Nr. 198. pole mildt mot sis = Abonnements Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mir illuftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Bfg. Poft Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. 30 ga Eingetragen in der Poft- Bettungs Pretstifte für 1900 unter Mr. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mast, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. and. สิน thuddnot Vorwärts sid Jou Berliner Volksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für bie fechsgespaltene Solonet zetle oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 fg. Kleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in berExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: mt I, nr. 1508, Telegramm Adresse: Bocialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. PD Kritische Zeichen. tots Dele 1900.] Sonntag, den 26. August 1900. Das Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. zöfifcherseits die Oberstlieutenants Marchand und Franchet präfidieren, hat für die Auswahl der zu besetzenden Punkte, für die Ausrüstung und Verpflegung der Truppen zu sorgen. Walderfees Generalstab bleibt dagegen unverändert, wie er aus Deutschland abging. Die Hunnen. Den„ Times" wird aus Peking vom 18. Auguft berichtet: Es wird hier geplündert. Die französische und die russische Fahne wehen auf dem besten Teile der faiserlichen Domäne, in welchem, wie man glaubt, der taiserliche Schatz vergraben ist. Die verbotene Stadt wird infolge eines Uebereinkommens der Mächte gefchont, und doch kann von einer wirksamen Bestrafung der Chinesen nicht die Rede sein, went diese Stadt nicht besetzt wird. Die Japaner bemächtigten sich eines Schayes, der, wie gerüchtweise verlautet, eine halbe Million Taels in Silber betragen soll. Die Kaiserin- Witwe, der Kaiser, Prinz Tuan und alle höheren Offiziere sind nach Taihuenfu in Schansi entflohen, von dort gehen sie nach Singanfu. Vor dem Entsah. zweige zur Nachahmung gereizt und heute ist die Wirksam nationale Kommission eingefeßt, bestehend auch je acht Mitfeit der Kartelle weit größer als man anzunehmen geneigt gliedern aller verbündeten Mächte. Diese Kommission, der fran hes wird uns geschrieben: ift. Im Jahre 1897 wurden, nach der privaten Vermittelung von Die Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage Robert Liefmann, 345 industrielle Kartelle bekannt. Davon entfielen ist nun bereits so weit fortgeschritten, daß es nichts mehr zu ver- auf die chemische Induſtrie und Industrie der Leuchtstoffe, Fette, tuschen giebt und von allen Seiten das" Rette sich wer fan" er Erden 59, Textilindustrie 38, Papierindustrie 19, Holzindustrie 18, 2c. 82, Eiſenindustrie 80, Industrie der Steine und tönt. Selbst die Handelstammer Berichte, die sonst alles gern im rofigsten Licht sehen, geben, so sehen, geben, so weit sie sich Rohlenindustrie 17, metallurgische Industrie( außer Eisen) 15, mit dem ersten Halbjahr 1900 befaffen, die Entwicklung 1897, nach demselben Autor, 41 internationale Startelle, an Nahrungsmittelindustrie 12, Lederindustrie 5. Außerdem bestanden der Krise gu. Der Gipfel der Aufwärtsbewegung ist eben längst überschritten und es geht nun reißend bergab. benen deutsche Unternehmer beteiligt find. Neuerdings find dazu eine Bezeichnenderweise ist es die Essener Handelstammer, die ganze Anzahl industrieller Vereinigungen hinzugekommen. Kammer des Hauptsizes des rheinisch- westfälischen Industriebezirts, artell ist eben das gewaltfame Mittel des Kartell, welche zaghaft schreibt, daß die in den letzten Jahren vorgenommene tapitalistischen Unternehmertums, nachdem der Preis Erweiterung bestehender und die Schaffung neuer Anlagen schon zu schwindelnder Höhe hinaufgetrieben ist, ihn auf derselben auf derart umfangreich fei, daß die Leistungsfähigkeit unsrer Industrien Kosten der Konsumentenmasse tünstlich zu erhalten. So braucht es den Bedarf des inländischen Markts in normaler Zeit weit denn auch nicht wunder zu nehmen, daß sich die Kartellierung heute übersteige. Es fei daher unerläßlich, für den Fall auch bereits auf den Handel erstreckt und uns die notwendigsten Bedarfsartikel verteuert. eines Nachlaffens des Inlandsbedarfs die Möglichkeit eines Diese Startelle tragen dazu bei, die Verschlechterung der wirtgesteigerten Absatzes nach dem Ausland zu erhalten und zu fichern. Die alte Geschichte! Der ausländische Markt schaftlichen Lage noch eine Beitlang zu verdecken. Daß sich dadurch Der Korrespondent des Reuterschen Bureaus" berichtet aus soll die Sünden unsrer heimischen Ueberproduktion verivischen niemand mehr täuschen läßt, zeigen nun auch die Berichte der Beting vom 14. August: Handelskammern. Die Entfagtolonne traf gerade zur rechten Zeit ein, denn wir und deshalb schwärmt man für die eignen Absatzgebiete" der Weltpolitik.- Die Breslauer Handelstammer bezeichnet die Die nahende Krise, die sich mit dem Geschützdonner der waren fast erschöpft. Nachdem wir in der Nacht auf gestern den gegenwärtige Lage als eine so gespannte, daß die Gefahr hinesischen Weltmachtspoise ankündigt, wird der heftigsten Gewehrkampf während der ganzen Belagerung durchgemacht deutschen Arbeiterllaise eine schlimme Beit hatten, wiederholte das Tsung- li- Yamen feinen schon einmal geeines Ueberschlags der Konjunktur bedentlich nahe gerüdt bringen. Mit Arbeitslosigkeit und Hunger muß fie die Sünden indem es uns mitteilte, es habe die chinesischen Truppen an machten verräterischen Versuch, unsere Wachsamkeit einzuschläfern, und die größte 8urüdhaltung in der Ausdehnung des Kapitalismus bezahlen. und Schaffung industrieller Anlagen, wie in der gewiesen, das Feuer einzustellen. Gleichwohl griffen die Chinesen Inanspruchnahme des Geldmarkts dringend geboten erscheine. Die aber hinterlistiger Weise die britische, französische, ameritauische Kammer verlangt die Offenhaltung unsrer Ausfuhrund russische Gesandtschaft gleichzeitig von allen Seiten an. Der Lärm war geradezu betäubend und dauerte die ganze Nacht. wege, da der Zeitpunkt der Zeitpunkt immer näher rüde, Gegen Morgen gab uns der aus weiter Ferne hörbare Donner gefteig erten Produktion keine entsprechende Nachfrage aus dem Jn von Geschützen neuen Mut, den Widerstand fortzuseßen. Das lande mehr gegenüberstehe.- Alle Berichte beklagen das MißFeuer der Chinesen auf die Gesandtschaften dauerte bis zu verhältnis zwischen den sinkenden Warenpreisen und der Preisdem Augenblice, 100 die Entsatzkolonne die Stadt beträt. steigerung der Rohstoffe, so vornehmlich die Kammern von Arns " Die von englischer Seite gemeldeten neuen Unruhen in Die Chinesen geben zu, während der Belagerung 3000 Mann ver berg und Ruhrort. Die Handelskammer des Süd china werden auch hier für zutreffend bezeichnet. Es geht loren zu haben. Wir haben die Gesandtschaften zwei Monate lang Königreichs Stumm( Saarbrüden) sagt, daß noch im März daraus hervor, daß die militärischen Maßnahmen der verbündeten unter beständigem Fener gehalten und mir von Reis und einem Mächte mit der Einnahme Belings und der Befreiung der Gesandten Pfund Pferdefleisch den Tag gelebt. Als die Verbündeten dieses Jahres von den Einzelfirmen die Aussichten für den noch lange nicht ihr Ende erreicht haben, daß es vielmehr anrückten, griffen die ein Stadithor Geschäftsgang der Eisenindustrie als gut bezeichnet wurden; ob für den Oberbefehlshaber Grafen Waldersee außer auf diplo zogen damit alle chinesischen Truppen nach diesem Punkte diese Beurteilung heute noch berechtigt sei, müsse man matischem auch auf militärischem Gebiet noch eine sehr behin. So blieb das Scha- ho- Thor unverteidigt und die Engländer in starte 8 weifel ziehen. Dann fährt sie fort: deutsame Thätigkeit geben wird. Wir konnten fonnten, ohne auf Widerstand zu stoßen und ohne einen Mann zu Der neuerdings erfolgte Kohlenpreisaufschlag fällt zeitlich auf Grund unsrer Informationen diese Thatsache bereits hervor- verlieren, durch dieses Thor in die Stadt einrüden. gusammen mit Erscheinungen auf dem Weltmarkt, die anzu heben, als optimistische Berichterstatter gleich nach der Ein- Man wird abwarten müssen, ob nicht auch bei diesen Meldungen, deuten scheinen, daß der Höhepunkt in der Eisen nahme Betings das Ende der Chinakrise prophezeiten. An ähnlich wie den früheren Schauernachrichten von der Niedermezelung industrie überschritten sei. War man anfangs Mai 1900 einen Waffenstillstand ist zur Zeit nicht zu denken aller Europäer, mancherlei Uebertreibung unterläuft. und muß deshalb insbesondere die Nachricht für unzutreffend noch nicht geneigt, den Meldungen von einer Ueberproduktion jenbezeichnet werden, nach welcher die verbündeten Mächte sich wegen feits des Oceans weittragende Bedeutung beizumessen, so trat doch schon einen Monat später eine merkliche Abschwächung in der Nachfrage ein, die vielfach als der Beginn der absteigenden Konjunktur betrachtet wird." סטן der China. In Berlin wird das lächerlichste angestellt, um der Reise des Feldmarschalls Grafen Waldersee ein ernſtes Aussehen zu geben. Das Herold- Bureau verbreitet folgende Nachricht, die als Ansichten Berliner Regierungsfreifen erscheinen soll: Amerikaner Die deutschen Truppen. an und der Friedensbedingungen bereits in zwei Lager gespalten hätten. Der zweite Admiral des deutschen Kreuzergeschwaders meldet Ebenso wird uns die Nachricht von der Einsetzung einer Regentschaft aus Taku unter dem 23. d. Mts.: Kapitän Pohl ist laut Privatin Beting als mindestens verfrüht bezeichnet, da einer solchen eine nachrichten seit mehreren Tagen in Peting. Der Nach gründliche Abrechnung vorausgehen müßte, die nur schub von Verpflegung auf dem Beiho ist geregelt. Hecht ist erfolgen tönne, wenn man sich derjenigen Stellen bemächtigt hat, am 20. früh wohlbehalten in Tungtschu eingetroffen und nach welche die Verantwortung für die schwere Verlegung des Wölfer- Mittagsruhe weiter nach Peking gegangen. Das 1. Seebataillon ist rechts zu tragen haben." am 21. d. Mts. in Matou eingetroffen. Die Fertigstellung der Wetter auf der Neede und Mangel an Zugtieren. Transportmittel des Detachements hatte zu leiden unter schlechtem So geben jetzt auch die Handelskammern offen zu, was die feinfühlige Börse in ihren Notierungen und ihrem Verhalten längst zu erkennen gab es steht faul um die kapitalistische Herrlichkeit der Prosperität und schon die wächste Zeit kann uns die schlimmste teit. Thatsächlich ist in Südafien alles ruhig; einige Shanghaier hier überbietet ein Saß den andern an erheiternder Unrichtigs Strife bringen. Stlar geht dies auch hervor aus den amtlichen Ziffern Sensationsmeldungen haben sich, wie wir sofort annahmen, als über die Gründungen von Aktiengesellschaften im Reporterphantasie erwiesen. ganz beträchtlichen Rückgang der Gesamtziffer. Vom Jahre 1894 batiert der wirtschaftliche Aufschwung. Es wurden neu gegründet: 1894: 92 Gesellschaften mit 88,26 Mill. M. Aktienkapital 1895: 161 and 1896: 182 1897: 254 " 250,68 " " 268,58 880,47 " " " 1898: 829 " 468,62 1899: 864 " " 544,89 " " 217,01 1. Sem. 1900: 164 Berlin, den 25. Auguft. ersten Semester 1900. Sie zeigen gegen die Vorjahre einen Niemand kann behaupten, daß jede militärische Altion in China Politische Ueberlicht. beendigt sei. Es ist sogar möglich, daß das Verhalten der Europäer noch blutige Auseinandersetzungen herausfordern wird. Das ist is at Gefährliche Vorschläge. nennenswerter chinesischer Widerstand nicht mehr erwartet werden aber sicher, daß jezt in der Provinz Tschili ein irgendwie Ein Programm der Mächte für China stellt die„ öI 1. fann. Graf Waldersee ist aber Oberkommandierender nur 8tg." auf. Sie sagt ausdrücklich:„ Bis jetzt verlautet nicht, daß die für Tschili. Mächte sich über die zu fordernden Bürgschaften geeinigt hätten, wir An einen 23 affenstillstand fei nicht zu denken, sagt die wissen auch nicht, wie die deutsche Regierung darüber Berliner Weisheit. Aber thatsächlich ist er schon vorbentt..." aber bei der innigen Fühlung, die die„ Köln. 8tg." handen. Man will zunächst eine gründliche Abrechnung mit den des mit der Walderfee- Politik hält, kann ihr Programm kaum als bloße Völkerrechtsbruchs Verantwortlichen halten. Aber vorläufig tennt Beitungsmeinung gelten, sondern dürfte andeuten, was man in man diese nicht, und sodann find sie wahrscheinlich hunderte Meilen einflußreichen Streifen beabsichtigt. Der wichtigste Teil des Artikels von Beting entfernt. Es ist nicht zu verstehen, daß der Rachegedanke behandelt die von China zu leistenden Bürgschaften für die die Lösung aller wichtigen Aufgaben der Neuordnung der Berhältnisse 8ukunft": zurüddrängen soll. schwindenden Vertrauen der kapitalistischen Kreise und der daraus An sonstigen Nachrichten bemerkenswert sind fast ausschließlich folgenden verminderten Unternehmungsluft. Noch trüber aber wird die allerdings über England kommenden und nicht ganz ver das Bild, wenn man die Gründungen" im einzelnen betrachtet. läßlichen Meldungen von Reibungen unter den Mächten, insEs zeigen die meisten Gründungen die Industrie der Steine und besondere zwischen den Vereinigten Staaten und Rußland. Erden mit 21; die Metallverarbeitung und der Maschinenbau Mikhelligkeiten unter den Mächten? statsap mit 35; die Elektricitätsgesellschaften mit 10; die Textilindustrie mit 12; die Nahrungsmittelindustrie mit 23; die Brauereien mit 18 und das Baugewerbe mit 18. Aus diesen Ziffern zeigt sich schon, daß die Gründung neuer wirtschaftlicher Unternehmungen im Jahre 1900 die Zahl der beiden Borjahre nicht erreichen wird. Wir befinden uns bereits mitten in der rückläufigen Bewegung; fie zeigt sich zunächst in dem " " Aus 2ondon wird der„ Boff. 8tg." berichtet: Eine Washingtoner Drahtung vom 24. Auguft meldet, das kabinett erörterte heute die Verwidlungen, die ents Es sind zumeist richtige„ Gründungen"! Die Textilindustrie stehen dürften, wenn Rußland unabhängig in China hatte eine ganz furze gute Zeit, der jetzt der Rückschlag auf dem vorgehen follte. Es wurde beschlossen, in einen Schriftwechsel Fuß gefolgt ist und sofort haben die Befiger gewisser Betriebe, die mit den übrigen Mächten zu treten behufs Vereinbarung einer die Herrlichkeit sehr gut fennen, die günstige Gelegenheit zur Rettung gemeinsamen Attion und Feststellung des Verfahrens, das Rußland ihres Geldes ergriffen, indem sie schleunigst ihren Betrieb in eine gegenüber eingeschlagen werden soll, wenn diese Macht fortfahren sollte, unabhängig von den übrigen zu handeln. Rußlands Attiengesellschaft umwandelten und den Vertrauensseligen die Attien altung bereite dem Kabinett ernste Besorgnisse. Es sei aufhingen. Bedeutend sind die Gründungen" wieder im Bau- Grund für die Annahme vorhanden, daß, wenn irgend eine gewerbe. Aber gerade hier beruht alles auf Spekulation und man Macht China den Krieg erfläre, die Union erwartet für die nächste Zeit einen schweren Bautrach in Deutschland. regierung ihre Truppen abberufen und den Schluß Zweifellos würde die Verschlechterung der wirtschaftlichen der Feindseligkeiten abwarten werde, che fie Unterhandlungen bezüg Lage noch weit mehr vorgeschritten sein, lich der von China zu fordernden Schadloshaltung anknüpfe. nicht wenn Die Kartelle fie tünstlich aufhielten. Sie bittieren den Eine Washingtoner Drahtung des Morning Leader" fagt, die die Kartelle sie künstlich aufhielten. Sie diftieren den Konsumenten die Preise, und da sie meist auf Grund langfristiger Regierung werde in ihrer Stollektivnote Stellung gegen eine etwaige Teilung Chinas nehmen und eine internationale Konfe Berträge liefern, tönnen sie die Verschlechterung in der allgemeinen ren 3 zur Besprechung aller Seiten der chinesischen Frage vorMarktlage noch eine Zeitlang verdecken, bis dann plöglich ein jäher schlagen.(?) Preissturz die weit vorgeschrittene Krise aufdeckt. Die Auswucherung Was soll Waldersee noch? der Konsumenten durch die Syndikate der Eiſenindustrie und des Nach einer amtlichen Pariser Mitteilung wird in China unGeneralstabe Waldersees eine inter Kohlenbergbaues hat längst die Kapitalisten andrer Produktions- abhängig vom „ Selbst wenn man, wie vielfach befürwortet wird, von GeldIeistungen als Sühne für die Ermordung der vielen Ausländer absehen wollte, würde China für den Verlust fremden Eigentums und als Entgelt für die gewaltigen Kriegsausgaben der Mächte eine Geldentschädigung aufzuerlegen sein, die sich auf viele hundert Millionen Taels belaufen wird. Wie sollen die Mittel aufgebracht und wie soll die Zahlung sichergestellt werden? Die einzigen ficheren Reichseinnahmen, die Erträge der Seezölle, find den Anleihegläubigern verpfändet und können füglich nicht angetastet werden. Freilich ist es seit langer Zeit der Wunsch der chinesischen Regierung, die Seezölle zu erhöhen, und da dieser Wunsch wegen der Silberentwertung und aus andern Gründen jetzt wohl allgemein als gerechtfertigt anerkannt ist, so dürfte dürfte seine seine Verwirklichung lim 10 weniger Anstoß erregen, als durch die Mehreinnahmen ein Teil der Kriegsentschädigung verbürgt werden tönnte. Aber das wäre doch wohl immer nur ein kleiner Teil der zu leistenden Summen... slie... Es bleibt also schon bei Regelung der Entschädigungsfrage, wenn der Anspruch der Betroffenen sicher gestellt werden soll, nur der Ausweg, die Mittel unter Kontrolle der Mächte und durch diese Kontrolle aufzu bringen. Um eine solche Kontrolle jedoch wirksam zu gestalten, bedürfte es einer Aufsicht in allen Zweigen der Finanzgebarung des Reichs, die kontrollierenden Beamten der Mächte müßten der berechtigt sein, in die Finanzverwaltung Provinzen wie der Centralgewalt bis ins kleinste Einsicht zu nehmen und nötigenfalls bessernd und selbst strafend cinznareife», und schließlich miißte auf Grund dieser Reform die Ausstellung eines StaatöhnushaltS, die man bis jetzt nicht kennt, ermöglicht werden... Nichts wäre thönchler, als wenn man solchen Vorschlägen folgen ivollte. Di?.Köln. Ztg.' spricht nun von Erhöhung der chinesischen S e ez ö lle und sagt selbst, daß hieraus.immer nur ein kleiuer Teil der zu leistenden Summe" einzutreiben wäre. Woher soll der Hauptteil der vielen Hunderte von Millionen TaelS, die man aus China pressen will, genommen werben? Offenbar aus Erhöhung der übrigen Steuern, der Salzsteuer, der Grundsteuer, der Likinabgaben. Es ist richtig, daß die chinesische Regierung eine Erhöhung der Seezölle beabsichtigte. Aber sie bezweckte damit natürlich eine Ver- besserung der eignen Finanzen, nachdem die wachsende Zinslast für die wiederholt nötig gewordenen Anleihen ihr Finanzwesen völlig erschüttert hatte. Erhöhung der Scezölle behufs Zahlung der Kriegs- entschädigung bedeutet für den chinesischen Handel eine Verteuerung der Waren, die um so erbitternder wirken muß, als diese Verteuerung nur den Fremden zu gute kommen tnürde. Dazu kommt der Schaden, der auch dem europäische» Handel nach China aus der Zollerhöhllug erwachsen würde. Noch weit mehr muß aber die Erhöhung der inländischen Steuern in China zu Gunsten deS Auslands die chinesische Ve- völkerung zu heftigstem Widerwillen reizen. Schon bisher hat ja, wie wir früher mitteilten, die Ueberzeugnng der Bevölkerung, daß ihre Steuerabgaben den Fremden zufließen, eine Ursache der Empörung und der jetzigen Unruhen gebildet.' Dazu soll vollends ein europäisches Beamtenheer für China ge- schaffen werden, das bis in alle Winkel des Reichs und bis in alle Einzelheiten des Finanzwesens und der Steuererhebung eindringen soll. Wollte man einen Preis festsetzen auf die vollkommenste Methode, Ivie der Frenidenhaß durch gauz China verbreitet und in alle Gemüter der chinesischen Bevölkerung linausrottbar eingegraben werden kann, dem Vorschlag der„Kölnischen Zeitung" wäre dieser Preis sicher.— „Kreuz-ZeitungS"-Logik. In der„Zeitschrift des königl. preußischen st a t i st i s ch e n Bureaus" hat kürzlich der Neglerungs- Assessor Dr. Kuhnert eine Zusammenstellung der Zwangs Versteigerungen land- und forstwirt- schaftlicher Grundstücke in Preußen während der letzten Jahre veröffentlicht, aus der hervorgeht, daß die Zahl der zwangsweise versteigerten Grundstücke im Jahre 1897 um 90 gegenüber dem Vorjahre 1896 zugenommen hat, dagegen in 1898 um 144 gesunken ist. Diese Statistik hatte zum besonderen Aerger der neuerdings wieder recht kampfes- lustigen„Kreuz-Zeitung" die„National-Zeitung" zum Anlaß genommen, um die Ansicht zu äußern, wenigstens so viel er- gebe sich aus den betreffenden Zahlen, daß die Landwirt- schaft guten Grund hätte, mit gleichem Vertrauen wie früher in die Zukunft zu blicken und daß auf keinen Fall die Handelsverträge für die Schwierigkeiten der Landwirtschaft verantwortlich gemacht werden könnten. Es mag unerörtert bleiben, ob derartige weitreichende Folgerungen aus den wenigen vorliegenden Ziffern und über- Haupt aus den Zwangsversteigerungen abgeleitet werden dürfen, deren Ab- und Zunahme ja keineswegs ein genauer Ausdruck des jeweiligen Stands der Nentabilität des land wirtschaftlichen Betriebs ist, sondern noch von einer Reihe andrer Umstände abhängt. Jedenfalls aber ist es recht verfehlt, wenn in ihrer nervösen Erregtheit die„Kreuz-Zeitung" sich zu folgender kuriosen Argumentation verleiten läßt: „Das günstige Gesamtbild aber verschiebt sich einigermaßen, wenn man die Zahl der Versteigerungen bei den verschiedenen Größenklassen betrachtet. Danach haben die Versteigernngcn in den Größenklassen von S bis 20 und von 20 bis 50 Hektar nur fcljr wenig abgenommen, etwas mehr die in den Größenklassen von 50— 100 und von 100— 200, erheblich dagegen die von Gütern über 200 Hektar. Bei letzteren ist die Abnahme seit 1895 stetig gewesen, sie erfolgte von 77 auf 27 Versteigerungen. Die Zahl der versteigerten Güter von 5—20 Hektaren betrug von 1895-1898 657. 481. 625, 477 s der von 20—50 Hektaren 232, 204, 222, 206: der von 50-100.- 96. 82. 89, 77: der von 100 bis 200: 48. 27,� 49, 35. Man ficht also ans dresen Zahlen, daß die Versieigerungen der kleineren Ve- sitzungen bald eine höhere Zahl aufweisen, bald geringer werden, daß sich also a»S dieser Statistik nicht folgern läßt, die ZwaiigSversteigerungen seien � bei diesen Kategorien in Abnahme begriffen. Will man auS diesen Ziffern durchaus einen Scvlnß auf die Lage der Landwirtschaft ziehe», so kann es doch nur dieser fern: daß der Großgrundbesitz dre vorhandene Notlage leichter zu ertrage» vermag als der Klcinbesitz. Das ist aber eine Thatfache, dre gerade von Blättern wie die„National-Zeitung" noch imnrer geleugnet worden ist." WaS sich zunächst für jeden, der die vier Species der Rechenkunst intus hat, aus dieser Statistik ergiebt, ist trotz aller Verneinung der„Kreuz-Zeitungs".Statistiker das klare Resultat, daß die vier Jahre 1895— 1898 im ganzen einen deutlichen Rückgang der Zwangsversteigerungen aufweisen. wenn auch dieser Rückgang kein sich gleichmäßig auf die verschiedenen Jahre verteilender ist. Zweitens aber: hat gerade die Zahl der Versteigerungen bei den großen Gütern, die als Getreideproduzentcn vor allem in Betracht kommen, am meisten abgenommen, so folgt daraus nur. daß keineswegs die Ermäßigung der Getreidezölle durch die Handelsverträge jene„ruinöse" Wirkung auf die Landwirtschaft gehabt haben kann, welche von der„Kreuz-Zeitung" und ihren agrarischen Freunden behauptet wird. Denn sind thaffächlich die niedrigen Getreidezölle schuld an der angeblichen Not- läge der Landwirtschaft, dann müßte sich deren Wirkung dort !am deutlichsten zeigen, wo im Betrieb und für den Ertrag der Anbau von Getreide für den Verkauf die größere Rolle spielt, also bei den größeren und großen Rittergütern, nicht aber bei den kleinen Bauerngütern, deren Besitzer oder BeWirtschafter meist nur so viel Getreide bauen, als sie für ihren Eigenbedarf gebrauchen, und für welche die Pro- duktion für den Verkauf Nebensache ist. Will man also, um in der Sprache der„Ltreuz- Zeitung" zu reden, aus den obigen Ziffern„durchaus einen Schluß auf die Lage der Landwirtschaft ziehen", so kann es nur der sein, daß für die Rentabilität der Güter denn doch noch ganz andre Faktoren entscheidend sind, als nur die Höhe der Getreide- zölle, und daß zum mindesten die Anschuldigungen, die seitens der Gefolgschaft der„Kreuz-Zeitung" gegen die Handels- verträge wegen der Reduzierung der Getreidezölle erhoben werden, bedeutend übertrieben sind.— Schweinburg-Posadowsky. In den Tagen der erdumspannenden Wellpolitik muß die zarte Pflanze der Socialpolitik vollends verkümmern. Schon die bloße Erörterung des Gedankens einer Arbeitslosen-Ber- Sicherung in der Presse bringt das Unternehmertum außer Lassung. Die Schweinburgschen«Politischen Nachrichten" entrüsten sich über die socialpolitischen Dilettanten, die den Arbeitem die Möglichkeit einer solchen Versicherung einrede». Man bedenke nicht, wie sehr heute schon da» Untenwhmertum durch die Arbeiter- verficherungS-Gesetze in Anspruch genommen sei l Ersten« muß bei dieser Gelegenheit den deutschen Unternehmen, wieder einmal gesagt werden, daß sie im Vergleich zu England und den Vereinigten Staaten ihren Arbeitern niedrige Löhne zahlen, daß sie den Arbeitern lange nicht da« bieten, WaS jene Länder, mit denen Deutschland an erster Stelle auf dem Weltmarkt in Konkurrenz zu treten hat, bieten. Die Leistungsfähigkeit der Unternehmer kann also un« beschadet der Existenzfähigkeit der deutschen Industrie noch stark in Anspruch genommen werden. Sodann kann es aber doch nicht ernst gemeint sein, gegen- wärtig über die mangelnde Leistungsfähigkeit der Industrie zu klagen. Die deutsche Industrie hat in den letzten fünf Jahren des Aufschwung» Geschäfte gemacht, wie kein zweites Industrieland der Welt, wöhtenddem die deutschen Arbeiter nur einen bescheiden be- messenen Anteil an den reichen Erträgnissen der Konjunktur ge- nonmien haben. Die Kosten einer Arbeitsloseuversichcruiig könnte also die deutsche Industrie ohne Schaden für ihre wirtschaftliche Stellung aus öcm Weltmarkt gut und gerne tragen. Freilich, wenn man warten soll, bis die Industrie selb st ihre Leistungsfähigkeit dazu erklärt, wie e« Schweinburg verlangt, dann allerdings wird kein deutscher Arbeiter je eine solche Vcrstchemng mehr erleben. Jntercssnlit ist, daß diejenigen bürgerlichen Socialpolitiker, die gleichfalls für eine ArbeitSlosenversichernng plädieren, lvieder einmal in einen Topf mit der Socialdemokratie geworfen werden: sie be- gehen nämlich»ach Schlveinburg ein„Verbrechen" an den Arbeitern, wenn sie mit dieser den Arbeitern sagen, sie könuten auf anderem Wege als auf dem des Sparens gegen die Folgen der Arbeits- losigkeit geschützt Iverden. Wie andre Klassen der Bevölkerung sollen eben auch die Arbeiter in besseren Tagen gegen die Not in schlechteren durch Sparen sich schützen. Wem, die Arbeiter das nicht gethan haben, so werden sie lvieder nach Schweinblirg„es sich in den schlechten gefallen lassen müffen, daß sie am eignen Leibe verspüren, wie verkehrt es ist, den socialdemokratischen Lehren nachzuleben". Wenn man sich mit den Organen de« Herrn Schweinburg ernsthast über eine Frage in Dis- kussion einlassen könnte, so müßte man ihm auseinandersetzei«, daß bei Verwirklichung seiner Spartheorie die Herren Industriellen bald recht lange Gesichter schneiden würden, wenn infolge dieses Sparens der Verbrauch an Waren auf dem heimischen Markte stark zurückginge! Wie soll ein Arbeiter bei seinem heutigen Einkommen überhaupt sparen! DaS sollen ihm erst die Herren bormachen, die wie Herr Schweinburg fast soviel Zehiitausende jährlich einnehmen, wie ein Arbeiter Hunderte. Selbst in diesen Kreisen sind aber am Schluß des Jahrs die Ausgaben oft größer als die Einnahmen. Also das ist albernes Geschwätz, das [ich da die„Berliner Politischen Nachrichten" leisten. Im übrigen sparen die Arbeiter in ihrer Weise durch die Beiträge an ihre Organisationen, von denen einige sogar schon die Arbeitslosen- Versicherung eingeführt habe». Daß Graf v. PosadowSky inmitten dieser albernen und von knickerigem Geiste erfüllten Ausführungen eines Schweinburg eine gute Note bekommt, das gönnen wir dem Leiter unsrcs social- politischen Kurses von Herze». Seine wirtschaftspolitischen An- 'chauungen decken sich ja in hohem Grade mit den Ausführungen in den Schweinburgschen Preßorganen. Schweinburg ist auch so frei, dem Grafen Posadowskh vorzuschreiben, wie er sich gegen etlvaige Anregungen zur Einführung einer Arbeitslosen-Versichernng zn verhalten hat: die kompetenten Regienmgskreise werden einer der- artigen Anregung ablehnend gegenüberstehen. Darum, ihr deutschen Industriellen, braucht ihr keine Angst zu bekommen, ivenn ihr da und dort etivas von Arbeitslosen-Bersichenrng leset, die Kosten der kommenden Krise müffen wie bisher die deutschen Arbeiter bezahlen; ihr könnt sie entlassen, sie könne» hungern, ihr habt nicht nur Jahre laug euer» Reichtum vermehrt, ihr werdet auch in den schlechten Jahren nicht gehindert werden, auf Kosten der Arbeiter immerhin noch annehmbare Gewinne zu ver- dienen. UnS Socialdemokraten soll diese Politik der Regierung und der Industrie recht sein: Die Arbeiter werden dann, um in Anlehnung an Schweinburgs frommen Wunsch zu schließen, an ihrem eignen Leibe verspüren, wie bitter notwendig es ist, sich in Reih und Glied der Arbeiterbewegung zu stellen und das zu erobern, was ma» [etzt noch frevelhaft verweigert.— »• « Zleulsches Meich. Ahnenkult. In Erfurt wurde am gestrigen Sonnabend ein Denkn.al des Kaisers Wilhelm 1. enthüllt. Wilhelm II. wohnte der Feier bei. Die Stadt Ersiirt bereitete den bei solchen Gelegen» heile» üblichen pomphaften Empfang und das Teiegraphenbureau verbreitet so umfassende Depeschen, als gelte ei der Chinareise deS Grasen Waldersee. Bei der Entgegennahme des Ebrcntrunks vor dem Rathause hielt der Kaiser folgende kleine Ansprache: „Ihrer Einladniig zu entsprechen, habe ich mich gern ent« schlössen, in Erinnerung an meinen h o ch i e I i g e n H e r r n Großvater. Ich war Zeuge seiner letzten Aiiivesenheit in Erfurt nnd werde nickt vergesse» den Jubel der hiesigen Be- völkerung»nd den Ausdruck der hohen Freude der Bürgerschaft darüber, daß die la» desväterlichen milden Äugen des hoch seligen Herrn über der Stadt leuchteten. Seit der Zeit hat. wie ich mich persönlich überzeugen konnte, die Stadt einen geivaltigen Anfschwung genommen. Sie wird wohl die größte und maßgebendste Stadt Thüringens werden, dank der Opferfreudigkeit der jBürgerschaft und dank der Hilfe meines Großvaters. Indem ich diesen deutschen Wein an die Lippen setze, verbinde ich damit den innigsten Wunsch, daß die Stadt Erfurt grünen und blühen und sich weiter entwickeln möge, in der Hoffnung, daß eS mir immer ver- gönnt sein werde, ihr den für die EntWickelung eines großen städtischen Gemeinwesens nötigen Frieden zu erhalten. Dazu verhelfe lins Gott! Auf das Wohl der Stadt Erfurt!" Diese Rede des Kaisers wird weithin Sympathien erwecken. In Deutschland wird man nach der Humieiiredc sich der Betonung der nötigen Friedenserhaltung erfreuen. In China wird man sich an- genehm berührt fühlen, daß auch in Deuschland die den Chinesen geheiligte Ahnenverehrung eifrig gepflegt wird.— Keine Schlachtcnbilder. Kaiser Wilhelm R hatte de» Schlachtenmaler Kossak aufgefordert, den Feldmarschall Grafen Waldersee nach China zu begleiten, um eine Reihe Schlachtenbilder vom europäisch asiatischen Krieg für den Kaiser zu malen. Kosiak hat jedoch diesen Auftrag ab- gelehnt, und zwar aus Gründen, die der Maler in einem Schreiben an den„Dziennil Poznansli" bekannt giebt. Das Schreiben Kosiaks an das polnische Blatt in Posen lautet, ab- gesehen von den einleitenden Sätzen, wörtlich: „Es ist wahr, daj�Kaiser Wilhelm II. mich allergnädigst zum Stab des Feldmarschau» Grafen Waldersee berufen hatte, damit ich eine ganze Serie von Schlachtenbildern auS dem europäisch-asiatischen Krieg für Se. Majestät herstelle. Jedoch mutz ich Ihnen mitteilen, daß es mir unmöglich ivar, der ehrenvollen und gnädigen Aufforderung Kaiser Wilhelm II. nachzukommen, da ich schon früher Verpflichtungen übernommen hatte, die mir dies zur Unmöglichkeit machten." Wir wissen nicht, wer an Stelle KosiakS als Schlachtenmaler nach China gegangen ist. Jedenfalls ist dieses Bedauernswerten Hos- ming; Thaten der Rache in China durch seinen Pinsel zu feiern, nun zu Schanden geworden. Die Entsendung deS Schlachtenmalers beweist, daß die Waldersee- Expedition bis in alle Einzelheiten mit größter Umsicht vorbereitet worden ist.— Der Kaiser al» Redner. In der Zeltschrist„Der Volks- erzieher" plaudert ein Herr Schwaner über die Art des Kaisers im Reden: „Einige meiner Freunde haben sich darüber gewundert, daß ich die letzte Ehinarede[„Hunnenrede") unfteSKaiferS so„optimistisch" und„bann los" aufgefaßt. Sie schreiben meine Gutgläubigkeit dem Un, staube zu, daß ich auf Reifen in Oberbayern war. wo man „wenig Gelegenheit hat, die Tageszeitungen genau" zu verfolgen und nifolgedesicn Gefahr läuft, den Zusammenhang mit den neuesten Ereignissen zu verlieren. Wenn ich diesen meinen auf- richtigen Mitarbeitern hier antworte, so geschieht es nicht etwa, vm mich zu rechtfertigen oder eine neue Richtung für den„Volks- erzieher" anzugeben: ich stehe in Bezug auf die betreffende Kaiserrede»och genau auf demselben' Standpunkt, den ich in Gnrmisch einnahm; und was den Kaiser selbst angeht, so habe ich auch da keinen Anlaß, irgend eine Ansicht von mir über ihn zn revidieren. Ich habe wiederholt den Kaiser sprechen hören und einige seiner Reden nach- geschrieben. Wer in der gleiche» Lage mit mir ist, weiß, wie schwer es i st. solch einer Rede zu folgen und gar, eine richtig»achzuschrctben. Es kam vor, daß unser Vier, jeder Einzelne Vertreter eines de sonderen Blattes, eine» andren Wortlaut niedergeschrieben hatten. Um die tollste« Widersprüche zutz beseitigen, blieb uns nichts andres übrig, als aus den vier Reden durch Redigieren eine zu fixieren. Es hat niemand nachher gemerkt— auch das amtliche Wölfische Bureau nicht—, wie„die neueste Taufrede Sr. Majestät" zusammengeschweißt war. Sie galt für echt vom efften bis zum letzten Buchstaben! Und doch konnte sie es nicht sein. Denn der Kaiser, der selten allen verständlich spricht, redet zwar stets zu Anfang so langsam und deutlich, daß man bequem nachschreiben kann. Nach und nach beschleunigt sich aber das Tempo der meist improvisierten Rede, um sich schließlich f a st zu überstürzen. Daun heißt e» ab- wechselnd stenographieren, jeder einen oder zwei Sätze, während der andre gespannt aufmerkt I So entstehen die wort- getreue st en Kaiserreden. Wenn aber jeder auf seine eigene Faust loSschreibt, womöglich mit halbem Ohre hört, oder gar»och niederschreibt, was man vermutet oder hofft, daß es „Majestät sprechen würde»," so entstehen die Reden von„Pardon wird nicht gegeben." Da fehlt nur noch der Zusatz: „Weiber, Greise und Kinder werden aufgespießtl"... Der Herr Stenograph kaiserlicher Reden vergißt nur, daß das Wort:„Pardon wird nicht gegeben" keineswegs offiziös abgeleugnet worden ist. Doch man begreift nach dieser Schilderung eine» Ohrenzeugen, welch schlvierige Aufgabe die Bülowsche Censur zu bewältigen hat.— Waldersee der Einzigartige.„ReichS-Anzeiger" und„Nord- deutsche Allg. Ztg." haben den offiziellen Befehl erhalten, den Ober- komniandiercndcil in Ostasien vor der heimischen Kritik zu schützen. „Schon die Rücksicht auf die einzigartige Stellung, wie sie bisher niemals einem deutschen Heerführer zu teil ward, sollte— so erklärt der„Reichs-Anzeiger"— hinreichen, um ihren Träger gegen parteipolitische Befehdungen zu schützen.... Im Reisen und Reden allerdings hat sich Graf Waldersee eine unter de» Nichtgefürsteten dieser Erde einzigartige Stillung er« worden. Soll der einzigartige Feldmarschall auch außerhalo der öffentlichen Kritik gestellt werden, so werden die Regierungsorgane vielleicht demnächst zum Majestätsbeleidigungs-Paragraphen einen Waldcrsce-Paragraphen vorschlagen.— Ter ratificicrte FrirdcnSschwtndel. Wie auS dem Haag berichtet wird, tresien dort nunmehr die einzelnen Ratifikationen der Staaien zu den Beschlüssen der internationalen Friedens« K o n f e r e n z ein. Sovald diese von neun Mächten angelangt sein werde», soll die Einsetzung des CentralbureanS erfolgen und da»» wird es an den Regierungen liegen, die Mitglieder des per« mancnten Schiedsgerichtshofs zu ernennen. Man glaubt, daß die Konstituierung noch vvr Ablauf des Jahres erfolge» werde. Theater-Politik. Nie hat sich die deuffche Theaterpolitik um die unsterbliche Lächerlichkeit eifriger bemüht, als beim„Triumphzug" des Grafen W a l d e r s e e. der in den Krieg zog. da er aus war. Fast die gesamte deutsche Presse empfindet»un dieses Uebcrmaß der sonst so gern geduldeten und geförderten Reklame in der Polltik. Nur in den �Berliner Neuesien Nachrichten" finden wir noch eine Verteidigung des Waldersce-Spcktakels: „ES ist kaum fraglich, daß man überall im Ausland diese Ovationen sehr natürlich gefunden habenwird; daß wir unS mit ihnen vor dem Auslände lächerlich gemacht haben sollen, wird man dort erst an» der deutsch en Presse erfahren und nun selbstverständlich gebührend davon Akt nehmen. Wir wollen aar nicht davon reden, welche» Hohngelächter die Socialdemokraten und ihr Anhang erhoben haben würden. hätte die Bevölkerung den Grafen ohne Sang und Klang von bannen ziehen lasten. Aber auch andre Leute, welche jetzt die Ueberschwänglichkeit der Kund- gedungen tadeln, würden eS al» ein betrübende» Symptom be« trachtet haben, wenn Graf Waldersee unter allgememer Gleich- giiltigkeit geschieden wäre. Warum da so peinlich über das richtige Maß des Enthusiasmus rechten?" Wie aber das Ausland über den Waldersee- Enthusiasmus denkt, dafür nur ein Beispiel. Die Londoner„Daily Nelvs" schreiben: „Im Grafen Waldersee ist ein Bühnenleiter erster Klasse verloren gegangen. Die Art. in der er es fertig brachte, den Enthusiasmus des Volks zu entfachen, war wunderbar. Der Feldmarschall ist selbst jetzt auf seinem Wege von Berlin nach Genua bemüht, daS Interesse an seiner Person lebendig zu er- halten, und von allen wichtigen Stationen hat er selber telegraphische Berichte über seinen Empfang und bezüglich seiner Anreden an die deutschen Blätter senden lassen. Und alles daS geschieht, bevor der Gras irgend etwas gethan hat. Nie zuvor ist die deutsche Nation in einen solchen Zustand der Exstase auf so kunstvolle Weise versetzt worden. Dieser Zustand der öffentlichen Meinimg ist natürlich mit Absicht geschaffen worden, um die Chinnpolitik durch ein Schmeicheln der Eitelkeit des Voltes populär zu machen...." Das englische Blatt irrt sich nur im Glauben an die Exstase der deutschen Nation. Der Versuch, die Gemüter zu berauschen, wurde gemacht. In einigen weltpolitisch Trunkenen mag eine Zu- »ahme des Rausches erzielt worden sein. Aber im deutschen Volk hatten die Negisscure nur den einen Erfolg— schallender Fröhlich- keit und lachenden Hohnes.— Die Stellungnahme der Socialdemokratie z« den Land- tagswahlen auf dem bevorstehenden Mainzer Kongreß behandelt Theodor Barth in einem Artikel der„Ration". Die Schlüsse auf die innere Entwicklung der Partei, die der freisinnige Politiker au? einer etwaigen Bekchlußfassuiig der Beteiligung zieht, find die bekannten thörichlen Hoffnimgen aus eine Mauiernng der socialdemokratischen Partei und wenig interessant. Interessanter sino seine Ausführungen über die Haltung, die die Freisinnigen gegen« über der Socialdemokratie im Falle der Wahlbeteiligung einzunehmen hätten. Herr Dr. Barth bemerkt hierüber: „Siegt diese Anschauung ans dem socialdemokratischen Partei« tage, so wird man konsequenterweise die Unterstützung der liberale» Opposition auch dann eintreten lassen, wenn an Mandaten dabei für die Socialdemokraten nichts abfällt. Aber der Liberalismus würde einen unverzeihlichen Fehler begehen, wenn er sich zwar die Unterstützung der Socialdemokratie machen, lait abtreten. ind Guar die ung der Socialdemokratie den Reaktionären ganisation der Eisenbahnarbeiter und Kleinbeamten empfohlen. Die and no fos " " Reils idrodin 203 ando e nisi mulus red are all JnNr. 196 des Vorwärts" versteigt. fich gefallen laffen, jedoch eine Gegenleistung gewähren strengeres Vorgehen gegen die Anarchisten am Blake sei, dürfe Erklärung. un würde. Eine solche politische Schäbigkeit würde die wohl gefchloffen werden, daß England fich der Anarchisteneampagne Fel: Luxemburg zu der Behauptung, daß social- nationalistische Achtung vor dem Liberalismus gewiß nicht erhöhen. Zugleich anschließen werde. Wir nehmen an, daß die Wiener Anregung Elemente" so werden in geschmackvoller Weise die Mitglieder der würde man damit gerade jene Glemente innerhalb der Social unbeachtet bleibt, da die Mächte vorläufig genug mit der durch sie parnischen socialistischen Partei bezeichnet die demokratie stärken, die einer eifrigen Beteiligung an den Land- verschuldeten Anarchie in China zu thun haben. praftifche Arbeit in Bofen und Schlesien durch Queteines das Hineintreiben tagswahlen nach wie vor entgegen arbeiten werden. Aus Baden.( Eig. Ber.) Von den 7 Abgeordneten der social treibereien" und Sind doch die Liberalen schon durch ihre Grundsäge ver demokratischen Kammerfrattion scheiden 3 aus Ged, Kramer und zwischen die polnische und die deutsche Socialpflichtet, dem politischen Standal entgegenzutreten, daß Schaier. Die beiben Vertreter von Karlsruhe erstatteten am Mittwoch bemokratie" stören. Dem gegenüber stellt der unterdie zahlreichste Partei Preußens im preußischen Barlament abend vor einer bortigen Boltsversammlung ihren Bericht. Abg. Ged zeichnete Borstand fest, daß das Verhältnis der sociaböllig unvertreten ist, und selbst der schwächlich ste sprach über die Kammertagung von 1897/99, während Abg. Sater Liberalismus fann sich der Ehrenpflicht nicht entziehen, mit einigen Materien der Session des Tegten Landtags fich be- liftischen Partei Polens zu der deutschen Partei- Organisation dieser konftitutionellen Absurdität baldmöglichst ein Ende zu befaßte und insbesondere die Betitionen der Eisenbahnbediensteten bas allerbeste ist. Wo aber Querfreibereien vorgekommen find Es wird nach Lage der Dinge kaum durchführbar sein, daß behandelte. Die Diskussion erstreckte fich hauptsächlich auf die Be- so waren sie gegen die polnische focialistiiche Partei Es wird nach Lage der Dinge kaum durchführbar sein, daß handlung der Interessen der Bahnarbeiter und Bahnbediensteten. gerichtet und gingen von FrL. Luremburg oder die Freifinnigen von den Mandaten, die sich zur Zeit in ihrem Einerseits waren Redner mit der Stellungnahme der Fraktion gegen von einzelnen unter ihrem Einfluß stehenden Besiz befinden, der Socialdemokratie das eine oder das andre über den Petitionen aus diesen Kreifen nicht ganz einverstanden, arteigen offen aus. nicht zu treiben. Aber an Mandaten, die andrerseits wurde als ein erfolgreicher Weg die so notwendige Or Berlin, 24. August 1900. die Uneigennüßigkeit durch die Für den Vorstand der polnischen socialistischen Partei Deutschlands. abgenommen werden, focialdemokratisce Kandiau beteiligen, wäre nicht nur gerecht, sondern gegründeten katholischen Eisenbahner- Verband bereits start ervor allem auch politisch tIug. Ich gebe mich keineswegs der Erwartung hin, daß ſelbſt burch die lebhaftefte Beteiligung der Socialdemokratie an den Landtagswahlen die Linke des preußischen Abgeordnetenhauses eine wesentliche Verstärkung erfahren erfahren würde. Aber die bloße Thatsache, daß die Socialdemokratie an den Wahlen zum Landtage und au beffen parlamentarischen Arbeiten ernsthaften Anteil nimmt, ist für die Gesundung unserer politischen Verhält niffe in Breußen von wesentlicher Bedeutung. Die Bestrebungen zur Reform des elendesten aller Wahlsystenre würden einen ganz andren Elan bekommen, wenn die unter dem bisherigen System am schlimmsten benachteiligte Partei in der Lage wäre, ihre Sache im preußischen Parlament selbst zu führen. Auch würden die Verhandlungen des preußischen Abgeordnetenhauses an Frische und Lebendigkeit gewiß gewinnen, wenn einige socialdemokratische Hechte in diesen fonservativen Karpfenteich gesetzt würden." schüttert ist. Etuquartierungslaften in Elsaß- Lothringen. flat mig August Berfus. Jaconsortoit sid Tua Sout Die Referate der beiden abgeordneten huurben mit genommen. Der dritte Vertreter der Residenz, der demokratische Englische Kampfestaktik in Südafrika. bg. Bleß, erstattete noch keinen Thätigkeitsbericht. Für die im Seit England die Hartnäckigkeit der Boeren in Südafrika als Herbst 1901 stattfindenden Neuwahlen sollen jetzt schon Vorbereitungen fäftige Seffel empfindet, die es an einer seiner hervorragenden Handelsinteressen entsprechenden Machtentfaltung auf dem chinesischen getroffen werden. Kampfplatz hindert, nimmt die englische Kriegführung in Südafrita immermehr zu Maßregeln ihre Zuflucht, die allen Aus Straßburg i. E. wird uns vom 24. d. Mts. geschrieben: befferen Traditionen der englischen Nation widersprechen. Hat Die bitteren Klagen der reichsländischen Bevölkerung über die England schon bisher, wie die eignen Berichte der englischen ungeheuern Laften, die ihr aus den häufigen militärischen Ein- imperialistischen Presse beweisen, den Kampf gegen die Boeren in quartierungen Jahr für Jahr erwachsen, haben in den legten einer teineswegs humanen Weise geführt, jo greift jest, feitdem Tagen auch den Weg in die altdeutsche Presse gefunden, und auch Botha alle Bestechungsversuche zurückgewiesen und De Wet die der Vorwärts" hat sich an der Hand einer Witteilung der Köln. englischen Truppen zu stetigen aufreibenden Wärschen zwingt, felbft Boltszeitung" bereits der Sache angenommen. Es ist in der That Lord Roberts zu den niedrigsten Preffionen, um die Boeren niederteine kleine Extrabüirde, die der reichsdeutsche Militarismus zuwerfen. Als auf Kuba die Spanier die von Amerika unterneben allen den sonstigen Lasten dem Bolte der wiedergewonnenen stüßten Insurgenten als Rebellen behandelten, fie niederschossen Podbielskis Versandhaus für Gärtnereiprodukte. Die Brüder" damit aufladet, und die materiellen Opfer, die man die und ihre Gehöfte niederbrannten, wußte die englische Bresse nicht " Bolts- Beitung" macht interessante Mitteilungen über den aus- Bevölkerung Elsaß- Lothringens seit der Annegion auf diese Weise zu genug über die Brutalität der spanischen Soldateska zu jammern, gedehnten Gärtnereibetrieb der Podbielstischen Gartenverwaltung bringen zwang, mögen sich auf ganz gewaltige Summen belaufen. heute befleißigt sich die englische Heerleitung in Südafrika derselben in Dallmin. Der Staatssekretär des Reichs- Postamts, der seit je Diese auf die Dauer unhaltbaren Zustände wirken deshalb noch brutalen Methode der Kriegsführung, und doch besteht zwischen den eine starke kaufmännische Ader besessen habe und als Husarenoberst besonders erbitternd, weil die außerordentlichen Einquartierungs- fubanischen Aufständischen und den kämpfenden Boeren ein enormer laften in einseitiger Weise immer dieselben Landesteile Unterschied: die ersteren waren thatsächlich„ Rebellen", die Boeren Teilhaber einer Firma gewesen sei, die die Ausrüstung der treffen, nämlich jene Ortschaften, die um die großen Schieß- find dies mur in der Sophiſtik ber über den schleppenden Kolonialtruppen und Kolonialbeamten als Specialität betrieben und lebungspläge liegen, auf denen vom Frühsommer bis Gang der sogenannten Pazificierung" empörten englischen Preſſe. habe befizzt danach auf seinem Gute Dallmin einen in den Spätherbst hinein ein Truppenteil den andern ablöst. Schon die rücksichtslose Abschiebung der Frauen und Kinder aus den Gärtnerei Großbetrieb von modernster Art und ganz bedeutender Da man zur Anlage solcher Pläge erklärlicherweise die am wenigsten occupierten Gebieten, wo sie der englischen Heerführung läftig fallen, Ausdehnung. Neben dem Obst- und Gemüsebau ist die ertragsfähigen Landesteile ausgesucht hat, so handelt es sich bei ist eine Maßnahme, die menschlichem Gefühl Hohn spricht, doch wird Blumenzucht in zahllosen Spcialitäten vertreten. Das Preis jenen Gemeinden fast durchweg um eine arme, ohnehin schon unter fie noch übertrumpft von dem Erlaß Lord Roberts, der von den berzeichnis wendet sich nicht nur an Gärtner, sondern auch an den ungünstigsten wirtschaftlichen Verhältnissen lebende Bevölkerung, Boeren furzweg den Treneid fordert und alle, die ihn nicht Garten- und Blumenfreunde; wir haben es also mit einem Gärtnerei- für welche die häufigen Einquartierungen eine Last von einschneidender leisten wollen, mit der Deportation nach fernen englischen ökonomischer Bedeutung sind. Kolonien bedroht. Versandhaus en gros und en detail zu thun. 88 Neben den Gemeinden der Umgebung von Bitsch und des Nun wäre gewiß nichts dagegen einzuwenden, daß der Herr oberen Breuschthals, wo alljährlich zu wiederholten Malen Scharf Staatssekretär des Reichs- Poſtamts seinen ländlichen Besitz so rationell schießübungen der Infanterie abgehalten werden, kommen hierbei in und gewinnbringend wie mur irgend möglich verwertet, wenn nicht erster Linie die an den großen Hagenauer Schießplatz grenzenden gerade die Standes- und Gefimmungsgenossen Podbielstis in Ortschaften in Betracht. Diefelben haben jedes Jahr 3, 4 bis 5 mal Mittelstandsretterei machten und die Waren Soldaten zu beherbergen, die nicht selten eine bis zwei Wochen dort häuser wegen unlauteren Wettbewerbs gegenüber dem legitimen verbleiben, um Uebungen auf dem Plaße vorzunehmen. So hatte Kleinhandel denunzierten. Die große Handelsgärtnerei B. Bisch weiler im Jahre 1894 Einquartierung während Oberhof en 1894 während 38 Tagen, agen an Herrn v. Podbielski, was ist ste andres gegenüber ben fleinen 1899 gar während 97 Tagen. Hagenau ist eine Stadtgemeinde Mittelstandsexistenzen des Gärtnereigewerbes, als ein großes Waren von ca. 18 000 Einwohnern, Bischweiler zählt deren kaum 9000, bersandhaus, das am Ruin des ehrlichen Kleinbetriebs arbeitet! das Dorf Oberhofen gar nur etwa 1500. Dabei war Bischweiler Und ferner: Der Kleine Gärtnereibefizer zahlt seine Gewerbesteuer, 1899 zu gleicher Beit mit nicht weniger als 3000, im Jahre 1896 während die große Handelsgärtnerei des Großgrundbesizers als Be- in vier Abteilungen mit 5825 Mann belegt, indes man der kleinen standteil bes landwirtschaftlichen Betriebs gilt und von der Gewerbe Gemeinde Oberhofen beispielsweise im Jahre 1898 nicht weniger ale steuer befreit ist. Herr v. Podbielski, der sich statt auf die Schnaps- 2941 Mann Einquartierung aufbürdete. In dem letzteren Falle bebrennerei auf die Gartenkultur geworfen hat, besigt aber viele deutet die maffenhafte Einquartierung insofern noch eine erschwerte Standesgenossen, die ebenfalls die Einträglichkeit eines solchen arbeiten fällt und den Landlenten zu diesen noch die Fürsorge Laft, weil sie fast durchweg in die Zeit der drängendsten ErnteNebenerwerbs begriffen haben und mit dem Herrn Staatssekretär für die Mannschaften aufbürdet. In den genannten beiden um die Wette die kleinen Gärtnereibefizer niederkonkurrieren. Nur Städten aber, wo den meisten Bürgern die Ränne fehlen, um zu recht hatte deshalb jener Gärtner, der unlängst in einer Ver- Stuben für die Soldaten zu stellen, sind die Quartiergeber gezwungen, sammlung seiner Berufsgenossen in Liegnitz ausführte, daß nicht die Einführung eines Schutzolles, sondern die Beseitigung der Konkurrenz durch die Großgrundbesizer dem GärtnereiRewerbe helfen könne. Den agrarischen Mittelstandsrettern wenigstens sollte diese Forderung sympathisch sein.n Ein konservativ agrarisch antisemitisches Wahlbündnis empfiehlt Liebermann von Sonnenberg in den DeutschSocialen Blättern": " die Leute in Gasthäusern miterzubringen. Dort zahlen sie für Quartier und Verpflegung pro Mann und Tag im Minimum 2,50 M., erhalten aber als Entschädigung nur den Betrag von 86 Pf. Es somit, da sie nicht selten 4, 6, ja 8 Wann unterzubringen haben, bei bleibt ihnen also pro Mann und Tag ein Verlust von 1,64 M., und einer einzigen Einquartierung eine unvergütete Auslage bon 30 bis 50 M. Von dem ungeheuren Umfang des Einquartierungsübels kann man sich einen Begriff machen, wenn man erfährt, daß allein die genannten drei Orte Hagenau, Bischweiler und OberIch halte grundsäßlich ein Wahlfartell zwischen hofen in dem 7jährigen Zeitraum von 1893 bis 1899 zusammen dem Bunde unsrer Partei, der christlich- socialen nicht weniger als 638 208 Einquartierungseinheiten( eintägige Ber Partet und den Konservativen, wodurch der gegenseitige pflegung und Unterkunft für 1 Mann) zu leisten hatten. Dieser Zu Befizstand garantiert wird, für eine notwendige Vorbebingung zu stand dauert ununterbrochen seit Mitte der siebziget einem erfolgreichen Kampf gegen den gemeinsamen Feind, gegen das Jahre, wo der Schießplay bei Sagenau eingerichtet wurde. Die internationale Judentum und die von ihm verführten und durchseuchten den drei Gemeinden von diesem Zeitpunkt an bis zum heutigen Tag Barteien. Dabei braucht keine Richtung das geringste von ihrer Selbst aufgebürbete Militärlast dürfte also unter Berücksichtigung des ständigkeit aufzugeben. Das Ausdehnungsbedürfnis unfrer fleinen Umstands, daß in den ersten Jahren nach Ingebrauchnahme des Partei findet ein großes Feld ber Bethätigung in Uebungsplages mangels genügender Baradenbauten die Bürde eine den Wahltreisen der Liberalen und Demo einer Gesamtleistung von mindestens Iraten. Die tonservative Partei ist im allgemeinen aufrieden mit ihrem Befitstand, und der Bund der Landwirte wird in eignem Interesse gern behilflich sein, um unzuverlässige Nationalliberale durch zuverlässige Antisemiten zu ersetzen." winnen war. noch größere war 2 500 000 Ginquartierungseinheiten gleichlommen. Bei der Berechnung des un vergüteten materiellen Aufwandes, ben die faum 29 000 töpfe zählende Bevölkerung ber brei Gemeinden hierbei zu machen hatte, tommt in milderndem Sinn Früher war es bekanntlich die Gepflogenheit der Antisemiten, allerdings die Thatsache in Betracht, daß ein beträchtlicher Teil der fich in tonservativen Wahlkreisen einzunisten, in denen die Bevölke Truppen mit Selbst.( fog. Magazine) Verpflegung einquartiert rung ihrer socialen Lage und dem Grad ihrer politischen Urteils war immerhin aber hat der Quartierwirt darüber hinaus fähigkeit nach am leichtesten für die antisemitische Lehre zu ge- noch so manches zu leisten, und sein und seines Personals Die Konservativen empfanden diese Invasion und persönlicher Zeitaufwand sowie das zu stellende Obdach und Lager politische Expropriation sehr schmerzlich und ließen es an grimmiger bedeuten eine ganz respettable Last. Nimmt man diesen Aufwand Abwehr nicht fehlen. Als jedoch rasch genug der Antisemitismus die eine Schätzung, die hinter der Wirklichkeit ganz erheblich zurückGrenze seiner Ausdehnungsfähigkeit erreicht hatte, merkte er, daß es bleiben dürfte über den vergüteten Verpflegungsfag hinaus mir besser sei, seinen Frieden mit dem Konservativismus zu machen und zu 25 Bf. pro Kopf und Tag an, so ergiebt sich unter Zuzrundecs gemeinsam mit dieſem mit der Verdrängung des Liberalismus legung der obigen, auf zuverlässigen Angaben beruhenden Berechnung zu versuchen. Die Folge war dann eine innige Waffenbrüder- der Einquartierungseinheiten allein für die Gemeinden schaft zwischen Konservativismus, Agrariertum und Antisemitismus. Hagenau, Bischweiler und Oberhofen aus der Die von Liebermann von Sonnenberg empfohlene Taktit ist absolut Mannschaftsverpflegung eine jährliche Steuerlaft von mindestens nichts Neues, sondern nur die offizielle und allgemeine Anerkennung 26 000 Mart, für die lesten 25 Jahre alfo ein un des bereits bestehenden Zustands. Selbst herr Raab aus Ham- vergüteter materieller Aufwand von nicht weniger als burg, der als der socialpolitische Antipode Herrn Liebermanns gilt, 650 000 Mark. ist im Flensburg- Apenrader Wahlkreis mur auf agrarischen Krücken In den oben geschilderten Verhältnissen haben wir es mit einem in den Reichstag gebinkt und selbst Mitglied des Bunds der Fall solch socialer Schädlichkeit zu thun, daß es uns an der Landwirte. Das Wahlkartell besteht also bereits. Biel geholfen hat es Beit scheint, den bisher stets wirkungslos verhallten Klagen der beden fartellierten Parteien freilich nicht. Das wird auch nicht anders drängten Bevölkerung unfres Landes einmal eine höhere Plattform zu werden. Höchstens, daß, wie es ja auch schon geschehen, auch in geben und an der berufenen Stelle des Reichstags der MilitärBukunft einige unzuverlässige" Nationalliberale durch den vereinten verwaltung eine eindringliche Lektion über ihre Pflichten gegenüber Austurm der agrarischen Bundesgenossen aus dem Sattel gehoben dem durch den Militarismus ohnehin schon genug in Anspruch gewerden. Der Verzicht der Antisemiten auf selbständiges Vorgehen, nommenen Volt zu teil werden zu lassen. das refignierte Anerkenntnis, nur eine tonjervativ- agrarische Spielart darzustellen, bedeutet für den Antisemitismus gleichzeitig den Verzicht a auf jede Zukunft. 1 Ausland. Frankreich. Türkei. midnt Und nicht nur den Boeren selbst widerfährt eine Behandlung, die allem Völkerrecht Hohn spricht, sondern auch die am Kampfe unbeteiligten Ausländer werden wie Verbrecher behandelt und ohne Rücksicht auf ihre Existenz, ihre Familie per Schub nach Europa be fördert. So erzählt in der" N. Hamb. 8tg." ein Deutscher feine und feiner 800 Schicksalsgenossen Leidensgeschichte, der folgende Stellen entitonimen feien: Ich lebte so erzählt Herr O. als verheirateter Mann in Johannesburg, wo ich in den Minen thätig war. Als die EngTänder die Stadt genommen hatten, mußten wir alle, auch die Frauen, einen Eid leisten, in diefem Striege nichts gegen die Engländer unternehmen zu wollen, wogegen wir einen Baß erhielten, ber uns freie Bewegung verbürgte. Mein Bags lautete auf mich und meine Frau und mußte von mir mit 5 Schilling bezahlt werden. Am 13. Juli hatte ich in der Mine gearbeitet und war dann mit einigen Freunden in eine Schenke gegangen. Plöglich rückten Soldaten in das Schentzimmer. Trotz des Hinweifes auf unsre Bässe wurden wir aufgefordert, auf das Polizei bureau mitzukommen. Es handele sich nur um einen Augenblick. Auf dem Bureau wurden wir visitiert, wobei mir u. a. mein Geld und ein Glaferdiamant fortgenommen wurde. Auf meine Reklamation wurde mir gesagt, ich würde die Sachen wiederbekommen, doch ist dies bis heute nicht geschehen. Aus dem Bureau wurden wir zwischen Soldaten mit gepflanzten Bajonetten ins Gefängnis transportiert und in die Zellen verteilt. Ich hatte auf der Straße zufällig einem vierzehnjährigen Mädchent, das ich kannte, zurufen tönnen, sie solle meine Frau benachrichtigen, daß ich am andren Morgen nach Hause käme. Sonst wäre meine Frau ohne jede Nachricht über meinen Verbleib gewesen. Im Gefängnis ging es die ganze Nacht lebhaft her. Beständig wurden neue Gefangene eingeliefert, die, ebenso wie ich, ivie fie gingen und standen, aufgegriffen waren. Am andern Morgen verlangten wir je nach unserer Nationalität unsre Konsuln zu sprechen, die denn auch erschienen. Der deutsche Konsul erklärte uns gleich, er werde wohl in der Sache nichts thun tönnen. Und das zeigte sich auch bald. auf Ohne daß man es der Mühe für wert gehalten hätte, uns auch nur zu sagen, wessen man uns befchuldige, wurden wir zur Bahn transportiert. Hier stand ein langer Bug, ber uns aufnahm. Ein einziger Wagen zweiter Klaffe war darin, in den ich aufällig fam. Sämtliche übrigen Waggons waren Bieh- und Rohlenwagen. In diesen wurden wir zur Stüfte ge schafft unter der Aufsicht von Soldaten mit scharf gela benen Gewehren, die uns auch eskortierten, wenn wir ein Bedürfnis zu verrichten hatten. In Kroonstad, wo der Zug nach vierundzwanzigstündiger Fahrt Halt machte, kam ein höherer Offizier beran und machte dem Führer unsrer Eskorte darüber Vorwürfe, daß der Wagen zweiter Klasse in den Bug eingestellt sei. Vieh- und Kohlenvagen jeien noch viel zu gut für solche Art Leute, meinte er. Nach vier Tagen, tamen Hier wurden wir in eine wir endlich in East London an. sonst zum Viehtransport dienende Schute verladen, die obendrein noch zugedeckt war, so daß wir in völliger Dunkelheit lagen, und so durch die Brandung längsseits des Dampfers Sawarden Castle" der Castle- Linie geschleppt, der für die nächsten Tage unser Gefängnis fein sollte. Hier wurden wir tief unten im Raum eingepfercht in einer Luft, die jeber Beschreibung spottet. Es wurden ungefähr achthundert Leute an Bord gebracht. Davon waren vierhundert holländische Bahnarbeiter der Transvaalbahn mit ihren Familien, die sich geweigert hatten, für die Engländer zu arbeiten, dann fünfzig Deutsche, die übrigen Oestreicher, Standinavier, Jtaliener und Holländer, die, wie wir, aufgegriffen waren, ohne zu wissen weshalb. Die Franzosen, die man auch aufgegriffen hatte, waren bei Antritt der Bahnfahrt sämtlich wieder ent lassen worden. Außer uns waren noch 60 Soldaten an Bord, so daß wir räumlich aufs äußerste beschränkt waren. Zu Simonstown gingen die Soldaten von Bord, so daß wir etwas Luft bekamen. Dafür wurden wir von den Kaffern, die hier Kohlen an Bord brachten, aufs gröblichste insultiert, so daß wir uns durch die Kraft unsrer Fäufte Ruhe verschaffen mußten. Daß die Kaffern es wagen durften, fich an Weißen zu vergreifen, ist bezeichnend für die Hezerei der Engländer. Der deutsche Konsul in Simonstown, ben wir anriefen, hielt es nicht der Mühe für wert, felbst zu kommen. Er fandte feinen Sekretär, der meinte, es ließe sich nichts für uns thun. tico Nach entbehrungsreicher Seereise, die ohne militärische Bedeckung stattfand, wurden die Abgeschobenen endlich in Holland unter Ver abreichung des Reisegelds und eines kleinen Behrpfennigs an Land gejezt. Jedenfalls wird die deutsche Regierung Ursache haben, die Ein internationales Kesseltreiben gegen den Anarchismus regt die offiziöse Wiener Pol. Korr." au. Das Verbrechen von Der schon angekündigte Barenbesuch wird von einem franzöfifchen Monza werde unzweifelhaft bei allen Regierungen die Erkenntnis Blatt wieder einmal für Mitte September signalisiert, und zwar foll der Unzulänglichkeit der bisher gegen den Anarchismus angewendeten Wilhelm II. den 3aren begleiten. Es handelt sich natürlich nur Mittel bewirkt haben. Es werde also nur der Anregung zu einer um eine Ente. internationalen Verständigung über die Bekämpfung der Anarchistengefahr bedürfen. Von Italien werde die Anregung nicht aus- Der türkische Militärkommandant von Bitlis( Armenien), geben, es müsse deshalb eine andre Macht die Initiative ergreifen. Ali Bascha, wurde nicht, wie kürzlich gemeldet, mit der Untersuchung bei ihr einlaufenden Beschwerden über diese Behandlung gründlich Bon größter Wichtigkeit für die Aktion sei das Verhalten Eng- der Vorgänge in Spaghang beauftragt, sondern vielmehr infolge der zu untersuchen. Lands. Allein aus der Aeußerung Lord Salisburys in seinem Borstellungen des russischen Botschafters bei der Pforte abgefekt. Und um diesem Vorgehen die Krone aufzusetzen, hat nun modalan auch Lord Roberts, der vor kurzem selbst noch die gegen König Humbert im Oberhause gewidmeten Nachruf, daß ein po pus guida Rite dia buk: ihn angezettelte angebliche Verschwörung als Tächerlich 3. die Stadtverwaltung rechtzeitig ersucht und dafür Propaganda| überwacht. Die Zahl der Unfälle auf den Bauplätzen beträgt 9; davon bezeichnete, das Todesurteil gegen den Lieutenant Kordua gemacht wird, daß bei dem demnächst seitens der Stadtverwaltung waren 3 mit tödlichem Ausgange, die übrigen hatten leichtere Verbestätigt, obgleich die Untersuchung ergeben hat, hat, daß die auf Grund des neuen Gemeinde Wahlgefeges zu erlassenden letzungen zur Folge. Von diesen lezteren Unfällen konnte einer auf ganze„ Verschwörerbande" nur aus zwei Personen bestand, dem Reglement für die Elberfelder Stadtratswahlen das Wahlrecht für mangelhafte Gerüstung zurückgeführt werden. Der betreffende Bau Lieutenant und dem englischen Detektiv, auf dessen alleinige Aus- die unbemittelte resp. weniger bemittelte Bürgerschaft so günstig ge- meister, der es unterlassen hatte, von der Erstellung des Gerüstes dem Controleur Kenntnis zu geben, wurde dem Gericht zur Befagen sich das Urteil stüßt, daß dieser Detektiv den Lieutenant erst staltet wird, wie es die in Frage kommenden Geseze zulassen. zur Konspiration" verleitet hat und letzterer kaum zurechnungsEine Parteiversammlung in Halberstadt beschäftigte sich mit strafung überwiesen. Der günstige Einfluß der Verordnung zur Verhütung von Un fähig war. der Landtagswahlfrage und beschloß, die Beteiligung an den preußiNach Meldungen der Londoner Blätter aus Pretoria ist das schen Landtagswahlen abzulehnen. Als Kandidat für die nächsten fällen bei Bauten vom 27. Februar 1895 ist unverkennbar; Todesurteil an Cordua gar schon vollstreckt worden! Lord Reichstagswahlen wurde, da der bisherige Kandidat Genoffe Paul- als sehr wohlthätig hat sich insbesondere die Vorschrift des§ 23 Roberts hat sich damit ein Anrecht darauf erworben, mit den Radeßki, Hannover abgelehnt hat, auf Vorschlag des Agitationskomitees ein- derselben erwiesen. In zehn Fällen wurde durch eine sichere Ge rüstung der Sturz von Arbeitern in die ganze Tiefe des Baues und Gallifet, Weiler usw. in einem Atem genannt zu werden. Es konnte auch stimmig der Genosse Georg Ledebour acceptiert. für Roberts feinem Zweifel unterliegen, daß der„ Verschwörer" Cordua ein unzurechnungsfähiger Mensch war, der das Opfer eines Spigels& ambrecht abgehalten wurde, berichtete der Genoffe Didreiter die oberste eingedeckte Balfenlage und famen mit leichten Verlegungen Auf dem pfälzischen Parteitage, der dieser Tage in damit schweres Unglück verhütet. Die betreffenden Arbeiter( vier Zimmerleute, 3 Spengler und drei Dachdecker) fielen jeweilen auf geworden war, der, feines Postens enthoben, sich durch einen für den Gauvorstand, daß im abgelaufenen Geschäftsjahre 102 Ver- davon. Das Bestreben, durch eine ständige Gerüstkontrolle Unfälle Hauptcoup wieder in die Gunst seiner Behörde sehen wollte. Weiler sammlungen auf Veranlaffung des Gauvorstands abgehalten wurden( die bei Bauten zu verhüten, hat seither auch in andern Städten Bes wußte, daß von einer wirklichen Verschwörung nicht die geringste Thätigkeit der Einzelorganisationen ist darin nicht inbegriffen.) Die achtung gefunden. war, daß Cordua außer dem Lockspizel Bahl der Orte, in denen der Gau Organisationen befigt, hat sich von feinen einzigen Complicen hatte, daß die Hinmordung 34 auf 46 vermehrt. Das Partei- Organ Pfälzische Post" hat eine Die Auswanderung aus Ungarn hat einen außerordentlichen des Unzurechnungsfähigen also nicht einmal mit dem Sin Erhöhung des Abonnentenstandes um über 600 zu verzeichnen. Ein Umfang angenommen. weis auf die Notwendigkeit der Abschredung entschuldigt Agitationskalender wurde in 8000 Exemplaren verbreitet und außerIm Monat Juni allein wurden 11 154 Auslandspässe auswerden konnte und trotzdem mußte dies Opfer fallen! dem Was fragt ein Kriegsheld, auf dessen Wink sich Tausende zerfleischen, 1825 000 Flugblätter. Die Gaukaſſe nahm 2274 M. ein und gab gegeben, davon entfallen auf Ungarn mit Fiume 9113, auf das Der Gau verfügt in seinen drei Kreisen über besonders dünn bevölferte Kroatien- Slavonien 2041. Im ersten auch nach dem Leben eines einzelnen. Nur widerliche Schwäger 70 Gemeinderatssize. Halbjahre 1900 übersteigt in 15 von 63 Komitaten die Bevölkerungsfafeln von dem erzieherischen Einfluß des Kriegs. In Verbindung mit dem Bericht über das Partei- Organ wurde abnahme durch Auswanderung die natürliche Bevölkerungszunahme, ziemlich lebhaft über die politischen Verhältnisse in der Pfalz in manchen Komitaten fogar um das Zwei- bis Dreifache, wie aus diskutiert und fast allgemein ein schärferes Auftreten gegen das folgender Tabelle ersichtlich ist: Centrum verlangt. Nach Fassung verschiedener geschäftlicher Beschlüsse erklärte fich der Berteitag mit der Haltung der bayerischen Landtagsfraktion einverstanden, worauf nach Wahl eines Delegierten zum Pariser Stongresse der Parteitag geschlossen wurde. Spur vorhanden M. aus. Die Motive der verschärften Pragis find recht durchsichtig. Die Hoffnung, daß nach dem Fall Pretorias die Boeren bald nachgeben müßten, hat sich als irrig erwiesen. Den Boerenführern ist es gelungen, in letzter Beit wieder größere Massen um sich zu sammeln und mehrfach fleine Erfolge zu erringen, die Kriegstosten wachsen ins Ungeheure, in Indien ergreift die Hungersnot immer weitere Bezirke, und in Ostasien erscheinen Swiftigkeiten zwischen den VerDas Sündenregister des Halleschen Volksblatts" zeigt bündeten nicht ausgeschlossen. Deshalb möchte man gar zu gerne dem alle Kräfte absorbierenden Kampfe in Südafrika ein Ende machen. wieder eine gewaltige Länge. Gegen Genossen Thiele schweben Dabei zeigt sich der korrumpierende Einfluß der imperialistischen zur Zeit allein 14 Klagefachen, in denen zum Teil( 4 Fälle) in Expansionspolitit in schönster Blüte. Nur wenige englische Zeitungen erster Instanz schon erkannt ist. In einem Fall, wo der Staatswagen gegen die neue Kampfestattik ein ernstes Wort des Protestes anwalt nur 9 Monate Gefängnis beantragte, ist die Verhandlung zu erheben; den meisten würde es sogar recht sein, wenn diese noch erster Instanz vertagt worden. Ein 15. Fall mit 2 Monaten Ge weiter verschärft und gegen die Boeren die aus dem Matabele fängnis ist rechtskräftig geworden. Feldzug bekannten Brattifen angewandt würden. Recht treffend zeichnet der Morning Leader" dieses Verhalten: Gegen Genossen wienty schweben 5 Slagen. Komitat Arva Turócz Abauj Gömör Sáros Rips Natürliche Bevölkerungszunahme 352 Auswanderung 584 345 421 1219 2190 1007 1064 1216 3785 1194 2657 Ungh 1518 3099 Zemplén 2885 4376 Kronstadt 281 2994 Csit 883 2029 Fogaras 552 673 Háromizét 551 2597 Groß- Nofelburg 400 1826 Hermanustadt 324 2853 ildvarhely 184 448 • China. Ja, die gemästeten Agitatoren führen wirklich ein Luderleben! „ Ein Pseudo Komplott, von einem Amateur- Detektiv mit Totenliste der Partei. In Kalt bei Köln verschied nach zweifelhaften Antecedentien in Betrieb gesetzt und gefördert, muß als längerem Leiden der Veteran der dortigen Partei, der Genosse öffentliche Entschuldigung dafür dienen, daß wir unsere Politik Jakob Klein. Mit ihn schied einer der eifrigsten, thätigsten Biele tamen und gingen, radim südafrikanischen Kriege seit einigen Tagen geändert haben, Genossen aus unsren Reihen. Das läßt auf traurige wirtschaftliche Verhältnisse in dem frucht nachdem wir bisher wenigstens dem Namen nach einen versöhn- so lange in Stalt unsre Partei existiert; von denen, denen, die baren Ungarn schließen. Bis ins hohe Alter 4 lichen Kurs innegehalten hatten. Allerdings versagten wir den blieben, war Klein einer der besten, Freistaatlern, die noch unter Waffen sind, die Anerkennung als war er in den Vereinen thätig, in keiner Versammlung hat er ge- Tekte Nachrichten und Depeschen. Kombattanten und titulieren sie Rebellen. Wir haben Farmen und fehlt und bei feiner Wahlarbeit ließ er sich von andern übertreffen. Häuser niedergebrannt, ungezähltes Vieh ohne Bezahlung weg- Bei den Zusammenkünften der Genoffen suchte jeder gern die GesellBerlin, 25. August.( W. T. B.) Der zweite Admiral des getrieben, wir benutzen hervorragende Burghers als Dedimittel gegen schaft des Alten mit dem weißen Bart, denn vielerlei wußte Vater feindliche Granaten, indem wir sie neben unsre Schildwachen und Klein, wie er allgemein genannt wurde, zu erzählen. War er doch Kreuzergeschwaders meldet ab Tatu am 25. d. M.: Nussische, am Vorposten stellen oder sie zwingen, unsre Militärzüge zu besteigen; ichon 1848 auf den Barrikaden für die Freiheit eingetreten. Als 22. Tientsin eingetroffene Telegramme sagen, daß im Südteil Bekings aber alle derartigen Atte, so sehr sie auch der Menschlichkeit und später durch Lassalle die deutschen Arbeiter zur Organisation noch starke Bogermengen, in der Kaiserstadt chinesische Truppen dem internationalen Völkerrecht widersprechen mögen, waren unsren aufgerufen wurden, war Jakob Klein auch dabei und seitdem stand unter Prinz Tiching stehen. Kaiser und Kaiserin haben Beling vers Jingoes immer noch nicht scharf genug. Jetzt wird also energischer er fest und treu zur Sache. Seine eifrige und anhaltende Arbeit für lassen. In Peting ist Militärverwaltung eingerichtet. London, 25. August.( W. T. V.) Den Abendblättern wird vorgegangen, und selbst die rabiatesten Patrioten" find durch unsre Sache hatte selbst im hohen Alter den. Neid der Gegner hervor Lord Roberts neueste Proflamation fast völlig zufriedengestellt. In gerufen, und noch gar nicht lange ist's her, da ciferte noch ein aus Shanghai von gestern gemeldet, die Kaiserin und der Butuft werden wir nunmehr überhaupt keine nichtkombattante Seelenhirt in Kalt von der Kanzel gegen den alten Mann mit dem Hof feien von den zu ihrer Verfolgung entfandten japanischen Bevölkerung mehr anerkennen, sondern einfach die ganze männ- weißen Barte, der schon mit einem Fuß im Grabe sei und dennoch Truppen 80 Meilen füdwestlich von Peking entgeholt worden. Kaiser Kwangsü habe sich sofort unter den Schutz liche Einwohnerschaft gefangen nehmen und sie dann nach für den Umftura" sich begeistere. der Verfolger gestellt. Ceylon, St. Helena 2c. deportieren. Was dann aus den Weibern Die Organisation der deutschen und östreichisch- ungarDie Meldungen aus Shanghai haben sich fast stets als unwahr und Kindern werden soll, die schutzlos dem Elend und vielleicht ländischen Socialdemokraten in der Schweiz bittet die politischen Schlimmerem unter den Kaffern des Veldts ausgesetzt sind, das und gewerkschaftlichen Vereine Dentschlands, die im Besige einer herausgestellt. Jedenfalls ist die Bestätigung der Nachricht abzus fümmert uns nicht. Im übrigen hören wir von Hinrichtungen, Bibliothek sind, um Ueberlassung von Büchern und Broschüren, um warten. Eigentumszerstörungen usw., und so erfahren wir, daß die dieselben an die kleineren deutschen bezw. allgemeinen Arbeitervereine Brüssel, 25. August. Das Organisationskomitee der belgischen frühere Broklamation Roberts', worin c hieß, daß wir der Schweiz zur Anlegung einer Bibliothek abgeben zu können. All- Freiwilligencorps für China beschloß die Auflösung des Corps. Die mit der Transvaal- Regierung, aber nicht mit der fällige Sendungen nimmt mit Dant entgegen: Carl Nüsperli, der Armee angehörigen Soldaten treten unverzüglich in ihre Boerenbevölkerung Krieg führen, durchaus hinfällig geworden Zürich I,„ Volksrecht". Regimenter zurück. ist. Wir haben uns eben von vornherein in den Boeren, in unsrer eignen Politik und in uns selbst geirrt und wollen dieses jetzt wett machen. Wenn die Boeren Kretenser oder Kubaner gewesen wären, so würden sie von Anbeginn der Wirren und Verstimmungen an unsrer aller Sympathien gehabt haben, aber wo wir jetzt selbst die Rolle des Türken und des Spaniers spielen, liegt die Sache natürlich ganz anders." nur Polizeiliches, Gerichtliches univ. hielt eine polizeiliche Strafverfügung des Juhalts: Die Juhaberin einer Blumenhandlung in Magdeburg erSie haben am 11. August 1900 vormittags in dem Schaufenster Ihres Blumenladens 4 Kränze mit roten Schleifen, von denen eine mit einer die öffentliche Ordnung verlegenden Aufschrift versehen war, ausgestellt und dadurch einen Menschenauflauf vor Ihrem Schaufenster verursacht. Die Uebertretung wird bewiesen durch das Der Fortgang der Kriegsereignisse beweist, daß die Hoffnung Kriminalpolizei- Kommissariat. Es wird deshalb hiermit gegen Sie des Lord Roberts, der Zusammenbruch des Widerstands stehe- wegen groben Unfugs auf Grund§ 60 II eine Geldstrafe von 10 M. mittelbar bevor, eine trügerische war. Wenn wir auch hinter die event. 2 Tagen Haft festgesezt." Nachricht von einem neuen Boerenfiege, die wiederum über Es handelte sich um Kränze, die für Liebknechts Leiche bestimmt Lourenço Marques tommt, einige Fragezeichen machen wollen, so waren; die ordnungsverlegende Inschrift, die übrigens auf polizeibeweisen doch die übrigen, aus englischer Quelle stammenden Nachliche Anordnung umgedreht werden mußte, lautete:" Dem Soldaten richten, daß die Boeren sich noch ebenso energisch, wie der Revolution". Der„ Auflauf" war eine zeitweilige Ansammlung während der letzten Monate ihrer Haut wehren. Die von höchstens 10-15 Personen. Infolge der Strafverfügung schwere Niederlage, die die Engländer nach dem Boeren werden auch noch die Gerichte zu entscheiden haben, ob es die telegramm erlitten haben sollen, soll ihnen zwischen Karolina und öffentliche Ordnung stört, dem„ Soldaten der Revolution" eine Machadodorp beigebracht worden sein. Die Engländer sollen Stranzschleife zu widmen. dabei zahlreiche Gefangene ein allerdings nur zweifelhafter. verloren haben. Gewinn für die Boeren Auch ein englisches Telegramm berichtet über Gefechte in der Nähe des legtgenannten Orts: 1 21 Daily Mail" meldet nämlich aus Gelut, einem 17 Meilent. von Machadodorp entfernten Ort, daß die Engländer dort am Mittag eingerückt sind. Die Kavallerie hatte auf ihrem Vormarsch heiße Rämpfe zu bestehen, die englische Artillerie zwang den Feind aber zum Rückzug. Ueber einen neuen Vorftok De Wets berichtet folgendes Telegramm: Sociales. Oestreichische Spigel Socialpolitik. Auf den Strecken der t. Staatsbahn- Direktion Linz cirkuliert folgender geheime Erlaß: Streng vertraulich. Nachdem Aushilfsbedienstete, welche sich an socialdemokratischen, mit dem§ 18, Absaz 2, der Dienstordnung nicht in Einklang stehenden Umtrieben beteiligen, von der definitiven Anstellung auszuschließen sind, wird im Auftrag des Herrn Staatsbahn- Direktors ersucht, die betreffenden Organe zu beauftragen, burch vertrauliche Umfrage bei den Stationsvorständen, ins London, 25. Auguft. Dem Reuterschen Bureau" wird aus besondere den größeren Bahnbetriebs- und Bahnstations Aemtern in dieser Richtung Recherchen zu pflegen und die Namen solcher Krügersdorp vom 24. Auguft gemeldet: Delarey erschien mit einer ber ftarten Truppenabteilung Aushilfsbediensteter bis längstens 25. d. anher bekanntzugeben. Station Bank auf der Eisenbahnlinie Johannesburg- Potchefstroom und richtete an die Dazu bemerkt unser Wiener Parteiblatt, die Arbeiterzeitung": " Wir meinen, daß jedes Wort der Charakterisierung den Ein dortige aus den Londoner kaiserlichen Freiwilligen bestehende Garnison unter Lord Albemarle die Aufforderung, fich zu ergeben, druck dieses mit Recht streng vertraulichen, das heißt lichtscheuen was aber abgelehnt wurde. Später überschritt De Wet Utases abschwächen würde. Mögen sich unsre Leser, möge sich die die Eisenbahnlinie in der Nähe von Bant und Oeffentlichkeit felbft den naheliegenden Kommentar zu diesem rüdte nach dem Freistaat vor. Es ist offenbar, daß es prächtigen Ausdruck des Wohlwollens gegenüber den Bediensteten" fich bei der Aufforderung Delareys nur um eine List handelte, die machen. In der letzten Tagung des Arbeitsbeirates erklärte der Ministerialrat Kuranda: Es sei eine der unmoralischten Handbezweckte, die Bewegung der Truppen De Wets zu decken. lungen, einen Wehrlosen durch eine Art Proffribierung dem Elend Solche Handlungen werden in der Staatsbahnpreiszugeben. verwaltung amtlich begangen!" bor De Wet denkt also nicht daran, sich mit Botta zu vereinigen, fondern beabsichtigt, den für die Engländer so verhängnisvollen Guerillakrieg munter fortzufeßen. Eine alberne Sensationsnotiz berbreitet schließlich noch Daily Mail", die sich aus Lourenço Marques melden läßt, daß Präsident Krüger nach Batavia geflohen sei. Partei- Nachrichten. " Die Oestreicher sind doch noch recht naiv! Bei uns würde man solche Leute, die fich erlauben, eine eigene politische Meinung zu haben, gewiß nicht von der definitiven Anstellung ausschließen; bei uns würde man sie ganz einfach sofort entlassen. Auch Aus hilfsbedienstete dürfen bei uns sich nicht in socialdemokratischen Geruch stellen. Und das beste ist: wir dürfen darüber nicht einmal unfre ehrliche Meinung sagen. Guds Paris, 25. August.( W. T. B.) General Freh telegraphiert aus Beting vom 20. d. M.: Es ist den verbündeten Truppen, darunter befindet sich auch das erste von Indochina gesandte französische Scontingent, gelungen, allmählich die Borer von allen Bunften, welche sie noch befeht hielten, zu vertreiben. Die Verbündeten lagern rund um den kaiserlichen Balast, welcher von einigen Die Generale der verbündeten Truppen haben beschlossen, die interSoldaten der regulären chinesischen Armee besezt gehalten wird. nationale Armee quer durch den Palast durchziehen zu lassen; darauf sollen die Palastthore geschlossen werden. Neapel, 25. August.( W. T. B.) Der Dampfer Stuttgart" ist mit 120 deutschen Soldaten, darunter 4 in den Gefechten bet Taku verwundeten, aber vollständig wiederhergestellten, hier eingetroffen und wird um 2 Uhr nachmittags nach Bremen weiter. gehen. Washington, 25. Auguft.( Meldung des Reuterschen Bureaus). Admiral Nemey meldet, dem Vernehmen nach habe der russische Kommandeur jeden Verkehr zwischen seinen Truppen und China verboten. Das Staatsdepartement trifft Vorkehrungen, daß alle amerikanischen Konsuln in China sofort auf ihre die fobald Posten zurückkehren, unmittelbare Gefahr der ist man einigermaßen besorgt wegen des Mangels an Nachrichten fremdenfeindlichen Bewegung vorüber ist. In Regierungsfreisen von Chaffer feit voriger Woche. Hamburg, 25. August.( W. T. B.) Heute vormittag fand unter zahlreicher Beteiligung der Bevölkerung die Beerdigung von G. Ferd. aeiß statt. Unter den Teilnehmern an dem Zeichenbegängnisse befand sich als Vertreter des Kaisers der preußische Geschäftsträger Brinz zu Schönburg- Waldenburg; in Vertretung des Staatssekretärs Grafen v. Posadowsky war der Geheime Ober- Regierungsrat von Joncquières erschienen. Kopenhagen, 25. Auguft.( W. Z. B.) Wie Rigaus Bureau" erfährt, sandte der Generalgouverneur von Island der dänischen Regierung eine Boje, welche Ende Juli in der Nähe von Jsland ge Dieselbe stammt wahrscheinlich von Andrées funden wurde. Polarexpedition her. Die Boje, welche in einem versiegelten Staſten angekommen ist, wurde heute dem Ministerium des Auswärtigen übergeben, welches dieselbe baldigst der schwedischen Negierung zur Untersuchung zustellen wird. Die Boje trägt die Zuschrrift Andrées Polarexpedition 1896 Nr. 8" und trieb am 28. Juli d. J. in Grindavik an Land. Ein Jsländer aus der Gegend von Grindavik fand die Boje. Der Minister des Auswärtigen fandte heute nachmittag die Boje dem hiesigen schwedisch- norwegischen Geschäftsträger zu. " Paris, 25. August.( W. T. B.) Die Agence Havas" meldet: Jn Regierungsfreifen erklärt man es für unbegründet, daß der Kaiser von Rußland deninächst die Reise nach Frankreich an treten werde; es fei augenscheinlich möglich, daß der Kaiser vor dem Schluß der Ausstellung nach Paris tommen werde; allein gegenwärtig sei noch nichts entschieden. Die Elberfelder Stadthallenfrage beschäftigt die Bürgerschaft Sondrio, 25. August.( W. T. B.) Die Adda ist über die Elberfeld fortgesetzt auf das lebhafteste. Alle auständig denkenden Gerü ftkontrolle in der Schweiz. Ifer getreten und hat das anliegende Land überschwemmt. Das Elemente des Bürgertums und ebenso auch die Presse des Wupper- In dem soeben in Druck erschienenen Geschäftsbericht des Züricher Flüßchen Tartano zerstörte einen Teil des Bahndamms zwischen thals stehen in hellem Kriege gegen die Stadtverwaltung und die Stadtrats für 1899 wird auch über die Thätigkeit der beiden Ardenno und Marbegno. Durch ein Gebirgswasser wurde ein Teil hinter ihr stehende Kartellllique. Am Donnerstag hat wieder eine Arbeitercontroleure berichtet. Danach wurden im Berichtsjahre ins- der Staatsstraße bei Novate stark beschädigt. allgemeine Bürgerversammlung stattgefunden, in der Bürger der gesamt 1817 Gerüste( 326 Gerüste für Neubauten, 266 Sprieg Rom, 25. Auguft. Telegramme aus Oberitalien melden weiter, verschiedensten Barteirichtungen ihrer Entrüstung über das Ber- und Sperrgerüste für Umbauten und Tiefbau, 712 Puggerüste daß eine Anzahl Flüsse und Bergströme über ihre Ufer getreten halten der Stadtverwaltung sehr energischen Ausdruck gaben. Es und 13 fliegende Gerüste, mechanische Vorrichtungen) fontrolliert, feien und schweren Echaden verursacht hätten. In der Nähe von Va wurde schließlich ein aus 10 Personen verschiedener Parteien be- gegenüber 1114 im Vorjahre. Die Anzeige der Erstellung eines Ge- rese brachte ein Bergstrom ein Haus zum Einsturz; mehrere Brücken stehender Bürgerausschuß gewählt, der auf Antrag unsres Partei- rüftes ist in 1042 Fällen erfolgt. 272 weitere Gerüste wurden von wurden vernichtet; anch das Elektricitätsivert in Varese genoffe Gewehr den Auftrag erhielt, sein Augeimert besonders den Controleuren ausfindig gemacht. Von der Beseitigung eines wurde erheblich beschädigt. Ju Cargiano stürzte ein Gebäude Darauf zu richten, daß Gerüstes wurde der Behörde nur in seltenen Fällen Kenntnis gegeben. ein; ein Boot tenterte, wobei zwei Personen ertranten. Wie die Die Kontrolle erforderte 6484 Untersuchungen und konnte, von Italie" meldet, zerstörte in Cardezza( Provinz Navara) ein wenigen Fällen abgesehen, austands los durchgeführt werden. In Erdefturz 20 Häuser. Hierbei sollen sieben Menschen von den 13 Fällen, wo Gefahr im Verzuge war, wurde die sofortige Ein- Trümmern verschüttet worden sein; fünf von ihnen feien aus dem ftellung der baulichen Arbeiten für so lange, als den Vorschriften Schutt bereits hervorgezogen. nicht Genüge gethan war, anbefohlen. In 5 Fällen wurden die be treffenden Bauten während der Dauer der Arbeitseinstellung polizeilich 1. sofern erfolgversprechend, auf dem Wege der Klage das Recht der Bürger in Bezug auf die Stadthallenfrage zu erfämpfen ist; 2. möglichste Kontrolle über die Verwaltung der Stadthalle, insbesondere in Bezug auf die Frage, wie seitens der Stadtverwaltung der Begriff: politische Partei und politischer Verein definiert wird, geübt wird; New York, 27. Auguft. Das Kabelschiff„ Anglia" hat bis heute mittag 1980 Seemeilen Kabel gelegt. Berantwortlicher Redacteur: Wilhelm Schröder in Wilmersdorf. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glode in Berlin. Drud und Berlag von May Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Br. 198. 17. 3abrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 26. Auguß 1900. Achtung, Schuhmacher! Auch nicht einem Mitgliede des Vereins deutscher Schuhmacher Laut Bekanntmachung des Centralvorstands in Nr. 33 des ist es eingefallen, Siebert auch nur anzudeuten, daß er nun als Gewerkschaftliches. us Fachblatts findet die Urabstimmung über die obligatorische Einführung überflüffig beiseite geschoben werden solle. Die Kritik immerhalb des nang gadis Berlin und Umgegend. adder Arbeitslosen- und Krantenzuschußtasse in der Zeit vom 15. August Bereins richtete sich gegen die Anstellung des vierten Beamten und Zur Lohnbewegung der Rollkutscher und Speditions: bis 15. September statt. Die Zustellung der Stimmzettel an die auch diese wäre ficher unterblieben, hätte Siebert seine Erklärung und Speditionsarbeitern beschlossenen Forderungen haben am Mitglieder übergangen werden, arbeiter. Ueber die am vorigen Sonntag von den Rolltutschern Mitglieder erfolgt mit den Zeitungen oder durch die Vertrauens- vor der Generalversammlung abgegeben, wo er durchaus noch nicht männer der Fabriken und Werkstätten. Sollten bei der Zustellung so aufgebraucht erschien. so wende man sich wegen der Sagen wir es offen heraus, es mußte der Vorstand durch eine Donnerstag die vereinigten Spediteure gemeinsam mit der Lohn Stimmzettel an das Bureau, Dragonerstr. 15, Sof part. Die neue Kraft, welche der gegenwärtigen Stellung des Vereins und die Spediteure schließlich folgende Arbeitsversammlungen, welche zu diesem Zweck am Montagabend stattes in ben Ginn, thu fang- und flanglos zu verabschieden. Wie tommission verhandelt. Nach mehrstündigen Verhandlungen haben Burüdgabe der ausgefüllten Stimmzettel erfolgt in den drei Bezirks- der Bewegung mehr gewachsen ist, ergänzt werden. Nirgends richtete sich eine Spige gegen Siebert, niemand fam bedingungen zugestanden: dog finden.( Siehe Inserat in heutiger Nummer.) 1. Den Rollfutschern und Speditionsarbeitern wird für jede Bei 8urüdgabe der Stimmzettel ist in allen wenig dies der Fall war, geht daraus hervor, daß die GeneralLohnklaffe eine Zulage von 1,50 M. pro Woche gewährt. Fällen als Ausweis das Mitgliedsbuch vorzu- versammlung aus Pietät deffen Gehalt dem des in Aussicht ge2. Wird ein Rollfutscher nach 8 Uhr abends nochmals zur Ab- eigen. Es versehe sich daher ein jedes Mitglied mit seinem nommenen ersten Borsigenden mit erhöhte. holung fortgeschicht, so empfängt er für diese Fuhre, falls dieselbe nicht mehr als eine Stunde in Anspruch nimmt, 50 Pf., darüber shinaus 1 M. 3. Wird ein Kutscher nach 8 Uhr abends, nachdem er seine Fuhre abgeladen hat, noch als Bodenarbeiter beschäftigt, so ist demselben hierfür 50 Pf. pro Stunde zu vergüten. 4. Für Gilgutfahren am Sonntagnachmittag erhält der Kutscher 1 M., hiervon ausgenommen sind die bahnamtlich zu leistenden Fuhren. Buche. Mitglieder, welche länger als 8 Wochen mit ihren Beiträgen im Rückstand find, ohne daß dieselben gestundet wurden, dürfen nicht mitstimmen. Da für rechtzeitige Absendung der Protokolle gesorgt werden muß, tönnen Stimmzettel, welche nach dem 10. September einlaufen, feine Berücksichtigung finden. Durch einen Bericht in Nr. 195 des„ Vorwärts" giebt die Streit: leitung der ausständigen Sattler bekannt, daß sich in mehreren Fällen 5. Stallwachen können von Rollkutschern nicht verlangt werden. Schuhmacher zu Streifbrecherdiensten hergeben. Wenn dieses der 6. Am Sonntag, mittags und abends ist kein Rollfutscher ver- Fall ist, so kann es fich nur um solche Elemente handeln, die, auf pflichtet, seine Pferde zu füttern. dem tiefsten Lebensniveau stehend, unsern organisatorischen Be7. Es wird den Spediteuren dringend ans Herz gelegt, bestrebungen gänzlich unzugänglich find. Wir halten es für eine Ehren währten Rollkutschern und Arbeitern in stiller Geschäftszeit einen pflicht der organisierten Kollegen, daß fie, soweit es ihnen möglich ist, angemessenen Urlaub zu gewähren. sia di s Berufskollegen von Streifbrecherdiensten abzuhalten suchen. jad 8. Es wird mit allen Mitteln darauf hingewirkt werden, daß die Kundschaft, ihre Güter bis 8 Uhr abends zur Abholung des Vereins Deutscher Schuhmacher. bereit hält. 9. Maßregelungen dürfen nicht stattfinden. 10. Unter 19,50 M. darf lein Rollutfcher oder Arbeiter be- Deutsches Reich. schäftigt werden. парт Zur Aussperrung der Werftarbeiter in Hamburg. gegangene Berichtigung: Das Hamburger Fremdenblatt" veröffentlicht folgende ihm zuDer Artifel Der große Werftarbeiter- Ausstand" in der Nr. 193 des Gamburger Fremdenblatts" vom Sonntag, den 19. August, enthält eine Reihe grover Umwahrheiten, zu deren Nichtigstellung wir uns veranlaßt fühlen. Es ist eine völlig aus der Luft gegriffene unwahrheit, daß der Deutsche Metallarbeiter- Verband vom Gewerkschaftskartell ausersehen worden sein soll, dessen im Sinten begriffenes Ansehen durch neue Erfolge zu heben und für dasselbe Lorbeeren zu erkämpfen. Das Gewerkschaftstartell steht in feinerlei Verbindung mit den Maßnahmen des Metallarbeiter Verbands. Niemand wollte und will den Kollegen Siebert, der nach seinen Kräften und so gut er es vermochte, seinem Amt vorstand, hilflos preisgeben. Schon auf der Generalversammlung in Mainz wurde Siebert eine Pensionierung nahegelegt und wir stehen nicht an zu erklären, daß eine Pensionierung Sieberts mit 1000 oder 1200 M. durch die Generalversammlung in Magdeburg das praktischste gewesen wäre. Die Angelegenheit wird sicher auch nach dieser Richtung in Bälde ihre Erledigung finden. Siebert ist ein lediger Mann und immer noch rüstig genug, um sich einen nicht anstrengenden fleinen Erwerb zu verschaffen, so daß er, wenn er pro Jahr 1000 m. Pension erhält, nicht dem Armenhaus zu verfallen braucht." Ind Die Notis ,, Um die Errichtung eines Gewerbegerichts" in Nr. 196 des Blatts bezieht sich auf Oberhausen und nicht auf Krefeld, wie es irrtümlich hieß. this? Ausland.isit opt Der dänische Holzarbeiterstreit hat mit dem Siege der Holzarbeiter geendet, selbst Herr Bo as hat die Forderungen der Arbeiter unterschrieben, ihm war es gelungen, 25 Streitbrecher zu finden, die aber so schlechte Arbeit lieferten, daß er Ende der vorigen Woche mit dem Arbeiterverband in Unterhandlung trat und nun die Forderungen der Arbeiter bewilligt hat. Die Streifbrecher werden entlassen. Die meisten andern Fabrikanten hatten schon nach und nach die Forderungen der Arbeiter bewilligt; nun ist auch der leste, der Urheber des ganzen Konfliktes, bezwungen. Der bisherige Stundenlohn war 25-30 Dere. Sie haben einen von 331/3 Deren erreicht, was einen Wochenlohn von 20 Kronen ergiebt. Die jähr liche Lohnzulage für alle Arbeiter beträgt 30 000 Stronen. Beitväge ein: 11. Diese Abmachungen gelten ab 1. September 1900. Von den Arbeitern wird hingegen gefordert: Für Rollfutscher eine Arbeitszeit von 6 Uhr früh bis 8 Uhr abends, für Speditionsarbeiter 10 Stunden täglich. Der Anfangslohn für Rollfutscher ſoll 24 M., nach 4 jähriger Thätigkeit 27 M., und für jüngere Kutscher unter 20 Jahren mindestens 21 M. pro Woche betragen; für die Kutscher und Begleiter der Bahnspediteure 21 M. pro Woche; für Ueberarbeit nach Hip Stunde 8 hr abends pro 50 Bf. und und für Eilgutfahren des Sonne tags 1 m. pro Fuhre. Für Speditionsarbeiter foll ein Anfangslohn von 28 M., nach vierteljähriger Thätigkeit 25 M. pro Bei der Berliner Gewerkschafts- Rommiffion gingen folgende Woche, für Ueberstunden 40 Bf. und für Sonntagsarbeit, wenn sie Für die Militäreffetten: Sattler: Arbeiter der Firma Hirschs durchaus erforderlich ist, 50 Pf. pro Stunde bezahlt werden. Ferner Es ist eine völlig aus der Luft gegriffene Unwahrheit, daß den horn 1,40 W., Waschinisten und Seizer 50 M., in Summa 51,40 W. wird der Fortfall der Stallwachen und das Füttern der Pferde am Werften Anfang Juni ein socialdemokratischer Ufas, der auf Ver- Für die ausgesperrten Werftarbeiter: Plaz- General Buller Sonntagabend für die Rolllutscher verlangt. Nach einjähriger Thätig fürzung der Arbeitszeit hinzielte, zugegangen ist. Die von den Metall- Bierprozente 40,- Bauarbeiter Berlins und Umgegend( central) 1000, feit soll jedem ein achttägiger Urlaub bei Fortbezug des Lohns gearbeitern gewählte Lohnkommiffion hatte im Auftrag ihrer Mandat- Mieterversammlung Friedrichsfelde 3,50. Dorau 1,- Wechanische, teil; währt werden, und vom 1. September ab die Achtuhr Abholungsgeber, der Metallarbeiter, den Werftbesigern die Forderungen ihrer furter Allee Ueberschuß vom Kranz 19,25. Deutsche Waffen- u. Munitions - S. S. S. 10,-. Bierkaffe Stnoll 18,36. Firma Lange u. Guttzeit, Frank's stunde zur Einführung gelangen. Die Bugeständnisse der Unternehmer stehen also sehr erheblich Lüben u. Guffe, Firma Haffe und Kranzüberschuß 3,80. fabrik 45,90. Ueberschuß vom Kranz 7,30. In Summa 1149,11 M. hinter den Forderungen der Arbeiter zurück, obwohl sie nicht gänzlich Für die russisch polnischen Bürstenarbeiter: Werkstatt belanglos find. Es ist eine Lohnaufbesserung zu verzeichnen, außer Engeler 4,50 Dr. dem find einige allgemeine Forderungen zugestanden, wodurch die Für die Finsterwalder Tabatarbeiter: Droschtenkutscher gegenwärtig überaus lange Arbeitszeit und die willkürliche Beschäftigung an den Sonntagen wenigstens einigermaßen eingeschränkt wird. Es war bisher keine Seltenheit, daß die Kutscher bis nachts 11, 12 und fogar 1 Uhr und auch an den Sonntagen längere Zeit thätig fein mußten und hierfür keine Bezahlung erhielten. Die Einführung der 8 Uhr Abholungsstunde lehnten die Unternehmer vorläufig ab, stehen dieser Forderung aber sympathisch gegen über, da der gegenwärtige Bustand für beide Teile fehr unangenehm ift. Die vereinigten Spediteure werden sich deshalb ebenso wie die Organisation der Arbeiter nochmals an die Weltesten der Kaufmannſchaft mit dem Ersuchen wenden, dahin zu wirken, daß allgemein bis Collte bie Gimbvirtung ber Helieſten het stad hentai tulee then, Arbeiter unterbreitet. ut 110y Es ist eine völlig aus der Luft gegriffene unwahrheit, daß die Lohntommission, diesen anonymen Titel gewählt hat, um nicht nur die Mitglieder des zum Vorstoß ausersehenen Deutschen Metallarbeiter Verbands, sondern alle Werftarbeiter zu treffen". Die Lohntommission wollte überhaupt niemand treffent, sondern die Werftbefizer veranlassen, mit ihr in Unterhandlung zu treten oder die Forderungen der Arbeiter zu bewilligen. Berlins, organisierte, 15,-. Tischleret Weinland 10,-. Personal der Buch bruderet Janiszewski 5,-. Mitglieder des deutschen Buchdruckerverbands bom„ Vorwärts" 20,-. Arbeiter Gefangverein Nord" 30,--. Tischleret Neumann u. Bunar 15.- Lefe und Disfutierflub Gleiches Recht" 9, Sparverein E. Gaßmeffer 10,-. Arbeiter Gefangverein" Gleichheit" 10, ueberschuß vom Kranz Bau Potsdamerstraße 2,-. Tischlerei Weiß u. Neus mann 8,70. Arbeiter- Rabfahrverein Berlin 50, Müller, Charlottenburg, 3,80. Summa 188,50 M. Bisher quittiert 324,10 M., macht Summa 512,60 M. Nach dem 1. Juli Buchbruckerei Silfsarbeiter beabin Alter Rottenbäcker 5,-. Buchbinderei Jürgens 5,-. Werkabteilung Bading 15,-. Möbelfabrit Kümmel 40,- Firma Hoffmann, Ueberschuß der Norddeutsche Schleife" 7,50. Deutsche Waffen: und Munitionsfabrik. eingegangen 512,60 Macht insgesamt M. Dampferpartie der Stollegen 14,20 Mr. Stranzüberschuß d. Firma Leibe u. Co. 16,90 W. xiichteret Welife, petersburgerſtraße, 78, 681,20 163,60 wt. -P 07. Es ist eine völlig aus der Luft gegriffene Unwahrheit, daß das Gewerkschaftstartet den Verfuch aufgegeben, die Forderungen allgemein bei allen Werften durchzusetzen. Das Gewerkschaftskartell hat einen derartigen Werfuch gar nicht unternommen, konnte ihn also auch nicht aufgeben. Die Durchsetzung der Forderungen ist auf Beschluß einer Metallarbeiter- Versammlung unterblieben. Es ist ferner eine völlig aus der Luft gegriffene unwahrheit, daß das Gewerkschaftskarten die Nieter der Reiherstieg- Schiffswerft die Abholung bereit gestellt werden. veranlaßte, irgendwelche Forderungen vorzutragen. Das Gewertder Kaufmannschaft wieder schaftskartell hat mit der Lohnbewegung absolut nichts zu thun. den gewünschten Erfolg haben, so bleibt nur übrig, daß die Kutscher Es ist eine völlig aus der Luft gegriffene unwahrheit, wenn in Vom 26. Juni gingen nachträglich folgende Beiträge ein: bie Abholung der Güter von der Kundschaft nach 8 Uhr einmütig Bezug auf die Aussperrung der Metallarbeiter auf den Werften von Für die Holzarbeiter: Lifte 1010 d. Gläser 7,60. Liste 1322, Falt berweigern. einem„ aus Uebermut angezettelten Streif" geschrieben wird. Die 5,30. 1335 b. Gollnow 1,35. 1328, S. Schulz 11,05. Liste 1192, P. Süß Die Rollfutscher und Speditionsarbeiter hielten Metallarbeiter der Werften haben es in ihrer Bersammlung abgelehnt, 2,65. 1413 u. 14, Beterſen 21,15. 1222, Strauſe 2,1184, 70, the 4,70. am Freitag eine sehr start besuchte Versammlung in einen Streit einzutreten, sie sind dann zum Teil von den Werft 1883 u. 1811, durch Hofmann 5,30. 1693, Buchholz 1,95. Listen durch Arendt 34,75. ab, in der die Lohnkommission über die Verhandlungen mit den ver- befizern ausgesperrt worden, und diese Aussperrung gab dann Ver- quittiert 9567,11, macht in Summa 9672,21 9. Nach dem 1. Juli: einigtenSpediteuren berichtete.Obwohl die Verbandsleitung für Annahme anlassung zu Arbeitsverweigerungen. Listen d. Arndt 8,10. 1753 b. Mad 5,10. 1203 d. Hink 8,65. 1836 burch ber bewilligten Bedingungen als vorläufige Abschlagszahlung Es ist eine völlig aus der Luft gegriffene unwahrheit, wenn in Schomburg 7,70. 1302, Serfau, 6,45. 1231, Arndt, 7,10. 1818, Pauſtin, 0,90. plädierte, wurden nach lebhafter Debatte in sehr später Stunde die Bezug auf die Forderungen der Metallarbeiter auf den Werften, 1313, 15 u. 16, b.. 10,85. 1723, Nachtrag 6,00. 1202 b. Sinz 11,30. von den Unternehmern gemachten 8 uge ständnisse mit über welche die Lohnkommission an die Werftbefizer stellte, von social 1442 1. 43 burch Dreybrobt 7,85. 1138 11. 1153 burch Arendt 5,70. 91,35, wältigender Majorität als unzulänglich von der demokratischen Forderungen geschrieben wird oder von Forderungen der durch Menzel 1,60. 1161 ut. 1840 burch Arndt 3,65. In Summa 90,95, Versammlung abgelehnt und die Kommiffion beauftragt, Socialdemokratie. Diese Forderungen find weder socialdemokratisch, bes Borwärts" v. 29. Juni d. J. bei der öffentlichen Quittung muß es am 1. Juli 9672,21, macht in Summa 9763,16 M. N. B. Jn der Nr. 148 nochmals mit den Spediteuren in den nächsten Tagen in Verhand- noch sind es Forderungen der Socialdemokratie, sondern es find statt 9566,86 Heißen 9567,11 m. lungen zu treten. Freitag, den 31. d. M. foll eine Versammlung Forderungen der Metallarbeiter betr. Lohn- und Arbeitsstattfinden, in der über das Resultat der Verhandlungen zu berichten bedingungen. Ortsverwaltung Hamburg des Deutschen Metallist und über die weiteren Maßnahmen event. den Streit beschloffen arbeiter- Verbandes." werden soll. 710 SOCDie Streitklaufel im Vanbetriebe. Das Fremdenblatt" bemerkt, es hätte die Berichtigung auch ohne die Berufung des Einsenders auf den§ 11 des Preßgesetzes aufgenommen, während es beim Echo" sehr häufig eines fehr deutlichen Hinweises auf den§ 11 des Breßgesetzes bedürfe, ehe es Berichtigungen und Ehrenerklärungen aufnimmt. Das Fremdenblatt" würde in Verlegenheit geraten, wenn es den Beweis der Wahrheit für seine Behauptung antreten müßte, die von gleichem Kaliber ist, wie der Scharfmacherartikel des Blattes, dem die obige Berichtigung gilt. Summa 105,10. Bisher Für die Schneider auf Listen: 775 Dachdeckerliste 1,20. Vom Buchbinderverband, Filiale Berlin, 21,20. Bifte 852 Graveure 8,-- In Summa 30,40. Bisher quittiert 2542,12, macht in Summa 2572,52. Nach dem 1. Juli Listen von den Lithographen und Steindruckern 26,05, NB. Jn Nr. 148 bes Vorwärts" muß es bei der insgesamt 2598,57. öffentlichen Quittung statt 2542,60 heißen 2542,12. d Für die gemaßregelten Straßenbahner: Siemens 6,70. Verband der Sandels- und Verkehrsarbeiter 189,05. In Summa 195,75. Bisher quittiert 73,70 M., macht in Summa 269,45 M. " Für die Schuhmacher in Wilna: W. Giehm 1,10. 7 Mitglieder der Gewertschaft der Buchbrucer Erfurt 5,-. Buchbinderverband, Filiale Bisher quittiert 1403,10 M. In Summa 1449,20 W. NB. In ber Berlin 30,- Xylographenverband Berlin 10,- In Summa 46,10 m. Bosten von 60,- von den Steinfegern Weißenfee's gebucht. Es muß vorigen Quittung ist bei den Beträgen für die Wilnaer Schuhmacher ein heißen Steinfegerverband. Posten von 50,- von den Steinfegern Weißensee's gebucht. Weitere Beiträge nimmt entgegen das Bureau der Berliner Gewerkschafts- Kommission, Engelufer 15 I, Zimmer Nr. 8. Der Ausschuk. Bei der Stegliter Gewerkschafts- Kommission gingen ein: Für die streitenden Tischler Münchens 20 W. und für die streifenden Sattler Berlins 20 M. sh Lokales. tember feine Bersammlungen einzuberufen, da an diesem Tage eine Die Gewerkschaften und Vereine werben gebeten, am 4. Sep große Parteiversammlung im Feenpalast stattfindet, in der die Wahlen zum internationalen Kongreß vollzogen werden. Die Vertrauenspersonen. Die Annahme der Streifflausel in den Gemeinden um Berlin macht bedenkliche Fortschritte. Der Verband der Baugeschäfte von Berlin und den Vororten" hat von der Hochbaudeputation der Stadt Schöneberg folgendes Schreiben erhalten: dal Wir haben beschlossen, bei Vergebung von Bauarbeiten folgende Der Hamburgische Correspondent" und die Hamburgischen Streitflausel in die Verträge aufzunehmen. Wenn vor Beginn oder während der Dauer der Bauausführung Nachrichten" haben die Aufnahme der Berichtigung abgelehnt, obwohl fie die verlogenen Artikel gleichfalls gebracht haben. ein Ausstand der Arbeitnehmer ausbricht oder von der General- Die Unternehmer entlassen noch täglich Leute, die sich weigern, verfammlung des Verbands der Baugeschäfte eine Bansperre Streitarbeit zu machen. Dafür suchen sie allenthalben im Reiche berhängt wird, so ruht während der Dauer oder der Sperre die Streitbrecher zu werben. So wird sowohl aus Dortmund wie aus Verpflichtung des Unternehmers zur Förderung der von dem Aus- Magdeburg gemeldet, daß dort Arbeiter für Hamburger Werften stand oder der Baufperre betroffenen Arbeiten, falls die städtische Bau- gesucht werden. Deputation nicht ausdrücklich das Gegenteil beschließt. Soweit im Baubertrage Fristen oder Termine festgesezt sind, verlängert sich die Bauzeit Nicht die Katz, sondern der Kater. Jm Dortmunder nach Entscheidung der Baudeputation um die ganze oder um einen Teil Maurerstreit haben, wie überall, die Streifenden sehr unter dem bei der Damer des Ausstandes oder der Bausperre, je nachdem ein gäng ber Bolizei zu leiden. Gegen die Verhaftung mehrerer Streitposten bei solchen Gelegenheiten immer hell auflodernden Ordnungseifer licher oder ein teilweiser Stillstand der übernommenen Arbeiten war Beschwerde geführt worden. Darauf erwiderte die Polizei, daß herbeigefährt ist. Als Ausstand der Arbeitnehmer im Sinne dieser bie Beschwerde unbegründet sei, denn die Polizei habe keine Bestimmung gilt eine Arbeitseinstellung mur dann, wenn der Vor- Streifpoften verhaftet, sondern nur Leute, welche den öffent stand des Verbandes der Baugeschäfte in öffentlichen Blättern be- lichen Verkehr gestört hätten. fannt macht, oder dem Bauherrn schriftlich anzeigt, daß ein Es handelt sich zwar um fehr ernste öffentliche Rechte der Arbeiter, des Gewerkschaftshauses, Engel- llfer 15, stattfindende Provinzial allgemeiner oder teilweiser Ausstand ausgebrochen sei." die durch das Auftreten der Polizei schweren Schaden leiden, aber Konferenz für die Proving Brandenburg veranstalten die ParteiAuch die Gemeinden Groß- Lichterfelde, Stralau, Reinidendorf, unter solchen Umständen lernt man es, auch die ernsthaftesten Dinge genoffen des III. Wahlkreises ein gemütliches Beisammensein, beCharlottenburg, Briz, Lankwiz, Deutsch- Wilmersdorf sind den von der humoristischen Seite zu betrachten.golftehend aus Tanz, Gesang usw. Anfang abends 7 Uhr. Entree Wünschen der Unternehmer entgegengekommen und haben die Streit Der Streit der Kupferschmiede in Frankfurt a. M., ber jetzt 20 Pf. inkl. Garderobe. Rege Beteiligung erwartet Hansel betvinigt. Die Verhandlungen mit dem Magistrat zu Berlin bie zehnte Woche andauert, bietet noch feine Aussicht auf Beund dem Ministerium der öffentlichen Arbeiten schweben noch, wie endigung. Die Meister lehnen jede Verhandlung mit der Lohn- Die Parteikonferenz für die Provinz Brandenburg der Verbandsborstand berichtet. tommiffion ab. Der Zuzug ist unbedingt fernzuhalten. tritt heute im großen Saale des Gewerkschaftshauses zusammen. Dadurch, daß man nicht nur bei Ausständen, sondern sogar bei Bet den Gewerbegerichtswahlen für die Amtshauptmann. Es ist das eine kurz vor dem Parteitag regelmäßig wiederkehrende Aussperrungen die Unternehmer von ihren Berpflichtungen befreit, schaft Dresden- Neustadt fiegte die Liste der organisierten Arbeiter mit Konferenz von Delegierten aus den einzelnen Wahlkreisen der liefert man sowohl die Arbeiter wie auch die Gemeinden vollständig 834 gegen 32 Stimmen. Eine Unternehmerliste hntten die Gewert- Provinz Brandenburg. So wie in den voraufgegangenen Konder Willtür der Bauunternehmer aus. Dagegen aufs fchärffte zu schaften nicht aufgestellt. ferenzen wird gewiß auch diesmal die Agitation und damit im Zus protestieren ist nicht nur Sache der betroffenen Arbeiter, sondern aller Einwohner der Gemeinden, soweit sie nicht als Bauunter- Fachblatt beschäftigt sich mit dem feiner Zeit in der Breffe be- verbots den größten Raum der Verhandlungen einnehmen. Zur Lage der Gewerkschaftsbeamten. Das Schuhmacher- fammenhang die Organisation nach Aufhebung des Verbindungsnehmer und Verwandte ihr Schäfchen dabei scheren. handelten Falle des Verbandsvorsitzenden Siebert. In Abwehr der erhobenen Vorwürfe schreibt das Blatt: sd 1110 gurando, Siren III. Wahlkreis. Im Anschluß an die heute im großen Saale Der Vertrauensmann. Da ist vor allem die Frage: Wie organisieren sich die Landarbeiter? die einen besonderen Punkt der Tagesordnung ausmacht, don weitgehender Bedeutung. Denn neben Berlin mit seiner hoch- entwickelten Industrie befinden sich gerade in der Provinz Branden- ourg weite Distrikte, die nur� Landwirtschaft aufweisen: abwechselnd aald mächtige Herrensitze, dann wieder kümmerlich fortvegetierende Kleinbetriebe. Hier hat die Partei am wenigsten Fufi gefafit, viele Aeichstagswahlkreisc mit dieser Bevölkerungsschicht weisen grotze kon- «rvative Majoritäten auf und haben Vertreter dieser Parteirichtung in das Parlament gesandt. Hier gilt es mit der Agitation einzusetzen, und auf der Konferenz wird manche Erfahrung ausgetauscht werden, wie die Agitationskommission der Provinz Brandenburg diese Aufgabe erfüllen soll und erfüllt hat. Die Fragen sind überaus schwierig zu lösen, es türmen sich all die Beschwerden auf. die bei der Landagitation als alte Bekannte immer wiederkehren. Dennoch wird eS uns gelingen, auch hier unsern Ideen Eingang zu verschaffen; können wir doch mit S.-olz darauf hinweisen, daß es uns in mehreren Wahlkreisen schon gelungen ist. die Hochburg der Konservativen in ihren Grundvesten zu erschüttern. Und so wünschen wir den Delegierten den besten Erfolg zu ihrer Arbeit; möge sie der Entwicklung der Partei neue Wege ebnen._ Die Diktatur der Straffenbahn-Gesellschaft. Fast kein Tag vergeht, wo nicht im Strasienbahnbetrieb eine große Zahl von Unfällen zu melden sind, die Unsicherheit der Ver- kehrsverhältiiisse hat ganz erschreckend zugenommen. Das Publikum fühlt diesen Uebelstand seit langem und obwohl man billiger Weise zugeben wird, daß die Unfälle bei dem großen Verkehr nicht ganz zu vermeiden sind, weiß man doch andrerseits, daß von der Stratzenbahn-Gesellschaft nicht so dem Uebel begegnet wird, als es wünschenswert ist. Vor kurzem hat nun die Gesellschaft einen Erlaß kundgegeben, der auf die häufig erfolgten Zusammenstöße Bezug nimmt, und ganz charakteristisch für die Betriebsfllhrung der Gesellschaft folgendes besagt: Die in letzter Zeit stattgehabten zahlreichen Znsammenstöße diesseitiger Betriebsmittel mit fremdem Fuhrlverk sowie mit eigenen und fremden Bahnwagen lassen in vielen Fällen geringe Aufmerksamkeit und mangelhaste Sorgfalt der Fahrer bei Aus- Übung ihres Dienstes erkennen. Wir sehen uns daher veranlaßt, derartige Fälle in Zukunft mit der größten Strenge zu ver-folgen. Alle Beamte. welche sich der Eisenbahn-Transport- Gefährdung schuldig machen, oder einen Zusammenstoß zweier Bahn wagen verursachen, haben in Zukunft unbedingt auf Entlastung zu rechnen. Berlin, den 13. August 1900. Die Direktion. Es kommt uns dieser Anschlag der Direktion gerade recht, um an der Hand einiger Thatsachcn einmal zu prüfen, ob nicht auch starke Unterlassungssünden seitens der Direktion indirekt die Schuld an diesen traurigen Vorkonmunssen tragen.— Wir müssen wieder auf die lange Arbeitszeit hinweisen, die im Betriebe noch üblich ist und die Auftnerksamkeit der Fahrer erlahmen läßt. Es ist ganz un- möglich, daß ein Fahrer, der bis zu 14 Stunden im Dienst gewesen ist. die nötige Spannkraft besitzt, um seinen schwierigen Posten zu versehen. Trotzdem die Direktion bei Beendigung des Streiks versprochen hat, für Fahrer die neunstündige Arbeitszeit einzuführen, wird diese Bestimmung nicht eingehalten. Am 15. d. M. einließ die Direktion einen Fahrer, dem als Entlassungsgrund wiederholtes Zuspätkommen angegeben war. Wie aber kam eS. daß der Mann diese Pflicht- Verletzung beging. Der betreffende Mann wohnt in der Hujsitcn- straße in Berlin und wurde im März d. I. auf dem Depot in Schöneberg angestellt mit der Vertröstung, daß er bald nach einem Depot in Nähe seiner Wohnung versetzt werde. Was geschah? — Im Juni d. I. wurde der Mann nach dem Depot •in Halensee beordert. Nun ist es vorgekommen, daß der Angestellte des Abends nach 12 Uhr, auch 1 Uhr, auf dem Depot in Halensce Dienstschluß hatte und in einigen Fällen um 6 Uhr 10 Minuten und auch 7 Uhr 13 Minuten am andern Morgen der Dienstantritt vorgeschrieben war. Erfolgte der Dicnstschluß so spät, dann mußte der Mann, da eine Fahrgelegenheit um die Zeit fehlte, einen Weg von 2Vz Stunden nach seiner Wohnung zurücklegen. Da er nun zurück nach dem Depot auch nur eine sehr beschränkte Fahrgelegenheit hatte, so blieb ihm an solchen Tagen fast keine Zeit zum Schlaf, er konnte einfach wieder umkehren, .wenn er zur rechten Zeit den Dienst antreten sollte. Das war ihm unmöglich, er kam zu spät und wurde entlassen ohne Einhaltung der Kündigungsfrist. An, Sonntag, den 13. August, war der Beamte von früh 7 Uhr 40 Min. bis 12 Uhr nachts ohne Unterbrechung, ohne Essens pause, im Dienst und am 15. erfolgte seine sofortige Entlassung. Da der Mann in begreiflicher Auf- rcgung über die Entlassung war, und femer einige Differenzen über die Höhe der Lohnzahlung hinzu kamen, so entstand zum Ab- schied obendrein eine regelrechte Holzerei zwischen dem Entlassenen und dem Hofverwalter Gnädig, der der Anweisung der Direktion anscheinend den gehörigen Nachdruck verleihen wollte. Was sollen wir mm aber von einem Mann, der so übermüdet und abgerackert wieder seinen Dienst antritt, für eine Aufmerksamkeit im Dienst verlangen? Es ist ganz selbstverständlich, mit solchem Personal kann die Sicherheit des Betriebes nicht aufrecht erhalten werden, die Unglücksfälle müssen massenhaft eintreten. Die Ge- sellschaft kennt aber demgegenüber nur ein Mittel: Dienstentlassung. Nun scheint die Direktion wieder eine ganze Anzahl Beamte zu entlassen, die ihr vom Streik her unangenehm in Erinnerung stehen. So zeigt uns ein Beamter ein hektographierteS Schreiben einer Dienstentlassung vor. in der es heißt, daß die Entlastung wegen nicht befriedigter Dienstleistung geschehe. Dieser Mann ist aber über zwei Jahre bei der Gesellschaft beschäftigt und kann dieser Gmnd, da ihm Klagen nicht bekannt sind, nicht als stichhaltig angenommen werden. Es wird also nach wie vor in unerhört diktatorischer Weise mit hen Angestellten verfahren, ein System rücksichtsloser Ausnützung der Angestellten weitergeführt, weil die Leiter wissen, daß sie die Protektion der Regiemng und andrer einflußreicher Kreise haben. So zeigt sich die kapitalistische Gesellschaftsordnung in ihrem un« eingeschränkten freien Walten, die dem Kapitalisten daS Herr-im- Hause mit allen Gewaltmaßregcln gegen die Arbeiter sicher stellen will. Die Aktionäre der Straßenbahn-Gesellschaft können schmunzelnd auch in diesem Jahre einen höheren Profit einstecken, für die Angestellten bleibt ein Fußtritt übrig, wenn sie sich auslehnen gegen ein System so unerhörter Ausnützung ihrer Arbeitskraft. DaS sind die Grund- sätze der kapitalistischen Weltordnung. Zur Etsenbahnhygiene. Man schreibt uns von ärztlicher Seite: Seit einiger Zeit findet sich in den Berliner Straßenbahn- wagen ein Anschlag, der das Ausspucken in den Wagen aus Gesund- heitsrücksichten verbietet. Aehnliche Anschläge hat Schreiber dieser e eilen auch in anderen Städten, insbesondere schon vor mehreren ahren in den auch sonst vorzüglich eingerichteten Straßenbahnwagen New Aorlls gefunden. Ein solches Verbot ist nun durchaus gerecht- fertigt. Ist doch das Ausspucken auf die Fußböden der Wagen nicht nur'im höchsten Grade unappetitlich und ekelerregend. sondern in der That d i r e k t ge f ä h r l i ch. Der Auswurf enthält zahlreiche für die Gesundheit schädliche, ja häufig das Leben gefährdende krankheitserregende Bakterien(Kleinlebewesen). Bekannt ist, daß der Auswurf von Schwindsüchtigen Tuberkelbacillen häufig in enormen Mengen enthält, und eS ist höchst wahrscheinlich, daß die Uebertragung dieser Krankhe,t zum mindesten in der überwiegenden Mehrheit der Fälle gerade dadurch zu stände kommt, daß Tuberkelbacillen haltender Auswurf irgendwohin entleert wird, dort eintrocknet, zu Pulver zer- fällt— ivozu gerade in den Wagen der Verkehrsinstitute durch das deständige Gehen und Kommen besonders Veranlassung gegeben'st— irnb nun als Staub in die Lungen andrer Menschen gelangt. Aber nicht nur Tuberkelbacillen, sondern auch andre schädliche Bakterien finden sich in dem Auswurf, und sogar in dem Auswurf von scheinbar gesunden Menschen: so die Erreger der D i p h t h e r i e. der I n f I ü e n z a, der Lungenentzündung, der Genickstarre und andrer Krankheiten mehr, die alle auf die oben beschriebene Weise über- tragen werden können. So lange nun der Unterricht des Volks ein so mangelhafter ist, wie eS bisher leider der Fall, daß es über die einfachsten Fragen der Hygiene(Gesundheitspflege) in der Schule so gut wie gar nichts erfährt; solange auch, wie es in einer auf der Konkurrenz, und nicht auf das Zusammenarbeiten aufgebauten Gesellschaftsordnung nur zu erklärlich ist, die Nncksichtnahme des Einzelnen auf das Interesse der Gesamtheit nur eine geringe ist. muß es als dringend wünschens- wert bezeichnet werden, durch Anschläge, wie die oben erwähnten, das Ausspeien direkt zu verbieten. Wer ausspeien mutz, benutze sein Taschentuch oder eines der bekannten Hustenfläschchen. Was nun aber für die Straßenbahnen gilt, gilt ebenso, ja vielleicht in noch höherem Maße, für die Eisenbahnen. Leider findet sich hier nirgends in den Eoupäs— oder in der schönen neu- deutschen Eisenbahnsprache: in den„Abteilen"— ein entsprechender Anschlag, obwohl man auch hier leider oft genug in ausgiebigstem Maße die Unsitte des Ausspuckens geübt sieht. Es wäre dringend wünschenswert, daß der Herr Eisenbahn- Minister, der ja in so fürsorglicher Weise für die geistige Gesundheit seiner Passagiere besorgt ist, indem er„gefährliche" Lektüre, wie den „Vorwärts" und„Simplicissimus" u. a. m. von den Stations- buchhandlungen fernhält, auch für die körperliche Gesundheit Sorge trägt, indem er überall in den„Abteilen"— und auch den Klosetts!— einen Anschlag anbringen läßt, etwa folgenden Inhalts: Aus Rücksichten der Reinlichkeit und Gesundheit ist das Ausspucken verboten! Hoffentlich fällt diese Anregung auf günstigen Boden. Bis dahin aber erscheint es wünschenswert, daß nicht nur der„Vor- wärtS" und die andern Arbeiterzeitungen, sondern auch die Zeitungen aller andern Parteien— welche ich hier- durch dazu auffordern möchte— ihre Leser auf die Verwerflichkeit und Gefährlichkeit des AnsspuckenS innerhalb der Straßenbahnen und Eisenbahnen aufinerksam machen, und viel- leicht hinzuzufügen, daß dasselbe anch für alle andren allgemeinen Zwecken dienenden Einrichtungen, wie Omnibusse. Droichlen, Bahn- Höfe, Turnhallen, Krankenhäuser, Krankenkassen und Gcwerkschafls- räume, Bäder und. dergleichen,! ja auch für das eigne Heim gilt. Die„Goldne 110" und die Chinapolitik. Es ist bekannt. mit wie patriotischem Schwünge der Kleiderhändler Cohn, Inhaber der„Goldnen 110" in Berlin, alle vaterländische» Ereignisse an den Anschlagsäulen besingen läßt. Die Lust und auch der Schmerz werden zusammengefaßt, wenn der Dichter des poetischen Konfektions- gcschäfts den Schicksalen der Nation ihre Verse weihen. Als vor einigen Wochen die deuschen Truppen gen China schifften, da dichtete die„Goldne 110": So leb denn wohl geliebte? Wesen, Hin nach Ostasien ruft die Pflicht I Verhauen muß ich die Chinesen, Sei stark. Marie, und weine nicht. Wir woll'n uns an den Kerlen rächen, AuS diesem Grunde kämpfen wir, Sie sollen bluten, sollen blechen, Muß ich d'ran glauben, schreib' ich'S Dir. Mittlerweile ist der wackere Kämpfer wohl in China eingetroffen, denn heute lesen wir: Bis hierher ist's soweit ganz gut gegangen, Nun woll'n wir uns die Rasselbande langen; Die Menschen sind verswlagcn und gewitzt, Und ihre Augen haben sie geschlitzt. Zwar manches Chinamädchen ist nicht ohne, Jedoch poussieren. Mutler? nicht die Bohne! Zu so was haben wir hier keine Zeit, Da unser Kriegerherz nach Rache schreit. China aufteilen? Gott soll uns bewahren, Nur furchtbar hauen woll'n»vir die Barbaren! Wird auch gegen den Schluß der Lieder hin regelmäßig auf das reichhaltige Lager an billigen und patent sitzenden Hosen, lieber- ziehern und Jackettanzügen hingewiesen, so sieht man doch, daß der wahre Dichter sich von dem Trocken-Geschäftlichen nicht unterkriegen läßt und sich seiner Pflichten gegen die Nation bewußt bleibt. Und so ist es auch in der Ordnung. Alles Edle und Große soll ja der Poet uns vermitteln: Es soll der Sänger mit dem König gehen, Sie beide wandeln auf der Menschheit Höhen! Die„gepfefferten" Diktatsätze, die wir kürzlich als Auswahl aus einer von der„Pädagogische» Zeitung"�vervffentlichten umfang- reicheren Sammlung mitteilten, habe» die Runde durch die bürgerliche Presse gemacht. Den Mut. die Verwendung solcher Sätze zu Diktaten zu verteidigen, hat— so viel wir gesehen haben— kein Blatt außer der„Norddeutschen A l l g e m. Zeitung" gefunden. Dieses Blatt giebt eine Zuschrift„auS Lehrerkreisen" wieder, in der die Sätze als„allerdings etwas seltsam" bezeichnet, aber im übrigen als ganz besonders geeignet enip fohlen werden. Die Absicht der Veröffentlichung durch die Presse sei die. den Verfasser der Sätze lächerlich zumachen. — Der Bricfschreiber scheint übersehen zu haben, daß die Veröffent- lichung— wie auch von uns und von den uusre Ausivahl nach- druckenden Blättern angegeben wurde— zuerst in der„Pädago- gischen Zeitung", dem Organ des„Deutschen L e h r e r v e r e i n s" erfolgt ist. Der Achtuhr-Ladenschlnst. Der Ausschuß zur Vorbereitung eines einheitlichen Achtuhr-LadenschlusseS in Berlin und den Bor- orten ist inzwischen durch Hinzutritt des Vereins junger Kaufleute, des kaufmännischen und gewerblichen Hilfsvereins für weibliche An- gestellte, des Vereins selbst. Handwerker zu Berlin, des Central- Verbands der Handlungsgehilfen und Gehilfinnen, des Vereins Berliner Lederhändler und junger Kaufleute der Lcderbranche, er- wcitert worden und zählt zur Zeit 10 größere Vereine und Ver- bände mit etwa 20000 Mitglieder-» in Berlin und Vororten. Der Ausschuß beschloß zunächst an die Reichsregienmg heranzutreten, um Gewißheit über die„AuSführungSbeslimmungen" betr. Einführung eines gesetzlichen Ladenschlusses zu erlangen. Weiterhin wurde die sofortige Agitation innerhalb solcher Branchen, welche dem Achtuhr-Ladenschlusse günstig gesiniit sind, vereinbart. Die ersten böhmischen Obstkähne sind in Berlin eingetroffen und haben an ihrer alten Verkaufsstelle in der Burgstraße Anker geworfen. Schon gestern morgen von 6 Uhr ab entwickelte sich auf den Fahrzeugen ein außerordentlich starker Verkehr und ununter- krochen fuhren Berliner Kleinhändler mit Handwagen herbei, um ihre Einkäufe an Aepfel und Birnen zu besorgen. Wie uns seitens der böhmischen Schiffer versichert wird, ist die Ernte dieses Mal reich und gut ausgefallen, so daß eine Teuerung im böhmischen Obst in dieser Saison nicht zu erwarten ist. Mehrere SchiffSzüge sind bereits wieder unterwegs und am Montag oder Dienstag dürften wieder neue Obstladungen in Berlin eintreffen. Ihre erste Blüte wird die Tlctoria regia unsres Botanischen Gartens heute hervorbringen. Leider wird dem Publikum nicht vergönnt sein, die prachtvolle Blüte im ersten Stadium ihrer Eni- Wicklung, in welchem sie blendend weiß erscheint, zu bewundern, da der Botanische Garten außer wochentags nur an jedem zweiten Sonntag im Monat geöffnet ist. Dagegen kann die Blüte am Montag, wenn sie eine rötliche Farbe angenommen hat und darin nicht minder prächtig aussieht. frühmorgens oder gegen Abend in Augenschein genommen werden, da sich den Tag über die Blüte schließt. Am Dienstag ist sie dann bereits abgewelkt. Die hiesige Kriminalpolizei fahndet gegenlvärtig auf den Wirtjchaftssohn Franz K o c i k o w s k i. der am 23. v. M. aus dem Gefängnis zu Bromberg in Gemeinschaft mit dem Gelbgießer May N o a k ausgebrochen ist. K. wurde mitsamt seinem Bruder im Juni vom Brombergcr Schivurgericht wegen Vatcrmords zum Tode verurteilt, am Tage seiner Flucht aber, wie wir mitteilten, vom Kaiser zu lebenslänglichem Zuchtbaus begnadigt. Die Annahme, der Verbrecher sei nach Rußland entkommen, scheint trügerisch zu sein, vielmehr nimmt man an, daß beide Ausbrecher sich nach Berlin ge- wandt haben, da Noak als Berliner Noivdy in hiesigen Zuhälter- kreisen sehr bekannt ist und in Begleitung eines andern in Berlin schon gesehen tvorden sein soll. Wie es heißt, suchen mehrere Detektivs und Agenten die Flüchtigen in entsprechender Verkleidung zu ermitteln und zur Haft zu bringen. Defraudationen in einem Juweliergeschäft. In einem Juweliergeschäft Unter den Linden wurde ein Angestellter, der seit langen Jahren in dem Geschäft in Stellung ist, wegen Unter- schlagungen verhaftet. Die Unterschlagungen erfolgten in der Weise, daß er beim Einkauf von altem Gold und Silber einen niedrigeren Betrag zahlte, als er dem Geschäft in Rechnung brachte. Als ein derartiger Fall entdeckt wurde, gab er zu, die Firma im Laufe der Zeit um etlva 15 000 M. auf diese Weise geschädigt zu haben. Erhängt hat sich am Freitagnachmittag der Gastwirt Grube, Mariannensir. 22. Ueber die Motive zur That ist man im Unklaren. Er hinterläßt drei unmündige Kinder, die Frau ist vor einem Jahre gestorben. Grube gehörte dem socialdemokratischen Wahlverein im 4. Wahlkreis, sowie dem socialdemokratischen Verein Berliner Gast- wirke an. Eine Vergiftung mit Waschblau soll die 16 Jahre alte Anna Franz, die im Dienst bei der Posamentenhändlerin H. in der Weber- straße sich befindet, gegen ihre Dienstherrin und deren Neffen ver- sucht haben. Das Mädchen schüttete den beiden Personen eine tüchtige Portion Berliner Blau in den Kaffee, in der Annahme, daß dieser Farbstoff stark wirkendes Gift enthalte. Natürlich wurde die Mischung entdeckt, und gab das Mädchen als Motiv zur That an, daß es Rache nehmen wollte, weil man ihr die Stellunng gekündigt hatte. Das Mädchen wurde verhastet und dem Untersuchungs- gefängnis übergeführt. Lebensgefährlich verletzt durch Ueberfahren mit seinem Fuhr- werk wurde anr Sonnabendnachmittag gegen 4 Uhr in der Seller- straße der 33 Jahre alle Kutscher Paul Koschel aus der Schulstr. 38. Eins von seinen jungen Pferden zog an, während er das Gefährt bestieg. Koschel fiel herunter und zwei Räder gingen ihm über Brust und Leib. Mit Rippcnbrüchen und schweren inneren Verletzungen wurde er bewußtlos nach der Unfallstation und von dort nach einem Krankenhaus gebracht. Zwei Stock hoch vom Gerüst stürzt« der Arbeiter Joachim Warossa aus der Schönhauser Allee, der auf den Neubauten der Firma Siemens u. Halske an der Herzbergstraße in Lichtenberg be- Ichäftigt war. Gestern früh gegen 7'/- Uhr sollte das Gerüst, auf ivelchem W. stand, höher gehoben Iverden und bei diesen Arbeiten verlor der Mann den Boden unter den Füßen. Er fiel hinab, schlug mit dem Kopf auf Bauholz auf und zertrümmerte sich den Schädel. Ein aus Berlin herbeigerufener Wagen der Uniallstation überführte den Schwerverletzten in ein Berliner Krankenhaus. Ein rätselhafter Vorgang hat sich bezüglich de» 32 Jahre alten Mädchens Marie Nikolaus zugetragen. Die Nikolaus verließ nach beendigter Dienstzeit vorgestern nachmittag um 8 Uhr mit andern Mädchen zusammen das Aschingersche Wirtshaus am Hacke- scheu Markt in der heitersten Stimmung, kehrte aber nicht dorthin zurück. Später stellte sich heraus, daß die Vermißte an demselben Abend in einem Kraukenwagen einer Heilanstalt zugeführt wurde. Dies geschah auf die Veranlassung eines Arztes, der die N. als eine ihm unbekannte Person dem Krankenhause überwies, sich aber am nächsten Morgen nach dem Zustand der Unbekannten erkundigte. Die Nikolaus starb in der Nacht nach ihrer Einlieferung unter Vergiftungserscheinungen, nachdem sie schon bei der Ausnahme schwer geatmet hatte und nicht im stände gewesen war, irgendwelche An- gaben zu machen. Nun erschienen am Totenlager die Kolleginnen der N. und machten nach früheren Mitteilungen der Verstorbenen die Aussage, die N. habe sich oft zu einem Arzt begeben, mit dem sie seit zwölf Jahren ein Verhältnis eingegangen war. Nach Anficht der Mädchen handelt es sich um denselben Arzt, der die N. als„un- bekannt" dem Krankenhaus zuführen ließ. Vorläufig hat sich noch keine Klarheit in diese sonderbare Angelegenheit bringen lasten. Die Leiche wurde beschlagnahmt und wird gcrichtSärztlich geöffnet werden. Von dem Befund wird daS weitere abhängen. Nach Beendigung feiner Beobachtung wurde heute de« 30 Jahre alte Einbrecher Robert Haste, der den Beinamen„Brillen- äffe" führt, aus der Charitä wieder abgeholt. Hasse hatte seiner Zeit den großen Einbruch bei Feibusch u. Preuß in der Leipziger- straße ausbaldowert und geleitet. Im Untersuchungsgefängnis traten Zweifel an seiner Zurechnungsfähigkeit auf, da Hasse be- hauptcte, den Einbruch im Interesse des Staats verübt zu haben. Er habe sich die Mittel verschaffen wollen, um seine Erfindung, eine neue Art der Zusammenkoppeluug von Eisenbahnwagen, patentieren zu lassen und sie dann dem Staat zur Verfügung zu stellen. Dabei ist er stets geblieben. Zwei Gefangenenaufseher holten ihn nach dem Untersuchungsgefängnis in Moabit in einem Wagen der Strafanstalt Plötzensee zurück. Hasse hat sich in der Zeit der Beobachtung ziemlich ruhig verhalten, trotzdem scheint er nicht ganz zurechnungS- fähig zu sein. Das ärztliche Gutachten liegt indeß noch nicht vor. Vcrlorrn. Auf dem Wege von der Kaiserin Augusta-Allee nacki der Neuen Wintcrfeldstr. 39 ist am Montag in der Zeit zwischen 7—9 Uhr morgens ein Kontobuch mit 73 Streikmarken für Dachdecker verloren gegangen. Der ehrliche Finder wird gebeten, an Robert Strauß, Dachdecker. Charlottenbnrg, Dankelmanstrahe 46, 2. Quergeb. 3 Tr., die Sachen abzuliefern.' Straßensperrnng. Die Straße Am Kupfergraben zwischen Ebertsbrücke und Gcorgcnstraße wird behufs UmPflasterung vom 27. d. M. ab bis auf lveitercs auch für den Fußgängerverkehr gesperrt. Dem Berliner Aquarium brach Icn mehrere aus dem Süden ein- xelaufene Transporte ewige höchst erwünschte Gäste, wodurch besonders die zu der Uuterklasie der Knorpelflosser gehörige Gruppe der in Gestalt und Wesen von andren Fischen abweichenden Rochen eine laum einmal er- reichte Vollständigkeit erlangt hat, denn sie begreift nur Mitglieder vom fünf verschiedenen Familien in sich. Vom Stechrvchcn, der verniöge seines langen, mit widerhaligem Stachel ausgerüsteten Schwanzes zum schrecklichen Peiniger der im Wasser badenden Menschen werden kann, sind zwei Exem- plare aligekommen. In demselben groben(„Millelmccr") Becken hat ein Vertreter der Familie der Riesenrochen, nämlich ein„Ädlerroch�, Unter- kunft gefunden. Die Zitterrochen oder„Torpedos", die mittels eines elek- wischen Organs dem Menschen höchst schmerzhafte elektrische Schläge aus- teilen können, sind in zwei Arten vorhanden. Im wissenfchaftlicheil Theater der„Urania" wird In dieser Woche noch de: mit zahlreichen Lichtbildern illustricite Vortrag„Eine Wanderuvg durch die Weltausstellung m Paris" wiederholt werden. AuS den Sinchbarorten. In Ober-Schöueweide spricht am Dienstag, dem 28. d. M., abends 8 Uhr, Frau Ihrer in einer öffentlichen Versctnunlung im Schloßpark Wilhelniinenhof über Weltmachtpolitik. Zn der Vcrsamm» hing haben Männer und Frauen Zutritt, ferner wird Genosse John über die Vorgänge in der Gemeindevertretung berichten. Der Vertrauensmann. Lichtrubcrg-FriedrichSberg. Heute, Sonntag, den 26. August, findet im Restaurant zum F ü r st e n 28 o l f g a n g, Wcißensecr Weg. eine Laffnlle-Feier statt. Der Vertrauensmann. Spaudan. Die Ersatzwahl für den aus Spandau weg. gezogenen Stadtverorduetcu. Genossen Schwer, findet an» Sonnabend, den 13. September. Montag, den 17. und Dienstag, den 18. September, täglich in der Zeit von 10 bis 1 und 4 bis 7 Uhr euchtet. Versammlungen. Witterungsübersicht vom 25. Auguft 1900, morgens& the. Stationen Stationen Barometer ftand mm Windrichtung Windstärte Swinembe. 753 3 Hamburg 755 N 755 S 763 3 Wetter 2 bebeďt 1 bedeckt 2bededt 3 wolfig 4wollig Temp. n. T. 6° C.= 409% Barometerstand mm Wind richtung Windstärke Wetter 4516. bed. 19 Haparanda 752 23 17 Petersburg 759 SSW 2heiter 20 Cort 17 Aberdeen 16 Paris Marktpreise von Berlin nach Ermittlungen des Welzen, gut D.- Ctr.| 15,50| 15,48 " mittel 15,46 15,44 15,42 15,40 Temp. n. 6. 511266.4° R. 760SS 2woltent 15 6, 4, 1,60 1,20 am 24. August 1900 tgl. Polizeipräsidiums. Kartoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter " mittel gering mittel " 1,20 1" W 14,60 14,59 1,60 1,10 " 14,58 14,57 1,70 1, " gering " 14,56 14,55 1,60 1,20 " 15,40 14,90 2,80 2, " 14,80 14,40 Eier 60 Stüd 42,40 gering " 14,30 13,90 Karpfen 1 kg 2,40 1,40 16, 15,10 Aale 2,80 1,40 15, 14,10 Bander 2,60 1,20 14, 13,20 Hechte 2,20 1,20 7, 6,50 Barsche 1,80 0,80 " 7,30 5,20 Schleie 2,50 1,20 40,- 25, Bleie 1,40 0,80 45, 25, Krebje per Sajot 24,00 2,50 70,- 30, tafer, gitt mittel gering Nichtstroh Heu Erbfen Speisebohnen Linjen *) ab Bahn. +) frei Wagen und ab Bahn. im Restaurant 8ur Palme", Ritterstraße 12, reden ohne Erlaubnis des zuständigen Geistlichen von Laien auf statt. Von seiten unsrer Parteigenossen ist der Genosse Rudolf solchen Kirchhöfen nicht gehalten werden dürfen, die der VerRadke als Kandidat aufgestellt worden. Spandauer Arbeiter! waltung von Kirchengemeinden unterstehen. Der Angeklagte hatte als Beginnt schon jetzt mit kräftiger Agitation für den Sieg unsres ständiger Vertreter eines Kollegen am Grabe eines Baptisten geKandidaten! sprochen. Er machte der Anklage gegenüber geltend, daß er als Von schweren und anhaltenden Gewittern wurden vor- Baptistenprediger sich für einen Geistlichen gehalten habe und gestern abend die umliegenden Vororte im Westen, Norden und noch halte. Landgericht als Berufungsinstanz nahm Often von Berlin heimgesucht. Die elektrische Spannung, die den an, der Angeschuldigte habe sich thatsächlich für einen Geistlichen Lag über sich in drückender Weise bemerkbar gemacht hatte, tam in und nicht für einen Laien gehalten, und sprach ihn deshalb frei. Berlin Der Zeit von 9 Uhr abends bis 1 Uhr morgens in elementarer Begründend wurde ausgeführt: Dem Angeklagten tomme die Be- Frankf./M. 759 S Weise zum Ausbruch. Von allen Seiten zogen sich die Gewitter- stimmung des§ 59 des Strafgesetzbuchs zu gute, daß jemand, München wolfen zusammen, und der Himmel bot ein Schauspiel, wie man wenn er bei Begehung einer strafbaren Handlung das Vorhandensein Wien es in unfren Gegenden zu beobachten nur selten Gelegenheit von Thatumständen nicht kannte, welche zum gesetzlichen Thatbestande hat. Der Sturm, der sowohl in den westlichen wie gehören, diese Umstände nicht zuzurechnen feien. Da fich Angeklagter in den nördlichen Vororten bon Berlin geradezu ver nicht für einen Laien hielt, so fehle hier die Kenntnis eines solchen Heerend wirkte, brauste aus den verschiedenen Windrichtungen. Der Thatbestands. Nun entbinde ja der Jrrtum über einen strafrechtlichen Regen trat strichtweise wollenbruchartig auf und einzelne Ortschaften, Begriff nicht von der Strafbarkeit. Der Begriff Laie sei aber fein wie Schulzendorf, Buchholz, Birkenwerder wurden vollständig unter strafrechtlicher Begriff, sondern gehöre dem öffentlichen Recht an. Waffer gesetzt. Einen großartigen Anblid hatten die Bewohner des Die Staatsanwaltschaft legte Revision ein und betonte, der Ange- ioggen, gut Dorfes Schwanenbed, welches von den Gewittern vollständig ein- flagte sei ein Laie und hätte darum wegen jener nicht ge= geloffen war. Ununterbrochen zuckten die Blisstrahlen an allen nehmigten Leichenrede auf jeden Fall bestraft werden+) Gerste, gut Scaen herunter und minutenlang war die Umgebung tages hell er- beffen die Revision mit der Begründung, daß der Vordermüssen. Der Straffenat des Kammergerichts verwarf in Die Sperrung des Blumenthal" wird von den Ausflüglern, richter ohne Rechtsirrtum zu seinem Urteil gekommen fei. Auch wäre nicht rechtsirrtümlich die Annahme, daß jede Unnamentlich von solchen, die mit den scharfen Maßregeln des Herrn tenntnis einer andern Norm, als einer strafrechtlichen, an sich die Assessors Wahl nicht bekannt sind, umſomehr unliebſam empfunden, Anwendung des§ 59 rechtfertige. als der gestrenge Herr immer noch versäumt hat, seine Vorkehrungen vollständig und in verständlichem Umfang zu treffen. Die öffentlichen Wege durch den Blumenthal kann natürlich der schneidige Herr nicht verbieten, aber an den Seitenwegen prangen die Schilder mit der Aufschrift:„ Verbotener Weg". Nun giebt es eine Anzahl Wege, Der Verein für den fünften Berliner Reichstags- Wahldie als Forstwege bezeichnet, aber nicht ausdrücklich verboten sind. Freis hielt seine ordentliche Monatsversammlung, welche trotz der Produktenmarkt vom 25. Auguft. Die Haltung für Weizen und Wer hier von dem Assessor betroffen wird, wird trozdem bestraft. erschlaffenden Size sehr gut besucht war, am 23. August ab. Vor Roggen tennzeichnete sich am heutigen Getreidemarkte zu Beginn ais feft Am schwersten empfinden die Sperre solche Leute, die sich auf die Eintritt in die Tagesordnung gedachte der Vorfigende 8igewis infolge der höheren amerikanischen und englischen Notierungen. An ber ufschrift der alten Wegetafeln verlassen, auf denen noch immer zu in warm empfundenen Worten unsres dahingegangenen Genossen Mittagsbörse zogen die Preise weiter an, da die Kommissionäre DedungsLejen ist:„ Nach Forsthaus Blumenthal, Gasthaus von F. Müller". Liebknecht, dessen Andenken in der üblichen Weise ge- ordres zu erledigen hatten und von dem Inlande, namentlich für Hamburg, Die Tafeln zeigen zum Das inländische Angebot war schwach. Es haus beſteht nicht mehr. Ber ſich auf eine Blast, und das Gast- thefalls verschieden ist der älteste organi- Räufe vorgenommen wurden. Stärkung oder ein fierte Parteigen offe im fünften Kreise, der Böttcher waren nordrussische Offerten am Markt, aber nicht zu billigeren Preisen. Nachtquartier freut, fällt hinein. Carl Krantemann, welcher im Alter von 77 Jahren Weizen und Roggen zogen um je 1 M. an. Hafer war fest. Rüböl war matt auf Abgaben der Proving; es stellte sich 30 Pf. niedriger. verstarb. hohen Troß seiner Jahre und Durch eine Explosion im Feuerwerks Laboratorium zu Kränflichkeit hat der Verstorbene stets treue Arbeit im Dienste der fortdauernder Städtischer Schlachtvichmarkt. Berlin, 25. August 1900. Spandau wurden gestern vormittag zwei Arbeiter getötet, zwei Sache geleistet. Auch zu seinen Ehren erhob sich die Versammlung. 1002 Stalber, 11 632 Schafe, 7761 Schiveine. Bezahlt wurden für 100 unb licher Bericht der Direktion. Zum Verkauf standen: 3490 Rinder, andre schwer verlegt. Angeblich soll es sich um die Explosion einer Granate handeln. Alsdann hielt Genosse Dr. Weyl einen fesselnden Vor- oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mark( beziehungsweise für 1 Pfund trag über die in Aussicht stehende Novelle zum Kranken- in f): Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachts Selbstmord eines Försters. Gestern früh wurde der Förster versicherungs- Gesez. Der Redner findet, daß einige der vom wertes, höchstens 7 Jahre alt 65-69, b) junge fleischige, nicht aus: Riediger aus Grünau an der Ecke der Bahnhof und Friedrichstraße Regierungsrat Hoffmann vorgeschlagenen Abänderungen recht gemästete und ältere ausgemästete 60-63; c) mäßig genährte junge und gut daselbst, nur mit einem Hemde bekleidet, tot aufgefunden. Man diskutabel seien; so ließe sich für die Centralisation der Kaffen genährte ältere 55-57; d) gering genährte jeden Alters 50–53. er sich aus dem Fenster seiner Wohnung, die sich in manches Moment anführen bem Edhause an den genannten Straßen in der britten Etage beliei ein erſtrebenswertes Ziel. Nicht scharf, und nicht früh genug and gut genährtige, ausgemäßete Bären böchsten Schlachtwerts 00-00; cine freie Aerztewahl a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes 60-64; b) mäßig genährte jfingere 55-59; c) gering genährte findet, hinausgestürzt hat. Riediger war etwa 30 Jahre alt und aber müsse dagegen protestiert werden, daß den Stassen die Selbst- b) pollfleischige, ausgemäßtere Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren unverheiratet. Er war verschuldet und hatte wegen seiner un- verwaltung entriffen werden solle und in staatliche oder städtische 53-54; c) altere ausgemäßtete ühe und wenig gut entwidelte jüngere geordneten Verhältnisse von seiner vorgefeßten Behörde einen Ver- Observation zu nehmen sei. Seines Wissens haben sich die Arbeiter Kühe und Färjen 50-51; d) mäßig genährte Küge und Färfen 45-49; veis erhalten. Kälber: a) feinste Masts noch nie daran gestoßen, zwei Drittel der Beiträge zu leisten, unde) gering genährte Kühe und Färsen 40-43. man würde aufs schärfste dagegen agitieren, num jetzt die tälber( Bellmilchmast) und beste Saugfälber 69-, 71 b) mittlere Mastfälber Hälfte zu zahlen, dagegen aber nicht nur dic halben und gute Saugfälber 63-67, c) geringe Saugfälber 55-60, d) ältere, gering genährte( Freser) 40-48. Schase: a) Waftlämmer und jüngere Mast Arbeitgeber" sondern auch noch den von der Obrigkeit erc) mäßig genährte naunten Vorsigenden einzutauschen. Es sei das gute Recht hamel 66-70 ältere Mafiammel 57-621, Hammel und Schafe( Merzschafe) 50-55, d) Holsteiner Niederungsder Arbeiter in der Verwaltung der Kassen, die Leute ihres Ver- ichaje( Lebendgewicht) 27-35. Schweine: a) vollfleischige der seineren trauens zu beschäftigen und dazu Personen zu bestimmen, die im Diassen und deren Krenzungen im Alter bis zu 1 Jahren 54-55, Dienste der Arbeitersache thätig gewesen oder gar durch das Unter- b) Stäfer 00-00, c) fteischige 51-53, d) gering entwickelte 48-50, nehmertum gemaßregelt gewesen seien, sobald sie die Befähigung e) Sauen 48-50. zum Amte befizen. Wolle man die ernstliche Centralisation, so müsse Verlauf und Tendenz. Das Nindergeschäft entwickelte sich in man auch die Jnnungs- und Betriebskassen aufheben und auch diese befferer Ware glatt, in mittlerer und geringerer Ware jehr langsam ab, es den Ortskaffen angliedern. Dann ließe sich über einen Modus reden, bleibt Ueberstand. Der Kälberhandel gestaltete sich ruhig. Bei den Schafen Die Novelle sei eine Eindämmung der Rechte der Kaffenmitglieder, wird ausverkauft. so aber, wie vorgeschlagen, wolle man nur den freien Hilfskaffen zu Leibe. wurde Schlachtware ausverkauft, Magervieh hinterläßt etwas Ueberſtand. Der Schweinemartt verlief ruhig, zum Schluß verflaute das Geschäft; es und hiergegen heiße es energischen Protest einlegen. Redner berührt noch die Frage der teilweise recht ungenügenden Bezahlung der ärztlichen Hilfe durch die Krankenkassen und hofft hierin auf baldigen Wandel. Teil = Gerichts- Betfung. Amts Bullen: und Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und greitag von 7-9 Uhr abends statt. ( Wette). Mac Kinley ist nur Präsident der Bereinigten Staaten von Eine Dame aus den befferen Ständen, die Witwe Emma Müller, hatte sich gestern vor dem Schöffengericht wegen Diebstahls zu verantworten. In den von der Angeklagten bewohnten Haufe befindet sich im Erdgeschoß eine bedeutende Papierhandlung. Der Hausbiener pflegt die Kisten und Leisten, die als Umhüllung für die Bapiersendungen gedient haben, zu zerkleinern und die Stücke in einem verschlossenen Vorraum aufzuftapeln, der zu den Kellern der Mieter führt. Die Angeklagte soll nun drei des Abends von diesem Holz zum Heizen zu holen. Die drei Beihrer Dienstmädchen angehalten haben, des Morgens früh oder Taftungszeuginnen bekundeten, daß die Angeklagte ihnen gesagt habe, das Nehmen des Holzes sei erlaubt und werde von allen Mietern ausgeführt, es sei aber doch besser, wenn sie vorsichtig seien und sich nicht vom Portier erwischen ließen. Die Angeschuldigte vermochte , auch nicht einen einzigen Mieter namhaft zu machen, der sich ebenfalls Die Distusfion war eine sehr ausgedehnte, bewegte sich aber nur des Holzes bedient hatte, die Beugen erklärten auch, daß von einer zum Teil auf der Höhe des Vortrags. Genosse Joseph Meyer erzählt. 19. Wenn der Mann nach den 31. Dezember 1899 gestorben ist, so solchen Befugnis der Mieter gar feine Rede sein könne. aus seiner Pragis in der Maschinenbauer- und Gewerks- Krankenkasse steht der Ehefrau die eine, der Mutter die andre sälfte der Erbschaft zu. Der Staatsanwalt führte aus, daß die Angeklagte gerade ihrer und bringt Verschiedenes über falsche Behandlung seitens einiger D. 2. 20. Ist die Krankheit unverschuldet eingetreten, so läuft das Gehalt Bildung und ihrer günstigen Vermögenslage wegen empfindlich bestraft Staffenärzte zur Sprache. Herzer ist gegen Centralisation. Die bis auf 6 Wochen weiter. Uckermark. Die Karten dürfen Sie vers werden müsse; er beantragte eine Woche Gefängnis. teidiger, Rechtsanwalt Blaschtauer, suchte den Nachweis zu führen, gewähren bis zu 52 Wochen Unterstützung und sollen mum in ihren Amerika"( bie meist fälschlich„ Bereinigte Staaten von Nordamerika" ges Der Ver- unter schweren Opfern der Arbeiterschaft gegründeten Hilfstassen taufen; zur Stollelte bedarf es aber der polizeilichen Genehmigung. daß die Angeklagte sich in einem thatsächlichen Frrtum befunden und Leistungen zu Gunsten der schlechter gestellten Ortstassen zurücknannt werden). G. K. Sie braucht den Mann nicht zu heiraten. Die jedenfalls nicht das Bewußtsein gehabt habe, etwas Strafbares zu geschraubt resp. aufgehoben werden. An der weiteren Diskussion Alimentationsansprüche werden durch die Weigerung nicht berührt. begehen. Der Gerichtshof konnte dieser Anschauung nicht beitreten, beteiligen fich Buchholz, Scholz und andre Barteigenoffen. fondern verurteilte die Angeklagte zu drei Tagen Gefängnis. In seinem Schlußwort weist Dr. Bey I darauf hin, daß es ja Wegen einer ganzen Reihe Betrugsfälle war derzeit der eigentlich Pflicht der Solidarität sei, wenn die besserjituierten Kaffen Sattlermeister Martin Bed von der ersten Straftammer des Land- in der eventuellen Centralisation etwas von ihrem Ueberfluß den gerichts I zu 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis verurteilt worden. minder gut fituierten Kollegen und Kolleginnen zukommen ließen. Beck war Ende 1898 durch Erbschaft in den Befiz der väterlichen Unter Vereinsangelegenheiten teilte der 2. Vorsitzende Sattlerei gelangt und zugleich Mitbefizer eines Hauses in der Pappel- mit, daß am Sonntag, den 2. September, ein FamilienAllee geworden. Um seine drängenden Gläubiger zu befriedigen, ver- ausflug nach Pferdebucht stattfindet, um dort die Lassallefeier zu befaufte er seinen Anteil am Hause ant die Miterben für gehen. Näheres durch den Vorwärts". Einer zu arrangierenden 15 000 M. Nach Zahlung seiner Schulden verblieben ihm noch 800 M. Borstellung in der Urania" wird die Zustimmung des Vereins erEs ging mit seinem Gelde schon sehr auf die Neige, als er den teilt. Der Vorsitzende konstatiert ferner, daß icht schon zum zweiten Agenten Muz kennen lernte, der einen bösen Einfluß auf ihn aus- Male tein Berichterstatter des Vorwärts" in der Versammlung des übte. Muzz überredete ihn, mit ihm zusammen ein Teppichgeschäft Wahlvereins anwesend sei. Der Schriftführer werde nun den Bericht anzufangen. Da Bed noch als Hauseigentümer galt, so gelang es, abschicken. Liepmann rügt eine derartige Nachlässigkeit in scharfen eine gute Auskunft über ihn zu beschaffen. Mutz begab sich dann Worten. Es sei Pflicht des„ Vorwärts", auf die Verhandlungen zu einer Anzahl von Teppichfirmen, gab an, daß er in der Lage der Partei- Organisationen den größten Wert zu legen. Eine der= fei, einen guten Abnehmer zuzuführen und bedang sich hier- artige wiederholte Unterlassung fönne sehr leicht als absichtlich ge- daß unsre liebe, gute Mutter, Tochter, für eine bestimmte Provision aus. Ueber die Zahlungsfähigkeit des deutet werden. Robert Schmidt nimmt den Bersammlungs- Schwester, Schwiegermutter und Zigeuner- Karl, wir gratulieren zu erwerbenden neuen Stunden befragt, legte Muzz die günstige Aus- Redacteur in Schutz. Das wiederholte Fehlen des Berichterstatters Schwägerin funft vor. Er erschien denn auch mit Beck, der eine Anzahl Teppiche sei rein zufällig. taufte und mit Wechseln bezahlte. Die Ware wanderte sofort ins Leihhaus, ein Teil wurde in Düsseldorf von Muz versteigert. Als die Entdeckung der Betrügereien erfolgte, zog Muz es vor, die Flucht zu er- Am 23. August waren außer dieser Versammlung noch 5 Streitgreifen, und so konnte nur Beck allein verurteilt werden. Im gestrigen versammlungen. Es war deshalb für die Versammlung des 5. Streifes Termine vor der zweiten Ferienstrafkammer gelangte noch ein in- ein Gelegenheits- Berichterstatter bestellt. Jufolge eines unglücklichen erledigt gebliebener Fall zur Erörterung. Nachdem der einzige Be- Bufalls war dieser gezwungen, in einer Versammlung in letter lastungszeuge vernommen worden war, stellte sich heraus, daß der Minute für den ausgebliebenen Referenten einzufpringen. Daher selbe vor langer Zeit wegen Meineids zu 4 Jahren Zuchthaus ver- war es ihm unmöglich, rechtzeitig seinem Auftrage nachzukommen. urteilt worden war und deshalb überhaupt kein Recht mehr hatte, D. Red. je als Beuge aufzutreten. Dieser Umstand rettete den Angeklagten, der nunmehr mangels Beweises freigesprochen werden mußte. Schluß der Versammlung 12 Uhr. Wetter Prognose für Sonntag, den 26. Auguft 1900. Etwas fühler, vielfach heiter, jedoch unbeständig, mit leichten RegenVerkennung des Begriffs Laic". Ein Baptistenprediger schauern und ziemlich frischen nordwestlichen Winden. sollte eine der Polizeiverordnungen übertreten haben, wonach LeichenBerliner Wetterbureau. Sonntag 2. Wochen Spielplan. Sonntag 26. Montag 27. Opernhaus Margarethe Der Troubadour( JubiläumsDer Kaufmann Die Journalisten Der Bibliothekar Die Duigows von Venedig Dienstag Schauspiel: Der Raub der haus Sabinerinnen 1812 28. Lohengrin Vorstellung) Fauft Mittwoch 29. Donnerstag 30. Freitag 31. Sonnabend 1. Mignon Ring d. Nibelung. Die Walküre Das Rheingold Cavaller. rust. Die roten Schuhe Carmen Dottor Klaus Der Mitado Die Fledermaus Der Mikado Die Fledermaus Der Mitabo Die Fledermaus Der Probefandidat Die Weber Der Probefandidat Die versunkene Glode Der Probefandidat Die Weber Die Sklavin Die Ehre Trompeter von Säffingen Heinrich Bötel Der Troubadour Neue Oper Die Fledermaus ( Kroll) Deutsches Theater Leffing Theater. Schiller. Theater Heinrich Bötel Der Postillon von Lonjumeau Die Sllavin Jm weißen Rößt Als ich wiederkam Die Slavin Undine Abschiebs Vorstellung Heinrich Bötel Fidelio Kollege Crampton Der Mikado Chr. v. Berger. Nachm: Wenn die Toten erwachen Der Bund der Jugend Der Bund der Jugend Eröffnung der Fauft I. Teil Schaufp.- Saison Nm.: D. Meer u. Fauft I. Teil der Liebe Wellen Ständiges Repertoire: Residenz: Theater. Alle Abende: Die Dame von Maxim. Theater des Weftens. Sonntagabend bis Freitag: Orpheus in der Unterwelt. Sonnabend: Eröffnung der Winterfaison: Bar und Zimmermann. Central Theater. Sonntag bis Freitag Berlin nach Elf. Sonnabend: Die Geisha Bellealliance Theater. Sonntag, Montag: Pension Schöller. Dienstag und folgende Tage: Madame Bonivard. Urania. Alle Tage: Eine Wanderung durch die Weltausstellung in Paris. Apollo Theater. Venus auf Erden. Metropel Theater. Der Zauberer am Nil. F. D. 42. Gehen Sie selbst einmal auf die Gerichtsschreiberet bes Landgerichts und erfundigen Sie sich; eventuell nehmen Sie einen Anwalt. Die Sache wird sich wohl wegen der Gerichtsferien verzögert haben. 2. 5. 100. Gebühren für Zeitversäumnis erhält der Gendarm nicht. Was er an Fahrgeld und Verzehrkosten bekommt, hängt davon ab, woher er fommt. In dieser Richtung besteht auch kein fester gefeßlicher Sat., G. K. 1890. Sie müssen Steuern zahlen. A. H. Acht Prozent. Morillo. Sie können die Sachen zu Ihrer Sicherung zurückhalten. Sie können aber auch dem Eigentümer den Verlauf wegen Ihrer Forderung androhen, und zwar am besten durch einen eingeschriebenen Brief. Wenn der Eigentümer nicht zu finden ist, kann die Androhung unterbleiben. Einen Monat nach der Androhung können Sie dann öffentliche Ber: 2. B. 21. 1. Die Strafbestimmung steigerung vornehmen lassen. besteht. 2. Sie müssen bei Polizei und Amtsgericht Antrag auf gerichtliche Entscheidung stellen, und zwar binnen einer Woche nach Bustellung der polizeilichen Strafverfügung. Hierdurch die traurige Nachricht, 23. 23. Nein. An Zigeuner- Karl im V. Dir heute zum Geburtstagsfest! Frau Auguste Hoffmann as gießen, Sarl, damit wir trinken Frisch auf Dein Wohl den ganzen geb. Jeschfe am 24. d. M., mittags Reft. 21 Uhr, im Alter von 46 Jahren Führ', alter Roter, die Abteilung fanft entschlafen ist. Die Beerdigung Noch lange weiter, wie bekannt, findet Sonntagnachmittag um 5 Uhr Bepflanze ferner als Agrarier vom Neuen Thomas- Kirchhof, Nir: Dein Lauben- und Kartoffelland. borf, aus statt. 25536 Die trauernden Hinterbliebenen. Deutscher Holzarbeiter Verband. = Herzlichen Glückwunsch senden alle Bezirksführer der III. Abteilung, fowie Silberbrust u. Mautebein. 2530b Nachruf![ 25226 Am Freitag, den 17. August 1900, Am 23. Auguft verstarb unser Mit verstarb im Krankenhause zu Strelno glied, der Tischler unser Kollege Albert Kuhlmann. Die Beerdigung findet heute, Sonn: tag, vormittags 9½½ Uhr, von der Leichenhalle des Gemeinde- Friedhofs in Lichtenberg aus statt. 106/7 Die Ortsverwaltung. Theodor Dobueski im Alter von 29 Jahren. Ihm bes wahren die Kollegen und Kolleginnen der Firma Heinrich Devy; Ritter: straße 45, ein ehrendes Andenken! Danksagung. Für die vielen Beileidsbezeugungen, Danksagung. 25186 Kranafpenden und die rege Beteiligung Für die vielen Beweise herzlicher bei der Beerdigung unfrer Tochter Teilnahme und überaus zahlreichen fagen wir allen Beteiligten, besonders Blumenspenden bei der Beerdigung deur Gefangverein Alpenröslein" 25426 meines lieben Mannes, des Re- unfren herzlichsten Dant. ftaurateurs Rudolf Kube, fage ich hiermit allen Freunden, ins J. Zilian und Frau. besondere den Bereinen Süd- West" Gebr. 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Nach nicht berechtigt gewesen war, ein gengnis irgend welcher Art Ablehnung der Forderungen stellten von 75 Beschäftigten 70 die wird in der legten Zeit wieder lebhaft besprochen. Das beispiellose weder ein dem Sachverhalt widersprechendes, noch ein wahrheits- Arbeit ein. Der Münchener Arbeitgeberverband antwortete darauf Elend der galizischen Kleinbauern, die folosiale Verschuldung ihres ge- gemäßes in das Buch zu schreiben, das war wie erst von der mit einer Aussperrung. Der Verbandstag beschloß, das nötige Geld ringen Befizes, die kräftige östreichische Steuerschraube und die strupellose Polizei so jezt auch vom Gericht anerkannt worden. Doch das für diese Woche an die Ausgesperrten zu senden und beauftragte den Klassenherrschaft des Adels im Landtage treiben ja das Volt geradezu 3eugnis" stand immer noch in dem Buch. Es war Hauptvorstand, nach München zu reisen, um dort am Orte die. mit Gewalt aus dem Lande. Im Jahre 1895, als man den Aus- zwar durchstrichen, aber man fonnte es noch ganz deutlich lesen. nötigen Dispofitionen zu treffen. Schluß der Sitzung 7 Uhr abends. wanderern freie Schiffahrt nach Brafilien gewährte, strömten die Die Polizei hatte es durch entsprechenden Vermerk ausdrücklich Bauern und die Landarbeiter, denen ein noch viel traurigeres für nichtig erklärt, aber es mußte der S. trozdem bei Los beschieden ist, in hellen Scharen übers Meer. Inzwischen jedem neuen Dienstwechsel in ihrem Fortkommen hinderlich Sociale Rechtspflege. hatte sich in Lemberg ein Verein zum Schuße der Auswanderer gebildet. sein. Thatsächlich hat sie noch mehrfach die Erfahrung Dieser Polnische handels- geographische Verein" machen müssen, daß Herrschaften" sich an dem Lungenerkrankung die Folgen eines Betriebsunfalls. verschaffte wie wir seinem Organ entnehmen- den Auswanderern ungültigen, aber lesbaren 8eugnis" stießenDem Böttcher Schmidt war, als er bei seiner Beschäftigung hinfiel, die Kolonien in der Provinz Parana( Brasilien) und bewahrte sie trotz der guten Zeugnisse, die sie aus andren Stellen aufweisen Brust durch ein rollendes Faß gequetscht worden. Schmidt arbeitete dadurch vor Eingehen der Land arbeiterpflichten. Daraufhin tonnte. Etwas bleibt eben immer hängen! Wenn es wahr ist, bald danach wieder. 4½½ Monate später stellte sich indessen Lungenwurde die Auswanderung der Galizier 1896 und 1897 durch die was Fräulein S. in dem Schadensersatz- Prozeß angab, daß näm- bluten bei ihm ein. Schließlich wurde Lungentuberkulose festgestellt, Die RentenFrasilianische Regierung erschwert. In dem Jahre 1897 ist auch die lich M. ihr nach ihrem Verzicht auf den Dienstantritt gefagt habe, an der Schmidt dann auch zu Grunde ging. Fahl der Auswanderer gesunken. Von da ab nimmt sie wieder er werde es ihr schon besorgen, dann hatte er allerdings ein ansprüche des Verstorbenen hatte die Brauerei- und Mälzereirupid zu. Vor einiger Zeit hat die galisische Landes. dazu sehr brauchbares Mittel gewählt. Das besondere Recht, Berufsgenossenschaft abgelehnt, weil ein ursächlicher Zusammen regierung eine Statistik hierüber veröffentlicht. Da die Statistik unter dem das Gesinde bei uns steht- wir halten es hang zwischen jenem Unfall und der Lungenkrankheit auf Grund Die Hinter nur auf die Anzahl der ausgegebenen Pässe aufgebaut ist, werden für das schlimmste Unrecht verwehrt es den Dienstboten selbst eines Gutachtens des Dr. Heyder verneint wurde. ihre Zahlen wohl als zu gering zu betrachten sein. Nach dem Re- dann, sich den nachteiligen Folgen eines Beugnisses zu entziehen, bliebenen Schmidts traten als Erben in das Verfahren ein, bis gierungsreferat wanderten übers Meer aus: wenn das Zeugnis unberechtigt ist. Ohne Dienstbuch dürfte sich die S. zu dessen Entscheidung die Verhandlung über ihre weiteren Im Jahre West- Galizien Galizientert bei Vermeidung von Strafe nicht vermieten, bei Vermeidung von Schiedsgericht als der Berufungsinstanz lagen mehrere Gutachten Ansprüche auf Hinterbliebenenrente vertagt wurde. 1896 Strafe hätte auch keine Herrschaft" fie annehmen dürfen mithin 191897 blieb die Bedauernswerte gebrandmartt, so lange sie nicht der Sch. behandelt hat, nahm an, daß das vielleicht schon vorher v. Golz, Assistenzart im Krankenhause Moabit, den von ihr in ihrer Rechtlichkeit verschmähten Ausweg gebrauchen wollte, das Buch absichtlich zu verlieren". Darf man sich da im Körper ruhende Tuberkelgift durch die Beeinträchtigung Ueber die Ursachen zur Emigration schreibt die Regierung: wundern, wenn ein solches Mädchen sich zuletzt vollständig rechtlos des Körpers gelegentlich des Unfalls „ Die Hauptursachen zur Emigration sind die vorkommt? gemacht worden sei und die allmähliche Entwicklung der SchwindUeberbevölkerung und die Verelendung des Bolts Etwas bleibt immer hängen!" mag fich auch Menke gesagt lucht herbeigeführt habe. Demgegenüber erklärte der Vertrauens ( die letztere iſt durch die Zerſtückelung des Landbesizes, die nicht haben, als er im Verlauf des Prozesses erfuhr, daß die Polizei das arzt der Berufsgenossenschaft, Dr. Heyder, es vom wissenschaftlichen Mangel an Verdienst in der Industrie, und schließlich auf ihm etwas" hängen blieb", nämlich der Schadensersatz, zu dem er Das Schiedsgericht hörte noch den Profeffor Dr. Nieß als Obergutachter. mehr zur Ernährung der Familie ausreicht, herbeigeführt); der Beugnis" gestrichen hatte. Unangenehm war nur, daß zuletzt auch Standpunkt für höchst unwahrscheinlich, daß das Lungenbluten, das 41/2 Monate nach dem Unfall eintrat, auf diesen zurückzuführen sei. verurteilt wurde. Doch er bekam eine andre Genugthuung, die ihm Trogdem hier das Elend des Bolles von amtlicher, den Schaden samt dem Merger reichlich aufgewogen haben dürfte. Prof. Rieß hielt einen ursächlichen Zusammenhang zwischen Unfall und berantwortlicher Seite unverblümt zugegeben wird, Er ging hin und reichte eine Denunziation wegen Meineids Tod zwar für möglich, nicht aber für wahrscheinlich. Das Schiedswagt man einige Beilen später, die Auswanderung auch auf das ein. Die Zeugen Nehfeldt und Tauschwitz sollten weder in der Lage gericht wies deshalb die Berufung der Kläger zurüd. Konto der„ politischen Agitation der radikalen Elemente" gewesen sein noch die Absicht gehabt haben, eine Köchin in Dienst zu ſteller J. Fränkel legte demnächst für sie Rekurs ein und erzielte zu setzen. Der Bericht behauptet dabei, daß auch wohlhabendere nehmen. Die Denunziation hatte den gewünschten Erfolg. Nehfeld und beim Reichs- Versicherungsamt eine Beweiserhebung über den Zu Bauern ausgewandert wären. Die Regierung hätte es sehr leicht Tauschwitz und mit ihnen als Anstifterin die S. wurden im Februar 1900 stand des Verstorbnen während der Zeit zwischen dem Unfall und gehabt, in ihrer Statistik die Auswanderer nach ihren Vermögens in Untersuchungshaft genommen. T., der seit Jahren nervös dem Lungenbluten. Herr Fränkel wohnte den Zeugenvernehmungen und Arbeitsverhältnissen zu gruppieren! Wenn sie es nicht gethan überreizt war, starb in der Haft und beteiligte sich bei der Aufob vor Aufregung oder vor dem Amtsgericht bei hat, so find die Gründe hierfür nur zu begreiflich. Das Bild des durch Selbstmord, ist nicht ganz klar. St. und die S. saßen drei Klärung des Sachverhalts durch eine Reihe von Fragen. Auswandererelends wäre dann in noch ganz anderen Farben ent- Monate und wurden dann im Mai 1900 freigesprochen. Die Werkmeister bekundete, er habe Sch. zwei Monate nach dem Unfalle Geschwornen waren nicht zu der Ueberzeugung gelangt, daß sie Schon nach Ablauf einer Woche hätte sich aber herausgestellt, daß in Arbeit genommen, weil er ihn als einen tüchtigen Arbeiter taunte. Zugleich mit dem Regierungsbericht kommt die Nachricht, daß schuldig seien. der vorgenannte handelsgeographische Verein in der Provinz Pa das Mädchen wieder einmal zu seinem Recht Sch. nicht mehr viel leisten könne. Nach den Wahrnehmungen des rana( Brafilien) 50 000 Heftar Land von der Regierung mit allen gekommen. Sie und Rehfeld hatten freilich die Leiden Beugen quälte sich Sch. bei der Arbeit. Da es nicht gehen wollte". Rechten erworben hat. Die Länderstriche sollen äußerst günstig ge- der Untersuchungshaft über sich ergehen lassen sei dieser im Laufe der vierten Woche entlassen worden. Er selber habe Tegen sein. Eine Eisenbahn, welche in Bälde Argentinien mit den müssen. Eine Entschädigung giebt es aber dafür zum Zeugen geäußert, es sei aus der Brust noch nicht raus". Nordprovingen von Brasilien durchqueren wird, durchschneidet sie. bekanntlich nicht; eine solche fonnten sie daher nicht bean- Nach der Aussage eines andern Beugen hat Ech. bald nach dem Unfall, Die Kolonisten werden 25 Heftar Land auf Abzahlung und für die spruchen nicht Herr R., dessen Geschäft inzwischen zurückgegangen sowie er wieder zu arbeiten versuchte, über Luftmangel geklagt. erste Beit auch Nahrung erhalten. Aehnlich lauteten weitere Aussagen. Im neuen Termin vor dem Der Verein wird in den ersten und nicht Frl. S., die im Augenblick aller Existenzmittel beraubt werden die Selbstverwaltung und die Schulpflicht ein Recht" gekommen; es entsprach ja den bestehenden Gesetzen. Ginge dem Unfall sich bei Sch. Erscheinungen zeigten, die auf eine BrustJahren nur 70 Familien pro Jahr ansiedeln tönnen. Die Kolonien war. Auch darin waren sie, wenn man so sagen darf, zu ihrem Reichs- Versicherungsamt führte Herr Fränkel aus, es ginge unzweifelhaft aus den Zeugenaussagen hervor, daß, unmittelbar met führen. Die Gründung von Experimental- Stationen, Molkereien usw. aus dieses Recht" an seinen Opfern, soweit es überhaupt mög- amt verurteilte nunmehr auch die Berufsgenossenschaft zur Renten cs allerdings nach dem Rechtsgefühl des Volks, dann müßte man erkrankung deutlich hinwiesen. Das Reichs- Versicherungsist ebenfalls geplant. lich, zu fühnen suchen. Die Resultate der Kolonisationsarbeit wird man ruhig abwarten Naturschäden." rollt gewesen! Der Leidensweg eines armen Mädchens. weiterer Kreise verdient. " " 1 So war H Ein Körperlich vollkommen entkräftet, die Nerven durch die ausgewährung. Der Vertreter der Kläger erhielt für seine Bemühungen müffen. Wir hoffen jedenfalls, daß das planmäßige Stolonifierungs- gestandenen seelischen Qualen zerrüttet, so wurde die Frei- 20 W. zugebilligt, die die Berufsgenossenschaft ebenfalls zu zahlen wesen dem elenden Schwindel, den skrupellose Agenten in Galizien gesprochene vom Untersuchungsgefängnis entlassen. Aber mit allebem hat. Borliegender Fall beweist wieder, wie notwendig eine Bernoch immer betreiben, ein wenig abhelfen wird. Im übrigen wird war die Reihe ihrer Leiden noch immer nicht au tretung der Verletzten ist. die ganze Aktion das Elend des galizischen Volts nicht mildern. Ende. Es galt mun, wieder eine Stelle zu suchen. Doch ohne Der Kellner N. hatte im Oktober v. J. während 14 Tage seinem Ob 350 Seelen jährlich und dies im besten Dienstbuch konnte sie sich nicht vermieten, und das war noch bei Arbeitgeber bei den Renovierungsarbeiten geholfen und dafür außer Falle, wenn alle Pläne gelingen aus dem den Akten. Die Bemühungen, es wieder herauszubekonimen, 5 M. als Teil des Monatsgehalts nichts bekommen. Er forderte galizischen Sumpf herausgeholt werden oder nicht blieben merkwürdigerweise lange Zeit erfolglos. Nachdem der auch nichts. Als er nach Monaten entlassen worden war, erhob er ist für die Lage des Bolts ziemlich gleichgültig. Die Schande, daß Verteidiger bereits im Juni um schleunige Uebersendung gebeten im Klagewege Anspruch auf 37 M. als Entschädigung für seine die adlige Mizwirtschaft ein Bolt so weit ins Elend gebracht hat hatte, gelangte es erst am 13. August in die Hände des Mädchens. Silfe bei jenen Renovierungsarbeiten. Das Gewerbegericht und noch die Macht hat, jedem Fortschritt zu trozen bleibt bestehen. Was die Bedauernswerte bis dahin noch durchzumachen hatte, ist wies ihn jedoch mit der Begründung ab, daß er nicht nach Monaten Hier muß der Hebel angesetzt werden. Unfre galizischen Genossen schwer zu beschreiben. Es kam schließlich dazu, daß sie einmal einen Anspruch geltend machen könne, den er vordem nie erhoben wiffen es nur zu gut, welche reaktionäre, voltsfeindliche Masse sie anscheinend in Folge von Hunger auf der Straße zusammenbrach. habe. Wollte er die fragliche Thätigkeit bezahlt haben in Höhe des bor fich haben. In dem Kampf gegen Reaktion und Pfaffen, in der Ohne alle Hilfsmittel verzagt und refigniert über ihre schreckliche üblichen Verdienstes, dann hätte er den Anspruch alsbald geltend Organisation des Proletariats, in der polnischen socialistischen Partei Lage, hatte sie im Asyl Unterkunft nehmen müssen, das sie nun in fünf machen müssen. So aber sei ein stillschweigendes Einverständnis liegt die Zukunft des armen, gefnechteten galizischen Volts. G. H. Tagen wieder verlassen mußte, wenn sie nicht Gefahr lief, als mit dem damaligen Verhalten des Beklagten anzunehmen. Arbeitsscheue ins Arbeitshaus gesteckt zu werden. Da endlich erhält fie am 15. August Stellung in einem Restaurant, nachdem sie, wie Der Konditoreibefizer Schulte enthielt der Aufwärterin R. Von Rechts wegen" mit dieser Begründung geschieht das Drama zu Ende? Wir bezweifeln sehr, daß die Unglückliche gesagt, am 13. d. M. ihr Dienstbuch erhalten hatte. Aber ist damit verdienten Lohn vor, weil diese ohne vorherige Kündigung die Stellung aufgegeben hatte. Fräulein N. verklagte ihn demnächst Teider manches, was einem einfach und natürlich empfindenden Men- längere Zeit die schwere Arbeit im Restaurant verrichten kann, nur beim Gewerbegericht und machte geltend, sie wäre vom Beklagten schen ganz und gar nicht als" Recht" erscheinen will, sondern als wenn sie das Glück hat, unter verständige, mitfühlende Menschen zu termin nicht erschienen. Die Kammer VI verurteilte ihn zur Herausmißhandelt worden. Der Beklagte war zum legten Verhandlungsschweres, himmelschreiendes Unrecht. Beispiele dafür fennt jeder fommen, fann ihre vernichtete Existenz wieder aufgerichtet werden. viele kennen fie aus eigner, bitterer Erfahrung. Kürzlich ist uns Diese Dienstbotengeschichte zeigt, wie die Dienstbücher zahlung des Lohns und führte aus: An fich hätte ja die Klägerin die ein Fall bekannt geworden, der in mehrfacher Hinsicht die Beachtung mit ihren manchmal nur in übler 2aune aus vierzehntägige Kündigungsfrist inne halten müssen. Wenn ihre Be gestellten 8eugnissen die Ursache schwerer kämpfe hauptung, fie sei mißhandelt worden, zutreffe, dann wäre allerdings Es handelt sich um eine Diest boten geschichte. Die Frau für die Dienstboten wenden können. Das„ Zeugnis", ihr plögliches Fortgehen berechtigt. Aber auch im andren Falle des Kaufmanns Mente, Brüdenstr. 9, wollte im Mai 1898 in einem das die erste Station auf dem Leidenswege des Frl. S. bildete, hätte Fräulein St. der einbehaltene Lohn zugesprochen werden müssen, Mietstomptoir das Dienstmädchen S. als Köchin mieten. Aus war zwar überhaupt kein Dienstzeugnis im gesetzlichen Sinne, weil denn nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch sei die Aufrechnung des gemacht wurde, daß Frl. S. neben der Besorgung der Küche auch ja noch gar kein Dienstverhältnis bestanden hatte. Es that Lohnes gegen einen Anspruch des Beklagten, hier gegen eine Buße einige andre Arbeiten in der Wirtschaft zu übernehmen habe, aber dieselbe Wirkung, wie ein der Vorschrift entsprechendes Zeugnis. wegen Kontraktbruchs, nicht zulässig. doch dürfe fte, che sie sich entschließe, sich erst einmal die Durch die Eintragung in ein Dienstbuch muß ein schlechtes Wohnung und die ihr zugedachte Arbeit ansehen. Beugnis zu dauernder Erschwerung, ia unter Als Frl. S. am andern Tage zu diesem Zweck zu Frau Mente fam, Umständen zu völliger Vernichtung der Existenz wurde ihr von Herrn Mente, der im Augenblid gerade bei übler führen. Und diese Erschwerumg oder völlige Vernichtung Laune gewesen sein mag, ein sehr unfreundlicher der Eristenz, die oft nur in der Rachsucht einer Herrschaft" ihre Empfang bereitet. Infolgedessen verzichtete das Mädchen erste Ursache hat, vollzieht sich durchaus auf Grund des Gejeges In einer Verbandsversammlung der Maurer von auf den Dienstantritt. Obwohl demnach ein Dienstjenes Gesezes, das man Gefindeordnung nennt und dessen endliche Berlin und Umgegend, die am Freitag im großen Saale des verhältnis noch nicht bestanden hatte, nahm sich Herr M. Beseitigung immer aufs neue gefordert werden muß. Gewerkschaftshauses tagte, sprach der Verbandsvorsitzende Bömelheraus, ein 8eugnis" in das Dienstbuch einzutragen. Es lautete: burg Hamburg über das obige Thema. Der Redner sprach sich " Nicht angetreten mit der Motivierung, daß ihr zunächst dahin aus, daß die Erörterung religiöser Fragen innerhalb die Straße zu geräusch boll und das Haus nicht der Gewerkschaften unterbleiben müsse. Aber So fuhr er fort fein genug ist." Diese Eintragung war schon des ich bin der Meinung, daß die Gewerkschaften nicht unpolitisch sein halb unberechtigt, weil Zeugnisse den Dienstboten nur beim 4 Halle a. S., 24. August. dürfen. Sie müssen sogar Politik treiben, wenn sie ihre Aufgabe: den Dienst austritt, aber nicht bei einem Nichtzustandekommen Die Verhandlung über das Unterstützungswesen wird fortgefeßt. Arbeiterstand materiell, geistig und fittlich zu heben, erfüllen wollen. des Dienst antritts ausgestellt werden dürfen. Sie soll aber In seinem Referat über eventuelle Einführung der Arbeitslosen- Wer die Gewerkschaftsbewegung aufmerksam beobachtet hat, der muß auch gar nicht dem Sachverhalt entsprochen haben. Fräulein S. ver- Unterstützung führt der Kassierer Kä ming aus, daß diese Frage erfahren haben, daß sie ohne Politik nicht auskommen kann. Ich er fichert noch heute, die in das Buch eingetragenen Aeußerungen in feit längerer Beit in fast allen Organisationen eine große Rolle innere an die Zuchthausvorlage, das Verbot des Streifpoftenstehens dem Sinne, der dort hineingelegt ist, nicht gethan zu haben. spiele. Es sei zweifellos, daß diejenigen, welche ohne Arbeit sind, in Lübeck und ähnliche Versuche, welche seitens der Behörden gemacht Sie giebt zu, Herrn M. gesagt zu haben, daß ihr das Haus d. H. immer das Bestreben haben, wieder Arbeit zu bekommen und des- worden find, um das Koalitionsrecht der Arbeiter einzuschränken oder feine Familie nicht fein genug sei, und zwar deshalb, weil halb zuweilen die Arbeit unter den ungünstigsten Bedingungen auf- womöglich zu beseitigen. Gegen solche Versuche, die Gewerkschaften 2. fie in einer Weise behandelt habe, wie es in feinen Häusern nehmen. Greife man hier bessernd ein, dann werde es auch leichter lahmzulegen, müssen sich diese doch wehren und das geht nicht, ohne nicht üblich sei. Die andre Bemerkung, die Straße sei zu geräusch- fein, die Kollegen zu einem Lohntampf zu bewegen. Durch die daß sie Bolitit treiben. Wie mangelhaft ist doch unsre Vereinsboll, habe nur die Bedeutung eines Vorwands gehabt, durch Arbeitslosen- Unterstüßung wird der Kampfes charakter nicht in Frage gesetzgebung. Auch in dieser Hinsicht müssen die Gewerkschaften einden sie rascher loszukommen hoffte. gestellt, sondern diese Unterſtügung ist in der Organi greifen, damit größere Freiheiten geschaffen werden. Verbandstag der Schneider. 6 Dersammlungen. Die Gewerkschaftsbewegung im inneren Zusammenhange mit der Politit. Was Frl. S. bemühte sich nun um eine andre Stelle. Nachdem sie fation ein Kampfesmittel, weil es verhindern kann, daß Aber außerdem giebt es noch verschiedene andre Gebiete, auf aber wegen des von M. ausgestellten Zeugnisses" einige Male ab- die Löhne herabgedrückt werden. Der Brennpunkt bei dem denen die politische Bethätigung der Gewerkschaften notwendig gewiesen worden war, segte sie es durch, daß im Juni 1898 das Schneidergewerbe betreffs Einführung der Arbeitslosen- Unterstügung ist: Die gesetzliche Kranten, Unfall, Alters- und Invaliditäts3eugnis" vom Polizeipräsidium durchstrichen sei aber der: Wie ist die Arbeitslosigkeit bei den Schneidern zu Versicherung, die gesetzliche Regelung des Arbeitsverhältnisses, wurde. Im Juli 1889 strengte sie sodann auch eine Schaden 3- tontrollieren?" So lange hierzu fein absolut sicheres Mittel an- als: Verbot der Nacht- und Sonntagsarbeit und vor allem Ersaktlage gegen M. an, und auf Grund der Aussagen eines gegeben werde, müsse von der Einführung Abstand genommen die gefeßliche Festlegung des Marimal- Arbeitstags. Herrn Rehfeldt sowie eines Herrn Tauschwiß, die beide das werden. Das bisher gesammelte Material reiche nicht aus, bestimmte die Gewerkschaften in dieser Hinsicht durch schwere Kämpfe errungen Mädchen wegen des Menteschen Beugnisses" abgewiesen hatten, Beschlüsse zu fassen. Vielleicht sei die Frage zum nächsten Verbands- haben, das muß durch die Gesetzgebung festgelegt werden. Dafür wurde im Juni 1899 die Verurteilung des M. zu tag spruchreif. Es wurde eine Resolution angenommen, wonach die müssen die Gewerkschaften eintreten, und indem sie das thun, Schadensersatz und im Oktober 1899 die Zurückweisung der Sache vorbereitet werden soll. treiben sie Politik. Der von den Arbeitern geforderte Aus von ihm eingelegten Berufung erzielt. Ueber die Anträge betreffs Einführung eines Sterbegelds, wurde bau der Gewerbe- Inspektion und der Gewerbegerichte ist ohne So weit war alles in Ordnung, und das Mädchen war zu auf Antrag Seger Leipzig zur Tagesordnung übergegangen. politische Bethätigung nicht zu erlangen. Hinsichtlich der Lebensfeinem Recht gekommen. Das Zeugnis" war gestrichen, die Darauf fam die gegenwärtige Aussperrung der Münchener mittelzölle, die doch auf die Lebenshaltung der Arbeiter von Schadensersanforderung als begründet anerkannt worden und der Konfektionsarbeiter zur Beratung. Nach den Angaben der großem Einfluß find, fowie betreffs der Wohnungsfrage haben die geforderte Betrag wurde schließlich auch von M. bezahlt da war, Delegierten von München ist das Unternehmertum auch in diesem Arbeiter ihre Forderungen an Reich, Staat und Kommune zu stellen. fo schien es, alles geschehen, was geschehen konnte. Falle fehr rigoros verfahren. Bei der Konfektionsfirma Sappell was nun das wichtigste politische Recht, das Wahlrecht aubetrifft, " " Malhau " atie? So wird sogar seitens der christlichen Gewerkschaften erklärt, und wählt Prätorius, Stripp, Brauer, Schäffer, Elsner, Rafenad; als übernommenen Schulden anerkennt, und sich verpflichtet, dieselben zwar in einer Broschüre, die im übrigen für den unpolitischen Beifizer des Hauptvorstandes für den ausscheidenden Kollegen Maly zu begleichen." Die Versammlung willigte darein, daß bis zum Charakter der Gewerkschaften eintritt, daß für die Erhaltung des Stollege Stripp. Den verstorbenen Mitgliedern soll laut Beschluß der 1. Oktober d. J. an die Buchdruder 400 m. gezahlt werden. Den Reichstags- Wahlrechts auch die Gewerkschaften eintreten müssen. Bersammlung im Vorwärts" eine Todesanzeige und in der Soli- streitenden Fliesenlegern wurden 50 M. bewilligt. Das Sommerfeit Wenn nun bie wirtschaftliche Krise, und mit ihr die darität" ein Nachruf gewidmet werden. beim Kliem brachte einen Ueberschuß von 30,75 M. Das StiftungsArbeitslosigkeit kommt, dann müssen sich doch die Gewerkschaften In der Mitgliederversammlung der Berliner Stuceateure fest ist am 15. September in Sanssouci." damit befassen und bei der Frage nach den Ursachen der großen hielt Dr. Borchard zunächst einen Vortrag: Politische und un- Reinickendorf. Der Wahlverein hielt am 18. d. M. im Arbeitslosigkeit ergiebt sich dann, daß dieselbe verschuldet ist durch politische Gewerkschaften", in der der Redner die Meinung aussprach, Restaurant von Gerbsch feine regelmäßige Mitgliederversammlung die heutige kapitalistische Wirtschaftsweise und daß nur mit der Be daß die Gewerkschaften teineswegs umbin tönnten, sich mit Fragen zu ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung widmete der Vorsitzende Geseitigung derselben das Elend der Arbeiterklasse dauernd beseitigt beschäftigen, die nach heutigen Begriffen ins Gebiet der Politit fallen, noffe Gramm unfrem Liebknecht einen warm empfundenen Nachruf, werden kann. So sehen wir auch hier wieder, daß die Gewerkschafts- daß aber auf die Frage, ob die Gewerkschaften socialdemokratisch worauf die Versammlung das Andenken des Toten in der üblichen belegung mit der Politik in engem Zusammenhange steht. oder neutral handeln sollten, geantwortet werden müsse: Neutral. Weise ehrte. Darauf hielt Genosse Dr. Wollheim einen Vortrag Wir haben aber in Deutschland auch einen Zusammenhang Nach der Diskussion über den Vortrag wurden Stindeler, Koppe und über: Staatshilfe und Selbsthilfe. An der Diskussion beteiligten sich der politischen Parteien mit den Gewerkschaften. Nachdem Ramm in die Arbeitsnachweis- Kommission gewählt. Bei Arbeits- verschiedene Genoffen im Sinne des Referats.d im Jahre 1868 das Koalitionsverbot gefallen war, da waren es losigkeit werden die in Betracht kommenden Wochen nur dann kostenpolitische Parteien auf der einen Seite Lassalleaner und Eisenacher, los abgestempelt, wenn der Kollege sich im Arbeitsnachweis ein fehter Versammlung zunächst das Andenten der verstorbenen Genossen Der Arbeiter- Bildungsverein Friedrichshagen ehrte in auf der andern Seite Fortschrittler, welche die Arbeiter gewerk tragen läßt. Ferner wurde auf die bei der Firma Schulz, Schönleinstraße Kopp und Liebknecht in würdiger Weise. Hierauf hielt Genosse schaftlich organisterten, um sie in ihre politische Gefolgschaft zu beherrschendelleberstundenarbeit hingewiesen und der Wunsch ausgesprochen, tommen. Erst in neuerer Zeit sind die christlichen Gewerkschaften daß die dort arbeitenden Kollegen sich ihrer Pflicht erinnern. Bor. Wagner einen Bortrag über wahre und falsche Heilkunde, dem gegründet worden, worden, die katholischen zur Unterſtügung der Eintritt in die Tagesordnung ehrte die Bersammlung das Andenten von Conrad ist Mittwochabends von 812-91/ 2 Uhr geöffnet. eine anregende Diskussion folgte. Die Bibliothek im Vereinslokal ultramontanen Partei. Es wäre bielleicht beffer, wenn Liebknechts und der Kollegen Krause und Bratsch. fich die Verhältnisse nicht in dieser Weise entwickelt hätten, aber die Thatsache läßt sich nicht aus der Welt schaffen und In der Versammlung des socialdemokratischen ArbeiterDer Verband des technischen Bühnenpersonals hielt am fie muß berüdsichtigt werden. Es besteht also ein Zusammenhang 19. d. M. eine gut befuchte Mitgliederversammlung ab. Nachdem vereins zu Köpenick widmete der Vorsitzende zunächst dem Andenten unsres Liebknecht einige warm empfundene Worte. zwischen den Hirsch- Dunckerschen Gewerkschaften und der Fortschritte die Anwesenden das Audenken Liebknechts in der üblichen Weise Sierauf wurde das neue Organisationsstatut der Partei verlesen partei, sowie zwischen den katholischen Gewerkschaften und dem geehrt hatten, ergriff Herr Dr. Weyl das Wort zu einem Vortrag und erörtert. Die interessante Diskussion soll demnächst in Centrum. Erst recht aber besteht ein Busammenhang zwischen den über die beabsichtigte Aenderung des Krankenversicherungs- Gesetzes. öffentlicher Versammlung fortgefegt werden. Sodann wurde fogenannten freien Gewerkschaften und der Socialdemokratie. Beide Die Versammlung lohnte den Redner für den belehrenden und haben gemeinsam recht schwere Zeiten burchgemacht, denn diese interessanten Bortrag mit lebhaftem Beifall. Hierauf wurde an ihn gerichtete Anfrage darin gewilligt hat, daß eine bekannt gegeben, daß der Magistrat auf eine vom Verein Gewerkschaften wurden unter dem Socialistengefeß genau so unter- bekannt gemacht, daß der Anschluß an die Gewerkschaftsbom Verein tommission vollzogen ist. Nach einer längeren Debatte über die ordneten- Wählerlisten Abschrift nimmt. Die Lassallefeier will der zu bestimmende Person von den Stadtverbrückt und brangsaliert, wie die socialdemokratische Partei. Was will man mit der Neutralität der Gewerkschaften bezwecken? Mistände an den Theatern wurde die Agitationstommiffion ange- Berein in diesem Monat fallen lassen; dafür soll im September eine Sombart, Naumann und deren Anhang sowie die christlichen Ge- wiefen, die notwendigen Schritte zur Abstellung dieser Mißstände Gedächtnisfeier abgehalten werden. In der nächsten Vereinsverwerkschaftsführer wollen durch eine neutrale Gewerkschaftsorganisation vorzubereiten. Die nächste Versammlung tagt bes am 22. September ſammlung soll die Besprechung der Broschüre„ Gewerkschaftsbewegung der Socialdemokratie Abbruch thun. Unfre Genossen dagegen, die stattfindenden Stiftungsfests wegen, zu welchem beim Bergnügungs- und politische Parteien" auf die Tagesordnung gestellt werden. für Neutralität eintreten, aber Arbeiterpolitik treiben wollen, glauben, fomitee Billets erhältlich sind, ausnahmsweise am Sonnabend, den baß dadurch ein Zusammenschluß der freien mit den andren 15. September. Spandan. Hierselbst fand am Donnerstag im„ Roten Adler" Gewerkschaften herbeigeführt werden könne. Wer dieser Meinung der Verband der Stock- und Schirmarbeiter hielt am eine gut besuchte Bolts versammlung statt, in welcher Geist, der hat sich wohl nicht mit den verschiedenen gewerkschaft 20. Auguft eine Mitgliederversammlung ab, in der das Andenten noffe Mesner- Berlin über die Deutsche Macht- und Gr lichen und politischen Richtungen eingehend beschäftigt. Ich halte des verstorbenen Kollegen Seidel wie auch das des Genossen Lieb- oberungspolitik" unter großem Beifall der Versammelten sprach. es für unmöglich, daß wir uns mit den christlich entnecht geehrt wurde. Genosse Dr. Weyl hielt über die beabsichtigte Alsdann erfolgte die Aufstellung unseres Kandidaten für die StadtGewertschaften verschmelzen können, denn dazu find Reform des Krantentassen- Gesezes einen beifällig aufgenommenen verordneten- Ersazwahl( an Stelle des fortgezogenen Genossen die Grundanschauungen unfrer und jener Richtung doch zu ver- Vortrag, nach dessen Beendigung die Versammlung eine Resolution Schröer). Genosse Pieper empfahl den Parteigenossen Rudolf fchieden. Diese Gegensätze würden sich auch nach einer etwaigen annahm, in der gegen die beabsichtigte Verschlechterung des Gefeßes Radte, Neumeisterstraße 5, als unsren Kandidaten und Berschmelzung fo störend bemerkbar machen, daß es nicht möglich mit aller Entschiedenheit protestiert wurde. Der Kassenbericht ergab forderte zu angestrengtester Agitationsarbeit auf. Der Vorschlag wäre, in einer solchen Organisation Arbeiterpolitik zu treiben. folgendes: Bestand am 1. April 541,81 M., Ginnahme im zweiten wurde mit allen gegen zwei Stimmen angenommen. Durch eine derartige Verschmelzung würde die Gewerkschaftsbewegung Quartal 333,40 M., Ausgabe 740,51 M., bleibt Bestand 134,17 M. Allgemeine Familien- Sterbe- Kaffe. Heute Bahltag Aderftr. 123 an Machtfülle nicht gewonnen, sondern bedeutend verloren In dem Bericht über eine Differenz in der Grundschen Fabrit bei Dicke und Mariannenstr. 48 bei Liebehenschel von 3-6 Uhr. haben. Das würde thatsächlich die Bersumpfung der Gewerkschafts- tadelte Kollege Fluce das Verhalten der dort beschäftigten Arbeiter. gömd dan Jitol 1907 indig bewegung bedeuten. Zum Schluß wurden verschiedene Fabrikmißstände zur Sprache unistit as of Dermilchkes. dit of da Warum sollen wir denn einer Taktik der Neutralität das Wort gebracht. reben? Etwa, weil in neuerer Zeit einige chriftliche Organisationen Die Tischler Berlins und der Umgegend( Vertrauensmänner Unwetter in Westfalen. In den ersten Tagen dieser Woche entstanden sind? Das kann uns nicht veranlassen, unfre Tattit zu Centralisation) hielten am 21. August bei Thiel, Fruchtstraße, ihre ging über Westfalen, speciell das Ruhrthal, bis hinein in bas ändern. Die chriftlichen Organisationen werden sehen, daß es ihnen Mitgliederversammlung ab. Dieselbe beschäftigte sich mit dem rheinische Industriegebiet, ein verheerendes Unwetter, schwere Genicht möglich ist, die freien Gewerkschaften unter die Füße zu be- Kongreß der durch Vertrauensmänner centralisierten Gewerkschaften. witter mit wollenbruchartigem Regen, nieber. Der angerichtete Es entspann sich hierüber eine längere Distuffion in welcher Schaden ist ganz bedeutend. Im oberen Ruhrthal find mehrere Es tann gar nicht schaden, wenn die verschiedenen gewert- Sollege Seßler sich mit verschiedenen aus dem Protokoll ersichtlichen Personen durch Blitzschlag getötet worden, und eine Anzahl schaftlichen Richtungen einen Konkurrenzkampf um die Gewinnung Anträgen und der Höhe des Gehalts für den Redacteur der Häuser, Scheunen und Stornschober, in die der Blizz einder Unorganisierten führen. Sie alle chriftliche, Hirsch- Duntersche Einigkeit" nicht einverstanden erklärte; letzteres wurde jedoch vom schlug, wurden eingeäschert. In Bapenburg tötete der Blizz und freie Gewerkschaften haben etwas Gemeinsames, denn fie Kollegen Jähne specialisiert und es stellte sich heraus, daß das drei Menschen und elf Wohnungen gingen in Flammen auf. Die treten alle ein für höhere Löhne und fürzere Arbeitszeit. Wir können direkte Einkommen des Genossen Keßler nicht die angegebene Höhe Eisenbahndämme find vielfach durch die strömenden Wassermassen deshalb die andern Richtungen, weil sie doch nun mal da sind, an- erreicht. Die Diskussion über den Kongreß wurde auf Antrag des unterspült worden, wodurch auf der Strecke Werden- Kupferdreh die erkennen und tolerant gegen sie sein, wir können bei Lohnbewegungen Kollegen Suhle geschlossen, da die Versammlung zu feinem Resultat Entgleisung eines Güterzugs herbeigeführt wurde. Glücklicherweise mit ihnen zusammengehen, aber eine weitere Annäherung führt nicht gelangen konnte. die erlitt nur eine Person, der Lokomotivführer, eine leichte Verlegung. zu dem gewünschten Ziel. Wir haben keine Veranlassung, unfre Die Besprechung über den im Gewerkschaftskartell durch die Der Materialschaden dagegen soll ganz bedeutend sein. Arge Ver bisherige Taktik zu ändern. Wir fönnen nicht sagen, wir wollen Töpfer gestellten Antrag, daß Gewerkschaften bei Streits und Sperren wüstungen, durch welche meist Arbeiter betroffen wurden, keine Politik treiben, denn wir sind überzeugt, daß die Lösung die ersten 14 Tage die Mittel hierzu selbst aufzubringen haben, richtete das Unwetter auch in Steele an. Der Cirkus der Arbeiterfrage nur erfolgen kann, wenn die socialdemokratischen wurde bis zur nächsten Vertrauensmänner- Sigung vertagt, da dieser Barnum u. Bailey, der zur Beitin Effen weilte, konnte Grundfäße verwirklicht sind. Erst dann hat die Arbeiterklaffe gefiegt. Antrag dann im Original vorliegt. Hierauf nahm die Versammlung die angefagten Schaustellungen wegen des aufgeweichten Bodens An den Vortrag, der von der stark besuchten Versammlung mit Kenntnis von dem Generalstreit der Kistenmacher. Zum Beitrags- nicht stattfinden laffen. Nur zwei fleine Vorstellungen wurden lebhaftem Beifall aufgenommen wurde, schloß sich eine rege Dis fammler auf der Bahlstelle in der Brigerstraße wurde Kollege gegeben. Dagegen mußte der geplante Umzug ganz unterbleiben. fuffion. Die Einwendungen, welche gegen die Ausführungen des Matified ernannt; ferner wurde bekannt gegeben, daß wegen Krant- Die Wagen verfanten bis an die Achsen in den Schlamm respektive Referenten vereinzelt erhoben wurden, betrafen nur nebenfächliche heit des Obmanns der Agitationskommiffion dessen Geschäfte bis auf weichen Boden ein. Große Schäden infolge des Unwetters werden Buntte. Im allgemeinen war man darin völlig einig, daß die weiteres vom Vorstand übernommen werden. auch von der Emis gemeldet. Dort bernichtete der Bliz vier Menschen Gewerkschaften ihre seitherige Taktik nicht ändern und die Beschäftigung mit Politit nicht aufgeben sollen. Der Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäsche und brachte in ca. 20 Befizungen Entzündungen hervor, die teilweise Zum Schluß wurden einige Verbandsangelegenheiten erledigt. und Krawattenbranche Berlins und der Umgegend hielt am zur vollständigen Einäscherung führten. Den streitenden Sattlern bewilligte man 1000 W. Ferner wurde 22. August in Wendts Central- Klubhaus, Königsgraben 14b, seine Ein Dichter, der immer Pech hatte. In Paris starb vor ein Antrag angenommen, welcher der Vertretersizung das Recht Mitgliederversammlung ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung einigen Tagen der Dichter Antony Valabrègue, deffen Petits giebt, für lokale Streits Summen bis zu 500 M. zu bewilligen. widmete der Vorsitzende G. Trinks dem verstorbenen Genoffen Lieb poèmes parisiens" bon einem eigenartigen Talent zeugen; aber Der Vorsitzende Panser schloß die Versammlung mit einem Hoch In echt einen warmempfundenen Nachruf. Nun erhielt Georg Wagner Antony Valabrègue war und blieb ewig ein Bechvogel. Einmal auf die Gewerkschaftsbewegung und die Socialdemokratie. Wort und entledigte fich feiner Aufgabe zur allseitigen Zufriedenheit. zu feinem Vortrag Die Gesundheitspflege des Proletariats" das jedoch sah er einen Hoffnungsschimmer. Er flopfte an die Thür Der Kassierer Stanowski erstattete sodann seinen Vierteljahrsbericht, auch fleine Erzählungen und Plaudereien bringt. Ohne ihn auch nur Die Fliesenleger hatten am 24. Auguft bei Schulz. Grenadier- welcher eine Einnahme von 1711,18 m., eine Ausgabe von 559,09 M. eine Minute warten zu laffen, eilte ihm der Direttor entgegen, führte ihn straße 33, eine öffentliche Versammlung. Genosse Sater referierte und einen Bestand für das dritte Quartal von 1152,09 m. mit ritterlicher Aufmerksamkeit in sein Arbeitszimmer und rief fofort: über: Was lehrt uns unser Streit?" Er führte unter Heranziehung aufwies. Zur Ergänzung des Vorstands wurden zwei Beisigerinnen Johann, der Herr wird bei dieser furchtbaren Size gern eine fleine vou Beispielen aus, daß jeder Streit und auch der der Fliesenleger Fräulein Brandenburg( Näherin) und Frau Hammermann( Blätterin) Erfrischung annehmen; bringen Sie Bier und Cigarren." Das Bier ben Beteiligten lehre, in Zukunft noch mehr zusammenzuhalten als gewählt. Bur Nominierung der Kandidaten zur Gewerbegerichts- wurde in das Glas des ganz erstaunten Balabrègue gegoffen, der bisher und die Organisation in jeder Weise auszubauen. Auf die beisiger- Wahl hatte sich eine Aenderung notwendig gemacht. Es bis dahin ein so glänzendes Fest" noch niemals mitgemacht hatte, Forderung des Achtstundentags eingehend bezweifelte Redner, daß es wurden die Kollegen Bajewald und Liebenthal bestimmt. Am 14. Oftober weil man ihn gewöhnlich aus allen Redaktionsstuben hinaus von den Fliesenlegern als einer nur fleinen Gruppe des Baugewerbsveranstaltet der Verein eine Uraniavorstellung. Billets fomplimentierte; hier aber fteďte man ihm faft mit wohlgethan gewesen sei, ganz allein im Gegensatz zu den a 60 f. find beim Staffterer Stanowsti, Höchfteftraße 48, zu haben. Gewalt eine feine Bock zwischen die Zähne. Dann began andren, größeren Gruppen diese Forderung aufzustellen. Es dürfte Besonders unangenehm wurde es empfunden, daß die Mitglieder, die Unterhaltung, die der Direktor mit fast beschämender Schmeichelei ratfant sein, so weitgehende Schritte gemeinsam mit den verwandten welche ihre Wohnung wechseln, dieses nicht dem Schriftführer Eue, für den Gast würzte. Mein Herr," sagte er schließlich," Sie sehen Gruppen zu thun. Der Vertrag, der vor dem Einigungsamt ge- Löwestr. 11, mitteilen. Den streitenden Sattlern wurden 80 m. unfre Einrichtungen, jest will ich Ihnen auch die Liste unsrer fchloffen wurde, sei unter den obwaltenden Umständen der einzige überwiesen. 30 M. Abonnenten zeigen; es giebt faum etwas Besseres als unfre Revue; Ausweg gewesen. tommen. P is eines weit verbreiteten Modejournals, das neben den Modeberichten Es folgte eine zum Teil erregte Debatte, die fich hauptsächlich Die Freie Vereinigung der Civil- Berufsmusiker Berlins Sie fönnen mis die Gelder Ihrer Klienten ohne Furcht anver um die Frage drehte, ob nicht mehr erzielt worden wäre, wenn man und der Umgegend hielt Dienstag, den 21. Auguft, ihre regelmäßige trauen."" Aber mein Herr!" erwiderte Balabrègue, in deffen Geift den Streit noch acht Tage fortgefegt hätte. Mehrere Redner bejahten Mitgliederversammlung ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrte endlich etwas wie eine dunkle Ahnung" aufstieg; ich bringe Ihnen die Frage. Andrerseits wurde denjenigen Kollegen, die bei der Ein- die Versammlung das Ableben des Genoffen Liebknecht durch Er- doch nur einen Artifel." Wie, Sie find nicht Herr So und leitung der Lohnbewegung agitatorisch thätig waren, der Vorwurf heben von ihren Blägen. Aufgenommen wurden die Kollegen So, Notar, dessen Besuch man mir angekündigt hatte? Nein, Dann guten Abend, mein Herr, ich bin außer der Boreiligkeit gemacht. Sie hätten damals den Mund zu voll Meuffeler, Becker, Schmidt und Müller. Den streifenden Militär- mein Herr." genommen".& ater ermahnte die Bersammelten, im Intereffe der effetten Sattlern wurden 10 M. bewilligt. Ein Kollege, welcher ordentlich befchäftigt. Johann! nehmen Sie das Bier und die Organisation die Streitagt zu begraben. wiederholt gegen die Statuten des Vereins verstoßen hatte, wurde aus- Cigarren weg." Ledrain, der den unglüdlichen Dichter persönlich kannte, Von der in der Tagesordnung vorgesehenen Neuwahl einer geschlossen. Ein Antrag des Vorstands, ein bestimmtes Versammlungs- erzählt noch eine andre Anekdote von ihm: Einige Tage vor dem Kommission wurde mit der Maßgabe Abftand genommen, daß der lokal zu wählen, wurde von der Versammlung angenommen und Erscheinen von Valabrègues Petits poèmes parisiens", die bereits Verein sich mit der Angelegenheit beschäftigen solle. Bezüglich dem Vorstand aufgetragen, ein geeignetes Lokal in der nächsten Mit gedruckt und broschiert waren, erschienen bei demselben Verleger die„ Poèmes de Paris" von Albert Mérat. Balabrègue mußte der Beiträge zum Streitfonds wurde beschlossen: Bis zum gliederversammlung in Vorschlag zu bringen. in seinem Bekanntenkreise zahllose Erklärungen geben, um allen be 18. August gelten die während des Streits gefaßten Beschlüsse. Bom Der Holzarbeiter Verband hielt am 22. Auguſt bei Steller greiflich zu machen, daß er nicht der Verfaffer ber Poèmes de 20. August ab find zwei Wochen lang pro Woche 1 M. und später eine start besuchte Vertrauensmänner Versammlung Paris", fondern der Petits poèmes parisiens" sei, von welchen er pro Woche 50 f. zu zahlen. Wer weniger wie drei Tage in der ab. Monin referierte über die Thätigkeit des Gefellenftets ein Exemplar mit sich herumschleppte. Endlich begann man Woche arbeitet, zahlt davon die Hälfte." ausschusses der Berliner Tischler- Zwangsinnung. Mathes als auch in den Blättern von den Gedichten zu sprechen. Aber, o ewiges Die deutsche Metallarbeiter- Gewerkschaft, Berwaltungsstelle Mitglied der Herbergskommission teilte mit, daß von seiten der Innung Bech! gerade zu derselben Zeit begann Antony Balabrègues Better Berlin, hielt am Dienstag im Grand Hotel Alexanderplat ihre fellenausschuß hat dazu seine Zustimmung versagt, so daß die Inmung und loďte jeden Abend eine große Menschenmenge nach dem Cluny die Herberge zur Heimat als Inmungsherberge außersehen sei. Der Ge- Albin Balabrègue in glänzender Weise seine dichterische Laufbahn Generalversammlung ab, in der zunächst unsres Genossen Liebknecht, sowie der verstorbenen Mitglieder Beschel. Bichörnig und Markmann gezwungen ist, die Genehmigung der Verwaltungsbehörde einzuholen. Theater. Natürlich schrieb man dem erfolgreichen Dramatiker auch gedacht wurde. Nach dem Staffenbericht betrug die Gesamteinnahme Tabbert berichtete über die Tarifberatungen, welche die Drechsler dessen immer melancholischer wurde, trat nun fast jeden Tag eine Den Bericht der Lehrlingsprüfungs- Kommission erstattete Haieloff. bas dichterische Wert seines Betters Antony zu. Antony, der infolge des zweiten Quartals einschließlich Bestand 3586,81 m., die Ausgabe mit ihren Unternehmern gepflogen haben. Ueber den Münchener Tischler- Wallfahrt nach allen Redaktionslokalen an 3048,20 m., so daß 588,61 M. Bestand verblieben. Der Staffierer streit referierte Glode. Die Ortsverwaltung hat den Münchener Kollegen Abdruck einer Notiz, die etwa so lautete: und bat um den bemängelte den schlechten Abfaz der Marken für freiwillige Beiträge; ein Darlehen von 8000 W. gewährt, damit den Streifenden neben der Balabrègue, atvei Bettern, wie es ziet de Maiftre und zwei Es giebt zivet überhaupt wäre mehr Opferwilligkeit zu wünschen. Nach dem von der Ortsverwaltung erstatteten Bericht haben im legten Quartal statt regelmäßigen Streitunterstützung noch ein Zuschuß gezahlt werden Beuillot giebt: einen sehr mittelmäßigen Balabrègue, Namens fann. Die Versammlung war damit einverstanden. gefunden: 8 Ortsverwaltungs Sigungen, 8 VertrauensmännerBeschloffen Albin, und den berühmten Antony Valabrègue, deffen großes Talent Konferenzen, 8 Bezirksversammlungen, 2 beschließende Mitglieder- wurde, der Ortsverwaltung die Vollmacht zu geben, weitere Summen fich erst vor kurzem wieder in ben„ Petits poèmes parisiens" offen versammlungen, ferner wurden 98 Werkstattversammlungen ge- gab einen Bericht über die im Juli und Auguſt ausgebrochenen wechseln." Die Veröffentlichung dieser Notiz hatte ein Duell zwischen an die Münchener Kollegen zu verabfolgen. Der Arbeitsvermittler bart hat. Das Publikum sollte die beiden nicht miteinander ver An Streit und Gemaßregelten Unterstügung wurden Werkstattdifferenzen. Erledigt wurden dieselben in 25 Werkstellen.dem„ mittelmäßigen" und dem" talentvollen" Valabrègue zur Folge, in 1026 Mart 30 Pfennig verausgabt, Rechtsschutz wurde von fünf Mitgliedern Mitgliedern beansprucht. Auch für das verflossene Der Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter ehrte in welchem der Mann mit dem großen Talent eine ziemlich schwere Vierteljahr läßt sich nach dem Bericht ein Fortschreiten der Organi- feiner letzten Verſanimlung zunächst das Andenken unfres Verlegung davontrug. fation fonstatieren. Den Rohrlegern, die der Gewerkschaft angehören, Liebknecht. Sodann beschäftigte die Versammlung sich mit find die bekannten Forderungen am Tage der Vorlegung, den ben 1896er Verpflichtungen. Nach einem von Seibt gegebenen 20. Auguft, bewilligt worden. Die Vorarbeiten für die Lohnbewegung Ueberblid nahm die Versammlung mit allen gegen bier der in Meffingfabriten beschäftigten Arbeiter find im Gange, auch Stimmen folgende Resolution an:" Die heute am 20. August die Agitation unter den Maschinenformern hat gute Früchte getragen; tagende Generalversammlung des Fachvereins der Musikinstrumenten die Einrichtung der Beitung Solibarität" als Verbandsorgan Arbeiter giebt die Erklärung ab, daß fie die laut Uebereinkunft mit nahm viel Zeit in Anspruch. In die Preßkommission wurden ge- den Vertretern der Buchdrucker und dem Holzarbeiter Verband meldet. # our has Schriften- Eingang. di nad deutschen Entwicklung. Vortrag, gehalten im Reichstagshause Pfingsten 1900 Die Bedeutung der Kunst, vornehmlich der dramatischen, in unfred von B, Jean Christ. Berlin 1900. Serm. Walther. Die Juden in Palästina. Leo Mostin. Berlin. S. Frieb 1änder. Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 26. Auguft. Opernhaus. Margarethe. Anfang 72 Uhr. Montag: Der Troubadour. Urania Arbeiter- Sängerbunden Taubenstrasse 48/49. lang mit Berlins und Umgegend. Im Theater abends 8 Uhr: Sonntag, 2. September, vormittags 10 Uhr, im Nebensaale der Brauerei Friedrichshain: Eine Wanderung durch die Pariser Weltausstellung. Invalidenstr. 57/62. Ausschuh- Sikung mi Tagesordnung: 1. Aufnahme von Vereinen. 2. Bericht vom Sängerfest. 3. Verschiedenes. Ausgabe Schauspielhaus. Der Raub der Tag. Sternwa eines neuen Siebes. Die Vereine werden ersucht, vom Sängerfest abzurechnen- Jm gr. Saal präcife 12 Uhr: Sabinerinnen. Anfang 7/2 Uhr. Montag: 1812. Neues Opern Theater( Kroll). Con Die Fledermans. Anfang 72 Uhr. Montag: Der Mikado. Deutsches. Der Bobekandidat. Anfang 7 Uhr. Nachm. 22 Uhr: Fuhrmann Senſcher. He Montag: Die Weber. Leffing. Die Stlavin. Anfang 712 Uhr. Montag: Die Ehre. Residenz. Die Dame von Marim. Anfang 7 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Jugend. Montag: Die Dame von Marim. Neues. Der weiße Hirsch. Borher: Ein Interview. Anfang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. eften. Orpheus in der Unterwelt. Anfang 7 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Geisha. Montag: Orpheus in der Unter welt. Schiller. Der Postillon von Con jumeau. Anfang 71% Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die lustigen Weiber von Windsor. Montag: Sättingen. Der Trompeter von Central. Berlin nach Elf. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Luifen. Maddlene. Der Damen trieg. Anfang 8 Uhr. Nachmi. 3 Uhr: Der Hüttenbefizer. Montag: Maddlene. Der Damenfrieg. Nachmittags 5-10 Uhr. CASTANS Mebungskunde. Folgende Lieber werden geübt:„ Die drei Ehrengrüße"," Frühlingsruf"," Zukunftsblütten". Ausschuß- Sizung und Uebungsstunde werden pünktlich eröffnet. 1 Bundes- Mitgliedskarte legitimiert. [ 16/15] Der Vorstand. ΠΟΥ redme PANOPTICUM Louis Kellers Festsäle Neue plastische Gruppe: Kampf eines deutschen Seesoldaten mit Boxern bei Tientsin! Die sensationellen lebenden Photographien: Ausfahrt des Chinageschwaders u. a.m. Die Tiroler Sängergesellschaft ,, Almrausch", Passage- Panopticum. Marokkaner ( 11 Mädchen, 8 Männer, 3 Kinder). Vorstellung stündlich. = Von 7 bis 10% Uhr: Carl Weih. Die Boyer in China. Théâtre variété. Anfang 8 Uhr. 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Milardo, Excentric Chansonnette Molly Verch, Tauma- Quartett, The Miltons, Turner Ostbahn- Park am dreifachen Red, The Gladenbecks, Hermann Imbs Kraftgladiatoren, The Herwoods, Neger Excentrics. Konzert. Jui Saale: Ball. Anfang 4 Uhr. Gintritt 30 Pf. Num. Platz 50 Pf. Kalbo. Puhlmanns Vaudeville- Theater. Schönhauser- Allee 148. Kastanien- Allee 97-99. Täglich: Ronzert, Theater und Specialitäten Vorstellung. Künstler I. Ranges. renovierten Saale: Ball. Anfang 4 Uhr. Im Großer Lehmann. Deutsche Konzert- Hallen Spandauer Brücke 3. 7 Stadtbahnbögen. Großer Naturgarten. Täglich von 6 Uhr ab: 71 Rüdersdorfer Straße 71 am Süstriner Plaz. Täglich Konzert, Theater. und Specialitäten Vorstellung. Nur erstklassige Nummern. Anf.: Sonntags 4 Uhr. Entree 20 f. Kinder 10 Pf. Sperrsiz Nachzahl. 20 Bf. Anf.: Wochent. 5 Uhr. Entree 10 Pf. Kinder 10 Bf. Sperrsts Nachzahl. 10 Pf. Hermann Jmbs, Direktor. Victoria- Brauerei. in Lützowstr. 111/112. Im Garten oder Saal 10ld Täglich: Norddeutsche Sänger ( Führmann, da Horst, Walde.) Anfang: Sonn tags 7, Wochens tags 8 Uhr. Gr. internationale Konzerte Entree 50 Bf Borverkauf 40 Pf. von sämtlichen Gesangs- Mufit- Kapellen. Entree frei. Bon 8 Uhr ab: Theater- Abteilung. Familien- Billets 3 Stüd 1 M. Bons nur in der Woche gültig. Sonntags und Donnerstags: Tanzkränzchen. Sanssouci Im prachtvollen Natur- Garten jeden Sonntag ut. Donners: Specialität.- Vorstellung. tag humorist. Soiree ber Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pfennig. Vorverkauf 40 Pf. 17909101 d Norddeutschen Quartett- Sänger Gäme, Cahnbley, Nega 2c. Anfang Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pf. Donners tags 81 Nach der Soiree: Tanzkränzchen. Tanz frei. 8 Uhr, Entre 30 Bi. Beginn der Winter: Saison: Sonntag, den 9. September. Louisenstadt. Konzerthaus, 37 Alte Jakobstraße 37. Tel. Amt 4 a 7687. [ 24165 Hasenheide 13-15. Artistische Leitung: Paul Milbitz. Taglich: Säle für Sonnabende in den Monaten Septbr., Otthr., Novbr. 1900 noch frei. Wo ist der schönste Garten? In Rixdorfs Vereinsbrauerei! Frei- Konzerte, Kaffeeküche, Kegelbahnen 2c. Martin Berndt, Gastwirt. H. Mentes Volksgarten, Lichtenberg, Röderstr., anch Eingang Grosses Doppel- Konzert, Theater und Sandsberger Chauffee. Specialitäten- Vorstellung. Jeben Montag: Sommerfest. Mittwoch: Die beliebten Kinderfeste. Donnerstag! Elite- Tag. Die Staffeeküche ist täglich von 2 Uhr an geöffnet. 2 hochelegante Regelbahnen, Würfelbuben, Konditorei, Blumenstand 2c. Sonntag, Montag und Donnerstag: Familien- Kränzchen. Max Kliem. Wo amüsiert man sich grossartig? Hasenheide 21 und Jahnstr. 8 in Schnegelsbergs Festsälen, Jub.: Max Schindler. Telephon: Amt IV Nr. 1132. Heute: Grosser Ball, ats Specialität: Gigarren- Regen, verbunden mit Schlangen- u. Bonbon- Regen u. diversen Ueberraschungen. Täglich: Specialitäten Vorstellung. Entree frei. 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Friedrichsberg, Frankfurter Chaussee 120. Jeben Gr. Konzert und Specialitäten- Vorstellung. Sonntag: Im Königsfaal: Gr. Ball. Anfang 4 Uhr. Entree 20 Pf. Jeden Mittwoch: Frei- Konzert. 48832* Drei verdeckte Kegelbahnen. Volts: und Kinderbeluftigungen aller Art. Den verehrl. Vereinen halte meine Säle und Vereins zimmer beftens empfohlen. Ernst Höflich. Vereinszimmer und Kegelbahnen Säle für Vereinsfestlichkeiten unter find noch einige Tage in der Woche zu vergeben. Bebingungen noch frei Sonnabend und Sonntag im 5270L* September und Oktober. Bernstein. Hochachtungsvoll Louis Keller, Koppenstr. 29. Jeden Sonntag: Gr.Frei- Konzert. Reute verbeckte Sallen, 2000 Perf., Belte für 2500 Personen biefen Schutz gegen Sonne u. Regen. Kaffeeküche u, Volksbelustig. Im Riesenzelt: Bal champêtre unter Leitung d. Lanzmeisters Wilh. Bauer junior. Bug' Salon, Gr. Frankfurterstr. 85. Empfehle einige Sonnabende wie ersten Weihnachtsfeiertag den geehrten Vereinen zu Festlichkeiten. 25416] Otto Theel. Johannisthal! Fritz Raus Parkrestaurant, Parkstrasse, 53102* früher: Berlin, Stalizerstraße. Jeden Sonntag: Gr. Ball. Raffees füche. Ausspannung. Vereinen u. Gesellschaften Extrapretse. Jeden Mittwoch: Freikonzert u. Tanz. Kegelbahn. Einweihungsfeier! Birkenpark Schönholz. Sonntag, den 26. August 1900: Konzert u. Tanz. Erwachsene 10 Bf. Kaffeeküche von 3-6 geöffnet. Es labet freundlich ein Der urgemütliche Wirt Papritz. Kösliner Hof, Köslinerstr. 8. Toten Sonntag, den 25. Novbr., 53148* frei. test Ungeziefer aller Art, als Wanzen, Schwaben, Flöhe, Fliegen, Ameisen, Mäuse 2c. vertilgt man absolut sicher u. schnell durch Noas unerreichte Specialmittel u. umsonst erhalten Sie ausführl. Gebrauchs anweisung. Preis pro 1/2 Port. 50 Pf., Port 1.-M., gr. 1,75 u. 3, M. [ 48782* Max Noa, Berlin N., Reinickendorferstr. 48. Versand in Berlin frei Haus. Freie Volksbühne Eröffnungs- Vorstellung im Lessing- Theater: Die Macht der Finsternis. Drama in 5 Akten von Graf L. Tolstoj. In Scene gesetzt vom Ober- Regisseur Witte- Wild. Spielsonntage der I. Serie für diese Aufführungen: 12., 9., 16., 23., 30. September, 7. und 14. Oktober. In Vorbereitung: Ueber die Kraft. I. und II. Teil. Von Björnstjerne Björnson. Artistische Leitung: Ober- Regisseur Adolf Steinert. Die Mitglieder werden dringend ersucht, ihre neuen Mitgliedskarten aus den Zahlstellen abzuholen, da dieselben sonst an neue Mitglieder verabfolgt werden. Für die VII. Abteilung können sich neue Mitglieder in allen Zahlstellen melden. 230/13 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Arbeiter- Radfahrer- Verein Berlin. 3. Wahlkreis. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Sonntag, den 26. Auguft, abends 7 Uhr, im gr. Saale des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15: Gemütliches Beisammensein. Entree inkl. Garderobe 20 Pf. Socialdemokratischer Wahlverein 240/16 Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Dienstag, den 28. August, abends 8½ Uhr, im ,, Dresdener Garten", Dresdener Straße Nr. 45: Versammlung für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. aller in der Gold- u. Silberwarenfabrikation Dienstag, den 28. August, abends 8/4 Uhr: beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Oeffentliche Versammlung eine ung [ 248/7 in den Borussia- Sälen, Ackerstrasse. Tages Ordnung: Vortrag des Reichstags: Abgeordneten Rosenow. Distuffton. Bahlreiches Erscheinen erwärtet Der Einberufer. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Montag, 27. August, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal 1: Branchen Versammlung der ( Mitglied des Arbeiter- Radfahrer- Bundes Solidarität".) Tischmacher Berlins. Sonnabend, 8. Septbr. 1900, in Andreas Festfälen, Andreasstr. 21:50 7. Stiftungsfest berbunden mit 27/17 Kunst- und Reigenfahren, Lebenden Bildern, Prolog, Feftrede, Großen Damenüberraschungen und Ball. Anfang 8 Uhr. Um rege Beteiligung bittet ,, Neues Klubhaus" 72 Kommandantenstr. 72. Jeden Sonntag: Gr. Ball. Empfehle meine großen und feinen Festiale( 150-800 Personen faffend) Tages- Ordnung: 1. Besprechung über die gegenwärtigen Arbeits- und Lohnverhältniffe 106/5 in der Branche. 2. Verschiedenes. Es ist Pflicht eines jeden in dieser Branche beschäftigten Kollegen, in der Versammlung zu erscheinen. montag, den 27. August, abends 8 Uhr, im Englischen Garten", Alexanderstraße 27c: Billet( inkl. Tauz) 50 Pt. Branchen- Versammlung der Küchenmöbel- Tischler. Das Komitee. Sanssouci“ Schmargendorf. Sonntag: Gr. Frei- Konzert Jeden und Ball. zu Versammlungen und Festlich: Kaffeeküche, 2 Kegelbahnen, große: feiten. Habe noch einige Sonn- Spielpläge. Ausschant von Pots: abende und Sonntage frei. damer Stangenbier, Weiß- und 50852* Bayrisch- Bier. H. Ebert. H. Ebert. Frankes Speisehalle Tagesordnung: 71. Besprechung über die gegenwärtigen Arbeits- und Lohnverhältnisse in der Branche. 2. Verschiedenes. Es ist Pflicht, daß sämtliche Kollegen in der Versammlung erscheinen. Montag, den 27. Auguft, abends 8%, Uhr, bei Cohn, Beuthstraße 20/22: Bautischler- Versammlung. Tages: Ordnung: Stellungnahme zu dem Maschinentarif der Meister. Jeder Bautischler ist verpflichtet, in dieser Versaminlung zu erscheinen. Brauche der Korbmacher. Neue Grünftraße 39( zw. Kommandanten- und Seydelstr.) Montag, 27. August, abends 8% Uhr, bei Wilke, Andreasstr. 26: Jeden Tag 12 verschiedene. Gerichte| Speisezeit ununterbrochen von vor zum Preise von 10-30 f. mittags 111/ 2-10 Uhr abends. Bier 0.10 Pf., 2/10 5 Pf. Kaffee 5 Pf. Milch 5 Pf. Erntefest in Baumschulenweg 53132] ( 10 Pf.- Tour per Görlizer oder Stadtbahn) Sonntag, 26. August. Konzert und Tanz. Gr. Schuitter Umzug 2-3 Uhr. Abends Fackelzug durch den Ort. Die Gastwirte: Ackermann, Nehfe, Schulz. Max Kliems Festsäle, Hasenheide 13-15. 52290* Meine Festfäle, 1200, 1010 und 560 Personen faffend, sind noch an einigen Sonnabenden im September, Oktober, November und Dezember zu vergeben. Auch find die alten Gesträume zum Totensonntag, 1., 2. und 3. Weihnachts- Feiertag noch frei. Max Kliem. Restaurant Alt- Landsberg, In A. Diez, Inh. Landsberger Allee 76/77, vis- a- vis der Ringbahnstation. Elektrische Bahnverbindungen nach allen Stadtgegenden.[ 49232* Großer schattiger Garten, ca. 2000 Sigpläke. den 19. Auguß: Frei- Konzert. Grosser Ball. 2 Kegelbahnen, Kaffeeküche sowie Boltsbeluftigungen aller Art. platz. platz. Saal mit kompletter Bühne, Müllerstr. 7. Am Wedding Juh. Gustav Milbrodt. Am WeddingSonnabende frei unter coulanten. Bedingungen. 50 419 Cohns Festsäle, fammlungen. Empfehle meine Säle zu Ver Beuthstrasse 19 20. Oktober noch einige Sonnabende September und [ 48902* und Sonntage frei. Volksgarten früher Weimanns Volksgarten, Badstr. 56 51392* Verwalter Meysel, Pantstraße 25 II. Dersammlung. Tages Ordnung: 1. Sausindustrie Beschlüsse des 15. deutschen Storbmachertages. Referent: Rollege Paul Brückner. 2. Ergänzungswahl zum Gesellen- Ausschuß. 3. Branchen- Angelegenheit. 4. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Kollegen, zu erscheinen. Die Kommission. Achtung! Drechsler!! Achtung! Berlins und Umgegend. Dienstag, den 28. August, abends 8 Uhr, in Stecherts Festsälen, Andreasstraße 21: Große Branchen- Versammlung der Drechsler sämtlicher Specialitäten. Tages- Ordnung: 1. Die Tarifverhandlungen mit der Drechsler: Innung zu Berlin. 2. Diskussion. 3. Branchen- und Verbands- Angelegenheiten. Der äußerst wichtigen Tagesordnung halber ist es notwendig, daß jeder erscheint. sier eingeben. NB. Ganz besonders sind die Drechsler, welche in Tischlereien arbeiten, Die Kommission. hierzu Mittwoch, den 29. Auguft, abends 8 Uhr, im Märkischen Hof, Admiralstraße 18 c: Branchen- Versammlung der Telephon- Tischler einschließlich derjenigen, welche auf photographische und chirurgische Apparate arbeiten. Mittwoch, den 29. August 1900, abends 8 Uhr, bei Mann, Straußbergerstraße 3: Branchen- Versammlung der Laden- und Comptoir- Einrichtungs- Tischler Tages Ordnung: 1. Besprechung über die gegenwärtige Lage und Lohnverhältnisse in unsrer Branche. 2. Verschiedenes Es ist Pflicht, daß sämtliche Kollegen von der Branche in der Ver sammlung erscheinen. Mittwoch, den 29. August, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engelufer 15, Saal I: Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Chemikers Herrn Dr. Wollheim über: Das Gold, seine Gewinnung und Verwendung. 2. Diskussion. 3. Verbandss angelegenheiten. Mittwoch, den 29. August, abends 8½½ Uhr: Versammlung der Klempner Dim Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Gustav Link über: Die Miststände auf den Bauten und die Bestrebungen der Bauarbeiterschuh- Kommission. 2. Disfuffion. 3. Wahl eines Branchen- Bertreters und eines Mitglieds zur Lohnkommission. 4. Verbandsangelegenheiten. 117/12 Die Kollegen werden ersucht, wegen der Wichtigkeit der VerhandlungsGegenstände vollzählig zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. Gentralverband der Handels-, Transport- u. Verkehrsarbeiter Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau und Arbeitsnachweis: Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Il. Telephon- Anschluß: Amt VII, 3348. Haus- und Geschäftsdiener und Packer! Montag, den 27. Auguft, abends 29 Uhr: Groke Versammlung in den ,, Arminhallen", Kommandantenstraße 20. D Tagesordnung: 1. Die Firma A. Jandorf als Streifbrecherzüchterin. Referent: Kollege Joh. Rein. 2. Die hungerlöhne der Hausdiener bei der Möbel fabrik J. C. Pfaff. Referent: Kollege P. Steinide. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Werte Kollegen! Es sind die Herren Jandorf und dessen Geschäftsführer, sowie der 30 fache Millionär, Herr Kommerzienrat Pfaff, desgleichen auch der Herr Direktor Lorenz brieflich eingeladen worden. Es ist deshalb Ehrenpflicht, daß Ihr in dieser Versammlung Mann für Mann erscheint. Die Sektionsleitung der Haus und Geschäftsdiener und Packer Berlins und Umgegend. J. A.: Robert Dertel. Verein deutscher Schuhmacher. Montag, den 27. b. M., abends 8 Uhr: 3 Mitglieder- Versammlungen. 1. Für Oft und Südost: bei Stechert, Andreasstraße 21. Neuwahl des Bezirksleiters. Vortrag. Thema und Referent wird in der Versammlung bekannt gegeben. 2. Für den Norden: bei Pohl, Rosenthalerftr. 12. Vortrag des Ingenieurs Grempe über: Technische Fortschritte im Verkehrswesen. 3. Für den Westen: bei Cohn, Beuthstr. 19. Vortrag des Genossen, Kotke über: Aus der Gegenwart. In allen Versammlungen als 3. Punkt der Tagesordnung: Vornahme der Abstimmung über die obligatorische Einführung der Arbeits. 170/10 lofen und Krankenunterstützung. Jedes Mitglied hat sich mit seinem Mitgliedsbuch zu versehen. Bahlreiches Erscheinen erwartet Die Ortsverwaltung. Kranken- Unterstützungsbund der Schneider Dienstag, den 28. Auguft, abends 8/2 Uhr: Versammlung im Gewerkschaftshaus, Saal V, Engel- Ufer 15. Tages Ordnung: 0166/14 1. Abrechnung vom 2. Quartal 1900. 2. Berichterstattung der Delegierten über die am 23. Juli und folgende Tage in Hannover stattgefundene Generals Versammlung. 3. Verschiedenes. Die Ortsverwaltung. Sattler Berlins! Montag, den 27. Auguft, abends 8 Uhr, im großen Saal des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15: Oeffentliche Versammlung aller Branchen. Tages Ordnung: 160/8 Der Streik der Berliner Militäreffekten- Sattler. Um zahlreichen Besuch bittet Der Einberufer: E. Wagner, Rottbuser Ufer 60. Tapezierer und Tapezierer- Näherinnen! Dienstag, den 28. Auguft, abends 8½½ Uhr: Auskunft über Bermietung zu Sereins feftigtetten jest. Branchen- Versammlung der Sitzmöbel- Tischler. 4 große öffentliche Versammlungen. Andreas- Festsäle, Andreasstrasse 21 am Andreasplah. Bringe den geehrten Vereinen und Gewerkschaften meine Säle, 100 bis 1500 Personen fassend, zu Festlichkeiten jeder Art und öffentlichen wie Bereins: versammlungen in empfehlende Erinnerung. 53092* Carl Stechert, Amt VII. 5323. Treptow. Restaurant Karpfenteich, an der Köpenider Landstraße. [*] Lossow Jeben Sonntag: Frel- Konzert. Jm Saale Tanz. Arbeits- Bekleidung Tagesordnung: Tages Ordnung: 1. Besprechung über die gegenwärtigen Arbeits- und Lohnverhältnisse wie gedenken wir die im Einigungsvertrag enthaltenen und die in der Branche. 2. Verschiedenes. Es ist Pflicht, daß sämtliche Kollegen von der Branche in der Ver fammlung erscheinen. Der Einberufer. Verband der Bau-, Erd- und gewerbl. Hilfsarbeiter Deutschlands. Zahlstelle Berlin IV. Putzerträger. Montag, den 27. August, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexander- Straße 27 0: Tages Ordnung: Mitglieder- Versammlung. 1. Stellungnahme zu unsrer Lohnbewegung. 2. Verbandssachen D. Wurzel& Co., und Verschiedenes. Neue Mitglieder werden aufgenommen. für Mechaniter, Bildhauer, Maler, Schlosser, Schlächter, Konditoren, Friseure. En gros- Detail. 5001L* Wrangel- Strasse 17, Ecke Manteuffel- Strasse. 42/19 Nen eröffnet! [ 49802*] Neu eröffnet! Achtung! Bauarbeiter! Achtung! Da es in letzter Zeit des öfteren vorgekommen ist, daß die Kollegen, wenn sie in Lohndifferenzen geraten sind, die Arbeit einstellen und nachdem erst die Kommission davon in Kenntnis sezen, bringen wir es den Stollegen nochmals in Erinnerung, daß eine Arbeitseinstellung erst erfolgen kann, nachdem ein Kommissionsmitglied den vorhandenen Fall untersucht hat. In allen Fällen, wo die Kollegen selbständig etwas unternehmen, haben sie auch die daraus entstehenden Konsequenzen selbst zu, tragen. 30/10] Die Lohnkommission. J. A.: Ost. Böttcher. Die Ortsverwaltung. Lichtenberg Friedrichsberg- Wilhelmsberg. Am Dienstag, den 28. August, abends 81/2 Uhr: Volks- Versammlung in Schwarz' Konzert- Garten, Lichtenberg, Dorfstraße 7. Tages Ordnung: von der Achtzehner Kommission nachträglich geschaffenen Bes ftimmungen durchzuführen? 1. Norddeutsche Brauerei, Chauffeeftr. 58. 2. Die Versammlungen finden in folgenden Lokalen statt: Gesellschaftshaus ,, Nord- Ost"( fr. Nieft), Weberstr. 17. 3. Restaurant Königshof, Bülowstraße 37. Deffentliche Bersammlung der Näherinnen: 4. Arminhallen, Kommandantenstraße 20. Kollegen, erscheint alle in diesen Versammlungen und macht besonders 178/12 die Näherinnen auf ihre Versammlung aufmerksam. Die Verbandsleitung. Bom 1. September ab befindet sich das Bureau des Verbandes im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, 3. Etage, Bimmer 35. Geöffnet vor mittags von 1/ 210-1 Uhr, abends von 5-8 Uhr. Arbeitsnachweis nach wie bor bei Simanis, Beuthstraße 21. Verein für Frauen u. Mädchen der Arbeiterklasse. Montag, den 27. August, abends 8½½ Uhr: Mitglieder- Versammlung in den ,, Arminhallen", Kommandantenstraße 20. Vortrag des Schriftstellers Herrn H. Ströbel über: Dichtung und Broletariat". Um zahlreichen und pünktlichen Besuch bittet Der Vorstand. Gäste stets herzlich willkommen. 55/14 faufen Sie nirgends vorteilhafter, als in der Bettfedern Gegelmäteri Alfred Sündermann, Neu Weißenfee, Generalftr. 7( nahe Bren 1. Die Gemeindevertreter- Sigung vom 16. August: Wird Lichtenberg Iauer Allee). Dampf- Bettfedern- Reinigung. Telephon Nr. 43.[ 48779 Stadt? 2. Distusfion. 223/1 Zähne 2 M. Das Wahlkomitee. 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzloses Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Tellz. wöchentl. 1 M. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 130. Sprechst. 9-7. Großes Lager. Gediegene Möbel und Polster waren. robes Super Berantwortlicher Redacteur: Wilhelm Schröder in Wilmersdorf. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Arbeit, äußerst billige A. Schulz, Preise, empfiehlt Reichenbergerstr. 5. Auch Teilzahlung!(* 利 Br. 198. 17. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 26. Augus 1900. Ein mißlungener Versuch dergliedern, von benen 6 aus dem Streise der Versicherten und 12 aus Sigung furz vor Errichtung der Arbeitslosen- Versicherungskaffe verkommunalen Arbeitslosen- Versicherung. Der Bahl der Patrone und Ehrenmitglieder. Also 6 Arbeiter gegen fündet, steht auf einem andren Boden der Staatsordnung, ber angesehene Männer"! bürgermeister, dem Vorsitzenden der Arbeitsnachweisanstalt und 18 Mit- und Herrenhausmitglied Beder, in öffentlicher Stadtverordnetens Religion und der sittlichen Auffassung", ihnen wurde von den RatSex t Anfang März des Jahres 1896 berichtete die Kölner bürgerliche Der Ausschuß der Versicherten als atveites Organ der Hausmännern das Recht der andren Gemeindebürger abgestritten, Presse, daß sich in Köln ein größerer Kreis angesehener Männer" Kaffe wurde von den Versicherten gewählt, auf je 50 Versicherte tam ihnen wurden die Thore der städtischen Lokale, die für jedermann mit der alljährlich im Winter auftretenden Arbeitslosigkeit befaßt ein Ausschußmitglied. Der Ausschuß wählte sich seinen Vorsitzenden freistehen, verschlossen. Daß unter solchen Umständen ein Werk habe; von den Stadtverordneten Schmalbein( liberal) und Trimborn und dessen Stellvertreter; die Gewählten bedürfen der Be- nicht gedeihen kann, das sich auf das Vertrauen und die Mitwirkung ( ultramontan) sei ein Statutentwurf zu einer Versicherungstasse gegen stätigung des Vorstandes. Kann man Schultindern mehr der Arbeiter stüßen muß, ist selbstverständlich. Arbeitslosigkeit im Winter verfaßt, und dieser Entwurf von einer au Bebormimdung zumuten? Köln darf der Versuch der kommunalen Arbeitslosen= am 6. März unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters Becker ab- Die Generalversammlung bestand aus dem Oberbürger Versicherung als gescheitert gelten. Aber der Kölner Versuch beweist gehaltenen Versammlung einstimmig angenommen worden. Bu meister, dem Vorsitzenden der Arbeitsnachweisanſtalt, den Batronen, nicht, daß die kommunale Arbeitslosen- Versicherung unmöglich ist; biejer Versammlung waren, wie die Kölnische Volkszeitung" mit- den Ehrenmitgliedern und dem Ausschuß der Versicherten; sie alle er beteist nur, wie man es machen muß, um den Versuch scheitern teilte, Männer aller Stände, bei denen Interesse an der Sache haben gleiches Stimmrecht, bis auf die Patrone, die für je 300 m. zu lassen. vorausgesetzt werden konnte", eingeladen, und wie die Kölnische ihres Beitrags eine Stimme, aber nicht mehr als 10 Stimmen im Peitsche und als Arbeitslose mit Buderbrot behandelt werden. in aulaen. Die Arbeiter wollen nicht als Socialdemokraten mit der Beitung wußte, hatte man zu den dieser Versammlung voraus ganzen beanspruchen können. Es fonnte sich also ereignen, daß, Werden sie als Bürger entrechtet, so bat die socialpolitische Fürs gehenden Sigungen, um völlig sicher zu gehen, auch die Arbeit wenn die Staffe 400 Versicherte, somit der Ausschuß acht Mitglieder forge für sie nur den Wert des Almosens, und dafür danken sie. nehmer zugezogen, völlig parteilos und neutral, und zwar die zählte, ein einziger Patron mehr Stimmrecht als sämtliche Ver- Sollten andre Gemeinden den Versuch der ArbeitslosenMitglieder des städtischen Arbeitsnachweises, sowie die Borsigenden sicherte hatte. Die Versicherten hatten also weder im Vorstande, noch Versicherung fortsetzen wollen, so diene ihnen das Beispiel von Köln des katholischen und evangelischen Arbeiterverbands." in ihrem eigenen Ausschusse, noch in der Generalversammlung etwas als Fingerzeig, wie man es nicht machen soll. Diese Mitteilung von der vollendeten Thatsache einer Arbeits zu sagen, fie zahlten zwar Beiträge, ertvarben damit aber feine Tofen- Bersicherung erregte in den Kreisen der Kölner Arbeiter einige Rechte, waren also moralisch als Almofenempfänger zu betrachten, wand aan & biet celbſtachtung Ueberraschung. Sie waren doch, wie man zu sagen pflegt, ine Es versteht sich, daß die Kölner Arbeiter, die ettvas auf fich meatall ansa Nächsten dazu, gehört zu werden. Es giebt namentlich unter der halten, keine Lust verspürten, unter Preisgabe ihrer Selbstachtung wen Arbeiterſchaft bo sgewertschaftlich organisierten Arbeiterschaft doch Lente, die in den stadtkölnischen Socialweisen, Patronen und andren Heiligen zu Liebknecht und die amerikanische Preffe. Der Straßen bahnerftreit. berartigen Fragen ein Urteil haben, es giebt in Köln ein Blatt, das dem Triumph zu verhelfen, einen Beitrag zur Lösung der Arbeitsa St. Louis, den 9. Auguft. als Organ der socialdemokratischen Partei wie allen Arbeiterfragen, lofenfrage zu liefern. Sie blieben der Kaffe fern: ganze 182 Mann Die vorgestern durch das Kabel herübergelangte Kunde vom fo auch der Arbeitslosen- Versicherung Interesse und Verständnis entgehörten im ersten Jahre der Kaffe als Versicherte an, und trotzdem Ableben Liebknecht hat auch auf dieser Seite des Oceans, wo der gegenbringt. In diesen Kreisen hatte man erwartet, daß ein solches Arbeitgeber, um der Klasse auf die Beine zu helfen, für Arbeiter die große socialdemokratische Führer zahlreiche Anhänger und Berehrer Unternehmen, wie die Errichtung einer Arbeitslosen- Versicherungs- Beiträge zahlten, trobem Unterstützungsvereine fich in den Dienst besaß, in weiten Kreisen die gebührende Beachtung hervorgerufen kasse, der gründlichen öffentlichen Erörterung bedürfe, daß sich dazu der Kaise stellten, indem sie Silfesuchenden gegenüber die Unter- und man wird sicherlich von hier aus sich gerne an jeder dauernden vor allen Dingen diejenigen zu äußern hätten, ohne die eine solche Stübung davon abhängig machten, daß die Betreffenden der Kaffe Ehrung und Anerkennung des Toten beteiligen, die drüben ins Werk der Str. Staffe schlechterdings nun einmal nicht denkbar ist: die Arbeiter, beitraten, blieb die Beteiligung, wie folgende Tabelle zeigt, auch in gefegt werden mag. Die deutsch amerikanische Bresse zollt dem Ver und von ihnen wiederum diejenigen zu allererst, die nicht mur den den folgenden Jahren läglich gering: storbenen und feinem Wirken hohes Lob. So schreibt beispielsweise weitaus zahlreicheren, fondern auch den einsichtigeren Teil der Sie hiesige von Dr. Preetorino redigierte und von ihm gemeinschaftlich mit Karl Schurz herausgegebene Westliche Bost": staffe 1896/97 1897/98 1898/99 1899/1900 229 851 373 302 9 27 26 46 88 88 65 30 132 236 282 226 96 151 144154 Kölner Arbeiterschaft bilden: die organisierten Arbeiter. Die Vor- Es liefen Meldungen ein fizenden der latholischen und evangelischen Arbeitervereine hatte Es wurden zurüdgewiesen.. man zu den beratenden Sigungen eingeladen, die Vertreter der Ge- Es zahlten feine Beiträge werkschaften nicht, und wenn die Kölnische Beitung" berichtet, Es blieben Bezugsberechtigte. daß auch die Vertreter des Arbeitsnachweises zugegen gewesen Davon wurden arbeitslos.. wären, fo stimmt das nicht: Die Vertreter des Gewerkschaftskartells Unser Kölner Partei- Organ hat in mehreren Artikeln die verim Arbeitsnachweis waren zu den Sigungen nicht eingeladen. fehlte Anlage der Kasse nachgewiesen und Wege angegeben, wie es Diefe mit augenfälliger Abficht geschehene Burücfegung der besser zu machen sei. Auch waren die organisierten Arbeiter bereit, gewertschaftlichen und socialdemokratischen Arbeiterschaft war erstens trop der übel empfundenen Zurückfehung das ihrige zu thun, um eine Ungerechtigkeit, da es bei Unternehmungen und Einrichtungen, das Unternehmen auf eine beffere Grundlage zu stellen. Sie ges der aus öffentlichen Mitteln bestritten oder unterstützt werden, feine dachten in einer großen Versammlung die Frage der ArbeitslosenParteinahme geben foll; sie war aber auch eine großartige Dumm- Versicherung zu erörtern, das Interesse weiterer Arbeiterkreise dafür heit, und zwar eine doppelte: einmal weil bei der Schaffung der zu wecken und darüber zu verhandeln, wie die Staffe eingerichtet Arbeitslosen- Versicherungstaffe der Rat und die Mitwirkung der in werden müsse, um eine allgemeine Beteiligung zu ermöglichen. Das folchen Fragen erfahrenen Elemente verloren ging, dann weil das Gewerkschaftskartell kam, da in Köln weder Partei noch Gewertdadurch dem Unternehmen das Vertrauen des zahlreichsten und schaften über ein genügend großes Lofal verfügen, bei besten Teils der Kölner Arbeiterschaft genommen wurde. Die Ein- der Stadt um die leberlaffung des Gürzenichs= richtung der Kaffe ließ denn auch erkennen, wie sehr ihren Schöpfern Saales ein. Aber die Antragsteller erhielten einen abund Helfern die Erfahrung in solchen Fragen, wie ihnen vor allen lehnenden Bescheid, wegen des socialdemokratischen Charakters", Dingen die Kenntnis der Arbeiterverhältnisse und des Arbeiter- wie es in dem Schreiben der Verwaltung hieß. Das ist die Art, caratters abging. Das Werk der angesehenen Männer", das in wie die Kölner Stadtregenten das Vertrauen der Arbeiter für socialSer bürgerlichen Bresse natürlich als eine sociale That ersten politische Dinge gewinnen wollen! Ranges" gepriesen wurde, zeigte jenes Gemisch von Anmaßung und Wohlwollen, das sich allenfalls noch der in der Furcht des Herrn erzogene Landarbeiter des Oftens gefallen läßt, das aber der auf gellärte, von feiner Gleichberechtigung durchdrungene Arbeiter als eine Beleidigung empfindet. " Auf die einzelnen Bestimmungen des Statuts einzugehen, verbietet hier der Raum. Als Hauptsache sei erwähnt: jeder Bersicherte, der 18 Jahre alt, nicht dauernd arbeitsunfähig und zwei Jahre in Köln anfäffig fein muß, hat im ganzen 34 Wochenbeiträge von je 25 Bf. zu zahlen; dafür erhält er bei eintretender Arbeitslosigkeit in der Beit vom 15. Dezember bis zum 15. März, sofern ihm nicht durch die Arbeitsnachweis- Anstalt Beschäftigung, die feinem Berufe thun lichst entspricht, nachgewiesen wird, Tagegelder, und zwar für die ersten 20 arbeitslosen Werktage, wenn verheiratet 2 M., wenn ledig 1,50 M., für die übrige Zeit die Hälfte diefer Beträge. # Nach dem Fiasto des zweiten Jahres sah sich schließlich der Vorstand der Kasse veranlaßt, eine Revision des Statuts im Sinne der von unserm Kölner Bartei Organ geäußerten Wünsche vorzunehmen; zu den Beratungen wurden auch zwei Vertreter des Kartells zugezogen. Es wurden zunächst verschiedene Bestimmungen zum materiellen Vorteil der Versicherten geändert, und dann die oben geschilderten entwürdigenden Bestimmungen entfernt, wodurch die Ver sicherten gegenüber den Patronen und Ehrenmitgliedern angemessene Nechte gewannen. Der Vorstand besteht jetzt außer dem Oberbürger meister und dem Vorsitzenden der Arbeitsnachweis- Anstalt aus 24 Mitgliedern, wovon 12 aus dem Kreise der Versicherten. Im Ausschuß der letzteren bedarf die Wahl des Vorsitzenden und feines Stellvertreters nicht mehr der Genehmigung des Vorstands, und in der Generalversammlung haben alle, auch die Patrone, nur einfaches Stimmrecht. Ans Amerika.n Wilhelm Liebknecht das geistige Haupt der deutschen Socialdemokratie feit 1866 hat eine Schule hinterlassen, wie deren nur wenige Fattoren des Weltfortschritts zu sehen die Freude hatten. Er war ein Mann ohne Furcht und von wenig Tadel. Seine Hauptvorzüge Scharfsinn und Dialektik- erhoben ihn türmehoch über Tausende seiner Widersacher. erhoben Nächst seinem Antipoden Bismard war er der bestgehaßte und zugleich meistbeliebte Mann in Deutschland, aber bei weitem glücklicher als dieser, da es ihm vergönnt war, bis an sein Lebensende sein Wert fortzusehen, welches ihn mit stetig sich mehrenden Erfolgen belohnte." Die Illinois Staatszeitung"( Chikago) fagt in einem längeren Nachrufe: " Ganz unerwartet ist gestern in seinem Wohnort Charlotten burg bei Berlin der berühmte deutsche Socialistenführer Wilhelm Liebfnecht gestorben. Er hatte am 29. März dieses Jahres sein vierundsiebzigstes Jahr zurückgelegt, schien aber bei seiner förperlichen und geistigen Rüstigkeit noch zu langem Leben bestimmt.... Im Jahre 1886 besuchte er, furz nach dem anarchistischen Bombentwurfe auf dem Heumarkte, Chikago, hielt hier einige doktrinär wissenschaftliche sociale Vorträge, bewies durch einen Besuch im Gefängnis Spieß und Genossen rein menschliche Teilnahme, identifizierte sich aber in feiner Weise mit dem Anarchismus. In Deutschland hatte er für seine stets mit größtem Mute betätigten Ueberzeugungen noch manche Verfolgung zu bestehen. So mußte er noch als Siebziger infolge eines der schlimmsten preußischen Majestätsbeleidigungs- Prozesse eine längere harte Gefangenschaft aushalten. Seit Jahren und bis zu seinem Tode redigierte er den socialistischen täglichen Vorwärts" in Berlin. Auch zahlreiche Flugschriften und größere Schriften hat er zur Verbreitung seiner Ideen verfaßt. Auch der Nicht Socialist muß an Liebknecht seine mutige Folgerichtigkeit in dem, was er für recht hielt, anerkennen". In ähnlicher Weise sprechen sich die übrigen großen deutschen Tageblätter aus. Sie sehen also, daß die Verdienste des langjährigen Redacteurs des Vorwärts" in Anterifa nicht weniger gewürdigt Das erste Statut der Kaffe enthielt Unflarbeiten und in Bezug Die Vertreter des Kartells gedachten nun über ihre Mitwirkung werden als in Deutschland und das ist nur ein Beweis mehr für auf das materielle Jutereffe der Versicherten ungünstige Bestim bei der Aenderung der Statuten der Kölner Arbeiterschaft Bericht zu das lebhafte Jnteresse, das die deutschen Adoptivbürger dieses Landes mungen die Menge. Aber das war nicht das schlimmste, fein erstatten und tamen bei der Stadt ein um Ueberlassung eines an der alten Heimat nehmen. psi ansion.3 hervorstechendes Merkmal war die völlige tech tlosigkeit, die städtischen Lotals, zunächst des Gürzenichs. Das wurde verweigert, Das Kabel dürfte gemeldet haben, daß der am Anfang Juli geradezu entwürdigende Bevormundung der Versicherten iroz mehrmaligen Ersuchens, und erst im November des Jahrs 1898 nach achtwöchiger Dauer beendigte Straßenbahner- Ausstand nach einer durch die angesehenen Männer" der Kasse. Man höre: jadian ließ sich die Stadt herbei, dem Kartell eine städtische Turnhalle, Woche abermals aufgenommen worden ist. Daran trug die WortDie ftadtkölnische Versicherungstaffe gegen Arbeitslosigkeit im einen öden Bau ohne Siggelegenheit, zur Abhaltung einer Ver- brüchigkeit der Bahngesellschaft die alleinige Schuld, denn sie Winter bezieht ihre Mittel aus dem Beitrage der Stadt Köln fammlung zu überlassen. In dieser Versammlung wurde eine Reso: hielt keine der der Bedingungen ein, die dem getroffenen ( 25 000 M.), den Beiträgen der Patrone, der Ehrenmitglieder, der lution vorgeschlagen und angenommen, worin den Kölner Arbeitern Abkommen зи Grunde lagen, erfüllte keine ihrer 8u Versicherten und den Zuwendungen von Behörden, Vereinen und der Beitritt zur Arbeitslosen- Versicherungskasse empfohlen wurde. fagen und behandelte die dreitausend früheren Angestellten Brivaten. Patron wird, wer eine einmalige Zahlung von Man wird gestehen, daß es die Vertreter der organisierten Ar- mit der maßlofesten Rücksichtslosigkeit und einer an Despotis mindestens 300 M. leistet, Ehrenmitglied, wer jährlich mindestens beiterschaft nicht haben fehlen lassen an Wohlwollen und Geneigtheit, mus grenzenden Willkür. Tropdem bie Sympathie des 5 M. zahlt. Dieses System von Patronen und Ehrenmitgliedern, an dem Versuch der Arbeitslosen- Versicherung mitzuwirken. Wenn es Publikums nach wie vor auf feiten der Angestellten ist, deutet doch so gut es auch gemeint sein und so wenig die Arbeiterschaft gegen ihnen nicht gelungen ist, dem Unternehmen die Teilnahme weiterer alles darauf hin, daß die Compagnie den Sieg davontragen und Bulvendungen an die Staffe haben mochte, zeugt doch von auf Arbeiterkreise zu sichern, so liegt es erstens an der Beschränktheit der Streit allmählich im Sande verlaufen wird, und das ist Hauptan die Staffe wenige bie er der fallendem Mangel focialen Tattgefühls; der heutige Arbeiter läßt und Anmaßung der Gründer der Kasse, die durch ihr Verhalten sächlich dem Umstande zuzuschreiben, daß die Angestellten schlecht beraten, fich nicht gern patronisieren und beehrenmitgliedern, zumal wenn der organisierten Arbeiterschaft gegenfiber, durch ihre ent- die Leiter der Bewegung ihrer Aufgabe nicht gewachsen waren und die Ehre auf weiter nichts beruht als auf dem Geldfact, den der würdigende Gestaltung des Ganzen das Möglichste ge- die Sache von vornherein verpfuscht haben. St. Louis steht jedoch Arbeiter dem Patron" gefüllt hat. than haben, um die Kaffe in den Augen aller denkenden und in dieser Beziehung feineswegs allein da, es ist in einigen andern Aber abgesehen von der formalen Seite lag die Sache auch so, sich selbst achtenden Arbeiter zu diskreditieren; es liegt weiter vor Städten gerade so gegangen und nur Chikago hat eine Ausnahme daß die Versicherten in der Verwaltung der Staffe gar nichts zu sagen allen Dingen an dem Verhalten der städtischen Verwaltung, die die gemacht; die dortigen Gesellschaften bewilligten, ohne daß es überhatten, daß sie fich trotz ihrer Beiträge nur als Almosen- Willigkeit der organisierten Arbeiter durch ausnahmegesetzliche Be- haupt zu einem Streit fam, höhere Löhne, und bewiesen dadurch empfänger fühlen mußten. Nach der Fassung der Statuten in handlung ihrer Barteirichtung lohnte. Die Socialdemokraten", fo weit mehr Einsicht und Klugheit, als die obstinaten Herren vom Kapital den ersten zwei Jahren bestand der Vorstand aus dem Ober- hatte das Oberhaupt der rheinischen Metropole, Oberbürgermeister und Monopol in Cleveland, Detroit, Vallos( Texas) und St. Louis. 1937 8 slad fabi @j Benutzen Sie die günstige Gelegenheit zum Einkauf. Passende Einsegnungsgeschenke. Infolge des geringen diesjährigen Exports, wegen der ausländischen ernsten Complicationen haben sich ganz enorme Waaren- Vorräthe angehäuft. Um jannähernden Absatz dafür zu finden, haben wir beschlossen, für die meisten Artikel folgende Rabattsätze festzusetzen, welche unter Berufung auf diese, Offerte, bis auf weiteres gewährt werden. 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