Nr. 207. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mir illuftrierter Sonntagsa Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Posts Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Beitungss Preisliste für 1900 unter Br. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Cabo 17. Jahrg. Vorwärts Berliner Dolksblaff. stuilled and Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel zeile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gepertschaftliche Vereins und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Bleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derGrpedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bts 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Hmt 1, nr. 1508. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. 530 GHz is Der„, Machtstreit" in Hamburg. " " Donnerstag, den 6. September 1900. # " 0 " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Auf seiten der Arbeiter handelt es sich nach diesem die Hydra der Revolution". Wenn in Hamburg einige flaren Sachverhalt um eine ganz legale 2ohn bewegung Rieter 5 Pfennige Lohnerhöhung fordern, der Metallarbeiter, die ursprünglich eine all- dann handelt es sich nach den Hamburger Scharfmachern um Wohl selten oder nie ist ein wirtschaftlicher Kampf von gemeine war, später aber eingestellt wurde, worauf sich eine Straftprobe der Socialdemokratie", um dem Umfange der gegenwärtigen Werftarbeiter eine partielle Lohnbewegung, die der Nieter der Reiher- einen Macht streit" zwischen der revolutionären SocialAussperrung in Hamburg, die nun schon acht stiegwerft, entwickelte. Zu einem Machtstreit" Tag nicht die demokratie" und dem„ ordnungsliebenden Bürgertum". Wochen andauert, äußerlich in solcher Ruhe verlaufen, wie geringste Veranlassung vor, war auch gar keine Neigung auf Das furzsichtige socialistenwütige Bürgertum mißt, nachdies bei dieser Massenaktion der Fall ist. Abgesehen von den seiten der Arbeiter vorhanden. Niemand ist es eingefallen, dem es auf politischem Gebiet in Hamburg von der Socialnotwendig gewordenen Erörterungen in der Presse wird einen allgemeinen Streit der Werftarbeiter herbeiführen zu demokratie endgültig geschlagen worden ist, gar zu gern noch die Oeffentlichkeit bon dem Machtstreit", wie die wollen. Die Leiter des Metallarbeiter Verbands seine Kräfte auf wirtschaftlichem Gebiet, wo es der UeberHamburger Scharfmacher den Konflikt mit den Werft rieten von einem Streit ab, das Gewerkschaftskartell und die macht des Geldsacks vertraut, und kämpft hier wütend wie arbeitern wieder einmal getauft haben, kaum berührt, Socialdemokratie standen mit der Sache in gar keiner Ver- ein Löwe, sobald man die Socialdemokratie auf der Bildfläche Reinerlei Sammlungen zur Unterſtügung der Streifenden bindung. Das sind klipp und klar die wahren Thatsachen. erscheinen läßt und das Stichwort vom socialdemokratischen und Ausgesperrten, keine Rencontres mit Arbeitswilligen, Wie liegen nun die Dinge auf seiten der Arbeit Machtstreit" ausgiebt. Darauf spekulieren die Scharfmacher. feine Gelegenheit zum Einschreiten" für die Polizei. Selbst geber? Hier ist der Arbeitgeber Verband der Sie spannen alles vor ihren Wagen, was ihnen dazu dienen den Scharfmachern wird es unheimlich dabei. Während sie maßgebende Faktor. Ohne dessen Genehmigung dürfen, wie kann, ihr Princip" zu retten, nicht nur„ Herren im zur Zeit des Hafenarbeiterstreits die Parole für die schon erwähnt, die dem Verband angeschlossenen Arbeitgeber Haufe", sondern Herren in Hamburg" zu sein und Presse ausgaben, möglichst wenig über den Streit feinerlei Forderungen der Arbeiter in Bezug auf Lohn und die Arbeiter zur bedingungslosen Unterwerfung ชน zu schreiben, ihn totzuschweigen, ein Mittel, Arbeitszeit 2c. bewilligen, noch dürfen sie darüber mit den zwingen. Und wer ihrem Willen widerstrebt, der wird wie es auch der Socialdemokratie gegenüber schon Arbeitern verhandeln. Was zu geschehen hat, bestimmt heruntergelümmelt, wie das seiner Zeit den drei hohen häufig empfohlen und teilweise auch in Anwendung gebracht der Arbeitgeber- Verband. Dieser hat das Princip Herren" erging, die beim Hafenarbeiterstreit eine Einigung worden ist, haben die Preßmamelucken jezt die Anweisung aufgestellt, daß die Arbeitgeber die Lohn- und anstrebten, und wie es jetzt wieder aus dem gleichen erhalten, ihr möglichstes zu thun, die Ausgesperrten zu Arbeitsbedingungen ganz allein nach ihrem Grunde dem Vorsitzenden des Hamburger Gewerbegerichts berunglimpfen, und die Deutsche Volksw. Korresp.". Ermessen festzusehen hätten! Die Arbeiter ergangen ist. in welcher der Sekretär des Arbeitgeber Ver- dürfen Wünsche äußern, aber keine Forderungen stellen. Es handelt sich um den Kampf zweier Weltanschauungen: bands von Hamburg- Altona, ein Dr. Martens, Das Princip der Gleich berechtigung von Arbeit der Absolutismus der tapitalistischen sein Unwesen treibt, giebt dabei den Ton an. geber und Arbeiter beim Abschluß des Arbeitsvertrags ver Unternehmer kämpft gegen die Gleich Nach der Darstellung dieses Herrn, der die Anschauungen wirft der Arbeitgeber- Verband ganz entschieden und er berechtigung der Arbeiter. Alles andere ist nur und Willensfundgebungen der Hamburger Scharfmacher zu bekämpft dasselbe mit aller Straft. Er ist bestrebt, den Beiwert. Papier zu bringen hat, handelt es sich bei dem Konflikt Arbeitsnachweis völlig in die Hände der Arbeitgeber Auf welcher Seite in diesem Kampfe schließlich der Sieg lediglich um eine socialdemokratische Mache". Das Ham zu bringen, denen er zugleich als Stontrolle der errungen werden wird, das kann nicht zweifelhaft sein. In burger Gewerkschaftskartell habe, um einmal wieder etwas Arbeiter dienen soll zu dem Zweck, unliebsame Elemente der Hamburger Werftarbeiter- Aussperrung sehen wir nur eine von sich hören zu lassen und sein gesunkenes Ansehen zu aus den Betrieben fernzuhalten. Er will auch auf dem Phase dieses Kampfs. Wie hier der Ausgang sein wird, heben, einen großen Werftarbeiterstreit geplant, der aber an Gebiete der Feststellung der Lohn- und Arbeitsbedingungen läßt sich nicht voraussehen. Die ausgesperrten und dem Widerstande der streikunlustigen Arbeiter gescheitert Alleinherrscher sein. streifenden Arbeiter sind, weil es sich um qualifizierte sei. Darauf habe das Gewerkschaftskartell den Entschluß Daraus ergiebt sich ganz von selbst, daß alle Versuche Arbeiter handelt, schwer zu ersetzen und der Zuzug von gefaßt, nach und nach einzelne Arbeiterkategorien zum Streit der Arbeiter, auf die Lohn- und Arbeitsverhältnisse in der bei Arbeitswilligen ist deshalb auch verschwindend gering. ,, anzureizen" und mit den Nietern der Reiherstieg- Werft den den Arbeiterorganisationen üblichen Art und Weise einwirken Die Position, der Arbeiter ist also eine gute. Die Anfang gemacht. Um den Plan des Gewerkschaftskartells zu zu wollen, auf den Widerstand des Arbeitgeber Unterstüßung macht wenig Sorge. Von den ursprünglich nichte zu machen, hätten die Werftbesitzer zu energischen Verbands stoßen müssen, so lange dieser bei seinen Grund- annähernd 6000 Ausgesperrten sind an 2000 abgereist, so daß Abwehrmaßregeln greifen müssen und so sei es denn zu den sätzen beharrt. etwa 4000 zu unterstützen sind. Aber auch von diesen verAussperrungen gekommen. Nun hätte die Socialdemokratie Hier liegt der Schlüssel zum Verständnis zichten viele freiwillig auf jede Unterstügung. Dem Metallihr wahres Gesicht gezeigt. Statt die Aussperrung dadurch des Verhaltens der Arbeitgeber gegenüber arbeiter- Verband mit seinen reichen Mitteln ist es ein leichtes, zu beseitigen, daß man die Nieter zur Wiederaufnahme der den Werftarbeitern. Die legteren stelten Forde die Unterstützungsfrage zu erledigen. Bisher ist es nicht einArbeit veranlaßte, hätte man es gutgeheißen, daß die noch rungen und ersuchten in höflicher Form um Vermal notwendig gewesen, die Hilfe der stets hilfbereiten HamArbeitenden ohne jeden Grund", lediglich aus frivolem handlung hierüber. Auf Anordnung des Arbeit burger Arbeiterschaft nachzusuchen. Uebermut" die Arbeit niederlegten. geber Verbands mußte der zunächst beteiligte Ver. Den Scharfmachern wird es also in diesem Falle nicht Die Paute des Scharfmacher- Sekretärs hat natürlich ein band der Eisenindustrie diese Zumutung zurückgelingen, ihren Willen ohne weiteres durchzusehen. Wir gönnen großes Loch, denn die Sache liegt wesentlich anders, als er weisen, und er that dies, indem er den verschiedenen ihnen die heilsame Lehre, die sie empfangen. Wenn sie besie sich zusammenphantasiert, um seine Brotgeber weiß- Lohnkommissionen ein Schreiben zusandte des Inhalts: daß wirkt, daß man sich entschließt, das Herren Princip" aufzuwaschen. Die rein äußerliche Quelle des Konflikts ist ja zu Verhandlungen keine Veranlassung vorliegt, da der Verzugeben und fünftig den Weg der Verhandlung hinreichend bekannt, fie erflärt und rechtfertigt die Taktik der band auf die Cirkulare der anonymen Lohnkommission ihrer mit den Arbeitern zu beschreiten, die Arbeiter nicht Scharfmacher nicht; man muß also schon versuchen, einen anmaßenden Form und Inhalts wegen nicht eingehen werde." mehr als willenlose Sklaven zu betrachten, die dem tieferen Einblick zu gewinnen, um die Aufbauschung des ur- Vergeblich versuchten die Lohnkommissionen, versuchte die Geheiß des Herrn" unweigerlich Folge zu leisten haben, fprünglich bedeutungslosen Konflikts zum Machtstreit" zu Ortsverwaltung des Metallarbeiter Verbands noch höflicher dann sind die Opfer, welche der gegenwärtige Kampf erverstehen. als bisher zu sein, vergeblich versahen die ,, anonymen Lohn fordert, nicht vergeblich gewesen und gar vielen Kämpfen, die Die Sachlage auf seiten der Arbeiter ist leicht flar fommissionen" ihre Cirkulare mit Namensunterschriften. noch aus der jetzigen verbohrten Anschauung des Arbeitgebergestellt. Die Metallarbeiter des Städtekomplexes Sie betamen jekt überhaupt teine Antwort Verbands entspringen könnten, ist dann der Boden entzogen. Hamburg- Altona und Umgegend faßten im Mai resp. Juni mehr seitens des Verbands der Eisen- Ob die bessere Einsicht zum Durchbruch kommt?- Wir dieses Jahres den Entschluß, in eine Lohnbewegung einzu- industrie, ebenso wenig wie die Nieter der Reiherstieg wollen es wünschen und hoffen, damit die schweren wirttreten und reichten den Arbeitgebern ihre Forderungen werft, als diese sich an die Werftdirektion wandten. In einer schaftlichen Kämpfe auf das unvermeidliche Maß beschränkt ein. Es handelte sich hierbei nicht nur um die Kundgebung des Verbands der Eisenindustrie heißt es, diese werden. auf den Werften beschäftigten Metallarbeiter, Schreiben feien deshalb nicht beantwortet worden, weil sie sondern auch um Bauschlosser, Klempner usw. Daß nur das Ziel verfolgten, die abgelehnten Verhandmit dieser dieser Bewegung Bewegung weder die SocialdemoIungen über die Forderungen der anonymen Lohntratie noch das Hamburger Gewerkschafts- tommission zu erzwingen." Man denke sich das Verbrechen, Allgemach werden die Gefahren der deutschen Chinapolitik auch Kartell etwas zu schaffen hatten noch zu schaffen haben Verhandlungen erzwingen zu wollen! Erst unzweifelhaften" Patrioten" bewußt. Die rechtsnationalliberale fonnten, fann nur derjenige nicht begreifen, der sich in völliger dient die anmaßende Form" und die„ Anonymität" als Rhein. Weft f. 8tg." giebt in mehreren Artikeln über„ Die Unkenntnis über die Aufgaben, Zwecke und Ziele der Ge- Grund zur Ablehnung jeder Verhandlung mit den Arbeitern, gefährliche Wendung der Chinafrage" eine überaus wertschaftsorganisationen, der Gewerkschaftskartelle und der und als dieser Grund" beseitigt ist, erscheint als„ Grund" scharfe Beurteilung der neuesten deutschen Politik und ihrer verSocialdemokratie befindet. Andernfalls tann nur Böswillig der Ablehnung der Verhandlungen das Ziel, die abgelehnten antwortlichen und unverantwortlichen Leiter. feit irgend einen Zusammenhang zwischen der Lohn Verhandlungen erzwingen zu wollen". Die Rheinisch- Westfälische Zeitung" hält es für nötig, sich in bewegung und dem Gewerkschaftskartell oder gar Die Absicht des Arbeitgeber- Verbands, überhaupt ihren. Angriffen ausdrücklich von der Weisheit des Vorwärts" losSocialdemokratie konstruieren. Kurz und gut, die nicht zu verhandeln, um seinem Princip zusagen, die sie nicht brauche, um zu wissen, was wir in Ostasien Metallarbeiter traten in die Lohnbewegung ein, fanden nichts zu vergeben, tritt flar zu Tage. Als nun zu erwarten haben." Wir geizen nicht danach, von der„ Rheinischaber bei den Werftbesitzern fein Entgegenkommen, trotz dieser Willenskundgebung des Arbeitgeber- Verbands die Westfälischen Zeitung" als Lehrmeister anerkannt zu werden und sind weil im Rate des Arbeitgeber Verbands be- Nieter der Reiherstiegwerft sich anmaßten, ihre Forderungen vorläufig befriedigt durch die Thatsache, daß die Ungeheuers schlossen worden ist, niemand dürfe Forderungen der durch einen Streit durchfeßen zu wollen, galt es, dem lichkeit der gegenwärtigen Lage endlich auch Arbeiter bewilligen oder auch nur darüber ver- Willen des Arbeitgeber Verbands Re- über socialdemokratische Kreise hinaus empfunden wird. Dabei handeln. Danach mußte jeder Verfuch der Arbeiter, mit fpett zu berschaffen. Man entschloß sich dazu, übersehen wir nicht, daß die Alarmartikel der Rhein.- Westf. Ztg." den Unternehmern in Verhandlung zu treten, von vorn mittels der Massenaussperrungen den Ar einer Auffassung der deutschen Auslandspolitik entspringen, die wir herein scheitern. Und das geschah denn auch. Der Ver- beitern den Fuß auf den Naden zu fegen! in feiner Weise teilen, nämlich der Abneigung gegen England und band der Eisenindustrie Hamburg- Altonas lehnte Die Hamburger Scharfmacher find waschechte Bismärder dem Wunsch einseitiger Ruffenfreundschaft. Jedenfalls beweisen die unter nichtigen Vorwänden, auf die wir noch zu sprechen und haben ihrem Heros seine Staatsfunst" bis auf das Aeußerungen des großzindustriellen Organs, daß kommen, jede Verhandlung mit den einzelnen Lohntommiffionen Zipfelchen überm i abgegudt. Sie glauben gleich ihm mit tapitalistischen Streifen die jetzige politische Situation als auser= und dem Metallarbeiterverband ab. Die auf den Werften der brutalen Gewalt alles durchfeßen zu können. Wie ordentlich bedentlich angesehen wird und daß eine beschäftigten Metallarbeiter beschlossen alsdann in einer Ver- Bismard den Polizeiknüppel, fo schwingen sie die Hunger schleunige, umfassende Aussprache im Reichstag zur unumfammlung, vorläufig auf eine Durchsetzung peitsche und versprechen sich Wunderwirkungen davon. Aber gänglichen Notwendigkeit geworden ist. ihrer Forderungen zu verzichten, nur die Nieter so wie die Bismarcksche Gewaltpolitik nur vorübergehende Schein- Nach einem Rückblick über die Entwicklung der chinesischen Frage der Reiherstieg Werft als die am schlechtesten gestellten unter ihren erfolge erzielte und schließlich gründlich Fiasto machte, so wird bis zur Ernennung Waldersees fährt die" Rhein. Westf. Zeitung" Kollegen ersuchten die Werftdirektion um Verhandlung wegen einer auch die ihr nachgebildete Gewaltpolitik der Hamburger also fort: geringfügigen Lohnaufbesserung, die nach der Geschäftslage Scharfmacher zuguterlegt in die Brüche gehen und die Herren ohne weiteres gewährt werden konnte. Indes auch hier werden einsehen lernen müssen, daß sich die Arbeiterbewegung wurde jede Verhandlung abgelehnt. Die Nieter, die ganz nicht mit der Hungerpeitsche totschlagen läßt. aus sich selbst heraus, ohne jede fremde Anregung handelten, legten alsdann die Arbeit nieder. Um sie zur Wiederaufnahme der Arbeit zu bewegen, erfolgten nach An gabe der Scharfmacher die Massenaussperrungen. gar der # Genau der Bismarckschen Tattit nachgebildet ist auch das Bestreben der Hamburger Scharfmacher, das„ rote Gespenst" ihren Zwecken dienstbar zu machen. Nach Puttkamer, Bismards getreuem Knappen, Lauerte hinter jedem Streit " " Reichstag heraus! R auch in " Da mit einem Male wurde die Sachlage verändert. Entgegen dem flarsten und bündigsten Bersprechen des Grafen Bülow fuchte Deutschland die führende Rolle in Ostasien an sich au reißen. Es wurden 20 000 und mehr Mann herübergeworfen, und an Schiffen hingesandt, was überhaupt vorhanden ist. Die Neden des Raisers, welche alles andre eher denn diplomatisch waren, ließen große dunkele Dinge ahnen.... Eine Unruhe ergriff das Und deutsche Volk und sie ergriff vor allem auch anscheinend die im Interesse einer glüdlichen Lösung der zahlreichen schwebenden der Frauen, im Vergleich zu andern Erwerbsarbeiten und Regierungen der Großmächte. zu den unverheirateten Fabritarbeiterinnen, nun diese Fragen." raufchendengeiern, mit welchen der Auszug der deutschen Einige Blätter vermeinen in dieser russischen Note einen Ver- sich herausgestellt haben, tann als zweifelhaft Truppen und ihres Feldherrn begleitet wurde; es war, als gelte fuch der Annäherung an den Standpunkt der andern Mächte zu sehen, gelten." es einen Kampf um Sein des Deutschen Reichs auszufechten; es denn auch die übrigen Mächte wünschen keine weiteren militärischen Ob daraus der Schluß gezogen werden wird, daß überschien, als wenn schon unerhörte Siege von unsern Truppen errungen feien. Das hat uns den Spott der Aktionen. Das heißt die wirkliche Lage nicht sehen wollen. Die haupt fein weiterer Schutz der Arbeiterinnen nötig ist, oder ganzen Welt eingetragen. Man lefe nur einmal die deutsch- russische Auffassung bedeutet ein williges Eingehen ob man den Schluß ziehen wird, daß er für alle Arbeiterinnen amerikanischen Zeitungen; selbst diejenigen Blätter, welche feit auf alle Möglichkeiten zur baldigen wieder einzutreten hat, muß abgewartet werden. Ob die Unterjeher den republikanischen Yankees gegenüber das Kaisertum ver- herstellung der Ordnung. Die deutsche Auffassung- fuchungen aber unabhängig davon, welche Schlüsse die maßteidigten, haben sich in diesen Tagen sehr bitter aus- benn diese steht der russischen am schroffften gegenüber lehnt gebenden Streise daraus ziehen, trotzdem Material zur Förde gesprochen. An uns gelangte Privatnachrichten besagen, daß schroff ab und betont ohne Unterlaß den Rachegedanken. Die rung des Arbeiterinnenschutzes bieten werden, wird sich ja noch zu feiner Zeit sich so viele Deutsche drüben von den russische Auffassung versöhnt. Die deutsche Auffassung er- bald zeigen. monarchischen Institutionen ab und dem Republikanismus bittert. zugewandt haben. Bezeichnend ist hier wieder der sinnlose Taumel, mit dem gerade viele national gefinnte vaterländisch denkende Kreise auch diese Form der Chinapolitit mitgemacht haben. Viel erstaunter und ärgerlicher als über das volflose Gebahren verschiedener demokratischer Schattierungen muß man über die gedankenlose Dummheit eines großen Teils des deutschen Volts sein, welcher von den Offiziösen angeführt, für jeden, auch bedentlichen Schritt der Reichsregierung fich begeistert, ohne irgend wie an die Folgen zu denken. Daß die Tintentulis des auswärtigen Amts alle Federn anstrengen würden, um einen großen Sieg des Grafen Bülow" herauszubringen, war felbstverständlich, und wenn die käuflichen Blätter mit Lobeshymnen bis an den Rand vollgefüllt waren, so wurde sogar das Ausland überschwemmt, vor allem Wien. Weiter behandelt das Blatt die augenblickliche Lage: Und mun erfüllt sich das tragische Geschick, das wir feit Jahren vorausgesagt haben: die jetzigen Leiter unsrer Politit haben zum erstenmal die Reibungsfläche gegen Rußland geschaffen, und sie stehen nun vor dem deutschen Volke allein als die Verantwortlichen da. Rußland kann nicht dulden, daß Deutschland sich zwischen dem russischen und englischen Gebiet festießt. Sicherlich ist der Vorschlag Rußlands, Peking preiszugeben, fachlich ungerechtfertigt und gefährlich. Allein so oder so: die Folgen fallen auf Deutschland. Räumen wir Beting, so haben wir uns unsterblich lächerlich gemacht, und find von Rußland gedemütigt. Räumen wir Beting nicht, so stehen wir zu Unrecht als die heißhungrigen Angreifer und Friedens: störer vor den Chinesen und allen Völkern da; zugleich ist das fich aubahnende beffre Verhältnis zu Rußland wieder jäh zerrissen. Die schroffe plögliche Form des russischen Vorschlags zeigt, daß es Deutschland in die Alternative drängen wollte.. Run fährt nach all den Narrenpossen, die getrieben worden sind, der Oberfeldherr Graf Waldersee im Indischen Ocean. Seine Macht darf sich auf das Gebiet des angtfetiang nicht erstrecken; die Mandschurei haben die Russen besetzt. So bleibt nichts anders übrig, wie die Strede von Tatu bis Beting. Aber auch Beting, die schon eroberte Heilige Hauptstadt, darf dieser Feldherr" nicht betreten, das durften nur die Truppen thun, die er kommandieren foll; er soll sich auf Tientsin zurückziehen vermutlich um dort wöchentlich einmal eine Parade abzuhalten. Was man Waldersee zumutet, ist nichts anders, als die Rolle eines Theatergenerals, und, was auch immer Waldersee verfchuldet hat, so arg bloßgestellt zu werden hat er nicht verdient. Flitter und Tand, wie alle unsre Erfolge" seit dem Abgang des Fürsten Bismarck, ist auch dieser große Erfolg".. Aus Aerztetreifen wird uns geschrieben: Die Stellung Rußlands würde trotz der zögernden Haltung der Reichs- Gesundheitsamt landwirtschaftliche Versuchsstation. andern Mächte ungemein gestärkt werden, wenn die Nachricht der Times" über 93 um Der Errichtung einer pflanzenbiologischen Abteilung am sie am Reichs- Gesundheitsamt, die in medizinischen Kreisen zwei wichtige Edikte des chinesischen Kaisers von Anfang an Kopfschütteln erregte, wird zur Zeit in der bürgerauf Wahrheit beruht. Die Times" melden aus Shanghai: " In einem taiserlichen Edikt, datiert vom 19. August, legt der lichen Presse ein Loblied gesungen, das zu der irrigen Meinung verführen könnte, als ob dieses Institut von der größten Bedeutung Kaiser dar, daß er es für seine Pflicht erachte, mit Rücksicht auf für die Voltsgesundheit wäre. Die Voffische Zeitung" erzählt, daß die Annäherung der Verbündeten den Wünschen der Kaiserin die biologische Abteilung bereits so weit gediehen sei, was sie für die heimische ForstRegentin zu entsprechen und sie nach dem Westen zu begleiten, erkennen zu lassen, aus allen Teilen nachdem er Junglu, Hfü- tung und Tsungtschi befohlen, in Beting und Landwirtschaft leisten tönne; zu bleiben, die Regierung fortzuführen und Li- Sung- des Reichs werden Nachrichten über flanzen frankheiten ihr gesammelt und gesichtet, tagtäglich werden AnTschang anzuweisen, alle Mühe anzuwenden, damit Unter- fragen nach Mittel und wegen beantwortet, un da, wo Pflanzenhandlungen mit den Mächten eröffnet werden, frankheiten aufgetreten sind, ihre Verbreitung zu verhüten und ihre Ein zweites Edikt vom 20. August ordnet die Versetzung der Wiederholung zu verhindern. Es war also ein Irrtum, wenn hauptsächlichsten Beamten der Hauptstadt nach Taijüenfu an und man bisher annahm, daß das Reichs- Gesundheitsamt der Mittelbefiehlt den Vicelönigen und Gouverneuren, die ihnen unter- punkt der öffentlichen Gesundheitspflege sei: zum Segen der not stehenden Gebietsteile zu schüßen. Den Vicekönigen des Yangtse leidenden Landwirtschaft widmet es sich jetzt den franken Pflanzen, befiehlt das Editt, die Missionare und die Raufleute dem Weizenhalmtöter und dem Blasenrost der oftelbischen Stiefern. weiter zu beschützen." Beweggründe Rußlands. Wie der Pariser Korrespondent der„ Times" telegraphiert, habe er von einem Freunde, der einen hohen diplomatischen Bosten betleide, einen Brief empfangen, welcher befagt: „ daß das Motiv des jüngsten Vorgehens Rußlands in dem Wunsche zu suchen sei, den Eindruck zu berichtigen, die für Geschließlich I and= Demgegenüber sei doch darauf hingewiesen, daß das Reichs. Finden diese Nachrichten Bestätigung, so ist die längere Ab- Gesundheitsamt laut der den Reichstagsaften beigelegten Denkschrift vom Jahre 1878 dazu bestimmt ist, die Entstehungs- und Ver weisung von Unterhandlungen mit Li- Hung- Tschang ganz unmöglich breitungsursachen der vermeidbaren Krankheiten möglichst genau zu geworden. Eine Reuter- Meldung aus Shanghai erklärt auch bereits: erforschen und in möglichst wirksamer Weise zu bekämpfen", weil i- hung- Tschang reist binnen einer Woche auf wir citieren auch hier wörtlich die wirklich einsichtsvollen Worte der einem chinesischen Schiffe unter Eskorte eines japanischen Kriegsschiffs von dem damaligen Leiter des Amts Dr. Struck verfaßten Dentschrift die mit der fortschreitenden Umgestaltung der socialen nach Tientsin ab. Zustände der Menschen enge verbundene Verschlechterung der allgemeinen Gesundheitsverhältnisse dringend dazu auffordere." Gilt diese Aufgabe etwa schon als gelöst, oder gilt fie in der Beit der finkenden Neigung zur Socialreform und steigenden Neigung zum Agrariertum für nebensächlich? Daß es sich nicht etwa um das Studium der Pflanzenkrankheiten, und Leben der Menschen wichtig sind, sondern den Kaiser Wilhelms Erklärung in Raffel er folcher von ausschließlich land- und Forstwirtschaftlichem zeugte, wonach die Ernennung Waldersees zum Ober- Interesse handelt, geht aus dem Aufschluß hervor, den ein befehlshaber der verbündeten Armeen in China in hohem für diese neue Entwicklung des Gesundheitsamts anscheinend be Grade der Initiative des garen zuzuschreiben sei. Diese geisterter Reichstagsabgeordneter in der„ Königsb. Hart. 8tg." Erklärung sei nicht im strengen Einklange mit über die Hauptaufgabe der neuen biologischen Abteilung giebt. Wir den Thatsachen gewesen, fonnte aber nicht förmlich leſen dort: Dementiert werden. Rußland habe somit zu dem Ausfunftsmittel gegriffen, die Räumung Pekings vorzuschlagen als indirekte Methode, die Pläne des deutschen Kaisers zu vereiteln und den in Frankreich durch die Kasseler Kaiserrede verursachten schlechten Eindruck zu verwischen." Die Köln. 8tg." wendet sich mit Recht gegen derartige Anschauungen. Die jeßige russische Politik entspringt folgerichtig aus derem gesamten bisherigen Verhalten Rußlands gegenüber China, bessen Dankbarkeit der russischen Regierung wertvoller erscheint, als die voraussichtlichen Folgen der von Deutschland betriebenen Politik Gewiß gehört auch die Erforschung der Pflanzenkrankheiten der Einschüchterung und gewaltsamen Niederwerfung. Allerdings Aber wozu haben wir die " Der deutsche Reichstag hat ein echt, über diese wird auch die Waldersee- Episode in Petersburg nicht gerade freund zu den Aufgaben der Wiſſenſchaft. botanischen Anstalten an allen deutschen Universitäten? Und find Verhältnisse fich Aufklärung zu erbitten. So seltsam die landwirtschaftlichen Hochschulen einer derartigen Aufgabe nicht es llingen mag, wir segen in diesen Beitläuften unsre off- schaftliche Empfindungen für Deutschland ausgelöst haben. gewachsen? nung weniger in die Regierung, als in den Shanghai, 4. September. Die gegen die Chinesen gehaltenen Die neue pflanzenbiologische Station scheint im Gesundheitsamt deutschen Reichstag. Nicht als wenn uns die Mehrheit desselben zuverlässig erschien. Aber in der legten Session hat man Gesandtschaften waren in beständiger Verbindung und halfen sich durchaus nicht als Nebensache behandelt zu werden. Sie ist zur Zeit bereits damit gebrochen, wie unter Bismard es üblich war, die gegenseitig aus. Wegen der allzu exponierten Lage der deutschen in einem Obergeschoßflügel des Dienstgebäudes untergebracht, hat Gesandtschaft siedelte die Gemahlin des Freiherrn von Ketteler nach sich aber dermaßen ausgedehnt, daß ein eignes Gebäude dafür ge auswärtige Politik der Reichsregierung allein zu überlassen. Wir dem Tode ihres Gatten in die englische Gesandtschaft über, plant ist. Die Vertreter der Arbeiterschaft im Reichstag haben dem hoffen, daß der Reichstag in der nächsten Session mit noch wo auch alle andren Frauen und alle deutschen Civilpersonen, ab- Reichs- Gesundheitsamt stets Sympathien entgegengebracht. In einer grellerem 2icht in alle Tiefen unsrer Politit gesehen von den Mitgliedern unsrer Gesandtschaft, Aufenthalt besonderen Broschüre ist August Bebel schon vor Jahrzehnten für hineinleuchtet, und vor allem, daß dies nicht nur nahmen. Das Schlafzimmer der Freifrau von Ketteler in der eine Erweiterung der Anstalt und für reichlichere Dotierung ein feitens der weniger nationalen Parteien ge: deutschen Gesandtschaft wurde später durch Geschüßfeuer zerstört. getreten. Diese Sympathien werden schwinden, wenn das Reichsschieht, sondern bor allem den sogenannten Das Archiv der deutschen Gesandtschaft blieb unbeschädigt. Reis Gesundheitsamt anstatt dem öffentlichen Gesundheitswesen seine bürgerlichen und nationalen Parteien in verschafften sich die Belagerten noch rechtzeitig aus nahe gelegenen ganzen Kräfte zu widmen, einen beträchtlichen Teil derselben zur Er Läden, andre Lebensmittel, besonders Eier gelegentlich durch richtung einer Landwirtschaftlichen Versuchsstation erster Linie. In diesen befinden sich allzu viel Streber, Kauf von den Belagerern, wofür die Japaner einen be- zur Verfügung stellt. welche mehr Wert darauf legen, persönlich gute Besonderen Tunnel gegraben hatten. Fleisch lieferten die Reit- und ziehungen nach oben zu halten, statt, wie es ihre Pflicht Raffe- Ponies. Diesen Betrachtungen reiht sich ein Artikel an, der die Frage erhebt: Haben wir einen Reichskanzler? und die Unhaltbarkeit der Zustände in den obersten Reichsämtern betont. Der Artikel mündet in die Forderung, der Reichstag müsse in diese chaotischen Verhältnisse ordnend eingreifen: Vor der Einnahme von Peking. ist, die Regierung zu fontrollieren. Aber wir vertrauen, daß die Vorstehende Angaben stammen von einem Deutschen, der hierher Not der Zeit den deutschen Reichstag zwingen wird, fich in Kleidern des ermordeten Gesandten kam, welche die Freifrau um die auswärtige Politik zu fümmern und Rechenschaft von v. Ketteler zur Aushilfe verteilt hatte.. der Regierung zu verlangen. Die ungünstige Entwick Iung Deutschlands in den letzten zehn Jahren und die fortwährenden Fehler, die gemacht werden, werden das Parlament in diese Richtung hinein treiben." Die Weltpolitik, welche die Verfassungsrechte des Volfs niederzubrücken sich vermißt, versetzt die weitesten Kreise in Beunruhigung. In erbitterter Auflehnung erhebt sich von allen Seiten der Widerspruch der öffentlichen Meinung. Wie lange noch will die Regierung die Parlamentseinberufung berweigern? China. Die russische Regierung giebt durch ein Cirkular im Journal de St. Pétersbourg" bekannt, daß sie nicht daran denkt, von ihrer bisherigen Auffassung über die weitere Behand Inng der Chinafrage abzulassen. Das Cirkular sagt: Besorgnisse im Süden. New York, 5. September. aus Hongkong von vorgestern: Der„ New York Herald" berichtet Einflußreiche Eingeborene sprechen die Ansicht aus, daß die fremdenfeindliche Bewegung in den südlichen Provinzen Chinas einen Charakter annimmt, welcher über die Macht der Behörden hinauswächst, und sagen einen furchtbaren Ausbruch dieser Bewegung binnen Monatsfrist voraus. Shanghai, 5. September. Weitere 1200 indische Truppen sind heute gelandet, so daß jezt hier insgesamt 3000 Soldaten mit etwa „ Seeadler" hat das 1000 Mann Troß sind. Nach Ankunft des zweite englische Striegsschiff Hankow verlassen. Der deutsche Transportdampfer Batavia" ist vor Busung angekommen mit Landungscorps. Politische Mebersicht. Berlin, den 5. September. Rußland kann nur wünschen, daß die inneren Unruhen, welche Die Frauenarbeit in den Fabriken. durch die aufständische Bewegung der Boyer hervorgerufen sind, In den nächsten Tagen werden die Berichte der schleunig beigelegt werden. Deshalb ist Rußland ge- preußischen Gewerbe- Inspektion für 1899 erscheinen. Sie neigt, alles, was die Wiederherstellung geordneter Beziehungen zu werden die Ergebnisse der Umfragen über die Fabrikarbeit China erleichtern fann, günstig anzunehmen, und zu diesem verheirateter Frauen enthalten, die bekanntlich auf einen Zwed hält sie die Wiederherstellung der chinesischen vom Centrum veranlaßten Beschluß des Reichstags zurückRegierungsorgane, mit denen die Mächte in Verhandlungen zuführen sind. Ihrem Endziel, der wissenschaftlichen Erforschung und wirts schaftlichen Verwertung aller mußbaren Lebenserscheinungen unsrer heimischen Flora und Fauna, jucht die ja noch in den Kinderschuhen stedende Anstalt zunächst dadurch näher zu kommen, daß fie solchen Krankheitserscheinungen der Nutzpflanzen auf dem Wege der Beobachtung und Bethätigung nachgeht, welche für das deutsche Reichsgebiet gegenwärtig von ganz besonderer Bedeutung sind. In dieser Nichtung bewegen sich die bereits weit vorgeschrittenen, zum Teil auch schon abgeschlossenen Arbeiten über den Ge treiderost und über den Getreidebrand, sowie über die neuen Weizenpilze, welche den Ertrag unsrer Ernten auf das schwerste beeinträchtigen." Ein allerneuestes Gewehr. Noch wird in den Militärwerkstätten an der Bewaffnung der gesamten Infanterie mit dem Gewehr M 98 gearbeitet. Schon aber, so wird berichtet, sei ein allerneuestes Modell mit Kaliber von 6 Millimeter in Arbeit und probeweise bei acht Compagnien von verschiedenen Truppenteilen im Gebrauch. Früher hieß es, die Einführung eines so geringen Kalibers wie von 6 Millimeter fei überhaupt ausgeschlossen. Jetzt scheint also auch diese Unmöglichkeit überwunden zu sein. Der Forschritt" in der Mordwaffentechnik ist wahrhaft grandios. " Ein folgerichtiges Urteil. Ein Streifbrecher in Greiz strengte eine Beleidigungsflage an, weil er sich durch die Bezeichnung Streitbrecher" beleidigt fühlte. Die Klage wurde durch Beschluß bes Amtsgerichts in Greiz zurückgewiesen mit dieser Begründung: Unter Streifbrecher" versteht man denjenigen, welcher, nach dem er an einem von seinen Berufsgenossen zur Erlangung besserer Lohnbedingungen veranstalteten Streit teilgenommen hat, aus irgend welchen Gründen das Lager der Streifenden verläßt und die Arbeit wieder aufnimmt. Nun ist zwar nicht zu verkennen, daß die Arbeitsniederlegung ein erlaubtes Mittet ist, um eine Lohnerhöhung herbeizuführen oder sonstige standes- oder beruf liche Interessen zu wahren; es liegt aber zu Tage, daß tein Arbeiter mehr zur Teilnahme an der Lohnbewegung von seinen Standesgenossen gezwungen werden kann, und folgerichtig. daß es sodann Ausständigen unbenommen sein muß einer besseren Einsicht folgend, die Arbeit wieder für sich aufzunehmen. Diese Rückkehr ist als durchaus berechtigt anzus erkennen; daß aber der Streitbrecher durch seine Lossagung unter Umständen die Interessen seiner Standesgenossen gefährden, ihnen zuwiderhandeln kann, mag richtig sein, kann aber unter teinen Umständen dazu führen, daß er in den Augen vernünftiger Leute und nur auf die Auschauung solcher kommt es an berächtlich wird. Die Bezeichnung Streifbrecher" allein kann daher als eine Ehrenkränkung nicht aufgefaßt werden, sonstige begleitende Nebenumstände, aus denen auf die Absicht der Kränkung geschlossen werden könnte, sind nicht behauptet worden. Es mußte daher mangels Vorliegens einer Beleidigung die Eröffnung des Hauptverfahrens abgelehnt, die Privattlage zurüc gewiesen und der Privatkläger mit den bisher entstandenen Kosten belastet werden.(§§ 429, 563,2 St.-P.-O.)" treten tönnten, für notwendig. Eine militärische Das Centrum ist dabei von Voraussehungen und Wünschen Attion im großen Stil über Beting hinaus erausgegangen, die durchaus nicht die Billigung ernsthafter Socialscheint als ein Grund zu neuen Verwidelungen und politifer finden können und auch in den Reihen der socialnicht als ein Mittel zur Beruhigung, und zwar mit demokratischen Arbeiterschaft teine Zustimmung finden. Es Rücksicht auf die gewaltige Ausdehnung der Gebietsteile, in welchen beabsichtigt besondere Beschränkungen für die Fabritarbeit die Mächte allein die Ruhe nicht völlig würden wiederherstellen verheirateter Frauen. Ueberall, wo sich aufgeklärte können. Vielmehr könnte nur die Thätigkeit der rechts. Arbeiter und Arbeiterinnen mit der Frage beschäftigt haben, mäßigen Regierungsorgane in China auf die hat man es ausgesprochen: Wir fordern erhöhten Schutz für Dauer ein heilsames Ergebnis herbeizuführen. Die Zurüd- die Arbeiter, speciell für die Arbeiterinnen; aber wir fordern berufung der Vertreter der Mächte nach Tientsin ihn für alle Arbeiterinnen; eine Beschränkung auf die ver würde in China als ein Beweis dafür aufgefaßt werden, daß die heirateten tann nicht gebilligt werden. Selbst die Gewerbe Aufsichtsbeamten dürften zu dem Mächte dem Geiste, von welchem ihr ursprüngliches Programm erfüllt war, treu blieben. Eine bedeutende Arbeit bleibt für sie Ergebnis tommen, daß solche Beschränkung nicht gerechtIm übrigen find wir der Meinung, Streitbrecher müssen noch zu thun, um eine Lösung der aus den gegenwärtigen Un- fertigt ist. Die Berl. Korresp.", die bereits über den gefcht werden. Von welcher Seite die Berl. Pol. Nachr." die geschützt Aber die Inhalt der Berichte Mitteilungen zu machen in der Lage ist, Arbeiterbewegung auch betrachten, immer kommen sie zu diesem ruhen sich ergebenden Fragen herbeizuführen. Schluffe, der den ganzen Inhalt ihrer focialpolitischen Weisheit Gedanken der Mäßigung müssen die Oberhand behalten schreibt bei der Gelegenheit: " In welchem Maße aber Nachteile in gesundheitlicher, bildet. Die von der Generalfommission der Gewerkschaften Deutsch über jeden andern Beweggrund, der dazu verpflichten könnte, der militärischen Altion einen größeren Impuls zu geben, und zwar sittlicher oder sonstiger Beziehung speciell bei der Fabritarbeit lands gegebene Streitstatistik, die auch über eine Anzahl Ver Dieser Entscheid ist durchaus folgerichtig und muß besonders diejenigen mit hoher Freude erfüllen, die in der Streitbrecherei eine staatserhaltende Handlung sehen. urteilungen wegen Streikvergehen berichtet, nötigt ihnen wieder den- selben Stoßseufzer ab. Sie schließen ihre Betrachtung:_ „Man wird daher zu dem Schlüsse berechtigt sein, daß auch die Erfahrungen des Jahres t8gg entschieden für die Notwendigkeit wirksanieren gesetzlichen Schutzes der Arbeitswilligen gegen Ver- gewaltigung durch Streikende sprechen." Die Summe der mitgeteilten Strafen sollte doch eigentlich zu 'dem entgegengesetzten Schluß führen, dem nämlich, daß für den Schutz !der Streikbrecher viel zu viel geschieht. Man sollte doch bedenken, daß gerade Urteile zum„Schutze" der Streikbrecher massenhaft in unlogischer Weise zu staube kommen, die in dein vorstehenden Gerichtsbeschlüsse aus Greiz so trefflich gekennzeichnet wird. Man sieht in dem Streikbrecher ein staatserhaltendes, vaterlandsfreund- lichcs Wesen, bescheinigt ihm das aber ein Streikender, flugs packt man diesen beim Kragen und bestraft ihn wegen Ehrverletzung. Die Kohlcmtot. Es darf nach den Informationen der„Berk. Neuesten Nachr." als feststehend angesehen werden, daß bei den bevorstehenden Beratungen des Staatsministcriums über die Kohlen- frage von einem Ausflihrvcrbot nicht die Rede sein wird, da- gegen scheint eine vorübergehende Ermäßigung der Kohleneinfuhr-Tarife, vielleicht für die Dauer des Winters, erwogen zu werden.— Der Kontraktbruch und die sächsische Regierung. In der „Deutschen Tages-Zeitung" begegnen wir folgendem sonderbaren Dementi: „Dresden, 4. September. Kürzlich wurde berichtet, daß die sächsische Regierung ein Gesetz über die Bestrafung des Kontrakt- bruchs ländlicher Arbeiter plane. Die Nachricht ist in dieser Form nicht richtig. Die sächsische Regierung hat nur infolge vielfacher Anregungen bei den Bezirksausschüssen angefragt, wie die länd- lichen' Arbeitgeber sich gegen den Kontraktbruch ihrer Arbeiter schadlos halten könnten." Der Sinn dieses eigenartigen Dementis erscheint im ersten Augenblick nicht ganz klar. Bei nähcrem Zusehen ergicbt sich jedoch. daß wir es. überhaupt mit keinem Dementi zu thun haben. Bei dieser Umfrage kann es sich ja nur um etwaige Wünsche der ländlichen Arbeitgeber handeln, die bei dem gegenwärtigen Zustand der Gesetzgebung keine Befriedigung finden. Die Umfrage stellt also nur den e r st e n S ch r i t t zu der gebrandmarkten, verfassungs- widrigen Ausnahmegesetzcsmacherci dar.— Anti-Allarchistenkonfercnz. Wie der„Köln. Ztg." aus Berlin gemeldet wird, soll die K o n f e r e n z d e r R e g i e r u n g e n zur Vereinbarung von Maßnahmen gegen den An- archismus gesichert sein. Wie es heißt, soll versucht werden, das System der internationalen Ueberwachung der bekannten Anarchisten auszubauen. Wie das Verbrechen in Monza gezeigt habe, waren die bisherigen Maßnahmen der Polizei nach dieser Richtung durchaus unzulänglich. Seit dem Verbrechen in Monza■ seien in Berlin die polizeilichen Vorkehrungen in größerem Umfange betrieben worden.— Der Ausschuß der Deutschen VolkSpartei hat am t. September in Bruchsal eine Sitzung abgehalten. Es wurde beschlossen, den Parteitag erst nach den württembergifchen Landtags- Wahlen abzuhalten. Ferner wurde bezüglich der China- Frage einstimmig folgende Erklärung beschlossen: Im Hinblick auf die Ausdehnung der chinesischen Wirren, welche das Deutsche Reich in unabsehbare Verpflichtungen zu ver- wickeln drohen, im Hinblick auf das verfassungsmäßige Recht der Volksvertretung, durch vorhergehende Entscheidung über die Aus- gaben die Geschicke des Reichs mitzubestimmen, und im Hinblick auf die Notwendigkeit, die Ziele unsrer Politik sowie die Verantwortlichkeit für dieselbe vor der Nation festzustellen, ist die schleunige Einberufung des Reichstags dringend geboten. Socialistentöterei durch die Schule. Unsre vor einigen Tagni gebrachte Notiz über das Stiftungsfest des Zniner„Freien Lchrervsreins" giebt der„Kreuz-Zcitnng" Anlaß zu einer Polemik wider uns. Wir hatten die Leitsätze eines Vortrags wieder- gegeben, der die Bekämpfung der Socialdemokratie' durch die Schule empfohlen hatte, und uns erlaubt, diesen Mißbrauch der Schule zu parteipolitischen Zwecken als mit den pädagogische» Zwecken der Schule unverträglich zu bezeichnen. Auch hätten wir diese Methode der Socialistenbekämpfung kindlich genannt. Die„Kreuz-Zeitung" vermißt in dieser ünsrer Kritik die W i d e r l e g u n g der Thesen des betreffenden Lehrers, der davon a»S- gegangen sei, daß sich auch die Socialdemokratie in Jugend- erziehung und Unterricht mische. Sollen wir als Socialistcn'etwa noch der doch patriarchalischen Anschauungen huldigenden„Kreuz- Zeitung" gegenüber das R e ch t d e r E l t e r n verteidigen, ihre Kinder in ihren Anschauungen zu erziehen? Sollen es sich socialdemokratische Eltern ohne Gegenwehr gefallen lassen, daß ihren Kindern phantastische Irrlehren über das Wesen ihres Ideals, der Socialdemokratie, eingeflößt werden? Bekundete die Schule nicht häufig täppischen Ucbereifer und Intoleranz, beschrankte sie sich auf Verbreitung von nützlichen Kenntnissen und allgemeinen Sittlichkeits- normen, so würde auch für socialdemokratische Eltern keine Ver- anlassung vorliegen, diesen schädlichen Einflüssen entgegenzuarbeiten. Im übrigen überschätzen wir durchaus nicht den autoritativen Einfluß, der, sei es von Lehrern, sei es von Eltern, auf Kinder im schulpflichtigen Alter ausgeübt zu werden vermag. Allerdings ist es bis zu einem gewissen Grade richtig, daß, wem die Jugend gehöre, die Zukunft gehöre, nur darf man unter Jugend nicht bie Schul- .tilgend verstehen. Denn Weltanschauung und LebcnSgrundsätze sonnen sich in den Köpfen doch erst im Stadium der reiferen Jugend, und dann oft im schärfsten Gegensatz zu dem früher Geglaubten und Eingepaukten. Wir nannten deshalb den Aberglauben,' daß krampf- haste Bearbeitung des Äindesgemüts die herangewachsene Jugend vor der Socialdemokratie bewahren könne, mit Recht„kindlich". Wenn die„Kreuz-Zeitung" uns aber ferner zumutet, daß wir die Thesen des Zniner Festredners, daß das von der Social- demokratie Erstrebte„unmöglich",„unausführbar" usw. sei, weitschichtig und ernsthaft„widerlegen" sollten, so übertrifft sie an Naivetät noch ihren Schützling um ein Erkleckliches. Die Zahl der socialissischen Werke, in denen die Möglichkeit und Aus- führbarkeit unsrer gesellschaftlichen Ideale mit wissenschaftlicher Gründlichkeit dargelegt wird, ist, vom Kommunistische» Manifest an bis auf die Erscheinungen der jüngsten Zeit, so umfangreich, daß die Zweifel eines' in weitesten Kreisen unbekannten Socialistentöterlcins in Znin»ins wirklich nicht veranlassen können, eine neue Verteidigungs- und Propagandaschrift des Socialismus zu improvisieren. Mag der betreffende Lehrer einstweilen die Social- demokratie vernichten; in ein paar Jahren wird den Herangewachsenen, die den Socialismus alsdann an der Quelle studieren, diese Ver- nichtung ebenso kindlich erscheinen wie uns. Prinz Arcnberg wird sich im Anfang Oktober vor dem im Militär- Arrestgebäude in der Lindenstraße zusammentretenden Kriegsgericht, bestehend aus Offizieren der Eisenbahn- Regimenter, wegen Tötung des Negers Cain in Ostastika zu ver- antworten haben.— Die Redner dcS Reichstags. Die stenographischen Berichte über die ReichstagS-Verhandlungen sind soeben vollständig mit den dazu gehörigen Registern den Rcichstags-Mitgliedern übersandt worden. Die„Deutsche Tages-Zeitung" giebt folgende Zusammen- stellung über die Zahl der Reden der einzelnen Redner. Am häufigsten, nämlich 191 mal, hat Abg. Singer gesprochen; ihm folgen niit 141 Reden Richter, mit 136 Bebel, mit 134 Dr. Müller-Sagan. Ueber hundertmal haben außerdem noch das Wort ergiffcn die Abgeordneten Rösicke- Dessau. Molken- buhr, Freiherr v. Stumm, Dr. Paasche. Stadthagen und Dr. Hitze. Weniger als hundertmal, aber öfter als fünfzigmal haben folgende Abgeordnete gesprochen: Möller-DuiSburg, v. Kar- dorff, Bassermann, Dr. Lieber, Prinz von Arenberg. Dr. Oertel. Gröber. Müller-Fulda, Dr. Arendt, Gamp, Hofmamr-Dillenburg, Rickert, Graf Roon, Beckh-Koburg, Liebermaim von Sonnenberg, Frhr. v. Richthofen....... Stellen wiv die Abgeordneten, die am häufigsten(mehr als zwanzig», al) gesprochen haben, nach Fraktionen zusammen, so ergiebt sich folgendes Bild: Deutschkonservative Partei: Dr. Oertel(69),. Graf Roon(57), Freiherr von Richthofen(31), v. Levetzow(36). Graf zu Stolberg(33), Graf v. Kanitz(31), Graf v. Älincköwström(30), v. Staudy(27), v. Salisch (24), v. Waldow(21).— Reichspartei: Frhr. v. Summ(117), v. Kardorff(87), Dr. Arendt(61). Gamp(39). Graf v. Arnim(29). Dr. Stockniann(23).— Deutsch-sociale Reform Partei: Liebermann v. Sanneicherg(32),. Wenrer(46).— C e n t r u m: Dr. Hitze(103), Dr. Lieber<81), Prinz v. Areuberg(73), Gröber(66), Müller-Fulda(62). Dasbach(42), Rören(31). Dr. Spahn(31), Dr. Bachem(30). Kirsch(29), Trimborn(23), Schmidt-Warburg(21). — Nationalliberale Partei: Dr. Paasche(109), Möller-Duisburg(93), Bassemrann(86), Hofmann-Dillenburg(39), Dr. Hasse(43). Büsing(38). Graf v. Oriola(37): Frhr. v. Hcyl(34). Dr. Sattler(31). Hilbck(27). Dr. Lehe(22).— Freisinnige Vereinigung: Rickert(33), Schräder(43), Dr. Pachnicke(39) Broemel(38). Frese(27).— Freisinnige Volks pari ei: Richter(141), Dr. Müller-Sagan(134), Beckh-Koburg(36). Fischbeck (48), Dr. Müller-Meiningen(34). Lenzmann(28). Eickhoff(25). Schmidt-Elberfeld(21).— Socialdemokraten: Singer(191), Bebel(136), Molkeichuhr(119), Stadthagen(107), Wurm(43), Hoch (40), Heine(31).— F r a kti o n s l o s e: Rösicke- Dessau(122), Dr. Hahn(47). Dr. Rösicke-Kaiserslautern(31), Stöcker(31). Kleine Irrtümer sind hierbei nicht ausgeschlossen. Ilm die obigen Angaben richtig beurteilen zu können, muß man sich ferner gegen- Ivärtig halten, daß eine Scheidung zwischen eigentlichen Reden und kurzeii persönlichen oder Geschäftsordnungs- Bemerkungen nicht möglich ist. Es darf auch nicht vergessen werden, daß die Bericht- erstatter zu den einzelnen Kapiteln des Reichshaushaltsetats sehr oft zu kurzen Bemerkungen das Wort ergreifen, so daß dadurch die Zahl ihrer Reden sehr groß wird. Diese Gesichtspunkte müssen berücksichtigt werden.—_ Ein Schicdsgerichtsurteil. Das Schiedsgericht in Hannover hatte. ivio wir dem„Volks- willen" entnehmen, in einer Unfallsache ein Urteil gefällt, wodurch eine durch die Berufsgenossenschaft verfügte Slentenentziehung be- stätigt wurde. Dabei hatte es ein Verfahren eingeschlagen, das von dem durch den Verletzten angerufenen Reichs- Versicherungsamt wie folgt gekennzeichnet wird:. „Das hierbei von dem Schiedsgericht bezw. seinem Vorsitzenden eingeschlagene Verfahren ist ein solches, welches jeder gesetzlichen Begründung entbehrt, allen prozessualen Grundsätzen zuwiderläuft und das Urteil nebst dem Verfahren als nichtig und jeder Rechts- Wirkung ermangelnd erscheinen läßt." Es handelte' sich darum, daß die Urteilsgründe der Urteils- forme! direkt widersprechen. Während die Gründe sagten, daß der Kläger für seinen Unfall Rente zu beanspruchen habe, wurde doch der NelrtxncntziehungS- Bescheid bestätigt. WaS dann weiter geschah, lieft»ran am besten in der Urteilsbegründung des Neichs-VersicherungsamtS, in der es weiter heißt: „Unverständlich und geradezu unentschuldbar ist die Art und Weise, in welcher im vorliegenden Falle eine logische Ueber- einstimmung von Fonnel und Gründen des SchiedSaerichtsnrteils äußerlich herbeigeführt worden ist. Nur als ein frei erdachtes, jeder entsprechenden Anwendung prozessualischer Normen, ja selbst der Anlehnung an solche entbehrendes Verfahren kann es bezeichpet iverden, wenn wie hier ein Schiedsgerichts- Vorsitzender in einer ohne Zuziehung der Parteien abgehaltenen Schiedsgerichtssitzung von zweien der vier bei der UrtcilSfällung und Unterschrift beteiligt gewesenen Beisitzer dem Vorsitzenden desjenigen Kollegiums, welches den Spruch gefällt hatte, die„Er- mächtigung" erteilen läßt, das ergangene Urteil„hinsichtlich" der Begründung dem Tenor entsprechend abzuändern, wenn darauf diese Abänderung erfolgt und das Urteil in der veränderten Fassung von den zuständigen fünf Richter» unterschrieben wird, und wenn schließlich die eriiente Zustellung an die Parteien»nt dem Be- merke» erfolgt,„daß die früher zugestellte Ausfertigung hiergegen kassiert", indem gleichzeitig die ursprüngliche Urteilssckirift durch- strichen und mit dem Rotstiftvcrmerk„ungültig" versehen wird." Wegen„unheilbarer Nichtigkeit" wurde das Urteil kassiert und zu nochmaliger Verhandlung a» das Schiedsgericht zurückverwiesen. Bieten solche Richter überhaupt noch die Gewähr für ein ge- wisjcnhaftes Urteil?—_ Der Imperialismus will den Amerikanern gar nicht gedeihen. Wie auf den Phi- lippinen, so hören auf Kuba die Schwierigkeiten nicht auf. Die „Voss. Ztg." erhält darüber aus New Jork vom 26. August einen bemerkenswerten Bericht: „Belmruhigende Nachrichten kommen aus Kuba. Es unterliegt keinem Zweifel mehr, daß die Unzufriedenheit gegen die Regierung in Washington auf der �nsel von Tag zu Tag wächst und daß es nur»och eines Funkens bedarf, um das Feuer der offenen E nr p ö r u n g hell auflodern zu lassen. Die Schuld an diesen wenig erbaulichen Zuständen trägt die unehrliche Politik der gegenwärtigen Macht- Haber in Washington, die es glücklich zu Wege gebracht hat, daß die Stimmung der„Befreiten" gegenüber den„Befreiern" gerade so Ivie auf den Philippinen und' Porto-Rico bitter feindselig ge- worden ist. Die ländergierigen JingoeS in Washington hatten offenbar gehofft, daß sich Kuba aus Dankbarkeit für die Be- freiung vom spanischen Joch dem Befreier freudig an den Hals Ivcrfen und um gütige Annektierung bitten würde. Das ist nicht geschehen. Die Kubaner, jedenfalls stutzig geworden durch die Behandlung der Porto-Rico- Bevölkerung und der Filipinos, ziehen cS vor. frsi zu fein und sich selber zu regieren. Da nun Mac Kinleh vor aller Welt feierlich erklärt hat, daß die Kubaner frei und unabhängig sein sollten, so wissen die Jingoes nicht recht, wie sie an den fetten kubanischen Happen heran' können. Das einfachste wäre ja, alle Versprechungen zu brechen, die Kubaacr' zur Empörung zu reizen und dann Gewalt anzuwenden, so ungefähr nach dem Philippinen- Muster. Aber erstens ist die Opposition gegen derartig amerikanische Methoden im Lande doch zu mgchtig, zweitens wäre dergleichen vor der Präsidentenwahl zu gefährlich, und drittens ist das Länder- einsacken doch nicht so ernfach, wie man sich gedacht hat: siehe den end- losen Philippincnkrieg und den Krieg der lieben englischen Verwandten gegen die Boeren. Die unangenehmste Schlvierigkeit wäre die Frage, wo Truppen genug gegen die Kubaner hernehmen, da alle verfügbaren Streitkräfte zur Zeit auf den Philippinen und in China stehe». Da muß mit List zu Werke gegangen werden und Mac Kinleh glaubt auch schon das richsige Mittel gefunden zu haben in Gestalt einer Erklärung, wonach die Regierung in Washington das Recht beansprucht, bei der Ausarbeit u n g der Verfassung für Kuba ein Wort mitzureden. Demnächst soll ein Konvent auf Kuba zusammcnberufen werden, der sich mit der Ausarbeitung dieser Verfassung beschäftigt. Diese Er- kläning Mac Kinlcys hat überall aus Kuba Entrüstling hervor- gerufen. Besonders die alten Freiheitskämpfer, wie General Maximo Gomez und Salvador de Cisneros Betaucourt sind über Mac Kinleh erbittert. Cisneros, der zur Zeit des AufstandeS gegen die Spanier Präsident der„Republik Kuba" war, hat sofort im Namen der„Veteranos de la Independencia"(Veteranen der Unabhängigkeit) von Kuba Mac Kinleh persönlich in Washington ein Schriftstück überreicht, worin gegen jede Einmischung in die Geschäfte des erwähnten Konvents entschieden protestiert wird. Zugleich wird Mac Kinleh darin ersucht, endlich seinen Versprechungen gegenüber Kuba nach- zukommen und den Kubanern die ersehnte Unabhängigkeit zu geben dadurch, daß die Regierung in Washington sänütliche amerikanischen Truppen aus Kuba zurückzieht. Die kubanischen Patrioten befürchten nämlich, daß Mac Kinleh und die übrigen Jingoes nach bewährtem amerikanischen. Muster den kubanischen Konvent mit Delegaten„vollstopfen" würden. die für einen Anschluß Kubas au hie Vereinigten Staaten sind. Für Geld und gute Worte und Aussichten auf spätere fette Aemtchen wären genug solcher Leute zu finden. Das wollen die alten Freiheitskämpfer hintertreiben. Natürlich sind die Jingoes wütend, daß ihr unehrliches Spiel durchschaut ist, und es bleibt nun abzuwarten, was sie jetzt wieder aushecken iverden, um den Kubanern beizukommen. Und da giebt eS immer noch Leute, die von dem„selbstlosen" Kriege gegen Spanien sprechen." Die„Vossische Zeitung" thäte gut, an dieser vernünftigen Beurteilung der weltpolitischen Fehler der Amerikaner ihre eigne Haltung zur deutschen China Politik einer grundlichen Nachprüfung zu unterziehen.— Ausland. Oestreich-Uttgarn.!, Wien, 5. Sepien, ber. Der„Neuen Freien Presse' zufolge ist die Auflösung des Abgeordnetenhauses bereits vollzogen und die diesbezügliche Kundmachung nahe bevorstehend. Die Ausschreibung der Neuwahlen wird der Bekanntmachung der Aus- lösung des Abgeordnetenhauses in kurzer Zeit folgen.— Frankreich. Paris, 5. September. Dem„Figaro' zufolge haben etwa 8V Bürgermeister die Einladung, an dem Festessen der Pariser Stadtvertretung teilzunehmen, abgelehnt. Kolonial-Opfer. Der Pariser„Ganlois" behauptet, das Marine-Jnfanterie- Regiment, welches in einer Effektivstärke von 1800 Mann st, Dakar (Sencgambien) in Garnison stand, sei nach Frankreich zurückgekehrt. Das Regnnent sei nur noch 360 Mann und 8 Offiziere stark, der Rest sei dem gelben Fieber erlegen. Norwegen. Christiania, 4. Septbr. Bei den hiesigen Wahlmänner« wählen zum Storthing erhielt die Rechtenpartei 11583 Stimmen, die Linkenpartei 8629 und die Socialisten 4033 Stimmen. Die Rechte gewann dadurch vier Sitze im Storthing. Afrika. Gegenproklamation KrügerS. Aus Louren?o Marques wird gemeldet, Präsident Krüger befinde sich immer noch in Nolspruit, wo er eine Gegenproklamation gegen die Proklamation Lord Roberts betreffend die Annexion Transvaals veröffentlicht habe. Kapstadt, 3. September.(Kavelmeldung des Paris Nouvellcs.) Die Zeitung„Onsland" bespricht die Annexion des Transvaalsiaats und erklärt, daß man zwar ein Land annektieren,, aber nicht die Herze» der Bevölkerung erobern'könne und daß die Partei der Afrikander sich von Tag zu Tag v e r st ä r k e n werde. Die Annexion habe nur einen dauernden Wert, wenn sie durch eine mächtige Armee gewährleistet werde. Streifzüge und Gefechte. London, 5. September. Dem„Rcuterschen Bureau' wird aus Cradock gemeldet: In B l o e m f o n te i n herrschte am letzten Sonntag große Aufregung, als gemeldet wurde, das eine Böerenabteilung bei T h a b a n ch u ausgetaucht sei. Bruce-Hamilton rückte am Sonnabend nach Thabanchu vor. eme fliegende Kolonne hat auch Bloe», fontein am Sonntag verlassen. Ein G e f e ch t hat zwischen den Wasser- werken und Thabanchu stattgefunden. Ei» Telegramm des Korrespondenten des„Rcuterschen Bureaus" in Pretori'a, in welchem über die jüngsten von den Boeren zur Zerstörung der Eisenbahnlinien unternommenen Streifzüge berichtet wird, besagt: Boercn, die, wie man annimmt, unter dem Befehl D e Wets stehen, haben die Ei s e n b a h nlln i e an zwei. Plätzen im O r a n j e- F r e i st a a t nördlich und süd- l i ch v o n K r o o n st a d z e r st ö r t. Sie erbeuteten einen Eisen« bahnzug und zerstörten die Eisenbahnlinie bei Standerton, doch ist diese bereits wiederhergestellt. Die britischen Truppen haben im ganze» 19 Wagen mit Vorräten und 23 mit Artillerie- niaterial,' aber keine Munition verloren. Iii dem betreffenden. Telegramm heißt es dann weiter, daß die Meldung, Genera l D eck a r e y sei gefallen, in Pretoria mit großen, Bedauern aufgenommen wurde, da Delarey ein tapferer General lvar, der immer in der schonendsten Weise vorging. jiapstndt, 3. September. Die Boeren mußten die Be« lageru n gvo n Ladybrandaufheben. ' Amerika. Washington, 5. September. Bei den gestrigen Staats- w ah I e ii i m Staate Vermont ist die republikanische Mehrheit, die im Iahte 1896 40 000 Stimmen betragen hatte, auf 26 000 zurückgegangen.— NKrkei"MÄchvichken. Parteitagsbcschlttsse und ParteidiSciplin. Das„Sächsische Volksvlatt" in Zwickau besckiäftigt sich mit dem uns unter der Ueberschrift„von berufener Seite" zugegangenen Artikel in unsrer Nr. 204 und schreibt zum Schlüsse:, „Der„Vorwärts" hat sich mit Leichtigkeit über die gemachten Einwürfe und Bedenklichkeiten hinweggesetzt. Wir haben dieselben in bester Absicht und in der Erwägung, daß jeder Genosse und jedes Parteiblatt das Recht hat, eine andre Meinung zu äußern, gemacht. Sie war objektiv gethan und eine Nichtdisciplin haben lvir nicht empfohlen. Der Ton des„Vorwärts" in dieser Frage war daher gar nicht angebracht."-....l Daß es nicht schlankweg der„Vorwärts" war, der geschrieben hatte, konnte das„Sächsische Volksblatt" mit Leichtigkeit aus der dem Artikel beigegebenen und hier wiederholtenKennzcichnung ersehen. Trotz« dem ist der Artikel weder in der Absicht geschrieben, irgend einem Ge« nossen oder Parteiblatte das Recht der Meinungsäußerung zu be- schränken, noch ist solche Absicht aus ihm herauszulesen. Daß dazu nicht einmal eine„berufene Seite" berufen ist, sollte niaii dem „Sächsischen Volksblatt" gegenüber nicht erst zu betonen.nötig haben. Dagegen ist jeder in der Partei berufen, also auch der„Vorwärts", wenn es ihm angebracht scheint, auch dem„Sächsischen Volksblatt" gegenüber auf die alten bewährten Grundsätze hinzuweisen, die das Geheimnis unsrer bisherigen Erfolge bilden und auch weiter bilden sollen. Gegen die Weltpolitik und das Vorgehen der deutschen Re- gicrung in China fanden von Freitag, den 17. August, bis Sonntag, den 2. September in den beide» Reußenländern altere und jüngere Linie(Gera-Greiz) zahlreiche Versammlungen statt. Genosse Adolf Hoffmann-Berlin sprach fast täglich vor gut besuchten Versamm- Zungen über das Thema:„Die Weltpolitik und der Krieg in China." Nirgends war ein Flottenschwärmer und Weltpolitiker zu sehen, der das Wort zur Verteidigung der großen Waffcrpolitik er« griff. In allen Versammlungen wurden einstimmig Nefolntionen angenommen, welche gegen die Ausschaltung des Reichstags und die Politik der gepanzerten Faust protestierten und in dem die Anwesenden sich verpflichteten, nicht eher zu ruhen, als bis an Stelle der Weltmachtspolitik der gepanzerten Faust die der geschickten und geschulten Hand eines gutgcnährten und intelligente» Arbeiterstands getreten ist. Wenn man die ungeheure Arbeitslosigkeit bedenkt, die in diesen Textilbezirken herrscht und über deren Umfang wir schon mehrfach gatenmaßige Angaben machen fonnten, so ist es begreiflich, daß bis den nächsten Tagen werden noch mehr Entlassungen von Schiffs. In Erwägung, daß einerseits ein leistungsfähiger und kräftiger weit in die Kreise der patriotischen Geschäftsleute hinein eine zimmerern erfolgen.d Grundbesizerstand eine der wichtigsten Stügen unsrer gesamten staat fchwere Verbitterung eingetreten ist. Unter diesen Umständen fiel die Agitation allenthalben auf guten Boden. Der Ausstand der Steinfeger in Halle a. S. hat den Erlichen und gesellschaftlichen Ordnung bildet, daß andrerfeits die deutsche Landwirtschaft sich in bedrängter Lage befindet, hauptsächlich infolge folg zu verzeichnen, daß, wie uns ein Privattelegramm meldet, zwei der niedrigen Preise der landwirtschaftlichen Der Wahlkreis Bielefeld- Wiedenbrück hat sich eine neue der größten Firmen bewilligt haben. Die Leipziger Junungshelden Erzeugnisse, welche vorzugsweise durch die Konkurrenz Organisation gegeben. Danach wird die Agitation im Kreise durch haben mit ihrer dittatorischen Anweisung, daß fein Leipziger Stein- billiger produzierender Importländer hervorein Agitationskomitee betrieben, das mit den in allen Orten zu setzer in einer andren Stadt Beschäftigung finden darf, kein Glück. gerufen find, und daß diese niedrigen Preise insbesondere eine zur wählenden Vertrauensmännern in Verbindung steht. Das Komitee Erhaltung der Arbeitskräfte in der Landwirtschaft notwendige, mit giebt für die Parteigenoffen Legitimationstarten und Marken a 10 f. Die Aussperrung in der Münchener Konfektionsindustrie Industrie und Gewerbe gleichen Schritt haltende Erhöhung aus, die zur Kontrolle namentlich für die Teilnahme an Partei beendet. Da die vereinigten Konfettionäre am Sonnabend die der Löhne nicht gestatten, erachtet die 47. Generalversammlung bersammlungen dienen. Die Kreistonferenz wird in der Weise zu fammengesetzt, daß auf je 100 bei der letzten Reichstagswahl abussperrung für beendet erklärten und der größte Teil der Arbeiter der Katholiken Deutschlands es als eine wichtige Aufgegebene Stimmen ein Delegierter gewählt werden kann. auf die zweite Aufforderung die Arbeit wieder aufnahm, beschloß gabe der Gesezgebung und Verwaltung, der eine enßerordentliche Mitgliederversammlung des deutschen Schneider- bedrängten Landwirtschaft weitgehenden Schutz an verbande am Montagabend, auch den Streit bei der Firma Sappel gedeihen zu lassen, insbesondere auch durch Berücksichtigung für beendet zu erklären. Durch den vierwöchentlichen Streit wurden der berechtigten Forderungen der Landwirte bezüglich einer not lediglich einige Erleichterungen in Bezug auf das Lieferwendigen Erhöhung der bestehenden 8ölle landwesen erreicht. Zu Beginn des Streits bezw. der Aussperrung wirtschaftlicher Produkte bei der bevorstehenden waren die Organisationsverhältnisse der Konfektionsarbeiter leider Neufest sezung des Bolltarifs." nicht die besten. Von 900-1000 hier beschäftigten Schneidern und Schneiderinnen gehörten nur ca. 180 der Organisation an. Die Gedächtnisfeier für Liebknecht gilt in Weimar also doch nicht für staatsgefährlich. Gegen das feinerzeit mitgeteilte Verbot war Beschwerde eingelegt worden. Darauf hat die Bezirksdirektion entschieden: Auf die Berufung des Malers Ernst Nehrkorn vom 15. d. M. erkläre ich den Beschluß des Gemeindevorstands vom 11. d. M., durch welchen die Abhaltung einer öffentlichen Versammlung verboten worden ist, die der Vorstand des Socialdemokratischen Volksvereins zu einer Gedächtnisfeier für Liebknecht einberufen wollte, für nicht 8 น Recht bestehend. Der Gemeindevorstand hat das Verbot mit dem Hinweis auf die Gefährdung des öffentlichen Wohls begründet, die bei Zustandekommen der Versammlung eintreten würde. Allein nach den Umständen des vorliegenden Falls erscheint diese Besorgnis ungerechtfertigt. пон Die Gewerbegerichtswahlen in Colmar t. E. brachten der organisierten socialistischen Arbeiterschaft einen glänzenden Sieg. Ihre Kandidaten wurden mit durchschnittlich 1050 Stimmen gewählt gegen etwa 280, die auf die Liste unsrer tleritalen Gegner fielen. 18) Ausland. Aus der Rede über die Agrarfrage, die, wie gestern bereits furz gemeldet, in der zweiten öffentlichen Versammlung der Stadt verordnete Landwirt Blum- Krefeld hielt, seien folgende Stellen nachgetragen: Landwirt, Stadtverordneter Blum( Krefeld) sprach hierauf über die Agrarfrage. Der Redner entwarf ein Bild von der Lage der Landwirtschaft, die mit Hilfe der Wissenschaft große Fortschritte gemacht habe. Die Landwirte seien auch geistig fortgeschritten. Hinter dicken Kar toffeln stede bisweilen bedeutend mehr Intelligenz, als mancher glaube. Die Versammlung galt der Ehrung eines Toten und durfte Ein skandinavischer Arbeitgeber- Verband. Unter Leitung wirtschaft durch ausreichende Schutzölle zu helfen. Der bezwv. mußte angenommen werden, daß in ihr der Würde des Todes des dänischen Arbeitgebervereins" hat eine Versammlung von Ber Landwirt müsse geschützt werden, durch Bölle beim Körnerbau, bei ( Stürm. Beifall.) Der Redner bezeichnet es für notwendig, der Land Rechnung getragen werden würde. Daß die Zusammenkunft zu agitatorischen Zwecken in einer das öffentliche Wohl gefährdenden tretern des Nordischen Handwerks- und Induſtrievereins", dem der Viehzucht durch Viehzölle und Abschließung der Grenzen Weise ausgenügt worden wäre, war auch deswegen nicht zu be- Specialverbände der drei skandinavischen Länder angehören, tatte fürchten, als daran lediglich Parteianhänger des Toten teilnehmen gefunden, in der auf Antrag des schwedischen Vereins beschloffen gegen viehsenchen. Die Landwirte feien keine Feinde des Handels. Die Landwirte verlangen teine Kampfzölle. Es follten." wurde, Bestimmungen zu treffen, daß die Arbeiter eines Landes lasse sich sehr wohl ein Ausgleich zwischen Industrie und nicht in dem andren in Arbeit genommen werden, Agrar staat schaffen. Der Redner bezeichnet in, weitern das Totenliste der Partei. In Heilbronn starb der Partei- bevor sie Abschiedsscheine ihres früheren Arbeitgebers vor landwirtschaftliche Genossenschaftswesen als notwendig. In erster genoffe Karl Sautter infolge einer Operation. Sautter war gelegt haben; ferner Verhaltungsmaßregeln gegen die Ueber Reihe seien überall ländliche Darlehnetassen zu begründen. einer derjenigen Genossen, der nicht nur während des Socialisten griffe. die die Fachvereine zu machen beginnen, indem sie Dadurch werde es möglich sein, dem Wucher auf dem Lande gefeßes ein eifriger Kämpfer für unsre gerechte Sache war, sondern sich zu Schüßern der Lehrlinge aufwerfen; endlich müssen fich jederzeit in der uneigennützigsten Weise in den Dienst der All- Vereinbarungen getroffen werden, daß bei eintretenden Streifs ober entgegen zu arbeiten. Die Raiffeisenschen Darlehnskassen bilden den Bortrapp des landwirtschaftlichen Ge gemeinheit gestellt hat. Er leitete verschiedene Jahre den Vorsiz in Aussperrungen die daran beteiligten Arbeiter auch im andern Land gewissermaßen nossenschaftswesens. Im weiteren verlangte der Redner zur der Partei, und ſeit Beſtehen des Gewerbegerichts gehörte er diesem ausgeschlossen find, solange die Arbeitseinstellung dauert."- Ein Steuerung der Leutenot größere Freiheit bei Heranziehung aus als Arbeitnehmer Beisiger an. Auch die Gewerkschaftsbewegung hübsches Programm, dem die Arbeiter schon antworten werden. ländischer Arbeiter. Daß dadurch socialdemokratische Ideen auf berliert an ihm einen unermüdlichen Förderer ihrer Bestrebungen. die Dörfer eingeführt werden, sei nicht zu befürchten. Das LandPolizeiliches, Gerichtliches usw. leben fei für socialdemokratische Ideen nicht förderlich. Ferner beSeit dem 22. August gingen bei der Berliner Gewerkschafts- zeichnet der Redner eine entsprechende Arbeitsnachweis- Organisation als erforderlich. Die Landwirte seien gern bereit, höhere Kommission folgende Beiträge ein: Für die streitenden Sattler: Verband der Vergolder Löhne als der Tarif der Ansiedlungskommission zu zahlen; 50,-. Verein der Wäschebranche 30,-. Organisation der Weiß sie wollen auch dem Arbeiter geben, was des Arbeiters sei. gerber, Rederfärber und Lohgerber 200,- Verband der Gastwirts: Der Redner ging im weiteren auf das ländliche Verschuldungswesen gehilfen 30,-. Centralverband der Maurer Berlins und Umgegend ein und bemerkt:„ Der Wappen schönstes in der Welt, ein hypotheken1000,- Rerband der Buchdruckerei Hilfsarbeiterinnen 50, feßer Verband( Filiale Berlin I) 50,- Tapeziererwerkstatt Schäfer 5, freies Feld."( Stürmischer Beifall.) Als eine fernere Notwendigkeit Verband Deutscher Buchdrucker, Hauptkaffe, 500,-. Von den Sattlern auf bezeichnet der Redner die Gründung von Berufs-, insbesondere von Listen durch Riedel 208,07. Verband Deutscher Metallarbeiter, Ver: Bauernvereinen. Die größten Freunde der Landwirte waltungsstelle Berlin, 500,-, Verein Berliner Buchdrucker 300,- sei die Centrumspartei, die traditionell schutzFreie Vereinigung der Civil- Berufsmusiker 10,-. Tischlerei von Heliner öllnerisch genannt werden könne. Er gebe sich der 10,-. Centralverband der Bauarbeiter Berlins und Umgegend durch Hoffnung hin, daß die heutige Katholiken- Versammlung auch der Böttcher 150,- Verband der Maschinisten und Heizer 50,- Central verband der Böttcher 50,-. Verein der in Schriftgießereien beschäftigten deutschen Landwirtschaft Gottes Segen bringen werde.( Stürmischer Arbeiter und Arbeiterinnen 22,50. Droschkentutscher Berlins, organisierte, Beifall.) N V -Wegen Verbreitung der polnischrn Broschüre, Fort mit dem Militarismus!" sollte vor einigen Wochen Genosse Morawski Berlin eine Anklage bekommen. Die Polizei hatte bei ihm etliche Eremplare der Broschüre beschlagnahmt und die Genossen in der Provinz notiert, die von Morawski die Broschüre erhalten hatten. Das preußische Kriegsministerium hatte sich beleidigt gefühlt. Jezt ist dem Gen. Morawski ein Gerichtsbeschluß mit geteilt worden, der die Anklage als unbegründet, niederschlägt. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Die Vertreter der Töpfer und Töpfermeister verhandelten gestern über ihren Tarif vor dem Gewerberichter v. Schulz in interner Sigung. Die Arbeitnehmer hatten sich an das Einigungsamt gewandt, um sich Klarheit zu verschaffen, ob die Arbeitgeber gewillt seien, den seiner Zeit vereinbarten Tarif wenigstens während der Vertragsdauer, das heißt bis Ende Dezember 1901, zu halten und mit ihnen gemeinsam in der damals eingefegten Zwölfer- Kommission zu verhandeln. Das Verhalten mancher Meister hatte zu Zweifeln Anlaß gegeben. In etwa fünfstündiger Verhandlung wurde folgendes festgestellt: in min 〃 Stein: 15,-. Von den Sattlern auf Listen von Filiale IV. 99,65. Verband der Bauarbeiter, Bahlstelle I, 25,- Von den Dachdeckern Berlins, Filiale Nord, 50,-. Von den Lederarbeitern, Weißgerbern, Lohgerbern, Lederfärbern Berlins 100,-. Jn Summa 3505,22 m. Erwähnt sei ferner, daß die Generalversammlung die Gründung katholischer(!) Real- und Fachschulen empfahl. Ueber die weitere Verhandlung meldet das„ Herold- Bureau": Bonn, 5. September. Heute morgen 8 Uhr unternahm ein großer Teil der Teilnehmer des Katholikentags eine Wallfahrt nach dem nahen Kreuzberge. In der geschlossenen Generalversammlung wurde der Dank an den Abgeordneten Nören für sein mannhaftes Eins treten im Kampf gegen die Unsittlichkeit ausgesprochen. Das Ans erbieten der Stadt Aachen als Vorort für die nächste General versammlung wurde dankend abgelehnt. Es soll ein bayrischer oder badischer Vorort gewählt werden. Lehte Nachrichten und Depelthen. Stuttgart, 5. September.( W. T. B.) Der deutsche Apothekerverein beschloß nahezu einstimmig, eine Dentschrift an den Reichsfanzler zu richten, um eine Regelung des Apothekenvejens auf Grundlage der Beschlüsse der Gewerbekommission des Vereins herbeizuführen. Ferner lehnte die Hauptversammlung des Vereins nahezu einstimmig die Zulassung von Hilfskräften mit geringerer Vorbildung als jetzt vorgeschrieben ist, ab. Bieber quittiert: 51,40 M., macht in Summa 3556,62 M. Für die Finsterwalder: Pastor von Benedig 2,70. Arbeiter der Firma Teichelmann 1,35, Summa 4,05 M.; quittiert 681,20, macht in Summa 685,25 M. Für die Werftarbeiter: Ueberschuß der Kranzspende von den Arbeitern der Nileswerke Oberschöneweide 11,30. Arbeiter von Waillefert den vaterlandslosen Gefellen 9,90. Verband der Vergolder 50,-. Arbeiter der Steinschen Maschinenfabrit 4,35. Arbeiter und Arbeiterinnen der Kabelwerke Dr. Caffirer u. Co. 2,60. Arbeiter der Aktiengesellschaft„ Tresor" 3,30. Möbelfabr. 9. Klinte, Warschauerstr. 13,85. Organis. Flaschenteller- Arbeiter des Der Tarif bleibt( mit einigen Ergänzungen) gültig. Böhmischen Brauhauses, Ueberschuß der Kranzspende 5,50. Karrow u. Er läuft am letzten Tage des Dezember 1901 ab, wenn er spätestens Sennig 2, Sa. 102,80. Bisher quittiert 1149,10 M., macht in Summa 1251,91 M. bis zum 30. September desselben Jahres gekündigt wird. Die Für die Tischler in München: Von den Tischlern der Firma fündigende Partei hat der Zwölfer- Kommission einen andern Tarif- Start Müller 27,80 2. entwurf vorzulegen. Wird man in der Kommission nicht einig, Für die Vertrauenspersonen der Gewerkschaften find Sammel dann hat das Einigungsamt des Gewerbegerichts zu ent- listen für die Streifenden in unsrem Bureau, Gewerkschaftshaus, scheiden. Als neue Position wird in den Tarif Engel- Ufer 15, I., 8immer 8, von 9-1 vormittags und 6-8 nach aufgenommen: Bei glasierten Untergefimsen wird ein Buschlag mittags zu haben. Geldsendungen sind nur an A. Körsten da selbst zu richten. von 50 Pf. gezahlt; bei Postamentöfen aber uur, tenn das Gefims ringsherum geht. Der Tarif wird ferner dahin ergänzt, daß beim Ausbruch von Differenzen die beiden Vorsitzenden Wien, 5. September.( B. S.) Die Agitation in flerifalen der Arbeitgeberfommission und der Arbeitnehmerfommission zunächst Siggelegenheit für Verkäuferinnen. Die Novelle zur Streisen gegen den Duell- Zwang der Offiziere nimmt größere einen Einigungsversuch zu machen haben. Gelingt dieser Versuch Gewerbe- Ordnung, die in der Hauptsache am 1. Oktober in Straft Dimensionen an. Es wird beabsichtigt, eine parlamentarische Aftion nicht, so hat die gemeinsame Zwölfer- Kommission in Funktion tritt, hat es leider unterlassen, die Gewährung von Siggelegenheit einzuleiten, um die Regierung zu zwingen, den Ehrenrat der Offiziere treten und eine Einigung zn versuchen. Wird eine für Verkäuferinnen anzuordnen. Sie überläßt vielmehr eine solche abzuschaffen und gesetzliche Bestimmungen zu erlaffen, damit die folche auch hier nicht erzielt, so entscheidet die Kommission. Anordnung dem Ermessen des Bundesrats. Es wendet fich infolge- Offiziere wegen Duellverweigerung nicht mehr militärisch bestraft Tritt Stimmengleichheit ein oder unterwirft sich eine der Parteien dessen jetzt die hiesige Orts- Krankenkasse für den Gewerbebetrieb werden können. nicht ihrer Entscheidung, so ist innerhalb drei Tagen das Einigungs- der Kaufleute, Handelsleute und Apotheker" an den Bundesrat mit amt des Gewerbegerichts anzurufen. Dessen Entscheidung soll end- dem Ersuchen, bald durch einen Erlaß die Gewährung von Siggültig sein. Werden Aussperrungen, Streits oder Bausperren gelegenheit für Verkäuferinnen zu regeln. beabsichtigt, dann ist der Thatbestand, der dazu führte, vorher der Zwölfer- Kommission zu unterbreiten, damit die beabsichtigten Maßnahmen möglichst vermieden werden. zu Mit den ausgesperrten Bleiglasern, deren Zahl 118 beträgt, erklärten sich in einer am Mittwoch abgehaltenen Versammlung die Bauglaser solidarisch. Sie verpflichteten sich, während der Dauer der Aussperrung keine Arbeit, welche in das Fach der Bleiglaser einschlägt, anzufertigen und zur Unterstützung der Ausgesperrten wöchentlich 1 M. zu zahlen. Die Bleiglaser, welche auf Grund des Beschlusses der vorigen Versammlung in Arbeit stehen, zahlen pro Woche 5 M. zum Unterstützungsfonds. Achtung Rohrleger und Gehilfen! Die Differenzen bei der Firma Simundt, Lützowstr. 106, find beigelegt; sämtliche Forderungen Deutsche Metallarbeiter Gewerkschaft find bewilligt. Ortsverwaltung Berlin. .... Die Korbmacher der Firma Rob. Schmidt u. Co., Krautstr. 6, und Schmidt u. Co., Dresdenerstr. 81, haben wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. Die Werkstatt- Kontroll- Kommission. Achtung Buchbinder! Die Kollegen und Kolleginnen in Buchdruckereien, Versicherungsgesellschaften, Tuchgeschäften zc. haben Sociales. Zur Begründung ihres Ersuchens beruft sich die Kasse, der fast jämtliche hiesige Verkäuferinnen angehören, auf Ergebnisse ihrer Strankenstatistit sowie auf die Ergebnisse einer Umfrage bei den für fie thätigen Staffenärzten, die sehr beachtenswert sind. Die Kasse batte Ende 1899 54 985 Mitglieder, darunter 15 543 weibliche. An Krankheitstagen wurden gezählt: bei den männlichen Mitgliedern. bei den weiblichen Mitgliedern Bon je 100 Kaffenmitgliedern wurden männliche weibliche. 1898 288 563 193 441 • 9 • . 1898 33,43 48,06 1899 35,30 • 44,61 arbeitsunfähig krank und entfielen auf jedes • 1899 330 801 216 063 8,29 Krankheitstage, männliche Mitglied weibliche Mitglied... 12,81 Krankheitstage. Die durchschnittliche Dauer der Krankheiten betrug männliche. weibliche 1898 22,75 30,22 1899 24,21 Tage, 30,18 Tage. Budapest, 5. September.( W. T. B.) Die Ortschaft Bucs im Bolyomer Stomitate ist bis auf einige Säufer abgebrannt. Die Schule, das Pfarrhaus und eine Brüde find vernichtet, Sofia, 5. September.( B. S.) Die Regierung richtete an die bulgarischen Vertreter ein Rundschreiben, in welchem loyales Berhalten in der macedonischen Angelegenheit zugesichert wird. Helsingfors, 5. September.( W. T. B.) Die Petition des finnischen Landtags betreffend die vermeintliche nachteilige Nichtung der Administration Finlands wurde am 27. August dem Kaiser vorgetragen. Die Resolution des Kaisers auf diese Landtags petition enthält folgende Hauptpunkte: 1. Die Petition wird nicht berücksichtigt, weil sie gegen die Landesverfassung, Artikel 51, verstößt und einen frechen Tadel administrativer, gefeßmäßig vorgenommener Maßregeln enthält: 2. dem Generalgouverneur Bobritoff ist mitgeteilt worden, daß sein Vorgehen korrekt und den allerhöchsten Instruktionen gemäß gefunden worden ist; 3. der finnische Senat foll nächstens eine Revision der Landtagsverfassung vornehmen mit dem Zweck, die Kompetenz des Landtags genau zu begrenzen und die Bestimmungen bezüglich der Behandlung der Sachen im Landtage zu vervollständigen. Rom, 5. September.( W. T. B.) Die heiden Amerikaner Harry Hengel und George Loughney vom geistlichen Seminar in Eichstädt, welche sich in den Katakomben Santa Domitilla verirrten, wurden während der Nacht von mehreren deutschen Kameraden mit Fackeln unter der Führung des Archäologen Maruchi gesucht und heute morgen um 3 Uhr von diesen aufgefunden. London, 5. September. Wie dem Neuterschen Bureau aus Auf die Fragen antworteten 252 Aerzte, die im Jahre 1899 sich zweds Zustellung unsrer Forderungen zur Lohnbewegung an die zufammen 14 674 weibliche Mitglieder der Kaffe behandelten. betreffenden Geschäfte bis spätestens Montag, den 10. Sept., abends, Auf die Frage: Glauben Sie, daß durch zu langes Stehen frankin unfrem Bureau Engelufer 15 II, Zimmer 22 zu melden. Auch hafte Störungen des menschlichen Körpers herbeigeführt werden können? erfuchen wir alle Kollegen und Kolleginnen, die ausgegebene Personal- antworteten 216 Aerzte unbedingt mit Ja. Nur 7 Aerzte antworteten Simla gemeldet wird, sind die Befehle, durch welche der Abgang statistik umgehend dem Bureau zu übermitteln. mit einem unbedingten Nein, während die übrigen bedingt be- der vierten Brigade nach China inhibiert wurde, aufgehoben worden. jahten. Es wurden dann noch eine Reihe von Fragen über Die Brigade wird unverzüglich abgehen. die Art der möglichen Erfrankungen gestellt, wobei die New York, 5. September.( W. T. B.) Die gestrigen Wahlen Meinungen der Aerzte zwar erklärlicherweise stärker auseinandergingen, für die Staatsbeamten ergaben im Staate Vermont eine Majorität von die Mehrheit aber doch über die schweren Schädigungen einig war, 30 000 Stimmen für die Republikaner, also 8000 Stimmen weniger die insbesondere jungen Mädchen aus dem zu langen Stehen er wachsen. Es ist zu hoffen, daß die Feststellungen der Kasse nicht ohne Eindruck bleiben. Die Lohntommission der Buchbinder. Deutsches Reich. gegenüber der Majorität im Jahr 1896. Die Demokraten gewinnen Size in der Repräsentantenkammer, aber die Republikaner behalten drei Viertel der Size.- Die Wahlergebnisse in Arkansas weisen eine fleine Abnahme der demokratischen Majorität auf. Odell ist zum republikanischen Standidaten für den Bosten des Gouverneurs von New York ernannt worden. Zur Aussperrung der Hamburger Werftarbeiter. Auf der Werft von Blohm u. Voß wurden am Dienstag 5 Arbeitsleute der Kupferschmiede beauftragt, eine pneumatische Nietmaschine aufzustellen, womit man auf dem Dampfer Potsdam" die Platten nieten wollte. Da dieses eine Arbeit der Metallarbeiter ist, weigerten sich die Arbeiter, die Maschine aufzustellen. Die Leute sind deshalb entlassen worden. Auf derselben Werft stellte man an 3 Dockarbeiter das Anfinnen, sie sollten Schiffszimmererarbeiten verrichten. Da sich Washington, 5. September.( W. T. B.) Harrison hat sich diese Arbeiter weigerten, wurden fie ebenfalls entlassen. Es befinden Die in der zweiten geschlossenen Generalversammlung bereit ertlärt, als Mitglied in das ständige Bureau des inter fich jetzt im ganzen 140 Schiffszimmerer im Ausstand. Die Leute halten ihren Versammlungsbeschluß aufrecht, wonach fie feine Arbeit der Statholiten Deutschlands angenommene agrarische nationalen Schiebsgerichts im Saag einzutreten. Cleveland hat sich unter Vorbehalt dazu bereit gefunden. nach Feierabend und keine Streitbrecherarbeit verrichten wollen. In Resolution hatte folgenden Wortlaut: Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Berantwortlicher Redacteur: Heinrich Ströbel in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Ultramontane Heerschau. Nr. 207. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt, Donnerstag, 6. September 1900. Anträge zum socialdemokratischen Parteitag am 16. September und folgende Tage zu Mainz in der Stadthalle Mainz." " Tagesordnung. 1. Die Parteigenossen von Köln- Stadt: " Den Punkt 9 der Tagesordmung: Beteiligung an den Landtagswahlen, anstatt an 9. an 7. Stelle zu verhandeln." 2. Parteigenossen des 5. Berliner Wahlkreises, die Geschäftskommission der Vertrauensmänner- Centralisation der Gewerkschaften Deutschlands und die Parteigenossen von Stettin: Die Frage der Neutralität der Gewerkschaften gegenüber der Politik auf die Tagesordnung des Parteitags zu stellen und durch Ernennung eines Referenten und Korreferenten, die die beiden sich bekämpfenden Standpunkte vertreten, eine eingehende Erörterung der Frage und womöglich eine Beschlußfassung über sie zu veran Taffen." 3. Parteigenoffe Oskar Ewald, Stettin: Für den Fall der Annahme des Stettiner Antrags: 20. Parteigenossen in Elberfeld: Ueber die fernere Zugehörigkeit zur Partei entscheiden die Barteigenossen der einzelnen Parteiorte resp. Wahlfreise, in letter Instanz der Parteitag, bei dem von beiden Seiten Berufung gegen die erste Entscheidung eingelegt werden fanu." 21. Parteigenossen in Essen a. St.: „ Unter§ 2 anstatt der vorgeschlagenen Abjäze 2 und 3 zu setzen: Ueber die fernere Zugehörigkeit zur Partei entscheiden in allen Fällen die Parteigenossen der einzelnen Orte. Die Ausschließung fann ausgesprochen werden auf Antrag sowohl des Parteivorstandes als auch der Kontrollfommission. Den Ausgeschlossenen wie auch den resp. Antragstellern steht die Berufung an den allgemeinen Parteitag zu. " 22. Parteigenoffen des Kreises Karlsruhe: Bruchsal: Ueber die Zugehörigkeit zur Partei entscheiden die Parteigenossen an den einzelnen Orten oder Reichstags- Wahlkreisen. Gegen Die Entscheidung steht den Betreffenden zunächst die Berufung an den Parteivorstand zu. Erst wenn der Parteivorstand seine Entscheidung getroffen hat, die innerhalb 14 Tagen nach dem Beschluß der Genossen am Ort bezw. im Reichstags Wahlkreise angerufen sein muß, kann der Ausschluß als zu Recht bestehend betrachtet und der Deffentlichkeit bekannt gegeben werden. 0 Ruft der Ausgeschlofiene die Entscheidung des Parteivorstands rechtsgültig. nicht an, so wird nach Ablauf einer 14 tägigen Frist der Ausschluß Nach der Entscheidung des Parteivorstandes fann der Betroffene an die Kontrollkommission beziv. den Parteitag appellieren." 23. Parteigenossen in Wiesbaden: Die Frage: Sollen die Gewerkschaften politisch oder neutral fein?" auf die Tagesordnung des Parteitags zu setzen und den Genossen Legien hierzu zum Referenten zu bestimmen, den Genossen Kautsky zu dieser Frage zum KorInstanz ein Schiedsgericht, das aus drei Mitgliedern besteht. Das referenten zu bestellen." Programm. 4. Parteigenosse Otto Moride, Hamburg II: Der Parteitag möge beschließen, den Parteivorstand oder eine Kommission zu beauftragen, dem nächsten Parteitag einen Entwurf eines neu formulierten Parteiprogramins vorzulegen." bielau: Taktik. „ lleber die fernere Zugehörigkeit zur Partei entscheidet in erster eine dieser Mitglieder wird von Denjenigen bezeichnet, welche den Ausschluß beantragen, das zweite von dem durch diesen Antrag Betroffenen, das dritte, welches den Vorsiz führt, vom Partei vorstand." 24. Barteigenossen in Bochum: Orte oder Reichstags- Wahlkreise. Gegen die Entscheidung steht den leber die Zugehörigkeit zur Partei entscheiden die einzelnen Betroffenen die Berufung an den Parteitag zu." Zu Paragraph 3. 25. Parteigenossen im Saarrevier: Gänzliche Beseitigung des VertrauensmännerSystems und nur oder die örtlichen Verhältnisse nicht anders gestatten." da Bertrouensmänner bestehen zu lassen, wo es die Landesgesetze Paragraph 9. 26. Parteigenossen in Aachen: Parteigenoffen in Breslau und OberlangenDer bisherigen Unklarheit in der Frage unster Tattit bei den Landtagswahlen in Preußen ein Ende zu machen durch den Beschluß allgemeiner und selbständiger Beteiligung der socialdemokratischen Partei bei den nächsten preußischen Landtagswahlen. Weiter möge der Parteitag durch entsprechenden Beschluß ein Zusammengehen der socialdemokratischen Wahlmänner mit solchen Barteien gestatten zum Zwede sowohl der Erlangung social- zu honorieren." demokratischer Abgeordneten Mandate = wie der möglichsten Schwächung der jetzt im preußischen Abgeordnetenhaus dominierenden reaktionären Parteien. Die oberste Leitung der Wahlgeschäfte möge der Parteitag dem Parteivorstand bezw. einem besonders zu wählenden Komitee übertragen." An Stelle von§ 9 Ziffer 1 zu setzen: Jeder Wahlkreis wählt andrer zum Barteitag einen Delegierten und hat die Parteikasse denselben 8u Paragraph 10. 6. Parteigenossen des Teltow Beeslow- Stortow Charlottenburger Streifes beantragen beim Barteitag in Mainz, der bisherigen Inklarheit in der Frage unirer Tattit bei den Landtagswahlen in Preußen ein Ende zu machen durch den Befchluß allgemeiner und selbständiger Beteiligung der socialdemokratischen Partei bei den nächsten preußischen Landtagswahlen. 7. Parteigenoffen in Frankfurt a. O.: Der Parteitag macht es allen Parteigenoffen Breußens zur Pflicht, sich an den Landtagswahlen zu beteiligen." 8. Parteigenoffen in Essen a. R.: Den Parteigenossen zu empfehlen, dort, wo irgend welche Vorteile für die Partei zu erringen feien, sich selbständig au der Landtagswahl zu beteiligen." 9. Parteigenossen in Bochum: 27. Parteigenossen in Mülhausen i. E.: ,, Den§ 10 unverändert zu belaffen." 3u Paragraph 13. 28. Parteigenossen in Düsseldorf: " Die Controleure find dem Vorstand bei Erledigung der Parteigeschäfte gleichgestellt, wie§ 13 des alten Organisationsstatuts bestimmt." 29. Parteigenoffen des fünften sächsischen Wahltreises: Neben den fünf Mitgliedern des Parteivorstands sind noch zwei Erfagleute zu wählen." 30. Parteigenoffen in Berlin III: Dem§ 18 folgenden Absaz beizufügen: Jedoch ist den Delegierten während der Tagung des Parteitags die Einsicht in die Bücher gestattet." Baragraph 17a refp.§ 18: 31. Parteigenossen in Berlin IV und des Kreises NiederDie Regelung der Beteiligung an den preußischen Landtags. Barnim: wahlen hat in der Weise zu gefchehen, daß ein Central- Wahlfomitee Die Buchhandlung des Vorwärts" untersteht, ebenso wie das ( eventuell Parteivorstand) auf Grund der Ergebnisse der bisherigen Centralorgan, der Kontrolle der Preßkommission." Wahlen die Wahlkreise bestimmt, die sich an der Wahl zu beteiligen haben. Das Central- Wahlfomitee hat auch die Verhandlungen mit den gegnerischen Parteien zu leiten. Die Beteiligung hat nur durch die Wahl eigner Wahlmänner stattzufinden und hat sowohl die Stärkung der bürgerlichen Opposition als auch die Erlangung eigner Mandate zum Zwed." 10. Parteigenossen in Strefeld: " Beteiligung an den Landtagswahlen. Aber nur in der Weise, daß überall socialdemokratische Wahlmänner aufgestellt werden. Wo fich nicht genügend Wahlmänner finden, hat die Beteiligung zu unterbleiben." IN 11. Parteigenossen des Wahlkreises Nieder- Barnim: " Die Entscheidung, ob eine Beteiligung an der preußischen Landtagswahl vorzunehmen ist, ist dem einzelnen Wahlkreise zu überlassen." 12. Parteigenossen in Wiesbaden und Chemniz: " Der Parteitag wolle sich für Beteiligung an den Landtagswahlen aussprechen." Organisation.") 13. Die Parteigen offen im Saarrevier: " Die Organisation der Partei soll nach dem System der centrali fierten Gewerkschaften eingerichtet werden. Der Hauptvorstand hat feinen Sig in Berlin. In jeder Stadt oder in jedem Wahlkreis find Bahlstellen zu errichten. Jeder Parteigenosse hat die Pflicht, wenn er als solcher betrachtet werden will, sich der in seinem Wahlkreis befindlichen Zahlstelle anzuschließen." Paragraph 1. 14. Barteigenossen in Berlin I, II, III und Stettin: Den§1 des Organisationsstatuts unverändert zu lassen." 15. Parteigenossen in Erfurt: Zur Partei gehörig wird jede Perfon betrachtet, die sich zu den Grundfäßen des Parteiprogramms bekennt und die Partei dauernd durch Geldmittel unterſtügt" 32. Parteigenossen des Wahlkreises Teltow Beeskow: „ Der Leiter der Buchhandlung Vorwärts" ist in Zukunft vom Parteitag anzustellen." 33. Barteigenoffen in Elberfeld: der Landes- reip. Provinzial- Organisationen vom Parteivorstand zu a. In Bezug auf die Entwidlung der Partei find die Beschlüsse berücksichtigen. b. Die Landes- und Provinzial Komitees haben das Recht, selbständig Anträge an den Barteitag zu stellen." 34. Parteigenossen des Kreises Dortmund: Der Parteivorstand wird beauftragt, durch einen faufmännisch gebildeten Parteibeamten die Bücher der Parteigeschäfte jährlich mindestens zweimal kontrollieren zu lassen. Neber den Bücherbefund bat der Controleur an Parteivorstand und örtliche Preßkommission zu berichten." 35. Parteigenosse J. Erb, Hamburg: Barteiorganisation ein einheitlicher monatlicher Beitrag von 25 Pf. Um dem Einheitsgedanken Rechnung zu tragen, soll für die durch den Parteitag festgesezt werden." Prelle. Centralorgan. 36. Parteigenossen in Berlin V.: Dafür einzutreten, daß der„ Borwärts" weiter ausgestaltet wird, und alle Mittel hierzu zu ergreifen." 37. Parteigenossen in Berlin I: " Den Vorwärts" baldmöglichst in eigne Regie zu übernehmen und in eigner Druckerei herstellen zu lassen, sowie ferner nach der hierdurch eintretenden Verbilligung der Herstellungskosten eine Herabminderung des Abonnementsbetrags vorzunehmen." 38. Barteigenosse Bernice u. Genossen Berlin VI.: einmal im Vorwärts", dem Centralorgan der socialdemokratischen " Das socialdemokratische Programmi ist mindestens monatlich 42. Parteigenosse Lebius, Dortmund: „ Der Parteivorstand wird beauftragt, alljährlich die Heraus gabe eines politischen Handbuchs für die Parteireferenten nach Art der bekannten politischen ABC- Bücher zu veranlassen." 43. Parteigenossen in Memel: „ Der Parteivorstand wird beauftragt, die Anweisung über das Vereins- und Versammlungsrecht neu herauszugeben und dabei die durch die Gesetzgebung und die richterliche Rechtsprechung notwendig gewordenen Aenderungen vorzunehmen." " Freie Stunden." " 44. Parteigenossen von Reichenbach Neurode: Der Leiter der Buchhandlung Vorwärts soll veranlaßt werden, daß er eine vollstümlichere Auswahl der Romane für Freie Stunden" vornimmt. Der jegt erscheinende Noman Der Sohn des Rebellen" fann troß seines für belesene Lente hochinteressanten Inhalts nicht als geeignet für das Volk gehalten werden." Fating ang Flugblätter. 45. Parteigenossen in Neuhaldensleben: Militär. Flotten- und Kolonialvorlagen nach dem stenographischen Alle wichtigen Reichstagsdebatten, wie z. B. Zuchthaus, Bericht sollen als Flugblätter abgedruckt werden und diese dann auf dem Lande und überall da, wo feine Arbeiterpresse hinkommt, gratis 46. Parteigenossen in Heidelberg: verteilt werden." " Der Parteivorstand wird verpflichtet, den einzelnen Reichstags. wahlkreisen auf Verlangen alljährlich Flugblätter zur Verfügung zu stellen." Lokalpresse. 47. Parteigenossen in Bant- Wilhelmshafen: Die Parteipresse ist verpflichtet, von Unternehmern, bei welchen sich die Arbeiter im Streit befinden oder über welche von der be= treffenden Organisation die Sperre verhängt ist, für die Dauer dieses Streits bezw. Sperre feine Geschäftsempfehlungen aufzunehmen." Agitation. 48. Parteigenossen in Heidelberg: Der Parteivorstand Zwird ersucht, eine umfangreiche Agitation gegen eine etwaige Verschlechterung des Krankenversicherungs- Gesezes einzuleiten." 49. Parteigenosse Jacob Meyer, Berlin V: Der Parteitag möge beschließen, durch Broschüren oder Vors träge in Versammlungen dem Genuß des Alkohols entgegen zu treten und denselben nicht als eine Lapalie behandeln." 50. Parteigenossen in Barmen: " Den Parteivorstand zu ersuchen, der Agitation unter dem reisenden Publikum mehr Aufmerksamkeit zu schenken, als wie bisher." 51. Parteigenofje Emil Neumann, Adlershof: „ Es ist zur Erinnerung an unsern allverehrten Liebknecht jähr lich an dem Sonntag vor oder nach der Wiederkehr seines Todestages in möglichst vielen Wahlkreisen eine gute Agitationsschrift zu verbreiten, in welcher als Einleitung ein Hinweis auf unsern Liebfnecht enthalten ist." Parlamentarisches. 52. Parteigenossen in Elberfeld: fammentreten des Reichstags den Antrag einzubringen, wonach der Die Reichstagsfraktion wird beauftragt, fofort nach dem Zut( Majestätsbeleidigungs Paragraph) auf§ 95 R.-St.-G.-B. gehoben wird." = 53. Parteigenossen von Steichenbach Neurode: " Den Bericht der Reichstagsfraktion alljährlich in derselben Weise herauszugeben, wie dieses Jahr." 54. Parteigenosse Jacob Meyer, Berlin V: Der Parteitag möge dahin wirken, daß die Genossen im Reichstag energisch dafür eintreten, daß der Impfzwang aufgehoben wird und auf die schädlichen Folgen hinzuweisen." 55. Parteigenosse J. Erb, Hamburg: ,, a) Der diesjährige Parteitag wählt eine Kommission, welche analog meinen Programmanträgen erstens einen Reichsvollsschulgejez- Entwurf, aweitens einen kompakten Arbeiterschutzgesetz- Entwurf unter Berücksichtigung der hierzu gestellten Anträge, drittens einen Durchberatung des Reichstags zu unterbreiten. Andrerseits würde den Reichsbau- und Wohnungsgefeß- Entwurf ausarbeitet, um dieselben der Gesezesmachern der Regierung neue Arbeit zugeführt und es ist nicht ausgeschlossen, daß auch die übrigen Parteien es sich überlegen werden, daß durch Schaffung solcher Gefeße der Unsittlichkeit mehr gesteuert wird als durch Geseyfunststüdchen à la lex Heinze. b) Ju einem Reichsgesetz für Bau- und Wohnungswesen be antrage ich, einzufügen, daß sämtliche Keller- Wohnräume, KellerWerkstätten und Keller- Verkaufslokale bis zum Jahre 1905 im ganzen Reiche in Stadt und Land als Wohnräume usw. zu verbieten find, daß Neubauten nicht höher als vier Stockwerke aufgeführt werden. daß von feiten der deutschen Regierung eine Weltausstellung geplant c. Die socialdemokratische Fraktion des Reichstags beantragt, wird zum Jahre 1913 in Leigzig. Das Centrum des Deutschen Reichs und die hundertjährige Wiederkehr des Tags der Völkerschlacht ist wohl die beste Wahl, die chauvinistischen Gefühle zu dämpfen durch den friedlichen Wettkampf der Völker in ihren Leistungen anf dem Gebiet der Arbeit." Refolutionen. Zu Punkt 9 der Tagesordnung: Die Taktif der Partei bei den 2andtagswahlen:" 56. Parteigenossen in Magdeburg: " Ju Erwägung, daß die junkerliche Realtion in Breußen immer beherrschender wird, wie u. a. die Behandlung der Vorlage cines Mittelland- Kanals bewiesen hat; in Erivägung, daß diese Machtstellung bei Beratung der Handelsverträge im Reichstag dazu benugt werden wird, um die Steuern, insonderheit mit verschärftem Brotwucher zu bes laften; nach Geldmittel" einzufügen: oder anderweitig in gleich Titel zu veröffentlichen, mit Empfehlung geeigneter Schriften unfrerbreiten Volfsschichten mit neuen oder erhöhten indirekten wertiger Weise". 16. Parteigenofie Hch. Schulz. Erfurt: In§ 1 des Entwurfs in der dritten Zeile nach Geldmittel unterstügt" beizufügen: oder, wenn dies unmöglich, fie in einer gleichwertigen Weise fördert." 17. Parteigenossen in Elberfeld: Dem§ 1 des Statuts folgende Fassung zu geben: Zur Partei gehörig wird jede Person betrachtet, die sich zu den Grundsäßen des Barteiprogramms bekennt und die Partei dauernd durch Geldmittel fowie durch Thätigkeit möglichst unterſtügt." 18. Parteigenossen in Berlin 4: Im Entwurf hinter die Worte: die Partei dauernd durch Geldmittel unterſtügt, zu feyzen oder durch anderweite Thätigkeit fördert." Paragraph 2. 19. Barteigenoffen in Berlin I und III, Mülhausen i. E., Düsseldorf und des V. sächsischen Wahlkreises: Den§ 2 des bisherigen Organisationsstatuts unverändert beizubehalten." Der von einer Kommission der Reichstagsfraktion ausgearbeitete Organisationsentwurf ist bereits in der Nummer 175 des " Borwärts" veröffentlicht. In die dem Parteitag zugehende VorLage wird er natürlich aufgenommen. Barteilitteratur, welche hauptsächlich das Programm behandeln. Das focialdemokratische Programm mindestens monatlich einmal als Beilage in kleiner Buchform im Vorwärts", dem Centralorgan 2c., beizulegen, mit Empfehlung geeigneter Schriften 2c." 39. Parteigenossen in Beuthen O- Schl. und Umgegend: Im Interesse der Parteibewegung unter der polnischen Bevölkerung Oberschlesiens solle die in Berlin erscheinende politische Parteizeitung" Gazeta Robotnicza" so bald als möglich entweder in Oberschlesien selbst erscheinen oder zum mindesten dort eine Geschäftsstelle einrichten." 40. Parteigenoffen in Durlach i. B.: auftragen, Erwägungen anzustellen, ob nicht die Herausgabe einer Der Barteitag möge erwägen, bezw. den Parteivorstand beetiva monatlich erscheinenden Zeitschrift angebracht und durchführbar fei, welche als specielles Publikations- und Diskussionsorgan für tommunalpolitische und sonstige in dieses Gebiet gehörige Fragen zu dienen hätte." Broschüren. 41. Barteigenossen im 20. sächsischen Wahlfreise: " Die von der Partei zu Agitationsziveden herausgegebenen Broschüren jollen in fleineren Partien zu denselben Einzelpreisen an die Parteigenojien abgegeben werden, wie dies jetzt bei größeren Bartien geschieht." in fernerer Erwägung, daß proletarische Interessen in fast uns übersehbarer Tragweite im preußischen Landtag entschieden werden; in schließlicher Erwägung, daß es Pflicht der Partei ist, den von ihr zu führenden Klassenkampf in immer weitere Gebiete zu tragen und immer mehr zu verallgemeinern, beantragen wir die Beteiligung der Partei an den preußischen Landtagswahlen. Die Beteiligung hat nach den Grundsäßen zu erfolgen, die die Resolution Bebel auf dem Hamburger Parteitage( Nr. 98 der Anträge) aufstellte und die da lauten: 1. Die Beteiligung an den preußischen Landtagswahlen ist überall geboten, wo die Verhältnisse eine solche den Parteigenoffen ermöglichen. 2. Juwieweit eine Wahlbeteiligung in den einzelnen Wahlfreifen möglich ist, entscheiden die Parteigenossen der einzelnen Wahlfreije nach Maßgabe der lokalen Verhältnisse. 3. Beschließen die Parteigenossen eines Wahlkreises die Wahlbeteiligung, so tommen für diese folgende Gesichtspunkte in Betracht: da) ist die Wahl eigener Wahlmänner möglich, so ist diefelbe mit aller Kraft zu betreiben; b) ist die Aufstellung eigener Wahlmänner unmöglich und| Was die Franenorganisation anlange, so sei ein Fortschritt uner Heute ist Sedantag. Die Chauvinisten, die uns ihre Sprache 002 filigen, ſo iſt die befchließen die Barteigenoffcu, fich dennoch an der Wahl leugbar. Die Erfahrung habe aber gelehrt, daß die Organisation aufswingen wollen, feiern heute zum 30. Male die Erinnerung on 23 gun von Wahlmännern, die aus- nur bei den industriell beschäftigten Frauen und Mädchen erfolg einer blutigen Schlacht. Wir stehen hier zu eintes föstlichen Schuß elites ichließlich einer bürgerlichen Oppofitionspartei angehören, versprechend sei, bei verheirateten Frauen aber die Mühe nicht lohne. Guts unfrer Sprache. Und die Geschichte möge entscheiden, auf gestattet. In der Diskussion finden die Ausführungen des Referenten fast welcher Seite die wahre Kultur ist.( Langanhaltender Beifall.) 4. Abmachungen dieser Art für die Landtagswahlen sind nur allgemeine Zustimmung. Bon verschiedenen Seiten werden die Der Referent schlug folgende Resolution vor, die mit lebhafter unter der Bedingung zulässig, daß die betreffenden bürger- Turn- und Sportvereine lebhaft in Schuß genommen. Zustimmung einstimmige Annahme fand: Dr. Adler- Wien stellt den Antrag: Die Aufstellung der lichen Oppofitionsparteien bereit sind: In der Fremde lebend, vollen wir nicht die Bande vergessen, Das polnische Volk auf der Standidaten für den Reichsrat ist von der Parteivertretung, für den die uns mit unfrem Land verbinden. Landtag von der Landesvertretung( resp. Wahlkreisvertretung) Emigration vergißt nicht seine Brüder daheim. Das Unrecht, das gemeinsam mit der Gesamtheit der Wahlkreis- Vertrauensmänner ihnen angethan wurde, ist auch das as unirige. Zum Kampf, der vorzunehmen und zwar nach Anhörung der Vorschläge der Wahlkreis- ihnen aufgezwungen ist, werden auch wir gehen. Organisationen." Der Antrag sei notwendig im Interesse einer protestieren wir laut und energisch gegen die Berordnung des einheitlichen Regelung der Kandidatenausstellung. Er sei im übrigen preußischen Stultusministers. Die Verordnung widerspricht den ein Freund der Sportvereine, denn das gesellschaftliche Leben der Grundsäßen der Gleichberechtigung und der Gerechtigkeit und allen Arbeiter solle fich möglichst in parteigenössischen Organisationen ab- den Bersprechungen, die seitens der preußischen Regierung im Lauf spielen. Nur Uebertreibungen folle man entgegentreten. a) ihre Kandidaten zu verpflichten, für den Fall ihrer Wahl in den Landtag für die Einführung des allgemeinen gleichen direkten und geheinen Wahlrechts, wie solches für die Wahlen zum Reichstag besteht, auch für die Wahlen zum Landtag einzutreten und im Landtag alle Maßnahmen entschieden zu bekämpfen, die geeignet sind, die bestehenden Volksrechte im Einzelstaat weiter zu schmälern oder zu beseitigen; b) eventuell auch einem socialdemokratischen Kandidaten ihre Stimme zu geben. 5. Um eine genaue Durchführung der vorstehenden Beschlüsse zu ermöglichen und die Interessen der Gesamtpartei nach allen Richtungen hin zu sichern, betraut der Parteitag den Parteivorstand mit dieser Aufgabe. Die einzelnen Wahlkreise sind verpflichtet, die Zustimmung des Parteivorstands für ihre Abmachungen mit andren Parteien einzuholen. 57. Parteigenossen des 11. sächsischen Wahltreises: Der Parteitag möge in Erwägung ziehen, ob es nicht möglich ift, angesichts der großen Steigerungen der Papierpreise für die Parteidrudereien zum Bezuge von Papier eine eigne Papierfabrik zu gründen." Deshalb der Zeit gemacht worden find. nischen Bolts fordern wir polnischen Hueber Wien begründet seinen oben erwähnten Antrag, er werde Für die Kinder des am besten den Gewerkschaften den socialdemokratischen Charakter wahren und sie vom Neutralitätsstandpunkt, den er durchaus verwerfe, fernhalten. Unterricht in polnischen Schulen. Nur ein solches Schulsystem kann die Voltsbildung beben. Der Kampf gegen den Hafatismus muß in: der Familie und im öffentlichen Leben aufgenommen werden. Die Erziehung in der Familie muß einen starten Damm gegen alle Gelüfte der Germanisatoren bilden. Im öffentlichen Leben müssen wir erkennen, daß die heutigen Regierungen den Interessen des polnischen Volts nicht entsprechen. Widholz- Wien meint, das Neutralitätsprincip fei nicht ohne weiteres zu verwerfen. Die Arbeiter müßten ohne Unterschied der Partei zunächst bei ihren wirtschaftlichen Zntereffen gepadt werden. Nach einem Schlußwort Sfarets gelangen die Anträge zur Abftimmung. Der Antrag Adler wird einstimmig angenommen, Deshalb muß die Politit des polnischen Volts gegen die Re= ebenso der Antrag Hueber. Die übrigen Anträge werden der gierungen gerichtet sein. Eine Annäherungspolitik gegen die ReParteivertretung zur Berücksichtigung überwiesen. gierungen ist Bolleverrat. Unfren Brüdern, die gegen die tojakische In der Nachmittagssigung kommt die Frage der Landlebermacht der russischen Herrschaft kämpfen, übermitteln wir unsre agitation zur Erörterung. Jubi glühenden Sympathien." Versammlungen. a In der Diskussion sprachen Genosse Lesnietvski und zivei Herren von bürgerlicher Seite, die den Wunsch ausdrückten, die Bolen müßten im politischen Leben mit den Socialisten Hand in hand gehen. Herr Wrobel, der Redacteur des polnischen Berliner Tageblatt", suchte die angegriffenen Politiker der Hofpartei zu verteidigen, fand aber teine Gegenliebe. Nach einem fräftigen Schlußwort des Genossen Haase schloß der Vorsitzende die Versammlung 58. Parteigenoffe G. Barth, Hermsdorf bei Chemniz: In der Erwägung, daß durch die systematische Lokalabtreibereien seitens der Gegner der Partei das wichtigste Agitationsmittel für viele Orte resp. Bezirke illuforisch gemacht worden ist; Die Parteigenossen Berlins nahmen am Dienstag Stellung in weiterer Erwägung, daß die dadurch an die Parteileitung zum internationalen Kongreß in Paris. Die Versammlung tagte naturnotwendig gerichteten Geſuche, um Gewährung von im Feenpalaſt und war gut besucht. Der Referent Rich. Fischer Darlehen reip. Zuschüsse zur Erwerbung von Grundstücken, wies einleitend auf die Bedeutung internationaler Arbeiterfongreffe welche zur Abhaltung von Versammlungen dienen sollen, hin: Die heutige politische Situation gestalte den diesjährigen Son immer bringlicher und zahlreicher eingehen werden, greß zu einen ganz besonders bedeutungsvollen. Inmitten der all dieselben in Zukunft nicht mehr grundsätzlich ablehnen zu wollen. gemeinen Bölkerverhezung, die jetzt in allen Ländern ihr Wesen Eine Vertrauensmänner Versammlung der Bautischler, Der Parteitag wolle beschließen: treibt, werde der Kongreß der internationalen Socialdemokratie welche sich mit dem Maschinentarif beschäftigte, tagte am 3. September ein Verbrüderungsfest der Arbeiter aller Länder sein und im Gewerkschaftshause. Zur Aunahme gelangte folgende Resolution: ein Proteft gegen diejenigen, welche, indem sie an die niedrigsten Die Versammlung der Bautischler erkennt den von der AchtzehnerInstinkte appellieren, die Wölfer zu blutigem Gemezel auf einander sommiſsion vereinbarten Tarif an, und verpflichtet sich, bei ihren bezen. Angesichts dieser Situation habe der Kongreß die Aufgabe, Kollegen dahin zu wirken, daß derselbe in der demnächst stattals Vertreter wahrer Stultur und wahrer Vaterlandsliebe zu findenden öffentlichen Bantischler- Versammlung zur Annahme gelangt. protestieren gegen die Unkultur und Barbarei, welche die falschen „ Die Vorstände der Parteivereine derjenigen Orte, tvo zur Waterlandsfreunde vertreten. Hierauf ging Redner auf die einzelnen Abhaltung von öffentlichen Agitationsversammlungen ge Punkte der Tagesordnung des Kongresses ein und schloß: Wir eignete Räume oder Grundstücke nicht zu erlangen sind, au er werden diesen Kongres beschicken wegen seiner Bedeutung und seiner fuchen, die Mitgliederversammlungen diefer Vereine dadurch mehr propagandistischen Wirkung. Wir werden, wenn die Verhandlungen agitatorisch für die Partei nugbar zu machen, daß fie ähnlich, wie beerbet jinh, alles thun, um die Beſchlüſſe des Kongreſſes zur Durch dies die östreichischen Genossen es ihun, au bestimmte einführung zu bringen und damit werden wir ein Stück der Aufgabe lösen, sizeIne Personen abwechselnd Einladungen, welche den Zwed und die den deutschen Socialdemokraten als Teil der internationalen die Aufgaben mifrer Vereine mit enthalten sollen, richten." Socialdemokraten zufällt. Eine Diskussion über den beifällig aufgenommenen Vortrag entstand nicht. 1. Zu diesem Zweck einen besonderen Fonds anzufammeln. 2. Die Mittel zu diesem Fonds dadurch aufzubringen, daß alle politischen Organisationen der Partei sich verpflichten, einen 30 prozentigen Betrag der direkten Mitgliedsbeiträge an die *** Barteileitung abzuliefern. Der Parteitag wolle weiter beschließen: Parteitag. 59. Bartcigenossen in Magdeburg: Den nächsten Parteitag in Magdeburg abzuhalten." 60. Parteigenossen in Grabowi..: Den nächsten Parteitag in Stettin abzuhalten." 61. Parteigenossen in Beuthen O. Schl. und Umgegend: Alle Parteitage, nicht nur etwaige außerordentliche, an geographisch Orten alem halten." Parteitag der öftreichischen Socialdemokratie. Graz, den 4. September 1900. Dritter Verhandlungstag, vormittags. Den Vorsitz führt Popp. Von den zur Delegation nach Paris Vorgeschlagenen erklärten sich nur die Genossen Täterom, Rogte und Friz zur Ans nahme des Mandats bereit. Sie wurden darauf einstimmig gewählt. .81 die Wirklichkeit unfetten, eine Leistung, der keine andre Partei in Sind soll in den Schulmauern tein hören! An die Versprechen, die man den Polen in dem Wiener Arbeit uns allen nützen." Der Verein der Bananschläger hielt aut 2. d. M. eine Vers fammlung ab, die sehr zahlreich besucht war. Vor Eintritt in die Tagesordmmg legte der erste Vorsigende Finke infolge der in der vorigen Versammlung gegen ihn gerichteten Beschuldigungen sein Amt nieder. Gine Neuwahl joll aber erſt in nächſter Verſammlung stattfinden. Neu aufgenommen wurden 39 Kollegen. Schröder stellte hierauf einen Antrag auf Wahl einer Kommission von 5 Mitgliedern, welche unfern bestehenden Lohntarif vollständig neu ausarbeiten soll, da sich täglich neue Mängel und Fehler herausstellen. Die Menderungen sollen dann zum Jannar den Meistern vorgelegt werden. Hierauf gab der Kassierer der Lohnkommission eine vollständige Ab: rechnung über die Einnahmen und Ausgaben während der Lohnbewegung. Danach waren 9732,31 M. Einnahmen und 3774,20 m. Ausgaben zu verzeichnen, so daß ein Bestand von 5958,11 m. verbleibt. in Ser 83 Eine interessante volnische Bolksversammlung, die von unfren Genossen einberufen war, fand am 2. September bei Stechert statt. Es hatten sich etwa 900 Teilnehmer eingefunden, Der Centralverband der Handelshilfs, Transport und deren überwiegende Mehrheit sich aus Mitgliedern der bürger Verkehrsarbeiter hielt am 2. September seine Generalversammlich latholischen Vereine zusammenjeste. Auf der Tages- lung ab. Diefelbe ehrte zunächst das Andenken des verstorbenen 62. Parteigenossen in Köln a. Rh.: ordnung stand der„ Neueste Grlaß des preutischen langjährigen Mitglieds Koite durch Erheben von den Plägen. Auf die Tagesordnung des nächstjährigen Parteitags„ Die Kultusministers gegen die polnische Sprache" Hierauf gab Werner den Kassenbericht für das zweite Quartal. poluiferae für das weitergaber Alkoholfrage" zu setzen." Als erster Redner ergriff Genosse das Wort und Die Gesamteinnahmen betrugen 18 120,18 M., die Ausgaben schilderte den Anfang der Germanispolitik in den 70 er 15 761,83 m., mithin bleibt ein Bestand von 2358,35 M. Hervor Jahren. Von Jahr zu Jahr ist es schlimmer geworden. Die polnische gehoben wurde, daß in diefem Quartal 4978 Neuaufnahmen geHofpartei und das Centrum haben das Bolt stets verraten. Ihnen liegt ja macht und 57 332 Wochenbeiträge bezahlt wurden. An die Hauptnichts an der Volksbildung viel tasse sind 9549 M. und an das Streikkomitee 1000 M. abgeliefert das ungebildete Volk Redner worden. beſſer bemeiſtern und ausbeuten. Bunt Schluß forderte der job auf ben polifden prachunterricht mit aller Energie Der Bericht des Arbeitsnachweises stellt sich wie folgt: Gemeldet in der Familie betreiben. Das tann feine Ministerverordnung, wurden 231 Stellen. Davon konnten für fest 103 und zur Aushilfe fein Gendarm verhindern.( Lebhafter Beifall.) 35 Stellen bejezt werden. Der höchste Lohn betrug 25 M., der Das eigentliche Referat hielt Genosse Haase, der in niedrigste 16 M., der Durchschnittslohn dagegen 19,50 M. Das Exekutivkomitee der polnischen Socialdemokratie in Oestreich 11/ 2stündigem Vortrage von stürmischem Beifall aller Anpro Woche. Die Dauer der durchschnittlichen Arbeitszeit begrüßt den Parteitag in einem Schreiben, in dem es heißt: die Bedeutung des Erlasses bei den bejezten Stellen betrug 121/2 Stunden. Unter Geschäftlichem wesenden fortwährend unterbrochen Seit den ersten Anfängen unsrer Bewegung haben wir die für das ganze Volk darlegte. Redner erläuterte die Bedeutung der wurde zunächst darauf hingewiesen, daß 40 Nolltutscher der Firma aufrichtige, tief empfundene Solidarität aller ſocialdemokratischen Sprache für jedes Volk. Ohne genügende Kenntnis der Sprache feine Brasch u. Rothenstein sich im Ausstand befinden. Die Hausdiener wurden Organisationen in Oestreich auch auf unsre Fahne geschrieben und Bildung, keine Aufklärung, fein kultureller Fortschritt des Bolts. ersucht, Streifbrecher, die hauptsächlich vom Comptoirpersonal dieser gegen die Chauvinisten verteidigt. Unfre Parteimänner haben mit Die Litteraturschäße bleiben für das Bolt begraben. Schon der Firma gestellt werden, beim Aufladen der Güter nicht zu unterſtügen. den Eurigen Arm in Arm gegen die vereinigte Reaktion bereits auf heutige Zustand ist unhaltbar. Vor Gericht, im Verkehr mit Be- Ein Antrag, den§ 15, Abs. 2 des Statuts dahingehend zu ändern, vielen Schlachtfeldern gekämpft; gemeinsam sind unsre ege und hörden muß sich der polnische Arbeiter einer fremden Sprache be- daß zum Verbandstage nicht mehr auf 200, sondern auf je 500 MitZiele, gemeinsam der Feind, gemeinsam der östreichische dienen und hat den Nachteil davon. Die Schule erfüllt in den glieder ein Delegierter und für den überschießenden Teil ein Jannner, obwohl Sprache und Nationalität uns unterscheiden. polnischen Landesteilen ihre Aufgabe nicht im mindesten. Wenn der weiterer Bertreter gewählt wird, fand einstimmige Annahme. NachJahrelange und mühevolle Arbeit im Schoße des Proletariats Lehrer die Kinder ticht versteht ind die Kinder nicht den Lehrerdem noch einige geschäftliche Angelegenheiten ihre Erledigung gefunden aller Nationen. die in diesem Staate wohnen müssen, hat trog der mächtigsten Einwirkungen unfrer socialistischen Feinde kann das Resultat nur ein miserables fein. Darunter leidet das hatten, teilte der Bevollmächtigte mit, daß am 16. September eine bereits große Refultate gezeitigt. Wir haben unire Feinde ent- gange Bolt. Jegt wird es noch schlimmer. Aus den Schulen in Sektionsversammlung für Kohlenarbeiter und am 23. eine solche für Bosen werden reine Germanisationsanstalten. Das polnische Rollfutscher bei Cohn stattfindet. waffnet, indem wir die nationale Freiheit und Selbstverwaltung in polnisches Wort Zehlendorf. Am 2. September fand hierselbst im Hellenbrand's Socialdemokratischen Oestreich gewachsen ist. Wir sind nicht getrennt, sondern geordnet; statt. Vor Eintritt und im tollen Stampf aller gegen alle, der in der ausbeutenden Vertrag von 1815 gemacht hat, denkt heute kein Mensch schen Lokale eine Mitgliederversammlung des widmete die Tagesordnung nationalen" Klaffe wütet. Tönnen wir ruhig wirken und arbeiten. mehr. 1822 erließ der preußische Kultusminister eine Ber- Bereins für Behlendorf und Umgegend" Vorsitzende Krause Möge Enter Parteitag, als Versammlung der mächtigsten Organisation ordnung, in der er u. a. jagte: Die Völker können finferm unvergeßlichen W. Liebknecht einen Nachruf; die Ber im Staat, auch andren ritiels der eignen Sprache bilden... Wenn ernsthaft um die Aufklärung des polnischen Bolts ve- fammlung ehrte den Verstorbenen durch Erheben von den Plägen. mühen sollen, dann werden wir das Biel am fichersten mit Hilfe der Alsdann hielt Genosse Franz Heinrich einen beifällig aufgenommenen Verhandelt wird hente über die eignen Sprache des Volts erreichen." Nach 78 Jahren denkt Herr Vortrag über: Lassalles Leben und Wirken"; eine Diskussion ,, Bartci Organisation". Studt anders. Das ist der preußische Kulturfortschrit! Als der wurde nicht beliebt. Der Borsigende erstattete sodann einen furzen Anträge auf eine grundlegende Aenderung der Organisation Revolutionsgeneral Mieroslawski in den Märztagen 1848 aus Bericht über die Parteilonferenz. Redner giebt einen gedrängten lleberwurde und ihn blick der dort gefaßten Beschlüsse und hofft, daß der bevorstehende Parteiliegen Die eingebrachten Anträge beziehen sich lediglich dem Moabiter Gefängnis herausgelassen auf den Ausbau der beſtehenden Organisationsformen, auf, bie bie Berliner Arbeiter mit dem Nufe:" Es lebe Bolen" tag strittige Punkte in einer für die Gesamtpartei günstigen Beiträge in den Organisationen, ein Antrag Hueber verlangt, daß vor das Schloß führten, da fagte Friedrich Wilhelm IV.: Weise erledigen wird. Einem vom Landratsamt eingegangenen die Parteigenoffen verpflichtet seien, ihren Branchenorganisationen von meinem Standpunkt aus rufe ich auch:„ Es lebe Bolen!" und Bescheid zufolge, wurde die von den hiesigen Genossen eingereichte ( Gewerkschaften) anzugehören und wo politische Organisationen be- die revolutionären Bauernfenfen, die fich im Böllerfrühling auch in Beschwerde gegen den Amtsvorsteher betreffend Auflösung einer Mitstehen, sollen die Mitglieder der Gewerkschaften gehalten sein. Posen regten, hatten ihre Wirkung: am 11. April 1848 garantierte gliederversammlung als unbegründet zurückgewiesen. Die Versammlung diesen Vereinen nach der gefeßlich zulässigen Plöglichkeit beizutreten. man den Polen in Jaroslawiec eine Verwaltung, bei welcher jeder beschließt, in diefer Angelegenheit vorläufig feine weitern Schritte zu Der Referent Starct- Wien fonstatiert, daß sich die be- in seiner eignen Sprache" regiert werden sollte. Wie ist es das unternehmen, für die Zukunft jedoch jede ungerechtfertigte Maßnahme stehende Organisation in großen und ganzen gut bewährt gegen hente? Von den polnischen Landesteilen hatte mir Posen seitens des Amtsvorstehers gegen unsren Verein event. bis zur habe. Nur der Ausbau laffe nech zu wünschen übrig, befeit 1894 den fakultativen polnischen Sprachunterricht höchsten Justanz zu verfolgen. Verband deutscher Barbiere, Friseure und Perrückenmacher. fonders in den Lokalorganisationen. Es jei notwendig, daß in den und den Religionsunterricht in polnischer Sprache. bis auf die untersten Klassen Zweigverein Berlin. Donnerstag, den 6. d. M., abends 10/2 Uhr, Große Lokalorganisationen die Vertrauensleute der Gewerkschaftsorgani- Jegt ist beides fationen der Fabriken und Werkstätten fizen. Diese Vertrauensleute beseitigt worden. Selbst die unglücklichen Taubst ummen will Frankfurterstr. 58, vorn I bei Amtenorint, außerordentliche Mitgliederverhätten die meiste Fühlung mit den Genossen und könnten für den man mur deutsch lehren und nimmt den Armen die einzige Möglich- sammlung. Bericht vom 6. Verbandstag. Oeffentliche Versammlung der Schlächter am Donnerstag, den Fall einer notwendig werdenden Aktion am leichtesten das Gros keit, sich mit den Angehörigen zu verständigen! Daß es so weit der Genossen auf die Beine bringen. Es sei vielleicht auch nötig, gekommen ist, daran hat das Volt selbst schuld. Die Volts. September, bei Cohn, Benthsir. 20/21. Tagesordnung: 1. Wie stellen fich die Berliner Schlächtergesellen zu einer Lohnbewegung betreffs Redie Kompetenz der Wahlkreis- Organisationen bei der Aufstellung der verräter: die polnische Hofpartei und das Centrum, find noch gelung und Verkürzung der Arbeitszeit. 2. Stellungnahme zum interKandidaten für den Reichsrat, den Landtag und auch den Gemeinde- immer die Erwählten des Volts in Parlament und Landtag. Ihr nationalen Kongreß. rat etwas einzuschränken. Die Reichsrats- und Landtags- Kandidaten Winseln und Betteln, ihre Versicherungen, daß sie staatstren" würden ja im Einvernehmen mit der Gesamt- Parteivertretung bezw. bleiben wollen, kann der Regierung nur ein mitleidiges Lächeln abder Landesvertretung aufgestellt, aber auch bei den Kandidaten für gewinnen. Das polnische Volt muß sich andre Führer den Gemeinderat sei ein solches Einvernehmen nötig, damit nicht suchen. Das Volt darf nicht mehr dulden, daß die Admiralsti Dinge vorkommen, die man in Deutschland mit dem Namen Steg- und Koscielsti Militärvorlagen bewilligen, um mit Orden müllerei bezeichnet. und Erinnerungen vom kaiserlichen Diner ins Land zurückzukehren. Redner bespricht die Organisationsversuche der jugendlichen Ar. Wir haben gar keine Veranlassung, loyale Preußen" zu fein! Man beiter uſtv., die seit vielen Jahren gefordert wurde. Die Partei- hat uns vor 100 Jahren ja gar nicht gefragt, ob wir zu Preußen vertretung habe ein Komitee mit diesen Organisationsversuchen be- gehören wollen! Das haben Kanonen und Bajonette besorgt! Und traut und musikalisch- deklamatorische Vortragsabende einrichten lassen. wenn sie heute unser Land verlassen wollen, so werden wir sie Aber man dürfe diefe Organisationsversuche nicht übertreiben, damit wahrlich nicht daran hindern! feine unginftigen Wirkungen für die jugendlichen Leute eintreten. Redner erklärte jetzt die Stellung der Socialdemokratie resp. Ein wegen feiner Zugehörigkeit gur socialdemokratischen der Polnischen focialistischen Partei zu der Frage. Organisation gemaßregelter Lehrling kann unter Umständen Die Socialdemokratie, die gegen jedes Unrecht, jede Unterdrückung das ganze Leben geschädigt werden. Ebenso dürfe fämpft, protestiert auch ebenso energisch gegen die nationale Unterdie Gründung von nicht überhandnehmen. brückung. Ihre Haltung kann gar teine andre fein. Und als Es würden jetzt viel mehr Turn- und Radfahrvereine gegründet. Arbeiter haben wir das größte Interesse daran, daß dem kulturellen Turn- und Radfahrvereine find aber keine Kampforganisatianen. Fortschritt, der Bildung des Volls keine Fesseln anferlegt werden. flir Briefkasten der Redaktion. Köpenick. Wenden Sie sich an Landtags: Abgeordneten Käppler in Altenburg( S.-A.), Mauergasse 4b. Gewerbe- Inspektion Berlin I, Berlin W., Großbeerenstr. 75. Wiffen ist Macht". Es heißt: Das Mädchen verlor feinen Hut; 5. S., Friedrichsfelde. Auch wir vermögen den Sinn des Briefs das Haus fandte uus fein Gutachten. nicht zu enträtselu. „ Wer ist der größte Socialdemokrat". 1. Die gewünschten Adressen fönnen Sie aus dem Adreßzbuch erfahren. 2. Die betreffenden Personen dürften infolge ihrer intensiven öffentlichen Thätigkeit nur ausnahmsweise zu derartigen persönlichen Auseinandersetzungen Zeit haben. 3. Beschaffen Sie sich eine der im Vorwärts- Verlag erschienenen Anleitungen über das Vereins: und Versammlungsrecht. P.. Eine besondere gesetzliche Bestimmung hierüber besteht nicht. Man wird aber aus allgemeinen Gründen annehmen müssen, daß die Staffe die Kosten der Untersuchung nicht zu tragen hat, wenn dieſe in erster Linie im polizeilichen Interesse, daß sie die Roften dagegen tragen muß, wenn fie im Interesse des Kranten erfolgt ist. Welcher Fall hier vorliegt, läßt sich auf Grund Ihrer Mitteilungen nicht beurteilen. 7. S. G. Lag fein triftiger Grund zum Berlassen der Anstalt vor, so kann die Rente dem Rentenempfänger auf Zeit ganz oder teilweise entzogen werden, sofern er auf diese Folge hingewiesen war und nachgewiesen wird, daß er durch sein Verhalten die Wiedererlangung der Erwerbsfähigkeit vereitelt hat. D. A. 100. Ihre Tochter muß bis zu ihrer Entlassung durch die Schulbehörde die Schule besuchen. Die Entlassung fann bis zum 16. Lebensjahre Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Bublikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thraker. Donnerstag, den 6. Sept. Opernhaus. Der Wildschütz. An: fang 7 Uhr. Schauspielhaus. Ein SommerUrania Tanbenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: hinausgeschoben werden, wenn das Kind vorher nicht ausreichend geistig| haften Sie nicht. 2. Ja, aber nur vorbehaltenes Vermögen der Frau. entwickelt ist. G. R. Wenn Ihr Einkommen sich dadurch um mehr als 5. S. 1000. 1. Von Vollendung des 21. Lebensjahres ab. 2. Mindestens den vierten Teil vermindert hat, fönnen Sie eine Steuerermäßigung bei 14 Tage. 3. Rein. Fröse 34. Das Geld wird Eigentum des Kindes. dem Vorsitzenden der Veranlagungs- Kommission beantragen. Ohne Es fann darüber nach erlangter Großjährigkeit frei verfügen. 999. Zu weiteres befreit von der Steuerzahlung sind Sie also nicht. ständig ist der Regierungspräsident. Die Kosten würden sich auf 30 Mart 2. P. 240. 1 und 2. Das hängt davon ab, wofür die Schreib- Stempel, der bei nachgewiesener Bedürftigkeit bis auf 5 M. ermäßigt gebühren und Porti verlangt werden. 3. Rein, die Beiträge fönnen ver werden lann, und die entstehenden Schreibgebühren und Porto- Auslagen, O. W. Schmidstr. Nein. schieden sein. D. B. 1. Mein, für die vorehelichen Schulden Ihrer Frau linsgesamt also etwa auf 15-40 M. belaufen. Thalia- Theater Dresdenerstr. 72/73. Wieder: Eröffnung Sonnabend, den 8. September cr.: Novität! Novität! Eine Wanderung durch die Der Liebesschlüssel. Pariser Weltausstellung. Invalidenstr. 57/62. Große Ausstattungspoffe mit Gelang und Tanz in 3 Aften von Jean Kren und Alfred Schönfeld. Musik von May Schmidt. Hauptdarsteller: nachtstraum. Anjang 7. Tägl. Sternwarte. Serren: Thomas, Thielscher, Helmer= Neues Opern Theater( Kroli). Die Fledermaus. Anf. 72 Uhr. Deutsches. Der Biberpelz. An: fang 7 Uhr. Berliner. Ueber unsre Kraft. An: fang 72 Uhr. Leffing. Der Bund der Jugend. Anfang 7 Uhr. Residenz. Die Dame von Maxim. Anfang 72 Uhr. Neues. Der weiße Hirsch. Vorber: Ein Interview. Anfang 72 Uhr. Westen. Der Zigeunerbaron. Anfang 7 Uhr. Schiller. Faust.( 1. Teil.) Anfang 8 Uhr. Central. Die Geisha. Anfang 71 Uhr. Thalia. Der Liebesschlüssel. Anfang 72 Uhr. Luisen. Der Pelifan. Anfang 8 Uhr. Carl Weiß. Die Borer in China. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Madame Bonivard. Ju Garten: Specialitäten Vor: stellung und Konzert. Anfang 6 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Der Mandarin von Tsing- lingting. Anfang 712 Uhr. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Venus auf Erden. Anfang 8 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Passage Panoptikum. Speciali 3 täten Borstellung. Nachmittags 5-10 Uhr. [ Passage- Panopticum. Marokkaner Sing, Juntermann, Baulmüller, Selig. Damen: Milton, Hausen, Schäffer, Wanovius, Junker- Schatz. 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Sonntag, nachmittags Uhr, zu halben Breisen: Der Bettelstudent. Secessions- Bühne. Eröffnungs- Vorstellung 15. September 1900. Komödie der Liebe. Von Henrik Ibsen. Vorverkauf an der Tageskasse. Carl Weiss- Theater Apollo- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Leyte Aufführung: Um 92 Uhr: Die Boyer in China Venus auf Erden. Anfang 8 Uhr. Freitag: Wegen Vorbereitung zu: Müller und Schulze Robert Steidl auf der Pariser Weltansstellung mit neuen Schlagern. geschlossen. Sonntag: Kabale und Liebe. Im Garten: Neues Programm, Theater. Anfang 52 Uhr. Sonntag, nachmittags 4 Uhr, halbe Preise. Im Theater: Die Boyer in China. W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Täglich: Theater- und Specialitäten- Vorstellung Der Säugling. Posse mit Gef. in 1 Att v. O. Richter. Musik von Thiele. Neu! Spreelottchen Neu! oder: Ein Sommerfest in Kiantschou. Volksstüd mit Gesang und Tanz in Adele Moraw. Der Kosmograph: Neue Serie • China- Bilder. Ferner: 8 neue Specialitäten. Kasseneröffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Palast- Theater früher Feen- Palast, Burgstr. 22. Direktion: Winkler und Fröbel. Sonnabend, den 8. September: Gr. EröffnungsGala- Vorstellung. 2 Aften von Mar Reichardt. Mufit Riesen- Programm. Sual: von Schmidt. Tanzkränzchen. Metropol-Theater. Der Mandarin Yon Tsing- ling- ting. Eduard Steinberger als Gast. Borher: Bianca& Desroche. La Charmeroy. Rudinoff. Sisters Danbar. Les 3 Keziahs. Woodsou. Anfang 28 Uhr. Rauchen überall gestattet. Puhlmanns Vaudeville- Theater. Schönhauser- Allee 148. Kastanien- Allee 97-99. Täglich: # Rouzert, Theater und Specialitäten Vorstellung. Künstler I. Ranges. Ju renovierten Saale: Großer Ball. Anfang 4 Uhr. Lehmann. Vom Besten das Beste! Nen! New! Puffschnutchen. Buff, Klempnermistr.: Dir. R. Winkler. Kottbuserstrasse. Donnerstag, den 6. Sept.: Abschieds- Soiree der Norddeutschen Quartett- Sänger Gäme, Calinbley, Raake. Nach der Soiree: Freitanz. Sonntag, 9. September: Eröffnungs- Soiree von Hoffmanns Norddeutsch. Sängern. Neues Programm. 11. a.: F Faufte Nachlak. Diese Soireen finden regelmäßig statt: Sonntag, Montag, Donnerstag. Montag und Donnerstag: Tanz frei. Alle andern Tage bleiben die Säle frei für Hochzeiten, Festlichkeiten und Versammlungen. Den Vereinen sind d. Vorstellungen für Matinees usw. bestens empfohlen. Die schönsten Schmucks zur Einsegnung in massenhafter Auswahl vorrätig bei MAX BUSSE Uhren und Goldwaren 175. Brunnenstrasse 175. Brillanten, Opale, Simills, sowie alle andren Edelsteine und Imitationen, geschmackvoll in massiv Gold oder Goldplattierung gefasst als Broches, Armbänder, Ohrgehänge, Halsketten, Ringe etc. Silberne u. versilberte Tafelgeräte u. Bestecks zu Hochzeits- u.Pathen- Geschenken. Coldene und silberne Uhren, sowie Uhrketten in massiv Gold, Doublé, Silber, Talmi etc. almi etc. Zum bevorstehenden Umzug gut gearbeitete Regnlateure, Hänge- Uhren und Standuhren eignen Fabrikats. 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September, abends 8 Uhr, bei Herrn Mews, Stromstraße 28: Mitgliederversammlung des Centralverbands der Maurer 2c. Zahlstelle Berlin II. Bezirk Moabit. Tagesordnung: Vortrag. Diskussion und Verschiedenes. Um rege Beteiligung ersucht 189/25 Achtung! Die Verbandsleitung. Achtung! Buchbinder und verwandte Berufsgenossen! Die öffentliche Versammlung findet nicht heute, sondern aut Montag, den 10. September, abends 8 1hr, in Kellers Festsälen statt. 25/3 Die Lohnkommission. J. O. G. T. ( Unabhängiger Guttempler- Orden). Donnerstag, den 6. September, abends 8 Uhr: Grosse öffentliche Volks- Versammlung in Kellers eftsälen, Koppenstraße Nr. 29. Vortrag des Ordensmitglieds Dr. Blocher Basel über: fociale Bedeutung der Alkoholfrage." Hierauf Diskussion. Altoholische Getränke werden nicht verabreicht. Achtung, Glasschleifer! „ Die 27226 Donnerstag, den 6. September, abends 7 Uhr, im Gewerkschafts: haus, Engel- llfer 15: Große öffentliche Versammlung für Männer und Frauen. Tages Ordnung: 1. Wie stellen sich die Kollegen zu dem einheitlichen Lohntarif? 2. Be: richt des Gewerkschafts: Delegierten. 3. Verschiedenes. 27276 Kollegen, die Versammlung wird pünktlich eröffnet, es darf keiner fehlen. Der Einberufer. Achtung! Sattler. Atung! Freitag, den 7. September, abends 8½ Uhr: Oeffentliche Versammlung der Täschner und Kofferarbeiter Berlins im großen Saale des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15. Tages Ordnung: Der Streit der Militäreffekten Sattler und unsre Forderungen. Referent: Assmann. 27210 Pflicht der Berliner Sattler ist es, in dieser Bersammlung zu erscheinen. Bühne Im Auftrage: W. Giebler. von 2 M. an, Plomben billigst, Zahuziehen schmerzlos, Teilzahl. gestattet. Extraberechn. ausgeschl. A. Jammer, Madaistr. 13. Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. 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Stiftungsfest verbunden mit 27/17 Kunst und Reigenfahren, Lebenden Bildern, Prolog, Festrede, Großen Damenüberraschungen und Ball. Anfang 8 1hr. Billet( inkl. Tauz) 50 Pf. Das Komitee. Um rege Beteiligung bittet Achtung! Holzarbeiter, Kiftenmacher. Der Streit der Kistenmacher bei den Firmen 95/2 Erdmann, Fuhg und( Meißner, Besselstraße), dauert unerändert fort. Die Streikkommission. Empfehle meine Säle, Dresdener Kasino, 800 Berfonen faffend, zu Dresdenerstr. 96. Berfammlungen, für Vereine und zu Danksagung. Ortskrankenkasse der Sattler. Für die liebevolle Teilnahme und Montag, den 3. September, verstarb das Mitglied 273/11 Robert Lorenz ( Werkstelle von W. Kretfe). Die Beerdigung findet Freitag, den 7. September, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle der Charité aus statt. J. A.: G. Aßmann, Rendant. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß am Montag: mittag 12 Uhr unsre liebe Frau, Mutter, Tochter und Schwester Emma Lauritzen geb. Lasnack im Alter von 24 Jahren ihren langen, schweren Leiden erlegen ist. Um stilles Beileid bitten Die Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Freitag, den 7. b. M., nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle der Friedensgemeinde in Nieder- Schönhausen aus statt.[ 27236 Möbel und Wohnungs Einrichtungen zu Fabrik- Preisen. Eigene Werfstelle im Hause.[ 53449* Tischlermeister, die zahlreichen Kranzspenden bei der Beerdigung unsrer lieben Frau und sagen wir hiermit allen utter Freunden und Bekannten unfren tief: 27306 gefühltesten Dauk A. Jaenicke und Söhne. Danksagung. Für die vielen Beweise liebevoller Teilnahme bei der Beerdigung unsres lieben Sohnes A. Lasarewitsh am Sonntag, den 2. September 1900, ingen wir dem Holzarbeiter Verband Berlin nebst allen serbischen Lands: leuten, sowie alfen Kollegen unfres lieben Sohnes von der Tischlerei Firma Borrmann unsern innigsten Dant. Die hinterbliebenen Eltern nebst Geschwistern des Verstorbenen Berlin Belgrad. 27126 Von der Reise zurüc Dr. Cohnheim, Specialarzt für Magen- u. Darmleiden Rosenthalerstr. 41. 85/2 Von der Reise zurück. Dr. Schaper, Homöopathischer Arzt, Bukow, Invalidenstr. 13. Königgrägerstr. 27, 1. Lager: Parterre u. I. Etage. [ 53900* Verein der Bauanschläger. " 9 Freitag, den 7. Septbr., abends 7 Uhr, im Gewerkschaftshaus" ( Saal D). Engel- Ufer 15: Ausserordentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Wah! der 21er Rommission. 2. Bericht des Vergnügungsfomitees über die Dampferpartie. 3. Berschiedenes. Der Vorstand. 34/12 300/ 4* Anerkannt vorzüglichste Qualität! Zu haben in allen besseren Kohlenhandlungen! Anker Heariche Anker Brikets Zähne 2 M. Privatfestlichfeiten. Martin Herzberg. Kleine Anzeigen. Betten, Steppdecken, spott billig Leihhaus Neanderstraße 6. Nussbaummöbel, ganze Wirtschaft, wie neu, spottbillig verfäuflich 3offener straße 38, I rechts. 287 Möbelverkauf. 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September 1900. = werden zurückgezogen. hat, wird zugeben müssen, daß es nach ihrer Fassung nicht bloß so die unentgeltliche Inanspruchnahme von Eis bei Krankheitsfällen scheint, als ob-", sondern daß er darin mit klaren, unzweideutigen geschah in 173 Fällen. einen Berliner die Abonnenten in ihr Herz geschlossen. Jedermann Die Pensionskaffe der Großen Berliner Straßenbahn findet in den Reihen der Angestellten sehr wenig Sympathie. Wie mur eine Behnpfennigftrede benußen fanm, eine solche zu 25 Pf. auftennt den profitabeln Ult, daß die Direktion dem Abonnenten, der vir kürzlich mitteilten, ist erst ein ganz geringer Bruchteil des Perfonals zwingt; ferner sind die Hindernisse, die den Abonnenten wegen Erder Kaffe beigetreten. Wenn man bedenkt, daß die Einrichtung einer langung und Erneuerung der Monatstarten in den Weg gelegt Pensionskasse seit Jahr und Tag verlangt wurde und daß sie werden, in frischer Erinnerung. Unter einem verhältnismäßig neuen eine der Hauptforderungen im Straßenbahner- Streit bildete, fo Scherz haben die Abonnenten im Süden und Südwesten leiden. Man besteigt auf dem Blücherplay mag es sonderbar erscheinen, daß jest, wo die feit langer zu dem Kreuzberg fahrenden Beit vergebens verlangte Staffe endlich gefchaffen ist, in den Reihen nach Wagen und und zeigt zeigt dem Der Beamte erklärt dem der Angestellten so wenig Interesse für sie vorhanden ist. Anfangs Schaffner die Abonnementstarte. waren es die hohen Beiträge( 4 Proz. des Gehalts), die die An- verbugten Passagier, daß die Karte teine Gültigkeit habe. Ver gestellten, welche ohnehin eine monatliche Ausgabe von 3-4 M. wundert frägt der Fahrgast nach dem Grunde und erhält nunmehr für die Krankenkasse zu leisten haben, vom Beitritt zur Bensions- die Antwort, daß dieser Wagen der Großen Berliner unter der Be taffe abhielten. Im Laufe der Zeit haben sich die Inter- zeichnung Südliche Vorortbahn fahre und daher für die Abonnenten essenten der Kaffe jedoch mit der Beitragshöhe abgefunden. gesperrt sei. Weder Wagen noch Schaffner unterscheiden sich durch Die Angestellten fagen sich jetzt, daß die hohen Beiträge ein bemerkbares Sennzeichen von ihresgleichen, und in der That doch schließlich denen zu gute fommen, die später einmal die gehören sie auch ebensogut zum Bereich der Großen Berliner, wie Leistungen der Kaffe in Anspruch nehmen. alle andren Wagen und Schaffner auf der Fahrstrede. Dem Abonnenten bleibt mun nichts übrig, als trop seiner Karte einen Nickel zu blechen. Sollte es wirklich der Behörde nicht möglich sein, den ungiemlichen Scherzen der Großen Berliner zu steuern? 8 Der Ausgang des Kampfes der südwalliser Eisenbahner. Worten fagt, was er jetzt nicht gesagt haben will. Wenn der Unerschöpflich ist die Große Berliner in allerhand Scherzen, Aus London wird uns geschrieben: Der Kampf der Eisen- Magiftrat nachträglich die Versicherung abgiebt, daß nur gefagt die fie mit dem Publikum treibt. Eines ihrer beliebtesten Begier bahn Angestellten im Taff hal hat zu einem Friedens- werden sollte, das Publikum habe über die Eigenschaften spiele besteht darin, durch Verhüllung der Wagenfenster mit großen schluß geführt, der, wenn auch feinen vollständigen, doch einen eines Sammelbaffins der Pumpstation vielfach irrige Ansichten, Annoncen den Fahrgästen die Illusion beizubringen, als be großen Erfolg der Arbeiter bedeutet. Was dem Gewerbe- so bleibt nichts andres übrig, als ihm das zu glauben; fänden fie fich im Moabiter Buchthause oder sonstwo hinter minister oder dessen Vertreter, Mr. Hopwood, nicht gelungen ist, das aber herauslesen wird das aus den citierten Worten kein Mensch, Gefängnisgittern. In einem Wagen, worin wir gestern zu fahren haben der Druck der organisierten Bergarbeiter und die lieberredungskunst der richtig zu lesen versteht. Gerade die Vorlage hat in ihrer Fenster versperrt. Gewöhnlich wird mit folchen Scherzen erreicht, das Vergnügen hatten, waren auf diese Weise alle vier großen des Koblenmagnaten Sir William Lewis ursprünglich selbst ein Saffung, die jedermann für durchaus flar gehalten haben wird, daß der Passagier, dem der Ausblick unmöglich gemacht ist, das Biel Bergarbeiter zuwege gebracht. Die Direktion der Taff Thal- bevor sie der Magistrat zu einer unflaren stempelte, mit dazu bei verfehlt, worauf er gegen Erlegung eines zweiten Nidels einen Gesellschaft ist ein gutes Stück von ihrem hohen Roß herabgestiegen. Folgendes find die von den Ausständigen acceptierten Friedens getragen, die in der That ziemlich verbreitete", nun als unzu- andren die Strede zurückfahrenden Wagen benugt, um in diesem bedingungen: treffend" bezeichnete Auffassung, daß ein Sammelbassin stinkt, fein Glück zu probieren. 8war verlautet seit langem, daß der Großen 1. Alle( ausgetretenen) Arbeiter 2c. werden binnen einem noch weiter zu verbreiten. Ob übrigens der sich selber dementierende Berliner die Annoncenfcherze polizeilich untersagt seien; aber du lieber Monat wieder eingestellt. Magistrat viele vom Gegenteil überzeugen wird, ist noch die Frage. Mehr aber noch als die gewöhnlichen Fahrgäste hat die Große Himmel, was geniert das große Geister? 2. Ihre Dienstthätigkeit wird als ununterbrochen betrachtet, so daß jeder, der pensionsberechtigt war, seine Rechte behält. 3. Alle Klagealte gegen Ausständige( wegen Bedrohung 2c.) 4. Es wird möglichst vor dem 31. Oktober von allen Eisenbahngesellschaften im Kohlenrevier von Süd- Wales und ihren Angestellten ein Einigungsamt( Concilation Board) gegründet, auf ähnlicher Grundlage wie der Ausschuß für den gleitenden is Lohntarif im Kohlengewerbe von Süd- Wales und Monmouthshire. 5. Sollte das Einigungsamt nicht oder nicht zeitig genug zu stande kommen, so sollen die Forderungen der Ausständigen von den Direktoren der Taff- Thal- Gesellschaft vor dem 31. Oftober nach Anhören der Vertreter der verschiedenen Dienstklassen geprüft und berücksichtigt werden. Eine genaue Prüfung dieser Bedingungen zeigt, daß die Ausständigen eins nicht erreicht haben: die rückhaltslose Anerkennung des Verbands der Eisenbahnangestellten als ihre berufene Vertretung. Von Anfang bis zu Ende find die Verhandlungen mit der Direktion von andern Leuten, als den Verbandsvertretern geführt · worden, erst vom Delegierten des Gewerbeministeriums, Mr. Wenn aber die große Mehrheit der Angestellten bis jetzt der Hopwood und dann von Sir William Lewis. Aber beide, Kaffe fern geblieben ist, so hat das darin seinen Grund, daß ihnen Mr. Hopwood und Sir William Lewis, standen in ununterbrochener 3u wenig Einfluß auf die Verwaltung der Kaffe Verbindung mit den Vertretern des Verbands, Mr. Bell und eingeräumt ist. Das Kaffenstatut sucht zwar den Schein zu Mr. Holmes, und es ist nicht zu viel gesagt, daß ohne deren Mit- wahren, als ob die Versicherten hinsichtlich der Verwaltung mit der wirkung die Verständigung nicht zu stande gekommen wäre. Die Direktion gleichberechtigt wären; thatsächlich hat sich aber die verwaltung an die ehemaligen Privatposten und deren Angestellte zu Die Summe der Entschädigungen, welche die Reichspoft Direktion wußte das ganz gut, aber formal, in den offiziellen Direktion in allen einigermaßen wichtigen Kassenangelegenheiten Briefen und Stipulationen, ist von ihnen und dem Verband nie die den maßgebenden und entscheidenden Einfluß gesichert, wie wir dies gahlen hat, wird, soweit sich dies bis jetzt übersehen läßt, auf etwa Rede, werden sie als nichtegiftierend behandelt. in Nr. 150 unsres Blatts bei einer Besprechung des Statuts des Millionen Mart geschätzt. Davon entfallen auf die Angestellten, in Nr. 150 unires Blatts bei einer Besprechung des Statuts des welche nicht in den Reichsdienst übernommen worden find, etwa Ob sie nach Lage der Dinge richtig gehandelt haben, sich bei- näheren dargelegt haben. Die Angestellten der Straßenbahn fagen anderthalb Millionen Mart, auf die Gesellschaften oder Geschäftsfeite schieben zu lassen, wird man ihrem und ihrer Mandatgeber mun mit vollem Recht: In der Verwaltung einer Kasse, die für uns Urteil überlassen müssen. Mr. Bell hat auf einem gestern in Cardiff eingerichtet ist und in die wir einen erheblichen Teil unsres Ein- inhaber 6-7 Millionen Mark Entschädigung für den entgangenen abgehaltenen Massenmeeting das zugebilligte Einigungsamt als tommens zahlen sollen, müssen wir die gleichen Rechte haben, Gewinn. Auf die Berliner Paketfahrt, die einzige Aftiengesellschaft einen großen Erfolg bezeichnet. Ihm sei die Errichtung eines wie die Direktion. The unsre Wünsche in dieser Hinsicht nicht be- unter den Privatpostanstalten, entfällt die Summe von 2700 000 m. Einigungsamts auf der Grundlage des südwalliser gleitenden friedigt werden, denten wir gar nicht daran, der Staffe beizutreten. Auch die Butter wird theurer. Eine ungewöhnliche Preise ( Kohlen-) Tarifs viel zusagender, als die direkte Ver- Wenn also die Direktion dem berechtigten Verlangen der An- steigerung der Butter ist wohl als ein unliebfamer Vorbote der tretung." Führe ein einzelner Mann die Verhandlung der Arbeiter, gestellten nachkommt und ihren Standpunkt der unbeschränkten erhöhten Milchpreise anzusehen. Denn obwohl es infolge der guten die Arbeiter zu verkaufen", und auch ihm sei der Vorwurf, der daß die Pensionskasse sich eines lebhafteren Zuspruchs erfreuen wird. derjenigen Bezirke, wo die Agitation zur Milchverteuerung besonders blödsinnigste, der je Arbeitern in den Kopf gestiegen, nicht erspart Fehlt es der Direktion aber an der Einsicht oder dem guten Willen, start betrieben wird, den Butterpreis um 10 bis 20 Pf. pro Pfund geblieben. Darum habe er eine Reihe von Lokalvertretern in die diesen Schritt zu thun, dann dürfte die Pensionskasse wohl nie das erhöht. Schon jetzt ist es Arbeiterfamilien kaum möglich, Butter zu Verhandlungen hineingezogen, und halte er ständige Ausschüsse für werden, was sie im Interesse der zu versichernden Angestellten taufen, i sehr wertvoll. Bei dem großen Einfluß des Sir W. Lewis sei mit sein sollte. Die Theatercensur. Dem Berliner Theater ist vom Polizeiziemlicher Gewißheit darauf zu rechnen, daß das Einigungsamt präsidenten die Mitteilung zugegangen, daß dem Schauspiele„ Saint zu stande tomme. Herr Brinkmann ist als zweiter Bürgermeister bestätigt Germain" von Adolf Rosée die öffentliche Aufführung ver Hierzu sei bemerkt, daß es sich bei dem Amt, außer der worden. Wenigstens weiß eine korrespondenz dies zu melden; boten worden ist, mit der Motivierung, daß der Kaiser fich Taff Thal- Bahn, um drei Lokalbahnen und die große Westbahn eine authentische Meldung liegt noch nicht vor. Herr Brinkmann nicht veranlaßt gefehen habe, seine Genehmigung zur öffentlichen Gesellschaft handelt, deren Bahnnez einen Zeil von Süd- wurde, wie erinnerlich, am 5. April dieses Jahres von der Stadt- Aufführung dieses Schauspiels zu erteilen. Der Held des Roſéeſchen wales umschließt. der letzteren Schauspiels Prinz Friedrich von Homburg" gestellt hat. Die Zustimmung schaft ist fraglich, doch soll von ihr die Errichtung des verordneten- Versammlung mit 69 Stimmen gegen 66 Stimmen, Schauspiels ist derselbe Große Surfürst, den Kleist in die Mitte seines Einigungsamts nicht abhängig gemacht werden. Von den welche auf den Gegenkandidaten, Stadtrat und Syndikus kanntlich darf keine Figur aus dem Hohenzollernhause ohne Ge andern Bahnen ist die eine, die Cardiff Bahn, völlig von Sir Meubrink- Berlin, fielen, auf 12 Jahre zum zweiten Bürger- nehmigung des Kaisers auf die Bühne gebracht werden. W. Lewis abhängig, die andern beiden die Berry und die meister an Stelle des Herrn Kirschner, der zum OberbürgerRhyminey- Bahn- in hohem Grade seinem Einfluß unterworfen. meister aufgerückt war, gewählt; da im ganzen 185 gültige Stimmen wie mitgeteilt wird, auf einige Tage eingestellt, da in der Kraft Der elektrische Versuchsbetrieb auf der Wannseebahn ist, Die hier in Betracht kommenden Grundsäge des Ausschuffes für den abgegeben worden waren, betrug die absolute Mehrheit 68 Stimmen. station eine Ausbefferung an der Maschine ausgeführt werden muß. gleitenden Lohntarif der Bergarbeiter sind eine gleichmäßige Ver- Unire Parteigenossen stimmten, um die Wahl des reaktionären Herrn Reservemaschinen sind nicht vorhanden, weil es sich nur um einen tretung der Arbeiter und Unternehmer, beruhend auf freier Wahl Meubrink zu verhindern, für Brinkmann. Bürgermeister Brinkmann Verfuchsbetrieb handelt. der Arbeitervertreter. Die Opposition, die sich in neuerer Zeit viel erklärte sich zur Annahme der auf ihn gefallenen Wahl alsbald fach bei englischen Arbeitern gegen die gleitenden Lohntarife gezeigt bereit, so daß der Stadtverordneten- Vorsteher Dr. Langerhans für schlagen. Das zweite Wiederaufnahme- Gesuch, welches der Vers Für den Doppelmörder Gönezt dürfte balb die letzte Stunde hat, galt nirgends dem Princip solcher Tarifämter, sondern nur gewissen Fehlern der bestehenden Tarife, wie zum Bei ihn die Bestallung ausfertigen und dem Magistrat zur weiteren teidiger auf Bitten des Verurteilten beim Landgericht eingereicht spiel Abwesenheit oder zu niedrige Normierung von Mindest- Beranlassung übermitteln fonnte. Das Jahresgehalt des zweiten hatte, ist von dem Gerichtshof abschlägig beschieben worden. löhnen, die keineswegs bedingungslos mit ihnen verbunden Bürgermeisters von Berlin ist mit Genehmigung des Oberpräsidenten Um nun tein irgend mögliches Rechtsmittel unversucht zu lassen, find. Ebensowenig find die Tarifausschüsse notwendig der gewerk auf 18 000 2. festgesetzt worden. wird Gönczi unverzüglich Beschwerde gegen den ablehnenden Spruch fchaftlichen Organisation hinderlich; an verschiedenen Orten sind sie ihr im Gegenteil eine große Stüße. beim Stammergericht einlegen, doch bedeutet auch dieser Schritt nur Es sei bemerkt, daß Bell als Arbeiterkandidat für Derby, auf eine kurze Berzögerung. gestellt ist und von den Liberalen teine Gegenkandidatur erfahren wird. Auch in einigen andern Wahlkreisen werden die Liberalen wahrscheinlich auf die Konkurrenz mit Arbeiterkandidaten verzichten. So in South West Ham bei London, wo Will Thorne, und so in Bow and Bromley( Ost- London), wo George Lansbury von der socialdemokratischen Föderation kandidieren. Tokales. Be Bürgermeister Brinkmann wurde als junger Affeffor in Tilfit 28. Lebensjahr zurückgelegt hatte, wählten ihn die Tilsiter Stadtzur Rechtsanwaltschaft zugelassen; im Jahre 1888, als er faum das Eine Wahufiunsthat. Der bei der königl. Eisenbahndirektion verordneten zum Bürgermeister. Als solcher erhielt der Gewählte angestellte Bureaudiener A. Schulz hat gestern morgen sein ein Jahr indes nicht die königliche Bestätigung und awar infolge einer heiratet ist und im ersten Stod des Quergebäudes Invalidenstr. 118 altes Pflegefind im Frrsinn getötet. Schulz, der ver Denunziation, deren Haltlosigkeit hinterher, als es zu spät war, vom eine Wohnung inne hat, ist früher bereits wegen Geistesstörung in Gericht klar erwiesen wurde. Herr Brinkmann wirkte dann noch acht einer Heilanstalt untergebracht gewesen, aber als gebessert entlassen Jahre als Rechtsanwalt und verwaltete nebenamtlich das Syndikat worden. In letzter Zeit schien sich jedoch sein altes Leiden wieder der Tilsiter Kaufmannschaft; im Jahre 1891 wurde er zum Stadtrat eingestellt zu haben, so daß er vorläufig frankheitshalber von seiner und 1894 zum zweiten Bürgermeister in Königsberg i. Br. gewählt vorgesetzten Behörde beurlaubt wurde, um zu Hause durch Ruhe zu und anstandslos bestätigt. gefunden. Das Ehepaar Schulz hatte, da seine Ghe finderlos war, Wie der Magistrat seine Vorlagen begründet, Die freisinnigen Blätter werden vielleicht die Bestätigung mit diesem an dessen Bettchen und scheint dabei, wie man vermutet, ein Pflegefind angenommen. Gestern morgen nun spielte Schulz das hat in der Stadtverordneten- Versammlung schon manchesmal zu als so etwas wie einen Sieg des liberalen Gedankens feiern und die Bettdecke aus Scherz wiederholt dem Kinde über den Kopf geAusstellungen Anlaß gegeben. Geradezu amüsant ist der folgende entzüdt darauf hinweisen, daß in der fünfmonatlichen Prüfung zogen zu haben, um es beim Abziehen der Dede zum Lachen Fall. Im Mai ging der Stadtverordneten- Bersammlung eine Border Bürgermeisterfrage alle Angriffe der konservativen Breffe gegen zu bringen. Dabei hat er wohl in seiner Gedächtnisschwäche das lage zu, betreffend die Vermietung einer im Hause der Pumpstation die Wahl oben mit Verachtung gestraft worden sind. Wir sehen den letzte Mal dem Kinde die Decke zu lange über den Kopf gezogen in der Schönebergerstraße belegenen Wohnung an einen Betriebsaufseher. Fall nüchtern an in der Erkenntnis, daß vor einem Kommunal- gehalten, so daß das arme Wesen erstiden mußte, Jedenfalls fand Die Vorlage wurde im Juni von der Versammlung abgelehnt, und zwar freifinn, der beim östreichischen Kaiserbesuch und in der Schloßplay- man das Kind danach tot. Die kleine Leiche wurde nach dem deshalb, weil wie Stadtv. Singer ausführte die Wohnung nach frage so hübsch artig war, felbft die heutige Regierung keine Furcht Schauhause gebracht, Schulz aber noch am Vormittag nach der dem Wortlaut der Vorlage bei ihrer Lage in unmittelbarer Nähe zu haben braucht. Diesem Liberalismus wird auch Herr Brinkmann, städtischen Frrenanstalt in Dalldorf übergeführt. des Sammelbassins der Pumpstation an Private nicht zu ver- felbst die Fiftion vorausgesetzt, daß er den guten Willen dazu hätte, mieten sei, die Versammlung aber nicht zulassen dürfe, daß eine nicht das Rückgrat steifen können. derartige Wohnung einem städtischen Beamten gegeben werde. NunTausend Mark Belohnung. Der Verbleib des seit dem 22. August aus seiner hier in der Steinmetzstraße belegenen Wohnung verschwundenen 35 jährigen Sekretärs Alfred Vogt hat bisher nicht mehr wiederholt der Magistrat seine damalige Vorlage und be- stand des Verbands der Gast- und Schankwirte für Berlin und Um- meter groß, hat volles, dunkelbraunes Haar, starken blonden, rötlich Zu der Kohlenverteurung nnd der Gasfrage hat der Vor- ermittelt werden können. Der Vermißte ist etwa 1 meter 60 Centi merkt zu ihrer Begründung:„ Nach der Fassung unsrer ersten gegend" die in der letzten großen Protestversammlung gefaßte Re- schimmernden Schnurrbart, er trug schwarze, nicht, wie ursprünglich Borlage mochte es allerdings so scheinen, als ob die Lage der folution der Stadtverordneten Versammlung mit nachstehender Be- angegeben, gelbbraune Schnürschuhe. Der Nagel feines kleinen Wohnung in der Nähe des Sammelbaffins an sich ein thatsächliches gründung übersandt:" Unzweifelhaft hat es in den Reihen der Fingers der linten Hand ist verkrümmt, an der Unterlippe befindet Hindernis für die Vermietung an Private wäre. Dies ist aber Bürgerschaft, und nicht zum mindesten der mittleren und ärmeren fich, durch den Schmurrbart verdedt, eine kleine Narbe. Die auf die feineswegs der Fall, sollte auch in der Vorlage nicht zum Ausdrud Bevölkerung, eine große Erregung verursacht, daß durch die Ermittelung des Vermißten von den Angehörigen ausgesezte Bes gelangen; vielmehr sollte nur gesagt werden, daß für die Wohnung Manipulationen der Gasverwaltung das wichtige Brennmaterial der lohnung ist auf 1000 m. erhöht worden. Mitteilungen, welche auf gelangen; vielmehr sollte nur gesagt werden, daß für die Wohnung Gewerbetreibenden, der Coats, in Berlin eine Preissteigerung die Spur des Vermißten führen können, werden im Polizeipräsidial. fich aus dem Grunde nur schwer ein privater Mieter werde finden erfahren hat, welche man ohne Uebertreibung wohl als unerhört gebäude Bimmer Nr. 244 an den Wochentagen vormittags von 9 bis lassen, weil das hierbei in Betracht kommende Publikum vielfach bezeichnen darf. Der Verband erwartet, daß die Stadtverwaltung Uhr entgegengenommen oder können schriftlich zu den Aften 5490 der irrigen Ansicht sei, daß die Nähe des Sammelbassins alles aufbieten wird, um 8uständen bei der Coatsabgabe vor IV/ 24 00 erstattet werden. besondere Nachteile für die Wohnung bringe. Ganz ausdrücklich zubeugen, wie sie in diesem Nachwinter zu verzeichnen waren; er betonen wir bemgegenüber, daß diese auch sonst ziemlich ver- erwartet aber vor allen Dingen, daß die Stadtbehörde den bisher Durch Sturz aus dem Fenster suchten sich zwei Personen breitete Auffassung unzutreffend ist und treten wir insbesondere der immer noch nicht zur Ausführung gebrachten Beschluß wegen einer zu töten. Der zwölfjährige Gemeindeſchüler Paul Heppler aus Annahme entgegen, daß die Wohnung wegen ihrer Lage in gesund- angemeffenen Berbilligung des Gaspreises zur Durchführung bringt." witweten Mutter viel Kummer macht und schon wiederholt sich der Swinemünderstr. 50, ein junger Taugenichts, der seiner ver heitlicher Beziehung irgendwelche Nachteile hat." Diesen Aus- In der Resolution wird dann eingehend auseinandergesetzt, daß mehrere Tage lang in der Stadt umhergetrieben hat, war von führungen, die fast den Eindruck machen, als wolle sich der eine Berbilligung der Gaspreise sehr wohl möglich ist. feiner Mutter, als diese gestern nachmittag zum Einholen Magistrat damit rechtfertigen, stellen wir den Wortlaut jener Die Berliner Unfallstationen find im Monat August d. 3. weggehen mußte, mit gefeffelten Händen und barfuß in der ersten Vorlage gegenüber. Es heißt da:„ Mit Rücksicht darauf, in 4458 Fällen gegen 3852 im gleichen Monat des Vorjahrs für im vierten Stod gelegenen Wohnung eingesperrt worden. daß die Wohnung keinen Eingang von der Straße her hat, erste Hilfe an Anspruch genommen worden, und zwar 3695 mal bei Staum hatte die Frau den Rüden gewandt, so befreite sich der sondern nur Unfällen und 758 mal bei plöglichen Erkrankungen. In den Stationen Junge von seinen Fesseln und sprang zum Fenster hinaus. bom hinteren Giebel aus zu erreichen und wurden 4145, außerhalb derselben 808 Bersonen behandelt. Mit Mit einem Unterschentelbruch und schweren inneren Verlegungen auch in unmittelbarer Nähe des übel riechenden Sammel- den Krantenwagen der Unfallstationen wurden im verflossenen blieb er auf dem Hofe liegen, bis ein Rettungswagen ihn nach dem bassins der Bumpstation belegen ist, kann dieselbe an Privatpersonen Monat 148 Transporte ausgeführt. Die Zahl der polizeilicherfeits Strankenhaus am Friedrichshain abholte. Der 88 Jahre alte nicht vermietet werden." Der Stilfünstler, der die Vorlage verfaßt den Stationen übergebenen, teils bewußtlosen Personen betrug 209; Arbeiter Franz Kirke aus der Hussitenstr. 16, der lungenleibend ist, Vermischkes. Bildete sich ein, daß er nicht wieder geheilt werden könne. Heute Die wichtige Frage der Versorgung der Stadt mity morgen um 5 Uhr erhob er sich, ohne daß Frau und Kinder es Elettricität wird in nächster Zeit wieder die StadtDie Vorarbeiten de Deputation In München ist der Rentier Matthias Pichort, der Bes merkten, aus dem Bett und sprang aus einem Fenster der im ersten berordneten beschäftigen. Stod gelegenen Wohnung auf den Hof hinab. Der nur innerlich für das Beleuchtungswesen sind vorläufig abgeschlossen. Nach gründer der Hackerbrauerei, gestern gestorben. verlegte Lebensmüde wurde in die Charité gebracht. langen Verhandlungen mit einer Berliner Gesellschaft ist ein mur 4. im sir dad dan staini sist stiptore Gerichts- Beitung. In den Katakomben verirrt. Aus Rom wird vom Mitte woch berichtet: 8ivei Amerikaner, die angeblich das geistliche Seminar in Eichstätt( Bayern) besuchen und nach Nom zur Teilnahme an dem heute eröffneten katholischen Universitätskongreß gekommen waren, besichtigten gestern mit mehreren Kollegen die Statakomben Santa Domitilla. Nach kurzer Zeit trennten sie sich von ihren Kollegen und verirrten sich. Ihr Fehlen wurde erst nach der Rückkehr der übrigen im Hotel bemerkt. Es wurden sofort Nachsuchungen angestellt, die aber bis 10 Uhr abends fruchtlos blieben. Auch heute vormittag weiß man noch nichts über den Verbleib der beiden Seminaristen. datit to Marktpreise von Berlin am 4. September 1900 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. Weizen, gut D.- Str. 15,60 15,56 Startoffeln, neue, D- Str. n n Roggen, gut Gerste, gut Rindfleisch, Kenle 1 kg 60. Bauch Schweinefleisch Salbfleisch Hammelfleisch Butter Gier 6-4, 1,60 1,20 1,20 1. 1,60 1,10 1,60 1" 1,60 1,20 42,40 2,40 1, mittel gering " mittel gering mittel 15,66 15,64 15,62 15,60 14,75 14,74 14,73 14,72 14,71 14,70 15,40 14,90 14,80 14,40 2,80 2,20 60 Slid gering 14,30 13,90 Karpfen 1 kg " 16,10 15,20 Aale 110 2,60 1,20 15,10 14,20 Bander 2,60 1,20 14,10 13,20 Hechte 2,20 1,20 7, 6,66 Barsche 1,80 0,80 7,60 5- Schleie 2,50 1,20 1,40 0,60 45,- 25, Strebse 70, 30, per Shot 20,00 2,50 +) ab Bahn. *) ab Bahn und frei Wagen. m*) frei Wagen und ab Bahn. " mittel gering Nichtstroh 40, 25,- Bleie Der Brand eines Straßenbahnwagens versezte gestern vor- Bertragsentwurf zu stande gekommen. Hierüber und über die all- Ueber einen mutmaßlichen Raubmord wird aus Dresden mittag deffen Fahrgäfte in nicht geringe Aufregung. Der Wagen gemeine Frage, wie Rigdorf am besten mit elektrischem Licht, sowie berichtet: Am Sonnabendnachmittag wurde in der Nähe des Großen Nr. 1252 der Linie Schöneberg- Alexanderplat lief fich gegen 10 hr mit elektrischer Kraft zu versorgen sei, ist der Generalsekretär des Gartens ein junger Mann tot aufgefunden. Die„ Dresd. N. N.". Nr. 1252 der Linie Schöneberg- Alexanderplat lief sich gegen 10 Uhr Verbands deutscher Elektrotechniker gutachtlich gehört worden. Die Mann heißt Graeß. Er stand im 18. Lebensjahr und war hier in furz nach dem Uebergang vom Sammler- zum Oberleitungsbetrieb Verbands deutscher Elektrotechnifer gutachtlich gehört worden. Die machen über diesen Leichenfund folgende Mitteilungen. Der junge Stellung in einem großen Damenkonfektionsgeschäft in der Prager am Potsdamer Platz in Brand. Das Feuer ging vom Radiert auf Gutachten liegen vor. Einzelheiten können aus bestimmten Gründen Straße. Am Abend vorher hatte derselbe einer Theaterprobe in der die Holzverkleidungen über, helle Flammen schlugen empor und noch nicht mitgeteilt werden. starter Rauch füllte den Wagen. Dieser wurde, nachdem die Fahr- Selbstmord. Ein unbekanntes Mädchen im Alter von 25 Jahren großen Wirtschaft des Großen Gartens beigewohnt und ist dann gäste ihn eiligst verlassen hatten, auf ein Geleise der Linkstraße ge- hat sich Montagabend in der achten Stunde im Walde bei Johannis spät allein fortgegangen. Man fand den Bedanernswerten am andern leitet, wo er abgelöscht wurde. Der Wagen war so start mit- that, in der Nähe des Steuerhauses mit Blausäure vergiftet. Ein Morgen mit einer Schußwunde in der Brust, die den Tod herbeigenommen, daß man ihn nach dem Bahnhof in Schöneberg schleppen hinzugerufener Arzt konnte nur noch den Tod der Unbekannten geführt hat, und mit Stichwunden im Gesicht, was auf einen vorhermußte. fonstatieren. Die Leiche blieb, nach dem Brauch in unsern Vororten, gehenden Kampf mit dem Mörder schließen läßt. Die Thatsache, Ein gewaltiger Dachstuhlbrand wütete am Mittwochabend vorläufig im Walde liegen. Man vermutet aus dem Umstande, daß daß man bei dem Ermordeten nur noch zwei Pfennige in der Tasche Ein gewaltiger Dachstuhlbrand wütete am Mittwochabend das Mädchen kurz vor der That mit einem Mann im Walde ge- vorfand, während er sein Gehalt bei sich getragen hat, sowie der in Schöneberg, Großgörschenstr. 4, Ede der Neuen Steinmetzstraße, sehen worden ist, daß es sich bei dem Selbstmord um eine Liebes- Umstand, daß man keine Schußwaffe auffinden konnte, laffen mit hart an der Berliner Grenze. Dachstuhl und Bodenkammern des dstival Bestimmtheit auf einen Raubmord schließen. Von dem Thäter hat noch neuen fünfstödigen Wohnhauses, das nach beiden Straßen bin affäre handelt. je zwölf Fenster Front zählt, find total eingeäschert, und Der Befund der am lesten Sonntag im Müggelsee auf die Polizei noch keine Spur. gehört dieser Dachstuhlbrand zu den größten, die Schöneberg seit gefundenen Leiche eines jungen Mädchens hat den Verdacht nicht Die Pest in Glasgow. Dreizehn Bestkranke befinden sich Jahren zu verzeichnen hat. Gegen 1/26 Uhr kam das Feuer bestätigt, daß die Tote das Opfer eines Verbrechens geworden ist. nach amtlicher Bekanntmachung im Hospital. In einem weitern Fall im Edgiebel aus und verbreitete sich nach beiden Dach- Die Leiche zeigt keinerlei Verlegungen, die dem Mädchen im Leben liegt Beftverdacht vor. die Unter Beobachtung befinden sich 111 Berflügeln. Dabei war die Rauchentwicklung derart, daß die um- beigebracht worden sein könnten. Es wird angenommen, daß das fonen. In zwei zweifelhaften Fällen wurde festgestellt, daß keine liegenden Straßen zeitweise vollständig eingehüllt waren. Der Leiter Mädchen in der Müggel gebadet und dabei den Tod gefunden hat. Best vorliege. Die neueren Meldungen lauten beruhigender. Der der Schöneberger Wehr, der mit seinem Löschzuge zuerst zur Stelle Die Persönlichkeit der Leiche ist noch nicht festgestellt. oberste Sanitätsbeamte erklärt, er habe guten Grund zu der AnWegen nahme, daß keine weitern Todesfälle vorkommen werden. war, lehnte die Löschhilfe der eingetroffenen Berliner Wehr ab, und griff das Feuer mit 8 Rohren an, von denen die Dampfsprige des Ausbruchs der Best in Glasgow hat das Quarantäne- Amt in allein vier speiste. Anfangs hatten die Löschmannschaften sehr Bremerhaven für von dort kommende Schiffe eine gesundheitspolizeiliche Kontrolle angeordnet. durch In Buenos Aires ist ein den Rauch zu leiden. Auch der Mangel einer zweiten mechanischen Leiter machte sich fühlbar. In ErBestfall zur amtlichen Stenntnis gekommen. mangelung einer solchen waren die von der Großgörschenstraße Eine intereffante Auflage wegen Urkundenfälschung be aus vordringenden Wehrleute genötigt, ihre Hakenleitern vom fünften schäftigte gestern die dritte Ferien- Straffammer des Landgerichts I. Stock aus anzulegen und von hieraus, in schwindelnder Höhe, förm- Der Angeschuldigte, Stakermeister Reinhold Masch, hatte bei lich an den Mauern flebend, die Schlauchleitungen durch die zahl- feinen häufigen Geldverlegenheiten in dem Maurermeister H. stets reichen Dachluken an die Flammen zu bringen. Nach zweistündiger einen willigen Darlehnsgeber gefunden. Im März d. J. brauchte harter Arbeit war die Macht des Feuers gebrochen, doch nahm die der Angeklagte wiederum 200 m., um die er H. anging. Dieser vollständige Ablöschung noch längere Zeit in Anspruch. war auch sofort bereit, das Geld herzuleihen. Er begab sich ins Nebenzimmer, um es zu holen, und ersuchte den Angeklagten, inDas Polizeipräsidium teilt mit: Berlin, den 5. Sep: zwischen den Schuldschein auszustellen. Masch fand kein Papier, tember 1900. Am 27. Juli d. J. ist in Straßburg ein Ladendieb als S. deshalb mit dem Gelde zurückkehrte, holte der Anfestgenommen, bei dem folgende Wertsachen vorgefunden sind: geklagte aus seiner Brieftasche einen von ihm ausgestellten und von 1. eine Vorstecknadel( Müde, Kopf und Nadel Gold, Flügel und bem Kaufmann Fehrmann acceptierten Wechsel über 600 M. Hervor Unterleib Silber, besetzt mit Brillantsplittern, Oberleib ein kleiner und bat H., dies Papier anstatt der Quittung als Unterlage anzublauer Stein), 2. eine doppelschalige goldene Remontoiruhr nehmen. Er werde die 200 m. nach furzer Zeit zurückzahlen und ( American Waltham Nr. 512 566.) Nummer mehrfach wiederholt, auf dann den Wechsel zurücknehmen. H. ging darauf ein. Der Andem goldenen Junendeckel in einem fächerförmigen Strahlenmotiv, geklagte war nicht so pünktlich, wie er versprochen hatte, als der nebst goldener Kette aus langen, flachen, durch Ringe verkuppelten hinterlegte Wechsel fällig war, hatte er seine Schuld noch nicht beGliedern und unechtem Anhänger amerikanischer Arbeit( auf einer Seite zahlt.. fürchtete, daß der Angeklagte Schaden erleiden würde, wenn ein von einem Pfeil durchbohrter Halbmond mit unechten Steinchen in von dem Wechselrecht kein Gebrauch gemacht würde, er ließ den sveiß, rot und blau besetzt), 3. ein Herrenring mit einem sehr hoch gestellten Acceptanten den Wechsel zur Zahlung vorlegen. Fehrmann erklärte Brillant, Fassung gabelig, deutscher Arbeit, 4. ein Damenring ohne sofort, daß sein Accept gefälscht sei. Roch an demselben Tage erschien Mittelstein, die denselben umgebenden Brillanten( 10) vollzählig der Angeklagte bei H., um seine Schuld zu tilgen und den Wechsel vorhanden, in der Fassung oben rechts und links je ein kleiner zurückzufordern. Er bekam feinen gelinden Schrecken, als er erfuhr, Brillant, franzöfifcher Arbeit, 5. ein Damenring gleicher Façon, was geschehen war. Er lief zu Fehrmann, die Anzeige war aber afer, gut für Kleinere Steine bestimmt, bestimmt, französischer Arbeit, bereits erstattet. Der Verteidiger Rechtsanwalt Wronker führte aus, 6. ein weiterer Damenring wie 5. in Gold, beide daß weder eine schwere noch eine einfache Urkundenfälschung vorvollständig ausgebrochen, desgleichen, 7. 17 Brillanten und 2 Rubinen, liege. Eine schwere um deswegen nicht, weil der Angeklagte sen im Wert von zusammen mindestens 4500 m., anscheinend aus feinen rechtswidrigen Vermögensvorteil erstrebt und erzielt hatte, Grösen Ringen und Nadeln( zwei Enden von solchen fanden sich denn H. hatte das Darlehn bereits bewilligt, bevor er den Wechsel Speisebohnen auch vor) ausgebrochen, wohl zum Teil aus 5 erhielt. Das Papier wurde nur aus Bequemlichkeit gegeben, es mien und 6. Da der Festgenommene selbst zugiebt, im sollte die Quittung ersetzen und hatte mir den Charakter eines Monat Juni und Ende Juli in Berlin gewesen zu sein, Schuldscheins. Als einen solchen habe H. den Wechsel auch anerscheint es den Umständen nach nicht ausgeschlossen, daß diese gesehen, jedenfalls sei er nicht dadurch getäuscht worden. Was der Sachen ganz oder zum Teil gestohlen find. Geschädigte waren bis Angeklagte mit dem gefälschten Wechsel gemacht haben würde, Produktenmarkt vom 5. September. Getreide. jezt nicht aufzufinden. Eigentümer werden ersucht, sich an Wochen wenn H. ihm das Darlehn verweigert hätte, könne dahingestellt diesen Tagen erwähnte Thatsache, daß der hiesige Getreidemarkt den tagen vormittags im Zimmer 97 des Polizei Dienstgebäudes, bleiben, in dem einfachen Anfertigen eines falschen Wechsels, den September- Andienungen nur wenig Aufnahmefähigkeit entgegengebracht hat, Alexanderstr. 3-6, zu melden. man nicht als einen angeblichen echten in Verkehr bringe, könne ließ den heutigen Frühmarkt wiederum in schwacher Haltung eröffnen, welche auch während des Mittagsverkehrs sich unerholt zeigte. Auf allen man auch einen strafbaren Versuch nicht erblicken. Der Verteidiger Gebieten machte sich große Unternehmungsunluft geltend. Amerika fandte bat aus allen diesen Gründen um Freisprechung des Angeklagten. matte Preismeldungen; das übrige Ausland fand wenig Beachtung. Die Der Gerichtshof war der Ansicht, daß doch eine einfache Ürkunden- Lieferungspreise notierten für Weizen circa 1 M. niedriger als gestern. fälschung vorliege und verurteilte den Angeklagten dieserhalb zu Ganz zuletzt war der Roggenpreis eine Stleinigkeit erholt. Effettive Mare drei Wochen Gefängnis. vom In- und Ausland war wenig offeriert, doch hatte dies bei der gänzlich fehlenden Nachfrage teinen Einfluß auf die Tendenz des Markts. Hafer und Mais waren sehr still, im Preise etwas schwächer. Rüböl 0,20 m. billiger. Spiritus unverändert. 70er loco 51 M. Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 5. September 1900. Amts Zum Verkauf stauden: 433 Rinder, licher Bericht der Direktion. 2453 Kälber, 2170 Schafe, 10 619 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Pfund oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mark( beziehungsweise für 1 Pfund Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwertes, höchstens 7 Jahre alt 00-00, b) junge fleischige, nicht aus Die Zeiten des Buffalo Bill find für Berlin wiedergekehrt. gemäßtete und ältere ausgemäßtete 00-00; c) mäßig genährte junge und gut Auf der Radrennbahn Kurfürstendamm befindet sich eine Truppe genährte ältere 00-00; d) gering genährte ieben Alters 00-00 Sioux Indianer, die für eine Reise von zwei Jahren nach Europa a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes 00-00; b) mäßig genährte jüngere angeworben ist. Die Gesellschaft besteht aus 24 Männern, Frauen und gut genährte ältere 00-00; c) gering genährte 48-52. Färfen und und Kindern und birgt in bunter Mischung alles, was wir aus den Aus der Frauenbewegung. Stühe: a) vollfleischige, ausgemäftete Färsen höchsten Schlachtwerts 00-00; Indianerbüchern der Kinderzeit kennen: Cowboys, Tomahawkwerfer, b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren Vaqueros und Prairiegirls. Ihr Häuptling ist der 86jährige Spotted Eine Gewerkschaft der Blumenmacherinnen wurde in Wien 00-00; c) ältere ausgemästete Stühe und wenig gut entwickelte jüngere Tail, dem ein alter Trapper, Kapt. Schaw zur Seite steht, der im gegründet. Es ist dies nicht der erste Versuch, den die Arbeiterinnen Rühe und Färsen 00-00; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 46-50; Kälber: a) feinste Mafts Beil- und Messerwerfen nicht minder geschickt ist, wie seine rotäugigen Bieser Branche unternehmen. Schon vor fünf Jahren wurde die e) gering genährte Kühe und Färsen 42-45. tälber( Vollmilchmast) und beste Saugfälber 69-72, b) mittlere Mastkälber Kollegen. Alle Lederstrumpftünste werden zu Fuß und zu Pferd erste Fachorganisation der Blumenmacherinnen eröffnet. Das Be- und gute Saugtälber 64-68, c) geringe Sangfälber 55-60, d) ältere, gering vorgeführt und romantisch genug macht es sich, wenn das Laffo mühen scheiterte an den triſten Arbeitsverhältnissen und der genährte( Freffer) 42-45.- Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Maſtdurch die Lüfte faust und das Tomahawk in der Sonne blizt. auch andern Arbeiterinnenkategorien anhaftenden Eigentümlich hamnel 66-70, b) ältere Masthammel 57-62; c) mäßig genährte Namentlich auf unsre Jugend werden die Vorstellungen großen Reiz teiten. Die Erzeugerinnen der künstlichen Blumen in Wien Hammel und Schafe( Merzschafe) 49-55, d) Holsteiner Niederungsausüben.b es werden annähernd 1600 beschäftigt Schweine: a) vollfleischige der feineren leben zum schafe( Lebendgewicht) 00-00. sehr patriarchalischen Arbeiterverhält Raffen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 11 Jahren 00-54, Feuerbericht. Nur unbedeutende Brände sind heute au ver- überwiegenden Teil in sehr zeichnen. Friedrichstr. 107 und Ecke Belforter- und Prenzlauerstraße missen. Zwei bis drei Jahre müssen sie bei einer Meisterin b) Stäfer 54-56, c) fleischige 52-53, d) gering entwickelte 48-51, entstanden Mittwoch fleine Kellerbrände, während Grünauerstr. 1 lernen und bekommen dort Kost und Quartier; daß die Kost schlechte) Sauen 47-50. Verlauf und Tendenz. Vom Rinderauftrieb blieben nur wenige und Rungestr. 21 übergekochter Teer zu Marmierungen führte. und imgenügend, die Schlafstelle unzulänglich ist, braucht wohl nicht Stücke unverfauft. Der Kälberhandel gestaltete sich ruhig, schwere ware Die Zustände im Wiener Kleingewerbe war wenig begehrt und erzielte nicht immer die höchsten Preise. Bei den Bremerstr. 6 und Fruchtstr. 18 gingen Gardinen und Hausgerät in erst gesagt zu werden. Im selben Raum, wo die Mädchen Schafen fanden ungefähr 900 Stück Schlachtware Absaz. Der SchweineFlammen auf. Ein Feuerruf nach Markgrafenstr. 39 war auf blinden find genügend bekannt. Lärm zurückzuführen. In den meisten der angeführten Fälle trat die arbeiten, schlafen sie auch; 14, 15jährige schwächliche und schlecht markt verlief ruhig und wird geräumt. Wehr nicht in Thätigkeit. genährte Mädchen strengen ihre Augen bis 10, 11 Uhr, manchmal auch die ganze Nacht an, um die Meisterin zu befriedigen. Die Behandlung ist felten menschlich; vor einigen Jahren wurde einem Meister vor Gericht nachgewiesen, daß er die Lehrmädchen mit der undepeitsche bearbeite. Haben die Mädchen das Martyrium der Lehrzeit überstanden, dann befonimen sie als gelernte" Arbeiterinnen einen Monatslohn von 5, 7- bis 10 Gulden. Ein Lohn von 12 und 14 Gulden im Monat gilt als sehr guter Verdienst. Daß die Arbeiterinnen unter solchen Umständen wenig Energie aufwenden, um eine Organisation zu schaffen und zu erhalten, muß Swinembe. 764 766 23 man leider begreifen. Thatsächlich mußte die vor 5 Jahren ge- Hamburg 766 2 gründete Gewerkschaft nach kurzer Dauer fiftiert werden, da die Frankf./M. 770 Arbeiterinnen nicht genug Unabhängigkeit und Entschlossenheit be= München 771 SO Wien faßen, fie aufrecht zu erhalten. 769 Still Wetter: Prognose für Donnerstag, den 6. September 1900. Beitweise aufflarend, vorwiegend trübe und regnerisch bei ziemlich frischen westlichen Winden und wenig veränderter Temperatur. Berliner Wetterbureau. Die unter den Schweinen des Milchhändlers Polzin, Frank furter Allee 4, ausgebrochene Schweinefeuche ist erloschen. Verschwunden ist der 38 Jahre alte Buchdruckereibefizer Gustav Ehrlich, der anderthalb Jahre lang ein Geschäft in der Zimmerstraße 18 hatte und in der Schleiermacherstr. 3 wohnte. Wegen Kindesmords ist gestern nachmittag das 26 jährige Dienstmädchen Emma Lehmann aus der Bergstr. 10 verhaftet worden. Das Mädchen hatte heimlich entbunden und das Kind, ein Mädchen, in das Klosett geworfen, in dem es später tot aufgefunden wurde. Die Leiche wurde in das Schauhaus, die Mutter vorläufig als Bolizeigefangene in ein Krankenhaus gebracht. Aus den Nachbarorten. Adlershof. In der Konzessionsentziehungsflage des Amtsvorstehers v. Oppen gegen den Gastwirt Schmauser daselbst ist Termin auf den 4. d. Mts. vor dem Kreisausschuß angefegt gewesen, aber auf Antrag des Klägers vertagt worden. Sollte Herrn v. Oppen doch die Erkenntnis gekommen sein, daß die Begründung seiner Selage sehr fadenscheinig ist? Die Errichtung einer Schreibftube für Arbeitslose hat die Charlottenburger Armendirektion in Erwägung gezogen. Sie teilt darüber folgendes mit: Wer in der Armenpflege thätig ist, weiß, wie schwer es ist, Personen, die nicht dem eigent lichen Arbeiterstande angehören, als Staufleuten, Schriftstellern, Schreibern zc., Beschäftigung zu verschaffen. Der Gedante verdient jedenfalls eingehende Beachtung. Allerdings müßte darauf gesehen werden, daß in der Schreibstube den so schon elend entlohnten Adressenschreibern durch noch weitere Herabdrückung der Arbeitslöhne feine Schundkonkurrenz bereitet würde. Im Elberfelder Militärbefreiungs- Prozek, Reihe 2, ist, nach der Köln. 3tg.", jetzt die Voruntersuchung beendet. Das Verfahren hat sich auf mehr als 50 Personen erstreckt. Ob gegen alle das Hauptverfahren eröffnet werden wird, bleibt abzuwarten. Die Hauptperson in diesem Prozesse ist der Agent Baumann aus Elber feld, der die Militärbefreiung gewerbsmäßig betrieb. Er befindet sich seit November v. Js. in Untersuchungshaft. Da für die Herstellung der Anklageschrift ein Zeitraum von zwei Monaten in Aussicht genommen ist, dürfte der Prozeß kaum noch in diesem Jahre zur Verhandlung kommen. Nun wurden die Bemühungen wieder aufgenommen. Das erste Bestreben der Arbeiterinnen ging dahin, die Leitung der Krantenfaffe in die Hand zu bekommen. Da wenig Männer in der Branche beschäftigt find, besteht der Gehilfen- und Krankenkassen- Ausschuß thatsächlich aus Arbeiterinnen, während die Obmannstellen inumer von Männern eingenommen wurden. Nunmehr wird aber auch die Gehilfenobmannstelle von einer Frau bekleidet. in Pf.): Die bereits in Bullen: Witterungsübersicht vom 5. September 1900, morgens 8 1hr. Stationen Berlin Barometerstand mm richtung WindWindstärke Wetter Temp. n. T. ind Stationen Barometer fstand mm 4bebedt 13 Haparanda 748 3wolfig Windrichtung Windstärke Better 2woltig 2bedect 2Nebel 2 bedeckt 770 NNO 1wolten! 7719 765 12 Petersburg 753 SS 13 Cort 9 Aberdeen 2wolfen! 10 Baris 2 bedeckt 1wolfig wolkig 11 Briefkasten der Redaktion. மிக Temp. n. T. 120000 10° 6.4° R. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Thekla. Ja, die andern Kinder dürfen nur nicht im Pflichtteil gefürzt werden. 500. Wenn Sie nachweisen können, daß Sie Ihren Sohn, soweit möglich, beaufsichtigt haben, oder daß der Schaben trop ordnungsmäßiger Beaufsichtigung entstanden wäre, brauchen Sie nicht zu zahlen, E. G. 1. Die be tönnen Sie das nicht, dann müssen Sie zahlen. treffende Anstalt beleiht teine privaten Grundstücke, sondern giebt nur zu M. A. 10. 1. Wenn über gemeinnügigen Zweden Darlehen. 2. Nein.Diefer Gehilfenausschuß, der aus focialdemokratisch gesinnten Zu der Totschlagsaffaire im Hause Cauerstraße 8 zu Charlottenburg ist noch mitzuteilen, daß die Charlottenburger Kriminal- Arbeiterinnen besteht, hat die Leitung der neuen Gewerkschaft in die polizei nicht nur den Monteur K., der die Veranlassung zu der Hand genommen. Freilich fehlt den Genoffinnen noch die Schulung und Erfahrung, doch zeigen sie viel praktischen Simm. Sie arbeiten Schlägerei gegeben hatte, sondern auch einen Mechaniker W. und den jetzt daran, eine gewerkschaftliche Arbeitsvermittlung einzurichten, um Geschäftsführer St. verhaftet hat. Diese drei Personen sollen bei die Arbeiterinnen von der Arbeitsvermittlung der Genossenschaft zu bem Angriff auf den Hausverwalter Krüger beteiligt gewesen sein, befreien. jedoch ist noch nicht festgestellt, wer von ihnen den tödlichen Schlag Leicht haben es die Blumenmacherinnen sicher nicht, sie werden geführt hat. viel Mut und Ausdauer nötig haben, um auszuhalten, und um die Rigdorf. Die Stadtverordneten Versammlung Angriffe der reaktionären, reformfeindlichen Meister und Meisterinnen wird ihre erste Sigung nach den Ferien am Donnerstag, den 13. Sep- zu parieren. Eines der ersten Ziele der Gewerkschaft ist auch die volle Objekt verhandelt worden ist, etwa 20 m., wenn nur über tember abhalten. Verschiedene Deputationen haben ihre Thätigkeit Abschaffung der patriarchalischen Arbeitsverhältnisse, um die Arbereits begonnen. beiterinnen von der drückendsten Abhängigkeit zu befreien. Verantwortlicher Redacteur: Heinrich Ströbel in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. 130 m. etwa 8,75 M. 2. Nehmen Sie die Klage zurück, dann müssen Sie sämtliche Stoften, auch die des gegnerischen Anwalts etma 30 m. bezahlen. 3. Durchaus richtig. S. N. Taufschein. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin.