Nr. 216. Abonnements- Bedingungen: jus Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrierter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Pofts Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in ber Poft Beitungss Preisliste für 1900 unter Mr. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. = Erscheint täglich aufer Montags. 56301 So mjini modrou tied 17. Jahrg. malt olid nanoiling of not miss du tohte Insertions- Gebühr Vorwärts todas a Ang adsploj tijel gmund ondo nou inc icat odve Berliner Dolksblatt. CHILL beträgt für die fechsgespaltene Rolonels geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs Anzeigen 20 fg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Erpcbition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: mt 1, Mr. 1508. Telegramm- Adresse: Socialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Mainz. Sonntag, den 16. September 1900. 1900. 490 d 000.822 Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. In der Mandschuret. lehren, ob die Besorgnisse etwa doch gerechtfertigt find, daß die Taktik der Wahlbeteiligung die Partei in der Lauterkeit ihrer Principien schädigen Petersburg, 14. September. Beim Generalstab sind heute könne. In jedem Fall darüber ist kein gweifel- herrscht in der Partei folgende Nachrichten eingelaufen: Das Detachement des Generals Ein Barteitag ohne Wilhelm Liebknecht. Den Führer, ber übereinstimmende Wille, die ungemein wichtigen Orlow erreichte am 2. September Fulgarda, 30 Werft von der durch mehr als drei Jahrzehnte allen Tagungen der deutschen Fragen der einzelstaatlichen Landesgesetzgebung fünftig umfassend zu Tsitsikar und marschierte in 12 Tagen mehr als 300 Werst vorwärts, Arbeiterklasse seinen Rat und seinen unhemmbaren Kampfesmut behandeln und die Agitation wider die Missethaten der herrschenden um sich mit dem Detachement des Generals Neumenkampf zu gab, müssen wir entbehren. Die Trauer um Wilhelm Liebknecht Klassen in dieser Landesgesetzgebung in die staatsbürgerlich entrechtete Die Truppen Orlows sind gut verproviantiert, mit Transports bereinigen. Die Brücke über den Nomnifluß wurde ausgebessert. wird sich jäh erneuern, da unsre Genossen aus aus allen Bevölkerung zu tragen. Gauen zur gemeinsamen Beratung des Parteiwohles sich mitteln und Munition ausgerüstet. Sie haben viele Wagen Sodann ist dem Parteitag die Aufgabe gestellt, den Kriegsruf erbeutet. Am 1. September haben sie noch 37 chinesische Transportzusammenfinden und nicht mehr zu dem seltenen Mann erschallen zu lassen gegen die Verruchtheiten der modischen Welt- wagen genommen. Gerüchtweise verlautet, der Generalgouverneur aufschauen dürfen, der allen ein Lehrer, ein Weiser der Wege und politit. Und der Protest gegen diese Weltpolitik verbindet sich von Tfifilar habe sich vergiftet und nach Aussage der Gefangenen ein Bahner der Wege gewesen. Und nur ein Gebante tann diese Trauer mit der Forderung einer vernünftigen, die arbeitende Klaffe schützenden, soll General Bao im Kampfe bei Jadichi getötet worden sein. Die mildern, der Gedanke, daß wir sein großes Andenken am würdigsten freien andelspolitik. Die nnjägliche Verwirrung der deutschen chinesischen Truppen haben sich aus Tsitsilar südwärts zurlidbegehen, indem wir unsre Beratungen in seinem Geist, Politit zeigt sich im gleichzeitigen Streben nach Ausdehnung über die gezogen, is d in feiner Zapferteit, in seiner Sieges zu verfit Oceane zweds vermeintlicher Handelserweiterung und nach Einengung Französischer Kostenaufwand. der deutschen Wirtschaft hinter der chinesischen Mauer des Hochschutz- Paris, 15. September. Dem Siècle" zufolge hat die ReAus den Gärungen im Schoße der Partei während des 99 er zolls. Die Pläne der junterlichen Kornwucherer schlagen dem Handel, gierung berechnet, daß die Kosten der chinesischen Expedition, falls Sommers, aus den Klärungen in Hannover erhob sich die Partei in der Industrie, den Arbeitern tausend tiefe Wunden. Gleich ver- müßten, an 70 Millionen betragen würden und daß sie des die Truppen bis Ende dieses Jahrs in China bleiben ungeschmälerter Kraft zum einigen Rampfe gegen den heerend aber wirkt eine Weltpolitik, die mit brutaler Gewalt fremde halb genötigt wäre, außer dem bereits vom Parlament und Feind. Ein Kampfesjahr liegt hinter uns, dessen Beginn die Nationen niederzuwerfen und zum Kauf ausländischer Ware zu vom Staatsrat bewilligten Krediten noch 20 Millionen zu verlangen. Niederwerfung des 8uchthaus gefeßes sah, in dessen Verlauf der erziehen vermeint. Und dieselbe dieselbe Weltpolitik verschleudert Es sei wahrscheinlich, daß Frankreich, gleich den andern Mächten Kampf gegen die neue Barbarei der" Weltpolitik" unfruchtbar hunderte Millionen, die der Proletaier sich vom außer einer Entschädigung für die den französischen Staatsangehörigen stets erbitterter fich gestalten mußte. Einen Parteitag täglichen Bedarf abgekargt. Dieselbe Weltpolitik verwischt auch den zugefügten Verluste, auch noch eine Kriegsentschädigung von China des Kampfes gegen die Feinde der Arbeiterklasse, dünnen Firnis der kapitalistischen Stultur und läßt Brutalität verlangen werde.sta gegen die wüst hereinbrechende Kulturverderbnis werden wir und Roheit erschreckend aufwuchern. Die Weltpolitik endlich in Mainz halten. In Hannover waltete die Selbstkritik der Partei; trifft das schmale Recht, das sich das deutsche Volt in der Mit- dontida nach der Neuorientierung in den eignen Reihen richten wir bestimmung über sein politisches Geschick erworben, ins Lebensin diesem Jahre die gemeinsame Front gegen den Feind, ordnen centrum. die Schlachtlinie und organisieren den Vor- Seine bürgerliche Partei denkt daran, den Verwüstungen der Der 80 Millionen- Pump erregt insbesondere in den liberalen führen. marsch. Nach den nervenspannenden Diskussionen in Hannover wird der Barteitag in Mainz nicht mindere Bedeutung haben. Fruchtreiches Schaffen am Ausbau der Partei, kraftvolle Einwirkung auf die politischen Fragen, die durch die neueste Entwicklung des deutschen Lebens gestellt sind, das erwarten die klassenbewußten Arbeiter Deutschlands von ihren Vertretern in Mainz. die Ehrenpflicht der Socialdemokratie, die deutsche Weltpolitik irgend welchen ernsthaften Widerstand zu bieten. Es ist Wohlfahrt und Kultur vor der weltpolitischen Verrohung zu schützen. gaben gestellt. So sind dem Parteitag in Mainz wichtige und ehrenreiche AufDieser Parteitag ist ein Jubiläums- Parteitag. Vor 79) Politische Neberlicht.. Berlin, den 15. September. Deutschlands, daß es sich geldfuchend an Amerika wende. Beitungen einen Entrüstungssturm gegen die Reichsbank und das Reichsschazamt. Es sei eine gewaltige wirtschaftliche Blamage Deutschlands, daß es sich geldſuchend an Amerika wende. Das ist der Zorn solcher Finanzkreise, die selbst gern an einer neuen Reichsanleihe verdient hätten. Thatsächlich ist aber zur Zeit Geld in Amerika billiger zu haben, als in Deutschland oder sonstwo. im Einigungstongreß ist das Der Parteitag foll die Organisation der Partei den von Gotha. Die damalige, für die Geschichte der deutschen Arbeiter tadellos. erfahren der Reichsbant finanziell durchaus Größe der Ziele, die uns leiten. Treu den hohen Ueberlieferungen, Eine glorreiche Vergangenheit verpflichtet taum minder als die treu dem Ideal des Socialismus geht der Parteitag in Mainz an feine Arbeiten. Möge ihnen reicher Erfolg werden! Die Freifinnige Zeitung" bemerkt mit Recht: Als in diesem Sommer im Anschluß an das neue Flottengesetz die Börsensteuern erhöht wurden, hat auch eine Er höhung des Stempels auf die Ausgabe ausländischer Schuldverschreibungen von 6 auf 8 pro Wille stattgefunden. Da mit wollte man einen erhöhten Schutzzoll einführen gegen die Bes gebung ausländischer Anleihen im Inland. Und nun bedarf Deutschland selbst des Kredits im Ausland und kann sich freuen, wenn die Amerikaner ihrerseits nicht einen ähnlichen Stempelbetrag für ihre Staatstaffe von der Valuta in Abzug bringen. So beißt sich auch hier die Weltpolitit in den eigenen Schwanz." Ansprüchen der neuen Gesetzgebung anpassen. Nach langen Be- bewegung epochale Einigung sah eine Bartei von mir winzigem Um- Die liberalen Blätter, die ihren Groll in wiederholten Leitmühungen wurde eine der Feſſelu zerschnitten, die das Recht fange im Vergleich zu heute. Bei der Reichstagswahl vor Gotha artikeln ausschütten, verraten bei dieser Gelegenheit ihres Wesens der freien Bereinigung binden. Dazu brachte das neue bürger erhielten beide Parteirichtungen 340 000 Stimmen, bei der Wahl nach Stern. Die verfassungswidrige Ausgabe des geliehenen liche Recht Bestimmungen, die Schutz gegen etwaige unberechtigte Gotha, 1877, erhielt die geeinigte Partei 498 000 Stimmen. Die deutsche Geldes verschwindet ihnen völlig hinter der Trübfal einiger Anforderungen einzelner an die Parteigesamtheit erfordern. Nicht Socialdemokratie, die jetzt in Mainz ihren Parteitag hält, vertritt Financiers, die sich übergangen sehen. grundlegende Reformen find in Aussicht genommen. Denn die bisweit über zwei Millionen deutscher Wähler, fast das herige Partei- Organisation hat sich voll bewährt. Unfre Partei- Drittel der gesamten Wählerschaft Deutschlands. Organisation hält sich, wie uns scheint, in glücklicher Mitte zwischen allzugroßem Centralismus und allzuweitem Föderalismus. Sie bekundet bereits die Einfältigkeit des gegnerischen Einwurfs, als erstrebe unfre Partei eine Ordnung der Dinge, in der alles bon centraler Stelle reglementiert werde. Die Reformvorschläge, die von der Reichstagsfraktion vorgelegt find, bleiben in derselben Richtung. Eine stärkere Centralisierung erscheint weder nötig noch durchführbar, da das Opfer des Ausschlusses der Frauen von einer Partei nicht gebracht werden kann, die als eine ihrer größten Aufgaben die geistige Erivedung und politische Erziehung des weiblichen Geschlechts betrachtet. Sehr wertvoll dünkt es uns dagegen, wenn ernsthaft erwogen wird, ob nicht die fortdauernden Alagen des Parteikassierers gemindert werden könnten durch irgend welche Verpflichtung der zahlungsfähigen Parteiorte, Beiträge in die Centralkaffe abzuführen. Ueber der jetzigen Ausbesserungsarbeit fann aber der Parteitag nicht versäumen, von neuem die Mängel der Vereins- und Verſammlungsgesetzgebung in den deutschen Staaten eindringlichst zu betonen, jene Mängel, die so zahlreich und so schwer sind, daß von einem wirklichen und gesicherten Bereins- und Versammlungsrecht insbesondere für die Arbeiterklaffe nicht die Nede ist. dilon And itsd as China. Li- Hung Tschang ist, so wird aus Shanghai gemeldet, nach einem Besuch bei dem deutschen Gesandten Mumm direttor Licheng begleitet, an Bord des englischen Bersonendampfers bon Schwarzenstein am Freitag, von dem TelegraphenAnping" nach Zafu abgereist. Die deutsche Regierung beliebt auch über diese Unterredung ihres Gesandten mit dem von den meisten Mächten als Friedensvermittler anerkannten Li- Hung- Tichang sich auszuschweigen. Der Oeffentlichkeit irgendwelche Auskunft über den Gang der Ereignisse in Ostajien zu geben, hält eine Regierung für überflüssig, die sich erlauben durfte, die Grundrechte der Boltsvertretung außer Straft zu feyzen. 10 Tagen in Beting, Dennoch vernimmt man noch nichts über Der zweite Unterhändler Prinz Tsching weilt bereits seit etwaige Unterhandlungen zwischen ihm und Bertretern der Mächte. Auch über die Verhandlungen der Mächte untereinander liegen Auf dem Boden der neugefestigten Organisation ist der Kampf feinerlei Meldungen vor. Der nachfolgenden Aeußerung des Journal gegen die Unterdrückungs- und Ausbeutungspolitik der Herrschenden des Débats", das stets gegen die Räumung Belings eingetreten Klaffen fortzuführen. Nach zwei Nichtungen hin hat der Parteitag war, ist trotz der Verbreitung durch das Wolffiche Bureau teine Beden Gefechtsplan festzustellen. deutung zuzuschreiben. Aus Paris wird vom 14. September gemeldet: " Das" Journal des Débats" schreibt: Die Hauptsächliche Rechtfertigung des Räumungsvorschlags war die Annahme, die Chinesen würden vor der Entfernung der fremden Truppen aus Beting nicht verhandeln. Diese Annahme wurde hinfällig durch die Thatsache, daß der Kaiser von China Unter händler ernannte. Unter solchen Umständen wäre die Räumung um so weniger notwendig, als neue Unruhen in Baotingfy ausgebrochen sind, so daß es flug wäre, wenn die intera nationalen Truppen in der Nähe des neuen Aufstandsherds blieben. Was speciell Rußland und Frankreich anbetrifft, so tönnten dieselben um so leichter auf die Idee der fofortigen Räumung verzichten, als ein solcher Verzicht unmöglich als eine diplomatische Schlappe ausgelegt werden könnte." Bunächst die Landtagswahlen. Mit dem Wachsen unfrer Bartet ist die Notwendigkeit an sie herangetreten, nicht nur auf dem Gebiet der Reichsgesetzgebung, sondern auch in der Landesgesetzgebung und in der Kommune im Interesse der arbeitenden Klassen zu wirken. Niemand in der Partei fonnte, als einmal die Frage aufgeworfen war, die ungeheure Wichtigkeit des Angriffs auf das preußische Junkertum in der festesten Position seines politischen Machtmißbrauchs, in der preußischen Gesetzgebung, bezweifeln. In Köln bereits 1898 beschloß die Partei, diesen Kampf durch eine Protestbewegung gegen das Dreillaffen- Wahlsystem aufzunehmen. Es zeigte sich jedoch bald, daß der Kölner Beschluß auf dem Papier verblieb. Nun erhob sich, verstärkt durch das Unternehmen der Reaktion, ihre bösartigsten Vergewaltigungen der Arbeiterklasse aus dem Reichstag in die einzelstaatliche Gesetzgebung zu verlegen, der Ruf nach Beteiligung an der Wahl trotz des Dreiflassenwahlsystems. Mehrere Jahre wurde hizig um dieses Problem in der Partei gestritten. Noch heut des Freiherrn v. Ketteler wurde heute wieder aufgenommen. Der halten viele unsrer besten Kämpfer dieses Beginnen für höchst Gefangene wurde mit dem deutschen Dolmetscher Cordes konbebentlich, da es leicht zu einer Abirrung vom grundsäglichen frontiert, welcher den Gesandten begleitete, als diefer ermordet Klassenkampf der Arbeiter gegen die reaktionär geeinten Aus- wurde. Der Gefangene gab zu, daß er Unteroffizier sei, und erklärte, beuter führen fönnte. Doch soweit hat der Streit Klärung er habe auf die Befehle eines bohen Beamten, gebracht, daß daß jedenfalls die Absicht solcher Abirrung alle Fremden zu töten, gehandelt. Er behauptete, er den Befürwortern der Wahlbeteiligung fern liegt. Es herrscht habe nicht gewußt, wener getötet habe. vollkommen Einigkeit in der ganzen Partei, über alles die Reinheit der Grundsäge zu stellen. Wenn nun der Parteitag die allgemeine Wahlbeteiligung beschließt, so ist die Minorität bereit mitautämpfen, als wäre der Beschluß von ihr mitgefaßt worden. So fordern es unsre demokratischen Grundsäge, und erst die Zukunft tann in Der Mörder v. Kettelers.nullian Peking, 8. September. Die Vernehmung des Mörders bile Ferner wird dem L.-A." aus Tatu gemeldet: ded sur Der japanische Oberst Sohibar war es, der kurz vor der Abreise der Baronin Ketteler die Uhr des ermordeten Gesandten in die Gesandtschaft brachte. Sie war ihm von einem Chinesen zum Kauf angeboten worden. Sohibar hielt den Verkäufer fest und entdeckte in ihm den Mörder, der den tödlichen Schuß auf Freiherrn v. Ketteler abgegeben hatte." Die Begebung der 80 Millionen- Anleihe in Amerika zeigt, daß Die Rechnung. mindestens die vielgerühmten Ueberschüsse der Reichskaffenleber. schüsse, die nur dem Frevel der Lebensmittelbesteuerung zu danken find durch den heiligen Krieg gen China aufgebraucht sind. Genaueres über die bisherige Höhe der China- Ausgaben ist unbekannt. Die Regierung verharrt auch in dieser, das deutsche Volk nicht wenig interessierenden Frage in völligem Schweigen. Der Schwäbische Merkur hat versucht, eine ungefähre Berechnung anfzustellen. Er führt aus: " Die Beschaffung der Mannsrüstung wird wohl auf annähernd 150 M. für den Mann zu berechnen sein, oder für die ganze Division auf 8250 000 M. Für Beschaffung der Truppenfahrzeuge und des Sanitätsmaterials find mindestens 3-400 000 M. erforderlich und für Beschaffung von etwa viertausend Pferden gegen vier Millionen. Auch für Beschaffung der Munition find mehr als zwei Millionen erforderlich, denn wenn man für jedes Geschütz nur 300 Granaten, für jedes Gewehr nur 500 Patronen berechnet, so ergiebt bies bei einem Preise von 32 M. für die geldgranate, 54 M. für die schwere Granate und 13 Pf. für die Infantericpatrone die Summe von 2 050 000 m., die aber wohl auch wird erhöht werden müssen. Man erhält somit für die erste Ausrüstung der Truppen einen Aufwand von mindestens 91/ 2-10 Millionen Mart, wozu noch das Handgeld der Truppen mit 50 M. für den Mann tommt, welches wieder 1060 000 m. beträgt, und man erhält somit mehr als 11 Millionen. Hierbei ist der Aufwand für Aufstellung von Bara den noch nicht gerechnet, die für den Winter erforderlich sind und in Deutschland angefertigt werden. Da gegen hundert große Baracken erforderlich sein werden, von denen jede eine Compagnie aufnehmen kann, so wird hierfür mindestens eine Million zu rechnen sein. Weiter gehören zu den Kosten der ersten Aufstellung noch die Ausrüftungsgelder ber Offiziere zc., die für den Lieutenant 1000 Mart, für den Hauptmann 1200 Mark und für die höheren Offiziere 1500 Mart betragen und ebenfalls wieder rund 1 Million erfordern werden. In Frankreich sind die Ausrüstungsgelder wesentlich geringer und betragen für den Lieutenant 666 Frants, für den Hauptmann 930 Frants und für die Stabsoffiziere 1830 Frants. Die gewaltigste Ausgabe aber wird durch die Miete der Transportschiffe verursacht, und man wird wohl nicht sehr fehlgreifen, wenn man die Miete für jeden der großen Dampfer auf 500 000 m. veranschlagt, da die Franzosen für ihre weit fleineren Schiffe und für die kürzere Seereise je 450 000 Fr. bezahlen müssen. Man hat nun bis jezt zum Transport von Truppen und Kriegsgerät vom Bremer Lloyd und von der Hamburg- Amerikanischen Gesellschaft 26 Dampfer gemietet, von denen sieben auf die ganze Dauer des Kriegszugs, teils als Lazarettschiffe, teils zum Transport von Pferden, von Verwundeten und Kranken verwendet werden, I minister in einem„vertraulichen" Schreiben an die HiNidelskaiNlNSNr Diese 26 Dampfer iverden allein schon 13 Millionen erfordern, und Man liest da: es werden demnach die Truppen bis zur Landung in China einen] Aufwand von mindestens Lö�/e Millionen erfordert haben, wobei die Waffen und Geschütze nicht gerechnet sind. ?u diesen einmaligeu]Ausgaben kommt alsdann noch der fort e.nde Aufwand für den Sold derTruppen und für die M u n d v e r p f l e g u n g. und eS dürfte in dieser Hinsicht wenig bekannt sein, datz die Gehälter der Offfziere, Aerzte usw. sowie die Löhne der Mannschaft im Kriege(Aber es ist ja gar kein Krieg! Red. d.„V.")' sehr iwesentlich höher sind als im Frieden. So wird der monatliche Gehalt für alle Offiziere und Beamte annähernd 466 000 M. betragen. Die Mannschaften erhalten bei uns einen täglichen Sold von . 36 Pf. gegen 22 Pf. im Frieden, während die Unteroffiziere Zu- lagen von 40—60 Pf. erhalten. Im französischen Heere erhalten Unteroffiziere und Soldaten eine Kriegszulage von täglich 6 Cent.— 4 Pf., nur die verheirateten Unteroffiziere eil halten 80 Cent.— 40 Pf. täglich mehr. Somit wird für die deutsche Division an Löhnung' ein monatlicher Betrag von etwa 286 000 M. erforderlich sein oder für Offiziere und Mannschaften zusammen etwa 736 000 M. Bedeutend aber werden die Kosten für die Mundverpflegung fein, denn man wird wohl den größten Teil der Lebensmittel für Mann und Pferd nicht im Lande be- schaffen können, sondern aus Deutschland, aus Amerika und andren Ländern herbeiführen müssen, was die einfachsten Lebensmittel ungemein verteuern wird. Wenn man bedenkt, daß während dcS deutsch-französischen Kriegs die Portion für den Mann im Durch schnitt auf 4 bis 6 Frank und für das Pferd auf 3 bis 4 Frank zu stehen kam, so wird man für China auf mindestens 3 M. fiir den Mann und 3 M. fiir das Pferd rechnen müssen. Da nun die Offiziere doppelte, die Stabsoffiziere dreifache Por tionen beziehen, so hat man etwa 23 800 Portionen und 4000 Nationen täglich zu beschaffen, wofür etwa 3.8 Millionen monatlich erforderlich sein werden. Somit kommt die Geld- und Mundverpflegung auf etwa 4,64 Millionen im Monat zu stehen. Nimmt man an, daß die ganze Division auch nur 6 Monate lang in China stehen bleibt, so ergiebt sich hierfür ein Aufwand von 27,24 Millionen oder bei dem Aufenthalt von 1 Jahr die Summe von 64>/2 Millionen. Hierzu werden noch sehr beträchtliche, aber auch nicht annähernd zu schätzende Kosten kommen für Beifuhr von Holz und Kohlen für die Truppen, da beides im Lande nicht zu beschaffen ist und über See herangeführt werden muß. Es kann also der gesamte Aufwand allein nur f ü r die Landtruppen und aiif ein Jahr auf uiiudestenS 80 Millionen veranschlagt werden. Hierzu kommt alsdann noch der Aufwand für die K r i e g s f l o t t e. die in den chinesischen Gewässern mit 27 Schiffen und mehr als 7000 Mann vertreten ist. Dieser Aufwand, bei welchem die Beschaffung der Lebens- mittel und der Kohlen den Schwerpunkt bilden wird, ist ohne genaues Material nicht zu berechnen, allein es ist mit Sicherheit anzunehmen, daß die Gcsaintkosten für die Flotte sich auf mindestens 20 Millionen belaufen werden, und man kommt alsdann auf einen Gesamtbetrag von IVO Millionen. Wir bezweifeln, daß die so berechneten Summen hinreichen werden. Auch die„Berliner Neuesten Nachrichten" rechnen, daß„die „80 Millionen Mark, die der Reichskanzler durch Ausgabe von Reichsschatzscheinen bekomnit, die Summe der Anfwenduiigen b e- g r e n z e n, die der Vcranssicht nach zur Verausgabung gelangen können oder gelangen werden, bis der Reichstag in der Lage ist, etwa weiter erforderliche Kredite zu bewilligen, das heißt— da der Reichstag wahrscheinlich M i t t e N o v e m b e r berufen werden wird— b i s in den Dezember hinein". Das würde also einen Verbrauch von 100 Millionen»ich auf ein Jahr, sondern nur für die e r st e n Monate de Expedition bedeuten. Von verschiedenen Seiten ist bei mir darüber Beschwerde geführt worden, daß die..... Kohlengruben die vertragsmäßig eingegangenen Verpflichtungen zur Lieferung von Kohlen deutschen Gewerbetreibenden gegenüber sehr lässig erfüllen und die dieser- halb gegen sie erhobenen Beschwerden mit dem Hinweis auf die ungenügende Zuführung von Wagen seitens der Eisen bahn-Verwaltung oder Störungen des Betriebs zu enb kräftigen versuchen, wogegen sie die ausländischen S nehmer g ü n st i g e r behandeln. Insbesondere in den letzten Wochen sollen vielfach inländische Abnehmer nur einen geringen Teil der ihnen zustehenden Lieferungen erhalten haben und dadurch in große Not geraten sein, während gleichzeitig große Kohle n quantitäten ins Ausland exportiert worden sind. Ferner wird darüber Beschwerde geführt, daß einzelne Zechen, wenn sich ihnen Gelegenheit zur günstigeren Verwertung ihrer Kohlen bietet, vorhandeilen Wagenmangel vorschützen, um ihre vertragsmäßigen Lieferungen einzuschränken und die dadurch disponibel gewordenen Quantitäten anderwärts zu höheren Preisen zu verkaufe». Von andrer Seite wird außerdem behauptet, daß die Zechen nach dem Auslände zu wesentlichbilligere Preisen verkaufen als an die inländischen Verbraucher, so daß es sich für letztere sogar vorteilhafter stellt, die deutsche Kohlen, statt direkt von den Zechen, aus dem Ausland zu beziehen. Wenn auch bisher beweiskräftiges Material für diese Behauptungen nur in geringem Maße erbracht worden ist, so erscheint mir doch eine eingehende Untersuchung der vor- gebrachten Beschwerden geboten. Demgemäß ersuche ich die Handels kammer, durch Umfrage' bei den größeren Gewerbetreibenden ihres Bezirks festzustellen, ob und in welchem Umfange diese Beschwerden begründet sind, und sich über die Mittel zu deren Abstellung zu äußern. Die Beschwerdeführer werden zu veranlassen sein, soweit wie möglich ihre Beschwerden durch ziffernmäßige Angaben zu begründen, damit eine Prüfung derselben im einzelnen erfolgen kann. Der Minister für Handel und Gewerbe. Wenn diese Untersuchung unparteiisch und unbeeinflußt von den Kohlengruben erfolgt, dann dürfte sich die Wahrheit der dem Minister zu Ohren gekommenen Beschwerden ergeben. Die Zechen besitzer schützen nicht nur Wagenmangel, sondern auch Steigerungen der Arbeitslöhne vor. Thatsächlich handelt es sich aber um einen tanz planmäßigen Raubzug, dem ein Ende zu machen nicht nur im Interesse des kohlenlonsnmierenden Publikums, sondern auch der Regierung liegt.— Verrohung. Leider hat die„Züricher Post" recht, indem sie chrcibt: „In der That, es ist Ursache da zu Wehmut und Zorn. In weiter Ferne zwar schlagen die Völker auf einander, es rinnt kein Blut auf nuserm Boden; allein die traurige Wirkung ver- spüren wir doch und werden wir e r st spuren Seit mehr denn einem Jahr liest Mann und Weib, Greis und Kind. Tag für Tag von diesem Morden; es ist e i n e förmliche G i e r u a ch grausigen Schilde- r n ii gen erwacht, man sucht in der Zeitung gar nicht zuerst, was BraveS und Edles geschehen.,— man wirft sich auf das, was Gruseln schafft. Die Folge wird eine Gemlltsvcrwilderung sein, cS regen sich wieder d i e rohen Instinkte gerade bei der Jugend,— ein Rückgang feineren FühlenS bahnt sich an."— Der Kousistorialrat Dr. Franck hatte in einer focialdemo kratischen Versammlung in Danzig einen Vortrag über Christentum und Socialdcmokratie gehalten und war zu dem Schluß gekommen daß ein gläubiger Christ Socialdcmokrat sein könne, ebenso gut, wie ein Socialdemokrat Christ. Dagegen war das fromme Berliner Pastorenblatt„Der Reichsbote" gewaltig zu Felde gezogen und hatte ihm vorgeworfen, die Gewissen zu verwirren. Nun sendet der Herr Franck dem„Reichsboten" folgende Er- klärung. „Kann ein Christ Socialdemokrat sein? Ueber dieses Thema bin ich von den Führern der hiesigen socialdemokratischcn Gruppe gebeten worden, ihnen einen Vortrag zu halten. Man wünschte also ein Gutachten von mir. ob die Bestrebungen der Social demokratie dem Christentum widerstritte» oder nicht. Eine solche Bitte durfte ich als Geistlicher nicht ablehnen. Ich würde sie gegebenenfalls auch den Angehörigen jeder andern Partei gewährt haben. Für ein solches Gutachten bedurfte eS aber nicht einer Er örterung der unter den Socialdemokraten herrschenden religiösen Anschauungen, auch nicht einer Darlegung des Wesens des Christentums. Denn, daß die naturalistische Weltanschauung unter den Socialdemokraten, eben wie auch in andern Parteien, weit verbreitet ist, bildet kein Hindernis für den Christen, Socialdemokrat zu werden, da bekanntlich diese Anschauung in das socialdemokratische Partei- Programm nicht auf genommen ist. Es bedurfte für mein Thema nur des Nachweises, daß die Bestrebungen der Socialdemokratie, also ihre volkswirtschaftlichen Grundsätze, dem Christentum nicht widersprächen. Diesen Beweis habe ich geführt durch kurze Zusammenstellung der socialen Gebote Jesu und der Apostel. Daraus ergab sich von selbst die Antwort: Ein Christ kann sehr wohl Socialdemokrat sein! „Was ist in den Mann gefahren?" ruft da der„Reichsbote' aus. Aber hätte der Herr Verfasser des Artikels, anstatt eine Predigt von mir über einen Spruch, den ich im Vortrage gar nicht berührt habe, heranzuziehen, sich die Mühe genommen, nur einen flüchtigen Blick in die socialen Zeitpredigten zu werfen, die ich unter dem Titel„Friede auf Erden" 1888 herausgegeben habe, dann hätte er gefunden, daß ich schon vor 12 Jahren' auf Grund der Worte Jesu dieselben Gedanken ausgesprochen habe, wie im Vortrage. Mit der Verkündigung dieser Gottesgedanken auS Jesu Munde„verwirre" ich nicht die Gewissen. Aber alle die, welche in ihrer S ch r i f t a u S l e g u n g und öffent- lichen Verkündigung stets daS verschweigen, wa» den Reichen und Mächtigen mistfällt, die der ihnen verhaßten Partei Bestrebungen unterschieben, die sie nicht hat, ja die verwirren die Gewissen. v. Franck. Kousistorialrat a. D." Der.Reichsbote" ist von der Antwort nicht überzeugt. Und seine neuen Angriffe gegen den westpreußischen Kousistorialrat zeigen, wie gänzlich verständnislos das Berliner Pastorenblatt der mächtigsten Kulturbewegung der Neuzeit gegenübersteht. ES heißt da: Die Gewissen verwirrt der, welcher, ohne daS Wesen der Socialdemokratie selbst darzulegen, bloß ein paar biblische Aeußerungen über Liebe resp. Herzlosigkeit zusammenstellt, und iveil die Socialdemokratie allen Besitz und alles Eigentum be- kämpft und Haß gegen die Reichen predigt, unter Hinweis auf jene Bibelworte, obgleich sie das Eigentum bestehen lassen, behauptet, daß ein Christ auch Socialdemokrat sein kann, als habe auch Christus Haß gegen die Reichen gepredigt. Der„Reichsbote" glaubt also, als den Inbegriff des social- demokratischen Gedankeniystems den„Haß gegen die Reichen" ansehen zu dürfen,— einen Haß, den die Socialdemokratie gar nicht kennt. Die Socialdemokratie predigt— soweit sie nicht nur thatsächlich vor sich gehende ökonomische Entwicklungen konstatiert— gleiches Recht für alle, aber keinen Haß gegen die Reichen.— Die Gaunereien der Kohlenzechen-Besitzer zur willkürlichen Preissteigerung schildert sehr anschaulich der preußische Handels» Handel mit Weltpolitik. Die Agrarier haben für Afrika. China, Kolonial- und Wellpolitik nicht das geringste übrig. ie fordern„Heimatpolitik" d. h. Subvcntiouierimg des Junkertums t aus allgcmcincn Mitteln. Sie haben so Ivenig' Interesse an der Niedcrlegüng der großen Mauer, die China sperrt, daß sie vielmehr Deutschland durch eine chinesische Mauer abzusperren wünschen. Aber da nun einmal die Wellpolitik sich entfaltet hat und auch Agrariertrotz nicht alle LieblingSwüiifche der höchsten Stelle ver- werfen darf, so sind die Herren Junker gewitzt genug, um ans der Sache ein Gcschäftchcn zu machen. Von neuem ist die große K a u a l v o r l a g e für Preußen an- kündigt und vor dieser— im Gegensatz zur Weltpolitik ernst« haften— Förderung der industriellen und loinnierzicllen Eni Wickelung empfinden die Ostelbischen fürchterliches Grauen. Aufs eifervollste wendet sich die„Deutsche Tageszeitung" gegen die nur erst angekündigte, noch recht zweifelhafte Wiederkehr der Kanalvorlage und droht mit— dem konservativen Abfall von der Wellpolitik: „Wenn irgend eine Zeit ungünstig für daS große K a n a l u n t e r n e h m e n ist, so ist es die Zeit, in der eS nach menschlicher Voraussicht den Landtag beschäftigen würde. Die chinesischen Wirren werden— davon sind alle Kundigen überzeugt— nicht in den nächsten Wochen oder Monaten beendet sein. Im Gegenteil, sie werden noch starke An forder unge n andieOpfer Willigkeit des deutschen Volks st e l l e n. Nun ist es ja unzweifelhaft richtig, daß die chinesischen Dinge unmittelbar mit der K a n a l f r a g e nicht das nii n de st e zu thun haben; aber es fffl ebenso zweifellos richtig, daß es das thörichtste wäre, in einer Zeit, wo a n diefinanzielleLeistungsfähigkeitdes Reichs so große Anforderungen gestellt werden, ein überaus kostspieliges Unter nehmen zu beginnen, und es wäre schlechthin widersinnig, wenn man in einer Zeit, wo die Arbeiter ohnehin selten sind und wo gewaltige kriegerische Unternehmungen einen er- heblichen Teil der verfügbaren Arbeitskräfte' dem deutschen Markte entziehen, die allgemeine und schwere Arbeiter not noch durch ein Unternehmen steigern wollte, das der Industrie und der Landwirtschaft eine riesige Menge von Arbeitern entziehen müßte. Dazu kommt, daß die Regierung keine leichte Stellung innerhalb des Reichs haben wird. Es muß ihr doch darauf an- kommen, diejenigen Kreise nicht vor den Kopf zu stoßen, auf deren Unterstützung sie angewiesen ist. Daß diese Kreise aber verstimmt werden müßten, wenn ein Projekt wieder auf tauchte, daS sie vor ganz kurzer Zeit ans voller Ueberzeugnng zurückgewiesen haben, liegt auf der Hand." ES wiederholt sich dasselbe Spiel, daS wir im letzten Winter sahen, da die Agrarier und Konservativen die„patriotische Pflicht" der Flottenbewilligung durch Erpressung der � Zusage erhöhter Kornzölle übten. Jetzt wird die' Regierung mit der Umwandlung der Zustimmung zur Weltpolitik in Ver stimmun g bedroht. Es ist nicht zu leugnen, daß die borusfischen Junker sich nicht übel auf das Geschäft verstehen.— Selbstherrliches vom ReichSkommiffar für die Welt- auSstellung in PariS. Die Pächter der Unzahl von Nestaurants, die auf der Weltausstellung etabliert sind, haben ein Syndikat ge- bildet, das die Ermäßigung der Abgaben und die Ein- etzung eines Schiedsgerichts zur Regelung dieser Angelegenheit ver- langt. Wie nun aus Paris gemeldet wird, fordert das deutsche ReichSkommissariat unter Androhung der Zurückziehung der Konzession, daß der Besitzer des Weinrestaurants des deutschen Pavillons aus dem Protestlersyndikat aus- tritt. Die Restaurateure sind mit ihrer Bewegung vollständig im Recht. Sie fallen vom 16. April ab die sehr hoch bemessenen Pacht- ummen zahlen; die Ausstellung wurde aber thatsächlich erst Mitte Juni fertig, so daß die Restaurateure erst von da ab etwas ver- dienen konnten. Wenn sie nun mit Rücksicht hierauf vom General- ekretär Picard eine Ermäßigung der Pachtsnmmen zu erlangen üchen, so ist durchaus nicht einzusehen, warum der Reichskommissar Dr. Richter mit Konzessionsentziehungen wegen Beteiligung an dieser Bewegung droht.— Kleine Geschenke— an die Agrarier— erhalten die Freund- chast. Der preußische LandwirtschaftS-Minister hat, wie die„Kieler Ztg." meldet, bestimmt, daß im Herbst 1900 und im Frühjahr 1901 nicht mehr als 6000 Stück dänisches Magervieh ein- geführt werden dürfen, und daß diese höchste Zahl alljährlich um 1200 Stück vermindert werden soll. . Muß wirklich die Einfuhr ausländischen Fleisches noch mehr be- schränkt werden, um die Fleischpreise zu Gunsten der Agrarier noch höher zu schrauben?— Ueber den Kleinliandel mit Garn ist dem Bundesrat ein Gesetzcntivurf zugegangen, der zur Berhiiidenmg unlauteren Wettbewerbs den Einzelverkauf von Garnen aller Art mir in be- stimmten Gewichtseinheiten und unter Angabe der GewichtSmenge zuzulassen vorschreibt.— Tie Ncichspost expropriiert weiter. Nach einer Meldung deS„Licgnitzer Anzeiger" beabsichtigt die ReichSpost, nunmehr auch den Ex p r c ß- P a k e t f a h r t- G e s e l l s ch a f t e n den Garaus zu machen. Diese Gesellschaften befördern, wie einst die ein- gegangenen Privatposten Briefe, Pakete, aber mit dem Unterschied. daß die ihnen anvertrauten Sachen nur nach auswärts trans- portiert werden. Die Portoersparnis gegenüber der bez. Posttaxen be- trägt bis zu 40 Proz.— Moderne Sklaven. Was unter der Gesinde-Ordnung olles möglich ist, lehrt folgender Fall: Ein Dienstmädchen Agnes Brix hatte plötzlich ohne Aiifkiindigmig ihren Dienst verlassen. Sie er- hielt bald darauf von der Polizeibehörde eine Verfügung. in welcher ihr aufgegeben wurde, sofort in den Dienst zurückznlehrcn. Das Mädchen erhob Beschwerde; sie sei von ihrer Herrin mit einem Topf gegen den Kopf geschlagen worden, so daß eine blutende Wunde entstanden sei; nach§ 136 der Gesinde- Ordnung könne ein Mädchen den Dienst ohne vorhergehende Ans- kündignng dann verlassen, wenn es durch Mißhandlungen von der Herrschast in Gefahr des Lebens oder der Gesundheit versetzt worden sei. Die Beschwerde wurde abgewiesen. Und das Ober-Verwaltungs- gericht wies die Klage des Mädchens als unbegründet zur ü ck. Dem unglücklichen Opfer der Gesinde-Ordnung wurden außerdem sämtliche Kosten des Rechtsstreits zur Last gelegt. Ein Züchtignngsrecht steht der Dienstherrschaft zwar nach der Regelung im Bürgerlichen Gesetzbuch nicht mehr zu. Aber das Ober-VerwaltungSg'ericht hat vermutlich festgestellt, daß eS weder eine Mißhandlung, noch eine Züchtigung. � noch eine Ehrverletzimg ist, einem Dienstboten mit einem Tops gegen den Kopf zu schlagen, so daß Blut fließt. Läuft der Dicnstbote dennoch davon, so handelt es sich um böswilliges Verlassen des Dienstes.— Der Fall Dnllo. AuS Königsberg wirb der„Volks-Ztg." ge- meldet: Die Vorwahlkommijsion der Stadtverordiieten-Versammlung haf. beschlösse», den von der Regierung für das Amt eines Stadtrats nicht bestätigten Direktor Düllo, und zwar als alleinigen Kandidaten für die Stelle eines besoldeten Stadtrats wieder vorzuschlagen.— Opfer der Armut. Auf der in Trier tagenden Versammlung des deutschen Vereins für ö ff e n t l i cki e G e su n d h e i t§- p s l e g e ist von Vertretern der ärztlichen Wissenschaft bemerke»!- wert herbe Kritik an nnsre socialen Zustände gelegt worden. Ueber Ursache und Bekämpfung der hohen Säug- lingssterblichkeit sprach Professor Dr. P r n u s n i tz(Graz). Er wies in längerer Rede auf die große Kindersterblichkeit hin. In den Jahren 1894'bis einschließlich 1397 starben im Deutschen Reiche 3- 400 000 Kinder vor de», ersten Lebensjahre. In den weitaus meisten Fällen starben die Kinder an Magendarmkatarrh. Diese Krankheit trete naturgemäß zumeist in den Sommermonaten auf. Die Hälfte oller Säuglinge sterbe in den zwei ersten Lebens- monatcn. Laut Statistik sterben zumeist die künstlich ernährten Kinder. Aus diesen Erhebungen sei der Schluß gezogen worden, daß die künstliche Ernährung mit der in den Sommernionaten dem Verderben leicht ausgesetzten Milch die Ursache der hohen Säuglingssterblichkeit sei. Es sei daher der Versuch gemacht worden, die lünstliche Säuglingseruähriing derart zu ge- Italten, daß sie der Ernährung an der Brust ziemlich gleich koiiimc. Die Versuche betrafen die Herstellung: einer in chemischer Beziehung der Muttermilch möglichst gleich zusammengesetzten Nahrung.' Das Ergebnis dieser Versuche sei jedoch kein günstiges, insbesondere sei die Abnahme der Mageudarnikatarrh- Krankheiten nicht zu beobachten gewesen. In den Orten, in denen die Säuglingssterblichkeit sich vermindert� habe, sei dies der besseren Wasserversorgung sowie andern sanitären Einrichungen, nicht aber der verbcsicrten Milchnahrmig zu danken. Eine in der Stadt Graz svon 120 000 Einwohnern) angestellte Erhebung habe ergebe», daß in den Jahren 1880 bis 1399 von reichen Lriitcn nicht ein Kind an Magendarm-Katarrh gestorben 'ei. Von Kindern des Mittelstands betrug diese Zahl 6 P r oz., von Armen SU Proz., von den Notdürftigen 60 Proz. In einer großen Anzahl andrer Städte, wie Braunichweig, Salz- bnrg niiv. leien ganz ähnliche Ergebnisse zu verzeichnen gewesen. Eine Erhebung in Dresden habe ergeben, daß in Zeiten der Cholera in den Straßen der wohlhabenden Klassen f a st gar kein Säugling g e st o r b e n e i. Während zur Zeit der Cholera-Epidemie in Dresden 10 Proz. aller Säuglinge an der Cholera starben, sei in 223 Straßen kein einziger Sterbensfall zu verzeichnen gewesen. In 80 Straßen betrug zu dieser Zeit die Sterblichkeitsziffer der Säuglinge 20 Proz., in 60 andren Straßen 30 Proz.. in 7 ferneren Straßen 40 Proz. In den Wohnungen der Wohlhabenden sei die Luft und das Wasser gesünder als in den Wohmiiigen der arbeitenden Klassen. Die Erhebung in Dresden habe aber ergeben, daß. wenn die Arbeiterwohiiuiigen nur richtig angelegt seien, die Säuglingssterblichkeit und auch die Sterblichkeit im allgemeinen sich vermindere. Allein im Jahre� 1893 eien in' Dresden über die Hälfte aller Wohiinngen über» bevölkert gewesen. Eine dringende Forderung sei bessere Aus- bildung der Hebammen und eine rationelle Ernährung der Säug- linge. Einen großen Einfluß ans das Gedeihen der Säuglinge haben selbstverständlich auch die Eltern. Die erbliche Belastung übe bekanntlich auf die Kinder einen geradezu unheimlichen Ein- lnß aus. Dieser llebelstand erfordere eine ganz energische B e« k ä m p f u N g des A l k o h o l i s m u s. Professor Bunge sage: ES sollte kein Man ein Mädchen heiraten, das erblich belastet sei. das nicht an der Mutterbrnst ernährt worden sei iStürmische Heiterkeit), und das kariöse Zähne habe.(Heiterkeit.) Selbstverständlich müsse dem heiratsfähigen Mädchen das Recht zu- tehen, dieselben Anforderungen an ihren zukünftigen Gatten zu bellen. Professor Heger in Freiburg sage: Heiratsfähige junge Männer sollten sich' verschwören, nur vollbusige Mädchen zu heiraten.(Stürmische Heiterkeit.) Er(Redner) gebe zu, daß diese Forderungen etwas zu sehr theoretisch seien.(Rufe: Sehr richtig!) Allerdings sei die Ernährung durch die Mutterbrust nicht das einzige Mittel, um der Säuglingssterblichkeit zu steuern, die Hauptsache werde» die socialen Verhältriiffe bleiben. Andre Redner betonten die Notwendigkeit der Beschaffung gesunder, keimfreier Milch, sowie der Erweckung größeren Verständ- nisses für Sauberkeit in den Wohnungen. *> In der folgenden Sitzung, an, Freitag, befaßte sich die Ver« ammlung mit der Wohnungsnot. Medizinalrat Dr. Reinecke(Hamburg) suchte an der Hand vieler Zahlen den Nachweis zu führen, daß die Wohnungen der ärmeren Bevölkerung, insbesondere in den großen Städten und Jiidnsiriecentren alle» gesundheitlichen und sittlichen An- 'orderungen geradezu Hohn sprechen. In Berlin, Breslau. Ntagdeburg usw. haben die Hälfte ller Wohnungen nur ein einziges heizbares immer. V i ei f a ch finde man in einer kl einen Zähnung zwei Haushaltniigen. Dazu komme die Ucberfüllung der Wohnungen, zumal die arme Bevölkerung infolge der W o h n u n g S- t eu e ru n g genötigt sei, Aftermieter aufzunehmen. Daß dadurch die Sittlichkeit in hohem Maße gefährdet werde, sei einlenchtcnd. Allein, selbst an diesen schlechten Wohnungen sei noch großer 29do Wangel vorhanden, so daß die armen Leute sich sagen müssen: Ben Viljoens Familie traf in Lourenço Marques ein. Biet Besser eine schlechte Wohnung als gar teine." Ein weiterer Grobler und Familie wollen mit Dampfer Herzog" abreisen. Mebelstand sei das häufige Wechseln der Wohnungen. Die Der jezige Oberbefehlshaber Schalt Burger soll erklärt haben, schlechten, übervölkerten Wohnungen gefährden aber nicht den Krieg trotz der Abreise Krügers energisch fortsezen nur im höchsten Grade die Sittlichkeit, fie untergraben auch infolge zu wollen. Krüger werde nach Paris und Petersburg reisen, da ihrer ungefunden Beschaffenheit die Gesundheit, führen zu einen Anzeichen vorhanden sein sollen, daß Rußland, wenn sich die Boeren vorzeitigen Siechtum und machen die arme Bevölkerung für noch einige Zeit halten, intervenieren werde. 19.0% ndol rankheiten aller Art Leicht empfänglich. adoj till m größer als der körperliche, sei der geistige Schaden, der durch den Luft- und Lichtmangel entstehe. Dieser Uebelstand über Meldingen: Vom Kriegsschauplak verzeichnen wir heute die folgenden trage sich auf die folgende Generation. Die Heranwachsende Jugend Kapstadt, 15. September. French hat Barberton be gehe vorzeitig geistig, förperlich und sittlich zu Grunde. Die schlechten, setzt und einen Wagenpart, 43 Lokomotiven, Maufergewehre, übervölferten Wohnungen dienen vielfach dem Verbrechen, der Munition, Rindvieh und Mundvorrat für drei Wochen erbeutet und Prostitution usw. als Schlupfwinkel. Die Hausfrauen feien außer hundert Gefangene gemacht.ousin stande, für die nötige Sauberkeit zu sorgen, die Männer werden ins Wirtshaus getrieben und finden somit Gelegenheit, sich dem Trunt zu ergeben. Von einem Familienleben, einer fittlichen Stinder erziehung könne selbstverständlich keine Rede sein. Es sei bekannt, daß bei Epidemien die Wohnungen des Proletariats am meiften heimgesucht waren. Oft genug sei ein Rotschrei atveds Abstellung dieses Uebelstands erhoben worden, bis die Choleraepidemie in Hamburg den schlagenden Beweis lieferte, welche allen Geschüßen, zehn an der Bahl, nach Hektorspruif zurückgezogen. Früchte die Wohnungszustände der armen Klaffen Klaffen zeitigen. Molle man vielleicht erst dann Abhilfe schaffen, wenn Eine Proklamation der europäischen Voerenmission. die Peft über Deutschland hereingebrochen sei? Wenn auch diese Haag, 15. September. Die Boerenmission veröffentlicht eine Geißel der Menschheit etwas von ihrer Furchtbarkeit verloren zu Proklamation, in welcher fie erklärt, England habe das Kriegsrecht haben scheine, so thue man doch gut, sich auf das schlimmste und den Kriegsbrauch der civilisierten Rationen verlegt. Die eng vorzubereiten. Man dürfe nur nicht vergessen, daß die ge- lischen Proklamationen dienten nur als Vorwand, um den Krieg in schilderten Mietstasernen nicht nur die Ausbreitung der Cholera und unmenschlicher Weise fortzusetzen. Zum Schluß heißt es Best ungemein begünstigen, sie bilden auch den Hauptherd für in der Broklamation der Boerenmission: Im Namen der mensch Tuberkulose, Wechselfieber, Typhus, Majern, lichen Gerechtigkeit richten wir eine Aufforderung an alle Völker, Sharlach usw. Hier sei dringend Abhilfe notwendig, denn uns in diesem kritischen Augenblick beizustehen und unser Vaterder Nebelstand sei mit der Ausbreitung der Industrie noch land zu retten. Wir vertrauen auf Gott, daß unsre Bitte Gehör immer im Wachsen. Die Wohnungen werden nicht nur findet." nicht besser, ihre Zahl werde jogar immer geringer, die Mietspreise immer höher. Die Bauunternehmer ent" Standard" meldet aus Machadodorp vom 13. d. M.: French traf in Barberton ein, und fand dort 3000 Frauen und Kinder vor, die aus Pretoria und Johannesburg geflüchtet sind. Die Boeren haben zwischen Helvetia und Schoemansdrift einen Wagen der ersten englischen Telegraphenfektion mit Bullers Postsachen er beutet. Pole Caret hat. Kaapschehoop genommen. Steijn hat sich mit Bulgarien. " 113 o Zu diesem Zwed wird: 1. Das internationale Sekretariat in Verbindung mit den Kollegen aller Länder bleiben, um den Verkehr zwischen den social demokratischen Lokalorganisationen und den italienischen Gruppen im Auslande zu erleichtern. 2. Die ausgewanderten italienischen Socialdemokraten werden sich in Abteilungen der italienischen Partei organisieren, oder fie fönnen Gruppen bilden, die sich der socialdemokratischen Lokalpartei zugefellen. 3. Die Parteileitung oder das Gewerkschaftliche Sekretariat werden dafür sorgen, daß eins ihrer Mitglieder als zwischen den ausgewanderten und den in der Heimat gebliebenen Arbeitern Vers bindung herstellt, ferner werden sie Sorge tragen, daß die ökonomischen Organisationen( Gewerkschaften usw.) von den Massen als Organisations und Erziehungsmittel zum Socialisnius betrachtet werden. 4. Die Abteilungen der Partei, aus denen Arbeiter auswandern, werden immer der Parteileitung oder dem gewerkschaftischen Sekretariat Nachrichten, Daten 2c. liefern, die aber nicht aus deu Auswanderungsbureaus herstammen dürfen, weil sie die Partei interessieren. 5. Die socialdemokratischen Stadtabordneten werden in ihren Gemeinden die Gründung eines Auswanderungsamts befürworten, dessen Aufgabe darin bestehen soll, die Bulletins der Arbeitsbörse zu verbreiten, Auskünfte zu erteilen, Zeugnisse auszustellen. 6. In den Ortschaften, wo die Reaktion die Gründung eines solchen Amts unmöglich macht, müssen die Socialdemokraten öffentliche Auswanderungsämter" bei den Gewerkschaften oder Konsumvereinen gründen. 7. Was die zahlreichen zu Gunsten der Auswanderer ergriffenen Initiativen betrifft, die aber keinen Parteicharakter tragen, tönnen die Socialdemokraten diejenigen unterstügen, die von Arbeiter tongressen beschlossen worden sind. 8. Die socialdemokratische Parteifraktion wird im Parlament folgende Maßnahmen befürworten: a) Abschaffung der Paßsteuer; Räubereien der Macedonier. Türkische Behörden in Mace fchließen sich ungern, Häuser mit fleinen Wohnungen zu bauen. donien sind durch eine Blutthat des macedonischen Revolutions Bweds Einrichtung von großen Verkaufsläden, Bantpaläften, Eisen- fomitees den Verzweigungen des legteren auf türkischem Gebiet auf bahu- llebergängen, Errichtungen von öffentlichen Blägen, angeblich die Spur gekommen und hierdurch in den Stand gefeht worden, im Interesse der öffentlichen Gesundheitspflege, werde eine Reihe zahlreiche, zum Teil dem höheren bulgarischen Lehrerstande angehörige von Mietstasernen niedergeriffen. Staat und Gesellschaft haben Agenten der Propaganda zur gerichtlichen Verantwortung zu ziehen. eine dringende Pflicht, diesen himmelschreienden Zuständen Der bulgarische Pope Stawre zu Bitolia war fürzlich von mehreren so schnell als möglich ein Ende zu machen. In Hamburg habe bewaffneten Eendlingen des revolutionären Komitees unter man bereits, unt der größten Not abzuhelfen, Baracken Drohungen aufgefordert worden, dreißig türkische Pfund zur Berichten, Daten, Erklärungen über den Arbeitsmarkt, über die errichtet, um bei Ausbruch einer Epidemie sofort die sogenannten freiung seines macedonischen Vaterlands beizusteuern. Stawre erWietstafernen entlasten zu können. Gebe Gott, daß es niemals not- flärte, nicht so viel Geld im Hause zu haben, machte sich aber zur wendig sein werde, von diesen Baraden Gebrauch zu machen. Er, Zahlung der verlangten Summe an einem späteren bestimmten Tage Redner, habe nur übernommen, die Besprechung über den Gegen verbindlich. Der alte Geistliche verständigte von dem Borgefallenen stand einzuleiten. Die Vorschläge zur Abhilfe werden seine Mit seinen Schwiegerjohn, der die Hilfe der Polizei gegen die beabsichtigte berichterstatter machen. Er wolle mur auf die gesundheitlichen, Brandschaßung seitens der Agenten der Verschwörung zu Hilfe rief. fittlichen und sozialen Gefahren hinweisen, die durch die schlechte Thatsächlich gelang es auch, die zur Abholung ihrer Beute sich EinWohnungsbeschaffenheit entstehen. Möge die deutsche Gesellschaft stellenden festzunehmen, doch wurde unmittelbar danach der eben aus für öffentliche Gesundheitspflege diesmal ihre Stimme nicht vergeblich seiner Kirche heraustretende Pope Stawre von einem 16jährigen Burschen warnend erhoben haben.( Lebhafter Beifall.) = Geh. Baurat Stübben Köln befaßt sich sodann eingehend mit Abhilfsmaßregeln gegen die Wohnungsnot. Oberbürgermeister Dr. Adide 3- Frankfurt a. M. beliebt eine durchaus verfehlte Polemit gegen die socialdemokratischen Arbeiter, die sich bisher gegenüber Reformen auf dem Gebiete des Wohnungswesens ab lehnend verhalten hätten. Herr Adickes irrt. Die focialdemofratischen Arbeiter arbeiten auch auf diesem Gebiete gern an jeder ernsthaften Reform mit. Sie sind sich allerdings bewußt, daß eine irgendwie gründliche Abhilfe der Wohnungsnot nicht möglich ist, so lange die kapitalistischen Privilegien als unantastbare Ordnung gelten. niedergeschossen. Unter den im Zusammenhang mit den erwähnten Vorgängen verhafteten Personen befinden sich vier Professoren des bulgarischen Lyceums zu Bitolia. Außerdem soll in der Gemeinde Cociani in Macedonien ein wohlhabender Kaufmann von Werkzeugen des Komitees ermordet worden sein. Da dieser ebenso wie der Pope Statore bulgarischer Nationalität war, so erhellt daraus, daß das macedonische Revolutionskomitee die seinen Be strebungen im Wege stehenden Bulgaren keineswegs beffer behandeln, als Rumänen und Kugowalachen. b) Bermehrung des Fonds zur Heimatsbeförderung der arbeits lofen, franten usw. Auswanderer; c) Bei den in Frankreich, Deutschland uſw. unter ber schiedenen Namen bestehenden Arbeitskammern, die Gründung von Sekretariaten für die italienischen Auswanderer, deren Aufgabe darin bestehen soll, Nachfociale Gesetzgebung usw. zu liefern. Die Sekretariate werden außerdem regelmäßige Bulletins an die Auswanderungsämter in Italien übermitteln. 9. Die Partei wird durch Vorträge, Beitungen und unter: stigungen den Abteilungen und Gruppen im Ausland behilflich fein.". Nach einiger Diskussion wird diese Tagesordnung angenommen; und nachdem man noch beschlossen hat, den nächsten Parteitag im Jahre 1902 in einer von der Parteileitung zu bestimmenden Stadt abzuhalten, ergreift Genoffe Costa das Wort zur Schlußrede. Er sendet einen Gruß an alle Opfer der Reaktion, an alle ausländischen Genossen, die mit uns für die Erlösung der Menschheit tämpfen und leiden und giebt seiner Frende Ausdruck über die Ergebnisse dieses sechsten Parteitags. Die Versammlung erhebt sich und fingt begeistert die Arbeiterhymne. 1123m Partei- Nachrichten. Im Wahlkreise Hamm- Socft haben unsre Parteigenossen auf Socialismus in Russisch- Polen. Das ausländische Komitee einer Parteikonferenz für eine eventuelle Nachwahl den Genossen des Allgemeinen Jüdischen Arbeiterbunds in Rußland und Polen" Eine Beteiligung an den Landtagswahlen hielt die Konferenz nicht Bolen". Beder aus Dortmund als Reichstags- Kandidaten aufgestellt. sendet uns eine längere Zuschrift gegen den Bericht des Komitees der Polnischen Socialistischen Partei" in Nr. 195 unsres Blatts. für zweckmäßig, im allgemeinen soll jedem Kreise anheimgestellt Wiedereinsetzung von Militär Attachés. Infolge der reiche Erörterungen über die in Polen spielenden Partei- Angelegen mit allen Kräften an der Wahl sich beteiligen solle. werden, wie er sich zu dieser Frage stellt. Man war aber der Da wir dem erstgenannten Komitee den Wunsch aussprachen, umfang Meinung, daß dort, wo Aussicht auf Erfolg vorhanden ist, die Partei Dreyfus- Vorgänge zogen, wie erinnerlich, die Dreibundmächte ihre heiten im Vorwärts" vermeiden zu wollen, hat dasselbe seine Zu-( 49 Militär- Attachés aus Paris zurück, und dasselbe geschah seitens schrift zurüidgezogen. Diese Zuschrift, um ihren Inhalt kurz zuFrankreichs den drei Mächten gegenüber. Jest sollen scheinbar die sammenzufaffen, erhebt Brotest gegen die Ueberschäßung der Ber offiziell beglaubigten Spione wieder eingeführt werden, jedenfalls dienste der Poln. Socialistischen Partei" um die Agitation unter auch aus Anlaß der„ Waffenbrüderschaft" in China. Destreich den jüdischen Arbeitern sowie gegen die Unterschäzung und Verschickt bereits einen neuen Attaché zu Manövern nach tennung der Bedeutung und der Leistungen des Allgemeinen Frankreich, und da in dieser Frage die Dreibundstaaten Jüdischen Arbeiterbunds in Rußland und Polen". Die Buschrift jedenfalls in Uebereinstimmung handeln, so dürften sich auch schildert eine umfassende Agitationsthätigkeit des Bunds. Deutschland und Frankreich demnächst wieder Militärbevollmächtigte zuschicken. 150 bis Ausland. Präsident Krüger als Gefangener. Aus Laurenço Marques, wohin sich der Präsident Krüger als Aus Laurenço Marques, wohin sich der Präsident Krüger als auf neutrales Gebiet geflüchtet hat, kommt über London die Nach richt, daß die portugiesischen Behörden den Präsidenten in eine Art Präventivhaft genommen haben.„ Daily Telegraph" meldet uämlich: Krüger werde nominell gefangen gehalten auf Betreiben des britischen Konsuls, welcher entschieden dagegen protestiert habe, daß Krüger das portugiesische Gebiet als Stätte benuge, bon wo aus Parteitag der italienischen Socialdemokratie. Hallugs Rom, 12. September. Polizeiliches, Gerichtliches univ. Schöffengericht gegen das" Volksblatt" zur Berhandlung an. In - Vier Presprozesse standen gestern in Halle beim allen vier Fällen handelte es sich um Privatbeleidigungsklagen gegen den Redacteur Ad. Thiele. Unter Antlage gestellt waren Artikel des„ Boltsblatts" aus den Jahren 1898 und 1899. Im ersten Fall flagte der Schuhwaren- Fabrikant Mori Seiler aus Weißen fels, der sich beleidigt fühlte, weil ihm vorgeworfen war, er habe einem bei ihm beschäftigt gewefenen Mädchen unsittliche Anträge gestellt. Die Beweisaufnahme ergab, daß Seiler der damals ftaum 16jährigen Arbeiterin M. fortgesezt unfittliche Anträge gestellt hatte, die diese stets zurückwies. Seiler hatte sich während der Arbeitszeit stundenlang an der Maschine des Mädchens aufge Mädchen schließlich von der Arbeit wegblieb. Auch abends hatte er halten und verfängliche Redensarten fallen lassen, so daß das Das Ziel eines Minimal- Programms wurde schon vor drei schickte Seiler eine andre etwa 16jährige Arbeiterin in die Wohnung das Mädchen auf der Straße verfolgt. Nach etwa drei Tagen Jahren vom Parteitag zu Bologna festgestellt: die Partei soll alle jene des Mädchens und ließ ihr sagen, wenn sie nicht sofort Reformen befürworten und durchzuführen suchen, die dem Proletariat die wieder zur Fabrik tomme, werde er sie unter Mittel zum Stampf für sein Endziel verschaffen können. Die aus den Ge- fittenpolizeiliche Kontrolle bringen. Ein Beweis, nossen Treves, Turati und Sambucco bestehende Kommiffion für daß das junge Mädchen sich diesbezüglich vergangen habe, konnte das Minimalprogramm hat deshalb die großen Strömungen der nicht erbracht werden. Genosie Thiele verurteilte die Hands Umwandlung des modernen Staats in drei Kategorien gruppiert: lungsweise Seilers als eine von niedriger Gesinnung zeugende. Die geftrige Nachmittagsfizung wurde mit der Abstimmung Alessandri, Soldi, Lerda berufen werden; und dann ergriff Referent über die Parteileitung eröffnet, zu der die Genossen Lucci, Barbato, Treves das Wort über das Minimalprogramm: er mit der ausübenden 1. Politische Umwandlungen, die zur Gründung Das Gericht brachte in der Urteilsbegründung auch zum Gewalt Transvaals Verbindung aufrechthalten oder sie leiten könne. eines demokratischen Staats führen sollen, wo das Proletariat, Ausdruck, daß die Handlungsweise Seilers überaus Daher sei Krüger vom Haufe des Konsuls Pott nach dem Re- politisch und juridisch den Kapitalisten wirklich gleich fei.verwerflich sei, verurteilte aber den Genoffen Thiele zu 50 m. gierungsgebäude gebracht worden, wo er scharf über- 2. Detonomische Umwandlungen, die zur socialen Geldstrafe, da nicht alles erwiesen sei, was in dem Artikel gewacht werde; Militärposten feien dort aufgestellt. Der Verteidigung des Proletariats und zu Gesetzgebungen führen follen, fagt worden ist. ' Sekretär des Gouverneurs sei haftbar für Krüger gemacht die die Konkurrenz im Innern der Arbeiterklasse beseitigen. Im zweiten Fall fühlte sich ein Maurermeister wegen eines und habe Weisung erhalten dahingehend, daß Krüger das 3. Administrations- und Steuerumwandlungen für alle jene Artikels über den 1899er Maurerstreit beleidigt und wurde Thiele Reformen und Einrichtungen, die außer dem inden 3 20 W. verurteilt. Im dritten Fall flagte die Bäckerimmung und berneur habe Bott mitgeteilt, er sei von der Lissaboner Behörde an der Proletarier als Menschen und Bürger heben, deren Verhältnisse erhielt Thiele dieserhalb, obwohl die Zumung in dem besagten Artikel gewiesen, Bott fortan nicht mehr als Vertreter Transvaals und des ale Stonsumenten verbessern und zugleich die finanziellen Mittel für gar nicht erwähnt worden war, 75 M. Strafe. Und im vierten Fall Oranje- Freistaats anzuerkennen, da beide jezt britisches Gebiet feien. andre Reformen verschaffen." monino lido Atritit gab. Darauf erfolgte Verurteilung au 40 M. Geldstrafe. flagte ein Mendant Weiser, der schon wiederholt Veranlassung zur Der französische Konsul und der Konsulatsattaché hätten vorzu Genosse Treves entwickelt alsdann im Namen feiner Storreferenten gesprochen, um Krüger zu besuchen, seien aber ebenso wie alle Reformen und Gejege, die die Socialdemokratie sofort zu ver- Verbreitung unfittlicher Drucksachen. Vor der StrafKrügers Beamte nicht zu ihm gelassen worden. Auch teidigen hat, um jene politische und ökonomische Umwandlung fammer des Landgerichts Mannheim hatte sich vorige Woche der Schall- Burger, der in der vergangenen Nacht eingetroffen war, herbeizuführen. Ein solches Minimalprogramm aber so meint er Nedacteur unfres Partei- Organs in Mannheim, Genosse Picker, zu weiter fann nur als ein immer veränderliches und fortschreitendes verantworten unter der Anklage, durch Abdruck einer unter der Spiz habe keine Erlaubnis erhalten, Krüger zu besuchen, und sei sofort Beichen jener Reformen betrachtet worden, die im Interesse der marke„ Abel mit dem Sabel" der Münchener Poſt" entnommenen wieder nach Transvaal abgereift, mit ihm van Alphen und Eloff. Arbeiterklasse als Mittel zur Erlangung ihrer endgültigen, voll- Stelle einer Predigt des Jesuitenpaters Abel, die dieser gelegentlich Portugal hat sich zwar schon früher den Engländern sehr willständigen Emancipation durchgeführt werden müssen." Er einer Wallfahrt Männern, Frauen und Jungfrauen in Hoßing hielt, fährig erwiefen, besonders, als es britischen Truppen den Durchschlägt daher die Bildung einer ständigen Kommission vor, sich der Verbreitung unfittlicher Druckfachen schuldig gemacht zu haben. zug gestattete, die dann den Boeren in den Rüden fielen. Aber es deren Aufgabe darin bestehen solle, über die fortwährende Revision Die Straffammer sprach ihn frei von der Auflage, das Sittlichkeitskann doch vorläufig kaum angenommen werden, daß die Dienst- jenes Programms gewissermaßen zu wachen, um es den sich immer gefühl der Normalschammenschen beleidigt zu haben unter der Befertigkeit gegen England soweit geht, um den geflüchteten Präsidenten erneuernden Forderungen der Wissenschaft und der Praxis durch die gründung, daß die Notiz, wenn auch an die Grenze des Harmløsen streifend, feineswegs unfittlich sei. wirklich gefangen zu nehmen und ihn etwa gar an England aus- Preffe oder durch das Referendum anzupassen. Nach lebhafter Debatte wird das von den Referenten aus zuliefern. Das würde allen Bestimmungen des Böllerrechts widerfprechen. Vermutlich handelt es sich nur darum, zu verhindern, daß gearbeitete Minimal- Programm ebenso wie ihr Vorschlag, eine sto sprechen. Vermutlich handelt es sich nur darum, zu verhindern, daß Der Streit der Militäreffekten- Sattler der Präsident, so lange er auf portugiesischem Gebiet weilt, friegerische Ständige Stommiſſion zu bilden, mit großer Majorität angenommen. Als lezter Punkt der Tagesordnung wird die Ausoder sonstige Regierungshandlungen unternimmt. Der Abreise Krügers wanderung debattiert, diese schwere Wunde Italiens. Es ist wurde am Sonnabend vor dem Ginigungsamt verhandelt. nach einem von diesem gewählten Ort dürften vermutlich keine Beit- meinen die Referenten Cabrini und Maino daß die Den Vorsitz führte Gewerberichter b. Sulg. Als Beisiger Hindernisse bereitet werden. italienische socialdemokratische Partei sich der traurigen Lage der fungierten die Arbeitgeber Ingenieur Bernhard und Lederitalienischen Arbeiter annimmt, um zu verhindern, daß sie von uns händler Meyer, sowie die Arbeiter Former Körsten und Tischler menschlichen Ellabenhändlern gemißhandelt werden, um zu ver- Roblenzer. hindern vor allen Dingen, daß das italienische Proletariat den aus. ländischen Leidensbrüdern eine niedrige Konkurrenz macht. Aus Lourenço Marques wird ferner gemeldet, daß auf den Präsidenten ein Mordanschlag geplant gewesen ist. Am Donnerstagabend wurden in Lourenço Marques 5 Personen verhaftet, die angeschuldigt werden, sich verschworen zu haben, um Botts Haus, in dem Krfiger damals wohnte, in die Luft zu sprengen. Drei von ihnen wurden freigelassen, die beiden andern, welche Engländer find, in Haft behalten. Bezüglich der Abreise des Präsidenten verlautet jest aus Trieft, auf dem die Route Triest- Madagaskar befahrenden Dampfer Styrta", welcher in den nächsten Tagen in Lourenço Marques ein trifft, feien für Krüger und sein Gefolge Bläge reserviert worden. 000 Nach Eröffnung der Sitzung begründete Sassenbach die Forderungen der Streifenden. Außer einem specialisierten Accord Die Referenten schlagen daher folgende Resolution vor: tarif fordern die Arbeiter: Neunstündige Arbeitszeit, 45 Bf. Die italienische socialdemokratische Partei ist verpflichtet, durch Stundenlohn, entsprechenden Aufschlag für Ueberstunden und alle ihre Organe eine fortwährende und träftige Thätigteit zu bschaffung der Heimarbeit. Da die Heimarbeit der größte entwideln, um den Auswandererströmen zu folgen, die sich jedes Schaden im Beruf seiso führte der Redner aus, so werde auf Jahr in alle Länder Europas ergießen, um diese Auswanderer diese Forderung großes Gewicht gelegt. Bei gutem Willen könnten in die ökonomischen Organisationen der betreffenden Länder die Fabrikanten den Arbeitern in diefer Hinsicht wohl entgegen hineinzuziehen, um sie endlich für die Socialdemokratie zu ges fommen. Nach Ermittlungen, die in lezter Beit vorgenommen find, winnen. feien in der Militäreffekten- Branche 290 Werkstatte und 185 Heims Ant arbeiter vorhanden. Was den aufgestellten Accordtarif betreffe, so tam nun der Chef der Firma zurüd und die Kutscher legten ihm das Wohl der Arbeiter selbst zu fördern, angesehen werden müssen feien früher schon höhere Preise gezahlt worden, als die jetzt ge- nunmehr sofort die Forderungen vor. Als diefer nicht bewilligte, denn es ist bekannt genug, daß viele Arbeiter nur den Terrorismus forderten. Daß die jetzt üblichen Accordlöhne nicht auslömmlich feien, legten am Donnerstag früh fämtliche 60 Kutscher die Arbeit nieder. der socialdemokratischen Agitation nachgebend, aber höchst ungern beweisen die von guten Arbeitern erzielten Durchschnittsverdienste. Der Bereits am Nachmittag desselben Tags erklärte sich die Firma zu die Arbeit niederlegen und es als eine Wohlthat betrachten würden, Redner führt auf Grund einer in legter Zeit vorgenommenen Er- Unterhandlungen mit einem Vertreter der Organisation bereit. wenn das zielbewußte Borgehen der Arbeitgeber, wie zu erwarten ist, hebung eine Reihe von Arbeitern an, die während eines Zeitraums Daraufhin wurde folgendes vereinbart. Der gegenwärtige Wochen dazu beitragen würde, die Neigung der Agitatoren, unberechtigte Streits bon 34 Jahren wöchentlich im Durchschnitt 18, 19, 20, 21 m. berlohn von 20, 21 und 22 m. bleibt bestehen. Die Kutscher erhalten anzuftiften, etwas zu dämpfen. Mit Rücksicht auf die durch die Mais dient haben. aber von nun an für jede zurüdgebrachte 3 Liter- Sanne- bei größeren feier hervorgerufenen Ausstände wurde berichtet, daß der Verband Hierauf verliest Fabrikant A. W. Schulze namens der Arbeit Sannen diesem Maß entsprechend 3/4 Pf. Außerdem für jeden beschlossen habe, diejenigen Arbeiter der Verbandswerke, die den aff. geber eine längere Erklärung, deren wesentlichster Inhalt folgender Karton verkaufte Seife 3 Bf., und für zurückgebrachte Seifendosen, 1. Mai feiern, als streifende zu betrachten. ist: Wenn wir heut vor dem Einigungsamt erscheinen, ohne daß wir wenn von 100 96 zurüdgebracht werden, pro Dose 3 Bf. Nach dem Es folgte dann die Erledigung geschäftlicher Angelegenheiten, dasselbe angerufen haben, so geschieht das in erster Linie deshalb, weil bisherigen Umfag berechnet, ergiebt dies eine Lohnerhöhung von 3 unter andern die Wahl des Vorstands; es werden wieder gewählt wir hier in der Lage find, den Unwahrheiten entgegenzutreten, welche bis 5 M. pro Woche. Die Firma verpflichtete sich außerdem, jedem die Herren Kommerzienrat Paul Hedmann- Berlin, Direktor Schimpffdie streikenden Arbeiter in der Oeffentlichkeit verbreitet haben. Es Kutscher, der einen Gesamtverdienst von 23 M. nicht erreichen sollte, Halle, Baurat Nieppel- Nürnberg, Fabrikbesiger Menck- Altona. ist unwahr, daß wie seitens der Arbeiter behauptet in der 1 M. Entschädigung zu geben. Die Ausständigen, welche sämtlich Stelle des nach seinem Wunsch ausscheidenden Kommerzienrats Militäreffektenbranche Löhne von 10 bis 12 m. wöchentlich verdient im Centralverband der Handels, Transporte und Verkehrsarbeiter Körting Hannover wurde Kommerzienrat Engelhardt- Offenbach werden. Bei regelmäßiger Arbeit werden 21, 24, 27, 30 m. und organisiert sind, haben daraufhin am Freitag einmütig die Arbeit gewählt. mehr verdient. Nur schwache Arbeiter verdienen weniger. Eine wieder aufgenommen. Es wurde dann in die Erörterung des zehnstündigen ArbeitsAnzahl der Streifenden haben 20 bis 30 m. und mehr verdient. Durch die Buchbinder- Aussperrung war es bei der Firma tags getreten, wozu Herr Direttor Kohlert- Berlin referierte. Wie In einer gemeinsamen Sigung mit den Fabrikanten wurde Kämmerer, Kochstraße, auch zu Differenzen mit den Hausdienern Redner behauptet, arbeiten in Berlin von den dem Verbande an seitens der Arbeiter erklärt, sie würden auf alle ihre For gekommen. Die neun dort beschäftigten Leute weigerten fich, Arbeit gehörenden 128 Firmen 105 10 Stunden; fie beschäftigen 93 Proz. derungen verzichten, wenn ihnen die Abschaffung der Heimarbeit der Buchbinder zu verrichten und wurden infolge bessen Mittwoch der Arbeiter, bei 23 Firmen besteht eine etwas fürzere Arbeitszeit, bewilligt würde. Daraus geht hervor, daß es sich bei dem Streit früh ebenfalls entlassen. Freitag erhielt ein Teil der Hausdiener veranlaßt lediglich durch die örtliche Lage der betreffenden in erster Linie um agitatorische Zwede für die Organisation der Karten von der Firma des Inhalts, die Arbeit tönne wieder aufwerke. Im übrigen Deutschland ist die Arbeitszeit mindestens Sattler handelt. Die Fabrikanten haben schon lange vor dem Streit genommen werden, da alles, was die Hausbiener betreffe, erledigt 10 Stunden, vielfach wird länger gearbeitet. Der Verband hat einen Accordtarif aufgestellt, der wesentlich höher war als der frühere. iei. Um jedoch der Sache sicher zu sein, wurde am Sonnabend der beschlossen, feinen Mitgliedern die Einhaltung der zehnstündigen Diefen Tarif haben die Arbeiter abgelehnt. Die Fabrikanten er Bertreter der in Betracht kommenden Organisation des Centralverbands Arbeitszeit zur Pflicht zu machen und Firmen nicht aufzunehmen, höhten dann die Preise noch weiter und so wurde vom 9. Juli bis der Handels-, Transport- und Verkehrsarbeiter bei der Firma vor die sich dieser Pflicht nicht unbedingt unterwerfen. 11. August zu diesen Preisen gearbeitet. Als dann ein größerer Aufstellig. Die Verhandlungen ergaben, daß die Firma sich verpflichtete, Direktor Schimpff. Der Arbeitsnachweis im Verband werde von der Ueber die Arbeitsnachweis stellen des Verbands berichtete Herr trag tam, traten die Arbeiter in den allgemeinen Streit. Wir find die Hausdiener nicht mehr zu Buchbinderarbeiten zu verwenden und nicht in der Lage, mehr zu bewilligen, wie in unfrem Tarif, und denselben zugleich eine entsprechende Lohnerhöhung zusicherte. principiellen Anschauung, daß der Arbeitsnachweis in der Hand der wenn die Arbeiter unter diesen Bedingungen nicht arbeiten wollen. Außerdem ist eine 14 tägige Kündigungsfrist vereinbart und ver- Arbeitgeber gehalten werden müsse, geleitet. Die sogenannten so müssen wir es ihnen überlassen, weiter zu streiken. Auf weitere sprochen worden, daß den Betreffenden Nachteile wegen der Arbeits- paritätischen Arbeitsnachweise leisteten vielfach nur der Socials Verhandlungen lassen wir uns nicht ein, zu Besprechungen würden niederlegung nicht entstehen sollen. Die Hausdiener haben daraufhin demokratie Vorschub. Im Anschluß hieran behauptete der Herr Wors tvir allenfalls geneigt sein. fizende, daß sich der Arbeitsnachweis des Verbands als sehr wirks james Mittel zu Bekämpfung der Socialdemokratie erwiesen habe, Vori. v. Schulz: Ja, meine Herren, wenn Sie nicht bereits nachmittags die Arbeit wieder aufgenommen, verhandeln wollen, warum sind Sie denn hierher ein Mittel, das im übrigen in hohent Grade erzieherisch auf die getommen? Wenn wir beurteilen sollen, ob die Arbeiter recht Arbeiter wirke. haben oder nicht, dann müssen wir doch über die Forderungen verhandeln oder meinetwegen uns besprechen, wenn Sie es so nennen wollen. Achtung, Metallarbeiter! Holzarbeiter! Am Sonnabend haben die Arbeiter der Patentmatraßenfabrik Westphal u. Reinhold, Berlin, Südufer 24/25 wegen Nichtbewilligung ihrer Lohnforderungen einstimmig die Arbeit niedergelegt. Buzug ist fernzuhalten. Die Ortsverwaltung Berlin der deutschen Metallarbeitergewertschaft. Deutsches Reich. bon heiten. Ueber das Bürgerliche Gefeßbuch und das Arbeitsverhältnis bes richtete Herr Betriebsdirektor Kranz. Die Ansicht der Versammlung ging dahin, daß es zu empfehlen jei, die Bestimmungen des§ 616 durch die Arbeitsordnung auszuschließen. Die Besprechungen" werden hierauf in derselben Weise fortgefegt, wie es sonst bei Verhandlungen vor dem Einigungsamt Der Ausstand der Leipziger Steinseher ist am Freitag vor Die übrigen Gegenstände betrafen untergeordnete Angelegen. üblich ist. Seitens der Arbeiter wird behauptet, daß die von den Fabrikanten angegebenen Löhne wohl von einzelnen Helmarbeitern dem Einigungsamt des Gewerbegerichts beigelegt worden, und zwar Gesetzeskenntnis ist nicht immer die starke Seite der Polizeiin der Fabrit verbient werden, während die Tornisterarbeiter im mit einem unbestreitbaren Erfolg für die Arbeiter. Dieſelben haben verwaltungen. Das beweist wieder ein Bericht der„ Königsberger Hause erheblich weniger verdienen, und nur wenn Frau und Kinder errungen: die Verkürzung der täglichen Arbeitszeit von zehn auf Vollstribüne" aus Ragnit. Ein dort ansässiger Kaufmann und mitarbeiten und die Arbeitszeit eine sehr lange ist, einen höheren neuneinhalb Stunden, einen Mindest Stundenlohn bis 31. März Selterwasser Fabrikant Taudien, der wegen feines groben und Verdienst erzielen. 1901 von 57 Pf.( bisher 50-55 Pf.), vom 1. April ab hochfahrenden Betragens seinen Arbeitern gegenüber sehr oft dies Ueber die Höhe der Löhne entspinnt sich noch eine weitere bis 31. Dezember 1901 60 Pf. Minimallohu; Sonnabends jelben wechseln muß, geriet auch am 1. September vormittags Debatte zwischen den Vertretern beider Parteien, ohne daß es zu um 5 Uhr Feierabend ohne Lohnabzug. Außerdem ist eine mit einem seiner Arbeiter in Streit. Neben andren Bes einer Uebereinstimmung gekommen wäre. Fabrikant Badhaus einer gleichen Zahl aus Arbeit schimpfungen sagte er zu dem Arbeiter, er solle machen, daß er fort. Arbeitgebern und bemerkt unter anderm, er habe versucht, seine Heimarbeiter in der bestehende Kommission wählen, welche Bit tomme. Der Arbeiter arbeitete trotzdem noch bis Abend, dann ver alle Fabrit zu beschäftigen, fie hätten aber in der Fabrit wahrscheinlich nehmern langte er seinen Lohn und die Quittungskarte. Herr Taudien gab zu schlichten und arch über die weitere infolge vielen Biertrinkens weniger verdient wie zu Hause, wo Differenzen ihm weder eins noch das andre. Am 4. September erhielt der fie unter Mutters Kontrolle stehen. Den Herren gemeint find Gestaltung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse zu beraten hat. Die Arbeiter von der Stadtpolizei- Verwaltung ein Schreiben folgenden Die Vertreter der Arbeiter- liege auch nicht daran, daß die Heim- neunstündige Arbeitszeit, die die Arbeiter ursprünglich gefordert Jubalts: arbeiter beffer gestellt werden, sondern sie wollten dieselben nur hatten, vor dem Einigungsamt durchzubringen, war nicht möglich, Sie haben am 1. d. M. ohne gefeßmäßige Ursache den Dienst unzufrieden machen. jedoch da die Arbeiter selber sich von Anfang au mit dem Ge- bei dem Kaufmann Taudien hierselbst verlassen. Die lebertretung Sassenbach verwahrt sich gegen diese Annahme. Die Heimwird bewiesen durch den Kaufmann Taudien hierselbst. Es wird arbeiter ständen völlig auf seite der Streifenden und seien für Be- danken vertraut gemacht hatten, daß dieselbe überhaupt erst vom 1. April nächsten Jahrs eingeführt ant werden würde, deshalb hiermit gegen Sie auf Grund des Gesetzes vom 24. April feitigung der Heimarbeit. Den Fabrikanten liege aber daran, die 1. April im Grunde ge= 1854 eine bei der hiesigen Stadt- Hauptkaise zu erlegende GeldHeimarbeit zu erhalten, um die Heimarbeiter bei Lohnbewegungen so bedeutet die stattgefundene Vereinbarung strafe von 10 M., an deren Stelle, wenn sie nicht beizutreiben ist, nur eine Hinausschiebung der kürzeren Arbeitszeit. gegen die Fabritarbeiter ausspielen zu können. Was das Biertrinten nommen cine Haft von givei Tagen tritt, festgesezt usw. shutt anbetrifft, so sei zu bemerken, daß gerade die Organisation der Hat doch die immerhin nur fleine Organisation der Steinfeger in Raguit, den 3. September 1900. Sattler bestrebt sei, solche Gewohnheiten zu beseitigen. Die Organi- diesem ungemein hartnäckigen und vom Unternehmertum mit den sation habe es dahin gebracht, daß der blaue Montag nicht mehr schärfsten Mitteln geführten Kampf, ihre glänzendste Probe in ihrem gefeiert werde. Es komme bei dieser Lohnbewegung darauf an, an Kämpfen nicht armen Dasein bestanden. Zum Teil ist das geregelte Berhältnisse zu schaffen, die ebenso im Interesse der Fa- freilich auch der Opferwilligkeit der Leipziger Arbeiterschaft zu brikanten wie der Arbeiter liegen. Das Einigungsamt zog sich zur Beratung zurück und erschien nach einer halben Stunde wieder. danken. Ju Halle a. S. ist die Situation noch unverändert; die Zahl Auf Befragen des Vorsitzenden erklärten die Vertreter der der Ausständigen beträgt noch immer zehn Mann. Jedoch ist hier Fabritanten, daß sie bei ihrer vorhin abgegebenen Erklärung bleiben Aussicht vorhanden, daß sich der Kampf nicht so lange hinziehen wird, wie in Leipzig. und sich zu teinen Zugeständnissen bereit finden. in Ausland. Borsigender v. Schulz bemerkte hierauf, daß es unter diesen Umständen zu einer Einigung nicht komme und deshalb ein Schiedsspruch gefällt werden muß. Die Barteien erfuche er, Beweismaterial über ihre Behauptungen hinsichtlich der Lohnhöhe einzureichen. Die Beweiserhebung findet im nächsten Termin, am Mittwoch 10 Uhr statt. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Zur Lohnbewegung der Buchbinder. Fortgefeßt erscheinen irrtümliche und lügenhafte Berichte in den bürgerlichen Blättern. Ein Artikel, den wir gestern den Neuesten Nachrichten" gegenüber richtigſtellten, war auch in der freifinnigen Boffischen 8tg." abgedruckt. Immer wieder wird in den Berichten die Forderung der Freigabe des 1. Mai in den Vordergrund gestellt. Was bezweckt man eigentlich damit? Die Herren vom Buchbindereibefizer- Werband, Stadt- Bolizeiverwaltung. Der betreffende Arbeiter untersteht im rechtlichen Verhältnis der Gewerbe- Ordnung und nicht der Gefinde- Ordnung. Das sollte auch die Polizei in Ragnit schon wissen. And New York wird berichtet: Im Anthracit Kohlengebiet ieger, je 6 Schloffer, find jetzt 30 000 Grubenarbeiter im Ausstand. italemdi Sociales. Batistan Die Landesversicherungsanstalt Berlin hatte im Jahre 1899 Die Landesversicherungsanstalt Berlin hatte im Jahre 1899 einen Markenerlös von 6 352 006. Quittungsfarten wurden für das Gebiet der Anstalt neu ausgestellt 540 881( im Etatsjahr von 1. April 1899 bis 30. März 1900). Eingeliefert wurden bei der Quittungskarten- Verwaltung 476 087 Starten. Die Arbeiterbildungskurse in Zürich, welche im verflossenen Winter von jocialdemokratischer Seite veranstaltet worden, waren von insgesamt 131 Personen besucht, welche in den verschiedenen Sturslisten als 212 Hörer figurierten. Außer 14 Studierenden, wovon 8 weiblichen, waren noch 29 verschiedene Berufsarten vertreten, insbesondere waren beteiligt 18 Schreiner, 7 Schrift. Tapezierer und Zimmerleute, 3 Bahnbeamte 2c. Die einzelnen Kurse waren frequentiert: r beiterschutz Gesetzgebung( Vortragender Greulich) 40, Naturwissenschaft( Bommeli) 57, Rechtswissenschaft( Zürcher) 38 und Nationalökonomie( Herkner) 62. Die Zahl der weiblichen Hörer betrug insgesamt 27. Die Einnahmen aus Beiträgen der ArbeiterOrganisationen und Kursgeldern betrugen 853 Fr, die Ausgaben 552 Fr. Die Vortragenden hatten auf ein Honorar verzichtet. Der Verein für Arbeiter- Bildungsturse zählte am Schluffe des Rechnungsjahrs 37 Einzel- und 21 Kollektivmitglieder( Organisationen). 0 Die erste Konferenz socialdemokratischer Franen. Ungenügende Kleberei wurde in 4188 Fällen festgestellt. Be strafungen von Unternehmern erfolgten in 1740 Fällen mit zusammen 7956 m. Strafe. Von diesen Strafen mußten 447 zvangsweise Mainz, 15. September. beigetrieben werden; gegen 143 Straffeftfegungen wurde Beschwerde Die heutige Konferenz ist von 40 Delegierten beschickt, die erhoben, die aber nur in 6 Fällen Erfolg hatte. Die Mehrzahl der bestraften Unternehmer stammten aus den Frauenorganisationen vertreten, und zwar 25 Frauen und 15 Männern. sowohl wie die von der Innung wissen doch ganz gut, daß die Berufen der Kaufleute, Spediteure, Nahrungs- und Genußmittel als Gäste sind u. a. anwesend Bernerstorfer Wien und Frl. Arbeiter den Tag nicht bezahlt verlangen und da der Tag in branche, Bekleidungsindustrie, Gastwirte. Gegen Bescheide der Versicherungsanstalt wurden 587 Be- Schumann, die Assistentin des Mainzer Gewerbe- Inspektors. eine Zeit stillen Geschäftsgangs fällt, von einer unerfüllbarteit Der erste Gegenstand der Tagesordnung: Ausbau des Systems einer solchen Forderung gar nicht die Rede sein kann. Nun hat man rufungen( darunter 546 von Versicherten) beim Schiedsgericht anhängig aber diese Forderung fchon lange aufgegeben und in dem neuen gemacht. Auf 191 derfelben erfolgte teilweise oder völlige Ab- der Vertrauenspersonen, wird eingehend debattiert. Die Abstimmung änderung des angefochtenen Befcheids, 60 blieben unerledigt. wird verschoben, weil die Anträge nicht gedruckt vorlagen. Alsdann Tarif, der uns vorliegt, finden wir überhaupt nichts über den 1. Mai. 36 endigten mit Vergleich oder Zurücknahme der Berufung. Gegen wurden die weiteren Punkte der Tagesordnung: die Agitation unter Trozdem hat man, wie aus den Berichten hervorgeht, die Verhand- Urteile des Schiedsgerichts wurde in 99 Fällen Revision eingelegt, dem weiblichen Proletariat, Arbeiterinnenschutz und Frauenbildungslungen in der Donnerstagsigung der Prinzipale wieder mit der 1. Mai- Frage eingeleitet! Was für Zwede verfolgt man, daß man darunter in 75 Fällen von Versicherten; 54 der Revisionen wurden vereine erledigt. Es wurden eine Reihe von Anträgen angenomnien biese längst fallengelaffene Forderung immer wieder in den Border Die Versicherungsanstalt hatte im Berichtsjahre eine Gesamt die Gewerkschaftsorganisation mit aller Straft zu fördern, Agitationsund die Direktive für die Genossinnen gegeben. Es wird beschlossen, grund stellt? Ehrliche etwa? In der Märkischen Volkszeitung" lesen wir, die Bemühungen, Flugblätter zu verbreiten usw. Die Verhandlungen werden alsdanu den Lohnstreit vor das Einigungsamt zu bringen, feien bis jetzt erfolg Los geblieben. Wer hat sich denn darum bemüht? Etwa die Brinzipale? Uns ist davon nichts bekannt geworden. Und die Arbeiter haben bis jetzt feine Veranlassung, das Einigungsamt des Gewerbegerichts anzurufen und, nachdem sie vor acht Lagen von den Herren ausgesperrt worden sind, sich auf diese Weise wieder anaubetteln. berworfen.ids! einnahme von 7811 761., worunter natürlich der Markenerlös mit der bereits anfangs genannten Summe die Hauptrolle spielt; auf Binsenertrag fonimen bann noch 1 328 851 9. auf morgen vertagt. Tette Nachrichten und Depeschen. Die Ausgaben betragen zusammen 7 804 696 M., wobei jedoch allein für Kapitalanlagen 5 626 808 W. find. Für Renten wurden ausgegeben 819 618 M., filr Seilverfahren 294 482 M., für Beitrags- un erstattungen 321 206 M., für Verwaltungskosten 258 883. Der Gesamt- Vermögensbestand der Anstalt betrug am JahresDie Verhandlungen, die zwischen dem Jnnungsvorstand und dem schluß 45 868 715 M. Rettung des Handwerks. Die Schuhmacher, Schneider und Gesellenausschuß stattgefunden haben, hatten durchaus keinerlei bindende Bedeutung und waren nur Vorschläge, die zur Grundlage Bäder- Zwangsimmungen in Ratingen bei Düsseldorf find bei einem eventuellen Einigungsversuch dienen sollten. Es wurden aufgelöst worden. Ihre Vermögensbestände" sind der Handwerkerbeiderseitig geringe Konzessionen gemacht. Die Forderungen find fammer überwiesen. Der Vorstand der letteren hat die Beträge bereits von 25 größeren und mittleren Firmen bewilligt worden. von rund 207 M. der Stadtgemeinde Ratingen für Zwecke der obligatorischen Fortbildungsschule über: viesen. Mit mehreren andren find Verhandlungen eingeleitet. Gestern abend zahlte die Lohnkommission circa 9500 M. Unterstützung aus. Es find aber Gelder vorhanden, um die Aussperrung eventuell noch 6 Wochen auszuhalten. China. Das Stavallerie- Detachement des Generals Sergishanowski nahm die Petersburg.( W. T. B.) Nachrichten des Generalstabs melden: zwischen Ninguta und Girin gelegene Stadt Ouroso am 7. d. M. nach einem unbedeutenden Geplänkel bei Santschahou ohne Werluft ein und erbeutete 4 Geschüße. Ontoso wurde bejegt; von Ninguta wurden Verstärkungen von Infanterie und Artillerie nach Omojo gesendet. General Rennenkan.pf rückte am 6. September mit Stavallerie von Tsitsikar gegen Süden vor, General Orlow marschierte zur Unterstügung desselben mit Rojaten und Infanterie in derselben Richtung und fam am 9. September in ganguandi, zwei Märsche von Tsitsikar, an. In Tsitsitar wurde eine Bejagung zurückgelassen. Der Gouverneur geht auf alle Bedingungen Auß lands ein. mist Der Verband deutscher Metallindustriellen hielt gestern eine Sigung seines Ausschusses ab, über die wir einiges für die Arbeiter bewegung Beachtenswertes nach einem offiziellen Bericht wiedergeben. Soeben geht uns die telegraphische Nachricht zu, daß das Nach dem in der Sigung erstatteten Bericht über die Thätigkeit im Zarifami der Buchdruder die Vermittlung Jahre 1899 ist die Anzahl der Mitglieder auf 2800 mit rund 1/4 Million Hongkong, 15. September.( W. T. B.) Der deutsche Krenzer zwischen den Parteien übernommen hat und auf Arbeitern gestiegen. Dem großen allgemeinen Aufschwung Dienstag, den 18. September zu Verhandlungen einladet. Dieselben entsprechend haben, wie in andern Industrien, so auch in follen im Buchgewerbehaus in Leipzig stattfinden. Bussard", der hier eingetroffen ist, überbringt folgende Nach richten aus Staunton: Die rohen Elemente der Bevölkerung werden immer feindseliger gegen die Fremden. Soust ist in der Stadt alles ruhig. Sechs fremde Kanonenboote liegen vor der Vorstadt Scha- mien. Von einer Thätigteit in den Bocca- forts ist nichts u feben. Die dritte indifche Brigade hat Befehl erhalten, sofort nach Wei- hai- wei abzugehen. 97 der Metallindustrie besonders zahlreiche und schwere Streits stattgefunden. Aber, so fügt der Berichterstatter überschwenglich Eine Lohnbewegung ist bei der bekannten Betroleum- Bersand- hinzu, in allen Fällen handelte es sich um unberechtigte Forderungen firma Joste, Moabit, zu verzeichnen. Bereits vor etwa 14 Tagen der durch Agitatoren berbesten Arbeiter, wesentlich um reichten die Kutscher dieser Firma Lohnforderungen ein. Da aber in frivoler Weise hervorgerufene sogenannte Machtfragen, wie bei der Chef zur Zeit auf Helgoland weilte, wurde bis anr Rückfehr spielsweise um die Freigabe des 1. Mai als Feiertag und die desselben seitens des Geschäftsführers mit den Kutschern ein Waffen Biedereinstellung von Arbeitern, die von dem Arbeitgeber mit voller stillstand geschlossen. Dieser ging dahin, daß die Kutscher sich ver Berechtigung entlaffen waren. Dank der geschlossenen Organisation pflichteten die Arbeit vor Rüdfunft des Chefs nicht niederzulegen, des Gesamtverbands haben alle Ausstände mit der vollen Niederwährend andrerseits der Geschäftsführer sich verpflichten mußte, lage der Arbeiter geendet. Dieses energische Vorgehen gegen v. Dziembowski- Bomst ist heute früh gestorben. während dieser Zeit teine neuen Kutscher einzustellen. Diese Ber unberechtigte Streits wird im hohen Maße als Ausführung des einbarung wurde auf beiden Seiten gehalten. Vergangenen Mittwoch an die Spitze der Zwecke des Vereins gestellten Strebens, gestern mehrere heftige Erdbeben statt. Berantwortlicher Redacteur: Heinrich Ströbel in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Posen, 15. September. Das Bofener Tageblatt meldet ans Mejerig: Der freitonfervative Neichstags- und Landtage- Aabgeordnete, Landtags Marschall der Provinz Posen und Schloßhauptmann Klagenfurth, 15. September.( B. H.) In Siftring fanden Hierzu 4 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 216. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 16. September 1900. Parteitag der Socialdemokratischen Partei Deutschlands. Mainz, den 14. September 1900. Das socialdemokratische Parteiparlament wird seine diesjährige Tagung während der kommenden Woche im goldenen Mainz abhalten. In der großen am Rheinufer prächtig gelegenen Stadthalle werden die Delegierten sich versammeln. Wie schon der Name fagt, ist das Versammlungslokal städtisches Eigentum und der Riefenfaal ist der socialdemokratischen Partei von der Bürgermeisterei für die ganze Woche bedingungslos zur Verfügung gestellt worden. In Mainz gilt die Socialdemokratie im Gegensatz zu Elberfeld und viclen andren deutschen Städten als gleichberechtigt und demgemäß wird sie von dem Mainzer Oberbürgermeister Dr. Gaßner behandelt. Der Saal ist für den Parteitag, so zahlreich er auch beschickt sein wird, zu groß. Der Raum für die Parteitags- Teilnehmer ist deshalb durch eine hohe Blattpflanzen- Deforation abgeteilt, und um den Rednern keine allzugroße Anstrengung des Organs zuzumuten, wird auch durch Teppichvorhänge noch eine Verkleinerung des Raums bewirkt werden. Heute spielt in der Stadthalle" noch eine Wilhelmshavener Marinekapelle, morgen schon wird mit der Dekoration für den Parteitag begonnen werden. Die Teilnahme am Parteitag wird diesmal eine recht große werden Süddeutschland wird naturgemäß etwas stärker vertreten sein als auf dem vorjährigen Parteitag in Hannover. Die Verhandlungen werden boraussichtlich bis Freitagabend zu Ende geführt werden, da sich unmittelbar an die Mainzer Tagung der internationale Socialisten tongreß in Paris anschließt und für einen erheblichen Teil der Dele girten Zeit zur Reise nach Paris sein muß. Die Tagesordnung des Parteitags ist bekannt. " Die Delegierten treffen zum größten Teil bereits morgen ein. Angemeldet find schon über 200. Besonders zahl reich werden diesmal auch die Frauen vertreten sein. Die starte Beteiligung der Frauen am Barteitag ist zum Teil aus dem Umstand zu erklären, daß am Sonnabend hier die socialdemofratische Frauenkonferenz tagte. Zur Beratung stehen außer Or ganisationsfragen hauptsächlich Agitationsfragen. Am Sonntagabend wird der Parteitag durch eine große Feier eingeleitet werden. Ein umfangreiches Programm ist bereits auf gestellt worden. Eduard David, der hessische Landtags- Abgeordneter und Reichstags- Kandidat für Mainz wird die Delegierten namens der Mainzer Arbeiterschaft begrüßen. Bebel sollte die Festrede halten; da er aber an einem Augenleiden erkrankt ist, tritt Auer für ihn ein. DreiHundert Arbeiterfänger aus Mainz, Wiesbaden, Frankfurt und Darm stadt werden das Fest durch ihren Gesang verschönern. Ihr Chormeister ist der bekannte Musiker Wendelin Weißheimer, ein alter Lassalleaner, der wochenlang unermüdlich mit der Einstudierung der Chöre beschäftigt war. Weißheimer, dessen unlängst erschienene Menioiren in der deutschen Mujiferivelt berechtigtes Aufsehen er regt haben, hat Heines Tendenzlied" und Herweghs Bet' und arbeit" in Mufit gesetzt. Beide Kompositionen werden zu Gehör geDie Beteiligung an den nächsten preußischen Landtagswahlen ift überall geboten, wo die Verhältnisse eine solche den Partei- odcudo genossen ermöglichen. Intvieweit eine Beteiligung in den einzelnen Wahltreisen möglich ist, entscheiden die Parteigenossen der einzelnen Wahlkreise nach Maßgabe der lokalen Verhältnisse. Kompromisse und Bündnisse mit andren Parteien dürfen nicht abgeschlossen werden." Mit dieser Resolution war die Frage der Wahlbeteiligung aber noch nicht erledigt; der Beschluß wurde von den verschiedensten Parteigenoffen verschieden ausgelegt, und eine große Anzahl von Anträgen, die sich auf die Landtagswahl bezogen, wurden dem nächsten Parteitag, der 1898 in Stuttgart zusammentrat, unterbreitet. Der Parteitag überwies alle diese Anträge einer aus 15 Mit gliedern sowohl Gegnern als Anhängern der Wahlbeteiligung bestehenden Kommission, die dem Parteitag folgende Resolution vorschlug: Von diesem Gesichtspunkt ausgehend, erklärt der Parteitag, daß die Beteiligung an den Landtagswahlen nicht in allen Wahlkreisen geboten ist, um fo weniger, als bei der Kürze der Zeit, die uns von den preußischen Landtagswahlen trennt, nicht daran gedacht werden kann, die in dieser Frage jegt weit auseinander gehenden Meinungen innerhalb der Partei einander so zu nähern, daß ein einheitliches Vorgehen der Gesamtpartei möglich ist. Unter diesen Umständen überläßt es der Parteitag den Genossen der einzelnen Wahlkreise, über die Frage der Beteiligung zu entfcheiden. Wird in einem Wahlkreis die Beteiligung beschlossen, fo werden, falls es sich dabei um eine Unterſtügung bürgerlicher Oppositionskandidaten handelt, die Kandidaten sich verpflichten müssen, für den Fall ihrer Wahl in den Landtag für die Einführung des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahl rechts, wie solches für die Wahlen zum Reichstag besteht, auch für die Wahlen zum Landtag einzutreten und im Landtag alle Maß nahmen entschieden zu bekämpfen, die geeignet sind, die bestehenden Boltsrechte im Einzelstaat weiter zu schmälern oder zu beseitigen." Die Resolution wurde angenommen. Damit waren die bezüglich der Wahlbeteiligung gestellten Anträge erledigt. Auf Antrag der Genoffin Noja Luxemburg beschloß dann der vorige Parteitag in Hannover. Die Frage der Taftit bei den Landtagswahlen auf die Tagesordnung des diesjährigen Parteitags zu feßen. Lokales. bekommt Opfer einer Denunziation. Die am Mittwoch, wie bereits mitgeteilt, anläßlich der Buchbinderbewegung aus einer Reſtauration heraus verhaftete Frau Sch. ist am Donnerstagmittag wieder entlassen worden. Ihre Erlebnisse wurden uns folgendermaßen ge= schildert: Die Verhaftung erfolgte am Mittwochnachmittag 4 Uhr. auf dem Polizeirevier in der Wilhelmstraße erfuhr die Frau Sch., daß ihre Verhaftung deshalb erfolgt sei, weil man sie denunziert habe, die Arbeitswilligen durch die Worte bedroht zu haben: Arbeitet nur ruhig, wenn Ihr herunter kommt, Ihr Eure Dresche," eine Aeußerung, die gethan zu haben Frau Sch. mit aller Bestimmtheit bestreitet. Der Wacht find zum arbeiten, dann lassen Sie wenigstens andre arbeiten". meister habe bei der Vernehmung u. a. geäußert:„ Wenn Sie zu faul ( Auch hier sei wieder bemerkt, daß es sich nicht um einen Streit, Die Beteiligung an den preußischen Landtagswahlen unter dem sondern um eine Aussperrung handelt. D. N.) Weiter habe Dreiklaffen- Wahlsystem kann nicht, wie die an den Reichstagswahlen, der Wachtmeister erklärt, daß die Männer, wie die Polizei aus den als eine Heerschau betrachtet werden, als ein Mittel, durch die Lohnlisten gesehen haben, 80 m., die Frauen 37 m. verdienten, Bählung unsrer Stimmen einen moralischen Erfolg zu erreichen, was für eine Frau eher zu ung ein fiefährliche Räbelsviel als zu zu wenig sei. fondern nur als ein Mittel, bestimmte praktische Erfolge zu erzielen, Der hinzukommende Polizeilieutenant habe sie ungefähr nit namentlich die Abwendung der Gefahr, daß die trasfeste Reaktion die den Worten angeredet: Sie sind eine ganz gefährliche RädelsMehrheit im Landtag erlangt. führerin, gestehen Sie, sonst werden wir Ihnen das anstreichen," worauf fie versichert habe, nichts gestehen zu können, da sie uns schuldig sei. Nachdem sie fünf Stunden auf der Wache zugebracht, sei fie 9 Uhr abends im grünen Wagen" zusammen mit allerhand sonstigen Personen nach dem Polizeipräsidium gebracht worden. Dort sei ihr, nachdem sie sich habe entkleiden und einer Visitation unterziehen müssen, Uhr und Geld abgenommen worden. Gegen 1/2 Uhr fei fie in einer Belle interniert worden. Um 6 Uhr habe sie aufstehen müssen, um dann um 11 Uhr mit dem„ grünen Wagen" nach Moabit gebracht zu werden. Nun habe sie sich abermals vor einer Wärterin entfleiden, einer törperlichen Visitation nach etwaigem Ungeziefer am ganzen Körper unterziehen und ein Bad nehmen müssen. Als dann sei sie einen Beamten, der mit„ Herr Gerichtsrat" angeredet worden sei, vermutlich dem Untersuchungsrichter, vorgeführt worden. Auch dieser Beamte habe ihren Unschuldsbeteuerungen feinen Glauben geschenkt und ihr sehr barsch zugeredet, zu gestehen. Das habe fie nicht gefomt, doch habe sie in ihrer Stonsterniertheit im Glauben, ihre Lage zu verbessern und ihre Entlassung zu erzielen, erklärt, daß sie die Arbeit wieder aufnehmen werde. Der Beamte habe hierauf die Entlassung der Inhaftierten angeordnet. Ferner wird uns mitgeteilt, daß für ihre Entlassung 1000 Mark Kaution geboten worden seien. Da Frau Sch. seit 3 Jahren in Berlin wohnt und eine eigne Wohnung hat, ist es uns unverständlich, wie man dieselbe auf die Denunziation hin in Haft nehmen konnte. Denn selbst wenn die Betreffende sich der ihr zugeschriebene Drohung schuldig gemacht hätte, würde nach den Bestimmungen der§§ 112, 113, 114 und 127 der Strafprozeßordnung die Feststellung der Identität die Angeschuldigte vor der Inhaftnahme haben schützen müssen. na Die Nebenklaffen für Schwachbefähigte, die seit 1898 an den Berliner Gemeindeschulen bestehen, sollten nach der anfänglichen Absicht und nach dem Wortlaut der damals getroffenen Bestimmungen eine Frequenz von höchstens 12& indern. haben. Im Vergleich zu den an unfren Gemeindeschulen sonst üb. lichen Klassenfrequenzen ist diese Zahl außerordentlich gering, aber Bei einer für die Nebenklassen ist sie immer noch hoch genug. höheren Frequenz würden diese Klassen ihren Bwved schwerlich erfüllen tönnen. Die Schuldeputation aber scheint doch andrer Ansicht zu sein. Als im Oktober 1878 die ersten 22 Nebentlassen eröffnet wurden, saßen in ihnen 267 Kinder. Schon damals wurde also entgegen der eben erst getroffenen Bestimmung in einigen Klassen die Höchst zahl von zwölf Kindern überschritten; denn selbst die Durchschnittsfrequenz war bereits etwas über 12. In den folgenden Semestern ist jene Im laufenden Bestimmung noch weniger respektiert worden. Sommersemester figen in jest 58 Nebenklaffen bereits 757 Kinder, welche auf der Liste verzeichnet stehen. Vor allen das macht pro Klasse im Durchschnitt 13 Kinder. Im einzelnen Zum erstenmal beschäftigte sich die Partei mit dieser Frage im Dingen erwächst aber den Vorständen von Arbeitervereinen die magi mum. Ob bei der Unterweisung 18 solcher Kinder durch schwankt die Frequenz zwischen 7 als Minimum und 18 als Jahre 1870, als die Fortschrittspartei in Berlin Eugen Richter an Stelle von Johann Jacoby als Kandidaten proklamierte. Die Ansichten Pflicht, beim Abschluß von Festlichkeiten auf das strengste die einen einzigen Lehrer der Erfolg noch sehr groß sein kann, das der beiden Richtungen, in die unsre Partei damals gespalten war, neue 2okalliste zu beachten. Die Vorstände wollen in solchen Fällen darf billig bezweifelt werden. Warum werden diese überfüllten gingen auseinander. Der Allgemeine deutsche Arbeiterverein ließ auch darauf achten, daß in den Verträgen mit dem Wirt eine Klausel Slajsen nicht geteilt? Sind dabei etwa Ersparnisrüdsichten Noch auf einen andern Punkt möchten in einer Berliner Wahlmänner- Versammlung im dritten Wahlkreise Platz findet, wonach für den Fall, daß das Lokal für Arbeiter mit im Spiele? die Erklärung abgeben, daß nur eine aus dem allgemeinen Stimm Versammlungen später verweigert werden sollte, auch der Abschluß wir bei dieser Gelegenheit hinweisen. In manchen Stadtgegenden recht hervorgegangene Kammer als Boltsvertretung betrachtet werden der Festlichkeit als nichtig zu betrachten ist und das Vergnügen nichtmäßig viele. Ganz Moabit hat gegenwärtig nur 5 Nebenklassen, findet man sehr wenig Nebentlassen, in andren wieder verhältnisfann, und daß sich infolgedessen jede demokratische Partei, so lange abgehalten zu werden braucht. Verschiedene Vorkommnisse der letzten dagegen hat die eine 223. Schule in der Rheinsbergerstraße allein ein Klassen- Wahlsystem besteht, der Wahl zu enthalten habe. Da Zeit lassen eine Bestimmung dieser Art dringend ratsam erscheinen. 5 Nebenklassen. In der Rosenthaler Vorstadt werden die Schwach gegen schrieb der„ Boltsstaat", das Organ der späteren Eisenacher, Nur Beharrlichkeit und Energie kann im Kampf um die Versammlungs- befähigten doch wahrscheinlich nicht dichter gesät sein als in Moabit. Sind vielleicht auch hierbei Ersparnisrücksichten mit im Spiele? Es seien aus Preußen von verschiedenen Seiten Anfragen lokale zum Siege führen! Oder wird bei der Entscheidung darüber, welche Kinder zu den ergangen, wie sich die Genossen bei der bevorstehenden Landtagswahl zu verhalten hätten. Die Redaktion erklärt nun, daß sie nicht Volksbühne. Heute nachmittag 24 Uhr ist die Schwachbefähigten gehören, also einer Nebenklaffe zu überweisen allein diese wichtige Frage entscheiden möchte und deshalb eine Borstellung der III. Abteilung im Lessing- Theater. Zur Aufführung sind, nicht überall nach den gleichen Grundsägen verfahren? Anzahl Genossen zusammenberufen habe und daß man da zu gelangt unter der artiſtiſchen Leitung Frizz Witte- Wilds mit dem Reich an Rettungsgeräten, wie fein andrer Punkt in Berlin, Ensemble des Leffing- Theaters: Die Macht der Finsternis", " In Rücksicht, daß das Dreiklassen- Wahlsystem die Ent- Drama in 5 Atten von Leo Tolstoj und Hans Meery( deutsch von ist der Mühlendamm. Ein Rettungsball hängt an dem oberen Thor scheidung ausschließlich der Bourgeoisie und dem großen Grund- August Scholz). Die Vorstellungen der 4.- 7. Abteilung folgen am der Schleuse, ein zweiter an dem unteren Thor, und ein RettungsNächsten Sonntag ring befindet sich an dem Geländer der über das große Gerinne" besig in die Hand giebt, soll man sich unter Protest der 23., 30. September, 7. und 11. Oktober. Wahl enthalten. Eine Ausnahme würde nur für den Fall I. Abteilung im Carl Weiß Theater:„ leber unsre Kraft" führenden Straßenbrücke. Unterhalb dieser Brücke, an dem schmalen Die neuen Mitgliedstarten der Fußiveg, der vom Mühlendamm an den Hinterhäusern der Breiteeinzutreten haben, daß das Bürgertum Männer von unzweifelhaft( l. Teil) von Björnson. demokratischer Gesinnung, Johann Jacoby, Guido Weiß usw. auf intersaison 1900/1901 müssen aus den Zahlstellen abgeholt werden, straße entlang nach dem Mühlemveg führt, wird jezt noch ein Rettungsfahn aufgestellt. Der Fußweg ist bis zur Vollendung der stellte, von denen anzunehmen ist, daß sie wahrscheinlich im Sinne da dieselben jonst an neue Mitglieder verausgabt werden. unfres Programms wirken würden." Neuaufnahmen können nur noch für die 7. Abteilung in allen notwendigen Treppe gesperrt. Bahlstellen täglich durch den Vorstand erfolgen.( Siehe heute Inserat.) J. A. G. Winkler. bracht werden. Zu der Mainzer Arbeiterschaft giebt sich für beide Veranstaltungen naturgemäß ein sehr großes Interesse fund. Berliner Partei- Angelegenheiten. Die Lokalliste für Berlin und Umgegend ist neu herausgegeben und der heutigen Nummer unsres Blatts beigefügt worden. Bei der Wichtigkeit der Lokalfrage erwächst den Barteigenossen die dringende Pflicht, die Lokalliste strenge zu beachten. Hier in Berlin wie in nächster Nähe der Reichshauptstadt besteht noch der traurige Zustand, daß behördliche und ordnungsparteiliche Einflüffe die socialdemokratisch gesinnte Arbeiterschaft an der Wahrnehmung des bißchen Vereins- und Versammlungsrechts hindern, das in Preußen unter den unzeitgemäßesten VerHaujulierungen gejezlich festgelegt ist. Den Saalabtreibereien und Verweigerungen gegenüber, die in Berlin selber verstedt, in den Vororten dagegen offen betrieben werden, bleibt uns tein Um den Genoffen die Teilnahme an der Debatte über die Tattit Mittel übrig, als die Lokalsperre; und diese dort, wo bei den Landtagswahlen zu erleichtern, geben wir nachstehend die nötig, durchzuführen, muß das Bestreben aller Parteigenossen sein. bisher in Bezug auf die Wahlbeteiligung für Preußen gefaßten Be- Arbeiter, Parteigenossen, besucht daher nur solche Sokalitäten, schlüsse der Partei in historischer Reihenfolge wieder. Zur Frage der Beteiligung an den preußischen Landtagswahlen. amt 2. November 1870: M " folgendem Beschluß gekommen sei: Freie " Eine Sigung der Stadtverordneten Versammlung findet in Nachdem dann in den achtziger Jahren Frohme und im dieser Woche nicht statt. Jahre 1893 Eduard Bernstein die Frage der Wahlbeteiligung angeregt hatten, befaßte sich der Kölner Parteitag 1893 damit und Schöneberg. Die Versammlung des Socialdemokratischen Durch eine große Festlichkeit im Kaiserhof will die Straßen. nahm einstimmig folgende von Bebel vorgeschlagene Resolution an: Vereins findet Montag, abends 8 Uhr, bei Obst, Grunewaldstr. 110, bahn- Direttion die gestern gemeldete Erlösung vom Accu" Ju Erwägung, daß das Dreiklaffen- Wahlsystem in Preußen, statt. Tagesordnung: Die Novelle zum Krantenversicherungs- Gesetz. mulatorenbetrieb feiern. Bis zum Controleur herab soll jeder zu dem Schmaus eingeladen werden. Das Gerücht, daß aus Anlaß das nach dem eigenen Ausdruck Bismards das elendeste aller Referent Dr. C. Freudenberg. der Befreiung, die der Großen" Millionen einbringt, die B ensions. Wahlsysteme ist. der Socialdemokratie es unmöglich macht, sich mit Schmargendorf. Am Dienstagabend, 8/2 Uhr, tagt der tajie den Wünschen der Angestellten gemäß eingerichtet werden soll, Aussicht auf Erfolg an den Wahlen zum prenßischen Landtag Arbeiter- Bildungsverein im Wirtshaus Schmargendorf". Bortrag hat sich bisher nicht bestätigt. felbständig zu beteiligen; des Genossen Brille über Arbeiterschutz. in fernerer Erwägung, daß es den bisher beobachteten GrundMit der Konizer Mordaffaire steht eine Beleidigungsklage sägen der Partei bei Wahlen widerspricht, sich in Kompromisse mit Arbeiterverein von Bankow und Umgegend. Dienstag, im Zusammenhang, die am 20. d. M. vor dem hiesigen Schöffenfeindlichen Parteien einzulassen, weil diese notwendigerweise zur den 18. September, abends 81/2 Uhr, bei Großkurt, Berlinerstr. 27: gericht verhandelt werden soll. Unter den Rechercheuren und BerichtDemoralisation und zu Streit und Zwietracht in den eigenen Vereinsversammlung. Vortrag des Herrn Dr. Joöl über: erstattern, die längere Zeit in Konig weilten und Berichte über die Reihen führen müssen, Wissenschaft und Weltuntergang. Verteilung der dortigen Verhältnisse veröffentlichten, befand sich auch der Journalist erklärt der Parteitag: Broschüre: Bericht über die Thätigkeit der Reichstagsfraktion", von Rauch. Gegen diesen veröffentlichte die Staatsbürger Zeitung" Baul Singer. Bei der interessanten Tagesordnung erwartet zwei Artikel, die den Rauch veranlaßt haben, gegen den Redacteur Der Vorstand. zahlreichen Besuch der Staatsbürger- Zeitung", Dr. Paul Bötticher, und den Ver leger Wilhelm Bruhn die Privatbeleidigungsklage anzuftrengen. Die andauernd ungünstige September- Witterung hat die Dampfergesellschaften veranlaßt, die Personenfahrten auf der Havel frühzeitiger als sonst einzustellen; sowohl die regelmäßigen Touren von Spandau nach den Stationen der Unterbabel bis Potsdam, als auch von Spandau nach Tegelort- Tegel Oberhavel) erreichen mit Ablauf dieser Woche ihr Ende; die Dampfer werden dann nur noch an einigen Sonntagen fahren. es ist Pflicht der Parteigenossen in Preußen, sich jeder Beteiligung an den Landtagswahlen unter dem jezt bestehenden Wahlsystem zu enthalten. Der Parteitag befchließt ferner: Wilmersdorf. Die nächste Versammlung des Socialdemogarten", Berlinerstr. 40 statt. Tagesordnung: Gemeinde- Angelegen fratischen Vereins findet am Mittwoch, abends 8% Uhr, im„ Volks heiten. wahre Musterkarte reaktionärer Wahlgefeße bilden, daß ins in Erwägung, daß die Wahlsysteme in den Einzelstaaten eine besondere der plutokratische Charakter des DreillaffenwahlSystems in Preußen es der Arbeiterklasse unmöglich macht, eigne Lichtenberg Friedrichsberg. Den Mitgliedern des WahlVertreter in den Landtag zu senden, vereins zur Nachricht, daß am Dienstag, abends 9 Uhr, bei höflich, fordert der Parteitag die Parteigenossen auf, in allen Einzelstaaten Frankfurter Chauffee 120, eine Vereinsversammlung stattfindet, in der eine umfassende und energische Agitation für die Einführung des all- Genosse Dr. Wollheim über„ Staatshilfe und Selbsthilfe" spricht. gemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlrechts für die LandFriedrichsfelde. An Stelle der am Donnerstag, den 20. b. M., Lage im Sinne unsrer Programmforderung in Angriff zu nehmen." Inzwischen änderte sich die politische Lage in Breußen; hervor- fälligen Wahlvereins- Versammlung findet in dem jezt freigegebenen herbor- Lokal Lokal von Rüssel, Berlinerstr. 18, eine Boltsversammlung statt, in ragende Parteigenoffen, die Tagespresse und das wissenschaftliche welcher Frau Dr. Behl einen Vortrag über Politische oder unOrgan der Partei erwogen von neuem die Taktik, die wir einzu- politische schlagen haben, und auch die höchste Vertretung der Bartei mußte politische Gewerkschaften?" halten wird. infolgedeffen wieder Stellung dazu nehmen. Der Parteitag in Die Differenzen zwischen den Genoffen in Friedrichs Samburg 1897 hob den Kölner Beschluß mit 160 gegen 50 Stimmen felde und dem Gastwirt Fechner, Frankfurter Chauffee 1, sind auf und nahm mit 145 gegen 64 Stimmen bei einer Stimm erledigt und es steht dem Verkehr mithin nichts mehr im Wege. Die Lokalfommission von Friedrichsfelde. enthaltung nachstehende Resolution an: 立 V Einen Hansdieb hat die Kriminalpolizei in der Person des 19 Jahre alten Hausdieners Georg Kraft aus der Schillingstr. 12 festgenommen. Der junge Mann war in der Alfenide- und Glaswarenfabrik von Bergas beschäftigt und war vor einem Monat von seinen Eltern weggezogen, um sich wohnungslos umherzutreiben. In dem Geschäft merkte man schon länger, daß Waren abhanden tamen, tomte jedoch dem Diebe nicht auf die Spur kommen. Nuit erzürnte sich der Straft mit einem andren Hausdiener, der früher ebenfalls bei Bergas in Stellung gewesen war. Bald darauf lief in dem Geschäft eine unterschriftslose Postkarte ein, auf der Kraft als Aber das der Hausdieb bezeichnet wurde. Die Kriminalpolizei beobachtete ihn 12ichtenberg das auf Halt stehende Abschlußsignal und traf auf schußleute erschien und die Behauptung aufstellte, daß er der Ver daher und fand bei einer Haussuchung in der Wohnung feiner Eltern einen einfahrenden gemischten Zug, wobei sechs Wagen des legteren läufer des Pferdes sei und Grüßmacher den Preis von 75 M. nicht fünf Stiften Alfenide- und Glaswaren. Das ist aber noch lange nicht entgleiften. Die Strede von Werneuchen nach Berlin und das bezahlt, sondern sich mit dem Pferd heimlich entfernt habe. Grüßalles, was der jugendliche Dieb gestohlen hat; eine Menge andrer Geleis von Kaulsdorf nach Lichtenberg waren bis 114 bezt. 12 Uhr macher bestritt entschieden diese Behauptung und blieb dabei, daß er Sachen hat er verschenkt oder billig verkauft, zum Teil an junge den angeblichen Besizer G. überhaupt nicht kenne. Letzterer erMädchen, mit denen er Liebschaften unterhielt. Die Eltern des Were mittags gesperrt. Der Betrieb zwischen den legteren beiden Stationen das Pferd von einem gewissen Fischer gekauft und bezahlt habe und hafteten wollen die Kisten nur aufbewahrt haben, ohne ihren Inhalt wurde eingeleifig aufrecht erhalten. Bei dem Zusammenstoß erhielten stattete alsdam Strafanzeige und Grügmacher wurde vom Schöffenzu kennen. Der Vater, ein Droschtentutscher, ist geistig etwasbeschränkt. 8 wei Personen des gemischten Zugs leichte Verlegungen bezw. gericht zu 30 M. Geldstrafe verurteilt, da der Zeuge G. feine Be Ein Briefmarder, der sein Univefen schon vier Jahre lang Sautabschürfungen. Der Materialschaden ist nicht bedeutend, der hauptung, daß er der Verkäufer des Pferdes an den Angeklagten fei, und Bezahlung von diesem nicht erhalten habe, eidlich erhärtete. Auf getrieben hat, ist gestern in der Person des Posthilfeboten Heinrich Militär- Sonderzug wurde nicht beschädigt. ost ertappt und festgenommen worden. Auf dem Poftamt in der Aus Lichtenberg wird uns geschrieben: Unfre Parteigenossen vor der Straffanmer eine neue umfassende Beweisaufnahme statt, die vom Rechtsanwalt Dr. Schwindt eingelegte Berufung fand Oranienburgerstraße verfchwanden fortgesezt Briefe, die Marken hatten in der letzten Sigung der Gemeindevertretung einen Antrag bie ein überraschendes Ergebnis hatte. Der Zeuge G. wiederholte oder Papiergeld enthielten. Einer hatte den andern in Verdacht, zur Beratung gestellt, wonach den Gemeindevertretern untersagt auch hier seine den Angeklagten belastenden eidlichen Aussagen, ihm bis Jost durch seinen übertriebenen Aufwand die Aufmerksamkeit auf wird, Lieferungen 2c. für die Gemeinde zu übernehmen. Die auch hier seine den Angeklagten belastenden eidlichen Aussagen, ihm fich Tenkte. traten aber mehrere Zeugen entgegen, die gesehen hatten, daß der jenigen unter uns, die etwa geglaubt haben, daß die bürgerlichen Angeklagte das Pferd von einem andern gekauft und auch bezahlt Der Kaffenbote Albert Struck, der, wie feiner Beit berichtet Herren einem solchen, ihrer Reputation durchaus förderlichen Antrag hatte. Schließlich konnte auch festgestellt werden, daß der Zeuge wurde, am 11. Juli nach Unterschlagung von etwa 10 000. aus freudig bewegt zustimmen würden, fühlten bald, daß fie arg auf einen Mann Namens Escher mit dem Verkauf des Pferds beauftragt, Berlin flüchtig wurde, ist am 18. d. M. in der Nähe von Innsbrud bem Holzwege waren. Schon das freisimmige Lokalblatt that arg ihn angewiesen hatte, fich fälschlich„ Fischer" zu nennen und selbst verhaftet worden. Als Strud sich von einem Berliner Kaufmann im empört über die Zumutung, die das socialdemokratische Trifolium" in der Nähe den Verkauf des Pferds und die Bezahlung durch Eisenbahncoupé ertanut sah, sprang er aus dem Zuge. Der Zug zu stellen wagte. In der Sigung selber fuchten sich Grüßmacher mit angesehen hatte. Unter diesen Umständen erfolgte wurde jedoch angehalten und Struck festgenommen. Er hatte noch etliche Herren damit zu helfen, daß fie aus Gründen der die Freisprechung des Angeklagten. Der Gerichtshof ging aber noch 4500 M. bei sich. Geschäftsordnung die Verhandlung über den socialdemokratischen weiter: er legte die sämtlichen Kosten des Verfahrens einschließlich Einen Zusammenstoß auf der Straßenbahn gab es gestern, Antrag von der Tagesordnung abzusetzen rieten. Sonnabendmorgen um 7 Uhr, am Prenzlauer Thor. Ein elektrischer ging nicht, sintemalen nach den Bekundungen des Gemeinde- Der Auslagen für die Verteidigung dem Denunzianten G. auf und Wagen der Linie Nollendorfplatz- Prenzlauer Allee faßte einen vorstehers eine eigentliche Geschäftsordnung überhaupt nicht bestehen berfügte dessen sofortige Berhaftung wegen Meineids. Der große Einbruchsdiebstahl in dem Seidenwaren- Geschäft Wagen der Weißbierbrauerei von Landré, als dieser von der soll; und so legte denn der Gemeindevorstand den Herren nahe, in Prenzlauer Allee in die Josthstraße einbiegen wollte, am Hinterteil den nächsten Sigungen eine Geschäftsordnung zu schaffen, welche der von Feibusch u. Preuß, der seiner Zeit so großes Aufsehen erund warf ihn um. Der Kutscher Segebarth flog vom Bod auf die Verlegenheit der Gemeindeverordneten abzuhelfen geeignet ist. Da regt und so interessante Enthüllungen über die in dem Lüttgenschen Promenade und zog sich am Hinterkopf eine tlaffende Wunde zu, die mag natürlich etwas Nettes herauskommen. Nunmehr wurde zwar Obstkeller betriebene Hehlerei gezeitigt hat, wird am 20. d. M. auf der nächsten Unfallstation verbunden wurde. Das Personal und anerkannt, daß der socialdemokratische Antrag moralisch wertvoll sei; abermals die vierte Straffammer beschäftigen. Die Anklage richtet unter benen die Angeklagten die Fahrgäste des elektrischen Wagens blieben unversehrt. Der Wagen aber, so hieß es, die Socialdemokraten möchten doch einmal sich gegen 11 Bersonen, Frage selbst wurde an der vorderen Plattform ein wenig beschädigt, dem die ertvägen, was aus der Gemeinde Rob. Hasse und Schmeisser als Hauptthäter, der Händler Bierivagen dagegen wurde die Hinterachse zertrünunert. Ein werden solle, wenn die Baumeister und Gewerbetreibenden aus Josef Lüttgen und Ehefrau als Hehler figurieren. Nechtsanwalt Leitungsmast, an dem der Unfall sich ereignete, wurde ebenfalls der Vertretung ausscheiden müßten? Wo wolle man Gemeinde- Dr. Werthauer hatte feiner Zeit Bedenken gegen die geistige Burechnungsfähigkeit des Hasse geltend gemacht und eine Beobachtung beschädigt. Nach Beugenaussagen foll den Führer des elektrischen vertreter herkriegen? Wagens die Schuld treffen. Till dam moto Dies Argument ist in der That verblüffend schön. Wir denken, desselben veranlaßt, die aber zu einem negativen Ergebnis geführt Befiher von Znghunden müssen vom 1. Oftober ab Decken daß die Wähler unfres Orts, wenigstens soweit sie der dritten zu haben scheint. Zu dem neuen Termin sind als Sachverständige und Unterlagen führen. Der Deutsche Tierschutzverein giebt diese Wählerklasse angehören, bei den nächsten Wahlen die richtige Ant Dr. Seifert von der tgl. Charité und der Gerichtsphyfilus Dr. toftenlos an umbemittelte Hundebefizer ab. Er bittet, zu diesem wort geben werden. Die bürgerlichen Vertreter haben uns in ihrer Störmer geladen. Für das Lüttgensche Ehepaar, das sich noch Swed alte Teppiche, Deden, Läufer, Stiftenbedel und dergleichen ihm Verlegenheit eine sehr brauchbare Waffe in die Hand gegeben. Die immer in Untersuchungshaft hefindet, hat Rechtsanwalt Dr. Schwindt zu überweisen. Die Eachen werden auf Benachrichtigung kostenlos Wählerversammlung am Dienstag wird nähere Aufschlüsse über eine ganze Reihe Entlastungszeugen geladen. Bei dem Umfang der Sache wird die Verhandlung im Schwurgerichtssaal stattfinden. von der Verwaltung des Tierdepots, An der Stadtbahn, Bogen 79/80, diese Gigung bringen. dolga Johannisthal. Die Kommission zur Prüfung des KanaliZu welchen verhängnisvollen und unvorhergesehenen Revolver.Attentat. Im Hause Dennewigstr. 19 fenerte der iations Projetts für unfren Ort beschloß in ihrer lesten Folgen eine Privatklage führen fann, lehrt eine Verhandlung, die 40 Jahre alte Maurer Julius Blod aus Schöneberg auf die in Sigung, den vorgelegten Entwurf abzulehnen und auch von einer vor der achten Straffammer des Landgerichts I. anstand. Der ihrer Küche befindliche Witwe Martha Schüler, mit der er lange Beit Kanalisation bis zur Fertigstellung des Kanals Abstand zu Arbeiter Nitisch hatte den Rechtsanwalt Dr. Halpert beauftragt, zufammengewohnt hatte, aus einem der Küche gegenüberliegenden Sollte dieser Beschluß von der Gemeindevertretung gegen eine Frau Hirsch eine Klage wegen einer Aeußerung aus Raum givei Revolverschüsse ab und traf den dort weilenden fünf- gebilligt werden, so würde die Entwicklung unsres Orts auf lange zuftrengen, die diese über das moralische Verhalten der Frau des jährigen Sohn des in demselben Hause wohnenden Arbeiters Schmidt Jahre hinaus lahmgelegt sein. Der Schöffe Herr Stuaape mit seinem Privattlägers gemacht hatte. Die Angeklagte hatte durch den Rechtsam Oberschenkel, während die Frau unversehrt blieb. Der Thäter Anhang hätte dann wieder einmal und zwar zum Schaden der Gee amvalt Schönlant den Wahrheitsbeweis angetreten; das Schöffen entfloh, wurde aber später in Schöneberg festgenomunen und der meinde die Oberhand behalten. Manche Herren an Orte find gericht erachtete den letzteren für geführt, glaubte aber die nämlich der Ansicht, daß die Gemeinde alles thun müsse, um den Angeklagte doch verurteilen zu müſſen. Kriminalpolizei eingeliefert. Auf Berufung hob die das Urteil achte Straffammer Landgerichts I. Jm Cirkus Busch finden am heutigen Sonntag zwei große Gala: Buzug Fremder fernzuhalten. Sache der Gemeindevertretung ist es, die Rückschrittspläne zu durchkreuzen. auf und wies die Sache zu abermaliger Verhandlung an die Borstellungen statt, deren erste um 4uhr nachmittags beginnt und deren Progrann dem Geschmad der Kinderwelt besonders Rechnung tragen soll. Ein Wüftling, der angeblich furz vorher aus Berlin in Vorinstanz zurüd. Hier spielte fich die Beweisaufnahme wie früher Jeber erwachsene Besucher diefer Nachmittags- Borstellung ist berechtigt, auf Potsdam eintraf, hat dort gestern abend auf einem belebten ab: ein von der Angeklagten angerufener Zeuge Teichmann, der sich allen Blägen, mit Ausnahme der Galerie, ein Kind auf fein Bidet fret Blage ein Sittlichkeitsattentat verübt. Die Polizei hat den Ver- der Gunst der Klägerischen Ehefrau gerühmt hatte, verweigerte fein mit einzuführen; weitere Kinder zahlen die Hälfte. Die um 28 Uhr be: brecher in Haft genommen. ition Zeugnis, die Ehefrau aber bestritt unter ihrem Eide jeden Verkehr girmende Abend: Borstellung bringt eine Wiederholung des Eröffnungsod von der Befigung Weinmeisterhorn am Gatower See, mit Teichmann. Das Schöffengericht folgte diesmal den Ausfüh Programms. zwischen Pichelsdorf und Gatow, find fast sämtliche Uferländereien rungen des flägerischen Bertreters, hielt den Wahrheitsbeweis nicht erbracht und und sprach wiederum die Berurteilung aus. zur Ansiedelung von Fabriken verkauft worden. Längs des Geländes für ging abermals in die Berufungsinstanz. In Botsdam vorbeigeführt. wird die projektierte Havel- llferbahn Spandau- Gatow- Kladow bis Die Sache der umfangreichen Beweisaufnahme blieb die Ehefrau bei ihrer eidlichen Aussage, der Zeuge Teichmann bei seiner erklärte er plöglich, ein Geständnis ablegen zu wollen, und dieses Beugnisverweigerung. Im letzten Augenblid, als er bereidigt wurde, bestätigte die Behauptung der Angeklagten in vollem Umfang. Daraufhin gewann der Gerichtshof die Ueberzeugung von dem fträflichen Verkehr des Zeugen mit der Hägerischen Ehefrau und sprach deshalb die Angeklagte frei. Die Folge dieser Beleidigungstlage dürfte nummehr ein Meineidsverfahren und ein EhescheidungsProzeß sein. abgeholt. Aus den Nachbarorten. nehnten. 3 = Grift Stadtverorbuetenwahl in Spandau. Bei der Wahl am Sonnabend wurden bei mäßiger Wahlbeteiligung 206 Stimmen abgegeben, wovon 90 Stimmen auf den bürgerlichen Kandidaten Ferner graffiert die Seuche im Dorfe Eichstädt, im Gehöft von Die Geflügel Cholera ist in Rummelsburg ausgebrochen. Rupte und 116 Stimmen auf den Kandidaten der socialdemo- Lampion in Grunewald und in Templin. kratischen Partei, Genossen Radtke, entfielen. Letzterer ist also gewählt. Am Montag findet Fortsetzung der Wahlen statt. die Parteigen offen ergeht die ernste Mahnung, fich zahlreich am ablatt zu beteiligen! wirb recherchiert. gu wurde eine gewiffenudeputation mun A 11 werden, falls Theater. des Seit dem Jahre 1848 befigt Berlin an dem FriedrichAus Rigborf. Der Magistrat hat in seiner gestrigen Sigung Wilhelmstädtischen Theater" cine feiner schidfalsreichsten Bühnen. bie Ausarbeitung einer neuen Luftbarkeitssteuer- Ordnung beschlossen, Num hat es der frühere Direktor Julius Frisse aberEine intereffante Entscheidung über den Begriff des in welcher auch die Besteuerung der Musikautomaten vorgesehen ist. male übernommen, neu hergerichtet und, wie wir schon be instanz. Der Handelsmann Werner hielt in der LandsbergerEin Stadtwappen soll demnächst auch Rigborf erhalten. Ein bom richteten, als eine Operetten and Opernbühne großen Stils Broben ll nfugs" fällte das Kammergericht in der RevisionsMagistrat genehmigter Entwurf ist dein Heroldsamte zur Prüfung angekündigt. Am Freitag sollte sich also die Ankündigung bewähren. straße, in welcher der Straßenhandel verboten ist. Obst auf einem und Begutachtung eingefandt worden. Der neue Begräbnisplay Judes ruft schon der Anblick der Neuherrichtung Bedenken wach, Sandwagen feil und als ihn ein Schuhmann zum Beiterfahren aufam Mariendorfer Weg soll bereits jetzt eingerichtet werden, da die und wir müssen uns entschieden verwahren gegen die renommistisch forderte, schrie er diesen so laut an, daß es weithin zu hören war auf dem Friedhof in der Rudowerstraße noch vorhandenen Plätze unwahre Behauptung des Theaterzettels( genannt" Friedrich- und eine große Menschenansammlung entstand. Wegen dieser Ausfür Erbbegräbnisse reserviert werden sollen.- Zahlreiche Messing- Wilhelmstädtische Theaterzeitung"), man sei sich im Publikum wie in Diebstähle find in letter Beit in biefigen noch unbezogenen Neu- der Preffe darüber einig, daß Herr Direktor Frigiche alles aufgeboten hat, fchreitung verurteilte ihn sowohl das Schöffengericht als auch die bauten ausgeführt worden. Die Diebe haben es auf die Ofen um dem Friedrich Wilhelmstädtischen Theater den alten Glanz, den Berufungs- Straffammer aus dem Gesichtspunkte des groben Unfugs. thüren aus Messing abgefehen und entwendeten z. B. in der Fulda alten Künstlerischen Ruhm wieber zu verleihen" uſiv." Die jetzige der Begründung ein, daß der Berufungsrichter den Begriff Hiergegen legte Rechtsanwalt Leopold Meyer Revision mit ftraße 84, aus dem Hause Maybachufer 24 aber 54 derartige Ausstattung des Theaters läßt bereits mehr an Geschäft als an des groben Unfugs verkannt habe, wenn er legteren Thüren. Obwohl schon einige Mitglieder der Diebesbande ermittelt unit denken; und die Raumausnüßung durch Sige, die so angeordnet ichon darin erblidte, erblickte, daß der Angklagte den Schutzmann find, hören doch die Diebstahle nicht auf. Eine verstümmelte find, daß zahlreiche oder die meisten Zuschauer sich die Hälse ausrecken auf der Straße beschimpft und dadurch eine Menschenansammlung Stindesleiche wurde in der Karlsgartenstraße gefunden und polizei- müssen, ist ebenfalls mehr Geschäfts- als Kunstsache. Die Premiere herbeigeführt habe. Der objektive Thatbestand der gedachten Ueber lich beschlagnahmt. Anscheinend handelt es sich um eine Frühgeburt. felber bestätigte unsre Auffassung in der schärfſten Weise. Dertretung jei erst dann bewirkt, wenn durch einen gegen den Beſtand Die fehlenden Zeichenteile dürften von Statten abgefressen sein, die Eugendring. Märchen- Operette... von erm. Sirsel, ber äußeren Ordnung gerichteten unmittelbaren Angriff das Herm. in jener Gegend scharenweise zu finden sind. Nach der Mutter Musit von Louis Roth" usw. ist der durch geschickte Ausgestaltung Bublikum als solches beunruhigt oder gefährdet werde. Ein aufe höchste gesteigertes Typus der Berliner Ausstattungs Ablershof. Die hiesige Gemeindevertretung beschloß in ihrer Musikposse. Wenn wir an unfren beiden Operntheatern und gegen eine einzelne Person gerichteter Angriff tönne mur dann letzten Sizung, an den Eisenbahnminister das Gesuch zu richten, so an unfrer einen Operettenbühne( Central- Theater") sehr viel ben hatbestand des groben Unfugs enthalten, wenn er fich 31und haben, so kann im Verhältnis gleich gegen die allgemeinheit wende. Diese Grundbald wie möglich auf der Görliger Bahn das dritte und vierte auszusehen hatten läge habe das Reichsgericht wiederholt ausgesprochen. Das KammerGeleife anlegen zu laffen. Eine rege Debatte rief die Erörterung dazu jene neue Darbietung nur aufs energischte abgelehnt gericht hob aus denselben Erwägungen das angefochtene Urteil auf der Schularatfrage hervor. Vor Jahresfrist beschloß die Ber sie Künstlerisches, nicht bloß Geschäftliches tretung die versuchsweise Anstellung eines Schularztes gegen eine und Unterhaltliches bieten will. Der Gegensatz zwischen beiden, der und verwies die Sache zur anderweiten Verhandlung und Entscheidung jährliche Honorierung bon 200 Mart. Der Thätigkeit des ja alle attuelle Kunstbeurteilung als oberster Gesichtspunkt leiten an die Vorinstanz zurüd. Arzte Brumbe gelegt. ausgearbeitete Borschrift muß, ist kaum jemals so deutlich wie hier hervorgetreten, wenn fich durch einen gewissen, sehr gewissen Bauber Die Schuldeputation fühlt sich man der Musik nicht blenden Lassen will. Viel reizende" nach einjährigem Bestehen dieser wichtigen Einrichtung veranlaßt, der Gemeindevertretung das Aufgeben derselben zu empfehlen, weil Melodiofität liegt allerdings in ihr; allein fie ist einer angeblich bei ben guten baulichen Berhältnissen der hiesigen Schulen Schule, andrerseits faft ohne jeden Bug zur dramatischen Ge jeits das barste Epigonentum der Wiener Tanz- Mujit die Thätigkeit des Arztes überflüssig erscheint. Gleichzeitig hule, hiermit gab der Schularzt der Vertretung Kenntnis von seiner ſtaltung. Außer diesem oder jenem Duett u. dgl. ist kein Versuch Amtsniederlegung. Die Diskussion ergab jedoch, daß der Grund zu einer dialogischen und die Handlung entwickelnden Mufit gemacht; diesem Vorgehen hauptsächlich in der Thatsache zu suchen ist, daß die Nummern" folgen in der rohesten Weise an einander; und wo die Entschädigung des Arztes für gewissenhafte Ausführung jene Melodiofität einschmeichelnder wird, dort jagt die unnatürlichste der vorgeschriebenen Bedingungen zu niedrig ist. Auf Vorschlag Accentuierung gleich wieder alle guten Geister fort. Den Inhalt wiederzugeben, hieße Druckerschwärze verschwenden; daß die Operettenunsrer Genoffen wurde beschlossen, der Schuldeputation anheuweltpolitit the geben, in Gemeinschaft mit den hiesigen Aerzten eine neue Thätig weltpolitit diesmal Brafilien heimgesucht hat, mag sich ihr fünftiger teitsordnung auszuarbeiten, und dieselbe demnächst der Vertretung Geschichtschreiber notieren; daß auch ein Ballett, ein Efel und noch manches andre tam, änderte erst recht nichts mehr. zu weiterer Beschlußfassung zu unterbreiten. Adlershofs in den Berliner breßtalender ist wie bisher von Reichsberg zeigte sich in der gewichtigen Hauptrolle als eine Innerhalb dieser Welt waren die Darsteller das Beste. Hansi Scherl abgelehnt worden. in Zum Schluß wurden von bürgerlicher Seite durch Herrn Brose treffliche Spielerin mid im ganzen gute, wenn auch tremolierende Weitere Manöverunfälle. In Nassau a. d. Lahn entlud fich die Amtshandlungen bes Amtsvorstehers v. Oppen gegen Sängerin. Aehnlich war Gisela Barath; einen hübschen, doch den Gastwirt Schmauser einer Besprechung unterzogen, und die binnen Sopran zeigte Marie 8 werenz; einen guten Alt Schädigungen des Schmauser sowohl wie die der Gemeinde durch Jenny Door; eine gewandte Baubersoubrette war Bepi eis. während einer Einquartierung vom 63. Feldartillerie- Regiment ein die Maßnahmen des Amtsvorstehers eingehend gewürdigt. Leider Die nicht eben vornehme Tenorstimme Karl Streitmanns auf dem Marktplatz aufgestelltes Geschütz. das, ohne entladen zu neben dem vorzüglichen Baryton Josef sein, in die Stadt gebracht worden war. Glücklicherweise wurde niemand verlegt. Sämtliche Fensterscheiben des am Markt war fein schriftlicher Antrag eingereicht worden, und es mußten des- verlor namentlich halb Diskussion und Beschlußfassung unterbleiben. Herr Broße wird Josephis. gelegenen Realschulgebäudes wie andrer Nachbarhäuser sind bei dem Luftdruck gesprungen. Aus Landshut wird berichtet: Der diese Angelegenheit der nächsten Sigung ordnungsmäßig unterbreiten. Bei dieser Gelegenheit wurde auch die moralische und sittliche VollGefreite Wolf der ersten Schwadron des 2. schweren Reiterregiments wertigteit eines in der Versammlung anwesenden Gemeinderats Unter dem dringenden Verdacht des Meineides wurde stürzte im Manöver bei einer Attacke vom Pferde, blieb im Steigmitglieds durch Herrn Broze in Zweifel gezogen; dieser heille Fall am Schluffe einer Berhandlung vor der Straffammer des Land- bügel hängen und wurde etwa 60 Meter weit gefchleift. Er brach wird jedenfalls ein gerichtliches Nachspiel haben.m Der Bahnhof Stralan- Rummelsburg ist wegen der umfang- gerichts II ein Mann verhaftet, der als Zeuge gegen den wegen sich dabei den rechten Fuß und wurde in das Garnison- Lazarett nach Betrugs angeklagten Fuhrmann Grüßmacher auftrat. Grüß reichen Bahnarbeiten für die Schaffung besonderer Borortgeleise der macher hat ein sonderbares Erlebnis gehabt. Er besuchte eines Einen neuen Aufstieg des Luftschiffs gedenkt Graf v. Zeppelin schlesischen Bahn provisorisch verlegt worden. Der Bahnhof befindet Tages den Pferdemarkt in Weißensee um ein Pferd zu kaufen. Er in Friedrichshafen am 25. September zu versuchen; gelingt fich 8. 8. diesseits des Stadtrings neben dem Südringbahnhof erstand auch ein solches von einem Mann, der sich als Fischer" in es bis dahin nicht, so werden weitere Versuche auf das nächste Früh Stralau Rummelsburg. Die neuen Bororts Bahnhöfe Stralau und fein Buch eintrug. Das Pferd hatte gar große Mängel. Grügmacher jahr verschoben werden. Kiez- Rummelsburg, Karlshorst, Sadowa und Köpenick befinden sich spannte es aber ein, fuhr es eine furze Strecke Probe und da der Die Peft in Glasgow. Ein weiterer Bestfall milden Charakters ebenfalls schon im Bau. Preis mur 75 M. betrug, so behielt er es und bezahlte dem Ber wird amtlich bekannt gegeben. Die Zahl der Bestfälle beträgt muns Eisenbahnunfall. Gestern vormittag 4½ Uhr überfuhr ber läufer die 75 M. Er war nicht wenig erstaunt, als nach wenigen mehr 17. Ferner ist ein peftverdächtiger Fall borgekommen und es Lokomotivführer eines Militär- Sonderzugs auf Station Tagen ein Mann namens Gäbler in Begleitung zweier Kriminal- befinden sich 115 Personen unter Beobachtung. Die Aufnahme " nd Gerichts- Beitung. SZ. Aus der Frauenbewegung. Der Bund deutscher Frauenvereine wird vom 28. September bis 2. Oftober feine diesjährige Generalversammlung in Dresden abhalten. an Reihe öffentlicher Versammlungen geplant, in denen, wie die Vorabhalten. Im Anschluß an die Sigungen sind für die Abende eine standseinladung sagt, über die wichtigsten Frauenfragen der Gegenwart" referiert werden soll." Der zweite Abend wird ausschließlich der Arbeiterinnenfrage" gewidmet fein und enthält unter anderm ein Referat von Frl. Alice Salomon über„ öffentlichen und privaten Arbeiterinnenschutz". Bei der belannten, recht gemischten Zusammenfegung des Bunds, dessen Mitglieder allen möglichen socialen und geistigen Schattierungen angehören, dürfte diese Generalversammlung ebenso wie die früheren Vernunft und Unvernunft in bunter Folge bringen. Vermischtes. Landshut gebracht. trümmert. Ueber ein Eisenbahn- Unglück wird aus Petersburg berichtet: Einer Meldung der Rossija" zufolge ist gestern bei Slawjansk an der Bahnlinie Kursk- Chartow- Sebastopol ein Güterzug entgleist. Fünfzehn" blinde" Passagiere, die den Zug benutten, wurden teils getötet, teils verwundet; 20 Güterwagen wurden zerIn Galveston trifft der Menschenverlust hauptsächlich die ärmere Klaffe. Das Hilfswerk ist nunmehr soweit, daß Nahrungsmittel für 30 Tage vorhanden sind. Die Trümmer werden nach wie Eine weitere Depesche aus New York besagt: Die Lage in Galveston hat sich gebessert. Lebensmittel treffen reichlich ein. Die meisten Leichen find beerdigt. Die Substription zur Unterstützung der Bedürftigen beträgt bereits über 1 Million Dollar. bor berbrannt. Weltpolitisches Gespräch. Schulze. Wir lassen uns also von Rußland nich rinreden. Müller. Nee, det Rinreden besorjen wir selbst. Färfen und fällt felbstverständlich auch der Grund zur Dispensation von der Militär- oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mark( beziehungsweise für 1 Bfund pflicht. S. J. 1. Sie können durch Gerichtsbeschluß zugelassen, aber in Pf.): Ochsen: a) bollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht auch zurückgewiesen werden. Es ist zweckmäßiger, der Betreffende beantragt, wertes, höchstens 7 Jahre alt 66-70, b) junge fleischige, nicht aus ihn von dem Erscheinen im Termin zu entbinden, oder bevollmächtigt einen gemästete und ältere ausgemäßtete 62-65; c) mäßig genährte junge und gut Anwalt; sonst kann der Strafbefehl rechtskräftig werden. 2. Gine Begenährte ältere 54-57; d) gering genährte jeden Alters 48-52, Bullen: glaubigung ist nicht erforderlich. W. N. Wilhelmstraße. Leider nicht. a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes 61-64; b) mäßig genährte jüngere S. 17. S. Freeses Buch Fabrikantenſorgen" ist in Eisenach bei und gut genährte ältere 52-60; c) gering genährte 45-48. M. Willens erschienen und foftet 1 M. Ein Blatt Elektrotechnische Revue" Kühe: a) vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 00-00; tennen wir nicht. Eine Mietssteuer wird in Berlin überhaupt nicht mehr b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren erhoben. Von voller Entschädigung für die Familien der im Kriegsfall 52-58; e) ältere ausgemästete Stühe und wenig gut entwickelte jüngere eingezogenen Reservisten ist keine Rede. Die Familien erhalten im Bedarfs- Kühe nud Färfen 50-51; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 45-48; fall eine ganz notdürftige Unterstügung. e) gering genährte Kühe und Färsen 38-43. Kälber: a) feinste Maft, tälber( Bollmilchmast) und beste Sangkälber 67-68, b) mittlere Maftkälber und gute Saugfälber 63-66, c) geringe Saugkälber 58-61, d) ältere, gering c) mäßig genährte hammel 62-66, b) ältere Masthammel 53-58, Marktpreise von Berlin am 14. September 1900 2220 nach Ermittlungen des kgl. Polizeipräsidiums. 193genährte( reffer) 32-40 Cafe: a) Draftlämmer und jungere WaftStinbfleisch, Steute 1 kg 1,60 120 Sammet und Schafe Merzicafe) 13-50, 0) Supletterige ber feineren *) Weizen, gut D.- Ctr.| 15,40| Schulze. Na, und wenns sein muß, reden wir uns ooh) Gerfte, gut wieder raus. Kartoffeln, 1,60 1,20 2,80 2,20 2,60 1,20 " " mittel gering **) Noggen, gut mittel gering " # do. Bauch 1,20 1, " 14,70 n Schweinefleisch 1,60 1,10 " " Kalbfleisch 1,60 1Hammelfleisch 15,60 15,10 Butter " mittel Müller. Eenen Erfolg haben wir ja ooch schon in diese Be" " 15, 14,50 Eier 60 stud gering 14,40 13,90 M911929 P n Karpfen 1 kg 2, †) Safer, gut mittel 16,10 15,20 Aale " 15,10 14,20 . Bander 0192 gering Nichtstroh Hen 14,10 13,20 Hechte " 6,82 5,82 Barsche " 6,80 5,10 Schleie " 45, 70, ziehung. Schulze. I nee. Miller. Na, haben wir nicht Rußland rausjeredet- aus Peking? Schulze. Det stimmt. 92( Aladderadatsch".) 17 Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 7-9 1hr abends statt. " Speisebohnen 2 Linjen 090 190 Rummelsburg. Bei den vielen Versammlungen können wir nur felten Referate bringen. F. B. 99. Besten Dank für Anregung. H. H. 4. Wenden Sie sich an den Vertrauensmann Herrn Emil Voigt, Püdlerstr. 38, part. G. St. Das Denkmal zu Großbeeren ist unfres Wissens um 1820 mit der Kirche zusammen, nach Schinkels Entwurf erbaut. R. M. 27. Der Weg ist etwa 2900 Meter lang. Steeger. Wir haben den Artikel nicht auffinden können; daher sind wir leider nicht in der Lage, Ihnen die betreffende Nummer zugehen zu lassen. 1 C. S. 300. 1. und 2. Ja. M. G. 43. Sie fönnen nach Ab: schluß der Ehe ein wechselseitiges Testament errichten. Beispiele für ein folches haben wir wiederholt, zuletzt in der Nummer des„ Vorwärts" vom 14. September, mitgeteilt. 2. K. 8/9. Der Käufer einer Sache ist feineswegs berechtigt, ohne Einwilligung des Verkäufers vom Kaufvertrage zurückzutreten. Sie können nur mit Einwilligung des Verkäufers zurüc treten. M.. 777. Gütergemeinschaft besteht auch beim Mangel einer besonderen Vereinbarung nicht. Zweckmäßig ist es, vor oder während der Ehe einen notariellen oder gerichtlichen Vertrag zu schließen, in dem der Bräutigam oder Ehemann das Eigentum seiner Braut oder Frau anertennt und auf ehemännliches Nießbrauchs: und Verwaltungsrecht verzichtet. F. D. 42. Es liegt kein Grund zur Rückweisung der Betreffenden in Ihrem Falle vor.- R. F. 16. Auf alle Geschäfte. W. B. 8. Der Eigentümer fann damit machen, was er will. Reklamation. Die Aufforderung, die zu viel gezahlten Steuern sich abzuholen, wird Ihnen von der Steuerdeputation zugehen. S. 37. Ja. 2. H. 3. Nein. 111. Eine Altersgrenze giebt es für solche Fälle nicht. Legen Sie eventuell Ihren Fall in der juristischen Sprechstunde vor.- 2. Röder. Schriftliche Antwort erteilen wir nicht. Ob die Speditionskosten angemessen oder zu hohe find, vermögen wir Ihnen nicht zu sagen. Bei der Zweifelhaftigkeit der Frage, was angemessen ist, ist zu einem Prozeß nicht zu raten. Note Kaulquappen. 1. Der Dienst mußte nach Abbüßung der Haft fortgesetzt werden. Sie hätten vor Rechtskraft der Strafbefehle sich an uns wenden sollen. 2. Es tann angemessenes, thatsächlich verauslagtes Kostgeld verlangt werden.- A. B. 999. 1. und 2. Leider nein.-.. 524. Ein Verhot existiert nicht. Zwei Wettende. 1. Abgesehen von den Truppenteilen, die nach Ostasien geben, ist uns fein andrer bekannt, der nur aus Freiwilligen besteht. 2. Der Kaiser ist oberster Kriegsherr. 3. Vor Eröffnung des neuen Asyls in der Wiesenstraße Dezember 1896 war der Berliner Asylverein in der Büschingstraße. 4. Einmalige Aufforderung genügt. Ottilie. 2. B. 23. Die Klage hätte feine Aussicht auf Erfolg. Ihre Frau fann mit Erfolg die Abweisung der Klage beantragen, weil sie minderjährig tst.-K. H. 1. Ja. 2. Nein. 3. Ja, falls die Forderung an sich berechtigt ist. Ob das der Fall, entzieht sich mangels näherer An gabe unsrer Beurteilung. B. A. Wenn die Unterstützung fortfällt Deutscher Holzarbeiter Verband. Zur Nachricht. Den Mitgliedern zur Kenntnis, daß die Beerdigung des Bildhauers Emil Meyer nicht wie irrtümlich mitgeteilt, auf dem Elektra- Abendkurse. Montag, den 17. Sept., 8 Uhr, praktische und theoretische Ausbildung für alle Zweige der Elektrotechnit. Anmeldungen Prinzenstr. 55. alten Georgen- Kirchhof( Königsthor) Ober- Schöneweider Bad, am Sonntag nachmittags 4 Uhr stattfindet. 2931b Die Kollegen der Firma Elsholz. Achtung! Former! Todes- Anzeige. Allen Kollegen und Freunden bie traurige Nachricht, daß unser Kollege, der Formermeister Albert Mewes, Köpenid, Annen- Allee 18, nach kurzem, schwerem Leiden, Sonnabend 2/2 Uhr sanft ent: schlafen ist. Die Beerdigung findet am Dienstagnachmittag 31/ 2Uhr vom Trauerhause aus statt. Die Kollegen der Firma F. Groh. Orts- Krankenkasse der. Sattler u. verw. Gewerbe. Donnerstag, den 13. September, verstarb das Mitglied M. Rust ( Werkstelle F. Cobau) am Lungenkatarrh. Wilhelminenhofftr. 4. Wannen, Brause, Siz, Dampf faftens, Lohtannin, Schwefel, Sool und sämtliche medizinische Bäder. Maffage. Lieferant sämmti. Kranten taffen. 28946 in Abendkurse Elektrotechnik Maschinen1. bau beginnen neue 21.Sept., wie jeit 26 Jahren, Vorfenntnis nicht erforderlich. Methode bewirft, daß Unbegabtheit kein Hinder: nis. Abgangsprüfung, Diplom: Zeugnis. Prospekt kostenlos. Man beschleunige Meldung im 53468* Ingenieur- Bureau: Simeonstraße 22 lints. 2,60 ( Lebendgewicht) 25-31. Schweine: Rassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 11 Jahren 54-55, b) Käfer 56-57, c) fleischige 51-53, d) gering entwickelte 47-50, e) Sauen 49-51. Verlauf und Tendenz. Das Rindergeschäft verlief gebrüdt und benz. Da schleppend; nur beffere Ware, schwach vertreten, war gesucht. Gute Stallmastthiere waren rasch vergriffen. Es bleibt großer Ueberstand. Der Kälber1,20 handel gestaltete sich ganz schleppend, schwere Ware vernachlässigt, es wird faum ausverkauft. Bei den Schafen war das Geschäft ganz langsam, es 2,60 1,20 bleibt viel, besonders geringe Ware, unverkauft. Der Schweinemarkt verlief 2,-1, ruhig und wird voraussichtlich kaum geräumt; leichtere Ware war ver: 1,80 0,80 2,40 1,20 nachlässigt. 25,- Bleie lus Soft 20,00 2,50 25,- Krebse per Schod 30,-929d61 Bmas Bahn und ab kande sain ni nab no ab +) frei Wagen und ab Bahn. Produktenmarkt vom 15. September. Getreide war am Früh markt etwas fester gesprochen, das Geschäft aber sehr still. Späterhin schwächte sich die Tendenz auf niedrigeres Amerika und mattere Bester Meldungen etwas ab. Offerten vom Auslande waren wohl vorhanden, fanden aber keine sonderliche Beachtung. Aus Nordrußland sollen einige Posten sicher gehandelt worden sein. Zu Anfang der zweiten Mittagsstunde war Weizen wie Roggen etwa 25 Pf. niedriger gegen gestrigen Schluß. Hafer unverändert. Rüböl fester, 0,20 m. höher auf Paris und wegen Fehlens indischer Saaten. Spiritus unverändert, 70er loco 51 M. Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 15. September 1900. Amts licher Bericht der Direktion. Zum Verkauf standen: 5683 Rinder, 1173 Kälber, 16 583 Schafe, 9015 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Pfund Wochens Sonntag Spielplan. 16. Opernhaus Das eherne Pferd Schauspiel: haus Neue Oper ( Kroll) Johannisn. I love you Bei Buchholz Die Fledermaus Montag 17. Die Dienstag 18. Bajazzi Meistersinger Die roten Schuhe von Nürnberg D. Verschwörung des Fiesko zu Genua Der Mikado Deutſches auf Der Biber Theater Lessing: Johannisn. I love you Bei Buchholz Die Fledermaus Der Biberpels Fanf Die lieben Kinder Sogno d'un matt. di pr. La Locandiera Berliner Theater Die lieben Kinder Theater. Eleonora Duse Fedora Schiller: Theater Die Orientreise Die Orientreise Der Bettelstudent Undine Theater des Westens Ueber unsre Kraft Der Bund der Jugend Freudlofe Liebe Die Schulreiterin Witterungsübersicht vom 15. September 1900, morgens 8 Uhr. Stationen Barometers ſtand mm Windrichtung Windstärke Wetter Eminemde. 769 WNW 2Dunst Hamburg Berlin Frantf./m. München 771 23 770 ONO 770 WSM Temp. n. C. 5°.4 R. Stationen Barometer stand mm Wind Bunzia Windstärke 21907 Better Temp.n. G. 15166.= 4° R. 7 3 wollig 12 12 paparanda 749 NW 6516.bed. 1 Mebel 10 Petersburg 766 SSO 4Dunst 1wolfent 11 Cort 768 2wolfent 12 lberdeen 771 28 2Nebel 11 Baris 771 Still wolfent 10 Wetter- Prognose für Sonntag, den 16. September 1900. Nachts fühl, am. Tage, mild und vielfach heiter, zeitweise nebelig bei schwachen südöstlichen Winden; keine wesentlichen Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Wien Bertram) Sonnabend 22. Grasmus Sonntag 23. Ring d. Nibelung. Das Rheingold Die lustigen Weiber von Windsor Die Tochter des Die Welt, in der man sich langweilt Die Fledermaus Die Fledermaus Die Fledermaus Der Probekandidat Fauft Nachm.: Der Biberpelz D. lieben Kinder Ueber unfre Praft Nm.: Br. Fried. Nachm.: Biola Mittwoch 19. Lohengrin Donnerstag 20. Don Juan ( Theodor Freitag 21. Undine Jphygenie auf Tauris Der Wider fpenft. Zähmung Johannisn, I love you D. eing. Strante Bei Buchholz Der Mikado Der Mikado Faust Die Weber Die lieben Kinder bon Homburg Eleonora Duse Eleonora Duse Casa paterna Faust I. Teil 1. Abend Eleonora Duse La Gioconda Faust I. Teil 2. Abend Die goldne Eva Undine Der Probekandidat Die lieben Kinder Der Bettelstudent Der Bettelstudent Prinz Friedrich von Homburg Die Ehre La seconda moglie Die Orientreise Die goldne Eva Nm.: Faust L.Teil 2. Abend. Bettelstubent Die weiße Dame Der Troubadour Nm.: Bar und Zimmermann -WA Ständiges Repertoire: Residenz Theater. Alle Abende: Die Dame von Marim. Seceffionsbühne. Sonnabend bis Mittwoch: ThaliaCentral Theater. Alle Abende: Der griechische Stlave. Komödie der Liebe. Donnerstag bis Sonntag: An des Reichs Pforten. Metropol Theater. Theater. Alle Abende: Der Liebesschlüssel. Friedrich Wilhelmstädtisches Theater. Alle Abende: Der Tugendring. Alle Abende: Der Mandarin von Tsing- ling- Ting. Carl Weiß- Theater. Alle Abende: Müller und Schulze auf der Pariser Weltausstellung. Apollo Theater. Alle Abende: Venus, auf Erden. Irania. Alle Abende: Eine Wanderung durch die Weltausstellung in Paris. 53542* Berlins Specialhans größtes D Teppiche Salongröße a 5, 8, 10-300. Stets Gelegenheitsfäufe in Teppich., Gardinen, Portieren, Möbelstoffen, Tischdecken 2c. ca. 450 Abbil und franco. Bracht- Katalog bungen, gratis Emil Lefèvre, Berlin S. ocalhaus Oranienstr. 158. Gelegenheitskäufe! Baletots, Kaisermäntel, Joppen, Hosen, Herren- und Knaben- Anzüge, Koffer, Operngläser, Teppiche, Refsel, Revolver, Teschings, Goldsachen, Uhren, Ketten, Ringe, Regulatoren, Harmonifas, Geigen, Zithern usw. zu spottbilligen Preisen. Musikinstrumente.euge, 273/2 29296 Die Beerdigung findet Montag, nachmittags 3 Uhr, von der LeichenHalle der Bartholomäus- Gemeinde in Faltenberg aus statt. J. A.: G. Aßmann, Rendant. Steinarbeiter! Am Freitag, den 14. September, starb unser Kollege, der Steinmetz Georg Heldenberger. Die Beerdigung findet Sonntag: nachmittag 52 Uhr von der Leichen: halle, Marstraße in Schöneberg, aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 275/8 Der Vertrauensmann. Die Aeußerung gegen Familie Klee, Emdenerstr. 18, nehme zurüc fläre diefelben als hochachtbare Leute. 29496 A. Westphal. er Größte Auswahl in Zithern, Violinen, Man54412* soltnen, Guitarren, fowie Gustav Lucke, in allen Blas-, Streich- u. Schlaginstrumenten Ber: 131 Oranien- Straße 131. leih von Spieldosen und fämtl. Instrumenten so: wie Reparaturanftalt. August Kessler, Lausitzerstr. 52. Fordert für Mark 1,50 die Flasche von 4 Ko. Inhalt. Aerztlich erprobt und empfohlen. 34/ 18* Fortuna- Haematogen Vorzüglich. Stärkungsmittel f. Bleichsüchtige, Blutarme, Reconvalescenten, schwächliche, zurückgebliebene Kinder etc. Zu haben in allen Apotheken und Droguerien; wo nicht erhältlich ab Fabrik pharmaceut. Präparate, Berlin C., Dragonerstrasse 6 a. 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Da wir bei diesem niemals wiederkehrenden Extra- Verkauf nur tadellose Ware anbieten, so können wir diese Gelegenheit zum Einkauf besonders empfehlen. Bei sämtlichen Artikeln, welche im Preise herabgesetzt sind, ist der neue Preis neben dem bisherigen auf dem Preiszettel vermerkt. Der Extra- Verkauf dauert nur kurze Zeit. Von den im Preise herabgesetzten Artikeln sind im Inserat nur einzelne angeführt: Kleiderstoffe, Seidenstoffe. Lodenstoffe, ca. 120 cm breit Meter 1,05 u. 1,25 M. Gemusterte Fantasie- Stoffe Bedruckte Veloutines für Matinée und Morgenkleider Meter 60 Pf. u. 1,15 M. Meter 1,40 M. Blaudruck- Stoffe für Hauskleider Rein wollener Cheviot, grosse Farbensortimente Schottische Stoffe für Blousen und Kinderkleider Friesé- Stoffe für Promenadenkleider Damen- Strumpfhalter. Bettlitze Rouleauxschnur Rockgurte Pompon- Fransen. 512 Meter 1,25 M.| Reinseidener Taffet, einfarbig: Meter 80 u. 95 Pf. Englisch gestreifte Seidenstoffe Meter 38 u. 42 Pf. Gestreifte Taffete mit einliegenden hochgewebten Streifen 35 Pf. Kurzwaren, Tapisserie- Artikel. 45, 75, 85 Pf.| Taillenverschlüsse 10 Meter 40 Pf. Stück 65 Pf. Stück 23 Pf. Meter 10 Pf. Schweissblätter Löscher, gestickt.: Nadelkissen, gestickt • Paar 18, 20 u. 25 Pf. • 48 Pf. 10 Pf. Filzkissen, gestickt. Bestecktasche, Leinen, vorgezeichnet Besenhandtuch, vorgezeichnet.. 12 Pf. Tischdecken 1/2 Leinen mit Hohlsaum Glacé- Handschuhe. [ Damen- Glacé- Handschuhe, 3 Perlm- Kn. Damen- Glace: Handschuhe mit Druckknopf- Verschluss, farbig 95 Pf., 1,25, 1,50 M. Kinder- Glacé- Handschuhe. . Matrosenhut mit Bandgarnitur. • CA :: Meter 1,60 M. Meter 1,75 M. Meter 1,85 M. .001 4,75 Pf. Küchenhandtuch, vorgezeichnet. 1,25 M. Stubenhandtuch, vorgezeichnet. 1,35 M. Tischläufer, vorgezeichnet 80 Pf. Marktnetze, gehäkelt fog 1,75 M. Damen- Glacé- Handschuhe, farbig. • • 53 PI. 1.05 M. 75 Pf. 55 Pf. 1,35 M. .95 Pf. Herren- Glacé Handschuhe, gesteppt, 2 Druckknöpfe 1,85 M. Putz, Weisswaren, Schirme. 1 M.| Kopftuch mit Spitze, Pongé. Weicher Hut mit Bandgarnitur 1,65 y. 2,65 M. Kopfchâle, Gaze mit Federboa Amazonen- Hut mit Bandgarnitur 2,40 M. Amazonen- Hut mit Sammetgarnitur. 4,25 M. Ungarnierte Hüte in verschiedenen Formen Federpose. Federstutz • Fantasiefeder, Amazonenform 1,05, 1,45, 1,90 M. 3.Pf. 7. u. 16 Pf. . 25 Pf. 30 Pf. 38 Pf. 3,35 M. Stutz mit Adlerfedern Stutz mit Adlerfedern Halsrüsche mit Chenille- Enden Pongé- Binder ca. Carola- Spitze, schwarz, für Jupons 8 13 15 22 cm breit 30 38 Meter 23 48 Pf. Valencienne- Spitze, weiss 8 10 40 48 1,85 M. 3,50 M. 28 Pf. Point lace- Spitze, imitiert ca. 5 8 11 15 cm breit 55 Meter 38 75 105 Pf. Lampenschirm- Spitze in hellen Farben, ca. 22 cm breit 48 Pf. Chiffon Fichus 90 Pf. u. 1,15 M. Japanschleife mit Band 50 Pf., mit Spitzeneinsatz 60 Pf. Band- Regattes. 1,75 M. Taffet- Binder 45 Pf. Pompadour, schottisch 2,25 M., türkisch 3,90 M. Crysanthemum. 15 Pf. • 13 cm breit 60 Pf. Band- Lavalliers 1 M. Geranium 45 Pf. 1.25 M. Lilie. 48 Pf. Mohn . 88 Pf. ca. 4 6 8 10 cm breit Nelke 14 Pf. Meter 28 23 28 32 Pf. Laubbouquet, gross 1,15 M. ca. 7 Meter 28 Imitierte Spachtel- Spitze, mode, weiss Normal- Hemden, Vigogne 3 Grössen 1,45, 1,60, 1,75 M. Normal- Herren- Beinkleider 1,25, 1,40, 1,55 M. Damenstrümpfe, Halbwolle, stark gestrickt 70 Pf. Taffet- Lavalliers Kinder- Regenschirme.... 1,20 u 1,60 M. Damen- Regenschirme mit Futteral 2,75, 3,10, 4 u. 5,25 M. Tricotagen, Strümpfe, Korsetts. Damenstrümpfe engl., lang, reine Wolle 70 Pf. Herren- Schweiss- Socken Herren- Socken, meliert gestrickt, A 35. Pf. reine Wolle 48 Pf. Damen- Röcke, gestrickte Vigogne. 1,05 M. Velour- Echarpes, gute Qualität. Ball- Echarpes, Seide, mit Chenille. Korsettschoner mit Band Korsett, grau Drell, hoch Korsett, grau Drell, halbhoch 2,75 M. 1,95 M. 35 Pf. Korsett, grau Köper, halbhoch... Korsett, lila Köper, Empire- Form. Korsett, Satin, Zwickel. 3 M. 1,70 M. . 4,15 M. 1,95 M. 2,40 M. 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Salztöpfe, blau 15 Pf. Bierbecher mit Goldrand 95 Pf. 7 Pf. Weingläser 18 Pf, Butterdosen 18 Pf. Kaffeeservice, 9 teilig, bunt dekoriert 2,50 M. Salztöpfe, bunt dekoriert, 6 Stück 1,30 M. Gambrinus- Tulpen 27 Pf. Skatbecher 30 Pf Speiseteller, blau. 10 Pf. Vorratstonnen, blau Zwiebelmuster. 35 Pf. Theebecher mit Bordure 17 Pf. Römer, grün 15 Pf. Dessertteller 8 Pf., Kompotteller 7 Pf. Salz- und Mehlmesten, blau 70 Pf. Bierbecher mit Bordure 17 Pf. Römer, grün 30 Pf. Porzellan- Speiseteller, flach. Teller, mit Blumen dekoriert 17 Pf. 28 Pf. Gewürztonnen, blau Waschgarnituren 15 Pf. .1,10 M. Fussbecher, halb geschliffen Biertulpen, halb geschliffen. 18 Pf. Selterbecher, glatt 5 Pf. 18 Pf. Bierbecher mit Fussrand. 13 Pf. 33 u. 75 Pf. Handleuchter 40 Pf. Handwaschbürsten Riffel Scheuerbürsten Strahlenregler für Wasserleitung Bürstenbleche. 5 Pf. Eichen- Tablettes. Küchenleisten mit 5 Haken mit 7 Haken Dekorierte Kinderbecher Fleischmühlen Wirtschaftswagen Reibemaschinen Duplex I" Spirituskocher * Wirtschafts- Artikel, Emaille. 2,95 u. 4,50 M.| Teppichkehrer, Parchen 2,25 M. Handtuchhalter 1,35 M. 6,25 M. 2,10 u. 2,25 M. 1,95 u. 2,25 M. Emaille- Eimer II. Kasserollen, neublan 35 Pf. 55 Pf. 20 Pf. 85 Pf. Durchm. 16 18 20 22 24 cm Pf. 35 45 53 Vernickelte Gläserteller mit Majolika• Schmortöpfe, neublau 55 68 80 90 Pf. 12 Pf. Theesiebe 22 Pf. 12 Pf. • Tablettes 1,85 M. Sand-, Seifen- oder Sodabehälter 65 u. 85 Pf. 38 Pf. Wasserkessel, neublau 1,15 1,35 1,60 M. Einlage 20 u. 28 Pf Vernickeltes Kaffee- und Theeservice, Salzstreuer Brittannia- Theelöffel 5 Pf., BrittanniaFischbestecke. alien 5 teilig 9,75 M. 9 Pf. Esslöffel 11 Pf. 40 u. 55 Pf Konserven, Konfitüren, Weine. Bohnen Junge Schoten. Gebrannter Kaffee Pfd." Cakes 1 Pfd. im Karton Tafel- Chokolade, garantiert rein. Cacao 40 Pf.| Albert- Cakes in Rollen 30 Pf. 85 Pf. u. 1 M. 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Nahezu alle Redner sprachen sich mißliebig über den Ton in zur Abschließung mit den Beamten vorzulegen, Stassenvorständen Er und Ihr, die derselbe den Arbeitern gegenüber gebraucht, zeigt Versammlungen. 3- entwurf vor, der, wie der Referent Magnan ausführte, darauf bedacht Gelegenheit wahrzunehmen, um neue Mitglieder zu werben, wurde nimmt, daß die Lage der Kassenbeamten möglichst günstig gestaltet die Bersammlung geschlossen. Die an Holzbearbeitungsmaschinen beschäftigten Arbeiter und dieselben vor willkürlichen Entlaffungen geschüßt, sowie Ober- Schönewveide. Am Dienstag, den 11. d. M., fand im hielten am 10. d. M. im Gewerkschaftshause ihre regelmäßige Mit für den Fall einer gesetzlichen Nenorganisation der Ortskassen Lokal Wilhelminenhof eine Versammlung des Nabelwerks Obergliederversammlung ab. Zum 1. Punkt der Tagesordnung. Austritt ihrer Existenz sicher gestellt werden. Der Entwurf be- Schöneweide statt, die ziemlich stark besucht und vom Deutschen aus dem Gewerkschaftskartell", berichteten die beiden Delegierten stimmt deshalb, daß die Kassenangestellten nur bei ganz Metallarbeiter- Verband einberufen war. Wiesenthal referierte Järck und Hoffmann. Die Redner führten eine Reihe von Gründen groben Verfehlungen, sowie nach eingetretener Dienstunfähigkeit über das Thema:" Wie verbessern die Arbeiter und Arbeiterinnen an, die es geeignet erscheinen ließen, diesen Punkt heute auf die gekündigt bezw. entlassen werden können, und daß bei einer etwaigen des Rabelwerks ihre Lohn- und Arbeitsbedingungen?" In Tagesordnung zu setzen. Nach furzer Debatte wurde beschlossen, aus Henderung der Organisation der Kasse die Rechtsnachfolgerin der 1/2 stündiger Rede führte der Referent die im Betriebe letzteren die Verpflichtungen aus dem Dienstvertrage übernimmt. dem Gewerkschaftskartell auszutreten und am 1. Oktober d. J. den Die Kommission hält als Mindestgehalt für Nendanten 2400 m., für Mißstände der Versammlung vor Augen. Hauptsächlich stellte er das herrschenden Uebelstände und die verschiedenen hygienischen Anschluß an die Berliner Gewerkschaftskommission zu vollziehen. Infolge eines Schreibens der Arbeitgeber entstand eine rege Debatte andere Sassenangestellten 1800 M. als angemessen. Nach längerer Berhalten des Bicemeisters Lijehne in das rechte Licht. Die Anrede über das Fortbestehen der Achtzehner- Kommission. Zunächst wurden vom Diskussion nahm die Versammlung den Vertragsentwurf an und Verhalten des Vicemeisters Lijehne in das rechte Licht. Die Anrede Weise allen wieder einmal, was sich die Meister in den modernen Be trieben gegen Arbeiter gestatten. Beschwert sich hiergegen dem vorliegenden Schreiben aus. Unire Anträge und Resolutionen, die eingebracht waren, besagten, daß in dem vorliegenden Fall unter 12. September im Gewerkschaftshaus. Nob. Fendel erstattete Bericht versorgungsanstalt, Eine gut besuchte Versammlung der Bautischler tagte am iemand so wird ihm geantwortet: Hier ist feine Alterswem es nicht paẞt, der könne gehen. den Kollegen eine Misstimmung vorhanden ist, welche nicht dafür über die Verhandlung mit den Meistern betreffend den Maschinen- Charakteristisch für die Verhältnisse, unter denen die Arbeiter spricht, daß die Achtzehner- Kommission, unter den bisherigen Ver- tarif. In der sehr ausgedehnten Diskussion erklärten mehrere ihre 12 stündige Arbeitszeit verbringen müssen, ist folgender Vorfall: hältnissen, wie sie bestanden hat, weiter bestehen kann noch darf. Redner, daß sie mit dem Tarif nicht zufrieden seien, weil derselbe Vor einiger Zeit hob sich ein Arbeiter beim Transportieren einer Der vorgerüdten Zeit halber wurde ein Vorschlag, die Achtzehner zu hoch und nicht ausführlich genug wäre. Nach Beantwortung 97 Pfund schweren Platte einen Bruch. Die Berufsgenossenschaft Kommission für die Holzbearbeitungsbranche nicht wieder zu beschicken, einiger Anfragen gelangte der Tarif einstimmig zur Annahme. In ordnet die Anschaffung von Flaschenzügen an. Der Meister Benneivik mit großer Majorität angenommen. der nächsten Vertrauensmänner- Sigung wird der Tarif gedruckt zur dagegen schrieb ein Plakat, welches besagte, daß beim Heben von 100 Pfd. Hilfe von ihm zu verlangen sei. So werden im Die Berliner Glaserinnung( Zwangsinnung) beschäftigte sich Ausgabe gelangen. in ihrer Versammlung am Donnerstag mit der Lohnbewegung der Kabelwert die Anordnungen der Berufsgenossenschaft respektiert. Glasergesellen. Von den aufgestellten acht Forderungen der Gesellen 13. 5. M. eine gut besuchte Versammlung ab, in welcher Oertel denken kann. Die Hand und Geschäftsdiener und Packer hielten am Ebenso find auch die Lohnverhältnisse die traurigsten, die man sich Wenn ein Arbeiter im Betriebe, hauptsächlich beim wurden die Punkte betreffend: Vergütigung bei Montagearbeiten und mitteilte, daß 10 Kollegen bei einer größeren Firma sich mit den Meister Scheller ist dies der Fall gewesen, bei 72 Stunden pro Zuschlag, Stellung des nötigen Rüstzeuges und Geschäftsschluß um ausgesperrten Buchbindern solidarisch erklärten, indem sie die ihnen Woche mit 22 M. bezahlt wird, so ist dies für die dortigen Zustände 4 Uhr nachmittags vor den hohen Festtagen ohne Lohn- Abzug anstandslos bewilligt. Die Forderung betreffend den Minimallohn von zugemuteten Streikbrecherdienste ablehnten.( Bravo.) Die Betreffenden bezeichnend. Der Minimallohn beträgt 271/2 Pf. Auch die hygieni So namentlich 56 Pf. pro Stunde wurde der verschiedenen Leistungsfähigkeit in der Schumann berichtet sodann über die Verhandlungen mit der in dem Saal, der zur Vulkanisierung des Paragummis be wurden hierfür vom Unternehmer aufs Straßenpflaster gesetzt. schen Zustände lafsen viel zu wünschen übrig. Branche halber dahin modifiziert, daß hierbei ein Staffeltarif zur Branche halber dahin modifiziert, daß hierbei ein Staffeltarif zur Firma Jandorf u. Ko. Es sei zu bedauern, daß die Firma so wenig ſtimmt ist. Dort befinden sich nicht einmal Schränke, in Anwendung gelangt und zwar brachte man in Vorschlag, beim neundie dort beschäftigten Mädchen ihre Eßwaren vor stündiger Arbeitszeit für normale Vollleistungen den verlangten Gutgegenkommen zeigt und die Wiedereinstellung der wegen des denen Lohn von 56 Pf. pro Stunde, dagegen für Winderleistungsfähige Sohlenarbeiter- Streits Entlassenen, zur Beit sind es noch zwei dem Dunst der Schwefelsäure schützen fömten. Kollegen, ganz In Zukunft werden des Saals pro Stunde zu gewähren. Eventuell nötige Ueberstunden und Nacht- en eieferanten Vereinbarungen dahingehend getroffen werden, finden sich in höchst mangelhaftem Zustande, von Ankleideräumen gar usw. Bf Kloſetts ufiv. be arbeiten follen mit 25 refp. 50 Pro3. Zuschlag zum Stundenlohn den arbeiten sollen mit 25 refp. 50 Broz. Zuschlag zum Stundenlohn berechnet werden. Widerspruch erfuhr die Forderung der Gesellen, daß Kohlen 2c. an Ort und Stelle geschafft werden müssen. Im nicht zu reden. Die Arbeitszeit beträgt 12 Stunden ohne Frühstüc berechnet werden. Widerspruch erfuhr die Forderung der Gesellen, weiteren wird die Firma mehr noch wie bisher vom Arbeitsnachweis und Vesperpause. Die Nachtschicht wechselt mit der Tagschicht alle 14 Tage. für 53 geleistete Arbeitsstunden 54 zu berechnen und wurde beschlossen, nur die Stunden zu bezahlen, welche gearbeitet worden des Verbands die Arbeitsträfte beziehen. Ferner werden die Strafen, Die ofimals von reichem Beifall unterbrochenen Ausführungen des find. Punkt 8 der Forderungen wurde dahin beantwortet, daß Maß- welche bestimmen, daß die Diener oft tagelang aussetzen müssen, in Referenten bewiesen, daß den Anwesenden Kollegen aus der Seele, regelungen betr. die Lohnbewegung nicht stattfinden. Die Inmung Zukunft in Wegfall kommen. Redner empfahl hierauf, vorläufig von gesprochen war. weiteren Maßnahmen Abstand zu nehmen. Nach einer Diskussion In der darauf folgenden Diskussion nahm der Kollege Hildes glaubt, den Forderungen der Gesellen in weitestem Maße entgegen wurde entsprechend dem Vorschlage des Berichterstatters, beschlossen. brandt das Wort und griff auf Grund der von W. angeführten gelommen zu hofft, auf dieſer Waſis zu einer Verſtändigung Wort und auf an, von ben, ane Hierauf ersuchte Steinice, daß unverzüglich in denjenigen Ge- Thatsachen die Fabrikleitung heftig an, ohne daß von den an schäften, wo wo zur Zeit noch keine Vertrauensleute gewählt find, wesenden Meistern darauf reagiert wurde. In seinem Schlußwort dies nachzuholen sei resp. sollten sich Kollegen, wo dies vorläufig noch forderte der Referent die anwesenden Kollegen auf, Mitglieder Metallarbeiter- Verbands zu werden, da nur eine Verbandsbureau, Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15 II, Bimmer 16, starte Organisation in der Lage wäre, die Lohn- und Arbeitsgelangen laffen. Mit der Aufforderung, rege zu agitieren und jede bedingungen in jenem Betrieb zu ändern. Das Verlaffen mur 50 Pf. pro Stunde und für minimale Anfängerleistungen 45 derartige Vorkommnisse vermieden werden, da von der Firma mit ebenfalle während der Fühstücks- und Vesperpause ist den Mädchen mit den Gesellen zu gelangen. am Freitag eine Versammlung in den„ Arminhallen" statt. Die nicht möglich sei, freiwillig bereit erklären und ihre Adressen an das des Deutschen referent die anwesenden Kollegen auf, Mitglieder Für die Vorstände und Beamten von Krankenkassen fand zweds Ausarbeitung eines Dienstvertrags für Kaffenbeamte ein gesezte Zehner Konimission legte der Versammlung einen VertragsFür den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, ben 16. Sept. Freie Voltsbühne. Lessing: Theater. 3. Abteilung( graue Karten). Die Macht der Finsternis. Anfang 23 Uhr. Opernhaus. Das eherne Pferd. Anfang 7% Uhr. Montag: Meistersinger von Nürn berg. Schauspielhaus. Johannisnacht. Anfang 72 Uhr. J love you. Bei Buchholzens. Schiller Theater ( Wallner Theater). Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Des Meeres und der Liebe Wellen. RANIA Taubenstr. 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Trauerspiel in 5 Aufzügen von Franz Eine Wanderung durch die Grillparzer. Sonntag, abends 8 Uhr: Die Orientreise. Schwant in 3 Atten von Oskar Blumenthal und Gustav Kadelburg. Montag, abends 8 Uhr: Die Orientreise. Dienstag, abends 8 Uhr: Freudlose Liebe. Hierauf: Die Schulreiterin. Pariser Weltausstellung. Montag: Dieselbe Vorstellung. Invalidenstr. 57/62. Carl Weiss- Theater M Gr. Frankfurterstr. 132. Letztes Gastspiel d. Hrn. R. Starnburg: Die Anna Lise. Kleine Preise. Anfang 4 Uhr. Abends 72 Uhr. Bum 6. Male: Müller und Schulze auf der Bariser Weltausstellung. Ausstattungspoffe mit Gelang in fif Bildern von Karl Weiß ut. J. Dill. Musik von A. Wicher. Montag: Dieselbe Vorstellung. Dienstag: Benefiz für R. Jürgas. Tägl. Sternwarte. W. Noacks Theater. Nachmittags 5-10 Uhr. CASTANS Montag: Die Verschwörung des Central Theater PANOPTICUM Fiesto zu Genua. Neues Opern Theater( Kroll). Die Fledermaus. Anfang 72 Uhr. Montag: Der Mikado. Deutsches. Faust. Anfang 72 Uhr. Nachm. 22 Uhr: Gespenster. Montag: Der Biberpelz. Berliner. Die lieben Kinder. An fang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Lessing. Fedora. Anfang 7 Uhr. Montag: Sogno d'un mattino di primavera. La Locandiera. Nejidenz. Die Dame von Maxim. Anfang 72 Uhr. Mittags 1 Uhr: Matinee. Nora. Montag: Die Dame von Marim. Neues. Der weiße Hirsch. Anfang 7 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Nackte Kunst. Montag: Der weiße Hirsch. Westen. Der Bettelstudent. Anfang 712 Uhr. Die Fledermaus von Joh. Strauß. Nachmittags 3 Uhr zu halben Preisen: Abends 72 Uhr zum zweitenmale: Der griechische Sklave. ( A Greek Slave.) Ausstattungs Operette in 3 Atten v. Oven Hall, Musik v. Sidney Jones. Morgen und folgende Tage: Der griechische Sflave. Thalia- Theater Dresdenerstrasse 72/73. Heute und folgende Tage: Der Liebesschlüssel. Anfang präcise 71 Uhr. Apollo- Theater Um 92 Uhr: Nachm. 3 Uhr: Der Waffenschmied. Venus auf Erden. Montag: Undine. Schiller. Die Orientreise. Anfang 8 Uhr. Nachut. 3 Uhr: Des Meeres und der Liebe Wellen. Montag: Die Orientreife. Secessionsbühne. Komödie der Liebe. Montag: Dieselbe Borstellung. Central. Der griechische Sllave. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Fledermaus. Montag: Der griechische Sklave. Thalia. Der Liebesschlüssel. Anfang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Luisen. Der Millionenbauer. An: fang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Minna von Barnhelin. Montag: Der Millionenbauer. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Tugendring. Anfang 7 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Luftige Krieg. Montag: Der Tugendring. Lulse Medlon. Spink und Spink. Adele Moraw. Mr. Vandy. Fanny Morton. Erna Bertholdi. Robert Steidl. Three Amaranth, The three Avolos. Der Kosmograph etc. etc. Kasseneröffnung 6 Uhr. Anfang der Vorstellung 72 Uhr. Metropol- Theater. Täglich unt 9 Uhr. 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Nachmittags 4 Uhr hat jeder Besucher das Recht, ein Kind unter 10 Jahren frei einzuführen; abends zahlen Kinder unter 10 Jahren die Hälfte auf allen Plägen mit Ausnahme der Galerie. Nachmittags 4 Uhr: Reichhaltiges, gewähltes Progr. Abends 72 Uhr: Wiederholung der Gala Premiere.. Englischer Garten Alexanderstraße 27 c. Säle für Sonnabende in den Monaten Oktober, November, Jannar noch fret. Dienstags u. Donnerstags: Ball. Fortuna- Säle. Es find noch Sonnabende fret; auch empfehle meine Regelbahnen u. Vereins zinier. Th. Mann, 28976] Strausbergerstr. 3. Hoffmanns Volksgarten, Westend, Kastanien- Allee 1. Säle für Sonnabende in den Monaten Oftober- November noch fret. 53852* Schweizer Garten Fritz Raus Parkrestaurant, Am Königsthor. Am Friedrichshain. Sonntag, den 16. September: Johannisthal, Parkstraße, früher: Berlin, Stalizerstraße. Jeden Sonntag: Gr. Ball. Kaffees füche. Kegelbahn. Ausspannung. Extra Vorstellung Bereinen u. Geſellſchaften Extrapreiſe. der engagierten Specialitäten. 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Heute: Grosser Ball, ats Specialität: Gigarren- Regen, verbunden mit Schlangen- u. Bonbon- Regen u., diversen Ueberraschungen. Täglich: Specialitäten Borstellung. Entree frei. Empfehle den geehrten Gewerkschaften, Vereinen, Fabriken 2c. meine Säle, 300 und 1200 Personen fassend( mit Bühne) zu Versammlungen und Festlichkeiten jeder Arf.[ 51420* Alte& Feuersteins Festsäle, Jakobstr. 75. Jeden Sonntag: Oeffentlicher Tanz. Meine auf das eleganteste renovierten Festsäle, 150, 300 und 400 Personen fassend, stehen den Vereinen zu Vereinsfestlichkeiten und Versammlungen stets zur Verfügung. Vereinszimmer 40 bis 120 Personen fassend. Cirkus Renz- Konzert- Tunnel Wochentags 7 Uhr. Karlstrasse. Nur erstklassige Sonntags 5 Uhr. Specialitäten. Direktion: 1 J. M. Hütt. Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tang'ohne Nachzahlung. Safenheibe Neue Welt. Hasenheide 108-114. Täglich: 108-114. Konzert u. Specialitäten- Vorstellung. Jeden Sonntag und Donnerstag: Im Bal champêtre: Grosser Festball. Anfang 4 Uhr. Jeden Mittwoch: D Grosses Kinderfest mit Gratisverlosung. Jeden Donnerstag: Grosses Feuerwerk. Kaffeeküche, Karuffells, Marionettentheater zc. täglich geöffnet. Alles Nähere durch die Tagesauschläge an den Säulen. Achtung! [ 48482* A. Fröhlich. En Musiker. Achtung! Dienstag, den 18. September, vormittags 11 Uhr, bei Schulz, Grenadierstr. 33: 20 Mitglieder Versammlung der Freien Vereinigung der Civil- Berufsmusiker Berlins und Umgegend. Die Tagesordnung wird in der Bersammlung bekannt gemacht. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. An die Arbeiterschaft Berlins. An Da es häufig vorkommt, daß Musiker unter unsrer Firma segeln, geben Besitz einer Legitimationstarte( Mitgliedskarte) find; selbige ist für das 3. Quartal blau und muß mit unsrem Vereinsstempel versehen sein; auch ist jedes Mitglied verpflichtet, die Karte stets bei sich zu führen, und machen wir darauf aufmerksam, daß wir mit den sogenannten Musiker- Börsen wie Zabel, Ritterstraße, Mischke, Madaistraße, auch dem Verein Nord", Weddingstr. 9, in feiner Hinsicht in Verbindung stehen. Unser Arbeits nachweis bleibt nach wie vor Rosenthalerstr. 57, und werden daselbst auch abends von 7 bis 9 Uhr. wir den Vereinen reip. Komitees bekannt, daß unsre Mitglieder im 群 für Socialdemokratischer Wahlverein ( Südost). den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Gabon). Deutscher Holzarbeiter- Verband. Versammlung Dienstag, den 18. September, abends 8 Uhr, im Saal des Herrn Brüder, Waldemar- Straße 75. Tagesordnung: 1, Vortrag des Genossen Dr. Weyl über: Das Reichs- Seuchengesetz und die Mißstände im Krankenhauswesen." 2. Diskussion. 3. Vereins angelegenheiten. 243/14 Gäfte haben Zutritt. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Socialdemokratischer Verein für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Donnerstag, den 20. d. M., abends 9 Uhr, im ,, Alten Schützenhaus", Linienstr. 5, Versammlung. ( Zahlstelle Berlin.) Dienstag, den 18. September, abds. 8 Uhr, im Gewerkschaftshand, Engel- Ufer 15: Gentrums- Vertrauensmänner- Versammlung der Drechsler sämtlicher Bezirke. Tagesordnung: 1. Bericht vom Baudrechslerstreif. 2. Unser weiteres Vorgehen. Jede Werkstatt muß vertreten sein; ganz besonders die Vertrauensleute aus den Tischlereien haben zu erscheinen. Buch- und Ver107/3 trauensmännerkarte legitimiert. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- llfer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Montag, den 17. September 1900, abends 8 Uhr: Groke Versammlung Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Robert Schmidt über: aller in der Metallschrauben- Branche " Politische Tagesfragen". 2. Disfuffion. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäste sehr erwünscht. Zahlreichen Besuch erwartet für 1195 245/11 Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen im Lotal des Herrn Graumann, Naunynstr. 27. Tages Ordnung: Lichtenberg- Friedrichsberg berfelben. 4. Die Lohn- und Arbeitsverhältnisse und die Machinationen der Dienstag, den 18. September, abends 9 Uhr, im Lokal von Höflich, Frankfurter Chauffee 120, Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die Frauenarbeit in der Großindustrie. Referentin: Frau Martha Ziek. 2. Diskussion. 3. Bericht der Agitations- Kommission und Neuivaht Meister und Betriebsleiter bei der Firma Willing u. Violet. 5. Abrechnung vom Sommerfest. 6. Verbandsangelegenheiten. 118/2 Die Ortsverwaltung. Verband der Tapezierer. 1. Vortrag über Staatshilfe und Selbsthilfe. Referent Genosser Dr. Wollheim. 2. Diskussion. 3. Aus der Gemeindevertretung. 4. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. 14/5 Der Vorstand. Achtung! Schneider und Berufsgenossen. Große öffentliche Versammlung Dienstag, den 18. September, abends 8½ 1hr: Mitglieder- Versammlungen: Filiale Nord: Brunnenstr. 188, Filiale Süd: Markgrafenstr. 83. Tagesordnung in beiden Bersammlungen: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Bereinsangelegenheiten. Die Verbandsleitung. Die Sektions- Versammlung der Tapezierer- Näherinnen tann umständehalber erst am Mittwoch, den 26. September, in den Arminhallen stattfinden. Die Sektionsleitung der Näherinnen. Das Bureau des Verbands befindet sich im Gewerkschaftshaus, Engel178/13 aller Herren- und Knaben- Konfektions- und Maßschneider, Ufer 15. Geöffnet 10-1 und 5-8. sowie Damenmäntel- und Kostümschneider, Kürschner, Mühenmacher, Blätter u. andrer verw. Berufsgenoffen, Achtung! Maurer! Adtung! einberufen vom Verein der Herren- und Knabenkonfektions- Schneider, am 17. September 1900, abends 81/2 Uhr, bet Keller, Koppenstraße 29. Tages Ordnung: 1. Die Coats- und Kohlenteuerung und was gedenken die Berufsgenossen in dieser Sache zu thun? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 277/2 Central- Verband der Handels-, Transportund Verkehrsarbeiter Deutschlands. 19/ Verwaltungsstelle Berlin. Bureau u. Arbeitsnachweis: Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, II, 8immer 16. Tel.- Amt VII. 3348. Mittwoch, den 19. d. M., abends 8 Uhr, im Königshof, Bülowstraße 37: Mitglieder- Versammlung des Centralverbands der Maurer Bezirk Westen und Schöneberg. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen W. Schulz über: Kapitale gewinn und Arbeitslohn." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Sonntag, den 23. d. M., nachmittags 5 Uhr, im Lokale des Herrn Heinrich, Blücherstraße 61: Oeffentliche Versammlung der Maurer mit Frauen für den Bezirk Süd- Westen. Tagesordnung: Vortrag des Genoffen Jahn über:„ Das menschliche 189/16 Nach der Versammlung: Gemütliches Beisammensein. Zahlreichen Besuch erwartet Die Verbandsleitung. Heute, Sonntag, den 16. September cr., finden folgende Glück und die sociale Frage." Statt: Versammlungen Kohlenarbeiter und Kutscher [ 68/5 Achtung! Cementierer u. Berufsgen. Achtung! abends 7 Uhr, im ,, Gewerkschaftshaus", Engel- llfer 15. Tages Ordnung: 1. Warum ist beim Streit der Kohlenarbeiter und Kutscher nicht mehr erzielt worden, und inwieweit trägt die Organisation Schuld daran? 2. Distuffion. Nach der Bersammlung: Geselliges Beisammensein und Tanz. Möbeltransportarbeiter u. Kutscher abends 6 Uhr, im ,, Englischen Garten", Alexanderstr. 27c. Tages Ordnung: Die Antwort der Unternehmer auf unsre Forderungen. 07 Last- und Arbeitskutscher, Hausdiener, Packer 2c. von Rigdorf OMA abends 6 Uhr, bei Mercier, Steinmetzstraße 55. Tages Ordnung: 1. Die wirtschaftlichen Kämpfe der organisierten Arbeiter. 2. Neuwahl der Vertrauensmänner. Mittwoch, den 19. September 1900, abends 8 Uhr, bei Nümann, Brannenftr. 188, Mitglieder Versammlung der Zahlstelle IV des Zentral- Verbands der Maurer Deutschlands. Tages Ordnung: Die kommende Krisis im Baugewerbe. Referent M. Kiesel. 2. Dis fuffion. 3. Gewerkschaftliches, Bericht der Lohntommiffion und Wahl eines zweiten Vorsitzenden. 4. Verschiedenes. 57/15 Die Arbeitslosen- Statistik vom August ist mitzubringen. Mitgliedsbuch Pflicht eines jeden Kollegen zu erscheinen. legitimiert. Mitglieder werden in der Berſammlung aufgenommen. Es iſt Achtung! Bauarbeiter Achtung! Gruppe der Patzerträger. Montag, den 17. September, abends 8 Uhr, Alexanderstr. 27 c: alle Geschäftsanträge vormittags von 11 bis 1 1hr entgegengenommen, Speicher- Arbeiter und Getreideträger Ausserordent!. Mitglieder- Versammlung. Auch geben wir gleichzeitig die Lokale bekannt, wo Mitglieder von uns thätig find: 1. Königsbank, Große Frankfurterstr. 117. 2. Buß Salon, Große Frankfurterstr. 85. oto3. Neu- Seeland, Stralau( Saaltapelle). 4. Victoria- Garten, Treptow( Saaltapelle). 5. Kellers Festsäle, Koppenstr. 29. 6. Andreas- Säle, Andreasstr. 21. 7. Elysium, Landsberger Allee 40/41. 50/7 To.] 18siawila? 08. Neue Welt, Hasenheide( Saaltapelle). 9. Schuegelsbergs Festfäle. 10. Miertes Volksgarten, Schönhauser Allee 102. 11. Kliems Volksgarten, Hafenheide 13/15. 12. Waldschloß, Schmargendorf. 13. Gesellschaftshaus, Weberstr. 17. ast Verein deutscher Schuhmacher. Montag, den 17. Sept., abends 8/2 Uhr, bei Pohl, Rosenthalerstr. 12: abends 6 Uhr, bei Stechert, Andreasstr. 21. Tages Ordnung: Die Antworten der Unternehmer auf unsre Forderungen. Wir bitten um zahlreichen Besuch der Versammlungen. Zu der Bersammlung der Kohlenarbeiter und Kutscher haben auch Frauen Zutritt. Die Ortsverwaltung. Steinarbeiter. edel. Dienstag, den 18. d. M., abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c, Tagesordnung: 1. Welches sind die Machtmittel der Organisation und wie sind sie an: zuwenden, wenn sie Erfolg haben sollen? Referent: Kollege Behrendt. 2. Disfussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Sämtliche Kollegen, die in Pußergewerbe beschäftigt find, find zu dieser Versammlung eingeladen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. 43/4 Die Ortsverwaltung. Achtung! Achtung! Stockarbeiter! Oeffentl. Derlammlung. Mittwoch, den 19. September, abends 8 Uhr, im Englischen Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen&. Jahn. 2. Gewerkschaftliches. 3. Unterfügungs- Gesuche. Um aa Um zahlreiches Erscheinen ersucht a OM Garten, Alexanderstraße 27c, 275/9 Große öffentliche Versammlung Der Vertrauensmann. Taller in Stock, Schirm und Celluloidwaren- Fabriken Kombinierte Mitglieder- Versammlung Achtung! Kürschner. Achtung! beschäftigten Arbeiter. Tages Ordnung: 1. Bericht der Agitationskommission und des Ver trauensmanns. 2. Neuwahl des Vertrauensmanns und Regelung unfres sämtlicher Bezirke. elle Montag, den 17. b. M., abends 8%, Uhr, Agitationswesens. 3. Bericht über unsre Lohnstatistik und wie gestalten wir 180/9 Tages- Ordnung: Vortrag des Herrn Dr. Weyl über: Die geplante im Alten Schützenhaus, Linien- Strasse 5, dazu unsern Streitfonds. Ref.: Kollege Zorn. 4. Verschiedenes. Kollegen, wir erwarten, daß ein jeder in dieser Versammlung erscheint, Reform des Krantenversicherungs- Gesetzes". 2. Distusfion. 3. Verschiedenes. T talas nachher gegen die Beschlüffe gearbeitet wird. Mittwoch, den 19. September cr., abends 8 Uhr, Deffentliche Versammlung.num bei diefer bochwichtigen Tagesordnung mit zu beſtimmen, damit nicht bei Haberecht, Gr. Frankfurterstr. 30: bak dan Tages-Ordnung: 1. Bericht des Beisigers zum Gewerbegericht. 2. Distuffion. 3. Stellungnahme zum Internationalen Sekretariat und 93/14 Der Vertrauensmann. Branchen- Versammlung der Ballschuhmacher.benes. Tages Ordnung: 1. Die gegenwärtigen Lohn- und Arbeitsverhältniffe der Ballschuh Achtung! Arbeiter. 2. Diskussion. 3. Berschiedenes. Sonnabend, den 22. Sept., abends 8 Uhr, bei Schiller, Rosenthalerstraße Nr. 57: Versammlung der Schäfte- Arbeiter u. Arbeiterinnen. Zahlreichen Besuch erwartet. Die Ortsverwaltung. Rabitzputzer. Achtung! Mittwoch, den 19. b. Mts, abends 8 Uhr, Kommandanten ftraße 20( Arminhallen): Mitglieder- Versammlung NB. Der Uraniabefuch findet am Sonntag, den 30. Sept., nachm. Führ, der Zahlstelle Berlin 3 des Centralverbands der Maurer. 4 Die Tagesordnung wird in der Versammlung belannt gegeben. Das statt, Zur Aufführung fommt:„ Die Weltausstellung zu Paris". Nach dem Erscheinen sämtlicher Mitglieder ist dringend notwendig. 252/18 Uraniabesuch: Geselliges Beisammensein mit Tang" bei Müller, Die örtliche Verwaltung. Alte Jakobstr. 32. Tanz 30 Pf. Garderobe 10 Pf. Achtung! " [ 170/11 219 Achtung! Maler und Berufsgenoffen! Dienstag, den 18. September, abends 81, Uhr, im Lokal von Obst, Grunewaldstraße 110( Schöneberg): Grosse Versammlung. Stuccateure. Montag, den 17. d. M., abends 8 Uhr, bei Buske, Grenadierstr. 33: Filial- Versammlung. Der Vertrauensmann. 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzloses ZahnZähne 2 M. ziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Teilz. wöchentl. 1 M. m. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 130. Sprechst. 9-7. 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Novbr., in Brochnows 179/4 Festfälen, Nord- Ost, Weberstr. 17, abangelegenheiten. left Bahlreiches Erscheinen erwartet 125/7 Der Vorftand. zuhalten, fönnen sich melden Montag: Sprechzeit mit Elektricität, neues eignes Verfahren 1.50 M., Kunst- abend von 9 Uhr ab, bei Dalg, R. Lange, Ede Markusstraße. Zahnziehenahne, Plombier. schmerzl. Karlstr. 32, II, a. d. Albrechtstr. Staligerstr. 94b, Restauration.( 29126 Tages Ordnung: Bortrag des Genossen Kater über: Die Notwendigkeit der gewerkschaft: lichen Organisation. Diskussion. Verschiedenes. Die Agitationskommission der Gewerkschaft der Maler Berlins und Umgegend. Reparaturen in 2 Stund. Plombieren. Nervtöten. Zahnziehen schmerzlos. 8-8. Sonntage 8-1. Blumenstraße 25, Jou oft Goldwaren- Industrie Belmonte& Co., Engros. Export. Versand nach allen Ländern. Recife 3jährige bhriftliche Garantie ür guten Feste Preise. Gang. Bekannt billigste Bezugsquelle. o Königstrasse 46. Fabrik mit elektrischem Kraftbetrieb. Einzelverkauf Eingang A. u. B. 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Aber auch im Winter find die Stall- und in diesem Sommer, elle Bauern auf dem Lande Licht, Luft, Schatten und verhältnismäßig Milchverhältnisse infolge der vielhundertjährigen Erfahrung dork gute Nahrung haben... find die Stadtlinder weniger glücklich. Denn tadellos. Kein Wunder, daß die Schweizermilch unerreicht ist. Ein ernstes Wort an forgliche Mütter.s gerade die Hauptsache, eine gefunde Nahrung, eine wirklich gute Solche Schweizermilch, in hohen Temperaturen rasch und sauber Ein den fleinen Kindern höchst verderblicher Sommer, deffen wil ch, ist hier nur zu hohem Preise zu beschaffen. Muster mit Buder eingedict( nachdem sie für gesund befunden), ist der Size viele junge Wesen dahinraffte, so manchem Elternhause Schmerz Mollereien der Stadt produzieren wohl stindermilch, die beinahe Hauptbestandteil eines altbewährten, feit circa 35 Jahren in der ganzen Welt beliebten Kindernährmittels des Nestle' schen und Trauer brachte, neigt sich seinem Ende zu. Besorgt fragt sich tadellos ist; aber diese ist nur mit großen Kosten herzustellen der Menschenfreund: Muß dieses große Sterben sein? Läßt sich darum nur für die Reichen erschwinglich. Der kleine Mann, der Kindermehls, das aus solcher zu Pulver condensierten Witch ihm nicht ab helfen? Und warum gingen wiederum so viele Arbeiter, der bescheidene Handwerker muß sie sich versagen, so lieb und feinstem Weizenzwiebackmehl stets gleichmäßig hergestellt ist und fich seitdem immer die Gunst der Aerzte, der Hebammen, sowie der Kinder schon in den ersten Lebensmonaten zu Grunde, die bei er seine Kinder hatigens Der Tuberkulose- Kongreß, der voriges Jahr in Berlin tagte, Mitter bewahrt hat. Wohlschmeckend, haltbar, teimfrei, befömmlich, richtiger Pflege und Ernährung sich vielleicht der Familie hätten er halten laffen? Troy aller Fortschritte der Wissenschaft und Techuit, hat auf die Milchverhältnisse der Städte ein grelles Licht geworfen. weil es sättigt, gut verbaut wird und trefflich nährt, hat das trotz aller Verbesserungen des Milchwesens und zahlloser angeblicher Männer der Wissenschaft haben festgestellt, daß die Perlsucht unter Nestle'jche Kindermehl sich nicht nur bei der Auffütterung bes Kindernährpräparate noch immer diese erichredende Sterblichkeit dem Milchvieh Deutschlands sehr verbreitet ist, und daß selbst die gefunden Kinds als vorzüglich gezeigt, sondern auch beim franten unter den Säuglingen! Es ist betrübend, daß die Ernährung Kleiner Tuberkulin- Impfung der Thiere teinen unbedingten Schuß gewährt, Sinde fich als ausgezeichnete Soft erwiesen, welche Brechdurchfälle Kinder, trotz der gelehrtesten Forschungen, im praktischen Leben noch da eine große Anzahl Mühe, trotzdem fie tuberkulore habet, nicht verhütet und baldigst beseitigen hilft. Es ist dies auch ganz fo wenig Erfolge aufzuweisen, die Sterblichkeit sich noch nicht darauf reagieren. Es wurde bewiesen, daß zahlreiche Proben von Wilch, erklärlich, denn das Nestle- Mehl macht eben die oft so awweifelhafte fehr verringert hat. Noch immer stirbt der 4. bis 5. Teil der Neu- die der Mischmilch großer Betriebe entnommen waren, lebensfähige Milch der Großstadt entbehrlich, da es selbst die beste Schweizermilch geborenen im 1. Lebensjahre 2-300 von 1000 erliegen frühen Tuberkelbacillen enthielten. Daß solche Milchkeime von höchster an enthält und mit Wasser gekocht sofort einen ausgezeichneten Erkrankungen, zumal dem Brechdurchfall. Noch immer sind die ftedungsfähigkeit durch Abkochen der Milch getötet oder doch Milch- Zwiebad- Brei liefert. Kinder der Großstadt bei weitem mehr gefährdet als die Land- abgeschwächt werden, ist ein schwacher Trost. Die Gefahr für die die der Kinder ist damit nicht unbedingt beseitigt, denn die rasche Berjeßung finder, die Kinder der Armen mehr als die der Neichen, Es ist wahr: Die der Milch im Darm des Kinds ruft dann die unheilvollen BrechJuduftriebezirle mehr als die des Landbaus. Berhältnisse der Großstadt mit ihrer riesenhaften Menschen- durchfälle hervor. anjammlung, ihren schwierigen Erwerbsverhältnissen, Wie ganz anders liegen die Verhältniffe im gelobten Lande der focialen Elend, ihrem harten Kämpfen und sorgenvollen Ringen Milchwirtschaft in der Schweiz! Stübe einer anerkannt gefunden, von Berlfucht nahezu vollständig um die Existenz werfen ihren Schatten auch auf die Kinderwelt, die hier in den sonnendurchglühten Häuserreihen, in den freien Raffe, die den größten Teil des Jahrs auf hohen Bergwiefen oft engen, dumpfigen Höfen, in Steller oder Dachgeschossen, in bester Luft verbringen und sich dort tummel fömen, anstatt oft in zu dicht bewohnten Räumen den Sommer verbrinaen muß wie bei uns vorwiegend zum Stallaufenthalt und zu Troden) ihrem Die fehr berechtigte Frage jeder Mutter: Wie lassen sich die zarten Kinder über die besonders durch die Hize ihnen drohenden Gefahren hinwegbringen, wie fann man sie vor den Folgen schlechter Milch schützen und vor Brechdurchfällen bewahren? ist also sehr einfach zu beantworten:„ Es ist das einfache, naturgemäße, schlichte Nestle- Stindermehl, das bekannte Produtt ber Schweizer- Milch, welches dies jo erfreuliche Ergebnis liefert. 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Karenzzeit die Zeit angerechnet wird, welche er ununter- Höhe des wirklich gezahlten Lohns ist für alle Stranfenfassen brochen bez. mit turzer Unterbrechung infolge Arbeits- obligatorisch zu machen. So lange diese Einteilung nicht durchlosigkeit vorher andern Krankenkassen angehörte. geführt ist, sind bezüglich der Festsetzung der ortsüblichen Tagelöhne 4. Eine Erhöhung des aus eignen Mitteln zu bestreitenden Bestimmungen zu treffen, welche deren richtige Festsetzung besser Beitragsanteils der Arbeitgeber auf die Hälfte erscheint nicht not- sichern, als dies bisher der Fall ist. Der Lohn ist dabei innerhalb Die Central Kommission der Krantentassen wendig; diese Erhöhung würde unannehmbar sein, wenn damit zu der Grenzen der Versicherungspflicht in voller Höhe anzurechnen. Die Berlins hatte am 12. September nach der Ressource eine Ver- gleich den Arbeitgebern in der Verwaltung der Kassen die gleichen Kürzung des Krantengelds für Doppelversicherer ist zu beseitigen. jammlung einberufen, die sich eines außerordentlich starken Besuchs Rechte eingeräumt würden, wie den Arbeitern. Zu einer Schmäle= 12. Jm§ 6 des Krankenversicherungs Gefeßes ist statt ähit Den Besuchern waren die von der Central- Kommission rung der bisherigen Rechte der Arbeiter liegt nicht der geringste liche Heilmittel" andre Heilmittel, welche zur Wiederherstellung fil die bevorstehenden Abänderungen des Strankenversicherungs- Gesetzes Anlaß vor. Denn erstens haben die Arbeiter naturgemäß ein weit beziv. Erhaltung der Gesundheit oder Erwerbsfähigkeit nach ärztlicher afgestellten Forderungen unterbreitet. lebhafteres Interesse an den Krantentassen, als die Unternehmer, Anordnung notwendig find", zu setzen. An der Hand derselben referierte Dr. Curt Freudenberg, zweitens aber haben die Arbeiter an der Verwaltung der Unfall- Berufs- 13.§7 des Krankenversicherungs Gesetzes ist dahin zu ändern, indem er jeden einzelnen der Punkte eingehend begründete. genossenschaften teinen Anteil und folglich darf auch der Einfluß der daß freie Kur und Verpflegung im Krankenhause, eventuell in einer Unternehmer auf die Krankenkassen nicht einfach nach der Höhe ihres Heil- oder Erholungsstätte gewährt werden muß, wo dies die UmBeitragsanteils berechnet werden, da die Unternehmerbeiträge zum stände erfordern. sehr erheblichen Teile nur den Ersatz für die Versorgung der Unfallverlegten während der ersten 13 Wochen darstellen. Nach einer furzen Diskussion wurde mit großer Majorität beschlossen, die Central- Kommission zu beauftragen, die obligatorische Aufnahme der Familienversicherung zu fordern und gegen eine etwaige bestehende Absicht, die Krankenkassen an die Landesversicherung anzugliedern, energisch zu protestieren. Zur Annahme gelangte sodann folgende Resolution: 14. Den Strankenkassen ist bei günstiger finanzieller Lage auch eine Erhöhung der Familienunterstützung", welche an die Anges 5. Ein Anschluß der Orts- Krankenkassen an die Gemeindever- hörigen der in einem Krankenhause Untergebrachten gezahlt wird, zu waltung in der Weise, daß ein Gemeindebeamter von der Gemeinde gestatten. " Die Versammlung von Krankenkassen- Vorständen und Ver- als Vorsitzender angestellt wird, erscheint nicht angezeigt. 15. Die im§ 38a den Arbeitgebern gewährte Erlaubnis, sich in waltungsbeamten, in der 41 Orts- Krantentassen, 4 Betriebs- Kranken- Eine solche Maßregel würde nur den Bureaukratismus der Generalversammlung und im Vorstand durch andre Personen faffen, 8 Innungs- Krankenkassen, 4 Bororttaffen, 31 Freie Hilfstaffen durch fördern, und die bisherigen, gut eingearbeiteten Beamten, sowie die vertreten zu lassen, ist auch den versicherten Arbeitern zu gewähren. Delegierte vertreten sind, erhebt für die bevorstehenden Abänderungen mit den Verhältnissen des Erwerbslebens vertrauten Personen aus Auch ist die Bestimmung im§ 64, Nr. 5 zu streichen, nach welcher des Krankenkassen- Versicherungsgesetzes folgende Forderungen: der Kaffenverwaltung herausdrängen. die freiwilligen" Mitglieder der Betriebs- Krantentassen Stimmrechte 1. Eine Erweiterung des Kreises der versicherungspflichtigen 6. Eine deklarierende Bestimmung, wonach als ärztliche Bes nicht ausüben und Kaffenämter nicht befleiden dürfen. Bersonen(§ 1 des geltenden Gesetzes) ist dringend notwendig. Der handlung" nur die Behandlung durch approbierte Aerzte gilt, 16. Die Gründung von Kaffenverbänden ist auch ohne die im Bersicherungszwang muß mindestens auf alle der Invaliden- erscheint schon deshalb überflüssig, weil bereits das geltende Gejeß§ 46 vorgesehenen Beschränkungen zuzulassen, soweit dadurch der versicherung unterliegenden Personen, womöglich jedoch auf alle durch die Aufsichtsbehörde überall in diesem Sinne ausgelegt wird. Zwed der Strantenversicherung oder die Interessen der versicherten Eriverbsthätigen mit einem Einkommen bis zu 2500 Mart ausge- Wünschenswert erscheint dagegen eine Bestimmung, welche die Zu- Arbeiter gefördert werden. dehnt werden. Irgendwelche Einschränkungen, insbesondere für die laffung von im Auslande approbierten Aerztinnen mindestens so 17: Den Krankenkassen bezw. Krankenkassen- Verbänden ist die land- und Forstwirtschaftlichen Arbeiter und das Gesinde, liegen nicht lange sicherstellt, bis im Inlande eine hinreichende Zahl von Frauen Errichtung eigner Apotheken zu gestatten, eventuell sind mindestens im Juteresse der Bevölkerungsschichten, denen die Wohlthaten des die Approbation erworben hat. die Regierungen zum Erlaß besonderer Kassentagen mit wesentlich Gesezes zu gute kommen sollen. 7. Die gefeßliche Einführung der freien Aerztetvahl" liegt nicht ermäßigten Säßen zu verpflichten. 2. Ein Bedürfnis zur Beibehaltung der Gemeinde- Kranken- im Interesse der Krankenkassen und der versicherten Arbeiter. Da versicherung als Träger der Versicherung besteht nicht. gegen erscheint es erforderlich, daß über die Wahl des Arztsystems, 3. Die„ Centralisation der Krankenkassen", d. H. die Vereinigung bez. die Anstellung von Kassenärzten ausschließlich die Versicherten aller im Bezirk einer oder mehrerer Gemeinden beschäftigten ver- oder ihre Vertreter zu entscheiden haben, als diejenigen, die allein ficherungspflichtigen Personen in einer Krankenkaffe, unter Beseitigung der der tafsenärztlichen Behandlung anheimfallen. für einzelne Gewerbssteige, für einzelne Betriebe oder für die Jnnungen 8. Ju dem§ 6a Biffer 2 und§ 26 a 8iffer 2 des Krankenerrichteten Stassen, liegt im Interesse der Versicherten. Die Centrali versicherungs- Gesetzes find die Worte sowie daß Versicherten, welche fation" wird aber die erhoffte Wirkung nur dann vollständig aus- sich eine Krankheit vorfäglich oder durch schuldhafte Beteiligung bei üben können, wenn auch die durch Betriebs-, Bau- und Immungs- Schlägereien und Raufhändeln, durch Truntfälligkeit oder geschlechtStrantentassen geschaffene Bersplitterung welche weit schlimmer ist, liche Ausschweifungen zugezogen haben, für diese Krankheit zu als die durch die Orts- Krantentassen hervorgerufene durch Auf- ftreichen. hebung dieser Kassen beseitigt würde. Sollte eine Centralisation in diesem Umfang bei der bevorstehenden Abänderung des Strantenversicherungs- Gesezes nicht erreichbar sein, so wäre mindestens zu fordern, a) daß den Orts- Krankenkassen die freiwillige Vereinigung durch Abänderung des Gesezes erleichtert würde, b) daß die fernere Gründung von Bau, Betriebs- und Immungstrantentassen unmöglich gemacht, bez. die Genehmigung solcher Gründungen an die in geheimer Abstimmung erfolgende Zustimmung der Mehrheit der versicherungspflichtigen Berfonen geknüpft würde, c) daß die Auflösung der bestehenden Betriebs-, Bau- und Innungs- Krantentassen auch dann zu erfolgen hätte, wenn die Mehrheit der versicherten Arbeiter, bez. die Generalverfammlung der Kasse dies beschließt. = 9. Die Befugnisse der Aufsichtsbehörden haben sich feineswegs als unzulänglich erwiesen. Dagegen erscheint es unbedingt not wendig, daß gegen alle Entscheidungen der Aufsichtsbehörden der Rechtsweg zugelassen wird, in nicht dringenden Fällen mit aufschiebender Wirkung. Als höchste Instanz würde dabei am besten das Reichs Versicherungsamt eingesetzt werden. In Fällen, in welchen die Krankenkassen durch später aufgehobene vorläufig vollstredbare Verfügungen" der Aufsichtsbehörden zu Aufwendungen gezwungen sind, deren Wiedererstattung seitens der zunächst Be teiligten nicht zu erlangen ist, muß den Krankenkassen der Regreßanspruch an die Aufsichtsbehörden freistehen. 18. Den Krankenkassen ist die Berechtigung zu erteilen, Arantheitsverhütungs- Vorschriften zu erlassen; in Betrieben oder Branchen, in denen erfahrungsgemäß eine besonders hohe Krankheitsgefahr herrscht, dürfen außerdem den Arbeitgebern so lange entsprechende Zuschläge zu den Beiträgen auferlegt werden, als die Krankheitsziffer den Durchschnitt übersteigt. 19. Wenn der Kreis der versicherungspflichtigen Bevölkerung in der sub 1 geschilderten Weise erweitert wird, erscheint die fernere Bulaffung von„ freiwilligen Mitgliedern", abgesehen von der freiwilligen Fortsetzung der Versicherung während vorübergehender Arbeitslosigkeit, nicht angebracht. 20. Die Dauer der Unterstützungspflicht ist allgemein auf minbestens 26 Wochen zu bemessen. 21. Die Wahlen zur Generalversammlung der Krankenkasse sind feitens der Arbeitgeber wie der Arbeitnehmer nach dem Verhältniswahliystem vorzunehmen. Die Versammlung beauftragt die„ Centralfommission der Krankentassen Berlins" die vorstehenden Wünsche in ausführlich begründeter Dentschrift den gefeßgebenden Faktoren im Reich,- Bundesrat und Reichstag fowie dem preußischen Handelsministerium zur Kennt nis zu bringen und dahin zu wirken, daß sich die deutschen Krankentassen möglichst zahlreich diesem Vorgehen durch Petitionen an 10. So lange die Betriebs-, Jnnungs- und Bau- Krankenkaffen schließen. als gleichberechtigte Träger der Krankenversicherung beibehalten Sobald die Regierungsvorlage bekannt gegeben wird, soll außer werden, ist nicht der geringste Grund einzusehen, warum den von dem ein Kongreß der Krankenkassen Deutschlands" nach Berlin einden Arbeitern verwalteten freien Hilfskassen diese Eigenschaft berufen werden." d) daß, falls ein Versicherter infolge Wechsels der Beschäftigung entzogen, und dieselben nur noch als guschußlassen zugelassen gezwungen ist, auch seine Kassenzugehörigkeit zu wechseln, ihm werden sollen. auf eine im Statut der neuen Stasse etwa vorgeschriebene 11. Eine Einteilung der Versicherten in Lohntlassen nach der Central- Kommission der Krankenkassen Berlins. J. A. Eugen Simanowski, Vorsitzender, N., Hochstr. 46. Grösstes Warenhaus des Ostens M.Löwinsohn Nchf. Inh. S. Müller. Andreasplatz. 5 Minuten vom Schlesischen Bahnhof. Tenisa ni gispia guestadua Berlin O. Grüner Weg 32. 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450 93[ 1000] 839 42 988 84217 300 303 90 478 96 514 77 85167 831 526 686 849 80059 835 40 ( 15 000] 404 47 92 578 600 913 87379 438 703 52 865 88243 59 473 717 48 803 48[ 200] 9007 184 87 89 981 809.932 90054 115 99 235 40[ 200] 383 460 607 35 952 91247 78 443 661 854 945 55 92056 269 327 522 91 626 966 50 93021 23 202 441 543 663 733 79 807 94366 404 9 738 86 614 371 95073 123 25 49 93 368 84 480 585 686 769 851 96 96028 113[ 500] 50 816 24 26 596 859 942 93 97044 300 19 470 555 625 767 86 98178[ 300] 251 577[ 200] 701 817 81[ 200] 99016 73 74 84 314 43 403 32 618 52 84 55 100306 794 101096 176 265 509 90 748 13 928 18 102153 221 27 462 78 662 71 742 90 809 42 56 935 86 103055 61 222 380 506 53 696 702 67 99 800 92 104144 336 443 591 657 969 105041 189 300 79 563 661 856 915 81 106081 224 62 520 605 781 829 85 91 107136 306 584 637 140 108171 ( 1000] 239 43 405 76 781 850 100029 37 119 55 809 604 59 900 25 43 66 Iftraße 37, bei. 116260 88 365 478 384 [ 300] 647[ 500] 766 91 806 961 95 117031 82 138 233 324 29 479 500 633 51[ 500] 88 734 75 942 55 118073 79 33 700 874 909 9 119122 374 88 547 912 121 257 79 414 619 51 851 80 965 120169 78 345[ 200] 84 404 605 121459 575 665 67 823 979 122202 423 35 579 84 753 123037 234 320 433 843 52 990 124028 80 118[ 300] 91 281 308 71[ 200] 523 1200] 30. 684[ 200] 730 85 980 125035 55 86 104 217[ 200] 309, 26 74 484 91 630 40 729 69 812 25 995 126045 261 505 18 27 778 89 937 127009 231 93 385, 86 729[ 500] 90 128031 55 118 443[ 200] 540 97 810 19 908 24 12988 92 192 416 20 519 23 784 130080 434 517 926 37 62 79 131035 178 266 85 94 395 913-72 737-89 133201 39 371 87 469 737 807 43 57 99 981 184052 276 334 71 453 670 77 758 80 135180 265 362 94 740 860 959 78[ 200] 136073 82[ 300] 94 325 479 626 727 74 933 137025[ 5000]) 97 145 54 307 93[ 200] 514 25 600 710 892 926 70[ 200] 138166[ 300] 72 221 89 316 494 552 79 92 659 945 139512 626 726 58 834 80 931 45 140007 161 64 232 514 59 642 51[ 300] 52 701 848 93 913 141058 217 391 449 576 816 48 142065 102[ 200] 24 242 306 [ 200] 73 527 31 696 761 862 928 37 59 143597 675 755 856 144022 160 77 208 317 33 42 64 407 24 38 48 550 610 15.726 72 940 145133[ 200] 217 584 745 803 26 146068 260 75 336 147130 422 607 80 148031 49 92 185 364 433 701 66 149066 81 143 267 81 471 659 150048 81 92 171 87 291 499 575 663 786 927 151225 840 152166 500 20 21 628 913 85 306 64 475 94 562 99 75 781 154019 107 15 206 11 38226 77 153091 240 515 45 435[ 300] 679 813 958 155005 113 412 23 584 720 883 156226 372 668 888 903 68 157507 706 158054 208 356 475 584 826 44 981 159225 336 407 519 628, 849.906 42 63, 160123 40 397 98 519 60 655 736.65 91 893( 200) 161093 182 238 322 30 466 579 745 80 162179 290 331 90 433 63 723 163169 352 480 514 40 50[ 200] 800 939- 164274 436 335 653 714 20 31 41 56 165035 39 190 237 38 C17 549 650 739 98 166443 645 46 817 167051 218 19 347 473 749 889 108251 357 70 531 43 652 960 66 73 169050 54 60 696 769 843 170129[ 200] 72 211[ 200] 14 384 420 38 60 590 647[ 300] 791 96 874 171098 276 302 581 688 745 69 949 57 172005 59 258 96 442 627 799 861 86[ 200] 939 173106 211 442 64 541 50 606 68 922 82 174074 122 85 248 79 85 306 427 1500] 34 523 774-946 175031 178 223 84 85-581 606 176015 48 185 281 361 566 67 677 85 724 87 177262 350 602 25 804 8 942 178048 214 372 421[ 300] 52 509 22 628 750 904 7 22 77 179027 129 86 374 91 471 534 635 51 785 180036 53 58 90 204 394 427 61 622 733( 200) 915 78 181229 40 355 443 506 616 46 84 744 954 182006 14 169 91 361 527 611 70[ 200] 733 71 93 810 973 183010[ 200] 570 783 935 37 184037 149 81 310 54 61 465 78 509[ 300] 702 31 185499 543 746 965 186012 86 166 209 48 690 759 89 890 913 187127 58 378 402 15 519 731 32 845 969 81 188268 887 423 58 561[ 10 000] 914 189187 88 233 409 27 35 36 64 515 95 630 724 59 983 190011 217 302 721 947 75 191018 58 186[ 200] 377 548 49[ 200] 73 663 755 75 192065 129 212 57 70 315 689 92 800 35 79 925 45 193076 226 347 51 62 72 516 682 789[ 200] 824 55 81 194013 209 43 791 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499 897 961 74 222012 300 976 82 223128 540 628 783 70 807 80 901 84 94 224163 404 675 707 19 30 37 839 55 225003 9 40 110164 301 68 436 537( 1000) 111119 344 458 646 1732 986 118 97 217 421[ 200] 522 45 94 112031 267 87 353 668 728 882 96 113038 176 222 26 359 622 114004 157 94 260 24 361 595 985 657 115002 26 Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn au 60 000 r., 1 gu 45 000 m., 1 gu 30 000 W, 1 zu 10 000 r., 1 zu 5000 W, 8 au 3000 Mt 14 a 1000 Mt 84 zu 600 W Berantwortlicher Redacteur: Heinrich Ströbel in Berlin. Für den Inferatenteil verantwortlich: Carte in Berlin. Druck und Verlag von Mar Bading in Berlin. It. 216. 17. Jahrgang. 4. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 16. September 1900. ALGATERNIDA Eine Momentaufnahme imegun befahl er, daß die drei Diviſionen am eben genannten Tag vor Teil der Klaſſenkämpfe wieber, die das Proletariat au führen hat aus den deutschen Manövern. " r. S. beschloß nämlich, das gegnerische XIII. Armeecorps, das sich auf Die Geschichte der Maurerorganisation ist reicher an Kämpfen 25 Kilometer genähert hatte, am 9. September anzugreifen. Daher als die mancher andren Organisation; in ihr spiegelt sich ein gut mittags 5 Uhr mit ihren Spigen circa 4 kilometer öst- Deshalb war es eine sehr verdienstvolle Aufgabe des Verfassers, Das vierte Beiheft des heurigen Militär- Wochenblatts" enthältlich der Nagold zu stehen hätten, woraus sich ergiebt, daß die dieses Material fleißig zusammenzutragen, in trefflicher Bearbeitung eine eingehende Schilderung der im vorigen Jahre in Gegenwart Mannschaften mindestens um 2 Uhr 30 Minuten früh auf uns darzubieten. des Kaisers abgehaltenen Manöver. An der Hand dieses Berichts stehen mußten, kann einmal der Oeffentlichkeit unwiderleglich gezeigt werden, welchen Strapazen deutsche Soldaten auch im Frieden ausgesetzt find. Und zwar möchten wir von vornherein betonen, daß die in Und zwar möchten wir von vornherein betonen, daß die in unfrem Fall in Betracht kommenden horrenden Anstrengungen schon durch die Anlage der Manöver veranlaßt wurden. Nachdem die Divisionen circa 20 Kilometer marschiert waren, 4 = Jociate Rrd Sociale Rechtspflege. tönnen. Beim erfolgte nördlich weil der Stadt das Zusammentreffen mit„ dem überraschend in der Flante gefaßt wurde, so daß im Ernstfalle die Feinde", das damit endete, daß das XV. Armeecorps vom Gegner Das verunglückte Geschäfts- Fahrrad. Einem Hausdiener überraschend in der Flanke gefaßt wurde, so daß im Ernstfalle die war das Fahrrad seines Arbeitgebers bei der Erfüllung eines AufGewaltmärsche umsonst gewesen wären. Der junge Diese Anlage ist furz stizziert folgende: Ein„ blaues Heer" hat endlich die dringend nötige Ruhe. Am 10. September war Sonntag und daher fanden die Truppen trags durch einen Bierwagen beschädigt worden. Mann hatte geglaubt, mit dem Nad zwischen dem Bier feinen Aufmarsch in der Pfalz nördlich Germersheim- Landau und westlich davon begonnen. Das im Elsaß sich versammelnde gegn eRekapitulieren wir zum Schluß. Die 80. und 31. Division wagen und der Bordkante dee zeigs hindurch kommen hatten innerhalb ununterbrochen auf einander folgenden zu rückte Umdrehen rische rote Heer" schickt das XV. Armeecorps, das am 5. Sepder Bierwagen aber tember 1899 schon am rechten Rheinufer in der Höhe von Straßburg Tagen feldmäßig ausgerüstet folgende Märsche zurück- ein bißchen zurück und klemmte das Nad ein. Der Arbeitgeber, stand, ab, um möglichst viele der südlich des Mains noch in der zulegen: Ueberschreitung des Schwarzwalds, die Konditoreibefizer Karl, wollte sich nun an dem Lohn des HausMobilmachung befindlichen feindlichen Truppen an der Vereinigung for berten, hierauf ein Marsch von 40-45 Kilo flagbar wurde. einen Aufstieg bis 2400 Fuß relativer Höhe erdieners schadlos halten, worauf legterer beim Gewerbegericht Die Kammer VI, die sich unter dem mit ihrem Hauptheere zu hindern. des meter, trotzdem die Mannschaften nur wenig Vorsiz Getverberichters Aus dieser Aufgabe, die feindliche Mobilmachung zu stören, er nachtruhe gehabt hatten. Am nächsten Tag wieder beschäftigte, Dr. Krause mit der Sache ermeter, ging davon aus, daß der Arbeiter für gab sich für das XV. Armeecorps von Anfang an die Notwendigkeit, ein Aufbruch noch vor dem Beginn des Morgen- Materialschaden mir bei einem direkten Verschulden hafte... Da die möglichst viel au maridhieren, bamit die gegnerischen grauens, längere Märsche und ein Gefecht. Und dies Beweiserhebung lediglich ergab, daß Kläger das Zurückrüden des Truppen rechtzeitig abgefaßt werden konnten. Dabei aber lag alles im Frieben! Glüdlicherweise trat schon am 7. September Bierwagens nicht notwendig voraussehen mußte, riet der Vorfigende im zwischen beiden Parteien der Schwarzwald, den das XV. Armeecorps in Gewalt märschen überschreiten mußte. Doch laffen wir hier fühlere Witterung ein und bewahrte so die Soldaten vor den Ge- Namen des Gerichtshofs zu einem Bergleich in Höhe der Klagesumme. das„ Militär- Wochenblatt" ſelbſt ſprechen.. Es schreibt Seite 182/83 fahren berean, ob solche horrende Anstrengungen im Frieden Hize. Die Parteien einigten sich dann auch, der Kläger erhält seinen Lohn. Gegen die Inhaber der Druckerei ,, Gutenberg" hatte der " Der Marsch über den Schwarzwald stellte außergewöhn- irgendwelchen Ruzen haben. Die Antwort kann nur Nein lauten. Seger G. beim Gewerbegericht auf Lohnentschädigung wegen liche Leistungen für die Truppen in Aussicht. Die beiden Daß man die Mannschaften an solche Strapazen derart gewöhnen unberechtigter Entlassung geflagt. Der Vertreter der Beklagten fiffeistungen trobem südlichsten Kolonnen( 31. und 30. Division) hatten am 6. Sep- täglich 40-50 Kilometer marschieren können, ist ausgeschlossen. Auch daß Kläger den Faktor gröblich beleidigt habe. Es wurde hierüber fann, daß sie zuletzt wochenlang des Schlafs entbehren und trotzdem rechtfertigte vor der Kammer VIII die Entlassung damit, tember mit einem Teil ihrer Kräfte den steilen Aufstieg eine Untersuchung darüber, wie lange die Jufanterie zu marschieren Beweis erhoben. Der Wetteur der Druckerei bekundete: Er habe zur Paßhöhe des Gebirges zu überwinden und hier zu nächtigen. im stande, ist mötig, da man dies schon längst weiß. Und daß G. wegen nicht genügender Leistungen Vorhaltungen gemacht. Die von der 31. Jufanterie Division einzuschlagende Kniebisstraße unsre Truppen, wenn die Umstände es fordern, das Menschen- Der Faftor fei hinzugekommen und habe ebenfalls seine Meinung steigt von westlich Oppenau bis zur Alexanderschanze weit Kniebes 722 Meter, die Marschstraße der 30. In bildung des deutschen Infanteristen. Dann vielleicht wegen der umstehenden hören kommten, dem Faftor erwidert, dieser könnte weit Kniebes 722 Meter, die Marschstraße der 30. In- mögliche leisten, dafür bürgt schon die äußerst anstrengende Aus- fagen wollen. Darauf hätte der Kläger lärmend, so daß es die fanterie Division fiber Achern Reichenbach von öftlich Kappel- Führung? Wenn ein fommandierender General in einer solchen feine Arbeit überhaupt nicht beurteilen. Der Gerichtshof wies auf rodeck bis zum Ruhestein 715 Meter.") Auf den Höhen an age, wie fie für das XV. Armeecorps angenommen wurde, erst Grund der Zeugenaussagen die Klage mit folgender Begründung ab. gekommen, mußten die Truppen meist bi bouatieren, nur wenige lernen muß, daß für ihn die Schnelligkeit das erste Erfordernis ist, Die Aeßerung, jemand fönne eine Arbeit nicht beurteilen, jei an und zerftrent liegende Gehöfte boten Obdach.... Am Tage er jo ist es traurig bestellt. fchwerte große Hize den Marich. Nachts machte sich ſo iſt es traurig beſtellt. nigh für sich nicht schlimm. Falle sie aber dem Vorgesezten gegendie auf den Gebirgshöhen herrschende Abkühlung nun der Faktor der berufene Vertreter des Chefs sei, so liege einer über in Gegenwart andrer, dann sei es eine grobe Beleidigung. Da empfindlich fühlbar. Am 7. September fette die 31. Infanteriedivision den Marsch über den Kniebis nach Freuden der Entlassungsgründe des§ 123 der Gewerbe- Ordnung vor. stadt und Dornstetten fort. Die 30. stieg in das Murgthal hinab, hinab. erreichte Steichenbach des Berichts: und, mit der Spizze das steile östliche Ufer ersteigend, Urnagold. Auch hier fand die Truppe nur wenig zerstreut liegende Ortschaften zur Unterkunft und neben der Straße an den schmalen, durch Gebirgswäffer berieselten( also wohl feuchten! Anm. d. Ned.) Wiesenthälern wenig Raum für Bivouacs. Die 41. Infanteriedivision hatte auf der nördlichsten Marschstraße weniger schwierige Verhältnisse zu überwinden. Sie erreichte am 6. September Baden und Steinbach, am 7. September Herrenalb und Gernsbach." Nun sollte man glauben, daß den Truppen nach diesen zwei außerordentlich anstrengenden Marschtagen ein Ruhetag gegönnt worden sei, aber leider war dies nicht der Fall. Im Gegenteil wurden infolge der Manöveranlage für den 8. September Wärsche notwendig, die sogar die Uebersteigung des Schwarzwaldes in den Schatten stellten, meter! erreichen. = Wir nun, jede Gefahr für die Striegstüchtigkeit auf die Schonung der Truppen Daher glauben wir, daß bei der Anlage der Manöver ohne Rücksicht genommen werden kann und solche Situationen, wie sie 1899 für gut befunden wurden, durchaus unötig find. 1919112 Titterarisches. da der Kläger wegen eines Die Frühstücksansträgerin Ritter beanspruchte von dem Bäder meister Döbler eine Lohnentschädigung wegen ungerechtfertigter plöglicher Entlassung. Der Beklagte wandte vor dem Gewerbegericht, Stammer VI, ein, daß Frühstücsausträger überhaupt teinen Die Organisation der Maurer Deutschlands. Ein BeiAnspruch auf die gesetzliche Kündigungsfrist hätten. Im übrigen trag zur Geschichte der deutschen Maurerbewegung hätte sie auch Grund von Frit Päplow. zur Entlassung gegeben. Die Frau In einem ftattlichen Band von 304 Seiten des Beklagten wurde als Zeugin vernommen. Sie sagte aus, die Umfang hat der Redacteur des Grundstein", ris Bäplow, im Selägerin habe ihren fleinen Sohn vor 1/26 Uhr morgens, also Auftrage des Verbands deutscher Maurer sich der mühevollen Arbeit vor der gejeglich( polizeilich) zulässigen Beit beim Frühstücktragen unterzogen, einen geschichtlichen Rückblick über die Organisation der verwendet und trotz Berbots nicht davon abgelaffen. Der BäckerMaurer zu geben. Wir können das interessante Wert, das eine Fülle meister werde in solchen Fällen von der Behörde haftbar gemacht, des wichtigen Materials, einen Teil der unausgesetzten Beschwerden nicht die Frühstücsausträgerin. Die Klägerin wurde mit ihrem Ents und Verfolgungen, aber auch Erfolge der deutschen Arbeiter fchädigungsanspruch abgewiesen. Der Vorsitzende Dr. Krause führte bewegung wiederspiegelt, als eine Ergänzung der verdienstvollen begründend aus: An sich stehe auch den Frühstücksausträgern die Arbeit des Herrn Dr. Schmöle betrachten, der in seinem mit Fleiß Stindigungsfrist zu. Die Klägerin fei aber mit Recht entlassen zufammengetragenen Wert Die socialdemokratischen Gewerkschaften worden, da fie ihr Kind ungefeßlicherweise bei der Arbeit vor 1/26 1hr in Deutschland seit dem Erlaß des Socialistengesezes" sich der gleichen benutzt und so den Beklagten verhindert habe, den gesetzlichen AnAm 7. September erhielt nämlich der kommandierende General Aufgabe in umfangreicherem Maße widmete. des XV. Armeecorps die Nachricht, daß das gegnerische XIII. Armeeforderungen zu entsprechen. Trotzdem die Gewerkschaftsbewegung in Deutschland nur auf eine corps marschbereit bei Stuttgart versammelt fei. Es lag jomit", verhältnismäßig turze Zeit ihres Bejtchens zurückblicken tann, stellen Der Droschkenkutscher I. verlangte im Klagewege von dem schreibt das Militär- Wochenblatt"," die Möglichkeit vor, daß dieses( XIII.) fich doch dem, der dem Entwicklungsgang nachforschen will, die größten Fuhrherrn Schwan berg eine vierzehntägige Lohnentschädigung Armeecorps nicht auf Germersheim zu seiner Armee weitermarschieren, Schwierigkeiten entgegen. Der fortgesetzte Kampf der Gewerkschaften wegen unberechtigter Entlassung, Der Beklagte bestritt, daß er sondern in westlicher Richtung sich gegen das XV. Armeecorps mit der Polizei und den Gerichten hat es verschuldet, daß manches den Kläger entlassen habe. Allerdings hätte er am 24. Juni, wenden würde, um es beim Austritt aus dem Gebirge an dem wichtige Material vernichtet wurde, oft unüberbrückbare Lücken in Termins morgens nicht geschwierigen Nagoldabschnitt anzugreifen... Um sich die für der Geschichtsschreibung entstehen müssen. Die bürgerliche Bresse, die tomment und jei, felber angespannt sei selber gefahren. den Austritt aus dem Gebirge wichtigen Nagoldübergänge früh in den Jahren bis zum Fall des Socialistengesetzes noch mehr als als I. fich an der Haltestelle meldete, habe er ihn jedoch zum zeitig zu sichern, beabsichtigte der kommandierende General( des heute die Arbeiterbewegung totfchwieg und wo sie berichtete, tenden- andern Tage bestellt. Der Seläger betonte dem gegenüber, boch be= XV. Armeecorps) für den 8. September die Marschfähigkeit ziös entstellte, fann als Quelle nur wenig benügt werden. Die entlaffen zu sein und suchte diese Behauptung zu seiner Truppen voll auszunuzen und mit den socialistische Presse war zu jener Beit zu schwach, um die Lücke ausweisen. Es wurde eine umfangreiche Beweiserhebung über Spigen der Avantgarden die höhen östlich der zufüllen und so war auch der Verfasser der Geschichte der Maurer befundete der Droschtenbesitzer Pabst, daß er am selben die Angaben beider Parteien veranstaltet. Unter anderm Nagold zu erreichen." bewegung auf ein verhältnismäßig dürftiges Material angewiesen. Zu diesem Zweck befahl der Führer des Armeecorps für den Aber dennoch bekommen wir ein zusammenfassendes Bild auch nachdem J. ihm erklärt hätte, mit dem Fahren für Schwanberg wäre Tage noch dem Kläger Beschäftigung angeboten habe, 8. September folgende Märsche: aus jener Zeit und manch' vergilbtes Dokument ist zuni 31. Division von Freudenstadt bis Calw a. d. Nagold= 44 Kilo Vorschein gekommen, das sonst gewiß gänzlich verloren gegangen es aus. Der Kläger sei auch bereit gewesen, bei ihm anzuspannen, habe es aber nicht gethan. Die Kammer VII des Gewerbegerichts meter! wäre. Wie für die deutsche Gewerkschaftsbewegung überhaupt jo fällt habe es aber nicht gethan. 30. Division von Reichenbach bis Hirsau a. d. Nagold= 40 Kilo. auch für die Organisation der Maurer die erste Periode ihres unter dem Vorfiz des Gewerberichters Dr. Meier wies Es möge ganz 1. Division von Gernsbach bis Liebenzell 33 Kilometer, Schaffens in die Zeit von 1869 bis zum Beginn des Socialisten die Klage mit folgender Begründung ab: gesetzes. Aber der große Fortschritt, den im Vergleich mit jener Beit dahingestellt bleiben, ob der Kläger entlassen sei oder ob er am Abends 6 Uhr hatten die Avantgarden die betreffenden Orte zu der heutige Stand der Bewegung aufweist, tritt une flar vor nächsten Tage bei Schwanberg wieder weiter arbeiten sollte. Augen, wenn wir über den ersten bedeutsamen Lohnkampf in Berlin Jedenfalls stehe fest, daß der Fuhrherr Pabst ihm andre ArbeitsDa den ganzen Tag marschiert werden mußte, so fab fich im Jahre 1869, an dem 4000 Maurer beteiligt waren, lesen, daß gelegenheit geboten und daß er diese zunächst auch angenommen habe. Aus irgend welchen Gründen sei er nicht eingetreten; der kommandierende General gezwungen, um 10 Uhr vormittags damals die Maurer für die Sommermonate 11stündige Arbeitszeit ablochen zu lassen und zwar die 31. Divifion in der Gegend von und einen Tagelohn von einem Thaler forderten; heute hat die vielleicht habe er geglaubt, sich dadurch etwaige Ansprüche an den Berneck, die 82. Division bei Neuweiler, die 41. Division bei Höfen. Organisation in ihrem Vertrag die 9ftündige Arbeitszeit und 65 Pf. Beklagten Schwanberg besser zu sichern. Nun könne man aber wenn Schadenersatz verlangen, mant den Schaden Daraus geht hervor, daß die 81. Divifion um 10 Uhr vormittags Stundenlohn festgelegt. fchon ungefähr 25 Kilometer, die 30. Division um die nämliche Zeit eine Verdienstmöglichkeit haben können. Da er sie nicht nügte, müſſe selber verschulde. Das sei hier der Fall, denn J. hätte ja bei Babst die gleiche Strecke und die 41. Division ungefähr 18 Kilometer zurüd er den Schaden selber tragen. Selbst der Nachweis einer unberechtigten gelegt hatte. Da größere Truppenförper in der Stunde nicht mehr Entlassung durch Schwanberg würde daran nichts ändern. als 5 Kilometer marschieren können, so müssen die 31. und 30. Division Entlassung durch Schwanberg würde daran nichts ändern. uni 5 Uhr früh aufgebrochen sein. Nechnen wir nun nach, wann Unberechtigte Ausprüche. Der Zuschneider K. beanspruchte die Mannschaften der beiden legtgenannten Divifionen aus dem Schlaf Schon im Jahre 1874 wurde gegen die Organisation ein schwerer durch Klage beim Gewerbegericht von dem Schneidermeister Abraham geweckt wurden. Schlag geführt; der strebsame Staatsanwalt Tessendorf, der den eine Lohnentschädigung für 27 Tage abzüglich eines Vorschusses Die 31. Division lag in Freudenstadt und Dornstetten in Allgemeinen deutschen Arbeiterverein auflöfte, verfügte auch die Auf- fowie 14 M. rückständigen Lohn. Er behauptete, unberechtigterweise Quartier. Einquartierte Mannschaften können aber selbstverständlich lösung des Allgemeinen Verbands der Maurer und Steinhauer ohne Innehaltung der ihm vertraglich zustehenden vierwöchentlichen nicht direkt zum Versammlungsplatz der Devision gehen, sondern sowie die Schließung des Bimmererverbands. Die damals so berühmte Sündigungsfrist entlaffen zu sein. Der Beklagte machte dagegen werden zuerst in Compagnien gesammelt, diese begeben sich zum VII. Deputation des Berliner Stadtgerichts, die in politischen geltend, Seläger sei am Montag, den 16. Juli, erst gegen 2 Uhr nachBataillon und erst das letztere marschiert selbständig nach dem Prozessen eine ähnlich denkwürdige Rolle spielte, wie in neuerer Zeit mittags zur Arbeit gekommen, und dann noch bei der Arbeit Abmarschplatz. Man darf daher als sicher annehmen, daß die die Brausewetter- Stammer, bestätigte die Attion des Herrn Teffendorf bummilig gewesen. Während der Arbeitszeit, bei Gelegenheit eines Mannschaften ihre Quartiere spätestens um 4 Uhr verlassen und und verfügte die Schließung des Berliner Vereins. Ganges, habe er sich sogar in einer Mädchenkneipe aufgehalten. Auch daher spätestens um 3 Uhr früh aufstehen mußten. Borher war Grottfau, der intelligenteste Leiter der Organisation, habe er sich Montagnachmittag betrunken. Der Kläger entschuldigte Nicht viel besser waren die Verhältnisse bei der 30. Division, die zu einer längeren Gefängnisstrafe verurteilt, die er fich im Wahl- fein spätes Eintreffen am Montag damit, daß er, der in bivouatierte. Jm Bivouac fällt allerdings das langwierige Busammen- fampf zugezogen hatte, so daß nach diesen polizeilichen Berfolgungen, Frankfurt a. D. war, Sonntagabend und Montag früh den Bug stellen der Division weg, da die Truppen bereits in der Ver- die sich in vielfacher Art wiederholten, die Organisation nie mehr auf verpaßt habe. Die weiteren Einwände des Beklagten suchte K. als fammlungsformation lagern, dafür aber bereitet das Staffeekochen, eine eigentliche Höhe tam, bis das Socialistengesetz gänzlich ihre Berlebertreibung hinzustellen. Die Kammer I unter dem Vorsitz des Busammentragen des Strohs, Einwerfen der Kochlöcher viel Arbeit. störung herbeiführte. Gewerberichters Dr. Leo sprach ihm nach einer Beweiserhebung Länger als bis 3 Uhr 30 Minuten früh konnten auch die Mann- Während des Socialistengeseges. der zweiten Periode gewert- nur den rückständigen Lohn zu. Sein Entschädigungsschaften der 30. Division nicht ruhen. Somit ergiebt fich, schaftlicher Kämpfe, find es, die lokalen Vereine, die anspruch wurde mit folgender Begründung abgewiesen: daß die Mannschaften der beiden genannten unter vielen Beschwerden die Berufsgenossen zusammen- Seläger gebe selber zu, zweimal den Zug verpaẞt zu haben. Divisionen, trozdem fie in den letzten beiden Tagen den halten. Noch einmal wird ein großer Schlag gegen diese Anstatt nun am Montagnachmittag und an den folgenden Schwarzwald unter großen Anstrengungen überftiegen hatten, nur Organisation geführt, es ist der Prozeß 1888 in Berlin, Tagen durch doppelte Gewissenhaftigkeit die zweifellos widerbis höchstens 3 Uhr 30 Minuten ihlafen tonnten der auf Grund des Verbindungsverbots des preußischen Vereins- rechtliche Versäumnis wieder gut zu machen, habe er am und dann einen Marsch von 40-44 kilometer gefeges eingeleitet war. Nach einer Verhandlung, die sich 14 Tage Nachmittage des Montag und am Dienstagvormittag in uns hinzog, wurden die 40 Angeklagten freigesprochen. Vom Reichsgericht zulässiger Weise herumgebummelt, sich zum Beisgiel in der Zeit Aber noch nicht genug damit! Ein Teil der Divisionen mußte wurde die Anklage nochmals an die Berliner Straffammer zurüd zwischen 4 und 6 1hr nachmittags betrunken und in ver nämlich, an der Nagold angelommen, sofort Borposten beziehen, gewiesen, die denn 1890 auch zur Verurteilung der drei Mitglieder Sneipe De Berum geſeſſen. Sier fönnte man ein 11 11. twie die Nr. 7 des einschlägigen Corpsbefehls beweist. Hier heißt der Hamburger Agitationstommission, Knegendorf, Dammann und befugtes Verlassen der Arbeit annehmen, das nach es: lleberall find von starten Avantgarden die Wilbrandt, zu je 50 m. tam. In diese Beit fällt aber auch der§ 123 der Gewerbe- Ordnung ein Grund zur fofortigen Entlassung Höhen östlich der Nagold zu sichern." Da nun die Ufer Beginn eines Streits, der für die Bauhandwerker- Bewegung verfei. Aber selbst wenn man dies nicht wollte, so würde auf jeden der Nagold die Thaljohle um etwa 250 Meter überhöhen, so hängnisvoll werden sollte. Der Streit, der sich zwischen Keßler und Fall in dieser ganzen ungeheuerlichen Nachlässigkeit beim hatten diese Avantgarden, als fie todmüde an der Nagold der centralen Richtung in Hamburg entfachte, nimmt einen breiten Nachgehen seiner Geschäfte ein wichtiger Grund angelangt waren, noch die Kleinigkeit von 850 Fuß in Raum in der Geschichte der Bauhandwerker- Bewegung ein und Simme des§ 124a der Gewerbe Ordnung liegen. Kläger die Höhe zu steigen. berichtet über keine Zeit der Erfolge und Stärkung. Erst habe eine vierwöchentliche Kündigungsfrist gehabt und nach Auch am nächsten Tage wurde den Truppen fein Ruhetag ge mit dem Beginn des wirtschaftlichen Aufschwungs, nachdem im Jahre§ 124a tömten Gefellen und Gehilfen, sowie die Arbeitgeber auch währt, sondern hier fam es zur Schlacht". Der fommandierende General 1891 auf dem Kongreß zu Gotha der Verband der Maurer Deutsch aus wichtigen Gründen" vor Ablauf der vertragsmäßigen Zeit und a mislands ins Leben gerufen wurde, gelangt auch die Organisation der ohne Innehaltung einer Kündigungsfrist die Aufhebung des ArbeitsEine feste Stütze findet die Organisation in dieser Zeit nicht, nur in der Gründerperiode zu Anfang der 70er Jahre nimmt sie zu einem fühnen Anflug Anlauf, der aber weniger in einer festen Organisation, als einem losen Zusammenhalt in der Lohnbewegung zu suchen ist. feinen *) Es sind hier nicht absolute, sondern relative Höhen ge- Maurer vom Jahre 1895 an in steigendem Maße zu Einfluß und verhältnisses verlangen, wenn dieses mindestens auf vier meint, so daß die Truppen also wirklich 722 bez. 715 Meter= 2454 Bedeutung. Heute zählt der Verband 90 000 Mitglieder und ist Wochen oder wenn eine längere als 14tägige bez. 2431 Fuß zu steigen hatten. fidant damit die größte und einflußreichste Organisation geworden. into the dim Kündigungsfrist vereinbart ist. + Tod-+ allen Wanzen. " Wanzol" ( gesetzl. geschützt) Radikalmittel gegen Wanzen. Rudolf Bartsch, Berlin S., Oranienstr. 73 blirannan end tailmon golh Grösstes Lager in 4 Etagen. out sim 03 Sh siln Wanzol fleckt nickt, ist nicht giftig, verbreitet keinen üblen Geruch. Wanzol kann überall angewendet werden. Wanzol vertilgt alle Wanzen samt ihrer Brut. Der Erfolg ist überraschend, die Wirkung radikal. 213 Preis per Flasche 75 Pf., 1,75 Mk. u. 2,75 Mk. Einzig und allein bei Max Arndt, BERLIN C., Seydelstr. 31 a, nahe Spittelmarkt. Für Berlin jede Bestellung frei ins Haus. Gesundheit ist Reichtum! Dampf- und Heissluft- Bäder wirksamstes, erfolgreichstes und billigstes Mittel gegen Erkältung, Gicht und Rheumatismus. Lieferung an sämtliche Krankenkassen. 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