Nr. 218. 15 distres de tined Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit illuftrierter Sonntagss Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Posts Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Cingetragen in der Post- Zeitungss Preisliste für 1900 unter Dr. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags, Vorwärts Berliner Dolksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgefpaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinss und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für Die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Hernsprecher: Amt 1, Hr. 1508. Telegramm Adresse: " Socialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Eine Bülow- Note. Mittwoch, den 19. September 1900. Ahnungslosigkeit, in der fie der Aufstand antraf. Mit dem Gesicht u selu nach Europa, mit dem Rücken nach China", wie gesagt worden ist, trieben die Herren Gesandten ihre diplomatischen Künste in Beting. Seitdem Graf Bülow am 19. Juli fein China- Rundschreiben der Oeffentlichkeit übergab, ist über Absichten und Pläne der Reichsregierung bezüglich Chinas nichts amtlich bekannt geworden. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Arbeiterschutz Sie sahen nicht, was vorging, und sie wissen nicht, to en fie ernstlich in den kaufmännischen Geschäften. als verantwortlich bezeichnen sollen. Man zweifelt, ob man auch 9 Uhr- Ladenschluß. Nachtruhe der Angestellten. nun den Mann gefaßt hat, der gegen v. Ketteler den tödlichen Schuß Nach den Bestimmungen der Gewerbe- Ordnungs- Novelle, die richtete. Man weiß nicht, ob dieser Mann im Auftrag höherer den Reichstag in diesem Frühjahr beschäftigt hat, werden vom chinesischer Beamte handelte. Man weiß nicht, ob die der Fremden 1. Oktober d. J. ab einige grundlegende Wenderungen im geschäft lichen Verkehr einzuführen sein. Am wichtigsten in dieser Neuregelung ist die Einführung des gefeßlichen 9 Uhr- Ladenschlusses und die gesetzliche Anordnung einer Mindestruhezeit für die Ge hilfen, Lehrlinge und sonstigen kaufmännischen Angestellten. Die wichtigsten neuen Bestimmungen lauten: Zu allen noch so bedeutungsvollen Ereignissen, die sich seitdem in Beting zugetragen haben, zu allen noch so wichtigen Maßnahmen feindschaft beschuldigten chinesischen Persönlichkeiten, ob Tuan, ob auswärtiger Kabinette wurde die deutsche Deffentlichkeit von der die Kaiferin- Regentin aktiv die Erhebung gefördert haben Regierung feiner Mitteilung wert geachtet. Nur der Walderfee- oder machtlos ihrem Entstehen und Umsichgreifen zusahen. Man Spettafel fonnte zeigen, wohin wenigstens die nebenregierenden weiß nichts. Kreise in China trachten. Seut beglüdt uns Graf Bülow durch die Bekanntgabe eines Cirkular- Telegramms, das er an die deutschen Botschafter in London, Paris, St. Petersburg, Rom, Washington, Wien und an die Gesandtschaft in Totio hat ergehen lassen. Graf Bülow, der fo lange schweigsame, hat sicherlich endlich der Welt wichtiges zu vertünden. Man höre, was er den Erwartungsvollen erzählt: Die Regierung Seiner Majestät des Kaisers erachtet als eine Vorbedingung für den Eintritt in diplomatischen Verkehr mit der chinesischen Regierung die Auslieferung der " Graf Bülow aber erklärt als Vorbedingung der Vorbedingung eines diplomatischen Verkehrs mit China, daß diejenigen, die nichts wissen, Aussagen machen. dem werden. werden. faufsstellen für den geschäftlichen Verkehr geschlossen sein. Die beim Bon 9 Uhr abends bis 5 Uhr morgens müiffen offene Ber Während man annahm, daß Verhandlungen mit Tsching und Ladenschluß im Laden schon anwesenden Kunden dürfen noch bedient Li Hung Tichang bereits gepflogen werden oder doch baldigst in In offenen Verkaufsstellen und den dazu gehörenden SchreibAussicht stehen, knüpft Graf Bülow den Beginn solcher Unterhandlungen stuben( Comptoiren) und Lagerräumen ist den Gehilfen, Lehrlingen an die Borbedingung der Auslieferung der Schuldigen. Diese Aus- und Arbeitern nach Beendigung der täglichen Arbeitszeit eine unlieferung aber ist geknüpft an die Borbedingung, daß Graf Bülow und Arbeitern nach Beendigung der täglichen Arbeitszeit eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens zehn Stunden zu ge Kunde erhält, die ihm niemand zu geben vermag. währen. Das unter den gegebenen Umständen groteske Verlangen des In Gemeinden, welche nach der jetveilig letzten Volkszählung jenigen Personen, welche als die erften und eigentlichen Grafen Bülow ist nur zu begreifen aus der völligen Ber- mehr als 20 000 Einwohner haben, muß die Ruhezeit in offenen Anstifter der gegen das Völkerrecht in Peking begangenen Ber- ranntheit der deutschen Diplomatie in Verkaufsstellen, in denen zwei oder mehr Gehilfen und Lehrlinge brechen festgestellt find. Die Zahl der ausführenden verbrecherischen unsch nach Sühne und Nache. Werkzeuge ist zu groß; dem civilisierten Gewissen Im großen, schwierigen Chinaproblem weiß der Staatsmann beschäftigt werden, mindestens 11 Stunden betragen. Für fleinere würde eine Maffenegetution widersprechen. Auch Graf Bülow nichts Wichtigeres als die Auslieferung einiger Ortschaften kann diese Ruhezeit durch Ortsstatut vorgeschrieben liegt es in den Verhältnissen, daß selbst die Gruppe der Schuldiger". Anstatt gründliche Einkehr bei uns selbst Innerhalb der Arbeitszeit muß den Gehilfen, Lehrlingen und Leiter nicht wird vollständig ermittelt werden können. Die zu halten, wie sie selbst der frühere deutsche Gesandte in Peking Arbeitern eine angemessene Mittagspause gewährt werden. Für wenigen aber unter aber unter ihnen, deren Schuld forderte, anstatt die Ursachen der Erregungen in China zu suchen und Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter, die ihre Hauptmahlzeit außerhalb notorisch ist, sollten ausgeliefert und bestraft ihre fünftige Bermeidung anzubahnen, anstatt China zu beruhigen des die Verkaufsstelle enthaltenden Gebäudes einnehmen, muß diese werden. Die Bertretungen der Mächte in Beting werden in und möglichst bald durch Beilegung der Wirren dem Handel und Bause mindestens eine und eine halbe Stunde betragen. der Lage sein, in dieser Untersuchung vollgültiges Zeugnis ab- Erwerb Heilung der geschlagenen Wunden zu ermöglichen-verzulegen oder beizubringen. Auf die Zahl der Bestraften kommt bohrt sich die weise Chinapolitik des Grafen Bülow in der firen es weniger an, als auf ihre Eigenschaft als Haupt- Idee, um jeden Preis Dinge erfahren zu wollen, die sie längst er anstifter und Leiter. Die Regierung Sr. Majestät fahren haben müßte, wenn sie erfahrbar wären. glaubt auf die Einstimmigkeit aller Stabinette Das Cirkulartelegramm wird von den fremden Kabinetten mit in diesem Punkte zählen zu können, denn Gleichgültig- ungeteilter Heiterkeit empfangen werden. Die Kabinette werden mit keit gegen den Gedanken einer gerechten Sühne würde freundlicher Liebenswürdigkeit erklären, daß allerdings fein einziges gleichbedeutend sein mit Gleichgültigkeit gegen eine Wiederholung von ihnen beabsichtige, die chinesischen Nebelthäter straffrei zu lassen, des Verbrechens. Die Regierung Seiner Majestät des Kaisers sofern man fie fennen und gefaßt haben würde! schlägt deshalb den beteiligten Kabinetten vor, ihre Ver Die Note des Grafen Bülow beweist die Unfähigkeit der treter in Pefing zur Bezeichnung derjenigen Diplomatie, das chinesische Chaos zu ordnen. Das chinesische Leiden leitenden chinesischen Persönlichkeiten auf au- mit Nachsucht und Gewaltthätigkeit behandeln, bedeutet, nur immer fordern, über beren Schulb bei der Anstiftung größere Schwierigkeiten und schlimmere Berwichung vorbereiten. oder der Durchführung der Verbrechen der Läge China nicht militärisch allzu tief danieder, es wäre nicht aus 8 weifel ausgeschlossen ist. geschlossen, daß die Weisheit der Diplomatie dem Grafen Waldersee noch blutige Arbeit verschaffen könnte. gez. Bülow. Eines berührt in dieser Note des deutschen Staatssekretärs des wärtigen erfreulich. Wir beglückwünschen Graf Bülow in ber Rolle des Anwalts, des civilisierten Gewissens", das eine „ Massenegetution verschmäht. Graf Bülow wünscht nur, daß den„ Hauptanstiftern und Leitern" tein Pardon gegeben werde. Nach den Anschauungen, die sonst hier und da das civilisierte Nachrichten aus China. Hongkong, 18. September. General Feldmarschall Graf aldersee, der gestern hier eintraf, ist an Bord der Hertha" weitergereift. Tientsin, 17. September. General v. Lessel ist hier anPionier- Compagnie sind zur Zeit hier versantmelt. Herzlicher zweier Eskadrons Priamursti- Dragoner. sad Damit ist endlich der Anfang gemacht, den faufmännischen Ans gestellten, neben den bisherigen Bestimmungen über die Sonntagsruhe, einen weiteren Schutz gegen übertriebene Anforderungen an ihre Arbeitskraft zu gewähren. Wie unabweislich solche Schußgefeßgebung war, das haben die Untersuchungen der Kommission für Arbeiterstatistit ergeben, die mit Erhebungen über die Arbeitsverhältnisse der kaufmännischen Angestellten beauftragt war. Sie hat ermittelt, daß mehr als die Hälfte der in Frage tommenden Ladengeschäfte täglich über 14 Stunden geöffnet sind. Selbst mehr als 16stündige Ladenzeit wurde noch in zahlreichen Fällen gefunden. Als ganz besonders ungünstig stellten sich die Verhältnisse in den Verkaufsstellen für Tabat, für Nahrungsmittel für Kolonial- und Materialwaren heraus. Bei den Kolonial und Materialwaren- Geschäften steigt die Bahl der Geschäfte, in denen der Laden länger als 14 Stunden offen bleibt, auf 84 Prozent; bei 70 Prozent dieser Geschäfte wurde eine Ladenzeit von mehr als 15 Stunden festgestellt, in 161/2 Broz. dauerte fie länger als 16 Stunden. und Gewissen über die in China zu nehmende Sühne bekundet hat, ist gelangt. Drei Bataillone, zwei Estadrons, zwei Batterien, eine auf die Gesunur bei den Handlungsgehilfen und Lehrdie Rache des Graf Bülow immerhin nicht allzu hunnisch zu Empfang durch russischen Commodore Domizirow. Ehrenwache nennen. Was aber bedeutet die Bülowsche Note für den gegenwärtigen Stand der Chinafrage? Sie beweist die Aussichtslosigkeit einer baldigen Entwirrung der inefifchen 3u stände und insbesondere die vollständige Unfruchtbar teit der deutschen China politit. Besorgnisse im Süden. wij on Diefe außerordentlich ungünstigen Verhältnisse veranlaßten die Kommission für Arbeiterstatistik zu Vorschlägen für zu erlassende Schutzbestimmungen, die zum Teil noch weiter gingen, als das neue Gesundheitsamt ist zu der Ueberzeugung gelangt, daß die Gesezgewordene. Auch das zum Gutachten aufgeforderte Reichs. gegenwärtig vielfach üblichen langen Arbeitszeiten schädigend daß, eine lingen, sondern auch bei den Geschäftsdienern usw. die Arbeitszeit herbeizuführen, nicht nur bei den Handlungsgehilfen und Lehrauf ein geringeres Maß zurüdgeführt werden müsse." Neben der Gesundheitsschädigung war zu bedenken die Unmöglichkeit der geistigen Fortbildung für die unter solchen VerEndlich war auch nicht zu verkennen, daß eine in diese Verhältnisse hältnissen lebenden Angestellten, die Berrüttung des Familienlebens. eingreifende Schutzgesetzgebung nicht nur den Gehilfen, sondern auch den Ladeninhabern selbst mit zu gute fam. Die gegen eine Schußgesezgebung gerichtete Agitation der weniger verständigen Geschäftsleute schüchterte allerdings die Regierung ein, und was sie in ihrem Gesetzentwurf vom Frühjahr 1899 vorschlug, das blieb zurüd. Die Regierungsvorlage brachte nur eine Ruhepause für die Angestellten von 10 Stunden und die Bestimmung, daß auf Antrag von 2/3 ber beteiligten Geschäftsinhaber für die Zeit zwischen 8 Uhr abends und 6 ühr morgens, oder zwischen 9 Uhr abends und 7 Uhr man bajelbst in jeder Stadt chinesische Truppen eifrig egerzieren. Hongkong, 18. Sept. Nachrichten vom Westfluß zufolge fieht Chinesische Kanonenboote fahren wieder den Fluß auf und ab. Augenscheinlich ist eine Attion beabsichtigt, doch ist es unmöglich, zu Fünf Wochen nach der Einnahme Betings ersucht die deutsche sagen, welcher Art sie sei. Der Flußdampfer Sandpiper" kreuzt Regierung die auswärtigen Regierungen um Befragung ihrer im Flußdelta, der Flußdampfer Robin" ist nach Kanton abGesandten in China China über die Hauptanstifter und Leiter gegangen. der Unruhen und der Ermordung des Freiherrn v. Ketteler. Verfolgung der Miffionen. weit hinter den Forderungen der Kommission für Arbeiterſtatiſtit Es steht damit fest, daß diese Gesandten bisher keinerlei Köln, 18. September. Die„ Kölnische Volkszeitung" meldet aus Aufklärung über über das, was jetzt Graf Bülow zu wissen Hantau vom 8. September: Vorgestern fam ein flüchtiger wünscht, gegeben haben. Alle die Nachrichten, die seit Wochen Missionar, ein Pater Franziskaner aus Human, hier an. Der in buntem Durcheinander über angebliche Urheber der Unruhen Pater ist wie durch ein Wunder dem Tode entgangen. Seine morgens der Geschäftsschluß angeordnet werden könne. durch die Presse verbreitet wurden, über die Schuld der Kaiserin, Reise von Hunan nach Hautau war überaus qualvoll. Kaum Besonders der Thätigkeit der Socialdemokraten in der Reichstagsdes Prinzen Tuan usw., erweisen sich als unerwiesene Gerüchte. hatte er diefelbe angetreten, als er als Europäer erfannt wurde. tommission und später im Plenum des Reichstags ist es jedoch zu Die deutsche Regierung ist völlig ohne Wissen über die Vor- Noch jetzt find die Wunden sichtbar, die er dovongetragen. Während fchlusses ein principieller Schritt nach vorwärts gethan wurde. Man zerschlug feinen Tragftuhl und fiel alsdann über ihn selbst her. banken, daß vor allem in der Frage des obligatorischen Ladengänge in Peking, die zur Einschließung der Gesandten führten. zwei Tagen hatte er nichts als etwas Sumpfwasser, bis eine Num scheint es fast, als sei das Auswärtige Amt unwillig über heidnische Familie sich seiner erbarmte. So werden nun also vom 1. Oftober ab alle offenen VerkaufsKaum hatte er die Weiter stellen von 9 Uhr abends bis 5 Uhr morgens geschlossen gehalten diesen Mangel an Klärenden Nachrichten aus Beting und als wollte reise angetreten, als er von neuem erkannt wurde. Seiner werden müssen. Ein Acht uhr- Ladenschluß wurde gesezes durch seine Note die übrigen Kabinette mahnen. Dieser Schein Kleider beraubt, segte man ihn auf einem Stuble auf einen Tisch lich nicht eingeführt, jedoch die folgenden Bestimmungen getroffen: muß entstehen angesichts der Selbstverständlichkeit des Inhalts und verhöhnte ihn dami während 4 Stunden auf die schmählichste Auf Antrag von mindestens zwei Dritteln der beteiligten Geder Note. Kann man sich Komischeres vorstellen als dieses feierliche Wetfe. Eines der menschlichen Ungeheuer stieß dann dem armen schäftsinhaber kann für eine Gemeinde oder mehrere örtlich unVerlangen, die Gesandten möchten doch etwas mitteilen, was mit Miffionar einen glühenden Draht in den Körper; andre Dinge find zuteilen das allernächſtliegende sein müßte. Eine solche Forderung im Hospital. Der Zerstörung unsrer Missionsgebäude in Tschitsu höheren Verwaltungsbehörde nach Anhörung der Gemeindebehörden nicht gut in Worte zu fleiden. Augenblicklich liegt er schwer frant mittelbar zusammenhängende Gemeinden durch Anordnung der scheint sich nur verstehen zu laffen, wenn Graf Bülow annimmt, ift diejenige noch einiger andrer gefolgt. Die Kirchen von für alle oder einzelne Geschäftzweige angeordnet werden, daß die die fremden Gesandten wüßten etwas, hielten Suengmei und Tientinop liegen in Asche, die Christen find geflohen, offenen Verkaufsstellen während bestimmter Zeiträume oder während aber mit ihrem Wissen zurüd. Diese Meinung tann Graf ihre Häuser niedergebrannt und ihre habe ist weggeschleppt. des ganzen Jahres auch in der Zeit zwischen acht und neun Uhr Bülow aber nicht wohl haben, denn auch die Mitglieder Es ist bezeichnend, wie die chinesischen Behörden unsern abends und zwischen fünf und sieben Uhr morgens für den geder deutschen Gesandtschaft verharren in demselben armen fliehenden und hungernden Chriften Schuß angedeihen schäftlichen Verkehr geschlossen sein müssen. Schweigen. Herr v. Below, der Vertreter des deutschen Gesandten laffen. Aeußerlich thut man so, als gewähre man Schuh, Auf Antrag von mindestens einem Drittel der beteiligten Gein Beling, ist zwar telegraphisch befragt worden, welche Mitglieder im Geheimen aber wünscht man dieus schäftsinhaber hat die höhere Verwaltungsbehörde die beteiligten der Gesandtschaft er zur Ordensdekorierung vorschlage, er hat auch Boden, Die katholischen Miffionen sollen aus den Tausenden von Mitteilung zu einer Aeußerung für oder gegen die Einführung des rottung fämtlicher Christen auf chinesischem Geschäftsinhaber durch ortsübliche Bekanntmachung oder besondere telegraphisch geantwortet und die Ordensverleihungen sind bereits Wunden, die ihnen bereits geschlagen sind, nach und nach verbluten. Ladenschlusses im Sinne des vorstehenden Abfazes aufzufordern. erfolgt, aber Aber die Dinge, die zu wissen der dringlichste Wunsch In Taijuenfu find gegen 60 Europäer, darunter jedenfalls die beiden Erklären sich zwei Drittel der Abstimmenden für die Einführung, des Grafen Bülow ist, hat v. Below geschwiegen gleich den übrigen Bischöfe, 19 Franziskanermiffionare und 8 Schwestern, von Rebellen so kann die höhere Verwaltungsbehörde die entsprechende Anordnung Gesandten. und rebellischen Soldaten ermordet; damit wäre das sechste Vikariat treffen. der Franziskaner vollständig vernichtet. Wie aus den in die Presse gelangten Mitteilungen hervorgeht, Ins130 haben die Geschäftsleute vieler Orte beschlossen, den Achtuhr- Ladenschluß zu beantragen. Den Gehilfen und sonstigen Angestellten hat Offenbar haben die Gesandten in Peking selbst teine sichere Kenntnis von den Ursachen und den Verursachern der Unruhen. Das entspricht durchaus der beard man sich, ebenso wie auch die Sonntagsruhe, auf eine Einschränkung der Rechte der jetzt in der Verwaltung den auf den Staat( bisher Sache der man leider ein Antragsrecht( bezüglich des früheren Schlusses der Geschäfte nicht eingeräumt. Daß der Neumuhr- Ladenschluß und noch mehr der AchtuhrLadenschluß für das faufende publikum manche un bequemlichkeit zur Folge haben wird, ist gar nicht zu verauch an den zeitigen Abendschluß der Geschäfte gewöhnen. Jeden falls find die Vorteile, die die neue Regelung den Angestellten bringt, so groß, daß dem Publikum dafür ein kleines Opfer an Bequemlich teit und eine Berücksichtigung der Menschenrechte der kaufmännischen Angestellten zugemutet werden darf. tennen. Auch die jetzt vielfach noch grollenden Geschäftsinhaber werden fich an dem neuen Zustand gewöhnen und sie werden schließlich auch teinen geschäftlichen Schaden erleiden. Aehnlich unzufrieden wie jetzt, war ja auch ein großer Teil der Geschäftsinhaber bei Einführung der Sonntagsruhe. Und heute dürfte es kaum noch Geschäftsleute geben, die sich den früheren Zustand zurückwünschen. Uebrigens find Ausnahmen vom gesetzlichen Neunuhr- Ladenschluß zugelassen und zwar für folgende Fälle: 1. für uuvorgesehene Notfälle, Ausschlag gebenden Versicherten hinaus. Die Kölnische Zeitung" erörtert das nun aber auch ganz offen, indem sie die Mittel prüft, durch die ihr oben angezeigtes Ziel erreicht werden kann. blatt motierte sich darüber und erklärte mit vollem Brustton, man werde sich u. a. zu beschäftigen haben mit einer Reform der Grundwerde den Versicherten das sind die Arbeiter teine Rechte steuer, einem Antrage auf Verstaatlichung der Mobiliar- Fenernehmen. Das ist ja nun schon ohne weiteres als Unsinn zu versicherung, Gewährung von Entschädigungen für die Folgen der und mit Maßregeln zur erkennen; jebe Einschränkung der Rechte der Kassen läuft praktisch Maul- und Klauenseuche, Uebernahme des tulturtechnischen Dienstes Beseitigung der ländlichen Dienstbotennot. Zu dem letzteren Zwecke plant das ehrenwerte Centrum ein Attentat auf die reizügigkeit der Landbewohner unter 18 Jahren, die man nicht mehr in die Stadt und in die Industrie hineinlassen will. Bei dieser Gelegenheit mußten sich die Herren Baueru freilich auch sagen lassen, daß sie an den gegenwärtigen Zuständen selbst schuld seien, würden doch gerade von den meisten Bauern die eignen Buben und Mädel in die Stadt geschickt! Nachsession drückte man sich stillschweigend herum. Jedoch gewannen Um die in letzter Zeit viel erörterte Frage einer Landtagswir aus privaten Aenßerungen Dr. Dallers den Eindrnd, als ob man im Rate der Parteigötter nicht besonders für eine außer ordentliche Landtagsfession eingenommen sei. Vielleicht will man nicht nur Auseinanderseßungen mit dem Kultusminister aus dem Wege gehen, sondern man traut sich wohl auch nicht den Muth zu, bei den dann Da wird erst der Vorschlag erörtert, den Vorsitzenden der Kaffe und ihre Beamten ein für allemal von der Gemeinde bestellen zu lassen. Dann wird ein Bestätigungsrecht der Behörde für die Wahl des Vorsitzenden erörtert und schließlich eine Erweiterung der Rechte der Unternehmer gegenüber denen der Versicherten. Das alles würde selbstverständlich eine Einschränkung der Rechte der Versicherten bedeuten, gleichviel, ob sie Socialdemokraten sind oder nicht. Die Kölnische Zeitung" ist auch so freundlich zuzugestehen, daß sie zwar eine Erweiterung der Unternehmerrechte in den Kaffen für nötig hält, aber keineswegs die Unternehmer zu höheren Bei2. an höchstens 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden trägen herangezogen wissen will. Also: den Arbeitern die Pflichten, unausbleiblichen Erörterungen über das Verhalten der bayrischen Tagen, jedoch bis spätesten 10 Uhr abends, 3. nach näherer gespätesten 3. nach näherer Bestimmung der höheren Verwaltungsbehörde den Unternehmern die Rechte! All das weitere Gerede von dem Regierung zur Chinapolitit so aufzutreten, wie es bei ernstlicher Be in Städten, welche nach der jeweilig legten Volkszählung Nutzen der Centralisation der Kaffen für ihre Leistungsfähigkeit ist folgung der Hauptsächlichsten Programmpunkte des bayrisch- patriotischen Bauernvereins: Wahrung der Selbständigkeit weniger als zweitausend Einwohner haben, sowie in ländeitel Spiegelfechterei. Man lese nur diesen Schlußfaz des Artikels des bayrischen Vaterlands nötig wäre. So zieht man lichen Gemeinden, sofern in denselben der Geschäftsverkehr der Kölnischen es nicht, Bürgschaften für eine fachgemäße Verdie kleinere Blamage der größeren vor. Und das Ministerium wird Ver- fich wohl auch erkenntlich dafür erweisen. Deutsches Pumpgenie. sich vornehmlich auf einzelne Tage der Woche oder auf einzelne Stunden des Tags beschränkt. Während der Zeit, wo die Verkaufsstellen geschlossen sein müssen, ist das Feilbieten von ligen Wegen, Straßen, prägearen auf öffentOrten oder ohne vorherige Bestellung von Haus zu Haus im stehenden Gewerbebetriebe sowie im Gewerbebetriebe im Umherziehen verboten. Ausnahmen können von der Orts- Polizeibehörde zugelassen werden. oder an öffentlichen Die Bestimmungen über die den Angestellten zu gewährenden Ruhepausen berühren die Oeffentlichkeit weit weniger, als die Anordnung des Ladenschlusses. Bei den Pausen handelt es sich um die innere Regelung des Geschäftsbetriebs, mit der sich die Geschäftsinhaber mit den Angestellten abzufinden haben. Was die Mittagspause betrifft, so ist hinsichtlich der Angestellten, die beim Prinzipal essen, keine bestimmte Regelung erfolgt. Es heißt nur, daß ihnen eine angemessene" Mittagspause gewährt werden müsse. Unter angemeffen" dürfte mindestens die ruhige und ungestörte Beendigung der Mahlzeit zu verstehen sein. Die außer dem Hause essenden Angestellten haben eine Mittagspause von mindestens 11/2 Stunden. Zu beachten ist noch, daß die Mindest- Ruhezeit nach der täglichen Arbeit nur in den Gemeinden von über 20 000 Einwohnern und dort nur in Geschäften mit zwei oder mehr Gehilfen oder Lehrlingen elf Stunden, in den kleineren Gemeinden mur zehn Stunden beträgt. Da geſehlicher Ladenschluß im ganzen Reich um 9 Uhr abends ist, so haben die Angestellten in Gemeinden von über 20 000 Einwohnern, und soweit sie hier in Geschäften mit mindestens zwei Gehilfen oder Lehrlingen thätig sind, ihren Dienst erst am 8 Uhr morgens wieder anzutreten. Das schließt nicht aus, daß das Geschäft schon morgens um 5 Uhr vom Chef selbst oder von solchen Angestellten wieder eröffnet wird, die ihre gesetzliche Ruhezeit schon abends um 6 1hr angetreten haben. In dieser Weise sind verschiedene Variationen. möglich. In den Geschäften mit weniger als zwei Gehilfen oder Lehrlingen und in den Gemeinden bis zu 20 000 Einwohnern haben die Angestellten nur eine ununterbrochene zehnständige Ruhezeit zu be anspruchen, soweit nicht durch Ortsstatut die 11 stündige Pause eingeführt ist.dom dindi uahmen vorgeschen. Die Bestimmungen finden keine Anwendung Doch auch für dieſe Ruhezeitbestimmungen find Aus1. auf Arbeiten, die zur Verhütung des Verderbens von Waren unverzüglich vorgenommen werden müssen, Man ficht, daß im Interesse der Geschäftsinhaber sowohl, wie des laufenden Bublikums alle möglichen Rückſichten genommen worden sind. Und da die Arbeitskraft der Angestellten auch in normalen Zeiten den Unternehmern 14 Stunden, und unter den oben näher bezeichneten Umständen 13 Stunden lang täglich zur Verfügung gestellt ist, so wird man von Uebertreibungen des Arbeiterschutzes durch diese Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung gewiß nicht sprechen können. Uebrigens ist das, was jest vor geschrieben wird, und mehr als das, in sehr vielen Geschäften wenn auch nicht gerade in den Materialwaren- und der Tabakbranche längst durchgeführt. Auf einige andre die taufmännischen Angestellten betreffende Bestimmungen der Gewerbe- Ordnungs- Novelle tommen wir demnächst noch zurück.3ds, sid wild call Politische Uebersicht. 161 „ Gelingt waltung der Orts- Krankenkassen zu schaffen, so wird aller Voraussicht nach nicht nur die Reform des Kranten- Bersierungsgefegesi Geitern, ſondern auch für die Orts- Krankenkassen selbst eine große Gefahr er wachsen. Schon heute kann festgestellt werden, daß überall da, wo die Socialdemokraten die Verwaltung der Orts- Krankenkassen in die Hand genommen haben, die Zahl der Betriebs- Krankenkassen rasch wächst, die den Orts- Krankenkassen zahlreiche und gesunde Versicherte entziehen. Diese Bewegung wird selbstredend mit der fortschreitenden Verseuchung der Orts- Krankenkassen weiter zunehmen, während auf der andren Seite durch die Gründung von InnungsKrankenkassen ein weiterer Abzug von Mitgliedern herbeigeführt werden kann. Wenn auch zum Schaden der einheitlichen Organider einheitlichen Organisation der Krankenversicherung, so wird schließlich den Behörden nichts andres übrig bleiben, als die Gründung von Innungs- Krantenfassen und von Betriebs- Krantentassen nachdrücklich zu fördern." Das heißt also mit deutlichen Worten: Centralisation ist gleich gültig, Erhöhung der Leistungsfähigkeit ist gleichgültig, Bekämpfung der Socialdemokratie ist die Hauptsache! Ist das nicht zu erreichen, dann lieber noch mehr Jnnungskassen, die bekanntlich von allen Kaffenarten am wenigsten leisten und am teuersten arbeiten. Verwirklichtes Huumenideal. Mannlichereitten worden war. Ueberall traf man Beweise für die fürchterliche Nache der a pan er. Die Staatsbürger Beitung" begleitet diese Mitteilung des japanischen Humentums deren Glaubwürdigkeit noch dahingestellt bleiben mag mit dem seltsamen Zujay: dipi Asiaten bleiben eben Asiaten". Das Blatt scheint vergessen zu haben, daß auch in Europa diese japanische Kriegsführung eindringlich empfohlenworden ist. Bayrisch- Patriotisches. 20071 Ueber die neue 80 Millionen Reichsanleihe schreibt die Frei= finnige Zeitung" cheng hätte die Regierung die Pflicht, aus Unfres Erachtens Anlaß dieser neuen Reichsanleihe, anstatt einzelne polemische Aroffiziösen Presse zu veranlassen, die gesamte ginanalage bes Reims vor der Deffentlichkeit flarzustellen. Es kommt dabei namentlich auch darauf an, flarzustellen, ob und wann der 80 Millionen- Anleihe wie der eine neue Reichsanleihe folgen muß, weil nicht bloß auf die jezige Anleihe vorschußweise angewiesene Ausgaben für die China Expedition noch anderweitig Deckung er heischen, sondern auch für das nächste Rechnungsjahr 1901 wiederum ein neuer Anleihebedarf von 80-100 Mill. Mark in Frage kommen wird. Wir befinden uns eben in der Verschuldung auf einem durchaus abschüssigen Wege. Seit dem Love Staiſer Wilhelms 1. im Jahre 1988 baben sich die Reichsschulden verdreifacht, find um 1½ Milliarden angewachsen und werden einschließlich der neuen Anleihe jetzt schon den Betrag von 22 Milliarden überschritten haben." uled child in minisub] spun: Die Vorarbeiten zur Revision des KrankenversicherungsGesetzes gestalten sich nach Meldung eines Berliner Blatts so umfangreich und find noch so wenig vorgeschritten, daß in unter richteten Streifen bezweifelt wird, ob es möglich sein wird, dieſen wichtigen Entwurf schon in der bevorstehenden Session dem Reichstag vorzulegen. Wir haben schon früher eine ähnliche Meldung eines ärztlichen Fachblatts wiedergegeben. Das wird nicht hindern, daß sich die Bericherten mit der Organisierung der Abwehr der reaktionären Pläne weiter ernstlich beschäftigen. Der chinesische Specialforrespondent der Morning Post" bespricht den Kampf auf dem Wege nach Peting. Er sagt, die Japaner hätten keinen Pardon gegeben. Sie töteten jeden verwundeten, den fie trafen. Ein japanischer Offizier, den der Korrespondent darüber befragte, antwortete, die Chinesen gäben keinen Pardon, und so könnten sie es auch nicht thun. Auf falscher Fährte. Im Ausschuß des Gesamtverbands Er bekräftigte diese Erklärung damit, daß er einem in der Nähe liegenden Verwundeten eine Kugel durch den Kopf jagte. wurde auch über die tägliche Arbeitsdauer der dem Verband an deutscher Metallindustrieller, der am Sonnabend in Berlin tagte, Später fam der Berichterstatter dazu, als die Japaner gehörigen Fabriken berichtet. Wie wir bereits mitteilten, wurde festgerade dabei waren, einen gefangenen Chinesen zu ihm auf dem Rüden zusammengebunden, und ein Soldat hielt 23 Betrieben eine etwas fürzere Arbeitszeit herrscht. Außerhalb ist erschießen. Dieser lag auf seinen Knien, die Hände waren gestellt, daß von den 128 dem Verband angeschlossenen Berliner Betrieben 105 eine zehnstündige Arbeitszeit eingeführt haben und int ihn beim Zopf feft. Gin japanischer Offizier stand vor ihm, hatte vielfach eine längere Arbeitszeit üblich. Der Verband hat nun beBleistift und Notizbuch in der Hand und fragte den Chinesen aus. 2. für die Aufnahme der gefeßlich vorgeschriebenen Inventur, Ein Revolver diente dazu, den Fragen Nachdrud zu verschaffen. Der fchloffen, feine Mitglieder zur Einführung der zehnstündigen Arbeitssowie bei Neueinrichtungen und Umzügen, Korrespondent hörte im Weggehen noch die Schüsse, die den Gezeit zu verpflichten. Darüber ist nun die Poſt" fichtlich zufrieden, 3. außerdem an jährlich höchstens dreißig von der Ortspolizei- fangenen in ein besseres Jenseits beförderten. Er traf auf viele indem sie der socialpolitischen Einsicht der Metallindustriellen folbehörde allgemein oder für einzelne Geschäftszweige zu be- Chinesen, denen die Gurgel mit ihrem eignen gendes Lob spendet: hip stimmenden Tagen. Das ist ein sehr beachtenswerter Schritt, der wieder einmal Arbeitszeit sich angelegen sein läßt. bezeugt, wie die Industrie aus eigner Initiative die Kürzung der Während Socialpolitiler Arbeitszeit für Fabritarbeiterinnen und Jugendliche auf zehn verschiedener Richtungen über die Frage einer Herabsetzung der Stunden erbauliche Betrachtungen anstellen, ist der Normalarbeitstag für alle Arbeiter in der Metallindustrie auf 10 Stunden festgestellt worden. Auch die socialdemokratischen Forderungen find früher bei dem Zehustundentag stehen geblieben. Nachdem diese Forderung aber aus der freien Entschließung der beteiligten Industriellen erfüllt worden ist, werden möglicherweise die ewig Unzufriedenen ungefäumt mit dem alten socialdemokratischen Aus München vird mus vont 17. September geschrieben: Steckenpferde des Achtstundentags herausrücken. pifin in Der bayrische Kultusminister, Excellenz Dehnbar, hat in legter on Da hat die" Post" im Dienste ihrer Auftraggeber wieder eine Zeit den ganzen Zorn und die flammende Entrüstung unsrer Ultra- mal eine große Dummheit begangen. Dem Verband deutscher montanen auf sich geladen, weil er die Ernennung eines Oberlehrers Metallindustrieller fällt es gar nicht ein, feinen Mitgliedern eine und eines. Lehrers bestätigte, die, weil sie ihre aus Mischehen hervor- fürzere Arbeitszeit vorzuschreiben. Seine Maßnahmen gehen dahin, gegangenen Kinder protestantisch erzichen lassen, gegen die Gesetze daß in keinem Betriebe eine kürzere Arbeitszeit als zehn der katholischen Kirche verstoßen. Wenn man dem Rache Stunden eingeführt werden darf, und wo es dennoch geschieht, die MitBerlin, den 18. September. geschrei glauben wollte, das fich im ultramontanen Blätter- glieder mit allen Mitteln gezwungen werden sollen, wieder die zehnstündige Die Krankenkaffenhete. wald erhob, dann gingen das Centrum mit dem Plan Arbeitszeit herzustellen. Das Lob der„ Post" trifft also eine von dem Ver Nicht um die Hebung der Leistungsfähigkeit der Krankenkassen um, nicht nur Herrn v. Landmann, sondern das ganze bayrische Ge- band deutscher Metallindustrieller gar nicht verfolgte Bestrebung. Es ist wird es sich bei der sogenannten„ Reform des Krankenversicherungs- famtministerium zu stürzen. Num fand gestern in Tuntenhausen die also teine Verkürzung der Arbeitszeit, sondern eine Verlängerung gesetzes" handeln, sondern um einen Borstoß gegen die Socialdemo- alljährliche große Herbstparade des im Jahre 1868 vom verstorbenen der Arbeitszeit, die der Verband fordert, die Ausdehnung der Arbeits Graf Arco- 8inneberg gegründeten bayrisch: patriotischen zeit auf über zehn Stunden ist ihm höchst gleichgültig. Was jagt fratie, fattisch um Beschränkung der Rechte der Versicherten zu gunsten Bauernvereins statt. Bei dieser Gelegenheit pflegen die aber um die" Post" zu den wirklichen Absichten der Unternehmer der Unternehmer oder der Bureaukratie. Das haben wir von vorn hervorragendsten Centrumsführer das Programm der nächsten organisation und Herr Stummm zu seinen Preßtulis, die nicht einmal herein betont und das wird auch immer offner zugegeben. Die politischen Saison zu verkünden, wobei den Herren Ministern über die Absichten ihres Auftraggebers unterrichtet sind? „ Kölnische Zeitung", der wir schon mehrfache Aufklärungen in oft auch der auch der Preis der geschäßten Centrumsfreundschaft Ovation auf Kommando. Zum Kaiserbesuch in diesem Punkte verdanten, beschäftigt sich abermals mit der angedeutet wird. Heuer nun erwarten viele nach den letzten Bor- Hildesheim gelegentlich der Enthüllung des Kaiser Wilhelmsogenannten Reform und leitet ihren Artikel mit folgendem gängen eine feierliche Kriegserklärung an Herrn v. Landmann, ja Denkmals, die voraussichtlich am 15. Oktober d. J. erfolgen wird, vielleicht gar an das ganze Stabinett Crailsheim. Diese Optimisten, hat die königl. Regierung, Abteilung für Kirchen- und Schulwesen, Sage ein: od „ Die in Aussicht stehenden Verhandlungen im Reichstag über die den klaffenden Abgrund zwischen ultramontanem Zeitungs- an die freisinspektoren in den Kreisen Hildesheim, Stadt und Land, die Abänderung des Krankenversicherungs Gesetzes werden im gefchrei und den klugen Thaten weiser Centrumshäuptlinge Marienburg, Beine, Goslar, Ilfeld und Gronau folgende Verfügung noch nicht fennen, wurden bitter enttäuscht. Den Ruf erlassen: oddal! schildspun out Gegensatz zu den Beratungen über das Invalidenversicherungs- Abzug Landmann" hatte nach ungrischem Muster noch Gesetz und über die Abänderung der Unfallversicherungs- Geseze vor wenigen Tagen die angeblich führende Augsburger Post Anwesenheit des Kaisers in Hildesheim, den 15. Oktober d. J., der Wir bestimmen hiermit, daß an dem Tage der bevorstehenden ihre Bedeutung weniger auf technischem als auf zeitung" als Feldgeschrei ausgegeben und gestern ordnete web- Schulunterricht in den Ihnen unterstellten Schulen ausfällt. Wir politischem Gebiet haben und daher einen schärferen obschon die Anwesenheit Charakter annehmen. Dies hat seinen Grund darin, daß die eine vorfider Abg. Dr. Daller, der Führer der Partei, treffen diese Bestimmung schon jetzt, Er Sr. Majestät noch nicht bestimmt feststeht, damit Lehrer und Socialdemokratie feit Erlaß der Novelle im Jahre 1892 plan- beklagte bitterlich die Entscheidungen der Regierung, Schüler fi retzeitig auf eine eventuelle mäßig dazu übergegangen ist, nicht nur die Stellen der Borstands daß manches Bersehen( auf ultramontaner Seite nämlich) fich ein- tönnen. dst dnm sitsmide( gez.) Glajewald." man eingehend prüfen wolle. Dabei werde man dann erkennen, wanderung oder Fahrt hierher borbereiten mitglieder aus dem Stande der Arbeiter, sondern auch diejenigen geschlichen habe. Wir bedauern, daß ohne Darlegung der Diesen Wink werden die Lehrer gewiß verstehen, sie werden sich aller befoldeten Beamten der Orts- Krankenkassen mit verdienten Gründe fo vorgegangen wurde und empfinden das uns gegenüber rechtzeitig mit ihren Schulkindern in Hildesheim einfinden. Die Diesen Wink werden die Lehrer gewiß verstehen, sie werden sich Agitatoren zu besetzen, um dadurch auf die politische Gesinnung der als eine schmerzliche Rücksichtslosigkeit." Im übrigen könnten die Blätter fönnen dann wieder von den Zehntausenden erzählen, die Versicherten einen maßgebenden Einfluß zu gewinnen. Diesen Miß- Centrumswähler sicher sein, daß man schon das Rechte treffen aus der ganzen Umgegend zusammengeströmt sind. brauch staatlich geschaffener Organisationen werde. zu Parteizweden unmöglich zu machen, muß den Damit ist die wilde Empörung der sensationsbedürftigen Weiter hinauf gemaßregelt dürfte deninächst der feyzige Schwerpunkt der gefeggeberischen Maßnahmen Centrumsredacteure in die sicheren Bahnen einer foliden Handels- Regierungssrath, frühere Landrat v. Dallwig werden. Es steht nämlich fest, daß der bisherige Landeshauptmann von bilben; es wird daher bei allen Abänderungsvorschlägen die schaft mit der dehnbaren Excellenz geleitet. Auch die Chinafrage zog Dr. Daller in den Kreis feiner Schlesien, v. Röder, frankheitshalber bald aus dem Amte scheiden Brüfung unerläßlich sein, ob und inwieweit daraus eine Förderung Betrachtungen und tabelte das vorhandene Bestreben, die dem wird. In den schlesischen Adelskreisen beschäftigt man sich eingehend der socialdemokratischen Propaganda zu befürchten ist, oder ob die Bundesrat und dem Reichstag zustehenden Rechte verfassungswidrig mit der Nachfolgerschaft. Wie die„ Kreuz- Zeitung" gehört haben Maßnahmen geeignet sind, die Ortskrankenkassen ihren eigentlichen einer einzigen Macht und einem einzelnen Fürsten zu übertragen. will, wird dabei„ von vielen Seiten" auch der Name Dallwig geZweden zurückzugeben." Dieser Zustand schädige die materiellen Interessen Bayerns, weil nannt. Herr v. Dallwig war als analgegner zur Disposition sid omad = die map Als wir vor einiger Zeit ähnliche, wenn auch noch nicht ganz durch das ganze System die finanziellen Ueberweisungen des Reichs gestellt worden. Daher macht die Kreuz- 8fg." für ihn mächtig ungenierte Auslassungen des Blatts annagelten, wiesen wir schon an die Einzelstaaten immer mehr in Frage gestellt werden. Die Reflame. Der Sprung von einem Regierungsrats- Gehalt auf darauf hin, daß die Herrschende Clique auch hier wieder, wie so oft, Entiendung Waldersees mit ihren Begleiterscheinungen bezeichnete er 15 000 m. Landesdirektor Einkommen wäre eine hübsche Entschädipraktisch üben wird, woraus fie uns immer einen Vorwurf als ein Unternehmen, das in der Geschichte Deutschlands noch nicht gung für das turze Märtyrertum des Gemäßregelten.- ptor dagewesen sei. Bom Tisch der zahlreich erschienenen Geistlichen ers macht: nämlich Arbeiter Arbeiter und Socialdemokratie au identitönte bei dieser Stelle der Zuruf: Preußische Prozerei. Eine Warnung vor den National Socialen hat das fizieren; daß sie aus Furcht vor der Socialdemokratie den Der eigentliche Hauptredner war Dr. Heim. Er erstattete ein te i marische Kultusministerium nenerdings an die Arbeitern Nechte nehmen wollen, Rechte, die ihnen lediglich auf längeres Referat über die nächsten parlamentarischen Aufgaben der Geistlichen und Lehrer gerichtet. Das Minifterium hat Grund der Arbeitereigenschaft zustehen. Ein hiesiges Scharfmacher- Centrumspartei zu Gunsten des Bauernstands. Der nächste Landtag die Warnung ausgesprochen, sich an der politischen Agitation des trauen. 391115] national- socialen Pfarrers Naumann in irgend einer Weise zu be- Jentschloffen zu sein scheinen, ihr Vaterland bis auf den letzten Mann Eigentümliche ist, daß sie hier mit so viel Gehässigkeit und in solcherteiligen. tajnom sus pington zu verteidigen, ist freilich nicht mehr zu denken. Ebensowenig Menge eng zufammengedrängt erscheinen. Die weimarische Regierung zählt zwar seit einigen Jahren zu haben die Boeren von der Einmischung der europäischen Mächte Es haben bis jetzt 37 Firmen die Forderungen bewilligt. den Spizen der Neaktion. Doch daß fie sogar den National- Socialen zu ihren Gunsten erivarten. Das mächtige Albion Wieviel den Prinzipalen daran liegt, daß die Arbeit wieder aufdie Ehre ihrer Furcht spenden würde, war selbst ihr nicht zuzu- läßt fich feine Beute nicht mehr entreißen und die andren genommen wird, zeigt folgendes Schreiben, das von einer der Mächte wollen vor allen Dingen Ordnung" haben. Wohl haben größten Buchbindereien an ihre ausgesperrten Arbeiter verfandt Der Konsumverein in Glauchau( Sachsen) ist jetzt mit fie, d. h. die Kapitalisten aller Nationen, große Interessen in Trans worden ist: Ich ersuche Sie, nächsten Montag bei mir wieder an 124 M. zur Kirchensteuer herangezogen worden. Es ist nicht baal, weniger an dem Geschick der Boeren. Die größte Sorge der zufangen, da ich wohl hoffen darf, daß der neue, vom Verband recht verständlich, wie man die Mitgliedschaft des Konsumvereins in europäischen Großmächte ist jetzt, daß in Transvaal Ruhe und Ord- Deutscher Buchbindereibefizer ausgearbeitete Tarif Sie zufrieden einer Kirchengemeinde begründen will. Stann der Verein auch aus nung wiederhergestellt werde, damit die Ausbeutung der reichen stellen wird." Goldminen baldmöglichst wieder aufgenommen werden kann. Offen der Kirche austreten? Die Etui Arbeiter, die gestern bei den Firmen in den und ungeschminkt vertritt das Berl. Tagebl." diesen Geschäftsstand- Streit eingetreten sind, die die Forderungen nicht bewilligt haben, punkt, indem es schreibt: Neue Kolonialgrenel. Nach der„ Deutschen Tageszeitung" ist der Hauptmann v. Besser, der vor einem Jahr auf einer " " Man wird es nämlich in den europäischen Staaten müde, stellen nur sehr geringe Forderungen an die Prinzipale. Von der Straferpedition gegen die Effoi verwundet worden war, infolge der auf den Eintritt geordneter Zustände in Trans Branche Löhne von 16 M. gezahlt werden und der Durchschnittslohn baal zu warten, namentlich, nachdem auch die chinesische Frage etwa 23 m. beträgt. Man verlangte lediglich die neunstündige Ar dem Handel und der Induſtrie ernſte Hemmiſſe bereitet. Klagen mehrerer Offiziere sofort von seiner Stellung abberufen worden. Nach der Stuttgarter Deutschen Reichspost" soll sich die Strafegpedition unerhörte Grausamkeiten haben zu Schulden kommen lassen. Nicht nur seien die Träger der Expedition mehrfach grausam getötet worden, sondern auch den Eingebornen des passierten Landstrichs sei eine barbarische Behandlung zu teil geworden. and i ditt Die Städte, schreibt der Gewährsmann des Blatts, durch braucht auf Reisen nur ein offenes Ohr zu haben, um selbst in beitszeit und, um dem Ueberhandnehmen der Ueberzeitarbeit während der Saison entgegenzuwirken, für die ersten zwei UeberDeutschland, wo die Sympathien für Transvaal sicher keine gestunden 331/3 Proz. Zuschlag, danach 50 Broz. ringen waren, zu hören, daß der Krieg auf die eine oder Die Forderungen wurden von 5 mittleren Firmen sofort beandre Art zu Ende kommen müsse, und da es heute nur noch eine Art, die willigt, während die größeren nur einen Zuschlag für Ueberzeitenglische, giebt, so heißt dies nichts andres, als daß die Boeren arbeit von 25 Broz. bezahlen wollen. ihr hoffnungsloses Beginnen aufgeben mögen, damit ein geregelter geschäftlicher Verkehr mit SüdDie Zahl der Ausständigen beträgt 101 männliche und 12 weibwelche diese Soldaten der deutschen Schutztruppe gezogen find, afrika wieder in Gang komme. Dieses Verlangen ist durchaus liche Arbeiter. Diefelben find bis auf 3 sämtlich im„ Deutschen Buchgerechtfertigt, nachdem thatsächlich die Würfel in dem ungleichen Nachdem in den großen Versammlungen der Buchbinder der Kampfe gefallen find. Dem Ereignis der Wiedereröffnung Ausstand für jene Firmen beschlossen worden ist, die den Tarif bis des südafrikanischen Marktes wird von allen Seiten stehen bis hinauf nach Kilincindi fast ganz leer. Die Leute stehen in beständiger Furcht, cslämen neue Truppen nach, und leben deshalb zerstreut in den leben deshalb zerstrent in den Wäldern. Wir tamen letzte Woche durch einige dieser Städte: Komba, Mambanda, Mutonye. Die Siraßen waren fast ganz menschenleer. Auch allerhandel liegt danieder, wie ich sah und von den Faktoristen im Balondoland umher persönlich erfahren habe." so]" dundjin@ t Hoffentlich dringt über diese neue Leistiade bald näheres an die Oeffentlichkeit. sijusin 100 i Ausland. sid on mit faft schmerzlicher Spannung entgegengesehen. Das gewaltfame Dienstag früh nicht bewilligt haben, hat sich die Zahl der AusHinausschieben des gewünschten Bieles muß daher Un- tändigen auf 1208 vermehrt. Eine größere Anzahl Firmen haben, behagen erregen und wird, wie gesagt, in den weitesten heute noch die Forderungen bewilligt. Kreisen die Sympathie für die Boeren abschwächen; denn schließlich Berlins, daß auch die Arbeiter und Arbeiterinnen des Christlichen Zur besonderen Befriedigung gereicht es den Buchbindern wird sich jeder sagen, daß ihm das Hemd näher als der Rock, und daß es vorzuziehen, unter englischer Flagge Geschäfte Beitschriftenvereins dem Buchbinderverbande beigetreten find und mit den Bewohnern Südafrikas zu machen, als mit den Boeren nun fich dem Ausstande angeschlossen haben. zu darben, und, was schlimmer, diejenigen darben zu lassen, die, wie ihre Arbeiter, von ihnen abhängen. Hm od mindunn* Aus Leipzig wird uns geschrieben: Der Kampf, der durch Drastischer kann der„ Krämergeist" wohl kaum zum Ausdruck worden ist, ist wohl in Leipzig, dem Sitze der Hauptscharfmacher das cigenartige Verhalten der Buchbindereibesitzer heraufbeschworen gebracht werden. Jedoch das Mosseblatt giebt die Denkungsweise des Unternehmer- Berbands, am heftigsten entbraunt. Am Sonnet der tapitalistischen Welt aller Staaten gewiß richtig wieder abend haben sich noch mehrere Gehilfen, deren Kündigungszeit an Frankreich. lk du tu no Sympathie mit den deutschen Stammesbrüdern", be diesem Tage abgelaufen war, der Bewegung angeschlossen, ferner Das Fest der Bürgermeister, welches der nationalistische geisternde Worte. Hochrufe auf die tapferen Stämpfer" Pariser Stadtrat geben wollte, wird nicht stattfinden. Die Mehrheit aber, der Profit darf nicht zu lange unterbunden werden. Treiben haben noch einige kleinere Geschäfte ihr Personal ausgesperrt, weil fie der Verband der Buchbindereibefizer hierzu gezwungen haben der französischen Gemeinderäte will mit dem nationalistischen Bariser die vaterlandsliebenden Bauern die Sache auf die Spize, mum, foll. Die Zahl der an der Bewegung beteiligten Arbeiter und Gemeinderat nichts zu thun haben, und es folgt Absage auf dann macht man eben Geschäfte mit der englischen Arbeiterinnen beziffert sich jetzt auf etwa 2700. Die Prinzipale Absage. Was aber die Sache namentlich zum Scheitern Flagge. arbeiten mit allen erdenklichen Mitteln, um die öffentliche gebracht hat, das ist die Thatsache, daß der Präsident Ter Präsident Krüger befindet sich noch in Lourenço Marques, Loubet an dem Feste nicht teil nimmt. Der Vorfizende fein Echicksal ist immer noch unentschieden, offiziell wenigstens vermeimmg für sich zu gewinnen und die Berantwortung für die des Munizipalrats Grebeauval hatte sowohl den Präsidenten lautet von englischer Scite noch nichts über die Absichten der Regie gegenwärtige Situation auf die Gehilfenschaft abzuwälzen. Durch der Republik als auch das Ministerium bei den Einladungen über- rung. Aus Amsterdam wird gemeldet: Der Kreuzer Buelber- lafate und Artikel im„ Buchhändler- Börsenblatt" ſowohl als: gangen. Erst als er fah, daß dies die geplante Kundgebung ge- land, welcher sich in Aden befindet, erhielt Befehl, fich fofort nach auch in der übrigen bürgerlichen Preffe werden dem Publikum „ Erklärungen“ und„ Darstellungen" über die Ursachen der Be fährdete, juchte er sie dadurch zu retten, daß er schließlich doch eine Lourenço Marques zu begeben, um den Präsidenten Krüger an Bord wegung geboten, die der Wahrheit direkt ins Gesicht schriftliche Einladung an Herrn Lonbet richtete, die dieser aber mit zu nehmen. Rücksicht auf die Nichteinladung des Ministeriums unbeantwortet ihlagen. Natürlich ist dabei nur von einem Ausstande der Gehilfen die Rede; daß die Prinzipale erst durch die unerhörte Ausließ. signaled ng itlogonido Paris, 18. September. Das Kriegsministerium erhielt Nach sperrung von 80 Prozent der beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen die Veranlassung zur Arbeitseinstellung gegeben Es richten aus den Oasen in der Wüste Sahara, in welchen über ein haben, wird dem Publikum wohlweislich vorenthalten. Gefecht berichtet wird, welches Ende Auguft in der Gegend von Deldul zwischen den Berabers und den Hauptleuten Falconette und Bein in der Nähe von Timmimum stattgefunden hat. Nach einem weiteren Gefecht sei Falconette am 7. September, ohne behelligt zu werden, in Timmimum eingetroffen. Nach den bisher noch nicht vollständig vorliegenden Nachrichten betrugen die Verluste auf franzöfifcher Seite 26 Tote und Verwundete, darunter je zwei Offiziere. Nou Elgolea aus wurden Verstärkungen unter dem Major Quinquandon abgesandt. * 4 more sign Belgien. atoy chil " haben. Krüger bleibt Präsident. koll Der Krieg besteht zur Zeit naturgemäß nur in Heinen Plänkeleien. Ein Telegramm aus Pretoria an die Londoner Daily Mail" berichtet, daß die in Schweizerrennele von den Boeren belagerten Englänger fich ergeben mußten. Aus Lourenço Marques wird gemeldet, daß General Botha fich den Engländern wird unter anderm auch verschwiegen, daß der Prinzipalstarif unterworfen hat.- Einem Telegramm aus Pretoria zufolge der Gehilfenkommission erstmalig am 31. August abends 7 Uhr, soll sich das Hauptkommando der Boeren nach Rustenburg begeben also nach Ablauf des alten Tarifs vorgelegt worden ist und daß demnach Verhandlungen über den am 1. September einzuführenden Tarif nicht mehr möglich waren. In den letzten Tagen haben Amsterdam, 18. Eeptember. Die Boeren- Deputation verDie Boeren- Deputation ver- nun die Prinzipale einige der angekündigten Lohnliſten veröffent öffentlicht in den Blättern eine Erklärung, in der sie Einspruch erhebt licht. Aber auch hierbei hat sich gezeigt, daß man bemüht gegen die Behauptung in Roberts' legter Proklamation, daß Strüger ist, dem Publikum ein falsches Bild zu geben. Man rechnet einfach 13110 dadurch, daß er die Grenze überschritten, formell seine Würde nieder- die Wochenlöhne zusammen und addiert fie durch die Anzahl be gelegt und die Sache der Boeren im Etich gelassen habe. Krüger der vorhandenen Branchen, wodurch sich natürlich ein fei vielmehr mit Ermächtigung des Ausführenden Nats von Transvaal deutend höherer Durchschnittslohn ergiebt, als es in Wickgemäß den vom Volksraad im Jahre 1899 getroffenen Bestimmungen die Branchen, wo weniger Lohn erzielt wird, überhaupt nicht anlichkeit der Fall ist. Auf einer andren Liste hat man abgereist. iddi gegeben. Die Gehilfenschaft bleibt natürlich die Antwort auf solche geeigneter Weise über den wahren Sachverhalt zu unterrichten und Die Züge verkehren Darstellungen nicht schuldig. Sie ist bemüht, die Bevölkerung in kann mit vollem Recht behaupten, daß die Sympathie auf ihrer Seite ist. Heeresreform. Wie belgische Blätter melden, beabsichtigt die Regierung der Kammer bald nach ihrem Zusammentritt einen Entwurf, betreffend die Reorganisation des Heerwesens vorzulegen. Danach soll der allgemeine persönliche Dienst nur in Kriegszeiten geleistet werden. In Friedenszeiten soll das Stellvertretungssystem beibehalten werden, jedoch mit der Maßgabe, daß diejenigen, die sich vertreten laffen, drei Monate hindurch den Dienſt praftijd tennen lernen, ohne jedoch in der Kaserne zu wohnen. Wie die Ein jährig Freiwilligen in Deutschland sollen sie sich auch selbst beköstigen. Für die Milizen soll die Dienstzeit in der Weise ermäßigt werden, daß bei den Fußwaffen die Dienstzeit zwei Jahre, bei der Kavallerie drei Jahre dauert. So weit die„ Reform". Unfre belgischen Genossen fordern befamtlich die allgemeine Wehrpflicht, allerdings nicht in der Art unfrer stehenden Heere, sondern nach dem System der schweizerischen Miliz. ast Italien. in c Lourenço Marques, 18. September. jetzt nur bis zur Grenzstation Reffano Garcia, wo portugiesische Batronillen die Grenze scharf bewachen; niemand erhält die Er laubnis, die Grenze zu überschreiten, welche Gründe auch vor gebracht werden. " " Amerika. Gulungan frend in Berlin und Umgegend. Zur Präsidentschaftswahl. Lincoln( Nebraska), 17. SepZum Streit der Militäreffekten- Sattler. Eine öffentliche tember. Bryan hat in einem längeren Schreiben erklärt, daß er Versammlung der Sattler Berlins, die gestern abend im Gewertdas am 5. Juli von der demokratischen Nationalkonvention in Kansas schaftshause stattfand und sehr gut besucht war, beschäftigte sich mit City aufgestellte Programm annehme. Der Brief spricht sich in aller den Einigungsverhandlungen bezw. deren Erfolg vor Schärfe gegen die imperialistische Politik aus. Dem Berliner Gewerbegericht. Nachdem Sassenbach und verschiedene Diskussionsredner das merkwürdige Verhalten der Untergam annehmer wie wir bereits berichtet zum Vortrag gebracht, Gottesfrieden. Der Erminister und Parlamentarier Sonnino Partei- Nachrichten. nimmt die Versammlung folgende Resolution an: veröffentlicht in der„ Nuova Autologia" einen Aufsehen erregenden Parteipreffe. Genosse Theodor Huth ist aus der Redaktion „ Die heutige öffentliche Versammlung hält die Forderung der Artifel, worin der Regierung geraten wird, im Interesse des Landes der Brandenburger Zeitung" ausgeschieden. An feiner Stelle wird Streitenden für vollständig berechtigt; sie nimmt mit Entrüstung einen Gottesfrieden zwischen den parlamentarischen Parteien vom 1. Oktober ab Genosse Albert Meyer, bisher Redacteur an der Märten, vor dem Gewerbegericht nicht verhandeln zu wollen. Die von der eigenartigen Stellung der Fabrikanten Kenntnis, die er. und Gruppen anzunehmen, um jene Reform en anf administrativem, Voltsstimme" in Magdeburg, die Leitung der Brandenb. Zeitung" Versammlung erklärt ferner, sich dem noch ausstehenden Schieds. focialem und finanziellem Gebiete, die von allen als nötig anerkannt übernehmen. find, zu studieren und durchzuführen. Sonnino fordert das Barspruch des Gewerbegerichts zu fügen und erwartet, daß tament auf, positive Reformen anzustreben, anstatt Ministerien Parteiorganisation. Der Parteitag für das östliche Westfalen die Fabrikanten dasselbe thun. Sollten die Fabrikanten den Schieds= fallen zu laffen und wieder aufzurichten. Schließlich verlangt und die Lippischen Fürstentümer wird am 14. Oftober in Herford spruch nicht anerkennen, so soll mit allen Mitteln versucht werden, Somnino die Teilnahme der Arbeiter an den Erträgniffen in Westfalen abgehalten werden. Die vorläufige Tagesordnung ist die gestellten Forderungen durchzudrücken. In diesem Falle sind die der Industrie, gefeßlichen Schaik für die Arbeitslöhne, Umwandlung rein geschäftlich. Bersantmelten überzeugt, daß nicht nur die Arbeiter, sondern auch der ländlichen. Pachtverträge, Abschaffung der Eteuer auf Brot, Anerkennung des Rechts der Arbeiter auf Organisation und Streits. fich bereits ernstlich mit den im Herbst stattfindenden Landtagswahlen. Landtagswahlen. Die Parteigenoffen in Lippe beschäftigen die gesamte öffentliche Meinung und auch die Behörden auf ſeiten der Streifenden stehen werden. Der ſocialiſtiſche" Avanti" bespricht den Artikel und sagt: Gine Konferenz, der Vertrauensmänner wird demnächst allgemeine " Sonnino's Programm ist unser Programm." Verhaltungsmaßregeln für die Wahlen beraten und die StandidatenAnarchistenfurcht. Der Bossischen 3tg." wird aus Venedig aufstellung vornehmen. gemeldet: Die Gazz. di Venezia" erfährt aus Padua, daß einmal gefährlicher Anarchist namens Bito, der ſeit einigen Tagen verschwunden ist, beauftragt sei, den Herzog der Abruzzen anlaßlich seines Besuchs bei der Königin Margherita in Venedig zu Gianotti, der eifrig gesuchte Gefährte des Königsermorden. om Gewerkschaftliches. Zur Lohnbewegung der Buchbinder. Der Preßausschuß des Verbands der Buchbindereibesiger hat an die Neber die Lohnbewegung der Bandrechsler wurde in einer am Dienstagabend stattgehabten Vertrauensmänner Versammlung folgender Bericht gegeben: Unter 27 Wertstellen der Baubrauche haben die Arbeiter in 18 Wertstellen in voriger Woche die Forde100 Arbeitern. Dies Resultat wurde als ein verhältnismäßig ble etiva geſtellt. Bewilligt haben 17 Wertstellen mit gutes so mehr zufrieden sein könne, als die bezeichnet, mit dem Meister es verstanden haben, die Verhandlungen so lange hin mörders Bresci in Monza, ist den Mailänder Behörden zugegangenen Tageszeitungen und Verleger ein Cirkular versandt, in dem sie zuziehen, bis die gute Konjunktur vorüber war. Die Sperre über Berichten zufolge bereits Ende August wieder in Patterjon es weniger ihre Handlungsweise zu rechtfertigen suchen, als vielmehr die Werkstatt von Lütgen u. Bruns in der Boppstraße bleibt bestehn. getroffen. 1 Türkei. instal od danach trachten, die Ausgesperrten und vor allem deren Leitung in Lohnbewegung der Glaser. Im Centralverband der Glaser gewissenlosester Weise zu verdächtigen. Es beginnt mit den Worten:" Es wurden in der Berliner Filiale am Sonntag nach dem Anhören des Konftantinopel, 17. September. In estüb fam es infolge it weniger der Lohn als vielmehr die Macht, um die gestritten wird Gesellenausschusses über seine Verhandlungen mit der Jumung von Kundgebungen der Bevölkerung gegen den Gendarmerie- Kom- und es pigt sich immer mehr zu der Frage zu: Sollen in Zukunft folgende Forderungen gestellt: 1. Abschaffung der Accordarbeit. mandanten Mehmed Pascha zu Ruheftörungen, wobei die Gendarmerie die Gehilfen die Bestimmenden in der Werkstube sein oder der 2. Die Arbeitszeit beträgt 9 Stunden bei 56 Pf. Stundenlohn. Schüsse auf die Volksmenge abgab. Die an den Kundgebungen Be- Arbeitgeber? Endigt dieser Streit mit einem vollen Siege der Neber die Qualität der Arbeit hat der Aleister mit Hinzuziehen des teiligten erwiderten die Schüsse, so daß auf beiden Seiten Berwun- Arbeiter, so fällt der Arbeitgeber vollkommen der Gnaden oder von den Gefellen gewählten Vertrauensmanns zu entscheiden. dungen vorkamen. Jezt herrscht wieder Ruhe. Ungnade der Arbeiter anheim." In der Weise geht es weiter. 3. Lohnzahlungen finden am Sonnabend um 5 Uhr statt. An den Serbien. Dann folgt eine Liste von glänzenden Söhnen, die angeblich in Tagen vor den hohen Festen ist der Lohn un 4 Uhr zu zahlen. Für Die Begnadigung der Attentäter im serbischen Attentats- wird da von einem Wochenverdienst von 36-65 M. für männliche einer Berliner Großbuchbinderei gezahlt worden sein sollen. Es diese Tage wird der Lohn voll ausgezahlt. Diese Forderungen sind den Meistern unterbreitet und ist am prozeß soll nahe bevorstehen. Der Wiener N. Fr. Pr." wird da- und von 18-30 m. für weibliche Arbeiter gefabelt, im Durchschnitt 19. d. M. die Antwort erbeten. Die Organisation der Glaser bittet rüber aus Belgrad gemeldet: In wohlinformirten Kreisen wird 46-50 M. für männliche und 21,50-27,50 m. für weibliche die Bauarbeiter, die mit Glafern zusammenarbeiten, daß sie ihre versichert, daß am 24. September, als am Geburtstage der Königin Arbeiter. In sonderbarem Widerspruch dazu steht es, daß die Berufskollegen auf die Versammlung aufmerksam machen, die am Erbgina die Begnadigung der noch im Sterter befindlichen Ver- Herren nicht einmal die bescheidenen Forderungen der Gehilfen von Mittwochabend 8 Uhr in den Arminballen stattfindet. Hier soll über urteilten aus dem Attentatsprozesse, darunter des Hauptangeklagten 24 m. und 15 m. bewilligen wollten und dagegen ein Angebot von die Antwort der Meister beraten werden. Obersten Blajto Nitolic und der beiden Advokaten Zivkovic und 22,50 M. für Gehilfen und 10,80 m. für Mädchen machten. Auf Pavicevic erfolgen werde. Deutsches Reich. Gleichzeitig wird mitgeteilt, daß ein Mitglied des gestürzten was für Profite haben es denn die Herren eigentlich abgesehen? Weiter wird in dem Schreiben gejagt:" Der Buchbinderstreit Zur Aussperrung der Hamburger Werftarbeiter. Wie Kabinetts Gjorgjevic diefer Tage eine aufsehenerregende Enthüllung zeigt, daß die Gehilfen willenlose Werkzeuge in den Händen ihrer uns ein Privattelegramm meldet, werden mit den Eiſeninduſtriellen über den wahren Anftifter des Attentats, in defien Auftrage Stniezevic bezahlten Agitatoren sind. Viele von ihnen würden gerne arbeiten, fie am Mittwoch Verhandlungen stattfinden. Hanbelte, publizieren werde. Der Anstifter soll ein bekannter russischer dürfen es aber nicht, weil sie sonst der Berachtung und törperlichen Büch- Ueber ,, socialdemokratische Ausschreitungen" in Hamburg, Geheimagent für den Orient mit dem ständigen Wohnfig in Bularest tigung ihrer Kollegen anheimfallen. So geht es weiter: von den Ueberfall von Werftaufichern durch 20 ausständige Werftarbeiter Ueber ,, socialdemokratische Ausschreitungen" in Hamburg, Führern, die den Befähigungsnachweis als Agitatoren erbringen wollen, bei der Palmaille, schwindeln die Hamb. Nachrichten" und hiesige ( Afrika.tod 19110700 und von dem Terrorismus, den die organisierten Arbeiter ausüben usw. Der Krieg in Südafrika api Man kennt ja den Wortschatz und die Nedensarten der Scharfmacher bürgerliche Blätter. Die Darstellung ist selbstverständlich erlogen. in der Preffe und im Parlament. Eine neue Unternehmer Organisation. Die sächsischen Es ist unnötig, auf die vielen Vorwürfe einzugehen, die den Steinbruderei- Befiger hatten sich am Sonntag zahlreich organisierten Arbeitern und deren Führern gemacht werden. Das in Dresden zusammengefunden, um einen Verein sächsischer sein. wird von den übrig gebliebenen Boeren zunächst noch weitergeführt. Wie vorauszusehen war, haben sie sich an die Proklamation Roberts nicht gelehrt. An einen Siea der tapferen Boeren, die 10gtipdall. poll " proill Das der in denselben wohnenden Bölterschichten; fie führt aber auch notwendig zur Demoralisation und Verrohung der ausbeutenden Elemente, die ihre Raubsucht durch die verwerflichsten, ja selbst unmenschlichsten Mittel zu befriedigen streben und dadurch forts gesezt Empörungen der Mißhandelten hervorrufen. Die überfeeische Eroberungs- und Raubpolitik führt ferner zu Eifersüchteleien und Reibungen der rivalisierenden Mächte, und in folge dessen zu unerträglichen Rüstungen zu Wasser und zu Lande, sie enthält den Keim zu gefährlichen internationalen Konflikten, welche die auf friedlichem Wege mühsam errungenen Kultur- und verhindern und schließlich eine allgemeine Katastrophe wahrscheinVerkehrsbeziehungen in Frage stellen, sociale Reformen im Innern Die Socialdemokratie als Feindin jeder Unterdrückung und Stetndruderei- Befiger zu gründen. Der eigentliche Zwed, beshalb erfolgen müsse, weil eine Erörterung öffentlicher An der sicher die Bekämpfung der Arbeiterorganisationen fein soll, wurde gelegenheiten nicht vorliege und nicht habe bezivedt werden sollen im Statut hinter dem allgemein gehaltenen Sag: Förderung der mit der Einberufung der Vertrauensmänner Versammlung. Man materiellen und geistigen Jnteressen der Mitglieder, verborgen. habe dort nur Angelegenheiten der Arbeiter einer Fabrit erörtert, Daß in dieser Landesorganisation der Anlauf zu einem umfassenden das seien aber teine öffentlichen Angelegenheiten. Die Unternehmerbund des Steinbrudergewerbes zu Staatsanwaltschaft legte Revision ein und machte geltend: erblicken ist, geht daraus hervor, daß die erste That des Vereins die An fich wären ja die Angelegenheiten der Arbeiter einer Annahme einer Resolution war, durch die der Vorstand des einzelnen Fabrik nicht nicht von öffentlichem Interesse. Solche fächsischen Vereins aufgefordert wird, Vorbereitungen und Mittel zu privaten Angelegenheiten würden aber zu öffentlichen, wenn die treffen, um die Organisation, die bei den gegenwärtigen Vertrauensmänner eines allgemeinen Verbands gewerblicher Arbeiter focialen Verhältnissen von größter Wichtigkeit mit den Arbeitern der betreffenden Fabrik darüber verhandelten, ob ist, auf ganz Deutschland auszudehnen." An einem der durch die Vertrauensmänner vertretene Verband fie unterſtüzen noch zu bestimmenden Sonntag soll in Leipzig die erste Konferenz solle. Dadurch werde die Allgemeinheit interessiert und die sociale der außersächsischen Steindruckerei- Besizer stattfinden. Frage berührt, die eine öffentliche Angelegenheit fei. bie eine öffentliche Angelegenheit ſei. lich machen. Rammergericht verwarf indessen die Revision der StaatsVergleich erledigt. Zwischen den Unternehmern Lang u. Lothary scheitere an den thatsächlichen Feststellungen. Danach sei der Zweck Der Steinmehstreit am Rathaus- Neubau in München durch anwaltschaft als unbegründet und führte aus: Das Rechtsmittel und Geschwendter und den streikenden Steinmegen wurde folgender der fraglichen Versammlung gewesen, sich durch Befragen einzelner Vergleich erzielt: Die Firma Lang u. Lothary gewährt ihren Arbeitern Arbeiter der Fabrit eine neunstündige Arbeitszeit im Accord; den leistungsfähigen Verhältnisse in dieser Fabrik zu informieren und so Material zu Weise und Monsty Arbeitern wurde ein Minimal- Stundenlohn von 60 Pf. zufammeln für einen Bericht, der erst einen eventuellen Untergesichert; auch wurde Winterarbeit zugesichert. Bei etwaigen Preis fügungsbeschluß einer allgemeinen Versammlung des Metallarbeiter differenzen für einzelne Werkstücke wird es den Arbeitern gestattet, Verbands vorbereiten sollte. Von dem Ergebnis der Bereinen unparteiischen Meister über den Wert der Arbeit entscheiden handlungen in der Vertrouenemänner- Bersammlung sei die zu lassen. Bei der Firma Gschwendter wird, wie bisher im Tage Erstattung eines solchen Berichts an die spätere Versammlung Tohu gearbeitet und, je nach Leistung, ein Minimal Stundenlohn von 55-60 Pf. garantiert. An den Sonnabenden ist um 5 Uhr Einberufung der Vorstandsmänner- Versammlung noch gar überhaupt erst abhängig gewefen. Somit habe bei Feierabend bei voller Lohnzahlung. Die Arbeiter erklärten sich mit nicht festgestanden, ob die Sache der Arbeiter der einen diesen Zugeständuiffen einverstanden und nahmen Dienstagmorgen Fabrit einmal die Allgemeinheit der organisierten Metallarbeiter in die Arbeit in vollem Umfange auf. Das Urteil des vom Magistrat bem gedachten Sinne beschäftigen würde, das heißt ob aus ihrer eingesetzten Schiedsgerichts, welches nach der in die Verträge aufgenommenen Streifflausel die Frage zu prüfen hat, ob die Unter- Privaten Angelegenheit eine öffentliche werden sollte. Es nehmer an dem Streit schuldlos sind oder nicht, wird weder verkündet rechtfertige sich deshalb die Freisprechung. noch den Parteien zugestellt, sondern vernichtet. Die Lohnbewegung der Schmiede in Mannheim hat mit einem Erfolg der Arbeiter geeendet. Bis auf einen Meister haben fämtliche bewilligt. Die Vereinbarungen lauten: 1. Die zehnstündige Arbeitszeit ist in allen Geschäften ab 1. Oftober genehmigt. 2. Zur Regelung der Lohnverhältnisse sind die Meister mit Tage oder Stundenlohn, je nach Leistung, gerne bereit, abzüglich ber gesetzlichen Beiträge zur Orts- und Invalidenkasse, das Stellen von Handtuch und Seife soll aufhören, ebenso das Sammeln der Neujahrsgelder. 3. Stost und Logis soll in allen Geschäften abgeschafft werden, ferner sollen alle Arbeiter mit„ Sie" angeredet werden. 4. Die Sonntagsruhe wird genehmigt, mit Ausnahme im Winter bei Schnee und Glatteis, welche Arbeitsleistung aber ertra vergütet wird. Eine nebensächliche Forderung: Feststellung eines Wochenlehns, wurde fallen gelassen, an dessen Stelle der Tages oder Stundenlohn tritt. Nur durch ein geschlossenes Vorgehen haben die Gesellen diesen Erfolg zu verzeichnen. g bon über die Ausbeutung von Menschen durch Menschen erhebt gegen diese Raub und Eroberungspolitik den entschiedensten Widerspruch. Sie verlangt, daß die wünschenswerten und erforderlichen Kultur und Verkehrsbeziehungen zu allen Völkern der Erde dadurch verwirklicht werden, daß die Rechte, die Freiheiten, sowie die Unabhängigkeit dieser Völkerschaften geachtet und gewahrt werden und fie nur durch Lehre und Beispiel für die Aufgaben moderner Kultur und Civilisation gewonnen werden. Die gegenwärtig von der Bourgeoisie und den militärischen Machthabern aller Nationen angewendeten Methoden find der blutigste Hohn auf Stultur und Civilisation. Die deutsch- chinesische Striegspolitik, für welche die ReichsDer Parteitag erklärt im besonderen: regierung die Verantwortung übernommen hat, beruht außer auf der allgemeinen Profitwut der Bourgeoisie auf militaristischer Ruhmsucht und auf der chauvinistischen und ehrgeizigen Leiden schaft, ein größeres Deutschland" zu schaffen. Die socialdemokratische Partei Deutschlands hält diese Politik für verwerflich und erhebt den entschiedensten Widerspruch gegen die abenteuerliche gewaltsame Chinapolitik der Regierung, welche für das Volk schwere Gefahren herbeiführt und ungeheure Opfer an Gut und Blut erfordert. In den ohne Befragung und Genehmigung der Volksvertretung vorgenommenen Truppenfendungen nach China, sowie in der Ver wendung der hierzu erforderlichen Geldmittel erblickt der Parteitag einen verfassungswidrigen und daher ungesetzlichen Att der Regierungsgewalt. Der Parteitag erklärt den sofortigen Zusammentritt des Reichstags für geboten, um den Vertretern der Arbeiterklasse die Möglichkeit zu schaffen, die absolutistische Gewaltpolitik der Regierung, sowie die volksfeindliche Politik der Parteien zu brandmarten, welche der Mißachtung der Volksvertretung und dem persönlichen Regiment Borschub leisten. Der Parteitag fordert schließlich alle Organe der Partei auf, durch energische Ausbreitung der Protestbewegung die volksschädliche Chinapolitik zu bekämpfen." Ueber die Cerantwortlichkeit für das den Oträgern auf der Eisenbahn zur Aufbewahrung oder Beförderung übergebene Gepäd herrschen im Bublifum noch vielfach Unflarheiten, die durch ein Urteil der 12. Civilfammer des Landgerichts I behoben werden. 15. Februar 1992 ein Gepäckstüd auf einem Bahnhof zur AufEin Reisen er hatte in Gemäßheit des Abs. 3 der V.-O. bom bewahrung übergeben; das Gepäckstück war verloren gegangen und er hatte die Eisenbahnverwaltung dafür in Anspruch genommen, da die lettere in Nummer 3 der Verwahrungsbestimmungen sich bereit erklärt, Reklamationen entgegen zu nehmen. Im Widerspruch mit dem ersten Richter hat die Civiltammer in der Berufungsinstanz die EisenbahnUrteils, welches die Blätter für Rechtspflege mitteilen, heißt verwaltung nicht für schadenersatzpflichtig erklärt. In den Gründen des es u. a. Die Aufbewahrung der noch nicht zur Beförderung auf der Bahn übergebenen oder von der Bahn nach erfolgter Beförderung ausgelieferten Güter gehört ebensowenig wie der Transport von und zu den Abfertigungsstellen der Bahn zur Beförderung, fie fällt also überhaupt nicht unter den mit der Eisenbahnbehörde geschlossenen Frachtvertrag; sie erfolgt daher nicht durch die Bahnverwaltung und unter ihrer Verantwortlichkeit, sondern durch konzessionierte Privatpersonen, die Gepäckträger, die zwar unter Aufsicht der Verwaltung stehen, aber lediglich für eigne Rechnung und unter cigner Verant Sociales.wortlichkeit handeln. wortlichkeit handeln. Der Verwahrungsvertrag wird mit dem Gepädträger geschlosser, nicht mit der Eisenbahnverwaltung und Singer schildert unter lebhafter Bustimmung des Parteitags die Zur Lage der Textilarbeiter. Die Arbeiter in Crimmitschau ersterer ist alle für das Cepäd bezw. dessen Verlust vcrant Ursachen und Wirkungen der abenteuerlichen Weltpolitit. Er spricht ( Sachfen) haben eine Untersuchung über die derzeitigen Arbeits- wortlich. die Vermutung aus, daß die ausschlaggebenden bürgerlichen Parteien berhältnisse in der dort ausschlaggebenden Textilindustrie Für den telephonischen Crkehr von Wichtigkeit ist ein Urteil die rechtzeitige Einberufung des Reichstags verhindert haben, um veranstaltet. In 46 Fabriken befinden sich dort 1867 Web- der 25. Civilkammer des Landgerichts I, welches besagt: Bei Ge- nicht gezwungen zu sein, Stellung zu nehmen und um für die stühle, von denen 224 stilstehen. Auch eine Anzahl Spinn schäftsschlüssen im telephonischen Berkehr soll sich die Auslegung im spätere Bewilligung die Ausrede einer Zwangslage zu haben. Singer maschinen stehen still. In einer Fabrik wird 4 Tage, Bweifelsfalle gegen denjenigen richten, welcher diese Verkehrsform schließt mit der Versicherung, daß die Socialdemokratie in einer 41/2 und in einer dritten 5 Tage in der Woche gearbeitet. gewählt hat. In dem Streitfalle hatte jemand bei einer Maschinen- den Kampf gegen die Gewaltpolitik führen werde Aus den meisten Fabriken wird gemeldet, daß die Arbeiter bei bau- Anstalt telephonisch angefragt, ob und unter welchen Bedingungen jedem Stück mehrere Tage, oft eine ganze Woche lang auf Material ihm schleunigst ein Monteur zugefardt werden könne. Darauf er im Sinne des legten Worts Liebknechts:„ Stets in warten müffen. Die Löhne find dementsprechend jämmerlich. Wie so ein Weber freie Kost und Wohnung gewährt werden müsse. Ueber den legteren folgte telephonisch die Zusage unter der Medingung, daß dem Monteur der Offensive, niemals in der Defensive!" ocup Es entspinnt sich eine lange, lebhaft angeregte Diskussion, die sich Yebt, darüber giebt ein Speisezettel eines Geraer Webers Auskunft, Bunft tam es später zwischen den Parteien zu einen Streit, den die in die Betonung des absolutistischen Charakters der deutschen Weltden die Neußische Tribüne" veröffentlicht. Die Familie besteht Civiltammer zu Gunsten der Maschinenbau- Anstalt entschieden hat. Aus politik zuspißt. Müller- München kennzeichnet die süddeutsche Stimaus dem Ehepaar und 5 Kindern, im Alter von 1 bis 12 Jahren, den in den, Bl. f. Rechtspfl." wiedergegebenen Gründen sind die folgenden mung über die Berliner Weltpolitik. Er empfiehlt die Annahme also 7 Köpfen. telephonischen Antwort der vorgedachten Art enthält eine Handlung. Amendement Ledebour lautet: Eine telephonische Anfrage und Aufforderung zur einer zweiten von ihm eingebrachten Resolution, die mit einem deren Bedeutung im Handelsverkehr nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuchs, im vorliegenden Fall also nach Artitel 278/79 des bisherigen Handelsgesetzbuchs festzustellen ist. Wer eine solche Anfrage und Aufforderung ergehen läßt, weiß, daß die telephonische Antwort bei dem jezigen Stande der Technik verstümmelt beim Anfragenden eingehen kann und daß die Folgen dieser Verstümmelung zwischen ihm und dem Antworterden ausgetragen werden müssen. Er weiß und will, daß der zu einer telephonischen Ant wort Aufgeforderte fo vorzugehen hat, wie er es pflichtgemäß auf Grund des Artikels 282 des bisherigen Handelsgesetzbuchs thun soll. Er fann feinerlei Anhalt für die Annahme haben, daß es möglich sei, die Folgen eines mur teilweisen oder verftümmelten" Eingangs der telephonischen Antwort auf den Antwortenden abzuwälzen, um so weniger, als legterer das Telephon als Mittel zum Vertragsschluß nicht gewählt und pflichtmäßig nach der ihm zugekommenen Aufforderung gehandelt hat. Eine telephonische Anfrage und Aufforderung dieser Art enthält im Handelsverkehr die Abgabe einer stillschweigenden Willenserklärung des Inhalts, daß Danach giebt's zum ersten Frühstück schwarzen Kaffee und trocken Brot, dreimal mit Wurstfett; zum zweiten Frühstück dasselbe, mur mit dem Unterschied, daß es Sonntags und Freitags gar nichts giebt; zu Mittag folgendes: Sonnabend: Kartoffeln mit Quart. Sonntag: Kartoffeln mit 30 Bf. Schweinefleisch. Montag: Kartoffeln mit 35 Pf. Pferdefleisch. Dienstag: Weißtraut und Kartoffeln mit 20 Pf. Hammelfleisch. Mittwoch: Klöße mit Meerrettig und 20 Bf Schweinsfüße. Donnerstag: Eingeschnittenen Kloß in Talg gebraten. Freitag( Bahltag): Startoffeln mit selbsteingelegten fauren Gurken. Rachmittags fiehe zweites Frühstück; abends schwarzen Kaffee mit Brot und Gurke oder Schweinefett; am Donnerstag für 20 Pf. Wurst, am Freitag Kartoffeln und Hering. Die ganze Belöstigung toftet nach genauer Berechnung 12 M. die Woche. Da aber viele Weber auch das noch nicht verdienen, so muß auch an diesem Hungerzettel noch gespart werden. Welche Folgen das allmählich nach sich zieht, darüber giebt eine Korrespondenz der Leipziger Volkszeitung" aus Mylau in Sachsen Auskunft, der wir nichts weiter hinzuzufügen brauchen. bemerkenswert. Unlängst wurde in einem öffentlichen Verkaufsladen eine in folge der Aufforderung antworten werde, auch dann als verbindlich Arbeit stehende Weberin plöglich ohnmächtig. Ein dazukommender gelten lassen wolle, wenn es nur teilweise verstümmelt zur Kenntnis Sachverständiger gab als die Ursache dieses Unwohlfeins des am Telephon stehenden Anfragenden gelangen sollte. die fortgesette schlechte Ernährung an. Und noch ein andrer Fall: In einer Fabrik konnte ein Weber, der zufällig etwas unter dem Webstuhl zu verrichten hatte, sich nicht wieder aufrichten. NachDersammlungen. Der Parteitag der deutschen Socialdemokratie erklärt sich in Uebereinstimmung mit den organisierten englischen Arbeitern gegen den Raubkrieg des englischen Kapitalismus, der zur gewalt samen Unterdrückung der Transvaal- Republik geführt hat. Der Parteitag erkennt in dieser brutalen Attion eine Wirkung jenes völkerverwüstenden Kapitalismus, der Klassen und Nationen zum Vorteil einer kleinen Anzahl strupelloser, fapitalistischer Beutepolitiker ausplündert und unterjocht. Da die bürgerlichen Klassen in Deutschland, die in erheuchelter sittlicher Entrüstung über dicse Raubpolitit sich nicht genug thun tonnten, jegt selber sich durch ihre Chinapolitik zum Mitschuldigen gemacht haben, erhebt die deutsche Arbeiterklasse, deren Sympathie stets auf feiten aller Unterdrückten oder für ihre Selbständigkeit und Freiheit kämpfenden Völker ist, ihre Stimme für Humanität, Kultur und das Selbstbestimmungsrecht der Völker." 0 = W Schoenlant richtet scharf zugespitzte Pfeile gegen das perföns liche Regiment, dem die deutsche Form der Katipolitik entsprungen, Als Protestler aus den afen städten beteiligten sich an der ferneren Debatte: Friedrich Lübeck, Schmalfeld Bremerhaven, Adler Stiel, ug Bant, welche die Stimmungen der Küste schildern. Genossin Lugemburg wiederdem ihm seine Mitarbeiter die erste Hilfe gebracht, wurde Eine Versammlung der Arbeiter der Firma Löwe n. Co. holt, daß der Parteivorstand nicht genug in der systematischen ein Arzt konsultiert. Hoffmann Berlin ist der gleichen Dieser stellte völlige Erschöpfung, tagte am 16. d. Mts. Nach einem Referat des Metallarbeiters Agitation gethan hat. jedenfalls infolge mangelnder Ernährung feft. ver Brautigam über die Mißstände bei der Firma Löwe gelangte Meinung. Es folgen Duevell Effen, Friedrich Essen, schrieb ihm eine Flasche Wein. Solche und ähnliche Fälle folgende Resolution zur Annahnie: Fendrich Karlsruhe. Ledebour betont, daß die Bourgeoisie stehen aber nicht vereinzelt da. Bei den Löhnen, die jetzt gezahlt" Die heute im Moabiter Gesellschaftshaus tagende Versammaller fapitalistischen Länder ohne Unterschied die Weltpolitik fördert. werden und die nicht selten herunter bis auf 4 bis 5 M. pro Woche lung der Arbeiter der Firma L. Löwe erklärt sich mit der Thätigkeit Das deutsche Bürgertum nehme mur an der Operettenform der gehen, ist das auch kein Wunder. Das Hauptnahrungsmittel bilden der hiesigen Ortsverwaltung des Centralverbands deutscher Metall- deutschen Politik Anstoß, nicht an den Bestrebungen selbst. Quardda die Kartoffeln." arbeiter einverstanden und beauftragt den Referenten Herrn Bräuti- Frankfurt charakterisiert die Verhunnisierung der europäischen Kultur. utisation danach zu streben, daß sich die letztere in den Deutschen Resolutionen Singer und Müller angenommen. gam von der Deutschen Metallarbeiter- Gewerkschaft, in seiner OrgaNach einem träftigen Schlußwort Singers werden die Metallarbeiter- Verband auflöse." Der Vorsitzende konstatierte die Einstimmigkeit des Bea schlusses. Die Konsumvereine in der Schweiz. Im Jahre 1883 zählte man in der Schweiz 80 Konsumbereine mit 22 000 Mitgliedern. Heute giebt es deren 322 mit 117 597 Mitgliedern. Der größte Sonfumverein in der Schweiz ist derjenige in Basel, der 19 011 Mitglieder zählt und 1899 einen Jahresumsatz von 9½, Millionen Franten hatte. Seit 1. März d. J. betreibt er eine große Meggerei, die in 14 Ladenlokalen Fleisch- und Wurstwaren absetzt und die bereits im ersten Vierteljahr einen Umsatz von 1/2 Millionen Franken hatte, während nur 1½ Millionen Franten für das ganze Jahr er wartet worden war. Parteitag. Mainz, 18. September 1900. Nachmittags Sigung. = ARTAGN Tehte Nachrichten und Depelien. Karlsruhe, 18. September.( M. T. B.) Wie die„ Karlsruher Beitung" meldet, wurde der Minister des Junern Dr. Eisenlohr auf fein Ansuchen von feiner Stellung entbunden und der Präsident des Verwaltungsgerichtshofs Dr. Schenkel zum Minister machtvollen und einmütigen Demonstration gegen die Weltpolitik im Die Nachmittags- Sigung des Parteitags gestaltete sich zu einer allgemeinen und die deutsche Weltpolitit im befonderen. Die Sigung Gerichts- Beitung. begann mit dem Bericht der Mandatsprüfungs- Kommiffion, den Antrick Berlin erstattet. Anwesend sind 198 Delegierte mit des Innern ernannt. Mikglückter Angriff gegen organisierte Arbeiter. Das 226 Mandaten, dazu 5 Mitglieder vom Parteivorstand, die Rotterdam, 18. September.( W. T. B.) Der von Dakar über Vereinsgesetz sollte der Metallarbeiter Ebeling durch die Nicht- Controleure und 80 Fraktionsmitglieder ohne Mandat. Alsdann Biffabon am 14. d. M. im Kanal eingetroffene französische anmeldung einer zur Erörterung öffentlicher Angelegenheiten ein- referierte Megner- Berlin über die Maifeier. Die Resolution 63 wird Dampfer General Dodds" erhielt nicht die Erlaubnis, in den berufenen Versammlung verlegt haben. Bugleich mit ihm war ein debattelos genehmigt. ashudheid sid mhiefigen Hafen einzulaufen, weil in Dakar das gelbe Fieber Herr Schneckenberger als derjenige, der den Platz für die Versamm- Es folgte hierauf die Erörterung der Weltpolitit, wozu herrscht. Unter der Schiffsbefazung find einige Erkrankungsfälle, lung hergegeben habe, angeflagt worden. Es handelte sich um eine Versammlung der des folgende amendierte Resolution Singers vorliegt: 0 Bertrauensmänner Der Parteitag erklärt: Die zum Zweck kapitalistischer Ausbeutung und militärischer Machtentfaltung betriebene Welt beziehentlich Rolonialpolitit, wie fie neuerdings auch in dem Zuge nach China zum Ausdrud fommt, entspringt in erster Linie dem habgierigen Verlangen der Bourgeoisie nach neuen Gelegenheiten zur Unterbringung des stets anschwellenden Kapitals, dem die Ausbeutungsgelegenheiten im Inlande nicht mehr genügen, sowie dem Drang nach neuen Absatzmärkten, die jedes Land für sich zu ufurpieren trachtet. " welche auf gelbes Fieber deuten, vorgekommen. Der Dampfer be findet sich in Quarantäne. London, 18. September.( W. T. B.) Nach einer Meldung aus Pembrey ist der Dampfer Gordon- Castle aus Glasgow in der Cardiganbai mit dem Hamburger Dampfer Stormarn" zusammengestoßen. Beide Schiffe find gesunken. 8wanzig Menschen vom " Gordon- Castle" find umgekommen. Deutschen Metallarbeiter Verbands in Halle, an der auch einige Arbeiter der Halleschen Firma Weise und Monsty teilnahmen, die über die Verhältnisse in der Fabrik dieser Firma gehört werden sollten und auch gehört wurden. Der Zweck der Zusammenkunft war die Vorbereitung eines Berichts für die nächste allgemeine Bersammlung der Bahlstelle Halle des Verbands, die unter anderm beschließen sollte, job der Verband die Arbeiter jener Fabrit bei einem eventuellen Vorgehen gegen ihre Arbeitgeber unterstügen wolle. Die Angeklagten bestritten eine Erörte rung öffentlicher Angelegenheiten und wurden auch in den beiden ersten Instanzen freigesprochen. Schöffengericht und Landgericht waren der Meinnng, daß die Freisprechung schon Berantwortlicher Redacteur: Heinrich Ströbel in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glode in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Diese Politik beruht auf der gewaltsamen Aneigming fremder Ländergebiete und der rüdsichtslosen Unterjochung und Ausbeutung " veröffentlicht folgende Depesche: Lourenço Marques, 18. September. London, 18. September.( W. Z. B.) Das Reutersche Bureau Bei Komatipoort wird fortdauernd gekämpft. Alle verfügbaren Mannschaften find nach der Grenze abgegangen. Man macht sich darauf gefaßt, daß die Brücke über den Komatifluß zerstört wird. Hier herrscht große Besorgnis. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Br. 218. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 19. September 1900. Socialdemokratischer Parteitag in Mainz. Erster Verhandlungstag. Nachmittagssigung. 34 Uhr. Den Vorsitz führt Ulrich. Punkt 4 der Tagesordnung: Bericht über die parlamentarische Thätigkeit. Von den hierzu vorliegenden Anträgen wird 55 nicht ausreichend Die Anträge 52, 53, 54, 69 und 70%) werden mit zur Diskussion Berichterstatter Singer: unterstügt. gestellt. Ich hoffe in der Annahme nicht fehl zu gehen, wenn ich behaupte, daß jeder Delegierte den gedruckten Bericht der Fraktion gelesen hat. Ich fann mich also eines aus führlichen Eingehens darauf enthalten. Nur das eine stelle ich fest, daß die Forderung der Partei, daß die parlamentarische Thätigkeit sich in ihrem Inhalt und Formen genau an das socialdemokratische Parteiprogramm anschließt, nachgekommen ist. Wie Sie aus dem Bericht ersehen, hat die Fraktion bei allen Abstimmungen, Anträgen, Beschlüssen sich einzig davon leiten laffen, daß auch im Parlament auf dem Boden des Klassenkampfs die bürgerliche Gesellschaft bekämpft wird und daß die parlamentarische Thätigkeit der Ausfluß der durch das Programm bekundeten lleberzeugung der Partei sein muß. Dies vorausgeschickt, kann ich mich auf die Besprechung der zum Fraktionsbericht gestellten Anträge beschränken. Auf der Tagesordnung haben wir ja einige Punkte, die den Reichstag beschäftigen werden, die Handels- und Verkehrspolitik und die Weltpolitit. Die nächsten Sessionen werden der socialdemokratischen Frattion reiche Arbeit bringen. Die Aussprache, die hier über diese wichtigen Fragen stattfinden wird, wird der Fraktion in erhöhtem Maße die Möglichkeit geben, konform mit den Anschauungen des Parteitags im Parlament zu arbeiten. Es war ein Zufall, daß sich in dieser Session eine Menge hoch in den besten Händen ist. Wir müssen dem polnischen Arbeiter lehren, wichtiger Fragen zusammenhäuften. Deshalb fiel der Bericht so seine nationalen Utopien aufzugeben und ihm zeigen, daß er nicht umfangreich aus, und wir konnten ihn als Broschüre zur Massen- in seiner Sonderstellung als Pole, im Anschluß an nationalistische verbreitung herausgeben. Die Fraktion hat selbst ein dringendes Parteien, sondern als Socialdemokrat seine Nationalitätsinteressen Verlangen, über ihre Thätigkeit in irgend einer Form Bericht zu am besten verteidigt.( Beifall.) erstatten. Es liegt also fein Grund vor, den Antrag anzunehmen. Stubbe- Hamburg: Der Antrag 54 betrifft das Thema des Impfzwangs, Ich habe eine Beschwerde an den Parteitag zu bringen. Es über das wir schon wiederholt hier gesprochen haben. Solche Fragen hat die Hamburger Genossen unangenehm berührt, daß bei der sind nicht vom politischen Parteistandpunkt aus zu beurteilen,( Scherbst immung über die Zuchthausvorlage 23 frer richtig!), denn man fann als überzeugter Socialdemokrat sowoh! Abgeordneten, fast die Hälfte, fehlten. Es war freilich erst die Barteitagen entschieden werden, ihre Entscheidung hängt vielmehr nicht sicher. Auch beim Fleischbeschau- Gesetze, bei der lex Heinze Impfgegner als Impfanhänger sein. Diese Frage tann nicht auf zweite Lesung, aber man ist ja im Reichstag vor leberraschungen deshalb in einer ähnlichen Frage, der Frage des Reichs- Seuchen- Das darf unbedingt nicht vorkommen. Die Hamburger Genossen haben om Stand der Wissenschaft und der Erfahrung ab. Wir haben und andren wichtigen Fragen haben eine Anzahl Abgeordnete gefehlt. gesetzes, den Mitgliedern der Fraktion die Abstimmung anheimgestellt. in verschiedenen Bezirken Anträge betr. Erteilung von Rügen beschlossen; Es ist ganz falsch, eine Frage, wie die des Impfzwangs, zu einer ich will ihnen nicht beitreten. Aber die Besprechung dieser Angelegenheit parteipolitischen zu stempeln. Vorurteilslose, im Dienst der Wissen ist durchaus notwendig: ich hoffe, daß in Zukunft unjre Abgeordneten schaft stehende Männer sind heute noch nicht in der Lage, diese an den Abstimmungen sich etwas reger beteiligen werden als bisher. Frage abschließend zu beurteilen, um so weniger hat der Parteitag Grund, sich dazu zu äußern. Molkenbuhr: Haafe- Berlin: Was den Antrag 69 betrifft, so glaube ich, daß der Antrag Ich will nur feststellen, daß bezüglich der Berechnung der Rente fteller etwas über die Schnur gehauen hat. Selbstverständlich füt Seeleute Hoffmann ebenso weit vorbeitrifft, wie der Bericht haben wir alle den Wunsch, daß wenn irgend möglich die der Fraktion. Die Rente wird weder lediglich nach dem Individualvon der Partei in den Reichstag geschickten Genossen dort ihre Pflicht lohn, noch lediglich nach den vom Reichskanzler feſtgeſetzten Heuern erfüllen und namentlich bei wichtigen Abstimmungen an- berechnet. Bezüglich der Renten der Besagung großer Seeschiffe von wesend find, aber ich darf hier ohne Ueberhebung behaupten, daß über 50 Stubikmeter Raumgehalt hat Hoffmann recht, da kommt die im Vergleich zu den andren Fraktionen, namentlich im Vergleich zur Heuer zur Anrechnung, aber nicht wie bisher der neunfache ausschlaggebenden Partei, dem Centrum, unsre Bänke immer noch Betrag der Monatsheuer, sondern der elffache, und für die Hinteram besten besetzt sind. Es ist doch ganz klar, daß bei uns nicht wie bliebenenrente kommt von nun an auch die Soft mit in Anrechnung, in der Bourgeoisie die Ausübung des Reichstagsmandats die einzige was bisher nicht der Fall war. Andrerseits wird der IndividualAufgabe des Betreffenden ist. Unfre Kollegen im Reichstag haben lohn zur Grundlage genommen bei den Personen, welche bei den auch mit der Agitation und mit der Presse zu thun, sie sind zum Teil inländischen schwebenden Docs beschäftigt sind, beim Lootsendienst. auch noch in Landtagen thätig und sißen in, Gemeindevertretungen. bei Bergung und Rettung, bei der Besatzung leichterer SchleppDa ist es doch ganz natürlich, daß nicht jeder täglich im Reichstage schiffe usw. Dann giebt es noch eine dritte Kategorie: für die Besein kann. Ich bin überzeugt, daß der Antrag nicht angenommen wird. jagung fleiner Seeschiffe wird die Rente berechnet nach dem orts. Würden Sie ihn annehmen, so würden Sie damit dokumentieren, üblichen Tagelohn gewöhnlicher Tagelöhner an dem Wohnorte des daß es des Zwangsmittels dieser Beitsche bedarf, um unsre Soldaten Betriebsleiters. zur Erfüllung ihrer Pflicht anzuhalten. So stehn aber die Dinge Da ich einmal das Wort habe, bin ich genötigt, auch über das Ich wende mich den Anträgen zu. Der Antrag 52 ist nicht. Es wird mir gewiß nicht vorgeworfen werden können, daß Fehlen der Abgeordneten etwas zu jagen. Ich weiß nicht, fein neuer. Wir selbst haben ihn im Parlament gestellt. Ich kann ich bei Bekämpfung dieses Antrags pro domo spreche, aber ich kann ob bei der Abstimmung über die Zuchthaus Vorlage 23 gefehlt feine Annahme nur befürworten, weil ich überzeugt bin, daß die am allerersten bekunden, daß die Anschauung, ale vernachlässigen haben; eine namentliche Abstimmung war es nicht.( hört! hört!) Fraktion ihn von selbst wieder einbringen würde. Es unterliegt unfre Kollegen im Reichstag ihre Pflicht, durchaus falsch ist. Der Aber weder einer der Abwesenden noch der Anwesenden konnte zehn feinem Zweifel, Parteigenossen, daß gerade in der gegenwärtigen Antrag ist auch schon deshalb unnötig, weil der Fraktionsvorstand Minuten vor der entscheidenden Abstimmung annehmen, daß an Zeit gegenüber der Persönlichkeit, um die es sich im Deutschen Reich es sich zur Pflicht gemacht hat, zu allen wichtigen Sigungen diefem Tage eine Abstinnnung stattfinden würde. Es ist eine Unhandelt, die Einbringung eines solchen Antrags durchaus notwendig die Mitglieder zur Stelle zu rufen. Also der Antrag ist möglichkeit, daß immer alle Abgeordnete zugegen sind, selbst bei ist. Wir Socialdemokraten sind gewiß die allerlegten, die irgend nicht verdient durch das Verhalten der Abgeordneten, er ist wichtigen Angelegenheiten und was ist eine wichtige Sache? jemand verwehren möchten, seine Meinung zu haben. Wir muzlos und bor allem überflüssig, denn es ist ja Wollen Sie, es, dann müssen Sie die Abgeordneten während der stehen auch nicht auf dem fagen wir einmal liberalen das vitalste Interesse der socialdemokratischen Reichstagsfraktion, bei Zeit der Parlamentssession von jeder andern Thätigkeit für die Standpunkte, auf diefer Fittion des Konstitutionalismus, daß der allen Fragen, die die Arbeiter betreffen, möglichst vollzählig auf Partei entbinden. 200 Monarch unverantwortlich sei, daß alles, was über dem Plane zu erscheinen, und es wird niemand gelingen, nachzuHandlungen und Reden des Monarchen zu sagen wäre, nicht an weisen, daß irgend ein schädliches Gesetz nicht angenommen wäre, Ich hätte nicht das Wort genommen, wenn Fräulein Luxemburg feine Adresse, sondern an die der Minister zu gehen habe. Wie ich wenn die socialdemokratische Fraktion in größerer Stärke anwesend nicht wieder einige versteckte Angriffe auf die Polen fich die Persönlichkeit des gegenwärtigen Raisers von Deutschland be gewesen wäre. urteile, wird er der letzte sein, der sich mit den Ministern Der Antrag 70 entspricht dem auch bisher von der Fraktion ein lehren müsse, die nationalistischen Utopien aufzugeben. Wir kennen erlaubt hätte. Sie sprach davon, daß man die polnischen Arbeiter decken will, sondern ich glaube, daß der Kaiser wohl geschlagenen Verhalten. Ich erinnere daran, daß es den Bemühungen ja diese Weise bei Fräulein Luxemburg: etliche Jahre haben es die die Verantwortung für das, was er öffentlich aus- unirer Fraktion zu danken ist, daß gelegentlich eines preußischen Ausspricht, übernimmt. uns auf dem Parteitag nicht nach den Intentionen oder Wünschen der freiwilligen Gerichtsbarkeit die Erklärung eines Menschen, er sei burg den Vorsitzenden der polnisch socialistischen Partei wie dem aber auch sei, wir haben führungsgesetzes ein Paragraph aufgenommen ist, wonach bei Alten Galizier anhören müssen und nun wir Polen ganz dasselbe mit ganz denselben Worten. Noch vor wenigen Monaten hat Fräulein Luxem: der irgend einer regierenden Persönlichkeit zu richten, sondern der deutschen Sprache nicht mächtig, die Zuziehung eines Dolmetschers in genau derselben Weise, vie wir haben die Interessen zu vertreten, die uns zu unjrer Partei zu- notwendig macht. Bei dieser Gelegenheit und gelegentlich einer von heute Fräulein Lugem burg hier, auf dem sammengeführt haben. polnischen Genossen Kongreß der polnischen Und nun muß ich sagen, daß wir gegen den Polen eingebrachten Juterpellation sind unsre Redner selbstredend gesprochen hat, mit aller Wucht der nationalen Phraje bezichtigt. über der Thatsache, daß in den letzten Jahren kaiserliche Reden sich gegen die Einschränkung des natürlichen Rechts des Menschen, des Ich führe das an, damit Sie wissen, was die nationale Phrase des sehr mit den Parteien und nicht zum letzten mit der unfren be- Gebrauchs seiner Muttersprache, aufgetreten. Der Antrag ist durch Frl Luxemburg ist. Wir haben ja jüngst das Vergnügen gehabt, schäftigt haben, es als unser selbstverständliches Recht in Anspruch aus berechtigt, und es hieße dem Prinzip der internationalen in Nummer 196 des Vorwärts" eine Auslaffung des Frl. Lugemnehmen müssen, die Antwort nicht schuldig zu bleiben Solidarität einen Schlag ins Gesicht versezen, wollten wir solche burg zu genießen; darin spricht fie von der polnisch- socialdemokrati( Beifall); und wenn die Zustände im Deutschen Reich derart polizeilichen vegatorischen Maßregeln, Schuhriegeleien und Mißschen Arbeiterschaft als von Social- Nationalisten, Social- Patrioten. find, daß man die Antwort, die man zu geben hat, wegen handlungen in irgend einer Weise gut heißen. Wird der Antrag an zu derselben Nummer hat Frl. Luxemburg die Kühnheit, sich auf der Schlingen der Gesetzesparagraphen nicht nicht geben kann, genommen, so wird die Fraktion die erste sich ihr bietende Gelegen Liebknecht zu berufen; ich glaube, sie hätte es nicht gewagt, wenn jp ist die natürliche Folge davon, daß man alles heit benutzen, um die Maßregeln der preußischen Regierung zu Liebknecht noch lebte. Wie er über Frl. Luxemburg und ihre antidaran sezt, diese Gesezesparagraphen aus der Welt zu schaffen. Als fritisieren. das Bürgertum die Fiktion von der Unverleglichkeit des Monarchen Ich schließe mein Referat, indem ich nochmals namens der Fraktion nationale Hetze gedacht hat, haben Sie ja 1897 in Hamburg gehört aufstellte, hatte es die Voraussetzung, daß der Monarch fich der Ein- versichere, daß wir entsprechend den Grundsägen der Partei fort und haben Sie in dem Brief gelesen, in dem er der rosafarbenen das nächste Wort will ich nicht aussprechen ein Licht auffteckt, wirkung auf öffentliche Verhältnisse enthält; unter dieser Voraus fahren werden, auch im Parlament diejenige Thätigkeit auszuüben, das sie sich nicht hinter dem Spiegel stecken wird. Worüber ich aber fegung tonite vielleicht das Bürgertum der Meinung sein, daß die zur Befreiung des Proletariats aus dem Doppeljoch der ökonomischen Unterdrückung und der politischen Rechtlosigkeit führen ganz baff war, ist, daß der„ Vorwärts" dieſen Schimpfartikel des aufnahm, sondern mit Frl. Luxemburg nicht nur Vermerk versehen hat, auts dem hervorgeht, daß die Redaktion anscheinend sich mit diesem Artikel identifiziert. Diese von Frl. Luxemburg gegeißelte Utopie" der Polen, daß fie sich für die Selbständigkeit der Polen erklären, stammt nicht von uns, fondern von den internationalen Meetings in London und Paris; von Marg und Engels haben wir es gelernt, die Selbständigkeit Bolens als Klassenforderung des Proletariats zu betrachten. Frl. Luxemburg sollte daran genug haben, wie ihr unser Kautsky 1896 in der„ Nenen Zeit" auf die Finger geklopft hat. Einen giebt es allerdings, der mit Frl. Luremburg sympathisiert, das ist der War schauer Gendarmerie- Oberst Magraisti. Dulden Sie es nicht, daß wir auf einer so perfiden Weise bekämpft werden. Ich freue mich, daß Fri. Luxemburg wenigstens jetzt einen vernünftigen Antrag gestellt hat; bis jetzt hatten wir dergleichen von ihr nicht kennen gelernt. Schmalfeld- Bremerhaven: gegenüber einer Persönlichkeit, die nicht in der Lage ist, ihre An* Die Diskussion wird eröffnet. Hoffmann- Hamburg: " einem fichten öffentlich fundzugeben, auch die Kritik nicht am Blaze sei, wird.( Beifall.) und daß für alle Aussprüche und Reden des Monarchen das Ministerium verantwortlich zu machen sei. Diese Situation hat sich, Parteigenossen, ganz gründlich geändert. Man braucht ja nur daran zu denken, daß auch das offizielle Organ, der„ Reichs- Anzeiger", fehr häufig in der Lage ist, Berichtigungen faiserlicher Reden Ich möchte zunächst einen Irrtum richtig stellen, der dem Gezu bringen. Daraus geht doch hervor, daß jezt keine Rede davon nossen Singer bei der Abfassung seines Berichts passiert ist. Es ist, daß die Regierung die Verantwortung dafür übernehmen will. heißt im Bericht: Jm See- Unfallgejez gilt von nun ab meist der Wenn, wie wir es jetzt erlebt haben, der Monarch über alle Parteien Individuallohn als Grundlage für die Berechnung der Rente und hinweg mit seiner Verurteilung oder seinem Lob nicht zurückhält, der Berechnung der Wittiven und Waisenrenten wird, die volle Heuer wenn er die Gelegenheit benutzt, öffentlich seine Meinung über ge- zu Grunde gelegt." Das ist nicht richtig. Nach wie vor wird bei wisse Dinge zu sagen, eine Meinung, die in vielen Fällen, natürlich der Berechnung der Rente nur die vom Reichskanzler festgesezte ohne Schuld des Monarchen, auf falschen Berichten sich gründet, Durchschnittsheuer angenommen, die um ein bedeutendes hinter dem dann müssen wir in der Lage sein, diejenige Korreftur vorzunehmen, wirklichen Lohn zurückbleibt. Dadurch wird die Rente natürlich gedie wir als kritisierende und angegriffene Partei für notwendig er mindert. Gewiß ist es anzuerkennen, daß durch die Bemühungen achten. Das geht unter dem gegenwärtigen Strafgesetzbuch nicht. unsrer Fraktion manches verhütet, manches erreicht worden ist, so z. B. Deshalb müssen wir die Aufhebung des fogenannten daß statt der neumonatigen eine elfmonatige Fahrt angenommen Hoffmanns Ausführungen kann ich auch für den Bremer Majestätsbeleidigungs- Baragraphen beantragen und 2/5 der Heuer des Vollmatrofen als Softgeld berechnet wird. Lloyd nur bestätigen. Während Reichsländer und Schweizer und bei dieser Gelegenheit im Reichstag endlich einmal rücksichtslos Im Auftrage der Seeleute habe ich den Wunsch aus- als Ausländer nicht auf Reichspost Dampfern fahren dürfen, mit voller Klarheit die Verhältnisse zur Sprache bringen, die sich auf zusprechen, daß beim Zusammentritt des Reichstags die Fraktion haben sie Chinesen als Bemannung. diesem Gebiet in den letzten Jahren herausgebildet haben. dafür sorgt, daß die Seemanns Ordnung, die durch den die flimatischen Verhältnisse ist nicht der wahre Grund, sonst würden Den Antrag 58 möchte ich bitten, nicht anzunehmen, er ist ja Schluß des Reichstags unter den Tisch gefallen ist, endlich zur Er- die Schiffe nach Brafilien, die das schlimmste Klima zu überstehen eigentlich überflüssig, weil die Fraktion durch das Organisationsstatut ledigung gelangt. Vor allem muß fie ihre Kraft dafür einsetzen, haben, nicht ausschließlich deutsche Heizer haben. Wie die Verschon verpflichtet ist, alljährlich einen Bericht zu erstatten, und ich daß die Verböserungen verhindert werden, die die andre Seite plant. hältnisie beim Norddeutschen Lloyd find, hat der letzte Streik wieder glaube, Sie werden den Genoffen, denen Sie das Vertrauen schenken, Bu sorgen ist auch für die Krankenversicherung der Seeleute. Heute gezeigt. Orden und Ehrenzeichen giebt es für die, die sich bei Sie im Reichstage zu vertreten, auch anheim geben können, selbst bleibt der trante Seemann häufig ohne Hilfe. Sollte der See- 38 Pf. pro Stunde bis zu 105 Stunden in der Woche ausmergeln die Form der Berichterstattung zu bestimmen. Es ist unnüß, der Berufsgenossenschaft die Krankenversicherung der Seeleute übertragen lassen. Redner spricht des weiteren für den Antrag auf Abschaffung artige bindende Vorschriften zu treffen, weil Umstände eintreten werden, so muß den Seeleuten Sig und Stimme in der Verwaltung des Impfzwangs. tönnen, die die Erfüllung dieser Vorschriften unmöglich eingeräumt werden. Ferner muß durch die Seemanns- Ordnung Könen- Hamburg: machen, und das würde dann zu unverdienten Vor- oder auf dem Verordnungsweg festgesezt werden, daß auf deutschen Die Erklärung für die Abwesenheit unfrer Abgeordneten würfen führen. Es ist ja auch erklärlich, daß der in Schiffen feine farbigen Heizer und Mannschaften beschäftigt werden. bei der Abstimmung über die Zuchthausvorlage hat mich durchaus folchen Berichten zu bewältigende Stoff sehr verschieden sein kann. Im Oberbergamtsbezirk Dortmund ist verfügt, daß nur solche nicht befriedigt. Schon allein aus demonstrativen Gründen hätte polnische Bergleute beschäftigt werden, die sich verständigen tönnen. eine größere Anzahl unsrer Abgeordneten bei der Beratung der *) 52. Parteigenoffen in Elberfeld: Die Reichstags- Frattion Das muß auch auf den Schiffen für die Seeleute verlangt werden. Buchthausvorlage zugegen sein müssen; da lann nur schwere Strank. wird beauftragt, sofort nach dem Zusammentreten des Reichstags was foll in der Gefahr geschehen, wenn die Seeleute sich nicht ver- heit ein Entschuldigungsgrund sein. Da darf Kollegialität der den Antrag einzubringen, wonach der§ 95 R.-St.-G.-B.( Majestäts- ständigen fönnen. Die großen Reedereien beschäftigen farbige Fraktionsgenossen nicht beschönigen, wie ein fchleswigbeleidigungs- Paragraph) aufgehoben wird. Heizer nur deshalb, weil sie anspruchsloser und billiger sind.( Sehr holsteinscher Abgeordneter es versucht hat. Bei uns in 53. Parteigenofien von Reichenbach Neurode: Den richtig!) makala ya Hamburg hat sich die Sache besonders zugefpigt, weil einer der Bericht der Reichstags- Fraktion alljährlich in derselben Weise herausGewehr Elberfeld adamals fehlenden Abgeordneten angegriffen wurde. Nun meine ich, zugeben wie dieses Jahr. begründet den Antrag Elberfeld. Wir haben nicht das Bedürfnis, es ist ja nicht nötig, sich auf der Eselswiese herumzutreiben. Aber den Monarchen wie überhaupt irgend einen Menschen zu beleidigen. wozu hat sich Genosse v. Elm ein Vertrauensvotum in einer Berwir wollen aber die politischen Handlungen des Staatsoberhaupts fammlung seines Wahlkreises ausstellen lassen müssen, wenn er nicht mit derselben Unbefangenheit kritisieren dürfen wie die eines andren ein böses Gewissen gehabt hätte. Durch solches Verhalten geben wir Staatsbürgers. Die uns als Vorbild hingestellten Hunnen fanten nur denen Stoff für ihre Kritik, die auf die parlamentarische Thätig 69. Beantrage, daß die Namen derjenigen socialdemokratischen ja auch feinen Majestätsbeleidigungs- Paragraphen.( Heiterkeit.) teit immer mit Weißachtung geblickt haben. Reichstags- Abgeordneten, welche bei der Abstimmung über die ZuchtDr. Rosa Luxemburg Dr. Rosa Luxemburg: hausvorlage und andren für die Arbeiterschaft bedeutsamen Vorlagen 54. Parteigenoffe Jacob Meyer, Berlin V: Der Parteitag möge dahin wirken, daß die Genoffen im Reichstag energisch dafür eintreten, daß der Jmpfzivang aufgehoben wird und auf die schädlichen Folgen hinzuweisen. der letzten Reichstagsperiode, ohne Entschuldigung fehlten, bekannt begründet den Antrag 70. Die legte Heldenthat des preußischen Bunächst muß ich Ihnen ein paar Worte zur Naturgeschichte des gegeben und dieselben Abgeordneten im Wiederholungsfalle zur Kultusministers, die Verfolgung der polnischen Sprache Genossen Haase erzählen.( Große Heiterkeit.) Jedenfalls ist er Ihnen Niederlegung ihres Reichstags- Mandats veranlaßt werden. bis in den Religionsunterricht in der polnischen Schule ist Ihnen heute als ein sehr feuriger Haase erschienen.( Erneute Heiterkeit.) H. Hinsche. allen bekannt. Es handelt sich um die systematische Unterdrückung Vor ein paar Monaten hörte man aber in der polnischen 70. Der Parteitag beauftragt die Fraktion, die neuesten gegen einer ganzen Nation. Die Socialdemokratie hat die Aufgabe, alle Socialdemokratie noch nichts von ihm. Erst als ich auf dem legten den Gebrauch der polnischen Sprache in den Schulen der Proving Krebsschäden aufzudecken, die Unterdrückung in jeder Form zu be- polnijchen Parteitag in die Preßkommission des polnischen ParteiBojen gerichteten Maßnahmen der preußischen Regierung im Reichs- fämpfen. Wir brauchen eine Aftion, um der Regierung zu zeigen, blatts gewählt war und dort gegen die Unvernunft der polnischen tag zur Sprache zu bringen und überhaupt die Behandlung der daß sie nicht ungestraft so handeln darf, wie sie gehandelt hat, und Gruppe in Berlin auftrat, die der Genosse Haase hier vertritt, da Bolen als Bürger zweiter Klasse mit allem Nachdrud zu bekämpfen. dem polnischen Boll zu beweisen, daß der Schuß seiner Intereſſen tauchte er auf. Ich habe die nationalistischen Phrasenmachereien Luxemburg. Gogowsky. nicht bei der feigen Bourgeoisie, sondern bei der Socialdemokratie dieser Gruppe stets mit aller Macht bekämpft. Fragen Sie die Grnoffen in Pofen und Oberschlesien, wie sehr dies nationalistische Phrajentum die Bewegung dort geschädigt hat. Erst seit 2 Jahren 6. Elm: Ein von Storch Stettin gestellter Schlußantrag wird Bei den Erörterungen über den Antrag bezüglich des angenommen. es au. Mögen die Berliner Polen von diesen Utopistereien sich nur wollten mir gern ein Bein stellen. Da hieß es, in erster Linie hätten solche Debatte hier einsehen konnte. Ich habe daß eine deutschen socialdemokratischen Kandidaten in Schlesien, so dem Genossen Man tann es Die " Merkowski- Berlin: ist es besser geworden, seit die deutschent Genossen sich Fehlens der Abgeordneten ist auch meiner in der liebens- Persönlich bemerkt Dr. Rosa Luxemburg: Undank ist des mit dem vernünftigen Teil der Polen zusammengethan und würdigsten Weise gedacht: Ich war nur erstaunt, daß man hier so Menschen Lohn. Seit Jahren habe ich kein Wort mehr über meine ab 000( bon neuеm) angefangen haben. Erst jetzt ist dort der fanfte Töne angeschlagen hat, denn in den Versammlungen in Ham- nationalistischen Landsleute gesagt und mun soll ich schuld an allem richtige Boden gefunden worden. Die Wiederherstellung Bolens ist burg hat man ganz anders gesprochen. Meine lieben Freunde im Bösen sein. Dent deutschen Parteivorstand sind die Thatsachen für mich eine reine Doktorfrage. Auf die praktische Arbeit kommt britten Hamburger Wahlkreis, die mir sonst nicht beikommen können, zum Glüd sehr genau bekannt. Ich kann nur bedauern, daß eine nicht provoziert. in der praktischen Arbeit nicht stören lassen. Was geschieht aber? die Anhänger der Neutralität der Gewerkschaften im Reichstag ge-( Haase: Doch! Widerspruch.) Ich habe dabei jenes Gefühl des Nur zwei Blüten für diese nationalistischen Phrafereien. Auf dem fehlt, insbesondere v. Elm. Aljo man wollte besonders gegen mich russischen Ministers Murawiew gehabt, dem er, als sein sonst schweiglegten polnischen Parteitag ist der Antrag gestellt worden, dem Front machen, und dagegen habe ich mich selbstverständlich verwahrt. ſamer Bruder, der General, unerwartet eine Nede gehalten hatte, mir nicht verdenken, daß daß ich in der folgende Worte lieh: Bis jetzt wußte ich allein, daß mein armer Sachse, einen polnischen Kandidaten entgegenzustellen.( ört! hört!) Ronferenz meines Wahlkreises die Sache zur Sprache brachte, Bruder kein Genie ist, jegt weiß es die ganze Welt."( Große Durch meinen Einfluß ist dieser Antrag durchgefallen. Und weiter: aber daß ich für mich eine Vertrauensresolution beantragt Heiterkeit.) Gazeta Robotnicza" hat jüngst sogar zur Gründung babe, ist nicht wahr. Ich habe nicht über mein Fehlen Das Schlußwort hat aid di ti eigner polnischer Gewerkschaften aufgefordert. So wird doch nicht allein gesprochen, sondern überhaupt über das Fehlen der Abgeord= Singer: das Zusammenarbeiten gefördert. Ich habe mir in Berlin alle neten bei den verschiedensten Gelegenheiten, die von mir beantragte Mollenbuhr hat darauf hingewiesen, daß es sich niemals vorauss Mühe gegeben, die Leute zu einer vernünftigen Führung der Ge Resolution beschäftigte sich mit der ganzen Sache, und die Delegierten berechnen läßt, wie eine Verhandlung sich abspielt, welche Zwischen schäfte und des Blatts zu befähigen. Mit größter Geduld habe ich zur Konferenz haben gesagt, wir fümmern uns nicht um das, was fälle sich dabei ereignen. Wie recht er hat, wie schwer es ist, mich bemüht, die Leute von ihren nationalistischen Zwangsvorstellungen bie übrigen Abgeordneten gethan haben, wir haben es nur mit Dir im Voraus zu sagen, welcher Gegenstand die Debatte füllen wird, ( Heiterkeit) zu befreien. Sie sind aber so verbohrt, daß nichts mit zu thun; Du haft uns Deine Gründe klar gelegt, wir sind mit dafür ist der heutige Nachmittag der beste Beweis.( Große Heiteribnen anzufangen ist. Ich bitte Sie, den Antrag 70 mit meiner Deiner Thätigkeit zufrieden und stellen Dir ein Vertrauensvotum feit.) Aus der Erörterung der politischen Thätigkeit der deutschen Begründung anzunehmen. Dem polnischen Arbeiter muß gezeigt aus. Dies Bertrauensvotum wurde einstimmig beschlossen. Dies Vertrauensvotum wurde einstimmig beschlossen. In Socialdemokratie, die wir vornehmen wollten, ist eine ausgewachsene werden, daß nur im Rahmen des gemeinsamen Wirkens mit der erster Linie bin ich meinen Wählern Rechenschaft schuldig, und denen Polendebatte geworden.( Große Heiterkeit.) Ich will in fie nicht deutschen Socialdemokratie für fie etwas zu erlangen ist. Der habe ich Rechenschaft gegeben. Wenn Sie alle, die gefehlt auch noch eingreifen, fühle mich aber verpflichtet, aus meiner langdringende Appell muß an die polnischen Arbeiter gerichtet haben, vor das Forum des Parteitags ziehen wollen, so jährigen Kenntnis der Parteivorgänge zu fonstatieren, daß die Ant werden, sich sich von dem unbegründeten Mißtrauen gegen uns bin ich felbstverständlich bereit, meine Gründe auch hier zu griffe des Genossen Haase, die mit allerhand persönlichen Juvektiven zu befreien. Richt um eine Schmälerung der Rechte der Polen nennen, für ungehörig aber halte ich es, einen einzigen vor geipidt waren, während er sich selbst über Invektiven beklagte handelt es sich, sondern um ein vernünftiges, praktisches Zusammen- bies Forum zu schleppen und auf ihn loszuschlagen. Wenn wir vor( Sehr gut!), durchaus nicht am Blaz waren.( Sehr richtig!) Was arbeiten.( Beifall.) art and chalgijeder Ueberrumpelung sicher sein sollten, dann müßten wir beständig in Bosen und Oberschlesien an Erfolgen nicht für polnische Parteien, Eisner- Berlin: im Reichstag anwesend sein und unsre übrige Thätigkeit in der Partei fondern für den Gedanken der internationalen Socialdemokratie und den Gewerkschaften einstellen. Das wäre aber eine Weber- errungen worden ist, das verdanken wir in hohem Maße der ThätigAls Vertreter der Redaktion des„ Vorwärts" bin ich leider schäzung des Parlamentarismus. Es tann sich nur darum feit der von Haafe so angegriffenen Personen.( Sehr richtig! Wenn genötigt, zu der Polendebatte einige Bemerkungen zu machen. Ich handeln, daß man nach Möglichkeit bestrebt ist, die Genosse Haase sich unbeschadet seiner polnischen Nationalität dem bin allerdings darauf nicht vorbereitet gewesen und kann mich deshalb parlamentarische Thätigkeit mit der übrigen Thätigkeit zu Rahmen der deutschen Socialdemokratie einfügt, dann wird hoffent mur insoweit äußern, als ich unterrichtet zu sein glaube. Der vereinbaren. Wenn jemand überhaupt nicht für die Arbeiter lich die Zeit kommen, wo er einfieht, daß er bente viel zu hart „ Vorwärts" brachte aus dem Bericht der socialdemokratischen Partei bewegung thätig ist und außerdem noch ständig im Parlament geurteilt hat. Ich will nicht lengnen, daß in dem Maße, in dem Bolens einige Daten und Zahlen, die uns interessant zu sein schienen, fehlt, dann kann man fagen, er ist nicht würdig. Ab von Deutschland versucht wird, die polnische Nation zu unterbrücken, um die Entwicklung dieser Gruppelgu kennzeichnen. Genoffin Luxemburg geordneter zu sein; aber in gehäffiger Weise gegen jemand fich das polnische Gefühl dagegen emporbäumt. Das beweist doch bestritt die sachlichen Angaben des Artikels, und wir brachten infolge deffen loszugehen, weil man seine Anschauungen nicht billigt, das ist eines der von Rosa Luxemburg begründete Antrag. Jedenfalls hat der eine fachliche Entgegnung von ihr. Die Redacteure des Borwärts" Socialisten umvürdig und dagegen habe ich mich gewehrt. In Ham stundenlange Streit einzelner polnischer Genoffen unter sich nicht find in den Einzelheiten der polnischen Bewegung nicht genau ein- burg sprach man von einem Mißtrauensvotum, und da fagte ich, gerade zur Erbauung des Parteitags beigetragen.( Sehr richtig!) geweiht, fie mußten sich deshalb auf die Autorität der beiden Ber- dann würde ich mein Mandat niederlegen. Aber zu solchen Miß- Run noch einige Worte zur sonstigen Distuffion. Hoffmann jonen verlaffen, die die Artikel einsandten. Nun tam eine längere trauensvotum ist kein Anlaß vorhanden, denn niemand von denen, glaubte dem Bericht über die parlamentarische Thätigkeit einen JrrEntgegnung des Genossen Haase; wir waren der Meinung, daß sich die gefehlt haben, hat seine Pflicht vernachlässigt. Es ist auch kein tum nachweisen zu fönnen. Seine Auffassung ist aber falsch, wenn eine endlose Polendebatte im Vorwärts entspinnen würde( Sehr Grund vorhanden, dem Antrage zuzustimmen, der doch an sich auch ich auch angebe, daß das Wort meift" hätte fortbleiben fönnen. richtig!), wir beschlossen deshalb, um allen Weiterungen zu entgehen, nur ein Mißtrauensvotum gegen unfre Fraktion, speciell gegen die, Die Wünsche Schmalfelds und hoffmanns über die Seemannsmit den entscheidenden Instanzen gemeinsam zu beraten, wie wir die gefehlt haben, bedeuten würde. Ordnung entsprechen durchaus den Intentionen der Fraktion. Wenn diese Debatte eindämmen könnten. Redaktion und Preßkommission der Entwurf einer Seemanns- Ordnung von der Regierung nicht soviel ich weiß, nahm auch Haafe an der Sigung teil famen dahin überein, daß wir dem Komitee der angegriffenen sozialistischen polnischen Konferenz erklärt, wenn wieder ein deutscher Kandidat in erscheinen. Die Genoffin Luxemburg hat gesagt, wir hätten auf der wieder vorgelegt werden sollte, werden wir mit einem eignen Antrag Partei Polens das Recht zu einer Erklärung geben und polnischen Bezirken aufgestellt würde, wie der Abg. Sachfe, so würden insche beschäftigt. Mehr oder weniger aber waren es Streitigkeiten Der weitere Teil der Diskussion hat sich mit dem Antrag dafür den Vorwärts" zur Verfügung stellten. Von diesem Rechte machte, soweit ich weiß, das Komitee feinen wir einen polnischen Gegenkandidaten aufstellen. Das ist nicht wahr, Gebrauch. Bemerken will ich noch, daß die redak- es wurde nur betont, daß der Kandidat möglichst der in dem be- cinzelner Hamburger Genoffen unter einander, die dabei zur ErEs wäre eine schöne Frucht unfrer Parteitage, tionelle Bewertung Bewertung des Borwärts zu dem Artikel von treffenden Bezirk vorherrschenden Sprache mächtig sein müsse. örterung famen. Frl. Luxemburg natürlich keine Identifizierung der Ansichten der wir Polen handeln in principiellen Fragen stets im Einverständnis wenn sich die Gepflogenheit einbürgerte, den Parteitag nicht als Ort Redaktion mit denen von Frl. Luxemburg darstellen konnten. Die mit dem deutschen Parteivorstand. In unirer Zeitung kann manchmal, zu betrachten, auf dem mehr oder weniger fleine persönliche MizBemerkung bedeutete mur, daß die Redaktion die Verantwortung fo- da nur Arbeiter daran mitarbeiten, ein Schniger unterlaufen, aber helligkeiten erörtert werden. Außerhalb Hamburg- Altona haben die wohl für die Thatsachen des Berichts als auch für die ganze Bolemit Erwähnen will ich noch, daß die Nedaktion des„ Vorwärts" den von lange diskutiert wurden.( Sehr richtig!) Gegen den Wunsch, den wohl für die Thatsachen des Berichts als auch für die ganze Bolemit vir vertreten doch im allgemeinen den Standpunkt der Partei. Genoffen tein so lebhaftes Interesse an diesen Dingen, die hier so ablehnte. Natürlich ist der Vorwurf, als set in Bezug auf die uns eingesandten Bericht über unsren Parteitag entstellt und mit dem der Antrag Hinſche ausdrückt, hat niemand etwas einzuwenden. Nun polnische Bewegung die Redaktion eingeschwenkt, völlig um= und gefehlt haben, ivas alles hätte passieren können. begründet. Die Redaktion hat selbstverständlich wie jeder beutsche Busaz versehen hat, daß sie für die Richtigkeit desselben feine Ber- ftreitet man sich herum, ob wirklich 23 Reichstags- Abgeordnete Genosse dieselben Sympathien für die polnische Bewegung wie antwortung übernimmt."). Im übrigen denken wir natürlich nicht Elm hat aber wirtlich recht: ein Mann, der das Verdaran, eine national- polnische Socialdemokratie zu schaffen.dnsulin trauen genießt, als Abgeordneter gewählt zu werden, besitzt alt sands Jenz Ottensen: auch Urteilsfähigkeit genug, um zu wissen, ob seine Anwesenheit in v. Elm hat gegenüber Könen das Notwendige gesagt. Ich kann Berlin erforderlich ist. Vorwürfe tönnten doch nur dann erhoben Koenen hat mir den Vorwurf gemacht, ich hätte in Stiel einem bestätigen, daß die im VI. Wahlkreise von Elm eingebrachte Refo- werden, wenn wirklich etwas versäumt oder vernachlässigt worden Kollegen zu Liebe gewissermaßen die unwahrheit gesagt. Man tution an sich das Vertrauensvotum nicht provozieren sollte, sondern wäre. Das ist aber nicht geschehen. Nach der ganzen Sachlage war legte mir da die Frage vor, ob es wahr sei, daß dreiundzwanzig die Frage rein sachlich behandelte. Das Vertrauensvotum, das ihm damals anzunehmen, daß tagelang über den§ 1 diskutiert werden unsrer Genossen bei der zweiten Lesung der Zuchthausborlage gefehlt haben und ob der Vertreter des Streises nachher unabhängig ausgesprochen wurde, galt nicht nur seiner parla- würde. Da beantragt unser unfreiwilliger Mitarbeiter v. Stumm ( Seiterkeit) in voller Unkenntnis der Geschäftsordnung plöglich Komanwesend gewesen sei. Ich antwortete, ich wüßte nicht, wieviel mentarischen, sondern seiner gesamten Thätigkeit. miffionsberatung, ohne zu wissen, daß mit dem Moment, wo dieser gefehlt haben, ich wüßte auch nicht, wer gefehlt habe, dem es sei put no Köuen Hamburg: Köuen Hamburg: a andund Antrag abgelehnt wird, die ganze Sache erledigt ist. Für so uns feine Liste darüber geführt und es habe auch teine namentliche Ab Ich muß mich gegen die Angriffe Frohmes auf das entschiedenste geschict fonnten wir unfre Gegner nicht halten.( Seiterkeit.) Unfre stimmung stattgefunden. Ich sagte weiter, ich sei bagewesen und ich verwahren. So was bringt nach meinen Erfahrungen Frohme auch abgeordneten erfüllen ihre Pflicht, an Ort und Stelle zu sein, soweit glaube, auch v. Elm sei dagewesen. Das große Verbrechen, das ich nur mir gegenüber fertig. Es ist meine feste Neberzeugung. ihre sonstige Thätigkeit es irgendwie zuläßt, in vollem Umfange. begangen haben soll, besteht also darin, daß ich nicht nach Monaten daß er das Wort mir deshalb genommen hat, weil der G8 spricht für die Fraktion, daß der Bericht zu keinen andren Anmich noch mit Sicherheit erinnern fonnte, wer in jener Sigung an Rönen gesprochen hat, da mußte er auch reden. Heiterkeit.) Ich ständen Anlaß gegeben hat( Beifall). wejend war. Was den Antrag selbst betrifft, so ist es nicht not habe durchaus nicht unhaltbare Behauptungen aufgestellt. Ich habe Es wird abgestimmt. Der Antrag 52 wird einstimmig wendig, das Gewiffen der Fraktion zu schärfen, denn bei allen es nur so gemacht, wie es Frohme stereotyp in seinen Leitartikeln angenommen. Die Anträge 58, 54, 69 werden abgelehnt. wichtigen Anlässen war die Fraktion möglichst vollzählig ber macht, wo er immer von der Macht der Verhältnisse im Bunde mit Der Antrag 70 wird angenommen. treten, sie würde auch in diesem Falle möglichst vollzählig den Thatsachen spricht.( Heiterkeit.) Ich habe auch nur Thatsachen da gewesen sein, wenn nicht ganz unvorhergesehene Umstände vorgebracht, ich habe mir also nur Frohme zum Muster genommen. Es folgt der fünfte Punkt der Tagesordnung: da hineingespielt hätten. Man hatte alt diejem Tage Daß die Resolution Elms ein Vertrauensvotum war, hat in der Die Organisation der Partei.t und noch gar keine Abstimmung ertvartet. Es lohnt wirklich Schleswig Holsteinischen Volkszeitung" gestanden Schleswig- Holsteinischen gestanden und allnicht, darüber eine so erregte und mit allerlei unhaltbaren Behaup- gemein wurde es fo aufgefaßt. Was soll das heißen, Hierzu liegen außer dem Entwurf der von der Reichstagstungen und unberechtigten Unterstellungen verbundene Debatte au baß erklärt wird: wenn Ihr nicht so wollt, wie ich, lege ich mein fraktion eingesetzten Stommiffion vor die Anträge 13 bis 35, 61, 71, führen. Wenn irgend einer Frattion das Zeugniß ausgestellt werden Mandat nieder; das ist ja so wie die Demission eines Ministers. 73, 74, 76 und die Resolution 72.*) darf, daß sie im allgemeinen und befouders bei wichtigen Anlässen Bei b. Elm ist es nicht böser Wille, aber seine sonstigen Geschäfte auf dem Blaz gewesen ist, so wird man der socialdemokratischen verhindern ihn eben daran, sich der parlamentarischen Thätigkeit in.) 13. Die Parteigenoffen im Saarte vier: Die Organis Fraktion dies Zeugnis nicht verweigern dürfen. Lehnen Sie deshalb der nötigen Weise zu widmen. Trotz aller Meinungsverschiedenheiten fation der Partei soll nach dem System der centraliſierten Gewerk den Antrag ab, der Parteitag würde sonst einen Beschluß fassen, den hat sich zwischen Dir, Elm und mir, noch eine langjährige Freumb- chaften eingerichtet werden. Der Hauptvorstand hat seinen Siz in er nicht rechtfertigen fönnte. schaft erhalten, aber vorn am Bug hat das Schiff ein Loch( Heiter- Berlin. In jeder Stadt oder in jedem Wahlkreis sind Zahlstellen feit). Noch einige solche Dinge, dann werden wir darüber reden, ob zu errichten. Jeder Parteigenosse hat die Pflicht, wenn er als solcher die Geschichte nicht ein Ende haben muß.( Heiterkeit.) betrachtet werden will, sich der in seinem Wahlkreis befindlichen Zahlad stelle anzuschließen." Bruhns- Breslau: scither. " Frohme- Hamburg: Haase- Berlin: S " in dok monist and 8u§ 1. G Frl. Luxemburg hat sich um die Geschichte der Partei nicht befümmert, sonst müßte sie wissen, daß ich seit Jahren in der polnischen Bewegung thätig bin. Allerdings ist meine ThätigunAus meiner Kenntnis der polnischen Angelegenheiten heraus 14. Barleigenoffen in Berlin I, II, III und Stettin: keit eine andre, als die von Frl. Luxemburg, deren Name möchte ich auch einige Worte sagen. Auf die internen Bolen- Ange- Den§ 1 des Organisationsstatuts unverändert zu lassen. nur berühmt geworden ist durch die Schimpfartikel in den legenheiten gehe ich nicht ein; das hieße, sich in ein Labyrinth von 15. Parteigenoffen in Erfurt:" Zur Partei gehörig wird verschiedenen Blättern, vom bom Socialist" bis zur Leipziger persönlichen Angriffen und unsachlichen Anschuldigungen verirren. jebe Person betrachtet, die sich zu den Grundsägen des ParteiBoltszeitung". Meine Arbeit bestand nicht darin, Hegartilel gegen Ich weiß nicht, was Haase eigentlich veranlaßt hat zu seinen An programms bekennt und die Partei dauernd durch Geldmittel unter die Partei zu schreiben, ich lehne es ab, eine unwürdige Agitation griffen; der Antrag Gogowski- Luxemburg bot doch wahrhaftig feine ftügt", zu führen. Wie tolerant bie polnischen Genossen sind, geht daraus Handhabe; ich habe den Eindruck, es sollte die Gelegenheit ergriffen nach Geldmittel" einzufügen: oder anderweitig in gleichhervor, daß fie Frl. Luxemburg troß aller Verunglimpfungen doch werden, auf gewisse Genossen, insbesondere die Genossin Luxemburg wertiger Weise". isda u in die Preßfommission gewählt haben. Aber was hat sie feit April persönliche Angriffe richten zu können. Ich bedauere, daß die alte 1916. Parteigenosse Sch. Schulz, Erfurt: In§ 1 des Ent geleistet? Sie hat lediglich einige Artikel veröffentlicht, in der sie Streitagt wieder ausgegraben wurde. Diese persönlichen Streitig wurfs in der dritten Zeile nach Geldmittel unterstützt" beizufügen: den Vorstand der Partei in der elendesten Weise beschimpft. Ich feiten givischen den deutschen und polnischen Genossen auf jenem oder, wenn dies unmöglich, sie in einer gleichwertigen Weise and versichere Sie, daß die Thätigkeit von Frl. Luxemburg unsre Partei Arbeitsgebiet haben beiden Teilen und damit der Sache selbst gefördert." sinsid Entwickelung gehindert hat. Aus Russisch- Polen ist sie ja feit 1888 fchadet. 17. Parteigenoffen in Elberfeld: Dem§ 1 des Statuts fort, da schadet fie niemand mehr( Heiterkeit). In derselben Weise, benn aber gefagt ist, von den deutschen Genossen sei dort nichts folgende Faffung zu geben: Bur Partei gehörig wird jede Person wie früher dort, hat sie später den Kampf im preußischen Bolen ge- geleistet worden, so muß ich dem ganz energisch widersprechen, wir betrachtet, die sich zu den Grundsägen des Parteiprogramms bekennt führt. Ueber die nationalistischen Bhrafereien, die hier vorgebracht sind, müssen da doch den Spieß einmal umdrehen. Ich muß fagen, daß und die Partei dauernd durch Geldmittel sowie durch Thätigkeit verliere ich kein Wort, ich wünsche, daß sie für Frl. Luremburg eine von denjenigen, die diese persönlichen Angriffe immer erheben, möglichst unterstützt." Dottorfrage bleiben, denn dann können sie uns nicht mehr stören. nicht oder wenig geleistet worden ist; für die Thätigkeit 18. Parteigenossen in Berlin IV: Jm Entwurf hinter die Daß die Bewegung in Bosen und Oberschlesien teine Fortschritte von Winter aber, bei der ihn auch besonders die Genossin Worte: die Partei dauernd durch Geldmittel unterstüßt," zu sehen: gemacht hat, daran find die fortwährenden unvorsichtigen Aeußerungen Luxemburg unterstützt hat, spricht das Ergebnis der letzten Reichstags- oder durch anderweite Thätigkeit fördert". einiger deutscher Genoffen schuld. 1897 hat ja jogar Bebel in Ham wahlen. Vom praktischen Standtpunkt, vom Standpunkt der geburg feststellen müssen, daß Dr. Winter gegen die Polen ungerecht leisteten Arbeit aus haben Winter und Luremburg recht und Haase war. Sie können sich doch denken, wie sehr das die bürgerliche und seine Freunde unrecht. Er hätte Ursache, so lange zu schweigen, polnische Presse gegen die Socialdemokratie ausnützt. Ich kann Sie bis er das an wirklicher Leistung aufweisen tann, was die andre versichern, daß die Artikel von Frl. Luremburg uns folossal in Posen Seite geleistet hat.( Bustimmung.) geschadet haben. Wer für die Partei praktisch so wenig geschaffen omg ist die und gegen die Partei unproduktiv so viel geschrieben hat ( Heiterkeit) wie Frl. Luxemburg, der hat nicht das Recht, hier*) Zu dem im April hier abgehaltenen Barteitage der polnischen aufzutreten und so zu thun, als sei alles verfahren und er müßte es Socialdemokraten war uns vom Bureau des Parteitags ein Bericht erst wieder aufbauen. Die polnischen Genossen haben gelämpft, als über den ersten Verhandlungstag zugegangen, der offenbar einbon Fel. Lugemburg noch nicht die Rede war, fie haben unter den feitig zu ungunsten der in Posen gewertschaftlich thätigen Geschwierigsten Verhältnissen agitiert, sie haben lange Jahre in Genossen gefärbt war. Aus diesem Grunde verfahen wir den fängnissen gesessen... Bericht mit einer entsprechenden Notiz. Ueber die weiteren VerBorsigender Ulrich macht den Redner darauf aufmerksam, daß handlungen haben wir dann einen Bericht von einem Teilnehmer an er seine Redezeit bereits überschritten habe. bem Kongres gebracht, da uns das Bureau des Kongresses mit Haase( fortfahrend): Frl. Luxemburg hat feine Veranlaffung, teilte, daß es uns wegen der Anzweiflung seines Berichts teine hier so großspurig aufzutreten. In Posen speciell ist die Bewegung Fortsetzung schiden werde. Den Bericht hatten wir in einigen genoch lange nicht so wie sie sein sollte..( Glocke des Vorsitzenden.) fürgt; von Entstellung kann keine Rede sein, und das hat auch selbst Unch was Frl, Luxemburg über die Centralverbände jagt, entspricht das Bureau des Kongresses in seiner damaligen Zuschrift an uns nicht der Wirklichkeit. nicht behauptet. Ned. d. Borw." 8u§ 2 19. Parteigenossen in Berlin I und III, mi Ihausen i. E., Düsseldorf und des V. fächsischen Wahlkreises: Dent § 2 des bisherigen Organisationsstatuts unverändert beizubehalten, 20. Parteigenossen in Elberfeld: Ueber die fernere Zugehörigkeit zur Partei entscheiden die Parteigenossen der einzelnen Parteiorte refp. Wahlkreije, in legter Justanz der Parteitag, bei dem von beiden Seiten Berufung gegen die erste Entscheidung ein gelegt werden kann." 21. Parteigenossen in Essen a. M.: Unter§ 2 anstatt der vorgeschlagenen Abfäße 2 und 3 zu fezen: lleber die fernere Bus gehörigteit zur Partei entscheiden in allen Fällen die Parteigenossen der einzelnen Orte. Die Ausschließung tann angeordnet werden auf Antrag fowohl des Parteivorstands als auch der Kontrollkommission. Den Aus geschlossenen wie auch den resp. Antragstellern steht die Berufung an Sen allgemeinen Barteitag au." 22. Barteigenossen des Kreises Karlsruhe Bruchsal: Ueber die Zugehörigkeit zur Partei entscheiden die Parteigenoffen an den einzelnen Orten oder Neichstags- Wahlkreisen. Gegen die 3nd im Laufe Auer: der einzelnen es ist uns Nun, die Aus herausSinger schlägt vor, nach dem Bericht des Referenten eine Länder nennen, deren Parteien fast alle paar Jahre ganz neue Kongreß wird in Zukunft nur den Delegierten solcher Gesellschaften, General diskussion eintreten zu lassen und dann je nach dem Organisationsstatuten, ganz neue Einrichtungen treffen und doch nicht zweige oder Gruppen gestattet, welche Bestandteile der Jnternationale Verlauf der Verhandlung den Entwurf mitsamt den Anträgen einer vorwärts kommen; und wir sind vorwärts gefommen zu einer Zeit, bilden und ihre Beiträge dem Generalrat entrichtet haben." Ich Kommission zu überweisen. in the aid sogin wo wir eine geschriebene Organisation überhaupt nicht hatten, meine, was sich die internationale Arbeiterorganisation erlauben bild Das Referat hält wenigstens war sie von der preußischen Polizei verboten gewesen. tonnte, tönnen mit gutem Fug und Recht wir uns auch erlauben. Also es hängt nicht immer von dem Buchstaben, von den Para- Wir brauchen wirklich hier nicht den Sentimentalen zu spielen. Es sind nun dazu die Anträge 14 bis 18 gestellt worden. Die Ich glaubte nicht, daß ich heute schon berufen werden würde, graphen ab, sondern der Geist, der die Bewegung durchflutet, §1 fiber den Gegenstand zu sprechen. Ich kann zwar nicht sagen, daß die Personen, die die Angelegenheiten der Partei zu führen Kreise Berlin I bis III und Stettin fordern, den§ 1 des Organisations= ich unvorbereitet spreche, aber die einzelnen Anträge, die jest während und vor allen Dingen auszuführen haben und da dente Statuts unverändert zu belaffen. Da muß ich Ihnen sagen, wie der Berhandlungen erst gestellt worden sind, genau zu prüfen, dazu ich nicht nur an die paar oben Stehenden, sondern ganz besonders dieser Wortlaut damals in Halle entstanden ist. Ich habe der großen bin ich nicht gekommen. Sie wissen, Sie wissen, aus welchem Anlasse an die große Masse das alles hilft zusammen; und wenn es da Kommission von 25 Mitgliedern, die das Organisations- Statut in Halle wir diesen Punkt auf die Tagesordnung gestellt haben: aus fehlt, dann helfen uns auch die schönsten in Paragraphen formulierte beriet, auch angehört. Nicht die Rücksicht auf die armen Genossen, denen man zu Unrecht Geld abnehmen will, hat uns dazu bestimmt, die Anlaß der reichsgesetzlichen Aufhebung des Koalitionsverbots. Vorschläge nicht. Indessen die letzteren find auch notwendig. Dies vorausgeschickt, will ich mich an unfren Entwurf heran- Forderung der direkten Leistung von Geldmitteln fortzulassen, sondern Daß, soweit dadurch uns früher entgegenstehende Schwierigkeiten machen. jegt beseitigt worden sind, wir entsprechende Aenderungen in unfrer fönnen Ich wiederhole also, daß ich der Meinung bin, wir in dem Entwurf war die Forderung ausdrücklich enthalten. In der den Vorschlägen, wie sie sie in den Anträgen 13, Kommission aber wurde mit Recht der Einwand gemacht, daß nach Organisation treffen müssen, darüber ist in der Gesamtpartei nur 35 und 68 ausgesprochen sind, nicht folgen. Antrag einer ganzen Reihe von oberstgerichtlichen Entscheidungen in der cine Stimme; auseinander gehen die Meinungen nur, ob 68 steht damit nur scheinbar in Zusammenhang, aber er spricht einfachen Thatsache, daß die Zugehörigkeit zur Partei durch es notwendig sei, eine grundsägliche Aenderung doch die straffste, schärffte Organisation aus, die es überhaupt Leistung irgend welcher, wenn auch nicht genau specifizierter Beiin der Organisation herbeizuführen. Es ist in der Presse der Gedanke zum Ausdruck gekommen, eine giebt, er berührt vor allem einen Buikt, wo die Partei sehr empfind träge bekundet werden kann, das Merkmal einer Vereinszugehörigkeit lich ist, nämlich ihr Portemonnaie. Wie alles, was übertrieben wird, gefunden werden kann; und weil wir damals glaubten stramme centralistische Form für die Organisation der in das Gegenteil umschlägt, so brauche ich wohl faum ein Wort daria auch gelungen- ein Statut schaffen zu müssen, an das die Polizei Partei wieder einzuführen. Es sind diesbezüglich auch die Anträge über zu verlieren, daß wenn dieser Antrag angenommen würde, wir nicht herantönnte, sagten wir: das brauchen wir den Genoffen gar 13, 35 und 68 gestellt. In der Presse wurde darauf hinüber gewiesen, daß die lose Form der Organisation, die sich den allerschlimmsten Wirrwarr, unendlich große Rosten und wahr nicht zu sagen, das wissen sie schon selber, und deshalb ist damals der Hinweis auf die Geldopfer unterblieben, aus teinem andren scheinlich noch viel mehr Betrug dadurch herbeiführen. der Jahre Herausgebildet hat der wir im großen Ganzen auch so ziemlich zurechtgekommen Ich meine, wir stellen uns auf den Boden der Vorlage, und da Grunde. Aber ich glaube, heute schadet es gar nichts, wenn wir und ganz respektable Erfolge erzielt haben, zu beseitigen sei. Auch werde ich mich in meinen Ausführungen hauptsächlich an die Punkte den Genossen auch noch besonders fagen: Hört, vergeßt auch den in der Kommission, die von der Reichstagsfraktion eingefegt wurde, und Paragraphen halten, die in der Diskussion in der Parteipreffe Nervus rerum nicht! die nötigen Vorschläge zu machen, und in der Fraktion selbst und im und in Versammlungen am meisten angefochten sind. Es liegen noch einige weitere Anträge vor. Die Parteigenossen Vorstand hat es an Anregung der Frage, ob eine grundstürzende§1 ist in der bisherigen Form beibehalten. Er handelt von der in Erfurt wollen, daß gesagt wird, wer die Partei durch Geldmittel Genosse Menderung vorgenommen werden solle, nicht gefehlt. Ich will nicht Sugehörigkeit zur Partei und lautet wirklich wie bisher, nur oder anderweitig in gleichwertiger Weise" unterstützt. zu viel behaupten, wenn ich sage, daß mindestens zwei Drittel aller daß die paar Worte angehängt sind: und die Partei Heinrich Schulz stellt einen ähnlichen Antrag. Es schadet nichts, Personen, die zu den Vorberatungen zugezogen wurden, zweifellos mehr dauernd durch Geldmittel unterstützt". An diesem wenn diese Aenderung erfolgt, aber Wert hat sie nicht. Daß jemand, oder minder Anhänger der centralistischen Richtung in der Organi- Verlangen hat man sich gestoßen. Ein alter, mir seit der fein Geld hat, etwa durch Naturalien feine Zugehörigkeit bekennt, fationsform find. Trotzdem ist man nach näherer Erwägung, und dreißig Jahren Bekannter, der Weber aus dem Eulen- das wollen doch auch die Antragsteller nicht. Ich halte es für übernachdem die thatfächlichen Verhältnisse, wie sie sich im Laufe der gebirge, der som arm ist, daß er gar kein Geld hat, noch flüssig, diese Anträge anzunehmen. Die Parteigenossen in Elberfeld Jahre gebildet haben, allseitig erörtert und erklärt worden sind, zu der weniger wie gar nichts, überhaupt Geld nicht kennt, von dem ver- wollen die Zugehörigkeit abhängig machen davon, daß jemand die Ueberzeugung gekommen, daß es vollständig genügt, den langen wir mit einem Male, er folle seine Parteigenossenschaft auch durch Partei dauernd durch Geldmittel sowie durch Thätigkeit möglichst Da ist also die Thätigkeit" neu. Rahmen unsrer Organisation, wie wir sie auf Grund des Hallenser Geldbeiträge befunden. Der Einwurf ist so alt, wie wir in Deutsch unterstüßt." Statuts haben, beizubehalten und nur diejenigen Aende- land eine organisierte Socialdemokratie haben. Er ist aufmarschiert Thätigkeit ist selbstverständlich auch etwas, worüber wir gar rungen zu treffen, die absolut notwendig und gegen die Behnpfennig- Beiträge im Allgemeinen deutschen Arbeiter- nicht erst zu reden brauchen. Die Parteigenossen in Berlin IV möglich erscheinen durch die Aenderungen der Gesetzgebung. Diese berein und gegen die Eisenacher Organisation. Merkwürdig ist mur, beantragen, hinter die Worte dauernd durch Geldmittel unterstützt" Ueberzeugung hat die große Mehrzahl der Fraktion, soweit die Frat daß dieser alte und sich immer wieder einstellende Bekannte zu sagen: oder durch anderweite Thätigkeit fördert". Das ist doch tionsgenossen sich an dieser Beratung beteiligten, fundgegeben. Ich nie von da gekommen ist, wohin man ihn immer etwas zu weit gefaßt. Was soll es denn heißen durch anderweite muß dabei freilich auch zugestehen, daß auch bei diesen Beratungen verlegt hat, daß es nicht die Weber in dem Eulen- Thätigkeit"? Vielleicht durch Spazierengehen? Das ist doch gewiß nicht alle Fraktionsgenoffen immer anwesend gewesen sind( Heiter- und Erzgebirge gewesen sind, sondern immer Parteigenoffen in nicht von den Antragstellern gemeint, aber wenn man sich aufs keit); aber ob das ben Beratungen überhaupt etwas geschadet hat, Orten, in welchen, soweit man bei Arbeitern überhaupt davon reden Tüfteln legen will, so tönnte man auch das darunter verstehen. Ich darüber erlaube ich mir fein Urteil( Heiterkeit). Auf alle Fälle tann fann, ein getvisies Wohlbefinden vorherrscht. Nun find wir ja alle möchte Sie dringend bitten,§ 1 so wie er vorgeschlagen ist, anzuich konstatieren, daß die, die da waren, mit Fleiß, Luft, Liebe und Sach- darüber einig, daß wir es auch halten mit dem alten Sprichwort, nehmen und alle Anträge abzulehnen. Sollte es aber dem einen fenntnis an diesenBeratungen sich beteiligt haben. Was ich über die raktion daß, wo nichts ist, auch der Kaiser sein Recht verloren hat. Ich oder andern gelingen, noch eine schönere und bessere Form fagte, gilt auch für den Parteivorstand und für die eingefegte meine, daß alle diese Eimvürfe und Bedenken und Beschwernisse, die für denselben Gedanken zu finden, so darf ich namens der Stommission. ja teilweise sehr dramatisch in der Presse und Versammlungen uns Rommission erklären, daß wir auf die Form gar nicht die Die ist uns sehr gleichgültig, Ich glaube auch, daß die Genossen, die meinen, in der gegen vor Augen geführt wurden, einfach nicht haltbar sind. Dieser verpicht find. geben wärtigen Organisation komme der Gedanke der Centralisation nicht Entivurf spricht nur die Regel aus; in Bezug auf die Einzel- wir preis für den ganzen Entwurf, wenn nur die Sache gegenügend zum Ausdrud, sich nicht ganz klar darüber orientiert haben. heiten, auf die Ausführung dieser Vorschriften ist den Genoffen der fördert wird. Unfre Organisation entbehrt durchaus nicht derjenigen Momente, einzelnen Orten der weiteste Spielraum gelaffen. Nur auf den Ge- Gegen§ 2, der von der Parteizugehörigkeit handelt, sind sehr deren Förderung durch das stramme, feste Zusammenhalten erzielt danken kommt es an, und darüber müssen wir uns eben keiner wesentliche Einwände gemacht. Jetzt haben über die Zugehörigkeit und angestrebt wird. Wollen wir doch festhalten, daß das Täuschung hingeben: zum Kriegführen gehört Geld, Geld und noch zur Partei die Genossen der einzelnen Orte die Entscheidung zur Hallenser Statut und auch die Vorlage, die wir Ihnen unter- mals Geld! Wir sind nicht im stande, unsre Zwecke zu fördern, treffen, und gegen diese Entscheidung steht den Betroffenen die Bebreitet haben, Wir schlagen zum Beispiel ganz strifte Bestimmungen unfrem Ziele zuzustreben, wenn nicht unsre Genossen, soweit ihre rufung an die Parteileitung und den Parteitag zu. über die Zugehörigkeit und den Ausschluß aus der Partei, über die Kräfte reichen, auch dafür materielle Opfer bringen. Das ist auch nun vor, daß die Entscheidung über die Zugehörigkeit in erster lokale Gliederung in der Partei, weiter über die Parteileitung und zu allen Zeiten in der Partei anerkannt worden; darüber Linie dem Parteivorstande nach Anhörung der Geüber die Kontrolle enthalten. Ebenso ist durch unser Statut gesorgt hat es nie einen Streit gegeben und es ist wunderbar, daß nossen Orte zustehen soll. für das allgemeine Kassenwesen der Partei; weiter liegt es in der aus Ortschaften, Provinzen und Ländern, aus Versammlungen und dieser Bestimmung hat man ungemein Schlimmes Schaffung einer Parteileitung, Kontrolle und in der Organisation, Bereinen, die in ihren Organisationen ganz ausdrückliche Be- gefunden. Man behauptet zwar, daß man dem Parteiwie fie gestaltet und wie sie beibehalten werden soll, ſtimmungen über Geldbeiträge haben, sich Stimmen dagegen erheben, vorstand in seiner jetzigen Zusammensetzung nicht so vieler daß die Agitation, soweit fie von einer Centralstelle sobald die Partei dabei in Frage kommt. Nehmen Sie irgend folch' Schlechtigkeiten für fähig hält, aber, so sagt man, es fönnte nach aus überhaupt geleitet und geführt werden kann, die ein Organisationsstatut zur Hand: überall heißt es, der Beitrag be- dem heutigen guten Vorstand ein schlimmer kommen, der das ihm nötige Direttive erhält. Wir haben weiter Bestimmungen über den trägt so und so viel, und in der Regel findet sich noch die Be- eingeräumte Recht mißbrauchen tönnte. Gewiß, auch ich bin der Gesamtparteitag, über die Parteipresse, also doch so ziemlich über ftimmung, daß, wenn dieser Obolus in und so Ueberzeugung, daß es einen besseren Parteivorstand überhaupt nicht alles, was wir in der Partei Gemeinsames haben, wofür gemein- viel Wochen nicht geleistet ist, dann wird der Betreffende geben kann( Heiterkeit), aber wir wollen doch nicht hoffen, daß einfame Interessen vorhanden sind und auch eine gewisse gemeinsame nicht als zugehörig betrachtet. Das sagen wir noch gar mal ein so schlechter Vorstand kommt, daß er diese Bestimmung mißRichtschnur nach meiner Ueberzeugung notwendig ist. Also so ganz nicht. Also darüber sollten wir uns wirklich nicht aufhalten. brauchen könnte. Was wurde nicht alles in Versammlungen und in lose, so ganz führerlos und richtungslos find wir mit unsrer Diefe Bestimmung hat auch von icher gegolten. Als wir vor der Preise gesagt! Da hieß es, der Parteivorstand könnte einmal Organisation nicht. Ich will dabei auch, und das ist meine 25 Jahren die nene Organisation in Gotha chufen für die geeinte zunächst givei feiner Mitglieder ausschließen, dann schließt er aus der feste Ueberzeugung, aussprechen, daß es überhaupt nicht so Partei, haben wir nicht einen Augenblick angestanden auszusprechen, Kontrolle alle diejenigen aus, die ihm nicht fügsam sind, dann sehr auf den Buchstaben des einzelnen Paragraphen ankommt, als daß die Parteigenossen auch durch Lieferung von Geldmitteln die schließt er alle Delegierten des Parteitags aus, die ihm nicht wie auf den Geist, der die Gesamtheit durchweht; und täuschen wir Vertretung der Arbeiterinteressen thatkräftig durch Geldopfer", wie genehm sind, und dann kommt die Diktatur, der Terrorismus und der uns auch darüber nicht: bei allen Organisationsfragen spielen auch es damals hieß, unterstützen. Und um ein ganz laffisches Beispiel Himmel weiß sonst was. Ich habe mich nur gewundert, daß der die persönlichen Fragen, die Personen, die in Betracht kommen, eine anzuführen: int den Statuten der internationalen Arbeiter- betreffende Artikelschreiber nicht noch weiter gegangen ist und darauf ganz wesentliche Rolle. es mit dem Schaffen guter association und Sie werden mir augeben, die Genofien, bie fie hingewiesen hat, daß die übrig bleibenden drei Vorstandsmitglieder Statuten schon gethan wäre, wäre, dann hätten einzelne Bar- gefchaffen haben, haben doch auch ungefähr gewußt, was für Ar- dem dritten ausschließen, die Parteitaffe teilen und nach China austeien, besonders im Auslande, ganz gewaltige Fort- beiterorganisationen angebracht ist und was den Arbeitern zu- wandern.( Heiterfeit.) Es gehört die ganze Unkenntnis vom Wesen schritte gemacht. Ich könnte tönnte Ihnen ganz nahestehende gemutet werden kann heißt es: Sig und Stimmrecht auf dem der Partei dazu, eine solche Möglichkeit überhaupt anzunehmen. heißt es: Gig um Was bliebe demn einem solchen Dreimänner- Kollegium überhaupt noch übrig? Ich möchte den Parteitag erleben, den diese drei Organisationen vom Parteivorstand zu berücksichtigen". b) Die Männer einberufen; da käme vielleicht Schillers Wort zur Geltung: Landes- und Provinzial- Komitees haben das Recht, selbständig An- Nehmet Holz vom Fichtenstamme, doch recht trocken laßt es ſein! träge an den Parteitag zu stellen." ( Große Heiterkeit.) Natürlich gebe ich zu, daß man gegen das dem 34. Parteigenoffen des Streises Dortmund:„ Der Parteivorstand Vorstand eingeräumte Recht auch Einwürfe erheben kann, die nicht wird beauftragt, durch einen kaufmännisch gebildeten Parteibeamten unbegründet sind, und ich selbst gehöre durchaus nicht zu den die Bücher der Parteigeschäfte jährlich mindestens zweimal kontrol- Verehrern dieser Bestimmung, obwohl ich sie vorgeschlagen habe; lieren zu laffen. Ueber den Bücherbefund hat der Controleur an ich bin dabei der Parteigeschichte gefolgt. Schon in der vor Parteivorstand und örtliche Preßkommission zu berichten." 25 Jahren in Gotha geschaffenen Organisation war die Bestimmung 35. Parteigenofie J. Erb, Hamburg: Um dem Einheits- enthalten, daß Genossen, welche gegen das Interesse der Partei gebanten Rechnung zu tragen, soll für die Parteiorganisation ein handeln, vom Vorstand ausgeschlossen werden können, daß sie aber einheitlicher monatlicher Beitrag von 25 Pf. durch den Parteitag das Recht der Berufung an den Barteikongreß haben. Das hat festgesetzt werden. mich zu meinem Vorschlage veranlaßt. Es ist mir nicht bekannt, daß jemals mit dieser Bestimmung seitens des Vorstands Mißbrauch getrieben ist; das Gegenteil trifft vielleicht eher zu. Ich bin fest davon überzeugt, daß die Gefahr eines ungerechten Ausschlusses viel weniger in Betracht kommt, wenn der Ausschluß vom Parteivorstand abhängt, als wenn die kleinlichen lokalen Verhältnisse mitsprechen.( Sehr richtig!) Fast alle Ausschlüsse, die bisher örtlich erfolgten, haben den Beigeschmack der Bänkerei und Eifersüchtelei gehabt. Nur zu oft war der Grund der, daß der betreffende Ort für zwei Alexander nicht groß genug ist. Der Parteivorstand mag zusammengefeßt sein, wie er will, er wird immer das Bestreben haben, in solchen Fällen auszugleichen und Ungerechtigkeiten zu vermeiden; er schreibt die schönsten, eindring 74. Die Wahl der Delegierten zum Parteitag hat in öffentlichsten und herzbewegendsten Briefe( Heiterkeit) an die Genossen und lichen Versammlungen überall dort stattzufinden, wo die Vereins- bittet sie um der gemeinsamen Sache willen, nicht durch Zwistigkeiten den gefehe dies nicht hindern. Weg zu unfrem großen Ziel zu stören. Wenn aber der Parteivorstand jemand ausschließt, so fann es sich um Fälle Handeln, die über den engen Rahmen hinaus Interesse haben, mur Personen, die über den engen Kreis ihrer Wirksamkeit weit Die Aufgabe dieser Vertrauenspersonen besteht darin, für eine hinaus bekannt sind. Ich erinnere an den Fall, der ja auch in der Distuffion in der Presse genannt ist, Sie wissen, wen ich meine. tragen, fowie die Verbindung zwischen der Parteileitung und ihren Heute zweifelt tein Mensch mehr daran, daß der Vorstand recht Wahlkreisen aufrecht zu erhalten. hatte, als er fagte: Für die Handlung dieses Manns übernehmen 72. Bu Buntt 5: Die Organisation der Partei" wir keine feine Berantwortung mehr. Und doch waren wir beantragen die Berliner Genoffinnen die folgende Reso nicht in der Lage, einen entscheidenden Beschluß herbeizuführen, Intion: In Erwägung, daß in Anhalt, Bayern, Braunschweig, weil die Genossen am Ort fich nicht überzeugen fonnten, daß Rippe, Preußen, Reuß ältere und jüngere Linie nach den Be- der Vorstand recht und die betreffenden Personen unrecht hatten. stimmungen der Vereinsgefeße den Frauen die Teilnahme an Aehnliche Fälle sind schon öfter dagewesen und deshalb mütsien wir den politischen Vereinen untersagt ist und deshalb die Frauen dafür sorgen, daß der Mißstand, der zweifellos in der bisherigen in diesen Bundesstaaten von der Teilnahme an der politischen Faffung des§ 2 liegt, beseitigt wird. Wenn Sie aber glauben, daß Thätigkeit ausgeschlossen find, sofern sich diese, nach Aufhebung der Borstand mit dieser unerquidlichen Sache nicht behelligt werden der bisherigen Partei- Organisation auf Grund des Systems der foll, so fann ich aus langjähriger Erfahrung die Versicherung geben, Bertrauenspersonen, auf die politischen Vereine allein erstreckt, be- daß Ihnen niemand dankbarer sein wird, als der zukünftige Bors 31. Parteigenoffen in Berlin IV und des Kreises Nieder- ichließt der Parteitag: 1. in den Bundesstaaten, in welchen den stand. Ein Weg zur Vermittelung ist gegeben durch den Antrag Barnim: Die Buchhandlung Vorwärts interſteht, ebenso Frauen die Teilnahme an den politischen Vereinen verboten ist, die der Genoffen in Wiesbaden, betreffend die Eins wie das Centralorgan, der Kontrolle der Breßkommission." bisherige Organisation unter Vertrauenspersonen aufrecht zu er- richtung eines Schiedsgerichts; mur würde ich bitten, 32. Parteigenossen des Wahlkreises Teltow Beestow: halten die jocialdemokratische Reichstags- Frattion zu beauftragen, noch hinzufügen, daß das Schiedsgericht vom Vorstand zu be Der Leiter der Buchhandlung Vorwärts ist in Zukunft vom energisch und fortgefeßt dahin zu wirken, daß die, der gegenwärtigen rufen ist. Parteitag anzustellen. Entwidinng des politischen und wirtschaftlichen Lebens nicht mehr 33. Parteigenoffen in Elberfeld:„ a) Jn Bezug auf die Ents entsprechenden, die Frauen rechtlos machenden Bestimmungen dieser widlung der Partei sind die Beschlüsse der Landes- refp. Provinzial- Vereinsgefege durch Reichsgefeß aufgehoben werden." Entscheidung steht den Betreffenden zunächst die Berufung an den Barteivorstand zu. Erst wenn der Parteivorstand seine Entscheidung getroffen hat, die innerhalb 14 Tagen nach dem Beschluß der Genoffen am Ort bezw. im Reichstags- Wahlkreis angerufen sein muß, fann der Ausschluß als zu recht bestehend betrachtet und der Deffentlichkeit bekannt gegeben werden. Ruft der Ausgeschlossene die Entscheidung des Barteivorstands nicht an, so wird nach Ablauf einer 14tägigen Frist der Ausschluß rechtsgültig. Nach der Entscheidung des Parteivorstands kann der Betroffene an die Kontrollkommission bezw. den Parteitag appellieren." 23. Parteigenossen in Wiesbaden: lleber die fernere Zugehörigkeit zur Partei entscheidet in erster Instanz ein Schiedsgericht, das aus drei Mitgliedern besteht. Das eine dieser Mitglieder wird von denjenigen bezeichnet, welche den Ausschluß beantragen, das zweite von dem durch diesen Antrag Betroffenen, das dritte, welches den Vorsitz führt, vom Parteivorstand." 24. Parteigenossen in Bochum: Ueber die Zugehörigkeit zur Partei entscheiden die einzelnen Orte oder Reichstags- Wahlkreise. Gegen die Entscheidung steht den Betroffenen die Berufung an den Parteitag zu." Zu§3. 25. Parteigenoffen im Saarrevier: Gänzliche Beseitigung des Vertrauensmänner- Systems nnd nur da Vertrauensmänner bestehen zu lassen, wo es die Landesgesetze oder die örtlichen Verhältnisse nicht anders gestatten." Zu§ 9. 26. Parteigenossen in Aachen: An Stelle von§ 9 Ziffer 1 zu setzen: Jeder Wahlkreis wählt zum Parteitag einen Delegierten und hat die Parteikasse denselben zu honorieren." 31§ 10. " so 61. Parteigenossen in Beuthen Q.- Schl. und Umgegend: Alle Parteitage, nicht nur etwaige außerordentliche, an geographisch günstig gelegenen Orten abzuhalten. 71. Die Parteigenossen Duisburgs beantragen: Der Parteitag möge beschließen, daß die einzelnen Wahlkreise ihre Gelder nur an den Parteivorstand abzuführen haben. Die Agitationskomitees usw. erhalten die zur Agitation nötigen Writtel vom Parteivorstand. 73. Die Vertrauenspersonen der Genossinnen sind überall, wo bie Vereinsgesetze dem nicht entgegenstehen, von den Organen der allgemeinen Bewegung zu allen Arbeiten und Sitzungen als gleich berechtigte Mitarbeiterinnen heranzuziehen. 76. In allen Reichstags- Wahlkreisen, wo dies thunlich ist, find Vertrauenspersonen zu wählen, deren Wahl unter genauer Angabe ihrer Adresse dem Parteivorstand anzuzeigen ist. 27. Barieigenoffen in Mülhausen i. E.: Den$ 10( un- einheitliche Regelung der Agitation in den Wahlkreisen Sorge zu berändert zu belaffen. 8u§ 13. 28. Parteigenoffen in Düsseldorf: Die Controleure find dem Borstand bei Erledigung der Parteigeschäfte gleichgestellt, wie § 13 des alten Organisationsstatuts bestimmt." 29. Parteigenossen des fünften sächsischen Wahl. freises: Neben den fünf Mitgliedern des Partei- Borstands find 30. Barteigenossen in Berlin III: Den§ 18 folgenden Abjag beizufügen: Jedoch ist den Delegierten während der Tagung des Parteitags die Einsicht in die Bücher gestattet." 3u§ 17a reip.§ 18. 0 § 8 ist wesentlich, er handelt von der lokalen Gliederung der Partet. In Halle tam es darauf an, die neu zu schaffendo Organis sation vor der Auflösung und der Kollision mit dem Koalitionsverbot : 24 -zu bewahren; wir haben uns deshalb auf das System der Vertrauens- Ländern thatsächlich aus der Partei ausschließen; das wollen wir Imag es geschehen. Eigentlich halte ich die Resolution für über männer gestützt. Falsch ist es, daß in Halle ein verbändlerischer nicht, das fönnen wir nicht. In andren Ländern, wie in Württem flüssig. Wir sind so gut und den Frauen so hold, daß man uns an Entwurf vorlag und daß es dem Einfluß eines Genoffen berg, Baden, Hessen, vor allem in den Hansastädten, tönnen die unfre Pflicht den Frauen gegenüber nicht zu erinnern braucht. gelungen ist, diesen Entwurf zu Fall zu bringen. Nein, der Frauen Mitglieder von politischen Vereinen sein, und unsre württem Weniger bin ich mit dem Antrag 73 einverstanden. Die Frauen Gedanke des Vertrauensmännerfystems, überhaupt der ganze Organi- bergischen Genossen haben ja auch die Frage bereits gelöst, indem verlangen immer Gleichberechtigung und in demselben Augenblick sationsentwurf, wie er in Halle geschaffen ist, mit einer ganz fie sich eine Landesorganisation geschaffen haben, die zugleich treten fie für eine Ausnahmestellung für sich ein.( Widerspruch der minimalen Aenderung dem Parteitage damals unterbreitet worden. auch die Partei gegenüber dem Gesamtvorstand repräsentiert. Die Frauen). Sie wollen von den Organen der allgemeinen Bewegung Das Vertrauensmännersystem ist eingeführt infolge des Koalitions- bayrischen Genossen haben etwas Aehnliches beschlossen ohne Rüd- zu allen Arbeiten und Sizungen als gleichberechtigte Mitarbeiterinnen verbots, das System hat sich bewährt. Heute fragt es sich: Centrali ficht darauf, daß bei ihnen Frauen nicht Mitglieder politischer Vereine herangezogen werden, nicht als Vertrauenspersonen, sondern als sation, gestüt auf Lokalvereine oder Beibehaltung der losen sein fönnen. Meine lieben Landsleute find also weniger galant Bertrauenspersonen der Genoffinnen. Wollen Sie gleichberechtigt sein Form der Organisation durch Vertrauensmänner.( Heiterkeit), und ich wundere mich nur über meine bayrischen Lands- ich bin überzeugt, Sie werden immer den Kürzeren ziehen!( Frau Betting Wir haben in der Kommission versucht, die widerstrebenden Inter- männinnen, daß sie sich das so ruhig haben gefallen laffen Hört, hört!) Wenn Sie nicht zu den Sigungen berufen werden, ei essen auszusöhnen und eine Form zu finden, die den Genossen da,( Heiterkeit) da solltet Ihr einmal unfre Berlinerinnen nun, so ertragen Sie das. Auch nicht alle Männer werden berufen. wo sie sich der festen, strammen Organisation des Lokalvereins be- fennen lernen.( Heiterfeit.) Ich muß aber grundsäglich aussprechen, Anders steht es, wenn eine Frau Vertrauensperson am Orte iſt. dienen können, diese Möglichkeit einräumt, zugleich aber den Ge daß wir allerdings der Meinung sind, daß da, wo sich solche Dann ist sie aber Vertrauensperson der Partei und nicht Vertrauensnoffen, bei denen die Gründung eines Lofalvereins aus irgend Schwierigkeiten aus der Lage der Gesetzgebung ergeben, es einfach person der Genoffinnen. Ihr Antrag 73 fonftituiert ein eignes Recht. welchen Gründen nicht angängig ist, es zu ermöglichen, durch Ver- parteipolitische Pflicht der Genossen ist, Rücksicht auf die Frauen, zu( Widerspruch der Frauen.) Ja, das schlimme ist, daß mit den trauensmänner ihre Parteiinteressen wahrzunehmen. nehmen.( Sehr richtig!) Die Frauen haben ja bezügliche Anträge Freundinnen nicht zu reden ist.( Heiterfeit.) Ich habe mir Wir haben in die alte Bestimmung neu aufgenommen, daß gestellt, auf die ich noch zu sprechen komme. schon in den schönsten Privatunterhaltungen alle Mühe gegeben. die zur Wahrnehmung der Partei Interessen berufenen Genossen In der Kommission waren wir uns darüber einig, daß wir den( Heiterkeit.) Sie wollen aber gleichberechtigt sein, daneben aber auch in zu diesem Zweck einberufenen Vereinsversammlungen ge- uns durch die Gesetzgebung aufgezwungenen Zustand, wonach Frauen noch eine Extrawurst gebraten haben.( Große Heiterkeit.) wählt werden können. Während wir bisher ausdrüdlich verlangten, als politisch minderwertig gelten, nicht legalifieren dürfen, indem Auch Ihren Antrag 74 fönnten wir nicht annehmen. Wir können daß diese Wahlen nur in öffentlichen Parteiversammlungen statt- wir sagen: Wir schaffen uns Männern, was uns paßt, aber um die nicht den Genossen von Württemberg, wo die Frauen Mitglieder finden dürfen, lassen wir jezt auch die Möglichkeit der Frauen fümmern wir uns nicht. Ich zweifle auch nicht, daß der politischer Vereine werden dürfen, vorschreiben, daß sie alle ParteiWahl in Vereinsversammlungen offen. Der Ver- Parteitag den Frauen so weit entgegenkommen wird wie irgend angelegenheiten in öffentlichen Versammlungen erledigen. Diese Betranensmann selbst soll bleiben. Wer dieser Vertrauensmann ist; möglich. Daß es in Deutschland auch noch ein Land giebt, wo die Stimmung hätte da einen Sinn, wo die Gesetzgebung den Frauen kann der Centralleitung ganz gleichgültig sein. Bisher mußten wir mit Männer fein Vereinsrecht haben, Medienburg, das wissen Sie die Teilnahme an politischen Vereinen verbietet. Wo die Frauen Rücksicht auf die gesetzlichen Bestimmungen daran festhalten, daß der Leiter alle. Daß es Verhältnisse giebt, wo es den besten Parteigenoffen die Mitgliedschaft in politischen Vereinen erwerben dürfen, brauchen eines politischen Vereins unter feinen Umständen mit dem Amt eines wegen ihrer socialen Stellung nicht möglich ist, in einen politischen fie es ja nur zu thun, dann kommen sie auch in geschlossenen Ver Vertrauensmans betraut wird. Das ist in Zukunft nicht mehr Verein einzutreten, schon weil die Mitgliederlisten der Polizei ein- fammlungen zu Wort. notwendig. In Zukunft tönnen die Genossen an den einzelnen gereicht werden müssen und dadurch z. B. die Zehntausende von Zum Schluß für heute möchte ich die Frauen bitten, sich ihre Orten sehr wohl auch ihre Vereinsleiter beauftragen, die Verbindung Staatsarbeitern in die Unmöglichkeit versetzt sind, einem social- Anträge bis morgen noch einmal zu überlegen. Seien Sie so gut mit dem Centralvorstand zu unterhalten. Für den Vorstand ist der demokratischen Verein beizutreten, wissen Sie auch. Und weil dem und überspannen Sie den Bogen nicht, denn es sind viele unter Betreffende nun nicht der Vereinsvorsitzende, sondern der Vertrauens- so ist, deshalb glaube ich, sind die Vorschläge der Kommission zu§ 3 uns, die es nicht so gut mit Ihnen meinen, wie wir.( Große mann des Orts. Wenn die Genossen aber glauben, daß es besser durchaus berechtigt. Heiterfeit.) ist, neben dem Vorsitzenden noch eine andre Person mit dem Amt Nun liegt eine Resolution 72 vor, die die Frauen gestellt haben, Der Redner bricht hier seinen Vortrag ab, da es 7 Uhr ge des Vertrauensmanns zu befleiden, so fönnen sie es thun. wohl ein Ergebnis der Frauenkonferenz. Darin wird ein Wunsch worden ist. Darüber ist nichts vorgeschrieben. Vorgeschrieben ist mur, daß über- ausgesprochen, den ich ganz gern unterstützen will. Ob es aber hilft, Zahlreiche Begrüßungsschreiben und Telegramme sind im Laufe all ein Genosse da sein muß, der die Aufgabe hat, die diesen Wunsch als Resolution auszusprechen, weiß ich nicht. Auch die des Tags eingegangen und werden zur Mitteilung gebracht. Verbindung mit der Centralleitung herzustellen. Weiter ist es frei Frattion wollte, daß, soweit Parteiattionen in Betracht kommen, auch das Schluß 7/4 Uhr. gestellt, diese Personen in öffentlichen oder in Vereinsversammlungen Wort der Frauen in der politischen Bewegung gehört werde. Das llebelist, ( Fortsegung in der 2. Beilage.) zu wählen. Das ist geschehen, weil vielfach die Leitung daß wir zu wenig Parteigenoffinnen haben( heiterkeit). Ich wünschte, es der Parteiangelegenheiten einem Verein nicht übertragen wären weit mehr. Die wenigen, die alle Arbeit leisten müssen, sind tverden kann und weil es im größten Teil Deutschlands überlastet und werden da leicht griesgrämig( Heiterkeit). So kommt es, für die Frauen überhaupt fein politisches Versammlungs- daß sie uns, die wir gar nichts dafür können, das Leben so sauer Berichtigung. Im gestrigen Parteitagsbericht ist auf Spalte 1 recht giebt. Würden wir allgemein fordern, daß nur die Vereine machen.( Erneute Heiterkeit.) Ich wünschte, wir hätten 1000, 10 000, der 4. Seite ein Fehler enthalten. Der zweite Absatz der Ulrich in den einzelnen Orten die Partei repräsentieren, dann würden 100 000 überzeugte Parteigenossinnen! Wenn die Frauen Wert darauf schen Nede rührt nicht von Ulrich her, sondern mußte die Ueberschrift wir die Frauen in Preußen, Bayern, Sachsen und einigen fleinen legen, daß ihrem Wunsche formell Ausdruck gegeben wird, so tragen: Scherm- Nürnberg. T Waarenhaus Hermann Tietz. _ Leipzigerstrasse 46, 47, 48, 49. Neubau. Krausenstrasse 46, 47, 48, 49. Eröffnung nahe bevorstehend. R Möbel und Polsterwaren eigner Fabrik Theodor Kienow, Tischlermstr. SW., Oranien- Strasse 97a, nahe Linden- Strasse. 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Ich wie Du, find Ejel( heiterkeit), es wäre ein undantbarer Posten, den bin es nicht, mein Ehrgeiz geht nicht so weit( erneute Seiterkeit), mur eine ganz besonders dazu qualifizierte Person ausüben könnte. allerdings repräsentiert die Leistung Berlins eine Leistung der Masse. Lehnen Sie den Antrag also ab. Die Leistung des einzelnen Berliners wird durchschnittlich nicht größer sein, als die eines Provinzgenossen. Aber hier sehen wir, daß die Quantität in die Qualität umschlägt( große Heiterkeit), die Berliner sind dann mit einem Mal so große Leute, daß dem einzelnen manchmal die fluge ruhige Beurteilung darüber schwinden kann.( Große Den Vorsitz führt Singer. Die Verhandlungen über Punkt 5 Heiterkeit.) der Tagesordnung Die Organisation der Partet werden fortgesetzt. Der Referent Auer as Die bisherige Organisation unsrer Parteileitung war veranlaßt durch die Lage unsrer Vereinsgesetzgebung in Preußen, wonach wir der Gefahr ausgesetzt gewesen wären, daß ein Parteivorſtand und eine Kontrollkommission gesondert als zwei politische Vereine betrachtet werden, deren Inverbindungtreten unter das Vereinsgesetz gefallen wäre. Darum haben wir diese beiden Organe formell vereinigen müssen. Es war aber nur eine Verschleierung des wirklichen Thatbestands, die ja sogar Pfannkuch gestern zu einem momentanen Irrtum veranlaßt hat; in der Bragis haben wir aber jederzeit bis zur letzten Stunde eine Kontrolle gehabt und zivar eine sehr energische. Da wir aber jegt zu der Verschleierung nicht mehr genötigt sind, schlagen wir ihnen eine Trennung der beiden Organe vor, so daß wir jetzt statt Parteileitung" immer " Parteivorstand" sagen. Damit bin ich am Ende meiner Ausführungen. Ich stimme dem Vorschlag zu, die gesamte Materie einer Kommission zu überweisen. Das haben wir auch in Halle gethan, wir haben da eine Kommission von 25 Mitgliedern eingefeßt, ich bin Referent gewesen und erinnere mich noch des freudigen Bewußtseins, als der Parteitag unfren Vorschlägen debattelos zustimmte. Ich hoffe, daß es auch hier so kommen wird im Interesse der Partei und unsrer gemeinsamen Sache.( Lebhafter Beifall.) Schöpflin- Chemnitz: Frau Ziek- Hamburg: sich Der vom Centralorgan handelnde§ 18 ist eine Verschmelzung der früheren§§ 17 und 17a. Sachlich ist daran nichts geändert, es ist nur der im vorigen Jahr in Hannover angenommene Singer unterbricht die Verhandlung, um die Disposition für Antrag in Bezug auf die Erweiterung der Rechte der Berliner Preß die kommenden Tage zu treffen: Der Saal ist am Mittwoch nur Die Gastfreund fommission berücksichtigt worden. Es ist kein Geheimnis, daß ich bis 127, am Freitag nur bis 1/26 Uhr zu haben. fährt in seinem gestern abgebrochenen Referat fort: dun persönlich jenem Antrag durchaus abgeneigt war; ich habe von jeher fchaft der Mainzer ftellt einen Stommers am Donnerstagabend und Ich habe mich seit gestern überzeugt, daß ich die zu§ 3 von den Standpunkt vertreten: der„ Borwärts" ist Centralorgan, so lange eine Rheinfahrt für Freitagnachmittag in Aussicht. Singer bittet, den Frauen gestellten Anträge zum Teil nicht ganz richtig verstanden die Berliner damit einverstanden sind. Aber in dem Moment, im Interesse der Erledigung der Geschäfte, die Rheinfahrt auf Sonn habe: das liegt wohl an ihrer nicht genauen Formulierung. In der wo die Berliner dies Opfer der Gesamtpartei nicht mehr abend zu verlegen. Der Parteitag nimmt mit dieser Maßgabe die Sache bin ich aber mit ihren Forderungen einverstanden.( Bravo! bringen, haben sie das Recht, das Blatt als ihr Lotal Einladung der Mainzer an. Es wird die bei den Frauen.) blatt zu betrachten. Die politische Bedeutung des Vorwärts" Generaldiskussion liegt darin, daß er am Ort des politischen Lebens erscheint und er wird über das Auersche Referat eröffnet. unter allen Umständen das politisch einflußreichste Blatt der Partei bleiben, gleichviel ob es Centralorgan ist oder nicht. Das Recht der nolioliesim Emmel- Mülhausen: Berliner, über ihr Blatt selbständig zu verfügen, habe ich nicht be- Das bewährte Alte an unfrem Organisationsstatut wollen wir stritten. Früher war es bei uns Gesez, daß das Recht den Berlinern möglichst beibehalten und nur da ändern, wo es durch die Verhältnisse nicht zusteht, weil der„ Vorwärts" Centralorgan ist. Daraus sind geboten ist. Ich möchte daher in§ 1 eine Fassung vorschlagen, w00Differenzen entstanden," einzelne Genossen wollten dem geschriebenen nach der Parteigenosse verpflichtet wird, die Partei nicht bloß durch Recht gegenüber ihr Naturrecht aufrecht erhalten. Jch aber als Geldmittel zu unterstügen, sondern auch durch sonstige Thätigkeit zu Bureaufiat stellte mich auf den Boden des geschriebenen Rechts. In fördern. Dagegen liegt eine Veranlassung zu einer Kenderung ber Hannover hat man dann ein Kompromiß geschaffen, das wie alle Bestimmung über den Ausschluß aus der Partei nicht vor. Es iſt Kompromisse nichts taugt; in der Praxis haben die Berliner jegt das nicht Mißtrauen gegen den Parteivorstand, aber wenn man nur erreicht, was sie wollen. den einen Fall Lütgenau anführen kann, so ist das ein Beweis, daß Nun noch einige Bemerkungen zu einzelnen Anträgen. die alte Bestimmung sich bewährt hat. Als wir in Mülhausen an Die Parteigenossen von Berlin 4 und Niederbarnim beantragen, daß die Reinigung gingen, hatten wir ein paar Stunden vorher einen § 9 ist nur redaktionell geändert. Den Antrag 26 von Aachen die Buchhandlung Vorwärts ebenso wie das Centralorgan Brief von Bebel bekommen, der uns gerade von dem Ausschluß Buebs brauche ich nicht zu besprechen, denn einen derartigen Antrag wird der Controle der Preßtommission unterstehen soll. Nachdem Singer abriet. Sätte die Parteileitung also die Sache in der Hand der Parteitag nicht annehmen. Die Aenderung im§11 ist eine Kon- und Pfannkuch ihnen gestern eingehend die Rechtslage geschildert gehabt, so hätte der jetzige Zustand nicht herbeigeführt werden sequenz der Trennung von Vorstand und Kontrole; die Ziffer 4 haben, brauche ich mich darüber nicht mehr zu äußern. So sehr ich können. Nach§ 10 des Iteuer Entwurfs würde hat die Absicht, der Kontrollkommission die bisherigen Rechte nicht zu anerkenne, daß der„ Borwärts" im weitesten Maße unter dem Ein der Parteitag nur mit den Berichten der Reichstags: Abgeordneten, schmälern. Die Verkürzung der Frist für die Veröffentlichung der fluß der Berliner Organisationen zu stehen hat, so entschieden muß nicht der Abgeordneten überhaupt zu beschäftigen haben; ich meine, Anträge zum Parteitag von 7 auf 5 Tage, wie wir fie in§ 12 ich bestreiten, daß auch die Buchhandlung in demselben Ver- wenn die Beteiligung an den preußischen Landtags- Wahlen beschlossen beantragen, ist begründet durch unsre Praxis, daß jeder ein hältnis zu den Berliner Genossen steht. Der„ Borwärts" ist wird, ist diese Aenderung gewiß nicht angebracht. Ein preußischer gebrachte Antrag hier zur Unterstützung gestellt werden muß. Lokalorgan der Berliner. Die Buchhandlung aber ist ein Parteitag wird nicht leicht einberufen werden tönnen. Außerdem § 13 enthält redaktionelle Aenderungen und solche, die aus Institut, das unsren Schriftenvertrieb über die Gesamtpartei hat der Parteitag sich ja auch bisher mit Landesangelegenheiten beZweckmäßigkeitsgründen geboten sind, so über die Vertretung der zu regeln hat. Das Bedürfnis an Zeitungen decken die Genossen in schäftigt, ich erinnere an die Stegmüllerei, an die bayrischen Borstandsmitglieder untereinander. Hierzu liegen die Anträge 28 der Provinz überall selbst, aber das Bedürfnis an Agitationsjchriften Fragen. Sie bis 30 vor. Die Düsseldorfer Genossen wollen die bisherige Ver- oder wissenschaftlichen Arbeiten können die Genossen in einer ganzen einigung von Parteivorstand und Kontrolle beibehalten; ich verweise Reihe von Orten nicht befriedigen. Dies Bedürfnis zu decken, ist Es wird immer auf die armen Weber im Eulen- und Erzgebirge auf das vorher von mir Gefagte. Die Notwendigkeit für die Wahl eine Aufgabe der Gesamtpartei, daran sind wir alle miteinander Bezug genommen. Es ist aber unmöglich, mit unsicheren Einnahmen zweier Erfagleute hat sich bisher nicht herausgestellt. Die Annahme interessiert. Ich erinnere nur, daß Berlin an dem Gesamtumsatz der zu rechnen, und ich kann bestätigen, daß die sächsischen Weber auch des Antrags des fünften sächsischen Wahlkreises werde ja nichts Buchhandlung nur mit 10 Broz. beteiligt ist, während umgekehrt der durchaus nicht Gegner der in dem Entwurf zu§ 1 vorgeschlagenen schaden, aber nüßen erst recht nichts. Aspiranten für die angenehmen Vorwärts" in Berlin und Umgegend 50 000, außerhalb nur 5000 Aenderung sind. Auch bezüglich des§ 2 haben wir gemütlichen Borstandsstellen werden sich ja immer finden.( Heiterkeit.) Die durch das Abonnenten hat. Das beweist, wie unberechtigt das Verlangen ist, aus Sachsen durchaus Vertrauen zu der Parteileitung. Bürgerliche Gesetzbuch geschaffene Rechtslage hat uns veranlaßt, die Be- der Buchhandlung ebenso wie aus dem„ Vorwärts" ein Organ der stimmung in unser Statut aufzunehmen, daß tein Barteigenosse ein flag Berliner Genossen zu machen, und ich möchte die Berliner bitten, zu Hause bares Recht hat, die Geschäftsbücher oder Papiere des Parteivorstands, hier hoffe ich Sie ja überzeugt zu haben( Heiterkeit)- auch den Als Onkel Chlodwig endlich sein Versprechen einlöste und das der Kontrollkommission oder der Partei einzusehen usw. Ich werde übrigen Genossen diesen Standpunkt flarzumachen. Wir sind Verbindungsverbot aufhob, war es bei der Regsamkeit und dem. ausdas nicht begründen, da Genosse Stadthagen, der ja der geistige durchaus nicht herrschsüchtig, ach, lieber Gott, das Herrschen, ich gebildeten Auffassungsvermögen unfrer Genoffen etwas Selbstver Urheber dieser Bestimmung ist, so freundlich sein wird, uns nachher könnte so viel herrschen, wir find doch fünf alte gewaschene Brüder ständliches, daß sie sich sofort damit befaßten, das Quentchen Freiheit, die Gründe anzugeben. Ich weiß nur, daß die Juristen unter uns im Parteivorstand( Heiterkeit), aber es ist nicht einer unter uns, der das uns mehr gegeben ist, für uns auszunüßen, und schon lange einig waren, und als ich das sah, sagte ich: die Geschichte verstehe vom Cäsarenwahnsinn erfaßt ist. Nein, Nuhe möchten wir haben, ehe der Entwurf des Parteivorstands erschien, haben an verich zwar nicht, aber es wird schon so sein.( Heiterkeit.) Der Vor- vielleicht manchmal mehr Ruhe als eigentlich gut ist. Würden Sie schiedenen Orten die Genossen Stellung dazu genommen schlag ist gewissermaßen eine Vorbeugungsmaßregel für irgend dem Vorstand den Vorwurf machen, daß er manchmal nicht An- und haben erklärt, jetzt sei es uns unmöglich, überall die welche Fälle, die noch tommen tönnen; er ist so sehr juristisch, regungen genug gegeben hat, daß das jüngere Element, das Barteigefchäfte festgegliederten Bereinen zu übertragen. Und daß er schon richtig sein wird. Sie sagen: Für heute ist noch bis in die Puppen hinein glaubt und dem entsprechend wir haben ja allerfeits anerkannt, daß aus Rücksicht auf es noch nicht recht nötig, aber Legt Ihr nicht aus, handelt, dort nicht genügend zur Geltung kommt mm, die materiellen Mittel, die für unsre Parteibewegung notwendig so legt Ihr unter, und wegen der Möglichkeit dieser Auslegung öffentlich würde ich ja das nicht zugeben( Seiterkeit), aber ich find, es außerordentlich wünschenswert sei, unfre Organisation nach müssen wir unsre Maßnahmen treffen. Wir wissen ja, was wir mit würde mir freilich sagen: so ganz unrecht haben sie nicht.( Heiter dieser Richtung auszubauen. Aber ich habe schon danials, wenn ich der Auslegung des Reichsgerichts bezüglich der Geheimbündelei teit); vor dem umgekehrten Borwurf, daß wir herrschfüchtig sind, mit Genossen darüber gesprochen habe, erklärt, das wäre ja sehr erlebt haben. Daher sind wir unsren juristischen Freunden dankbar, schügt uns unsre demokratische Gesinnung. Sie können sicher sein, schön, wenn wir mehr und mehr die Genossen in festen Vereinen daß sie uns darauf aufmerksam gemacht haben, deshalb folge ich ich bin oft überzeugt, da haben wir wieder eine Dummheit be- zusammenschließen, aber bedenkt doch, wenn Ihr dann die Führung ihnen blind und wünsche, daß Sie dasselbe thun( Heiterkeit), aber schlossen, aber ich führe es aus auf Grund meiner demokratischen fämtlicher Barteigeschäfte in diese Vereine hineinlegt, so schließt Ihr ohne die Einschränkung, die die Genoffen in Berlin 3 in ihrem An- Gesinnung. Ich spreche das hier aus, um denen, die es angeht, eine ganze Reihe von Personen von der Teilnahme an dieser Parteitrage 50 beantragen. Sie beantragen eine Ausnahme für die einmal nahe zu legen, daß fie derartige Unterstellungen unterlassen. thätigkeit aus und zwar nicht nur uns Frauen, sondern auch alle Delegierten auf dem Parteitag. Ich halte es für selbstver- Wir tönnten viel mehr herrschen, aber das giebt mir frische jene Bersonen, die nicht im stande sind, dauernd Beiträge zu ständlich, daß Sie unter normalen Verhältnissen eo ipso Arbeit und der Arbeit gehen wir alle wir sind jetzt alte Sterls zahlen. Auer hat ja freilich erklärt, daß die Genossen, die das Recht haben, durch Einsicht in die Bücher sich die geworden gern aus dem Wege. Also ich bitte Sie, den Antrag nichts haben, deswegen nicht ausgeschlossen werden sollen, und eine genaueste Kenntnis über alles zu verschaffen, was die Partei abzulehnen, denn mit demselben Recht wie die Berliner könnten auch solche Erklärung auf dem Parteitag würde ja genügen, aber angeht. Es ist bedauerlich, daß Sie so wenig Gebrauch davon machen die Genossen irgend eines andren Orts eine Kontrolle über die weiter würden auch ausgeschlossen werden alle jene Leute, die infolge ( Seiterkeit), wir schleppen die Bücher mit und Sie benugen sie nicht Buchhandlung verlangen. Hier auf dem Parteitag haben die Ber ihrer Stellung in der bürgerlichen Gesellschaft nicht offen ihre Bu ( Heiterkeit), ich stehe nicht an zu erklären: das Vertrauen ist unsrer liner ebenso gut wie alle andren Delegierten das Recht mitzu gehörigkeit zur Partei bekennen tönnen. Also schon aus dem Gefeits wohl verdient, aber deshalb bitte ich Sie, so sehr ich die sach sprechen. Das Recht der Uebertragung des Eigentums haben sie fichtspunkt, daß wir jeden, der sich zu unsren Grundsäßen bekennt, liche Begründung des Antrags 30 anerkenne, geben Sie uns für den nicht. Ich kann im Namen der 5 Borstandsmitglieder an den Beratungen und Entschließungen der Partei teilnehmen lassen Ausnahmefall freie Hand. Ich hoffe, die Berliner werden so freundlich erklären, daß wir uns einer derartigen Bestimmung mit allen müssen, ist es geboten, daß die Geschäfte der Partei nicht einzig und fein und sagen: Na es war gut gemeint, aber schlecht gelungen. Ich uns zu Gebote stehenden Kräften widersezen werden. Gewiffe Dinge allein von Personen, die die Leitung in den geschlossenen Vereinen haben, erinnere an Wyden, wir hatten da einen Delegierten unter uns, dem müssen in der Partei centralisiert bleiben und dazu gehört die Buch geführt werden. Ich habe schon damals zu den Genossen gesagt, daß niemand über den Absatz traute, jeder war überzeugt, daß er im handlung, das Reservoir für unsre geistigen Waffen. ich es, soweit wir Frauen in Betracht kommen, als etwas ganz Solde der Polizei stand, aber wir konnten es ihm nicht wir fonnten es ihm nicht Die Parteigenoffen von Teltow- Beeskow verlangen, daß der Selbstverständliches betrachte, daß man Mittel und Wege findet, sie beweisen, wir haben ihn geschnitten wie wir fonnten; er hat Leiter der Buchhandlung Vorwärts in Zukunft vom Barteitag an auch in Zukunft an der Thätigkeit in der Partei und auch an den nichts erfahren, was er nicht zu erfahren brauchte. Aber wenn wir zustellen ist. Ich lege dem Antrag keine Bedeutung bei, ich halte Beratungen und Beschlußfassungen teilnehmen zu lassen; denn die die Bestimmung haben, daß jeder Delegierte auf dem Parteitag das ihn für überflüssig, er ist eine Eintagefliege, hervorgerufen durch die bloße Thätigkeit genügt mir in feiner Weise. Ich will feine AusRecht hat, alles einzusehen, so tommen wir in einem solchen Fall in Gehaltserhöhung, über die wir uns gestern unterhalten haben. Daßnahmebestimmungen und Sonderrechte, aber wir wollen nichteine Zwangslage. feiner Zeit Liebknecht vom Parteitag in Halle zum Chefredacteur Staatsbürger zweiter lasse sind wir ja schon§ 16 regelt die Erneuerung bei Vakanzen; die Bestimmung gewählt wurde, geschah aus ganz bestimmten Gründen. aber wir wollen nicht zu Genossen zweiter Klasse ist unverändert geblieben, ich bitte Sie, fie so zu lassen. Liebknecht war für den Vorstand in Aussicht genommen, und da degradiert werden, und das würden wir in allen Bundesstaaten sein, § 17 handelt von der Kontrollkommission. Hierüber habe ich sagten wir ihm, wir wollten lieber einen Berliner Arbeiter an seiner wo die Vereinsgesetzgebung uns die Teilnahme an politischen Vereinen das Nötige schon gesagt. Eine Kontrollkommission existiert Stelle wählen. Liebknecht tonnte sich ja auch nicht mit solchen nimmt; das wäre eben die Santtionierung eines gesetzlichen Unrechts, wie so lange als es eine Partei giebt, zur Kontrolle, zur Entscheidung fleinen Fragen beschäftigen; so wurde uns Gerisch vorgeschlagen und es Auer gestern ganz richtig nannte. Die jetzt gegebene Möglichkeit einer von Beschwerden, zum Ausgleich von Gegensätzen. Wir schlagen gewählt, und wir haben damit einen guten Griff gethan. Um nun größeren Bewegungsfreiheit darf sich doch unter teinen Umständen vor, die Kontrollkommission fünftig aus 9 statt 7 Genossen einen Ausgleich herbeizuführen, hat der Parteitag in Halle Liebknecht dahin umseyen, daß sie für die Männer ausgenußt, die bisherige bestehen zu lassen. Die bisherige Kontrollfommiffion hat ihre auch eine offizielle Stellung eingeräumt und ihn zum Chefredacteur Bewegungsfreiheit für die Frauen aber noch mehr eingeschränkt wird. Schuldigkeit vollkommen gethan. Aber bei dem Wachstum gewählt. Es wurde dann später jedesmal vergessen, ihn neu zu Ich freue mich, daß Auer es so offen ausgesprochen hat, und ich bin der Partei liegt der Gedanke nahe, die Zahl derjenigen wählen, er blieb Chef und die Sache war aus der Welt geschafft. überzeugt, der ganze Parteitag ohne Ausnahme wird mit Auer in Genossen zu erhöhen, die durch persönliche Einsicht in die Wollen Sie es mit dem Leiter der Buchhandlung auch so machen diesem Punkt einverstanden sein; da ist es aber eine logische KonGeschäftsführung sich orientieren und als Bertrauensleute nun Sie wählen Fischer ja doch wieder, und er wird dann nur noch sequenz, den Antrag 73 anzunehmen, und wenn gestern Auer sagte, der Genossen in der Provinz das allgemeine Vertrauen erhalten. proziger und weniger umgänglich, wenn er sagen tann: mich hat wir wollten nicht nur die Gleichberechtigung, sondern noch eine ExtraDas ist viel wert. Es arbeitet sich noch einmal so leicht, wenn man die Gesamtpartei gewählt.( Heiterkeit.) Wollen Sie ihm, nachdem wurst, so freue ich mich, daß er heute andrer Ansicht ist und daß ( Heiterkeit.) Wenn die Vertrauen zu einander hat und sich nicht unter dem Gesichtspunkt Sie ihm gestern auf einige Stunden das Leben verbittert haben, er Bermimftgründen zugänglich war. betrachtet: Du bist der beste Bruder auch nicht( Heiterkeit), und ich Honigpflaster auflegen, fo wählen Sie ihn, es schadet nichts, nügt Bertrauensmänner zu allen Sigungen geladen werden, ja; ich bitte muß auch aussprechen: Es ist mit dieser Erweiterung der Kontroll auch nichts. Sie um alles in der Welt, warum sollen nicht auch die Vertrauens tommission der Wunsch verknüpft, der großen Berliner Parteigenossen Die Elberfelder Genossen verlangen, daß der Parteivorstand die frauen dazu geladen werden, es ist ja so oft schon ausgeführt worden, schaft, deren Anerkennung in ihrer Bedeutung für das Parteileben Beschlüsse der Landes- reip. der Provinzialorganisationen zu berüld daß wir weibliche Vertrauenspersonen wählen müssen nicht nur aus allgemein ist, die Rücksicht zu erweisen, zwei Berliner Genossen in fichtigen hat, ich weiß nicht, ob jemals folche Beschlüsse nicht berüc Rücksicht auf unsre vereinsgefeßlichen Bestimmungen, sondern aus Rück die Kontrollkommission zu entfenden. Es ist der Vorschlag gemacht fichtigt find. Wit Absicht ist das nicht geschehen, der Antrag ist doch ficht auf die eigenartige Agitation, die unter Frauen zu entfalten es heißt nur worden, das gleich im Statut festzulegen. Da haben wir aber gesagt: selbstverständlich und ein Parteivorstand, der andrer Meinung ist, ist. Das ist keine Eigenbrödelei, sondern nein, das geht nicht, ein gesetzliches Recht auf zwei Mitglieder der wäre seiner Aufgabe nicht gewachsen. Ueberflüssige Beschlüsse aber den Thatsachen offen ins Autliz schauen, anerkennen, daß bei Kontrollkommission können wir durch Statut den Berlinern nicht ein brauchen wir nicht zu fassen. Die Elberfelder beantragen ferner, daß einem gemeinsamen Handinhandarbeiten hier eine Arbeitsteilung räumen. Was die Parteigenossen eines andren Orts nicht haben, tönnen die Landes- und Provinzialfomitees das Recht haben sollen, selbständig vorgenommen werden muß, und die notwendige Folge ist die Anwir auch ihnen nicht geben aus Rücksicht auf das Intereffe unsrer ge- Anträge an den Parteitag zu stellen. Das Recht haben sie in ihrer uahme unsres Antrags. Ich hoffe, daß auch Sie diesen Vernunftmeinsamen Sache.( Sehr richtig!) Daß aber thatsächlich zwei Eigenschaft als Parteigenossen heute schon. Also auch dieser Antrag gründen zugänglich sein werden, wie es Auer gewesen ist. Gewiß, Berliner gewählt werden, dagegen haben wir nichts; es war wirklich ist überflüssig. In dem Antrag 34 wird ein Gedanke angeregt, der Auer hat vollkommen recht: die geschriebenen Paragraphen machen die Rücksicht auf Berlin, weshalb wir die Erweiterung der Kontroll- unter uns schon sehr oft laut geworden ist; wir alle wissen ja, daß es nicht; aber gestüßt auf dieses formale Recht müssen wir danach tommission beantragt haben. Sie sehen( zu den Berlinern), Sie nicht immer der beste Geschäftsmann unsren Parteigefchäften vor trachten, daß diefes formale Necht auch Juhalt bekommt und zu einem haben überall ihre Freunde.( Große Heiterkeit.) Der Berliner steht, wir müssen mit den gegebenen Thatsachen rechnen, daß oft Faltum wird. Und wenn wir das formale Necht nicht haben, wird Wunsch ist nicht unberechtigt, aber das Recht muß sich der Parteitag sonst ganz gute und zuverlässige Genossen in solche Stellen gewählt uns dies außerordentlich erschwert. Bei der anerkannten Thatsache, wahren: wenn er glaubt, daß er gar keinen Berliner in der Kontroll- werden, die bisher in der Werkstatt thätig gewefen find. So weit daß nicht alle Genossen so hold den Frauen sind, wie tommiffion gebrauchen fann, dann muß es Berlin fich ebenso wie möglich waren wir ja auch bisher schon bestrebt, diesen Uebel Auer( Seiterkeit), muß der Parteitag erklären: so weit gehen die gefallen lassen, wie ein andrer Ort, der kein Mitglied der ständen abzuhelfen und haben damit schon viel erreicht. Würden Rechte der Frauen. Ich spreche nicht als Frau zu Ihnen, sondern Kontrollfommiffion stellt( Sehr richtig!), es wird ja nicht dahin wir aber dem Antrag Folge geben, so würde das zu Mißhelligkeiten als Genoffin, ich spreche zu Ihnen, um Ihnen zu zeigen, wie es im tommen, aber der Rechtsstandpunkt muß gewahrt bleiben. Berlin wird führen. Es ist nicht angenehm, einem Genossen, der sich im Dienst der Interesse der ganzen Parteibewegung liegt, daß wir diese Rechte auf immer in der Partei eine bedeutende Rolle spielen. Ich habe mir Sache aufgerieben hat zu sagen Du hast alles falsch gemacht, ich dem Parteitag festlegen. Es ist ja nicht gesagt, daß die Bertrauens Person, die die Geschäfte für die Fronen leiten soll, immer eine Fron ist; da wo Franc» vorhanden sind, die dieses Amt übernehmen können, ist es selbstverständlich praktischer; wo sie aber nicht vor- Händen ist. halte ich eS in Znknnft für noch notwendiger als früher, einen Mann mit diesem Amt zu betrauen, vorausgesetzt, daß wir einen Mann finden. Ich hoffe, daß Sie allen unsren Anträgen meinetwegen mit redaktioneller Aendernng, zustimmen und uns unsre Rechte nicht beschneiden, daß Sie demokratisch anerkennen werden, daß die Gleichberechtigung auch in die Praxis umgesetzt werden muß. Die Agitation wird damit viel planvoller nnd damit viel wirksamer gestaltet werden.(Beifall) Diitvell- Essen: � Die§§ 1 nnd 2 werden zweifellos den größten Widerspruch finden, der ans den örtlichen Verhältnissen hervorgeht. In Essen ist es doch nicht möglich geworden, einen festen Verein zu gründen. Zahlreiche Parteigenossen sind verhindert, dem Verein anzugehören. Wir können ihnen das Recht nicht nehmen, in Parteisachcn mitzusprechen, und haben auch die richtige Form dafür gefunden. Von der An- nähme des§ 2 rate ich dringend ab.' Wir würden sonst ein Solingen 2, 3, 4, 5 erleben. Wenn der Vorstand eine Person ohne Angabe von Gründen ausschließen würde, dann würde diese Perion die Genossen am Orte aufhetzen. Gerade das Beispiel Liitgenau ist von Auer schlecht gewählt. Sobald die Genossen dort die Gründe für den Ausschluß erfahren hatten, stimmten sie auch zu. Nur so lange sie nichts davon wußten, wollten sie nicht darauf eingehen. Die Vorgänge dort waren der Autorität des Vorstands' nicht dienlich. Albrecht-Halle: Die Anhalter haben sich jetzt bereits eine neue Organisation ge- geben, die den Schwerpunkt in die geschlossenen Vereine, in eine feste Organisation verlegt. Ich habe von Anhalt den Auftrag, Sie zu bitten, die Frauenanträgc 72 und 74 abzulehnen. Wir mußten sonst in Anhalt unsre junge Organisation wieder umstürzen. Es ist ja traurig, daß die Frauen an der Organisation nicht teilnehmen können. Aber in Anhalt haben wir überhaupt keine Frauenbewegung, keine Frauen, die den Anspruch erheben, der Organisation anzugehören. Braim-Königsberg; Ich bin strikter Anhänger der festen Centralisation in VereinS- form. Der Entwurf der Fraktion, nacht die Vereins fvnn nicht zur Bedingung, sondern läßt auch die Vertrauens, näiinerform zu. Wie will man bei der losen Fonn des Vertrauensmänner- Systems eine Kontrolle über die dauernde Unterstützung der Partei haben? Das ist wieder ein dehnbarer Begriff, der der Partei nicht die nötige Festigkeit giebt. Der Centralisationsgcdanke hat ja auch dem Verfasser des Entwurfs vorgeschwebt. Leider sind sie auf halbem Wege stehen geblieben. Die alte, lockre Form hat uns nicht besonders weit gebracht. Bei ihr war es uns nicht möglich. /die große Masse fest zn halten, die Klagen des Kassierers beweisen doch wahrhaftig nicht, daß die alte Form sich bewährt hat. Dein Vorstand fehlen die Mittel, jetzt die Agitation in zurück- gebliebenen Gegenden zn fördern. Die Gelder müssen in einer Eentralstelle zusammenfließen, um an der richtigen Stelle in zurückgebliebenen Gegenden verwandt zu werden. Jeder Genosse, auch der ärmste, kann, solange er Arbeit hat, einen regelmäßigen Beitrag zahlen. Ich habe Briefe von Landarbeitern erhalten, die dringend ersuchten, Mitglieder der Partei zu werden. Wenn sie regelmäßig Beitrag zahlen, fühlen sie sich nicht vereinsamt, sie gehören einer Organisation an, die Furcht vor dem Arbeitgeber ist nicht so groß. Die Genossen, die sich ans wirtschaftlichen Gründen scheuen, Mitglieder zu werden, kommen jetzt auch nicht in die Versammlungen, um an den Beschlüssen mitzuwirken. Die Frauen sollten auch ein- sehen, daß die feste Organisation für die Partei die Hauptsache ist, sie haben ja außerdem ihre eigne Organisation. Frau Ihrer- Berlin V,: Den Anhaltiiiem sollte es viel näher liegen, den Schluß zn ziehen, daß sie jetzt endlich Ursache hätten, gründlich Rücksicht auf die Frauen zu nehmen.(Sehr richtig!) Auch die Minder- jährigen waren von einer straffen Organisation ausgeschlossen. Grade in letzter Zeit zeigt sich die erfreuliche Erscheinung, daß die Minderjährigen viel Interesse für die Partei bekunden. Braun meinte, wir seien ja berechtigt, in Frauenversammlungen unsre Interessen zu vertreten. Das ist gerade eine Extraivurst, die wir nicht haben wolle». (Sehr gut!) Es ist cin Uebelstaud.daß der Entwurf der Fraktion überhaupt zwei Wege freiläßt. Am besten wäre es, es ganz beim alten zu lasse». Den Anhängern der straffen Zentralisation sage ich: wenn wir die Garantie hätten, daß alle socialdemokratischen Wähler mit einem Schlage in die politischen Organisationen hineingetrieben werden könnten, dann würden wir Krauen unsre berechtigte» Forderungen zurückstellen. Aber eine solche Garantie haben Sie nicht. Von der Verejnsorganisation sind auch die socialdemokratischen Staatsarbeiter und Subaltern- beamten, die unsre Anhänger sind, ausgeschlossen. Diese Genossen haben doch ein großes Interesse daran, in öffentlichen Parteiver- sammlungen stillschweigend mit zu beschließen. Der innere Ausbau der Partei muß gemeinsame Arbeit der Männer und Frauen bleiben. Mit dem Gerechtigkeitsgefühl ist es nicht zu vereinbaren, uns Frauen nur zn Handlangem der organisierten Vollgenossen zu machen.(Sehr gut!) Wenn darauf hingeiviesen wird, daß das Spitzeltum beseitigt werden müsse, nun auch bei fester Vercinsorganisation kann es Spitzel geben; sie fern zuhalten ist bei jeder Organisationsform Sache der Wachsamkeit. Ich bitte, den§ 3 in der Form des alten Organi- sationsstatuts zu lassen. Wir Frauen erheben unsre Forderungen nicht, um etwas Besonderes vorzustellen in der Partei, sondern da- mit das socialdemokratische Gleichheitsprincip nicht bloß in der grauen Theorie, sondern auch in der Praxis gelte.(Beifall.) Bvhle-Straßbnrg: In allen Landesteilcn ist eine stramme Centralisation nicht Möglich. Wir Elsaß-Lothringer sind überhaupt nicht in der Lage, politische Organisationen zu gründen. Die Aufhebung des Ver- dindungSverbots hat uns nicht die geringste Erleichtenmg gebracht. 8 1 des aus französischer Zeit stammenden Bereinsgejetzes vom 10. April 1834 bestimmt, daß Personen, die einem nicht genehmigten Verein angehören, ohne Iveiteres der Strafe verfallen. Die elsaß- lothringische Polizei ist nicht so liebcnslvürdig, unsre Vereine zu genehmige». Der einzige Ausweg sind Privatversammlungen; aber oll' das haben wir uns erst gerichtlich erkämpfen müssen. Gestalten Sie die Organisation so. daß sie auch für uns paßt. König-Bochum: Es ist für uns zur Notwendigkeit geworden, eine festere Form der Organisation zu finden. Vielleicht empfiehlt sich im 8 1 die Bestimmung, daß die Genossen verpflichtet sind, daß am Orte erscheinende Parteiblatt zn unterstützen. Auch feste Beiträge find erforderlich, wemi ich auch gegen die feste Einheitsmarkc bin. Wir in Bochum erheben jetzt einen bestimmten Beitrag. Gerade für Westfalen ist es notwendig, im Organisationsstatut einen festen Beitrag als Bedingung der Parteizugehörigkeit zu verlangen. Die Westfälinger müssen mit' der Nase darauf gestoßen werden, sonst kommen sie mn ihrem harten Schädel nicht hin.(Heiterkeit.) Die Ansschlußbestimmung durch den Vorstand ist bedenklich, der Ausschluß erfolgt weit besser von unten, statt daß er von oben diktiert wird. Schulz-Erfiirt: Die Erfurter Genossen sind mit dem Entwurf der Fraktion durch- ous einverstanden, nur kleine Mängel ivünschen sie beseitigt zu sehen. So müßte der§ 1 umgestaltet werden; wir haben im Thüringer Wald arme Gegenden, wo regelmäßige Beiträge nicht aufgebracht werden können,' es ist uns nicht möglich überall Vertrauensmänner einzusetzen, es kann nicht schaden, wen» wir im ß 1 aussprechen, daß im Falle wirklicher Unmöglichkeit, die Bezahlung regelmäßiger Beiträge nicht Bedingung für die Parieizugehörigkeit ist. Mit dem Wiesbadener Antrag in der Ausschlußfrage bin ich ein- verstanden. Im 8 3 scheint mir die Form des Entwurfs sehr glück- llich gewählt, tveil sie allen Besonderheiten Rechnung trägt, gegen eine ausschließliche Centralisation erklären wir uns unbedingt. Die historisch getvordenen Verhältnisse müssen berücksichtigt werden, ein fchematisches Centralisicren.läßt sich nicht durchführen. Ein großer Rückschritt aber wäre eZ, wenn der Antrag 72 angenommen würde und wir wieder zu den früheren Zuständen zurückmüßten. Wir hatten in vielen Orten die Vertrauensmänner und daneben den socialdemokratischen Verein, das gab zu manchen Mißhclligkeiten und Reibungen Anlaß. Das ist beseitigt, wenn der socialdcmo- kratische Verein das Centrum der Bewegung bildet; dort kann die Schulung der Mitglieder weit besser vorgenommen werden. Ich begreife ja den Wunsch der Frauen, aber in den Staaten, wo sie Mitglieder socialdemokratischer Vereine werden können, ist mitunter von einer Frauenbewegung nichts zu merken. Ich war jüngst in Bremen in einer entscheidenden Versammlung; in Bremen sind die Frauen durch kein Vereinsgesetz gehindert und doch kommen sie nicht in die Versammlung: zwei oder drei Frauen, die ihre Männer nicht allein lassen wollten, drückten fich zaghaft an der Wand, das war alles. In Hessen fällt es den Frauen auch nicht ein. sich an der Bewegung zn beteiligen. Nun sollen wir unsre gute Organi- sation durchbrechen, nur um einzelnen Frauen, deren parteigenös'sische Tüchtigkeit ich anerkenne, die Möglichkeit zu geben, sich zu beteiligen. Nach unsren Erfahrungen beteiligten sich bisher Snbälternbeamte nnd Staatsarbeiter auch nicht an unsren öffentlichen Parteiversamm- lnngen. Darauf brauchen wir nicht besonders Rücksicht zu nehmen; mit der Kommissionsberatung bin ich einverstanden. Hoch-Berlin III: Wir haben gar keine Veranlassung, an dem bisherigen Organi- sationsstatut, das sich durchaus bewährt hat, mehr zu ändern, als durch die gesetzlich geschaffene Lage geboten ist. Insbesondere er- kläre ich mich gegen eine festere Organisation; die Tüchtigkeit wird nicht erst bedingt durch die Vercinszugehörigkeit, wir müssen auch Rücksicht auf die Frauen nehmen, die sonst Genoffen zweiter Güte werden würden. Ebenso halte ich den Vorschlag betreffend die Geld- mittel nicht gerade für sehr glücklich, wir sind bisher nicht schlecht gefahren, wie die Abrechnung zeigt, trotzdem in dem Statut die Verpflichtung der Unterstütznng durch Geldmittel nicht ausgesprochen ist. Man kann auch Geld aufbringen, ohne daß es auf dem Papiere steht. Wohl aber bitte ich um Ännahme des Antrags betreffend das Recht der Delegierten ans Einsichtnahme der Bücher; es kann nicht schaden, wen»' das ausdrücklich ausgesprochen wird. Grimpe-Elberfeld: Gestern haben wir eine Polendisknssion gehabt und heute scheint die Diskussion über den Organisationsentwurf in eine Frauendis- kussion auszuarten. Die Beschwerden der Frauen über die Antipathie gegen die Frauenbewegung in der Partei sind unberechtigt. Einzel- fälle darf man nicht verallgemeinern und durch besondere Be- stimmungen im Organisationsstatut beseitigen wollen. Die That- fache, daß man so vielfach unsre Genossimien als Rcdnerinnen be- ausprucht, sollte doch zeigen, daß die Klagen unberechtigt sind; die Frauen beteiligen sich ja an der Bewegung auch in den Landes- teilen so gut wie gar nicht, Ivo vereinSgesctzliche Vesckiränknngen nicht vorhanden sind. Bezüglich der Beiträge zur Partei bin ich durchaus der Ansicht Auers, aber was er sagte, steht eben nicht im Entwurf, und mit Rücksicht auf die arme rheinische Wcberbevölkernng muß ich bitten, den Antrag Elberfeld anzunehmen. Besonders gründliche Beherzigung allerseits verdiene» die Darlegungen Auers über die Vertrauensmänner. Mit persönlichen nnd lokalen Fragen darf der Partcivorstand womöglich gar nicht behelligt werden, es ist durchaus falsch,(die ganze Autorität der Parteileitung in die Wagschale zu werfen, um'eine Persönlichkeit, die nur eine lokale Bedeutung hat, eventuell ans der Partei auszuschließen; das muß den Parteigenosse» am Ort überlassen bleiben. Dr. Südcknm-DrcSden: Ein Teil des Widerspruchs gegen 8 1 ist auf ein Mißverständnis zurückzuführen, insofern viele Genossen glaubten, daß sie neben den schon bisher gezahlten Beitrüge» nun»och einen Extrabcitrag leisten sollen. Gegen den 8 2 spreche ich mich aus, nicht zum Schutze der Parteigenossen, sondern des Vorstands. Wenn der Vorstand einen Ausschlutzbcschluß gefaßt hat nnd die Genossen am Orte fügen sich nicht, so bliebe dem Vorstand nichts übrig, als auf dem Parteitage die Kabinettsfrage zu stellen. Der Vor- schlag von Wiesbaden' kann so, wie er ist, unter keinen Umständen angenommen werden, das wird ja in der Kommission in Anlehnung an ein bereits eingebrachtes Amendement näher erörtert werden. Gestern sagte Auer in seiner sehr interessanten und schönen Rede, daß die Bayern, zu denen ich mich doch wenigstens zu einem Viertel auch rechnen darf, nicht sehr galant gegen die Frauc» seien, da sie eine streng eentralistische Vercinsorganisation eingeführt hohen. Aber die Galanterie seiner Landsleutc geht doch weiter, nämlich daneben ist gerade mit Rücksicht auf die Frauen auch die lose Vertrauens- männer-Organisation im Gang und zur Verbindung mit der deutschen socialdemokratischen Partei immer benutzt worden.(Vollmar: Sehr richtig!) Aber mit dieser Höflichkeit und diesem Entgegenkommen sind sie auf tvenig Dank bei den Franc» gestoßen, denn von einer bayrischen Frauenbewegung ist nichts zu merken. Der Vorschlag des Entwurfs, der sich mit dem„Vortviirts" beschäftigt, kann so nicht angenommen werden, da er einen Zustand verkleistern will, der auf die Dauer nicht haltbar ist. Nehmen Sie an. auf diesem Parteitag wird die Wahlbeteiligung in Preußen beschlossen und. die Zusammensetzung der Berliner Preßkommission sei derart, daß sie aus strengen Gegnern der Wahlbeteiligung bestände, so hätte sie es in der Hand, das Centralorgan derart zu beeinflussen durch Auswahl der Redacteure oder sonstige Maßregeln, daß der»Vorwärts" dagegen schriebe oder wenigstens' nichts dafür thue. Solche Sachen find ja, wie man er- zählt, in Verlin schon da gewesen. Sei dem wie ihm wolle, es wird die beste Lösung sein, daß man das Ceutralorga» überhaupt auf- giebt und den' Berlinern ihr Organ einfach überläßt, dann können sie und ihre Preßkommiffion natürlich auch mit der taktischen und principiellen Haltung des..Vorwärts" zunächst machen, was sie wollen, aber jedenfalls ist ihnen doch nicht eine Art Obcr-Kontroll- recht über die Haltung des Ceutralorgans der Partei eingeräumt. (Beifall.) Getvehr-Elberfeld: Wir können bei der Verschiedenbeit der örtlichen Verhältnisse nicht das Princip der strengen Centralisation ourchführen; vielleicht wäre der Partcivorstand am ehesten dazu geneigt, aber auch er muß mit den gegebenen Thatsachen rechnen. Einen befferen Entwurf als den vorgeschlagenen werden wir kaum machen können. Ich möchte noch den im„Vorwärts" vom Parteisekretariat erhobenen Vorwurf zurückweisen, als habe die Partciprcffe einen Artikel von karvus über die Organisation unbesehen abgedruckt. Das stimmt nicht, ein großer Teil der Provinzpreffc hat den Artikel nicht auf- genommen', weil es klar Ivar, daß er vom grünen Tisch aus ge- schrieben war. Wundern muß ich mich darüber, daß so viele Ge- nossen die wirklichen Verhältnisse unberücksichtigt lassen. Wir können ruhig da, wo eS möglich ist, die Parteigeschäfte den Wahlvercincn überlassen. Daß ein Vertrauensmann' bestehen muß, ist selbst- verständlich; wie der Vertrauensmann gewählt wird, ob öffentlich oder vom Verein oder vom Vorstand, das ist doch gleichgültig; auf solche Wortklaubereien sollten wir uns nicht einlassen. Meine Parteigenossen haben n»r an dem Paragraphen, der vom Ausschluß handelt, etwas auszusetzen. Da erscheint mir der von Wiesbaden beantragte Vorschlag, der im wesentlichen die Formalitäten des AuS- 'chlusses beim alten läßt, richtiger. Noch besser wäre es. wenn beide Parteien den Vorstand als zweite Instanz anrufen könnten. Be- züglich der Fraueuagitation stimme ich dem Genossen Schulz bei. Fendrich- Karlsruhe: Die Karlsruher Genossen sind der Ansicht, daß das Gericht, das über den Ausschluß aus der Partei entscheidet, möglichst weit vom Ort der Streitigkeiten entfernt liegen' soll. Deshalb sind wir. im großen ganzen für den Antrag Wiesbaden. Rur möchte ich, daß dem Gericht noch zwei Mitglieder der Konlrollkommission beigegeben werde», die doch gewiß unparteiisch sind. Bei uns in Karlsruhe bat es sich gezeigt, wie schädlich es ist, wenn die Genossen am Ort darüber entscheiden; da wird ein Genosse aus der Partei aus- ' hlossen, eine andre Versammlung hob diesen Beschluß auf. Daß Parteivorstand gegen den Ausschluß von Bueb war, war für mich sehr interessant zu hören. Ich habe also recht darin behalten. In der Frauenfrage sollten wir Manchestermänner sein und da? freie Spiel der Kräfte walten lassen. Frau Zetkin: Ich stehe im wesentlichen auf dem Boden des uns vorgelegten Entwurfs. Ich gehöre nicht zu denen, die. seien es sittliche, seien es ästhetische Bedenken dagegen haben, daß im 8 1 das Wort Geld enthalten ist. Es hört sich ja recht schön an. wenn in der Oper gesungen wird: Ach, das Geld ist nur Chimäre, im wirklichen Leben jedoch spielen sich die Verhältnisse nicht so einfach ab wie in der Oper, und wir als kriegführende Partei bedürfen in ganz eminenter Weise der Mittel zu unsrer Kriegführung. Ich habe auch keine Bedenken gegen§ 2, welcher dem Vorstand die Vollmacht erteilt, unter Umständen den Parteigenossen auszuschließen. Die da- gegen geäußerten Bedenken scheinen mir doch in der äußersten Konsequenz, wie sie in den Artikeln von Paiyns zum Ausdruck kommen, der Auffassung entsprungen, als ob die Socialdemokratie eine kleine Sekte wäre, deren Mitgliedschaft sich auf den Vorstand beschränkt, und wo es die vornehmliche Thätigkeit des Vorstandes wäre, seine Mitglieder unter einander aus- zuschließen. Ich bin überznugt, daß jeder Vorstand, auch ein Vorstand, der nicht so vollkommen und mustergültig wäre, wie der, dessen Vorzüge uns Auer gestern so beredt geschildert hat, die Vollmacht, die ihm der 8 2 giebt, weit weniger als eine Macht- fülle betrachten würde, denn als eine Last, von der er sagen möchte: mich gelüstet nicht nach dem teuren Lohn. Aus praktischen Gründen bin ich dafür, daß wir dem Vorschlag Auers entsprechend dem Antrag Wiesbaden, ameudiert durch den des Referenten, zustimmen. Was die Zusammensetzung des Vorstands betrifft, so befürworte ich den Antrag Scholz und Genossen, den Partcivorstand uni zwei Mit- glieder zu vermehren. Dieser Autrag bedeutet durchaus nicht ein Mißtrauensvotum gegen den jetzigen Vorstand, aber der gleiche Grund, den Auer für die Vermehrung der Zahl der Controlcure angeführt hat, nämlich das Wachsen und die Ausdehnung der Partei, müßte dafür sprechen, daß mit Rücksicht auf die gestiegene Arbeitslast des Vorstands zwei weitere Mitglieder zugezogen werden. Und derselbe Wunsch, den Auer gestern in Bezug auf uns Frauen geäußert hat, daß wir nicht nur Hunderle, sondern Hunderttausende waren, damit die Einzelnen nicht infolge der lieber- lastuug oft griesgrämig und grillig werden. Denselben Wunsch äußere ich aus der gleichen wohlwollenden Gesinnung heraus in Bezug auf den Vorstand. Wir haben Grund, ihn zu entlasten, damit wir die einzelnen Mitglieder desselben und besonders unser» lieben Freund Auer jederzeit ebenso liebenswürdig mit zwei Tonnen Honig rechts und links vor uns sehen, wie wir ihn gestern und heute kennen gelernt haben.(Lebhafter Beifall und Heiterkeit.) Aber noch ein andrer Grund bestimmt mich, für den Antrag einzntretcn. Zwar ist dieser Grund heikler Natur, ich fürchte mich aber nicht ihn aus- zusprechen, denn unsre Genossen im Parteivorstand sind ja Gott sei dank nicht Modedamen, die wegen einer Anspielung auf ihr Alter in Zittern und Angst geraten. Man darf ruhig darauf hinweisen, daß alle Vorstandsmitglieder schon betagt sind, seit laugen Jahren im Vordertreffen des Kampfs stehen, daß sie in hohem Maße über- angestrengt sind. Ich will hier durchaus nicht die Rolle des Toten- käüzchcns spielen nnd dem Vorstande ein memento mori zurufen. Wenn es einen giebt, der dem Vorstande von Herzen das ewige Leben wünscht, so bin ich es. Aber unsre Wünsche haben keine zwingende Gewalt; das hat uns gerade der jähe Tod Liebknechts gezeigt. Meine Erfahrungen haben mich zu der Ansicht geführt, daß zu der Erledigung der Regiernngsgeschäfte eine langjährige Kontinuität des Ärbeitens notwendig ist. Ich würde es da- her mit Freuden begrüßen, wenn jüngeren Kräften Gelegenheit gegeben würde. sich unter der bewährten Leitung unsrcs jetzigen Vorstands allmählich einzuarbeiten, und ich glaube, daß ich inich da mit den geheimen Herzenswünschen uusres Auer begegne, der ja noch heute morgen geschildert hat, wie erwünscht es wäre, wenn frisches Blut in den Vorstäud käme. Mir lag bis dahin diese Argumentation fern, aber als Auer so beredt davon sprach, da tauchte in'mir der Gedanke aus: dem Manne kann vielleicht geholfen werden.(Heiterkeit.) Ich komnie nun zu dem Paragraphen, der von den Trägern des Parteilebens handelt. Es wäre wüuschcns- wert, die jetzige Fassung des Statuts beizubehalten wonach der Schwerpunkt des Parteilebens in den öffentlichen Versammlungen liegt. Es versteht sich von selbst, daß ich zunächst pro domo im Jitkeresse des weiblichen Geschlechts dafür plädiere. So lange uns Frauen das Recht zusteht, in eignen Ver- sammlungen VcrtraucnSpersonen zu wählen, so lange wir sogar das Recht haben, in besonderen Fraucnversammlnngcn Delegierte zu wählen, so lange können wir jederzeit in der Partei mitarbeiten. Aber von dem Augenblick, wo wir den Schwerpunkt des Partei- lebens in allen Ländern in feste Organisationen verlegen ohne Rück- ficht auf die Vcrciusgesetzgcbung, da nehmen Sie den Frauen das Recht, mitzuarbeiten.' Es widerspricht dem Princip unsrer Partei, das; wir Mitglieder haben, die wohl alle Lasten tragen und alle Pflichten erfüllen müssen, aber nicht alle Rechte haben dürfen. Aber nicht nur aus principiellen, sondern auch aus praktischen Gründen wende ich mich dagegen. Denn wenn die Genossimien nur mitarbeiten aber nicht mit entscheiden dürfen, so nehmen Sic ihnen den Appell an ihr Persönlichkeitsgefühl, das zu den höchsten Leistungen anspornt. Gewiß kann man sagen, die Zahl der Frauen ist so klein, daß wir nicht Rücksicht auf sie zu nehmen brauchen; aber das legt ihnen nur die Pflicht auf, mit allen Mitteln dafür zu sorgen, daß die Zahl der Genossinnen sich ver- größert. Sie können weiter die Leistungen der Frauen kritisieren, das ist Ihr Recht und Ihre Pflicht. Zeigen Sie uns unsre Fehler. wir werden Ihnen dankbar sein. Aber ebenso wenig wie Sic aus dem Umstände, daß viele Wähler das Wahlrecht gar nicht oder in falscher Weise ausüben, die Berechtigung herleiten dürfen, auf das allgemein» gleiche Wahlrecht zn verzichten, ebensowenig dürfen Sie deshalb, weil gegenwärtig die Frauen noch nicht genug leisten, die Gleich- bcrcch'tigung des' weiblichen Geschlechts beeinträchtigen. Ich verkenne nicht die Schäden, die darin liegen, wenn die Entscheidung über alle Fragen in Versammlungen liegt. Ebenso wie einem Ausspruch Friedrichs des Großen' zufolge der Herrgott mit den � stärksten Schwadronen ist, so sind Volksversammlungen mit den größten Schwadroneuren.(Heiterkeit.). Aber gerade die freien Volks- versamniluNgcn gehören zu den wichtigsten Mitteln, um das deino- kratische Princip zu verwirklichen.(Lebhafter Beifall.) Scheibe-Hartmannsdorf und* einige andre Delegierte beantragen Schluß der G e n e r a l d i S k u s s i o n.' Frau Ihrer- Berlin spricht gegen den Schluß. Diese Frage ist die ivichtigste, die den Parteitag beschäftigt. Der Schlußantrag wird abgelehnt. Eichhoru-Mannheim: Mir wäre es lieber gewesen, der Schluß wäre angenommen, dann hätte ich mir meine Ausführungen gespart.(Große Heiterkeit.) Run habe ich aber einmal das Wort. Die wenigen Acndcnmgen, die der Entwurf an unsrem Statut bringt, werden unsre Partei sicher nicht ruinieren. Mit dem Bcitragsvorschlaq bin ich durchaus ein« verstanden. In der Frage des Ausschlusses stehe ich auf dem Stand- Punkt des Antrags Wiesbaden. Wenn man das Amendement Gewehr- Elberfeld annimmt, dann kann man sich die von Fendrich vor- geschlagenen zwei weiteren Kontrollkommissionen sparen.� Die juristischen Aendenmgen hätte ich am liebsten ganz weggewünscht; es sieht immer wie eine Art Mißtrauen gegen die Delegierten aus, es wird jedenfalls eine redaktionelle Aenderung notwendig sein. Zur Frauenfrage kann ich der Genossin Ihrer nicht recht geben, daß die Frauen nicht dieselben Rechte haben. Es kann ja jede Frau schon jetzt zum Vertrauensmann ge- wählt werden(Große Heiterkeit)... zur Vertrauensperson, sie werden aber nicht gewählt. Es ist nun einnial vielfach wemg Geneigtheit vorhanden, die Frauen zu den Zirkeln hinzuzuziehen. man hat ja wohl das Gefühl, daß dabei doch nichts Gescheites herauskommt.(Heiterkeit.) Aber wir müssen eben die Frauen erziehen, und sie haben durchaus recht, wenn sie beteiligt werden wollen. Daher halte ich es für richtig, in das Statut eine Bestim- mung aufzunehmen, die den Genossinnen das Recht giebt. au ein- zelnen Orten zur Förderung ihrer Agitation neben oder unter den Männern ihre Vertrauenspersonen zu wählen, die als gleich berechtigte Mitglieder an allen Arbeiten der Organisation teilnehmen tönnen. 15 d usdaghhom Hoffmann- Berlin IV:: von Ansteckungsgefahr für notwendig gehalten wird. Sie betreffen mit Wertangabe oder Boftnachnahme find unzulässig. Au 3den Gebrauch der Servietten und Seifennäpfe, die Reinigung der geschlossen von der Versendung mittels Feldpostpakets sind uns Bürsten, Haarschneidemaschinen usw. Die Vertreter der Innungen bedingt: Flüssigkeiten, Sachen( Lebensmittel), die dem schnellen Vers haben, unter Anerkennung der Berechtigung eines großen Teils dieser derben unterliegen, zerbrechliche und leicht entzündliche Sachen, so Zu§ 1 ist von Berlin IV der Antrag gestellt, hinzuzufügen: Forderungen, darauf hingewiesen, welchen Schwierigkeiten eine poli- wie die allgemein von der Postbeförderung ausgeschlossenen Gegens „ oder durch anderweite Thätigkeit unterstützt". Auer hat den ganzen zeiliche Ueberwachung der Barbierstuben begegnen würde, und sich stände. bimbos indent er fragte, ihm zur Verfügung stehenden Spott über dieſen Antrag ausgeschüttet, dafür erboten, die Innungsmitglieder zur Beachtung der zu verzum Wohnungsumzug. Mit Bezug auf die Polizei etra im Spazierengek Diefe anderweitige Thätigkeit bestehen solle, einbarenden Bestimmungen zu verpflichten. Ob vom Erlaß einer verordnung vom 26. März 1870, betreffend die Unizugstermine beim die geplant war, Abstand genommen die in großen Berjanmmlungen, in denen die thätigen Genossen an- werden wird, steht noch dahin. aid beginnende Umzug bei kleinen, aus höchstens zwei Zimmern mit wvesend, waren und ernsthaft daran gearbeitet haben, gefaßt find, nicht in Unter der Wirksamkeit des Goethebunds. Zu Anfang Zubehör bestehenden Wohnungen an demselben Tage, bei mittleren, solcher Weise der Lächerlichfeit preisgeben. Kein andrer Delegierter dieses Jahres wurden bei dem Kunsthändler Hans Wendler in aus drei bis vier Zimmern nebst Zubehör bestehenden Wohnungen wird unfren Antrag fo verstanden haben, wie Auer. Ich lade Auer der Wilhelmstr. 48 auf eine Denunziation hin irren wir nicht, so am 2. Oftober, mittags 12 Uhr, und bei großen, mehr als vier ein, folche Spaziergänge, wie ich fie verstehe, mit uns zu machen, war es Herr Noeren, der Herrn Wendler denunziert hatte, eine An- Wohnzimmern umfassenden Wohnungen am 3. Oktober, mittags Flugblätter zu verbreiten, treppauf, treppab: es ist ihm vielleicht aus zahl von Altstudien aus der bekannten Sammlung Freilicht" bon 12 Uhr, beendet sein muß. früherer Zeit nicht mehr erinnerlich, daß diese Thätigkeit unter Um- Brofeffor Koch und dem„ Kinderatt" von Peiser beschlagnahmt. Bir ständen viel mehr wert ist als 20 oder 25 Pfg. pro Monat, wenn haben feiner Beit über diese polizeiliche Maßnahme, die in Kunst einem, elettrijchen Straßenbahnivagen der Linie Alexanderpla Ein heftiger Zusammenstoß zwischen einem Baufuhrwerk und man sonst nichts für die Partei thut. Ich meine, diese anderweitige freisen nicht geringes Aufsehen erregte, ausführlich berichtet, und auch Schöneberg ereignete fich gestern mittag um 212 Uhr in der Thätigkeit ist eine der Hauptthätigkeiten. Prozentual, fagt Auer, im Reichstag wurde sie bei den Erörterungen über die lex Heinze Leipzigerstraße vor dem Erweiterungsbau von Wertheim. Ein Arwürde Berlin ja auf die einzelnen Mitglieder der Partei bedeutend eingehend besprochen. Schließlich wurden die Altstudien auf Verfügung beiter des Bauplages hatte mit einer weißen Fahne dem Straßen weniger leisten als die übrigen. Das mag zugegeben werden, ist der Staatsanwaltschaft wieder freigegeben, aber Herr Wendler bahnwagen das Haltefignal gegeben, damit Arbeitsgefährte aus dem auch ganz erklärlich, fein Ort hat so viel wie Berlin Zufluß gerade bekam die Bilder nicht zurü& und da er schließlich glaubte, aus den dunkelsten Gegenden Deutschlands, von Leuten, die immer daß die Studien verloren gegangen feien, so überfandte er der eubau auf die Straße fahren konnten. Der Wagenführer überfah wieder erst neu angelernt werden müssen. Aber so notwendig das Staatsanwaltschaft eine Rechnung. Nach umständlichen Korrespon- jedoch das Signal und fuhr auf den Arbeitswagen auf. Der ZuGeld ist zum Kriegführen, der Hauptwert liegt in der anderweitigen benzen brachte man Herrn Wendler endlich die Blätter, von denen ſammenstoß war sehr heftig, der Vorderperron mit dem SchaltThätigkeit, in der so notwendigen Kleinarbeit. Wenn angeführt ist, jedoch etwa zwölf fehlten, zurüd. Viele Bilder waren beschmukt, apparat des elektrischen Wagens wurde zertrümmert. daß Zehntausende Staatsarbeiter gar nicht Mitglieder der geschlossenen eingerissen und verbogen. Wieder drohte Herr Wendler mit der Die Explosion einer großen Kiste mit Platpatronen ver Organisation werden können, so wäre es um so notwendiger, den Antrag 35 Klage und retournierte die beschädigten Bilder. Das hatte den Erfolg, urfachte Dienstagabend gegen 7 Uhr einen Auflauf in der Nähe des ein wenig zu berücksichtigen, wenn auch nicht in der Form, wie er daß Herr v. Meerscheidt- Süllefsem selbst zu Herrn Wendler fam, ihm Berliner Theaters. Ein Kutscher war damit beschäftigt, bor vorliegt, mit einem vorgeschriebenen Beitrag von 20 oder 25 Pf., einen Teil der Studienblätter übergab und um eine Rechnung dem Hause Charlottenstr. 87 mehrere für die Firma G. Gentschow aber daß den Wahlkreisen empfohlen wird, wie es bereits in mehreren über die beschädigten und fehlenden Blätter ersuchte. Kurze Zeit u. Co. bestimmte mit Blappatronen gefüllte Kisten von einem Lafts Wahlkreisen eingeführt ist, einen freiwilligen Wochenbeitrag ein- barauf erschien der Polizeibeamte wieder in der Kunsthandlung und wagen abzuladen, als ihm eine der Kisten aus den Händen glitt zuführen, der es ermöglicht, auch diejenigen heranzuziehen, die nicht gab Herrn Wendler das Versprechen, daß er sein Geld erhalten und unter gewaltiger Detonation auf der Straße explodierte. AbMitglieder einer festen Organisation werden fönnen. Was den Aus- werde. Etiva vier Monate find seit dieser Zeit vergangen aber gesehen von ganz univefentlichen Verlegungen, die der Kutscher und fchluß aus der Partei anlangt, so dürfen die Rechte der Streise nicht Herr Wendler ist noch immer nicht im Befiz des Betrags. ein vorübergehender Logenschließer des Berliner Theaters davon geschmälert werden. Bezüglich der Vertrauensmänner- Organisation Termin auf Termin wurde anberant; bis jetzt sind alle Be- trugen, ist Schaden nicht entstanden, doch verursachte der Vorgang stehe ich durchaus auf dem Standpunkt der Genoffin Bettin. mühungen des Geschädigten vergebens gewesen. Dafür erhielt er, eine Alarmierung der Feuerwehr. in die Vereine hineingelegt, wir haben in Anhalt keine Frauen und bis trafandrohung auf 150 Mart für den Fall, daß er die Das Polizeipräsidium teilt mit, daß das Luisen- Ufer von dem das kommt, fönnen wir ja abwarten Albrechts wird den Franen wenig nügen, wenn dann nichts weiter die platonische Liebe Freilichtstudien von Koch nicht aus dem Schaufenster herausnehme! Grundstück Nr. 16 bis 21 und bis zur Dresdenerstraße, and ferner das Kottbufer Ufer von der Ratibor bis Glogauerstraße wegen tommt( Heiterfeit). Wir müssen darauf gefaßt sein, daß, wenn ein Zur Erhöhung der Milchpreise. In Dräsels Festsälen Umpflasterung vom 20. d. M. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke mal wieder ein schärferer Wind weht, man in Breußen, obgleich bei waren gestern Abend die Berliner Molkerei- Befizer versammelt, um und Reiter gesperrt wird. uns Frauen in Vereinen nicht sind, es als einen Verstoß gegen das zu der geplanten Erhöhung der Milchpreise Stellung zu nehmen. Vereinsgesetz ansicht, wenn Vereine in andren Bundesstaaten, die Es wurde vorgeschlagen, mit Rücksicht auf die Steigerung aller Ein Fehler hat sich in unsren gestrigen Artikel über die ZuFrauen als Mitglieder haben, mit unsren in Verbindung treten. Lebens- und Futtermittel, der Mieten und Löhne und wegen der stände in der Konfettion eingeschlichen. Wattierte KrimmerSie wissen ja, daß ein richterliches Urteil oft davon abhängt, ob Schwierigkeiten, paffendes Dienstpersonal zu erhalten, vom 1. Oftober ab tragen stehen heute nicht, wie mitgeteilt, mit 10-15 Pf. im Kurs, über dem Richterkollegium der Geist eines Bransewetter schwebt oder den Literpreis für gute Bollmilch anf 22 Bf. bei Abnahme im Stall und sondern werden mit 25 Pf. bezahlt, während der Arbeitslohn früher nicht. Aus allen Gründen halte ich das Vertrauensmännerſyſtem 25 Pf. frei Haus festzusehen. Hiergegen wurden von verschiebenen Seiten 10-15 Pf. höher war. " für das beste. Zu dem Antrag auf Verstärkung des Parteivorstands Ginivendungen erhoben. Schließlich wurde beschlossen, vom 1. nächsten Verschwunden ist der 35 Jahre alte frühere Bodenmeister um zwei Mitglieder habe ich nach den vorzüglichen Ausführungen Monats ab den Liter gute Vollmilch ab Stall ohne Zugabe, wie Arthur Kirschstein aus der Neuterstr. 50 zu Rigdorf. Der Mann der Genoffin gettin nichts weiter zu bemerken. Der Antrag bisher mit 20 Pf. zu verkaufen, aber frei Haus nur mit zweinnd- war seit zwei Jahren als Packer in der Lampen- und Metallfabrik zu§ 14, das Gehalt des Leiters der Buchhandlung auf dem zwanzig Pfennig Bollmilch zu liefern, vorausgesetzt, daß C. Bolle in von Ehrich& Grätz in der Elsenstraße 91/92 zu Treptow beschäftigt. Parteitage festzusehen, ist eine Konsequenz der gestrigen Debatte, Moabit und die Vorstände der übrigen Milchintereffenten- Vereine Am Montag vor acht Tagen begleitete er eine Führe nach dem und ich glaube, daß der Parteitag dem zustimmen wird. Was für sich entschließen, den Preis für die Milch zu erhöhen. Von den Schlesischen Güterbahnhof, ließ dort den Kutscher beim Abladen den Parteivorstand in dieser Beziehung gilt, muß auch für die Buch- Milchhändlern haben schon verschiedene erklärt, vom 1. Oktober ab stehen und kam seitdem weder in das Geschäft noch in seine Wohnung handlung gelten und umgekehrt; solchen Vorkommnissen muß für den Preis zu erhöhen, während andre mit Rücksicht auf die Kon- zurück. die Zukunft ein Riegel vorgeschoben werden. Ebenso ist es mit dem furrenz nichts davon wissen wollen. Bolle nahm bisher 18 Pf. für Auf dem Heimweg von der Arbeit vom Tode überrascht § 18. Wenn im Antrag 31 verlangt wird, daß die Buchhandlung Bollmilch, einzelne Milchhändler waren noch billiger und verkauften wurde gestern abend um 7 Uhr der 67 Jahre alte Möbelpacker der Kontrolle der Preßkommission unterstellt wird, so ist damit nicht schon mit 15 und 16 Pf. frei Haus. Eduard Krause aus der Teltowerstr. 57. Fast hatte der nie vorher gemeint, lediglich der Kontrolle der Berliner, sondern neben dem Bur Umgeftaltung der Straßenbahn Abonnements, die frant gewesene Mann seine Wohnung erreicht, als er vor dem Neben Borstande und der Kontrollkommiffion; dann haben die Berliner durch die Tarifänderung am 1. Oftober b. 3. refp. 1. Januar n. 3. bauſe Nr. 58 zusammenbrach. Nachbarn brachten ihn mit einer Wenn von 10 Proz. gesprochen wird, eigentlich bedingt sein sollen, hat die Direktion der Großen Berliner Droschte nach der Unfallstation in der Bellealliancestraße, hier konnte ſo bergißt man, daß die Provinz Brandenburg meist durch Straßenbahn weder dem Magistrat noch bem königl. Polizeipräsidium der Arzt aber nur noch den Tod feststellen. Die Leiche wurde zur die Berliner Buchhandlung mit versorgt wird. Und wenn wir auf Vorschläge unterbreitet. Von der am 1. Oktober eintretenden Fahr Feststellung der Todesursache nach dem Schauhaufe gebracht. unser Recht verwiesen werden, hier auf dem Parteitag unfre Proteste preis- Ermäßigung haben die Inhaber von Dauerkarten nicht den vorzubringen; so haben wir ja gestern gesehen, daß der Protest geringsten Rußen. Die alte vor 5 Jahren in Kraft gewesene Donnerstag, im Eirtus in der Karlstraße. Die Vorstellungen des Cirkus Schumann beginnen morgen, zu spät kommt. Wandel muß geschaffen werden; wollen Sie den Teilstreden- Einteilung, auf Grund deren die Abonnements aus Berlinern das Recht nicht einräumen, dann schaffen Sie eine andre gestellt werden, bleibt auch nach dem 1. Oktober für diejenigen Instanz. Südekum meint, wir fönnten nach§ 18 ja nur Gegner Linien, auf denen der 10 Pfennig- Tarif zur Einführung kommt, beder Wahlbeteiligung in die Redaktion seßen. Wenn die Wahlbeteiligung stehen. Eine Ermäßigung des Abonnementssages dürfte jedoch wahrbeschlossen wird, Genossen, die Berliner haben bisher gezeigt, daß scheinlich auch nach Einführung des allgemeinen 10 Pfennig Tarifs He Disciplin besitzen. Beschließt der Parteitag die Wahlbeteiligung, nicht stattfinden. Wie es heißt, ist aus den skreisen der Betriebsbann ferden wir uns schon aus dem Grunde dem Beschluß fügen, verwaltung angeregt worden, den Grundpreis von 8,50 M. bei mn Ihnen zu zeigen, daß wir recht haben und daß wir mit der zu behalten. Ob die Behörden diese Nichtachtung des Publikums Wahlbeteiligung die blamierten Europäer find.( beiterkeit.) Wir wirklich ruhig geschehen lassen? find nicht angekränkelt von den fächsischen Verhältnissen, wie es bei Südekum schon der Fall zu sein scheint.( Heiterkeit.) Deshalb find seine Befürchtungen überflüffig.don Die Diskussion wird hierauf geschlossen. Der Punkt„ Organifation" geht mit fämmtlichen dazu gestellten Anträgen an eine Kommission von 25 Mitgliedern. Die Kommission wird 3. Old de logo: C and and von Berlin werden am 9. Oftober, abends 8 Uhr, für das Winterhalbjahr Die Fortbildungsschulen der Korporation der Kaufmannschaft eröffnet. Gegenstände des Unterrichts sind alle kaufmännischen Fächer ( Buchführung, faufmännisches Rechnen, Korrespondenz, Stenographie, Maschinenschreiben 2c.) und die für den Staufmann wichtigsten fremden Sprachen( Englisch, Französisch, Ruftsch, Spaniſch.) Für reifere junge Staufleute werben auch in dieſem Winter im Börsengebäude Borlesungen über ausgewählte Kapitel aus deut Gebiete der Rechtskunde, der Boltswirtschaftslehre und der Handelsgeographie veranstaltet. Prospekte sind im Sefretariat, Neue Friedrichstraße 54, zu haben. Die öffentliche Lefehalle der Gesellschaft für Ethische Kultur, Jm Sportpark Friedenau ist man eifrig bei der Arbeit, um Neue Schönhauserstraße 13, teilt uns mit, daß fie Bücher der wissen die letzten Vorbereitungen für die große wissenschaftliche freung einer die von aus zu treffen, benutzt ftellung einer Lesekarte, die zur Eintragung von 72 Büchern aus Gas, die sonst an den Ballonaufstiegen benutzt werden, mußten erschaftlichen Abteilungen auch nach Hause ausleiht. Für die Aus Ballon Dauerfahrt zu treffen. Die Rohrleitungen für das reicht, wird eine Gebühr von 10 Pkg. erhoben. weitert werden und trotzdem wird die Füllung des Niesenballons aus folgenden Genossen zuſammengesetzt: Vollmar- München, Wasner- Personen lanciert war, die sich in geheimnisvolles Dunkel hüllten, von der englischen Gasanstalt direkt nach dem Sportpark geleitet. Ein Patriot. Zu dem Schloßplay- Projekt, das bis jetzt von ca. 18 Stunden in Anspruch nehmen. Das notwendige Gas wird Gintar, Böhle- Straßburg, Quard- Frankfurt a. M., Gewehr hat sich nunmehr wenigstens ein Vater bekannt. Die Weltesten der Sie wird mit Hochdruck arbeiten müssen, damit sie außer ihrem Stuttgart, Elberfeld, Stubbe- Hamburg, Meister- Hannover, Ernst- Berlin VI, Berliner Kaufmannschaft teilen darüber folgendes mit: Herr gewöhnlichen Bedarf noch die zur Füllung nötigen 9000 Kubikmeter Stadthagen- Berlin, Scholz Berlin II, Eberhardt- Charlottenburg, Moriz Schweizer hierselbst, Staufmann und Eigentümer Gas liefern kann. Die Ausstellung des Ballon- Materials wird Schubert- Teltow- Beestow, Haase- Königsberg, Sindermann- Dresden, der Kolonie Birkenwerder Untermühle, hat Kühn- Langenbielau, Bieg- Hamburg, Ihrer Berlin V, Auer- Berlin, follegium feine Abficht mitgeteilt, ein Komitee zu bilden, dem Aeltesten Mittwochabend geschlossen. Kaden Dresden, Scherm- Nürnberg, Opificius- Pforzheim, Berthold welches, aus Anlaß des 200 jährigen Bestehens des Königreichs ersten Novität diefer Spielzeit: Dita Erich Hartlebens Schauspiel Theater. Im„ Deutschen Theater" haben die Proben zu der Darmstadt, Bettin Stuttgart, Betterlein Gera und Albrecht- Preußen, die Mittel zum Anlauf der am Schloßplay zwischen Mofenmontag", begonnen; die erste Aufführung ist auf Mittwoch, Halle.. Breite und Brüderstraße gelegenen Grundſtüde behu Berben 3. Oftober, angéjest. Das Stüd, bas ber Dichter als eine Offiziers Die Mittagspause tritt ein. o hisset ods schönerung des Schloßplages aufbringen solle, unter anderm durch tragödie bezeichnet, ist von der Polizei nur mit einer Anzahl von Strichen Lokales. tglieder in dieses Stomitee zu delegieren, konnte das Kollegium nicht eingelegt und das Ober Berwaltungsgericht angerufen werden. Veranstaltung einer Lotterie. Der Aufforderung. Mit genehmigt worden, über die zur Zeit noch Verhandlungen mit dem Censor schweben; nötigenfalls wird Beschwerde beim Oberpräsidenten entsprechen, weil es der Ansicht war, daß die von Herrn Schweizer Im Schiller Theater fann der zweiabendliche Faust I. Teil in Warum muß die Streitklausel eingeführt werden? Bon vorgeschlagene Komiteebildung nicht der geeignete Weg für die dieser Woche nur einmal und zwar heute und morgen wiederholt werden, der fünftigen Bauthätigteit in Berlin entwirft die Bau in Rede stehende Feier des großen patriotischen Gedenktags jei." es werden daher auch die beiden nächsten Sonntagnachmittage zu Faust gewerts Beitung" ein gran in grau gemaltes Bild, wobei fie zum Schluß ihr ceterum Auch Herr Kunze feligen Angedenkens hatte vor Jahren wegen Aufführungen zugezogen; es geht demnach Sonntag, den 23., nachmittags, flausel muß eingeführt werden! Das Organ der Gute bricht sich dennoch Bahn. censeo dahin abgiebt: Die Streit des Ententeich- Projetts mancherlei Anfechtung zu erdulden. Aber das der 1. Abend, Sonntag, den 30., nachmittags, der 2. Abend von Faust in Scene. just Baugewerksmeister schreibt u. a.: Es wird immer schwieriger, ausreichend hohe erste Sypotheken zu erhalten und zweite Hypotheken zu werden kaum mehr gegeben. Und dabei koſten erste Sypotheken des bevorstehenden Ottoberumzugs wird sich, wie eine Korrespondenz Aus den Nachbarorten. E schon 4½ Broz. und außerdem eine Provision. Jede fündbare wiffen will, in sehr bescheidenen Grenzen halten. Gleich nach der Sypother ist gekündigt bezw, wird gekündigt, um zu einem Rüdfehr aus dem Manövergelände wurden die Truppentomandos höheren Zinssatz und mit geringerer Beleihungsgrenze wieder geradezu bestürmt, die Kommandierung von Soldaten zu genanntem bergeben zu werden. Baugelder sind noch erheblich teurer als Bwed wie bei früheren derartigen Gelegenheiten zu gestatten. Wie feste Hypotheken, werden nur in geringer Höhe gegeben und in es heißt, find die Bittsteller fast durchweg abschlägig beschieden vielen Fällen ganz verweigert. Viele Stapitalisten entziehen überdies worden. Einmal verbietet der Dienst derartige Kommandos, da die dem Grundbesitz das Geld, weil sich ihnen jetzt Gelegenheit bietet, Rekruteneinstellung in Sicht ist und das Lehrpersonal in Gemein fichere Wertpapiere zu 4 und 4 Proz. zum Parifurs zu erwerben. fchaft der übrigen Leute der Compagnien gründlich ausgebildet Die zweite Schwierigkeit liegt darin, daß in den letzten zwei Jahren werden muß, andrerseits haben die Bemühungen der im Transder Hänferbau um 25 bis 33/3 Broz. teurer geworden ist. Ein port Gewerbe angestellten Arbeiter dahin geführt, Haus, welches vor zwei bis drei Jahren noch für 300 000 m. erbaut daß die Truppenkommandos ihnen eine allzu große Konkurrenz bewerden konnte, foftet heute mindestens 400 000 W. Sieran reiten. Als dritter Faktor tommt hinzu, daß der Kommandant von schuld find die Streiks und die höheren Preise aller Bau- Berlin, Generalmajor von Ende, ein großer Feind jeglicher Nebenmaterialen und Bauarbeiten für den inneren Ausbau. Weniger be- beschäftigung der Soldaten ist und schon Leute in Arrest gesteckt hat, mittelfe Bauunternehmer können nicht mehr bauen, der Häuferbau die fleinere Stiften, den Schirm der Braut ze. öffentlich getragen überhaupt bringt einen zu geringen Gewinn und ein Steigen der haben. Mieten muß die Folge sein. o Die Gestellung von Soldaten zu Ziehzwecken gelegentlichst Die Stadtverordneten Erfahwahl in Spandan hat heute, 1 Dienstag, mit einem erfreulichen Siege unfrer Bartei geendet. Dienstag, mit einem erfreulichen Siege unfrer Partei geendet. Die Wahlbeteiligung war heute, am dritten und legten Tage eine äußerst rege und stärker, als am Montag und Sonnabend zufanimengenommen. Mit den 501 Stimmen, die heute abgegeben wurden, inb insgesamt 899 Stimmen abgegeben worden, wovon auf unfren 346 Stimmen entfielen, so daß unser Genoffe mit einer Majorität Kandidaten Radle 553, auf den gegnerischen Kandidaten up te von 207 Stimmen gewählt ist. Die Parteigenossen von Mariendorf haben einen herben Verlust erlitten. Am 12. d. m. verschied der langjährige Vertrauensmann Hermann Thalheim. Wir haben in ihm einen braven Stämpfer verloren, der stets auf dem Posten war. Die Genossen am Ort werden dem Toten ein ehrendes Andenken bewahren. Der Erlaß eines Ortsftatuts betreffend den Nachweis eines vorhandenen Bedürfnisses bei Erteilung der Schanktonzession zum So viel Offenherzigkeit kann man von den Grundstückswucherern fortan befördert, wenn sie folgenden Bedingungen entsprechen: berg der Stadtverordneten- Versammlung vorgelegt worden. An Feldpoftpakete für die deutschen Truppen in Ostasien werden Ausschänken von Wein, Bier c. wat gestern in Schöne= eigentlich gar nicht verlangen. Sie bestätigen mit ihrem Geſchrei 1. Gewicht der einzelnen Sendung nicht über 21/2 Stilogramm; Schaufstätten mit der Berechtigung zum Ausschant von Spirituosen die oft von uns ausgesprochene Ansicht, daß mit der Scharf 2 Größe nicht erheblich über 35 Zentimeter in der Länge, find dort 305 vorhanden, an solchen ohne diese Berechtigung 115 und macherei im Bauwesen weniger dem ehrlichen soliden Handwerk 15 Bentimeter in der Breite und 10 Bentimeter in der Höhe außerdem giebt es 114 Gefchäfte, in welchen Kleinhandel mit als dem Bauschwindel und Baufpetulantentum ge 3. Berpadung in Stiften oder feste Kartons recht dauerhaft Spiritnofen betrieben wird. dient ist, das, weil die organisierte Arbeiterschaft ihm im Wege ist, mit äußerer Umhüllung in haltbarer Leinwand oder Wachs Grundstücke und auf 168 Einwohner eine derartige Anlage und auf Es entfällt somit auf 2/2 bewohnte nicht genügend Geld locker kriegen kann. Recht schmeichelhaft für Teinwand und mit fester Berschnürung; 4. die Aufschrift muß 3 Grundstücke und 216 Einwohner eine Schantstätte und ein Geschäft, Behörden und Private, wenn ihnen augemutet wird, im Intereffe Behörden und Private, wenn ihnen zugemutet wird, im Interesse in der Weise hergestellt werden, daß auf die Sendung eine in welchem Spirituosen teils im Ausschant teils im Kleinhandel versolcher Herrschaften die Arbeiter zu brüstiren. mit der vollständigen Adresse recht genau und deutlich aus- abreicht werden. Ueber die Gesundheitspflege in den Berliner Barbier gefüllte Feldpoftfarte haltbar aufgeheftet oder aufgeklebt Eigentümlich ist die Begründung, mit der die Polizeidirektion stuben finden zur Zeit zwischen der Sanitätsabteilung des Polizei- wird; auf der Starte ist außerdem der Absender und der von Schöneberg fich für den Erlaß eines Ortsstatuts ins Zeug präsidiums und den Vorständen der hiesigen Barbier und Friseur Inhalt der Sendung genau anzugeben. Das Porto beträgt für legte. Es heißt in dem der Stadtverordneten- Versammlung Innungen Verhandlungen statt. Sanitätsrat Dr. Blaschko und andre jedes Feldpostpaket ohne Unterschied des Gewichts und des Be- vorgelegten Aftenstück: Die Zahl der Lokale, in welchen Herren vom Polizeipräsidium haben in den Verhandlungen eine ftimmungsorts 1 M. Die Sendungen müssen bei der Aufgabe weibliche Bedienung gehalten wird, nimmt immer Reihe von Forderungen und hygienischen Bestimmungen aufgestellt, frantiert werden. Zur Frankierung dienen Postfreimarken, die auf mehr zu und weist z. B. das 1. Polizeirevier deren 8 auf, das deren einheitliche Durchführung und leberwachung zur Bermeidung die Feldpostkarte zu leben find. Eingeschriebene Batete, Sendungen 2. Revier deren 6. Fast durchweg sind es sogenannte Versammlungen. Oeffentliche Versammlung der Barbier und Friseurgehilfen Schönebergs am Donnerstag, den 20. September, abends 10 Uhr, Sauptstr. 5/6. Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäsche und Kravattenbranche. Heute Mittwoch: Versammlung im Schüßenhaus, Linienstraße 5. Tagesordnung: 1. Vortrag der Genossin Frau Weyl über: Proletarierkinder. 2. Diskussion. 3. Bericht vom Sommerfest. 4. Verschiedenes.- Gäste wiltommen. Vermischkes. Animiertneipen, die lediglich dem Zweck dienen, die Böllerei| Person des 19 jährigen Arbeiters Bruno Friedrich, ans Großzu fördern, unerfahrene, leichtfertige Leute auszubeuten und die Lichterfelde gebürtig, zu ermitteln. Gestern ist F. von der Beraubten Sinneslust bei ihnen zu erwecken. Es find denn auch häufig, mit Bestimmtheit als der Thäter erkannt worden. namentlich von Frauen der ärmeren Bevölterungstlassen Klagen darüber laut geworden, daß ihre Männer durch derartige Locmittel angezogen, besonders an den Lohnzahltagen einen erheblichen Teil ihres Arbeitsverdienstes in Lokalen der vorbezeichneten Art ver- hielten am Montag wieder eine gut besuchte Versammlung ab, in Die Herren- und Knabenkonfektions- und Maßschneider geuden und die Familie darben lassen. Die Inhaber solcher hielten am Coats- und Rohlenberfeuerung referierte. Für der über die Lotale sind auch meist teineswegs gelernte Kellner und dergleichen, die Schneider als Heimarbeiter hat diese Verteuerung ein Ein Eisenbahn- Unfall, der leicht großes Unheil hätte ans sondern ehemalige Maurer und sonstige handwerker, die sich ein fauleres und bequemeres Leben verschaffen doppeltes Intereffe insofern, als die Gasfeuerung für Bügelapparate zc. richten können, wird aus Köln gemeldet: Auf Bahnhof Remagen wollen und nun ihre ehemaligen Mitarbeiter und Genossen zu einem zu teuer und auch ungesund, für die Coatsfeuerung aber gleichfalls stieß der Personenzug 293 in Geleis 1 auf den daselbst haltenden mehr als wünschenswerten Besuch ihrer Lokale auregen, da durch erhebliche Mehrkosten entstehen. Eine Lohnbewegung war in diesem Vorzug 293a. Hierbei wurden 17 Reisende leicht verlegt, wovon 16 aber das sociale Elend befördern. Jahre völlig aussichtslos. Daher wurde im Verlauf der sehr leb ihre Reife fortfegen konnten, während eine Frau in einem Hotel Es war schade, daß der Polizeidirektor diese Behauptungen nicht haften Besprechung zum Anschluß an die Organisation aufgefordert untergebracht wurde. Es entgleisten vier Wagen, die sofort gehoben durch Zahlen erhärtete. Nachdem verschiedene Stadtverordnete und oder einem Konsumverein anzugliedern, um billigere Feuerungs- dienstthuende Telegraphift unbefugterweise dem Personenzug 293 von und empfohlen, sich einer bereits bestehenden Einkaufsgenossenschaft wurden. Der Unfall ist dadurch herbeigeführt worden, daß der u. a. auch unser Parteigenoffe Obst sich gegen die Vorlage aus materialien zu erlangen. In diesem Sinne gelangte eine Resolution Roblenz die Einfahrt in Geleis 1 gab, während der Borzug 293a gesprochen hatten, wurde dieselbe einstimmig abgelehnt. zur Annahme. pornoch in diesem Geleis stand. Aus Nixdorf. Das von den städtischen Körperschaften beschlossene Ortsstatut betreffend die Heranziehung der Anlieger von historischen Straßen zu den Straßenbau Kosten hat jetzt die Genehmigung des Bezirksausschusses zu Potsdam erhalten. Ein Zusammenstoß zwischen einem Straßenbahnwagen der Linie Briz-- Tegel und einem besetzten Tagameter 1. Klasse fand am Montagabend 8 Uhr in der Hermannstraße statt. Die Insassen der Droschte und der Kutscher wurden auf die Straße geschleudert, tamen aber mit leichten Verlegungen davon. Beide Gefährte wurden stark beschädigt. Durch Einbruch wurden dem in der Karlsgartenstraße 5 wohnhaften Schuhmacher Kählich angeblich gegen 2000 W. gestohlen. Bisher fehlt von dem Thäter jede Spur. An Stelle des verstorbenen Oberführers Niesigt wurde am Montagabend der Webermeister Richter zum Oberführer der freiwilligen Feuer- tember mit dem Thema„ Gewerkschaften und Politik". Ohne Aus- Weizen, gut D.- Ctr.| 15,60 15,58| Startoffeln, neue, D- Ctr. wehr gewählt. Der Centralverband der Handels, Transport- und Die Peft in Glasgow. Gestern war ein neuer Todesfall an Verkehrsarbeiter( Sektion der Speicherarbeiter) hielt am 16. d. M. Be ft zu verzeichnen. Die Zahl der Fälle beträgt jetzt 21. Unter in Stecherts Festsälen eine leidlich besuchte Versammlung ab, in der Beobachtung stehen 110 Personen. Aug. Werner über die Antworten der Unternehmer auf unsre Forde- Verhaftung wegen Mordverfuchs. In Seprala wurde der rungen berichtete. Die Direktion des Victoria- Speichers und der Berliner aus Dresden gebürtigte 28jährige Otto Mar Dietrich, der vom Spediteurverein hat eine Lohnerhöhung von 2/2 Pf. pro Stunde fächsischen Gericht wegen Mordverfuchs verfolgt wurde, verhaftet. und 5 Pf. für jede geleistete Ueberstunde zugesichert. Der Inhaber des Riedel- Speichers erklärte, daß seine Leute den Stundenlohn von 372 Bf. bereits haben. Selbst gestellt hat sich der seit dem 6. September aus Köpenid verschwundene Gerichtsvollzieher Sluge und zwar in Cleve an der holländischen Grenze. Kluge hat große private Verbindlichkeiten zurückgelassen, so daß einschließlich der dienstlichen Unregelmäßigkeiten an Beruntreuungen etwa 20 000 m. vorliegen. Die Stadt Charlottenburg erhält eine neue Bezirks einteilung, die am 1. Oktober 5. J. in Kraft treten soll. Die Stadtverordneten- Versammlung wird diese neue Einteilung vermutlich in ihrer nächsten Sigung genehmigen. Als eigentliche Träger der Bezirkseinteilung sind fünfzehn Stadtviertel vorgesehen, inner halb deren die Stadtbezirke, jedesmal mit 1 beginnend, laufend numeriert werden. Nach einer längeren Diskuffion, an welcher sich Dopatta, Studa, Bresta i. a. beteiligten, wurde einstimmig beschlossen, die Lohnerhöhung in oben gemachter Form vorläufig zu acceptieren. Die Möbelpolierer( Filiale Nord) beschäftigten sich am 10. Sepnahme sprachen sich die Redner gegen die Neutralität der Gewert fchaften aus. Zum Schluß gelangten einige Werkstatt- Angelegen heiten zur Erledigung.d Aus New Foundland wird gemeldet, daß daselbst ein Cyclon großen Schaden angerichtet hat. Ungefähr 50 Fischerboote find untergegangen. Die Zahl der Ertrunkenen wird für sehr brdeutend gehalten. Der Materialschaden ist ebenfalls sehr beträchtlich. Marktpreise von Berlin am 16. September 1900 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. 1,60 1,10 1,60 1, 6, mittel oggen, gut gering 14,80 14,78 mittel gering 14,76 14,74 " ere, aut " mittel gering 14,72 14,70 15,60 15, 14,90 14,30 14,20 13,70 15,56 15,54 Rindfleisch, Keule 1 kg 15,52 15,50 do. Bauch Schweinefleisch Kalbfleischn Hammelfleisch Butter Eier Karpfen 4, 1,60 1,20 1,20 1, 60 Stüd 1 kg 16,10 15,10 Aale 15, 14, Bander 13,90 13, Hechte 6,66 5,82 Barsche 7,20 5, Schleie 40, 25, Bleie 1,40 0,80 45, 25, Krebse 70, 30, per Schot 20,- 2,50 tafer, gut mittel gering Friedrichshagen. Mit der Gründung eines Gewerkschaftsfartens sowie den ausgebrochenen Differenzen auf der Brauerei Müggelschlößchen beschäftigte sich eine Gewerkschaftsversammlung am Die Versammlung erflärte sich Freitag in der Sängerhalle. nach einem mit Beifall aufgenommenen Vortrag des Genossen Jahn über Wert und Nutzen des Kartells mit der Gründung desselben für Friedrichshagen einverstanden und beauftragte eine Kommission Nichiflroh von drei Personen Nidel, Petraned und Noad- mit den nötigen eu Vorarbeiten. Ueber die Differenzen mit der Brauerei berichtete der Erbfent Speisebohnen Obmann der Bau- und Erdarbeiter. Nach längerer sehr erregter Linfen Straßenraub und Sittlichkeitsverbrechen ist vor einigen Debatte, an der auch ein Vertreter der Brauerei teilnahm, wurde die *) Tagen an einem Dienstmädchen zwischen Woltersdof und Alt- Einsegung einer Kommission befchloffen, die die Angelegenheit zu ab Bahn. Buchhorst begangen worden. Der Thäter ist unbekannt. einem gütlichen Abschluß bringen soll. Die Einführung einer kommunalen Biersteuer ist jetzt von am 15. b. M. hier stattfand, sprach Genosse Rein über die Wirren Weißensee. In einer gut besuchten Voltsversammlung, die der Gemeinde Heiligensee an der Havel beschlossen worden. Zu der Gegenwart und deren Folgen für das Proletariat. Redner dieser Gemeinde gehört die Villenkolonie Tegelort mit den an der Havel belegenen sehr besuchten Sommerlokalen. dan dsfritifierte dann die Chinapolitik Deutschlands. schilderte die Kolonialerwerbungen der europäischen Staaten und Ermittelter Straßenräuber. Am 1. August d. J. wurde, wie feiner Zeit berichtet, ein Fräulein Schmidt aus dem Dorfe Pausin bei Spandau, welche in Spandau Einkäufe gemacht hatte und nach mittags, furz nach 3 Uhr, auf ihrem Rade nach Hause zurückfuhr, in der Nähe von Schönwalde von einem Rad fahrer angefallen und ihrer Barschaft beraubt. Sodann hatte der Räuber Miene gemacht, an seinem Opfer noch ein andres Verbrechen zu begehen, wurde aber durch das Dazukommen andrer Personen an seinem Vorhaben gehindert. Der Räuber entfloh mit seinem Rad nach Spandau zu und entkam. Jetzt ist es der Rigdorfer Kriminalpolizei gelungen, den Straßenräuber in der Kranken- u. Begräbniskaffe der Berlin. Gürtler u. Bronzeure. ( G. H. 60.) Die Beerdigung des am 16. b. M. derstorbenen Mitglieds, Schleifers Ernst Krazert findet am Donnerstag, 20. Septbr., abends 26 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Marienkirchhofs, Brenz Lauer Allee 7, statt. 29736 Um rege Beteiligung bittet Der Vorstand. Für die liebevolle Teilnahme bei der Beerdigung meiner mir am 8. d. m. verstorbenen Frau Ida Lutschke geb. 8iegler fage allen Verwandten, Freunden und Bekannten meinen besten Dant. Hermann Lutschke 29726 und Kinder. Englischer Garten Alexanderstraße 27 c. [* Säle für Sonnabende in den Monaten Oftober, November, Januar noch frei. Dienstags u. Donnerstags: Ball. Möbel in gediegener Ausführung, auch auf[ 54230* Teilzahlung. H.& M.Lewent, 131. Oranienstr. 131. Steppdecken Handarbeit nur in feinster direkt vom Anfertiger 53472* G. Schmerzler, Blumenstr. 13 I. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Heute Mittwoch, abends 84 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Vertrauensmänner- Versammlung für sämtliche Bezirke und Branchen. Tagesordnung: Die Beschlüsse des Innungstags in Biele feld. Bericht über die Lohnbewegung der Drechsler. Werkstattstreits und Differenzen. Verbandsangelegenheiten. Die Kollegen werden ersucht, aus jeder Werkstatt einen Dele. gierten zu entienden. Mitgliedsbuch nebst Vertrauensmännerkarte legitimiert. Die Ortsverwaltung. Parkettbodenleger! Donnerstag, den 20. September, abends 6 Uhr, im Lokale des Herrn M. Prill, Goethe: u. Grolmannstraßen: Ecke: Kommissions- Sihung mit den Vertrauensleuten Die Kollegen werden darauf aufmerksam gemacht, daß die Klebekarten der Bodenleger bis Ende September zu fleben sind; die Karten sind bis zum 27. d. Mts. an die Vertrauensleute abzuliefern, damit die Ab rechnung erfolgen kann. Leder- Galanterie- Arbeiter und Arbeiterinnen! Donnerstag, den 20. September, abends 82 Uhr, im großen Saale des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15: Oeffentliche Versammlung aller in der Galanteriewaren- Brauche beschäft. Personen. Tages Ordnung: 1. Die Lohnbewegung der Buchbinder und Etuisarbeiter und was gedenten wir zu thun. Referent: Kollege Weinschild. 2. Wahl einer Lohukommission. Pflicht aller Kollegen und Kolleginnen ist es, pünktlich zu erscheinen. 25/13 Die Vertrauensleute. In der Diskussion sprach der Anarchist Dempwolf. Als der Redner den Feldzug der Engländer gegen die Boeren behandelte und bemerkte, daß hier zwei christliche Raubstaaten über einander hergefallen find, löfte der Ueberwachende zum Erstaunen der Anwesenden die Versammlung auf. Um das zeitgemäße. Thema weiter zu behandeln, soll im Laufe dieser Woche wieder eine Verjanumlung stattfinden. Centralverband der Konditoren.( Mitgliedschaft Berlin.) Heute, Mittwoch, 19. September, abends präcise 8 Uhr, bei Schiller, Rosen thalerstr. 57: General Bersammlung. Wichtige Tagesordnung. Gäste will kommen. Socialdemokratischer Verein Boo †) frei Wagen und ab Bahn. 1,60 1,20 2,80 2,20 4-2,60 2, 1,20 2,60 1,20 2,60 1,20 1, 1,80 0,80 2,40 1,20 2, " Produktenmarkt vom 18. September. Am Getreibemartt ver: Preisen, obwohl aus Nordamerika festere Meldungen vorlagen. Destreichfehrte heute Weizen und Roggen zu kaum veränderten, nnr behaupteten ungarn ebenfalls wenig verändert. neben Brombereichliche Angebote schäft still. In Roggen lagen auch aus dem Julande reichliche Angebote per Bahn und Kahn vor. Auch das Ausland war mit Angeboten von nordrussischem Roggen und solchem aus den Donauländern auf dem Markte und zwar mit Rendiment. Auch im weiteren Verlaufe des Verkehrs änderten sich die Preise nicht und auch das Geschäft blieb unbelebt. Im Mehl geschäft waren die Umsätze gering, die Preise unverändert. Safer war vernachläffigt. Rüböl lag anfangs auf Deckungen fester, das Geschäft ziemlich lebhaft; später schwächte sich der Preis auf Realisationen ab. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Streitende. Es heißt offiziell der deutsche Kaiser. Götz, Chemnik. Ihre nähere Adresse ist nicht angegeben. Verein socialdemokratischer für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Gaft- und Schankwirte Berlins Donnerstag, den 20. September, abends 9 Uhr: Derlammlung im Saale des alten Schützenhauses, Linienstraße 5. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Robert Schmidt über: Politische Tages: fragen. 2. Distussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 245/11 Gäste sehr erwünscht. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Verein der Tischler Berlins und Umgegend ( Vertrauensmänner- Centralisation). Mittwoch, den 19. September, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Thiel, Fruchtstraße 36a: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Weyl über: Das Reichs- Seuchengesch und die Mißstände in Krankenhäusern. 2. Distuffion. 3. Vereinsangelegen heiten und Verschiedenes. Gäste willkommen. Um recht zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Patzenhofer MARINE BRAU Spandau 186/ 7* Patzenhofer Marine- Bräu, ist ein vollmundiges Bier, aus feinstem Hopfen und edelstem Malz, von ausgezeichneter Bekömmlichkeit.[ 5393L* Preis frei Hans: 30 Fl. 1/8 To. 10 To. M. 3, M. 3,25 M. 2,65 Patzenhofer Brauerei NO., Landsberger Allee 24/27. NW., Strom- Strasse 11/16. Möbel aur Credit und ganze Wohnungs- Einrichtungen 53321* bei bescheidener Anzahlung und au Jahre hinaus verteilten Ratenzahlungen. Coulanteste und beste Bedienung. Lagerbesichtigung erbeten. Kein Kaufzwang. Central- Möbel- Halle Kommandantenstrasse 51, Ecke Alexandrinenstr. und Umgegend. Freitag, den 21. d. Mts., nachm. 5½ Uhr, im Lokal des Kollegen Baier in Schmargendorf, Warnemünderstr. 6: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Ober- Infpettors Woithe über: Lebensversiches rungen. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Stellungnahme zur Mittagstischfrage. 5. Besprechung über Einkaufs: Genossenschaften. 6. Vereinsangelegenheiten. 69/16 Der Vorstand. J. A.: Ferdinand Ewald. Achtung! Achtung! Glaser Berlins und Umgegend. Am Mittwoch, den 19. September, abends Puntt 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20( gr. Saal): Große öffentliche Versammlung Tages- Ordnung: 1. Bericht des Gesellenausschusses. 2. Weitere Beschlußfassung. 3. Verschiedenes. In diefer Versammlung muß jeder Kollege, der an die Besserung unfrer Lage Interesse hat, erscheinen. Achtung! Die Lohntommiffion. J. A.: K. Joachim. Maurer. Achtung! Donnerstag, den 20. September, abends 8 Uhr: Zwei Mitglieder- Versammlungen der Zahlstelle Berlin II des Centralverbands der Maurer etc. Für ben Osten in den Andreas: Festfälen, Andreasstraße Nr. 21. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Fritzsch. 2. Bewert schaftliches und Verschiedenes. 189/ 17* Für den Wedding im Lokale des Herrn Bergmann, Pasewalterstr. 3. Tagesordnung: Vortrag, Diskussion und Gewerkschaftliches. Um regen Besuch bittet Die Verbandsleitung. Linde's Zahn- Institut Zahn- Arzt Dr. Lind u. Linde. Schmerzloses Zabnzieben Zähne Plomben ohne Markose. Jeder Verse Original- Dankschreibericht Versuch Original- Dankschreiben höchster Special.: Plattenloser Zahnersatz. Absolut festsitzend, vorzügl. belm Sprechen, Singen etc. Plomben, Nervtöten, Reinigen etc. Sprechst.: 9-6( Fernsprecher) Sonntag 9-12 Bellokenstr. 6b. a.d.Jannowitzbrücke: linde Berantwortlicher Redacteur: Heinrich Ströbel in Berlin. Für den Inferatenteil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin. Br. 218. 17. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt, Mittwoch, 19. September 1900. Sociale Rechtspflege. amt trat diesen Ausführungen bei und verurteilte die Berufsgenossen- Arbeitsverhältnis, für das die Bedingungen neu zu verabreden schaft zur Rentengewährung. Der Vorsitzende Fleischauer führte eien, sprechen. Die Auffassung des Gerichtshofs werde dadurch begründend u. a. aus, es sei entscheidend, daß der Unfall auf dem gestigt, daß der Arbeiter nach 14 Tagen die früher vereinbarten Warum Verufsgenossenschaften die Reute vorenthalten. Baugrund stüd passiert sei, als der Verletzte schon im Be- Bedingungen noch genau im Kopf habe. Wollte Kläger nicht unter Der Klempnergehilfe Wagner, der bei einem Brauerei- Anbau begriff war, die Arbeit wieder zu beginnen. schäftigt war, hatte am 27. Januar 1898 mit feinen Kollegen auf er den alten Bedingungen arbeiten, dann hätte er selber dies bei der dem Baugrundstück in einem Keller das vom Meister gelieferte Wiedereinstellung ausdrücklich sagen müssen. Der Vertreter des Das fortgesette Arbeitsverhältnis. Der Tischlermeister slägers werde sagen, das habe er nicht nötig. Der Gerichtshof Mittagessen eingenommen. Als er nach beendeter Mittagspause den Tau wollte dem Drechsler M. die Accordpreise um 71/2 Broz. ver- habe eine andre Auffassung, wie ja im vorliegenden Falle mangels Keller verlassen wollte, um wieder all die Arbeit zu türzen. Es kam deshalb zu Verhandlungen mit einer Kommission der be- gefeßlicher Vorschrift das Ürteil lediglich Auffassungsfache sei. gehen, und hierbei eine Leiter benutzte, brach eine Sprosse.. teiligten Arbeiterkategorie und M. sezte die Arbeit acht Tage aus. Eine Ein neues Arbeitsverhältnis nahm derselbe Gestürzte ab und verlegte sich, so daß seine Erwerbsfähigkeit beschränkt Wiedereinstellung erfolgte nicht. Herr Taut hatte inzwischen seine richtshof in derselben Sigung in einem Falle an, wo am 15. Otwurde. Er beanspruchte darauf von der Hessen- Nassauischen Bau- Drechslerarbeiten einem Zwischenmeister übertragen. M. Hagte to ber die ersten Beziehungen zu dem betreffenden Arbeitgeber gewerts Berufsgenossenschaft eine Unfallrente, wurde aber abge- mummehr beim Gewerbegericht auf Lohnentschädigung. wiesen. Seine Berufung hatte ebenfalls feinen Erfolg. Berufs- Beistand, Tischler R. Ahrens, machte vor der Kammer IV erfolgt war. Sein gelöst und der Wiedereintritt in seinen Betrieb erst im Dezember genossenschaft und Schiedsgericht gingen davon aus, daß die Leute geltend, es liege eine Entlassung vor. Der Beklagte wandte es nicht nötig gehabt hätten, ihr Essen in dem Keller einzu- unter anderm gegen die Klage ein, der Kläger sei unter Aus nehmen. Zu diesem Zwecke hätten ihnen noch andre, besser schluß der Kündigungsfrist engagiert worden. Allerdings erreichbare Räume zur Verfügung gestanden. Von einem Unfall wäre er inzwischen schon einmal alts dem Betriebe beim Betrieb fönne nicht die Rede sein. Der Kläger, der minder- ausgetreten und habe nach vierzehn Tagen aufs neue jährig ist und durch seinen Vater vertreten wird, legte Rekurs ein. bei ihm, Beklagten, Arbeit genommen, ohne daß der Vor dem Reichs- Versicherungsamt vertrat ihn der Schrift- Kündigungsausschluß erneuert worden wäre. Eine unberechtigte steller Fränkel. Dieser machte geltend, es müßte nach Lage Entlassung bestritt der Beklagte. Der Kläger und sein Beistand suchten der Umstände doch ein Betriebs unfall angenommen werden. nachzuweisen, daß doch eine Entlassung vorliege. Ahrens betonte Die Klempner wären gezwungen gewesen, das ihnen gelieferte Effen außerdem, man habe es hier mit zwei verschiedenen Arbeitsverhältnissen Swinembe. 765 50 auf dem Baugrundstück zu verzehren. Ein besonderer Raum zu thun. Für das zweite gelte der Kündigungsausschluß nicht mehr. Hamburg sei ihnen nicht zur Verfügung gestellt worden, also hätten M. wurde jedoch abgewiesen. Gewerberichter Meier als der Berlin sie die freie Wahl gehabt. Wären fie in einen andren Raum als stellvertretende Vorsitzende führte begründend aus: Entscheidend fei Grantf./M. 765 Still den Keller gegangen, dann würde sicherlich die Berufsgenossenschaft der Kündigungsausschluß. Die Kammer sei der Meiming, München 768 Still fagen, sie hätten gerade diesen nicht benutzen sollen. Wenn man daß es eine Fortsetzung des früheren ArbeitsWien wirklich, was der Verlegte bestreitet, über eine Treppe in den Keller verhältnisses sei, wenn zwischen dessen Lösung und die hätte gelangen können, so fäme dies für das Urteil nicht in Betracht. Neuaufnahme der Arbeit bei demselben Arbeitgeber nur 14 Tage Eine gewisse Fahrlässigkeit entbinde die Berufsgenossenschaft noch lägen. Wäre die Zeit der Unterbrechung eine längere nicht von der Entschädigungspflicht. Das Reichs- Versicherungs- lgeiefen, etwa 4 Wochen, dann könnte man von einem andern Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, den 19. Sept. Opernhaus. Lohengrin. 72 11hr. Anfang Schauspielhaus. Iphigenie auf Tauris. Anfang 7/2 Uhr. RANIA Metropol- Theater. Täglich um 9 Uhr. Taubenstr. 48/49. Der größte Operettenerfolg d. Saison: Eduard Steinberger als Gaſt. Im Theater abends 8 Uhr: Eine Wanderung durch die Pariser Weltausstellung. Invalidenstr. 57/62. Neues Opern: Theater( ron). Tagl. Sternwarte. Der Mitado. Anfang 72 Uhr. Deutsches. Der Probekandidat, Anfang 72 Uhr. Berliner. Die lieben Kinder. Anfang 7 Uhr. Leffing. Nachmittags 5-10 Uhr. CASTANS Casa paterna. Anfang PANOPTICUM 72 Uhr. Residenz. Die Dame von Marim. Anfang 72 Uhr. Neues. Der Kirchgang. Revanche. Anfang 72 Uhr. Westen. Der Bettelstudent. Anfang 72 Uhr. Schiller. Fauft.( 1. Teil.) Anfang 8 Uhr. Seceffionsbühne. Komödie der Liebe. Anfang 71/2 Uhr. Central. Der griechische Sklave. Anfang 72 Uhr. Thalia. Der Liebesschlüffel. Anfang 72 Uhr. Luisen. Die Waise von Lowood. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Tugendring. Anfang 72 Uhr. Carl Weiß. Müller und Schulze auf der Pariser Weltausstellung. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Ein toller Einfall. Anfang 72 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Der Mandarin von Tsing- ling ting. Anfang 71/2 Uhr. Apollo. Specialitäten- Vorstellung. Venus auf Erden. 8 Uhr. Anfang Friedrichstr. 165. Neu! Die schöne Neu! Schlangen Bändigerin Cleopatra mit ihren 14 Riesen-, Pythowund Aesculap- Schlangen!! Sensationell, in Berlin in solcher Vollendung noch nie gesehene Reptiliendressur! Die russische Konzertkapelle. Der deutsche Seesoldat und die Boxer. Feldmarschall Graf Waldersee 2c. Passage- Panopticum. Nur noch kurze Zeit! Marokkaner ( 11 Mädchen, 8 Männer, 3 Kinder). Vorstellung stündlich. Von 7 bis 102 Uhr: Théâtre variété. Palaft. Specialitäten Borstellung. Central Theater Buffschnutchen. Anf. 72 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. $ Pajjage Panoptikum. Specialis täten Vorstellung. Urania. Invalidenstr. 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Zaubenstr. 48/49. Abends 8 Uhr ( im Theatersaal): Eine Wande: rung durch die Pariser Welt ausstellung. Schiller Theater ( Wallner Theater). Mittwoch, abends 8 Uhr: Faust, Tragödie von Wolfgang Goethe. 1. Teil, erster Abend. Donnerstag, abends 8 Uhr: Faust. 1. Teil, zweiter Abend. Freitag, abends 8 Uhr: Die Orientreise. Heute u. täglich Anf. 7 Uhr: Der griechische Sklave. ( A Greek Slave.) Ausstattungs Operette in 3 Aften von Sidney Jones. Morgen und folgende Tage: Der griechische Sflave. Sonntag nachmittags 3 Uhr zu halben Preisen: Der Bettelstudent von G. Millöcker. Der Mandarin von Tsing- ling- ting, Specialitäten Programm. Witterungsübersicht vom 18. September 1900, morgens 8 1hr. Stationen Barometerstand min Wind 763 SO 764 SO 766 S Bunipa Windstärte Wetter Temp. n. T. 50.4 R. Stationen 14 Petersburg Barometer ſtand mm Wind richtung Winditärte 4h16. bed. 14 Haparanda 761 Still 1 wolfig 1 heiter 7623 bedeckt 758SS 765 SSO 14 Cort 15 Aberdeen Regen 15 Paris 1heiter 15 Wetter hlb.bed. 8038 Temp. n. 6. 15° C.= 4° N. 3 heiter 25lb. bed. 13 15 1woltig 15 Wetter Prognose für Mittwoch, den 19. September 1900. Veränderlich, vielfach wolfig, am Tage etwas fühler mit leichten Regen fällen und schwachen südwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Nene freie Wolksbühne owie das vollständig neue September: Die erste Vereins- Vorstellung findet am Sonntag, 23. September, Nachm. 2%, Uhr, im ThaliaTheater statt. Zur Aufführung gelangt: Bianca& Desroche. Charmeroy Rudinoff. Anf. 18 Uhr. Rauchen überall gestattet. Sanssouci Kottbuserstrasse. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag: Hoffmanns Nordd. Sänger. Fausts Nachlass. Anfang Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pf. Anfang Wochentags 8 Uhr. Entree 30 Bf. Nach jeder Soiree: Tanzkränzchen. Montag und Donnerstag: Tanz frei. Alle andern Tage sind die Säle für Hochzeiten, Festlichkeiten u. Versamm lungen, ebenso f. Vereins- Vorstellungen und Matineen( Hoffmanns Nordd. Sänger) bestens empfohlen. Deutsche Konzerthallen Spandauer Brücke. 4 Täglich ausländische Kapellen 4 Gr. Theater- Vorstellung. Prater- Theater. Kastanien- Allee 7-9. Cirkus Busch Gebr. Milardo, Tauma- Quartett, The Heute, Mittwoch, den 19. sept., abends 71% Uhr: Grosser Sports- Abend. Europäische Kavallerieen, gr. 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Borverkauf 40 Pf. Carl Welss- Theater Palast- Theater Victoria- Brauerei. Gr. Novität. 132. Riesen- Erfolg. Müller und Schulze auf der Pariser Weltausstellung. Ausstattungspoffe mit Gesang in fünf Bildern von Karl Weiß u. J. Dill. Musik von A. Wicher. Anfang 8 Uhr. früher Feen- Palast, Burgftr. 22. Direktion: Winkler u. Fröbel. Das Riesen- September- Programm! Neu! Puffschnutchen! Neu! Große Posse mit Gesang v. E. Braune. Puff, Klempnermstr.: Dir. R. Winkler. Morgen und folgende Tage: Die: Nini Bülow, Chansonnett. Diva. felbe Borstellung. Garry- Truppe, Grand- GrotesgePantomimisten. Molli Verch, Excentric- Chansonnette. The BerThalia- Theater nards, Riefen Luftatt. Mr.Bobbi Dresdenerstrasse 72/73. Heute und folgende Tage: mit feiner großartigen Hundemente. Außerdem nur erstklassige Künstler und Specialitäten. Der Liebesschlüssel. Anfang 7 Uhr. Kaffeneröffn. 6 Uhr. Anfang präcise 7 Uhr. Entree 50 Pf. Num. Pl. 1 M. Lützowstr. 111/112. 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Rixdorf, Richardstr. 116, 3. Ziehung d. 3. Maffe 203. Kgl. Preuß.Lotterie. Biebung vom 18. September 1900, nadmittags. Nur die Gewinne über 160 Wart find den betreffenden Summern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 69 79 145 296 321 89 708 906 1083 89[ 200] 412 616 81 504 80 2041 139 84 258 396 696 728 32 53 926 3027 96 192 260 305 545 63 603 19 86 728 845[ 500] 993 4146 415 23 506 626 73 831 46 915 5316 571 725 973 6030 85 103 264 302 120 522 636 882 40 411 839 92 900 38 933( 200) 7049 73 101 946 881 8185 228 61 117 25 652 9335 84681 am Dentmal. 247 90 461 91 622 58 68 73 801 14[ 200] 117005 27 47 335) [ 300] 493 642 715 85 886 118144 99 463 557 84 612 18 70 7721 [ 300] 800 119064 130[ 1000] 88 249 983 120059 110 221 328 78 685 936 121146 322 80[ 500] 400 189 99 527 79 94 792 839 51 122137 260 385 543 75 632 888 123130 33 328 468 579 809 923 124042 138 62 363 602 53 751 59[ 200] 125189 303 471 551[ 800] 87 635 65 700 12 86 804 126191 250 59 443 526 644 722 822 46[ 300] 902 127067 118 53 235 355 77 468 71[ 200] 513 37 90 602 26 27 895 1200] 128047 512 19 20 85 809 86 129028 108 307 481 562 623 86 130097 99 271 357 66 89 522 635 131082 261 80 311 50 67 472 85 500 93 634 56 805 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