Nr. 219. may be and th 192/500 Abonnements- Bedingungen: d Abonnements Prets pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. 201 Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poftmailube boot t17. Jahrg. Vorwärts Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal.asme Eingetragen in der Post- Zeitungss Preisliste für 1900 unter Mr. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und an 180) Defterreich Ungarn 2 Mart, für das asid übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich auffer Montags. # 2015 sin ollow tint 311 Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für polittsche und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Bleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der& xpedition abgegeben werden. Die Erpcdition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. bsd asdite ili Kernsprecher; nit 1, Mr. 1508. Berliner Volksblatt. ad Telegramm Adresse: " Bocialdemokrat Berlin" ou 10x sinnt Hint& idin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Die Kolonialpolitik. Einer der Punkte auf der Tagesordnung des internationaTen Kongresses ist die Kolonialpolitit. Sie wird wohl den Mittelpunkt der Beratungen des Kongresses bilden, denn sie steht hente in allen modernen Staaten im Vordergrunde des Interesses, fie ist es, die allenthalben die Bevölkerung aufs tiefste erregt, sie ist die internationale Frage par excellence. Donnerstag, den 20. September 1900. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Eingebornen zu vernichten, wie das in den Arbeitskolonien der Fall; deshalb die Kolonialfrage weniger einfach, wie für die andren man braucht sie ja als Arbeiter und Plünderungsobjekte, aber man Solonialstaaten. Namentlich für England bedeutet die einfache Aufsetzt dort auch nicht eine höhere Kultur an Stelle der vorgefundenen, gebung des indischen Reichs eine Katastrophe, aber auch dieses selbst fondern degradiert mur die naive, urwüchsige Barbarei, indem man würde wahrscheinlich schwer dadurch getroffen. Jedoch muß man auch sie mit den Elementen einer Tingeltangel, Bordell, Schnapsbuden- da verlangen, daß England alles aufbietet, seine eigne Verwaltung und Kasernencivilisation versetzt. d mit der Zeit überflüssig zu machen; daß es die Ausbeutung Indiens aufhebt, parlamentarische Institutionen schafft und den Eingeborenen das Aufsteigen in die höchsten Staatsstellen ermöglicht. Aber freilich, dagegen sprechen zu, viele Augenblids- und Sonder intereffen, es ist daher zu erwarten, daß die herrschenden Klassen Englands nicht eine Politit einschlagen, die schmerzlos, ohne Statastrophe Indien befreit, sondern an der bisherigen festhalten, die unentbehrlicher durch sie der Besitz und die Ausbeutung Judicns für den Beftand der englischen Gesellschaft geworden sind. Wirkt die koloniale Eroberungspolitit entwürdigend auf Europäer und Eingeborne in den Kolonien, so bewirkt sie keineswegs im Mutterland eine Hebung der demokratischen Schichten; fte tommt nur Daß wir die Kolonialpolitik der heutigen Regierungen verden herrschenden Klassen zu gut. Die Ausdehnung des Handels, die urteilen, darüber find wohl alle Parteigenossen einig. Aber bedeutet Förderung der Industrie durch das moderne Kolonialsystem find das die Verurteilung jeder Kolonialpolitik? Sollen wir Kolonial- sehr problematisch geworden und könnten durch friedlichen Handel nihilismus treiben oder der kapitalistischen Kolonialpolitik eine und Berkehr viel ficherer und billiger erreicht werden.de av früher oder später unsomehr mit einer Katastrophe enden muß, je socialistische entgegensetzen? Oder mit andren Worten: muß die Diejenigen Klassen, die von der Solonialpolitik am meisten Socialdemokratie im Interesse der socialen Entwicklung eine über- profitieren, find Militär und Bureaukratie, die nach neuen Gelegenseeische Eroberungspolitik befürwvorten? heiten zu Avancements und neuen Pöstchen fuchen, und vor allem Das ist die Frage. Man mag eine noch so humane Solonial die hohe Finanz. Neben den Staufleuten waren diese klassen stets politik wollen, auf jeden Fall ist die Erwerbung einer Kolonie gleich im höchsten Maße an der Kolonialpolitik interessiert; der ökonomisch bedeutend mit der Eroberung eines überseeischen Landstrichs, dessen überflüffig gewordene del zog aus ihr neue Kraft; ihr ist zum bisherigen Einwohnern man ihre Unabhängigkeit raubt. Eine Kolonie großen Teil die beherrschende Stellung zu danken, die der Adel in gründen, heißt nicht, einige wenige zu Gunsten der Volksmasse, England noch heute befißt, während der Bankrott der französischen sondern ein Volk zu Gunsten einiger Eindringlinge zu expropriieren. Stolonialpolitik in den lezten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts auch Die Kolonialpolitik rangiert in einer Linie mit der Expropriation den Bankrott des französischen Adels beschleunigte und damit einer des Landvolks durch den Grundadel in Europa am Ausgange des der Faktoren wurde, die zu der großen Revolution führten. Mittelalters. Sie war, wie diese, ein kraftvolles Mittel zur Ent Neben dem Militär- Adel war auch stets die hohe Finanz eine wicklung der kapitalistischen Produktionsweise. Kann es Aufgabe der Haupttriebfedern der Kolonialpolitik. In den ersten riesenhaften eines Socialisten sein, eine derartige Expropriation zu verlangen und Attienschwindeleien, dem englischen Südseeschwindel wie dem frannur die Bedingung zu stellen, daß sie in humanen Formen vollzogen zösischen Mississippischwindel des Jean Law( anfangs des 18. Jahr hunderts) tritt bereits die Ausbeutung der Kolonialpolitik durch das höhere und niedere Jobbertum klar zu Tage. werde? Sollen wir aber in der Weltpolitit uns auf bloßes Nichtsthun, auf den Nihilismus beschränken und uns mit der Politik innerhalb unfrer vier Pfähle genügen lassen? Mit nichten. Dem modernen gesellschaftlichen und politischen Leben ist die ganze Welt eröffnet, für den Weltmarkt produzieren wir, auf dem Weltmarkt wird über Profperität und Krise entschieden, vom Gang der Weltpolitik hängt der Gang unsrer inneren Politik ab. Weltpolitik muß jede moderne Partei treiben, aber unsre Weltpolitik muß eine andre sein, als die der kolonialen Eroberer. Wir müssen mitarbeiten an der Kulturentwicklung der ganzen Welt, aber nicht dadurch, daß wir an der Eroberung der Welt, sondern an der Befreiung der Welt mitarbeiten. Jede Bewegung, die dem socialen Fortschritt, die der Hebung und Befreiung der Massen dient, muß von uns unterstützt werden, soweit unfre Sträfte dazu ausreichen, auch wenn sie außerhalb der deutschen Grenzpfähle vor sich geht. third China. Aber, wird man entgegnen, sagen wir nicht selbst, daß man den socialen Entwicklungsprozeß nicht hemmen dürfe? Expropriiert Heute, wo die Welt fast verteilt und China die einzige nennens nicht das Kapital' vor unsren Augen tagtäglich fleine Handwerker werte Beute ist, die noch zu zerstückeln bleibt, wird die Chinapolitit Ist die deutsche Socialdemokratie einmal start genug, entund Händler, und wenden wir uns nicht gegen jeden Versuch, dieser der entscheidende Teil der Kolonialpolitik. Gerade hier aber zeigt scheidend in die Weltpolitik einzugreifen, wird sie es auch thun, dessen Expropriation Einhalt zu thun? Erklären wir nicht vielmehr, sie sei sich wieder deutlich, welche Klassen durch die koloniale Eroberungs- find wir sicher. Allerdings dürfte sie nicht im äußersten Often, aneine Vorbedingung des Socialismus? politit am meisten gestärkt werden. Export, Industrie und Handel fangen. Sie wird zunächst alle Voltsbewegungen unterstüßen, die Sehr richtig, aber wir würden entschieden gegen jeden Versuch werden durch die Stonflikte, welche die Aufteilung Chinas mit sich sich gegen den orientalischen Despotismus in Europa richten; auftreten, die Staatsgewalt zu Gunsten des Kapitals bringt, nicht im geringsten gefördert; im Gegenteil, sie werden gestört sie wird es nicht für ihre Aufgabe halten, die Kultur nach China gegen das Handwerk mobil zu machen. Darum aber handelt es und belastet. Aber für Offiziere und Beamte giebt diese Politit au tragen, so lange noch Sultan und Zar die europäische Kultur sich bei der Kolonialpolitik. Nicht um die Frage, ob die kapitalistischen zahlreiche neue Chancen, vorwärts zu kommen. Und die hohe schänden. Nationen mit den ökonomisch rückständigen Verkehr und Handel Finanz? Sie erntet neue Anleihen deutsche, russische, vielleicht Am allerwenigsten aber wird sie jemals ihre Hand dazu leihen, treiben, sie mit neuen Bedürfnissen und Produktionsmethoden bekannt auch japanische Anleihen hier, und bald einen neuen chinesischen daß die Unabhängigkeit eines fremden Volts angetastet wird. machen, sondern ob die kapitalistischen Staaten in diesen Prozeß Pump dort, und dazu noch zahlreiche neue Konzessionen in China. Die Socialdemokratie, heißt es in unsrem Brogramm,„ bekämpft gewaltsam eingreifen sollen, indem sie die rädständigen Nationen Und die sind die Hauptsache. Um europäische und amerikanische in der heutigen Gesellschaft nicht bloß die Ausbeutung und ihrer Botmäßigkeit unterwerfen.inting my Waren nach China zu exportieren, dazu bedarf es teiner Unterdrückung der Lohnarbeiter, sondern jede Art der Ausbentung Man darf jedoch nicht alle Kolonien über einen Kamm scheren. Aufteilung des Landes in Interessensphären. Wohl aber ist dies und Unterdrückung, richte sie sich gegen eine Klasse, eine Partei, ein Man kann sie in zwei große Gruppen teilen: Arbeitstolonien sehr vorteilhaft, um deutsches, englisches, französisches und amerika- Geschlecht oder eine Nasse". und Ausbeutungstolonien. nisches Kapital drüben zu placieren, das heißt, um die Chinesen Dies muß unser Programm sein auch für die Weltpolitik. Bon vornherein find alle Kolonien Ausbeutungszu zwingen, sich der Ausbeutung durch das Kapital zu unterwerfen tolonien. Sein einziger Staat hat jemals einen überseeischen und um dem Kapital jeder Nation einen privilegierten Bezirk zu Landstrich besetzt, um dorthin seine Civilisation zu tragen, sondern sichern. nur um von dorther dessen Schäße zu holen seien dies mun Wir fürchteten ehedem, die chinesischen Kulis würden auf dem Produkte eines entwidelten Gewerbfleißes, wie in Indien, oder Seewege nach Europa kommen und den europäischen Arbeitern Wie vorauszusehen, vereinen sich die Preßdiplomaten so ziemlich Bodenschätze, etwa Gold und Silber, wie in Amerika. Konkurrenz machen. Aber die europäischen Kapitalisten finden es aller Länder in der Verherrlichung der neuesten Chinathat des Mitunter aber werden manche überseeische Besizungen aus Aus- billiger, ihre Kapitalien nach China, als die Kulis nach Europa zu Grafen Bülow. Wenigstens die Preßäußerungen, welche das amtbentungstolonien zu Arbeitstolonien. Es sind solche, die in transportieren. Und die deutsche Staatsgewalt soll den deutschen lich geaichte Wolfffche Telegraphen- Bureau verbreitet, überſtürzen einem gemäßigten Klima liegen, in dem der Europäer ohne Schaden Finanziers helfen, in China eine kapitalistische Industrie zu ent- sich in Lobsprüchen der Bülow- Politik, die nun endlich die chinesische für seine Gesundheit arbeiten und fich fortpflanzen kann. In sie wickeln, die der deutschen zunächst auf dem chinesischen Markt, dann Frage aus der Verfumpfung ziehe und kraftvolle Bewegung anwandern europäische Bauern und Handwerker, allerdings auch nicht, auf dem Weltmarkt Konkurrenz macht. Das ist der Kern der China- tündige. Von den Wiener und den Römischen Offiziösen ist nicht zu um dem neuen Land eine höhere Kultur zu bringen, sondern politik. Nicht um deutsche Textilwaren nach China zu bringen, war reden; sie machen alle Bülowiaden mit, sie haben dabei nichts zu der Kultur des Mutterlands zu entfliehur, die fie es notwendig, Schantung zu annektieren und nach Beling zu gehen. verlieren. Aber auch französische und englische Blätter überhäufen niederdrückt. Sie suchen die Wildnis, weil sie ihnen die Freiheit Wohl aber um deutschen Kapitalisten die Vorbedingungen zu schaffen, den Verfasser des Cirkulartelegramms mit reichlicher Zustimmung. bietet und einen Boden, der noch nicht Zum Privat in China Bergwerke und Eisenhütten zu eröffnen und zu betreiben, Graf Bülow hat also wieder ein Meisterstück vollbracht. eigentum geworden ist. Den Ureinwohnern bringen sie nicht ihre was ohne Eisenbahnen unmöglich. Daß sich an Eisenbahnen, Leider ist das Lob insbesondere der englischen Presse unter den eigne Kultur, sondern den Untergang, denn das Land, das diese be- Rohlenbergwerte und Eisenhütten dann von selbst alle übrigen jeßigen Umständen keineswegs unverdächtig. Die noch immer in wohnten, brauchen sie selbst. in Zweige der fapitalistischen Industrie anschließen, ist selbstverständlich. Südafrika festgehaltenen Engländer sehen mit Vergnügen, daß Uebrigens, nebenbei bemerkt, ist damit die Gefahr noch nicht Deutschland sich in China stets weiter vorwagt und zum Prellbock geschwunden, daß der chinesische Kuli in Person nach Europa tommt. gegenüber dem großen Rivalen Englands in Ostasien wird. Der Seeweg ist freilich zu lang und kostspielig dazu, aber die Aus Rußland und Japan liegen noch keinerlei Nachrichten russische Chinapolitik eröffnet ihm den 2andweg. Je weiter der vor, wie man dort das späte Verlangen des Grafen Bülow auffaßt, Kofat in China vordringt, desto weiter der Kuli in Sibirien; je daß die Gesandten in Peking die Leiter der Aufstandsbewegung bes mehr russische Produkte nach China kommen, desto mehr chinesische Hufs Auslieferung und Abstrafung bezeichnen sollen. Wie man in Arbeiter nach Rußland. Heute schon soll Sibirien von Chinesen Japan denkt, dafür dürfte eine Mitteilung des„ Daily Chronicle" wimmeln. Wer weiß, wie lange es noch dauert und sie erfüllen den aus japanischer Quelle belehrend sein. Dieses Blatt sagt: Traum unsrer Agrarier und tauchen an der preußischen Grenze auf. um Aber auf diesen Grundlagen haben die Auswandrer allerdings Staatswesen mit einer neuen und höhern Kultur entwickelt, von denen das glänzendste Beispiel die Vereinigten Staaten. Man geht jedoch völlig irre, wenn man auf diese Art Kolonien Hinweist, um daraus den Nutzen der Kolonialpolitit für die Kultur abzuleiten. Denn es ist heute ganz unmöglich geworden, Kolonien dieser Art zu gründen. Die ganze gemäßigte Bone ist bereits in festen Händen, aus den Kolonien selbst sind selbständige Staaten geworden auch Kanada, Australien und die Kapkolonie find es thatsächlich. Für eine Kolonialpolitik nach dem Muster der Arbeitstolonien ist fein Raum mehr und es ist eine große Täuschung, wenn man auf ihre Resultate hinweist, um die civilifatorische Wission der Kolonialpolitik darzuthun. Es ist flar, eine Kolonialpolitit, die derartige Resultate zeitigt, die Eingebornen degradiert, statt sie zu heben, die ärgsten Feinde des Proletariats stärkt und diesem felbft Laften auflegt, ohne eine Notwendigkeit für den ökonomischen Fortschritt zu sein eine solche Aber freilich, die Verbreitung der Civilisation, das ist die große Kolonialpolitik widerspricht den Grundsätzen der Socialdemokratie Lebenslüge des Kapitalismus, und diese findet allzuwenig Nahrung wie den Intereffen der Arbeiterklasse und muß von uns entschieden in der Kolonialpolitik der Ausbeutungstolonien, der zurückgewiesen werden. einzigen, die heute noch möglich ist. Eine andre Kolonialpolitik ist aber gar nicht mehr möglich, Diese Art Kolonien finden sich hauptsächlich in den Tropen, wo da alle Gebiete bereits selbständig find, in denen der erobernde zahlreiche ökonomisch und politisch rückständige und daher wehrlose Europäer anders denn als Ausbeuter auftreten könnte. Landstriche vorhanden, die zu annettieren und festzuhalten für einen europäischen Großstaat teine Mühe macht. Es ist für die Europäer dort unmöglich, zu arbeiten und fich fortzupflanzen; die Europäer gehen nicht hin, um in der Kolonie zu bleiben, sondern um möglichst rasch reich zu werden und mit dem zusammengerafften Reichtum in die Heimat zurüdzukehren. Die Ausplünderung des Lands und seiner Be wohner ist also von vornherein der einzigeẞwed derErwerbung derstolonie, und die Elemente, die hinströmen, sind in der Mehrzahl jene, denen der europäische Boden zu heiß geworden ist, Abenteurer, Glüds ritter, Taugenichtse aller Art, die von Europa nur die Laster und die Machtmittel der Civilisation mitbringen, durch erstere die Eingeborenen korrumpieren, durch legtere fie niederhalten und ausrauben. In den Ausbeutungstolonien sucht man freilich nicht die Wenn wir aber jede Eroberungspolitik jenseits des Meeres wie zu Sause entschieden verurteilen, wie sollen wir uns gegenüber den bereits erworbenen Kolonien verhalten? Für die Deutschlands, der Vereinigten Staaten, Italiens, selbst für den größten Teil der Kolonien Frankreichs, dürfte die Antwort nicht schwer fallen: man verliert nichts als eine Last, wenn man sie aufgiebt. Deutschland ist ja in dieser Beziehung noch am besten dran; seine Last ist die am wenigsten drückende, weil sein Kolonialbesig im Verhältnis zu feiner Kraft noch unbedeutend. Für Italien und Frankreich ist er. ein wahrer Krebsschaden wie er es für Spanien war. Schwieriger liegt die Sache dort, wo es fich um langjährigen Befiz handelt, der auf einer höheren Kulturstufe steht. Für England und die Niederlande in Ostindien, Frankreich in Algier lieg " In Japan mißt man dem Balast, den Mandschu- Prinzen und Edeln, sowie den hohen Mandarinen in Peking Mitschuld an den Unruhen, sowie an den Angriffen auf die Gesandtschaften zu. Wer fezung der Kaiferin Witwe jedoch nicht be. die Verhältnisse kenne, würde eine Bestrafung oder Abfürworten, falls nicht die Aufteilung Chinas gewünscht werde. Rußland jedoch, dem die Ents wicklung der Dinge zu schnell gekommen sei, wolle eine fonservative Macht, wie es die Saijerin sei, unterstügen, damit diese den status quo ante aufrecht erhalte. Japan wolle eine Aufteilung nicht, da das seinen Handel mit China vernichten werde. Der Vertrag müsse mit der Kaiserin ge macht werden. Ueber die drei Punkte: Vergeltung, Entschädigung und Garantien, herrsche in Japan die Ansicht, daß eine Zerstörung der Paläste und Tempel muglos fet. Die erstörung des Sommerpalastes 1860 hätte den Chinesen nur als Beispiel der Schlechtigteit und des Vandalismus der fremden Teufel, aber nicht als Zeichen ihrer Macht gedient. Ferner fehe Japan Beting mit ähnlichen Gefühlen an, wie Europa Schrift, Litteratur und alte Civilisation, und die Gebäude, Griechenland und Rom. Japan danke China feine die der Korrespondent der Times" in Peting zu zerstören dasselbe Interesse für Japan, wie borschlage, hätten die Akropolis oder das Pantheon für die westliche Welt. Auf die Vorstellungen Japans hin feien die Paläste und Tempel in Peking nicht zerstört worden. Ebenso sei Prinz Tu an na ch japanischer Ansicht sakrosankt. Die Mächte könnten darauf dringen, das fortschrittliche.Berater der Kaiserin an Stelle der alten Mandschu-Clique trciteii. Was die Frage der Entschädigung anbetreffe, so werde Japan sehr froh sein, wenn kein Zoll chinesischen Gebiets genommen werde." Und die«Deutsche Tageszeitung", der die agrarische Ab Neigung gegen die Weltpolitik das Auge schärft', führt im allgemeinen zutreffend aus: „Aber nun kommt die Hauptsache: Welchen praktischen Erfolg wird der Vorschlag des Grafen Biilow haben? Zunächst werden die Vertreter der Mächte in Peking schwerlfch ihrer eignen Meinung gemäß antworten, sondern zuvor bei ihren Negiernngen anfragen, welche leitenden chinesischen Persönlichkeiten sie für die Schuldigen halten dürfen oder gar halten sollen. Da wird man es denn erleben, daß e n g l i s ch e r s e i t s vor allem die Kaiserin» Witwe, sodann Prinz Tu an, Aunglu Tnnafuhsian und wohl sämtliche Stützen der herrschenden Dynastie s ü r„notorisch" schuldig erklärt werden. während der russische, der französische, der ameru kanische Vertreter von einer Mitschuld der Kaiscrin-Negentin nichts wissen und wohl auch an der Schuld der meisten andren Geivalthaber zweifeln werden. Doch das iväre so schlimm noch nicht. Wenn auch nnr an e i n i g c n w e n i g e n der schuldigen Machthaber ein Exempel statuiert ivürde,' so würde auch das schon Eindruck machen. Doch nun kommt der gefährliche Punkt in dem Bülowschen Rundschreiben, an deni alles scheitern kann. Wie will Graf Bülow die Auslieferung der Schuldigen erlangen, wenn er diese Auslieserung zur Borbedingung für den Eintritt in diplomatischen Verlehr mit der chinesischen Regierung macht? Zu dieser Haltung wird er die andren Mächte schiverlich bewegen können, und so laufen wir Gefahr, daß die Verhandlungen mit China o hm e uns angeknüpft und zu Ende geführt werden, und daß wir dann mit u n s r e r Sühne fordern ng allein bleiben, vielleicht zum Schein noch sekundiert von England, das ein Interesse daran hat, uns auf diese Weise von den andren Mächten zu trennen. Für sich selbst wird es schon durch geheime Abmachungen mit den andren Parteien ausreichend Sorge tragen. Und was dann? Sollen wir, nachdem alle übrigen„Verbündeten" mit China schon so gut wie handelseinic geworden sind, den Krieg allein noch fortführen oder woh oder übel uns den von andrer Seite festgestellten Friedens- . bedingungen nachträglich noch anschließen? Vor diese Alternative könnten wir gestellt werden. Wir machen uns daher darauf gefaßt. daß die Note BülowS in England mit ungeteiltem Beifall begrüßt werden wird. Dieser Beifall würde freilich noch begeisterter aus- fallen, wenn die deutsche Note als diejenige Person, deren Aus licfcrung vor allem verlangt wird, die Kaiscrin-Regentin be zeichnete. Daß daS nicht geschieht, ist das einzige, was man in London vermissen wird." Ja selbst die Münchener„Allgem. Ztg.", die ihre Chinaweishcit von eingeweihten Berliner Gewährsmännern bezieht, schrieb noch wenige Stunden vor dem Bekanntwerden des Bülow-Cirkulars: „WaS die Bestrafung der Uebelthäter betrifft, so wird man hier uicht viel erreichen könne». Das Natur- gemäße wäre, die Forderung der Auslieferung oder Hinrichtung des Prinzen Tu an, der Seele des Kampfs wider die Europäer; aber mau täuscht sich nicht darüber, daß China den Vater seines Thronfolgers und künftigen Regenten Chinas schützen und der Bestrafung entziehen werde." Eine große Zahl der Blätter erkennt übrigens an, daß durch die Bülow-Rede die erhoffte endliche Anknüpfung von Unterhandlunge» zwischen den Mächten und China von neuem verzögert und ins Ungewisse gestellt worden. Indem Deutschland die Erfüllung einer Forderung, die bestenfalls im Laufe von Unterhandlungen beraten und erledigt werden kann, zur Vorbedingung jeder Unter- Handlung macht, zersprengt eS vollends das„Konzert" der Mächte, dessen„Kapellmeister" zu werden es sich einbildete. Aber Graf Waldersee ist ja bereits auf dem„Kriegsschauplatz angelangt. Graf Bülow hier zu Haus und Graf Waldersee dort draußen— da kann es nicht fehlen. ** * Sonst ließt aus China und über die Chinapolitik der Mächte keinerlei Nachricht von Bedeutung vor. Abgesehen allerdings von den, Telegramm aus Norderney, das der Welt verkündet.„Staats- minister Graf von Bülow hat heute Norderney verlassen, um sich für einige Tage nach Flottbeck in Holstein zu begeben. Anfangs nächster Woche wird Graf von Bülow nach Berlin zurückkehren." Nolitipitze Berlin, den 19. September. Die verfassungstreue Regierung. In einer Auseinandersetzung über den neuen 80 Millionen- Pnnip des Reichs entdeckt der OffiziofuS der„Berk. Pol. Nachr." mich die Verfassungstreue der Regierung: „Soweit Ausgaben über' den Rahmen der etats- niäßig bewilligten erfolgen, sei es. daß die etatSmähigcn Mittel für ihre Zweckbestimmung uicht ausreichen, sei es, daß neue in den Etats nicht vorgesehene Aufgab en zu erfüllen wären, bedürfen sie nachträglicher Geneh- m i g u n g des Reichstags, gleichviel, ans welcher Einnahmequelle die dazu verwendeten Gelder geflossen sind. Diese nachträg- liche Genehmigung wird bezüglich der oft- asiatischen Expedi tion in der bevorstehenden Reichstagssession sicherlich nachgesucht und so den Anforderungen des Verfassungsrechts gentigt werden. Bei dieser Gelegenheit werden naturgemäß die nötigen Mitteilungen über den voraus- sichtlichen Gcsamtbedarf für den bezeichneten Zweck gemacht werden können." Das Exemplar der Reichsverfassung, aus dem Herr Schiveinburg schöpft, möchten Ivir sehen. Wir haben den Paragraphen der Ver- fassung noch nicht kennen gelernt, der vorschreibt: Erst g i e b t die Regierung das Geld aus, dann sucht sie Geneh ni igungna ch.— Bedeutende Erfolge erzielen unsre Parteigenossen bei den LandtagSwahlen in Gotha. Wie uns ein Privat-Telegramm von dort meldet, sind die Wahlkreise Ruhla und Zella gewonnen worden, so daß wir nunmehr bereits nenn Wahlkreise besitzen. Da der ganze Land- tag nur IS Abgeordnete zählt, so fehlt nur noch ein Mandat an der Majorität. Die Wahlen sind noch nicht beendet.— die f r e.i e Arztwahl wesentlich e r s ch lv e r t werden, nämlich die vielbelicbte Errichtung von BetriebS-Krankcn kassen(mit Zwangsarzt- System) zu privaten Pro- tcktionö- und Gönncrzivecken. Daß eine, derartige Aendcrung aber von den Versicherten als Unglück empfunden oder den Juten- tionen des Gesetzgebers widersprechend wäre, dürfte sich schwerlich bc weisen lassen. Im Gegenteil, was bei dem socialdemokratischen Arbeiter als Uebergriff getadelt wird, kann bei dessen Arbeit- geber bei gleichen Gesetzesvorschriften nicht füglich in der Ordnung befunden werden. Zu verwandtschaftlichen Unterstiitzungen von jungen Schwägern, Vettern n. dgl. m., die zufällig neugebackene Arrzte sind, ist der Kasscnztvang«nsres Er- achtens nicht eingeführt worden." Was sagt der Herr Handelsminister oder der Herr Regiernngs- Rat Hoffmann zu einem solchen„Mißbrauch der Ve'r- w a l t u n g", wie er in diesen Zeilen durchaus zutreffend geschildert wird? Vielleicht nimmt man einmal Veranlassung, sich auch über den Umfang dieses„Mißbrauchs" durch eine Umfrage zu unter- richten. Wenn dabei nicht bloß die Herren Betriebsinhaber, sondern auch die Arbeiter ihre Erfahrungen mitteilen kömsteu, so ivürde eine solche Umfrage zweifellos recht nette Ergebnisse zu Tage fördern.— Zur Reform das KrankenversichernngS- Gesetzes. Das „Acrztliche Vercinsblatt" polemisiert in seiner neuesten Nummer gegen die„Kölnische Zeitung", welche die„freie Arztwahl" bekämpft halte, „weil dieselbe das Grab der für sie(die Industrie) unentbehrlichen socialpolitisch so überaus wichtigen Betriebs- Krankenkassen bedeute. Das von socialdemokratischen Neigungen völlig freie Blatt schreibt dazu: „Wir unsrerseits wüßten in der That'auch nicht, was der Ver- bindung von Betriebs-Krankenkasien und freier Arztwahl hindernd im Wege stehen sollte, zumal wenn man die letztere in diesen Kassen mit dem System der Vertrauens- und event. auch Fabrik- ärzte verbindet, auf welchem Wege dem Betriebsinhaber jeglicher Einfluß gesichert bleibt, soweit derselbe überhaupt gesetzlich zulässig ist.— Eine Gepflogenheit freilich würde durch Herr Dennoch. Der weltpolitisch wandlungsfähige Herr Professor Som bart hat unter dem Titel„Dennoch" seine BrcSIauer Vorträge über die Gewerkschaften in Fonn einer Broschüre veröffentlicht. Im Vorwort lennzcichnet er seine Absicht dahin, daß. es ihm darum zu thnn sei, durch Klärung dcS Urteils Stimmung zu Gunsten der Ge wcrkschäften zn machen, und zwar sowohl bei. den Arbeitern,«soweit es noch nötig ist", als bei den Gebildeten. Diesem Streben, es allen Seiten recht zn machen, ist es offenbar zuzuschreiben, wenn er ans. der einen Seite den Arbeitern, die er sich als gläubiges Publikum denkt, sagt, daß es sehr wohl möglich sei, den Lohnantcil zu erhöhen„auf Kosten andrer Teile am Nationaleinkommen, also auf Kosten des„Mehrwerts" im weiteren Sinne"(Seite 70 der Broschüre) und einige Seiten weiter den Unternehmern die beruhigende Zusicherung giebt, daß ihr Profit trotz gesteigerter Löhne keine' Verringerung zri erfahren braucht; sie könnten ja z. B. die Preise erhöhen.(Seite 80.) Diesem Streben ist auch wohl die Iveltpolitische Schwärmerei von dem jahrhuirderte langen Nebeneinanderbestehen des Kapitalismus und des Socialismus zuzuschreiben; die Kapitalisten könnten ja in jahrhundertelangem Umgestaltungsprozeß China kapitalistisch machen und die Arbeiter in Europa könnten sich indessen am Socialisnms vergnügen.(Seite 82 und 83.) Jhnr ist es wohl auch zuzuschreiben, daß er die GeWerk schaften für berufen hält: „Die Arbeiterschaft zu befreien von den seichten, hirnlosen Schwätzern, die jetzt noch in der Presse, in Volksversammlungen und Vereinen vielfach den Ton angeben, von jenen faulen Kerls, die zu nichts gut sind, als ein paar auswendig gelernte, un- verstandene Phrasen aus der Parteilitteratur programmmäßig tlachzuplappern oder stiennäßig in die Menge hiiieinznbrüllen. die zn jeder Arbeit außer der„Partei-Agitation" verdorben sind." Herr Sombart hat nämlich, wie er diesmal sim Vorwort selbst sagt, seine Vorträge so verändert, daß„es sich formell um eine im wesentlichen neue Bearbeitung des Themas handelt". Ans welchem Grunde, sagter nicht. Daß er nüt dieser merkwürdigen Neubearbeitung und namentlich' mit der letzten Beschimpfung vieler agitatorisch thätigen Arbeiter, die ihr Bestes daran setzen, nicht die Zustimmung bei der Masse seiner Brcslauer Zuhörer gesunden hätte, die er anfangs fand, das wird ihm nun nicht mehr zweifelhaft sein. Denn es haben unterdes die Breslau er Arbeiter zu seiner Neubearbeitung Stellung genommen. Sie haben im socialdemokratischen Verein in Breslau über die Broschüre gesprochen und nachdem sich eine große Anzahl Redner mit großer Entrüstung darüber geäußert, wurde eine Erklärung zu Protokoll beschlossen� daß die Vreslauer Arbeiter solche Aeußernngen Sombarts, wie sie jetzt in seiner Broschüre zu finden sind, nnt Entrüstung zurückgewiesen hätten, hätte er sie in seinen Vorträgen gemacht. Es wurde auch von verschiedenen Rednern der Ansicht Ausdruck gegeben, daß man danach überhaupt an der ehrlichen Absicht Sombarts zweifeln müsse. Auch unser Breslauer Parteiblatt, das den Vorträgen Sombarts seiner Zeit große Sympathien bezeugte, hat dem Herrn bereits gesagt, daß es ihm danach nicht mehr über den Weg traut. Das Urteil derer, di» Herrn Sombarts Arbeitersympathien von von, herein zweifelnd gegenübcrtratrn, wird durch seine neuesten Wandlungen nur bestärkt: Ein flotten- und chinapolitikschwärmender Arbeiterfreund ist und bleibt zweifelhaft. Dennoch I— Waldersee beginnt seine China-Laufbahn. Ans Hongkong wird durch das Rcutersche Bureau die erste That des Generalissimus also telegraphisch der erwartungsvollen Welt übermittelt: „Der deutsche Konsul äußert, Generalfcldmarschall Graf Waldersee hat, bevor er Hongkong verließ, sich dahin ausge- sprochen, daß er von dem herzlichen Empfang, den ihm solvohl die Kolonialregierung wie die Bevölkerimg von Hongkong bereitete, höchst angenehm berührt gewesen sei." Bürgerliche Götterdämmerung. Der Mitbegründer des . ö'o e t h e- B u n d s", Professor Theodor M o m m s c n, schrieb vor einiger Zeit an den Heransgeber der„Neuen Hamb. Ztg.", als die Hamburger Zweigvereinigung des Bunds sich öffentlich dagegen verwahrte, als ob der Goethe-Bund P o l i t i k t r e i b e n wolle: „Meine Ueberzengung ist, daß der Goethe-Bund nicht mehr vorhanden ist.—--- Aber es ist auch nicht zu ändern. daß die Deutschen keinen Bürger sin„haben, daß sie sich bereitwilligst regieren lassen, auch auf Ver- langen steuern und heuern, daß ihnen aber der Militarismus und die Bismarckcrei die Selbstbestimmung gründlich ans- getrieben haben. Allerdings reagieren sie noch am ersten auf dem formell unpolitischen Gebiet des freien Geisteslebens, und Goethe. der Befreier. hat bessere Chancen, als Männer wie Twesten haben würden, auch wem, wir sie hätten; eben wie im 16. Jahrhundert Luther Erfolg hatte und Hutten nicht." Entsagungsvoll bemerkt dazu die„Voss. Ztg.". ein ührendes Blatt deS liberalen Bürgertums: „Die Wahrnehmung, der Mommsen Ausdruck giebt, haben auch andre liberale Männer gemacht. Daß ein Bund oder Verein nicht Wandel schaffen kann, ist begreiflich.. Die Ereignisse haben zu immer größerer Macht der Konservativen geführt, das Centrum zur„regierenden Partei" gemacht, das liberale Bürgertum immer mehr entkräftet und es, von Ausnahme- fällen abgesehen, mit der hoffnungslosen Ueberzeugung erfüllt, daß heutzutage doch alle Mühe verloren sei. U n d das natürliche Gegen st ück zu diesem Bilde ist das stetige, ungeheure Wachstum der Socialdemokratie. Wir haben nichts hinzuzufügen. Die„unzufriedenen" Arbeiter. Das Organ des Kanonen- Knipp macht den Versuch, mit Hilfe der Berichte der Gewerbe- Inspektoren den Arbeitern eins zu versetzen. Wohl muß das Blatt nach den gewiß nicht arbeiterfreundlich gehaltenen Berichten der preußischen' Gewerberäte selbst zugeben, daß die Lohnerhöhungen, die im Laufe des Jahrs 1888 Platz gegriffen haben. fast durchweg durch Erhöhung der Lebensmittelpreise und der Wohnungsmieten wieder aufgehoben worden sind. Aber viele Arbeiterschichten verdienten doch so reichlich, daß es ihnen nicht schwer fallen könnte, einen „Spargroschen" beiseite zu legen. DaS geschieht nicht, sondern die Arbeiter verjubeln daS Geld. Mit Freuden greift daS Unternehmer« blatt ans de», Bericht des Koblenzer Beamten die Stelle heraus, wo es heißt:„Nicht selten hört nian jedoch die Klage,' daß der Mehrverdienst nur zu», geringen Teil der Fannlie wirklich zn gute käme, der Hanptteil würde vielmehr für Gelränke und Lustbarkeiten (Vereinsbälle) ausgegeben und fließe in die Taschen der Wirte." Die Lage der Jndustrie-Arbeiter sei eine gute und habe sich tveiter gebessert, dagegen— so schließt das Blatt~ entspricht„ihre Zufriedenheit und ihr Verhalten dieser Besserung viel- fach nicht". Mit diesen Ausführungen bezweckt das Blatt natürlich, den klassenbewußten Arbeitern eins auSznwischen, trifft aber daneben. Was zunächst die Benierkmig des Koblenzer Beamten anlaugt, so trifft sie die s o c i a l d e m ö k r a t i s ch e Arbeiterschaft nicht. Bei den ReichStagsivahlen von 1898 entfielen im Wahlkreis Koblenz- St. Goar von 16 081 abgegebenen gültigen Stinnne» nur 777 Stimmen auf die Socialdemokratie; das Centrum siegte mit 13 007 Stimmen. Noch viel. ungünstiger für die Social- dcmokratie tvaren die Resultate in den Nachbarkreiscn. Die„Vereinsbälle" können also wohl nur solche katholischer Vereine sein. Damit wollen wir natürlich nicht in der Art der Iliiteruehmer- presse den Arbeitern das Recht absprechen, ihr Leben zu genießen. nach schwerer Arbeit Erholung zn suchen. Für die Unternehmer freilich sind die Arbeiter nur Arbeitsmaschinen, denen nur die aller- notwendigsten Lebensmittel zukommen, welche zur Erhaltung und Wiederherstellung ihrer Kräfte unbedingt erforderlich sind. Darüber hinaus haben sie keinen Anspruch an die Güter des Lebens. Deutsche Kulturträger. Zwischen dem Oberrichter für Deutsch- Ostafrika E b e r m a i e r undsdem Apotheker W i l n, s in Dar-eS-salaam hat ein Duell stattgefunden. Nach der„Tägl. Rundschau" ist der Streit bei einen, Gelage entstanden und„macht in seiner Ent- Wickelung den h ä ß l i ch st e n Eindruck".— Man kann also auf weitere Euthüllunge» recht pikanter Art gefaßt sein.— Ministerwechsel in Baden. Der badische Mimstern des Innern Dr. E i s e n l o h r ist von seinem Amte, das er seit einigen Jahr- zehnten inne gehabt, zurückgetreten. Die«Süddeutsche Reichs- Korrespondenz" teilt mit, der G r o ßh e rz o g habe den, scheidenden Minister versichert, daß die von ihn,(dem Minister) geübten Grundsätze ausgezeichnete gewesen seien. Einen S y st e in- w e ch s e l bedeute der Rücktritt nicht.— Diese letztere Versicherung der„R.-K." ist zum mindestens überflüssig, man ist von deutschen Ministern so schon gewöhnt, daß sie nur den Willen ihrer Souveräne. nicht den der parlamentarischen Mehrheiten als Richtschnur ihrer Regieruugsakte nehmen. Daher ist ein Ministerwechsel bei uns auch kein Systemwechsel; dafür haben wir aber den unaufhörlichen Zick- zack-Kurs.— Spionenriecherei. In Metz wurden dieser Tage auf dem im Bau begriffenen Fort„Feste Kaiserin" von den Wachtpersonen zwei Personen wegen Spionaqeverdachts oerhaftet, als sie einige Moment- aufnahmen von den Besestigungen machten. Nach Metz transportiert, gaben sie an, Vater und Sohn, nämlich der Advokat Pierre de la Gorze und der Student Charles de la Gorze aus Lille zu sein, die, auf einer Vergnügungsreise begriffen, die Schlachtfelder besucht und photographische Aufnahmen gemacht hätten. Am nächsten Tage wurde eine dritte Verhaftung vorgenommen.— Ausland. Frankreich. Der Rnarchistenkongreß, der in der nächsten Zeit in Paris stattfinden sollte, ist von der französischen Regierung auf Grund der seiner Zeit erlasseuen Anarchistengesetze verboten worden.— Von der Regierung der französische» Republik hätte man füglich erwarten dürfen,' daß sie etwas weniger Furcht und etwas mehr Toleranz au den Tag legen würde.— Dreyfns will, wie der„Petit Soir" aus Genf meldet,„och einige Monate in der Schweiz bleiben, um seinen Gesundheitszustand »och mehr zu befestigen. Sodann wolle er„ach Paris kommen. um mit Hilfe seiner Freunde seine Rehabilitierung aufzunehmen.— Belgien. Der„Rttentäter" Sipido, der sich mit einem alten Revolver versucht und auf den Prinz von Wales geschossen hatte, wurde be- kanntlich von dem Briisseler Gericht freigesprochen. Die belgischen Richter hatten seine That richtig als D u m m e n j u n g e n st r e i ch betvertet, aber unter Polizeiaufsicht sollte er gestellt werden. Sipido war»ach der Schweiz gegangen. Jetzt soll er. wie die„Vossische Zeitung" zu melden weiß, demnächst doch„och ausgeliefert werden. Die belgische Regierung habe dem mit der Schweiz bestehenden Auslieferungsvertrag nach gemeinschaftlicher Uebereinkunft einen Zusatzartikel angehängt.' und zwar mit rückwirkender Kraft, wonach Minderjährige, die zur Zwangs- erziehung verurtcilr sind, ausgeliefert werden müssen. Die belgische Presse bestreitet der Regierung das Recht, solche Verträge mit rück- wirkender Kraft abzuschließen. Serbien. Milan und Genossen. Dem„Verl. Tagebl." geht aus B u d a p e st folgende Depesche zu: Laut einer neuerlichen sie rb is ch e„ Pu b Ii k a ti o n hat die frühere Regierung zehn Millionen von der serbischen Nationalbank und über zwölf Millionen Franks andrer Gelder aus verschiedenen Fonds nnrcchtmäßig vcranögabt. Die Untersuchung ergab, daß die Staatskasse selbst auf einfache Visitenkarten der Minister große Summen auszahlte. Der Exkönig Milan erhielt auf diese Weise in den letzten drei Jahre» etwa zehn Millionen und soll über- dies selbst die Kricgskasse angegriffen haben.— Afrika. Vom TranfUaal-KriegSscha,«platz liegen nur wenige Nachrichten vor; auS ihnen ist ersichtlich, daß die Boeren, zurückgedrängt in die Berge, noch immer verzweifelten Widerstand leisten. Dem Londoner„Daily Telegraph" wird aus Laurenco Marques gemeldet: Zwischen Kaapmuiden und Hektorspnnt hat eine regelrechte Schlacht, staltgesunden. Der Verlust der Boeren ist schwer. Laurenco Marques ist überlaufe» von Boeren. Die holländische Ambulanz traf vonKomatipoorthier ein und kehrt nach Europa zurück. An der Grenze wurde ein Portugiese von Plänklern der Boeren getötet. Eine portugiesische Batterie ist gestern an die Grenze abgegangen. wurde jedoch bei Kilometer 63 von Kassen, überrumpelt. Das Gefecht mit denselben dauert noch an. Spätere Nachrichten melden, daß der General Pole Carew Kaap- nmiden eingenommen und 56 Lokomotiven, sowie viel rollendes Material in Besitz genommen habe. In Laurenco Marques treffen jetzt täglich Züge mit Verwundeten und Boerenflüchtlingen ein. Von hier aus verkehren die Züge jetzt nur bis zur Grenzstation Ressauo Garcia, wo portugiesische Patrouillen die Grenze scharf belvachen. Niemand erhält die Erlaubnis, die Grenze zu überschreiten, welche Gründe auch vorgebracht werden. Präsident Krüger will, wie eS jetzt heißt, zunächst nach Brüssel gehen, von wo er die Intervention der Mächte anrufen wolle. Dies sei der einzige Grund seiner Abreise; die Intervention sei die letzte Hoffnung. Krüger bringe den Plan einer autonomen Verwaltung des Transvaals und des Oranje-StaatS uuter der Oberhoheit Englands mit. Daß die Engländer auf diesen Plan eingehen werden, ist uicht anzunehmen. Nachdem England seinen Gegner niedergeworfen hat. wird es auch den vollen Preis seiner blutigen Arbeit einheimsen wollen. Es richtet sich bereits vollkommen heimisch in Transvaal ein. Nach der vollstäudigen Auflösnug oder Gefangeuiiahiue der Hauptbestandteile der Boerenhecre � soll ein ständiges Corps von 20 000 Mann berittener Infanterie unter dem Befehl Baden- werden. nou smidanim pu G Powells in den beiden vormaligen Boerenstaaten gehalten werden, Beide Tegten gegen ihre Verurteilung Berufung ein; die Strafe| gebrochen worden find, und einstweilen den Tarif vom 9. Juni während ein Heer von 60 000 Mann die Garnisonen aller bedeuten gegen Neefzern wurde auf 30 m. herabgesezt, die Berufung anzuerkennen. Die Fabrikanten versprechen, sobald der Streit deven Plätze befezt halten soll. Hiervon werden Pretoria, Johannes- Schmidts verworfen. beendet ist, sich mit ihren auswärtigen Kollegen in Vers burg und Bloemfontein je 10.000 Mann erhalten, während in die op bindung zu setzen, und sie zur Einführung dieses Tarifs zu übrigen Pläge Bejagungen von 50-300 Mann gelegt werden sollen. Eine Freisprechung und eine Verurteilung wurden dem bewegen. Wenn erst einmal für ganz Deutschland ein einheitlicher Dieses militärische Aufgebot von 80 000 Mann ist für die Zeit von Genossen Haupt in Magdeaurg. verantwortlicher Redacteur der Tarif bestehe, dann sei auch Aussicht vorhanden, daß später der jetzt Oktober 1900 bis Oktober 1901 berechnet, wozu noch eine ständige Volksstimmte", zu teil. Freigesprochen wurde er von der Anklage von den Arbeitern aufgestellte Tarif durchgeführt werde. Bejagung von 20 000 Mann in der Kapkolonie und Natal tommen der Gotteslästering, begangen durch Abdruck des Dehmelschen Hierauf zog sich das Einigungsamt zurid. Nach einer Gedichts„ Die Magd". In dieser Sache war Haupt schon einmal 21/ 2stündigen Beratung verkündete der Borfigende v. Schulz, daß die Darans ist ersichtlich, daß England nicht gewillt ist, den Krieg zu einem Monat Gefängnis verurteilt worden, das Reichsgericht Versuche, eine Einigung zu stande zu bringen, zum Bedauern anders als mit einer Annektion der beiden Republiken zum Abschluß hatte jedoch das Urteil wegen eines Formfehlers aufgehoben. Hätte des Einigungsamts gescheitert seien. Der nächfte Termin, zu bringen. om die Straffammer in der ersten Verhandlung diesen Formfehler nicht in dem Beweis erhoben, beziehungsweise ein Schiedsspruch gefällt begangen, dann kommte ihn fein Gericht von der Strafe für eine werden soll, findet am Donnerstag, den 27. September, 9 Uhr statt. Die brutale Herrschaft, welche die englischen„ Kulturträger" nicht strafbare Handlung befreien, denn eine Berufung in Straf- Nunmehr entstand eine Besprechung fiber das beizubringende Beweißenglischen ,, Kulturträger" sachen haben wir leider nicht. zur Zeit in Südafrika ausüben, wird wieder durch einen Protest material. Seitens der Arbeiter wurde zur Begründung ihrer FordeDagegen wurde Haupt zu 100 m. Geldstrafe verurteilt wegen rungen angeführt, daß verschiedene auswärtige Firmen schon jetzt einiger Hundert aus Südafrika verbannter Aus Beleidigung der Polizeibehörde in Halle. höhere Löhne zahlen, Länder erwiesen, der in der holländischen Deutschen Zeitung" wie fte Berlin fte in üblich find, weiter werden Beweismaterial die von der Orga zum Abdruck gelangt. Diese tamen am Sonntag auf dem Genoffe Suth in Brandenburg wurde in seiner Eigenschaft nisation veranstalteten über Erhebungen die Löhne englischen Dampfer Manhattan" in Vlissingen an. Der Protest als Redacteur der Brandenburger Beitung" wegen Beleidigung Berlin angeboten. Die Vertreter der Fabrikanten wollen die eines Fabrikanten zu1 20 M. Geldstrafe verurteilt. Auf Grund des Beweiserhebungen beschränkt sehen auf die Arbeitsverdienste, welche fliegenden Gerichtsstands fand die Verhandlung in Luckenwalde statt. auf Grund des neuen Tarifs der Fabrikanten vom 9. Juni erzielt worden sind, und alles, was sich auf die Zeit vor dem 9. Juni bezieht, ausgeschieden wissen. Lautet: " 21 " sout ng L Gewerkschaftliches. en als TH Unterzeichnete, Unterthanen verschiedener Staaten, von der englischen Regierung als migliebige Personen aus Transvaal entfernt, veröffentlichen hiermit ihren Einspruch gegen die Behandlung, die sie sich gefallen Taffen mußten. 1. Viele wurden, ohne jegliche vorherige Warnung, Die Möbeltransport- Arbeiter und Kutscher waren gestern mit Zurüdlaffung von allem, was sie besaßen, darunter einige, Zur Lohnbewegung der Buchbinder. in den Arminhallen versammelt, um den Bericht über den Stand Sie nicht einmal von Frauen und Kindern Abschied nehmen durften, Gestern vormittag fand eine sehr start besuchte Versamm ihrer Bewegung entgegenzunehmen. Danach haben am Montag joverhaftet und wie die schlimmsten Verbrecher weggebracht. Tung der ausgesperrten und streitenden Arbeiter und Arbeite- fort bewilligt die Firmen: Bartz u. Co., Block und Brode u.( Co., 2. Die Reise von Pretoria nach East London mußte beinahe ohne rinnen statt. Brückner gab den Bericht über den Stand dagegen tam es bei den Firmen: Jul. Schumacher- Friedenau, Gust. Ausnahme in offenen oder Viehwagen gemacht werden, und der Lohnbewegung. Danach haben bis jetzt 51 Firmen mit Knauer und A. Schäfer zum Ausstand, der zu Gunsten der Arbeiter in diesen war noch nicht einmal immer genügender Raum. U. a. 250 männlichen und 610 weiblichen Arbeitern die Forde verlief. Es wurden Lohnerhöhungen zwifcheir 4 bis 6 M. pro Woche faßen in einem Wagen 18 Frauen mit 42 Kindern. Alle Reisenden rungen bewilligt. Die Zahl der Ausständigen wird auf 1250 erzielt. waren der scharfen Nachtkälte ausgesetzt, und viele konnten sich angegeben. Es haben sich bis jetzt nur wenige Arbeitswillige ge- Die Versammelten erklärten sich mit den erreichten Vorteilen für nicht einmal gegen den heftigen Regen schützen. Die Eisenbahn- funden. Welche Mühe die Unternehmer sich geben, um solche heran- diesmal einverstanden, verpflichteten sich aber, fest zur Organisation, reise dauerte durchschnittlich 4-5 Tage, und da die englische Re- zuziehen, fagt der Redner, sehe man daraus, daß man fünf arbeits- dem Centralverband der Handels-, Transport- und Verkehrsarbeiter, gierung eine Nahrungsmittel verabreicht hatte, willige Kollegen aus Bayern verschrieben habe. Diese hätten aber, zu halten, um das Errungene zu sichern und auch in Zukunft den wollten einige ani Bahnhof von Bloemfontein Eßwaren sobald fie von der hiesigen Lohnbewegung unterrichtet worden seien, Unternehmern gegenüber gewappnet zu sein. taufen, wurden aber von Soldaten mit der Drohung die Arbeit sofort wieder niedergelegt. In den bürgerlichen zurückgejagt, daß jeder, der den Zug verlasse, der den Zug verlasse, nieder- Beitungen, sagt der Redner weiter, würde heute geschrieben, daß Die Lohubewegung der Berliner Glaser beschäftigte gestern geschossen werde. 3. Ueber die Behandlung an Bord des auf der Konferenz in Leipzig eine völlige Einigung erzielt worden abend eine zahlreich bejuchte Versammlung dieser Arbeitergrippe. Transportschiffes Manhattan". Die Gelegenheit, sich zu rei- sei. Das sei jedoch nicht der Fall und müsse man erst nähere Der Gesellenausschuß, der die gestern im Vorwärts" veröffentlichten nigen, war sehr mangelhaft. Seife wurde niemals ver- Nachrichten abwarten. Forderungen der Junung unterbreitet hat, erstattete Bericht. Danach abreicht; etiva 5 Liter heißes Wasser diente zum Waschen der Inzwischen sind die Vertreter von der Leipziger Konferenz ein- hat die Juuung in ihrer Versammlung vom 18. September einTeller, Löffel, Gabeln und Echüsseln für etwa 500 Stöpfe: jeder getroffen und Bergmann giebt bekannt, daß die Verhandlungen mit stimmig beschlossen, diese Forderungen nicht zu bewilligen. Es entspann Reisende mußte dies für sich selbst thun. Eine Ede, in der sich den Brinzipalen für Berlin als gescheitert zu betrachten sind. Wohl sich eine lebhafte Debatte. Die hartnäckigteit der Meister wurde der Abort befand, war in so scheußlichem Zustande, daß man sich seien für Leipzig und Stuttgart Abmachungen getroffen worden, allgemein mißbilligt und der Vorschlag, mit dem Streit zu antscheute, Gebrauch davon zu machen. Die Zubereitung des Effens diese feien jedoch für die Berliner unamnehmbar.. Er ersucht die worten, fand lebhaften Beifall. Die Versammlung beschloß, am ließ alles zu wünschen übrig; Kaffee, Thee de bewilligt wird, ist weiter zu arbeiten. und Versammelten, die Arbeit trotz der seitens der Prinzipale au Donnerstag früh, d. h. heute, in den Streit einzutreten. Bo Suppe wurden in Eimern, aus denen man am Morgen sie gelangenden Aufforderungen nicht aufzunehmen Die Lohnkommission ist verdie Dede abgewaschen hatte, gereicht, das andre Beschlüsse der Donnerstagabend stattfindenden öffentlichen Verfanm pflichtet, dort wegen der Unterschrift vorstellig zu werden. Essen in eisernen Behältern, die früher für die lung abzuwarten. Von den Hauptforderungen ist in der gestrigen Veröffentlichung Soldaten als Spudnäpfe Spudnäpfe gedient hatten. Die fehr lebhafte Diskussion ergiebt, daß die Versammlung mit eine nicht genannt. Sie sei deshalb nachgetragen: 50 Pfennige Sonntag, 26. August, war das Fleisch in einem derartigen Zu dem Vorschlag einverstanden ist und es wird dementsprechend be- Stundenlohn für schwächere Arbeiter. Betreffs dieser hat der stand der Verwesung, daß man auf 50 Meter Entschlossen. von den Kollegen gewählte Vertrauensmann in den Werkstätten mit fernung den Gestant nicht ertragen tonnte. Die Es wird in den Zeilungen von Leipzig aus berichtet, daß die dem Arbeitgeber zu verhandeln." ärztliche Behandlung war fläglich. Sie war einem Herrn Adams dortigen Verhandlungen zu einem befriedigenden Resultat geführt gewählt. dol Als Streitbureau wurde das gofal von Stranim, Nitterstr. 123, anvertraut, deffen Abneigung gegen die Ausländer so start war, haben. Demt gegenüber ist zu bemerken: Für Leipzig und Stutt daß er sie nicht einmal während der Ausübung seines Berufs ver- gart find allerdings bindende Beſchlüſſe gefaßt, die Berliner Ver- stundastatai Deutsches Reich. bergen konnte. Einer Frau, die ihr krankes Kind zu ihm brachte, treter haben jedoch den Beschlüssen nicht zugestimmt. Es sollte die Verhandlung zwischen den Werftbesitzern und and fagte er: Run ja, es tommt nicht darauf an, von diesen Holländern einige Rinder sterben, für Matteusefterminimal for f 13,00 pr. wie verlangen wiederaufnahme der Arbeit ohne Lohnerhöhung; fie, verfür Arbeiterinnen der Minimallohnt auf 13,50 M. festgelegt worden; gesperrten. Hamburger Werftarbeitern ergab: Die Werftbefizer den Engländern sind auch schon genug gestorben." Während Bertreter der Berliner glaubten solche Abmachnungen nicht ver- iprechen dagegen, alle Arbeiter, von einigen Ausnahmen ab14 Tagen wurden wir von 100 Soldaten bewacht, die jedenfalls antworten zu können und erklärten, daß sie keine Garantie dafür geichen, wieder einzustellen. Die Zustimmung der Arbeiter- Verzum Abschaum der englischen Nation gehörten. Sie waren voll übernehmen könnten, daß die Arbeit in Berlin am Montag wieder jammlungen ist noch erforderlich. Ungeziefer, und häufig sahen wir, wie sie sich in demselben aufgenommen wird. nis Raume, in Ter Verband der Sandschuhmacher beschloß durch Urab geziefers entledigten und es von ihren seleiderit auf wir aßen, vollständig nadt des Unit Das Berliner Tageblatt" brachte in feiner Abendausgabe vom ſtimmung mit 1475 gegen 691 Stimmen die Erhöhung der Beiträge den Boden schüttelten. Um der Wahrheit die Ehre zu geben, müssen Montag einen längeren Artikel über die Buchbinderbeweging, der auf 45 Pf. pro Woche, mir vermelden, daß nach Madeira das Essen etwas besser geworden zwar mehrere Irrtümer enthält, sich aber im allgemeinen sich aber im allgemeinen Die Münchener Tischlermeister lassen jetzt ihrer Rachsucht jämtlichen wo über die Aufhebung des Streits seitens der Gesellen Stellung würde, wurde auf genannter Insel einiges Schlachtvich für uns Betrieben in den drei Städten die Arbeit eingestellt sei. genommen wurde, beschloß man, den Streit nur dann als beendet anzugetauft. Wenn man aber fünf Wochen Hunger gelitten hatte, so In Berlin wird thatsächlich nur bei solchen Firmen gestreift, die die sehen, wenn erstens von der Lohukommissiou die schriftliche Erklärung half das ordentlichere Effen, das man in den letzten sieben Tagen Forderungen nicht bewilligt haben. Die beabsichtigte Verkürzung abgegeben wird, daß der Streit beendet ist, went giveitens die erhielt, auch nicht mehr viel." der Arbeitszeit beschränkt sich auf eine halbe Stunde an Sonn- Fernhaltung des Zuzugs nach München aufgehoben und die gesamte Das charakteristische Schriftstück, das von 23 Deutschen, abenden und den Vorabenden der Feiertage. Dann sind die Ge- socialdemokratische Presse durch die Lohukommission davon benach95 Niederländern, 46 Italienern und 10 Amerikanern hilfen nicht plötzlich mit der Forderung einer fünfprozentigen Er- richtigt wird und wenn drittens ausnahmslos die vom Arbeitgeberunterzeichnet ist, schließt mit den Worten:„ Wir erlassen diesen höhung der Accordpreise hervorgetreten, sondern es wurde verband ausgearbeitete Arbeitsordnung, unterschriftlich anerkannt Protest, um zu zeigen, wie das humane England, das den Krieg das nur als ein Notbehelf bis zur Renbearbeitung des wird. Im Laufe der Diskussion wurde von einzelnen Scharfin Südafrika begonnen hat, um die Unterdrückten zu beschützen, Tarifs vorgeschlagen. Zum Schluß heißt es:„ Die Ar- machern das Vorgehen des Bürgermeisters von Borscht, der sich seine Kultur den Unterthanen andrer Mächte gegenüber be- beitgeber wollen sich, wie ausdrücklich betont wird, dem ungerufen in den Kampf eingemischt habe, scharf getadelt und bethätigt." In einer Anmerkung ist noch erwähnt, daß sich der Berjuch der Arbeiter, Einwirkung auf die Betriebseinrichtungen und dauert, daß er sich von der Lohnkommission habe einseifen" laffen. Kapitän von den Reisenden erster Klasse ein Zufriedenheitszeugnis Arbeitsbedingungen zu gewinnen, energisch widersetzen." Jeder and Herausfordernder konnte sich das Münchener Prozentum nicht ausstellen ließ und dabei auch die Unterschrift von Kindern nicht ständige Mensch wird es als ein unbilliges Verlangen ansehen, wenn benchmen; es scheint, als ob ein paar Maßkrüge nachgeholfen haben. verschmäht hat! der Käufer der Arbeitskraft einseitig dem Verkäufer derselben die Be- Ihr Verlangen ist dumm und vormiert und wenn die Arbeiter wirkdingtingen vorschreibt. mod mod latinwand lich augenblicklich in der Zwangslage wären, diesem Verlangen zu folio and mut Durch besondere Unkenntnis des Sachverhalts zeichnet sich die willfahren, dann steht eine solche Zusage auf dem Papier und nieTägliche Rundschau" aus. Diese leite die befannte Erklärung der mand würde sich daran halten. Wohl aber wäre für eine gelegenere Buchbindereibefizer mit der Behauptung ein, der Streit wäre von Zeit ein mächtiger Anreiz für neue Kämpfe geschaffen. den Arbeitern frivol vom 8aun gebrochen". Ausland. ist. Als dem Kapitän deutlich gemacht wurde, daß das ärgste zu tum ist, das Blatt, wenn es schreibt, daß in durch cine gewisse Neutralität auszeichnet. Im Frr gegen, die streikenden Gesellen freien Lauf. In einer Versammlung, befürchten wäre und daß er dafür verantwortlich gemacht werden d is o lom pa ne Partei- Nachrichten. In Barcelona befinden sich 18 000 Tertilarbeiter im Ausstand. o Ueber den Ausstand der Bergarbeiter in Penn " Bociales.mid Ein Parteitag der südslavischen Socialdemokratie fand Sonnabend und Sonntag in Triest statt. Aus dem Bericht über die Tageszeitungen versandt, in dem die vielen Vorwürfe und falschen Die Lohukommission der Buchbinder hat ein Cirkutlar an die Barteithätigkeit ist zu erwähnen, daß die Partei danernd Fort- Behauptungen widerlegt werden. Es wird darin auch jedem freischritte mache, besonders in Oberkrain und im Küstenlande. Eine gestellt, sich durch persönliche Einsichtnahme in den Tarif 2c. von der vielversprechende Frauenorganisation hat sich in dra gebildet. Wahrheit der gegebenen Darstellung des Sachverhalts zu überzeugen. Ivanien wird der„ Frankf. 8tg." aus New York gemeldet: Gewerkschaftlich organisiert sind die Schuhmacher, die Gerber, die Man wird nun abwarten müſſen, ob die bürgerliche Preſſe, die Die Streiter erhielten gestern Zuwachs Indessen behaupten sowohl Schneider, die Buchdruder, die Bergarbeiter, Holzarbeiter, die Eisen- bisher unbesehen die Zuschriften der Unternehmer abdruckte, von gesellschaften, daß der Betrieb nur wenig beeinflußt werde. Die die Bennsylvania" wie die Philadelphia" und" Reading"-Kohlens bahner. Auf der Südbahn, insbesondere in Laibach, versuchte man diesem Cirkular entsprechende Notiz nimmt. durch Terrorismus der Bewegung entgegenzutreten. Auch auf der mindsided und Blätter schätzen die Streiferzahl zwischen der Hälfte und 3/4 aller Staatsbahn versuchte man vergebens, durch Maßregelungen einzu Arbeiter. schüchtern. Auf dem Lande erscheint noch die Thätigkeit der Bildungs- lungen der Buchbinder, die am Dienstag, den 18. d. M. auf Veranlassung und Reading Kohlen- und Eisengesellschaft" die Preise um 25 Cents Aus Leipzig wird uns geschrieben: Die EinigungsverhandInfolge des Ausstands im Stohlengebiet hat die„ Philadelphia vereine für die Verhältnisse am besten passend. des Tarifamts der Buchdrucker im Buchgewerbehause zu Leipzig stattNach einem Referat über die politische Lage wurde eine Resolution gefunden haben, haben zu einem befriedigenden Resultat geführt. Es für die Tonne erhöht. angenommen, die gegen die Rechtlosigkeit der Arbeiter protestiert. ist zunächst eine Einigung über die allgemeinen Bestimmungen herbeiZur Organisation wurde beschlossen, die Parteileitung provisorisch geführt worden, wonach der Minimalstundenlohn auf45 Bf. und für Genotiple siisti Sociales sis stami nach Triest zu verlegen, wo auch das Parteiblatt Rdeci Prapor" hilfen im ersten Jahre nach beendeter Lebrzeit auf 38 Pf. festgelegt ut die sk didatimpal erscheint; ferner einen Barteisekretär anzustellen und ein Partei ist, mit 5 Proz. Zuschlag in Berlin und Leipzig. Außer der Bezahlung Sur Arbeitslosigkeit in der Textilindustrie. Nach einer archiv einzurichten. Jede Lokalorganisation foll monatlich pro Mit der Frühstück- und Besp. patober in straft und wird voraussichtlich veranstaltet hat, find dort 519 Weber, 107 Spuler, 17 Stopferimen glied 2 Heller( Pfennige) an die Parteileitung abliefern. und Vesperpausen ist die Frauenarbeit geregelt worden. Statistik, welche die Filiale des Textilarbeiter- Berbands in se ottbus Das Der Tarif tritt Barteiblatt soll zu einem Wochenblatt ausgestattet werden. Die 3 Jahre Gültigkeit haben. Heute, am 19. 6. M. beginnen die eigentlichen 84 Stepperinnen, Stnoterinnen und Zwirnerinnen, 72 Spinner und Barteileitung soll ein Kommunalprogramm entwerfen und einen Tarifverhandlungen. Nachdem die Gehilfen die jeßige Festsetzung der Fadenammacher und 95 Färberei- Arbeiter, zusammen 894 Personen Blan zur Erkämpfung des allgemeinen gleichen. Wahlrechts für allgemeinen Bestimmungen gebilligt haben, nachdem nach Ansicht arbeitslos. Dazu kommen noch diejenigen, die tages und wochen Gemeinde und Landtag ausarbeiten. der Prinzipale weiterhin größere Differenzpunkte in den Tarif lang aussetzen müssen und deren Zahl auch nicht gering ift. In den Die Genoffen Steiermarks haben sich in einer außerordent- beratungen ausgeschloffen feien, ist somit berechtigte Hoffnung meisten Betrieben wird 11 Stunden gearbeitet. lichen Landeskonferenz in Graz mit der Vorbereitung der Wahlen vorhanden, daß es zu einer Einigung kommt. Wie die Leser er Vom gewerblichen Mittelstand. Auf dem dieser Tage in beschäftigt. Sie haben die Standidaten aufgestellt, über die AufFreiburg stattgehabten, Berband stag der badischen Gebringung der Wahlkosten Beschlüsse gefaßt und außerdem beschlossen, werbevereine wurde ein Beschlußantrag angenommen, der die daß das Grazer Parteiblatt Arbeiterwille" vom 1. November bis Berlin und Umgegend. radi sid ju Schaffung von den ganzen Verband umfassenden Wohlfahrtszur Beendigung der Wahlcampagne täglich erscheint. and Der Streit der Militäreffekten- Sattler beschäftigte am Mitt- einrichtungen, wie Krankens, Unterſtügungs- und Sterbefassen, Polizeiliches, Gerichtliches usw. to bitwoch wieder das Einigungsamt des Gewerbegerichts. Nachdem sowie die Einrichtung eines, einheitlich organisierten ArbeitsSassenbach die Forderungen der Streifenden turz vorgetragen nachweises verlangt. Desgleichen sollen Regierung und Kammern Ein Jahr Gefängnis. Der verantwortliche Redacteur der hatte, erklärte Prägel namens der Fabrikanten: Auf zur Einrichtung von Meisterkursen und Fachschulen sowie zur Erfurter„ Tribüne", Genosse Levy, wurde am Dienstag von der die Bewilligung des des Neunstundentags und die Abschaffung ausgedehuteren Ausbildung der Lehrlinge und Weiterbildung Straftammer in Erfurt wegen Majestätsbeleidigung zu einem Jahre der Heimarbeit könnten die Arbeitgeber nicht eingehen. Da der Gesellen und Meister auch in Musterwerfstätten auf allgemeine Gefängnis verurteilt und sofort in Haft genommen. Näheres wird gegen feien sie bereit, über die Löhne in Verhandlungen Landestosten veranlaßt werden. An den Verband der deutschen noch nicht darüber mitgeteilt. Sun einzutreten. Sie geben ohne weiteres zu, daß die Löhne der Militär- Gewerbevereine und dessen Unterverbände wurde das Ersuchen ge= effetten- Sattler teine glänzenden feien, und daß sie bei weitem nicht richtet, beim Bundesrat bezw. den Regierungen der Einzelstaaten Ein focialdemokratischer und ein andrer Preßsünder. heranreichen an die Löhne, welche in Berlin in andren Berufszweigen dahin borstellig zu werden, daß Privatarchitetten und Vom Schöffengericht in Wiesbaden war seinerzeit der verantwortliche gezahlt werden. Die Fabrikanten feien deshalb geneigt, den Ar- sonstige Techniker, die sich neben ihrem eigentlichen Berufe Redacteur der Frankfurter Voltsstimme", Genosse W. Schmidt, zu beitern hinsichtlich der Löhne entgegen zu kommen, aber nicht nur noch mit der Lieferung von Baubedarfsartikeln befassen, für 200 M. Geldstrafe verurteilt worden, weil er durch einen Artikel für Berlin, sondern für ganz Deutschland müßte mit Rüdsicht auf diesen besonderen Teil ihrer Erwerbsthätigkeit auch zur feines Blatts einen Gutspächter beleidigt haben sollte. Gleichzeitig die auswärtige Konkurrenz eine Lohnerhöhung eintreten. Von Steuerleistung herangezogen, demgemäß als Kaufleute int mit ihm verhandelte dasselbe Gericht gegen den Redacteur des einer unveränderten Annahme des von den Arbeitern aufgestellten Sinne des Handels- Gesetzbuchs betrachtet werden und gleich den Wiesbadener Generalanzeigers", b. Neefzern, der in der gleichen Tarifs tönne vorerst noch keine Rede sein, denn dazu würden sich Bauunternehmern ihre Anmeldung zu den Handelskammern sowie Angelegenheit gegen den Pächter einen viel schärferen Artikel die auswärtigen Fabrikanten nicht verstehen. Es werde deshalb ihre Eintragung ins Firmenregister zu bewirten haben; ebenso solle gebracht hatte. Gegen diesen lautete das Urteil nur auf 100 m. vorgeschlagen, die Tarifverhandlungen an dem Punkte wieder auf den staatlichen Baubehörden der Bezug von Bauartikeht Geldstrafe. abs daunehmen, wo sie vor dem issik in der Zwanziger- Kommission ab- auf eigne Rechnung nur in besonderen, von der vorgesezten Diensta Tarifverhandlungen. " " * Resolution zum Referat über Verkehrs. und Handelspolitit. behörde zu genehmigenden Ausnahmefällen gestattet werden. Die 11. Ottoberbs. 38. ab ein 2ohwguschlag von 5 Pro 3. erfolgt; I mertung ein, daß der reine Freihändlerstandpunkt von der Partei schon seit Principien der Gewerbefreiheit will der Verband hoch- Tarifformulare sind jederzeit vom Vertrauensmann Walther erhält 20 Jahren aufgegeben sei. Dagegen wandten er und Stolle sich entschieden gehalten, aber deren Auswüchse" energisch bekämpft wissen. dis lich. Im übrigen wurde noch darauf aufmerksam gemacht, daß eine im Interesse der außerpreußischen Staaten gegen die Uebernahme auf regere Beteiligung durch Entnahme von Beitragsmarken erfolgen möge. das Neich. Morgen wird die Diskussion mit David und Bebel als Die Zahlstellen der Steinarbeiter befinden sich wie bisher in ersten Rednern fortgesetzt werden. • Versammlungen. den Lokalen von Fiebelfow, Dorfstraße 37, und Faber, StephanIm Wahlverein des 4. Kreises( Süd- Ost) fand am straße 11, ferner wurden alle Steinabeiter ersucht, sich vollzählig Dienstagabend bei Brüder, Waldemarstraße, eine gut besuchte Ver- an den am Freitag, den 21. September, stattfindenden GewerbeBergerichtswahlen zu beteiligen. sammlung statt. Vor Eintritt in die Tagesordnung wurde dem AnIn dem Ausgleich der Produktions- und vornehmlich der Arbeitsdenken der verstorbenen Parteigenossen Grube nnd Dellrich die übliche Eine Malerversammlung für Berlin- West, Schöneberg, Ehrenbezeugung erwiesen. Die Versammlung befaßte fich zunächst Wilmersdorf, Friedenau tagte am 18. September im Lokal von Obst bedingungen auf dem nationalen sowie dem internationalen Arbeitsmarkt erblickt die Socialdemokratie eine wichtige Voraussetzung für mit einem Artikel des„ Korrespondent", des Organs der Buchdrucker, in der Grunewaldstraße zu Schöneberg. Einberuferin war die in welchem unter der Ueberschrift:„ Ein Buchdrucker- Berschmetterer" Agitationstommission der Gewerkschaft der Maler Berlins und Um die wirtschaftliche, sociale und politische Erstarkung der Arbeiterklasse. in tendenziöser Weise über den Vortrag des Genossen Ströbel„ Die gegend". Genoffe at er wvies in einem längeren Vortrage die Not- Das Tempo dieses Ausgleichs wird durch die Verkehrs- und HandelsGeschichte der englischen Arbeiterbewegung" in der vorigen Mit- wendigkeit der gewerkschaftlichen Organisation nach und empfahl den politik eines Lands in weitgehendem Maße beſtimmt. gliederversammlung berichtet wurde. Bom Genoffen Böhm wurde Anschluß an die genannte Lokalvereinigung. Seine Ausführungen der einheitlichen Organisation entbehrend, ohne maßgebende Beein Die gegenwärtige Verkehrspolitik im Deutschen Reich, eine Resolution eingebracht und einstimmig angenommen, welche sich fanden lebhaften Beifall. Genk sprach dann über die augenblick der einheitlichen Organisation entbehrend, ohne maßgebende Beein gegen diese Art Berichterstattung wendet. liche Tarifbewegung und erklärte es für selbstverständlich, daß fluffung seitens der Volksvertretung, überwiegend nach fiskalischen nur Kenntnis von dem gegen den Genossen Ströbel gerichteten ge- ihre Schuldigkeit thun würden. Notwendig wäre, daß die Kollegen Arbeiter, die Chancen des Arbeitsmarkts auszunüßen; sie versagt Resolution. Die heutige Versammlung nimmt mit Bedauern auch die Anhänger der Lokalorganisation im geeigneten Moment Gesichtspunkten geleitet, steht nicht nur jeder wesentlichen Erleichterung des Verkehrs im Wege, fie verhindert namentlich den häſſigen Artikel in Nummer 102 des„ Korrespondent" Die beider Organisationensrichtungen zusammen vorgingen. S Das scheine Versammlung erklärt den Bericht über den vom Genossen Ströbel aber der Centralverein deutscher Maler nicht zu wollen. Dieser habe ferner, gehemmt durch parlamentarischen Widerstand, auf dem in unserm Wahlverein gehaltenen Vortrag wegen des Verschweigens durch die Wahl des Tags und durch die Art der Einberufung von des Gütertransports und gleichzeitig die Erschließung weiter Gebiete Gebiete des Wasserstraßenverkehrs eine weitgehende Verbilligung des Hauptinhalts und der übertreibenden Entstellung einiger Neben einer Versammlung, die fich mit der Tarifangelegenheit sächlichkeiten für eine bewußte unwahrheit. beschäftigte, die Lokalisten gefliffentlich ferngehalten. Ferner für die Industrie, woraus der Arbeiter gleichzeitig als Produzent Sie bedauert ferner, daß der„ Korrespondent" derartige Be- beabsichtige er mit der Forderung, daß die Meister wie als Verbraucher Vorteile zu erwarten hätte. Hält die Herrschende Verkehrspolitik den Ausgleich der Prosichte aufnimmt in der Absicht, die Verbandsmitglieder gegen die nur den paritätischen Arbeitsnachweis benutzen sollten, einen focialdemokratische Partei aufzuheben. Ueber das Vorgehen des Schlag gegen die Gewerkschaft", die einen gut funktionierenden buktions- und Arbeitsbedingungen auf dem inneren Markte zum Verfassers des Berichts, der nicht den Mut besaß, in der Ver- Arbeitsnachweis habe. Mit den andren Punkten des Tarifentwurfs Schaden der Arbeiterklasse, zum Schaden der deutschen Volkswirtschaft sammlung sich zum Wort zu melden, auch jetzt noch nicht den der Anhänger der Centralisation ist Redner vollständig einverstanden. hintan, fo steuert die gegenwärtig durch ihre Schutzölle für das Mut befigt, seinen Namen öffentlich zu nennen, spricht die Ver- In seinem Sinne äußerten sich noch mehrere Kollegen, von denen Deutschland in seinen Beziehungen zum Weltmarkt die gleichen Volt schon schädliche Handelspolitik Zielen zu, die für sammlung ihre tiefste Mißachtung aus." einer jedoch an dem Tarifentwurf verschiedenes auszusetzen hatte. Alsdann erhielt Genosse Dr. Wehl das Wort zu seinem Vor- Klo, als Vertreter der Centralisation, bestritt entschieden, daß Folgen zeitigen müssen, wie die Verkehrspolitik innerhalb der nationalen Volkswirtschaft. Die Großgrundbesitzer und der übertrage über das Reichs- Seuchengefez und die Mißstände im Kranten- man die Mitglieder der Lokalvereinigung von der durch Genz hauswesen". Der Bortragende führte aus: Durch dieses Gefeß, das erwähnten Versammlung babe fernhalten wollen. Schließlich wurde wiegende Teil der Industriellen, die landwirtschaftlichen und gewerbdie Anzeigepflicht für verschiedene ansteckende Krankheiten eingeführt das Bureau beauftragt, zum nächsten Sonntag nach dem Gewerkschafts- lichen Kartelle streben unter nicht zu verkennender Begünstigung habe, sei den Behörden eine weitgehende Bollmacht bezüglich der Ueber- haus eine öffentliche Versammlung mit der Tagesordnung: Unser feitens der Regierung eine Schutzzollpolitik an, die Deutschland führung in ein Krankenhaus und der Isolierung tranter oder frankheits- neuer Tarif", einzuberufen und dazu die Verwaltungen bei der von der Weltwirtschaft in hohem Grade abschließen müßte, den verdächtiger Personen eingeräumt worden. Wenn der Staat aber ver- Organisationen, sowie den Vertrauensmann der Berliner Maler und Interessenten aber den inneren Markt, ungehindert von jeglicher Tange, daß das Individuum den Gesamtinteressen sich unterordne, so den Gesellenausschuß einzuladen. habe er auch die Verpflichtung, in erster Linie dafür zu sorgen, daß die Zustände in den Krankenhäusern menschenwürdige seien. Das dies Parteitag. 4 Ronkurrenz des Auslands, zur Aussaugung preisgeben würde. Unter der Devise: Schuß der nationalen Arbeit" soll der Verbraucher, vornehmlich die Arbeiterklasse, der Preisdiktatur des vereinigten Unternehmertums machtmacht und hilflos überliefert werden. Da die deutsche Einfuhr zu vier Fünfteln aus Rohstoffen und Nahrungsmitteln besteht, berteuert diese Schutzzollpolitik die wichtigsten Produktionsmittel und die Lebenshaltung der deutschen Arbeiterklasse, die im Vergleich zum fonkurrierenden Ausland schon bisher schlechter gestellt ist, mindert dadurch in absehbarer Zeit deren wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und beeinträchtigt daher nicht nur das Streben der deutschen Arbeiterschaft nach beffern Arbeits- und Lebensbedingungen, sondern auch die Stellung der deutschen Produktion auf dem Weltmarkt, auf dem Deutschland nur mit billigen Rohstoffen und mit einer gut gelohnten und gut fituierten Arbeiterklasse seinen Plaz dauernd behaupten kann. Die Annäherung der Produktions- und Arbeitsbedingungen innerhalb der Länder der Weltwirtschaft wird gehemmt und damit die Herbeiführung der internationalen Gleichartigkeit der Arbeiterinteressen auf wirtschaftlichem Gebiete aufgehalten. heute nicht der Fall ist, bewies der Redner an der Hand des steno i gost graphischen Berichts der Reichstagssigung, in welcher Abg. Antric bie Mißstände im Moabiter Krankenhause öffentlich kennzeichnete. Mainz, 19. September. Es sei kein Wunder, wenn angesichts derartiger efelerregender ZuNachmittags Sigung. stände eine allgemeine Antipathie gegen die Krankenhäuser anzutreffen Der Antrag, die Alkoholfrage auf die Tagesordnung des nächsten sei. Jeder Arbeiter, der in einem Krankenhause liege, solle ben Mut Barteitags zu segten, führt noch zu einer lebhaften Debatte, haben, Beschwerden an der kompetenten Stelle anzubringen und zu an der sich abler Kiel, der den Alkohol für Privat vertreten. Tuberkulose und Syphilis, diese beiden Volksfeuchen, die jährlich Behntausende dahinraffen, seien in dem Gesetz nicht behandelt, fache erklärt, Bidelmann München, Braun Königsberg weil deren ernstliche Bekämpfung Reformen erfordere, zu denen sich und Wurm beteiligen. Dieser betont: es wäre ein Armutszeugnis unfre kapitalistischen Regierungen nicht verstehen werden. Die Be- für den Parteitag, wenn wir meinten, wir könnten die Alkoholfrage seitigung dieser Seuchen sei nur in einer socialisierten Ordnung herausgreifen aus den übrigen socialen Fragen. Der beste Kampf zu erreichen; für diese lettere zu streben müsse also das vornehmste gegen den Alkoholismus ist der Kampf gegen das Volkselend, keine Biel bleiben.( Lebhafter Beifall.) Kurpfuscherei! Der Antrag wird schließlich abgelehut; dagegen wird In der Diskussion bemerkte Stadtv. Toltsdorf, daß die beschlossen, über die Wohnungsfrage auf dem nächsten Parteitag zu Fraktion im Roten Hause von den Dingen im Krankenhauswesen nicht viel erfährt, weil fein Socialdemokrat Mitglied der Krankenhaus verhandeln. Deputation ist. Die socialdemokratischen Stadtverordneten würden sie en bloc- Annahme der Vorschläge der Kommission.( Referent Entscheidungen und Aufgaben der Verkehrs- und Handelspolitik ein: Stadtv. Dr. Freudenberg fagt, er hätte die Mißstände Auer.) Danach wird der Fraktionsentwurf in folgenden Punkten A) 1. Für eine innerhalb des deutschen Wirtschaftsgebiets einheit betreffs des Moabiter Krankenhauses im Plenum der Stadtverordneten- geändert: fich aber bemühen, Remedur zu schaffen. " " Rasch erledigte fich die Revision des Organisationsstatuts durch Absatz 2 des§ 2, der vom Ausschluß handelt, Von diesen Erwägungen ausgehend tritt die socialdemokratische Partei Deutschlands im Hinblick auf die bevorstehenden wichtigen liche Gestaltung der Verkehrspolitik durch Uebernahme der Eisenbahnen auf das Reich unter Verwerfung des vornehmlich in Preußen groß gezogenen fiskalischen Verwaltungsprincips; 2. für weitgehende Ermäßigung der Personentarife zur Verwirklichung des juristisch- formalen Rechts der Freizügigkeit der Arbeiter; 3. für den Ausbau eines deutschen Wasserstraßensystems, Hauptsächlich für den Bau des Mittelland- Kanals, im Notfalle durch das Reich. Lebensmittel. Für möglichste Beseitigung event. Herabsetzung der bisherigen Zollsäge bei der Neugestaltung des Bolltarifs; 2. für eine Handelsvertragspolitik, die sich das Ziel setzt, die wechselseitigen Handelsbeschränkungen fortschreitend aufzuheben und den freien Weltverkehr zu fördern; 3. für Verwerfung aller zollgefeglichen Maßnahmen( wie Magimal- und Minimaltarif, Wertzölle 2c.), die einen engeren handelspolitischen Anschluß Deutschlands an andre Staaten erschweren. Calwer. * * " Resolution zu Punkt Landtagswahlen". Der Parteitag wolle beschließen: Bebel. Versammlung zur Sprache gebracht, wenn ihm nicht Antrick bedeutet wird durch folgende Fassung ersetzt: Ueber die fernere hätte, daß er( Antric) nicht genannt sein wolle, da er ja persönlich Zugehörigkeit zur Partei entscheidet ein Schiedsgericht, das sehr zuvorkommend behandelt sei und vielleicht deshalb als Querulant aus mindestens drei Mitgliedern besteht und das der Parteierscheinen würde. Rede richtet heftige Vorwürfe gegen den Vorwärts", weil er vorstand beruft. Die Hälfte der Beisiger wird von denjenigen be nach des Redners Ansicht den Bericht über die Reichstags- Sigung, zeichnet, die den Ausschluß beantragen, die andre Hälfte von dem in welcher Antric sprach, nicht ausführlich genug gebracht hat. durch diesen Antrag Betroffenen. Den Vorfizenden bezeichnet der ParteiAndre Diskussionsredner wußten von gleichen Miß- vorstand." Der Vorstand soll fünftig durch zwei Beisiger ständen in Krankenhäusern zu berichten. Man war allgemein darin berstärkt werden, die die Kontrollkommission wählt. B. 1. Für Ablehnung aller Zölle und aller Zollerhöhungen auf einig, daß grundlegende Berbefferungen nur eingeführt werden, wenn Den Delegierten wird das Recht gelassen, während der Tagung des einmal die focialdemokratische Fraktion in achtunggebietender Stärke Parteitags Einsicht in die Bücher zu nehmen. Von den in das Rathaus einzieht, da von der freisinnigen Clique Wirt- Frauenanträgen wird Resolution 72 acceptiert. schaftsreformen" nicht zu erwarten feien. Alsdann wendet sich der Parteitag der Verkehrs- und Unter, Vereinsangelegenheiten" wurde ein Antrag eingebracht, zu befchließen, daß in einem Flugblatt, das sich be- Handelspolitik zu. Zu der Calwerschen Resolution( fiche unten) liegen fonders an die Frauen wendet, die Ursachen der Kohlenteuerung zwei Abänderungsanträge vor. Vollmar beantragt, im Schlußabjay flargelegt werden. Der Antrag wurde zurückgezogen; dafür wurde unter a Biffer 1 die Worte durch Uebernahme der Eisenbahnen auf dem Vertrauensmann anheimgegeben, mehrere Bersammlungen das Reich" und in Ziffer 8 die Worte hauptsächlich für den Bau einzuberufen, in welchen socialdemokratische Stadtverordnete des Mittelland- Kanals" zu streichen. über die Ursachen der Coats- und Kohlenteuerungen und über die Luremburg beantragt: 1. hinter a 3 folgenden Punkt zu Mietssteigerungen referieren sollen. Der Vorstand wurde darüber setzen:„ 4. für weitgehende Ermäßigung der Gütertarife, besonders interpelliert, daß er zu der am 20. Oftober stattfindenden künstlerischen Abendunterhaltung einen Verein engagiert hat, der nicht zum Arbeiter- für Lebensmittel von den Seehäfen und den Grenzstationen ins In denjenigen deutschen Staaten, in welchen das DreiklaffenSängerbund gehört. Demgegenüber wurde barauf verwiesen, daß Innere des Landes." 2. dem Bunft b1 folgende Faffung zu geben: wirklich einmal ein genußreicher Abend arrangiert werden solle, und für Ablehnung aller Bölle und Bollerhöhungen, besonders Wahlsystem besteht, sind die Parteigenossen verpflichtet, bei den daß es nicht angängig gewesen sei, ein leistungsfähiges auf Lebensmittel usw." 3. Hinter b3 folgenden Zusatz zu nächsten Wahlen in die Wahlagitation einzutreten, es sei denn, daß Künstler Ensemble zu zerreißen, nur weil Einzelne nicht Mit- machen:„ 4. für das Princip der offenen Thür und gegen das der die lokalen Verhältnisse eine Wahlbeteiligung unmöglich machen. glieder eines Arbeiter- Sängervereins seien. Die Mitglieder des Interessensphären" in Bezug auf China und alle außereuropäischen Inwieweit die Wahlbeteiligung in einem Wahlkreis unmöglich Arbeiter- Sängerbunds hätten überhaupt keine Ursache, sich aufs Gebiete." ist, darüber entscheiden die Parteigenossen des betreffenden Wahlhohe Pferd zu feßen, denn nur ein ganz kleiner Prozentsaz von Calwer verweist als Referent auf die in einer Resolution freises. ihnen sei Mitglied eines Wahlvereins. Nach einer Aufforderung des Bergarbeiter- Verbands zum Ausdruck gekommenen ProhibitivFür die Landtagswahlen in Preußen bildet der Parteivorstand die nächste Versammlung, in welcher Paul Singer referieren wird, recht zahlreich zu besuchen, wurde die Versammlung geschlossen. bestrebungen gegen ausländische Arbeiter hin: das wäre der Tod das Central- Wahlkomitee. Ohne dessen Zustimmung dürfen die der Arbeiterbewegung. Er fordert daher zum Ausgleich der Löhne Parteigenossen in den einzelnen Wahlkreisen keinerlei Abmachungen Die Bühnenarbeiter hielten am 15. d. M. eine stark befuchte in den verschiedenen Gegenden eine wirksame Freizügig mit bürgerlichen Parteien treffen. Mitgliederversammlung ab. An Stelle des nach außerhalb ge- teit und dazu möglichst billige Fahrtarife. Die Forderung gangenen Mitglieds Mansfeldowsky wurde ein andrer Kollege in die Agitationstommiffion gewählt. Mechel erstattete Bericht über die einer Uebernahme aller Eisenbahnen durch das Reich will er nur letzte Versammlung der Gewerkschaftskommiffion. Dem im neuen akademisch behandelt wissen, da sie vorläufig noch nicht zu erreichen Regulativ vorgesehenen Bassus, daß die Gewerkschaften ihre Mitglieder ist. Ebenso legt er auf den Baffus vom Mittellandkanal teinen im Fall eines Ausstands vierzehn Tage selbst zu unterstützen haben, Bert. Die Handelspolitit will er dagegen ausschließlich darauf stimmte die Versammlung zu. Hierauf berichtete die Agitations bafierent, wie das Verhältnis von Lohn zu den Preisen der Lebenskommission über ihre bisherige Thätigkeit; unter anderm wurde bedürfnisse für die Arbeiter sich stellt. Er tommt zu der Forderung mitgeteilt, daß die Direktion des Berliner Theater ihrem gesamten der Kündigung der Meistbegünstigung gegen der Meistbegünstigung gegen Amerika, da Berional eine 10prozentige Lohnerhöhung zugesagt hat. Die Vers die einseitige amerikanische Zollgesetzgebung einen bleiernen Druck fammlung nahm den Bericht mit Befriedigung entgegen. Wie an gegeben wurde, erhält das technische Personal bei der Secessions auf die deutschen Löhne über. Aus der amerikanischen Statistit bühne teine Nachmittagsvorstellung bezahlt, es wird aber eine dies- fchließt er auf eine hohe Lebenshaltung in dem schutzöllnerischen Brüg, 19. September..( W. T. B.) In der Frisch Glückbezügliche Forderung an die Direktion gestellt werden. Aufgenommen Ameritd. Das Gespenst des Bolllriegs fürchtet er nicht. Weswurden 20 Kollegen, in one ushalb hat man Amerita nicht schon längst die Bähne gezeigt? Beche" der Brüger Kohlenbergbau- Gesellschoft bei Dug explodierten Der Fachverein der Holz- und Bretterträger hielt am Wird die Meistbegünstigung nicht aufgehoben, so bekommen wir heute früh bei der Bewältigung eines Grubenbrands in einer 16. d. M. feine regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Zunächst einen autonomen Bolltarif mit unerhörten Positionen. Bei dem be- Kohlenkluft Brandgase. Soweit bisher festgestellt werden konnte, wurden dabei 12 Personen schwer verletzt. Um etwaige weitere gab Oferbed als Delegierter des Gewerkschaftstartells einen Bevorstehenden Kampf müssen wir vom Standpunkt der Arbeiter Opfer zu bergen, wurden alsbald die erforderlichen Arbeiten bericht über die Organisation, worauf bei der Neuwahl Krüger als interessen aus unsre Forderungen formulieren, ganz ohne Rücksicht Delegierter in das Kartell delegiert wurde. Die übrigen Ver- auf die Liberalen. Unfre Losung bei den Handelsverträgen ist nicht Amfterdam, 19. September.( B. H.) Präsident Krüger hat handlungen betrafen interne Vereinsangelegenheiten. Unter anderm allein: gegen Lebensmittelverteuerung, sondern auch für höhere Löhne. das Anerbieten der holländischen Regierung, zur Reise nach Europa wurde beschlossen, daß in Zukunft Unterstügungen für Vereins- Haben die Arbeiter höhere Löhne, so können sie auch höhern Preise sich auf ein holländisches Kriegsschiff einzufchiffen, angenommen. mitglieder nicht mehr aus der Vereinskasse gezahlt werden, sondern für Lebensmittel zahlen. Roubaig, 19. Segtember.( W. T. B.) In vergangener Nacht durch freiwillige Sammlungen aufgebracht werden sollen. Zum Diese Anschauungen Calwers finden in lebhafter Distuffton find die im öffentlichen Lagerhaus aufgeftapelten großen SchafwollSchluß wurde an den Arbeitsverhältnissen auf einigen Plägen Kritik geübt. starten Widerspruch, während sich mit dem Inhalt der Re- und Baumwollenvorräte verbrannt. Der Schaden wird auf London, 19. September.( W. T. B.) Nach einer bei Lloyds Die Steinarbeiter hielten am Dienstag eine sehr gut besuchte solution sämtliche Redner im großen und ganzen einverstanden 4/2 Millionen geschäßt. Versammlung ab, in der Genosse Jahn über den Welthandel im erklären, da hierin der Stuttgarter Standpunkt festgehalten sei. aus Athen eingegangenen Meldung ist der der Khedivial S. S. 19. Jahrhundert", unter lebhaftem Beifall der Anwesenden referierte. Sosa Luxemburg, die zweimal das Wort nahm, und Administration in Alexandrien gehörige Dampfer ,, Charkich" Auf Anregung des Vertrauensmanns Walther wurden den aus Ledebour wandten sich mit scharfem Spott gegen den seine bet Andros gestrandet. Ein Teil der Passagiere ist ertrufen. Manchester, 19. September.( W. T. B.) Durch eine Feuers ständigen Sattlern 50 M. bewilligt. Für die Ausständigen im eigne Resolution bekämpfenden" Referenten und warfen ihm Buchbindergewerbe wurden vorläufig Geldsammlungen empfohlen, vor, daß er sich geradezu zum Führer der Hochschutzöllner brunft wurde heute nachmittag das Telegraphen- und Telephonamt bis weitere Unterstügungen notwendig sind. Das Andenken anbiete; bei einem Zoultrieg würde nicht Amerka, fondern zerstört. Der direkte Verkehr mit London wurde fast ganz unterder verstorbenen Stollegen Bischof, Wilhelm und Heldenberg ehrte die Versammlung in üblicher Beise. Deutschland auf die Knie niedergerungen werden. Moltenbuhr brochen. Lehte Nachrichten und Depelihen. Frankfurt a. M., 19. September.( B. H.) Der Frantf. 8tg." wird aus Shanghai telegraphiert: Graf Walderfee, der auf der Hertha" Hongkong verlassen hat, wird am Freitag in Busung erwartet. Der Kampf der beiden deutschen Seebataillone bei Lianghsianghfien, 20 Kilometer südwestlich von Peking beweist, daß in der Umgebung von Beting sich noch immer feindliche Streit fräfte befinden, es waren jedoch nicht reguläre. Von diesen wird tein Widerstand befürchtet. gonnen. Lourenço Marques, 19. September.( B.$.) Man erwartet Für deren Hinterbliebenen wurden, wie auch einem hilfsbedürftigen lehnte, in der Form milder, gleichfalls den Standpunkt Calwers ab, hier stündlich das Eintreffen von Meldungen über Kämpfe, die Stollegen die üblichen Unterstützungen bewilligt. Alle Steinarbeiter indem er besonders die Calwerschen Darlegungen der Wirkungen des gestern bei Komatipoort zwischen Engländern und Boeren stattwurden noch besonders darauf aufmerksam gemacht, daß zu dem amerikanischen Schutzzollsystems auf die Lebenshaltung der Arbeiter gefunden haben. Nach den legten Meldungen hatten die Boeren in der verflossenen Lohnbewegung vereinbarten Tarife vom fritisierte. Auf die ganze Streitfrage ließ fich Vollmar nur mit der Beschwere Verluste. Verantwortlicher Redacteur: Heinrich Ströbel in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen Br. 219. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 20. September 1900. Statt der Unterhaltungsbeilage der heutigen Nummer wird der Sonnabendnummer eine solche beigegeben werden. Socialdemokratischer Parteitag in Mainz. Zweiter Verhandlungstag. Dienstagnachmittags Sigung. Ten Vorsitz führt Ulrich. 1 Autrick Berlin erstattet den Bericht der Mandatprüfungs Kommission: Anwesend sind 198 Delegierte mit 226 Mandaten. Hinzukommen 5 Mitglieder vom Parteivorstand, die Mitglieder der Kontrollfommission, 30 Mitglieder der Reichstagsfraktion( ohne Mandate). der Vertreter des Hamburger Parteigeschäfts, der Vertreter der Redaktion des Vorwärts"," sowie die vom Ausland erschienenen Gäste. Bernerstorffer. Dr. Ellenbogen und Nemec aus Oestreich und B. Askew vvm Kommunistischen Arbeiter- Bildungsverein in London. Die Kommission beantragt, jämtliche Mandate, mit Ausnahme von zweien, gegen die Protest eingelegt ist, für gültig zu erklären. Der Mandatprüfungs- Kommission ist ein Schreiben von Raith, Delegierten des zweiten Münchener Wahlkreises! zugegangen, in dem er mitteilt, daß er wegen der Lage des Schreinerstreits in München nicht in der Lage sei, sein Mandat auszuüben. Das Schreiben wird durch Kenntnisnahme erledigt. = und was sich vollständig mit unfren früheren Beschlüssen deckt, zur sehen, wie die übergroße Mehrheit des Volts in allen Ländern in Ausführung gelangen soll, so muß es doch in erster Linie Pflicht Not und Elend leben muß, und wenn wir auf der andren Seite jedes Arbeiters sein, soweit es in seiner Macht steht, den Inhalt der sehen, daß der Nutzen aus dieser Weltpolitik nur in der Vergrößerung Resolution auch durch die That zu befolgen. Ich empfehle Ihnen militärischen Ruhmes und möglicherweise der Dividende einer Aneinfach die Annahme der Resolution und bitte, dafür zu sorgen, daß zahl von Kapitalisten besteht, die ganzen Lasten an Gut und Blut ihr Juhalt mehr als leider in letzter Zeit beachtet wird.( Beifall.) aber von der breiten Masse der Bevölkerung getragen werden Der Parteitag nimmt die Resolution debattelos und müsseit, dann haben wir ein Recht, dieser Politik einen entschiedenen einstimmig an. Widerspruch entgegenzusetzen und der herrschenden Gesellschaft zuzurufen: wenn sie der Kultur und Civilisation dienen will, dann soll sie im Lande diejenigen Einrichtungen schaffen, die notwendig und geboten sind, um die breite Masse der Bevölkerung, um die Arbeiterflasse in beffere, in menschenwürdige Verhältnisse zu bringer. Weiter jagt die Resolution: auf Den nächsten Punkt der Tagesordnung bildet die Weltpolitik. Hierzu liegt die Resolution 64 vor.*) Liebknecht. Referent Singer- Berlin: Die Socialdemokratie als Feindin jeder Unterdrückung und Ausbeutung von Menschen durch Menschen erhebt gegen diese Raub und Eroberungspolitik den entschiedensten Widerspruch. Sie verlangt, daß die wünschenswerten und erforderlichen Kultur- und Verkehrsbeziehungen zu allen Völkern der Erde dadurch verwirklicht werden, daß die Rechte, die Freiheiten, sowie die Unabhängigkeit dieser Völkerschaften geachtet und gewahrt werden und sie nur durch Lehre und Beispiel für die Aufgaben moderner Kultur und Civilisation gewonnen werden. Die gegenwärtig von der Bourgeoisie und den militärischen Machthabern aller Nationen angewendeten Methoden sind der blutigste Hohn auf Kultur und Civilisation." eignen darauf aufmerksam, daß ein Beschluß des Breslauer Parteitags es wäre es übel angebracht, wollte ich den Parteitag mit langen Ans- muß; aber wir verwerfen die Ausfluß des brutalen Egoismus Parteigenossen! So ehrenvoll es für mich auch ist, vor dem Parteitag zu referieren und so sehr ich der Meinung bin. daß jeder Parteigenosse die Pflicht hat, die Aufgaben, die ihm im Interesse der Partei gestellt werden, zu erfüllen, so werden Sie es doch begreifen, wie schwer es mir wird, gerade heute über dies Thema vor Ihnen zu sprechen, wenn ich daran dente, wer eigentlich an dieser Die Parteileitung hat die Weltpolitik Stelle stehen sollte. die Tagesordnung gesetzt auf Anregung, jedenfalls unter lebhafter Zustimmung unires großen Toten Wilhelm Es war eine seiner letzten Arbeiten im Dienste der Partei, als er mit uns gemeinsam die Gründe besprach, die es uns Wir können als socialdemokratische Partei selbstverständlich keinen zur Pflicht nachen, diesen Punkt auf die Tagesordnung zu setzen. Es hieße Eulen nach Athen tragen, wollte ich vor Ihnen aus- andren Standpunkt einnehmen, als daß wir uns gegen eine Politik einandersezen, wie geeignet gerade Liebknecht zur Erörterung der erklären, welche nur durch Unterdrückung und Unterjochung andrer Weltpolitik gewesen wäre. Das Geschick, welches ihn und uns be- Völker geführt werden kann. Wohl wollen wir Handels- und Ver Gegen die Art der Wahl von Ewers( Hildesheim- Alfeld) ist troffen, hat es anders gefügt und ich fann Sie nur bitten, mit dem fehrsbeziehungen zu allen Völkern der Erde, wohl haben auch wir ein Protest eingegangen; diese Wahl soll in einer Vereins- vorlieb zu nehmen, was ich an Liebknechts Stelle bieten kann, in den Wunsch, daß die Arbeit des Volks in Industrie und Handel Geauch über den Bedarf des figung erfolgt sein, deren Tagesordnung nicht einmal öffent- dem der Widerspruch gegen die Weltpolitit ja seinen Iraftvollsten legenheit bekommt. Landes hinaus andre Länder mit lich befannt gewesen sei. den Erzeugnissen unsrer Die Mandatprüfungs- Kommission Bertreter gefunden hat. git da Ewers Gegenüber der Einmütigkeit, mit der die gesamte Parteipresse Produktion versorgen. Wohl find auch wir beantragt, diesen Protest für erledigt zu erklärent, ent= Programm der Meinung, daß eine An seine Wahl durch eine nachträgliche öffentliche Wahl hat be- und alle Parteiversammlungen sich gegen die abenteuerliche, gewalt- sprechend unsrem stätigen lassen. Indessen macht die Mandatprüfungs- Kommission same und die Volkskraft verheerende Weltpolitit ausgesprochen haben, näherung aller Völker der Erde versucht und gefördert werden Mittel, welche die Herrschende Geden Genossen ausdrücklich zur Pflicht macht, ihre Delegierten zum führungen behelligen. In der von der herrschenden Klasse betriebenen sellschaft anvendet, weil sie Parteitag in öffentlichen Versammlungen zu wählen. Weltpolitik wird der Gegensatz zwischen der proletarischen und der sind und der Ausfluß einer Politit, die mit der Kultur und Gegen diesen Beschluß ist in einer Anzahl von Fällen bürgerlichen Welt offenbar. Im Kampf gegen den Militarismus, Civilisation nicht das geringste zu thun haben. Wir brauchen verstoren worden. Die Kommission sieht troydem von einem welcher der Träger der europäischen Weltpolitik ist, findet die Social- ja die Kolonialpolitik, sie nicht zum wenigsten in Antrag auf ungültigkeitserklärung Mandate ab, da demokratie ihren Beruf, und ich glaube recht zu haben, wenn ich Deutschland geführt wird, dieser einen Augenblid ins Auge ste es in Anbetracht der durch die Aenderung der Ver- behaupte, daß die Weltpolitik, die jetzt betrieben wird, wesentlich zu fassen. Deutschen die Schamröte Steigt nicht jedem Deutschen die einsgefchgebung veränderten Eachlage, also weil die Grundlage für durch diejenigen Erscheinungen in der bürgerlichen Gesellschaft ver- ins Gesicht, wenn wir von den Thaten eines Leist, eines Peters, jenen Breslauer Beschluß fortgefallen ist, diesmal ausnahmsweise ursacht wird, welche die Socialdemokratie am allerenergischten zu eines Arenberg in unsren Kolonien lesen? Die Kolonialpolitit, welche für statthaft hält, von dem Buchstaben des Parteitagsbeschluffes ab- bekämpfen hat. Deutschland treibt, ist, ganz abgesehen davon, daß sie in den zuweichen. In Zukunft wird durch das neue Organisationsstatut der Hand derselben nachweisen, wie notwendig es ist, daß der auf Erfüllung ihrer Wünsche giebt, Ich habe Ihnen eine Resolution unterbreitet, und ich möchte an Kolonien, die sich Deutschland ausgesucht hat, teine Aussicht diese Angelegenheit aus der Welt geschafft sein. eine Politik des be Ein zweiter Protest richtet sich gegen die Wahl von Grün- Parteitag Stellung zur Weltpolitik nimmt. Während wir uns bisher schränktesten Affefforismus, eines beschränkten wald Hamburg I, der gleichfalls in einer Vereinsversammlung mehr oder weniger mit der Regelung unsrer Partei- Angelegenheiten Bureaukratismus und des brutalen Militarismus. Im der Civilisation geht man, in der einen Hand gewählt ist, was aber nicht beanstandet ist, und der als Vor- beschäftigt haben, während wir damit angefangen haben, unsre Or Namen fizender des Vereins mit Unterstüßung der übrigen Bureaumitglieder ganisation zu einer thatkräftigeren zu gestalten, befassen sich die die Bibel, in der andren die Flinte, nach fernen Ländern; im Namen das Wahlresultat festgestellt haben soll. Der Protest wendet sich nächsten Gegenstände der Tagesordnung mit der allgemeinen Lage: der Civilisation raubt man den Leuten ihr Land, und wenn sie sich hiergegen und zweifelt die Richtigkeit der Wahl an. Die Kommission Es sind das Gegenstände, die die Arbeiterklasse auf das tiefste be- dagegen wehren, schießt man sie wie die Hunde nieder; im Namen beantragt, da nirgends im Organisationsstatut die Feststellung eines rühren; das gilt sowohl von der Weltpolitit, als auch von der Ver- der Civilisation zwingt man sie in die ökonomische Sklaverei der Eroberer, und das nennt man dann Kulturpolitik, das nennt man Wahlresultats durch den Vorsigenden untersagt ist und wegen der kehrs- und Handelspolitit. völligen Unsubstantiiertheit des Protestes, denselben abzuweisen. Civilisation! Das Volk hat dabei keinen Nugen davon und kann Will man etwa eine Fälschung vorwerfen? Dann müßte man doch feinen haben, wenigstens versuchen, Beweise zu erbringen. Grünwald Hamburg I: Wir haben die Wahl in einer Mitgliederversammlung vorgenommen, weil wir die Erfahrung gemacht haben, daß sich sonst eine ganze Reihe von Personen an der Wahl beteiligen, die gar nicht, im Wahlkreise wohnen und die wir zum Teil auch gar nicht als Parteigenossen betrachten können. Ich habe in jener Sigung nicht den Vorsitz geführt und erkläre es auch für eine Unwahrheit, daß ich das Resultat festgestellt hätte. Auf das thörichte Gerede von einer Unrichtigkeit des Wahlresultats lasse ich mich nicht ein; jeber blantiert sich so gut. wie er fann. Fran Zich: Mir, als der durchgefallenen Gegenkandidatin, ist es gewiß unangenehm, hierzu zu sprechen; ich bin aber beauftragt worden und habe die Pflicht, Irrtümer richtigzustellen. An dem Resultat der Wahl wird ja nichts mehr geändert werden; aber wenn ich auch im Princip nichts gegen Mitgliederveriammlungen hätte, ist es doch ein Unrecht, eine ganze Reihe von Personen, die wohl zur Bartei gehören, wenn sie auch nicht Mitglieder eines Wahlvereins fint, von der Wahl auszuschließen.( Buruf: Mit vollem Recht!) Schöpflin- Chemniz: Ich bitte, der Vorrednerin nicht zu folgen, sonst müßten mein Witdelegierter Riemann und ich auch unfre Mandate niederlegen. Bei uns tommt auch niemand herein, der sich nicht an der Thür als Parteigenosse ausweisen kann. Wir haben es nämlich satt, daß Leute zu einer ganz bestimmten Sache kommen, die man sonst jahrelang nicht zu sehen bekommt.( Sehr gut!) Den Chemnizern ist es nicht eingefallen, das für unzulässig zu erklären. Eolche Dinge find doch ganz merkwürdig: es scheinen mir das gewiffe specifische Frauenmarotten zu sein.( Heiterfeit und Beifall.) Grünwald Hamburg: Wir machen es den Frauen sehr bequem, fich als Parteigenossinnen zu bethätigen; sie brauchen nur 10 Pf. monatlich zu zahlen und haben dann alle Rechte. Wir sind in Hamburg an eine firamme feste Organisation gewöhnt, wir machen den Anspruch, daß, wenn einer sich Genosse schimpft, er es auch zu beweisen hat. Wenn unire Frauen nicht Opfer bringen, dann sollen Ewers- Hannover 10: Um das Interesse an der Agitation zu weden, haben wir beschlossen, die Wahl in einer Mitglieder- Wer jammlung vorzunehmen und eine Streiskonferenz hat unsern Beschluß Als mir dann mitgeteilt wurde, daß ein Proteft gutgeheißen. eingereicht worden sei, haben wir nachträglich die Wahl durch eine öffentliche Versammlung bestätigen lassen. sie auch nichts zu sagen haben. Frau Ziek: Es ist unrecht, jeden, der seinen Obolus nicht beiträgt, nicht als Barteigenossen zuzulassen. Wir weisen sie doch nicht zuriid, wenn fie uns bei den Reichstagswahlen ihre Stimmen geben.( Lachen.) Ich weise es entschieden zurüid, daß es sich hier um eine Frauenmarotte handelte. Ich habe meinen Einspruch im ausdrücklichen Auftrage zahlreicher Hamburger Genossen erhoben. Die Diskussion schließt hiermit. Mandatsprüfungskommission werden genommen. Die Anträge der alt= wie 1111 Meine Resolution legt einleitend den Zweck der Weltpolitik dar und führt aus, worauf sich diese Politik stützt. Es heißt da zu Anfang: Der Parteitag erklärt: Das neneste Kind der kolonialen Utopisterei, Kia utschonDie zum Zied fapitalistischer Ausbeutung und militärischer wir haben ja gesehen, zu welchen Verhältnissen diese famose Bachtung Machtentfaltung betriebene Welt beziehentlich Kolonialpolitik, vie auf 99 Jahre, dieser Plaz an der Sonne" geführt hat. Da sprach sie neuerdings auch in dem Zuge nach China zum Ausdruck man auch von dem Nußen für Handel und Industrie und damit auch tommt, entspringt in erster Linie dem habgierigen Verlangen der für die Arbeiterschaft; ich habe schon früher ausgesprochen: weit Bourgeoisie nach neuen Gelegenheiten zur Unterbringung des stets entfernt, der deutschen Arbeiterklasse irgend einen Nußen zu schaffen, anfchwellenden Kapitals, dem die Ausbeutungsgelegenheiten im werden im Gegenteil diese kolonialen Eriverbungen und namentlich auch Inlande nicht mehr genügen, sowie dem Drang nach neuen die neue chinesische Erwerbung für die deutsche Arbeiterklasse, ganz Absatzmärkten, die jedes Land für sich zu ufurpieren trachtet." abgesehen von den Lasten finanzieller und persönlicher Natur, auch Ich bitte Sie, diesen Säßen zuzustimmen. Es entspricht ja der in Bezug auf die Arbeitsverhältnisse erheblichen Schaden Auffassung der Socialdemokraten, nach den Gründen zu forschen, stiften. Da behauptet man, daß durch die deutsche Industrie der welche in der Politik in Erscheinung treten, und es kann nach meiner Bedarf der chinesischen Bevölkerung gedeckt und damit dem deutschen Meinung nicht dem geringsten Zweifel unterliegen, daß wir die Arbeiter Arbeit und Brot geschaffen werden soll. Man müßte doch Gründe dieser abenteuerlichen, chauvinistischen, kapitalistischen Welt- die tapitalistische Wirtschaft nicht kennen, wenn man nicht politik in denjenigen Erscheinungen zu suchen haben, die in der von vornherein darüber flar wäre, daß, daß, weit entfernt, heutigen Gesellschaft zu Tage treten. Die Entwicklung des Kapitalis die Produkte, die drüben Absatz finden können, in Deutschmus hat dahin geführt, daß durch die Konzentration des Stapitals land herzustellen und damit der deutschen Arbeiterklasse und durch die dem Kapital innewohnende Expansionskraft er seiner Gelegenheit zu lohnender Beschäftigung zu gebent, der interGier nach Vermehrung nicht mehr im Inland Ausdruck geben kann. nationale kapitalismus in China selbst Fabriken Das Streben des Kapitalismus geht dahin, alle Ausbeutungs- errichten wird; in China selbst werden die Schornsteine rauchen gelegenheiten zu benutzen, welche es ihm ermöglichen, sich immer und die Produkte angefertigt werden, unter Benuzung der mehr zu konzentrieren. billigen Arbeitsträfte der Kulis, um dann im Inlande Diese Politif beruht, wie ich weiter in meiner Resolution sage, abgesezt zu werden; also gerade das Gegenteil von Vorteil für die Arbeiter. auf der gewaltsamen Aneignung fremder Ländergebiete und der Die Mittel der Arbeiter, mit denen die chinesische Politik betrieben rücksichtslojen Unterjochung und Ausbeutung der in denselben wird denn sie stammen aus den indirekten Steuern wohnenden Völkerschaften; sie führt aber auch notwendig zur und 3öller- dienen nur dazu, dem Kapital die Möglichkeit Raubfucht durch die verwerflichsten, ja selbst unmenschlichsten Mittel Lohnbrücker zu benutzen. Schon jetzt werden, wie wir erst gestern Demoralisation und Verrohung der ausbeutenden Elemente, die ihre zu geben, in China zu produzieren und chinesische Arbeiter als zu befriedigen streben und dadurch fortgesetzt Empörungen der Miß- wieder gehört haben, chinesische Heizer auf deutschen Handelsschiffen handelten hervorrufen. verwendet. Vor einigen Jahren wurde schon versucht, in der LandWer die Entwicklung dieser Weltpolitik in den letzten Jahren wirtschaft auswärtige Arbeiter den deutschen Arbeitern als Lohudrücker beobachtet hat, der weiß, daß die Folgen dieser Politit in diesen auf die Nase zu setzen. So werden durch die Kolonialpolitik die materiellen, Sätzen richtig gekennzeichnet worden sind. Im Namen der Civili- von den Arbeitern in der Hauptsache aufgebrachten Mittel zum Schaden fation, im Namen der Kultur wird fie angeblich betrieben, die Mittel der Arbeiter verwendet. Man möge sich nicht etwa einreden, daß aber, welche für sie aufgewendet werden, sind der blutigste wir Socialdemokraten, die wir auf unser internationales Bekenntnis ohn auf Civilisation, auf Kultur. Diese Weltpolitit stolz sind, den auswärtigen Arbeitern nicht gönnen, sich lohnende ist eine Raubpolitit, eine Eroberungspolitit, die unbekümmert um die Arbeit in Deutschland zu suchen. Der große Gedanke der JuterGesetze der Moral und Sittlichkeit einfach auf den Gesezen nationalität ist eben der, daß überall beffere Arbeitsder brutalen Gewalt basiert und mit den Machtmitteln, welche bedingungen für alle Arbeiter geschaffen werden. die Entwicklung der Bourgeoisie geschaffen hat, sich fremde Länder Es ist nicht die Zuwanderung auswärtiger Arbeiter, wogegen wir aneignet und die dort wohnenden Völkerschaften unterdrückt. uns wenden. Wir wollen mir nicht, daß auswärtige Arbeiter dazu benußt werden, um die Lebenshaltung der deutschen Arbeiter herab. zudrücken.( Sehr richtig!) Wohl aber wollen wir, daß die auswärtigen Arbeiter in den Organisationen Schulter an Schulter mit den Deutschen für die Verbesserung auch ihrer Lage kämpfen. Die überjeeische Eroberungs- und Raubpolitik führt ferner zu Eifersüchteleien und Reibungen der rivalisierenden Mächte, und infolgedessen zu unerträglichen Rüstungen zu Wasser und zu Lande; sie enthält den Keim zu gefährlichen internationalen Konflikten, welche die auf friedlichem Wege mühsam errungenen Kultur- und Verkehrsbeziehungen in Frage stellen und schließlich eine allgemeine Statastrophe wahrscheinlich machen." Auch diese Säge entsprechen den Thatsachen, wie sie uns die Welt politit, die Kolonialpolitik gezeigt hat. Ich werde nachher vielleicht des nähern noch darauf kommen müssen; ich will an dieser Stelle mur betonen: die Entwicklung, welche die China politik ge= nommen hat, zeigt deutlich, daß diese überseeische Eroberungs- und Es folgt der sechste Punkt der Tagesordnung: Naubpolitik zu Reibungen der Mächte unter einander führt Die Maifeier. 19 mid day aus dem angeblichen gemeinsam im Interesse der Civilisation, der Kultur unternommenen Eroberungszug Sierzu liegt die folgende Resolution Nr. 68 vor: leicht ein Schlachten zwischen den Völkern In Uebereinstimmung mit den Beschlüssen der internationalen werden kann, welche durch ihre Arbeiterfongresse zu Paris 1889, Brüssel 1891, Zürich 1893 und Regierung, durch London 1896 feiert die deutsche Socialdemokratie den 1. Mai als Bourgeoisie ihrer Länder in jene Verhältnisse hineingetrieben worden das Weihefest der Arbeit, gewidmet den Klassenforderungen des find. In Bezug auf diesen Teil der Frage können wir uns ja auf Proletariats, der Berbrüderung und dem Weltfrieden. Als die die Stellung berufen, welche die Socialdemokratie von jeher einwürdigste Feier des 1. Mai betrachtet die Partei die allgemeine genommen hat. Wir sind der Meinung, daß Kultur und CiviliArbeitsruhe. Der Parteitag macht es daher den Arbeitern und sation nicht gefördert werden können durch Militarismus zu Arbeiterorganisationen zur Pflicht, neben den andren Kundgebungen Wasser und für die allgemeine Arbeitsruhe am 1. Mai einzutreten und überall da, wo die Möglichkeit zur Arbeitsruhe vorhanden ist, die Arbeit am 1. Mai ruhen zu lassen." Referent Megner- Berlin: Genoffinnen und Genossen! Ich werde Ihre Zeit nicht lange in Anspruch nehmen. Anträge liegen zu diesem Bunft nicht vor. Ich will nur einen kurzen Südblid darauf werfen, wie die Maifeier bisher begangen wurde, und da kann ich nur sagen, daß ein Teil der Arbeiter den 1. Mai feiert, während ein andrer Teil ihn unbeachtet läßt. Wenn das, was in meiner Rejolution ausgedrückt ist zut Lande. die Man scheint in den regierenden, in den herrschenden Klassen der Meinung zu sein, Deutschland müsse seine Nase überall hineinstecken, wo auf der Welt etwas los ist. Wir betrachten das nicht als die Aufgabe des deutschen Volks; wir meinen, daß das deutsche Volt die Lasten, die ihm durch die Weltpolitik auferlegt werden, auf viel bessere, die Kultur und die Civilisation fördernde Weise im Julande ver wenden kann. Wenn wir die Verhältnisse bei uns berücksichtigen, wenn wir *) Die Resolution wurde im Depeschenteil unsrer gestrigen Nummer bereits vollständig abgedruckt. D. Red. Der zweite Teil der Resolution beschäftigt sich mil der deutschen Chinapolitit. Im Einverständnis mit Freunden habe ich den fünften Abfaz meiner Resolution geändert so daß der ganze zweite Teil also lautet: " Der Parteitag erklärt erklärt im besondern: Die deutsch chinesische Kriegspolitik, für welche die Reichsregierung die Verantwortung übernommen hat, beruht außer auf der allgemeinen Profitwut der Bourgeoiste auf militärischer Ruhmsucht und auf der chauvinistischen Leidenschaft, ein größeres Deutschland" zu schaffen. Die socialdemokratische Partei Deutschlands hält diese Politik für verwerflich und erhebt den entschiedensten Widerspruch gegen die abenteuerliche, gewaltsame Chinapolitik der Regierung, welche für das Volk schwere Gefahren herbeiführt und ungeheure Opfer au Gut und Blut erfordert. In den ohne Befragung und Genehmigung der Boltsvertretung borgenommenen Truppensendungen nach China sowie in der Verwendung der hierzu erforderlichen Geldmittel erblickt der Parteitag einen berfassungswidrigen und daher ungesetzlichen Akt der Regierungsgewalt. Der Parteitag erklärt den sofortigen Zus janumentritt des Reichstags für geboten, um den Vertretern der Arbeiterklasse die Möglichkeit zu schaffen, die absolitistische Gewalts politik der Regierung, sowie die volksfeindliche Politit der Parteien zu brandmarken, welche der Mißachtung der Volksvertretung und dem persönlichen Regiment Vorschub leisten. Der Parteitag fordert schließlich alle Organe der Partei auf, durch energische Ausbreitung der Protestbewegung die volksschädliche Chinapolitik zu bekämpfen." Barteigenossen! Wir müssen uns llar darüber sein, daß es im " Augenblick nicht unfre Aufgabe sein kann, über einen in der Luftgrößere Ausbeutung zu bringen. Mit der Annahme der Resolution hängt ist. Die Scherliche Woche" ist ja jezt das wichtigste schwebenden Begriff von Weltpolitik zu sprechen. Es ist mir nicht verpflichten wir uns zur Fortführung des Kampfs, mit der An offizielle Organ geworden. Wir haben es erlebt, daß Leute, von tz nette Generalstabsoffiziere 1866 darum zu thun, in theoretische Erörterungen darüber einzutreten, nahme der Resolution erfüllen wir ein Vermächtnis wil denen man weiß, daß sie ganz nette welche Weltpolitik etwa die Socialdemokratie zu fördern berufen ist. helm Libknechts. Wir wollen damit bezeugen, daß wir kämpfen und 1870 gewesen sind, die aber noch nie ein großes Corps kom Ich glaube, wir können die Arbeit so lange verschieben, bis die wollen nach wie vor gegen diese Gewaltpolitit; wir wollen aber mandiert haben, plöglich als Weltgeneralissimi auf die Bühne treten. Socialdemokratie im Besitz der politischen Macht im stande ist, social- auch bezeugen, daß wir diesen Kampf führen wollen im Sinne Lieb- Jnteressant ist es auch, daß man hört, Rußland habe den Anstoß zur demokratische Weltpolitik zu treiben.( Sehr gut) Unfre Aufgabe fnechts: stets in der Offensive, niemals in der Entsendung Waldersees nach China gegeben, während wenige ist es, die Thaten der fapitalistischen Welt und die deutsche Chinapolitit Defensive.( Stürmischer Beifall, Händeklatschen.) sliding deitung, in ber kein Wort erscheint, das nicht von der Censur konTage vorher im russischen Regierungsboten", der amtlichen zu erörtern und Stellung dagegen zu nehmen. Die deutsche Chinapolitik, aldatm fireben, deutschen Besitz in China zu erwerben und durch die BesitzMüller- München: hand trolliert ist, ausdrüdlich erklärt war, daß Wilhelm II. fich an die in der Weltpolitit ihren Ursprung hat, sezte ein mit dem Be- 3 beſteht wohl nicht der geringste giveifel darüber, daß wir ben, Baren aller Reußen gewandt habe und daß er One nahme einer Provinz in China festen Fuß zu fassen. In welcher alle und ein sehr erheblicher Teil des Bolts mit den Ausführungen diese Anregung hin Rußland den Vorschlag acceptiert habe. Ohne Weise diefe Chinapolitit sich dann entwidelt hat, ist allseitig bekannt. Singers und feiner Resolution einverstanden sind. Ich halte es aber Vollmachten der Volksvertretung wird dieser Feldzug nach China Die letzten Wochen haben die Anhänger der Chinapolitit in Siede- für nötig, daß allgemein bekannt wird, daß namentlich in unternommen, und wenn Waldersee dort angekommen sein wird, eine ganz außerordentliche Entrüstung werden die Dinge sich ja noch weiter verschoben haben, als man im absolutistische Regiment Reich. und gänge au eriment. Gie wiffen, baß ein Geistliger, von der Humen- fiber diese Gewalt- und Nachepolitiet herrscht, und daß bei der damals bachte: bent geworbent mit diefer Aufforderung zum Nacheaufgabe des deutschen Volts begeistert gesprochen hat von Betrachtung diefer Politik und ihrer Ursachen die ökonomischen Wie ist es denn einem heiligen Krieg, von einem neuen Kreuzzug. Die Politit, Momente entschieden zurücktreten hinter den Bedenken gegen frieg? Hat denn die deutsche Fahne über Beling geflattert, als die Gedie in China von der deutschen Regierung geführt wird, ist in allen das Nicht 1111r die fandten entsetzt wurden? Kein einziger deutscher Soldat ist dabei ihren Phasen falsch, boltsschädlich und verwerflich. Soweit die Arbeiterklasse, die sich ja selbstverständlich gegen jede Ueber gewesen materielle Seite in Frage kommt, trifft für die Chinapolitik das zu, spannung der Militär- und Marinepolitik aufbäumt, Der Kampf, der bezeichnet ist als ein heiliger Krieg, als was ich von der Weltpolitik gejagt habe. Auch die Chinapolitit steht gegen jede überspanute Militär- und Marinepolitik energisch ein Kreuzzug, ist ja nur sozusagen die Deforation für die eigentlichen im Dienste militaristischer Eroberungssucht, chauvinistischen Land- Protest erhebt, sondern auch weite bürgerliche Kreise sind miß- Absichten der Weltpolitit. hungers und der kapitalistischen Interessen der Bourgeoisie. Die vergnügt über gewisse Reden und Predigten und ähnliche Er Man rollt nur deshalb jetzt noch nicht das große gefährliche militaristische Eroberungssucht ist der Ausdruck des Wunsches, die scheinungen. Selbst sehr staatserhaltende bürgerliche Kreise halten chinesische Problem auf, weil teine Macht der andern über den Weg Milliarden, die bei uns für Militär und Marine ausgegeben es an der Zeit, energische Worte gegen die im Reich mit seiner traut, und weil die Aufteilung Chinas den Weltkrieg bedeuten worden, endlich zu fruftifizieren. Der chauvinistische Landhunger scheintonstitutionellen Regierung eingerissenen Zustände zu ergreifen. würde. Die neue deutsche Weltpolitik ist ein untauglicher wird hauptsächlich vom alldeutschen Verbande gepredigt, der Erft gestern hat in einem kleinen bayrischen Ort der Generalissimus Versuch mit untauglichen Mitteln an untanglichen Objekt( Beifall), jeden Morgen ein paar Engländer zum Frühstück verzehren möchte. des bayrischen Centrums, Dr. Daller, sehr träftige Worte in sie wird betrieben ohne die einfache Berechnung der Machtmittel, die ( Heiterkeit.) Und die kapitalistischen Interessen der Bourgeoisie sind diefer Beziehung gesagt, und auchbayrische Centrums- Deutschland zu Gebote stehen.( Dem Redner, dessen Redezeit abes schließlich, die, soweit überhaupt Kreise der Bevölkerung dabei in blätter protestieren gegen diese Reden. Ja, selbst ein gelaufen ist, gestattet die Versammlung, noch weiter zu reden.) Frage fommen, wesentlich die Chinapolitik anregen und befördern. liberales bayrisches Blait, das sonst sehr für den Fürsten Ich will Ihre Zeit nicht mehr lange in Anspruch nehmen. In Die Kolonial- Aktiengesellschaften, die großen Fabrikanten der Schiffs- Hohenlohe und den Grafen Bülow schwärmt, hat von um diesen Dingen heißt es furz, deutlich und offenzu sein.( Sehr und Kriegsausrüstungen haben ein sehr begreifliches Juteresse an der angenehmen Nebenerfcheimigen" bei dent chinesischen Abenteuer ge- gut!) Wir haben politisch und socialpolitisch Fiasto gemacht. Unfre Chimapolitik. Uns wird vorgeworfen, wir feien intersprochen. Aber diese unangenehmien Rebenerscheinungen" find für Socialpolitit, die durch die kaiserlichen Erlasse in uguriert wurde, national in unsren Augen ist das natürlich kein Vorwurf uns die Haupterfcheinungen, es sind die Resultate des bei endete mit der Zuchthausvorlage. Nach dem socialpolitischen das und diese Verfertiger von Mordwerkzeugen find so uns cingeriffenen Abfolutismus. Leider darf ja bei der Zimperlichkeit weltpolitische Fiasto! Man lese nur die unabhängige englische und national, daß sie dem Feinde ihre Mordwerkzeuge verkaufen. nm der Geschäftsführung im Reichstag auch dort nicht mehr das richtige französische Presse. Man kümmert sich nicht um das Barlament, man deutsche Soldaten zu vernichten.( Schr richtig!) Di Bort gesagt werden; umsomehr freuen wir uns, daß es wenigstens ruft es nicht ein, weil man weiß, daß bereits eine Mehrheit für diese Aber die Stimmung im Lande Bourgeoisie, die gegen die Internationalität der Socialdemokratie noch in einigen Landtagen möglich ist, von Zeit zu Zeit der Khatipolitit vorhanden ist. China- Kaze geifert, respektiert selber keine Landesgrenze. Das ist in der China- Kage die Schelle umzuhängen die Schelle unzuhängen und zu sagen, was die muß man beachten. Selbst ein Blättchen wie die„ Deutsche politik deutlich zu Tage getreten. Glode geschlagen hat. Man hat auch in bürgerlichen Kreisen Tageszeitung" leistet sich eine scharfe Stritif, natürlich aus Noch in einer andren Beziehung muß die Chinapolitik der die ernſteste Befürchtung bezüglich der weiteren Entwicklung einem ganz bestimmten Grunde, weil das Ministerium Hohenlohe deutschen Regierung beleuchtet werden. Sie wissen, daß die deutsche dieses eigenartigen Zustands. Leider hat das bayrische Centrum ihm noch nicht agrarisch genug ist, Und wenn sogar das dümmste Regierung Schiffe ausgerüstet, Truppen nach China gejendet vielleicht den Mut, nicht aber die Macht. Die Macht liegt bei Blatt Sachseus( heiterkeit) das heutige Regiment scharf fritisiert, jo und schließlich auch den Oberbefehlshaber geliefert hat. der Mehrheit des preußischen Centrums, und diese Mehr ist das doch ein Zeichen dafür, daß dem deutschen Bildungsphilister Freilich ſtellt es die Tagespresse so dar, als ob heit ist abfolute Regierungspartei geworden. Die Töne, schon die Angst ankommt. Das ist charakteristisch. Deutschland will Graf Baldersee zum Weltmarschall auf Veranlassung die jüngst in Bonn erflungen sind, haben deutlich bewiesen, daß man eine furchtbare Züchtigung vollziehen, und jetzt schon muß es, unt Rußlands geworden wäre. Wir müssen aber doch jagen, die gesommen ist, auch noch weiter die Schäferflöte am Ruhepfühl des 80 Millionen zu bekommen, bei den Jantees pumpen gehen. Das deutsche Chinapolitik hat sich von vornherein am drastischten und Onkel Chlodwig zu blasen. Der Eiertänger des Centrums, heißt, daß unsre Khalipolitit fich finanziell ganz verfahren hat, Bis heute ist triegerischten geberdet; so daß man es schon für richtig halten Dr. Lieber, hat fich dagegen verwahrt, daß in seine fein gesponnenen daß die vorhandenen Mittel aufgebraucht sind. konnte, in diesem modernen Kreuzzug einen deutschen Oberbefehls- Netze ein Stürassierstiefel tritt. Gemeint waren damit die extremen noch nicht ernstlich die Nachricht haber zu ernennen. Ich will mich auf dieje Vorgänge nicht so tief Organe des Centrums, die die Einbernfung des Reichstags forderten worden, daß die Gingelregierungen die noch gar nicht fälligen Gelder einlassen. Jedenfalls ist unbegreiflich, daß die deutsche Regierung e Das Centrum ist nicht bereit, im Namen des Volts einen schleunigst nach Berlin abliefern mußten. Wir haben also nicht bloß übernommen hat, den Oberbefehlshaber zu stellen. Man rühmt dem nergischen Protest gegen die Weltpolitik einzulegen. Umsomehr eine vollständige Desorganisation der Regierung, in der die nicht Grafen Bülow besondere Klugheit nach. Ich vermag in der müssen wir das thun. verantwortlichen Ratgeber viel mächtiger und einflußreicher sind als ganzen Aktion feine Klugheit zu erkennen. Die andren Mächte handeln Wir sind aber verpflichtet, auch gegen eine andre Maßregel zu die verantwortlichen. Die wichtigsten Beschlüsse werden über den Kopf von ihrem Standpunkt aus flug, wenn sie die ganze Verantwortung protestieren und eine entschiedene Protestresolution zu gunsten des des Bundesrats und des Parlaments hinaus gefaßt. Onkel für alle Dinge in China der deutschen Regierung zuschieben.( Sehr unterdrückten Transvaalvolts anzunehmen. Ich schlage Ihnen Chlodwig hat den Flottenplan erst aus dem„ Reichs- Anzeiger" er richtig!) Warten wir ab, ob Waldersee überhaupt in die Lage im Einverständnis mit einigen Genossen folgende Resolution als zu fahren, man hat im Reichs- Marineamt mehr gewußt als an der verantwortlichen Stelle im Reich. Daran ändern alle lächerlichen tommt, in China eine Miffion zu erfüllen,( Seiterfeit.) Balderice fatz zu der Resolution Singer vor: hat jedenfalls die Lorbeeren, die er im Chinafeldzug erringen sollte, offigiösen Dementis nichts. schon als Vorschuß vor der Abreise erhalten.( Heiterfeit,) Seine Siege sind schon vorher eskamotiert worden. Ueberhaupt entsteht die Empfindung, als ob man diesen Chinafeldherrn nach und nach zu einer Operettenfigur machen wollte.( Heiterkeit.) Ueberbieten tönnen unfre Chauvinisten sich in ihren Ovationen schwerlich selbst nach großen Siegen noch, die sie erhoffen.( Schr richtig!) 156 " Der Parteitag der deutschen Socialdemokratie erklärt fich in Uebereinstimmung mit den organisierten englischen Arbeitern gegen den Raubkrieg des englischen Sapitalismus, der zur gewaltsamen Unterdrückung der Transvaal- Nepublik geführt hat. aus inneren Man zwingt das Bolt, sich geduldig allen Zntuitionen, Aspira tionen und Gedanken unserer modernen Politit auszuliefern, ohne daß es auch nur das Recht hat, wenigstens über die Ausgaben Der Parteitag erkennt in dieser brutalen Aktion eine Wirkung durch seine Bertreter beraten zu lassen. Wir haben eine Reein Kuli des gierung, wo Weinisters gegen jenes völferverwüstenden Kapitalismus, der Klassen und Nationen den andrenschreibt, wir haben eine Regierung, die zum Vorteil einer kleinen Anzahl skrupelloser kapitalistischer Beute- uns in uferlose Abenteuer treibt, die 11118 der Gefahr polititer ausplündert und unterjocht. der schwierigsten Strisen und der noch größeren Gefahr eines WeltDa die bürgerlichen Klassen in Deutschland in erhenchelter friegs aussetzt, dessen Ende und Konsequenzen nicht abzusehen sind. fittlicher Entrüstung über diese Raubpolitit sich nicht genug thun Finanziell ist das Bolt bereits aufs schwerste durch die Flottenfonnten, jegt jelber sich durch ihre Chinapolitit zum Mitschuldigen vorlagen belastet, eine nene Militärvorlage ist in Sicht, und wir gemacht haben, erhebt die deutsche Arbeiterklasse ihre Stimme müssen damit rechnen, daß der Chinazug uns noch hunderte für Humanität, Stultur und das Selbstbestimmungsrecht der Völker." teilen. von Millionen fosten wird. Da haben wir, die wir heute noch in der Minorität sind, die wir als Vertreter der Arbeiterklasse noch nicht entscheidend in diese neue Phase der modernen Weltpolitik eingreifen fönnen, die Pflicht und Aufgabe, die Massen aufzuklären und aufzurütteln und den Appell gegen die Weltpolitit ins Land zu tragen. Wir dürfen doch nicht vergessen, daß infolge des Der legte Teil meiner Refolution weist auf die Verfassungswidrigkeit und Ungefeglichkeit hin, mit der die Negierung über Truppen und Geldmittel verfügt, ohne die Volks vertretung 31 fragen. Ich möchte dabei dabei nicht mißberstanden werden. Wenn ich mich gegen die Ausschaltung des Reichstags wende, so soll das nicht so aufgefaßt werden, als ob ich vom Reichstag wiederstand gegen die Regierung erwartete. Rein, es beweist, meine ich, eine außerordentliche politische Sturzsichtigkeit der Regierung. daß sie den Reichstag nicht ein berufen hat. Wäre man in Ich bitte Sie, auch dieser Resolution Ihre Zustimmung zu er der Wilhelmstraße tlug zu dem modernen Kreuzzug nach China Nur noch ein Wort zu dem letzten Baffus der Resolution Singer. hätte man schon längst den Millionensegen des Reichstags einheimsen Fönnen.( Sehr richtig!) Von einem Nein fann bei der jegigen Zu Ich stimme bezüglich der Agitation im Lande der Genoffin Lugem- Hervortretens des persönlichen Regiments die Unzufriedenheit schon sammensetzung des Reichstags keine Rede sein. Wäre er zusammen- burg bei. In dieser Hinsicht muß mehr geschehen. Wir rückständigen überall Wurzel gefaßt hat; unfre Aufgabe ist es, diese Unzufriedenberufen worden, so hätte nur die Socialdemokratie mit der ihr Bayern" haben in Mittelfranken allein 30 Versammlungen gehabt, heit zu einer flaren, zielbewußten Opposition, wie wir sie treiben, eignen Entschiedenheit gegen die verwerflichkeit der Chinapolitit und allerseits wurde eine geschlossene Aktion der Partei verlangt. zusammenzufassen. ( Sehr wahr!) Nun, das Bersäumte kann, da wir da wir ja Im Innern persönliches Regiment und absolutistische Zustände, protestiert, vielleicht von der einen oder audren Seite unterstüßt bewilligt aber wäre alles worden. Die regierende Partei", das glüdlicherweise den Zustand des Absolutismus noch eine Beitlang draußen die abenteuerliche Chinapolitit, das Experimentieren mit Das muß mit allent Nachdruck den gefährlichsten Stoffen ohne Rücksicht darauf, daß Centrum, hätte zu all feinen voltsfeindlichen Handlungen auch haben werden, nachgeholt werden. noch die Bewilligung der Kredite und die Billigung der Chinapolitik geschehen. Dieser Zuſtand muß derart gegeißelt werden, daß auch einmal die Retorte springen könnte. Deshalb müssen wir offen und auf sich genommen. Ich habe sogar die Vermutung, daß von an die verstopftesten Ohren der Ruf dringt: Fort mit der gemein- rücksichtslos die Zustände zeigen, wie sie sind. Es handelt sich um den Kampf zwischen persönlichem Regiment und focialer Demokratie, jener Seite auf die Regierung eingewirft worden gefährlichen Weltpolitik!( Lebhafter Beifall.) 15 zwischen Volk und Boltsfreiheit auf der einen und Absolutismus auf ist, den Reichstag nicht zusammenzuberufen,( hört! hört!), der andren Seite.( Lebhafter Beifall, Händeklatschen.) um später sagen zu können: es war nichts mehr zu ändern, wir mußten jest alles bewilligen.( Sehr richtig!) wie 1 etiva 100% in England, ( Sehr gut!) Friedrich- Lübeck: Bon Adler Kiel wird beantragt, als vorlegten Eag in die Troydem hat der Parteitag allen Anlaß. gegen den Regierungs- Singersche Nesolution einzufügen. Ich komme aus einer Handelsstadt, man sollte meinen, daß Absolutismus zu protestieren, der die Volfsvertretung ausschalten" Ju der Ueberuahme des sogenannten Oberbefehls in China möchte. Eine 80 Millionen- Anleihe wird auf den amerikanischen durch einen von der deutschen Regierung vorgeschlagenen Offizier dort wenigstens Stimmung für eine Weltpolitik vorStatt dessen fehen Sie dort nicht nur Markt geworfen, Tausende von deutschen Soldaten werden in ein mörde- und der dadurch herbeigeführten festeren Verbindung mit dem handen wäre. risches Klima geschickt, ohne daß es für nötig erachtet wird, der Volksver chinesischen Abenteuer erblidt der Parteitag wieder einen jener in der Arbeiterschaft, sondern auch im Mittelstande eine scharfe tretung ein Wort zu gönnen. Wir sind auch hier die einzigen konsequenten mgeschickten Atte unsrer auswärtigen Politit, die Deutschland Misstimmung gegen diese hatipolitik! Man ver heute durch die Bolksvertretung gewahrt ist, muß von uns bets och außen immer mehr als Friedensfeind bloßstellen, das deutsche suchte bei uns, einige Arbeiterkreise auf den national- socialen Leim Bolt zu Gunsten kapitalistischer Kreise dem Weißblüten noch näher des Hunnenpastors Naumann zu loden; man hat keinen teidigt werden gegen das Andringen der Neaktion. Die Migachtung führen und Deutschland schließlich zum Spott der Welt machen." Erfolg gehabt, mit ihrer Hummenpolitik haben sich die NationalSocialen ihr Grab vollends gegraben. In der Resolution des Res des Barlaments, die in seiner Nichteinberufung liegt, muß im dumt Dr. Schoculant- Leipzig: ferenten vermiffe ich den Hinweis darauf, daß die Weltpolitit Reichstag felbft gebrandmarkt werden. Wir müssen alles daran fegen, um die Regierung zu zwingen, den Reichstag sofort Der Kernpunkt der ganzen Weltpolitik Deutschlands für die sociale Reformen im Innern verhindert. Ich hoffe, diesen Gedanken noch einfügt. Für die Komödie zufammenzurufen. Deshalb habe ich auch den Schlußfak Arbeiterschaft und die Mehrheit der Nation ist die praktische Frage daß in meiner Reſolution für erforderlich gehalten. Fran Luxemburg der Auseinandersezung mit dem persönlichen der Weltpolitik haben die Arbeiter leider Gut und Blut einhat es gestern beklagt, daß die Partei bisher nicht entschieden genug Regiment. Der Kampf gegen das persönliche Regiment wird auiezen. Von Centrumsfeite ist nichts zu erwarten, auch das gegen die Weltpolitit aufgetreten ist. Sie irrt. Was bisher darin principiell allein von der Socialdemokratie geführt. Wir sind ja bayrische Centrum handelt im Reichstag oft anders, als es sich schon geschehen ist, könnte auch ihren Ansprüchen genügen. Erfreulich jetzt dahin gekommen, das wir sagen können, wir werden in Deutsch- innerhalb seiner Wände vernehmen läßt. Die Resolution Singers war die Einmütigkeit, Entschlossenheit und Energie, mit der land absolutistisch regiert, und die ganze sogenannte Konstitution ist mit einem Ballast wie dem Antrag Adler über den Grafen Walderjee Wert zu bepacken, ist nicht nötig.( Schr richtig!) Wohl aber können wir die Genossen überall die Weltpolitik bekämpft haben. In nur Deforations Beiwerk, daß ungefähr ebensolchen als dem heldenmütigen Boerenvolt unire Sympathie ausdrücken. Ich Bayern haben erst jüngst 35 Versammlungen stattgefunden. Das habe, zur Zeit Karls, I. Die schließe mit dem Worte: die Weltpolitik, die hakimanie machen wir selbe ist in den großen Centren der Bewegung geschehen. Wenn ich er 11 Jahr ohne Parlament regierte. vielleicht viel wirksamer nicht mit. trotzdem eine Mahnung an die Parteiblätter im Schlußfat meiner parlamentslose Regierung wäre Resolution richte, fo geichieht es, weil die Stritit im Reichstag allein als die Regierung mit einem Parlament, das nichts ist als eine nicht den Erfolg haben kann, den wir wünschen. Die Bewegung chinesische Bagode( Heiterkeit), die nur mit dem Kopf wackelt, die Ein Schlußantrag wird von Kramer Darmstadt eins muß über die Reichstags- Hallen hinausgehen. Das Bolt muß den aber auf alle Bollmachten verzichtet hat. Steine Vollmacht über den herrschenden Klassen zeigen, daß es nicht dulden will eine Politit Militäretat, feine Vollmacht über den Marineetat! Ja selbst das gebracht und von Adler Kiel bekämpft. Man möge den Redner der Verrohung und Gewalt, eine Raub- und Eroberungspolitik. Ausgabebewilligungsrecht des Reichstags, die wichtigste Waffe, zu Worte kommen laffen, der aus Kiel komunt, einer Stadt, die Hilfe ist längst zerbrochen mit ( Bravo!) bürgerlichen Parteien. durch die neue Weltpolitit sozusagen zu einer zweiten Hauptstadt Wir Deutschlands gemacht worden ist. Vor allem miiffen, wenn der Reichstag, fei es zu einer ordent- 28ie verhält es sich denn mit der Reichsverfassung." müssen, lichen, sei es zu einer außerordentlichen Tagung, für diese Frage im haben einen einzigen wirklich verantwortlichen Beamten, den Der Schlußantrag wird abgelehnt. Herbst zusammentritt, die bürgerlichen Parteien von außen her Reichskanzler, aber wo ist Oufel Chlodwig? Er hat die ganze in der idyllischen Nuhe von Worti, man Schmalfeldt- Bremerhaven: erinnert werden an das, was zu thun ihre Pflicht ist. Ich glaube, Zeit daß der Parteitag biefe Resolution annehmen wird und daß damit Bären jagen fann und nichts von oftasiatischen Dingen hört, fich Singer hat ganz richtig gesagt, daß wir nicht gegen befchloffen wird die energische Fortführung des stampfs aufgehalten und dentlich kimbgegeben, daß er nichts damit zu thun als solche auftreten, wenn sie in unsrer Handelsmarine Verwendung gegen die Gewalt und Eroberungspolitit. Auf haben will.( Heiterkeit.) Verantwortlich ist der Reichskanzler, und finden, sondern gegen die Chinesen als Lohudrücker. Wenn Sie gabe der Socialdemokratie ist es, der Weltpolitik des Militarismus, die Staatsjefretäre, die jest die Politit machen, find nur seine unter wissen, daß ein chinesischer Heizer 15 chinesische Dollar Hener bekommt, Ses Chauvinismus mud des Kapitalismus entgegenzusetzen die geordneten Beamten. Auch Herr von Bülow gehört zum Reichs d. h. 28 W. gegenüber 80-90 M. Heuer, die ein deutscher Heizer Seit etwa einem Jahrzehnt ist der Herrscher zugleich bekommt, dann haben Sie des Rätsels Lösung; die Lohn drücker benter um die Beute wollen wir entgegensetzen die inter fein eigner Stanzler, das persönliche Regiment tritt immer offen- und Streitbrecher find ja allerzeiten des Internehmertums vers nationale Solidarität der Ausgebeuteten. Wir herziger und deutlicher auf, ohne sich der ministeriellen Bekleidungs- hätschelte Stinder gewesen. Ich muß Singer durchaus zustimmen, eine daß der deutsche Arbeiter von der Chinapolitik keinen Vorteil haben wollen Weltpolitik bes wir wollen stücke zu bedienen. Völkerfriedens, Womit begann dem unser China- Abenteuer? Es begann mit wird, nein, der deutsche Arbeiter und Handwerker wird gerade ans eine Weltpolitit der Verbrüderung, wir wollen aber feine Weltpolitik Diefe Politit fing an gehungert werden bis aufs Hemd. Vergleichen Sie die Preise für des Kampfs, des Militarismus. Wir wollen vor allem keine Welt- der Proklamation des Rachefeldezugs. politik, die dazu führen muß, die breiten Maffen der Bevölkerung mit der bekannten Rede, die ja nicht in den Neichs- Anzeiger" Industrieprodukte hier und in China. I habe ein Paar Stiefeletten Censur auch über faiserliche Reden ver- mitgebracht, in China angefertigt, die fig und fertig mit Zoll und in noch größere Abhängigkeit, in noch größere Unterdrückung, in noch tam, weil die der סטן SIN die Chinesen Berpadung nur 3,50 M. Loften, bei uns ht für 7 M. Herzustellen| Welt hat darauf gefehen, wie wir jetzt im Gegensatz zu einer andren Stelle über die Boerenpolitik denken, und da sind kräftige Worte gut; wären. Nehmen Sie einstimmig die Resolution an. in solchen Dingen ist nichts selbstverständlich. Adler Kiel: = Emmel Mülhausen beantragt * Schluß der Debatte. Ledebour- Dresden( Land): wird von den Gegnern auf Grund dessen konstatiert, daß wir einzelne Leute in unfren Reihen die haben, unter bestimmten Voraussetzungen, die aber nicht zutreffen, solche Meinungen über die Behandlung politischer oder wirtschaftlicher Wir, die wir den neuen Moloch Marinismus aus allernächster Fragen zum Ausdruck bringen. Hier handelt es sich aber um die Nähe ansehen konnten, können die Lügen- und Interessenmachrichten gegenwärtigen thatsächlichen Verhältnisse, und da darf ich es hervor heben ich erachte es als einen Att der Gerechtigkeit gegen einen über die Hurraſtimmung der Bevölkerung gründlich Lügen strafen. Bon Ledebour spricht dagegen; der Schlußantrag wird abgelehnt. Abwesenden- daß der von Ledebour citierte Parteigenosse in Bezug dieser weltpolitischen Freudenstimmung war nicht viel zu merken. auf die thatsächlichen Verhältnisse ganz unsrer Meinung ist. Ich persönlich Es waren ernste Gesichter, die hinauszogen, zum Teil mit Thränen in den Augen. Die Mobilmachung, von der so viel Rühmens in Was mich veranlaßt, in die Debatte einzugreifen, ist ein Wort halte es allerdings mit Ledebour nicht für wünschenswert und richtig, den Zeitungen zu lesen war, hat für das eine Seebataillon doppelt in der sonst vorzüglichen Rede Schoenlants:„ Der Kernpunkt in dem daß in der Socialdemokratie Auffassungen zur Geltung kommen, wie so lange gedauert, als 1870 die Mobilmachung eines ganzen Armee- Kampf gegen die Weltpolitik für uns ist der Absolutismus." Ich sachen, wenn wir das einmütige Botum des Parteitags nach außen sie zum Teil vorgebracht sind. Aber es entspricht doch den Thatcorps. Das giebt zu denken. Die Flotte, die angeblich not- meine, das ist nicht der Kernpunkt der Sache. Der Kernpunkt ist hin nicht dadurch beeinträchtigen lassen, daß man es so darstellen wendig war für den Schuß unsrer Häfen und Küsten das Aufwallen des gesamten Kapitalismus in allen Ländern zu will, als ob der gegenwärtigen Welt-, Kolonial- und Chinapolitik notabene fühlen wir uns in Kiel nicht schutzlos schickt man einer Raubpolitik, die den europäischen, den amerikanischen Kapitanach China hinaus. Als Hunnen sollen sie dort auftreten, aber als lismus in die fernsten Weltteile führt. Gewiß erleichtern uns die in unsren Reihen irgend ein Befürworter existierte. die ersten, die das gelernt haben, nach Deutschland zurückkehrten, Operetteneffekte die Agitation außerordentlich, denn sie erregen geschlagenen Resolution gemacht worden find, lassen Sie mich Die Einwendungen und die Zusätze, die zu der von mir vor hat man ihnen verboten, zu erzählen, wie sie es selbst das Chr- und Schamgefühl unsrer bürgerlichen Gegner zu mit furzen Worten berühren. Eine Resolution, die wir fassen, kann au gemacht haben. Wir haben gegen diese ganze Politit nicht nur Entrüstungsartikeln in der Presse. Aber im Wesen der Sache sym- unmöglich alle auf diesem Gebiet einschlägigen Gesichtspunkte entzu protestieren, sondern es agitatorisch auszunuzen. Selten haben pathifiert die Mehrheit der kapitalistischen Welt mit einer solchen halten, denn sonst müßten wir eine Broschüre verfassen. Für mich wir so günstige Gelegenheit gehabt zu zeigen, wie den Kapitalisten eroberungslüsternen Weltpolitik. Man braucht doch nur darauf hat es sich nur darum gehandelt, die großen leitenden zu Liebe das Volk zu arbeiten und zu bluten hat; und wenn eine Partei hinzuweisen, daß diefelbe imperialistische Raubpolitit von den ver- Gesichtspunkte der Weltpolitik der herrschenden Klassen das Recht dazu hat, dagegen zu protestieren, so ist es die internationale fchiedensten Staaten des bürgerlichen Kapitalismus geführt wird. wirtungsvoll in die lande hinausha e Sitit. eg die wir erheben, wenn unfre Bolitik von einem Chamberlain oder Mac Kinley geleitet barn gehandelt, le principielle Stellung unfret, Bartel sondern fam darauf darum als die wenn man das nochmals ausdrücklich betont. würde, dann würden Sie sehen, daß die Leute, die jetzt ein Unbehagen Dr. Rosa Luxemburg: über die Weltpolitik fühlen, Hosiannah jauchzen würden über die neue gegen die verwerfliche Weltpolitit, zu bekunden und in einer ReAera der Raub- und Bölkerunterdrückungs- Politik; genau so wie in solution zusammen zu fassen. Ich habe wenig Wert darauf gelegt, Ich habe allseitig Bestätigung gefunden für die Bemerkungen, England, wie in Amerika. So sehr uns also jetzt die Agitation er- brud zu bringen. Dafür war die Diskussion der geeignete Ort. die ich gestern zu dem Agitationsbericht Singers gemacht habe. leichtert wird, dürfen wir nicht vergessen, darin stimme ich mit Fenerkenne ich gern die Anregung eines Genossen ( Fendrich ruft: Sogar von mir!) Die Antwort Pfannfuchs hat mich drich überein, daß wir es mit welthistorischen Erscheinungen im von 1). hat mich bei überein, bag Rapitalismus zu habe berechtigt an, haben, heinungen im Indeſſen daß nämlich infolge der Weltpolitik die je nach den die socialen Reformen im Innern gernachlässigt werden. bei dem Parteivorstand bitter getäuscht habe; denn was Entwicklungsstadien der einzelnen Länder bald diese bald jene Form Pfannkuch gesagt hat, das war wirklich unter aller Kritik. Mit dem annehmen, aber im Wesen überall gleich find, im absolutistischen Ich bin deshalb bereit, im Abfaz 3 meiner Reſolution hinter„ in alten Ladenhüter, daß wir nicht ein Dugend Bebels usw. haben, ist Rußland wie im tonftitutionellen England, im republikanischen Frage stellen" die Worte einzufügen: sociale Reformen im Innern verhindern". Damit bin ich dem Wunsch des Genossen nach er wieder gekommen. Das ist immer die Antwort auf alle mög- England und Amerika wie in Deutschland mit seiner undefinier- gekommen, aber principiell habe ich diesen Gesichtspunkt auch schon lichen Beschwerden und Kritiken, so wie der Arzt bei Moliere für baren Regierungsform, die thatsächlich sogar noch unter alle Krankheiten nur ein Mittel fennt: Abführen und Klistier!( Seiter- Oestreich hinuntergefunken ist. Und gerade weil wir als inter- felbst in meiner Resolution betont, denn zu den mühsam errungenen keit.) Ich werde Ihnen zeigen, wie wir auch ohne die Vervielfältigung nationale Socialdemokraten mit den Socialdemokraten der andren Kulturbewegungen, von denen ich sprach, gehören selbstverständlich unfrer agitatorischen Primadonnen Tüchtiges hätten machen können. Länder einen gemeinsamen Kampf gegen die kapitalistischen Erschei- auch die Reformen auf socialem Gebiet. Indessen schadet es nichts, 1. Hätte man aus Anlaß des chinesischen Kriegs ein Manistest heraus- mungen zu führen haben, halte ich es auch für erforderlich, daß geben sollen, welches die weiten Kreise über die Ungeheuerlichkeit wir unsre Sympathie für die kämpfenden Boeren ausdrücken, daß die Ungeschicklichkeit der Berufung des Grafen Waldersee beAnders stehe ich zu den Anträgen Adler und Kloth. Adler will, Biefer Politit aufklären müßte. 2. Hätten wir die mündliche Agita- die wohl jeder von uns mit den heißesten Wünschen von Anfang an sonders betont wird. Das ist ein Punkt, den man in der Diskussion tion einheitlich durch Direktiven seitens der Parteileitung und im- begleitet hat. posant gestalten können. Aber das ist es nicht allein. Der chinesische Wir haben leider bei dieser Bekämpfung der imperialistischen zur Geltung bringt; aber wir als Socialdemokraten find doch nicht Kulturstaaten verwickelt sind: und dieser erste Borstoß der inter- bereits einzelne Leute in unsern Reihen davon angetränkelt sind. demokraten und die Socialdemokraten machen nicht die Politik der Krieg ist das einzige Ereignis der weltpolitischen Aera, in das alle Seuche in der bürgerlichen Gesellschaft sogar damit zu rechnen, daß verpflichtet, der Regierung zu zeigen, wie sie klug sein soll.( Heiterfeit.) Die Regierung macht nicht die Politik der Socialnationalen Reaktion der heiligen Alliance hätte sofort durch einen Wir haben es erlebt, daß in einer Zeitschrift, die hier verteilt worden ist, Regierung. Wir haben in der Diskussion auf diese llngeschicklichkeit Protest der vereinigten Arbeiterparteien Europas beantwortet werden den Socialistischen Monatsheften", von dem Genossen Bernstein dieser müssen. Die Initiative darin hätte gewiß die Partei nehmen müssen, imperialistischen Kolonialpolitik das Wort geredet ist.( Lachen.) Sie der Berufung des Generalissimus hingewiesen, ich halte es aber nicht für unsre Aufgabe, das in der Resolution zu betonen, zumal deren Land im Kriege gegen China die führende Rolle hat.( Zuruf lachen, Genossen! Ich glaube, es ist kein Grund zu lachen, daß wir da fie dadurch unnötig belastet würde. Was den Antrag Kloth beParis!) Ich weiß, in einer Woche wird in Paris ein Protest be- genötigt find, thatsächlich halb und halbe Befürworter solches trifft, so kann man sehr zweifelhaft darüber sein, ob wirklich die schlossen werden; aber es kommt doch nicht darauf an, daß die ver- Imperialismus in unſren Reihen zu bekämpfen. Die„ Frankfurter Vergewaltigungen der Arbeiter eine notwendige Folge der Welteinigten socialistischen Vertreter protestieren- von denen hat Zeitung" hat mit großem Behagen diese und Ausführungen des politik find. Glauben Sie denn ernstlich, daß, wenn die Weltpolitik kein Mensch bezweifelt, daß sie daß sie geschworene Gegner des Genossen Schippel über Handelspolitik citiert und darauf hinAriegs mit China find an, gewiesen, wie jetzt auch selbst für stolonialpolitik in den jocialistischen nicht betrieben würde, keine Vergewaltigungen der Arbeiter stattfänden? in allen Ländern die noch nicht socialistischen Volls Neihen Stimmen fich erheben; fie citiert da den Satz:„ Unter sonst Nein, der Kampf zivischen Arbeiterklasse und herrschenden Gewalten, maffen aufzurütteln, und in dieser Beziehung fürchte ich sehr, daß gleichen Umständen hat die höhere Kultur gegenüber der niederen den wir seit 30 Jahren ohne Weltpolitik geführt haben, wird sich fortsetzen bis zum endgültigen Sieg der Socialdemokratie mit oder unfre Parteileitung nicht nur im eignen Land fich eine Unterlassung ftets das größte Recht auf ihrer Seite, sie hat gegebenenfalls das ohne Welipolitif.( Sehr richtig!) So berechtigt an sich die Verurhat zu Schulden kommen lassen, sondern auch in Bezug auf die geschichtliche Recht, ja die Pflicht, sich jene zu unterwerfen." Die internationale Solidarität. Wir machen uns wirklich in weiten Frankfurter Zeitung" fügt hinzu:„ Und dieser Mann lebt in Verteilung dieser Maßregeln ist, so wenig ist es geeignet, das in dieser Kreisen der Bevölkerung lächerlich. Wir wettern jeden Tag gegen bannung in London, während er doch nahezu reif iſt, in unser Resolution zu betonen. Die Annahme der Resolution Müller empfehle ich mit dem die Weltpolitik, wir donnern gegen den Militarismus in Friedens- deutsches Auswärtiges Amt einzutreten!" Das ist nur eine geiten; wo es aber einmal wirklich zum Krieg kommit, unterlassen wir es, Bestätigung dessen, was ich vorhin gesagt habe. Wenn wirklich unsre das Facit zu ziehen und zu sehen, daß unsre jahrelange Agitation Weltpolitit von Leuten von der Intelligenz und Thatkraft der auch wirklich in die Halme geschossen ist. Es ist wahr, die wichtigsten Chamberlain oder Mac Kinley und auch Bernsteins, will ich sagen, Ereignisse des chinesischen Kriegs, die kaiserlichen Reden, die Ab- geleitet würde, dann würde unser Kampf ein sehr viel schwererer fendung der Kriegsschiffe nach dem Orient, find in die Ferienzeit sein. Von den bürgerlichen Parteien haben wir nichts zu hoffen. gefallen. Aber um sich während eines folgenschweren Kriegs, den( Beifall.) Deutschland führt, Ferien zu gönnen, dazu muß man mindestens Reichskanzler sein; wir sind eine Oppositionspartei und als solche muß man auf dem Posten sein. Ich bringe das vor, nicht um an Bergangenem trifit zu üben, sondern weil wir aus der weltpolitischen Nera jetzt nicht mehr heraus kommen; folche Ereignisse fönnen jeden Tag geschehen und da wollen wir uns in Zukunft auf der Höhe finden. Wir werden in den nächsten Tagen über die Beteiligung an den preußischen Landtagswahlen beraten und sie, wenn nicht alles trügt, beschließen. Der wenigste Grund, wenigstens für mich, der einzig sympathische, der für die Beteiligung vorgebracht wird, ist doch der, daß wir neue Gebiete für unsre Agitation suchen müssen. Wie würde nun die Jagd nach neuen Agitationsgebieten aussehen, wenn wir unsre alten unbcadert laffen. Wo finden Sie eine beffere Gelegenheit zur Agitation als den Krieg, wo eine beffere Gelegenheit, die Massen aufzurütteln, ale die neuesten Ereignisse? Hören Sie aber endlich einmal auf, uns mit den mangelnden Agitationsrednern aufzuwarten; wir haben fehr auch wenn sich unsre Vollmars nicht wie die Kaninchen vermehren. 38 Düwell- Effen: 0,01% * indirekte Kloth Leipzig beantragt, der Resolution Singer nach dem dritten Absatz einzufügen: Als weitere Wirkung dieser Politik zeigt sich das Bestreben der Unternehmer und ihrer Verbände, unterstützt von der Stegierung und ihren Organen, die nach außen betriebene Politik der Vergewaltigung auf das wirtschaftliche Leben zu übertragen, welches fich in Maffenaussperrungen und Versuchen äußert, die Arbeiter Organisationen zu vernichten." Quarck- Frankfurt: ban gone mard. Fra In den 10 Minuten möchte ich nur zweierlei hervorheben. Wenn nicht eine uferlofe Weltpolitit ohne Zusammenhang mit den wirklich treibenden tapitalistischen Kräften getrieben würde, dann würden wir Deutsche nicht die Geschäfte für andre besorgen und die Prügel dafür bekommen; an Stelle richtiger kapitaliſtiſcher Direktion wird Safernenpolitit getrieben, und viele meltpolicit freither be schreckenden inneren Verrohung. Wann haben Hunnenbriefe erlebt, wie sie deutsche Krieger jetzt nach Hause schreiben! Wann haben wir ein eine solche Verrohung des Tons in der nationalen Presse Ich mache auf eine ganz besonders häßliche Begleiterscheinung erlebt, wie seit dem Chinaturs. Bei uns sehen wir dieselbe Erder Weltpolitik aufmerksam. Als die Sammlungen für die Boeren scheinung wie in England seit dem Transvaalkrieg, eine vollständig in Fluß waren, als auf dem Wert des Oberpatrioten Strupp die kulturelle Erniedrigung. In diesen zwei Bunkten haben wir SocialListen auslagen, da stellte es sich heraus, daß Krupp Granaten gegen demokraten den schärfsten Protest einzulegen, den schärfsten Wider: die Boeren zu liefern im Begriff war. Jetzt werden aber jogar fpruch gegen die Verbarbarisierung der Welt. deutsche Soldaten durch Kruppsche Kanonen und Granaten zerobs an fchmettert. Sie werden mit mir die Scheußlichkeit, die darin liegt, empfinden. Es wird angebracht sein, überall in den Protest versammlungen darauf hinzuweisen. Hoffmann Berlin: " Hug Bant: 3 nobne der Zusatz Ledebour. Ich habe keinen Zweifel, daß auch der internationale Kongreß in Paris, die gesamte internationale Socialdemokratie, zu einem Urteil über die Transvaalpolitik gelangen wird. Aus diesem Grunde hätte ich nicht das Bedürfnis gehabt, den deutschen Parteitag mit dieser Frage in diesem Augenblick zu befaffen; nachdem aber die Resolution einmal gestellt ist, bitte ich, sie anzunehmen. Schließlich noch ein Wort über die Ausführungen gegen die Ich habe die Thätigkeit des Parteivorstands in dieser Frage. Empfindung, daß der imposante Charakter der Manifestation, welche von hier ausgehen soll gegen die Weltpolitit, besser gewahrt worden wäre, wenn das, was gestern bereits genügend erörtert ist, nicht noch einmal, fast möchte ich sagen, mit in den Vordergrund der Andrerseits erblicke ich ein Zeichen Disfuffion gestellt wäre. der Kraft unsrer Partei darin, daß hier die Kritik gegen das Verhalten der Führer so lebhaft einsetzt. Wir werden gern alle Anregungen mit Dank hinnehmen, aber so schlimm, wie Frl. Luxemburg es gemacht hat, liegt die denn doch nicht. So ganz war die Bartei nicht in einen Dornröschenschlaf verfallen, so schweigsam war die Partei nicht, so wenig agil war auch die Parteileitung nicht. Bergessen wir doch nicht, daß unser vornehmstes Agitationsmittel, unsre Bresse Tag für Tag wiederhallt von einer Berurteilung der Weltpolitik. Erinnern Sie sich weiter der Diskussion im Reichstag bei den Marinevorlagen, beim Kolonialetat! Haben wir da nicht in schärfster Weise die Weltpolitik verurteilt? Daß eine Bewegung dagegen hervorgerufen werden soll, ist auch unfre Meinung. Das sagt auch meine Resolution. dieses Parteitags einleitet und die das Botum des internationalen Im übrigen wird die lebendige Agitation, die das Votum Kongresses verstärken wird, ihre Wirkung nicht verfehlen; sie wird Länder mit der Raubpolitit, der Weltpolitik, und der Politik des zum Ausdruck bringen die Unversöhnlichkeit der Arbeiterklasse aller Kapitalismus, dem heute alle Nationen unterworfen find. Ich hoffe, der Parteitag wird meine Resolution annehmen und Deutschen Meiches in den Stampf gegen die Weltpolitik ziehen.( Lebdann können wir gestützt auf das Votum der stärksten Partei des hafter Beifall.) In dem Vorwurf gegen den Barteivorstand, daß er in dem Stampf gegen die Weltpolitik nicht die Juitiative ergriffen hat, kann ich nicht einstimmen. Schon lange vor der Chinapolitik hat der Parteivorstand schäßenswerte. Anregungen gegen die Weltpolitik ge= Ich werde Ihnen keine Rede über Weltpolitik halten, weil ich geben. Es wäre doch auch für uns aus der Provinz der Meinung bin, daß diese viel besser angebracht ist in Volts ein Armutszeugnis, we fir 111s alles nur aus Berlin versammlungen.( Sehr richtig!) Ich stehe auf dem Standpunkt kommen fönne. Ebenjo hat der Parteivorstand und der Genossin Luxemburg und nehme nur das Wort, damit es nicht Vorwärts" während der China- Ereignisse in ausgezeichneter Weise wieder heißt, es sei mir von einer Seite gesagt worden. An Ver- die Führung übernommen. Von einer internationalen Sundgebung, fammlungsrednern fehlt es uns wahrlich nicht, wie die heutige wie sie gefordert worden ist, kann ich mir auch keine besondere Wirkung Debatte gezeigt hat. Ich wünsche, daß der Parteitag den Beschluß versprechen. Die Chinapolitik arbeitet für uns Socialdemokraten faßt, daß das, was versäumt ist, nachgeholt wird. schon so ausgezeichnet. Protestiert muß an dieser Stelle werden gegen die Art und Weise, wie gegen die um ihr gutes Recht lämpfenden Werftarbeiter von der Marineverwaltung, vore gegangen worden ist. Ich habe die feste Erwartung, daß die die Fraktionsmitglieder. wenn sie Gelegenheit finden, auch diesen Punkt der Regierung gehörig unter die Nase reiben. Von Ledebour ist folgender Zufazantrag zur Resolution Müller eingegangen: Hinter„ Arbeiterklasse" im legten Absag die Worte einzufügen: ,, deren Sympathie stets auf feiten aller Unterdrückten oder für ihre Selbständigkeit und Freiheit kämpfenden Völker, auch bei dieser Gelegenheit. Fendrich- Karlsruhe: Sie werden mir zugestehen, daß, wenn ich einmal Frl. Lugemburg zuftimme, fie auch wirklich recht gehabt haben muß( Heiterkeit), und thatsächlich habe ich ihr schon gestern zugestimmt. Gerade die Frohme beantragt Schluß der Debatte. Der Antrag wird angenommen. Das Schlußwort hat Singer: In einer persönlichen Bemerkung erklärt Ledebour: Ich habe nicht gegen Bernstein den Vorwurf er Ich habe einen Satz aus seinem Artikel verlesen und festgestellt, daß hoben, daß er für die jegige deutsche Weltpolitik fich erklärt habe. darin die principielle Anerkennung der Weltpolitik liegt. Ich habe gefchloffen, daß Bernstein einer flügeren Form der Weltpolitik seine Bustimmung geben würde. Zustimmung geben würde. Es wird zur Abstimmung geschritten. UX 4- pollisT Adler- Kiel zieht seinen Zusatzantrag zurüd. Es liegen vor: Resolution Singer, dazu das Amendement Kloth und das Aniendement Müller; zu diesem wieder ein Amendement Ledebour. Kiesel- Berlin hält es für besser, die komplizierte Abstimmung morgen früh vorzunehmen. Borsigender Ulrich widerspricht diesem Antrag: Wir müssen heut einen Abschluß haben.( Sehr richtig!) Ledebour stellt fest, daß der Antrag Müller nicht ein Amendement zur Resolution Singer, sondern eine selbständige Resolution sei und daß Müller sein( Ledebours) Amendement acceptiert habe, so daß es in die Resolution Müller mit eingegangen sei. Ulrich: Das erleichtert die Abstimmung.d Der Antrag Stiefel wird abgelehnt. Ich bin in der sehr erfreulichen Lage, feststellen zu können, daß Süddeutschen, wie Müller, die in Geruche des Opportunismus stehen, die Diskussion die Uebereinstimmung sämtlicher Mitglieder des Parteiund auch wir in Baden hatten die Empfindung, daß vom Norden tags, soweit sie zum Wort gekommen find, ergeben. hat, über die Bei der Abstimmung wird die Resolution Singer her mehr Initiative gegen diesen weltpolitischen Kurs hätte gezeigt Notwendigkeit, scharfen, entschiedenen Widerspruch zu erheben gegen mit den vom Referenten vorgenommenen Kenderungen einstimmig werden sollen. Dem Schlagwort in der bürgerlichen Ge- die heutige Weltpolitit im allgemeinen und gegen die vom Deutschen angenommen. Das Amendement Sloth wird abgelehnt. Die sellschaft:„ Die Initiative eines einzelnen Manns", sollten Reich getriebene Chingpolitik im besondern. Ich bin erfreut über Resolution Müller wird gegen einige Stimmen angenommen, wir entgegenfegen: die Individualität" Ich bin nicht der diese Thatsache, obgleich sie mich nicht überrascht; denn das, was die der Vorsitzende, der Einstimmigkeit konstatierte, überfah. Meinung, und da tomme ich auf den eigentlichen Punkt in der Partei auf diesem Gebiet bisher zum Ausdruck geder Genossin Luxemburg, daß wir, wie sie sagt, vor einer Reaktion fommen ist, ließ erkennen, daß in dieser Frage volle ſtehen. Nein, wir stehen vor einer, vielleicht der letzten Entwicklungs- Einmütigkeit herrscht, und diese Einmütigkeit wird auch nicht beein stufe des Sapitalismus; das müssen wir einsehen, und daß wir noch trächtigt durch irgend welche Breßäußerungen oder durch Aeußezu schwach sind, dagegegen wirksam aufzukommen. Das ist aber für rungen einzelner Parteigenossen, die in scheinbarem Widerspruch uns fein Grund, jezt nicht mit größter Energie dagegen loszugehen. damit stehen. Ich komme dabei auf ein Wort zurück, das ich am Flammende Proteste müssen wir von dieser Stelle aus gegen die Anfang meines Referats gesagt habe: die scheinbare Verschiedenheit Weltpolitik schleudern. Mit seiner Sympathie- Erklärung für die der Meinungen in solchen Fragen wird gewöhnlich nicht hervorBoeren hat mir Müller aus dem Herzen gesprochen. Die ganze gerufen bei der Beurteilung der tatsächlichen Berhältnisse, sondern Damit endigen die heutigen Verhandlungen. Schluß 74 Uhr. ( Fortsetzung in der 2. Beilage.) nepe T 1190 Waarenhaus Hermann Tietz. Leipzigerstrasse 46, 47, 48, 49. Neubau. Krausenstrasse 46, 47, 48, 49. Eröffnung nahe bevorstehend. Näheres demnächst. Warenhaus A.Wertheim. Berlin, Leipzigerstrasse 132133 O Rosenthalerstrasse 27/29 und 54 Der Extra- Verkauf Oranienstrasse 5354. zu ausserordentlich herabgesetzten Preisen vor der demnächstigen Eröffnung unsrer Erweiterungsbauten Leipziger- Strasse 134/135, Voss- Strasse 31/32, Oranien- Strasse 52 erstreckt sich auf sämtliche Abteilungen unsres Geschäfts. Alle Waren sind im Preise ermässigt. Ausgenommen sind nur vereinzelte Artikel, deren allgemeine Preislage eine Herabsetzung nicht zulässt. Da wir bei diesem niemals wiederkehrenden Extra- Verkauf nur tadellose Ware anbieten, so können wir diese Gelegenheit zum Einkauf besonders empfehlen. Posamenten. Die Extra- Preise sind neben den bisherigen auf den Preiszetteln vermerkt. Der Extra- Verkauf dauert nur kurze Zeit. 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Normalhemden, Vigogne, 3 Grössen Normalbeinkleider, Vigogne, mit Ueberschlag, 3 Grössen Korsettschoner 1,45, 1,60, 1,75 Mk Linon mit buntem Rand, Dutzend 1,60, Halble inen 1,25, 1,40, 1,55 Mk Weiss, reinleinen 18 Pf., mit Band durchzogen 33 Pf. Engl. Batist mit bunter Bordüre Berantwortlicher Redacteur: Heinrich Ströbel in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. r. 219. 17. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt, Donnerstag, 20. September 1900, Socialdemokratischer Parteitag in Mainz. ( Fortsetzung aus der 1. Beilage.) Mainz, 19. September 1900. Dritter Verhandlungstag. Vormittags- Sigung. Beginn 914 Uhr. Den Vorsiz führt Singer. v. Elm: hin zu unterstützen. Aber durch die Annahme solcher Anträge beständig jede Dienstleistung und kräftigste Unterstützung von der wird man Sachen, von denen man glaubt, daß sie nicht dazu dienen, Partei. Wenn man aber die eigne Unabhängigkeit so betont, dan nicht aus der Welt schaffen. Strikt durchgeführt würde ja ein follte man auch die Unabhängigkeit der Redaktionen anerkennen. Die solcher Antrag in seiner äußersten Konsequenz darauf hinauslaufen, Redaktionen thun ihre Pflicht, mehr als manche Gewerkschaften der daß ein Parteiblatt gar keine Annoncen aufnehmen darf.( Sehr Partei gegenüber. richtig! In der Parteipresse finden Sie Anzeigen von großen Wizorowski- Staßfurt: stins ince Warenhäusern; wer will es fontrollieren, ob in diesem bunten Ges Der Boykott ist ein wesentliches Kampfmittel. Schlimmer noch wimmel von Waren nicht ein großer Teil von Waren vorhanden ist, als die Aufnahme des Inserats einer Firma, bei der gestreift wird, die in irgend einem Geschäft hergestellt find, wo gestreift wird und ist die Aufnahme der Geschäftsempfehlung einer inserierenden Firma, wo Streifbrecher die Hersteller waren. Wenn Sie aber aus den die boykottiert ist. Ich bitte den Antrag 47 mit dem Amendement Etats unsrer Beitungen alle Einnahmen aus Annoncen streichen Hug anzunehmen. wollten, dann würde ein großer Teil unsrer Presse überhaupt nicht mehr existenzfähig sein. Selbstverständlich ist, Molkenbuhr muß mich mißverstanden haben. Ich habe nicht daß daß wenn in einem Orte ein Streit ausbricht, Arbeitsfagen wollen, Molkenbuhr dente gar nicht an einen Kampf. gesuche von den betreffenden Geschäften nicht aufgenommen, moltenbuhr: Aber gesagt hast Du es!) Wenn die Expeditionen und wenn ein Boykott unzweifelhaft vorliegt, die boykottierten der Beitungen es immer selbst richtig gemacht hätten, dann würden Waren nicht empfohlen werden. Dazu braucht es solcher Anträge folche Streitigkeiten nicht entstanden sein. Moltenbuhr wird wissen, nicht. Stellen Sie alle diese Anträge zusammen, dann bekommen baß in seinem Orte bereits recht erhebliche Differenzen zwischen Sie ein Preßgesez, umfangreicher als das Reichs- Preßgefe der Arbeiterschaft und der Zeitung entstanden sind, weil diese sogar und schließlich werden wir noch einen Beschluß fassen müssen, das ganz direkte Reklame für das boykottierte Geschäft gemacht hatte. socialdemokratische Preßgefeß aufzuheben. Also so was ist durchaus möglich. Der Hinweis auf unfern Stampf gegen die Streitklausel ist nicht angebracht: es ist ganz etwas andres, ob es sich um einen kommunalen oder staatlichen Vertrag oder um eine private Abmachung handelt. Es mag sein, daß der Antrag nicht immer wirksam sein wird; selbstverständlich hat die Da die Mitglieder der Organisations- Kommission den Wunsch haben, an den Verhandlungen über Verkehrs- und Handelspolitik teilzunehmen, wird zunächst Punkt 11 der Tagesordnung: Sonstige Anträge zur Verhandlung gestellt. Zunächst kommen die zur Presse Preffe de di se gestellten Anträge zur Verhandlung, es sind die Anträge 36-45, 47, 75, 78 und 80. Hiervon werden nur die Anträge 37, 41-44, 47, 75, 78 und 89 genügend unterstützt.*) Weiter wird folgende genügend unterstützte Resolution von Scheibe Hartmannsdorf und Genossen gestellt: Hoffmann- Hamburg: v. Elm: in machen, sonst kann sie sich nicht beschweren. Wenn ein Genosse sich auf die Gewerkschaften gegenüber der Partei beruft, so ist das ein dim Mich veranlaßt noch ein andrer Grund, gegen den Antrag zu " In Erwägung, daß durch die ungeheuerliche Ausbeutung des sprechen. Die großen Geschäfte schließen ihre Annoncenverträge mit deutschen Volks seitens der Bergwerksbesitzer und ihren Agenten den Zeitungsexpeditionen meistens auf einen größeren Zeitraum ab. eine für weite Kreise der Bevölkerung nahezu unerträgliche wird der Antrag angenommen, so würden große Schwierigkeiten und Streitleitung die Pflicht, die Redaktion rechtzeitig aufmerksam zu Lage auf dem Kohlenmarkt geschaffen worden ist, spricht weitere Streitereien entstehen. der Parteitag die Erwartung aus: a) daß die socialdemokratischen Abgeordneten diese Angelegenheit zur passenden Zeit im Reichstag Die Ausführungen Mollenbuhrs gegen den Antrag flingen ja ganz falscher Standpunkt; hier handelt es sich doch um Arbeiter bezw. in den Landtagen zur Sprache bringen, b) daß diese Frage recht schön und nett, aber wir sind vorläufig nicht im stande, unfre blätter, die auch von den Gewerkschaftsmitgliedern gelesen werden auf die Tagesordnung des nächsten Parteitags gefegt wird, falls idealen Forderungen zu verwirklichen, wir leben in einer Beit sollen. Es ist hier ein Gegenseitigkeitsverhältnis vorhanden; es die Lage des Kohlenmarkts sich bis dahin nicht gründlich geändert des Stampfes, und die Gegner üben uns gegenüber nicht wird einfach von den Arbeitern nicht verstanden, wenn während hat, c) daß sich die Parteipreffe eingehender als bisher damit be- die Rücksichtnahme, die Molkenbur ihnen gegenüber üben will. eines Kampfs die Beitung die betreffende Firma im AnnoncenEs wäre ja nicht ganz so schlimm, schäftigt und die Frage der Verstaatlichung der Bergwerke näher Den Gegnern fällt es durchaus nicht ein, in ihren Zeitungen Annoncen teil noch empfiehlt, zu veröffentlichen, in welchen wir bekannt geben, daß eine Sperre wenn alle Arbeiter die ganze Zeitung lesen würden, aber wie viele Es wird in die Diskussion der Anträge eingetreten. Den An- verhängt ist. Sie benutzen ihre Presse unter allen Umständen zum lesen mir den Annoncenteil, und diese indifferente Maffe müssen wir trag 37 ersucht offmann Berlin IV für erledigt zu erklären, da Kampfe für den Kapitalismus. Und mun verlangt Molkenbuhr, daß berücksichtigen und ihr nicht boykottierte Geschäfte empfehlen; auch im Einverständnis mit dem Vorstand eine Regelung im Sinne des wir uns bemgegenüber auf den idealen Standbuilt zurüidzichen das ist ein Grund zur Annahme des Antrags. Har du bor Antrags bereits in Gange ist. Der Antrag wird zurüdgezogen. Eintrag 41 wird ohne Diskussion abgelehnt. ventiliert. = Den Antrag 42 ersucht Fischer- Berlin abzulehnen. Der Parteisekretär hat die Mitteilung gemacht, daß die vor einigen Jahren schon beschlossene Herausgabe des Handbuchs demnächst erfolgen werde, es wird selbstverständlich von Zeit zu Zeit Ergänzungen erfahren, die man aber nicht jetzt durch Parteitagsbeschluß festlegen tann, ehe man etwas Bestimmtes vor Augen hat. Der Antrag wird abgelehnt. Antrag 48 wird angenommen. Antrag 44 wird abgelehnt. Den Antrag 47 begründet Hug- Bant: sollen! Auch die Kontrolle ist nicht so schwer, die Streitleitung könnte Seyther- Stuttgart: aud int なす ja auch den einzelnen Lokalblättern von dem Streit Mitteilung Auch ich ersuche um Annahme des Antrags. Es geht nicht an, machen. Wenn gesagt wird, daß die Kontrakte meist auf längere daß das Arbeiterblatt die Arbeiterschaft in ihren Kämpfen in dieser Dauer geschlossen sind, so haben wir es doch beim Abschluß der Weise behindert. Wir nehmen ja auch unfittliche und Heiratsannoncen Kontrakte in der Hand eine Klausel hineinzubringen nicht auf. die derartige Fälle vorsicht. Es liegt durchaus tein Grund nicht auf. vor, dem Antrag die Zustimmung zu versagen, wohl aber Sug Bant ändert sein Amendement dahin ab:„ Der Streit oder es liegen recht viele Gründe für den Antrag vor. Ich empfehle die Sperre muß von den Centralorganen der Gewerkschaften erklärt Ihnen die Annahme, schon um Differenzen an einzelnen Orten vor und anerkannt werden." zubeugen. Hoffmann- Berlin 4: " Mit diesem Amendement wird der Antrag 47 angenommen. * . * Den Antrag 75 begründet Frau Greifenberg- Berlin: Dieser Antrag spricht schon für sich selbst. Ich bitte Sie aber, In der großen Ich schließe mich aus praktischen Erfahrungen heraus den Ausführungen Elms an. Wir haben diese Einrichtung auch beim VorDer Antrag scheint offene Thüren einzuremen; es liegt auch darf man hier nicht verallgemeinern, sondern muß von Fall zu Fall wärts" getroffen und sind dabei ganz gut gefahren. Selbstredend bereits ein Beschluß des Stuttgarter Parteitags vor, aber es bedarf entscheiden. Für die große Maſſe unsrer Parteigenossen wäre es un auch im Interesse der Zeitungen selbst ihn anzunehmen, weil die einer Interpretation und diese möchte ich in einem Amendement geben, um manche Streitigkeiten zwischen Gewerkschaften und Partei- verständlich, wenn im redaktionellen Teil über eine Lohnstreitigkeit Frauen eine Zeitung viel eher lesen, wenn sie Interessantes und preſſe unmöglich zu machen. Der Antrag ist entstanden, weil wir eine Entrüftung lant würde und im Annoncenteil eine Anzeige der für sie Wichtiges darin finden. Wie oft ist mir gesagt worden: betreffenden Firma stände. Wir dürfen 11118 nicht auf den was in der Zeitung steht, verstehen wir nicht. in der Leitung des Norddeutschen Volksblatts" nicht anerkennen Standpunkt stellen, daß das Gold nicht stinkt. Selbstverständlich Mehrzahl der Arbeiterpresse wird nichts für die Frauen geschrieben. wollten, daß, wenn die Arbeiter einer Werkstatt die Arbeit nieder tann sich der Antrag mir gegen die Firma richten, bei der die Ich ersuche um Annahme des Antrags, aber auch nachher dafür zu legen, ohne daß die Gewerkschaft es gut heißt, fie die Aufnahme von Juferaten uns untersagen können. In einem Konfektionsgeschäft Streitigkeiten ausgebrochen sind, wir können aber nicht kontrollieren, forgen, daß er ausgeführt wird. Adler- Kiel: Auch damit, daß bei wo die betreffenden Waren angefertigt sind. in Wilhelmshaven legten die Schneider die Arbeit nieder, weil die Annoncen- Kontrakten eine Klanjel für derartige Fälle aufgenommen Ursprünglich plante der Antrag eine besondere Frauenbeilage. zugefagte Entlaffung eines Zuschneiders nicht erfolgt war, und verwird, bin ich einverstanden. Wir dürfen die im Stampf stehenden Das wäre verfehlt. So aber ersuche ich um Annahme des Antrags, langten von uns, die Aufnahme einer Annonce dieſes Geschäfts über Arbeiter nicht schädigen. Davon, daß wir durch diesen Antrag ein schon um den Frauen den Wind aus den Segeln zu nehmen. Es Kleiderreste zu verweigern. Derartige Boykotts können die Gewert neues Preßgefeß schaffen, fann doch keine Rede sein. Wir haben kommt darauf an, volkstümlich und leicht verständlich zu schreiben. schaften, die Partei und auch das Blatt schwer schädigen. Mir ist feine Ursache, rücksichtsvoller zu sein, als unsre Gegner. Ich bitte Das ist dann nicht nur auf die Frauen berechnet, sondern überhaupt durch eine Zufallsmehrheit der Auftrag erteilt, den Antrag 47 zu Sie, den Antrag anzunehmen. auf diejenigen, die sich noch nicht zum socialdemokratischen Ververtreten; ich bitte daher, ihn anzunehmen, aber mit folgendem Bujay: Sie, den Antrag anzunehmen. Der Streit oder die Sperre muß von den dazu berufenen Organen ständnis durchgerungen haben. der Gewerkschaft erklärt oder erkannt sein." Schöpflin Chemnitz: Molkenbuhr: Wir haben in unfrem Parteiprogramm einen Satz, in dem wir fordern, daß alle Gefeße, durch die die freie Meinungsäußerung in irgend einer Weise eingeschränkt wird, abgeschafft werden sollen, und darunter befindet sich auch das Preßgesetz. Nun ist es eine ganz eigentümliche Erscheinung, daß fast auf allen Parteitagen Anträge auftauchen, die eigentlich ein socialdemokratisches Breßgesetz herstellen wollen. Jeden Streit an irgend einem Ort scheint man für eine ausreichende Unterlage für solche Anträge zu halten. Selbst verständlich ist es Pflicht der gesamten Parteipresse, den proletarischen Kampf mit allen nur denkbaren Mitteln Molkenbuhr: Annehmen können wir den Antrag ja, aber so lange uns nicht Material gegeben wird, ist er überflüssig. Der Antrag wird angenommen. Den Antrag 78 begründet Elm hat meine Ausführungen wohl nicht angehört, sondern sich von jemand erzählen lassen, ich hätte behauptet, wir gweifellos wäre es agitatorisch sehr gut, wenn die Arbeiters denken gar nicht an Kampf.( Widerspruch.) Wer ihm das erzählt hat, presie von den Frauen mehr gelesen wäre, aber um für die Frauen der hat ihm einen gehörigen Bären aufgebunden, denn ich habe kein zu schreiben, müssen wir doch Material haben. Es müssen Frauen Wort davon gesagt. Ich halte es nur für sonderbar, daß wir in da sein, die populär schreiben und uns das zur Verfügung stellen. Daran unfrem Programm die Beseitigung der Preßgeseze fordern und hier fehlt es aber; die Gleichheit" ist ja ein Frauenblatt, ist aber nicht fort und fort nach Beschränkungen der Presse rufen. Ueber die für die Masse der Frauen. Das statistische Material wird nicht Wittel, die im wirtschaftlichen Kampf nötig sind, zu entscheiden, muß einmal von einem großen Teil der Leserinnen der Gleichheit" dem Kaligefühl der Leiter der Beitungen überlassen bleiben; es verstanden. müßte schon gar kein im Klassenfampf erprobter Mann sein, wenn er das nicht thäte, was im Interesse der Arbeiter liegt. Wenn Sie feine Leute haben, die dics Empfinden besitzen, so werden sie auch durch Beschlüsse nichts daran ändern. Es wäre interessant, einmal band Habicht Frankfurt a. M.: die verschiedenen von uns geschaffenen Preßgefeße zu sammeln. 37. Parteigenossen in Berlin I: Den„ Vorwärts" bald- Oft widersprechen sich diese Beschlüsse direkt und können in Es würde für unsre Vertreter in den kleinen Kommunen von möglichst in eigne Regie zu übernehmen und in eigner Druckerei der Praxis gar nicht ausgeführt werden. Gewiß wäre es möglich, großem Wert sein, wenn sie das Material zur Hand haben, um in herstellen zu lassen, sowie ferner nach der hierdurch eintretenden Ver- eine Streitklausel in jeden Annoncentontrakt aufzunehmen. Aber es ihrer kommunalen Körperschaft dahin zu wirken, daß die Straßenbilligung der Herstellungskosten eine Herabminderung des Abonne- ist doch bedentlich, daß wir, die wir die Streiftlausel als unfittlich bahnen billige Arbeitertarife einführen, daß Lokale gebaut werden mentsbetrags vorzunehmen. da bekämpfen, hier selbst solche Klaufel befürworten.( Sehr wahr.) Wir für alle Parteien, wie z. B. hier die Stadthalle, in Bezug auf die Broschüren. geben damit einen Teil der Waffen aus der Hand, die wir sonst Errichtung von Bädern usw. gegen die Einführung der Streifflaufel brauchen, und wir jeten uns Pfannkuch: damit dem Vorwurf der Heuchelei aus. Ich glaube auch nicht, daß Ich glaube auch nicht, daß In der vorliegenden Form ersuche ich um Ablehnung des Antrags. die Annahme des Antrags an den bestehenden Zuständen etwas Wollen Sie ihm nähertreten, dann überweisen Sie ihn dem Parteis ändern wird. Hente nehmen wir ja schon bei Boykotts nicht nur vorstand zur Erwägung. Der Vorwärts" hat in den letzten zwei cine leine Annoncen der boykottierten Firmen, sondern auch keine Annoncen Jahren ziemlich erfahren, ausgiebige Ausgestaltung weiter. das geschieht ja jezt auch Die Berhält solcher Firmen auf, die ihren Bedarf bei boykottierten Firmen decken. und großen Gemeinden lassen sich aber meistens Wir gehen also schon viel weiter, als es der Antrag verlangt. niffſe in den Lehnen Sie den Antrag ab; er würde an den Verhältnissen nichts gar nicht auf die fleinen Gemeinden insbesondere die Landändern und uns höchstens in der Oeffentlichkeit schaden. gemeinden übertragen, man kann nicht schablonisieren. Wenn unfre Bertreter in den kleinen Gemeinden Aufklärung für ihre Wirksamkeit Scheidemann- Nürnberg: in ihren Gemeindevertretungen brauchen, so fönnen sie entweder bei der Agitationskommission der Provinz oder wenn da nicht angängig, bei der Parteileitung Auskunft erhalten. gi 41. Parteigenoffen im 20. fächsischen Wahlkreise: Die von der Partei zu Agitationszwecken herausgegebenen Broschüren sollen in fleineren Partien zu denselben Einzelpreisen an die Parteigenossen abgegeben werden, wie dies jetzt bei größeren Partien geschieht. 42. Parteigenosse Lebius, Dortmund: Der Parteivorstand wird beauftragt, alljährlich die Herausgabe eines politischen Handbuchs für die Parteireferenten nach Art der bekannten politischen ABC- Bücher zu veranlassen. " Freie Stunden". " 10 Der 44. Parteigenoffen von Reichenbach Neurode: Leiter der Buchhandlung Vorwärts soll veranlagt werden, daß er eine volkstümlichere Auswahl der Romane für Freie Stunden" vornimmt. Der jetzt erscheinende Roman Der Sohn des Rebellen" tann trop feines für belesene Leute hochinteressanten Inhalts nicht als geeignet für das Volk gehalten werden. Lotalpresie. 43. Parteigenossen in Meme I: Der Parteivorstand wird be auftragt, die Anweisung über das Vereins- und Versammlungsrecht neu herauszugeben und dabei die durch die Gesetzgebung und die Ich bitte, den Antrag 47 mit dem Amendement Hug anzu richterliche Rechtsprechung notwendig gewordenen Aenderungen vornehmen. Das, was Mollenbuhr von dem socialdemokrati zunehmen, fchen Preßgefeg gefagt hat, hört sich ja sehr nett an, trifft aber nicht den Kern der Sache. In dem Hugschen Amendement bitte ich die Worte oder örtliche" zu streichen. Durch die Beschlüsse einer fleinen örtlichen Gewerffchaftsgruppe können die Redaktionen in unangenehme Situationen tommen. So ist es uns in Nürnberg gegangen; eine große Fabrik, deren Waren boykottiert waren, schloß mit der großen Gewerkschaftsorganisation des Berufs Frieden; alle Parteiblätter brachten nun wieder die Inserate der Fabrik, halbe Seiten groß, nur wir in Nürnberg durften es nicht, die örtliche Verwaltungsstelle der Organisation hat uns abgehalten. Wenn aber der Centralvorstand gesagt hat: es wird gemacht, dann darf die örtliche Verwaltung nicht sagen: es wird nicht gemacht. Ein Vorrebner wies auf die längeren Verträge über Inferatenaufnahmen hin, die die Expeditionen manchmal eingingen. Das ist doch kein Hindernis, wenn ein solcher Vertrag besteht und daraufhin ein Inserat eines boykottierten Geschäfts auf genommen werden muß und auf der vierten Seite steht, dann würde ich mich teinen Augenblick bedenken, auf der zweiten Seite im lokalen Teil zu schreiben: Leider sind wir gezwungen, das Inserat aufzunehmen, aber, bitte, kauft bei dieser Gesellschaft nicht!( Heiterkeit.) Vorsitzender Singer stellt fest, daß das Wort„ örtlich" im Amende ment Hug nicht enthalten ist. Engler- Freiburg i. B.: 47. Parteigenoffen in Bant- Wilhelmshafen: Die Parteipresse ist verpflichtet, von Unternehmern, bei welchen sich die Arbeiter im Streit befinden, oder über welche von der betreffenden Organisation die Sperre verhängt ist, für die Dauer dieses Streits bezw. Sperre teine Geschäftsempfehlungen aufzunehmen. 75. Der Parteitag möge aussprechen, daß den Leitern der Arbeiterblätter aufgegeben wird, mehr wie bisher in den Ausführungen auf die Interessen der Arbeiterinnen Rücksicht zu nehmen, wie es von einigen Blättern bereits geschieht. Scheibe Hartmansdorf: Als Gemeindevertreter in einer ländlichen Gemeinde bitte ich dringend, den Antrag anzunehmen oder ihn wenigstens dem Parteivorstand zu überweisen. Solches Organ ist für die Gemeinde vertreter recht notwendig. Gerade in kleinen Gemeinden tommen mancherlei Dinge vor, die sich mit dem Programm nicht vertragen; da kann ein solches Organ sehr nützlich wirken, auch wenn es etwa als monatliche Beilage dem„ Vorwärts" beiliegt. wägung überwiesen. Antrag 88 wird hierauf dem Parteivorstand zur Ers Antrag 80 begründet: Göller- Frankfurt a. M.: Schon in Stuttgart regte ich bei Pfannkuch die Herausgabe Er sagte mir, man habe sich schon mit eines solchen Buchs an. Vollmar über die Abfassung einer solchen Schrift verständigt. Es ist aber nichts geschehen, und doch ist ein solches Wert ein dringendes 78. Dem Centralorgan der socialdemokratischen Partei, dem Bedürfnis. Der Il tramontanismus ist überall mächtig im Vorwärtsschreiten begriffen, während der Liberalismus in Deutsch Vorwärts"( Berl. Wolfsbl.), ist allmonatlich eine Beilage, die tommunal- politische und sonstige in dieses Gebiet gehörige Fragen land an Boden verliert. Da müssen wir umfre Leute mit besserem Rüstzeug versehen. Wie ich höre, schreibt Hoch eine Broschüre erörtert und bespricht, beizulegen. über das vollsverräterische Verhalten des Centrums im R. Habicht, Schmidt( Frankfurt a. M.). Barlament. Das genügt aber nicht, das Wesen des Ultramon 80. Der Parteitag wolle beschließen, den Parteivorstand zu aufgewiesen ersuchen, die Herausgabe einer wissenschaftlichen Schrift veranlassen Die Banter schießen mit ihrem Antrage neben das Ziel. Gerade tanismus muß in seinen innersten Triebfedern Die ganze Frage muß wissenschaftlich und historisch zu wollen, welche in eingehender Weise und im Licht der materia- ihr Antrag wird Anlaß zu vielen Streitigkeiten geben. Wir sollten werden. listischen Geschichtsauffassung das Streben des katholischen Klerika- ibu ruhig ablehnen; mir ist kein Fall bekannt, wo die Redaktionen behandelt werden. Als gestern über die Weltpolitik verhandelt wurde, lismus zur Erlangung der politischen, socialökonomischen und all- der Parteiblätter nicht alles gethan haben, um ftreifende Arbeiter zu ist es manchem aufgefallen, daß der Pioniere des Kapitalismus, der gemein geistigen Weltherrschaft behandelt. unterstützen. In den Gewerkschaften wird jetzt Selbständigkeit und Missionare, gar nicht gedacht wurde. Das eine Beispiel zeigt Unabhängigkeit von der Partei verlangt. Andrerseits fordern fie schon, wie notwendig ein solches Wert ist. H. Göller, Schmidt, R. Habicht, Frankfurt a. M. Arbeiter. " König- Bochum: " ( nach dem Streit, der, wie ich ausdrücklich hervorhebe, Molkenbuhr: = der Der vorliegende Antrag ist in der Form nicht sehr glücklich. Wir Ju meinem Bezirk dominiert der Katholicismus. Wir, die wir verloren gegangen ist, bei dem die Bergarbeiter nichts erreicht haben, die Bewegung dort fördern sollen, müssen mit Munition versehen haben die Bergwerksbefizer die Preise ganz gewaltig in die Höhe tönnen nicht in jeder Vorlage ohne weiteres eine Verschlechterung werden. Wenn wir gegen den Ultramontanismus antämpfen, dann geschraubt. In Westfalen ist ja in den hauptsächlichsten Stohlen- erblicken. Im Gegenteil, die meisten Aenderungen, die am Kranken spielen die Pfaffen die Frage auf das religiöse Gebiet herüber. revieren gar nicht gestreift worden, ebensowenig in Schlesien, sondern versicherungs- Gesetz vorgenommen werden müssen, werden BerDeshalb brauchen wir eine Broschüre gegen das Centrum. Für nur in Sachsen. Allerdings ist dort 10-15 Pf. Schichtlohn zugelegt, befferungen sein; das jetzige Gesetz ist so schlecht, daß es überhaupt billiges Geld muß sich auch der minderbemittelte Arbeiter eine aber für die Lohngestaltung bedeutet das gar nichts, denn gearbeitet nicht mehr verschlechtert werden kann. Eine solche Verbesserung, solche Schrift laufen können. Bisher liegen nur Bruchstüde vor. wird so gut wie gar nicht im Schichtlohn, sondern im Gedinge, die durch die Umstände bedingt ist, ist die Verlängerung der UnterDa haben wir die Schrift von Lütgenau: Natürliche und sociale d. h. im Accord. Die Verdienste der Bergarbeiter find allerdings stützungsdauer von 13 auf 26 Wochen, um den Anschluß der KrankenReligion. Auch in der Geschichte des Socialismus“ ist hierüber gestiegen, aber nicht durch Lohnerhöhung, sondern durch leberschichten, rente an die Invalidenrente herbeizuführen. Es ist aber sehr notmanches enthalten. Einige empfehlen auch den Pfaffenfpiegel", Beischichten und namentlich durch kolossale Erweiterung der Sonn- wendig, daß die Leute, die im Kranken- Versicherungswesen Eraber solche Sachen eignen sich nicht, um fatholische Arbeiter für uns tagsarbeit. Die nächste Abrechnung der fächsischen Aktiengesellschaften fahrung haben, die Mängel der bestehenden Gesetzgebung schon jetzt zu gewinnen( Sehr richtig) und doch müssen wir der schwarzen werden es beweisen, daß trop des Streits ganz gewaltige Ueber- farlegen. Ich weiß, daß nach objektiver Prüfung solcher Vorlagen Garde energisch auf den Leib rücken. Wir haben in Westfalen schüsse erzielt worden sind. Die Kohlenverteuerung ist nur ver- eine Fülle von Material aus Arbeitertreijen geholt werden kam, manches leuchtende Licht gehabt, das den Kampf gegen den ursacht durch den Naubzug der Vereine für die Intereſſen der das auch nicht ganz unberücksichtigt bleibt, wenn es rechtzeitig in Statholicismus führen wollte. Leider sind die Sterne bald ver- Bergwerksbefizer. Trotz des verlorenen Streifs ist int Bividauer die Hände der Abgeordneten font. Wir dürfen nur mit der blaßt und die Agitation liegt ausschließlich auf den Schultern der und Luganer Revier der Preis am 1. April um 25 Broz. gestiegen. Agitation nicht erst dann beginnen, wenn die Vorlage da Arbeiter. Um so nötiger ist eine furze, billige Broschüre für die Aber eine andre Frage ist nicht gestreift worden: Trotz der Kohlennot ist, sondern schon vorher auf die Mängel des Bestehenden hat die Regierung an eine Beseitigung der ermäßigten Ausfuhr- aufmerksam machen. So wie der Antrag lautet, sieht es Fischer- Berlin: our apo tarife nicht gedacht. In den Nachbarländern wird unsre Stohle um aus, als wollten wir überhaupt gegen die ganze Reform 20 Mart per Doppelwagen billiger gekauft als in Deutschland; es Front machen; das wäre ein Fehler. Zu den Verbesserungen Das, was der Vorredner ausführte, war nicht die Begründung des Antrags, denn der Antrag verlangt ja nicht eine Agitations dagegen muß die Arbeiterpreffe protestieren. Die Resolution ver- Regierung entschlossen ist. Der Beseitigung der freien Hilfskaffen des Antrags, denn der Antrag verlangt ja nicht eine Agitations ist dieselbe Erscheinung wie in der Eisen-, Zuckerindustrie usw., auch rechne ich auch die Vereinheitlichung der Versicherung, zu der die broschüre, ſondern eine wissenschaftliche widerlegung der ganzen ethischen und politischen Auffaffung des Katholicismus, des Christen langt ja glidlicherweise nicht die Verstaatlichung der Bergwerke, tönnte ich allerdings nur zustimmen, wenn die Versicherungspflicht tums überhaupt. Nun sage ich gewiß nicht, daß wir eine folche font tönnte ich ihr nicht zustimmen. Fischers Ausführungen unter soweit ausgedehnt wird, daß für sämtliche Personen, für die ein Schrift nicht brauchen können, aber von dem Gedanken, eine solche schreibe ich vollkommen. Wir müssen der Verstaatlichung der Berg- Bedürfnis der Versicherung vorliegt, Raum in den Zwangskaffen Schrift unter dem Gesichtspunkt der Agitation für den politischen werke gegenüber sehr vorsichtig ſein. Die internationalen geschaffen wird. Ebenso wenig dürfen die freien Hilfskaffen geopfert und unsre Bergarbeitertage haben sich nicht entschließen werden, wenn die Betriebskaffen fortbestehen; alle Gründe, die Tagestampf, namentlich in Kleinen Städten und auf dem Lande, tönnen, die Verstaatlichung der Bergwerke zu fordern. Das offiziell gegen die freien Hilfstassen angeführt werden, treffen gleichzu verlangen, müssen wir absehen. Wenn wir einen Schrift- Koalitionsrecht der Bergarbeiter, das jezt schon so gut zeitig auch die Betriebskassen. id and dad steller finden, der diese Aufgabe zu zu lösen geneigt und fähig ist, so spricht spricht gewiß nichts gegen die Herausgabe wie gar nicht egiſtiert, würde dann ganz vernichtet werden. einer solchen Broschüre. Viel wirksamer aber für die Agitation ist nichten. Die Frage ist noch nicht spruchreif, sie muß erſt reiflich Sind denn die Kohlen in den staatlichen Betrieben billiger? Mit eine Broschüre, die an Hand attenmäßigen Materials, an Hand der Der Staat bemächtigt sich nicht der Produktion, thatsächlichen Aktionen des Centrums nachweist, wie sehr die Hand- ventiliert werden. lungen dieser Partei in Widerspruch zu seinen Reden und Verum eine Verbilligung oder gerechte Verteilung der Ware herbei sprechungen stehen. Eine solche, von Genossen Hoch verfaßte Schriftzuführen, sondern nur der Fiskus würde sich dadurch eine neue wird schon in den nächsten Tagen erscheinen; es wird darin aus den Einnahmequelle eröffnen, wie es ja auch mit den Eisenbahnen geBorgängen der letzten Session nachgewiesen, in welchen Widerspruch schehen ist. Ich kann Ihnen die Resolution allerdings zur Annahme Theorie und Praxis des Centrums steht, selbst bei der Behandlung empfehlen, weil sie etwas Bestimmtes nicht ausführt, aber bitten von Petitionen, die aus Arbeiterkreisen gekommen sind. Diese möchte ich, diese Angelegenheit nicht unbeachtet zu lassen. Broschüre wird als Massenbroschüre zu billigem Preise abgegeben, amis anis and damit sie in die Kreise der katholischen Arbeiter hinein- Es ist eine recht unangenehme Erscheinung. mit der ich mich geworfen werden kann, um auch bei ihnen das Klaffenbewußtsein zu furz beschäftigen will. Gestern erlebten wir, daß Fräul. Luxemburg weden und ihnen zu zeigen, daß sie in eignem Interesse gemeinsame ohne Kenntnis der Thatsachen behauptete, unfre Bresse habe in der Sache mit den socialdemokratischen Arbeitern gegen die tatholischen Bekämpfung der Weltpolitit nicht ihre Schuldigkeit gethan, und heute Ausbeuter und Geschäftspolitiker zu machen haben.( Sehr wahr.) erleben wir dasselbe bezüglich der Kohlenfrage von Schöpflin. Er Solche Broschüre halte ich für wirksamer als eine theoretische muß unsre Parteiprefie gar nicht verfolgt haben, sonst müßte er Schrift, aus der unsre Leute vielfach mangels der nötigen Vor- wissen, daß zur Frage des Kohlenwuchers und allem, was damit bildung einige Schlagworte herausgreifen und in der Hitze des zusammenhängt, die Parteipreffe in der ausgiebigsten Weise Gefechts die Gefühle der katholischen Arbeiter verletzen und damit Stellung genommen hat. Es ist mir nicht ein eindas thun, worauf die Pfaffen in erster Linie spekulieren. Wir iges Haupt Magdeburg: Die geographische Lage von Magdeburg Parteiblatt in Erinnerung, boit dem fich sagen ist ebenso günstig, wie die von Dresden und günstiger als die von müssen den katholischen Arbeiter bei seinem Selassenintereiie ließe. daß es dieser überaus wichtigen und die weitesten Bremen. Auch steht uns ein genügend großes Lokal zur Verfügung paden, die philosophische Schulung kommt dann später nach.( Schr Wolfskreise erregenden Frage nicht die gebührende. Aufmerksamkeit und die Behörden verhalten sich wenn auch nicht wohlwollend, so richtig.) geschenkt hat in einer Weise, die den berechtigten Interessen des doch objektiv; ich bin überzeugt, sie werden sich in Magdeburg alle Hiermit schließt die Debatte, der Antrag wird abgelehnt. Bolts und unfren Grundfäßen in vollem Maße entspricht. Es macht wohl fühlen. Die Resolution betr. die Sohlennot begründet feinen angenehmen Eindruck, wenn solche Vorwürfe an die Presse Teichmann- Bremen: Jch bitte Sie aus agitatorischen Gründen, Scheibe Hartmannsdorf: gerichtet werden, die sie nicht verdient, und ehe man in der glid den nächsten Parteitag in Bremen abzuhalten. Wir werden sie dort fichsten Unwissenheit solche Behauptungen aufstellt, sollte man sich mit Freuden begrüßent.islio njoh natu informieren. Auch unfre Fraktion hat diese Angelegenheit in aus Sindermann Dresden: Sehen sie von der Gewohnheit, keine giebiger Weise zu wiederholten Malen im Reichstag behandelt, sie Parteitage in Sachsen abzuhalten, ab! Man hat früher gesagt, was hat ihre Schuldigkeit ebenso gethan wie unsre Presse. Auf die zu- in andren Landesteilen möglich ist, ist in Sachsen nicht möglich. treffenden Darlegungen der beiden Vorredner näher einzugehen, Aber in Sachsen finden doch auch unfre Landeskonferenzen statt und eritbrigt sich. dort nehmen wir energisch Stellung gegen die Politik der sächsischen Schöpflin- Chemnitz: Regierung. Geographisch liegt Dresden günstig und wir haben auch ausreichende Säle dort zur Verfügung.e Frohnie: Ich will Ihre Zeit und Geduld nicht lange in Anspruch nehmen. Der 15. und 16. sächsische Wahlkreis hat mich beauftragt, die Resolution zu vertreten. Es ist doch selbstverständlich, daß der Parteitag sich mit der Lage des Kohlenmarkts beschäftigt, denn die Vertenerung der Kohlen hat eine ungeheure Erreging hervorgerufen. Die Grubenbefizer und ihre Agenten suchen es so darzustellen, als feien die Streits der Bergarbeiter die Ursache der Kohlennot und diese Ansicht ist leider auch unter manchen Arbeitern verbreitet. beneiden könnte, herausdestilliert hat, ist mir nicht eingefallen zu Was Frohme mit einer Rede, um m die ihn ein Staatsanwalt Daß die Kohlenfrage im Reichstage zur Sprache gebracht werden foll, hat ja Pfannkuch neulich schon betont. Wir brauchen lagen. Ich habe einfach verlangt, daß Leute, die die Sache kennen, unfre Abgeordneten gewiß nicht an ihre Pflicht zu erinnern, fie fich mit ihr gründlich beschäftigen. Direkt eine Verstaatlichung habe ich noch nicht verlangt. erfüllen, sie von selbst. Aber die Parteipresse hat ihre Pflicht ver- Ton, mit dem er mir gänzliche Unwissenheit vorwirft? Ich lese die fäumt, bürgerliche Blätter haben weit eher auf die Kohlennot hin Barteipreffe ebenso wie er und vielleicht muß ich sie noch mehr gewiesen. Erst durch die fünstliche Nachfrage ist die Not gesteigert fefen. Gewiß hat sie fritisiert, aber was ich vermißt habe, das sind worden. Darauf hätte die Presse hindeuten müssen. Verschiedene Mittel und Wege zur Abhilfe. Ta muß mehr gefehehen und des bürgerliche Fachleute erklären sich für die Verstaatlichung halb wünsche ich eine eingehende Beratung auf dem nächsten umsomehr sollten wir dazu Stellung nehmen und nach voraufgegangener Erörterung in der Presse auf dem nächsten Parteitag darParteitage. über sprechen. Schöpflin- Chemnitz: Auch ich bitte um Annahme der Resolution. Es ist leider Eichhorn Mannheim: Moltenbuhr hat unfren Antrag nicht so verstanden, wie er gemeint war. Es steht auch ausdrücklich darin: etwaige Verschlechterungen. Wir wollten feineswegs jede Vorlage als eine Verschlechterung hinstellen, sondern wünschen nur, daß jetzt schon die Agitation eingeleitet wird. Damit schließt die Diskussion. Antrag 48 wird angenommen. Es folgen die Anträge 57 und 58. Beide finden aber nicht genügende Unterstügung. Nicht genügend unterstüßt werden die Anträge 4 und 77, die sich mit dem Programm beschäftigen. Punkt 10 der Tagesordnung. Orte der nächste Parteitag tagen soll. Es liegen hierzu die Der Parteitag beschäftigt sich nun mit der Frage, an welchem Anträge 59, 60, 61, 67, 81, 85 vor, von denen die Anträge 60 und 61 nicht genügend unterstützt werden. Als Ort des nächsten Parteitags werden vorgeschlagen: Magdeburg, Bremen, Dresden, übed. Singer: Es scheint sich ein sächsischer Wettstreit um den nächsten Barteitag zu entspinnen( Heiterkeit), mir geht eben noch ein Antrag zu, der wünscht, daß der Parteitag in Sachsen abgehalten Debatte gestellt. Wie fommt Frohme zu seinem väterlichen wird. Auch dieser Antrag wird genügend unterstützt, also mit zur Düwell- Essen: Auch ich mitß es für grundfalsch erklären, daß die Kohlenfentering durch den sächsischen Streit mit verursacht ist. Wenn man das behauptet, liefert man ja gerade den Unternehmern Waffen Bereits im vorigen Jahre haben wir Sie eingeladen, nach Lübeck Friedrich- Lübec: Der Antrag 85 ift zeitlich zuerst gestellt. zu kommen, aber Sie haben Süddeutschland vorgezogen. Kommen Sie jetzt einmal an die nordische Wassertante. Die Lage von Lübec ist ebensogut, wie die von Hamburg, wo Sie vor 2 Jahren gewesen sind und unsre Partei ist so gut organisiert, daß sie sich ein allen Auch die Behörde Ansprüchen genügendes Lokal hat bauen können. behelligt uns nicht. Grenz- Leipzig: Einen Parteitag in Sachsen abzuhalten, ist ein Boften war, neben der Kritik der Kohlennot hätte unsre Preſſe auch mangel Schuld ist, denn Hunderte von boyfottierten Arbeitern laufen wenigstens eine Stadt wählen, die uns in die Lage versezt, nötigenin die Hand. Es ist auch night einmal wahr, daß der Arbeiter, Gxperimente chat night, bie is in Mittel zur fünftigen Verhütung solcher Kalamitäten vorschlagen sollen. beschäftigungslos zwischen den Bergwerken herum. Es ist auch nicht falls den Parteitag sofort zu verlegen. Das iſt in Dresden nicht Das ist nicht geschehen, selbst der" Vorwärts" hat sich nur mit der wahr, daß die gestiegenen Löhne der Arbeiter die Noble verteuert möglich. Von Leipzig aus aber können wir sofort bequem nach bekannten an ihm gewohnten Vorsicht mit ein paar Federſtrichen haben. Der Dortmunder Handelskammer- Bericht stellt ja ausdrück- Halle gehen. Wollen Sie also schon ein Experiment machen, so mal für die Verstaatlichung der Bergwerke ausgesprochen. In Sachsen lich fest, dass Sie 200 000 Arbeiter des Dortmunder Ober- Vergamts- wählen Sie Leipzig; ist die Kohlennot auf das höchste gestiegen, die Banit ist fünstlich bezirks im verflossenen Jahre dieselbe Förderung an Stohlen erzielt uf Vorschlag von Singer wird die Wahl durch Stimm. Eine weitere Diskussion findet nicht statt. hervorgerufen. Es ist notwendig, daß wir diese Frage einmal ein- haben, dazu aber eine um 15 Proz. höhere Förderung der teureren gehend erörtern; in welcher Form das geschieht, ist Nebensache. Nebenprodukte. Also den Arbeitern irgendwie die Schuld aufbünden zettel gleichzeitig mit der später vorzunehmenden Wahl der PartetDurch ein Referat auf dem nächsten Parteitag würde unfren agitatorisch thätigen Genoffen schätzenswertes Material an die Hand gezu wollen, widerspricht direkt den Thatsachen. Auf der andren Seite leitung vollzogen. die Kohlenmatadore Grubenfelder angekauft haben, aber nicht er= aber liegt eine planmäßige Einschränkung der Produktion vor, indem Der Parteitag geht zur Beratung derjenigen Anträge über, Frau Dunker- Leipzig: midie fich auf die Hier haben wir einen Stoff, der sich zur Agitation in den Tagesordnung des nächsten Parteitag8 weitesten Sereisen eignet. Die Kohlenteuerung kommt fleinen Lenten wußtsein. geben werden. Fürchten Sie nicht, daß durch die Verstaatlichung der Bergwerke etwa die Grubenarbeiter geschädigt werden! Nehmen schließen. Sie die Resolution an, auch wenn sie einen staatssocialistischen Beigeschmack hat! Fischer- Berlin: Streif der Scheibe- Hartmannsdorf: Erdmann- Köln: argint Wenn ich Schöpflin richtig verstanden habe, so hat er es ge- in den entferntesten Dörfern, in den entlegenſten Bezirken zum Be- beziehen. Es sind das die Anträge 62 und 70, die die Alkohol. tvissermaßen gemißbilligt, daß der Vorwärts" die Frage der Verstaatlichung der Kohlengruben zu vorsichtig behandelt habe, Ich Wo sonst unsre Agitation nicht zufassen kann, die frage auf die Tagesordnung gesetzt haben wollen und ein Antrag, bin im Gegenteil der Meinung, das unser Centralorgan die Pflicht Empörung über die starke Belastung durch die Stohlenteuerung hat ber die Wohnungsfrage erörtert wissen will. Die Unterstützung bin im Gegenteil der Meinung, das unser Centralorgan die Pflicht auch die Hausfrauen ergriffen, an die wir sonst schwer herankommen. dafür reicht aus. hat, diese Frage sehr vorsichtig zu behandeln,( Sehr richtig!) und wir müssen nur statistisches Material in die Hand bekommen, wie daß wir alle Veranlassung haben, daß Schlagwort von der Ber- es die Ausführungen Sachses bieten. Die Stohlenpreise sind an Der vorige Parteitag ist über diesen Antrag zur Tagesordnung staatlichung der Bergwerke heute mit aller Reserve in Volksver einzelnen Orten um 50 Proz. gestiegen, so daß die kleinen übergegangen. Damals meinte Bebel, es sei für eine politische fammlungen zu behandeln.( Sehr wahr 1) Go plausibel diese Die Behauptung, daß der Partei nicht angängig, sich mit solchen Fragen zu beschäftigen, er hat Forderung in der Theorie erscheint, so dürfen wir doch die prattischen Budgets start belastet werden. Verhältnisse und die politische Lage nicht außer acht lassen. Wir bewirkt habe, Grubenarbeiter die Erhöhung der Kohlenpreise die Alkoholfrage mit der Impffrage verglichen. Aber das ist habe, ist vom Antragsteller nicht ausgesprochen nicht angebracht, denn die Jmpffrage ist in der That eine wissenschaftliche, brauchen uns nur der Zustände in den fiskalischen Gruben und der Hal worden. Die bürgerlichen Zeitungen haben sie ausgehedt, medizinische Frage, während das für die Alkoholfrage nicht zutrifft. tung der Regierung beim Streit im Saarrebier zu erinnern, wir brauchen und für die Grubenbefizer war es ein gefundenes Fressen. Der Es ist Thatsache, daß der Alkohol sehr schädliche Wirkungen hat und nur daran zu denken, wie die ganze Sozialpolitik in Deutschland inimer Rohlennot müssen wir auf andrem Wege entgegentreten als durch die weiter, daß gerade in Arbeiterkreisen dem Schnapsgenuß am meisten vom Gesichtspunkt der Großindustriellen, der Kohlenjunker und Grubenbarone betrieben wird, dann haben wir allen Grund zur jetzt schon unter dem Privatkapital schwer gedrückt sind, ganz zu bie Partei dürfe sich nicht mit Kleintram abgeben. Aber die AlkoholBerstaatlichung der Bergwerke. Sollen wir die Kohlengräber, die gefvöhnt wird. Bebel hat weiter auf dem vorigen Parteitag gemeint, Vorsicht in der Behandlung dieser Frage. Der Vorwärts" hat also Staatsbürgern zweiter laffe, zu Staatsarbeitern machen? Ein frage ist fein Kleinfram. Es fragt sich, ob die Trunksucht oder recht daran gethan, daß er nicht in die große Agitationstrompete befieres Mittel gegen die Kohlennot ist die Tarifherabjegung.( Bu- die Schwindsucht mehr gesundheitliche Opfer erfordert. Das jedoch einstimmte; er hat durchaus die Aufgabe erfüllt, die ihm als steht fest, daß der Altoholismus erhebliche fittliche Schäden im Gefolge Centralorgan gestellt ist. Wenn einmal im Eifer des Kampfs instimmung.) waiting hat. Natürlich denken die Antragsteller nicht daran, gemeinsame einem kleinen Parteiblatt der Provinz solch Schlagwort mehr in den dining sid Wir rechnen uns keines Bordergrund gestellt wird, als es praktisch angethan ist, so ist der Ich habe absolut nicht behauptet, daß der Streit die Kohlen- Sache mit den Temperenzlern zu machen. Schaden nicht so groß, aber das führende Organ darf nicht nur teuerung hervorgerufen hat, einen solchen Unfimm sollte mir doch wegs zu den Fanatikern oder Mäßigkeitsaposteln. Nun wird man nach Augenblicksstimmungen handeln.( Sehr richtig.) Es tommt Düwell nicht zutrauen. Wohl aber ist es unbeftreitbar, daß in den wieder anführen, daß die Socialdemokratie schon durch die der wirtschaftlichen Verhältnisse genug zur Eindoch bei dieser Frage auch die politische Abhängigkeit Tausender zurückgebliebenen Schichten der Arbeiter diese Meinung vorhanden Besserung von Arbeitern in Betracht, wir dürfen uns nicht von einem war und von uns bekämpft werden mußte. Die Frage der Ver- dämmung des Alkoholismus thut; aber es ist nicht richtig, daß durchweg die materielle Not den Menschen zwingt, fich der Trunk bloßen Schlagwort leiten lassen und in das entgegengesetzte staatlichung habe ich in der Resolution sehr vorsichtig behandelt. fucht hinzugeben. Vielfach ist es Unkenntnis der gefährlichen Folgen Extrem verfallen, in dem die Partei fich früher bewegt Die Resolution wird angenommen. des Alkoholismus oder mangelndes Pflichtbewußtsein, und da kann hat, wo wir gegen jede Verstaatlichung waren. Heute müssen wir Es folgt die Gruppe der Anträge, die sich auf due is uns immer fragen, in welche Lage die Arbeiter dadurch kommen, burch Stellungnahme der Partei etwas geschehen. Bei dem Einfluß die Agitation unsrer Partei auf die Arbeiter würde es günstig wirken, wenn der wie ihre politische und sociale Abhängigkeit der Regierung gegenüber unter Umständen erhöht wird und endlich auch, ob nicht gerade durch beziehen. Es sind die Anträge 46, 48-51. Unterstützt wurde nur wüden wir uns dadurch den Dank und die Anerkennung der Frauen Parteitag sich gegen den übermäßigen Alkoholgens ausspricht. Auch diese Verstaatlichung die Macht der Regierung, ihre Unabhängigkeit der Antrag 48, der allein zur Verhandlung gelangt.") erwerben. Ebensogut wie wir uns in Gotha bei der Kunstdebatte dem Parlamente gegenüber gestärkt, die Voltsvertretung aber noch über Fragen unterhalten haben, die mit der Partei nur entfernt zumehr in ihren Rechten und Einflüssen geschwächt wird, als dies heute schon der Fall ist. Wir werden uns ja nachher über die Landtags begründet den Antrag furz; es hat besonderes Gewicht, wenn der sammenhängen, können wir uns auch einmal einige Stunden über den Alkoholismus unterhalten. wahlen unterhalten und da werden die Gegner der Wahlbeteiligung Barteitag einen solchen Antrag annimmt. fich fragen müssen, ob sie nicht gerade an der Hand dieser Betrach tung ihre Ansichten zu revidieren gezwungen sind. Sachse Zwidau: Eichhorn Mannheim மே ப. 2.08 d) 48. Parteigenossen in Heidelberg: Der ParteiHierauf tritt die Mitiagspause ein. Singer verliest ein vorstand wird ersucht, eine umfangreiche Agitation gegen eine Telegramm von Frau Natalie Liebknecht: Für die erGegen eine Auffassung Scheibes muß ich Verwahrung einlegen. etwaige Verschlechterung des Krantenversicherungsgreifende Beileidſpende unfren herzlichsten Dant." Schon vor dem Streit ist ein Preisaufschlag erfolgt und Gefeßes einzuleiten. is and now spon Schluß 122 Uhr. Berliner Partei- Angelegenheiten. Der sechste Reichstags- Wahlkreis tritt nunmehr in die Agitation für die am 30. Oktober stattfindende Ersatzwahl ein. Am tommenden Sonntag früh acht Ihr findet eine Flugblattverbreitung statt; es ist Ehrenpflicht jedes Parteigenossen, sich daran zu beteiligen. Die Verbreitung geschieht von den bekannten Stellen, außerdem von folgenden Centralstellen aus: Moabit: Johann Pfarr, Buttligstr. 10; Wedding: Krause, Müllerstraße 7a; Oranienburger Vorstadt: Schulz, Schwarzkopfstraße 15; Rosenthaler Vorstadt und Gesundbrunnen: Hoppe, Aderſtr. 21, Rofin, Ruppinerfstr. 42, Bachgänger, Swinemünderſtr. 34, Herrmann, Putbuferstr. 45, Abendroth, Badstr. 42/43. Schön hauser Vorstadt: Schönfeld, Fehrbellinerstraße 9. Zahlreiche Beteiligung erwarten Die Vertrauensleute. übliche Roheit und Böbelhaftigkeit der Jagdgäste" war wirklich keiner schon am 15. September beginnen, die Fertigstellung hat sich aber Steigerung mehr fähig. etwas verzögert. Für die kommenden Stadtverordnetenwahlen Der Goethebund zwinkert noch schlaftrunken die Augen. Gr riften bereits die Grundbesitzervereine. Der Verein Nixdorfer rüsten sendet den Redaktionen diese Mitteilung: Er " Die in der letzten Zeit sich häufenden Beanstandungen und Grundbefizer will wieder mit den andren Kommunalvereinen ge= Verbote von Stücken durch die Theatercensur haben in weiten einsame Sache machen. Unfren Parteigenossen tann es schon recht Streifen lebhafte Beunruhigung erregt. Der Goetheband hat Schritte sein. Die dritte Abteilung wird, soweit sie bei den Ergänzungsgethan, um in Besitz des diesen Vorgängen zu Grunde liegenden wahlen in Betracht kommt, mur Socialdemokraten, wählen. Materials zu gelangen. Er behält sich vor, demnächst auf Grund Sie gehört ungeschmälert der Arbeiterpartei. dieses Materials mit Schriften vor die Deffentlichkeit zu treten, Der Gemeindevorstand zu Neu- Weißensee hat, mit Unterdazu bestimmt, die bedrohte Freiheit litterarischer Produktion mit stützung der Lehrer, eine Liste derjenigen Kinder aufgestellt, welche allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln zu schützen." die dortigen Gemeindeschulen besuchen, obgleich ihre Väter Aljo der Goetheband beginnt doch auch schon etwas zu bemerken in Berlin beschäftigt find und hier Steuern zahlen. Im Hinblick auf von den neuesten Thaten des Heinzefurses. die noch schwebende, in gleicher Weise begründete Klageforderung Rigdorfs gegen Berlin wurde beschlossen, ebenfalls gegen die Reichshauptstadt auf Gewährung eines Zuschusses zu den Schullasten flagbar zu werden. Der geforderte Zuschuß beziffert sich auf 80 000 m. " Warum aber sagt der Goethebund nichts zu der Meldung der Boss. 8tg.", nach der sich die Sachverständigen Kommission des Goethebunds in Harmonie mit dem Polizeipräsidenten für EntZur Lokalliste. Folgende Lokalitäten stehen der Arbeiterschaft fernung der im Schaufenster von Wendler in der Wilhelmstraße zu Versammlungen 2c. zur Verfügung: In Berlin C. Ederts ausgestellt gewesenen Bilder des Malers Prof. Koch erklärt habe? Restaurant zum Storchnest, Oberschöneweide Die Lokalkommission. Die gutale von St it ftet( fullber Giebenbaum) und Jakob Wenze 1. Zeit unter erträglicher Blijft, am Echiſibauerdamn sowie das Friedrichsfelde. Heute, Donnerstag, im Restaurant Hoppegarten", Berlinerstraße 18, Bolts versammlung. Frau Dr. Weyl spricht über" Politische und unpolitische Gewerkschaften." " Lokales. Sociale Rechtspflege.A andre Mitteilung über den fehlgeschlagenen Antrag auf Erlaß cines Ortsunbedeutend verletzt, wurde er, nomerlich und am unaeftanden. Maßgebend sei, daß er sich zu den Rettungsarbeitene zur daran von dem Fabrikinspektor aufgefordert sei, der nach den Abmachungen zwischen seinem Meister und der Betriebsleitung über ihn zu vers fügen hatte. Es sei ein Betriebsunfall im Sinne des Gesetzes an zunehmen. Gerichts- Beifung. Personal des Neuen Theaters. Auf dem Grundstück SchiffbauerUnfall bei der Feuerlöschhilfe als Betriebsunfall. Der Der Wahlverein des fünften Reichstags- Wahlkreises hält damm 6 befindet sich eine von mehreren Aerzten geleitete Poliklinik, Bauarbeiter N., der im Auftrage icines Meisters an einer Delfabrik Heute abend 81/2 Uhr im Alten Schüzenhause, Linienstr. 5, seine in der auch vivisektorische Versuche vorgenommen werden. Die Reparaturarbeiten vorzunehmen hatte, beteiligte sich bei den Monatsversammlung ab. Genosse Robert Schmidt Tiere, welche hierzu benutzt werden, heulen oft jämmerlich Tag und Löscharbeiten, als in der Fabril ein Feuer ausgebrochen spricht über politische Tagesfragen. Nacht, so daß den Bewohnern der benachbarten Häuser der Auf- war. Der Juspektor des Betriebs hatte ihn und Charlottenburg. Heute abend 81/2 Uhr ist in der Gambrinus enthalt in ihren Wohnungen völlig verleidet wird. Auf eine Ve- dazu aufgefordert. Er verunglückte bei den Rettungsarbeiten und be brauerei, Wallstraße 94, die regelmäßige Mitglieder- Ber- schwerde an den Polizeipräsidenten wurden Erhebungen angestellt, anspruchte von der Berufsgenossenschaft, bei der der Fabrikbetrieb versammlung des Wahlvereins für Teltow- Beeskow 2c. auf Grund deren das Polizeipräsidium die Antwort erteilte, daß ein sichert ist, eine Unfallrente, ohne mit seinem Antrag Erfolg zu haben. Anlaß zum Einschreiten nicht vorliege, weil die gerügten Uebelstände Das Schiedsgericht wies ihn ebenfalls ab, indem es ausführte: als beseitigt gelten können. Trotzdem aber dauert das Geheul der Allerdings habe släger einer Aufforderung Folge geleistet und Hunde nach wie vor an, so daß neuerdings das Personal des Neuen iraglos dienten die Löscharbeiten dem Fabrikbetrieb, indem sie Er sei jedoch erst nach dem Eintreffen Theaters sich veranlaßt sah, sich an den Tierschutz- Verein mit der ihm nützlich waren. Bitte um Hilfe zu wenden. der Feuerwehr verunglückt, also zu einer Zeit, wo diese auf Grund öffentlich rechtlicher Verpflichtung die Löscharbeiten zu besorgen hatte. Auf dem Bau schwer verunglückt ist der 54 Jahre alte Private Hilfeleistungen hätten daneben unterbleiben können. Das Maurer Ernst Winkelsessel aus der Dunckerstraße 88. Der Mann Reichs- Versicherungsamt als Retursinstanz verurteilte jedoch die „ Es auf den gleichgewicht fürzte herab aus: Der Begriff des Betriebs sei von den Vorinſtanzen verkannt ,, Es ist geradezu unglaublich, wie die ,, Genossen" von verlor am Montagnachmittag auf dem Neubau Leipzigerplak Nr. 14 Berufsgenossenschaft zur Rentengewährung und führte begründend belor and ihren Parteibudikern" ausgebeutet und dem wirtschaftlichen Niedergange zugeführt werden." Also schreibt die" Tägliche und fiel auf einen Schutthaufen. Anscheinend viel zu eng ausgelegt worden. N. habe nicht außerhalb des im an die gestern auch von uns erwähnte Stopfe nur er auf der nächsten Unfallstation einen hatte, von einem statuts gegen die Schantwirte in Schöneberg. Arbeitsgenossen nach Hause gebracht. Gestern aber verschlimmerie Wir gönnen jedem die nützliche Beschäftigung, sich über die sich sein Zustand so schr, daß man ihn in ein Krankenhaus über Schäden des Wirtshausbesuchs zu verbreiten und können vollauf führen mußte. Der Verunglückte ist verheiratet und Vater von sechs mitempfinden, wenn die" Tägl. Rundschau" eines guten Morgens Kindern im Alter von 1-17 Jahren; fünf Kinder sind noch unter besonderen Drang verspürt, die verheerenden Wirkungen des Alkohols dem schulpflichtigen Alter. Die Frau ernährt die Familie durch aus tiefster Seele zu beklagen. Aber sich in solchem erschütternden Nähen. Moment hinstellen und auf die völlig unbeteiligten socialdemo Oeffentliche Belobigung. Der Polizeipräsident, in Vertratischen Parteibudiker schimpfen, das ist pharisäerhaft tret ung Friedheim, erläßt folgende Bekanntmachung:„ Der Monteur Stadthagen wurde gestern vom Reichsgericht in Leipzig Ein sechs Jahre alter Strafprozeß gegen unfren Genossen und erinnert bedenklich an den Brauch gewisser Leute, recht laut Baul Jahn, wohnhaft Rene Hochstr. 37 hierselbst, hat am " Haltet den Dieb" zu rufen. Vielleicht belehrt uns die„ Tägliche 16. Juni d. J. gelegentlich eines Brands im Hauſe Aderſtr. 48 endgültig erledigt. Es handelte sich um eine Beleidigungsklage, die fest, daß gegen welches unser Genoffe Revision eingelegt hatten, Rundschau" eines andern, aber vorab halten wir an der Vermutung mittels einer Leiter die Rettung einer Frau aus dem dritten Stod- wegen Stadthagens Teilnahme an den Reichstags- Verhandlungen ihre Redacteure schon deshalb keine Gelegenheit werk bewerkstelligt. Für das hierbei bewiesene thatkräftige, umsichtige mehrmals auf längere Zeit zurückgestellt werden mußte. Das Urteil, hatten, bei Parteibudifern" socialpolitische Studien 3 und besonnene Handeln wird Jahn hierdurch öffentlich belobt." treiben, weil diese Lokalinhaber meist schon schon zu recht am 25. Oftober 1898 Landgericht IV in Berlin ines Studenter Die früheren früher Stunde, wenn man anderswo noch gar nicht ans Der Selbstmord eines Studenten wird aus der Philippstraße gefällt und lautete auf 300 Mark Geldstrafe. Nachhausegehen denkt, ihre Räumlichkeiten schließen müssen. Von gemeldet. Hier bewohnte ein 22jähriger Emil S., der seit einigen in diefer Sache ergangenen Urteile, welche fämtlich vom aufgehoben worden waren, hatte auf noch ting mochte guter alten als Semeſtern an der ſtudierte, ein möbliertes Ausbeutinig mochte zur guten alten Zeit geredet werden können, als Semestern an der tierärztlichen Hochschule studierte, ein möbliertes Reichsgericht noch keine Socialdemokratie die Arbeiter darüber belehrte, Bimmer in dem Haufe 18. Der befand sich in der 3 Monate, dann auf einen Monat Gefängnis und zuletzt auf daß sie zu etwas Besserem da seien, als sich auf 8unft herbergen legten Zeit in einer großen Aufregung. In einer Angelegenheit, die 300 m. Geldstrafe gelantet. Beleidigt hat der Angeklagte nach den vollzutrinken. Würde die Redaktion der Tägl. Ndsch." Heute eine in seiner Heimat spielte, war er wegen einer falschen Anschuldigung Feststellungen des Landgerichts die Richter des Landgerichts MagdePrüfung ihrer Behauptung vornehmen, so würde sie finden, daß von zu vier Wochen Gefängnis verurteilt worden. 213 er at visburg und den wegen seiner Socialiſtenſeindschaft bekannten Bürgerallen Gastwirten die socialdemokratischen am wenigsten auf Nosen Guadengeinch vor zwei Tagen einen ablehnenden Bescheid erhielt, meister Reinhardt in Staßfurt. Im Jahre 1892, als er Jahre beur Schwurgebettet sind und daß sie sich ihrer haltlosen Denunziation zu beschloß er, sich das Leben zu nehmen. Gestern nachmittag erschoß noch Rechtsanwalt war, verteidigte Stadthagen vor dem Schwurs schämen hätte. er sich. gericht Magdeburg unsren wegen Meineids angeklagten Parteigenossen Matthies und schrieb ihm schrieb ihm einen Brief, Die neueste Mordgeschichte. Ein im Verleumden der Arbeiter Eine Nichsche Feier war am Dienstag im Saale des in welchem er ihm nicht ihm nicht nur Ratschläge gab, sondern schaft besonders eifriges Blatt, die agrarische Deutsche Tagesztg.", Architektenhauses von den Herren Dr. Rudolf Steiner und auch eine Reihe w von Vorwürfen gegen die Magdeburger verbreitet folgende Schauernachricht: Ein Opfer des Streits. Kurt Holm veranstaltet worden, die als„ Erster moderner Vor- Richter und den erwähnten Kleinstadt- Bürgermeister erhob. Da der Zu erschießen versuchte sich heute vormittag der 21 Jahre alte tragsabend" eine Reihe ähnlicher Veranstaltungen einleiten sollte; Adressat in Untersuchungshaft war, tam der Brief zur Kenntnis der Buchbindergehilfe Hermann Junk, der Sohn eines Handelsmanns der aus der Schönholzerstraße, der in der Veteranenstr. 17 in Schlaf- bildete ein Vortrag Dr. Steiners: Nichiches cinjame Geistes: Urteile angenommen, daß Stadthagen ein berechtigtes Inters bit each war leider nur mäßig. Den erſten Teil des Programms Staatsanwaltschaft. Das Landgericht hat in dem letzten stelle wohnte. Junk hörte am Sonnabend in einer Fabrik, in der wanderung". Im zweiten Teil wurden Dichtungen von Niegiche eiie wahrnahm, wenn er die Beleidigten fritisierte, aber es hat eile angenommen, daß Stadthagen ein berechtigtes Inter er längere Zeit beschäftigt war, zu arbeiten auf und wollte am durch Herrn Holm recitiert. Die Auswahl dieser Gedichte aus der gewählten Form die Absicht der Beleidigung entnommen. Montag, wie er seiner Birtin erzählte, eine neue Stelle antreten. war eine vorzügliche; sie erlitten eine Beeinträchtigung nur dadurch, In seiner Revision führte Stadthagen an, der Brief sei Am Montagmorgen ging er mit seinem Handwerkzeug weg, kehrte daß man unwillkürlich Vergleiche zwischen der Vortragsweise des auf unzulässige Weise in die Hände des Staatsanwalts aber bald wieder zurüid und berichtete, daß er auf der neuen Stelle Herrn Holm mit der des Herrn Dr. Manz, der kürzlich im„ Berein gekommen. Einstellung des Verfahrens wäre das nicht tönne. vidt anfangen te ort jei die Arbeit niedergelegt zur Förderung der Stane leibol might at Gunsten des permit of insig, richtige gede gewißenlos, ans Gigemmis die Gerechtigkeit zur Gedichte gleichfalls reeitiert Ferner " " die vom Ivar im Leibe zerschlagen werde, wenn er arbeite. Da ausfielen, da der Vortragsweise dieses Herrn entschieden das Un- Dirne herabwürdigen, Kanaillenhaftigkeit, ſchöder Mißbrauch der er bisher nichts gespart hatte, so war der junge Mann ohne gelinstelte und Natürliche des Herrn Dr. Manz abgeht. Die Feier Amtsgewalt, Lakatenhaftigkeit) Schimpfwörter seien; das Gericht Mittel, Betent brale er felett Comtagsanzug zum Bandleiher ſelbſt verlief würdevoir; einen schönen Eindrud machte besonders gätte angeben miüiffen, wie i de andren Aus bride er an Stelle und kaufte sich für den Erlös einen Revolver. Heute vormittag ein Blattpflanzen- Arrangement, in dessen Mitte die Büste des ver- der erwähnten hätte gebrauchen sollen. Das Reichsgericht hielt um 10 Uhr wollte er sich auf dem Abort eine Kugel in die Brust storbenen Philosophen prängte. jagen. Seine Hand hat aber wohl sehr gezittert, denn das Geschoß ging nicht in die Brust, sondern am Unterleib in den Oberschenkel. Ein Arzt der nächsten Rettungswache ließ den Be den Verwundeten nach dem Moabiter Krankenhause bringen. Wir fönnen die Richtigkeit dieser neuesten Streitbrechergeschichte " erlassen. IS gual mo 81 Vermischtes. keine der erhobenen Rügen für beachtlich und verwarf diesmal die Revision. Geborstene Ordnungsfäule. In Lauterburg( Unterelsaß) erregt die Verurteilung des seit Jahren ansässigen RentAus den Nachbarorten. amtmanns Schneider, eines in Krieger und FlottenRigdorf. Für den Achtuhr Ladenschluß wird auch in vereinen hervorragend thätigen Patrioten, berechtigtes Aufsehen. Der zur Stunde nicht nachprüfen, aber Inhalt und Faffung sehen ganz unsrem Ort eifrig agitiert. Zunächst waren es natürlich die Musterbürger hatte, obwohl seit langem verheiratet, dem Dienstmädchen danach aus, als ob sie der berühmten Zuchthausbeutschrift Handlungsgehilfen, die dafür eintraten, daß die in den neuen Be- feiner Familie nachgestellt und es auch zu verführen gewußt. Als borjährigen Angedentens entnommen wären. Neu ist allerdings die stimmuungen der Gewerbe- Ordnung enthaltene Handhabe benutzt sich nach einiger Zeit die Folgen dieses Berkehrs, bei dem Variation, daß der Arbeitswillige" aus Furcht vor den ausgesperrten und durch Verordnung über den zum 1. Oktober in Aussicht Mädchen einstellten, begann Schneider, dasselbe in rohester Arbeitern sich selber umzubringen sucht; gewöhnlich versuchen sich in stehenden Neunuhr- 2adenschluß noch hinausgegangen werde. Weise zu mißhandeln. Infolge eines Fußtritts, den er den modernkapitalistischen Schauerromanen die von gewissenlosen Dam beschäftigte sich der Verein" Nixdorfer Kaufleute der Kolonial- feinem wehrlosen Opfer versetzt hatte, erfolgte Anfang Agitatoren verheyten Streifbrüder im Hinmorden der für den Staat warenbranche" mit der Angelegenheit. Nach reiflichen Erwägungen Juni die verfrühte Niederkunft des Mädchens zu der besonders nützlichen Elemente. Dabocasd anD prach sich dieser Verein ebenfalls für den Achtuhrschluß aus. Die Hebamme hinzugezogen werden sollte. Schneider verwies Das vom Berliner Polizeipräsidium im§1 der Polizei- Branchen. Es wurde ein Beschluß zu Gunsten des Achtuhrfchlusses fie, als sie auf ihrer Bulaffung zu der Wöchnerin bestand, Herren veranstalteten eine Versammlung von Geschäftsleuten aller dieser jedoch mit barschen Worten das Haus und stieß verordnung vom 17. März 1898. erlassene Verbot der sogenannten gefaßt und der genannte Verein beauftragt, bei der Behörde unter die Treppe hinunter. Diese Thaten, insbesondere die schwere MißMüllabfuhr nach den Vororten ist nach einer Entscheidung Borlegung der erforderlichen Unterschriften eines Drittels der Rig handlung des Dienstmädchens, brachten dem sauberen Patron wegen des Kammergerichtsrechts unwirksam. Der§ 1 jener Ver- dorfer Geschäftsinhaber zu beantragen, sie möge gemäß§ 139 und erschwerter Körperverlegung eine Gefängnisstrafe von drei ordnung bestimmt:„ Die mittels Fuhrwerts, Handwagen und starren den folgenden Paragraphen der Gewerbe- Ordnung das Weitere ver- moi aten ein Mit Midsicht auf die gesellschaftliche Stelling erfolgende Beförderung von allen aus dem Gebiet der Stadtkreise anlassen. Das heißt, die Behörde soll zunächst einmal eine limfrage und den Bildungsgrad des Angeklagten wurde ihm von Gericht die den Berlin und Charlottenburg herrührenden Küchen- und Fleischabfällen, veranstalten, um festzustellen, ob Zweidrittel der ortsansässigen In- Bubilligung mildernder Umstände versagt. Haus- und Marttabgängen, Müll, Asche, Schlacken, Abraum, Schutt, Kehricht, Modder, Kanalisationsschlamm, Scherben, Fabrikabgängen haber offener Berkaufsstellen das Verlangen der Antragsteller und andren ähnlichen, sowie allen übelriechenden Stoffen ist verteilten, und wenn das der Fall, eine entsprechende Verordnung boten." Der§ 1 enthält danach schlechthin das Verbot, Abfälle, Schutt 2c. aus Berlin in die fraglichen Vororte zu transportieren. Gas anstalt sollte nach einem in der Stadt umlaufenden Gerücht Die Abgabe von Coats durch die Nigdorfer Die Peft in Glasgow. Dem gestrigent Bulletin zufolge find Ein Verbot in solcher Allgemeinheit entbehrt aber, das Kammergericht in einem in den B1, für Rechtspfl." veröffentlichten er derart erfolgen, daß zunächst zwei Großhändler befriedigt keine weiteren Beſtfälle vorgekommen. Im Hoſpital verbleiben gericht in einem in den BI, für Rechtspfl." veröffentlichten Er werden, und zwar unter Gewährung von Borzugspreifen. 21 Beſttranke. Fünf von den 110 in Beobachtung befindlichen fenntnisse ausgeführt hat, der materiellen Gültigkeit, weil es in Dieses Gerücht, das natürlich zu slagen über die Gasanſtalts- Personen sind heute entlassen worden.. dieser Allgemeinheit in den§§ 6 und 12 des Gesezes vom 11. März Verwaltung führte, entspricht nicht den Thatsachen. Richtig ist aller- Ueber ein Bauunglück wird aus Pforzheim berichtet: 1850 über die Polizeiverwaltung keine Stüße findet. Denn unter dings, daß die Austalt mit 2 Großhändlern arbeitet. das Verbot des§ 1 fällt jeder Transport von Abfällen 2c. ans Diese Geschäfts- Mittwoch vormittag stürzte ein Pfeiler eines Neubaus in der TunnelElf Arbeiter wurden verlegt, zivei davon lebensBerlin nach den fraglichen Vororten, auch wenn er die Ordnung, fast unmöglich war. Damals wurde den Großhändlern die Ver- gefährlich, ein Arbeiter wurde verschüttet und ist noch nicht aufSicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs auf öffentlichen Straßen pflichtung auferlegt, den in der städtischen Anstalt produzierten Coats gefunden worden. der Felder und das Leben und die Gesundheit, sowie den BeAuf Grund abzunehmen und mit ihren Gespannen nach dem eignen Lager zu und Wiesen und dergleichen in keiner Weise gefährdet. des§ 6 des Gesetzes vom 11. März 1850 fann wohl die Art der befördern. Mit Rücksicht auf die damaligen Verhältnisse gewährte Beförderung der fraglichen Stoffe beschränkt, der Transport aber man ihnen eine Preiserinäßigung. Jenes Vorzugsverhältnis Seebad High Island in der Provinz Jefferson zerstört. Von den mittels Fuhrwert, Handwagen und Karren aus Berlin nach den ist nun aber beim Eintreten der Coatsnot gelöst ungefähr tausend Häusern des Orts, in welchem fich zahlreiche Badeworden. Die Großhändler müssen jetzt ebensoviel wie der Klein- gäste befanden, blieb nicht eins verschont. Hilfskolonnen, welche in fraglichen Vororten nicht ganz allgemein verboten werden. a fonsument zahlen und bekommen nur noch Coats, wenn nach Abgabe Sigh Island eingetroffen find, fanden 400 Leichen auf. Die Hubertus Jagd, die alljährlich am 8. November, dem der fleinen Boften welcher verfügbar ist. Es ist auch erwogen Gedenktage des heiligen Hubertus, am Jagdschloß Grunewald ab- worden, ob nicht die Preise für die kleinen Mengen herabgejezt gehalten zu werden pflegte, wird in diesem Jahre dort nicht statt werden sollten. 2egen der Schwierigkeit einer ausreichenden Kontrolle finden und, wie es heißt, auch in den folgenden Jahren nicht mehr. befürchtete die Verwaltung jedoch, daß die Händler ihren Bedarf Die Veranlassung hierzu hat, der„ Nat.- 8tg." zufolge, das von Jahr dann ebenfalls in kleinen Mengen beziehen würden, um der Preiszu Jahr zunehmende rohe, pöbelhafte Betragen eines Theils des ermäßigung teilhaftig zu werden! Man hat deshalb von dem Bublifums gegeben, das die Anhähe an dem vom Schlosse nach Schritte Abstand genommen. Uus erscheint es sehr zweifelhaft, ob Paulsborn führenden Wege an den Jagdtagen belagerte und von jenes Bedenken die Unterlassung einer Maßregel rechtfertigt, die hier aus das aus dem Jagdschloffe ausziehende rote Feld mit vielen armen Leuten bei der herrschenden Teuerung recht willkommen wüſtem Gejohle und dammen 23 igen, beren die deine eigene gelen amen enten bei der an Der Orkan an der amerikanischen Küfte hat auch das Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findef Montag, Donnerstag und Freitag von 7-9 ihr abends statt. Dienstag, A. G. 14. Die Expedition des Konfektionär" ist Niederwallstr. 38. 3n3muud 4. Gine Boltsbibliothet nach Ihren Wünschen finden Sie Alexandrinenſtr. 26, desgleichen enthalten die Lesehallen Neue SchönhauserBücher. Begen eines Fachturies in Elettrotechnik und Maschinenbau wenden straße 13, Mohrenstr. 41 und Ravenestraße wohl die von Ihnen verlangten Sie sich abends 7-8 Uhr an Reftor Drehmann, Hinter der GarnisonOffiziere waren, empfing. Die Mitteilung über Zunahme Die Kleinbahn Rigdorf- Mittenwalde wird voraus- firche; in der städtischen Fortbildungsschule dortselbst ist der Unterricht um der Ausschreitungen ist wohl nicht ganz richtig, denn die seit Jahren fichtlich Ende dieses Monats eröffnet werden. Der Betrieb sollte fonst. 3/15 이 A. Jandorf& Co C. Spittelmarkt 16/17. SW. Leipzigerstr. 64. SW. Belle- Alliancestrasse 1-2. * Ausnahme- Preise für Putz- und Weisswaaren. 10 171d1ajactue p Motrosenhut mit Moirèband garnirt .90, Amazonenform weich, durchweg gesteppt, in 60 ballen Farben. 1,60 • கக 5101 .esinilok it shu Rand 17% Matrosen- Hut mit gestreiftem Sportband garnirt Reise- Hut, Herrenform mit farbig gestepptem Rand und Ripsband- Garnitur. 12/5 M Neueste Buffaloform m. gestreift. 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Wlode in Berlin. Drud und Berlag von Max Bading in Berlin. Nr. 219. 17. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt, Donnerstag, 20. September 1900. Achtung, Gewerbegerichts- Wahl! Am Freitag, den 21. September, von 12 the miffags bis 9 Uhr abends, findet die Gewerbegerichts- Wahl in Berlin statt. Die Beifizer aus dem Kreise der Arbeitgeber, werden mittels Wahl der Arbeitgeber, die Beisiger aus dem Kreise der Derjenige Wahlberechtigte, welcher außerhalb des Gemeindebezirks Berlin wohut, hat in demjenigen Wahlbezirke zu wählen, in welchem er zur Zeit seiner Aufnahme in die Wählerliste eine gewerbliche Miederlassung hatte oder beschäftigt war. Jeder Wähler muß sich auf Erfordern des Wahlausschusses über seine Berfon ausweisen. als Beisiger in der betreffenden Wahlhandlung zu wählen sind. Die zu üben, in welchem der Wähler zur Zeit der Anmeldung zur zu wählenden müssen genau( mit Vor- und Zunamen, Stand und Aufnahme in die Wählerliste gewohnt hat. Wohnung) bezeichnet sein. Arbeiter mittels Wahl der Arbeiter bestellt. Wahlberechtigt sind nur diejenigen Personen, deren AufDas Wahlrecht ist nur in Person und durch Stimmnahme in die Wählerlisten in der Zeit vom 16. bis einschließlich zettel auszuüben, welche Handschriftlich oder im Wege der Ver- 29. Juni d. Js. beantragt und nicht verjagt worden ist. vielfältigung hergestellt sind und nicht mehr Namen enthalten sollen, Das Stimmrecht ist in demjenigen Wahlbezirle aus Parteigenoffen! Es hat sich in den letzten Jahren gezeigt, daß ein Teil der Arbeiter in der Voraussicht, daß die socialdemokratischen Vertreter doch gewählt werden, den Wahlen zum Gewerbegericht gleichgültig gegenüberstehen. Dadurch ist der Uebelstand eingetreten, daß von vielen die Einzeichnung in die Wählerlisten versäumt wird. Diesen Umstand beabsichtigen unsre Gegner, die Christlich- Socialen wie die Gewerfvereinler, für sich auszunuzen. Sie haben sich an der Einzeichnung beteiligt und glauben nun, in den schwach besetzten Bezirken ihre Kandidaten durchzubringen. Das wird eine leere Hoffnung für sie bleiben, wenn wir unsre Pflicht erfüllen. Darum versäume niemand, sein Wahlrecht auszuüben! Die Wahl ist geheim und findet mittels Stimmzettel statt! " Am Tage der Wahl find in Berlin Wahlbureaus von der unterzeichneten Kommission eingerichtet und zwar für den 1. Wahlbezirk bei Mörschel, Jüdenstr. 35/36; für den 4. Wahlbezirk bei Werner, Bülowstr. 59; für den 7. Wahlbezirk bei Quandt, Belle Alliancestr. 74; für den 10. Wahlbezirf bei Müller, Gräfestr. 31; für den 13. Wahlbezirk bei Metzner, Stalizerstr. 59; für den 16. Wahlbezirk bei Stram m, Ritterstr. 123; für den 19. Wahlbezirk im Restaurant Gewerkschaftshaus"; für den 22. Wahlbezirk bei Haselof. Landsbergerstr. 8; für den 25. Wahlbezirk bei 8.a bel, Frankfurter Allee 90; für den 28. Wahlbezirk bei Preuß. Neue Friedrichstr. 20; für den 31. Wahlbezirk bei Wernau, Schwedterstr. 23/24; für den 34. Wahlbezirk bei Augustin, Schönhauser Allee 73; für den 37. Wahlbezirf bei Neumann, Brunnenstr. 150; für den 40. und 46. Wahlbezirk bei Fr. Bergmann, Pasewalferstr. 3; für den 43. Wahlbezirk bei Fischer, Beusselstr. 9. Das Centralbureau befindet sich Engel- Ufer 15, 1 Treppe, Zimmer Nr. 8. Telephon: Amt VII Nr. 3733. Genossen, welche am Tage der Wahl helfen wollen, melden sich im Centralbureau Engel- Ufer 15, 1 Treppe, Zimmer Nr. 8, bis vormittags 9½ Uhr. Die Wahl beginnt mittags 12 Uhr. Die Wahl erfolgt in den nachstehend bezeichneten Wahlbezirken und zwar in getrennten Räumen für Arbeitgeber und Arbeiter unter Leitung je eines Wahlausschusses. 1. Wahlbezirk( enthaltend Stadtbezirke 1-10). 1. Stadtbezirk: Bischofstr. 2-27, Burgstr. 1-7, Seiligegeiſtstr. 23 bis 33, Hoher Steinweg, Jüdenstr. 1-11 und 55-60, Stönigstr. 1-25 und 41-69, Marienfirchhof 5-11, Moltenstr. 8-9, Nicolai- Kirchhof 1-3 und 12-14, Boststr. 1-15 und 21-31, Kleine Boftstr. 1-7 und 9-13, Probst Straße, Rathausstraße, Sieberstr. 3-18, Spandauerftr. 18-39 und 47-63a. 2. Stadtbezirk: Giergaffe, Großer Jüdenhof, Jüdenstr. 12-54, Am Krögel, Moltemmarkt, Moltenstraße( ausschließlich 8 und 9), NicolaiKirchhof 4-11, Parochialstraße, Poststr. 16-20a, Spandauerstr. 40-46, Stralauerstr. 16-46. 3. Stadtbezirk: Meranderstr. 18, Nene Friedrichstr. 1-20 und 83-109, Grunerstraße, von der Stadtbahn bis zur Neuen Friedrichstraße, Stlosterstr. 30-78, Königstr. 26a, Sieberstr. 1 und 2, An der Stralauer: brüde, Stralauerstr. 1-15 und 47-58, Kleine Stralauerstraße, Waisen: Straße. 45. Stadtbezirk: An der Aposteltirche, Frobenstr. 1-11 u. 32-41, Kurfürstenstr. 29-46 und 139-152, Potsdamerstr. 49-56 und 97-103 a, Bietenstr. 25-28.1 46. Stadtbezirk: Bülowftr. 8-26 und 85-100, Frobenstr. 12-18 und 21-31, Potsdamerstr. 57-67 und 89-96 b, Schwerinstr. 1-19, 3ieten: straße 18-24. Zu wählen sind: a) von den Arbeitgebern 4 Beisizer; Wahllokal: 157./164. Gemeindeschule, Derfflingerftr. 18a, Konferenzzimmer part.; b) von den Arbeitnehmern 4 Beijizer; Wahllofal: Turnhalle der 107. Gemeindeschule, Genthiner straße 4. Kandidaten der Arbeitnehmer des 4. Bezirks find: Albert Faber, Buchdrucker, Elsholzstr. 11. Emil Berkhahn, Schriftgießer, 3offenerstr. 11. Adolf Rickert, Zimmerer, Kurfürstenstr. 41. Ferdinand Rösner, Stuccateur, Stegligerstr. 71. 4. Stadtbezirt: Bischofstr. 1 und 28, Neue Friedrichstr. 21-42 und 64-82, Gontardstraße, Kaiser Wilhelmstr. 10-15 und 12-32, Kalands: gaffe, Alofterstr. 1-2, 4-29 mb 79-101, Stönigsfolonnaden, Königstr. 26 und 27-40, Marienfirchhof 12-23, Neue Gaffe, Banoramastraße, Rochstr. 7 bis 14, Schutale Gasse 3-5, Spandauerbrüde 1-3 und 10-16, Stadtbahnstraße 1-12 und 91–107, Blücherplag 1-2 und Hallische Kirchhöfe, Lankwik: hof Alexanderplat". 5. Stadtbezirk: Burgstr. 8-31, Neue Friedrichstr. 43-63, Sinter der Garnisonkirche, Heidereutergafie, Heiligegeisigaffe, Heiligegciststraße, ausschließlich 23-33, Staiser Wilhelmstr. 1--9 und 33-49, Klosterstr. 3, Marien: firchhof 1-4, Neuer Markt, Kleine Poststr. 8, Kleine Präsidentenstr. 6 und 7, Neue Promenade 9 und 10, Rosenstraße, Schmalegasse 1-2 und 6-8, Spandauerstr 1-17 und 64-81, Stadtbahnhof Börje", St. Wolfgangitr. 6. Stadtbezirk: Breitestraße, Brüderstraße, Gantian Plas, Friedrichsgracht 51-62, Gertraudtenstr. 1, Kleine Gertraudtenstr. 2, Am Luftgarten, Am Mühlengraben, Neumannsgasse, Museumstraße, Kleine Museumstraße, Petriplag, Scharrenstraße, Au der Schleuse, Das Königl. Schloß, Schloßfreiheit, Schloßplaz, Spreestraße, An der Stechbahn. 7. Stadtbezirk: Fischerbrücke, Fischerstraße, Friedrichsgracht 1-16, Köllnischer Fischmarkt, Köllnischestraße, Wühlendamm einschließlich Schleusen gebäude und Mühlenweg, Schornsteinfegergasse 1-3 und 5-8. 8. Stadtbezirt: Friedrichsgracht 17-50, Gertraudtenstr. 2-27, Kleine Gertraudtenstr. 1 und 3-5, Grünstraße, Petristraße, Rittergaffe, Roß straße, Schornsteinfegergasse 4. 9. Stadtbeziri: Seleine Jägerstraße, ausschließlich 1, Kreuzstraße, Kurstraße 14-26 und 30-40, Aleine Sturstr. 1-8, 10-12 und 18, Alte Leipzigerstraße, Niederwallstr. 5-23 und 26-38, Oberwasserstr. 10-14, Rauleshof. 10. Stadtbezirk: Adlerstraße, Falkoniergasse, Ant Festungsgraben, Französischestr. 33b- 33e, hinter dem Gießhause, Hausvoigtei- Platz, Holzgartenstraße, Jägerstr. 32-44, Kleine Jägerstr. 1, Jerusalemerstr. 23-24, Gasse hinter dem Komniandantur- Gebäude, Kurstr. 1-13 und 41-51, Mohrenstr. 37a- 40, Mollersgasse, Niederlagstraße, Niederwallstraße 1-4 und 39, Oberwallstraße, Prinzengaffe, Schintel- Platz, Unterwasserstraße, Werderscher Markt, Werderfche Rosenstraße, Werderstraße, Am Zeughaufe, Hinter dem Zeughause, Plaz am Zeughause. zu wählen sind: mble a) von den Arbeitgebern 5 Beifizer; 7. Wahlbezirt( Stadtbezirke 54, 55, 57-63). 54. Stadtbezirk: Nordseite der Barutherstraße, Belle Alliance: ftraße, Teltowerstr. 1-11 und 63-65, Tempelhofer Ufer 1--6a. 55. Stadtbezirk: Großbeerenstr. 10-18 und 77-85, Teltower: straße 12-37. und 39-62, Tempelhofer Ufer 7-24. straße 1-14 und 16-29. 57. Stadtbezirt: Großbeerenstr. 19-27 a und 63-76, Wartenburg58. Stadtbezirf: Hornstraße, ausschließlich 14, Marteuburgplatz, Bortftr. 1-14 und 80-90. und 43-62, Sagelsbergersir. 1-16 und 41-57, Dorfstr. 79. 59. Stadtbezirt: Belle Alliancestr. 13-26, Großbeerenstr. 28-41 ftraße 15-24 und 65-78. 60. Stadtbezirf: Hagelsbergerstr. 17-40, Mödernstr. 51-92, Port 61. Stadtbezirt: Kazbachstraße, Kreuzbergstr. 26-59, sowie die Verlängerung bis zur Straße C, Mödernstraße von Streuzbergstraße bis zur Weichbildgrenze( Westseite), Plaz B, Straße C, Straße D( Abt. III) von Möckernstraße westlich, Yorfstr. 25-34 und 57-64. bergstr. 1-25, 60-78 und Victoriapart, Lichterfelberstraße, Mödernstraße von 62. Stadtbezirt: Belle- Allianceftr. 27--52, Großbeerenstr. 42, KreuzStreuzbergstraße bis zur Weichbildgrenze( Ostseite), Kleine Partstraße, Straße D. ( Abt. III) von Möckernstraße östlich, Wilhelmshöhe. Gneisenaustr. 1, Am Tempelhoferberg( Westseite). 63. Stadtbezirk: Belle Alliancestr. 53-90, Fidicinftr. 1 und 45, Zu wählen sind: a) von den Arbeitgebern 4 Beisiger; Wahllokal: Turnhalle der 43. Gemeindeschule, Wartenburgstraße 12; b) von den Arbeitnehmern 4 Beifizer; Wahllokal: Turnhalle der 108./116. Gemeindeschule, Hagelsbergerstr. 34; Kandidaten der Arbeitnehmer des 7. Bezirks find: Emil Schmidt, Buchdrucker, Hasenheide 48 1. Seitenfl. 3 Tr. Emil Skalsky, Rohrleger, Kleinbeerenstr. 25. Wahllokal: Altstädter Hof, Neuer Markt 8/12, II. Saal, Karl Glashagen, Sausdiener, Bellealliancestr. 85. 1 Tr.; b) von den Arbeitnehmern 4 Beifizer; Josef Hartmann, Metalldrüder, Liegnigerstr. 16. 10. Wahlbezirt.( Stadtbezirke 76-78). 100. Stadtbezirt: Röpniderstr. 18-20a und 159-164, Manteuffel firaße 1-16, 18-19 und 112-130, Wrangelfir. 16-18 und 121. 101. Stadtbezirk: Eisenbahnstr. 24-25, Röpuiderstr. 16-17 und 165-172, Bidlerstr. 1-15 und 48-61. 102. Stadtbezirk: Mustauerstr. 18-23 und 50-58, Pückler: straße 16-31 und 33-47, Waldemarstr. 1, Wrangelstr. 12-22 und 113-120. 103. Stadtbezirk: Gijenbahnstr. 1-23 und 26-48, Laufizzer Blat 12--13, Muskauerstr. 14a- 17 und 59-62, Wrangelstr. 23-24 und 111-112. 104. Stadtbezirk: Laufiber Platz 7-11, Mustauerstr. 1-14 und 63-70, faligerstr. 84-95a, Wrangelstr. 25-38 und 100-110, Beughof: ftraße 11-23. Zu wählen sind: a) von den Arbeitgebern 4 Beisiger; Wahllokal: 80. Gemeindeschule. Wrangelstraße 128, Konferenzzimmer part.; b) von den Arbeitnehmern 5 Beisiger; Wahllokal: Turnhalle der 46. Gemeindeschule Laufiger play 9. Kandidaten der Arbeitnehmer für den 13. Bezirk sind: Fri Fröhlich, Buzzer. Staligerstr. 66, Hof 2 Tr. Gustav Lubatsch, Schlosser, Bücklerstr. 29. August Schulz, Droschkentutscher, Görlitzerstr. 70, Quergeb. 4 Tr. Friedrich Wolter, Schneider, Manteuffelstr. 75 b. Krause. Hermann Pohl, Kohlenarbeiter, Naunynstr. 2, Hof 4 Tr. 16. Wahlbezirk( Stadtbezirke 114-121). 114. Stadtbezirk: Fürstenstr. 1 und 24, Gitschinerstr. 32-70, Luifenufer 47-57, Prinzenstr. 1-5, Wasserthorstr. 1-16 und 58-76. 115. Stadtbezirk: Brandenburgstraße 1-2 und 82, Gitschinerftraße 19-31 und 71-85, Morißstr. 1-11 und 14-24, Prinzenstr. 6-16 und 103-119, Sedanuser von der Bärwaldbrücke bis zur Englischen Gasanstalt einschließlich, Wasserthorstr. 17 und 56-57. 116. Stadtbezirk: Brandenburgstr. 3-17 und 64-81, Moriz ftraße 12-13, Wafferthorstr. 18-55. 117. Stadtbezirk: Alexandrinenstr. 1-13 u. 117a- 128, Gitschiner straße 1-18 und 86-108, Neuenburgerstr. 20a- 21, Sebanufer von der Englischen Gasanstalt bis zur Gitschinerstraße. 118. Stadtbezirk: Hollmannstr. 13-18 und 20-28, Alte Jakob: ftraße 1-1 c, 137-147 und 166-175, Neuenburgerstr. 1a- 20 und 22-41. 119. Stadt bezirk: Alexandrinenstr. 14-18 a und 113-117, Holl: manuftr. 1-12 und 29-43, Simeonstr. 1-14 und 18-32. 120. Stadtbezirk: Feilnerstraße, Alte Jakobstr. 2-26 und 118 bis 186, Ritterstr. 62-59 und 61-69, Simeonstr. 15-17. 121. Stadtbezirt: Alexandrinenstr. 19-37 a Muthieustr. 10 und 11, Ritterstr. 37-51 und 70-84. Zu wählen sind: und 92-112, a) von den Arbeitgebern 5 Beisitzer; Wahllokal: Turnhalle der 57./72. Gemeindeschule, Brandenburgstr. 78/79; b) bon den Arbeitnehmern 4 Beisizer; Wahllokal: Turnhalle der 112./129. Gemeindeschule, Wasserthorstr. 31. Kandidaten der Arbeitnehmer für den 16. Bezirk sind: Oswald Fickweiler, Gürtler, Admiralstr. 3, 2 Tr. Paul Freter, Schneider, Admiralstr. 18b. Emil Laft, Weber, Friedrichsfelderstr. 20. Wahllokal: Turnhalle der 21/24. Gemeindeschule, Sinter 10 tabtbesirt: Camphauſenſtraße, Fichteftraße, Fontane Bromenade, Karl Reinke, Schneider, Hollmannstr. 33, Quergeb. 3 Tr. der Garnisonkirche 2. Kandidaten für Arbeitnehmer des 1. Bezirks find: Oskar Blechschmidt, Xylograph, Winterfeldtstr. 14. Franz Bytomsky, Buchbinder, Dresdenerstr. 9 Hermann Maas, Tischler, Madaistr. 10. Otto Schenker, Bauanschläger, Pappel- Allee 5a. 4. Wahlbezirk( Staötbezirke 31-39, 45-46). 31. Stadtbezirt: Bellevueftr. 1-10 und 11a- 22, Eichhornstr. 1 bis 5 und 8-12, Königgrägerstr. 1-12, Stönigin Augustastr. 6-16, Benné ftraße, Lintftr. 48, Margarethenstr. 9-11, Potsdamterplay 1-2, Botsdamer ftraße 1 a, 1= 23 und 124-141. Schellingstraße, Viftoriaftr. 21-23. 32. Stadtbezirk: Bellevueftr. 11, Kemperplaz( südliche Seite), Königin Auguftaftr. 17-29, Margarethenstr. 1-8 und 12-20, Matthäifirch: straße, Regentenstraße, ausschließlich 11a, Sigismundstraße, Tiergartenstr. 1 bis 9, Victoriastraße, ausschließlich 21-23. 33. Stadtbezirk: Bendlerstraße, Hildebrandtsche Privatstraße, Hohenzollernstraße, Kaiserin Auguftaftr. 54-69, Semperplas( nördliche Seite), Königin Augustastr. 30-53 a, Regentenfir. 11a, Tiergartenstr. 10-37, der füdöstliche Teil des Tiergartens, begrenzt im Norden von der Charlotten: burger Chaussee, im Westen von der Hofjäger- Allee, einschließlich dieser Allee und der Chauffee. Zu diesem Bezirk gehört das Gärtnergrundstück an der Großen Quer und Bellevue- Allee. 24. Stadtbezirk: Corneliusstraße, Drakestraße, Friedrich Wilhelmstraße, von der Heydtstraße, Hißigstraße, Kaiserin Augustaftr. 70-82, Lichten: ftein- Allee, Rauchstraße, Stülerstraße, Tiergarten User, der südwestliche Teil des Tiergartens, begrenzt im Norden von der Charlottenburger Chauffee, mit Einschluß derselben, und im Osten von der Hofjäger Allee, diese aus: geschlossen. 35. Stadtbezirk: Burggrafenstraße, Gartenufer, Keithstraße, Kur: fürstendamm 1-9 und 246-264, Kurfürstenstr. 72-96, Landgrafenstraße, Lützow- Ufer 20-39, Nürnbergerstr. 70-71, Wichmannstr. 1-20, Zu diesem Bezirk gehören Zoologischer Garten und das Hippodrom( Wasserwerke im Tiergarten). 36. Stadtbezirt: Buchenstraße, Derfflingerstr. 2-29, Sturfürsten straße 49-71, Lüpowplay, ausschließlich 1, Maaßenstr. 1-4 und 31-37, Schillstraße, Ulmenstraße, Wichmannstr. 21. 37. Stadtbezirt: Derfflingerstr. 1 und 30, Dörnbergstraße, Genthinerstraße, ausschließlich 31, Kurfürstenstr. 47-48, Lützowplak 1, Lügowftraße 33-78, Lüzowufer 1-19b. 38. Stadtbezirk: Genthinerstr. 31, Magdeburgerplay, Magde burgerstr. 9-27, Potsdamerstr. 35-48 und 104-115a, Stegligerstr. 25-63. 39. Stabtbezirt: Blumeshof, Karlsbad 1, Ligowstr. 24-32 und 79-91a, Magdeburgerstr. 1-8 und 28-36, Potsdamerstr. 24-34, 116 bis 120 und 122-123a, Schönebergerufer 26-48. 76a. Gräfestr. 43, Hafenheide 39-60, Urbanür. 25-30. 76b. Stadtbezirt: Gräfestr. 30-42 und 44-65a, Grimmstr. 25, Hafenheide 21-38, Schönleinstr. 20-21, Urbanstraße 31-51, 109-125 und 127-137 76 c. Stadtbezirk: Hasenheide 1-20, Jahnstraße, Urbanstr. 52 bis 81 und 84-108. 77. Stadtbezirk: Boedhftr. 1-12 und 45-55, Dieffenbachstr. 1 bis 19 und 57-76, Grimmstraße, ausschließlich 25, Müllenhoffstr. 1-9 und 12-20, Plamufer 75-94, Am Urban, Urbanstr. 138-150. 19. Wahlbezirk( Stadtbezirke 136-142). 136. Stadtbezirk: Neue Jakobstr. 1-14 und 17-28, Infel Straße 13-13a, Neanderstr. 2-16 und 19-37, Schäferstr. 2-14, Schmid: ftraße 11b- 36. 137. Stadtbezirt: Franzstr. 1-19, Josefstr. 1-15, Michaelkirchplay 17-24, Schutidstr. 1-11a und 36a- 46. 138. Stadtbezirk: Adalbertstr. 24-34 und 57-66, Engelufer 6b bis 21, Melchiorstr. 1-46, Michaelfirchplatz 1-12. 139. Stadtbezirt: Adalbertstr. 35-56, Engelufer 1-6a, Köpnider: 140. Stadtbezirt: Röpniderstr. 45-59 und 119-128, Michaelkirchplas 13-16, Michaeltirchstraße, Wusterhausenerstr. 13-14. 141. Stadtbezirt: Röpniderstr. 60-75 und 105-118, Ohmstraße, Rungestr. 12-27, Wusterhausenerstr. 1-12 und 15-21. 78 a. Stadtbezirk: Boechstr. 17-20, Dieffenbachstr. 20 und 27-56, Gräfein. 12-29 und 66-81, Wüllenhofstr. 10-11, Schönleinstraße 30-44 und 129-142. ftraße 3-19, Urbanstr. 126. 78 b. Stadtbezirk: Boppstraße, Hohenstaufenplay, Rottbuser Damm 13-43, Sachmannstraße, Schönlemstr. 22-34, Urbauftr. 82-83. 78 c. Stadtbezirt: Bocahstr. 13-16 und 21-44, Gräfeftr. 1-11 und 82-93, Kottbuser Tamu 1-12a, Planufer 95-97, Schönleinstr. 1-2.1 Zu wählen sind: a) von den Arbeitgebern 5 Beisiger; Wahllokal: Turnhalle der 83./93. Gemeindeschule, Dieffenbachstr. 60/61; b) von den Arbeitnehmern 5 Beisiger; Wahllokal: Turnhalle der 163./192. Gemeindeschule, Dieffenbachstr. 51. Kandidaten der Arbeitnehmer für den 10. Bezirk sind: Paul Köhler, Mechaniker, Nigdorf, Kaiser Friedrichstr. 247 H. 4 Tr. Karl Spann, Weber, Kl. Andreasstr. 8 1 Tr. Guftav Wolter, Ristemmacher, Bocchstr. 39. Albert Zander, Schneider, Naunynstr. 64 Seitenfl. 4 Tr. Franz Mohr, Transportarbeiter, Nigdorf, Wißmannstr. 10. 13. Wahlbezirt( Stadtbezirke 95-104). 95. Stadtbezirt: Manteuffelstr. 34-43 und 85-98, Naunynftr. 1 und 91. Oranienstr. 1, Staligerstr. 41-45 und 97-107. 96. Stadtbezirk: Lausitzer Blat 1-6 und 14-18, Mantenffel: straße 32-33 und 99-100, Püdlerstr. 32, Stalizerfir, 96, Waldemarstr. 2-9 und 71-78. 97. Stabtbezirt: Mariannenplas 6a- 17, Mariannenstr. 51 bis 53, Mustauerstr. 37, Naunynstr. 2-15, Waldemarstr. 10-22 und 62-70. 98. Stadtbezirt: Manteuffelstr. 20-31 und 101-111, Mustauerstraße 24-35 und 38-49, 99. Stadtbeziri: Röpniderstr. 21-29 und 143-158, Danteuffel: ftraße 17, Mariannenplag 18-28, Marianuenufer, Muskauerstr. 36, Wrangelstr. 1-15 und 122-137. 142. Stadtbezirt: Brüdenstr. 1-16, Inselstr. 1-1b und 10-12, Am Kölnischen Park, Köpniderstr. 76-104, Neanderstr. 1 und 38, Runge ftraße 3-11a und 27a- 37, Wassergasse. Zu wählen sind: a) von den Arbeitgebern 5 Beisiger; Wahllotal: Turnhalle der 62. Gemeindeschule, Schmid. jiraße 38; b) von den Arbeitnehmern 4 Beisiger; Wahllofal: Turnhalle der 29. Gemeindeschule, Köpniderjiraße 125. Kandidaten der Arbeitnehmer für den 19. Bezirk sind: Gustav Bauer, Bäcker, Weinmeisterstr. 7.) Oskar Ficius, Rohrleger, Müuchebergerstr. 28. Julins Scheffler, Kellner, Alte Jakobstr. 4. Adolf Schulz, Schneider, Alte Jakobstr. 147. 22. Wahlbezirk( Stadtbezirke 152-156, 158-159). 152. Stadtbezirk: Blankenfeldestr. 2-14, Große Frankfurter: ftraße 49-69 und 71-89, Mariusstr. 30, Marfiliusstr. 1-8 und 16-25, Waßmannstr. 10-34. 153. Stadtbezirk: Andreasstr. 45-46, Blumenstr. 42, Große Frant furterstraße 90-127, Stoppenstr. 35 und 53, Strautstr. 1, Marfusstr. 29 154. Stadtbezirf: Elisabethstr. 1 und 65-66, Pallisadenstr. 1 und 12, Waßmannstr. 31a- 37, Weberstr. 3-35 und 38-53. 155. Stadtbezirk: Lichtenbergerstr. 10-11, Pallisadenstr. 2-11, 13-29 und 88-103, Straußbergerstr. 9-10 und 34-35. 156. Stadtbezirk: Große Frankfurtersir. 32-48, Fürstenwalderstraße 2-23, Stranßbergerstr. 11-33, Weberstr. 1-2 und 64-66. 158. Stadtbezirk: Friedenstr. 45-49 und 89-95, FriedrichsBergerstr. 1-14 und 18-27, 159. Stadtbezirk: Gr. Frankfurterfir. 19-31, Friedrichsberger: ftraße 15-17, Fürstenwalderstr. 1 und 24, Koppenstr. 36-40 und 50 bis 52, Lebuserstraße, Pallisadenstr. 30-38 und 66-87. Zu wählen find: a) von den Arbeitgebern 5 Beisiger; Wahllokal: Turnhalle der 201. Gemeindeschule, Große b) von Beisiger; 31. Wahlbezirk( Stadtbezirke 218-225). 218. Stadtbezirk: Lothringerstr. 1-12, Prenzlauer Allee 2-16 und 241-249, Saarbrückerstr. 1-9 und 26-35. 219. Stadtbezirk: Mezzerstraße, Prenzlauer Allee 239-240, Straß: burgerstr. 22-23 und 36-37, Weißenburgerstr. 2-7. 40. Wahlbezirk.( Stadtbezirke 273, 275-276, 278, 305-306). 273. Stadtbezirk: Hessischestraße, Invalidenstr. 38-49 und 84-110, Kielerstr. 5, Plag am Neuen Thor, Scharnhorststr. 1-10 und 32-41, AugustaHospital und Invalidenhaus. Schamorffix: 1-10 und 32-0, 275. Stadtbezirt: Boyenstr. 1-45, Rielerstr. 1-4 und 6-24, Scharnhorststr. 11-31. 220. Stadtbezirk: Fehrbellinerstr. 1-2, Lothringerstr. 13-22, Lottumftr. 29, Saarbrückerstr. 10-25, Schönhauser Allee 1-11 und 177-188, 276. Stadtbezirt: Bogenstr. 46, Chauffeeftr. 57-81, Nene Straßburgerstr. 1-21 und 38-60, Weißenburgerstr. 1. Hochstr. 1-10 und 35-56, Liesenstr. 1-5a und 16-20, Schulzendorfer: 278. Stadtbezirk: Dalldorferstr. 1-8 und 38-41, Gerichtstr. 10-16 71-78, 47-49, Neue Hochstr. 11-34. Stadtbezirk: Fennstr. 4a- 61, Müllerstr. 221. Stadtbezirk: Angermünderstraße, Chorinerstr. 2-3, Christinenstraße 9-19. straße 1-13 und 31-39, Fehrbellinerstr. 3-9 und 94-100, Lothringer straße Lottumstr. 1-28. den Arbeitnehmern 4 Beiffer, gate, Strong, rate 23-27, Bonest: 1. Chotinenfis, 210, Confitenter. 14-30, S4588 und 205. tabibe sitting amet, graderie 180-185, Km Nordbergerstraße 9. Kandidaten der Arbeitnehmer für den 22. Bezirk sind: Frizz Klugmann, Kellner, Strautstr. 35 part. Emil Oehlert, Vergolder, Koppenstr. 94. Adolf Quast, Weber, Koppenstr. 65. 222. Stadtbezirt: Schön Templinerstr. 1-13 und 15-19, Teutoburger Platz, Zionsfirchstr. 26-31. Tegelerstr. 1-7 und 55-56. 223. Stadtbezirk: Chorinerstr. 15-20a und 65-71, Kastanien: Allee 37-48, 61-62 und 64-69, Schwebterſt. 18-28 und 245-254a. 224. Stadtbezirk: Fehrbellinerstr. 17-24 und 63-83, Staftanien 19 Bee 49-60 18 63, Weinbergsweg 11d, 11d, 3ionstirchplatz 4, 3iouskirchstr. 12 Guftay Trinks, Wäsche- Arbeiter, Friedrichsberg, Kronprinzenstr. 27, bis 10 und 38-45. 25. Wahlbezirk( Stadtbezirke 161, 179-181). 161. Stadtbezirf: Gr. Frankfurterstr. 1-18 und 128-146, FriedenStraße 74-82, Fruchtstr. 39-49, Ballifadenstr. 51-52. 179a. Stadtbezirk: Frankfurier Allee 75-121, Königsbergerstr. 21a, Komthitreiplas, Litthauerstr. 1, Möglinerstraße, ausschließlich 1, Tilfiter: Straße 1--6 und 85-91, Weidenweg 15 und 25. 225. Stadtbezirk: Chorinerstr. 4-14 und 71a- 86, Fehrbelliner Straße 10-16 und 84-93, Templinerstr. 14, Zehdenickerstr. 9, Bionstirch Straße 20-25 und 32-37. Zu wählen find: his singed cactus a) von den Arbeitgebern 4 Beisiger; 10655 Wahllokal: Brauerei Pfefferberg, Schönhauser Allee 176 1 Tr. 306. Stadtbezirk: Dalldorferftr. 9-37, Fennstr. 1-4, Gericht: ftraße 58, Kunkelstraße von Schulzendorferstraße bis Ravenéstraße, Lindowerstraße, Müllerstr. 1-4 und 6-11, Nettelbeckplats, Ravenéstraße, Reinickendorferstr. 1-8 und 62-70, Schulzendorferfir. 1-8 und 20-27, Weddingplatz. Zu wählen find: a) von den Arbeitgebern 4 Beifizer; disile is Wahllokal: Norddeutsche Brauerei,' Chauffeeſtr. 58Gartensaal-;. b) von den Arbeitnehmern 5 Beisiger; Wahllokal: Turnhalle der 70./202. Gemeindeschule, Ravenéstr. 4. Kandidaten der Arbeitnehmer für den 40. Bezirk find: Robert Fendel, Tischler, Gerichtstr. 64. 179b. Stadtbezirk: Insterburgerstr. 1-11 und 13-20, Sömestr. 1 bis 15 und 18-30, Möglinerstr. 1, Straße 47a, ausschließlich Ecfgrundstüce b) von den Arbeitnehmern 4 Beisiger; an der Richthofenstraße, Tilsiterstr. 7-18 und 77-84, Weidenweg 1-14, Wahllotal: Turnhalle der 55. Gemeindeschule, Choriner16-24 und 73-88, Borndorferstr. 1-14 und 50-59.1006 straße 74.751iod od linis and doin 180a. Stadtbezirk: Baltenplay, Eckertstraße, ausschließlich der Eck- Kandidaten der Arbeitnehmer für den 31. Bezirk sind: grundſlice mit der Zorndorferstraße, Hübnerstr. 14 14-30 etern: Wilhelm Kühnemann, Zuschneider, Bergstr. 54. burgerstraße 11-18 und 73-81, haerstr. 14a- 24 und 44-53, Weiden: Eugen Krambach, Kellner, Schönhauser Allee 44a Hof 2 Tr. Rudolf Lehmann, Böttcher, Oderbergerstr. 39 Hof 1 Tr. Rigaer Maximilian Thomas, Kellner, Weinbergsweg 6. 10 1h290. tabt besirt: Beuffelfr. 1-14, Gokkowskyftraße, Jagowstraße 82-90, weg 26-47 und 50-72. 180b. Stadtbezirk: Petersburgerstr. 2-10 ftraße 1-10 und 130 bis Ende, Thaerstr. 2-14 und 54-63. 14 und 54-63. 180e. Stadtbezirk: Eldenaerstr. 12, Frankfurter Allee 65-74 und 122-134, Liebigstraße, Mirbachstr. 1, Petersburgerstr. 1 und 91, Rigaerstr. 11 bis 12 und 128-129, Thaerstr. 1, Warschauerstr. 1 und 88, Weidenweg 48 und 49. der Prostanerstraße und Eldenaeisiraße, Frankfurter Allee 1-64 und 181a. Stadtbezirt: Dolzigerstraße, ausschließlich Edgrundstüde an 135-150, Mirbachstraße, östlich der Proskauerstraße, Proskauerstr. 1-2 und 40, Rigaerstraße, östlich der Proskauerstraße( Nr. 25 bis 115), Samariter Schreinerstraße, Proskauerstraße, 66b 67 Schreiner first, reuschiießlich ber Edgrundſtſide an der Glenaerſtraße, Eldenaerstraße. 34. Wahlbezirk( Stadtbezirke 242, 247-248. Data 242a. Stadtbezirt: Chriftburgerstr. 1-3 und 54, Danzigerstr. 25 Allee 41-56 und 195-214, Sykestr. 12-48, Weißenburgerstr. 31-61, bis 31 und 66-73, Senefelderstr. 1 und 43, Fransediſtr. 22-40, Prenzlauer Wörtherstr. 25. virsdien 242 b. Stadtbezirk: Fransedistr. 9-21 und 51-54, Sagenauer: Alwin Leopold, Zuschneider, Invalidenstr. 15, tralf Gustav Scheller, Cigarrenmacher, Memelerstr. 59 3 Tr: Llo Roman Roste, Cigarrenarbeiter, Marienburgerstr. 31 Quergeb. 3 Tr. Jacob Moor. Cigarrenarbeiter, Diedenhofenerstr. 8. 43. Wahlbezirk( Stadtbezirke 290-292). von Alt- Moabit bis zur Levezowstraße, Alt- Moabit 35-79, Ottofir. 4-19, Turmftr. 61 und 66, Binzendorfstraße, Swingliftraße. 291a. Stadtbezirk: Berlichingenstraße von Huttenstraße bis Witt: Sidingenstraße, Rostoderstr. 21-38, Sidingenstraße, Straße 29( Abteilung VI), stockerstraße, Suttenstraße, ausschließlich 1, Rostockerstr. 1-20 und 39-56. 291b. Stadtbezirk: Berlichingenstraße von Wittstockerstraße bis Wittstockerstr. 2-26. 292a. Stadtbezirk: Beuffelstr. 15-33 und 55a- 76, Huttenstr. 1, Turmftr. Waldenserstr. 21-24, Waldstr. 1-15 u. 42-60. Beuffelstr. 34-55. Siemensstr. 1-10 und 43 und 41-50. 18, Hochmeiſterſtr. 2-10 und 23-31, Tresdowſtr. 7-15 292b. 242 c. Stadtbezirt: Danzigerstr. 2-24 und 74-97, Dunderstr. 1 Dunderſtr. ber Glbenderfirage, aßen C6a und 67a, ausschließlich der Ecgrundstücke an und 91, Hagenauerfit. 2-17a, Sochmeiſterſir. 11-22, Lychenerstr. 1 und 134, bis 50, Waldstr. 16-41, Wiclefſtr. 27-28, Wittſtoderstr. 1 und 27. 181 b. Stadtbezirk: Edgrundstücke der Tolziger- und Pros: Schliemannstr. 1 und 48, Trescowstr. 1 und 51-60. fauerstraße, Eldenacrstraße, ausschließlich 12, Fordenbedplay, Hübnerftraße 7 1111d 8, Mirbachstraße vou Liebigstraße bis Proskauer Straße, 3-39, Rigaerstraße Liebigftraße bis Prostauerstraße( Otr. 18-24 mb 116-1218uftrabatt der Samariter- und Eldenaerstraße, Edgrundstücke der Straßen 66a und 67a mit der Eldenaerstraße, Eckgrundstücke der Schreinerstraße mit der Proskauerstraße, Thaerftr. 25-33, Bellestraße. Bu wählen find: mua) von den Arbeitgebern 4 Beisiger; Wahllotal: Turnhalle der 81/109. Gemeindeschule, Tilsiterstr. 4/5; b) von den Arbeitnehmern 4 Beisiger; Wahllokal: Turnhalle der 3./203. Gemeindeschule, Petersburgerstr. 4. Kandidaten der Arbeitnehmer für den 25. Bezirk find: Hermann Baumaun, Lohgerber, Weidenweg 72. Robert Bajewaldt, Zuschneider, Weißensee, Bistoriusstr. 12. Oskar Stoll, Konditor, Tilsiterstr. 11 v. 4 Tr. Paul Liebenthal, Zuschneider, Petersburgerstr. 25. 28. Wahlbezirk( Stadtbezirke 182-183, 196-200). 182. Stadtbezirt: Elisabethstr. 2-64, Kl. Frankfurterstr. 10 und 14-19, Waßmannstr. 2-6 und 9-9a. 183. Stadtbezirk: Büschingplatz, Büschingstr. 17, Fliederstr. 2-16, Kleine Frankfurterstr. 11 und 12, Gollnowstr. 9-38, Landsbergerstr. 20-34 und 89-100, Bandwehrfir. 1 und 44, Mehnerstraße, Pallijadenstr. 104-106, Waßmannstr. 1, Weberstr. 36 und 37, Weinstr. 20-21. Zu wählen find: 247 a. Stadtbezirk: Helmholtzplatz, Lettestr. 2-8, Raumer a) von den Arbeitgebern 4 Beisiger; Straße 17-23, Schliemannstr. 2-47, Stargarderstr. 21-26 und 57-63. Wahllokal: Waldstr. 8 bei Borchmann; 247 b. Prenzlauer 166-194, Raumerfi. 26-01, Zenefelberfir. 2-32, Stargarberitz. 28-39 und 50-33. b) von den Arbeitnehmern B. Beifizer; 247c. Stadtbezirt: Dunderstr. 2-90, Lettestr. 1, Raumerstr. 24 Wahllokal: Beusselstr. 22 bei Gobite. und 25, Stargarderstr. 27 und 56. Kandidaten der Arbeitnehmer für den 43. Bezirk find: 248. Stadtbezirk: Dunckerstraße von der Ringbahn bis zur Max Andriske, Schneider, Wilsnaderstr. 13. dist Straße 20. Greifenhagenerstraße von der Ringbahn bis zur Straße 31, Otto Hoffmann, Stuccateur, Melanchthonstr. 4. Lychenerstraße von der Ringbahn bis zur Weichbildgrenze, Pappel- Allee 46 bis 95, Prenzlauer Allee 86-165, Platz E, Straßen 19 und 20 von Schön- Wilhelm Pösenecker, Porzellandreher, Havelbergerstr. 30. hauser Allee bis Prenzlauer Allee, Straße 31( Abt. XII). Hermann Zernicke, Former, Stephanstr. 43. Frik Gaßmann, Schlächter, Sitifngenstr. 4. Zu wählen find: nd( d a) von den Arbeitgebern 4 Beisiger; Wahllokal: Turnhalle der 162./197. Gemeindeschule, Danzigerstr. 23; b) von den Arbeitnehmern 5 Beifizer: indicar Wahllokal: Turnhalle der 74./79. Gemeindeschule, Pappel- Allee 30/31. Kandidaten der Arbeitnehmer für den 34. Bezirk find: Albert Beyer, Bigler, Gleimstr. 10 4 Tr. 1961 dan Paul Liere, Barbier, Ackerstr. 64 3 Tr. Henning Lund, Hutmacher, Prenzlauer Allee 11 4 Er. Oskar Tischer, Stellmacher, Oderbergerstr. 13 v. 4 Tr. August Gebauer, Rollkutscher, Straßburgerftr. 4 Hof 3 Tr. Idag T ads 37. Wahlbezirk( Stadtbezirke 227-228, 257-259, 265-267). 227. Stadtbezirk: Ackerstr. 1 b, Brunnenstr. 1-18 und 174-198, 228. Stadtbezirk: Brunuenftr. 19-31 und 161-173, Invaliden: 196. Stadtbezirt: Georgenfirchplatz 15, 18 und 19, Georgenkirch- Elsasserstr. 1-10 a, Invalidenstr. 164, Veteranenstr. 1 und 2. ftraße 10-58, Gollnowstr. 2-8 und 39-45, Katharinenstr. 5-7, Liegmann straße 2-7 und 24-27. 197. Stadtbezirk: M. Frankfurterstr. 13, Georgenkirchplatz 1-14, Katharinenstr. 1-4 11. 8-12, Sturzestr. 20, Landsbergerstr. 35-59 u. 68-88, Landwehrstr. 2-43, Liebmannstr. 8-23. 198. Stadtbezirk: Georgenfirchplatz 20-32, Neue Königstr. 20-43 1. 50-70, Linienffr. 250, Liegmannstr. 1 und 28, Alte Schügenstr. und 2, Wadzeckstr. 9-14.1 199. Stadtbezirk: Friedenstr. 103-112, Joftyftraße, Reibelstr. 1 und 43-44, Linienstr. 1-12 u. 240-249, Lothringerstr. 111-112, Menbels: johnstraße, Meyerbeerstr. 5-13, Prenzlauer Allee 1, Prenzlauerfir 1-5 n. 57-62. 200. Stadtbezirk: Sirtenstr. 1-2 und 23, Seibelstr. 2-42, Prenz straße 1-1 a, Veteranenstr. 3-14 und 16-28. 257. Stadtbezirk: Aderfir. 27-36 und 143, Anflamerstr. 1-9 und 49-60, Bergstr. 30, Elifabethfirchstraße, Invalidensir. 2-5, 148-157 und 159-163, Bappelplay, Streligerstr. 1-8 und 68-74. 258. Stadtbezirk: Bernauerstr. 14-24 und 84-93, Rheinsbergerftraße 1, Streligerstr. 9-29 und 48-67. 259. Stabtbezirk: Bernauerstr. 1-13a u. 94-109, Huffitenstr. 1 bis 12 und 64-79, Streligerstr. 30-36 und 39-47. 265. Stadtbezirk: Bergstr. 34-43, Feldstr. 1-9, Gartenstr. 36 bis 48, 50-58 und 96-144. lauerstr. 6-29 und 33- 56, Alte Schützenstr. 3-7, Babzechstr. 1-8 und von Invalidenstraße bis Bernauerstraße, Bergstr. 32, 33 und 44-62, 15-23. Zu wählen find: a) von den Arbeitgebern 5 Beisiger; Wahllokal: Turnhalle der 6. Gemeindeschule, firchstraße 11; b) von den Arbeitnehmern 4 Beisitzer; pubic 266. Stadtbezirk: Aderftr. 45-70 und 117-141, Gartenstr. 49. 267. Stadtbezirt: Aderstr. 37-44 und 142, fowie Südwestseite Bernauerstr. 110-121 und Südostseite von Ackerstraße bis Bergstraße. Zu wählen sind: a) von den Arbeitgebern 4 Beifizer; Georgen- Bahllotat: Turnhalle der 13./67. Gemeindeschule, Elisabethkirchstr. 19/20; b) von den Arbeitnehmern 4 Beisiger; Wahllotal: Turnhalle ber 84. Genteindeschule, Steibel- disins Wahllotal: Turnhalle der 35. Gemeindeschule, Bernauerstraße 31/32. Kandidaten der Arbeitnehmer für den 28. Bezirk sind: d Eduard Franke, Brauerei- Silfearbeiter, Liebigstr. 40 4 Tr. Paul Hilgert, Kellner, Oderbergerstr. 38 3 Tr. Fritz Büschel, Nollkutscher, Wemelerstr. 12 2. Hof 2 Tron Emil Ruhkopf, Wäsche Arbeiter, Straußbergerstr. 13 2 Tr. 118 Versammlungen. 2 AR straße 89/90. Kandidaten der Arbeitnehmer für den 37. Bezirk sind: Peter Becker, Drechsler, Rheinsbergerstr. 28. Wilhelm Denker, Drechsler, Streligerstr. 70 of 2 St. Paul Panzeram, Schneider, Pappel- Allee 128. Karl Wolter, Schneider, Wollinerstr. 4 Hof 3 Tr. dsalt) Jink in 46. Wahlbezirk.( Stadtbezirte 307-308, 315-318). straße bis Plantagenstraße, Antonftr. 1-9 und 42-49, Courbièreplay, Am 307. Stadtbezirk: Westliche Seite der Adolfstraße von der Gerichts Courbièreplaz, Gerichtstr. 37-57, Müllerstr. 12-25a, Plantagenstr. 24-37, Ruheplatzstraße. 308. Stadtbezirk: Burgsdorfstraße, Lynarstraße, Müllerstr. 152 bis 168, Nordufer von der Ringbahn bis Torfstraße, Sparrplatz, Sparr straße, Sprengelstraße, Straßen 16 und 17 von Triftstraße bis Straße 13 ( Abt. X¹), Tegelerstr. 8-54, Torfstr. 15-17b, Triftstraße von Torfstraße bis Müllerstraße, Wildenowstraße. 315. Stadtbezirk: Cöslinerstr. 10-11, Reinidendorferstr. 20-29 und 42-52, Schulstr. 40, Wiesenstr. 28-43. 316. Stadtbezirk: Adolfstr. 10-27 a, Antonftr. 10-41, Marstraße 1-12 und 15-22, Plantagenftr. 9-23, Straße 54( Abt. X¹), Prinz Eugenstraße. 317. Stadtbezirk: Adolfftr. 1-9, Gerichtstr. 29-36, Panfftr. 55. bis 66, Basewalferstraße, Plantagenstr. 1-8 und 38-44, Reinidendorferftraße Sa- 19 und 53-61, Weddingstr. 3-6. 28 und 60-70, Kunfelstraße von Ravenésnaße bis Gerichtstraße, Bankstraße 1-6 und 48-54, Weddingstr. 1-2 und 7-9. Bu wählen sind: 318. Stadtbezirk: Cöslinerstr. 1-9 und 12-24, Gerichtstr. 17 bis a) von den Arbeitgebern 4 Beifizer; Wahllokal: Turnhalle der 188./196. Gemeindeschule, Müllerstr. 158/159; b) von den Arbeitnehmern 5 Beisiger; Wahllokal: Turnhalle der 19./166. Gemeindeschule, Ruheplaystr. 5/7. Kandidaten der Arbeitnehmer für den 46. Bezirk find: August Bummert, Bauarbeiter. Dunderstr. 73 Quergeb. 3 Tr. Albert Juppenplatz, Zimmerer, Quißowstr. 111. Mag Kiesel, Cigarrenarbeiter, Schulftr. 22. Wilhelm Noack, Bauarbeiter, Schulstr. 116 Seitenfl. 1 Tr. Saly Rosenthal, Cigarrenarb., Sivinemünderstr. 62 Quergeb. 3 Tr. Wir bitten dringend, diese Nummer des Vorwärts" zur Orientierung aufzuheben. Gewerkschaftsbureau, Gewerkschaftshaus", Engel- Ufer 15, 1 Treppe, Alle auf die Wahlen Bezug habenden Anfragen werden im von 9-1 und 6-8 Uhr, beantwortet. Der Ausschuß der Berliner Gewerkschafts- Kommission. J. A.: A. Körften. organisationen erst in legter Zeit gegründet, habe die Macht der richt über die Thätigkeit im abgelaufenen Jahre. Zu Pfaffen doch schon eine beträchtliche Anzahl Mitglieder in ihnen ver- erwähnen ist aus demselben, daß die Kommission 101 WerkstattIn die Kommission wurden nen Die Kupferschmiede hielten am 15. b. M. im Gewerffchafts- einigt. Trotzdem sind diese Organisationen im wirtschaftlichen fizungen abgehalten hat. haus eine gut besuchte Versammlung ab, in welcher fiber den Streit Stamp ohne Bedeutung, sie besorgen indirekt die Ge- beziehungsweise wiedergewählt Dupi, Reu, Rosenow, Hirsch und und dienen als Verdimmungs- Grau. Eine längere Debatte veranlaßte die Besprechung der Lohnder Kollegen in Frankfurt a. M. berichtet und als 4. Rate 50 M. Schäfte der Unternehmer abgefandt wurden. Die Berliner Militärfattler erhielten 20 W. Be anstalten im wahren Sinne des Worts. Nebner fordert zur Be- und Arbeitsverhältnisse der Firma Willing n. Violet. 8 a chsmuth, schlossen wurde, vom 1. Oktober ab des Somitage von 10-12 hr fämpfung dieser Art Organisationen auf. Jedoch soll dies nicht durch der bis vor kurzem bei der Firma beschäftigt war, tritisierte die vormittags Morgensprache im Gewerkschaftshaus abzuhalten. Wegen rohe Gewalt oder sonstige unlautere Mittel geschehen, sondern jeder dortigen Zustände unter dem Beifall der Versammelten. Ein Redner vorgeschrittener Zeit mußten die Anträge zur Generalversammlung christlichen Arbeiter den Beweis zu erbringen, daß ein harmonisches schon früher die Zustände aufgebedt habe. Es wurde den bei der Firma socialistische Arbeiter misse fich so viel Wissen aneignen, um jedem glaubte dem Wachsmuth den Vorwurf machen zu müssen, daß er nicht zurückgestellt werden. Busammenarbeiten mit Arbeiterfeinden unmöglich sei. Auch Willing u. Violet beschäftigten Arbeitern und Arbeiterimen anheim Die Möbelpolierer waren am 17. September im Gewerk- Arbeitsniederlegungen sind, Ivenn jemand mit chriftlichen gegeben, fich au organisieren, damit solche Vorkommnisse beseitigt werden. Dr. Boer gelten schaftshause versammelt, um einen intereffanten Vortrag des Herrn Arbeitern zufammten arbeitet, beshalb zu vermeiden, vielmehr mijje Die anwesenden Vertreter der Firma aufgefordert, fich zu den Be Berufskrankheiten zu hören. Die Ausführungen auch hier auf den Arbeitsfelde durch gefchickte Agitation der chrift- fchuldigungen zu äußern, erklärten dazu nicht befugt zu sein, indem des Referenten gipfelten darin, daß besonders zwei Arten von Erliche Arbeiter für die socialistische Organisation gewonnen werden. Sie nur als Privatpersonen anwesend seien. als vorstands vorgenommenen Untersuchungen fich feststellen laffe, und seine Organisation zu rechtfertigen und betont, daß dieselbe vor allen zwar Augen- und Hauterkrankungen. Die Ursache der ersteren sei Dingen für die Unterstützung ihrer Mitglieder eintrete. Döring 95,40 M. in dem Werkstättenstaub gu jutchen, der eine Entzündung war es ein leichtes, den Nachweis zu erbringen, daß die christlichen Nach Erledigung einiger Verbandsangelegenheiten wurde die der Augenschleimhäute herbeiführe, während während die letzteren Arbeiter wohl überall bei Lohnstreitigkeiten ein Hindernis gewesen Versammlung geschlossen. auf die Berfihrung mit den von Strankheitserregern durchsetzten feien, niemals aber an der Verbesserung der Lebenslage der Berliner Arbeitsmitteln( Läppchen, Schellack, Schmieröl sc.) zurückzuführen Zimmerer sich beteiligt haben. Auch die nachfolgenden Redner Labigle, find. Verhütung diefer Leiden misse daher allen Beteiligten in Schäffer, Juppenlaz und Bergmann vertreten Standpunkt des erfter Reihe die größle Sauberfeit zur Bflicht gemacht und bout bent Referenten upp bereider bie quali but begjelben bu biele Arbeitgebern eine entsprechende Waschgelegenheit gefordert werden. Beispiele, so, daß es den christlichen Zimmerern trotz wiederholter VerIm übrigen empfehle es sich, die Untersuchungen weiter fortzufezen. suche nicht gelang, Nennenswertes zur erividern. Sun Die rege Diskussion gab Herrn Dr. Becher noch Gelegenheit zu Im Gewerkschaftlichen macht der Borsigende darauf aufmerksam, cinem ergänzenden Schlußwort, worauf die vom Kollegen Schulz daß am 1: Oktober die Lohnerhöhung auf 65 Pf. eintrete, und ersucht, beantragte Resolution, welche die Untersuchungen fortgejezt fehen bis zu dieser Zeit überall Blazdeputierte zu wählen, damit jede will, einstimmig angenommen wurde. Die Abrechnung über das Sommerfest ergab eine Einnahme von 212 M. und eine Ausgabe von 116,60 m., bleibt ein leberschuß von Outmachergefellen in Berlin, insbesondere bent verehrten Chef und der Eingeschriebene Hilfstafse Nr. 67. Montag, den 24. September cr., abends 8 1hr, bei Feind, Weinstraße Nr. 11: Außerordentliche Allen Freunden und Bekannten, ben skollegen der Firma F. Groh, sowie den Berein der Former fage ich für die zahlreiche Teilnahme und Keranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Manns meinen tief= gefühlten Dant. [ 146 Unregelmäßigkeit schnell durch die Achtzehner- Konimiffion geregelt Generalversammlung. Frau Therese Mewes geb. Roy. A Der Verein der Zimmerer beschäftigte sich am 16. September werden könne. Nachdem noch auf die im sechsten Wahlkreise stattfindende ReichsTages: Ordnung: mit dem Thema:„ Chriftliche oder socialistische Organisation". Der 1. Die Abweisung der von der GeReferent Theodor Fischer bemerkt zunächst, daß das Thema den tags- Wahl hingewiesen, erfolgte Schluß der Versammlung. neralversammlung am 23. Juli cr. Zweckt habe, den schon teilweise entstandenen Unzuträglichteiten bor- Eine gut besuchte Versammlung der in der Metall- beschlossenen Statuten Veränderung zubengen und unire Stellung bei etwaigen Differenzen festzulegen. ichrauben Brauche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen feitens der Aufsichtsbehörde. 2. Weitere Stedner entwickelt alsdann ein anschauliches Bild beider An- tagte am Montagabend in Graumanns Salon. Frau Martha Beschlußfassung über Statuten- Beränderungen. 3. Verschiedenes. schauungen, von denen die erstere dem Menschen das Tieg referierte über: Die Frauenarbeit in der GroßWegen der hochwichtigen Angelegen Leben nach dem Tode erleichtern will, wohingegen die industrie". Der Vortrag wurde beifällig aufgenommen. heit ist das Erscheinen fäuttlicher Mitandre hier auf dieser Welt an Stelle des Unrechts das Eine Diskussion wurde nicht beliebt. Hierauf erstattete glieber dringend notwendig. Necht zu sehen bestrebt ist. Obwohl die christlichen Gewerkschafts. Fellenberg namens der Agitationskommission den Be Der Vorstand. D. Tschoppe. 29886 PrinzenStrasse 55. Großer Eröffnungskursus 4. Ottober, abends 8 1hr. Praktische und theoretische Elektrotechnit. Anmeldung täglich, auch SonnElektra. tags. Prospekte gratis. Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 20. Sept. Opernhaus. Don Juan. Anfang 71 hr. Schauspielhaus.Der Widerspenstigen RANIA** Taubenstr. 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Eine Wanderung durch die Pariser Weltausstellung. Invalidenstr. 57/62. Zähmung. Der eingebildete straute. Tägl. Sternwarte. Aniang 7 llar. Neues Opern Theater( Kroll). Der Mikado. Anfang 72 Uhr. Deutsches. Faust. Anfang 72 Uhr. Berliner. Prinz Friedrich von Homburg. Aufang 72 Uhr. Beijing. Die Ehre. Anfang 7/2 Uhr. Residenz. Die Dame von Maxim. Anfang 72 Uhr. Neues. Revanche. Der Kirchgang. Anfang 72 Uhr. Westen. Undine. Anfang 712 Uhr. Schiller. Faust.( 1. Teil.) Anfang 8 lthr. Secessionsbühne. An des Reiches Pforten. Anfang 7/2 Uhr. Central. Der griechische Sllave. Anfang 7 Uhr. Thalia. Der Liebesschlüssel. Anfang 712 Uhr. Luisen. Donna Diana. Anfang 8 1hr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Tugendring. Anfang 71/2 Uhr. Carl Weiß Müller und Schulze auf der Pariser Weltausstellung. Anfang 8 Uhr. Belle: Alliance. Ein toller Einfall. Anfang 72 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Der Mandarin von Tsing- ling ting. Anfang 72 Uhr. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Venus auf Erden. Anfang 8 Uhr. Palaft. Specialitäten: Vorstellung. Buffschnutchen. Anf. 72 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 1hr. Pajjage Panoptikum. Specialis täten- Vorstellung. Urania. Invalidenstr. 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Taubenstr. 48/49. Abends 8 Uhr Nachmittags 5-10 Uhr. CASTANS PANOPTICUM Friedrichstr. 165. Neu! Die schöne Neu! SchlangenBandigerin Cleopatra mit ihren 14 Riesen-, Pythowund Aesculap- Schlangen!! Sensationell, in Berlin in solcher Vollendung noch nie gesehene Reptiliendressur! Die russische Konzertkapelle. Der deutsche Seesoldat und die Boxer. Feldmarschall Graf Waldersee 2c. Passage- Panopticum. Nur noch kurze Zeit! Marokkaner ( 11 Mädchen, 8 Männer, 3 Kinder). Vorstellung stündlich. Von 7 bis 1012 Uhr: Théâtre variété. Palast- Theater früher Feen- Palast, Burgstr. 22. Direktion: Winkler 1. Fröbel. Das Riesen- September- Programm! 900000 790 Charlottenburg. Socialdemokratischer Wahlverein für TeltowBeeskow- Storkow- Charlottenburg. Freie Volksbühne Sonntag, nachm. 23 Uhr, im LessingUeber unsre IV. Abteilung: Theater: Die Macht der Finsternis. Gleichzeitig im für die I. Abteilung: Kraft( IFTeil) Carl Weiss- Theater von Björnstjerne Björnson. Insceniert vom Ober- Regisseur Adolf Steinert. Ensemble zusammengestellt für die Freie Volksbühne vom Ober- Regisseur Steinert. Für die Mitglieder der I. Abteilung muss der Oktober- Beitrag bis zu diesem Sonntag entrichtet sein. Mitglieder zur 7. Ab-, teilung können sich in allen Zahlstellen melden. Die neuen Mitgliedskarten liegen in den Zahlstellen zum Abholen bereit. Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. 230/20 Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag, den 23. September, abends 7 Uhr, im Englischen Garten, Alexander Strasse No. 27c: Vortrag des Schriftstellers Dr. R. Steiner: Moderne Kultur und moderne Bildung mit besonderer Rücksicht auf die arbeitenden Klassen. Nach dem Vortrag: Gemütl. Beisammensein u. Tanz. 4/ 19* Eintritt inkl. Garderobe 20 Pf. E Heute Donnerstag, den 20. September, abends 8 1hr, in der Gambrinus- Brauerei, Wallstraße 94: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Victor Frankl über: Aus der Geschichte des Nihilismus." 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Die Mitglieder werden auf§ 10 des Statuts aufmerksam gemacht. Buchbinder! 250/13 Heute Donnerstag, den 20. September, abends 8 Uhr, in Kellers großem Saal, Koppenstraße 29: Gr. öffentliche Versammlung aller in Buchbindereien und verw. Betrieben besch. Arbeiter und Arbeiterinnen. Tages Ordnung: 1. Bericht über die Verhandlungen in Leipzig. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Kollegen und Kolleginnen erscheint alle vollzählig in dieser sehr 25/16 wichtigen Versammlung. Alle streitenden und ausgesperrten Kollegen und Kolleginnen müssen heute abend zur Stelle sein. Die Lohnkommission. Goldschnittmacher! Vergnügungs- Verein„ Formerbund morgen Freitag, den 21. September 1900, abends 8½ Uhr, Sonnabend, den 22. September, in Kellers Festsälen ( Inhaber Melchert), Bergstraße 68: ** 29. Stiftungsfelf.** Anfang 8 Uhr. Herren 50 Bf. Damen 30 Pf.[ 277/ 3* Cirkus Renz- Konzert- Tunnel Karlstrasse. Nur erstklassige Uhr. Specialitäten. Direktion: J. M. Hütt. Wochentags 7 Uhr. Sonntags Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tanz ohne Nachzahlung. Empfehle meine Säle, ( im Theateriaal): Eine Wande: Ren! Puffschnutchen! Ren Dresdener Kasino, 800 Personen faffend, si Dresdenerstr. 96. Bersammlungen, für Bereine und zu rung durch die Pariser Welt: ausstellung. Schiller Theater ( Wallner Theater). Donnerstag, abends 8 Uhr: Faust. Tragödie von Wolfgang Goethe. 1. Teil, zweiter Abend. Freitag, abends 8 Uhr: Die Orientreise. Sonnabend, abends 8 Uhr: Zum erstenmale: Die goldne Eva. Große Posse mit Gesang v. E. Braune. Buff, Klempnermftr.: Dir. R. Winkler. Nini Bülow, Chansonnett. Diva. Garry- Truppe, Grand- Grotesqe: Pantomimisten. Molli Verch, Excentric- Chansonnette. The Bernards, Riesen- Luftatt. Mr.Bobbi mit seiner großartigen Hundemeute. Außerdem nur erstklassige Künstler und Specialitäten. Anfang 7 Uhr. Kaffeneröffn. 6 Uhr. Entree 50 Pf. Num. Pl. 1 M. Apollo- Theater. Um 91 Uhr: Secessions- Bühne. Venus auf Erden. Aleranderstr. 40. Heute, Donnerstag, zum erstenmale: Mr. Vandy. An des Reiches Pforten. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Novität. Riesen- Erfolg. Müller und Schulze auf der Pariser Weltausstellung. Luise Medlon. Spink und Spink. Adele Moraw. Fanny Morton. Erna Bertholdi. Robert Steidl. Three Amaranth. The three Avolos. Der Kosmograph etc. etc. Kasseneröffnung 7 Uhr. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Privatfestlichkeiten. Martin Herzberg. Alte im Gewerkschaftshaus, Engel- llfer 15: Branchen- Versammlung aller Goldschnittmacher Berlins. Tages Ordnung: 25/15 1. Was bietet uns die Organisation? Referent: Sollege Th. Völker. 2. Verschiedenes. Unt vollzähliches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. Achtung, Maurer! Donnerstag, den 20. September cr., abends 82 Uhr, im Lokale Schwedterstraße Nr. 23/24: des Mitglieder Versammlung Centralverbands der Maurer, Bezirk Norden. Tagesordnung: Vortrag und Gewerkschaftliches. Sonntag, den 23. September, nachmittags 5 Uhr; 189/17 Feuersteins Festsäle, Jakobstr. 75. Versammlung der Maurer v. Südwesten Jeden Sonntag: Oeffentlicher Tanz. Meine auf das eleganteste renovierten Festsäle, 150, 300 und 400 Personen faffend, stehen den Bereinen zu Vereins festlichkeiten und Bersammlungen stets zur Verfügung. Vereinszimmer 40 bis 120 Personen fassend. Oeffentlicher Herren- Vortrag über Männerleiden und ihre Folgen am Donnerstag, den 20. d. Mts., abends 812 Uhr, im Englischen Garten", Alexanderstraße 27 c. Entree 15 Pf. Referent: H. Müller. Naturheilkundiger. Sprechzeit im Naturheilbad Magazinstraße 17 Don 2-4, 6-8 Uhr, Sontags 10-12 Uhr. 7b mit Frauen. Tagesordnung: Vortrag des Genossen Jahn über: Das menschliche Glück und die fociale Frage. Nach dem Vortrage: Gemütliches Beisammensein. Um rege Beteiligung bittet Die Verbandsleitung. Achtung! Maurer. Achtung! Donnerstag, den 20. September, abends 8 Uhr: 3wei Mitglieder- Bersammlungen der Zahlstelle Berlin II 3 des Centralverbands der Maurer etc. Für den Osten in den Andreas Festfälen, Andreasstraße Nr. 21. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Fritzsch. 2.( ewerk: schaftliches und Verschiedenes. 189/ 17* W. Noacks Theater. Gente, sowie jeben Donnerstag für den Wedding im Lotale bes Herrn Berginann, Baſewalkerſtr. 3. Brunnenstraße 16. Heute, Donnerstag, 20. September: Sie weiß etwas! Gossmanns Konzertgart., Schwant in 4 Aufzügen v. 9. Streifel. Ausstattungspoffe mit Gefang in fünf Kreuzbergstr. 48 an d. Katzbachstr. Bildern von Karl Weiß u. J. Dill. Mufit von A. Wicher. Anfang 8 Uhr. Morgen und folgende Tage: Dic: selbe Vorstellung. Thalia- Theater Dresdenerstrasse 72/73. Heute und folgende Tage: Der Liebesschlüssel. Anfang präcise 71/2 Uhr. Central Theater Heute u. täglich Anf. 7 Uhr: Der griechische Sklave. ( A Greek Slave.) Ausstattungs Operette in 3 Atten bon Sidney Jones. Morgen und folgende Tage: Der griechische flave. Sonntag nachmittags 3 Uhr zu halben Preisen: Der Bettelstudent von G. Millöcker. Metropol- Theater. Täglich um 9 Uhr. Der größte Operettenerfolg d. Salfon: Eduard Steinberger als Gast. Der Mandarin Yon Tsing- ling- ting, fowie das vollständig neue September Specialitäten Programm. Bianca& Desroche. Charmeroy Rudinoff. Anf. 1/28 Uhr. Rauchen überall gestattet. Victoria- Brauerei. Lützowstr. 111/112. Em Garten oder Saal Täglich: Norddeutsche Sänger ( Führmann, Horst, Walde.) Anfang: Sonn Jage 7, Wochen tags 8 Uhr. Entree 50 Pf. Borverkauf 40 Pf. Familien: Billete 3 Stüd 1 m. Bons nur in der Woche giltig. Sonntags und Donnerstags: Tanzkränzchen. Jeden Sonntag: GartenFreikonz. und Gr. Ball. Jeden Montag u. Freitag: Norddeutsche Sänger. Anfang 8 Uhr: Nachher: Kränzchen. Sälef. Bersammlungen u. Feſtlichkeit. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. gr. Gänse- Ausspielen. Tägl. Frühstücks-, Mittags- und Abendtisch. Carl Wolsdorf, Berlin So., Bückler: u. Maskauter. ftraßen- Ede.[ 176 Bettstellen, Matratzen, Polsterbetten, ein Posten, auch mit kleinen Fehlern, billig wegen Umzug bis 20. Septbr. Prater- Theater. zu verkaufen Lehrterftr. 39.[ 33/ 3+ Kastanien- Allee 7-9. 1444 Lebenswellen. Bolts: stick mit Gesang und Tanz. Sou brette auf den Zweirad Henriette Donneux. Auftr. d.Grotesque- Duettiſt. Gebr. Milardo, Tauma- Quartett, The Möbel Special- Geschäft für bürgerliche Einrichtungen Tagesordnung: Vortrag, Diskussion und Gewerkschaftliches. Um regen Besuch bittet Die Verbandsleitung. Verband der Sattler und verw. Berufsgen. Branchenversammlungen der Berliner Mitglieder. Filiale 1. Geschirr, Wagen- und Galanterie- Sattler. Sonnabend, 22. d. M., abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Taigi Mene Roßstraße 3. and Tagesordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. Joel: Wissenschaft und Welt160/12 untergang. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Filiale Ill. Koffer- und Taschenbrauche. Dienstag, den 25. b. M., abends 9 Uhr, im Gewerkschaftshans, Engel- Ufer 15. Die Versammlung tagt int Seitenflügel 1 Treppe., Filiale IV. Militäreffektenbranche. Florus Raponét, Runftpfeifer u. TierMiltons, Turner am dreifachen Reck, Fr. C. Schulz vorm. A. Rienz, Sonnabendabend 8% Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr.20. stimmen- Imitator, The Herwoods ,. Konzert. Eintritt 30 Pf. Kalbo. Sanssouci Reger centrics. Kottbuserstrasse. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag: Hoffmanns Nordd. Sänger. Fausts Nachlass. Anfang Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Bf Anfang Wochentags 8 1hr. Entree 30 Pf. Nach jeder Solree: Tanzkränzchen. Montag und Donnerstag: Tang fret. Alle andern Tage find die Säle für Hochzeiten, Festlichkeiten u. Versamni und Matineen( Hoffmanns Nordd. lungen, ebenso f. Vereins- Vorstellungen Sänger) bestens empfohlen. = Anfang 4 Uhr. Num. Platz 50 Pf. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentage 8 lthr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pfennig. Landsbergerstr. 41, 1. Teilzahlung. Bettstellen, Matratzen, Polsterbetten[ 33/ 4+ wegen Umzug bis 22. Septbr., ein Boften, billig zu verkaufen in der Eisenmöbelfabrik Elfaserstr. 29. Filiale V. Teppich- und Linoleumleger. Jeben Montag nach dem 1. und 15. jeden Monats abends 8% lthe, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Mitgleder werden in allen Versammlungen aufgenommen. Um zahlreichen und pünktlichen Besuch ersuchen Die Vorstände. Möbel Central- Verband der Zimmerer. und Wohnungs Einrichtungen 14 zu Fabrik- Preisen. 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September, abends Versammlung der Mitglieder der Zahlstellen des Verbands Berlin, Charlottenburg, Rirdorf, Friedrichsberg, Weißensee, Bankow, Steglitz und Groß- Lichterfelde. Tages Ordnung: 1. Der Bauarbeiterfchuk in Preußen, die Stellungnahme der Regierung zu demselben und die neuesten Maßnahmen des Bau- Arbeitgeberverbands. Referent: G. Link. 2. Wahl zweier Bezirkskaffierer( Vezirt 3 und 8). 3. Abrechnung vom Stiftungsfeft. 4. Verbandsangelegenheiten. Um recht zahlreichen und pünktlichen Besuch ersucht 255/2+ Die Verbandsleitung. J.: H. Knüpfer. Ferner den Mitgliedern zur Kenntnis, daß sich das Bureau und der Arbeitsnachweis vom 21. September ab im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, 3 Tr., Zimmer 32, befindet. Fernsprecher: Amit VII, Nr. 789.. Arbeits- Bekleidung Detail. 5001L* 8 Uhr, bei Grupe, Annenstr. 16. für Mechaniker, Bildhauer, Maler, Schlosser, Schlächter, Konditoren, Friseure. Unterrichtsgeld 4 Mk. Die erste Stunde ist kostenfrei. a a Bfb. 110 Bf. 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