führte eine einbarung der Unternehmer und Arbeiter beruhen. Um einen mög Bezugnahme von mangelhafter Kenntnis der einzelnen Berhand- leichte Spur nach der Bülowstraße. Sier fonnte die Kriminal- lichst einheitlichen Tarif für alle Jfolierer 2c. Deutschlands zu erzielen, Lungen. Im Maurerstreit wurde ein Schiedsspruch gefällt, der polizei nicht anders ankommen, als daß sich ein Beamter im Hause follen in nächster Zeit in mehreren Großstädten Bersanimlungen und die Arbeitgeber noch sehr günstig abschneiden ließ, im Möbel- einmietete. tischler und Töpferstreit sind überhaupt keine Schiedssprüche gefällt münze übersehen werden konnte, gingen die Verbrecher so vorsichtig wurde West pfal einstimmig ernannt. Obgleich von dem Zimmer aus die vermutliche Falfch- Besprechungen stattfinden. Zum Referenten und Delegierten hierfür worden. Im Steinfegerstreit wurde allerdings ein Schiedsspruch ge- zu Werke, daß die Beamten zunächst keinen Anhalt finden konnten. umhüller werden dringend ersucht, Adressen und Material um Alle Isolierer und Rohrfällt und zwar einstimmig, also unter Zustimmung der von den Es dauerte Wochen, bis sie dreister und unvorsichtiger wurden, gehend an die Organisation oder an Wesipfal selbst einzusenden; Arbeitgebern erwählten Beisiger. Die Steinfegmeister nahmen so daß in der vorigen Woche nicht bloß diese dritte Brägeanstalt das Berliner Gewerkschaftskartell gedenkt sich in späterer Zeit ebenden Schiedsspruch nicht an, um nach kaum acht Tagen aufgehoben, sondern auch alle Mitglieder der Bande ergriffen werden falls mit der Frage zu beschäftigen. Unter" Gewerkschaftliches" ge= unter viel ungünstigeren Bedingungen, wie sie sich nach dem konnten. Dies letztere geschah in der Weise, daß die ausgenommene langte ein Antrag zur Annahme, demgemäß alle Isolierer 2c. ersucht Schiedsspruch erfüllen sollten, mit ihren Arbeitnehmern Frieden zu Werkstatt mit Beamten besetzt wurde, die num die Besucher nach und werden, vierteljährlich ihre Streiftarten beim Vertrauensmann be schließen. Wie wenig übrigens die Arbeitgeber davon überzeugt nach abfingen. find, daß fie ihre wirtschaftliche Eristenz durch die Inanspruchnahme hufs genauer Kontrolle über geklebte Marken vorzuzeigen. Schließdes Gewerbegerichts diesem preisgeben", erhellt aufs deutlichste Vom Gerüft abgestürzt ist am Montagvormittag um 10 Uhr lich wurde noch mitgeteilt, daß am Dienstag eine Vereinsversamm daraus, daß sie bei Differenzen mit ihren Arbeitern bereits öfter der 58 Jahre alte Maurer Start Siebte aus der Invalidenstraße 144, lung und am 11. September eine öffentliche Versammlung stattdaraus, daß sie bei Differenzen mit ihren Arbeitern bereits öfter der auf einem Bau Chausseestraße 43 beschäftigt war. Er erlitt findet. auf dem Gewerbegericht erschienen und sich bereit gefunden haben ohne das Einigungsamt, nur unter dem Borsiz eines Gewerbe- fchwere Verlegungen am Stopf, an den Armen, am Rücken und richters mit den Arbeitern zu verhandeln. am Unterleib. Die ferner aufEr erhielt auf einer Unfallstation einen Verband getauchte Berdächtigung, das Gewerbegericht stehe im Dienste einer und wurde in einem Rettungswagen nach einem Krankenhaus politischen Partei, widerlegt sich dadurch, daß bisher noch in feinem gebracht. Wegen Vornahme unzüchtiger Handlungen mit einem Kinde Schiedsspruche eine politische Forderung berücksichtigt ist. Apollotheater in der Friedrichstraße. Als nach Schluß der Vor- Sauer vor der zweiten Ferien- Straffammer des Landgerichts I. Ein tödlicher Unfall ereignete sich am Sonntagabend im unter 14 Jahren stand gestern der praktische Arzt Dr. Hugo Eine pestverdächtige Erkrankung. Wir brachten vor einigen stellung der eiserne Vorhang herabgelassen wurde, kam der Arbeiter Aus der Urteilsverkündigung ging hervor, daß der Angeklagte be Tagen die Mitteilung, daß in Baumschulenweg der im Ber- Schröder, der beim Aufsteñen der Kouliffen beschäftigt war, fo un hauptet hatte, die Kleine gegen ihn aufgetretene Beugin verdiene liner Institut für Infektionskrankheiten angestellte Sans Nelde an- glücklich unter den schnell herabgleitenden Vorhang, daß er schwer nicht, den geringsten Glauben. Der Gerichtshof war in diesem Bunft geblich an den schwarzen Bocken erkrankt in die Charité aufgenommen verlegt in eine Klinit übergeführt werden mußte. Dort ist er am aber andrer Ansicht und kam zu der Ueberzeugung von der Schuld sei und schließlich einige Personen, die mit dem Erkrankten in Be- Montag gestorben. des Angeklagten. Das Urteil lautete auf eine Gefängnis rührung gekommen waren, gleichfalls zur Beobachtung ihres Gefundheitszustands diesem Krankenhaus überführt wurden. Jezt wird Ein Trauerfall im Zoologischen Garten. Die große strafe von acht Monaten. gemeldet, daß der Erkrankte pestverdächtig war. Es wurden sofort Giraffe des Zoologischen Gartens, welche vielen Besuchern als die größten Vorsichtsmaßregeln beobachtet. legtes Glied einer einst aus vier Exemplaren bestehenden GiraffenFrau Nelde, ihre beiden Söhne Hans und Georg und Gerichts- familie wohl bekannt ist, ist vor wenigen Tagen ihrem vor zwei umplitat efretär Ronge aus der Behringstr. 48 am Baumschulenweg sind aus Jahren gleichfalls an der Schwindsucht, der Generalfrankheit der drumb der Quarantäne bisher nicht entlassen worden, entlaffen worden, obgleich erotischen Tiere in unserm Klima, eingegangenen männlichen Gesell- Konizer Nachwehen. Wie die Staatsbürger 3tg." mitteilt, fich der Verdacht nach mehrfacher fachmännischer Untersuchung als schafter im Tode gefolgt. Der Berlust wäre unerfeglich, da infolge fand am Sonnabend die Verhandlung in der Privatllagefache bes grundlos herausgeftellt hat. Die behördliche Borsicht geht so weit, der Mahdistenkriege im Sudan der Tiererport fast unmöglich ge- Oberlehrers Hofrichter gegen 8ander wegen Beleidigung statt. daß troß diefes ärztlichen negativen Befundes die Besucher diefer worden ist, wenn es der Direktion nicht gelungen wäre, schon vor Bander wurde zu 200 M. oder 15 Tagen Haft verurteilt. Eine Familie nur bis auf eine gewiffe Entfernung fich ihr am Sonntag einiger Zeit ein bereits auf dem Transport nach hier befindliches zweite Klage des Oberlehrers Hofrichter gegen den Damenschneider nähern durften. Den Pavillon Vlb zu betreten, war ihnen nicht Giraffenpaar zu erwerben. Segall, Berlin, Lothringerstr. 32, fam ebenfalls zur Verhandlung. erlaubt; fie mußten in den den Pavillon umgebenden Anlagen Eine brutale That. Gestern früh wurde der Bildhauer Pilz Segall hat an den Oberlehrer Hofrichter einen Brief beleidigenden am Fenster erschienenen unter Beobachtung Gestellten unterhalten. ein Fräulein Kaifer, bei einem Streit mit Bilz zur Silfe gerufen Schlochau, führte zur Entlastung des Segall an, daß die Kriminalkonnten fich mit ben vor dem Hause Rytestr. 2 von zwei Männern, die seine Geliebte, Inhalts geschrieben, u. a. hat Segall diesen mit einem chinesischen Borer verglichen. Der Verteidiger des Segall, Rechtsanwalt Haad, Hans Nelde, im Inftitut für Infektionskrankheiten Föhrenstraße, darf keinen Besuch empfangen. Ueber die Entstehung Schwerberlegte wurde in das Krankenhaus am Friedrichshain ge- beamten Braun und Wehn Moriz Lewy ausdrücklich vor dem Obertite ber hatte, überfallen. Die Schädeldede wurde ihm zertrümmert. Der Schlochau, führte zur Entlastung des Segall an, daß die Kriminaldes Verdachts werden jest genauere Aufschlüsse gegeben. Hans schafft. An seinem Aufkommen wird gezweifelt. lehrer Hofrichter, der der„ Nebenuntersuchungs- Kommiffion" angehöre, Nelde wurde im Institut an der Föhrenstraße nicht Charité bei der Abteilung zur Erforschung von Cholera, Roz, Feuerbericht. Montag früh brannten Reichenbergerstr. 138 und gewarnt haben. Segall wurde zu 75 W. oder 16 Tagen Gefängnis verurteilt. Best 11. a. beschäftigt und tam naturgemäß mit den Gerichtstr. 52 kleine Holzschuppen. Kurz darauf ging Königstraße 31 Ju Rostow am Don wütet feit Sonntag ein fürchter Präparaten in Berührung. Nun zeigte sich auf seiner Nafe ein ver- eine Kücheneinrichtung in Flammen auf. Kurzschluß in der elektrischen dächtiger Bidel und die Aerzte mußten mit der Möglichkeit Leitung verursachte einen Schaufensterbrand in der Großen Frant- licher Brand. Die Naphthalager am Don, fämtliche Eisenbahnrechnen, daß der Bickel auf Seuchebacillen zurückzuführen sein könne. furterstraße 115. Am Sonntag wurde die Wehr mehrfach in Anspruch waggons und einige Schiffe stehen in Flammen. Zwei Fabriken Das gab den Anlaß zur Abschließung und Beobachtung des Hans genommen. Wohnungsbrände mußten Große Hamburgerstraße 1, find niedergebrannt. Das Feuer greift noch weiter um sich. Der Nelbe. Da nun der Sache die weitgehendste Aufmerksamkeit gewidmet Blumeshof 18 und Waldemarstr. 41 abgelöscht werden. Friedrichs Materialschaden ist enorm. und die größtmöglichste Vorsicht behördlicherseits geübt werden bergerstr. 3 hatte die Dachkonstruktion Feuer gefangen, das aber noch Ueber ein Eisenbahnunglück wird aus Wien berichtet: mußte, fo blieb nichts übrig, als die Maßnahme auch auf die An- im Reime erstict wurde. Infolge falscher Weichenstellung geriet heute Nacht der Parisgehörigen auszudehnen, mit denen er zusammengekommen war. Verloren. Auf der Straßenbahn der Linie Marheinikeplay- wiener Schnellzug bei der Station Wels auf ein totes Geleis, Als die letzteren beim Abendbrot in ihrer Laube faßen, fuhren zwei Lorgingstraße, auf den Wege von der Weinmeisterstraße bis zur Die Lokomotive und verschiedene Waggons entgleisten und wurden Strantenwagen vor und die Berdächtigen wurden abgeholt, ohne daß Lorgingstraße, ist dem Parteigenoffen Frig Gliesche. Grünthaler- start beschädigt. Von Personen ist jedoch niemand verlegt. fie wußten, was für ein Ansteckungsverdacht auf ihnen ruhte. In straße 5 wohnhaft, ein Zwanzigmartstid verloren gegangen. Der der Barade erhielten fie ein Zimmer, und die Speisen wurden ihnen burch ein Fenster zugestellt. Die Beobachtung geschieht von einem Arzt bes Instituts in der Föhrenstraße. auf Stühlen Plaz nehmen nehmen und ehrliche Finder wird um Zurüdgabe gebeten. Vermischtes. 〃 " 9 sid Eine Katastrophe auf der Parifer Andstellung. Präsident Loubet wohnte Sonnabendabend in Begleitung des Sohnes bes Orgelvortrag. Fräul. Elisabeth Schumann, Frl. Ella Gerhardt, Herr Beys von Tunis dem Nachtfeste in der Ausstellung bei. Während 8. E. Breeuws, der Biolinist Hr. Hans Strey und Herr Aler. Curth werden desselben entstand eine Panit unter den Berfonen, welche dicht gee beim Dienelichen Orgelvortrag in der Marientirche eine Sonate drängt auf der Brücke Cours la Reine" beim italienischen Pavillon von Dienel, das Largo von Händel, das Miferere von Martini, das H- moll- standen, dadurch, daß ein halbwüchsiger Bursche rief: Die Brücke Prälubtum von Bach 2c. Mittwoch, am 22. Auguft, mittags 12 Uhr, aufstürzt ein!" Das Gebränge war infolgedeffen so groß, daß das Gea führen. Der Gintritt ift fret länder auf beiden Seiten nachgab und 40 Personen auf den Quai stürzten. Der Handelsminister Millérand begab sich sofort no nach Bekanntwerden der Katastrophe auf die Unglüdestätte. Aus den Nachbarorten. Dieses neue Gebäude dient bereits in allen feinen Räumen dem Zivede und besteht aus einem langgestreckten Bau und zwei Seiten filigeln und zwei Stallgebäuden auf dem Sof. Bunächst an der Föhrenftraße liegt das Beamtenhaus, ein villenartiges Bauwert, burch bas ber Bugang zu dem Institut führt. Alle Gebäude find berart fest und vorsichtig aufgeführt, daß an ein Eindringen von Ratten und Mäusen, die Seuchen leicht verbreiten, nicht zu denken ist. Im Arbetterverein für Pankow und Umgegend. Heute Dienstag: Präsident Loubet sandte seinen Sohn. Eine Untersuchung ist ein Erdgeschoß liegen die Bureaus, Vorratsräume, Laboratorien des gefe Abend bei Großfurt, Berlinerstr. 27, Bur Berlesung und geleitet. Eine amtliche Darstellung des Unglüdsfalls lautet: Bei Geheimrats Dönit, ein mikroftopisch photographiertes Atelier und Diskussion tommt die Broschüre von A. Bebel: Gewerkschafts- bem venetianischen Feste in der Ausstellung, zu dem eine außer die Tollwut Schusstation des Professors Bed, wo gegenwärtig bewegung und politische Parteien." Zahlreichen Besuch erwartet ordentlich zahlreiche lenge herbeigeströmt war, gab das Geländer 82 Stranke behandelt werden. Im ersten Stock befinden Der Vorstand. einer Baufbrücke an der Kreuzung des Boulevard de la Tour- Maus fich Laboratorien des Geheimrats Robert Koch und des Professors Frosch, Säle für ärztliche Kurse und zwei Räume für Weißensee. Die Parteigenoffen werden darauf aufmerksam bourg mud des Quai d'Orsay nach und etwa 80 Personen stürzten Balteriologie. Der zweite Stock birgt im linken Flügel ebenfalls gemacht, daß die Versammlung im Schloß Weißensee Heute, am aus einer Höhe von 3 Meter herab. Sechs Personen wurden schwer bakteriologische Laboratorien, die aber gegen die übrigen Räume be- Dienstag, nicht im Wintersaal, sondern im Ball- Champêtre statt berlept, zwei von ihnen sind bereits gestorben. Die übrigen wurden mehr oder weniger leicht verlegt. fonders abgesperrt sind, da hier die allergefährlichsten Untersuchungen findet. M 3 sid nu fi sif THO mit Bacillen vorgenommen werden. Dieser Teil des Instituts darf Schmargendorf. Heute Dienstag, den 21. August, findet die mir von den beteiligten Berfonen betreten werben und hat besondere regelmäßige Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins statt, in Ankleide- und Waschräume. Die dort beschäftigten Aerzte dürfen welcher Bericht über die Kreiskonferenz gegeben wird. mur dann von ihrer Thätigkeit abgerufen werden, wenn ihre GegenDer Vorstand. Eisenbahnunfall. Aus Sofia wird gemeldet: Bei Blewna stießen alvei Eisenbahnzüge zusammen; 20 Personen wurden ges tötet oder verivundet. Unter den Getöteten befindet sich auch der Ine genteur Petroff, ein Bruder des ehemaligen Kriegsministers Petroff. Briefkasten der Redaktion. erfezen. Eine polizeiliche Auswanderungserlaubnis läßt Thre väterliche Gewalt unberührt. 43. 1. Der uneheliche Vater fann bet Bah Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und lung der Alimente nur so viel zurückhalten, wie zur Bestreitung feines not Freitag von 7-9 Uhr abends statt. O. R. 100. Erfurt gehört zu Preußen. A. Sch., Cberschl. Sorau- Forst: Klees, Socialdemokrat. 1898. Wriezen R. S. Wir können doch nicht nach mehr als 14 Tagen noch fiber eine Versammlung berichten, in der sich nicht einmal etwas Erwähnens wertes G. G. 1879. 1. Sie brauchen keinen Rechts anwalt. 2. M. 00. Die Behörde könnte zunächst pfänden, die Pfändung müßte aber auf Ihre Reklamation wieder aufgehoben werden. Eventuell tönnten Sie Schadensersatz beanspruchen. Am besten machen Sie indes die Behörde sofort unter Rüdsendung des zweiten 3 ettels darauf aufmerksam, daß Sie bereits am foundsovielten gezahlt haben. 111. 1. Ja. 2. Nein. 3. Nein. St. 40. Sie müssen zunächst auf Wiederherstellung des ehelichen Lebens flagen. J. G. 100. iſt 5. V. 3. Kommen Sie in die Sprechstunde, nicht haftpflichtig, A.. Rein. Golftr. 26. 1. Ihr Sohn kann nicht bestraft werden. 2. Sie sind zum Ersatz des Schadens verpflichtet, sofern Sie nicht nachweisen, daß Sie Ihrer Aufsichtspflicht genügt haben(§ 832 Bürgerliches Gesetzbuch). Dieser Nachweis wird Ihnen wohl unschwer gelingen. 3. Wenn der Schaden vor dem 1. Januar d. J. angerichtet ist, so haften Sie nur, menn Sie die schädigende Handlung wissentlich haben geschehen lassen, obwohl Sie sie vers tes ereigner bat. 1000 Millionen. – 1. Sie brauchent teinen Rechtsmittel gering 2 mittel gering. Rindfleisch, Keule 1 kg dp. Baitch Hammelfleisch " Belzen, gut Marktpreise von Berlin am 18. Auguft 1900 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräfibiims. D.- Ctr. Kartoffeln, nene, D- Ctr. 7, 4, 1,60 1,20 20 1. Schweinefletsch .Kalbfleisch 1,70 1,10 1,60 1,20 15,40 14,90 14,80 14,30 Butter 2,80 2, gering 14,20 13,70 " Gier 60 Siid Karpfen 1 kg 2,40 1,40 16,20 15,20 Male 15,10 14,20 Banber 14,10 13,20 Sechte 6,32 5,82 Barsche 7, 5, 40, 25, 45, 25, 70, 30, Schleie Bleie Krebse mittel nittet gering dürftigen Unterhalts und zur Erfüllung der ihm seinen Verwandten( Eltern und Kindern), seiner Ehefrau und seiner früheren Ehefrau gegenüber ob: liegenden Unterhaltspflicht erforderlich ist. Kommt nur Ihr eigner Unterhalt Roggen, gut in Frage, so werden Sie von den 14 M. noch etwas vielleicht 3-4 m. abgeben mlijen. 2. Ob Alimente zu zahlen find, obwohl die Mutter von einem andern schon einmal geschwängert war, oder Geschenke an:) Gerste, gut genommen hat, hängt dabon ab, wann das Kind geboren ist. Ist es vor dem 1. Januar 1900 geboren, so entfällt die Unterhaltspflicht, andernfalls besteht sie. Sauer. 1. Das Colibat besteht im Bereiche der römisch- katholischen) Safer, gut Kirche ausnahmslos. 2. Das Mädchen muß Ersatz leisten; Lohnabzug ist zulässig. E. R. Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte ist kein Hindernis für die Ausschußmitgliedschaft.-H. K. Lippstadt. Eine eingeschriebene Nichtstroh Silfstaffe im Sinne des Gesetzes vont 7. April 1876/1. Juni 1884 ist Ihr Heu Verein nicht. Hingegen ist er als Versicherungsgesellschaft anzusehen und Erbsen Speisebohnen den Vorschriften der Geseke vom 17. Mai 1853 und von 22. Juni 1861 unterworfen. Diese Borschriften in einzelnen hier anzugeben, verbietet der im Raum. B. N. Ihr Befannter braucht nicht aus eigener Initiative zu. deklarieren; er fann warten, bis eine Aufforderung des Vorsitzenden der Veranlagungskommission an ihn ergeht. 2. Warschauerstraße. Nein. Hahn. Die Festung Spanbaut wird nicht geschleift. 28. S. 22. I. Schwamm ist nur durch Reinlichkeit und Trockenheit aus der Wohnung zu entfernen. Ist der Schwamm im Holz, so haben sich bisher alle Mittel halten Sie in jedem Droguengeschäft. II. Die Schlesischen Landschaftsbriefe, 32proz, haben am 2. März d. J. 95,50 gestanden. 12. Wara d. 3. 95,50 ge hindern tonnten. Wegen Vernachlässigung der Aufsichtspflicht haftet per für die Dauer unwirksamt emmiejeu. Borübergegend wirkende Mittel hergeſtellt: bezw. ber entſprechenbe Brets gezahlt werden. Ger Aufsichtspflichtige nach Allgemeinem Landrecht nur bei Kindern unter fieben Jahren(§§ 57, 59. 2. R. I 6). 4. Die Scheibe müßte in gleicher Güte Ste fönnen die Kaze erschießen oder vergiften; fordern Sie aber vorher den Eigentümer auf, das Tier beffer zu verwahren. Gh., Brit. Nein. P. S., Stephanstraße. Kommen Sie in die Sprechstunde. Dr. X., Köln. Ihre Ausführungen find durchaus zutreffend. Aendern läßt sich eben, nachdem die Aerzte ſelbſt ſich ben Waultors, ruhig haben überstreichen lassen, nichts mehr. Reiner der von Ihnen angedeuteten Wege ift gangbar. Sie müssen zahlen. D. Kommen Sie in die Sprechstunde. 151. S. B. Die zehnwöchige Nacharbeit kann von Ihnen nicht ver Tangt werden, wenn der Vertrag nicht ausdrücklich ein andres ergiebt. J. B. Die Polizei ist nicht befugt, den Mangel Ihrer Zustimmung zu Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Urania Taubenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: blure ort pd agen *) frei Wagen und ab Bahn. 3,80 2,40 2,80 1,40 end 2,60 1,20 2,40 1,20 " 1,80 0,80 2,50 1,20 1,40 0,80 per Sort 20,00 2,50 Witterungsübersicht vom 20. August 1900, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer fland mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. Stationent Barometer stand mm Wind richtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 21985° C.= 4° R. 2voltent 12 1 bedeckt 1bedeckt 16 11 2 bedeckt 760 NNA 761 MO 759 NNO 4 Gewitt Produktenmarkt vom 20. Auguft. Am heutigen Markt entwidelte Sinembe. 762 SSO 2heiter 22 Saparanda 763 23 sich für Weizen schwächere Tendenz unter dem Einfluß des andauernden Hamburg. 760 ONO 1Dunst 21 Petersburg 763 23 Rückgangs der Getreidepretse an den amerikanischen Märkten, infolge Berlin 761 60 3wolfent 21 Cort stärkeren Angebots vom Inlande und das anhaltend günstige Ernte: Frantf./M. 751 O 2wolten! 20 berbeen wetter. Roggen fonnte fich etwas beffer beh behaupten, da die Zufuhren flein München 762 Still wolfent 17 Baris bleiben und die Nachfrage ziemlich rege ist. Gs waren Dampferteillabungen Wien 763 Sit woltig 15 russischen Roggens offeriert, die aber nicht zum Geschäft führten. Weizen Wetter Prognose für Dienstag, den 21. August 1900. verlor 0,75 M., Roggen 0,25 M. Hafer war ruhig und gut behauptet. 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Januar 1901 in Köln zu errichtende ArbeiterSekretariat wird eine geeignete Kraft gesucht. Bewerber wollen sich unter Angabe ihrer bisherigen Thätigkeit sowie Gehaltsansprüchen bis spätestens 15. September bei H. Gilsbach, Köln, St. Agatha 3, melden. 52749 Achtung! Musiker. Achtung! 1. Vortrag des Genoffen Dr. Alfred Bernstein über:" Der zwangsinnung über ihre Thätigkeit. Der Tischlerstreit in München. Die Sente Dienstag, vormittags 11 Uhr, im Englischen Garten, Tagesordnung: Bericht des Gesellen Ausschusses der Tischler: Kampf des Socialismus gegen die Volkskrankheiten." 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt. Lohnbewegung der Drechsler. Bericht über die Werkstattdifferenzen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Die Kollegen werden ersucht, aus jeder Werkstatt einen Delegierten Der Vorstand. zu entsenden. Vertrauensmännerfarte mit Mitgliedsbuch legitimiert. Socialdemokratischer Wahlverein 240/15 Alexander Straße 270: Mitglieder- Versammlung 2 für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Südost). Modell- und Fabrit- Tischler! der Freien Vereinigung der Civil- Berufsmusiker. Dienstag, den 21. August, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Brüder, Waldemar- Straße Nr. 75: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Redacteur H. Ströbel über:„ Die Ent wicklung der englischen Arbeiterklasse." 2. Disfussion. 3. Vereins: angelegenheiten. Gäste willkommen. Der Vorstand. Zahlreichen Besuch erwartet 243/8 Socialdemokratischer Verein Vorwärts Treptow- Baumschulenweg. Mittwoch, den 22. Auguft, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Michler, Baumschulenstraße 26: Mitglieder- Derlammlung. Vortrag des Genoffen Günther über: China und die europäischen Kulturstaaten. Die Parteigenossen werden ersucht, vollzählig zu erscheinen, da in der Versammlung die Billets zur Treptower, Sternwarte" zur Ausgabe gelangen. Der Vorstand. Achtung! [ 29/1] Achtung! Buchbinderei- Arbeiterinnen! Donnerstag, 23. August, pünktlich um 8 Uhr, Donnerstag, den 23. Auguft, abends 83%, 1hr: Die Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gegeben. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Branchen- Verlammlung Dienstag, den 21. August, abends 8 Uhr, bei Schulz, im Lokale des Herrn Dieke, Ackerstraße 123. Tagesordnung: Verbandsangelegenheiten. Wahl eines Branchenvertreters sowie Wahl der Werkstatt- Kontrollfommission. Verschiedenes. Musikinstrumenten- Arbeiter! Donnerstag, den 23. Angust, abends 82 Uhr: Branchen- Derlammlung im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. A. Bernstein über:" Socialismus und Gesundheitslehre." 2. Diskussion. 3. Branchenangelegenheiten und Verschiedenes. Das Erscheinen sämtlicher Mitglieder ist erwünscht. Achtung! Rixdorf. 106/1 Achtung! Deutscher Holzarbeiter- Verband. Mittwoch, den 22. August, abends 8 Uhr, bei Thomas, Hermannstr. 48-49: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: im großen Saale des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15: Konsumgenossenschaften. 2. Verbandsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. 1. Vortrag des Kollegen Toft über: Lebensmittelverteuerung und Um zahlreiches Erscheinen ersucht Grosse öffentliche Arbeiterinnen- Versammlung 106/2 Die Ortsverwaltung. aller in Buchbindereien, Kontobuch-, Luxuspapier Deutsch. Metallarbeiter- Verband Kartonfabriken u. verw. Betrieben beschäft. Arbeiterinnen. Tages- Ordnung: 1. Wer schützt die Arbeiterinnen vor Not und Gefahr?" Referentin Frau Ihrer. 2. Was haben die Arbeiterinnen von der diesjährigen Lohnbewegung zu erwarten? Referentin Kollegin Frl. L. Becker. Zahlreiches Erscheinen ist dringend notwendig. Die Kollegen werden ersucht, die Arbeiterinnen auf dieses Inserat aufmerksam zu machen. 24/20 Die Einberuferin. Verein der Arbeiter u. Arbeiterinnen der Wäscheund Krawattenbranche Berlins u. Umgeg. Mittwoch, 22. Auguft, abds. 81/2 Uhr, in Wendts Central- Klubhaus, Königsgraben 14 b( nähe der Münzstraße): Versammlung Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Georg Wagner:„ Die Gesundheitspflege des Proletariats. 2. Diskussion. 3. Kassenbericht. 4. Wahl von 2 Ge werbegerichtsbeisigern. 5. Ergänzungswahl des Vorstandes, 6. Verschiedenes. In jeder Versammlung werden Mitglieder aufgenommen. 251/9 Ausgabe der Urania- Billets: Zur Aufführung gelangt: Auf den Wogen Der Vorstand. des Oceans. Achtung! Arbeiter. Achtung! Bezüglich der letthin veröffentlichten Annonce des Münchner Brauhanses und der Lohnkommission der Brauerei- Hilfsarbeiter teilen wir, um vielfachen Anfragen zu genügen, hierdurch mit, daß die unterzeichnete Kommission bezüglich der durch Sie vertretenen Brauer damit nicht identisch ist. 4616 Die Fünfer- Kommission der Brauer. J. A.: W. Richter, Christburgerstr. 26. Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Donnerstag, den 23. August, abends 81/2 Uhr: Versammlung der Heizungsmonteure und Gehilfen in den Arminhallen, Kommandanten- Straße 20. Tages Ordnung: Beratung und Beschlußfaffung über den neuen Lohntarif. Mittwoch, den 22. August, abends 8½ Uhr: Vertrauensmänner- Konferenz für den Süden im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Achtung! Metallarbeiter! Achtung! Sonntag, 26. August, findet gemeinschaftlich mit den Stettiner Kollegen eine Dampferpartie nach Swinemünde statt. Abfahrt am Sonnabend, 25. August, abends 10 Uhr 35 Min. ab Stettiner Bahnhof. Rückkunft Sonntag, nachts 1 Uhr 30 min. Preis des Billets für Hinund Rückfahrt 3 M. Dampferbillets a 1,25 M. von Stettin bis Swinemünde und zurück find bis zum 22. August im Verbandsbureau, EngelUfer 15, erhältlich. Die Ortsverwaltung. Charlottenburg, Wallstrasse 1. Uhrmacher Kuntsmann. ¿ ¿ 600 Grenadierftr. 33: Oeffentliche Versammlung der Bauanschläger Berlins u. Umg. Tagesordnung: Antwort der Meisterkommission und Verschiedenes. und 34/10 Verein der Tischler Berlins umgegens. Dienstag, den 21. August 1900, abends 8 Uhr, bei Thic!, Fruchtstr. 36 a: Versammlung. Tages Ordnung: 186/5 1. Diskussion über den Kongreßbericht. 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. Um rege Beteiligung ersucht Linde's Zahn- Institut Zahn- Arzt Dr. Lind u. Linde. Fahne Plomben Schmerzloses Zabnzieben Jeder Versuch Defriedigt sicher ohne Narkose. Original- Dankschreiben höchster Herrschaften zur Einsicht. Special.: Plattenloser Zahnersatz. Absolut festsitzend, vorzügl. beim Sprechen, Singen etc. Plomben, Nervtöten, Reinigen etc. Sprechst.: 9-6 Brückenstr. 6b.I. a.d.Jannowitzbrücke. ( Fernsprecher) Sonntag 9-12 inde Großes Lager Gediegene Möbel und Polsterwaren. bed Race Arbeit, äußerst billige A. Schulz, Preise, empfiehlt Reichenbergerstr. 5. Auch Teilzahlung!(* Wichtig für Schneidermeister! 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