Nr. 10. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags: Beilage ,, Neue Welt" 10 Pig. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Met., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts S 9. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins: und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Bern( pred- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Mittwoch, den 13. Januar 1892. Zwillingsgeschwister. Was ist der dritte Stand? Nichts. Was soll er sein? Alles. uach Expedition: Beuth- Straße 3. Klassen, die Stände, die in Landwirthschaft und Industrie, in Handel und in akademischen Berufsstellungen sich produzirend regen. Und der Kern dieser Nation denkt Liberal- konser vativ." Also nur die nach Bildung und Besitz maßgebenden Schichten" sind die Nation; nur die schreibenden, lesenden, redenden Klassen", die einerlei sind mit den Ständen, die sich in Landwirthschaft, Industrie u. s. w. produzirend", d. h. im Lügenjargon der Bourgeoisie als Großgrundbesitzer, Kapitalisten und Unternehmer regen", die akademisch" gebildeten Söhne der Bourgeoisie und Junker ist die Nation. das Was in Stadt und Land sich auf Kosten Anderer „ Die Nation find wir ist das oberſte Geſetz" hat das:„ Der Staat bin ich" zum Bor länger als zweihundert Jahren sprach der Muster- Das Bürgerthum, welches in der französischen Remonarch Ludwig der Vierzehnte sein: Der Staat bin volution den Staat Ludwigs des Bierzehnten wegfegte, hat ich! Die französische Revolution bewies im Jahre 1793, feinerseits einen neuen Staat gegründet, der indem sie dem Enkel Ludwig des Vierzchuten den Kopf ab- Camille Desmoulins' prophetischem Ausspruch zu einer schlug und das neue Frankreich gründete, auss Schlagendste neuen Feudalitat geworden ist. Wohl verkündete es die Ünrichtigkeit jenes Wortes. Und doch hatte es eine zu Anfang der Revolution durch Sieyes' Mund das Progewiffe Berechtigung gehabt. Den Feudalismus gegenüber, gramm: der die Staatseinheit in Frage stellte und mit dem Gedanken der nationalen Einheit im Widerspruch stand, war die absolute Monarchie, wie sie in der Person Ludwigs Der dritte Stand war jedoch bald nicht mehr das des Bierzehnten -weder ihre erste, noch ihre geist- und kraft- französische Volk die 25 Millionen Franzosen, minus bollfte, aber unzweifelhaft ihre glänzendste Verkörperung( mit Abzug) bie paarmal hunderttausend Geistlichen und fand, unzweifelhaft ein Fortschritt. Der Monarch war das Adligen, die auch Bürger werden, oder überhaupt nicht se in lebendige Symbol der Staatseinheit- er vertrat ideell sollten. Mit dem dritten Stand erging es wie mit bereichert, was von fremder Arbeit lebt, was das Brot des nicht einen Theil der Nation, sondern die Gesammtheit dem Unterthanenvoll Ludwigs des Bierzehnten nur eine armen Wannes vermittelst der Gesetzgebungs- Klinke großnicht einzelne Stände, sondern alle drei Stände, welche der verschwindende Minderheit zählte, der Nest, die ungeheure wucherisch vertheuert, was die Eisen- und Kohlenpreise durch vorrevolutionäre Staat in sich einschloß das heißt alle Mehrheit, war Nichts. Aus dem dritten Stande wuchs die Ringe künstlich emportreibt, was den Arbeitern, aus deren Unterthanen. Er war der König der Armen sowohl moderne Bourgeoisie hervor, die wie der Rahm oben Schweiß und Blut es sich die blanken Goldstücke fischt, das als der Rönig der Reichen- er versah die Stelle Gottes schwamm, und fich als Alles, alle Anderen Fell über die Dhren zieht und die einfachsten politischen insgesammt als auf Erden und ließer, der stolze Sonnen- König" was Stempel fälscht, Schienen flickt, Wort Rechte verweigert feine Sonne gleichmäßig scheinen über Hoch und Niedrig. Ludwigs des Vierzehnten: Der Staat bin ich! wurde von Staat und Gemeinde um die Steuern betrügt, was mit furz die Parasiten Go parador es flingt: in dieser absoluten Monarchie der herrschenden Bourgeoisie umgewandelt in das: Der der Kouponscheere arbeitet, der modernen Gesellschaft triumphirte das Prinzip der Gleichheit, das der Staat sind wir. - das ist die Feudalstaat prinzipiell und systematisch verletzt und unterdrückt" Freiheit",„ Gleichheit" find für die Bourgeoisie ein Nation. Alle Angehörigen des Staats waren gleich überwundener Standpunkt. Das arbeitende Volt ist nur Und das arbeitende Volt, von dem sie Alle leben, ohne alle mit einer einzigen Ausnahme: der des Monarchen, und dazu da, um zu arbeiten, und der Bourgeoisie die Reich- daß fie verhungern müßten, oder selbst arbeiten- eB dieser war kein Wiensch, sondern ein Symbol, und zwar ein thümer der Welt in den Schooß zu werfen. Wir, die zählt nicht. Nun auch für diese neue Feudalität" wird das Symbol, das die Staatseinheit und die Gleichheit aller Bourgeoisie, die ausbeutende, herrschende, genießende Klaffe Staatsangehörigen bedeutete. - wir sind die Nation der Rest zählt 1789 fommen- der Tag, wo das arbeitende Volk denen, die ihm die politische Existenz jetzt absprechen, zurufen wird: Freilich, so war es nur ideell, in der Theorie nicht." Thatsächlich und in der Praxis war es ganz anders. Hundertmal ist es gesagt worden,- niemals so offen Ihr habt Euch bisher als Nation aufgespielt. Ihr ward Das und so zynisch wie dieser Tage von der Kölnischen Alles und wir waren nichts. Das muß anders werden. Das Der Staatsangehörigen ist eine freventliche Umdrehung des Rechts und der Thatsachen. „ Rechtsgleichheit" würden wir Beitung". hatte. Nichts betrachtete. Das heute sagen war zwar ideell, der Theorie nach ein Die rheinische Cloaca maxima, in der aller Schmuh Ihr lebt von uns Ihr besteht nur durch Gott, mindestens ein Halbgott, der die Stelle Gottes auf des schienenflickenden, brotvertheuernden Ausbeuterthums zu unsere Gnade. Ihr seid überflüssig im Brden verfah, aber in Wirklichkeit war er ein gewöhnlicher sammenläuft, veröffentlichte am vorigen Donnerstag einen Staat. Wir, die wir bisher nichts waren, wir wollen Mensch, deffen Schwächen durch seine übermenschliche Stellung giftftrogenden Artikel über„ Graf Caprivi und die Parteien". Alles sein. Wir wollen Euch aber nicht vergewaltigen Die deutsche Nation" sei unzufrieden mit dem neuen wir bieten Euch gleiches Recht bei gleichen Pflichten. nur mehr hervorgehoben und zu ungeheuerlichster Entwicklung gebracht wurden. Die Gleichheit wurde zur abscheulichsten Reichstanzler; sie fühle fich nicht mehr so wohlig wollt Ihr ehrlich mitarbeiten, dann gut. Wo nicht, so Ungleichheit, und der Staat, als dessen Personifitation sich und so sicher, wie unter dem vorigen Kanzler, wo geht nach Ostafrika oder ins Land wo der Pfeffer wächstLudwig XIV. dem Barlament aufspielte, umfaßte in Wirklichkeit Jeder, der das Zeug dazu hatte, sich bereichern konnte nach Deutschland verliert nichts, wenn es Euch vers einen winzigen Bruchtheil Frankreichs und der fran- Noten und wo das Haupt der Schienenflicker im Staats- liertes fann nur gewinnen. Wo wir sind, da ist zösischen Nation- die paarmal hunderttausend Mitglieder rathe saß, statt auf der Anklagebant.„ Die Nation" wünscht, der Staat, da ist die Gesellschaft. Wir sind des ersten und zweiten Stands( Geistliche und Adelige), daß die gute Zeit der Bismarck'schen Millionärzüchterei Nation!-während der dritte Stand, d. i. die 25 Millionen fran- zurückkehre. zösischer Bürger, Bauern und Arbeiter, nicht 3 waren und Die Nation wünscht es. Und wer ist die Nation? nur my, ben Fußschemel und die Goldmine bildeten für den Das Orakel der Bourgeoisie antwortet aus der duftenden Politische Leberlicht. " Sonne" und seinen Staat, der sich in seinem Hof- Cloaca maxima: König fta at fouzentrirte. Das: " Der Staat bin ich" ist auch in neuerer Zeit wieder verklungen. Fürst Bismarck erflärte sich für Eins mit dem Deutschen Reich, und das Wort:" Des Königs Wille Feuilleton. Macbrud verboten.] [ 10 Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. Berlin, den 12. Januar. Wir verstehen unter Nation dic nach Bildung und Besiz maßgebenden Der Diätenantrag, mit dem der Reichstag sich be Schichten des deutschen Voltes, die heute- gleich nach seinem Wiederzusammentritt schreibenden, lesenden, redenden schäftigte, führte zu einer längeren Debatte, die aber nur Arbeitsrock, an welchem die Wolle nur noch da vorhanden, an, der ihn jederzeit ersetzen könnte, ihn hier und da auch schon wo sie die schützenden Leinwandärmel verhüllen. mit Erfolg ersetzt hatte, was freilich weder der Alte, noch Sind denn die Herren Rechtskandidaten schon ein- der Prinzipal, der ihm eine sehr bescheidene Vergütung begetroffen, oder haben dieseiben noch nicht geruht, ausgeruht zahlte, zugeben wollte. In der Schreiberstube wird es still; man hört nur das Endlich ertönt die Glocke im Kabinette rechts, die zu haben?" Krächzte der Alte mit einer Stimme, welche Nach einer Weile treffen auch die Rechtskandidaten ein den seiner Ansicht nach schneidigen Wiz, den nur die allzu- und ernten für ihren herzhaften Gruß nur einen nachlässigen, häufige Anwendung abgeftumpft hatte, noch schärfer zum langgezogenen guten Morgen". Sie begeben sich in ein Gehör bringen sollte. fleineres, links von der Schreiberstube gelegenes Zimmer, Die Rechtskandidaten, deren Dr. Raffmaus zwei be- um nun zunächst gegenseitig die Erlebnisse und empfangenen Endlich erscheint der Herr Expeditions- Vorstand, auch foldete, waren des Alten größter Aerger, da sie sich seiner Eindrücke des vergangenen Sonntags auszutauschen. Oberschreiber genannt. Den ersteren Titel zieht er vor. Oberleitung und Disziplin gänzlich entzogen, ja ihn zu-| Schnurren und Knirschen der Federn, sowie das Gehüstle Leben durchgeschrieben; seine Naje scheint Dabei die Spike Borgesetzten, wie bei seinen Untergebenen, bei denen des Expeditionsvorstandes, zu welchem Geräusche die chr einer Feder angenommen zu haben, so daß man, wenn er er bis zur Zeit, da Jene ins Geschäft eingetreten, würdige Pendeluhr mit gleichmäßigem Gange ihre zweifich mit derselben über das Dintenfaß neigt, nicht recht als unbestrittene Autorität gegolten hatte, zu blamiven taltige Begleitung giebt. bieiß, ob er die Feber oder die Nase eintauchen will, um versuchten. Er hielt es für eine ganz unzulässige Pflichtvielleicht das Tüpfelchen über dem i zu ſeßen. Die vernachlässigung, daß diese Herren regelmäßig erst eine majfive Brille, welche er gewohnheitsmäßig beim Sprechen Biertel- oder halbe Stunde nach acht Uhr eintrafen und fie einstmals blau angelaufen war, die Haart our würde auf die Stirn schiebt, hat keine Ahnung mehr davon, daß häufig auch um ebenso viel früher weggingen. Die gnädigen Herren haben noch nicht geruht," erscholl einen Naturforscher in Verlegenheit sehen, wenn er angeben Antwort den Alten immer am gnädigsten stimunte. sollte, ob diese Büschel, die sich wie die Gipfel einer| Fichtenwaldung um einen kahlen Hügel gruppiren, der vorstand und rief nun mit sanfterer Stimme die Namen dessen eines kleinen Darlehens, das er mit Hypothek auf sein Grauen, blonden oder braunen Gattung zuzuweisen sind. der Einzelnen auf, um einem Jeden die ihm zukommende Grundstück sicherstellen will, bedürftig geworden. Sein vornehmliches Husten hat sein Nahen schon von Tagesarbeit zuzutheilen. Nur als er den Namen Leberecht Provision zu bezahlen?" herrscht ihn der Alte aut. öglichst sittsame Haltung auf ihren Plätzen einzunehmen, seine Stimme nahm wieder einen härteren Klang an. seinem Eintreten erschallt auf sein würdevolles Der lange„ Bfügentunter", wie der ehrwürdige Straßen, nächst. dem Expeditionsvorstande, der älteste Arbeiter im der muthwilligen Schreiberschaar getauft worden, Geschäft, und sein Vorgesetter sah ihn nicht blos als seinen Seite auf den Nagel gehängt und an seine Stelle tritt der dermaleinstigen Nachfolger, sondern auch als einen Mann Glocke des Herrn Doktors, welcher mit diesem Signal den Expeditionsvorstand zu sich bescheidet, um ihm die nöthige Justruktion für den Tag zu geben. Bald finden sich auch Klienten ein, Der ExpeditionsDer Erste, welcher eintritt, ist ein Landmann, dem der In der That schmunzelte auch der Herr Expeditions- Hagel die Ernte beinahe vernichtet hatte und der infolge daß diese Habicht war nämlich ein denkender Schreiber, dem man die schwierigeren Arbeiten zutheilen konnte; er war auch Vorstand ist für dieselben zugleich Auskunftsbehörde. " Haben Sie sich denn nun entschlossen, die verlangte Landmann. „ Es bleibt mir jetzt nichts weiter übrig," erwidert der Hätten Sie sich gleich entschlossen, kamen sie besser weg." Ich wollte doch erst versuchen, das Geld von anderer billiger zu erlangen." Und haben es nur um so theurer, denn erstens haben im Anfang eme Diätendebatte war, und dann in eine schloffen rheinisch- westfälische Werke die Lieferung von f Antisemitende batte auslief. Ueber die Diäten ließ 40 000 Tonnen Schienen nach Süd- und Mittel- Amerika sich nicht viel fagen und nichts, was nicht schon hundert zu 83 M. frei Bord Antwerpen oder Rotterdam ab. Das mal gesagt wäre. So begnügten die meisten Redner sich, macht nicht nur einen Preisunterschied von 34 M., sondern ihre und ihrer Parteien Stellung zu dem Antrag flarzulegen. es fomint auch noch die Fracht bis Antwerpen und RotterAblehnend verhielten sich nur die Konservativen beider dam hinzu. Sollte mehr und mehr probuftiv zu nuen. Europa, sei es in Jahrzehnten oder in Jahrhunderten, nicht die gegenseitige Entwaffnung, nicht das Gegentheil des Schau spiels erleben, das heute Frankreich giebt, welches seinen Rock verkaufen will, um sich einen Harnisch anzuschaffen?" So schrieb Moltke zu einer Zeit, wo die Militär Fraktionen. Die Nationalliberalen waren wie immer zer- Wer trägt nun den Schaden, wenn die deutschen budgets ganz Europa nur um eine Milliarde jährlich be fahren und gespalten. Alle anderen Parteien erklärten sich Lieferanten den deutschen Verwaltungen um die Hälfte lasteten. Wie gering muß uns diese Biffer heute erscheinen! entschieden für den Antrag. Im Namen der Sozialdemo- theurer liefern als dem Ausland? Doch nur die deutschen Und wenn es Moltke damals widerfinnig fand, seinen Rod traten sprach Bebel, der auf die Verhandlungen des Steuerzahler. Und weshalb kann solche Ausbeutung dieser zu verkaufen, um sich einen Harnisch auzuschaffen, so finden tonftituirenden Reichstags über den betreffenden Baffus stattfinden? Nun, die deutschen Lieferanten haben vor dem es unsere Staaten heute für ganz natürlich, zu diesem Zwecke der Reichsverfassung hinwies, und die Gefährlichkeit des Auslande nicht nur den Fortfall des Bolls, der 25 m. nicht blos den Rock, sondern auch noch das Hemde hinzuExperiments zeigte: die Diäten als Kompensation für die pro Tonne beträgt und die geringere Fracht vorgeben. " Aufhebung des allgemeinen gleichen Wahl- aus, sondern die Staatsverwaltungen gaben ihnen, Der Jdeengang Moltke's vor 50 Jahren mit dem der rechts zu gewähren. Durch Stöcker wurde die Juden- auch wenn sie trotz alledem noch höhere Breise forderten als herrschenden Klassen von heute verglichen, zeugt von dem frage" in die Debatte geworfen feine Ungezogenheiten ausländische Lieferanten, im Interesse des Schutzes der Fortschritt, den wir gemacht. Alles was die bürgerliche und Böbeleien gaben Singer Veranlassung zu sehr nationalen Arbeit" noch den Vorzug. Gegenwärtig scheinen Gesellschaft früher als ideale Güter noch hochzuhalten vor scharfer Abwehr und Büchtigung. Stöcker ergriff mindestens die inländischen Staatsverwaltungen von diesem Schutz gab, Humanität, Gerechtigkeit, Ueberzeugungstreue, ist heute ein halb Dugend Mal das Wort; und außer ihn beglückten der nationalen Arbeit", der im Grunde genommen nichts von ihr über Bord geworfen, und die Anbetung des rohen auch die Biedermänner Bickenbach und Werner das Haus anderes ist, als ein Schutz der Ausbeuterringe, abzugehen, brutalen Erfolges, des Genusses, des Profits, der Macht ist mit antisemitischen Neden. Stöcker war beiläufig recht klein- und so haben sie denn wiederholt ausländischen Mit an ihre Stelle getreten. Und da ist es nicht zu verwundern, lauter erheiterte durch den Eifer, mit welchem ey den bewerbern den Vorzug gegeben. Es wird dadurch vielleicht daß ihr das Anfhören des Krieges Aller gegen Alle, die Kollegen Böckel von seinen Rockschößen zu schütteln suchte. der zu großen Unverschämtheit der Ausbeuter eine kleine Idee des ewigen Friedens als ein nicht einmal schöner Traum erscheint. Jeder dieser Antisemiten bildet bekanntlich eine Fraktion für Schranke gesetzt, im Uebrigen aber wird die Ausbeutung fich und wird vom andern abgethan." nach wie vor bis an die Grenze der Möglichkeit getrieben werden, was auch nicht anders zu erwarten ist, so lange der Staat die Interessen der Ausbeuter mit denen der Industrie identifizirt. Immer beurtheilen sie uns nach sich selber. Daß der Finanzminister und das fistalische Die großartige Bethätigung des internationalen Fühlens Interesse im Schulwesen und Eisenbahnwesen zu sehr hervor und Denkens, zu welcher der deutsche Buchdruckers treten, beklagt die Kölnische Zeitung". Warum soll gerade streit den Anlaß gegeben hat, ist unseren Gegnern nicht der Finanzminister der Prügeljunge fein? Er hat das Geld Der ewige Friede ist ein Traum und nicht ein blos ein Dorn im Auge, sondern auch ganz unverständlich. zu schaffen wo er es findet, gleichviel. Die Eintheilung mal ein schöner Traum", sagte bekanntlich der General Was kann die englischen Arbeiter bewegen, für ihre Kollegen der Ministerien ist nur eine grundverkehrte. Der Schein feldmarschall Graf Moltt'e, nachdem er durch die Kriege in Deutschland einzutreten? Dahinter muß irgend eins jener follegialer, nebengeordneter Ministerien und Reichsämter mit Desterreich und Frankreich zu hohen Ehren gelangt niedrigen Motive stecken, die ausschließlich für den Geldsact täuscht. Das Amt des Finanzministers sollte einfach mit war. Einst hat er anders gedacht, und sein anderes Denken bestimmend find. Irgend ein schmutziger Vortheil. Und dem des Kriegsministeriums verbunden sein. Der Kriegs auch mit Gründen versehen. Der Kriegs auch mit Gründen versehen. Diese Gründe hat er nicht richtig, sie haben es entdeckt. Schreibt da ein kapitalistischer minifter erhebt die Steuern, regelt die Finanzen und stellt widerlegt, nicht einmal zu widerlegen versucht. Von den Pfiffikus an die Leipziger Zeitung", die es behaglich ab die Einnahmen feft. Was übrig bleibt, mögen dann die gesammelten Schriften Moltke's ist soeben der 9. Band er anderen Minister fich follegialisch theilen. Dies ist das schienen. Derselbe enthält einen Aufsatz:„ Deutschland und thatsächlich herrschende System, und wer an diesem Palästina", in welchem Moltke für eine Kolonisation nicht rütteln will, führe wenigstens keinen Rampf gegen Palästina's durch Deutschland eintritt. Er vertritt freilich fingirte Windmühlenflügel. auch darin den Gedanken, als bedürfe die übersprudelnde Kraft" einer Nation einer besonderen Ablenkung in allerlei Abenteuer, und fände sie nicht in tausendfachen Werken des Friedens. Aber abgesehen hiervon, spricht Herr v. Moltke vor 50 Jahren Ansichten aus, die Jedem, der ihnen im Deutschen Reichstage Ausdruck gegeben hätte, den Makel der„ Reichsfeindschaft" aufgedrückt haben würden. Er schreibt: Die Reichstags- Erfahwahl im Wahlkreife Plek: Rybnik für den verstorbenen geistlichen Rath Müller ( Bentrum) findet am 22. Februar statt. Der Schutz der nationalen Industrie hat im Deutschen Reiche eine ganz wunderbare Aehnlichkeit mit jenem Schuß, den nationale Räuberbanden nicht blos gegen ausländische Räuberbanden, sondern überhaupt gegen Jeden, der ihnen das Räuberhandwerk legen will, verlangen. Der Kapitalismus betrachtet den Staat als sein Eigenthum, er identifizirt ihn mit sich selbst, der Kapitalismus fagt wie Ludwig XIV. Der Staat bin ich!", was hat also der Staat für höhere Aufgaben, als die Intereffen des Kapitalismus zu wahren. Ludwig XIV. und der Kapitalismus sind von der gleichen felsenfesten Ueberzeugung durchdrungen, daß sie der Staat find, was liegt also näher, als Die daß Unterthanen, die Arbeiter tributpflichtig sind; alle Abgaben zahlen sie, alle Laften tragen fie- für den Staat". Wie Ludwig XIV. und der Kapitalismus der Staat find, so find die Unternehmer, Fabrikanten und Aktienbesizer die Industrie, und alles, was ihrem Profit geopfert wird, ist ein der Industrie" gebrachtes Opfer. Da nun das Bolk, die Arbeiter, nur dem Staat, der Industrie, der Landwirthschaft und ähnlichen abstrakten Dingen Opfer bringen, haben sie keinerlei Anlaß sich etwa über Herrscher, Fabrikanten oder Grundbefizer zu befchweren. Was diese herunterschlucken, ist alles nur in Interesse jener abstrackten Dinge. ihnen Läßt man sich freilich nicht von dem abstrakten Schein täuschen oder streift gar diesen Schleier ab, dann stößt man auf die konkrete, faß- und greifbare Wirklichkeit. Der Schutz der nationalen Arbeit repräsentirt sich uns dann viel leicht in Krupp, welcher der preußischen Eisenbahnverwaltung Schienen frei Bochum für 145 M. liefert, während er dieselben nach Rumänien zoll- und frachtfrei nach Galatz zu 111,60 m. liefert. Am 2. Januar verlangten, wie die Bossische Btg." mittheilt, bei einer Verdingung die schlesischen Werke für die Tonne Schienen vom Wert ab 118 M., die rheinischwestfälischen Werke 115-117% M. Jn denselben Tagen Sie unnöthiger Weise Zeit und Mühe vergendet, und in zwischen ist der Binsfuß etwas in die Höhe gegangen. Sie müffen jeht ein halb Prozent mehr bezahlen, wenn Sie das Eeld haben wollen." " Das kann ich ja gar nicht verdienen bei dem jetzigen Preise der Feldfrüchte." Dann müssen Sie es eben bleiben lassen," entschied der Alte, da brauchen Sie sich gar nicht erst zu dem Herrn Doktor hinein zu bemühen." " Wir bekennen uns offen zu der vielfach verspotteten Idee eines allgemeinen europäischen Friedens. Nicht als ob von jetzt an blutige und lange Kämpfe nicht mehr stattfinden könnten, als ob man die Armeen verabschieden, die Kanonen zu Eisenbahnschienen umgießen sollte, nein! aber ist nicht der ganze Gang der Weltgeschichte eine Aunäherung zu jenem Frieden? Sehen wir nicht zu Anfang die Hand eines Jeden wider Jeden erhoben? Fochten nicht selbst im Mittelalter Ritter und Barone, Burgen und Städte ihre Fehden nur so lange untereinander aus, bis Die Fürsten ihnen das Handwerk legten und das Recht für sich allein in Anspruch nahmen? Und heute! Jst in unseren Tagen ein spanischer Erbfolgekrieg oder ein Krieg pour les beaux yeux de Madame möglich? Dürfte Holland wegen einer Provinz, Neapel wegen des Schwefelmonopols, Portugal wegen Der Dueroschifffahrt den Frieden brechen? Es ist nur einer sehr fleinen Zahl von Mächten noch die Möglichkeit vorbehalten, die Welt in Flammen zu setzen. Die Kriege werden immer seltener werden, weil sie bereits über die Maßen theuer geworden sind, positiv durch das, was fie fosten, negativ durch das, was fie versäumen laffen. Hat nicht Preußen unter einer guten und flugen Verwaltung in 25 Friedensjahren seine Bevölkerung um ein Viertel vermehrt, und sind seine 15 Millionen Einwohner heute nicht besser ge nährt, besser gekleidet, besser unterrichtet, als seine 11 Millionen es waren? Kommen solche Resultate nicht dem Gewinn eines Feldzuges, der Eroberung einer Provinz gleich? nur mit dem Unterschied, daß sie nicht auf Untoften eines Anderen und ohne Und die unermeßlichen Opfer eines Krieges erreicht wurden. welches europäische Land hat nicht ähnliche, wenn auch meist minder große Groberungen in seinem Innern gemacht? Der Gedanke liegt so nahe, die Milliarde, welche Europajährlich seine Militärbudgets tosten, die Millionen Männer im rüstigen Mannes: alter, welche es ihren Geschäften entreißen muß, um sie für einen eventuellen Kriegsfall zu erziehen, alle diese unermeßlichen Kräfte druckt: So gering auch die praktische Bedeutung der englischen Unterstützung für den Ausgang der Bewegung selbst ist, die bie Unterstügung der deutschen Buchdruckergehilfen durch die eng lischen Gewerkvereine hat, so besitzt sie doch immerhin in ge wiffer Beziehung eine theoretische; ist es doch das erste Mal, daß die englischen Vereine eine Bewegung auf dem Kontinent unterstützen, und die Frage liegt nahe, welche Gründe die selben dazu bewegen. Sind es dieselben wie die, welche die deutschen Buchdruckergehilfen zur Motivirung der Inanspruch nahme der ausländischen Unterstützung angeführt haben, näm lich die bekannten von der Internationalität der Arbeiter interessen, dann ist das Vorgehen der Gewerkvereine in der That ein Beweis für das Eindringen fozialistischer Ideen in diese aristokratischen" Arbeiter Vereinigungen. So wenig wahrscheinlich das von vornherein für den ist, der die Verhältnisse etwas näher tennt, so inter effant ist es, die wirklichen Gründe, die die Engländer zur Unterstützung der Deutschen bewogen haben, aus ihrem eigenen Munde zu vernehmen. Nachdem in dem Zirkular, das den Mitgliedern der Londoner Segergesellschaft den der Urab stimmung unterworfenen Antrag des Vorstandes auf eine Unterstüßung von 500 Pfd.- Sterl. für die deutschen Buchdrucker motivirt, allerdings in einigen Worten der beginnenden Theil nahme der Engländer an den internationalen Arbeiterkongreffen gedacht ist, heißt es in demselben so:" Vom englischen Stand punkte aus betrachtet, halten wir dies( den neunstündigen Normal- Arbeitstag) für die wichtigste Frage, welche seit langer Zeit unsere Aufmerksamkeit in Anspruch nahm; denn wenn auch die Konkurrenz des Auslandes in unserem Gewerbe nicht so fühlbar ist, wie in vielen anderen, so hat uns doch der Erlaß des Musterschutz Gesetzes die Thatsache enthüllt, daß ein beträchtlicher und stets zunehmender Prozentsatz von Druc arbeiten nach dem Kontinente geht, indem dort Löhne und Ar beitszeit noch so weit unter dem unfrigen zurückbleiben. In Deutschland gedruckt" ist eine heutzutage feineswegs feltene Be merkung auf Drucksachen, selbst den besten Werken, und während wir unter unserem Freihandels- Systeme dem mit keinem stich haltigen Einwande begegnen fönnen, haben wir doch als Nation ein Intereffe, eine solche Ronkurrenz so viel als möglich ein zufchränken, besonders wenn in diesem Lande ebenso gute oder beffere Arbeit geliefert werden tann, sofern die Arbeits bedingungen die gleichen sind." Also nicht tosmopolitische Phantasien, sondern nationale; nüchterne Erwägungen sind für die Engländer ausschlaggebend gewesen. Die deutschen Buch drucker sollten von ihnen lernen im Allgemeinen und im Be fonderen, daß sie sich wirklich selbst den Aft abfägen, auf dem fie figen wie Mommsen ihr Treiben treffend bezeichnet hat. Wie weit fie aber davon welche entfernt find, Urtheilslosigkeit fogar die Leitung den Genoffen selbst zutraut, das beweist der Umstand, daß das obige Zirkular in = fagungen und Quittungen über von ihm großmüthig ge- angelegenheiten zu befassen. Stören Sie uns also hier nicht spendete wohlthätige Gaben in erster Reihe. länger." Jm Uebrigen geht sein Geschäft einen äußerst pünkt-" Nun, so möge Gott mir gnädig sein," seufzte ber lichen Gang. Mit gewöhnlichen Rechtssachen werden die arme" Mann und ging mit gesenttem Haupte und jedenfalls Klienten an die Rechtskandidaten gewiesen, die dem Prinzipale schwerbetrübtem Herzen fort. jährlich Tausende von Thalern verdienen und dafür mit Numero Eins für diesen Tag," murmelte eine Stimme einem Honorar abgespeist werden, welches ein halbwegs am Fenster. tüchtiger Handlungsgehülfe verschmähen würde. Was murmeln Sie da, Herr Habicht?" rief sofort mit schwierigen und verwickelten Prozesse behält sich Dr. Raff: scharfer Stimme der Herr Expeditionsvorstand, indem er maus, der auf diese Weise seine Kraft verdreifacht hat, dabei seine Brille in die Höhe hob. Die " Ich notire mir nur etwas, Herr Musselich," bemerkte Ein armer Tischlermeister tritt als nächster Klient in der Angeredete in nachlässiger Weise. Expedition und will mit dem Herrn Doktor sprechen. „ Sie wissen, daß hier Niemand seine Stimme unauf Bringen Sie Geld?" fragt der Expeditionsvorstand. gefordert laut werden lassen darf." " Leider ist es mir noch nicht möglich gewesen, es zusammenzubringen. " Vielleicht würde ich durch persönliche Vorstellungen..." Glauben Sie vielleicht, wir haben hier nichts weiter selbst vor. zu thun, als uns mit Ihren Borstellungen die kostbare Zeit abstehlen zu lassen? Hier heißt's: entweder- oder". die Wenn Sie die Provision und die Prozente bezahlen wollen, so ift's ein Geschäft, außerdem fönnen Sie gehen, wohin Sie wollen. Der Herr Doktor hat mich beauftragt, Sie zu bescheiden. Entschließen Sie sich kurz, denn jede Minute foftet bei uns Geld." Ich habe jetzt keine Wahl mehr," seufzte der Landmann und fuhr sich mit der schwieligen Fauft über die Stirne. So gehen Sie hinein zu dem Herrn Doktor, aber Der Landmann klopfte, der erhaltenen Weifung gemäß, an die Thüre rechts und wurde durch ein herrisches ,, Herein" veranlaßt, einzutreten. machen Sie die Sache so kurz wie möglich." " " Da konnten Sie sich den Weg hierher sparen." Aber ich soll morgen ausgepfändet werden." Das ist Sache des Gläubigers, nicht unfere." " Ich war bei Herrn Rollfuß, der schickte mich hierher." " Haben Sie etwas Schriftliches von ihm?" Das habe ich allerdings nicht, aber der Herr Rollfuß theilte mir mit, er habe dem Herrn Doktor die ganze Angelegenheit übergeben, ich sollte mich an diesen wenden." " Ich sprach auch nicht laut," entgegnete der Schreiber. " Sie haben zu schweigen!" lautete nunmehr die scharfe Gegenantwort und die zeitweilig außer Funktion gesetzte Brille fiel wieder anf die spige Nase herab. Abermals klopfte es an die Thür und abermals läßt Herr Musselich sein frächzendes„ Herein" vereinen, Eine sehr ärmlich gekleidete Frau in ziemlich vorgerücktem Alter erscheint auf der Schwelle. Muffelich dreht sich um, seine Brille rutscht wieder auf die Stirn. „ Wer sind Sie, Frau?" Aha, die Frau Draht; bringen Sie Geld?" Damit hat er Sie blos abspeisen wollen, das kennt wollte ganz ergebenst bitten. " Ich bin die Frau des Schuhmachermeisters Draht und man schon. Ich kann Ihnen nur einfach rathen, bezahlen wollte ganz ergebenst bitten Schreiben Sie, Heinrich, 15 Groschen für eine Unter- Sie, oder machen Sie sich auf die Exekution gefaßt." Aber, mein Gott, soll ich denn ganz zu Grunde wenn redung mit dem Herrn Doktor auf das Konto des Joseph Reinisch in Meichungen," befahl der Expeditionsvorstand gehen?" und ließ seine Feder von Neuem laufen. " Machen Sie keine Schulden, die Sie nicht bezahlen ch, wenn ich das könnte, ach, Herr Rechtsgelehrter, unseres armen Väterchens daran sind." " Das Alles brauche ich hier gar nicht zu wiffen Dr. Raffmaus ist selbstverständlich auch Administrator tönnen." verschiedener Vermögens- Hinterlassenschaften und anderen ,, Kann ich denn etwas dafür, daß meine Frau frant bringen, andernfalls können Sie Zeit und Worte sparen." es handelt sich hier lediglich darum, ob Sie Geld Eigenthums, weshalb er fast immer ansehnliche Summen geworden und daß mir der Bau- Unternehmer Johne mit Aber wenn ich Ihnen nun doch sage, daß wir ger zu verleihen hat. Das ist ein sehr einträgliches Geschäft, den faner verdienten Thalern durchgebrannt ist?" barben und sparen und uns abplagen wollen, wenn da er nicht allein für seine Administration Gebühren zieht Sehen Sie sich die Leute, denen Sie Vertrauen erst unser gutes Väterchen wieder seinem Geschäfte nachg und die Kapitale den Eigenthümern nur niedrig verzinst, schenken, besser an. Uns pafsiren solche Sachen nicht." sondern auch auf der anderen Seite beim Verleihen hohe Besser ansehen? Aber bedenken Sie doch. Zinsen nimmt und extra Provision zahlen läßt. Dafür" Guter Freund, ich habe hier wichtigere Angelegenglänzt aber auch sein Name bei allen öffentlichen Dank- lheiten zu besorgen, als mich mit Jedermanns Privat tönnte." ( Fortsetzung folgt.) 66 t. be bruder 40 ber Ueberfegung im offiziellen Organe der Buchdruckergehilfen| Ausgaben, wenn man denselben nicht noch die Ausgaben ein von Arbeitern eingerichtetes Auskunftsbureau ab als sie ihnen das Thörichte und Aussichtslose ihres Beginnens zwecken zu dienen haben, zuzählen will. mitgetheilt ist. Wenn dieſe ihren Gegnern nicht geglaubt haben, für den Bau von Eisenbahnen und Häfen, die Militär. helfen laffe, das sei aber nicht auf dem Lande der Fall; alle Redner aber waren darin einig, daß ein solches Büchlein auseinandersetzten, dann sollten sie doch jest wenigstens ihren " guten Freunden"(?) glauben." Mit den Einnahmen dürfte es in diesem Jahre bei für die Arbeiter von großem Werthe set. Wenn auch die Parteipresse derartige Gerichtserkenntnisse mit Angabe des Datums, des Das englische Zirkular, welches hier sitirt ist, enthält Saten haben. Wenn unter gegenwärtigen Verhältnissen tenntniffe, auch wenn die Arbeiter sich dieselben ausschnitten, dem allgemeinen Nothstand doch auch noch einen großen Ortes und der Instanz veröffentliche, so tamen doch diese Erinsofern einen Frrthum, als es die Ansicht ausdrückt, durch noch Jemand die Stirn hat, das deutsche Publitum für zuweilen abhanden; auch schon aus diesem Grunde fei das Er Beschränkung der Arbeitszeit in Deutschland könne die russische Anleihen zu gewinnen, dann stellt er sich mit den scheinen eines solchen Büchleins wünschenswerth. deutsche Konkurrenz für England gemindert werden. Die Depositenmardern der jüngsten Zeit auf eine vollständig Maffe und Billigkeit des Produkts hängt von der Arbeits- gleiche Stufe.zeit nicht ab die Länder mit der fürzesten Arbeitszeit find bekanntlich auf dem Weltmarkt voran, weil sie am billigsten und massenhafteften produziren. Wahr ist aber, daß die englischen Arbeiter die deutschen Arbeiter auf ihr eigenes, höheres Niveau zu heben wünschen, und daß sie in ihnen Kollegen, Kameraden und Genossen erblicken. Wahr ist auch, daß fie glauben, es liege in ihrem, der englischen Arbeiter, Intereffe, wenn die deutschen Arbeiter gleich gut ge stellt würden, wie sie selber. Ist das aber etwas Schlimmes? Im Gegentheil: dem Herzen und Verstand der englischen Arbeiter macht es Ehre, daß sie in der Förderung des Wohls ihres Nächst en die Förderung des eigenen Wohls sehen. Sie beweisen dadurch, daß sie die internationale Solidarität der Arbeiter interessen begriffen haben. Und wenn der deutsche Buchdruckerstreit kein anderes Resultat haben sollte, als daß er bei den englischen Arbeitern das Bewußtsein der internationalen Solidarität zum Durchbruch gebracht hat, dann würde er schon verdienen, in der Geschichte der Arbeiterbewegung mit einem rothen Kreuz bezeichnet zu Bur Agitation. Am vergangenen Sonntag wurde in den Dörfern des gesammten we st havelländischen Kreises Bosheit? Oder Unwissenheit? Oder Beides? eine für die Landbevölkerung besonders geeignete BroIn verschiebenen nationalliberalen Blättern finden wir be- fchüre verbreitet, welche nach der Ansicht unserer Brandenburger züglich der„ anarchistischen" Jagd- und Telegraphengeschichte Parteigenoffen sicher guten Erfolg haben wird. aus Spanien folgende, wahrscheinlich der„ Nationalliberalen Correspondenz" entnommene Notiz: werden. Ein ermäßigter Personentarif wurde heute von der Bayerischen Abgeordnetenkammer verlangt. Ein Antrag, die Regierung um baldmöglichste Einführung eines solchen zu ersuchen, wurde einstimmig angenommen. Minister Crailsheim akzeptirte den Antrag, weil darin die bayerische Regierung aufgefordert würde, die Initiative zu weiteren Verhandlungen zu ergreifen. Die preußischen Landtags- Verhandlungen würden vielleicht mehr Klarheit in die Sache bringen. Borläufig aber müsse die Frage, ob Bayern allein Vorgehen könne, offen bleiben. Wir bezweifeln, daß von Preußen aus die Ermäßigung des Personentarifs gefördert werden wird. Wird doch in den maßgebenden Junkerkreisen verlangt, daß vielmehr das Reisen den Arbeitern erschwert werde. immer die Gelüste, die Arbeiter an die Scholle zu binden, Go lange noch begünstigt werden, wird bei der Tariffeststellung für den Personenverkehr die Erleichterung desselben eine unter geordnete Rolle spielen. " " Das neue Würzburger Parteiblatt Unterfränkische Bollstribüne" hat infolge der thatkräftigen Agitation unserer Parteigen offen bereits über 900 Abonnenten. * Polizeiliches, Gerichtliches ze. Die Anarchisten putsche in Spanien( Keres) fonnten für Den, welcher die stark in das anarchistische Fahr waffer hinübergehende sozialistische Bewegung in diesem Der Stuttgarter Gemeinderath hat den Proteft der Lande verfolgt hat, nicht überraschend tommen. Die Sozialdemokratie gegen die Giltigkeit der Wahl des jetzigen Bewegung ist erst neueren Datums, jedoch wird die Organis Bürgerausschusses abgewiesen. fation als eine sehr umfassende bezeichnet. Das Haupt der spanischen Partei ist Iglesias und der Hauptsitz der spanischen Sozialdemokratie dürfte Barcelona sein. Ein deutscher SozialIn Erfurt hatte der Vertrauensmann Böhm während demokrat, der sich in Spanien aufhielt, um Land und Leute der Sigungen des Parteitages sowie während einer Volksversamm tennen zu lernen", hat dem Vorwärts" gefchrieben: Es ist lung ein Eintrittsgeld erhoben. Deshalb verurtheilte ihn mir wirklich eine Freude, wie in diesem zurückgebliebenen die Erfurter Polizei zu 20 bez. 5 M. Geldstrafe wegen Ver Lande die Arbeiterklasse ganz vom fosmopolitischen anstaltung einer nicht genehmigten Rollette. Das Schöffengericht Geiste erfüllt ist." Dieser Sozialdemokrat, der von den erkannte jedoch auf Freisprechung und legte alle Kosten der Staatsspanischen Sozialisten geradezu mit Enthusiasmus auf taffe zur Last. auf taffe zur Last.ed genommen wurde, hat auch wiederholte Unterredungen mit Iglesias gehabt und sich von demselben über die Bewegung in Spanien unterrichten laffen. Iglesias und seine Freunde haben ihre Agitation in aufhebendster Weise betrieben, und da ist es tein Wunder, daß bei den leicht erregten Spaniern es zu einem förmlichen Angriff anarchistischer Banden gegen die Stadt Keres tominen konnte." - Der Redakteur Ewald von der Branden burger Beitung" hat am Montag eine 14tägige Gefängnißstrafe im Brandenburger Amtsgerichts- Gefängniß angetreten. - Die Untersuchungshaft gegen Genossen Beus dauert immer noch fort, wiewohl am 24. Dezember bereits die Voruntersuchung geschlossen ist. Erste gefeßliche Voraus segung zur Verhängung einer Haft ist die, daß der Thäter der Der Telegraph hatte von einem anarchistischen" That bringend verdächtig" ist. Ift Genoffe Peus in der That Butsch gesprochen und obendrein in fehr nebelhaften der Verbrechen und Bergehen des Hochverraths und MajestätsAusdrücken- der nationalliberale Waschzettel sagt sofort: beleidigung, weswegen er hinter Schloß und Riegel ſizen muß, Die Anarchistenputsche in Spanien", also mehrere Anflage noch immer nicht erhoben ist. Die Anträge des Genossen so dringend verdächtig, so ist geradezu unerklärlich, weshalb die Butsche. Peus auf Haftentlassung sind abgelehnt, wiewohl Frau Peus Und dann soll Iglesias das Haupt der spanischen entbunden und infolge der Entbindung schwer erfrantt ist. Bartei", welche die Butsche macht, das heißt, der Anarchisten, Das Gericht nimmt mit der Staatsanwaltschaft an, daß Fluchtsein! Nun weiß aber jeder Genosse und Jeder sonst, der verdacht vorliege, weil dem Genossen eine Magdeburger Richterunsere Bewegung kennt, daß Iglesias der entschieden ste sprüchen entsprechende- also sehr hohe- Strafe droht. Genoffe Gegner der Anarchisten ist. Und da thut dieses national Stadthagen hat nunmehr auf Wunsch des Angeschuldigten die Bewegung" in Spanien ,, verfolgt" hätte! liberale Falschmünzervolt noch, als ob es die sozialistische Bertheidigung übernommen und ist der Ansicht, daß es ein juristisches Kunststück sei, in den harmlosen Worten des Genossen Peus etwas Strafbares zu finden. Zum großen Erstaunen Inzwischen sind nähere Nachrichten über die Affäre Stadthagen's find Peus Beschränkungen der persönlichen Freiheit von Cadiz" eingelaufen. Ein" Butsch" war's allerdings, auferlegt, die dem Zwecke der Untersuchungshaft und dem Geseze natürlich fein, anarchistischer", wenn auch ein Vorkommniß, durchaus nicht entsprechen. Die Untersuchungshaft foll teine Strafe Der Staatsanwalt als Zeuge. Das Verhalten des das sich nur aus der in Spanien thatsächlich herrschenden sein; sie hat nur den Zweck, die Flucht des Untersuchungsgefangenen zu Anarchie erklärt. Bauernhaufen aus der Umgegend verhüten und Verdunkelung des Thatbestandes zu verhindern, Staatsanwalts, der in dem Prozesse gegen Ledebour brangen in die Stadt und konnten ein paar Stunden lang Jede weitere Beschränkung wird in allen Kulturstaaten als eine am 16. Januar als Zeuge fungirte, ist von dem An- frei in der Stadt walten- bis Militär kam. Es scheint geistige Tortur angesehen. Beus ist selbst die Lektüre von Tolstoi's: getlagten selbst in einem Artikel des Vorwärts" beleuchtet. eben dort Alles aus Rand und Band zu sein. Die spanischen igung wird ihm dadurch beinahe unmöglich gemacht, daß ihm Worin besteht mein Glaube?" verwehrt! Die geistige BeschäfCharakteristisch ist es, daß von der gesammten Berliner Bauern leben im größten Glend, und daß sie Verzweiflungs- fofort nach Beschreibung eines Bogens derfelbe entzogen und er Bresse auch nicht ein Blatt an dem Verhalten des Ersten streiche begehen, ist nicht zum Verwundern aus Rubadurch gehindert wird, längere, zusammenhängende Artikel zu Staatsanwalts Woytasch in seiner Eigenschaft als Beuge land hören wir ja Aehnliches. Die Frage ist nur, ob es schreiben. Daß Beus' baldige Freilassung durchgesetzt werden kann, Anstoß nahm. In einer rein formalen Sache hatte er sich in Andalusien um eine blos lofale oder um eine erhofft sein Bertheidiger nicht. Die nöthigen Schritte zur BeAuskunft zu geben, und nachdem dieses geschehen, fügte er weiter ausgebreitete Erhebung handelt. Darüber lasser feitigung der weitergehenden Beschränkung der persönlichen Freiaus freien Stücken hinzu: die vorliegenden, sehr dürftigen Nachrichten uns noch im heit des Angeklagten, sowie zur Beschleunigung des Verfahrens Dunkeln. hat der Vertheidiger gethan. Voraussichtlich wird die Behand lung des Genossen Peus Gegenstand einer Besprechung im Reichstage werden. Er habe erklärt, nichts verschweigen zu wollen und so müsse er denn noch eine Mittheilung machen, von welcher er allerdings voraussetze, daß sie dem Angeklagten nicht zum Bortheil gereichen würde. Derselbe sei auf der schiefen Ebene von der Bolts- Zeitung" zur Sozialdemokratie herabgeglitten. Er ( der Beuge) habe im Vorwärts" ben Bericht über eine Vers sammlung gelesen, in welcher der Angeklagte erklärt habe, daß er zu revolutioniren beabsichtige. Daraus gehe hervor, daß es ihm nur ums Verhegen zu thun fei." " Der Gerichtshof selbst erklärte diese Aussage für ganz gleichgiltig und nicht zur Sache. Die Presse, nicht blos die fonfervative, sondern auch die freifinnige, findet dieses Verhalten des Staatsanwalts ganz in der Ordnung, oder fieht es als etwas so gleichgiltiges an, weil es sich gegen den von der Bourgeoispresse geächteten Ledebour wendet. Gegen ihn muß selbst der Staatsanwalt in jedem Falle Recht behalten. Verschwörungen gegen den Baren und gegen die russische Regierung werden von diesem so gefürchtet, daß man jede Mittheilung über dieselben in Rußland unter brückt sehen will, und so sucht man denn die geschehenen Verhaftungen auf andere Ursachen zurückzuführen, welche jedoch die russischen Zustände in noch schlimmerem Lichte erscheinen lassen. Die Massenverhaftungen in Warschau werden bestritten; die Verhaftungen überstiegen nicht die gewöhnliche" Bahl. Zwei Schwestern Hirschfeld und deren Bruder wären verhaftet, weil man bei ihnen Gedent medaillen zur Feier der polnischen Verfassung vom 3. Mai gefunden. Die beiden Damen seien gegen Bürgschaft entlassen, was aus dem Bruder geworden, weiß man nicht. Außerdem seien drei Gutsbesitzer aus dem Gouvernement Block zu je 1 Jahr Kerker verurtheilt, weil sie ohne behördliche Erlaubniß Bauernkinder unterrichteten. Solche Vorkommnisse lassen die Zustände in Rußland noch schlimmer erscheinen, als wenn die Verhaftungen wegen noch schlimmer erscheinen, als wenn die Verhaftungen wegen Verschwörungen und Attentate vorgenommen wären. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Soziale Uebersicht. Herr Ernst Knösel, Vorsitzender des Verbandes der Hands am 10. Januar in Friedberg zusammentrat, gestaltete sich zu entnommene Mittheilung, wonach zwei streikende HandschuhDer Parteitag der Sozialdemokratie Heffens, welcher schuhmacher Deutschlands, schreibt uns auf die der„ Volkswacht" einer imposanten Manifestation des arbeitenden Volkes, denn der macher aus Friedrichshagen( darunter der Handschuh- Dreſſeur Besuch war stärker als je; die Präfengliste ergab 78 Dele. Unger), in einer gesperrten Fabrit in Haynau in Schlesien in girte für 116 Orte. Nach dem halbjährigen Kassenbericht des Arbeit getreten sein sollten, daß diese Nachricht insoweit irrthümLandesfomitees stellte sich die Einnahme auf 426 W. 40 Pf., die lich fei, als es in Haynau während des Lohnfampfes geschlossene Ausgabe auf 320 M. 25 Pf., so daß ein Kassenbestand von Fabriten nicht gegeben habe und auch jetzt keine der Haynauer 106. 15 Pf. verblieb. Der zweite Punkt der Tagesordnung: Fabriken als gesperrt gelte. Die Reform der Verwaltungsgefeße, führte nach einem trefflichen Gleiches geht ferner aus einer Zuschrift des Haynauer VerReferate Ulrichs zu einer lebhaften Debatte, deren Ausgangspunkt die einstimmige Annahme einer Resolution war, in welcher faffers der irrthümlichen Notiz hervor. Die Nürnberger Buchdruckergehilfen haben unter Hinder Parteitag gegen die reaktionären, durch die Zeit überlebten Bestimmungen der Provinzial, Kreis, Städte und Landgmeinde- weis auf die Maßregeln der preußischen Regierung gegen den Ordnung, sowie gegen die regierungsseitig beliebten freiheit Unterstügungsverein deutscher Buchdrucker und unter Bezugnahme feindlichen Abänderungen derselben energisch protestirte und die auf die Aussichtslosigkeit eines ferneren Widerstandes in Nürnfozialdemokratischen Abgeordneten der hessischen Kammer beauftragte, berg den Ausstand für beendet erklärt. Von einer Nichtfür Abänderungen in freiheitlichem Sinne und zwar auf der Basis annahme ausständigen Personals, von welcher auswärtige unseres Parteiprogramms entschieden einzutreten. Ferner wurde das Blätter berichteten, ist nach der Fränt. Zagespost" in Nürnberg Landeskomitee beauftragt, im Verein mit den Abgeordneten eine nichts bekannt. billige Broschüre zur Verbreitung zu bringen, in welcher unsere Auch die deutschen Arbeiter Londons haben für die Stellungnahme zu den Berwaltungsgesehen in leicht faßlicher streikenden deutschen Buchdrucker eine UnterstüßungsWeise bargelegt wird. Ueber den britten Bunkt, die nächsten tom mission eingesetzt. furzer Debatte wurde die frühzeitige Stellungnahme zu den Die Arbeitslosen Magdeburgse hielten wiederum eine Wahlen mit Freuden begrüßt und dem Landeskomitee aufgegeben, Versammlung ab. In derselben wurde berichtet, daß der Oberin den für uns günstigen Kreisen im Verein mit den dortigen Bürgermeister das im Auftrag einer früheren Versammlung von Genoffen die Vorbereitungen zu treffen und der nächsten Kon der Deputation gestellte Gesuch, den Stundenlohn für die unterferenz Bericht zu erstatten. Sieben Wahlkreise wurden vorläufig gebrachten Arbeitslosen von 20 auf 30 Pf. zu erhöhen, abs aur Agitation in Aussicht genommen. Die Verhandlung über den geschlagen hat. Die Schilderung der Abgeordneten, wie weit das instruktives Referat Jöst's, da aus diesem die Delegirten nach Beispiel verheirathete Frauen sich der Prostitution ergeben, um Punkt: Organisation und Presse" beschränkte sich auf ein Glend und die Noth schon um sich gegriffen haben, daß zum jeder Richtung hin Klarheit darüber gewannen, in welcher Weise sich und ihren Kindern Brot zu schaffen, daß Gltern fhre Kinder Uebrigens berichtet der Petersburger Korrespondent fie für die Zukunft auf diesem Gebiete zu wirken haben. Nach betteln schicken, um sich selbst dadurch dem strafenden Arm zu des" Standard", daß die jüngsten in Polen statt bem noch auf Antrag der Offenbacher Genoffen befchloffen entziehen, hatte, nach dem Bericht der Magdeburger Boltsgefundenen Verhaftungen beinahe 300 betrugen. worden war, das Landeskomitee bis zur nächsten Konferenz in stimme", nur ein Achselzucken des Herrn Boetticher zum Erfolg. Die Hälfte derselben wurde durch das Lehren der Diensten zu lassen, wurde der Parteitag mit einem begeisterten Auf die Mittheilung, daß einer von den auf der Nordfront Be polnischen Sprache in geheimen Schulen Hoch auf die Sozialdemokratie gefchloffen. schäftigten vor Hunger bei der Arbeit umgefallen ist, erwiderte veranlaßt. der Bürgermeister, dies zu untersuchen. Ich habe bereits", sagte Aus Krakau geht der Bossischen Zeitung" folgende Sannover angeregte Frage, ob es nicht im Intereffe unfever pflichtet, nur Arbeiter einzustellen, welche ihnen vom Magiftrat Reiflicher Ueberlegung bedarf die im Wahlverein zu er, mit einigen Unternehmern unterhandelt und dieselben ver telegraphische Mittheilung zu: Partei liege, daß alle mit der Arbeiterbewegung in zugewiesen werden, da ist es möglich, daß fleißige ArNach Warschauer Berichten wurden von 155 Verhafteten Busammenhang stehenden wichtigen Gerichts- beiter 2,10 M. den Tag verdienen. Die Arbeiter werden 80 enthaftet. Behn, darunter zwei Juristen, wurden auf erkenntnisse vom Parteivoriande in Broschüren form sich dann wohl fühlen, vom Magistrat Arbeit erhalten administrativem Wege ins Innere Rußlands geschickt. Ueber herausgegeben und wenn es möglich, gratis an die Vorsitzenden zu haben." Der Herr Bürgermeister erklärte dann, ferner Judenverfolgungen in den Gouvernements Pensa und Saraton von Arbeitervereinen und an die Vertrauensmänner verabfolgt nicht mehr mit einer Deputation der Arbeitslosen zu unterhandeln. verlautet, daß als Vorwand hierzu das Gerücht von massen würden. Manche Unannehmlichkeiten und Kosten würden erspart Wenn die Arbeitslosen noch Wünsche hätten, so sollten sie diebafter Anhäufung von Getreide durch die Juden diente. In und manche Klage würde zu Gunsten unserer Genossen, die nicht selben schriftlich bei ihm eiureichen. Hiermit war die Deputation Sinderow wurden gegen hundert Häuser zerstört, mehrere Per- immer im Stande sind, gegen das Urtheil der ersten Instanz entlassen. Die Arbeitslosen beschlossen nach eingehender Disfonen getödtet und verwundet. Der Versuch, in Saransk ein Berufung einzulegen, entschieden werden, wenn fie fich fussion, in allerneuester Zeit wieder eine Versammlung einjüdisches Bankhaus in die Luft zu sprengen, mißlang. der Verhandlung auf das Urtheil eines Gerichts zuberufen und hierzu das gesammte Stadtverordneten- Kollegium Die russischen Blätter müssen schweigen; aber Alles, hofes berujen können. Auch mancher Gastwirth würde einzuladen. Diese Versammlung soll definitiv darüber beschließen, er wie die Arbeitslosen sich zu dem Arbeitsverhältniß bei der Nordwas in die Deffentlichkeit bringt, läßt auf baldigen Aus- fein Lokal eher zu Bersammlungen hergeben, wenn bruch umfassender Unruhen schließen. wüßte, daß er der Polizei gegenüber auch Rechte habe front stellen. Einstimmig protestirten dann die Arbeitslosen in und welche Rechte. Würden namentlich die in der Bewegung einer Resolution entschieden gegen das System, den Unternehmern Der russische Etat für das Jahr 1892 ist auf thätigen Genossen im Bests dieser Broschüre sein, dann würden die Abräumung der Nordfront zur Weitergabe an die Arbeits965 303 066 Rubel Ausgabe und 891 034 691 Rubel Ein- fie nicht so bilf- und rathlos etwaigen Strafmandaten gegenüber losen zu vergeben, denn durch dieses System sei bei der jebigen stehen, als dies vielfach noch heute, namentlich in der Provinz großen Arbeitslosigkeit der Ausbeutung durch die Unternehmer nahmen festgestellt; es ist also ein Defizit von 74 268 375 M. Der Fall fei. Der betreffende Redner, Genosse Baul, hoffte, der größte Spielraum gewährt; auch erklärte die Versammlung, vorhanden, das durch Anleihen zu decken ist. daß auch die Genossen in der Provinz zu dieser Frage Stellung daß unter 30 Pf. pro Stunde nicht gearbeitet werden könne. Von den Ausgaben fallen allein 247 824 688 Rubel nehmen. In der Diskussion wurde noch hervorgehoben, daß in auf Zahlungen für Anleihen und 308 929 365 auf Militär- den größeren Städten sich diesem Mangel theilweise durch bei " Theater. Mittwoch, den 13. Januar. Opernhaus. Cavalleria rusticana. Die Verlobung bei der Laterne. Coppelia. Schauspielhaus. Der zerbrochene Krug. Der eingebildete Kranke. Lessing- Theater. Das vierte Gebot. Cavalleria rusticana. Deutsches Theater. Doktor Klaus. Berliner Theater. Der Hütten befizer. Residenz- Theater. Madame Mon godin. Vorher: Modebazar Violet. Wallner- Theater. König Krause. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Mikado. Thomas- Theater. Luftschlösser. Bellealliance- Theater. Der ledige Hof. Ostend- Theater. Hamlet, Prinz von Dänemark. Adolph Ernst Theater. Der Tanzteufel. Alexanderplat- Theater. Schwarze Brüder. Feenpalast. Spezialitäten- Borstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spe zialitäten- Vorstellung. Theater der Reichshallen. Spe= zialitäten- Vorstellung. Circus Renz. Karlstraße. Mittwoch, den 13. Januar 1892. Abds. 714 Uhr: Auf Selgoland" oder Ebbe und Fluth. Große hydrologische AusstattungsPantomime in 2 Abtheilungen mit National- Tänzen( 60 Damen), Aufzügen 2c. Ferner Dampfschiff- und Bootfahrten, Wasserfälle, Riefenfontänen mit allerlei Lichteffekten zc. sowie neue E. Renz. Arrangements vom Direktor Außerdem: Great Steeple Chasse von 6 engl. Vollblut- Spring pferden, dress. und vorgef. von Herrn Franz Renz. Johaniter geritten v. d. Schulreiterin Frl. Oceana Renz. ContreAfrobaten. Mlle. Theresina auf dem danse, ger. v. 9 Herren. The 3 Eltons, 20 Fuß hohen Drathseil. Auftreten der vorzüglichsten Reitkünstlerinnen u. Reitkünstler. Komische Entrees von sämmtlichen Klowns 2c. Täglich: Auf Helgoland. Sonntag 2 Borstellungen. Nachm. ( 1 Kind frei.) Auf viels. Verlangen Amor in der Küche. Abends 7/2 Uhr Auf Helgoland. E. Renz, Direktor. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor- Circus G. Schumann. Konkordia- Valant- Theater. Spe- Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstr. ftellung. zialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Gratweil'sche Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Heute sowie täglich: Auftreten der Hamburger Gaudebrüder Konzert und Koupletsänger. Anfang Wochentags 7/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochentags 10 Pf Pf., Sonntags 25 Pf. Empfehle meinen berühmten Mittagstisch à la Duval. 3 Kegelbahnen 6 Billards, 2 Säle. 1169L Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direttion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Bazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. Mittwoch, 13. Januar, Nachmittags 3/2 Uhr: Extra arrangirte Schülerund Kinder- Vorstellung. Letztes Auftreten der Colibri- Truppe in ihren Berliner Buchdrucker!! Morgen, Donnerstag, den 14. Jaunar ds. Is., Abends 128 Uhr: Allgem, Buchdrucker- Versammlung mit Hilfsarbeitern und Hilfsarbeiterinnen im großen Saale der Berliner Bock- Brauerei, am Tempelhofer Berg. Tages- Ordnung: 1. Bericht über die gegenwärtige Situation. 2. Verschiedenes. eingeladen. Achtung! 148/19 Sämmtliche Kollegen, Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen sind hierzu Der Einberufer. Mufitinstrumenten Maler und Anstreicher! Arbeiter. Laut Beschluß der Generalversamm Deffentliche Versammlung vorzüglichen Leiſtungen. Billetpreise: lung vom 11./1. 92, werden vom Fach- am Donnerstag, den 14. Januar ds. Js., Abends 8 Uhr, in Loge 1 M. 50 Pf., Sperrsit u. Tribüne verein der Musikinstrumenten- Arbeiter Deigmüller's Saal, Alte Jakobstrasse 48 a. Tagesordnung: 1. Der Gesetz- Entwurf, betreffend die Gewerbe- Schiedsgerichte. Referent 1 M. für Kinder. I. Platz 60 Pf., Listen zu Sammlungen für die ftreifenII. Platz 40 Pf., III. Platz 20 Pf. den Buchdrucker, Handschuhmacher und Abends 72 Uhr: Grosse Brillant- Weißgerber ausgegeben. Listen sind Genosse Th. Mehner. 2. Verschiedenes. Vorstellung mit neuem vorzüglich ge- abzuheben täglich Abends von 81/2 bis 222/10 wähltem Programm. Unwiderruflich! 10 Uhr, Naunynstr. 78, bei Rohr und Abschieds- Debüt der beliebten Colibri Stralfunderſtr. 11 bei Roll. Lehr. Truppe. Zum Zum Schluß der Vor- 435/5 stellung: ,, M. W.", oder Berliner Rinder" im Sommer und im winter. Große Wasser- und Feuer Bantomime mit großartiger Ausstattung und fenfationellen Wasser- und Feuer Effekten. Morgen: Große Vorstellung. Neues Programm. Zum Schluß:„ M. W." Orts- Krankenkasse d. SteinDer Vorstand. Zentral- Kranken- u. Sterbefasse der Maler Nr.71, Siz Hamburg) ( Eing. fr. Hilfskasse Berlin W. Filiale IV. Versammlung am Mittwoch, 13. Jan., Ab. präz. 8 Uhr, im Restaur. Hämmerle, Bülowftr. 59. Tagesordnung: 1. Raffenbericht. 2. Wahl der örtdrucker u. Lithographen. lichen Verwaltung. 3. Verschiedenes. Deutscher Schneider u. Am 10. Januar cr. verstarb unser Mitglied, der Steindrucker Herr Albert Heine. Die Beerdigung findet am 13. b. m., Schneiderinnen- Verb. Nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des Ende Januar beginnt ein neuer alten Sophienkirchhofes, Bergstraße, Buschneidekursus und wollen Mit aus statt. Castan's Panopticum zahlreiche Betheiligung bittet Friedrichstr. 165a, Ecke Behrenstr. eu: Coloffal- Gruppe Bauern- Aufstand! Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab. PassagePanopticum. Neu: Die Um 942b] Der Vorstand. Künstliche Zähne à Bahn 2 Mart glieder, welche hieran theilzunehmen gewillt sind, fich melden im ZentralArbeitsnachweis- Bureau, Markgrafenstraße 88; geöffnet von 8-1 Uhr. Krankheits halber ist ein Maskengarderoben. Geschäft sehr preiswerth zu verkaufen.[ 9346 Der Vertrauensmann. Fachverein der Holz- und Bretterträger Berlins n. Umg. 3. Donnerstag, 14. Januar, Ab. 73 Uhr, in Hoffmann's Festsälen, Oranienstraße 180, Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1891. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes.- Gäste find willkommen. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Die Kollegen werden darauf aufmerksam gemacht, daß in dieser Vérfammlung die Mitglieder- Billets ausgegeben werden. 173/9 Vereinig. aller in der Schmiederei besch. Pers. ( Bahlstelle Berlin.) Sonnabend, den 16. Januar: Großer Wiener Maskenball 279/15 in der Brauerei Friedrichshain. Um 12 Uhr: Großer Festzug und Demaskirung. Die Ballmuftk wird von 2 Kapellen ausgeführt. Anfang 81/2 Uhr. Freunde und Kollegen sind hiermit eingeladen. Billets à 50 Pf. find in allen Zahlstellen zu haben. Das Komitee. Vereinszimmer, Simeonstr. 28:| Kinderwagen. Größte SagerBerlins 2b Reinickendorferstr 2b. 1779L Näh. Hallesches Ufer 23, b. Portier. faff. zu vergeb. Flid, Simeonftr. 23. Andreasftr.23H. p. Neuestes Genuss- und Volks- Nährmittel für alle Kreise von höchster Wichtigkeit. 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Zum Etat des Reichstags liegt der Antrag des Abg. Baum bach vor: Den Bundesrath zu ersuchen, eine Abänderung der Reichsverfassung Art. 32 in dem Sinne herbeizuführen, daß die Mitglieder des Reichstages aus Reichsmitteln Diäten und Reisetoften erhalten. Mittwoch, den 13. Januar 1892. einmal in Erwähnung ziehen. 9. Jahrg. Kloz, daß ich über den glied des preußischen Abgeordnetenhauses dagegen, daß dieses neue Kurs in Bezug auf die Diätenfrage anderer Ansicht ist wie niedriger steht als der Reichstag.( Zustimmung links.) der alte Kurs. Das allgemeine Wahlrecht wird dadurch erst recht zur Wahrheit, Abg. Stöcker( dk.): Ich wollte das nicht unwidersprochen daß wir den Kreis der zu Wählenden möglichst erweitern. Es laffen, was Herr Lieber von dem Fürsten Bismard gesagt hat; mag sein, daß der eine oder der andere der Herren hier nicht ich kann das um so eher, als ich vom Fürsten Bismarck niemals mehr erscheint( 3ustimmung links); aber darauf fann es nicht etwas Gutes erfahren habe. Herr Richter hat gemeint, daß ankommen, wenn dafür ein Würdigerer erscheint. Nicht das all- Fürst Bismarck mich habe in die Höhe steigen lassen. Ich habe gemeine Wahlrecht hat den Ton der öffentlichen Diskussion herab- eher Widerstand erfahren beim Fürsten Bismard; es fann gestimmt, sondern das muß offen ausgesprochen werden, das war nur in einem Fortschrittskopf eine solche Meinung wie der frühere Kanzler des Deutschen Reichs.( Lebhafte Zustimmung Herrn Richter's entstanden sein. Was an Rohheit dem allgemeinen links.) Ist die Wahlagitation bei den diätenbegabten Landtagen Wahlrecht anhaftet, das rührt nicht vom Fürsten Bismarck her. etwa weniger roh und unwürdig, als die Reichstags- Wahl- Wiele werden dem Fürsten Bismarck dankbar sein, daß er manchagitation? Hoffentlich wird der neue Kurs der Regierung end- mal auf einen groben Klotz einen groben Keil gesetzt hat und es lich einmal die Bemerkung verschwinden machen aus den aften wird vielleicht wieder einmal nothwendig sein, daß jemand über des Reichstages: Der Bundesrath hat den Beschluß für die Diäten die Schärfe des Wortes verfügt.( Zustimmung bei den Nationalabgelehnt.( Zustimmung links und im Zentrum.) liberalen). Im übrigen bin ich geneigt, für die Diäten einAbg. Baumbach: Der von der freisinnigen und Volkspartei eingebrachte Antrag ist kein neuer, er kann in der nächsten Zeit mehr bebattirt, sondern einfach betrefitt werden, ueberwerben hier mehr vertreten wären. Das allgemeine Wahlrecht hat etwas Abg. Bebel: Ueber diese Frage sollte eigentlich gar nicht zutreten, weil ich wünsche, daß die Vertreter des Mittelstandes ſein fünundzwanzigjähriges Jubiläum feiern. Er ist vor 25 Jahren den Abgeordneten Diäten gezahlt, in den Landtagen, Provinzial- vertreten; der Geehandel hat hier keine Vertretung. Besser wäre schon einmal angenommen worden, aber Fürst Bismarck hat ihn vertretungen, ja sogar in den Kreisausschüssen. In dem kon- es, wenn der Reichstag so aufgebaut wäre, daß alle Berufsbefämpft; er machte das Zustandekommen der Verfassung ab- ftituirenden Reichstage zahlten die meisten Staaten ihren gewählten hängig von der Verweigerung der Diäten. Die damals für Vertretern Diäten, mit Ausnahme von Preußen und Reuß j. L. tände vertreten sind. Diesen Gedanken sollten die Regierungen Diäten geltend gemachten Gründe sprechen auch heute noch dafür. Nur Fürst Bismarck setzte durch, daß die Diätenzahlung nicht in Es hat sich gezeigt, daß die Sessionen sich nicht verlängern, daß die Berfaffung kam. Es wurde damals auch der Antrag gestellt: lich für die Diäten ausgesprochen hat, so will ich darauf Abg. Lieber( Zentr.): Well Herr Stöcker sich so freund. die Berufsparlamentarier, die dem Fürsten Bismarck ein Dorn im Auge waren, nicht das Uebergewicht haben. Uebrigens ist ein Reiner, der ein direktes Staatsamt bekleide, solle ein Mandat an- lich für die Diäten ausgesprochen hat, so will ich darauf Berufsparlamentarier, der immer den Verhandlungen beiwohnt, bewilligung. Geit jener Zeit sind verschiedene Versuche gemacht Alt- Reichskanzler etwas unwahres gesagt habe, den groben nehmen dürfen; dieser Antrag fiel ebenso wie die Diäten verzichten, auf den groben immer noch besser als ein Abgeordneter honoris causa, der worden, die Diäten durchzubringen, sie scheiterten am Widerstande Reil zu setzen. Bezüglich des Reichkanzlers a. D. und Reichstags. immer in der Ferne weilt.( Heiterkeit.) Die Diätenlosigkeit hat bes Bundesraths. Man fürchtete, pas rabitale Glement würbe Abgeordneten in absentia will ich nur erinnern, daß er dem gerade dazu geführt, daß immer mehr Berufsparlamentarier und mit den Diäten in größerer Zahl in den Reichstag eindringen. Zentrum einen Meuchelmörder an die Rockſchöße hängen wollte, Zeitungsschreiber gewählt worden sind, weil kein Privatmann In Bezug auf die Sozialdemokratie sind jene Befürchtungen nicht daß er die persönlichsten Angriffe als Waffe benutte... bereit war, ein Mandat zu übernehmen. Als ein fonfervatives eingetreten. Die Diätenlosigkeit hat feinen Sozialdemokraten( Präsident v. Leve how bittet die Angriffe auf einen abGegengewicht gegen das demokratische allgemeine Stimmrecht hat abgehalten, ein Mandat anzunehmen. Auch in Zukunft wird die wesenden Reichstags- Abgeordneten zu unterlassen.) Ich hätte fich die Diätenlosigkeit auch nicht erwiesen. Uebrigens wäre ein Diätenfrage für uns kein Hinderniß sein; wir können heute alle gewünscht, daß er hier gewesen wäre, um ſelbſt meine Worte zu Korrektiv doch nur nothwendig für eine fehlerhafte Sache. Das allgemeine Stimmrecht ist aber nicht fehlerhaft, denn es bringt unsere Mitglieder entschädigen, wir könnten sogar den anderen hören. Ich brauche nur an die Aeußerungen der„ Hamburger den Grundsatz der Gleichberechtigung aller Staatsangehörigen Seiterfeit.) Nur die bürgerlichen Parteien leiden an der DiätenKollegen Diäten zahlen, wenn es gefordert würde.( Große Nachrichten" zu erinnern. Abg. Richter: Jch bleibe dabei, daß Herr Stöcker erst dann allein im vollen Maße zum Ausdruck. Freilich hat der frühere losigkeit, weil die Opferwilligkeit bei ihnen nicht so aus eine größere Rolle zu spielen begann, als der Fürst Bismarc Minifter von Buttkamer einmal eine Abänderung des allgemeinen gebildet ist wie bei uns, und ihre Organisation zu wünschen den Antisemitismus begünstigte, sonst wäre Herr Stöcker niemals Stimmrechts für nothwendig erklärt, aber es würde sich wohl jeder, der läßt und weil die Herren sich in 1ozialen Stellungen be- in den Reichstag oder in den Landtag gewählt worden. Als eine solche Aenderung beantragen würde, politisch unmöglich machen. finder. es undelifat ist, Diäten anzunehmen. Die der Kartellgedanfe auffam, mußte Herr Stöcker sich verpflichten, Die Opposition ist auch nicht unterdrückt worden durch die A33. Caldorff und v. Bennigsen sagten, die Diäten- bis zu den Wahlen auf jede politische Thätigkeit zu verzichten. Diätenlosigkeit. wenn ein Mann wie Graf Kanik einmal aus Ueberzeugung winen, daß das allgemeine Wahlrecht nicht aus Liebe gegeben einzugehen.) Was ist es denn überhaupt für ein Unglück, frage Rände in enger Beziehung zur Frage des Wahlrechts. Wir( Präsident v. Leve tow bittet, nicht auf solche Persönlichkeiten Opposition machte? Das ist die Pflicht eines politischen Mannes wurde. Vielmehr geschah es, wie Fürst Bismarck sagte, weil Abg. Stöcker: Ich weiß nicht, daß Fürst Bismarck sich in gewissen Fällen. Es ist nur schade, daß man unfere Opposition man nichts Besseres hatte, weil die Grundlage einer passenden jemals dem Antisemitismus geneigt gezeigt hätte. Es iſt eine nicht immer unter diesem Gesichtspunkt betrachtet hat. Die Steuergesetzgebung fehlte. Das allgemeine Wahlrecht hat dem Beleidigung meiner Wähler, wenn Herr Richter meint, daß dies Sozialdemokraten sind auch wohl manchmal der Meinung, daß Partikularismns entgegengearbeitet, hat das Ansehen des Reichs: selben auf einen Wink der Behörde anders wählen würden, als bie„ gesättigten Griſtenzen" weniger schnell vorwärts gehen, als tags erhöht. Abg. von Helldorff hat Recht, wenn er fagt, das sie wollen. Durch Einreichung meiner Demiſſion habe ich gezeigt, biejenigen, welche sich nicht im Besize befinden. Herr Bebel hat Ansehen des Reichstags sei höher als das der übrigen Ver- daß ich meine Ueberzeugung vertrete. Ich habe durch meine zeitHerrn von Vollmar eine darauf bezügliche Vorhaltung gemacht. tretungs- Körperschaften; aber der Grund hiervon ist nicht der weilige Zurückhaltung nur den Beweis geliefert, daß es mit Die Sozialdemokraten haben es aber dahin gebracht, daß sie jenige, den er angab, sondern liegt in dem allgemeinen Wahlrecht dem Kartell nicht geht. Einen solchen Vorwurf finde ich nicht beinahe drei Dutzend Abgeordnete haben, die einmal der Reichs- und in dem Charakter des Richstags als Vertretung des ganzen nobel. fangler Fürst von Bismarck ihnen gönnte. Sie zahlen geringe deutschen Volkes. Das Ansehen des Reichstags muß sinten, wenn einen erheblichen Anhang hat, weiß ich; aber dieser Anhang reicht Abg. Richter: Daß Herr Stöcker unter seinen Wählern Diäten; man fann ja darüber sprechen, denn der man das Wahlrecht angreift; schafft man es ab, so werden die neue Reichskanzler wird wohl nicht veraltete Paragraphen Massen auf den Weg der Revolution getrieben, denn wenn die zur Mehrheit nicht aus; Herr Stöcker ist nur auf Strücken anderer des Landrechts heraussuchen, um ihnen den Gewinn entreißen. felben keine Hoffnung nehr haben, auf dem Wege einer Parteien in den Reichstag gekommen. Die Aufrechterhaltung des Man soll die Verfassung nicht leichtherzig ändern. parlamentarischen Bertretung ihre Zwecke zu erreichen, so werden Kartells hat vom Herrn Stöcker nicht abgehangen. Der abwesende Aber hat man nicht die Verfaffung geändert bezüglich der Frage sie zur Hoffnungslosigkeit, zur Berzweiflung getrieben, weil Abg. Fürst Bismarck trägt die Hauptschuld an dem Antisemitismus, der Dauer der Legislaturperioden und liegt nicht jetzt vor eine fie fich sagen, mit diesem Staatswesen ist überhaupt auf seine wohlwollende Neutralität ist alles Häßliche dieser BeHenderung bezüglich der Immunität der Abgeordneten? Ist nicht nichts anzufangen; es verdient, je eher je lieber zu Grunde zu wegung zurückzuführen. die Gewährung freier Fahrt auf den Eisenbahnen, wenn sie auch gehen. Die Sozialdemokraten werden feinen Schaden von der Abg. Stöcker: Meine Person hat für allgemeine politische jezt sehr eingeschränkt ist, eine Durchbrechung der Diätenlosigkeit? Abschaffung des allgemeinen Wahlrechts haben. Ich bin Berhältnisse keine große Bedeutung, aber für Berlin hatte sie eine Das Ansehen eines diätenlosen Abgeordneten soll ein größeres namentlich deshalb gegen Vollmar aufgetreten, weil er die gewisse Bedeutung, das beweisen die wachsenden Zahlen meiner fein; ist das Ansehen eines Mitgliedes des preußischen Ab- Fühlung mit den Massen verloren hatte und deshalb die Be- Anhänger bei den Reichstagswahlen. Daß Fürst Bismarck an geordnetenhauses ein geringeres als das eines Reichstags- Mit- dürfnisse der Massen nicht flar erfannte. Wir vertreten die der antisemitischen Bewegung nicht schuld ist zeigt die Ausgliedes? Die Gewährung von Diäten würde vielleicht dahin Interessen der Arbeiter, weil wir Fühlung mit den Massen dehnung dieser Bewegung in jebiger Zeit. führen, daß die Vertreter des Mittelstandes, auch die kleineren haben. Und wenn unter uns sozialdemokratischen Abgeordneten Abg. Nichter: Die wachsende Zahl der Anhänger Stöcker's Landwirthe hier mehr vertreten wären. Selbst bei den Sozial- feine Arbeiter sind, so ist daran nicht die Diätenlosigkeit schuld, ist nur entstanden aus der Vereinigung der Nationalliberalen, demokraten stellt sich heraus, daß unter denselben sehr wenige fondern weil ein Arbeiter als Reichstagskandidat national Konservativen und aller nicht freifinnigen Elemente. Bei den Arbeiter, aber sehr viele Schriftsteller, Redakteure, Jour- ökonomisch gemaßregelt wird. Auch das Sozialistengesetz hat Stadtverordnetenwahlen hat sich das Aussterben der Berliner nalisten u. f. w. vorhanden find, weil Arbeiter ohne Diäten die Viele gezwungen, aus ihrem Berufe auszutreten; ich selbst würde Bewegung gezeigt. Die Judenheze wird nur deshalb hervor Last eines Mandats nicht übernehmen können. Wie stellt sich der noch heute Drechslermeister in Leipzig sein, wenn ich nicht aus- gezerrt, weil die Konservativen sich nicht mehr über Waffer halten neue Reichskanzler zu dieser Frage? Wird er die Konsequenz des gewiesen worden wäre. Herr von Bennigsen hält es können. In Berlin, wo man die Herren kennt, zieht das Stück allgemeinen Stimmrechts ziehen? Die Bewilligung von Diäten würde eine Stärkung des Reiches, nicht blos des Parlaments bedeuten, jetzt nicht für zweckmäßig, eine Verfassungsänderung vor- nicht mehr; nur auf dem Lande, wo man bisher nur Nationaldenn der Reichstag vertritt neben dem Kaiser die Idee des zunehmen; als aber vor vier Jahren die Verlängerung liberal war, zieht das Schauspiel noch etwas, bis man es auch Der Legislaturperiode vorgeschlagen wurde, hatte er ein dort zu langweilig findet. Reiches; eine Stärtung des Reichstages würde auch eine Stär- folches Bedenken nicht. Nicht gerade aus Parteiinteresse Abg. Stöcker: Die Nationalliberalen zählen in Berlin nicht tung des Reiches sein.( Beifall links.) stimmen die Herren gegen die Diäten, sondern aus Klassen erheblich, gegenüber den Stadtverordnetenwahlen verweise ich auf Abg. Haberland( 3.) schließt sich dem Antrage vollständig interesse, um die Massen möglichst aus den Vertretungstörpern die Kirchenwahlen, welche positiv ausgefallen sind. Auf so kleinliche an. Die Rapitalisten können ohne Diäten im Reichstag fizen; fernzuhalten. Gerade die Herren, welche sich als Anwälte des Dinge stützt sich die antisemitische Bewegung nicht; sie ist die fie beziehen ihre Zinsen weiter; ebenso die Beamten, deren Geleinen Mannes, des Bauern und Handwerkers hier aufspielen, Auflehnung gegen die schimpfliche Fremdherrschaft, die wir so halt weitergeht. Aber der fleine Geschäftsmann, dessen Kennt wünschen eine exklusive Vertretung der besitzenden Klassen. Es lange getragen haben. niffe des praktischen Lebens gerade zu brauchen wären im Reichs ist ihnen natürlich sehr unangenehm, mit den Kandidaten anderer tage, muß sich von dieser Stellung fern halten, weil sie von ihm Barteien zu fonfurriren und von ihrem Isolirschemel herabzu große Opfer fordern würden. zusteigen, um auch dem einfachen Mann aus dem Volt ihre AnAbg. v. Bennigfen: Wie ich annehme, wird die Mehrheit ichauungen zu entwickeln. Ich erblicke aber gerade in dieser diese Debatten nur anfangen, weil sie Sachliches gegen die Abg. Singer: Ich habe die Ueberzeugung, up ble Herren meiner politischen Freunde sich wie auch früher für den Antrag politischen Agitation bei den allgemeinen Wahlen ein ungeheures Diäten nicht vorzubringen wußten. Abg. Stöcker sagte, das aussprechen; die Gründe liegen darin, daß bei der Gewährung Erziehungs- und Bildungsmittel, und es müßten deshalb möglichst deutsche Volt habe sich dem Antisemitismus zugewandt, um die von Diäten die Auswahl der Kandidaten eine leichtere ist, daß oft Wahlen stattfinden. Man mag über die direkte Gesetzgebung schimpfliche Fremdherrschaft abzuschütteln. ferner die Diäten die Beschlußfähigkeit besser garantiren. Wenn durch das Volk denken, wie man will, jedenfalls ist schimpfliche Fremdherrschaft abzuschütteln. Wäre der Antiein Theil meiner Freunde gegen den Antrag stimmt, so liegt das fie femitismus wirklich aus solchen idealen Gründen entstanden, so ein ganz außerordentliches Mittel zur politischen könnte sich in ihm nicht so viel Rohes und Gemeines zeigen. Ich einmal an finanziellen Erwägungen, ferner daran, daß diese Ver- Aufklärung. Wenn in dem Empfange von Diäten eine rede natürlich hier nicht von der Fraktion dieses Hauses. Die faffungsänderung nicht für sich allein betrachtet werden kann. Herabsehung Herabsehung des Reichstages liegt, warum halten es Die Diätenlosigkeit ist als Korrektiv des allgemeinen Stimmrechts denn die Mitglieder des Bundesrathes mit ihrer Würde Ursachen sind aber in Wirklichkeit ganz andere, wie sie ein öfterangenommen worden, deshalb liegt es nahe, die Frage des für vereinbar, während ihrer Anwesenheit in Berlin sehr hohe reichischer Kollege richtig gekennzeichnet hat; er fagte:„ Der Stimmrechts ebenfalls in Erwägung zu ziehen. Deshalb stimmt Diäten anzunehmen? Oder ist das Ansehen der Monarchen da- Antisemitismus ist der Sozialismus der dummen Kerle"( Heiterein Theil meiner Freunde gegen den Antrag. durch vermindert worden, daß man in verschiedenen Staaten auf feit), und das ist richtig. In der That giebt es Leute, die mit den bedrängten wirthschaftlichen Verhältnissen Abg. Graf Behr( Reichsp.): Der Antrag ist nicht neu, eben- Grund der gestiegenen Lebensmittelpreise die Zivilliſten der nicht zufrieden sind und auf dem Wege zu der Partei, die sowenig sind die Gründe und Gegengründe neu. Deshalb kann Monarchen bedeutend erhöht hat? Ich habe nicht gehört, daß diesen gegenwärtigen Zustand bekämpft, von den Antisemiten abich mich darauf beschränken, zu erklären, daß meine Freunde wie die Konservativen im preußischen Abgeordnetenhause gegen die früher gegen den Antrag stimmen werden. Erhöhung der Zivilliste gestimmt haben. Für uns ist der Aus- gefangen wurden und denen die Herren Stöcker und Genossen Abg. von Helldorff( dk.): Eine Berathung meiner Freunde gang dieser Sache fehr gleichgiltig. Frankreich zahlt seinen einen Prügelknaben in den Juden schufen. Wenn die Leute die Nation überwunden haben, so wird Stöcker sitzen und seine hat nicht stattgefunden; ich glaube aber, daß meine Freunde wie Bolksvertretern jährlich 12 000 Fr. Diäten, giebt ihnen freie großen Reden nimmer weiter ziehen. Den jüdischen Glaubensfrüher gegen den Antrag stimmen werden. Ich erwarte von den Eisenbahnfahrt und daneben noch freies Buffet, und trotzdem und Diäten teine Stärkung, sondern eine Schwächung des Reichstags. troß des allgemeinen Stimmrechts haben wir in Frankreich bis genossen aber rathe ich dem Antisemitismus gegenüber nach dem Ich habe die Empfindung, daß wir hier einen höheren Stand- jetzt noch nicht die Erfolge erzielt wie in Deutschland.( Beifall werden, ist ehrenvoll, von der Gemeinheit gehaßt zu werden, ist Worte Feuerbach's sich zu richten: Von der Dummheit gehaßt zu punft einnehmen als die Parlamente, welche Diäten beziehen. bei den Sozialdemokraten.) Nicht fleinliche Interessen führen uns hier zufammen, sondern Abg. Werner( Antisemit): Herr v. Helldorff ist schon verhöhere geistige Interessen, die auch allein maßgebend sein follten. Praktisch wirkt die Zahlung der Diäten dahin, schiedentlich widerlegt worden; es ist begreiflich, daß die Konser gefangen, sondern Herr Richter. Das Wort Gemeinheit hätte baß sich die Konkurrenz um die Mandate verstärkt; ich vativen gegen die Diäten stimmen; unter ihnen giebt es eine Herr Singer nicht auf meine Partei, sondern auf seinen ehewünsche aber, daß möglichst wenig Berufsparlamentarier hier figen. große Zahl von Regierungsbeamten, deren Gehalt weiter läuft, maligen Kompagnon Rosenthal und beffen gerichtlich festgestelltes unentgeltliche Stellvertretung gewährt Wort anwenden sollen. Die Sorge um die Seele des Volkes hat Die Korrektur gegen die schlechte Besetzung des Hauses müssen benen auch Die anderen Reichstags Abgeordneten müssen diese uns in die Bewegung hineingetrieben. Den Juden möchte ich den wir suchen in unserer Geschäftsordnung und in der befferen, wird. Erhöht es das Ansehen des Hauses Rath geben, bescheidener zu sein und lieber aus dem Lande zu fachlicheren Gestaltung unserer Debatten, welche dieselben ab. Roften selbst tragen. türzen. Das allgemeine Wahlrecht zieht das Niveau der Diskussion beim Volfe, wenn der Reichstag immer beschlußunfähig ist? gehen, als unser Volk zu zerstören. herunter, weil es zwingt, sich an den Verstand der großen Masse Wenn es für unanständig gehalten wird, Diäten anzunehmen, Abg. Singer: Ich kann von Herrn Stöcker teinen Rath au menden; bei allen Parteien hat sich diese schlechte Wirkung dann kann man das Geld den Armen geben. Wenn Diäten ge- annehmen; gegenüber der Aeußerung Rosenthal's habe ich meine bemerkbar gemacht; deshalb ist es zweckmäßig im Interesse des zahlt würden, würden auch die Bauern und Handwerker hier ver- Meinung schon früher deutlich genug ausgesprochen. Herr Parlaments den Antrag abzulehnen. treten sein. Landräthe und Präsidenten haben für das Bedürfniß Stöcker sollte sich lieber um gerichtlich festgestellte Thatsachen eine Abg. Pickenbach verwahrt sich dagegen, daß Herr Eugen Richter die Wählermassen so hinfällig beurtheilt beneidenswerth. Abg. Stöcker: Ja yave Anyemasmus nicht an Abg. Lieber( Zentr.) schließt sich den früheren Erklärungen der Handwerker und der Bauern gar kein Verständniß. Die Land- bezüglich seiner Gesinnungsgenossen Böckel und Bickenbach der Führer des Zentrums für die Gewährung von Diäten an räthe sollten lieber in ihren Kreisen regieren, els hier im Reichs- fümmern; und auch in seinem Vorleben fehlt es nicht an bedentund widerspricht dem Herrn von Helldorf, welcher meint, daß tage. Sobald Diäten bewilligt werden, werden die Großgrund- lichen, gerichtlich festgestellten Thatsachen. Das gerichtlich festburch die Gewährung der Diäten das Ansehen des Reichstages befizer hier verschwinden. Das wäre sehr gut fü: den Reichstag. gestellte Wort meines ehemaligen Stompagnons, des Herrn geschädigt würde. Herr v. Helldorf scheint nur einen feinen Theil Die Abgeordneten, welche Diäten erhalten, genieße kein geringeres Rosenthal, habe ich schon, bevor Abg. Stöcker mir seinen Rath des deutschen Bolts zu kennen. Redner verwahrt sich auch als Mit- Ansehen als die Reichstags- Abgeordneten. Hoffen wir, daß der gab, ebenso beurtheilt, wie Abg. Stöcker ſelbſt es thut. Alle folche Versuche, zwischen mir und meinen Parteigenoffen einen 3wiespalt hervorzurufen, werden nicht gelingen. Darauf wird die Debatte geschlossen. Persönlich bemerkt Abg. Stöcker, daß Böckel sein Parteigenosse nicht sei. Abg. Pickenbach verwahrt sich dagegen, daß er ein Parteigenoffe Stöcker's fei; gerichtliche Atten lägen bezüglich seiner Berfon nicht vor. als ich den Abg. Pickenbach zum Parteigenossen des Abg. Stöcker Abg. Singer( persönlich): Ich habe mich nur versprochen, machte, ich wollte sagen, er wäre sein Gesinnungsgenosse. Abg. Richter( persönlich): Abg. Stöcker hat ein merkwürdiges Ungeschick, Thatsachen wiederzugeben. Nicht ich habe die Antisemitendebatte begonnen, sondern er hat eine Aeußerung von mir bei der Handelsvertragsdebatte aufgenommen, weil er nicht schnell genug die Antisemitendebatte herbeiführen konnte. Abg. Stöcker( persönlich): Ich habe allerdings diese Aeuße: rung vorgebracht, habe aber damit durchaus teine AntisemitenDebatte eingeleitet, sondern diese begann erst der Abg. Richter in seiner Erwiderung. Der Antrag Baumbach wird darauf gegen die Stimmen der Deutschkonservativen und der Reichspartei und einiger Nationalliberalen( v. Bennigsen, von Benda, Ham macher, Möller, Böttcher, v. Cuny, Tröltsch und Rimpau) genehmigt. Der Etat des Reichstags und der Etat des Reichstanzlers und der Reichstanzlei werden genehmigt. Schluß 5 Uhr; nächste Sitzung Mittwoch 1 hr.( 3 weite Lesung des Etats) Der Nation." Tokales. = ist der Dienst gerade der unteren Boftbeamten ein sehr an- Tunfehlbare Heilmittel zu fein, als welches sie bisher immer ge ftrengender, wie uns sicher jeder Landbriefträger bestätigen wird. priesen worden sind. Sind die Leute nun vollends noch verheirathet und im glücklichen wenn " Besitz eines Häufleins Kinder, dann ist es so sicher wie zweimal scheint immer noch nicht für voll angesehen zu werden; sei es, Der Eisenbahn- Betrieb zwischen Berlin und den Vororten zwei vier, daß die ganze Familie weder etwas zu beißen noch zu daß für denselben die im Dienste jüngsten und der Ausbildung brechen hat. Während die Arbeitsleistung der Beamten aus noch bedürftigen Beamten Verwendung finden, sei es, daß das reichende und kräftige Ernährung gebieterisch fordert, bleibt oder einem Griff in die ihm anvertrauten Werthsendungen. Groß- Lichterfelde vorkommen, daß sich der um 34 Uhr Nach diefem nur die Wahl zwischen Wassersuppe und trockenem Brot, Personal sich dem Vorortverkehr nicht mit der sonst gewohnten Aufmerksamkeit widmet. So konnte es vorgestern wiederum in Ehe er sich hierzu entschließt, mag er bange Stunden durchleben, er mag noch so oft die Verführung von sich weisen, endlich aber mittags dort eingetroffene Perfonenzug zum Umrangiren auf ein unterliegt er derselben doch. anderes Geleife in Bewegung setzte, als noch nicht alle MitEs giebt nur ein Mittel, um die Rubrik der Brief dem Trittbrett des vorlegten Magens befand. Dieselbe sprang fahrenden ausgeftiegen waren und eine Dame sich gerade auf marder" aus den Tagesblättern verschwinden zu machen: schnell zurück und blieb mit noch einer Frau und einem Herrn Die Aufbesserung der Lage der Unterbeamten. Von dem praktischen Christenthum", welches sich jetzt aller Orten breit auf der Plattform des Wagens, bis der Zug die Weiche durchmacht, ist in der Postverwaltung Nichts zu merken. Wie soll fahren und Halt gemacht hatte. Der Herr war während der dasselbe dann von den Privatunternehmern geübt werden, gehindert zu werden, gab vielmehr feine Absicht erst auf den Fahrt im Begriffe, abzuspringen, ohne durch den Schaffner daran ihm die Reichsverwaltung selbst den Rücken zukehrt? Zuruf einer Privatperson auf. Die Gefahr des Herunterfallens Der Huugertod. Wir würden es nicht glauben, wenn es und Ueberfahrenwerdens ist bei solchen Vorkommnissen stets eine nicht von behördlicher Seite volle Bestätigung fände: Dicht an nicht unbedeutende, und es verdient dieser Fall hervorgehoben zu der Grenze Preußens, dort wo das Gebiet Preußens mit einem werden, weil auf derfelben Strecke bereits mehrfach Aehnliches Stück Habsburger Landes zusammenstößt, ist eine ganze Fafich ereignet hat. milie verbungert! Die Berliner werden das für unmög Gesetzliche Steuerhinterziehungen. Nach glaubwürdigen lich halten und es mag zugegeben sein, daß solche Katastrophen Mittheilungen sind in jüngster Zeit von spekulativen Kapitalisten in der Großstadt kaum vorkommen fönnen, aber trotzdem existirt wieder große Ankäufe an Grund und Boden in der Nähe Berlins in Berlin derselbe Nothstand, wie er in der Provinz besteht, nur vorgenommen worden. Man verfolgt hierbei nach Bekundung mit dem Unterschiede, daß er hier in anderen Formen zu Tage der D. W." einen doppelten Zweck. Ginmal wird die in Berlin tritt, wie dort. Doch lassen wir die Thatsachen sprechen, indem so außerordendlich gewinnbringende Grundspekulation gefördert wir folgende Notiz wiedergeben. welche jetzt die Runde durch die und sodann der neuen Einkommensteuer beträchtliches Kapital Presse macht: entzogen, da dieses, in Baustellen angelegt, vorerst kein Eintommen abwirft und auch sonst gänzlich unbesteuert bleibt. Hier zeigt die Steuergefeßgebung eine bedenkliche Lücke, fie trifft nur landwirthschaftliche und bebaute Grundstücke und läßt die bloßen Baustellen gänzlich frei ausgehen, obwohl diese infolge der theilweise außerordentlichen Preissteigerungen den höchsten Ertrag abs werfen und durch die Aufwendungen der Gemeinde für Straßenanlagen, Pflasterung, Gas= und Wasserleitung immer werthvoller werden. Beachtenswerth erscheint ein Vorschlag, diese bisher steuerfreien Baustellen nach der Höhe ihres Werthes zu besteuern und zwar nach Angabe des Besizers, der zugleich verpflichtet sein müßte, auf Verlangen der Gemeinde die Baustelle zu dem angegebenen Steuerwerthe ab zutreten. Die Kreise der Bauspekulanten sind in Berlin zumeist Mit klaren Worten also: eine ganze Familie verhungert! mit denen der Fondsbörse identisch. In der That find weite Die bürgerliche Presse konstatirt dieses Ereigniß unter der üblichen Börsenkreise von der Diskontogesellschaft bis herab zum kleinen Unfallschronik", damit es aber nicht so aussieht, als or nicht Jobber an der Berliner Bau- und Grundspekulation betheiligt das tiefste Mitleid durch ihre Spalten zittere, wird die wohlfeile und es wäre in sozialer Hinsicht sehr beklagenswerth, wenn diese Phrase eingeflochten, daß die Untergang einer ganzen Familie Kreise ungehindert große Kapitalien durch Anlage in Grund und ein erschreckendes Bild mensa, en Elends abspiegelt". Ja, wer Boden nicht nur der Einkommensteuer entziehen, sondern auch hat denn dieses Glend verschuldet? Die Verhungerten etwa? aus dieser Neubelebung der Grundspekulation, auf deren Umsich Nein, die Gesellschaftsordnung, welche ohne eine Hand zu rühren, greifen die Berliner Wohnungstheuerung wesentlich zurückzuführen ohne mit der Wimper zu zucken, gefchehen läßt, daß Menschen ist, noch erhöhte Gewinne einheimsen könnten. elendiglich umkommen, daß si. schlimmer enden müssen, wie das Thier im Walde! " 1 In der Nähe von Freiwaldau in Desterreich- Schlesien, in Reihwiesen, einem Dorfe der Sudeten auf öfter reichischer Seite, fand man am 29. Dezember in dem Hause des Vincenz Groß sämmtliche Bewohner, nämlich den Häusler Vincenz Groß selbst, seine Frau und seine dreißigjährige Tochter todt vor. Man vermuthete zuerst ein Verbrechen; ein solches liegt nun aller dings nicht vor, wohl aber spiegelt dieser Untergang einer ganzen Familie ein erschreckendes Bild menschlichen Elends ab. Die gerichtliche Obduktion hat ergeben, daß alle drei Personen an Lungenentzündung infolge von Influenza und zugleich an Entkräftung durch Hunger gestorben find." Die Arbeitslosigkeit hatte noch in feinem Winter solche Dimensionen angenommen, wie in dem gegenwärtigen. Die Versammlungen der Arbeitslosen haben gezeigt, welches Heer von Beschäftigungslosen die kapitalistische Produktionsweise auf das Pflaster geworfen hat. Noch nie waren die Ansammlungen von Arbeitsuchenden in der Zimmerstraße vor dem„ Arbeitsmarkt" der Zeitungen so groß, wie in diesen Tagen. Als die ersten Schneefälle eintraten, waren in den frühesten Morgenstunden die Depots der Pferdebahnen und städtischen Straßenreinigung um lagert von Tausenden, welche hofften, Anstellung als Schneeschipper" zu finden. Nur der verschwindend kleinste Theil der Arbeitsuchenden konnte berücksichtigt werden, die übrigen mußten wieder davonziehen, ihre Hoffnung, ein paar Groschen verdienen zu fönnen, erfüllte sich nicht. Sie liegen also wiederum hungernd und frierend auf dem Pflaster! Was das besagen will, kann der allerdings nicht ermessen, der so vorsichtig war, sich wohlhabende Eltern auszuwählen. Die Zahl Derjenigen, welche an vollen Schüsseln fizen, nimmt aber von Jahr zu Jahr rapid ab. Gar mancher Sprößling einer vor Jahrzehnten mit Mammon reich ausgerüsteten Familie steht heut in den Reihen des Proletariats. Nicht durch eigene Schuld ist er dahin gekommen, die wirthschaftlichen Verhältnisse des Kürzlich wurde berichtet, daß in einem hiesigen Polizei tapitalistischen Staates bedingen solche Verschiebungen des Be- Wo bleibt da Nächstenliebe, wo bleibt da Christenpflicht? bureau beim Umtausch einer Quittungsfarte die Ersetzung einiger figes, fie bedingen auch, daß das Kapital in den Händen Ein- Die Familie mag abfeits gewohnt haben, es mag feine Gelegen- Marken, welche mit einem nicht vorschriftsmäßigen Entwerthungs zelner fich immer mehr häuft und so die Zahl der Besigenden heit gewesen sein, die Nachbarn zu alarmiren, ein Arzt mag zeichen versehen waren, durch neue Warken verlangt worden sei. sich mehr und mehr verringert. Wer heut einmal in die Reihen einen Tag zu fahren haben, ehe er ankommt, aber das ist Wenn ein solches Verlangen gestellt worden sein sollte, so war der Proletarier gedrängt ist, der verläßt dieselben nie mehr, es ist doch sicher, daß eine Familie von drei Personen nicht verhungern es nicht berechtigt, denn nirgends ist vorgeschrieben, daß unvors ihm nicht möglich, sich aus eigener Kraft wieder empor au muß, wenn anders auch nur noch für einige Tage Lebensmittel schriftsmäßig entwerthete Marken ihren Werth verlieren, viel arbeiten. Interessant wäre es, eine Statistik der Arbeitslosen im Haus find. Das ist aber augenscheinlich nicht der Fall ge- mehr ist nach§ 109 des Invaliditäts- und Altersversicherungs nach ihren verschiedenen Berufszweigen zu veranstalten. Dieselbe wefen, die Nachbarn konnten auch nichts entbehren, fie müssen ja Gesetzes eine Karte, in welcher sich solche falsch entwerthete würde ergeben, daß jeder Stand eine Anzahl seiner Mitglieder felbft froh sein, wenn ihnen acht Tage später nicht derfelbe fanfte Marken befinden, von der Behörde anzuhalten und durch eine hergegeben hat, welche zur Beschäftigungslosigkeit verdammt ist. Tod beschieden ist. neue Karte zu ersetzen, in welche der zulässige Inhalt der früheren Dieselben würden von Herzen gern arbeiten, aber alle Stellen Karte zu übernehmen ist. Die neue Karte erhält also dieselbe sind besetzt." Die Legende des nicht arbeiten wollen, existirt Von größter Bedeutung nicht nur für Berlin, sondern Nummer wie die alte, und wenn erstere z. B. 52 Marten zweiter heute selbst für die bürgerlichen Kreise nicht mehr, sie spukt für das ganze Reich, insbesondere für die Krankenkassen ist ein Klasse der Versicherungsanstalt Berlin aufries, den Vermerk: höchstens noch in den Köpfen einiger der Edelsten Vortrag, welchen in der Dezembersihung der Deutschen Ge- Bei Erneuerung der Karte übertragen 52 M. II. V.-A. Berlin." All' diese Tausende Don Menschen, ellschaft für öffentliche Gesundheitspflege Bei dieser Gelegenheit möge nochmals darauf hingewiesen welche sich beim Morgengrauen zum Schneefchippen drängen, Dr. A. Blaschto Ueber die Verbreitung der werden, daß eine Entwerthung nicht nothwendig ist, wollen doch eben arbeiten, sie stellen sich doch nicht des Spaßes venerischen Krankheiten in Berlin" gehalten hat. daß sie aber, wenn sie vorgenommen wird, nach dem wegen vor die Thüren der Pferdebahndepots. Daß für ihre Derselbe tam auf Grund eines umfangreichen statistischen Mate- Bundesraths- Beschlusse vom 22. Dezember 1891 nur in der Weise Arbeitstraft feine Verwendung vorhanden ist, ist doch wahrlich rials, das zum größten Theil auf amtlichen Quellen beruhte, zu erfolgen darf, daß auf den einzelnen Marken der Entwerthungsnicht ihre Schuld. Es bleibt ihnen somit nichts anderes übrig, dem überraschenden Schluffe, daß in Berlin seit dem Jahre 1860, tag handschriftlich oder unter Verwendung eines Stempels in als betteln zu gehen und wer dazu zu stolz ist, dem bleibt ledig- b. b. also 4 Jahre nach Aufhebung der Bordelle, die venerischen Krant 3iffern angegeben wird, z. B. 20. 1. 92. Fehler bei Vornahme lich das Verhungern. Die tapitalistische Gesellschaft rührt teinen heiten, insbesondere die Syphilis beträchtlich und stetig der Entwerthung fönnen von der untern Verwaltungsbehörde Finger, um die Armee der Arbeitslosen zu verringern; wenn abgenommen haben, daß aber tros dieser Abnahme die das ist in Berlin der Magistrat, Abtheilung für Invaliditätseine Vereinigung von Arbeitern den Versuch macht, durch Ver: Verbreitung dieser Krankheiten unter der Berliner Bevölkerung und Altersversicherungsfachen mit Ordnungsstrafen bis zu fürzung der Arbeitszeit einer größeren Zahl von Arbeitern Be- noch eine sehr erhebliche ist; allein an Syphilis sind in diefer 150 M. geahndet werden, schäftigung zu verschaffen, so erhebt sich das Unternehmerthum Beit ca. 150 000 Menschen erkrankt; unter der Bevölkerung find wie ein Mann gegen diesen Versuch. Die Buchdruckerbewegung feht 10-12 pt., b. b. jeder neunte bis zehnte Ein empfehlenswerther Wirth scheint der Inhaber des der letzten Wochen hat hierfür den Beweis geliefert. Die ge- Mensch syphilitisch. Erst ganz neuerdings scheint wieder Lokals Gollnowstr. 20 zu sein. Herr Menzer, so ist der Name forderte geringe Lohnerhöhung hätten die Prinzipale ja schließlich ein geringes Anwachsen der venerischen Erkrankungen stattzufinden. dieses edlen Arbeiterfreundes, scheint mit Argusaugen darüber zu bewilligt, nimmermehr aber wollen sie den Neunstundentag Als Gründe für die beobachtete Abnahme bezeichnet der Vortragende wachen, daß in seinem Lokale Bestrebungen, die zum Nutzen der gewähren, welcher die ganze Bewegung zu einem angeblichen neben der beständigen sanitären Kontrolle der Prostitution durch die Arbeiter dienen, mit eiserner Fauft unterdrückt werden. Am Frei " fozialistischen Borstoß" stempeln soll. Die Sozialdemokratie ist Polizei- Aerzte die zunehmende Einsicht der Bevölkerung in das tag Abend betrat ein Arbeiter mit einer Lifte für die aus aber gar nicht so bescheiden, sie verlangt den A cht stundentag in Wesen und die Verbreitungsweise dieser Krankheiten, sowie ständigen Buchdrucker das geheiligte Lokal. Er bat die anwesende Verfolgung ihres Programms: acht Stunden Arbeit, acht die in den letzten Dezennien erheblich erleichterten Gelegen Wirthin sehr höflich um die Erlaubniß, die Liste auslegen au Stunden Erholung, acht Stunden Schlaf. Erst die Einführung beiten, diefe Leiden zu furiren. Insbesondere weist er auf dürfen, und diese Erlaubniß wurde auch bereitwilligst ertheilt. vielen unentgeltlich Rath ertheilenden Polikliniken, Der Wirth, der an der Luftpumpe beschäftigt war, hatte zuerst fichen, ein Leben zu führen, wie es Menschen gebührt. noch eine ganze Anzahl derartigen Kranken ihre Hilfe zum Theil es sich handelte, stürzte er sich wie ein Tiger auf den Listen Im Reiche des Herrn von Stephan, des Post- Stephan", versagen. Er unterwirst die Bestimmungen der§§ 6 und 26 des inhaber und veranlaßte ihn, sofort das Lokal zu verlassen, und ist zwar manches faul, das allerfaulste aber ist die geradezu Krantentassen Gesetzes, nach welchen die Stassenvorstände zwar geschah das in einer Weise, wie sie dem berühmten Hauserbärmliche Bezahlung der Unterbeamten. Die Post und den Geschlechtstranten das Krankengeld entziehen können einer fnecht aus Nubierland im schwarzen Wallfisch zu Aska! Telegraphenverwaltung macht ja, wie der General Postmeister vernichtenden Kritik, indem er nachweist, daß diese Bestimmung, läufig war. Zu dieser Heldenthat schien den schneidigen Wirth jedes Jahr im Reichstag mit großer Genugthuung erflärt, so weit davon entfernt, den beabsichtigten„ moralischen" Effekt zu die Anwesenheit eines Kriminalschutzmannes begeistert zu haben, enorme Ueberschüsse, daß eine Ausbesserung der Gehälter der erzielen, nur zur Verschleppung, Verheimlichung und Weiter der ja nun in Zukunft wohl dafür sorgen wird, daß in den gastniederen Beamten sehr gut möglich wäre. Die Stellung derselben verbreitung der Syphilis Anlaß geben. lichen Hallen des Herrn Menzer nie ein Mangel an Besuchern ist eine immerhin verantwortungsvolle, da ihnen Werthe und Werthobjekte durch die Hände gehen, die ihren Jahresgehalt oft diesem Gebiete als fachmännische Autorität gelten fann, richtet Der Vortragende, der wegen seiner reichen Erfahrungen auf berrschen wird. auf das Zehnfache übersteigen. Die Versuchung, welcher diese noch in letzter Minute einen Appell an die Oeffentlichkeit, um Rolbergerstraße 18, der sich auch Schriftsteller nennt, trotz aller Bettelbriefe sind von Herrn Pino v. Friedenthal, Berlin N., Beamten ausgesetzt sind, ist daher eine außerordentlich große und au verhüten, daß bei der in nächster Zeit bevor- Kolbergerstraße 18, der sich auch Schriftsteller nennt, trotz aller nicht selten unterliegen die Beamten dieser Versuchung. Die stehen den britten gesung der Krantentaffen- Sinweise in der Presse auch zu Neujahr noch wieder nach Aus Rubrit Ungetreuer Bostbeamter" ist daher eine stehende in der gefeg- Novelle diese für die öffentliche Gebeißt es: Atteste lege ich nicht bei, find aber solche jederzeit verfandt worden. Am Schluß der gedruckten Bettelbriefe In der That wird es nicht viele Strafanstalten im Reiche wieber mit in das Gefeß aufgenommen werden. bei mir einzusehen und das Kind Sonntag von 1 br geben, in welchem nicht wenigstens ein Bostbeamter unfreiwillig Dieser Appell fand in der Distuffton von allen Geiten, Nachmittag bis Montag 7 Uhr Früh anzutreffen. Mein Aufenthalt genommen hätte. Die Gerichtsverhandlungen er insbesondere durch den bekannten Syphilidologen Professor Ehrenwort nur das Zusammentreffen so abnormer Momente geben sehr oft ein drastisches Bild von dem Rampfe zwischen Köbner, warme Unterstügung.-- Des Weiteren plädirte veranlaßt mich, mir fehr unangenehm, noch derartig der Pflicht und dem Hunger, welchen die Beamten ausfechten, ehe der Vortragende dafür, daß die Geschlechtsfranken in allen mit dem Bertriebe meiner Werke vorgehen zu müssen und bie sie die schiefe Ebene des Verbrecherthums betreten. Der Mann öffentlichen Hospitälern Aufnahme finden sollten und daß herzlichste Bitte auszusprechen mein Wert zu jedem Preise huld wehrt sich wochen- und monatelang gegen die Versuchung, endlich die inhumane, an mittelalterliche Vorurtheile erinnernde vollst ankaufen zu wollen. Bei meiner so geringen Thatkraft aber kann er dem Andrängen von Noth und Elend nicht mehr Behandlungsweise derselben fortfallen müßte; überhaupt sei es wäre gnädigste Rücksendung dieses Briefes eine große Wohlthat, Stans halten und furze Zeit darauf berichten die Zeitungen über nachgerade Zeit, derartige Kranke nicht als Gunder, sondern als bitte aber dann unbeschrieben zu fernerem Gebrauch geeignet. der Strafkammer in Münster ein Poßgehülfe zu ein Jahr Ge- Angesichts der jetzt schwebenden Bordeufrage, die Ausführungen des Herzlichste Gratulation zum neuen Jahre und aufrichtigſter fängniß verurtheilt, weil er aus vier Briefen, die er widerrechtlich Bortragenden über die Regelung der Prostitution. Zwangsweise Wunsch beſtändigſter Gesundheit übermittelt gehorsamst Bino geöffnet hatte, 137 Mart unterschlagen hatte. Der Mann erhielt Kasernirung derselben erklärt er überhaupt für undurchführbar, v. Friebenthal und Frau. Wären wir förperlich und unfer einen täglichen Lohn von zwei Mark und führte zu seiner während geduldete Bordelle vom hygienischen Standpunkt zum geistig gefund, würde unser Glück ohne Grenzen sein. Gottes Entschuldigung an, daß er mit diesen nicht habe austommen mindesten gleichgiltig sind. idiotisches Pflegeföhnchen( eine verlassene mütterliche Waise) tönnen. Das glauben wir gern, denn von einem Einkommen Untersuchungs- Verfahren selber, welches ben polizeilichen Charakter Rathschluß ist oft unerforschlich!" Das Recht, sich„ Schriffteller" Was zu reformiren sei, sei das von 12 Mark pro Woche kann man selbst in der Proving nicht verlieren und ein rein ſanitärer, ärztlicher Aft werden müffe, zu nennen, glaubt sich Herr v. Friedenthal aus einer dem BettelDie Gerichte versagen zwar den Angeklagten, welche ihre dient fei. briefe beigelegten Zusammenstellung von Kriegsdepeschen er wodurch nicht nur der Humanität, sondern auch der Hygiene geworben au haben: 1864 und 1866. Ein an geschichtlichem Noth wegen dieser kläglichen Bezahlung im Gerichtssaal flagen, nur felten die Wohlthat mildernder Umstände Wie man sieht, führen die Ergebnisse wissenschaftlicher Werthe genehmendes Denkmal der Heldenthaten unserer hoch anderen Seite aber fällt die Beamtenstellung des lichen Gesichtspunkten aus stets gelangt sind. Geschlechtsfranke raden." Natürlich liegt ihm einzig und alleiu daran, für diese auf Forschung zu demselben Resultat, zu dem wir von rein mensch verehrtesten, dahingeschiedenen Kaiser, Heeresführer und Kame Beklagten wieder straferschwerend in's Gewicht. Es mag als Sünder und Verbrecher zu betrachten, ist also nicht nur im pollkommen werthlofe und unvollständige Zusammenstellung einige zugegeben fein, daß es nothwendig ist, das Vertrauen des höchsten Grade inhuman, sondern auch vom hygienischen Stand- Pfennige herauszuschlagen von Leuten, die noch nicht wissen, wie Publikums zu den Inſtitutionen der Postverwaltung zu stärken punkt aus völlig verfehlt. Herr Max Hirsch, der im Reichstage so fabrikmäßig der adlige Absender sein Geschäft betreibt. und zu festigen. Das tann die Poftverwaltung vor Allem das schön und poetisch den Sittlichkeitsstandpunkt mit Manneswürde zu durch erreichen, wenn sie ihre Angestellten derart bezahlt, daß sie vertreten wußte, mag sich dies mit goldenen Lettern in sein wie jetzt amtlich publizirt wird, unter Verzichtleistung auf die Der Pfarrer Hans Jürgen Harder and Weißensee hatte, ein menschenwürdiges Dasein führen können. Inwieweit dies deutschfreisinniges Herz schreiben. Und auch die Bordelle, nach Rechte des geistlichen Standes fein Pfarramt niedergelegt. Da bei einem Lohn von 2 Mart pro Tag möglich ist, fann sowohl denen unser wohlgesittetes Bürgerthum in seiner Angst so sehr durch wird es erklärlich, daß Harder kürzlich im Gefängniß den das Publikum, als auch die Postverwaltung beurtheilen. Dazu verlangt, scheinen nach den Untersuchungen Blaschko's nicht das Besuch eines höheren Konsistorialbeamten erhalten. Man glaubte des Achtstundentages wird es den Arbeitern annähernd ermog fowie auf die Krankenkassen hin, von denen leider immer nicht auf den Ankömmling geachtet, als er aber erfuhr, um was leben. Der ge bamals, daß diefer ihn bewegen sollte, die Wahrheit zu fagen, wahrscheinlich wird ihn derselbe aber nur aufgefordert haben, sein Amt niederzulegen. " Gerichts- Beitung. d. gerist anbringen und betraute seinen ersten Gesellen die gefeßliche Einführung der Sonntagsruhe im Handelsgewerbe Einer der Arbeiter, die auf der eingeladen worben war, glänzte burch Abwesenheit. Der Bor tragende, deffen Ausführungen mit großem Beifall aufgenommen Durch die widersprechenden Gutachten der Sach wurde, legte den blühenden Blödsinn der Richter'schen Erdichtung Der Assessor v. Rohde ist wieder auf freien Fuß gefeht verständigen mußte gestern eine Verhandlung wegen fahrläffiger in seiner ganzen Saltlosigkeit dar und konstatirte, daß aus jeder worden, nachdem es sich herausgestellt hatte, daß die Festnahme Tödtung, die vor der zweiten Straffammer des Landgerichts I Beile der Richter'schen Schrift dessen vollständige Unfähigkeit in auf Grund einer böswilligen Anzeige hin erfolgt war. stattfand, vertagt werden. Im verfloffenen Frühjahre hatte der wirthschaftlichen Fragen handgreiflich zu Tage tritt. In der schon berichtet haben, entnehmen wir dem„ Anz. f. b.$." folgen- Hauses in der Koppenstraße zu streichen. Er ließ ein Hänge gebäffige Bekämpfung des Buchdruckerstreits seine Agitation gegen Ueber den Spandauer Dampferunfall, von dem wir Dachdeckermeister August Buchholz die Hinterwand eines Diskussion wurde von verschiedenen Rednern auf die arbeiterfeindliche Stellungnahme Eugen Richter's hingewiesen. Seine ben genaueren Bericht: Freitag Abend um 6 Uhr fuhr der Schlepp- Riedel mit der Leitung der Arbeit. Am ersten Juni er- fand die gebührende Beleuchtung. Der Vorsitzende verlas dann dampfer Ludwig" von der Schneeweiß'schen Rhederei zu Hamburg, der von Berlin fam, so heftig gegen die Charlottenbrücke, eignete sich dabei ein eigenartiger Unglücksfall. Die Rüstung ben betreffs der Sonntagsruhe im Handelsgewerbe in der Stadtdaß die eisernen Träger derselben nach der Strefowseite erheblich sollte hoch gezogen werden, zwei auf dem Hofe ſtehende verordneten- Versammlung eingebrachten Antrag des Abg. beschädigt wurden. Der Dampfer hatte sich vollständig festgerannt stimmten Stricken. Arbeiter zogen zu diesem Zwecke an ben dazu be: Singer und machte bekannt, daß Singer am Dienstag, und konnte erst mittelst Winden rückwärts aus seiner Lage befreit werden. Er liegt jetzt am Ufer vor der Brüde vor Anker. Die Rüftung standen, ftieß dabei an einen mit Farbe gefüllten en 19. b. M., in einer öffentlichen HandlungsFolgen des Unfalls haben sich erst Sonnabend in ihrer ganzen Sopt. Derfelbe erlitt eine Gehirnblutung, die am folgenden Tage referiren wird. Eimer, derfelbe fiel herunter und dem Arbeiter Leutloff auf den gehilfen Versammlung über die Sonntagsruhe Tragweite herausgestellt. Am Morgen vollzog sich noch der Ver- feinen Tod zur Folge hatte. Dem Meister Buchholz sowie dem fehr im bisberigen Umfang über die Brücke. Die von Herrn Gesellen Riedel wird der Vorwurf gemacht, daß sie verfäumt eine öffentliche Versammlung für Männer und Frauen in die Der Leseklub„ Karl Marg" berief am Sonntag wiederum Stadt- Baurath Baul vorgenommene Untersuchung ergab aber, daß sich infolge der Beschädigungen der Eisenkonstruktion die haben, ein Schutzdach unter der Rüstung anzubringen. Während Bockbrauerei ein, in welcher Herr Sieger ist über das Thema: Brücke an der einen Seite gesenkt hatte. Unter diesen Umständen hielt, ein Schutzdach anzubringen, behauptete der Obermeister" eider wurde der Verein durch das Nichterscheinen des RefeBrücke an der einen Seite gesenkt hatte. Unter diesen Umständen der Sachverständige Baurath Sönderop es für unerläßlich Die Arbeiter im Rampf gegen das Kapital", sprechen sollte. mußte sowohl der nördliche Fußgängersteig als auch der Fahr- eller von der Dachdecker- Innung, daß die Angeklagten feines- renten in große Verlegenheit versetzt; zum Glück trat Herr Schuhdamm der Brücke bis auf Weiteres polizeilich gesperrt werden. Das Schlimmste ist die völlige Unterbrechung des Wagenverkehrswegs hierzu verpflichtet seien. Der unter der Rüstung stehende macher Biegel in die Bresche, welcher dasselbe Thema einüber die Charlottenbrücke. Die Tragweite dieser Maßregel läßt sich Arbeiter müsse beim Aufziehen derselben in die Höhe gehend behandelte. In der Diskussion sprachen die Herrer sehen fönnen, ein Schutzdach habe fich im für den Augenblick noch gar nicht ermessen. Vielen Fuhrherren, liegenden Falle auch gar nicht anbringen laffen und es genüge, der Antlage betreffs der Landpartie bekannt gegeben hatte, ging vor Schulz und Pözsch. Nachdem Herr Schulz den Ausgang namentlich den Droschkenbesitzern, geht vorläufig der größte wenn ein Mann unter der Rüstung stehe, der Personen, die über man zum geselligen Theil der Zusammenkunft über. Am nächsten Theil ihrer Einnahmen verloren. Zwischen dem Hamburger den Hof gingen, zu warnen. Da beide Sachverständigen auf Sonntag findet in demselben Saale wieder eine Versammlung statt Bahnhof und der Stadt kann bis auf Weiteres nur ein Fuß Bahnhof und der Stadt kann bis auf Weiteres nur ein Fuß ihrer Ansicht beharrten, so beschloß der Gerichtshof ein Ober- mit Richard Fischer als Referenten. gängerverkehr stattfinden, da die Brücke neben der Hamburger Gutachten einzuholen. Bahn für den Wagenverkehr nicht eingerichtet ist. Wie sich die Gewerbetreibenden, die Brauereien 2c., deren Fuhrwerke diese Eine öffentliche Versammlung der Schneider und Die sogenannten„ Konkurs- Ausverkäufe" wurden durch Schneiderinnen speziell Moabits tagte am 10. Dezember, um Brücke unter allen Umständen bisher benutzen mußten, über diese eine Verhandlung, die gestern vor der Berufungs- Straffammer diesen 100 000 Bewohner zählenden Stadttheil, in dem ganz Störung hinweghelfen, weiß man nicht. Wagenverkehr nach des Landgerichts I stattfand, in charakteristischer Weise absonderliche Zustände in Bezug auf das Schneiderwesen herrschen Charlottenburg und Berlin fann jetzt nur über die Berliner beleuchtet. Der Kaufmann Isidor Lewinsty hatte follen, der Allgemeinheit der Schneiderbewegung wiederum zurück Brücke bewerkstelligt werden. Zu beiden Seiten der Charlotten- im Hause Neue Königstraße 18 ein Schnittwaaren- zu gewinnen. Die Versammlung war rege besucht und nahm den brüde fammelten sich Fuhrwerke an, deren Führer rathloß waren, Geschäft betrieben. Er gerieth in Konkurs, als ihnen die Ueberfahrt verweigert wurde. Nur ganz leichte frau, Rosamunde Lewinsky, kaufte den größten Theil des verhältnisse bei Kadisch, Alt- Moabit und Klein, Wilsnackerstr. 45, feine Ghe einleitenden Vortrag des Kollegen Pfeiffer über: WerkstellenWagen, z. B. Leichenfuhrwerke, durften passiren, nachdem die vorhandenen Waarenlagers zurück und nun wurde ein Aus- mit lebhaftem Interesse und regem Beifall auf. Redner Pferde ausgespannt waren. Ein Versehen auf dem Dampfer vertauf" in Szene gefeßt. Die Firma ging auf den Namen der schilderte die unbefriedigenden Lohnverhältnisse in der erſtscheint den Unfall herbeigeführt zu haben. Es wurde nämlich, Ehefrau über und Lewinsky trat als Verwalter der Konkursmaffe genannten Offizin und den Terrorismus in der letzten, dem ivie erzählt wird, zur fritischen Zeit, entgegen dem Kommando, auf. Er ließ in die Provinzialblätter Annoncen einrücken, worin zufolge jeder, der nicht zur antisemitischen Fahne des Meisters Dampf vorwärts gegeben, worauf der heftige Anprall erfolgte. er eine Menge Waaren zu dem beigefügten gerichtlichen schwöre, die Arbeit verliere. Wichtiger indeß war der zweite Es ist nur als ein glücklicher Umstand zu erachten, daß der Tax preise" anpries. Unterzeichnet war die Annonce mit: Theil des interessanten Vortrages; derselbe betraf Güter- Bahnhof sich auf dem anderen Havelufer befindet, im S. Lewinsky, Berwalter." Unter den aufgeführten Verhältnisse, welche in den Gefängnissen Moabit und Plögensee anderen Falle würden die wirthschaftlichen Schäden für die Stadt Artikeln befand sich auch der Sah:" Ein Stück gute schlesische herrschen. Im Untersuchungsgefängniß Moabit laffe- wie der unermeßlich sein. Leinewand- 9M." Der in Billau angestellte Hasenbeamte W. war der Referent mittheilte eine Berliner Firma sämmtliche BestellungsAbermals wird noch nachträglich ein Eisenbahn Waaren im Interesse der Gläubiger zu festgesetzten Preisen zu Baletot 14 Mart Arbeitslohn zahlen müsse, bekomme jie einen Meinung, daß ein vom Gericht beauftragter Beamter die arbeiten fertigen. Während sie dem freien Arbeiter für einen Zusammenstoß vom Schlesischen Bahnhof gemeldet. Am Sonnabend Abend gegen 1/48 Uhr fuhr die Lokomotive eines wand ein Stüd von 33/3 Metern. Er sandte neun Mark an die Weste mit 1 M. 25 Pf. bezahlt. Die betr. Firma( Herzberg) veräußern hätte, er verstand ferner unter einem Stück" Leine- folchen dort sür vier Mark; die Hose werde mit 1 M. 50 Pf., ausrangirten Stadtbahnzuges nach dem Maschinenschuppen zurück, Lewinsky ein und bat um Uebersendung eines Stückes Leinemand. lasse sich einfach einen Gefangenen als„ Meister" einrichten. welcher lintsseitig von den Stadtbahngeleifen auf dem Körper Anstatt der erwarteten 331/3 Meter erhielt er nur 12 Meter, und der Ostbahn furz vor der Warschauer Brücke belegen ist. 3u als der Absender sich auf einen Umtausch nicht einlassen Bellen, die Redner mit Nummern genau bezeichnet, zu SchneiderNoch schlimmer stehe es in Plößensee. Dort feien ganze berselben Zeit verließ eine zweite Maschine obigen Schuppen, um wollte, erstattete der sich betrogen wähnende Beamte An- werkstätten mit 17, 4 und 5 Schneidern eingerichtet worden. Die zur Beförderung eines Separat- Stadtbahnzuges nach dem Schlesischen Bahnhof zu fahren. Die Strecke weist an dieser Beige. Lewinsky wurde vom Schöffengerichte zu einer Ge- Gesangenen erhalten pro Tag 20 Pf., das übrige schluckten die Schlesischen Bahnhof zu fahren. Die Strecke weist an dieser fängnißstrafe von vier Wochen und zu 200 m. Unternehmer. Ein Oberauffeher, welcher gelernter Schneider, Stelle in der Richtung des Außenringes ein ziemlich startes Geldstrafe verurtheilt. Er versuchte es mit der Berufungs- betreibe in Plößensee das Schneidergeschäft im Großen. M. Gefälle auf, gleichzeitig bilden die zahllosen Weichen ziemlich starke Instanz. Im gestrigen Termine wiederholte der Sachverständige, Kunden kämen hin und Kurven, sodaß die Führer beider Lokomotiven nicht wahrnehmen Kaufmann Dalchow, sein früheres Gutachten. ließen sich bedienen und die konnten, daß die Maschinen auf dem gleichen Geleiſe fuhren." Stück" Leinewand werde stets ein solches von gegen 33 Metern mahnt Unter einem Gefängnißräume enthielten ein ganzes Stofilager. Referent Erst als die beiden Maschinen sich dicht gegenüber befanden, Länge verstanden und Jeder, der etwa bei Israel oder Herzog allgemeiner Agitation und Organisation. In der Diskussion Demgegenüber สิน engem Zusammenschluß und erkannte man die vorliegende Gefahr, Gefahr, und man ver= fuchte zu bremsen. Dies gelang jedoch nicht mehr; beide der angegebenen Länge vorgelegt erhalten. Allerdings müsse ein- hauptete, er wäre früher einmal Sozialdemokrat gewesen, doch Dies gelang jedoch nicht mehr; beibe ein Stück" Leinewand verlange, werde zweifellos ein Stück von sprach wohl ein dußzendmal Meister Klein. Derfelbe be Maschinen rannten mit so furchtbarer Gewalt ineinander, daß geräumt werden, daß man gute Leinewand für diesen Preis nicht feien ihm über deren nie zu verwirklichende" Biele die Augen diefelben total zertrümmerten. Die auf den Lokomotiven be faufen fönne und daß die von dem Angeklagten abgegebene aufgegangen", als die Juden ihn zu untergraben und geschäftlich findlichen Bedienungsmannschaften vermochten sich nicht mehr Waare hinsichtlich Qualität und Quantität preiswerth sei. zu Grunde zu richten versucht hätten. Von allen Rednern ward durch Abspringen zu retten und wurden durch den Zusammenstoß Auf Grund dieser Bemerkung des Sachverständigen be- dem Herrn entgegnet, was oft nicht leicht war. Herr Klein auf den Bahntörper geschleudert. Ein Maschinist hat leichte Ver- antragte der Vertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Leonh. Friedmann, unterbrach nämlich nach Art der Antisemiten den Gegner durch legungen im Geficht davon getragen, ein Heizer H. jedoch wurde die Freisprechung des Angeklagten, da eine Vermögens permanente Zwischenrufe, doch ließ sich die besser geschulte Ver Letzungen im Gesicht davon getragen, ein Heizer H. jedoch wurde mit schweren inneren Verlegungen anscheinend liegt ein fom beschädigung des Zeugen nicht vorliege. plizirter Rippenbruch vor nach dem Krankenhause Bethanien Dr. Oppermann wollte dagegen das erste Urtheil aufrecht er- mürdig, wie sie begonnen. Die Anwesenden vereinigten sich dann Der Staatsanwalt sammlung dadurch nicht aus ihrer Ruhe bringen, sondern endete geschafft. Die Zylinder der beiden Lokomotiven hatten sich der halten wissen. Ob das Vermögen des Zeugen geschädigt sei, fei noch zu einem fröhlichen geselligen Beisammensein. artig ineinander geschoben, daß zwei Maschinen vorgelegt werden nicht ausschlaggebend, zweifellos habe der Angeklagte durch seine, mußten, um die Trümmer der Gefährte von einander zu die unerlaubte Reklame weit überschreitenden und auf Täuschung trennen.( Falsche Blodfignale sollen die Veranlassung des Zus des Publikums berechneten Annoncen einen größeren Abfaz und sammenstoßes gegeben haben und ist die Untersuchung bereits dadurch einen Vermögensvortheil erzielt. Der Käufer hätte vieleingeleitet.) leicht lieber sein Geld in der Tasche behalten, als einen GegenIn Spandau ist der Bau eines neuen Bahnhofs geplant, stand gekauft, den er überall für denselben Preis haben konnte. der nur für die aus Berlin und Charlottenburg kommenden Der Gerichtshof war derfelben Anschauung wie der Staats Arbeiter der Militärwerkstätten bestimmt ist. Der Bahnhof foll, anwalt, ermäßigte die Strafe aber mit Rücksicht auf die bisim Anschluß an die Fabrikeisenbahn, auf militärfistalischem herige Unbescholtenheit des Angeklagten auf eine Geldstrafe von Terrain angelegt werden. Mittelst der Fabrikeisenbahn tönnen 50 Mart. die Arbeiter fünftighin direkt bis zu den Werkstätten befördert werden und brauchen nicht mehr die Stadt zu passiren. Für die Vogelwelt in den städtischen Parkanlagen gehören die verschiedenen Arten der Marderfamilien zu den ge= fährlichsten Feinden. Sie werden deshalb von den einzelnen Parkverwaltern nach Kräften vertilgt, durch Schießen oder Fangen " Soziale Uebersicht. Sonntag eine gut besuchte öffentliche Bersammlung ab, in welcher Die Stereotypeure und Galvanoplastiker hielten am Herr Schimansti Namens der Statutenberathungs- Kommission uber die neu zu gründende allgemeine freie Vereinigung referirte. Der Redner theilte mit, daß nach langen Debatten die aus drei Gruppen zusammengesetzte Kommission sich in dem Bestreben völlig einig geworden sei, daß eine alle Kollegen umfassende Organisation nunmehr durchaus geschaffen werden müsse. Die bisherigen Spezial organisationen hätten zwar ideale Ziele ver folgt, aber durch die Uneinigkeit der Gruppen zu einander sei die gewünschte und nothwendige Festigung und Ausdehnung dieser Vereine nicht möglich gewesen. Zweck der neuen Vereinigung sei die Förderung der materiellen und geistigen Interessen ihrer Mitglieder, was durch Errichtung eines Arbeitsnachweises, durch In Ulm haben sämmtliche Aufbauer und Abputzer der Halten von Vorträgen und Anschaffung von Fachliteratur zc. erreicht werden solle. Der Verein soll außerdem Unterstützung in Fallen. Ein beträchtlicher Theil der so erlegten Räuber ist 2. Simon'schen Pianoforte Fabrit am 4. Januar bei Arbeitslosigkeit und Rechtsschutz bei gewerblichen Streitigkeiten nach und nach an das Märkische Provinzialmuseum abgeliefert gekündigt und am 17. Januar die Arbeit niedergelegt, weil sie gewähren. Aues mit einem Wiale könne man nicht forbern, geworden, wo sie im ausgestopften Zustande zu sehen sind. Es nach einem Akkordtarif arbeiten follten, bei dem sie es durchschnitt- göre aber jeder Kollege dieser Organisation an und beseelé bic sind darin vertreten: Baum- oder Edelmarder, Steinmarder, lich nur auf 2 M. pro Tag Berdienst bringen könnten, während Mitglieder der Geist des Fortschritts, so werde sie sehr bald eine Außerdem ist das Geschäft feste Stüße jedes Stollegen in allen Fährlichkeiten des Lebens Iltis und nicht weniger als 9 Wiesel, 4 der letzteren in der sie bisher 3 M. Tagelohn erhielten. braunrothen Sommerform und 5 mit dem schneeweißen Winter feit 24. Dezember bis 4. Januar geſchloſſen gewesen, ohne daß werden. Die Spezialberathung des Statuts müsse der bald einpelz mit schwarzer Schwanzspiße, der als Hermelinpelz geschätzt die Arbeiter ihre Zustimmung gaben; sie hatten durch die un- zuberufenden Generalversammlung überlassen bleiben. Mit einem wird. Von allen diesen Thieren kann man nicht sagen, daß sie freiwillige Pause natürlich einen Verdienstausfall. Einige in der Mart sehr selten sind, wie ja schon der Umstand andeutet, Streifenden standen seit 7 und 10 Jahren bei jener Firma in warmen Appell an die Kollegen, die Brundzüge des Statuts, die sämmtlich den Prinzipien der modernen Arbeiterbewegung entdaß allein neun Hermeline in der nächsten Umgebung Berlins, Arbeit. Das ausständige Personal ersucht sämmtliche Schreiner, sprechen, auch ihrerseits anzuerkennen und durch Einigkeit zu be nämlich in den Bartanlagen von Treptow, im Humboldthain und Ausbauer und Abpuzer uni Fernhaltung des Zuzugs. weisen, daß sie auf der Höhe der Zeit stehen, schloß Herr auf dem Kirchhof bei Friedrichsfelde erlegt und nach dem Schimanski sein beisällig aufgenommenes Referat. In der DisMuseum gelangt find. Auf allen Dörfern hat fast jeder Bauer fusion hob Herr Stanisky die Dringlichkeit der Gründung der die Räuber an dem Verlust von Hühnern, Tauben u. dergl. erneuen Bereinigung hervor und ermahnte ebenfalls zur Einigkeit. Tannt. Die nun folgende Einzeichnung in die Mitgliederliste ergab, daß 69 Personen der Organisation beigetreten waren. Der Fachverein der Stereotypeure trat in corpore über. Bei der hierauf vorgenommenen Wahl eines provisorischen Vorstandes wurden die Herren Weilandt und Knoch zu Borsigenden, Stanitky und Gleiche zu Kassirern, Schimansti und Remme zu gestorben. Der Allgemeine deutsche Bürsten- und Pinselmacher Kongreß findet am 7. Februar in Magdeburg im Restaurant Holze, Braune Hirschstr. 3, statt. Versammlungen. Die Influenza hat, wie die amtliche Statistik zeigt, in der allerlegten Zeit fast gänzlich den epidemischen Charakter verToren. Während in der Zeit vom 1. November bis 31. Desember v. J. 596 Personen in Berlin an der Influenza oder deren Folgen gestorben sind, hat diese Krankheit in der Woche vom 20. bis 26. Dezember nur 44 Todesfälle zu verzeichnen geDer Sozialdemokratische Wahlverein für den fünften Schriftführern, Müller zum Beisitzer und Netband und habt, und auch die letzte Woche des Dezember wies nur wenige Berliner Reichstags- Wahlkreis hörte in seiner Bersanimlung Prophet zn Revisoren gewahlt. In seinem Schlußwort drückte Sterbefälle an der epidemischen Grippe auf. Im Januar am 11. Januar einen Vortrag des Schriftstellers Ledebour Herr Schimansti seine lebhafte Freude über die endlich erreichte waren in der verflossenen Woche nur 7 Personen an der Influenza über das Thema:" Soll der Mißbrauch der freien Meinungs- Ginigung der Kollegen aus und forderte zu raftlofer Thätigkeit äußerung bestraft werden?" Der Redner beantwortete diese auf. Die Versammlung ging mit begeisterten Hochrufen auf das Frage im verneinenden Sinne. Nachdem erstattete Vereinskassirer Gedeihen des neugegründeten Vereins auseinander. Der Gesangverein Jugendfrenden" beschloß in feiner Schulz den Kaffenbericht. Derfelbe ergab eine Einnahme von legten Gigung, aus jeiner„ Unterstügungstaffe für arbeitslose 264 M. 99 Pf., eine Ausgabe von 101 W. 5, eine Genome Berufsgenossen waren am 7. Januar zu einer kombinirten Die Maler, Lackirer, Anstreicher und verwandten Mitglieder" den streifenden Buchdruckern 10 M. zu überweijen, von 163 M. 94 Pf. Auf Antrag der Revisoren wurde Genosse welche auf Liste Nr. 2587 gezeichnet sind. Ebenso verpflichtete Schulz entlastet. Der Schriftführer Wilde hat seine Amts- Filialversammlung zufammengetreten, in welcher die Abrechnung fich jedes Mitglied, pro Woche 25 Pf. refp. 50 Pf. ständigen niederlegung und seinen Austritt aus dem Verein angezeigt. Bu des Stiftungsfestes verlesen, und für richtig erklärt, sowie dem Beitrag für die Unterstützungsbedürftigen zu entrichten. Revisoren wurden neugewählt die Genossen Drescher, Subie Bergnügungskomitee Decharge ertheilt wurde. Der Ueberschuß Listen zur Sammlung für die streikenden Buchdrucker und Gajewski. Das Stiftungsfest des Vereins findet am sollte den streikenden Buchdruckern überwiesen werden. Die Ber find für den Norden bei Hermann Faber, Antonjtr. 34, vorn part., 27. Februar in den Räumen der Brauerei Königstadt statt; die fammlung nahm sodann Stellung zum Buchdruckerstreit und beWahi eines Vergnügungsausschusses wurde vertagt. Nachdem schloß einstimmig, daß die Bevollmächtigten der Filialen fobald noch mitgetheilt worden war, daß ein Genoffe, der auf eine Lifte wie möglich die Gelder an den Hauptvorstand resp. Kassirer Polizeibericht. Am 11. d. M. Morgens wurde ein Arbeits- für die streifenden Buchdrucker sammeln wollte, aus dem Lokale entter schicken, mit der Bemerkung, die Summe den Berliner bursche in seiner Schlaffammer, Leipzigerur. 109, durch Leuchtgas von Münzer in der Gollnowstraße exmittirt worden sei und zwar Buchdruckern zu überweisen. Nach langer und eingehender Disbetäubt vorgerunden und nach der Charitee gebracht. Es liegt von dem Gastwirth, ferner die Veranstaltung einer Tellerfamm- tussion gelangte in dieser Sache noch folgende Resolution einunzweifelhaft ein Selbstmordversuch vor.- An der Apostelkirche lung zu Gunsten der streitenden Buchdrucker polizeilich inhibirt stimmig zur Annahme: Die heute bei Gründel tagende kombinirte MitgliederMaler, Lactirer und verwandten Berufsgenossen erklärt den deutschen Buchdruckern ihre volle Sympathie zu ihrem Rampfe gegen die Kapitalsmacht und verspricht sie nach besten Kräften moralisch und materiell zu unterstützen. zu haben. • " wurde Nachmittags ein Schuhmacher mit einer bedeutenden Ber- worden wäre, wurde die Versammlung mit einem dreifachen Hoch Bersammlung der Filialen Berlins der Vereinigung deutscher legung am Kopfe aufgefunden und nach dem Elisabeth Kranken- auf die Sozialdemokratie geschlossen. hause gebracht. Dort wurde er jedoch tobsüchtig, so daß seine Ueberfuhrung nach der Charitee erforderlich wurde.- Zu der- In der Freien Vereinigung der Kaufleute sprach am felben Zeit wurde eine Frau in ihrer Wohnung in der weißen- 7. Januar Herr Julius Türt über" Eugen Richter's Zukunftsburgerstraße erhängt vorgefunden. Im Laufe des Tages fanden bilder" vor einer außerst start besuchten Bersammlung, die der polizeilichen Ueberwachung entbehrte. Herr Eugen Richter, welcher neun fleine Brande statt. Die Angelegenheit der Filiale( Westen) betreffs der Reises Unterstühung wurde geregelt. Ein„ Eingesandt" des Bereins- neuer Mitglieder. Gafte mofutommen. durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Humoristischer Rauch= Rauchflub Bictoria" Antwerpen. Ein Matrose des untergegangenen Schiffes Anzeigers" unterzog man einer längeren Kritik und beschloß jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, Schüßenfiraße 40-41, bei Stallbaum( Restaur.) Child wall erzählt über den Zusammenstoß mit dem Passagier Gäfte willkommen. Aufnahme neuer Mitglieder. Rauchtlub ,, Gutge: hierzu, dem Vorsitzenden Schweizer ein Mißtrauensvotum wegen finnte Freund e." Feben Mittwoch höchstestraße 28 bei Neumann. Gäste dampfer Noordland noch folgende Einzelheiten. Der Childwall Dieses Artikels auszustellen und die Delegirten zu beauftragen, willkommen. Mitglieder werden aufgenommen. Rauchlub, affa Ile" war ein Liverpooler Eisenschiff, Dreimaster, 1286 Tonnen. Mit Stellung dazu zu nehmen und für Einſegung einer Preß- Jeden Mittwoch, Abends s uhr, Friedrichsbergerstr. 11 bei W. Loc. Gäfte, NW. zu W. fuhren wir bei gutem Wetter durch die Nordsee tommission einzutreten, damit solche Artikel im Vereinsorgan flub. Jeben Mittwoch, Abends 8 Uhr, Sigung bei Niemann, Görliger- und machten etwa 7 Knoten. Wir waren gegen 7 Uhr Abends nicht wieder erscheinen. Nachdem noch einige Angelegenheiten ftraße 42. Gäfte durch Mitglieder eingeführt willtommen. betreffs des Arbeitsnachweises zur Sprache gekommen und der Abends 8% Uhr, Frankfurter Allee Nr. 90 bei Otto Babel. Gäſte wintomme nicht weit von dem Leuchtschiff Wielingen, das etwa 13 Meilen Es wehte start, das Wetter war Beschwerdekommission zur Prüfung überwiesen waren, schloß der Straße 22. Gäste willkommen. Pfeifentlub, a ft anta". Tagt jest jeden Mittwoch von 9 Uhr ab Briger- von Vlissingen entfernt ist. Regeltlub Vorwärts". Jeden Mittwoch aber ziemlich flar, wenn auch dunkel. Ich befand mich mit Vorsitzende die Versammlung mit einem Hoch auf die Ver- Beughofstraße 8, Restaurant Biefter. Stattlub Revolution". Jeden Kapitän Richardson und dem Vlissinger Lotsen de Waardt auf einigung deutscher Maler, Anfteicher und verwandten Berufs- Mittwoch und Sonnabend bei Infinger, Grautfir. 48.- Rauchlub el, Deck, die Offiziere und ein Theil der Mannschaften arbeiteten land." Jeden Mittwoch, Abends 10 Uhr, Vereinssihung Neue Hochstr. 19 genoffen. bet Liefe. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, willkommen.. Berein ehem. auf dem untern Deck. 8 Mann waren im Schiffe; zuSchüler der 99. Gemeindeschule", Mittwoch, Abends" 9 uhr, fammen waren wir 24 Köpfe. Ungefähr eine Viertelstunde Schröder's Gaal, Stegligerstraße 18. Geschäftliches; Fidelitas. Gäste will fommen. vor Pipifar", Mittwoch Abend 9 Uhr Samoristischer Verein Sigung beim Restaurateur Möhring, Admiralstr. 18c, 3. Hof rechts, 1 Tr. 1. Nachher Fidelitas. Herren und Damen als Gäste willkommen. " " Freireligiöse Gemeinde. Bortrag von Frau Henrich- Wilhelmt am Mittwoch Abend 8 Uhr im großen Saal von Joel, Andreasftraße 21, über: " Der Frauen Natur, Recht und Pflicht." Gäste sehr willtommen. Naturheilverein Norden." Mittwoch, den 13. Januar, Abends 8 Uhr, in der Brauerei Königstadt, Bortrag über Nieren- und Blasenleiden. Gäste villkommen. Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs am Mittwoch. Vereinte Kraft", Schönleinstraße 6. Abends 9 Uhr Sitzung bei klein. Gäste, urch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt.. Lese- und Diskutirklub manzipation", Abends 8% Uhr bet Wagner, Neue Königstr. 89. Gäste willkommen. Charlottenburg. Lese- und Diskutirklub Mehr Licht", Abends 8 Uhr, im Lofale Spreeftr. 36. Männer und Frauen, Die Leipziger Spinbuben Jerusalem und Winkelmann durch Mitglieder eingeführt, find stets willkommen. Gleichheit" bezogen als Angestellte der durch ihre Diebereien verfrachten Weilenden zu retten, aber der Zusammenstoß war so furchtbar, Sigung Abends 8% Uhr, Staligerfir. 7 bet Schönemann. Jacoby", Abends 8 1hr bei Dito Thierbach, Schwedterfir. 44. Gaste, durch Diskonto- Bank nach der Leipziger Gerichtszeitung" folgendes Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Einkommen " " " " Johann Arbeiter- Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwody. Uebungsftunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Gefangverein Liedes: freiheit", Blumenstraße 38, bei Henke. Gesangverein Freya", ( Gem. Chor), Alte Schönhauserstr. 22-23, Bögow's Brauerei. Gesangverein Silaritas", Hochstraße 32 a, bei Wilfe. Gesangverein Deutsche Giche", Blumenstraße 46, bet Went. Gefangverein Vorwärts 2", Schönhauser Allee 28, bei Kuhlmey. Gesangverein Echo 1", Pankow, Schulzeftr. 27. Gefangverein Lerche", Usedomstraße, Cafee Humboldt. Gesangverein der Steinmegen", Johannisstraße 20, bei Müller. Gesangverein Freiheit", Bülowstraße 27, bei Gundlach. MännerGefangverein der Kürschner", D. V. D. Br. Berlin, Neue Friedrichstr. 44, bei Röllig.- Gefangverein Südost 2", Guvrystraße 16, bei Ziemer. Gefangverein ,, Gangesluft", Bülowstr. 69, bei Gründer. Gesangverein Morgenroth 3", Admiralstraße 38, bei Lülow.- Gesangverein Steins ne Ite", Gerichtstr. 10, im Restaurant.- Gesangverein, yra 1", Raupach ftraße 6, bei Gtachel. Gefangverein ,, Euphonia", Annenstraße 16, bet Reßner. Gefangverein hand in hand 1", Mariannenftr. 31-32, bei Doberstein. Gesangverein" Schneeglöckchen 1", Kottbuser Damm 39, bei Jacob. Gefangverein. ,, Schneeglöckchen 2", Potsdam, Branden burger Kommuntation 16, bei Glafer. Gefangverein Unverdrossen", Fennstr. 5, bei Krüger. Flöter'scher Gesangverein", Landsbergerstr. 31, bet Musehold. Gesangverein Rütli", Friedenau im Kurhaus. Gefangverein ,, orwärts 5, Friedrichshagen, Rundtheil, bei Lerche. " Vermischtes. Jerusalem Festes Gehalt 07. 1883 21 000 1884 21000 Tantieme M. 7069,40 7177,36 zufammen M. 1885 21000 3827,95 1886 21 000 1892,55 1887 15 750 1726,45 28 069,40 28 177,36 24 827,95 22 892,55 17 476,45 Winkelmann Festes Gehalt M. 1883 15 000 M. 7069,40 1884 15 000 7177,36 zufammen M. 22 069,40 22 177,36 1885 15 000 3827,95 15 000 1892,55 1886 1887 Tantieme 18 827,95 16 892,55 13 976,45 dem Unglück bemerkten wir ein Dampfschiff auf uns zufahren; wir hielten danach unseren Kurs. Plöglich legte der Dampfer das Ruder um, wie um vor unserem Bug vorbeizukommen. Das war das Unglück. Wir segelten 7 Knoten, der Dampfer fuhr mit voller Kraft, und kaum sah ich das grüne Licht des Passagierdampfers- als solchen machten ihn die zwei Reihen hell erleuchteter Kajütenfenster kenntlich, so schrie ich: Wir rennen auf! Zwei Sefunden später geschah der Zusammens stoß. Ich schrie ins Schiff: Alle Mann herauf! um die unten daß sie wohl alle erschlagen oder zerquetscht worden sind. Schaurig war das Krachen unseres zerschmetterten Schiffes. Die Eisen platten flogen durch die Luft. Das Schiff war faft bis nach Steuerbord durchschnitten und infolge des Stoßes holten wir selbst nach Steuerbord über. Alsdann spülte die See übers Schiff, der fremde Dampfer fuhr mit Volldampf zurück, unser Schiff schoß voll Wasser und wir santen weg. Nur der Besanmast und die Spitze des Bugspriets schauten aus dem Wasser. Neun von uns hatten sich in die Besanwanten gerettet; zwölf Mann müssen sofort ertrunken sein. Die See schlug über fie weg. Drei von unseren armen Jungen hingen am Bugfpriet. Zwei fürchterliche Stunden hielten sie sich dort fest. Wir hörten ihr Hilfegeschrei, vermochten aber nichts zu thun. Es war ents fehlich, ihr Rufen zu hören: als das Wasser mit der Fluth stieg, wurden sie von den Wellen weggeschlagen und gingen unter. Es war bitter falt und wir litten sehr. Der Steuermann schnitt einige Taue durch und wir banden uns fest. Bier Stunden blieben wir hängen. Es ist nicht wahr, daß der Noordland uns nicht beiftehen wollte. Er fuhr, wie gesagt, rückwärts une zeigte drei rothe Lichter. Dann sette er zwei Boote aus. Leider konnten uns diese in der steckfinstern Nacht und da die Fluthen und die See hoch ging, nicht finden. Wie müssen die armen Menschen am Bugspriet gelitten haben, als die Rettungsboote an ihnen vorbeitrieben. Aber auch uns war gräßlich zu Muthe, als der Noordland, der eine ganze Stunde Breslau. Nach Meldungen aus Rönigshütte ist der in der Nähe geblieben war, schließlich zurüddampfte! Wir gaben Gefangverein der Kupfer Schacht 1 der Deutschlandgrube ausgebrannt. Das alle Hoffnung auf Rettung auf, denn in furzer Zeit mußten wir nicht", Schulftr. 29 im Wedding- Kasino.- Gefangverein Freies Lied 1", Feuer soll durch die Unvorsichtigkeit eines Arbeiters ent mit der Fluth sechs Fuß Wasser über uns haben. Und bei der standen sein. See! Wie flopfte uns das Herz, als auf einmal die Lichter Es Der Londoner Dampfer Hunst man", eines Dampfers erschienen, der pfeilschnell näher tam. Rauch: 2027 Tons groß, ist bei dem gestrigen Schneesturm in der Nähe war der Postdampfer Ipswich nach Harwich. Unser verflub, ellblau" bei Grand, Blücherstr. 59. Bergnüngsverein Nord von Shields gestrandet. Der Kapitän, dessen Frau und zweifelter Anruf wurde gehört. Der Ipswich drehte sofort bei Verein 8td 3ad", 3 Kinder nebst 22 Mann Besayung sind gerettet. und kam heran; seine Lichter beschienen uns gerade und der Kapitän schrie uns zu: Muth, Jungens, ich sehe meine Boote Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Gesangverein„ Pause: Mainz. Das hiesige Tageblatt" läßt sich aus dem rhein aus! Der erste Steuermann hatte das Boot bestiegen, das trok beutel", Abends 9 Uhr bei Poppe, Lindenstraße 106. gefangverein" Sangestreue", abends 9-11 Uhr bei Luther, Brüder Sonntag Nachmittag fand hier eine sehr stark besuchte anti- gerettet! Unser zweiter Offizier kletterte tiefer und machte das Männer hessischen Orte Schornsheim folgendes berichten:" Am inzwischen immer schwerer gewordener See herantam. Wir waren Straße 26. Gesangverein Alpenglühen", 8% Uhr, bei Schröder, Reichenbergerstraße Nr. 24. Gäste, burch Mitglieder eingeführt, will semitische Versammlung statt. Wie wir erfahren, hielt Herrn Rettungsboot fest. Der Kapitän und ich als die ältesten tommen. Sitherklub" Alpen veil chen", Abends 8 Uhr in Belvedere Böckels Adlatus, Herr Hirschel- Frankfurt, eine lange Parteirede, wir stiegen zuerst ein, dann nahmen wir die andern über. Zu ( Weißbier- Lotal) Uebungsstunde, Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste will tommen. Tambourverein Echo"( Bergnügungs- Verein), Abends 9 Uhr worin er namentlich ver Ausschreitungen gegen die Juden warnte. sieben waren wir gerettet. An Bord des Ipswich fanden wir bet Hüttrich, Gollnowftr. 9.- Tambourverein Borwärts", Uebungs Bum Schluß wurde von der Versammlung ein von Groß die beste Pflege. Die untergegangenen Matrosen waren meist flunde 9 Uhr Langeftr. 65. Gäfte willkommen. Tambourverein Ginig herzoglicher Bürgermeisterei beglaubigtes(!) Dänen und Norweger. feit", Ritterfir. 21. bei Juhdisch, Mittwoch und Sonnabend, Abends 8% Uhr, Mißtrauensvotum an Herrn Abg. Bamberger- Berlin abNebungsstunde. Männergesangverein Edelweiß", Abends 8 Uhr, bei Schneider, Belforterstr. 15. Neue Mitglieder werden aufgenommen. gefandt." Recht patriarchalifch! Gefangverein Müller. " " " 12 250 1726,45 Trotz dieses bedeutenden Einkommens vergriffen sich jene Stüßen der Ordnung" an fremden Geldern und bezichtigten Dabei die Sozialdemokraten noch frech der„ Theilerei". Wieder eine brüchige Ordnungsfäule. Das Landgericht Plauen verurtheilte den früheren Amtsrichter Conrad Elsterberg wegen Sittlichkeitsverbrechens zu zwei Gefangverein Jahren Zuchthaus. Freundestreue"( Gemischter Thor), Jüdenftr. 55, bei Trieschmann. Gefangverein" Corbeertrans", Landsberger Blay 5, bei Männerchor Südost 1", Röpniderstr. 191, Restaurant. Arbeiter- Gesangverein, Hoffnung 1", Friedrichsberg, Friedrich Karlftraße 34, bei Schnlze. Gesangverein Rothe Neite", Schöneberg, Grunewaldstr. 110, bei Jakob. Gesangverein Mannesmuth" jeden Mittwoch bei Stamm, Mauerstr. 3. Mitglieder werden aufgenommen. Gefangverein Freiheit 1", Kulm ftr. 36 bei Raumann. Freiheit" Moabit", Wilsnaderstr. 63, Kasino. Gangerchor", Kaftanien- Allee 28 bei Maiwald. Sängertranz", Oranienstr. 153 bei Göze. schmiede, Weinstr. 11 bei Feind. Große Frankfurterstr. 81 bei Weiß. " -Steinfeger: Offenbacher Gesangverein ,, Vergißmein= Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend: Mittwoch: Verein, Fridolin" bei Wolff, Brunnenstr. 35a. Theater und Vergnügungsverein ,, Bultania" bei Meißner, Gartenstr. 162. bei Echipte, Schul- und Reinickendorferstraßen- Ecke. Sigung bei Heinrichs, Blücherstr. 61. " " " " Lübeck'scher Turnverein: I. Lehrlingsabtheilung, Abends von 8 bis 10 Uhr im Zurnfaale des Königstädt. Gymnas.", Elisabethstr. 57-58. Bremen. In Würzburg wurde nach dreitägiger Verhandlung vor dem Militärbezirksgericht der Soldat Kaul wegen Ermordung feiner Geliebten zur Ausstoßung aus dem Heere und zum Tode verurtheilt. Berliner Zurngen offenfchaft. 5. Männerabth. Abbs. von 8-10 ühr: Turnlokal Mariannen- Ufer 1a. 8. Männer- Abth., Abends von 9 bis 11 Uhr. Turntotal: Mühlenftr. 49-50. Turnverein Often", Männer Abtheilung, von 8-10 Uhr abends, Blumenstr. 63a. Kraft- Turn- Verein Berolina" Mittwoch Abends 8% 1hr Reichenbergerstr. 73a bei Faustmann, Wien. Nach amtlichem Ausweis wurden in Wien in der Gäste willkommen. Aufnahme neuer Mitglieder. Männer- Turnverein Zahn", Rirdorf( eigene Turnhalle, Ziethenstr. 72a), von 6-8 Uhr Schüler- Beit vom 3. Januar bis 9. Januar 521 Fälle von Influenza fonstatirt. Abtheilung, von 8-10% Uhr Männer- Abtheilung. Theaterverein Blumenlefe" Sigung 9 Uhr Abends mit Damen, Stalloder beim Vorsitzenden M. Lieste, Ackerstraße 13, of 1 Treppe. schreiberstr. 60,- Theater- u. Bergnügungsverein Bultania" Abends 9 Uhr, Paris, 12. Janur. Die berühmte Abtei Fécamp in Meißners Restaurant, Gartenstraße 162. Damen und Herren, welche ge-( Departement Seine- Infér.), in welcher der Benedektiner- Liqueur neigt find, dem Verein beizutreten, tönnen sich daselbst melden fabrizirt wird, ist in der letzten Nacht vollständig niederBrivattheater- Verein Durch Nacht zum Eicht." Jeden Mittwoch gebrannt. Der Schaden wird auf 2 Millionen geschätzt. Abends 9 Uhr bei Zubeil, Naunynftr. 84, Sigung mit Damen. Gäfte haben Zutritt. Herren und Damen, welcher sich der Bühne widmen wollen, findet drama theilte der Staatsanwalt eine Statistik mit, wonach in In einer Pariser Gerichtsverhandlung über ein LiebesDort bie beste Gelegenheit. Anmeldungen und Auskunft ertheilt der Borfizende Otto Elefer, Uhrmacher, Naunynstraße Nr. 15.- Bollad den letzten 12 Monaten im Durchschnitt alle acht und 8%-10% Uhr im Restaurant vierzig Stunden ein Revolver Attentat eines Liewald, Dresdenerstr. 38.- Berein Fidele Brüder", Schönleinftr. 5 Mannes auf eine Frau oder einer Frau auf einen Mann in Bergnügungs- Verein Proletariat", Sigung Abends 9 Uhr, bei Steemann, Melchiorftr. 15, Sof" part. Gäste will Paris vorgekommen sei. tommen. Geselliger Klub Proletariat" bei Lorenz, Koppenstr. 40 e. Klub u stige Brüder", Abends bei G. Rien. Gäste willkommen. Bergnügungsverein Bonum", Abends 8½ Uhr bei Schröder, Stealinen firaße 18. Gäste, burch Mitglieder eingeführt, willkommen. Kunstgallerie dem Staate geschenkt, damit sie der zu Rom." Italie" meldet, Fürst Torlonia habe seine reuzfide!", Gigung mit Damen bei Doberstein, Mariannen schaffenden Nationalgallerie einverleibt werde. ftraße 31. Berein ehem. Schüler ber 44. Gemeindeschule", Abends 9 Uhr im Albrechtsgarten, Wilhelmstr. 105. Rauchklub Nord: Neapel. Am Montag Abend ergoß sich ein 2avaftern" in Friedrichsberg. Rauchtlub Bultan", Abends 9 Uhr bei strom vom Vesuv gegen Atrio del Cavallo. Rauchflub Frisch gewagt", Abends Ahmer, Gräfeftraße 82. " von 9 bis 11 Uhr, Poſenerstraße 5 bei Rockendorf. Rauchflub ,, Ohne Florenz. Das Bankhaus Fenzi ist für insolvent er 3 wang", Abends 8% Uhr, bei Spät, Weinstr. 28.- Rauchttubrune flärt worden; es fehlen Depots im Betrage von drei Quaste", Abends 9 ühr, bei Echlüter, Kleine Martusstraße 10. Gäste willtommen. Rauchklub Sumatra", Südost, Reichenbergerstr. 83, Millionen Francs. 14 Betrugsanzeigen sind bereits einRestaurant Trucks. Jeden Mittwoch von 8% Uhr ab Aufnahme gelaufen. Abrechnung des früheren Unterstützungsvereins der Metallarbeiter. Einnahme: Auf Listen der Bergarbeiter do. Metallarbeiter Von Einzelfammlern und Fabriken. An Bergarbeiter.. . 1706.75 1441.52 . 875.08 Chicago. Auf der Wabash.Eisenbahn stießen heute zwei Personenzüge bei Alladin, im Staate Illinois, zusammen. Beide Lokomotiven wurden zertrümmert, beide Lokomotivführer und beide Heizer getödtet. Die Züge geriethen in Brand. Vier italienische Auswanderer fanden ihren Lod in den Flammen und mehrere andere wurden verlegt. Zur Beit es Unfalls herrschte starker Nebel. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Paris, 12. Januar. Die Deputirtenkammer wählte mit 260 von 387 Stimmen Floquet zum Präsidenten für das Jahr 1892 wieder. Briefkaffen der Redaktion. J. Folger. Bericht schon von anderer Seite eingegangen. Mainz. Parteitagsbericht schon von anderer Seite ein gegangen. Karl Treuherz. Sie wollen sich danach in der Expedition erkundigen. Erklärung! Die Beleidigung gegen Frau Köhler, Görligerstr. 44, nehme ich hiermit zurück. 943b Frau Kochlöffel. Berkaufe meine Restauration für M. 18742 Arthur Ziemer, Cuvryftr. 17. Auf eine Notiz in der Presse hin erklären wir, daß der Firma Linke& Co., Berliner Lagerhof 3, bereits 3000 2. per Kaffe sofort. feit April 1891 der Alleinverkauf unseres Bieres für 4023.35 M. Berlin und Umgegend übertragen ist und solche seit dieser Zeit ihren ganzen Bedarf unverändert von uns bezicht. Fürth in Bayern, den 12. Januar.. Ausgabe: 1790.10 " Gewerkschaften 2106.45 " Drucksachen 50." diversen Ausgaben und Porto 37.25 " Metallarbeiter 39.55 4023.35 M. Gottfr. Schulz, Kassirer. Nevidirt und richtig befunden: Emil Jost, Vorsitzender. Otto Klein. A. Körsten. R. Petzold, Vertrauensmann. Meerschaum-, Bernstein- und Elfenbein- Waaren. Spezialität: Porträts bewährter sozialistischer Führer( Laffalle, Marr u. A.) in Bigarrenspiken, Pfeifenköpfen, Shlipsnadeln, Manschettenknöpfen, Stöcken und Brochen. Büsten. En gros. En détail. 1860 L B. Günzel, Brunnenstr. 157, am Rosenthaler Thor. Das Eisenwaaren- u. Werkzeug- Geschäft, Magazin für Haus- und Küchengeräthe Don E. 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Aufgaben der Generaltommission. a) die Betreibung der Agitation in denjenigen Gegenden und Industrien, deren Arbeiter noch nicht organisirt find; b) die aufgenommenen Statistiken zu einer einheitlichen für die gesammte Arbeiterschaft zusammenstellen; 276 führen und periodisch zu veröffentlichen; c) statistische Aufzeichnungen über sämmtliche Streits zu führen und periodisch zu veröffentlichen; Arbeiterfekretariat. Nachstehend bringen wir die Anträge und Resolutionen, wie fie bei der unterzeichneten Kommission eingelaufen sind, um dem Kongreß zur Beschlußfassung unterbreitet zu werden. Die Anträge werden später noch in einem Separatabdruck erscheinen und Stimmung der Mehrzahl der Vertrauensleute der einzelnen Gewerkd) in bestimmten und dringenden Fällen und unter Bus jedem Delegirten vor Stattfinden des Rongreffes zugestellt wer- schaften bei Streits aus einem zu schaffenden Generalfonds Unterben. Es liegt also im Interesse der einzelnen Organisationen, die gewählten Delegirten möglichst bald bei der unterzeichneten stützung zu gewähren. Kommission anzumelden, damit die Vertreter auf dem Kongreß schon vorher sich eingehend mit den einzeln en Projekten vertraut machen können. Wir erwarten, daß sich nunmehr, kurze Zeit vor dem Tage, an welchem der Entscheid über die weitere Gestaltung der Gewerkschafts- Organisation fallen foll, alle interessirten Kreise nochmals eingehend mit der Sache befassen und behalten uns gleichfalls noch eine Meinungsäußerung über die Durchführbarkeit der einzelnen Vorschläge vor. Vorstand und Ausschuß des Werbandes deutscher Zimmerleute: Resolution: In Erwägung, daß die Bildung von Unionen bei den meisten Gewerkschaften eine Erhöhung der Beiträge nothwendig erforderlich macht. Ueberzeugt von der Nothwendigkeit einer Zentralstelle für alle die Arbeiterschaft international berührenden Fragen, wird die Gründung eines nationalen Arbeiterfekretariats beschlossen. Die Funktionen desselben werden der Generalfommission über wiesen und hat dieselbe im Rahmen der Beschlüsse der internationalen Arbeiterkongresse zu handeln. Gewerkschaftstartelle. Um die Erzielung der gleichmäßigen Interessen der einzelnen Gewerbe eines Ortes oder Industriebezirkes einheitlich zu gestalten, find in öffentlichen Versammlungen Vertreter und Vertreterinnen aus den einzelnen Branchen zu wählen; dieselben haben alle gleichmäßigen Angelegenheiten, namentlich in Bezug auf Agitation, Streits, Boykotts, Aussperrungen, LokalangelegenIn weiterer Erwägung, daß die Mitglieder vieler Organi- heiten, Wahlen zu den Gewerbegerichten u. f. w. zu erledigen; fationen zu einer höheren Beitragsleistung aber nicht heran- ferner haben dieselben alle von der Generalkommission als im gezogen werden können, und in schließlicher Erwägung, daß eine Interesse der allgemeinen Arbeiterschaft anerkannten Maßnahmen auf gemeinschaftliche Kosten zu betreibende Agitation für die zur mit zur Durchführung zu bringen und dieselbe in ihren Be Union gehörenden Berufsorganisationen nicht geeignet erscheint, strebungen zu unterstüßen. Die Gewerkschaftskartelle der einzelnen den gewünschten Erfolg zu erzielen, beschließt der Gewerkschafts- Orte oder Induſtriebezirke sind verpflichtet, dem nationalen fongreß, mit der Bildung von Unionen vorläufig noch nicht vor- Arbeiterfekretariat die Ergebnisse der Erhebungen ihres Ortes zugehen. Der Kongreß beschließt jedoch, um für die Zukunft die oder Bezirkes periodisch mitzutheilen. Unionen anzubahnen, daß sich die zunächst verwandten Ges werbe durch Kartellverträge verbinden. Diese Verträge sind dahin abzuschließen, daß sich die verwandten Berufe verpflichten: Agitationstommission der Schneider und Schneiderinnen Leipzigs. Die Grundlage der Gewerkschaftsorganisation bilden die 1. sich bei Streits oder Aussperrungen gegenseitig finanziell| Sentralverbände verwandter Berufszweige." zu unterſtüßen; In dem Entwurf sind in der Abtheilung Organisation der 2. ihre gegenseitigen Mitglieder auf der Reise zu unter: deutschen Gewerkschaften" im dritten Abfab die legten Worte stüßen und zwar derart, daß an den Orten, wo die eine Orgawo für die Bentralvereine als solche Schwierigkeiten bestehen", nisation feine örtliche Verwaltungsstelle hat, die Unterstützung sowie die beiden folgenden Abfäße zu streichen. von der Organisation gezahlt wird, welche eine Verwaltungsstelle Unter Aufgaben der Zentralvereine" ist dem Paffus 2 hinzuzufügen: ferner an solche, welche durch unverschuldete, unvorhergesehene Fälle in Noth gerathen find.( Beziehentlich der Letzteren find von der Zentralleitung nähere Bestimmungen festzuseßen.)" Unionen. am Drt hat. Die Generalfommiffion bleibt bestehen und hat folgende Aufgaben zu erfüllen; 1. die Betreibung der Agitation in denjenigen Gegenden, Industrien und Berufen, deren Arbeiter noch nicht organisirt sind; 2. die von den einzelnen Zentralvereinen aufgenommenen Statistiken zu einer einheitlichen für die gesammte Arbeiterschaft zufammenzustellen; sich unter einheitlicher und aus Vorstandsmitgliedern sämmtlicher Die Zentralvereine der verwandten Berufszweige verbinden dabei in Betracht kommenden Verbände bestehender Leitung zu fog. Unionen. 9. Jahrg. Verband der Bäcker. Der Resolution der Halberstädter Konferenz betreffs der Unterstützung von Streits ist folgender Zusatz zu geben: 1. Nur Angriffsstreits folcher Gewerke und Industrien werden unterstüßt, in welchen noch keine regelmäßige Arbeitszeit durch geführt ist. 2. Streits in den Nahrungsmittel- Branchen werden nur in den ersten 14 Tagen unterstützt. Resolution. In Erwägung, daß es zum vollen Durchbruch der Ges wertschaftsbewegung unumgänglich nöthig ist, daß alle Gewerte und Industriezweige in die Bewegung gezogen werden, erklärt es der Kongreß für Pflicht der Delegirten sowie aller zielbewußten Arbeiter überall dahin zu wirken, daß die noch nicht genügend oder gar nicht organisirten Branchen wie Bäcker, Müller, Schlächter u. s. w. zur Organisation herangezogen werden. Insbesondere erklärt es der Kongreß für nothwendig, daß bei etwaigem gemeinsamen Vorgehen der Nahrungsmittel- Arbeiter zur Erringung einer geregelten Arbeitszeit u. f. w. dieselben allerwärts und von vornherein mit aller Straft in pekuniärer und moralischer Hinsicht unterstützt werden. Verein deutscher Schuhmacher. Bahlstelle] Straßburg i. E. 1. Die sämmtlichen zentralisirten Vereine und eingeschriebenen Hilfskaffen eines Industriezweiges( Bekleidungs- und Lederindustrie) vereinigen fich und bilden einen Verband mit Namen Union( sämmtlicher Arbeiter und Arbeiterinnen der Bekleidungs und Lederindustrie.) 2. Die Union wird in Gauverbände eingetheilt. 3. Jeder Gauverband hat für Einführung eines Marimalarbeitstages, sowie eines Minimallohnes, unter welchem kein Mitglied bei Strafe des Ausschlusses arbeiten darf, Sorge zu tragen. pro Tag. 4. Erhöhung des Eintrittsgeldes auf mindestens 1 M. 5. Festsetzung der Beiträge auf 20 Pf. pro Woche, und die betreffenden Fachorgane sind den Mitgliedern unentgeltlich zuzustellen. 6. Festsetzung der Reiseunterstüßung auf mindestens 80 Pf. 7. Einführung der Unterstützung für Arbeitslose mit mins destens der Hälfte des Durchschnittslohnes des betreffenden Ortes. 8. Der Sig sämmtlicher Zentralverbände wird an einen Ort verlegt. 9. Errichtung eines Arbeiterfekretariats zur Vornahme statistischer Erhebungen, sowie zur Untersuchung von Thatsachen. Dasselbe dient zugleich als Verbindungsglied mit den ausländischen gewerkschaftlichen Verbänden. Borstand und Ausschuß des Metallarbeiter: Verbandes.. Resolution. Die Mitglieder des deutschen Metallarbeiter- Verbandes halten fest an der auf dem Metallarbeiter- Rongreß zu Frankfurt a. M. beschlossenen Organisationsform in der Ueberzeugung, daß den in der Großindustrie beschäftigten Arbeitern ein wirksamer Rückfationen vereinigen, die eine einheitliche Leitung ermöglichen und halt nur geboten werden fann, wenn sie sich in großen Organi 3. statistische Aufzeichnungen über sämmtliche Streits au Diefelben bilden in ihrer Gesammtheit den alleinigen, be führen und periodisch zu veröffentlichen; 4. in bestimmten Fällen und unter Zustimmung der Mehr- ftimmenden und ausschlaggebenden Faktor der gesammten Gewerkschaftsbewegung. zahl der Zentralvereins- Borstände an einzelne Gewerkschaften bei Aussperrungen Unterstützung aus dem vorhandenen Fonds au jenigen Angelegenheiten, bei welchen alle Unionen gleichmäßig Zur Erledigung und Handhabung aller Geschäfte und der gewähren. Beigt es sich, daß die vorhandenen Mittel nicht intereffivt sind, wird auf dem alle zwei Jahre stattfindenden im Stande sind, gegebenen Falles ihre Mitglieder bei Lohngenügen, steht der Generalfommission das Recht zu, Extrabeiträge allgemeinen Gewerkschaftskongreß ein Geschäftsführer als aus- tämpfen zc. aus eigenen Mitteln zu unterſtügen. auszuschreiben. Diefelben dürfen jedoch 20 Pf. pro Jahr und führende Person gewählt, an deffen Seite je ein Unionsvertreter Mitglied der zentralisirten Vereine nicht übersteigen. Pflichten der einzelnen Zentralvereine der Generalkommission gestellt wird." gegenüber: 1. hat jede zentralisirte Gewerkschaft pro Mitglied und Quartal 6 Bf. an die Generalfommission zu leisten. Aus dieser Einnahme, sowie aus dem Ertrag der Extrabeiträge hat die Generalfommiffion die sämmtlichen Ausgaben, einschließlich der Agitation und Aussperrungen zu bestreiten; 2. nach Beendigung eines jeden Streits ist der General Tommission schriftlich Bericht über den Verlauf und Erfolg desselben zu erstatten; desgleichen müssen der G.-K. die von den einzelnen Gewerkschaften aufgenommenen statistischen Erhebungen zur Verfügung gestellt werden. Aufgaben der Unionen. a) und b) in der von der G.-K. vorgeschlagenen Fassung; c) Streits, welche innerhalb der zur betreffenden Gruppe gehörenden Industriezweige nothwendig werden und Aussicht auf Erfolg haben, von den einzelnen Berufsorganisationen aber nicht wirksam geführt werden können, sind nachdem sie von der Union gutgeheißen sind, auf gemeinschaftliche Kosten zu führen. Letztere sind im prozentualen Verhältniß zur Stärfe von allen zur Union gehörenden Einzelorganisationen aufzubringen; d) das Wort„ möglichst" zu streichen. Aufgaben des Geschäftsführers. Als Publikationsorgan der G.-K. bestimmt der Kongreß eines Derselbe hat die Aufgabe, mit Hilfe der Unionsvertreter: der bestehenden Gewerkschaftsorgane. Dies ernannte Organ ift, a) die Betreibung der Agitation in denjenigen Gegenden sobald Bekanntmachungen der G.-K. darin enthalten sind, den und Industrien, Berufen, deren Arbeiter noch nicht organisirt Vorständen der Zentralvereine, den Vertrauensleuten derjenigen find; Gewerkschaften, deren Landesgefeße eine Zentralisirung unb) die Beschlüsse der Unionen, sowie die nöthigen recht möglich machen, sowie den Redaktionen der Arbeiterzeitungen gratis zuzuftellen. Die Koften des Mehrdrucks, sowie die der zeitigen Bekanntmachungen in der Tagespresse zu erlassen; c) und d) in der Fassung des Entwurfes der GeneralBustellung trägt die Generalfommiffion. tommiffion; e) ganz streichen, Die Einberufung des nächsten Gewerkschafts- Kongresses bleibt der Generaltommission unter Zustimmung der Mehrzahl der Zentralvereins- Vorstände überlassen. Deutscher Schneider und Schneiderinnen " Verband. Filiale Berlin. Organisationsplan. Die Bestimmung, daß Zentralvereine, welche feiner Organis sation angehören, durch Abgabe von 2 pet. der Einnahme von 15 Pf. Wochenbeitrag an den Geschäftsführer sich der Gesammtorganisation anschließen können, ist zu streichen. Verband der Hafenarbeiter und Verband der Werftarbeiter. Im ersten Theile( von den Zentralvereinen handelnd) Dem Organisationsentwurf der Generalfommission foll in gleich dem Entwurfe der Generalfommission unter Hinzufügung dem Absah, welcher lautet: Die Grundlage der gesammten Ge= des Sages: Den Filialen ist die möglichste Selbständigkeit und wertschaftsorganisation bildet der Zentralverein der einzelnen Bewegungsfreiheit zu lassen und sind dieselben nur insoweit von Berufe", folgender Satz angehängt werden: Jedoch sind die der Zentralverwaltung abhängig, als dieselben einen auf den Organisationen, in denen sich verschiedene Berufsvereine zu Generalversammlungen der einzelnen Gewerkschaften festzusetzen- einem Zentralverband zusammengefchloffen haben, in erster Linie den prozentualen Beitrag ihrer Einnahme zur Leitung der Zentral- in der gegebenen Form zu erhalten und für deren Ausdehnung geschäfte abzuführen haben." au agitiveu." Gewerkschaften Dresdens. = Agitation. 3entralverband der in HolzbearbeitungsFabriken befchäftigten Arbeiter Deutschlands. Die Festsetzung eines Einheitsbeitrages muß unterbleiben, weil die Leistungsfähigkeit der einzelnen Berufe zu verschieden ist. Unter Aufgabe der Unionen" ist dem Absatz b hinzuzufügen: Das Organ erhält jedes Mitglied gratis." # Um eine Ueberbrückung zwischen den organisirten und un- In allen Organisationen ist, wo nicht die ausgedehnte Saus organisirten Berufsgenossen herbeizuführen, andererseits um Industrie zu große Schwierigkeiten bereitet, nach längerer Karenz etwaigen Eingriffen zu begegnen und die Gefahren, welche Auf- zeit die Arbeitslosen- Unterstützung einzuführen. lösungen mit sich bringen, abzuschwächen, ist das Vertrauensmänner System der einzelnen Gewerte anzuerkennen. Dasselbe ist durch keinerlei Formen mit den Vereinigungen in Berbindung zu bringen und steht also getrennt da. Das einzige Bindeglied ist die Fachpresse. Dieselbe ist nicht das Organ der Vereine, sondern das geistige Band, welches alle Arbeiter und Arbeiterinnen des Gewerkes gemeinsam verbindet. Um den planlofen Neugründungen fleiner Blätter vorzubeugen, halten die verwandten Gewerte ein gemeinsames Preßorgan, welches so eingerichtet sein muß, daß den Interessen der einzelnen Gewerke Rech nung getragen wird. Die einzelnen Fachpressen dienen gleichzeitig dazu, die nöthigen Bekanntmachungen der Generalfommiffion zu veröffentlichen und sind dieselben als Publikationsorgane den Organisationen der betreffenden Berufszweige zu empfehlen. Die Bertrauensmänner haben eine planmäßige Agitation zu entfalten und alle im Rahmen der zentralisirten Vereine nicht durchzu führenden Maßnahmen zu erledigen. Generalfommission. Zur Herbeiführung einer einheitlichen Regelung derjenigen Angelegenheiten, an denen alle Berufszweige gleichmäßig intereffirt find, feine aber für sich zu beren Regelung im Stande ist, wird eine zentrale Körperschaft, die Generalfominission, gebildet. Dieselbe steht vollständig außerhalb der Vereine und besteht aus fieben Vertretern, welche auf dem alle zwei Jahre stattfindenden allgemeinen Gewerkschaftstongreß zu wählen sind. Unterstübungsverein der Kupferschmiede Deutschlands. 1. Den jetzt auf 3 Pf. festgefeßten, bis zum Kongreß giltigen Quartalsbeitrag auf 10 Pi. von da ab zu erhöhen. 2. Ausstände nicht organisirter Arbeiter dürfen von Seiten der Generalkommission mit Gewerkschaftsgeldern nicht unterstützt werden. nicht aufgenommen werden. 3. Anleihen zum Zweck der Unterstützung von Streits dürfen 4. Wir beantragen die Wahl einer Revisionskommission aus 5 Mitgliedern bestehend. Diese soll lediglich der a) die Abrechnungen, Belege für Einnahme und Ausgabe Generalfommission prüfen; b) die Gehälter für die ständig in der Kommission thätigen Mitglieder festseßen; c) für etwaige Berfäumnisse der Kommiffionsmitglieder die Entschädigungssäge bestimmen. ein Die Mitglieder des deutschen Metallarbeiter- Verbandes- find bereit, ein Uebereinkommen fämmtlicher Gewerkschaften nach Kräften zu unterstüßen, soweit es sich um eine gegenseitige Unters stügung bei außergewöhnlichen Lohntämpfen 2c. handelt. Zu diesem Behuse wird die Errichtung einer Generalfasse empfohlen, in welche alle betheiligten Gewerkschaften wang fann nicht stattfinden einen bestimmten, nach der Kopfzahl berechneten Beitrag leisten. Im Bedarfsfalle erhalten Die betheiligten Gewerkschaften unverzinsliche Darlehen. Weitere nicht zurückzuzahlende Unterstützungen tönnen, soweit die Kassen verhältnisse es gestatten, gewährt werden. Wird auf legtgenannte Unterstüßung Anspruch erhoben, so ist die Zustimmung von mindestens zwei Dritteln der betheiligten Gewerkschaften, beziehungsweise der von den einzelnen Gewerks schaften aufgestellten Beisitzer des Verwaltungsraths erforderlich. Der Verwaltungsrath besteht aus je einem Mitglied der bes theiligten Gewerkschaften. Derselbe ernennt den Generalfaffirer, fowie einen aus fünf Personen bestehenden Exekutivausschuß. Ersterer hat die Raffe zu verwalten, letterer die Rassenführung zu überwachen und in Gemeinschaft mit dem Generalkassirer die laufenden Geschäfte zu erledigen. Weder der Generalfassirer noch die Mitglieder des Exekutive ausschusses dürfen eine leitende Stelle in einer Gewerkschaft befleiden, um zu verhindern, daß die eine oder andere Gewerkschaft bevorzugt wird. Nur der Generaltafsirer wird besoldet, den Mitgliedern des Exekutivausschusses und des Verwaltungsrathes werden eventuelle Baarauslagen vergütet und Diäten gewährt. Der Exekutivausschuß hat kein Recht, eigenmächtig Samms lungen unter den Gewerkschaften zu veranstalten. Agitation. deutscher Gasarbeiter und verwandter Berufsgenossen" gedenkt Der Vorstand des unlängst gegründeten Zentralverbandes in nächster Zeit ein Flugblatt unter diesen Arbeitern in ganz Deutschland zu verbreiten, um sie zum Anschluß an die Organi fation zu bewegen. Ganz abgesehen davon, daß es Pflicht eines jeden Arbeiters ist, seine Arbeitsgenossen zur Organisation heranzuziehen, bietet sich sich in diesem Falle wiederum für jeden einzelnen unserer Genossen eine Gelegenheit, der Arbeitersache 8lt dienen. Auch diese Arbeiter fategorie ist gleich den Bäckern und Ziegelei- Arbeitern, für die wir um Unterstüßung bei der Agitation ersucht haben, überaus schwer durch das Arbeitsjoch belastet und muß jeder denkende Genosse bemüht sein, ihnen durch Schaffung einer Organisation zu einem menschenwürdigeren Dasein zu verhelfen. Wir bitten Daher alle Genossen, welche Verbindung mit den Gasarbeitern haben und gewillt sind, die Verbreitung des Flugblattes zu übernehmen, ihre Adresse an den Vorstand des genannten Vereins einfenden zu wollen. W. Rothermund, Hamburg- Barmbeck, Heitmannstraße 26, part. Codann bitten wir auch um Angabe weiterer Adressen zuz Agitation unter den Bäckern und Ziegelei- Arbeitern. Die Generaltommission der Gewerkschaften Deutschlands. G. Legien, Hamburg St. Georg, An der Koppel 79, 1. Etage. Soziale Uebersicht. An die Uhrmacher Deutschlands! Kollegen! Angesichts der Thatsache, daß sich die ohnehin so traurigen Verhältnisse unferer Branche von Tag zu Tag ver schlechtern, und gegenüber der immer weiter um sich greifenden = Arbeitslosigkeit, welche wiederum eine Folge der übermäßig| Kommission für öffentliche Angelegenheiten pro 4. Quartal 1891.| betheiligten. Der Aufforderung des Vorsitzenden Herrn Folger, langen Arbeitszeit ist, die zumal in der Provinz noch 11 bis Es betrugen danach die Einnahmen inkl. eines Bestandes von dem Verein recht zahlreich beizutreten, wäre daher der beste Er12 Stunden und darüber beträgt, wobei obendrein noch wahre 384,44 m. vom 3. Quartal 769,79 m. Nach Abzug der Aus- folg zu wünschen, um so mehr, als Vereinsbeiträge nicht erhoben Hungerlöhne gezahlt werden, während auf der anderen Seite die gaben verblieb am Schluß des 4. Quartals ein Bestand von werden. Der Versammlung folgte ein geselliges Beisammen von den Unternehmern an uns gestellten Ansprüche täglich 192,14 M. Die Revision dieser Abrechnung wurde den Herren sein. Der Tanz war leider vom Polizeipräsidium verboten wor wachsen, erachten wir es als Pflicht der denkfähigen und ziel Genzkow, Blauzwirn und Mothes übertragen und den, indem dortselbst die Meinung vertreten wurde, daß, da bewußten Kollegen, allerorts in eine Agitation für die Beseitigung dann zur regen Betheiligung an den Sammlungen der Kommission Gäste zu der Versammlung Zutritt hätten, diese Versammlung eine der bestehenden Mißverhältnisse einzutreten. Ihr, die Ihr Eure aufgefordert, damit man die Buchdrucker mit Unterstüßungen be-„ öffentliche" Versammlung sei, mithin auch das folgende Tanz Lage erkannt habt, rüttelt die Kollegen aus ihrer denken könne. vergnügen als ein öffentliches" fich gestalte und dieses Lethargie auf, entreißt fie jener verderblichen Harmonieduselei, Da sich gegen dieses Der Freie Diskutirverein( von Schülern der Arbeiter Verbot momentan nichts thun ließ, suchte man sich dergestalt zu einer besonderen Genehmigung bedürfe. genährt wird; organisirt sie auf dem Boden der modernen Ar- Bildungsschule gegründet) hatte für den 10. d. M. eine außer helfen, daß die anwesenden„ Gäste" Vereinsmitglieder wurden beiterbewegung. Laßt das neue Jahr nicht abermals ungenügt die sich eines recht regen Besuchs zu erfreuen hatte. In derselben und so eine geschlossene Gesellschaft hergestellt wurde. Gegen das ordentliche Versammlung für Männer und Frauen einberufen, an Euch vorübergehen, die Zeit drängt mit Riesenschritten vorwärts, laßt Euch nicht zurückschrecken vor der Schwierigkeit einer legte Herr 3 unter als Schüler der Arbeiter Bildungsschule Tanzverbot wird der Beschwerdeweg beschritten werden. solchen Aufgabe. Gure heiligste Pflicht ist es, mit ganzer Kraft durch einen Vortrag über das Planetensystem Zeugniß ab von für dieses Ziel einzutreten; ist erst der Anfang gemacht, so wird dem vortrefflichen Wirken dieses Instituts und von auch der Erfolg nicht ausbleiben. Die unterzeichnete Kommission seinem Können. Der Redner überraschte nicht nur durch Briefkaffen der Redaktion. ist bereit, Euch in diesem Vorhaben zu unterstützen, und werden den wissenschaftlichen gemeinverständlichen Inhalt, sondern zu diesem Zweck die Kollegen allerorts ersucht, sich mit Unter- auch durch die gefällige Form des Vortrages, der mit wohl- Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Briefliche zeichnetem in Verbindung zu setzen. verdienter Anerkennung entgegengenommen wurde und als Mit tollegialem Gruß N = Antwort wird nicht ertheilt ein erfreuliches Zeichen nicht nur erfolgreicher Wirksamkeit der ,, Die Flinte schießt, der Säbel hant" steht in Nr. 10 fo er Die Agitationsfommission der Berl. Uhr macher. Arbeiter anzusehen ist, was aus der folgenden Diskussion noch mehr fahren wir durch die Güte eines Genossen, dem hiermit herzlich Arbeiter- Bildungsschule, sondern auch der Bildungsfähigkeit der des ersten Jahrgangs der„ Neuen Welt"( von 1876) erhellte, an der sich zumeist Schüler der Arbeiter- Bildungsschule gedankt sei. J. A.: Otto Näther, Berlin NW., Lübeckerstraße Nr. 8. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. In einer öffentlichen Gewerkschafts- Versammlung Nürnbergs fand nach einem Referat des Genossen Eihinger folgende Resolution einstimmige Annahme: Die am 20. Dezember im Café Mert stattgefundene Bersammlung hat beschlossen, den allgemeinen Gewerkschaftskongreß zu ersuchen, den von der Generalfommission ausgearbeiteten Organisationsentwurf abzulehnen und den Arbeitern zu empfehlen, sich nicht nach Berufen, sondern nach Industrien zu organisiren. Die Grundlage der einzelnen Organisationen soll die Zentralvereinigung einer bestimmten Industriegruppe von Arbeitern nebst Hilfsarbeitern bilden, in der Weise, daß z. B. alle Metallarbeiter, Holzarbeiter, Bauhandwerker c. je eine einzige in Sektionen gegliederte unter einer Leitung stehende Organisation bilden. Den Genossen soll es anheimi gestellt werden, sich in den von den Zentralvereinigungen zu errichtenden örtlichen Filialen und Berufen gegliedert zu organifiren. Bei der Wahl der Zentralverwaltung soll darauf Rücksicht genommen werden, daß womöglich alle der Organisation angehörigen Berufe in dieser Rörperschaft Vertretung finden. Zur Wahrung der Interessen der Mitglieder ernennt jede Organisation eine Zeitung als Bublifationsorgan, deren Redakteur auf der Generalversammlung nach demfelben Modus gewählt wird, wie der Zentralvorstand. Die Regelung der Wanderunterstützung, des Herbergswesens und Ser Agitation bleibt jeder Organisation selbst überlassen. Zur höheren Sicherstellung der einzelnen Organisationen wird eine. Refervefondstasse errichtet, zu welcher jede Organisation nach Maßgabe ihrer Mitgliederzahl einen näher zu bestimmenden Beitrag zu entrichten hat. Der Beitritt zu dieser Kasse ist jeder Organisation freigestellt. Ansprüche an die Reservesondskasse haben nur jene Organisationen, welche Beiträge zu derselben Leisten. Ueber die Wahl des Kassirers der Reservefondskasse verständigen sich die Vorstände der zu dieser Kasse steuernden Organisationen unter sich selbst. Zur gegenseitigen Verständigung über Fragen, welche alle Gewerkschaften, ohne Unterschied des Berufes, intereffiren, treten die Vorstände der verschiedenen Gewerkschaften in geeigneten Zwischenräumen zu Berathungen zusammen. Zu diesem Zweck findet auch spätestens alle 3 Jahre ein allgemeiner Gewerkschaftstongreß statt; dessen frühere Einberufung tann durch Majoritätsbeschluß einer Konferenz der gesammten Gewerkschaftsvorstände angeordnet werden. Sowohl zu den Konferenzen der Vorstände wie zu den allgemeinen Gewerkschaftstongressen find alle Gewerkschaftsorganisationen, ohne Rücksicht auf die Form der Organisation, einzuladen. An alle bestehenden Organisationen wird das Ersuchen gestellt, sich bis zum 1. April 1894 nach den in der Resolution zu Grunde gelegten Normen umzugestalten und damit überflüssig werdende Gewerk schaftsorgane zu veranlassen, ihr Erscheinen einzustellen." Das Bureau der Versammlung wurde beauftragt, diese ResoIution in allen arbeiterfreundlichen Blättern zu veröffentlichen, und werden diefelben hiermit um Abdruck ersucht. Versammlungen. da 1. Ziehung der 1. Klasse 186. Königl. Preuß. Lotterie. 1901 95058 63 90 127 93 334 424 618 48 99 803 5 96063 287 405 47 Ziehung vom 12. Januar 1892. Vormittags. Nur die Gewinne über 60 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 153 90 246 48 377 84 547 57 71 670[ 200] 92 732 90 809 41 980 1261 397 431[ 100] 555 683 770 83 853 69 2020( 2001 30 115 43 75 87 309 535 603 25 737 905 25 70 3187 223 97 375 442 555 710 51[ 100] 977 4076 87 331 406 583 709 62 5015 69 154 231 334 35 43[ 100] 863 6179 98 259 86 301 73 76 508 52 91 613 90 7019 97 161 205 21 336 436 583[ 100] 86 833[ 150] 8038[ 150] 76 154 85 242 61[ 100] 334 88 403 55 602 91 92 758 9260 67 335 62 76 440 587 639 785 932 Mit der eventuellen Einführung der Kontrollmarke in der Tabaksindustrie beschäftigte sich am Sonntag eine öffentliche Versammlung der Tabatarbeiter und Arbeiterinnen, in welcher Herr Josef Stahl die Erfolge darlegte, welche speziell die Zigarrenarbeiter Ameritas Damit errungen haben. Da man es dort durch einen Appell an die gesammte Arbeiterschaft dahin gebracht hat, daß diese nur Bigarren fauft, welche aus Kisten genommen werden, die mit einem fogenannten Lebel( Rontrollmarke) versehen sind, war man im Stande, die theilweis sehr schlechte Lage der Bigarrenarbeiter zu verbessern, indem man den Unternehmern, wenn sie jene Lebels haben wollten, zur Bedingung machte, teine Kulis( Chinesen zc.) zu beschäftigen, den geforderten Lohn zu zahlen, die Arbeitszeit zu verfürzen und ihren Arbeitern eine gute Behandlung angedeihen zu lassen. Redner will die Einführung der Kontrollmarke bezüglich des Nutzeffekts durchaus nicht überschäzen; als Kardinal- Abhilfsmittel aller Uebel, unter denen die Arbeiterschaft leide, betrachte er sie nicht, das tönne nur der Sozialismus fein, aber es sei nothwendig, den Arbeiter kampffähig zu erhalten, und Streils in letzter Zeit, auch mit Dransehung der größten Opfer seitens der Arbeiter, faft immer ohne den erwünschten Erfolg blieben, müffe man, um Befferung zu schaffen, zu dem ver hältnißmäßig geringere Opfer erfordernden Mittel der Kontrollmarte greifen. Hauptsächlich in Berlin lasse sich dieselbe, da hier die Tabakwaaren vornehmlich von den Kleinindustriellen hergestellt würden, sehr leicht einführen. Doch müsse die Einführung, wenn es dahin komme, über ganz Deutschland vor sich gehen. Um sie erfolgreich zu machen, sollten sich die Kollegen und Kolleginnen aber vor allem der Vereinigung anschließen. Dem beifällig aufgenommenen Vortrage folgte eine längere Diskussion, an welcher fich die Herren Bordes, Augustin, Börner, Heitmann, Hübsch, Hermann, Kies, Otto und Werner be theiligten. Die Herren August in( Hutmacher) und Hübsch ( Mirfer) gaben ihrer Freude als Vertreter von Gewerken, in denen die Kontrollmarke eingeführt ist, darüber Ausdruck, daß auch die Zigarren- und Tabatarbeiter zu diefem, wie sie sagten, aur Zeit geeignetsten Rampfesmittel greifen wollen. Sämmtliche Redner, mit Ausnahme eines' Unabhängigen", traten für die Einführung der Kontrollmarke ein. Letzterer hielt den Nugen der Kontrollmarke für gleich Null und befürchtete, durch Anwendung derartiger Mittel würden sich die Arbeiter vom energischen Eintreten für ihr Endziel abhalten lassen. Diese Befürchtung erjuhr eine gründliche Widerlegung seitens der nachfolgenden Redner, hauptsächlich des Herrn Augustin, welcher erklären konnte, daß die Hutmacher in den kleineren Städten, in welchen fie früher politische Mullen" gewesen seien, seit der Agitation für die Einführung der Marke sich rege am politischen Leben betheiligen. Gegen die Stimme des„ Unabhängigen" wurde schließlich folgende Resolution angenommen: Die Versammlung begrüßt die Einführung der Kontrollmarte mit Freuden; sie beauftragt die Kommission für öffentliche Angelegenheiten, bas Spezielle betreffs der Einführung dieser Marke auszuarbeiten und einer demnächst einzuberusenden Bersammlung vorzulegen." Hierauf verlas Herr Sperber die Rechnungslegung der 10371 77 436 60 556 676 709 864 11102 96 636 705 27 33 62 802 16 21 99 928 1211 41 299[ 150] 325 97 435 658 67 717 13193 281 339 44 446 774[ 100] 76 804 14166 90 269 70 377 406 603 32 743 831 76 912 25 15019.46 60 216 48 385 599 603 30 808[ 10]) 16111 13 67 541 54 650 55 711 939 44 98 17137 372 423[ 150] 500 685 741 927 18254[ 100] 416 55 796[ 100] 828 919 28 37 19283 314 460 570 627 756 818 20019 36 67 467 625 97 732[ 100] 63 887[ 100] 922 21161 265[ 2001 70 90-3 8.96 549 22123[ 200] 46 68 82 99 249 441 74 637[ 100] 89 722 94 909 53 23006 136 302 548 50 729 945 24087 292 424 65 564 677 760 91 803 961 25106 29 213 84 3.9 467 603 24 730 90 803 78 921 75 26005 35 219 387 46 543 27096 351 533 88 609 770 71 28064 124 241 479 83 586 611 55 728 32 52 806 28 85 98 29207[ 100] 35 61 67 73 667 719 831 50 80 929 68 30175 333 86 89 414 66 72 85 576 701 92 841 92 31093 111 213 22 79 531 88( 200) 633 93 835 81 82 904 12 32085 122 30 274 330 91 492 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Ziehung der 1. Klasse 186 Königl. Preuß. Lotterie. Biehung vom 12. Januar 1892, Nachmittags. Nur die Gewinne über 60 Wart find den betreffenden Nummern: in Parentheie beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 5 98 131( 100) 226 9) 99 327 46 47 56 61 413 70 612[ 100] 68[ 3001 743 818 78 81 915 28 51 92 1113 35 395[ 100] 499[ 100] 690 746 97 955 93 2059 141 282 506 650 55 58 76 726[ 10] 68 883 3059 69 101 33[ 150] 220 328 600 773 45 4083 275 83 99 326[ 100] 89 92 529 110 651 61 77[ 100] 941 94 5047 90 91 203 12 76 369 425 69 561 657 702 945 6065 66 733 7074 224 79 391 457 80 97 607 83 774 97 823 53 918 8064 113 65 323 484 678 781 94 903 33 9023 44 219 504[ 100] 6 15 74 603 788 921 10 40 150 92 128 35 361 465 640 705 876 946 151122 254 436 42 66 568 92 689 724 40 66[ 100] 96 881 949 152007 157 318 33 96 418 688 773 77[ 100] 836 153003 87 112 88 90 202( 100) 4 57 325 33 70 422 778 856 95 998 154069 285 88 310 462 531( 150) 815 48 982 155399 551 96 730 813 43 47 931 156008 111 54 80 94[ 100] 273 444 501 97 669 96 762 861 925 65 157081 299 367 94 411 573 644 766 820 57 908 158169[ 150] 238 307 643 874[ 150] 89 159041 267 358 558 705 881[ 300] 160038[ 150] 90 173 517 682 927 55 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Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.