Nr. 209. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit tauftrierter Sonntagss Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post Bettungs Preisliste für 1900 unter Dr. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwürts Berliner Volksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonels zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett), Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Bmt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: " Socialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Getreide. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. zu aus vielen Gründen bleiben. Sonnabend, den 8. September 1900. " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Störung und Gefahr Handel treiben kann. Ich habe gar keine Besorgnisse für die Zukunft, ich bin überzeugt, daß mein Plan gelingen wird; das wird auch zum Besten Stettins, der Provinz Pommern und des ganzen Vaterlandes dienen. Das walte Gott!" jedenfalls auf Pläne schließen lassen, die sehr fein gesponnen Von der schwarzen Parade. sind. Er sagte, er lese soviel gutgemeinte Ratschläge an das Die Aufgabe der 47. Generalversammlung der Katholiken Centrum in der eigenen Parteipresse und da müsse er sich oft Deutschlands in Bonn war laut Programm eines der ersten sagen: Da ist dir doch wieder einmal ein Stürassierstiefel in Redner: Christus, dem Angelpunkte der Zeiten, deine ganzen Netze, die du gesponnen hast, mit rauhem Fuß ,, Wir können Ihnen gar zu Wenn die chinesischen Hoffnungen des Kaisers sich als ebenso überzu dienen. Nach Dr. Liebers Schlußrede hat der hineingesprungen. Katholikentag diese Aufgabe erfüllt. Wenn freilich wenig einen Einblick in die oft so ber schwängliche erweisen würden als seine Meinung von der Zustimmung Nichtkatholiken oder auch Katholiken, welche die Verbrämung lungenen Wege unsres politischen Lebens- Stettins au seinen Wegen eine allzu hoffnungsvolle ist, so würde der Kaiser gründliche Enttäuschungen erfahren. Die Wähler in von Politik mit Religion nicht gelernt haben, die Bonner wandels geben." Verhandlungen Revue passieren lassen, so werden sie für Soviel geht aus der Tradition des Centrums, genügend Stettin haben 1898 fast zur Hälfte socialbemokratisch den eigenartigen Christusdienst auf der Bonner Katholiken hervor, daß diese Partei in den wichtigsten wirtschaftlichen gewählt. Diese socialdemokratischen Wähler sind sicherlich nicht bersammlung nicht das mindeste Verständnis haben. Fragen sich nicht so sehr von sachlichen Motiven, als viel der Meinung, daß die weltpolitischen Wege, die der Wir sprechen es offen aus, mehr von firchenpolitischen Gesichtspunkten Teiten läßt Kaiser wandelt, die richtigen sind. Ob der übrige Teil der Wählerdaß die Behandlung und damit ist es bewiesen, wie gefährlich die Ver- schaft Stettins, der fast durchweg zur freisinnigen Vereinigung hält, politischer, wirtschaftlicher und parteipolitischer Fragen unter religiösem Gesichtspunkte äußerst anstößige Blößen mengung von Religion und Politik für ein Volt, aber die taiserliche Politit für richtig erachtet, dürfte doch mindestens enthüllen muß und deshalb mit der Zeit auch für die betreffende Partei selbst werden zweifelhaft sein. Erfreulich ist gewiß, daß in diesen Tagen, da selbst die Natio besser unterbliebe. Die Katholiken verlangen von ihren muß. Die Wege müssen immer verschlungener werden, um Gegnern Achtung vor der religiösen Ueberzeugung. Ver- obenauf zu bleiben und eine Partei, der niemand, weder nalsten der Nationalen schwere Besorgnisse nicht zurückzuhalten verhandlungen, wie sie in Bonn gepflogen worden sind, die Regierung noch die andren Parteien, über den Weg mögen, der Kaiser gänzlich unbesorgt bleibt und liberzeugt ist, machen es es aber dem Gegner schwer, dem Grundsat trauen tann, lebt, wie Herr Lieber richtig ausführte, daß sein Plan gelingen wird. religiöser Toleranz Toleranz treu Welches ist aber der Plan des Kaisers? Meint er die Nache, immer nur in einem scheinbaren Friedens. Es ist ja die er für die Ermordung v. Kettelers angekündigt? Oder die Her eine alte Tradition der katholischen Kirche, das Irdische mit 3ust an de. dem Himmlischen in einer Weise zu verbinden, bei der das Die Erörterung der zollpolitischen Frage war für uns stellung fester und geordneter Verhältnisse ein für allemal"? Es erscheint unsicher, ob sich feststellen lassen wird, von wessen Irdische nicht zu kurz kommt; selbst in Kleinigkeiten machte wenigstens, allem Anschein auch für unsre Antipoden, die sich diese auch diesmal bemerkbar bis herab auf das Privat- Agrarier, der wichtigste Teil des Bonner Katholikentags. Was Hand der deutsche Gesandte in Beling getötet wurde und wer für telegramm, das sich die Kölnische Voltszeitung" am 6. Sep- sonst noch gesprochen und besprochen wurde, war nicht neu, den Ausbruch der chinesischen Erhebung verantwortlich gemacht tember 6.45 nachmittags senden ließ und das lautet: An nicht besonders aufregend, sondern bewegte sich innerhalb der werden kann. Noch unsicherer find die Aussichten auf eine so nachhaltige bekannten katholischen Forderungen und Anschauungen. Man dem heutigen in jeder Hinsicht großartig verlaufenen Fest forderte die Volksschule für die Kirche, die Freiheit Ordnung der chinesischen Verhältnisse, daß der deutsche Kaufmann essen nehmen 300 Personen teil. Die Küche war man sprach gegen ein für allemal vor Nachteilen vor Nachteilen bewahrt bleiben werde. tadellos und die Stimmung ausgezeichnet." Das ist eine und Unabhängigkeit des Papstes, das Ueberhandnehmen der Kleinigkeit, eine Aeußerlichkeit, aber sie ist charakteristisch. Wan Aber zu einer neuen lex Heinze hat augenblicklich auch Herr stützt. Die Militärgewalt, die der Kaiser gegen China entfenbet, hat öffentlichen Unsittlichkeit. Wir wissen nicht, worauf sich diese kaiserliche Hoffnungsfreudigkeit hat auf dem Katholikentage Chriftum sehr oft im Munde ge- Rören die Lust verloren und er appelliert zunächst an die wiederholt in den vergangenen Jahrzehnten für einige Zeit Ruhe führt, aber man hat in Wirklichkeit recht irdische Interessen betrieben, die mit der christlichen Lehre nicht nur Selbsthilfe, indem er zum Boykott gegen alle die Geschäfte erzwungen. Unter der äußerlichen hergestellten Ruhe aber fraß der Haß gegen die fremden Eindringlinge um sich, um plötzlich nichts zu thun haben, vielfach sogar ihr feindlich gegenüber anfeuerte, die unfittliche Bilder ins Schaufenster stellen. Daß auch der Kampfruf gegen die Socialdemo- wieder verheerend aufzuflammen. Es ist schwer zu erkennen, stehen. Wir nennen in diesem Zusammenhange vor allem ratie in Bonn wieder erſcholl, ist ganz in der Ordnung. wie entgegen aller bisherigen geschichtlichen Erfahrung in Zukunft die Erörterung über die Schutzölle auf Namentlich pries sich durch Bater Bonaventura des Bonifacius- die vermehrte Anwendung von Gewalt beffere Erfolge zeitigen soll. Herr Landwirt Blum aus Strefeld hat eine sehr humoristische, berein als Waffe gegen die Socialdemokratie an und verlangte vom Standpunkt des Agrariers, wie ihm das Organ des dafür von der Regierung alljährlich einen Zuschuß von min Bunds der Landwirte, die Deutsche Tageszeitung" attestiert, destens einer Million Mark. musterhafte Rede gehalten, aber fachliche Auseinandersetzungen Nachdem so der Katholikentag alle die Zeit bewegenden sucht man in der Rede vergeblich. Der Tenor der Fragen wieder in seinen Bereich 30g, konnte man erwarten, Rede war: Die Landwirte verlangen, eine zielbewußte daß auch die chinesischen Wirren ihrer Bedeutung für das deutsche Volk entsprechend gewürdigt worden Der kürzlichen Mitteilung, daß nach Abreise der dritten„ ostSchutzzollpolitik, ausreichen den Schutzoll für ihren Storn wären. Aber da versagte die„ ausschlaggebende asiatischen" Brigade noch weitere Truppenſendungen vorbereitet bau. Wenn wir nun darauf hinweisen, daß hohe Schutzölle Brotverteuerung bedeuten, will der Katholikentag Partei" in Bonn. Da wurde ihr Mund so klein, werden, ist von den sonst berichtigungseifrigen Offiziöfen nicht wider Jetzt wird der Volts- 8tg." aus Jüterbog die Konsequenzen auf sich nehmen, die sich dadurch ergeben, und ihre Resolution so schwächlich, daß sie sich begnügte, den sprochen worden. daß er den Stifter der christlichen Religion als Vorspann für deutschen Statholiken werkthätige Fürsorge für die in China gemeldet, daß auf dem dortigen Schießplay im Lauf dieses Monats seine Bestrebungen benutt? Wir brauchen wohl hier nicht kämpfenden deutschen Soldaten zu empfehlen. Wo blieb noch weitere Truppenformationen für die ostdeutlicher zu werden, um zu zeigen, zu welchen Schluß- da der Christusdienst, wo da die Hervorhebung der asiatische Expedition erfolgen sollen; es sollen folgerungen die religiöse Jufcenierung politischer und wirt- christlichen Lehre gegenüber dent Brutalismus und dem am 15. die Mannschaften für eine zweite schwere haubiz. schaftspolitischer Versammlungen führen muß. heidnischen Sinn der jüngsten Phase der Weltpolitik! Hier batterie und die dazu gehörige Munitionstolonne eintreffen. da fühlt die ausschlagWarum wir gerade diese Bemerkungen an den dies- bersagen die großen Worte, um mit Herrn Lieber noch einmal jährigen Katholikentag fnüpfen? Einmal weil wir die Er- gebende Partei, örterung der Schutzollfrage als plötzlich wieder die nicht genügend geeinen der wichtigsten zu reden, Die Militärverivaltung hat jegt, wie aus Spandau mitgeteilt Punkte der Bonner Bersammlung halten und weil wir es würdigte Schivierigkeit, daß das Centrum als größte wird, begonnen, die durch die ostasiatische Expedition entstandenen gefährlich finden, die katholischen deutschen Arbeiter in die Verantwortung für den Gang Nosten zu ermitteln. Die Einzelbetriebe, die unteren Bea ihrer Stellungnahme gegen höhere Getreidezölle durch der parlamentarischen Verhandlungen zu tragen hat. Nach hörden, Werkstätten 2c. find aufgefordert worden, die von ihnen religiöse Bedenken gleichsam zu behindern. Und dann, schlichtem Verstande ist daraus zu folgern: Nur nicht geleisteten Ausgaben festzustellen und die Rechnungen darüber vorweil uns die Erörterung über die Rollfrage wieder irgendwo anstoßen, auch nicht auf einer Versammlung, zulegen.an die Thatsache erinnert hat, daß das Centrum auf der„ Christus, dem Angelpunkte der durch die eigenartige Verquickung von Religion und Politit in der Zollgeschichte Deutschlands schon einmal un Kurse geduckt, dafür aber gegen den überwiegenden Teil des In Bonn hat man sich vor dem neuesten weltpolitischen heil für die Arbeiter angerichtet hat. Herr Landwirt Blum deutschen Volks mobil gemacht. Am andren Ende der rief in seiner Rede aus: Das Centrum, schutzölnerisch durch Tradition und Ueberzeugung, rheinischen Pfaffengasse wird man in vierzehn Tagen die hat fich des Bauernstands mit Wärme angenommen." Mit der entgegengesezte Parole hören und das deutsche Volf wird Tradition mag's stimmen, die Ueberzeugung ist aber in ihrer sich zu entscheiden haben, welchem Ruf es folgen wird, wenn ganzen Breite doch erst nachgekommen. Hätte nicht von es ſeine Rechte und Interessen gewahrt wissen will: hie hie Socialdemokratie! jeher das Centrum diejenige Politik getrieben, von der Abgeordneter Lieber in seiner Schlußrede zugab, sie ver. derbe den Charakter, wer weiß, ob das Centrum heute seine ausschlaggebende Stellung einnähme! Als Bismard seinen zolpolitischen Umschwung vollzog, da mußte er, um zum Ziele zu gelangen, den begonnenen Kulturkampf beendigen. Ohne das Centrum war feine schutzöllnerische steht's heute? Man beachte die Rede Blums: er hütet sich, einen Zollfat auf Getreide auch nur annäherungsweise anzudeuten; dagegen fagt Lieber in seiner Schlußrede: Partei auch Beiten", gedient werden soll. Centrum Politische Uebersicht. Berlin, den 7. September. Stettiner Kaiserrede. Der Kaiser ist am Freitag in Stettin empfangen worden, in Mehrheit zu gewinnen. Windhorst hatte diesen Zusammen- deffen Umgegend er den Truppenmanövern beizuwohnen beabsichtigt. hang fofort ausgenußt und sprach es auch auf einem Fraktions- Bor dem Rathause hielt der Oberbürgermeister der Stadt eine An eſſen offen aus, daß die Schutzöllnerei für die Statholiken sprache, in der, wie bei derartigen Gelegenheiten üblich, der staiser tirchenpolitische Vorteile bedeute. Das war da mals der eigentliche Grund, warum das Centrum mit fliegen- verherrlicht wurde. Der Kaiser behandelte in seiner Erwiderung die den Fahnen ins Lager der Schutzöllner überging. Und wie Chinafrage. Er sagte: „ Mein lieber Herr Oberbürgermeister! Ich danke Ihnen in meinem und der Kaiserin Namen herzlich für die freundliche Begrüßung und den Empfang, die ich inner hier gefunden habe. Es ist ja nicht das erste Mal, daß wir Stettin besuchen, und bei jeder Wiederkehr hat meine Freude über den herzlichen Empfang sich gesteigert. Weiß ich doch, daß Stettin die Wege, die ich wandle, als die richtigen erkannt hat. Sie haben, Herr Oberbürger meister, unsrer Brüder gedacht, die für unsre Interessen nach dem fernen Osten gegangen sind; ich habe die feste Ueberzeugung, daß es ihnen gelingen wird, dort feste und geordnete Verhältnisse zu schaffen, unter denen der deutsche Kaufmann, der drüben lebt und wirkt, ein für allemal vor unheil bewahrt bleiben und ohne Die Lage für uns deutsche Katholiken in der Frage des Jesuitengesetzes ist eine unerträgliche geworden. Aber ist einer unter Ihnen, der da glaubte, daß ich, eben vom Sterbebeit erstanden, von Berlin weggegangen wäre, ohne dieses selbe Wort an maßgebender Stelle ausgesprochen zu haben?" Sollte das Centrum nicht zum zweitenmal fähig sein, um eines kirchenpolitischen Erfolges willen seine Stellung nahme zu der wichtigsten Frage der Voltsernährung von dem Verhalten der Regierung in der Jesuitenfrage abhängig zu machen? Herr Lieber machte Andeutungen, die Der Kaiser wird übrigens den deutschen Reichs Steuer aahlern nicht verargen, wenn sie nebenbei auch wegen der gewaltigen Kosten, die schon jetzt der Chinazug kostet, sich einiger Besorgnisse nicht entschlagen. Weitere China- Rüstungen? Die China Rechnung. Kohlennot. Der Reichs- und Staats- Anzeiger" melbet: In der gestrigen Sitzung des Staatsministeriums wurde be= schlossen, in Anbetracht der Schwierigkeiten bei der Kohlenver forgung die 8ufuhr ausländischer Sohle dadurch zu erleichtern, daß der Rohstofftarif für die Zeit des Weiterbestehens der zeitigen Verhältnisse, mindestens aber für zwei Jahre, allgemein eingeführt wird. Die preußischen Staatsbahnen sind mit sofortiger Durchführung dieser Maßregel in ihrem eignen Bereich und, soweit erforderlich, zur Verhandlung mit den beteiligten Bahnen beauftragt. Durch diese Maßnahme allein tann der Kohlennot nicht irgends wie wirksam gesteuert werden. Eine gründliche und umfassende Vehandlung der Kohlennotfrage war freilich vom Ministerium Miquel Thielen- Rheinbaben nicht zu erwarten. Im gewohnten Denunziantengeschäft übt sich wiederum die Post". Diesmal wiedrfährt diese Ehrung dem Herrn Professor om bart, dessen längst bekamite und vor einiger Zeit in Sonderabdruck unter dem Titel„ Dennoch" herausgegebene Vorträge über die Gewerkschaften den denunziatorischen Groll der Haffer Professor Sombart jeglicher Arbeiterbewegung erregt haben. verurteilt in seiner Broschüre die Politik der Ausnahmegeseze gegen die Socialdemokratie, weil so meint Sombart burch Ausnahmegefeße die Arbeiter von dem guten Wege maßvoller Gewerkschaftsorganisation abgelenkt und in die bösen Wege der Socialdemokratie gedrängt würden. Troß solcher hervorragend staatserhaltender" Gefimungen Sombarts erklärt die" Post": " So urteilt über die Verwaltung seines Staats ein Mann, der selber preußischer Beamter an einer be sonders verantwortungsreichen Stelle ist. Wahr lich, das Amt eines zur Wahrung der Staatsinteressen an erster Stelle mit berufenen Hochschullehrers wird zur Karis tatur. Selbst ein führendes Organ des Freifinns, die Boff. 8tg.". hat gegen das neueste Geifteserzeugnis Professor Sombarts vom Standpunkt der Gerechtigkeit aus protestieren zu müssen geglaubt. I wie im Vorjahr 274 To." Es handelt sich hier wooyigemerkt um ebenfalls in besten Treuen und nach beften Kräften mitarbeiten Wir thun hier das gleiche, vornehmlich im Interesse der den ganzen Oberbergamtsbezirk Dortmund mit 205 106 Berglenten Jugend, deren reizbarer und leicht erregbarer und einer Kohlenproduktion von 54 641 120 Tonnen. Trotz bedeutend Geist solchen mit der Autorität des Katheder be- erhöhter Produktion an Nebenerzeugnissen ist also der auf den Kopf der fleideten Einwirkungen nur zu leicht unterliegt. Wenn das Gesamtbelegschaft entfallende Anteil der Kohlenproduktion gleich geblieben. Das bedeutet, wie wohl jedem Schüler einer Elementar socialpolitische Professorentum Schlage hule einleuchtet, eine Steigerung der Leistung. Sombarts absolut die Geschäfte der Socialdemokratie besorgen will, so mag es sich offen den Bebel und Ronsorten einreihen, aber unter staatserhaltender Firma und mit Hilfe staatlicher Autorität Maulwurf& Dienste verrichten wollen, das geht denn doch Wir gestehen offen: Wir haben kaum erwartet, daß Herrn Wir gestehen offen: Wir haben kaum erwartet, daß Herrn Sombart, den Führer der professoralen Marinepropaganda, den begeisterten Künder der kaiserlichen Weltpolitik die Ehre der" Post" Denunziation ereilen würde.. zu weit." Vom politischen Eid. Unser Parteigenosse Auer hat in den Social. Monatsheften" in einer Erörterung der Beteiligung an den Landtagswahlen die Bedenken wegen des in mehreren Landtagen von den Abgeordneten zu leistenden politischen Eids mit den Worten bekämpft, , daß es eine Thorheit wäre, es dem Belieben unfrer Gegner anheimzustellen, unfre Vertreter durch moralische Zwirnsfäden von den Parlamentsfälen fern zuhalten." Die Deutsche Tageszeitung" stellt sich, als ob sie durch diese Offenheit überrascht wäre und folgert aus derselben die Berechtigung, Eide von Socialdemokraten als 8 wirnsfäden einzuschätzen. " an der Rekonstruktion der Staatsfinanzen. Bern ist ganz gewiß so gut reif für diese Reform als die Kantone Solothurn, Basel, Nenen burg, Genf, Tessin usw. und blicken Sie ohne Voreingenommenheit hin auf unsre Landeshauptstadt, so werden Sie zugeben müssen und die kompetentesten Personen werden es Ihnen bestätigen, daß ohne Proporz eine Verwaltung des stadtbernischen Gemeinwesens überWas noch zum Beweise unsrer Behauptungen fehlt, finden wir Haupt nicht mehr möglich wäre. Wollen wir es so weit tomment im Bochumer Handelskammer Bericht zahlenmäßig nachgewiesen. laffen? Wollen Sie die vereinigte Opposition förmlich zwingen, die Während im Effener Bericht, in den Specialmitteilungen der ein Fahne der Obstruktion zu entfalten?... Die vereinigte Opposition zelnen Unternehmungen, vielfach die berühmte Leistungsverminderung reicht Ihnen die Hand zum Frieden, schlagen Sie in dieselbe ein, der Arbeiter betont wird, besorgt der Bochumer Bericht dies im all die Zukunft des Vaterlands verlangt es." In der Montagssigung gemeinen Teil: Is unerfreuliche Begleiterscheinung wurde einstimmig die Motion Moor erheblich erklärt, welche die der Lohnsteigerung muß aber die Abnahme der Regierung beauftragt, in kürzester Zeit eine Vorlage über den Arbeitsleistung des einzelnen Arbeiters bezeichnet Proporz einzubringen. maßen nachgewiesen. Es betrug die Kohlenproduktion und die Gewerden."- Statistisch wird die Leistungsabnahme folgendersamtbelegschaft im Handelskammerbezirk: Zunahme in 1899 gegen 1898 Prozent 6,6 7,3 1897 1898 1899 Produktion in To. 18 785 101 19 524 186 20 783 483 75 240 80 730 Belegschaft Personen 69 800 Da haben wir den Nachweis, daß die Belegschaft prozentual stärker gestiegen ist als die geförderte Kohlenmenge. In 1898 famen auf den Kopf 258 Commen, in 1899 aber nur" 257,45 Tonnen, also 0,55 Tonnen weniger. Es muß bei diesen Zahlen gleich auffallen, daß sie ziemlich erheblich hinter den für den ganzen Ober- BergamtsUnd das ist erbezirt ermittelten Durchschnittssatz zurück ſtehen. flärlich, denn wie der Bericht angiebt, beträgt die Coatsproduktion im Handelskammerbezirk Bochum ungefähr die Hälfte der Produktion des ganzen Ober- Bergamtsbezirk Dortmund. Nach den von den einzelnen Unternehmungen gegebenen Berichten, aus denen auch wieder zu ersehen ist, daß man trok der enormen Coaksproduktion die gesamte Belegschaft der kohlenproduzierenden zurechnet, betrug im Bochumer Bezirk die Coatsproduktion: Zunahme in 1899 gegen 1898 Prozent 8,00 Jahr 1897 1898 1899 Auch der Dr. Dertel ist nicht so thöricht, daß er die Frage des politischen Eids bei dieser Gelegenheit zum erstenmal fennen lernte. Auch er weiß, daß die frömmsten" Staatsmännner über den politischen Eid ganz ebenso gedacht haben, wie Auer. Auch Dr. Oertel weiß sehr wohl, daß z. B. Friedrich Wilhelm IV. den Eid auf die Verfassung mit mentalen Vorbehalten" geleistet hat und hinter dem Eide her diesen Vorbehalt für etwaigen spätern Gebrauch angedeutet hat. Auch Dr. Dertel weiß, daß Wilhelm I. und Fürst Bismard troß des vom Könige ge leisteten Eides„ die Verfassung des Königreichs fest und unverbrüchlich Tonnen 3320 339 3 519 406 3 818 446 zu halten und in Uebereinstimmung mit derselben Im Handelskammer- Bezirke betrug demnach die Coatsproduktion und den Gesezen zu regierren", diese Verfassung in 1898 ca. 1/6, in 1899 fast 1/5 der Gesamtproduktion. Dies, jahrelang suspendiert und dafür später Indennität nach sowie die Produktion an Briquetts, Amoniak, Steine 2c. läßt man gesucht haben ein Verfahren, das Bismarck mit dem Citat ver- bei Ermittelung der Durchschnittsleistung ganz außer Betracht und teidigt: in verbis simus faciles keine Bedenken den Bergarbeitern wird das Prädikat: Faulheit an den Kopf geum Worte! Vielleicht ist dem Dr. Dertel sein Genosse in worfen. zerwerfen, Strafrechtsneigungen, der Freund von Prügel und Ebenso wie die Produktion ist auch der Wert gestiegen, der auf Hunger, Beil und Fallbeil, Dr. Otto Mittelstädt, bekannt; den Kopf der Belegschaft entfällt. Genaue Angaben liegen darüber dieser ihm gesinmungsverwandte Jurist erklärt es für etwas ganz zwar nicht vor. Nach den von der Börse in Effen notierten Preisen, Selbstverständliches, daß ein politischer Eid nur so weit binde, als lassen sich für den Bochumer Bezirt, da hier die Produktionsziffern das Gewissen des Leistenden vorschreibe. Selbst angegeben sind, doch ziemlich einwandsfreie relative Berechnungen Dr. Oertel fönnte wissen und wird wissen, daß die Staatengeschichte anstellen. Danach ergiebt sich folgendes Resultat: eine Sammlung gebrochener politischer Eide ist. nur Wenn Dr. Dertel dies alles nicht weiß, so ist er äußerst unwissend. Wenn er es aber weiß- wie soll man es dann bezeichnen, daß er socialdemokratischen Politikern zumutet, sich an der Vertretung des Volks durch ein Mittel hindern zu lassen, welches die Regierenden allezeit nicht etwa für einen Zwirnsfaden, nein: für ein Spinn gewebe angesehen haben! Das wäre in der That eine sublime Politit, die socialdemokratische Fraktion durch einen Verfaffungseid aus dem Reichstage zu vertreiben! Die Sache ist so albern, daß wir ihr vielleicht zu viel Ehre anthun, indem wir sie ernsthaft behandeln!. Kaum denkbar. Wir hatten kürzlich von der Verurteilung unfres Parteigenossen Reichstags- Abgeordneten Sachfe zu 8 Tagen Gefängnis wegen Verrufserklärung gegen Streitbrecher berichtet. Sachse sollte einigen Bergarbeitern zugerufen haben: Ihr Leute, könnt Ihr's übers Herz bringen und auf Arbeit rennen, wollt Ihr Euren Fortschritt mit Füßen treten? Schämt Euch!" Selbst ein so unantastbar ordnungs" parteiliches Blatt wie der, Hamb. Korresp." bemerkt zu diesem Urteil: " findet." 1897 1898 1899. Gesamtwert Belegschaft Wert der Produktion Wert pro Kopf Personen in Mark 69 800 75 240 80 730 222 209 300 238 285 100 262 252 470 in Mart 3183 3167 3248 Frankreich. Paris, 7. September. Der Kolonialminister beschloß im Ein verständnis mit dem Marineminister die Untersuchung über die Mission Voulet- Chauvine zu vertagen. Es wurde außerdem be= schlossen, den Zeitungen über diese Angelegenheit teine Mitteilungen zugehen zu lassen. Auch das Kriegsgericht in St. Louis ist vertagt worden. Man nimmt an, daß diese Maßregel auf die Fürsprache des Generals und früheren Kriegsministers Chauvine, dessen Sohn bekanntlich Rapitän Boulet ermordet hat, getroffen worden ist. Afrika. wa Der Kampf bei Lydenburg. Feldmarschall Roberts meldet aus Belfast vom 5. d. M.: Hamiltons Kolonne, der sich Brocklehurst's Kavallerie angeschlossen hat, passierte gestern durch Dulstroom, wobei ihr nur geringer Widerstand geleistet wurde. Sie rückt jetzt auf dem Lydenburg- Wege vor und steht im Signal- Verkehr mit Buller, dessen Geschüße gehört werden und der im Laufe des Morgens mit der linten Flante des Feindes engagiert war. Hamilton bemüht sich, die rechte Flanke des Feindes zu umgehen. Auch sonst machen die annektierten" Boeren dem Feinde wieder zu fchaffen. Lord Roberts meldet: Zwei reitende Abteilungen unter Clements und Hart operieren gegenwärtig in den Bezirken von Krügersdorp und Johannesburg. Ein durch 125 Mann von den kanadischen berittenen Schüßen an der Eisenbahn zwischen Pan und Wonders= fontein besetzter Posten wurde durch eine feindliche Schaar mit drei Kanonen angegriffen. Der Feind wurde aber zurüdgeschlagen. Wie der„ Standard" ans Durban meldet, ist eine Patrouille berittener Infanterie gestern in einen Hinterhalt gefallen und ge= fangen genommen worden.nic. * London, 6. Septbr. Morning Leader" schreibt: Obgleich der Krieg in Südafrika nunmehr erst recht beginnt, will Chamberlain seine Wähler glauben machen, der Krieg sei beendet. Beide Republiken find wohl annettiert, aber nicht erobert. Die Annettierung ist nur ein Manöver Chamberlains. Das Herold- Bureau" meldet: London, 7. September. Lord Roberts hat eine neue Proflas mation an die Einwohner des Freistaats gerichtet, worin er mits Der auf den Kopf entfallende Wertanteil wäre hiernach in 1898 teilt, daß diejenigen Bürger, welche den Eid der Treue nicht gegen 97 um 16,00 m. zurüdgegangen, in 1899 gegen das Vorjahr abgelegt haben, bei ihrer Gefangennahme als Kriegsaber um 81 M. gestiegen. Dabei ist zu berücksichtigen, daß der er gefangene betrachtet werden würden. Diejenigen, welche den Eid mittelte Durchschnittspreis für Kohlen in Thatsache hinter dem geleistet haben und von neuem gegen die englischen Truppen die wirklich gezahlten weit zurückſteht und daß bei einer absoluten Be- affen ergreifen, würden sich des Todes durch Erschießen ausrechnung der Leistungswerte auch die Arbeiten für Neuanlagen, die jetzen, diejenigen Einwohner, welche den Neutralitätsschwur gebrochen vielfach von Belegschaftsmannschaften ausgeführt werden, sowie der haben, würden mit schweren Bußzen bestraft werden und diejenigen Wert der sonstigen Nebenerzeugnisse mit in Berücksichtigung gezogen welche zerstört werden sollten, gelegen sind, würden bis zu 1/8 des Bewohner von Farmen, welche in der Umgegend von Eisenbahnen, werden müßte. Wenn jemand Anlaß hat zu flagen, dann ist es der Arbeiter, Gesamtwerts der betreffenden Farmen verurteilt. jedenfalls aber muß der Vorwurf der Faulheit entschieden zurück gewiesen werden. " ,, Konservative Vertrauen8lente". Es braucht nicht erst betont zu werden, daß diese Proklamation des Lord Roberts dem Völkerrecht mit dreister Faust ins Gesicht schlägt. Roberts behandelt die Boeren nicht als triegführende Macht, sondern als Insurgenten, als Banditen. Das zwanzigste Jahrhundert läßt troz aller Barenmanifeste und Friedens fonferenzen alle Barbareien der verschwundenen Jahrhunderte wieder Es ist kaum denkbar, daß die höhere Instanz in dieser Im Vorwärts" wurde vor einigen Tagen das Cirkular Aeußerung den Thatbestand des§ 153 G.-O. förperlicher besprochen," das die stramm agrarisch- tonservative Ostpreußische aufleben. Zwang, Drohung, Ehrverlegung oder Verrufserklärung- erfüllt in Beitung" Königsberg an Lehrer sandte, damit die: selben Abonnenten sammelten. Die Ostpr. Zeitung" behauptet, das Cirkular nur an Lehrer gesandt zu haben, die„ konservative Vertrauensmänner" sind und macht dem Lehrer, der das Cirkular zur Veröffentlichung hergab, schwere Vorivürfe, weil er als Freis sinniger sich habe ruhig in den Listen der konservativen Vertrauensmänner führen lassen. Darauf antwortet jetzt der Lehrer: " Parteitag der östreichischen Socialdemokratie. Der offiziösen Preffe liefst die hein. Westf. 8tg." aus Anlaß der Chinafrage gründlich den Text. Es gebe offiziöse Blätter, die bedingungslos jedem Kurs folgten, Graz, den 5. September 1900. mag er rechts, links oder Centrum heißen. Das ist," so schreibt die Rhein. Westf. 8tg.", die immer zur lauten Billigung Vierter Verhandlungstag, nachmittags. geneigte Claque, welche so handelt wie die Dorf Die Debatte über das Gemeinde- Wahlrecht füllte fast die ganze musikanten: die Kapelle marschiert mit demselben Gleichmut, Wiffen Sie als offizielles konservatives Organ denn nicht, wie Der Antrag Solche gemütliche und geschäftliche Auffaffung der Aufgaben der hören Sie: Der Landlehrer muß eo ipso tonjer tritt für eine reine Interessenvertretung, eine reine Arbeiterturie als ob es sich um eine Hochzeit oder um ein Begräbnis handelt. der Mann in die Liste der Vertrauensmänner gekommen ist? So Sigung aus. Wie in dem Referate Schuhmeiers, so spielte auch in Presse beweist ja sonnenklar, daß es diesen Lenten ganz gleich ist, vativ fein und wird ohne Rücksicht auf seine bas bessere Surrogat und das geringere Uebel ein, während er den was geschieht; sie geben mit dem Dreibund und auch politische Gesinnung von dem Gemeinde- Vormit dem Zweibund; sie gehen mit den Engländern stand oder einem andern Vertrauensmann in iegt in Wien bestehenden und an andern Orten noch zu bildenden eine Fopperei der Gegner der und mit den Türken; sie wollen eine Flotten die Listen eingetragen und nach dieser zum Ver- allgemeinen Wahlkörper als borlage, zwei Flottenvorlagen oder gar feine trauensmann ernannt, also einfach gepreßt. Wehe aber manzipationsbestrebungen des Proletariats verwirft, ersonnen, der Arbeiterklasse die Bertretung zu fürzen. Flottenvorlage. Auf ihrem Leiertasten spielen sie nach dem Lehrer, der sich gegen diese ihm zugedachte Ehre Im Gegensatz hierzu erblidt ein Antrag der BezirksBedarf mit demselben Gleichmut einen Walzer, einen Choral oder sträuben oder wehren wollte. Dies würde schon genügen, ihn gleich Organisation Wien VII in der sogenannten reinen Arbeiterkurie die Tingeltangelcouplet." als enragierten Freisinnigen seinen Vorgesezten zu demmzieren. Dem Betreffenden wird nicht nur jede Unterstützung entzogen, sondern Gefahr einer Versteinerung der Partei; die Wahlen würden hierdurch Antisemitisches Durcheinander. Diesmal foll es Ernst werden er wird auch im Interesse des Dienstes- selbstverständlich nicht aller politischen Bedeutung entkleidet und durch die Scheidewand der reinen Arbeiterkurie würden große, dem Proletariat nahestehende mit der Scheidung der beiden in der„ Deutsch- Socialen Reform etwa auf eine bessere Stelle versetzt oder bei höherem Alter pensioniert, Bollsschichten dem Einfluß der socialdemokratischen Agitation völlig partei" vereinigten friedlichen Brüder. Liebermann, der stets alles so im Stillen unter der Hand und ohne Angabe von Gründen. mehr Fühlung mit den Konservativen innezuhalten wünschte, will Ja, verehrteste Offizielle, wo ist nun die Moralität größer, bei dem entzogen. Der Antrag bezeichnet den Austerlitzschen Vorschlag als eine opportunistische Konzession an das veraltete System der Interessenmit Zimmermann, der den selbständigen Marsch der Partei Mann, der sich der Gewalt beugen und, wenn auch mit schwerem Herzen, vertretung und findet es mit dem Princip der Partei mvereinbar, betont, nicht länger zusammenhausen. Liebermann erläßt in den den Vertrauensposten erdulden muß, um nicht sein Weib und Deutsch- Socialen Blättern" eine Erklärung, in der er sein Ver- kind in Not und Elend zu bringen, oder bei Ihrer daß diese durch eine wenn auch nur bedingte Gutheizung einer sogenannten reinen Arbeiterkurie sich auf den Boden der Interessenbleiben in der Partei abhängig macht von der Schließung„ christlichen Partei", welche die Gewissen knechtet und Menschen vertretung stellt, um den fragwürdigen Gewinn einiger Mandate mit eines Kartells mit dem Bund der Landwirte und gegen ihre Ueberzeugung zu handeln zwingt. Die von Ihrer einer starken Einbuße an moralischer Kraft zu bezahlen. der tonservativen Partei sowie von der Ablehnung des Partei so gern gebrauchte Phrafe von Mut und Ueberzeugung Bimmermannschen Antrags, Parteileitung und Fraktion unter die ist bei solchen Zuständen ein grausamer Hohn, paßt aber sehr schön Vormundschaft eines Parteirats zu stellen. in Jhr bis zum Ueberdruß betontes Christentum hinein." Da die Konservativen diese Klage über ihren Terrorismus nicht widerlegen können, werden sie dieselbe wohl totschweigen. Ein Unternehmerschwindel. Aus dem Ruhrrevier wird uns geschireben: Ausland. Destreich- Ungarn. Schweiz. Während die Mehrzahl der Redner den Antrag Austerlig, wenn auch nicht aus principiellen, so doch aus tattischen Gründen be tämpften und ihn für verfehlt und unzeitgemäß erklärten, traten Dr. Adler und Petersilta für Austerlitz ein. Dr. Adler be zeichnete es allerdings als nicht flug von Austerlit, die Frage jett zur Diskussion zu bringen. Das richtigste wäre, beide Anträge abzulehnen. Schließlich wurde der Antrag Austerlitz abgelehnt und der Antrag Wien VII zurüdgezogen. Die von Schuhmeier vorgelegten Grundzüge eines Kommunal programms, mit dem sich die Debatte so gut wie nicht beschäftigt hatte, wurden der in Brünn 1899 gewählten Kommission zur Revision des Parteiprogrammis überwiesen. Die Wahl der Parteibertretung hatte folgendes Er gebnis. Abgegeben wurden 93 Stimmen. In die Parteileitung wurden gewählt: Dr. Adler mit 93, Beer mit 79, Frl. Boschet mit 87, Dr. Ellenbogen mit 93, Pernerstorffer mit 92, Bopp mit 91, Schuhmeier mit 92 und Staret mit 92 Stimmen. In die Parteifontrolle wurden entsandt: Emerling und Tomschid- Wien mit 90 und 92, Beutel- Auffig mit 93, Seeliger- Reichenberg mit 90, Elderschs Brünn mit 92, Spielmann- Linz mit 93, Muchitsch- Graz mit 93 und Trähaufer- Salzburg mit 93 Stimmen. Die Verhandlungen werden hierauf auf Donnerstag früh Man kann in Unternehmerorganen kaum eine Aeußerung über Verhältnisse im Bergbau finden, ohne der Klage über die gefunkene Leistung der Bergarbeiter- bei enorm gestiegenen Löhnen natürlich zu begegnen. Schon mehrmals wiesen wir Wien, 7. September. Das Fremdenblatt" meldet: Heute darauf hin, wie das Resultat der gesunkenen Leiſtung" erzielt vormittag fand ein Ministerrat unter dem Vorsiz des Minister wird. Die meisten Bergwerksunternehmungen haben in den letzten präsidenten von Körber statt. Es wird allgemein angenommen, daß Jahren hervorragend die Fabrikation von Nebenerzeugnifien, die Beratung der formellen Beschlußfassung über die Coats usw. forciert. Hierdurch und wie nebenbei Auflösung des Reichsrats gegolten habe; ein diesbezüg bemerkt werden mag durch die immer beschwerlicher fich liches taiferliches Patent werbe in türzester Zeit amtlich größere Teufe, schlechte Gebirge verlautbart werden. gestaltenden Abbauverhältnisse imd Bergeversaz müssen auch immer mehr Arbeitskräfte der eigentlichen Kohlenproduktion entzogen werden. Aber bei Berechnung der Durchschnittsleistung läßt man, wohl nur um ein erwünschtes Bern, 6. September.( Eig. Ber.) Jm Kanton Bern geht es rechnerisches Resultat zu erzielen, die Nebenproduktion ganz unberück auf dem Gebiete der Bolitik außergewöhnlich lebhaft zu. fichtigt, die Gesamtbelegschaft wird einfach als kohlenproduzierende Montag fand auf das Verlangen von 20 Mitgliedern eine außer verrechnet. So läßt sich allerdings wohl eine verminderte Leistung ordentliche Sigung des Großen Rats( Landtags) statt, in der die herausrechnen, während in Wirklichkeit eine Steigerung derselben Frage: Proportionalwahl oder Obstruktion, aur vorhanden sein kann. Debatte stand. Die Socialdemokraten, Konservativen und Ultras bertagt. Daß die Leistung der Ruhrbergleute trotz der verschlechterten montanen, die drei Minderheitsparteien zusammen unterbreiteten Graz, den 6. September 1900. Gewinnungsverhältnisse nicht zurückgegangen, sondern gestiegen ist dem Großen Rat eine Eingabe, in welcher mit aller Entschiedenheit und daß man bei Berechnung der Durchschnittsleistung ganz die Einführung der Proportionalwahl gefordert wird. In derselben Auf der Tagesordnung steht zunächst das Referat von S. Kaff Alters- und Invalidenversicherung." mechanisch nach der vorbezeichneten Methode verfährt, dafür nach- wird gezeigt, wie der Staatskarren verfahren ist und der Kanton Wien über folgend zwei unverdächtige Zeugen. Im Effener Handelstamumers Bern geradezu vor einer Staatskrise steht, die nur durch eine Der Referent hebt hervor, daß die Frage für Oestreich um jo bericht( II. 2. pro 1899) heißt es gleich auf der ersten Seite: Die Wahlreform behoben werden kann. Wohlan, gebt der Opposition brennender geworden sei, als selbst das neue Heimatgejet nur eine Jahresleistung eines Arbeiters, besoldete Be die von ihr verlangte Reform des Wahlverfahrens, gebt ihr den ganz unzulängliche Armenpflege in sich schließe. Die deutsche Altersamte und Aufieber nicht mitberüdsichtigt, betrug anderwärts überall gut funktionierenden Proporz", so wird sie und Invalidenversicherung dürfe dabei nicht als Vorbild dienen, fie " Am " ſtehen. 01 " set durchaus unzulänglich. Die Ausführungen des Referenten dann unterbleibt jede Nachtarbeit! In allen zweifelhaften Fällen| Menschen erfordern können, ohne geistige Thätigkeit" auskomme gipfelten in folgender Resolution: wendet Euch sofort an den Gesellenausschuß. das zu entdecken, blieb dem Generaldirektor der Straßenbahn der „ Der deutsche Parteitag der östreichischen Socialdemokratie erklärt Der Centralvorstand. J. A.: A. Kno II. zweitgrößten Stadt Deutschlands vorbehalten. die Versorgung der Arbeitsunfähigen als eine ebenso selbstverständ leber die weiteren Verhandlungen zur Arbeiterfrage entnehmen liche wie dringende Pflicht der kapitalistischen Gesellschaft und beAchtung, Holzbildhauer! Die Holzbildhauer in Hannover wir dem uns vorliegenden Bericht noch die folgenden Mitteilungen; auftragt den socialdemokratischen Verband im Abgeordnetenhause, sind in den Streit getreten und hat bereits der Bildhauermeister Direktor Wolff- Darmstadt plädierte für eine allgemeine gefegliche die Einbringung einer Vorlage betreffend die obligatorische Alters- Pientka dort Arbeiten für die Möbelfabrik Rehbock Witwe nach Berlin Regelung der Arbeitszeit der Angestellten. Der Vorsitzende wünschte und Invaliditätsversicherung energisch zu urgieren, wobei folgende gesandt. Wo die Arbeit auftaucht, haben die Kollegen diefelbe dazu aber, daß die Regierung dann sich auch den Rat der Grundsäße zu berücksichtigen find: zurückzuweisen und sofort den Obmann der Agitationskommission einzelnen Verwaltungen hole. Direttor Stolle Breslau hielt es für 1. Die Versicherungspflicht hat zu gelten für sämtliche Arbeiter davon zu benachrichtigen. Die Agitationskommission der Bildhauer nötig, mit den Angestellten in ständiger Fühlung zu bleiben und Beamte der Groß und Kleinindustrie, des Bergbaues, der Berlins. Otto Misbach, Berlin SO., Waldemarstr. 40A, v. III I. und wünschte darüber eine Aussprache, wie die Verwaltungen sich Der Handels- und Transportunternehmungen, des Hausfleißes, der LandDeutsches Reich. gegen Arbeiterbewegungen schüßen könnten. und Forstwirtschaft, für die Dienstboten furz, ausnahmslos für Vorsitzende hielt diese jedoch in öffentlicher Versamm alle, die im Bezuge von Gehalt, von Geld- oder Naturallohn Forst protestierten am Donnerstagabend die Arbeiter dieses Berufs waltung bei Drohungen Mut zeigen solle, auf Unterhandlungen Gegen den Arbeitsnachweis der Textilindustriellen in lung für unthunlich, wies aber darauf hin, daß die VerAußerdem sollen versichert werden diejenigen Kleingewerbe- Arbeitsnachweises ist ganz im Geiste der Kühnemänner gehalten. folchen Fällen der Grundsatz gelten: Macht gegen Macht". in drei großen Versammlungen. Die Geschäftsordnung dieses solle man sich dann nicht mehr einlassen, sondern es müſſe in mit Die Mitglieder des Verbands dürfen fowie Landwirte, die nur mit ihren Angehörigen oder höchstens zwei durch den Arbeitsnachweis decken. Weigert sich ein Arbeiter, die Fühlung zur rechten Zeit zu nehmen, sei allerdings anzuraten. Hilfskräften arbeiten. Direktor Kolle Breslau hielt die Gründung von Pensions2. Als Mindestleistungen find Renten in der Höhe von 50 Broz. ihm acht Tage teine Arbeit nachgewiesen. Diese Bestimmung ist um Seitens des Vorsitzenden wurde darauf hingewiesen, daß es not ihm zugewiesene Arbeit ohne triftigen Grund anzunehmen, so wird taffen für zweckmäßig, um der Socialdemokratie entgegenzutreten. des faktischen Lohneinkommens zu gewähren und zwar die Alters- so härter, als in Forst in fast sämtlichen Betrieben keine Kündigung wendig sei, den Gegenstand eingehend zu prüfen, insbesondere auch rente vom 60. Lebensjahre an, die Invalidenrente an zeitweise besteht und es dem Arbeiter doch freistehen muß, wenn ihm die Ar- von der Seite, ob eigne Stassen gegründet oder an bestehende AnArbeitsfähige im unmittelbaren Anschluß ant die Kranken- beit nicht paßt, dieselbe wieder aufzugeben. Die Arbeiter nahmen versicherung an, dauernd Erwerbsunfähige ebenfalls sofort beim Eintritt der Invalidität, wobei als invalide derjenige zu betrachten eine Resolution an, in der von einer Boykottierung des Arbeits- fchluß gesucht werden solle.. Eintritt der Invalidität, wobei als invalide derjenige zu betrachten nachweiſes wegen der schlechten Konjunktur vorläufig abgesehen ist, dessen Arbeitsverdienst infolge seiner mangelnden Arbeitsfähigkeit wurde. Das Gewerkschaftskartell wurde jedoch beauftragt, die Sache danernd unter die Hälfte seines bisherigen Verdienstes in seinem Beruf im Auge zu behalten und zu geeigneter Zeit Versammlungen eingesunken ist. zuberufen. Dieser Arbeits Nachweis hat eine eigen3. Die Renten sollen nach je 3 Jahren um 10 Proz. steigen, tümliche Vorgeschichte. Vor zwei Jahren brachte der Mabis 80 Proz. des wirklichen Verdienstes erreicht sind. des Gewerkschafts- Kartells gistrat auf Antrag Tage in der Stadtverordneten- Versammlung ein, welche die Grrichtung eines städtischen Arbeitsnachweises befürwortete. Diese Vorlage wurde jedoch einstimmig abgelehnt. Das Gewerkschaftsfartell wiederholte im Mai dieses Jahrs seinen Antrag bei den Magistrat zur Berücksichtigung. Im Juni erkrankte der erste Bürgermeister und überwies dieser die Vorlage dem zweiten Bürgermeister zur Ausarbeitung. Dieser glaubte sich jedoch seiner Pflicht enthoben, da ihm von den Fabrikanten die Mitteilung wurde, sie würden ſelbſt einen Arbeitsnachweis errichten. Somit ist der Plan der Fabrikanten geglückt: eine Institution, die den Arbeitern zum Vorteil gereicht hätte, dient jetzt den Unternehmern zur Unterdrückung der Arbeiter. Die Einschäzung hat in acht Lohutlassen nach dem faktischen Einkommen zu erfolgen. Die Wartefrist hat bei Invaliditätsrenten 3, bei Altersrenten 20 Jahre zu betragen. 4. Die Kosten der Versicherung sind entweder von Staat und Unternehmertum unter staatlicher Garantie zu decken, oder durch Stadtverordneten. Diese überwiesen den Antrag einstimmig dem zugerufen werden: alles besetzt! Die Steuern find hohe, die Mieter Ein führung der progressiven Einkommensteuer die ersten zehn Stufen frei bleiben, so daß also bloß Einkommen über 2000 Stronen belastet Im ersten Fall hat der Staat auch während der Dauer der Arbeitslosigkeit des Arbeiters für die Beiträge des Unternehmers werden. aufzukommen. Die Dedung der Koften hat nach dem Stapitalbedungssystem zu erfolgen. 5. Die Durchführung der Versicherung hat durch die Krankenkassen- Verbände zu erfolgen, deren Verwaltung den Versicherten und den Unternehmern unter Aufsicht des Staates zu übertragen ist. Die Debatte bewegte sich übereinstimmend und ergänzend zu dem Referat. Nach kurzer Diskussion wurde ein Antrag Bidholz Wien angenommen, wonach sich der Parteitag principiell mit der Resolution Kaff einverstanden erklärt und diese dem socialdemokratischen Verbande des Abgeordnetenhauses mit der Befugnis selbständiger Abänderung als Material für ein gesetzgeberisches Vorgehen überwiesen wird. Der Parteitag nahm hierauf noch zum internationalen Kongreß Stellung. Dr. Adler hob die Wichtigkeit des Kongresses hervor, der eine gewaltige Demonstration gegen die europäische Brutalitätsund Gewaltpolitik und für den Weltfrieden werden wird. Eine Resolution, die möglichst zahlreiche Beteiligung am Pariser Kongreß befürwortet, wird angenommen. industrie Düsseldorfs. Durch die mehr und mehr zunehmende Troftlose Aussichten haben die Arbeiter in der Gesamts lauheit im Warenabsatz müssen schon mehrere Werke die allgemeine industrie Düsseldorfs. Durch die mehr und mehr zunehmende mehr Arbeitern greifen. Das Gespenst der Arbeitslosigkeit wandelt Arbeitszeit einschränken, ja zu Kündigungen von Duzenden und vor dem kommenden Winter! An den Portierbuden der Stahl- und eine Vor- hier unheimlich umher; wo man in Arbeiterkreisen hinhört, Bangen Eisenwerke, wie namentlich der Textilindustrie, meldet sich täglich eine große Schar Arbeitsloser und so vielen muß das Donnerwort hier in Düsseldorf geradezu berüchtigt hohe, die Lebensmittel steigen und steigen- Teuerung auf allen Gebieten des Lebens! Und dabei Chinakoller, Weltpolitit, Millionen und Abermillionen erforderude, heilige Streuzzüge", neue Gewehre, nene Säbel, neue Kanoner we aller Dementis; die allgemeine Unzufriedenheit muß rapide zunezinen, mag man auf der Centrumsparade in Bonn noch so laut darüber jammern! Bei der Gewerbegerichtswahl in Regensburg haben unsre Gewerkschaften zum erstemmal mit 500 Stimmen Majorität gegen die Centrumsanhänger den Sieg erfochten. J Federmesser Fabrikantenverein hat sämtliche 750 Mitglieder des Aussperrung in Solingen. Der Solinger Taschen- und Wefferreidervereins ausgesperrt, weil letterer über zwei Mitglieder des Fabrikantenvereins den Ausstand verhängt hatte. Der Ausstand der Messerschläger ist noch immer nicht beigelegt. Nachklänge vom fächsischen Bergarbeiterstreif. Vor dem Landgericht zu Zwickan wurde eine 34 Jahre alte BergarbeitersEhefrau zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt, weil sie zwei einfahrende arbeitswillige Bergleute mit beleidigenden Aeußerungen bedacht haben soll. Ein Antrag Reffel- Grottau fordert die Parteivertretung stand der Bergarbeiter. auf, gegen die willkürliche und schamlose Erhöhung der Kohlenpreise eine allgemeine Aktion einzuleiten. Der Antrag wird angenommen, mit der Durchführung wird die Parteivertretung betraut. Ausland. Sociales. Unternehmer unter sich. Berliner Partei- Angelegenheiten. Den Mitgliedern der Lokalfommission Berlins und des Neuaufnahmen bis spätestens zu Mittwoch an folgende Herren eine Umgegend zur Nachricht, daß am Sonntag, den 16. September, die neue Lokalliste erscheint. Wir ersuchen daher, Aenderungen resp. zusenden: für Berlin an Karl Scholz, Wrangelfir. 110; für NiederBarnim an Paul Kette, Friedrichsfelde, Lichtenberger Prinzen Allee 20a; für Teltow Beeskow an Hermann Quitt, Nigdorf, Sobrechtstr. 82, v. IV.; für Potsdam- Osthavelland an Ernit Rieger, Spandau, Moltkestr. 3; für Ober- Barnim an St. Salomon, Briezen a. D. = Zur Lokalliste. Der Männergesangverein Orpheus in Vers bindung mit dem Orchesterverein Allegro veranstalten am Sonntag im Deutschen Hof, Lucanerstr. 15, ein Vergnügen, zu welchem versucht In Pennsylvanien droht im Anthracit Kohlengebiet ein Aus- wird, Starten in Arbeiterfreisen abzusehen. Da dieses Lokal der Arbeiterschaft nicht zur Verfügung steht, so sind die Karten zurückzuweisen. Die Lokalkommission. Dritter Wahlkreis. Der Wahlverein veranstaltet am Sonne tag, den 9. September, einen Familienausflug nach Friedrichshagen, Lofal Ravenstein. Abfahrt vorm. 10 Uhr vom Schlesischen Bahnhof. Der Vorstand. Der nächste deutsche Parteitag foll 1902 in Wien stattfinden. Recht wenig gelernt in Dingen der Arbeiterbewegung und der Rege Beteiligung erwartet Samariter Kursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Die Im Jahre 1901 findet der Gesamtparteitag in Strafau statt. Socialpolitik haben scheinbar die Verwaltungen der deutschen Die Vertrauensleute werden ohne Rücksicht auf die wechselnden Nach- Straßenbahnen, die gegenwärtig in Wiesbaden zu einem Kongreß geplante Besichtigung der Volksheilstätte kann umständehalber am richten über die Auflösung des Parlaments aufgefordert, die Vor- versammelt sind. Und doch hätten die Lohnbewegungen, die gerade Sonntag nicht stattfinden, da hinsichtlich der Besucherzahl bestimmte bereitungen für die Neuwahlen unverzüglich zu treffen und mit aller im verflossenen Jahre so zahlreich unter den Straßenbahn- Angestellten Bedingungen gestellt werden. Am Montag findet der letzte VortragsBucht und Rücksichtslosigkeit in den Wahlkampf zu treten. Nach ausgebrochen sind, den Verwaltungen vielfach Gelegenheit ge- abend in der Filiale Brunnenstr. 150 statt. Das Thema lautet: Ueber Vergiftungen und gefahrdrohende Krankheitszustände. NeuSchluß des Parteitags soll eine vertrauliche Sigung über die Wahl boten, sich ernstlich mit diesen Dingen zu beschäftigen. vorbereitungen von den Delegierten abgehalten werden. haben sie aber nicht gethan, und wo es dennoch geschehen aufnahmen zum Winter- Kursus werden schon dort vorgenommen. Damit ist die Tagesordnung erschöpft. ist, da haben die Betreffenden es noch nicht vermocht, von ihrem Der Arbeiter- Raucherbund Berlins und Umgegend feiert gänzlich veralteten engherzigen Unternehmerstandpunkt loszukommen. Gente abend in Stellers Feitsälen," Stoppenste. 29, sein fünftes Gleich in dem Jahresbericht, der dem Kongreß erstattet wurde, Stiftungsfest. Der Vorstand hat nichts unversucht gelassen, stößt man auf solche gänzlich schiefe Auffassung und Darstellung. um das Fest für die Arbeiterschaft genußreich zu gestalten. Es heißt da über die Lohnkämpfe der Straßenbahn- Angestellten, Speciell werden sehr sinnreiche lebende Bilder zur Aufführung ge daß diese von socialdemokratischer Seite insceniert langen. M Popp Wien hält eine fräftige, fernige Schlußansprache, die in ein Hoch auf, die internationale Socialdemokratie ausklingt. Die Delegierten stimmen dreimal in das Hoch ein, sie erheben sich von den Plätzen und singen stehend das Lied der Arbeit. Partei- Machrichten. Achtung, Parteitag! Da die Meldungen für Quartiere der Delegierten zum Parteitag bis jetzt verhältnismäßig gering eingelaufen sind, richtet die Wohnungsfommission an alle Delegierten wie sonstige Besucher des Parteitags die Aufforderung, sich unver: züglich bei dem Vorsitzenden der Kommission Heinrich Bee h. Mainz, Breidenbacherstraße 21, zu melden, da es sonst schwer fallen wird, für alle Besucher die nötigen Quartiere zu beschaffen. Bu beachten ist, daß Mainz in legterer Zeit, infolge des Bugs zur Weltausstellung nach Paris, sich eines stärkeren Fremdenbesuchs als sonst zu erfreuen hat und deshalb die Beschaffung von Quartieren in petuniärer Beziehung eine sehr schwierige sein wird und nur derjenige Berücksichtigung auf Quartier finden fann, der sich zeitig beim Wohnungsausschuß angemeldet hat. Gewerkschaftliches. sollen. Das Gerichts- Beitung. und mit ihnen politische Zwecke verfolgt worden seien. Steglik- Friedenau. In der am Dienstag bei Schellhase, Deshalb habe der Vorstand an alle Betriebe die Aufforderung ge- Steglig, stattfindenden Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins richtet, solchen Bestrebungen mit aller Entschiedenheit entgegen zu spricht unser Gemeindevertreter Genosse Rapp über Kommunal treten. politit". Es ist dagegen ganz allgemein bekannt nur nicht den Herren, die den Dingen am nächsten stehen sollten daß die in letzter Beit vorgekommenen Ausstände und sonstigen Bewegungen unter Straßenbahn Angestellten mit einer von socialdemokratischer Seite„ Graf Ahlefeldt vom Hause Eschelmark, töniglich dänischer ausgehenden Agitation auch nicht das mindeste zu thun hatten. Kavallerie- Offizier und Mitglied der Schleswig- Holsteinitchen RitterEs waren zum größten Teil ganz unvorbereitet ausbrechende schaft." Eine Visitenkarte mit diesem Hochtönenden Inhalt gab ein Bewegungen, die lediglich die Beseitigung von: vielfach himmel- Herr an einem Mai- Abende d. J. beim Pförtner des Weſtminſterschreienden Mißständen bezweckten. Und in die Bewegung waren Hotels Unter den Linden ab, wobei er angab, daß er für längere nicht nur politisch ganz indifferente Elemente mit eingetreten, fondern Beit im Hotel Unterkunft nehmen würde. Der vornehme Gast fand auch solche Angestellte, die zu der Socialdemokratie feindlich gegen eine gebührende Aufnahme. In den ersten zwei Wochen berichtigte über stehenden Parteien gehörten. Wo hätten sonst auch die Sym- der Herr Graf seine Rechnung und befestigte dadurch das ihm ges pathien des bürgerlichen Publikums für die Streifenden herkommen schenkte Vertrauen. Der Geschäftsführer nahm auch keinen Anstand, für den Gast eine Kleiderrechnung in Höhe von 230 M. zu bezahlen. Als dem letzteren dann wieder die Wochenrechnung in Höhe von 140 M. vorgelegt wurde, erklärte der Graf, daß er auf Mittel von außerhalb warte. Am folgenden Tage war er verschwunden. Es meldeten sich Grafen Ansprüche hatten. So hatte dieser sich u. a. bei der Firma Mohr u. Speyer eine Phantasie Uniform anfertigen lassen, wie sie, seiner Angabe nach, von den Mitgliedern der Schleswig- Holsteinischen Ritterschaft getragen wurde. Der angebliche Graf entpuppte sich als Hochstapler, der bald zur Hast gebracht wurde. Er stand gestern vor der fünften Straffammer des Landgerichts I. Das Schöffengericht hatte ihn zu 2 Monaten Gefängnis und 3 Tagen Haft verurteilt, welches Strafmaß dem Staatsanwalt zu niedrig schien. Der Angeklagte ist erst 17 Jahre alt und macht den Eindruck eines völlig unreifen fächlich in Berlin gestellt. Eine höhere Lohnforderung sei allerdings Menschen. Er war Buchhandlungslehrling gewesen, hatte aber diese der Maler für Berlin und Brandenburg. nicht unberechtigt, es tomme aber darauf an, in welchem Rahmen Stellung aufgeben müssen, weil er gar zu arg- stotterte. Ein Kommando sie sich bewege. Es werde ganz allgemein der Glaube erweckt, daß von ihm hätte sich droflig anhören müssen. Ueber die Herkunft des AnAchtung, Buchbinder und Buchbinderei Arbeiterinnen! bei elektrischem Betrieb der Führer mehr angestrengt werde, als ein geflagten ist folgendes festgestellt worden: Er ist der Sohn des verstorbenen Kollegen und Kolleginnen! Die Cirkulare, welche heute in den Pferdebahnfutscher, das sei aber in den allermeisten Fällen nicht Apothekers Runge zu Eckernförde, der eine Gräfin Ahlefeldt ge Werkstuben zur Unterschrift vorgelegt werden, ersuchen wir, auf zutreffend und deshalb eine Lohnerhöhung, die darauf basiert heiratet hatte. Als sein Vater gestorben war, ohne Vermögen zu Teinen Fall zu unterschreiben. Falls deshalb Ent, fei, nicht gerechtfertigt. Betreffend die Arbeitszeit gehe das hinterlassen, zog dessen Witwe mit ihrem Knaben nach Potsdam. laffungen erfolgen, ist sofort Witteilung an den Unterzeichneten Streben aller Verwaltungen darauf hin, dieselbe einzuschränken. Sie heiratete bald einen Gutsbefizer, die Ehe wurde aber im vorigen Eine geistige Thätigkeit erfordere zudem die Arbeit Hahre gefchieden. Der Angeklagte tam in der Schule bis OberDie Lohnkommission. nicht. Die Führer hätten fich ganz ohne Grund eingebildet Tertia, dan brachte man ihn in die Lehre. Als seine Eltern sich niemand mehr imt ihi, feine Albert Bergmann, Engel- Ufer 15, 2 Tr., resp. einreden lassen, daß sie besondere geistige Fähig- trennten, fümmerte sich Ivar auf eine Einnahme von 2000 Mark, die Steinfeger Berlins und der Umgegend! Aus absolut feiten befäßen. Seitens der Verwaltungen dürfte allerdings auch Mutter Jezt ver Es ist übrigens zu vermuten, daß den Verwaltungen dieser Sachverhalt nicht unbekannt ist und daß sie lediglich ihre Behauptung um deswillen erneut in die Welt setzen, um etwaige fünftige Bes wegungen unter den Angestellten von vorn herein beim bürgerlichen nun verschiedene Geschäftsleute im Hotel, die an den angeblichenr Publikum zu diskreditieren. Berlin und Umgegend. Was auf den Kongreß sonst noch in Weisheiten über die Achtung, Maler! Wir warnen die Kollegen, in Malmö in Schweden bei dem Malermeister H. Etström, Kasun Gatan 12, Arbeit ohnbewegungen der Angestellten vorgebracht wurde, das anzunehmen. Die Firma ist von den dortigen Kollegen gefperrt. ging zum großen Teil von dem Generaldirektor Röhl in Namentlich warnen wir vor einem Herrn Namens Lippold, welcher Hamburg aus, der über die Lohnbewegung referierte. Er nannte sie nach einem uns vorliegenden Bericht eine„ arge und eigentümliche". Als die Arbeiter hier anwirbt unter dem Versprechen, daß sie in Malmö Beispiel führte er dafür an, daß es unsinnig sei, wenn ein Anbei seinem Sohn in Arbeit treten sollen. Bejagter Lippold( Sohn) gestellter selbst beurteile, ob er für ein Dienstvergehen Geld ist bei Ekſtröm Polier. Es ist daher Ehrenpflicht jedes Berliner it ra fe erleiden müsse oder nicht. Eine solche Forderung sei thatMalers, nach Malmö teine Arbeit anzunehmen. Das Agitationefomitee. zu machen. M ficherer Quelle ist dem Unterzeichneten die Mitteilung zugegangen, nicht unbilliges verlangt werden. Mehr als 12 Stunden dürfe das ihr aus einem Familienstift zufloß, angewiesen. der Angeklagte auf das Gebiet der Hochstapelei. daß der Innungsverbands- Vorsitzende E. Kuhlbrodt im Gegensatz zu sei diese Angelegenheit schwer zu regeln, zumal in Anbetracht der Als er sich im Westminster- Hotel einquartierte, war er fast mittellos. dem im Beisein des Gesellenausschusses gefaßten Beschluß gestern die dienstfreien Tage. Einem Verlangen nach 8 bis 9stündiger Arbeits: Es wurde ihm aber eine unerwartete, wenn auch höchst unlautere sämtlichen Innungsmeister schriftlich aufgefordert hat, Leipziger zeit müsse entschieden entgegengetreten werden. Redner regt Einnahmequelle. Wie er angab, hat er von einem älteren Herren, Steinfeger unter feinen Umständen einzustellen, bezw. wo solche noch an, eine Statistit über die Arbeit des Personals aufzustellen und den er im Tiergarten fennen lernte, 300 m. erhalten. Dadurch die ersten Hotelrechnungen beschäftigt werden, dieselben sofort zu entlassen. Es ist den betreffen erflärte feine Ausführungen als eine öffentliche Antwort an die wurde er in den Stand gesetzt, zu begleichen. Durch die Beweisaufnahme wurde festgestellt, den Meistern sogar angedroht worden, falls sie dieser letzteren Auf- Oeffentlichkeit. forderung nicht nachkommen, daß sie dann von ihren zuständigen Es scheinen da, entweder in dem Bericht oder in dem Referat daß der Angeklagte mit der Gewandtheit eines geriebenen war, wenn es andrerseits auch Innungen zur Verantwortung gezogen werden sollen. die verschiedensten Ansichten: ein bischen bunt durcheinander geworfen Hochstaplers aufgetreten Kollegen! Gegenüber diefem offenkundigen Wortbruch giebt es zu sein. Zum schärfsten Widerspruch aber fordert sicherlich die Stelle auffallend erschien, daß Berliner Geschäftsleute sich lediglich nur ein Mittel: Jezt habt Ihr nicht nur zu verlangen, daß die von der für den Führer eines elektrischen Wagens nicht not durch den hochtönenden Namen hatten täuschen lassen. Der letztere Meister, die Euch zur Nachtarbeit haben wollen, die schriftliche Er- fich nie ein solcher Angestellter eingebildet, daß er besondere" Strafmaß zu erkennen. Das Berufungsgericht war mit dem Staatsflärung dem Gesellenausschuß abgeben, daß sie Leipziger Steinfeger geistige Fähigkeiten befäße. Aber daß der Führer eines elektrischen anwalt der Ansicht, daß eine empfindlichere Strafe verhängt werden einstellen wollen, sondern Ihr habt nunmehr darauf zu dringen, Wagens im Straßengewühl der Großstadt und in schwierigen müsse, es wurde auf sechs Monate Gefängnis und 14 Tage Haft daß auch wirklich solche eingestellt werden! Geschieht das nicht, Momenten, die vielleicht die ganze Geistesgegenwart eines erkannt. Dersammlungen. Die Drechslermeister waren am Donnerstag im Königst. Stafino versammelt, um den Bericht der Neuner- Kommission entgegen zu nehmen, welche mit einer gleichgliedrigen Kommission der Drechslergesellen einen Lohntarif ausgearbeitet hatten, nach welchem in Zukunft gearbeitet bezw. bezahlt werden soll. Folgende Punkte geben zu längerer Debatte Anlaß: I. Die Arbeitszeit beträgt in allen Betrieben wöchentlich 52 Stunden. lleberstunden finden nicht statt. II. In Betrieben, wo seitens der Gesellen Dampfgeld gezahlt oder eignes Werkzeug, fowie Poliermaterial gehalten wird, übernimmt folches der Arbeitgeber. III. Den Gefellen wird ein genereller Lohnzuschlag gewährt. Die Preise werden nach Möglichkeit tarifmäßig festgelegt. Abzüge find nicht zulässig. Auf Arbeiten, für die gegenwärtig höhere Preise gezahlt werden, als im Tarif festgelegt, bleiben dieselben bestehen, IV. Arbeiten, die nicht im Tarif festgelegt find, bleiben der freien Vereinbarung überlassen. Streitigkeiten in dieser Beziehung entscheidet die Achtzehner- Kommission. England könne kaum verbergen, daß der Schritt hinderlich sei, da er die Mächte in zwei Gruppen trenne, doch tönne es Rußland wissen lassen, daß es dessen Vorschläge nicht als antibritisch auffaffe. Gleichzeitig solle ein fähiger Diplomat Rußland er flären können, daß England ziemlich wichtige eigne Gründe habe, auf die Vorschläge nicht sofort einzugehen. Auf alle Fälle müsse Rußland gewinnen. Selbst wenn es dem Wunsche der meisten Mächte nachgeben und sich aus Peking nicht zurüd ziehen sollte, werde feststehen, daß Rußland fortzugehen wünschte, und wenn Deutschland und Großbritannien blieben, so werde China höchst wahrscheinlich gesagt werden, daß der Zwischenfall ihm seine wahren Freunde gezeigt habe." leitung solle dort zugleich als Biffoir benugt werden. Ueber Schmutz werde vielfach geklagt. Auch hier müßten die Kollegen für Abhilfe eintreten. Der Staatssekretär v. Posadowsky habe zwar schon vor Jahr und Tag versprochen, die Verhältnisse in den Schleifereien untersuchen zu lassen. Bisher sei indessen, in Berlin wenigstens, eine Umfrage nicht erfolgt. Redner empfahl warm die Organisation und die Arbeiterpreffe. Nach kurzer Debatte stimmte die Versamm lung dem Tarifentwurf zu und beschloß, daß dieser dem Arbeitgeberbunde behufs Anerkennung und Einführung zum 1. Oktober baldigst vorzulegen sei. Damit wurde eine Kommission betraut, die aus Höhnide, W. Richter, A. Schröder, Pomereit, Wiegert, eise und dem Bevollmächtigten P. Weltisch be steht. Ueber die Thätigkeit der Gewerkschaftskommission Es ist klar, daß England möglichst weit von der Droh- und berichtete Beutel. Hierzu sprachen Meilchen und weltisch. Sühnepolitit abzurücken gedenkt. Deutschland bleibt allein als Letterer ist der Meinung, daß die kleineren Gewerkschaften in der Vertreter des heroischen" Elements zurück und hat Schaden Gewerkschaftskommission zurückgesetzt würden. Beutel bestritt dies. an seinem chinesischen Handel. Bum Delegierten wurde Bentel wiedergewählt. Das Andenken des kürzlich verstorbenen Kollegen Liebig ehrten die Versammelten in der üblichen Weise. audren Mächte zu einer Chinesische Friedensgesuche. Dem" Standard" wird aus Shanghai gemeldet: Tichang tschi tung überfandte dem englischen Konfal eine Die Töpfer hielten am Donnerstag bei Stechert, Andreas. Depesche, in welcher er auf die ernsten Verluste hinweist, welche die V. Arbeiten unter 6 M. werden in Lohn angefertigt. Für neue straße, eine gutbefuchte Versammlung ab, in der Drunsel und Fortbauer des Kriegs dem englischen Handel zufügen würde und Arbeiten ist der bisher verdiente Durchschnittslohn des betreffenden andre Kommissionsmitglieder über die Verhandlungen mit den hinzufügt, in dem japanischen Striege im Jahre 1894 habe England Gesellen maßgebend, bei einzelnen Lohnarbeiten beträgt der Stunden- Unternehmern vor dem Berliner Einigungsamt berichteten. Die zugegeben, daß Rußland Macht und Ansehen an sich riß. Dieſelbe John mindestens 50 Pf. Arbeiten in Wochenlohn werden nach Verhandlungen, die von den Arbeitnehmern veranlaßt wurden, hatten Sache würde auch eintreten, wenn England die Herbeiführung eines Leistungen berechnet. das Ergebnis, wie wie wir bereits in der Donnerstagnummer Einvernehmens aufschieben und die Schnell, Drechslermeister, leitet die Diskussion über diese mitteilten, daß der früher bor dem Einigungsamt ver- Teilung Chinas schreiten würden. England, Japan und Amerifa seien fünf Pofitionen ein; er erklärte, daß der vorliegende Tarif in der einbarte Tarif in einigen Positionen ergänzt beziehungsweise immer von dem Wunsch beseelt gewesen, ihren Handel weiter zu Kommission fast einstimmig von den Meistern angenommen sei, largestellt und munmehr von den Vertretern der beiden entwideln und sich China gegenüber freundlich zu zeigen. Der Viceund er bitte die Anwesenden, dem Tarif umsomehr zuzu Barteien aufs neue für die vordem festgesetzte Zeitdauer fönig bittet daher diese Mächte, Bevollmächtigte für Friedensverhandstimmen, da die festgelegten Preise gegenwärtig bereits anerkannt worden ist. Dadurch ist, vorausgefeßt, daß die lungen mit Li- Hung- Tichang zu ernennen. in einer Anzahl Betriebe gezahlt werden. Werdermann hat nament Unternehmer die Vereinbarungen stritte innehalten, wenigstens für Ein Edikt des chinesischen Kaisers. lich Bedenken gegen den Paffus 5, daß der Lohn pro Stunde 50 Pf. eine längere Zeit ein stabiles Verhältnis geschaffen. Nach einer Ein in Tokio aus Shanghai eingelaufenes Telegramm meldet betragen soll, er würde dem nicht zustimmen, denn das sei viel zu längeren Diskussion, in der auch die verschiedenen Mängel des den Inhalt eines vom Kaiser von China erlassenen hoch berechnet, umsomehr. wenn man in Betracht zicht, daß es Ge- Tarifs erörtert wurden, gelangte folgende Resolution zur Annahme: Detrets, datiert vom 20. August, welches nach Shanghai fellen giebt, die heute noch 20-21 Mart pro Woche verdienen. Die Versammlung spricht die Erwartung aus, nachdem sie Kenntnis aus Schanst telegraphiert wurde." Der Kaiser drückt darin fein ( Einzelne Zustimmung.) Von den übrigen Rednern bedienten sich genommen hat von den stattgefundenen Verhandlungen vor dem Mitgefühl und Bedauern über das von dem unschuldigen Bolke besonders Herr Grund und Gaspazati Aeußerungen, die in Ginigungsamt des Berliner Gewerbegerichts, daß die Arbeit erduldete große Leiden aus und appelliert an die Loyalität der offiziellen für die Gesellen recht verlegender Form die Ablehnung begründeten. geber ihr gegebenes Versprechen einlösen und in kürzester Zeit in laffen in diesem kritischen Moment. Er erklärt, selbst Schuld daran Bimte und Beder von der Gesellenkommission erklären, daß gemeinsamer Sizung die im Tarif vorhandenen Fehler, namentlich die zu tragen und allein für das eingetretene Unglück verantwortlich zu die Forderung eines Stundenlohns von 50 Pf. so zu verstehen ist, sochherde betreffend, ausgleichen werden. Die Versammelten verfein, und befiehlt allen Beamten der Centralregierung, fich sodaß Gefellen, die aus dem Accord berausgerissen werden, um sprachen, fest zur Organisation zu halten und für den größtmöglichsten bald wie möglich in dem temporären Hoflager einzufinden, irgend eine plötzliche Arbeit( einzelne Artikel) zu machen, für Ausbau derselben zu wirken, um stets gerüstet zu sein, etwaigen um dort ihren Pflichten nachzukommen. Liu- Kung- yi und Tschongwelche kein Accordsatz gemacht werden kann, den Stunden- Uebergriffen seitens der Unternehmer entgegentreten zu können." Schi- Tong werden ihre Bemühungen fortseyen, die Fremden John von 50 Pf. erhalten sollen. Nachdem dann Herr Bauersachs den Außerdem wurde beschlossen, die Kommission für alle Fälle mit der und den Handel an der Küste und am Flußufer Vorschlag gemacht, bezüglich der Arbeiten unter 6 M. im 5. Bunft, Ausarbeitung eines neuen Tarifs zu beauftragen, der dann zur Ein zu beschüßen. Schließlich hofft der Kaiser, daß sein Volt sich dies der freien Vereinbarung zwischen Meister und Gefellen zu über- führung gelangen soll, wenn die Vereinbarungen von den Unter- mit ihm darüber freuen wird, daß die Kaiserin fich in guter Gelaffen und die Gesellenkommission hierzu ihre Zustimmung gegeben, nehmern nicht innegehalten werden. fundheit befindet, seitdem sie Peking verlassen. Jn Peking. werden die vorgenannten 5 Punkte gegen die Stimmen der Herren Hierauf wurde auf die Thätigkeit und die Aufgaben der Walter, Gaspazoki und Grund angenommen. Nunmehr wird in die sogenannten Mißstandskommission hingewiesen, welche sich aus An- London, 6. September. Die Abendblätter veröffentlichen eine Diskuffion fiber die Specialartikel eingetreten. Hier lehnt Herr gehörigen der verschiedenen Bauberufe zusammensetzt und sodann Depesche aus Hongkong vom 6. September, derzufolge der Sekretär Hermann Schmidt die Positionen ab und bemerkt, es wäre H. John als Vertreter der Töpfer in dieselbe gewählt, sowie auch Li- Hung- Tichangs mitteilte, Li- Hung- Tichang habe die Mitteilung 5. gleichbedeutend mit dem Totschlagen der Meister, unmöglich könnten der Beitrag von 5 Pf. pro Mitglied und Jahr an die Stonmission aus Peking erhalten, daß die Verbündeten allmählich den fie heute aufs Dußend der einzelnen Artikel noch 20 Pf. mehr bewilligt. Als Revisor für den Centralvorstand wurde Pehl gewählt, Chinesen gestatten, die Verwaltung der Stadt zahlen. Dann sollen die Gesellen streiken. Das Arrangement zu den demnächst stattfindenden Vergnügen Beting, wieder zu übernehmen. Prinz Tiching sei Tabbert namens der Gesellenkommission weist nach, daß wurde dem Vorstand überlassen. Nach einer furzen Diskussion, über die faiserliche Stadt gesetzt worden. diese Lohnfäße, die von einzelnen Firmen bereits gezahlt werden. in der das Verhalten der Fliesenleger den Töpfern gegenüber Paris, 7. September. General Frey telegraphiert über Tatu, auch von Herrn Schmidt sehr gut gezahlt werden können. sehr lebhaft kritisiert und in der darauf hingewiesen worden war, den 2. September: Das erste Bataillon des 17. Marine- InfanterieIm übrigen nimmt es wunder, wie sich Herr Grund, der doch vom daß Fliesenarbeiten von den Töpfern bereits in früheren Jahren Regiments ist in Begleitung einer Batterie in Peking eingetroffen. Anfang bis zu Ende in der Kommission gesessen habe und dafür ge- ausgeführt worden sind und sie auch jezt hierzu völlig berechtigt In Peking und Umgegend herrscht fortdauernd Ruhe; der stimmt habe, heute eine solche ablehnende Haltung der ganzen Sache feien, wurde einstimmig folgende Resolution beschlossen: Die Ver- Gesundheitszustand der Truppen ist ausgezeichnet. gegenüber einnimmt. Würden die Tariffäße angenommen, dann sammlung der Töpfer protestiert gegen die Maßnahmen der Fliesenwürde die Schmutzkonkurrenz in ganz erheblichem Maße beseitigt leger, nach welchen dieselben mit einem Töpfer nicht zusammens Tokio, 5. September. Ein Telegramm aus Futschau be arbeiten wollen, sofern er nicht der Fliesenleger- Organisation an gehört. Die Versammlung ist der Meinung, daß ein derartiges[ richtet, daß der Böbel in Schoschin und Linkei gegen eingeborene Vorgehen organisierter Arbeiter unwürdig ist. Christen ernste Ausschreitungen begangen hat. Die Stadtthore der benachbarten sechs Distrikte sind geschlossen worden. London, 7. September. Die Times" melden aus Hongkong vom 6. September: Hier sind Gerüchte über ernste Unruhen in Lun- tich an verbreitet, wo der Präfeft von Wu- tschan mit 100 Soldaten von einer Bande Briganten belagert sein soll und Hilfstruppen verlangte. werden. Bei der mun folgenden Abstimmung, in welcher nur die Interessenten stimmen, werden von den 14 im Specialtarif enthaltenen Lohnsägen nicht weniger als 11 rundweg abgelehnt unter dem Gelächter der Gaspazoki, Walter und Grund. Glocke, welcher nunmehr das Wort nimmt und in gebührender Weise das Verhalten der betreffenden Prinzipale fritisiert, giebt namens der Gesellenkommission die Erklärung ab, daß dieselben sich an solch einem Bossenspiel nicht länger beteiligen wollen. Seitens der Arbeiter hat die ehrliche Absicht bestanden, auf friedlichem Wege geordnete Verhältnisse im Beruf zu schaffen. Das ist seitens der Gaspazoki, Grund und Genossen verhindert. Mögen diese auch die Folgen tragen. Die beiden genannten Herren geberdeten sich wie die Nasenden während der Ausführungen Glockes. Der Vorsitzende, Herr Obermeister Schulz, glaubt in salbungsvollen Worten Glocke ebenfalls Vorwürfe machen zu müssen. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 9. Septbr., vorm. 81 Uhr, im oberen Saal des„ Englischen Gartens", Alexanderstr. 270: Versamm: lung. Freireligiöse Borlesung". Um 10 Uhr vorm. ebendaselbst: Vortrag des Herrn Wilhelm Bölsche:" Das Unbewußte". Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Verein der Buchdrucker und Schriftgießer für Rigdorf Brik. Sonntag, den 9. September, nachnt. 1 Uhr, Vereinsversammlung im Apollo: Theater, Hermannstraße 50( fleiner Saal). Ausgabe der Billets zum Stiftungsfeste. Allgemeine Familien Sterbe- Kaffe. Heute Bahltag Aderstr. 123 bei Diete von 3-6 Uhr. China. Die Gesellenkommission will nunmehr den Saal verlassen. Deutschland soll, so wird aus London gemeldet, den Mächten Meister Bauersachs ersucht die Gesellen, nicht zu gehen, sondern zu einen Kompromißvorschlag hinsichtlich der weiteren Be bleiben. In sehr loyaler Weise verteidigt er die Haltung der Ge- fegung von Beling unterbreitet haben. In der deutschen Note soll unter fellen, wie auch die Ausführungen Glockes durchaus berechtigt waren. Festhalten an der Fortsetzung der Besetzung Pekings vorgeschlagen Die Vorwürfe des Herrn Obermeisters gegenüber Glocke gebührten werden, daß die Anzahl der Truppen, die jede Macht hierfür Hen Herren Grund u. a.( Zustimmung.) Er könne das Verhalten der zu stellen hat, begrenzt werde. Die übrigen Truppen sollen in Meisterkommission nicht billigen, nachdem in der gemischten Stommiffion Tientsin ein Lager beziehen. Ferner sollen die Eröffnungen, die aber von den anwesenden Meistern der Kommission immer nur einer alles einzugehen, wenn der kaiserlichen Familie Schutz zu die gesamten Tarifvereinbarungen fast einstimmig angenommen, heute China gemacht hat, erwarten laffen, daß dieses bereit ist, auf für die Position stimmt, könne er dieses Verhalten der Meister nicht gesichert wird. Im Süden. Letzte Meldungen. Colombo, 7. September.( W. T. B.) Generalfeldmarschall Graf von Walderfee ist an Bord der Sachsen" heute früh hier eingetroffen. Nach mehrstündigem Verweilen an Land sezte der Generalfeldmarschall die Reise fort. " Oran, 7. September.( W. T. B.) Das 4. Bataillon des 2. Quaven- Regiments in Stärkte von 20 Offizieren und 1000 Soldaten ist gestern abend an Bord des Beiho" nach Talu abgegangen. Paris, 7. September.( B. H.) Das Auswärtige Amt teilt der Paris Nouvelle" folgendes mit: Der französische Konsul in Shanghai telegraphiert, daß der Vicefönig von Ranting auf seine Shanghai telegraphiert, daß der Vicekönig von Nanting auf seine Aufforderung hin einen spanischen Vikar und zwei Missionare, deren Leben in Gefahr war, bis nach Stantiang estortieren ließ. Herr von Ezaure hat gleichfalls eine Estorte für einen französischen Lehte Nachrichten und Depeschen. Missionar aus dem östlichen Kuangst erhalten. als gentlemanmäßig bezeichnen und die Gesellenvertreter haben durch- Dieses angebliche Kompromiß ist in seiner Bedeutung erst zu Der östreichische Reichsrat aufgelöst. aus recht, wenn fie bon einem Niederstimmen reden. würdigen, wenn Klarheit gegeben ist, eine wie starte Wien, 7. September.( W. T. B.) Die Wiener Zeitung" bringt Während dieser Ausführungen ergehen sich die Grund, Gaspazoki Truppenmacht in Beling verbleiben soll und ob es bei und Walter in erregten Schimpfrufen auf den Redner. Annahme dieses Vorschlags durch die Mächte möglich sein ein kaiserliches Patent vom 7. September, womit das Haus der Gaspazoki, welcher nochmals das Wort ergreift, behauptet, wird, endgültige Friedensverhandlungen ein Abgeordneten des Reichsrats aufgelöst wird. Die allgemeinen die Gesellen hätten den Tarif so hoch geschraubt, damit er abgelehnt zuleiten. Sollte fich Rußland, was uns noch Neuwahlen sind sogleich einzuleiten und durchzuführen. werden müsse, weil wieder mal gestreift werden soll. Er ergeht sehr unwahrscheinlich erscheint, auf einen Kompromiß einlassen, so fich in Ausdrücken der unparlamentarischsten Art und bezeichnet bleibt der große Vorteil, den es durch seinen ersten Vorschlag bei Unruhen in Syrien. schließlich die Gesellen als Gesindel. Damit lehnten die Vertreter der chinesischen Bevölkerung errungen hat, dennoch bestehen. rankfurt a. M., 7. September.( W. T. B.) Die Frant der Gesellen jede weitere Verhandlung ab und verließen den Saal. Jedenfalls zeigt sich bereits, daß auch England feinesfurter Zeitung" meldet aus Konstantinopel von heute: In eines bon den dortigen Die Berliner Guttempler, ein Verein für anfolute Affohol- wegs geneigt ist, sich durch schroffe Zurückweisung des russischen Haifa( Syrien) griffen wegen als enthaltiamteit, veranstaltete am Donnerstag in Kellers Festfälen Vorschlags gegenüber China ähnlich bloßzustellen, wie dies Deutsch- Deutschen rechtlich in Befiz genommenen Terrains mehr als eine öffentliche Volksversammlung, in welcher Herr Dr. Blocher- lands fortdauernd friegerisches Auftrumpfen erzielen muß. Die 80 griechisch- unierte Syrier die türkischen Wachen an. Legtere Basel einen Vortrag über„ Die sociale Bedeutung der Alkoholfrage" Westminister Gazette", die dem Ministerpräsidenten nahe mußten sich zurückziehen. Die Angreifer wurden später von herbeihielt. Der Vortragende suchte nachzuweisen, daß der Alkohol der steht, läßt zum erstenmal einiges Licht auf die Anschauungen der geeilten Deutschen vertreiben, wobei auf beiden Seiten mehrere BeInfolge der unmittelbar größte Feind der Menschheit sei, und daß er zur physischen und englischen Regierung im jezigen Stadium der chinesischen Frage fallen. theiligte sch: ver verwundet wurden. darauf erfolgten Vorstellungen des deutschen Botschafters Frhrn. moralischen Degeneration der Menschenrasse führe. Geistes Sie schreibt: v. Marschall befahl der Sultan Einleitung einer strengen Unterfrankheiten, Selbstmorde, Roheitsverbrechen und zahlreiche Ehedes scheidungen seien zum großen Teil auf das Konto fuchung. 8wanzig Shrier find verhaftet und die dortigen Wachen Auf alle menschlichen Funktionen und Alkohols zu fezen. durch eine Abteilung Soldaten verstärkt worden. Organe wirke der Alkohol lähmend und erschlaffend, deshalb sei absolute Enthaltsamkeit geboten. Die Abstinenzgedanken hätten fich schon einen großen Raum erobert, besonders in den nordischen Ländern Europas sei durch diese Bewegung eine große Berringerung des Alkoholkonsums erreicht worden. Die Alkoholfrage sei eine große Menschheitsfrage, die gelöst werden müsse. Der Vortragende, der sich unter dem Beifall der Versammlung als Socialist und Margist vorstellte, betonte dann aber weiter, daß, so wichtig die Alkoholfrage wäre, niemand glauben solle, durch die Abstinenzbewegung tönne die sociale Frage gelöst werden. Er wolle das ausdrücklich sagen, weil in der Arbeiterschaft vielfach die Meinung vorhanden fei, die Bewegung, welche er vertrete, sei geschaffen und dazu angethan, die arbeitenden Klassen von ihrem Befreiungsfampfe abzus Tenten. Die Diskussion bewegte sich in den Bahnen des Referats. Ein Redner fagte, in den deutschen Ostprovinzen komme der polnische Bauernstand besser fort, als der deutsche, weil er Abstinenz übe, daran tönnten alle Ansiedelungskommissionen nichts ändern. Nach einer Aufforderung, dem Guttempler- Orden beizutreten oder eine neue Abstinenzorganisation zu gründen, wurde die gut besuchte Versammlung gefchloffen. Die Glasschleifer hatten am Donnerstag im Gewerkschaftshaus eine gut besuchte öffentliche Versammlung, die zu dem von ihrer Kommission ausgearbeiteten einheitlichen Lohntarif Stellung nahm. Weltisch referierte. Er legte ausführlich dar, wie notwendig eine Preisregulierung in den Facettenschleifereien sei, auf die es bei der augenblicklichen Tarifbewegung antomme. Redner schilderte ferner die sanitären Mißstände in verschiedenen Schleifereien. In einer Werkstelle bleibe der Schleifschmutz 4 bis 6 Wochen liegen. In einer andren schwimme es". Die Wassers Verantwortlicher Redacteur: Heinrich Ströbel in Berlin. " Die Geschichte wiederhole fich. Als Deutschland nach Riautichou gegangen fei, folle der deutsche Kaiser die 8u stimmung des 8aren erhalten haben, ohne daß der leytere verstanden habe, was Deutschland in Wittlichkeit vor habe. Jezt scheine sich etwas Aehnliches bei der Ernennung Frankfurt a. M., 7. September.( B. S.) Der Frankf. 8tg." Waldersees ereignet zu haben und daher dieser erstaunliche wird aus Straßburg gemeldet: Behn in Markirch beschäftigte italie Vorschlag, Beting au räumen, Soweit hierin eine Erklärung nische Arbeiter wurden wegen anarchistischer Umtriebe aus Elsaßliege, daß für den deutschen Oberbefehlshaber nicht gerade Lothringen ausgewiesen und über die schweizerische Grenze be Arbeit gefunden werden müsse, weil er einmal unterwegs fördert. und fet, wäre Großbritannien mit Rußland völlig einer Anficht. Paris, 7. Sept. Die„ Agence Havas" meldet aus Marseille: Englands Hauptziel sei die Befreiung der Gesandtschaften und die Das Ministerium der Kolonien charterte drei weitere Dampfer für Schaffung von Sicherheit für die Zukunft durch Strafe und den Transport von Kriegsmaterial, 900 Maultieren und 300 Garantie gewesen. Es brauche des heroischen so Treibern nach China. wenig wie möglich, da die Umstände dazu nicht angethan London, 7. September.( B. H.) Nach Konstantinopeler Melfeien. Aber unglücklicherweise gehe der russische Vorschlag für bungen entdeckte der Leibarzt des Sultans, Amatin, ein gegen das die britischen Interessen und die des Friedens und einer Leben des Sultans gerichtetes Komplott(?). Eine Frau, zivci guten Regierung zu weit. Man könne nicht umhin, anzunehmen, Ungarn, zwei Jmans und 118 andre Personen sind verhaftet worden. daß die Mächte, wenn fie Beting aufgegeben hätten, zu Berhand- Die Untersuchung ist eingeleitet. lungen und zur Sicherung von Garantien für die Zukunft schlechter London, 7. September.( W. T. B.) Der Handelsausweis im stande wären. Das möge Rußland nicht viel fümmern, für Monat August verzeichnet bei der Einfuhr eine Zunahme von da seine Interessen im Norden lägen, wo es dant feiner 1403 661 Bfund bei der Ausfuhr eine gunahme von Nähe zu China und dank seiner Eisenbahn selbst zusehen 2 726 085 Pfund Sterling. tönne. Aber für England sei es von vitaler Bedeutung. Segovia, 7. September.( W. T. B.) In der Ortschaft Linares Wenn England den russischen Vorschlag nicht stürzte infolge beftigen Sturmes das Schulhaus ein, annehmen follte, würde es in die Arme Deutsch zehn Kinder tamen unter den Trümmern um. In Montalvo wurde Lands getrieben und dessen Biele feien von denen eine Frau vom Blig getötet. Englands wiederum sehr verschieden. Rußland werde fast New York, 7. September.( W. T. B.) Wie die„ New York ficher in der Mandschurei bleiben und England laufe das Rijito Times" melden, bereitet die amerikanische Regierung eine giveite wiederholter Friktion und Schwierigkeiten mit ihm. Die Frage, Note an die russische Regierung vor, welche heute abgesandt was Lord Salisbury unter diesen Umständen thun solle, sei schwierig werden soll. Abfchriften derselben werden allen Mächten übermittelt zu beantworten, aber man tönne Rußland wissen werden. Wie man annimmt, wird die Note den Vorschlag ent Tassen, daß man die eigentliche Absicht feines Schritte halten, in Beling eine fleine Schuhwache zu hinterlassen, statt die verstehe, daß er nicht gegen England gerichtet jei. Hauptstadt gänzlich zu räumen. B Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage. r. 209. 17. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 8. September 1900. Genossen den gegebenen Verhältnissen anpassen, und daß sie das Wir sind jetzt wenigstens so weit, daß die DurchschnittsDie Organisation der Partei. fertig bekommen, haben sie schon viel schwierigeren Aufgaben frequenz der Berliner Gemeindeschulen in diesem Sommer nur gegenüber bewiesen, wo sich aber dem angestrebten Zweck, noch rund 50 Kinder pro Klasse beträgt, während sie sich vor einen Zur Diskussion über den Organisations- Entwurf wird uns aus nur organisierte und die Partei geistig und materiell unter- Jahrzehnt auf etwa 55 stellte. Daß wir damit gleichwohl noch bem Barteisekretariat geschrieben: ſtüßende Genossen an der Erledigung und Entscheidung über Partei- lange nicht zu normalen, dem Unterrichtserfolg Wie es nicht anders zu erwarten war, wird an dem Entwurf Angelegenheiten teilnehmen zu lassen, unüberwindliche Schwierigdie lose Form angefochten und eine stramme Centralisation, auf- feiten entgegenstellen, da muß es eben bleiben wie es bisher war. förderlichen Zuständen gelangt sind, das brauchen wir gebaut auf socialdemokratischen Lokalvereinen, gefordert. Es ist Wenn weiter der Genosse Parvus an dem Worte dauernd" wohl nicht erst hervorzuheben; der Leiter unsres Gemeindeschuldiese Forderung gestellt von dem Genossen Br. in der Nr. 205 Anstoß nimmt, weil er nicht weiß, was damit gemeint sei: ein wesens hat vorläufig noch recht wenig Grund, mit Stolz des Vorwärts", in in den Anträgen der Genossen aus dem Monat oder ein Jahr? so lohnt es sich wohl nicht, auf solche Wort- wie er es zu thun pflegt auf den in obigen Zahlen hervortretenden Saarrevier an den Parteitag und in einem Artikel des Genossen flaubereien auch nur mit einem Wort weiter einzugehen. Fortschritt" hinzuweisen. Parvus, der soeben die Runde durch die Parteipresse macht. Nun begegnen wir immer und immer wieder dem Einwurf, daß Es versteht sich auch von selbst, daß die Thatsache der VerCentralisation ist ein Schlagwort, das in der Partei von jeher einen man doch Rücksicht auf die ganz armen Proletarier nehmen müsse, ringerung der durchschnittlichen Frequenz nicht ausschließt, daß guten Klang hat, und wir zweifeln nicht daran, daß sowohl in der die selbst die kleinste Gabe für Parteizwecke nicht erübrigen können. im einzelnen viele Klassen immer noch sehr weit über Kommission wie auch in der Fraktion, wo der Entwurf vorberaten Daß es solche arme Teufel giebt, ist wohl auch den Ausarbeitern wurde, die Centraliſten die große Mehrheit bildeten. Wenn troßdem von des Entwurfs nicht unbekannt; aber wo steht denn in dem Entwurf ienen Durchschnitt hinaus besest sind. In den fünften einer auf Lokalvereine gestigten Centralorganisation abgesehen wurde, geschrieben, daß es den Genoffen der einzelnen Orte und sechsten Klassen darf die Frequenz nach wie vor bis 69 hinauf Der gehen, und sie geht leider wirklich noch recht oft so weit hinauf. Der so darf man sicher sein, daß zwingende Gründe dafür maßgebend waren. nicht gestattet fei, Ausnahmen zu machen? An Mustern für eine solche Organisation hätte es ja in der Partei- Paragraph 1 stellt doch nur die Regel auf. Aber teine Regel ohne Uebelstand, der Ueberfüllung ist nur nicht mehr so allgemein wie geschichte nicht gefehlt, man hätte nur alte Statuten ausgraben und Ausnahme. früher; aber wo er fortbesteht, da hat er an Intensität nichts einmit geringen enderungen versehen brauchen. Ein Blick auf die Uebrigens. hat mit Ausnahme des Hallenser Statuts noch gebüßt. Die Betrachtung des Rückgangs der durchschnitte Gesamtlage der Partei zeigt aber, daß eine solche Neu- feine Organisation der deutschen socialdemokratischen Partei egiſtiert, tiches Frequenz täuscht über diesen Umstand leicht hinweg. Erst organisation der Partei ein sehr gewagtes Experiment wäre. in der nicht die Beitragsleistung genau figiert gewesen wäre. Auch wenn man die Frequenz der einzelnen lassen prüft, erkennt Hätte uns in Halle nach Aufhebung des Socialistengesetzes heute haben sämtliche Landesorganisationen eine bezügliche Vordas Verbindungsverbot für politische Bereine nicht im Wege schrift, und wo existiert denn ein socialdemokratischer Parteiverein, man, wieviel noch zu bessern übrig ist. Am 1. Mai dieses Jahres saßen in überhaupt 4187 Gemeinde gestanden, so hätte damals vielleicht mit Aussicht auf Erfolg der der von seinen Mitgliedern keine Beiträge erhebt? Bersuch auf Einführung einer streng centralistischen Organisation Ausstellungen gegen den Vorschlag im§ 1 nicht. Angesichts dieser Thatsachen verstehen wir die jetzt lautgewordenen schulklassen 209 080 Kinder, das macht pro selasse, wie oben anWollen die gegeben, im Durchschnitt rund 50 Kinder. Es kommten aber auf Seitdem sind zehn Jahre reger und auch erfolgreicher agitatorischer Gegner des Vorschlags fonsequent sein, dann müßten fie verlangen, die 660 sechsten Klassen allein 38 424 und auf die 652 fünften und organisatorischer Thätigkeit in der Partei- verflossen. Die Landes, daß die Bestimmungen über die Beitragspflicht aus allen Partei 37 779 Kinder, also im Durchschnitt auf eine sechste Stlässe über 58 Provinzial- und Ortsorganisationen haben sich, den jeweils sehr ver- vereinsstatuton gestrichen werden. Diese Fürsorge für die Wermsten und auf eine fünfte fast 58 Kinder. Die Einzelbetrachtung ergiebt, schiedenen Berhältnissen anpassend, entwickelt und die Gesamtpartei hat macht dem guten Herzen der betreffenden Genossen ja alle Ehre, daß in 334 sechsten Klassen je 60 oder mehr Kinder faßen, davon unter dieser Vielgestaltigkeit der Organisationen nicht gelitten, sondern aber sie remit wirklich nur offene Thüren ein. Bisher war es in Erfolg auf Erfolg gehäuft. Auch die Einheitlichkeit der Partei- der Partei Sitte und Gebrauch, den ganz armen Genossen zu beispielsweise in 25 Selaffen je 65 Kinder, in 26 je 66, in 34 Aftionen hat nicht gelitten. Wir erinnern hier mir an die glänzend helfen, so gut es anging, und niemand ist es bisher eingefallen, je 67, in 85 je 68, in 31 Stlassen die als Maximum festgesezte geführten Wahlkampagnen 1893 und 1898, an die Kämpfe gegen die Parteitüchtigkeit nach dem Umfang des Portemonnaies zu be- Bahl von 69 Kindern, in 1 Klasse die folglich unzulässige Zahl von die Umfturzvorlage, das Buchthausgesetz usw. Was die Partei- messen. Daß das auch in Zukunft so bleibe, damit sind wir alle 70 Kindern und in 1 Klasse sogar 71 Kinder. In den fünften Klassen Organisation auf finanziellem Gebiete geleistet hat, das lehren uns einverstanden. sah es ganz ähnlich aus. Je 60 oder mehr Kinder saßen in die jedes Jahr auf den Parteitagen gelieferten Abrechnungen. Biel beanstandet ist auch die Vorschrift in§ 2 des Entwurfs, 308 fünften Klassen, davon in 25 Klassen je 65 Kinder, in 24 je 66 Neben diesen Leistungen der Gesamtpartei stehen mun die großen wonach über die fernere Zugehörigkeit zur Bartet, nach Anhörung in 20 je 67, in 19 je 68, in 22 je 69- das angebliche Maximum, Erfolge der Landes-, Provinziale und Ortsorganisationen. Alle die der Parteigenossen der einzelnen Orte oder Reichstags- Wahlkreise, der in 1 Klasse 70 Kinder und in 2 Klaffen je 71 Kinder. In den 728 Stämpfe, die notwendig waren, um unsren Bertretern den Eingang Parteivorstand entscheiden soll. in die Landes- und Kommunalvertretungen zu ermöglichen, die Gewerbegerichtswahlen usw., sie wurden organisiert und geführt von den einzelnen Organisationen, die sich im Laufe der Jahre gebildet haben, nicht nach einer Schablone, sondern den jeweils sich geltend machenden Bedürfnissen entsprechend. Unfre Partei- Organisation in ihrer Wielgestaltigkeit, wie sie sich uns heute zeigt, ist geworden, aus den Bedürfnissen heraus gewachsen. Die in Halle gefchaffene lose Form erlaubte, sich Abbruch zu thun. gemacht werden können. Der Eigenartigkeit der Verhältnisse anzupassen, ohne der Einigte reichend das hat die Praxis unwiderleglich verwiesen. Es genügt 30 007 und 27 611 Kinder, macht pro Klasse rund 48, 45 und 40 bis Wenn nun angesichts der Erfolge, die die Partei auf dem in Halle eingeschlagenen Wege erzielt hat, die Ausarbeiter des Entwurfs davon abgesehen haben, eine vollständige Umwälzung der Organisation, durch Einführung eines strammen Centralismus, in Borschlag zu bringen, so haben sie einfach den Thatsachen Rechnung getragen. Ein Organisationsentivurf, wie ihn die Genossen Br. und Parvus anscheinend wünschen, wäre schon in der Fraktion auf starken Wider spruch gestoßen, würde aber auf dem Parteitag nie zur Annahme gelangen. Man beachte, daß in sämtlichen süddeutschen Staaten, in Sachsen, Thüringen und fast allen norddeutschen Kleinstaaten und preußischen Provinzen, Landes- oder Provinzorganisationen beftchen, deren Statuten selbst wieder in fast allen wesentlichen Bestimmungen von einander abweichen. Es mag dahin gestellt bleiben, ob der Entwurf in seiner jezigen bierten lassen, die am 1. Mai vorhanden waren, faßen 39 275 Kinder, Faffung das Richtige frifft. Vielleicht ist mit dem Vorschlage, der das macht im Durchschnitt pro Klasse faft 54 Kinder. Als Magimum früheren Einrichtungen in der Partei entspricht, die erste Entscheidung ist hier 60 festgesezt. Dieses Maximum wurde in 64 Klassen durch ein Schiedsgericht treffen zu lassen, die Frage beffer gelöst. erreicht. Jn 68 Klassen wurde es sogar noch überschritten; die thatSicher thut man dem zukünftigen Parteivorstand, gleichgültig, wie fächlich höchsten Zahlen, die in den vierten Selassen vorkamen, er zusammengesetzt ist, den größten Gefallen, wenn man ihm die waren in 2 Klaffen je 65 Kinder, in 2 je 66 und in 1 Klasse 69 umleidlichste aller Aufgaben, den Ausschluß eines Genossen aus der Kinder. Erträglicheren Zuständen begegnet man erst in den 732 Partei zu vollziehen, abnimmt. Nur die jezigen Bestimmungen der Organisation find unzu dritten, 666 zweiten und 682 ersten Klassen. Hier faßen 85 227, wohl auf die Thatsache aufmerksam zu machen, daß zum Beispiel 41 Seinder. Als Maximum gilt in diesen Klassen 50. Es wurde Dr. Lütgenau formell heute noch nicht aus der Partei aus- auch hier sehr oft noch überschritten, namentlich in den dritten Klassen, geschlossen ist. wo thatsächlich Frequenzen bis zu 61 vorfamen. Der Parteivorstand hat seinerzeit erklärt, daß er für jede Man sieht, wie wenig das Marimum refpettiert fernere Barteithätigkeit Lütgenaus die Berantwortung: ablehne" und wird. Als ob dieses Maximum" nicht ohne dies schon viel der Parteitag in Hanover beschloß, daß Lütgenau unwürdig ist, zu hoch bemessen wäre! Nach den Grundsägen einer ver irgend welche Vertrauensstellung in der Partei zu befleiden". Aber weder die Parteigenossen in Dortmund noch die des Dort- nünftigen Pädagogik darf für eine sechste Staffe nicht 69, sondern munder Kreises die einzigen, die nach unsrer jetzigen Organisation etwa die Hälfte als zulässig gelten. Von diesem Jdeal ist die dazu berechtigt find haben Lütgenau aus der Partei aus Berliner Gemeindeschule noch unendlich weit entfernt- trotz der geschlossen. Bor Hannover war ein solcher Beschluß auch kaum zu Verminderung der Durchschnittsfrequenz! erzielen und nach Hannover wurde er wohl für überflüssig gehalten. halt bor, ber Wir alle wünschen und hoffen, daß ein solcher Fall sich nicht Wir alle wünschen und hoffen, daß ein solcher Fall sich nicht unerfüllte Versprechungen der Straßenbahn- Direktion. wiederhole, aber dieser Wunsch schüßt uns nicht vor der Möglichkeit. Gemäß den beim Abschluß des Straßenbahner- Streits zwischen daß dies doch geschieht. Für einen solchen Fall müssen wir aber Will man mun den Genoffen zumuten, ihre seit Jahren er Fürsorge treffen, gleichgültig wie. Bis zu welchen ungeheuerlichen der Direktion und den Angestellten getroffenen Vereinbarungen probten Einrichtungen aufzugeben und eine einzige Schablone ein Gegnerschaft gegen den Vorschlag in§ 2 ausgewachsen hat, dafür den Angestellten die Möglichkeit geben, bei der Gehaltsauszahlung probten Einrichtungen aufzugeben und eine einzige Schablone ein- lebertreibungen in den Köpfen einzelner Genossen sich übrigens die sollten Lohnzettel eingeführt werden. Diese Einrichtung sollte zuführen? Will man dies nicht, sondern sollen die durch das Bedürfnis ges mögen die Einwendungen des Genossen Parvus hier zum Teil an selber zu prüfen, ob die Berechnung auch stimme, oder ob sie nicht fchaffenen Eigenarten geschont bleiben, so stellt man sich eben auf geführt werden. etwa durch Versehen irgend eines Beamten irren ist ja menschden Boden des Entwurfs, der ja dasselbe will, womit natürlich Parvus nennt den betreffenden Vorschlag einen„ Donnerteil ge= nicht gesagt sein soll, daß dieser in jedem einzelnen Punkte voll- legt in die Hand des Parteivorstands"; der Vorschlag sei durchaus noch nicht eingeführt. Die Angestellten legen aber auf diese voll- legt lich zu kurz gekommen seien. Die Lohnzettel sind bis jetzt immer kommen ist und keiner Verbesserung möglich sei. undemokratisch" und führe mit zur persönlichen Diftatur". Der AusDer strikten Durchführung einer auf Lokalvereine geftigten schluß aus der Partei sei im Rahmen der Partei gleich mit Einrichtung großes Gewicht. Wie berechtigt das Verlangen nach Centralisation stellen sich aber auch noch andre Schwierigkeiten entgegen. Der Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte. Dazu, bedarf es aber ohnzetteln ist, geht daraus hervor, daß sich das feste Gebei jeder Auszahlung einerseits durch den Betrag Genoffe Parvus schreibt: Will man regelmäßige Beiträge im bürgerlichen Leben einer richterlichen Entscheidung, bei uns soll aus allen Orten, fo muß man Vereine gründen um diese That das durch einen Utas des Parteivorstands" besorgt werden. So für geleistete Ueberstunden erhöht, andrerseits durch Strafdas was giebt es selbst in Rußland nicht. Conto gelder, die sache tommt man nicht herum." des Angestellten belasten, Ja, so führt Parvus weiter aus: mindert. es Gar zu häufig tommt daß die zieht man die äußersten Konsequenzen des Rechts des Aus Summe, die dem Angestellten ausgezahlt wird, hinter dem, schlusses aus der Partei, so findet man, daß dem Parteivorstand was er seiner Berechnung nach erhalten müßte, zurückbleibt. Da darin ein Mittel gegeben wird, selbst die Parteikontrolle und den Parteitag nach feinem Willen zusammenzusetzen. Ja, wenn sich aber der Angestellte keine Lohnberechnung in der Hand hat, so ist im Parteivorstand verräterisches Triumvirat bilden es ihm in den meisten Fällen nicht möglich, etwaige Irrtümer des würde, das etwa eine Regierungspolitik in der Art, wie man es betreffenden Beamten richtig zu stellen. von Schweizer nachsagt, treiben wollte, so fönnten diese drei Was die Berechnung der Ueberstunden betrifft, die ja seit Männer die übrigen zwei Vorstandsmitglieder einfach aus der dem Streit besonders bezahlt werden sollen, so flagen die AngePartei ausschließen vielleicht indem sie sie für" Unabhängige" stellten über große Willfür der Hofverwalter. Es ist gar nicht selten, oder, um das neueste Schlagwort zu gebrauchen, für„ Blanquisten" daß dieser die Hälfte der Ueberstunden, welche die Angestellten sie könnten in der gleichen Weise die Parteikontrolle säubern", dann in Verbindung mit dieser bei den Wahlen zum gemacht haben, einfach streicht, so daß also nur ein Teil der Ueberstunden bezahlt wird und der andre Teil umsonst geleistet ist. Parteitag alle Elemente ausschließen, die ihnen nicht passen." Ernsthaft auf diese Ausführungen einzugehen, wird wohl niemand verlangen. Daß sie von einigen Parteiblättern ohne jebe Bemerkung abgedruckt werden, erklärt sich wohl aus der lieben Gewohnheit, den fälligen Leitartikel aus der Welt(?)-Korrespondenz zu schneiden. Das ist sehr gut gefagt, nur möchten wir an den Genossen Parvus die Frage richten, wie es die Genossen in Mecklenburg wo es weder ein Vereins noch ein Versammlungsrecht giebt, anfangen sollen, Vereine zu bilden? In andren Ländern, so in Bayern, Braunschweig, Preußen 2c., dürfen Frauen nicht Mitglieder politischer Vereine sein. Will man nun unsrer Partei, die in ihrem Brogramm gleiche Rechte und gleiche Pflichten aller ohne Unterschied des Geschlecht's und der Abstammung" fordert, wirklich zumuten, eine Bestimmung in ihr Organisationsstatut aufzunehmen, durch die den Frauen für den größten Teil Deutschlands die Parteimitgliedschaft möglich gemacht wird? Die gesetzlich vorgesehene Pflicht, der Polizei auf Verlangen die Mitgliederlisten einzureichen, hat häufig den Mißbrauch im Gefolge, daß den Arbeitgebern die Arbeiter denunziert werden, die socialistischen Vereinen angehören. Für die Zehntausende der Arbeiter in den Staatsbetrieben ist diese Mitgliedschaft so wie so ausgeschlossen. Wie will man es mum angesichts dieser Zustände rechtfertigen, eine Bestimmung in das Organisationsstatut aufzunehmen, wonach nur die Mitgliedschaft in einem socialdemokratischen Verein die Parteizugehörigkeit legitimiert? erklären ein Parvus, der übrigens hervorhebt, daß er dem jezigen Partei vorstand so viel Schlechtigkeit nicht zutraut, nennt seine Ausführungen „ die Möglichkeit dieses Gewaltstreichs ergiebt sich logisch aus der gekennzeichneten Machtbefugnis des Parteivorstands." Gentoffe Parvus vermißt in dem Entwurf auch eine Re: gelung des Verhältnisses zwischen der allgemeinen Bartei- Organi- felbft Ungeheuerlichkeiten", aber sation und den Landes, Provinz- und Lokalvertretungen. Er sagt mit Recht, daß unter dem Verbindungsverbot eine solche Regelung ausgeschloffen war, jest aber sei fie nicht nur möglich, sondern fogar notwendig, dann: Na, ein Glück, daß Parvus wacht und die Partei vor dem gähnenden Abgrund warnt. Er hat ja dieses Wächteramt schon öfter geübt und immer mit dem gleichen Geschick. " Unter diefer ungeregelten Entwicklung hat die Einheitlichkeit der Parteiorganisation sehr gelitten." Leytere Annahme mag hier unerörtert bleiben. Nichtig ist, daß die starre Einheitlichkeit" nicht überall angestrebt wird. Für die Artikel in der Königsberger Tribüne", auf die durch die Was sonst noch gegen den Entwurf vorgebracht wurde, ist entein oder bezieht sich, wie weder nur rein formeller Art, Ju den Vereinbarungen, welche den Streit zum Abschluß brachten, ist den Angestellten zugesichert worden, daß die altezeit an den Endpunkten 12 Minuten betragen soll. Bei der Aufstellung der neuen Fahrpläne hat die Betriebsleitung aber auf diese Zusage nicht die gebührende Rücksicht genommen. Wir haben die Fahrpläne von einigen nach westlichen Vororten führenden Straßenbahnlinien gesehen. In diesen Plänen sind an den Endpunkten durchweg mur 5 Minuten Haltezeit vorgesehen. Bedenkt man, daß ein Teil der geringen Pause durch das Ums rangieren der Wagen und ähnliche Verrichtungen verloren geht, so bleibt den Angestellten thatsächlich während der ganzen Dauer des Dienstes nicht so viel Zeit, daß fie einen Imbiß, geschweige denn eine Mahlzeit einnehmen tönnten. Wenn sich die Direktion nicht durch ihre Zusage gebunden fühlt, Gesamtpartei ist aber eine Regelung, wie sie Parvus wünscht, nicht Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs notwendig gewordenen dann follte sie schon mit Rücksicht auf die Sicherheit des Betriebs notwendig. So weit ein Verkehr zwischen der Centralbehörde Ginschaltungen. Die Auseinanderſegungen darüber überlassen wir die versprochenen 12 Minuten- Baufen gewähren, denn ein Wagen der Bartei und den einzelnen Landesvertretungen not wohl am besten unsern juristischen Freunden in der Fraktion, denen führer fann unmöglich seinen anstrengenden Dienst mit der erforder wendig ist, so hat sich bisher dafür eine Form gefunden, ia auch die Waterschaft für diese Bestimmungen zulommt. Wir lichen Aufmerksamkeit versehen, wenn ihm nicht Gelegenheit zu kurzer und wird sich in Zukunft dafür eine solche finden. In der allgemeinen wollen schließen mit dem Wunsche, daß der Parteitag in Mainz Raft und Stärkung gegeben wird. Partei- Organisation aber, auf unfren allgemeinen Parteitagen usw., auch die Frage der Organisation recht rasch und recht gediegen Lokales. Die Ueberfüllung der Berliner Gemeindeschulen da kennen und brauchen wir diese Specialorganisationen und ihre erledigt. besondere Vertretung nicht. Der bayrische oder sächsische Landes borstand der bayrischen oder sächsischen socialdemokratischen Partei findet die Grenzen seiner Wirksamkeit an den Landesgrenzen. So wurde es bisher gehalten, so wird es wohl auch in Zukunft bleiben. Je mehr Vorschriften erlassen und Kompetenzen eingerichtet hat in den letzten Jahren unverkennbar nachgelassen. Die werden, desto mehr Eifersüchteleien und Kompetenzkonflikte werden Besserung ist noch nicht groß, aber auch das Wenige, was bis in die Erscheinung treten. jetzt erreicht ist, wäre wahrscheinlich nicht erreicht worden, wenn nicht Ueber die Bestimmung des Entwurfs, daß für die Parteis die städtischen Behörden durch die wachsende Un zugehörigkeit neben der Anerkennung der Programmgrundsäze auch zufriedenheit der Bevölkerung dazu gedrängt Die dauernde Unterstützung der Partei durch Geldmittel gefordert worden wären, endlich etwas gegen die Ueberfüllung zu thun. wird, haben wir uns bereits früher ausgesprochen. Hier also nur Von den Arbeitervertretern in der Stadtver mehr ein paar Worte. Parvus findet, daß die Forderung im Entwurf unbestimmt gehalten, nicht genügend fubftantiiert fei. Das ordneten Versammlung und auch vom„ Bortvärts" dieser Unzufriedenheit oft genug Ausdruck verliehen ist richtig, erklärt sich aber aus der Unmöglichkeit, eine geschlossene ist dieser Der Wahlproteft im 5. Berliner Wahlkrets. Die Voss Zeitung" weiß über das Ergebnis der angeordneten Beweiserhebungen, die infolge des Protests unsrer Parteigenossen gegen die Wahl des Herrn 8 wid angeordnet wurden, folgendes zu berichten: Die Beweiserhebungen sind nunmehr zum Abschluß gelangt und haben, wie uns mitgeteilt wird, in allen wesentlichen Punkten bie völlige Haltlosigkeit des Protests ergeben. Insbesondere ist der Beweis mißlungen, daß in einem bestimmten Wahlbezirk die Gr öffnung des Wahlatts in gejeg and reglementswidriger Weise vor fich gegangen sei. Es ist kein Zweifel, daß die Wahl des genannten freifinnigen Abgeordneten vom Reichstag nunmehr für gültig erklärt werden wird. Die Zweifel wird erst die Wahlprüfungskommission und der Parteiorganisation einzuführen. Die Gründe, die dies unmöglich worden; wir freuen uns, feststellen zu können, daß die Reichstag beseitigen können, die das letzte Wort in der Sache zu machen, haben wir ja bereits angeführt. Hier müssen sich eben die Bemühungen nicht ganz erfolglos gewesen sind. sprechen haben. post betam Berlin erst vor jezt 100 Jahren. " " Die Bestätigung des Bürgermeisters Brinkmann ist gestern 3. weil die Stellung des fogen. Vertrauensarztes" gegenüber den anfing und fagte:" Ich habe nichts gestohlen!" zog der Schuk im Rathaus eingegangen. Kaffenärzten, Unfallstationen, Rettungsgesellschaft eine unwürdige ist." mann eine Fessel aus der Tasche und wollte das Kind fesseln. Auf Aus der Geschichte der Berliner Stadtpost. Eine Stadt- An diesen Beschluß sind die ca. 1000 Mitglieder des Vereins der frei- das Geschrei des Kindes eilte der vor seinem Hause stehende TischlerSie wurde im gewählten Kaffenärzte gebunden. Die Medizinische Reform" fügt meister 2utowska herbei und sagte zu dem Schutzmann:„ Bitte, Jahre 1800 unter dem Namen„ Fußbotenpost" eingerichtet, aber nicht diesem Bericht in Sperrbruck hinzu: Sollte die Berliner Rettungs- Herr Wachtmeister, was hat mein Kind gethan, daß Sie es so be durch die königliche Post, die damals noch keine im Ort bleibenden gesellschaft nicht binnen fürzester Frist bekannt geben, daß sie die handeln?" Da ließ der Schußmann das Kind los und ich lug Bereinbarung mit der Orts- Krankenkasse Lichtenberg und alle übrigen den Vater mit der geballten Faust unter das Sendungen beförderte, sondern durch die Berliner„ Kaufmannsgilde ebenso ungehörigen Vereinbarungen gekündigt hat, so ist der nächste Kinn. Als darauf Tischlermeister 2. dem Schuhmann erwiderte: der Materialhandlung". Die Anregung dazu war durch die Hani: Schritt, den die Aerzte zu thun haben, Massenaustritt aus was beginnen Sie? Ich verbitte mir ein derartiges Be burger Fußbotenpost" gegeben worden, die 1797 mit Unterstützung dem Aerzteverein der Berliner Rettungsgesellschaft." tragen 1" zog der Schußmann blant und wollte mit dem Säbel der Hamburger Kaufmannschaft ins Leben gerufen worden war. Die " so ist Die Da " Berliner Fußbotenpost" begann ihre Thätigkeit am 8. September 1800. Die höheren Betriebsbeamten der Großen Berliner nach L. stoßen. L. schlug nun, als er dies sah, mit dem linken Arm Eine Bekanntmachung, die einige Tage vorher erschien, zeigte der Be- Straßenbahn- Gesellschaft, die Controleure, Revisoren usw. müssen die Waffe nach oben, wobei ihm die linke Hand verlegt wurde. Da stach der Schuhmann das zweite Mal und bohrte dem L. den völkerung an, daß man„ vermittelst dieser Post alle in Berlin bleibenden nach einer Ministerialverfügung eine Bestallung als ausgebildeter stach der Schuhmann das zweite Mal und bohrte dem L. den Säbel durch den Oberarm durch und durch. Infolge Briefe, Karten, Stiften, Patete und sogenannte offene Bestellungen ohne Wagenführer eriverben. Diese Bestimmung ist, wie uns geschrieben des Blutverlustes brach L. zusammen. Als die auf den Neubauten alles Mißtrauen schnell und billig versenden" konnte, und daß die wird, veranlaßt worden durch Unfälle, die in den Tagen des Ede Feld- und Kaiser Wilhelm- Straße beschäftigten Arbeiter dies find. vorgekommen Anstalt teineswegs nur für die Kaufmannschaft, sondern zur Be- Straßenbahner- Streits quemlichkeit des gesamten Publikums" geschaffen worden war. In Controleure und Sofverwalter, die bei den Zusammenstoßen sahen, eilten sie mit Schippen und Spaten herbei, da fie glaubten, der Schußmann wolle. den Garaus machen. Der Schuhmann den verschiedenen Stadtteilen waren in offenen Läden Annahme- beteiligt waren, beriefen sich darauf, daß sie ein Examen nicht empfing die auf ihn eindringenden Arbeiter mit den Worten: Ihr stellen, Spedition- Comptoir" genannt, eingerichtet und durch eine abgelegt und infolgedessen Fahrscheine nicht besitzen. rote Tafel bezeichnet. Das Haupt- Comptoir" war Klosterstr. 41 es aber jetzt noch vorkommt, daß höhere Betriebsbeamte bei berfluchten polnischen Hunde müßt trepieren, bei dem Gilde- Aeltesten Tietzen, dem Vorsitzenden der Direktion der plöglichen Erkrankungsfällen von Wagenführern aushilfsweise wie die Borers in China. Ausrotten muß man Euch!" Jezt natürlich bekam der Schuzmann seine Keile. Dann " Fußbotenpost". Boten, die an einer braunen Uniform mit roten den Fahrdienst verrichten, angeordnet worden, daß banden die Arbeiter den Schuhmann, padten ihn auf einen Aufschlägen fenntlich waren und ihr Nahen durch Läuten mit einer dieselben mit amtlichen Bescheinigungen über ihre Ausbildung Wagen und wollten ihn auf das Bolizibureau fahren. Der wütende Glocke ankündigten, fammelten mehrere Male am Tage in ver- versehen werden. Zu diesem Zwed haben jezt täglich derartige Wagen und wollten ihn auf das Bolizibureau fahren. Der wütende schloffenen Säften die Briefe ein bezw. trugen fie aus. Das Porto Betriebsbeamte Examenfahrten auf den Linien der westlichen Vorort- Schuhmang sprang aber von dem Wagen herunter, eilte in ein Haus und dort attadierte er wieder einen Arbeiter, war für damalige Verhältnisse billig. Für den einfachen Brief zahlte bahn vorzunehmen. man 6 Pfennig. Doppelte kosteten 1, Groschen, ob aber ein Brief als einfach Interessant wäre, zu erfahren, wie hoch die Direktion der Großen auf den er mit dem Säbel einhieb. Er wurde indessen oder doppelt anzusehen sei, darüber entschied nicht das Gewicht, Berliner dafür bestraft worden ist, daß sie in den Tagen des abermals dingfest gemacht. Der inzwischen herbeigerufene Polizeisondern der Umfang. " Sind die einfachen", sagt die Bekamit- Straßenbahner- Ausstands Leib und Leben der Fahrgäste durch Ein- kommissar, der mit mehreren Schuyleuten erschien, ließ den Schutzmann entwaffnen, ihm die Achselklappen abnehmen und vers machung, so start, daß sie nicht durch die Fuge des fastens gehen, stellung unbefugter und ungeeigneter Personen gefährdete. haftete ihn. Ein herbeigeholter Arzt leistete dem schwerverletzten so muß 1 Groschen bezahlt werden." Geldbriefe bis zu 20 Thlr. Courant oder 100 Thlr. Gold kosteten 1 Groschen. Für eine offene weibliche Bevölkerung gewinnt von Jahr zu Jahr Boden auf dem genommen werden muß. Der Kapitalismus als Zerstörer der Häuslichkeit. Die Lutowska die erste Hilfe. Man befürchtet, daß ihm der Arm abBestellung" wurden 6 Pfennige entrichtet, beschriebene Karten Berliner Arbeitsmarkt. Nach den im Jahre 1899 abgelieferten Der Fall ist wegen seines Ausgangs interessant. In dem losteten das Stück 6 Pfennige bei weniger als 6 Stid, das Stück 3 Pfennige bei einer größeren Anzahl. Das Paketporto betrug bis Karten Nr. 1 traten 20 944 Männer neu in die Versicherung ein, anfangs Oktober 1898 hier verhandelten Prozeß Stadthagen bedenen fast ebensoviel: 20 499 Frauen gegenüberstanden. Mit dem fundete der Kellner Grazinsti unter seinem Eide, daß 2 Pfund 1 Groschen, bis 15 Pfund 2 Groschen, bedurfte aber der 16. Lebensjahre übernahmen versicherungspflichtige Beschäftigung er einen Schutzmann, der einen Mann schwer mißhandelt hätte, anBote zur Fortſchaffung eines Karrens, so waren 3 Groschen zu 5805 junge Leute und 5201 junge Mädchen. Vom 17. Lebensjahre gezeigt habe, und daß daraufhin nicht der Schußmann bestraft, zahlen. Die Berliner„ Fußbotenpost" bestand nur bis 1806. Sie lebten 8776 mämliche und 4706 weibliche Versicherte. Demnach sondern er, der Kellner, wegen angeblicher wiſſentlich falſcher Anging ein, als Berlin von den Franzosen besetzt wirde.( Auch die treten von Jahr zu Jahr die Arbeiterinnen gegenüber den männlichen schuldigung schuldlos zu neun Monaten Gefängnis und zwei Jahren Hamburger Fußbotenpost" stellte nach Hamburgs Besetzung durch Ehrverlust verurteilt worden sei. die Franzosen ihre Thätigkeit ein.) Jene erste Berliner Stadtpost Arbeitskräften in den Vordergrund. b. Nagler ins Leben gerufenen föniglichen Stadtpost. " " Bericht der Gesundheitsbehörde zufolge beträgt die Zahl der Beſtfranken gegenwärtig 13, in zwei weiteren Fällen liegt Pestverdacht vor. Unter ärztlicher Beobachtung befinden sich, nachdem neun Perfonen seit gestern entlassen worden sind, noch 100. Ein Krauter ist aus South Govan in das Hospital eingeliefert worden. befam erft 1827 eine Nachfolgerin in der durch Generalpostmeister Zur Umgestaltung der Straße Unter den Linden. Nachdem Die Pest in Glasgow. Dem am Freitag ausgegebenent der Stadtbaurat Krause über seinen Vortrag beim Kaiser, betreffend Die neueste Censurthat. Dem„ Berliner Theater" hat der die Umgestaltung der Straße Unter den Linden Mitteilung gemacht Polizeipräsident die Aufführung eines für Anfang Oktober an hat, ist vom Magistratskollegium beschlossen, die Angelegenheit der gesetzten Lustspiels von Blumenthal und Kabelbura„ Die Bart- und der Baudeputation zur weiteren Verfolgung zu überstrengen Herren" untersagt. Ueber die Umstände dieses Verbots weisen. meldet die National- Zeitung", daß das Stück in durchaus harm- Einen schrecklichen Tod hat die 51/2 Jahre alte Tochter loser Weise die parlamentarische Heinze- Campagne behandle. Das Frieda der Pförtner Maehlicke schen Eheleute aus der MarienStück ist von der Behörde mit großem Gifer gelesen und burgerstraße Nr. 31 gefunden. Die Eltern, die im genannten Hause studiert worden, wovon bunte Striche fast auf allen Seiten des die Pförtnerstelle verschen, ließen am Abend das kleine sind die Buchs deutliches Zeugnis ablegen. Die harmlofesten Worte, selbst Gasflammen auf den Treppen anzünden. Frieda Machlicke hatte Regie- Vorschriften, wie er spricht eifrig", lebhaft". haben das Be- im Seitenflügel, in dem die Eltern im Erdgeschoß wohnen, erst denken des Censors erregt, Worte wie" Brunumschädel".„ Böcklin wenige Flammen angezündet, als plöglich ihre Kleider Feuer fingen. Album". Der Bacchantenzug" sind als gefährlich unterstrichen. Das Mädchen wurde, trotzdem rasch Hilfe zur Stelle war, an der Die Direktion will den Beschwerdeweg beschreiten. Es ist unter Brust und an beiden Arnten sowie im Gesicht so schwer verbrannt, der Polizeicenfur ja manches möglich, aber daß sie selbst für die daß eine Rettung nicht möglich war. Es erlag den furchtbaren VerLustspielfirma Blumenthal und Kadelburg Reklame machen würde, legungen. Das hätte man ihr doch nicht zutrauen sollen. Die heilige Streitmacht von Betern in China, diese christliche Verkörperung von gepanzerter Fauft und Kreuzesbanner wird eine dem Frieden außerordentlich zuträgliche Gefolgschaft er halten. Die„ National- Beiting" berichtet nämlich: Drei Missionare und fünf Missionsbränte find gestern abend in der St. Bartholomäuskirche von der Gefellschaft zur Beförderung der evangelischen Missionen unter den Heiden nach China bezw. Afrika abgeordnet worden. Es wird in der„ National- Beitung" übrigens wohl nicht Missionsbräute, sondern Missionärs bräute heißen sollen. Missionsbräute ist unverständlich. Wenn man einem Fürsten gefällig ist.... Fürst Ferdinand von Bulgarien hat die Liebhaberei, auf der Lokomotive, Bolldampf voraus, zu fahren. Die„ Neue Bayer. Landesztg." teilt nunmehr den Wortlaut des Schreibens mit, das die Generaldirektion der . b. Staatseisenbahnen an das fürstlich bulgarische Hofmarschallamt in Sofia in dieser Angelegenheit gerichtet hat: in Sofia in dieser Angelegenheit gerichtet hat: München, den 15. August 1900. Generaldirektion der tgl. b. Staatseisenbahnen. Num. 56 73 II. Betreff: Fahrt Sr. kgl. Hoheit des Fürsten von Bulgarien auf der Lokomotive des Orient Expreßzuges Nr. 130 am 29. Juni 1900 von Salzburg bis München. Seine königliche Hoheit der Fürst von Bulgarien ist am 29. Juni d. J. von Salzburg bis München auf der Lokomotive des Orient- Expreßzugs gefahren und hat aus diesem Anlaß dem Lokomotivführer und Heizer dieses Bugs Geldgeschenke von 60 und 30 Frank zugesendet. Flüchtig geworden ist der 45 Jahre alte Bildhauer Karl Fischer aus der Gartenstraße. Fischer betrieb seit drei Jahren gemeinschaftlich mit dem Kaufmann Mary in der Scharnhorststraße eine Bildhauerei für Bauten, in der 23 Gehilfen beschäftigt find. Meinungsverschiedenheiten zwischen den Juhabern führten zu dem Durch die Gestattung der Mitfahrt Seiner föniglichen Hoheit Entschluß, das Geschäft aufzulösen. Am Montag nun erfuhr Mary, hat sich der Lokomotivführer gegen eine bestimmte, für die bayrischen daß sein Genosse an zwei Stellen Geschäftsgelder erhoben und für Staatsbahnen geltende Vorschrift verfehlt, wonach er die sich verbraucht hatte. Nachdem er ihn am folgenden Tage zur Rede Mitfahrt auf der Lokomotive außer den durch ihren Dienst dazu gestellt hatte, verschwand Fischer und kehrte nicht wieder zurück. Da Berechtigten nur Personen gestatten darf, die hierzu einen besonderen Marx vermuthet, daß der Entflohene außer den beiden Unter- Ausweis haben. Ferner haben sich der Lokomotivführer und der schlagungen auch noch andre Unredlichkeiten begangen habe, so hat seizer einer Uebertretung der Bestimmung schuldig gemacht, die dem er ihn nunmehr der Kriminalpolizei angezeigt. Eisenbahnpersonal strengstens untersagt, für dienstliche Handlungen oder dafür Geschenke anzunehmen, daß es einzelne Perfonen gegen über andern bevorzugt. Verelendung des arbeitenden Volks. Die„ Post" bringt Ein großes Fischfterben hat wieder einmal die Gewäffer imvorsichtiger Weise folgende Meldung: Margarine Verkaufs- der Stadt heimgesucht. An der Mühlendammschleuse und auf der stellen find in letzter Zeit wie Pilze aus der Erde geschossen und Jungfernbrücke fah gestern Groß und Klein mit Bedauern, wie gegenwärtig haben sie sämtlich hochsaison. Durch den all- tausende und abertausende kleine und sogar mittelgroße Fische ganz mählich eingetretenen Preisaufschlag für Naturbutter ist es oder halb frank stromabwärts trieben. Die noch lebenden, die aber der ärmeren Bevölkerung geradezu unmöglich ge- faum noch schnappen konnten, wurden vielfach eine Beute der Hechte, worden, fich den Genuß der Butter zu gönnen bei Preisen von die unter diesen Umständen eine mühelose Jagd hatten und nimmer 1,30 und 1,40 m. pro Pfund. Man hat deshalb zur Margarine Zu- fatt fortwährend zuschnappten. flucht genommen, von welcher das Pfund 50 bis 80 Pfennig foftet. Dementsprechend find die Margarinefabriken zur Zeit start Tottenburg, welcher der Hausverwalter Strüger zum Opfer fiel, Ueber die Totschlags affaire in der Cauerstraße in Char beschäftigt. Gegen Maßnahmen der Arbeiter, welche ein Einkommen ermög lichen, daß der Steigerung aller Lebensmittelpreise wenigstens die Wage hält, muß die" Post" bekanntlich auf Anweisung ihrer Oberen Buchthausgesetze und Verkümmerungen des Koalitionsrechts empfehlen. Die Kohlengroßhändler verbreiten Iatate, auf denen mitgeteilt steht, daß infolge andauernder Knappheit sämtlicher Brennmaterialien und der damit verbundenen sehr erhöhten Einkaufpreise" 100 Briketts fortan 1,30 M., ein Scheffel Steinkohlen 1,65 M. usw. tosten sollen. Der Verein der Kohlenhändler Südost( Detaillisten) erklärt zu Siefer Preiserhöhung in einer an uns gerichteten Zuschrift, daß die Grossisten in dieser Bekanntmachung den Kleinhändlern Preise vor schreiben, nach denen sie, die Grossisten, selber sich nicht richteten. Da das Platat„ Vereinigte Kohlenhändler Berlins" unterschrieben ist, so verwahrt der Detaillistenverein sich ferner gegen die naheliegende Schlußfolgerung, daß die Kleinhändler an dem Kohlenwucher der Gegenwart schuld trügen. Unter diesen Umständen haben wir es nicht für angezeigt ergeschenke zu belassen. Vielmehr haben wir mit Genehmigung achtet, den genannten zwei Bediensteten die übergebenen Geldunjres föniglichen Staatsministeriums, dem wir über die Sache Bericht erstattet haben, den Gesamtbetrag von 90 Frank durch unser Oberbahnamt München einheben lassen und dasselbe angewiesen, diese Summe an das fürstliche Hofmarschallami und dem Zugführer des Expreßzugs, der vor der Abfahrt von Salzzurückzusenden. Außerdem haben wir dem Lokomotivführer wird weiter gemeldet, daß die der That verdächtigen Personen, burg Kenntnis von der Sache erhalten hat und gleichfalls vernämlich der Monteur K., Geschäftsführer St. und Mechaniker W., pflichtet gewesen wäre, Seine tönigliche Hoheit auf das bestehende welche in Haft genommen worden waren, wieder auf freien Fuß Berbot aufmerksam zu machen, eine Rüge erteilt. torbenen hat nämlich als Todesursache Herzlähmung infolge J. V.( Name unleserlich.) gefegt wurden, die gerichtsärztliche Obduktion der Leiche des VerHiervon beehren wir uns ergebenst Mitteilung zu machen. starken Blutverlusts" ergeben. Es dürfte sich daher im vorliegenden Welches Glück, daß Fürst Ferdinand ein ausländischer Falle mur um eine Körperverlegung mit tödlichem Ausgange Fürst ist! handeln. Straßensperrung. Die Mariendorferstraße von der Nostiz- bis zur Boffenerstraße sowie die Kommandantenstraße von der Beuthstraße bis zur Lindenstraße werden wegen Ümpflasterung vom 6. d. M. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Marktpreise von Berlin am 6. September 1900 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. Weizen, gut D.-tr.| 15,60 15,56 15,52 15,48 " " Roggen, gut " " do. Banch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter Eier Karpfen Aale Startoffeln, nene, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg 6,-4, 1,60 1.20 1,20 1" " 1,60 1,10 1,60 1" 1,60 1,20 " 2,80 2,20 60 Stüt 4, 2,60 1 kg 2, 1,20 2,60 1,40 2,60 1,20 2, 1,20 1,80 0,80 " 2,50 1,20 1,40 0,80 mittel gering " 15,44 15,40 " 14,80 14,78 mittel gering 14,76 14,74 14,72 14,70 " afer, gut mittel gering " mittel gering 15,40 14,90 14,80 14,40 14,30 13,90 16,10 15,20 15,10 14,20 14,10 13,20 Bander Hechte 6,82 6,50 Barsche 7,40 5, " " Schleie 40, 25,- Bleie 45, 25,- Krebse 70,- 30, †) ab Bahn. *) frei Wagen und ab Bahn. per Schot 20,00 2,50 Produktenmarkt vom 7. September. Der Getreidemarkt verharrte auch heute in schwacher Haltung. Besonders Weizen war durch die dauernd geringe Aufnahmefähigkeit des Marktes und vorwiegend matte Auslandsmeldungen gedrückt und gab eine Mart im Preise nach. Das Geschäft war in diesem Artikel gleich Null, in Roggen eine Kleinigkeit lebhafter. Trotz einiger Nachfrage war jedoch auch Roggen 0,50 M. billiger zu haben, da die Kaufordres durch in- und ausländische Offerten überwogen wurden. Mehl lag sehr still und unverändert. Am Futtermartt lag Hafer fest infolge fleinen Angebots und hoher Maispreise. Rüböl notierte bei uns unverändert, obwohl Paris 1,50 Fr. höhere Preise meldete. Spiritus unverändert. 70er loco 51 m. Theater. Im Central Theater sind die Geisha" gestern zum funfhundertstenmale gegeben worden. Das ist ein Beugnis für die Anspruchslosigkeit des Publikums. Gewiß birgt die englische Operette reizende Melodien, aber sie wird von einer*) Gerfte, gut Handlung getragen, deren widernatürliche Sentimentalität und witlose Albernheit auch von der prächtigsten Musik nicht schmackhaft gemacht werden kann. Trotzdem fand das vollbesezte Haus auch gestern Gefallen an dem Stück und spendete den Mitwirkenden Einige der Nichtroh Aerzte, Rettungsgesellschaft und Krankenkasse. Die Orts- wie auch der Direktion Beifall über Beifall. frankentasse Lichtenberg versendete am 31. August 1900 folgendes Künstler, wir nennen Herrn Sondermann und Fräulein Mia Hen Schreiben an eine große Anzahl Berliner Aerzte: Wir be- Werber, spielen seit der ersten Aufführung der„ Geisha" ihre Rolle. Erbsen Speisebohnen absichtigen bei Drudlegung unfres Aerzte- Verzeichnisses Sie als Eine Standhaftigkeit, die allerdings Bewunderung verdient. Die injen Vertrauensarzt hiesiger Kaffe für diejenigen Fälle anzuführen, heute Sonnabend stattfindende Eröffnungs- Vorstellung im Thaliarespektive unfren in unsrer Gegend wohnenden Kassenmitgliedern Ihre Theater, in welcher die neue Ausstattungspoffe Der LiebesInanspruchnahme vorzuschreiben a) bei Unfällen und plötzlichen Erschlüssel" zum erstenmal in Scene geht, beginnt, worauf besonders frankungen, wenn Gefahr im Verzuge ist und die Hilfe der nächsten hingewiesen wird, pünktlich um 1/28 Uhr. Unfallstationen und Haupt- oder Rettungswachen der Berliner Der Mond wird noch während der ganzen kommenden Woche auf der Rettungsgesellschaft nicht ebenso schnell zu haben ist respektive nach- Treptow- Sternwarte" mit dem Riesenrefraktor beobachtet und zwar Mon weisbar nicht zu haben war, für die erste Hilfeleistung(!) tag( 10. September) von 712-12 Uhr nachts, Dienstag 8-12, Mittwoch und b) zufolge besonderer Ueberweisung durch Krantenschein 8-12, Donnerstag 9-12, Freitag 9-12, Sonnabend 10-12 Uhr zur ambulanten Behandlung, so lange nach Ihrer Ansicht der nachts. Projektionsvorträge finden von jest an außer am Sonntag um betreffende Patient außer stande ist, gegen 5 und 7 Uhr nachmittags auch jeden Sonnabendabend 81/2 Uhr statt. die notwendige Fahrgeldvergütung einen der hiesigen Kaffenärzte aufsuchen zu können, Wir zahlen in den unter a und b gedachten Fällen für a den ersten Besuch in der Wohnung des Patienten 2 M., b) jeden weiteren Besuch 1 M., c) für die erste Konsultation in Ihrer Wohnung bei Uebernahme der Behandlung 1 M., d) für Operationen zum Die Thaten eines Schuhmanns. Aus Posen berichtet man Zweck oder nach der Entbindung 10 M. Wir bitten um ge- der Berliner Zeitung" unterm 5. September über schwere Ueberfällige umgehende Erklärung, ob Sie mit Vorstehendem einbergriffe eines Schußmiauns: Ein Vorfall, der das Tagesgespräch von standen sind. NB. Mit dem Unfallkuratorium und der Centrale ganz Posen bildet, hat sich gestern in den späten Nachmittagsstunden Stationen der Rettungsgesellschaft haben wir Pauschalen ver in dem Posener Vorort Jersiz( Bosen W.) zugetragen. Ein einbart, da wir dorthin stets sehr viel erste Hilfeleistungen zu zahlen 12 jähriges Mädchen Stefanie Lutowska, Tochter des Tischlerhatten; wir empfehlen resp. verpflichten unsre Mitglieder daher jetzt meisters und Hausbesizers Valentin Lutowska, Posen W., Kaiser3 11 paparanda 755 NNW 6 bedeckt zu deren Inanspruchnahme in erster Linie bei plößlichen Erkrankungen Wilhelmstraße 41 wohnhaft, spielte, Dienstagnachmittag in der Ewinembe. 761 12 Petersburg für die erste Hilfeleistung. Der Generalbevollmächtigte: Kauff- fünften Stunde mit mehreren Kindern unweit der elterlichen Hamburg Berlin 762 WNW 2voltig 12 Cort 764N mann." Empfänger des obigen Schreibens haben dasselbe der Wohnung und zwar Ecke Kaiser Wilhelm- und Feldstraße auf einem Frankf./M. 766 SW 2wolfen! 12 Aberdeen 763 Vertragskommission des Vereins der freigewählten Stafsenärzte" zu Stoppelfelde. Die Kinder fanden auf dem an die Straße grenzenden 767 SW 3wolfent 11 Baris München 766 Still Berlin vorgelegt, und die Vertragskommission hat in ihrer vorgestrigen Felde mehrere Cigarrenschachteln und eine Coatsstücke, und die mien 764 23 3 bedeckt 14 Sigung beschlossen, den vorgelegten Vertrag nicht zu genehmigen: Mädchen nahmen die Cigarrenschachteln in ihre Schürzen. In diesem Wetter Prognose für Sonnabend, den 8. September 1900. 1. weil die Honorierung eine durchaus unwürdige ist; 2. weil aus Augenblick fam ein Schutzmann vom 7. Polizeirebier, ergriff die Nachts fühler, am Tage ein wenig wärmer, vielfach heiter, jedoch uns Her Unvollständigkeit der angeführten besonderen Leistungen sich Stefanie Lutowska bei den Haaren, schleifte fie fort und schrie: beständig mit leichten Regenschauern und frischen nördlichen Winden. Streitigkeiten mit der Kassenverwaltung notwendig ergeben müssen; Was hast Du da gestohlen!" Als das Mädchen zu weinen Vermischkes. Witterungsübersicht vom 7. September 1900, morgens 8 thr.. Barometers stand mm 763 9 Wind richtung Windstärke Wetter 4 better 1 wolfig Temp. n. T. ( 5° C. 4° R. Stationen Barometerstand mm Wind: richtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 6426 15°.= 4°. 3 Nebel 14 1 1 bedeckt -woltent 12 9 Berliner Wetterbureau. Briefkasten der Redaktion. 2. S. Für brufttranke Frauen befinden sich bei Pankow und bei Blankenburg städtische Heimstätten. Wenden Sie sich an Herrn Stadt: rat Marggraff, Neue Friedrichstraße 9/10. Sprechstunden 1-2, außer Donnerstags. M. N. Ihr himmlischen Mächte. Drechsler. Es genügt, daß er 24 Jahre alt ist. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 8. Sept. Opernhaus. Der Maurer. Die roten Schuhe. Anfang 72 Uhr. Schauspielhaus. Vasantasena. Anfang 72 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). Der Mitado. Anf. 72 Uhr. Deutsches. Die Weber. Anfang 72 Uhr. = Berliner. Die arme Löwin, Anfang 72 Uhr. Leffing. Die Sklavin. 72 Uhr. Anfang Nesidenz. Die Danie von Marim. Anfang 72 Uhr. Neues. Der weiße Hirsch. Vorher: Ein Jnterview. Anfang 72 Uhr. Weiten. Der Waffenschmied. Die ichöne Galathee Anf. 72 Uhr. Schiller. Faust.( 1. Teil.) Anfang 8 Uhr. Central. Die Geisha. Anfang 712 Uhr. Thalia. Der Liebesschlüssel. Anfang 72 Uhr. Luisen. Der Pelikan. Anfang 8 11hr. Carl Weiß. Rabale und Liebe. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Ein toller Einfall. Anfang 7/2 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Der Mandarin von Tsing- ling ting. Anfang 71/2 Uhr. Apollo. 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Buchbinder, Buchbinderei- Arbeiterinnen u.verw.Berufsg. 30/11 gar. lep. Aut. franco emballagefret Gänse a 8 Pfd. schwer 30 M. 18 Riesen- Enten, fett, groß, 26 M. 20 fleischige große Hahnen 18 M. 20 Legebühner, Italiener, 22 M.[ 141/10 K. Roth, Dziedig in Schles. Nr. 24, Sportwagen." Baby", Brunnenftraße 92. Teilzahlung gestattet, bei großen Raten Kassapreise. Verband der Sattler und verw. Berufsgen. Branchen- Versammlungen der Berliner Mitglieder Montag, den 10. September, abends 8 Uhr, bei Keller Filiale Berlin I.( Geschirr, Wagen und Galantericarbeiter): ( großer Saal). Koppenstr. 29: Versammlung für den Often. Große öffentliche Versammlung Tages Ordnung: aller in 1. Die Bedeutung der Konsumgenossenschaft für die Gewerkschaften. Referent Eruit Toit. 2. Diskussion. 3. Neuwahl der gesamten Bezirks: Buchbindereien, Kontobuch, Leder- Galanteriewaren und Luxuspapierfabriken beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Tages Ordnung: leitung. 4. Verbandsangelegenheiten. Montag, den 10. September, abends 8 1hr, in Feuersteins Salon, Alte Jakobstraße 75: Versammlung der Heizungsmonteure und Helfer. Tages Ordnung: 1. Berichterstattung über den gegenwärtigen Stand der Lohnbewegung und die Durchführung des Tarifs. 2. Wie fann ein gedeihliches Verhältnis zwischen Monteuren und Hilfsmonteuren und Helfern geschaffen werden? Dienstag, den 11. September, abends 81/2 Uhr, in Cohns Festfälen, Beuthstraße 20/21: Versammlung der Gas- und Wasser- Rohrleger und Helfer. Tages Ordnung: Berichterstattung über den Streit der Gas: und Waffer: Nohrleger und Helfer und die neuen Verhandlungen mit der Junung der Gas, Wasser und Hetzungsfachmänner. 1. Bericht über die Konferenzverhandlungen in Leipzig. Referent Kollege Franz Bytomski. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Kollegen und Kolleginnen! Es ist Eure Pflicht, in dieser überaus wichtigen Versammlung vollzählig zur Stelle zu sein. Das Erscheinen ist 25/5 aller ih bringend erforderlich. Die Lohnkommi Sonnabend, den 8. b. M., abends 82 Uhr, im„ Englischen Sof", Neue Roßstraße 3. Tagesordnung: 1. Die Weltmachtspolitik und die Bestrebungen der Arbeiter". Referent Genoffe Theodor Metzner. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Filiale III.( Taschen- und Koffermacher): Dienstag, den 11. 5. M., abends 9 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Filiale V.( Teppich und Linoleumleger): Jeden Montag nach dem H 1. und 15. eines jeden Monats in den Arminhallen", Rom mandantenstraße 20. Gäste sind in allen Versammlungen willkommen. Mitglieder werden in allen Versammlungen aufgenommen. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersuchen Kollegen und Kolleginnen! Sammelt heute eifrig Achtung! auf den Listen zum Widerstandsfonds! 160/10 Die Vorstände. Achtung! Contobuch- Arbeiter und-Arbeiterinnen! in der Ressource", Kommandantenstr. 57: Verband der Möbelpolierer. Morgen, Sonntag, den 9. September, vormittags Punkt 11 Uhr, Große öffentliche Versammlung Montag, den 10. September, abends 82 Uhr, bei Herrn Dieke, Ackerstraße 123: Versammlung. aller in Tagesordnung: 1. Berbandsangelegenheit. 2. Werfitattangelegenheiten. Contobuchfabriken beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen. Am Mittwoch, den 12. September 1900, abends 8% Uhr, im 3. Verschiedenes. 4. Ausgabe der Bidets zum Stiftungsfest. Gewerkschaftshaus, Engel- fer 15: Versammlung aller in Metall- Knopffabriken beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Tages Ordnung: 1. Wie verbeffern wir unsre Lohn- und Arbeitsverhältnisse? 2. Disfuffion. 3. Verbandsangelegenheiten. Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Sonntag, den 9. September, vormittags 10 Uhr: 117/8 106/17 Bezirksversammlung für Moabit im Lokale des Herrn Fischer, Beusselstraße 9. Tagesordnung: Vortrag, Diskussion, Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Die Tischler von Glasenapp, Rostockerstraße 3. sind besonders dazu eingeladen. Die Ortsverwaltung. Achtung! Holzarbeiter, Kiftenmacher. Der Streit der Kistenmacher bei den Firmen 95/2 Erdmann, Fuhg und( Meißner, Besselstraße), dauert unerändert fort. Die Streikkommission. Möbel- Magazin. Tages- Ordnung: 1. Das Resultat der Verhandlungen mit den Contobuchfabrikanten. Dienstag, 11. September, abends 8 Uhr, in Kellers Festfälen, Referent Sollege Bernh. Jost. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Kollegen und Kolleginnen! Erscheint vollzählig in dieser hochwichtigen Koppenstr. 29: Versammlung! Niemand darf morgen fehlen! 25/4 Die Lohnkommission. Große öffentliche Versammlung. Tagesordnung: 1. Darf die deutsche Gewertschaftsbewegung unpolitisch oder neutral sein? Referent Genosse Theodor Mehner. 2. Disfussion. Das Erscheinen aller Kollegen ist Pflicht. 147/11 Die Nevisoren werden ersucht, Montagabend 7 Uhr bei Schulz. Blumenstraße, zu erscheinen. Sonntag, den 16. September: Herrenpartie nach Rüdersdorf. Treff früh 28 Uhr: Schlesischer Bahnhof, Madaistraße. Der Vorstand. Achtung! Cementierer. Achtung! Sonntag, den 9. September, vormittags 10 Uhr. bei Nümann, Brunnenstr. 188: Mitglieder Versammlung. Referent und Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Wichtiger Angelegenheiten halber ist das Erscheinen sämtlicher Kollegen der Firma Czarnikow dringend notwendig. 57/4 Fr. Janitzkow, Eigne Tischlerei.[ 53298*] NW., Turmstr. 45. Der Vorstand. Kellers Festsäle, Koppenstrasse 29. Heute, Sonnabend, den 8. September: 5. Stiftungsfest des Arbeiter- Raucherbunds Berlins und Umgegend bestehend in großem Ball in jämtlichen Räumen solvie Aufführung von lebenden Bildern usw. Die Ballmufit wird von einer start besetzten Kapelle der Berufsmusiker unter Leitung des Herrn Musikdirektor Loppe ausgeführt. Hierzu ladet Freunde und Gönner des Bunds ein 269/16 Anfang 82 Uhr. Der Vorstand. Polster waren. Eigne Werkstatt. KUFE KE'S IM SOMMER UNENTBEHRLICH, REGELT VERDAUUNG KEIN BRECHDURCHFALL DARMKATARRH U.S.Ww. KINDERMEHL Weiß- u. Bayrisch- Bierlokal bon Paul Litfin, 58862* Lichtenberg, Atzpodienstr. 1. 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