Nr. 208. our chap Abonnements- Bedingungen: 02 A Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mir tlluftrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Gingetragen in der Post Beitungss Preisliste für 1900 unter Br. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für bas übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. thing 317 Vorwärts Berliner Volksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonels zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereins und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Bleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Rmt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: " Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Chinas Zollverhältnisse. Freitag, den 7. September 1900. werden, soll etwas für die Finanzen herausspringen, um das Drei oder Vierfache erhöht werden müssen. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt L, Nr. 5121. Die legten Truppentransporte treffen morgen früh zwischen 3 und 5 Uhr in Bremen ein und werden noch vormittags von Bremerhaven auf den Dampfern Krefeld" und Roland" des Norddeutschen Lloyd und„ Valdivia" der HamburgAmerika Linie nach China eingeschifft." * Berichte aus Peking. Kapitän Pohl berichtet aus Beting: Die Unterkunft der Leute ist gut. Der von deutschen Mannschaften beseyte Teil der Chinesenstadt ist gereinigt worden. Beruhigende Proflamationen find erlassen. Welche Rückwirkung das auf den europäischen Export nach China haben wird, braucht nicht erst erörtert zu werden. Je mehr das Zusammenwirken der Mächte in China in Hat schon unter den bisherigen niedrigen Zöllen der Handel die Brüche zu gehen droht, je eifriger versichern sie durch ihre mit China sich im letzten Jahr nicht zu entwickeln vermocht, dienstwillige Presse, daß ihre Attion nur die Sicherung ihrer so dürfte sich von nun ab der chinesische Absatzmarkt als wirtschaftlichen Interessen, d. h. ihrer Handelsinteressen be- noch weit weniger aufnahmefähig erweisen. zweckt. Und doch ist, wie unklar auch sonst die ganze jetzige Umgerechnet in Mark betrug der chinesische Außenhandel geschwaders ist ant 6. September nachstehende Meldung ein Von dem zweiten Admiral des deutschen Kreuzers Lage in China fein mag, nichts sicherer, als daß die Vorgänge 1890= ungefähr 1134 Millionen Mart, 1898 nur 1107 Mil- gelaufen: der letzten Monate eine schwere Schädigung des chinesischen lionen Mart. Prächtige Aussichten! Außenhandels zur Folge haben werden. Nicht nur insofern, als die inneren Unruhen und der neu erregte Haß auf die letzten Jahren 13-16 Millionen Htw- Taels eingebracht haben. Daneben müssen die Litinzölle heran, die in den Handelsbeziehungen nicht ohne Rückwirkung bleiben kann, sondern Sie wurden 1853 zuerst eingeführt, in den sechziger Jahren noch mehr deshalb, weil China gezwungen wird, sich nach aber bedeutend erweitert, da China zur Führung der Kämpfe neuen Einnahmequellen umzuschauen, und die unvermeidliche mit England und Frankreich, vornehmlich aber zur NiederSteuerauftreibung in erster Linie die Einfuhrzölle aufwerfung des Taiping- Aufstands Geld brauchte. Likinzölle fremde Produkte und die Likinzölle treffen wird. werden, obgleich sie oft Provinzialzölle genannt werden, nicht Die beiden sonst noch vorhandenen wichtigeren Steuern, die nur von Provinz zu Provinz erhoben; einzelne Provinzen Grund- und die Salzsteuer, können kaum wesentlich erheben gar keine Likingefälle, in andren wird von Bezirk zu erhöht werden, soll nicht die Masse zu neuen, gefährlicheren Bezirk eine Lifinabgabe gefordert. Besonders find an Aufständen gereizt werden. Jede neue Regierung, die sich den " großen Flüssen und Kanälen Litinerhebungsan dem in den Provinzen auf solche Steuerreform" einließe, spielte von vornherein ein stationen eingerichtet, berlorenes Spiel. Die chinesischen Seezölle, deren Erhebung unter eng lischer Leitung steht und deren Erträge vertragsmäßig zur Deckung der Zinsen jener Anleihen dienen, die China bei fremden Banktonfortien aufgenommen hat, sind nach dem Wertverhältnis der Waren berechnet, und zwar gilt als Regel, daß der Zoll 5 Proz. vom Wert zu betragen hat. Dieser Zoll wird sowohl von eingeführten fremden, als von ausgehenden chinesischen Waren gefordert. Einheimische Artikel, die in chinesischen Fahrzeugen von einem Hafen zum andern verfandt werden, sowie Waren, die von chinesischen Dschunken unter chinesischer Flagge eingebracht werden oder in solchen zur Verladung gelangen, zahlen jedoch keine Seezölle. Raiserfanals befindet sich alle fünf, sechs Meilen eine LifinRiangsu und Tschefiang liegenden unteren Teil des Barriere. Außerdem wird in manchen Provinzen noch eine Bestimmungsorts- Tare( Loti- Schui genannt) und eine Sicher heits- Abgabe( Tschingsui) erhoben, die den Likinzöllen zugerechnet werden. diese Abgaben ganz fortfielen, weil sie völlig willfürFür den Handel wäre es zweifellos am besten, wenn lich erhoben werden und ewige Scherereien verursachen. Ihre Erhebung liegt ganz in den Händen der Lokalbehörden, und diese oder vielmehr die Beamten machen, was sie wollen. Giebt der Händler nicht gute Trinkgelder, werden ihm zu wänden wochenlang auf die Abfertigung warten, bis vielleicht hohe Gebühren abverlangt, und er muß unter allerlei VorPolitische Weberlicht. Indes ist dieses Verhältniß von 5 Proz. ad valorem in dem schon aus dem Anfang der sechziger Jahre stammenden die Ware verdirbt. chinesischen Zolltarif nicht fonsequent durchgeführt. Manche Artikel sind laut Vertrag( der preußisch- chinesische Vertrag, faufmännischen Sorporationen gefordert worden, die Likinzölle Es ist deshalb denn auch schon verschiedentlich von den der später Ausdehnung auf das ganze Deutsche Reich fand, müßten fallen. Daraus wird nun schwerlich etwas werden, datiert vom 2. September 1861) zollfrei; andre zahlen einen im Gegenteil, sie werden erhöht werden müssen. niedrigeren oder höheren Zoll, als 5 Prozent vom Wert. Zudem hat die englische Zollverwaltung manchen Zollsägen interessen! Das nennt man Sicherung der Handels eine etwas eigentümliche Auslegung angedeihen lassen. Flanelle z. B. werden auch dann, wenn sie ganz oder größtenteils aus Baumwolle bestehen, nicht zu den„ gefärbten Baumwollengeweben" gezählt, sondern zu den Wollfabrikaten, als welche sie einen höheren Zoll zahlen. Dazu kommt, daß im Laufe der letzten drei, bier Jahrzehnte manche Artikel ihren Wert bedeutend verändert scheint in der chinesischen Frage zu herrschen, nachdem der erste haben; einige sind gefallen, andre gestiegen. Ferner hat Sturm, den die deutsche Sonderaktion entfesselte, sich infolge der Silberentwertung der Kurswert des Haifwan- gelegt hat. Sicherlich werden aber zwischen den Kabinetten der Tael bedeutend abgenommen; ursprünglich galt er 6,40 M., Mächte sehr lebhafte Verhandlungen gepflogen, von denen nur 1890 noch 5,29, 1897 nur noch 3,03 m. die Oeffentlichkeit nichts erfährt. Soweit die Offiziösen über die Aus diesen und noch einigen andern mehr nebensächlichen Stellungnahme der Regierungen noch etwas verlautbaren, läuft dies auf Gründen sind die Zollerträge in den letzten Jahren stetig gefallen, obgleich der Wert des chinesischen Außenhandels sich ziemlich gleich geblieben ist. Er betrug: der Wert des Außenhandels die Boll: einnahmen 214 Millionen Taels, 22 Millionen Taels Jahr 1890 1891 235 1892 238 1893 268 1894 290 1895 315 21 1896 334 " 1897 366 07 1898 369 222222223 " " " " " 2 " " In diesen Einnahmen find die Tonnengelder; Transitgebühren, Stüftenabgaben, Opium Einführungsabgaben mit eingerechnet. 3 Berlin, den 6. September. Tiefe Stille die Vermutung und Hoffnung hinaus, die Einigkeit in der Behandlung der Chinafrage werde tros des russischen Zwischenspiels nicht gestört werden. So führt ein von der Köln. 8tg." wiedergegebener, ans bester Quelle geschöpfter Pariser Bericht der offiziösen Wiener " Polit. Korreip." aus: " Man müsse sich darauf gefaßt machen, daß, wenn sich auch einzelne Mächte dem Verhalten Rußlands in der Chinafrage anschließen, andre Mächte doch an der Absicht festhalten würden, ihre Truppen noch einige 8eit in Peking zu belassen. In Paris sei man aber der Ansicht, daß diese Verschiedenartigkeit nicht eine wirkliche Spaltung in Bezug auf das Wesen der Frage, sondern nur eine Meinungsverschiedenheit in Bezug auf die beste Art und Form der Lösung bedeuten würde. Der Keim eines Konflikts könnte nur in dem etwaigen Gelüste irgend einer Macht nach Gebietserwerbungen in China liegen; in der allseitigen Abweisung solcher Zumutung wurale aber die Zuversicht, daß es zu keinem ernsten Gegensatz zwischen den Mächten kommen werde." Eine Petersburger Meldung derselben Korrespondenz stellt fest: , daß an maßgebenden Stellen mit allem Nachdruck erklärt werde, der russischen Regierung habe bei ihren jüngsten Borschlägen keine Absicht ferner gelegen als die, irgend welche Absichten andrer Mächte zu durchkreuzen. Sie set nur überzeugt, daß, wenn man dem chinesischen Hofe die Rückkehr nach Peking ermögliche, der chinesischen Friedenspartei die Beruhigung der Aufstandsbewegung sowie die Einleitung von Verhandlungen mit den Mächten erleichtert würde." Anscheinend sind die Seezölle nur gleich geblieben, in Wirklichkeit sind sie bedeutend gefallen. Es kommt eben der Kursrückgang in Betracht. Die 22 Millionen Htw- Taels ( genau 21 996 226) in 1890 repräsentieren nämlich einen Wert bon 116 Millionen Mart, die 23 Millionen( genau 22 503 397) in 1898 nur einen solchen von ungefähr 68 Millionen Mart. Es ist daher begreiflich, daß als 1895 China die Kosten feines Kriegs mit Japan zu bestreiten hatte und ihm Japan eine schwere Kriegsentschädigung auferlegte, es an eine Erhöhung der Seezölle dachte; doch scheiterte der Plan an dem Widerspruch Englands. Jetzt kann jedoch aller Widerspruch nichts nüßen. China muß unbedingt, soll es fortbestehen, seine Einkünfte erhöhen, die Seezölle müssen heran, vor allem die Einfuhrzölle. Aus den Aus- Derartige Beschwichtigungsversuche können die tiefgehenden fuhrzöllen auf die ausgehenden chinesischen Waren ist nicht viel Gegensätze unter den Mächten nicht hinwegbenten. Rußland zu gewinnen; denn die Hauptartikel der Ausfuhr, wie Seide und wünscht durch eine möglichst milde Behandlung Chinas die chinesische Thee, haben schon ohnehin schwer unter der Konkurrenz Japans Friedenspartei zu stärken und die Bevölkerung zu beruhigen. und Indiens zu leiden Speciell die Thee Ausfuhr ist unter der Andre Mächte beharren bei der Politit der Drohungen durch wachsenden Konkurrenz Indiens und Ceylons seit 1890 be- Truppenvermehrungen und kriegerische Machtentfaltung. Aus diesem deutend zurückgegangen. Eine einigermaßen beträchtliche Er Gegensatz können urplötzlich schwere Stonflitte hervorbrechen.. höhung des Thee- Ausfuhrzolls würde in einzelnen der süd- Während Rußland die in der obigen Petersburger Storrefpondens lichen Gegenden geradezu den Theebau ruinieren. Also von neuem gekennzeichnete Politik der Friedfertigkeit befolgt, fährt bleiben nur die Einfuhrartikel, die europäischen Deutschland fort, Truppen zu entfenden. Aus Bremen wird Fabrikate, als Steuerobjekte übrig. Sie vom 6. September gemeldet: Am 27. find givei Higschläge vorgekommen, auch haben sich beim Seebataillon einige Dysfenteriefälle gezeigt. Seesoldat Berger vom Peting- Detachement ist einer Kopfwunde erlegen. Am 28. fand ein Durchmarsch durch den Palast st at t. Einmarsch im Süden, Abmarsch im Norden, Durchmarsch durch die Empfangshallen. Die Räume machten einen schmutzigen und verwahrlosten Eindruck. Kostbarkeiten waren nicht vorhanden. Später wurde der Palast wieder geschlossen. Am 31. meldet Bohl:„ Das II. Seebataillon ist in Pefing eingetroffen. Ich trete nach Uebergabe der Geschäfte an Generalmajor v. Höpfner mit den sehr angestrengten Landungstruppen den Rückmarsch nach Tientsin an. Auf den Etappenstationen und für die Wasserverbindung wird seemännisches Personal zurückgelaffen. Am 25. August befanden sich am Lande: Deutschland: 91 Offiziere, 3150 Mann, 6 Geschütze, 344 Pferde. England: 218 Offiziere, 6746 Mann, 25 Geschüße, 1897 Pferde. Destreich: 16 Offiziere, 272 Mant, 2 Geschüße, 80 Pferde. Amerika: 181: Offiziere, 5427 Mann, 17 Geschüße, 1239 Pferde. Frankreich; 192 Offiziere, 5186 Mann, 37 Geschüße, 570 Pferde. Italien: 26 Offiziere, 552 Mann(?), 1 Geschütz, 10. Pferde. Ueber Rußland ist Näheres nicht bekannt. Paris, 6. September. Ein Telegramm des Generals Frey vom 24. August bejagt: In Beting herrscht wieder Ruhe. haben einen Aufklärungsdienst im Umkreise von 30 Kilometer um Die Einwohner tehren wieder zurück und die Stadt fängt an wieder ihr gewöhnliches Aussehen anzunehmen. Die verbündeten Truppen die Stadt eingerichtet. Diese Aufklärungsabteilungen haben keine ruhig, die Bewohner der Dörfer gehen ihren Arbeiten nach. feindlichen Truppen vorgefunden. Das Land bleibt Expedition nach Paotingfu. Baotingfu, hundert Meilen westlich von Tientsin ab, welche die auf Tafu, 3. September. Binnen furzem geht eine Erpedition nach ihrem Wege liegenden Dörfer säubern soll, in denen die ersten Ausschreitungen der Boger vorgekommen find, Es heißt, daß chinesische Soldaten auf Befehl Li- Hung- Tichangs jetzt die Boyer in den Provinzen Hu- nan und Tschili vernichten. Die Russen be absichtigen, die Eisenbahn bis nach Peking hin wieder in stand zu fegen. Kämpfe in Kiantschou. Der Gouverneur von Kiautschou meldet ab Tsingtau, den 5. September: ,, Eine Patrouille von 20 Mann des III. Seebataillons unter Lieutenant v. Nettberg und Dziobet ist heute bei Lantsun von 400 bis 500 Bogern angegriffen worden. Legtere erlitten einen Verlust von 30 bis 40 Toten. Wir hatten keine Verluste." Be " " Wir begleiten diese Meldung von Kämpfen im deutschen„ Bacht". Gebiet mit einer bemerkenswerten Aeußerung, die den in Tsingtau erscheinenden Nachrichten aus Siauts chou" vom 16. Juli dieses Jahrs entnommen ist. Von geschätzter Seite" veröffentlicht das deutsche Blatt für Kiautschou eine Schilderung der damaligen Lage in der Provinz Schantung. Nach einer Darlegung der gefährlichen Situation der deutschen Vergleute in dem Grubengebiet von Waihsien fährt der Verfasser fort: Es wäre den Bergleuten, die eine harte Zeit voll Arbeit und Entbehrung hinter sich hatten und denen, die einen Teil ihres Vermögens einem Unternehmen geopfert haben, welches jetzt der Spielball chinesischer Laune ist, nicht zu verdenken, wenn sie als schuldige Ursache ihres Mißgeschicks das mangelnde Verständnis dermaßgebenden Persönlichkeiten in chinesischen Verhältnissen suchen würden. Welches denkende Volk wäre so blöde, fich von Fremden die besten Brocken aus der Suppe herausfischen zu lassen, wenn nicht das Schwert dabei in die Wagschale geworfen würde! Man hatte geglaubt, daß die Chinesen keine Kraft mehr besäßen, sich zu einem gemeinsamen Gedanken zusammenzuschließen, aber man hat sich furchtbar geirrt. Der Efel und Widerwille des Einzelnen gegen Erscheinung, Sitten und Charakter der Fremden ist zu einem elementaren Ausdruck des Gemeinwillens des chinesischen Volks geworden: Patrioten, werft die Barbaren, die unsre heilige Kultur mit Füßen treten, unsre besten Häfen rauben und nun auch im Innern des Landes unser Gigentum an sich reißen, zurück ins Meer, woher sie gekommen sind; schlachtet die fremden Teufel hin!" Intime Renner des Volks. charakters haben die Bewegung vorausgesehen und vorausgefagt. Es ging ihnen, wie allen Propheten: sie wurden verlacht." " Man muß sich nur windern, daß es bisher in der deutschen“ Interessensphäre" verhältnismäßig ruhig abgegangen ist. Im Süden. In Kanton und Hongtong soll die Lage recht bedenklich fein. Das Neutersche Bureau" meldet aus Hongtong vom 5. September: In Kanton greift die Unordnung mehr immer um sich. Wie gemeldet wird, wurden Läden Eingeborener, welche mit ausländischen Waren handeln, angegriffen und geplündert. Ein all gemeines Gefühl der Unsicherheit scheint vorzuherrschen. Es geht ferner das Gericht von bevorstehenden Unruhen am Laternenfeste ( 8 September). Aehnliche Gerüchte sind unter den Chinesen in Hongkong verbreitet. Das Abgeordnetenhaus aufgelöst! -O tomten so eine Steigerung der tödtlichen Unfälle von1,98 auf 2,00 pro 1000 Versicherte feststellen. Aber jezt kommt unser Kritiker her und versucht uns der Fälschung zu zeihen, weil wir die Opfer der Wasserinfälle außer Acht ließen. Man sieht: bald ist's ein Stater, bald ist's eine Katz', je nachdem wie man's trifft. " Worauf es ankommt, daßlist die alleinige Steigerung der Unfälle in den Revieren, wo die Brefeldschen Einfahrer" in Thätigkeit waren, und zwar schon monatelang! Ein Blick auf die Statistik lehrt, daß sogar in den Monaten( Juli- Dezember 1899), in denen die„ Einfahrer" ja auch nach dem Zugeständnis des haltsam stieg- dort, wo die Einfahrer" nicht wirkten, haben wir weniger Unfälle zu beklagen! -st- Wien, 5. September. Die Auflösung des Abgeordnetenhauses ist eine vollzogene Thatsache. Die Kundmachung des AufLösungspatents ist zwar noch nicht erfolgt, aber es unterliegt dennoch Bueckgardisten" funktionierten, die Zahl der Unfälle unaufnicht dem geringsten Zweifel mehr, daß der Kaiser den Vorschlag der Regierung angenommen und die Auflösung bereits verfügt hat. Zu der Ueberzeugung, daß die Auflösung unvermeidlich ist, Was soll die Rederei von der Kommission zur Untersuchung ist die Regierung durchaus nicht erst jetzt gekommen, nach dem der Ursachen des Stein- und Kohlenfalls?" Dürfen wir denn etwa Scheitern der letzten Verhandlungen; sondern es ist ein recht annehmen, währenddem diese famose Kommission noch tagt, würde alter Plan, der mur deshalb nicht früher verwirklicht worden ist, alles laufen gelassen, wie es wolle, und teine Anstalten zur Verweil der Kaiser für ihn früher nicht zu gewinnen war. Wann die hütung des Stein- und Kohlenfalls gemacht? Aber es steht doch fest, daß die„ Einfahrer" eigens zur Verhütung der freilich ausschlagNeuwahlen sein werden, ist noch nicht bestimmt. Es wird zwar gebenden Unfälle beim Stein- und Kohlenfall angestellt sind! Und erzählt, daß zwischen der Auflösung und der Ausschreibung der Wahlen gerade diese Unfälle sind gestiegen, während die ein längerer Zeitraum verstreichen werde, aber das ist gewiß nicht Gesamtzahl sant! wahr. Wir sind überzeugt, daß alle Vorarbeiten fertig sind und Unterlasse man doch die Mohrenwäsche! Es wird der Skandal daß die Neuwahlen Ende Oktober oder Anfang Nodadurch noch schlimmer gemacht. Allerdings schrieben wir den bember stattfinden werden. Artikel in Nr. 203 d. 8tg., um die sogenannte„ Reform" der BergSelbst die Regierung wird sich über den Effekt ihrer That inspektion an den Pranger zu stellen und für wirkliche Reformen, wenig Jufionen machen. Die Zusammensetzung des östreichischen für wirkliche Grubencontroleure zu plädieren. Uns ist es nämAbgeordnetenhauses tann überhaupt nicht einschneidend verändert lich noch lange nicht einerlei, ob Tausende von Bergunglücke mehr oder weniger passieren. Uns ist das Leben eines Arbeiters genau werden, sie ist durch zwei Thatsachen bedingt, die immer dasselbe so viel wert, wie das eines Fürsten, um dessentwillen großartige Ergebnis liefern: durch die Art des Wahlrechts und durch die" Anarchistenschutz- Kongresse" insceniert werden. nationalen Verhältnisse. Soviel deutsche, soviel czechische, so viel polnische Abgeordnete das steht schon vorweg fest. Und auch Vierzig Pfennig pro Kopf verausgabt bekanntlich die soviel Großgrundbesitzer, soviel die Handelskammern, so viel Ansiedelungskommission für die Ernährung ihrer Arbeiter. An dem der Census an all dem kann kein Wahlkampf etwas ändern. lucullischen Küchenzettel der Kommission ist dann auch von der Gerade die umstrittenen Mandate sind für die unmittelbare politische Unternehmerpresse, zur Wahrung des Scheins der Arbeiterfreundlich Frage ohne Bedeutung. Der Kampf zwischen Socialdemokratie und keit, scharfe Kritik geübt worden. Diese pharifäische Kritik erfuhr Christlich- Socialen, der Kampf zwischen den einzelnen fleritalen dann eine Gegenkritik durch eine Zuschrift an die" Germania", in der Parteien das geht an der akuten Frage, der des Verhältnisses der zahlenmäßige Nachweis geführt wurde, daß ein Industries zwischen Deutschen und Czechen, gänzlich vorbei. Worauf die Ne- Arbeiter mit einem Tagelohn von 3,50 M. und einer fünfköpfigen Familie noch nicht einmal 40 Pf. für Nahrungsmittel pro Kopf gierung zu rechnen scheint, daß die nationalen Abgeordneten infolge einer Familie ausgeben könne, daß also das Schlotjunkertum eigentlich der Neuwahl besonnener und der vernünftigen Erwägung zugäng- feine Ursache habe, in Entrüstung über die Ansiedlungs- Kommission, licher werden können: das ist gleichfalls ausgeschlossen. Der Wahl- für die übrigens der Einsender durchaus feine Lanze brechen tampf wird die nationale Leidenschaft nicht mindern, sondern steigern. u wollen erklärte, zu machen. Wir nahmen von dieser ZuDer Radikalismus", der Eroberungen machen wird, wird nicht der schrift Notiz mit der Anmerkung, daß nicht nur das Pharisäertum politische sein, derjenige, der die socialen und politischen Mo- der Industriellen im vorliegenden konkreten Falle, sondern auch das mente betont, sondern der nationale, das heißt die verrückten Geschrei derselben über die Begehrlichkeit der Industriearbeiter eine Chauvinisten werden an manchen Punkten durch noch verrücktere treffende Abfertigung erfahre." Die Rhein- Westf. 8tg." fühlt sich Ueber Chauvinisten ersetzt werden. Die Neuwahlen werden dadurch begreiflicherweise getroffen und wirft uns dreiste Ge dankenlosigkeit vor. die Dinge nicht in das Geleise bringen, sondern das Geleise demolieren. Es sind, das kann ruhig vorausgesagt werden, die legten Wahlen zu dem Parlament, was auf dem Privilegien wahlrecht beruht. Ihr Ergebnis wird diesen unmöglichen Barlamen tarismus endgültig ad absurdum führen. Man kann sich dem Eindruck nicht entziehen, daß dieses Ergebnis sogar angestrebt wird. Man braucht noch einen Beweis, daß ein solches Parlament un möglich ist die Wahlen werden ihn liefern. " Es wird wohl der schwerste Wahlkampf werden, den je eine socialdemokratische Partei geführt hat, der nun nun der östreichischen Socialdemokratie als Aufgabe zugewiesen ist. Die Socialdemokratie verkörpert die Vernunft, in Oestreich herrscht aber der Rausch. Gegenüber dem alle Dämme niederreißenden nationalen Chauvinismus die nüchterne Besonnenheit zu vertreten, ist also keine dankbare Stellung. Dazu kommt das indirekte, in der Hälfte der Staaten mündliche Wahlrecht, das die abhängigen Schichten in der härtesten Weise trifft, tommt die politische Sterilität der letzten Jahre, die naturgemäß die Energie mindert, kommt mit einem Wort der unsägliche politische Jammer dieses verfluchten Oestreich. Es wird der Einsetzung aller Kräfte bedürfen, um aus dem unter den allerungünstigsten Umständen aufgezwungenen Kampfe mit Ehren hervorzugehen. Daß die Partei nicht verabsäumen wird, die volle Spannkraft auszulösen, daß fie ihre Pflicht in vollem Umfange erfüllen wird: das unterliegt natür lich keinem Zweifel, und das ist die Hoffnung, womit sie in den Wahlkampf zieht. Harte Arbeit wird gethan werden müssen, aber fie wird gethan werden. Das Fremdenblatt" meldet: Ministerpräsident Dr. v. Körber wurde gestern vom Kaiser in längerer besonderer Audienz empfangen. Eine Entscheidung in der inneren politischen Lage ist bisher nicht bekannt geworden. " * Deutsches Reich. Die Hunnifierung. Blätter unsrer Partei hatten aus einem Soldatenbrief von Tsingtau citiert, in dem der Schreiber erzählt, daß in den Kämpfen bei. Tientsin von den deutschen und russischen Soldaten auch Frauen und Kinder niedergestochen und tot geschossen seien. Die Köln. 8tg." belehrt uns, wir sollten nachfichtiger sein und nicht alles glauben, was die blutrünstige Phantasie und geschmacklose Renommisterei" eines Soldaten unsrer Seebataillone aufträgt; unsre Soldaten wollten bloß eine wilde Geschichte auftischen, um sich interessant zu machen und im Lichte eines ganz entseglichen Kriegsmanns zu erscheinen." = " Unter starker Bedeckung wurden wir nach der Johannes. burger Festung gebracht, woselbst wir je 9 Mann in einer Belle von faum 10-12 Fuß Durchmesser Unterkunft fanden. Unfre Bitten, von unsern Freunden und Angehörigen Abschied nehmen zu dürfen, wurden mit höhnischen Bemerkungen beantwortet. Sonntag um 2 Uhr nachmittags wurden wir, abermals unter starter Bedeckung, auf den Bahnhof gebracht, wo die Angehörigen in schlimmer Vorahnung des uns be borstehenden Schicksals die ganze Nacht und den Sonntag= bormittag bereits auf uns gewartet hatten. Als wir in Trupps von 90 Mann anmarschiert tamen, schämten sich hohe englische Offiziere nicht, Moment- Photographien von uns abzunehmen. Wer beschreibt das Wehtlagen der Frauen und Kinder, als sie von ihren Gatten und Vätern Abschied nehmen wollten und von den englischen Soldaten mit Kolbenstößen zurüdgetrieben wurden. Zu je 30 Mann wurden wir in offene Viehwagen ber Taden. Unfre Kost während der viertägigen Eisenbahnfahrt be. stand aus fast böllig faulem Corned Beef und schlechtem Zwieback. In East London angelangt, wurden wir in eine Schute geladen, in der wir paar hundert Mann wie Heringe zusammengepfercht wurden. Dieses Fahrzeug überführte uns zu dem englischen Kriegsschiff Hawarden Castle", welches fofort, nachdem wir an Bord gegangen waren, die Ausreise antrat, Durch die lange Reise bei ungenügender Kost waren wir mehr tot als lebendig. Auch jezt noch wurden wir fortgesetzt in Ungewißheit darüber gehalten, wohin wir gebracht werden sollten oder warum man uns in dieser Weise aus dem Lande geschafft hatte. Am 21. tamen wir nach Simonstown, wo wir uns an das deutsche Konsulat wandten mit der Bitte, uns durch den Gouverneur der Kapkolonie wissen zu lassen, welches die Gründe dieses beispiellosen Gewaltatts seien. Wir erhielten jedoch keinerlei Antwort und es gelang nur, zu veranlassen, daß uns zu unsern Mahlzeiten wenigstens, Messer, Mahlzeiten wenigstens Meer, Gabel und Löffel gereicht wurden. Unfre Bitte an den Kapitän des Schiffs, uns menschlichere Soft zukommen zu lassen, wurde mit einem Hinweis an den Ober- Steward beantwortet, der uns jedoch sagen ließ, wenn es nach ihm ginge, bekämen wir nur Dr... zu fressen. Viel bessere Soft hat es denn auch nicht gegeben, und die Krankheiten auf dem Schiffe, waren die Folge einer so brutalen Behandlung und gesundheitsschädlichen Kost. An 23. Juli langten wir in Vlissingen an, wo wir an Land gesezt wurden. Defireicher, Russen und Italiener weigerten sich, in Vlissingen das Schiff zu verlassen und wurden infolgedessen nach London mitgenommen. Bemerken will ich nur noch bie temuzeichnende Thatsache, daß man fich infolge energischen Auftretens des französischen Konsuls wohl gehütet hatte, den französischen Staatsangehörigen auch nur das mindeste zu leide zu thun. Bei meiner Rückkehr nach der Heimat mußte ich ferner feststellen, daß schon seit zwei Jahren meine an deutsche Freunde gerichteten Briefe bei ihrer Beförderung durch englische Schiffe geöffnet und ihr Inhalt einer Art Censur unterworfen worden war. Stellen dieser Briefe welche sich auf englische Politik in Südafrika bezogen, waren aus den Briefen herausgerissen und dieselben sodann wieder geschlossen worden." Es sei", bemerkt sie, ganz davon abgesehen, daß in Arbeiterfamilien doch auch häufig die Frau und die erwachsenen Kinder Geld verdienen und daß die Löhne für sehr zahlreiche Betriebe in der Rechnung des Vorwärts" um die Hälfte bis zwei Driftel zu niedrig angefest find; es sei vielmehr nur auf den Hauptunterschied hingewiesen, der den trefflichen Vertretern der roten und der schwarzen Internationale nicht einzuleuchten scheint. Bei dem„ Küchenzettel" handelt es sich nicht um die Aussetzung von 40 Pf. pro Kopf einer Familie, sondern um die Auswerfung dieser Summe pro Kopf Europäische Kultur in China. bes schwer arbeitenden ländlichen Arbeiters." Es ist Eache des Auswärtigen Amtes, diese. Beschwerden forg ſamſt zu prüfen und sofern sich die Berechtigung herausstellt, vollen Schadensersatz von der englischen Regierung zu fordern. " 1992 no prest Ueber schlimme Scenen, welche der Rüderoberung von Diese erregte Entgegnung ändert nichts an der Richtigkeit der Tientsin folgten, berichtet die jetzt hier eingetroffene Nummer des von uns aus der Germania" übernommenen Berechnung. 3,50 M. Ostas. Lloyd" vom 27. Juli: Nach der Einnahme der Chinesenstadt pro Tag ist als Durchschnittslohn eines Industriearbeiters Tientsins, die von mehr als einer Million Menschen bewohnt war, eher zu hoch, als zu niedrig gegriffen. Da der Verdienst der gestatteten die Franzosen, Engländer, Amerikaner und ihren Soldaten offiziell, einen halben Tag finder erst nach dem zurückgelegten 14. Jahre in Frage kommt, Ruffen und die Frau nur unter Gefahr völliger Verwahrlosung ihrer Kinder und ihrer Häuslichkeit mitverdienen kann, bleibt die baß an der dann sich entspinnenden Plünderung zu plündern. Es darf besonders hervorgehoben werden, Thatsache bestehen, daß ein sehr großer Teil der Industrie fich ein deutscher Soldat beteiligt hat. Was für arbeiter pro Stopf feiner Familie noch nicht einmal 40 Pfennige für einen Umfang diese aber angenommen hat, davon macht man sich Beschaffung der Nahrungsmittel rechnen fann. Daß unter den fünf taum einen Begriff. Tagelang wurde nicht nur die Köpfen sich drei Kinder befinden, konnte natürlich auch von uns Chinesenstadt geplündert, sondern auch jedes Haus in der nicht übersehen werden. Aber auch mit Berücksichtigung dieses Um- Europäerstadt. Das schlimmste aber ist, daß an dem schamlosen stands erschien uns die Ernährungsweise der Arbeiterfamilie eine und barbarischen Treiben, das sich nun entwickelte, auch eine ganze unerhört niedrige. Bestreitet dies das rheinische Schlotjunker Reihe von Civilisten teilgenommen haben und unter ihnen organ! efwa? Zeugnet es mit dreiſter Stirn etwa, daß die not- auch Mitglieder der sogenannten besten Gesellschaft Tientsins. Unterernährung sein muß? Kann die Fabrikanten hierher gebracht sind, sträubt sich die Feder. Wie es aber in gattin ihrem Säugling etwa für 40 Pfennige eine Amme Tientsien zugegangen ist, davon erhält man einen Begriff aus deir halten? folgenden Schreiben, die dem„ Ostas. Lloyd" von befreundeter Seite zur Verfügung gestellt worden sind: Uebrigens nimmt das rheinische Schlotjunkerorgan in edler Unternehmersolidarität die Ansiedlungskommission bereits insoweit in Schuß, als es betont, daß die Ansiedlungskommission infolge ihrer Engros- Einkäufe für ihre 40 Pfennig entsprechend mehr liefern könne. Das Blatt hat augenscheinlich den Küchenzettel der Kommission vergessen, der sich nur unwesentlich und dann nicht einmal immer zu seinen Gunsten von dem in Zuchthäusern üblichen Küchenzettel" unterscheidet! Im Gothaer Lande sind die Wahlmännerwahlen jegt im vollen Gange. Die Wahlbeteiligung ist allenthalben außerordentlich rege. Soweit bis jetzt gewählt worden ist, haben wir unsern Besitz stand an Wahlmännern nicht nur mit erdrückenden Mehrheiten erhalten, sondern auch neue Orte hinzugewonnen. Ende dieser Woche entscheiden sich eine Anzahl Wahlkreise, bei welchen wir beteiligt sind. Das flache Land mit Ausnahme der Dörfer um Gotha Herum ( Wahlkreis Bock) wählt agrarisch, Land und Waldorte südlich von Gotha neist socialistisch. Am heißesten wird gestritten werden um die vier Stadtbezirke, von denen die Socialdemokraten bei den letzten allgemeinen Wahlen zwei eroberten. " die von Augenzeugen Tientsin, 16, Juli. Sofort nach Besetzung der Chinesenstadt sah man Leute, die während des Bombardements nur in den tiefsten Kellern zu finden gewesen waren, dorthin ziehen und schwer beladen mit Beute aller Art, namentlich aber Silber- Sycees Heimkommen. Die Freude dauerte indessen nicht lange. Bailie, der englische Obertommandierende in der Stadt, nahm den Räubern alles schnellstens wieder ab. Keiner von ihnen hatte auch nur eine Hand gerührt in Zeiten, aber nicht, sich an der Plünderung zu beteiligen und dabei gründals die Lage für uns alle recht gefährlich war; das hinderte sie liche Beute zu machen. Alles ihnen wieder abgenommene Geld und Silber fällt dem Kriegsfonds zu. Thüren und Thore wurden bejezt und gründliche Haussuchung vorgenommen. Am meisten enttäuscht war ein englischer Berichterstatter, der sich Sycees im Werte von 28 000 Enels mühsam herbeigeschleppt hatte. Heute tritt in dieser Sache ein Kriegsgericht zusammen. Es brennt rings umher, wohin man auch sein Auge wendet. Auch ein Teil der Chinesen stadt steht bereits in Flammen. Die Luft ist ganz entschlich. Zu der ganz enormen Hike kommen noch die üblen Gerüche der Zeichen und des Feuers. In unfrem Bureau sieht es wüst aus. Wir wünschten, die„ Köln. 8tg." hätte recht. Wir können aber feinen deutschen Soldaten für so verwahrlost erachten, daß er glaubt, Das beabsichtigte Bündnis zwischen der konservativ- antisemitischen Ich kann kein Safe öffnen, da alle Griffe abgehauen und die sich durch erfundenes Niederstechen von hilflosen Frauen und Kindern Mittelstandspartei und den Freisimnig- Liberalen ohne Freifinn und Safes selbst umgeworfen sind. Die sämtlichen deutschen, in der französischen Niederlassung ansässigen Firmen haben nach, Rückin den Ruf eines entsetzlichen Kriegsmanns" zu bringen. Da dürfte ohne Liberalismus ist nicht zu stande gekommen. Jede dieser Par- sprache mit dem deutschen Konsul durch ihn ein Schreiben an den er sicherlich andersartige Thaten erzählen. Wir fürchten daher, daß teien wird daher eigne Kandidaten aufstellen. An den Freifinnigen" franzöflichen Generalfonsul gerichtet, in dem sie Schadensersatz beaudie Mitteilung des Briefes nur allzu richtig ist. liegt es nicht, daß das Wahlbündnis gescheitert ist, denn in ihrer spruchen. Wenn die Köln. 3tg." zur Vorsicht bei der Aufnahme Höllenangst vor den Socialdemokraten haben sie sich redlich darum zweifelhafter Kriegsschilderungen mahnt, so ist diese Mahnung bemüht. Offenbar haben ihnen die Konservativen die Luft ganz abam wenigsten angebracht gegenüber den Blättern unsrer Partei, die schneiden wollen und das wollen sich wohl doch selbst die Frei- heute die traurige Mitteilung machen, daß inzwischen unser sehr zurückhaltend in der Wiedergabe von Nachrichten find, über die sinnigen unter gothaischer Couleur noch nicht gefallen lassen. eine Kontrolle unmöglich ist. Beherzigenswert wäre die Mahnung Unfre Parteigenoffen gehen mit den besten Hoffnungen in den dagegen für die Mehrzahl der bürgerlichen Blätter und nicht zum wenigsten für die mahnende„ Köln. Zeitung" selbst, die tagtäglich zur Förderung der patriotischen Chinawut die tollsten Erfindungen bon chinesischen Grausamiteiten ausstreuen. Zur Frage der Berginspektion. Unser O. H.- Mitarbeiter schreibt uns: Daß unsre Konstatierung des Fiastos der lärmend an gekündigten Brefeldschen Berginspektions- Reform" verschiedene Kostgänger des Bueckschen Reptilienfonds in Nahrung fegen würde, wußten wir; deshalb überraschte uns der von einer Berliner Korrespondenz unternommene Versuch, die„ Reform" herauszuhauen, nicht. Es verlohnt sich aber wirklich nicht der Mühe, dem verlegenen Gestammel des Verteidigers unsrer Grubenzustände ausführlich zu antworten. Nur das sei ihm gesagt: Als wir im Vorjahre die vergleichende Unfallstatistit aus dem deutschen Bergbau veröffentlichten und auf die enorm gestiegene Unfallziffer gebührend hinwiesen, da belehrte uns ein gutentlohnter Offiziofus, daß es nicht angängig sei, die Opfer der Massenunfälle ohne weiteres mit in die Unfallziffer einzurechnen, da nur die normale Zahl der Unfälle, d. h. erklusive Opfer der Massenunglücke, Anspruch auf wissenschaftlichen Wert hätte. Wir haben dieses Argument schon vorjährig als richtig anerkannt und uns vertröstet auf die kommende, normale Unfallziffer." Für das Jahr 1899 sind wir dem Rat des Wertsverteidigers gefolgt, haben die normale Unfallzahl in Betracht gezogen und i Wahlkampf.Brutalitäten gegen Deutsche in Transvaal. 17. Juli. Ich schrieb Ihnen gestern morgen und muß Ihnen ganzes Haus vollständig von den russischen und französischen Soldaten ausgeraubt und alles Mobiliar gewaltsam demoliert worden ist., Alle Safes sind ebenfalls erbrochen und ich bin jetzt bemüht, wenigstens unsre Bücher zu retten. Vom französischen Konsul war feine Hilfe zu erlangen, und der deutsche und der russische konnten nichts machen. Konsul Beim Berliner Auswärtigen Amt gehen zahlreiche Beschwerden Dr. Zimmermann hat sich aber die zerstörten Pläge angesehen und deutscher Reichsangehöriger ein gegen die brutale Behandlung, die ist dann persönlich zu Comte du Chaylard gegangen, der ihm verfie in Transvaal durch die Engländer haben erdulden müssen. sicherte, daß die Ansprüche der deutschen Firmen, falls sie von ihm Deutsche, die lange Jahre in Pretoria oder Johannisburg ihrem( dem deutschen Konsul) gegengezeichnet würden, genau in derselben Berufe nachgegangen sind, wurden so wird mitgeteilt ohne Weise von du Chaylard bei seiner Regierung vertreten werden würden, jeden Grund aus ihren Stellungen geriffen und zwangsweise aus als tämen sie von französischen Firmen. dem Lande geschafft. So schildert z. B. ein sächsischer Staatss angehörigiger Namens Zaunid seine Erlebnisse folgendermaßen: Ausland. Schweiz. „ Nach dem Einzuge des Lord Roberts in Johannesburg erließ er eine Proflamation und versprach in derselben, daß alle diejenigen, welche die Waffen abliefern und einen Neutralitätseid Bern, 4. September.( Eig. Ber.) Daß auch in der Demokratie leisten würden, in Johannesburg unangefochten bleiben und volle nur dann jede Stlafie wie jede Bartei zu ihrem Recht kommt, wenn Freiheit genießen sollten. In welcher Weise das Versprechen des sie sich rührt, lehrt jeder neue Vorgang. Die mit so großem Erfolg englischen Oberbefehlshabers gehandhabt wurde, ergiebt sich nun verfolgte Parole der deutschen Agrarier:" Schreien wir!" wird unaus folgender Thatsache: In der Nacht zum 13. Juli und am ausgesprochen auch in der Demokratie praktiziert. Besonders ber folgenden Tage wurden Verhaftungen im großen Stil stehen dies die bürgerlichen Klassen und Parteien, die im Besitz der vorgenommen. Alles was" Mann" hieß, wurde auf den Straßen wirtschaftlichen und politischen Macht sind und denen entsprechende aufgegriffen, viele wurden in ihren Wohnungen aus dem Schlaf Organisationen zur Seite stehen, sowie eine weitverbreitete Breffe, gerissen und zur Polizei- Office geführt. Auch ich gehörte zu diesen die alles beherrscht. Wenn nun da einmal eine Gruppe am staats Opfern echt englischer Roheit. Wir waren nur mit den not- lichen Futtertrog oder sonstwo zu fura kommt, so schreit sie wendigsten Kleidungsstücken angethan, viele trugen im Augen- und rasch wird sie befriedigt. Leider aber sind die Arbeiter blick ihrer Verhaftung feinerlei Geldmittel bei sich. Bald wurde noch nicht so weit, sie laffen die Herren" machen, die ja alles viel uns klar, auf welche Weise man mit uns zu verfahren gedachte. besser verstehen, wie sie und die daher schon alles zum Besten ge talten werden. Unfre paar einsichtsvollen Genoffen und Führer gleichen unter diesen Umständen noch immer den Predigern in der Wüste, die Masse bleibt träge und ist zufrieden mit Brot und Spiel. Zu diesen keineswegs anmutigen Betrachtungen regen die Wahlen an, die in den letzten Wochen von den 25 Kantonsregierungen und von Bundesrat in die reis Eisenbahnräte der fünftigen Bundesbahnen getroffen wurden. Man wählte da Regierungs, National, Stände und andre Räte, Fabrikanten, Kaufleute, Großaber Arbeiter oder Arbeiter Vertreter wurden bauern Hörde, der Kreis Köln Land, der 19. sächsische und der Mangel an Offenheit in ihren Absichten. Dabei würde der an 6. schleswig- Holsteinische Kreis. werden. gestrebte Zwed doch nicht erreicht; denn die Berliner Steinjeter und Rammer stehen nach wie vor auf dem Standpunkt, daß nur bei solchen Firmen Nachtarbeiten ausgeführt werden, welche sich schriftlich zur Einstellung von Leipziger Steinfegern verpflichten. " Der Wahlfreis Salberstadt Aschersleben sprach sich unbedingt gegen die Beteiligung aus; im 18. sächsischen Kreise wünscht man gleichfalls, daß der Parteitag die Beteiligung ablehnt, sollte er jedoch das nicht, dann soll es jedem Wahlkreis überlassen In Leipzig selbst hat sich die Situation jetzt erheblich zu Gunsten bleiben, was er thut.*) der Ausgesperrten gebessert. Verschiedene Straßen, die zu Begimt Andre Kreise begnügten sich mit der Diskussion der Frage, ohne der Aussperrung provisorisch zugeschüttet worden, find jetzt wieder bestimmte Beschlüsse zu fassen. in Angriff genommen worden. Allerdings hatten die Leipziger nicht gewählt. Die andern Jnteressengruppen haben sich gerührt, sie Dortmund hörde beschlossen die Einführung einer einheitlichen Meister von der Halleschen Junung zu übertragen, von denen sich Partei Organisation. Die Parteigenoffen im Wahlkreise Unternehmer dabei den schlauen Schachzug gethan, diese Arbeiten an haben geschrien und sie wurden befriedigt. In den Augen der acht dazu erboten hatten. Nur hatten dieselben, mit Ausnahme Arbeiter war aber dies nur etwas für die„ Herren", die träge Masse egitintationskarte und Quittungsmarke für den ganzen Kreis, Zu eines einzigen das Pech, daß ihnen auf der Reise nach Leipzig rührte sich nicht und sie erhielt auch nichts. So wird eben auch in einer weitergehender Aenderung der Kreisorganisation konnte man ihre Leute buchstäblich verloren" gegangen sind. Nur einer ſigt der Demokratie die zahlreiche Arbeiterflaffe als eine quantité fich noch nicht entschließen. négligeable behandelt und mit Recht bemerkt dazu das Züricher Schloß, vom 1. Januar ab das Vertrauensmänner- System aufzus dann ganz gründlich durch den noch besseren Schachzug der Halleschen Die Kreiskonferenz des Kreises 8eiz- Weißenfels be augenblicklich mit drei Mann in Leipzig. Es sollten dann alle Kleinmeister selber eine freiwillige Rettungstolonure" bilden. Das wurde Volksrecht":" Diese der Demokratie feineswegs zur Ehre gereichenden Vorgänge zeigen den Arbeitern neuerdings, daß sie im Barteivereinen zu übertragen, die unter einem Hauptort centralisiert Steinfeger vereitelt, indem diese, wie schon mitgeteilt, ganz plöglich heben und die Leitung aller Parteiangelegenheiten den örtlichen Staatsleben noch immer eine Null find und daß sie noch gar und vollständig unerwartet die Arbeit niederlegten, wodurch dann in teine politische oder wirtschaftliche Macht besigen. Sie könnten aber im Besitze einer entsprechenden Machtstellung sein, wenn leber den gegenwärtigen Stand der Organisation wurde be- alle selbst ein so fühlbarer Mangel an Arbeitswilligen herbeifie ihren Stimmzettel zweck- und zielbewußt benutzen und mächtige richtet, daß im ganzen Kreise 400 Genossen den politischen Organi- geführt wurde, daß man für die Leipziger Meister wohl keine solchen Organisationen bilden würden. So lange dies nicht geschieht, werden fationen angehören, während die gewerkschaftlichen Organisationen mehr übrig haben dürfte. Auch haben die Leipziger Steinfeger durch eine erneute Zuschrift die Arbeiter immer wieder mißachtet und hinter, allen andern Beim Kreise 5800. Mitglieder zählen. Trotzdem konnte der Vertrauens an den Nat, solvie durch ein riesenhaftes Blakat an den Anschlag mann über eine Reineinnahme von 3354 M. berichten. bölferungsklassen zurüdgesezt werden." Der Gemeinderat der Stadt Bern beantragt bei dem Stadtrat Die Arbeiter Zeitung" in Halberstadt wird, nach einem äulen dafür gesorgt, daß die Behörden und das Publikum, soweit ( Stadtverordneten), an die von den Gewerkschaften der Schuhmacher Beschlusse der dortigen Parteigenossen, vom 1. Oktober an täglich sich dieselben unterrichten wollen, über die Ursachen der Aussperrung Schneider geplante Errichtung von Betriebswerk- erscheinen und zum Preise von 2,25 M. pro Quartal abgegeben noch einmal gründlich unterrichtet worden sind. Wenn nicht alle Anzeichen trügen, haben die Leipziger Steinfeger in wenigen Wochen stätten 50 Proz. der Anschaffungs- und Einrichtungss gefiegt. fosten zut Teisten, sowie den Mietzins zu tragen mit Eine eigenartige Ehrung unires verstorbenen Genossen Lieb 1200 Frants im necht hat der Allgemeine Arbeiterverein in Genf, dessen Präsident einer von über 3500 Personen besuchten Versammlung Stellung zu 1000 Frants für die Schuhmacher und Die Leipziger Buchbinder nahmen am Mittwochabend in Maximum für die Schneider. Bedingung dieser sehr schäzbaren Liebknecht im Jahre 1849 war, dieſem zugedacht. Er übersendet uns bem Resultat der Tarifverhandlungen. Nachdem der VerbandsSubventionen ist die Beteiligung von je 20 Arbeitern aus jedem der zur Uebergabe an die Familie einen prächtigen Kranz von Edelweiß, vorsitzende die Entwickelung und den bisherigen Verlauf der Tarifbeiden Gewerbe und die Oberaufsicht des Gemeinderats über diese die von den Mitgliedern selbst gepflückt worden sind.. angelegenheit eingehend geschildert und einige Mitglieder der Tarifs Werkstätten. Stimmt diesem Antrage der Stadtrat zu, was zu Zu dem Artikel in Nr. 205 des„ Borwärts", 1. Beilage: Bur tommiffion des näheren über die am 3. d. M. stattgefundenen erivarten steht und finden sich die verlangten 40 Arbeiter, so haben wir hier ein Stück erfolgreichen Kampfes gegen die Heimarbeit für Organisation der Partei" muß zur Klarstellung noch darauf auf Verhandlungen berichtet hatten, wurde folgende Resolution das Kleingewerbe, das in den Städten gesundheitlich befriedigende merksam gemacht werden, daß er schon seit mehreren Wochen in einstimmig angenommen:" Die Versammlung ist mit dem VerWerkstätten kaum noch zu beschaffen vermag, und ein praktisches unsern Händen war, daß aber infolge besonderer Umstände die Verhalten der Delegierten zur Tariftonferenz einverstanden. öffentlichung bis jetzt hinausgeschoben wurde. Stiid tommunaler Socialpolitit. und Italien. Korruption der herrschenden Klaffen. Gegen den ehemaligen Deputierten des Kreises Campagna, Michael Bona voglia, schwebt ein Prozeß, der große Dimensionen annehmen wird. Es handelt sich nicht bloß um Fälschungen und Betrügereien in Salerno und Messina, sondern um eine ganze Reihe Gaunereien, welche in andern Städten begangen worden sind. Eine zahl reiche Verbrecher Gesellschaft hat da zusammengewirkt Advokaten, Wucherer in Glaçéhandschuhen und gewöhnliche Blutfanger, endlich Dirnen. Aus einem Prozeß werden unverhofft deren fiebzehn. Die Untersuchung dürfte ziemlich lange dauern, zumal ein sehr eleganter Raubritter sowie einige weitere Individuen in Nizza sind und deren Auslieferung verlangt werden muß. Wahrscheinlich wird gegen Bonavoglia noch eine neue Auflage erhoben: er foll falsche Noten der Bant von Neapel in Eirfulation gesetzt haben. Niederlande. werden. " Polizeiliches, Gerichtliches univ. Da diese Konferenz seitens der Prinzipale in dem Augenblicke abgebrochen wurde, wo unfre Vertreter eine neue, reduzierte Vorlage unsrer Forderungen überreichten, beauftragt die heutige Verfammlung die Tariffommission, unverzüglich den Prinzipalen die am 25. Auguft gestellten, nunmehr in einigen Buntten abgeänderten Forderungen zu überreichen und bis Sonnabend, den 8. September dieses Jahres Antwort zu erbitten. Der jetzige Tarif hat mit einem Aufschlag von 5 Proz.( ausschließlich der Presserarbeiten von Quart den 8. September einzuberufende Versammlung hat endgültig zu be aufwärts) bis 31. August 1901 Gültigkeit. Eine am Sonnabend, - Die anhaltischen Polizeibehörden sind wieder einmal vom Ober- Landesgericht in Naumburg belehrt worden, daß ihre Praxis in Handhabung des Verfammlungsgesetzes durchaus unzulässig ist und diese Belehrung trifft zugleich auch das Schöffengericht in Harzgerode. die Kreisdirektion in Ballenstedt hatte aber die Anzeigebescheinigung Parteigenoffen in Anhalt hatten eine Versammlung angezeigt, verweigert, weil in der Anzeige der Referent nicht angegeben war. schließen." Das anhaltische Gesetz verlangt mur Angabe des Zwecks der Versammlung. 312 Merkwürdige Sachen lernt man femmen, wenn man die Als die Genossen die gesetzmäßig angezeigte Versammlung auch Rechtsaus legung und Gesezanwendung gegen Arbeiter betrachtet ohne Bescheinigung abzuhalten versuchten, wurde die Versammlung In Stempten war kürzlich ein Müllergeselle anf Probezeit engagiert Nach Ablauf der Frist vierzehn Tage verließ er aufgelöst und die Veranstalter wegen Vergehens gegen das Vereins- worden. Der Arbeitgeber vergefe unter Anklage gestellt. Das Schöffengericht verurteilte sie feine Stellung, weil sie ihm nicht zujagte. dem Antrage gemäß, indem es ausführte, das Gericht habe nicht weigerte ihm nun die Herausgabe der Quittingstarte und rief aum nachzuprüfen, ob die Anzeigebescheinigung rechtmäßig oder unrecht Ueberfluß noch die Hilfe der Polizei an. Diese lud den Gesellen Bei der Gelegenheit brachte der mäßig verweigert sei; es genüge, daß sie nicht erteilt worden sei, vor, um ihn zu ermahnen. Zum Schlußakt der Friedenskonferenz" ist noch nach um die Versammlung zu einer ungefeglichen zu stempeln. " Delinquent", der seine Rechte zu wahren sich erfühnte, auch die Bitte zutragen, daß nicht einmal alle Protokolle von den Mächten unter- Die Berufungstammer fällte dagegen ein freisprechendes Urteil, vor, die Polizei möge ihm wie das ihre Pflicht- die Quittungszeichnet worden sind. Das erste Protokoll, die friedliche Schlichtung indem sie den einzig zulässigen Standpunkt vertrat, daß es nicht auf die farte von dem Arbeitgeber besorgen. Statt der Quittungskarte er internationaler Streitpunkte, ist von sämtlichen europäischen Staaten. Bescheinigung sondern darauf ankomme, ob die Anzeige form hielt nun der Müllergeselle dieser Tage ein Schreiben, das weder mit einziger Ausnahme von Spanien, unterzeichnet worden; das und fristgerecht erstattet sei. Dies habe das Gericht zu prüfen und durch Stempel, noch Bordruck, kurz durch nichts seine amtliche Herzweite, die Uebereinkunft hinsichtlich der Gefeße und Gebräuche der im vorliegenden Falle entspreche die Anzeige den geseglichen funft verriet, das aber allgemeines Interesse wegen der Rechts Landkriege, ebenfalls von allen größeren Mächten, ebenso das Vorschriften. anschauung verdient, die in ihm zum Ausdruck kommt. Hier ist es: dritte, die Anwendung der Grundsäge der Genfer Konvention von Polizei- Verwaltung Stempten, 1. September 1900. 1864, auf die Seekriege( mit Ausnahme des 10. Artikels). Da J.-Nr. 5366/00. gegen hat Großbritannien das vierte, fünfte und sechste Protokoll Es wird Ihnen hiermit aufgegeben, zur Vermeidung der Festnicht unterzeichnet, und es mag daran erinnert werden, daß Nr. 4 fetzung einer Eyekutivstrafe von 10 M. event. zwei Tagen Haft die Erklärung enthält, wodurch es verboten sein soll, explodierbare die Arbeit bei Herrn Fischer sofort wieder aufzunehmen. und andre derartige Stoffe aus Luftballons herabzuwerfen, während ( Unterschrift unleserlich.) Nr. 5 die Anwendung von Projektilen verbietet, die ausschließlich den Zweck haben, erstidende oder giftige Gafe zu verbreiten und Nr. 6 die Amvendung von Geschossen verbietet, die sich im mensch lichen Körper ausdehnen oder glatt gedrückt werden. Norwegen. Afrika. Boerenkrieg. Das von der Staatsanwaltschaft angerufene Oberlandesgericht stellte sich in jeder Beziehung auf den Standpunkt des Landgerichts. Gewerkschaftliches. Dentsches Reich. . An den Müllergesellen Herrn Hier. Zur Aussperrung der Hamburger Werftarbeiter. Die Zahl der Ausgesperrten beläuft sich gegenwärtig auf 5700. Fortgefekt werden auf einzelnen Arbeitsplägen, so, besonders bei der Firma Ob die Polizeiverwaltung in Kempten wirklich nicht weiß, daß Blohm u. Boß. Arbeiter entlassen, die sich weigern, Streitbrecher die zwangsweise zurückbringung an die Arbeit glücklicherweise für dienste zu leisten. Das Amverben von Streitbrechern gelingt in Gewerbegehilfen nicht mehr zulässig ist? Zu Gewerbegehilfen sind Chriftiania, 6. September. Nach den bis gestern vor- feiner für die Fabrikanten befriedigenden Weise. Auf der Werft von doch schließlich Müllergesellen auch wohl nach Ansicht der Polizeigenommenen Wahlmännerwahlen zum Sforthing wird die Partei der Linken 12 Size gewinnen und 6 verBlohm 1. Voß sind wohl 200 Streitbrecher thätig, aber Leute, die behörde noch zu rechnen, und nicht etwa zu den Dienstboten und leider immer noch die zwangsweise lieren. Die Partei der Rechten gewinnt 6 mnd verliert 12 Size. bisher im Schiffsban nicht gearbeitet haben, ihre Leistungen sind Lehrlingen, für die ja Hiernach hat die Linke bisher 57, die Nechte 16 Sige. Zu 41 Sigen ganz ungenügend. Am Mittivoch tagte eine sehr gut besuchte Ber- Ueberführung zur Arbeitsstätte an der Tagesordnung ist. fammlung der Werftarbeiter, in der beschlossen wurde, in aller Ruhe stehen die Wahlmännerwahlen noch aus. die bisherige Taftit fortzuießen, der Gegenvorschlag, zu einem In wie innigem Konner Polizei und Unternehmertum allgemeinen Ausstand überzugehen, fand keinen Anklang. Schließlich steht, lehrt folgender Vorfall: Haben da am Montag die Maurer in Solingen über einen Unternehmer aus berechtigten Gründen wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: " Die Mitgliederversammlung der Sektion der Werftarbeiter er die Sperre verhängt und durch den Druck der öffentlichen Meinung flärt: Nachdem die Arbeitgeber den Vermittlungsverju des Vor- versucht, den Herrn zur Anerkennung der Arbeiterforderungen zu fizenden des hiesigen Gewerbegerichts abgelehnt haben mit der Be- veranlassen. Es nügte jedoch nichts. Nach einigen Tagen vergründung, daß es nur Sache der beteiligten Parteien sei, den Stampf suchten der Vorsitzende der Zahlstelle der Maurer und der Vorsitzende u führen eventuell denselben zu beenden, beauftragt die Versamm der Elberfelder Filiale Einigungsverhandlungen, mit dem Unter lung die Ortsverwaltung, fich nochmals an den Verband der Eisen- nehmer angufnüpfen, auf welche derselbe scheinbar ein um durch gemeinschaftliche Verging. Während der Friedenspräliminarien verfügte sich unauffällig Industriellen zu wenden, handlung die Aussperrung beizulegen. Die Versammlung ist ber noble Herr ans Telephon( im Nebenzimmer), und kurze Zeit Gendarmen ins der Ansicht, daß es im beiderseitigen Interesse liegt, den darauf traten zwei berittene Frieden auf einer Grundlage herbeizuführen, auf der beide Teile zu Comptoir, welche von den verdugt dreinschauenden Maurern ihrem Recht kommen, und keine Rede davon sein kann, daß dieser das Schriftstück mit den Vergleichsbedingungen verlangten. Der oder jener Teil unterlegen oder besiegt sei. Des weiteren beauftragt Unternehmer erklärte auf Vorhalt der Arbeiter, daß er nichts die Versammlung die Ortsverwaltung, ein gleichlautendes Schreiben dazu thun könne man müsse sich der Polizeifügen. an jeden Werftbesiyer resp. Leiter zu richten mit der Motivierung. Die beiden Gendarmen nahmen natürlich durchaus gefezwidrig unter Protest das Schriftstück mit und erklärten, das übrige daß, sollten die einzelnen Arbeitgeber zu Verhandlungen bereit sein, ihnen das Versprechen gegeben wird, daß auf Wunsch mit Hinzuwerde sich finden". Wir wollen noch bemerken, daß der ziehung einer Vertretung von den bei ihnen beschäftigt gewesenen Bauherr, über dessen Ban die Sperre proflamiert wurde, der Solinger Polizei- Inspektor ist. Sollte da etwa-. Die Arbeiter Arbeitern die Verhandlungen stattfinden können." Nach englisch en Meldungen ist der Krieg so gut wie be endigt. Daily News" melden aus Lourenço Marques vom 4. d. M., es scien dort 31 Kisten mit Gold in Barren eingetroffen, welche der Regierung von Transvaal gehörten. Krüger werde wahr scheinlich das Land über Incomati, verlassen, in dessen Nähe zwei Schlepper auf dem Fluß bereit lägen, um ihn nach einem Schiff zu bringen, welches ihn an der Mündung des Flusses erwarte. Eine andre Londoner Meldung sagt: Die Lage der Boeren foll verzweifelt sein. Buller vollendet seine Vorbereitungen für den Angriff auf die Boerenstellung, die stärker iſt, als die bei Baalkranz oder Laingsnet gewesen ist. Hamiltons Huetskolonne iſt zu ihm gestoßen; man erwartet, De Wet werde an der Entscheidungsschlacht Wahrscheinlich triumphiert John Bull auch diesmal zu früh. Amerika. teilnehmen. Gegen den Imperialismus. 0 " Wir citierten bereits die in Indianapolis gehaltene Nede des Bum Lohukampf der Steinseher. Die beiden Meister in werden gegen die Beschlagnahme Beschwerde erheben. Es wird demokratischen Präsidentschaftskandidaten Bryan, der den Wahl Salle a. G., welche die Forderungen der Ausständigen bewilligt immer schöner in den bergischen Landen! tampf gegen Mac Kinley unter der Losung: Gegen den Imperialismus haben, unter denen sich auch ein Mitglied des Jmmungsverbands be Maurerstreik in Effen ist aufgehoben. Eine vorgestern abend führt. Der Freiheits- Kongreß der Anti- Imperialisten" hat seine findet, haben weiter auch noch ihre Zustimmung dazu gegeben, daß stattgefundene Maurerversammlung beschloß, den seit dem 18. Juni cr. Beratungen in einen Beschluß zusammengefaßt, in dem er sich für die Dauer des Kampfs bei ihnen nur acht Stunden täglich gewährenden Maurerstreit, weil aussichtslos geworden, aufzuheben. folgendermaßen gegen die Politit Mac Kinleys fehrt: arbeitet wird. Dadurch ist es möglich gewefen, den größten Teil Die Niederlage ist in erster Linie der christlichen Organisation Dieser Freiheits- Rongreß erkennt in der gegenwärtigen Lage der in Halle ausständig Gewordenen( 50 von 95) fofort wieder in zu verdanten. Die christlichen Führer begnügten sich nicht damit, eine große nationale krisis, welche die Republi! Arbeit zu bringen. Eine kleine Anzahl Ausständiger ist sofort ab- durch Aufstellung unwahrer Behauptungen und Verdächtigungen gegen bedroht, von deren Zukunft in so hohem Grade die Freiheitsgereift. den Centralverband einen Streifbrecherbeschluß herbeizuführen, die hoffnungender ganzen Welt abhängen. Zum erstenmal in Von der Berliner Junung verlautet, daß dieselbe den Beschluß. Christlichkeit" ging sogar so weit, von auswärts Streifbrecher zu der Geschichte des Lands hat ein Präsident es gewagt, ein fremdes wonach es jedem Meister überlassen sein soll, nach Belieben Leipziger verschreiben. Zu der christlichen Verratspolitik tamen dann in den Volt zu unterjochen und es mit despotischer Steinseher einzustellen, mur pro Forma gefaßt habe, um den letzten Wochen die verschiedenen Bankfrachs, was, da viele UnterStrenge zu regieren. Er hat den Schuß der Flagge über drohenden Konflikt mit den hiesigen Steinfegern auszuweichen. Es nehmer dadurch betroffen wurden, ganz außerordentlich lähmend auf Vielweiberei und Sklaverei auf den Sulu Jufeln gebreitet. Er würde sich darin ein ziemlich hoher Grad von Respekt vor der Or- die hiesige Baukonjunktur einwirkte. Aus diesen Gründen hob man hat fich das Recht angemaßt, den Bewohnern der Philippinen eine ganiſation der Steinfeger, die bekanntlich die Einstellung der den Streit vorläufig auf. Regierung ohne deren Zustimmung aufzunötigen und hat ihnen Leipziger Steinfeger verlangt, bekunden; andrerseits aber auch ein Steuern auferlegt, ohne ihre Vertreter zu hören. Er führt mit Der Kampf in der Münchener Möbelindustrie dauert uns ihnen einen Krieg, weil sie dieselben Rechte beanspruchen,*) Hierzu möchten wir doch bemerken, daß ein solcher Beschluß, geschwächt fort. Immer noch stehen ca. 1100 Tischlergehilfen im für welche einst unsre Väter geblutet, und er beansprucht für den ja höchstwahrscheinlich der Parteitag nicht faffen wird, zu den Ausstand, und hoffen diefelben zuversichtlich auf den Sieg ihrer gefich und den Kongreß das Recht, die Gebiete ohne jede konstitutionelle sonderbarsten Situationen führen könnte. Die Landtags- Wahlkreise rechten Sache. Die Situation der Kleinmeister wird von Tag zu Schranke zu regieren." werden sich in den feltensten Fällen mit den Reichstags- Wahlkreisen Tag schlechter und befinden sich viele Meister in der äußersten NotBryans Erwählung wurde mit folgenden Worten empfohlen: deden; es wird vielmehr sehr häufig vorkommen, daß ein Landtags- lage. Sie begreifen jezt erst, daß es besser gewesen wäre, sich mit Wir sind fest überzeugt von Herrn Bryans Aufrichtigkeit Wahlkreis in zwei oder auch drei Reichstags- Wahlkreisen liegt, so den Gesellen gütlich auseinanderzusetzen. Bekanntlich hat die Lohnund glauben an seinen Entschluß, den Philippinen ihre daß für die Bestimmung darüber, ob wir uns an den Landtags- tommission ihre Tattit insofern geändert, daß sie Bewilligungen Unabhängigkeit zu geben. Seine Stellung und die in wahlen beteiligen, für viele Landtags- Wahlkreise die Organisationen annahm und bei den Meistern, die die neunstündige Arbeitszeit ges der demokratischen Platform diesbezüglich dargebrachten Grund- mehrerer Reichstags- Wahlkreise zu entscheiden hätten. Speciell für nehmigten, die Arbeit aufgenommen wurde. Aber die Scharfmacher säge finden unsre volle Billigung." Sachsen, wo die Partei- Organisation auf der Grundlage der übten einen derartigen Terrorismus auf jene Meister aus, daß sie Reichstags- Wahlfreise allgemein durchgeführt ist, werden ziemlich ihre Unterschrift wieder zurüdziehen mußten und dadurch in die un alle Reichstags- Wahlkreise in folche Lage tommen. Num ftelle man angenehmste Lage gerieten. Die Haltung der Streifenden, die muu fich vor, daß für einen fo geteilten Landtags- Wahlkreis die Organi schon die elfte Woche im Kampf um die neunstündige Arbeitszeit Zur Frage der Beteiligung an den Landtags: Wahlen fation des einen Reichstags- Wahlkreises die Beteiligung beschließt, stehen, ist geradezu musterhaft und ist der Zuzug von Streitbrechern nahmen in den letzten Tagen noch verschiedene Kreise Stellung. Es während die Organisation des andren Kreises beschließt, gegen die gleich null. An die Arbeiterschaft von ganz Deutschland richten die sprachen sich für die Beteiligung aus: Die Kreistonferenz für Beteiligung zu agitieren. Man wird einsehen, daß so etwas un- Streifenden den Appell, fie auch fernerhin thatkräftig zu unters Bielefeld Wiedenbrüd, der Kreis Dortmund Imöglich gehen kann. zstügen. Partei- Nachrichten. Ausland. Geschäft stammten. Die beiden ersten Angeklagten bestritten ent- gegeben werde.( Stürmischer Beifall.) Wir verlangen Aus der Schweiz. Die Buchdruckergehilfen Zürichs schieden, daß sich ein derartiges Baket auf dem Wagen befunden aber nicht nur das Schul- Aufsichtsrecht für stehen in einer Lohnbewegung zweds Einführung eines einheitlichen habe, und Klinger blieb bei seiner Geschichte von dem vertrauens die Kirche, wir verlangen auch, daß der Schule Tarifs für den Platz Zürich. Erwähnenswert ist, daß 5 Buch- feligen Fremden, der ihn mit der Abholung beauftragt habe. Seine wieder ihr tonfessioneller Charakter gegeben werde. druckereien in Zürich ihrem Personal alljährlich eine Woche Ferien Flucht erklärte er damit, daß er als vorbestrafter Mensch nicht mit Die Religion muß der Sauerteig des ganzen bei Fortzahlung des vollen Lohns gewähren.- Die streifenden der Polizei in Berührung fommen wollte. Die R.-A. Rosenthal und Unterrichts bilden.( Beifall.) Wenn höhnend gefragt wird: Maurer und Erdarbeiter in Lausanne haben angesichts der Dr. Schwindt hielten dies für gar nicht unglaubwürdig und be- Giebt es denn ein katholisches Einmal Eins, eine katholische Halsstarrigkeit der progigen Unternehmer ihre ursprünglichen antragten die Freisprechung, da sie den positiven Nachiveis ver Geographie?, so antworten wir: Statholische Kinder sollen Forderungen wesentlich ermäßigt. Sie fordern jetzt für Pflaster- mißten, daß die an der Aufbewahrungsstelle abgegebenen Strümpfe je den Unterrichtsgegenstand in katholischem Sinn buben 28 Cts.( erst 35 Cts.) pro Stunde, für Handlanger 40 Cts. überhaupt aus dem Segallschen Geschäft herrührten. Der Gerichtshof lernen!( Beifall.) ( 45 Cts.), für Maurer 50 Cts.( 55 Cts.), vom 1. Januar 1901 an hielt die Schuld der Angeklagten für nachgewiesen und berurteilte Rechtsanwalt Fehrenbach( Freiburg i. Vahern) sprach 30, 42 und 52 Gts., ferner Abschaffung des Koft- und Logis- Wichmann mit Rücksicht auf seine Vorstrafen zu einem Jahr hierauf über:" Förderung der höheren Studien unter den Kathoawangs bei Unternehmern und Bolieren. Da ca. 500 Streifende, 8uchthaus, Paul zu vier Monaten, Klinger zu neun liten". Der Redner beklagte es, daß die Katholiken sich im lauter Italiener, abgereist sind, verbleiben noch etwa 800. Monaten Gefängnis. allgemeinen nur wenig den höheren Studien zuwenden. Im Kanton Graubünden verließen sämtliche Alpknechte einer Schuld hieran trage nicht das geringe Talent, sondern die Oberländer Gemeinde ihre Stellen, so daß sie gezwungen Aus der Frauenbewegung. materielle Lage der Katholiken, die im allgemeinen nicht war, fich um andre umzusehen. Wahrscheinlich waren die so glänzend sei, als die der Angehörigen andrer Kons Lohn- und Arbeitsverhältnisse danach. Die Weber im Kanton Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. feffionen. Im Interesse des Ansehens der deutschen KathoAppenzell- A.( Außerrhoden) haben vor einem Vierteljahr einen Verband Montag, den 10. September, abends 8%, Uhr, in den Arminhallen, liten müsse dies aber anders werden. Pflicht der katholischen gegründet, der bereits gegen 900 Mitglieder zählt. Mit dem Kommandantenstr. 20, Vortrag des Herrn Adolf Damafchte über das Geistlichen wäre es, talentvolle Knaben auszuwählen und diesen den Fabrikantenverband steht er in Unterhandlungen wegen Verbesserung Thema: Wie ist es möglich, gesunde und billige Wohnungen zu Weg zu den höheren Studien zu ebnen. der Lohn- und Arbeitsverhältnisse. Das neugegründete Blatt schaffen? Um zahlreichen Besuch der Mitglieder und Gäste bittet Appenzeller Weber- Zeitung" redigiert Pfarrer Gupster in Hundwil, der auch Präsident des Verbands ist.. Bei dem letzten eidgenössischen Turnfest in Chauxdefonds mußten die 40 Kellnerinnen in den Streit treten, um etwas zu essen zu bekommen. Gleichzeitig setzten sie die Erhöhung des Tagelohns von 3 auf 3,50 Fr. durch. Berliner Partei- Angelegenheiten. Den Mitgliedern der Lokalkommission Berlins und der Umgegend zur Nachricht, daß am Sonntag, den 16. September, die neue Lokalliste erscheint. Wir ersuchen daher, Aenderungen resp. Neuaufnahmen bis spätestens zu Mittwoch an folgende Herren einzusenden: für Berlin an Karl Scholz, Wrangelstr. 110; für NiederBarnim au Paul Kette, Friedrichsfelde, Lichtenberger Prinzen Allee 20a; für Teltow Beeskow an Hermann Quitt, Rigdorf, Hobrechtstr. 82, v. IV.: für Potsdam- Osthavelland an Ernst Rieger, Spandau, Moltkestr. 3; für Ober Barnim an R. Salomon, Briezen a. D. Versammlungen. Der Vorstand. beschäftigte sich mit der Aussperrung der Hamburger Arbeiter. Das Eine gutbesuchte Versammlung der Schmiede am Mittwoch Referat hielt Paul Jahn über die Tagesordnung, indem er die Entstehung und den bisherigen Verlauf der Aussperrung eingehend schilderte und namentlich die Schmiede zur Unterstützung der Ausgesperrten aufforderte. Donner und einige andre Redner äußerten sich in gleicher Weise und ermahnten alle Schmiede zum Anschluß an deren Organisation. Eine in diesem Sinne verfaßte Resolution gelangte einstimmig zur Annahme. Die Bezirksversammlungen für Moabit finden am Mittwoch nach dem 15. jeden Monats im Lotal Waldenserstr. 23, abends 8 Uhr, statt. Der Redner bemerkte im weiteren Verlauf seines Vortrags: Jm protestantischen Holland und England seien die Katholiken früher ebenso behandelt worden wie in Deutschland. Dies wurde anders durch die von diesen Staaten betriebene Kolonialpolitik. Jetzt, wo auch Deutschland angefangen habe, Weltpolitik zu treiben, dürfe es habe vor einigen Tagen auf dem Niederwald das Denkmal der auch in Deutschland sehr bald für die Katholiken beffer werden. Er deutschen Einheit gesehen. Möge dieses Denkmal nicht blos der Hort deutscher Ehre, deutscher Einheit und deutscher Größe bilden, möge es auch das Simmbild werden für ein freies, hochgebildetes fatholisches Deutschland.( Stürmischer Beifall.) Arbeitersetretär Giesberts( M. Gladbach) sprach hierauf über Arbeiterfrage, insbesondere ArbeiterGesetzgebung und Organisation. Der Redner betonte die Notwendigkeit, daß die befizenden Klassen sich mehr als bisher mit der socialen Frage beschäftigen, wenn den Die Nabitspanner und Träger hielten am 2. September Socialdemokraten der Wind aus den Segeln bei Jannascht, Inselstr. 10, ihre Mitgliederversammlung ab. Bevor genommen werden solle. Biel sei in den letzten Jahren zur Tagesordnung übergegangen wurde, widmete der Tagesordnung übergegangen wurde, widmete der Vor- durch die Gesetze der Socialreform, der Arbeiterschuß- Gefeßgebung zc. figende unserm verstorbenen Genossen Wilhelm Liebknecht für die Arbeiter geschehen, und es sei sehr erfreulich, daß die Achtung, Parteigenossen! Am 8. September feiert der Rauch einen warmen Nachruf. Auf der Tagesordnung stand ein Centrumspartei stets in der vordersten Reihe flub Fidelitas fein Stiftungsfest und zwar in den Concordia- Sälen Vortrag des Genossen Kiesel über die politische und der Kämpfer für die Rechte der Arbeiter gestanden habe. ( Inhaber Säger), Andreasstraße. Wie bekannt, stehen unsrer Partei gewerkschaftliche Bewegung. In einem 5/ 4stündigen Vortrag ent- Allein viel sei noch zu thun übrig. Noch fehle der gesetzliche diese Lokalitäten zu Versammlungen nicht zur Verfügung. Da ledigte fich Referent in trefflicher Weise seiner Aufgabe, Magimalarbeitstag usw. Die Katholiken müssen den Beweis liefern, genannter Verein versucht, Billets in Arbeiterkreisen zu vertreiben, wofür ihm die Versammlung reichen Beifall zollte. In seinem daß sie nicht bloß für das Seelenheil, sondern auch für das irdische so werden die Genossen hiervon in Kenntnis gesetzt. Bericht von der letzten Zahlstellen- Konferenz machte Quade darauf Wohlergehen des Bolts Herz und Sinn haben. Die tatholische Die Lokalfommission. aufmerksam, daß der von den Arbeitgebern eingerichtete Arbeits- Kirche sei von jeher eine sociale Kirche gewefen. Dritter Wahlkreis. Der Wahlverein veranstaltet am Sonn- nachweis am Alexanderplatz für uns nicht maßgebend ist. H. Görs- Kirchenfürsten wie der Bischof von Ketteler feien Vorfämpfer für tag, den 9. September, einen Familienausflug nach Friedrichsdorf wird als Ausschußmitglied gewählt, und für die streifenden die sociale Frage gewefen. Dieser schönen Tradition müsse der Katholik stets eingedent sein.( Stürmischer Beifall.) hagen, Lokal Ravenstein. Abfahrt vormittags 10 Uhr vom Militäreffekten- Sattler werden 10 m. bewilligt. Pater Bonaventura( Berlin) hielt hierauf einen längeren Schlesischen Bahnhof. Rege Beteiligung erwartet Der Vorstand. Der Verband der Bau-, Erd- und gewerblichen Hilfs Bortrag über den Bonifacius- Verein Ober- Schöneweide. Sonnabendabend 81/2 Uhr findet bei John die Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins statt. Dafelbst werden neue Mitglieder aufgenommen. Der socialdemokratische Verein von Johannisthal- NiederSchöneweide hält am Sonnabend bei Franz, früher Strecker, in Nieder- Schöneweide seine Mitgliederversammlung ab. Vortrag über die Organisation der Partei. tember, den Arbeitsnachweis der Unternehmer am Alexanderplat arbeiter( Bahlstelle I) beschloß in seiner Versammlung am 2. Sepnicht zu benutzen. Das Stiftungsfeft des Verbands hat einen Ueberschuß von 96,50 W. ergeben, von welcher Summe den Militärfattlern 25 M. überwiesen wurden. In nächster Versammlung foll ein Referat über Politik und Gewerkschaften gehalten werden. Charlottenburg. Die Sattler beschäftigten sich in einer Ber sammlung, die am 3. September hier tagte, mit dem Ausstand in Tempelhof, Mariendorf und Marienfelde. Den Partei- der Branche der Militäreffetten- Sattler. Nach einer eingehenden genossen und Genoffinnen zur Beachtung, daß Sonntag, den Darstellung des Ausstands seitens des Sattlers Hoffmann wurde 9. d. M. vom Arbeiter- Bildungsverein unsrer Ortschaften ein Aus eine Resolution angenommen, in der die Versammlung verspricht, flug nach Now awe s mit Besichtigung der dortigen Webe- für die moralische und materielle Unterstützung des Ausstands zu chule stattfindet. Treffpunkt Sonntag früh präcise 7 Uhr an der forgen. Verbindungsbahn Tempelhof; für Nachzügler in Nowawes, Priesterstraße, im Restaurant zur Markthalle bei Gruhl. Gerichts- Beitung. hänge die Zukunft der katholischen Kirche ab. Der Bonifacius- Verein Der Redner bemerkte: Von der Zukunft des Bonifacius- Vereins richte seine Spige nicht gegen Andersgläubige, sondern ledig. lich gegen die Socialdemokratie. Der Staat wäre verpflichtet, jährlich eine Million Mark für den Bonifacius- Verein zu geben.( Beifall.) Wenn nur der allergrößten Not in Berlin gesteuert werden sollte, dann seien acht bis zehn Mill. Mark notwendig. Dann könnten erst soviel Kirchen gebaut werden, daß 6-8000 Menschen in jeder Plazz finden. Die Katholiken, die, wenn der Monarch, ruft, den lezten Mann und den legten Groschen für Deutschlands Ehre opfern, haben das Recht, zu verlangen, daß man den Orden Jesu zur Mitarbeit wieder na ch Schmargendorf. Der Arbeiter- Bildungsverein beschäftigte sich Deutschland lasse.( Stürmischer, lang anhaltender Beifall.) in der legten Sigung mit dem neuen Organisationsstatut der Partei. Der Artikel in der Dienstag- Nummer des Vorwärts" fand im Bonn, 6. September.( W. T. B.) Der Katholikentag wurde allgemeinen Zustimmung. Zu Bedenken gab nur eine streng ge- nach einer furzen Ansprache des Weihbischofs Fischer- Köln, welcher fchloffene Organisation, die die Frauen von der praktischen Partei- den bischöflichen Segen erteilte, geschlossen. thätigkeit so gut wie ausschließt, Anlaß. " * In der Humanistischen Gemeinde, Mohrenstraße 47, im oberen Saal des Brandenburger Hauses, beginnt am Sonntag, den 9. September, Lehte Nachrichten und Depeschen. vormittags 10 Uhr, Serr Dr. Rudolf Penzig einen Vortragscyklus: Damen und Herren, haben freien Zutritt. Der Weg zum Glück." I. Die Glückssehnsucht als Fortschrittsmacht. Gäste, Ultramontane Heerschau. Ein sociales Nachtbild. Wegen versuchten Kindesmords hatte sich die 18 jährige, aus Russisch- Polen gebürtige Ziegeleiarbeiterin Emilie Bohls furth heute vor der ersten Ferienſtraflammer am Landgericht II zu verantworten. Die Angeklagte arbeitete in einer der zahlreichen Ziegeleien in Herzfelde. Dort hat sie am 7. Juni d. J. in einem für Jäger hergerichteten Anstandsloche heimlich geboren und das Kind an Ort und Stelle im Sande verscharrt. Sie ist darauf ihrer schweren Arbeit nachgegangen. Gleich nach der That führte der Zufall eine Arbeiterfrau an den Thatort. Dieser fiel der frisch aufgeworfene Hügel in der Grube Die Generalversammlung des fatholischen auf, sie untersuchte denselben und fand das Kind, das nur noch leise Deutschland brachte am 5., wie wir telegraphisch bereits fura atmete, aber allmählich wieder zu sich fam. Erst acht Tage später mitgeteilt, zunächst Herrn Roeren eine Ovation wegen feiner wurde die unnatürliche Mutter entdeckt und verhaftet. Sie hat ihr Verdienste um die Heinze campagne. Abgeordneter Dr. Bachem Kind bei sich im Untersuchungsgefängnis. Sie legte heute ein bemerkte: bedingtes Geständnis ab, indem sie behauptete, daß es nicht ihre Die vorliegende Frage sei von so weittragender Bedeutung, Absicht gewesen sei, das Kind zu töten, sie habe sich desselben daß Ober- Landesgerichtsrat Roeren dieselbe noch in öffentlicher Ver. nur bis zum Nachmittag desselben Tags entledigen wollen. fammlung behandeln werde. Gelegentlich der Verhandlungen über die Gegen diese Angabe sprach jedoch der Umstand, daß auch lex Heinze feien in Wort und Schrift gegen die Grundsäge der der Kopf des Kinds dermaßen mit Sand bedeckt war, daß christlichen Moralanschauung fortgesetzt so heftige Angriffe gerichtet, dasselbe in wenigen Minuten ersticken mußte, wenn nicht rechtzeitig und es seien dabei so erschreckende Grundsäge über Sitte und Sitt Hilfe erschienen wäre. Der Gerichtshof erkannte auf sechs Monate lichkeit allgemein unter das Volk verbreitet worden, daß die General Gefängnis, wovon zwei Monate als verbüßt erachtet wurden. Die versammlung der Katholiken Deutschlands verpflichtet erscheine, in Frage, ob sie die Strafe fofort antreten wolle, bejahte die Anfeierlicher Weise jene Angriffe zurückzuweisen und zu erklären, daß fie getlagte, doch bat sie, daß sie ihr Kind bei sich behalten dürfe, das umbeirrt an den ethischen, ewig gültigen Grundsäßen der christlichen fie nicht in fremde Hände geben wolle. Der Vorsitzende frug, den Weltanschauung festhalte und von diesem Maßstab und dieser anwesenden Vater der Angeklagten, was er zu diesem Wunsche fage. Richtschnur niemals abweichen wolle, noch abweichen werde.( Stür Derselbe frug seine Tochter:" Hast Du das Kind an der Brust?" mischer Beifall.) Ja!" erwiderte sie. Na dann behältst Du es!" sagte der Vater furz angebunden und verließ den Sigungssaal. ſchäftigte. Sie richtete fich gegen die brei ungetreuen HausPeft. Glasgow, 6. Sevt.( W. T.B.) In dem heute ausgegebenen Bericht der Gesundheitsbehörde wird mitgeteilt, das teine neuen Bestfälle hier vorgekommen find. Von den unter ärztlicher Beobachtung stehenden Personen wurden zwei entlassen. Man glaubt hier, daß man der Krankheit schnell Herr werden wird. ordnete eine zehntägige Quarantäne gegen Glasgow an und erließ Haag, 6. September.( W. T. B.) Die hiesige Regierung ein Ein- und Durchfuhrverbot für Lumpen und gebrauchte Kleider ein Ein- und Durchführverbot für Lumpen und gebrauchte Kleider von Glasgow her. mals O'swaldquai traf heute abend der Lloyddampfer Stuttgart" mit vier Hamburg, 6. September.( W. T. B.) Am festlich geschmückten Verwundeten vom„ Iltis" und 120 wegen Krankheit in China Verwundeten vom" Iltis" und 120 wegen Krankheit in China dienstunfähig gewordenen Mann von den übrigen Schiffen des ostasiatischen Geschwaders ein. Im Auftrage und im Namen des Senats begrüßte Hauptmann Sauer die Ankommenden, welche sodann in den Passagierhallen am Grasbrook bewirtet wurden. Die Mannschaften begeben sich morgen teils nach Kiel, teils nach Wilhelmshaven. gehaltenen Versammlung der ausständigen Werftarbeiter, an Hamburg, 6. September.( W. T. B.) In einer gestern abs welcher 2000 Personen teilnahmen, wurde beschloffen, sich noch Eine von Herrn Roeren eingebrachte, in demselben Geist ver: durch gemeinschaftliche Verhandlung den Ausstand beizulegen. Die an den Verband der Eiſenindustriellen zu wenden, um faßte Resolution wurde daraufhin angenommen. Iution des Frhrn. v. Heereman angenommen: Nach der Nede des Antragstellers wurde ferner folgende Refo- Einstellung zugereifter Arbeitswilliger auf den hiesigen Werften wird, wie die" Hamburgische Börsenhalle"( natürlich im Auf" Die Generalversammlung der Katholiken Deutschlands tritt mit trag der Arbeitgeber!) meldet, täglich größer. Chriftiania, 6. September.( W. T. B.) Aftenposten" veröffent aller Entſchiedenheit ein für die freie und ungebinderte licht ein Telegramm aus Tromso vom heutigen Tage vormittags Bewegung und Thätigkeit der Orden und Ordens: 11 Uhr, welches besagt: Die Stella Polare" fak 11 Monate im genoffenschaften der katholischen Kirche. Sie giebt Elfe feft; eine Seite des Schiffs ist 1/4 Fuß eingedrückt; auch die in Uebereinstimmung mit allen Katholiken Deutschlands der be- Maschine hat einen Schaden erlitten. Die Expedition erreichte 86 Grad fonderen Anerkennung des ſegensreichen, selbstlosen und opfer 33 Minuten nördlicher Breite, lam also nördlicher als Nansen, der willigen Wirkens derselben und den Gefühlen der dankbarsten Ber ehrung den lebhaftesten Ausdrud, und stellt es insbesondere als ur 86 Grad 14 Minuten erreichte. Die Teilnehmer an der ringendste Forderung auf, daß diefelben von Expedition haben öfters Hunger gelitten und waren gezwungen, allen ihre freie Thätigkeit hindernden Feffeln, unde zu schlachten. Ein Maschinist( Norweger) und zwei Italiener wie solche durch manche Geseze und Verordnungen noch in Straft bestehen, in vollem Umfange befreit werden und daß allen tatholischen Ordensleuten alle Rechte und werden, welche die sind gestorben. Wie die Handgepäck- Aufbewahrungsstelle am Alexander plak als Lagerei für Diebesware benutzt wird, lehrte eine DiebstahlsAuflage, die gestern die Ferien- Straffammer des Landgerichts I be diener Gustav Wilhelm Wichmann, Emil Karl Paul und Karl Klinger. Die beiden ersten getlagten waren in der Strumpfwaren- Fabrik Segall, attiengeſenſchaft am Köllnischen Fischmarkt, beschäftigt Der Portier Arndt hatte von einem früheren Hausdiener gehört, daß die Hausdiener bei Segall Diebstähle verüben und die gestohlenen Waren gewöhnlich an der Handgepäd- Aufbewahrungsstelle am Bahnhof Alexanderplatz niederlegen und sie zu gelegener Zeit dort abholen. Er beobachtete infolgedessen das Thun und Treiben der beiden Budapest, 6. September.( W. T. B.) Der wegen Fälschung ersten Angeklagten. Diese hatten eines Tags zwei Körbe mit Wollwaren von Bantnoten verhaftete Dr. Zoltan Tatacz war früher auf je einem Wagen zu einem Kunden zu fahren und da nahm der Portier Advokat. Die Polizei verhaftete ferner als Mitschuldige zehn Berfonen, darunter den Gutsbefizer Frang Balint, dessen Bruder, den wahr, daß sich außer den beiden Körben noch ein großes Palet inreiheiten eingeräumt gelbem Strobpapier auf einem der Wagen verirrte. Er ließ die übrigen Staatsbürger genießen." Im weiteren wurde beschlossen: Die Missionen in China Polizeibeamten Josef Balint und beider Mutter sowie den Polizeibeiden verdächtigen Leute ruhig davonfahren, folgte ihnen der besondern Sorgfalt der deutschen Ratholiten wachtmeister Lanner. Alle wohnen in Mezo- Tur. aber auf der Straße in einiger Entfernung. Bei dem Aberdeen, 6. Septbr.( W. T. B.) Der Tretler Heros" aus zu empfehlen, um ihnen die Wiedererrichtung ihrer jest zer Bergen ist mit einer verdächtigen Krantheit an Bord hier Straßengewühl verlor er sie auf furze Zeit aus störten Anstalten zu ermöglichen. Ferner wurde beschlossen: störten Anstalten zu ermöglichen. Augen, und als er vor dem Geschäftslotal bes betreffenden eingetroffen. Ein Mann ist isoliert worden; das Schiff wurde Stunden anlangte, sah er, daß das Batet nicht mehr auf Die Generalversammlung empfiehlt auch die gegenwärtig in China desinfiziert. Zwei andre Fälle wurden unter Beobachtung gestellt. fämpfenden Soldaten der werkthätigen Fürsorge der deutschen dem Wagen war. Da fiel ihm die Handgepäd- Aufbewahrungs Statholiten, um ihnen durch Zuwendung von Liebesgaben aller Art Tientsin, 30. Auguft.( W. T. B.) Vier angesehene MitStelle ein, er begab sich dorthin und konnte feststellen, daß das ihre Mühfale zu erleichtern und ihre Leiben zu lindern". Ferner wurde glieder der Boxerfekte sind heute hingerichtet worden, zwei wurden Balet in der That vor ganz kurzem dort abgegeben worden war. ein Antrag betreffe der freien Religionsübung sowie betreffs der von den Franzosen erschossen, zwei von den Japanern enthauptet. Nun wurden alle Maßnahmen getroffen, um die Person, welche sich New York, 6. September.( W. T. B.) Heute traten hier pastoralen Fürsorge für die italienischen Arbeiter zur Abholung melden würde, festzunehmen. Am Nachmittag erschien in Deutschland, und endlich ein längerer Antrag aweds moralischer 66 Vertreter der Nationalpartei, welche sowohl die Präfidentdenn auch richtig der dritte Angeklagte mit dem zu dem Paket gehörigen und materieller Interfügung der Seeleute durch Befchafts- Kandidatur Mac Kinleys, als die Bryans bekämpft, aues aber vor, die Flucht zu ergreifen und konnte erst nach längerer gründung internationaler fatholischer Schu Kandidaten für die Präsidentschaft und Aichibald Howe( Massachusetts) Diebesjagd festgenommen werden. Er that sehr unschuldig und be- äufer angenommen. hauptete, daß ein fremder Mann, der vor der benachbarten Martthalle betreffenden Arbeiterkategorien wahrscheinlich willkommener.) ( Weniger geistliche und mehr sociale Fürsorge wäre den als solchen für die Vicepräsidentschaft auf. New York, 6. September.( 23. T. B.) Nachrichten der„ New feine Rüdlehr erwarte, ihn ersucht habe, gegen einen Botenlohn von York Tribune" aus Bogotá melden, daß Marrogina an stelle 1,50 M. ein größeres Batet aus der Aufbewahrungsstelle abzuholen. In der Nachmittags Sigung Sanelanente Präsident von Columbien wurde, aber nicht Diefer große Ünbekannte war nicht zu finden, als man nach ihm juchte. trat Landtags- Abgeordneter Wolfsschullehrer Sittart Aachen in in gefegmäßiger Weise, sondern nachdem er Sanelamente und den In dem schweren Patet befanden sich 12 Dugend Damenstrümpfe, einem längeren Referat für die konfeffionelle Bottsschule Minister Balaäas am 81. August festgenommen und gefangen gesent die nach dem Zeugnis der Geschäftsinhaber aus dem Segallschen ein. Wir verlangen, daß die Schulaufsicht der Kirche zurüd hatte. Berantwortlicher Redacteur: Heinrich Ströbel in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Br. 208. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts Berliner Volksblatt. Freitag, 7. September 1900. Volkswirtschaftliche Rundschau. Handelsvertrags und agrarische Zollpolitik. Aussichten. lin Ernte Aussichten. Nach der Zusammenstellung des kaiserlichen Statistischen Amtes über den Saatenstand in Deutschland Mitte August ergeben sich folgende Noten: die Nr. 1 bedeutet sehr gut, 2 gut, 3 mittel, 4 gering, 5 sehr gering, Zwischenstufen sind durch Decimalen bezeichnet. Winter Weizen 2,5 Sommer- Weizen 2,4 Winter- Spelz 2,6 2,7 2,5 2,6 2,3 2,4 3,1 3,2 6426 ococcicio| 1900 dagegen im August Juli Juni Mai April August 1899 2,7 2,2 2,4 2,5 2,5 2,6-2,6 2,5 2,4 2,6 2,3 2,5 2,7 2,5 2,5 2,6 3,2 3,0 3,0 2,8 2,6 2,9 Winter Roggen. 3,0 Sommer- Roggen 2,5 Semmer Gerste. 2,4 Hafer Startoffeln. Kee Luzerne Wiesen. 2,4 2,3 3,1 2,8 2,8 222222222 Die Erntes näherung und Durchgangsstadium zum Freihandel aufgefaßt, und auf 230 Millionen Mark, der Kautschukindustrie von 20 aut unser oficlbisches Junkertium, dem heute die landwirtschaftlichen 46 Millionen Mark, ist Frankreichs Außenhandel zurückgegangen. Im Zölle nicht hoch geung gesteigert werden können, war damals frei- Durchschnitt der drei Jahre vor Einführung des Doppel- Tarifſyſtems, Handelsvertrags- und agrarische Zollpolitik. Die agrarische händlerisch gejimmt, da die preußische Groß- Landwirtschaft der Jahre 1889/91, erreichte der Wert des franzöfifchen Außenhandels Presse sezt ihren Kampf gegen die Handelsverträge munter fort, und ziemlich bedentend cyportierte. Die Produktionskosten und die 8167 Millionen Franks, die Ausfuhr allein 3665 Millionen Franks; zwar nicht nur gegen die in den Jahren 1892/94 unter der Reichs- Getreidepreise stellten sich damals in Ostelbien wigleich dagegen stellte sich der Durchschnitt der drei Jahre 1896/98 nur auf fanzlerschaft Caprivis abgeschlossenen Verträge, sondern gegen jede niedriger als in England und Frankreich und als Konkurrent 7579 Millionen Franks, die Ausfuhr auf 3503 Millionen Franks. Tarifvertragspolitit überhaupt. Oeffentlich wird diese Tendenz der tam auf dem damaligen beschränkten Weltmarkt" eigent Das ist gerade kein Ergebnis, das für die Güte des von agrarischer agrarischen Angriffe allerdings geleugnet, und als fürzlich in lich nur Rußland, teilweise noch Oestreich in Betracht; die ameri- Seite angepriesenen Doppel- Tarifjystems spricht. einer Bolemit der Hamburgische Correspondent" ant die kanische Konkurrenz war noch nicht vorhanden. Dentlich kommt die Kreuz- Zeitung" die Frage richtete, ob sie leugnen könne, daß damalige günstige Lage der preußischen Landwirtschaft in den Weizeneine Strömung vorhanden sei, die den Abschluß neuer Handels- preifen und Weizenausfuhrziffern der Jahre 1850-70 zum Ausdruck. berfräge unmöglich zu machen fuche, wollte das Blatt des Herrn Nach Prof. J. Conrad betrug zum Beispiel der Weizenpreis im Durch Kropatscheck von solcher Strömung nichts wissen. Thatsächlich aber schnitt der Jahre 1851-1860 in England pro Tonne( 1000 Kilo laufen die Forderungen der Agrarier auf Verhinderung jeglicher gramm) 250 M., in Frankreich 231,4 m., in der Proving Preußen moderner Handelsvertrags- Bolitit, wie fie fich feit 1860 unter dem nur 199,6 M.; für die Jahre 1861-70 in England 248 M., in Borantritt Frankreichs entwickelt hat, hinaus; denn Handelsvertrags- Frankreich 224,6 m., in der Provinz Prenzeit 195 M. Dem entfchließungen, wie das Junkertum fie meint: Berträge ohne Meist sprach die Weizenausfuhr. Nach Professor v. Juraschef belief sie begünstigungsklausel, ohne gegenseitige Bindung der Zollpofitionen auf fich für Deutschland im Durchschmitt der Jahre 1841-1850 auf längere Zeit und abgeschlossen auf Grund eines festen Minimaltarifs, 2 543 000 Meter- Zentner, 1851-1860 auf 3423 000 Meter- Centner, unter dessen Säge nicht herabgegangen werden darf das find, 1861-1870 auf 5 225 000 Meter- Gentner; dagegen 1881-1890 nur wenn sie überhaupt zu stande kommen, nur fingierte Verträge, für auf 260 000 Meter= Centner. Der Zoll auf Weizen wurde Handel und Industrie völlig wertlos. Erste Bedingung der Nußbar- dann auch in Preußen, nachdem er schon 1857 auf 20 Pf. feit eines Handelsvertrags ist, daß er auf längere Frist, mindestens pro Scheffel herabgefeßt worden war, 1865 völlig aufauf zehn Jahre, geschloffen wird. Verträge, die jederzeit von den gehoben; ebenso der Zoll auf Roggen, Gerste und Hafer, der von Kontrahenten gekündigt und binnen furzer Zeit aufgelöst werden 1857 an gar nur noch 5 Pf. pro Scheffel betragen hatte. tönnen, gestatten der Industrie und dem Exporthandel feine An- Mit der Entstehung der amerikanischen Getreidekonkurrenz, der passung an die Bedürfnisse des andren vertragschließenden Lands. zunehmenden Getreideproduktion Rußlands, Cestreich- Ungarns, RuEine gewisse Stetigkeit und Sicherheit der beiderseitigen fommer- mäniens sowie des infolge der Verbesserungen des Schiffahrt und 2,8 2,8 2,7 ziellen Verhältnisse ist nun einmal unentbehrlich für die Entwicklung Eisenbahnwesens erleichterten und verbilligten Getreidetransports 2,9 2,8 2,8 des Export- und Importhandels zwischen zwei Staaten. aus fremden Ländern gewinnt jedoch die schutzöllnerische Stimmung Ceffentlich wenden sich allerdings die Organe des Agrariertums unter den oftelbischen Agrariern immermehr die Oberhand. Die erläuternden Bemerkungen des Statistischen Amts fügen mur selten direkt gegen jede Handelsvertragspolitik, mur die Jemehr die Profite ans dem einstigen Getreide Grport hinzu: Deutsche Tageszeitung" leiftet sich gelegentlich, um dem oftelbischen sinken, jemehr verwandeln sich die früheren enragierten Wintergetreide. Die für Roggen angegebene Note ist vielfach Krautjunkertum zu imponieren, solchen Ausfall. Sonst begnügt man Freihändler in wüthende Hochschutzzöllner, je weniger wollen sie von als eine solche über die Ernte anzusehen, da die Roggenerute zumeist fich damit, allerlei Gründe gegen die„ jepige" Art der Handels- Export und Außenhandel wissen, je mehr begeistern sie sich für die beendet ist. Die Note für das Reich beträgt nur 3,0; unter dem vertragschließung hervorzusuchen. Bald flagt man über den Ruin wirtschaftliche Selbstgenügiamfeit des Staates. Dabei finden sie an Mittel bleiben Königreich Preußen, Königreich Sachsen nebst Sachsender Landwirtschaft durch das jetzige System der Tarifverträge und den rheinisch- westfälischen Eiſenindustriellen, die 1876. den berühmten Weimar und Sachsen- Altenburg und Mecklenburg- Streliz. Selbst in sucht zu erweisen, daß für landwirtschaftliche Produkte, speciell für und berüchtigten„ Centralverband deutscher Industrieller" gründen, Bayern, das den günstigsten Bericht aufweist, bleibt der Ertrag inGetreide, Minimalzollfäße festgejezt werden müßten, z. B. ein Zoll und denen die Konkurrenz der englischen Eisenindustrie lästig ist, folge des dünnen Stands hinter der vorjährigen Ernte bedeutend von 6 oder 7 M. für den Doppelcentner Weizen oder Roggen, einflußreiche Bundesgenossen. Ende der siebziger Jahre jetzt unter zurüid. Der Weizen hat stellenweise durch Brand, Roſt und Weizenan den bei bei Vertragsverhandlungen nicht gerührt werden Bismards Aegide eine erneute schutzöllnerische Hochflut ein. Der halmtöter gelitten, auch durch Notreife in der Julihizze, insgesamt dürfe, bald weist man auf den englischen Plan eines Boll auf Weizen und Roggen wird am 1. Januar 1880 zunächst aber wird er eine gute Durchschnittsernte ergeben. Unter Reichs Zollverbands und auf die in einzelnen englischen auf 1 M. pro Doppelcentner festgejezt, dann 1885 auf 3 M., dem Mittel bleibt von den Staaten nur Mecklenburg- Schwerin Kolonien hervortretende Neigung zur Einführung hoher 1887 auf 5 M.; der Zoll für Mühlenfabrikate steigt im gleichen( mit 3,2), über die Note gut gehen Bayern und Neuß ä. L. hinaus Industrie- Schutzölle hin. Dann wieder wird an der Hand der vom Zeitraum von 20 auf 105 m. pro Tonne( 1000 Kilogramm), der( mit 1,8). Ministerium des Innern veranlaßten famosen Produktionsstatistit Boll für Hafer von 10 auf 40 W. pro Tonne usw. Sommergetreide. Obgleich alle Sommerfrüchte in diesem Jahre geltend gemacht, daß der ausländische Markt gegenüber dem ein- Die Handelsvertrags- Politit selbst wurde indes von den Agrariern erheblich bessere Ernte als in den meisten der Vorjahre gebent, heimischen doch nur eine nebensächliche Rolle spiele und deshalb die vorerst noch nicht grundsäglich bekämpft; ihr Streben ging mur dahin, werden doch im einzelnen viele Klagen verlautbart über Rotreife, Erreichung einer größtmöglichen wirtschaftlichen Selbst möglich für ihre Zollpolitik freie Hand zu behalten. Deutschland Lagerstellen, Körnerverlust durch Wind und Hagel, Answuchs. genügsamteit das Mel jeder vernünftigen Wirtschaftspolitit sollte seine Tariffäße nicht binden, es sollte nur Meistbegünstigungs- berechneten Reichsnoten: 2,4 für Hafer, Sommerweizen und sein müsse; oder aber es wird auf die schutzzöllnerische verträge abschließen, die ihm an den Vergünstigungen fremder Sommergerste, 2,5 für den Sommerroggen zeigen aber, daß man Strömung in Rußland uni Oestreich hingewiesen und darans ge- Staaten den Mitgenuß sicherten, ohne es an eigenmächtiger Erhöhung es mit einer weit über den Durchschnitt hinausgehenden Grute zu folgert, daß in Anbetracht dieler Tendenzen auch Deutschland natürlich der Zölle für landwirtschaftliche Prodnfte zu hindern. Die Sache thun hat. feine Zolljähe erhöhen müsse, um angemessene Gegenforderungen hat nur den Haken, daß natürlich auch den andern Staaten, soweit Kartoffeln. Die Kartoffeln zeigen fast überall schönen Bestand stellen zu können". sie nicht unter sich durch Tarifverträge gebunden sind, das und guten Knollenanjak, wie es aber bei einem Anbau auf so vers Besonders sind es die neuerdings in einem Gutachten des gleiche freisteht, auch sie können eigenmächtig nach dieser oder jener schiedenen Böden und in so verschiedenen Lagen nicht anders fein öftreichischen Vereins der Montan-, Eisen- und Maschinen- Industriellen Richtung Bollerhöhungen vornehmen. Als deshalb 1892. die meisten fan, wird doch aus vielen einzelnen Bezirken über stellenweiſes das östreichische Gegenstück zu unirem„ Centralverband deutscher der zwischen den europäischen Staaten geschlossenen Handelsverträge Faulen, aus andren wieder über geringe Knollenausbildung infolge Industrieller" geäußerten Anschauungen, die mit Behagen aus- abliefen, sah sich die. Caprivische Regierung genötigt, wollte sie nicht von Trockenheit berichtet. Die Reichsnote.( 2,3) läßt aber erkennen, gcichlachtet werden. Der Verein verlangt nämlich eine weitere Aus den deutschen Export durch fremde Zollchikanen lahm legen und ver- daß bis jetzt die Ernte- Aussichten selten gute sind und in keinem der gestaltung des Zollschutzes, namentlich auch für Halbfabrifate. Dabei schiedenen Industriezweigen die Ausfuhr abschneiden lassen, die legten sieben Jahre um diese Jahreszeit übertroffen wurden. stellt er den Grundsatz auf, daß für die fünftige Zollpolitik nicht Juitiative zu ergreifen und Tarifvertrags- Verhandlungen einzuleiten, Für Oestreich Ungarn sind nach dem letzten Bericht des mehr der bloße Ausgleich der Verschiedenheit der Erzeugungs- die dann in den sogenannten„ Caprivi'schen Handelsverträgen" ihren ungrijchen Acerbau Ministeriums und sonstigen Schäßungen die bedingungen bestimmend sein müsse, sondern die Tendenz, Abschluß fanden. Erite Aussichten entschieden ungünstigere, als im vorigen Jahre. den inländischen Markt für die inländische Ware zu sichern Was aber konnte vorwiegend Landbau treibende Länder, wie Im ganzen wird vom Ackerbau- Ministerium der Ertrag der diesund die heimische Industrie groß zu ziehen. Für Eisen, Eisenwaren, z. B. Cestreich- Ungarn und 9tußland, dazu veranlassen, der deutschen jährigen Weizenerate auf 36/2 Millionen Meter Centner geschäßt. Maschinen und Fahrzeuge giebt er dem Handelsministerium Mindest- Industrie für ihre Produkte Zoflermäßigungen zuzugestehen und Da im vorigen Jahre der Ertrag sich auf 38,45 Millionen Meterzolljäze an, die jede Industrie unbedingt nötig hat und unter die ihnen die Thore zu öffnen, als stompenjationen auf dem Wirtschafts- Centner belief, ist auf einen Ausfall von 2 Millionen zu rechnen. Dieser bei Vertragsverhandlungen nicht herabgegangen werden darf. Der gebiet, auf dem diese Länder mehr produzierten, als sie verbrauchten: Rüdgang würde indessen nicht so sehr ins Gewicht fallen, weil artige Wünsche eingefleischter industrieller Schutzzollinteresienten sind auf dem landwirtschaftlichen Gebiet. So wurde denn vertragsmäßig er teilweise durch alte Vorräte Deckung findet; der Schwer natürlich willkommene Wasser auf die Mühlen des Agrariertunts. der Zoff für Weizen und Roggen auf 3,50 M. pro Doppelcentner. punkt der Situation liegt darin, daß auch die Roggenernte, die mit Worauf die Bestrebungen der Agrarier hinzielen, ist, wie für Mühlenfabrikate auf 7,30 wt., für Hafer auf 2,80 M., für Gerste 10 300 000 Meter- Centner tagiert wird, gegen das Vorjahr ein schou geingt, Abivendung von der modernen Handels- auf 2 M. herabgesezt. Erst seitdem hat sich bei den Agrariern die Minus von mehr als 11/2 Millionen Meter- Centuer ergeben würde vertrags Politik und Rückkehr zur sogenannten autonomen Ansicht eingestellt, daß sowohl das System der heutigen Tarifs, als und der Ertrag der Gerste mit 11 300 000 Meter- Centner gegen das Handelspolitik", wie sie unter dem Merkantilsystem zuerst auch das der Meijtbegünstigungsverträge eine schwere Schädigung des Vorjahr jogar mit 2,1 Millionen Meter- Centner im Rückstande entstanden ist: eine Politik des einseitigen Gewerbeschußes, die sich wirtschaftlichen Gedeihens und der Wohlfahrt der Nation bedeute, beren wäre. Gerste Gerste ist in qualitativer Beziehung ebenfalls wenig un Gegenbergünstigungen und Gegenbenachteiligung feitens andrer höchste und erhaltungswerteste Blüte natürlich durch den preußischen befriedigend. Beim Hafer wird gegen das Vorjahr ein Ausfall von Länder wenig fümmert, sondern ihren Zolltarif in Anwendung bringt, oder schlesischen Landjunker repräsentiert" wird. Die Meist 11/2 Millionen Meter- Centner befürchtet. wie es die Bedürfnisse der Industrie und der Landwirtschaft des begünstigungsverträge haben speciell deshalb ihr Ansehen eingebüßt, In Frankreich ist nach den amtlichen Ernteschätzungen eine eigenen Lands, d. h. in Wirklichkeit natürlich die Wünsche der be- weil zufolge der Meistbegünstigungsklausel des deutschen Vertrages mittlere oder ziemlich gute Ernte zu erivarten. Der Ertrag der treffenden Interessentengruppen, verlangen. Nicht immer beherrschte mit den Bereinigten Staaten die Zollermäßigungen, die wir den Weizenernte wird auf höchstens 85 Millionen Doppelcentner gegen diese Auffassung unser Landjuntertum. Als in 1860 mit dem russischen und östreichischen Landwirtschaftsprodukten zugestanden 100 Millionen Doppelcentner im Vorjahr geschäßt. Der Jahreszwischen England und Frankreich abgeschlossenen sogenannten haben, auch denen aus der Union zu gute fommen und deren bedarf Frankreichs wird mit 95 Millionen Doppelcentner an Cobden Vertrag". nach dem englischen Unterhändler fo Konkurrenz teilweise noch schärfer drückt, wie die der russischen Er- genommen; die legtjährige Erute soll aber einen Ueberschuß von benannt die Aera der modernen vertragsmäßigen zeugnisse. nahezu 10 Millionen Doppelcentnern gelassen haben. Das AufHandelspolitik" begant, als deren charakteristische Eigen- Statt dessen beginnt sich in den agrarischen Reihen eine gewisse nehmen der Kartoffeln hat begonnen, und die Ernte verspricht einen beit vor allem die gegenseitige Festlegung und Bindung bestimmter Vorliebe für das Doppeltarif System Frankreichs breit guten Ertrag. Die Wiesen, Klee- und Luzernfelder sowie die Weiden Zollfäße für eine längere Frist bezeichnet werden kant, da zeigten zu machen, obgleich die Rückkehr zur autonomen Handelspolitit haben sehr unter der Trockenheit zu leiden gehabt. fich die Agrarier dieser Politik durchaus geneigt, und die preußischen und die Aufstellung eines Marimal und Minimaltarifs. Nach Meldungen aus Rußland wird die Getreideernte kaum Bestrebungen, sich dem zu Anfang der sechziger Jahre heraus- zu dem die französische Republik durch Geiez vom 11. Januar 1892 cine mittelgute jein. Weizen steht schlecht, stellenweise recht schlecht bildenden Kreis von Vertragsstaaten anzuschließen, die sich gegen zur Abwehr der Bismarckschen Zollpolitik abergegangen ist, fich für und man befürchtet in einzelnen Gouvernements, daß der Ertrag feitig die„ Meistbegünstigung zugestanden, fand bei ihnen lebhafte die Handelsentwicklung Frankreichs vom größten Nachteil erwiesen gegen das Vorjahr noch beträchtlich zurückbleiben wird; vielfach rechnet Unterstügung. Allerdings waren bei dem Bemühen Bismards, hat. Während unter dem Systen der Handelsverträge sich der man auf einen Ausfall von 30 bis 40 Proz. Auch die Roggenernte einen Handelsvertrag mit Frankreich zu stande zu bringen, deutsche Erport nach dem Auslande kolossal gehoben hat und die wird kaum eine mittlere werden. Dazu konunt, daß die Qualität noc andre Gründe maßgebend. als nur wirtschaftliche: Ausfuhr einzelner Warengattungen von 1891 bis 1898 geradezu er- im südöstlichen Rußland nur eine niedrige ist, da das Korn zum es galt den Eintritt des hochschußzöllnerischen Oestreichs in den staunliche Steigerungen aufweist, so z. B. die Ausfuhr von Erzeug- Teil notveif wurde. Aus Sibirien laufen nach wie vor schlechte deutschen Zollverein zu hindern und Preußen seinen beherrschenden nissen der chemischen Industrie eine Zunahme von 246 Millionen M. Nachrichten ein. In der letzten Zeit eingetretener Regen kann nur Einfluß in ihm zu sichern. in 1891 auf 339 Miffionen Mart in 1898, der Stein-, Thon, Glas- den Wiesen und den zu bestellenden Winterfeldern nüßen. Die Ziemlich allgemein wurde nämlich unter dem Einfluß der industrie usw. von 79 auf 108 Millionen Mart, der Metallindustrie Dürre hat sich allmählich bis nach Sretenst verzogen, wo die Taiga englischen Freihandelsschule die Vertragspolitik nur als An- von 294 auf 408 Millionen Mark, der Maschinenindustrie von 153 jcit Wochen brennt. H. C. Parteitag " der östreichischen Socialdemokratie. Graz, den 4. September 1900. Dritter Verhandlungstag, nachmittags. Den Vorsitz führt Popp- Wien. Zur Verhandlung gelangt als fünfter Punkt der Tagesordning die Frage der Landagitation. Der Berichterstatter, Dr. Ellenbogen- Wien, empfiehlt de Mesolution: 0 Obgleich die industriell kapitalistische Entwicklung Oestreichs gegen die andrer Staaten weit zurückgeblieben ist und demgemäß auch der Ausbau der Organisation der industriellen Arbeiterschaft noch einer gründlichen und. mühevollen Arbeit bedarf, ist es unfre Pflicht, die Ideen des Socialismus, soweit es möglich ist, schon jezt unter die Landbevölkerung zu tragen, deren wirtschaftliche Existenzbedingungen unter demselben schweren Drud leiden, wie die der Arbeiter. Ueberdies nötigt uns hierzu das aller Vernunft hohnsprechende Wahlsystem der fünften Kurie mit seinen ungeheuren Wahlbezirten. Ohne in principielle Erörterungen der Agrarfrage, deren wissenschaftliche Grundlagen noch teilweise unausgebaut jind, einzugehen, erklärt daher der Parteitag: Die Aufgabe der socialdemokratischen Landagitation ist es zunächst, die Landbevölkerung zu socialistischem Denken zu erziehen, und sie hat sich daher in erster Linie an jene Schichten zu wenden, die vermöge ihrer lassenlage der Idee des Sociaい 01 1. auf eine gesellschaftliche Organisation der Erzeugung und Verteilung der Bodenprodukte abzielen, also: Bergesellschaftung von Wald, Wieje, Wasserkraft durch Staat, Land oder Gemeinde. Erweiterung des öffentlichen Landbesitzes durch eine volksfreundliche Landpolitif, Ausbaut des landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens auf völlig demokratischer Grundlage und dergleichen; lismus am zugänglichsten sind, an die Landarbeiter und Klein eigen der egent find, also: Aufhebung fämtlicher mit dem Grundbauern. Sie muß ferner vor allem die Beseitigung all der geistigen nud politischen Schußwehren des ländlichen Konservatismus an= streben, also die Erweiterung der Schulbildung, die lebernahme der Schullasten durch den Staat, die Erkämpfung des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts und die Aufklärung der Landbevölkerung durch Zeitungen. Broschüren, landwirtschaftliche Kalender und dergleichen energisch betreiben, mid hat, indem sie es gemäß unjrem Programm vermeidet, die religiösen Empfindungen der Landbevölkerung zu verlegen, den Kampf gegen den volksverdummenden Klerikalismus mit aller Wucht zu führen. Da die Kleinen Landgemeinden vorzügliche Ausgangspunkte für die Landagitation sind, soll der provinziellen Kommunalpolitik ein forgjames Augenmerk zugewendet werden. Unter den praktischen landwirtschaftlichen Reformen ist für diejenigen einzutreten, die 2. Die die Privilegien und lebergriffe einzelner Besitzender gerichtet bejizz verbundenen Vorrechte( Banrechte, Fideikommiffe, Wahlfurien), Nebergabe der Jagd- und Fischereirechte an die Gemeinden; 3. die auf die allgemeine, der Gesamtheit zu gute kommende Hebung der Bodenkultur., sowie die Verbesserung, Verbilligung und Zufuhrerleichterung der Lebensmittel gerichtet sind, also: Bodenmeliorationen durch Staat und Land( Wildbachverbauungen, Drainagen, Gewinnung wüfter Ländereien für die Kultur usw.), Errichtung von landwirtschaftlichen Versuchs: und Untersuchungsstationen, eine den Anforderungen der modernen 28ienschaft entsprechende Vieh- und Fleischbeschau, Aufhebung der Lebensmittelzöfle, Herabsetzung der Frachtentarife für Lebensmittel, Uurentgeltlichkeit des landwirtschaftlichen Unterrichts, Wahrung der Interessen der landwirtschaftlichen Bevölkerung gegen die Nebervorteilung durch Ungarn, mithin politische und fistalische Tremmg Oestreichs von Ungarn; die ber ber Langf den physischen und geistigen Schuh haupt zu teunen. Vor allem muß man sich bei der Beurteilung 1 - wie er. Vierter Verhandlungstag, bormittags. andarbeiter gerichtet sind, also: Staatliche Kranten, landwirtschaftlicher Dinge von allen vorgefaßten Meinungen frei Bovy- Wien führt den Vorfis. a3. den 5. September 1900. Unfall, Juvaliditäts- und Altersversicherung der Landarbeiter, machen, Täuschen wir uns nicht: lufre Partei hat in der Die Debatte über die Land agitation wird fortgesetzt. Beseitigung der Gesinde- Ordnungen, landwirtschaftliche Inspektoren, Landfrage bisher in wesentlichen Analogieschlüsse aus der Ju Eich- Billach: Wir müssen zu den Bauern hinausgehen, wenn Gründung von Landarbeiter- Genossenschaften, volles Koalitions duftrie gezogen. Man hat gefagt, Marr hat die Entwicklung Koalitions- dustrie recht für die Landarbeiter, Landgerichtshöfe analog den Gewerbe des industriellen Produktionsprozesses, der Kapitalfonzentration auf wir weiter kommen wollen. Ganz Kärnthen ist so wenig industriell, gerichten, mit der Befugnis der Bestimmung der Arbeitszeit, des gewiesen, und wenn der Satz richtig ist, muß er auf alles sich an- daß wir die Bauern für uns brauchen. Die Bauern sind uns auch wenden lassen. Wenn wir es in der Wirklichkeit noch nicht sehen, so zugänglich. Vollmars Ausführungen freilich haben mich etwas verLohns, der Pachtverträge und dergleichen. Schließlich ist daran festzuhalten, daß die Aufrüttelung der muß es eben entdeckt werden, daß dieses Gefeß sich auch auf die schnupft. Ich glaube, wenn wir alles so über Bord werfen, um die Landbevölkerung auch wesentlich Sache des politischen Stampfs ist Landwirtschaft erstreckt. Im principiellen Teil unsrer Programme Bauern zu bekommen, dann entsteht in mir der Gedanke, daß und die Bewohner des flachen Lands um so innigeren Anschluß ist die Landfrage ein reines Anhängsel; früher stand gar nichts von wir nicht mehr jene Partei sind, die wir eigentlich sein wollen. In an die Socialdemokratie suchen werden, je energischer und rücksichts der Landwirtschaft drin. In Erfurt hat man schnell noch eine Ein- Kärnthen wird es für uns mit unserm Programm möglich sein, da eine Eine zu wo lofer diefe ihre Pflicht im Kampf für alle Forderungen der Mensch- fügung über die Landwirtschaft gemacht, und die Ausarbeiter des festen Fuß zu fassen, wo Industrie in der Nähe ist. D Nachdem Tuller Leoben sich gegen die Resolution auss lichkeit, des Rechts und der Freiheit erfüllen wird. Darum ist es Programms haben damit bewiesen, daß sie der Meinung waren, im die Aufgabe auch der Landagitation, für alle übrigen Forderungen wesentlichen müsse doch unverrückbar au dem Grundsatz der Kon gesprochen und Schrammel- Aussig sein Einverständnis mit dem der Socialdemokratie unverhüllt überall da einzutreten, wo sie in zentration festgehalten werden. Heute hat Ihr Referent Ihnen Referenten ausgedrückt haben, erhält das Wort Dr. Adler Wien: Die Notivendigkeit, uns mit der LandFrage fommen, und durch unermüdliche Aufklärungsarbeit die unwiderleglich gezeigt, daß diese Annahme für die LandWas die Zukunft bringen bevölkerung zu beschäftigen, ist uns geradezu aufgedrängt. Andrer Landbevölkerung dem Banne des Indifferentismus zu entreißen." wirtschaft ganz unhaltbar ist. Zur Begründung sagt der Redner etwa folgendes: wird, wissen wir nicht. Zur Zeit steht die Sache so: So lange die seits aber erscheint es mir als eine Verschwendung, wenn wir in Allmählich hat sich in der Partei die Ueberzeugung Bahn ge- internationale Socialdemokratie existiert, hat sich auf dem Gebiete folchen Gegenden, wo diese Notwendigkeit nicht so unmittelbar und brochen, daß es notwendig ist, ein Programm für die Gewinnung der Landwirtschaft nichts gezeigt, was der industriellen Entwickelung ausschließlich hervortritt, Kräfte auf die Landagitation verwenden. der ländlichen Bevölkerung, zum wenigsten eine Direktive für die und Kapitalskonzentration entspricht. Das hat die letzte deutsche( Zustimmung.) Ich habe den Eindruck, als wenn die harte und Landagitation aufzustellen. Zwei Gründe sind dafür vorzugsweise Berufszählung unwiderleglich gezeigt, trotz des findlichen Unter- schwierige Aufgabe, zurückgebliebene Schichten des Industriemaßgebend, einmal der ökonomische Aufbau unsres Staats, fangens einiger Leute, den Zahlen Gewalt anzuthun. Die Thatsache proletariats zu gewinnen, manchmal vernachlässigt wird, um eine der überwiegend agrarisch ist, dann aber auch die einer Entwickelung in der Landwirtschaft analog der Entwickelung allerdings auch harte und schwierige Aufgabe die bestechenderen Grundlage unsrer politischen Einrichtungen. Wir haben hier in der Industrie vom kleinen zum mittleren, vom mittleren zum Erfolge in der Landbevölkerung einzutheimsen. Das gilt für benicht das allgemeine gleiche Wahlrecht wie in Deutsch Großbetrieb, ist nicht vorhanden. Ob sie später eintreten wird, bin stimmte Bezirke Böhmens und Mährens. Da sollten die Genossen land, sondern das Kuriensystem, mit den riesengroßen Wahl ich zu beurteilen zu wenig Theoretiker. Mit dogmatischen Haar- sich überlegen, ob es nicht notwendig ist, der Industriebevölkerung nicht immer bezirken, wo Stand und Land wahllos durcheinander geworfen spaltereien habe ich mich mein Lebtag nicht abgegeben: Das sieht die Kräfte zu widmen, die sie zu den Bauern schicken sind und die Industriecentren vom Lande förmlich erdrückt werden. auf dem Papier schön aus, aber die Wirklichkeit fümmert sich nicht mit dauerndem Erfolg. Mit wissenschaftlichem Material find wir für die Landfrage wenig darum. Es steht so, daß auch der Beweis, daß die Großproduktion Ich bin mit den Ausführungen Ellenbogens und vielfach mit gerüstet. So großartig uns Mary und Engels die Entwickelung der in der Landwirtschaft vorteilhafter sei als der Kleinbetrieb, nicht erdenen Vollmars einverstanden, aber ich bin nicht ein solcher Optimist Industrie vorgezeichnet haben, so mangelhaft sind unsre theoretischen bracht ist. Das muß uns einen Fingerzeig geben, uns vor wie sie. Es hat mich gefreut, daß Eich, der aus einem Landbezirk Schriften über die Entwicklung der Landwirtschaft. Im Schoß, der vorschnellen Schlüssen zu hüten wie ich überhaupt der Meimmg tonunt und gewiß ein kompetenter Beobachter ist, hier ausgesprochen Partei ist ja in den letzten Jahren eine agrarische Litteratur ent bin hier bin ich vielleicht sehr fezerisch( heiterkeit), daß nicht hat, daß ihn manches in Vollmars Rede verschnupft hat. Ich bes standen, aber die Ansichten gehen da recht weit auseinander, stehen bloß auf dem landwirtschaftlichen, sondern auch auf dem industriellen dauere aufrichtig, daß Vollmar nicht die Möglichkeit hat, unfrer sich häufig sogar diametral gegenüber. Von dem einen wird die Gebiet die Sache nicht ganz so steht. Es giebt Leute, die entgegen heutigen Debatte beizuwohnen. Er und Segiz mußten wegen des Entwickelung zum Großbetrieb auch in der Landwirtschaft der Maryschen Auffassung den äußeren Formen der Dinge mehr Be- nahenden deutschen Parteitags uns heute schon verlassen. Was an angenommen, von dem andern das Gegenteil. Vandervelde deutung beimessen, als ihrem inneren Wesen, die bei dem Begriff Stritik nötig ist, muß also in seiner Abwesenheit erfolgen. Was Vollmar über die Technik der Agitation gesagt hat, ist hat in jcinent Buche von der belgischen Agrarwirtschaft der Verstaatlichung mehr die juristische Seite im Auge haben und Nur in statistisch nachgewiesen, daß dort von einer Konzentration nicht, ob es nicht eine Form der Vergesellschaftung giebt, die, ohne in den allermeisten Punkten auch auf Oestreich anwendbar. der landwirtschaftlichen Betriebe feine Rede ist. Die bäuer äußerliche Verstaatlichung zu sein und diese juristische Form zu Bezug auf den Punkt„ Religion" möchte ich nicht ganz so weit gehen, Wir können nicht immer so handeln, wie wir wollen. lichen Besitzer, noch mehr aber die Pächter haben sich dort ver- haben, gleichwohl thatsächlich ein Stück dieser Vergesellschaftung mehrt. Das eine scheint mir sicher zu sein, daß sich die Verhältnisse darstellt, d. h. die fortgesezte Verstärkung des staatlichen Keinem kann die kommune Pfaffenfrefferci, das oberflächliche Disder Industrie nicht ohne weiteres auf die Landwirtschaft übertragen und gesellschaftlichen Einfluffes und die Einschränkung des früher un futieren über schwere philosophische Fragen so verhaßt sein, wie mir, laffent. beschränkten Privatrechts. Das spielt besonders in der Landwirtschaft und alle Religion ist, wenn sie überhaupt etwas ist, Philosophie. Bis jetzt d Landarbeiter- Organisationen in der Welt nur eine Rolle. Ich kann nicht oft genug betonen, daß Bedenken Aber die Träger des firchlichen Organismus sind gleichzeitig Organe wenig zu finden. Selbst in England sind die Organisationen der principieller Art gegen ein Landprogramm nicht allzugroßer Wert der politischen Agitation, und da können wir das von Vollmar geLaudarbeiter, die sich in früherer Zeit gebildet haben, wieder ein- beizulegen ist, weil unsre Programine überhaupt nicht die absolute forderte scharfe Messer, das Religion und Pfaffen von einander gegangen. Sie sind natürlich nur möglich, wo große Güter vor- Bedeutung haben, die man ihnen manchmal beilegen möchte, sondern trennen soll, nicht immer so anvenden, wie wir möchten. Wenn der handen sind. Organisationsansäße sind in Italien und zwar in mur eine relative. Früher hat man gesagt: Wir stehen auf dem Schnitt manchmal daneben geht, so ist das nicht unsre Schuld.( LebSizilien und in der Provinz Emilia vorhanden. Die Regierung hat Standpunkt der kollektiven Wirtschaft, deshalb können wir nichts hafte Buftimmung.) bestialische Unterdrückungsmaßregeln angewendet, man hat von unterstützen, was den Privatbesig zu fördern oder zu halten geeignet Nun tommen wir zu den theoretischen Grundlagen. Vollmar blauen Bohnen keinen geringen Gebrauch gemacht, auch bei Lohn- ist. Wenn das richtig ist, dann würden wir allerdings Land- hat seiner Geringschätzung für das, was er Dogma nemnt, hier Ausbewegungen Soldaten als Arbeiter kommandiert, aber die Be- programme nicht machen können, dann müßten wir allerdings sagen, druck gegeben, aber das sind immer die Dogmen der andren Leute. wegung der Landarbeiter in Italien ist doch nicht völlig zu unter- wir haben es mir mit dem Landproletariat zu thun. Jut Wirklichkeit( Heiterkeit.) Für die eignen Dogmen aber hat er eine ganz erhebliche drücken gewesen. ist es nicht so. Nach meiner Auffassung ist es ein Unsinn, sich vorzustellen, Wertschätzung.( Dr. Ellenbogen: Das ist bei uns aber auch so). Ich So gebe ich ohne weiteres zu, Organisationsanfäge sind auch in Ungarn vorhanden. Diese daß in einem Jahr oder auch nur einem Jahrzehnt, in einemt noch bemühe mich, vorurteilslos zu sein. Feldarbeiter- Organisation hat sogar eine eigene Zeitung. Auch in so stark entwickeltem Staate die ganzen Produktionsmittel daß die Ziffern der deutschen Statistit nicht jene Konzentration be Böhmen giebt es einige von czechischen Feldarbeitern gebildete poli- in gesellschaftliches Eigentum und gesellschaftlichen Betrieb über- weifen, wie wir fie uns vor 10 oder 20 Jahren von der Entwicklung tische Vereine. Für die Gewinnung der ländlichen Bevölkerung find geführt werden können, sondern in dem Maße, in dem die Pro- der Landwirtschaft vorgestellt haben. Die Verhältnisse in Altdiese rein politischen Organisationen aber auch noch recht einflußlos. buktionsmittel gesellschaftlicher Natur geworden sind, in dem Maße, bayern sind jedoch nicht maßgebend für weite Bezirke des Deutschen In Belgien und auch in Deutschland hat man bisher auf ein in dem die Industrie riesengroß angewachsen und dadurch der Privat- Reichs, wo die Industrie eine vollständige Umwälzung auch in den besonderes Agrarprogramm verzichtet. Eie kennen das Schicksal, wirtschaft entzogen ist, geht die Verstaatlichung vor sich, während da, agrarischen Verhältnissen hervorgerufen hat. Wenn eine quantitative welches die Behandlung der Agrarfrage in Deutschland gehabt hat. wo die Konzentration noch nicht eingetreten, der Privatbetrieb voll- Entwicklung in der Landwirtschaft auch nicht nachweisbar ist, eine int Entwicklung ist Man hat die Ausarbeitung des Programms vorläufig ad acta ge- fomunen in seinem Recht ist und unter Umständen auch viel uüz- qualitative ganz ungeheurem Maßlegt. Dessen ungeachtet ist man aber in der Landagitation nicht licher sein kann für das Allgemeinwesen. Es ist besser, wir gehen ſtabe vor sich gegangen.( Lebhafte Zustimmung.) Gewiß, die Zahl müssig gewesen. Die letzten Reichstags- Wahlen haben in rein der Reihe nach vor, weil der Unischwung sonst so gewaltig wäre, der Bauern hat sich nicht vermindert, gerade so gut, wie sich die Zahl ländlichen Bezirken einen erheblichen Stimmenzuwachs für die daß die Kräfte nirgends ausreichen würden. Das heißt: wir können der selbständigen Schneider in der Statistit nicht vermindert hat. Socialdemokratie gebracht, selbst in Ostpreußen, wo das Junter- sehr wohl Maßregeln ergreifen, die den Kleinbesitz in der Land- Der Schneider, der Bauer vor zwanzig Jahren war aber ein ganz regiment am stärksten ist. Wenn in Süddeutschland die Erfolge nicht wirtschaft zur Zeit aufrecht erhalten und ihn befähigen andrer. Wenn die Zahl der Bauern sich auch nicht verändert hat, die so groß find, so liegt das an dem Fehlen der Latifundien. Schlecht können, sich gegen den Großbefiz 811 halten, ohne Besizchancen und das Verhältnis des Besigenden zu seinem Besiz ist waren nur die Erfolge in Rheinland und Westfalen, wo alles unter daß wir deswegen unsren Principien entgegenhandeln. Wer total verschieden.( Sehr richtig.) Nicht überall, das gebe ich zu. flerifalem Einfluß steht, und in Posen und Westpreußen, wo nationale nicht auf diesem Standpunkt steht, kann ein Landprogramm, Bollimar hat konstatiert, daß unsre socialistische Theorie über diese Streitigkeiten zwischen Polen und Deutschen bestehen. ein Bauernprogramm nicht machen. Denn wenn ich den kleinen Dinge nicht viel Neues zu Tage gefördert hat. Ich wünschte aber Es fragt sich nun, wer ist für uns von der ländlichen Be- Bauer schütze, schütze ich damit auch sein Eigentum. doch, daß die Genossen die Resultate dieser so gering geschätzten völkerung zu gewinnen. Es giebt Genossen, die es als einen Bruch Ellenbogen hat sehr schön gesagt, daß wir auf dem Lande vor Theorie, die Vollmar selber sehr gut zu verwerten weiß, kennen des Princips ansehen, wenn wir uns an die Kleinbauern wenden, allem lernen müssen. Wir sollen uns hier nicht schöne Worte sagen, lernen. Ueber den Einfluß der Industrie auf die Landwirtſchaft da diese ja zu den Besitzenden gehören. Die Genossen übersehen, sondern unser Gewissen erforschen und unsre Sünden entdecken: findet sich in Kautskys Buch das vortrefflichste Material. Noch mehr: Vollmar kommt thatsächlich zu denselben Res daß die meisten dieser Besitzenden, wie der italienische National- Unter hundert Genossen ist kaum einer fähig, auf dem Lande etwas otonom Morpurgo so treffend gesagt hat, Märtyrer ihres Besitzes zu machen.( Lebhafte Zustimmung.) Und weshalb nicht? Weil fultaten, wie unire verworfensten Theoretiker( Heiterkeit), wie find. Ich meine, wir haben sehr sorgfältig zu beobachten, was auf zwischen der ländlichen und der städtischen Bevölkerung eine tiefe Stautsty, unt den schwärzesten gleich zu nennen. dem Lande vorgeht. Stluft klafft, die trotz aller Abwanderung nicht geschlossen ist, weil den Grundbesitzern, die heute noch wirklich im Besiz sind, die von Boraussetzungen für unsre Annäherung an die Bauern sind die Städter und auch die städtischen Arbeiter sich in die Seele des der ansteigenden Flut des Kapitalismus noch nicht angefressen sind natürlich eine Griveiterung des Gesichtskreises der Bauern, eine Er- Bauern nicht versenken. Der Gedanke herrscht bei ihnen: der Bauer oder nie angefressen werden in ihrem Besisstand, die werden wir weiterung ihrer Schulbildung und ihre politische Erziehung. Die ist ein dummer Kerl. Manche sind so freundlich, es bei der so wenig gewinnen als die Unternehmer.( Sehr richtig.) Das verErweiterung der Schulbildung kann nur erfolgen durch die Ueber Agitation gleich zu sagen.( Heiterkeit.) Bei den andern ist es inner- ſteht sich von selbst; wir wollen fie auch gar nicht haben, wir könnten nahme der Schullasten durch den Staat, die politische Erziehung liche Borstellung wenigstens. Der Bauer mag in mancher Hinsicht sie auch gar nicht brauchen, weil wir ihnen zu viel Konzessionen durch das allgemeine gleiche Wahlrecht. Wir müssen eine zwed beschränkt sein, aber dumm ist er nicht. Durch allgemeine Redens- machen müßten.( Zustimmung.) Jene Leute aber, die nur noch im entsprechende Agitation entfalten gegenüber dem erdrückenden Einfluß arten ist er nicht zu gewinnen. Heberhaupt: eine Handvoll Bragis Bamukreise der bäuerlichen Anschauung stehen, während sie wirtschaft. des Pfaffentums. Unfre Geistlichen bekämpfen die Socialdemokratie und praktischer Kenntnis ist mir lieber, als ein ganzer Hügel Theorie, lich ihrer Proletarisierung entgegengehen, die können wir mindeſtens mit den verwerflichsten Mitteln. Bei der Landagitation darf nicht sobald es an den Bauer geht.( Zustimmung.) und das hat Vollmar genau wie Kautsky gesagt die Bekämpfung des Pfaffentums mit der Bekämpfung der Religion verwechselt werden; heilig muß uns der Grundsay ſein„ Religion ist Agitatoren giebt es, die reden den Bauer mit Genossen an und Damit hängt die ganze Behandlung des Bauern zusammen. neutralisieren. Die praktischen Erfahrungen, die große Weltflugheit Vollmars find außer Privatsache." Es giebt echte religiöse Ueberzeugungen, wenn wir sie schließen mit einem Hoch auf die internationale Socialdemokratie: ordentlich wertvoll, aber das tritische Änge müssen wir uns bes und auch Dr. Ellenbogen ist ein kluger Mann auch nicht teilen. Das kommt den Bauern griechisch vor. Ich muß sagen, es ist mir Wir haben ihnen eine Resolution vorgelegt, in der mit pein lieber, wenn gar nicht agitiert wird, als wenn jo patschig" agitiert wahren. Auch das Wort vom relativen Wert der Programme muß auf licher Vorsicht alles ausgeschaltet ist, was in der Theorie noch wird. Voraussetzung für erfolgreiche Bauernagitation ist, daß in strittig ist. unsrer Partei in Bezug auf die Religion andre Grundsätze Platz fein richtiges Maß zurückgeführt werden. Eo sehr ich von der NotRedner bespricht die einzelnen Forderungen und hebt u. a. her- greifen. Ich rede hier von deutschen Verhältnissen. Religion muß wendigkeit überzeugt bin, auch die agrarische Bevölkerung in den vor, daß wir mit dem Verlangen: Aufhebung der Getreidezölle, die wirklich Privatsache sein, ein völlig neutrales Gebiet. Von den Kreis der ſocialiſtiſchen Idee und Aktion zu ziehen, so sehr ich das Groß- und Mittelbauern allerdings nicht gewinnen werden; aber wenigsten wird dieser Grundsatz beobachtet. Aber gerade das ist der Wort Volinars unterschreibe, daß wir ohne die Bantern die politische auf sie rechnen wir nicht. Die Vorschläge, die wir bringen, sind nur Hauptfehler. Je weniger einer von Religion redet, desto besser ist Wacht vielleicht gewinnen, aber fie ohne sie sicherlich nicht behalten ein weiter und großer Rahmen, aber so gefaßt, daß sich unser es und wenn er gar nicht darüber redet, so ist er ein Meister der önnen, so sehr bin ich auch der Ansicht, daß wir es ſein müssen, weiteres Program für die Landfrage natürlich hineinentwickeln Agitation. Die Leute, die von sich selbst glauben, die Aufklärung des die zur politischen Macht kommen und sie behalten, das heißt der kann. Die Frage der Landagitation eröffnet uns ein Gebiet viel- ganzen Jahrhunderts' mit Löffeln gefressen zu haben und jeden durch die Einsicht gekrönte Bille der Socialdemokratie.( Bravo.) Die gestaltiger Thätigkeit. religiös lleberzeugten für einen Schafskopf halten, sollen von der politische Macht hätte für das Proletariat teine Bedeutung, wenn Vergessen wir eins dabei nicht: Wenn wir aufs Land wir uns aus einer focialdemokratischen in eine ganz verwaschene gchen, jo fin, wir nicht nur Lehrer und Aufklärer, sondern auch andagitation, vielleicht auch von andrer Agitation fernbleiben. entwickelt hätten.( Bravo!) Die heutigen Verhandlungen erinnern mich lebhaft an unire Opportunitätspartei nicht nur in der Tattit, sondern im Princip Schüler, die zu lernen haben. Lebhafte Zustimmung.) Wir haben Verhandlungen in Frankfurt 1894. Viel ist nicht herausgekommen. Glauben Sie nicht, daß ich Programm und Princip gegen Vollmar 11cie Anknüpfungspunkte zu finden. Mene große Perspektiven werden sich uns eröffnen, uns, Zuerst war freilich große Begeisterung, allmählich ist die Sache in und Ellenbogen retten wollte. In der Praxis gehen wir vor mit Sand verlaufen. Wir Bayern haben ein schönes Programm aus= Wir können, ohne uns etwas zu vergeben, die wir uns bisher auf ein enger begrenztes, wenn anch ganz gutem Gewissen. weltgeschichtliches Gebiet beschränkt haben. Ju das Rätsel der gearbeitet. In Breslau fand es keine Gnade, namentlich den Leuten, ruhig sagen: Wir haben über die Entwickelung der landwirtschaftmenschlichen Gesellschaft werden wir neue Einblicke gewinnen, und die von der Landwirtschaft gar nichts verstehen, und die waren in lichen Besitzverhältnisse keine so klare Einsicht, weil sie viel längere mit größerem und rascherem Erfolge wird unsre Partei sich jenem der Mehrheit( Heiterkeit), war es gar nicht recht, und wir mußten Zeiträume beansprucht, als die industrielle. Und weiter fönten wir herrlichen Ziele nähern, das ihr die Geschichte gesetzt hat.( Lebhafter froh sein, noch mit dem blauen Auge davongekommen zu sein. Ich sagen: Allerdings hat sich heute das leine oder jagen wir das meine das nicht östreichisch- parlamentarisch( Große Heiterkeit), sondern mittlere Eigention in der Landwirtschaft noch nicht in dem Grade Beifall und Händeklatschen.) mir bildlich. Seitdem gehöre ich nicht mehr zu denen, die eine Behandlung als tulturividrig herausgestellt, als das Eigentum in der Wir der Agarfrage beschleunigen wollen. Die Sache muß ihre Entwicklung Industrie. zugeben, daß wir mit Rücksicht Dolejji- Wien beantragt, die Parteileitung solle eine Preisgehen. In der Partei können solche Fragen nicht durch Majoritäts- auf den langsamen Verlauf der Entwickelung ohne weiteres vom socialdemokratischen Standpunkt aus den fleinen Besitz fonturrenz für eine den östreichischen wirtschaftlichen und beschlüsse entschieden werden. Wenn Sie nun auf das Land gehen, glauben Sie nicht, daß sich schützen können gegen Auswucherung von oben. Wir können aber politischen Verhältnissen angepaßte Agitationsschrift zur Massenfofort Erfolge einstellen. Der Bauer denkt langsam, er ist nur lang nicht so weit gehen, daß wir in einem Konflikt zwischen Proletariern, verbreitung unter der Landbevölkerung veranstalten. jam zu befehren. Auch unsre Wahlerfolge find noch sehr gering. Knechten und Besigenden, Großbauern, uns, um uns zu schonen, auf Mehrere Neduer sprechen sich im Sinne des Referenten aus. Bollmar- München: Ich halte darauf, zu sagen, daß ich mich Aber die Bauern halten uns nicht mehr für Räuber und Spizbuben, Seite des Großbanern stellen, was nicht geschieht, oder auch nur nicht zum Wort gemeldet habe, sondern gemeldet worden bin. fie glauben den Geistlichen nicht mehr, was sie ihnen über uns er stillschweigend darüber wegzugehen. Alle Erfolge, die erlauft werden ( Seiterfeit.) Ich bin hierher gekommen, um zu hören und zu lernen. zählen. Ich kann Ihnen zum Schluß nur raten: Man muß auf durch feiges Preisgeben der ländlichen Lohnarbeiter, nicht nur auf Als Ausländer kann es mir nicht einfallen, Ihnen irgend welche dem Lande langsam vorgehen, vor allem vom Bauer zu lernen den großen Plantagen, sondern auch auf den großen Bauerngütern, fuchen. fuchen. Die Frage ist schwieriger als jede andre. Aber ob die erscheinen mir nicht als Erfolg, sondern als principieller Parteis Statschläge zu erteilen oder gescheiter ſein zu wollen, als Sie, aber Banern schwer oder leicht zu kriegen find, fie müssen gewonnen verrat( Lebb. Beifall), als ein Verrat, der sich früher oder später an eine wachsende Anzahl Genossen hat gemeint, CS wäre nicht übel, wenn ich einige Worte zu dieser Frage sagte, werden, denn die Eroberung der politischen Macht ist ohne die land- uns rächen würde.( Erneuter Beifall.) Ich verwahre mich dagegen, mud als guter Kerl will ich mich dem Wunsch nicht liche Bevölkerung nicht möglich.( Stürmischer, sich immer wieder daß ich Bollmar unterichiebe, er rate zu solchen Dingen, Aber eine Gefahr besteht! Vollmar sagt zwar: Meine Worte beziehen eutziehen.( heiterkeit.) Freilich kann ich nur ganz aus dem Zu- holender Beifall.) Die Diskussion wird hierauf abgebrochen. ficy auf Bayern und ich rede bon nichts anderm; fammenhang gerissen über einige Punkte ein paar Worte sagen. Ich hernach aber zieht er die Konsequenzen ganz ins Algemeine. Da ist es möglich, daß Vorstellungen über jeine Theorie in den Köpfen entstehen, die seiner Absicht nicht entsprechen. ökonom der Kultur tausend Die Diskussion. bin auf dem Lande erzogen und wohne auf dem Lande. Wenn ich Die Wahlfommission unterbreitet dem Parteitage noch die Vorauch selber fein Landwirt bin, so glaube ich mir doch zutrauen zu schläge für die Wahl der Parteivertretung, dann werden die Verdürfen, das Wesen der Landwirtschaft in Altbayern und Bayern über- handlungen auf Mittwoch früh vertagt. fönnen ind Jene unter Wir fürchten uns nicht vor der Befestigung des bäuerlichen Beschaftlichen Bevölkerung geeignet wäre, wird der Parteivertretung| gehalten werden wird. Beschlossen wurde noch die sofortige Rüstung sizes, ebenso wenig aber fürchten wir uns vor allzu rascher und zur Berücksichtigung überwiesen. für die zu erwartenden Neuwahlen zum Reichsrate. allzu schleuniger Verstaatlichung. Daß wir gar noch Vorkehrungen Es wird hierauf über den Punkt, Gemeindewahlrecht" Die Genossen Bernerstorffer und Ellenbogen wurden von der treffen sollen, daß es nicht allzu geschwind gehe, ist nicht notwendig. verhandelt. Als Referent hebt ( Heiterkeit.) Unire Gegner mögen uns Thorheiten nachsagen, aber Schuhmeier- Wien die Notwendigkeit hervor, daß sich die Partei Parteileitung beauftragt, die deutsch- östreichischen Genoffen in Mainz so thöricht sind wir nicht, daß wir das Thörichte thun und mit der bei den Wahlen für die kommunalen Körperschaften bethätige und zu vertreten. Expropriation der Bauern anfangen, die thatsächlich Arbeiter auf für diese Wahlen das allgemeine gleiche Wahlrecht zu erstreben habe. Nach Paris wurden delegiert: Adler, Ellenbogen und ihrem Boden sind, deren Arbeitswerkzeug der Boden ist. Vor unsrer Ein von ihm ausgearbeitetes umfangreiches Kommunalprogramm Bernerstorffer. eignen Dununheit brauchen wir uns nicht zu fürchten.( gültiges Programm zu entwerfen habe. Mit großer Entſchiedenheit ( Heiterkeit bittet er als Material einem Ausschuß zu überweisen, der ein endRitterungsübersicht vom 6. September 1900, morgens 8 Uhr. und lebhafter Beifall.) In der weiteren Diskussion sprechen noch die Genossen wendet er sich gegen einen Antrag Austerlig, der die Schaffung einer Schönwälder- Mährisch- Schönberg, Schlinger Florisdorf, reinen Arbeiterfurie als Uebergangsstadium zum allgemeinen gleichen Seeliger Reichenberg, Jodlbauer- Graz und Resel Wahlrecht empfiehlt, und befürwortet einen Antrag der Bezirks Stationen Graz. organisation Wien VII, der sich gegen jede Interessenvertretung In seinem Schlußwort wendet sich der Referent Dr. Ellen ausspricht. bogen Wien noch mit einigen Bemerkungen gegen Dr. Adler. Bei der Abstimmung wird die Resolution Ellenbogen an genommen, außerdem noch zwei Ergänzungen der Resolution: 1. ein Antrag Jodlbaner betreffend den Ausbau der Versicherungsanstalten und lebernahme der Lasten durch den Staat, 2. ein Antrag Hackenberg auf Verbesserung der Tiersenchen- Gesetze durch SchadlosLandwirte. haltung der durch die Handhabung dieses Gesetzes geschädigten Der Antrag auf Ausschreibung einer Preiskonkurrenz für eine Agitationsschrift, welche für Massenverbreitung unter der landwirtFür den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, den 7. September. Opernhaus. Der Prophet. Anfang 71 11hr. = Schauspielhaus. Raub der Sabine: rinnen. Anfang 72 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). Die Fledermaus. Anf. 71/2 11hr. Deutsches. Gespenster. Anfang 71 Uhr. Berliner. Prinz Friedrich von Homburg. Anfang 72 Uhr. Lessing. Im weißen Röß'L. Anfang 7/2 Uhr. Residenz. Die Dame von Marim. Anfang 72 Uhr. Neues. Der weiße Hirsch. Vorher: Ein Interview. Anfang 7/2 Uhr. Wejten. Troubadour. Anf. 72 Uhr. Schiller. Sauft.( 1. Teil.) Anfang Central. Die Geisha. Anfang 72 Uhr. Luifen. Der Hüttenbesitzer. Anfang 8 Uhr. Carl Weiß. Geschlossen. Belle Alliance. Madame Bonivard. Anfang 7 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Der Mandarin von Thing- ling ting. Anfang 72 hr. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Venus auf Erden. Anfang 8 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Passage Panoptikum. Specialitäten- Vorstellung. Urania. Juvalidenstr. 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Taubenstr. 48/19. Abends 8 Uhr ( im Theatersaal): Eine Wande rung durch die Pariser Welt: ausstellung. Urania Tanbenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Eine Wanderung durch die Pariser Weltausstellung. Invalidenstr. 57/62. Tägl. Sternwarte. Nachmittags 5-10 Uhr. Passage- Panopticum. Es wird hierauf noch die Stimmzettelwahl für die Parteibertretung vorgenommen. Das Resultat wird erst später verkündet werden. Die Diskussion wird auf Nachmittag vertagt. * = * Barometer Wind richtung Windstärte Wetter Temp. n. 6. 5º C.= 4" R. Stationen Barometer stand mm Wind: richtung Winditärte Wetter 2wolfig Temp. n. C. 1 Gol as 16°.= 4° R. Swinemde 759 W Hamburg 761 WSW Berlin 761. Franff./M. 766 SW München 767 23 Wien 5 Regen 5 bedeckt 13 Haparanda 753 13 Petersburg 3 Regen 12 Cort 768 N 3 Nebel 2 bedeckt 12 Aberdeen 763 35lb. bed. 15 4'wolfig 14 Baris 2 bedeckt 15 764 23 Der Parteitag wurde heut geschlossen. Der allgemeine öftreichische Graz, 6. September.( Privat Telegramm des„ Vorwärts".) Wetter: Prognose für Freitag, den 7. September 1900. Ziemlich fühl, zeitweise aufflarend, vorwiegend trübe mit leichten Parteitag findet 1901 in Strakau statt, während der nächste Parteitag Regenfällen und mäßigen westlichen Winden. der deutschsprechenden Parteigenossen Oestreichs 1902 in Wien ab- 1 Berliner Wetterbureau. Secessions- Bühne. Eröffnungs- Vorstellung 15. September 1900. Komödie der Liebe. Von Henrik Ibsen. Vorverkauf an der Tageskasse. Thalia- Theater, Dresdenerstr. 72/73. Wieder Eröffnung Morgen, den 8. September cr.: Novität! Novität! Zum 1. Male: Der Liebesschlüssel. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 3 Atten. Anfang präcise 7½ Uhr. Marokkaner Palast- Theater ( 11 Mädchen, 8 Männer, 3 Kinder). Vorstellung stündlich. Von 7 bis 10% Uhr: Théâtre variété. früher Feen- Palast, Burgstr. 22. Direttion: Winkler und Fröbel. Sonnabend, den 8. September: Gr. EröffnungsGala- Vorstellung. CASTANS Riesen- Programm. Vom Besten das Beste! PANOPTICUM Neu! Graf Waldersee in der Tropen- Uniform. Neu! Neu! Buffchutchen Buff, Klempnermstr.: Dir. R. Winkler. Auf. 7 Uhr. Kasseneröffnung 612 Uhr. Kampf eines deutschen Deutsche Konzert- Hallen Seesoldaten mit Boxern bei Tientsin! Die sensationellen lebenden Photographien: Russische Nationale Streichkapelle. Ediller Theater Apollo- Theater. ( Wallner Theater). Freitag, abends 8 Uhr: Faust. Tragödie von Wolfgang Goethe. 1. Teil, zweiter Abend. Sonnabend, abends 8 Uhr: Faust, 1. Teil, erster Abend. Sonntag, nachmittags 3 Uhr:) Maria Stnart. Sonntag, abends 8 Uhr: Faust, 1. Teil, zweiter Abend. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Heute, Freitag, wegen Borbereitung zur Novität Müller und Schulze auf der Pariser Weltausstellung geschlossen. Sonnabend, Sonntag u. Montag: Kabale und Liebe. Sonntag, nachmittags 4 Uhr, fleine Preise: Die Vorer in China. Dienstag, zum 1. Male: Müller und Schulze auf der Pariser Weltansstellung. Gr. Ausstattungspoffe mit Gef. v. C. Weiß u. J. Dill. Central Theater Nur noch 8 Aufführungen: Die Geisha. Anfang 72 Uhr. Morgen und folgende Tage: Die Geisha. Um 91 Uhr: Venus auf Erden. Robert Steidl mit neuen Schlagern. Adele Moraw. Der Kosmograph:• China- Bilder. Ferner: Neue Serie 8 neue Specialitäten. Kasseneröffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Victoria- Brauerei. Lützowstr. 111/112. Spandauer Brücke 3. 7 Stadtbahnbögen. Großer Naturgarten. Täglich von 6 Uhr ab: Gr. internationale Konzerte von sämtlichen Gesangs- Musik- Kapellen. Entree frei. Bon 8 Uhr ab: Theater- Abteilung. Specialität.- Vorstellung. Prater- Theater. Kastanien- Allee 7-9. Freitag, den 7. September: Benefiz 3 für das Schauspiel Personal. Die Lieder des Musikanten. Bolfsstück mit Gesang in 6 Bildern von R. Kneisel. Auftreten der Soubrette auf dem Zweirad Henriette Donneux, die Grotesque Duettisten Gebr. Milardo, Tauma- Quartett, The Miltons, Turner am dreifachen Reck, Florus Raponét, Kunstpfeifer u. Tier: stimmen- Imitator, The Herwoods, Neger Excentrics. Konzert. Eintritt 30 Pf. Num. Play 50 Pf. Kalbo. Im Garten oder Saal Im Saale: Ball.- Anfang 4 Uhr. Täglich: Norddeutsche Sänger ( Führmann, Horst, Walde.) Anfang: Sonn tags 7, Wochen: tags 8 Uhr. Entree 50 Bf. Vorverkauf 40 f. Familien- Billets 3 Stück 1 M. Bons nur in der Woche gültig. Sonntags und Donnerstags: Tanzkränzchen. Sonntag, nachmittags 3 Uhr, zu Sanssouci Balben Preisen: Der Bettelstudent. Sonnabend, den 15. September cr.: Zum 1. Male: Der griechische Sklave. ( A. Greek Slave.) Kottbuserstrasse. Sonntag, 9. September: Eröffnungs- Soiree Ausstattungs- Operette in 3 aften Hoffmanns Nordvon Sidney Jones. Gossmanns Konzertgart., Kreuzbergstr. 48, an d. Kazzbachstr. Jeden Sonntag: GartenFreikonz. und deutsche Sänger. Neues Programm. II. a.: Fausts Nachlaß. Tragikomisches Ensemble. Anf. 7 Uhr. Entree 50 Pf. Nach der Soiree: Tanzkränzchen. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pfennig. Vorverkauf 40 Pf. W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Täglich: Theater- und Specialitäten- Vorstellung Der Säugling. Posse mit Gef. in 1 Att v. O. Richter. Musik von Thiele. Neu! Spreelottchen Neu! oder: Diese Soireen finden regelmäßig statt: Sonntag, Montag, Donnerstag. Montag und Donnerstag: Tanz frei. Ein Sommerfest in Kiautschon. Alle andern Tage bleiben die Säle Boltsstück mit Gesang und Tanz in frei für Hochzeiten, Festlichkeiten und 2 Aften von May Reichardt. Musit Versammlungen. von Schmidt. Gr. Ball. Jeuen Montag u. Freitag: Norddeutsche Sänger. Anfang 8 Uhr: Nachher: Kränzchen. Den Vereinen sind d. Vorstellungen Säle f. Bersammlungen u. Festlichkeit. I für Matinees usw. bestens empfohlen. Jut Saal: Tanzkränzchen. Arbeiter- Radfahrer- Verein Berlin. Todes- Anzeige. Allen Kollegen, Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht, daß mir am Montagabend 63/4 Uhr nach turzem schwerem Leiden meine innig: den Tod entrissen wurde. Um stille Teilnahme bitten die Hinterbliebenen. M. Schwager, Bildhauer, 27396 nebst Sohn. Sonnabend, 8. Sept., in Stecherts Festsälen, Andreasftr. 21: geliebte Frau Margarethe durch Stiftungsfest. Beteiligung fämtlicher Mitglieder erwünscht. Sonntag, den 9. Sept.: Gau- Versammlung im Moabiter Clubhaus, Bensselstr. 9. Abfahrt für Osten 11 Uhr Andreasplag, Bu: sammentreffen mit Norden 114 Uhr Nettelbedplatz. Starte Beteiligung erbeten. 27/19 Etablissement See- Terrasse Röderstr. 1-6, unweit Landsberger Allee( Steuerhaus). Sonntag, den 9. September 1900: Gr. Künstler Frei- Konzert. Von 4 Uhr ab: Grosser Tanz. Kaffeeküche, 4 Kegelbahnen, Aussichtsturm. Entree frei! Entree frei! Metropol- Theater. J. Rosenthal& Co.. Der Mandarin von Tsing- ling- ting. Eduard Steinberger als Gast. Vorher: Bianca& Desroche. La Charmeroy. Rudinoff. Sisters Danbar. Les 3 Keziahs. Woodsou. Anfang 28 Uhr. Rauchen überall gestattet. + Charlottenburg, Wilmersdorfer- Str. 64, Ecke Kantstrasse, empfiehlt sein großes Lager in fertigen Herren- Knabengarderoben. in Arbeiter- Garderoben. Größte Auswahl Leser dieser Zeitung erhält einen Rabatt von fünf Prozent auf jeden Einkanf. Max Kliems Sommer- Theater Hasenheide 13-15. Artistische Leitung: Paul Milbitz. 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September, vorm. 10 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: Oeffentl. Versammlung aller zum Streikgebiet Berlin und Umgegend gehörigen Verbands- Zahlstellen. Tagesordnung: 1. Unser Sammelwesen. 2. Wahl von zwei Ausschußmitgliedern. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Tischler- Verein zu Berlin. Charlottenburg: Deutscher Holzarbeiter- Verband. Wilmersdorfer Strasse 127, Uhrmacher und Goldarbeiter. Großes Lager von Uhren und Goldwaren zu Heute, Freitag, abends 8 1hr, im Gewerkschaftshaus, Engel- fer 15: äußerst billigen Breiſen. Sitzung der Orts- Verwaltung. Optische Artikel. Ohrlöcher werden schmerzlos gestochen. Von der Reise zurüc 30/11 Dr. Montag, den 10. September cr., abends 84 Uhr: Joseph Löwenstein, Branchenversammlung der Bürsten- u. Pinselmacher Die Lohnkommission. J. A.: O. Böttcher. 27406 Kleine Frankfurterstr. 5. Achtung! Achtung! Central- Krankenkasse der Maurer etc. Sonnabend, den 8. Septbr., abends 8½½ Uhr, Melchiorftr. 15: Grandstein zur Einigkeit, Verwaltungsstelle Berlin. Sonntag, den 9. September, vormitt. 10 the Inselstr. 10 b. I Außerordentliche Mitglieder- Versammlung. Versammlung. Tages- Ordnung: Abrechnung vom Sommerfeſt; Unterſtützungsgesuch; Tages Ordnung: Ausgabe der Billets zum 29. Stiftungsfest: Vereinsangelegenheiten. NB. Sonntag, den 16. September: Herren Fusspartie nach 1. Bericht der Generalversammlung. 2. Wahl der Hilfskassierer. Potsdams Umgegend. Abfahrt früh 8 Uhr 5 Min. Potsdamer Fernbahnhof, 3. Junere Kaffenangelegenheiten event. Anträge zur Ertra- Kontrolle. bezw. 7 1hr 30 Min. Schlesischer Bahnhof bis Potsdam. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. 199/5 149/7 J. A.: V. Hoffmann. bei Schiller, Rosenthalerstraße 57, Hof part. Tages Ordnung: 1. Die wirtschaftliche Lage der arbeitenden Klassen. 2. Diskussion. 3. Die auswärtigen Streits in unsrer Branche. 4. Verbandsangelegenheiten, Aufnahme neuer Mitglieder. Angelegenheiten und Werkstatt- Differenzen sind dem Obmann, Paul Flegel, Zu dieser Versammlung ist jeder Kollege hiermit eingeladen. Branchen: 106/16 Die Kommission. derfraße 10, zu melden. Drechsler. Sonnabend, den 8. September, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel Ufer: Achtung! Maurer. Achtung! Holzbearbeitungs- Maschinen- Arbeiter. Centrums-Vertrauensmänner- Versammlung der Freitag, den 7. September, abends 8 1hr, bei Herrn Mews, Stromstraße 28: Die Vertrauensmänner: Versammlung findet nicht Montag, den 83/6 10. d. M., sondern Drechsler. Mitgliederversammlung des Gentralverbands der Maurer ut. Hente, Freitag, den 10. September cr., 2. Disfuffion. 3. Beschluß der Vertrauensmänner zu mufrem Borgehen. Zahlftelle Berlin II. Bezirk Moabit. Tagesordnung: Vortrag. Diskussion und Verschiedenes. Um rege Beteiligung ersucht 189/25 Die Verbandsleitung. O bei Wilke statt. Zähne 2 M. Tagesordnung: 1. Bericht über die Drechslermeister- Versaminifung. Die Vertreter fämtlicher Werkstätten aus allen Bezirken haben zu er scheinen. 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzloses Zahn- Mitgliedsbuch und Vertrauensmännerfarte legitimiert. ziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Tellz. wöchentl. 1 M. NB. Sonntag öffentliche beschließende Drechsler Versammlung bei Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 130. Sprechst. 9-7. Stechert, Andreasstr. 21. Neu- Eröffnung des Warenhauses S. Hirschweb Am Büschingplatz- Landsbergerstr. 21- Am Büschingplatz. Meiner werten Kundschaft zur gefl.Kenntnis, dass ich nach beendetem Umbau unter Hinzunahme der 1. Etage und erweiterten Parterre- Räumen meine sämtlichen Abteilungen bedeutend vergrössert habe. Neu aufgenommen: Glas, Porzellanwaren, Emaille sowie sämtliche Haushaltungs- Gegenstände. Eröffnung findet morgen, Sonnabend, den 8. d. M., nachmittags 5 Uhr statt. Meine Geschäftsräume bleiben bis zur Eröffnung für den Verkauf geschlossen. Jeder Käufer erhält an der Kasse ein praktisches Geschenk. do Jedes Wort: 5 Pfennig. 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Nach zweimonatlichen Sommerferien tritt heute die Vertretung der Berliner Bürgerschaft zur Wiederaufnahme der Geschäfte zufammen. Der Vorsteher Dr. Langerhans begrüßt die Versammlung und weist auf die schweren Arbeiten hin, die dieselbe in den nächsten Monaten zu erledigen haben werde. Er gedenkt sodann des Hin scheidens des Stadtv. Jordan, zu dessen Ehren sich die Erschienenen von den Plägen erheben. Der Stadtv. So If hat sein Mandat nach fast 25jähriger Mitgliedschaft aus Gesundheitsrücksichten niedergelegt. 31 Mitglieder der Versammlung weilen zur Zeit noch in Urlaub. Für das im Tiergarten an der Schmalseite des Goldfischteichs aufzustellende Haydn- Mozart- Beethoven- Denkmal bewilligt werden. sollen dem geschäftsführenden Ausschuß des betreffenden Komitees M. 10 000 Dr. als Beitrag zu den Gesamtkosten von 80 000 M. Die im Juni abgelehnte Vorlage wegen Vermietung einer im Haufe der Pumpstation des Radialsystems III der Stanalisation, Schönebergerstr. 21, belegenen Wohnung hat der Magistrat mit der von uns schon ausführlich besprochenen Erläuterung ihrer ursprünglichen„ Begründung" der Versammlung zum zweitenmal zu gehen lassen. Ohne Diskussion erteilt diesmal die Versammlung zu der VorTage ihre Zustimmung. Auf Antrag des Stadtv. Justizrat Cassel wird dem Komitee die ganze an den Kostenbetrag noch fehlende Summe von 12 000 M. fast einstimmig bewilligt. Für die abermalige Veranstaltung von Vorlesungen über Elektrotechnik durch den Subdirektor Professor Szymanski im Hörsaal der ersten Handwerkerschule sollen im kommenden Winter 1300 m. verausgabt werden. Stadtrat Nam slau: Dem Wunsche der Antragsteller selbst wird der Magistrat natürlich nicht entgegen sein, aber für dieses Jahr wird sich die Sache praktisch kaum durchführen lassen, da wir auf das Auditorium in der I. Handwerkerschule und allein auf den Prof. Szymansti angewiesen sind. Tokales. Den 30. Oftober, Grundstücks und kann es für seine Maschinenanlagen gut verwerten. Durch eigne Erbauung von Wohnhäusern seitens der Stadt tann lettere sehr wohl der Wohnungsnot steuern; es liegt teine Veran lassung vor, dem Privatunternehmer etwas zu schenken, damit einen Dienstag, hat der Magistrat, wie wir vernehmen, als Wahler vielleicht selber billigere Wohnungen bauen faun. Daß er das wirklich thun wird, glaubt übrigens wohl Herr Wallach selbst termin für die durch den Tod unsres Liebknecht erforderlich genicht. Ich beantrage eventuell die Verweisung der Sache an einen wordene Ersatzwahl im 6. Berliner Reichstags- Wahlkreise in Ausschuß von 10 Mitgliedern. Vorschlag gebracht. Die Entscheidung über den Termin liegt mun mehr beim Oberpräsidenten. Stadtv. Marggraff: Es find thatsächlich auch niedrigere Angebote abgegeben worden; die Vorlage beschränkt sich darauf, das höchste zu erwähnen. Unter Ablehnung des Antrags auf Ausschußberatung wird die Borlage angenommen. werden. aufbau des abgebrannten Für die Beschaffung von zwei Baraden und zum WiederHeimstättengebäuded in Heinersdorf sollen nachträglich die Kosten von 8095 bezw. 37 508 M. genehmigt Stadtv. Freudenberg fragt an, ob es bei diesem Neubau nicht möglich sein würde, die Bettenzahl zu vermehren; wenn das nicht angehen sollte, wäre es angezeigt, beim Ausbau der Wirtschaftsgebäude barauf Rücksicht zu nehmen, daß die beiden in diesem Sommer provisorisch benutten Baraden auch weiter in Benutzung genommen werden können. Stadtrat Marggraff: Für die männlichen Kranken, die in Heinersdorf untergebracht werden, ist ein größeres Bedürfnis nicht solches anzuerkennen. Stellt sich auch für Heinersdorf ein Behervorgetreten. In Blankenfelde und Malchow ist allerdings ein dürfnis heraus, so werden wir nicht säumen, mit einem Antrage an die Versammlung heranzutreten. Die Vorlage wird angenommen. Zur Erörterung gelangt nunmehr die von uns ebenfalls bereits beleuchtete Vorlage, wonach 1. die ältere Hälfte des Wasserwerks am Tegeler See der gestalt umgebaut werden soll, daß nicht mehr Oberflächenwasser, sondern Grundwasser zur Verwendung gelangt, 2. das Wasserwert am Müggelsee, und zwar ebenfalls unter Verwendung von Grundwasser, weiter ausgebaut werden soll. Zur Ausarbeitung der Entwürfe und zur vorläufigen Beschaffung von Material werden zu 1. 150 000, 31 2. 250 000 m. aus Anleihemitteln gefordert. Stadtv. Rosenow befürwortet Ausschußberatung. Die Vor lage erscheine sehr unscheinbar, die Konsequenzen seien aber sehr wichtige und weittragende. Die Wasserversorgung Berlins Unfre Parteigenossen werden die Vorarbeiten zur Wahl und die Agitation derart betreiben, daß der Nachfolger unsres unvergeßlichen Liebluecht mit möglichst imponierender Stimmenzahl in den Reichstag gewählt wird. Die Stadtverordneten- Versammlung nahm gestern nach einer Ferienruhe von zwei Monaten ihre Arbeiten wieder auf. Unter den zahlreichen Beratungsgegenständen, die auf der langen Tagesordnung dieser ersten Sigung standen, waren mur wenige von allgemeinerem Juteresse. wenige von allgemeinerem Jnteresse. Ats städtischen Beitrag zu den Kosten des geplanten HaydnMozart- Beethoven Denkmals fordert der Magiſtrat 10 000 m. Die Versammlung bewilligte einstimmig den gesamten zur Dedung der Herstellungskosten noch fehlenden Rest in Höhe von 12 000 M. Der Antrag auf Erhöhung war von Mitgliedern aller Fraktionen gemeinsam gestellt worden. Die Frage einer städtischen Wohnungspolitik wurde von unserm Genossen Hinge berührt aus Anlaß der Magistratsvorlage über den beabsichtigten Verkauf eines der Kube- Stiftung gehörigen Grundstücks. In Berlin treibt man bekanntlich überhaupt feine städtische Wohnungspolitik. Von seiten der Stadt geschieht hier nichts zur Linderung der Wohnungsnot und zur Bekämpfung des Wohnungswuchers; das überläßt man andren, weniger großen Städten. Die Mahnung, den städtischen Grundbesitz nicht zu ber ringern, sondern zu erweitern, ist daher durchaus angebracht. Sie läßt sich zwar mit Bezug auf den Grundbesitz der erwähnten Stiftung nicht gut befolgen, aber leider ist der Magistrat samt der Mehrheit der StadtverordnetenVersammlung principiell gegen jede Maßregel, die darauf abzielt, dem Treiben des Hausagrariertums einen Damm entgegenzusetzen. Stadtrat Marggraff meinte, die Anregung sei immerhin ganz anerkennenswert. Eine Anerkennung durch Worte ist billig und ver pflichtet zu nichts; auf eine Anerkennung durch die That werden wir lange warten können. Zu der Vorlage, betreffend den Wiederaufbau der abgebrannten Stadtv. Schwalbe beantragt die Erhöhung der Summe auf 1800 Mark. Stadtv. Borgmann beantragt, den Magistrat zu ersuchen, gleichzeitig auch für die Mitglieder des Magistrats und der Stadtverordneten- Versammlung solche Vorlesungen zu veranstalten, weil sich gezeigt habe, daß schon vor zwei Jahren auch seitens einer großen Zahl von Kollegen die damaligen Vorlesungen besucht wurden, ein erheblicher Teil derfelben aber noch nicht Gelegenheit liege augenblicklich sehr im argen; es handle sich um eine Frage gehabt habe, an denselben teilzunehmen, und das Bedürfnis, sich von eminentester Bedeutung für das vitalste Lebensbedürfnis der auf diesem so bedeutsamen Gebiete zu unterrichten, gerade für die Berliner Bevölkerung. Die Frage der Gewinnung eines einwand- eimstätte in Heinersdorf und die bei dieser Gelegen städtische Behörde unbestreitbar sei. freien Grundwassers sei noch feineswegs gelöst, während der Oberpräsident immer energischer in den Magiftrat dringe, in fürzester heit vorzunehmende Erweiterung dieser Anstalt machte Namslau: Frist Abhilfe zu schaffen. Obgleich der Magistrat sich seit 2 Jahren unser Genosse Freudenberg den Vorschlag, die Bettenzahl noch mit der Angelegenheit beschäftige, sei man noch keinen Schritt weiter stärker zu vermehren, als es vom Magistrat beabsichtigt wird, und gekommen und befinde sich nunmehr in der Kalamität mitten drin. durch Erhaltung der provisorisch errichteten Baracken die Möglichkeit Stadtv. Lü ben hält aus denselben Gründen Ausschußberatung zu schaffen, die im Sommer stets sehr zahlreichen Aufnahmegesuche für unumgänglich. rascher als bisher berücksichtigen zu können. Dem gegenüber bestritt Auch Stadtv. Schwalbe tritt für dieselbe ein. Magistratsvertreter Stadtrat Marggraff, daß für Heinersdorf ein in der Förderung der Angelegenheit an nichts habe fehlen lassen. Stätten- Kuratoriums könnten den Herrn Stadtrat eines andern beStadtrat Hirse torn bemerkt, daß die Wasserwerksdeputation größeres Bedürfnis vorliege. Die Verwaltungsberichte des Heimdes Müggelwassers vor einigen Monaten hier verhandelt wurde, lehren. stellte sich eine allgemeine Zufriedenheit mit den vom Magistrat ges Die Angelegenheit der geplanten Umwandlung ber gebenen Aufklärungen ein, und ich war eigentlich der einzige, Wasserversorgung Berlins führte zu einer längern der an seinen Zweifeln festhielt. Es freut mich, daß fich jezt Debatte, die mit Ueberweisung der Magistratsvorlage an einen so allgemein die Ansichten geändert haben( Widerspruch), und Ausschuß endete. Die Notlage, in der sich die Stadtgemeinde augendaß man sich überwiegend der Meinung zuwendet, daß die bisherige blicklich befindet sie wird von der Regierung mit Rücksicht auf die Wasserpolitik des Magistrats teine besonders zweckmäßige war. Der Overpräsident hat doch auch nicht erst jetzt, sondern schon wachsende Gefahr einer Verseuchung des Tegeler im vorigen Oktober eine ganz ähnliche Verfügung, an den Magistrat und des Müggelsees gedrängt, baldigst zu dem Tief. brunnensystem überzugehen ist nicht ganz unverschuldet. erlassen. Wir werden natürlich für die Vorlage stimmen. Stadtv. Schwalbe hält diese Gegengründe nicht für durch schlagend, ebenso wenig der Vorsteher Dr. Langerhans, der ebenfalls dringend um die Annahme des Antrags Borgmann ersucht und außerdem ausführt, daß für die Mitglieder des Magistrats und der Versammlung statt 4 Vorlesungen 2 ausreichen dürften. Mehrheit angenommen. Stadtv. Es mann meint, es müßte denn doch ein größerer Saal in Aussicht genommen werden; der Saal in der Handwerker schule fasse nur 80 Personen. Der Professor Szymansti sei auch sehr überbürdet und dürfe nicht überanstrengt werden. Nach einer kurzen Entgegnung des Stadtv, Borgmann, der bezweifelt, daß es in Berlin nur die eine Autorität des Profeffors Szymanski gebe, die über Elektrotechnik Vorlesungen halten könnte, schließt die Debatte. In zweiter Beratung wird der Antrag Schwalbe und sodann auch der Antrag Borgmann mit großer Die durch Beschluß vom 15. Dezember 1898 vorläufig festgestellte Fluchtlinie für eine neue Straße 5a VIII zur Verbindung der Siemens- und Turmstraße im Zuge der Ottostraße soll, dem Verlangen des Ministers der öffentlichen Arbeiten entsprechend, mit Rücksicht auf die Verkehrsbedürfnisse in der Weise abgeändert werden, daß die Entstehung eines Snids vermieden und die neue Straße allmählich von dem nördlichsten in den südlichsten Teil übergeführt wird. Die Versammlung tritt dem Magistratsantrage ohne Debatte bei. Die Umänderung der Gasbeleuchtung in 59 älteren GemeindeSchul- Turnhallen in Gasglühlicht und die Herstellung rauch und feuersicherer Kellerabschlüsse in den Gemeindeschulen ist in den legten Schulferien erfolgt und hat ca. 25 600 M. Stosten verursacht, welche nachträglich als Etatsüberschreitung bewilligt werden. es Stadtv. Dr. Langerhans: Die Sache ist so wichtig, daß wir Sie ist den Fehlern zu danken, die in frühern Jahren gemacht uns des Tadels des Geschehenen doch enthalten könnten. Die Ab- werden sind, und der Sorglosigkeit, mit der man die weitere Entwässer von Reinickendorf fließen schon lange in den Tegeler See wicklung der Dinge abgewartet hat. ( hört, hört! und Heiterkeit.); mnr werden jegt, wo wir im Zeitalter der egaltiertesten Hygiene leben, die Gemeinden von den Behörden schärfer herangenommen. Der Magistratsantrag muß zur Annahme liter Vier in Faisern hat die Militärverwaltung, wie bürger Lieb Vaterland, magst ruhig sein. Achttaufend hektogelangen, aber Ausschußberatung halte ich mit allen Borrednern fürliche Blätter melden, den ost asiatischen Truppen, eine durchaus umentbehrlich, damit auch die im Publikum auftretenden schließlich der in diesen Tagen abreisenden Expedition, mit auf die Besorgnisse zerstreut werden. Stadtv. Rosenow: Nicht Herr Kollege Freudenberg allein Fahrt gegeben. Das Vier, in Gebinden, das für die Tropenländer stellt in dieser Frage die Weisheit und das Gewissen der Verfamme nicht eigens zubereitet worden, ist lediglich dazu bestimmt, den Bedarf lung dar( Heiterkeit); ich habe ebenfalls damals meine Zweifel an es nicht von Bestand, und für die fernere Seereise kommt dann der Mannschaften bis zum Aequator zu decken. Darüber hinaus ist den beruhigenden Zusicherungen des Magistrats zum Ausdruck ge- Flaschenbier zur Verwendung, das durch Pasteurisierung für den nug gearbeitet. Auf den Mann würden nach unsrer Berechnung täglich etwa Damit schließt die erste Beratung. graphischen Bericht fest, daß in der erwähnten früheren Verhandlung dem Verdursten keine Not. Persönlich stellt Stadtv. Dr. Freudenberg nach dem steno- wei Liter Bier kommen. Bis zum Aequator hat es also mit auch Herr Rosenow sich mit den Erklärungen des Magistrats aus- Dreichgraf Pückler sagte gestern, wie die„ Berl. 8tg." meldet, drücklich zufrieden gegeben hat. in einer Bogerversammlung folgendes: An der im Jahre 1903 in Dresden stattfindenden Städte bracht. Der Magistrat hat in der Sache entschieden nicht rasch ge Gebrauch in der heißen gone zubereitet worden ist. Ausstellung soll nach einem Autrage des Magistrats auch Berlin fich beteiligen. Von dem für dieses Unternehmen seitens der beteiligten Kommunen eingesetzten Ausschuß ist zur Deckung der Kosten ein fefter Beitrag von je 7,50 m. auf 1000 Einwohner( alle deutschen Städte von mindestens 25 000 Einwohner dürften ihre Teilnahme erklären) als erforderlich bezeichnet werden. Auch Berlin soll diesen Beitrag zusichern. Die Versammlung stimmt zu. Nach der neuen Fassung des Gewerbe- Unfallversicherungs- Gesetzes bom 5. Juli 1900 treten vom 1. Oftober v. J. ab wesentliche Aenderungen in der Bemessung der Leistungen ein. Eine Vorlage des Magistrats bezweckt, diese Aenderungen auch für die städti fchen Arbeiter von dem erwähnten Zeitpunkt ab in Kraft treten zu laffen. ssglojat hom g Stadtv. Hinge will die Vorlage ablehnen. Es liege tein Grund vor, unter den Tagwert herunterzugehen. Der gebotene Preis von 210 000 m. bede mur den Nußungswert, der schon Heute durch die Mieten erzielt werde. Das Grundstück könnte noch ausgebaut und so starter nuzbar gemacht werden; es würde, wenn bies geschähe, in etwas der herrschenden Wohnungsnot Die Vorlage wird einem Ausschuß von 15 Mitgliedern überwiesen. Schluß 74 Uhr. Wenn wir etwas erreichen wollen, dann müssen wir jetzt mit Büchtigungen anfangen. Wenn wir erst einmal angefangen haben, dann wird uns die Sache schon Spaß mache 11. Sie müssen den Juden in allen Theatern, in allen öffentlichen Gärten, überall, wo sich so ein widerwärtiger Jude zeigt, mit Knippeln oder was sonst in der Nähe zum Hauen ist, verhauen, auf die Judenbande losdreschen. Hauen das ist eine ganz famose Sache. Es muß wieder mehr gedroschen werden, dann wird es wieder besser werden in der Welt. Die Judenfrage ist nur durch rücksichtslose und kolossale Verteilung zu lösen. Deswegen, meine Herren, machen Sie jetzt eine schneidige Attacke auf die Judenbande. Wenn wir auf unsre Minister und Staatsmänner warten wollen, dann können wir lange warten. Wie Sie gehört haben, bin ich neuerdings wieder angeklagt worden. Da kommt doch Leben in die Bude! Einem jüdischen Assessor, der zu mir sagte:„ Geben Se zu, daß Se sich gegen den Para graphen 113 vergangen haben, geben Se's Bu?" erwiderte ich: " Ich gebe garnischt B." Die Gewerbedeputation des Magiftrats belvilligte in ihrer am Mittwochabend abgehaltenen Plenarsizung sechs Handwerks gesellen Beihilfen zum Besuch hiesiger Fachgewerbeschulen in Höhe von je 100 bis 120 M. aus dem Heyseschen Stiftungsfonds, und drei Schülern der Maurer- Fachschule Beihilfen von je 80 M. Ohne Debatte gelangt die Vorlage unverändert zur Annahme. aus dem Fonds für gewerbliche Ausstellungen. Ferner Das zur Friedrich Wilhelm Kube- Stiftung( Alters- wurde beschlossen, die Fachschule für Buchbinder versorgungs- Anstalt für Lehrer usw.) gehörige Grundstüd von der Blumenstraße nach der Wasserthorstraße 4 zu ver Müllerstraße 14, dessen Wert auf 263 000 m. abeschätzt ist, soll legen und dieser Schule 600 Mart zur Einrichtung in ihrem für 210 000 vertauft werden. neuen Heim aus dem Fonds der Abegg- Stiftung zu überweisen. Die Schule wird gegenwärtig von 132 Schülern besucht.- Zur Anfchaffung von Maschinen für die Lehrwerkstatt, welche die KlempnerFachschule einzurichten beabsichtigt, sollen in den nächstjährigen Etat 3000 m. eingesetzt werden. Einem Lehrer der höheren We be Die hiesigen Borer sagen gleich ihrem Führer, daß Vorsicht der hule wurde die Fortzahlung feines Gehalts für die Dauer beffere Teil der Tapferkeit ist, und lassen es halbwegs bei großen feiner zweimonatlichen Erkrankung bewilligt und die Maurer orten bewenden. Leider ist man in Westpreußen und andern meister Charlie und Stnobloch zu Mitgliedern des Kuratoriums Gegenden des dunkelsten Deutschland nicht so vorsichtig; manchem der Fachschule für Maurer und gimmerer gewählt. abgeholfen werden, da es sich um lauter kleine Wohnungen handle. Mit dieser brennenden Frage müßten sich endlich auch die städtischen Ueber ein Gesuch der Vereinigten Berliner Ortsgruppen des armen dummen Teufel ist dort die radau- antisemitische Propaganda Behörden beschäftigen. Düsseldorf und Charlottenburg hätten schon Deutschnationalen bandlungsgehilfen- Verbands der That recht übel bekommen. Eine Preiserhöhung für das Mittagessen um 10 Pf. hat auf dem Wege der kommunalen Herstellung von Arbeiterwohnhäusern wegen Errichtung eines faufmännischen Schiedsgerichts fonnte die Initiative ergriffen, Berlin solle diesem Beispiel folgen. Der nicht verhandelt werden, weil der hierzu bestimmte Referent ver- gestern auch der Verein der Berliner Weißbierwirte bestädtische Befit an fleinen Wohnungen sollte erweitert, nicht verringert hindert war, in der Sigung zu erscheinen. Die Angelegenheit wurde schloffen. Begründet wird die Preissteigerung mit der Bertenerung zur nächsten Sigung vertagt, desgleichen die Beschlußfassung aller Rohmaterialien, des Heizmaterials und den ganz enormen Stadtrat Marggraff: Der löbliche gwed, den der Borrebner über die Verwendung des Vermögens der aufgelösten Seifensteder Mietssteigerungen für Geschäftslokale. Ueber die Stichhaltigkeit der Gründe für die Preissteigerung ist weiter fein Wort zu verlieren. im Auge hat, fann bei dieser Stiftung nicht verfolgt werden. Es Innmg. handelt sich nicht um städtisches, sondern um stiftisches Geld. Die städtische Schuldeputation hat mit Rüdsicht auf die stets Benn nur der Arbeitsverdienst der Bevölkerungsschichten, die am Das Grundstück ist öffentlich ausgeschrieben worden, und die An- zunehmende Bevölkerungszahl des Stadtteils Gesundbrunnen meisten unter der Teuerung und Auswucherung zu leiden haben, gebote haben den Tagwert nicht erreicht; die Grundeigentums- beschlossen, auch in der 140. Gemeindeschule Brinzen- Allee Fort- einigermaßen zu den Preissteigerungen im Verhältnis stände. beputation hält den gebotenen Höchstpreis für sehr angemessen. bildungskurse einzurichten. Der Verein für das Wohl aus Zu dem vom Charlottenburger Magistrat ertvogenen Plan, Wem die Stiftung ins Leben treten soll, müssen die Grundstücke, der Schule entlaffener Jugend hat beim Magistrat den Antrag ge- am Orte eine öffentliche Schreibstube zu errichten, schreibt uns wie ja auch die Stiftungsurkunde verlangt, allmälig veräußert ftellt um Hergabe von Räumlichkeiten in der Nähe des Görliger der Centralverein der im Adressenwesen Beschäftigten: Wir können uns einen Vorteil von der Einrichtung dieser Schreibstuben" nicht versprechen. Liefert der Magistrat dafür städtische Arbeit, so werden eine nicht geringe Anzahl Personen, die heute periodisch als Hilfsarbeiter angenommen werden, geschädigt werden. werden. Stadtv. Wallach äußert sich in demselben Sinne. Stadtv. Hinge: Nach der Vorlage ist nur ein Gebot von Herrn Wolter abgegeben worden; Herr Wolter ist ein Nachbar des bis Ufers zur Errichtung einer se ochschule. Die Schuldeputation hat in Aussicht genommen, für diesen gwed einen Raum in dem im Bau begriffenen Gemeindeschulhause am Görliger Ufer zur Berfügung zu stellen. -1 " 6 M. zu erhöhen. oder gar gezwungen, das, was sie jetzt als freie Arbeiter ver- wurde 2. vom Bock geschleudert und fiel unter seinen Wagen. Die Socialisten in der früheren Gemeindevertretung regten schon vor dienten, in Zukunft auf dem Umwege über die Schreibstube" Räder gingen dem Unglücklichen über den Leib. Er wurde mittels Jahren an, den Leuten statt des Freitanzes und Freibiers lieber ein als Armeninterſtügung" zu empfangen. Zudem würden die Jn Droschke in die Charité gebracht, wo er hoffnungslos daniederliegt. höheres Erntegeschent dies betrug 3 M. zu geben. Damals Gegenliebe. Jetzt hat milit fassen der Schreibstube mit städtischer Arbeit jedenfalls als Lohn= Ein gefährlicher Fabrikbrand kam gestern früh 3/47 Uhr in fanden unsre Genoffen keine der augenblickliche Administrator des Guts, Herr Kauf drücker für die Hilfsarbeiter dienen, da man den arbeitslosen der Alexandrinenstraße 97 zum Ausbruch. Das große, drei mann, der Baudeputation, der das Rieselgut als Teil Armenunterstüßung Erhaltenden doch kaum den Lohn eines freien Arbeiters zahlt. Plant man aber die Schreibstube etwa in der Höfe umfassende Grundstück ist durchweg mit Fabrikbetrieben befeht. der Kanalisationsanlagen untersteht, denselben Vorschlag ge Im dritten Stock des zweiten Quergebäudes befindet sich die Metallmacht. Er berechnete, daß bei den bisherigen Veranstaltungen Form der hier seitens des Vereins zur Besserung entlassener schleiferei und galvanische Anstalt von E. Engel, in deren Schleifauf die Person einschließlich des Erntegeschents 6 Mart Strafgefangener" unterhaltenen Schreibsinbe, indem man das besaal das Feuer auf nicht ermittelte Weise austam. Es wurde erst treffende Zimmer als Wärmehalle ansieht, Vollstüchenmarken aus- bemerkt, als die von der Hige geborstenen Fensterscheiben auf den gekommen seien. Die Kommission stimmte dieser Anregung zu und giebt und auf Privataufträge wartet, die man zu jedem Preise giebt und auf Privataufträge wartet, die man zu jedem Preiſe of flogen, konnte dann aber auch durch kräftiges Eingreifen veranstaltung nicht zu wiederholen, sondern den Gutsarbeitern von annimmt dann um so schlimmer und der Vorwärts" hat der Feuerwehr unter Leitung des Branddirektors Giersberg bald guten Grund für seine warnenden Worte am Schluß der gestrigen zu Stehen gebracht werden. Als ein Glück muß es betrachtet iegt ab nach der Ernte stets einen freien Tag, selbstverständlich Notiz... Die Arbeit der Adreſſenſchreiber ist heute schon so unlohnend werden, daß die über dem Brandherde im vierten Stock liegende ohne Lohnabzug, zu gewähren und das Erntegeſchenk von 3 auf wie möglich, und wir fürchten allen Ernstes, daß die berufsmäßigen Kontobücherfabrik und Buchbinderei von Julius Rosenthal gehalten Versuche mit einem neuen Basaltcementpflaster Adreffenschreiber durch diese Institutionen mit der Zeit auch noch werden konnte, da die dort lagernden Papiervorräte die Ausdehnung werden zur Zeit in der Ningbahnstraße in Rigdorf gemacht. Das auf den Weg zum Armenhause gelangen. Darum ist es dringend nötig, daß sie sich Mann für Mann ihrer Organisation, dem des Brandes wesentlich begünstigt hätten. Da jedoch die Decke zum Pflaster ist von Hamburg aus empfohlen worden, wo es am vierten Stod start gelitten hatte, so wurde das während des Brandes Der Quadratmeter Pflasterfläche Centralverein der im Adressenivesen und verwandten. Branchen BeAmerikaquai verwendet wurde. schäftigten anschließen und, sobald sie beschäftigungslos find, die von erschienene Arbeiterpersonal der Rosenthalschen Fabrik wieder nach soll sich auf 9 M. stellen, während er bei schwedischen Steinen Hause geschickt. Eine größere Betriebsstörung wird indessen in den 11-12 m. toftet. der Organisation eingerichtete Schreibstube, welche sich im Gebeiden Fabrikbetrieben nicht eintreten. wertschaftshaus Zimmer 34 befindet, aufsuchen. An die Vom städtischen Arbeitsnachweis in Nixdorf verlangten in Arbeiterorganisationen aber richten wir die Bitte, dieses Unter Im Streit schwer verletzt wurde gestern, Donnerstag Monat August 142 Arbeitgeber insgesamt 180 Personen, und zwar nehmen, welches in Bälde noch ausgebaut werden soll, nach Mög- nachmittag ein Arbeiter Gollmig in dem Hause Schiffbauer- 44 Handwerker, 10 Fabritarbeiter, 88 ungelernte Arbeiter, 12 Dienst lichkeit zu unterstützen." Damm 29. Der Pförtner Hardle, der hier auszog, machte seinem mädchen, 7 Fabritarbeiterinnen, 14 ungelernte Arbeiterinnen, 1 Lehrling Rücksichtslosigkeit der Großen Berliner. Die Wagen der einziehenden Nachfolger den Vorwurf, daß er ihn durch billigeres und 4 Arbeiter unter 16 Jahren.- Beschäftigung gesucht bezw. Nachweis süblichen Vorortbahn und die des Halbrings zwischen Schöne- Angebot an den Grundbefizer verdrängt habe. In dem Streit, der und 4 Arbeiter unter 16 Jahren.- Beschäftigung gesucht bezw, Nachweis darüber entstand, schlug der neue Pförtner den Schwiegersohn des von Arbeit erbeten haben 311 Personen, die sich wie folgt gruppierten: berg und Nixdorf dürfen auf dem Blücherplatz von jetzt ab nicht Hardke, dem Arbeiter Hollmig, mit einem Gashahnschlüssel vor die 45 Handwerker, 30 Fabritarbeiter, 183 ungelernte Arbeiter, 3 Dienst mehr halten. Diese Anweisung hat die Große Berliner Straßen- Stirn und verlegte ihn so schwer, daß ein Schuhmann des mädchen, 9. Fabrikarbeiterinnen, 18 ungelernte Arbeiterinnen, sowie 23 Arbeiter unter 16 Jahren. Von diesen erhielten Arbeit nachbahn- Gesellschaft am Sonntag ihren Schaffnern und Wagenführern 5. Reviers ihn mit einer Droschke in die benachbarte Charité gewiesen 152 Personen, und zwar 39 Handwerker, 10 Fabrikarbeiter, zugehen lassen, ohne daß auch nur im geringsten dem bringen mußte. Auf beiden Seiten bildeten sich Parteien, die nun 81 ungelernte Arbeiter, 1 Lehrling, 4 Fabritarbeiter unter 16 Jahren Publikum eine Mitteilung gemacht worden wäre. Täglich sieht man denn auch Leute auf der neuen, erst vor kurzem ebenfalls an einander gerieten. Mehrere Teilnehmer an der Schlägerei und 17 weibliche Personen. Der Fernsprecher wurde in 107 Fällen wurden polizeilich festgestellt. hinter der Normaluhr angelegten Rettungsinsel der Ankunft der Wagen harren und diese hart an dem Juselperron vorbeifahren. Erst am Eingang zur Bellealliancestraße ist jetzt die Haltestelle. Derartige plögliche Aufhebungen von Haltestellen sind bei der Straßenbahn schon öfter erfolgt. Wie kann man von der Großen Berliner auch verlangen, daß sie das Publikum anständig behandle! = Das Komitee für Ferienkolonien teilt uns mit, daß Sammelbüchsen, die in Bierhäusern 2c. aufzustellen sind, im Bureau Krausnickstraße 5 abgegeben werden. " benutzt. 1 Vermischtes. " Offenherzigkeit. Die Münch. Neuesten Nachrichten" erzählen von einer sehr unvorsichtigen Bekanntmachung, die am vorigen Sonnabend von einer Münchener Weinhandlung angeschlagen war: Wein- Occasion, wegen Geschäftsverlegung, 8n Fabrikpreifen." 0021 Ein Grubenunglück. Wie man aus Kattowiz meldet, wurden Die Verbreiterung der Kommandantenstraße zwischen der einden- und der Beuthstraße ist schon seit etwa zwei Jahren in der auf dem Bahnschacht der„ Königsgrube" vier Bergarbeiter Hauptsache beendet, aber auf der Südseite verlief die Bordschwelle von herabfallenden Gesteinmassen verschüttet. Einer wurde getötet, Beanstandete Stiftung. Die Vogelgefang- Stiftung, aus des Bürgersteigs bisher immer noch in der alten, den Fahrdamm zwei sind schwer und einer leicht verlegt. welcher nach dem Willen des Testators die Bibliotheken unsrer stellenweise start einengenden Zickzacklinie. Erst jetzt wird hier der Kranken Anstalten 2c. vervollständigt werden sollen, ist, wie wir Bürgersteig durchgängig auf die bebauungsplanmäßige Breite ein hören, vom Oberpräsidenten beanstandet worden, weil drei be- geschränkt und der Fahrdamm entsprechend verbreitert. Der Großen dürftige Verwandte des städtischen Oberarztes Dr. Vogelgesang vor- Berliner Straßenbahn" wird damit die Möglichkeit gegeben, die in handen sind, nämlich zwei Zanten und ein Better desselben, die diesem Teil der Kommandantenstraße geplante Geleisverbindung mit sämtlich außerhalb wohnen. Die Genehmigung zur Annahme das der Lindenstraße auszuführen. Die Konzession dazu ist ihr bereits im Mädchenhandel. In Posen wurde, wie man uns von dort der Stadtgemeinde Berlin zufallenden Nachlasses von rund Frühjahr erteilt worden. Durch diese kurze Ergänzungsstrecke wird 58 000 Mart", so heißt es in dem Erlasse des Oberpräsidenten, für die Straßenbahn ein neuer, bequemer Zugang von der Luisen- schreibt, ein beschäftigungsloser Inspektor verhaftet, der im Verdacht , fann ich mit Rücksicht auf die Verhältnisse der ge- stadt nach der Friedrichsstadt und den anschließenden Stadtteilen ge- steht, den Versuch begangen zu haben, Mädchenhandel zu treiben. nannten Hinterbliebenen nur befürworten, wenn sich die Stadt- schaffen werden. Die Nordpol Expedition des Herzogs der Abruzzen hat gemeinde Berlin bereit erklärt, ihnen eine angemessene Abfindung zu mit einem Mißerfolg geendet. Nach einer Drahtmeldung aus gewähren." Nach dem Vorschlage des Oberpräsidenten würde diese Hammerfest, 5. Septbr., schleppt der Dampfer Hertha" gegenwärtig Abfindung für die eine der Tanten 10 000 m., für den Vetter den Dampfer der Expedition des Herzogs der Abruzzen, Stella polare" 5000 m. betragen und der andern Tante würde eine Jahresrente südwärts. Eine weitere Meldung aus Hammerfest lautet: von 500 m. lebenslänglich zu zahlen sein. Der Magistrat hat nun Der Dampfer Hertha", der vor einiger Zeit mit einer privaten beschlossen, den beiden legtgenannten Verwandten die vorgeschlagenen Jagdgesellschaft von hier abgegangen war, war gestern hierher Abfindungen zu zahlen, die 10 000 m. indes abzulehnen, weil die abzufindende Tante, die Ehefrau eines pensionierten Oberfchrers Zeugen gesucht. Die Personen, welche am 6. Auguft früb zurückgekehrt, ohne Franz Josefsland erreicht zu haben, wo die Dr. S., in austömmlichen Vermögensverhältnissen lebe. Die Stadt 7/2 Uhr in der Brückenstraße gesehen haben, wie der Vergolder Jagd stattfinden sollte. Die für den Herzog der Abruzzen bestimmte Post wurde damals dem Herzog nicht zugestellt. Die Insel war mit verordneten- Versammlung wird demnächst über den Magistratsantrag Hebenstreit von einem Wagen der elektrischen Straßenbahn über- mehrere Meilen sich hinstreckendem Eise umgeben. Die„ Hertha" zu beschließen haben. fahren wurde, werden gebeten, sich bei der Witive des Ver- versuchte vergeblich von mehreren Seiten, an die Insel heranDer fürzeste Einen heftigen Zusammenstoß zwischen einem elektrisch englückten, Frau Hebenstreit in Nummelsburg, Prinz Albertstraße 5, zukommen, traf aber überall große Gisberge an. zu melden. zwischen der Hertha" und der Insel erreichte Abstand betrug sechs Seemeilen; man wagte aber nicht, da das Eis in starker Bewegung war, das Schiff zu verlassen. Als die Hertha" gestern Hammerfest wieder verließ, begegnete sie in der Nähe der Stadt der„ Stella polare". Die Post wurde sofort an Bord gebracht, weshalb die " Stella polare" nicht mit dem Festland torrespondierte, sondern südwärts weiterging. Omnibus, einer Droschke und einem Obstwagen gab es gestern abend in der Friedrichstraße in der Nähe des Oranienburger Thors. Der Omnibus faßte die Droschke, die zwischen ihm und dem an der Bordschwelle stehenden Wagen eines fliegenden Obsthändlers" hindurchfahren wollte, so heftig, daß sie gegen den Obstwagen flog und diesen umwarf. Die Fahrgäste tamen unversehrt davon, auch die drei Fuhrwerke wurden nicht sehr stark beschädigt. Einen empfindlichen Schaden dagegen erlitt der Obsthändler an seiner Ware. Fast fein ganzer Vorrat an schönen italienischen Birnen usw. flog auf die Straße und wurde verdorben. Der bedauerns werte Mann brach über den ihn schwer treffenden Verlust in Thränen aus und mußte ſein Geschäft aufgeben. Die Nummer der Droschke, deren Führer die Schuld treffen soll, wurde festgestellt. Feuerbericht. Eine Reihe Kleiner Brände erfolgt am Donnerstag. Wollinerstr. 68, Cuvryftr. 45 und Havelbergerstr. 12 gingen Kleidungsstücke und Wäsche in Flammen auf. Reichenbergerstr. 47 brannten Tische und Regale. Außerdem erfolgten Alarmierungen aus unbedeutenden Anlässen nach Beusselstr. 61, Luisen- Ufer 41, Georgenfirchstraße 5 und Thaerstr. 20. Die Direktion des Cirkus Busch teitt uns mit, daß der Cirkus nächstens nach Berlin kommen und die Reichshauptstadt mit einem Weltausstellungs- Programm überraschen wird. Aus den Nachbarorten. In Havana ist eine Epidemie von gelbem Fieber ausgebrochen. Gestern betrug die Zahl der Todesfälle 83. d Magiftrat und Baudeputation in Rigdorf gegen die Stützen der Gesellschaft. Eine sensationelle Meldung wird Streifklausel. Die Rixdorfer Baudeputation hatte fürzlich die dem Berliner Tagebl." aus Budapest übermittelt: Die dortige Bergebung der Erd- und Maurerarbeiten für den Turnhallenbau in Polizei kam einer großen und gefährlichen Geldfälscherbande auf die Spur, welcher zwei Advokaten, mehrere Grundbesiger der Kopfstraße zu erörtern und zu beschließen. In der Submiſſion und andre Leute aus beſſeren Stlassen angehören. Heute vormittag bewarben sich fünf Unternehmer darum. Die höchste Forderung wurden bereits mehrere Verhaftungen vorgenommen, darunter auch betrug 38 229 M., die niedrigste 15 397 M. Der Zweithöchst die des Advokaten Zoltan Takacs, der als Agitator bei allen Ein dreifter Schwindel ist gegen die hiesige Silberwaren Fabrit von H. Meyer u. Co. versucht worden. Aus Brandenburg fordernde, Maurermeister I e mke aus Rigdorf. verlangte 20 732 M. Straßendemonstrationen sich in den weitesten Kreisen der ungrischen erhielt die Firma von einem„ Lieutenant Soltan" den Auftrag, eine und wollte beim eventuellen Abschluß die Streitklausel in Hauptstadt bekannt gemacht hat. Stollektion filberner Potale zur Ansicht zu senden. Die Firma schickte den Vertrag mit aufgenommen haben. Ein Vertreter des Magistrats allzu vertrauensvoll ohne weiteres waren im Werte von 600 m. teilte mit, daß der Magistrat beschlossen habe, keine nach Brandenburg, wo sie dem in einem Gasthaus einlogierten Be Arbeiten an solche Submittenten zu vergeben, welche die steller auch eingehändigt wurden. Sofort nach dem Eintreffen der Streitklausel zur Bedingung machten. Die Stom Sendung machte sich dieser nun aber daran, die Pokale in Branden- mission schloß sich diesem Beschlusse an. Den Zu burger Geschäften zu verkaufen, und da er sich dabei höchst auffällig schlag erhielt der Mindestfordernde. benahm, wurde die Polizei benachrichtigt, die sich den„ Herri Die Scharfmacher hatten fürzlich die Nachricht verbreitet, daß Lieutenant etwas näher ansah und bald feststellte, daß der angebliche Offizier der wohnungs- und stellenlose 22jährige Handlungskommis auch Nixdorf sich für die Streifklausel erklärt hätte. Nun kommt Emil Sell aus Hildburghausen ist, der früher schon als„ Kaufmann die Lügenhaftigkeit dieser Tendenznachricht an den Tag. Soltau" sich auch in Schöneberg in der Stubenrauchstraße 4 hatte Charlottenburg. Die erste Stadtverordneten- Sigung nach den anmelden laffen. Man nahm den Herrn Lieutenant natürlich Ferien fand am Mittwochnachmittag statt. Die umfangreiche TagesTages-) Gerste, gut schleunigst in Gewahrsam und schütte damit die Firma vor weiterem ordnung wurde verhältnismäßig rasch erledigt, da die meisten VorSchaden. lagen des Magistrats ohne erhebliche Debatten angenommen wurden. Nur wenige Punkte wurden nicht so rasch erledigt. Marktpreise von Berlin am 5. September 1900 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. t) eizen, gut D.-tr.| 15,60 15,56 mittel 15,52 15,48 gering 15,44 15,40 14,80 14,78 " " " Roggen, gut " " mittel gering " 15,40 14,90 14,76 14,74 14,72 14,70 14,80 14,40 mittel " gering *) Safer, gut " " mittel gering 14,30 13,90 16,10 15,20 15,10 14,20 14,10 13,20 Nichtstroh Heu Erbsen +) ab Bahn.. Sartoffeln, neue, D- Ctr, Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter Gier Karpfen Male Bander Hechte 6,82 6,50 Barsche 7,40 5,- Schleie 40,- 25, Bleie 45, 25, Krebse 70, BO, 1190 6,-141,60 1,20 1,20 11,60 1,10 1,60 1" 1,60 1,20 2,80 2,20 60 Stüt 42,60 1 kg 2, 1,20 2,60 1,20 2,60 1,40 1,20 1,80 0,80 " 2,50 1,20 1,40 0,80 2, per Schot 20,00 2,50 *) frei Wagen und ab Bahn. Produktenmarkt vom 6. September. Getreide. Am heutigen Getreidemarkt war die Tendenz durchweg matt infolge etwas schwächerer Breismeldungen aus Nordamerika und reichlicheren Warenangebots von inund ausländischer Ware. Nordrussischer Roggen wurde in einigen Bosten nach hier verschlossen. Daraufhin traten hiesige Stommiſſionäre als Abgeber für Lieferungen auf. Im Preise war Roggen 0,50 M., Weizen 1 M. billiger zu haben. Am Markte für Futterartikel lag Hafer etwas schwächer, Mais behauptet. Rüböl konnte fein gestriges Niveau gut behaupten. Spiritus. Spiritus war im Preise unverändert. 70er loco 51 M. Ein Opfer des Straßenverkehrs ist die 79 Jahre alte Witwe Wilhelmine Müller geb. Traugott aus der Steinstraße 17 Der Magistrat beantragte, zwei Grundstücke, Ballstr. 25 und 26, geworden. Die alte Fran machte noch jeden Tag ihren Spaziergang zum Preise von 68 000 und 90 000 Mart anzukaufen, weil dadurch und hatte sich trotz ihrer Schwerhörigkeit auch noch immer im das dahinterliegende im städtischen Besiz befindliche Gelände erhebAm Sonnabendvormittag aber, lich an Wert gewinnen würde. Stadtv. Ströhler hielt den geStraßengewühl zurechtgefunden. als sie am Rosenthaler Thor den Fahrdamm überschreiten wollte, forderten Preis für zu hoch und beantragte Ablehnung der Vorlage; Speisebohnen überhörte sie den Zuruf eines Kutschers, wurde von der Deichsel die Besizer, meinte er, müßten der Stadt später doch ein Anerbieten Linjen eines langsam fahrenden Geschäftswagens umgestoßen und am machen. Bürgermeister Matting fürchtete wohl nicht mit Unrecht, Hinterkopf überfahren. Im Moabiter Krankenhause, in das ein daß später höhere Preise gezahlt werden müßten. Die Vorlage Lückscher Rettungswagen sie brachte, ist sie jetzt ihren Verlegungen wurde schließlich an einen Ausschuß von 9 Mitgliedern verwiesen. erlegen. An der Forderung für einen Schuldiener im neuen Gebäude des Die Brände von Straßenbahn- Wagen mehren sich jetzt in Reformgymnafiums am Savignyplatz wurde eine Streichung vorgenommen. Die Beihilfe für Reinigung soll erst von der Zeit an geradezu unheimlicher Weise. Seit Sonntag ist kein Tag vergangen, zur Auszahlung kommen, wenn der Unterricht in den neuen Räumen an dem nicht durch derartige Unfälle der Straßenbahn- Betrieb ge- eröffnet worden ist. stört und die Passagiere gefährdet worden find. Nachdem bereits Eine längere Diskussion knüpfte sich an die Vorlage, die Etatsam Sonntag ein durch Feuer nicht unerheblich beschädigter Wagen Ueberschreitungen der Stasse der Gas anstalten für das Jahr 1899 nach der Reparatur- Werkstätte geschafft worden, wurden am Montag in der Köpnickerstraße in der Nähe der Feuerwache die Accumulatoren u genehmigen. Stadtv. May brachte hierbei die Coatsfrage eines Wagens durch Brand beschädigt. Das Feuer konnte jedoch mit zur Sprache und fragte an, warum fleine Leute oft nur einen halben Scheffel Coats erhalten könnten. Es sei vielleicht angebracht, Hilfe von Löschmannschaften unterdrückt werden. Von einem gleich in Zukunft dem Großunternehmer, welcher Coats abnehme, weniger artigen Unfall wurde auf der Treptower Chaussee ein Wagen der entgegen zu kommen. Stadtrat Samter glaubte die Coatsnot Linie Behrenstraße- Treptow betroffen. Mittwoch geriet, wie schon gemeldet, am Potsdamer Thor ebenfalls ein Wagen in Brand. Der darauf zurückführen zu können, daß viele Leute aus Furcht vor Bedarf einem Steigen der Preise ihren für den Kurzschluß, durch den die Brände veranlaßt werden, wird verursacht schon jetzt einkaufen wollten. Es feien 720 000 Hektoliter Coats teils durch die zersetzende Wirkung der Accumulatoren- Säuren, teils vorhanden gewesen, von denen ein Großunternehmer 240 000 erdurch die vagabondierenden Ströme. Die letzteren machen sich behalten habe, so daß alfo 480 000 für den Einzelverkauf verblieben. sonders bei feuchter Witterung bemerkbar. Uebrigens würde bei der Wintercampagne so viel Coats produziert Bei der Arbeit vom Tode überrascht wurde Mittwochabend werden, daß jeder Wunsch nach Coats befriedigt der 58 Jahre alte Anstreicher Reinhold Schmöker aus der Linien werden könne. Stadtv. Barnewis II erklärte dieses für straße 230. Der alte Mann fonnte seit zehn Jahren eines Bruch die Hauptsache, obgleich in keiner Weise gesagt war, daß die Preise Leidens wegen in seinem Berufe nicht mehr arbeiten und verdiente im Winter dieselben bleiben würden. Der Redner glaubt sogar, daß sein Brot damit, daß er in einem Gasthof in der Neuen Königstraße sie im Winter noch weiter steigen würden. Dem kleinen Mann ist beim Ausspannen und Ab- und Zutragen half. Gestern abend brach aber feineswegs damit gedient, daß die Gasanstalten Coats haben, er vor dem Hause Nr. 22 plötzlich zusammen und starb auf dem Flur wenn die Feuerung so teuer ist, daß er sie nicht kaufen kann. Die unter den Händen eines Arztes, wahrscheinlich an einem Herzschlage. Coatsfrage scheint uns daher durch die Erklärungen des Magistrats Die Leiche wurde zur Feststellung der Todesursache in das Schau- durchaus noch nicht in zufriedenstellender Weise gelöst. haus gebracht. Winter Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und Freitag von 7-9 1hr abends statt. E. M. 100. Soll gelegentlich angenagelt werden. R. I. 50. Ja. Fren. Die Mutter wird wahrscheinlich als Beugin vernommen werden. Der Richter kann die Frage nach der Person bes zweiten Schwängerers zulassen, wird sie aber voraussichtlich als nicht zur N. F. 21. Ist in dem vor Gericht ab Sache gehörig ablehnen. geschlossenen Vergleich nichts bezüglich der Kosten vereinbart, so haben Sie bie Hälfte der entstandenen gerichtlichen Stosten zu tragen und falls Kläger sie verauslagt hat, diesem zu erstatten. Wie hoch diese Kosten sind, läßt sich Victoria. Kommen Sie auf Grund Ihrer Angaben nicht feststellen. 23. M., Rirdorf. 1. Ja. 2. Nein. mit der Police in die Sprechstunde. Weguer, Matternstraße. Fordern Sie den Wirt auf, die Wohnung bis zum Beginn Ihrer Mietszeit ordnungsmäßig austrodnen zu lassen. E. F. Thut er dies, dann müssen Sie einziehen, unterbleibt es, dann branchen 100. 1. 150. 2. 6000 m.- H. K., Adolfftrake. Sie haben keinen Sie nicht einzuziehen und können Schadensersaz beanspruchen. Anspruch auf Rückerstattung der gezahlten Beiträge. 52 F. Soweit sich Aus Rigdorf. Das Erntefest auf dem Nixdorfer nach Ihren Angaben beurteilen läßt: Nein. Kommen Sie in die Spreh J. E. Ihre Söhne tönnen weder beim Militär noch sonstwo Von seinem eignen Wagen überfahren wurde heute morgen Rieselgut Waßmannsdorf wurde alljährlich bei Musit, gezwungen werben, fich taufen zu lassen. G. M. Ja, die Konventional: Dabei ist es ftrafe ist eintlagbar. A. F., Sp. Sie brauchen die Alimente nicht an der Ecke der Großen Hamburger- und Oranienburgerstraße der Tanz, Freibier 2c. auf Gemeindekosten begangen. Einen Anspruch auf Vergütung ihrer Bemühungen 29jährige Bierfahrer Hermann Liepmann aus der Invalidenstr. 5. wiederholt zu unliebfamen Vorgängen gefonimen. Einige Teil- weiterzuzahlen. falsch. Die haben Ihre Eltern gegen die Mutter nicht. Infolge Zufammenstoßes seines Wagens mit einem Mehlwagen nehmer verstanden das: Immer mit Maßen!" Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Verantwortlicher Redacteur: Heinrich Ströbel in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. " stunde. 2. 9. 3. Nein