Nr. S. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mf., monatlich 1,10 Mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage„ Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Musland 3 Mr.pr.Monat. Eingetr. der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652, Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pig., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Bormittags gednet. Seen Sprech- Anschlu Amt VI, r. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Väterliches Regiment und Gesinde- Ordnung. Sonntag, den 10. Januar 1892. Expedition: Beuth- Straße 3. Nur in Einem größeren Staate besteht gegenwärtig der Rest frisch aufgeputzt und das ganze System der Gefindes noch das„ väterliche Regiment": in Rußland. Be steht? Ordnungen dauernd befestigt werden. Nein! Es liegt am Boden, moralisch zerschmettert, Solchen Reformpfuschereien kann die Sozialdemokratie niedergedonnert, rathlos, bankrott. Der Landesvater, der dort nimmermehr ihre Zustimmung geben. Die Gesinde Der Racker von Staat", als wohlbestallter Kommis in dem Musterlande des väterlichen Regiments, offiziell„ das Ordnungen müssen a 13 so I che vollständig beseitigt werden. oder unseretwegen auch Hausmeier der gerade herrschenden Väterchen" heißt, der liebende Bater, das geliebte Bäterchen" Daß die väterliche Gewalt, welche man in allen gebildeten Klassen, Stände und Parteien hat sich den beherrschten hat für seine Kinder" so väterlich gesorgt und so weise ihr Staaten aus Rücksichten des Gemeinwohls den Fürsten Klassen und Massen stets als ein höheres Wesen auf- Wohl bedacht, daß sie, die kindlich der im„ heiligen Baren" entziehen mußte, jedem beliebigen Bauer und Bourgeois, zuspielen geliebt und demgemäß die Unterthanen" als verkörperten Vorsehung vertraut hatten, jetzt millionen- der sich„ Gesinde" anschaffen kann, gewährt werden soll untergeordnete Wesen betrachtet und behandelt. Die Re- weise hungern müssen, und tausendweise verhungern, und das ist einfach Aberwi. gierungen, als persönlicher Ausdruck des Staates, verbreiteten daß das ganze riesenhafte Musterland des väterlichen in früheren Zeiten, wo das Volk noch an übernatürliche Regiments der Anarchie verfallen ist, und unaushaltsam einer Gewalten und an einen direkten Verkehr der Menschen mit ungeheuren Katastrophe zustürmt. ihnen glaubte, das heute von jedem aufgeklärten und dentfähigen Menschen verlachte Märchen, die Behörden" als Regierungssystem in dem letzten Staat, der es noch geUnd diesen Augenblick, wo das väterliche Regiment" feien von Gott eingesetzt. Die Sagenkönige der vorgeschicht duldet hat, dem Drachen der Revolution, den es in seinem lichen Zeit haben durchweg einen göttlichen Ursprung, blöden unverstand und seiner tollen Verblendung herauf- Politische Lebersicht. Familie " be= be= Hier gilt es: nicht flicken. Auf alte morsche Lumpen setzt man fein frisches Zeug. Fort mit den Zumpen! Weg mit den Gesinde Ordnungen! und der Gedanke des Königthums von Gottesguaden" und des„ göttlichen Rechts der Könige" spukt noch wacht der Erde beschworen, in den Rachen rennt, und durch keine Berlin, den 8. Januar. der Erde mehr vor dem Untergang bis in die neueste Zeit. Der König ist nach dieser wahrt werden fann, diesen Augenblick Vorstellung der Vertreter und Bevollmächtigte Gottes Unter dem neuen Kurs erregt Aufsehen das gegen das den Grafen Limburg- Stirum, ehemaligen preußis auf Erden und was ist näher liegend, als daß nuzen deutsche Regierungen zu einem Versuch, der Vertreter des himmlischen Vaters sich nun auch selber väterliche Regiment" auf dem einzigen Gebiet, wo es sich schen Gesandten und zur Zeit Führer der konservativen Fraktion im preußischen Abgeordnetenhaus eröffnete höchsteigenpersönlich seinen„ Unterthanen" gegenüber als in Deutschland noch erhalten hat, aufzufrischen und neu Bater" fühlt? Ganz logisch und natürlich entwickelte sich Gesinde- Ordnungen. Die Arbeiter und Arbeite- verträge in der„ Kreuz- Zeitung". Als Beamter zur Dispozu beleben wir meinen die patriarchalische Ordnung der Disziplinarverfahren wegen eines Artikels gegen die Handelsfo aus dem Königthum von Gottesgnaden das väterliche rinnen, welche als sogenanntes„ Gesinde" in Stadt und Land fition unterliegt Graf Limburg dem preußischen DisziplinarKönigthum, der patriarchalische- d. h. wörtlich übersetzt: leben und sich des, in den meisten Fällen sehr zweifelhaften geſetz. Das Aufsehen darüber gründet sich einestheils darauf, väterlich herrschende Despotismus. Der Staat ist eine große Bortheils erfreuen, bei den„ Herrschaften" zu wohnen, sind daß der unbedeutenden Persönlichkeit des ehemals Weimar der Monarch, unterſtützt von den Rathgebern, in Deutschland unter Ausnahmegesete gestellt, die schen Gesandten und seinen Auslassungen ein solches Gewicht Wille Anderer gegeben hat, ist der Vater, der über die Gesinde- Ordnungen" heißen. Sie müssen arbeiten, wie beigelegt wird, und dann auch weil eine derartige VerUnterthanen, feine Kinder, mit väterliche Liebe, Weisheit riegelt, wie andere Lohnarbeiter, ja, fie sind unter allen dem jezigen Kanzler neu erscheint. Herr v. Caprivi dis andere Lohnarbeiter, sie werden ausgebeutet und geschuh- folgung, wie sie unter Bismarck gang und gäbe war, unter und Autorität herrscht. Noch in den Vierziger Jahren Arbeitern diejenigen, welche am meisten ausgebeutet, kreditirt durch das Verfahren gegen den Grafen Limburg nur war Deutschland die fromme Kinderstube", in der die am rohesten tyrannisirt werden wir erinnern noch mehr die Beamten, welche in die parlamentarische oder verschiedenen Landesväter die väterliche Gewalt" ausübten- mit welchem Erfolge, ist bekannt, an die„ Mägde" und" Knechte" auf dem Lande-; sie schriftstellerische Thätigkeit treten, und bestätigt, daß es Die Kinder" wollten nicht länger bevormundet sein, die sollen aber nicht das gleiche Recht haben wie die an- vor allem äußerst verkehrt ist, wenn ein Wahlkreis einem Gleichheitsidee brach sich mehr und mehr Bahn, und nach deren Arbeiter, sie sollen nicht wie diese der Gewerbe- vollständig abhängigen Mann ein Mandat anvertraut. Ordnung unterstehen, sondern der Gesinde- Ordnung, d. i. Wenn aber die Bismarck'schen Organe sich in kritischen dem schon 59 Jahre vorher die Franzosen mit dem mittel- einem Ausnahmegeses, das auf der Borstellung beruht, der und abfälligen Betrachtungen über den Fall Limburg er alterlich- feudalen und patriarchalischen Gerümpel sehr gründ- Arbeiter sei gegenüber der„ Herrschaft" ein untergeordnetes gehen, dann sollten sie sich nur an die Verfolgungssucht erlich aufgeräumt hatten, schafften sich auch die langsamen Wesen, ein Wiensch zweiter Klasse, ein erwachsenes Kind, innern, die Bismarck gegen alle ihm mißliebigen Beamten des väterlichen Regiments Deutschen 1848, im„ tollen Jahr", den Plunder das zu der väterlichen„ Herrschaft" in demselben Ver- übte. Man denke nur an die Verfolgung des Grafen Arnim Despotismus, nicht das„ persönliche Regiment", aber die hältnisse steht, wie das unmündige Kind zu den Eltern. und die ganze Reihe ähnlicher Verfolgungen, bis zu dem tindische Kinderei der„ frommen Kinderstube." Das Bolt Kurz dieselbe vorsintfluthliche Wahnvorstellung, die dem Verfahren gegen die Veröffentlicher des Tagebuchs" des glaubte nicht mehr an" bie väterliche Weisheit, Liebe und väterlichen Regiment" im Staate zu Grunde gelegt war, Raisers Friedrich, Geffcken 2c. Die Bismard- Organe haben Autorität der Fürsten- es nahm sich die Freiheit, seine Blödsinn über Bord geworfen ist, und gegenwärtig aber hat durch das Verfahren gegen den Grafen Limburg von allen gebildeten Völkern längst als gemeinschädlicher also allen Grund zu schweigen. Der Reichskanzler Caprivi eigene Volljährigkeit und Mündigkeit zu erklären der Despotismus hörte auf gemüthlich" zu sein, in den Abgrund der Revolution hinabjagt.. das letzte Reich, in dem sie noch nicht weggefegt worden, höchstens den Beweis geführt, auf wie schwachem Boden seine Regierung stehen muß, wenn er es schon für nöthig er hüllte die Eisenfaust in den Glacé- Handhält, in die Fußspuren Bismarck's zu treten. schuh des Schein- Konstitutionalismus und steht nun die sächsische Regierung hat soeben dem Landtag im Rampfe auf Leben und Tod mit dem revolutionären den Entwurf einer reformirten Gesinde- Ordnung vor Prinzip der Volkssouveränetät, das er, um seine Existenz zu gelegt; und andere deutsche Regierungen beabsichtigen, wie fristen, in Gestalt des allgemeinen und gleichen Wahlrechts verlautet, das Gleiche zu thun. Einige der anstößigsten Von den Verwüstungen des Jahres 1891 spricht bat anerkennen müssen. Bestimmungen der alten Gesinde- Ordnungen sollen beseitigt, die Eisen- Zeitung" und meint damit nicht etwa Verluste, slow vom Halse. Nicht den Feuilleton. Nachdrud verboten.) ( 8 Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. den spätesten verfassungsmäßigen Termin, einberufen. Der preußische Landtag ist auf den 14. Januar, " Man merkt es ihnen nicht sehr an, und im Grunde ist Medizinalrath erklärte, er müsse, wenn es nicht bald beffere damit auch den Meisten nicht viel verloren gegangen. Sie Wendung mit ihm nehme, ihn dem allgemeinen Krankenkönnen da vielfach ungehinderter ihren Neigungen folgen, hause überweisen, während er selbst behauptete, es sei nur können treiben, was sie wollen, und das ist mehr, als ich eine vorübergehende Schwäche. Eines Abends bat er mich, von mir sagen kann. Ich muß früh Morgens um 5 Uhr ihm eine Apfelsine zu besorgen. Das that ich nur zu gern, heraus, muß gleich an die Arbeit, bin den ganzen Tag an- und als er mich weggehen sah, bat er mich, das noch nicht gespannt bis des Abends spät, und so geht es Jahr aus, fertige Bild mir in meine Wohnung zu nehmen. Ich Jahr ein." werde morgen doch ins Krankenhaus müssen," meinte er, und da ist es besser, Sie heben es mir auf. Sollte ich's aber nicht überwinden," meinte er- ach, und ich weiß nicht, wie mir's da so weh ums Herz wurde- so be halten Sie das Bild als Andenken an mich. Unvollendet, wie es ist, kann man es nicht verkaufen, und eine andere and soll mir nicht daran." " Es ist wahr, Sie haben einen anstrengenden und wenig Elise athmete freier auf, als sie das große, düstere Ge- erfreulichen Dienst. Konnten Sie denn nirgends ein einiger bäude verlassen, in welchem die Luft noch bleierner schien, maßen besseres Unterkommen finden?" als irgendwo sonst. Ihr Blick hob sich unwillkürlich nach Harmonie über dem beängstigenden Treiben der Erde schwebt. Ihre Seele richtete sich auf und ihr Auge strahlte wieder mit freudigerem Glanze. " Es ist ein schrecklicher Aufenthalt in jenen Räumen," meinte fie, gegen die alte Magd gewendet." Ich meiner feits " Ich konnte früher wohl; jetzt wird es nicht mehr gehen, wenn ich selbst wollte. Sobald ich meinen Dienst hier kennen gelernt hatte, nahm ich mir gleich vor, sobald wie möglich wieder wegzuziehen, denn es that mir anfangs weh, die Menschen da gefangen zu sehen. " Aber Sie gewöhnten sich daran?" Der arme junge Mann," meinte Elise, es war gewiß eine Todesahnung!" " Ich nahm das Bild mit mir, und als ich am andern " Nicht gleich im Anfange, aber da war zufällig ein Morgen wiederkam, lag er ganz bleich und kalt auf seinem junger Mann in Arrest, der ganz wunderschöne Bilder Lager in der Kammer, die sie das Vegetationszimmer nennen wenn ich gezwungen würde, meine Tage darinnen zuzubringen, malte und ein recht seelensguter Mensch war, mit dem ich, es hatte ihm das Herz abgedrückt. Ich habe die Erinnewie Sie." wenn es sich gerade thun ließ, gern ein Viertelstündchen, rung daran nicht wieder los werden können. So oft ich das " So sieht sich's an, wenn man zum ersten Male herein- oder so, plauderte. Er war sehr arm, und ich habe ihm Bimmer betrete, in welchem er zu malen pflegte, sehe ich tommnt," erwiderte die Mite. Manche wollen ganz verzweifeln, unter der Hand Manches zugestedt, woran er Genuß hatte ihn im Geiſte an ſetner Staffelet sien, und ein bod henn sie hineingebracht werden; sie mögen weder essen, noch und ohne daß er wußte, von welcher Seite es ihm zufam. schon zwanzig Jahre darüber hinweggegangen. Und wenn sie sich ein; sie sehen da, daß es Anderen auch nicht besser so naturgetreu, trinken und sind gang ungeberdig. Aber allgemach richten Er malte ein großes Bild vom ewigen Weltgerichte, ich später manchmal daran dachte, diesen Dienst zu verlassen, als wenn er schon selber babei ge- habe ich es doch niemals über's Herz bringen können, weil geht, sagte, das würde ihm, wenn er es fertig ich mich nicht an den Gedanken gewöhnen konnte, jenes tühlen Wasser. Manchen bleiben außerdem da oben allerlei bekäme, ein schönes Stück Geld einbringen und ihm seine Bimmer nicht mehr wiedersehen zu sollen." Unannehmlichkeiten erspart, denen sie unten nicht entgehen Freiheit wieder verschaffen." tönnten, und jedenfalls leiden sie keine Noth." " Aber die Freiheit müssen doch Alle schmerzlich vermiffen?" " Und so tam er frei?" " Frei, ja, aber anders, als er und ich gedacht hatten. Eines Tages fühlte er sich ganz schwach und krank, und der ,, Sie haben ihn geliebt, den jungen Mann," seufzte Elise, und sah theilnahmsvoll in das Gesicht der alten Magd, die unter der unscheinbarsten Hülle das treue deutsche Herz trug und jetzt bei den letzten Worten des Sehen wir uns einmal etliche Kursverluste" an, die einzelne Werke nach der„ Eisen- Zeitung" in einem Jahre erlitten haben sollen. Eisenhütte Thale Stamm- Prioritäten 35 pCt. Kurs verlust, dabei gab sie ihren Aktionären in den drei letzten Jahren 12, 14 und 9 pet. Dividende. welche die Eiſenindustrie erlitten hat, sondern die Kurs- 1 Wälder nicht ganz dem Privatbesitz entziehen will, gewiß Juni vorigen Jahres das neu ausgearbeitete Statut eins verluste der mit Papieren der Erfenindustrie- Gesellschaften ein Bedürfniß. Man weiß, wie verheerend die Ausrottung gereicht worden war und am 6. Oktober Polizeipräsident Schacher treibenden Spekulanten. Die Eiſenindustrie- Werke der Wälder in Südfrankreich auf das Land gewirkt hat, man von Richthofen nur einen einzigen, redaktionellen Zusaz haben nicht nut feinen Schaden erlitten, sondern ihr schreibt ihr die ungeheuren Ueberschwemmungen zu, unter denen zur Wahrung der Kontinuität" im Statut verlangt hatte, Kapitalwerth hat sich noch erhöht durch verbesserte und er Südfrankreich zu leiden hatte. In Schwarzburg- Sonders- hörte man von dem Statut nichts mehr, die Genehmigung weiterte Anlagen, die aus dem erzielten Gewinn hergestellt hausen ist jetzt dem Landtage ein Waldschuß- Gesez ließ auf sich warten. Da erfolgte am 6. Dezember die be find, der außerdem noch dazu reichte, den Aktionären recht zugegangen, das an sich ganz gut sein mag, aber sich auf faunte Denunziation des sächsischen Rechtsanwalts Schmidt, beträchtliche Dividenden auszuzahlen. Wenn also die eine Materie erstreckt, die doch unter größeren und all- Schmidt wurde sofort in erwünschter in ihm er Eisen- Zeitung" bei der Aufzählung einer Anzahl Werke gemeineren Gesichtspunkten behandelt werden muß, als sie wünschter Weise beschieden, und nunmehrauch die Statuten fagt: Die Berlufte derselben in den Jahren 1890 und 1891 das Miniaturländchen gewährt. Freilich, wo das Reich fich angelegenheit erledigt. Mit der Art der Erledigung wird betragen 60 Prozent gleich zirka 180 Millionen Mark den großen Kulturaufgaben entzieht, ist es nicht zu ver- man ohne Zweifel sehr zufrieden sein in den Kreisen der so ist das der reine Schwindel. Nicht ein Pfennig ist ver- wundern, daß in demselben so recht deutlich die Zerrissen Unternehmer. loren. Die Kursverluste beruhen einfach auf der zu und heit Deutschlands zu Tage tritt. Im einigen Deutschland Von den geforderten Abänderungen erwähnen wir nach abnehmenden Neigung der Dummen, auf den Leim der behandeln winzige Staaten die wichtigsten Gegenstände ganz dem„ Correspondent" einige der wichtigeren: 1. Die Vor Spieler und Spekulanten zu gehen. unabhängig von einander und ohne jeden Zusammenhang schrift zu§ 1b des neuen Statuts muß durch die bisher mit den anderen und schaffen zu der massenhaften Ber- geltende Vorschrift ersetzt werden."( Letztere lautet: Strenge splitterung der Rechtsgebiete immer noch neuere. Wie man Aufrechterhaltung der mit den Prinzipalen getroffenen Vers seiner Zeit faum ein paar Stunden durch Thüringen reisen einbarungen in Bezug auf Arbeitspreise und Arbeitszeit." kommte, ohne über zehnerlei verschiedene Geldsorten zu ver- Die angefochtene Faffung: Strenge Durchführung und fügen, so stößt man heute noch in Deutschland auf hunderte Aufrechterhaltung der vom Verein als maßgebend aner verschiedene Rechtsgebiete. fannten Bestimmungen in Bezug auf Arbeitspreise und Sächsische Gußstahlfabrik Döhlen, Kursverlust 28 pCt., Arbeitszeit.") Im§ 3, 1 wird Streichung eines Passus dabei erhielten ihre Attionäre 12, 16% und 11 pet. Das Hausrecht der Gemeinde, auch die Polizeiverwaltungen lung bezw. des Vereinsvorstandes") verlangt, wonach dann Nicht blos Dorfschulzen erfinden neue Gefeße, wie( sowie allen statutgemäßen Beschlüssen der Generalversamm Schlesische Zinkhütten- Aktien 14 pet. Kursverlust. burger Polizeibehörde eine Versammlung polnischer Arbeiter gefaßten Beschlüsse für die Mitglieder nicht verbindlich 14 pCt. Kursverlust. großer Städte sind darin erfindelisch. So hat die Ham- alle von der Generalversammlung und dem Vereinsvorstande Dividende in den drei letzten Jahren 9, 13 und 18 pCt. In diesem lezten Falle bemerken wir sogar eine zu verboten, weil sie keine Beamten hat, die polnisch sind, sofern sie nicht ins Statut aufgenommen und behörd verstehen, und sie daher nicht in der Lage ist, lich genehmigt wurden: Daß ein Mitglied wegen Schädigung nehmende Steigerung der Dividende und dabei doch Kursverlust? Was heißt das weiter, als daß das Publikum eine Versammlung zu überwachen. ist dem der Vereinsinteressen oder Zuwiderhandeln gegen die Grundvorsichtiger ist, und nun nicht, weil eine Gesellschaft in Vorstand des polnischen Arbeitervereins ein Extractus fäße des Vereins ausgeschlossen werden kann, soll gestrichen einem Jahre 10 oder 20 Prozent Dividende gegeben hat, protocolli der Polizeibehörde" zugestellt, in welchem werden. Die verlangten Vorschriften über die Verwaltung sich keine Aktie im Nennwerth von 300 Mark zu 600 oder verlangt wird, daß die Verhandlungen in deutscher der Vereinsmittel machen den Gewerkverein geradezu zu 1000 Mark oder gar darüber aufschwindeln läßt. Sprache zu führen sind. Als Muster des Deutschen kann einer bloßen Versicherungs- Gesellschaft mit der Verpflichtung, dieser Extractus protocolli" dienen. Auf welches Gesetz für die Prinzipale die Was also die Eisen- Zeitung", das Organ des Vereins sich das Verbot stüßt, wird nicht gesagt. Es giebt eben zu unterhalten. Während die Behörde sich für ihren Reserve Armee deutscher Eisengießereien, von Berlusten faselt, wenn sie fein Gesetz, welches den Einwohnern aufzwingt, in oder Bescheid Monate Zeit gelassen hat, wird dem Vorstande Schreibt:" In den beiden Jahren( 1890 und 1891) außer den Bersammlungen in einer Sprache zu reden, vom Polizeipräsidenten aufgegeben"," zur Vermeidung der ist die Hälfte des Anlage Kapitals verloren worden", welche die Polizei versteht. Das Verbot ist vollständig Entziehung der ertheilten Genehmigung fofort das so ist das einfach fauler Bauber, und nach der ungefeßlich wie soll da beim Volke die Achtung vor Weitere zu veranlassen, um eine ordnungsmäßige Beschluß oben gegebenen Nichtigstellung gehört die ganze dem Gesetz, über deren Mangel die reaktionären Heulmeier fassung über die Statutenänderung herbeizuführen, und den tapitalistische Unverfrorenheit dazu, der erwähnten Statutenentwurf zur staatlichen Genehmigung alsbald ein Bemerkung noch hinzuzufügen:„ Wir empfehlen dieses Er- so sehr klagen, herkommen? gebniß den gewerbsmäßigen Streikaposteln und Heßern auf zureichen." Der Sozialreform Staat als Arbeitgeber. Als ob das wärmste; sie werden gewiß daraus recht nützliche Lehren noch nicht genug Nothstand existirte, muß der Staat als Unternehmer hervorrufen, die Wirkung auf die Buchdrnd Das Vorgehen der Behörde wird die Zufriedenheit der ziehen." Eine Lehre können die Arbeiter daraus ziehen, nämlich Arbeitgeber ihn noch vermehren helfen. So wird gemeldet: arbeiter aber giebt der Korrespondent" treffend so an: Das Eberswalder Eisenbahn- Hauptreparaturwert hat etwa" Wir werden das Rassengepäck abschnallen und die freie 40 Arbeitern zum 19. Januar gekündigt. Weitere Kündigungen Fahne des reinen Lohnkampf- Vereins entrollen." Und die stehen bei der nächsten Löhnung bevor. Aus Neuwied kommt Arbeiter, die mit den ihnen gesetzlich eingeräumten die Nachricht, daß 30 Hilfsbremsern für den 18. ds. Mts. ge- dürftigen und fort und fort noch beschnittenen Mitteln ihre Lage nicht verbessern können, werden um so mehr zum An schluß an die Sozialdemokratie gedrängt. Das ist ein Verdienst, daß sich unsere Gegner in furzsichtiger Berkennung ihres eigenen Interesses um uns erwerben. die, daß ihren Herren, den„ Aktionären" an dem Gedeihen des Werks und einem anständigen Profit aus demselben nichts gelegen ist, als vielmehr an dem schwindelhaften Profite des Börsenspiels, und daß die Direktoren und Werkmeister um ihres Gehaltes und ihrer Tantiemen willen nur den Interessen der Börsenspekulanten und des Börsenspiels dienen müssen. Das Opfer sind die Arbeiter. kündigt sei. Auch In der Direktion Erfurt haben gleichfalls zahlreiche Arbeiter entlassungen stattgefunden. Der Staat muß sparen aber taufende Offiziere im rüftigsten Mannesalter beziehen hohe Pensionen, weil ihre Ehre" es nicht vertragen darf, in der Beförderung nicht berücksichtigt zu werden. ,, Es giebt keinen Nothstand" " das Wort hat Bei den letzten Landtagswahlen in Sachsen erlagen die Sozialdemokraten bekanntlich im Glauchauer Die Finanzlage Rußlands ist eine so verzweifelte, Kreise mit einer Differenz von nur wenigen Stimmen daß die Regierung sich zu einem Verzweiflungsstreich hat ( 1386 gegen 1411). Und da verschiedene sozialistische Wahl- In Sinterindien giebt es noch gute Deutsche. entschließen müssen. Nachdem sie vergeblich in England, zettel zu Unrecht beanstandet und für die Ordnungs Bon deutschen Handelsleuten in Rangun ist ein Geschenk, Holland und sogar in Deutschland( wo der Bettelsack sehr kandidaten verschiedene ungiltige Stimmen( von Nicht bestehend aus einem filbernen Tafelaufsatz von ungefähr unverschämt geschwungen ward) bei Regierungen und wählern) abgegeben waren, so reduzirte sich die Differenz 2 Fuß Länge und 8 Fuß Höhe an den Erkanzler gelangt. Privaten angeklopft hat, will sie es jetzt mit einem neuen auf 14 Stimmen. Außerdem waren aber noch erhebliche Da Bismarck nicht so undankbar ist, mehr auf den Geber Anlehen in Frankreich versuchen und zwar gleich mit Unregelmäßigkeiten vorgekommen, die in dem sozialdemo- als auf die Gabe zu sehen, so weiß das Leiborgan des einer Milliarde, d. h. tausend Millionen Franken. kratischen Wahlproteft hervorgehoben wurden: zu kurzes Kanzlers anzugeben, daß es einen Werth von 10 000 M. Natürlich kommt das Aulehen nicht zu Stande; es werden Ausliegen der Wahllisten, großartige Schwindeleien gemacht werden, und wer nicht und Stimmzettel- repräsentire. Austragen durch die Ortspolizei. Die Abvorsichtig ist, fann arg hineinfallen". Am sichersten und Eine Warnung für alle gewerkschaftlichen Ver- ärgsten freilich wird die russische Regierung theilung, welche die Wahl zu prüfen hatte, beschloß in ihrer Majorität, die Wahl für giltig zu erklären und über ver- bände, dem ministeriellen Wohlwollen Bugeständnisse zu hineinfallen". schiedene Punkte Erhebungen u veranlassen. Die so- machen, hat der Unterstützungsverein deutscher Buchdrucker" zialistische Minderheit dage en kam zu dem Schluß, die zu seinem Schaden erfahren. Nach Verfügung des Ungiltigerklärung zu beantragen. In der Kammer preußischen Ministers des Innern soll er sein Vereinsstatut bekanntlich Schule gemacht und in der Geschichte Europas tam es heute zu ziemlich lebhaften Debatten, und schließlich abändern, ehe es vom Minister genehmigt" werden kann; vom Ende des 19. Jahrhunderts wird es einst seine ge wurde mit 85 gegen 33 Stimmen die Beanstandung auch die Wiederherstellung des alten, drei Jahre in Kraft bührende Stelle einnehmen. Jetzt ist es hoffähig geworden der Wahl angenommen. Die 33 Stimmen gehörten den geweſenen Statuts genügt nicht, einige Bestimmungen durch Väterchen", den Mustermonarchen von Rußland, der Ronservativen, die seit Jahren ihre erste Niederlage in der desselben ließen dem Unterstüßungsverein immer noch zu den Obersten eines finnischen Regiments, welcher ihm im fächsischen Kammer erlitten haben. Es ist nicht unmöglich, viel Bewegungsfreiheit, es wird daher ausdrücklich die Namen des Offiziertorps 2000 Rubel überreichen wollte, die den unter Zurückweisung des Geschenks mit den Worten an daß das Resultat der beschloffenen Erhebungen zur Un- Aufnahme einiger Paragraphen gefordert, giltigerklärung des ordnungsparteilichen Mandats führen Verein thatsächlich einfach lahmlegen. Der Korrespondent herrschte: Es giebt keinen Noth stand in meinem wird. Und dann wäre unser Sieg sicher. für Deutschlands Buchdrucker und Schriftgießer" theilt Reich! vorgestern im Wortlaut das Schreiben mit, in welchem Das Volk mag verhungern das ist kein Nothstand Ein Waldschutz Gesetz ist bei der Bedeutung der Polizeipräsident von Richthofen im Auftrage des Ministers" Väterchens" Reich ist väterlich regiert, ist allweise allgütig regiert, Wälder für die gesammte Landeskultur, wenn man die des Innern diese Forderungen bezeichnet. Nachdem im und δας wenn dumme Mädchens nicht verhindern konnte, daß eine leichte Röthe tritt, werde ich gern Ihre Gefälligkeit in Anspruch nehmen. bin ganz Dhr und ganz Herz für Dich;" begann Fanny, über ihre von mancher Falte gezeichneten gebräunten Ich wohne Blumenstr. 16." sich an die ernstere Freundin schmiegend, also Dein garstiger Wangen flog. Blumenstr. 16? Ei, da wohnen wir gar nicht sehr Bruder hat Dir so vielen Rummer bereitet? Die Brüber Ich habe einen innigen Antheil an seinem Schicksal weit auseinander, denn ich wohne gleich die Ecke herum, in find im Allgemeinen nicht viel werth. Statt ordentlich mit gefühlt, erwiderte sie mit verlegener Stimme, und da ich der Elisenstraße." ihren Schwestern auszugehen, hängen sie sich so schnell wie Niemanden sonst auf Erden besige, der mir freundlich und Guten Abend, Elise!" rief in diesem Augenblicke eine möglich an ein fremdes Mädchen, das unsereins gewöhnlich liebreich entgegenkäme, so ist es wohl kein Unrecht, wenn helle Mädchenstimme, und die Angerufene sab sich im nächsten nicht einmal kennt, und wir Unglücklichen mögen dann ich mich mit Dankbarkeit des Mannes erinnere, der so Momente stürmisch umarmt. Welches Glück, daß ich Dich dasißen und sehen, wer uns mitnimmt. Mein Bruder ist theilnehmend mit mir sprach, als wäre ich Seinesgleichen." hier treffe; ich habe Dir gar so Vieles zu erzählen. Du noch nicht ganz so schlimm, der mag noch angehen Das waret Ihr auch," meinte Elife; Ihr waret warst gewiß auf dem Nachhausewege, aber nach Hause ja, sieh' mich nur an, Theobald, aber Dein Bruder, gut, er auch, und alle Menschen, welche gut sind, sind sich darfst Du jezt noch nicht, Du mußt noch mit uns in den meine arme Elise, ist wirklich ein gräulicher Mensch." gleich." Volksgarten." Ich meine nur, was den Stand betrifft," bemerkte Du wirst mich entschuldigen, liebe Fanny, aber ich bin die Magd, erstaunt nach dem Mädchen aufsehend. nicht in der Stimmung. " " 1 und Was hast Du nur gegen meinen armen Bruder? Elise, sprichst Du im Ernste?" fragte das Lockenköpfchen mit höchlichst verwunderter Miene. Ich will gar nicht von Es giebt für den wahren Menschen, der Herz und Ich weiß.... ich weiß Alles, liebste Elife, was Dich feiner Unart sprechen, daß er gegen mich, Deine Freundin, Geist gleichmäßig ausgebildet hat, feinen Unterschied dieser betroffen hat. Aber gerade deswegen darfst Du mir heute niemals die geringste Aufmerksamkeit bewiesen, daß er mich Art, den nur der Zufall oder das Glück und im Uebrigen Abend nicht in Deiner einsamen Wohnung bleiben. Ich förmlich hat links liegen lassen; aber so leichtsinnig in die leeres Borurtheil schafft. Es giebt nur gute und böse bitte mir's aus, ich habe ein Recht darauf, denn Du hast Welt hinein Schulden zu machen, ohne zu fragen, wer das Menschen, denn selbst der am höchsten Gebildete sieht seinen mir doch immer versichert, daß ich Deine beste kleine Freundin durch in Schaden kommen mag, und schließlich mit einer minder begabten und begüterten Mitmenschen als seinen wäre." Unfumme von Schulden in Wechselarreft zu geheit, um Bruder an." ,, Aber ich bin ohne Begleitung!" feinen Gläubigern zum Truz das Geld abzusiken, das ist ,, Sie sprechen sehr schön, mein liebes Fräulein, und" Du bist mit mir, und hier sind mein Vater, mein boch gar zu stark. Ich will es ihm hierbei noch gar nicht geben mir einen rechten Trost ins Herz, denn ich werde Bruder und meine Mutter, die sind Schutz genug für uns in Anrechnung bringen, daß er Dich, meine arme Glise, manchmal so ganz traurig, wenn ich mich als so ein ganz Beide, und wir begleiten Dich später nach Hause. Sage noch selbst in eine solch abscheuliche Lage gebracht hat." niedriges Geschöpf ansehen zu müssen vermeine." nicht Nein", denn Du bringst mich zum Weinen, und ich bin so heiter!" Das seid Ihr ganz gewiß nicht, denn Ihr arbeitet nach Maßgabe Gurer Kräfte, und wer das thut in dieser Welt, der braucht sich für nichts Niedrigeres oder Geringeres zu achten, als irgend ein anderes menschliches Wesen, welches dasselbe thut, und der steht höher, als Diejenigen, welche weniger thun." Aber, Fanny, was für ungereimtes Zeug schwätzest Meine Gesellschaft würde Dir Deine Heiterkeit bald Du heute Abend zusammen? Wilhelm ist ein durchaus benehmen." braver und rechtschaffener Mensch, den ein Kapitalist um Nun, so will ich mit Dir weinen, arme Elife; das seine Existenz gebracht hat, indem er die ihm zu seinem thut mir auch wohl; aber Du mußt mir meine Bitte er Geschäfte geliehene Sumine gegen alles Abkommen plötzlich füllen, sonst fange ich an zu glauben, Du habest mich nicht fündigte. Und mein Bruder fist auch nicht dem Gläubiger Wie Sie das Alles so sagen können! Es ist hoch und mehr lieb." zum Troße, sondern der Gläubiger hat ihn einsperren laffen, erhaben und es klingt doch bei alledem recht verständlich Das kleine Lockenköpfchen nahm dabei eine so drollig trotzdem er weiß, daß Wilhelm so schnell nirgendwo anders und einfach. Ich möchte gern wieder einmal mit Ihnen schmollende Miene an, daß Elise es nicht länger übers' Herz das Geld herbeischaffen konnte und durch dieses ganz sprechen tönnen; es thut der Seele so wohl. Wenn Sie bringen konnte, ihr die Bitte abzuschlagen. Sie verabs rücksichtslose, wortbrecherische Verfahren in den geschäftlichen einmal etwas zu bestellen hätten, ich würde, wo immer schiedete sich deshalb mit einigen freundlichen Worten Ruin getrieben wird." möglich, Ihnen gern zu Diensten sein. Darf ich vielleicht von der Magd bald und trat darauf mit ihrer neuen Be- I das ist ja aber ganz abscheulich und niederträchtig, einmal bei Ihnen vorfragen?" gleiterin in den nahegelegenen Volksgarten", der noch ganz was Du mir da sagst. Das hätte ich früher wissen sollen, erfüllt von lebenslustigen Gruppen war. ich hätte den Berleumder schön nach Hause geschickt. Und da ist es am Ende auch gar nicht wahr, daß er Dich halb Rommen Sie nur getrost zu mir, so oft es Ihnen Bedürfniß ist, und wenn eine Veranlassung an mich heran# " Jetzt kannst Du mir Alles erzählen, liebste Elise, ich " " solt Hungers stirbt, so ist das seine Schuld, stellt. Die Staatsanwaltschaft beantragte eine Gefängnißstrafe von I sind, nochmals auf friedlichem Wege versuchen sollen, eine Ginigung icht die des allweisen und allgütigen Re- 1 Monat, das Schöffengericht Düren ging aber über diesen An- herbeizuführen." jiments. Hoffentlich wird dieses wünschenswerthe Ziel erreicht. Es giebt keinen Nothstand in meinem Reich!" trag weit hinaus, indem es auf 9 Wochen Gefängniß erkannte. Inzwischen hat sich aber das zynische Wort des Beamten, dem Verurtheilten natürlich gleichfalls auferlegt. Daß der AusDie Kosten des Verfahrens sowie der Urtheilspublikation find In Mürzzuschlag( Steyermark) stellten sämmtliche er den um Brot flehenden Leuten zurief: Freßt Dreck! druck gestohlen" wörtlich gemeint war, glauben wir nicht. Nach Hammerschmiede die Arbeit wegen Zohnkürzung ein. am wahrsten Sinne des Wortes erfüllt. Die Petersburger unserer Meinung hatte die Polizei fein Recht, die Zeitungen an Beitung", also ein unter russischer Zensur erscheinendes sich zu nehmen. Wenn unser Barteigenoffe im Grimm darüber Der Streit der Berglente in Marihaye( Belgien) Blatt, veröffentlicht eine chemische Analyse des Brotes, das sich zu dem erwähnten Ausdruck hinreißen ließ, so hätte das soll nach der Köln. 3tg." damit sein Ende erreicht haben, daß ezt von dem russischen Volke gegessen wird. Dasselbe besteht Gericht seine uns begreifliche Erregtheit bei der Strafabmessung die Bergleute die Arbeit zu den verminderten Lohnfäßen wieder ernach aus 10,08 pet. Feuchtigkeit( Waffer), 17,16 pet. in Rücksicht ziehen sollen. Da der Staatsanwalt selber das Ver Nineralstoffen, Sand( Dreck), 32,67 pCt. Delkuchenmehl gehen mit 4 Wochen für gefühnt hielt, bleibt uns das Schöffenind Unkrautsamen, und 40,09 pet. Roggenmehl. Das ist gerichts- Urtheil einfach unverständlich. Merdings kein Brot mehr, sondern in Wahrheit das, was ener schurkische Beamte gemeint und gesagt hat. " # 1 In Spanien muß es für die Regierung sehr schlecht tehen. Sie ist bereits auf die Anarchisten" gekommen. Mit Gewehren bewaffnete Anarchisten, haben die Stadt eres" angegriffen, find aber von Gendarmerie" zurückgetrieben", von Kavallerie verfolgt" und die meisten gefangen" worden. Hinter den„ Anarchisten" werden gelegentlich wohl rnsthaftere Leute auftauchen. " " aufnahmen. In Namur feiern die Arbeiter der Glasfabrik de la Meuse wegen 2ohnkürzung. Der Streik der Lohnkutscher Noms ist, wie ein Tele gramm des Heroldschen Bureaus berichtet, beendet. " _ und Zum Thema der Beamtenbesoldung faßte der sozialdemokratische Münchener Verein für volksthümliche Wahlen eine Resolution, in welcher es heißt, daß all die Gründe, welche für die Erhöhung der Beamtengehälter sprechen, in noch viel höherem Maße für die beanspruchte Steigerung der Arbeiterlöhne Geltung haben, ein Bedürfniß, die Gehälter der höheren Beamten zu erhöhen indeß nicht vorliege, bezw. nicht anerkannt werden könne, sondern man vielmehr die Gehälter der niederen Beamten erhöhen möge, da deren soziale Lage bei höherem Aufwand für Kleidung 2c. nicht besser sei als die der Lohnarbeiter, Die Veranstaltung von Zellersammlungen bei öffentlichen Zusammenkünften war für den Regierungsbezirk Potsdam durch eine Polizeiverordnung vom 7. Jan. 1891 verboten worden Nachdem das Kammergericht zu Berlin durch das Urtheil vom 5. November v. J. in einem Spezialfalle mitgehangen! so können die Mitglieder des UnterſtüßungsTreffend sagt die Bildhauer- Beitung":" Mitgefangen, dieser Verordnung die gesetzliche Giltigkeit abgesprochen hat, ist vereins der Bildhauer Deutschlands mit Recht fagen, trotzdem sie das Verbot der Tellersammlungen durch Verfügung des Regierung nichts verbrochen", ja nicht einmal fo en masse präsidenten in Potsdam vom 19. Dez. 1891 aufgehoben worden. Die Landrathsämter und die Magistrate sind fürzlich hiervon in gestreift haben, wie die Buchdrucker dennoch werden sie mitbestraft, indem ihnen behördlicherseits das Kenntniß gefeßt worden. Die Schweidniger Straftammer verurtheilte vor ca. 62 Monaten eingereichte neue Statut vorenthalten wird, den jetzigen Redakteur des Proletariers", Genoffen Feld- unbekümmert darum, daß der ganze Vereinsapparat dadurch ins Der Tod des Khedive von Egypten hat, wie mann, wegen Vergebens gegen§ 166 R.-Str.-G.-B.( Beschim Stocken gerathen kann." bir voraussagten, den höheren und niederen Kannegießern pfung der chriftlichen Landeskirche) zu vier Monaten Gewieder Gelegenheit gegeben, die kühnsten politischen und fängniß und zur Tragung der Koften. Von vier anderen internationalen Kombinationen zu machen. Nun auf ein- Anklagen wurde Genosse Feldmann freigesprochen. mal soll der lange zurückgedrängte Konflikt zwischen England und Frankreich zum Ausbruch kommen. Ja, aber warum denn? Der Khedive ist die wunderlichste Spielart des genus Monarch. Er ist Fürst, erblicher Fürst, Basall des Sultans, Beamter der Engländer, durch Verträge an Frankreich gebunden, Spielball zwischen England, Frankreich, der Türkei und Rußland sicher kein beneidens werther Posten. Doch an sich eine absolute Null. Was kann sein Tod ändern? Genug, der Khedive ist gestorben, und es heißt jetzt: der Khedive ist todt, es lebe der Khedive! Der Sohn tommt an Stelle des Vaters- eine Null an die Stelle einer anderen im Uebrigen bleibt Alles beim Alten. Und die alten Intriguen werden fortdauern, bis in Europa vernünftige Zustände eintreten und die Vers gewaltigung der Völker nicht mehr ein Ziel der sogen. hohen Bolitik bilden kann. Daß aber die Franzosen, wie deutsche Kannegießer prophezeien, nun wegen Egyptens mit den Engländern einen Streit vom Baune brechen sollten, ist zu finnlos, um möglich zu sein. J Korrespondenzen und Parteinachrichten. 02 Boziale Ueberlicht. " Diese In den Breslauer Zeitungen waren schreibt die Durch Unterstützungsgesuche ist die deutsche Arbeiterschaft Boltswacht" während des Buchdrucker Streits ver bältnismäßig wenig Segergesuche enthalten. Nun aber, gegenwärtig sehr start in Anspruch genommen. Neben den nachdem man weiß, daß die Breslauer Buchdrucker die Arbeit uchdruckern stehen bekanntlich noch die weißgerber, zwar wieder aufgenommen haben, trotzdem aber noch viele Handschuhmacher und Brauer im Ausstand. Bände" zur Disposition stehen, w'immeln die Organe des Streits erfordern Summen, welche es nothwendig machen, darauf unternehmerthums voller Anzeigen, in welchen Schrift, hinzuweisen, daß etwa in einzelnen Berufen projektirte LohnWerk, Tabellen-, Akzidenz- und Notenseger, sowie Schweizer: bewegungen für die nächste Beit keine Aussicht auf den Sieg haben, sofern dazu die finanzielle Unterstügung 3degen und Maschinenmeister, meist für Leipzig, Berlin, Dresden 2c. Traft der deutschen Arbeiter in besonderem gesucht werden. Es ist dies ein untrügliches Zeichen dafür, daß Maße in Rechnung gezogen werden müßte. Die den Herren Druckbaronen dort das Waffer bereits bis an den Arbeiterschaft muß jezt schon allwöchentlich große Summen für Sals gestiegen ist und sie nun verzweifelte Ausschau halten nach die streitenden Arbeiter der oben erwähnten Gewerbe aufbringen dem berühmten Strohhalm, der ihnen feine Rettung bringen trotz des spottschlechten Gefchäftsgangs, der für sie selbst Eintann. Wir müßten die Breslauer Buchdrucker sehr schlecht kennen, tommensverminderung zur Folge hat; mehr zu thun ist sie vor wenn sie nicht da bleiben würden, wo sie sind, und für alle noch der Hand, soweit sich das überblicken läßt, außer Stande. Konso verführerischen Lockruse weiter nichts als ein mit leidiges Achselzucken hätten. Wir wissen aber ein un- zentrire man deshalb zunächst seine ganze Kraft auf die Untertrügliches Mittel, durch welches die Leipziger und andere damit diese ihr Ziel, soweit möglich, erringen können. tüßung der bereits im Streit stehenden Arbeitos, Prinzipale ganz unfehlbar sich tüchtige und ausreichende Bersonale beschaffen können, und wollen ihnen dasselbe in an geborener Menschenfreundlichkeit nicht vorenthalten: Be willigt den Neunstundentag, Ihr Herren, dann könnt Ihr die Anzeigen sparen, dann werdet Ihr sofort Seher haben- früher nicht!" Hoffentlich handelt jeder Buchdrucker Breslaus nach diesen wohlgemeinten Worten unseres Bruderorgans! Sehr bedenklichen Mitteln wendet sich das Unfernehmers thum zu, um sich vor Streits zu sichern bedenklich auch ins sofern, als es dadurch das Ventil überlastet, welches die Streits für die bürgerliche Ordnung selbst darstellen. Nächst den bekannten Mitteln der Maßregelung von Arbeitern verwendet man jetzt die Ausdehnung der Kündigungsfrist, um die Entstehung von Streits zu verhindern. So wird aus Oldenburg gemeldet, daß die Leitung der Ricklef'schen Ofenfabrik zu Neujahr von ihren Arbeitern verlangte, fich auf ein Jahr lang zur Arbeit in der Fabrik kontraktlich zu verpflichten. Ferner soll jedem Arbeiter von seinem Lohne ein Betrag von 30 M. abgezogen werden, welcher in Händen der Firma bleibt und ihr natürlich zufallen würde, falls der Arbeiter sich einen Kontraktbruch zu Schulden kommen ließe. In diesem Falle hätte überdies die Firma noch das Recht, auf Grund von 124b ber Gewerbe Ordnung den letzten Wochenlohn einzubehalten. Man leber den Nürnberger Brauerftreik ist weiter mitzu- sieht, die Abhängigkeit der Arbeiter vom Unternehmer wird immer iheilen, daß die Firma Schmidt, vormals Süß, Laufer größer; um so flarer liegt die Nothwendigkeit auf der Hand, Eine Frucht des neuen Kurses"! Breslauer gasse, die Gehilfenforderungen bewilligt hat. Ferner treten die bessere Gefeße zu schaffen, um den Arbeiter aus solcher Abhängigkeit Dazu ist die Betheiligung am Parlamen Buchdruckergehilfen treten heute, Sonntag, zu einer Gastwirthe, und zwar unter der Wirkung des Bontotts, herauszubringen. Berathung zusammen, deren Zweck die Errichtung eines fozial- für die Arbeiter ein. Nachdem die Gastwirths- Innung sich zur farismus unumgänglich, gewerkschaftliche Thätigkeit allein reicht demokratischen Klubs der im Buchdruck- Gewerbe beschäf: Regelung der Sache total unfähig erwiesen, hielten die Wirthe nicht aus. tigten Arbeiter und Arbeiterinnen ist. eine allgemeine Versammlung ab, in welcher folgende Resolution angenommen wurde:" In Anbetracht der Thatsache, daß die Forderungen der Brauergehilfen, welche zum Streit geführt, ebenso bescheidene, als gerechtfertigte sind; in weiterer Erwägung, daß eine Befferung der wirih= fchaftlichen Lage der Brauergehilfen dringend Die Filiale des Verbandes deutscher Maurer geboten erscheint, dieselben aber alleinstehend nicht in der age find, eine Befferung ihrer Verhältnisse herbeizuführen; im und verwandter Berufsgenossen( Buger) hielt Hinblick endlich darauf, daß auch seitens der Vorstandschaft der am 8. Januar ihre regelmäßige Versammlung ab. Der Bevoll Gastwirths- Innung ein zu einer Einigung dienliches Resultat mächtigte machte zunächst Mittheilung von dem Ableben des durch Vorstellung bei den Brauereibefizern nicht zu erzielen war, Kollegen Karl Meißner, und die Versammlung ehrte das Andenken aus ihrer Mitte vier Mitglieder zu wählen, welche im Verein des Verstorbenen durch Erheben von den Sitzen. Nachdem hierauf mit vier weiteren, die aus dem Brauergehilfen- Verein zu wählen der Männerchor des Vereins drei Arbeiterlieder vorgetragen hatte, Gegnerische Blätter behaupteten in ihren Berichten über den Parteitag der schlesischen Sozialdemokratie, der Redakteur der Breslauer Volkswacht", Fris Runert,' ſei an der Verurtheilung zu einer Gefängnißstrafe schuld, welche seinen MitDer Ausstand der Leipziger Spitzenweber ist be rebatteur Erich Wendlandt infolge des Abdrucks eines endet. Das Personal nahm die Arbeit wieder auf, nachdem Berichts über die Maifeier traf. Verfasser dieses Artikels sollte die alten Löhne weiter gezahlt wurden. Die Lohnverminderung Kunert gewesen sein. Dem gegenüber veröffentlichte Erich unterblieb also. In der zweiten Woche verlangte jedoch die Wendlandt aus dem Breslauer Gefängniß heraus eine vom Direktion von den Wiederbeschäftigten den Austritt aus dem 4. Januar datirte Erklärung, in welcher es wörtlich heißt, daß Fachverein und drohte für den Fall der Verweigerung die soKunert weder direkt noch indirekt daran schuld sein kann, daß fortige Entlassung an. Das Personal fügte sich. Die Leiter des Wendlandt eine Gefängnißstrafe zu verbüßen habe; jede dem Ausstandes, 5 Mann, sind gemaßregelt. entgegenstehende Erklärung sei völlig grundlos, aus der Luft gegriffen. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Aus Eschweiler wird uns geschrieben: Am 22. November vorigen Jahres unternahmen etwa 100 hiesige Barteigenoffen einen Ausflug nach Langerwehe. Um in dieſem ländlichen Diftrift für die Partei Propaganda zu machen, batten sich viele Genoffen mit Zeitungen versehen und legten diefelben in den Wirthschaften aus. Ein Gendarm und ein Polizeidiener folgten ihnen dabei in jede. Wirthschaft und nahmen die Zeitungen an fich, nachdem jene das Lotal verlassen hatten. Genosse Otten erklärte darauf dem Polizeidiener, derselbe habe die Beitungen gestohlen", und wurde deshalb unter Antlage geund halb gezwungen habe, mit jenem Schwindler und Erzgauner, dem Russen, in ein Verhältniß zu treten?" " Aber, Fanny, Du wirst ja beleidigend!" rief hier Elise, und ihr Auge flammte vor Zorn, indem sie die Freundin von sich abdrängte. Jest fing das Lockenköpfchen beinahe an zu weinen und meinte: Ach gott, Elise, ich bin wohl ein recht unüberlegtes, Schwazhaftes Ding, daß ich Deinem Bruder die Schuld gebe, Dich mit einem solchen Nichts Halt ein, Fanny", rief Elise von Neuem mit zornig erregter Stimme, Du unterfängst Dich Jemanden zu be schimpfen, den ich liebe!" Jetzt schob die kleine Schwägerin ihren Stuhl zurück, sah die Freundin mit ganz verstörter Miene an und rief: Wie? Du liebst ihn also immer noch, jenen.... nein, ich will jetzt gar nichts mehr sagen." Aber jetzt verlange ich von Dir als Freundespflicht, daß Du mir Alles mittheilft. Was hat man sich unter standen, über meinen Bräutigam auszusprengen?" Deinen Bräutigam?" " " Ja, Du siehst, daß ich Alles wissen muß." " 1 fagft!" Aber wirst Du mir nicht abermals böse werden?" Nein, nur in dem Falle, daß Du mir nicht Alles anzuhören, aber die Selbstüberwindung verlieh ihr auch eine höhere Würde, und mit einer ruhigeren Stimme, als ihr vorher zu Gebote gestanden, sagte sie mit mild zurechtweisender Stimme: Du bist wieder einmal recht leichtgläubig gewesen und solltest endlich etwas vorsichtiger werden. Was zunächst die lüderliche Frauensperson anbelangt, in deren Gesellschaft Jwan verhaftet worden sein soll, so hast Du sie in diesem Augenblicke an Deiner Seite sitzen." Und so warst Du es? Du, Elise?" rief Fanny, ent feßt die kleinen Hände zusammenschlagend. Versammlungen. 1 stattete der Bevollmächtigte Namens des Zentralvorstands und des Filialvorstandes den Mitgliedern einen Neujahrsgruß ab, woran Kollege A. Dähne eine fleine Ansprache knüpfte, in welcher er die Ereignisse des verflossenen Jahres Revue passiren ließ und die Mitglieder ermunterte, fich recht rege der Agitation für den Zentralverband zu befleißigen, dann könne es auch nicht fehlen, daß die Filiale beim Jahresschluß dieselbe Mitgliederzahl aufzuweisen habe, wie im alten Fachverein. Daß eine starte Vereinigung noth thut, werde wohl kein Kollege bezweifeln im Hinblick auf die Arbeitslosigkeit, die infolge derselben so niedrigen Akkordpreise und die Versuche des Unternehmerthums, den Vorschußlohn zu drücken. Dann wurde die Abrechnung der Unterstüßungskommission gegeben, wonach am 1. Januar 66,92 m. Ueberschuß verblieben. Es folgte die Erledigung eines Unterstützungsgesuchs. Betreffs des Maskenballs feine wurde beschlossen, denselben in der ersten Woche nach der Februarversammlung stattfinden zu lassen und zwar entweder oder am Dienstag am Donnerstag. Das Nähere wird durch das Bergnügungskomitee und den Filialvorstand bekannt gemacht werden. Nachdem dann noch eine auf dem Bau Konkordia( Andreasstr.) vorgekommene Unzuträglichkeit erörtert war- Kollege A. Kröbet, welcher unter dem Busmeister Reth stand, soll als Lohn für 2 Tage 3 Mark erhalten haben wurde noch auf die am 17. Januar stattfindende Versammlung der Maurer und Buger hingewiesen, in welcher ein ReichstagsAbgeordneter über die Zentralisation referiren wird. Die Versammlung wird außer im Vorwärts" noch im Grundstein", sowie durch Säulenanschlag bekannt gemacht werden. " Ferner waren es einfache Handelsgerichts- Diener, welche Jwan in Wechselarrest abholten, und Gendarmen. Von einem Kriminalverbrechen ist also gar nicht die Rebe." Nein, solche nichtswürdigen Lügen," rief das Lockentöpfchen empört.„ Na, warte nur, den Leuten, die mir solche Märchen aufgebunden, werde ich es eintränken. Jetzt erst sehe ich, was für schändliche Verleumber es in der Welt giebt. Da wird auch ganz gewiß die Nachricht von der Verhaftung der Braut Deines Bruders eine ebensolche schwere Verleumdung sein?" " fein " vielen Wie? Auch davon wird schon gesprochen?" Freilich, überall. Aber, nicht wahr, auch daran ist Wort wahr?" Leider doch: Hedwig ist wirklich verhaftet worden.". " Wegen Diebstahls?" " Du sagst es." Spigendiebstahl? Und wie man sagt, im Werthe von Befund der Kasse, worauf dem Kassirer Decharge ertheilt wurde. Tausend Thalern?" Und Du willst es mir dann nicht nachtragen?" " Ich habe Dich doch nun darum gebeten." " Nnn sich, die Leute sagen, diefer Russe sei ein entsprungener Sträfling, der sich unter falschem Namen in ganz Deutschland herumgetrieben, Wächsel gefälscht und viele Leute betrogen habe. Deinen Bruder soll er auch in feine Gaunereien verwickelt und durch ihn Deine Betanntschaft gemacht haben. Heute aber soll er sogar in Begleitung einer lüderlichen Lüderlichen Frauensperson O Gott, welches Unglück! Dieses Mädchen sah so einem öffentlichen Orte von einem Gendarmen schuldig und fromm aus." arretirt und ins Kriminalgefängniß abgeführt worden Sie war es auch in der That." Ist das etwa auch eine Berleumdung? ( Fortsetzung folgt.) an sein. Man erzählt es aber überall und in den respektabelsten Kreisen!" Es koftete Elisen große Ueberwindung, das Alles ruhig Es kommt hier auf den Werth gar nicht an." Nun, ich meinte doch. Und die Spigen sind bei ihr gefunden worden?" unSchmargendorf. Am 5. Januar hielt der hiesige ArbeiterBildungsverein seine dritte Generalversammlung ab. Nach dem Bericht des Vorstandes gab der Raffirer bekannt, daß die Ginnahmen 66,80 M., die Ausgaben 49,50 m., der Kassabestand 17,30 M. betrugen. Die Repisoren bekundeten den richtigen Herr Peters warf hierauf einen Rückblick auf das verflossene Jahr, schilderte dessen hervorragendfte Greignisse und tadelte, daß troß des bestehenden Nothstandes die Kornzölle nicht bes feitigt wurden, sondern nur eine unbedeutende Ermäßigung erfuhren. Herr A. Neumann sprach über den Buchdruckerstreit, furz schildernd, wie derfelbe aus dem Rahmen einer Gewertschaftsbewegung herausgedrängt wurde und zu einem regelrechten Klaffenkampf sich entwickelte. Demgemäß sei es für die gesammte arbeitende Bevölkerung solidare Pflicht, ungefäumt materielle Unterstüßung für die Buchorucker aufzubringen. Auf den Antrag des Redners bewilligte dann die Versammlung 10 M. aus der Vereinskasse zur Unterstüßung der Buchdrucker. Theater. Circus Renz. Sonntag, den 10. Januar. Karlstraße. Opernhaus. Die Afrikanerin. Sonntag, den 10. Januar: Montag: Cavalleria rusticana 2 Gr. Vorstellungen. Nachm. 4 Uhr: ( Bauern Ehre). Cosi fan tutte( 1 Rind frei) Amor in der Küche. ( So machen es Alle). Romische Pantomime mit Tanz. Arrang. Schauspielhaus. Der zerbrochene und inscenirt vom Direktor E. Renz. Krug. Extra VorDer eingebildete Kranke. Abends 72 Uhr: Montag: Wohlthätige Frauen. stellung Auf HelgoTeffing- Theater. Die Großstadtluft. land" oder Ebbe und Fluth. Montag: Satisfattion. Cavalleria Große hydrologische AusstattungsPantomime in 2 Abtheilungen mit National- Tänzen( 60 Damen), Aufzügen 2c. Ferner Dampfschiff- und Bootfahrten, Wasserfälle, Riefenfontänen mit allerlei Lichteffekten 2c. sowie neue Arrangements rusticana. Deutsches Theater. Der Obolus. Schwiegermama. Montag: Die Welt, in der man sich langweilt. Berliner Theater. Nach Madrid. Montag: Der Hüttenbesitzer. Residenz- Theater. Madame Mongodin. Vorher: Modebazar Biolet. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wallner- Theater. Rönig Krause. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Mikado. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thomas- Theater. Luftschlösser. Montag: Dieselbe Vorstellung. Bellealliance- Theater. DerMeineidbauer. Montag: Dieselbe Borstellnng. Ontend- Theater. Der Glöckner von Notre- Dame. Adolph Ernst Theater. Der Tanzteufel. 4 Montag: Diefelbe Vor stellung. Aleranderplah- Theater. Schwarze Brüder. Meinem Freund und Pfeifenbruder Gustav Schadow zu seinem 40. Geburtstag ein dreimal donnerndes Hoch. Nu Gustav laß gießen. 9076 Bon Deinem Freund E. K. Unferem Kollegen Paul Gerdes gen. Fini zu seinem heutigen Geburtstage ein donnerndes Hoch! Seine Kollegen aus Dreherei II. Nu wollen wir noch'n Ding nehmen. Todes- Anzeige. Allen Freunden, Genossen und Befannten auf diesem Wege die schmerz vom Direktor liche Nachricht, daß mir meine liebe Frau Anna Meyer E. Renz. In beiden Vorstellungen Auftreten fämmtlicher Künstler- Spezialitäten, sowie Reiten und Vorführen der bestdressirten Schul- und Freiheitspferde. Komische Entrees von sämmt: lichen Klowns. Täglich: Auf Helgoland. E. Renz, Direktor. im Alter von 37 Jahren nach langem, schwerem Leiden am Sonnabend früh 2 Uhr durch den Tod entrissen wurde. Die Beerdigung findet Dienstag, Nachmittags 3 Uhr, von der Brauerei Friedrichshain. Sonntag, 17. Januar, Vorm. 12 Uhr: Zweite große Matinée arrangirt von der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Berlins u. Umg. bestehend in: Großem Instrumental- Konzert ausgeführt von einer Kapelle in Stärke von 100 Musikern ( nicht nur 75, wie irrthümlich auf den Plakaten und Programmen vermerkt) Neues Programm! Jedoch kommt auch diesmal die bei dem ersten Konzert so große Sensation erregt habende und mit großem Beifall aufgenommene Ouverture zum Tranerspiel: ,, Robespierre" von H. Litolff Aufführung. zur Leichenhalle des Thomas- Kirchhofes und Circus G. Schumann. aus ftatt. Friedrich- Karl- fer, Edie Karlstr. Sonntag, den 10. Januar 1892: 2 Große Extra- Vorstellungen, Nachm. 3/2 und Abends 712 Uhr. zu der Nachmittags- Vorstellung hat jeder Besucher das Recht, auf das von N. Meyer, Mariannenstraße. 18802 Das Konzert beginnt präzise 12 hr. Entrée à Person( intl. Programm) 25 Pf. Um zahlreichen Besuch bittet Das Komitee. Restaurants, sowie bei folgenden Herren: M. Schonert, Bernauerstr. 30 II; Billets sind vorher zu haben: in allen mit Blafaten belegten Geschäften Um stilles Beileid bittet der trauernde Hartmann, Weberstr. 58 I; Zubeil, Naunynſtr. 86; Loppe, Reichenberger Gatte. Straße 158; Vogel, Röpnickerstr. 173 I; Gnadt, Brunnenstr. 38; Raabe, Ruppinerstr. 42; Thierbach, Schwedterstr. 44; E. Schrader, Oranienstr. 151 IV; Petersohn, Veteranenstr. 22; Fiedler, Rastanien- Allee 50/51( Bigarrengeschäft); Berndt, Neue Schönhauserstr. 18( Bigarrengeschäft); Kessler, Laufiberstr. 51; Werner, Meyerbeerstr. 5 H. III; Böhm, Borsigstr. 31 a, Quergeb. part.; Wernau, 367/12 Rosenstr. 30, u. s. w. Todes- Anzeige. ihm gelöste Billet ein Kind unter Achtung, Möbelpolirer! 10 Jahren frei mit einzuführen. Beide Am Montag, den 4. d. Mts., verVorstellungen sind mit verschiedenen 232/14 Programmen ausgestattet. In beiden starb der Kollege Borstellungen: Vorlegtes Auftreten der weltberühmten Colibri Truppe, der Paul Neumann Montag: Dieselbe Vorstellung. Fernpalat. Spezialitäten- Vorstellung. fieben kleinsten Menschen der Welt. an den Folgen der von seinem ArbeitGebrüder Richter's Variété. Spe- Gr.Preis- Ringkampf zwischen geber erhaltenen Verlegungen. Er war zialitäten Borstellung. Prinz Dedal und Mr. Henry. ftets ein zielbewußtes und treues MitTheater der Reichshallen. Spe- Außerdem Auftreten der vorzüglichsten glied des Verbandes. zialitäten- Vorstellung. Reitkünstlerinnen und Reitkünstler. Ehre seinem Andenken! Winter- Garten. Spezialitäten- Vor- Reiten und Vorführen der bestdressirten Die Beerdigung findet am Sonntag, stellung. Schul- und Freiheitspferde. Komische den 10. Januar, Nachm. 4 Uhr, vom Entrees sämmtlicher Klowns. Bum Trauerhause in Briz, Chausseestr. 30, Schluß der Nachmittags- Vorstellung: aus statt. Eine Circus unter Wasser. Um recht rege Betheiligung ersucht Der Vorstand des Verbandes der Zum Schluß der Abend- Vor- Möbelpolirer Berlins und Umg. Gratweil'sche stellung: M. W.", oder Berliner Konkordia- Palast- Theater. Spezialitäten- Borstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Heute sowie täglich: Auftreten der Hamburger Gaudebrüder Konzert- und Koupletsänger. Unfang Wochentags 7% Uhr, Sonntage 6 Uhr. Entree: Wochentags 10 Pf., Sonntags 25 P. Empfehle meinen berühmten Mittags6 Billards, 2 Säle. ländliche Hochzeit. : im Winter. Große Wasser- FeuerVereinig. der Drechsler Deutschlands ( Ortsverwaltung Berlin). Gr. Wiener Maskenball am Sonnabend, den 23. Januar 1892, im festlich dekorirten Saal des ,, Elysiums", Landsberger Allee 40-41. Billets 50 Pfg. Anfang 9 Uhr. Hierzu ladet ergebenst ein Das Komitee. Billets sind zu haben bei: G. Schulz, Cigarrengeschäft, Admiralstr. 40a; Fröhlich u. Richter, Grüner Weg 65; F. Berndt, Cigarrengeschäft, Neue Schönhauserstr. 18; im Hutgeschäft von Kehr, Köpenickerstr. 126; und bei den Kollegen Germey, Dresdenerstr. 13, Hof 2 Tr.; Trolle, Grüner Weg 19, vorn 1 Tr.; Schuster, Brunnenstr. 60, vorn 4 Tr.; Sauer, Friedenstr. 101, Hof rechts pt., und in den mit Plakaten belegten Geschäften. 138/4 inber Commer und im Kranzbinderei u. Blumenholg. Deutscher Tischler- Verband. Pantomime in zwei Abtheilungen. von J. Meyer, Wienerstr. 1, Berlin. Montag. Große Gala- Benefiz- Vorst. Nur hier in der Ecke bei der Manfür die Original- Colibri- Truppe. Letzt. teuffelstraße. Guirlanden Meter von Auftreten der Benefizianten. Bum 15 Pf. an, Bouquets von 1 Mr. per Schluß der Borstellung„ M. W." W. Gründel's Gasthaus, S., Dresdenerstraße 116. General- Versammlung Dutzend an. Für gute preiswerthe am Mittwoch, den 13. Jannar d. J., Abends 8 Uhr, in Waare garantire wie bekannt.[ 1790L Fernsprecher Amt IX. 9482. Zentral- Verein Arbeitsnachweis und Verkehr der deutscher Böttcher. Orschel's Salon, Sebastianstraße Nr. 39. Zages Ordnung: 1. Bericht der Lokalverwaltung. 2. Abrechnung vom 4. Quartal. 3. Neuwahl der Lokalverwaltung. 4. Verschiedenes. Dorauseigen. Aufnahme von Mitgliedern von 7½½ Uhr an. tisch à la Duval. 3 Regelbahnen Maler, Buchbinder, Metallarbeiter, 1169L Drechsler, Sattler, Gärtner und Sonntag, d. 10. Januar, Vorm. 101/2 Uhr, 325/10 1868L bei Heise, Lichtenbergerstr. 21. Schuhmacher. Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes, zu erscheinen, sowie das Buch Die Lokalverwaltung. Etablissement Buggenhagen 2 Billards, Vereinszimmer und Saal. Haupt- Versammlung. Sozialdemokratischer Wahlverein für den Tagesordnung: 185/5 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis. am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion 3. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Volks- Garten Hasenhaide 14-15. Jeden Sonntag 1. Rückblick auf das verflossene Am Dienstag, den 12. Januar 1892, Abends 8 Uhr, in Deigmüller's Vereinsjahr. 2. Neuwahl des Ortsvorstandes und der Kommissionen. 3. Vereinsangelegenheiten. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Gr. Spezialitäten- Vorstellung Das Erscheinen eines jeden MitSpezial- Ausschant von Pazenhofer 641 Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. mit stets wechselndem Programm. In den Hälen: Großer Ball. Castan's Panopticum es find noch einige Sonnabende im Friedrichstr. 165a, Ecke Behrenstr. eu: N Coloffal- Gruppe Bauern- Aufstand! Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab. PassageEs Monat Januar, März und April zu vergeben. 1879L Max Kliem. gliedes ist, im eigensten Interesse, nothwendig. Der Vorstand. Bauarbeiter- Verein Salou, Alte Jakobstraße 48a: General- Versammlung. Tages Ordnung: V 1. Bericht des Kassirers. 2. Bericht des Vorstandes. 8. Vorstandswahl. 4. Vereinsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. der Rosenthaler Vorstadt. ait. Großes Vokal- und Instrumental- Bonzert, unter gütiger MitSonntag, den 17. Januar, Vormittags 11 Uhr, bei Wilfe, Hochstr. 32a: Versammlung. Restaurant ,, Zukunftsstaat", Tagesordnung: Kastanien- Allee 35. 1811L Vereinsangelegenheiten.( Abrechnung Vereinszimmer, 30-40 Perf. faffend, vom Monat Oftober). Verschiedenes mit Piano, noch einige Abende an Ver- und Fragelasten. eine, auch zur Zahlstelle, zu vergeben. Gäste können durch Mitglieder eingeführt werden. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Allen Freunden und Genoffen empf. mein Lokal. Gute Speisen u. Getränke, Panopticum. Bereinszimmer, Billard, 2 Kegelbahnen Neu: Die Sündflut mit Donner, Butz, Roger Donner, Blitz, und Windesheulen etc. stehen zur Verfügung. G. Leichnis, Königsbergerstr. 24. 914b Genoffen, welche das gesellige Leben 123/4 J. A.: W. Genz, Schriftführer, Bernauerstr. 114c. Fachverein lieben, find jeden Montag im geselligen der Firmenschilder- Brauche. " Klub Namenlos" beim Gen. Abraham, Straßburgerstr. 5, willkommen. Dienstag, den 12. Január, Abds. 897b 8 Uhr, bei Reyer, Alte Jakobstr. 83: F. Pietsch' Lanz- Dresdenerstr. 10. E. neuer Lehrkursus f. Damen u. Herren Viel neue Spezialitäten. beg. Sonntag, 10. Jan., Nachm. 4 Uhr. La belle Irene, die tätowirte Amerikanerin in Präuscher's anatomischem Museum nur noch kurze Zeit Kommandantenstr. Täglich für erwachsene Herren. elb. balbertfir. 3 u. b. Beg. d.Unterr. Achtung! Montag, den 11. d. Mts.: Empfehle das in meinem Lokal Berl.Roßfleisch- Speise- Anstalt, Weinmeister- Strasse 2, Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Neuwahl des 1. Vorsitzenden. 2. Vortrag des Herrn Hoffmann. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Die Mitglieder werden ersucht pünktlich zu erscheinen. Der Vorstand. HF Achtung. 90/1 Dig Damen.( Kellerlokal) an der Rosenthaler- Straße, Genossenschaftsbäckerei Freitag für ACTILISERAUERE FRIEDRICHSHAIN stattfindende größere AktienAusnahme- Essen Brauerei à Couvert 50 Pfg. Kraftbrühe mit Einlage, Fricassée, Piletbraten in Sahne, Kompotts, FriedrichsMontag, den 11. Dezember, Abd. 8 Uhr, bei Seefeldt, Grenadierstr.. 33. Interessenten- Versammlung Der Vorstand. Das I. Stiftungsfest des Wahlvereins findet am Sonntag, den 17. Januar 1892, in der Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57, statt. wirkung des Männer Gesangvereins Liedesfreiheit", fowie ernste und humoristische Vorträge. Zur Aufführung gelangt:„ Die Bismarckspende". Feftrede, gehalten vom Reichstags- Abgeordneten Molkenbuhr. Billets 30 Pf. Anfang 5 Uhr. Billets find in den nachfolgenden Zahlstellen des Wahlvereins, sowie beim Vorstand und in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben: Gründel, Dresdenerstr. 116; A. Schweizer, City- Paffage; Börner, Nitterstr. 108; Schönice, Wafferthorstr. 20; G. Schulz, Cigarrengeschäft am Rottbuser Play, und Rehr, Köpnickerstr. 126. 399/5 Das Vergnügungs- Komitee. Achtung Bildhauer! Am Montag, den 11. Januar 1892, Abends 19 Uhr: Oeffentliche Versammlung in Feuerstein's unterem Saale, Alte Jakobstrasse 75. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Henning über: Freie Wissenschaft und freies Denken. 2. Ergänzungswahl der Kommission. 3. Rechenschaftsbericht 2c. Wir ersuchen die Kollegen, recht zahlreich und frühzeitig zu erscheinen. Die Kommission. 147/4 NB. Wir machen gleichzeitig auf die am Sonntag, den 31. Januar, in den Armin- Halleu, Kommandantenstr. 20, stattfindende öffentliche Versamm lung aller Bildhauer und deren Angehörigen( Referat der Frau Ihrer, darauf Tanz) aufmerksam. Central- Kranken- u. Sterbekasse der Zimmerer ( E. H. No. 2 Hamburg.) Certlicho Verwaltung Berlin. E Am Montag, den 11. Januar 1892, Abends 8 Uhr: E General- Versammlung in Feuerstein's Lokal( Garten- Saal), Alte Jakobstraße Nr. 75. Tages Ordnung: 1. Abrechnung pro 4. Quartal 1891. 2. Rechenschaftsbericht des Vors Tagesordnung: Bericht der Kom- standes. 3. Berathung und Beschlußfassung über die zu gründende Zahlstelle mission und Verschiedenes. Aufnahme in Moabit. 4. Wahl des Gesammt- Vorstandes. 5. Verschiedenes. neuer Interessenten. Der Wichtigkeit der Tages- Ordnung wegen ist das Erscheinen sämmt[ 909b] licher Mitglieder nothwendig. hain von 10 Uhr früh bis 2 Uhr Nachts. Heute, Sonntag: Bitte um zahlreichen Besuch. 95/1 Die Liften Nr. 28, 38, 39, 40 Grosses Instrumental- für die ftreifenden Buchdrücker find Konzert verloren gegangen. Es wird ersucht, auf denselben nichts zu zeichnen, und Arnold. eventuell deren Retournirung an Kloffe, Anfang 4/2 Uhr. Steglitz, Schildhornstraße, zu verEintritt 30 Pf. anlassen. Programm unentgeltlich. 1870L Vereinszimmer mit Piano für 30 bis 40 Personen ist zu vergeben. 895b Alte Jakobstr. 68. 8926 Tanzlokal Umständehalber zu verkaufen. Matthey, Bandelstr. 40. Die Kommission. Der Vorstand. Zentral- Kranken- u. Sterbe- 3weite ordentl. Generalversammlung d. Vereins d. Plätterinnen u. verw. Berufsg. Berlins kasse der Maler u. s. w. Montag, den 11. Januar, Abds. 8 Uhr, Nostigstr. 50. Filiale Berlin SW. V. 910b Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: Raffenbericht. Vorstandswahl. Wahl von Krankenbesuchern. Verschiedenes. Der Vorstand. am Dienstag, den 12. Januar cr., Abends 8 1hr, in Nieft's Salon, Weberstr. 17. Tages- Ordnung: 245/14 1. Vierteljahresbericht. 2. Jahresbericht. 3. Geschäftsbericht. 4. Bericht des Arbeitsnachweises. 5. Vorstandswahl. 6. Wie regeln wir am besten unseren Arbeitsnachweis? 7. Verschiedenes. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung rege Betheiligung erwünscht. Mitgliedsbuch legitimirt. Berantwortlicher Redakteur: August Enders, in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Der Vorstand. Hierzu zwei Beilagen 32 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 8. Lokales. Sonntag, den 10. Januar 1892. = 9. Jahrg. Ueber die Luftverderbnik, die in vielen Berliner Bentralbl. der Bauverw." der tgl. Bau- Inspektor Eger dahin, angenommen wurde, sondern vielfach auch lockeres und undichtes daß nicht immer Nässe im Schornstein, wie von anderer Seite Mauerwerk als Ursache anzusehen sei. Der Putz der Schornsteinwand ist zumeist ein lockerer, sehr poriger Kalkmörtel, der durch und durch von widerlichem Rauchgeruch durchzogen wird. Wenn in solchen Fällen der Delanstrich nicht hilft, so könnte man die Wand mit möglichst luftdichten Stoffen bekleben, im Nothfall würde die Beseitigung des alten Puzes und seine Erneuerung mit dichtem Zementoder Kalfzement- Mörtel gemäß zum Ziele führen. Die Ge-O Wahr eine Haftstrafe von acht Tagen." Da stand der Vertheidiger auf, der vertheidigte den Staatsanwalt. Er entwickelte eine Wohnungen vielfach von den Heizanlagen ausgeht, äußert sich im Invaliditäts- und Altersversicherung. Die Versicherung solche Beredsamkeit, daß kein Auge trocken blieb, so weit der der in der Schuhmacherei und Schneiderei beschäftigten Hilfs- ebenso deſſen armer Verwandter, der Trödler, der Tagelöhner, Gerichtshof reichte. Der Staatsanwalt wurde freigesprochen, personen macht deshalb besondere Schwierigkeiten, weil diefe der Fehensammler, der Zumpenhändler, der Papierfabrikant, der häufig außerhalb der Betriebsstätte des Arbeitgebers beschäftigt werden und es alsdann zweifelhaft werden kann, ob der so Be Druckereibesitzer und der Setzer. Was aber aus dem Maschinenschäftigte als unſelbſtändiger Lohnarbeiter oder als selbständiger meister geworden, das können wir noch nicht verrathen, denn der Sausgewerbetreibender anzusehen ist. Ist das Erstere der Fall, Prozeß ist noch nicht abgeschlossen. so ist er versicherungspflichtig; trifft dagegen das Lettere zu, so wird also wohl wahr sein! Wir entnehmen diese Geschichte den Lustigen Blättern", sie ist er zur Zeit noch, wo in den Berufszweigen der Schuhmacherei und Schneiderei die Versicherungspflicht noch nicht auf die Haus- Den Vorständen der hiesigen Gastwirths- und Weißwohnheit, mit Preßkohlen zu heizen und furz nach dem Erglühen gewerbetreibenden erstreckt ist, nicht versicherungspflichtig. Jm All- bierwirthe- Vereine hat das Polizeipräsidium die Mittheilung derselben die Ofenthüren luftdicht zu schließen, trägt nicht wenig gemeinen wird von den Betheiligten, um den gefeßlichen Vorschriften zugehen lassen, daß es beabsichtigt, eine neue Art der Spülung zur Durchpestung des Schornstein- Mauerwerks bei. au genügen, am besten nach folgenden Grundsäßen verfahren werden: bezw. Reinigung der Biergläser einzuführen. Die Spülung foll scheinlich aber sind diese Ausdünstungen der Gesundheit nicht 1. Ein außerhalb der Betriebsstätte des Arbeitgebers beschäftigter stets in fließendem Wasser erfolgen und von Zeit zu Zeit eine weniger schädlich, als die mit Recht gefürchteten Kanalgase. Schuhmacher oder Schneider gilt als Lohnarbeiter; wenn durchgreifende Reinigung der Gläser mit nachfolgender Trocknung und so lange er nur für einen Arbeitgeber thätig ist und nicht vorgenommen werden. Gleichzeitig hat das Polizeipräsidium die dichter Rauchrohre größere Sorgfalt verwandt werden. Der bedie Deshalb sollte schon beim Bau der Häuser auf die Herstellung Heinerseits wieder Gehilfen beschäftigt. 2. Er gilt als Haus- betreffenden Vorsißenden zur Abgabe ein Gewerbetreibender, auch wenn er nur für einen Arbeitgeber thätig die beabsichtigte Art der Reinigung und zur Besichtigung eines sprochene Mißstand tritt, wie Herr Eger durch Umfrage feftist, wenn er ſeinerseits zur Erledigung der ihm ertheilten Auf- Apparates aufgefordert, welcher nach Ansicht der Behörde den gestellt hat, in Berlin in äußerst zahlreichen Fällen auf. Er träge Gehilfen hält, welche mit dem Arbeitgeber nicht in direktem Anforderungen vollkommen genügen würde. Es ist dies eine verdankt sein Dasein lediglich einem eingewurzelten Schlendrian Berfehre stehen. Dagegen gilt er als Lohnarbeiter, wenn er nur Spülwanne, in welcher das Wasser, anstatt durch eine Deffnung in der Herstellung der Rauchrohre. für einen Arbeitgeber thätig ist, auch in dem Falle, wenn durch von unten, durch eine solche unterhalb des oberen Randes ab= Der Postbeamten Neujahrsplagen werden von einem ihn andere Gehilsen von diesem beschäftigt werden, insofern er läuft und durch steten neuen Zufluß frisch und in steter Be- poetischen Stephansjünger in der„ Deutschen Verkehr- Zeitung" in nämlich nur als Vermittler zwischen dem Arbeitgeber und den wegung erhalten wird. Die Gastwirthe wollen durch das Zentral- anmuthigen Verslein besungen, von denen die folgenden den übrigen Gehilfen fungirt, diese also mit dem Ersteren in direktem bureau des Gastwirths- Verbandes, die beiden Prüfungskommissionen postalischen Neujahrssturi anschaulich schildern: Bertragsverhältnisse stehen. 3. Als Haus Gewerbetreibender ist und den beiderseitigen Vorständen des hiesigen Gastwirthe und... Neujahr mit den Postaufträgen Mit Rechnungs- und er dann zu behandeln, wenn er für mehrere Arbeitgeber thätig Weißbierwirthe Vereins dem Polizeipräsidium das gewünschte Mahnbrieffegen- Postkarten und Dreipfennig- Briefen Mit ist und seinerseits Gehilfen hält. Ist das Lettere nicht der Fall, Gutachten übermitteln lassen. Schon jetzt aber ist man der Ueber- solchen, die von Moschus triefen In allen Formen, eckig, rund arbeitet er also ohne Gehilfen, so fommt es darauf an, zeugung, daß sich ein Trocknen der Gläser in großen Geschäften Einförmig weiß und oft auch bunt Mit Monogrammen, ob die Beschäftigung für Ginen unter den mehreren und bei regem Geschäftsverkehr schwerlich in der gewünschten Pferdeköpfen Mit Schwalben, Möpsen, Blumentöpfen- Bon Arbeitgebern wesentlich überwiegt. Wenn dies geschieht, so Weise wird bewerkstelligen lassen. Das Polizeipräsidium fordert starker und von zarter Hand- Schriftzüge manchmal elegant gilt er als deffen Lohnarbeiter, erfolgt die Beschäftigung eine baldmöglichste Einreichung des geforderten Gutachtens. Auch manchmal à la Hammerschaft"- Für Graphologen schleierdurch mehrere Arbeitgeber dagegen gleichmäßig, so fann er als Wie bekannt, hat schon in der vorigen Monatsversammlung des haft Verwendet werden alle Tinten Mancher schreibt Haus- Gewerbetreibender behandelt werden. 4. Dieselbe Unter- Vereins der Berliner Gastwirthe" der Schriftführer desselben, die Adresse hinten Mancher geht systematisch los ſcheidung ist zu machen, wenn der Betreffende zwar nur für Herr Preuß, die Mittheilung gemacht, daß ein medizinischer Fach- einen Bettel ziemlich groß- Und schreibt Adressen auf und Namen einen Arbeitgeber, daneben aber auch für eigene Rechnung mann dem Polizeipräsidium eine Denkschrift unterbreitet, in die längst aus dem Gedächtniß famen. Es wird gar mancher arbeitet. Geschieht dies nur im untergeordneten Maße, so bleibt welcher dieser Art der Gläserreinigung zur Verhütung einer Brief geschrieben- Der besser wäre unterblieben, So manche er trotzdem Lohnarbeiter, im anderen Falle scheidet er aus deren Infizirung ansteckender Krankheiten gefordert wird. Das Karte wird gesendet Die gar nicht werth, daß man sie wendet. Reihen aus und ist als selbständiger Betriebsunternehmer zu be- Bolizeipräsidium scheint somit den Vorschlägen des Arztes bei-- Indessen, es ist mal so Brauch Die thun es gut, wir handeln. 5. Es fönnen, je nachdem Veränderungen in den getreten zu sein. thun es auch! Krumm schleppt sich fast der Kastenleerer Arbeitsverhältnissen vorkommen, auch Veränderungen in der Ver Die Tasche wird allstündlich schwerer Bis endlich man sich ficherungspflichtigkeit eintreten und Jemand, auf den zeitweilig Ueber die Banthätigkeit in Berlin im verflossenen durchgerungen Wie stets, wird auch der Sturm bezwungen die Merkmale des Haus- Gewerbetreibenden zutrafen, muß, wenn Jahre spricht sich der Jahresbericht von Heinrich Fränkel über Briefträger laufen schwergeladen In Keller, Bel- Etagen, später diejenigen des Lohnarbeiters für sein Beschäftigungs- Grundbesitz und Hypotheken folgendermaßen aus: Die Bau- Laden- Und ist ein Name zweifelhaft-Wird polizeilich verhältniß vorliegen, auch als solcher behandelt werden, und um- thätigkeit an sich hat im abgelaufenen Jahre dank der erhöhten Rath geschafft Die Post schreckt nicht das Ungewisse Sie gekehrt. Im Zweifel empfiehlt es sich, die in obiger Weise be- Schwierigkeiten der Geldbeschaffung eine merkliche Einschränkung fennt ja teine Hindernisse!- Na, na, nur nicht so hizig! schäftigten Hausarbeiter als versicherungspflichtige Lohnarbeiter erfahren, indem vom 1. Oftober 1890 bis 30. September 1891 ca. 100 Häuser weniger fertig gestellt wurden, als in der gleichen Ueber die Neujahrsleistung eines Briefträgers find in Periode des Vorjahres. Rechnet man zu dieser Thatsache hinzu, Elbing interessante Feststellungen ermittelt worden, über welche Es war einmal ein Staatsanwalt, der ließ sich eine daß das Wachsthum der Berliner Bevölkerung im Jahre 1891 die Altpreuß. 3tg." Folgendes mittheilt: Herr Uhrmacher 3. neue Amtsrobe machen. Und da er seine alte Amtsrobe nicht gleicher Schritt mit dem der Vorjahre gehalten, so fann von in Glbing hatte dem Briefträger eines Reviers der inneren Stadt mehr brauchte, so schenkte er sie einem armen Verwandten als einer Ueberproduktion fertiger Bauten wohl nicht gesprochen der Wissenschaft wegen einen„ Schrittzähler" zur Benußung wäh Stoff zu einem Rocke. Dieser Rock konnte sich noch drei Jahre werden.- Sicherlich nicht!- Die Aussichten im Bau- rend der letzten Tage gegeben. Mit absoluter Sicherheit markirt fehen lassen. Dann kam er zu einem Trödler und von diesem gewerbe für das Jahr 1892 find nach Urtheil der Bau- so ein Ding jeden Schritt, welchen sein Träger macht. Danach auf den Leib eines Tagelöhners, wo er weitere vier Jahre ausgewerts- Beitung" nicht glänzend. Streits, meint diefelbe, sind hatte der betreffende Briefträger in seinem Hin und Her, hielt. Dann zerfiel er in Fetzen und wanderte auf den Kehricht. im vorigen Jahre natürlicher Weise" bei der nicht gesteigerten Trepp auf, Trepp ab, in der Zeit vom 31. Dezember früh bis Dort gabelte ihn mit dem Stöberhaken einer jener Leute auf, Bauthätigkeit so gut wie gar nicht vorgekommen und stehen zum 2. Januar, Vormittags 10 Uhr, genau 158 900 Schritte gewelche im Berliner Volksmund als„ Naturforscher" bezeichnet wohl auch nicht in Aussicht, da die Bauten trotz des guten macht, das sind, in Meilen umgerechnet, Meile 9500 Schritte, rund werden. Der brachte die Feßen zu einem Lumpen- Engrossisten, Herbstwetters früher als in günstigeren Baujahren eingestellt 17 deutsche Meilen. welcher sie wiederum in eine Papiermühle beförderte. Hier worden sind. Eine Erhöhung der Löhne ist nur in einzelnen wurden fie gewaltt, gewäffert, gebleicht und gepreßt, so daß sie Städten eingetreten, meistentheils ohne Zwang von Seiten der ihr schäbiges Ansehen verloren und als reinliches Papier hinaus Arbeitnehmer. Wie alles Andere liegt eben auch das Bauflattern fonnten. Wenige Tage darauf gerieth dieses Papier in gewerbe arg darnieder. eine Druckmaschine, und als es da hervorfam, war es eine au behandeln. stieß. Alle, am Nimmt Ein nuangenehmes Abenteuer hatte in der Nacht vom 5. zum 6. d. Mis. ein Mühlenbauer S. zu bestehen, der von außerhalb hier herkam, um Verwandte zu besuchen. S. war in der genannten Nacht auf dem Lehrter Bahnhof angekommen und wollte zu Fuß den Weg nach der Wohnung seiner Verwandten antreten. Vorher begab er sich jedoch noch in die Bedürfnißanstalt am südlichen Ende des Bahnhofes. Hier wurde er von Beitung geworden. Auf der ersten Seite befand sich ein Artikel, In dem hiesigen Verein ,, Frauenwohl", der aus Damen welcher gegen Paragraph so und so des Preßgesetzes ver- der Bourgeoisie besteht, hielt legten Dienstag Frau Da erhob der Staatsanwalt die Anklage gegen Dr. Gnaud Kühne einen Vortrag über das System der die bei der Entstehung der Zeitung mitgewirkt Ethit. Der Vortrag zerfiel in zwei Theile. In dem ersten Theile einem jungen Mann in grauem Jaquet angeredet. S. ging aber den Seger, den Druckereibesitzer, den Papierfabrikanten, den gestellt werden und daß sie das Wahlrecht bekommen müsse. und antwortete gar nicht. Als S. dann feinen Weg fortsetzte Lumpen- Engrossisten, den Feßensammler, den Tagelöhner, den Darauf bewies sie im zweiten Theile, daß das im ersten Theile und in der Nähe der Hohenzollern- Galerie gekommen war, Trödler und gegen den armen Verwandien. Und als gewissen Behauptete nicht gehe und nicht sein dürfe. Es müsse sein, weil trat derfelbe junge Mann an ihn heran, faßte an die hafter Jurist ging er noch einen Schritt weiter und er erhob auch es gerecht sei, und es dürfe nicht sein, da nur die Sozial- lederne Umhängetasche, die S. trug und äußerte: Na da die Anklage gegen sich selbst, denn der strafbare Artikel stand ja demokratie den Nugen davon hätte und die Frauen ist wohl recht viel Binte drin!" S. ärgerte sich über das auf seinem eigenen Amtskleide. In seinem Plaidoyer sagte der durch einen Umsturz nichts gewinnen, wohl aber alles verlieren freche Benehmen des Burschen und erwiderte, daß der Inhalt Staatsanwalt:„ Hoher Gerichtshof, ich will mich nicht aufs tönnten". Ist eine ärgere Verkehrung der Wirklichkeit möglich, der Tasche ihn gar nichts angehe. In diesem Augenblick tauchte Zeugnen verlegen, denn ich halte mich für überführt. Ich glaube als sie in dem letzten Sage enthalten ist? Und ist eine grau- jedoch noch ein zweiter junger Mann, auch mit grauem Jaquet mir nachgewiesen zu haben, daß ich persönlich zu diesem Preß- famere Illustration der konservativen Frau unserer Zeit denkbar, angethan, auf und faßte mit den Worten:„ Was sollen wir erst delikte Beihilfe geleistet habe, und beantrage deshalb gegen mich als die, welche diese Frau Doktor darbietet? noch lange Umstände machen" den S. um den Leib, während In Sachen Mehring gegen Richter. Daraus, daß ich als Mitarbeiter demokratischer Blätter leumbung büßen ließ und daß er jetzt, wo dieſes ſein heldendie Volks Zeitung" und die Neue Zeit". wollte, feige drückte und einen Dritten für seine VerWir erhalten folgendes Schreiben: für das wissenschaftliche Organ der Sozialdemokratie haftes Verhalten an den Tag kommt, wiederum unter dem Berehrliche Redaktion! Gestatten Sie mir zum letzten geschrieben habe, habe ich nie das geringste Hehl gemacht. Schuhe eines Dritten sich hinter meine nationalliberale Male auf einen neuesten Erguß des Herrn Richter folgende Es arbeitet noch mancher demokratische Schriftsteller öffentlich Aera" rettet. Gegen solche Leistungen war Gehlsen wirklich Erwiderung: daran mit, wie denn auch Vertreter des wissenschaftlichen ein harmloser Stümper. Erstens muß Herr Richter nunmehr anerkennen, daß Sozialismus an unabhängigen Organen der bürgerlichen Dies ist nun aber mein letztes Wort in der Sache. er sich in dem ABC- Buche von 1890 über den gesetz- Wissenschaft mitarbeiten. Berbohrten Fraktionspäpstlein Ich weiß wohl, daß Herr Richter, wenn die Furcht vor lichen Arbeiterschutz ebenso wohlwollend ausgedrückt hat, mag das unbegreiflich sein, aber dergleichen Leute haben in meiner Peitsche nicht mehr auf ihn wirkt, wirkt, erst wie vor und nachher mißgünstig. Daß er dies Zu Fragen der wissenschaftlichen Arbeit überhaupt nicht mitzu- recht mit einem Schwalle von Schimpfereien vorbrechen wird, geständniß in einige Schimpfereien hüllt, thut nichts zur reden, am wenigsten, wenn sie literarisch nichts als Sold- aber daran kann und will ich ihn nicht hindern. In meinen Sache. schreiber des Kapitalismus sind, die, wie Herr Richter es" Bildern" habe ich ihm nachgewiesen, daß er eine arbeiterfeind3 weiten 3 weiß er sich betreffs des Stülpnagel'schen gethan hat, ihre Waschzettel gleichzeitig an nationalliberale, liche Demagogie im Dienste des Kapitalismus treibt, und von Bitats nicht anders zu helfen, als daß er den Lesern der fortschrittliche, volksparteiliche und welfisch- partikularistische meinen hundert Beweisen dafür hat er auch noch nicht den Freifinnigen Zeitung" vorgaukelt, der Verfasser des Auf- Blätter aus schmutziger Profitwuth vertreiben. kleinsten widerlegt. Auf seine persönlichen Anzapfungen jazes in den Schriften des Vereins für Sozialpolitik sei mit Viertens fucht Herr Richter betreffs des ihm von habe ich dreimal geantwortet und dieselben Punkt für Punkt dem Verfasser der amtlichen Denkschrift übel um- mir urkundlich geführten Nachweiſes, daß er ein feiger, als die Erfindungen eines feigen Ehrabschneiders gesprungen". Da nun beide Verfasser, was Herr Richter, immer nur aus sicherem Hinterhalte verleumdender Ehr nachgewiesen. Damit habe ich aber auch alles gethan, was die Leser des„ Borwärts" und ich wissen, die Leser der abschneider sei, fich damit herauszureden, ich sei zu der be- ich der von mir vertretenen Sache und meiner Person " Freifinnigen Zeitung" aber beileibe nicht wissen dürfen, treffenden Zeit in meiner nationalliberalen Aera" gewesen. schuldete. Im Uebrigen lasse ich mir gern an den Beeine und dieselbe Person sind, so muß diese Person, eben Nationalliberale scheinen also nach Ansicht des Herrn Richter weisen genügen, die ich heute schon in Hülle und Fülle be Herr v. Stülpragel, der den Aufsatz wie die Denkschrift unter für alle Niederträchtigkeiten vogelfrei zu sein. Allein Herr size, daß meine Bilder" gerade in der freisinnigen Partei vollem Namen veröffentlicht hat, mit sich selbst übel um- Richter lügt auch hier wieder wissentlich. Die Sache ist die, gewirkt haben und noch immer tüchtig wirken. gesprungen" sein, nur damit Herr Richter sich den Lesern daß ich) 1877 in einem demokratischen Blatte den Berlin, den 9. Januar 1892. der Freifinnigen Zeitung" nicht als Fälscher und Lügner Herrn Richter wegen der schofeln Art, in welcher er zu entlarven braucht. Nächstens wird die" Freifinnige schwindelhafte Gründungen vertheidigte, angegriffen hatte. Zeitung" wohl den Selbstmord des Herrn v." Stülpnagel Darauf log Herr Richter in einem anonymen Flugblatte, *) Beim Korrekturlesen wird mir die neueste Nummer der als eine Suldigung an ben überwältigenden Genius des daß ich öffentlich zwar als Demokrat aufträte, Freisinuigen Zeitung" vorgelegt, in welcher Herr Richter einige Herrn Richter melden. heimlich aber politische Artikel in die nationalliberale thörichte Aeußerungen, die ich 1877 über den sozialdemokratischen Drittens behauptet Herr Richter, ich müsse zugeben, Bresse, insbesondere die Magdeb. 8tg." schriebe. Nunmehr Bukunftsstaat gethan habe, zustimmend abdruckt. Ich ersehe daß ich gleichzeitig für bie„ Neue Zeit“ und die„ Breslauer wurde ich flagbar, und Herr Richter vertroch sich in der daraus mit lebhaftem Vergnügen, wie fleißig ich seitdem gewesen Morgenzeitung", dort im" arbeiterfreundlichen", hier im neulich von mir urkundlich dargestellten Weise hinter den bin und wieviel ich in fünfzehn Jahren gelernt habe. Wenn drei dicke Lügen auf einmal. tapitaliſtiſchen" Ginne geschrieben hätte. Das sind gleich Drucker. In dem Prozesse wurde von mir der Beweis ge- Herr Richter in meinem, seit mehr als einem Jahrzehnt abgelegten Erstens habe ich nicht zu führt, daß ich nie in ein nationalliberales Blatt, ins- nur, daß dies zerschliffene Kleid feine Blöße als eines nichts gegeben, was er behauptet. Zweitens habe ich zufällig besondere nicht in die" Magdeb. 3tg." auch nur eine politische würdigen Berleumders nicht decken wird. Daß er als solcher so lange ich für die„ Breslauer Morgenzeitung" schrieb, Beile geschrieben hätte und der Angeklagte wurde zu einer feit fünfzehn Jahren der Gleiche geblieben ist, habe ich ihm oben auch nicht eine Beile für die„ Neue Zeit" geschrieben. hohen Geldstrafe verurtheilt. Die Sache liegt nun so, daß schon nachgewiesen, will es ihm auf Wunsch aber gern noch einmal Drittens habe ich für die„ Breslauer Morgenzeitung" in Herr Richter mir 1877 eine nationalliberale Mera" nach bestätigen. bemfelben arbeiterfreundlichen" Ginne geschrieben, wie log, daß er sich, als ich mich mit ihm darüber auseinanderF. Mehring.*) Rocke als in seinem Paradekleide stolziren will, so fürchte ich binden. sein Genosse die Ledertasche ergriff und den Riemen durchriß. Drei Koryphäen der Berliner Einbrecherzuuft sind im noch in die Höhe. Beide Räuber entflohen mit der Tasche nach dem Thiergarten. Laufe dieser Woche von der Kriminalpolizei gefaßt und in das Decke infolge Ausströmens aus einer undichten Stelle eine größere Nun hatte sich zweifellos an der Der Jubalt der vermeintlichen Geldtasche wird ihnen aber einige Moabiter Untersuchungsgefängniß eingeliefert worden. Der erste Menge von Gas angesammelt, denn plöglich erfolgte eine heftige Enttäuschung bereitet haben. Es war nämlich gar keine„ Pinke" ist der Arbeiter" Ringel, der bereits 33 Jahre Zuchthaus und Explosion, die viel Unheil anrichtete. Die Schaufenster. und die darin, sondern nur eine Flasche mit Koguat und einige Papiere, 3/2 Jahre Gefängniß verbüßt hat. Der zweite, Zigarrenarbeiter Thür wurden zur Straße hinausgedrückt, Glasscherben flogen auf welche für die Strolche ganz werthlos find. Der Kriminalpolizei Arlt, hat bereits 20 Jahre Zuchthaus, davon die legten 10 Jahre die andere Seite der Straße hinüber und verlegten dort mehrere ist es bisher nur gelungen, einen der Thäter, den vielfach vor- hintereinander verbüßt. Der dritte, Rellner Paul Scholz, hat zu- Personen, Herr Pflanz selbst wurde durch die Gewalt des Druckes bestraften ,, Arbeiter" Kanich zu ermitteln. Kanich hat auch letzt 8 Jahre Zuchthaus verbüßt und ließ sich als zuhälter er auf die Straße hinausgeschleudert und erlitt eine Kopfverlegung, bereits ein Geständniß abgelegt, seinen Komplizen aber will ernähren, da er aber seinen Schüßling mißhandelte, zeigte ihn diefer ganz erheblich aber wurde der Angeklagte selbst verwundet, der nicht fennen. an, daß er einen großen Einbruch verübt habe. Nunmehr möchte mittelst Droschke nach einem Krankenhause befördert werden Zwei Opfer des Sturmwindes. In der Nacht vom einen Antrag stellen, den„ Bräutigam" während der Unter- lässigkeit für vorliegend und beantragte 100 M. Geldbuße. Der die" Braut" die Anzeige gern ungeschehen machen, sie will auch mußte. Der Staatsanwalt hielt hier eine strafbare Fahr Dienstag zum Mittwoch fuhr der 25 jährige Sohn des mit seinem Fahrzeug im langen See liegenden Leichterschiffers Miglaff in fuchungshaft heirathen zu dürfen. Dieser Antrag wird jeden Gerichtshof berücksichtigte aber, daß es dem Angeklagten bei dem einem kleinen Handfahn über den See, um von der Werftstation falls abgelehnt werden, da er nur den Zweck zu haben scheint, Unglück selbst am schlechtesten ergangen ist und verurtheilte denam anderen Ufer eine kleine Ladung Sohlsteine zu holen. An- Die Denunziantin als Ehefrau von der Zeugenpflicht zu ent- felben daher nur zu 30 M. Geldbuße. statt nun, wie die Vorschrift lautet, feitwärts zu fahren, freuzte er direkt mitten durch den See, um dadurch schneller ans Biel Unliebsame Gefchichten aus der königl. Charitee Selbstmord einer Ruffin. In einem Hause der Köthener wurden in einer gestern vor der VI. Straftammer des Land zu kommen. Diese Ungehörigkeit sollte dem jungen Mann leider straße hat sich am Mittwoch eine junge Nuffin adeligen Namens gerichts 1 stattgehabten Verhandlung zur Sprache gebracht und das Leben kosten, denn kaum hatte er das kleine Brahmsegel erschossen. Die junge Dame, welche hier in einem Pensionat in legen den Wunsch nahe, daß den in der Charitee beschäftigten eingesetzt, da stieß der Sturm von der anderen Seite in das der Zimmerstraße wohnte, hatte vor Kurzem einen jungen Ge- Wärterinnen scharf auf die Finger gesehen werden möge. Segel hinein. Das schwanke Fahrzeug wurde gegen einen Prell- lehrten, Doktor der Philosophie, kennen gelernt; sie hatte für Frau des Komiters Frebse wurde in der Entbindungsstation pfahl geschleudert und umgeworfen und der junge M. fiel ins den Gelehrten eine tiefe Neigung gefaßt, die aber von diesem des Krankenhauses aufgenommen und genas dafelbst eines Knäb Waffer. Leider war hierbei jede Rettung ausgeschlossen, da durch nicht erwidert wurde. Um einer weiteren Annäherung der jungen leins. Schon nach 9 Tagen kehrte sie in ihre Wohnung zurück die hochtreibenden Wellen ein Schwimmen unmöglich war, fand Russin vorzubeugen, ließ sie der junge Mann nicht mehr bei sich und als sie von ihrem Manne Borhaltungen darüber erhielt, er= M. seinen Tod in den Wellen. vor. Mittwoch Nachmittag ließ sich die Dame wieder bei dem zählte sie demselben eine tieftraurige Geschichte, welche sie unter Der zweite Fall trug sich am Dienstag Abend in der elften Doktor melden. Als sie abschläglich beschieden wurde, erklärte heftigen Thränenströmen gestern wiederholte. Danach habe sie Stunde auf der Oberspree in der Nähe der Warschauer Brücke fie:" Gut, dann werde ich vor der Thür so lange warten, bis es in der Charitee wegen der schlechten Behandlung, die ihr da zu. Als nämlich zwei Herren den Oberbaum pafsirten, bemerkten fie ich vorgelassen werde." Eine Viertelstunde später frachten zwei felbst zu Theil geworden, absolut nicht aushalten können, von der Brücke aus einen ältlichen Mann, der mit einem abgelösten Schüsse: die junge Russin hatte sich durch die Brust geschossen namentlich habe sie die Oberwärterin ihrer Station, Namens Floß auf dem Waffer planlos herumfuhr und sich alle Mühe und starb nach wenigen Minuten. Die in Petersburg lebenden Lemke, welche sich inzwischen verheirathet hat und aus den gab, das Ufer zu erreichen. Bei dem herrschenden Sturm war Verwandten der Selbsimörderin wurden telegraphisch von dem Diensten der Charitee geschieden ist, unfagbar schlecht behandelt. dies jedoch unmöglich, vielmehr wurde das Floß immer weiter betrübenden Vorkommnisse benachrichtigt. Abgesehen von Schimpfworten wie alte Sau" und dergl., mit getrieben. Einer der Herren band nun den Rettungskahn los, um auf den Mann zuzusteuern und ihn in Sicherheit zu bringen, er kam aber leider zu spät. Im nächsten Augenblick war der bereits Entfräftete durch einen Windstoß von dem unsicheren Floß heruntergeschleudert und ins Wasser geworfen worden, so Daß er seinen Tod in den Wellen fand. Der Militärposten in der Oranienstraße schoß bekannt lich vor Kurzem aus geringfügigem Anlaß auf einen Biviliften, der dabei beinahe sein Leben eingebüßt hätte. Jetzt ist nun, wie uns ein Berichterstatter mittheilt, der Militärposten dort entfernt und durch einen Schuhmann ersetzt worden. Mit Hilfe des Rettungsballes wurde gestern Abend gegen 8 Uhr aus dem Landwehrkanal in der Nähe der Admiralsbrücke ein etwa 35 Jahre alter Arbeiter, Namens Mar Schäfer, aus dem Wasser gezogen. Derselbe wurde nach dem Krankenhause Am Urban geschafft, wo er sich nach einer Viertelstunde wieder erholte. Da in Berlin fein Nothstand existirt, hatte sich der Mann, obgleich er arbeits- und obdachlos ist, nur zu seinem geftitrat. " Sammeliften für die streikenden Buchdrucker, Hilfsarbeiter und Hilfsarbeiterinnen sind für Mo a bit zu haben bei H. Rieb, Beuffelstr. 17, Quergb. 8 Tr. " Die Privatvergnügen in der jetzigen Jahreszeit in das eiskalte Waller schäftsmann im Nordwesten, wird uns mitgetheilt, daß feit aubleiben. Diese Geschichte, bei welcher der Frau übri Kein Nothstand! Bon befreundeter Seite, von einem Gelängerer Zeit allabendlich mindestens 5-10 Kinder im zartesten Alter, das Abendbrot und den Unterhalt für den nächsten Tag für ihre Angehörigen zusammenbetteln. Am Lage ist die Gefahr vorhanden, für das Betteln eingesteckt zu werden, so müssen denn diese Kleinen Abends bei dieser rauhen Witterung von Geschäft wahr schon in den Kinderschuhen lernen die Kinder den Kampf zu Geschäft schleichen und den Lebensunterhaft erbitten. Für um's Dasein kennen. " er Ueber einen Dampfernufall wird aus Spandau gemeldet: welchen dieselbe um sich warf, sei sie bei der schweren EntGestern Abend um 6 Uhr stieß der Hamburger Güterdampfer bindung, die sie durchzumachen gehabt, ganz lieblos hin und her gestoßen worden. Die Hebeammen hätten sie geradezu aufs Bett Ludwig", als er die Havel stromabwärts fuhr, mit voller Kraft geworfen und hätten sie dann, nur mit einer Decke bedeckt, gegen einen Pfeiler der Charlottenbrücke. Menschenleben sind zum längere Zeit liegen lassen, sodaß sie gefroren und das Reißen Glück nicht zu beklagen, dagegen ist das Deck des Schiffes glatt Als die Hebeammen beschädigt, daß sie für die Benutzung durch Fuhrwerke und Reiter nach der Entbindung die rafirt worden. Die Brücke ist in ihrer Gisenkonstruktion derart in den Füßen davongetragen habe. der Entbindung die Oberwärterin Lemte gefragt, gesperrt werden mußte. Den Kapitän des Fahrzeugs, welcher in grobem Tone geantwortet: Schmeißen Sie das Frauen wohin die Patientin gebracht werden folle, habe diese an der Brücke anlegen wollte, trifft feine Schuld an dem Vor fommniß; denn er gab, als er die Gefahr bemerkte, sofort das zimmer wohin Sie wollen!" Die Lemke habe ihr auf jede Art Kommando„ rückwärts". Doch wurde dies seitens des Maschinisten gezeigt, daß sie sie wegen des vorhandenen Plazmangels gern nicht verstanden, nnd der Zusammenstoß war unvermeidlich. Der Stationskranken verordnete, so habe die Wärterin dies nachher sein wollte und wenn der Arzt etwas für die Kinder der Dampfer gehört zu den größten von denjenigen Schiffen, welche häufig genug abgestritten. Ihre Leidensgenossinnen hätten thr zwischen Hamburg und Spandau fahren. aber doch von Beschwerden abgerathen, da sie dann nur noch schlechter behandelt werden würde. So habe sie sich dann banach gesehnt, lieber heute als morgen" aus diesem Hause berauszukommen und habe die Charitee so bald verlassen, doch lieber noch da trotzdem der Oberarzt ihr anrieth, der Straffammer vollkommen Glauben geschenkt wurde, empörte Durch das thatkräftige Eingreifen eines auf feinem ihren Ehemann derartig, daß er sich im ersten Born hinfeßte und gens sowohl vom Schöffengerichte, als auch gestern von Bestellgauge befindlichen Postboten wurde gestern Abend die einen Brief an den Geh. Nath Spinola losließ. Er beschwerte Festnahme eines Ladendiebes ermöglicht. Der Briefträger M. sich darüber, daß man seine Frau vorzeitig entlassen habe und vom Postamt 27( Wallner- Theaterstraße) betrat Abends 7 Uhr fragte an, ob die Charitee sich unbequemer Gäste immer so schnell den Laden des Droguenhändlers Hannemann, Blumenstraße 25. Schon beim Deffnen der Ladenthür war ihm auf handelt, es scheine, als ob sich die Verwaltung von ihren Unterentledige. Man habe seine Frau vernachlässigt und malitiös be gefallen, daß ein junger Mann, der vor dem Schaufenster stand, plöglich Neißaus nahm. Als der Briefträger beamten dupiren" laffe, es sei dringend zu wünschen, im Laden sich befand, bemerkte er, daß sich ein anderer junger Polizeibericht. Am 8. d. Mis. Mittags wurde vor dem daß die Kontrolle der Unterbeamten schärfer werde, Mann hinter dem Ladentische aufrichtete, der mit der Ladenkasse Hause Karlstr. 48 ein vierjähriges Mädchen durch den Hufschlag werde sich Schritte gegen die Oberleitung vorbehalten unter dem Arm blitzschnell an ihm vorbeistürmte und die Straße eines Pferdes am Kopfe verlegt und von den Eltern nach der u. f. w. u. f. w. Auf Grund dieses Schreibens stellte die gewann. Schnell entfchloffen lief ihm der Briefträger nach, und Universitäts- Klinit gebracht. Vor einem Hause der Göben- Verwaltung der Charitee den Strafantrag wegen Beleidigung auf sein lautes Galtet den Dieb!" begann eine allgemeine Jagd ftraße fiel Abends ein Kutscher von dem ron ihm geführten und das Schöffengericht verurtheilte den Angeklagten zu 75. auf den Spitzbuben. Der Dieb gebrauchte den alten Kniff, feinen Mörtelwagen und brach ein Bein, so daß seine Ueberführung Geldbuße, wobei es als thatsächlich richtig annahm, daß die Verfolgern eine Hand voll Geld nach der andern entgegen zu nach der Charitee erforderlich wurde. Bu derfelben Beit Frau des Angeklagten herzlich schlecht behandelt worden sei. Die werfen, das half ihm aber wenig, an der Ecke der Krautstraße wurde ein Schornsteinfeger vor dem Hause Grenadierstr. 35 von Möglichkeit dieser Thatsache gab übrigens auch der Oberarzt wurde er gestellt. Bwar stach er wüthend mit einem Meffer uin einem Wagen überfahren und an beiden Beinen bedeutend ver- Dr. Schwarze gestern zu, welcher bekundete, daß er selbst häufig sich, dieses wurde ihm aber aus der Hand geschlagen, worauf er legt. Er wurde nach dem Krankenhause am Friedrichshain ge- mit der Oberwärterin Lemke nicht zufrieden gewesen sei. Dr. von zahlreichen Arbeiterfäuften festgenommen und nach dem Laden bracht. Im Laufe des Tages fanden sechs kleine Brände statt. S. betonte aber, daß die Frau des Angeklagten sich ihm mit des H. zurückgebracht wurde. Als endlich ein Schuhmann erschien, irgend einer Beschwerde niemals genaht und bei ihrer Guts erkannte dieser in dem Dieb einen Zuhälter. In der Ladenkasse laffung sich sogar noch für ihre Verpflegung bedankt habe. haben sich etwa 40-50 m. befunden, wovon der Bestohlene nür Der Vertheidiger Rechtsanwalt Dr. Haase war der Meis etwa 3 M. wieder erhalten hat. nung, daß die Verhandlung doch erschreckende Bilder von der Behandlung einer Kranken in der Charitee entrollt habe. Wenn Zwei Berliner Baukdiebe wurden, wie aus Leipzig geman bedenke, daß es sich hier um eine schwere Entbindung han meldet wird, Freitag dort verhaftet. Dieselben hatten der Deutschen Bank in Berlin ein Checkbuch der Gothaer Privatbank holung des Schönthan'schen Schwankes: Thomastheater. Freitag, den 8. Januar, fand eine Wieder- delte, so werde man dem in seinen heiligsten Gefühlen getränkten Schönthan'schen Schwantes:" Der Raub der Angeklagten nachfühlen können, daß derselbe aufs Höchfte empört gestohlen und waren schleunigst nach Leipzig gereift, wo sie einen Sabinerinnen" bei mäßig besetztem Hause, aber großem Beifalle fein mußte. Wenn er in dieser Aufregung das Schreiben ver Check in Söhe von 36 375 M. bei der dortigen Filiale der des Publikums statt. In dieser Vorstellung trat ein fremder faßt, so werde man es einem Mann nicht schwer anrechnen Gothaer Privatbank" zur Zahlung präsentirten. Da die Leip- Künstler aus Brünn auf, ob vom dortigen Stadttheater oder ob fönnen, daß er nicht jedes Wort auf die Goldwaage gelegt habe. ziger Bank bereits von Berlin aus telegraphisch über das Ab- er ein geborener Brünner ist, fonnten wir nicht erforschen; er Abgesehen davon, daß das Vorhandensein einer direkten Behandenkommen des Checkbuches verständigt war, so ließ der spielte den„ Dr. Neumeister" und wir wollen der Wahrheit gemäß leidigung überhaupt beftritten werde, müsse dem Angeklagten Kaffenbeamte die beiden Präsentanten durch einen schleunigst fonstatiren:" nicht ohne Geschick". Er wurde auch bei einem auch der Schutz des§ 193 des Straf- Gesetzbuchs im vollsten Maße herteigerufenen Polizisten verhaften. Der eine von ihnen ist der feiner Abgänge applaudirt und gerufen. zugebilligt und derselbe freigesprochen werden. Der Gerichtshof Laufbursche der Deutschen Bank in Berlin, Namens Ostar erachtete zwar Beleidigungen für vorliegend, erkannte aber aus Leonhardt, der andere sein Bruder, welche auf diese Weise schnell den vom Vertheidiger entwickelten Gründen auf Grund des§ 193 zu einem Vermögen hatten kommen wollen. Hierorts angestellte auf Freisprechung, wobei er auch von der Erwägung auss Erkundigungen haben noch Folgendes ergeben: ging, daß die Frau des Angeklagten thatsächlich schlimm behandelt Seit Freitag wurde in dem Bureau der Deutschen Bank ein worden und der Zweck des Briefes in erster Reihe wohl dahin Checkbuch vermißt; alles Suchen nach demselben blieb vergeblich, gegangen sei, Beschwerde über das Unterpersonal zu erheben. ohne daß sich zunächst die Vermuthung geltend machte, daß das Nun wird Herr Spinola es doch endlich einmal satt kriegen, felbe entwendet fei. Man glaubte, es jei verlegt worden. Erst Es gelingt nichts mehr! Eine etwas ungewöhnliche die Zeitungen, welche sich der in der Charitee Gemarterten ans durch die aus Leipzig seitens der Gothaischen Bank erstattete polizeiliche Auslegung des Vereinsgefeßes tam gestern vor nehmen, mit seinen geheimräthlichen Berichtigungen zu behelligen. telegraphische Meldung, es sei ein Check über 30 000 m. vor dem Schöffengericht zur Sprache. Am 28. September fand in der Außerdem wäre es interessant zu erfahren, ob die Direktion der gekommen, welcher seitens der Deutschen Bank nicht avifirt fei, Röslinerstraße eine Versammlung des Vereins der Arbeiterinnen Charitee fich nunmehr endlich entschlossen hat, die sogenannte wurde letztere über den Eachverhalt aufgeklärt. Natürlich folgte von Berlin und Umgegend statt, welche die Unternehmerin Oberwärterin Lemte zum Teufel zu jagen. Oder duldet man es die dringliche Trahtantwort: Keinesfalls zahlen!", und eine Frau Gaede polizeilich angemeldet hatte. Die Polizei noch länger, daß solche Personen sich an armen Proletarierinnen Stumde später faßen die Urheber des plump angelegten Schwindels stellte sich nun auf den Standpunkt, daß Frau Gaede in ihrer schwersten Stunde versündigen? Theater. Gerichts- Beitung. in Leipzig hinter Schloß und Riegel. Der Laufbursche der gar nicht die angemeldete Vereins- Versammlung, sondern Versammlungen. Deutschen Bank hatte sicherlich geglaubt, einen großartigen Roup eine nicht polizeilich angemeldete öffentliche Versammlung Der Mechaniker Baudermann, dessen Verurtheilung zu mit der Entwendung des Checkbuches auszuführen, er hatte nur abgehalten habe, da ausdrücklich Gästen der Zutritt allgemein sechs Wochen Haft am 20. Dezember v. J. gemeldet worden ist, übersehen, daß nach dem bei diesem Bankinstitut geltenden ge- gestattet war und in dieser Beziehung gar feine Kontrolle ersucht uns, mitzutheilen, daß er keinen Stempel der Steuerkaffe schäftlichen Modus jeder Check dem Bezogenen brieflich avifirt stattfand. Fr. Gaede wurde deshalb mit einem Strafmandat be- des Magistrats zu Berlin bestellt und erhalten hat, sondern einen wird, so daß daffelbe Raffirungen ohne Avis beanstanden muß. dacht, trug aber dagegen auf richterliche Entscheidung solchen der Steuerkaffe des Magiftrats zu Ulfen; ferner daß er Tor Bursche hat sich übrigens, abgesehen von dein versuchten an. Ihr Vertreter Rechtsanwalt Freudenthal erachtete die bei Bestellung des Stempels feinen falschen Namen geführt hat. Betruge, auch einer schweren Urkundenfälschung schuldig gemacht, polizeiliche Auslegung für völlig unzutreffend und unhaltbar. Ferner benachrichtigt uns Herr Bandermann, daß er gegen das da er die Unterschriften der Bevollmächtigten der Bank auf dem Er führte aus, daß es doch auf alle Fälle immer eine von dem schöffengerichtliche Urtheil Berufung eingelegt hat. Bei Ent Check gefälscht hat. Um seine Reise nach Leipzig zu ermöglichen, btr. Berein einberufene und als solche polizeilich angemeldete scheidung in der Berufungs- Instanz werden wir eingehend über hatte der jugendliche Verbrecher sich mittelst eines Schreibens bei Versammlung bleibe, wenn auch die Zahl der Gäste mehr oder die Sache berichten. dem Botenmeister der Bant, welchem die Laufburschen unterstellt minder groß bleibe. Dazu komme aber noch, daß in diesem find, frant gemeldet und seine Wirthin, bei der er in Schlafstelle Spezialfalle eine polizeiliche Anmeldung überhaupt nicht nöthig wohnt, dahin instruirt, daß sie im Falle einer Nachfrage fagen gewesen sei, da nach§ 1 des Vereinsgesetzes die Anzeigepflicht möge, er sei soeben zum Arzt gegangen. nur bei solchen Versammlungen besteht, in denen öffentliche AnDie Trauung eines Gefangenen fand vorgestern in gelegenheiten erörtert werden" und es sich bei der qu. Versammlung nur um einen ganz akademischen Vortrag über antife Moabit statt. Der zur Beit wegen Diebstahls inhaftirte Schloffer Frauenrechte handelte. Der Vertheidiger beantragte daher, nicht Wilhelm Johann Rautz erschien mit feiner Braut, der Nähterin nur die Angeflagte freizusprechen, sondern auch die Kosten der Friseure und Berrückenmacher Berlins und Die Freie Vereinigung selbständiger Barbiere, Martha Lettig, auf dem Standesamt Nr. 9 in der Straße Alt- Bertheidigung der Staatstaffe zur Laft zu legen. Der Gerichts- umgegend hielt am 3. Januar ihre ordentliche General Moabit, um dort sich trauen zu lassen. Das standesamtliche hof entsprach diesem Antrage in seinem ganzen Umfange. versammlung ab. Im Verlauf derselben konstatirte der Vors Aufgebot an dem bisherigen Wohnorte des Brautpaares war bereits bestellt gewesen, als die Verhaftung des Bräutigams er- Wegen fahrläffiger Verurfachung einer Gasexplosion, fizende, daß die Vereinigung gegenwärtig so weit gebiehen fei, folgte, der nun auch im Gefängniß sich dem Willen seiner Braut durch welche mehrere Bersonen verletzt wurden, wurde geſtern folgen könne, wodurch auch die Agitation für die Organisation daß nunmehr der definitive Beitritt derselben zum Verband er fügte und dieselbe zu heirathen wünschte. Nach eingeholter Er der Gasarbeiter Fritz Bischof vor der II. Strafkammer zur bedeutend gewinnen werde. Die Versammlung änderte dann den mächtigung des Standesamts Reinickendorf und mit Genehmigung Rechenschaft gezogen. Der im Hause Markgrafenstraße 2 wohn- 89 des Statuts dahin ab, daß von nun an die Versammlungen des Vorsitzenden der zuständigen Straffammer des Landgerichts II. hafte Friseur Pflanz bewerkstelligte am 3. Oktober feinen in Begleitung zweier Gerichtsbeamten vom Kriminalgerichts bei der Einrichtung des letzteren beschäftigten Handwerker nahmen bruder aufgelegt, in welche jeder nach Kräften Beiträge zeichnete; erfolgte gestern früh um 10 Uhr der Trauungsaft. Kaut wurde Umzug aus seinem bisherigen Laden in einen Nebenladen. Die jeden Montag nach dem 15. im Monat stattfinden sollen. Unter Verschiedenem wurde eine Sammelliste für die streifenden Buch gebäude zu dem gegenüber dem letzteren belegenen Standesamt gegen 4 Uhr Nachmittags einen Gasgeruch wahr, dessen Ursachen auch wurde empfohlen, die Liste unter den in der Versammlung transportirt. Bor Beginn des Trauungsaktes stellte sich heraus, man nicht ergründen fonnte, so daß man nach der Fabrik schickte, nicht erschienenen Kollegen zirkuliren zu lassen, damit der Verein daß ein Trauzeuge fehlte. Giner der Gerichtsbeamten mußte welche die neue Gasleitung im Laden gelegt hatte. Der Andeshalb in die Lücke einspringen und nebenbei als Trauzeuge geflagte, welcher mit einem Schlossergesellen an Ort und Stelle ebenfalls so viel wie möglich dazu beitrage, die Buchdrucker in ihrem gerechten Kampfe zu unterstützen. fungiren. Nach Vollziehung des Trauungsattes mußte sich das erschien, leuchtete uun, ohne genügende Vorsichtsmaßregeln zu neuvermählte Ehepaar trennen. Die Frau fuhr in Begleitung treffen, mit einem brennenden Streichholz die Gastrone ab, ohne In der Mitgliederversammlung des Fachvereins ihres Schwiegervaters nach Reinickendorf, der neugebackene Ehe- etwas zu finden, schließlich, als er nicht hoch genug mehr der Zapezirer bielt am 4. Januar Herr Türk einen mann wurde zum Gefängniß zurückgeführt. reichen konnte, warf er das brennende Streichhols auch Vortrag über die sozialistische Gesellschaft", in welchem or die Wegen der außergewöhnlichen Berliner Hausdiener. Außerordentliche Kollegenschaft Gemüthlichkeit der Berliner Barbier- und FriseurSozialdem. Lese- und Diskutirklub MitGäfte, Damen und Vermischtes. der Hund beißt!" weit höhere Produktivität der Arbeit beim heutigen Großbetrieb| 11. Januar, Abends 8½ Uhr, Versammlung bei Gründel, Dresdenerstr. 110. gegenüber der früheren Produktionsmethode an den Gewerben Tagesordnung: Vortrag. Näheres Inseratentheil. Der Bierbrauerei, der Schlächterei, Schuhmacherei, Schneiderei, 12. Januar, bet Nebelin, Sangestr. 108. Verein der Ok- und Westpreußen. Bereinssizung am Dienstag, ben des Kohlenbergbaues, sowie der Landwirthschaft auf Grund von Tagesordnung werden alle hier lebenden Ost- und Westpreußen ersucht, der Die Schuldenlaft der Stadt Leipzig beziffert sich nach Ziffernmaterial nachwies und daraus den Schluß zog, daß die Bersammlung beizuwohnen, und dem Berein beizutreten. Näheres Annonce. dem Haushaltplan von 1892 auf 59 Millionen Mark; Fünftige sozialistische Gesellschaft, welcher gegenüber die heutigen am Dienstag, bell 12. Januar, abends bentliche Generalversammlung davon entfallen über 6 Millionen auf die einverleibten Vororte. Großbetriebe dieselbe rückständige Rolle spielen werden, wie heute Kommandantenstr. 20. Dresden.( Prattisches Christenthum.) Die ,, Dorfs die mittleren und kleineren Betriebe gegenüber den Groß- gehilfen. Versammlung am Montag, den 11. Januar, im Restaurant zeitung schreibt: Nicht weit von dem reizend gelegenen Loschwig, betrieben, naturgemäß die Produktivität der Arbeitsleistung Hohenzollern, Seydelstr. 30 part. Gäste herzlich willkommen. noch in weit höherem Maße unter Fortfall der heutigen das mit Blasewih jezt durch eine im Bau begriffene Brücke verPorzellan- und verwandten Arbeiter, Ortsverein Berlin II. Arbeitsüberbürdung für Berbunden wird, steht eine stattliche Villa, die einem in Dresden sehr den Einzelnen steigern werde. fammlung am Montag, den 11. Januar, Abends% 9 Uhr, in Schultheiß bekannten Pietisten gehört. Auf der Borderfront über dem HauptDer Redner wies dann nach, wie hoch die Brauerei, Neue Jakobftr. 24-25. Tagesordnung: 1. Vortrag: Erlebnisse des Privatrate Herrn Friedrich Ost im Staate Bellamy's im Jahre 2001. der Grundstückseigenthümer und damit die Rate der Ausbeutung portal befindet sich die einladende Inschrift:„ Kommet her zu mir Verband der in Holzbearbeitungsfabriken und auf Holzplähen alle, die ihr mühselig unb beladen seid" während an dem des Bolkes sich im Laufe der Zeit stellen kann und hob dem- fiederversammlung ein Diena lang( Ortsverwaltung Berlin 1). Wit Außengitter zu lesen it:" Der Eingang ist verboten, beschäftigten Deutschlands gegenüber die Vortheile des Kommunismus bez. der sozialistisch- Weg 29. Tagesordnung: Kaffenbericht und Verbands- Angelegenheiten. genoffenschaftlichen Wirthschaft gebührend hervor. Ferner wider- Lehrkursus der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen zur erften legte er die Meinung, daß in der sozialistischen Gesellschaft ein Montag, Den 11. januar, Abends sk uhr, bei euerstein, Bitte galoblit. 75. afmt Bromberg macht bekannt: Seit dem 6. d. M. ist ins ( Männliche Abtheilung.) Bersammlung am Bromberg. Das königliche Eisenbahn- BetriebsUebermaß von Zwangsbestimmungen, Gesetzen nöthig sein werde, Bortrag des praktischen Arzt Dr. Christeller. Ulebungsstunde. Bibliothet: folge Schneeverwehung der Verkehr der Strecke Praust indem er ausführte, daß durch den Fortfall des Privateigenthums Umtausch. Serren als Gäfte haben einmaligen Zutritt. an den Produktionsmitteln sich alles viel leichter und zum großen Sonntag Nachmittag 3 Uhr, im Restaurant zur„ Schneetoppe", Softizr. 29. abzusehen. Züge fahren von Praust bis Lappin. Lese- und Siskutirklubs. Lese- und Diskutirklub„ Mar Kayser" Karthaus unterbrochen. Beseitigung der Sperrung nicht Theil ohne Geseze regeln lassen werde, als jetzt. Der Vortrag fand reichen Beifall. Unter" Verschiedenem" lag ein Antrag der Abends 8% Uhr, bet Soffmann, Wrangelstraße 32, Spinoza". Jeden Montag, Chemnitz. Aufsehen erregt in dem benachbarten erregt in dem benachbarten Arbeitsvermittelungs- Kommission vor betreffs der Vermerke bei Serren, willkominen. Burgstädt die Verhaftung des Direttors Orla= dreimal nacheinander erfolgter Annahme von Arbeit. Der An- 2-4 Uhr: Uebungsfiunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag von münder des unlängs in Konkurs gerathenen Kredit: trag des Herrn Lindstädt, welcher besagte, daß ein Kollege yra 2", Charlottenburg, Charlottenburger Ufer 3 bei Benzin. Gesangverein vereins. Der Kreditverein soll bereits seit 2 Jahren nicht dreimal nacheinander Arbeit annehmen fönne, und wenn ihm verein der Glasarbeiter zu Stralau„ Borwärts 7" Rummelsburg, bet Borg mehr günstig gestanden haben. Trotzdem hat es aber der Aufdieselbe nicht konvenire, er ausnahmsweise die vierte Stelle besichtsrat nicht für nöthig befunden, einzuschreiten, im Gegentheil tommen solle, wurde abgelehnt und der Paragraph des Arbeits: 9 Uhr: uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder.- Gesangverein ,, Nord die nun mit büßen müssen. Die Unterbilanz beträgt nach vor. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Montag, Abends sind noch in allerletzter Zeit 9 Mitglieder aufgenommen worden, nachweis- Reglements in seiner alten Fassung beibehalten. Danach deutsche Schleife", Naunynſtr. 86 bet Zubeil. Gefangverein„ Esme= wird ein Kollege gestrichen, nachdem er die dritte Stelle an- Fichteftr. 29 bei Strösche. ralda", koppenstr. 35 bei Keller. Männer- Gefangverein ieder luft", läufiger Feststellung etwa 321 000 M. genommen hat. Gesangverein, Senefelder", Jüdenstr. 55 bei Die zwischen einem Kollegen und einem Trischmann. Stedertafel der Maler und verwandten Berufsgenossen Effen a. d. Ruhr, 9. Januar. Wie die ,, Rheinisch- WestMeister aus der Spandauerstraße schwebende Angelegenheit Kaifer- Franz- Grenadier- Platz 7, bei Berg. Moabiter Liedertafer", fälische Zeitung" meldet, ist gestern Abend auf der Zeche wurde dahin geregelt, daß nach genauer Wilhelmshavenerstr. 25 b. Brosch. Prüfung der Gefangverein armonie", Meyer- Wolfsbant bei Borbeck in einer Grube ein Brand aus beerstr. 9 bei Dornblatt. Gefangverein 58 Berhältnisse dem Kollegen Rechtsschutz gewährt werden soll. bet Toltsdorf.- Gefangverein„ Blüthe"," Brenzlauer- Allee 26 bei Riedel. gebrochen. Die Anzahl der getödteten Bergleute beziffert Sodann wurde angeregt, der Vorstand möge sich rechtzeitig nach Sängerchor der Chirurgischen Branche", Alte Schönhaufer sich auf sech 3. Sieben sind zum Theil schwer verletzt. einem Lokal für das Sommerfest umsehen, welch lezteres diestraße Nr. 43 bei Reimann. Gesangverein ,, Morgenroth" 2, Char. mal im Norden abgehalten werden soll. lottenburg, Bismarckhöhe, Wilmersdorferstr. 80. Gefangverein Sängers Iserlohn, 6. Januar. Der aus der Sozialdemokratie aus Den streifenden Weiß- gruß" Friedrichshagen bei Blant... Gesangvereinrob' Hoffnung geschiedene inner wurde wegen Hochverraths und Aufreizung gerbern wurden 20 M. bewilligt. Buchdrucker Königs gab der Zimmerer Berlin Weſt. Gesangverein, Gleichheit" Bernauerstr. 72 dann einen Bericht über den Stand des Buchdruckerstreits; man zum Klaffenhaß verhaftet. beschloß hierzu Sammellisten für die streifenden Buchdrucker zirkulieren zu lassen. Der Vorsitzende verlas hierauf einige Säße Seite 7, erster Abschnitt) aus der bekannten Broschüre der Hamburger Generalfommission über die Organisationsfrage und empfahl diese Säge allen Anwesenden zum Nachdenken. Zum Schluß wurde bekannt gemacht, daß die nächste Versammlung ( und zwar ist dieselbe eine Generalversammlung) am 18. Januar stattfindet. Die Freie Vereinigung der Blumen- und Putzfedern Branche ze. hielt am 4. Januar ihre erste Generalversammlung as. Beim ersten Punkt der Tagesordnung erstattete die Kassirerin Frau Goldacker Bericht über die Kassenverhältnisse, worauf Derselben Decharge ertheilt wurde. Unter Geschäftlichem beschluß man, daß die Vereinsversammlungen jeden Montag nach dem Ersten bei Reßner, Annenstr. 16 stattfinden sollen. Beim Verschiedenen entspann sich eine längere Debatte über den Arbeitsnachweis, dieselbe führte zu keinem befriedigenden Resultat, sodaß das Thema bis zur nächsten Versammlung zurückgestellt wurde. Ferner beschloß die Versammlung die Abhaltung eines größeren Vergnügens im Monat März und übertrug die diesbezüglichen Vorarbeiten einer fünfgliedrigen Kommission. Nachdem sich mehrere Mitglieder aufnehmen ließen, wurde die gutbesuchte Versammlung geschlossen. " mann. " bei Caspar. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend, Montag: Kollegienschaf= gehilfen, alle 14 Tage, Abends 10 Uhr, Seydelstraße 30. Theaterverein Soffnung" bei Schneider, Adalbertstr. 8. Rauchtlub, Deutscher Michel" Koppenstraße 43c. Privat= Theatergesellschaft Stern", Alte Jakobstraße 120. Sonntag: Privat- Theatergesellschaft und Artistenklub„ Humor", Nachmittag Uhr, bei Seinrich, Blücherstraße 61. Gemüthlich feit", Geselliger Verein der Berliner Barbier- und Friseur Broletariat" bet Hoffmann, Waldemarstraße 61. Theaterverein " " Männer- Gefangverein, Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Lübeck'scher Turnverein am Sonntag, Abends von 6-8 Uhr, 2. Lehrlingsabtheilung; am Montag, Abends von 8-10 Uhr, Männerabtheilung.. Berliner Zurugenossenschaft" 1. Behrlings- Abtheilung turnt Montag von 8-10% Uhr Bant str. 9-10 im Leffing- Gymnasium. Turnvereinsten", Lehrlingsabtheilung, Montag von 8-10 Uhr Abends, Blumenstr. 63a. ,, Zyrolienne". Montag und Sonnabend 9 Uhr Uebungsstunde bei aufimann, Reichenbergerfir, 73 a. Gäste willkommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Raucht lub Weiße Wolfe". Streligerstraße Nr. 16, bei Becker. Montag Abends von 9-11 Uhr, Rauchtlub Deutfcher Michel" Montag Abend von 8-10% Uhr bet Schöneburg," Grüner Weg Mr. 9. Rauchtiub Freiheit", jeben Montag um 9 Uhr bei Wuttle, Friedrichsberger Dubec. Rauchflub, Blaue Quafte", Abends 9 Uhr Pflugftraße 16 bei Rauchtlub Brüder Itch tett jeden Montag von 9-11 Uhr bei Willy Schmidt, Wrangelfir. 141: Gigung. Gäste willkommen. Sedwig, Rosenthalerstr. 45. Berein der Oberlausiber", Montag, Abends 9 Uhr im Restaurant Berein der Goldiner". Jeden Sonntag geselliger Abend, Görligerfir. 38, beim Landsmann Wuttke. Friedrichs= verein", ehemal. Schüler des Friedrichs- Waisenhauses, Montag, Oranien fraße 84. straße 4. " Bergnügungsverein, Freundestreue", szuhr, im Restaurant Gerth, Prinzenstraße 106.- Bergnügungsverein" Fidel to", Montag Abends 9 Uhr im Restaurant Zum Reichsgarten", Oranienstr. 108. Damen und Herren als Gäfte willkommen. Vergnügungsflub Mephisto" Montag Abend 8 Uhr bet Wolff, Brunnenſtr. 85a. Bergnügungsverein Edelweiß 2" jeden Montag im Restaurant Reichsgarten, Dranienſtr. 108." VergnügungsBerein, Amicitia", Sigung Sonntags um 3 Uhr im Vereinshaus, Wilhelmstraße 118. Damen und Herren willkommen.- Privat- Theatergesellschaft, off= nung", Sonntag, Abends 8 Uhr, bei Krebs, Ohmgaffe 2. Gäfte, Damen und Sonntag 3 1hr im Bittoria- Saal, Berlebergerstr. 18. Gäste willkommen. Herren, willkommen. Privattheater- Gesellschaft Augusta Victoria", Bollack- Club" Eintracht", bet Gustav Schulze, Wienerstr. 68. Gäſte will tommen. lub„ efeftigteit", Sigung Sonntags& Uhr bei Schmidt, mittag 4 Uhr bei Rabe, Müllerstr. 161. Gäste, Berren und Damen, willWrangelstr. 141, Geselliger Vergnügungsverein Nord" Sonntag Nach fontmen. Theater- und Pantomimenverein Fibeler Geist bei Krebs, 1 Der Fachverein der Stuckateure Berufs genossen Berlins und Umgegend hielt am 4. d. M. eine gut besuchte Mitgliederversammlung ab, in welcher der Vorsitzende an die Versammlung den Appell richtete, daß die Kollegen in diesem Jahre die Versammlungen ebenso zahlreich besuchen möchten wie die heutige, und jeder Kollege, soviel in seinen Sträften steht, für den Verein agitiren solle. Herr Dr. Hoffmann hielt dann einen 13/ 4stündigen Vortrag über die Veredelung der Arbeit", welchen die Versammlung mit großem Beifall aufnahm. Der Vertrauensmann, Kollege Braum, forderte nachdem Die Kollegen auf, die statistischen Ohmgaffe 2. Geselliger Klub ,, Namen los". Jeden Montag bei Abra Bücher vom verflossenen Jahre auszufüllen und innerhalb ham, Straßburgerfir. 5. Gäste, burch Mitglieder eingeführt, willkommen. Theater und Vergnügungs- Verein ,, Amor", Sigung Montag, 9½ 1hr, bet vierzehn Tagen an ihn abzuliefern, damit dieselben alsbald summer, Ackerstr. 13 Aufnahme." Herren und Damen dazu willkommen. der Agitationskommission zugesandt werden können; ebenso sollen Nach der Sizung Fidelitas. Bergnügungsverein hand in hand". die Fragebogen für die Werkstellen schleunigst abgeliefert werden. Sigung jeden Sonntag Nachmittag 5 Uhr im Restaurant von Frit Bemter, Psyche", Theater- und Ber Wer noch nicht im Besitz des Buches und des Fragebogens ist, anügungs- Berein. Sigung jeden Sonntag, Abends& uhr, Königstadt- Kafino fann beides im Arbeitsnachweis vom Vertrauensmann in Solzmarteftr., part. Lese Uebungen. Fidelitas. Gäste mit Berständniß für Empfang nehmen. Buchdrucker Ph. Schmitt legte noch den Literatur, Damen nicht unter 16, Herren über 20 Jahre, willkommen. Ausstand der Buchdrucker klar und forderte zur regen Unter- rete Bereinigung der Kaufleute. Jeden Montag Abend: Gefellige Zusammenfunft der Mitglieder bei Bodenburg, Kommandanten stügung auf, worauf 30 M. aus der Vereinskaffe sofort bewilligt straße 10-11. Dafelbst Ausgabe der Bibliothetsbücher. ourden. Ferner erging die Aufforderung, daß die Stuckateure fich recht rege an den Sammellisten betheiligen sollen und so ein jeder sein Scherflein dazu beitragen möge, daß die Buchdrucker den Neunstundentag überall durchsetzen. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 10. Januar, Abends 6% Uhr, bei Bratwell, Bortrag der Frau Wilhelmi: Der Mensch im Thier und das Thier im Menschen. Herrn Rosenthalerstr. 36. Gäfte willkommen. Literarisches. sind aus dem an der Ebro- Mündung liegenden San Carlos de la In den letten Stürmen an der Ostküste Spaniens Rapita und aus Binapoz nicht weniger als zwölf Fischerboote untergegangen. Die Zahl der Opfer beträgt 48. Markirch( Elsaß.) Seit dem 5. Januar verkünden, wie die Straßb. Post" berichtet, an einigen Häusern der Gruben- und Eckricherstraße schwarze Tafeln, daß die schwarzen Blattern" ihren Einzug gehalten haben. In der Stadt herrscht Aufregung, weil, wie behauptet wird, die Krankheitsfälle einige Beit verheimlicht worden sein sollen. Blaubeuren. Raufmann Schwarz, Kassirer der hiesigen Gewerbebant, unterschlug zur Deckung verfehlter Spefulationen 240 000 m. Betroffen sind größtentheils fleine Leute, Handwerker und Fabritarbeiter. Die Aufregung ist eine große. Schwarz ward verhaftet. Die Gewerbebant ist insolvent. Lüttich. In einem der belebtesten Stadtviertel wurde am Freitag Mittag eine Frau Delfaux fammt ihrem 20jährigen Sohne ermordet aufgefunden. Die Mörder raubten 20000 Fr. in Werthpapieren. Petersburg, 9. Januar. In der Stadt Buschkary im Gouvernement Tula wurden Nachts gegen 50 Häuser durch euersbrunst eingeäschert. In einem Hause verbrannten 7 Kinder und 3 Frauen. Depeschen. ( Depeschen des Burean Herold.) Bochum, 9. Januar. Auf dem hiesigen nnd den in der Nachbarschaft befindlichen Eisenwerken stehen neue Arbeiterentlaffungen bevor. Briefkaffen der Redaktion. B. K., Posenerstraße. 1. Der Austritt aus der Kirche wird dadurch, daß Sie die Kosten dafür nicht bezahlt haben, nicht ungeschehen gemacht. 2. Zur standesamtlichen Eheschließung brauchen Sie die Bescheinigung über den erfolgten Austritt nicht vorzulegen. I., Friedrichshagen. Wir können aus Ihrem Schreiben nicht ersehen, welche strafbare Handlung Ihrem Kollegen zur Last gelegt ist oder was den Gegenstand der Klage bildet. Aus Ihrem Schreiben ergiebt sich der Thatbestand einer strafbaren Handlung nicht. J. H., Arnstadt. 1. Ihre erste Frage eignet sich nicht zur Beantwortung im Briefkasten. 2. Im Falle der Freisprechung eines Angeklagten können zwar die Kosten der Wertheidigung der Staatstaffe auferlegt werden. Dies geschieht aber nur sehr selten und ist als Ausnahme zu betrachten. Untersuchungen über Adam Smith und die Entwickelung der politischen Oekonomie. Von Dr. Wilhelm Hasba ch, Nachmittags Uhr, in srnebel's Salon, Babstraße 58. fammlung für Männer und Frauen am Sonntag, den 10. Januar, außerord. Professor an der Universität Königsberg. Leipzig, Senning: Jwan der Schreckliche, ein Blatt aus Nußlands blutiger Bergangen Duncker und Humblot, 1891. 440 Seiten. heit zum Verständniß der Gegenwart. Dieses Buch bringt über Adam Smith und die Geschichte No. 200. Nur diejenigen Möbel, welche Ihre Frau Ihnen Geselliger Verein Waldesgrün. Sonntag, den 10. Januar, DamenAbend in Nebelin's Restaurant, Langestraße 108. Freunde und Gönner sind der Nationalökonomie manches Neue. Smith's Stellung und in die Ehe gebracht hat, unterliegen wegen Ihrer Schulden nicht eingeladen. Methode betreffend, polemisirt der Verfasser eingehend und der Pfändung. Was Sie aber Beide während der Ehe erworben Theater- und Artistenklub Jugendkraft 2". Sonntag Nachmittag glücklich gegen Buckle; sodann bekämpft er Starzynsky's An- haben, gehört Ihnen allein, kann gepfändet und muß bei Leistung hr im Restaurant Fräderich, Alte Jatobftraße 89, of 1 Tr., Sigungnahme, daß Smith durch den Aufenthalt in Frankreich und den des Offenbarungseides mit angegeben werden. Aufnahme, Monatsbeiträge. Gäste sind herzlich willkommen. Zentral- Branken- und Sterbekaffe der Deutschen Wagenbauer, dortigen physiokratischen und materialistischen Einfluß in seinen$. S. 5/6. Der Wirth hat nicht das Recht. E. H. Nr. 8. Bersammlung Mittwoch, den 13. Januar, Abends' s Uhr, in Anschauungen ein anderer geworden und im Völkerreichthum" Seeger's Salon, Grüner Weg 29. Tagesordnung: Abrechnung vom vierten. ganz als Theoretiker der Selbstsucht erscheine, während er früher Privat- Theatergesellschaft„ Preziosa". Sonntag, den 10. Januar, die fittlichen Erscheinungen aus der Sympathie hergeleitet habe. Abends 5 Uhr, bei Foge, Köpnickerstraße 191, Gesellschaftsabend. Entree fret. Der Verfasser selbst gesteht aber zu, daß Smith nur eine aufGäste willkommen. und Umgegend am Sonntag, den 10. Januar, Bormittags 10 Uhr, in den Kopf gewesen sei. Gewürdigt werden vom Verfasser zwei wenig Versammlung der Stereotypeure und Galvanoplastiker Berlins nehmende, nicht schaffende Natur, und daß er kein historischer Gratwell' fchen Bierhallen, Kommandantenstraße 77-79( oberer Eaal). beachtete Nationalökonomen des vorigen Jahrhunderts, Ferguson Tagesordnung: 1. Berichterstattung der Statutenberathungs- Kommission. Galvanoplaftifer Berlins und Umgegend. Gründung der allgemeinen freten Bereinigung der Stereotypeure und und James Steuart. Quartal. Verein Deutscher Schuhmacher( Filiale Berlin). Montag, den Spiegel und Möbel, Polsterwaaren eigener Gr. Lager, bill. Preise. Fabrik. Emil Heyn, Theilzahlung nach Uebereinkunft. Brunnensiraße 28, Hof parterre. Schmerzloses Bahnziehen 1 M. E. Strauss, Shucidermitr., Spottbillige Baustellen Lg. Briefkaffen der Expedition. 1877 der Neuen Welt" au taufen gesucht. Wenn Es wird von uns die Nr. 25 des Jahrganges einer unserer Leser sich im Besitz eines solchen Exemplars befindet, welches er veräußern will, würde er uns damit einen Gefallen erweisen. Gesunden billigen Mittagstisch. Gut zubereitete Gemüse, Mehl, Milch- und Gierspeisen bietet das Vegetarische Speisehaus von J. Schramm, Chauffeestraße 13, 1 Tr. | Achtung! Kein Laden. Nur eigene Fabritation, 25 Bigarren 1 Mart. Garantie rein amerikanische Tabake. Rippentabat 2 Pfd. 60 Pfg. 1785 L 5. F. Dinslage, Rottbuserstr. 4, Hof part. Empfehle Vereinszimmer zum 2258L J. Lenz, Alte Jakobtraße 69. Staare, alle Arten in- u. ausländ. Blumenftr. 46, part.,[ 1881L von 1/2 Morgen ab in jeder beliebigen empfiehlt sich zur Anfert. eleg. Herren- Größe à Morgen 150-200 Mark Garderoben. Für guten Sitz i. saubere find in Sieversdorf zu verkaufen. Arbeit wird garantirt. Lager v. 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Januar, Abends 5 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstrasse 77-79. Tages Ordnung: und verw. Berufsgenossen Deutschlands am Sonnabend, den 23. Januar 1892, in der Berl. Bockbrauerei am Tempelhofer Berg. Billets à 50 Pfg. E 1 Anfang 8 Uhr. den Vorstandsmitgliedern zu haben, Billets sind in den mit Plakaten belegten Lokalen, sowie beim Komitee 1. Die Gewerbe- Schiedsgerichte und der Statuten- Entwurf des Berliner Magistrats hierzu. Referent Genosse G. Kehler. 2. Die Verhandlungen und auf dem Verbandstag der Töpfermeister und Ofenfabrikanten Deutschlands am 3. und 4. Dezember 1891. 3. Der Buchdruckerstreit und dessen Folgen für die gesammte Arbeiterschaft. 4. Gewertschaftliches. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. C. Thieme, Vertrauensmann. 905b Fachverein der Tischler( Osten). Am Dienstag, den 12. Jannar, Libends 82 Uhr, bei Joel, Andreasstr. 21( oberer Saal): Versammlung. Tagesordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Vorschläge zu einem Bevollmächtigten für den Osten. 4. Desgl. von Werkstatt- Kontroll- Kommissionsmitgliedern. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorkand. Freunde und Gönner ladet ergebenst ein Das Komitee. Ethische Gesellschaft. 381/14 Sonntag, den 10. Jannar 1892, Abends 6½ Uhr, bei Gratweil, 437/4 " Kommandanten str. 77-79: Vortrag der Frau Henri- Wilhelmi: Der Mensch im Thier und das Thier im Menschen", Nach dem Vortrag: Gesellige Unterhaltung und Tanz. Gäste, Damen und Herren, willkommen. Als Neuheiten empfehlen wir: Der Vorstand. Blos' Deutsche Revolution. E Dienstag, 12. Abd. 81/2 Uhr, bei Säger, Grüner Weg 29. Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Raffenbericht. 2. Verschiedenes und Fragetasten. Die Mitglieder werden ersucht ihren Pflichten nachzukommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 166/9 Verein der in Buchbindereien und verwandten Betrieben beschäftigten Arbeiterinnen. Sonnabend, den 16. Januar, Abends 81/2 Uhr, in Norbert's Festsälen, 439/4 Beuthstr. 22: Tanz- Kränzchen. Unter gütiger Mitwirkung des Damen 20 Pf. ( Hest 1 wird am Dienstag ausgegeben.) Corvin: Die Geissler", à Heft 30 Pf.( Fortseßung des„ Pfaffenspiegel"), Buchbinder Männer- Chors. Pfund. Unsere Taktik" 20 Bf. Mehring: Richter's Bilder Herren 30 Pf. 99 aus der Gegenwart, B. August: ,, Richter's Zerrbilder". Um zahlreichen Besuch bittet Expedition durch eigene Boten frei ins Haus. Da sich unsere Touren über ganz Berlin und Umgegend ausgedehnt Wohnungswechsel, prompt bedienen zu können. Verein zur Wahrung der Interessen der in der Hutfabrikation haben, find wir in der Lage, unſere Abonnenten jederzeit, auch nach etwaigem beschäftigten Arbeiterinnen Berlins und Umg. Dienstag, 12. Jannar, Abends 8 Uhr, im Restaurant Kuhlmey, Schönhauser Allee Nr. 28: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Kassenbericht. 2. Bericht der Revisorinnen. 3. Vortrag des Herrn Knapp. 4. Verschiedenes. 5. Fragekasten. Das Erscheinen eines jeden Mitgliedes ist erforderlich. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. Freireligiöse Gemeinde. 406/3 Versammlungen m. Vorträgen v. Frau Henrich- Wilhelmi " Abends 81/4 Uhr: Montag im großen Saal des Böhmischen Brauhauses, Landsberger Allee 11/13: Das Christenthum in Wort und That." Dienstag im vorderen Saal des Eiskellers, Chausseestr. 88: Alter und neuer Wunderglaube." Mittwoch im großen Saal von Joël, Andreasstr. 21: Der Frauen Natur, Pflicht und Recht." Donnerstag im großen Saal des Handwerkervereins, Sophienstr. 15 ( im Verein für die Reform der Schule und Erziehung):„ Aus Gegenwart und Zukunft." Freitag im großen Saal von Sanssouci, Rottbuserstr. 4a:„ Verbrechen und Strafe." Nach den Vorträgen: Diskussion.-- Gäste, Damen u. Herren, sehr willkommen. Gr. öffentl. Drechsler- Bersammlung am Montag, den 11. Januar, Abends 8 Uhr, bei Scheffer, Insel Strasse 10. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung des Vertrauensmanns. 2. Bericht des Delegirten der Streit- Kontrollkommission. 3. Organisations- Entwurf der Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands. Bericht über die Halberstädter Konferenz. Referent: Kollege C. Legien aus Hamburg. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 138/5 Der Vertrauensmann. Fachverein der Lederarbeiter. Montag, den 1. Januar 1892, Abends 82 Uhr, im Louisenstädtischen Klubhaus, Annenstr. 16: Versammlung. Tages- Ordnung; 1. Vortrag: Eugen Richter und der Kalbsbraten." Referent Dr. Lütgenau. 2. Vereinsangelegenheiten. Zahlreiches und präzises Erscheinen erwartet 202/12 Der Vorstand. Arbeiter- Bildungsschule( Oft- Bezirk). Sonntag, den 10. Januar 1892, Abends 6 Uhr, in Joël's kl. Saale, Andreasstr. 21: Grosse Versammlung. Th. Mayhofer Nachflg., Sozialdemokratiſche Buchhandlung, Colportage- n. Reisegeschäft, Berlin N., Weinbergsweg 15 b. N euheiten! 1872 L jedem Laden. Der Vorstand. Es ist wiederholt vorgekommen, daß Musikgeschäfte, für die Freie Vereini gung" bestimmt, von anderen ZivilBerufsmusikern abgeschlossen und dem Berein entzogen wurden unter der Vorfpiegelung, Mitglieder der Freien Ver einigung zu sein. 367/11 Wir ersuchen deshalb, geschätzte Aufnur Massiv goldene Ringe, Ketten, Armbänder, Broches, Medaillons, ShlipsNadeln, Granaten, Corallen etc. zu Fabrik- Preisen, billiger wie inträge Massiv goldene Trauringe an unseren Arbeitsnachweis, Berlin, in garantirt rein. Dukatengold, ohne jeglichen Zusatz: Rosenstr. 30, bei Wernau, u 1 Dukaten senwer II Mark, 1% Dukaten 16 Mark, 2 Dukaten richten, wo dieselben täglich von 11 bis 21 Mark, 14 karätig von 6 Mark, 8 karätig von 4 Mark an. 1 Uhr Vormittag mündlich oder schrift Silberne Cylind- Remont: Silberne25 28 33. 40 Mk. lich entgegen genommen werden. Nickel 910,75 12 und 15 Mk. Goldene 22,50 25 30-120 M. Freie Vereinigung Neuarbeiten und Reparaturen worden sorgfältig und billig ausgeführt. 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Geschäftliches und Fragekasten. Jeder Hausdiener ist eingeladen. Der Vorstand. 442/2 Gute 5: H. Richter, Optiker, Berlin, C. Spittelmarkt,( Wallstr. 1) und Weinbergsweg 15b, am Rosenthaler Thor. Anerkannt beste und billigste Bezugsquelle aller optischen Artikel. Rathenower Alumingold- Brillen und Pincenez, garant. nie schwarz werd. M. 2,50 Nickelbrillen u. Pincenez 1,50 do. allerfeinste Qualität Rathenower Stahlbrillen Alles mit den besten Rathenower Krystallgläsern I. Qual. versehen. Operngläser, rein achromat. M. 6. Neu! Richter's Opern- u. Reiseglas: " 2, " " Excelsior" 1, inkl. Lederetui u. Riemen M. 12, übertrifft alles bisher Gebotene. Prompter Versandt nach außer halb gegen vorherige Einsendung oder Nachnahme. Genaueste Fachkenntniss. 1862L Eigene Werkstatt. Sonntags bis 6 Uhr geöffnet. 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Besondere Mahnungen ergehen nicht. D. D. Adlershof! Große öffentl. Volks- Versammlung 420/10 im Lokale von Wiedemann& Manofski, am Dienstag, den 12. Januar 1892, Abends 8 Uhr. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Regierungsbaumeisters a. D. Kessler über: Anarchismus und Sozialismus. 2. Disfuffion. 3. Wahl eines Vertrauensmannes. von Otto Runge, Gr. Frankfurterstr. 57( Gegr. 1862.) empfiehlt zur Saison eine Auswahl von 2000 Rostümen zu den billigsten Preisen. Vereine 15 pCt. Ermäßigung. Große Auswahl von Aufzügen.. 862b Der Einberufer. 1865L 889b Unserem Freunde und Genoßen Fritz Zubeil Manchem den Tod, zum 44. Geburtstage: Dir eben: Stempel jed. Art, Eignir- und WäscheEchablonen( Spez. Monogr. und Stickfasten), Thürschilder, Gravirungen. H. Guttmann, Graveur, Brunnenstr. 9. Zither- Institut Die rühmlichst bekannte Bettfedern- Fabrik von 1803 L der Mitglieder der Freien Vereinigung selbst. Barbiere, Friseure und Perrückenmacher Berlins und Umgegend find folgende: O. 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Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 8. November Unterm„ nenen Kurs". : 15. Berlin. Der Redakteur des Gastwirths- Gehilfen", 2. Ebert, wegen Beleidigung 30 M. Geldstrafe. 26. Heide. 5 Genossen wegen Vergehens wider die dänische Sabbathordnung( als Bureau schloffen sie die Versammlung nicht um 9 Uhr Abends) 62 M. Geldbuße. Gen. Legien aus Hamburg, wegen Entree- Grhebung 60 9. Gtraje. 30. Berlin. 2. Ebert, Redakteur des„ Gastwirths- Gehilfen", wegen Beleidigung eines Kellnerfommissionärs vom Landgericht I. 50 M. Geldstrafe. Das Schöffengericht hatte auf Freisprechung erkannt. Dezember Sonntag, den 10. Januar 1892. November 15. Erfurt. 9. Jahrg. der geltend gemachten Bedenken für eine Einigung und ein Zufreigesprochen. Der Staatsanwalt hatte 4 und 6 Wochen fammengehen geftimmt haben( es waren ja 129 Stimmen), nun Gefängniß beantragt. mehr dem Verbande beizutreten. Alle bereits im Verein" erGenosse Schulz, früherer Redakteur der worbenen Rechte werden im Verbande anerkannt und gewähr Thür. Trib.", vom Landgericht abermals wegen Abdrucks leistet, Einschreibegeld ist nicht zu zahlen. Diejenigen Kollegen, des Proletarierliedes zu 200 m. bezw. 20 Tage Haft ver- welche den aufgelösten Vereinen angehört haben, ersuchen wir, urtheilt, nachdem das erste Erkenntniß vom Reichsgericht die Verbandsstatuten gegen Rückgabe der Quittungstarten oder aufgehoben worden war. 16. Bielefeld. Rebatteur Groth von der„ Volkswacht" wegen Verächtlichmachung von Anordnungen der Obrigkeit 2 Monate und wegen Landrathsbeleidigung 1 Monat Gefängniß. 17. Bielefeld. Redakteur Groth wegen Gendarmen beleidigung 14 Tage Gefängniß. Elberfeld. 16 Mitglieder des Volksvereins von der AnBolizei batte gegen 15 Mitglieder je 15 M. und den flage der Vereinsgefez Uebertretung freigesprochen. Die Echriftführer 80 M. Buße verhängt. 1. Berlin. Maler Heiligendorf wegen Beleidigung des 9 jährigen Kronprinzen von der zweiten Strafkammion des Landgerichts I. zu 8 Monaten Gefängniß verurtheilt. 2. München. Gen. Jordan, Redakteur der Münchener Boft", 1 Monat Gefängniß wegen Bergehens wider die Religion. " " " Elberfeld. Gärtnergehilfe J. Wetzel wegen Beleidigung verschiedener Behörden( begangen in einer Gärtnerversamm lung zu Remscheid) 2 Monate Gefängniß. Wegen Beleidigung des Remscheider Oberbürgermeisters 30 M. Geldftrafe. 3. Dortmund. Der Redakteur der Gelsenkirchener Boltsftimme", W. Kubach, wegen Beleidigung der Regierung zu Köln 1 Monat Gefängniß. » Chemuin. Genosse Paplow, Redakteur der„ Presse", wegen Beleidigung vom Landgericht 25 M. Geldstrafe. Das Schöffengericht hatte auf 50 M. erkannt. 4. Altona. Genosse Klüß aus Elmshorn wegen Bergehens gegen§ 126 des Etrafgesetzes( Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung eines Verbrechens) 6 Monate Gefängniß.( In gleicher Sache wurde K. das erste Mal freigesprochen; das Reichsgericht hob indeß auf Berufung des Staatsanwalts dies Urtheil auf.) " Altona. Genossen Schleede und Wohlers aus Langenfelde wegen unbejugter Kolportage 96 Mart Geldstrafe. 5. Freiberg. Der Vorstand des Wahlvereins vom Landgericht von der Anklage der Verletzung des Vereinsgesetzes freigesprochen. Schöffengerichts- Urtheil 10 Tage Cefängniß. " 6. Tönning. 5 Borstandsmitglieder des Arbeitervereins je 20 Mark Geldstrafe wegen Nichteinreichung der Mitgliederliste. Neumünster. Die Genossen Straßburger und Lien au wegen Uebertretung der Polizeistunde je 20 M. Geldstrafe. Wegen, verbotener Sammlung wurde Lienan vom Schöffengericht mit 20 M. Geldstrafe belegt, Genosse Prteß in Bestätigung des schöffengerichtlichen Urtheils 5 M. Geldbuße. Hohenwestedt. Die Gen. 2. Albrecht und Nathjen ( aus Remmels) wegen unerlaubter Sammlung zu 15 M. Strafmandat. Leipzig. Bergarbeiter Bauer wegen angeblichen Vergehens gegen§ 110 von der Effener Straffammer zu sechs Wochen Gefängniß verurtheilt, vom Reichsgericht freigesprochen, nachdem er 4 Wochen in Untersuchungshaft gesessen. 7. Beik. Genoffe Hoffmann, Redakteur des Boltsbote", wegen Beleidigung eines Obersteigers 100 M. Geldbuße oder 20 Tage Gefängniß. Lüneburg. Die Genossen Fischer aus Hamburg und Henkel aus Lüneburg wegen Uebertretung des Vereins gefeßes mit je 15 M. Polizeimandat belegt, vom Schöffenund Landgericht dann mit 30 Mart Getdstrafe bedacht, das 18. Offenbach. Genosse Heilmann neben Genossen Drb wegen unerlaubter Sammlung mit 25 M. Polizeibuße beglückt, vom Schöffengericht zu 12 M. Geldbuße verurtheilt, Orb freigesprochen. " Elberfeld. Schlosser Stamm wegen Beleidigung der Ronsdorfer Polizeiverwaltung 1 Woche Gefängniß. Staatsanwalts- Antrag: 4 Wochen Gefängniß. 19. Offenburg. Genosse Bielowski, Redakteur des " Boltsfreund", wegen Beleidigung eines Bau- Unternehmers 10 Tage Gefängniß. Empfang zu nehmen. Kollegen! Die erſte Bersammlung des Verbandes hat sich mit den im Lohnkampfe befindlichen Arbeitern und Arbeiterinnen des Buchdruckgewerbes solidarisch erklärt und beschlossen, moralisch und materiell für dieselben einzutreten; jeder Hausdiener solle sein Scherflein zum Gelingen. der Sache beitragen. Grund dessen ersuchen wir Euch, auf die Gammellisten zu zeichnen oder solche selbst zu verlangen und mit Eifer an's Wert zu gehen. Hoch die Solidarität! Der provisorische Vorstand des Verbandes der Geschäftsdiener, Packer und Berufsgenossen Au die Parteigenossen im 2. Berliner Wahlkreise. Genossen! Wie Ihr alle wißt, befinden sich die Buchdruckereiarbeiter Deutschlands bereits seit 9 Wochen im hartnäckigen Ranipfe mit dem Kapital, der durch das Vorgehen des Nachfolgers des Herrn v. Puttkamer, des Ministers v. Herrfurth, sich für sie noch schwieriger gestaltet hat. Da es im eigenen Interesse auch der Genossen des 2. Wahlkreises liegt, diesen Klassenkampf, so viel als in unseren Kräften steht, zu Gunsten der Buchdrucker zu 21. Saarbrücken. Redakteur Braun von„ Schlägel und wenden, so ist es Ehrenpflicht der Genoffen, sich aufs aller Eisen" wegen Beleidigung eines Obersteigers 150 M. regste an den Sammlungen für die streikendenden Buchdrucker Geldbuße, ev. 20 Tage Gefängniß. zit betheiligen. Ich hoffe, daß es nur dieses Hinweises bedarf, Weißensee. Tischler Jorwis, vom Schöffengericht um jeden zielbewußten Arbeiter an seine Pflicht zu erinnern! von der Anklage unerlaubter Kollette( Tellersammlung) Listen zum Zeichnen von freiwilligen Beiträgen liegen in freigesprochen, wird auch vom Landgericht freigesprochen. folgenden Lokalen des 2. Wahlkreises aus: 22. Bremen. Ein Schlosser wegen einer in der BürgerW. Kizing, Bülowstr. 52, Zeitung" begangenen Schuhmannbeleidigung 6 Wochen GeW. Graffunder, Schwerinstr. 9, fängniß. SW. Säge, Fürbringerstr. 22, " N Dortmund. W. Kuzba ch, Redakteur der„ Gelsenk. Arb.- Zeitung", 200 M. Geldstrafe wegen Beleidigung der Remscheider Polizei. Leipzig. 7 Arbeiter wegen groben Unsugs und Tragens republikanischer Abzeichen( Ansprachen bei einer Beerdigung und rothe Kranzschleifen) auf Anzeige des Pastors Gey zu Zwenkau vom Schöffengericht mit 15 Wochen und 10 Tagen belegt, werden vom Landgericht zu 42 Wochen Gefängniß verurtheilt. München. Zwei Genossen von der Anklage groben Unfugs( Hochruf auf die soziale Republik und Tragen einer rothen Fahne) freigesprochen. Restaurant, " " SW. Grube, Mariendorferstr. 10, sowie beim Vertrauensmann des Kreises F. Kleinert, Potsdamers SO. Klein, Schönleinstr. 6, straße 86a. Mit fozialdemokratischem Gruß Der Vertrauensmann. Versammlungen. Die letzte ordentliche Generalversammlung der Freien Stuttgart. Genosse J. Geiger, Redakteur der Tag Vereinigung der 3ivil- Berufsmusiter 2c. wählte wacht", wegen Vergehens wider§ 153 der Gewerbe- die Herren V. Will und Raabe in die Geschäftskommission, Ordnung 3 Wochen Gefängniß. Staatsanwalts- Antrag: sowie Herrn G. Jahnte zum Kassirer und beschloß, das bis6 Wochen Gefängniß. herige Vereinslofal( Wernau, Rosenstraße) entgegen anderen Wünschen beizubehalten. Altona. Tischler Boye wegen angeblicher Aufforderung zum Ungehorsam 3 Monate Gefängniß. " 28. Witten. Genosse Thuu wegen groben Unfugs( Tragen eines Kranzes mit breiter rother Schleife mit der Inschrift dem Opfer der Profitwouth") 50 M. Geldstrafe. Neurode. Die Genossen ihn und Toll wegen unerlaubter Kolportage mit Polizeimandat beglückt, werden vom Amtsgericht freigesprochen. " 24. Dortmund. Bergarbeiter Berwanger wegen Be leidigung der Bergwerksdirektion 2 Wochen Gefängniß. * Halberstadt. Genosse Berg, Redakteur der Halberst. Sonntags- Zeitung", wegen Fabrikantenbeleidigung 100 W. Geldstrafe event. 10 Tage Gefängniß. Die Konditorgehilfeu, Pfefferküchler und Berufs. genoffen sowie deren Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen waren zu Donnerstag Abend zu einer Versammlung in Feuerstein's oberen Saal eingeladen und so zahlreich etwa 400 bis 500 Personen starterschienen, daß die zulegt Angekommenen keinen Sisplay mehr fanden. Herr 3 beil wies in einem längeren Referate auf Wesen, Zweck, und Nothwendigkeit der Arbeiterbewegung hin, dann nahm Karl Völt aus Hamburg das Wort, um die Lage der Konditoren und Pfefferküchler gegenüber der allgemeinen Arbeiterbewegung zu besprechen. Redner schilderte die traurige Lage, in der sich die Berufsgenossen allerorten befinden, hob die lange Arbeitszeit hervor, die allen Anforderungen der Hygiene Hohn sprechende Beschaffenheit der Schlafräume, ferner die Lehrlingszüchterei, wie sie namentlich im Norden von 28. Hamburg. Der Redakteur der Neuen Tischler- Zeitung", Ostfriesland herrscht, wo 22 Lehrlinge auf 8 bis 10 Gehilfen Genoffe Rich. Müller, wegen Beleidigung eines Korb- kommen, und besprach dann die immer stärker werdende Heranmachermeisters vom Schöffengericht zu 2 Monaten Geziehung von Hilssarbeitern und Arbeiterinnen an Stelle der fängniß verurtheilt, vom Landgericht freigesprochen. Wegen Gehilfen. In den größten Fabriken in Köln und Württemberg Beleidigung eines Wertführers wurde das schöffengericht- 3. B. befinden sich nur 150 Gehilfen, während das Gesammtfiche Urtheil von 1 Monat Gefängniß bestätigt. " Calbe a. S. Genoffe Bait wegen Majestätsbeleidigung werden nunmehr vom Landgericht, nachdem bareigenbleiben bei einem Hoch auf den Kaiser) 3 Monate Gefängniß. Urtheil vom Kammergericht tafsirt worden, freigesprochen. Altoun. Die Genossen Klüß und Schulz aus Elinshorn je 20 M. Geldstrafe event. 2 Tage Haft wegen unerlaubter Kollette( Tellersammlung). 8. Berlin. Tischler Aug. Zimmermann von der Anflage der Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen vom Landgericht I freigesprochen. Staatsanwalts- Antrag: 6 Monate Gefängniß. " Hamburg. Genoffe Stolten, Redakteur des„ Echo", wegen Beleidigung des Harburger Polizeidirektors 8 Monate Gefängniß. O. Frankfurt a. C. Echuhmacher Stachetty wegen Majestätsbeleidigung 2 Monate Gefängniß. 9. Görlig. Genosse R. Brode, Zinkgießergeselle, wegen Beleidigung der Bochumer Staatsanwaltschaft 30 m. GeldStrafe. . Bielefeld. Genosse Groth, Redakteur der Vollswacht", wegen Beleidigung eines Hauptmanns 2 Monate Gefängniß. " Leipzig. Der Vorsitzende des Drechsler- Fachvereins vom Landgericht wegen unerlaubter Blumenlotterie 5 M. Geldbuße. 3 Vorstandsmitglieder wurden freigesprochen. 11. Oppeln. Genosse Jopert, Monteur aus Breslau, von der Anklage der Gotteslästerung freigesprochen. Chemnitz. Die Genossen Leander und Albert wegen Berrufserklärung 20 M. bezw. 10 M. Geldstrafe. Das Schöffengericht hatte auf Freisprechung erkannt. " . Düffeldorf. Gegen 5 Vorstandsmitglieder, vom Bürgermeister zu Gerresheim wegen unerlaubten Aufzuges init je 15 M. Polizeibuße bedacht, bestätigt das Schöffengericht biese Strafe. 12. Aibling. Genosse Ad. Mayer wegen unerlaubter Kolportage 3 Tage Haft und 10 M. Geldstrafe. Harburg. 3 Genoffen von der Anklage unerlaubter Sammlung vom Schöffengericht freigesprochen. " " Gr.- Berkel. Genoffe Heinemann wegen Uebertretung des Vereinsgefeges 20 M. Polizeibuße. " Leipzig. Genosse G. Reichel aus Groisfch 30 M. Geldfirafe event. 10 Tage Haft wegen unerlaubter Sammlung. 14. Karlsruhe. Dr. Rübt wegen Gendarmen- und Bürger" meister- Beleidigung je 50 M. Geldstrafe. # 1 29. Bochum. Genosse Ruth, Redakteur der„ BergarbeiterBeitung", wegen Beleidigung eines Steigers 1 Monat Gefängniß; Bergmann Isenberg als Einsender 2 Monate Gefängniß. „ Erfurt. Genosse Hülle, Redakteur der Thür. Tribüne", von der Anklage der Beleidigung der Gewehrfabrik- Direktion freigesprochen. 31. Dresden. Buchdrucker Max Hünig wegen Ueber tretung( er hatte seine Kinder nicht zur Schulfeier am Sedanstag gesandt) in allen Instanzen zu 15 M. Geld: strafe bez. 3 Tagen Haft verurtheilt. " " " " Leipzig. Schriftseter G. wegen Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung vom Schöffengericht 2 Wochen Gefängniß. Leipzig. Tischler Lehmann wegen groben Unfugs ( Hochrufen auf Liebknecht) mit 3 Tagen Haft bestraft. Löbtau. Genosse G. Horn, Redakteur des Fachgenosse", wegen Aufforderung zu unerlaubter Kollette 30 M. Geld strafe. Leipzig. Genosse Raßler von der Anklage der Gotteslästerung freigesprochen. * Zusammen im Monat Dezember: 4 Jahre 8 Monate 15 Tage Gefängniß und 1793 M. Geldstrafen; für den Monat November find obige 202 Mart Geldstrafen noch nachzutragen. Berlin, 8. Januar 1891. Der Parteivorstand. Boziale Uebersicht. Verband der Geschäftsdiener, Packer und Veruss: personal sich auf 1200 Beschäftigte beläuft. So kommt es, daß viele Gehilfen arbeitslos umherlaufen und sich anderen Berufen zuwenden müssen; hier in Berlin haben 120-150 die Rellnerei ergriffen, eine ebenso große Zahl arbeitet als Maler und Anstreicher. Die Hilfsarbeiter in der Zuckerwaaren- Branche werden mit den allergeringsten Löhnen abgespeist, fie erhalten täglich 40 Pf. bis 1 Mart. Redner zeigte dann, daß die hier in Berlin bestehenben Vereinigungen der Stonditoren, von denen die eine die Pflege des patriarchalischen" Verhältnisses zum Zweck hat, nichts geleistet haben, diese Mißstände zu mildern und zu beseitigen, daß sie das auch ihrem ganzen Wesen nach nicht können, und forderte deshalb die Versammelten auf, sich dem auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehenden Verbande der Konditoren, Pfefferküchler und verwandten Berufsgenossen, sowie der Hilssarbeiter und Arbeiterinnen, der seinen Siz in Hamburg hat, anzuschließen und träftig für denselben zu agitiren. Eine Resolution in diesem Sinne wurde gegen etwa vier Stimmen an= genommen, nachdem eine längere Diskussion stattgefunden hatte, in der u. a. ein Hirsch- Duncker'scher Gewerkvereinler nachzuweisen versucht hatte, daß die Arbeiter als solche gar kein Interesse an einer bestimmiten Richtung der Politik bätten. Ihm traten mehrere andere Redner und in seinem Schlußworte auch Herr 3ubeil entgegen, worauf sich etwa ein halbes Duhend der Hirsch- Duncker'schen und der Patriarchalifchen" vor der Ab fimmung, die das erwähnte Resultat hatte, entfernte. " Die Freie Vereinigung der Kutscher und der im Fuhrwesen beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend nahm in ihrer letzten Mitgliederverfanum= lung einen Vortrag des Herrn Runkel über das Thema„ Die heutigen Gesellschaftszustände zwischen Reich und Arm" entgegen. Der Redner erntete für seine Ausführungen reichen Beifall. An der Diskussion betheiligten sich im Sinne des Referenten die Herren August Grabowfi, Karl Brunsch aus Oppeln i. D.- Schl., Wilhelm Navenberg, Adler, Kobmann und Bötscher. In einer Versammlung die Forderung der Buchdrucker nach Verkürzung einstimmig zur Annahme gelangten Resolution erkannte dann die „ Leipzig. Zwei Arbeiter wegen unerlaubter Sammlung genossen. Kollegen! Hausdiener! Nach schweren harten Kämpfen der Arbeitszeit au und verpflichtete sich, mit allen Mittela die je 20 a. Geldstrafe und einer noch zu 6 Tagen Haft ist es gelungen, der Uneinigkeit unter unseren Berufsgenossen Streifenden in ihrem gerechten Kampfe gegen das Kapital zu wegen groben Unfugs. hier am Orte Einhalt zu gebieten, Der Anfang, organisatorisch 15. Neustadt. Genosse Štein wegen Uebertretung des Vereins- ein neues Leben zu beginnen, ist gemacht, indem der Unter- unterstützen. Leider konnte infolge des ungebührlichen Betragens gefeges 20 M. Geldstrafe; von einer Klage der Polizei füßungsbund der Hausdiener Berlins sowie der Zentralverein rungen führte, ein Antrag nicht zur Abstimmung gelangen, wonach weier Versammlungstheilnehmer, das zu fortwährenden StöTommissar- Beleidigung wurde er freigesprochen. der Haus- und Geschäftsdiener gemäß dem Ansuchen der Elberfeld. Der Färber B. 6 Wochen Gefängniß wegen Einigungskommission fich am 15. Dezember v. J. auflösten und sämmtliche Kollegen pro Mann und Woche 30 Pfennig für die Gotteslästerung in einer Färberversammlung. Wegen mit ihren 1100 Mitgliedern dem Verband der Geschäftsdiener, streikenden Buchdrucker abliefern sollten. unerlaubter Versammlung im Freien und unerlaubten Packer und Berufsgenossen beitraten. Wohl bleiben außerdem Aufzuges Weber Klapp 40 M. Geldstrafe, der Färber noch immer zwei Vereine bestehen, aber es ist zu hoffen, daß Starten 3 Monate Gefängniß, weil er obendrein den auch hier über kurz oder lang der Nothwendigkeit der Ginigung Bolizeifergeanten Waßinann einen Flegel genannt.- Genoffe Rechnung getragen wird. An Euch Kollegen, die ihr der Organi Lingweiler, Redakteur der Elberfelder Fr. Presse" fation noch immer ferne steht, ergeht nun hiermit die Mahnung: wegen Beleidigung eines Polizeisergeanten 150 M. Geld- Tretet dem Verbande bei, werdet und werbet Mitglieder, dann strafe. kommen wir in die Lage, gut zu machen, was Jahre lange UnFrankfurt a. O. Die Genoffen Behrend, Nöller einigkeit verdorben. Im Besonderen ersuchen wir diejenigen O. Kohn. Wenn es eine Rechtsfrage war, so befindet sie und Schramm von der Beleidigung eines Sergeanten Mitglieder des Vereins der Berliner Hausdiener", welche troß sich noch beim Rechtsanwalt. " Briefkaffen der Redaktion. W. H. Luxemburg war früher deutsche Bundesfeftung. Desterreicher und Preußen haben aber niemals mit Franzosen zusammen dort garnisonirt. Rein Feilschen fein Handeln, fondern streng feste, sehr billige Preise. Geschäfts- Häuser Anfertigung nach Maaß zu fehr ermäßigten Preisen. Baer Sohn BERLIN. 24a. Chausseestraße 24a. 8. Brüdenstraße 8. 16. Gr. Frankfurterstraße 16. Ausverkauf wegen Liquidation aller Winterbestände. Folgende Vorräthe unter Preis, soweit Lager reicht: Schwere Loden- Joppe 4 Mk. 1875 L Schwere Winter- Hose 4 Mk. Winter- Paletot 14 M. u. 12 M. Werktags- Anzug 12 M. u. 10 M. Winter- Paletot 20 M. u. 18 M. Winter- Anzug 20 M. u. 14 M. Winter- Paletot 24 M. u. 21 M. Kammgarn Anzug 30 M. und Winter- Paletot 36 M. u. 27 M. 28 M. 50 Winter- Havelock = 12 M. 50 Kammg.- Anzug 39 M. u. 36 M. Loden- Paletot 20 M. u. 18 M. Gehrock- Anzug 48 M. u. 40 M. Knaben- Paletot 7 M. und 5 M. Knaben- Anzüge 5 M. u. 2 M. 80 Gestr. Westen 3 M. u. 2 M. 50 Werktags- Hose 2 M. 75 Weiße Westen 4 M. u. 2 M. 50 Winter- Beinkleid 6 M. 50 u. 4. Engl. 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M., Abends 8 Uhr, im Saale der Norddeutschen Brauerei, Chausseestr. 581 Versammlung. Zages Ordnung: 1. Das neue Programm. Referent: Reichs tags- Abgeordneter Wilhelm Liebknecht. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegen heiten, Berschiedenes und Fragetasten. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. 423/6 Sozialdemokratischer Wahlverein für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Versammlung am Montag, den 11. Januar d. J., Abends 8 Uhr, im Saale des ,, Schühenhauses", Linienstraße Nr. 5. 385.9 Tagesordnung: 1. Vortrag des Schriftstellers Herrn Ledebour über: Soll die freie Meinungsäußerung bestraft werden?" 2. Diskussion. 3. Kassenbericht. 4. Wahl dreier Revisoren. Pflicht aller Wähler ist es, zu erscheinen. Der Vorstand. NB. Bahlstellen des Vereins find: Wagner, Neue Königstraße 89; Wittchow, Elsasser- und Kl. Hamburgerstraßen- Ecke; F. Berndt, Neue Schönhauserstraße 18. In diesen Lokalen werden jederzeit Beiträge entgegen- und neue Mitglieder aufgenommen. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 1. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Versammlung am Dienstag, den 12. Januar cr., Abends 8 Uhr, in Heydrich's Festsälen( Norbert), Beuthstraße 21. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Timm über:" Die Bestrebungen der Sozialdemokratie und ihre Gegner. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Pflicht aller Wähler und Mitglieder ist es zu erscheinen. 343/17 Der Vorstand. Die Mitglieder werden noch auf die Zahlstellen des Vereins aufmerksam gemacht und gebeten, diefelben zu benußen: Salzwedel, Klosterstr. 83; Wernau, Rosenstr. 30; Mecklenburg, Oberwasserstr. 12. Ladirer- Versammlung am Montag, den II. Januar cr., Abends 02 Uhr, E Blumen Straße 78( Ecke der Alexander Straße). Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn J. Türk über:" Sibirien", 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom III. Quartal. 4. Verschiedenes. Es werden die Kollegen ersucht, recht pünktlich und zahlreich zu erscheinen. 214/10 Der Bevollmächtigte. Ost- und Westpreussen. Dienstag, den 12. Jannar, Abends 8 Uhr, bei Herrn Rebelin, Langestraße Nr. 108: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag: Referent Genosse Lazarus. 2. Diskussion. 8. Aufnahme neuer Mitglieder und Entgegennahme der Beiträge. 4. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Buch- und Steindruckerei, Buchbinderei. Sillier, Janiszewski& Co., Oranienstraße 54, Sof I. Gold- und Silberwaaren empfehlen sich zur Anfertigung aller Drucksachen als: Statuten, billiger wie in jedem Laden Farmulare, Billets, Programme, Flugblätter, Platate 2c. 2c., ebenso auch aller in der 1877 begründeten im Buchbinderfach vorkommender Arbeiten. Uhren- Fabrik Quittungs- und Kontrollmarken eigener Fabrik, Die bereits frühet veröffentlichten Annahmestellen für Buchbinderarbeiten Constantin Janiszewski. eorg Wagner Berlin S. bleiben beftehen. nur Oranien- Str.63.1Tr. Nahe Moritz- Platz. Fachverein der in Buchbindereien und verw. Preisgekrönt auf vielen Ausstellungen. Nickel- Cylinder- Remontoir 9 10,75 12 und 15 Mk. 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Alle Rassenangelegenheiten sind bis auf Weiteres an Herrn C. Schulze, Alexandrinenstr. 87, v. IV, zu richten. Wir machen die Kollegen darauf aufmerksam, daß in der Versammlung 5 bis 18 Mk. vom 4. Januar beschlossen wurde, 5 pet. vom Lohn zu Gunsten der streikenden 6 bis 18 Mk. Buchdrucker an uns abzuführen. Bahlstellen sind jeden Sonnabend Abend in Gründel's Restaurant, Dresdenerstr. 116, und Norbert's Restaurant, Beuthin garantirt reinem 1 Dukaten II Mk. ſtraße 21, sowie jeden Montag bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75( Versamm32ffel. G. Kuhlee, Genosse, Waldemarstr. 28. Massiv goldene Trauringe 732b Spiegel und Polster- Waaren. 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Beschlußfassung über unerledigte Anträge behufs Weihnachtsgratifitation und Gehaltszulage des Kassirers. 2. Mit Tagesordnung: 189/20 1. Vereinsangelegenheiten. 2. Gewerk schaftliches. Die Ortsverwaltung. theilungen. 3. Abrechnung vom Stif- Zentralkrankenkasse d. Maler, tungsfest und Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Bierteljährlicher Bericht. Filiale III. Süd. 5. Ergänzungswahl des ersten Schrift Mitgliederversammlung führers. 6. Verschiedenes und Frage- Abends 8 Uhr, Alte Jakobstraße 83. am Montag, den 11. Januar, taften. 903 b Allen Freunden und Parteigenossen enipfehle ich mein Tagesordnung: 1. Wahl der örtlichen Verwaltung. 2. Verschiedenes. 1480L 885/6 Kolonialwaaren- Geschäft. Der Bevollmächtigte. Arthur Ziemer, Guvryfir. 17. Kinderwagen. Andreas. 235. p. Louis Sander, N. Schlegelnr.es. Das größte Brot in her 49 Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Langestraße