Nr. 211. Abonnements- Bedingungen: abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mir illustrierter SonntagsBeilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Post. Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post Beitungss Preisliste für 1900 unter Br. 7971. Unter Krenzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. = Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel setle ober beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereins und Bersammlungs- Anzeigen 20 Bfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bte nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in berExpedition abgegeben werben. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Bmt I, nr. 1508. Telegramm- Adresse: " Bocialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Quittung. Jm Monat August gingen bei dem Unterzeichneten folgende Parteibeiträge ein: Dienstag, den 11. September 1900. Zur Handelspolitik. II. Expedition: SW. 19, Beuty- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Einfuhr Ausfuhr aus den Vereinigten Staaten in aus dem deutschen Zollgebiet nach das deutsche Zollgebiet den Vereinigten Staaten in Mill. Mart Baumwolle, roh. 188,7 Rohzuder. Mais P in Mill. Mart . 39,2 97,3 Halbseidene Zeuge und 84,0 Tücher 21,0 65,7 Baumwoll. Strumpfwaren 18,7 57,5 Anilin u. andre Farbstoffe 15,4 56,7 Lederne Handschuhe 13,3 10,1 9,4 9,2 7,5 7,4 88,5 Borzellan- u. Glaswaren • 28,6 Spielzeug 26,0 Wollwaren 22,7 Farbendruckbilder 15,0 Chlorkalium. 12,91 Auvelois, von den deutschen Filzarbeitern 16,13. Augsburg, 1., d. G. 1. i. St. 20, Berlin, Beiträge der Wahlkreise: 2. Str. 50,-. 4. Str. Südost 1000,-( darunter: Ueberschüsse von Eine Fortsetzung und Ausdehnung der Handelsvertragspolitit Weizen Kranzspenden für Liebknecht: Von den Arbeitern der Firma Stock 35,50, von den Arbeitern der Maschinenfabrik Beermann 30,35, von 1891 liegt deshalb auch im Interesse des deutschen Arbeiters Schweineschmalz Petroleum von den Arbeitern der Bronzewaren Fabrik Falbe 5,45. Von den und zwar nicht nur eine räumliche Ausdehmung, eine Vergrößerung Kupfer Gästen des Germania- Ausschants, Wrangelstr. 59, 1.15. Freie Ver- des Kreises der Staaten, zu denen wir im Vertragsverhältnis stehen, Fleisch Sonnenblume 20,-. einigung Fadel 25,-. Bon Bachmann, fondern zugleich auch eine Vermehrung der gegenseitigen Stongeffionen, Roggen amerikanische Auktion des Lotterievereins Ohne Glück" 7,25.) also eine Berringerung der Zollschranken zwischen Deutschland und Hafer. 5. Streis 300,-. 6. Kreis( Moabit) 200,-( darunter: K. B., seinen Vertragsstaaten. Als selbstverständlich hat dabei zu gelten, daß Deltuchen Lübeckerstraße 43, 1, 8. Birkenstraße 49, 3,-, G. 3. 3, den Tarifverträgen auch die Meistbegünstigungsklausel eingefügt Holz Skranzüberschüsse: Von den Arbeitern der Anhaltischen 21,15, werden muß, da andernfalls die Deutschland durch die Zarife ein Oleomargarin. von den Arbeitern von Eichler und Lachmann 15,10, von Der Vergleich zeigt, daß wir von den Vereinigten Staaten fast den Arbeitern von Petzold u. Comp., Moabit 35,75, von geräumten Stonzessionen durch weitergehende Zugeständnisse an A. G. 23 13,50, von den Arbeitern von Ehrlich, Kronenstraße 31 andre Staaten stets mehr oder minder in ihrer Wirkung aufgehoben nur Lebensmittel und Rohstoffe für industrielle Zwecke erhalten, der 10, von den Arbeitern der Eisengießerei Jachmann 1,15). werden könnten. Hat Deutschland z. B. mit Rußland oder Destreiche einzige bedeutendere Industrie- Artikel, den wir von dort einführen, 6. Kreis: Rosenthaler Vorstadt und Gesundbrunnen 800,-( darunter: Ungarn einen Tarifvertrag abgeschloffen, der den Erzeugnissen der bilden Maschinen( vornehmlich landwirtschaftliche Maschinen), deren Bogenlampe durch Bordt 17, Kranzüberschüsse: Von den Arbeitern deutschen Eisenindustrie gewisse Bollermäßigungen zubilligt, und die Wert in 1898 sich auf ungefähr 9 Millionen Mart belief. Dagegen der Fabrik Borsig in Tegel 65,30, von den Arbeitern von Schwarz- Aufnahme der Meistbeginstigungsflansel sichert uns nicht zugleich führen wir nach den Bereinigten Staaten durchweg Industrie- Ertopff( Neues Wert) 6,-, 511. Bezirt 7,60.) 6. Str. Wedding u. Oranienb. den Vorteil, daß weitere, andren Staaten zugestandene Boll zeugnisse aus, die sie fast sämtlich ebenso vorteilhaft aus Frankreich, Vorstadt 1600,( darunter: Alt vom Töpfer Ad. 6, desgleichen reduktionen eo ipso auch Deutschland zu gute tommen, so Belgien, England beziehen können, und deren Belastung mit höheren von Scharf 1,60, vom Frühkonzert der„ Nordwacht" 50,-, von Staaten es jederzeit in der Hand, durch Böllen die Preise auf dem amerikanischen Inlandsmarkt nur Dr. A. F. 101 8,-, vom gemütlichen Otto, Gartenstraße 3, haben beide Welche der amerikanischen EinfuhrStranz- Ueberschüsse: Von den Arbeitern der Maschinenfabrik vorm. einem dritten Land gewährte Bollzugeständnisse, die unter wenig beeinflussen würde. Schwarzkopff( Stammfabrit) 27,10, v. d. Arbeitern der Firma Keyling u. die gollfäzze vereinbarten Deutschland Tarifs artikel sollen getroffen werden? Wollen wir die Amerikaner Thomas 17,30, v. d. Arbeitern d.„ Union", Elettricitätsgesellsch., Hutten herabgehen, der deutschen Eisenindustrie die erlangten Stonkurrenz etwa dadurch von ihren zollpolitischen Magimen furieren, daß wir straße 211,50, von den Arbeitern von Schöning, Uferstraße 18,10, vorteile wieder zu entziehen. Für solche Tariffonventionen, die dem deutschen Arbeiter feinen Bedarf an Brot, von den Arbeitern der Maschinenfabrit F. Werner 7,40, von den nachträglichen Bollprellereien die Thüir offen lassen, mag sich der Schmalz, Fleisch, Petroleum usw. vertenern; Arbeitern von Weiß u. Co., Greifswalderstraße 140/41 3,-, von Bund der Landwirte erwärmen, dem die Ausdehnung der vertrags- wollen wir den Agrariern Spanndienste für die Verwirklichung Bolzani 4,-, von C. 8. 10,-, von der Sammlung der A. E.-G. mäßig Rußland und Oestreich- Ungarn zugestandenen Getreidezoll- ihrer Bollforderungen, für die Befestigung ihrer wirtschaftlichen und 479,65). 6. Streis Schönhauser Vorstadt 900,-( darunter A. B. Mister 2,-. Geburtstagsfeier, Lotterieklub Transv. 3, Ermäßigungen auf die Getreide Einfuhr aus den Vereinigten politischen Stellung liefern? Von der agrarischen Presse, deren Puzerkolonne B.. 13,-. Buchdruckerei Wizel 20,-. Kranz- Staaten schwere Verdauungsstörungen verfacht, für die exportierende Hauptmoniteur, die Kreuz- Beitung", erst am letzten: Sonnabend Ueberschuß der Tischlerei Kastanien- Allee 77 4,55. wieder zum Kampf gegen die Gefahr der nordamerikanischen Desgl. von Industrie sind derartige Vertragsschließungen nahezu wertlos. den Arbeitern der Firma W. Hagelberg, Aktiengesellschaft 2,90). Schärfere Zurückweisung noch verlangt ein andres, neuerdings von Konkurrena" aufrief, würde die socialistische Partei sicherlich wegen agrarischer Seite empfohlenes Projekt: die gleichzeitige Aufstellung eines solcher tiefen zollpolitischen Einsicht beglückwünscht werden; Minimal- und Maximaltarifs. Die Erfahrungen, die Frankreich 1892 Bersammlung Marienfelde durch 8. 12,-. Ueberschuß der Strang mit seinem Doppelsystém gemacht hat, fordern sicherlich nicht zur effen? Oder wollen wir etwa die unsrer Juduſtrie unentbehrlichen Berlin, diverse Beiträge: Dr. L. A. 50,-. Uebersch. der Kranz 3, Kranzüberschuß von den Ars unbedingt des mit Minimaltarifs einzuhaltenden Rohstoffe, Rohbaumwolle, Kupfer, amerikanische Hölzer usw. stärker belaften und dadurch ihr den Konkurrenzkampf auf dem Weltmarkt erschweren? Ueberdies würden wir dadurch die amerikanische Probuftion fanm wesentlich schädigen, denn haben muß die deutsche Industrie diefe Rohstoffe; sie würde sie doch auf Umwegen zu höheren Preisen erhalten. spende von Siemens u. Halske, Berliner Wert 66,55. leberschuß der Kranzspende von den Arbeitern der Fabrik Georg Nachahmung heraus. Nicht nur hat seine Zollpolitik es mehrfach in Grauert, Stralau, 14,65. Kranz Ueberschuß von den Bericht Bollfriege verwidelt, in denen es schließlich überall hat nachgeben erstattern des„ Vorwärts" 3,-... 3. Quart. 1,55. Von der müssen, sein Außenhandel hat sich auch im Gegensatz zu dem aller Tischlerei Hellner 10, Ueberich. von der Kranzspende von den übrigen industriellen Länder wesentlich verringert, und das, obgleich Arbeitern der Firma Spinn u. Sohn 7,40. Von den Arbeitern bei es seit 1892 seinen Solonialbesig enorm ausgedehnt hat. In seiner Schulz u. Holdefleiß 11,-. Eigarrenfabrik N. Schulze, Friedrichsfelder Wirkung läuft das Doppeltarifiystem auf eine allgemeine straße 21, 9,80. Bierprozente von den Maurern Neubau Oranienstr. 95 Doch nicht nur eine schwere Echädigung der industriellen Ent5,-. Gesammelt vom Regelflub Holzmuskel 4,-... 50,-. P. 5.50,-. Steigerung der Agrar, wie der Industriezölle Von einem Postbeamten 8,-. Stereotypeure des„ Vorwärts" 10,- hinaus. Der Zwed, den das Agrariertum mit seinem Eintreten für widelung, sondern auch des deutschen Schiffsverkehrs würde die Folge einer solchen Politit sein. Artikel 22 des Dingley- Geseges Von den Verbandsmitgliedern der B.-' schen Druckerei Georgen- diese Specialität der Zollpolitik verfolgt, besteht darin, daß es sich räumt der amerikanischen Regierung das Recht ein, alle in Straße 23 30,00. M. G., zu Ehren Liebknechts, statt eines für alle Fälle, unabhängig von allen späteren Vertrags Kranzes 3,-. A. S. 1, Ueberschuß von einer Dampfer- schließungen, hohe Bollsäge für landwirtschaftliche Erzeug- nichtanierikanischen Schiffen eingehenden Waren mit einem zehnpartie von den Kollegen der Firma G. Hoffmann 10, nisse sichern möchte. Recht charakteristisch heißt es in der prozentigen Zuschlagszoll zu belegen. Zur Zeit sind deutsche 3. M. 3,-. Ueberschuß aus Görbersdorf-, 75. Heimstätte Resolution der vor einiger Zeit in Wiesbaden versammelt gewesenen Schiffe von dieser Auflage befreit, es unterliegt jedoch keinem Zweifel, Heinersdorf, Ueberschuß der Kranzspende 1,05. Werkabteilung Vorstände der preußischen Landwirtschaftskammern, daß der Abschluß daß im Falle des Ausbruchs eines Rollfriegs die betreffende Maßvon May Bading 25,-. Ueberschutz der Kranzspende von aller Handelsverträge nur an der Hand eines General unb regel fofort in Anwendung gebracht und durch Busaztagen in ihrer den Arbeitern der Firma Ashelm 3,05. P. J. in E. 3,45. G. H., Röhrsdorf-, 85. erfolgen Wirkung noch erhöht werden würde. Deutschland aber unterhält beitern der A. E.-G. Stabelwert Oberfpree" 28,90. lleberschuß dürfe, in welchen die gollfäge für alle Erzeugnisse nächst Großbritannien den regsten Schiffsverkehr mit der Union; die der Kranzspende von den Arbeitern von Butte, Ritterstraße, der Landwirtschaft so hoch bemessen werden, Wertsumme der auf deutschen Schiffen ein und ausgeführten 13,85. Kranz Ueberschuß von Elsners Buchdruckerei Personal daß Waren übersteigt sogar noch um ein Beträchtliches den durch ameri während der Vertragsdauer auch bei 15,20. Stranz- Ueberschuß von den Arbeitern der Firma Frister u. veränderter Lage des Weltmartts und noch weiter fanische Schiffe vermittelten Warenverkehr, der erst in dritter Reihe Roßmann 17,15. Sonberkaffe Tapezierer E. E. 2.40. F. 3. Ueber verschärfter konturrenz des Auslands die Existenz- folgt. Von diesen auf deutschen Schiffen verladenen Gütern haben fabrit Stäppler( Mühlenbau) 9,15. Ueberschuß der Kranzspende gefährdet erscheinen. schuß von der Kranzipende 3,90. Kranzüberschuß der Waschinen bedingungen der deutschen Landwirtschaft nicht nur etwa die Hälfte Deutschland selbst zum Bestimmungs- oder Herkunftsland; die andre Hälfte wird in außerdeutschen Häfen eingenommen bon den Arbeitern der Maschinenfabrit Roller, Prinzens oder gelöscht. Bei differenzieller Behandlung der deutschen allee 4,10. Ueberschuß der Landpartie Gr.- Sch. 6,55. Ueber- Natürlich würden die industriellen Hochschutzöllner, bevor sie schuß vom Kranz der Sentkerschen Former 10,55. Gefang- einem solchen Minimaltarif zustimmen, auch ihrerseits in diesen ihre Ladungen würden nun natürlich diese fremden Frachten fast ganz zurüdgezogen werden,- der deutsche Schiffsverkehr wäre einfach berein Tonblüte 5,-. Rote Buchbinder, Grünstraße, 5,- hauptsächlichsten Zollforderungen hinein zu praktizieren suchen, und lahmgelegt. Ontel 1,-. Von Mitgl. der U.-Dr.( Juli- August) 10,75. Von da auch die andern Länder zweifellos, ehe sie mit Deutschland in den Arbeitern der Schudertschen Fabrit in Treptow 18,50. Vertragsverhandlungen treten, vorher entsprechende Minimaltarife Durch Absperrungsmaßregeln gegen russischen Weizen, Roggen, Günstiger ist die deutsche Handelslage gegenüber Rußland. Kranzüberschuß von Speyerer, Rigdorf, 1,15. Arbeiter und Arbeite aufstellen würden, bestände schließlich selbst im günstigsten Safer, Flachs, gegen Holz, Gerste, Gier, Geflügel zc. fann auf Ruß rinnen der Buchbinderei von M. Bading 10,-. Bern 50,-. Bromberg, Ueberschuß vom Telegramm-, 75. Bielefeld, Ueber- Fall, d. h. falls wirklich auf dieser Basis Verträge zu stande kommen, land ein harter Drud ausgeübt werden, ebenso zweifellos ist jedoch schuß der Kranzipende und Delegation der industriellen Arbeiter das Endergebnis nur in einer weiteren Erhöhung der auch, daß solche Absperrung eine bedeutende Steigerung der notB.8 zur Beerdigung Liebknechts 150,-. Bramfels, Ueberschuß vom gegenseitigen 8ollschranken. wendigsten Nahrungsmittel auf dem deutschen Markt zur Folge Beileids Telegramm der Genossen in der Heilstätte Br. 4,45. Wie aber, wenn andre Staaten eine Abschließungspolitik ver hätte.! Bochum, Rückzahlung für Wahl Broschüren 80, Chemnitz, folgen, wenn sie deutsche Fabrikate von ihrem inneren Die schädigende Wirkung des amerikanischen Bollsystems auf den Göz 0,80. Dresden, Ueberschuß der Kranzspende der Maschinen Markt fernzuhalten fuchen und ihnen eine differentielle deutschen Ausfuhrhandel nach den Vereinigten Staaten ist unbestreitbar, und Mühlenbauer vorm. Gebr. Sed 18,-. Dortmund, Wahlkreis wenn fie, wie beispiels ein flüchtiger Blick auf die deutsche und amerikanische Handelspolitik Dortmund- Hörde durch den Kreisvertrauensmann 400,-. Delmen- Behandlung angedeihen laffen, Horst, durch O. W. 17,-. Deligsch, Wahltr. Delitzsch- Bitterfeld 10,- weise die Bereinigten Staaten, waren deutschen Ursprungs liefert Beweise für den Rückgang; aber durch Nepressalien irgend Faltenberg( Oberschl.) 15,-. Forst i. 2., Parteibeitrag 100,- nicht die volle Meistbegünstigung einräumen, sondern allerlei welcher Art ist dagegen nichts auszurichten; fie führen nur zu einem Gießen, E. St. 10,-. Greiz, Wahlkreis Reuß ä. 2. 50,- Borbehalte machen: foll dann Deutschland diesen goultrieg, in dem alle Getvinnchancen auf feiten Ameritas egen. Görlig, rote Geburtstagsfeier bei D. F. 2,15. Görlig, ändern gegenüber eine gleiche oder ähnliche Im Stampf gegen die amerikanischen schutzölnerischen Bestrebungen Uebersch. vom Stiftungsfest der Bahlstelle des Deutschen Metallarb. 8ollpolitit verfolgen? giebt es nur zwei Mittel: Steigerung der Konkurrenzfähigkeit der Berb. 10,-. Hamburg, im Monat Juli in der Expedition des„ Echo" Selbst wenn man die Frage, ob Freihandel oder Schuzzoll, deutschen Industrie durch Verbilligung der Rohstoffe und Hebung der eingegangen 338,80, desgl. im Monat August 286,84. Hastedt b. Bremen, von Parteigenossen 10,-. Hartha, 10. sächsischer Reichstagswahlkreis nicht als Principienfrage auffaßt, sondern sich bei der Stellung Leistungsfähigkeit der deutschen Arbeiterschaft, andrerseits aber weitere 100,- Haßfurth, 2. Richter 3,-. Hamburg, Getränkeüberschußnahme durch bloße Rüglichkeits erwägungen leiten läßt, zwingt die Ausdehnung des Absatzmarktes für deutsche Industrie- Erzeugnisse in d. Unklugen von Eimsbüttel 10,-. Kirchheimbolanden, v. 4 Spielern Rücksicht auf die Entwicklungsbedingungen der deutschen Industrie andren Gegenden, d. h. möglichste Herabminderung der Zolla. d. Reichshalle 5,- Stöln, awei faufmännische Proletarier 15,- und die Lebenshaltung unsrer Arbeiter zur Beriverfung gleicher schranken, die uns von Industrieprodukte einführenden Ländern M.- Gladbach, Parteibeitrag 7. Mannheim, Mannheimer Attien zollpolitischer Repressiv- Maßnahmen. Ohne weiteres ist flar, soll trennen, im Wege der Vertragsverhandlung. druckerei 300,- Mülheim a. d. Ruhr, gef. auf der roten Hochzeit eine solche Politik der Wiedervergeltung einen Sinn haben, so Das Geschrei über die drohende Konkurrenz der amerikanischen und der Geburtstagsfeier der Genoffen W. S.,.. 26,60. dürfen die Abwehrmaßregeln sich nicht nur auf Einfuhrartikel Industrie in der agrarischen und hochschutzöllnerischen Preffe darf Oberstein a. d. N., Volksverein 2,75. Ofthavelländischer Reichstags Wahlkreis durch Gen. Schr. i. Ch. 100,-. Ottensen erstrecken, die für den Export des betreffenden fremden Staats geringe uns nicht irritieren. An eine ernstliche Gefährdung des inneren durch Poulsen 20. und legte Rate 10,-. Rathenow, durch A. 2,50. oder gar keine Bedeutung haben, sie müssen dessen Haupteinfuhr deutschen Markts ist vorläufig nicht zu denken; noch erhalten wir Rawitsch, von den Parteigenossen 10,-. Rostod i. M., von den artikel ins deutsche Zollgebiet treffen; und fast ebenso sicher ist, daß fast ausschließlich Rohprodukte, nicht Fabritate, aus den Vereinigten So weit zwischen der deutschen und amerikanischen Barteigenossen 200,- Staßfurt, Wahlte. Calbe- Aschersleben 100,- nun seinerseits der durch solche Maßregeln bedrohte Staat ebenfalls Staaten. Stuttgart, G. U. 10,-. Weißwasser( Oberl. 10,-. Württemberg 50,- wieder zu Gegenmaßregeln greifen wird. Betrachten wir unter Judustrie ein Wettgang stattfindet, spielt sich der Kampf in MittelIn der Quittung in Nr. 176 des Vorwärts" vom 1. August diesem Gesichtspunkt einmal unsern Handelsverkehr mit den Bereinigten und Südamerika, in Ostasien, in Australien, auf ruffischem Boden diefes Jahres muß es nicht heißen Greiz, Wahltr. Reuß j. 2. 100,- Staaten und die Folgen einer derartigen Bollpolitik. ab, und als Hilfsmittel in diesem Stampf ist der Schutzzoll muglos; sondern Greiz, Wahlfr. Neuß ä. 2. 50,-; nicht Gera( Reuß) 50, er würde nur die Konkurrenzfähigkeit der deutschen Industrie fondern Gera( Reuß) 100,-. schwächen, indem er ihre Produktionskosten erhöht. Berlin, den 7. September 1900. Nach der deutschen Handelsstatistik( Band 122 der„ Neichsstatistit") waren in 1898 die Hauptartikel unsres Handels mit den Bereinigten Für den Parteivorstand: A. Gerisch, Kreuzbergstraße 30. Staaten folgende: H. C. China. Es werden aus Peking unwichtige Nebensächlichkeiten gemeldet, aber noch immer mangelt eine Darstellung des Wahren und Anfänge der Unruhen seitens der Gesandten. Desgleichen wird über die Stellungnahme der Mächte zur weiteren Behandlung der chinesischen Angelegenheit nichts Neues bekannt, wenigstens nichts, das Anspruch auf einwandsfreie Glaubwürdigkeit hätte. Die New Yorker Tribune" teilt einen angeblichen amerikanischen Plan mit, " der dahin geht: „ daß wieder Schuhwachen für die Gesandtschaften in Peking in Stärke von etwa 1000 Mann gebildet würden, daß ferner außerhalb der Mauern Pekings noch 2500 Mann liegen sollten, um jene 1000 Mann schnell verstärken zu können, und daß schließlich in Tientsin 20 000 Mann stationiert werden sollten. Rußland sei bereit, diesem Plan zuzustimmen. Das einzige Hindernis gegen eine fofortige Eröffnung von Verhandlungen mit der chinesischen Regierung bilde die Unmöglichkeit, mit den verantwortlichen chinesischen Beamten in Vers bindung zu treten." Da Li- Hung- Tichang ist noch nicht aus Shanghai abgereist. Dagegen tritt Prinz Tsching, der stets als Fremdenfreund galt, in den Vordergrund als Friedensunterhändler. Hierüber sagt eine Depesche vom 7. September aus Shanghai: „ Die hier aus Beting eingegangenen Berichte besagen, daß der Sekretär des Prinzen iching mit dem spanischen Gesandten als dem Doyen des diplomatischen Corps eine Unterredung gehabt habe; auch hätten am 1. September der Großcensor, der Großsekretär und ein Mitglied des Tsung- li- Yamen eine Unterredung mit dem britischen Gesandten Macdonald ge= habt, die dazu geführt habe, daß für den 3. September die Ankunft des Prinzen Tiching erwartet wurde, man betrachte diese Besuche als Vorläufer von Friedensunterhandlungen." Aehnliches berichten Telegramme aus Tokio: Jm vorigen Monat wurde der japanische Kanzler Chan- Wenn bei unfren Regierenden das Wohl der Gesamtheit shan- pin ermordet. Diese schreckliche That war noch frisch im oberstes Gesetz wäre, hätte schon im vorigen Jahre ein Kohlen Gedächtnis, als bald als bald darauf die Ermordung des ausführ Verbot erlassen werden müssen. Statt dessen hat deutschen Gesandten erfolgte. Der genannte Gesandte anan ruhig zugefehen, daß bei der vorigjährigen belgischen Bergresidierte in Beling, um die amtlichen Beziehungen beider Neiche arbeiter- Bewegung aus dem Ruhrbecken] Kohle massenhaft über zu einander zu pflegen. Daß er jo plöglich einer gewaltsamen Tod fand, ist tief bedauerlich. Es müssen die strengsten die Grenze geschafft worden ist. Befehle zur Festnahme der Mörder gegeben werden; Die offiziöse Presse erklärt uns eilfertig, daß die Regierung auch fie müssen ergriffen und abgeurteilt werden. jezt noch vom Ausfuhrverbot abgesehen habe, weil HandelsWas mum den Schaden anlangt, den nach der Eröff beziehungen mit dem Ausland leicht abgebrochen, in Zeiten, wo die nung der Feindseligkeiten in Tientsin infolge von Unruhen und Industrie sie nötig habe, jedoch nicht so leicht wieder angeknüpft ohne ihre Schuld die fremden Unterthanen und Missionare an feien. Dabei geniert sich aber dieselbe Regierung keineswegs, um ihrem Leibe, sowie durch Zerstörung und Verlust ihres Eigentums ben geliebten Agrariern höhere Profite am Brot- Hunger erlitten haben, so sollen hinsichtlich dieses Schadens, mit Ausschluß zoll zu sichern, bei der Neuregelung des Bolltarifs eine des unmittelbar durch jene Feindseligkeiten angerichteten, der Präfekt von Beling und der Generalgouverneur von ichili genaue Verschlechterung, unsrer bisherigen HandelsErmitttelungen anstellen laffen, damit nach Eingang des beziehungen mit dem Auslande zu riskieren! Gesamtergebnisses entsprechend verfahren werden kann. Die Thatsache, daß das Staatsministerium den Nohstoff- Tarif In der legten geit plündern Stäuber und Rebellen mindestens für zwei Jahre für ausländische Kohle einan allen Orten nach Herzenslust und säen Unfrieden unter der führt, läßt mit einem Mal die ganze Größe der Kohlennotfflar erkennen. gutgesinnten Bevölkerung, ein im höchsten Grade unerträgegt das zaghafte Miquel- Ministerium einen solchen Zeitraum fest, licet Zustand der Dinge. Die betreffenden General- so ist also auf die Dauer dieser Beit ein Aufhören gouverneure, Gouverneure, Truppenbefehlshaber usw. erhalten des: der Kohlennot nicht zu erwarten und werden für wegen hiermit den Befehl, fich über alles, was geschehen, genau zu diesen Zeitraum mindestens die heutigen Preise bezahlt unterrichten und mit vereinten Kräften das Unheil zu be tämpfen, so daß die Quelle der Unruhen verschlossen wird. Dieses Editt soll allgemeine Veröffentlichung finden." Politische tebericht. Berlin, den 10. September. Die chinesischen Verfassungswirren. Die offiziös gespeisten Berliner Politischen Nachrichten" vertünden heute: " Die in der Presse aufgetretene Behauptung, daß der Termin für die Einberufung des Reichstags auf den 15. oder 16. Oftober festgesezt sei, dürfte den Thatsachen nicht entsprechen. Ein Beschluß ist vielmehr in dieser Hinsicht noch nicht gefaßt. Man wird aber in der Annahme nicht fehlgehen, daß aus überwiegenden praktischen Erwägungen die Einberufung des Reichstag nicht erheblich früher erfolgen wird, als sie auch, abgesehen bon den chinesischen Wirren, ohnehin in Aussicht zu nehmen sein würde." Tokio, 7, September. Ein Telegramm aus Pe ting vom 1. Sept. meldet, daß angeblich ulu( fremdenfeindlich) mit seiner ganzen Familie nach feiner Niederlage in Beitfang Selbstmord begangen haben soll, desgleichen futon, während Liping heng während des Gefechts von Tungtschau getötet worden sei. Der Aufenthalt des Prinzen Tuan sei unbekannt. Es sei munmehr festgestellt, daß der Kaiser in süanhura fu( nordwestlich von Peking) ist. Wie das Telegramm weiter berichtet, wurden am 29. August von den Verbündeten Patrouillen nordwärts nach Tschang ping und südwärts nach Lu- tou- tiao entsandt, die meldeten, daß alles ruhig ist. Der Prinz Tsching wurde Es ist nun soweit gekommen, daß der Preßbedienstete der Nefür den 3. September in Tsching- ho( nördlich von Beting) erwartet gierung faltblütig erklärt, Sie chinesischen Wirren gehen die und sollte unter japanischer Kavallerie- Eskorte nach Peking kommen. Bo Its vertretung nichts an. Der, Reichstag wird zu Tokio, 8. September. Wie heute aus Beting telegraphiert wird, sammenberufen wie sonst. Es ist gar nichts Besonderes ift eine Abteilung japanischer Kavallerie bis Tiching- geschehen. Kriegsführung, fortdauernde Truppenentsendung, Ausho vorgedrungen und hat den Prinzen Tsching nach der Hauptstadt geleitet. Da die japanischen Truppen den Stadt- gabe sehr erheblicher Summen, Ankündigung des Kreuzzugs gegen das bezirk einnehmen, in welchem seine Residenz liegt, so wird er von widerstrebende China, Weltpolitit größten Stils alles Kleinigkeiten. ihnen bewacht. Die Residenz andrer Prinzen wird ähnlich durch die Das macht die Regierung. Der Reichstag braucht sich darum nicht ju beTruppen der Verbündeten bewacht, welche die ihnen zugeteilten Be- unruhigen. Kommt der November ins Land, wo alljährlich die Volksver zirke befezt halten. In Anbetracht der ernsten Lage soll der tretung gebraucht wird, da soll sie auch diesmal zusammentreteno, die Kaiser von China dem Prinzen Tshing befohlen Regierung ist sich ihrer verfassungsmäßigen Pflichten wohl bewußt! haben, sich sofort nach der Hauptstadt zu begeben, und darf zur Hundertmillionen Verschleuderung ihr Ja und um die Schwierigkeiten zu lösen. Amen sprechen. In Peking. In Berlin find am Montag die folgenden amtlichen Nachrichten eingetroffen: Der zweite Admiral des Kreuzergeschwaders meldet ab aku ben. 5.: = Die chinesischen Wirren bedeuten allgemach musterhafte Ord mung gegenüber der wirrnis, die sie in der deutschen Reichsverfassung angerichtet haben. Kriegerische Beter. werden müssen. Zufrieden sind mit dem Weisheitsspruch des Staatsministeriums neben Herrn Schweinburg nur die Blätter der Kohlenbarone felbst. Sie wissen, daß ihnen die Maßnahme nichts schaden wird. Die Arbeiter aber, die unter dem Kohlenwucher am meisten zu leiden haben, sehen wieder einmal wie die bei uns herrschende Politik des Zögerns und Verschleppens, der Rücksichtnahme auf das Unternehmerinteresse jede wirkliche Hilfe bei öffentlichen Notständen ausschließt. Und es ist gut, daß die Regierung selbst diese: Grtenntnis den Massen einprägt. Diplomatische Aufrichtigkeit. Wir teilten die endgültige Ratifizierung der Protokolle der Haager Friedenskonferenz" mit. Damit hat die deutsche Regierung auch die Wünsche", die den eigentlichen Konventionen angefügt waren, unterzeichnet. Unter diesen Wünschen findet sich aber an erster Stelle: " Die Konferenz ist der Ansicht, daß eine Beschränkung der militärischen Laften, die gegenwärtigl die Welt bedrücken, in hervorragender Weise für die Forderung des materiellen und moralischen Wohlbefindens der Menschheit wünschenswert sei." Das unterzeichnete dieselbe Regierung, deren eifrigstes Sinnen und Trachten auf Vermehrung der bedridenden Militärlasten geht, die Jahr um Jahr Militärvorlagen und Marineprogramme beschert, die in triegerischer Weltpolitit allen andern Staaten stürmisch voraneilt! Chinesische Erfolge. Aus Erfurt wird der Rhein.- Weſtf. Beitung" berichtet: Der ungünstige Einfluß der Kämpfe in China auf die deutsche Industrie macht sich ganz besonders in Mitteldeutschland und Thüringen bemerkbar. Bei der sächsisch- thüringischen Eisen-, Maschinen- und MühlenbanIndustrie, den Holzbearbeitungsfabriken, den Specialfabriken von Wagen, Filtereinrichtungen usw. stockt der Abfaz nicht nur nach dem eigentlichen China, sondern vor allem nach Südasien und ganz besonders nach Indien. Letzteres richtete jeit mehreren Jahren fortgesezt Reismühlen ein und bezog die maschinellen Einrichtungen vielfach aus Thüringen. Seit dem Ausbruch der Unruhen in China ist aber der Bau dieser Neismühlen gänzlich eingestellt worden. Wie in Indien und Südasien der Bau von Reismühlen, so stockt in Japan der Bau von Zuckerfabriken, Generalmajor von Höpfner ist am 29. in Peking einges Das modische Militärchristentum, das Kreuz und Schtvert in die ihre maschinellen Einrichtungen zu einem großen Teil aus der troffen, 2. Bataillon und die Batterie am 31. 3 1hr nachmittags. einer Hand zu tragen weiß, ward taum je so eifrig verkündigt als Halle- Beizer Maschinenfabrik und andren Werken in Mitteldeutschland Kapitän Pohl will Rückmarsch von Peking mit Landungs in diesen Tagen des chinesischen Kreuzzugs. Aehnlich dem Berliner erhielten. corps etiva am 5. antreten. Das Detachement Soden wird sich Militärgeistlichen, der jüngst bei der Fahnenweihe den heiligen zur Reichstags- Ersatzwahl in Brandenburg- Westhavelanschließen. Graf Soden verbleibt jedoch in Peking. Zimmermannsgaft Cords ist am 29., Matrose Born am 30. in Krieg" in China gefeiert hat, faßte jetzt auch der Militär- Ober- land haben die Freifinnigen den Stadtrat Otto Bode in BrandenBeling an Hautentzündung verstorben. Beide gehören zu S. M. G. pfarrer Cäsar vom 2. Armeecorps bei einem Feldgottesdienst burg als Kandidaten aufgestellt. " Frene" und find im Garten der Gesandtschaft beerdigt." der Manövertruppen in Stettin unter Anwesenheit des Kaisers und der Kaiserin sein Christentum auf. Der Oberpfarrer Cafar fagte in seiner Predigt: Ja, wenn selbst Dein Leben in Gefahr stünde, dann blide betend auf zum Himmel mit der Zuversicht: Jn Gottes Hand steht unser Leben", dann denke der Christen, welche Gott in der Hauptstadt Chinas so wunderbar gefchüßt underrettet( thr. v. Retteler ward dieser Rettung nicht teilhaftig. D. Red.), dann rühme den hohen Namen deß, der so und Du wirst mit dem gekrönten Sänger große Wunder thut- und Du wirst mit dem gekrönten Sänger des alten Bunds sprechen können:„ Ich fürchte tein Unglüd, Der Durchmarsch durch den Staiserpalast in Beting erfolgte am 28. vorigen Monats morgens 8 1hr von Süden nach Norden mit fliegenden Fahnen und flingendem Spiel, nirgends wurde auf Widerstand gestoßen. Die Tags zuvor unterrichteten Balastbeamten öffneten selbst die Thore und begleiteten den Zug. Beim Ausgang aus dem Nordthor defilierten die. Truppen, durch lebhafte Zurufe begrüßt, vor den Generalen und dem diplomatischen Corps. Rom, 9. September. Dem„ Messaggero" zufolge telegraphierte der italienische Gesandte in Peking, es werde in Peking aus den Kommandanten der vereinigten Truppen eine besondere Kommission zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung gebildet wverden. Ferner melde das Telegramm, daß die Boger und die Anstifter der Megeleien durch Kriegsgerichte abgeurteilt werden. Peking, 31. Auguft. Die britischen, amerikanischen, russischen und japanischen Truppenkommandeure lassen eine Brotla mation anschlagen, in welcher fie, die Frage der Jurisdiktion in den ihnen unterstellten Distritten regeln. Sie erklären, fie würden die Ordnung aufrechthalten, versprechen den Einwohnern Schutz und fordern sie auf, ihre Geschäfte wiederaufzunehmen. Man erivartet, daß die Proklamation das Vertrauen der Bevölkerung wiederherstellen werde. Die Straßen sind indessen noch immer verlaffen. Da teine Produkte vom Lande eintreffen, herrscht Mangel an Nahrungsmitteln. Im Süden. Köln, 10. September. Die Kölnische Zeitung" meldet aus Berlin vom gestrigen Tage: Der japanische Vertreter in Shanghai teilte seinen Kollegen mit, auch Japan beteilige fich an der Be= fehung Shanghais mit Landtruppen. Bis diese eintreffen, werde eine Abteilung japanischer Matrosen in Stärke von 600 Mann gelandet. wegung. ist mun auf der Zusammenkunft in Magdeburg vollzogen worden. Die Spaltung der antisemitischen sogenannten ,, Partei" Der mehr demagogische Zimmermann und der mehr konservative Liebermann werden ihre Getreuen nun wieder in getrennten Heerhaufen in die Entjudungsschlacht führen. Der Groll gegen den Diktator Liebermann war auch im Laufe der Jahre zu start gewachsen und besonders flagte man ihn an, daß er im Reichstag fortwährend antifemitische Reden verhindert habe. Bei solchem Verhalten Liebermanns, so meint ein Redner, müsse man alle Lust verlieren, die Initiative zu ergreifen. Die Rücksicht nach der rechten Seite sei mit schuld an dem udgang der Partei, sie verhindere jede wahrhafte„ böllische" Bedenn Gott ist bei mir." Wenn Du Dich auch als guter Kamerad Ein Antrag des Grafen Reventlow, dem Fraktionsvorstand all derer beweisen willst, welche für uns jet Gefechten( Liebermann- Naab) und der Fraktion ein Vertrauensvotum wird und Gefahren entgegenziehen, oder schon den auszustellen, vom Abg. Bindewald bekämpft als Giese wirft Liebermann vor, daß er heidnischen Feinden gegenüberstehen, dann schließe ungerechtfertigt. fie ein in das tägliche Gebet:" Gott sei mit euch und streite für die Interessen der Partei nicht vertreten habe. Abgeordneter Liebermann euch!" Denn mit Hilfe dieses allmächtigen Bundesgenossen werden Rheinland, Westfalen, Kurheffen, Thüringen, Braunschweig und die b. Sonnenberg antwortet, hinter ihm ständen sie wie die kleine Heldenschar in Beking auch mannhaft auf Nordmart. Nachdem schon vorher die Versammlung auf eine Stunde schwierigem Posten ausharren und gleich den Tapfern von Tatu und hatte vertagt werden müssen, wurde die Sigung immer erregter, bis Tientsin allen Widerstand der Feinde brechen, um schließlich die Vertrauensfrage im Antrag Reventlow dem chriftlichen Glauben wie echt chriftlicher Kultur, will's mit 85 gegen 75 Stimmen bei 3 Stimmenenthaltungen verGott, für alle geiten freie Bahn zu machen, so daß worfen wurde. Bei Bekanntgabe des Resultats verliest v. Lieberauch die Hunderte von Millionen Heiden es bemann eine Resolution, in der es heißt: Die Spaltung ist tennen müssen: Der Herr Zebaoth war mit den Chriften- vollzogen. streitern, der dreieinige Gott war ihr Schutz. Gebt diesem Gott die Ehre!" Fürwahr, eine eigenartige Religion der Nächstenliebe, der mit blutigem Kriegsschwert freie Bahn gemacht werden soll! Zur Kohlennot. London, 10. September. Die Times" berichten aus Shanghai vom 7. d. Mts. zu der Angelegenheit des in hankau ent- Die halbe Maßregel des preußischen Staatsministe= bedten Komplotts, daß das Vorgehen des Vicekönigs von riums zur Beseitigung der Kohlennot findet, soweit sich nun die Wu- tschang die zu früh ausgebrochene Erhebung der unzufriedenen Urteile der Presse überbliden, laffen, fast nirgend ein Lob. Die Bevölkerung der Yang- the- Provinzen in wirksamer Weise er Börse, die bereits, vermutlich in der thörichten Besorgnis, Miquel drückt habe. Das Edikt des Kaisers von China. bollinhaltlich bekannt. Es lautet: Dem„ Reichsboten" zufolge erklärte, Liebermann von Sonnenberg im Namen seiner politischen Freunde den Austritt aus der Partei- Organisation und forderte seine Gesinnungsgenoffen auf, fich um ihn zu versammeln zur Gründung einer neuen Organi sation. Mit ihm verließ etwa die Hälfte der Versammelten den Sigungssaal. Der Vorsigende Abg. Zimmermann forderte zum Fest halten an der Partei in der alten ehrlichen" Weise auf; es sei beffer ,, flein, aber rein". wahlen in Gotha fiegten die Socialisten noch in einem StadtGotha, 10, September.( Privatdepesche.) Bei den Landtagss und in einem Landkreis. es ein tönne von einem Rückfall in sein Kommunistentum betroffen werden, Induſtriebezirlen einen hartnädigen aber bisher noch erfolglojen Aus Sachsen. Seit Jahren führen die Arbeiter in mehreren Das bemerkenswerte Edikt des chinesischen Kaisers vom die Flügel hatte sinken laffen, hat nach Bekanntwerden der Beschlüsse Kampf um Gewerbegerichte. In den induſtriereichen Bezirken 17. Juli, das in stürze schon früher mitgeteilt worden ist, wird jegt sofort wieder eine beffere Tendenz gezeigt und dadurch dankbar zu der Amtshauptmannschaft Meißen, Dresden- Altstadt und ettemnen gegeben, daß Herr Miquel auch in der Stohlenfrage es Birna segten bisher die Behörden den Ansuchen und Forderungen Die gegenwärtigen Feindseligkeiten zwischen China und dem wieder vorzüglich verstanden hat, den Belz zu waschen, ohne ihn der Arbeiter einen ebenso bezeichneten wie entschiedenen Widerstand Auslande haben ihren Ursprung in den Streitigkeiten zwischen naß zu machen. entgegen und auch Arbeiter andrer Bezirke waren nicht glücklicher. der einheimischen und der christlichen Bevölkerung. Im Die Einführung des Rohstofftarifs für ausländische Die Arbeiter Pirnas tämpfen feit 9 Jahren vergeblich, und schon weiteren Verlauf hat alsdann die ufurpierung Rohle wird an der Kohlennot so gut wie gar nichts ändern, denn dreimal hat das Ministerium auf Ansuchen abgelehnt, der Tatu Forts zu Kämpfen geführt. Unser auch das Ausland hat im Augenblick beträchtliche Kohlenmengen nicht gegen den gewerbegerichtsfeindlichen Birnaer Stadtrat Sof unterhält mit den fremden Staaten fehr freund abzugeben. Bis amerikanische Kohle in größerer Menge auf dem zuschreiten. Jetzt haben die Pirnaer Arbeiter einen vierten Anschaftliche Beziehungen, die nicht leichthin abgebrochen werden dürfen. Zu wiederholten Malen haben wir deutschen Markte eingetroffen ist, kann viel Zeit vergehen und gegen Entscheidung das Gutachten des zuständigen Kreisausschusses In der Debatte Editte zum Schuß der Gesandtschaften erlassen und in die Auswucherung des kleinen Konsumenten in diesem Winter ist ein und dieser hat am Freitag darüber beraten. meist höhere Beamte ergingen fich die Herren im Kreisausschuß allen Provinzen den Schutz der Missionare angeordnet. nicht der geringste Schuß geschaffen. Die friegerischen Ereignisse sind jetzt noch nicht beendigt. In Der große Fehler liegt darin, daß die Regierung sich wieder in Verdächtigungen der Arbeiterbeifizer, bezweifelte ihre China lebt eine große Anzahl von Unterthanen fremder Staaten; einmal erst in zwölfter Stunde und nach einem Unparteilichkeit bei der Rechtsprechung, so daß selbst der allen diesen muß gleicher Schuß gewährt werden allgemeinen Entrüstungssturm zu einem Schritte ver- Referent, Ober- Regierungsrat Dr. Krische, sich verDie betreffenden Tatarengenerale, Generalgouverneure und Gouverneure erhalten hiermit den Befehl, die Kaufleute und Missionare anlaßt gesehen hat. Früh genug ist sie auf die sich entwidelnde anlaßt fah, zu konstatieren, daß er in feiner vierjährigen als Gewerbegerichts Borsigender einem stodsocialdemokratischen Bezirk aller fremden Staaten in den dem internationalen Handel geöffneten schlimme Lage aufmerksam gemacht worden, ohne daß sie beizeiten Objektivität und Unparteilichkeit Blägen, sowie in den verschiedenen Präfekturen, Departements durch energische Maßnahmen dieſem räuberischen Kohlenwucher streng ft e und Bezirken zu ermitteln und dieselben rertragsgemäß Einhalt gethan hätte. Ruhig hat sie die Dinge bis zum Schlimmsten socialdemokratischen Arbeiterbeisitzern bei thatträftig zu beschüßen. Auch nicht die geringste Nach heranreifen lassen, um nun zu erklären, daß sich so gut wie gar ihre eigenen Klaffengenossen beobachtet habe. lässigkeit ist dabei zu dulden. nichts thun lasse. Gutachten lautete trogdem ablehnend. Pragis in 11111 bei über Das Herr von Metzsch Urteilen hat wieder eine bequeme Handhabe erhalten, die der Pirnaer Arbeiter zurückzuweisen. Es zeigt hier wieder, daß die Unternehmer alle Ursache haben, Behörden zufrieden zu sein. Forderung| Parlament des Niedergangs und Verfalls. Es ist umgekommen mit unsren der öffentlichen Reinlichkeit geworden. sich auch durch Selbstmord, und seine Beseitigung ist schließlich ein Gebot " Paris, 9. September. auf einem schmalen Wege zurüd, wobei er biel Leute verlor. Seine Verluste würden noch erheblicher sein, hätte nicht dicer Nebel geherrscht. Unfre Verluste sind 18 Tote und 25 Verwundete. Sechster Parteitag der italienischen Socialdemokratie. Rom, 9 September. Der Kongreß findet also eine reiche Tagesordnung vor. Ueber die Beratungen und Beschlüsse werden wir unsren Lesern berichten. Partei- Nachrichten. Von der polnischen Bourgeoisie. Eine deutsch- czechische Holzerei hat wieder einmal im Lande Aus Posen wird uns imterm 9. d. M. geschrieben: Oestreich stattgefunden, und zwar in Olmüz gelegentlich eines Die Versammlung, in welcher fürzlich die polnischen Socialisten verbands von einem Ausfluge nach Soliz tam es am Sonntag zu Barteitags zu ermöglichen. Zuerst die Schwierigkeiten der Regierung, czechischen Turnerfestes. Bei der Rückkehr des nordmährischen SotolEs hat nicht wenig Mühe gekostet, den Zusammentritt dieses in Posen gegen den Studtschen Schulerlaß protestierten, Reibereien zwischen Deutschen und Czechen. Beim Passieren des dann die Bedenken der verschiedenen Genossen, die einen Parteitag hatte in allen polnischen Kreiſen großes Aufsehen erregt. Das brachte Festzuges durch die Straßen riefen die Czechen„ Na Zdár!", worauf jetzt für verfrüht hielten oder die Wahl der Stadt Rom mißbilligten aber die polnische bürgerliche Preffe in große Verlegenheit. Sie die Deutschen mit Heil"-Nufen erwiderten. 24 Personen wurden, oder die Fülle der Tagesordnung tabelten. Das alles aber wurde erflärte, ihr seien die Halatiften lieber als die polnischen Socialisten! zum Teil wegen Handantegens an die Waffen und Steinwerfens, glücklich überwunden. Die Polizei wird sich begnügen, unfren Vorsichtiger verhielt sich die polnische Boltspresse", die in diesem zum Teil wegen Auflaufs verhaftet. Auf einen Schuhmann wurde Versammlungsort streng zu bewachen; die Genossen haben sich alle Augenblick des energischen Vorgehens der Socialisten nicht den Mut ein Schuß abgegeben, der den Helm durchbohrte. Der Thäter gefügt, und nicht weniger als 300 werden aus allen Teilen Italiens hatte, sich gegen sie zu erklären. Sie half sich mit Verlegenheits- wurde nicht ermittelt. Mehrere Personen wurden leicht, einer durch bein Kongreß erscheinen. Es ist dies das erste Mal, daß auch die phrasen aus. Alles in allem- die polnischen Reaktionäre aller einen Säbelhieb schwer verlegt. Das Militär stellte die Ordnung Genossen Süditaliens in geziemender Weise vertreten sind, und so Schattierungen fürchteten allen Ernstes, ihre Führerrolle im Volt verlieren zu können. In dieser Furcht beriefen sie eine Volts= wieder her. 10 nigah du wird der diesjährige Parteitag, nach einer langen Reihe von Vers bersammlung zum Sonnabend, den 8. d. Mts. ein. Auf Frankreich. donji folgungen, die fräftige Lebensfähigkeit unsrer Partei in ganz Italien der Tagesordnung stand der Studtsche Schulerlaß. Das Aus der Partei. beweisen. Komitee, welches die Versammlung einberufen hatte, bestand Noch mehr als dies aber erwartet man von diesem sechsten aus Mitgliedern der Hofe und der„ Volkspartei". Die Versammlung Zur Ausweisung des italienischen socialistischen Parteitag, daß er eine neue, wirksamere Epoche in unfrer Partei felbst war von etwa 2000 Personen besucht. Sofort nach der Er Abgeordneten Morgari aus Frankreich hat das General- eröffne. Die früheren Kongresse, von dem zu Genua im Jahre 1893 öffnung meldete sich Genosse Haase- Berlin zum Wort, um das fomitee der socialistischen Partei in seiner letzten Sigung folgende bis zu dem zu Florenz im Jahre 1896, konnten noch nichts Bureau wegen Freigabe der Diskussion zu interpellieren. Es Resolution einstimmig gefaßt:„ Das Generalfomitee überliefert Entscheidendes und Praktisches leisten, weder auf ökonomigiebt tein Wort! Nur die Resolutionen werden angenonimen" der Verachtung der Arbeiter die Regierung, die soeben den wackeren schem, noch auf politischem Gebiete. Damals handelte lantete die schneidige Antwort des Führers der hiesigen Bolts- italienischen socialistischen Deputierten Morgari ausgewiesen defien es sich noch darum, die socialdemokratische Partei von partei" Andrzejewski. Trotzdem Genosse Haase noch etliche Schuld darin besteht, während des jüngsten Streits nach Marseille gewissen„ revolutionären" Elementen zu reinigen, zugleich aber sie Male„ in Namen der Posenschen Arbeiter" das Wort zu erlangen gekommen zu sein, um Brüderlichkeit zwischen französischen und vor einer Affimilation mit den bürgerlichen demokratischen Parteien Durch reaktionärstleritalen aufzugebenden Propagandisten Orſatti ausgedehnt hat. fuchte, hatte er feinen Erfolg. Die Versammlung tennzeichnete fich italienischen Arbeitern zu predigen, welche der Kapitalismus gegen zu schützen. Erst der Parteitag zu Bologna im Jahr 1897 war bedurch dies Vorgehen zu einer reaktionär klerikalen Kund- einander aufzuhegen sucht und die diese ungerechte Maßregel rufen, neue praktische Aufgaben, wie die agrarische Frage, das gebung. Es ist ja auch ganz erklärlich, daß man uns nicht zu auch auf den Minimal- Programm, die Frage der Taktik usiv. zu erörtern. Worte kommen ließ. Wir hatten den Herren von der Hofpartei vor-„ Das Generalfomitce brandmarkt ferner dieselbe Regierung, die, Der diesjährige Parteitag sieht sich einer großen Menge alter gehalten, wie viel Boltsverrat auf ihrem Sterbholz ist, wir ein Werkzeug und Agent der unternehmerlichen Klaffe und Aus- und neuer Aufgaben gegenüber, deren Lösung keinen Aufschub hatten ihnen nachgewiesen, wie ihre Mitglieder, die jest national" beutung, soeben willkürlich den Genossen Paul Biétry hat verhaften leibet: so zum Beispiel die Frage der Haltung unsrer Partei thun, sich an Enthüllungen von Denkmälern für den 1870er Strieg lassen( wegen angeblicher Beamtenbeleidigung in einer Streit gegenüber der ungeheuren Auswanderung der italienischen Arbeiter, beteiligt haben, wir hatten besonders dem führenden Organ der versammlung zu Giromagny. Biétry wurde inzwischen vom; Zucht- dann die Frage der politischen und ökonomischen OrganiBoltspartei" aftenmäßig nachgewiesen, wie viel polnische Arbeiter es polizeigericht in Belfort zu einem Monat Gefängnis verurteilt). sation, die unsrer Thätigkeit in den Kommunal- und Lokalwährend des Socialistengesetzes in elendester Weise denunziert hat," Das Generalkomitee fordert die französischen Arbeiter auf, der vertretungen, endlich die der Presse, der Taktik und des Minimalwie viel Genossen durch diese Spigelei den russischen Schergen ausartige Maßregeln gebührend zurückzuweisen, die Herausforderungen programms. geliefert wurden, wie viel von ihnen jetzt noch in Sibirien schmachten. darstellen, gerichtet gegen das orgonisierte Proletariat, welches feinen Die Redner des Tages waren die Abgg. Mizersti, Selaffenpflichten bewußt und entschlossen ist, durch die sociale ReGlebodi und die Herren Bolinsti, Sujaj, Niegolewski. volution feine vollständige Befreiung anzustreben und zu erlangen." Sie waren sich alle darüber einig, daß die Verordnung mur der Im Hinblick auf den gegenwärtigen Parteistreit ist besonders ' socialistischen Partei zu gute fonumen wird. Es wurde beschlossen, hervorzuheben, daß auch dicic, wie einige früheren gegen das einen 2 „ Verein der elterlichen Selbsthilfe in Poſen", der die Unter- Ministerium gerichteten Resolutionen vom Generalkomitee ein richtserteilung an die Kinder zu Hause unterstügen und beaufsichtigen stimmig votiert wurde. Zum Parteitag. In Höchst a. M. erklärten sich die ParteiEbenjo wird die Maßregel des Unter- genoffen in socialdemokratischen Verein als strikte Anhänger der soll, zu gründen. Der von der Versammlung beschlossene Protest" richtsministers Leygues, der in Abwesenheit Waldeck- Rousseaus das Beteiligung an den Landtagswahlen. Ferner wünschte man, daß den Ministerium des Junern interimistisch verwaltet, in der gesamten Parteigenossen in Preußen die Unterstützung der linksstehenden socialistischen Preise getadelt. Das ist ja selbstverständlich, aber Kandidaten nach Maßgabe des Antrags 56( Resolution Magdeburg) man muß es erwähnen, um die im Parteistreit geläufige Wendung Abj. 4a und b zu unterbreitenden Forderungen gestattet wird. Zur von ministeriellen" Socialisten auf ihren wirklichen Inhalt zu Partei- Organisation wurden nur umwesentliche Aenderungen geMorgaris Ausweisung wird in der Herbstscession in der Kammer wünscht, im allgemeinen erklärte nian sich mit dem Entwurf einzur Sprache kommen, und zwar in Verbindung mit der bereits aus verstanden. gekündigten Interpellation des melinistischen Abg. Thierry über Kann ein Christ Socialdemokrat sein? Ueber dieses Thema die" Verlegung der Arbeitsfreiheit" in den Marseiller Streits. sprach in einer von unsren Parteifreunden einberufenen VersammDen kapitalistischen Parteien erscheint nämlich die Haltung der lung in Danzig Herr Konsistorialrat a. D. Frant. Die Regierung in den legten Streifs allzu arbeiterfreundlich. Seit dem 4. September erscheint in Paris ein socialistisch es erscheinen, und so hatte sich auch eine sehr zahlreiche Zuhörerschaft sericeinen, ta on page ich eine sehr bestehen ng eigenartig Abendblatt Le Petit Son"( der fleine Son, ein Münzstück in der Versammlung eingefunden, die mit lebhaftem Interesse dem im Werte von 5 Cts.= 4 Pf.). Trotz des seltsamen Namens ver- Vortrag folgte. Die Ausführungen des Vortragenden enthielten ein spricht die neue Zeitung in nüglicher Weise eine fühlbare Lücke aus schr freimütiges Urteil über die Kirche und es verlohnt sich wohl, zufüllen und namentlich den Einfluß der verdummmenden hyper- einiges hier wiederzugeben. Der Vortragende bejahte die als Thema chauvinistischen Abendzeitungen einzudämmen, die in Ermangelung gestellte Frage und bemerkte einleitend: eincs socialistischen Abendblattes auch von Arbeitern gelesen wurden. Es ist wohl ein ungewohntes und seltsames Ding, daß ein GeistDirektor und Eigentümer des neuen Blattes ist Alfred Edwards, licher, der 40 Jahre im Amte der Landeskirche gestanden hat und ein reicher Mann, der sich unlängst zum Socialismus bekannt hat. über 10 Jahre Mitglied des Kirchenregintents gewesen ist in einer Früher war er Begründer des bürgerlichen Blattes" Matin" Bersammlung der Socialdemokraten einen Vortrag hält. Es ist und vor einiger Zeit übernahm cr das späte Abendblatt noch auffallender, daß eine große Schar von Socialdemokraten sich Soir", das bis dahin in nationalistischen Händen gewesen war. Im einfindet, um zu hören, was ein solcher ihnen zu sagen hat. Petit Son" schreiben als Leitartikel mit Ausnahme von Jaurès die Meistens gehen die zwei, die Socialdemokraten und die Männer hervorragenden Socialisten aller Richtungen: Guesde, Lafargue, der Kirche, einander aus dem Wege, oder wo sie sich Allemane, Brousse, Baillant, Fournière, Viviani u. a., jeder unter treffen, giebt es harte Worte und scharfe Ausfälle. Ich feiner eigenen Verantwortung. Die Direktion denkt auf diese Weise bin der Meinung, daß dieses Verhältnis nicht das richtige ihr Blatt zu einem„ Organ der socialistischen Union" zu gestalten. ist und nicht der Sachlage entspricht. Und eben diese Ueberzeugung Die allgemeine Leitung des Blattes steht den Gues disten am nächsten hat mich bewogen, der freundlichen Aufforderung Ihrerseits nachund dessen Haltung ist, soweit sich bisher beurteilen läßt, systematisch zukommen und über Socialdemokratie und Christentum zu Ihnen und scharf antiministeriell. zu reden. Ich gebe mich der Hoffnung hin, daß nur ein Mißverständnis die Socialdemokratie und die Christen gegenwärtig noch von einander trennt. Um aber einander zu verstehen, dazu gehört vor allem guter Wille. Diesen guten Willen, Sie zu verstehen, bringe ich Ihnen von ganzem Herzen entgegen. lautet: " 1. Die Verordnung des Herrn Ministers widerspricht dem göttlichen Recht. Von Gott haben wir das Recht der Sprache und des Betens in der eignen, uns von ihm gegebenen Muttersprache erhalten. 2. Die Verordnung widerspricht den Worten Seiner Majestät Friedrich Wilhelms III., der uns Polen, als er uns in seinen Schutz( 1) nahm, feierlich die volle Freiheit der Muttersprache garantiert hat. 3. Die Verordnung schädigt uns in unfren Kindern 4. Die Verordnung nimmt den Kindern die Möglichkeit der religiösen Erziehung, denn der Unterricht der Religionslehrer in einer unverständlichen fremden Sprache kann ihnen feine religiösen Grundlagen geben. und wirft sie in die Arme des UmSturzes(!). 5. Die Verordnung beleidigt die Heiligkeit des römisch- katholischen Glaubens, der ein Wert Gottes ist und nicht zu politischen Zwecken mißbraucht werden darf." Mit einem halben Dutzend von Dankes- und Phrasenreden schloß die Versammlung. Unfre Genossen werden sich die Brutalitäten der vereinigten Hofund Volkspartei, die ihnen das Wort abschnitt, gut merken. Die Agitation unfrer Genossen erlahmt aber keinen Augenblick. Am Sonntag, den 9. d. M., fanden in Posen und Gnesen öffentliche Maurerversammlungen statt, während in Colmar Gen. Haase in einer Volksversammlung über:" Die Weltmachtspolitik und die Arbeiterinteressen" referierte. Die Parole„ Vorwärts" gilt seit einiger Zeit auch für Posen! " " reducieren. Spanien. Rückkehr zur Verfassung. Madrid, 9. September. In dem nächsten Ministerrate werden die fonftitutionellen Garantien in Madrid, Valencia und Barcelona wiederhergestellt werden. Die Jahresberichte der preußischen Gewerberäte für 1899 sind nunmehr erschienen. Nach denselben waren während des Berichtsjahres in Fabriken des Königreichs Preußen 376 408 Arbeite Im augenblicklichen Zustand der socialistischen Gemüter scheinen rinnen über 16 Jahre(+22 779 gegen 1898) beschäftigt, wovon freilich die divergierenden Meinungsäußerungen der verschiedenen 148 331(+8554) auf die Jahre zwischen 16 bis 21 und 228 077 Mitarbeiter des" Petit Sou" leider eine nur sehr mäßige pro(+ 14 225) auf die Jahre über 21 entfielen. Die größte Anzahl pagandistische Werbekraft auf das Lesepublikum ausüben zu sollen. bon den Arbeiterinnen, nämlich 147 758, wurde in der Textilindustrie beschäftigt, die geringste, 4550, im Bergbau, Hütten- und Salinen wesen. An jugendlichen Arbeitern zwischen 14-16 Jahren wurden 156 041(+13 920) beschäftigt und zwar 109 210(+ 10275) männliche und 46 831(+3 645) weibliche. Auch hier stand die Textilindustrie mit 30 023, wovon 18 133 weiblichen Geschlechts waren, an der Spike, es folgten mit 25 951 die Metallverarbeitung, mit 20 144 die Maschinenindustrie, mit 17 546 die Industrie der Chriftiania, 9. Eeptember. Die Wahlmänner- Wahlen zum Steine und Erden und mit 14 808 die Nahrungs- und Genußmittel- Storthing haben nach den bisher vorliegenden Meldungen die industrie. Am wenigsten jugendliche Arbeiter beschäftigten die Industrie Wahl von 69 Mitgliedern der Linken, 33 Mitgliedern der Rechten forstwirtschaftlicher Nebenprodukte( 853), die chemische Industrie und einem Gemäßigten ergeben. Die Linke hat 13 Sige gewonnen ( 2970) und die polygraphischen Gewerbe( 6819). An Kindern und 15 Sige verloren, die Rechte somit bisher 2 Siße unter 14 Jahren waren im vorigen Jahre in Fabriken 1546 mehr erlangt als im Jahre 1898. Für 12 Size stehen die Wahlen (+125) beschäftigt, wovon 1021 auf das männliche und 525 auf noch aus. das weibliche Geschlecht entfielen. Von den 1546 Kindern fommen 511 auf die Textilindustrie, 263 auf die Industrie der Steine und Erden, 198 auf die Metallverarbeitung, 186 auf die Nahrungs- und Genußmittelindustrie. Norwegen. Afrika. In einer Fülle von Citaten fucht nun Redner den Beweis zu führen, daß die Anschauungen des Stifters der christlichen Religion von einem tiefgehenden socialen Geist durchörungen sind. Zum Schluß resümiert sich Redner dahin: Legen wir nun diesen Maßstab an die Forderungen und Bestrebungen der Socialdemokratie! Da bleiben noch manche Lücken imd Differenzen. Aber, daß die Wirtschaftsordnung, welche die entsprechen würde, Socialdemokraten erstreben, jenen christlichen Grundsäßen mehr könne nach der Ansicht des Redners fein Unbefangener in als die gegenwärtige tapitalistische, das Abrede stellen. Bei dieser Sachlage erscheine es schwer begreiflich, daß zwischen Christentum und Socialdemokratie sich kein Band des Einverständnisses geknüpft habe. Die beiden Mächte stehen sich in Fechterstellung gegenüber. Der Grund liege einerseits in einer schweren Versäumnisschuld der Kirche, andrerseits in einer bedauer lichen Bertemmung seitens der Socialdemokratie. Die Kirche hat niemals gauzen Ernst gemacht mit dem offenen. Bekenntnis zu den socialen Vom füdafrikanischen Kriegsschauplat Forderungen Jefu und der Apostel und mit dem Versuche, sie im Leben In den preußischen Bergwerfen, Salinen und liegen wieder Meldungen über Erfolge der Boeren vor. Ans zur Geltung zu bringen. Sie hat es mehr mit den Mächtigen, VorAufbereitungs- Anstalten wurden 1899 Ficksburg wird vom 6. September gemeldet: Die britischen Truppen nehmen und Reichen gehalten. Die mächtigste Stärkung in dem 8582 Arbeiterinnen über 16 Jahre(+ 393) beschäftigt, wovon 3652 haben Bethlehem, Fouriesburg, Senekal und Ladybrand geräumt Stampf ist das Vertrauen zu der göttlichen Vorsehung, wie Jesus es (+168) 16 bis 21 Jahre alt waren, 4930(+233) über 21 Jahre. und die Boeren haben dieſe Pläge wieder besetzt. verkündete und unter Ungerechtigkeit, Marter und Tod sich bewahrte. Diese Arbeiterinnen machten 1,84 Proz. der gesamten Belegschaft 9. September besagt: Bon Buller ist heute teine Meldung ein Socialdemokrat sein, denn dort arbeitet er mit an der Durchführung Eine Depesche des Feldmarschalls Roberts aus Belfast vom Der Sieg ist ihm geblieben. Darum: ein Christ kam sehr wohl aus oder 0,01 Proz. weniger als im Vorjahre. Die Zahl der jugendlichen Arbeiter belief fich auf 15 092(+ 1853), wobolt 14 351 gegangen, aber sein Offizier der Nachrichten- Abteilung telegraphiert, der jocialen Forderungen Jeju. Und ein Socialdemokrat kann sehr (+1703) männlich und 741(+ 150) weiblich waren. An Kindern die Stellung der Boeren zwischen Lydenburg und Spizkop sei wohl Christ sein. Sein Christenglaube fördert, reinigt und stärkt ihn waren 107(+58) und zwar sämtlich männlichen Geschlechts be- gestern von den Truppen Lyttletons und Hamiltons angegriffen in dem Stampf um eine schönere Zukunft. schäftigt. worden und der Feind habe sich nach Spizkop zurückgezogen. In einer späteren Meldung wird mitgeteilt, daß Buller den Mauchberg heute morgen überschritten hat. Sein Geschüßfener wurde von dem bei Lydenburg fommandierenden Offizier gehört. Ausland. Deftreich- Ungarn. Die Wahlen. Neuwahlen für den Reichsrat beginnen am 4. Dezember und enden Wien, 10. September. Die„ Neue Freie Preffe" meldet: Die am 15. Januar. . Ist die Meldung der N. Fr. Pr." richtig, so bedeutet diese Anberaumung der Wahltermine eine Auseinanderzettelung der Wahl, die noch ärger ist als bei der vorigen Wahl. Die Absicht dieser Bersplitterung des Wahlatts geht natürlich nur dahin, daß die einheitliche Bucht des nach Ausdruck drängenden Volkswillens geschwächt wird. . Apolda tagende Kreisfonferenz des ersten weimarischen Wahlkreises Großherzogtum Sachfen Weimar. Die am Sonntag in beschäftigte sich zunächst mit dem Geschäftsbericht der beiden letzten Ferner ist zu melden, daß die englische Regierung jezt Jahre, da die vorjährige Konferenz dem Verbot verfiel.- Die Kreisdaran geht, die Verwaltungsgeschäfte des annektierten" organisation wurde insoweit straffer geregelt, indem allen Genossen, Landes in die Hand zu nehmen. auch denen an kleineren Orten, zur Pflicht gemacht wird, sich an Das Kapstadter Amtsregierung die von der bisherigen Transvaal- Regierung erlangten leitung verbleibt in Weimar. Im Wahlkreis sollen 10 bis 12 000 blatt macht in einer Sonderausgabe bekannt, daß die Reichs- politische Vereine anzuschließen und mindestens 50 Prozent der Lokaleinnahme an die Kreiskaffe abzuliefern. Der Siz der KreisKonzessionen daraufhin prüfen werde, ob sie zu Recht bestehen. Die Regierung behalte sich das Recht vor, für ungültig zu erklären oder gitationskalender zur Verteilung fommen. Ferner erklärt die Konabzuändern alle Konzeffionen, die gesezwidrig oder im Widerspruch ferenz sich mit den Beschlüssen einverstanden, die für eine Bemit den Verträgen erworben feien, und ferner alle Stonzeffionen teiligung an den preußischen Landtagswahlen, ohne Verlegung des und Bedingungen, die gegen ein öffentliches Interesse zu verstoßen Princips find. schienen oder nicht erfüllt worden seien. Die Löhenfeier in Braunschweig. Zur Erinnerung an die 30. Wiederkehr des Tags der Lözener Kettenaffaire hatten unfre London, 10. September: Feldmarschall Roberts melbet aus Parteifreunde in Braunschweig am Sonntag eine Bersammlung ein Belfast vom 9. d. M.: General French verließ Carolina hent früh. berufen, in der Genosse Wegner Berlin referierte. Als der Das aufgelöste aus verzeichnet fünf Sessionen- Er stieß auf seinem Marsch auf erheblichen Widerstand, trieb aber Vortragende den Protest des Braunschweiger Partei- Ausschusses zu jener eine Neuerung, die durch die Obstruktion hervorgerufen worden ist, den Feind nach und nach aus drei Stellungen, von welchen die Zeit nach dem Fall von Sedan mit den heutigen friegerischen Ereignissen denn in früheren, normalen Zeiten ist das Haus während der ganzen eine mit großer Tapferfeit erſtürmt wurde. Unfre Berluste verglich, gegen die nicht minder von uns protestiert wird, erhob sich Legislaturperiode nie geschlossen, immer nur vertagt worden. In sollen unbedeutend sein, der Feind ließ einige Tote auf dem Gefechts- der Polizeibeamte und machte den Vorsitzenden, Stadtv. Rieke, den zweieinhalb Jahren hat es 169 Sigungen gehalten, von denen fort. General Hamilton berichtet, Buller habe gestern früh eine feindstünde. Der Vorsitzende teilte den Eingriff des Polizeibeamten der Ver felde. General French setzt seinen Marsch auf Baberton morgen darauf aufmerksam, daß letzterer Punkt nicht auf der Tagesordnung" wohl der größte Teil mit Standalscenen erfüllt war. Sehliche Stellung auf einer steilen, 1500 Fuß hohen Hügeltette, an deren fammlung mit und meinte, daß er ihr und dem Referenten das Ministerien haben sich abgemüht, den Stein über den Berg zu entferntester Stelle der Spigtop liegt, angegriffen. Der Weg für eine weitere überlaffe. Genosse Megner fuhr fort, das seien fo Ansichten! rollen, feinem ist es gelungen. Es war wohl das lärmendste, umgehung war sehr schwierig. Die Infanterie nahm daher, von Nach seiner Meinung sei eine Trennung zwischen dent, was jene daunfruchtbarste und ekelhafteste Parlament, das je da war, ein Artilleriefeuer gedeckt, die Stellung im Sturm. Der Feind zog sich mals gethan und dem, was heute geschieht, unmöglich und dann Leipzig, 10. Septbr.( Privat Telegramm.) Die Aussperrung der Buchbinder umfaßt 1178 Arbeiter und 1154 Arbeiterinnen. Aus einigen Wertstätten fehlen noch genaue Angaben. * werde er auch so fortfahren, wie er bisher gesprochen habe... vorgenommen fine, insbesondere bedauert fie, daß die Forderung| gutes Recht der Einwirkung auf die Arbeitsbedingungen seitens der Hier erhob sich der Polizei- Inspektor abermals und löste bie der Arbeiterinnen auf einen Minimallohn von 18,50 m., wie dieser Brinzipale Anerkennung findet." Versammlung auf, weil der Referent der Anordnung des jetzt in Buchbindereien besteht, nicht anerkannt worden ist. Unter den Leipziger Buchbindereibefizern friselt es bereits. Die Borsigenden keine Fotge geleistet habe, und forderte die Anwesenden Die Versammlung erklärt fich jedoch im Interesse auf, den Saal zu räumen. der Forderungen der Gehilfen sind von vier Firmen, nämlich von Franken Schallende Heiterkeit aus der von schnellen Regelung der Angelegenheit bereit, die Abstein u. Wagner, Hermann Hofmann, Borns Nachfolger und Fischer mehreren Taufenden besuchten Bersammlung war die Antwort, und das machungen ber beiden Kommissionen anzusu. Wittich bewilligt worden. war auch kein Wunder, denn der Vorsitzende hatte gar nichts angeordnet. erkennen. Jene Abmachungen sollen für beide Teile Der dicht besetzte Saal leerte sich natürlich sehr langsam und da bindend sein und Geltung haben vom 1. Oftober 1900 bis zum auf dem Promenadenwege vor dem Lokale Hunderte in begreiflicher 30. September 1903, vorausgesetzt, daß auch bei der prozentualen Erregung herumftanden, schickte der durch die Heiterkeit der Leute Erhöhung der Accordpreise eine Einigung erzielt wird. Ferner er geärgerte Inspektor seinen Adjuntten, einen Polizeifergeanten, ans flären sich die Versammelten bereit, in das zu bildende SchiedsTelephon, um von der Polizeidirektion alle disponiblen Begericht( Tariffommission) drei Vertreter zu entsenden." Der Vors amten nach dem" ofjäger" zu beordern. Das schien figende verwies zum Schluß auf die Bedeutung der Organisation denn aber doch etwas zu bunt werden zu sollen, und es forderte Genosse und ermahnte besonders die anwesenden Mädchen und Frauen, dieser Rieke von einer Promenadenbant aus die Genossen auf, nach Hause zu um auch treu zu bleiben beziehungsweise ihr beizutreten. Außer gehen, damit der Braunschweiger Polizei„ kein Gaudium bereitet" dem forderte er zu möglichst weitgehender Unterstützung der im würde. Also geschah es. Langsam wälzten sich die Scharen die Kampf mit der Unternehmerwillfür befindlichen Kollegen Breite Straße entlang, auf der ihnen dann noch mehrere Straßen- und Kolleginnen der Mutterbranche auf. Mit einem Hoch auf die bahnwagen begegneten, von denen die beorderten Polizeibeamten in Organisation und die Lohnbewegung der Buchbinder schloß die VerUniform und Civil absprangen, sich beim Inspektor meldeten, aber sammlung. nichts mehr zu thun vorfanden. 6a16 Fast scheint es, als ob die Polizei auch ihren Beitrag zur Erinnerung an die damalige Protestfundgebung liefern wollte und unduldsam. fei es auch nur in dem, daß sie fonstatieren wollte, man ist in Deutschland gegen solche Humanitätsbestrebungen noch immer so Der badische ,, Volksfreund", unser Partei- Organ in Karls ruhe, erhöht seinen Abonnementspreis um monatlich 10 Bf. vom 1. Oftober ab. Dem gleichen Preisaufschlag haben noch weitere drei Beitungen bürgerlicher Parteirichtung sich angeschlossen. Die Preiserhöhung wird mit dem Steigen der Rohmaterialpreise, besonders der Papierpreise, begründet. Polizeiliches, Gerichtliches usw. da Wegen Beleidigung eines Expedienten bei der Firma Carsten in Elmshorn wurde der verantwortliche Redacteur unfres Kieler Partei- Organs, A. Lütjens, vor dem Schöffengericht in Elmshorn zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Die in friminierten Artikel behandelten Arbeitsverhältnisse bei der genannten Firma, und hatte sich schließlich auch der Einsender der Notiz. Genosse Rehbein, dem Gericht gestellt. Die Beweisaufnahme hatte die Thatsachen nicht erschüttert, aber wie so oft in solchen Prozessen, bleiben immer noch ein paar beleidigende Ausdrücke, die zur Verurteilung des Redacteurs und auch des Einsenders führten. Letterer tam mit einer Geldstrafe von 100 m. davon. Es zeigt sich nur wieder, wie übereilt es ist, in solchen Fällen sich als Einsender zu nennen; die Strafe wird für den Hauptübelthäter" deshalb nicht geringer. Nur daß schließlich zwei gefaßt werden und doppelt quittiert werden muß. Die Lohnbewegung der Buchbinder. * Die Aussperrung in Berlin. Mit der Lohnbewegung im Buchbindergewerbe befaßten sich am Montagabend zwei ungewöhnlich stark besuchte Versammlungen der in Buchbindereien beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. In Kellers Saal hatten sich wenigstens 3000 Personen eingefunden. Die imposante Versammlung war von einer begeisterten, fampfes freudigen Stimmung beseelt. Mit lebhafter Entrüstung wies man das ablehnende Verhalten der Arbeitgeber zurück und gab übereinstimmend der Meinung Ausdruck, daß auch die bereits begonnene Aussperrung die Arbeiter und Arbeiterinnen nicht bewegen werde, von den aufgestellten gerechten Forderungen abzulassen. Folgende Resolution wurde einstimmig angenommen: Die Versammlung ist mit dem Verhalten der Delegierten auf wollen. aus Nachdem die Verhandlungen zwischen den Bertretern Arbeit geber und Arbeiter, pie Anjang voriger Woche in Leipzig stattfanden, der Leipziger Konferenz einverstanden. Sie bedauert die Stellung gescheitert waren, hatte die Berliner Lohntommission der Buchbinder nahme der Prinzipale unsern Forderungen gegenüber, deren Ablehnung und dem Versuch, die Berhandlungen beschlossen, daß in den gestern abend einberufenen Versammlungen über die weiteren Schritte beraten werden sollte. Sie hatte aber 8 verschleppen, flar hervorgeht, daß die Herren den Kampf ihre Rechnung ohne den Verband Deutscher Buchbindereibefizer ge- Blaz greifen anläßlich des darauf folgenden Gewaltatis der Unter Entrüstung muß bei jedem gesitteten Menschen macht. Am Freitag wurde den Arbeitern und Arbeiterinnen, jedem nehmer, die, um ihre Macht zu zeigen, Arbeiter und Arbeiterinnen persönlich, ein Cirkular folgenden Inhalts zugestellt: aussperrten. Die Versammelten nehmen den Fehdehandschuh auf und verpflichten sich, mit allen Mitteln für die Durchführung der Forderungen zu sorgen. Verband Deutscher Buchbinderei Besizer. Da in der heutigen gemeinschaftlichen Sigung der Prinzipalsund Gehilfen- Bertreter eine Einigung nicht erzielt werden konnte, fo mache ich Ihnen folgendes bekannt: Ich zahle auf jämtliche bisherigen Stundenlöhne von Sonnabend, den 8. September, ab einen Zuschlag von 5 Broz. Für Accordarbeiten bleiben die bisher gezahlten Löhne nach dem Tarif von 1897 bis 14. September d. J. in Gültigkeit; vom 15. September d. J. an tritt der neue, von den Prinzipalen ausgearbeitete, jetzt in Korrektur befindliche Tarif in Kraft." Ich fordere Sie auf, dieses Rundschreiben mit Ihrer Unter schrift unter nachfolgendem Schlußpassus versehen mir bis 8. d. M. zuzustellen. Leipzig, 3. September 1900. Achtungsvoll Erklärung! D.. Unterzeichnete erklärt sich bereit, bis zum 14. September 1900 unter vorstehenden Bedingungen weiter zu arbeiten, von da ab aber den neu ausgearbeiteten Tarif des Verbands Deutscher Buchbindereibefiger anzuerkennen. Die gestern abend im Gewerkschaftshause stattgehabte öffentliche Versammlung nahm ebenfalls den Bericht der Delegireten zur Tariffonferenz in Leipzig entgegen. Die während desselben ein gegangene Resolution, welche das Verhalten der Gehilfen gutheißt und das der Prinzipale in scharfer Weise verurteilt, wurde unter stürmischem Beifall einstimmig angenommen. Die Stimmung der etwa 1200 Ber sammelten war ausgezeichnet und wurde durch eine rege Diskussion nur noch gehoben, so daß das am Schluß vom Vorsitzenden dem Berband gebrachte Hoch begeistert aufgenommen wurde. Erwähnt sei noch, daß, wie in der Diskussion mitgeteilt wurde, auch die Etuisarbeiter sich der Bewegung anschließen werden. Sociale Rechtspflege. Kündigungsfrist oder nicht? Der Lederstepper N. vers fangte wegen unberechtigter plötzlicher Lösung des Arbeitsverhältnisses von seinem früheren Arbeitgeber Baader eine indem er beim Gewerbegericht lagbar er In dem Augenblick, wo die Buchbinder in Berlin, Leipzig und es hier erst am 7. d. M. in die Hände der Arbeiter. Da diese zum die gefegliche Kündigungsfrist überhaupt nicht zu, weil Trotzdem das Cirkular vom 3. September datiert ist, gelangte Lohnentschädigung, wurde. Der Beklagte wandte ein, dem Kläger stände Stuttgart in den Kampf eintreten, hat in Berlin die onto buch- allergrößten Teil organisiert sind, hätten sie selbstverständlich erst nach die gesetzliche Kündigungsfrist überhaupt Branche ihre Lohnbewegung zu einem befriedigenden Abschluß ge- gründlicher Aussprache mit ihren Verbandskollegen auf das Schrift zu Hause arbeite und noch Hilfe habe. Der Kläger gab zu, daß bracht und mit den Unternehmern einen Tarif vereinbart, der bis fück des Arbeitgeberverbands antworten können. Dazu war die ge- Arbeiter Baaders. Er arbeite mit der Hilfskraft nur für den Bes er noch eine Person beschäftige. Er betrachtet sich dennoch als zum Jahre 1903 in Gültigkeit bleibt. Der Beschluß der Arbeiter. stellte Frist zu fura bemessen. Außerdem war der auf die Vereinbarungen einzugehen, ist um so freudiger zu begrüßen, neue Prinzipalstarif den Arbeitern nicht einmal bekannt. flagten, betreibe auch kein selbständiges Gewerbe. Fünf Jahre als damit dem Ausstand eine engere Grenze gezogen ist und die Unter- Man hatte wohl gehört, daß die Accordpreise, besonders auch lang ſet er ohne andre Hilfe als die seiner Frau nehmer der übrigen Branchen einsehen werden, wie thöricht es war, daß für Mädchenarbeiten, herabgesezt werden sollten, allein für Baader man hatte Seitdem thätig gewesen. die Frau fie die Tarifvereinbarungen in Leipzig scheitern ließen. gehört, daß der Lohn Die für geübte Arbeiterinnen trant sei, habe er jemand zur Hilfe haben müssen. bon Ueber die Versammlung, die diesen für die Berliner Lohn 13,50. wohl als Teuerungszulage für die Unternehmer Rammer II unter Vorsitz des Gewerberichters v. Schulz wies den bewegung der Buchbinder so wichtigen Beschluß faßte, liegt uns fol- auf 10,80 m. herabgesetzt werden sollte, aber etwas Bestimmtes Kläger mit folgender Begründung ab: Die Kündigungsfrist ſtehe gender Bericht vor: wußte man nicht. Es fand sich fast feiner, der gleich auf dieses allerdings auch Heimarbeitern zu. Der Kläger fönne aber nicht Verlangen eingegangen wäre. Darauf wurden in etwa zwanzig als Heimarbeiter, nicht als gewerblicher Arbeiter großen und selbst kleineren Wertstuben die Arbeiter und Arbeiterinnen angesehen werden. Da er einen andren Arbeiter be= ausgesperrt. fchäftige, ſei er selbständiger Hausgewerbe treibender und könne er auf die Kündigungsfrist nicht Anspruch erheben. 44 Bf. In folgenden Firmen sind die Arbeiter ausgesperrt worden: Sperling, Baumbach, Bleistein, Fritsche, Probst, Kämmerer, Thomas, Lüderiz u. Bauer, Riekmann, Schubert, Reiß, Wuttig. Schneemelcher, Schoß, Frydrychowicz, Metschte, Trautmann, Naut. Zur Lohnbewegung in Leipzig Anarchistenfurcht im Vatikan. aller Welt lönnte einen Menschen, selbst wenn es nicht ganz normal Die ganze Sache flingt wieder äußerst märchenhaft. Wer in wäre, dazu veranlassen, dem Greis in Nom seine ohnehin gezählten Lebenstage zu verfürzen. Wahrscheinlich stanumt der Brief von einem Wizbold, der sich freilich kaum eingebildet haben wird, den ganzen Vatikan durch seinen schlechten Scherz in Aufregung versetzt zu haben. Die in Geschäftsbücher Fabriken beschäftigten Puch: binder und Arbeiterinnen haben wegen der eigenartigen Verhältnisse in diesen Specialbetrieben bei der augenblicklichen Lohnbewegung der Buchbinder getrennt von den übrigen in die Lohnbewegung eintreten müssen. Auf Wunsch des Vereins der Berliner GeschäftsGestern vormittag fand die erste Versammlung der Ausbücherfabrikanten haben nun in der verflossenen Woche Verhandlungen gesperrten statt. zwischen Kommissionen der Arbeitnehmer und Arbeitgeber stattgefunden erklärt, daß die Absicht der Arbeitgeber, die Organisation der Bytomski zeichnet in furzen Worten die Situation und Die größten Firmen der Branche waren vertreten. Ueber das Refultat der Berhandlungen berichtete Bernhard 3oft in einer Arbeiter durch diese Gewaltmaßregel zu sprengen, an dem ſolidarischen Lehte Nachrichten und Depeschen. gut besuchten Versammlung der Kontobuch- Arbeiter Berhalten der Kollegen, wie an den guten Kassenverhältnissen des und Arbeiterinnen, die am Sonntag in der Berliner Verbands der Buchbinder unbedingt scheitern müsse. Redner tritt Rom, 10. September.( B. H.) In vatikanischen Kreisen herrscht Ressource tagte. Auf die von vornherein gestellte Frage, ob die dafür ein, daß nunmehr die Forderungen der Gehilfenschaft in ihrem große Aufregung über ein angeblich entdecktes Komplott gegen Organisation der Arbeiter( Buchbinderverband) anerkannt werde, sei ganzen Umfange aufrecht erhalten und zur Durchführung gebracht das Leben des Papstes. Aus einem, von der Polizei beschlaggeantwortet worden, daß diese Anerkennung bei einem Verhandeln werden. Die begeisterte Aufnahme der Ausführungen des Referenten it a hmten Briefe soll( 1) hervorgehen, daß die amerikanivon Organisation zu Organisation, wie hier, selbstverständlich sei sowie die Diskussion zeigten, daß die Versammelten zur energischen ichen() Anarchisten die Ermordung des Papstes beschlossen Nach sechsstündigen Beratungen hätten sich nun die beiden Durchführung der Lohnbewegung getvillt sind. Bon einigen Rednern haben. Die Polizei erstattete die Meldung an den Kommandeur der Kommissionen geeinigt, den beiderseitigen beschließenden Versamm wurde die Vermutung ausgesprochen, daß die großen kapitalfräftigen päpstlichen Gendarmerie. Im Batikan wurden sofort die umfassendsten lungen folgenden Vergleichsvorschlag zu machen: Firmen, die Aussperrung dazu benußen würden, sich ihrer fleineren Sicherheitsmaßregeln getroffen. An alle Bischöfe ist eine Cirkular. " Die Arbeitszeit beträgt täglich 9 Stunden. Der Minimal- Konkurrenten zu entledigen. Von mehreren Seiten wurde über die note gesandt worden, in welcher dieselben aufgefordert werden, bei der John( Stundenlohn) beträgt für männliche Arbeiter Belästigung der Streifposten durch die Polizei geklagt, die sofort Busammensetzung der Bilgerzüge auf die mitfahrenden Personen ihr 23,76 M. pro Woche, für geübte Specialarbeiter durch strenge Bewachung den Unternehmern den größten Schuß an besonderes Angeumert zu richten. Vor allem wird befürchtet, daß 48 Pf. 25,92 m., für Ausgelernte bis 1 Jahr nach der gedeihen lassen. Von vielen Rednern wurde darauf hingewiesen, daß es einem Anarchisten gelingen fönnte, gelegentlich der im Oktober stattLehre 40 Pf.= 21,60 m., für geübte Arbeiterinnen 24 Bf. man bei jeder Gelegenheit während der Lohnbewegung die größte findenden Heiligsprechung sich in die Petrifirche einzuschleichen. Die 12,96 M. Für ungeübte Arbeiterinnen regelt sich der Ruhe bewahren müsse und sich nicht provocieren lassen solle. Die Kontrolle der Streifenden findet vormittags von 9-12, Amerifa eingetroffenen Anarchisten mitgeteilt; zwei davon sind englische Polizei hat der italienischen die Namen von acht aus Lohn wie folgt: In den ersten vier Wochen freie Vereinbarung, fodann bis einschließlich des sechsten Monats 17 Pf.= 9,18 M. pro nachmittags von 3-6 Uhr, im Gewerkschaftshause statt. bereits nach Italien abgereift. Woche, vom siebenten Monat 18 Pf.= 9,72., nach acht Monaten 19 Pf. 10.26 M., nach neun Monaten 20 Pf.= 10,80 m., nach zehn Monaten 21 Pf. 11,34 M., nach elf Monaten 22 f.= 11,80 M., nach zwölf Monaten 24 Pf.= 12,60 m. Für die geübte Drahthefterin an der Kontobuch- Heftmaschine( bei dauernder Beschäftigung daran) beträgt der Lohn 20 M., für geübte Paginiererinnen ebenfalls 20 m.- Ueberzeitarbeit ist möglichst wird uns geschrieben: zu beseitigen. Sonnabends sowie an Vorabenden gesetzlicher Feier- Das Unternehmertum hat seine Drohung zur Ausführung getage darf nur in Ausnahmefällen über die gewöhnliche Arbeitszeit bracht und in Leipzig 80 Proz. aller in Buchbindereien beschäftigten Budapest, 10. Sept.( B. H.) Blättermeldungen zufolge fanden gearbeitet werden und ist dann für die Stunde ein Zuschlag von Arbeiter und Arbeiterinnen ausgesperrt. Auf die nochmalige Einreichung in mehreren Ortschaften Bosniens anläßlich des Jubiläums des 50 Proz. zu zahlen, ebenso für Sonntagsarbeit. Für gewöhnliche der Forderungen ist am 7. 6. M. der Tarifkommission die Antwort Sultans ernste Ruheſtörungen statt, weil die Behörden der mohamme Ueberstunden find 331/3 Proz. mehr zu zahlen. Der Zuschlag für zugegangen, daß die Mitglieder des Verbands deutscher Buchbinderei danischen Bevölkerung verboten, ihre Häuser zu beflaggen und zu Ueberzeitarbeit bei Accordarbeitern ist bei männlichen Arbeitern befiger diese Forderungen, insbesondere das Vorwort zum Tarif, illuminieren, sowie Deputationen nach Konstantinopel zu entfenden. 15 Pf. pro Stunde, für Arbeiterinnen 10 Bf. pro Stunde. Der als unannehmbar bezeichnen müffen. Die Aussperrung erfolgte, weil Nachdem die Mohammedaner trotzdem Häuser geschmückt und beleuchtet Buschlag wird nur bezahlt, wenn der Arbeitgeber die Ueberstunden die Arbeiter sich weigerten, ein auch in Berlin und Stuttgart vor hatten, drang in Mostar gegen Abend die Gendarmerie in die Häuser verlangt und vorher wirklich neun Stunden gearbeitet worden ist. gelegtes Cirkular zu unterschreiben, worin sie sich verpflichten sollten, und Moscheen ein, riß die Beleuchtungskörper herunter und warf dieſe, Obige Löhne find Minimallöhne, daher ist selbstverständlich geschickten den von den Prinzipalen festgesetzten, teilweise verschlechterten Tarif ebenso wie die die Aufschrift:„ Es lebe der Sultan!" tragenden Arbeitern und Arbeiterinnen ein höherer Lohn als der Minimallohn fünf Jahre lang anzuerkennen. Wie brutal man dabei vorgegangen Fahnen auf die Straße. Zwischen den Mohammendanern und den zu zahlen. Die gesetzlichen sowie die vom Geschäft angeordneten ist, fäßt sich daraus erkennen, daß Arbeiter, die sich nie Gendarmen kam es zu argen Streitigkeiten. Ein Gendarm wurde Feiertage werden Lohnarbeitern bezahlt. Bei Arbeiten, die außer an der Bewegung beteiligt haben und 30 Jahre und noch länger in lebensgefährlich verwundet. Vier Bataillone Militär, mußten ausdem Hause angefertigt werden, ist ein Buschlag von 15 Broz. zum einem Geschäft thätig sind, ebenfalls auf das Pflaster geworfen rüden, um die Ordnung wieder herzustellen. Aehnliche Excesse er Minimallohn zu zahlen. Die Arbeitgeber verpflichten sich, nach wurden. Als Krippenfrefier" bezeichnet jegt das Unternehmertum eigneten sich auch in andren Ortschaften. Möglichkeit den Arbeitsnachweis des deutschen Buchbinderverbands zu die Arbeiter, die nahezu ein Menschenalter als Ausbeutungsobjekte London, 10. September.( W. T. B.) Bei einer Explosion in benutzen. Diese Bestimmungen sind in den Werlstuben auszuhängen.benutzt worden find. Das ganze Vorgehen trägt den Charakter einer einer Patronenfabrit in Grays Jun Road wurden heute Nachmittag Festgesetzt wurde ferner: Schlechter bezahlten Accordarbeitern ist der Wachtfrage, wie sie roher und brutaler nicht gedacht werden kann. zwei Menschen getötet und mehrere verlegt. Preis prozentual( 5 bis 10 Proz.) zu erhöhen. 5 Proz. Zuschlag Die Unternehmer planen die bedingungslose Niederwerfung der London, 10. September.( W. T. B.) Ein Telegramm des zum Lohn erhalten alle Arbeiter und Arbeiterinnen, die von diesem Gehilfen und die Vernichtung ihrer Organisation. Diese Abficht Generals Gafelee vom 2. d. M. lautet:„ Wir haben den EisenbahnLohntarif nicht getroffen werden. Lohnzulagen in den letzten drei wird natürlich in das Gegenteil umschlagen. Denn schon jetzt Knotenpunft Fungtai sowie die Eisenbahnbrüde bei Linkochav besetzt Monaten werden hierbei in Anrechnung gebracht. Alle Streitig zeigt es sich, daß nichts besser das Klassenbewußtsein fördern und beherrschen damit die Linie nach Bartingfu." feiten über die Bestimmungen dieses Tarifs sind, bevor Entlassungen und die Maffen auf auf die Beine bringen fonnte, als London, 10. Sept.( W. T. B.) Nach einem Johannesburger oder Niederlegung der Arbeit eintreten, einer von Prinzipalen und eben dieses Vorgehen. So weit fich die Bahl der an der Betvegung Telegramm der Abendblätter sollen die Präsidenten Krüger und Gehilfen zu gleichen Teilen gewählten Tariffommission vorzu- beteiligten Arbeiter und Arbeiterinnen übersehen läßt, kommen schon Stejn nach der Delagoa- Bai geflohen sein.(??) tragen und von dieser spätestens innerhalb drei Tagen zu jest in Leipzig 2500-3000 in Betracht, eine genaue Feststellung wird Paris, 10. September.( W. T. B.) Der Marineminister entscheiden. Maßregelungen finden nicht statt. Vorstehende Be- erst in der nächsten Versammlung möglich sein. Am Sonnabend Lanesian erhieltein Telegramm des Admirals Courrejolles, in welchem stimmungen treten mit dem 1. Oftober 1900 in Kraft und haben wurde in einer von etwa 8500 Personen besuchten Versammlung dieser meldet, daß in den Pulverkammern des" Vauban" am Abend bis zum 30. September 1908 Gültigkeit." Jost und die übrigen folgende Resolution angenommen: Die Versammlung nimmt von vor seiner Ankunft in Nagasaki durch Explosion einer Cartouche Kommiffionsmitglieder befürworteten die Annahme dieses Vergleichs der Aussperrung seitens der Prinzipale gebührend Kenntnis. Sie 5 Mann verlegt wurden. in dieser borschlags. Sei auch nicht alles erreicht, so müßte doch anerkannt sieht der brutalen Maßregelung den Versuch Washington, 12. September.( B. H.)( Kabelmeldung der werden, daß die Fabrikanten einen friedlichen Ausgleich ermöglichten. Prinzipale, die Arbeits Bedingungen in einseitiger Weise Paris Nouvelles.) Aus Tokio wird der hiesigen japanischen GesandtAndre Redner waren gegen die Vorschläge und betonten vor allem, nicht nur auf fünf Jahre festzulegen, sondern für alle fchaft gemeldet: Marschall Yamfuche berichtet, daß eine Eskadron daß die Forderung eines Minimiallohns von 13,50 Mart für Zukunft die fräftig aufblühende Organisation der Arbeiter japanischer Kavallerie den aufblühende Organisation der Arbeiter japanischer Kavallerie den Prinzen Tsching, bis nach Beling Arbeiterinnen und von 24 Mart für Arbeiter hätten aufrecht zu vernichten. Obgleich fich die Versammlung dieses Charakters der estortierte. Vor seiner Ankunft daselbst informierte Prinz Tiching erhalten werden müssen. Schließlich wurde gegen 5 Stimmen Aussperrung vollständig bewußt ist, so giebt sie nichts destoweniger den General Fukutschima, daß er den Kaiser nach Peking berufen beschlossen: der Ansicht Ausdrud, daß diefe Maßregel als Einschüchterungsmittel habe, um fofort die Friedensverhandlungen anzubahnen. Das Resultat der Verhandlungen entspricht den Erwartungen vollständig ihren 8wed verfehlt hat und verfehlen wird, daß hin- New York, 10. Septbr.( W. T. B.) Nach den legten Schäßungen ber Versammlung nicht vollständig. Die Versammlung bedauert gegen die Arbeiterschaft den ihr hingeworfenen Handschuh mutig sind durch den jüngsten Ortan in Galveston 1500 Personen getötet vielmehr, daß an den bescheidenen Forderungen noch Reducierungen hinnehmen und so lange die Arbeit ruhen lassen wird, bis unser worden. Der Schaden wird auf 10 Millionen Dollar geschätzt. Berantwortlicher Redacteur: Heinrich Ströbel in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 211. 17. Jabrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 11. September 1900. #H " Der britische Gewerkschaftskongreß. leberzeitsarbeit; zu Gunsten der Vermehrung und Verbilligung G8. müßten denn die 10 deutschen Reichspfennige, die wir feit der Arbeiterzüge, bezw. Arbeiter Fahrtarten; einigen Jahren täglich mehr erhalten, in den Augen gewisser Lente London, den 8. September. zu Gunsten radikaler. Abänderung des Gefeßes als eine besonders wertvolle Bulage erscheinen. Die meisten In Huddersfield( Yorkshire) tagte vom 3. bis 8. Cep- b er die Behausung der arbeitenden Klassen Beamten aller Kategorien haben in dieser Zeit eine bedeutende Ertember der 33. Jahrestongreß der britischen Geweri- im Sinne des vom Arbeiter- Abgeordneten Steadmann ein höhung ihrer Gehälter und Pensionen erfahren den Gläubigern shaften. Der Ort gehört zu den Centren der Wollenindustrie gebrachten Geseges( das sehr weitgehende Enteignung des Vaterlands" aber lohnt man mit der Verheißung nach dem Englands und ist als einer der Pioniere auf dem Gebiet fortschritt vorschriften enthält); zu Gunsten radikaler Besteuerung Lodelicher munizipaler Socialpolitik bekannt. Er übernahm u. a. seine der Grundierte, für die Ausdehnung der Vorschriften des Die Frage ist nun, welche Pensionen beziehen wir KriegsStraßenbahnen aus Privathäuden und hat in ihrem Betrieb den Fabrikgesetzes, auf Bauten, und der Lohnettel-( Partikulars") invaliden überhaupt, und läßt sich ein halbwegs menschliches Dasein achtstündigen Arbeitstag eingeführt. Auch in der Errichtung fom- Iause I. dieses Gefezes auf Dock und Werftbetriebe. davon führen?? munaler Wohnhäuſer ist er vielen Gemeinden vorangegangen. Auf all weiter ward, mit großer Mehrheit Resolutionen zugestimmt, die Ueberlassen wir die Beantwortung dieser heiflen Frage einem das wies der Mayor( Bürgermeister) der Stadt mit Stolz hin, als alle gewerbliche Arbeit von Kindern unter bürgerlichen Blatt, das gar nicht in den Verdacht einer Parteinahme er die Delegierten in den Räumen des Stadthauſes auf Grund eine 15 Jahren verbieten, wollen, sowie den Eisenbahn- tommen kann. In Nr. 262 der„ Berl. Abendpoſt" vom 8. Novbr. 1898 stimmig gefaßten Beschlusses, der Stadtvertretung willkommen hieß. arbeitern die Gewährung von 11rlaub für die Erfüllung lefen wir in einem„ Reform der Militärpensionen" überschriebenen Außer ihm richtete auch der Abgeordnete für Huddersfield, Sir ihrer gewertschaftlichen Pflichten sichern wollen. Die Artikel: James Woodhouse( liberal) eine Ansprache an den Kongreß. Die übliche Resolution für die Einführung des Achtstundentags Nach dem Kriege, mit Frankreich wurden die siegreichen Heer. feber birini lärte er ſeien endgültig heimisch im Lande und für Bergarbeiter fand nur einen, die für ein alt- führer mit großen Geldsummen belohut, mit denen sie Rittergiter jeder verſtändige Unternehmer müsse sehen, durch ihre Vermittelung gemeines Achtstunden- Gesez etwa ein Duizend Gegner. fenften und Majorate stifteten. Für die zum Krippel geschossenen sich mit den Arbeitern auf guten Fuß zu sehen. Abgelehnt ward der Antrag Ben Tillets zu Gunsten von Unteroffiziere und Gemeinen fonnte man selbstverständlich keine Der Kongreß, den der derzeitige Borsigende des parlamentarischen 3 wangs Einigungsämtern, jowie der Antrag, den Rittergüter, faufen, aber man empfand es als Pflicht, den in ihrer Getvertschaftskomitees, Mr. Chandler vom Zimmererverband, er ersten Mai fitr einen Arbeiter Feiertag zu erffären. Eriverbskraft geschädigten Männern eine Beihilfe zu gewähren. Die öffnete, war von 390 Delegierten besucht, die rund 14 Million Einige recht wichtige Befchlüffe wurden bezüglich der inneren Versorgung der Invaliden, wie sie früher üblich war, mit einem organisierter Arbeiter vertraten. Neben dem großen Maschinenbauer Organisation des Kongreffes gefaßt, und zwar in der etertasten, mit dem sie ihren Unterhalt ervetten durften, verein, der wegen Nichtanerkennung eines Schieds Richtung der Stärkung des parlamentarischen Gewerkschafts: sollte aufhören. Deshalb wurden aus der französischen Kriegsspruchs bis auf weiteres Kongreß ausgeschlossen komitees, dem unter anderm die Vollmacht erteilt wurde, die für entschädigung 561 Millionen einem selbständigen Fonds überwiesen, ist, war auch der Verband der Bergarbeiter von Durham den Kongreß eingesandten Refolutionen zu prüfen, zu sichten, sowie aus dem fernerhin alle Militär Juvalidenpensionen bestritten und die dem Kongreß ferngeblieben. Die stärksten der vertretenen Organi solche Resolutionen auszumerzen, die nicht in den Bereich der Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen versorgt werden sollten. fationen waren: Bergarbeiter Verband 260 000, Weber- Werband Stongreßaufgaben gehören. Den Vorsitz des Kongreises soll fortan 561 Millionen, das ist ein schönes Kapital."" so dachte mancher, 81 525, Zimmerer- Verband 60 000, Eisenbahner- Verband 59 800, nicht ein Vertreter des Kongreßorts, sondern der jeweilig amtierenden werden unsre alten Krieger, die ihre Knochen für das Vaters Gasarbeiter und Tagelöhner- Verband 48 000, Sesselschmiede- Verband Borsigende des parlamentarischen Komitees führen. Taub zu Martie getragen haben, anständig versorgt werden."" Diese 46 000 Mitglieder. Zum Vorsitzenden des Kongresses wurde nach Obwohl über diese Punkte sehr lebhaft diskutiert wurde, trugen Erwartung hat sich feineswegs erfüllt- es traten eine so große bisherigem Gebrauch der Präsident des Gewerkschaftsrats des die Debatten doch bei weitem nicht den erbitterten Charakter, mit Menge Ansprüche an diesen Fonds heran, daß der Einzelne sich mit Kongreßorts gewählt. Es ist dies der Maler William Bidles, dem in Cardiff über Anträge gleicher Tendenz debattiert worden ganz geringer Entschädigung begnügen mußte. So z. B. erhalten ein hervorragendes Mitglied der in Huddersfield ziemlich stark ver- war. Damals vermutete man politische Absichten hinter den An- Unteroffiziere 288, Gemeine 216, 252, 288 M. Die Witiven der trägen. Das war aber diesmal ausgeschlossen, dem radikale und Gefallenen erhalten: die eines Feldwebels 324 M., eines UnterDie Präsidialansprache war denn auch durchaus gemäßigte Mitglieder des Parlamentarischen Komitees traten gleich- offiziers 252 M.. eines Gemeinen 180 M. Für die Erziehung von focialistischen Charakters man tönnte fagen, eine mäßig für die Anträge ein, für die in der Hauptsache 3 wed- Waisen wurden jährlich 126 M. gewährt. socialistische Vorlesung. Sie begann mit einem Rückblick auf die mäßigkeitsgründe( Vereinfachung des Verfahrens, Zeit. Das sind entschieden sehr bescheidene Sumunen, die nur teilUrgeschichte der Menschheit den Urkommunismis und ersparnis, Ausschluß von Zufall bei der Präsidentenwahl) maßgebend weise durch Verstümmelingszulagen Entschädigung für Nichtendete, nach einer scharfen Kritik der kapitalistischen Wirt- waren. benutzung des Civilversorgungsscheins( 20 Pf. täglich) eine recht schaft wobei auch ein Seitenhieb auf den gegenwärtigen Ein andrer Punkt, der zu einer lebhaften Erörterung führte, be- fleine Erhöhung erfahren. Im Vergleich mit andern Staaten aber, gottlosen" Krieg in Südafrika nicht fehlte mit dem Nachweis, traf einen Streit zwischen dem Konsumverein von Old- find unsre Invalidenpensionen erschrecklich niedrig. Das be daß die ganze moderne wirtschaftliche Entwicklung zum Kollektivismus ham und dem dortigen Zweig der Sneidergewertschaft, fiegte Frankreich z. B.( aljo der sogenannte Erbfeind) giebt der dränge. der beinahe zu einer Sperre der Großeinkaufs- Genossenschaft durch Witve eines gemeinen Soldaten 450 M. Benfion jährlich Hinge das Können des Kollektivismus, heißt es da, von einer die Schneidergewertschaft geführt hätte. Die Gewerkschaftsvertreter Das Los eines Kriegsinvaliden ist in sehr vielen Fällen ein sehr bedeutenden Entwicklung der Moral, Einsicht und Organisations warfen der Konjumvereins- Leitung Unterstügung der Echiveißtreiberei, überaus trauriges, deim er ist ein Mensch zweiter Güte und erhält fähigkeit ab, so würde ich die Erreichung dieses Ziels für hoffnungslos diefe den betreffenden Gewerkschafts- Leitern furzichtige und reaktionäre nur schiver( felbft in jüngeren Jahren) lohnende Beschäftigung betrachten, denn ich bin fest davon überzeugt, daß der Mensch Politik hinsichtlich der Frauenarbeit vor. Der Kongreß faßte in der er wird als minderwertig angeschen. Läßt sich dieser oder d. h. die große Masse der Menschen noch nicht die Kraft ent- Sache keinen Beschluß sondern ging über den von den Schneidern jener Arbeitgeber herbei, einem solchen Manne anständige Beschäftigung wickelt hat, sich bewußt der Erzielung eines in gewisier Ferne gestellten Antrag, der das aus Gewerkschaftern und Genossenschaftern zu geben, so wird fast immer feine fleine Benfion mit in Betracht liegenden Ideals zuzuwenden. Was er zu thun vermag, und alles, gleichmäßig zusammengefekte Schiedsgericht für abgeschafft erklären gezogen und fein Verdienst wird sicherlich klein sein, denn er hat was er bisher gethan hat, bestand darin, sich den ökonomischen wollte, zur Tagesordnung über. In einer späteren Eignung nahm ja seine Benfion, heißt es dann. Ein audrer Umstand, der sehr Bedingungen des Tags und seiner Generation anzupassen. Ich er im Gegenteil eine Resolution an, welche den Gewerkschaftern schwer ins Gewicht fällt, ist der, daß es doch ein gewaltiger Unterhabe gesagt, der Kollektivismus sei das einfachste heilmittel. stärkere finanzielle und moralische Unterstigung zur Pflicht macht. ichieb ist, ob man als junger aftiv, dienender Soldat oder als Weil die Kapitalistenklasse im Verfolg ihrer eignen Schließlich sei noch der sehr wichtige Beschluß erwähnt, einen Reservist oder Landwehrmann aus einer guten einträglichen Stelling Interessen die Produktion socialisiert hat. Sie hat große Prozeß in den der Eisenbahner Verband durch den Taff- herausgerissen wird, die man nach der Verwundung nie mehr anWassen von Arbeitern zusammengebracht, Betriebsleiter eingefeßt, tha!-Streit verwickelt worden ist, auf allgemeine Gewerftreten fann; in den maßgebenden Kreisen scheint man aber darauf deren Aufgabe es ist, ganze Unternehmen im Intereffe einer Gefchaftsfosten bis zur hösten zustanz durchzuje zen. nicht die geringste Riidjicht zu nehmen. Mit dem uns erteilten sellschaft von Kapitalisten zu leiten. Würde eine große Entwicklung Es handelt sich um die Frage der Haftbarkeit von Gewerkschaften Civilversorgungsschein ist in den feltensten Fällen etwas anzufangen, der Intelligenz oder der Moral dies Unternehmen in Stollektiv für die Handlungen der von ihnen oder in ihrem Auftrage ausge- denn der Staat will seine Kapitulanten gut versorgt wissen, und eigentum verwandeln? Kein einziger Wechsel wird notwendig feinstellten Streitposten. Die Direktion der Taff- Thal- Gesellschaft Bismard batte wohl recht, wenn er ironisch meinte, das deutsche die Gebäude, die Arbeiter, der Direktor fönnen die gleichen bleiben. war, als der Ausstand angefangen hatte, um die Erteilung eines Bolt jei ein Bolt der Unteroffiziere. Aber es ist doch spottvillig, Ihr braucht nur die Zahl derer zu vermehren, welche die Gesellschaft richterlichen Einhaltbefehls gegen den Vorstand des Eisenbahner uns, die wir diesen Schein mit unserm vergossenen Blut verdient bilden. Der Kapitalist hat die Produktion socialisiert, das Voit wird Vereins eingekommen, der diefen für alle mündlichen und thatlichen hatten elende 20 deutsche Reichöpfennige täglich als Entschädigung das Eigentum und die Verteiling socialisieren." Ausschreitungen der Streifpoften haftbar macht, mud dieser Ginhalte zu bieten. Kein Wunder, daß mancher invalide Krieger im Hinblick Das schnelle Anwachsen des Munizipal- Socialismus beweise die befehl ist ihr vom Ortsrichter bewilligt und jetzt von einem auf diese schmerzliche Thatsache der Meinung Ausdrud giebt: Sind Entwicklung zum Kollektivismus. Obwohl 90 Proz. der Gemeinde- Mitglied des Queens. Bench- Gerichtshofs, Nichter Farwell, mit der die Unteroffiziere und Polizisten ganz allein berechtigt, alle cinträg räte von Huddersfield entrüstet sein würden, wenn man sie Socia- Begründung bestätigt worden, daß die Gejeze von 1871 und lichen Stellen vorweg zu nehmen, jogar im Kommunaldienste der listen nennen wollte, beschlossen sie doch fortgesezte kollektivistische 1876, die den Gewerkschaften einen gefeßlichen Status verliehen, fie Heimat dann mögen diese Herren auch in den zufünftigen Maßnahmen. Unbewußt trieben sie dem Kollektivismus zu. Wäre er dadurch implicite zu juristischen Personen stempeln. Sie hätten das Ariegen ganz allein den Feind schlagen." Und unter so bewandten erreicht, gehörten die Produktionsmittel der Gemeinschaft, so daß Recht, Vermögen zu eignen und Vermögenslagen zu führen, und feien inständen sprechen sich gewisse ente die Zunge lahm von der keiner ein Monopol auf das hätte, was alle brauchen, dann werde gefeßlich berechtigt, cinen Streif anzuordnen und zu leiten. Das absoluten Notwendigkeit einer Beglückung der Chinesen es wieder eine natürliche Auswahl, aber auf höherer Grundlage, ichließe aber auch die zweite Haftbarkeit für die von ihren agenten unire Kultur und unsre Humanität geben, und die Pflege der Moral, der Einsicht, der Kunst und begangenen Handlungen ein. Wissenschaft werde das einzige Mittel sein, höhere Stellungen zu eríaugen. Erst dann werde die Menschheit, wie Friedrich Engels fagt, endgültig aus dem Tierreich austreten, Warum? bedeuteten. 1 Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. durch Es liegt auf der Hand, welche Tragweite diesem Erkenntnis innewohnt. Es verschärft noch das Erkenntnis in der Streitfrage yons v. Willins, das vor etlichen Jahren die Gewerkschaftswelt in Die Rede wurde mit großem Beifall aufgenommen und ist in Erregung verfekte. gegen das aber der eingeleitete Appell nicht bis der Presse lebhaft tommentiert und je nach dem Standpunkt fritisiert zur höchsten Instanz durchgeführt wurde, weil Formfehler vorlagen, die worden. In einigen Blättern hat sich eine lebhafte Kontroverie über einen Erfolg als invahrscheinlich erscheinen ließen. Darans, daß die Frage entsponnen, ob die Aktiengesellschaften, auf die der Redner jenes Erkenntnis Redutskraft erhielt, ist aber auch der vorliegende schaften und Vereinen erklären wir nach Rüdsprache mit der Familie An die Gewerkschaften. Auf vielfache Anfragen von Gewert exemplificierte, Berallgemeinerung oder Untergrabung des Kapitalismus Fall präjudiciert, und viele Juristen sind der Ansicht, daß der Liebfnecht, daß sich dieselbe bereit erklärt hat, die gespendeten Richter nicht anders erkennen fonnte als er gethan. Dringt diese Was die Beschlüsse des Kongresses anbetrifft, so beziehen sich Ansicht in allen Instanzen durch, so bleibt den Gewerkschaften als Kranzichleifen von der Beerdigung des Genossen Wilhelm Liebknecht neim Zehntel von ihnen auf Fragen der Gefeßgebung. Ver- legtes Mittel der Appell an die Gesetzgebung, d. H. die Erzielung denjenigen Gewerkschaften, die die Schleifen für sich zur bleibenden waltung und des Regierungssystems und wer sie einer Deflaration des Parlaments, welches der genane gesetzliche Grinnerung aufzubewahren wünschen, dieselben zur Verfügung zu durchliest, wird finden, daß die Neutralität der britischen Gewert Status der Gewerkschaften sei. stellen. Wir ersuchen die Gewerkschaften, die diesbezüglich Wünsche fchaften nichts weniger als Farblosigkeit bedeutet. Der Wie schon im Bericht des Barlamentarischen Gewerkschafts- haben, sich, mit uns in Verbindung zu feßen. Die Entgegennahme Standard", das Organ der Regierungspartei, hat denn auch fomitees ist auch im Laufe der Debatten wiederholt auf die faim am Mittwoch, den 12. und Donnerstag, den 13. September, nicht ermangelt, die Schale seines Zorns über verschiedene der bevorstehenden Parlamentswahlen verwiesen und die erfolgen. Beschlüsse zu ergießen. Getren der Gepflogenheit seines stillen Mit- Notwendigkeit betont worden, energische Schritte für die Verstärkung arbeiters, Lord Salisbury, that er dies mit spöttischen Nedensarten der Arbeitervertretung im Parlament zu thun. Der im aller Art, worauf ihm ein andres ministerielles Blatt, die Februar d. J. gegründete Arbeiter Wahlb und zählt zur Zeit St. James Gazette", erividerte, der Kongreß vertrete gegen 250 000 Mitglieder. d. h. es gehören ihm eine Anzahl poli einen viel zu großen Bruchteil der Wählerschaft, um derart von oben fischer und gewerkschaftlicher Vereinigungen an, die zusammen so viel herab abgethan zu werden. Mitglieder vertreten. Sein Schriftführer ist J. R. Macdonald, Folgendes die wichtigsten politischen Beschlüsse des Kongreffes: der auch dem Vorstand der Unabhängigen Arbeiterpartei angehört. Mit fleiner Mehrheit ward eine Resolution angenommen, die den gegenwärtigen Krieg in Südafrika für grausam und unnötig erklärt und gegen die Annegion der Boerenstaaten als einen Schlag gegen die Unabhängigkeit der Arbeit in Südafrita und gegen das Princip nationaler Freiheit" protestiert. Einstimmig ward beschlossen: " " mal Das Bureau der Berliner Gewerkschaftskommission. ihre elenden Arbeitslöhne im Einvernehmen mit ihren Fabrikanten Die Hausweber Berlins haben seit einigen Monaten versucht, zu verbessern, leider ohne entsprechenden Erfolg. Die durchaus gegeben, fämtlichen Berliner Fabrilanten einen Minimal- Lohntarif schlechten und ungleichen Arbeitstöhne haben mumehr Veranlassung zu unterbreiten, mit dem Ersuchen, denselben am 1. Oftober in ihren Geschäften zur Einführung zu bringen. Auf welcher ber scheidenen Basis dieser Tarif beruht, geht darans hervor, daß er dienst von 2.40. täglich sichert. Außerdem soll mit diesem Tarif einem mittelmäßigen Gesellen bei einer 10stündigen Arbeit einen Ver Spulen, Audrehen ec. beseitigt werden. eines der größten Ucbclstände, die unentgeltlichen Nebenarbeiten für der Dauernd ausgesperrt. Der Verband der Berliner Metallindustriellen giebt folgendes durch Cirkular bekannt: Hierdurch teilen wir Ihnen ergebenst mit, daß die mitgeteilte verre über Kerumacher, Former und andre Arbeiter aus Nürnberg und Um gegend ausschließlich schn hervorragende Agitatoren( Former), welche dauend gesperrt bleiben, wieder aufgehoben worden ist, und ersuchen wir Ihre mit der Annahine Arbeiter betranten Beamten, Meister usw. entsprechend anweijen Verband Berliner Metall- Industrieller. Der Geschäftsführer: Ieffel. Ehnischer kann sich wohl kami das rücksichtslose Vorgehen dieser stück. Dauernd sollen Arbeiter um eine Existenz gebracht worden, die nur von einem gefeßlich ihnen zustehendem Recht Gebrauch machten. Solchen skandalösen Handlungen gegenüber hat man in der bürgerlichen Presse noch den Mut, von Arbeiterterrorismus zu reden. zu wollen. Der Krieg und die Kriegsinvaliden. Ein alter Kriegsinvalide bittet uns, zugleich im Namen mehrerer Leidensgefährten, uin Veröffentlichung folgender Zuschrift: Es haben sich vor lurzem 30 Jahre vollendet, jeit wir durch 1. Daß kein Alterspensions Gesez von den Arbeitern Verwundung vor dem Feinde zu Kriegsinvaliden gestempelt wurden, als genügend zu betrachten sei, das auf unterstützung bestehender und es verlohnt sich wohl der Wühe, eine lurze Müdichau zu halten, Pensionskaffen abziele oder an den Bezug einer Pension irgendwie um dem wirklichen Menschenfreunde zu zeigen, wie es uns in diesem das Brandmal der Armenunterstüßung knüpfe. Die einzige Lösung Beitraum ergangen ist, und wie das bankbare Baterland seine Söhne bestehe darin, den Bezug einer öffentlichen Alterspension für ein staats- lohnte. Die meisten unsrer Kameraden, und Leidensgefährten schlafen bürgerliches Recht zu erklären, das jeden ermächtigt, mit Ein- schon den ewigen Schlaf; manche von ihnen mögen an der Ver tritt eines bestimmten Alters Pension zu erhalten. Eine in diesem forgung gestorben sein( wie Franz Ziegler fich bezeichnenderweise in Sinne formulierte Forderung soll bei der bevorstehenden seinem Landwehrmann Krille ausdrückt), ihre Gehälter fönnen nu Barlamentswahl mit in die erste Reihe der Arbeiterforderungen ge- mehr in ganzer Fülle denen zufließen, die da der Ehre teilhaftig stellt werden. werden, sich auf den chinesischen Reisfeldern ihre blutigen Deufzeichen 2. Daß das Arbeiter Unfall- Entschädigungszu holen. geses dahin zu amendieren sei, daß es alle Gewerbe und Werfen wir einen furzen Rückblid auf die Verhandlungen des alle Unfälle in Gewerbebetrieben zu Wasser und zu Lande um- Reichstags vom 3. Plai bis 6. Juni 1871, wo das jezige noch faffe und die Entschädigungspflicht genauer bestimme. Tegeltende Pensionsgesez zu stande kam. Es wurden damals viele, 8. Die Regierung zur Einbringung eines Gefezes aufzufordern, außerordentlich viele patriotisch- schwungvolle Reden gehalten, aber Unternehmerorganisation bemerkbar macheit, wie in diesem Schrift welches die britischen Arbeiter, die auf Schiffen von Aus- das Resultat war nur sehr dürftig. Tändern verunglücken, in den Stand sett, Entschädigung Kriegsminister v. Roon, als föniglich preußischer Bundesbevollbon diefen zu erlangen. 1mächtigter, sprach mit gehobener Stimme und feurigem Auge: 4. In der Marineverwaltung für strenge Einhaltung Sie( nämlich die armen Schluder von Kriegsinvaliden) bleiben der Fair Wages Klaufel auf allen Staatswerften unfre Gläubiger, die tapferen. Söhne des Baterlands, die für zu wirken und eventuell, falls das nicht den gewünschten Erfolg hat, seine Freiheit und Unabhängigkeit, für seinen Ruhm und seine Ehre die Sache im Parlament zur Sprache zu bringen. Ferner eine gefämpft und geblutet haben- auch dann, wenn der Gesez Verschärfung der vom Barlament beschlossenen Fair Wages entwurf wie er Ihnen vorliegt, unverändert durchgeht Resolution zu betreiben. Herr v. Roon nahin dann noch weiter Veranlassung zu erklären, 5. Refolutionen zu Gunsten der Sicherung des Koalition& daß die Pensionen nach dem jezigen( 1871) geltenden Geldiverte berechts der Postbeamten; zu Gunsten der Abstellung der messen seien. Und was ist in dieser langen Zeit, wo der Geld Beschwerden der Postbeamten, darunter Beseitigung der wert ein ganz andrer geworden ist, für die Gläubiger" des Vater Särten des Bußensystems, des Zwanges zur Verrichtung von lands geschehen??? Nun, jo gut wie gar nichts!! Ueber das Cementbaugeschäft von Czarnikow u. Co., Werderscher Markt 9, hat die Versammlung der Cementierer die Sverre verhängt. Die Firma zeigte sich bei den Differenzen mit den Arbeitern wohl geneigt, mit der Lohntommission zu verhandeln, wollte aber die Erledigung der Sache verzögern. Die Pußer und Maurer werden ersucht, die Firma zu meiden. Die Lohnfommission der Cenientierer. Die Messerschlägerei Arbeiter des Kreises Solingen ſtehen mit dem Verein der Messerschlägerei- Befizer in einem harten Stampf. Vor langer Zeit hatten die Arbeiter dieses Berufs dem Fabrikantenverein ihr Preisverzeichnis zur Prüfung und Annahme eingereicht; jedoch haben die Fabrikanten die Sache unbeantwortet gelaſſen. Die Arbeiter setzten mun den 1. August als Endtermin des alten Preisverzeichnisses feft, um vom 3. Auguft die Erfüllung des tenen Breisverzeichnisses in Straft treten zu laffen. Diese Forderung wurde strikte abgelehnt und berichtete der Fabrikantenverein an die Arbeiter, daß er ein eignes" Berzeichnis ausarbeiten werde, über welches dann später mit den Arbeitern verhandelt werden könnte. Diejes Anfinnen ging den Arbeitern denn doch zu weit, besonders deswegen, weil nicht einmal die Beit angegeben war, wann ein solches Preisverzeichnis von dem Fabrikantenverein herausgegeben werden sollte. 群 Deutsches Reich. giebt es dort faum. Frauen und Männer find fast in gleicher die Immung intriguieren, die Verantwortung für die Folgen tragen. 008 Die Leipziger Steinfeger- Innung fühlt nach zehnwöchent Anzahl in den Fabriken beschäftigt, auch der Lohn ist meist der( Brausender Beifall.) 3ur der mut folgenden Distuffion suchte zunächst der Oberlichem Kampfe das Bedürfnis, Verhandlungen anzubahnen. In gleiche. Es ist Accordarbeit. Durchschnittlich ist der wöchentliche einem Schreiben, das am 7. September dem Streitfomitee der Berdienst am mechanischen Webstuhl pro Kopf, Mann oder Frau, meister der Junung das Verhalten der Meisterschaft zu rechtSteinfeger zuging, machen die Meister folgende Vorschläge: An dem 10,50 Mt. Der sogenannte scharfe Stuhl, der neuerdings auf fertigen. Er bittet die Gesellen, nicht die Inmung mit Gaspozoki bis jest gezahlten Stundenlohn von 50-55 Pf. und einer zehn kommt und vorläufig meist von Männern bedient wird, bringt 15 M. zu identifizieren. Er spreche es hier offen aus, die Art und Weise, ftündigen Arbeitszeit wird bis zum 1. April 1901 feftgehalten. Bon Lohn pro Woche. Ein Ehepaar verdient also 21 M. die Woche bei wie Gaspozoli fich in der Meisterversammlung betragen habe, beda ab bis April 1902 wird ein Stundenlohn von 50-60 f. bei 11-12 stündiger Arbeitszeit. Heimarbeit giebt es in Spremberg dauere er sehr. Er rät ab von einem Ausstand, man möge doch derselben Arbeitszeit gewährt. Im November 1901 sollen dann über in der Textilindustrie nicht mehr; durch den mechanischen Webstuhl noch einmal versuchen zu verhandeln, der Streit wirke schädigend. weitere Vereinbarungen bezüglich der Lohn- und Arbeitsverhältnisse ist sie verdrängt. Dagegen wird dieselbe Erfahrung, wie in vielen Von den Gesellen sprechen noch Tabbert, Köppen, Richter, alle vom April 1902 Verhandlungen geführt werden. Die Meister wollen andren Fabriforten, auch hier gemacht, nämlich, daß die Land- im Sinne des Referenten, von den Meistern Werdermann und Nach einem Schlußwort des Referenten wurden diese Vorschläge gemacht haben, weil sie, wie in dem betreffenden bevölkerung, selbst die Töchter wohlhabender Bauern, in die Fabriken Grund. Schreiben angeführt wird, das wohl für die Gesellen im Auge gehen und lieber die Landarbeit von gemieteten Mädchen aus folgende Refolutionen angenommen: haben". Die Steinseher haben jedoch ein solches Anerbieten mit führen lassen. Die städtischen gelernten Arbeiter sind von diesem Die Versammlung der Drechsler erklärt unter allen Umständen, Entrüstung zurückgewiefen, indem es auf eine thatsächliche Ver- beständigen Zuzug nicht erfreut, weil dadurch eine Unterbietung für die Durchführung des von der Achtzehner- Kommission ausfchlechterung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse hinauskommen würde der Löhne durch ungelernte Arbeiter und dadurch oftmals Verdrängung gearbeiteten Tarifs einzutreten. Als ersten Schritt hierzu haben und dieses jedenfalls auch ohne Streit zu erzielen gewesen wäre. der alten bewährten Kräfte geschieht. Einfichtsvolle Arbeitgeber er alle Baudrechsler am Montag, den 10. September, den Tarif für die Sie wünschen, daß die Meister ein pofitives Angebot zur Einigung halten sich wohl die einmal als tiichtig erprobten Kräfte, doch der Baubranche ihren Arbeitgebern vorzulegen und bei Nichtanerkennung machen und erklären, daß dieses Wohlwollen für sie seitens der Verlodung, für geringeren Lohn Arbeitskräfte zu erhalten, wider die Arbeit niederzulegen. Innung im unvereinbaren Gegensaz steht zu dem ausgesprochenen stehen eben nicht zu viele." Die Annahme erfolgte gegen vier Stimmen der Werkstatt Vorsatz, den Humanitätsdusel aus der Welt zu schaffen. Ueber die Lage der Arbeiterschaft im allgemeinen läßt sich B. Schmidt. Folgende Resolution wird gegen eine Stimme an Frau Schulrat Cauer also aus:„ Die Lage der Arbeiter in Sprem genommen: ,, Die Versammlung erklärt sich mit dem Verhalten der Gesellen berg und den umliegenden Fabrikorten ist durch den Zuzug der in der Achtzehner- Kommission durchaus einverstanden. Die VersammLandbewohner eine sehr schwierige und trübe, schwierig, denn lung spricht über das Betragen der früheren Drechslergesellen Gaspozoki jeder Arbeiter wird sofort ersetzt werden können; trübe, denn an und Genossen, welche zum Teil dem Vorstand der Freien Vereinigung eine Aufbefferung ihrer Lage ist infolgedessen kaum zu denken." der Drechsler angehören, ihre tiefste Entrüstung aus und hält es für " Die Arbeiterinnen," so sagt Frau Cauer weiter, zeigten im Privat Pflicht eines jeden anständigen Kollegen, diese Herren unter sich zu gespräch nicht allein Vertrauen, sondern fie lieferten auch den Be- laffen, damit dieselben fich nicht mit dem„ Gefindel" fernerhin abzuweis, daß fie die Arbeiterinnenfrage mit Aufmerksamkeit verfolgt geben brauchen." Mit der Mitteilung, daß sämtliche Meldungen über hatten. Im allgemeinen schienen sie feine Hoffnung auf irgend welche Arbeitsniederlegungen bezw. Bewilligungen im Bureau des Holz Befferung ihrer Lage zn hegen, obgleich es ihnen völlig einleuchtete, arbeiter- Verbands, Engel- llfer 15 I, anzuzeigen sind, schloß der Vordaß sie zum Zusammenhalt, also zur Organisation schreiten müßten. Ein sigende die imposante Versammlung. Hoffnungsstrahl schien ihnen allen die Anstellung weiblicher Gewerbe- Der Centralverband der Handels, Teansport- und Ver Inspektoren zu sein. Es war mir auffallend, wie genau sie über diese Sache tehrsarbeiter( Sektion der Getreideträger und Speicherarbeiter) orientiert waren, wie sehnsüchtig sie danach ausschauten und wie viel sie hielt am 9. 5. M. eine gutbesuchte Versammlung in Stecherts Fest davon erwarteten. Mit großer Besorgnis erfüllte die verheirateten Frauen jälen", Andreasstr. 21, ab. 23erner referierte über:" Was haben die von der Regierung ausgeschriebene Enquete über die Einschränkung die Speicherarbeiter zu thun, um ihre Lage zu verbessern?" Ein Die Arbeiterorganisation nahm hierzu Stellung und erklärte, mit der Arbeit oder gar Ausschluß der verheirateten Frauen aus den reicher Beifall lohute das Referat. Hierauf wurde einstimmig bedem 1. August die Forderung durch den Streit zu erzwvingen. Der Fabriken. Sie ertlärten eine solche Maßnahme für schloffen, folgende Forderungen den Unternehmern zu unterbreiten: Streit dauert jetzt in der sechsten Woche und verfchlingt riesige Opfer, Bermehrung ihres Glends. Meist hatten die verheirateten Arbeitszeit von früh 6 Uhr bis abends 6 Uhr inkl. einer halben da immer weitere Streise der Arbeiter verschiedener Branchen in Mit- Fabritarbeiterinnen Mutter, Schwester oder Tante, welche für den Haus- Stunde Frühstück, einer Stunde Mittag und einer halben Stunde leidenschaft gezogen werden. halt, für die Kinder sorgten, doch gaben sie zu, daß, wo auch diefe Hilfe Vesperpause; Lohn pro Stunde 40 Pf., für jede geleistete Ueberstunde und Stüße fehle, die Last der Frau kaum erträglich, die Erziehung 50 Bf." Nach Wahl einer fünfgliedrigen Lohnkommiffion wurde mit der Kinder faum möglich sei; der Lohn des Mannes reiche eben einem begeisternden Hoch auf die Lohnbewegung die Versammlung nicht aus. 21 M. Lohn die Woche für Mann, Frau und Kinder geschlossen. zwingt natürlich die Arbeiter zur geringsten Nahrung: Kaffee, Brot. Die Schlächtergesellen hielten am Sonntagnachmittag eine Startoffeln und Hering, das, so erklärten sie mir, wäre nur dafür zu gut besuchte Versammlung ab, in der Genosse ein über Aufbeschaffen, an ein Zurüdlegen für das Alter sei natürlich nicht zu befferung der Lohnverhältnisse und Berkürzung der Arbeitszeit im denken und die Altersrente jei weder zum Leben noch zum Sterben Schlächtergewerbe referierte. Trotz der vielfachen Versuche um Ab. ausreichend." Frau Schulrat Cauer schließt ihren Bericht mit einer Klage worden. Wie im Bäckergewerbe, ist 14- bis 20stündige Arbeitszeit äuberung dieser Zustände ist bis jetzt nur äußerst wenig erreicht darüber, daß die in der schönen Villa" wohnende Frau des Fabril in gesundheitswidrigen Räumen bei 5-7 M. Wochenlohn nichts herrn" fich in feiner Weise veranlaßt sieht, für die Arbeiterinnen Seltenes. Die Sonntagsarbeit ist allgemein üblich und besteht die etwas zu thun, gleich so vielen andren; troydem die Stimme der niederträchtige Sitte, den Sonntag als Entlaffungs- und Kündigungstag Beit so gewaltsam und unaufhaltsam dröhnend und mahnend vor zu nehmen. Wenn auch bisher eine Lohnbewegung unmöglich war, ihren Thüren hämmert und pocht." so müsse aber der Versuch in nächster Zeit erneuert werden, um die fchlimmsten Uebelstände zu beseitigen. An den mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag schloß sich eine äußerst rege Besprechung. in der auch a. die Beseitigung des berüchtigten Stellenvermittelungswesens und dafür ein eigner Arbeitsnachweis verlangt wurde. Bor allem jei aber allgemeine Aufklärung über Arbeiterfragen bei den Schlächtergesellen erforderlich. Imung und Freie Vereinigung der Berliner Schlächtermeister haben übereinstimmend sich geweigert, den Forderungen der Gesellen gerecht zu werden. Die Betition an die Reichskommiſſion für Arbeiterstatistit blieb ebenfalls ergebnislos. Aus diesen Gründen beschloß die Versammlung in einer einstimmig angenommenen Resolution, die Schlächtergesellen aufzufordern selbständig vorzugehen. Demgemäß wurde eine fünfgliedrige Lohnkommission gewählt, um Erhebungen zu veranlassen und darüber in späteren Versammlungen Bericht zu Die Schlächtergefellen werden ersucht, sich der Organi jation des Verbands anzuschließen. Der Eintritt beträgt 50 Pf.. der wöchentliche Beitrag 15 Bi. Die Versammlungen tagen jeden Sonntag nach dem 15. im Monat bei Schiller, Rosenthalerstr. 57. Bum leberfluß hat nun auch noch der Fabrikantenverein der Taschen und Federmesserreider die Arbeiter diefer Branche ausgesperrt, weil zwei Firmen, die das Preisverzeichnis in einigen Bumften nicht innehielten, von der Arbeitervereinigung schon seit über einem Monat der Streit erklärt wurde. Diese Aussperrung fann nach Wochen über 500 Arbeiter mit ihren Familien brotlos machen und ist lediglich von dem Fabrikanten verein deshalb vollzogen, um den streifenden Messerschlägern den Kampf zu erschweren, in der Annahme, daß nunmehr auch die Reider keine materielle Hilfe Leisten können. Wenn aber eine Organisation mit 350 Mitgliedern sechs Wochen im Streit steht und erst im Frühjahr d. J. bei der Firma Gottlieb Hammesfahr 13 Wochen gestreift hat, dann wissen wohl unsre Genossen, wie es steht. Arbeiter, Parteigenossen, thut auch den Solinger Arbeitern gegenüber Eure Schuldigkeit! Gelder find an den Kassierer, Genossen Erust Hoppe, Solingen, Kronprinzeu str. 61, zu senden. Vom Terrorismns der Fabrikanten. In Lobberich am Niederrhein besteht eine Vereinbarung zwischen den dortigen Sammet fabrikanten, daß die Arbeiter, welche bei einer Firma ihre Entlassung nehmen, innerhalb eines halben Jahrs bei den andern nicht ein gestellt werden dürfen. Der Arbeiter muß also sechs Monate die Familie verlassen und auswärts sein Brot suchen. Es handelt sich in diesem Falle um Firmen, welche bis an die tausend Arbeiter beschäftigen. Dieser Tage wollte ein Arbeiter von seinem Chef die Erlaubnis haben, bei einem andern Fabrikanten in Arbeit treten zu dürfen. Es wurde ihm dies rundweg abgeschlagen, trotzdem es bei seinem Chef sehr an Arbeit mangelte und der andre mit Aufträgen momentan überhäuft war. Und da wagen die Kapitalistenblätter noch über Terrorismus der Arbeiter สน Iamentieren. 6. era Ausland. Zur Lohnbewegung der Kohlenarbeiter in Amerika. New York, 28. Auguft.( Eig. Ber.) Schon seit einiger Zeit schwebten Gerüchte in der Luft, daß in dem Anthracitkohlen Gebiet Bennsylvaniens ein allgemeiner Streit bevorstehe, an dem rund 150 000 Arbeiter beteiligt sein würden. In jenem Gebiet haben seit bam is erfitter von bazleton" teine Streits mehr stattgefunden. Die gänzlich entmutigt; ihre Organisationen waren eingegangen, und alle Versuche, sie zu bewegen, neue zu schaffen, sind seitdem vergeblich gewesen. Es hatte sich bei ihnen zu sehr die leberzeugung festgesezt, daß sie von den Führern des Minenarbeiter- Verbands„ verraten und verkauft" damals Niederlage worden seien. Sociales. Billig weggekommen ist der Betriebsleiter Herz in Freiburg in Schlesien, der als Reiter einer Uhrenfabrit Kinder unter 14 Jahren länger als 6 Stunden täglich( 9-10 Stunden) beschäftigt hatte. Das Schöffengericht in Freiburg verurteilte ihn dafür zu 20 Mark Geldstrafe. Auf 3 M. Geldstrafe wurde außerdem erkannt, da Herz es unterlassen hatte anzumelden, daß er Kinder unter 14 Jahren beschäftige. u. a. Gegen die geplanten Aenderungen des Krankenkassen- Ge setzes sollen in Magdeburg Protestversammlungen stattfinden. Die Versammlung der Borstände der dortigen OrtsKrankenkassen und Freien Hilfskassen, die dies beschloß, beschäftigte sich eingehend mit den bekannten Aenderungsvorschlägen und kam in vielen Bunften zu einem durchaus ablehnenden Standpunkt. In einem aus führlichen Referat wurden die Versuche, den Arbeitgebern einen größeren Einfluß auf die Strankentajien einzuräumen bei gleichzeitiger Erhöhung ihrer Beiträge und Bestallung eines Gemeindebeamten als Der Verband der Buchbinder beschäftigte sich in seiner Ver" Vormund" der Kranfenfassen, sowie Anstellung der Beamten durch die sammlung am 5. d. M. mit der Regelung einiger VerbandsGemeinde scharf verurteilt. Für die freie Aerztewahl und Streichung angelegenheiten. Eodann entspann sich über die Lohnbewegung eine der Worte: geschlechtliche Ausschweifungen" erklärt sich der Redner, längere Debatte. Ein Antrag Hoffmann, den Verbandsvorstand zu verneint aber die Frage nach der Erhöhung der Befugnisse der Aufsichts- ersuchen, eine Extrafteuer wegen der zu erwartenden Lohnbewegung behörden. Lebhafte Entrüstung und Heiterkeit erregt das Verlesen der auszuschreiben, wird angenommen. Nachdem noch Weinschild darauf Frage, welche fich darauf bezieht, ob die Augehörigen der ſocialdemo- hingewiesen hat, daß die Etnisarbeiter in türzerer Zeit in eine Defratischen Partei ihre Stellung als Staffenbeamten mißbraucht haben. wegung treten werden, erfolgt Schluß der gut besuchten Versammlung. Die ganze Reform" soчe nur dazu dienen, das ohnehin geringe SelbstEine Vertrauensmänner Versammlung des Vereins der verwaltungsrecht der Versicherten noch mehr einzuschränken. Tischler( Vertrauensmänner- Centralisation) tagte am 4. September. In einer nach längerer Diskussion angenommenen Resolution Die Frage: Wie stellen sich die Kollegen zu den Wahlen zur Jnnungsheißt es unter anderm: Die Versammlung ist mit der Ausdehnung Stranfenfafie, Innungsausschuß und Handwerkskammer? wurde dahin des Kreises der Versicherten auf breitester Grundlage ein beantwortet, daß es angebracht erscheint, in dieser Korporation vertreten Nach und nach ist das Mißtrauen geschwinden und das Be- verstanden, desgleichen mit der Ausdehnung der Unterstüßungsdauer zu sein. Es entspann sich hierauf eine längere Diskussion über Werkstättendürfnis zur Organisation zurückgekehrt. Dies soll denn auch mit auf 26 Wochen; fie erwartet, daß das neue Gesez so gestaltet mißstände, und wurde die Agitationsfommission beauftragt, für BeErfolg getrönt gewesen und auf der nunmehr tagenden Konvention wird, daß den Kassen die Möglichkeit bleibt, ihre Leistungen seitigung derselben einzutreten. Hierauf famen die Nebelſtände, der Kohlengräber des Anthracitgebiets 155 Unions durch 257 Dele- in einem recht breiten Rahmen nach Belieben zu erweitern. welche sich in einem Teil der in diesem Jahre nach dem Streit gegaten vertreten sein. Die Unternehmer waren aufgefordert worden, Die Versammelten haben nicht den Wunsch, daß eine andere Ver- gründeten Genossenschaften der Möbelbranche bemerkbar machen, zur eine Vertretung zu dieser Konvention zu senden, um über diverse teilung der Beiträge stattfindet, verwerfen aber auch ebenso eut. Sprache. Man müsse die Gründung von Genossenschaften anerkennen Beschwerdepunkte zu verhandeln; ihr Nichterscheinen würde schieden eine andere Verteilung der Nechte der Versicherten und der und würde am liebsten das Genossenschaftswesen im vollsten Umals Ablehnung betrachtet werden und ein Generalstreit die Arbeitgeber in Generalversammlung und Vorstand. Die Versammlung fange verwirklicht sehen, sobald die Gründer derselben, soweit sie Folge sein. Da fein einziger der„ Operatoren"( fiehe unten) fein protestiert entschieden gegen die etwa geplante Angliederung tüchtige Gewerkschaftler und Genossen waren, an ihren früheren die Gemeinden und die Principien und und die Principien festhalten nicht, wie Erscheinen zugesagt, so wurde erwartet, daß in der Konventions- der Krankenkassen an bald in geschehen, des Fußstapfen Kapitalismus treten. Nach Angabe fizung am 27. August die Streiferklärung erfolgen werde, was aber Bevormundung seitens behördlicher Organe; fie verlangt vielmehr die eine im nicht der Fall war. Es ist hier anzuführen, daß die Operatoren es sogar vorgekommen, daß vollständig freies Selbstverwaltungsrecht, damit die Freudigkeit an eines Redners ist wie im allgemeinen die Unternehmer in der Kohlenindustrie genannt der Verwaltung den Stassenmitgliedern nicht genommen wird und diese Often etablierte Genossenschaft ein Büffett um 400 m. billiger werden in der Anthracit Region teine selbständigen Personen, felbst vor Nachteilen bewahrt bleiben. Die Berjammlung fordert geiez angenommen hat, als es einem andren Unternehmer möglich war sondern lediglich Angestellte der wenigen großen Gesellschaften find, liche Bestimmungen, die der 8 er splitterung der Kaffen Ein die Arbeit herzustellen. Diese Differenz ist wohl hauptsächlich auf welche diefes ganze Gebiet eignen. Privat Grubenbejizer können halt thun und den Stassen das Recht gewähren, den Zusammenschluß der die Unfeuntnis in der Veranschlagung der Preise zurückzuführen. bort nicht aufkommen, weil sie teine Transportgelegenheiten felben aus freier Entschließung herbeiführen zu können. Ju der Derartige Genossenschaften suchen dann das Defizit zu decken, inhaben, da jene Gesellschaften zugleich Eigentümer aller Eisenbahn- ertefrage spricht sich die Versammhnig für Beibehaltung der dem fie die Arbeitszeit bis zum äußersten verlängern. Daß Genossen. linien dort sind. Anders liegen die Dinge in den Weich jetzigen Bestimmungen aus, wonach jeder Kaffe es freisteht, daß ihr schaften mit solchen Geschäftsprincipien nie zum Rugen der Arbeiterfohlen Revieren sowohl Pennsylvaniens als der übrigen Staaten, genehme Aerztesystem beizubehalten. schaft wirken können, ist flar ersichtlich. M M Versammlungen. wvo neben den großen Gesellschaften auch eine Menge fleinerer Grubenbefizer existieren, welche die Konkurrenz jener dadurch aushalten können, daß sie durch das Trucksystem aus ihren Arbeitern herausschinden, was nur zu schinden ist. In vielen dieser Distrikte haben in den letzten Jahren die Beamten des M.-A.-V. mit den Eine stark besuchte Versammlung der Drechsler tagte am Unternehmern das Uebereinkommen getroffen, daß legtere die„ Union"- Sonntag in Steerts Salon behufs Beschlußfaffung über die Beiträge einfajjieren, resp. ihren Arbeitern( ob fie wollen oder nicht!) Lohnbewegung und Entgegennahme des Berichts über die Tarif vom Lohn abziehen und an erstere übermitteln; und es heißt, daß die Einführung dieses„ Systems" auch im Anthracitgebiet das Haupt bestreben der Verbandsbeamten sei! Es sei noch angeführt, daß sich infolge der massenhaften Im portierung von Kohlengräbern in letterem Gebiet( wie auch im übrigen unter normalen Umständen) doppelt so viele Sände" befinden, wie zur Bewältigung der, von den Unternehmern zweds Hochhaltung des Preises abfichtlich eingeschränkten Produktion er forderlich find. Auch wird behauptet, daß ein genügender Borrat geförderter Kohle vorhanden sei, um auf Monate den Bedarf decken zu können. In der Versammlung der Dekateure sprach am 4. September Paul Jahn über Welthandel im 19. Jahrhundert. Sodann beprach man in der Versammlung die Berhältnisse in einigen Werks stätten, wobei festgestellt wurde, daß leider einige Firmen die Vers einbarungen vom 28. Mai nicht innehielten. Legien empfahl des halb einen festen Zusammenschluß in der Organisation, damit diesem Begiunen der Fabrikanten entgegengetreten werden kann. verhandlungen der Neunerkommiſſion mit den Meistern. Das eins as Im Verband deutscher Barbiere gab das Mitglied werme leitende Referat hielt Deuter. Redner wies darauf hin, daß be in der außerordentlichen Generalversammlung vom 6. d. M. den reits im Jahre 1896 die Drechslergesellen mit Erfolg den Verfuch Bericht über den sechsten Verbandstag. Da der„ Borwärts": seiner unternahmen, geregelte Zustände in Gewerbe zu schaffen. Beit den Bericht gebracht hat, so erübrigt sich eine Wiederholung Seit der Zeit haben die Meister ununterbrochen versucht, die Löhne zu reduzieren, als Beweis fir diese Maßnahme desselben. In der ausgedehnten und teilweise sehr heftigen erinnere er nur an die vielen Wertstellenstreits, die zu führen waren. Disfuffion waren sämtliche Diskussionsrebner mit den Bea schlüſſen des Verbandstags nicht einverstanden, einverstanden, und wurde Die Unternehmer haben sich die Zwangsinnung geschaffen und wollen schlüssen des Verbandstags lebhafteste bedauert, daß die burchaus krante vermittelst dieser das Handwerk heben.(?) Aber auch die Organi Organisation weiter bestehen soll. Eine Resolution, die sich mit den fation der Drechslergesellen ist eine festere geworden. Juzwischen haben sich wieder in einigen Wertstellen Ver- Beschlüssen des Verbandstage nicht einverstanden erklärt, sowie die hältnisse die eingeschlichen, weitere Zugehörigkeit des Berliner Zweigvereins zum Centralverband über fura oder Tang баз Eingreifen der Organisation notwendig machten. Dieses hatten auf die Dauer von 6 Monaten als Probe festlegt, wurde einstimmig Aus der Frauenbewegung. wohl auch die Arbeitgeber geahnt, denn eine Kommission angenommen. In den Verbandsausschuß, der die Geschäfte des der Meister machte uns den Vorschlag, ebenfalls eine Neuner- Verbands zu kontrollieren, sowie sämtliche Beschwerden zu erledigen Einen Besuch bei den Textilarbeiterinnen in Spremberg, Stommission zu wählen und dann sollte die aus Arbeitgebern und hat, wurden König, Kohle, Simson, Wermte und Liere gewählt. welchen Frau Stadtschulrat Minna Cauer, eine der Führerinnen in Arbeitnehmern bestehende Kommission Tarifvereinbarungen aus- Charlottenburg. Hier tagte am 4. September eine weitder bürgerlichen Frauenbewegung, auf Beraulaffung des hiesigen arbeiten. Diefem sind wir nachgekommen. Die Verhandlungen gliederversammlung des Verbands der Maurer, in der W. Schula Ortsvereins der Stuhlarbeiter abgestattet hat, schildert diese im widelten fich auch so glatt ab, daß gar kein gweifel über die An- über den torporativen Arbeitsvertrag sprach. Redner, der sich für Protokoll des Generalrats. Dieser Bericht enthält manche that nahme des Tarifs in der Meisterversammlung bestehen fonnte. Wie forporative Arbeitsverträge aussprach, fand in der Diskuffion all fächliche Angaben, welche auch für weitere Arbeiterkreise nicht die Sachlage sich gestaltet hat, das dürften Sie bereits aus den Be- gemeine Zustimmung. Es folgte dann der Bericht des Gesellen ohne Interesse find. Spremberg". fo iagt Frau Schulrat Cauer, richten des Vorwärts" ersehen haben. Mögen die Scharfmacher, ausschusses. Der Antrag, die Vertreter zurückzuziehen, wurde abs befigt eine große Anzahl Tuchfabriken; andre Fabriken die Grund, Walter und Genossen, die uns provoziert, die auch gegen gelehnt. " " Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, den 10. Sept. Opernhaus. Carmen. Anf. 71/2 Uhr. Schauspielhaus. Uriel Acosta. Anfang 72 Uhr. Urania Secessions- Bühne, Taubenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Eine Wanderung durch die Pariser Weltausstellung. Invalidenstr. 57/62. Neues Overn: Theater( From). Tägl. Sternwarte. Der Mikado. Anfang 72 Uhr. Deutsches. Rosmers holm. Anfang 712 Uhr. Berliner. Die deutschen Kleinstädter. Anfang 72 Uhr. Leffing. Casa paterna. Anfang 72 Uhr. Refidenz. Die Dame von Marim. Anfang 7/2 Uhr. Neues. Der weiße Hirsch. Vorher: Das Juterview. Anfang 72 Uhr. Weften. Undine. Anfang 7/2 Uhr. Schiller. Frenbloſe Liebe. Sierauf Die Schulreiterin. Anfang 8 Uhr. Central. Die Geisha. Anfang 7 Uhr. Thalia. Der Liebesschlüssel. Anfang 72 Uhr. Luijen. Minna von Barnhelm. Anfang 8 Uhr. Carl Weiß. Müller und Schulze auf der Pariser Weltausstellung. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Ein toller Einfall. Anfang 7 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Der Mandarin von Tsing- lingting. Anfang 72 Uhr. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Venus auf Erden. Anfang 72 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Palast. Specialitäten: Borstellung. Buffschnutchen. Anf. 72 Uhr. Passage Panoptikum. Specialitäten Borstellung. Urania. Invalidenftr. 57/62. Uhr: Nachmittags 5-10 Uhr. Passage- Panopticum. Marokkaner ( 11 Mädchen, 8 Männer, 3 Kinder). Vorstellung stündlich. Von 7 bis 102 Uhr: Théâtre variété. CASTANS PANOPTICUM New! Graf Waldersee in der in der Tropen- Uniform. Kampf eines deutschen Seesoldaten mit Boxern bei Tientsin! Die sensationellen lebenden Photographien: Russische Täglich abends von 5-10 15: Nationale Streichkapelle. Sternwarte. Taubenstr. 48/49. Abends 8 Uhr 2116( Theatersaal): Eine Wande rung burch die Pariſer Welt- W. Noacks Theater. ausstellung. Schiller Theater ( Wallner Theater). Dienstag, abends 8 Uhr: Freudlose Liebe. Schauspiel in 3 Aften von G. Giacosa. Deutsch von D. Eiſenſchiz. Sierauf: Lustspiel in einem At von E. Bohl. Mittwoch, nach m. 4 Uhr: Ebner Eschenbach- Feier, Mittwoch, abends 8 Uhr: Faust, Die Schulreiterin. 1. Teil, erster Abend. Donnerstag, abends 8 Uhr: Faust. 1. Teil, zweiter Abend. Brunnenstraße 16. Gefchloffen. Eröffnung der Winter- Saison Sonntag, den 16. September. Palast- Theater früher Feen- Palast, Burgstr. 22. Direttion: Winkler und Fröbel, Dienstag, den 11. September: Das Riesen- SeptemberProgramm. Central Theater Neu! Buffschnutchen. Neu! Nur noch 4 Aufführungen! Die Geisha. Anfang 72 Uhr. Worgen u. folgend. Tage: Die Geisha. Sonnabend, den 15. September cr.: Zum erstenmal: Der griechische Sklave. ( A Greek Slave.) Ausstattungs Operette in 3 Akten von Sidney Jones. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Novität! Zum erstenmal: Novität! Müller und Schulze auf der Pariser Weltausstellung. Große Ausstattungspoffe mit Gefang in 5 Bildern von Karl Weiß u. J. Dill. Musik von A. Wicher. Regie: J. Dill. Anfang 8 Uhr. Morgen und folgende Tage: Diefelbe Vorstellung. Sonntag, nachu. 3 Uhr, fl. Preise: Die Anna- Life. Apollo- Theater. Um 91 Uhr: Venus auf Erden. Robert Steidl mit neuen Schlagern. Adele Moraw. Große Posse mit Gesang v. E. Braune. Buff, Klempnerinstr.: Dir. R. Winkler. Nini Bülow, Chansonnetten- Diva. Garry Truppe, Grand Grotesque Bantomimisten. Molly Verch, ESocialdemokratischer Wahlvereinte Eröffnungs- Vorstellung für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis( Often). 15. September 1900. Komödie der Liebe. Von Henrik Ibsen. Vorverkauf an der Tageskasse. Reichshallen.sel Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pfennig. Vorverkauf 40 Pf. Victoria- Brauerei. Dienstag, den 11. September, abends 8 Uhr, bei Walter( Königsbank), Große Frankfurterstraße 117: Versammlung. Tages Ordnung: Thieten. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 1. Vortrag des Genossen Reichstags- Abgeordneten Fritz Zubeil: Aus dem Reiche des Herrn von 243/13 Die Mitglieder werden ersucht, pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Achtung! Der Vorstand. Achtung! Gewerkschaften! Dienstag, den 11. September, abends 8 Uhr: Grosse öffentl. Versammlung 269/17 9618 in L. Kellers Festsälen. Koppenstraße 29. Lützowstr. 111/ 112.Tagesordnung: Darf die deutsche Gewerkschaftsbewegung unpolitisch oder neutral sein? Referent Genoffe Theodor Metzner. Diskussion. Im Garten oder Saal Täglich: Norddeutsche Sänger ( Führmann, Horst, Walde.) Anfang: Sonn tags 7, Wochen: tags 8 Uhr. Der Ausschuss des Gewerkschaftskartells für Berlin und Umgegend. Socialdemokratischer Wahlverein General- Versammlung für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Außerordentliche der Vertreter d. Arbeitgeber und Entree 50 Bf. Borverkauf 40 BF. Arbeitnehmer Familien- Billets 3 Stück 1 M. Bons mur in der Woche gültig. Sonntags und Donnerstags: Tanzkränzchen. Deutsche Konzerthallen Spandauer Brücke. 4 Täglich ausländische Kapellen 4 Gr. Theater- Vorstellung. Bettstellen, Matratzen, Polsterbetten[ 33/ 4+ wegen Umzug bis 22. Septbr., ein Bosten, billig zu verkaufen in der Eisenmöbelfabrik Elsafferstr. 29. Gardinen Specialität: centric- Chansonnette. The Bernards, Seceffious: und Jugend: Stil. Riefen Luftatt. 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Antrag des Vorstands auf Ver längerung des Bertrags mit dem Verein der freigewählten Kassenärzte. 2. Bericht des Vorstands über die endgültige Erledigung der Angelegen heit Scheling und Brauer. 3. Antrag Tages Ordnung: Berichterstattung der Tariftommission betreffs der Maschinenarbeit. Um Selarheit in dieser Frage zu gewinnen ist es notwendig, daß fämts liche Kollegen der Baubranche erscheinen. Donnerstag, abends 8½½ Uhr, bei Schiller, Rosenthalerstr. 57: Branchenversammlung der Stellmacher. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Weyl über: Die Reform des Vorstands auf Abänderung des des Krankenversicherungs- Gesezes. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 4. Ver § 12 Abs. 1 Ziffer 2 des Statuts. bandsangelegenheiten. Verschiedenes. Anfragen und Beschwerden, zu welchen die Einsicht in die Kaffenbücher notwendig ist, müssen bis zum 16. d. M. mündlich oder schriftlich behufs Be antwortung derselben in der General: 106/19 Verb. deutsch. Schneider u.Schneiderinnen ( Filiale Berlin.) versammlung dem Vorstande mitge: Dienstag, 11. Septbr., abends 8 1hr, in der Berliner Nessources teilt werden. Bahlreiches und pünktliches Erfcheinen der Herren Vertreter ist er: wünscht. 28096 Das Mandat legitimiert. Berlin, den 11. September 1900. Der Vorstand. Hans Zeyssig. G. Papendorf. Kommandantenstr. 57: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Berichterstattung über die Verhandlungen des Verbandstags zu Halle a. S. 2. Wahl eines 2. Bureaubeamten. 3. Verschiedenes. Zutritt nur für Mitglieder. Mitgliedsbuch legitimiert. Gs ist Pflicht aller Verbandsmitglieder, in dieser Versammlung zu erscheinen. Achtung! Stenographie. Koffümſdneider u. Schneiderinnen. und Wohnungs Einrichtungen Dresdenerstr. 72/73. Novität! zu Fabrik- Preisen. Neue Unterrichtskurse Novität! Eigene Werkstelle im Hause.[ 53448* des Arbeit.- Stenogr.- Vereins ,, Stolze" Heute und folgende Tage: Der Liebesschlüssel. Bukow, Invalidenstr. 13. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 3 Atten von Jean Kren und A. Schönfeld. Musik von M. Schmidt. Anfang präcise 72 Uhr. Prater- Theater. Kastanien- Allee 7-9. Täglich: Lebenswellen. Bolts: stück ſtüd mit Befang und Tanz in 3 Atten von Hugo Schulz, Musik von R. Bial. Soubrette auf dem Zweirad Henriette Donneux, die Grotesque Duettisten Gebr. Milardo, Tauma- Quartett, The Miltons, Turner am dreifachen Red, Florus Raponét, Runfipfeifer u. Tierstimmen- Imitator, The Herwoods, Neger Excentrics. Konzert. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf. Kalbo. Der Kosmograph: China- Bilder. Rum. Blag 50 Bf. Ferner 8 nene Specialitäten. Sanssouci Kasseneröffnung 7 Uhr. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Metropol- Theater. 6750 Der Mandarin von Tsing- ling- ting. Eduard Steinberger als Gaft. Borher: Bianca& Desroche. Rudinoff. La Charmeroy. Sist. Danbar. Les 3 Keziahs. Woodsou. Anfang 28 Uhr. Rauchen überall gestattet. Kottbuserstrasse. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag: Hoffmanns Nordd. Sänger. 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Freitag, den 14, September, abends 8 Uhr, bei Grupe, Annenstr. 16. Unterrichtsgeld 4 Mk. Die erste Stunde ist kostenfrei. Verein der Tischler Berlins und Umgegend ( Vertrauensmänner- Centralisation). Dienstag, den 11. September, abends 8 Uhr, in Louis Kellers Festsälen, Koppen- Straße 29: Das Lehrbuch wird gratis geliefert. Große öffentliche Versammlung. ofastoffSof Reste Tages Ordnung: い 1. Darf die deutsche Gewerkschaftsbewegung unpolitisch oder neutral sein? Referent: Genosse Theodor Metzner. 2. Diskussion.[ 186/6 Der Vorstand. Das Erscheinen aller ist notwendig. ausreichend zu Bezügen, Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter in Wollrips, Damast. Phantasie, Moquet und und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Plüsch, sowie Satteltaschen, Sonnabend, den 15. September, im Konzerthaus Sanssouck, nur gute Qualitäten, bedeutend unter Preis. J. Adler Teppichhaus, Königstr. 20, dicht am Rathaus.[ 4858L* A. Goldbach, Gastwirt, 0., Richthofenstraße Nr. 8, Eke Löweftraße. 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Tages Ordnung: Detail und Engros eingeführt sind, liefert direkt von den Fabriken, ohne jeden Zwischenhandel, an Cigarrenhändler oder solche die ein Geschäft er: richten, zu den coulantesten Zahlungsbedingungen. Die Cigarren- General1. Die Stellung der Socialdemokratie zur Kirche. Referent Abolf Agentur und Kommissionslager Süddeutscher Cigarren- Fabriken S. Rund, Soffmann. 2. Wahl eines Komitees zum Austritt aus der Landeskirche. Gr. Frankfurterstr. 52. [ 5280 3. Berfchiedenes. 223/2 Cirkus Renz- Konzert- Tunnel Wochentags 7 Uhr. Karlstrasse. Nur erstklaffige Direktion: J. M. Hütt. Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tang'ohne Nachzahlung. Sonntags 5 Uhr. Specialitäten. Zur Deckung der Unkosten 10 Pf. Entree. Bu zahlreichem Besuch ladet ein Der Vertrauensmann. Künstl. Zähne on 3 M. an, vorzüglich. Zähne plombieren schmerzlos. Schmerzloses Zahnziehen. 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Septbr., vormittags 9 Uhr, nach schweren Leiden sanft entſchlafen ist. [ 28116 Die trauernde Witwe nebst Kindern. Die Beerdigung findet Dienstag: nachmittag 4 Uhr, von der Leichenhalle des Friedhofs der Himmelfahrts: gemeinde( Nordend bei Niederschön hausen) aus, statt. m Sonntag, früh 12 Uhr, ist mein lieber Mann, unser guter Bater, Sohn, Bruder, Schwager und Onkel, der Restaurateur A. Utke nach langen Leiden sanft entschlafen. Die Beerdigung findet am Mittwoch, ben 12. Septbr., nachmittags 32 Uhr, vom Trauerhause, Oppelnerstr. 23 I meine Säle, Möbel auf Teilzahlung. Zeilzahlung. Dresdener Kasino, 800" Berfonen faffenb, B Grosses Möbel- Special- Geschäft für kleine und mittlere Wohnungs Einrichtungen. Neue Königstrasse 59, 53882* Nahe Alexanderplatz. Gediegene Gueiſenaustraße 15 Möbel und Polsterwaren. Grobes Pager. stehen viele Wohnungs- Einrichtungen, verliehen gewesene und neue Ausstattungen zum sehr billigen Verkauf. Baffende Gelegenheit für Brautleute. Teilzahlung gestattet. 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Lebensjahre. 28046 Dies zeigt allen Freunden und Bekannten an Hermann Lutschke und Kinder. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 12. d. M., nachmittags 5 Uhr, von der Halle des St. Jakobi- Kirchhofs ausstatt. Bettstellen, Matratzen, Polsterbetten, ein Bosten, auch mit fleinen Fehlern, billig wegen Umzug bis 20. Septbr. zu verkaufen Lehrterstr. 39.[ 33/ 3+ [ 5395* Kaffee- Mischung einzig in seiner Art, á Pfd. 40 Pfg. Preise, empfiehlt Dresdenerstr. 96. Berfammlungen, für Vereine und zu Feuersteins Festsäle, Jakobstr. 75. Privatfestlichkeiten. Martin Herzberg. Unter eigner Leitung. Alte Jeden Sonntag: Oeffentlicher Tanz. Weine auf das eleganteste renovierten Festsäle, 150, 300 und 400 Personen faffend, stehen den Vereinen zu Vereins festlichkeiten und Versammlungen stets zur Verfügung. Vereinszimmer 40 bis 120 Personen fassend., Arbeit, äußert- binige A. Schulz, Zähne 2 M. en 1 Wolf, Leipzigerstr. 130. Sprechst. 9-7. Reichenbergerstr. 5. 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September 1900. Berliner Partei- Angelegenheiten. Dritter Wahlkreis. Im socialdemokratischen Wahlverein spricht morgen, Mittwochabend 8 Uhr, im Märkischen Hof, Admiralstr. 18c, Genosse Dr. Bruno Borchardt über: Das Programm der socialdemokratischen Partei." Außerdem Diskussion und Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden auf genommen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Der Vorstand. Schöneberg. Zwei öffentliche Versammlungen mit dem Thema finden heute abend im Klubhause, Hauptstr. 5-6 und bei Obst, " Die Schöneberger Hochbaudeputation und die Streitklaufel" Grunewaldstr. 110 statt. Arbeiter, erscheint zahlreich! Rigdorf. Am Dienstagabend 81/2 Uhr hält in dem Vereins. brauerei- Ausschaut der Socialdemokratische Verein Vorwärts" feine Mitgliederversammlung ab. Genoffe Jahn hält das Referat: Humanität und Gewalt. Steglit. Heute Dienstagabend 7 Uhr, findet in Steglig und Friedenau eine Flugblattverbreitung statt. Wir ersuchen Sie Parteigenossen, sich recht zahlreich in den bekannten Lokalen einzufinden. Lokales. Die juristische Sprechstunde findet wegen des großen Anbrangs fortan nicht nur am Montag, Dienstag und Freitag, sondern auch am Donnerstagabend von 7 bis 9 Uhr statt. ant innerlich, find den öffentlichen Heilanstalten die Flugschriften große sein, daß bei jedem Bauschal die ärztlichen Leistungen in durch bes gewerbsmäßigen Socialistenverleumders aus unzulänglicherweise honoriert werden würden. Wir würden das Pastor Gülle aufgedrängt worden. Wir hegen nicht den her mit Annahme Ihres Vorschlags die socialen und wirtschaftlichen schimpflichen Verdacht, daß die Verwaltung die Subeleien des Interessen des gesamten tärztlichen Stands auf das Tiefste Kapitalistenpfaffen einseitig bevorzuge, aber gespannt sind wir hädigen. Wir befinden uns in dieser Angelegenheit in boll doch, ob auch diese Art politische Lektüre fortan aus dem Lesesaal ständiger ebereinstimmung mit dem Vorstande des„ Vereins Berliner Staffsenärzte mit freier Arztwahl". des Sanatoriums verbannt wird! gez. Der Vorstand des Vereins der freigewählten Raffenärzte." Nach allem erwarten wir, daß, wenn die Sanatoriums- Bertal Beide Vorstände haben ferner beschlossen gegen alle zuwider tung die beklagenswerte und verbitternde Maßregel nicht aus eignem Handelnden Mitglieder ihrer Vereine mit allen ihnen statutenmäßig Geheiß rüd gängig macht, die Invaliditäts- und Alters- zustehenden Mitteln vorzugehen. Mag diese Stellungnahme vom schaffen wird. Versicherungsanstalt Berlin schleunigst Remedur ärztlichen Standpunkt aus auch erklärlich sein, so ist sie als Hemmnis für den Fortschritt des Kassenwesens durchaus zu bedauern. Nachdem die Siegesallee mit den bekannten MarmorScherereien der Straßenbahn Angestellten. Zur Ber standbildern versehen worden, erhält auch der Tiergarten neuen meidung der zahlreichen Zusammenstöße und der sonstigen Unfälle tünstlerischen Schmuck. Nach einer Korrespondenz sollen un im Betriebe der Straßenbahn hat die Direktion zwar feine den Floraplag nämlich acht erzene Tiere plaziert werden, von geeigneten Maßregeln ergriffen, doch hat sie dafür gesorgt, daß jeder denen bereits zwei riesige, sich lagernde Büffel und ein mächtiger damit er schließlich auf wohlgeordnetem Justanzenwege zur Siemering modelliert und in Lauchhammer gegossen worden sind, Busammenstoß forgfältig notiert, rapportiert und registriert wird, Bär aufgestellt sind. Die Figuren, die sämtlich von Professor Stenntnis der Direktion tommt. die Betriebsunfälle durch dies bureaukratische Verfahren nicht Postamenten und haben ihren Standpunkt auf den Nasenplägen, die Run werden allerdings erheben sich auf ungefähr 1 Meter hohen aus Granit bestehenden vermindert, aber den Angestellten wird dadurch eine Arbeitssich zwischen den auf den Floraplay zustoßenden Alleen hinziehen. Ia st aufgebürdet, die ihre freie geit erheblich in An Für die Aufstellung der übrigen Tiere, unter denen sich u. a. auch spruch nimmt. Die Schaffner haben auf vorgedruckten ein Rhino zeros und ein Flußpferd befinden werden, find Formularen über jeden Betriebsunfall eine schriftliche Meldung zu ebenfalls die Bostamente bereits aufgerichtet worden. abgefaßt, welches den Instanzenweg zu durchlaufen hat. Schaffner ftraße erschien vorgestern ein gewandt auftretender junger Mann, erstatten. Auf Grund derselben wird dann im Bureau ein Protokoll Ausstellungsschwindel. In einem Geschäft in der Alexanderund Führer des betreffenden Wagens haben sich nun in ihrer dienstfreien Zeit auf das Bureau zu verfügen und das Protokoll der dem Inhaber eine Pariser Auszeichnung anbot. Er setzte dem Die Gewerbe- Inspektion in Berlin. zu unterschreiben. Außerdem haben die Schaffner nicht nur die Geschäftsmanne auseinander, wie schön es wäre, wenn demnächst an Obgleich die Berichte der Gewerbe- Aufsichtsbeamten noch nicht Betriebsunfälle, sondern auch alle sonstigen nicht ganz reglements feinem Schaufenster eine Medaille mit der Aufschrift Paris 1900" erschienen und im Buchhandel noch nicht zu haben sind, ist doch die mäßigen Vorkommnisse im Betriebe täglich nach Schluß der prangte. Eine solche Auszeichnung sei nicht schwer zu erlangen. Nordd. Allgem. 8tg." in den Besitz einiger Abschnitte aus den für Dienstzeit in ein Meldebuch einzutragen, welches im Bureau Wenn der Geschäftsmann sie zu haben wünsche, so möge er ihm nur Berlin und Charlottenburg erstatteten Berichten gesetzt worden. Es ihres Bahnhofs ausliegt. Die Zahl der meldepflichtigen Vorkomm alvei Gegenstände aus seiner Fabrit zur Ausstellung anvertrauen. ergiebt fich daraus, daß im abgelaufenen Jahre insgesamt 209 772 niffe ift eine sehr große. Da aber auf jedem Bahnhofe nur ein Seine Gesellschaft bringe diese auf ihre eignen Kosten und Gefahr Arbeiter im Aufsichtsbezirk Berlin- Charlottenburg der Aufsicht unter- Meldebuch, auf den größeren mit mehreren Hundert Angestellten nur nach Paris und auch wieder zurück. Daß seiner Ware ein Preis standen. Im Verkehr der Beamten mit den Arbeitern ist, wie der wei Meldebücher ausliegen, so kommt es vor, daß Angestellte, wenn erteilt werde, sei zwar nicht unbedingt sicher, aber bei ihrer bekannten Bericht hervorhebt,„ keine Aenderung eingetreten", das heißt also, er sie als legte auf dem Bahnhof eintreffen und Meldungen einzutragen Güte doch kaum zu bezweifeln. Für eine silberne Medaille seien ist auf ein Minimum beschränkt geblieben. Daß dieser Mangel auf haben, oft stundenlang warten müssen, bis die dann 50, eine goldene 100 und für ein goldenes Ehrenkreuz mit das unverständliche, an die Aufsichtsbeamten ergangene Verbot Reihe an fie tommt. So wird die ohnehin knapp bemessene Diplom 150 M. zu zahlen. Der Geschäftsmann lehnte, das Anzurückzuführen ist, mit den Arbeitervereinen in Verbindung zu treten, Ruhezeit mancher Angestellten nicht selten um 3 bis 4 Stunden erbieten ab, versäumte es aber leider, den Namen des jungen Manns wissen unsre Lejer. gekürzt. oder seiner Gesellschaft festzustellen. Den Prospekt nahm der Herr Sehr auffallend ist die im vergangenen Jahre beobachtete erreichen Busammenftöße gethan zu haben, Die Direktion glaubt ja, etwas zur Verminderung der zahl- wieder an sich. mehrung der Arbeiter Unfälle. Unfallanzeigen find Unfallanzeigen find indem sie den Was bei einer Automobilfahrt draufgeht. Die in voriger 11 987 gegen 8549 im Vorjahre eingegangen; fie betrafen Führern, welche ein Verschulden Zusammenstoß trifft, Woche abgehaltene Automobil- Fernfahrt Berlin- Aachen hat auch 33 Todesfälle und 261 Verlegungen, welche eine Störung der Er- mit sofortiger Entlassung droht. Von dieser Drohung„ blutige Opfer" getoftet, glücklicherweise aber feine Menschenleben. werbsfähigkeit von mehr als 13 Wochen vermuten ließen. Auf wird auch ein ausgedehnter Gebrauch gemacht. Die Von den an der Fahrt beteiligten Fahrzeugen wurden nämlich tot10 000 Fabritarbeiter famen Unfälle insgesamt 1897: 421, 1898: Direftion wartet in solchen Fällen nicht erst die gerichtliche Ent- gefahren: 1 Suh, 2 Schweine, 3 Schafe, 16 Hunde und 23 Hühner, 456, 1899: 617; schwerere Unfälle 1897: 6,45, 1898: 6,14, 1899: fcheidung über Verschulden oder Nichtverschulden des Wagenführers ferner wurden ein Wagen Hen und eine Mauer umgefahren. Für 13,4; tödliche Verlegungen 1897: 1,04, 1898: 0,85 und 1899: 1,7. ab, sondern verfügt die Entlassung schon, wenn der Mann ihrer sämtlichen Schaden ist ausreichender Ersatz geleistet worden. Für den Aufschwung der Industrie" und die vermehrte Arbeits- Meinung nach Schuld an dem Unfall trägt. Bei derartigen gelegenheit hat also die Arbeiterschaft schwere Opfer an Gesundheit Entscheidungen scheinen aber auch noch andre Umstände die frühere Köchin Fräulein Friederike Wolf, die damals in der Eine falsche Hundertjährige. Jm April dieses Jahres beging und Menschenleben bringen müssen. mitzusprechen. So wurde fürzlich einem Führer, der nach Stoblantstraße wohnte, die Feier ihres hundertsten Geburtstags. Die Was die wirtschaftlichen und sittlichen Zustände Ansicht der Betriebsleitung einen Zusammenstoß verschuldet Greisin, die durch ihre ungewöhnliche geistige und förperliche Rüftigder Arbeiterbevölkerung des Aufsichtsbezirks anlangt, so fonstatiert haben sollte, gekündigt. Der Mann wurde um Zurücknahme der Bericht, daß die anhaltend gute Lage der Industrie, die noch der Kündigung vorstellig, und nachdem er einige Zeit vergebens auf Anlaß ihres Jubeltages nicht nur zahlreiche Glückwünsche, sondern feit auffiel und ihre Wirtschaft noch ganz allein führte, erhielt aus immer nicht gedeckte Nachfrage nach Arbeitskräften, insbesondere nach Antwort gewartet hatte, trug er sein Anliegen dem Direktor gelernten Arbeitern, im Berichtsjahre noch eine weitere Steigerung. Stible wein persönlich vor. Dieser sagte, der Haupt feit hatte den Wunsch, in einer Altersversorgungs- Anstalt ihren auch reiche Geschenke an Geld und Lebensmitteln. Das alte Fräudes Arbeitsverdienstes zur Folge hatte. Indessen ist nach i bere in- grund der Kündigung sei der, daß der Führer dem Lebensabend zu beschließen und war dieserhalb bei der jüdischen stimmender Ueberzeugung der Gewerbe- Inspektionen die erbande der Transport und Verkehrsarbeiter gleichzeitige Steigerung der Preise für Lebensmittel und angehört. Gemeinde vorstellig geworden. Es war in diesem Fall selbstWohnungen derart gewesen, daß der Mehrverdienst dadurch Siernach scheint es, als ob man die Zusammenstöße, ohne welche verständlich, daß man der Jubelgreifin diese Bi.te nicht abschlug und meist ausgeglichen wurde, so eine bemerkenswerte Hebung des bei den heutigen Betriebsverhältnissen fein einziger Führer davon ihre Aufnahme in eine derartige Anstalt wurde verfügt. Borher Gesamtwohlstands der Arbeiter nicht behauptet werden kann." tommt, als Vorwand benußt, um organisierte Angestellte zu maß- waren jedoch noch einige Formalitäten zu erledigen. In den InEs wird also hier von amtlicher Seite ausdrücklich zugegeben, regeln. Eine Reinigung des Betriebs von Verbandsmitgliedern ſtituten finden mur Personen Unterkunft, die ehrenrührige Strafen was auch der Vorwärts" leider schon wiederholt konstatieren wird man aber auch mit solchen Mitteln nicht erreichen, denn die nicht erlitten haben, und, wie üblich, holte der Vorstand Auskunft mußte, daß die höheren Arbeitslöhne durch die allgemeine Preis- Angestellten der Straßenbahn halten mit anerkennens bei dem Polizeipräsidium über die Hundertjährige ein. Der von steigerung für alle Lebensbedürfnisse den Arbeitern keine Gr- werter Treue an ihrer Organisation fest. Sie der Behörde gegebene Bescheid brachte das überraschende Resultat, höhung eer Lebenshaltung gebracht haben. Auch die zu einer öffent- laffen fich weder durch terroristische Mittel noch durch daß die„ Centenar- Jubilarin" gar kein Recht gehabt, ihren hundert. lichen Kalamität gewordenen Wohnungsnot wird in dem amtlichen Bericht in vollem Umfange zugegeben. Es heißt da: Straßenbahn Angestellten( Verein Ascher), der unter Sehr empfindlich ist die Wohnungsnot, welche augenscheinlich Protektorat der Direktion ins Leben gerufen worden ist, noch eine Steigerung erfahren hat. Wenn auch ein Teil der die Angestellten von ihrer gewerkschaftlichen Organisation abzuziehen, Die Benachrichtigung der Fernsprech Teilnehmer von der Arbeiter, begünstigt durch bequeme Verbindungen, sich in den Vor- will durchaus nicht gedeihen, obgleich die Direktion sich lebhaft Einstellung des Betriebs bei Gewitter neigung, wie fie vom orten, wo preiswerte, gefunde Wohnungen zu finden find, nieder bemüht, ihn durch mancherlei kleine Bergünstigungen den Reichspostamit geplant wird, ist jetzt versuchsweise angeordnet gelaffen hat, so fühlt sich ein andrer Teil aus verschiedenartigen Angestellten schmackhaft zu machen. So wird beispielsweise den worden. Beweggründen veranlaßt, in der inneren Stadt zu bleiben. Durch Straßenbahnern, die der Musikkapelle des Vereins au das Niederreißen von alten Wohnvierteln, an deren Stelle große gehören, die Zeit, die sie im Vereinsinteresse mit Trompeten einem Mostaner Etablissement in Gesellschaft eines andern Artisten Berunglückt ist der Artist Lamberzki aus Berlin, der in Geschäftshäuser und Lurusbauten treten, verringert sich die Zahl der blasen, Trommelschlagen usw. ausfüllen, als Dienst fleinen Wohnungen immer mehr; für die übrig bleibenden, oft angerechnet. Da Musizieren immerhin angenehmer ist wie der als Turmjeilläufer auftrat. Bei der Hauptnummer des Programms: nur den allerbescheidensten Ansprüchen genügenden, Dienst auf dem Straßenbahnwagen, so nimmt man solche An-" Tandemfahrt auf dem Turmjeil", verloren die beiden Fahrer werden übertrieben hohe Mieten bezahlt, welche oft ein Viertel, nehmlichkeiten wohl hin, ja bis zu einem Drittel des Verdienstes des Mannes auf- arbeiterfeindlichen Tendenzen des Vereins Aicher zu über das Netz hinaus und blieb auf dem Boden tot liegen. Der sich im übrigen für die plöglich das Gleichgewicht und stürzten aus schwindelnder Höhe ohne sich im übrigen für die herab. Während der Begleiter im Sicherheitsnet hängen blieb, flog zehren." begeistern, und wer mit Rücksicht auf seine Stellung dem Verein nicht fern bleiben kann, wird trotzdem dem Verbande Direttor des Etablissements, ein Herr Aumont, entsandte jeinen nicht untreu. Mithin sind die Versuche, das Koalitionsrecht der Geschäftsführer nach Berlin, der in Gemeinschaft mit seinem Straßenbahner zu hintertreiben, bis jetzt erfolglos geblieben, hiesigen Agenten die armen Eltern Lambergtis aufsuchte und ihnen und sie werden hoffentlich auch in Zukunft erfolglos bleiben. im Auftrage des Direktors eine größere Summe zur Ver fügung stellte. Die beabsichtigte Milchverteuerung ist den Agrariern unter derjenigen Beitungen, welche bisher in liebenswürdigster Weise führung des Herrn Ring- Düppel auf der ganzen Linie geglüdt; derjenigen Zeitungen, welche bisher in liebenswürdigfter Weise zu bet unfrem Sanatorium Gütergoz ein Exemplar ihrer Zeitung fosten die Gegenagitation der Milchhändler blieb ohne Erfolg. Dant ihrer los zur Verfügung gestellt haben, danken wir verbindlichst für die Energielofigkeit haben die Händler vor den Agrariern tapitulieren erwiesene Freundlichkeit, bitten aber, vom 1. Oktober ab von der müssen und der manchem Proletarierkind verhängnisvolle Preisferneren Zusendung absehen zu wollen, da Tageszeitungen aufschlag ging ohne weiteres durch. Die Kindersterblichkeit wird zu in unsrem Sanatorium nicht mehr zur Auslage nehmen, aber wen kann das genieren? Mit vorzüglichster Hochachtung ganz ergebenst giebt nachstehendes Rundschreiben Kunde: tommen. Von einer befremdlichen Maßregel Gütergoz, den 7. September 1900. Den geehrten Redaktionen " lein Straßenbahn Angestellten Lockungen vom Verband abbringen. Der Verein der jährigen Geburtstag zu feiern, weil sie erst im 71. Jahr stehe. dem zum Die unwahren Angaben hatten natürlich zur Folge, daß die alte Köchin in der Anstalt nicht aufgenommen wurde. Ein Entlassungsgesuch für Frau Sittig. Mutter der Ella GoI, ist von der Zuchthansdirektion zu Delisich dem Minister eingereicht worden. Am 20. Juni 1897 wurde Frau Sittig zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt; die wegen schwerer Kuppelei erhaltene Strafe frat die Verurteilte sofort an. Zunächst nach Luckau transs Nachdem sie drei Viertel ihrer Strafe verbüßt hat, ist das Ente portiert, wurde sie später in der Strafanstalt Delizich untergebracht. lassungsgesuch eingereicht worden. Emil Muth in vou Weitere Vermehrung der Waisenpflegerinnen. Von dem Recht, Waisenpflegerinnen aufzunehmen, machen die GemeindeUnter dem Verdacht des Kindesmords wurde gestern die Waisenrats- Kollegien in immer größerem Umfange Gebrauch. In Berkäuferin Minna P. aus der Urbanstraße in Untersuchungshaft die Sanatoriums- Verwaltung. der nächsten Zeit sollen wieder in neun Waisenrats- Bezirken genommen. leber die näheren Einzelheiten dieses Falls wird uns Bereits in früherer Zeit hatten wir zu rügen, daß einzelne Heil- banden war 16 neue Waisenpflegerinnen- Stellen geschaffen werden. längere Zeit in Teil in solchen, wo bisher überhaupt noch feine Waisenpflegerin vor- berichtet: Die P., ein 25jähriges, hübsches Mädchen, war dem Butter und Delikatessengeschäft anstalten gegen das Auslegen von Zeitungen einen wunderlichen Außerdem sollen vier alte, jetzt erledigte Stellen wiederbejezt Berkäuferin angestellt. der Kaiser Friedrichstraße in Nixdorf als Widerwillen zeigten, doch fehrte sich diese Animofität nur gegen werden. Die vorhandenen Stellen, gegenwärtig ziemlich 500, find Am 4. d. Mts. gab sie uun plöglich focialdemokratische Blätter. Wir entfinnen uns aber, daß bisher vorwiegend durch die Frauen oder durch andre weibliche An- ihre Stellung unter der Angabe auf, daß sie sich mit ihren beiden es 1898 dem hiesigen Arbeitervertreter- Verein gelang, in der Anstalt gehörige der in den Waisenrats- Kollegien thätigen Männer besetzt Solleginnen nicht vertragen könne. Die B. 30g nun zu einer Frau zu Görbersdorf z. B. auch dem Vorwärts" Eingang zur Lese- worden. Ahlburg in der Urbanstraße. Der Nigdorfer Kriminalpolizei wurde Halle zu verschaffen. Wenn nun das der Invaliditäts- und Alters- Betriebseinschränkungen im Berliner Engros Export das sind beseitigt habe. mimmehr mitgeteilt, daß die P. wahrscheinlich heimlich geboren und versicherungs- Anstalt Berlin unterstehende Sanatorium Gütergos handel. Bei der Stellenvermittelung des hiesigen Kaufmännischen Schlafstelle der B. eine polizeiliche Haussuchung statt, wobei in einem Infolgedessen fand gestern in der alle Zeitungen verbannt, so ist diese scheinbare Barität Hilfsvereins für weibliche Angestellte" ist in der letzten Zeit die Reisetoffer die start angelohlte und verschiedentlich verstümmelte erst recht bedenklich, da da die Maßregel auf alle Fälle Exporthandel thätige Angestellte sich um eine neue Stellung be- Die B. legte nun ein Geständnis dahin ab, daß sie das Kind Maßregel auf alle Fälle Beobachtung gemacht worden, daß ungewöhnlich viele in Engros- eiche eines neugeborenen Knaben vorgefunden wurde. gegen die in der Anstalt befindlichen Arbeiter Arbeiter gerichtet ist, denen die jedem Kulturmenschen unentbehrliche Beitungseinidräntungen der betreffenden Firmen angeben. Diese straße 2/8 tot geboren habe. Um die Leiche umbemerkt zu be mühen und dabei als Grund ihres Stellenwechsels Betriebsam 4. 6. Mts. auf dem Kloset des Hauses Kaiser Friedrichlektüre ohne ersichtlichen Grund entzogen werden soll. Daß das Erscheinung wird von der Leitung der Stellenvermittelung auf die feitigen, habe sie dieselbe zunächst zu verbrennen gesucht, was ihr Verbot hauptsächlich socialdemokratische Blätter trifft, weil diese Striegswirren zurückgeführt. Da zum Herbst ohnedies stets ein aber nicht gelungen sei. Sie habe daher die Leiche wieder aus dem selbstverständlich am meisten von Arbeitern gelesen werden, wollen starter Zustrom Stellungsuchender stattfindet, so dürfte sich die Lage Ofen herausgenommen und in ihrem Reisekoffer verstedt. wir nur nebenher erwähnen. des Arbeitsmarkts für die Angestellten des Engros Exporthandels Bater des Kinds sei ein Schlosser, der jedoch das Verhältnis abs diesmal noch ungünstiger gestalten als sonst zum 1. Oktober. gebrochen habe. Da fie nun seit turzem mit einem Schlächtern H Man wende nicht ein, daß es jedem Patienten unbenommen sei, persönlich auf seine Rosten eine Zeitung zu halten. Wer da weiß, daß die im Sanatorium befindlichen Refonvalescenten zumeist eine darbende Familie zu Hause haben, für die jeder Pfennig gespart werden muß, der wird einsehen, daß diese Leute fast aus schließlich auf die wenigstens von socialdemokratischen Verlegern unentgeltlich gespendeten Zeitungen des Lesesaals an gewiesen sind. Die unbegreifliche Maßregel der Sanatoriums- Verwaltung ge- Die Inanspruchnahme der Aerzte würde bei der Familienversicherung Um 8000 m. bestohlen worden ist am Sonnabendvormittag winnt durch einen andern Umstand noch an Bedenklichkeit. Wie er- hier in Berlin, nach sachverständigem Urteil eine so übermäßig auf dem Postamt des Lehrter Bahnhofs eine Dame aus Rußland. Die kaffenärztliche Behandlung der Familienmitglieder gesellen verlobt fei, babe sie befürchtet, daß dieser das bei der Orts Krantentaffe der Kaufleute ist von der Verhältnis gleichfalls Töfen werde, Ivenn er höre, daß Berliner Aerzteschaft abgelehnt worden. Die Vorstände des sie Mutter geworden. Wie die Polizei ermittelte, ist die Vereins der freigewählten Kaffenärzte haben gemeinschaftlich und B. bereits Mutter eines einjährigen Mädchens. Ihre Schwangers einstimmig folgenden Bescheid an die Orts- Krankenkasse beschloffen: schaft hat fie bis in die letzte Beit stets abgeleugnet. Ihren Vorschlag ablehnen, die ärztliche Behandlung der in der Orts- während die Leiche des Kinds behufs gerichtsärztlicher Obduktion Wir beehren uns hierdurch mitzuteilen, daß wir zur Beit Die B. wurde dem Rigdorfer Amtsgerichtsgefängnis zugeführt, Strantentasse der Staufleute versicherten Personen zu übernehmen. beschlagnahmt wurde. Durch Absturz vom Bau verunglückte gestern vormittag um 11 1hr der 46 Jahre alte Arbeiter Friedrich Noh aus der Dunder: Straße Nr. 19 lebensgefährlich. Noh war auf einem Neubau in der Straße IV im vierten Stock beim Aufwinden von Balten beschäftigt. Als die Leine des Flaschenzugs sich verwickelte, beugte er sich hinaus, um sie wieder in Ordnung zu bringen. Hierbei verlor er das Gleichgewicht, stürzte topfüber hinab und fiel auf einen unten liegenden Bretterhaufen. Der Verunglückte, der verheiratet und Vater von vier Kindern ist, zog sich eine schwere Quetschung des Brustlastens und Brüche des linken Oberarms und Unterschenkels zu. Er wurde mit einem Lüdschen Rettungswagen in ein Stranten haus gebracht. Gerichts- Beitung. Die Dame fchrieb im Schalterraum einen Brief; dabei ließ sie ihre Wegen Unterschlagung im Amt wurde der beim Postamt Verhaftete Gendarmen. Aus Paris wird berichtet: Jm gelbe Ledertasche, enthaltend 8000 M., teils in russischem, teils in Rigdorf beschäftigte 31jährige Hilfsbriefträger, früherer Versicherungs- Departement Finistère wurde auf Befehl des Kommandanten der deutschem Gelde, einen Augenblick außer acht. Neben ihr machten inspektor Mag Möller in Haft genommen. M. hatte einen Brief, Gendarmerie- Brigade eine ganze Gendarmerie- Abteilung, bestehend zwei feingekleidete Männer sich an demselben Pult zu schaffen, der der für eine in der Berlinerstraße wohnende Frau T. bestimmt war, aus 1 Wachtmeister und 4 Gendarmen, verhaftet. Die Ursache dieser eine rechts, der andre links. Als die Briefschreiberin fertig war, sah unterschlagen, ihn später geöffnet und seiner Einlage in Höhe von sensationellen Verhaftung ist noch nicht bekannt. sie zu ihrem Schrecken, daß mit den beiden Herren ihre Tasche ver- vierzig Mark beraubt. Hierauf schloß er das Couvert wieder forgschwunden war. Nach den bisherigen Ermittelungen muß man an- fältig, erfeste ben beschädigten Ankunftsstempel durch einen neuen und Texas am Sonntag verheert und bis hundert Meilen landEin gewaltiger Orkan hat die Küsten von Louisiana nehmen, daß die beiden Männer die Thäter find. und händigte nunmehr den Brief der Adressatin ein. Der Verhaftete wurde dem Amtsgerichtsgefängnis zugeführt; man glaubt, daß er einwärts furchtbaren Schaden angerichtet. Im Hafen von Galveston fich noch mehrere derartige Berfehlungen hat zu Schulden kommen sind viele Schiffe gescheitert. Die" World" veröffentlicht ein Telelaffen. gramm des Gouverneurs von Texas, in dem er mitteilt, er habe Nachrichten erhalten, denen zufolge bei dem gestrigen Orfan in Galveston etwa 3000 Menschenleben verloren geWegen Verbreitung unzüchtiger Schriften verhandelte gangen seien. Der angerichtete Sachschaden sei gewaltig. Houston( Teras), 10. September. Ueber die Verheerungen, gestern die Ferien- Straffanumer des Landgerichts I gegen den Buch- welche der Orlan in Galveston angerichtet hat, berichtet ein Augenhändler Moriz Lilienthal. Derfelbe erhielt eines Tags in welche der Orkan in Galveston angerichtet hat, berichtet ein AugenAuftrage des Polizeipräsidiums durch einen Schuhmann die Anzeuge weiter, 4000 Häuser, in der Hauptsache Wohnhäuser, seien in weisung, aus seinem Schaufenster ein französisches Buch, welches Trimmer gelegt; alle Speicher längs des Ufers und die Schuppen mit seinem Titelbilde Anstoß errege, zu beseitigen. Um sicher zu auf den Werften seien zerstört und die meisten kleinen Segelschiffe Die Stadt Alvin, etwa 200 Meilen nördgehen, fragte er bei dem Beamten an, ob die Auslegung eines im Hafen gescheitert. andren franzöfifchen, pikant illustrierten Werks mit den Titel: lich von Galveston, ist durch das Unwetter völlig in Trümmer ge„ La chemise à travers les âges"( Die Entwicklungs- legt. Viele Personen sind getötet worden. geschichte des Hemds) erlaubt oder berboten sei. Der riminalschutzmann nahm das Wert mit sich und brachte es mit dem Nordpolar- Expedition. Der Kopenhagener Nationaltidende" Benterfen zurück, daß die Behörden es weder verbieten, noch erlauben zufolge hat ein Mitglied der schwedischen Nordpolar- Expedition des wolle, sondern es ganz seinem Ermessen überlassen müsse. Das Forschungsreisenden Kolthoff mitgeteilt, daß die Expedition im öftBert wurde hierauf im Schaufenster ausgestellt, später durch einen reichischen Stationshaus auf der Insel Jan Mayen eine Flasche geSchußmann gekauft und hat Anlaß zu der Anklage gegeben. Der funden hat mit der Mitteilung, daß die dänische Amdrupexpedition Angeklagte bestritt durch den Mund seines Verteidigers unter Be- nach Ostgrönland die Insel besuchte. Die Expedition stellte ferner rufung auf ein fammergerichtliches Erkenntnis, daß in einem fest, daß Amdrup auf der Walroßinsel bei der Sabine- Jufel eine solchen Ankauf durch einen Beauftragten der Polizei eine Mitteilung für Sverdrups Expedition hinterlassen habe. Das Blatt Verbreitung" zit erblicken ſei und bestritt ferner, von folgert, daß Amdrup glücklich die Ostküste von Grönland auf ungefähr Er 741/2 Grad nördlicher Breite erreicht habe. dem Inhalte des Buchs Kenntnis gehabt zu haben. habe seine Buchhandlung dicht bei dem Bahnhof Friedrichstraße Amtliche Parteipolitik auf einem Briefumschlag. Ein und deshalb auf die Bedürfnisse des internationalen Reisepublikums Buchhändler in Nürnberg gab vor einigen Tagen einen an den Rücksicht zu nehmen. Er lege die französischen Werke so aus, wie sie Socialdemokratischen Verein in Wesel adressierten Brief ihm durch die französischen Verlagsanstalten zugestellt werden. Er auf die Post. Der Brief tam als unbestellbar an den Absender bestreite, daß der Inhalt des qu. Werks ein unzüchtiger sei. Es zurück; auf dem Couvert fand sich folgender Vermerk: Hier in handle fich um eine von geschichtlichen Quellen ausgehende fultur- 28 esel zum Glüd noch nicht vorhanden. Postausgabe." historische Studie über das Hemde, die in leichter französischer Der dann folgende Name des Beamten, der sich diesen geschmadManier geschrieben sei. Bum Beweise dessen beantrage er die Ver- losen Uebergriff gestattete, ist nicht deutlich zu erkennen. lefung des ganzen Werks auf Grund einer von einem bereideten Dolmetscher anzufertigenden Uebersezing. Auch der Gerichtshof hielt dies für notwendig und beschloß, einen Dolmetscher mit der Uebersetzung zu beauftragen. Ein Straßenskandal spielte sich vorgestern Nacht vor dem Hause Fischerstr. 3 ab. Der Polizeibericht meldet: In der Nacht zum Sonntag rotteten sich vor dem Hause an der Fischerstraße 3 etwa 20 Berfonen zusammen und warfen sämtliche Straßenwärts gelegenen Fenster des Hauses mit Steinen ein. Einer von ihnen, der Schifferknecht Zeindahl wurde durch einen Schußmann festgenommen. Die andern hatten sich geflüchtet. Die Veranlassung zu dieser Ausschreitung ist noch nicht festgestellt, anscheinend aber ist sie auf mehrere in dem Hause wohnende Frauenzimmer zurückzuführen. Straßensperrung. Gesperrt sind für Fuhrwerk und Reiter: Das Südufer von der Perlebergerstraße bis zur Ringbahn, und die Jerufalemerstraße zwischen der Leipziger- und der Mohrenstraße vom 7. d. M. ab; der Schloßplatz an der Seite von der Brüderstraße zur Stechbahn vom 11. 5. M. ab wegen Umpflasterung und die Ostseite der Swinemünderstraße von der Südseite des Vinetaplazes bis zur Demminer- und von dieser bis zur Samlerstraße einschließlich der Kreuzdämme vom 13. d. M. ab. Fenerbericht. Montagnachmittag entstand Oranienstraße 101 in einer Möbelfabrik durch Explosion einer Lampe ein fleines Schadenfeuer, das indes von der benachbarten Feuerwehr noch im Keime erstickt werden konnte. Kurz vorher wurde die Wehr nach Fennstraße 33 gerufen, wo die defett gewordene Wafferleitung eine Ueberschwemmung herbeigeführt hatte. Quigowstraße 29 brannte in der vorhergehenden Nacht ein Bosten Stroh. Möbel und Decken wurden Sonntagabend Landsbergerstraße 20 durch Feuer beschädigt. Wohnungsbrände waren Gartenstraße 3 und Blumenstraße 75 abzulöschen. Orgelkonzert. Frau Ellen Bogler Brachvogel, Miß Claribel Platt fuchten deshalb Weiterarbeitenden in ihr Lager zu ziehen, fie in †) Weizen, gut D.- Str. 15,50) 15,48 " 6,-4, 1,60 1,20 1,20 1, Marktpreise von Berlin am 8. September 1900 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. Kartoffeln, neue, D- Ctr. 15,46 15,44 Rindfleisch, Keule 1 kg do. 15,42 15,40 Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelsleisch " " " *) Gerste, gut mittel gering Roggen, gut mittel gering " " " 14,90 14,82 " 14,74 14,66 " 14,58 14,50 " Butter 15,40 14,90 die Baudes= " " 14,80 14,40 mittel gering afer, gut mittel gering Ein vernünftiges Urteil. Im Juni dieses Jahrs war in Liegniß ein Maurerstreit ausgebrochen. Natürlich suchten min die Streifenden die loggen, gut aus Smyrna, Herr Felix Lederer, der Cellist Hr. Baul Treff und Hr. Rob. Maurer Muchalla und Böhm gingen nach einem Bau, und um nicht Arbeitsplätze der Weiterarbeitenden auf. Die Schwiesselmann wirken mit beim Orgelvortrag des Musikdirektor Otto Dienel in der Marienkirche am Mittwoch, den 12. September, mittags 12 Uhr, bei der Arbeit zu stören, warteten sie die Frühstückspause ab. Während dieser Pause ging Muchalla und bringen Kompositionen von Bach, Händel, Boccherini, Mendelssohn, draußen. Beide wurden Brahms, Reinecke, Hesse, Gounod, Eckert, Dienel 2c. zur Aufführung. bude und Böhm wartete Der Eintritt ist frei. halb wegen groben Unfugs und Muchalla außerdem wegen Hausfriedensbruchs angeklagt. Das Schöffengericht in Liegni sprach beide Angeklagte frei. In dem Urteil heißt es, nitrob daß der§ 152 der Gewerbe- Ordnung den Arbeitern das Koalitions Hen recht gewährleiste. In Ausübung dieses Rechts hätten die An- Erbsen geklagten ihre arbeitenden Kollegen nur mit den bestehenden Ver- Speisebohnen hältnissen bekannt machen wollen, und so lange hierbei feine Verstöße Linjen gegen§ 153 der Gewerbe Ordnung erfolgen, dürfe den Arbeitern dieses Recht nicht verfümmert werden. Deshalb sei auch das Eindringen in die Baubude fein widerrechtliches Die Neue freie Voltsbühne" eröffnet ihr neues Spielfahr am Sonntag, den 23. September, nachmittags 22 Uhr, im Thalia- Theater mit Strindbergs Bater". Die Titelrolle hat Herr Emanuel Reicher und die andern Hauptrollen sind in derselben Weise besetzt, wie in Hamburg, wo das Reichersche Ensemble Gastspiel grade mit dem„ Bater" bemerkenswerte Erfolge erzielte. Die Regie liegt in den Händen des Ober- Regiffeurs Herrn Friedr. Moest. Aus den Nachbarorten. †) ab Bahn. Eier Karpfen 42,60 " 1,60 1,10 " 1,601, " 1,60 1,20 и 2,80 2,20 60 St 1 kg 2,- 1,20 2,60 1,40 " 2,60 1,20 " 40, " 45, Hechte 6,82 5,82 Barsche 7,10 5,- Schleie 25, Bleie 25, Krebse 70, 30, 2,-1,20 " 1,80 0,80 2,50 1,20 1,40 0,80 per Sajot 20,00 2,50 14,30 13,90 16,10 15,20 15,10 14,20 14,10 13,20 1000 Aale Bander ††) ab Bahn und ab Kahn. *) frei Wagen und ab Bahn. Johannisthal. In der letzten Sigung der Gemeindevertretung gewesen. Produktenmarkt vom 10. September. Der Getreideverkehr verharrte in seiner bisherigen Geschäftsstille. Am Frühmarkte zeigte sich, teilte zunächst der Gemeindevorsteher mit, daß die Genehmigung zur Deutsche Richter. Der verstorbene Zimmerman Gellert in wie gewöhnlich am Montag, einige Kauflust, namentlich für sofort lieferbaren Aufnahme einer Anleihe zu Schulbauten und Gemeindezwecken Solbi wünschte vor seinem Tode, bei seinem Ableben einen Kranz Roggen, für den die hiesigen Mühlen Käufer waren. Auch für die Provinz erfolgen würde. Der Ingenieur Herr Bruch erläutert nunmehr mit roter Schleife zu bekommen. Da aber dem Sarge der soll unterwegs befindlicher Roggen wie Weizen verkauft worden sein. Die ein Kanalisationsprojekt für den Ort. Die Kosten sollen dortige Pfarrer und der Landwehrverein folgten, legten die Preise waren für beide Getreidearten eine Kleinigkeit höher. Auch im fich auf 150 000 m. belaufen, wovon 100 000 m. durch die Besitzer Maurer, ungefähr 30 Personen, um Unannehmlichkeiten und Mittagsverkehr war die Tendenz gut behauptet, doch bewegte sich das Geaufzubringen sind. Der Baron Trüßschler erklärte, das Terrain Reibereien zu vermeiden, den gewünschten Kranz erst später nieder, schäft in denkbar engsten Grenzen. Aus Sachsen sollen einige Kaufanträge zur Anlage einer Klärstation in Roggen für spätere Lieferungen vorgelegen haben. Befestigend wirkte mäßigem zu Preise her nachdem sich die Patrioten vom Friedhofe entfernt hatten. Hierdurch ferner für diese Getreideart, daß aus Südrußland die Staufangebote nicht geben zu wollen, ebenso 2 Morgen Land, auf denen sollen sie sich eines öffentlichen Aufzuges schuldig gemacht nur fast gänzlich aufgehört haben, sondern daß hiesige Importfirmen AufSas geklärte Wasser bis zur Fertigstellung des Kanals dem haben. Vierundzwanzig Personen erhielten einen Strafbefehl wegen träge auf füdrussischen Roggen zurückgehandelt haben sollen. Aus NordGrundwasser wieder zugeführt werden soll. In der Diskussion über Bergehens gegen das Vereinsgesetz in Höhe von je 5 M., der Maurer P. rußland, das über größere Quantitäten von Getreide für den Export verdie Frage zeigte sich so recht, welches Interesse die Vertreter vom einen solchen von 15 M. Sämtliche Maurer beantragten richterliche fügen foll, ist angeblich das Angebot recht zurückhaltend geworden. In der Besiz an der Entwickelung der Gemeinde bekunden. Herr Schneidt Entscheidung, worauf sich das Schöffengericht in Wolmirstedt mit der zweiten Stunde ging man verschiedentlich mit Deckungen vor. Für Weizen versuchte energisch zu verhindern, daß die Angelegenheit, welche Angelegenheit zu beschäftigen hatte. Das Gericht erhöhte für ſtimulierte feste Tendenzberichte aus Nordamerika, sowie einige Kauflust für für die weitere Entwickelung unfres Orts von dringender alle 24 Mann die Strafe um 5 M. und ermäßigte sie nur für B. spätere Sicht. Weizen etwa 1½ W., Roggen in der zweiten Stunde etwa 1 M. Notwendigkeit ist, noch verhandelt werde. Grund auch um 5 M. Die Verurteilung erfolgte, obwohl die Zeugen, Gendarm höher. Hafer ſehr ſtill, aber behauptet, ebenso Mais. Herr Frommelt erklärten, die Sache hätte noch Zeit, bis der Schramm sowohl als der Amtsdiener Jbert, beide aus Kolbiz, nicht Kanal fertig fei. Dem Herrn wurde indes von unsrer und auch mit Bestimmtheit behaupten konnten, daß sämtliche Angeklagte mitandrer Seite erwidert, daß damit nur eine Verschleppung der Sache beteiligt waren. Das Schöffengericht hat auf eine höhere Strafe herbeigeführt wird. Aus verschiedenen Aeußerungen ließ sich fest erkannt, weil die Maurer viel Geld verdienten, da sie sich stellen, daß man dem Baron v. Trüßschler als größtem Grund: große Kränze kaufen könnten. Das Strafmandat des P. wurde befizer im Orte die durch eine derartige Anlage herbeigeführten auf 10 M. ermäßigt, da ihm nicht nachgewiesen werden konnte, daß Vorteile nicht gönnte. Die Angelegenheit wurde schließlich trotz des er die Führerschaft übernommen hatte. Einspruchs des Herrn Schmidt einer Kommission überwiesen. Nach Erledigung einer Steuerfache teilte der Gemeinderat noch mit, der Landrat habe das Protokollbuch der Gemeinderatssitzung eingefordert, da der Vorwärts" geschrieben habe, es feien Aenderungen darin vorgenommen worden. Die Einforderung dürfte indes auf eine Beschwerde an den Landrat wegen der Weigerung des Gemeindevorstandes, zu den schriftlichen Arbeiten eine Beihilfe zu leisten, zurückzuführen sein. " Spiritus unverändert. 70er loco 51 M. Briefkasten der Redaktion. Donnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag, G. B. 26. Melden Sie sich in der Zahlstelle Veteranenstraße Nr. 13, Diese Begründung verdient zur weiteren Kennzeichnung der deutschen Rechtsprechung sorgfältig registriert zu werden. Sie ist Cigarrenhandlung von Beyer. P. 100. Das ist unmöglich mit Sicherheit zu sagen, da der Passavon hohem agitatorischen Wert. Die vielen abritbesiger, gier nicht nur auf dem Schlesischen Bahnhof oder Bahnhof Zoologischer welche wegen Üebertretung der Arbeiterschuß- Geseze an- Garten, sondern auch Alexanderplatz oder Friedrichstraße aussteigen kann. geflagt waren und meistens mit einer ganz geringfügigen Geldstrafe Das übrige erfahren Sie am besten im Austunftsbureau auf dem Schlesischen bavontamen, verdienen bekanntlich auch durchweg sehr viel Bahnhof. Geld, unendlich viel mehr als ein Maurer, der von seinem fauer dafür gesorgt, daß eine derartige ungehörigkeit nicht wieder vorkomme. W. S., Breslauerstraße. Wir geben Ihnen durchaus recht; es ist erarbeiteten Lohn ein paar Groschen zu einem Zeichen der Pietät Grimm 75. Sie können durch Hilfe des Vormundschaftsgerichts und hergiebt. Wie hoch müßten die gemeingefährlichen Vergehen der Polizei die Herausgabe des Kinds erwirken. E. O. 100. 1. Als folcher Unternehmer nach der Logik des Wolmirstedter Schöffen- Adresse genügt: An den Oberpräsidenten der Provinz Brandenburg zu gerichts- Urteils be straft werden? Potsdam. 2. Etwa 4 bis 6 Wochen. 3. Die Adressen der Krankenkassen finden Sie im zweiten Teil des Adreßbuchs. Es ist nicht er: In der Gemeinderats Situng zu Steglik hatte unser Parteigenosse, Gemeindevertreter app, den Antrag eingebracht, den Gemeindevorstand zu beauftragen, im Anschluß an die Regelung der Gehalts- und Pensions- Verhältnisse der Gemeinde- Beamten eine Die Freisprechung des Abdeckers Jeraclski im Konigersichtlich, welche Krankenkasse( Orts oder freie Kaffe) Sie meinen. Borlage zur Errichtung einer Pensions- Witwen- und Waisen Prozeß erfolgte unter folgender Begründung: Der Gerichtshofm. 49. Der Vertrag muß gerichtlich oder notariell beurkundet bersorgung für die im Gemeindedienst beschäftigten ständigen nimmt an, daß Winter einer Gewaltthat zum Opfer gefallen ist, und dann die Genossenschaft zum Handelsregister angemeldet werden. Feuerwehrleute, Kanalisations- und Straßen- hält jedoch den Modus der Tötung nicht für festgestellt. Nach An- 2. F. 28. Der Arbeitgeber braucht erst Sonnabend zu zahlen. reinigungsarbeiter, sowie eine Vorlage zur Regelung der ficht des Gerichtshofs liegt ein Schächtschnitt nicht vor. Kreye. Wenn Sie gegen den Bescheid des Vorstands ber Berufsgenossens Lohn- und Arbeitsbedingungen der Gemeinde- Arbeiter auszuarbeiten Als erwiesen ist anzunehmen, daß Zeuge Fiedler den Angeklagten schaft bereits Berufung eingelegt haben, ist Weiteres vorläufig unnötig. und vorzulegen". wie ausgesagt unmittelbar am Landgericht gesehen hat; es ist aber Unser Genosse begründete eingehend die Zweckmäßigkeit dieses nicht nachgewiesen, ob Israelsti in der Richtung zur Fundstelle Antrags, der selbstverständlich, möchten wir sagen von der weitergegangen ist, ebenso wenig, was in dem von Fiedler gesehenen für derartige Dinge wenig erbauten Gemeindevertretung mit allen Sade enthalten war. Andre Belastungsmomente liegen nicht vor, gegen fünf Stimmen abgelehnt wurde. und deshalb muß auf Freispruch erfannt werden. Die Kosten werden der Staatstaffe auferlegt und die Untersuchungshaft aufgehoben. Der Zimmerer Otto Woffack aus Köpenick ist am Sonnabend bei Obersdorf in Südbayern beim Edelweißfuchen abgestürzt. Er wurde tot aufgefunden. Vermischtes. haben Sie die Berufung noch nicht eingelegt, so holen Sie das sofort nach. Die Berufung ist, wie auch in dem Ihnen zugegangenen Bescheid stehen wird, bei dem Vorsitzenden des Schiedsgerichts einzulegen. Bagel. Gehen Sie mit Ihrer Frau zum Amtsgericht I( Neue Friedrichstraße) oder zu irgend einem Notar. G. W., Charlottenburg. Nein. M. Flensburg. Wenn aus dem dortigen Statut nicht das Gegenteil erhellt, so sind die Betreffenden nicht wahlberechtigt. Weißensee. Zur Bahlung der Kosten für das Stieftind ist der Stiefvater gefeßlich nicht verpflichtet. Die diesbezüglichen Anstaltskosten gelten deshalb seit dem 1. Januar 1900 nicht als für ihn verauslagte Armenunterstützung. G. F. Eine strafrechtliche und civilrechtliche Verfolgung ist zulässig. DieUeber 140 Personen sind durch den Genuß bon selbe fann jedoch nur von einer Person( z. B. Vorsitzenden), nicht von dem schlechtem subfleisch in den Dörfern Bohnsdorf und Eisenbahn- Unglück. Die königl. Eisenbahn- Direttion teilt mit: nicht flageberechtigten Startell betrieben werden. Eine Anmeldung des K. iſt Grünau bei Berlin ertranft. Eine dem Bauerngutsbefizer Der Schnellzug 141 Paris- Frankfurt a. M. fuhr Sonntag erforderlich, sobald das K. im Sinne des§ 2 des Vereinsgefezes„ eine GinLamert in Bohnsdorf gehörige Kuh, die an Mastdarmbereiterung morgen 81/2 Uhr bei Einfahrt in Bahnhof Birkenfeld- Neubrücke auf wirtung auf öffentliche Angelegenheiten bezwedt". F. K. Sind Sie älter und Milchfieber erkrankt war und notgeschlachtet wurde, hatte, wie eine in demselben Geleis haltende Rangiermaschine. Führer und als 21 Jahre, so könnte der Abzahlungslieferant gegen Sie mit Erfolg 10 000. Das ist sehr wahrscheinlich. die Allgemeine Fleischer- Zeitung" meldet, der Tierarzt Riedel in Seizer der Rangiermaschine wurden erheblich verletzt. Beschädigung auf Bahlung flagen, sonst nicht. Köpenick, der auch das Tier behandelt hat, freigegeben unter der an Material ist unbedeutend. Der Schnellzug erlitt 15 Minuten, Bedingung, daß das Fleisch nur in gefochtem Zustande Bug 501 der Zweigbahn nach Birkenfeld eine Stunde Verspätung. genossen werden dürfe. Lamert Kuh verkaufte die Die Geleise zum Sonstige Betriebsstörungen sind nicht eingetreten. Preise von 60 M. an den Fleischermeister Schüler in Bohnsdorf, von wurden nicht beschädigt, es herrschte zur Zeit des Unfalls ziemlich welchem Fleischermeister Schültge in Grünau, Röpniderstraße, ein starker Nebel. Als Ursache des Unfalls ist wahrscheinlich in erster Viertel erwarb und davon etwa 20 Pfund zu Schabefleisch ver- Linie die Freigabe des Einfahrtssignals durch einen Unbefugten anarbeitete. In Bohnsdorf sind gegen 100, in Grünau gegen 40 Ber- zusehen. Witterungsübersicht vom 10. September 1900, morgen8& 11hr. Stationen Berlin Barometer stand mm. 764 S 763 WindBunja Windstärke Wetter bededt Temp. n. C. 5° C. 4° R. Stationen Barometerftand mm Wind Bunza Windstärke Wetter Temp, n. T. 16° G.= 4° N. 13 Haparanda 758 Still hrb.bed 6 2hlb. bed. 10 ẞetersburg 21olten! 13 Cort 2 heiter 11 Aberdeen 2wolfig 13 Baris 768 N 3h1b.bed. 17 762 NM 766 S 3 bedeckt 1 bedeckt 13 7333 sonen, die von dem Fleisch genossen haben, erkrankt. Die Krankheits- Die Beft in Glasgow. Dem Montag ausgegebenen Bericht erscheinungen bestehen in Fieber, Erbrechen, falten Füßen u. dgl. der Gesundheitsbehörde zufolge ist wieder eine an der Beit erkrankte Swinembe 762 Sti Der Verlauf der Strankheit schließt nach dem Urteil des behandelnden Berson in das Hospital eingeliefert und ein neuer verdächtiger Fall Hamburg Arztes Lebensgefahr für die Erkrankten aus. Das noch vorhandene zur Kenntnis gebracht worden. Im ganzen befinden sich gegenFleisch ist beschlagnahmt und die Untersuchung eingeleitet worden. wärtig 16 Bestfranke im Hospital und 112 Personen unter ärztlicher Frankf./M. 765 SW München 766 3 Die am Müggelsee gefundene weibliche Leiche ist jetzt als Beobachtung. Auch am Sonntag ist noch ein pestverdächtiger Fall Wien 763 Still Mebel 11 bie der 22jährigen Buchhalterin Marie Ma a ß aus Berlin festgestellt vorgekommen; die betreffende Person wurde unter Beobachtung geWetter: Prognose für Dienstag, den 11. September 1900. worden. Obgleich aller Wahrscheinlichkeit ein Selbstmord oder Un- stellt. Die zur Aufnahme derartig Erkrankter bestimmten Häuser Mild und zeitweise heiter, vielfach wolfig mit etwas Regen und fall beim Baden vorliegt, sind doch die Nachforschungen über die sind beide voll besett; sonst würden noch mehr Personen schwachen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Todesursache noch nicht eingestellt worden. dorthin gebracht worden sein. Berantwortlicher Redacteur: Heinrich Ströbel in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. 110