hi si mula sa si mohol ug talled not milf dr gilda 370 som tubing dunk and Nr. 220. misollaron milling and sing Abonnements- Bedingungen: o Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pig. Sonntagss Nummer mit illustrierter Sonntagss Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poftead Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Zeitungss Preisliste für 1900 unter Dr. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, fur bas übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. nd atteft tumilibus monk 17. Jahrg. stole a thil sa suda u onde busplot adnite Insertions- Gebühr Vorwärts na imun sanoo: spified s Berliner Volksblatt. beträgt für die fechsgespaltene Rolonel zeile oder beren Raum 40 Pfg., für opolitische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Bleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pig. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in berExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Rmt I, nr. 1508, Zelegramm- Adresse: " Socialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. esd ind Kohlenwucher. ding Freitag, den 21. September 1900. Andon Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. sad old der Unwahrheit der Anschuldigung, die Arbeiter würden die günstige Konjunktur" ausnußen zu„ immer neuen Forderungen", wird nichts geändert. eller so and Politische Meberlicht. Berlin, den 20. September. Ein neuer Staubzug unsrer Kohlenherren steht bebor! Zu dieser Beit haben wir alle Ursache, den Herren auf die Finger zu sehen und das Bolt schon aufmerksam zu machen auf die Pläne der Kohlenwucherer, wenn sie noch in der Reife sich befinden. Nachstehender Artikel des Organs des Kohlensyndikats, der Rhein. Westf. Zeitung vom 18. d. m. verdient volle Aufmerksamkeit: Gewiß haben die Arbeiter Forderungen aufgestellt aber sie find unerfüllt geblieben. Eben werden zum Glück die amtlichen haupo Bülow Reklame. Lohnangaben der preußischen Grubenarbeiter für das 2. Quartal d. J. Die auswärtigen Regierungen mehren den Ruhm des Grafen veröffentlicht. Unfre Leser erinnern sich, daß im Laufe ds. Js. die Bülow durch Verzögerung ihrer Antworten auf sein Cirtulars Roblenpreise mehrfach stiegen. Was haben die Bergarbeiter Kohlengräber pro Schicht( in Mark): davon erhalten? Es verdienten nach amtlicher Ermittelung die I. Quartal II, Quartal Jahresdurchschnitt 1900 1900 erbin 1899 80 3,06 ( 3,09 2,87 Oberschlesien. Niederschlesien 2,90 2,95 2,90 52,95 2,80 hind Ruhrrevier. 4,11 4,17th 3,96 3,54 3,46 Saarbezirk 3,54 La Oberfchlesien al Telegramm. Jeder Tag, der ohne Beantwortung der Note verstreicht, giebt dem Telegraphenbureau Gelegenheit, Zeitungsäußerungen zu häufen, die das Cirkular als staatsmännische Großthat feiern. Die Bülow- Reklame nimmt Dimensionen an, daß sie bald die WalderfeeReklame in Schatten stellen wird. Ogewiß, die deutsche Chintapolitik eilt von Erfolg zu Erfolg. Erft fündeten wir, daß unsre deutsch- christlichen Fahnen auf Betings Mauern wehen sollen. Die Presse des Inlands und Auslands jubelte. Aber wir kamen zu spät und die japanischen Fahnen flatterten auf Belings Mauern. Dann stellten wir den WeltfeldWieder großer marschall als Oberkommandierenden in China. Preßipektakel ob der genialen Chinapolitik Deutschlands; ja, in diesem Fall nicht nur Breßspektakel, fogar Zustimmung aller fremden Stabi nette. Leider aber erklärten wenige Tage später verschiedene der zustimmenden Mächte: Unser Kriegswerk ist gethan, wir nehmen unire Soldaten zurüd. Jest bringt Bülow die ganze Geschichte, die schon fast verfahren schien, wieder in Schwung. Ungeheurer Breßlärm: Der fluge Bülow, der vorsichtige Bülow, der energische Bülow, der große Bülow. i P Die deutschen organisierten" Bergleute haben schon feit längerer Zeit sehnsüchtig nach Amerika geschaut; der Streik der 142 420 Arbeiter im Anthracit- Kohlengebiet in Nordamerika ist ihnen nicht unerwartet gekommen. Die ganze Welt leidet unter der Kohlennot, und wenn auch der amerikanische Streit für die Kohlenversorgung Deutschlands direkt nicht Aachener Bezirk 3,698,688,45 in Betracht kommt, so wird er doch die Preisreduktion der Roble in Deutschland verhindern; denn einerseits Diese Tabelle redet gegen den Kohlenwucher eine laute Sprache wird die englische Kohle kaum nach Deutschland ausgeführt werden Gerade ab 1. April d. J. sind die Kohlenpreise erheblich verteuert fönnen die Hausbrandtohle ist übrigens pro Tonne um 2 Sh. worden seitens der Werts befizer! Die Ruhrkohle ist ab in England vorige Woche gestiegen und andrerseits 1. April um durchschnittlich eine Mark höher angefeßt worden vom werden die deutschen Bergleute, weil sie dies Kohlensyndikat! Und die Ruhr- Berglente haben ganze 6 Pf. pro wiffen, mit immer neuen Forderungen tommen. Schicht mehr erhalten von der Preiserhöhung!!! Da durchschnitt Wie in Amerika alles einen Riefenumfang annimmt, so ist es auch lich pro Kopf der Belegschaft beinahe eine Tonne Kohle pro Tag mit der Kohlenproduktion gewefen; 1880 betrug dort die Kohlen- gefördert wurde, so kann sich mumehr jeder selbst nachrechnen, wo produktion 100 Millionen Tonnen, 1890 141 und 1899 225 Mill. die Kohlenwucherer zu suchen sind. Tonnen gegen 220 in England und 101,6 in Deutschland. 1890 Hochinteressant ist auch die Angabe der verfahrenen is jest hat noch teine Regierung die naiv- drollige Note unfres tritt Amerika als Kohlen exportierendes Land auf, es ist freilich Schichten. Wird doch von Pastor Hülle bis zum Oberbergrat Auswärtigen Amits beantwortet. In Washington findet heute, nur 1 Million Tonnen, die es in diesem Jahre verschickt, 1899 28 a chler behauptet, daß die Kohlennot nicht zuletzt zurüd zu Donnerstag, eine Kabinettssigung statt, in der über die Antwort find es bereits 5 Millionen; für jetzt lagen in Amerika größere führen sei auf die Unlust( um nicht zu sagen Faulheit) der Berg- beraten wird. Londoner Blätter melden, das Staatsdepartement der bindende Abschlüsse mit englischen Kohlenhändlern vor. Bon den leute, die notwendigen Schichten zu absolvieren. Amtlich wird nun Bereinigten Staaten werde den deutschen Vorschlag" in un' im letzten amerikanischen Fiskaljahr ausgeführten Kohlen tamen angegeben, daß pro Arbeiter Schichten gezählt wurden in günstigem Sinne beantworten; wenn auf der deutschen Borbedingung der Auslieferung der Anstifter und Leiter des Aufnur 2593 Tommen auf Deutschland; es tragen sich große ameriI. Quartal II. Quartal stands bestanden werde, so würde Amerika aus dem Konzert tanische Kohlenindustrielle ebenfalls mit der Idee, die Kohlen316 der Mächte austreten und selbständig mit China verhandeln. ausfuhr nach Deutschland in viel größerem Maßstabe zu betreiben. Wir zweifeln an der Richtigkeit dieser Meldung der Londoner Von den 62 204 885 D.-C. Kohlen, die Deutschland im Jahre 1899 Blätter. Die amerikanische Regierung wird sicherlich sehr entgegenvon auswärts empfing, tamen 5 964 764 auf Belgien, 168355 auf die Niederlande, 6 187 201 auf Oestreich und 48 735 545 auf England; tommend antworten. Was sie thun wird und was die andren Höflichen Beantworter der Note thun werden, das ist eine andre diefes englische Quantum muß sich naturgemäß verringern, wenn Frage. England der in Calcül gezogenen Zufuhr aus Amerita entbehrend our Die deutsche Chinapreffe erneuert ihren lumut wider muß; der Beschluß unsres Staatsministeriums wegen der Kohlen. Da im ersten Quartal 77 eigentliche Arbeitstage", in giveiten tarifermäßigung wird, wenn der amerikanische Streit lange an- nur 76 waren( hierbei find sämtliche Kirchliche Feiertage außer den uns ob unsrer hartnädigen Verschließung gegen die ausgezeichnete Die eigentlichen Sonntagen als Arbeitstage" gezählt, so haben die Bülow- Politit. Der Hamb. Corresp." erfreut uns durch die dauert, leider( 1) ein Schlag ins Wasser werden. Rührigkeit der deutschen Bergleute, soweit sie der Arbeiter nicht mur regelrecht ihre Schichten eingehalten, Anerkennung unsrer gewohnten Nichtsmuzigkeit", in der wir uns Fahne Schröders, Möllers, Sachses folgen, ist aur Zeit eine sondern es sind auch noch massenhaft Ueberstunden gemacht über die Note ausgelassen hätten. Die& öln. 8tg." bemüht Und gerade dort, wo am ganz enorme; sie behaupten, daß angesichts der Kohlennot worden. lautesten über die sich um eine Widerlegung unsrer Stritif; fie läßt sich aus Berlin der Ruf: Verstaatlichung der Bergwerte, so populär wie mur mög- Bummelei der Bergleute" gejammert wird, im Ruhrbecken, ist das telegraphieren: lich fei und die weitesten Kreise mobil machen werde. In einer Ueberschichten unwefen am trasfesten ausgebildet! Die Obers Art Aufruf. Die Verstaatlichung der Bergwerke", schreibt das Verbands- schlesier werden sich wundern, daß sie so wenig Arbeitstage hatten; organ:" Die Bergwerksverstaatlichung wird kommen, das ist so sicher, die Saarbergleute sind ja zum Glüd gut erzogen". Daß gerade wie die Erde sich dreht. Die freiorganisierten Bergleute haben die Ruhrbergleute, die Niederschlesier und Wurmfohlengräber, die beficher nichts dagegen einzuwenden. Bisher haben wir uns passiv kanntlich von den wühlenden Agitatoren" zur Faulheit" erzogen gehalten. Aus dieser Passivität sollen die Berglente nun heraus. werden, weit über die normale Schichtzahl verfahren, wie werden „ Einer volkswirtschaftlich notwendigen Maßregel sich widersetzen, daß die Gegner der Arbeiter zurechtreimen? 201 kann nur derjenige, dem am Gemeinwohl nichts gelegen ist." In Fest steht also nach amtlichen Angaben, daß die Kohlengräber der nächsten Zeit soll es in den Bergwerksrevieren an Volts- nur Pfennige einheimsten, wo die Kohlenpreise sich um Marken erhöhten. versammlungen mit der Tagesordnung Verstaatlichung der Berg- Fest steht, daß die Forderungen der Arbeiter nicht bewilligt wurden, werte" wimmeln; der amerikanische Streit hat die Rührigkeit und dennoch soll das deutsche Bolt auf der Hut sein, vor den noch erhöht; zweifellos verdient angesichts der Kohlen Kohlengräbern, die fegt wieder mit weiteren Forderungen fommen Es ist ein not die Bergarbeiterbewegung die denkbar größte verden", um den amerikanischen Streit auszunügen! Aufmerksamkeit. Standal! " 11 Niederschlesien #Saargebiet Wurmbezirk Ruhrrevier " 1900 71 1900 62 70074 71 77 7747 80 " Durchaus abfällig, wie das zu erivarten war, spricht sich der Vorwärts" aus und zwar im wesentlichen, weil er meint, auch die Gesandten in Beting hätten nicht die geringste Ahnung, wer eigentlich die Anstifter der Verbrechen gewesen seien. Niemand vers möge überhaupt Auskunft Aber die Schuldigen zu erteilen, und selbst die Gesandten, denen jetzt auch der Telegraph zur Verfügung stände hätten sich über die Schuldfrage ausgeschwiegen. Der„ Vorwärts" muß wohl über die Berichte der Gesandten ganz besonders gut unterrichtet sein, aber wenn auch Gesandtschaftsberichte mit for mellen Anschuldigungen einzelner Persönlichkeiten nicht in die Oeffentlichkeit gedrungen find, so schließt das noch keineswegs die Möglichkeit aus, daß sie vorhanden find." wird fie schon fassen. Die„ Köln. 8tg." ist Vertraute der intimsten Geheimnisse der chinesischen Abteilung des Auswärtigen Amts. Vielleicht verrät ste Lasse sich das Publikum nicht einseifen! Bei den Bergleuten gelegentlich die Gründe des absoluten Schweigens der Mitglieder der Was bezweckt die plumpe Stimmungsmache? Nichts ist keine Rede von weiteren Forderungen", da sie wie die früheren deutschen Gesandtschaft in Beting; wenn auch Berichte dieser für die andres als die Vorbereitung einer neuen Kohlenverteuerung!! doch nicht bewilligt würden, dank der systematisch seit Jahrzehnten deutsche Regierung nächsten Gewährsmänner mit formellen AnDa das Publikum gegen den Kohlenwucher mit Recht schon sehr betriebenen Bersplitterung der Arbeiter. Wenn die Kohlenherren schuldigungen einzelner Persönlichkeiten nicht in die Oeffentlichkeit aufgebracht ist, muß der Verfuch gemacht werden, die Berg- den amerikanischen Streit zu Kohlenpreiserhöhungen ausarbeiter zu denunzieren als ständig Fordernde, daher stohlen- nußen, so ist das durch nichts gerechtfertigt! Weber erhalten gedrungen sind, so schließt das doch keineswegs die Möglichkeit aus, vertenterer. Daher der an den Haaren herbeigezogene Zusammen die Arbeiter höhere Löhne, noch wird die englische usw. Kohle in Gäumen, wenn man die chinesischen Bösewichte kennt und ihnen daß sie vorhanden sind". Also heraus damit! Welch schnödes hang" der deutschen Bergarbeiter- Bewegung mit dem amerikanischen höherem Maße ausbleiben! Denn erstens hinderten ja die fehr hohen immer längere Frist gewährt, die Spuren ihrer Thaten zu beseitigen Streit bezw. der Kohlenbergbau- Verstaatlichung. Frachtpreise die amerikanischen Kohlenherren bisher, ihren gewaltigen und sich selbst in Sicherheit zu bringen. Wie steht's mit diesem Zusammenhang? Schon seit nahezu Rohlenüberschuß nach dem europäischen Festlande zu exportieren; Vielleicht sind einige der Mächte aber in der That so liebens2 Monaten beschäftigen sich vornehmlich die Rubr- Bergleute mit dem derselbe Behinderungsgrund besteht natürlich auch für die Engländer. wirdig, einige hohe chinesische Beamte und Militärs als Schuldige von der Industrie" ausgeplanderten Projekt der Kohlen Bweitens liegt das amerikanische Eisengewerbe so stark danieder, zu bezeichnen. Was dann? Diefe Schuldigen haben sich vielleicht Herren, ein Lohnbrüder Kartell 84 bilden. Als daß diese bedeutendste Abnehmerin der Sohle ungeheure Quanten einige tausend Meilen in das Junere des Lands zurückgezogen, diese Bewegung anhub, ba war noch keine Rede von derselben entbehren kann. Also wird so bald in Amerika einem amerikanischen Kohlengräberstreik. Derselbe wird erst seit etwa nicht von einer„ Kohlennot" die Rede sein. Ja es besteht die be- Dafür aber landet ja alsbald Generaliffimus Waldersee. Der 14 Tagen in der Presse erörtert, die Bergarbeiter- Versammlungen gründete Ansicht, daß die amerikanischen Bergwerksbefizer angesichts Graf Waldersee naht sich dem Schauplatz seines haben noch keinen Bezug auf ihn genommen. Wohl aber protestierten ber eingetretenen Geschäftsstockung den Streit der Arbeiter Bukunftruhms. Schon wird aus Shanghai bedeutsames von fie gegen die Behauptung der Werkspreffe, fie, die Arbeiter. hätten probocierten! Und wir sind der festen Ueberzeugung, daß den ihm berichtet. Das Echerlblatt, ein durchaus würdiges Juſtrument durch ihre Begehrlichkeit den Kohlenwucher gezeitigt. In den Arbeiter fontinentalen Sohlenwucherern fein größerer Gefallen geschehen zur Berlindung Bülowscher und Walderseescher Thaten, meldet aus bersammlungen konstatierten praktische Sohlengräber, daß fie feit tönnte, als wenn die deutschen Kohlengräber in a Berlindung Bülowscher und Walderseescher Thaten, meldet aus Shanghai: Jahr und Tag keine Lohnerhöhung erlebten! Sie masse streidten! Weshalb wird der Hauffe- Artikel in der„ Nh.stellten fest, daß sogar in ganzen Werksabteilen allgemeine Weftf. Beitung" veröffentlicht? Weshalb werden dort Behauptungen Lohnreduktionen stattfanden! Die Unterbeamten hätten sie über die Absichten der deutschen Berglente aufgestellt, die jeder gerechtfertigt mit dem Ablauf der flotten Zeit". Die Begründung entbehren!! bereinzelten Lohnerhöhungen feien nichtsbedeutend gegenüber den Das deutsche Wolf möge die Augen aufhalten. Die Staatsftändig anhaltenden Gebingeverkürzungen! So sprachen regierung sollte endlich einmal energisch eingreifen, damit dem sich die Hauptbeteiligten Arbeiter aus in Versammlungen im Dort Treiben der Spekulanten ein starter Riegel vorgeschoben wird. Denn munder, Bochumer, Gelsenkirchener und Essener Bergrevier. In der daß die Aufhebung bezw. Ermäßigung der günstigen Frachtfäße für Effener Bergarbeiter- Versammlung erzählte ein Bergmann, daß er Kohlenfuhren ein Schlag ins Wasser ist, haben die Organe 1895 für den 10- Centner- Wagen Kohle 2 M. erhalten; heute seien der Kohlenherren höhnend wie immer schon den Kohlenverbrauchern also in Wettstreit zu treten. Das deutsche Volt wird dieses Schaues 12 Centner- Wagen und noch immer gebe es nur 2 M. Wenn mitgeteilt. nicht massenhaft Ueberschichten verfahren werden dürften, dann wäre der Lohn heute nicht höher wie früher. Will die Werkspresse diese vor aller Oeffentlichkeit gethanen Arbeiteraussagen lügnerisch nennen? Mag fie es thun, aber an 200 „ Hier werden große Vorbereitungen für den Empfang des Grafen Waldersee getroffen, der am Bord des Kreuzers Hertha" am Freitag eintrifft und eine Barade über alle freindländischen Truppen abnehmen wird. Die Häuser werden festlich geschmitcft. Graf Waldersee bleibt 24 Stunden hier und steigt bei dem deutschen Gesandten v. Mumm ab. Dann feßt er seine Reise nach Norden fort." Die Billow- Reklamen und die Walderfee- Reklamen beginnen nun spiel modernster Staats- und Kriegskunst mit gebührender Achtung betrachten. Die Parade über alle fremdländischen Truppen" dürfte übrigens nicht allzu glänzend ausfallen. Außer einer stärkeren int maintiendo a englischen Truppe stehen in Shanghai nur ganz geringfügige Militäraufgebote einiger andrer Mächte. Für einen Generaliffimus| Nechte verstehen umire adligen und fürstlichen Herren schon besser zu fachen eine kräftige Stüße gefunden. Heute Mittwoch sollte vor der ist das nicht viel. erfüllen. Beweis: Die Zustände der unter gutsherrlichem Protektorat Straffammer des Landgerichts Colmar der mit so großer Spannung Unterdeß sind die Truppen in Pets chili, sogar die deutschen, stehenden Dorfschulen. erivartete Prozeß Wetterlé zur Verhandlung kommen. Von seiten fo graufaum, auch ohne Waldersee sich neue Glorie an Borer- Chriftliche Duldsamkeit. Vor einiger Zeit wurde aus München des Angeklagten waren die Beweiszeugen geladen, die Bleistifte der Leichen zu erwerben. Es liegen hierüber folgende Nachrichten vor: gemeldet, daß der dortige Lehrer Kerschensteiner von der Preßberichterstatter waren zum Entwurf des diktaturpolitischen legter Stunde mitgeteilt, die Sache: sei auf Ersuchen des kläge. Stimmungsbildes haarscharf gespitzt, da wird ihnen allen in leter Stunde mitgeteilt, die Sache: sei auf Ersuchen des kläge worden. Es war natürlich niemand auch nur einen Augenblick im rischen Ministeriums vertagt, auf unbestimmte Zeit vertagt Zweifel darüber, daß derjenige alt, fehr alt werben wollte, noch auf den gerichtlichen Austrag der Sache warten wollte. von Vom er London, 20. September. Dem Reuterschen Bureau" wird latholischen Kirche eglommuniciert werden sollte, weil er das fluch: aus Peting unter dem 12. b. M. telegraphiert: Die würdige Verbrechen begangen hat, eine„ Regerin", d. h. eine Kolonne des Generals von Höpfner griff am 11. Sep- Protestantin zur Fran zu nehmen. Jetzt wird zu diesem Fall betember früh die Stadt Siang 5liang, an. Der Dit art weil er bas Obium in der ganzen Sache nicht auf sich nehmen und kaiserlich chinesischen und Truppen und wurde zunächst von der Artillerie Höpfners be- wolle, sich entschieden geweigert hat, Kerschensteiner in aller Form Was sollte mit der Klage denn auch bezweckt werden?! schossen. Die Thore wurden mit Dynamit gesprengt, zu erfommunicieren. Uebrigens ist jetzt außer dem Oberlehrer und mun entspann sich ein Straßentampf. 5000 Chinesen Kerschensteiner noch zwei weiteren Münchener Lehrern, Angelegenheit ja völlig nebensächlich. In den Vordergrund des allDie Person des bösen Herrn Wetterlé war in der ganzen wurden getötet. welche in Mischehe leben und ihre Kinder nicht in ihrer katholischen die Forts bei Peitang an. Eine heftige Kanonade dauert an. worden, daß ihnen die Erteilung des Unterrichts in Religion und hausen. War dieser in der Lage, für seine Aufsehen erregende Taku, 20. September. Die Verbündeten griffen heute früh Stonfeffion erziehen laffen, vom erzbischöflichen Ordinariate eröffnet gemeinen Interesses trat vielmehr allein Herr Schlumberger, der neue ordmmgsparteiliche Reichstags- Abgeordnete von MilNach einer weiteren Nachricht haben die„ Verbündeten" die biblischer Geschichte untersagt werde, weil sie der größeren Wahlerzählung im Verfahren gegen Wetterlé den Beweis der Beitang- Forts bereits eingenommen, dabei aber erhebliche Berluste Erfommunikation" verfallen feien. Es find das die Lehrer Gewald die von der Simultanſchule II und kübert von der katholischen Ludwigs Warheit u erbringen, for watch lapte, fo zu so gehabt. dies schule. Die beiden Lehrer leben feit ungefähr zwei Jahrzehnten in Wenn man alle chinesischen Orte, die voll find von Bogern und dieser gemischten Ehe und haben diese langen Jahre hindurch unbe- alſo jene" Enthüllung" als ein plumpes Wahlmanöver, dann hatte Truppen, erobern will, so fann man noch wiß, to form man noch manche That in China anstandet Unterricht in Religion und biblischer Geschichte erteilt.- winder der Socialdemokratie, ben Träger des„ Reichsgedankens" die Regierung ihren eignen Schüßling, den glorreichen" Uebers Die Aussichten auf Friedensherbeiführung, auf Rückberger Vollstribüne" erzählt von Terrorismus, der eines komischen die vaterlandslosen Umstürzler, vor seiner Wählerschaft aufs Socialdemokraten dürfen nicht Chauffeewalzen. Die Königs- und Verteidiger der deutschen Weltmachtspolitit im Wahlkampf gegen fehr unsrer Soldaten, auf Einhalt der Geldvergendung werden bei Beigeschmacks nicht entbehrt. Ein Parteigenoffe in Sensberg in schlimmste diskreditiert, seine politische Kariere ein für alle alledem täglich schlechter. Aber was thut das? Der Ruhm Bülow- Breußen wird von einem Unternehmer seit Jahren nrit Chauffeewalzen mal in pamit die gauge, la vernichtet und scher Staatskunst schwillt bis zu den Sternen. bejchäftigt und hat diese Arbeit stets zur Zufriedenheit ausgeführt. ordnungsparteilichen Wahlniache ihres Preises beraubt. Die NiederEines Tags erschien der Kreisbaumeister bei dem Unternehmer und legung feines faum erfämpften Mandats war dann für Herrn berlangte, daß er den Arbeiter von dieser Arbeit wegnehme, weil er Schlumberger ein Gebot des primitivsten politischen Anstands. In Socialdemokrat ſei. Auf seiner Strede bütferkein beiden Fällen waren also die Socialdemokraten die einzigen, Socialdemokrat walzen. die zu aufrichtiger, durch nichts getrübter Freude am Ausgang der wurde der Arbeiter aber Der Unternehmer mußte dem zwar nachkommen, schließlich Sache Anlaß haben konnten. Das auffchers doch wieder an die Walze gestellt, tucil fein berrichten. Die Chinafreiwilligkeit wird demnächst vor der Straffammer in Erfurt behandelt werden. Unſer dortiges Parteiblatt hatte die Aeußerung eines Soldaten vom 3. bayrischen Infanterieregiment wiedergegeben, der behauptet hatte, er gehe sehr ungern nach China; worden. tommen. Die Verhandlung wurde vertagt, um eine Anzahl Teilnehmer ber Expedition zu vernehmen. Es wird also zu einer ausführlichen Erörterung darüber kommen, ob die Chinafahrer alle freiwillig begeistert waren! Die emma war zum alirerandroit wi dialo fauren Mühe der 19 021211 Arbeitsräte in Frankreich. Der französische Handelsminister Millerand hat dem Präfidenten der Republit ein Defret unterbreitet, welches die Schaffung von Arbeitsräten beziv. Arbeitskanimern vorsteht. Diese Conseils du travail find zur Hälfte aus Delegierten der Unternehmer, zur Hälfte aus Delegierten der Arbeiter zusammengesetzt. Die Aufgaben dieser Störperschaften sind: bon mu er habe sich gar nicht freiwillig gemeldet und sei gar nicht gefragt wurde der Arbeiter aber auf Veranlassung des Chaussees Die heutigen Stimmen der oppofitionellen Bresse des Lands Dadurch fühlte fich der Kommandeur des Regiments beleidigt jedoch der Herr Landrat und verlangte, daß der Socialdemokrat von Einzig und allein die regierungsoffiziöfe Straßburger Post", fo zuverlässiger Arbeiter zu finden war. Am nächsten Tage erschien betveisen bereits, daß der Schlich kläglich mißlungen ist. und stellte Strafantrag. In dem Termin, der dieserhalb schon statt der Walze fortgeschicht werde. Auf die Einwendung des Auffchers, sonst so gut und rasch unterrichtet über alles, was an maßgebender fand, gab selbst der Staatsanwalt zu, daß der Soldat die Aeußering bag sämtliche Arbeiter von Sensburg und langegend Socialdemo- Stelle" in der Landeshauptstadt gethan und gelassen wird, sie hat gethan habe; doch seien dessen Behauptungen falsch. Das Kom- traten seien, erwiderte der Landrat: Wenn es schon fo vom Rückzug der Buttkamerei noch keine Stunde. mando habe im Gegenteil alles gethan, um mur Freiwillige zu beweit ist, dann muß der Mann erst recht aufhören, Es ist eben nicht immer angenehm, offigiös" au sein. denn er hat die andern fo weit gebracht. och modnd malprotei gro, bitind si Es blieb nichts weiter übrig. als den Mann endgültig zu ent- Ausland. Chauffeewalzen eine Gefahr in der socialdemokratischen Gesinnung Iaffen. Es wirkt außerordentlich komisch, daß man selbst für das der Arbeiter erblickt. Das Ernste an dem Borgang ist aber, daß ein Ein willkommener Vorschlag. Nach Mitteilungen einer tüchtiger Arbeiter, der jahrelang zur Zufriedenheit gearbeitet hat, Berliner Korrespondenz hat die China politik bei den dies- felbft gegen den Willen seines Unternehmers auf Veranlassung staatjährigen Entlassungen der Reservist en dieselbe Rolle wie sonst licher Organe aus der Arbeit entlassen werden muß, lediglich seiner polivielfach die Warnungen vor der„ vaterlandslosen Socialdemokratie". tischen Gefimmung wegen. Er hat nichts, rein gar nichts verbrochen; er geVielleicht lag eine allgemeine Anordnung höherer Kommandostellen hört einer Partei an, der Millionen seiner Klaffengenossen angehören, die vor. Die Korrespondenz berichtet: ihre Vertreter in allen parlamentarischen törperschaften auf Grund Bei den diesjährigen Abschiedsreden bildete der China- rechtens hat, und dafür muß er aus der Arbeit entlassen werden, trieg ein Hauptmoment. Die Chefs wiesen auf die triegerischen weil das einem Landrat so gefällt. Ist das kein Terrorismus? Verwidlungen hin und forderten die Leute auf, bei ihrer Karlsruhe, 19. September.( Cig. Ber.) Als vor einigen Tagen Rüdlehr in die Heimat dahin zu wirken, daß die die Frantf. Stg." die Nachricht bradite, im badischen Ministerium Karlsruhe, 19. September.( Cig. Ber.) Als vor einigen Tagen Abgeordneten, welche von der Chinapolitik nichts wiffen stünden Veränderungen bevor, der Großherzog beabsichtige, die Rewollten, von dem guten Willen des Kaisers überzeugt gierungsgeschäfte seinem Sohn zu übertragen und die Minister würden und den Forderungen der Regierung zustimmten. Nott und Eisenlohr wollten zurücktreten, da erklärte die ge Leute", hieß es in einer solchen Rede, unsre Brüder und famite nationalliberale Preſic Badens dieſe Nachricht als Stameraden find draußen im Felde. Ich kann Euch ver- lächerlich. Gestern abend nun brachte die„ Karlsruher Zeitung", der sichern, daß noch Nachschübe für China nötig nud ge- amtliche Moniteur der badischen Regierung, die Mitteilung, daß plant find. Ergeht an Euch der Ruf zur Bildung eines Frei- Minister Eisenlohr am 15. September, also an dem Tage, an willigen Heers, so stellt Euch alle, Mann für Mann, welchem die Frff. 3tg.", die oben citierte Mitteilung brachte, vom Eurem Kaiser, Eurem Vaterland, um hinauszuziehen und ein Großherzog die erbetene Entlaffung bewilligt erhalten hat. Ob zustehen für das Recht und die Ehre des Deutschen Reichs...." die andren Einzelheiten der Weldung der Frff. Ztg." sich bewahr Es ist fast, als wären die Soldaten während ihrer letzten heiten, wird ja die nächste Zeit lehren; so sehr unwahrscheinlich flingt Dienstmonate gründlich in die Mysterien der Chinapolitik eingeführt, die Meldung nicht. daß man die Aufgabe stellt, die oppositionellen Abgeordneten zur erreichen. 516 Ein Ordnungsboykott. In Harburg existiert unter dem Namen, Wirtschaftlicher Schusverband" eine anonyme Gründung, die die Vekämpfung der Socialdemokratie und die Rettung des Mittelstands auf ihre Fahne geschrieben hat. Dicje Ordnungsrettungsgesellschaft veröffentlicht in Herburger Blättern folgendes Inserat: iición cad edi logo W. Sch. Wirtschaftlicher Schußverband 1. Ihre Meinung, sei es auf Ansuchen der Beteiligten, sei es auf Verlangen der Regierung, über alle die Arbeit betreffenden Fragen abzugeben; 2. an den von dem Oberarbeitsamt verlangten und von dem Handelsminister angeordneten Untersuchungen mitzuwirken; 3. in jeder Gegend für die in den verschiedenen Räten vertretenen Gewerbe durch möglichstes Zusammenwirkenlassen der Arbeitgeber- und Arbeitergewerkverbände Tabellen aufzustellen, die den normalen und laufenden Stand der Löhne und die durchschnittliche Dauer der Arbeitstage feststellen; 4. den öffentlichen Gewalten die Maßregeln abzuverlangen und anzugeben, die geeignet sind, eintretendenfalls der Arbeitslosigkeit in ihren Bezirken vorzubeugen; 5. den zuständigen Behörden Berichte über die Verteilung und über die Verwendung der Subventionen zu unterbreiten, die den Arbeiterschutz- und Arbeitereinrichtungen der Gegend zugewendet werden; 6. hinsichtlich der Durchführung der Gesetze, Defrete und Erlasse, die die Arbeit regulieren, und der Berbesserungen, deren sie fähig find, einen Jahresbericht auszuarbeiten, der dem Handelsminister zu übermitteln ift. Minister Eisenlohr, durch seine Kleinlichen Polizeipraktiken gegen Chinabegeisterung zu befehren. Der Vorschlag ist uns willkommen; unfre Partei, sowie durch seine schroff, ablehnende Haltung gegenüber Die Arbeitsräte zerfallen in Eektionen, die je von Mitgliedern im Lauf der nächsten Zeit wird den Reservisten vielerorts in öffent der Forderung auf Einführung des tautelenlosen dirften desselben oder verwandter Gewerbe zusammengesetzt sind. Die lichen Versammlungen Gelegenheit geboten sein, Bekehrungsversuche Landtags- Wahlrechts weit über die Grenzen Badens hinaus bekannt, einzelnen Geftionen müffen mindestens alle Vierteljahr einmal zuzu unternehmen. Mögen sie nur zahlreich erscheinen. red war als Verwaltungsbeamter zweifellos tüchtig und vor allem fleißig. sammentreten. Sie haben als Schiedsrichter bei Streitfragen Sektion er Ein Jahr Gefängnis für ein Wigwort. Wir teilten gestern Sein Auftreten im Landtag gelegentlich der politischen Debatten nennt einen Präsidenten und einen Sekretär von bene le differ Als Politiker aber war er ein Reaktionär durch und durch. zwischen Arbeitern und Arbeitgebern zu wirken. Jede bereits mit, daß in Erfurt der verantwortliche Redacteur unfres hatte immer etwas Schroffes, Provozierendes an sich. Gegen die Arbeiter und einer Unterne, mer sein muß. Jedes Jahr müssen beleidigung zu einem Jahr Gefängnis verurteilt und fofort nationalliberalen Bartei mit Leib und Seele zugethan war. deren Datum von den Präfekten des Departements festgesetzt wird. betrteilt Oppofitionsparteien war er rüdlichtslos, wohingegen er der fämtliche Sektionen au citeren bes in Haft genommen worden ist. Es handelt sich um den Abdrucktion eines Wiges aus einem Wigblatte.dis Halinis pois site 31 nationalliberaler Wahtagitatoren ausgebildet. Eisenlohr ließ bei jeder Arbeiter und Arbeitgeber den Arbeitsvertrag nicht auf dem Fuße der Bon einer Majestät ist in der Notiz keine Rede, aber so etwas Wahl den ganzen Beamtenapparat für die nationalliberate Partei Gleichheit abschließen, wenn der Arbeiter soltert dem Unternehmer ist auch heute nicht nötig zu einer Berurteilung wegen Majestäts in Bewegung legen. Ohne diese Unterstügung wäre die Partei gegenübertritt. Gegen die Gefahren der Arbeitslosigkeit, des Lohn beleidigung, es genügt ja vollkommen, daß Staatsanwalt und Richter annehmen, jemand habe eine Majestätsbeleidigung be- Darum trifft der Rüdiritt Eisenlohr3 dieje Partei auf das aller fei Aufgabe einer republikanischen Regierung, mit allen ihr zu Gebote Drehscheibe" in Baden ebenso übel daran, wie jetzt in der Pfalz. drucks haben die Arbeiter nur ein Mittel, die Organisierung. Es gehen wollen. Da die Verhandlung unter vollständigem Ausschluß schwerste. Innerlich morich und zerfallen, vermochte nur der toloffale ſtehenden Mitteln die Bildung solcher Verbände, die dem socialen der Oeffentlichkeit stattfand, erfährt man auch nichts über die zusammenzu- Frieden Konstruktion des Urteils. Jedenfalls ist es eine ganz außerordent- influß Eisenlohrs dieje Partei noch einigermaßen zusammenzu- Frieden dienen, zu fördern. lich harte Strafe und das erschreckende Urteil ist sehr geeignet, aufs halten. Dieses neue Defret ist für die Arbeiter von größter Wichtigkeit, Der Nachfolger Eisenlohrs ist der Präsident des Verwaltungs- sie erhalten damit eine Vertretung. die gefeglich anerkannt ist und neue zu beweisen, wie notwendig die Aufhebung des Majestätsgerichtshofs Dr. Schentel. Dieser war bis vor zwei Jahren deren Stimme auch gehört werden wird. Allerdings wäre es besser beleidigungs- Paragraphen ist. Gegen das Urteil ist Revision angemeldet. Auch ist Kaution nationalliberal, doch gehört er nicht zu der intranfigenten Richtung. kommen, anstatt durch eine ministerielle Verordnung. Willerand mag Ministerialdirektor im Ministerium Eisenlohr. Er ist ebenfalls gewesen, diese neue Reform wäre durch ein Gesetz zu stande geangeboten worden, um die vorläufige Entlassung des Verurteilten zu Dr. Scheufel ist nebenbei auch etwas christlich- social angehaucht. aber wohl dessen sicher gewesen sein, daß die Reform auf dem Wege Als Mitglied der ersten Stammer vertrat er stets den Standpuntt parlamentarijcher Verhandlungen noch lange hätte auf sich warten der Regierung. Ein Systemwvechiel tritt mit der Ernenning lassen. Es ist darum recht billiger Hobn, den das" Journal Schenkels alio nicht ein. Inwieweit der neue Minister sich der des Debats" darüber ausgießt, daß Minerand die Presse, die polizeilichen Praktiken Eisenlohrs gegenüber unsrer Partei bedienen Oeffentlichkeit, das Parlament dabei umgangen, daß er diese wohl wird oder ob er ganz davon absehen wird, die Politit der Nadelstiche fort gefürchtet habe. Es sei auch gar nichts Neues, so heißt es in dein zusetzen, wird ja die nächste Zukunft lehren. Auch über die Stellung Blatte weiter, was Millerand da biete. Das Princip sei alt und Dr. Schenkels zur Forderung des tantelenlofen diretten bürgerliche Politiker icien es gewefen, die sich schon Jahre, lang Landtagswahlrechts ist nichts Genaues betanit. Wir haben damit beschäftigt hätten. Schon 1895 habe eine Kommission unter nur wenig Hoffnung, daß Dr. Schenkel in dieser Beziehung eine Leon Say ein Projekt vollständig ausgearbeitet und einstimmig bittet feine Mitglieder, sowie alle nicht socialdemokratischen Ein- andre Stellung einnehmen wird, als sein Borgänger. Schon angenommen gehabt, später allerdings habe man es wieder verwohner des Stadt- und Landgebiets Kenntnis davon zu nehmen, der Umstand, daß Dr. Nott, der Staatsminister und worfen. Dieses Projekt habe Millerand unter Hinweglassen dessen, wohner des Stadt- und Landgebiets Kenntnis davon zu nehmen, Freund Eisenlohrs, die beide den gleichen politischen Stand, was ihm nicht gepast habe, benut. befo daß nachstehende Firmen Julius Marcus, 1. Wilstorferstr. 15, puntt vertreten, nicht mit Eisenlohr gegangen ist, läßt Alles das mag richtig sein, nur ist ebenso richtig, daß die Feodor Eger( vorm. Gebr. Behr), Lüneburgerstr. 16, wenig wenig Hoffnung, daß es in Zukunft beffer wird, wie schönsten Projekte den Arbeitern nichts nügen, wenn sie in den Julius Weinthal, Sand 11, mom in der Vergangenheit. Wie dem auch sei, die Opposition wird ihren Schränken der Ministerien und Parlamente liegen bleiben. trotz mehrfacher Bitte das hiesige socialdemokratische Rampf für die Erringung des fautelenlofen direkten Wahlrechts nicht Sehr unzufrieden ist das genauite Blatt mit der Bestimmung, Boltsblatt" burg ynterate unterstigateher einstellen, als bis dasselbe errmigen ist. Giebt der none daß nur o organisierte Arbeiter zu den Wahlen zu den dadurch den socialdemokratischen Parteitassen die Munition liefern. Minister nicht nach, dann dürfte seine Ministerherrlichkeit nicht gar Arbeitsräten zugelaffen werden. Das sei eine Benachteiligung der Wirtschaftlicher Schußverband. lange dauern. Mit der doniinierenden Stellung des intransigentén großen Massen, die heute noch den Organisationen der Arbeiter Wenn wir einen Gastwirt boykottieren, weil er uns seinen Saal Nationalliberalismus ist es auch in Baden endgültig vorbei. fernstehen. Demgegenüber möchten wir darauf hinweisen, daß als zu Versammlungen verweigert und dadurch dazu beiträgt, uns die lini 4161 of die Vertreter der Klasseninteressen der Arbeiter nur diejenigen 아 dulit gelten können, welche die Notwendigkeit der Vereinigung erkannt Ausübung des Versammlungsrechts unmöglich zu machen, wenn wird in der Notwehr zu diesem einzigen uns zu Gebote stehenden Mittel Herr von Puttkamer, der Diktaturminister, in Nöten. haben. enthropo gegen polizeiliche oder ordnungsparteiliche Chikane greifen, so ist Aus Straßburg i. E. wird uns vom 19. d. M. geschrieben: de Bulgarien. juni dan m das Geschrei über Terrorismus groß; vielerorts werden sogar diese Wenn nicht alle Beichen trügen, wird das Hühnchen, welches das Partielle Minifterkrisis. Der Handelsminister Natschowitsch Boytotter gerichtlich bestraft. Einen Geschäftsmann aber zu boy Diftaturministerium Buttkamer mit dem Herausgeber des elfäffisch ist von seinem Amt zurüdgetreten. Angeblich sollen es Gefundheits fottieren, weil er in einem nichtsocialdemokratischen Blatte inferiert, tleritalen" Journal des Colmar", Reichstags- Abgeordneten Pfarrer rücksichten sein, die den Minister dazu bewegen. In Wirklichkeit wird keinem Socialdemokraten einfallen, weil das eine ganz ver etterlé, bon der Mülhauser Reichstagswahl her noch zu rupfen scheint aber der rumänisch- bulgarische Konflikt die Ursache zu sein. werfliche Handlung ist. hat, für alle geiten ungerupft bleiben. Der Zwist der beiden Herren ist Wird man auch hier über Terrorismus schreien?. and Rußland. l bekanntlich auf die vielgenannte Wahlerzählung des neuen Millsap ision hauser Reichstags- Abgeordneten Schlumberger zurückzuführen. Das ruffische Regiment in Finnland. Der stellvertretende Noblesse oblige. Der Breslauer Zeitung" wird aus Diese Enthüllung gab Herrn Wetterlé in seinem Journal de Col- Generalgouverneur von Finnland hat das Erscheinen der Wiborger Beuthen a. D. geschrieben: Trotz der vielen Klagen feitens der mar" Veranlassung zu scharfen Angriffen gegen das Ministerium Beitung Wiipurin Sanomat" auf die Dauer von zwei Monaten die hiesige Fähre passierenden Fuhrwerksbefizer über die jenseits der Buttkamer und diesem zu einem in entschiedenem Tone gehaltenen untersagt.- Das in Helsingfors erscheinende Blatt, luft Snomietar" Oder jeder Beschreibung spottenden Fahrpaffage hat die Fürstlich Dementi in der amtlichen„ Straßburger Korrespondenz", das mit erhielt die vierte Berwarnung. Carolathsche Verwaltung, obgleich dieselbe vertragsmäßig zur Jn der Versicherung schloß. standhaltung verpflichtet ist, sich immer noch nicht dazu bequemen fönnen. Der im Rezeß vom Jahre 1856 enthaltene Paragraph lautet dem„ Niederschlesischen Anzeiger" zufolge wört lich:„ Das Majoratsfürstentum Carolath Beuthen ist verpflichtet, das der Beuthener Oderfähre gegenüberliegende rechtsfeitige Oderufer zu bauen. Es bleibt daher auch das Fürstentum Wir wiesen im Vorwärts" bereits damals darauf hin, daß der für alle Zukunft verpflichtet, den Uferbau auf der rechten Oderseite Butttamer- Wetterlésche Konflikt nicht allzu tragisch zu nehmen sei. so herzustellen, daß die Anlegung des Oderfährprahms daselbst und Diese unire Auffassung von dem ausgesprochenen Friedensbedürfnis die Passage möglich ist."- Ihre vermeintlichen und wirklichen des sonst so streitbaren Ministeriums Buttkamer hat in den That810 ind Herr Schlumberger werde übrigens Gelegenheit haben, in dem gegen den Redacteur des Journal de Colmar" in dieser Angelegenheit eingeleiteten Strafverfahren den Widerspruch zwischen den verschiedenen ihm zugeschriebenen Aeußerungen auf auflären." Maison Frankreich. Eine schwere Niederlage hat der französische Nationalismus erlitten. Wie wir schon mitgeteilt haben, ist das Fest, das der nationalistische Pariser Stadtrat geben wollte, um dem Lande fich als Herrscher von Paris vorzustellen, ins Waffer gefallen. Der Aus schuß des Gemeinderats hat nun beschlossen, die für das unterbleibende Mairesfest bestimmten 200000 Fr. den Armen zuzuwenden. Das ist gewiß ein recht lobenswerter Beschluß, eine Schlappe hat der Stadtrat aber dennoch. Dies umsomehr, als das Festmahl, Metallarbeiter, Holzarbeiter. Der Streit bei der Firma welches die Regierung am nächsten Sonntag den Gemeinderäten de Die Wahlen zum Gewerbegericht Weſtpat u. Reinholb ist aufgehoben. Die Forderungen der Arbeiter giebt, ein glänzendes zu werden verspricht. Der Präsident der 910 D Republik wird den Vorsiz führen, der Kammer- und Senatspräsident finden heute von mittags 12 bis abends 9 Uhr statt. Ueber die find bewilligt. nehmen ebenfalls daran Teil. Das Festmahl, zu welchem 22 000 Ausübung der Wahl, die Wahlbezirke, Wahllokale und die für uns Die Ortsverivaltung Berlin der deutschen Metallarbeiter- Gewerkschaft. Bürgermeister zugesagt haben, wird so zu einer politischen Kund- in Betracht kommenden Kandidaten haben wir gestern ausführlich do Deutsches Reich. gebung ersten Rangs.én novisin das Erforderliche mitgeteilt. Die Berliner Gewerkschafts= Paris, 19. September. Nach einer dem Kolonialministerium tommission hat dam heutigen Tag eine Anzahl Wahl- Zur Aussperrung der Hamburger Werftarbeiter. Paris, 19. September. Nach einer dem Kolonialministerium zugegangenen Depesche ist Hauptmann Reibell mit zwei Offizieren bureaus eingerichtet, und zwar für den 1. Wahlbezirk bei Bei den Verhandlungen zwischen den Vertretern des Verbands Mörschel, Jüdenstr. 35/36; für den 4. Wahlbezirk der Eisenindustrie und den Vertretern der ausgesperrten Werftund 140 algerischen Schüßen in Brazzaville eingetroffen. Der Rest bei Werner, Bülowstr. 59; für den 7. Wahlbezirk bei arbeiter ist folgendes protokollarisch niedergelegt: der Saharamission wird daselbst erwartet. Werner, Bülowstr. Quandt, Bellealliancestr. 74; für den In der heutigen Besprechung der Gruppe Schiffswerften des 10. Wahlbezir! Verbands der Eiſenindustrie mit der Kommission der streitenden Afrika.pis tim an bei Müller, Gräfestr. 31; für den 13. Wahlbezirk bei Arbeiter erklären die Arbeitgeber, daß es ihnen nicht möglich ist, Der Krieg in Transvaal scheint nun in der That zu Ende Mehner. Staligerstr. 59; für den 16. Wahlbezirk bei Stramm, Lohnerhöhungen oder sonstige Verbesserungen der Arbeitsbedingungen Eine Depesche Lord Roberts aus Nelspruit meldet Ritterstr. 123; für den 19. Wahlbezirk im Restaurant„ Gewerkschafts- bewilligen zu können. Dagegen erklären sich dieselben bereit, haus"; für den 22. Wahlbezirk bei Haselof, Landsbergerstr. 8; die streitenden Arbeiter zu den alten Bedingungen wieder einVon den Boeren, 3000 an der Zahl, welche sich nach Komati- für den 25. Wahlbezirk bei 8a be I, Frankfurter Allee 90; für den zustellen. 700 die portugiesische Grenze über- 28. Wahlbezirk bei Preuß, Neue Friedrichstraße 20; für den Falls die Arbeiter in ihren morgigen Versammlungen beschließen, schritten, die übrigen haben sich zerstreut, nachdem sie vorher 31. Wahlbezirk bei Wernau, Schwedterstr. 23/24; für den die Arbeit wieder aufzunehmen, so sollen die Wiedereinstellungen die schweren Geschütze und die Feldgeschütze zerstört haben. 34. Wahlbezirk bei Augustin, Schönhauser Allee 73; für den direkt bei den Werften am Sonnabend, 22. d. M., beginnen und in Von dem Boerenheer ist nichts mehr übrig geblieben, als einige längstens einer Woche zu Ende geführt werden; nach Schluß dieser Woche findet die Einstellung von Arbeitern nach wie vor durch den But fein. nach London: poort zurückzogen, haben sich ze marodierende Banden. Danach scheint aller Widerstand der Boeren gebrochen zu sein; die größte Tapferkeit und Todesmutigkeit wird an dent Schicksal der Nepubliken nichts mehr ändern. In Kapstadt wird bereits in der nächsten Woche die Proflantation des Friedens erwartet, da " Die Sieger felbft find des Kriegs sehr müde, namentlich gilt das von den englischen Offizieren. Die Army und Navy Gazette" schreibt in ihrer legten Ausgabe u. a. wie folgt: In der legten Zeit treffen häufig Briefe von Offizieren in England ein, die nur zu deutlich besagen, daß die Herren längst des Kriegs müde sind und eine weitere Fortsetzung desselben nur mit großem Verdruß betrachten. Diese Thatsache fann auch nicht durch offizielle Erklärungen in das gerade Gegenteil verdreht werden, zu mal die Verlustlisten noch andauernd die vielen Fälle von Dysenterie, Fieber ac, verzeichnen, die als böse Gäste unire Truppen begleitet in 37. Wahlbezirk bei Neumann, Brunnenstr. 150; für den 40. und 46. Wahlbezirk bei Fr. Bergmann, Basewalkerstr. 3; für den 43. Wahlbezirk bei Fischer, Beuffelstr. 9. med din mom Das Centralburean befindet sich Engel- Ilfer 15, 1 Treppe, Zimmer Nr. 8. Telephon: Amt VII Nr. 3733. Wort zu verlieren, wäre zivedlos, wenn die Selbstverständlichkeit, Ueber die Bedeutung der Gewerbegerichtswahlen noch ein daß wenigstens auf der Arbeitnehmerliste die Kandidaten der Socialdemokratie ohne nennenswerte Gegnerschaft zu siegen haben, die Arbeiter nicht in eine gewisse lässige Siegeszuversicht eingelullt hätten. Und doch ist diese Siegeszuversicht, wie überall, so auch bei den Gewerbegerichtswahlen übel angebracht. Unsichere Stantonisten in der Arbeiterschaft, wie Christlich Sociale und Gewerkvereinter bauen auf die Saumjeligkeit der social demokratischen Arbeiter und hoffen nun, wenigstens in einzelnen Wahl Leute Arbeitsnachweis, Seraientamp 44, statt. Die Arbeitgeber versprechen, teine Maßregelingen vorzunehmen; fie beabsichtigen, ihre alten Leute, einige Ausnahmen vorbehalten, jämtlich wieder einzustellen, selbstverständlich soweit es die vorWiederaufnahme der Arbeit kein Gewerk mit der Aufnahme der liegenden Arbeiten gestatten. Die Arbeiter versprechen, dafür sorgen zu wollen, daß bei Arbeit zurfickbleiben wird. Die Arbeitgeber versprechen, barauf hinzuivirken, daß den Ars beitern die Accordpreise sofort bei der Uebertragung der Arbeit oder doch möglichst bald darauf mitgeteilt werden, und daß auch bezüg lich der Lohnberechnung den Wünschen der Arbeiter möglichst ent sprochen werden soll, ebenso wie ihren Wünschen bezüglich der Einrichtung von Wärmerichtungen für die Speisen der Arbeiter. Arbeitsnachweis auf Steimvärder vom 1. Oktober ds. Js. ab einzus Die Arbeitgeber. beabsichtigen, für die Schiffszimmerleute einen Offiziere schreiben ihren Freunden und Verwandten, daß fie des Bezirken ihre Kandidaten durchzubringen. Daß dies nicht geschehen richten, und sie sind bereit, etwaige Wünsche der Schiffszimmerlente Kriegs herzlich müde sind", daß sie, förmlich brennen, nach Hause zu tommen", und daß fie das Land unausstehlich und fluchwürdig elend finden". Andre schildern die Strapazen, denen die Truppen zudem noch oft ganz nuplos ausgefeßt würden, als ungeheuerlich und wundern sich, daß die gemeinen Soldaten nicht häufiger und nicht mehr murren, als es thatsächlich geschehen ist und noch geschicht. Einige Infanterie- Bataillone sind seit Monaten, seit sie die Eisenbahn verließen, auf der Straße und auf dem Beldt gewesen mit der denkbar mangelhaftesten Verpflegung und ohne Mäntel, mit nur einer Wolldede, die auch noch oft fehlte, für den Erfaz ihrer Rationen auf den langfamen, unberechenbaren Ochsen- Transport angewiesen, während sehr oft jogar der abgetriebene Zugochie selbst zur notdürftigen Ernährung der Soldaten herhalten mußte. Dabei ist der Wechsel von Kleidungsund Wäschestücken meistens überhaupt unmöglich, oder nur ganz imaginär, wenn man nicht das Glück hat, irgend einem Stabe anzu gehören. Noch schlimmer ist es mit dem Schuhzeug bestellt, und so ist es fein Wunder, wenn ein Offizier wörtlich schreibt:„ Ich glaube nicht, daß viele Mannschaften nach Beendigung des Kriegs dafür zu haben sein werden, sich als Ansiedler mit üblichen drei Morgen Freiland 2c. in Transvaal niederzulassen. zu hören und nach Möglichkeit zu berücksichtigen. H. Blohm. A. Junge. J. Ment. O. Schulz. Die Beendigung der Hamburger Aussperrung. Ein Telegramm aus Hamburg meldet uns: der Arbeit mit 1530 gegen 778 Stimmen bei etwa 600 Enthaltungen Die Werftarbeiter beschlossen nach heftiger Debatte Aufnahme, inter den bereits bekannt gegebenen Bedingungen. Die Aussperrung und der Streik ist damit beendet. werden, so hat jeder Parteigenosse, der sich f. 3. in die Liften bat eintragen lajjen, auf jeden Fall heute sein Wahlrecht auszuüben. Nur dann sind wir vor Ueberrumpelungen sicher. Aber auch unsre Parteigenossen unter den Arbeitgebern haben auf dem Posten zu sein. Wie erinnerlich, ist es den Gegnern bei den Wahlen 1898 geglückt, uns fünf Mandate zu entreißen, während nur zwei von uns neu gewonnen wurden. Hier, wo inter verhältnismäßigen Echwierigkeiten zu kämpfen ist, bedarf es der Die Bedingungen, unter ivelchen die Arbeit aufgenommen werden Anstrengung aller Genossen, um die frühere Echarte auszuwetzen, foll, enthalten für die Arbeiter nicht die geringsten 8und zum Nugen einer unparteiischen, vorurteilsfreien Rechtsprechung ge it ändnisse, es wäre thöricht, sich dieses Eindrucks erwehren neue Size zu erobern. zu wollen. Die finanziell so mächtige Kapitalistengruppe der Hamburger Werften hat in hartem Riugen die Friedensbedingungen Arbeit aufnehmen, so tann es nur geschehen im Hinblick auf die diftiert. Wenn trotzdem die Arbeiter unter diesen Bedingungen die Aussichtslosigkeit, diesen Kampf mit Erfolg fortjeßen zu können. Wohl wäre die Organisation der Metallarbeiter noch in der Lage gewefen, die Ausgesperrten zu unterstügen, aber die angeworbenen Streifbrecher, deren Zahl sich bei den Niedergang der Eisenindustrie noch vergrößern, mußte, konnte den Abschluß bis in ferne Zeiten ver3ögern, wobei es noch fraglich war, ob der erwartete Erfolg eintat. Inter diefen Gesichtspunkten den. Streit zu beenden, erſchien ein Gebot der Klugheit. Dazu kommt, daß die Ausgesperrten keine Forderungen gestellt hatten, sie nur die Leidenden waren, die von den brutalen Maßnahmen der Werftdirektoren getroffen wurden. Erfolglos ist nur der Kampf der Nieter beendet, die auf ihre ge-, forderte Lohnzulage verzichten müffensi Es wird daher nicht allein darauf gerechnet, daß jeder in die Listen eingetragene Parteigenojie zur Wahl gehe, sondern auch, daß sich möglichst zahlreiche Sträfte bis vormittags 7/2 Uhr im Centralbureau, Engel- Ufer 15, 1 Treppe, Zimmer Nr. 8 zur Agitation bereit stellen. Versänme niemand die Ausübung seines Wahlrechts! Aus Lourenço Marques wird berichtet, daß dort täglich Flücht- Alle auf die Wahlen Bezug habenden Anfragen werden im Linge aus Transvaal in großen Mengen eintreffen. Die Portugieien Gewerkschaftsbureau, Gewerkschaftshaus", Engel- Ufer 15, 1 Treppe, haben ein Komitee eingefeßt, welches die aus Transvaal an- von 9-1 und 6-8 Uhr beantwortet. tommenden Flüchtlinge empfangen und mit Nahrungsmittelu verfehen soll. Den fremden Konsuln wurde mitgeteilt, daß man er warte, sie würden sich ihrer aus Transvaal ankommenden LandsLeute annehmen, Präsident Krüger wird in Holland nur einen furzen Aufenthalt nehmen. Die Königin Wilhelmina, welche das Schicksal der Boeren sehr interessiert, soll den Präsidenten bewogen haben, sich in erster Reihe an Frankreich zu wenden und sich dessen Sympathien zu Gunsten der Boeren zu sichern. Die Königin soll bereits in diesem Sinn auf die französische Regierung einwirken. imponent Ueber London wird berichtet, der Präsident Striger habe auf Krüger einer Bank in Lourenço Marques 1/2 Millionen Pfund Sterling deponiert. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Sicher wird das Hamburger Unternehmertum frohlockend seinen Bendung genommen. Schon bei der Verhandlung vor dem Gewerbe- über den Ausgang des Stonflikts. Aber sie täuschen sich, das sei Der Streik der Militäreffekten Sattler hat eine nene Sieg verfünden und die Scharfmacher werden voll des Lobes sein gericht konnte man merken, daß die Einigkeit der Fabrikanten feine ihnen schon im voraus gesagt, über die Früchte ihrer Arbeit. Sie allzu feste war. Es wäre ja auch wunderbar, wenn Leute, die sich können nicht die Organisation der Arbeiter vernichten, noch haben sie über gestanden haben, plöglich alle geschäftlichen Gegensätze vergessen gegen die Despotie der Gewalthaber glimmt der Haß von viel tanjend bisher nicht als Kollegen, sondern als scharfe Konkurrenten gegen sich die Ruhe auf ihren Werften erkauft. Drud erzeugt Gegendruck, sollten. Man dachte durch die notdürftig zu stande gebrachte Einig- Arbeitern, der politisch und auch in der Gewerkschaft wieder Ausdruck Die internationale Friedensliga protestiert, wie aus dem Haag ganzen Linie zurückzuweisen. Infolge des nicht erwarteten festen 10 feit es möglich zu machen, die Forderungen der Gehilfen auf der findet. Der Erfolg mit diesen Mitteln ist ein Augenblidserfolg. gemeldet wird, gegen die letzte Broklamation des Lord Roberts, Busammenhaltens der Arbeiter und der dadurch herbeigeführten öden Eine Versammlung Arbeitsloser verboten. Dieser weiſe welche eine Mißachtung der jüngst im Haag vereinbarten Rechte der Beere der Wertstellen kamien mun verschiedene Unternehmer in eine solche es die erfte, noch das dürfte richtig sein, aber jedenfalls unangenehme Lage, daß sie es bedanern mußten, sich dem Ning Entschluß ist der Dresdener Polizei gekommen, als man eine Bei ift es weder die erſte, noch die einzigste Mißachtung der Haager der Fabrikanten angeschlossen zu haben; sie wären gerne zum Nach- sammlung Arbeitsloser anmeldete. Die Begründung für das Verbot Beſchlüſſe, die ſeit der Tagung des famosen Friedenstongresses au geben bereit gewesen, wenn sie nicht Nüdficht auf ihre früheren iſt höchſt tomisch. Zunächst ist die Polizei der Meinung, daß in der Konkurrenten und jetzigen Kollegen genommen hätten. Sie hofften Bersammlung nur für die Socialdemokratie demonstriert werden soll, auf jeden Fall, daß die Verhandlungen vor dem Gewerbegericht zu schließlich sei Gefahr für die öffentliche Ruhe, Ordnung und Sichers dann sei kein Grund zu einer solchen Versammlung vorhanden und einer Einigung führen würden. verzeichnen ist. adi Partei- Nachrichten. 150lan tilos Partei Litteratur. 0 0 Einigung: 1. Neunstündige Arbeitszeit an Stelle der jezigen zehnftündigen. 2. Einschränkung der Heimarbeit auf den einzelnen Mann im Gegensatz zu jezt, wo noch teilweise die Heimarbeiter zu Zwischenmeistern werden und weitere Arbeiter beschäftigen. Als sich die Einigung in der letzten Verhandlung vor dem Ge- heit vorhanden. Solche Verbote sind auch in frühern Jahren werbegericht wiederum zerschlagen hatte, cutlärten jich einige unter seitens der Polizei erlaffen. Es wird damit mir bewiesen, wie Sit Unterseitens nur Der Arbeiter Notigtalender nehmer im privaten Gespräch bereit, allein, ohne Rücksicht auf die jämmerlich es um das Vereinsrecht der Arbeiter bestellt ist, wenn für 1901 ist im Verlag der Buchhandlung Vorwärts erfchienen.andren Unternehmer, zu verhandeln. So haben denn Verhandlungen für solche Maßnahmen eine gesetzliche Handhabe zu finden ist. d Er ist mit einem Bildnis unfres verstorbenen Genossen W. Lieb- mit der Firma Loh Söhne und Becker u. Co. stattgefunden. Bei Die Lohnkommission hat, knecht geziert. Aus dem Inhalt nennen wir: Die wichtigsten der erstgenannten Firma konnte ein Resultat nicht erzielt werden, da die wie vorauszusehen war, jede weitere von den Unternehmern verBestimmungen des Invalidenversicherungs- Gesetzes. Adressen der Direktoren verreist waren und der Vertreter nicht die genügende langte Erklärung abgelehnt. Der Streit ist beendet und in einigen Gewerkschaftsorganisationen und der Arbeiterfekretariate. Unterstützung Bollmacht besaß. Bei der Firma Becker kam es dagegen zu folgender Betrieben sind die Arbeiter noch ehe die Meister in der Versammlung der Familienangehörigen der zu lebungen Einberufenen. Die ihre Disposition trafen, wieder eingestellt. Da anzunehmen ist, daß Reichstags Wahlergebnisse von 1898 bis Juli 1900. Adreffen der einige Streifende ausgesperrt bleiben, auch einige Meister ihre Werkdeutschen Gewerbe Inspektoren. Landfläche und Bevölkerung der stätte noch nicht öffnen, so ist dringend vor 8uzug nach Erde. Der deutsche Flottenbestand und seine Kosten nach den VorMünchen zu warnen. lagen von 1898 und 1900. Hundert Jahre deutscher Städte- Entwicklung. Wichtige Erfindungen und Entdeckungen bis 1900. Wachstum der Socialdemokratie in den einzelnen preußischen Provinzen und Bundesstaaten. Porträts und Biographien der socialdemokratischen ReichstagsAbgeordneten. Die socialdemokratischen Landtags- Abgeordneten in den einzelnen Bundesstaaten. Bortotage, Maße, Gewichte, Stalendarium 2c. Ausstattung und Preis sind die gleichen wie bisher. Zugleich erschien im selben Verlage eine Broschüre von Sturt Eisner: Wilhelm Liebknecht. Sein Leben und Wirken. Unter Benuzung ungedruckter Briefe und Aufzeichnungen. Mit Porträts und Abbildungen. Die 4 Bogen starte Broschüre, die zum Preise von 30 Pf. erhältlich ist, dürfte allen Parteigenossen und Verehrern Liebknechts ein willkommenes Erinnerungsblatt fein. Polizeilichtes, Gerichtliches usw. 3. Ein Durchschnittslohn von 40 Pf. pro Stunde. Die Galanteriejattler in Offenbach haben ein Angebot der 4. Der Tarif, der von den Fabrikanten aufgestellt war, aber mur Meister, in welchem den Arbeitern die 91/2 stündige Arbeitsdann eintreten sollte, wenn sich sämtliche deutschen Militäreifelten. aeit zugestanden wurde und Regelung der Bezahlung der fabrikanten auf ihn verpflichtet hätten, soll sofort in Kraft treten; Ueberstunden dem Belieben der Fabrikanten überlassen werden die darin enthaltenen allzu niedrigen Bofitionen sollen durch den sollte, abgelehnt. Die Galanteriesattler beharren auf ihrem Ausschuß geregelt und aufgebessert werden. Auf dem Gewerbe- Verlangen. neunstündige Arbeitszeit und 25 Prozent Aufgericht lehnten es die Fabrikanten noch ab, diesen Tarif auch dann schlag für Ueberstunden. Diese Forderung haben bis jetzt anzuerkennen, wenn er erst zu Ende des Jahres in Straft 13 Fabrikanten, die ungefähr die Hälfte der Arbeiter in dieser treten sollte. Branche beschäftigen, bewilligt, bei den übrigen werden ant 22. d. M. die Arbeiter in den Ausstand treten. Der Zuzug ist fern zuhalten.ndle daimion Buda 5. Es wird ein ständiger Ausschuß, bestehend aus dem Wert meiſter, einem Wertstellenarbeiter und einem Heimarbeiter, gebildet, der die Preise für die bisher nicht angefertigten und nicht im Tarif aufgeführten Arbeiten festießen soll. Der Streit in den Mainzer Lederwerken ist durch die Vermittelung des Provinzialdirektors Freiherrn v. Gagern beigelegt. Ein Teil der Arbeiterforderungen wurde von der Firma bewilligt. Ausland. 6. Die Lohnbücher müssen den Arbeitern vor der Auszahlung pozur Einsicht vorgelegt werden. 7. Bei Ueberstunden wird ein Lohnzuschlag von 25 Proz., bei 48ur Prüfung des Muts. Wir haben uns bisher schon Sonntagsarbeit ein solcher von 50 Proz. gezahlt. And England schreibt man uns: Die Direktion ber oft vergeblich gefragt: Warum? wenn ein Zeuge oder Angeklagter 8. Den Arbeitern wird ein Naum zur Verfügung gestellt, in dem Great Eastern Railway( Große Ostbahn- Geferr vor Gericht nach seiner politischen Gesinnung gefragt wurde. Das fie fich während der Mittagspause aufhalten tönnen. schaft) hat dem Komitee ihrer Londoner Angestellten endlich die Schöffengericht in Schönebed hat einiges Licht darüber verbreitet. Die Versammlung der Streifenden, die am Donnerstagnachmittag Antwort auf deren Beschwerden und Forderungen zugehen lassen. Der dortige Genosse Schüße war mit einer Polizeiftrafe von 3 M. in den„ Arminhallen" stattfand, hatte zuerst wenig Lust, sich auf Sie enthält einige Zugeständnisse, von denen das wesentlichste darm bedacht worden, weil er durch Tragen eines Kranzes mit roter diese Vorschläge einzulassen; man war überzeugt, daß es den besteht, daß nunmehr allen Angestellten ohne Unterschied die ArbeitsSchleife bei der Beerdigung eines Barteigenossen groben Unfug Streifenden nach kurzer Zeit gelingen würde, ibre gesamten For- oder Dienstwoche als sechstägig angerechnet werden, d. h. ihnen der verübt haben soll. Auf seinen Einspruch beschäftigte sich das derungen durchzudrüden. Trogdem wurde nach längerer Diskussion Sonntagsdienst stets extra bezahlt werden soll. Einige der Schöffengericht damit und verurteilte Schüße zu 3 Tagen Saft. beschlossen, der Einigung mit der Firma Becker zuzustimmen; ferner niedrigsten Lobuklassen werden abgeschafft und den Handlangern der Auf die Frage, ob er Socialdemokrat sei, hatte Schüße die erklärte man sich bereit, auch mit den übrigen Firmen auf derselben Streckenarbeiter wird eine Lohnerhöhung von je 1 und 1½½ Schilling Antwort verweigert. Darauf hieß es in der Urteilsbegründung, der Grundlage Frieden zu schließen. Dieses soll aber auch das äußerste die Woche zugebilligt. Das Beschwerdeverfahren wird vereinfacht Angeklagte habe nicht den Mut gehabt, ich offen als Entgegenkommen sein, das den Fabrikanten gezeigt wird. Nachdem und allerhand Beschwerden werden abgestellt. Socialdemokrat zu betennen. Hat das Gericht Kenntnis nun bereits zwei Firmen Frieden geschlossen haben, ist man über- Mit alledem bleibt jedoch die Direktion weit hinter den Ervon Thatsachen, die zu dem Urteil berechtigen, daß für Schüße zu zeugt, daß die übrigen, bei denen die Arbeit ebenfalls drängt, über wartungen zurück, daß ihre Antwort große Enttäuschung und Ersolchem Bekenntnis Mut gehörte? In furz oder lang nachgeben müssen. bitterung hervorgerufen hat. Trotzdem beschloß das Komitee, den Das Urteil ist auch noch von Interesse durch die Art, wie die Wir bitten nun die Berliner Arbeiter, die uns während unsres Arbeitern zu empfehlen, die angebotenen Berbesserungen als Abzur Konstruktion des groben Unfugs nötige Belästigung des sechswöchentlichen Kampfs ein so reges Interesse entgegengebracht schlagszahlung anzunehmen, fich vorzubehalten, die Agitation für das Publikums festgestellt wurde. Es beschwor nämlich ein Polizist, daß haben, auch um ihre weitere moralische und finanzielle Unterstügung. Richtbewilligte bei passender Gelegenheit wieder aufzunehmen. Die er an der roten Schleife Aergernis genommen habe. Zweifellos wird dann der Kampf zu unsren Gunsten enden und am Sonntag in Bratford abgehaltene Massenversammlung der mit an all dan sein jeder darf sich sagen, daß er dazu beigetragen hat, einer der Angestellten selbst nahm jedoch eine schärfer gefaßte Resolution an, eding 008 gedrücktesten und allerschlechtest bezahlten Arbeitergruppen, freilich worin fie die Zugeständnisse für völlig unzulänglich erklärt dord dan none and willing and slapstokaiserlich- deutschen oder königlich- preußischen Staatsarbeitern, zu und den Verband der Eisenbahn Angestellten auffordert, nunJust squires menschenwürdigen Zuständen verholfen zu haben. mehr die Sache in die Hand zu nehmen und in naher Die Streitleitung. Butunft eine entscheidende Attion für die Durchsetzung des naldos " = ganzen Programms der Dienstverbesserung ins Wer! zu setzen". Das ist eine ziemlich unverhüllte Kriegsankündigimg, zumal sich die Direktion bisher hartnäckig geweigert hat, den Verband der Eisen- bahner als Sachwalter ihrer Angestellten ihr gegenüber anzu- erkennen. Ob es indes sobald zum Krieg kommt, scheint mir noch zweifelhast. Erstens war die Versammlung zwar gut, aber nicht so stark besucht wie die früheren, und dann hat es' die Leitung des Verbands mit dem Strciknnordnen selten sehr eilig. Sie versucht erst alle möglichen andren Mittel. ehe sie den Arbeitern das Auf- nehmen des„letzten Vcrnunftgedankens der Könige" anempfiehlt. Der Generalsekretär des Verbands, Mr. Richard Bell, der Arbeiter- kandidat für Derby ist, erklärte gestern in der Versammlung, als er am Schluß zum Sprechen aufgefordert wurde, er werde sein Aeußerstes aufbieten, um bei der Wahl überall die Forderung auf Errichtung obligatorischer Einigungsämter zu urgieren, und empfehle den Anwesenden, das gleiche zu thun und daneben unab- lässig für die Stärkung der Organisation zu arbeiten. Von der Direktion der Ostbahn heißt es. daß sie nicht nur überall Arbeitswillige für den Fall eines Ausstands angeworben, sondern auch in der Nähe eines ihrer Stationen(Chadwell Hoath) eine große, mit einem Stachelzaun umgebene Einhegung errichtet habe, wo die Arbeitswilligen eventuell einkampiert werden sollen. Die Direktion bestreitet diesen Zweck der Einhegung' es handle sich um eine ganz unschuldige Sache— eine Blumen-Ausstellung ihrer Beamten. Aber wenn die radikalen Blätter nicht sehr übertrieben haben, dann müssen eZ Blumen ganz absonderlicher Art sein, die mit mehrfach verbundenen Stacheldrähten geschützt werden müssen. Uebcr den Streik der Kohlengräber in Pennsylvanien'wird der„Franks. Ztg." aus New A o r k telegraphiert: Die Streikbewegung ist augenscheinlich wachsend, da zahlreiche bisher im� Betrieb gewesene Gruben die Förderung einstellten. In- dessen müssen noch viele Arbeiter den Streikern beitreten, nament- lich im Schuylkill-Thal, andernfalls der Streik ein Fehlschlag sein wird. Die Bahnen haben manche auf Kohlenzügen beschäftigte Leute außer Arbeit gestellt und diese suchen durch ihre Unions nun die Arbeitseinstellung aller Bahnbeamten zu veranlassen, um den Streik zu schnellem Ende zu bringen. Ein bedenklicher Umstand im Kohlenrevier sind größere An- sammlungen von Streikern, die nach noch im Betrieb befindlichen Gruben marschieren und die Arbeiter einschüchtern. Die Arbeit- geber engagieren im geheimen zahlreiche Detektivs und beabsichtigen die Förderung unter dem Schutze derselben wieder aufzunehmen. Die Lohnbewegung der Buchbinder. In der gestrigen Versammlung bei Keller gab Berg- mann zunächst den Bericht der Konferenz in Leipzig. Der Redner kommt noch einmal auf die erste Konferenz zurück und erwähnt, daß diese an dem geringen Entgegenkommen der Prinzipale gescheitert sei. Diese zweite Konferenz fand auf Veranlassung bei Tarifamts der Buchdrucker statt. Den Vorsitz führte Herr Buchdruckereibesitzer Büxen stein, und zwar in durchaus unparteiischer Weise. Anwesend waren 10 Vertreter der Arbeitgeber und 9 der Arbeitnehmer, außerdem der Vorsitzende des Buchbinder-VerbandeS und der des Ausschusses des selben. Der Verbandsvorsitzende hatte auf das Stimmrecht ver- zichtet. Zunächst wurde beschlossen, die Arbeitszeit auf täglich 9 Stunden festzusetzen und dieses zur Grundlage der Berechnungen der Löhne zu machen. Darauf wurde gegen die Stimmen der Gehilfenvertrcter Berlins eine achttägige Kündigungsfrist festgesetzt. Für männliche Arbeiter wurden 45 Pf. pro Stunde beschlossen, dagegen für Arbeiterinnen 25 Pf.. welcher Lohn nach einjähriger Thätigkeit im Beruf erreicht sein mutz. Für Specialarbeiterinnen sollen 30 Pf. gezahlt werden. Die Sätze für Leipzig und Stuttgart sind entsprechend niedriger gesetzt. Für Ueberstunden sollen für männliche Arbeiter in der ersten Stunde 10. in der zweiten 15, in der dritten 20 Pf., für weibliche 5, 8 und 10 Pf. gezahlt werden. Als diese Sätze gegen den Willen der Berliner festgestellt waren, erklärten diese, an den Verhandlungen nicht mehr teilnehmen zu können und verließen die Konferenz. Der Tarif wurde auf drei Jahre festgelegt. Darauf nimmt der Verbandsvorsitzeude Dietrich auS Stuttgart das Wort. Er erinnert in kurzen Worten an die Vorgeschichte der Konferenz, an die erste Konferenz, die an dem geringen Entgegen kommen der Prinzipale gescheitert sei. und an die Aussperrung der 80 Proz. aller Arbeiter und Arbeiterinnen. Das Tarifamt, das nun die Anregung zu dieserzweitcnKonferenz gegeben Hab. stelltesdic Bedingung, daß die Beschlüfie für beide Teile bindend sein sollten. Im Jnter efie de? Verbandes und der ferneren Entwicklung in dem Gewerbe fei eS, daß der Kampf beigelegt werde. Die bisherigen Löhne seien nicht herabgesetzt, vielmehr sollten 5 Proz. mehr bezahlt und die Löhn» der Arbeiter auf 24,30 M. erhöht werden In Bezug auf den Accordtarif bemerkt der Redner, daß die Vorlage der Prinzipale bedeutend verbessert sei. Er ist der Meinung, daß diese Abmachungen von außerordeutlichem Wert für die Organisation in ganz Deutschland seien und sehr viel zur Weiterentwicklung beitragen würden. Die Diskussionsredner sprachen sich gegen den Vergleich auf der von der Leipziger Konferenz gegebenen Grundlage aus und waren für Fortsetzung des AusstandS. Nach erregter Debatte wurde schließlich folgende Resolution an- genommen: „Da daS Resultat der Leipziger Konferenz nicht zur Zu- friedenheit der Berliner Kollegen und Kolleginnen auS- gefallen ist, wirb beschlossen, die endgültige Entscheidung am Sonntag, den 23. d. Mts., zu treffen. Bis dahin sind Unterhaud- langen mit den Berliner Prinzipalen auf Grundlage der alten Forderungen zu pflegen." » Aus Leipzig wird uns geschrieben: Die Vereinbarungen der Buchbinder, die am 18. September zwischen den Prinzipalen und Gehilfen nach fast 12 stündiger Verhandlung getroffen wurden, sind nunmehr in ihrem vollen Umfange bekannt gegeben und gestalten sich folgendermaßen: 1. Die Arbeitszeit ausschließlich der Pausen beträgt wöchentlich 64 Stunden. 2. Der Minimal-Stundenlohn beträgt für männliche Arbeiter in Berlin 45 Pf., in Leipzig 44 Pf. und in Stuttgart 41 Pf. Im ersten Jahr nach beendeter dreijähriger Lehrzeit 33 Pf. und im ersten Jahr nach beendeter vierjähriger Lehrzeit 39 Pf. Auf alle Stunden« löhne, so weit sie jetzt schon diesen Minimalsatz über- schreiten, wird ein Zuschlag von 5 Proz. gewährt. Lernend« Arbeiterinnen erhalten im ersten Halbjahr 14 Pf., im zweiten Halbjahr 17 Pf. Nach Ablauf eines JahrS werden sämtliche Arbeiterinnen als geübt angesehen und erhalten Falzerinnen usw. für Berlin 25 Pf.. Leipzig 22 Pf., Stuttgart 21 Pf.; Maschinen- arbeiterinnen, Goldaufträgerinnen usw. für Berlin 30 Pf.. Leipzig 27 Pf., Stuttgart 26 Pf. pro Stunde. 3. Die Lehrzeit für Gehilfen an Schnellpressen ist auf 6 Wochen festgesetzt. 4. Für Ueberstunden wird folgender Zuschlag gezahlt: für männliche Arbeiter erste Stunde 10 Pf., zweite Stunde 15 Pf., dritte Stunde 20 Pf.; für weibliche Arbeiter erste Stunde 5 Pf.. zweite Stunde 8 Pf., dritte Stunde 10 Pf. An Sonnabenden und an Vorabenden gesetzlicher Feiertage beträgt der Zuschlag 20 Pf. pro Ueberstunde. Bei Ueberzeitarbeit von länger als IVa Stund en sind 15 Minuten Pause zu gewähren und mit zu bezahlen. 5. Die Verkürzung der Arbeitszeit darf inSgesammt 160 Stunden oder 2Vz Stunden pro Tag nicht übersteigen. Für jede weitere Dauer ist der Arbeitgeber zur Entschädigung verpflichtet. Die Ver- kürzung soll Vorkommendenfalls auf alle im Betriebe thätigen Personen gleichmäßig angewandt werden und die letzten Arbeitsstunden des Tages betreffen. Den Arbeitern ist zwei Tage zuvor hiervon Mitteilung zu machen. 6. Der neue Tarif für Accordardeiten wird gemeinsam bis zum 15. Oktober fertig gestellt. Während dieser Zeit gelten für Accord arbeit die bisherigen Sätze, für Lohnarbeit tritt die öprozentige Erhöhung sofort ein. 7. Die Vereinbarungen haben bis zum 31. August 1903 Gültigkeit. Die Arbeit wird mmmehr am Montag wieder aufgenommen Ferner haben die Prinzipale zugestanden, daß alle Arbeiter und Arbeiterinnen wieder in ihren alten Werkstätten eingestellt werden. Die Leipziger Buchbinder haben am Mittwochabend einstimmig beschlossen, sich mit den Verhandlungen und den festgesetzten Be stimmungen einverstanden zu erklären, die Arbeit am Montag wieder aufzunehmen und dem Tarifamt der Buchdrucker für sein Eintreten besondern Dank auszusprechen. Sociales. Der Konsumbercin Leipzig- Plagwitz hatte im letzten Ge schäftsjahr, in dem die Vereinigung mit dem Ostvorstädtischen Konsumverein stattgefunden hat,' einen Mitgliedcrznwachs von 18 862 auf 26 850 zu verzeichnen. Der Verkaufserlös aus den Geschäftsstellen, der Bäckerei, dem Hauptlagcr wie der Gundorfer Mühle wuchs von 6 361 870.19 Mark auf 8 227123.53 Mark oder tun 1 865 253.34 Mark. Der Reingewinn beziffert sich auf 873 674 Mark und gestattet wiederum die Verteilung einer zchnprozentigen Dividende. Der Verein erhöhte durch die Eröffnung dreier neuer Verkaufsstellen die Zahl der Verkaufsstellen auf 45. Am Schlüsse des Geschäftsjahres wurden 44 Lagerhalter, 16 Comptoirbeanite, 5 Expedienten, 2 Bäckermeister, 1 Mühlenver Walter und 1 Obermüller, 330 Verkäuferinnen und Lagerarbciterinnen beschäftigt. An Steuer» aller Art wurden 44 732 M. bezahlt. Ter an der Braustraße in Plagwitz gelegene umfangreiche Neubau ist nunmehr bald beendet; in ihm Häven die Bäckerei und die demnächst, Ende dieses Monats, in Betrieb kommende Dampfmühle Ausnahme gefunden._ Vevscrnnnl ungen. Die Berliner Metallarbeiter hatten sicki am Mittwochabend bei Keller, Koppenstraße, in dicht gedrängten Scharen mit vielen Frauen zu einer öffentlichen Versammlung znsammengefündcn. Auf der Tagesordnung stand:„Das Kantiueu-Trnckfyftem und die Prügelstrafe in der Wcrkzcugmaschincn-Fabrik von Kärger" (Krautstraße 52, Gcwerbehofj. Der Referent W i e s e n t h a l unterwarf an der Hand eines großen Thatsachcumaterinls die Werkstätteuverhältnisse der Firma Kärger einer herben Kritik. Bei Kärger würden wirkliche Hungerlvhne gezahlt, gelernte Arbeiter erhalten 23 bis 30 Pfennig pro Stunde. Die„Bekannt- machuiigeu", die Herr Kärger in der Fabrik anschlagen läßt, erinnern in ihrer Form lebhaft an zarische Nkase. Arbeiter, welche 10 und 15 Jahre bei Kärger beschäftigt waren, wurde» entlassen, weil sie wagten, dagegen zu opponie.ren, daß in der Kantine, ohne daß die Arbeiter gefragt wurden, die Konsumprozeutc, die zum großen Teil zu gemeinnützigen Zwecken verwendet wurden, herabgesetzt sind. Ein Arbeiter, der 10 Jahre dort beschäftigt war, wurde von Kärger sogarg«ohrfeigt, weil er sich über die Machinationen des Obermeisters H e m p e I beschwert halte. In der Diskussion geißelten Reuter, Kaiser, Kiesel und andre in der schärfsten Weise die Zustände in diesem Betriebe. Insbesondere wurde noch die Lehrlingsznchterei einer herben Kritik unterzogen, da bei K. stets 40�50 Lehrlinge beschäftigt werden. Kein Kollege solle glauben, daß er bei einem Unternehmer eine Lebensstellung habe, er werde unbarmherzig aufs Pflaster geworfen. wenn die wirtschaftliche Konjunktur, die ja auch in der Stahl- und Eisenbranche mehr und mehr abzuflauen beginne, es erfordere. Deshalb sollten sich alle Arbeiter einer Organisation, dem Deutschen Metallarbeiter-Vcrband, anschließen. Wertstätteumißstände im Osten Berlins sollen der Agitationskommission für den Osten vorgebracht werden. Die Versammlung nahm«instimmig folgende Resolution an: „Die Metallarbeiter- Versammlung nimmt Kenntnis von den AnSführuugen des Referenten, spricht ihre tiefste Entrüstung auS über die Behandlung der bei der Firma Kärger beschäftigten Arbeiter und erklärt: Nur durch eine straffe Organisation sind derartige Verhältnisse unmöglich zu machen." Verband der Tapezierer. In der am 18. September bei Nünian», Bruimenstr. 188, stattgefundenen giitbesnchtcn Berfamm- lung der Filiale„Nord" hielt Frau Dr. Wehl einen fesselnden Vortrag über Proletarierkraukheiten. Unter Vcreinsangclcgenhcitcn belichtet Pönickc. daß die Differenzen bei Wegeleben beigelegt sind, bei Diltmar baben mit Ausnahme von vier Kollegen alle übrigen den 60 Pseunig-Stuudenlohu bewilligt erhalten. Da hier aber das Lohn-Accord-System eingeführt ist, muß erst noch ein Staffel- tarif ausgearbeiiet werden, worin die Stundenzahl der verschiedenen Lobnklasien und Arbeite» genau festgesetzt wird. Bei Ferd. Voigt und I. C. Pfaff, finden noch Untcrhandtungen statt, es hat sich er- geben, daß bei diesen sogenannten feinen Geschäften mit die schlechteste» Löhne gezahlt werden. Zum Beispiel gicbt es bei Voigt für einen Kluvfauteuil in Leder 18 M. und bei Pfaff 22.50 M. Bei andren Firmen wie Spinn u. Menke, Gerson usw. haben die Kollegen überhaupt nicht soviel Energie, den Stunden- lohn von' 60 Pfennig zu verlangen. Die steigenden Preise für Kohlen und andre Bcdarssartikel werden auch wohl diese Herren noch mal zwingen, ihren Lohn entsprechend zu erhöben. Einige kleinere Unternehmer zahlen wohl 8 Tage den 60 Pf.-Stundenlohn, ziehen aber dann, wenn die Kollegen nicht auf dem Posten sind, gleich wieder ab. Alle Kollegen, welche noch Verbands« oder Refervefonds-Marken zu begleichen haben, werden ersucht, umgehend abzurechnen, da bis 1. Oktober alles geregelt fein muß. Verband deutscher Schuhmacher. In einer am 17. d. M. tattgefnnoenen gutbesuchten Versammlung hielt Dr. Wehl einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag über:»Die geplante Reform des KrankenverstcherungS-GesetzeS". In der Diskusston, an der sich mehrere Redner beteiligten, legte Weber in drastischer Weise dar, welche Auffassung die Gewerbedeputation von fabriks- und Handwerks- mätzigen Betrieben habe. So fei eine Schuhfabrik, welche mit mechanischen Maschinen arbeite, und in welcher nur Schuhwaren in größeren Posten angefertigt würden, der ZwangSinnungSkaffe überwiesen, weil nach den Räumlichkeiten auf einen handwerksmäßigen Betrieb zuschließen sei. Als es sich aber darum handelte, einem erkrankten Arbeiter einem Krankenhau« zu überweisen, lehnte die JnnungS- Krankenkasse die Zuständigkeit ab.— Unter Verschiedenem entspann sich sodann noch eine längere Debatte über eine interne Angelegenheit und Verlegung des Bureaus.__ Parteitag. Mainz, 20. September. NachmittagS-Sitzung. Die Debatte über die Landtagswahlbeteiligung wird fortgesetzt. Quarck zieht seine Resolution zurück und beantragt dafür, die Resolution Bebel wie folgt zu amendieren:„Der Parteitag wolle beschließen: in denjenigen deutschen Staaten, in welchen das Drei- klassenwahlshstein besteht, sind die Parteigenossen verpflichtet, bei den nächsten Wahlen mit eignen Wahlmännern in die Wahl- agitation einzutreten. Für die Landtagswahlen in Preußen bildet der Parteivorstand das Central-Wahlkomitee. Ohne dessen Zustimmung dürfen die Parteigenossen in den einzelnen Wahlkreisen keinerlei Abmachungen mit bürgerlichen Parteien treffen. H a a s e- Königsberg befürwortet die Resolution Bebel mit dem Amendement Qnarck, Redner weist auf die große Bedcntung der Wahlbeteiligung mit eignen Wahlmänncrn hin, namentlichinHiiisichtauf die Agitation unter den Landarbeitern, die jetzt eine gewisse politische Selbständigkeit gewinnen.— Z u b e i I- Berlin spricht entschieden gegen die Wahlbeteiligung.— Fe n brich» Karlsruhe verteidigt gegenüber Geck die badeusischen Wahlkompromisse.— Kiesel- Berlin verwirft die Resolution Bebel, während Quarck- Frankfurt a. M. mit Rücksicht auf die günstigen Frank- furter Erfahrungen die Wahlbeteiligung befürwortet und sein Amendement empfiehlt.— Grenz- Leipzig ist ein Gegner der Wahlbeteiligung, ihm tritt R i e m a n n- Chemnitz entgegen. Als entschiedene Gegner der Wahlbeteiligung traten gegenüber Vruhns, der sich auf die Breslancr Erfahrungen berief, Schräder- Bramsche, Frau Ihrer und H o f f m a n n- Berlin auf;„man solle die Partei nicht auf die schiefe Kompromiß- e b e n e fü h re n." Hoffmann beantragt, aus der Resolution Bebel die Worte„für Preußen" zu streichen und dadurch die Kom- promißkontrolle über sämtliche Landtagswahlen im Reiche in die Hände des Parteivorstands zu legen. Diesen Antrag bekämpft Bau- dert, da er sich auch auf die zum Teil nicht unter dem Dreiklasscu- shstem sich vollziehenden thüringischen Wahlen beziehe, bei denen Kompromisse nicht zu entbehren seien. Während Stadthagen vor einem Zwang zur Wahlbeteiligung warnte und die Entscheidung wie bisher den einzelnen Wohlkreisen überlasten wollte, bekä.iute» sich die folgenden Redner, U l l e n b a u m und Gewehr aus Elberfeld, sowie G ö l l e r ans F r a n k f u r t a. M. als ent- schiedene Anhänger der Beteiligung. Die Elbcrfeldcr wiesen darauf hin, daß bei ihren Wahlen die Wahlmänner laut und freudig ihr« Stimmen für Molkenbnhr zwischen Kommerzienräten und Millionären abgegeben haben. Räch einigen persönlichen Bcmer« klingen wird die weitere Beratung auf morgen vertagt. Singer verkündet das Ergebnis der vollzogenen Wahlen. Stimmzettel wurden abgegeben 221, wovon bei den Controleur- wählen sich 5 ungültige befanden. Es erhielten bei der Ab- stimmung über den Ort für den nächsten Parteitag Lübeck 71, Dresden 59, Magdeburg 46, Bremen 16, Leipzig 14. Lübeck ist somit als Ort für den nach st en Parteitag gewählt.(Beifall.) Für den Parteivorstand erhielten Stimmen: Bebel 220, Singer 220 als Vorsitzende, Auer 220, Pfannkuch 220 als Schrift- führ«, Gerifch 220 als Kassierer, Rosa Luxemburg 1. Katzenstein 1, Dr. Schoenlank 1, Adolf Hoffmann 1 ohne Angabe des Amts. Bebel, Singer, Auer, Pfannkuch und Gerifch sind somit gewählt.(Bravo.) Für die Controleur« erhielten: Meister 204, Kaden 134. M e tz n e r 171. B»Ii h n e 169, Zetkin 164, Ehrhardt 157, Könen 130, K r a m« r 96 � und Dr. David 91 Stimmen. Diese neun Genossen sind zu Controleuren gewählt. Außerdem wurden noch Stimmen abgegeben: Für Meist 85, Scherm 83, Dubber 80, Kühn 74, Braun 72, Pfarr 53, Bruhns 54, Hoffmaim27. Bcrtholdlö, Grenz 3, Kotzlei, Luxemburg 1, Stubbel und Frau Zictz 1. Der Parteitag wird voraussichtlich Frcitagmittag geschloffen. Am Frcitagnachmittag wird eine Rheinfahrt unternommen. Schluß 6 Uhr. Zfchke Melchvtchken und Vepvschen. Haag, 20. September.(B. H.) Der Minister des Aeutzern er« klärte in der heutigen Kammcrsitznna, die holliindifche Regierung habe dem Präsidenten Krüger ein holländisches Kriegsschiff zur Verfügung gestellt, nachdem sie vorher die englische Rc- gierung davon in Kenntnis gesetzt hatte. Letztere habe erklärt, sie habe nichts dagegen einzuwenden. PariS, 20.' September.(B. H.) Die diesjährige Getreide- Ernte in Frankreich wird auf 167 Millionen Hektoliter geschätzt gegen 122 Millionen im Vorjahre. Madrid, 20. Septbr.(V. H.) Infolge heftige» SturmS find in Almena sämtliche Flüsse aus den Ufern getreten. Einige Städte ind überschwemmt. Auch aus Oran werden heftige Stürme mit Regengüsse» gemeldet; mehrere Häuser sind eingestürzt, viele Personen verunglückt. Die Soldaten der Fremdenlegion zeichneten sich bei den Hilfeleistungen wesentlich aus Der Eisenbahnverkehr ist unter- brochcn, weil viele Eisenvahndämme unterspült sind. London, 20. September.(B. H.) Nach einer Meldung ans Hongkong werde» daselbst unter den Eingeborenen massenhaft Flug- schriftru verteilt, in welchen mitgeieilt wird, die verbündeten Truppen seien von den Ehiucsen geschlagen, Peking werde noch belagert, die Großmächte müßten den Chinesen bedeutende Ent- Schädigungen zahlen und sämtliche von den Berbündcten im Süden besetzren Gebiete müßten an China zurückerstattet werden.— Man befürchtet infolge dieser Flugschriften neue Gärung unter der Bevölkerung. London, 20. September.(Meldung des„Reuterschen BureanS".) Ein amtliches Telegramm, das über die am 10. September durch eine von Tientsin entsandte Streitmacht vorgenommene Zerstörung von Tiliu« berichtet, teilt auch mit. die benachbarte große Stadt Tsching-Hai sei unter der Bedingung geschont worden, daß ein Missionar und vier Frauen und Kinder, welche in Hai-nan-hsien sich verborgen hielten, unverletzt nach Tientsin gebracht würden. Der Mandarin nahm diese B-edingnng an. Tscheng- fang, 30 Meile» von Tientsin, ist die letzte Boxerseste in der Nähe ienlsins. Washington, 20. September.(B. H.) Bei Ueberreichnng der Eirkulardepesche des Grafen v. Bülow erklarte der deutsche Geschäfts- träger Frhr. Speck von Sternburg, daß Deutschland in erst« Linie ans der Bestrafung der Urheber de» AnfstandS in China bestehe und daß die deutsche Rote den Zweck Hab«, einen MeinmigSauStansch zwischen den Mächten herbeizuführen. Der Vertreter der„Paris RouvelleS" hatte eine Unterredimg mit dem Geschäftsträger, in welcher dieser«klärte. Deutsch- land wolle die Einigkeit der Mächte und habe dnrchans nicht die Absicht, allein vorzugehen. Die deutsche Regierung mache Vorschläge, damit zum Zweck einer Verständigung ein MeinungSaustauich stattfinden kömie. Im Ministerium des«enßern wurde übrigen« Herrn v. Sternburg erklärt, daß im morgigen Ministerrat über die deutsche Note beraten werden wird.— In Washington ist man der Ansicht, dast durch die deutsche Not« die KrisiS in China noch verschärft wird. Lonrenyo MarqncS, 20. September.(Telegramm deS „Reuterschen Bureaus".) DaS gemeldete Gefecht an der portngiesi- schen Grenze war, wie sich herausgestellt hat. nur«in Scharmützel zwischen Kaffern und Boeren, welche letzteren sich in einer starken Stellung 300 DardS von der Station Ressano Garcia befanden.. Portugiesische Truppen patrouillieren in den Bergen und beobachten die Vorgänge scharf._ Lerantwortlicher Redacteur: Heinrich Ströbel in Berlin. Für den Inseratenteil vnantwortlich:»h.«locke in Berlin. Druck und Verlag von Mar Babing in Berlin. Hierzu 4 Beilagen«. llnterhaltungsblatt. Br. 20. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 21. September 1900. Socialdemokratischer Parteitag in Mainz. Dritter Verhandlungstag. spe Mittwochnachmittags Sigung. Mainz, 19. September 1900. Begiun 2½½ Uhr. Den Vorsitz führt Singer. it begeers interejie als die Arbeiterklasse, ihn zu mehr an uns kommen. Die nervöse Erregung unfrer Frauen iſt Die Beratung des Antrags 62 wird fortgesetzt. Adler= Kiel: Ich halte die Alkoholfrage für wichtig und bin persönlich Alfoholgegner, aber ich bin trotzdem dagegen, daß der Parteitag diese Frage auf seine Tagesordnung fezt. So sehr wir als Menschen den Alkoholismus bekämpfen müssen, so sehr auch die Partei Vorteil davon hat, wenn er abnimmt, können wir die Agitation dagegen nicht zur Parteisache machen. Lassalle hat uns gelehrt, daß, wenn man ein bestimmtes Biel erreichen will, man einzig und allein einen Bunft ins Auge faffen und unbeirrt durch alles andre darauf losgehen muß. Lehnen wir den Antrag ab und halten wir fest an dem Grundsatz: Alkohol ist Privatsache.( Heiterkeit und Beifall.) Hickelmann- München: Ich stimme dem Vorredner durchaus bei. As eine Beleidigung des Arbeiterstands weise ich die Behauptung des Begründers des Antrags zurüd, daß die Arbeiter dem Schnapsgemuß am meisten fröhnen. Ich weiß nicht, in welchen Arbeiterkreisen Dr. Erdmann verkehrt. Ich komme mit sehr viel Arbeitern zusammen, aber Trinker sind nicht darunter. Freilich, manche. Arbeiter würden froh fein, wenn sie hier und da eine Maß mehr trinten könnten. ( Heiterkeit.) Braun Königsberg: $ Unfre Gegner werden die Neden der Vorredner als eine BerHerrlichung des Alkoholismus auffaffen. Wer in Bezirken zu thun hat, wo die Menschen durch Alkohol verblödet sind, der wird nicht dem Grundsatz huldigen, daß Alkohol Privatsache ist. In Westpreußen, z. B. in Danzig, ist der Schnapsgenuß mit ein Hindernis für unsre Agitation. Wir gewinnen dort besonders die Frauen nicht, diese sagen uns immer:„ Auch Ihr entschuldigt ja noch das Schnapstrinken!" Wir haben doch nicht nur das Endziel im Auge, sondern wollen auch in der heutigen Gesellschaftsordnung die Lage der Arbeiter möglichst heben; aber gerade der Schnapsgenuß verschlechtert die Lage der Arbeiter. Durch eine Agitation gegen den Alkoholisinüs werden wir namentlich in den östlichen Provinzen weiter fommen. ( Beifall.) Wurm: haben gut predigen, die waschen den Pelz und machen ihn nicht teit), wobei ich nicht sagen will, daß etwa die Neden der Frauen naß, die sind gut angeschrieben. bei den hohen Herrschaften, den überflüssig sind. Was kann es schaden, wenn den Frauen die Gründe auch wohlwollenben, denn es foftet nicht viel, was die Herren vor- für bestimmte Handlungen auseinandergesetzt werden.( Soenen: schlagen. Die beste Bekämpfung des Alkoholismus ist, daß man das Wenn sie sie aber nicht glauben!) Ja, das kommt doch nur auf die Boltselend mit der Wurzel ausschneidet, daß man dem Volke bessere Beredsamfeit an. Ich bin seit Jahren als jemand verschrien, der Wohn- und Ernährungsverhältnisse schafft, und was ich sonst als mit den Frauen gar nicht gut steht, aber wenn mir mal Aufgaben auf dem Gebiete der Kommunalpolitik gestreift habe. Ich daran liegt, mich mit ihnen auf guten Fuß zu stellen, befürworte also, daß wir den Antrag ablehnen. Die Social- dann friege ich fie alle herum,( Große Heiterfeit.) Also jorgen Sie demokratie ist die geborne Vorfämpferin gegen den Affoholismus; dafür, daß die berechtigten Beschwerden der Frauen in Zukunft nicht niemand hat ein größeres bekämpfen. Schauen wir nur um uns; in den Gegenden, wo wir ja leider zu erklärlich, wenn man bedenkt, daß trotz jahrelanger aufgar teine Erfolge haben, da herrscht der Alkoholismus, es sind die reibender Thätigkeit ihre Erfolge nur minimal sind. Ich fürchte, schwarzen und schwarz- weißen Bezirke, wo er zu Hause, ist. Da, daß auch die nächste Beit uns noch keine große Frauenbewegung wo die Arbeiterbewegung Fuß faffen soll, muß erst dieses llebel bringen wird. Es ist eine eigentümliche Erscheinung, daß die überwunden sein, und wir haben daher alles Intereffe, ihn zu be- Thätigkeit der Frauen unsrer hervorragendsten Parteigenossen fämpfen. Aber wir wollen uns nicht zu Kurpfuschern degradieren für die Partei Ich kenne einen, und dieses Symptom furieren, und nicht thun, als ob diefes der mir sehr nahe steht( Heiterkeit), der da auch in Symptom losgelöst von allen socialen Erscheinungen bekämpft Betracht kommt. Gine ganze Reihe dieser dieser Frauen sind werden kann.( Lebhafter Beifall.) fehr gute Parteigenossen, aber es fehlt ihnen die Fähigkeit, Kahl- Duisburg: fich im öffentlichen Leben zu bethätigen, sie sind mit allem einverstanden, was ihr Mann thut. Auch der Geldpunkt fommt in Meine Erfahrungen in der Agitation in den Induſtriebezirken Betracht. Bei dem geringen Einkommen vieler Arbeiterfamilien Rheinland- Westfalens lassen mich Sie bitten, dem Antrag zuzu spielen die Vereinsbeiträge der Frau neben denen des Mannes doch stimmen. Es steht dort ebenso schlimm wie in Westpreußen. Wir dürfen nicht sagen: der Alkohol ist Privatsache. Nimmt der Partei- auch eine Rolle. All das zuſammen bewirkt, daß die Frauentag gegen den Alkohol Stellung, dann wird der Alkohol auch von verpflichtet, die Bestrebungen der Frauen zu unterstützen, und des bewegung nicht den gewünschten Erfolg hat. Um so mehr sind wir den Arbeitern besser bekämpft werden.. halb bitte ich Sie, der Resolution zuzustimmen. Die§§ 4-12 find ohne jede Aenderung angenommen, Sie werden mir dankbar sein, Der Antrag wird abgelehnt. Es folgt der Antrag, auf die Tagesordnung des nächsten Barter- wenn ich darüber fein Wort mehr sage. tags die Wohnungsfrage zu sehen. Der Antrag wird von infoKönig- Bochum begründet: Wir müssen dafür sorgen, daß der Arbeiter besser und billiger wohnt. Jus Kohlengebiet find tausende fremder Arbeiter eingewandert und in Kolonien untergebracht worden. Dorthin darf tein focialdemokratisches und gewerkschaftliches Flugblatt gebracht werden. Ein Direktor hat offen erklärt, daß diese Stolonisten als Streitbrecher verwandt werden sollen. In den Kolonien feien sie gegen socialdemokratischen Terrorismus geschüßt. Der Antrag wird angenommen. Es folgt der Bericht der Kommission über das Organisationsstatut. Berichterstatter ift geben: Auer:** leber die feruere Zugehörigkeit zur Partei entscheidet ein Schiedsgericht, das aus mindestens drei Mitgliedern besteht, und das der Parteiborstaud beruft. Die Hälfte der Beisiger wird von den jenigen bezeichnet, welche den Ausschluß beantragen, die andre Hälfte von dem durch diesen Antrag Betroffenen. Den Vorsigenden bezeichnet der Parteivorstand." Der Geändert wurde§ 13, der von der Zusammenfegung des Parteivorstands handelt. Die Kommission hat dem Antrag Scholz- Berlin entsprochen, daß der Parteivorstand in Zus tunft aus 7 Personen bestehen soll, und zwar aus zwei Vorsitzenden, zwei Schriftführern, einem Kassierer und zwei Beifizern. Antrag ist aus den hier bereits erörterten Gründen angenommen worden. Ich teile allerdings die Auffassung der Genossin Zetkin nicht, daß es für den jungen Nachwuchs gut ist, sich einzuarbeiten, denn es handelt sich ja immer nur um den Ersatz einzelner Personen, nicht aber des gesamten Vorstands. Die Kontinuität im Vorstande bleibt bestehen. Aber wenn es der Parteitag für notwendig hält, seine oberste Exekutive um zwei Personen zu vermehren, so brauchen wir darüber nicht erst zu reden. Wir fünf find ganz gut mit einander ausgekommen, und wir fieben, werden auch ganz gut mit einander auskommen. 4 Beiter fragte es fich, wie die Beisiger gewählt werden sollen. Die Antragsteller hatten wohl ursprünglich die Absicht, daß ihre Wahl Die ausführliche Diskussion im Plenum hat die Absichten fo genau fo erfolgen soll wie die der übrigen Vorstandsmitglieder. Bei der Frage des Alkoholismus muß man streng unterscheiden, geklärt, daß wir in der Kommission sofort in die Special- Aber es handelt sich hier nicht um bezahlte Parteibeamte, und was bisher nicht geschehen ist, zwischen dem mäßigen Genuß von bistuffton eintreten fonnten, die sich in der Hauptsache um die deshalb find wir auf Berlin angewiesen, oder aber wir diskussion Alkohol und der Verseuchung weiter Boltskreise durch den über- ersten drei Paragraphen des Entwurfs drehte. Die Wünsche, die müffen andre Genossen, die wir für geeignet halten, zu mäßigen Genuß von Alkohol. Es ist richtig, daß in gewiffen Grenzen zu§ 1 vorgebracht wurden, sind Ihnen bekannt. In der Kommission Berlinern machen. Dagegen wurde eingewandt, daß wir damit der Genuß von Alkohol unentbehrlich für weite Voltsschichten ist, brehte es sich hauptsächlich um die Frage, was unter dauernder den principiellen Boden verlassen, den wir bisher in dieser weil, durch Sitte, Gewöhnung und äußere Verhältnisse es unterstüßung der Partei durch Geld zu verstehen sei, und, wir sind Beziehung innegehalten haben. Bisher haben wir die Vorstandsabjolut notwendig ist, daß alkoholische Getränke getrunken uns dahin schlüssig geworden, daß, wo Partei- Organisationen be- mitglieder auf dem Parteitag gewählt ohne Rücksicht auf ihr Domizil. werden. Dent Alkoholismus gegenüber aber hat die Partei, stehen, der Beitrag zu dieser Organisation genügt, um die Partei- Aber bei dreien von ihnen handelte es sich doch um eine voll bedie sich mit socialen Verhältnissen beschäftigt, allerdings zugehörigkeit zu dokumentieren, wo feine Organisation besteht, ist zahlte Thätigkeit, und deshalb konnte man die Personen herStellung zu nehmen, doch meine ich nicht, daß es notwendig eine anderweitige finanzielle Unterstügung, wie sie ja jegt auch ein- holen, woher es gut schien. Es ist ja bekannt, daß 1890 ein ist, das durch ein besonderes Referat auf dem Parteitage au tritt, ein genügendes Erfordernis für die Parteizugehörigkeit. Genau Schriftführer aus London, ein andrer aus München geholt thun. Wir haben uns ja nur die eine Frage vorzulegen, die oft umschriebene, für alle Verhältnisse zutreffende Formen zu finden, ist wurde, später holten wir ein Vorstandsmitglied aus Hamburg. genug in Broschüren und Zeitungsartikeln in der Presse erörtert unmöglich, wir müssen uns auf die Jutelligenz der Genossen ver- Der eine Vorfißende kam aus Sachfen, der andre war ein alter worden ist wie weit kann der Alkoholismus, der ja nur ein lassen. Ich bitte Eie ,,§ 1 in unveränderter Form anzunehmen. Berliner, den aber die Polizei eine Zeitlang, weil sie ihn dort nicht Symptom der Verelending weiter Volksmaisen ist, beseitigt Bei§ 2 hat der Absatz 2, der vom Ausschluß handelt, in leiden wollte, herausgeschmissen hatte. Weiter wurde in der Komwerden neben der allgemeinen Kur, die pir ait dem der Kommission dieselben Angriffe erfahren wie hier im Blenum miffion gefagt, man fonstruiere ein Standrecht für die Berliner; franken socialen Körper anstellen Dazu müssen Ich gab die Erklärung ab, daß uns, nichts an der Form liegt und auch wurde eingewandt, daß die betreffenden Personen zu berlinisch wir auf die Ursachen des Alkoholismus zurüdbliden. Der daß wir bereit seien, auf den Antrag Wiesbaden einzugeben. Troy empfinden( Burufe.) Ja, ich sage nicht, daß das meine Meinung Alkoholismus ist 1. eine Lohnfrage, d. h. er ist abhängig dem wurde in der Kommission derselbe Tadel des Vorstands laut ist, ich muß Ihnen aber doch die Gründe der Kommission von dem geringen Einkommen der Bevölkerung, die bei schlechter, wie vorgestern hier überflüssigerweise, meine ich; aber des mitteilen und Sie haben die Pflicht, fie anzuhören. ungenügender Ernährung dazu getrieben wird, durch den Altohol- Menschen Wille ist sein Himmelreich. Einiges ist in dem Wies- Ich bin nur das Sprachrohr, der Automat.( Heiterkeit.) Jch referiere genuß sich eine Sättigung vorzutäuschen, die nur die Ernährung zu badener Antrag nicht beibehalten worden. Die Kommission hat sich nur das Bedenken ist geltend gemacht worden, daß an Stelle der gewähren im stande ist, oder eine schlechte Nahrung sich schmackhafter schließlich auf folgende Faffung geeinigt, die redaktionell noch freien Wahl der Gesamtpartei ein Vorortssystem eingeführt wird, zu machen. Der Alkoholismus ist aber 2. auch eine Wohnungs- mangelhaft sein mag; wir hatten teine Zeit, eine Redaktions- ober der Parteitag sagt: es ist nicht die und die Person, die wir frage; denn alle diejenigen, die in schlechten Wohnungen hausen fommission einzusetzen, um allem die absolut torrette Form zu wollen, sondern wir legen in die Parteigenossen des einen Ortes müffen, in denen sie fein Heim finden, werden hinausgetrieben das Vertrauen, daß sie die Richtigen wählen. Es wirde gesagt; in das Wirtshaus, sie müssen dort verzehren, fie werden der Natur der Sache nach müssen dann die Berliner gefragt dazu weiter getrieben durch die Geselligkeit und so wird werden wen haltet Ihr für fähig, ein solches Anit zu aus dem mäßigen Genuß die Völlerei. Dabei aber berühren wir befleiden und auch in der socialen Stellung, um zwei, auch den Punkt, der am wenigsten bisher beim Kampf gegen den dreimal in der Woche nachmittags an einer manchmal Alkoholismus beachtet wird, daß es nicht immer nur die sociale Not plöglich einberufenen Vorstandssizung teilzunehmen. Aus dieser zu sein braucht, welche die Leute ins Wirtshaus treibt, zum überGründen wurden Bedenken erhoben gegen den ursprünglichen Bormäßigen Alkoholismus, sondern daß es auch ein edles gutes Motiv Durch diese Fassung sind wohl alle Wünsche zum Ausdrud ge- schlag, die Wahl schon hier zu treffen. Es wurde angeregt, vorüberfein kann, nämlich der Hang zur Geselligkeit, zur Gemütlichkeit. Der bracht. Der Wiesbadener Antrag ist jetzt dahin geändert, daß nicht gehend und für das erste Mal der Kontrollkommission die Befugnis Arbeiter hat dasselbe Recht und dasselbe Bedürfnis wie jeder andre, mehr vorgeschrieben ist, daß das Schiedsgericht nur aus drei zu übertragen, die beiden Beifizer zu wählen. Ueber die Vermehrung mit seinen Freunden zusammen zu kommen, in fröhlicher Gesellig- Personen bestehen darf. Wir sagen jetzt aus mindestens des Vorstands um 2 Mitglieder wurde nicht weiter geredet, sie wurde feit sich zu unterhalten. Dazu stehen ihm aber unter den heutigen drei. Unter Umständen ist es angebracht, mehr zu berufen. einfach angenommen. Von einer dritten Seite wurde angeregt, die Verhältnissen keine andren Räume zur Verfügung als solche, in Die Möglichkeit dazu ist jetzt vorhanden. Auch dem Bedenken, daß Auswahl bon Beisitzern der Fraktion zu übertragen, die denen er gezwungen wird, alkoholische Getränke zu genießen, der Vorstand doch nicht überall hinreisen könne, wo ein Stouflift fie aus ihrer Mitte zu ernennen hätte. Man stügte weil es andre nicht giebt oder es nicht als richtig betrachtet wird, besteht, ist begegnet, indem gesagt ist: Der Vorstand bezeichnet den sich" dabei darauf, daß schon jetzt bei jeder größeren andre als solche zu verzehren. Hier ist eine Aufgabe für alle, die Vorsitzenden. Er kann entweder eine Person aus seiner Mitte dazu Parteiaktion der Vorstand regelmäßig, wenn es nur irgendwie anauf kommunalem Gebiet thätig sind, dafür zu sorgen, daß von den bezeichnen, oder eine andre Person berufen. Die übrigen Begeht, die Entscheidung der Fraktion, den Vertrauensmännern der Gemeinden Erholungsstätten geschaffen werden, in denen der Arbeiter Stimmungen des§ 2 find unverändert geblieben. Ich bitte, es dabei Partei, unterbreitet und ihrer Anregung und ihrem Nate folgt. init seinen Freunden sich zusammenfinden kann, in denen er nicht zu belassen. Wenn also, so wurde gefagt, die Fraktion schon jetzt einen derartigen gezwungen, irgend etwas zu verzehren, in denen er aber durchaus In der Kommission ist dieselbe Erscheinung zu Tage getreten, wie Einfluß ausübt, dann ist es viel besser, wir verwandeln in ge nicht zum Temperenzler gepreßt werden soll. Dem es ist unmög- in der Fraktion. Die juristischen Mitglieder waren sich darüber schriebenes Recht, was sich aus dem Gang der Dinge in der Partei lich, unter den heutigen Berhältnissen plöglich aus einer alkoholver- einig, daß die Vorsichtsbestimmung in§ 2, wonach mit dem Tode, bereits als ungeschriebenes Recht entwidelt hat. Dagegen wurden zehrenden Bevölkerung Temperenzler zu machen; solche dem Austritt oder der Ausschließung aus der Partei der bisherige verschiedene Bedenken erhoben. Das Resultat der Abstimmung war, Sprünge duldet die Natur nicht. Aber man fann wohl Genosse aller früheren Rechte verlustig geht, notwendig sei. Ich daß die Vermehrung des Vorstands und die beiden Beisiger be aus einer schnapsverseuchten eine nur einem vernünftigen bitte auch Sie, sich mit dieser Bestimmung einverstanden zu erklären. schlossen wurde. Danach heißt es im Statut: Alkoholgenuß fich hingebende Bevölkerung machen, die ein leicht be- Bei§ 3 kam der Gegensatz zwischen dem Vereins- und dem Vertömmliches Bier trinkt, und aus einer biertrinkenden Bevölkerung trauensmännersystem zu Tage. Besonders die Frauen sprachen den ganze und halbe Temperenzler machen, wenn man nicht gezivungen Wunsch aus, daß ihre Vertreter mehr als bisher zu den direkten ist, dem Biergenuß zu fröhnen, wenn man längere Zeit mit seinen Parteiangelegenheiten herangezogen werden mögen. Wir waren der Freunden zusammen sein will. Erholungsstätten, Versammlungs- Ansicht, daß es unmöglich ist, von vornherein bestimmte Normen räume, in denen Geselligkeit gepflogen wird, die find es; die dem für die Organisationsform aufzustellen, die Entscheidung dar Alkoholismus einen starten Danimi ziehen werden. Nicht allein über muß deit Genossen an den einzelnen Orten oder Ländern Lesehallen, nicht allein Bibliothekzimmer; denn nicht jeder überlassen bleiben. Die Kommission hat sich deshalb mit großer Mehrheit ist in der Lage, nach des Tags angestrengter Arbeit fich für die Beibehaltung des§ 3 in der Form des ursprünglichen Ent Die Mehrheit der Kommission hat es also abgelehnt, die Wahl der dem geistigen Genuß hinzugeben, er braucht leichtere Unterwurfs ausgesprochen. Bei dieser Gelegenheit haben wir auch die Beifizer der Fraktion zu übertragen. Auch der Gedanke, ein Prohaltung. Die Schweizer Bildungsvereine haben solche Lokale, von den Frauen beantragte Resolution Nr. 72 angenommen, viforium zu schaffen, wurde abgelehnt. Die Kontrollkommission foll in denen niemand gezwungen wird, etwas zu verzehren, in denen und ich bin beauftragt, im Namen der Kommission an die Partei- dauernd damit betraut werden. Ob diese Lösung glücklich ist, muß Getränke, auch Bier, gereicht wird, aber Schnaps selbstverständlich genossen allerorts den Wunsch zur richten und die Delegierten auf- ich dahingestellt sein lassen. In Wirklichkeit faffen wir ja unsre Beausgeschlossen ist. Auf diese Weise lassen sich weite Kreife dem zufordern, mit aller ihnen zu Gebote stehenden Kraft dahin zu schlüsse immer nur für ein einziges Geschäftsjahr. Im nächsten schrecklichen Elend entziehen, das allerdings durch den Schnaps über wirken, daß die Wünsche der Frauen, soweit irgend möglich, erfüllt Jahre sind wir souverän; wir können eine andre Bestimmung treffen die Bevölkerung gebracht wird. Man vergesse aber nicht, daß man werden. Das ist einfach ein Gebot der Selbsterhaltung der Partei. und die jetzige wieder streichen, wenn sie sich nicht bewährt. In tauben Ohren predigt, wenn man nur durch Belehrung, nur Es geht nicht, daß wir im praktischen Leben nicht den Grundfäßen Berücksichtigung dieses Umstands bitte ich Sie, den Vorschlag der durch Aufklärung vorgehen will und nicht gleichzeitig den unsres Programs entsprechend handeln. Es ist doch keine Stommission anzunehmen. Bollgültiges haben wir noch nicht schaffen Leuten die praktische Möglichkeit giebt, das zu thun, Entschuldigung, zu sagen: weiß der Teufel, mit den können; es handelt sich um ein Experiment. was sie selbst gern möchten, wenn ihnen nur bie Wege Weibern ist ist nicht auszukommen.( Heiterfeit.) Das mag Schließlich ist noch der Antrag Berlin III in einer bessern Form dazu offen ständen. Und die Wege fehlen überall. Es ja zutreffen( Heiterkeit), und manche von uns haben gewiß sehr angenommen worden. Folgender Zufaz wurde beschlossen:„ Hierfind Ausnahmen, daß irgendwo den Arbeitern eine Stätte geschaffen unangenehme Erfahrungen gemacht, aber die Kommiffion hat sich durch wird das Recht der Delegierten, während der Tagung des ift, in der sie sich versammeln tönnen, ohne zum Altoholgenuß ge- gefagt, hier fallen die Männer einmal beweisen, daß das was sie so Parteitags Einsicht in die Bücher zu nehmen, nicht berührt." Weitere nötigt zu sein; es sind Ausnahmen, daß die Wohnungsverhältnisse gern von fich behaupten, daß sie nämlich eine Nuance höher sind wie Aenderungen hat die Kommission nicht vorgenommen. Geredet des Arbeiters so beschaffen sind, daß er in seinem Heim seine Freunde das andre Geschlecht( Seiterkeit), auch wirklich zutrifft. Die Männer wurde noch über den§ 18, die Stellung des Vorwärts" und der bei sich sehen oder auch nur fich wohl fühlen tönnte. sollen hier nachgeben und sich als die Gescheidteren zeigen. Ich Buchhandlung Vorwärts, aber die Anträge wurden abgelehnt. Daß die Lohnfrage aber die Hauptfache bleibt, dürfen wir bitte Sie also namens der Kommission, der Resolution entsprechend Noch habe ich Sie zu bitten, dem Parteivorstand zu ermächtigen, nicht aus den Augen lassen, und es würde unsrer ganzen zu handeln. Die Wünsche der Frauen sind ja im großen und unter Zuziehung des Vorsitzenden der Kommission und vielleicht Stellung nicht angemessen sein, wenn wir uns plötzlich ganzen sehr bescheiden, sie wünschen, daß ihre Bertranenspersonen ihres Schriftführers unsre Beschlüsse formell zu revidieren auf eine Symptom- Kuriererei einlassen wollten; es wäre zu den Vorberatungen und Vorbesprechungen im engeren Kreise und als Redaktionskommission zu wirken. ein Armutszeugnis für den Parteitag, wenn wir meinten, wir hinzugezogen werden. Was tann schliministenfalls dabei Zum Schluß bitte ich Sie im Namen der Kommission, unfre tönnten die Alkoholfrage herausgreifen aus den übrigen socialen heraustommen, wenn diesem berechtigten Wunsch entsprochen Beschlüsse en bloc anzunehmen. Das ist tein neuer Vorgang. In Fragen, Die Guttempler, die Temperenzler, all die guten Leute wird? Es werden in den Zusammenfünften ein paar Reden mehr Halle haben wir es auch so gemacht. Etwas Besseres ließ sich nicht und schlechten Musikanten, die die Alkoholfrage lösen wollen los gehalten( Heiterkeit), es werden so viel überflüffige Neden gehalten, schaffen, alle Wünsche ließen sich nicht erfüllen. Aber das Notwendige gelöst von der Frage der Arbeiterbewegung, der Lohnfrage, die baß es auf ein paar mehr oder weniger gewiß nicht ankommit( beiter ist gefchaffen worden. Im Interesse einer gedeihlichen und raschen Die Wahl der Vorsigenden, Schriftführer und des Kassierers erfolgt durch den Parteitag mittels Stimmzettel in einem Wahlgang und nach absoluter Mehrheit. Hat ein Kandidat die abfolute Mehrheit der abgegebeiten Stimmen nicht erhalten, so findet Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten statt, auf welche die meisten Stimmen gefallen find. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los. Die Wahl der zwei Beisiger erfolgt durch die Kontrollkommission. 099/6 noite ind lur verbunden, für den Entwurf zu stimmen. Borgmann zieht seinen Widerspruch zurück. mehr entgegen. erklärt. istrof V eine " Selbst jagt in der Entwicklung unsrer Geschäfte bitte ich um en bloc Annahme. I ganz ungeheuerliches, daß in einem centralisierten Volts- und ungezählten Millionen Mark immer weiter zahlen sollen. ( Beifall.) Bollgebiet das Eisenbahnivesen nicht centralisiert ist und vor Die Amerikaner werden fich schön hüten, einen Zollinen allem dem Einfluß der Volksvertretung nicht untersteht. Ich habe nun frieg anzufangen, weil wir ihnen die Weiftbegünstigung Vorsitzender Singer: Cine en bloc- Annahme ist nur dann zu- vorgeschlagen, die Eisenbahnen auf das Reich zu übernehmen und fündigen. Wer hatte denn vom freihändlerischen England, als es lässig, wenn von keiner Seite Widerspruch erfolgt. Erfolgt Wider- schrittlich Gesinnten. Ich bin selbst Süddeutscher und kann es mit Deutschland? Wir haben es angenommen, und die Amerikaner lässig, wenn von keiner Seite Widerspruch erfolgt. Erfolgt Wider zwar im Anschluß an eine alte Forderung aller wissenschaftlich fort- uns die Meistbegünstigung fündigte, gefagt, das giebt einen Zollfrieg fpruch? Bergmann- Mülheim a. Nh. erhebt Widerspruch. ganz gut verstehen, daß die Süddeutschen ihre Eisenbahnen werden es auch annehmen. Ich glaube nicht an das Gespenst des es die nicht an das Geſpenſt des Singer: Damit ist die en bloc- Annahme unmöglich geworden, nicht preisgeben wollen, daß fie sie nicht verpreußen laffen Bollfriegs. Aber felbst wenn die Anterifaner es schief auffassen Da mir aber auch an der glatten Erledigung unsrer Geschäfte liegt, wollen.( Bollmar: Sehr richtig!) Ganz gut, aber so leicht gebe würden, so fürchte ich die augenblicklichen Folgen gar nicht Da mir aber auch an der glatten Erledigung unsrer Geschäfte liegt, ich mich nicht gefangen, trotzdem ich den Vers kenne: Auf de so sehr. Hätten wir einen russischen Handelsvertrag, fo frage ich, ob der Widerspruch auch gegen die en bloc- Annahme schwäbische Cisebahne giebt es viele Saltstatione! Und vielleicht wenn wir nicht den Zollkrieg ſeiner Zeit gehabt hätten? Was der in der Kommiſſion unverändert gebliebenen Teile des Organi- gerade deshalb.( Seiterkeit.) So rasch geht es mit der Erfüllung war die ganze amerikanische Handelspolitik anders fals ein steter unsrer Forderungen nicht, und es ist ein sehr schlauer Zug von Strieg gegen uns? Als sie die Mac Kinley- Bill annahmen, hatten Bergmann erklärt, daß er nur deshalb Widerspruch erhoben unsren württembergischen Genossen, daß sie in ihr Programm die wir eine ganz tolossale Krise in der Textilindustrie; ihnen hat es habe, weil er das gebundene Mandat habe, gegen den § 1 in der neuen Fassung zu stimmen. Forderung gestellt haben: vorläufig wollen wir unsre Eisenbahnen nichts geschadet, aber uns und als sie die Kinley- Bill an felbständig haben, für die Zukunft wollen wir sehen. nahmen, war die Krise wieder da und unsre Textilindustrie Singer: Dann liegt dem Widerspruch nur ein Irrtum zu Wir müssen für die Zukunft vordenken. Die wirtschaftlichen Ber- ist jetzt für einige Zeit kaput, Ein kleiner Zollfrieg würde Grunde. Mit dem Beschluß der en bloc- Annahme ist nicht der Zwang hältnisse gehen sehr rasch und wachsen auch den Regierungen über es nicht viel verschlimmern.( Buruf: Was wollen Sie da thun?) den Kopf. Die Konkurrenzverhältnisse gegenüber dem Ausland fönnen, Petroleum, Maschinen, Schuhe, eine ganze Menge Waren tönnten geSinger: Der en bloc- Annahme steht jetzt kein Widerspruch Eisenbahnpolitik zu führen. Seit der preußisch hefftschen Eisenbahn- wir den Amerikanern fagen: Hört, die Meistbegünstigung, die ihr um die Produkte rasch hereinzulaffen, dazu zivingen, eine gemeinsame troffen werden. Aber ich glaube unter feinen Umständen, daß, wenn Bei der Abstimmung wird die Organisation nach dem Vorschlag gemeinschaft macht sich der Gedanke der Reichseisenbahnen immer 1828 mit Preußen abgeschlossen habt, existiert gar nicht für das der Kommission mit großer Mehrheit en bloc angenommen. mehr geltend. mehr geltend. Freilich der bayrische Minister v. Crailsheim Reich; wir jetzt 1903 unsre Handelsbeziehungen von neuem, mid da Angenommen wird gleichfalls die dazu gehörige Resolution 72. jagt wie Bollmar: Wir geben die Selbständigkeit unfrer Eisen- müßt ihr, wenn ihr mit uns in ein Handelsverhältnis treten wollt, Alle übrigen Anträge werden durch diesen Beschluß für erledigt wie unsre Genossen in Württemberg und am schläuesten ist der bahnen nicht auf. Der württembergische Minister macht es verhandeln. Also bei der ganz gewaltigen Ueberlegenheit des amerikanischen thebadische Minister, der sagt: man soll nie niemals sagen: Also wenn Arbeiters über den deutschen, und in Anbetracht dessen, daß wir keine and patio idola nicht für jetzt, aber für die Zukunft! lol mai duolis Manchestermänner sind und daß ich nichts weiter fordere, als daß Es folgt der achte Punkt der Tagesordnung: remio thun Kürzer fann ich in Bezug auf die Gütertarife sein. Daß die Amerikaner nicht von uns eine besondere Bevorzugung verlangen, ihre Herabsetzung für die Arbeiter mindestens von indirektem auf Grund dessen sie das Lohnniveau der deutschen Arbeiter dauernd Die Verkehrs- und Handelspolitik. Rußen ist, braucht nicht näher ausgeführt zu werden. Des- herunterdrücken, können wir vom Standpunkt der Arbeiter es ganz Hierzu liegt die Refolution 65( im Depeschenteil der geftrigen halb müssen wir auch für den Ausbau der Wasserstraßen wohl rechtfertigen, daß die Meistbegünstigung aufgehoben wird; fie Nummer abgedruckt. D. Ned.) vor, in welcher v. Vollmar zwei eintreten, weil sie durch ihre billigen Transporte eine große tann wieder eingeführt werden, aber zunächst müssen wir hier freie Streichungen beantragt: erstens im Schlußabsatz unter A Biffer 1 Stoufurrenz für die Eisenbahnen sind und diese zu einer Zarif- Bahn schaffen. Wenn wir uns nicht auf diesen Standpunkt stellen, der Worte durch Uebernahme der Eisenbahnen auf das Reich" und ermäßigung zivingen müffen. Ich gehe auf die Stanalfrage nicht ein; io tönnen wir fo fönnen wir hundert gegen eins wetten, daß wir in Biffer 3 der Worte hauptsächlich für den Bau des Mittelland- wir haben es nicht nötig, für die rheinisch- westfälischen Groß- dann einen autonomen 8olltarif bekommen mit Bofitionen, fanals". industriellen uns besonders ins Beug zu legen. Ich habe meiner die so hoch sind, daß wir sie uns heute noch nicht vorReferent Caliver: Resolution die Selausel eingefügt, im Notfall muß das Reich den stellen können. Ich erinnere nur daran, daß Graf Kaniz Der Gefichtspunkt, von dem aus ich die Verkehrs- und Handels- Bau des Mittelland- Kanals übernehmen": damit wollte ich nur im vorigen Jahre im Reichstag gefagt hat, wie die Dinge jetzt liegen, politik betrachten will, ist mir aufgedrängt worden durch zum Ausdruck bringen, daß nach der Verfassung Reichstag und tommen wir nicht mehr zu Handelsverträgen, sondern alle Länder einen Beschluß der Organisation der deutschen Berg- und Hütten- Bundesrat schließlich das Recht haben, wenn die Landtage nicht werden autonome Bolltarife bekommen, und dann wird so lange geleute auf ihrer legten Generalversammlung in Altenburg, der bisher wollen, den Bau der Wasserstraßen in die Hand zu nehmen. wirtschaftet werden, bis der Schwächste zuerst reinfällt. Herr Lieber in der Oeffentlichkeit, namentlich auch in unsrer Parteipreffe nicht Damit verlasse ich das Gebiet der Verkehrspolitit und fomme drückte fich givar sehr diplomatisch aus, sagte aber doch, er glaube, genügend gewürdigt worden ist. Es handelte sich um die Konkurrenz zu der viel wichtigeren Handelspolitik. Denn die verkehrspolitische daß diese Perspektive richtig sei. Nun sind ja die Lieber und Kanitz ausländischer Arbeiter und auch polnischer Arbeiter aus andren deut- Frage ist für uns vorläufig eine rein akademische( Widerspruch), vor- feine Bropheten, auf die wir schwören müssen,( Sehr richtig!) aber schen Gegenden, und der Beschluß lautet: läufig fönnen wir hier noch nicht bestimmend einwirken. Ganz immerhin soll man solche Augurenstimmen beachten. " Die Generalversammlung ersucht die Neichsregierung, den anders ist es aber mit der Handelspolitik. Man übersieht da zu Kautsky, ein Gegner meiner Anschauungen, Import fremdsprachiger, ausländischer Arbeiter in die Bergreviere gern die Unterschiede auf dem internationalen Arbeitsmarkt. Wenn letzten Nummer der Neuen Zeit", daß die hochschutzöllnerischen zu verbieten, da die linkenntnis der deutschen Sprache im Berg- mant vor Augen hat, wie verschiedenartig in den einzelnen Ländern die Strömungen den industriellen Export den der Vereinigten keit der ausländischen Arbeiter bezüglich ihres Anteils an den für die abfolute Freiheit sein. Nach einer amerikanischen Statistit, Staaten, und er hält gerade auf Grund dieses Moments die HandelsVersicherungskaffen( Snappschaftstassen) legt es uns nahe, im die zwar nicht bis aufs Tipfelchen richtig ist, aber doch Anhaltsvertrags- Politik für sehr gefährdet. Nun, wenn die Aussichten so Interesse der Ausländer gegen die weitere Anlegung derselben zu punkte giebt über die Lage und Produktionskraft der arbeitenden liegen und wenn gerade Amerita das Hindernis für die Handelsprotestieren." Kelassen in den einzelnen Ländern, finden wir, daß zum vertrags- Politik bildet, ist es da nicht angebracht, daß wir unfre Man mag über die Motive und offizielle Begründung dieses Beispiel der Arbeiter in den Vereinigten Staaten jährlich hochschutzöllner auf ein Gebiet treiben, wo sie nicht mehr die billige Antrags denten, wie man will: zweifellos liegt bier ein schuß eine Wareumenge in Werte bont rund 7900 M. pro: Ausrede haben, mit Bezug auf die amerikanische Politit jo hohe aölluerischer Beschluß vor. Eine deutsche Arbeiterorgani- duziert, in England von 3318, in Deutschland und Frankreich Bölle au normieren. Es liegt fein wirtschaftlicher Grund vor, sich fation spricht es offen aus, daß wir uns gegen die Einfuhr von von 2300, in Belgien von 1800, in Rußland von 1600, in Italien innerhalb Europas durch Zollschutzmauern fünstlich abzusperren. fremden Arbeitern sogar durch ein direttes Verbot schüßen sollen. von 1100 M. Der Lohn der Arbeiter beträgt in den Vereinigten Aber wenn wir diese Meistbegünstigungstlaufel Amerika gegenüber Im Princip ist, meine ich, gegen diefen Standpunkt gar nicht so viel Staaten durchschnittlich 1461 m., in England 850 M., in Frankreich nicht preisgeben wollen, so haben die Gegner bis zu einem gewissen einzuwenden, wenn wir nicht Manchesterlente sein wollen, sondern 785 M., Belgien 693 M., Deutschland 651 M., der Schweiz Grade ein Recht zu sagen: Amerita wirft infolge der Schutzzollim Gegenteil Leute, die die natürliche Konkurrenz unter Umständen 630 M. usw. Das sind gewaltige Unterschiede. Der amerikanische mauern seine überschüssige Produktion so billig nach Deutschbeschränken wollen; aber so viel ist auch sicher, daß wenn erst Arbeiter verdient mehr als das Doppelte des deutschen Arbeiters, land, daß wir absolut nicht an eine Herabſegung unsrer die Arbeiter anfangen würden, durch eine prohibitive Politit sich gegen- diese Thatsache müssen Sie zunächst einmal festhalten. Ich gehe, Bölle oder an weitere Ronzeffionen gegen diejenigen Staaten, mit feitig auf dem Arbeitsmarkt zu bekämpfen, daß der Anfang vom Ende um sie noch deutlicher zu illustrieren, auf eine Zusammenstellung denen wir Handelsverträge machen wollen, denken können, die der nationalen und internationalen Arbeiterbewegung sein könnte. ein, die über die Lohnverhältnisse in den Vereinigten Staaten eo ipso nicht auch Amerika bekommt. Wir glauben immer, die Nun will ich gar nicht die Bedeutung dieses Beschlusses überschäßen, specielle Auskunft giebt, und zwar sind diese Zahlen alle gewonnen deutsche Industrie sei den Amerikanern gegenüber fonkurrenzfähig. aber immerhin müssen wir doch, wenn ein solcher Beschluß von einer aus amtlichen amerikanischen Lohnerhebungen, die mindestens Das ist nicht der Fall. Es ist vielleicht die traurigste Folge unsrer so hervorragenden Arbeiterorganisation wie den Bergarbeitern ge- denselben Anspruch auf Glaubwürdigkeit haben wie die in deutschen Schutzzollpolitik, daß die Unternehmer es nicht verstanden faßt wird, den Ursachen nachgehen, die dazu geführt haben und dazu Deutschland. Es sind in den Vereinigten Staaten z. B. die haben, trotz des Schuzzolls, Amerifa gegenüber konkurrenzfähig zu führen, Gegensäge unter Arbeitern innerhalb eines einheitlichen Arbeiter in der Eisenindustrie bedeutend beffer gestellt als bei uns. bleiben. Seit 1897 ist Amerifa mit den höchsten Löhnen und den nationalen Wirtschaftsgebiets und erst recht Gegensäge unter den In den Feinwalz-, in den Grobwalzwerten verdienen die Arbeiter besten Maschinen auch am tonkurrenzfähigsten, und als dies FrühArbeitern auf dem internationalen Arbeitsmarkt zu schaffen; und bis zu 40 M. den Tag; das sind zwar Ausnahmen, aber die Regel jahr plöglich die Anzeichen einer Krisis in Deutschland auftauchten, wir müssen alle Mittel der Politit, namentlich die Verkehrs- und sind 20 bis 32 M. Jm Baugewerbe ist ein Lohn von 12 bis 16. was wäre geworden, wenn unsre deutsche Industrie plötzlich Handelspolitik in einer Weise zu gestalten suchen, daß solche Gegen- für Maurer, Steinmeßen, Zimmerleute der Durchschnitt. In der überschwemmt wäre von der amerikanischen Massenproduktion? jäße erst gar nicht heranwachsen können, sondern daß fie möglichst Textilindustrie verdienen selbst weibliche Arbeiter 2,40 m. bis Man hat davor gezittert und die Krisis wurde nur verhindert, weil hintangehalten werden. 6 M. pro Tag. nach der Bahl der Webstühle, Boll und Fracht noch zu hoch waren. Ich frage nun zunächst kommen solche Gegenfäße in der Ar- die fie bedienen. Der Chef des Arbeitsbureaus der Man wird vielleicht fragen: Kann denn der europäische Absatzs beiterbewegung innerhalb des nationalen Arbeitsmarkts auf den Vereinigten Staaten hat bor furzer Zeit eine Enquete martt uns das in Bezug auf den Export ersetzen, was wir an internationalen Arbeitsmarkt werde ich bei der Handelspolitik noch angeftelt, die sich auf 81 600 Tegtilarbeiterinnen erstrect; Amerifa verlieren würden? Nun, unser Export nach europäischen näher zu sprechen kommen mehrfach vor und sind sie so be- daraus geht hervor, daß 16 Proz. bis 2 M., 19 Broz, bis 2.70 M., Ländern beträgt 3430 min. M., der nach den Vereinigten Staaten deutend, um ihretwegen der Verkehrspolitik einfach die Interessen 18 Broz. bis 3,50 M., 14 Broz. bis 5,20 m., 23 Proz. bis 8 und 12 M. nur 877 Mill. M., und seit 1891 hat der Export nach den Vertragsder Arbeiterbewegung zu Grunde legen zu müssen? verdienen. Das find Löhne, wie fie in Deutschland in dem näm- staaten beständig zugenommen, der nach Amerifa ist zurückgegangen Werfen Sie mit mir einen Blid auf den deutschen Arbeitsmarkt. lichen Gewerbe überhaupt nicht vorkommen. Man wendet ge- oder stabil geblieben. Wenn wir uns mit den europäischen Staaten Ich will gar nicht eingehen auf den Gegensatz zwischen Arbeiter- wöhnlich ein, dafür sei auch die Lebenshaltung um so viel noch enger literen, so wird der Export dahin noch weiter als bisher verhältnissen auf dem platten Lande und in der Stadt, nicht auf teurer. Das ist nicht richtig; auch hier Reben die zunehmen. Der Export nach Amerika ist bis zu einem gewissen die Sachsengängerei; ich will nur an einem typischen Beispiel zeigen, amtlichen Aufnahmen über die Lebensmittelpreise namentlich im Grade nur möglich durch Niederhaltung des Lohnniveaus der deutschen baß diese Gegensätze in der Arbeiterbewegung thatjächlich vorhanden Maffentonfum eine ganz andre Auskunft, und Reisende, die die Ver- Arbeiter. find und zu den unangenehmsten Erscheinungen führen. Ich greife hältnisse studiert haben, sowie eine Reihe amerikanischer Konsulats- Ich bin mun nicht der Ansicht, daß wir bei dem bevorstehenden nur ein Gewerbe heraus, in welchem die Arbeitsverhältnisse überall berichte fonstatieren übereinstimmend, daß die Meinung, daß in Kampf ohne weiteres mit den Liberalen zusammengehen, ich glaube ziemlich gleichartig liegen, die Maurer.( Zuruf: Die Intensität der Arbeit Amerika das Leben für die Arbeiter teurer sei, eine durch vielmehr, wir müssen die Führung übernehmen, und zwar müssen ist verschieden!) Da finden Sie nun einen Unterschied des Stundenlohus, aus irrige ist. Fleisch, Butter, Stäfe. Gemüse, Thee, Staffee wir vom Standpunkt der Arbeiterinteressen aus unsre Forderungen der gang gewaltig ist. Sie haben Orte, wo pro Stunde Maurer sind viel billiger; die Wohnungsmieten find vielleicht etwas formulieren gana ohue Rücksicht auf die Liberalen. Uebrigens ift es arbeit 60 Pfg. gezahlt wird, und andre, wo 19 Pfg. gezahlt wird. höher, besonders in den Fabrikcentren, aber außerhalb der Städte auffallend, daß die Frankfurter Zeitung" selbst endlich mal sagt, Sie werden zugeben, daß die Maurer an legtren Orten ungemein wieder viel biffiger, und die Preise für Kleider und Schuhe find viel daß die Meistbegünstigungsflaufel für Amerifa uns ein großes Leicht geneigt sein werden, an andren Orten zu arbeiten, wo die niedriger als in Deutschland und vor allem als auf dem freien Hindernis ist, aber sie meint, es geht nicht anders. Nun, nach meiner Löhne höher find; und das ganze Streitbrecherthema fußt vielfach englischen Markt. Ansicht kommt es mir auf einen Versuch an. Wir haben uns bisher auf der Verschiedenheit der Löhne in den verschiedenen Gegenden. Die Frage ist mun: Welche Stellung hat unfre deutsche Arbeiter in unfren Beschlüssen bezüglich der Handelspolitit immer auf den Die Verschiedenheiten in Lohn, Arbeitszeit und sonstigen Arbeits- welt einzunehmen gegenüber der Neuregelung unfrer Handels- Standpunkt des Arbeiters als Konsumenten gestellt; je weiter aber bedingungen führen zu Gegenfäßen, die auch innerhalb der beziehungen? Ich stelle speciell denn die Frage, fie die Weltwirtschaft vorschreitet, besto notwendiger ist es, daß Arbeiterbewegung zum Ausdrud tommen tönnen, Aber wir ist mir heute die wichtigste; Sönnen wir den amerikanern wir uns auf den Standpunkt stellen, daß der Arbeiter auch haben allen Anlaß, Maßregeln zu ergreifen, um diese Gegen- gegenüber das bisherige Verhalten aufrecht Produzent ist. Ich wünsche, daß bei der bevorstehenden Agitation fäge möglichst auszugleichen; und soweit sich diese Gegensäge im erhalten? Jest stehen wir zu ihnen im Meistbegünstigungs- Ver- in Bezug auf die Handelsverträge unfre Losung nicht allein ist: nationalen Rahmen auf dem deutschen Arbeitsmarkt bewegen, ist hältnis: Gewähren wir Oestreich eine Zollermäßigung, so müffen wir fie gegen Lebensmittelverteuerung, sondern auch für höhere Löhne. nicht das einzige, aber eines der ersten Mittel, die Möglichkeit fofort auch den Vereinigten Staaten gewähren ohne jedes Aequivalent. Denn haben die Arbeiter höhere Löhne, so können sie auch höhere des Ausgleichs au schaffen, d. h. die Freizügigfeit der Run frage ich: Haben denn die deutschen Arbeiter wirklich ein fo Preife für Lebensmittel zahlen. Der deutsche Arbeiter soll von dem Arbeiter, die auf dem Papier steht, au verwirklichen. Denn fo- großes Interesse an der Aufrechterhaltung biefes Buftandes? Ge- amerikanischen lernen, viel verdienen, um viel ausgeben zu können. lange die Arbeiter nicht leichter diese Schwankungen in den wöhnlich verweist man uns ja auf die Lebensmittel, die wir von dort Wenn Sie sich auf diesen Standpunkt stellen, dann werden Sie, was Löhnen ausgleichen können, bleiben die Gegensäße bestehen, beziehen und auf die wir Rücksicht nehmen müssen. Ich bin nicht dieser ich hoffe, meine Resolution annehmen. ja verschärfen sich unter Umständen und ihr Zusammenprallen Meinung. Wir exportieren auch nach Amerika. Und nun beachten Sie folauf dem Arbeitsmarkt häuft sich. Daher fordere ich in erster Linie gendes: Die Amerikaner legen auf unfre Ausfuhr einen Zoll von 37 Proz. von der deutschen Verkehrspolitik, daß die Perfonentarife. Des Werts, das sind 250 Millionen Mart Bölle. I frage, wer die Arbeitertarife möglichst start herabgesetzt zahlt diese Zölle? Heute, wo die Konturrenzverhältniffe so entwidelt werben. Daß sie für die Arbeiter viel zu hoch find, brauche ich sind und wo die Amerikaner so schneidige Geschäftslente find, wie nicht auszuführen; welcher Schaden dadurch entsteht. dafür eine ein id es manchmal von unsren Industriellen wünschte die bau die Gefahren derselben erheblich erhöht. Auch die Rechtlosig- Lage der Arbeiter ist, dann würden wir nicht so ohne weiteres für namentlich durch gewaltige Unterstützung gefunden haben, Die Diskussion wird eröffitet. dothe lod Dr. Rosa Lngemburg beantragt folgendes Amendement zur 1. Sinter A8 folgenden Bunft zu setzen: 4. Für weitgehende Ermäßigung der Gütertarife, besonders für Lebensmittel von den Seehäfen und den Grenzstationen ins Intere des Lands. 2. Dem Bunft B1 folgende Fassung zu geben: Für Ablehmmg aller gölle und Bollerhöhungen, besonders auf Lebensmittel usw." fache Berechnung. Wenn wir die vierte Wagenklafic als die Arbeiter Amerifaner bezahlen diese Zölle nicht, nicht, sondern die Im- Resolution Calwer: h flaffe ansprechen, so werden täglich 500000 befördert. Nehmen wir nun porteure und ein großer Teil diefer 250 Millionen Wiart ben zehnten Teil davon als solche, die gezwungen find, nach einer wird auf die Löhne der Arbeiter abgewälzt. Sehen Sie doch die andern Stellung sich umzusehen und bei der Langfamleit des Verhältnisse in unsrer Tegtilindustrie. Saben wir wirklich Berfonenverlehre in der vierten Klaffe meist einen ganzen Tag ver vom Standpunkt der Arbeiter ein Jntereffe daran, diefen bleiernen fäumen, und rechnen wir 2 m. verlorenen Arbeitsverdienst und Druck, der von Amerika auf unser Lohnniveau gelegt wird, noch be 2 M. Behrung auf der Reise, so ergiebt sich ein Ausfall von fonders zu unterstügen? Was ist schlimmer? Schließlich kann ich 60 Millionen Mart im Jahre. Also die Tarife müssen ganz be- bei hohem Lohn auch teurere Lebensmittel ertragen, aber einem trächtlich herabgesetzt werden. schlecht gelohnten Arbeiter sind billige Lebensmittel vielleicht nicht genug unt Wie man aber im Reichstag vom preußischen Eisenbahnminister billig Daher fie zu laufen. glaube id, gehört hat, denkt man nicht daran; und es ist auch gar nicht ab wir sollten uns nicht immer auf den Konsumentenstandpunkt, sondern zusehen, wie bei der gegenwärtigen Organisation des Eisenbahn auf den Standpunkt des Arbeiters stellen. Die deutschen Arbeiter wesens ein derartiger Fortschritt für die Arbeiterflasie erreicht zahlen in die Finanzkaffe der Amerikaner Millionen über Millionen werden soll. Die Einnahmen der Eisenbahnen bilden das finanzielle Mart fortlaufend und eine solche Politit sollen wir unterstügen? $ thut Aut 3. Hinter B 3 folgenden Zusatz zu machen: blo4. Für das Prinzip der offenen Thür" und gegen das der Interessensphären" in Bezug auf China und alle außer europäischen Gebiete." Einger teilt mit, daß die Borschlagslisten für die Wahlen in jur nisu Stolle- Gefau: Rückgrat des preußischen Staats; die Tendenz ist gerade, die Tendenz ist gerade, man jagt, das bedeutet den 8olltrieg. Ja, mein Gott, wir der ersten Stunde der nächsten Morgensizung eingereicht, dann zum noch eine Vermehrung der Eisenbahn Ueberschüsse für die all verlangen es ja von Ostreich, Frankreich und andren Staaten. Drud befördert und bei Beginn der Nachmittagssigung gegen Vors gemeinen Ausgaben des Staats herbeizuführen. Diese Tarif Amerita hat uns ja ganz led den Fehdehandschuh beim Mac zeigung der Delegiertenkarte abgegeben werden sollen. politit stellt eine indirekte Besteuerung des reisenden Publikums Kinley- Tarif hingeworfen, und wenn ich eins nicht verstehe, bar, 11 Wark pro Kopf in Preußen, das ist eine Familien so ist es das, daß man den Amerikanern nicht schon längst bie Steuer von 44 M., eine dirette Besteuerung auf die Produktion. Die Zähne gezeigt hat. Man malt das Gespenst des Zofitriegs an die Die focialdemokratische Fraktion hat stets gegen die SchutzzollEisenbahnverwaltung wird von selbst in dieser Beziehung nicht Wand. Wir Deutschen find aber auch ein guter Martt file die politit Front gemacht. Es ist nur eine Ronfequng, in diesem Sinne reformieren, schon deshalb weil sie gang selbständig in Bezug Ameritauer; ich sehe also gar nicht ein, warum wir namentlich weiter zu arbeiten, und das thut ja auch die Resolution Calwer im Aber in der ebernahme der Eisen auf die Tarifbildung ist. vom Standpunkt der Arbeiter ben Amerikanern diese großen ganzen. Nun hatte ich es für etwas auch vom Standpunkt Dr. Nosa Luxemburg: Ledebour- Dresden- Land: 1111r So mechanisch eng wird ja aber wir haben es satt, elvig Verschlechterungen zu bekommen wir noch an einigermaßen besseren Molkenbuhr: bahnen auf dateich erblide ich eine große Gefahr. Das fizt. So ist es tein Wunder, daß der wirtschaftliche Ausschuß au Unmöglichkeit darstellt. Was heißt denn heute das Reich? Die bedeutet einen Verzicht auf das Budgetrecht und die Lahmlegung jedes einem Handelsgeschäft zwischen agrarischen und industriellen Ausbeutern Uebertragung der Eisenbahnen auf das Reich würde in Wirklichkeit Fortschritts. Hat etwa das Reichs- Eisenbahnamt bisher etwas geworden ist. Den Industriellen wird die Erhöhung der Zölle auf nichts andres heißen, als die lebertragung der Grundsäße des gethan? Nein, es führt teine einheitliche Reform aus und hat Maschinen, Fahrräder und Fahrräderteile zugefagt, dafür willigen preußischen Eisenbahn- Systems auf das ganze Reich.( Sehr richtig!) fich als mangelhafte Einrichtung gezeigt, es ist zu einer fie in die Erhöhung der Getreidezölle. Die Köln. Voltsztg." hat Was ist aber das preußische Eisenbahn- Shstem? Preußen ist vor Null herabgesunken, es hat dazu mitgewirkt, den militärischen Geist bereits erklärt, daß mit einem 6 Mark- Boll der Landwirtschaft gar allem der Hort der Fiskalität, es ist geradezu das Hindernis jeder in das System hineinzutragen. Lesen Sie nur die neueste Nummer nicht gedient ist, ein Zeichen, daß man bereit ist, noch mehr zu be- Verbesserung und Ausgestaltung unfres Tarifwesens, und schließlich des Weckruf". Den Untergebenen werden alle Menschenrechte abge- willigen. Die Agrarier ventilieren bereits den beweglichen Getreides bedeutet das preußische System die allerschlimmste Vergewaltigung sprochen; deshalb halte ich es für bedenklich, den Vorschlägen von zoll, der mit den Weltmarktpreifen steigt und fällt. Sogar die Ver- der Bediensteten und Beamten.( Sehr wahr) Ich weiß sehr genau, Calwer zuzustimmen. Ich wäre nur dann in der Lage, dafür zu zollung der Verpackung wird in Aussicht genommen. Wir müssen welcher Unterschied in der Behandlung der Beamten der Reichsstimmen, wenn unter A 1 die Worte durch Uebernahme der gegen diesen Handel, bei dem die Konsumenten die Kosten tragen, Eisenbahnen und der bahrischen Bahnen besteht. In Bayern Eisenbahnen auf das Reich" gestrichen und unter A 2 auf das energischte prostetieren. würde tein Mensch wagen, ähnliche Dinge Taut werden hinter den Worten„ für weitgehende Ermäßigung der zu lassen, wie sie im Reich und in Breußen gegenüber Personentarife" eingefügt wird: ,, und der Frachttarife". den Beamten alt der Tagesordnung find. 63 würde Am allerbedenklichsten ist, daß die Resolution Calwer den deutschen Regierungen die Möglichkeit giebt, ihre Welt- und Blutpolitik noch Ich bin aufs höchste überrascht durch die Entwicklung, die das eine ganz ungeheuere Verschlechterung für Behntausende von Bebesser fortzusehen als heute, da wir ihnen dann Geldmittel in die Referat Calwers genommen hat. Als ich die Resolution gelesen und amten und Bediensteten bedeuten, wenn bei uns ein andrer Modus Hand geben, die ihnen heute nicht zur Verfügung stehen. Die Weber- den ersten Teil seiner Rede hörte, sagte ich mir: Hier wird nichts Play griffe. In Heffen hat man ja die Probe aufs Exempel genahme der Eisenbahnen auf das Reich würde zur Folge haben, daß Aufregendes vorkommen. Aus dieser verhältnismäßigen Gleich macht, allerdings nicht unter dem Namen des Reichs, sondern unter nahme der Eisenbahnen auf das Reich würde zur Folge haben, daß gültigkeit wurde ich durch die Erklärung Calwers geriffen, daß er dem Namen Preußen. Die Folge davon war eine Heraufsetzung der hos Tarife, man fuchte ferner die Beamten nach Möglichkeit zu paden, das Parlament gar nicht mehr in der Lage wäre, Mittel zu bewilligen. Das Deutsche Reich veranlassen will, Amerika die Zähne zu zeigen. und endlich ist Seffen komplett unselbständig in wirtschaftlichen Die Regierungen würden einfach die Ueberschüsse verwenden und dann würde der Reichstag vor der vollendeten Thatsache stehen und Er ist so freundlich gewesen, nach den ersten allgemeinen Redens- und endlich ist heffen komplett unselbständig in wirtschaftlichen Angelegenheiten geworden. So geht es auch in BraunJa und Amen sagen müſſen. Lehnen Sie also die Resolution in der arten, wie, daß wir keine Mancheſterleute seien, was gar nicht dahin schweig; gegen Baden, Württemberg und Sachsen wird das vorliegenden Fassung ab. gehört, konkrete Andeutungen zu machen, wie er sich nach Erdrosselungssystem angewendet. Wir Socialdemokraten haben Aufhebung der Meistbegünstigungsklausel den Bollfrieg eigentlich denkt. Er sprach von der Erhöhung des Petroleumzolls ia gerade in Süddeutschland in den Landtagen einen außer Das meiste von dem, was der Referent vorgebracht hat, steht in Lebenshaltung des deutschen Volks und des Schuhzolls. Das Petroleum ist ein Rohprodukt und für die ordentlichen Kampf geführt gegen dies Gewaltsystem der preußischen wäre es genau dieselbe Regierung, und hier wird uns implicite zugemutet, den Kampf aufso schroffem Widerspruch zu dem, was als offizielle Meinung der Schädigung, wenn man den Betroleumzoll erhöht, wie wenn die zugeben und Breußen zu unterstützen. Stolle hat mit Recht darauf Partei in Stuttgart festgelegt ist, daß wir eigentlich einen Bölle auf amerikanisches Fleisch und Getreide erhöht werden.( Sehr hingewiesen, daß dadurch unser eifrigster Gegner, die preußische Storreferenten hätten bekommen müssen. Leider ist es bei der Kürze richtig.) Die ärmste Familie brennt Petroleum. Die einzige greif- Regierung, gestärkt würde. So unfinig können wir politisch uns der Zeit nicht möglich, alle ſeine Ansichten zu widerlegen. Ich kann bare Andeutung Calwers über den Zollkrieg mit Amerita, war möglich handeln- das unsinnig" trifft natürlich nicht Calwer, der mich nur auf wenige Punkte beschränken, um die Verkehrtheit des also der direkte Durchbruch der Erklärung seiner Reſolution ia die Frage nur akademisch behandelt hat. Wir Süddeutſchen Calwerschen Standpunkts darzuthun. Vor allem ist es mir zum gegen die Zölle auf Lebensmittel. find gar teine so argen Partitularisten, wir nehmen jede Vers erstenmal passiert, daß ich einen Referenten gegen seine eigne er den Begriff„ Lebensmittel" doch nicht gemeint haben, daß nur befferung vom Reich an, sobald es wirklich eine Verbesserung iſt, Resolution sprechen höre.( Sehr richtig!) Er hat hier für Getreide und Fleisch darunter fällt. Um einen ernstlichen Zollfrieg und das wenige, was die Schutzzollpolitik plädiert, während sich seine Resolution gegen Amerika zu führen, wird die Erhöhung des Petroleumzolls dagegen ausspricht. Er fordert in der Resolution die Ab- nicht genügen. Die Ausführung des Zollfriegs würden ja Centrum Einrichtungen befißen, aufzugeben. Das ist ein Schaden für Südlehnung aller Zölle und aller Zollerhöhungen auf Lebensmittel, die und Konservative übernehmen. Sie würden sagen: Seht, die Social: deutschland und auch für das Reich, weil dadurch der Stachel zu möglichste Beseitigung, eventuell Herabsetzung der bisherigen Zoll- demokratie leitet uns auf die richtige Bahn. Aber das, was sie Berbesserungen fortfällt. Wir haben ganz andre Ziele nach dieser fäße bei der Neugestaltung des Bolltarifs, die Verwerfung aller zoll- vorschlägt, reicht nicht aus, Amerika auf die Knie zu zwingen. Das Richtung angestrebt. gesetzlichen Maßnahmen, die einen engeren handelspolitischen An- amerikanische Getreide, das amerikanische Fleisch muß auch belastet der Forderung, wir sollten für ein Reichs- Vereinsgesetz eintreten der Noch eine Parallele. Die Sache liegt genau so wie f. 8. mit schluß Deutschlands an andre Staaten erschweren. Und das fordert werden. Wie stellt sich nur Calwer die Wirkung eines Zollfriegs ein Genoffe, der hier zugleich eine Rede gegen die Meistbeginsti- mit Amerika vor. Als hervorragender Kampfhahn zeigte er Amerita Bustände find als in Preußen, diese auch hinweggefegt werden. Aus lieben Einheit zuliebe. Dadurch würden dort, wo noch beffere gungsklausel hält. Entweder wußte er nicht mehr, was er in der zuerst die Zähne, aber dann meinte er: So schlimm ist es ja gar all diesen Gründen empfehle ich Ihnen, zwar die Forderung der Resolution geschrieben hat, oder er hat sich an ein Thema heran nicht gemeint. Wir wollen bloß drohen, wollen ein ganz lein einheitlichen Gestaltung der Verkehrspolitit anzunehmen, dagegen gewagt, das er nicht beherrscht.( Unruhe.) Jeder, der etwas von bißchen die Zähne zeigen, dann wird Amerika schon nachgeben. Das einheitlichen Gestaltung der Verkehrspolitik anzunehmen, dagegen der Zollpolitik versteht, weiß, daß die Meistbegünstigungsklausel das erinnert mich an Aussprüche Emil Oliviers, Chamberlains und das, was diefen Satz in der Resolution verunziert und verdirbt, erste und wichtigste Erfordernis des freien Handelsverkehrs ist. Seit ähnlicher Leute. der Aera der freien Handelspolitik ist die Meistbegünstigungsklausel der Herzens den Transvaalboeren Chamberlain wollte auch zuerst nur leichten nämlich die Specialbestimmung, die nur unsren Gegnern zu gute kommt, abzulehnen.( Beifall.) Grundsatz aller Handelsverträge, und gerade dant dieser Klausel die Zähne zeigen und einen ganz ungeheuerlichen Strieg hat er ein ganz klein bißchen hat sich der Freihandel verhältnismäßig so schnell verbreitet. Wenn angezettelt. Wenn wir mit so leichtem Herzen Amerika ein ganz klein wir nun gegen die Meistbegünstigungsklausel sind, so binden wir bißchen die Zähne zeigen, dann würde ein unabsehbarer Zollkrieg uns damit schon ohne weiteres für den Schußzzoll, und wir würden, entstehen, der für Deutschland einen viel schlimmeren Ausgang die Eisenbahn- Verhältnisse in Breußen sind, und ich glaubte, er bie 8 Bollmar hat uns foeben recht eindringlich geschildert, wie schlecht wenn wir Calwer folgten, nicht nur von unsrem bisherigen Stand nehmen würde, als für Amerika. Amerika ist bei einem Zoll- würde notwendigerweise zu dem Schluß kommen, daß dieses System punkte abschwenken, sondern zu unsrer größten Schande noch hinter frieg in der bei weitem günstigeren Lage. den linksstehenden bürgerlichen Parteien zurückstehen. Calwer hat ohne Schädigung des Volts find nur in Ländern möglich, wo so bald wie möglich beseitigt wird. Da nun nicht daran zu denken den Vorschlag gemacht, wir müßten die Führung in dem bevor- noch ein ungeheures Reservoir unbenugter Naturkraft vorhanden ist. ist, daß Preußen von Bayern annektiert wird, wird kein andrer stehenden Kampfe übernehmen; ich verstehe aber nicht, wie man Für Amerika ist der Schutzzoll eine Art Prämie, die die Amerikaner Ausweg sein, als die Eisenbahn auf das Reich überzuführen. In jemand führen will, hinter dem man steht. Will man führen, so für die Verlegung einer Anzahl Industriezweige nach Amerika be- dieser Sache unterstütze ich also die Resolution Calwers. muß man vorausschreiten. Und Calwer hat ja selbst gesagt, daß zahlen. In einem Bollfrieg mit ihm würden wir auf die Knie die Handelspolitik mich einverstanden erklären. Er hat es so darAber um so weniger kann ich mit seinen Ausführungen über fogar die Frankf. 8tg." fich nicht an die Meistbegünstigungsklausel kommen. Um Mißverständnisse auszuschließen: auch ich bin der Angestellt, als ob wir demnächst vielleicht gezwungen sein würden, einen Heranwagt. Auf alle Schniger, die der Referent gemacht hat, kann ich hier Nahrungsmittel und Rohprodukte importieren und Industrieprodukte wir Amerika erschrect, als 1883 die gesamte Einfuhr des amerikasicht, daß bei einem Zollkrieg beide Nationen leiden. Weil wir aber fleinen Zollfrieg anzufangen, um Amerika tirre zu machen. Haben nicht eingehen. Er hat u. a. die Behauptung aufgestellt, daß in exportieren, find wir die besonders Geschädigten, und bei einem Zollunserm Warenverkehr mit Amerika die Zölle nicht von Amerika, frieg würden wir die Kosten zahlen. Calwer hat schließlich der nischen Schweinefleisches aus rein zolpolitischen Gründen verboten sondern von uns getragen werden. Eine solche wissenschaftliche sollpolitischen Vereinigung der europäischen Staaten untereinander Die Amerikaner haben darauf nicht ihre Zölle Leichtfertigkeit ist mir noch nicht vorgekommen. Wer die Bölle trägt, das Wort geredet. Gegen die engere Lierung der europäischen gegen Deutschland herabgefeßt, sondern gerade umgekehrt, das hängt von so vielen Umständen ab, daß von Jahr zu Jahr eine Völker durch wirtschaftliche Verbände, auch durch Beseitigung der Anlässe zu jener Bewegung, die schließlich zu der Mag Kinley- Bill das Schweine Einfuhrverbot ist einer der wesentlichsten Schwankung darin eintritt. Mit einer solchen wissenschaftlichen Leicht- Bollschranken, habe ich nichts. Selbst wenn wir ein vereinigtes fertigkeit follte man sich doch nicht an ein Referat heranwagen. Der Europa hätten, zu dem natürlich Rußland nicht gehören könnte, da führte. Wenn also etwas dazu angethan wäre, die Zustände zu ver Standpunkt Calwers ist nicht mehr und nicht weniger als der des Grafen es wirtschaftlich in ähnlicher Lage ist, wie Amerika, wäre ich doch schärfen, so ist es gerade der Weg, den Calwer vorschlägt. Er ist Kaniz, der Krieg gegen Amerika war seine Losung. Dieser Zu- dagegen, daß wir die wirtschaftspolitische Weltmarschallschaft im aber von einer ganzen Reihe falscher Voraussetzungen ausgegangen. fammenschluß der europäischen Staaten zu einem Zollbündnis gegen Schußzzollkampf übernähmen. Alle Zweideutigkeiten, die schutzEr hat die Ziffern einer amerikanischen durchaus anfechtbaren, Amerita ist ein alter Ladenhüter aus dem Magazin der Agrarier zöllnerische Interpretationen ermöglichen, müssen aus der Resolution Statistik für bare Münze genommen, und hat dazu die und andrer Schutzöllner. Weiter meint Calwer, wir sind noch nicht Calwer ausgeschlossen werden, sonst ist sie unamnehmbar. Ziffern einseitig herausgegriffen, die feine Ansicht am im stande, die Freihandelspolitik zu befolgen, weil Amerika nichts meisten stüßen, hat aber unterlassen darauf hinzuweisen, davon wissen will. Das ist der Standpunkt, den die Regierung daß es eine ganze Anzahl von Gewerben giebt, in denen immer in Arbeiterschutzfragen einnimmt, das ist ein echt bürgerdie amerikanischen Arbeiter schlechter gestellt sind, als die deutschen. licher Standpunkt. Wir aber fagen: Was wir principiell für Das hätte ihn freilich zu dem Schluß führen müssen, daß hohe richtig halten, damit fangen wir zunächst in unserm eignen Motive stimmen wir nicht ab, man braucht gar nicht mit jedem deuten. Im Gegenteil, gerade die hohen Schutzölle werden in Mit dem Hauptteil der Resolution bin ich einverstanden. Ueber Schutzölle nicht notwendigerweise einen Vorteil für die Arbeiter beLande an. Calwer steht in schroffem Gegensatz zu unserm Partei- Wort des Referenten einverstanden zu sein, um der Resolution zu ganz schamloser Weise in Amerika, ausgenutzt, um die Arbeiter als standpunkt. So kann man nur sprechen, wenn man in der Bollpolitik auf nationalem Standpuntt, nicht aber auf dem inter- stimmen zu können, wenn man überhaupt Resolutionen für not- Konsumenten auszumugen, während sie als Produzenten nichts nationalen steht. Wir haben die Pflicht, nicht nur die nationalen, wendig hält. Bevor ich auf die Hauptsache komme, nur noch ein gewinnen. So find z. B. in der Seidenindustrie von New- Yersey sondern auch die internationalen Arbeiterinteressen im Auge zu be- Wort: Wir sollen uns hüten, bei einer derartigen praktischen Frage nach der Mac Kinley Bill, wo die Krefelder, französische und halten, wenn nicht das, was im Kommunistischen Manifest steht, mit Redensarten vorzugehen. Wenn man es z. B. so hinstellt, als schweizerische Industrie fast lahmgelegt wurde, die Löhne nach unten Phrase sein soll. Wir müssen uns fragen, was für alle Arbeiter aller ob jeder Socialist Freihändler sein müsse, so ist das etwas, was vor gegangen, und es hat eine erhebliche Bermehrung der Frauenarbeit Länder von Nutzen ist, wir müssen die amerikanischen Schutzölle 20 Jahren bei uns schon als abgethan gegolten hat. Man muß eben stattgefunden. bekämpfen nicht nur im Interesse unfrer Textilindustrie, sondern die Parteigeschichte ein wenig näher tennen, man muß wiffen, daß man Dann hat Calier eine Beseitigung der Meistbegünstigungsauch im Intereffe der amerikanischen Arbeiter, denn sie haben ebenso sehr wohl ein Bekämpfer des Schutzzollsystems sein fann, ohne flaufel gefordert, als ob dadurch lediglich die Vereinigten gut wie wir darunter zu leiden. Die amerikanischen Arbeiter doch alle freihändlerischen Geschichten mitzumachen. Ebenso verhält Staaten getroffen würden und nicht auch eine ganze Steihe füdwiffen sehr wohl, daß die schutzöllnerische Aera mit dem Imperialis- sichtspunkt ausgehen, sondern wir hätten nur für die internationalen der Erhöhung des Weizenzolls auf den Normaltarif und ein sofortiges es sich mit dem Schlagwort, wir dürften nicht vom nationalen Ge- amerikanischer Staaten, vor allem Argentinien; das bedeutete mus und der Reaktion verbunden ist. Also in gemeinſamem Interesse Arbeiterinteressen einzutreten. Die Wahrheit ist die, daß wir sowohl Emporschnellen der Weizenpreise, ohne daß wir Deckung dafür müssen wir uns gegen die Schutzzölle in Amerika und in Deutsch- Arbeiterintereffen Land wenden..( Glocke des Vorsitzenden.) Ich bitte, mir das Wort für nationale wie für internationale Arbeiterinteressen eintreten. hätten. Denn es ist doch gar zu naiv anzunehmen, daß das Ausnoch etwas länger zu erteilen. ( Buruf von Gen. Rosa Luxemburg.) Schweigen Sie doch mal und land die Zölle zahlen würde; im Gegenteil, die Schutzölle wirken reden Sie nachher! Man kann sehr wohl ein guter Socialdemokrat fast in allen Fällen zur Belastung der Konsumenten. Eine Singersche und guter Internationaler sein und braucht sich deshalb doch nicht Nähmaschine, die bei uns 100 m. tostet, ist am Fabrikorte mit auf den Standpunkt zu stellen, daß wir jeder Handlung des Aus- 145 M. zu bezahlen, für die Rolle Garn, die bei lands mit gebundenen Händen gegenüber stehen müssen. Wie wir uns für 10 Pfennig zu haben ist, müssen die Näherinnen im allgemeinen uns stets zu diesen Fragen gestellt haben, wissen am Fabriforte in Amerifa 20 Pfennig zahlen. Wir sollen Sie aus den achtziger Jahren schon. Das wichtigste ist, daß wir die Hand dazu bieten, unsre Konsumenten der Ausplünderung durch mit aller Energie und ganz anders als bisher uns auf den großen die Hochschußzöllner auszuliefern? Wollen wir einmal mit dem Stampf, der uns bevorsteht, vorzubereiten haben. Die Einzelheiten Grafen Stanis marschieren, dann einen Schritt weiter, dann auch werden sich zu gegebener Zeit schon finden. Verstaatlichung des Grund und Bodens! Nun zur Begründung meines Antrags. Ueber die Streichung Die Arbeiter, sagt Calwer, könnten hohe Preise ertragen, der Worte hauptsächlich für den Bau des Mittellandkanals" wenn sie nur hohe Löhne haben. Ja, wer sagt Ihnen denn, daß brauche ich wohl nichts zu sagen, nachdem Calwer sein Einverständnis bei höheren Warenpreisen höhere Löhne fonimen werden? Wie find damit zu bekunden gegeben hat. Darüber sind wir alle einig, daß denn die Wirkungen des Mac Kinley- Tarifs und der Dingley- Bill das deutsche Wasserstraßensystem ausgebaut werden soll, aber es ist in Amerika gewesen? Der Import vor in Kraft treten dieser Bills geführt wird. Das schränkt den allgemeinen Sag ein, statt ihn aus Verteuerung der Lebensmittel santen die Löhne. kein Grund vorhanden, warum der Mittellandkanal als typisch an- war ein ganz gewaltiger, die Läger wurden überfüllt und mit einer Ich denke, wir zudehnen; uns ist es doch aber um eine möglichste Ausdehnung zu sollten von diesem Jingoismus und Agrariertum uns vollkommen thun. Auch dem Punkt A 2 der Resolution hätte ich gern eine frei halten. Die englischen Arbeiter haben bei Freihandel und andere Fassung gegeben. Calwer wird zugeben, daß wenn gutem Koalitionsrecht gute Löhne; und wenn wir darauf hinarbeiten, wir eine weitgehende Ermäßigung der Personentarife anstreben, wir das Koalitionsrecht auszugestalten und Bahn frei machen und das das zweifellos auch thun zur Verwirklichung des juristisch- formalen Volk nicht der Ausplünderung freigeben, ist es das Bernünftigste, Rechts der Freizügigkeit der Arbeiter, aber das ist nicht der einzige was wir für die Arbeiter thun können.( Beifall.) Grund, es giebt darüber hinaus noch politische Gründe, die uns lebhaft interessieren.( Sehr richtig!) Bielleicht forrigiert Calwer das noch selbst. Harris- Himbach: * Singer: Das kann ich nicht thum. Halten Sie sich an die Geschäftsordnung. Sie können ja von Ihrem Recht Gebrauch machen und sich zum zweitenmal zum Wort melden. Zur Geschäftsordnung beantragt Kiefel- Berlin VI, dem Vorsitzenden in diesem Falle zu gestatten, uneingeschränkte Redezeit zu gewähren. Singer: Wenn der Parteitag so beschließt, so werde ich natürlich demgemäß verfahren. Ich würde es aber dann für richtig halten, daß wir allen, die zu diesem Thema sprechen, unbeschränkte Redezeit bewilligen, denn alle Mitglieder sind doch gleichberechtigt. Die Abstimmung ergiebt die Ablehnung dieses Vorschlags. Es bleibt also bei der Nedezeit von zehn Minuten. Singer: Ich fann Sie nur nochmals darauf aufmerksam machen, daß Sie das Recht haben, sich wieder zum Wort zu melden. Rosenow- Berlin: v. Vollmar: = . Gegenüber der schwierigen Aufgabe, die Calwer hatte, beschränke ich mich auf die Erklärung, daß ich nicht jede Bemerkung von ihm unterschreibe, wohl aber für seine Resolution stimmen werde. Ich freue mich, daß die Frage der Handelspolitik uns hier beschäftigt. Die wichtigsten Bedenken habe ich gegen die Forderung unter A 1. Jch vermisse eine Klarlegung der Agrarberhältniffe, Bisher ist ihr lange nicht die nötige Aufmerksamkeit in der Agitation Daß wir eine einheitliche Gestaltung der Berkehrspolitik zu fordern soweit sie mit den Handelsbeziehungen in Berbindung stehen. Man von uns geschenkt worden. Die handelspolitischen Beziehungen sind haben, wird jeder Socialdemokrat, ja jeder moderne Mensch zu scheint in der Partei eine gewiffe Schen davor zu haben, diese Frage von großer Bedeutung für die Gestaltung der einheimischen Arbeits- geben, aber diese Forderung wird durch den Busaß, dessen zu berühren; aber so schwierig sie ist, fie muß behandelt werden. Für die bedingungen Deshalb hatten die Gewerkschaftler allen Anlaß, auf Streichung ich beantragt habe, verdorben. Calwer fordert die Kleinbauern gilt es sicher nicht, daß sie kein Interesse au hohen diese Dinge einzugehen. Wir fragen, ob sich die Arbeiterschaft unter Uebernahme der Eisenbahnen auf das Reich; er hat Preisen der landwirtschaftlichen Produkte haben, denn sonst könnten dem System des Freihandels oder des Schutzzolls am au unsrer Beruhigung hinzugefügt, daß das eine akademische fie unmöglich bestehen. Aber wir müssen notwendig auch die Masse am an die nicht zu Durchführung fie auch dieb, wie besten befindet. Es läßt sich nicht verkennen, daß Forderung ist, da wir ja ohnehin sobald nicht zu ihrer Durchführung der Kleinbauern gewinnen, die genau solche Proletarier find, wie das Schutzzzollsystem der Arbeiterschaft tiefe Wunden ge- kommen. Ich betrachte das nicht als akademisch, und gerade die die Lohnarbeiter. fchlagen hat. Mein Wahlkreis ist gerade durch Be- Berschmelzung des akademischen mit dem praktisch- politischen Standtonung des freihändlerischen Standpunkts gewonnen worden. Die puntt in diesem Satz ist nachteilig. Wir sind eine politische, eine Weberei, Wirkerei und Spielwaren- Industrie meines Bezirks ist auf Stampfpartei. Wir halten unsre Kongresse nicht ab, um schöne ataden Absah ins Ausland angewiesen. Diese Arbeiter würden mit demische Reden zu hören, sondern um zu bestimmten Fragen Stellung Calwer nicht einverstanden sein, wenn er fagt: Beffer find hohe zu nehmen. Da dürfen wir nicht die Verhältnisse, wie sie in Löhne und hohe Lebensmittelpreise, als niedrige Löhne und niedrige 50 Jahren mal sein werden, sondern die aktuellen Verhältnisse in Lebensmittelpreise. Es ist bedauerlich, daß in dem wirtschaftlichen Betracht ziehen. Die find aber so befchaffen, daß eine Hebertragung Ausschuß zur Vorbereitung der Handelsverträge nicht ein Arbeiter der sämtlichen Eisenbahnen Deutschlands auf das Reich eine absolute 1 ( Fortsetzung in der 2. Beilage.) EIN T Z 1150 I Waarenhaus Hermann Tietz. Leipzigerstrasse 46, 47, 48, 49. Neubau. Krausenstrasse 46, 47, 48, 49. Hol Eröffnung nahe bevorstehend. 24 Definitives im Sonntagsblatte. erantwortlicher Redacteur: Heinrich Ströbel in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mox Bading in Berlin Br. 220. 17. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 21. September 1900. Socialdemokratischer Parteitag in Mainz. ( Fortsetzung aus der 1. Beilage.) Dr. Nosa Luxemburg: Darauf wird die Diskussion über die ,, Verkehrs- und Handelspolitik" fortgesetzt. bude des Vorsitzenden. Die Redezeit des Redners ist abgelaufen.( Heiter feit.) Bebel: Wenn wir Das Dr. David Mainz: Verschiedene Ursachen haben mich verhindert, gestern dem Referat Calivers die Aufmerksamkeit zu schenken, die es verlangte; ich bin Möllenbuhr hat gestern gemeint, man fönne Breußen nicht von deshalb auch nicht in der Lage, gegen ihn ausführlich polemisieren zu Bayern aus annettieren, und aus diesem Grunde sei es notwendig, wenn tönnen. Ich bemerte aber ausdrücklich, daß eine Reihe von man der tariffeindlichen, von rein fiskalischen Gesichtspunkten aus Säßen, die er ausgesprochen hat, insbesondere über die zoll Eins hat mich bei den Ausführungen Vollmars überrascht gehenden Verwaltungsweise der preußischen Eisenbahnen ein Ende politischen Verhältnisse Deutschlands zu den Vereinigten Staaten der Vollmar, der gegen die Verstaatlichung spricht! Sieht so die praktische machen wolle, diese Bahnen auf das Reich zu übernehmen. Die artige waren, daß wir sie entschieden zurückweisen müssen. Er wird Politit" aus? Halten es die praktischen Politiker auch mit ihren Frage der Vereinheitlichung des Eisenbahnwesens im Reich in diesem selbst aus dem Echo, das seine Rede in der bürgerlichen Presse findet, eignen Dogmen so? Nun, dann sind sie nicht gefährlich. Calwer Sinne gelöst, daß das Eigentum an den Eisenbahnen aufs teich bemerken, wessen Mühle er gestern gedreht hat; es ist die agrarische gegenüber fasse ich mich dahin zusammen, daß wir sein Referat übernommen und damit auch unmittelbar der Verwaltung des Reichs Bresse, die in erster Linie einer ganzen Reihe seiner Ausführungen als seine Privatmeinung betrachten müssen, dagegen die Resolution, und Reichstags unterstellt wird, die Frage in diesem Sinne ist aller- jubelnd zustimmen wird. Auch ich finde, daß gerade dieser Teil die auf dem richtigen Standpunkt der Partei steht, ruhig annehmen dings eine rein akademische. Moltenbuhr giebt ja auch zu, daß diefer feiner Ausführungen in einem lebhaften Widerspruch steht zu den fönnen. Unser Standpunkt betr. die Handelsbeziehungen ist auf dem Prozeß in absehbarer Zeit nicht vor fich gehen wird, und zwar so Sägen feiner Resolution, die fünftighin für unsre Saltung Stuttgarter Parteitag festgestellt, er hat sich nicht geändert, tann und lange nicht, als der preußische Landtag und die preußische in den zollpolitischen Fragen maßgebend sein soll. So heißt wird sich hoffentlich nicht ändern. Regierung sich dem entgegen stellen. Wan führt gegen eine Festlegung zu Gunsten des freien ragenden Einfluß Preußens Gegenüber dem hervores: Wir haben einzutreten für eine Handelsvertrags- Politit, die sich und Handelsverkehrs gewöhnlich an die internationale Rücksicht auf großagrarischen Elemente ist gar keine Aussicht vorhanden, daß diese schreitend aufzuheben und den freien Weltverkehr zu fördern; für innerhalb Preußens der das Biel jetzt, die wechselseitigen Handelsbeschränkungen fort die Arbeiterklasse zurückgebliebener Industrieländer und die Art der Ueberführung der Eisenbahnen auf das Reich bevorsteht. Verwerfung aller zollgejeglichen Maßnahmen( wie Maximal und Rücksicht auf die Arbeitsverhältnisse noch schußbedürftiger Industrie- Aber nach andrer Richtung hin ist die Frage im höchsten Maße Minimaltarif, Wertzölle usw.), die einen engeren handelspolitischen zweige in Deutschland selbst. Das erste Argument beruht auf Un- aktuell, nämlich in dem Sinne, unser Eisenbahnwesen zu vereinheit Anschluß Deutschlands an andre Staaten erschweren." fenntnis der Verhältnisse. Man nennt dabei besonders Rußland als lichen, daß das Eigentumsrecht an den Eisenbahnen den einzelnen aber die gestrigen Ausführungen Calwers für unser Verhalten im ein Land, dessen Industrie ohne Schutzölle sofort zu Grunde gehen Ländern verbleibt, daß aber die Verwaltung eine centrale ist, die Reichstag maßgebend sein lassen wollen, würden wir das Gegenteil würde. Jeder Kenner russischer Verhältnisse wird Ihnen sagen, daß die sich zusammensetzt aus den Mandataren nicht der einzelnen Länder, erreichen, wir würden die internationalen Gegensätze verschärfen, für ruffische Industrie gegenwärtig trotz der Schutzölle zu Grunde geht. Sie sondern der einzelnen Regierungen, daß also unter der Aegide des unsre Gegner arbeiten und ein friedliches Zusammenarbeiten mit schaffen den russischen Unternehmern allerdings wahnsinnige Profite, preußischen Ministeriums eine centrale Verwaltung durchgeführt wird, andren Wölfern auf handelspolitischem Gebiet, um allmählich zu machen fie aber apathisch, initiativlos und völlig konkurrenzunfähig auf in die aber der Reichstag als solcher nichts dreinzureden hätte. Das einer freien Handels- und Verkehrspolitik zu tommen, erschweren. dem Weltmarkt. Am meisten leistet darunter wieder der Arbeiter, denn ist die Eisenbahngemeinschaft, wie sie heute durch Miquel angestrebt wird, Auch ich will erklären, daß wenn wir, wie ich, der Resolution Calwer mit der Schutzzöllnerei besteht in Rußland primitive Arbeitsweise und diese Eisenbahngemeinschaft ist in Süddeutschland in der That im zustimmen, damit nicht aussprechen, daß wir auch seiner Motivierung und Rückständigkeit im Arbeiterschuß, so daß die russischen Social- höchsten Grade aktuell. Wir haben ja hier in Hessen den ersten Schritt zu zustimmen können. Damit verlasse ich diesen Bunkt. demokraten für Aufhebung der Schutzzölle eintreten. Sollen dieser Eisenbahngemeinschaft: das Eigentum an unfren hessischen wir aber auf die industrielosen Balkanstaaten Was mich hauptsächlich veranlaßt, das Wort zu nehmen, waren Rücksicht Bahnen ist der hessischen Regierung geblieben, die Verteilung des die Ausführungen Vollmars und sein Antrag betr. Streichung der nehmen? Ebenso hinfällig ist der Hinweis darauf, daß in Deutsch- Gewinns regelt sich nach dem Anteil des speciellen hessischen Eisen- auf die lebernahme der Eisenbahnen auf das Reich bezüglichen land einzelne Industriezweige des Schutzolls noch nicht entraten bahneigentums, die Verwaltung fist in Berlin, an ihrer Spizze steht Worte. Wären sie in der Resolution nicht enthalten, so würde ich fönnen. Keine Reform hat alle einschlägigen socialen Verhältnisse Thielen. Von Hessen werden zwar einige Beamte dort hinein ent- wahricheinlich feinen Versuch gemacht haben, fie hineinzubringen. berücksichtigen können, trotzdem find wir für die Gewerbefreiheit und sendet, aber die ganze Verwaltung, die bei diesem Berkehrs- Nachdem sie aber einmal darin stehen und nach meiner lleberzeugung technischen Fortschritte eingetreten, wenn auch eine Anzahl Eristenzen institut ja eine Centrale sein muß, ist in legter Linie von einem ganz richtigen Gedanken Ausdruck geben, würde eine Zu dabei zu Grunde gegangen find. Kann die Spazierstod Breußen abhängig, und Miquel ist schon drauf und dran, ſtimmung des Parteitags zu dem Antrag Bollmars nach außen Industrie ohne Schußzoll nicht bestehen, mun so werden wir, auf Grund des territorialen Uebergewichts Preußens und mit Hilfe hin notwendigerweise verwirrend wirken, Daher können wir den wenn auch mit großem Seelenschmerz, über die Epazierstöde hes hessischen Eisenbahnsystems, das ihm einen Keil nach Süd- Antrag Bollmar nicht annehmen. hinwegschreiten. Ich stimme den Ausdeutschland hinein ermöglicht hat, und das mit Zuhilfenahme führungen meines Aber überhaupt ist es eine Uebertreibung, wenn man behauptet, der Vorredners über die Eisenbahnpolitik Reichseisenbahnen ibm gestattet, den wir wollten erklären: vom nächsten ersten April an sind fämtliche so einzurichten, daß Baden kalt gestellt wird. Ich sage, Miquel übt preuzung des Eisenbahnwesens besteht, so in der Politit, bie Tranfitverkehr Preußens Wort für Wort zu; und wenn eine Gefahr der Ber Schutzölle aufgehoben. Wir sind überhaupt keine Draufgänger, dadurch einen gewaltigen Druck auf die badischen Eisenbahnen aus Preußen unter dem bisherigen Regime durchführen kann. sondern vernünftige Leute( Seiterkeit), die, wenn wir erst und drängt so die Badenjer ebenfalls zum Anschluß. die Macht haben, wohl verstehen werden, eine Reform berufinftig würde Württemberg talt gestellt werden können und denselben Weg Preußen außer stande zu jezen, seine Berkehrsmagimen auf die Bon da aus einzige Mittel, der Verpreußung der Eisenbahnen entgegenzutreten, einzuführen. So wie wir die Verkürzung der Arbeitszeit stufenweise gehen, und Bayern würde dann auch nicht mehr lange Widerstand übrigen deutschen Eisenbahnen auszudehnen, ist, daß wir ihm das fordern, können wir uns auch die Abschaffung der Schutzölle als leisten fönnen. So ist also die Frage heute sehr aktuell. Wir haben Eisenbahnwesen aus der Hand nehmen und auf das Reich übereine Reihe von Reformen denken, die den betreffenden In- in Süddeutschland einmütig gesagt, daß wir diesen Plan Miquels dustrieländern und Industriezweigen geit laffen, fich tragen. Es ist ein durchaus falscher Standpunkt, der durch die fich vorzus nicht unterstützen können. Wir Hessen könnten ja denken, nachdem Praris in teiner Weise bestätigt wird, wenn Bollmar ausführte, daß bereiten. Daraus folgt aber nicht, daß wir eine Politit uns das passiert ist, sehen wir ruhig zu, dann mag es den andren die Uebertragung auf das Reich einer Verprenzung gleich fäme. Es von Fall zu Fall, oder von Umfall zu Umfall treiben gerade so gehen. Aber wenn wir auch im Princip alle für die An- ist weiter unrichtig, daß das auch eine Verschlechterung der Thätigkeitsdürfen, heute für Schutzölle und morgen gegen, sondern wir müssen bahnung einer Vereinheitlichung des Eisenbahnwesens find, so ist bedingungen der Beamten und Arbeiter bedeuten würde. Die Thätig programmmatisch die völlige Abschaffung der Schutzölle fordern und doch der Weg, wie ihn Miquel geben will, höchst gefährlich. Denn feit, die wir im Neichstag auf dem Gebiete des Post- und Eisenbahndaher gegen jeden neuen Boll uns erklären. Daher habe ich mein wenn ein so großer Staat wie Preußen mit fleinen nacheinander wesens speciell in der Budgetkommission und namentlich in den Amendement eingebracht, das unsre Stellung präcifer faßt. Verträge macht, so geraten diese kleinen dabei ohne weiteres in letzten zwei Wintern ausübten, beweist das Gegenteil. Fort Nachteil, fie büßen ihren Einfluß ein. Nun hat sich in Süddeutsch gejezt ist den Bestrebungen des Reichstags, die Gehälter land der Gedanke zunächst einer jüddeutschen Eisenbahngemeinschaft und Löhne zu erhöhen, von seiten der preußischen Regierung die emporgearbeitet. Das wäre ein größerer Kompler. der Preußen energischte Opposition gemacht worden mit dem Hinweis, daß dann Widerstand leisten könnte, und wenn dann schließlich mal eine Ber- Preußen gezwungen würde, auch die Gehälter seiner Beamten in einheitlichung stattfindet, so geschicht sie unter ganz andren Be- den entsprechenden Rangstufen zu erhöhen, und wir haben fortgejest Singungen, als wenn Preußen nach einander die kleinen anffrißt.( Sehr den heftigsten Widerspruch dagegen erhoben, daß das Reich sich in richtig!) Wenn wir nun den Passus der Nesolution annehmen, so dieser Beziehung nach Preußen richte. Dazu kommt eins: Sobald wird das vom großen Publikum im Sinne der Miquelichen Politit die Eisenbahnen in Reichsverwaltung find, haben wir die Möglich aufgefaßt und ausgebeutet werden, und wir werden damit in teit, auf die gesamte Berkehrspolitit einen entsprechenden Einfluß: Gegenjaß gedrängt zu der Stimmung in Süddeutschland und zu auszuüben. Dazu haben wir in Preußen nicht die geringste Mög unserm Verhalten in den Landtagen. Unter den heutigen Zu- lichkeit; selbst wenn es uns ermöglicht werden sollte, ein paar ständen im Deutschen Reich ist es gut, daß wir noch nicht eine Abgeordnete in den preußischen Landtag zu bringen, würde centralistische Regierung baben, die alles machen tan, was sie das noch feine Bedeutung haben. Gegenwärtig steht die preußische will. Wie uns in politischen Fragen vielfach der Widerstand, die Verkehrspolitik unter dem Einfluß des preußischen Junkertums, Selbständigkeit Süddeutschlands zu gute tommt, so auch im Eisen- und dieses wird im Reichstag uun und nimmer die Macht haben bahnwefen. Die ganze Reform im Eisenbahnnvesen Süddeutschlands tönnen, die es im Landtag hat. wäre unmöglich gewefen, wenn die Verwaltung von Berlin aus ge des gleichen, allgemeinen Wahlrechts fortgesezt in der Lage, unsren Wir sind auf Grund regelt würde. Wollen Sie diesen Prozeß nicht aufhalten, wünschen Einfluß zu erweitern, das ist uns in den meisten deutschen Staaten Sie, daß Süddeutschland auf diesem Wege vorwärts geht und damit unmöglich. Bayern nimmt darin eine Ausnahmestellung ein; aber indirekt Preußen zwingt, nachzufommen, dann streichen Sie diesen wir tönnen die Rücksicht auf die Interessen Bayerns nicht maß Bajjus, denn er beschwört die Gefahr berauf, daß die Miquelichen gebend sein lassen für das ganze Deutsche Reich.( Sehr richtig!), es Pläne doch schließlich in Erfüllung gehen. Der Passus steht aber tommt noch eins hinzu, die Centralisation des Verkehrsauch mit der Resolution selbst in Widerspruch, die ja eine weit wesens ist die notwendige Konsequenz der Konzentration gehende Ermäßigung der Perionentarife und, wie ich hinzufüge, der gesamten deutschen Wirtschaftspolitik.der einheitlichen auch der Gütertarife fordert. Wollen wir das anstreben, so müssen Zoll- und Handelsgejezgebung. Der Weg, den David einschlagen wir den Gedanken der Reichs- Eisenbahnen fallen lassen. vill, fan unmöglich zu diesem Ziele führen. Ganz mit Recht sagt Die Frage der Zollpolitit läßt sich bei der Kürze der er, daß, wenn es Miquel gelingt, seinen Einfluß auf die jüddeutschen Redezeit auch nicht nur einigermaßen erschöpfend behandeln. Staaten auszudehnen und es gelingt ihm dann nicht nur dem Es liegt die Gefahr nahe, daß wenn man darüber etwas ohne Reiche, sondern auch den Einzellandtagen mehr und mehr der ausreichende Begründung sagt, Mißverständnisse und unnötige Einfluß auf die Verkehrspolitik entzogen wird. Wir treten für Streitereien entstehen. Ich kann das Referat Calwers nicht so vers eine einheitliche Gestaltung der Verkehrspolitik ein" und es ist Der Parteitag lehnt es ab, sich in den gewerkschaftlichen Streit urteilen wie es Genossin Luxemburg gethan hat. Der Referent hat durchaus richtig, zugleich hinzuzusetzen, wie wir uns diefelbe der Buchdrucker einzumischen. Den Beschluß der Banter Partei uns zum Teil neue Gesichtspunkte und wichtiges Material unter verwirklicht deuten: durch Webernahme des Eisenbahnivejens auf verjammlung, welcher den Beschwerdeführern das Recht aberkennt, breitet, und es dürfte jeder den Eindruck gewonnen haben, daß die das Meich". In der Resolution Calwer kommt also hier ein ganz Aemiter in der Partei zu bekleiden, hebt der Parteitag auf und setzt Frage nicht so flar ist, wie es nach den Ausführungen von Genojjin fonsequenter Gedanke zum Ausdruck, und wir haben alle Ursache, die davon Betroffenen, da denselben ehrlofe Handlungen nicht zum Luxemburg scheint. Es geht nicht an, bei diesen Fragen so leichthin um Mißperständnisse zu verhüten, ihn, da er nun einmal drin steht, Vorwurf gemacht werden können, in ihre alten Rechte wieder ein. mit apodittischen Wahrheiten aufzuwarten und die Schablone des festzuhalten. Wie gegenwärtig Preußen nicht bloß die süddeutschen Der Parteitag empfiehlt den Parteigenossen in Bant, sich bei ihren fommunistischen Manifestes anzulegen. Man muß nur den ernsten Staaten sondern auch Sachjen mit seiner Verkehrspolitik einzus Auseinandersetzungen eines angemessenen unter Parteigenossen Versuch machen, einmal in die aktuelle Berwickeltheit der schnüren trachtet, dafür zwei Beispiele: Wenn ein Görlitzer Fabrikant üblichen Tons zu befleißigen." Dinge einzubringen, dann entdeckt man erst die Schwierig an einen Münchner Kaufmann Waren verschickt, dann gehen sie nicht lich sehr leicht. Principiell, fagt Frau Luxemburg, muß der Regensburg, fondern machen um ganz Sachsen herum durch Die principielle Erledigung der Sache ist natür den selbstverständlichen direkten Weg über Dresden- Reichenbach- Hof Socialismns für Freihandel sein, denn er will die internationale Preußen und Thüringen einen doppelt so langen Umiveg. Aehnlich Arbeitsteilung, die freieste Entwicklung der Weltarbeitsgemeinschaft, liegt es mit, Waren, die von Görlig nach Konstanz gehen. Gerade darum unter keinen Umständen einen Schutzzoll. Bugegeben mal, dieses Stück preußischer Verkehrspolitik ist das traurigste was in den daß diefe Voraussetzung richtig ist, so fonnte man troßdem unter deutschen Berkehrsverhältnissen sich vollzieht, und um dem entgegen Umständen dazu kommen, einem Schutzzoll zuzustimmen und zwar zutreten, bitte ich Sie, den Paffus in der Resolution anzunehmen. unter folgender Erwägungen. Die internationale Arbeitsteilung, diese Dagegen bin ich ganz einverstanden, daß der Antrag Vollmar betr. Weltarbeitsgemeinschaft, wie sie sich der Socialismus vorstellt, kann den Mittellandkanal Zustimmung findet. nicht gedacht werden als eine einfache Fortsetzung der Fäden, die die fapitalistische Weltwirtschaft spinnt, denn die ist in vieler Beziehungs höchst unzweckmäßig. Sie schafft Zustände, die wir, wenn wir eine socialistische Weltwirtschaft zu dirigieren hätten, niemals haben würden, würden wir dann Baumwolle oder irgend ein andres Rohprodukt der Textilindustrie von Amerika holen, hier verarbeiten # Darauf wird die Diskussion vertagt. Schluß 61/2 Uhr. Bierter Verhandlungstag. W Donnerstag Vormittags- Sigung. Beginn 9 1hr: Den Vorsiz führt Singer. Zunächst wird der neu eingebrachte Antrag 91 beraten. Das Protokoll des diesjährigen Frauenfongresses ist in das des Parteitags aufzunehmen." Markwald- Halberstadt begründet den Antrag unter besonderem Hinweis auf das für den Arbeiterinnenschutz auf der Frauenkonferenz gelieferte Material. Wird der Antrag angenommen, so wird jeder aus dem bürgerlichen Lager, der sich für die Frauenfrage interessiert, genötigt sein, das Parteitagsprotokoll anzuschaffen. Auf noch ein paar Extrawürfte für die Frauen kommt es nicht an. Der Antrag wird angenommen. Stubbe Hamburg erstattet den Bericht der Mandatsprüfungs- Kommission über die ihr zur Prüfung überwiesenen Beschwerden. Die Beschwerden an den Parteitag find diesmal glücklicherweise geringer an Bahl als sonst. Zunächst beschweren sich einige Buchdrucker aus Bant über ihren Ausschluß aus der dortigen Organisation. Er ist zurückzu führen auf einen aus Anlaß der Stellung der Buchbrucer- Organis fation zur Tarifgemeinschaft im Correspondent" erschienenen Artikel, durch den die Banter Genossen beleidigt wurden. Die Neuner Rommission beantragt folgende Erklärung: " Hug- Bant: Es ist bedauerlich, daß die Banter Angelegenheit teiten. an den Parteitag tommen mußte. Der Schlußpaffus der Erklärung der Neunerkommiffion tann sich keinesfalls auf den Ton in den Banter Versammlungen beziehen; wenn er aber die Schreib- und Kampfesweise des Leipziger Correspondent" treffen soll, so ist das gegen nichts einzuwenden. offi Singer erklärt die Vorschlaglifte für die Wahlen für geschlossen. Wollmar: Bebel hat Seifert- Leipzig ersucht um Ablehmung des Antrags der Neuner tommission, denn sonst hätte der Stettiner Antrag, der die ganze Neutralitätsfrage aufrollen will, auf dem Parteitage behandelt werden müssen. Leutert- Apolda ist für den Antrag der Neunerfommission. Der Parteitag stimmt diesem Antrag mit großer Mehrheit zu Stubbe berichtet über den zweiten Beschwerdefall. Er betrifft anscheinend die Organisation von Neustadt a. H., die auf dem Pfälzer Partei- und wieder nach Amerika hinüberwerfen? Das wäre doch ganz Es sind eine Anzahl Aeußerungen gestern und heute gefallen, tag nicht zugelaffen zu sein scheint, wegen nicht erfolgter Abrechnung ausgeschloffen, und das ist bei einer ganzen Menge von industriellen die mir wohl Veranlaffung geben fönnten, auf sie einzugehen. Um der Beiträge. Die Beschwerde ist aber nicht unterschrieben, auch Produkten der tapitalistischen Weltaustauschbeziehungen der Fall. die Aufmerksamkeit nicht abzulenken, will ich es jedoch nicht nicht klar der Thatbestand zu ersehen. Daher beantragt die Neuner Dem gegenüber könnte ich mir denken, daß wir da, wo diese Arbeits- thun, sondern mur, um Uebertreibungen fern zu halten, ein Kommission legergang zur Tagesordning über diese Beschwerde. Stein- Neustadt a. H. begründet die Beschwerde. Die Neustädter teilung nicht begründet ist auf natürlichen, im Boden und in der Wort auf die letzten Menßerungen Bebels erwidern. Organisation hatte von der Wahl im 2. pfälzischen Streise noch geographischen Lage bedingten Fattoren, gelegentlich eingreifen mit darauf hingewiesen, daß die Waren, statt den gradesten Weg au Schulden zu begleichen und war daher mit ihren Beiträgen an die Schutzzollmitteln, eventuell zur Aufziehung einer jungen Industrie, nehmen, in der ganzen Welt herumfahren, nur damit die nichtGautasse im Rückstand geblieben. Deswegen darf man doch eine wie es Amerika gethan hat. Aftuell wird die ganze Frage eigentlich preußischen Bahnen geschädigt werden, und hat das das traurigite von dem Gesichtspunkt, daß die Amerikaner eine Weltteilpolitit genannt, was nur sein fam. Selbstverständlich halte auch Organisation nicht von einem Parteitag ausschließen. Stubenreich Oggersheim: Ich wundere mich, daß man mit zunächst betreiben: Amerika den amerikanern. Demgegenüber tann ich diefe Art preußischer Verkehrspolitik für eine Thorheit. Aber diefer Angelegenheit der bayrischen Pfalz den deutschen Barteitag sehr wohl den Gedanken eines europäischen Zollvereins, auch einer es lange nicht so schlimm.( Heiterkeit.) Der einzige ernste Einwand Europa, wenn es nicht wirtschaftlich zurückgedrängt werden soll, wenn wir weiter nichts Trauriges in Deutschland hätten, dann wäre behelligt.( Sehr wahr!) Die Neustädter haben entgegen den VorStellt man diese beiden gegen meinen Antrag ist der gewesen: Wir anerkennen alle die schriften der bayrischen Organisation vier Quartale lang ihre Bei- europäischen Weltteilpolitik anstreben. träge nicht abgeführt ohne jede Entschuldigung. Da war es durchaus großen Produktionsgebiete gegenüber, so tritt allerdings Amerita in Schädlichkeiten, die ich als Folgen des preußischen Eisenbahnein besonderes Licht zollpolitischer Behandlung, und man tann die Systems aufgewiefen habe, aber, um sie zu beseitigen, sollen die berechtigt, ihnen die Mandate abzuerkennen, damit diese Schlamperei Niederreißung der Bolschranken in Europa anstreben und doch gegen die Bahnen Breußen abgenommen und auf das Reich übertragen aufhört. über Amerika, gegen das wir uns unter Umständen wehren müssen, werden. Das hört sich sehr schön an, ist aber die reine Ideologie. Dem Antrag der Kommission wird stattgegeben. einen andren Standpunkt einnehmen. Alfo aktuell ist die Sache( Sehr richtig.) Wenn man nicht wüßte, wie sehr Theoreme im stande viel tomplizierter. Das wichtigste, was mich veranlaßt...( Glocke sind, den Leuten den Blick für die Wirklichkeit und die Anforderungen der Politik zu triiben. so lviirde man gar nicht begreifen, wie solche Ansichten entstehen können. Für Caltver ist daS Theorem die Per tchr-Zcentralisatiön, für Bebel die Centralisation überhauvt. DaS ist ein alter Lieblingsgedanke von ihm; in Köln hat er schon gesagt. dost er die politische Centralisation anstrebt und die föderalistischen Gebilde beiseite geräumt haben will. Von diesem Standpunkt be- greift man ja, wie er zu einer Bekämpfung meines Antrags kommen kann, denn wenn den Einzelstaaten die Bahnen genommen werden, dann wird ihnen der letzte Schimmer wirtschaftlicher Unabhängigkeit genommen.(Sehr richtig.) Ich und viele meiner Freunde stehen auf dem entgegengesetzten Standpunkt und werden immer auf ihm stehen bleiben, weil wir es für eine Verkehrtheit halten, dah wir unsren ärgsten Feind, die centralisierte reichspreutzische Gewalt stärken. Der Gedanke, alle Bahnen an das Reich zu übertragen, wurde gerade so begründet, als ob wir in Berlin das Ruder in Händen hätte». In Wirklichkeit steht eS so, daß wir, wenn heute dem Reiche die Bahnen gehörten, nichts wesentliches erreiche» könnten, selbst wenn wir ein Dutzend mehr wären. Die Gewalt liegt in den Händen der preuhischen Regicrnng. Die Reichsregierung ist überhaupt nur Schalten. Wir haben ja schon einen kleinen Anfang in den Reichsbahnen in Elsas;- Lothringen und Luxemburg. Hier hat der Reichstag ja zu beschließen und es ist ihm doch nie möglich gewesen, den Tariskrieg, den die elsässischen Eisenbahnen Preußen mit führen helfen, zu hindern. Aehnlich steht es mit der Sache für die Bediensteten. Bebel hat gesagt, wir seien fortgesetzt im Reichstag gegen die preußische Regierung und ihre Art der Beamtenbehandlung aufgetreten. Was ist, frage'ich, erreicht worden? Von den Gehältern will ich nicht reden, wohl aber von der russischen und türkischen Behandlung, die ihnen wird. Und diese Behandlung ist nicht nur in Preußen, sondeni auch in Elsaß Lothringen im Schwünge. Haben wir im Reichstag den Reichs Postbeamten jemals bessere Behandlung verschaffen können? Das wird auch in Zukunft nicht gelingen. Oder es müßten ganz andre Partei-Konstellationcn zu stände kommen. Wir sollten als ernste politische Männer nichts aussprechen, dessen Durchführung in der nächsten absehbaren Zeil nicht zu erwarten ist. Die Ueberführung der Eisenbahnen an das Reich ist ein Schaden für die StaatSarbeiter, für die VertehrSpolitik und die allgemeinen politischen Machtverhälnisse. Stellen wir uns vor, die Ileberfühnmg der Eisenbahnen an das Reich wäre seit einer Reihe von Jahren bereits vollzogen. Dann hätten wir die Verbesserungen, die die süddeutschen Staaten im Eisenbahnwesen borgenoinmen haben, überhaupt nicht und sie könnten nicht als Bei- spiel dienen. Wir wünschen, daß die süddeutsche Eisenbahngcmein� schaft bald zur That wird, damit die süddeutschen Staaten mehr Widerstand als bisher gegen die preußische Eisenbahnvcrwaltung ent falten können. Den einheitlichen Gesichtspunkt der Verkehrspolitik, den Bebel will, können wir nicht um jeden Preis erreichen wollen. Fassen wir die Sache nicht so auf. daß vorläufig von der Ueber> nähme der Eisenbahnen durch das Reich doch nicht die Rede sei Ich halte den Parteitag für zu gut, in einer bloßen Doktorfrage Bc� lchiuß zu fassen; jedenfalls wird der Kampf, den wir in den Einzel- landtagen führen, der Kampf gegen die preußische Verkehrspolitik durch einen solchen Beschluß nicht unterstützt. Ich will nichts au, sprechen, was ich auf jeden Fall für einen Schlag ins Wasser halte nehmen Sie meine» Antrag an.(Beifall.) Dr. David-Mainz: Ich habe vorhin entwickelt, daß es nicht angeht, die Sätze deS Kommunistischen Manifestes einfach in unsre heutigen verwickelten Verhältnisse hinein zu projicieren und zu glauben, daß man damit die principielle Seite der Sache erschöpft hat. Sicht man aber ganz ab von der internationalen Jnteressensolidarität der Arbeiter, die empfindlich getroffen werden kann durch eventuelle Schutzzölle, so glaube ich, wenn„höhere Löhne" die Parole sein soll siir unsre Haltung in allen handelspolitischen Beziehungen, dann könnte die nationale Jnteressensolidarität der Arbeiter im innerste» getroffen werden. Denn die Schwierigkeiten liegen ja immer rn � der Frage, für welche Artikel ein Schutzzoll kon- zediert werden soll. Höhere Löhne sind doch für die Arbeiter jedes Zweigs durch die besondere Lage dieses Zweigs, nicht aber durch die allgemeinen gleichmäßigen Verhältnisse begründet. Wenn also einmal die Parole„höhere Löhne" ausgegeben würde, so würden die verschiedenen Arbeiterkategorien der verschiedenen Arbeits zweige zu verschiedener handelspolitischer Stellungnahme in jedem praktischen Einzelfall gedrängt werden und wenn dann auch für die Landarbeiter die Parole höhere Löhne ausgegeben wird, was dann? Höhere Löhne können nur durch höhere Preise erzielt iverden, und damit kommen wir zu dem Princip der Agrarzölle, höherer Zölle für landwirtschaftliche Produkte. Das aber scheint mir die Gefahr zu sein. Unsre letzten handelspolitischen Grundsätze waren aus- gebaut auf dem Konsumcnteninteresse, das generell gleichmäßig ist. während das Produzenteninteresse auch innerhalb der Arbeiterschaft in direktem Gegensatz stehen könnte; mit der Anerkennung der Parole«hoher Löhne" stellen wir uns principiell auf den gleichen Standpunkt wie die Agrarier und wir müßten dann auch praktisch direkt deren Politik im Reichstag unterstütze». Die Könitz- Perspektive würde dann ohne weiteres zur Thatsache werden, denn etwas Wesentliches ließe sich nicht mehr dagegen sagen. Ich halte es zunächst einfach für eine historische Unmöglichkeit, daß wir m diesem Sinn in den Kampf um die neuen Handelsverträge eingreifen, daß wir diese nationale Sammclpolitik der agrarisch- feudalen und auch gewisser Kreise der Großindustriellen durch unsre Stellungnahme unterstützen könnten. Nun noch eine kurze Erwidenmg auf eine Bemerkung Bebel». Wenn man wirklich ejne Vereinheitlichung unsreS Eisenbahnwesens im Sinne der VerkehrSverbefferungen will, dann darf man nicht dem Passus der Resolution zustimmen, der die Uebernahme der Eisen- bahnen auf das Reich fordert. Sonst unterstützt man in Wirklichkeit die Miquelschen Pläne, ohne der Forderung der Reichs-Eisenbahn- gemeinschaft im Sinne des Reichs-EisenbahneigentumS und der Reichs-Eisenbahnverwaltung unter dem Reichstag auch mir einen Schritt näher gekommen zu sein. Streichen Sie diesen PaffuS, um den Bestrebungen auf eine süddeutsche Eisenbahngemeinschaft keine Steine in den Weg zu legen! Nur über die süddeutsche Eisenbahn- Gemeinschaft als Vorstufe können wir zu einer unsren Wünschen entsprechenden Reichs-Eisenbahngcmeinschast kommen. Bebel: David hat mehrere mal Bezug genommen auf da« kommu nistische Manifest und die Grundsätze, die fwir von diesem aus hier in Anwendung bringen müßten. Ich habe bisher von keinem andren Redner gehört, daß er einen solchen Versuch gemacht hätte. (Zurufe: Rosa Luxemburg!) Die Resolution ist durchaus nüchtern und thatsächlich gehalten und schließt sich den Verhältnissen an, und eS handelt sich für uns heute nur darum, unsren Vertretern Ver- Haltungsmaßregeln zu geben. Nun ist thatsächlich die Frage, wie die Lage der Arbeiter unter dem Freihandel, oder Schutzzollsystem ist, nicht so einfach abgethan. Wir haben in England, einem reinen Frei- Handelsland, verhältnismäßig Hohe Löhne und in Rußland, einem ausgesprochenen Schutzzollland, die erbärmlichste Lage der Arbeiter, die man sich denken kann. Ich beschränke mich auf Bemerkungen zur Eisenbahnfrage. Wenn das bloße Theorie sein soll und wir uns nicht damit sollen beschäftigen dürfen, da wir unsre Absichten doch nicht zur Ausführung bringen könnten, dann müßten wir über- Haupt aufhören, den größten Teil unsrer Auseinandersetzungen zn machen, dann hört jede principielle Erörterung mit der bürgerlichen Ge- sellschaft vollkommen auf.(Sehr richtig I) Theorie ist allerdings heute die Reichs-Eisenbahnfrage, aber sie ist doch bereits vor Jahrzehnten schon insoiveit praktisch geivesen, als Bismarck den Versuch thalsächlich niachte. ES steht der Resolution durchaus nichts im Wege, daß die süddeutschen Staaten eine Eisenbahn-Gemeinschaft bilden, die zunächst ihre Spitze gegen Preußen richtet, ich fürchte nur, daß sie sehr bald in die Brüche geht, daß die Widerstandsfähigkeit der süddeutschen Staaten gegen Preußen viel geringer ist, als die Badenser meinen. Im habe schon jetzt reden hören, daß es im württem- bergischen Eisenbahn- Ministerium ganz bedenklich wackeln soll, daß in ihin einzelne Stimmen sein sollen, die sich für ein Zusammen- /zehen mit Preußen aussprechen. Bayern allein kann nichts machen. Aber wie die Regierungen sich aus der Verlegenheit, in die sie durch Preußen kommen, herauswickeln wollen, geht uns nichts an (Zurufe VollmarS), nein, das geht uns nichts an; wenn Ihr im bayrischen Landtag seid, habt Ihr ganz anders zu rede»(Heiterkeit), wir stellen. hier die grundsätzliche Frage auf: wie wollen wir die Eiseubahnpolitik durchgeführt sehen? Und da müssen wir dem C danken Ausdruck geben, daß die gesamte Wirtschaftspolitik, das ganze moderne� Leben, der große Nationalstaat auch die Centralisation deS Verkehrswesens zur notwendigen Konsequenz hat. Wir wären keine modernen Menschen, wenn wir diesen Standpunkt nicht anerkennen wollten. Nun hat Vollmar ans ? geführt, wir stärkten durch eine solche Politik ja unsren tärkstcn Feind, Preußen. Ja, Parteigenossen, ich sage es Euch ganz offen, ich Hobe eS lieber mit einem zn thnn als mit 22.(Beifall.) Darin hat Vollmar unrecht, daß die wirtschaftliche Unabhängigkeit der Staaten mit der Verwaltung ihrer Eisenbahnen verloren geht, denn dann müßten die Staaten in ihrer wirtschaftlichen Unabhängig- keit ausgemerzt sein, die keine eignen Eisenbahnen haben.(Zuruf: Sind es auch.) Je mehr wir den Partikular! ZmuS und die einzel- staatliche Selbständigkeit nnterstützc", geben wir handinhand mit dem preußischen Junkertum und dem Centrum.(Sehr richtig!) Gcgenivärtig ist im Deutschen Reich allgemein die Tend-nz vorhanden, den Einfluß des Reichs zu schwächen und den der Einzelftaaten zu stärken. Dabei haben wir die große kompakte Centralisation de? Wirtschaftsgebiets im Centralrcich; wir haben einen Einfluß und eine Macht im Reichstag, wie wir sie in keinem andren politischen Körper erringen können; die Möglichkeit, diese Macht zu erweitern, eine Tribüne, von der wir zu den Millionen hinauSsprechen können, ein Agitationsmaterial, wie ivir es unS nicht großartiger denken können, also alle Ursache, diese Stellung uns nicht nur zn erhalten, sondern sie zu kräftigen. (Beifall.) Ulrich:» Ich kann von vorweg erklären, daß wir Süddeutschen die letzten Ausführungen Bebels durchaus unterschreiben können, daß auch>vir eine Konzentration wollen. Wir wenden u»S nur dagegen, daß das gesamte Eisenbahnwesen unter den Einfluß Preußens kommt durch die Konzentration. Wir Hessen sind das Bersuchskarnickel gewesen und haben' eS schwer zu beklagen gerade im wirtschaftlichen Interesse. Gclviß, durch den Miquelschen FiSk-iliSmuS sind uns Mittel zugeführt worden, aber in Bezug auf unser ganzes Eisenbahnwesen sind wir nicht nur die Vasallen, nein die Knechte Miqnels geworden; nicht die kleinste Eisenbahn können wir mehr bauen, nicht den geringsten Einfluß haben wir mehr auf die Verwaltung. DaS einzjge Recht. daS wir haben, ist. daß wir im Landtage Millionen für strategische Bahnzwecke ausgeben dürfen. Eine schöne Eisenbahngemeinschaft: 200 Millionen haben wir für den Kauf der Ludwigsbahn ausgegeben, aber auch nicht daS geringste dürfen wir in die Verwaltung hineinreden. Wir brauchen dringend eine kleine Nebenbahn durch de» Odenwald, aber sie wird nicht in die Eisen- bahngcmeinschast aufgenommen. So steht die Sache heute, wie wollen wir dies preußische System im Reiche bekämpfen? Preußen würde in Bezug auf die Eisenbahnen genau so stark sein, wenn sie Reichssache sind, wie in Militärftagen. Also an sich sind wir nicht dagegen, daß das Eisenbahnwesen Reichssache sein müßte, nur sind wir gegen den Satz in der Resolution, weil er zu Mißverständnissen führen kann. Auch i» Bezug auf die Lage der Eiseubahnverwaltnng haben wir in der Eisenbahngemeinschaft schon trübe Erfahrungen machen können. Hug-Bant: Bei dieser Frage muß man auch an die Art denken, wie die Reichsrcgierung sich über die Bedürfnisse und Interessen des Volks unterrichtet. Die Arbeiterorganisationen iverden vollständig über- gangen, dagegen muß auf das allerschärsste protestiert iverden an )em heutigen besonders denkwürdigen Tage, an dem die DeutscheMetallarbeiter-Zeitung" eine Auflage von 100 000 Abonnenten erreicht hat. die Partei hat Föderalismus. sich noch nicht festgelegt für EeiitrglismuZ oder Geck: Wir haben in der badischen Kammer unS mit der Eisenbahn- rage schon beschäftigt und können der Resolution in ihrer Jnter- pretation durchaus zustjmmen. Wir haben unS zunächst für die Mainlinie erklärt, damit kann sich Vollmar trösten, aber wir haben unS gesagt, daß Baden in dein Kampf gegen Preußen bluten müsse. Wir müssen zwischen zwei Uebeln das kleinere wählen und werden zu der Forderung der ReichScisenbahneii gedrängt. Bezüglich der Lage der Eisenbahn- Arbeiter stehen unsre indischen Bahnen noch hinter den preußischen zurück; unsre badischen Eisenbahn- Arbeiter haben von diesem Gesichtspunkt aus keinen An- laß, sich gegen eine Ueberführung der Eisenbahnen auf daS Reich zu wehren. In unftem Musterläudle ist die kleine Beamtenschaft und Arbeiterschaft bei den Eisenbahnen wehrlos. Mollenbnhr: Alle Verteidiger des partikuläristischen Systems betonen die Mißstände in Preuße», aber niemand von ihnen hat den Versuch zemacht, nachzuweisen, wie daraus anders herauszukommen ist, als Durch Ueberführung der Eisenbahnen in das Reich. In Bezug auf die'Förderung deS Verkehrs selbst leisten die kleinen Staaten durchaus nicht mehr'als die preußische Eisenbahn-Verivaltung. Jedenfalls kann das preußische Dilemna nur beseitigt werden. wenn man die Sache Preußen abnimmt. Rur noch ein Wort gegen David. Da unser KoalitionSrecht noch so wenig ausgestaltet ist, ein großer Teil unsrer Arbeiterschaft überhaupt noch kein KoalitionSrecht hat. müssen wir dafür sorgen, daß die Preise der Lebensmittel so billig wie möglich sind, und dazu müssen wir dem Schutzzollsystem energisch die Stirn bieten. Leutert- Apolda: Auch ich kann mit der Art, wie Calwer über unser Meist- begnnstignngsverhältnis zu Amerika gesprochen hat, mich durchaus nicht ciuverstande» erklären. Durch die von ihm vorgeschlagene Haltung schädigen wir die Konsumenten entiveder bei uns oder in Amerika, eins oder das andre. Wie verträgt sich das aber mit unsrcm internationalen Standpunkt? Wir in unsrem thüringischen Textil- bezirke spüren die Wirkung der Mac Kinleyschcn Schutzzollpolitik. Die Eisenbahnpolitik muß Reichssache sein, wenn wir auch nicht unsre iorderungen durchsetzen köunen; aber wir müssen unS daS Recht der Kritik verschaffen und dazu brauchen wir die Tribüne deS Reichs- tags. Daher bin ich für Ausrechterhaltung deS Passus von der Uebernahme der Eisenbahnen auf daS Reich. Bei der Forderung der weitgehenden Ermäßigung der Personentarife möchte ick die bei- gefügte Zweckbestimmung fortgelassen und den Passus betreffend den Mittelkanal gestrichen haben; da muß freie Hand gelassen werden, welches Äanaljystem das beste ist. Dr. Gchoenlank: Den Antrag, die Uebernahme deS Verkehrswesens auf das Reich zu streichen, habe ich selbst mitgestellt. Der centralistische Standpunkt Bebels ist ein subjektiver. Ihm steht die Forderung des Föderalismus gegenüber mrd die Partei hat sich für einS von beiden bisher noch nicht festgelegt. DaS ist ein« Doktorfrage und auch die Frage der Uebernahme' deS VerkebrSwesenS auf daS Reich keine praktische. Bebel selbst betrachtet daS als eine Zukunftsgeschichte, die erst von praktischer Bedeutung sein wird, wenn wir statt eine» preußischen Regiments in Deutschland ein konstitutionelles, sagen wir ein demo- kratischeS Deutschland haben. Ueber diese ungelegten Eier sollten wir unS nicht eine Auffaffung, die von Bedeutung ist. gefährden. Vor allem sollen wir wegen dieser Zukunftsfrage uns nicht der Miß- deutung preisgeben, daß wir durch«ine solche Erklärung die AuS- breitung des preußischen BureaukratiSmnS und FtSkaliSmus fördem wollten. Denken Sie an das Militär-Strafgesctzbuch, dem das bessere bayrische zum Opfer gefallen ist. Man soll in der jetzigen Zeit den Gedanken der Verstaatlichung von Betrieben und Einrich- tungen nicht zu scharf betonen. Principiell sind wir für Verstaat- lichuna. aber wir prüfen genau, unter welchen Bedingungen und Verhältnissen wir sie vornehmen; ich erimrere an die Frage der Ver- staatlichung der ReichSabnk, der Bergwerke. Also, die Differenz ist wirklich keine sehr materielle, daher streichen wir am besten de» PaffuS all» der Calwerschen Resolution und binden unS nicht, denn Das Schlußwort hat Calwer e ES ist ja wenig übrig geblieben von Uevereinstimmung mit meinen Ausführungen in meinem Referat. Aber dem Kernpunkt ist man immer aus dem Wege gegangen. Ich habe gleich zu Anfang gesagt, die schutzzöllnerische Strömung ist in Deutschland so stark, daß»vir, wenn' wir diesen Weg nicht gehen, wahrscheinlich eine noch höhere Schutzzollmauer bekoinmen werden. Daher sprach ich gegen die Meistbegünstigung. So ganz etwas Neues wäre eine solche Stellung für uns nicht; denn wir find ja selbstverständlich gegen Getrcidezölle und haben 1890 doch notgedrungen für den Zoll von 3,5 M. stimmen müssen als das kleinere Uebel. Die Genossin Luxemburg hat mich ja nun sehr liebenswürdig bedacht; ich werde ihr auf diesem Weg nicht folgen, denn erstens habe ich es mit einer Dame zu thnii, und zweitens verbietet mir meine Bildung, in einem solchen Tone zu reden.(Lebhafte Zu- ftimmung.) Genossin Luxemburg fragt, was ist denn seit 1898 ein- getreten,' daß wir seit dem Stuttgarter Parteitag eine andre Stellung einnehmen sollen? Nun, ich denke, daß der Standpunkt KantskyS sich so ziemlich deckt mit dem der Genossin Luxemburg. In dem vorletzte» Artikel der„Neuen Zeit" macht er nun genau so>vie ich aufmerksam auf die amerikanische Konkurrenz, den Rückgang imsrer Ausfuhr, und fragt nun: wie können wir uns der amerikauische» industriellen Invasion erwehren? Und Ivos hat er für Mittel anstatt de? Schutzzolls?„Zwei Wege", sagt er,„giebt es für die deutschen Kapitalisten, die Konkurrenzfähigkeit ihrer Industrie zu stärken. Entweder sie suchen den Amerikanern ebenbürtig zu werde» durch Verminderung der Produktionskosten, oder sie trachten eine Machtstellung im Reich zu gewinne», die es ihnen ermöglicht, auf dem inneren Markt so hohe Preise zu erzielen, daß sie, dank dem Extraprofit, auf dem Weltmarlt unter den Prodnklionskosten ver- kaufen können." Also Schutzzölle. Kartelle. Niederhaltung der Arbeiterklasse. Er erklärt, kann unsre Industrie den Amerikanern auf dem Weltmarkt nicht die Spitze bieteir. so muß sie zurückgehen. Was ist das für eine Aussicht für die Arbeiterklasse, wenn imr sagen: Wenn die deutsche Industrie nicht konkurrieren kann, soll sie zurückgehen? Darunter leidet doch der deutsche Arbeiter am meisten. Wie steht es mm mit dem Schutzzoll? Wird die Meistbegttnstignngs- klausel beibehalten, so kommen ivir unmöglich zu Handelsverträgen im Caprivischen Sinne, wir werden dann mit de» andren Ländern nicht zu Positionen kommen, bei denen man sagen kann, die Ver- träge haben noch Nutzen. Wenn ich vor der Wahl stehe, entweder wir errichten innerhalb Europas möglichst hohe Zollnianern oder wir tragen diese Mauern ab, verlangen aber auch von Amerika, daß es uns entgegenkommt und auf die Meistbegünstigungsklansel verzichtet, so wähle ich das letztere als das kleinere Uebel. Haben wir denn einen Grund, uns von Ainerika alles gefallen zu lassen? Wenn wir die Amerikaner begünstigen, so stärken wir damit auch wieder unsre Hochschlitzzöllner. Daß die gegnerische Presse von Schutzzollbestrebungen inner- halb der Socialdemokratie reden wird, davon bin ich über- zeugt, aber wenn die Agrarier meine Ausführungen näher ansehen. so haben sie geiviß keine Freude daran. Wir können dann den Agrariern nachweisen, daß sie nicht durch das Verhalten Amerikas, sondeni durch ihre Sucht nach Verdienst z» höheren Zöllen getrieben sind. Biel wichtiger ist es, uns den europäischen Markt billig zu erhalten, als Amerika zu Liebe uns alle Märkte zu verschließen. Genossin Luxemburg spncht von einem wissenschaftlichen Schnitzer, aber waS sie mir unterstellt, habe ich gar nicht gesagt. Ich habe imr mit Bezug anf die industriellen Zölle gesagt, daß die Zölle, die die Amerikaner beim Import unircr Waren erheben, von der deutschen Arbeiterschaft mit bezahlt werden müssen. Für 370 Millionen führen wir dort ein und über 200 Millioneir sind Zölle darauf geschlagen. Wie ist das anders möglich, als dadurch, daß der deutsche Arbeiter durch diese Zollpolitik ständig unter Druck gehalten wird? Das Lohnniveau ist nickt höher geworden, und gerade in der Textilindustrie sieht es in Beziehung auf die Lohn- erhöhung in den letzten fünf Jahren ganz schlecht aus. Daun ist Genossin Liixemburq ivieder mit dem internationalen Gedanken gekommen. Aber wenn ich sehe, daß die deutschen Arbeiter bei der Durchführung des iiiternationalen Princips imnicr zu kurz kommen, so bin ick aller- dings im Interesse des Internationalismus und im Interesse der deutschen Arbeiter national. Einen Zollkrieg, wie ihn Ledebour an die Wand malt, fürchte ich nicht, aber sollen wir u»S denn von Amerika alles bieten lassen und nichts dagegen thun? Wir können einen großen Teil der Waren. die wir jetzt aus Amerika beziehen, ganz gut auch aus andren Ländern beziehen. Da könnten wir, wemt es ernst wird, ganz gut den Amerikanen, die Zähne zeigen, wie es Ledebour will. Molkenbuhr hat ans früherer Zeit einen Versuch der deutsche» Regierung angeführt, um de» Amerikanern beizukommen. Das ist ja das Sonderbare, man will gerne den Amerilaitern beikommen, thut es aber nicht direkt, sondern auf Umwegen, z. B. durch vcterinärpolizeiliche Maß- nahmen, und das erbittert die Amerikaner vielmehr. Die Amerikaner sind praktische Geschäftsleute; ihnen muß nian als Geschäftsmann gegenübertreten, wenn man etwas erreichen will. Jetzt schröpfen n»S die Amerikaner; zu allen Krisen in der Textilindustrie haben die Anicrikaner den Anstoß gegeben. Der Einwand Davids würde zutreffen, wenn ich für Schutzzollpolitik im allgemeinen einträte, aber das thue ich nicht. Es handelt sich höchstens um Abwehrinaßregeln, nicht einmal um Represjivmaßregcln gegen Amerika. Die deutsche Regierung führt in der Praxis die Meistbegniistigung noch durch, weil sie imnier noch gehofft hat. mit Ainerika zu einem vernünftigen Handelsvertrag zu kommen. Aber in der offiziellen Ausgabe der Handels- und Schiffsverträge ist dieser Meistbcgünftigtlngsvertrag mit Amerika nicht aufgenommen, während alle andren darin enthalten sind. Nun wird gesagt, der Inhalt meiner Resolution steht im Widerspruch zu meinen Ausführungen (sehr richtig), ja, sehr richtig!(nein. sehr traurig!), der Herr, der „sehr übel I" rief, kennt offenbar den Gegenstand nicht.(Oho!) An die Spitze meiner Ausführungen habe ich den Gedanken gestellt: Fortführung der Handelsvertrags- Politik._ Diese Fortführung hängt aber wesentlich von der Stellmig zur Meistbcgünstigungsklalisel für Amerika ab. Lassen wir die Meistbegünstigung für Anierika fallen, dann ist Aussicht vorhanden, daß wir Handelsverträge, vielleicht günstigere als heute bekommen. Lasse» wir sie nicht fallen, dann bekommen wir einen autonomen Tarif; es wird weiter gewirtschaftet, bis alles zusammenbricht. Ob daS im Sinne der Handelsvertrags-Politik liegt, oder mein Vorschlag) das überlässe ich Ihrer Entscheidung. Die Zelt wird es ja lehren. Wir können ja abivarten, wie der Abschluß der Handelsverträge sich gestalten ivird. Ich glaube nicht, daß es ohne Aufhebung der MeistbegünstigungSNansrl geht. Noch ein paar Worte zu den von Vollmar beantragten Sender- nngen. Auf den Passus.Ausbau des Mittelland-Kanals" verzichte ich; ich habe von vornherein keinen Wert darauf gelegt. Dagegen kann ich de» zweite» Passus nicht fallen lassen. Wcnu wir zwei Eisenbahn» Gemeinschaften haben, eine süddeutsche und eine norddeutsche, so haben ivir nicht Frieden, sondern Krieg. Die einheitliche Gestaltung des Verkehrswesens, unterstellt unter die Kontrolle des Parlaments. ist das notivcndige Korrelat einer einheitlichen Wirtschaftspolitik. Der Passus muß so bleiben, wie er in der Resolution steht. Das Amendement Luxemburg verlangt unter 4. eine weitgehende Er- Mäßigung der Gütertarife. Da in Punkt 3 nieiner Resolution Ausbau des Wasserstraßen-Systems verlangt ist, so wäre es eine Abschwächung dieses Verlangens, wcnu wir noch eine Ermäßigung der Gütertarife fordern wollten. Die ganze Resolution ist aufgebaut auf den wirtschaftlichen Interessen der Arbeiter. Ick kann in der Begründung der einzelnen Forderunge» von diesem Grundgedanken nicht abgehen. Ich bitte Sie daher, nieiner Resolution mit dem einen Amendement Vollmar Ihre Zustimmung zu geben. In der Abstimmung wird daS Amendement Luxem« bn r g in alle» seinen Teilen a n»e n o ni'm e n. Dagegen wird der erste Teil des Amendements ollmar( Streichung der Worte: Uebernahme der Eisenbahnen auf das Reich) mit großer Mehrheit abgelehnt. Der zweite Teil des Amendements Vollmar wird mit großer Mehrheit angenommen; ebenso die so um= gestaltete Resolution Calwer. Es folgt Punkt 9 der Tagesordnung: Die Taktik der Partei bei den Landtagswahlen. Hierzu liegt die Resolution des Referenten vor, welche in neuer Fassung also lautet: Der Parteitag wolle beschließen: Ju denjenigen deutschen Staaten, in welchen das Dreiflaffen= = 0 Wahlbündnisse mit bürgerlichen Parteien, insbesondere Ab- Ledebour und Genossen beantragen:" In dem vorletzten Absaz machungen gemeinsamer Aufstellung von Wahlmanns Kandidaten der Resolution Bebel sind die Worte; des betreffenden Wahlkreises" und Kandidaten für die Landtage find nicht zulässig," umzuändern in:" des betreffendes Landtagswahlkreises". Hoffmann Berlin 4. Muder Wurzen. Georg Raab. Fr. Dr. Quard und Genossen beantragen: Der Parteitag wolle Schneider. Ernst Berger. Zubeil- Berlin. F. Storch. Seyferth- beschließen: auch in denjenigen deutschen Staaten, in welchen das Leipzig. Gilet. Ledebour- Dresden( Land). Minna Ledebour. Dreillaffen- Wahlsystem besteht, beteiligen sich die Parteigenossen an Drechsler. E. Adler- Kiel. Karl Juers. Ernst Forkert den Landtagswahlen. Für die Landtagswahlen in Preußen bildet Solingen. W. Meßner. E. Grenz. H. Bergmann. F. Stahl. der Parteivorstand das Central- Wahlkomitee. Karl Neutscher- Saarbrüden. E. Ihrer Berlin. M. Greifenberg Augsburg. O. Friedrich. Wizorowski Staßfurt. Edmund Meisel. A. Dräger. B. Jungnidel- Dresden. F. Kozle. Luxemburg. Wolters. Chr. Schrader Bramsche. B. Hoffmann. Kümmel. A. Wartenberg. J. Wichmann. G. Weirich. R. Weiße. H. Pfeiffer. Gebauer. Brunzel. Otto Görtlichen Oppofitionsparteien bereit find Gogowski. Gerstenberger. Karl Erdmann. C. Schubert. M. Kiesel. J. Pfarr. Reiwand. Paul Scholz. E. Ernst. Gambel. Albin Berger. Albrecht. F. W. Höppner. H. Thomas Altona., Denner. J. D. Jacobsen. Th. Müller. Mar Jens. Bormann. Rosenow. H. Mardwald- Halberstadt. Meist. E. Michaelis. 2. Harris. H. Koenen. Wahlsystem besteht, find die Parteigenoffen verpflichtet, bei den bey/ 2m. Beiße: nächsten Wahlen in die Wahlagitation einzutreten, es sei denn, daß die lokalen Verhältniffe eine Wahlbeteiligung unmöglich machen, d. h. wenn mit Sicherheit anzunehmen ist, daß infolge der öffentlichen Stimmabgabe Maßregelungen zahlreich eintreten werden. Inwieweit hiernach die Wahlbeteiligung in einem Wahlkreis Die Wahlbeteili unmöglich ist, darüber entscheiden die Parteigenossen des betreffen den Wahlkreises. = Für die Landtags- Wahlen in Preußen bildet der Parteivorstand das Central- Wahlkomitee. Ohne dessen Zustimmung dürfen die Parteigenoffen in den einzelnen Wahlkreisen keinerlei Ab = R. Tümme. Förster. Eichhorn. Johann Stein. Kloth. Singer. F. Gerlach. machungen mit bürgerlichen Parteien treffen. nerlei Ab: wahlen. Aber gestellt werden Bebel. Ferner liegen, bar die Anträge 5-12 ,, die Resolution 56*) und folgende neu eingebrachte Anträge: Antrag 92: Am Schluß der Resolution ist der letzte Sag, beginnend ohne dessen Zustimmung" bis Schluß zu streichen und an deffen Stelle zu setzen: " .88 10. Parteigenossen in Krefeld: Beteiligung an den Landtagswahlen. Aber nur in der Weise, daß überall socialdemokratische werden. Wo Wo sich nicht genügend Wahlmänner finden, hat die Beteiligung zu unterbleiben. ab11. Parteigenoffen des Wahlkreises Nieder- Barnim: Die Entscheidung, ob eine Beteiligung an der preußischen Landtagswahl vorzunehmen ist, ist dem einzelnen Wahlkreise zu überlassen. 12. Parteigenoffen in Wiesbaden und Chemnit: Der Parteitag wolle sich für Beteiligung an den Lundtagswahlen aus ſprechen. WILS 56. Parteigenossen in Magdeburg: galadasggest bou * 5. Barteigenossen in Breslau und Oberlangenbielau: Der bisherigen Unflarheit in der Frage unsrer Tattit bei den Landtagswahlen in Preußen ein Ende zu machen durch den Ben fchluß allgemeiner und selbständiger Beteiligung der socialdemokratischen Partei bei den nächsten preußischen Landtagswahlen. Weiter möge der Parteitag durch entsprechenden Beschluß ein Zusammengehen der social demokratischen Wahlmänner mit solchen andrer Parteien gestatten zum Zwed sowohl der Erlangung socialdemokratischer AbgeordnetenMandate wie der möglichsten Schwächung der jetzt im preußischen Abgeordnetenhaus dominierenden reaktionären Parteien. Die oberste Leitung der Wahlgeschäfte möge der Parteitag dem Parteivorstand bezw. einem besonders zu wählenden Komitee übertragen. # Erwägung, daß die junkerliche Reaktion in Preußen immer beherrschender wird, wie u. a. die Behandlung der Vorlage eines Mittelland- Kanals bewiesen hat; in Erwägung, daß diese Machtstellung bei Beratung der Handelsverträge im Reichstag dazu benutzt werden wird, um die breiten Boltsschichten mit neuen oder erhöhten indirekten Steuern, insonderheit mit verschärftem Brotivucher zit belasten; in fernerer Erwägung, daß proletarische Interessen in fast unin übersehbarer Tragweite im preußischen Landtag entschieden licht der Partei werden; in schließlicher Erwägung, daß es Pflicht der Partei ist, den von ihr zu führenden Klassenkampf in immer weitere Gebiete zu tragen und immer mehr zu verallgemeinern, 6. Parteigenossen des Teltow Beestow Stortow Charlottenburger Kreises beantragen beim Parteitag in Mainz, der bisherigen Unklarheit in der Frage unsrer Taktik bei den Landtagswahlen in Preußen ein Ende zu machen durch den Bebeantragen wir die Beteiligung der Partei an den preußischen Landschluß allgemeiner und selbständiger Beteiligung tagswahlen. der socialdemokratischen Partei bei den nächsten preußischen Landtagswahlen. 7. Barteigenoffen in Frankfurt a. D.: Der Parteitag macht es allen Parteigenossen Preußens zur Pflicht, sich an den Landtagswahlen zu beteiligen. Die Beteiligung hat nach den Grundsäßen zu erfolgen, die die Resolution Bebel anf dem Hamburger Parteitage( Nr. 98 der Anträge) aufstellte und die da lauten: schließlich einer bürgerlichen Oppositionspartei angehören, gestattet. 4. Abmachungen dieser Art für die Landtagswahlen sind mur unter der Bedingung zulässig, daß die betreffenden bürgera) ihre Kandidaten zu verpflichten, für den Fall ihrer Wahl in den Landtag für die Einführung des allgemeinen gleichen direkten und geheimen Wahlrechts, wie solches für die Wahlen zum Reichstag besteht, auch für die Wahlen zum Landtag einzutreten und im Landtag alle Maßnahmen entschieden zu bekämpfen, die geeignet sind, die bestehenden Volksrechte im Einzelstaat weiter zu schmälern oder zu beseitigen; b) eventuell auch einem socialdemokratischen Kandidaten ihre Stimme zu geben. 5. Um eine genaue Durchführung der vorstehenden Beschlüsse zu 6 • ermöglichen und die Interessen der Gesamtpartei nach allen Richtungen hin zu sichern, betraut der Parteitag den Parteivorstand mit dieser Aufgabe. die Zustimmung Die einzelnen Wahlkreise sind verpflichtet, die Zustimmung des Parteivorstands für ihre Abmachungen mit andern Lussier ungen mit and Barteien einzuholen. ( Schluß fiche 3. Beilage.) 2- latasa Marktpreise von Berlin am 19. September 1900 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. Weizen, gub D.-tr. 15,60 15,58 Startoffeln, nene, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg do. Schweinefletfch Kalbfleisch Sammelfleisch 6,-4, 1,60 1,20 1,20 11,60 1,10 1,601, " " mittel gering 15,56 15,54 " 15,52 15,50 " toggen," gut 14,95 14,90 " mittel gering " 14,85 14,80 " 14,75 14,70 ††) Berfie, gut 15,60 15,- Butter 2,80 2,20 mittel 14,90 14,30 " 60 Sint 4, 2,80 2, 1,20 Hafer, gut 2,60 " " 14,20 13,70 Eier Starpfen 1 kg gering mittel geringNichtstroh Den GrößenSpeisebohnen Vinien frei 16,10 15,10 15,- 14, 13,90 13, 6,50 5,50 7,10 5, 40,- 25, Aale Bander echte Beate Barsche Schleie Bleie 45, 25, Krebse 70,- 30 350 1,20 2,60 1,20 2,-1, 1,80 0,80 2,40 1,20 -1.40 0.80 per Sjot 20,- 2,50 helial12- toni *) ab Bahn. 1. Die Beteiligung an den preußischen Landtagswahlen ist überall geboten, wo die Verhältnisse eine solche den Parteigenossenfrei Wagen und ab annons.stoll ermöglichen. stand 8. Parteigenoffen in Essen a. R.: Den Parteigenossen zu empfehlen, dort, wo irgend welche Vorteile für die Partei zu er- 2. ringen feien, sich selbständig an der Landtagswahl zu beteiligen. 9. Parteigenossen in Bochum: Die Regelung der Beteiligung an den preußischen Landtagswahlen hat in der Weise zu geschehen, daß ein Central- Wahlkomitee( eventuell Parteivorstand) auf Grund der Ergebnisse 3. Jmvieweit eine Wahlbeteiligung in den einzelnen Wahlkreisen möglich ist, entscheiden die Parteigenossen der einzelnen Wahltreise nach Maßgabe der lokalen Verhältnisse. Beschließen die Parteigenossen eines Wahlkreises die Wahlbeteiligung, so kommen für diese folgende Gesichtspunkte in Betrachtleiguer A Produktenmarkt vom 20. September. Getreide verkehrte zumeist in fefter Tendenz. Am Frühmarkt waren Weizen und Roggen etwa 3. höher. Aus Amerita tamen sehr feste Notierungen und auch Destreich- Ungarn fandte höhere Preise. Später schwächten sich zwar die hiesigen Preise etwas ab, wurden dann aber wieder fester. Die Abſchwächung war durch reichlicheres Angebot von Scheriffweizen aus Sachsen und von nordrussischem Roggen hervorgerufen. Der" amerikanischen Hauffe bringt man am hiesigen a) ist die Wahl eigner Wahlmänner möglich, so ist dieselbe Markt fein sonderliches Vertrauen entgegen, zumal auch die westlichen europäischen Märkte wenig darauf reagieren. Kraft zu Das Mehigeschäft verfehrte bei Die Beteiligung hat nur durch die Wahl eigener Bahlmänner statt- b) ift die Aufſtednung eigener Wahlmänner ummöglich und war is a mistiche Angebots 0,50 M2. ntebriger., Muſal matt auf umfang beschließen die Parteigenossen, sich dennoch an der Wahl reiche Realisierungen 0,40 m. niedriger. Spiritus unverändert, loco nalazu beteiligen, so ist die Wahl von Wahlmännern, die aus- 70er 51 Mark. ſich an der i der bisherigen Wahlen die Wahlkreiſe beſtimmt, die au beteiligen haben. Das Central- Wahlkomitee hat auch die Verhandlungen mit den gegnerischen Parteien zu leiten. zufinden und hat sowohl die Stärkung der bürgerlichen Opposition als auch die Erlangung eigner Mandate zum Zwed. NIT Warenhaus A.Wertheim. .611 abro mollet2 is hap Berlin, Leipzigerstrasse 132/133 Rosenthalerstrasse 27/29 und 54 Oranienstrasse 53/54. ⚫ 90- dsT- Hoy 98,800,0 ..... tiend Der Extra- Verkauf linda mizo 109 13-11709 nepnst& ns110 zu ausserordentlich herabgesetzten Preisen vor Eröffnung unsrer Neubauten, erstreckt sich auf alle Abteilungen unsres Geschäfts. wwwwwwwwAlle Waren sind im Preise ermässigt. Ausgenommen sind nur vereinzelte Artikel, deren allgemeine Preislage eine Herabsetzung nicht zulässt. 1510Wir heben heute folgende Artikel hervor: Seidene Sachets mit Malerei, für Handschuhe oder Taschentücher • • Gürteltaschen, wildleder mit Auflage Wachstuch- Tornister mit Ledereinfassung Seidener Pompadour 80 P Lange Damen- Uhrketten, Doublé mit Schieber 3,25 M. Gesellschaftsspiele in verschied. Ausführung..33 PL. Pf. Kravatten- Nadeln für Damen.. 80 P. Wecker- Uhren, grosse Form.. 80 Pf. Küchen- Uhren, Delfter- Muster. Photographie- Album aus Plüsch oder Leder 1,65 M. Nickel- Herren- Uhren Wandteller mit Malerei. Haussegen mit Holzrahmen Kunstguss- Aufsätze mit Glas Kunstguss- Schalen, verkupfert Alfenide- Cakesdosen. hoch • 01 • • 4 aufgezeichnet, 50 P Platina- Holzbrand- Apparate mit Stift 5,25 u. 7,25 M. 1,85 M Sprüche zum Brennen, ca. 32/54 cm gross 70 Pf. 6,50 M. Wandbretter zum Brennen, ca: 45/100 cm 3,60 M. 4,25 M. Brotteller zum Brennen, gezeichnet 1,50, glatt 1,00 M. 18 35 P. Stahl- Damen- Uhren... 4,75 M. Hocker zum Brennen, aufgezeichnet 3,60, glatt 2,40 M. 38. 85 Pf. Silberne Damen- Herren- Uhren Herren- Uhren... 8,25 M. Studien- Qelmalkasten mit 12 Farben 8,00 M. 2,50 M Kinderbesteck, Messer, Gabel, Löffel, versilbert 4,50 M. Mal- Vorlagen, verschied. Landschaften, ca. 26/58 cm 15 Pf. 2,50 M. Weinkorke mit Ausguss 65 P. Atelier- Staffelel, braun gebeizt, verstellbar, ca. 3,20 M. 2,40 M. Mokkalöffel 55 B Königs Kochbuch mit ca. 400 Kochrezepten.. 10 35 Pf. , 05 M Album von Berlin, Ansichten in elegantem 45 Pf. Einband Dutzend 2,40 M. Prinz Heinrich in Kiautschou, neue Jugend- 1,80 M. 75 P. 6 Lichtdruck- Postkarten von Berlin... 10 Pf. • Japanische Vasen ca ca. 15 cm 38 Pf, ca. 19 cm hoch 55 Pf. Zuckerzange. Japanische Papier- Servietten 100 Stück 48 u. 75 Pf. Messerbänke Japanische Tassen Japanische Krümelschaufel mit Besen Porzellan- Amoretten Bemalte Glas- Yasen. Porzellan- Nippes, feine Ausführung 15, sisd •• • • 33 Pf. Puppen- Kaffeeservice, vernickelt. 38 P. Puppen- Sportwagen 10 Pf. Kinder- Nähmaschine 23, 38 P. Gekleidete Puppe mit Schlafaugen 30 Pf. Ungekleidete Puppe . Porzellan- Figuren, hübsche Muster 55 P1,20 M. Phonographen, gute Ausführung.... Pompadourkämme, hell oder dunkel Celluloidul Lange Damen- Uhrketten, gelb oder oxyd. Lange Damen- Uhrketten, Doublé..... al anida gaste now give 50 Pf. Walzen dazu, bespielt. 4 • • 157 cm hoch 23 . 9 1,85 M. Klassiker, Horner, Lenau, Kleist Band 1,15 M. jedes Album im 2,25 M. Musik- Album mit 8 bis 12 Stücken, für Klavier, 33 Pf. 85 P Farbiges Briefpapier- Umschläge Karton 38 Pf. .65 P 100. Briefbogen und 100 undurch Umschläge 50 Pf. 7. 12,50 M. Federkasten. 65 Pf. Wagen mit geschirrtem Plüschpferd 65 Pr. Wagen mit geschirrtem Plüschpferd 2,35 M. Kubusspiel im Holzkasten • sichtige op 12 Pf. 22 Pf. 75 PDoppelter Schiebekasten 48 Pr. Bleistifte voh A. W. Faber..... Dutzend 18 Pf. 35. P. Lampenschirme aus gemustertem Kropppapier.35 Pf. all malom dry A. Jandorf& Co C. Spittelmarkt 16/17. SW. Leipzigerstr. 64. SW. Belle- Alliancestrasse 1-2. Gardinen Möbelstoffe• .. Teppiche. 2,15, 2,95, 3,75 Mk.| Steppdecken, farbiger Woll- Satin.. Tüllgardinen, Fenster 2 Chawls, Tüllgardinen, 2 mal mit Band eingefasst, Meter.... 35, 45, 65 Pf. Tüll- Stores in reizenden Mustern, .... 2,25, 2,75, 3,50, 5,25 Mk. Spachtel- Stores 5,75, 6,75, 8,50 ML. Erbstüll- Stores und Gardinen in grosser Auswahl. Tüll- Bettdecken über 1 Bett = 2,50, 3,75 Mk. Tüll- Bettdecken über 2 Betten 4,75, 6,50 Steppdecken, Handarbeit, Woll- Satin Schlafdecken, reizende Muster Läufer- Stoffe, Zimmer- und Treppenbelag Axminster- Vorlagen. · 3,75, 5,75, 6,75 M ... 7,50 Mk. • 1,45, 1,95, 2,75 Mk. 38, 45, 60, 85 Pf. .75, 1,60, 2,25 ML. Scheibengardinen, 2 mal Band eingefasst. Meter 25, 40, 55, 85 P. Congress- Stoffe, glatt und gestreift. Cöper- Spachtel- Vorhänge. Gardinen- Halter, weiss und crême. • Stück 38, 45, 55, 70 Pf. Paar 2,90, 4,25 Mk. 15, 23, 35, 50 Pl. Gardinen- Halter, farbig. Stück 15, 35, 45, 60 Pf. Holz- Gardinen- Stangen, Mahagon- u. Nussbaum- Politur, 48, 55, 75, 1,35 Mk • Holz- Gardinen- Rosetten, Tüll- Decken do. ca. 35/35 62/62 10 30 50 70/120 . do. 10, 12, 15, 23, 45 P. 35/150 40 Pf. Ein Posten Gardinen- Muster! ca. 1 Meter lang Stück 35 Pfg.= Portieren, quergestreift Portieren, glatt Fond mit Streifen- Bordüre Stück 95, 1,45, 1,85 Mk. 2,25 Mk. Fussbänkchen mit buntfarbigem Plüsch- Bezug STR fischdecken, Fantasie, mit Franze Tischdecke, einfarbig mit Kante Tischdecke, einfarbig mit Schnur Tischdecke, Chenille 3113 1,15 Mk. 2018 . • Tischdecken aus Plüsch mit Bordüre. 3,25, 3,75, 4,25 Mk. 2,70, 3,50, 4,25 Mk. 2,10, 3,95, 4,50 Mk. 2,90, 4,25 Mk. 6,75, 8,25, 9,50 Mk. 6,50, 8,75 k Chaiselongue- Decken in recht soliden Mustern..... Gummi- Wandschoner mit rothem Rücken, buntfarbigem Fantasie- Druck, Partiepreis Stück 85 Pig. Ein grosser Posten Gummitischdecken mit Parchendrücken, besonders preiswerth ca. 65/100 85/115 100/130 130/160 75 Pf. 1,20 Mk. 1,60 Mk. 2,75 Mk. CCASEI SCRETICLODikted mile Wachstuch- Tablette- Decken Stück 10 Portieren, glatt Fond mit Jacquard- Bordüre. 3,25, 4,25, 5,75 Mk. Portieren- Garnituren," Woll Coper& Chawls u. 1 Lambrequin, 12,50, 18,25 Mk. reich bestickt Plüsch- Garnitur, bestickt, 2 Chawls und 1 Lambrequin Portièren- Stangen, complet Ketten- Halter für Portieren:: tires asan Jeablus Idoin 19,75 Mk. Fantasie- Möbelstoffe, 100 m breit, ca. cm Pfg. ... 95, 1,35, 1,85 Mk. 6,50, 8,50 ME. 1,15 MK 2,50, extra stark.... 3,50 Mk. Moquette- Plüsch für Sopha Bezüge, ca. 180 cm breit,.... Stück 15, 25, 38, 50 P. Sopha- Kissen, buutfarbiger Satin mit Volant mit Volent.?!?!! nagnulisidA alle jus doia alo911279 stundu 1972 gnuno nov OTAW eIIA nienav un bnie nommons A Holz- Galanterie- Waaren. Salon- Tische. Viereckig, Nussbaumartig gebeizt.... Viereckig, Sechseckig, Rund, נו 65 " todos mense ebo Vogelbauer, bestehend aus Holzgestell mit Messingdraht und Scheiben 2,65-2,90 Mk. Handtuch- Halter!!!! Handtuch- Ständer. mit gravirter Platte 2,50 Mk. 2,75 Mk. ... 2,25 Mk. 1,95 M . 2,90 Mk. Salon- Säulen 2.0 Kleider- Riegel i RI 3 4 5 6 9 33 42 50 70 Pf. 3 4 5 685 Pt. 18001 Bauerntische,.» mit Verbindung... aneele mit gravirter Rückwand, is nox Nussbaumartig gebeizt, 1280 mit Kleider- Riegel mit 40 45 65 SA Console, Nussbaumartig gebeizt Palm- Ständer, Nussbaumartig geheizt ... 45, 95, 150 PE. 2,85 Mk :: 2,85 Mk schwarzen Haken. 2-22uplanu schwarzen Haken und Porzellanknöpfen. 9132L 35, 45 Pf. 01 12 88 Salon- Tritte Etagèren Vogelbauer- Ständer circa 60 80 100 122125 cm. lang. 2,00 2,40 2,65 aspid 2,90 Mk. 4.00 Schirm- Ständer, do. do. 1,95, 2,65 Mk. 4,25 Mk. Tischlampe USB mit bronoirtem Eisenfuss und decorirter Glooke 2,65 M 2,00, 2,85 k and a 29 anusdie le begmo Vogelbauer- Arme 2,85, 5,25, 6,50 Mk. ... 45 Pf., 95 Pt. 290 19 Stück 0,95 Pr. 19) Verantwortlicher Redacteur: Heinrich Ströbel in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Beriin. Druck und Verlag von Mag Babing in Berlin. Br. 220. 17. Jabrgang. 3. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 21. September 1900. Socialdemokratischer Parteitag in Mainz. ( Schluß aus der 2. Beilage.) Das Wort erhält der ahnte: Berichterstatter Bebel: haupt nicht einreißen lassen, daß es von dem Willen einzelner Wahlfreise abhängt, ob sie die Beschlüsse des Parteitags oder der Landeskonferenzen respektieren wollen. Es ist Pflicht der Minderheit, fich zu unterwerfen, mag es ihnen auch noch so unangenehm sein. Sehr richtig!). • ich die Wahl der Entscheidung hat, den richtigen Weg finden und dafür forgen wird, daß Vorgänge wie in Baden vermieden werden. Gerade darin, daß eine Centrale die Sache von einheitlichen Gesichtspunkten aus leitet und daß die einzelnen Wahlkreise sich mit der Centrale in Verbindung setzen müssen, liegt eine Garantie für die Vermeidung Im Jahre 1898 nun haben sich auf Grund des Stuttgarter folcher Vorkommnisse. Ich bitte sie, meine Resolution möglichst einBeschlusses eine Reihe von Orten in Preußen an den Wahlen be stinnig annehmen.( Beifall.) teiligt: Breslau, Linden, Brandenburg, Elberfeld, Altona, FrankSinger: Parteigenossen! Wir befinden uns in der seltsamen Lage, daß furt a. M. Die Resultate sind sehr verschieden, aber sie wir heute zum viertenmal in vier aufeinander folgenden Parteitagen fönnen nicht maßgebend sein für den Gesamtausfall, weil infolge taum die Rede sein. Er hat die historische Entwicklung durchaus Bon einer einstimmigen Annahme der Bebelschen Resolution wird über die Stellung der Partei zu den preußischen Landtagswahlen zu der schwankenden Haltung des Parteitags die Beteiligung richtig dargestellt. Ich stimme mit ihm auch vollkommen darin überberaten haben. Zum erstenmal geschah es 1897 in Hamburg. Dort ins Belieben der einzelnen Genossen gestellt war und weil natur ein, daß Nenes in der Frage nicht mehr gesagt werden kann. Das wurde mit 150 gegen 60 Stimmen der Kölner Beschluß auf Nichtbeteiligung gemäß ein derartiges getrenntes Marschieren die Kampffähigkeit Dreillaffenwahlsystem an sich ist es selbstverständlich nicht, das mich durch Annahme des ersten Teils meiner Resolution aufgehoben. schwächt.( Sehr richtig.) Dem muß entgegengetreten werden. Wenn Der zweite Teil meiner Resolution, der die Methode unsrer Wahl- wir in den Wahlkampf eintreten, müssen wir mit after Macht und zu einem Gegner der Beteiligung an den Landtagswahlen macht. beteiligung regeln wollte, fand nicht die Zustimmung der Mehrheit. aller Kraft eintreten, dann darf es kein Zaudern, feinen Widerspruch sehen könnte, daß, allerdings unter der Voraussetzung der selb Wenn ich die Hoffnung hätte, ja wenn ich nur die Möglichkeit Dagegen wurde beschlossen, daß bei unsrer Beteiligung an den geben. Aber wie immer Sie über die Wahlbeteiligung denten Landtagswahlen keinerlei Kompromisse mit bürgerlichen Parteien mögen, ich halte es für dringend geboten, daß namentlich in ständigen Beteiligung, es der Partei möglich wäre, einen oder eingegangen werden dürfen. Dieser Beschluß erfuhr in Stuttgart Breußen einmal die Partei mit aller ihr zu Gebote stehenden mehrere Abgeordnete in den preußischen Landtag zu schicken, so würde lebhafte Anfechtungen. Es wurde gesagt, die Faffung sei derart, Straft in die Agitation eintritt, um zu zeigen, zu beweisen und ich einen Versuch mit der Beteiligung empfehlen. Aber ich bestreite, daß die Beteiligung an den Wahlen für diejenigen, die Neigung selbst zu erkennen, was sie zu leisten vermag. Es ist sehr daß es möglich ist, und auf dem Wege, auf dem Bebel es möglich) dazu hätten, durch das einschränkende Verbot, Stompromisse einzugehen, leicht möglich, daß ganz unerwartete Resultate, zum Vor- machen will, kann ich ihm nicht folgen.( Sehr richtig!) Der Eintritt unmöglich gemacht sei. Die Dinge liegen eben auf Grund des schein tonimen, denn dadurch, daß nicht wie früher die von Socialdemokraten in den preußischen Landtag ist nur mit Hilfe promiffe mit bürgerlichen Parteien an einen Erfolg für unsre Partei so die Wählerzahl festgelegt wird, sondern daß diese Dreiteilung iegt fagen will, gewiß nicht an die Adreſſe Bebels; preußischen Landtags- Wahlsystems so, daß ohne vorübergehende Som Steuerkraft des ganzen Wahlkreises in drei gleiche Teile geteilt und bürgerlicher Barteien möglich, und ich wende das Wort, das ich keine ihn zu gut nicht gedacht werden kann. Der Kompromißgedante aber war gerade bereits in den Urwahlbezirken stattfindet, ist es sehr wohl möglich, mich nicht ein( Sehr gut); die Bündnisie, die wir mit den bürgerauf den politischen Kuhhandel lasse ich der Hauptstein des Anistoßes in Hamburg. In Stuttgart wurde nun daß wir in einer ganzen Reihe von Urwahlbezirken Erfolge erzielen, der Versuch gemacht, doch noch die Wahlbeteiligung durch Bulaffung wo es früher nicht möglich war. Bei den Wahlen im Jahre 1893 en Parteien schließen können zu dem Zweck der Erzielung einiger des Kompromisses zu ermöglichen. Folgende Resolution fand An- zum Beispiel schloß in der ersten Abteilung die Grenze der Steuer Landtagsmandate, werden durch die Vorteile, die die Anwesenleistung ab mit 5 M. in einem Urwahlbezirk, d. h. wer 5 M. direkte heit einiger socialdemokratischer Abgeordneter im Landtag hat, dem Dreiklassen- Wahlsystem kann nicht, wie die an den Reichstag 5 bis 20 M schloß in der ersten, Abteilung die Steuerleistung das Berlassen des Standspunkts, die politischen Erfolge zu erringen " Die Beteiligung an den preußischen Landtagwahlen unter Steuern zahlte, war in diesem Bezirk Wähler erster Klasse. Mit nicht aufgewogen. Das Verlassen des Standpunkts, der, wie ich sage, die Partei groß und start gemacht hat und der erhalten bleiben muß, wahlen, als eine Heerschau betrachtet werden, als ein Mittel, durch ab in 9 Bezirken, mit 20 bis 30 m. in 30 Bezirken. Niut die Zählung unsrer Stimmen einen moralischen Erfolg zu erreichen, ist ja die erste Wählerklasse selbstverständlich hier außer Betracht geftigt auf die eigne Straft, halte ich für viel gefährlicher, als daß fondern mir als ein Mittel, bestimmt praktische Erfolge zu erzielen. zu lassen. In der zweiten Abteilung liegt die Sache schon anders, Bebel: Die Verhältnisse liegen nicht so ungünstig, man tam infolge es aufgewogen werden könnte durch ein paar Mandate. Nun sagt Namentlich die Abwendung der Gefahr, daß die traffeste Realtion da war in 2738 Urwahlbezirken die Steuerleistung zwischen 5 und die Mehrheit im Landtag erlangt. Von diesem Gefichtspunkt ausgehend, 30 M. In der dritten Abteilung schloß die Steuerleistung mit 3 m. der veränderten Steuergesetzgebung in Preußen vielleicht auch in der erklärt der Parteitag, daß die Beteiligung an den Landtagswahlen in 274, mit 3-10 m. in 3754, mit 10-20 in 4303 und mit 20-30 weiten und ersten Abteilung Wahlmänner bekommen. Ich gebe das nicht in allen Wahlkreisen geboten ist, um so weniger, als bei der in 3111 Urwahlbezirken. Berlin selbst bietet uns ein ganz eigen bindung mit den Wahlmännern der III. Abteilung absolut nicht in ohne weiteres zu, das find aber so vereinzelte Fälle, daß sie in Ver Kürze der Zeit, die uns von den preußischen Landtagswahlen trennt, tümliches Bild. Im ersten Berliner Wahlkreis schloß die zweite stande find, einen Abgeordneten durchzusetzen. Was nußen mir die nicht daran gedacht werden kann, die in dieser Frage jetzt weit wählerklasse ab in den Urwahlbezirken 218 und 236 mit 26 M., im anseinandergehenden Meinungen innerhalb der Partei einander so Urwahlbezirl 204 mit 9 m. Da haben wir also schon die Möglich- vei oder drei oder fünf oder zehn Wahlmänner in der II. Klaſſe, zu nähern, daß ein einheitliches Borgehen der Gesamtpartei feit, fogar in der zweiten Stfaffe den Sieg zu erlangen. Im weir dagegen 600 bürgerliche stehen! Was machen mir die ein zweiten Berliner Wahlkreis schloß die erste Wählertlane ab im oder zwei Wahlmämer, die die Philantropen oder Idealisten Unter diesen Umständen überläßt es der Parteitag den Genojien irwahlbezitt 324 mit 44 W., int Urwahlbezirk 385 init 20 aus der ersten Wahlabteilung für uns geben! Gewiß, diese der einzelnen Wahlkreise, über die Frage der Beteiligung zu die zweite Wählerklasse schloß in den Urwahlbezirken 324, 340 Konstatierung mag zur Charakterisierung, wie weit der fociale Gebeschlossen, so werden, falls es sich dabei um eine Unter- und 388 mit 6 m. ab. Das sind Steuergrenzen, bei denen wir wert sein, aber man soll sich doch nicht einreden, daß man durch stügung bürgerlicher Oppositionskandidaten handelt, die Kanunzweifelhaft Wahlmänner zweiter Klasie wählen dürften. Im diese paar Bahlmänner etwa das Wahlresultat zu einem focialdidaten sich verpflichten müssen, für den Fall ihrer Wahl dritten Berliner Wahlkreis schloß die erste Wählerklasse ab in den wird. Ich kann mir also nicht helfen: Die Zahlen, die Bebel andemokratischen machen kann, wenn eben der Handel nicht gemacht in den Landtag für die Einführung des gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts, vie solches für die 12 M. Die zweite Wählerklasse in den Urivahlbezirken 260, 909, geführt hat, deren Richtigkeit ich durchaus nicht bestreite, find durchBahlen zum Reichstag besteht, auch für die Wahlen zum Landtag 1042, 1052, 1068, 1069, 1071, mit 6 M. Im vierten Berliner Wahl aus lein Beweis dafür, daß wir durch eigne straft auch nur einen Numm wird man uns einzutreten und im Landtag alle Maßnahmen entschieden zu be- treis schloß die erste Wählerflaffe im Irwahlbezirk 695 mit 27 M., etzigen. Abgeordneten bekommen können. Kämpfen, die geeignet sind, die bestehenden Voltsrechte im Einzel- in den Urwahlbezirken 508 und 602 mit 26 m. ab, die zweite Wähler- vielleicht darauf verweisen, daß wir ja doch bei den Reichstags. staat weiter zu schmälern oder zu beseitigen." Es ist aber flaffe fchloß in den Urwahlbezirken 598, 577, 602 nd 695 mit 6 m. wahlen auch für bürgerliche Standidaten stimmen. Wenn neuerdings wieder von den Gegnern einer derartigen ab. durchaus etivas andres, ob ich in in der Stichwahl zwischen Bei geschickter Operation sichern solche Bezirke seinem Konservativen und einem Freisinnigen diesem die Stimme gebe Taftil gejagt wird, daß das Kompromißverfahren die Partei einzelne Wahlmänner zweiter Klasse. während wir die torrumpiere, so muß darauf hingewiesen werden, daß der Stutt dritte Klasse in den weitaus meisten Fällen erobern können. Dazu oder Centrumsmann stimme.( Sehr gut!) Das ist der gewaltige oder ob ich als socialdemokratischer Irwähler für einen Freifimigen garter Parteitag beinahe einstimmig dieser Korruptionspolitit zuge tommt, daß der Urwahlbezirk mindestens 750 und höchstens unterschied, der von den Befürwortern der Landtagswahlbeteiligung stimmt hat. In Hannover habe ich dann bei der Erörterung des 1749 Seelen umfassen darf, wir haben also in Berlin Urwahlbezirke, nicht genügend erkannt wird.( Sehr richtig!) Doch nur dann erst, Buchs des Genossen Bernstein in meine Resolution folgenden Abfag die aus 2 bis 3 Häusern bestehen, wo also die Agitation sehr erwenn wir selbständig in die Wahlbewegung eintreten und feine aufgenommen: geleichtert ist. Die Partei steht nach wie vor auf dem Boden des Klassen: Ich will durchaus teine Illufionen über die möglichen Erfolge tanu auch das Erempel, das Bebel will, gemacht werden, können Bündnisse schließen und keine gemeinsamen Kandidaten aufstellen, fampfs, wonach die Befreiung der Arbeiterklasse nur ihr eignes erweden, ich will nur nachweisen, daß die Dinge keineswegs jo un wir die Stärke unsrer Partei zum Ausdrud bringen. Aber wie will Wert sein kann, und betrachtet es demzufolge als geschichtliche Auf- günstig, liegen, wie allgemein angenommen wird. In denjenigen gabe der Arbeiterklaffe die politische Macht zu erobern, um mit Bezirken, wo eine große industrielle Arbeiterschaft vorhanden ist, wo Bebel, wenn bei den Urwahlen Bündnisse mit bürgerlichen Silfe derselben durch Vergesellschaftung der Produktionsmittel und also reiche Leute sp, gut wie gar nicht wohnen, ist es uns möglich, wähler socialdemokratisch gewesen sind? Will man das, dann Parteien gemacht werden, feststellen, wieviel Prozent der UrEinführung der socialistischen Produktions und Austauschweise die nicht nur die gesamte dritte, sondern auch einen Teil der zweiten größtmögliche Wohlfahrt aller zu begründen. Um dieses Ziel zu Relaise zu erobern, und vor allem wären wir in Teltow- Beeskow im müssen die alten Grundfäße innegehalten, socialdemokratische Wahlerreichen, benutzt die Partei jedes mit ihren Grundanschauungen stande gewesen, durch eine Wahlbeteiligung zu verhüten, daß zwei der männer aufgestellt werden; die kann man dann genau so handeln vereinbare Mittel, das ihr Erfolg verspricht. Ohne sich schlimmsten Arbeiterfeinde, in den Landtag gekommen wären...( Sehr handeln, d. h. eventuell das fleinere Uebel erwählen. Beschließt laffen wie socialdemokratische Wähler bei den Reichstagswahlen über das Wesen und den Charakter der bürgerlichen Parteien richtig!) Ich meine Felisch, dessen Name denselben Klang hat also der Parteitag die Beteiligung, dann kann es geschehen entsprechend als Vertreter und Verfechter der bestehenden Staats- und wie der Name Stumm, und den Großgrundbefizer Ring. Unter den bisherigen Grundfäßen durch selbständige Beteiligung. Ich werde Gesellschaftsordnung zu täuschen, lehnt sie ein Zusammengehen solchen Verhältniffen lohnt es sich zum mindesten der Mithe, daß den bisherigen Grundfäßen durch selbständige Beteiligung. Ich werde mit solchen von Fall zu Fall nicht ab, sobald es sich um Stärkung wir alles aufbieten, zu sehen, wie weit wir bei den Wahlen ins gegen alle Refolutionen stimmen, weil ich mir keinen Erfolg von der Partei bei Wahlen, oder um Erweiterung der politischen Volk dringen können. Ich gebe mich gar keiner Illusion hin über einer felbfländigen Beteiligung verspreche; in der Vorabstimmung Rechte oder Freiheiten des Volts, oder um eine ernsthafte Ver- die Bündnisfähigkeit der betreffenden bürgerlichen Barteien; ich gebe werde ich, um in den schädlichen Beschluß eine Korrektur hineinbefferung der focialen Lage der Arbeiterklasse und der Förderung den Gegnern jedes Kompromisses mit bürgerlichen Barteien von zubringen, für die Resolution Hoffmann stinnen.( Lebhafter Beifall.) von Kulturaufgaben, oder um Bekämpfung der Arbeiter und volks- vornherein zu, daß der Zeitraum der legten drei Jahre seit univen Geck: feindlichen Bestrebungen handelt. Aber die Partei bewahrt sich ersten Verhandlungen keineswegs, dazu angethan ist, die Hoffnungen überall in ihrer Thätigkeit ihre volle Selbständigkeit und unab- auf die bürgerlichen Parteien sonderlich zu stärken.( Sehr richtig!) griffen, um über den Zweck der Austeilung meines Flugblatts feine Ich habe desivegen zur Einleitung der Diskussion das Wort ers hängigkeit und betrachtet jeden Erfolg, den fie erringt, nur als Aber auf der anderen Seite ist doch auch in Erwägung zu Mißverständnisse aufkommen zu lassen. Die Tendenz eines badischen Sdiritt, der sie ihrem Endziel näher bringt." ziehen, daß es immerhin eine Minorität giebt, mit der ein Parteistreits hier aufzurollen liegt mir fern; ich berichte nur möglich ist. i entscheiden? Wird in 4-24 mit $ Ich war der Ansicht, daß mit diesem Wortlaut auch die Frage Busammengehen in dieser Frage möglich ist. Ich will, etwas, was schon bekannt ist, lediglich, damit es als Material unsrer Beteiligung an den Landtagswahlen entschieden fei. Dem daß wir zunächst wenigstens mal einen ehrlichen Versuch dienen soll und für den Fall, daß die Genossen andrer Länder wurde von Liebknecht und andren widersprochen und deshalb wird machen. Miglingt der Versuch, dann werden auch die den Berjuch machen sollten, Kompromisse mit den bürgerlichen Parteien sie heute zur Entscheidung gebracht werden. Ueber die Frage eifrigsten Anhänger der Wahlbeteiligung von selbst ein zweites Mal abzuschließeit, sie nicht dieselben bedauerlichen Erfahrungen machen felber kann nichts Neues mehr gesagt werden, auf die Berhand- sich der Wahl enthalten.( Ledebour: Sehr erfreulich.) Das sage ich sollen wie wir. Denn gefündigt wird innerhalb und außerhalb der Lingen der früheren Parteitage will ich nicht des breiteren eingehen. deshalb, weil, wenn ich es nicht sagte, diese Frage auf einem späteren Grenzen unfres badischen Probier- und Musterländles in DeutschZum mindesten muß einmal der ernsthafte Versuch gemacht werden, Parteitage von den Gegnern angeschnitten würde. Dann will ich aber land, in Bayern ebenso wie in dem hellen Sachsen. Wir haben aus auch im preußischen Landtag Boden zu gewinnen, und da dies selbst dabei sein und mitreden, vorausgesetzt, daß ich noch lebe, was Opportunität oder aus Mangel einer richtigen Ueberlegung im Drange selbständig für uns nicht möglich ist, hierzu mit solchen Elementen ich hoffe. aus den bürgerlichen Parteien zusammenzugehen, mit denen der Verhältnisse Dinge gethan, die unsre Principienreinheit getrübt Es ist heute vielfach und mit einem gewissen Recht in unirer haben. Das ging aber nicht anders, wenn wir mit den uns zunächst ein Zusammengehen auf politischem Boden und auch in Partei die Ansicht vertreten, daß wir ich weiß nicht welche soffinungen stehenden bürgerlichen Parteien zujanunen gehen, die wir auf bestimmten wirtschaftlichen Fragen für uns naheliegt, und auf bestimmte Kreise des Bürgertums segen fönnen. Die das hoffen, andren Gebieten bekämpfen müssen. Wir gehen mit ihnen für die geneigt sind, einem Kandidaten von uns ihre Stimme zu werden durch das Mißlingen des Erempels ad absurdum geführt. Die trze Wahlzeit eine morganatische Ehe ein( Heiterkeit) ind find geben, wofür wir ihnen helfen würden, ihren Kandidaten durchzu Gelingt aber das Erempel, so haben wir keine Ursache, uns zu die Flitterwochen der Wahlzeit vorbei, dann bitten wir fie uns bringen. Was in Bayern und Baden thatsächlich bereits geschehen ärgern. Denn so liegen die Dinge nicht, daß wir nicht nicht unter den Linden zu grüßen. Und da wundern Sie sich, ist, das ist auf die preußischen Verhältnisse zu übertragen. Würde die Hilfe der entschiedenen bürgerlichen Elemente für unsern daß wir nachher bei ben 28ahlen in der Stimmenzahl zurückdie hente eingebrachte Resolution Hoffmann angenommen werden, eignen politischen Befreiungskampf gebrauchen können. Im dann würde die ganze Frage wieder auf den Boden des Hamburger Gegenteil, es ist bedenklich, daß die allgemeinen politischen und sie gegen den Kandidaten stimmen sollen, den wir ihnen noch vor gegangen sind? Muß das die Wähler nicht verwirren, wenn Beschlusses gestellt sein.( Sehr richtig!) Wird diese Resolution an- wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland es dahin gebracht haben, einem Jahre empfohlen haben als einen, der unsre Interessen ebenso genommen, dann ist jede Wahlbeteiligung thatsächlich unmöglich ge- daß das Bürgertum mehr und mehr ins reaktionäre Lager abschwenkt. gut vertreten werde wie wir? Was ich vorgelegt habe, sind keine macht. Wir können nicht selbständig auftreten, wir müssen versuchen, und was insbesondere das bisher noch bis zu einem gewissen Grade Geheimnisse, es handelt sich bei mir nicht un persönliche Ranküne. mit bestimmten Elementen in den bürgerlichen Parteien bei den als Oppositionspartei geltende Centrum betrifft, so haben wir ja in Stein badischer Genosse hat die persönliche Schuld an dem, was vors Wahlen Hand in Hand zu gehen, ohne daß unsre Selbständigkeit das den letzten Jahren aus seiner Flottenpolitik, Militärpolitit, Welt- gekommen ist. Aber ich bitte die Genossen doch, wenn sie in die durch beeinträchtigt wird. machtspolitik und insbesondere aus der famosen Lieberschen Rede in Bersuchung lommen, mit bürgerlichen Barteien Kompromisse abzuIch spreche nun in meiner Resolution aus, daß die Partei- Bonn zur Genüge kennen gelernt, was von jener Seite zu erwarten schließen, das Blättlein, das ich ihnen gegeben, in die Hand zu genossen verpflichtet sein sollen, das nächste Mal in denjenigen ist. Ja täusche mich nach dieser Richtung nicht; auch in einer nehmen, ihr Morgengebet damit zu verrichten( Heiterkeit), und sich deutschen Staaten, in welchen das Dreillassen Wahlsystem besteht, in ganzen Reihe andrer Fälle hat das Bürgertum diejenige Pflicht nicht vor Augen zu halten, was sie bei dem Verhandeln mit bürgerlichen die Wahlagitation einzutreten, es sei denn, daß die lokalen Ver- erfüllt, die es sehr gut hätte erfüllen können ohne Schaden Parteien zu erwarten haben.( Beifall.) hältnisse eine Wahlbeteiligung unmöglich machen. So lautete für sein Renommee. Ich erinnere an gewisse Borgänge im anfangs der erste Sag meiner Resolution. Ich habe mich aber preußischen Landtag und bei den Nachwahlen der legten Jahre. Aber da Meift- Köln: dann genötigt gesehen, ihr noch einen Zusaz zu geben, weil all das kann uns nicht von einem ernsthaften Versuch abhalten. Meine Mandatgeber können sich nicht damit befreunden, daß ste von den verschiedensten Seiten mit großer Hartnäckigkeit Ich bitte sie dringend, alle zu meiner Resolution gestellten Anträge sich an den preußischen Landtagswahlen beteiligen sollen. Sie halten behauptet wurde, wenn dieser Saz so stehen bliebe, so abzulehnen. Das, was in der Resolution gesagt ist, genügt zur es für eine Zeit und Geldverschwendung.( Sehr richtig!) Es wird tönnte er zu Mißverständnissen Veranlassung geben und den Klärung unsrer Stellungnahme. dadurch nur Konfusion erzeugt und die Kampfgrenze gegen die bürgerjenigen, die überhaupt nicht geneigt sind, in eine Wahl- Es ist nun heute hier ein Flugblatt von Ged verteilt liche Partei verwischt.( Sehr richtig!) Geck hat ein fleines Beispiel agitation einzutreten, obwohl sie es tönnten, eine Hinterthür worden, das auf gewisse Vorgänge bei den Landtagswahlen dafür geliefert, wie weit man in Baden mit den Kompromissen gebieten. Ich habe daher eine Interpretation gegeben, indem ich in Baden zu sprechen kommt, die allerdings, wenn sie richtig find, kommen ist. Geht das so weiter, so kommen wir dahin, daß wir hinzufüge, d. h. wenn mit Sicherheit anzunehmen ist, daß zufolge was ich vorläufig nicht bezweifle, ein bedenkliches Licht auf die Taftit schließlich an unsre eigne Mission nicht mehr glauben.( Oh! Oh!) der öffentlichen Stimmabgabe Maßregelungen zahlreich eintreten werfen, die ein Teil unsrer Genoffen in Baden beobachtet, hat.. Jch So wird man die Kompromißtünstelei doch nicht ausspinnen wollen, werden". Das kann also nur der einzige Grund sein, aus dem eine erkläre rund heraus, daß ich, falls die Beteiligung beschlossen wird daß mit allen Parteien Stompromisse gefchloffen werden dürfen. Es Wahlbeteiligung unterbleibt; alle übrigen Gründe, die sonst ange- und irgendwo im Lande unsre Genossen eine ähnliche Taftik beob- kommen hauptsächlich die Freifinnigen in Betracht. In meinem Kreise führt werden sollten, sind ausgeschlossen. Insbesondere würde, wenn achten, wie die Karlsruher, daß auf das entschiedenste verurteilen besteht nicht die geringste Sympathie für die Freifinnigen, die in meine Resolution Annahme findet, fein sächsischer Wahlkreis ferner würde. Ich verlange ja auch in meiner Resolution, daß für Preußen schmuzigfter Weise den Kampf gegen uns geführt haben. Einige hin die Möglichkeit haben, zu sagen, er beteiligt sich nicht. Auch der Parteivorstand das Centralwahlkomitee bildet und voraussichtlich freifinirige Fabrikanten dort verbieten ihren Arbeitern sogar den unfre sächsischen Genossen, soweit sie sich entgegen den Be wird ja auch im Jahre 1908, wo unter normalen Verhältnissen, die Gewerkschaften anzugehören.( hört! Hört!) Wenn Bebel selbst in schlüffen der Landeskonferenzen nicht an den Wahlen beteiligt allgemeinen Wahlen stattfinden, ein Teil der Vorstandsmitglieder für, dem Kreise mit Engelszungen reden wollte, er tönnte die Genossen haben, sollen fünftig verpflichtet werden, sich zu beteiligen, ein endrer gegen Beteiligung sein. Dadurch ist die Gewähr gegeben, dort nicht zu einem Kompromiß mit den Freisinnsmannen bewegen. also keine Sonderstellung mehr einzunehmen. Wir dürfen es über- daß der Borstand überall da, wo er auf Grund der Resolution Ich bin nach wie vor gegen jede Beteiligung. Sollte sie aber bea Redebour: A Anspruch Eine Gastrolle im Polizeipräsidium. Eine Vorstellung in fchloffen werden, so müßte wenigstens der Selbständigkeit der Wahl nach ihrem gegenwärtigen Umfang normalerweise überhaupt ist seit dem Ausbruch der chinesischen Wirren resp. der Entsendung. kreise die Entscheidung überlassen werden.( Bravo!) nur fechshundert Personen zu beherbergen. Wahrscheinlich deutscher Soldaten nach China eine auffallende Erscheinung zu affen werden. werden die Zufassen des Obdachs schon zum 1. Oktober start zu beobachten. Fast sämtliche Delikatessenhandlungen fämpfen mit au fie Die Gegner und Anhänger der Beteiligung sind darin gang fammenrüden müssen, damit der Zuzug, den sie in diesen Tagen er einem derartigen Mangel an Waren, daß sie den gestellten Ansprüchen lange nicht gerecht werden können. Die einig, daß es äußerst wünschenswert wäre, wenn wir in allen Land- halten werden, Plazz finden kann. Im Winter aber wird vielleicht Ursache dieser Erscheinung ist darin zu suchen, daß die Engrostagen Vertreter hätten. Auch darin stimmen wir überein, daß die die Schaffung von Notquartieren erforderlich werden. Daß diese händler und Fleischwaren- usw. Fabrikanten durch Lieferungen Agitation bei den Landtagswahlen, ob sie mm zu Erfolgen führt Zunahme der Obbachfrequenz auf den Wohnungs für die ostasiatischen Erpeditions corps überaus start oder nicht, immerhin günstige Ergebnisse haben wird. Wenn wir wucher zurückzuführen ist, der sich jetzt in Berlin zu neuer, in sind mit deshalb ihren Gegner an der Beteiligung bei den preußischen und sächsischen üppiger Blüte entfaltet hat, das kann feinem Zweifel unterliegen. Effettuierungen im bleiben müssen. Dem in China Rückstande und Landtagswahlen, die hauptsächlich dabei in Betracht kommen, Der Behauptung eines ursächlichen Zusammenhangs zwischen den befindlichen Offizier corps werden, wie man uns mitteilt, auf uns nicht für die Resolution Bebel erklären können, so liegt das daran, daß wir die Nachteile, die aus dem Eintreten außerordentlichen, oft geradezu unverschämten Mietssteigerungen, Befehl des Kaisers, die auserlefeusten Lederbissen der Partei in die Landtagswahlen hervorgehen müssen, für viel die sich die Berliner Hausbefizer gegenwärtig gestatten dürfen, und nach gesandt. Basteten, Wild, Geflügel und andre Sorten von Braten, Speisen, Forellen und andre Süßwasser- und Seeftiche, gefährlicher halten, fans, von gefährlicher halten, als die Vorteile. Ich will zunächst auf unsre der Frequenzzunahme im Familienobdach wird auch von keiner Seite Strebe, Früchte, furz alle nur erdenklichen Delikatessen in den verBerbesserungsanträge zur Bebelschen Resolution eingehen. Zunächst widersprochen, selbst nicht von den Organen der Hausbejizervereine. schiedensten Zubereitungen werden von der Militärverwaltung aufbeantragen wir, daß die Landtagswahlkreise über die Beteiligung zu Neben der Verteuerung der Wohnungen kommt auch der andre Um- gekauft und in geeigneter, für die Tropen erforderlicher Konservierung entscheiden haben. Die gegenwärtige Faffung ist doppeldeutig; beim stand in Betracht, daß jezt die Hausbesiger ärmere nach China verschickt. Hierbei tommen neuerfundene Kochapparate vorjährigen Versuch ist die Faffung jo ausgelegt worden, baß die gente mit dürftigem Hausrat überhaupt nur für festen Spiritus zur Anwendung, mittels deren der Offizier im Genoffen der Reichstagswahlkreise die Entscheidung haben sollten. schwer bei sich aufnehmen. Die herrschende Wohnungs- Felde sich in fünf Minuten einen Braten tafelfertig aufwärmen fan. Das ist widerfinnig; der Kreis, der die Wahl vorzunehmen hat, muß entscheiden. In Berlin find 4 Landtagswahlkreise und 6 Neichs- tnappheit und die starke Nachfrage nach Wohnungen gestatten ihnen Man fürchtet, daß mit dem Eintritt der Wintersaison der erwähnte tagswahlkreise, und die Grenzen dieser Kreise deden sich natürlich ia, unter den Mietsluftigen nach Belieben zu wählen. Welcher Mangel noch empfindlicher werden wird. Und da sage noch einer, daß nicht auch die oberen Zehntausend nicht. Wird die Beteiligung beschlossen, dann müssen aus den Hausbesizer wird da seine Wohnungen an Leute vermieten, die nur für die Weltpolitik Opfer bringen müssen. dort organisierten Genossen Nebenorganisationen geschaffen werden, gerade das mitbringen, was er ihnen im Falle der Zahlungsdie die Arbeit bei den Landtagswahlen durchzuführen haben. So unfähigkeit nicht abpfänden darf! uplic wie in Berlin liegt es überall, auch in Sachsen. Das hat zu An den Frequenzverhältnissen des Obdachs zeigen sich die Ausbrecherkünften gab gestern, Donnerstagvormittag, Herr Georg Streitigkeiten geführt. Wenn in einem Landtags- Wahlkreis zwei Wirkungen des Wohnungsmangels und der Mietssteigerungen be- Rubini, der demnächst in einem hiesigen Specialitäten- Theater aufReichstags- Wahltreise darin stecken, so ist es vorgekommen, daß der fonders rasch, und sie sind hier besonders grell. Nicht ebenso ge- Beamten der Kriminalpolizei, darunter dem Chef, Regierungsrat treten wird, im Konferenzsaal des Polizeipräsidiums zahlreichen eine Krets gesagt hat: wir machen mit, und der andre: wir machen schwind und nicht ebenso deutlich, aber ebenso sicher dürfte eine Dieterici und Polizeidirektor v. Meerscheidt- Hülleffem. Für die nicht mit. Gewiß hat es ſeine Schwierigkeit, neue Organisationen andre Wirkung auftreten, die sich als Folgeerscheinung der striminalpolizei ist es nicht ohne Bedeutung zu wissen, bis zu welchem dafür zu schaffen, aber unüberwindlich sind sie nicht, und den Leitern der Reichstags- Wahlkreise ist es wahrscheinlich ganz an- 3unahme des Wohnungs wuchers einzustellen pflegt. Wenn Grade der Fertigkeit man es im Oeffnen von Verschüssen aller Art genehm, wenn fie sich nicht damit zu befassen brauchen. die Allerärmsten sich vor den Mietssteigerungen ins Obdach flüchten, ohne Anwendung von äußerlich wahrnehmbarer Gewalt oder besondere Ich warne, einen Antrag anzunehmen, der, wie ich höre, damn suchen sich zahlreiche andre arme Familien, die noch nicht so weit Werkzeuge bringen kann. Für die Beurteilung eines Verbrechens und eingebracht werden soll, wonach die Landtags- Wahlfreife zwar die herunter find, zunächst noch mit einer Einschränkung ihres die Richtung der Nachforschungen kann eine solche Wissenschaft unter Leitung haben, aber gebunden fein sollen an die Zustimmung der Wohnungsbedürfnisses zu helfen. Auch für den Wohnungs- Umständen von großer Bedeutung sein. Die Vorstellung Rudinis Landestonferenzen. Das heißt die Streitigkeiten in die Provinzen verbrauch gilt die Regel, daß eine Preiserhöhung allemal eine Ein- feiner Sleibung bis auf die Beinkleider entledigt hatte, von Beamten war num sehr lehrreich. Der Künstler ließ sich, nachdem er sich hineintragen. Ferner haben wir den Verbesserungsantrag 92 gestellt. Man nimmt kleinere das Schließzeug, das hier bei der Kriminalpolizei in Gebrauch ist, Bebel hat ganz recht, er ist im Geiste der Hamburger Resolution schränkung des Verbrauchs zur Folge hat. Die Beine wurden ihm geschlossen, gehalten, mur trifft er beffer und gründlicher, was getroffen werden Wohnungen oder aber man vermietet noch mehr als bisher an regelrecht anlegen. Arme fünfmal doppelt auf dem Rücken gefesselt, foll. Wir wollen auf jeden Fall Wahlbündnisse verhindern, weil Schlafburschen. Auch das Mittel der Vereinigung von zwei oder die die Finger geschlossen. Unter Unannehmlichkeiten schlimmster Art für die Partei die Folge sein mehreren Haushaltungen zu einer gemeinsamen wird in solchen Zeiten Daumschrauben angesetzt und ihm ein Tuch, das ihn hinderte, müffen. Ein eklatantes Veispiel ist der Offenburger Fall. Derartige öfter als fonft angewendet. Verwandte oder mit einander be- den Mund legte man Vorkommuiffe liegen aber in der Natur der Sache. Ged hat ja schon fannte Familien ziehen zusammen und richten sich ein, so gut es mit dem Munde zu arbeiten. Dann deckte man ihn mit davon gesprochen, daß auch in Sachsen gemärschelt worden ist. In geht oder vielmehr, so schlecht es geht. Es ist klar, daß solche ein Zeichen, daß man die Hülle wegnehmen könne, stand dann aller einem großen Laken zu. Nach etwa sechs Minuten gab der Künstler Sachsen sind die Parteiverhältnisse zum Glück derartig ausgereift, daß mittel zwar eine augenblickliche Mehrausgabe verhütten, aber dennoch Fesseln ledig da und legte mit verbindlichem Lächeln alles Schließ die focialdemokratische Partei, die nach Bündnissen haufieren geht, feine nicht ohne Schaden für den bleiben, der Hilfe von ihnen erwartet. geng auf den Tisch. Alles hübsch geordnet und unbeschädigt. In bürgerliche Partei findet, die Bündnisse mit ihr eingehen möchte. Für Sachsen ist die Gefahr also ausgeschlossen, der Freisimm ist auf Die gesundheitlichen Gefahren einer 8usammen- merita hat der Künstler es fertig gebracht, aus einem ver ein winziges häufchen zusammengeschmolzen und ist in Birna lieber pferchung zahlreicher Bewohnerineiner aufleinen schlossenen Raum, in dem er gefesselt bewacht wurde, zu entfliehen, mit Roß und Wagen ins reaktionäre Antisemitenlager gezogen, als Wohnung sind bekannt. Diese Gefahren wachsen, wenn ohne Apparat" und ohne sich oder den Fesseln und Schlössern einen in der Stichwahl für unfren Kandidaten zu stimmen. Und die die Dichtigkeit des Zusammenwohnens wächst. Die Miets- Schaden zu thun. * Antisemiten find so in der Verkrümelung begriffen, daß die Lieber- steigerungen führen also mittelbar zu einer Schädigung der Die Berliner Kriminalpoltzet wird demnächst mit einer mannianer und Bimmermamianer fich bald gegenseitig nicht mehr Bolts gesundheit, insofern sie die zur Miete wohnende Be- neuen Fußbekleidung equipiert werden. für bündnisfähig halten werden. Und in Jena die National- Socia- völkerung- wenigstens die unbemittelte zwingen, noch enger zu Stiefel mit Gummisohlen, die den Tritt unhörbar machen liften, fte, die zuerst auf Bassermann heruntklopften, bis er ganz wohnen und sich mit noch weniger Naum att begnügen als bisher. und bei Streifzügen und Beobachtungen Berdächtiger in Gebrauch mürbe wurde, fie, die fich zu einer Arbeiterpartei auswachsen möchten, fie haben in der Stichwahl gegen unfre Standidaten entschieden. Jegt, Diefe Wirkung pflegt sich, wie gesagt, erst mit der Zeit einzustellen, genommen werden sollen. Ob die Gummisohlen auch die Entdedung wo fte ein Sunnenprogramm aufgestellt haben, werden sie zu Wahl- und fie tritt nicht so greifbar deutlich hervor, wie die Zunahme der der Mörder erleichtern werden, laffen wir dahingestellt. bündnissen noch weniger bereit sein. Da wir der Ueberzeugung Obdachfrequenz. Aber tommen muß auch sie, wenn der Wohnungs- Revision des Krankenhauses Friedrichshain. Im Auftrage find, daß die Hoffnung Bebels die reinte Utopifterci ift( Wider wucher in seiner jegigen Stärke und Ausdehnung längere Beit des Ministers des Innern hat gestern der Geh. Regierungs- und jpruch), da wir glauben, daß bei der Wahlbeteiligung nichts für uns anhält. Medizinalrat Wehmer die gefanten Einrichtungen des städtischen herauskommt, und selbst wenn etwas herausspringt, der Schaden Krankenhauses im Friedrichshain, der ältesten und größten Kranten für die Partei aus dem Blindnis mit bürgerlichen Parteien be- Moderne Lehrlingswirtschaft. Heute vor acht Tagen Tag anstalt der Stadt Berlin, ciner eingehenden Revision unterzogen, deutend größer ist als der Nuzen, so verlangen wir, daß alle uns die Aufgabe ob, die Lehrlingswirtschaft im Tischlergewerbe zu Der Ministerialbeamte erschien schon um 9½ Uhr in der Anstalt und Bündniffe mit bürgerlichen Barteien ausgeschloffen sein follen, wenn beleuchten. Daß es in andren Berufen ähnlich schlimm bestellt ist, verließ sie erst nach 3 Uhr wieder. and commented immine man sich überhaupt für die Beteiligung entscheidet. lehrt eine Verhandlung, die sich vorgestern vor dem Gewerbe- Mit der bevorstehenden Beseitigung des Accumulatoren gericht abspielte. Die Witwe S. tlagte gegen den Mechaniker betriebs bei der Großen Straßenbahn werden auch die schwerent enning, Neue Friedrichstr. 37, der Inhaber einer jogenannten Sammlerwagen, die sogenannten Dounerwagen, aus dem Berkehrsehrwerkstatt ist, auf Aufhebung des Lehrverhältnisses, dem leben Berlins verschwinden. Die neuen Wagen werden etwa 90 bis ihr Sohn untersteht. Die slage wurde wie folgt begründet: Herr 100 Centner leichter sein. Die schweren Wagen, von denen die Ge Henning beschäftigt 25-30 Lehrlinge, jedoch keinen einzigen Gehilfen. In den oft vorkommenden Fällen, daß er nicht an wefend ist, vertritt ihn ein Fräulein in der Wertstatt. Blaudert ein Lehrling bei der Arbeit oder läßt er sich sonst eine Ungehörigkeit zu kommen, so Herr Sünder des Nach arbeitens. Der Lehrling muß dann bis auf weiteres" gewöhnlich eine Stunde länger arbeiten als feine Leidensgefährten. Herr Henning hält in solchen Fällen auf Ordung, denn er giebt den Eltern des Lehrlings von der verhängten Strafe schriftlich Kenntnis und verlangt das Schreiben mit deren Unterschrift versehen wieder zurück. In den vorgestern verhandelten Fall war die Klägerin Frau K. mit der über ihren Singer teilt mit, daß Hoffmann Berlin, der als Mitglied der Kontrollkommission vorgeschlagen ist, um Streichung seines Namens in der Vorschlagsliste ersucht, da er eine Wahl nicht anDie Mittagspause tritt ein. nimmt. ditorial idning noll did noin Berliner Partei- Angelegenheiten. Gimber bie Stren Sehängt Ser Senning über den jungen erſchienen, find, wie der Betrieb auf der Siemens- und Halske- Bahn Zur Nachwahl im sechsten Reichstags- Wahlkreife. Ofirger liche Blätter bringen die Mitteilung, daß Genosse Georg LedebourDresden im sechsten Wahlkreise als Reichstagskandidat aufgestellt fei. Wir bemerken dazu, daß es sich einstweilen nur um einen Vor schlag handelt; die Entscheidung über die Kandidatenfrage liegt bei der Parteiberfammlung, die zu diesem gwed zum zufolge hatte sie ihm geboten, nach Schluß der regulären 1. Oktober wird von den deutich- nationalen Handlungsgehilfen Mittwoch nächster Woche einberufen ist. sellschaft ca. 350 in Betrieb hat, werden umgebaut und für Oberund Unterleitungs- Straftennahme eingerichtet. Die gegen die Unterleitung geltend gemachten Bedenken, die durch das traurige Er gebnis der Unterleitungs- Versuchsstrede an der Lutherfirche berechtigt zwischen Behrens und Hollmannstraße beweist, hinfällig. Die Anlage der früheren Versuchsstrecke ist ein altes Chstem mit einfachem Stromfabel. Bei den unterirdischen Stromzuführungen über die Linden hinweg usw. tommt ein neues System zur Anwendung, welches auch den Witterungseinflüffen des Winters genügend Widerstand entgegensetzen kann. Die Einführung des gesetzlichen Ladenschlusses am Arbeitszeit nach Hause zu gehen; ebenfalls hatte sie die Unterschrift durch Veranstaltung einer allgemeinen Festfeier gewürdigt werden, Der sechste Reichstage- Wahlkreis tritt nunmehr in die des Henningschen Schreibens verweigert. Der Lehrherr hat daraufhin wozu gegenwärtig in den 550 Ortsvereinen dieses Verbands gerüstet Agitation für die am 30. Oftober stattfindende Erfahwahl ein. Am bem jungen St. wegen grober Widerjeylichkeit" etiva gehn Ohr wird. Die Herren müssen auf jocialpolitischem Gebiet recht geringe tommenden Sonntag früh acht Uhr findet eine Flugblattverbreitung feigen verabfolgt und ihn dann mit dem Befehl nach Hause Ansprüche machen oder auch recht wenig Agitationsstoff haben, wenn ftatt; es ist Chrenpflicht jedes Parteigenoffen, sich daran zu begeschickt, fich nicht eher wieder bei ihn sehen zu laffen, als bis er fie eine verhältnismäßig so bescheidene Errungenschaft der ReichstagsDie Unterschrift feiner Mutter bringe. Frau St. zog es daraufhin Mehrheit wie den Neumuhrschluß schon zum Festefeiern benugen. teiligen. Die Verbreitung geschieht von den bekannten Stellen, vor, ihren Sohn überhaupt nicht wieder in die Lehrwerkstatt" zu Anfragen über den Verbleib deutscher Soldaten in Oft außerdem von folgenden Centralstellen aus: Moabit: Johann schicken od puisiside and apuntung plans Aften. Die„ Nordd. Allg. 8tg." schreibt:„ Anverwandte der bereits Pfarr, Butligstr. 10; wedding: Krause, Müllerstraße 7a; Solche Fälle hat Herr Henning jedoch weislich vorgesehen, und in China gelandeten oder auf dem Wege dorthin befindlichen Oranienburger Vorstadt: Schulze, Schwarzkopffftraße 15; auch vorgestern verlangte er die für unberechtigte Aufhebung des Truppen des Ostasiatischen Expeditionscorps, welche über den Ber Rosenthaler Borstadt und Gesundbrunnen: Hoppe, Lehrverhältnisses im Lehrkontratt festgesetten 800 Mart Geld bleib ihrer Angehörigen unterrichtet zu sein wünschen, haben etwaige Ackerstr. 21, Rosin, Ruppinerstr. 42, Bachgänger, Swinemünderstr. 84, strafe, wobei er die Bemerkung fallen ließ, daß es ihm an sich Anfragen unter der Adresse:" Kriegsministerium, Ostasiatische AbHerrmann, Butbuferstr. 45, Abendroth, Badstr. 42/43. Söngleichgültig sei, ob der Lehrling wieder in seine Werkstatt eintrete; teilung, Berlin W., Leipzigerstr. 5" dorthin zu richten. Anfragen hauser Vorstadt: Schönfeld, Fehrbellinerstraße 9. Bahlreiche auf 8ahlung der Strafe bestehe er jedoch unbei der Ostasiatischen Abteilung über den Verbleib von Angehörigen bedingt. hisui sidder taiserlichen Marine und der bei Marine- Truppenteilen befindBeteiligung erwarten Die Bertrauenslente. Die Angelegenheit wurde vorgestern nicht zu Ende geführt. lichen Personen, wie sie in legter Beif wiederholt vorgekommen sind, Reinickendorf. Der Wahlverein hält am Sonnabend in Böttchers Der Gerichtshof beschloß vielmehr, sich zunächst bei der Berwaltungs- können von dieser Stelle aus nicht beantwortet werden."( Auskunft Seepart seine Mitgliederversammlung ab. behörde darüber Auskunft einzuholen, ob unter den vorliegenden über diese erteilt das Reichs- Marineamt.) Umständen von einer gewissenhaften Ausbildung der bei Henning beschäftigten Lehrlinge die Rede sein könne. Der socialdemokratische Verein von Johannisthal und Nieder- Schöneweide hält seine Versammlung and 22. September, abends 82 Uhr, bei Merter ab. Lokales. Heldofgras sudo Zur Kennzeichnung des modernen Lehrlingswesens ist die Angelegenheit aber schon heute von Bedeutung. " Mit Salmiakgeist sich zu töten versuchte in der vergangenen Nacht eine Artistin Martha Sturka aus der Friedrichstraße, die erst Sie erreichte ihr 18 Jahre alt und schon lebensüberdrüffig ist. Biel nicht, wurde vielmehr gerettet und in ein Krankenhaus Das Opfer des Buchbinderstreiks. Ueber die Selbstmord gebracht. modo di indavidamane sius ad mcised tgeschichte des Buchbinders" Hermann J., die von der Deutschen Opfer der Großen Berliner. In der Alten SchönhauserTageszeitung" mit der leichterkennbaren Abficht, die Arbeiterbewegungstraße geriet bie 68 Jahre alte Witwe Christine Bons unter zu schädigen, in die Welt gesetzt worden ist, haben wir genaue bie Räder eines Straßenbahnwagens und trug so schwere VerFolgen des Wohnungswuchers. i als Erfundigungen eingezogen. Von der Logiswirtin, wie von dem legungen am Kopfe davon, daß sie bald darauf starb.- Die Die in den letzten Jahren eingetretene, besonders feit dem Logiskollegen des Unglücklichen wird uns folgendes berichtet: vorigen Jahre immer fühlbarer gewordene Wohnungs. Hermann J. ist Silfsarbeiter und hat noch drei Tage vor seiner 74 Jahre alte Schlofferfrau Adelheid Labes wurde vor dem In Hause Landsberger Allee 50 von einem Straßenbahnvagen zu nappheit in Berlin und die dadurch hervorgerufenen Wei et 3 That in einer Kartonfabrit als Buschneider gearbeitet. steigerungen haben sehr rasch eine Wirkung gehabt, die mit Buchbindereien hat er, so viel wir in Erfahrung bringen Boden geschleudert und etwa zehn Schritte mitgeſchleift. Hierbei fonnten, überhaupt noch nicht gearbeitet. Er hat wohl, erlitt die alte Frau lebensgefährliche Verlegungen am Kopf. unerfreulicher Deutlichkeit zeigt, was die zunehmende Bernachdem er am Sonnabend seine Stellung verlassen hatte, die Absicht Unfall oder Selbstmord? Die 27 Jahre alte Arbeiterin teuerung der Wohnungen für die unbemittelte geäußert, auf Grund einer Annonce in einer andren Fabrit um Marie Westphal aus der Fruchtstraße 26 hatte ein Verhältnis, das Bevölkerung zu bedeuten hat. Im städtischen Arbeit anzufragen, hat aber diesen Vorsatz gar nicht ausgeführt, nicht ohne Folgen blieb. Am Dienstagnachmittag hörte sie mit ihrer Familienobbach ist, wie bereits mitgeteilt wurde, die sondern seinen Anzug versetzt und das übrige ist ja bekannt. Arbeit auf und sagte ihren Arbeitsgenossien, sie würden sich am Frequenz ganz außerordentlich gestiegen. Die 8n Darüber, daß der Streit der Buchbinder ihm im Arbeitsuchen andern Tag wundern. Nach Hause gekommen, ließ sie sich von der nahme hat schon vor etwa einem Jahre begonnen, und wir haben hinderlich gewesen wäre, hat er seinen Hausgenossen gegenüber nicht wirtin eine Taffe Staffee geben, da fie unwohl sei und trant darauf auch, als sich die erste stärkere Frequenzerhöhung bemerkbar machte, das mindeste geäußert. Er hat einen Bettel hinterlassen, fünf Glas Waffer. Spät abends folgte schweres Erbrechen, nachts schon damals und feitdem noch öfter darauf hingewiesen. Aber in auf dem die Worte standen:" That zum Mordverfehltes Leben!" um 22 Uhr wurde ein Arzt geholt, aber schon um 6 1hr morgens den letzten Monaten ist der Andrang zum Obdach so stark geworden, unglückliche Familienverhältniffe, Streit mit seinen Eltern, ein Liebes- war das Mädchen tot. Es wird vermutet, daß es bei einem verhältnis das sollen die Ursachen seiner That gewesen sein. Die ftrafbaren Versuche, die Folgen des Verhältnisses zu beseitigen, ums daß sich die Frequenz am 1. September d. J. bereits auf 141 Familien Leute, die in den legten Wochen täglich mit ihm verkehrten, teilen geben gekommen ist. Die Leiche ist deshalb zur Feststellung der mit 463 Stöpfen und 104 Einzelpersonen, in ganzen 567 Personen mit uns die Entrüstung über die Heßlügen der Deutschen Tages Todesursache beschlagnahmt worden, da unter Umständen noch gegen gestellt hat. Eine so hohe Frequenz ist bisher überhaupt noch zeitung" und deren Helfershelfer. Im übrigen ist noch zu bemerken, die Beschaffer des Mittels vorzugehen ist. Möglich ist aber auch, daß nicht beobachtet worden, auch nicht unter den aller baß in der Kartonbranche jest überhaupt nicht gestreift ein Selbstmord durch Vergiftung vorliegt. Hätte sich der junge Mann an den Arbeitsnachweis der ungünstigsten Verhältnissen- inteinem Winter, geschweige wird. mitten im Sommer, und nicht einmal in Zeiten weit ausgebreiteter Buchbinder, Engelufer 15, gewandt, so wäre ihm dort jederzeit Arbeitslosigkeit. Man kann danach ungefähr beurteilen, wie sich die eine Stellung nachgewiesen worden. Frequenz des Obdachs im Herbst und vollends im Winter gestalten Lieb Vaterland, magft ruhig sein. Eine Lokalforrespondenz werden. Die Familienabteilung des städtischen Obdachs vermag versendet folgende Notiz: Auf dem Berliner Nahrungsmittelmarkte " Ein Bild socialen Elends, wie es in unsrer göttlichen Welt. Ein Bild ſocialen Elends, wie es in unsrer göttlichen Weltordnung leider zu den Alltäglichkeiten gehört, rollt fich in der Mitteilung eines Lesers auf, der uns folgendes berichtet: Mittwoch abend führte mich mein Weg durch die Mezzerstraße. Dort sah ich eine abgehärmite Frau mit ihrem drei oder vier Wochen alten Kinde ratlos umher irren. Vor dem Hause Nummer 15 bittet sie verstärkte Beleuchtungsdeputation, mit der Maßgabe, daß der Schaffung In dem großen Diebstahlsprozek Haffe und Genossen sich für ihre legten Pfennige in einem Geschäft Milch eines eigenen Werkes wieder näher getreten werde. Reder ist aller stand gestern vor der vierten Straffammer des Landgerichts I fitr ihr Kind aus; fie felber sei seit dem frühen dings der Meinung, daß für Rigdorf ein eignes Haus" nicht gerade Termin an. Auf der Auflagebant saßen zwölf Personen, von denen Morgen ohne jegliche Nahrung. Selbstverständlich gab der Juhaber vorteilhaft sei. Andrerseits wäre es aber von Vorteil, Herr im einzelne zu den gewohnheitsmäßigen Verbrechern gehören. So ist der Unglücklichen die Milch ohne Entgelt; ich selber jah bei der Ge- eignen Hause" zu sein. Vielleicht könne ein lebergang ermöglicht der Hauptangeklagte, Cigarrenmacher Robert Karl Hasse vielfach legenheit, daß das Kind im todkranten Zustande war und jeden werden. Meyerau( Soc.) befürwortete den Antrag Poppe und vorbestraft und hat erst im Jahre 1898 eine zehnjährige Zuchthaus Augenblick zu sterben schien. Die Mutter teilte mir mit, daß sie vertrat den bekannten socialdemokratischen Standpunkt, daß eine strafe verbüßt. Ein andrer, der Arbeiter August Adolf Emil obdachlos fei und das arme Wesen von der Pflegefrau, bei der sie der Allgemeinheit dienende Anlage, wie sie ein Elektricitätswert sei, Tessen, dem mehrere Kollidiebstähle zur Last fallen, ist siebenes untergebracht hätte, zurückerhalten habe, da sie infolge ihrer in die Hand der Kommune gehöre. Stadtv. Gröpler erklärte, mal vorbestraft; der Schneider Hermann se ühne hat 21 Borstrafen Mittellosigkeit nicht im stande gewesen wäre, das Kostgeld zu zahlen. nach Durchsicht des Vertrags auf demselben Standpunkt zu stehen, erlitten und 15 Jahre im Zuchthause zugebracht. Hasse hat Ich ging nun mit der Mutter nach dem Krankenhause am Friedrichs wie Regerau. Bürgermeister Voigt hält augenblicklich die Er den großen Einbruchsdiebstahl bei Feibusch u. Breuß in der hain, um dort die Aufnahme des todkranken Kinds zu erwirken. richtung eines eignen Werts aus finanziellen Gründen für un- Nacht zum 19. Februar verübt, wobei Seidenwaren im Werte von Jedoch wurde ich hier schroff abgewiesen mit dem Bemerken, man möglich. Wenn man ein solches wolle, müßte man einige Jahre, 6000 M. und mehrere hundert Mark bares Geld gestohlen worden nehme Kinder unter ein Jahr nicht auf. Ratlos wandte ich mich bis zur Kräftigung der Stadt, warten. Schließlich wurde der sind. Die übrigen Angeflagten, von denen ein Teil noch selbständig mm an das Polizeibureau am Landsberger Plaz. Hier erhielt ich Antrag Poppe einstimmig angenommen. Diebstähle verübt hat, haben bei der Wegschaffung der Sachen und durch die Vermittelung des Polizeilieutenants, der sich in der Sache recht hilfsbereit zeigte, die Anweisung, daß das Kind doch im Strankenhaus Friedrichshain aufgenommen werden sollte. Mit dieser Berfügung erzielte ich denn auch dort die Aufnahme des Kinds, während die Mutter in ihrer trostlosen Lage bei Bekannten ein Unterkommen suchte. Sage " der Oeffentlichkeit. Für ein Kaiser Wilhelm- Denkmal in Rigdorf hatte ein Komitee ihrer Unterbringung mitgewirkt und stehen deshalb unter der von Nigdorfer Patrioten eine bestimmte Summe zusammengebracht. Anklage der gewerbs- und gewohnheitsmäßigen, beziehungsweise Der Magistrat beantragt, sich mit der Aufstellung des Dentmals auf der einfachen Hehlerei. Die Hauptangeklagten nach dieser Richtung dem Hohenzollernplatz und mit der Uebernahme der Unterhaltungs- hin sind der Grünkramhändler Josef Lüttgen und dessen pflicht auf die Stadtgemeinde einverstanden zu erklären. Troß des Ehefrau Ernestine geb. Becker, in deren Geschäftsteller Protests der Socialdemokraten wurde die Oeffentlichkeit ausgeschlossen. die Kriminalpolizei ein ganzes Hehlernest entdeckt hat. Der nächtliche Straßenhandel hört mit den 1. Oktober auf. Die Borlage wurde später gegen die Stimmen der Das Lüttgensche Ehepaar ist bisher unbescholten. Der Prozeß 16 Socialdemokraten angenommen. da nach§ 139c der Gewerbenovelle während der Zeit, wo die leidet unter einem eignen Unstern. Der größte Teil der Angeklagten Verkaufsstellen geschlossen sein müssen, das Feilbieten von Waren auf Von dem Spandaner Feftungsgelände, das nach Schleifung Sache wird aber durch den Angeklagten Haffe fortgesetzt vereitelt. fist seit fast 9 Monaten in Untersuchungshaft, die Erledigung der öffentlichen Wegen, Straßen, Plägen oder an öffentlichen Orten fo- der Festung zur Verfügung steht, beabsichtigt die Militärverwaltung Sasse hat Veranlassung genonunen, gweifel an feiner geistigen wie im Gewerbebetrieb im Umherziehen verboten ist. Sowohl für nach einer dem Magistrat von Spandau übermittelten Erklärung Gesundheit wach zu rufen, fo daß eine längere Beobachtung die fliegenden" Bursthändler, als auch für die Obsthändler, die an Grundstücke für folgende Zwecke zurückzubehalten: für eine katholische Gefundheit wach zu rufen, fo daß eine längere Beobachtung manchen Stellen im Sommer die ganze Nacht über mit ihren Starren Garnisonkirche, zum Bau von Kasernen für die in absehbarer Zeit besondere zur Sprache gekommen, daß er sich mit den abenseines Geisteszustands notwendig war. Es ist dabei insauf Sundschaft harrten und leibliche Geschäfte machten, hat das letzte zu bildenden dritten Bataillone der beiden Regimenter der 5. Garde teuerlichsten Erfindungen" beschäftigt und Stündlein geschlagen. Aber auch der Jammer des nächtlichen Infantrie- Brigade, und sodann Land für einen Egerzierplay. Die Handels mit Wachsstreichhölzern verschwindet dann vor den Augen übrigen Festungsländereien mit Ausnahme von einigen Werfen, die and seltsamen Schritt zu Gunsten dieser angeblich epochemachenden mit Rücksicht auf die Eigenschaften Spandaus als größter Waffen- feinen Anlaß dazu gegeben, die Burechnungsfähigkeit Hasses ausErfindungen unternommen hat. Das ärztliche Gutachten hat jedoch Eine beherzigenswerte Mahnung an das reifende play erhalten bleiben, werden der Stadt zum Kauf angeboten. zuschließen. Zum gestrigen Termin waren außer 32 Zeugen auch GerichtsPublikum veröffentlicht das Polizeipräsidium. Am 10. September. Aus Rigdorf. Die hiesige Schmiede- Junung zeigt durch phyfitus Dr. Störmer und Oberarzt Dr. Seiffer von der Charité ats dieses Jahres ist auf dem Fernverkehr- Bahnsteig des Bahnhofssteigs Cirkular an, daß fie vom 1. Oftober d. J. ab eine Preiserhöhung Sachverständige geladen, aber nicht erschienen. Es ergab sich, daß Friedrichstraße eine schwarzlederne Handtasche gestohlen worden. von 40 Proz. eintreten lasse. Hoffentlich bessern die Herren Jumungs- beide Herren sich noch auf Urlaub befinden und die Vorladung nicht Diese enthielt eine Toiletteneinrichtung, Glasgefäße mit filbernen meister dann auch die Arbeitslöhne ihrer Gesellen auf. Auf einem erhalten haben. Auf Befragen erklärte Haffe, daß er selbst sich für Deckeln, ein kleines Kissen und eine kleine filberne Statue( Jung- Baun aufgespießt hat sich gestern nachmittag der 12jährige Schulgeistig gesund halte, er verblieb aber dennoch bei dem Verlangen, frau darstellend), verschiedene Gegenstände dürften M. H. gezeichnet nabe Baul Wegener aus Berlin. Derselbe hatte hier wohnende daß die beiden medizinischen Sachverständigen sich an Gerichtsstelle sein. Angaben über den Verbleib des gestohlenen Guts werden in Verwandte besucht und war mit andren Kindern auf die Straße über seinen Gesundheitszustand äußern sollten. Da er hiervon nicht jedem Polizeirevier oder bei der Kriminalpolizei, Bimuner 43, ent- gegangen. Hierbei erkletterte er in der Hermanstraße den gaun ber abzubringen war, blieb dem Gerichtshof nichts übrig, als die VerBugleich mit dieser Bekanntmachung wird Vereinsbranerei, glitt dabei ab und schlug so heftig auf eine Baun handlung zu vertagen. Die für das Lüttgensche Ehepaar vom Polizeipräsidium darauf hingewiesen, daß das reisende spitze, daß diefelbe ihm tief in den Oberschenkel drang. Nur mit gestellten Haftentlassungs- Anträge wurden vom Gerichtshofe abPublikum meist unglaublich sorglos mit seinem Reisegepäck vicler Mühe konnte der Knabe aus seiner gefährlichen Lage befreit gelehnt. umgeht. Es gehört durchaus nicht zu den Seltenheiten, daß Reisende werden. Nachdem ihm in der Unfallstation ein Verband angelegt, fremden Leuten auf den Bahnhöfen ihr Gepäck zur Beaufsichtigung brachte ein Schumann den Knaben mittels Droschke nach der überlassen und von diesen bestohlen werden. Frauen vertrauen oft Wohnung seiner Eltern, Weidenweg 21. mals Personen, die sie ansprechen und dann angeben, dieselbe Reiseroute zu haben, größere Geldbeträge zur Besorgung der Fahrkarten an. Derartige Sorglofigkeiten fordern Gewohnheitsdiebe geradezu heraus, sich dem Publikum aufzudrängen und es zu schädigen. gegengenommen. Vom Wesen der preußischen Polizei. Die„ Germania" schreibt: Eine neue Goldquelle haben sich einzelne Vorortsbehörden dadurch geschaffen, daß sie in ihren unter Ausschluß der OeffentlichDas leichtfinnige Fortwerfen von Obstresten auf das leit erscheinenden Blättern Bekanntmachungen über die Radfahrer Trottoir hat wiederum ein blühendes Menschenleben gefordert. Die verbotene Wege erlassen. Die Berliner, die davon nichts wissen und 21 jährige Pflegetochter des Bauunternehmers Iath zu Groß- die kleinen Warnungstafeln nicht gewahren, werden dann von den Lichterfelde war vor etwa 10 Tagen in Berlin über achtlos hin- quasi im Hinterhalt stehenden Gendarmen ze. angehalten und notiert. geworfene Pflaumenterne ausgeglitten und hatte, da sie mit dem Namentlich waren im verflossenen Jahr diese Klagen häufiger wie Hinterkopf schwer auf das Trottoir aufschlug, eine starke Gehirn- in der letzten Zeit. Jetzt wird aber wieder berichtet, daß auf dem erschütterung erlitten, die jezt den Tod des beklagenswerten jungen Weg von Potsdam über Moorlake am letzten Sonntag selbst in der Mädchens herbeigeführt hat. Auf Veranlassung der Berliner Dunkelheit die Nadler angehalten seien. Die Warnungstafel habe Staatsanwaltschaft fand in Groß- Lichterfelde die gerichtsärztliche aber gar nicht gesehen werden können und der Beamte habe sich wie Sektion der Leiche statt mit dem Ergebnis, daß ein Gehirnschlag, versteckt gehalten. Der Beamte hätte sich doch so stellen können, daß herbeigeführt durch jenen Unfall, die Todesursache gewesen ist. er die Radfahrer auf die Tafel hingewiesen hätte. Einem Fahrstuhlunfall ist der Führer Adolf Schuster aus der Badstr. 59 zum Opfer gefallent. Schuster fuhr am Montagvormittag auf dem Grundstück Neue Königstr. 70 mit dem Fahrstuhl abwärts, stieg im zweiten Stock aus, um etwas zu besorgen, versäumte es aber, die Thür zu schließen. Als er zurückkehrte, nahm er an, daß der Stuhl sich noch in derselben Höhe befinde, und wollte einsteigen. Der Stuhl war jedoch abwärts gegangen und Schuster stürzte im in den Schacht hinab. Er schlug sich die Nase ab und brach das rechte Handgelenk. Auf der Unfallstation 3 erlag er feinen Verlegungen, da bei der Bertrümmerung der Nasenknochen Splitter in das Gehirn eingedrungen waren. Der Privatier Karl Lowien aus Brandenburg a.. wurde, wie gemeldet, mit seiner Braut, einem Fräulein Bölke, unter dem Verdacht der vorsätzlichen Brandstiftung auf dem hiesigen Potsdamer Bahnhofe verhaftet. Lowien hat sich seiner Bestrafung dadurch entzogen, daß er im Gefängnis Selbstmord verübte. Seine Braut ist wieder auf freien Fuß gesetzt worden, da fich der gegen fie gerichtete Verdacht der Mitthäterschaft nicht hat aufrecht erhalten lassen. Aus den Nachbarorten. Die Streifflausel in Charlottenburg. In der Stadtverordneten- Bersammlung von Charlottenburg gelangte gestern bei Gelegenheit der Besprechung des Berichts der Hochbauverwaltung die Streitklausel zur Erörterung. Stadtverordneter Dr. Penzig fragte an, wie es die Stadt mit der Klausel halte? Er hoffe nicht, daß, wie es verlaute, die Stadtverwaltung die Unternehmer durch Zugestehen der Streitklausel einseitig begünstige. Stadtbaurat Bratring erklärte hierauf: Die Frage der Streittlaufel geht die Oeffentlichkeit eigentlich nichts an! Ich außere mich mur ungern darüber. In die bisherigen Verträge ist die Streit tlaufel nicht aufgenommen. Für die Zukunft ist die Zusage gegeben worden, daß bei allgemeinen Ausständen die Verwaltung über eine Verlängerung der Fristen Entscheidung treffen werde. Diese Antwort läßt manche Unklarheit zurück und befestigt von neuem den Argwohn, daß die Charlottenburger Stadtverwaltung die Bauunternehmer einseitig begünstigt. 9 Ueber einen Beleidigungsprozeß wird uns aus Naumburg be 556 deutsche Krieger gegen einen Socialdemokraten. richtet: Der Genosse, Redacteur Adolf Thiele vom Voltsblatt" in Halle wurde gestern von der Straffammer unter dem Vorsitz des Landgerichts- Direttors Manns wegen Beleidigung der 556 Kriegervereins Mitglieder, worüber wir erst fürzlich berichteten, zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Es handelte sich um eine im Mai 1898 von dem Genossen Thiele in Beiz gehaltene Wahlrede, bei welcher er nach den Aufzeichnungen der überwachenden Beamten gesagt haben sollte:„ Das Kriegervereinswesen ist eine Schmach für Deutschland, ferner ist es eine Schmach, daß die Arbeiter, die erst dem Korporalstocke entrounen find, in Kriegervereine eintreten. Diefelben haben mir den Zweck, dem Arbeiter das bischen Gehirn herauszunehmen und ihn zum Sklaven zu machen, Zeit seines Lebens." Als der Staatsanwalt neun Monate Gefängnis beantragte, entgegnete Genoffe Thiele, er finde das Strafmaß unbegreiflich. Die Socialdemokratie würde von den Kriegervereinen permanent beschimpft und der Herr Staatsanwalt würde gegen denjenigen, der fagte, die Socialdemokratie fei eine Schande", wohl leite neun Monate Gefängnis beantragen. " Dermischtes. V Die Pankow. Bei Prüfung des Gemeinde Etats in der Testen Sigung der Gemeindevertretung ergab sich, daß der Voranschlag für 1899/1900 um 27 668 m. iiberschritten wurde. Hieran sind der Armenetat mit 6500., die Voltsschule mit 7600 m., die Neale schule mit 4500 M. beteiligt. Es wird angenommen, daß durch die am 1. April nächsten Jahrs in Kraft tretende Grundwert steuer der Ausfall zu decken ist. Die Gemeindevertretung beschloß, Troh ber herrlichen Tage, denen wir im europäischen Reich mit der Erbauung eines Rathauses zu beginnen, der Bau des ge- der Mitte jetzt entgegengeführt sind, nimmt es mit der Europaplanten Krankenhauses wurde wegen der hohen, jich vorab auf 700 000. müdigkeit tein Ende. Wie Boesmanns Telegraphisches belaufenden Stoften aufgegeben. Ein Gesuch uni Sergabe von 50 W. Bureau" meldet, hat der Baffagierverkehr über Bremen in den für das verflossene Sedan fest wurde abgelehnt. Dem vom letzten Wochen nie dagewesene Dimensionen angenommen. Arbeiterverein Pankow gestellten Antrag, den mit der Mahnung be- bebeutenbften Biffern zeigt die laufende Woche, in welcher einbei der Mahmung einzukassieren, da die Regierung es der Gemeinde Großer Kurfürst" allein nach New york nicht weniger auftragten Steuererheber zu ermächtigen, die Steuerbeträge schließlich des am nächsten Sonnabend abgehenden Dampfers überläßt, die Form der Einfassierung selbst zu wählen, soll vom als 1. Oftober ab Folge geleistet werden. Jedoch werden die Mahn- ganzen 5563 Baffaglere vom Norddeutschen Lloyd befördert wurden. 2328 Kajits und 3235 Zwischendecks Passagiere, im gebühren nach wie vor erhoben. Diese enorme Passagierzahl verteilt sich auf die einzelnen Dampfer wie folgt:„ Aller" 822 Stajüts- und 276 Zwischendeckspassagiere, zuſamment 598; Friedrich der Große" 546 bezw. 1043, zusammen 1589; Kaiser Wilhelm der Große" 805 bezw. 641, zusammen 1446; Großer Kurfurst" 655 bezw. 1275, zusammen 1930. Sämtliche vier immer noch die Gerichte." Gestern stand der frühere Motor- Klassen besegt. Die Vorgänge beim Straßenbahnerstreit beschäftigen Dampfer find bis auf den legten verfügbaren Platz in allen drei wagenführer Friedrich. Boro wsi, der vom Schöffengericht wegen groben Unfugs zu sechs Wochen Haft verurteilt worden war, vor der berichtet: Zur Zeit der gestrigen Explosion von Kohlenoriogas in Zu dem furchtbaren Grubennnglück wird aus Dur noch Berufungsstraffammer des Landgerichts I. Sowohl der Staats- der Frisch- Glüd- Beche waren, soweit bisher festgestellt werden konnte, anwalt wie der Angeklagte hatten Berufung eingelegt. Als am 83 Berglente im Schacht beschäftigt. Nachmittag des 20. Mai; einige Von diesen retteten sich 28 Streitbrechern geführte nach dem Luftschacht; bisher sind zwei Leichtverletzte und 18 SchiverMotorwagen, durch die Eliasserstraße fuhren, zwei dort im Haufe Nr. 90 wohnende Personen, daß ein bereits fünf gestorben. Dreißig Zeichen wurden noch im Schacht beobachteten verlegte, darunter der Betriebsleiter, geborgen; von diesen sind Mann, der sich auf dem Flur des gegenüberliegenden Hauses aufhielt, gefunden, fonnten jedoch noch nicht herausgefchafft werden, weil das von dort aus den in gleicher Höhe befindlichen Motorwagen mit Feuer eine Annäherung nicht zuläßt. Weitere fünf Personen werden Steinen bewarf. Es wurden auch einige Scheiben zertrümmert, da noch vermißt. aber mur vereinzelte Personen zu damaliger Zeit die Straßenbahn Gerichts- Beitung. benutten, so entstand fein weiterer Schaden. Der Werfende war Die Pest in Glasgow. Der Stand der Bestepidemie ist: den Beobachtern ganz genau als der frühere Wagenführer bekannt, 21 ausgesprochene Bestfälle und 3 peftverdächtige Fälle; 109 Personen der stets durch die Elfafferstraße gefahren war. Borowski wurde auf werden ärztlich beobachtet. der Straße verhaftet. Das Schöffengericht hielt den Angeklagten Barometer ftand mm winembe. 768 Er Frants./M. 770 9 Windrichtung Windstärke Wetter SW 1Mebel Temp. n. T. Stationen Barometer stand mm Windrigtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 8151 6° C.= 4° R. 2Nebel 7 770 S2 4 wolfig 17 14 paparanda 761 10 Betersburg 14 Cort 15 Aberdeen 14 Paris 14 Die Rigdorfer Stadtverordneten- Versammlung hatte gestern trotz seiner Behauptung, daß er das Opfer einer Personenverwechselung thre erste Sizung nach den Ferien. Nachdem einige Wahlangelegen geworden sei, für überführt, verurteilte ihn aber nur wegen groben terungsübersicht vom 20. September 1900. morgens 8 Uhr. heiten der zuständigen Kommission überwiesen worden waren, tam infugs, da ein Strafantrag wegen Sachbeschädigung von die Magistratsvorlage, betreffend die Versorgung der Stadt mit der Großen Pferdebahn- Gesellschaft nicht vorlag. Dies ist elektrischer Kraft zur Verhandlung. Die ursprünglich auch vom inzwischen von der Gefellschaft nachgeholt worStationen Magistrat und der Beleuchtungsdeputation gehegte Abficht, einen, und wurde die Lage des Angeklagten dadurch erheblich ver städtisches Elektrizitätswert zu erbauen und auf eigne Rechnung zu schlechtert. Die Belveisaufnahme fiel wiederum zu Ungunsten des betreiben, ist seitens dieser Körperschaften aufgegeben worden. In Angeklagten aus. Der Staatsanwalt wollte die Pferdebahnwagen der Begründung der Vorlage wird ausgeführt, dieRentabilität eines solchen als solche Gegenstände angesehen wissen, welche gemeinnligigen öffent Samburg Werkes ließe sich wegen des zu erwartenden nicht gerade großen Konsums lichen Zweden dienen. Der Angeklagte müsse deshalb aus§ 340 Berlin schwer herausrechnen. Auch müßten die Strompreise für die Abnehmer Str.-G.-B. sowie wegen groben Unfngs bestraft werden. höher gestellt werden, als es nach dem Entwurf zu einem Berbeantrage gegen ihn eine Gefängnisstrafe von neun Monaten. Der München trag mit den Berliner Elettricitätswerten möglich Berteidiger, Rechtsanwalt Leonh. Friedmann verwahrte sich beien fei, dem zuzustimmen der Magistrat den Stadtverordneten empfiehlt. fonders dagegen, daß die Pferdebahn als ein öffentliches Institut Nach dem Vertragsentwurf soll die Stadtgemeinde Nixdorf ten angesehen werde und deshalb der schwere Gefeßesparagraph zur An Berliner Elektricitätswerken gestatten, für die Dauer des Vertrags wendung kommen solle. Die Pferdebahu sei nur ein großes Privat- bei mäßigen füdlichen Winden; später zunehmender qofte in den Straßen des gegenwärtigen Weichbilds und eventuell des erweiterten Weichbilds von Nixdorf unterirdische Leitungen zur unternehmen, ebenso wie beispielsweise die Restaurationslokale von Fortführung der Elektricität anzulegen und Transformatoren schinger. Der Gerichtshof berurteilte den Angeklagten auch aur in oberirdischen Schuzhäuschen zum Zweck der Abgabe, von wegen einfacher Sachbeschädigung und wegen groben Unfugs, aber Elektricität ant Behörden, Korporationen und Private inner- 344 Monaten Gefängnis. Halb des Gemeinde Bezirks aufzustellen. 3 bedeckt 771 769 WNW 2 Regen 5 bedeckt 768 Still heiter 771 NNW 3 wolfen! 10 767 Still heiter Wetter Prognose für Freitag, den 21. September 1900. Nachts etwas fühler, am Tage wärmer, zunächst meist heiter und trocen Berliner Wetterbureau, Kopp Briefkasten der Redaktion. Dienstag, Die Zuführung Vor dem Schöffengericht stand gestern Verhandlungstermin des Stroms von dem Elektricitätswerk„ Oberipree" nach Riydorf hat in einer Privatklage an, die der Journalist Rauch gegen den Ver- Donnerstag und greitag von 7-9 1hr abends statt. Die juristische Sprechstunde findet Montag. durch zwei Starkstromkabel zu erfolgen. Der Entwurf sieht dann leger und den Redacteur der Staatsbürger- Zeitung", Wilhelm eine Reihe von Bedingungen für den Bezug der Elektricität vor. Bruhn und Dr. Paul Bötter angeftrengt hat. Rauch war 2. S. 54. Setzen Sie dem Vermieter zur Vornahme der Reparatur eine 2. M., Münden. Nehmen Sie sich einen Rechtsanwalt. Der Stadt soll jährlich eine Abgabe von 6 Pf. für jede zu Beleuch seiner Zeit in Konis, stellte dort Recherchen in Sachen der an angemessene Frist und teilen Sie ihm mit, daß Sie nach dem fruchtlosen tungszweden gelieferte und bezahlte Kilowattstunde, und von 2 Pf. dem Gymnasiasten Winter verübten Blutthat an und hatte in seinen Ablauf die Reparatur vornehmen und die Kosten bei der nächsten Mietsfür jede zu andren Zweden gelieferte Stilowattstunde gesichert werden. Berichten den Verdacht der Thäterschaft auf den Schlächtermeister zahlung abziehen werden. Die Kilowattstunde wird für Lichtzwecke mit 50 Pf. berechnet, Hofmann gelenkt. Wegen dieser Berichte griff die„ Staatb. 3tg." den auch zur Einsicht der Wählerlisten befugt. J. 2. 75. Ja, Sie sind wahlberechtigt und G. B. Ja.-.. Nein. während die Straft für andre Zwecke nach dem jeweiligen Tarif für Kläger Nauch heftig an und entwarf von seiner journalistischen A. B. G. 100. Ja, Sie können das Gehalt in der von Ihnen anKraftstrom des Werts„ Oberspree" berechnet werden soll mit einem Thätigkeit und persönlichen Ehrenhaftigkeit ein solches Bild, daß gegebenen Weise beanspruchen. Klafffe. 1. Die Kosten find nicht gesetzstunde bei unterirdischer Zuleitung. Es entwickelte sich eine lebhafte hatte Rechtsanwalt Hahn- Charlottenburg einen Wahrheitsbeweis Bertrags ist kein Teil gebunden. Aufschlag von 2 Proz. Dieser Preis beträgt zur Zeit 11 Bf. pro Kilowatt- daraufhin die Privatklage erhoben wurde. Namens der Angeklagten lich festgelegt. 2. Vor Abschluß des gerichtlich oder notariell beurfundeten C. F. 59. Die Bahn ist bei Verlust Debatte, in der vielerlei Bedenken gegen den empfohlenen Vertrag von den angetreten, es tam jedoch gestern zur Erhebung eines solchen nicht, direttion Berlin und im Falle der Ablehnung des Ersatzes durch schadensersatzpflichtig. Der Erfazanspruch ist bei der tgl. Eisenbahnverschiedensten Seiten geltend gemacht wurden. Stadtv. Direktor da der Termin wegen eines Formfehlers bei der Klage- Erhebung diese bis zum 3. September 1901 oppe beantragte Zurüdverweisung an die durch 9 Stadtverordnetelvertagt werden mußte. gerichtlich geltend zu machen. J. T. Kommen Sie in die Sprechstunde. Pankow. Nein, Indizio thitho Glas Dessert- Teller gepresst A. Jandorf& Co C. Spittelmarkt 16| 17. SW. Leipzigerstr. 64. SW. Belle- Alliancestrasse 12. X Porzellan Steingut Küchenartikel Stück 6» Ein grosser Posten Citronen- Pressen mit Ausguss 13, Butterdosen gepresst . 20, Bierbecher mit Goldrand. Stück 7. Weingläser echt Krystall. Stück 15» Krystall- Biertulpen 289 blau decoriertes Porzellan: Kaffeekannen, Theekannen, Butterdosen, Dessertteller etc. etc. aussergewöhnlich preiswerth. Kaffee- u. Theetassen blau decoriert Kaffeebecher bunt decoriert.... 17 Scherztassen mit Schrift.... .... 55 Kaffeeservice 5 Theile, für 2 Personen 1.6 Tafelservice Rokokoform, 76 Theile 18 Käseglocken geschliffen i . 55 für 12 Personen, Veilchenmuster 3350 a D Satznäpfe gerippt, 4 theilig ... Stück 33» Schöpf- Löffel mit Streurosen Stück 15 Satztöpfe Satz 6 Stück, blau- Zwiebelmuster 1.% 35 Reibekeulen 13 Blumentöpfe bunt decoriert Stück 28 Fleischklopfer. 239 . Butterstecher 28, 13, B Bierkrüge% Ltr. 10 Ltr. 15, 1 Kaffeetrichter Stück 25 u. 33, Essigtrichter 20 u. 30> 65 ca. 2 3 5.9 12 15 20 25 Lt. Inh. Einmachetöpfe grau Steinzeug Nudelrollen Stück 389 Durchschläge. - Stück 40 u. 60> U. 17 23 33 50 65 110 150 175> mit Holzstiel Melonenformen. Stück 50, Ganz besonders preiswert Ganz besonders preiswert Kaffeekannen 13.15.20.30.40. Emaille Wasserkessel ca. 16 18 20 bis 26 cm 30 30 48 48 Kaffee- Aufgussmaschine 48.75.95 Wasserkannen Theekannen 10, 20, 30, 40, 12, 20, 25, 28, Console mit Maass. 48, 75, 95, 10 ::.. Stück 25, Milchtöpfe Suppenterinen 35, 55, 75.95. Toilette- Eimer mit Einsatz und Korbhenkel Fenster- Eimer:. Messerspühler Krümelschippen Milchkannen mit Henkel Arbeiter- Kanne mit Tasse 23. 150 Stück 48 48, 23 23 Verantwortlicher Redacteur: Heinrich Ströbel in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Kr. 220. 17. Jahrgang. 4. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblaff. Steitag, 21. September 1900. Versammlungen. Folgen der Nichtbeachtung derselben aufmerkſant gemacht. Eine 3 Antwort sei auch in diesem Fall nicht erfolgt. Die Versammlung Briefkasten der Redaktion. Die Herren- Maßschneider hielten am Mittwoch eine ftart1 nahm eine Resolution folgenden Jubalts an: In Anlehnung an Die furistische Sprechstunde findet Montag, Dienstag, besuchte Versammlung im Friedrichstädtischen Kasino ab. Der Ber- die am 26. Juni gefaßte Resolution erklären die am 19. September Donnerstag und greitag von 7-9 Uhr abends statt. Kahl. Lungenheilstätten sind errichtet vom Voltshellstätten Verein trauensmann Ritter beleuchtete das Verhalten der Unternehmer bersammelten Schneider Berlins: Da die Unternehmer fortwährend der Herren- Maßbranche gegen die Arbeiter. Er wies an einer Reihe an den Abmachungen zu rütteln versuchen, hat die Agitation unter vom Roten Kreuz( Schriftführer Herr Stabsarzt Dr. Pannwis, Charden Kollegen in erhöhtem Maße einzusehen. Die Versammlung lottenburg, Anesebecstr. 29), vom Berlin- Brandenburger Heilstätten- Verein von Einzelfällen nach, daß verschiedene Geschäftsinhaber bestrebt find, den Tarif, welchen sie infolge des diesjährigen Streits anerkannt haben, erwartet, daß besonders in den Geschäften, wo der 3. Tarif gilt,( Schriftführer Geheimer Nat Prof. Dr. B. Fräntel, W., Bellevueftr. 4) Zusammenfünfte der Kollegen veranstaltet werden. Differenzen, welche fomte von der Stadt Berlin( Stadtrat Marggraff, Neue Friedrichstr. 9/10, wieder zu durchbrechen, und daß sich leider auch hier und da Kollegen in dieser Saison noch vorkommen sollten, werden der Leitung der Vorsitzender der städtischen Heimstätten). Wenden Sie sich zunächst an ben fänden, welche sich die Abzüge gefallen lassen, in der Hoffnung, durch Organisation'zur Berücksichtigung überwiesen, und hat dieselbe nach Lage Krankenkassen- Borstand. derartige Fügsamteit mehr Arbeit zu bekommen. Weiter wies der der Umstände zu entscheiden. Die Versammelten verurteilen auf das Genosse Porn. Besten Dank für Ihre Mitteilungen. Referent darauf hin, daß die Arbeiter die Einführung fester Tarife entschiedenste das Gebahren der neu entstandenen Warenhäuser, Die Berufung muß innerhalb einer Woche nach Verkündung bes Urteils D. D. 27. Wenn Sie ohne Ofen gemietet haben: Nein. M. 2. hauptsächlich deshalb durchgesezt haben, um der willkürlichen Festschung des Lohns seitens der Unternehmer ein Ende zu machen und welche zwar die Forderungen der Arbeiter ignorieren, nicht aber die eingelegt sein. B. J. 40. Wenn Ihre Frau ihr Vermögen in die Erbum zu verhindern, daß die stille Zeit zur Lohnbrüderei ausgenügt Arbeiterpresse, bei deren Lesern sie vorzugsweise die Handelsartikel schaftsmasse einreicht, erhält sie die Hälfte des so gebildeten Gesamtvers abzusehen versuchen. Der Vertrauensmann wird deshalb beauf- mögens. Groß- Lichterfelde. 1. Nein, die Kinder können nicht widers werde. Aber in dieser Hinsicht werde von verschiedenen Firmen tragt, hiergegen bei den maßgebenden Instanzen die nötigen Schritte sprechen. 2. Die Auszahlung des Muttererbes kann verlangt werden. seit einiger Beit wieder das alte System der Willfür 3. Die Höhe des Muttererbes hängt von der Zahl der Erben ab. befolgt. Als Beispiel hierfür wies der Redner auf eine einzuleiten. 2. E. G. Beide tönnen es thun. A. L.. Großbeerenstraße. Nein. Geschäftsempfehlung der Firma Thiérh u. Sigrand hin. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter Genoffe Saleniec. 1. Ste Bönnen flagen. 2. 2mtsgericht II Berlin. 9. R.. 1900. Ja, Sie müssen ihn noch zur Schule 3. Ja. 4. Ja. hiden.. 2. 03. Auf dem Klagewege tönnen Sie nichts erreichen. Werden sie noch einmal persönlich vorstellig. Warum Sie übrigens beim Abzug nach außerhalb eine begr. Kündigung brauchen, ist unklar. O. M. müssen zunächst abnehmen. Wenn die Sachen dann mangelhaft eingeliefert werden, fönnen Sie fie der Verkäuferin zur Verfügung stellen und Bertrage zurücktreten. Unerhebliche Mängel fämen allerdings nicht in Betracht R. B. 100. 1 Die Höhe ist unbegrenzt. 2. Ja, es fann auch in A. 5. 1000. Sie diesem Fall Schmerzensgeld verlangt werden. können es selbst verwahren, können es aber auch dem hiesigen Amtsgericht 1 zur Verwahrung übergeben. Die Höhe der Kosten fönnen wir nur nach Mitteilung des Objetts angeben. Nach dem Tausend richten sie sich nicht. Mündel. Die Kosten des von Ihnen angenommenen Anwalts müssen Sie zahlen, die des gegnerischen Anwalts brauchen Sie nicht zu erstatten In der genannten Anzeige empfiehlt sich die Firma auch zu Reparaturen, zu denen wie in der Reklame gesagt wird die tote Saison am geeignetsten ist, da wir in dieser Zeit von den billigen Löhnen für Handarbeit Gebrauch machen können". Dieser Bassus meinte der Redner lasse darauf schließen, daß bei der genannten Firma nicht nur Reparaturen, sondern auch neue Sachen in der stillen Zeit zu billigen, das heißt nicht tarifmäßigen Löhnen angefertigt werden. Eine von der Organisation der Schneider an die Firma gerichtete Anfrage wegen Anerkennung des Tarifs sei nicht beantwortet worden. An das Warenhaus Tiez, dessen nahe bevorstehende Eröffnung angezeigt worden ist, habe sich die Organisation gleichfalls gewandt und die Firma auf das Bestehen von Tarifen sowie auf die aventuellen Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, den 21. Sept. Opernhaus. Undine. Anfang 712 Uhr. Schauspielhaus. Johannisnacht. J louve you. Bei Buchholzens. Anjang 72 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). Die Fledermaus. Anfang 7/2 Uhr. Deutsches. Die Weber. Anfang 712 Uhr. Berliner. Die lieben Kinder. Anfang 72 Uhr. Leffing. La Gioconda. Anjang 72 Uhr. Residenz. Die Dame von Marim. Anfang 72 Uhr. Neues. Revanche. Der weiße Hirsch. Anfang 72 Uhr. Westen. Die weiße Dame. Anfang 71/2 Uhr. Schiller. Die Orientreise. Anfang 8 Uhr. Secessionsbühne. An des Reiches Pforten. Anfang 72 Uhr. Central. Der griechische Sllave. Anfang 72 Uhr. Thalia. Der Liebesfchlüffel. Anfang 712 Uhr. Luisen. Othello, der Mohr von Venedig. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Tugendring. Anfang 7 Uhr. Carl Weiß. Müller und Schulze auf der Pariser Weltausstellung. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Ein toller Einfall. Anfang 72 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Der Mandarin von Tsing- ling ting. Anfang 72 Uhr. Apollo. Specialitäten- Borstellung. Venus auf Erden. Anfang 8 Uhr. RANIA** Taubenstr. 48/49. o Im Theater abends 8 Uhr: Eine Wanderung durch die Pariser Weltausstellung. Invalidenstr. 57/62. Tägl. Sternwarte. Nachmittags 5-10 Uhr. CASTANS PANOPTICUM Friedrichstr. 165. Neu! Die schöne Neu! SchlangenBändigerin Cleopatra mit ihren 14 Riesen-, Pythowund Aesculap- Schlangen!! Sensationell, in Berlin in solcher Vollendung noch nie gesehene Reptiliendressur! Die russische Konzertkapelle. Der deutsche Seesoldat und die Boxer. Feldmarschall Graf Waldersee 2c. Passage- Panopticum. Nur noch kurze Zeit! Marokkaner ( 11 Mädchen, 8 Männer, 3 Kinder). Vorstellung stündlich. Von 7 bis 102 Uhr: Théâtre variété. Palaft. Specialitäten: Borstellung Thalia Theater Buffschnutchen. Anf. 7 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Paffage Panoptikum. Speciali täten Borstellung. Urania. Invalidenstr. 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Taubenstr. 48/49. Abends 8 Uhr ( im Theatersaal): Eine Wande rung durch die Pariser Welt ausstellung. Schiller Theater ( Wallner Theater). Freitag, abends 8 Uhr: Die Orientreise. Schwant in 3 Aften von Oskar Blumenthal und Gustav Kadelburg. Sonnabend, abends 8 Uhr: Bum erstenmale: Die goldne Eva. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Faust. 1. Teil, erster Abend. Sonntag, abends 8 Uhr: Die goldne Eva. Central Theater Heute u. täglich Anf. 7 Uhr: Der griechische Sklave. ( A Greek Slave.) Ausstattungs Operette in 3 Atten von Sidney Jones. Morgen und folgende Tage: Der griechische flave. Sonntag nachmittags 3 Uhr zu Halden Preisen: Der Bettelstudent von C. Millöder. Dresdenerstrasse 72/73. Heute und folgende Tage: Der Liebesschlüssel. Anfang präcise 72 Uhr. Palast- Theater früher Feen- Palast, Burgstr. 22. Direktion: Winkler u. Fröbel. Das Riesen- September- Programm! Ren! Puffschnutchen! Neu! Große Posse mit Gesang v. E. Braune. Buff, Klempnermstr.: Dir. R. Winkler. Nini Bülow, Chansonnett- Diva. Garry- Truppe, Grand- Grotesge Pantomimisten. Molli Verch, Excentric- Chansonnette. The Bernards, Riesen Luftaft. Mr.Bobbi mit feiner großartigen Hundemente. Außerdem nur erstklassige Künstler und Specialitäten. Anfang 7 Uhr. Rasseneröffn. 6 Uhr. Entree 50 Pf. Num. Pl. 1 M. Metropol- Theater. Täglich um 9 Uhr. Der größte Operettenerfolg d. Saison: Eduard Steinberger als Gast. Der Mandarin A Yon Tsing- ling- ting, sowie das vollständig neue September Specialitäten- Programm. Bianca& Desroche. Charmeroy Rudinoff. Anf. 18 Uhr. Rauchen überall gestattet. Apollo- Theater. Gossmanns Konzertgart. Um 9 Uhr: Venus auf Erden. Mr. Vandy. Luise Medion. Spink und Spink. Adele Moraw. Fanny Morton. Erna Bertholdi. Three Amaranth, The three Avolos. Robert Steidl. Der Kosmograph etc. etc. Kasseneröffnung 7 Uhr. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. 9 ( G. H. 29, Hamburg. Filiale Berlin 6). Sonnabend, den 22. d. M., abends ühr: Mitglieder- Berfammlung bei Diete, Viderfir. 128. Tagesordnung: Staffenbericht und Berschiedenes. Berliner Kranten Unterstütungs- und Begräbnis- Verein für Frauen und Mädchen, gegr. 1892. Heute abend 9 Uhr in den Armin hallen, Sommandantenstr. 20: Geschäftliche Sizung. Aufnahme neuer Mit glieder. In der humanistischen Gemeinde, Mohrenstr. 47, im oberen Saal des Brandenburger Hauses, hält am Sonntag, vormittags 10% Uhr, Serr Dr. Rud. Penzig den zweiten Vortrag feines Vortragscyklus:" Der Weg Gäste, Damen und zum Glück. Das richtige Wollen des Glücks." berren, haben freien Zutritt. Central Kranken- und Sterbekasse der Tischler. Die Orts: verwaltungen Berlin und Umgegend verjammeln sich am Freitagabend puntt 81/2 Uhr im Gewerkschaftshaus Saal 3. Carl Weiss- Theater W. Noacks Theater. Secessions- Bühne. Gr. Frankfurterstr. 132. Novität, Riesen- Erfolg. Müller und Schulze auf der Pariser Weltausstellung. Ausstattungspoffe mit Gesang in fünf Bildern von Karl Weiß u. J. Dill. Musit von A. Wicher. Anfang 8 Uhr. Brunnenstraße 16. Aleranderstr. 40. Heute, Freitag, den 21. September: Heute, Freitag, zum zweitenmale: Drei Tage aus dem Leben eines Spielers. Schauspiel in 3 Abteil. von Th. Hell. Sonnabend wegen Privat Morgen und folgende Tage: Die festlichkeit keine Vorstellung. selbe Vorstellung. Victoria- Brauerei. Sanssouci Lützowstr. 111/112. Im Garten oder Haa! 191 Täglich: Norddeutsche Sänger ( Führmann, Horst, Walde.) Anfang: Sonn tags 7, Wochen: tags 8 Uhr. Entree 50 Pi. Vorverkauf 40 Pf. Familien- Billets 3 Stück 1 M. Bons nur in der Woche gültig. Sonntags und Donnerstags: Tanzkränzchen. Kottbuserstrasse. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag: Hoffmanns Nordd. Sånger. Fausts Nachlass. Anfang Sonntags 7 Uhr. Entree 50 BF. Anfang Wochentags 8 Uhr. Entree 30 Pf. Nach jeder Soiree: Tanzkränzchen. Montag und Donnerstag: Tanz frei. Alle andern Tage sind die Säle für Hochzeiten, Festlichkeiten u. Versamm lungen, ebenjo f. Vereins- Vorstellungen und Matineen( Hoffmanns Nordd. Sänger) bestens empfohlen. 8191819 122013 Dom An des Reiches Pforten. Jeder Arbeiter Cirkus Busch Jeder Handwerker Hente, Freitag, den 21. Sept., mam abends 72 Uhr: Humoristischer Gala- Abend. Großer Erfolg. Berliner Landpartien. Ult über uit. Tolle Streiche zu Wasser und zu Lande in 2 Aften. Europäische Stavallerien ut. borzügliches Programm. Cirkus Alb. Schumann. II. Saison. follte zur Arbeit die Lederhose Herkules tragen. dein- Bertauf. Schr starke Ware in praktischen grauen u. braunen Streifen. Hinten u. vorn am Bund aus einem Stück gearbeitet. Nietknöpfe u. Stappnähte. Feste Leder- Pilot- Taschen, Die Hose ( bei Entnahure von) 4 Mt. 50 6 Stück 26 Mt. Echt indigoblaues Jackett für Maschinisten, Monteure 2c. 1 M. 90 Sonnabend, den 22. September cr., Echt indigoblaue Hose dito 1 M. 50 abends präc. 712 Uhr: Gröffnungs- Vorstellung mit vollständig neuem Programm für Berlin. Zum Schluß zum erstenmale: CHINA. Prima Manchester Hose 8,-, 5,50, 3,50 Gefüttert. Manchest Jackett 13, 9, Aerzte Kittel, gebleicht. Neffel 2 M. Maler- Rittel in Leinen- Art. 2 M. 25 Mechanifer- Kittel( braun). 2 M. 40 Weistes Leder- Jackett, ge füttert, zweireihig. 7.50 Weiße Leber- Sofe, Prima Ware 3 M. 75 Cirkus Renz- Konzert- Tunnel tellungen von August Siems. Baer Sohn Karlstrasse. Wochentags 7 Uhr. di Nur erstklassige Direktion: Sonntags 5 Uhr. Specialitäten. J. M. Hutt. Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tanz ohne Nachzahlung. Bilder aus der Gegenwart in 3 Ab: Scene gefeßt und mit neuen Wasser effekten versehen vom Director Alb. Schumann. Mufit von August Siems und Alois Beranek. 1. Abteilung: En gros. Export. En detail. Chauffeeftr. 24a. Brückenftr. 11. Gr. Frankfurterstr. 20. Die 15 te Breisliste 1900 über gesamte Herren und Knaben- Bekleidung( AufDie Unseren in Kiantschon. tage 1 Million) wird loſtenlos und Cohns Festsäle, einige Somabende Der Beuthstrasse 19( 20. Empfehle Säle zu Ber und Sonntage noch frei für Fest lichkeiten. [ 48909* Treptow. Restaurant Karpfenteich, an der Köpenider Landstraße. eben Sonntag: Frel- Konzert. Ju Saale Tanz.[*] Lossow und Malz gebrannt. 2. Abteilung: portofrei zugesandt. Versand von 20 M. an franco. Aufstand d. Borer- Krieg B Bestellung genügt Angabe der 3. Abteilung: Die Brust: u. Bundweite u. Schrittlänge. Obige Preise gelten für normale 50292 Verbündeten vor Laku- Peking Größen. Preise der Plätze, sowie alles übrige wie bekannt. Billet- Vorverkauf im Invaliden: dant" und an der Cirlustasse von Sonntag, den 23. b. M., abends und zum zweitenmale: Echte Kornbranntweine aus reinem Roggen 10 Uhr morgens ab. letscher Liter 65 Pf., Richtenberger 95 Pf., Münsterländer 1,10 M., Bres 7 Uhr: Zweite große Borstellung Tauer 1,25 M., Steinhäger, Doornfaat, Aquavit 2c., in Originalfüllung. Cognac in großer Auswahl, Fl. 1,10-25,00 M. Himbeersaft eigner Breffung Ltr. 1, M. Feinste in: und ausländische Liqueure, Ungar weine ze. empfiehlt Alexanderstr. 62, Potsdamerstr. 48( Eingang Kurs F. Willumeit, fenstr.), ut. Stalikerstr. 135. Fernipr. VIIa 7186 Unsinn Viel Geld ist für Hüte auszugeben, man erhält auch zu billigen Preisen gute Sachen, wenn man die richtige Bezugs: quelle fennt[ 53942* Knabenfilzhlte 1-3 M. Herrenfilzhüte, weich 1,75-5,25 Steif 2,00-5.25 Cylinderhüte 4,00-12,00 Chapeaux claques 8,00-10,00 n " im Einzelverkauf bei Arnold& Eggert Hut- Engros- Geschäft Waldemarstr. 44, part., Kein Laden. Schlafmöbel- Bazar ,, Baby" mit Matratze, Oberbett, Unterbett und 2 Kissen 1. Invalidenstr. 160, an der Brunnenstr. II. Gr.Frankfurterstr.115, EokeAndreasstr. III. Oranienstr. 31. Ecke Adalbertstr. IV. Chausseestr. 8, Eoke Schlegelstr. Betten Theilzahlung gestarrer Kreuzbergstr 48 an d. statsbachstr. 22, 28, 33-80,00. Standv.10-100.00 Jeden Sonntag: GartenFreikonz. und Gr. Ball. Jeden montag u. Freitag: Norddeutsche Sänger. Anfang 8 Uhr: Nachher: Kränzchen. 23 Helz od. Eisen, mit Matratze und einem completten Stand 1191 neuer Federbetten 25, 30, 35-150,00. Bettfedern und Daunen 0,45-7,00 p. Pfd. V. Friedrichstr. 18, Warkthalle. VI. Reinickendorferstr. 2d, am Weddingplatz. VII. Brunnenstr. 92, Humboldthala. Neu VIII. Charlottenburg, Wilmersdorferstr. 55, von 6,50-21,00, IX. Spandau, Potsdamerstr. 20. Theilzahlung gestattet, Bel grösseren Baten Säle f. Versammlungen u. Festlichkeit. von 8,00-100,00 Lieferant des Post- Spar- und Vorschuss- Vereins. China. Deutsche Konzerthallen Spandauer Brücke. 4 Täglich ausländische Kapellen 4 Gr. Theater- Vorstellung. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pfennig. Vorverkauf 40 Pf. Das [ 53302* Nachdruck verboten! Fitzhüte für Herren neueste form, 1,50 und 2.00, fehlerfrei, hochfeine Qualität 2.50 und 3,00, extra feine 3.50-4,50 im Hut- Engros- Lager, Prenzlauerstrasse 20, 2 Tr. Cylinderhüte, Chapeaux claque und Knabenhlite in großer Auswahl. Bei Schluß der Saison habe ich mich entschlossen, den gesamten Vorrat meiner erst Claffigen Mars- Fahrräder weit unter dem Fakturenpreise zu verkaufen. Jede Maschine wird mit frischen Pneumatics bezogen. 5425* Walter Uhlenhut, Oranienstraße 157, zwchen Moritz und Oranien= Platz. Ehe Ste Trauringe Uhren, Goldfaufen, waren beachten Sie bitte unfre ermäßigten, billigsten Preise. Welcher Beliebtheit sich die von uns gelieferten Trauringe freuen, beweist am besten die fortwährend steigende Produktion. E. Riesen- Stofflager Wolf& Stiller, Krausenstr. 14 I. Etage, fertigt nach Maass unter garantiertem Sitz: delete Anzüge für Hochelegante 30 M. ers Berlin W., Friedrichstrasse 68, Hof( im Laden).[ 54592* Zahn- Klinik Vr. beliebige Teilzbig. Fran Olga Jacobson, Dent. Hochfeine Beinkleider für 10-12 M. 84/ 2*] Jnvalidenstr. 145. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Achtung! ( Zahlstelle Berlin.) Heute, Freitag, abends 8, Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- fer 15: Sitzung der Orts- Verwaltung. oni Am Sonnabend, ben 29. September, wird die Zahlſtelle Borndorfer und Löwestraßen- Ecke( Kienast) nach der Pintschstr. 3 bei Romanowsti, berlegt. Zur Beachtung! Morgen Sonnabend kassieren die Beitragsammler des Stiftungsfestes wegen von 62 bis 8 Uhr abends auf den Zahlstellen. Modell- und Fabrik- Tischler! Montag, den 24. September, abends 8 Uhr: Große öffentliche Versammlung im Weddingpark, Müllerstraße 178. Tagesordnung: 1. Klassentämpfe in kulturgeschichtlicher Beleuchtung. Referent: Karl Klingner. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 107/7 Die Ortsverwaltung. Bauarbeiter. Achtung! Danksagung. Für die liebevolle Teilnahme und reiche Kranzspende bei der Beerdigung [ 54822 Sonntag, den 23. September 1900, vormittags 10 Uhr, im Gewerkschaftshause, meiner lieben Frau Engel- Ufer 15: Große Versammlung aller zum Streikgebiet Karoline Wieser fage allen Freunden und Bekannten, insbesondere dem Verein Stricknadel Berlin u. Umgegend gehörigen Verbandszahltellen. meinen berichten Dan Tagesordnung: ald adio Hermann Wieser. Sage hiermit allen Freunden und 1. Die Erstartung unsrer Organisation und wie bringen wir dieselben zur Durchführung. Referent: Kollegen, insbesondere dem Gesang Rollege G. Behrendt.; 2. Beschlußfassung über das Infrafttreten des am 9. September angenommenen Antrags. 3. Verschiedenes... 2.& Mitgliedsbuch legitimiert, ohne dasselbe kein Zutritt! Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. F.A.: 0. Böttcher. 30/12 Todes- Anzeige.. Allen Kollegen, Freunden und Be tannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, der Schriftfeger Gustav König Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. am 20. früh 1 Uhr nach langen, verein Gerechtigkeit", sowie dem Deutschen Holzarbeiter Verband für die Beteiligung bei der Beerdigung meines lieben Manns meinen herz: lichsten Dank. 346 Eleonore Göritz. Dem Kollegen Gnandk ein bonnerndes soch zum Geburtstag. 356 B. schweren Leiden an der Lungenschwind Arbeiter- Radfahrer- Verein Die Sihung der Ortsverwaltung mit den Bezirks- fucht verstorben ist. leitungen und Agitations Rommissionen findet heute 118/4 Achtung! Drechsler. Achtung! nicht statt. Sonntag, den 23. September, vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Stechert( Andreas Festsäle), Andreasstr. 21: Sonnabend, den 22. September, abends 8%, Uhr, im Lokale des Herrn Fischer, Beusselstraße 9: Allgemeine Gentrums- Vertrauensmänner- Versammlung der Drechsler. Konferenz der Vertrauenspersonen für Moabit. Tagesordnung: unsre Lohnbewegung. Die Vertrauens männer sämtlicher Wertstätten aller Bezirke haben pünktlich zu erscheinen. Verbandsbuch und Vertrauensmännerkarte legitimiert. Die DrechslerBertrauensmänner aus den Tischlereien sind ganz besonders eingeladen. Die Kommission. Achtung! Drechsler. Achtung! Sonntag, den 23. September, mittags 112 Uhr. Sonnabend, den 22. September, abends 9 Uhr: Versammlung für Weißensee im Prälaten, Königs- Chauffee, Ecke Lederstraße. Tagesordnung: Die Beerdigung findet Sonntag, den 23., vormittags 11 Uhr, auf dem Rirdorfer Gemeinde Kirchhof, Rudowerstraße, statt. = Um stilles Beileid bittet 336 Die trauernde Witwe nebst Tochter. Am 19. d. M., nachts 12 Uhr, berschied nach kurzem Krantenlager mein lieber Mann, der Buchdrucker Ernst Gottschalk im 41. Bebensjahre. In tiefster Betrübnis Hojung Emma Gottschalf geb. Krug. Die Beerdigung findet am Sonn 99 Berlin". Sonntag, 23. b. M. früh 5 Uhr, Prenzlauer Thor nach Angermünde ( 77 Kilomet.). Mittags 1 Uhr: Start daselbst nach Bernau( 26 Sil.). Damen und Herren willtonimen. Hirschfleisch 30, 40, 50. Oderbruch. Gänse ausgeschlachtet. 65 u. 60, aud Gänseklein, Lebern und Liefen. Enten, Hühner, Tauben. 1. Bortrag des Kollegen Wiesenthal über: Konsumgenoffen: tag, den 23. b. M., nachmittags 3 uhr, A.Ritschl, Dresdenerstr.61. schaften. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. im Lokale des Herrn Stechert( Andreas Festfäle), Andreasstr. 21: Montag, 24. September, abends 8 1hr, im Gewerkschaftshaus, statt. Grosse öffentliche Drechsler- Versammlung für Berlin und Umgegend. Tagesordnung: 1. Bericht vom Baudrechsler Streit. 2. Unfer weiteres Vorgehen. 3. Diskussion und Beschlußfassung. Vollzähliges Erscheinen sämtlicher Kollegen erwünscht. 107/8 Der Einberufer. Achtung! Scute Freitag finden die Gewerbegerichtswahlen von 12 1hr mittags bis 9 Uhr abends statt. Wir ersuchen die wahlberechtigten Kollegen, von dem ihnen zustehenden Recht Gebrauch zu machen. Maler und Berufsgenossen! Sonntag, den 23. September, mittags 12 Uhr, bei Keller, Koppen- Straße 29: Große öffentliche Versammlung Engel Ufer 15: Versammlung aller in Accumulatoren- Fabriken beschäftigten Arbeiter. Tagesordnung: 1. Wie verbessern wir die Zustände in den Accumulatoren- Fabriken? Referent: Adolf Cohen. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen in obigen Versammlungen ersucht Die Ortsverwaltung. Metallarbeiter! Heute Freitag, den 21. September, von mittags 12 Uhr bis abends 9 Uhr, finden die Gewerbegerichtswahlen statt. Wir machen es hiermit, indem wir auf die Bekanntmachungen der Gewerkschaftskommission verstehenden Recht Gebrauch zu machen. Die Ortsverwaltung. 296 von der Leichenhalle des Bartholo mäus- Kirchhofs in Faltenberg aus Charlottenburg. M. Schmerberg[ 50182* Wilmersdorfer- Strasse 127, Uhrmacher und Goldarbeiter. Großes Lager von Uhren und Goldwaren zu äußerst billigen Preisen. Optische Artikel. Chrlöcher werden schmerzlosgestochen Die weltbekannte Bettfedern- fabrik GuftavLuftig, Berlins., Pringenftraße 46, versendet gegen Nachnahme garant.nene Bettfedern d. Pfd. 55 Pf., Hinefiche Halbbaunen d. Bfb. M.1,25, beffere Halbbaunen d. Pid. M. 1,75, vorzügliche Daunen d. Pfd. M. 2,85. Bon diesen Daunen genügen 3 bis 4 Pfund zum großen Oberbett. Berpadung frei. Preisl. u. Proben gratis. Biele Anerkennungsschr. Konsumverein Berlin Süd. 1107 ( Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht.) weisen, jebem wahlberechtigten Kollegen zur Pflicht, von dem ihm zu Freitag, den 28. September cr, abends 8 Uhr: Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter der Maler und verw. Berufsgen. Berlins u. Umgegend. montag, den 24. September, abends 8, Uhr, bei Herrn Graumann, Tages Ordnung: Unser neuer Lohntarif und wie gedenken wir denselben am besten durchzuführen? 125/ 8* Der Gehilfen- Ausschuß sowie der Vertrauensmann sind brieflich eingeladen. J. A.: F. Klein. Vergnügungs- Verein„ Formerbund Sonnabend, den 22. September, in Kellers Festsälen ( Inhaber Melchert), Bergstraße 68: und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Naunynstraße Nr. 27: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Weyl über: Das Reichs Seuchengesetz und die Mißstände in Strankenhäusern. 2. Diskussion. 3. Vereins An142/13 gelegenheiten. Um recht zahlreichen Besuch ersucht Der Vorstand. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß in Zukunft die Versammlungsanzeigen Sonntags bekannt gemacht werden. Bitte dieses zu beachten. ** 29. Stiftungsfelt.** Deforateur für ein feineres Möbelmagazin in Breslan. Aufang 8 thr. Herren 50 Pf. Damen 30 Pf.[ 277/ 3* Deforateur, der gleichzeitig perfekter Verfäufer sein muß, wird für ein 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzloses Zahn- feineres Möbelmagazin in Breslau zum sofortigen Antritt gesucht. Persön Zähne 2 M. ziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Tellz. wöchentl. 1 M. liche Vorstellung Donnerstag, den 20. und Freitag, den 21. 6. Mts., im Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 130. Sprechst. 9-7, Hotel Monopol, Berlin, Zimmer 111, zwischen 12 und 2 Uhr mittags.[ 35/10 Einsegnungs- Anzüge, Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Gardinenhaus Große Frankfurter: Straße 9, parterre. + 62* Gardinen- Specialgeschäft, Blumen: straße 8. Anerkannt vorzügliche Ein: faufsquelle für Gardinen, Stores, Rouleaux, Tüllbett- und Schmuc decken. 317* Betten, Steppdecken, spottbillig Leihhaus Neanderstraße 6. 1 General Versammlung im Lokal von Bickel, Hafenheide 52/53. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr( April- Juni) 1900. 2. Genehmigung der Bilanz und Entlastung des Vorstands. 3. Bericht des Aufsichtsrats. 4. Erfazwahl durch Auslosung und Amtsenthebung ausgeschiedener Aufsichtsratsmitglieder. 5. Verteilung des Reingewinns. Antrag Lenzen: " Allen Mitgliedern, auch solchen, welche ihr Guthaben noch nicht voll eingezahlt haben, die volle Dividende, und zwar erst vom 15. Dezember 1900 ab, auszuzahlen." 6. Anschluß an den Allgemeinen Verband der Erwerbs: und WirtschaftsGenossenschaften. 7. Verschiedenes. Nur Mitglieder haben Zutritt. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Bilanz liegt in der Verkaufsstelle Arndtstr. 5 zur geft. Einsicht det 277/4 geehrten Mitglieder aus. Der Vorstand. Paul Müller. Hugo Schmidt. Emil Welk.vi neueste Façons in blan und schwarz Kammgarn u. Cheviot Julius Lindenbaum, Große Frankfurterstraße Nr. 141, Ecke Fruchtstraße. Kleine Anzeigen. Schnellnäher Ringschiff, Adler, Bobbin ohne Anzahlung, wöchentlich Vermischte Anzeigen. 1 Mart. Postkarte Bandsberger, Landsbergerstraße 35, tein Laden. UrMietsgesuche. Suche 1. Oftober im Südosten alleinige Schlafstelle bei anständigen Leuten, Alfred Sachse, Lübecker: straße 17 IV. 206 Schlafstellen. Genoffe kann mit einwohnen Ulrich, W., Göbenstraße 9. ( 196* Schlafstelle für 2 Herren. Richter, Dresdenerstraße 130, Quergebäude parferre. +7 Arbeitsmarkt. Stellengesuche. fur die nächste Anzeigen Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, in der Hauptexpedition Beuthstr.3 bis 4 Uhr angenommen. 53980 200 Dachdecker auf Leiterrüstung wer: Trautmann, Schönebergerstr. 4. den verlangt. Bock, Stallschreiber: Baumbach n. Co., Oranienftr. 141. 276 Frydrychowicz, Grünstr. 4. straße 55. Mormorschleifer vert. Günther, Wübben, Wilhelmstr. 9. 306 Fritsche, Friedrichstr. 16. Müllerstraße 87. Bleistein, Friedrichstr. 16. Lehrlinge verlangt Gravieranſtalt Sperling, Friedrichstr. 16. Büttner, Fehrbellinerstraße 19a.[ 316 Gahl. Chauffeeftr. 6. Tüchtigen Verfitberer auf Kauten Winkler u. Co., Friedrichstr. 217. verlangt Goldleistenfabrik Aleran: Probst, Defianerstr. 6. brinenstraße 25. 326 Sömurken, Wilhelmstr. 133. Tüchtigen Grundterer verlangt Metschke, Zimmerstr. 94. +91 Nei, Litzowstr. 107/108. Prinzen Allee 7.8 Schoi, Kochstr. 73. Lehrling für Vergolderei gesucht. Lüderik u. Bauer, Mauerstr. 80. H. Birnich, Köpnickerstraße 73. Wittenburg, Wilhelmstr. 16. Lehrmädchen gesucht( nach Lehr: Weimann, Stegligerstr. 11. zeit dauernde Beschäftigung) von Bach, Scharrnstr. 18. Blumen und Federnfabrik Hartung Schneider u. Ziegler, Ritterstr. 45. u.Kriener, Kommandantenstraße 89, II. Boll. Georgenstr. 23. Engelmann, Nene Schönhauserstr. 2. Jakobi n. Ko., Poststr. 27. Weichert, Neue Königstr. 9. Winkelmann, Hausvoigteiplat 11a. Waterl. Verlagsanstalt, Johan niterstraße 6. Bitelmann, Stralauerstr. 11. Alte Jakobstr. 129. Thiele, Gr Lichterfelde. Bogt u. Sohn, Rochstr. 7. Möser, Stallschreiberstr. 34/35. 2. Barschall, Neue Friedrichstr. 37. A. Helmuth n. Co., Prinzenstr. 46. Diek. Oranienstr. 140. gan Unger, 48. Fahbender, Michaelfirchstr. 17 In der Möbeltischlerei von Boh, Charlottenburg. Zach u. Söhne, Markushof, Lochbaunt, Sebastianstr. 14. haben fämtliche Tischler wegen Lochbaum, Ritterstr. 26. Lohndifferenzen die Arbeit nieder: Bertinetti, Brunnenstr. 10, gelegt. Maak, Scharrnstr. 12. Im Arbeitsmarkt durch besonderen Druct hervorgehobene Anzeigen foften 40 Pf. pro Zeile Gaskocher! Sparsysteme. Zwei- Rechtsbureau Andreasstraße 63 loch 6,-, Dreiloch 10,-. Gasplätt:( neben Concordia). Gewissenhafter eisen, Schneider- Bügelapparate billig. Rechtsbeistand. 156 Gasheizöfen 7,- Wohlauer, WallnerRechtsschutz erteilt Gnadt, Rup 28596* theaterstraße 32. pinerstraße 41 [+ 70* Malstraftbier, blutbildend, für Violins, Mavier, Piston, Cellos Blutarme, Brustkranke, Schwächliche, Unterricht, monatlich 4 Mart, Oranien: Gewichtszunahme, beffere Gesichts: straße 118. farbe, überraschend, 14 Flaschen Buchbinder- Arbeit jeder 3 Mart, 1/16 Tonne 3,50 erflusive. 4b Remontoiruhren, goldene, Regu: Nicht Flaschenzahl, Qualität entfertigt Ferdinand Kleinert, W. Bülow: Latoren, spottbillig Leihhans Neander 23876 Ringler Straße 56, 2. Hof parterre. scheidet. Porterkellerei Straße 6. 33/ 6* Brunnenstraße 152. [ 85/1 Fahrräder repariert Bimmer, Teppiche, Gardinen, spottbillig 2832b Allerweltsfreund, magenstärken Andreasstraße 70. Leihhaus Neanderstraße 6. der, träftiger Specialliqueur, große Vereinszimmer frei. Ladewig, Teppiche mit 283* Farbenfehlern, Champagnerflasche inklusive 1,25 W.; Kommandantenstraße 65. Fabritniederlage Große Frankfurter alleiniger Fabrikant Ignaz Sello. Vereinszimmer empfiehlt Lier straße 9, parterre. + 62* Beste, billigste Bezugsquelle für Weine Alte Jakobstraße 119.[ 288K* Möbelverkauf zu soliden Preisen, und Spirituosen; alter- Nordhäuser Brunnen: Saal und Vereinzimmer empfiehlt auch Teilzahlung. Römer, Sebastian Liter 50 Pfennig 2c. [ 2068* Blinder Stuhlflechter bittet nm straße 81. 27056 straße 110( neben Straßenbahnbepot). Jannascht, Inselstraße 10. Filiale: [ 2868* : Kastanienallee 27. Festsaal, 500 Personen fassend, Arbeit. Stühle werden gut geflochten, Nußbaummöbel, ganze Wirtschaft, fie neu, spottbillig verfäuflich 3offener Einige Faß Achsmilch, Ankunft ficaße 38, I rechts. 287 Königsthor, billig abzugeben, Höchste Möbelverkauf. Kleidertpinden, straße 19. -+ 130 Vertifow, Tische, Spiegel, Bettstellen, Möbelverkauf. In meinen großen Sofas, Küchenmöbel billigst Sebastian: Möbel- Lagerräumen Linienstraße 37 Straße 70, I. 308* stehen viele Wohnungs- Einrichtungen, Vereinszimmer mit Pianino, Rubanmmöbel, ganze Wirtschaft verliehen gewesene und neue Aus( nen) umzugshalber spottbillig Garten stattungen, zum spoftbilligen Berkauf. 20-40 Personen, zu vergeben. Ditt: ftraße 32a, porn I lints. † 141* Für Brautleute sehr empfehlenswert. teher, Sedanstraße 71a in Schöne berg. Schlafsofa, reell gearbeitet, räuMuschelbettstellen, Betten, Vermungshalber spottbillig Stallschreiber schiedenes, sofort verkäuflich, Adalbert: straße 43, Laden. 28536* straße 62 of I. 35/12 Paneelsofa, Eckdestillation, altes gangbares Taschendiwan, Ruhesofa, Plüsch garnitur, Ausziehtisch, Kleider pind, Geschäft, Siz verschiedener Vereine Bertito, Schreibtisch, Bücherspind, und Bahstellen, ist zu verkaufen. Säulentrumeau, Buffett, Muschel: Näheres im Lofal von Aug. Lutterbettstelle, Küchenmöbel, Pianino, Gas: büse, Berlin O, Friedrich Starlstr. 11. tronen spottbillig. Landsbergerstr. 77, I. ( Alexanderplatz.) ( 326K Raufgelegenheit: Nähmaschinen sofort ohne An zahlung, wöchentlich 1,00, fünfjährige Garantie. Adler, Bobbin, Schnell: näher, Ringschiff. Schnellste Lieferung nach allen Stadtteilen. Frize, Turm firaße 39, Nähmaschinengeschäft. Knabenanzüge, Baletots, Mädchen: fleider, Mäntel billig zu verlaufen. Hoffmann, Veteranenstraße 14.[ 328K* vier renovierte Bereinszimmer( Eufi diefelben werden abgeholt und zurüd: Achtung! Hutmacher! Chriftlicher Zeitschriften- Berein, rein), Vereinen und Gesellschaften geliefert. Gläser, Mulackstraße 27. bestens empfohlen. Wernau, Schwedter straße 23/24. + 52* Vereinszimmer Simeonstraße 23 lid. 229K* * Stellenangebote. Züchtige Ladierer( Abseger) ver: + 132* Die Wertstelle von D. Hoffmann, Blumenstraße 30, ift gesperrt. Zuzug ist fernzuhalten. 86/ 4* Die Ortsverwaltung. ( Filiale Berlin.) Pitt langt Berlin- Charlottenburger Stra: Achtung! Tischler! andauerftr. Benbahn, Spreestraße 43. Vereinszimmer frei, schreiberstraße 21.. 105/9 Stall 256 Vermietungen. 00.08 Zimmer. Umzugshalber sehr billig Muschelspind 28, Bücherspind, Konditortische, Freundlich möbliertes Zimmer für Hängelampen, Schlafsofa, Stehpult, Drehseffel, Cylinderbureau, mahagoni 2 Herren sofort zu vermieten Forster: Regulator 10, Geschäftsspiegel 20, straße 54, Quergebäude III, bei Taschensofa, Anflamerstraße 20, Laden. Witwe Rosenthal. Vorjährige elegante Herren- Winter: Möbliertes freundliches Border paletots und Anzüge aus feinsten zimmer, zweifenftrig, an einen oder Stoffen 25-40 Mart. Verlauf Sonn- zwei Herren zum 1. Oftober zu verabend und Sonntag. Versandhaus mieten. Jacobey, Hochstraße 33, Germania, Unter den Linden 21 II. vorn III. 29086* Sattler auf Musterkoffer verlangt Kommandantenstraße 33. 6b Lehrling sucht Hand- und Preß vergolde- Anstalt, Buchbinderei, Fahroe, Mauerstraße 85. ( 16* Klempnerlehrling verlangtStange, 318* Oppelnerstraße 48. Lehrling mit vorzüglichen Zeichen: Chro Zuzug fernhalten! Achtung! Buchbinder! tenniniſſen verlangt 1. Oftober Gro: Falzerinnen etc.! molithographisches Atelier Soldiner ftraße 112 II. +91 Einen älteren Töpfer, welcher Zuzug ist streng fernzuhalten Nebenverdienst hat, braucht zeitweise Scharnow, Golzstraße 30. Etuis- Arbeiter. A Folgende Wertstuben sind gesperrt: Weber. Tinius. Kann. Weißenborn. A 216 nach folgenden Werkstuben: 226 Glasbeleger und Bursche 14 per langt Auch, Blumenstraße 32. Gekröpfte Rahmenarbeiter nach Kreissäge Prinzenstraße 99. Schriftmaler dauernd verlangt Niefch, Alte Jakobstraße 25. 285* 246 Schneemelcher, Oranienstr. 101/102. Ridmann, Wilhelmstr. 121. Wuttig, Alexandrinenſtr. 48. Schubert, Wilhelmftr. 121. Kämmerer, Kochstr. 70/71. Thomas, Martgrafenstr. 88. Föhrenbacher. Strife, an Jatisch. Block. Herms. Neichpietsch. Jbiete edon ol 1911 Die Lohnkommission.A Berantwortlicher Redacteur: Heinrich Ströbel in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glode in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin.