Nr. 203. Abonnements- Bedingungen: 3 Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28$ fg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit tlluftrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Zeitungss Preisliste für 1900 unter Mr. 7971. Unter freuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich anker Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene stolonel. geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Grpcdition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Bernsprecher: Amt I, nr. 1508. Telegramm- Adresse: " Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Parteigenossen! Auf Grund der Bestimmungen der§§ 7, 8 und 9 der ParteiOrganisation beruft die Parteileitung den diesjährigen Parteitag aufbr Montag, den 17. September, morgens 9 Uhr, nach Mainz in die Stadthalle Mainz" ein. " Als provisorische Tagesordnung ist feſtgeſent: Montag, den 17. September, und die folgenden Tage: 1. Konstituierung des Parteitags. Wahl des Bureaus. Festsetzung der Geschäfts- und Tagesordnung. Wahl einer Kommission zur Prüfung der Mandate. Sonnabend, den 1. September 1900. 2993 YE Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. wieder behaupten, die Zahl der angemeldeten Verlegungen set jeder Fingerriz" angemeldet werde. Das Fiasko der Berginspektionsreform. nicht maßgebend für die Beurteilung der Betriebsgefährlichkeit, da nur 4. Unter dem Eindruck des furchtbaren Grubenunglücks auf der Zeche Ist es nicht frappant, daß in den preußischen Sektionen, wo Karolinenglück" bei Bochum, im Februar 1898, angesichts der allein die berühmten„ Einfahrer" in Thätigkeit sind, die Zahl der 116 Bergmannsleichen, die dort zu Tage gefördert wurden, versprach schweren und tödlichen Unfälle weiter rapide stieg? Im RuhrLaut Beschluß des vorjährigen Parteitags findet der diesjährige Herr Bergwertsminister Brefeld, die Wünsche der Berg beden find 1898 allein 191 Bergleute bei Massenunglücken in Mainz statt. arbeiter nach Anstellung von Arbeiter Jnspettoren auzu Tode gekommen; 1899 Ivaren es Demach erfüllen. ging eine Studienkommission nach England, famen im letzten Jahre 518, im Jahr vorher 431 RuhrFrankreich und Belgien, um Inspektoren gemachten Erfahrungen zu ermitteln. Inzwischen aber liefen die treffliche Kontroll, reform" aber zum Vorschein, wenn wir diedie dort mit den Arbeiter- bergleute ums Leben, ohne Massemunfälle! Am deutlichsten kommt die Grubenbesiger Sturm gegen Brefeld, richteten energische jenige bergmännische Unfalls ursa che in Betracht ziehen, die dem Noten gegen die geplante Inspektionsreform an die Regierung; bekannte Arbeiter am gefährlichsten ist: Stein- und Kohlenfall. Be Mitglieder der fal. Bergbehörde ließen sich auch dahin vernehmen, daß tanntlich erzeugt dieser allein 30-40 Broz. aller Unfälle; um diese eigentlich die Grubenkontrolle eine vorzügliche sei, mur die Arbeiter furchtbarste Gefahrenquelle zu verstopfen, sind vornehmlich die„ Einfeien leichtsinnig und zerschmetterten sich häufig ohne Not die Glied fahrer" angestellt worden, wie Herr Brefeld selbst fagte. Ganz ge maßen. Der Vorstand des deutschen Berg und Hüttenwig fann hier auch eine scharfe, ständige Kontrolle ungemein arbeiter Verbands überreichte darauf der Regierung eine viel Gutes arbeiter- Berband§ thun, indem sie auf sicheren Abbau, feste Denkschrift, in der ausführlich und beweiskräftig die Notwendigkeit Bimmerung u. dgl. streng achtet. Natürlich greift die Juspektion einer gründlichen Grubentontrolle nachgewiesen wurde. hier auch empfindlich in die" Interessensphäre" des Kapitals ein, Inzwischen kam, die Studienkommission zurück; ihr Bericht, denn eine gute Verbaung, überhaupt sorgfältiges Arbeiten ist in veröffentlicht in der ministeriellen Zeitschrift für Bergbau, Salinen- ben allermeisten Fällen nur möglich bei gutem Gedinge! und Hüttenkunde", brachte durchschlagendes Material bei Oder besser: nach Wegfall der gerade im Bergbau so mörderischen für die Vortrefflichkeit einer Grubeninspektion, an der praktische Ar- Accordarbeit. beiter teilnehmen. Aber die Frage war schon entschieden die Befürchtung der unabhängigen Presse, es würde der mächtigen Grubenbesiger- Partei, die Angehörige bis in die höchsten Staatsbeamten treise hat, gelingen, Brefeld mürbe zu machen, war leider nur zu Statt Arbeiter= gerechtfertigt. Inspektoren, wie versprochen, wurde durch den Dreillaffen Landtag Preußens eine eigen artige Institution geschaffen: die Einfahrer". Es sind dies Unter be amte, denen das Recht gegeben ist, als Assistenten der Bergräte die Gruben zu revidieren. Nur ja keine Arbeiter! Unter feinen Umständen eine Anerkennung der Arbeiterforderungen! Das war und ist noch immer das Programm unsrer Werksbefizer. Herr Brefeld wollte nicht hinter seinem Vorgänger Berlepsch zurüc Gruben und Hütten. Die 116 Bergleute von„ Karolinenglück" waren doch umsonst gestorben. 2. Geschäftsbericht des Vorstands. Berichterstatter: 2. fanntuch und A. Gerisch. 3. Bericht der Controleure. Berichterstatter: H. Meister. 4. Bericht über die parlamentarische Thätigteit. Berichterstatter: B. Singer. 5. Die Organisation der Partei Berichterstatter: J. Auer. 6. Maifeier. Berichterstatter: Th. Mener. 7. Die Weltpolitit. Berichterstatter: Paul Singer.di 8. Die Verkehrs. und Handelspolitit. Berichterstatter: R. Calwer. = " 9. Die Tattit der Partei bei den 2andtags bleiben, darum lieb auch er sein Qhr den Wünschen der Besizer der wahlen. Berichterstatter: A. Bebel. 10. Anträge zum Programm. 11. Sonstige Anträge. od Für Sonntag, den 16. September, ist seitens der Parteigenossen in Mainz eine Empfangs- und Begrüßungsfeier vorgeschen. Die felbe findet abends von 6 Uhr ab in der statt. ,, Stadthalle Mainz" Die Adresse des Lokalfomitees ist: Valentin Liebmann, Mainz, Boppstr. 14. Für die Qnartierbeschaffung haben die Mainzer Genoffen einen besonderen Ausschuß eingesetzt. Delegierte, die in Bezug auf Wohnung 2c. besondere Wünsche haben, wollen sich an folgende Adresse wenden: Was haben nun die neuen Inspektoren auf diesem, ihrem eigentlichen Gebiet geleistet? Darüber giebt nachstehende Tabelle Auskunft. Von den entschädigten Unfällen waren erzeugt durch Stein- und Kohlenfall, Umfallen von Gegenständen: 1898 1899 Bonn. Bochum 376 427 1081 1148 Klausthal 37 85 Halle 154 154 Waldenburg 36 62 Tarnowitz 420 476 Zwidau 92 86 München. 35 2 181 26 2409 Die Gesamtzahl der Versicherten stieg von 495 086 auf 521 352, Die„ Einfahrer" traten in Funktion; hauptsächlich das Ruhrbeden, also um 5,49 Broz. Die Zahl der schweren und tödlichen Unfälle Schlesien und das Saargebiet wurden mit der Inspektions- ,, Reform" durch Stein- und Kohlenfall nahm aber zu um 10,45 Proz.!!! bedacht. Auch diese„ Einfahrer" waren den Werksbesitzern noch zu Wie die obige Tabelle nachweist, entfällt diese Steigung einzig und viel; die Herren, denen nach eigner Aussage nicht die geringste allein auf die preußischen Reviere, in denen die Brefeldsche Reform" Pflichtwidrigkeit im Grubenbetrieb nachgewiesen werden kann, wirksam war! Fast sollte man sagen, diese Reform" habe erst sträubten sich sogar gegen die Zulassung der von Arbeitern sofort recht Unfälle gezeitigt. Jedenfalls liegt aber ihr gründals wirtungslos erkannten„ Einfahrer". Es bedurfte besondrer liches Fiasto so flar zu Tage, wie es nur zu wünschen Anweisungen der Bergbehörde, um den neuen Controleuren die Bahn ist im Interesse einer wirklichen Reformierung der Grubenfreizumachen.„ Berggendarmen" haben die Grubenherren kontrolle. die„ Einfahrer" ebenso geschmackvoll wie bezeichnend getauft. Den Kenner unfrer Grubenverhältnisse konnte die Wirkung der Reform" nicht überraschen. Wo liegen die Ursachen? Kaum hatten die Beamten einige Monate funktioniert, da konnte Die Einfahrer" find dem unteren Beamtenstande der Zechen die Berg- und Hüttenarbeiter- Zeitung" und auch der„ Bergknappe" schon melden, daß die Einfahrer" genau so hinters Licht geführt entnommen. So sollte das Arbeiterelement an der Grubenkontrolle würden wie die akademisch gebildeten Bergräte. Dagegen teilnehmen, da bekanntlich die Unterbeamten durchweg ehemalige las man bald in der Werks- und Regierungspresse, die Bergarbeiter sind. Aber es ist die Erziehung und Gewöhnung der neuen Controleure übten eine fegensreiche Thätigkeit" aus, die Leute nicht bedacht worden. Es stellte sich heraus, daß sich viele Heinrich Beeh, Schriftfeger, Mainz, Breitenbacherstr. 21. „ günstige Resultate" zeitigen werde. Ursprünglich war eine Ver- von ihnen immer noch als Werksbeamte betrachten. Sie erBarteigenoffen! Wir fordern Euch nun auf, die erforderlichen mehrung der Einfahrer" geplant, aber im letzten preußischen Etat fimdigen fich nach dem Gedinge und tadeln den hohen Lohn"! Borarbeiten zu treffen, insbesondere die Wahl von Delegierten und war auch davon nicht mehr die Rede. Alle Fachleute und Social Sie teilen aus ihrer Bragis ihre Erfahrungen im Gedingebemessen mit die Einreichung der Anträge rechtzeitig zu bewirken. politiker mußten darum hochgespannt sein auf die günstigen und erklären den Kameradschaften:" Das Gedinge steht hier viel zu Resultate" der Berginspektions-, neform" und wir erwarteten fehn gut." Schärfer wie mancher Werksbeamter achten manche„ EinDie Anträge müssen spätestens den 3. September in den Händen süchtig die 1899er Unfallstatistik der deutschen Berglente. fahrer" auf das pünktliche Schichtmachen der Arbeiter; uns find bes Borstands, Adresse: Die Statistik liegt nun vor uns. Um es gleich vorweg zu Fälle gemeldet worden, wo der Hilfscontroleur fast unter Thränen . Auer, Berlin SW. 47, Kreuzbergstr. 30 nehmen: Sie offenbart das vollständige Fiasko der Bre- den Arbeitern vorhielt, wie sie nur so wenig auf den Nutzen des Werts bedacht seien. sein, wenn sie entsprechend den Bestimmungen des§ 8 Absatz 2 der feldschen Reform"! Geben wir erst einige allgemeine Zahlen zum besten. Ins Diese Thätigkeit paßt freilich für einen kapitalistischen Angestellten, Partei- Organisation im Vorwärts" veröffentlicht werden und in die gesamt sind bei der Knappschafts- Berufsgenossenschaft 52 357 Un bat aber mit der Grubenkontrolle nichts zu thun. Wie gesagt, manche gebrudte Vorlage für den Parteitag Aufnahme finden sollen. fälle angemeldet und 6307 entschädigt worden, Prozentual ist die Einfahrer können nicht vergessen, daß sie Steiger gewesen find. Anträge von einzelnen Parteigenoffen bedürfen der Gegenzeich- Unfallsgiffer gefallen, von 12,77 pro 1000 Versicherte in 1898 auf Da fie in ihrem früheren Beruf bezüglich der Sicherheitszustände mung des Vertrauensmanns oder des Vorstands der örtlichen bezw. 12,10. Auch die Zahl der tödlichen Unfälle ist gesunken; sehr oft beide Augen zudrüden mußten, um das festgesetzte Quantum Streisorganisation, falls sie zur Veröffentlichung und Beratung 1898 waren es 1254= 2.53 pro 1000, 1899 mir" 1060= 2,03 tohle liefern zu können, so ist es leicht zu verstehen, wenn die pro 1000. Aber das Bild ändert sich sofort, wenn wir die Opfer Arbeiter erzählen, der Einfahrer sebe gar nicht die gelangen sollen. Der Mann ist daran von früher der Massenunglüde, bei denen 10 und mehr Tote und Verwundete Berbotswidrigkeiten. gezählt wurden, von der Gesamtsumme abziehen. Laffen wir die gewöhnt, er achtet sie nicht; absichtlich übersehen wird Maffenunfälle außer acht, so ergiebt sich folgendes: Es verunglückten er wohl nichts. So kommt es denn, daß die Arbeiterim deutschen Bergwerksbetrieb tödlich: fachpresse jetzt wie früher über gröbliche Verlegung der absolut bergpolizeilichen Vorschriften zu berichten hat, trotz der„ Einfahrer". pro 1000 Versicherte Man muß auch die Stellung der Bergbehörden zu den GrubenKapitalisten berücksichtigen, um zu ermessen, was eine Reform wert von oben allein ausgeht. Die Einfahrer" find Die bergmännische Todesziffer ist also immer noch im Steigen ist, die von der Behörde, diese wieder ist mit tausend begriffen, in Belgien, Frankreich und England ist sie lange nicht so abhängig von familiärer Fäden und den freundschaftlicher Natur mit Die Genoffen, welche Anträge einreichen, werden darauf auf hoch wie bei uns und fiel dazu seit 2 Jahrzehnten ständig. Nun wollen wir untersuchen, welche Wirkung die herrliche Werksbefizern verknüpft; natürlich thut jeder unparteiisch seine mertfam gemacht, daß etwaige, den Anträgen beigegebene Motive weder im Vorwärts" noch in der dem Parteitag vorzulegenden ge- Brefeldsche Reform" hatte. Damit auch dem Laien die wunderbare Pflicht, aber die Grubenprozesse haben ja gelehrt, wie es trot weder im Vorwärts" noch in der dem Parteitag vorzulegenden ge-„ neform" finnenfällig wird, seien die Unfallsziffern der 8 Sektionen dem in der Tiefe aussteht. druckten Vorlage Aufnahme finden können. Die, Genossen haben für 1898 und 1899 nebeneinandergesezt. Es wurden Unfälle entdas Recht, ihre Anträge auf dem Parteitag entweder persönlich zu schäbigt: vertreten oder durch befreundete Genoffen vertreten zu laffen; außerdem empfiehlt es sich, wichtige Anträge vor dem Zusammen tritt des Parteitage in der Preise zu erörtern. Die Motive aber in die Parteitagsvorlage aufzunehmen, verbietet sich aus räumlichen Rücksichten und der damit verknüpften unvermeiblichen Wiederholungen willen. Die Parteigenoffen, die zum Barteitag kommen, werden erfucht, von ihrer Delegation dem Vorstand und dem Lokalkomitee rechtzeitig Mitteilung zu machen. Mandatsformulare, mit deren Bersendung am 27. August begonnen wird, sind durch das Parteibureau, Adresse: J. Auer, Berlin SW. 47, reuzbergstr. 30, zu beziehen. " Berlin, den 6. August 1900. tisingsta Mit socialdemokratischem Gruß Der Parteivorstand. 1898 1899 • 982 Arbeiter 1044 1,98 2,00 " Ein Arbeiterinspektor, von der Belegschaft in freier Wahl ernannt, von niemandem abhängig, bietet dagegen die vollste Gewähr für eine thatsächliche Reformierung der Kontrolle. Natürlich muß davon tödlich er ein tüchtiger Praktiker sein, aber die find gar nicht so selten, wie uns die Werkspreffe glauben machen will. Auch ist es durchaus nicht nötig, baß der Arbeiterinspektor ein bestimmtes politisches Glaubensbekenntnis hat, nur rückgratsteif muß er sein, um hartnäckig allen Lockungen, von welcher Seite sie auch kommen mögen, widerstehen zu können. Solche Leute werden freilich nicht über zu hohe Gedinge lagen, aber sie werden unerbittlich für sorgfältiges Arbeiten forgen, und sollte auch deshalb das Gedinge er höht werden müssen. Solche Arbeiterinspektoren werden auch bald Herausfinden und aussprechen, daß die lange Arbeitszeit, die vielen 1898 1899 davon tödlich Bom Bochum Klausthal Halle 941 144 1050 167 3086 662 3011 522 124 25 117 11 529 115 517 103 Waldenburg. 114 25 146 36 Tarnowig Zwidau München. 1168 193 1117 154 271 145 46 62 269 80 43 24 Wir haben abfichtlich nur bie entschädigten Unfälle in Betracht gezogen, da unsere Gegner trog aller Zurechtweisungen stets Ueberschichten den Arbeiter schlaff machen und so unzählige Unfälle nach sich ziehen. = Das Fehlschlagen der Brefeldschen Reform legt allen die es ehrlich mit der Arbeiterschaft meinen die Pflicht auf, nunmehr entschieden den Erlaß eines Reichs Gesetzes zu fordern. Das Centrum drohte jüngst, die„ parlamentarischen Konsequenzen" zu ziehen, wenn die Regierung noch länger die Aufhebung des Jesuitengesetzes verweigere. Eine ernsthafte Reform der Berginspektion ist der Drohung mit den parlamentarischen Konsequenzen" mindestens ebenso wert als das Jesuitengesetz. Jahr für Jahr fallen Menschen- Hekatomben dem heutigen unhaltbaren Betriebssystem zum Opfer. Seit Bestehen des Unfallgefeges sind 13 175 Bergmannsleichen gezählt worden! 47 118 Arbeiter find ganz oder teilweise Krüppel geworden! Wie viel weniger Blut wäre vergossen, wenn die Grubeninspektion eine gründliche iväre! weisen. Das Ende des Konzerts. O. H. wendet, da die großen Aufgaben, die Rußland in der russische Interessensphäre." Wenn man mun die Lage Mandſchurei zu lösen habe, die Heranziehung großer Truppenmaffen unirer kolonie Sigutichou betrachtet, beren, näheres erklärlich machen. deshalb Verschiedenheit der angestrebten Ziele unter den Mächten, sondern um eine Abweichung über die zur Erreichung der Ziele einzuschlagenden Mittel. Da guter Wille namentlich auch bei Rußland vorauszusehen sei, stehe eine Einigung dahin zu erhoffen, daß Rußland seine militärische Aktion auf die Mandschurei beschränkt und teine Bedenken dagegen hegt, daß die andern Mächte ihre militärische Thätigkeit in Petschili fortsetzen." Rußland braucht natürlich seine Soldaten in Peting, nicht in der Mandschurei, wie der deutsche Offiziofus nicht ohne gronie sagt. Rußland hat aber von der fortdauernden Besetzung Betings nichts weiteres zu erwarten, darum bläst es zum Rüdzug. Was aber erwartet Deutschland? Glaubt die Regierung des Herrn Bülow, durch Festsetzung in Peking fönne sie die Chinesen zur Fremdenfreundschaft oder auch nur zur Zahlung von unerschwinglichen Kriegslasten zwingen? Oder will man mun versuchen, den endgültigen Beweis der Waldersee lleberflüssigkeit noch einige Zeit hinauszufchieben? * * Nachrichten aus Oftafieng, t stehen, daß Deutschland, falls es nicht die weiteren Provinzen zwischen dem Hoangho und dem Jaug- tie, mit andern Worten, zwischen der russischen und englischen Interessensphäre zugesichert bekommt, in wenigen Jahrzehnten in China ungefähr dieselbe bescheidene Stellung ein nehmen wird, die die portugiesischen und französischen Kolonien in Borderindien haben. Vielleicht wäre es für Deutschland, dessen Finanzen ja bedeutend besser stehen wie die russischen, möglich, die so erfolgreiche Eisenbahnpolitik Rußlands auch in großem Stil in der ihm durch die bestehenden Verhältniffe geDies würde gebenen Interessensphäre nachzuahmen. aber nur mit großen Mitteln, mit großen Land- und Seestreitkräften und russischer Rücksichtslosigkeit durchführbar sein. Nachdem Rußlands Vorgehen in der Mandschurei gezeigt hat, wie es seine Eisenbahnkonzessionen aufzufaffen gewillt ist und nachdem Rußland und England sich gegenseitig ihre Eisenbahnkonzessionssphären zugesichert haben, dürfen wir keinen Augenblick mehr im Zweifel sein, daß die Aufteilung Chinas begonnen hat. Da aber die russischen Gebiete stets durch große Zollschranken umgeben sind, und die Opendoor- Politik Englands in China auch nur so lange währt, wie es England paßt, so haben wir die Pflicht, uns ein dem deutschen Handel entsprechendes, bon andren Staaten un= abhängiges Abiazgebiet sobald wie möglich zu sichern." Aus Bremerhaven wird vom Freitagnachmittag gemeldet: Um 32 Uhr nachmittags ist der Truppentransportdampfer„ Palatia" unter begeisterten Kundgebungen der zahl- liegen wiederum nicht vor, wenigstens feine von Bedeutung. Wichtig reich versammelten Boltsmenge in See gegangen; unter find nur die folgenden Meldungen über die Borgänge in Amoy, gleichen Rundgebungen folgte bald darauf„ Darmstadt" und um die, wie es scheint, von England mit Besorgnis verfolgt werden: 41 Uhr„ Andalusia". Die Matrosenkapelle ſpielte Abschieds- Yokohama, 31. Auguft. Da die Chineſen den japaniſchen 41/2 Tempel in Amoy in Brand gesteckt haben, sind am Dienstag fünf Das bescheidene Kiautschou genügt schon nicht mehr. Die Die dritte oftasiatische Brigade" geht in See, ohne daß die Compagnien der japanischen Garnison von Thaipe Regierung fich bemüßigt sieht, ein Wort zu sagen, was sie durch( Formosa) nach Amoh vorgerückt, wo bereits von zwei Streuzern eine Provinz Schantung, die etwa den Umfang des Königreichs worden ist. Preußen hat, ist viel zu klein. Das ganze Riesengebiet dieſe minötige, ja verdächtige Truppenvermehrung in China being to ten gelangt tegenplett aus Betin Generallieutenant Yamaguchi telegraphiert aus Beting: In zwischen den beiden chinesischen Hauptströmen foll Deutschland beziveckt. aber ber einer für Her erläutert einer am legten Sonnabend stattgehabten Beratung der fremden für sich beanspruchen. Man hatte in Bremerhaven den Kaiser erwartet. Aber der Gesandten und der Truppenbefehlshaber wurde beschlossen, daß Der Marinefchriftsteller erläutert seine Enthüllungen Kaiser kam nicht und ließ die Soldaten ohne Ansprache ziehen. Bei die Thore der kaiserlichen Stadt weiter bewacht werden sollen durch die offenherzige Ankündigung, daß zur Durchführung dem Eifer, den der Kaiser zu zeigen pflegt, durch eigene Rede tem und zwar die südlichen von den Amerikanern und die andern von solcher Pläne große Land- und Seestreitkräfte" nötig seien. Lande die Absichten der auswärtigen Politik Deutschlands zu offen- den Japanern. Es wurde ferner beſchloſſen, die Einnahme Being Die jetzigen„ ostasiatischen Regimenter" wären ein Nichts baren, ist sein Stillschweigen immerhin auffallend.usps am 28. August durch einen Marsch der verbündeten Truppen durch gegen den Militäraufwand, der sich dann nötig machen Mittlerweile ist die vielgerühmte chinesische Einigkeit der die kaiserliche Stadt feierlich zu begehen. Mächte in die Brüche gegangen. Wir hatten die Ab- Hongkong, 31. Auguft. Die Chinesen in Hongkong find würde. Wir hatten die Ab- über das Vorgehen der Japaner in Amoy sehr um Der Auffah der„ Marine- Rundschau" beweist, wie dringlehnung Li- Hung- Tichangs als Friedensvermittler als Fehler be- gehalten, sie behaupten, der ganze Handel sei in Stillstand lich es ist, den Spuren weltpolitischer Eroberungssucht aufzeichnet und hatten andrerseits längst die Ueberflüssigkeit fernerer geraten. Es wird eine fremdenfeindliche Bewegung in der Besetzung von Beling betont. Man lachte über unsre Chinapolitik. Broving Fulien ernstlich befürchtet. Die Chinesen erklären, daß merkjam zu folgen.denta Jetzt zeigt sich, daß Rußland und besonders Amerika eben diese einzig und allein dem Vorgehen der Japaner zuzuschreiben diese Politik verfolgen. saba fein würde. ( Siehe 4. Seite.) Die Regierung der Vereinigten Staaten hat am 24. Auguſt folgende Note an ihre Vertreter bei den Mächteit gerichtet: Die folgende Note wurde den Vereinigten Staaten vom russischen Geschäftsträger in dieser Hauptstadt am 17. 6. M. überreicht: Politische Uebersicht. Berlin, den 31. Auguſt. Aufgepast! " Ich habe soeben eine Mitteilung von der kaiserlichen Die Weltpolitik zerrüttet gleicherweise die innere Politik Regierung in Petersburg erhalten, welche mich von einer von wie die auswärtige. Mit Hurra stürmt sie hinweg über die den Admiralen der verbündeten Flotten gefaßten deutschen Verfassungsverhältnisse. Trotz allem Gejammer Resolution in Kenntnis jetzt, wonach Li- hung190 sid ni nin 102, Schutz des Kaisers. Die Anarchistenfurcht hat die Polizeibehörden nervös gemacht. Sie greifen zu Maßnahmen, die, sofern die betreffenden Zeitungsnachrichten richtig sind, über ihre Befugnisse hinausgehen und zugleich wirkungslos find. Aus Erfurt, wo sich jüngst der Kaiser aufhielt, wird berichtet: „ Wer ein Fenster vermietet hatte und über den Mieter nicht ganz genaue Auskunft geben konnte, kam in eine schlimme Lage. Noch schlimmer erging es den Personen, die in dem Verdacht des Anarchismus standen. Ein Maler bekam Stubenarrest, das heißt, er wurde von einem Polizeibeamten am Verlaffen seiner Wohnung verhindert, bis der kaiserliche Besuch Erfurt wieder verlassen hatte. In Haft genommen waren auch die bei den Zuschüttungsarbeiten beschäftigten Italiener." Tschang, Bevollmächtigter der chinesischen Regierung, sehen die bürgerlichen Parteien sich durch die Weltpolitik dem jeder Berkehr mit den chinesischen Behörden Absolutismus überliefert. Nachdem sie zunächst nichts von im Falle seiner Ankunft in Tatu verboten dem begriffen, was ihnen geschah, erweckt nun ihr spätes wird. Da diese Resolution unerklärlich ist in An- Klagen nur höhnische Abweisung der offiziösen Organe. betracht der Thatsache, daß alle Mächte die Nüglichkeit Der militärisch schneidigen Abweisung der Einberufung Es ist dringend notwendig, gegen derartige polizeiliche Ueber der Zulassung von Li- Hung- Tichangs Diensten bei den des Reichstags durch die„ Nordd. Allg. 3tg." gesellt sich jetzt griffe gegenüber der persönlichen Freiheit zu protestieren. Auseventuellen Friedensverhandlungen anerkannt haben, und be- eine Aeußerung zu, die zwar von einer privaten Korre- länder sind bei uns doch schließlich noch nicht völlig rechtlos sonders, da es ihm unmöglich sein würde, seine Mission als Anch nützen derartige Maßnahmen gar nichts. Denn noch immer chinesischer Bevollmächtigter zu erfüllen, falls auf diesem spondenz ausgeht, die aber doch zeigt, wie dreist der war es so, daß nach einer Periode polizeilicher Forsche da oder Interdict bestanden würde, so wäre es winschenswert, daß absolutistische Dinkel bereits sich hervorwagt. Die Ktor dort ein fanatischer Mensch eine fast unglaublich günstige Gelegenheit die interessierten Mächte Gegenbefehle gegen die oben respondenz, die sich ihrer Beziehungen zu Regierungsstellen zu einem Attentat erwischte. erwähnte Entscheidung erließen." rühmt, spendet widerliches Lob der energischen Hand" des In Erwiderung auf eine erste Anfrage hierüber antwortete Grafen Bülow, dessen erste Amtshandlungen nach seiner Admiral Reme y, der Kommandant der Vereinigten Staaten Rückkehr aus den Ferien haben erkennen lassen, wie sehr Flotte in Taku, daß keine solche Resolution gefaßt sei. Jezt er den Pulsschlag der Tagesgeschäfte fühlt und spürt, und gekommen, überein- verabreicht dann folgende Ermahnung den Vorlauten, die an an den Doyen der Legationen in Peting um das Mitbestimmungsrecht des Parlaments zu erinnern sich Instruktionen für den Fall des Eintreffens Li Hunganmaßten: Tschangs zu schreiben und unterdessen Li Hung Tichang nicht zu gestatten, mit den chinesischen Behörden am Ufer zu verkehren. Admiral Remeh stimmte gegen den legteren Vorschlag, und wi sind derselben Ansicht, wie sie in der russischen Note ausgedrückt ist. die Admirale wären # -Sobald Graf Waldersee den Kriegsschauplatz betreten haben wird, dürften feiner auch auf politisch- diplomatischem Gebiete noch zahlreiche Aufgaben harren, deren Erledigung von seiner Geschicklichkeit zu erwarten ist; zu deren Ueberwältigung muß aber auch politisches Verständnis und patriotisches Gm pfinden in den weitesten Voltstreisen unires Vaterlands mitwirken. Deshalb sollte von der leidenschaftlichen Erörterung aller theoretischen Fragen, von der Einberufung des Reichstage, ob beabsichtigt wird, die ostasiatischen Truppen teile für eine längere Daner, auch für den Friedensdienst zu figieren, abgesehen werden und nicht unnük Staub aufgewirbelt werden. Sollte wirklich daran gedacht werden, diese Truppen vorläufig in China zu belassen oder gar eine Er höhung der Friedenspräsenzziffer herbeizuführen, so wird seitens der Reichsregierung zu rechter Zeit der rechte Weg eingeschlagen und die Entscheidung der Voltsvertretung angerufen werden. Für jest lautet die Parole: Ruhig Blut!" Die Regierung fchlägt den Weg ein. Ihr Weg ist natürlich der richtige. Die Regierung sendet Truppen aus, führt Krieg, steckt die Finger in Verhältnisse, die zur Forderung dauernder Stationierung deutscher Soldaten in China, ja zu neuen Militärvorlagen führen können zu alledem hat die Volksvertretung nichts zusagen. Fordert sie ihr Recht, so antwortet man spöttisch: Aber, ihr braven Leute, warum regt ihr euch denn auf? Ift denn nicht Bülow da und- Waldersee? Aus Stettin werden ebenfalls gänzlich zwedlose Polizeibelästigungen anläßlich der bevorstehenden Kaifermanöver gemeldet. Die Polizeiverordnung betreffs des Melde wesens für den Umfang des dortigen Polizeibezirks für die Zeit vom 1. bis 12. Sep( fremden) muß innerhalb sechs Stunden nach Ankunft desselben ertember ist wie folgt abgeändert worden: Die Anmeldung eines Reisenden folgen. Gastwirte und Inhaber von Hotel garnis haben die Melbungen sofort, spätestens jedoch innerhalb der vorerwähnten Frist zu erstatten. Fremde, welche zwischen 7 Uhr abends und 6 Uhr morgens in Stettin eintreffen, sind bis 8 Uhr morgens anzumelden. Von der Berliner Schutzmannschaft werden zur Unterstützung der Stettiner Polizei eine größere Anzahl von uniformierten und Kriminalbeamten in Civil nach Stettin gesandt. Der Weltpolitische Geldklemme. Die China- Erpedition hat die Ueberschüsse der Reichskasse längst verschlungen. Man muß bereits bei den Einzelstaaten sammeln gehen. Münchner Post" wird darüber aus eingeweihten Kreiſen eine interessante Mitteilung gemacht, die den offiziösen Beschwichtigungsversuchen entgegentritt: " Der Ueberschuß von mehr als 32 Millionen, von dem die offiziöse Note redet, so unterrichtet man uns, muß jedenfalls schon völlig aufgebraucht sein. Wie weit ferner eine Inanspruchnahme des Reichs- Schatzschein- Kredits erfolgt ist, das wissen vorläufig nur die verantwortlichen Personen in Berlin. Dagegen find die Einzelstaaten bereits aufgefordert worden, alle zur Verrechnung mit dem Reich bestimmten, in den Zollfaffen verfügbaren Gelder sofort nach Berlin abzuführen. Aus Bayern ist vor kurzem, gemäß diesem Befehl, etwa eine Million, die mit Ach und Krach zusammen gebracht wurde, an die bezeichnete Stelle gelangt. Inwieweit die übrigen Einzelstaaten sich mit der Ablieferung beeilt haben, entzieht sich naturgemäß unsrer Kenntnis." die mitmete Die Rückwirkung der Weltpolitik auf die Kaffen der ohnedem genehmen Empfindungen verursachen. Statt vom Reiche zu erhalten, wie es früher möglich war, sehen sie trotz aller Vermehrung der Im Interesse des Friedens und für die wirksame Darlegung der gerechten Forderungen aller Mächte gegen China scheint es wichtig, daß der chinesische Vertreter im stande ist, sowohl mit seiner eignen Regierung zu ver tehren wie mit deren militärischem Kommandeur, dessen Attion für jede Einstellung der Feindseligkeiten, wvie sie in meinem Telegramm Sie an vom 22. August erfordert wurde, notwendig ist. Der chinesische Gesandte hier hat feine Vollmacht und Instruktionen. Li= Hung Tschang ist prima facie durch kaiserlichen Beschluß zur Leitung der Friedensverhandlungen ermächtigt und ist der einzige Vertreter mit verantwortlicher Vollmacht in China, soweit wir unterrichtet sind. Wir haben unfren Vertreter in China im Sinn der russischen Note instruiert. Irgendwelches Mißverständnis oder von einander abweichendes Handeln in dieser Sache seitens der Vertreter der Mächte in China würde bedauernswert sein, und wir würden gern von den andren Mächten erfahren, ob uns unbekannte Gründe existieren. welche ihrer Meinung nach zu andren Ansichten als den von uns gefaßten führen dürften. Sie wollen dies dem Minister der Auswärtigen Angelegenheiten mitteilen. A. A. Adec, Acting secretary of state. Weiter kommt aus Washington die wichtige Meldung: So wuchern absolutistische Neigungen hier in der Den amerikanischen Vertretern im Auslande find Instruktionen Heimat. Nach außen aber ergeht sich die Weltpolitik in überfandt worden, nach denen die Vereinigten Staaten bes= wild erregten Eroberungsplänen. Gewiß, offiziell reit sind, ihre Truppen aus Peking zurückzuziehen und dem werden solche Pläne geleugnet und man weist auf Bülows vielfach finanziell bedrängten Einzelstaaten wird diesen keine an kaiserlichen Hof zu gestatten, nach Peking zurüdmaßvolles" Rundschreiben, das man natürlich später zukehren, um Friedensverhandlungen einleiten auslegen wird, wie es beliebt. Das ruhm zu können. Es heißt, die russische Note, auf welche sich diese füchtige Draufgängertum aber läßt sich nicht immer an Reichseinnahmen ihre Matrikularbeiträge gesteigert und mit einer Instruktionen gründen, verlange, daß die Kaiſerin- Witwe und der der staatsmännischen Leine halten, sondern verkündet der Haft eingetrieben, die ihr Finanzwesen in Gefahr bringen muß. Kaiser von China Sicherheit dafür geben, daß die chinesische Re- Welt, wes das weltpolitische Herz voll ist. Im legten Heft Polizeiliche Haussuchungen so berichtet die Bergische gierung bereit sei, die Ausbreitung der Unruhen und die Wiederkehr der Marine- Rundschau", die im Nachrichtenbureau Arbeiterstimme" in Solingen sind in den letzten Tagen bei folcher Borkommnisse, wie die jetzigen, zu verhindern. des Herrn Staatssekretärs des Marine- Amts gearbeitet verschiedenen Parteigenossen erfolgt. Die Haussuchungen erfolgten Die Beweggründe Rußlands und der Vereinigten Staaten wird, findet sich ein Aufsatz über Rußlands Fortschritte in auf Beranlaffung der Militärbehörde in Koblenz, und gesucht zu diesem gemeinschaftlichen Vorgehen sind sicherlich sehr ver Ostajien vom Oberlieutenant 3. S. Schultz, der höchst be- wurde nach Briefen 2c., die ein dort in Garnison stehender Soldat schiebenartige. Rußland hat die Mandschurei belegt und wird sie nicht loslassen. Mit dieser Beute ist für Nußland der zeichnend ist für die Gedankenfreise, in denen sich mindestens an seine Freunde und Bekannte in Solingen gerichtet Krieg" erledigt, darüber hinaus begehrt es vorläufig nichts und die Gefolgschaft des Herrn Tirpitz bewegt. Der Weltpolitiker hat. Mehrere Briefe, die den Briefschreiber belastenden Inhalt haben sollen, sind beschlagnahmt worden. will China nicht unnötig gegen fich aufbringen, da es des Marine- Amts führt aus: mit ihm in nugbringender Nachbarschaft zu leben leben gedenkt. Wenn Rußland mit den europäischen Kontinentalstaaten Der Vorfall zeigt, wie berechtigt die oft ausgesprochene Warnung Amerika dagegen hat nur Handelsinteressen in China Frieden hält, ist anzunehmen, daß es keiner Macht der Welt gelingen ist, sich während der Dienstzeit jeder politischen bezw. parteiund fördert diese besten, am indem es andern über wird, ihm die Hegemonie in Oftafien zu nehmen. Der einzige politischen Aeußerung in Wort und Schrift zu enthalten. läßt, weiterhin militärisch gegen China vorzugehen. Diese Staat, der augenblicklich Rußland in seinem Vordringen nach andern finden sich auch bereits. Aus Köln wird telegraphisch Süden behindern kann, ist das Kaiserreich Deutsch: Pharifäer. Den Industrie Organen, die sich über den land. Deutschland kann seinen Platz an der Sonne, den es auch Küchenzettel der Ansiedlungskommission ents gemeldet: in China weiter beanspruchen wird, auf den europäischen Schlacht rüsteten, liest eine Zufchrift an die" Germania" nicht übel die Leviten. feldern ausfechten. Daher wird Deutschland allein als größte Der Einsender schreibt: europäische Militärmacht und Nachbar Rußlands einen starken diplomatischen Druck auf dieses ausüben können. Da aber sowohl die deutsche wie die russische Regierung von dem Bewußtsein durchdrungen find, daß beide Staaten augenblicklich am besten ihre Stellung in der Welt und ihre Entwidelung zum Weltstaat durch einen langen Frieden erringen können, so werden sie durch friedliche Verhandlungen ihre Interessen sphären in China abgrenzen. In den Verträgen Rußlands in den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts steht zwischen den Zeilen geschrieben:" Nördlich vom Hoangho ist un Berliner offigiösen Telegrammen der Köln. 3tg." werden die russischen Vorschläge, Beting durch die Truppen der Mächte zu räumen, als ungeeignet, einen schnellen Friedensschluß herbeizuführen, zurüdgewiesen, da die Chinesen entschieden die Räumung Pekings als eine Schwäche und Niederlage der verbündeten Truppen deuten und die auseinander gesprengten chinesischen Scharen zu neuem vereinigen Widerstande würden. Wir würden dann mit einem neuen Kriegszuge rechnen müssen, der sich über ganz China erstreckte. Die Köln. 8tg." hofft, daß Rußland, wenn es seine eigenen Truppen zurückzieht, nichts gegen das Ver= bleiben der Truppen der andern Mächte ein" " Sehr geehrte Redaktion! Bezüglich des von Ihrem sehr geschätzten Blatte gebrachten Küchenzettels der von der„ berühmten" Ansiedlungskommission für ihre Gutsverwalter auf gestellt ist, möchte ich mir eine Bemerkung gestatten. Gewiß ist es sehr wenig, was da den Arbeitern geboten wird, aber die Industriepresse hat wahrlich meiner Ansicht nach gar feinen Grund, sich stolz in die Brust zu werfen, als wenn bei Industrie Arbeitern ein solcher Küchenzettel ganz undenkbar wäre. Im Gegenteil! Von den ledigen Arbeitern abgesehen, möchte ich den Industries Arbeiter fennen lernen, der täglich 40 f. für den Kopf feiner is totaled Polizeiliches, Gerichtliches usw. 31 h Familie aufwenden kann. Ich wage frei zu behaupten, ohne Wegen Spazierengehens am 2. Mai wurden in Halle $ 16 data 190 1 150 Gewerkschaftliches.& sistis gratia Berlin und Umgegend. 14 Anita Sociales. t die Ueber die Krisis in der Textilindustrie veröffentlicht die Chemnizer Boltsstimme" eine Zusammenstellung für Sachsen, die bietet, um so trauriger, wenn man bedenkt, daß Lebensmittel und Wohnungsmieten in der letzten Zeit fortwährend teurer geworden sind und mit den Kohlen jetzt der unverschämteste Wucher getrieben wird. ca. In Meerane stehen 800 Webstühle, fast 2/3 der vorhandenen, still; in Mülfen St. Niklas aber find 8/10 der Stühle beschäftigungslos. Furcht widerlegt zu werden, daß hunderttausende Industrie- Arbeiter drei Parteigenossen zu je 5 M. Geldstrafe verurteilt. Ein vierter, für den Kopf ihrer Familie noch lange teine 40 Pf. für Speise der mitangeklagt war, wurde freigesprochen. dale sidein tief trauriges Bild von der Notlage der betroffenen Bevölkerung 175 pro Tag anlegen können. Das ist ja bekannt, daß ein Tagesgo verdienst von 2,50-3,50 M. in sehr vielen Industriezweigen noch lange nicht der Durchschnittsverdienst eines Familienvaters ist. Doch nehmen wir nur einmal an, es wäre so. Eine Familie zu fünf Personen ist gewiß nicht besonders zahlreich. 5 Personen, wie eine am Donners Der Streit der Kiftenmacher dauert a 40 Pf. Essen macht 2 M. den Tag. Jährlich wären das 730 M., shr das Jahr zu 300 Arbeitstagen gerechnet, so ist der Gesamtverdienst tag abgehaltene Versammlung bestimmte fort. Die Situation 30 750 M. Also müßte ein Familienvater, der für Berjon und Tag hat sich wenig geändert. Es find nur noch zwei größere Fabriken, fo Ebenso schlimm liegen die Verhältnisse in Glauchau. Z ganzen 40 Pf. für Speise aufwenden wollte, alle andern Ausgaben mit Erdmann und Zugh, wo um die Anerkennung des neuen Tarifs ge sage und schreibe 20 Mart bestreiten! Selbst bei einem fämpft wird. Da die Firmen, welche bewilligt haben, Tag für Tag fommen da etwa 4600 Arbeiter in Betracht, davon sind 1400 in der Tagesverdienst von 3,50 dürfte er nicht 40 Pfennig anlegen, neue Arbeiter einstellen, so nimmt die Zahl der Streifenden, die Hausweberei beschäftigt. Die übrigen sind in 10 mechanischen denn wie follte er mit 320 Mart feine Wohnung am Donnerstag 42 betrug, ständig ab. 8u vorgerüdter Stunde, Webereien, 1 Stammgarnfpinnerei, 9 Färbereien und 6 Appreturen Steuern, Krankengeld, sowie kleidung für seine als sich ein Teil der Versammlungsbesucher schon entfernt thätig. Fast sämtliche mechanische Webereien, sowie die Spinnerei Familie bestreiten tönnen! Also hat die Industriepresse hatten, wurde nach längerer Debatte mit schwacher Mehrheit und arbeiten verkürzt. Die Hälfte der in Betrieben beschäftigten ngar feinen Grund, so abfällig über den Küchenzettel für 40 Bf gegen den Widerspruch der Streiffommission beschlossen, daß während mechanischen Arbeiter und Arbeiterinnen feiern fast immer. Szufchreiben, so bedauerlich es an sich ist, daß so viel Arbeiter mit der Dauer des Streits teine Ueberstunden gemacht werden dürfen. In den mechanischen Webereien steht wohl die Hälfte der Stühle, in gafo geringer Nahrung sich begnügen müssen." Bisher waren Ueberstunden nur in solchen Fabriken unzulässig, zweien geht der zwölfte Teil. Die Löhne find äußerst gedrückt; wo noch Raum zur Einstellung neuer Arbeiter vorhanden war, 6-8 M. für weibliche, 6-13, auch 14–16 M. für männliche Arbeiter während in vollbesetzten Wertstätten Ueberstunden gestattet waren. pro Woche. In Krimmitschau, einem der Hauptorte der Tertil Man wollte dadurch verhindern, daß Fabrikanten, die bewilligt industrie, arbeiten in 60 Betrieben 6000 Personen, wovon etwa 1670 haben, Bestellungen zurüciveisen müßten, die dann in Werkstätten, organisiert sind. Die in der Vigognespinnerei Beschäftigten, etwa ein wo nicht bewilligt ist, angefertigt würden. Die Befürworter des an- Viertel sämtlicher Arbeiter, find noch voll beschäftigt, dagegen arbeiten genommenen Antrags waren der Meinung, daß bei Verweigerung von den übrigen ca. 1500 nur 7-8 Stunden täglich. Voit diefen jeder Ueberstundenarbeit den zur Zeit noch Arbeitslosen Arbeits- wieder feiern mindestens 1000 noch jede Woche außerdem einen gelegenheit gegeben werden solle. ganzen Tag. In einigen Fabriken werden Arbeiter schon dauernd Der Streit der Möbel- und Speditionskutscher bei der entlassen. Mindestens 3 bis 400 Weber find zur Zeit gänzlich Firma Gustav Knauer ist beendet. Die Firma hat eine Lohn- arbeitslos. Die Weber verdienen 15, Spinner 14 bis 15, Farber 13, erhöhung von 1,50 M. pro Woche und die Bezahlung der Ueber- Arbeiterinnen 8 M. pro Woche bei voller Thätigkeit, gegenwärtig bei stunden nach 8 Uhr abends mit 50 Pf. pro Stunde bewilligt. Im vertürztem Betrieb entsprechend weniger. Aus Reichenbach i. V. werden gleichfalls Arbeiterentlassungen und allgemeinen find die von den vereinigten Spediteuren mit den Roll- Arbeitszeitverkürzungen berichtet. Von 5600 Arbeitern, von denen futschern und Speditionsarbeitern getroffenen Vereinbarungen von der Firma anerkannt worden. Unter diesen Bedingungen haben Sie nur 304 organisiert sind, arbeiten ca. 3000 vertürzte Zeit. Dabei ausständigen am Donnerstagnachmittag die Arbeit wieder auf- finden zahlreiche Entlaffungen statt. Ju Gera, wo die Strise schon im vorigen Jahre einsetzte, hat genommen.no ap sich die Kalamität in den letzten Wochen noch um ein Erhebliches verstärkt. Genaue Angaben über den Umfang der Kriſe liegen zur Zeit noch nicht vor. Aus Greiz meldeten wir schon den Stillstand der Hälfte der Stühle. In den Kammgarnspinnereien Leipzigs ist die Produktion auf ein Drittel eingeschränkt worden. zu Gunsten der. Anſtedlungskommiſſion und der Ostelbier iſt durch diese Aufmachung natürlich nichts gejagt. Wohl aber erfährt nicht nur das Pharisäertum der Juduſtriellen im vorliegenden tonkreten Falle, sondern auch das Geschrei derselben über die Begehrlichkeit" der Industriearbeiter eine treffende Abfertigung. " Die ,, Staatsbürger- Zeitung" berichtet in ihrer Abendausgabe vom 27. August, worauf uns erst jetzt ein Leser aufmerksam macht, über die' Art, wie die Warenhaus- Firma Barrasch in Beuthen die ihr auferlegten Mittelstandsrettungs- Steuern auf ihre Angestellten abwälzt. Dabei behauptet das Blatt, wir hätten die Sache totgeschwiegen; das wäre wieder eininal ein Beweis dafür zc. 2c. Folgt die bekannte Geschichte von der Judenschutztruppe. Wenn sich die„ Staatsbürger Zeitung" an uns reiben will, dann wird sie sich schon bequemen müssen, unser Blatt genauer zu lesen, sonst blamiert sie sich. Abgesehen davon, daß wir schon vor Monaten von dem Vorgehen der Firma Barrasch berichtet haben, haben wir die ausführliche Mitteilung über die Lohnabzüge und die neue Vertragsklausel des genannten Warenhauses zu allererst, nämlich schon am 23. Augnft gebracht. Wir konstatieren nur diese Thatsache; zu einer Polemik mit der Staatsbürger Zeitung" liegt für uns keine Veranlassung vor. 119 Zölle auf Bücher, Landkarten und Bilder, so hieß es jüngst in der Presse, feien von dem die Handelsverträge vorbereitenden Wirtschaftlichen Ausschuß vorgeschlagen worden. Diese Nachricht wird jezt offiziös dahin dementiert, daß derartige Anträge wohl von Interessentengruppen im Wirtschaftlichen Ausschuß oder bei den Reichsbehörden angebracht worden seien, nicht aber vom Wirtschaftlichen Ausschuß selbst. Soweit die Reichsregierung in Betracht tomme, entbehre die Nachricht jeder Grundlage. Es giebt also: wietlich Interessentengruppen, die nicht einmal mehr die Gedanken zollfrei lassen möchten! 150 Die Reichstags- Ersatzwahl für den Wahlkreis Rinteln Hofgeismar, die durch die Mandatsniederlegung des seitherigen Vertreters, des Antisemiten Dr. Bielhaben- Hamburg, notwendig wurde, findet am 11. Oktober statt. 1898 erhielten Vielhaben 6035, Garbe( Soc.) 2762, Müller( C) 287, Dr. Harnier( natl.) 130 und Martin( Hess. Rechtspartei) 117 Stimmen. Sultan Abdul Hamid feiert sein fünfundzwanzigjähriges Regierungsjubiläum. Der„ Reichs- Anzeiger" widmet dem Sultan einen Glückwunsch, in dem es heißt: der Streit der Berliner Militäreffekten Sattler dauert unverändert fort. Streitbrecher find nicht zu verzeichnen, dagegen find noch ca. 70 Streifende in andren Betrieben untergebracht worden oder abgereist. Infolgedessen beträgt jetzt die Zahl der Streitenden ettvas 400. In den Arbeiterfamilien dieser Bezirke herrscht bereits fchivere sie am Donnerstagnachmittag ſtattfand, sprach Reichstags: Not, die ihren Einfluß auch auf weite Streise der kleinen Geschäfts über Streits und ihre Berechtigung." Teute, die auf Arbeiterfundschaft angewiesen find, geltend macht. Abgeordneter Auer über Diese Versammlung war besonders für die älteren unter den Die Fachleute tündigen noch weitere Verschärfung der Strifis an. Zur Reform Streifenden, die noch in früheren Zeiten mit Auer zusammen der Krankenversicherung nahm der gearbeitet haben, von Intereſſe. Es darf das Erfreuliche konstatiert evangelische Arbeiterverein in Breslau Stellung. Die werden, daß die Streifenden nach wie vor fest zusammenhalten und Versammlung erklärte sich für die Ausdehnung des Versicherungsdaß auch die Arbeiterschaft Berlins und ganz Deutschlands dem zwangs, gegen die Beibehaltung der Gemeinde- Strankenversicherung, Streit das größte Intereffe entgegenbringt. gegen die Erweiterung der Arbeitgeberrechte, gegen die Einschränkung der Selbstverwaltung, für Freiheit in der Frage der Aerztewahl, gegen die Verstärkung der Aufsichtsbefugnisse, für die Beibehaltung der Hilfskaffen. Sämtliche Rollfutscher und Speditionsarbeiter der Firma Brasch u. Rothenstein haben gestern früh die Arbeit niedergelegt. Grund: Nichtbewilligung der seitens der Arbeiter und Kutscher gestellten Lohnforderung. Bu bemerken ist, daß die Firma bisher mit zu denen gehörte, welche die niedrigsten Löhne zahlen. Deutsches Reich. diplo Das ist in den hauptsächlichsten Fragen dieselbe Stellung, die auch die socialdemokratischen Arbeiter allenthalben einnehmen. ન મ નવા Kommunales. Die Glasergehilfen in Jena traten anfangs Auguft in den Aus der Magistratsfitung. Vielfach vorgekommene Fälle rundweg ablehnten. Die Forderungen der Gehilfen erstreckten sich durch die zur Beobachtung ihres Geisteszustandes dort untergebrachten Ausstand, weil die Meister einen ihnen vorgelegten neuen Tarif von Tumulten in der städtischen Frrenanstalt zu Dalldorf, welche. auf Verkürzung der täglichen Arbeitszeit von 10 auf 9 Stunden, Auch in Deutschland wird gern des Ehrentages eines Minimallohn von 36 f.( bisher 30 Bf.), höhere Bezahlung der zu der Erwägung Anlaß gegeben, ob es nicht erforderlich sei, da die Erhöhung des bisher gezahlten Stundenlohns um 15 Broz, gemeingefährlichen Strafgefangenen hervorgerufen wurden, haben Monarchen gedacht, dessen kluge Staatskunst die deutsch- Arbeiten außerhalb der Werkstätte, Freigabe des 1. Mai uji. Die dortigen Einrichtungen nicht ausreichen, daselbst ein Erweiterungsbau türkischen Beziehungen stets auf dem Fuße ungetrübter Unternehmer wollten feine Stonzessionen machen. Die vom Vor- den Anbau eines festen Flügels an das Haus bewirken zu lassen Wohlwolle it biele unsrer Landsleute im Orient ehrerbietig schlankweg abgelehnt. Da es ihnen aber nicht gelang, Ersatz für und wird den bezüglichen Entwurf mit dem Kostenanschlage, welcher am 8 pan oerengen. Dem gastfreundlichen Herrscher, welchem die Ausständigen zu erlangen, mußten sie ihre Hartnädigteit doch auf 102 000 M. berechnet ist, der Stadtverordneten- Versammlung zur 8. November 1898 der dentivürdige Trintspruch Seiner Majestät des Kaisers und Königs in Damastus galt, in der Türkei wünſchen wir zum morgigen Tage, mit Millionen seiner Unterthanen, eine lange, friedliche und ge= jegnete Fortdauer seiner Regierung!" Unter der Regierung Sultan Abdul Hamids find die endlosen und noch in jüngster Zeit wiederholten Gräuel gegen die christlichen Armenier verübt worden. Alle Einsprüche der gefitteten Welt wider die Grausamkeiten und Kulturverfäumniſſe im türkischen Reich, im Vergleich zu dem China als Wahrer unsrer heiligsten Güter" igelten muß, blieben erfolglos. sidst stagning Ausland. gual England. Lord Wolseleys Nachfolger im Oberkommando der englischen Armee foll Lord Roberts werden. Am 31. Oftober läuft Lord Wolseleys Dienstzeit ab, und man rechnet damit, daß bis zum 1. November der Friede hergestellt und Lord Roberts Ende Oktober nach England zurückgekehrt sein wird. Es ist allerdings fraglich, ob die Boeren liebenswürdig sein werden, sich dem Avancement des Lord Roberts zuliebe zu unterwerfen. 302 einbarungen, welche den aufgestellten Forderungen sehr nahe kommen, preisgeben. Am Donnerstag ist der Ausstand auf Grund von Verbeendet worden. Die neunstündige Arbeitszeit wurde nebst einer 5procentigen Lohnerhöhung erkämpft. 212 Ausland. Genehmigung vorlegen. Für eine mit zwei Schwimmbassins ausgestattete sechste Boltsbadeanstalt, welche auf dem an der Wiesen- und Pantstraße, neben dem Lessinggymnasium belegenen städtischen Grundstück errichtet werden soll, hat das Magistratskollegium heute den diesbezüglichen Entivurf genehmigt und wird zu demselben die Genehmigung der Stadtverordneten- Versammlung nachsuchen. Dünkirchen, 31. Auguft. Auläßlich des Ausstands der Matrosen und Heizer im hiesigen Safen wird dieser von mehreren Compagnien Ueber eine zu gewährende Unterstützung bei Unfällen Infanterie und von Kiraffieren bewacht. 3000 Ausständige haben städtischer Arbeiter hat der Magistrat beschlossen, die Zustimmung vor dem Hauſe des Schiffsmaklers Debäcker eine Kundgebung ver- der Stadtverordneten- Versammlung nachzusuchen, daß die in sem anstaltet, weil dieser englische Arbeiter kommen ließ. Eine Schwadron Gemeindebeschluß vom 15. Dezember 1897/9. Dezember 1898 be= Kürassiere wurde gegen die Demonstranten aufgeboten. zeichneten Unterstügungen für alle vom 1. Oktober ab eintretenden London, 31. August. Eine Depesche aus Cardiff meldet: Die Unfälle nach den bezüglichen gefeßlichen Bestimmungen gewährt Taffbahngesellschaft hat von ihren im Ausstand befindlichen An- werden und daß von demselben Zeitpunkt ab der bezeichnete Gegestellten die offizielle Mitteilung erhalten, daß sie die von der meindebeschluß auf Betriebsbeamte Anwendung findet. wenn ihr Gesellschaft vorgeschlagenen Bedingungen annehmen. Der Ausstand Jahresarbeitsverdienst an Lohn oder Gehalt 3000 m.( früher Ja od 2000 M,) nicht übersteigt, sowie daß auf die vor dem 1. Oftober 1900 ist damit beendet. eingetretenen Unfälle von diesem Zeitpunkt ab§ 27 des Gesetzes, betreffend die Abänderung der Unfallversicherungs- Geseze vom 20. Juni 1900, entsprechend zur Anwendung komme. Der dritte internationale Kongreß für Lithographen 2c. tagte vom 16. bis 19. August in Paris. Es waren anwesend aus England 8 Delegierte für 5750 Mitglieder, Deutschland 3 für 5500, Frankreich 2 für 1600, Italien 2 für 475, Schweiz 1 für 300, Belgien 1 für 385, Spanien 1 für 290, Dänemark 1 für 175 Mitslieder. Außerdem war als Gaft anwesend der Vorsißende des Vereins der Lithographen, Steindruder und Berufsgenossen Deutschlands. Bon dem von legterem Verein abgesonderten Lithographenverband war gleichfalls ein Vertreter erschienen, welcher aber nicht zu gelassen wurde. Gerichts- Beitung. 516 Die Beulenpest macht in Glasgow bedenkliche Fortschritte. Mehrere neue Krankheitsfälle werden gemeldet. alda Der Motorwagenführer Joseph Lamka hatte sich gestern wegen Gefährdung eines Eisenbahntransports zu verantworten. Der Afrika. Angeklagte war im April d. J. aus Westpreußen nach Berlin geVom Boerenkrieg find auch heute wichtigere Mitteilungen aus fommen und hatte bei der Straßenbahn- Gesellschaft Anstellung gegeblieben. funden. 21 Tage sollten zu seiner Ausbildung in dem ihm völlig Ein Telegramm des Feldmarschalls Roberts meldet aus Belfast Die Verhandlungen wurden stenographisch aufgenommen und fremden Berufe dienen. Dann, am 15. Mai, wurde ihm die vom 30. August: Nach den Meldungen über die Befeßung von deutsch, französisch, englisch und italienisch überfegt. Der Bericht Führung eines Motorwagens auf der Strecke Behrenstraße Schlesischer Watervalboven und Watervalonder durch die Engländer hat General des Exekutivkomitees lag gedruckt vor, nach diesem waren die Ein- Bahnhof anvertraut. Zweimal hatte er die Strecke zurüdgelegt. Ats Biller mit berittenen Truppen eine Stellung inne, welche den nahmen aus England 2009,75 M., Deutschland 1114,75 M., Frank- ex bein dritten Male sich dem Endpunkt am Schlesischen Thor Nooitgedacht beherrscht, der augenscheinlich verlassen ist. Nur reich 449,25 M., Schweiz 130,52 M., Dänemark 99,- M., Zinsen näherte, hatte er wie gewöhnlich eine Weiche zu stellen, um dem ihm britische Gefangene ziehen in langen Reihen über ihn nach 6,75 m., zusammen alio 4310,02 m. Die Ausgabe betrug 1107,33 m., entgegenkommenden Wagen das Geleise freizumachen. Neben dieser Westen auf Watervalonder hin. Eingeborene sagen, Präsident so daß als Bestand 3202,69 m. verbleiben. Weiche befand sich eine zweite sogenannte" tote" Weiche, die mur Krüger und alle Boerenkommandos seien gestern nach Pilgrimsrest ab- Italien, Belgien, Spanien, ebenso auch Oestreich konnten bisher beim Rangieren der Wagen benugt wurde. Der Angeklagte nahm gezogen, General French berichtet, daß die Bahnlinie bis Water- teine Beiträge leisten, doch solle dies für die Zukunft geschehen. Aus an, daß diese sich in derselben Stellung befand, wie bisher und valonder unbeschädigt ist, mit Ausnahme einer fleinen Brüde bei der Oestreich lag eine schriftliche Erklärung vor. beobachtete nicht, daß sie von unberufener Hand verstellt worden Station, Es wurde beschlossen, für jedes Mitglied der beteiligten Landes- war. Dadurch kam es, daß er mit seinem Wagen auf das falsche organisation find pro Jahr 40 Bf. beim internationalen Sekretariat Geleise geriet und mit dem ihm entgegenkommenden Wagen Bei dem beiderseitigen starken Bremsen abzuliefern, wovon die nötigen Ausgaben zu decken sind. Der Ueber zusammenſtieß. schuß ist für einen internationalen Streiffonds anzulegen. erfolgte nur ein geringer Materialschaden. Der Staats. Bei Streits ist dem Sekretariat sofort Mitteilung zu machen anwalt hielt ein Verschulden des Angeklagten für vora und ist von letzterem eine freiwillige Sammlung vorzunehmen, wenn liegend und beantragte gegen ihn eine Geldstrafe von 10 M., die Landesorganisationen die Stoften nicht allein aufbringen können. während der Verteidiger, Rechtsanwalt Leopold Meyer, nachzuweisen Streifs, welche vom internationalen Sekretariat unterstützt werden, suchte, daß der geringen Erfahrung und der ungenügenden Auss bedürfen der Zustimmung des Sekretariats. bildung des Angeklagten zu viel zugemutet worden sei und von Vierteljährlich ist dem Sekretariat Bericht aller Landesorganisationen einer Fahrlässigkeit unter den vorliegenden Umständen nicht die Nede über alle wichtigen Vorkommnisse einzusenden. Ebenso soll eine fein tönne. Der Gerichtshof trat diesen Ausführungen bei und ergenaue statistische Uebersicht über die Lebens- und Arbeitsbedingungen fannte auf Freisprechung. aller Länder veröffentlicht werden. Das Reutersche Bureau meldet aus Helvetiafarm vom 29. August: Buller ist mit French und Polecarem am hiesigen Ort zusammengetroffen und ihre vereinten Streitkräfte haben den Feind von den umliegenden Höhen vertrieben. Berittene Infanterie verfolgt den felben. Die fanadische Kavallerie ist in Watervalonder eingetroffen. Ein kleiner Teil der Bberen wendet sich nach Norden, die Hauptmacht mit Artillerie geht nach Barberton. Endlich ist in London aus Kapstadt wieder einmal eines der bekannten Sensations Telegramme eingelaufen: Die Boeren, welche von Baden- Powell gefangen worden sind, erklären, De Wet jei getötet worden. Das Telegramm fügt hinzu, daß diese Nachricht unkontrollierbar fei. Wahrscheinlich sogar vollständig erfunden. Giselle sid Tonadas Partei- Nachrichten. br Dersammlungen. Die Aufnahme von Mitgliedern von der einen in die andre Landesorganisation geschieht unentgeltlich. Reife- Unterstügung wird an alle dem Sekretariat angeschloffenen Mitglieder gezahlt und ist Die Tarifbewegung der Buchbinder. ang gold dm der gezahlte Betrag von den Landesorganisationen für ihre Mit- Die Antwort des Verbands deutscher Buch Sp Ueber die Beteiligung an den Landtagswahlen diskutierten glieder wieder zurück zu zahlen. Mit legterem Beschluß erklärten binderei befizer auf unser Tarifvorwort. sich die deutschen, schweizer und dänischen Delegierten nicht einver- lautete der einzige Punkt der Tagesordnung einer Versamme die Parteigenossen im socialdemokratischen Verein in Barmen sehr standen und werden lettere Länder einen Vertrag auf Reise- Unter- Tung von 3000 in Buchbindereien und Contobuchlebhaft. Es traten ebenso viel Gegner wie Anhänger der Beteiligungstügung ohne Rückzahlung abschließen. Fabriken beschäftigten Arbeitern und Arbeite auf. Von einem Beschluß wurde abgesehen; man ließ dem Deleftigung ohne Rückzahlung abschließen. Für Erringung des achtstündigen Arbeitstags wurden die Landes- rinnen. Der Kellersche Niesensaal in der Koppenstraße war bis gierten für den Parteitag, Genossen Kümmel, der ein Anhänger organisationen verpflichtet, mit aller Kraft einzutreten. Der nächste auf den letzten Plaz gefüllt, ebenso die Galerie. Zwischen 1½ und Ser Beteiligung ist, freie Hand, dabei betonend, daß man sich einem internationale Kongreß findet in zwei Jahren in Berlin statt. 3/49 sperrte die Polizei. So mancher fand keinen Einlaß. Beschluß des Parteitags selbstverständlich unterordnen würde. Zu dem Parteitag der deutschen Genoffen Oestreiche sind feitens des Vorstands ber socialdemokratischen Partei Deutschlands die Genoffen Segiz und Vollmar delegiert worden. Bemerkenswert ist noch, daß die französische Regierung 2000 Fr. für den zu gleicher Zeit stattfindenden nationalen LithographenKongreß und diesen internationalen Kongreß spendete, wofür ein großes Bankett stattfand, welches start besucht war. Das Referat hielt Albert Bergmann: Die 1898 eins geführte Tarifgemeinschaft laufe mit dem 1. September ab. Nun follte man meinen, daß für denselben Tag das Inkrafttreten eines neuen Tarifs vorbereitet wäre. Es sei aber nicht so und in Die heute ben die Schuld treffe den Verband deutscher Buchbindereibefizer. Die haben die Vertreter des Arbeitgeber Berbandes verlangt, die botenen Stadt". Erschöpft von den Mühfalen schlagen Siths auf dem Tariffommission der Buchbinder habe schon vor langer Zeit der Um- vier von G. entlaffenen Bleiglaser sollten die Arbeit wieder auf- Rafen ihre Belte auf. Auf der Grasfläche jenseits der Tatarenmauer arbeitung des Tarifs vorgearbeitet, der Arbeitgeberverband habe da- nehmen. Die Gehilfenvertreter erklärten jedoch, daß, nachdem zünden das amerikanische und das russische Kontingent ihre Lager: gegen nichts von sich hören lassen. Angeblich habe man vor Ein- Herr G. die Arbeiter entlassen, man diese jeẞt unmöglich zwingen feuer an. Durch die Trümmer der Fremden- Niederlassungen hinreichung des Vorworts mit den allgemeinen Bedingungen nicht ver- fönne, dort wieder anzufangen. Hierauf erklärten die Arbeitgeber, durch drängt sich eine aus den verschiedensten Völkern zusammen handeln wollen. Der Einwand sei aber hinfällig. Hätte der Arbeit- daß daraufhin, wenn nicht schon früher, so aber am Montag, den gesetzte Menge, Indier, Kosaken, die den Gesandtschaften angehörenden geberverband damals die Vertreter der Arbeiter zu einer 3. September, die Aussperrung jämtlicher Blei Damen, Diplomaten, Amerikaner von den Philippinen und Franzosen einer 3. September Konferenz eingeladen, dann wäre auch schon eine Einigung bezüglich glaser erfolgen wird. Einen Sturm der Entrüstung entfeffelte aus Saigon. Nur die Japaner, die die Ehre hatten, die erste Stelle des Vorworts สิน Stande gekommen, denn die Kollegen diese Drohung der Prinzipale. In der nun folgenden Dis bei den Stämpfen zu haben, sieht man nicht. Die Bewohner Pekings und ihre Vertreter hätten einen friedlichen Ausgang lieber, fussion verurteilten sämtliche Redner aufs scharffte diesen erfreuen sich der Freiheit, einhergehen zu können, ohne heranals den Kampf, was von ihnen auch stets betont worden sei. Att der Brutalität. Folgende Resolution wurde einstimmig faufende Geschosse fürchten zu müssen. Die neuen Anfömmlinge Das vor vier Wochen in einer großen Versammlung angenommene angenommen: Arminhallen tagende find eifrig darauf bedacht, die historische Verteidigungsstätte zu be Vorwort sei sofort dem Arbeitgeberverbande übermittelt worden. Versammlung der Bleiglafer hört mit Erstaunen die Drohung fichtigen. Der Vorstand in Leipzig habe sich nun endlich geäußert. Redner des Arbeitgeberverbands und ist entschlossen, fest zusammenzuhalten. Die Barrikaden gewähren einen wunderbaren Anblick; die berliest den Brief, aus dem hervorzuheben ist: Der vom Vorstand Sollte die Aussperrung zur Wahrheit werden, dann behält die Ber- Schußwehren der Gesandtschaft sind ein Wunderwerk von Steindes Verbands Deutscher Buchbindereibefizer ausgearbeitete Tarif be- fammlung sich weitere Schritte zur Stellung von Forderungen vor." und Backstein; Wäle, Erdwerke, Sandsäcke schirmen jeden Fußbreit finde sich im Saz und würden baldigft Abzüge der Berliner Ge- Sierauf hielt Genosse G. Lint einen mit Beifall aufgenommenen des Terrains. Ober auf den Wällen stehen Schutzwehren für die hilfenkommission und der Tariffommission der Gehilfen in Stuttgart Vortrag über: Der Rugen der Gewerkschaftsorganisation". In der Schüßen, und die Säulenhallen sowie die Fenster der Gebäude zur Revision zugehen, sowie auch allen Unterverbänden des Ber- Diskussion sprachen Funt und Hoffmann. Mit der Mahmung, die find geschützt durch Kästen, Säde usw., die mit Erde gefüllt sind. bands Deutscher Buchbindereibesizer. Nach beendeter Revision Worte des Referenten zu beherzigen und eventuelle Aussperrungen Hinter der amerikanischen Gesandtschaft ist ein Wert, Fort Myers durch die verschiedenen Prinzipals- und Gehilfenkommiffionen der Lohntommiffion mitzuteilen, schloß der Vorsigende die gut be- genannt, das die Marinemannschaften gehalten haben. Es schütt folle der Tarif durch eine aus Leipziger und auswärtigen Prinzipalen fuchte Bersammlung mit einem Hoch auf die internationale Arbeiter- völlig beide Seiten der Gesandtschaft. Die Mauern, die darauf und Gehilfen bestehenden Kommission nochmals gemeinschaftlich be- bewegung. hinführen, sind mit Schießscharten versehen, und eine Schuhwehr raten und endgültig festgestellt werden. Das würde längere Zeit Die bei der Firma Nitsch u. Co. beschäftigten Bauarbeiter an der Mauer blickt auf ein von den Chinesen gebautes ähnliches beanspruchen, darum werde beantragt, den bestehenden Tarif bis hielten am 30. Auguft eine öffentliche Versammlung ab, in der Wert. Eine furze Strede weiterhin sperrt eine andere Maner die zum 30. Juni 1901 zu verlängern. Alle Sonderforderungen G. Behrend über die im Betriebe der Firma bestehenden Miß- Gesandtschaftsstraße gegenüber der deutschen Gesandtschaft ab; und während der Tarifberatung wären zu unterlassen. Troßdem ge- stände sprach. Der Referent ging die Arbeitsordnung des Geschäfts auch hier erhebt sich gegenüber eine Barrikade des Feindes. Innerstellte Forderungen, die die Lohn- und Arbeitsverhältnisse berührten, durch und sprach die Ansicht aus, daß verschiedene darin enthaltene halb dieser Grenzen stehen andre Mauern, die es dem Fremden hätten, wie zur Zeit die der Stuttgarter Gehilfen, vom Verband der Bestimmungen mit den Gesezen in Widerspruch stehen. In der ermöglichen, im Bedarfsfalle das Verteidigungsgebiet auf einen Buchbindereibefizer nur Abweisung zu gewärtigen. Distusfion wiefen mehrere Redner auf die Gefährlichkeit verschiedener geringen Raum zu beschränken. Bergmann betonte, daß hiervon das Verhalten der Contobuch Arbeiten hin; weiter wurde die Verwaltung der Unterstügungsfabrikanten wesentlich absteche. Die Vereinigung derselben habe sich faffe behandelt, die dadurch unterhalten wird, daß die Firma von durch Kanonenschüsse durchlöchert, der Rest der fremden Niederlassungen bereits am Mittwoch zu Einigungsverhandlungen bereit erklärt, dem Lohn für 1000 getragene Steine fünf Bfennige einbehält; ift fast ganz zerstört. Während der ersten drei Wochen wurden nachdem ihr erst am Montag die Forderungen unterbreitet worden doch würden weder der Behörde die Statuten der Staffe vorgelegt. 2810 Schuß auf dieselben abgegeben, manchmal 400 an feien. Die Herren hätten bereits eine Kommission gewählt und er noch erhielten die Arbeiter über die Verwaltung Auskunft. Obgleich einem Tage. Die Kugeln, die auf dem Grund und Boden der fuchten darum, daß bldigst zwecks schneller Erledigung der Bertreter der Firma in der Versammlung anwesend waren, nahm Gesandtschaft aufgelesen wurden, füllten ganze Eimer. Angelegenheit eine Kommission der Arbeiter des Contobuchfachs be- doch keiner der Herren zur Verteidigung das Wort. In einer Rejo der größten Zeitdauer der Belagerung lebten 414 Personen von 314 Marinesoldaten stellt werde. Auf den Vorschlag des Verbands Deutscher lung drückten die Versammelten das Verlangen aus, daß ihnen über in der Gesandtschaft, welche Buchbindereibefizer fei mur eine Antwort möglich: auf die Abzüge vom Lohn und über die Berwaltung der Unterstügungs. 85 Freiwilligen unter dem Befehl des Kapitäns Poole verteidigt die feinen Fall giebt es eine Verlängerung des alten Tarifs faffe Auskunft gegeben werde; im Fall die Firma fich weigert, wurden. 10 Civilpersonen wurden getötet und 19 verwundet; ferner ( bis zum zum 30. Juni 1901.)( Lebhafte Zustimmung.) Die diesem Gesuch stattzugeben, sollen weitere Schritte unternommen wurden 54 Marinesoldaten und Matrosen getötet und 112 verwundet; auch zwei Frauen erlitten Verwundungen. Langwierigen Verhandlungen, die geplant feien, würden bis tief werden. Der Empfang, den die Ueberlebenden den Entfaßtruppen bereiteten, ließ die Mühen in das nächste Jahr hinein dauern. Man wisse nicht, ob man dann noch etwas durchbrüden tönne, ob nicht bis In Steglit beschäftigte sich eine Bersammlung der Kohlen- vergessen, welche die Truppen erlitten hatten. Der Einzug in die deutscher dahin die heraufziehende rise in das Bucharbeiter und Stuti cher mit der Frage, ob die Berufs- Stadt war fein Schauftüd. General Gajelee mit seinem Stabe Siths drang vor durch das Bett bindergewerbe ichädlich eingegriffen habe. Die angehörigen gewillt find, bessere Lohn- und Arbeits- und einer Compagnie bedingungen zu fordern. Uthes Berlin schilderte die Lage des Abzugstanals unter der tatarischen Mauer, Leipziger Sollegen und Kolleginnen hätten sich ebenfalls ablehnend der Kollegen, ging auf den legten Kohlenarbeiterstreit in Berlin ein Belagerten beseitigten die Barrikaden, und als die Thorflügel nach verhalten und wollten im Notfalle den Streit proklamieren. Damit und entwickelte hieraus die Lehre. daß. bevor man in einen Streit innen aufflogen und die britischen Fahnen erschienen, erſcholl auf müsse auch in Berlin gerechnet werden. Uebrigens sei in Arbeits eintrete, eine gute gewerkschaftliche Organisation gefchaffen haben beiden Seiten ein gewaltiges, anhaltendes Hurra. Generale und geberkreisen der Gedanke laut geworden, die Berliner und müsse. Nach den Schilderungen der Diskussionsredner schwankt der Soldaten erflommen die Ufer des Kanals, immer durch den Schmuz Leipziger Kollegen auszusperren, wenn der in Stuttgart befürchtete Ausstand ausbrechen sollte. Nun das Wochenlohn für eine elf- bis dreizehnſtündige Arbeitszeit zwischen hindurch unter Stoßen und Drängen. Jeder wollte der Erste in 18 und Die Giebel der britischen und amerikanischen Gebäude find Während und die warten. Die Buchbinderorganisation sei doch noch stärker wie die haupt nicht Mark; Ueberstunden und Sonntagsarbeit werden über der Gesandtschaft sein. Männer und Frauen umringten die Befreier. • 19 and China.dil bezahlt. Die Versammlung daß die Berufsder Arbeitgeber, und mancher der Herren würde wohl bei einer angehörigen auf den Plägen, wo der von den Berliner Unternehmern als nun die Fahnen hoch stiegen. Die Soldaten umringten den bewilligte Lohn nicht bezahlt wird, am Sonnabend vorstellig werden Brunnen, der die Rettung der Belagerten gewesen ist, während die Aussperrung seine Bude bald zumachen müssen. In einer Versammlung hätten die Berliner Buchbindermeister sollen; die Antwort ist dann einer aus vier Kollegen und einem Gesandten und Offiziere einander nach den legten Erlebnissen beMitgliede der Gewerkschaftskommission zusammengefegten Kommission fragten. sich gegenüber vielen Forderungen ablehnend verhalten. Am liebsten mitzuteilen. Diese wird das Weitere veranlaffen. Nachdem sich Die legten fünf Tage des Marsches waren die schlimmsten und möchten sie nach dem Grundsatz handeln: Unser Wille das höchste mitzuteilen. Diese wird das Weitere veranlaffen. Gesetz! In der letzten Woche scheine bei den Herren etwas Besonnen- neun Kollegen in den Verband hatten aufnehmen lassen, gab die Fremden hatten unter entfeglichen Beschwerden zu leiden. Der heit eingekehrt zu ſein. Die Tarifkommission des Verbands der udrow bekannt, daß Sonntagnachmittag 2½ hr bei Shell Thermometer hielt sich auf nahezu 100 Grad Fahrenheit, zuweilen Berliner Buchbindereibefizer habe im Einverständnis mit dem Voraje eine Versammlung abgehalten wird, in der die Antwort stieg die Temperatur jogar darüber hinaus. Der Marsch ging durch stande des deutschen Arbeitgeberbunds beschlossen, am Montag, den 3. Sep- der Unternehmer bekannt gegeben werden soll. auto tiefen Sandboden über schattenlose mit hochhalmigem dünnstehenden Getreide bewachsene Felder. Die Javaner zeigten sich am wider tember mit je 3 Delegierten der Tarifkommissionen der Städte Leipzig, ihr Transportdienst Eingegangene Druckschriften.nhstandsiähigsten; war der beste und sie Stuttgart und Berlin im Buchgewerbehaus zu Leipzig gemeinichaftlich die Tarifangelegenheit zu beraten. Die Lohnfommission schlage Von der Gleichheit", Beitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen marschierten daher an der Spize; nach ihnen zeigten sich die Russen als vor, dieses letzte Mittel, im Frieden auseinander zu kommen, zu be( Stuttgart, Diez Verlag) ist uns foeben die Nr. 18 bes 10. Jahrgangs zu den Beschwerden am meisten gewachsen. Die Engländer und Amerikaner General muzen. Jedoch dürften sich die Delegierten unter teinen Umgegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: An die leisten ihr Aeußerstes. um es ihnen gleich zu thun. ständen auf eine Verschleppung einlassen. Genoffinnen. Die Organisation der Socialdemokratischen Partei und die Tutuichima fagte später, die Japaner hätten Beting zwei Tage früher In Frauen. Organisation der Socialdemokratischen Partei Deutschlands. erreichen können, als der Entjazz thatsächlich stattgefunden hat und die 14 Tagen müßte alles erledigt fein.( Lebhafter Beifall.) Redner Bur Lage der Neuplätterinnen. Von Hans Marcwald. Aus der Be schlägt eine Resolution folgenden Inhalts vor: ist wahrscheinlich richtig. Die Japaner schienen nie zu ruhen, ihre wegung. Anträge der Genoffinnen zum socialdemokratischen Parteitag zu Reiterei und Aufklärungspatrouillen durchstreiften das Land „ Die Bersammlung erblickt in dem Vorschlage, den Tarif Mainz. Anträge der Genoffinnen zur Frauenkonferenz in Mainz. Der nach vorwärts und nach den Flanken hin. Ihre Vorposten hielten bis zum 30. Juni zu verlängern, eine absichtliche Ver- Feuilleton: Ane Mette. Von Henrit Pontoppidan.( Fortsetzung.) Notizenteil von Lily Braun und Klara Zetkin: fich in beständiger Fithlung mit dem Feinde und setzten ihm so start schleppung der ganzen Tarifangelegenheit und weist diese Bumpbrunnen. Gedicht. Gewerkschaftliche Arbeiterinnen- Organisation. zu, daß die Chinesen ihre Schlafmatten und Kochgeräte sowie Zumutung auf das entschiedenste zurück, mit dem Weibliche Fabrikinspektoren. Kleidungsstüde wegwarfen. Täglich blieben mehrere hundert Amerikaner" Bemerken, daß die Arbeitgeber sehr wohl in der Lage waren, die Ausarbeitung eines Tarifs fchon längst zu vollziehen, hatte wegen der Hiße hinter ihrem Truppenteil zurüd; sogar die eine geborenen Truppen aus Judien litten nahezu ebenso sehr. Die doch die Kommission der Arbeitnehmer schon im Frühjahr ihre Der offiziöfe Artikel der Köln. 8tg.", den wir in internationale Truppe ließ auf ihrem Wege eine Spur, die durch Beratungen zu Ende geführt und gleich darauf den Arbeitgebern ben umgearbeiteten Tarif vorgelegt. Wenn auf gütlichem furzem Auszug schon auf der ersten Seite diefes Blattes mitteilen Leichen von Soldaten und von Pferden bezeichnet wurde, hinter Wege die Forderungen der Arbeiter und Arbeiterinnen muun nicht und besprechen, führt, wie ein späteres Telegramm meldet, wört sich. Die Soldaten trauten fortgejezt aus dem schlammigen Fluß und den Brunnen am Wege mit dem Ergebnis, daß mehr zur Durchführung gelangen sollten, trifft die Schuld einzig lich aus: Nach dem Urteil aller chinesischen Sachverständigen habe eine Dysenterie- Epidemie unter ihnen zum Ausbruch fam. Die und allein den Verband deutscher Buchbindereibefizer. Die Bersammlung befchließt, die Lohnkommiffion zu beauftragen, vor alvei Monaten niemand an einen ernsten Widerstand der Japaner und Russen hatten vor den übrigen Kontingenten sehr viel als aber durch die Zurüd- voraus; sie marschierten in den fühlen Morgen- und Abendstunden. der noch in letter Stunde ergangenen Aufforderung zu einer chinesischen Truppen gedacht; Seymours der erste Erfolg Da vier Armeen eine einzige Straße entlang marschierten, war der gemeinsamen Konferenz am 3. September Folge zu geben. werfung der Expedition Lord Gleichfalls hat die Lohnkommiffion mit den Contobuch zu verzeichnen gewesen sei, ſei der chinesische Fanatismus Unternehmendste der Herr des Weges, die andern hatten dem Weg jener bas militärische Gefühl der Chinejen zu folgen, wann sie konnten oder mußten hinter ihnen zu Grunde gehen. Fabrikanten Verhandlungen einzuleiten. Die Versammlung erwartet hoch aufgelodert und von den nach Leipzig zu entfendenden Vertretern, daß sie die Ver- in dem Grade gestärkt worden, daß fie in Tientsin einen Die Amerikaner litten am stärksten unter den Beschwerden und gegen handlungen, falls fie zu feinem günstigen Resultat führen, sofort Widerstand leisteten, der den verbündeten Truppen wahrlich genug Schluß vermochten die Offiziere die Leute nur noch zur Thätigkeit abbrechen. Die Anwesenden erklären fich bereit, bis zur Fertig zu schaffen machte. Es sei daher zu besorgen, daß bei der Räumung anzutreiben, indem sie an ihren Stolz appellierten und fie anRussen stellung des neuen Tarifs, die innerhalb 14 Tagen erledigt sein Belings diese Erscheinung fich wiederhole und daß die auseinander feuerten, den Engländern und Nufen nachzueifern.- Der muß, nach dem alten Tarif weiter zu arbeiten. Endlich beschließt gesprengten chinesischen Scharen sich wieder vereinigten, um unter Transportzug des Heeres war ein einzigartiges Schauspiel. Meilens die Versammlung, vom 1. September ab jede lleber wenn auch ganz falschem unberechtigten Siegesbewußtsein fich zu lange Reihen von Kuli- Wagen und Tieren zogen hinter den Truppen her. zeit Arbeit( siehe Schlußanmerfung) zu verweigern, bis die neuem Widerstande aufzuraffen. Diese neue Explosion chinesischen Alles was Räder hatte, vom Bauernvagen bis zur Equipage, wurde gesamten Forderungen im Vorwort sowohl als auch im Tarif zur Fanatismus dürfte sich aber nicht auf die Provinz Petschili zum Transportdienst herangezogen. Jeder Chinese, jedes Pferd und allein erftreden, sondern es fei zu erwägen, daß auch die entfernten jedes Maultier am Wege wurde requiriert. Die Japaner ließen Einführung gelangen." von Küben tragen, die Russen von Kamelen. In der Debatte erklären alle Redner ihre Zustimmung zu der Provinzen im Süden von ihr ergriffen werden könnten. Die Lage ihr Gepäc Resolution. Unter anderm wurden auch die Verhältnisse in einigen sei durchaus nicht so, daß man den Zustand in den Südprovinzen als Chinesen gogen Gepäckarren und verzagten unter den schweren Werkstuben kritisiert. Scharf angegriffen wurde Herr Schoß, der einigermaßen befriedigend ansehen könnte. Es sei taum nötig, daran Lasten. 200 Dichunten und Boote mit Schießvorräten wurden durch als Mitglied der Tariftommission der Berliner zu erinnern, daß die Verhältniffe in Shanghai und im Yangtfethale tulis an Seilen den Fluß hinaufgeschleppt. Wenn die Chinesen die Buchbindereibefizer den bisherigen Tarif felber zu fo ernſten Befürchtingen Anlaß geben, daß die Flotten aller Offenfive ergriffen hätten, wäre der größte Teil des Transportzuges nicht einmal halte. Ein Redner wandte sich besonders au dort in erheblicher Stärke hätten zusammengezogen der internationalen Truppen mit Leichtigkeit durch kleine nach den die Arbeiterinnen. Sie sollten treu zum Verbande und zur Be- werden müssen, und daß man von einem Tage zum andern sich die Flanten gesandte Abteilungen weggenommen und die Begleitungswegung halten, denn ihre Interessen würden im vollsten Maße mit Entsendung europäischer Landtruppen nach Shanghai als nötig mannschaft niedergemacht worden. Als es sich herausstellte, daß der bertreten. Die ungemeine Begeisterung der Versammelten erhöhte herausstellen könne. Falle nun in die Erregung, die dort herrsche, Feind den Mut verloren hatte, überließen die Generale den Troß fich noch während des Schlußworts Bergmanns, der darauf hin- auch noch die Nachricht, daß Peking von den verbündeten Truppen feinem guten Glück und richteten alle ihre Anstrengungen darauf, Nur eine Notlage, wie sie in Peking vorhanden wies, daß jezt jeder Tag Ueberraschungen bringen könne, und der geräumt sei, so tönnte diese Nachricht wie ein Sturmwind sein, vorzubringen. mit den Worten schloß: Komme eine Einigung nicht zu stande, der das noch unter der Oberfläche brennende Feuer zu heftiger war, konnte die Beschwerden rechtfertigen, die den Truppen aufNicht nur in Shanghai und andern Hafen erlegt waren. dann werde man den Kampf aufnehmen, und dann werde man das Flamme anfache. Wort erfüllen: Pardon wird nicht gegeben!"( Stürmischer, an- städten fäßen aber Europäer, fondern auch in den Städten des haltender Beifall.) Die Resolution wurde einstimmig inneren Chinas, und es sei nur zu wahrscheinlich, daß die Chinesen, angenommen. Bitomsty, der Vorsitzende, erläuterte dann die nur unter dem Eindruck der Eroberung Pefings niedergehalten ab die Bestimmung, die Verweigerung der Ueberstunden betreffend, werden, jetzt angesichts der Räumung dieser faum eingenommenen dahin, daß die bei der Fertigstellung von Zeitungen Stadt über die Europäer herfallen und unter ihnen ein furchtbares und Zeitschriften üblichen Ueberstunden nicht ver- Blutbad anrichten würden. Der Friedensschluß, den man herbeiweigert werden sollten. Mit einem donnernden Hoch auf die führen will, würde dadurch erst recht erschwert werden. Statt des in feinen Hauptzügen in Betfchili beendeten Striegszuges würden wir Bewegung endete die gewaltige Versammlung. es mit einem neuen großen Kriege zu thun haben, der fich über Es ist aber auch noch ein andrer Die Bleiglafer hielten am Donnerstag eine start besuchte ganz China erftreďte. Bersammlung in den Arminhallen ab. Hoffmann berichtete über die Umstand zu bedenken: Bei dem Mißtrauen der Chinesen, das Verhandlungen mit dem Arbeitgeber- Verband. Er führte etwa in dem Bewußtsein ihrer eignen Verlogenheit eine gewiffe innere folgendes aus: In der Werkstatt von Grigoleit habe ein Blei- Berechtigung hat, ist es auch möglich, daß die Regierung selbst nach vom glafer angefangen, der zunächst nicht vom Arbeitsnachweis der Ge- Räumung, Belings fich nicht entschließen wird, dahin zurüdzukehren, hilfen genommen sei und mit dem die organisierten Kollegen allen weil es die Räumung als eine ihr gestellte Falle betrachten würde. Grund hätten, den Umgang zu meiden. Derfelbe habe sich bei Unter solchen Umständen aber würden die Mächte auf alle uns durch diversen Anlässen nicht von der schönsten Seite gezeigt. Nun die Eroberung Pelings gebrachten Vorteile verzichten, ohne die sei es im Laufe der Zeit dahin gekommen, daß der Betreffende Vorteile zu erlangen, die durch den russischen Vorschlag angestrebt Herrn Grigoleit erklärt habe, aufzuhören, da ein gedeihliches Zu- worden." fammenarbeiten mit den Organisierten nicht möglich sei. Das habe aber Grigoleit nicht zugelassen, vielmehr fategorisch erklärt, wem es Mächte Ueber die Einnahme von Peking * Der 2. Admiral des Kreuzergeschwaders meldet iifu: Kapitän Pohl meldet: Beting, den 18. August. Ich bin 10 Uhr 30 Minuten vormittags mit 110 Mann, 32 Jtalienern unter eingetroffen. Lieutenant Sirianui und 28 Destreichern unter Seekadett Lechinowski Beling ist vollständig besezt bis auf Raiserpalast, der umstellt ist und nicht beschossen werden soll. Am 18. früh ist die Leiche Kettelers beerdigt. Deutschland ist der nordwestliche Teil der Stadt zugewiesen. Nach Bereinbarung mit russischem General nimmt Deutschland auch an Bewachung des Kaiserpalastes teil." und Generalmajor v. Höpfner telegraphiert: " Jufolge langwieriger Brückenausbesserungen ist die Batterie der Train erst am 27. in Yangtfun eingetroffen. Jch reite nach Peking voraus. Seefoldat Weber aus Monschein ist beim Brüdenbau ertrunken, Kanonier Otto Escher aus Wurzbach ist überfahren und gestorben." von den Organisierten nicht paffe, fönne aufhören. Hierauf legten berichtet jegt ein Telegramm des Reuterschen Bureaus vom 14. August Tehte Nachrichten und Depeschen. bier Bleiglaser die Arbeit nieder. Obwohl zwei von denen sogleich Ausführlicheres, als bisher bekannt war: anderweitige Beschäftigung fanden, wurde einer von seinem neuen Die Missionare sind um den Glodenturm bersammelt und Marseille, 31. Auguft.( B. S.) Der Ausstand gewinnt ins Arbeitgeber auf Betreiben des Herrn Grigoleit entlassen. Bei dem fingen Gott Lobgefänge. Rateten steigen flammend empor, und andern wurde die Entlaffung mir durch die Einigkeit der dort be- Soldaten und Nichtsoldaten aller Nationalitäten find brüderlich verfolge des Kohlenmangels an Ausdehnung. So mußten heute schäftigten Bleiglaser verhindert. Hierauf sei die Lohntommission eint. Dazwischen hört man die Kanonade fortsegen. Granaten aus 26 Seifenfiedereien, mehrere Ziegelbrennereien 2c. den Betrieb ein borstellig geworden; in der heute Abend stattgefundenen Sigung den Geschüßen der Verbündeten zerschmettern das gelbe Dach der„ Ver- stellen. Verantwortlicher Redacteur: Wilhelm Schröder in Wilmersdorf. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. Name der Organisation 1) Bahl der im Beruf Beschäftigten im Alter von 18 bis 60 Jahren Bahl der Mitglieder ber Organisation männl. weibl. zufammten männi. metbl. zufammen Nr. 203. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt, Sonnabend, 1. September 1900. Laufenbent. Tabelle V. Die deutschen Gewerkschaften. Bahl der Mitglieder, Prozentverhältniß zu den Berufsangehörigen, Jahreseinnahme und-Ausgabe und Kaffenbestand im Jahre 1899. Baht ber Zweig vereine Außerbem find noch in Lotal vereinen Mitglieder Raffenbestand LaufendeNr. Organistert in Prozenten ber Berufsangehörigen männl. wetbl. aufammen Jabres einnahme ber Drganisation f. Vereinszwecke M Jahresausgabe ber Organisation A 11 Bäcker 2 Barbiere 8 Bauarbeiter 4 Bergarbeiter 5 Bildhauer 6 Böttcher. 75074 5950 81024 3596 8596 4,79 15197 484 15631 875 875 5,76 4,44 5,60 39 58 90 ? 06 45465 34 1899 78 M A 46122 36 2645 88 319234 8412 327646 11149 11149 3,49 3,40 164 4) 86423 17 65130 16 In Sumuna Davon in der Haupttaffe M AS 3230 09 44163 93 M. 1226 91 1 2 44163 93 3 468224 10872 479096 33000 83000 7,05 6,89 204 5) 77046 47 5) 67577 06 22546 32 22546 32 4 6000 6) 6000 4098 4098 68,30 23941 70 24011 4920 4920 20,55 68,30 97 20,49 123 103134 07 109515 73 60215 60 60215 60 2000 43767 25 42274 36 24238 22 24238 22 6 9 Buchdrucker 7 Brauer 8 Buchbinder 10 Buchbruckereihülfsarbeiter 11 Bureauangestellte 12 Dachdecker. 62406 1298 63704 8681 8681 13,91 13,63 112 22740 10232 82972 6050 1581 7631 26,60 15,45 28,14 72 137769 60 115487 30 127098 42 18688 14 4553 89 7 89768 1214 40982 26344 4532 5745 10277 641 844 17691 26 17717 2469 1811 26344 66,24 64,28 965 702 1843 14,14 12,22 13,07 -11 70 1580098 77 7473 57 66938 37 999503 09 2724101 19 3105 16 146293 48 145227 17 8 2688251 14 9 4368 41 4368 41 10 844 4 2184 78 2469 13,95 18,94 -96 120 13 Fabrik- u. gewerbl.Hülfsarbeiter 181678 41178 172856 20093 2499 22592 15,26 6,07 13,07 235 14 Former 57483 1467 58950 8817 8817 15,34 14,96 147 15 Formstecher 844 3441 18 7076 176 16 Grabeure und Ziseleure. 7252 1006 19,08 18,62 1006 28 17 Gärtner. 48699 8163 56862 300 300 0,61 0,53 11 18 Gaftvirthsgehülfen 72180 127860 200040 1387 1387 19,22 0,69 11 19 Gemeindebetriebsarbeiter 17039 387 17426 2574 2574 15,11 14,77 32 20 Glasarbeiter 31985 4623 36608 3584 94 3628 11,05 2,03 9,91 81 10042 45 171517 57 8) 156705 37 8525 72 15289 47 9) 1863 36 10) 26399 33 19009 45 38343 41 21 Glaser 7690 40 7730 2800 2300 29,91 29,75 72 40000 1802 52 9368 84 112603 26 148189 25 4768 45 12232 25 9) 1776 96 11) 24749 71 13945 96 36962 87 20732 22 382 26 270 01 11 683 61 683 61 12 92902 88 74160 70 13 22 Hafenarbeiter 51610 1876 53486 8587 8587 16,64 16,05 47 1800 62506 15 47030 71 23 Handelsbülfsarbeiter 172633 13296 185929 8730 8730 5,06 4,69 64 4500 77119 34 73447 11 24 Handlungsgehülfen.. 435 65 120779 25 Lagerhalter 59872 180651 329 5 500 334 0,63 0,12 0,46 13 8194 77 26 Handschuhmacher. 4165 27 Holzarbeiter.. 321681 28 Hutmacher 29 Konditoren 8455 3246 14146 4423 7411 3125 116 3241 75,03 835827 62049 521 62570 19,29 3,57 43,73 3,68 18,63 43 542 ? 12878 2455 90 2545 29,03 2,03 19,76 44 50 10379 3336 18715 652 9 661 6,28 0,27 00 4,82 15 30 Stupferschmiede 7148 79 7227 3314 3314 46.36 45,86 64 31 Lederarbeiter.. 34258 1454 85707 5369 5369 15,67 15,04 97 32 Lithographen und Steindrucker 14620 2972 17592 4621 4621 32,02 26,21 94 400 33 Maler 70180 256 70436 9540 9540 13,59 13,54 192 34 Maschinisten und Heizer 39727 8 39785 4600 4600 11,58 11,88 86 ? 36 Metallarbeiter 35 Maurer 37 Müller. 38 Porzellanarbeiter 39 Sattler... 40 Schiffszimmerer 41 Werftarbeiter 42 Schntiede.. 305620 139 305759 74534 74534 24,39 24,38 821 5700 484864 26549 511413 82811 2202 85013 17,08 8,29 16,62 457 55277 656 55933 1304 1304 2,36 2,33 44 24370 7668 32038 8400 260 8660 34,46 3,39 27,03 137 26663 1503 28166 2820 13 2833 10,58 0,86 10,06 67 1588 1588 21 17048 18 17066 2748 2748 25,43 25,41 15 96123 157 96280 3350 43 Schneider.. 92704 128578 221277 11691 482 44 Schuhmacher 104467 7576 112043 15696 1226 45 Seeleute.... 10660 74 10734 2222 46 Steinarbeiter. 101296 2207 103503 10000 47 Steinfeger 14915 37 14952 48 Stuffateure. 9454 41 49 Tabatarbeiter 50 Bigarrenfortierer 47675 51251 9495 98926 3337 2750 ( 14901 10) 3500 8350 3,48 12173 12,61 16922 15,02 2222 20,8010000 9,87 8337 22,37 2750 29,09 18401 3,47 46 0,37 5,50 224 60 00 17,50 15,10 220 ? 20,70 9,66 215 6 22,32 93 28,96 51 874 797 60 82,93 857 J 6,95 19,47 27 51 Tapezierer. 14172 407 14579 3525 3525 24,87 24,18 82 52 Textilarbeiter. 282156 258119 540275 31785 5832 53 Töpfer.... 54 Vergolder 27831 12097 1265 29096 5765 928 13025 126838 69 126907 1122 23719 23 37617 11,27 5765 20,71 1145 9,27 23719 18,70 2,26 6,97 237 ? 19,81 126 150 2,48 8,79 18,69 23 462 1000 8281 50 61555 84 648172 62 13) 83324 13 6093 87 18) 59551 18 69256 30 80661 17 14) 127898 78 14981 45 1060996 26 896685 35 13025 13 20) 153887 08 23689 92 12628 70 19775 68 34858 01 101217 25 15) 125740 75 26693 186884 16 87895 52 16990 58 17) 201358 70 19490 15 18) 18620 89 295518 91 75779 91 11893 14 19) 378492 34 6103 53 2065 65 53483 81 588136 48 64672 63 5167 84 41623 42 106138 17 53439 05 74766 69 14420 12 932654 81 902897 70 11757 12 145438 07 19605 55 10884 41 17508 65 26959 42 81466 73 95586 70 18666 176822 90 84919 98 15658 16 190846 72 13192 47 15810 09 609382 42 107157 53 10486 57 265636 16 12112 04 717 17 10269 42 1138 29 10580 7388 24 25601 86 21166 72 45757 64 22205 49 2289 16 674 22 79821 09 252310 80 114736 87 4505 08 86052 56 11535 77 45942 06 83528 89 10055 99 453563 52 385148 31 4236 94 168058 48 17217 69 10013 98 12824 87 18226 31 74663 24 54871 21 17626 10061 26 16274 70 12602 71 47131 27 82924 24 6364 28 31155 79 10227 32 10022 18 194630 17 112581 67 55 4654 20 14 603 80 15 10269 42 16 43 70 17 8226 55 18 4151 45 19 3398 19 20 15873 45 21 37662 84 22 11259 71 23 2289 16 24 674 22 25 69727 30 26 206218 24 27 37361 20 28 3571 04 29 79404 03 30 4886 98 31 40568 44 32 60755 75 33 10055 99 34 265055 25 35 226650 95 36 2966 67 37 135490 58 38 15655 96 39 7556 08 40 4910 43 41 16911 02 42 71912 91 43 50521 88 44 11176 45 10061 26 46 6292 75 47 7200 10 48 12505 60 49 30157 49 50 5217 52 51 1062 05 52 7603 96 53 6977 95 54 55 Zimmerer. 14138497820348| 4958845| 561193 19280 580473 13,56 2,35|| 11,71| 7623| 15946| 7687154| 71| 6450876| 20 15577546 96 4690029| 10| Anmerkungen zu Tabelle V. 1) Nach der Berufszählung vom 14. Junt 1895.( Nr. 22 1900 b. Correspondenzbl.") 2) G8 ist die Mitglteberzahl im Jahresburchschnitt und nicht die am Schluffe des Jahres angegeben. Legtere ift zum Thell wesentlich bober. 3) Jabreseinnahme ohne den saffenbeftand des Vorjahres. Die Etunaomen der zum Berbande gehörenden Kaffen( Streitfonds, Agitationsfonds, Krantenunterstützungsfonds) sind hier mit eingerechnet.( S. bie bes fonderen Anmertungen.) 4) Nur Ginnagme der Haupttaffe nach Abzug der ben Rablitellen verbleibenden Prozente. Die thatfächliche Ginnabme ift alfo 33%%% höher. 5) Nur für 10 Monate. 6) Nach Schägung. Die Berufszählung Detn bte Siffer Der Beschäftigten nicht aus. 7) Als gelernte Arbeiterinnen find Segerinnen und Bunttirerinnen in der Berufsstattfiit gezählt. Die Letzteren find zu den Buchdruckhülfsarbeitern zu rechnen, boch ist teine Trennung der beiden Branchen in der Berufsftatifiit gemacht. 8) Darunter für den Streiffonds durch freiwillige Beiträge M. 71 160,24. 9) Nur Einnahme und Ausgabe der Haupttaffe. Darunter M. 77,85 für den Agitationsfonds. 10) Darunter für den Generalfonds M. 2188,40. 11) Davon aus den Kaffen der Berwaltungsstellen M. 1401,15. 12) Darunter für Krantenunterstügungstaffe M. 33 327,57. 13) Außerbem find M. 8002,25 von Vereinsmitgliedern zur Stretfunterstügung für andere Bewertschaften gesteuert. 14) Tarunter M. 14 126,12 für den Streitfonds 15) M. 18 711,26, die für eine Arbeitslosen- und Krantenunterstügungstaffe( fatultatie) vereinnahmt wurden, find hier nicht eingerechnet, weil die betreffenden Ausgaben nicht in den Ausgaben des Vereins geführt sind. 16) Nach Schägung. 17) Darunter M. 44 614,35 für Krantenunterstügungstaffe. 18) Darunter M. 1579,08 für Streitfonds. 19) Darunter M. 73 901,30 für örtliche Fonds. 20) Darunter M. 85 207,61 für Kr.- Unterfügungstaffe. Tabelle VI. Laufende Nummer Name ber Organisation Berbandsorgan Agitation Streifs unterstützung tm Beruf für andere Ausgaben der Gewerkschafts- Organisationen im Jahre 1899. Gewerkschaften Rechtsschut Gemaßregelten Unterfügung Reiſeunterſtützung Unterstügung Arbeitslosen KrantenUnterstützung Invaliden Unterstützung Umzugstosten und Beihilfe in Sterbe und Nothfällen Stellenvermittelung Bibliotheken Sonstige Ausgaben Konferenzen und Generals versammlungen Beitrag fommission an die General Prozeßtosten Verwaltungs tosten der Hauptkaffe Den 8ablftellen verblieben von den Beiträgen Gehälter Berwaltungsmaterial In Prozent Laufende Nummer M M M M. М. M M M. M. M. M. M M M. M 81 Bäcker 6497 3975 4918 125 2251 7515 2 Barbiere. 0826 170 ³) 178 Bauarbeiter. 15545 1669 25022 1410 1168 187 111 4072 982 273 1717 2953 10114 1477 50 2135 6551 1811 3751 6249 33 4 Bergarbetter.......... ) 28427 9787 1860 5017 2800 1500 3379 6753 10 5 Bildhauer... 7772 1716 17886 2980 277 36768 9794 1785 5840 204 452 3600 3553 7202 6 Böttcher.. 7955 1818 *********** 12985 1000 252 1631 3) 1806 3027 420 2978 1904 1868 7 Brauer 10848 6867 50730 1132 1256 2427 ) 10891 13545 522 10404 339 981 1026 4866 2627 25 8637 8 Buchbinder 12880 2842 3626 3205 19 Buchdrucker. 1441 2454 25800 20975 97 963 10 Buchdruckereihülfsarbeiter 891 489 201 30 402 8034 132 4) 18627 2367 790 4009 1958 20 21154 114883 159206 804 453899 82632 37031 22071 13288 2664 222 10940 12165 30843 9 15 250 116 80 547 457 6) 10 143 10 11 Bureauangestellte.. 727 567 15 48 192 254 12 12 Dachdecker.. 2561 293 2987 171 66 885 1927 237 56 12 13 Fabrit- u. gewerbl. Hülfsarbeiter 10288 2520 29741 2152 1201 1216 14 Former 12533 3065 87588 15 Formftecher 856 23 2080 152 816 107 957 285 829 3034 598 2299 170 3338 4791 33/3 47110 13 296 2085 3378 752 3270 5219 20 17474 14 70 852 537 39 100 256 113 15 16 Gärtner: 868 48 16 99 25 7 360 354 30 16 17 Bastwirthsgehülfen.. 4200 7) 1519 7) 627 143 84 8892 18 Gemeindebetriebsarbeiter. 3115 630 10 Glasarbeiter 10700 4500 20 Glaser. 4569 420 4021 5432 74 250 69 228 188 11 ) 3690 485 8) 700 7) 1401 215 620 229 136 1420 132 33% 10197 17 90 73 47 1424 968 50 2837 18 293 48 2285 5250 1694 230 824 800 800 24 1200 3676 33 1500 19 161 212 1120 411 20 4087 20 21 Graveure und Biseleure. 2168 654 2955 272 404 747 209 24 1140 101 820 270 20 2379 21 22 Hafenarbetter.. 745 1286 650 3572 672 2850 5694 337 1801 382 2075 2823 24194 23 23 Handelshülfsarbeiter 7857 5185 3663 850 1460 2800 866 623 1860 593 5216 3145 50 39879 23 24 Handlungsgehütfen 8117 822 644 143 25 Handschuhmacher. 4709 600 28703 26 Holzarbeiter.............. 54378 25796 229651 155 28048 469 5586 27 Sutmacher 6159 258 800 28 Konditoren. 29 Kupferschmiede ************** 925 4192 114 120 69 255 8561 143 2663 23730 2309 7148 50 11 69 800 320 689 24 10) 755 2495 1968 5 3770 25 10595 1980 1094 6080 13704 20618 30 168256 26 14380 18250 8592 6415 150 83 323 132 469 2616 663 8058 27 72 1281 1051 475 178 298 67 369 818 28 92 1533 164 267 1418 8086 1085 5910 12 134 881 2500 1317 6282 29 80 Lagerhalter **************** 662 81 Leberarbeiter. 4558 15 2665 245 136 56 159 83 50 254 206 30 59021 200 106 16036 6199 8863 1677 1885 780 1800 4273 3057 81 82 Bithographen und Steinbruder.. 8242 888 83 Maler 14792 4539 806 13115 2700 1551 1486 7576 8550 2721 253 661 402 552 2160 1901 15 13490 32 2539 838 192 2791 184 173 866 3231 5874 25 25784 33 84 Maschinisten und Heizer. 4819 825 455 509 578 11) 405 3265 36 1) 3182 351 34 85 Maurer 77457 25450 360428 22524 11949 7062 86 Metallarbeiter.. 72695 21862 41436845 7600 5019 4445 37 Müller..... 3213 423 853 800 84 6313 88829 428 11464 16162 7825 10254 15173 20 13) 380594 35 15) 19286 19251 18346 7631 204 13150 21892 215942 86 668 134 287 960 1184 30 8230 37 88 Porzellanarbeiter 12229 1391 26444 2842 1440 22007 80218 8893 16) 3118 2584 5333 1026 7228 4713 15 15073 38 89 Cattler 3649 2129 1810 1245 256 2189 60 Schiffszimmerer.......... 2925 98 1269 11 820 30 80 429 68 724 753 5924 89 442 1003 183 652 23 40 4989 40 61 Schmiede....*********** 6786 1645 2688 550 77 30 920 820 20 2237 2762 271 871 1649 1811 4822 41 42 Schneider 16026 2616 19113 1880 63 5885 6447 95 86 236 922 257 3972 8425 20943 42 43 Schuhmacher... 19813 5094 28461 1149 596 1685 5117 2974 104 495 1316 4500 263 24530 43 44 Seelente 1976 2429 560 75 172 280 1382 853 10939 44 45 Steinarbeiter......... 10509 6748 142496 3620 898 881 17) 46 Steinfeger 3565 2389 19589 1665 245 1271 822 613 g 4383 1183 900 2604 2601 45 279 1167 1476 2368 46 47 Stultateure..******** 3865 1002 3716 500 306 1689 48 Zabatarbeiter... 19586 12022 33683 853 96 3902 26272 44585 18) 12380 4466 194435 380 144 85 47 2829 76 3780 7847 19600 48 49 Zapezierer.......... 3742 169 232 45 50 Zertilarbeiter 38969 11767 147810 2800 1824 5575 913 7416 30 140 128 159 269 673 630 50 8687 49 19922 819 2940 146 3120 8181 40 64693 50 51 Töpfer. 6512 1306 571940) 1055 1248 1401 8010 62 Bergolder. 1190 312 1422 1351 430 888 8189 60 187 2551 593 3425 3631 15 11633 51 115 96 186 412 452 40 4172 52 63 Werftarbeiter 306 904 1287 1209 24 109 1) 7661 1120 214 200 54 Bigarrenfortierer. 55 Bimmerer.. 268 40166 193 890 782 3654 5666 250 12127 85393 16644 5232 1227 2056 284 29 633 102 91 869 8758 2643 5940 1485 410 12591 50 2990 53 757 54 20 u. 40 71941 55 603559 64752 201020 1983140 138778 55435 804391 304677 652825 01524 131484 2958 4390 147488 102187 53029 3245 152419 182559 1307698 2131918 Anmerkungen zu Tabelle VI. Und Bemaßregeltenunterstügung. Berbandsorgan und sonstige Agitationsbruckfachen. Alle Ausgaben find nur für zehn Monate berechnet. Darunter 1000 zurückgezahltes Darlehen. 4) und Reiseunterfügung. Einschließlich ber bichreibungen für besondere Streit 2c. Fonds.) b 1. Oftober 1899. 7) Thells aus dem Generalfonds, theils aus den Fonds der Verwaltungsstellen.) Aus ben Kaffen der Berwaltungss Hellen Diefer Betrag in bei ber ben Berwaltungsstellen verbleibenden Summe abgerechnet, weil hier bereits in Ausgabe geftellt.( s find flatt M. 7227, weldje bie 50 pst. ausmachen, M. 2837 als Prozente berechnet.) Für 1) Darunter M. 234 056 fonftige Einnahmen für Lofale Swede. fünf Quartale. 10) Darunter M. 300 für Propaganda im Ausland.") und Unterfügung in Sterbefällen.) Darunter auch Ausgaben für Agitation, Druckfachen ufm. Darunter M. 27 900 an bte mitglieder bes fpäter übergetretenen Berbandes der Bolbarbeiter,") Ginfchließlich Arbeitstofens, Krantens 2c. Unterfügung. s) unb fonftige Bildungszwecke. 1) Die Unterftübungen werden von den örtlichen Organifationen geregelt und hat die Bentralftelle teine Uebersicht über diese Ausgaben. 1) Darunter M. 4930 Unterfügung in Sterbefällen. 19) Darunter M. 1000 zurückgezahltes Darlehen, sowie Beiträge für Agitation und Streits im Ausland.) Aus örtlichen Fonds der Zweigvereine sind noch za. M 10000 für Streits anderer Gewertschaften verausgabt.) Zurückgezahlte Darlehen zc.) Entschädigung für verbranntes Handwertszeug. .0001 Tabelle VII. Laufende Nummer Name der Organisation Einnahmen und Ausgaben der Gewerkschafts- Organisationen 1899, pro Kopf der Mitglieder berechnet. Jahreseinnahme der Organisation für Vereinszwecke Berbandsorgan Agitation Streits Jm Beruf Für andere Gewerkschaft. Rechtsschut Gemaßregelten Unterstügung Ausgaben Arbeitslosens Unterstügung Krankens Unterstügung Invaliden Unterstützung Umzugstoften und Beihülfe in Sterbe und Nothfällen Conftige M. M. M.| AB| M| A3|| M| A3 M[ A] M.[ 1s] M.| AM|| M|| M| AS 63 209 20 uaqv8sn Konferenzen versammlung. und Generals Verwaltungstoften ber Hauptkaffe Gehälter Ver waltungsmaterial Den Bahlstellen verblieben von ben Beiträgen 310 JUNE Mb| 3M|| M|| M.| M| in% 1 M| M 113 82 Summa der Ausgaben Kassenbestand uv Laufende Nummer 2 1 Bäcker Barbiere 12 64 217 181 110 137 03 94 19 20 3 Bauarbeiter. +775 139 15 224 13 10 4 Bergarbeiter + 233-86 30 06 15 2111 02 5 Bildhauer 25 17 190 42 436 6 Böttcher 889 161 37 263 7 Brauer. 15 87 125 79 584 323 73 07 20 05 13 14 28 8 Buchbinder 15 13 168 37 47 42 01 05 9 Buchdrucker. 59 98 05 10 Buchdruckereihülfsarbeiter 556 29 11 Bureauangestellte 635 211 117 09 98 79 04 30 36 15 02 165 04 12 Dachdecker... 407 104 12 121 07 13 Fabr.- u. gewerbl. Hülfsarb.. 755 45 14 Former. 1777 142 15 Formstecher 1025 249 16 Gärtner. +621 289 17 Gastwirthsgehülfen... 19 03 18 Gemeindebetriebsarbeiter 738 302 109 121 19 Glasarbeiter.. 10 57 295 20 Glafer.. 17 39 199 21 Graveure und Ziseleure... 15 20 215 22 Hafenarbeiter 728 08 23 Handelshülfsarbeiter 883 90 24 Handlungsgehülfen. 16 39 623 25 Handschuhmacher 26 Holzarbeiter.. 27 Hutmacher. 28 Konditoren 18 99 145 10 28 87 11111111111 11 132 09 05 35 993 09 11111 10 05 11 07 590 44 31 16 05 + 45 10 25 03 03 09 124 111 07 05 18 236 13 02 65 294 27 14 08 41 08 59 42 04 17 164 129 28 18 886 05 14 41 367 37 09 06 32 74 242 10 12 05 10 05 922 140 17 10 29 Kupferschmiede. † 1797 126 03 46 05 08 30 Lagerhalter 982 258 04 73 41 31 Lederarbeiter. 12 90 85 50 1099 04 02 32 Lithographen u. Steindrucker. 17 45 178 19 17 58 33 1111 33 Maler 1341 155 48 137 27 09 02 34 Maschinisten und Heizer 326 105 18 10 11 12 35 Maurer.. 14 24 104 34 484 30 16 09 36. Metallarbeiter 10 55 86 26 514 09 06 05 37 Müller 10 246 32 65 23 06 38 Porzellanarbeiter 1777 141 16 305 33 17 39 Sattler 836 129 75 46 44 09 40 Schiffszimmerer 795 140 06 79 41 Schmiede 10 26 202 49 80 16 02 01 42 Schneider. 831 132 21 157 11 43 Schuhmacher. +743 114 30 168 07 03 10 44 Seeleute.. 12 01 89 09 25 45 Steinarbeiter 18 69 105 67 14 25 36 09 OS +? 46 Steinfeger 11 21 107 70 5.87 50 07 38 47 Stuffateure 618 122 36 135 18 11 48 Tabafarbeiter 10 94 106 65 183 02 27 21 49 Tapezierer 528 106 05 07 01 50 Textilarbeiter. 786 102 31 391 07 03 15 51 Töpfer. 13 14 108 23 992-18 21 24 52 Bergolber 10 39 104 27 124 118 37 53 Werftarbeiter 720 11 33 47 44 54 Bigarrenfortierer. 2274 31 22 104 11 01 04 55 Zimmerer +15 75 169 51 360 70 22 05 111111111 18118FINIS 01 2.09 95 23 10 13 117 04 1111111111 897 239 +125 156 † 179 45 99 74 49 74 32 82 220 38 91 565 717 320 186 159 43 244 33 16 298 115 32 164 185 29 08 46 32 +264 349 77 27 24 48 30 09 59 143 26 20 52 29 85 426 6,61 1111111111111118111111111111115 t 436 604 17 23 314 140 244 111111111111 05 11111 1111938INNINNIOISENDINGIII1121 21 169 19 43 * 170 33 t 37 06 HILITI 27 59 09 05 61 120 04 31 84 50 01 19 14 03 36 78 17 03 02 25 38 20 02 156 33 08 35 * 1 61 16 27 ** 03 03 29 22 07 ÷ 23 13 33 66 04 10 107 |||-|-| 12-102-| 1|||||||| 4||| As 48 34 56 10 20 10 88 85 60 39 56 30 53 41 41 245 26 46 34 56 15 37 59 20 29 74 120 118 102 09 55 38 33 101 49 18 20 81 27 24 33 60 36 50 60 64 24 77 61 17 03 02 22 33 251*- 22 05 02 26 72 27 45 56 48 1/6 57 04 76 40 48 25 76 61 72 31 35 33 79 2-5 59* 20 09 47 41 15 01 02 70 15 21 22 22 21 51* 04 10 103*. 66 61 01 03 1111118 34 62 25 07 14 20 20 15 26 74 91 30 83 54 15 25 27 27 63 41 01 40 67 82 11 49 54 02 02 33 28 02 27 01 03 08 62 38 50 44 12 26 26 35 44 162 05 35 242 + i 24 20 40 111111111 50 331/3 25 20 10 56 11111111 281 12 83 23 02 584 +205. 176 2672 38 859 90 1 2 396 3 68 4 14 69 5 4 93 6 99 14 64 215 7 277 877 1917 8 117 37 94 103 40 9 11 281 325 10 74 524 111 11 379 28 12 21 38/ 2.08 498 411 13 198 1681 137 14 33 13 86 208 15 30 592 379 16 33/3 50 735+1784 110 763 17 542 287 18 83 41 10 19 706 19 177 901 9 20 20 20 236 12 15 10 21 21 282 548 5 33 22 457 841 254 23 138 1221 458 24 5. 116 16 50 24 63 25 30 269 940 403 26 124 2541 45 08 27 782 6 82 28 190 1256 25 97 29 619 202 80 57 1977 215 31 292 1156 9.94 32 270 784 1875 33 314 218 34 † 484 1251 6:09 35 254 10 62 453 36 248 902 325 37 174 16 79 19 41 38 209 692 608 39 314 685 6 31 40 129 805 544 41 172 6:69 613 42 145 565 324 43 492 840 793 44 17 68 101 45 44 1046 488 46 5 69 458 47 106 10,37 256 48 01* 04 03 08 19 18 50 246 449 181 49 53 02 08 08 40 172 823 83 50 55 03 44 59 63 15 202 1859 177 51 05 10 08 36 39 40 364 916 87552 +279 41 07 54 50 109 637 4 48 53 197 29 03 12 101 48 88 15 40 09 01 02 37 25 53 20 u. 40 303 11 62 38 42 54 821 55 + Siehe die Anmerkungen in Tabelle V und VI.* Einschließlich Ausgaben für Stellenvermittelung und Bibliotheken. Laufende Nummer Tabelle VIII. Name ber Organisation Uebersicht über die Beitragszahlung und die Unterfügungs Einrichtungen in den Gewerkschafts- Organisationen 1899. männlich Eintrittsgeld weiblich Beitrag pro Woche an Außerdem Extrabeiträge 25) 151.25 2) 20-35 40 20 125-225 5020) 30-45 75 30 ENNENTESTINORITESINIONTONNNENITOURISTENT männlich 111111111111111 THIT 10 15 100 ||||||| 15| 15||||||||||||||| 610 10 111111ISHALINIS weiblich Monat pro Quartal Delegirtensteuer 11118||||||||||||||| pro Jahr 10-50 10 pro Woche Verbandstage Verbands- organ AB pro Monat nach Bedarf vom Verein geliefert A 200 im Abonnement Abonnements Betrag pro Quartal Auflage des Blattes Erscheinungsfrist Die Organis fationen Reife Unterstügung gewährten Reise- Unterstübung Arbeitslof,-Unterst. Kranten Unterstütz. Invalid.- Unterstütz. Bug oad 2 pro Kilometer von den Zweig= vereinen geregelt Dauer der Bezugs berechtigung Betrage von bis zu A 1 Bäcker 50 80 20 10-25 2 Barbiere. 50 20 345678 Bauarbeiter. 50 3) 10-50 Bergarbeiter 30 40 10 Bildhauer Böttcher... Brauer. Buchbinder 50 50 60 100 50 20 100 450 33500 wöchentlich 1 mal 100 5200 wöchentlich 1 mal 145 7200 wöchentlich 1 mal 150 12000 wöchentlich 1 mal 75 10000 wöchentlich 1 mal Erpt. 5400 wöchentlich 1 mal 1 40 2000 monatlich 1 mal alle 14 Tage 19200 13 ||| 11.111 1) 100 ) 75-200 100 100 5) 50 u. 100 9 Buchdrucker. 100 110 10 Buchdruckereihülfsarbeiter 50 50 11 Bureau- Angestellte.. 30 12 Dachdecker.. 40 10) 20 F 13 Fabrit- und gewerbliche Hülfsarb. 20 71/2 10 14 Former 50 100 65 18000 wöchentlich 3 mal 1 1860 alle 14 Tage 50 1000 monatlich 1 mal 85 3700 monatlich 2 mal 1 65 33200 alle 14 Tage 11700 wöchentlich 1 mial 1 1 1) 100-125 15 Formstecher.. 50 20 25 16 wartner. 50 20 100 17 Gaft.virthsgehülfen 100 80 13) 10 150 18 Gemeindebetriebsarbeiter 50 15 10 15-10 80 700 2500 wöchentlich 1 mall 4600 alle 14 Tage alle 14 Tage 19 Blasarbeiter 50 ***** 15) 10-30 5-50 125 6000 wöd entlich 1 mal 1 20 Glaser. 50 120 3300 wöchentlich 1 mal 1 21 Graveure und Biseleure. 50 15) 30 75 2000 monatlich 2 mal 1 22 Hafenarbeiter 50 60 12000 alle 3 Monate 23 Handelshülfsarbeiter. 50 10 5-10 60 9500 alle 14 Tage 24 Handlungsgehülfen 100 100 100 1800 monatlich 2 mal 1 25 Handschumacher. 120 25 5-25 125 3900 wöchentlich 1 mal 75-100 26 Bolzarbeiter 100 68000 wöchentlich 1 mal 1 27 Hutmacher. 5-10 100 28 Konditoren. 2900 wöchentlich 1 mal 1 21) monatl. 2 mal 1 1 70 29 Kupferschmiede 500 100 4000 alle 14 Tage 80 Lagerhalter.. 31 Leberarbeiter 50 75 6200 22) monatl. 2 mal alle 14 Tage 1341 37 Müller. 33 Maler 35 Maurer 36 Metalarbeiter. 38 Borzellanarbeiter 39 Sattler.. 32 Sithographen und Steinbruder 34 Maschinisten und Heizer 50 100 80 27) 200 120 6000 wöchentlich 1 mal 1 16000 wöchentlich 1 mal 1 50 30 75 6000 monatlich 2 mal 50 100 84000 wöchentlich 1 mal 1 30 20 30 30 30) 10 80 89000 wöchentlich 1 mal 1 1881111111 100 75 75 120 2700 monatlich 3 mal 50 2533) 25-40 10 200 9500 wöchentlich 1 mal 32) 100 33) 66-233 50 25 5 80 4200 alle 14 Tage 42 Schneider 40 Schiffszin merer 41 Schmiede 43 Schuhmacher. 30 100 2200 monatlich 2 mal 50 25 100 6700 wöchentlich 1 mal 1 50 25 10 34) 5 11. 15 100 12000 wöchentlich 1 mal 30 15 10 95 18000 wöchentlich 1 mal 44 Geeleute. 150 35) 50 50 3000 alle 14 Tage 45 Steinarbeiter. 36) 25-50 46 Steinfeger 50 37) 20 11 90 6200 wöchentlich 1 mal 75 6000 alle 14 Lage 100 47 Stuttateure. 50 20 10-25 10-25 39) wöchentl.1mal 48 Zabatarbeiter 20 10-20 75 18400 wöchentlich 1 mal 11 49 Tapezierer. 50 15 50 Zertilarbeiter 20 10 50 60 4500 alle 14 Tage 41) 75 75 44000 wöchentlich 1 mal 61 Zöpfer. 50 020-30 150 7900 wöchentlich 1 mal 52 Bergolder 50 20 15 53 Werftarbeiter. 30 15 ||||| ༅||||| ཁཁ| ཁ|| 5|||| ཁ||°||| ཁ|| ༅ ।aa ༅|||:| mmm| 18 16) 211.3 11/2 1 54 Bigarrensortierer. 50 4025-75 55 Bimmerer. 50 46) 15-35 H- F- HI 150 532V Arbeitslosen= Unterstüßung Einnahme und Raffenbestand der neben der Zentralfaffe bestehend zum Verein gehörend.Kaffen pro Tag Beginn der Bezugsberecht. nach Dauer der Mitgliedschaft Bauer ber berechtigung Bezugs Einnahme 1899 Wochen Wochen Bestand Ende 1899 Laufende Nummer M. M. Wochen Mr. M 20 13 2008 5) 20.45) 0,50 1.100 50,500.0,75 $ 1,251.1,50 0,50 14 20 30 0,50 26 35 15 30 11111111 20) 101.20 15) 0,75-1,50 30 17) 8, 10 u. 1519) 9 u. 12 0,80-1, 1, 0,75-1,- 52 20 20) 0,70-1,35 135 1, 1,25 24) 1,50 36 1, 81) 15 25 33) 0,66-2,33 24 30 11111011111222122121111118112 52 10 26 26. 75. 7993 5) 52 6 7 8 10-40) 25167 712505 9 10. 10 11 1 12 13 8+71100 6657 14 +77 2188 15 +5 16 395 17 18 26. 10 19 26 3. 20 21 52 4 u. 6 22 52 6 +3000 23 52 8 24 8 25 26 52 10+3832767922 27 52 6 28 52 13 29 30 52 26 8-13 35)-> 31 32 + 14126+ 18097 33 34 35 56 37 52 13+ 35207+ 27608 38 39 40 52 6 41 20 42 14 18711 8078 43 44 45 38) 40) 18-26 20 30 +6026 46 47 +44614 48 +1579+1008 49 50 51 20 52 53 54 18 73901+45229 55 2 47) 120-240 2000 monatlich 1 mal 3000 alle 3 Monate 43) wöchentl.1mal 26000 wöchentlich 1 mal 1 45) 75 668660 46 20 9 2 Anmerkungen zu Tabelle VIII.) In jeder Bahlstelle M. 1, boch an einem Tage nur einmal.) Nach Dauer der Mitgliedschaft in jeber Bahlstelle. 3) Beiträge zum Streitfonds; nach Höhe des Arbeitsverbienftes während der Monate Mai- Auguft für 18 Wochen. Vom 1. November bis 1. März.) Nach Dauer der Mitgliedschaft( 26 und 52 Wochen) 50 und M. 1 bis zum Betrage von M. 20 refp. M. 45. Nach Dauer der Mitgliedschaft bis zum Betrage von M. 15, 20 und 40.) Feste Extrabeiträge in den Gauen für verschiedene Zwecke.) Nach Dauer der Mitgliedschaft. Invalidentaffe in Liquidation. Einnahme find nur Zinsen. 10) Während 36 Wochen im Jahr.") Pro Quartal. Publikationsorgan. In den Sommermonaten in den Zweigvereinen.) n einzelnen Filialen zur Unterfügung ertranfter Mitglieder.) Nach Höhe der Beiträge, Höhe der Unterstügung. 15) Im Sommer 2.) Pro Woche. 1) Zu jeder Generalversammlung. 19) Pro Woche Verheirathete M. 12, Lebige M. 9. Dauer der unterstügung nach Dauer der Mitgliedschaft. Nach Höhe der Beiträge, Höhe der Unterstügung.) Verbandsorgan der Müller. Berbandsorgan der Handlungsgehülfen. 3) In jeder Zahlftelle alle 3 Monate. 34) Für die Familien reisender verheiratheter Wittglieder.") Bis M. 36 im Jahr.) In 30 Sommerwochen 25, in 22 Winterwochen 15.") Im Sommer M. 2 Streitbeitrag. 2) Bom 15. November bis 15. März. In Orten mit einem Stundenlohn bis 35 20, in allen anderen Orten 25 8, doch nur für 40 Wochen im Jahr. 30) Ab 1. Jult 1899. Borher 20 und 5 4. Arbeitslofenunterstügung ab 1. Sult 1900. 3) Auf einer Reife M. 15. Im Jahr M. 30. 3) In jeder Bahlstelle M. 1. 3) Unterstügung nach Höbe der Beiträge.") Während 6 Monate im Jahr von männlichen Mitgliedern 15, von weiblichen 5. 35) Pro Quartal. 6) Die Höhe der Beiträge und die zu gewährenden Unterfügungen bestimmen die einzelnen Orte. Un die Zentralfaffe find pro Mitglied und Woche 20 abzuführen. 37) Bom 15. März bis 15. Dezember werden Betträge gezahlt. 3) In jeder Bahlstelle in einem halben Jahr einmal. Organ der Maurer.) Nach Dauer der Mitgliedschaft.) In jeder Filiale 75. Nach Höhe des Wochenverdienstes.") Organ der Tabatarbeiter.") Nach Söhe der Unterstügung. Richtet sich nach Dauer der Mitgliedschaft. In den 6 Wintermonaten 15 pro Woche. In den Sommermonaten bet einem Tagesverdienst von M. 3= 20, M. 1-25, M. 5-30, über M. 5= 35% pro oche. Im Jahr für Streitfonds.") In jeder Bahlstelle vom 1. Desember bis 81. März 75 b. Diese Beträge find in Einnahme und Kaffenbestand in Tabelle I eingerechnet. Weitab vom Wege der Organisierung stehen heute nur noch die Arbeiter, zu denen der Wellenschlag moderner Kultur nicht zu dringen vermag, deren abgelegener Wohnort, deren isolierte Beschäftigungsart, oder auch deren sie in engen geistigen Schranken haltende Erziehung und Weltanschauung sie von dem Hand- in- Hand- Gehen mit ihren Slaffengenossen vorläufig noch zurüdhält. Aber auch da geht es vorwärts! In den legten sechs Jahren, bon 1893 bis 1899, hat sich die Zahl der gewerkschaftlich organis fierten deutschen Arbeiter mehr als verdoppelt, indem fie von 223 000 auf über 580 000 gewachsen ist. Und bei dem breiten Arbeitsfeld, das der gewerkschaftlichen Agitation offen steht, ist an einen Stillstand noch lange nicht zu denken. Auch Ueberraschungen auf diesem Gebiet find nicht ausgeschlossen. Giebt es doch noch eine große Anzahl von Berufsvereinen und Verbänden, die heute noch nicht auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung fämpfen, dieser Bewegung fogar hier und da hemmend im Wege stehen, stehen, und die Soch über furz oder lang bon der tapitalistischen Entwickelung und be sonders auch von den Scharfmachern selbst mit deren offen zur Schau getragenen Plänen in die Reihen der kämpfenden Arbeiter werden getrieben werden. Wir denken an die christlichen Gewerk schaften" mit ihren mehr als 150 000 Mitgliedern, die Hirsch Dunderschen Gewerkvereine mit über 86 000, eine Reihe andrer freier gewerkschaftlicher Vereine mit fast 69 000 Mitgliedern. Außerdem Ob auch die Scharfmacher aus den Zahlen etwas lernen werden, bestehen noch Vereine für Boftbeamte mit 24 061, Eisenbahnbeanite mag diesen überlassen bleiben. Wen die Götter verderben wollen, 22 640, Privatbeamte 14 201, Wertmeister mit 34 962 Mitgliedern. den schlagen sie ja mit Blindheit. Und bis jetzt hat die Arbeiter Der Verband faufmännischer Vereine zählt 127 115, der Verband bewegung aus den Fehlern ihrer Widersacher immer noch am meisten deutsch- nationaler Handlungsgehilfen 32 014 Mitglieder. Ueberall profitiert. hier wird die Entwidelung noch mächtig aufräumen und der Klassen- sps sid jgnmasd tampf wird neue Bataillone gewinnen. Wir veröffentlichen vorstehend eine Anzahl von Tabellen, die von Fällen wohl noch zu gering, um besondre Erfolge erzielen zu genügende Entschuldigung vorhanden ist. Als genügende Ents der Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands zusammen- fönnen. Wir geben hier eine Zusammenstellung. Wie aus der schuldigung ist auch starker Betrieb oder sehr bedeutender Wagen gestellt worden sind und die mit ihren wuchtigen Zahlen die beste Tabelle VII hervorgeht, vereinnahmten die Gewerkschaften jährlich verkehr in den einzelnen Straßen anzusehen. Auch die schon Quittung bilden auf die von den Scharfmachern und deren Gönnern pro Kopf ihrer Mitglieder: Buchdrucker 59,98 M.; Hutmacher 32,74; früher erlassene Verordnung zur Regelung des Betriebes an Kreuzungsgegen die Arbeiter gerichtete Hehe. Nahezu 600 000 deutsche Arbeiter Bildhauer 25,17; Cigarrenfortierer 22,74; Gastwirtsgehilfen 19,03; itellen verschiedener Linien ist den Beamten in Erinnerung gebracht und Arbeiterinnen waren 1899 in einer den Principien der modernen Handschuhmacher 18,99; Steinarbeiter 18,69; Kupferschmiede 17,97; und deren strengste Befolgung angeordnet worden. An solchen Arbeiterbewegung entsprechenden Weise organisiert, davon allen 580 478 Former 17.77; Borzellanarbeiter 17,77; Lithographen und Stein- Buntten, wie auch an den gemeinsamen Einmündungsstellen in den gewerkschaftlichen Centralverbänden! Doppelt unangenehm bruder 17,45; Glafer 17,39; Handlungsgehilfen 16,39; Brauer verschiedener Linien, von denen stets der von rechts einlaufende Sürften den machtlüsternen und rückschrittlichen Herren, die sich über 15,87; gimmerer 15,75; Graveure 15,20; Buchbinder 15,30; Maurer Wagen den Vorzug hat, ist die Fahrgeschwindigkeit herabzusetzen. jede Regung der Selbständigkeit in der Arbeiterschaft ärgern, diese 14,24; Maler 13,41; Töpfer 13,14; Lederarbeiter 12,90; Bäder 12,64; Nicht dringend genug kann das Publikum vor dem Besteigen imposanten Zahlen sein, wenn sie bedenken, daß es erfahrungsgemäß Seeleute 12,01; Steinfeger 11,21; Tabatarbeiter 10,94; Glas- oder Verlassen von in Fahrt befindlichen Wagen gewarnt werden. die geistig am höchsten stehenden Arbeiter sind, die sich in den Ge- arbeiter 10,57; Metallarbeiter 10,55; Vergolder 10,39; Holzarbeiter Wenn man dem Bericht bürgerlicher Blätter glauben darf, so wertschaften organifieren, wie es auch in technisch- gewerblicher Ve- 10,28; Schmiede 10,26; Formstecher 10,25; Müller 10; Lager- scheint das Polizeipräsidium gegen einige grobe Ünzuträglichkeiten ziehung die geschultesten und leistungsfähigsten sind. halter 9,82; Konditoren 9,22; Böttcher 8,89; Handelshilfsarbeiter doch etwas energischer einzuschreiten. Die Beschwerden des Publikums 8,83; Sattler 8,36; Schneider 8,31; Schiffszimmerer 7,95; Tertils richten sich in legter Zeit vornehmlich gegen das Getöse, das die arbeiter 7,86; Fabrikarbeiter 7,55; Schuhmacher 7,43; Gemeinde- Wagen selbst oder beim Passieren der Schienenstöße und Kreuzungen betriebsarbeiter 7,38; Hafenarbeiter 7,28; Werftarbeiter 7,20; oder der Weichenzungen hervorrufen. Hier sind es meist die älteren Bureauangestellte 6,36; Stuccateure 6,18; Buchdruckerei- Hilfsarbeiter Wagen, die zu Klagen Anlaß geben. Die centnerschweren Eisen5,56; Tapezierer 5,28; Barbiere 2,17. teile unterhalb des Wagengestells werden allmählich durch die fortDie Tabelle VI zeigt uns die Verwendung der Gewerkschafts- gesezten Erschütterungen gelockert und ihr Slappern im Verein mit gelder. Die größten Aufwendungen wurden gemacht für Streit dem Rollen der Zahnräder und dem Domergepolter, das die plumpen unterstützungen mit 2 122 000 M., die Krankenunterstügung erforderte Wagenräder auf den Stößen, abgenutzten Schienen 2c. Hervorrufen, 652 825 M., die Fachzeitungen fosteten 603 559 M., für die jest in erzeugt eine ohrenbetäubende Mufit, welche die Anwohner im hohen 21 Verbänden eingeführte Arbeitslosen Unterstützung wurden Maße belästigen muß. Das Polizeipräsidium hat infolge dieser Be 304 677 M. aufgewandt, für Reise- Unterſtügung fast genau ebenso schwerden der Straßenbahngesellschaft unter Hinweis auf die Vorbiel, 304 391 m., für die Agitation endlich 201 000 m. Die andren schriften der Genehmigungsurkunde vom 4. Mai d. J. erneut ernste Ausgaben waren geringe. Vorstellungen gemacht und die Gesellschaft angehalten, sowohl die Aus der Tabelle VII ist zu ersehen, wie viel von den Beiträgen defekten Wagen reparieren, wie die Schienenstellen, welche das der einzelnen Mitglieder jährlich auf die verschiedenen Ausgabeposten Getöse mit verschulden, in ordnungsmäßigen Zustand versezen entfällt. zu lassen. Diese Verfügung ist in sehr scharfer Sprache gehalten. Die Tabelle VIII endlich giebt eine Zusammenstellung der bei Ihr Hauptinhalt richtet sich gegen die Unzulänglichkeit der den einzelnen Gewerkschaften bestehenden, die Beitragshöhe, die Reparaturwertstätten, die weder rüdfichtlich des Fachzeitungen, die verschiedenen Unterstügungsarten 2c. betreffenden Personals, noch rüdsichtlich des Materials den AnEinrichtungen. forderungen zu genügen schienen. Die Verfügung der AufsichtsAlles in allem genommen ist diese Gewerkschaftsstatistik wohl behörde( Polizeipräsidium und Eisenbahndirektion) spricht es offen geeignet, die Arbeiter von neuem mit Mut und Vertrauen in den aus, daß dieser Mangel wohl auf eine falsch angebrachte Fortschritt ihrer Sache zu erfüllen. Sparsamteit zurückzuführen sei. Einen etwas ernsten Hintergrund erhält diese Verfügung dadurch, daß hohe Ordnungsstrafen" angedroht werden, wie sie die Ziffer 26 der Genehmigungsurkunde bom 4. Mai d. J. vorsieht. Danach sollen bei Nichtinnehaltung der Konzessionsbedingungen er forderlichenfalls" die in dem Geseze über die allgemeine Landesverwaltung vom 30. Juli 1883 vorgesehenen Zwangsmittel" An wendung finden; und zur Sicherung der Aufrechterhaltung des sordnungsmäßigen Betriebs" ist die Verfügung von Geldstrafen in Zur Lokalliste. Der Arbeiterschaft stehen die Central- Festsäle Söhe bis zu 50.000 m. vorbehalten worden. Großes Vertrauen haben wir zur Polizei nicht, daß sie in diesem Oranienſtr. 180, Nachfl. Bruckmann, und das Dresdener Kafino, Dresdenerstr. 96, Inhaber Herzberg, zu den bekannten Bedingungen Fall sehr fest zugreift, aber es ist immerhin von Wert, daß die Aufsichtszur Verfügung. Im Bezirk Ost- Havelland stehen in dem Ort behörde die Schlamperei in diesem Betriebe rigt und damit bekundet, daß sie von den Zuständen orientiert ist. Marwig sämtliche Lokale zur Benugung. 60 Jahren. Dagegen erscheint die Zahl der 580 000 bis jetzt Von Merlino, dem Verteidiger des Attentäters Bresci, in Caftans Panoptikum die Gruppe, welche das Niederstechen eines Pardon wird nicht gegeben. Auf Anordnung der Polizei hat Organisierten doch nur gering und es giebt noch viel Arbeit, wird in einem hiesigen Blatt erzählt, wie er seiner Zeit eiligst ans chinesischen Borers durch einen Seefoldaten darstellt, aus dem Hausu den Prozentjag der Organisierten zu den Unorganisierten, der Berlin flüchten mußte, um nicht in die Hände der Polizei flur entfernt werden müssen. Die Scene zeugte von großer Ge jezt 11:71 beträgt, in die Höhe zu treiben. our state Betrachten wir die einzelnen Centralverbände auf ihre Größe ou fallen, die den Auftrag hatte, ihn nach Italien aus- schmadlosigkeit, an der sich aber alldeutsche Art heute begeistert. hin, so ragen ganz besonders hervor der Metallarbeiter Verband zuliefern. Die Darstellung bedarf in einigen Punkten der Ermit 85 013, der Maurer- Verband mit 74 534 und der Holzarbeiter gänzung. Verband mit 62 570 Mitgliedern. Es ist vielleicht kein Zufall, daß Es war im Jahre 1892, als Liebknecht von einer Seite, die es fich gerade in jenen Berufen, aus denen seit Jahren die gewissen mußte, die Mitteilung bekam, die Polizei beabsichtige, den hier hässigsten Arbeiterverfolgungen seitens der organi in Berlin sich aufhaltenden Anarchisten Merlino auf Reklamation der fierten Unternehmer gemeldet werden, der Metallbearbeitung und italienischen Behörde auszuliefern. Die Entscheidung war bei der Behörde dem Baugewerbe, die größten Gewerkschaftsorgani- noch nicht getroffen, man ließ aber Merlino bewachen, um ihn nicht fationen gebildet haben. Allzu scharf macht eben fchartig! Die nächstgrößten Gewerkschaftsverbände haben die Textilarbeiter aus dem Auge zu verlieren. Den Parteifreunden in Berlin Brüsseler internationalen Kongresses Das fruchtbarste Arbeitsfeld für die gewerkschaftliche Organisation werden freilich auch in Zukunft die gänzlich unorganisierten Arbeiterschaaren bilden. Wie aus der ersten der von uns veröffentlichten, als„ Tabelle V" bezeichneten llebersicht hervorgeht, giebt es in den Berufen, für die centraliſterte Gewertschaften bestehen beinahe fünf Millionen Arbeiter, die für die Organisierung in Frage kommen können, fönnen, nämlich solche zwischen 18 und 1290330 hilj Tokales. didys isa hi ho Zur Naturgeschichte des Pantheonplans schreibt man uns: alle berühmten Männer beigejezt werden sollen, ist nicht, wie man Der Plan zur Errichtung eines Pantheons in Berlin, in welchem allgemein annimmt, ein Produkt der diesjährigen Hundstage, sondern dieser Gedanke spult schon seit längerer Zeit. Dieſelben Leute, von denen die kuriose Anregung jetzt ausgeht, haben dieses Projekt schon seit vielen Jahren im Auge. Es ist der Lieblingsgedanke eines industriellen Verlegers. Schon vor 4-5 Jahren wurde in einem mit 37 700, die Bergarbeiter mit 33 000, die Buchdrucker mit 26 300, war Merlino fast ganz unbekannt, nutr einige Be- hiesigen Lokalblatt in einem bandwurmartigen Artikel diefer Gedanke auf das eifrigste erörtert und auch später ist wiederholt darauf zurückdie Zimmerer mit 23 700, die Fabritarbeiter 22 die Tabat- fucher des arbeiter mit 18 400 und die Schuhe mit 2000, 1000 Wit- fich feiner. Er lentte hier durch seine heftige Polemit gegen die Begriffen worden, so tebe der Gebante, wenn auch nicht fallen Die Presse ist damals auf dieses Reklamemanöver gliedern d italienischen Delegierten, die ihn als Anarchisten zum Kongreß nicht gelassen, wie man jetzt sieht, so doch vertagt. Jetzt scheint ein neues Es ist jedoch beachtenswert, daß es feineswegs immer die der zulassen wollten, die Aufmerksamkeit auf sich. In Belgien selbst war Reklamebedürfnis vorhanden zu sein und so wird der Gedanke von Mitgliederzahl nach stärksten Verbände sind, die in der Organisierung er bereits ausgewiesen und hielt sich nun auf dem Kongreß neuem aufgegriffen. ihrer Berufsgenossen die höchsten Prozentzahlen erreichen. Der unter dem Namen Lewy auf. Sobald die Behörde Wind bekam, Metallbearbeitung thätiger Beret nur 16.62 803 bet ieder wer eigentlich hinter dem Namen Lewy steckt, mußte Merlino Brüssel Als ich am vergangenen Sonntagvormittag bu, börte ich auf bis jetzt von 18 bis 60 Jahren in verlassen. er war es erinnerten Christliche Sitten. Ein Leser unfres Blatts schreibt uns: 3/411 Uhr vor dem Stralauer Thor Nr. 31 vorüberfam, Reihen gezogen, der Maurerverband allerdings 24,39 Proz., der Holzarbeiterverband nur 18,63 Proz., der Verband der Textilarbeiter Merlino war in Italien ein überaus reger Agitator gewesen dem dort befindlichen Lagerplaz für Nuzhölzer ein eifriges Hämmern. gar mur 6,97 Proz., die Bergarbeiter 6,89 Proz.; die Buchdrucker und hatte sich infolge seiner anarchistischen Propaganda eine Gefängnis- Ich fah nun dort etwa 25 Zimmerer mit dem Bearbeiten von haben in ihrer alten, gefesteten Organisation die zweithöchste Prozent- ftrafe von 6 Jahren in Italien zugezogen, die anzutreten Hölzern beschäftigt, die zu Baraden nach China verwandt aiffer, nämlich 64,28; der Zimmererverband weist dann wieder nur er keine Lust zeigte, weshalb er nun in aller Herren Länder werden sollen. Sollte dies nicht ohne Störung der Sonntagsruhe 18,69 Proz. Organisierte auf. fertiggestellt werden können? herumirrte. Daß die italienische Regierung ihn gern in die Mehrfach find es sogar verhältnismäßig fleine Organisationen, Finger bekommen wollte, ließ sich denken. Es hieß also Botanischen Gartens fann in der Zeit von 4 bis 7½ Uhr Die zweite diesjährige Blüte der Victoria regia unires die sehr hohe Prozentzahlen der im Verband organisierten Berufsschnell handeln, genoffen erreichen. Den Vogel schießen hier die Bildhauer ab. der preußischen Polizei zu um den Mann nicht in die Gewalt abends voraussichtlich auch noch am Sonnabend in Augendie von den geschätzten 6000 organisationsfähigen Berufsgenossen bringen. Den Parteigenoffen schein genommen werden. Aber auch sonst ist ein Besuch des in Deutschland 4098 organisiert haben, das macht 68,30 Brez.! Es war aber nun vollkommen unbekannt, wo Merlino fich auf Gartens noch sehr lohnend, da zur Zeit auf den Beeten der Nutzfolgen die Buchdrucker mit 64,28 Pro3, Kupferschmiede halten konnte, denn hier hatte er absolut keine Beziehung, feine Anpflanzen in der Nähe des Botanischen Museums, sehr interessante 45,86 Proz., Handschuhmacher 43,73 Prog, Glafer 29,75 Broz., wesenheit war ganz unbekannt. Pflanzen in Blüte stehen bezw. Früchte angesetzt haben. Dazu ge Stuccateure 28,96 Broz. Ueber 20 Proz. Organisierte Aus derselben Quelle, wo die Warnung floß, kam nun die hören Hanf und andre Gespinstpflanzen, mit grünen haben dann noch in ihren Berbänden die Porzellanarbeiter, Litho- Mitteilung, daß Merlino ein regelmäßiger Besucher der König- Früchten bedeckte Tomaten stauden, der Thymian mit seinen graphen, Schiffszimmerer und Werftarbeiter, Maurer, Tapezierer, lichen Bibliothek sei. zarten weißen Blüten, der gelblich blühende Bauerntabat( Nicotiana Buchbinder, Steinjeßer, Seeleute und Böttcher. Schnell übernahm nun Genosse Richard rustica) und der echte Tabak( Nicotiana tabacum) mit feinen Was den Anschluß der in den verschiedenen Berufen thätigen Fiſcher die Miſſion, Merlino aufzusuchen, um ihn von der prächtigen rötlichen Blüten und den schönen breiten Blättern, das Frauen an ihre Organisationen betrifft, so ist darüber noch nicht drohenden Gefahr zu verständigen. Daß wir richtig unterrichtet Pfeffer- oder Bohnenkraut, die sich an hohen Stangen aufwindende viel Erfreuliches zu melden. Von den aufgeführten 55 Gewerf waren, zeigte sich am Eingang der Bibliothet, wo sofort ein unserm türkische Bohne, die in scharlachroten Blüten prangt, ferner Mais schaften hatten 19 auch weibliche Mitglieder. Aber insgesamt Genoffen bekanntes Polizeigeficht auftauchte. Fischer schaute sich schnell und Buchweizen sowie die hohen Stauden der Neger, Zucker- und waren nur 19 280 Arbeiterinnen organisiert, das macht nur im Lesesaal herum, denn mit Sicherheit hatte er selbst den Gesuchten Stolbenhirse mit ihren gelb- braunen buschigen Rispen an der Spize aus die in toucis hey Spige 2,35 Prozent von den für die deutschen Gewerkschaften als nicht mehr in der Erinnerung. Er beging aber keinen Fehlgriff, als und noch viele andre mehr. organisationsfähig in Betracht kommenden mehr als 820 000 er er einen eifrigen Leser auf die Schultern flopfte und Merlino- denn Eine Belohnung von 1000 M. hat die Firma 2. Haurwik werbsthätigen Frauen! Da giebt es noch sehr viel Arbeit zu ver= in englischer Sprache von der Situation unterrichtete.. Co. in der Grünauerstraße ausgefegt für die Ermittelung der richten, und die zuführung der Arbeiterinnen zu ihren Organisationen Bald verließen beide die Bibliothet, gefolgt von dem Kriminalbeamten, jenigen Person, die durch vorsätzliche Brandstiftung das am Softbuſer erscheint uns als der durchaus wichtigste Teil der sogenannten Frauen- der sie nicht aus dem Auge ließ. Schließlich gelang es Merlino, bat, sodaß die gerichtliche Bestrafung des Thäters erfolgen kann. Damm belegene Dachpappen- Fabritsetablissement in Brand gesetzt bewegung. Immerhin find ja auch auf diesem Gebiet schon Fortschritte zu im starken Verkehr in der Brüderstraße in eine Seiten Die durch die Kriminalpolizei angestellten Nachforschungen haben verzeichnen. Von den in der Schuhmacherei thätigen Frauen find gaffe zu verschwinden, während sich sein Begleiter recht auf mit absoluter Sicherheit ergeben, daß das Feuer durch vorsätzliche mehr als 17 Proz. organisiert, von den Buchbinderei- Arbeiterinnen fällig dem Beamten zeigte. Der Coup gelang, der Beamte Brandstiftung herbeigeführt worden ist. Der von mehreren 15,45, von den Druckerei- Hilfsarbeiterinnen 12,22 Proz. Aber geringe Durchschnittszahl von nur 2,35 Proz. Organisierten zeigt und hatte so das ber die glaubte, andre, Seiten ausgesprochene Verdacht, daß der Thäter unter Arbeitern zu atte to bas Entweichen Merlinos nicht bemett, während er fuchen iſt, bie am Tage vorher infolge eines Stonſlitts mit der uns doch, daß auf diesem Gebiet noch sehr viel zu thun übrig ist. dem Genossen Fischer nachtrottete. Später fand sich Merlino, wie Fabrikleitung zur Entlassung gekommen find, In manchem Gewerbe liegen ja die Verhältnisse so, daß erfolgreiche vorher verabredet war, bei einem Parteifreund ein, von wo seine bestätigt. Es liegt auch nicht der geringste Grund zur Annahnie Stämpfe ohne die Anteilnahme der Frauen gar nicht möglich sind. eines derartigen Nacheatts vor. Trotzdem muß der Verbrecher eine Aber noch etwas ist den Gewerkschaften nötig, wenn sie ihre weitere Abschiebung ins Werk gesezt wurde. Berson sein, die die Verhältnisse des Etablissements genau kennt und Kämpfe siegreich bestehen wollen: gefüllte taisen! Und auf 1893 erschien Merlino wieder auf dem internationalen Kongreßt der Fabrik Bescheid weiß. Denn nur so erklärt es sich, daß der Geliot die bie man ben den berger ve diesem Gebiet find die Fortschritte der Gewerkschaftsbewegung am in Zürich. Nachdem hier die Scheidung von den Anarchisten voll Brandstifter unbemerkt auf dem Grundstück Zutritt fand und die allerbedeutendsten. Dit a h Die 55 Gewerkschaftsverbände erzielten im zogen war, beteiligte er sich an dem Sonderkongreß, den Werner, Vorbereitungen zu der Katastrophe treffen konnte. Jahre 1899 eine Einnahme von mehr als 72/3 Millionen Nieuwenhuis u. a. abhielten. Später ist er nach einer allDie Verhaftung eines Schuhmanns erregt im Stadtteil Mark, von denen für die Zwecke der Gewerkschaften nahezu gemeiner Amnestie nach Italien zurückgekehrt. In feinen An Moabit Aufsehen. Während die Frau des Schutzmanns N. sich zu 61/2 Millionen wieder ausgegeben wurden. Au Vermögen be- schauungen näherte er sich immer mehr der Socialdemokratie, so ihrer Erholung auf dem Lande befand, bediente sich der Beamte faßen die Verbände am Jahresschluß die stattliche Sumune von daß er vor einigen Jahren mit dem Anarchismus gänzlich ge- eines zwölfjährigen Mädchens zum Einholen von Lebensmitteln. 5 577 546 Mark. Das sind immerhin schon Summen, mit brochen hat. denen sich etwas machen läßt, und nichts zeigt beffer den Das Mädchen ist nun mit der Behauptung aufgetreten, daß. fich STI R. in unfittlicher Weise gegen sie vergangen habe. N. bestreitet dies Fortschritt auf gewerkschaftlichem Gebiet als die Thatsache, daß die Die Straßenbahngesellschaft hat abermals neue Bestimmungen entschieden. Jahreseinnahme seit 1891, also im Laufe von 8 Jahren, von noch und Erweiterungen älterer Verfügungen an die Fahrer und Schaffner nicht 18 Millionen auf die erwähnten 72/3 Millionen an- erlassen, deren ſtrikteſte Befolgung den Beamten zur Vermeidung Ein folgenschweres Wagestück unternahm am Freitagmorgen Bruder mit 1 Millionen, es folgten die Maurer mit 1 060 000 m., die einzelnen Züge auf offener Strecke genügenden Abstand zu Kneiperei auf dem Nachhausewege im Kreise von Bekannten und kam gewachsen ist. Die größte Jahreseinnahme erzielten die Buch von Betriebsunfällen angeordnet ist. Im mechanischen Betrieb haben um 31½ 1hr der 22 Jahre alte Kanzleibeamte Konrad Meßhage aus der Zorndorferstraße 52. Er befand sich nach Beendigung einer die Metallarbeiter mit 896 000 und im weiteren Abstande die wahren. Dieser muß so bedeutend sein, daß bei einem plötzlichen auf den tollen Einfall, einem Freund in der Richthofenstraße 24 eine Zimmerer mit 373 000 M. Jährlich über 100 000 m. vereinnahmten Halten des Vorzuges auf offener Strecke der nachfolgende Wagen Ueberraschung zu bereiten. In seiner gehobenen Stimmung kletterte sechzehn Gewerkschaften. Ueber 100 000 m. Vermögen besaßen nicht in Gefahr tommt, auf diesen aufzulaufen. Hält ein Wagen an die Buchdrucker( 23/4 Millionen!), die Maurer, die Metallarbeiter, die der Haltestelle, so hat der Fahrer des nachfolgenden Waggons recht- Stocks gefaßt, in dem der Bekannte wohnt. Hier glitt er ab und rechter am Hause hoch und hatte mit einer Hand den Balkon des ersten Holzarbeiter, die Zimmerer, die Porzellanarbeiter, die Buchbinder zeitig, d. h. bei einer Entfernung von 50 Metern den Strom auszuschalten fiel rüdlings auf die Bordschwelle. Bewußtlos brachten ihn die Bes und fich der Handbremse zu bedienen. Die Fahrgeschwindigkeit auf den einzelnen Teilstrecken, die nach Maßgabe des Verkehrs geregelt ist, gleiter nach einer Rettungswache, von wo ihn ein Lückscher Wagen darf auch bei Verspätungen nicht erhöht werden. Das zu frühe nach dem Krankenhaus am Friedrichshain abholte. Er hat einen Eintreffen der Waggons an den End- Haltestellen ist bei Strafe ver- doppelten Schädelbruch davongetragen. boten. Ebenso wenig dürfen die Wagen auch bei schwachem Verkehr Beide Pulsadern aufgerissen hat sich an den Armen die früher als zur vorgeschriebenen Zeit die einzelnen Kontrollstellen er- 25 Jahre alte Ehefrau des Kaufmanns Smatalla aus der OberDabei ist die Höhe der in den einzelnen Gewerkschaften zu reichen. Ein veripätetes Eintreffen an den End- Haltestellen wird wasserstr. 10. Nach einem Ausgange entstand am Freitag früh gegen zahlenden Beiträge außerordentlich verschieden und in vielen weder mit Strafe noch mit einem Verweise belegt, sofern eine 1 Uhr in der Wohnung ein Wortwechsel zwischen den Eheleuten, zu und die Hutmacher. Alle die Millionen, die hier als Kriegsschatz bereit liegen, mußten von den Mitgliedern Groschen für Groschen verdient und zusammengeitenert werden! Gerade wenn man sich die Entstehung dieser Summen vergegenwärtigt, erkennt man so recht die materielle und moralische Bedeutung der Arbeiterbewegung. mb shoi@.01 dem die sehr eifersüchtige Frau den Anlaß gegeben zu haben scheint. Dammtveg gehoben wird, womit eine ganze Reihe Uebelstände| Von den Arbeitern wurden mehrere unter den Trümmern begraben In der Erregung und But schlug die junge Frau mit beiden Händen verschwinden werden. Einmal erfolgt damit die Aufhebung und bei den sofort eingeleiteten Aufräumungsarbeiten ein Arbeiter in die Glasscheibe der Zimmerthür und durchschnitt sich die Gelente. der gefährlichen Uebergänge über den Schienenweg für Paffanten tot und ein andrer schwer verlegt hervorgeholt. Nachdem eine Verblutung der Frau durch einen Notverband ver- und Fuhrwerte, sodann wird aber auch Baumschulenweg einen ge Ueber das Bahuunglück bei Konstanz werden unterm hindert war, führte ein Lückscher Wagen die Schwerverwundete, die regelten Eisenbahnverkehr und Nixdorf seine längst fonzessionierte 30. August noch folgende Einzelheiten gemeldet: Der Schnellzug 49 fehr viel Blut verloren hatte, nach der Charité. elektrische Straßenbahn nach Treptowo erhalten. In der Eisenbahne Aus dem Fenster gestürzt ist gestern Nachmittag das 31/ 2jährige Söhnchen der Sternschen Eheleute, Gneisenaustraße 25 wohnhaft. Der Knabe fletterte in einem unbewachten Augenblick auf das Fensterbrett, verlor das Gleichgewicht und stürzte aus der dritten Etage auf den gepflasterten Hof, wo er mit zerschmetterten Gliedern liegen blieb. Ein schnell herbeigerufener Arzt stellte eine schtvere Gehirnerschütterung fest und ordnete die schnelle ueberführung in ein Krankenhaus an. direktion ist man jetzt mit Aufstellung des Projekts für den Bahnumbau beschäftigt. Weizen, gut D.-tr. 15,70, tittel digering Moggen, gut mittel " *) Gerste, gut do. Banch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter Gier Karpfen Aale 41,60 1,20 " Kartoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg 6 " 15,50 1,20 1" 14,80 14,78 "> 1,60 1,10 " 14,78 14,77 1,601, " gering " 14,76 14,75 1,60 1,20 " mittel gering " 15,40 14,90 14,80 14,40 14,30 13,90 2,80 2,20 60 Std 4, 2,40 1 kg 2,40 1, 16,10 15,20 2,80 1,20 " " mittel gering 15,10 14,20 14,15 13,20 Bander 2,60 1,20 Hechte 2,20 1,20 histroh Barsche 1,80 0,80 en Schleie 2,50 1,20 10, 25, Bleie 1,40 0,60 Krebse per Shot 20,00 2,50 entgleiste am 29. August, nachmittags, 200 Meter vor der Haltestelle Segne. Er bestand aus zwei Lokomotiven, neun Personen und zwei Gepäckwagen. Die erste Maschine stürzte rechts hinab, die Aus Rigdorf. Die Stadtverordneten- Bersammlung wird dem zweite hat sich in den Bahndamm eingebohrt. Der Tender der nächst die Auslosung der in diesem Jahre ausscheidenden Stadt- legteren wurde plattgedrückt, der vordere Personen- und Gepäckverordneten vornehmen. Es scheiden aus der 3. und 1. Abteilung je 5, wagen zertrümmert, ineinander und aufeinander geschoben. aus der 2. Abteilung 6 Mitglieder aus, die bekanntlich wieder wähl Die Schienen, Schwellen und Stangen sind verbogen bar find. Bei der am 1. Dezember d. J. stattfindenden Volkszählung und umhergestreut. Es ist ein Chaos, größer als seiner wird sich höchst wahrscheinlich ergeben, daß Rigdorf 90 000 Ein Beit bei Sugstetten. Die hinteren Wagen sind ziemlich Als Leiche wiedergefunden wurde am Donnerstagnachmittag wohner überschritten hat und wird dann im nächsten Jahre die unbeschädigt geblieben, darunter der durchgehende Wagen zweiter der am 29. Juli 1885 geborene Sohn Franz der Metalldreher Zahl der Stadtverordneten von 48 auf 60 zu erhöhen sein. Klasse Straßburg und zweiter und dritter Klasse Mannheim. Der Schmidtschen Eheleute aus der Belforterstraße 12. Franz Schmidt, Auf dem Rieselgute Waßmannsdorf ist in diesem Jahre Personenverkehr wird durch Umsteigen bewerkstelligt, der Güterder mit seinem Vater zusammen in einer Fabrit arbeitete, die Ernte im allgemeinen nicht so gut ausgefallen, als im Vorjahre, verkehr ist eingestellt. Die Betriebsstörung dürfte einige Tage war nach dem Mittagessen am Montag verschwunden, ohne was auf die Nachtfröste im Monat Mai zurückgeführt wird, welche dauern. Die Linie ist ziemlich gerade. Der getötete Fischhändler daß in der Fabrik oder in der elterlichen Wohnung etwas die Saaten des Winterroggens vielfach zerstört haben. Das Sommer- Wall ist fürchterlich augerichtet. Die Leiche nußte mit Art und borgegangen war, das ihn dazu hätte veranlassen tönnen. Donners getreide dagegen läßt nichts zu wünschen übrig. Die Niesel- und Bebeeifen aus den Trimmeru befreit werden. Die Ursache der Ent tag landeten Arbeiter der Hochbahn an der Bellealliance- Brücke die Naturwiesen haben unter dem Frost so stark gelitten, daß der Gras- gleifung ist noch nicht bekannt; vermutlich hat der moorige UnterLeiche eines Knaben, in der der Vater die feines Sohnes erkannte. schnitt drei Wochen später als sonst beginnen konnte. grund infolge des Regenwetters der letzten Tage nachgegeben. An Bei ihr bestand sich ein Bettel, auf dem Franz Schmitdt von dem Stadtverordneten- Sigung in Spandau. Von den Stadt der gleichen Stelle fand im Februar eine Entgleisung statt. Elternhaus Abschied nimmt und als Grund für den Selbstmord nur verordneten Scholz u. Gen.( Soc.) wird eine Juterpellation einangiebt, daß er nicht anders gekommt habe. Weder die Eltern, noch gebracht: Welche Vorkehrungen der Magistrat zu treffen gedenkt, Marktpreise von Berlin am 30. August 1900 die sechs Geschwister können das Nätsel lösen. nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidinms. dum eine Coatsnot, wie die gegenwärtige, in Zukunft zu verhüten." Ein Fabrikbrand, der leicht große Ausdehnung annehmen Auch Stadtv. Bichalig befragt den Magistrat in dieser Angelegenheit. founte, alarmierte Freitagabend 81/2 Uhr fünf Löschzüge nach Der Oberbürgermeister will diese Interpellation erst in der Rungestraße 21. Das mit Fabrikbetrieben boll befeßte Grundstück nächsten Signng beantworten, weshalb dieselbe auf die birgt u. a. auch verschiedene Färbereien und Wäschereien. Im zweiten Tagesordnung der nächstfolgenden Stadtverordneten- Sigung gesezt Stock des linten Seitenflügels befindet sich die Butzfedernfabrit werden wird. Die elektrische Straßenbahn Spandaus ist in den von Löwinsohn, während darunter der Berliner Spediteur- Besitz der Allgemeinen Elektricitätsgesellschaft übergegangen; es liegt Verein Lagerräume eingerichtet hat. Das Feuer tam in der Buz- nun der Entwurf zu einem Ergänzungsvertrag mit dieser Gesellschaft, federnfabrik aus und wurde glücklicherweise sofort von einem Boden zu dem bis zum Jahre 1942 laufenden Hauptvertrage der Stadtmeister bemerkt, so daß die herbeigerufene Feuerwehr noch rechtzeitig verordneten- Versammlung zur Genehmigung vor; Stadtverordneter eingreifen und die Gefahr mit einem Rohr beseitigen fonnte. Es pied( Soc.) beantragt die Bertagung der der Borlage, da δα verlautete, daß einige Zeit vor Ausbruch des Feuers in dem bezüger und seine Freunde hierzu verschiedene Anträge einbringen werden, lichen Raume geräuchert worden sei, doch ließ sich die Richtigkeit insbesondere auch betreffend Regelung der Lohn- und Arbeitsdieser Angabe nicht feststellen. lol verhältnisse der Angestellten der Straßenbahn und betreffend ErSpeisebohnen 45,- 25, Fenerbericht. Donnerstagabend hatte Chauffeestr. 46 das Ge- richtung einer Bensionstafse. Wegen Kürze der Zeit konnte dies Linfen 70. 30, bält über einer Schmiede Feuer gefangen. Das Aufreißen der noch nicht geschehen. Stadtb. Neupert beantragt, die Allgemeine +) ab Bahn.( tt) ab Bahn, frei Haus.*) fret Wagen und ab Bahn, Ballenlage nahm die Wehr lange Zeit in Anspruch. Bald darauf Elektricitäts- Gesellschaft vertraglich zu verpflichten, unter andern Produktenmarkt vom 31. August. Am Getreidemarkt machte sich war Weißenburgerstr. 88 ein Wohnungsbrand abzulöschen. Gegen eine Straßenverbindung nach dem Friedhof.( welcher fern ab heute die Realtion ber gestrigen Sauffebewegung geltend. Doch erstreckte Mitternacht erfolgte Bernauerstr. 66 eine Lampenerplosion in einer von jeder Verkehrsstraße liegt) zu errichten. Diese Anträge sich der Rückschlag nur auf die Weizenpreise, die burch lofale Abgaben, vor: Werkstatt, wobei Stoffe und Kleidungsstücke in Flammen aufgingen. werden von dem Oberbürgermeister Kölge und den Stadtvv. Reinecke, wiegend mattes Ausland und gesteigertes Angebot von Inlande start ge Ein Rohr hatte längere Zeit Wasser zu geben, um das Feuer zu Jenne, Müller und Kühne bekämpft. Bergebens wiesen unfre Gebrüdt waren. Am Frühmartt gab Weizen 0,50 M., niittags weiter 1 m. dämpfen, fast gleichzeitig mußte Grüner Weg 15 ein unbedeutender nossen Ducksch und Rieger darauf hin, daß die jetzige Gelegenheit nach und schloß reichlich 1,50 W. billiger als gestern. Dementgegen fonnte Fabrikbrand beseitigt werden. unmöglich ungenützt vorübergehen dürfe, sonst sei bis zum fich Roggen gut behaupten. Obwohl die gestern erwähnten Gerüchte über Jahre 1942, in welchem der Vertrag abläuft, nichts mehr von einen ungünstigen Ausfall der Kartoffelernte im In- und Auslande von Im wissenschaftlichen Theater der Urania, Taubenstraße, der Gesellschaft zu erreichen. Die Lohnverhältnisse der An- teiner Seite bestätigt wurden, blieb Nachfrage nach Roggen vorherrschend, Am Markt für Futterartifel bedürften dringend eines durch die Vortrag wird nur noch in der nächsten Woche wiederholt werden. der Fassung der Magistratsvorlage unverändert angenommen. Paris" heute( Sonnabend) zum 50. Male wiederholt werden. Dieser Der Vertrag wird schließlich unter Ablehnung des Antrags Pied in blieb Safer aus den befannten Gründen fest, aber sehr still. In der stetigen Preissteigerung für Mais war ein Stillstand eingetreten; Ware Alsdann soll der neue dekorative Vortrag" Auf den Wellen des Nach einer mehrstündigen erregten Debatte, an welcher sich unsre fefter. per nächste Woche war zum heutigen Preise zu haben. Rüböl lag etwas Oceans", welcher uns eine ausführliche Schilderung der Entwicklungs- Parteigenoffen Rieger, Echolz und Ducich in besonderem Maße bes gitterungsübersicht vom 31. August 1900, morgens 8 Uhr. geschichte des Seewesens geben wird, zur Aufführung gelangen. teiligten, wird der Antrag des Magistrats, den bereits er Die öffentliche Goethe- Feier des Giordano Bruno- Bunds für ein folgten Antauf der Höftschen Baustelle( welche an heitliche Weltanschauung findet Sonntag, den 2. September, 12 Uhr, im Beethoven- Saale der Philharmonie statt." Wilhelm Bölsche hält die Feftrede geblich zum Zweck der Durchlegung einer neuen Straße gebraucht Stationen über Goethe. Luise Dumont und Mar Martersteig sprechen Goethesche wird) nachträglich zu genehmigen und die KaufDichtungen. Paul Schmidt tonzertiert auf dem Mustel- Harmoniumt. Das summe von 30 000 3 bewilligen, in namentlicher Waldemar Meyer Quartett trägt Opus 76 von Haydn vor. Rudolf von Abstimmung mit 21 gegen 13 Stimmen abgelehnt. Milde fingt eine Hymne von Beethoven. Die Festbühne ist mit Bildern von Fidus geschmückt. # 吃 Aus den Nachbarorten. Dermischtes. *) Bafer, gut Erbfen Wetter Stationen Wetter Camburg Sinembe 770 NW 772 NNW Bin 770 Sil Franff./M. 771 OSO 3h16. bed. 15 paparanda 762 NM 4 better 2 Dunst 11 Petersburg 764 NNW 13 15lb.beb. 11 -Heiter 2 heiter 771 Still 770 Still heiter -heiter 16 Sort 14 Aberdeen 9 Bari 768 S 5 Regen 16 762 S 7719 2 bedeckt 14 2Nebel 12 11 Wetter Prognose für Sonnabend, den 1. September 1900. Etivas wärmer, zunächst meist heiter und troden, bei mäßigen füdwests Berliner Wetterbureau. Briefkasten der Redaktion. Das Braunkohlenbergwerk der früheren Grube Centrum" Münden Weißensee. Die Genossen werden ersucht, zur Verbreitung des liegt jetzt vollständig verödet da. Wie aus Wusterhausen berichteten Berichts der focialdemokratischen Reichstagsfraktion fich zahlreich in wird, werden die Gebäude abgeriffen, die teuren Maschinen sind folgenden Lokalen einzufinden: 1. und 2. Abteilung bei Christoph. spottbillig verkauft worden, und aus dem ehemaligen Tagebau ist Langhansstr. 56; 3., 4. und 5. Abteilung bei Speckmann, Königstr. 55. ein 2 Morgen großer, etwa 10-12 Meter tiefer See entstanden, der lichen Winden; später zunehmende Bewölfung. Der Vorstand. bereits ein Opfer gefordert hat. Die drei großen Schornsteine, von Oranienburg. Am Sonntag, den 2. September, findet in denen der eine 62 Meter hoch ist, sollen durch Pioniere gesprengt Oranienburg eine Flugblattverbreitung statt. Genoffen, die aus den werden. Das ganze ehemalige Bergwerksgelände ist, da in den umliegenden Ortschaften an der Verbreitung teilnehmen wollen, legten Monaten verschiedene Erdstürze stattgefunden haben, mit einem treffen sich Mühlenstraße bei Didrich, Herberge punkt 7 Uhr früh. 6 Kilometer longen Drahtzaun versehen. Das Bergweck hatte bis Durch die Anlage des Teltow- Kanals wird die Eisenbahn- vor Jahresfrist viele Hundert Arbeiter beschäftigt und war 25 Jahre bie Behörde endlich ein längst gefühltes Bedürfnis erfüllen müssen durch im Besis der Familie Siemens, fie soll bei dieser Geschäftsspekulation die Höherlegung des Bahnkörpers der Görlitzer Eisenbahn. Die 10 Millionen Mark verloren haben. dio Durchführung der Kanallinie Briz- Rigdorf- Treptow ist nämlich nur Bauuufall. Wie uns ein Privattelegramm aus Essen nieldet, möglich, wenn der Bahnkörper zwischen Baumschulenweg und ist dort bei einem größeren Umbau das Kellergewölbe eingestürzt. absolute Monarchie. Allen Freunden und Bekannten zur gefälligen Kenntnis, daß der Zimmermann Christian Zabel 26376 am 2. September 1900 von der Halle des St. Elisabeth- Friedhofs in der Brinzenallee nachmittags 4 Uhr be: erdigt wird. Die trauernden Hinterbliebenen Hermann Zabel und Frau. Danksagung. Allen Teilnehmern an der Beerdi: gung meines lieben Mannes, insbe: fondere den Kollegen der Pianofabrit Hirschfeld, sowie dem Tischler- und Fachverein der MusikinstrumentenArbetter sage ich hiermit herzlichsten Dant. 2628b Wwe. Noetzel. Partei- Speditionen: Berlin vierter Wahlkreis O.: Robert Wengels, Große: Frankfurterstr. 133, of part.- SO.: rig Thiel, Stalizerstr. 35 v. part. Sechster Wahlkreis( Moabit): Karl Anders, Salzwebeler ftraße 8, part. im Laden. Wedding und Oranienburger Vorstadt: Emil Stolzenburg, Wiesenstraße 14. Gesundbrunnen: Wilhelm( aßmann, Grünthalerstr. 65.- Rosenthaler Vorstadt und Schönhauser Vorstadt: Rarl Mars, Rastanien Afee 95/96. Charlottenburg: Gustav Scharnberg, Sefenheinterstr. 1, Ede Goethestr., v. 1 Treppe. Deutsch- Wilmersdorf: Th. Müller, Berlinerstr. 132/133, rechter Seitenfl. und W. Ni del: Augustastr. 3, b. I. Friedrichsberg- Friedrichsfelde: Carl Welt, Berlin O., Friedrich Kartstraße 4, vom 1. Juli ab Frank: furter Allee 177. Grünau: Engel, Dahmiestraße 6. Rixdorf: Ostermann, Erfftr. 6. Schöneberg: Wilh. Bäumler, Apostel Paulusstr. 13, Quergebäude Hochp. Ober- Schöneweide: Nieder- Schöneweide: Otto John, Wilhelminenhofstraße 18, Star1eber, Cigarrengeschäft Johannisthal: Paul Manu, Friedrichstr. 39, I.- Adlershof: Max Worbs, Mezerstraße 4. Cöpenick: Franz Weber, Cigarren- Handlung, Grünauerstr. 1. Friedenau- Steglitz: S. Berniee, Kirchstraße 15 in Friedenau. Bestellungen nehmen entgegen in Steglitz: 6. Mohr, Düppelstraße 8, und Fr. Schellhaje, Ahornsiraße 15a. Baumschulenweg: Danksagung. Allen Freunden und Bekannten, insbesondere dem Personal der Firma Rietschel u. Henneberg, dem social: Krebs, Baumschulenweg 32, of lints II Neu- Weissensee: demokratischen Wahlverein des Spediteur Heinrich Bachmann, Lehderstr.1, part. lints. RummelsIV. Berliner Reichstags: Wahlkreises burg: Forgbert, Prinz Albertstr. 5 a. „ Süd- Ost", dem Deutschen Metall- Außerdem ist sämtliche Parteilitteratur sowie alle wissenschaftlichen arbeiter Verband und dem MännerGefang: Berein Lorbeertranz", für Werke bort zu haben. Auch werden Inserate für die vielen Beweise aufrichtigster Teil: nahme und die zahlreichen Kranz den Vorwärts" entgegengenommen. spenden bei der Beerdigung meines Dant. 100 26406 11 lieben Mannes, unsren herzlichsten Um genaue Angabe der Adresse wird wwe. Dellrich nebst Kindern. dringend gebeten. Extrafahrt mit Musit nach Hessenwinkel, Lofal Rappmund, ( im Saal: Großer Ball) am Sonntag, den 2. September. Abfahrt 9 Uhr pon der Stralalauer Brücke 5, zwischen der Bochhammerschen und der städtischen Bade- Anstalt. Preis pro Person hin und zurück 1 Mark. Kinder die Hälfte. Billets find zu haben bei Karl Krause, Restaurant Wiener: ftraße 37, Joh. Schulze, FischerBrücke 17 und am Bord des Dampfers. Wo? Bitte ausschneiden! *] ist der schönste Aufenthalt für Ausflüge und Landpartien? Auf der Insel Pichelswerder beim alten Freund. Wald- Restaurant Kiekemal", 15 Minuten schöner Waldweg von Station Sirschgarten( lintsseitig der Bahn), 30 Minuten von Pferdebucht entfernt. Zwei Kegelbahnen, Kaffeeküche, Tanzsaal, Billardzimmer, Schießstand, große Spielpläge. Gute Speisen und Getränte zu foliden Preisen. Vereinen und Gesellschaften angelegentlichst empfohlen. Wilhelm Magdeburg. [ 48682*[ Cylinder- Hüte fauft man am billigsten direkt in der Fabrik. Chapeaux claques, weiche und steife Filzhüte zu billigsten Breisen bei A. H. Ein Verein der Oestreicher hält Montags 8 Uhr Mittelstr. 57 feine Versammlung ab. 5. K. 6. Areis. G. Wolt. Wintergarten. Wellblech. Die Civilliste des Königs von Preußen beträgt 17 Millionen Marf, außerdem wird der König und seine Familie von den Ein fünften aus Domänen 2c. unterhalten. Bis 1848 war Preußen eine Riesenetablissement See- Terrasse Röderstr. 1-6, unwelt Steuerhaus, Landsberger Allee. Sonntag, den 2. September 1900: Gr. Kinder- Freuden- Fest. Bei eintretender Dunkelheit: Fackelpolonaise. Künstler- Konzert und Grosser Tanz. Elite- Specialitäten- Vorstellung. Kaffeeküche, Kegelbahnen, Sportplatz etc. Entree: Erwachsene und Kinder 10 Pf., wofür jedes Kind ein Geschenk erhält. Kassenöffnung 2 Uhr. Jeden Donnerstag: Tanzkränzchen bei freiem Entree., Max Kliems Sommer- Theatert Hasenheide 13-15. Artistische Leitung: Paul Milbitz. Täglich: Grosses Doppel- Konzert, Theater und Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Mittwoch: Die beliebten Donnerstag! Elite- Tag. Kinderfeste. Die Staffeetüche ist täglich von 2 Uhr an geöffnet. 2 hochelegante Regelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. Sonntag. Montag und Donnerstag: Familien- Kränzchen. Max Kliem. Umzugs- Anzeige! Unsre Lager in Herren- Stoffen u. 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Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 1. September 1900. 30 Versammlungen. von einem allgemeinen Streit Abstand zu nehmen. Bei mehreren einzelnen Firmen zum Ausstand kommen, dann verpflichten sich alle Firmen hat bereits eine Einigung stattgefunden. Auch die Bahn-| Anwesenden zur materiellen und ideellen Unterstüßung der spediteure haben nunmehr eine Lohnerhöhung von 5 und 6 M. Streifenden." monatlich bewilligt. Die ungünstigsten Lohn- und Arbeitsbedingungen Den Vertrauensmännern wurde aufgegeben, in allen Geschäften find vorherrschend bei den Heineren Unternehmern. Es ist daher not- dem Beschlusse entsprechend vorzugehen. Mit der Aufforderung zum wendig, auch hier mit allen Mitteln insbesondere für eine Verkürzung festen Zusammenschluß in der Organisation erfolgte der Schluß der der Arbeitszeit und Erhöhung des Lohns einzutreten, zumal diese gut besuchten Versammlung. Unternehmer der Vereinigung meist nicht angehören und an die Beschlüsse derselben nicht direkt gebunden sind. Die Rollfutscher und Speditionsarbeiter hielten am Donnerstag eine Bersammlung bei Cohn, Beuthstraße, ab, um wieder über die von den vereinigten Spediteuren zugestandenen Arbeitsbedingungen, die wir in der Sonntagsmmmmer mitteilten, zu beraten. Die Verbandsleitung hat sich auf Grund des Beschlusses der vorigen Versammlung nochmals an die Spediteure gewandt, um Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 2. Septbr., vorm. 812 Uhr, dieselben zu weiteren Verhandlungen und Zugeständnissen zu verim oberen Saal des„ Euglischen Gartens", Alexanderstr. 27c: Versamm anlaffen. Am Dienstag schon fand eine Versammlung der vereinigten Nach längerer Diskussion gelangte schließlich folgende Resolution lung. Freireligiöse Vorlesung. Unt 10% Uhr vorm. ebendaselbst Vortrag Spediteure statt, in der beschlossen wurde, weitere Konzessionen nicht zur Annahme: Die am 30. August bei Cohn, Beuthstraße ver- des Frl. Ida Altmann:„ Kindererbauung durch die Kunst." Gäste, Damen mehr zu machen. In einem Schreiben, das der Verbandsleitung feitens der fammelten Rolltutscher und Speditionsarbeiter nehmen die von den und Herren, sehr willkommen. Unternehmer zuging, wird der Beschluß namentlich mit der gegen vereinigten Spediteuren Berlins gemachten Zugeständnisse als Socialdemokratischer Agitationsverein für den Reichstage: wärtig ungünstigen Konjunktur des gesamten Speditionsgewerbes Abschlagszahlung an. Die Anwesenden verpflichten sich jedoch, in Wahlkreis Stralsund Franzburg Rügen. Sonntag, den 2. Septbr., motiviert und darauf hingewiesen, daß die im vorigen und in diefem allen Geschäften dafür zu sorgen, daß der Mindest- Anfangslohn für vormittags 10 Uhr, bei Ramlow, Schönhauſer Allee 135, Sigung. TagesJahre bewilligten Lohnerhöhungen das äußerste Entgegenkommen erwachsene Kutscher und Bodenarbeiter 21 M. pro Woche beträgt ordnung: Diskussion über: Neutrale Gewerkschaften. Gäste willkommen. bedeuten. Der Referent Schuhmann, der eingehend die der- und daß die länger als ein Jahr im Geschäft thätigen Rollfutscher Centralverein der im Adressenwesen und verwandten Brauchen zeitigen Verhältnisse schilderte, empfahl der Bersammlung, die Zu- und Arbeiter mit denen der Firmen Barz 1. Co. und Berliner Beschäftigten Berlins. Sonnabend, den 1. Sept., abends 8 Uhr, bei geständnisse der vereinigten Spediteure vorläufig zu acceptieren und Spediteurverein gleichgestellt werden. Sollte es dieserhalb bei Merkowski, Wallnertheaterstr. 20, Sigung. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, d. 1. September. Opernhaus. Cavalleria rusticana. Die roten Schuhe. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Der Bibliothekar. Aniang 72 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). Die Fledermaus. Anfang 7/2 Uhr. Deutsches. Kollege Crampton. Anfang 7 Uhr. = Berliner. Prinz Friedrich von Uhr. Homburg. Anfang 7 Lessing. Der Bund der Jugend. Anfang 72 Uhr. Residenz. Die Dame von Marim. Anfang 72 Uhr. Neues. Der weiße Hirsch. Vorher: Ein Interview. Anfang 72 Uhr. Westen. Zar und Zimmermann. Anfang 7 Uhr. Schiller. Faust.( 1. Teil.) Anfang 71 Uhr. Central. Die Geisha. 72 Uhr. Luisen. Der Pelikan. 8 Uhr. Anfang Anfang Carl Weiß. Die Boyer in China. Anfang 8 Uhr. Belle- Alliance. Madame Bonivard. Jut Garten: Specialitäten- Bor: stellung und Konzert. Anfang 6 Uhr. Friedrich- Wilhelmstädtisches. Im Garten: Specialitäten- Vor: stellung. Metropol. Specialitätenvorstellung. Der Mandarin von Tsing- lingting. Anfang 7 Uhr. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Venus auf Erden. Anfang 8 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Pafiage Panoptikum. Specialis täten- Vorstellung. Urania. Invalidenstr. 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Taubenstr. 48/49. Abends 8 Uhr ( im Theaterfaal): Gine Wande rung durch die Pariser Weltausstellung. Schiller Theater ( Wallner Theater). Sonnabend, abends 8 Uhr: Eröffnung der Schauspiel- Saison. Faust. Tragödie von Wolfgang Goethe. 1. Teil, erster Abend. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Des Meeres u. der Liebe Wellen. Sonntag, abends 8 Uhr: Faust. 1. Teil, erster Abend. Montag, abe... ahr: Zum erstenmal: Faust. 1. Teil, zweiter Abend. Der Vorstand. Urania Metropol- Theater Deutscher Metallarbeiter- Verband. Taubenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Eine Wanderung durch die Pariser Weltausstellung. Invalidenstr. 57/62. Tägl. Sternwarte. Nachmittags 5-10 Uhr. CASTANS PANOPTICUM Neu! Graf Waldersee in der Tropen- Uniform. Kampf eines deutschen Seesoldaten mit Boxern bei Tientsin! Die sensationellen lebenden Photographien: Russische Nationale Streichkapelle. Passage- Panopticum. Marokkaner ( 11 Mädchen, 8 Männer, 3 Kinder). Vorstellung Sonnabend, 1. Eröffnung der Winter- Saison. Bum 1. Male: Der Mandarin von Tsing- ling- ting. Eduard Steinberger als Gast. Vorher: Bianca& Desroche. La Charmeroy. Rudinoff. Sisters Denbar. Les 3 Keziahs. Woodsou. Anfang 28 Uhr. Rauchen überall gestattet. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- fer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Sonntag, den 2. September, vormittags 10 Uhr: Versammlung der Heizungs-, Gas- und Wasserrohrleger und Helfer in Kellers Festsälen, Koppenstr. 29. Tagesordnung: 1. Der gegenwärtige Stand unsrer Lohnbewegung, und wie verhalten wir uns zu den Firmen, welche den Tarif noch nicht eingeführt haben? 2. Berichterstattung über die erneuten Verhandlungen mit dem Verband deutscher Centralheizungs- Industriellen und Beschlußfassung hierüber. 117/15 Montag, den 3. September 1900, abends 8½ 1thr: Große Versammlung für den Norden in Raabes Salon, Kolbergerstr. 23. Tagesordnung: 1. Die Aussperrung von 4000 Werftarbeitern in Hamburg. Referent: Otto Naether. 2. Diskussion. 3. Ergänzungswahlen zu den Bezirtsleitungen. 4. Verbandsangelegenheiten. Angesichts der überaus wichtigen Tagesordnung erwarten wir, daß die Kollegen zahl ich und pünktlich erscheinen. Mit follegialem Gruß Die Ortsverwaltung. Prater- Theater. Deutsche Konzerthallen Deutscher Buchbinder- Verband. Kastanien- Allee 7-9. Täglich: Lebenswellen. Volts: stück mit Befang und Tanz in 3 Aften. von Hugo Schulz, Musik von R. Bial. Spandauer Brücke 3. Einzig in feiner Art. Ohne jede konturrenz. Billigste Familien Unterhaltung. Wochent. abends 6 Uhr freies Entree. ( Zahlstelle Berlin.) Mittwoch, den 5. September, abends 81/2 Uhr: Soubrette auf dem Zweirad Henriette Massen- Konzerte. Mitglieder- Versammlung = Donneux, die Grotesque Duettisten Gebr. Milardo, Tauma- Quartett, The Miltons, Turner am dreifachen Neck, Florus Raponét, Kunstpfeifer u. Tier: stimmen- Imitator, The Herwoods, Neger Excentrics. Konzert. Jm Saale: Ball. Anfang 4 Uhr. Gintritt 30 Pf. Num. Plaz 50 f. Kalbo. stündlich. Victoria- Brauerei. Von 7 bis 102 Uhr: Théâtre variété. Secessions- Bühne. Eröffnungs- Vorstellung 15. September 1900. Komödie der Liebe. Von Henrik Ibsen. Vorverkauf an der Tageskasse. Apollo- Theater. Vollständig neues Programm. 8 Debüts Spink und Spink. Mr. Vandy. Adele Moraw. The three Avolos. Lucie Medlon. Robert Steidl. Erna Bertholdi. Fanny Morton. Um 8 Uhr: Central Theater Venus auf Erden. Eröffnung der Winter Saison. Die Geisha. Anfang 7 Uhr. Operette von Bolten- Baeckers. Musik von Paul Lincke. Worgen und folgende Tage: Die Der Kosmograph: Neue Serie Geisha. Sonntag, nachmittags 3 Uhr, zu Halben Preisen: Die Fledermaus bon Joh. Strauß. Donnerstag, den 6. September: Große Fest- Vorstellung. Bum 500. Male: Die Geisha. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Die Boyer in China Anfang 8 Uhr. Ju Vorbereitung: Müller und Schulze auf der Pariser Welt ausstellung. China- Bilder. Kasseneröffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Lützowstr. 111/112. Im Garten oder Saal Täglich:. Norddeutsche Sänger ( Führmann. Horst, Walde.) Anfang: Sonn tags 7, Wochen: tags 8 Uhr. Entree 50 Bf. Borverkauf 40 Pf. Familien Billets 3 Stück 1 M. Bons nur in der Woche gültig. Sonntags und Donnerstags: Tanzkränzchen. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pfennig. Vorverkauf 40 Pf. V talien. Janitscharen Bande Rocco. Tyroler Alpenfänger Michel Höpp. Rumänisches Orchester Laser. Destreichische Damenfapelle Hangard. Theater- Abteilung: Abends 72 Uhr. Ostbahn- Park Hermann Imbs 71 Rüdersdorfer Straße 71 am Küftriner Platz. Täglich Konzert, Theaterund Specialitäten Vorstellung. Nur erstklassige Nummern. Anf.: Sonntags 4 Uhr. Entree 20 Pf. Kinder 10 Pf. Sperrfiz Nachzahl. 20 Pf. Anf.: Wochent. 5 Uhr. Entree 10 f. im Getverkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Rosenow über: ,, Wilhelm Liebknecht und seine Zeit." 2. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Sonnabend, den 15. September, in Kellers Gesamträumen, Koppenstraße 29: Großze humoristische Soiree der Langstengelschen Leipziger Sänger. Kinder 10 Bf. Sperrfik Nachzahl. 10 Bf. Nach der Vorstellung: Großer Ball in beiden Sälen. Hermann Jmbs, Direktor. Puhlmanns Vaudeville- Theater. Schönhauser- Allee 148. Kastanien- Allee 97-99. Täglich: = Ronzert, Theater und Specialitäten Vorstellung. Künstler I. Ranges. Im renovierten Saale: Großer Ball. Anfang 4 Uhr. Lehmann. tenographie. Neue Unterrichtskurse Jm oberen Saale von 9 Uhr ab: Tanz. Herren, die daran teilnehmen, zahlen 50 Pfennig nach. Billet 30 Pf. Anf. präc. S½ Uhr. Abendkasse findet nicht statt. Billets sind in sänitlichen Zahlstellen, sowie in unserm Bureau zu haben. Am Feftabend bleiben sämtliche Zahlstellen geschlossen. Verband der Möbelpolierer. Montag, den 3. September, abends 82 Uhr, bei Babeuschneider, Rixdorf, Hermannstraße 197: Derlammlung. Tages Ordnung: 147/10 1. Vortrag der Frau Dr. Weyl über: Proletarierfinder. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Mitglieder werden ersucht, ihre Frauen mitzubringen. Mittwoch, den 5. September, abends 7 Uhr, im Pokale des Herrn Urban, Friedrichsbergerstr. 11: Vertrauensmänner- Sitzung. Das Erscheinen aller Bertrauensmänner ist notwendig. Der Vorstand. Achtung! Achtung! in der Vereinfachten deutschen Arbeiter u. Arbeiterinnen! " Stenographie" beginnen: Mittwoch, 5. September, abends 812 Uhr, bei, Gleinert, Schulstr. 29. Donnerstag, 6. Septbr., abends 812 Uhr, bei Jahn, Gräfestr. 82, u. im Moab. Klubhaus, Beusselstr. 9. Palast- Theater Verein der Maschinisten, Heizer früher Feen- Palast, Burgstr. 22. Direttion: Winkler und Fröbel. Sonnabend, den 8. September: Gr. EröffnungsGala- Vorstellung. Gr. Ausstattungspoffe mit Gefang in Vom Besten das Beste! 5 Bildern von*** und J. Dill. Sonntag, den 2. September, mittags 1 Uhr, bei Fischer, Benfselstraße 9: Oeffentl. Derfammlung der Arbeiter und Arbeiterinnen Moabits. Tagesordnung: 1. Die gewerkschaftliche und politische Organisation. Referent: Max Kiesel. 2. Diskussion. Es ist Pflicht aller Arbeiter und Arbeiterinnen Moabits, in dieser Der Einberufer: W. Funk. und Berufsgen. Berlins nnd Umgegend. Sonntagnachmittag 5 hr, in Cohns Festsälen, Beuthstr. 20: Versammlung zu erscheinen. Versammlung. Tagesordnung: Vereinsangelegenheit. Verschiedenes. Wahl eines Stellvertretenden Vorsitzenden. Der Vorstand. ( 138/18] Achtung, Parkettbodenleger! Am Montag, den 3. September, abends 6 1hr, Niesen- Programm. im Lokal des Herrn M. Prill, Goethe: u. Grollmannstr.- Ecke: Kommisons- Sikung mit Vertrauensleuten. Im Garten: Sommernachts Fest, Neu! Specialitäten, Theater. Anfang 51 hr. W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Täglich: Theater- und Specialitäten- Vorstellung Der Sängeling. Boffe mit Gef. in 1 Att v. O. Richter. Musit von Thiele. Neu! Puffschuntchen. Zu dieser Sigung wird auch der Kollege Töpfer bei der Firma Mittag Buff, Klempnermstr.: Dir. R. 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