Nr. 11. A Grscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mt, wöchentlich 28 Pfg fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage ,, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Gingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 fg Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Bormittags geöffnet. Eern sprech- Anschluk: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Der internationale Tozialistische Arbeiterkongres von 1893. Donnerstag, den 14. Januar 1892. Expedition: Beuth- Straße 3. stand des Gewerkschaftsbundes hatte bereits ein provisorisches Terrorismus der Arbeiter" unter dem die Unternehmer Budget aufgestellt und zugleich auf Mittel und Wege Be- zu leiden haben, vortrugen und besonders Herr dacht genommen, die nöthigen Summen aufzubringen. Sein Röside befand sich in der Rolle des Wolfes, dem bas Vorschlag, zu diesem Zwecke Marken herstellen und durch Lamm das Wasser getrübt hatte, ganz in seinem Elemente. die verschiedenen Arbeitervereine unseres Landes vertreiben Sekundirt wurde den Herren Unternehmern vom Bundes rathstisch aus durch den Staatssekretär von Bötticher. Luzern stattgehabte Delegirtenversammlung des Grütlivereins komitee's des Kongresses wurde ebenfalls einstimmig be- einen Zuruf die Erklärung unseres Genoffers Bebel Nachdem sowohl die Ende Oktober letzten Jahres in zu lassen, fand allgemeine Zustimmung. In Betreff der Zusammensetzung des Organisations- Dieser Her: Minister, welcher schon vor Jahren durch als der Ende November in Olten versammelte sozial- schlossen, je 5 in Zürich wohnende Mitglieder jedes der drei bestätigte, daß die Herren oom Bundesrathe eigentlich nur demokratische Parteitag ihren Komitee's den Auftrag ertheilt, Zentralverbände in dasselbe zu wählen, und am Ende dieser die Kommis der herrschenden Klasse, als der Bourgoist, gemeinschaftlich mit dem Gewerkschaftsbund die Vor- Woche werden sich diese 15 Wann tonstituiren, um sich dann seier, er fand gestern es durchaus in der Ordnung, daß bereitungen zum internationalen Kongreß des Jahres 1893 sofort den Genossen des In- und Auslandes durch einen in Staatsbetrieben sozialdemocratische Arbeiter ausgeschlossen beförderlichst in die Hand zu nehmen, hat der Vorstand Aufruf vorzustellen. Aus den betreffenden Namen wird find. Das wäre tein Boykott, sondern nur di. Ausübung des Gewerkschaftsbundes in den letzten Tagen des ab- man ersehen, daß die Organisation des nächsten internatio- des legalen Rechtes, das jedem Unternehmer also auch L.. gelaufenen Jahres die beiden Komitee's auf heute Vormittag nalen Arbeiterfongresses in zuverlässigen Händen liegt, welche Staatsbetrieben, zusteht: fich die Arbeiter auszuwähle, zu einer Konferenz nach Zürich eingeladen, um die ein volle Garantie bieten für tüchtige, gewissenhafte Arbeit. leitenden Schritte zur Organisation des nächstjährigen interwelche ihnen am besten zusagten. Diese vom Bundesraty nationalen sozialistischen Arbeiterkongresses zu thun. In dieser Konferenz ergab sich eine höchst erfreuliche Uebereinstimmung der Ansichten über das, was zunächst zu thun sei. Was schließlich die Ausführung des Beschlusses des tisch us proklamirre Verfolgung der Meinungs- und NeberBrüsseler Kongresses, betreffend das internationale Arbeiter zeugungsfreiheit durch das Mittel der Hungerpeitsch. ersekretariat, betrifft, so wurde, wiederum einstimmig, der schreckte besonders den Abgeordneten Schrader, in dessen Bundesvorstand des Gewerkschaftsbundes, resp. der Sekretär Harmoniepfeife es einen unangenehmen Klang bringt, wenn desselben, bis auf Weiteres mit dieser Mission betraut. der Vertreter der rheinisch- westfälischen Eisenindustri, Endlich benutzte man den günstigen Anlaß noch dazu, Herr Möller, brutal, aber den Thatsachen entsprechend eine einheitliche Organisation der diesjährigen Mai- erklärt: mir befinden uns mit den demonstration zu inszeniren, um einen möglichst imposanten Arbeitern im Krieg und im Krieg sind alle Mittel den organisirten Verlauf und nachhaltigen Erfolg derselben zu sichern. Mit erlaubt. der Ausführung der hierzu gehörigen Anordnungen wurden fich mit seinen Berufsgenossen zur Wahrung seiner Klassen Der Arbeiter, welcher sich herausnimmt, die Berner betraut, deren vor einem und zwei Jahren be- intereffen zu vereinigen und durch Streiks oder ähnlich. wiesene Energie uns für einen träftigen und geschickten Mittel den Unternehmerprofit zu schmälern, der muß durch Bollzug bürgt. Stockprügel auf den Magen zur Raison gebracht werden. Schweizer in der That, wie wir sowohl in Paris als in Land getrieben, gleichgiltig was aus ihm und seiner Familie Unsere Genossen mögen daraus ersehen, daß wir Ueber ihn die Hungeracht, fried- und brotlo wird er durch's Brüssel je und je einheitlich aufgetreten, auch bei der wird. Der am Profit geschädigte Unternehmer, nach dcm Organisation des nächstjährigen Kongresses einträchtig zu- Herzen Möllers, kennt kein Erbarmen, dem sind alle Mitte! sammen zu arbeiten gewillt sind, um soviel an uns liegt, recht, welche dazu dienen, die Arbeiter zu Paaren zu treiben. treu mitzuwirken an der endlichen Befreiung der Völker Herr v. Bötticher aber setzte unter Möller's Ausführungen aus der Sklaverei des Kapitalismus. seinen Stempel. St. Gallen, 11. Januar 1892. Paul Brandt. Was den Kongreßort betrifft, so war man einstimmig für Zürich. Die Berner Genossen insbesondere erklärten, daß sie nie daran gedacht hätten, mit Zürich ernstlich konfurriren zu wollen. Es ist freilich richtig, daß, wie Bern eine spezifisch schweizerische Stadt ist, so auch die dortige stattliche Arbeiterbewegung einen durchaus schweizerischen Charakter hat, und insofern wäre es gewiß für unsere aus ländischen Genossen von Interesse gewesen, auf Berner Boden zum nächsten internationalen Proletarier- Parlament zufammenzutreten. Auch der Umstand, daß Bern als Bundesstadt und Sitz der Bundesbehörden( inkl. General anwalt) die beste Gelegenheit geboten hätte, den leitenden Kreisen unseres Landes die rothen Revoluzzer" einmal in Bern zu zeigen, hätte zu Gunsten dieses Ortes ins Gewicht fallen tönnen. Allein alle praktischen Momente- und auf die tommt es in dieser Frage ja allein an- sprachen für Zürich, das nun einmal nicht bloß in der Schweiz, sondern in ganz Europa als Vorort der Demokratie gilt, vielen unserer Genoffen aus allen Ländern aus ihren Lehr- und( freiwilligen oder unfreiwilligen) Wanderjahren persönlich befannt und lieb ist, die stärkste Arbeiterbewegung unseres Landes beſitzt, einen durchaus internationalen Charakter politische Ueberlicht. trägt und über die meisten Kräfte verfügt, die nun einmal nöthig sind, um einen internationalen Kongreß richtig zu organisiren und durchzuführen. Wenn wir unsere Genossen Wer hat angefangen?" Das war die Frage, darum nach Zürich einladen, so verbinden wir damit zugleich welche heute im Reichstage die Diskussion beherrschte. den Gedanken der Revanche für das gegen den s. 3. nach und zwar handelte es sich darum, von welcher Seite in Zürich einberufenen internationalen Kongreß erlassene Berbot Deutschland der Boykott als Kampfesmittel in die politische und beweisen so unseren Gesinnungsgenossen von nah und Bewegung eingeführt wurde. Von den Bourgeois fern, daß jene Zeiten vorbei sind und unsere Ideen seither Abgeordneten und zwar speziell von den Herren Dr. Hart also auch in der Schweiz Fortschritte gemacht haben. mann, dem Brauereidirektor Rösicke und dem Fabrikanten Und da das Sprichwort sagt: Kein Geld, kein Möller, wurde natürlich behauptet, daß die sozialSchweizer, haben wir auch gleich an die Beschaffung der demokratischen Arbeiter das Karnickel gewesen seien. Es Geldmittel gedacht, die so ein Kongreß verlangt. Der Vor- waren wahre Räubergeschichten, welche die Herren über den Feuilleton. Rachorud verboten.] ( 11 Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. " Faule Ausreden, die kennen wir schon. Wenn die Berlin, den 13. Januar. Dr. Raffmaus war durchaus keine abstoßende Persönlichkeit, sein volles, etwas geröthetes Gesicht verrieth eher Wohlwollen; nur die Augen, soweit sie nicht von der goldenen Brille verdeckt wurden, hatten einen beinahe unangenehm schlauen Blick. Der Körper war klein, etwas unterfeit, zu dick für die dünnen Beine, obgleich die sorgfam gepflegte Toilette dieses Mißverhältniß möglichst zu verdecken geeignet war. Gekleidet ging er selbst in seiner Expedition elegant und nie ohne weiße Weste. Was ist das für ein Lärmen in meiner Expedition, Herr" Muffelich", rief er mit ziemlicher Würve. Herr Musselich erhob sich ehrerbietig und bemerkte, auf Leute im Loch fizen, geben sie jedesmal himmlisch schöne Versprechungen. Wenn man sie aber herausläßt, denken sie die Frau deutend: nicht mehr darau und lachen womöglich den dummen Gläubiger| noch obendrein aus." " Serr, das kann nicht auf uns gehen; zwanzig Jahre lang haben wir uns ehrlich durchgeschlagen und sind keinem Menschen etwas schuldig geblieben, bis das Unglück. Diese Frau will sich nicht bedeuten lassen, Herr Doktor, daß ihr Mann, der Schuhmachermeister Draht, so lange in Wechsel haft verbleiben muß, bis er bezahlt hat; sie erlaubt sich sogar ganz ungeziemende Ausfälle auf unser Rechtsverfahren und die verehrliche Gerechtigkeit." Ich sage Euch nun nochmals, Fran Draht, das Alles geht uns gar nichts an, und wenn Ihr fein Geld " Ja, liebe Frau," bemerkte Raffmaus mit wohlwollenhabt, so laßt der Gerechtigkeit ihren Lauf!"" dem Tone, da kann Ihnen nun Niemand helfen. Wenn das Weib mit gellender „ Der Gerechtigkeit?" schrie aber da mit einem Male Sie nicht Zahlung leisten können, so muß Ihr Mann in Gerechtigkeit, wenn man einen armen" alten Bürger, der der Sache ganz ohne eigenen Willen, wir haben genaue einer fleinen uld seiner Familie und seinem Geschäfte| fich sein Lebtag in redlicher Arbeit abgeradert hat, vegen Inſtruktionen vom Gläubiger." leiden läßt? Schöne Gerechtigkeit das!" Von sozialdemokratischer Seite wurde die Sache der Arbeiter von den Abgeordneten Frohme, Wurm, Bebel and Dreesbach in ausgezeichneter Weise geführt. Besonders die Ausführungen Dreesbach's, welcher die von Möller über den badischen Fabrikinspektor Wörrishofer vorgetragenen Legen den, durch Darlegung des wirklichen Sachverhaltes grausam zerstörte waren den Herren vom Kartell sehr unangenehm. Die Herren von den staatserhaltenden Parteien" waren schließlich ersichtlich froh, daß die Uhr 6 geworden war und die Debatte geschlossen werden mußte. die Einsetzung einer Kommission für Arbeitsstatistik anErwähnt sei noch, daß der Staatssekretär von Böttiche fündigte, welche aus Vertretern der Regierung, des Reich tags und Gewerbetreibenden, Unternehmern wie Arbeitern, zusammengesezt sein soll. Die Kommission soll vor allem über die Lohn- und Arbeitsverhältnisse den Thatsachen entsprechen des Material sammeln. Diese Absicht der Regierung fand allseitige Zustimmung. fönnte, wäre, daß ich an den Lederhän dler schreiben ließe. Aber ich kenne ihn, er wird nichts davon hören wollen, und es entstehen Ihnen dadurch nur neue Kosten." " Aber ich und meine Kinder müssen inzwischen Hunger leiden." Da wenden Sie sich an die Armenbehörde und stellen der Ihre Lage vor. Ich selbst will Ihnen eine Empfehlung mitgeben lassen." rüstet." Armenbehörde! Als Bettler erscheinen, da mein Armenbehörde?!" schrie die Frau nun erst recht entMann noch arbeiten kann, wenn er nur dürfte? Nein, Herr Doktor, das soll uns nicht nachgesagt werden. Ich unsere armen Kinder hernehmen soll, aber das soll uns nicht weiß noch nicht, wo ich für die nächste Zeit ein Stück Brot für nachgesagt werden, die Schande wollen wir nicht auf unseren armen Vater bringen. Lieber wollen wir einmal hungern, und Gott wird weiter helfen." Arme Frau," sagte hinzutretend der Landmann, der bis dahin ein stummer Augenzeuge dieses Auftritts gewesen war, Ihr trauriges Schicksal flößt mir die innigste Theilnahme ein. Ich selbst bin jezt in bedrängter Lage, aber ich sehe, Lebensmittel mit in die Stadt gebracht zum Verkauf, davon sollen Sie etwas für die Ihrigen umsonst haben, und Gott Aber unser Geschäft geht dabei zu Grunde und wir wird weiter helfen." werden durch solch rücksichtsloses Verfahren erst recht in die Der Landmann und die Frau des in Wechselhaft ge= Unmöglichkeit versetzt, die Schuld jemals zu bezahlen, gehaltenen Meisters Draht gingen ohne Gruß davon. Infolge des Schreiens der Frau waren nicht nur die schweige denn die himmelschreienden Kosten. Der Gläubiger beiden Rechtstandidaten auf der Schwelle erschienen, es wirft dabei blos fein gutes Geld zum schlechten, denn das ließ das Wort„ Bettelſtola" fallen, worauf er sich wieder in Dr. Raffmaus zog die Augenbrauen in die Höhe und öffnete sich auch die Thür zum Kabinet des Prinzipals und können wir ja im Leben nicht erschwingen." fein Kabinet zurückzog. Herr Raffmaus erschien selbst in Begleitung des LandDas ist Alles recht wohl möglich, aber an uns liegt die Schuld nicht. Das Einzige, was ich bei der Sache thun mannes. Numero Zwei für heute," murmelte es wieder vom Fenster her. Nach den im Reichs- Versicherungsamt angefertigten| anstalteten Erhebung, aufstellen lassen. Die folgenden| kann den beschwindelten Bauhandwerkern nur wenig Zusammenstellingen, welche auf den von den Vorständen Reihen stellen den Altersaufbau der männlichen Bevölkerung helfen. der Invaliditäts- und Altersversicherungs- Anstalten und der Desterreichs einerseits und denjenigen der 57 867 Individuen Und der König absolut, wenn er unfern Willen vom Bundesrath zugelassenen besonderen Raffeneinrichtungen zählenden männlichen Fabrikarbeiter- Bevölkerung des Reichen- thut!" Das Sprüchlein gilt noch heute für die konfer gemachten Angaben beruhen, betrug am Schluß des berger Kammerbezirks andererseits dar. Zum Ausgangs- pative und auch deren Anhängsel, die nationalliberale ersten Jahres seit dem Jukrafttreten des Inva punkte sind die Angehörigen der Altersklasse 16-20 Jahre Partei. Das Disziplinarverfahren gegen den Grafen liditäts- und Altersversicherungsgesetzes gewählt worden. In der fünften Kolonne findet sich noch Limburg- Stirum, der durch Dick und Dünn mit Bismarc ( Ende Dezember 1891) die Zahl der erhobenen Ansprüche der durchschnittliche Wochenverdienst der Stücklohnarbeiter ging und jede Maßregel Bismard's so bewebelte, als wenn auf Bewilligung von Altersrenten bei den 31 Ju- der nebenstehenden Altersklassen. Auch diese bringt ja die er an ihm, wenn auch blos von hinten, angewachsen wäre, validitäts- und Altersversicherungs- Anstalten und den acht abnehmende Leistungsfähigkeit der Arbeiter genau zum ber den Standpunkt vertrat, daß der Beamte im und außer Raffeneinrichtungen 173 668. dem Dienste sich nicht bloß jeder Opposition zu enthalten, sondern jede Regierungsmaßregel zu unterstützen habe bas Disziplinarverfahren gegen diesen Grafen revolutionirt Konservative wie Nationalliberale. Von diesen wurden 132 917 Rentenansprüche anerkannt, 30 534 zurückgewiesen und 7102 als unerledigt auf den Monat Januar 1892 übernommen, während die übrigen 3115 Anträge auf andere Weise ihre Erledigung gefunden haben. M Von den erhobenen Ansprüchen entfallen auf Schlesien 19 337, Ostpreußen 16 838, Brandenburg 13 332, Rheinproving 11 750, Hannover 10 159, Sachsen Anhalt 9289, Bosen 8327, Schleswig- Holstein 6922, Westfalen 6721, Bommern 6095, Westpreußen 6074, Hessen- Nassau 3733 und Berlin 1859. Ausdrucke: Jahre Männliche Bevölkerung Desterreichs in% co Männliche Fabrifarbeiter Nordböhmens in% 0 Die neben stehenden AltersWochenverdienst der männlichen StücklohnArbeiter tlaffen b. Fabrit Durchschnittl. arbeiter zählen mehr(+) oder weniger(-) Angehörige, als diejenigen d. übrig. Bevölkerung 11. 16-20 1000,0 1000,0 4,62 21-25 931,1 880,9 50,2 6,00 26-30 784,3 968,0 +184,0 6,87 31-35 726,4 724,9 1,0 7,25 36-40 684,1 638,1 46,0 7,10 41-45 628,5 472,6 -115,9 7,07 46-50 526,9 395,2 -131,7 6,61 51-55 Braun455,5 274,5 -181,0 6,39 56-60 391,1 184,1 -207,0 6,18 61--65 334,6 118,4 -216,2 66-70 228,2 236,8 57,8 28,7 -165,8 -208,1 6,02 5,31 3,64 Auf die acht Anstalten des Königreichs Bayern kommen 17 638 Altersrenten- Ansprüche, auf das Königreich Sachsen 7381, auf Württemberg 3935, Baden 3248, Groß herzogthum Hessen 3153, beide Mecklenburg 3571, Thüringische Staaten 3702, Oldenburg 593, schweig 1253, Hansestädte 1105, Elsaß- Lothringen 5349 und auf die acht zugelassenen Kasseneinrichtungen insgesammt 2304. Von den sämmtlichen Ansprüchen find 168 070 in den elf ersten Monaten des Jahres, 5598 im Laufe des Monats Dezember erhoben worden. über 70 Der Reichskanzler wandelt einfach die Pfade Bismard's, höchstens in etwas anständigerer Weise. Wo Bismarck unter Beamten irgend einen Widerstrebenden fand, da waren nicht blos dessen Tage gezählt, sondern die ganze Bismarckpresse, Norddeutsche" wie Kölnische", entledigte ganze WagenLadungen von Mistjauche über denselben. Dem Reichstage ist vom Reichskanzler eine Uebersicht der Ausnahmetarife deutscher Eisenbahnverwaltungen zugegangen, welche dazu bestimmt sind, die Ausfuhr deutscher Kohlen oder den Wettbewerb inländischer Kohlen mit ausländischen Kohlen zu bes günstigen. Dieses System der Begünstigung und Unterstützung der Kohlenausfuhr ermöglicht es den Grubenbesitzern in Deutschen Reich die Preise in die Höhe zu schrauben, indem sie bei zunehmenden Kohlenvorräthen dieselben nach dem Auslande schaffen und sie dort, wenn auch zu bedeutend billigeren Preisen, verkaufen. Die deutschen Konsumenten wer den so doppelt geschädigt, einmal dadurch, daß sie die hohen Rohlenpreise zahlen müssen, dann aber auch dadurch, daß unsere Industrien mit theuererem Heizmaterial arbeiten müssen, während ihren Konkurrenten im Auslande die Kohle aus Deutschland zu bedeutend geringerem Preise zu geführt wird. Das ist weise Wirthschaftss politit! Das ist der Schuh der nationalen Arbeit! Sieht man von den für den vorliegenden Zweck beTanglosen jüngeren Altersklassen ab, so zeigt nur die Altersflaffe 31-35 Jahre der Arbeiterbevölkerung eine mit der Ueber die Abnahme der Arbeitskraft macht Pro- übrigen Bevölkerung übereinstimmende Besetzung. In dieser fessor Heinrich Herkner im„ Sozialpolitischen Zentral Altersklasse vermag der Arbeiter auch am meisten zu leisten. blatt) interessante Mittheilungen. Es lagen ihnen zwei Die Stücklohuverdienste, welche die Leistungen ja getreu absozialstatistische Untersuchungen aus jüngster Zeit zu Grunde. spiegeln, stellen sich hier am höchsten. Mit dem 35. Jahre Die eine Untersuchung ist vom badischen Fabrikinspektorate aber nimmt die Besetzung der Altersklaffen bei den Arbeitern internommen worden und erstreckt sich auf 8375 männliche ebenso wie deren Verdienst rasch ab. Nehmen wir an, daß Fabrikarbeiter der Mannheimer Großindustrie. Einen die Sterblichkeit der Arbeiter mit derjenigen der übrigen Der Entvölkerung des platten Landes zu wehren, Schluß in Betreff der Abnahme der Leistungsfähigkeit kann Bevölkerung übereinstimme eine Annahme, die freilich zu man in der Weise ziehen, daß man den Altersaufbau dieser günstig ist so würden auch in Nordböhmen, da Aue hat die Deutsche volkswirthschaftliche Korrespondenz" allerlei humanitäre" Vorschläge in petto. Arbeiter vergleicht mit demjenigen der übrigen Bevölkerung. wanderung oder Uebergang zu anderen Beschäftigungen Nimmt man auf beiden Seiten die Altersklaffe von 20 bis wenig in Betracht kommt, von den Arbeitern im Alter von empfiehlt sie, die Frauen erwerbsfähiger für das landwirth 40 Jahren zum Ausgangspunkte, so ergeben sich folgende 41-50 Jahren bereits ein Viertel, son denjenigen im schaftliche Gewerbe zu machen, indem man sie durch die Verhältnißzahlen: Alter von 51-60 Jahren nahezu die Hälfte ihre Stellung Begründung von Kleinkinder- Bewahranstalten u. A. ent in der Fabrik bereits verloren haben. Auch hier trifft der aftet. Eine Entlastung der Mutter nennt diese Ausspruch der badischen Aufsichtsbeamten zu:" Die Arbeiter Korrespondenz ihre Belastung mit der Frohnarbeit am werden im Allgemeinen rasch alt." Pfluge. Bei der Entlastung der Mutter mag jener Mannheimer Großherzogthum Fabrikarbeiter pCt. p@ t. 20-40 Jahre alt 40-50 50-60 über 60 100 100 42,1 " 19,7 29,6 OP " 30,8 " " 8,9 2,4 " So Von den Bevölkerungsstatistikern wird bekanntlich großer Schreiber wohl an die Weiber der Bourgeoisie und des Werth darauf gelegt, daß innerhalb einer Nation die Be- Junkerthums gebacht haben, die sich der Sorge um ihre fegung der produktiven" Altersklaffen eine vergleichsweise Kinder, deren Pflege fie fremden, gemietheten PerEs erhellt demnach, daß im Alter von 40-50 Jahren starke fei. Das Verhältniß zwischen den produktiven und fonen übergeben, entlasten, um ihren Lüften und nur noch etwa die Hälfte der Arbeiter sich in der Fabrik Uebrige gleichgesetzt um so ungünstiger werden, je rascher fehlen die Worte für eine passende Bezeichnung, ist es, von nicht produktiven Angehörigen eines Boltes muß aber alles üppigen Neigungen nachzugehen. Aber etwas start, uns befindet; mit dem 50. Lebensjahre und darüber ist sogar die Abnugung der Arbeitskraft in den jüngeren Altersklassen einer Entlastung der Mitter zu reden, um fie womög die ganz überwiegende Mehrheit der Arbeiter aus der Fabrit vor sich geht. So dürfte es denn auch schon vom rein lich neben dem Ochsen an den Pflug zu ſpannen. ausgeschieden. Das Ausscheiden aus der Fabrik kann verwirthschaftlichen Standpunkte aus gerechtfertigt erscheinen, Vor allem aber sei, so predigt die Korrespondenz", schiedene Ursachen haben. Die Arbeiter können aus daß durch Einschränkung der Arbeißzeit und der ländliche Arbeitgeber in die Lage zu sehen, daß jeder gewandert oder zu anderen nicht in das Beobachtungsgebiet Erhöhung des 2ohnes der jetzt erschreckend schnelle Sandwirth- womit selbstverständlich der Großgrundfallenden Beschäftigungen übergegangen sein. Nach Auſicht Berfall der Arbeitskräfte aufgehalten oder verlangsamt besitzer gemeint ist- so geftellt werde, daß er die Wittel Ses Berichterstatters dürfte aber das Ausscheiden aus diesen Gründen in beträchtlichem Umfange nicht anzuTage. würde. M besige, seinen Arbeitern eine behagliche Existenz zu schaffen. Die„ Korrespondenz" bedauert daher die Ermäßigung der nehmen sein. Man muß vielmehr daraus schließen, daß Eine Petition, betreffend das Vorrecht der Bau- Kornzölle. Wenn aber die Kornzölle so hoch sein sollen, daß entweder die Sterblichkeit der Fabrikarbeiter weit höher ist handwerker für ihre Bauforderungen, wurde vom Bor- die Gutsbesitzer aus freien Stücken den Arbeitern eine behag als diejenige der übrigen Bevölkerung, oder aber, daß ein fizenden des Bundes für Bodenbesitz Reform, Herrn liche Existenz schaffen, so könnten sie auf das zehnfache erhöht großer Theil der Arbeiter bereits in frühen Jahren wegen Freese, dem Staatssekretär des Reichs Justizamts per- werden. Und wenn den Besizern Milliarden vom Staate zu weitgehender Abnutzung der Arbeitskraft durch jüngere, fönlich überreicht. Der Staatssekretär erklärte, daß eine geschenkt würden, die doch auch nur den Arbeitern ent Leistungsfähigere Elemente ersetzt wird. In jedem Falle eingehende Prüfung des in der Petition enthaltenen Gesetz nommen sind, so würde den Arbeitern damit noch um nichts aber liegt die rasche Abnahme der Arbeitskraft klar zu entwurfs und der Begründung erfolgen solle. Bei Be- geholfen werden, oder vielleicht nur so weit, daß die Gutssprechting des Gegenstandes ergab sich, daß die meisten befizer ihnen die Korke der von ihnen geleerten ChampagnerNoch werthvoller sind die Berechnungen, welche sich auf deutschen Regierungen auf Anfrage sich gegen jedes Ein- flaschen zu Theil werden ließen. Mögen die Gutsbesitzer Grund der Nordböhmischen Arbeiterstatistit", einer von tragungsrecht der Handwerker, selbst in der bisher vom ihren Arbeitern anständigen Lohn und anständige Be der Reichenberger Handels- und Gewerbekammer ver- Allgemeinen Landrecht gewährten unzulänglichen Form, d. h. handlung zu Theil werden lassen, dann wird es ihnen nicht an hinter sämmtlichen eingetragenen Hypotheken, ausgesprochen Arbeitern fehlen, sind sie das nicht im Stande, dann mögen "" Sozialpolitisches Zentralblatt", Herausgeber Dr. Heinrich haben. Nur wenige Regierungen, darunter die preußische, sie ihre Befizung aufgeben. Die Gesellschaft hat gewiß kein Braun, erscheint seit Neujahr im Verlage von J. Guttentag in Berlin, Wir kommen auf diese Wochenschrift, von der die seien für dieses bisherige Recht eingetreten. Der Staats- Interesse daran, einer Masse bankrotter Gutsbesizer zu beiden ersten Nummern bereits erschienen sind, noch des Näheren sekretär erklärte sich bereit, nach Prüfung der Petition eine einer Existenz der Schlemmerei und Verschwendung zu ver zu sprechen, und können sie jest bereits all Denen, welche sich Abordnung von Bauhandwerkern zu empfangen. Das Recht, helfen und die Einkünfte der reichen Majoratsherren und fozialwissenschaftlich unterrichten wollen, empfehlen. hinter sämmtlichen Hypotheken eingetragen zu werden, Herrschaftsbesitzer noch mehr zu erhöhen. Diesmal begnügte sich Herr Musselich, einen Blick voller Gift nach dem Schreiber zu werfen, der indessen gar feine Notiz davon nahm. Und abermals klopfte es an die Thür und ein Mann trat herein, der schon durch sein zuversichtliches, geschäft legenheit kommen, zumal ich so viel schon an Kostenvorschuß geleistet habe." Herr Mandel wird schon bezahlen," tröstete der Und wenn er nicht bezahit?" Advokat. " Ich sage Thuen ja, daß ich mich nicht mit dergleichen befasse." Also für ein Geschäft, für welches sie mich veranlassen wollen, immer neue Summen zu verwenden, mögen Sie selbst nicht den vierten Theil des Betrages aufwenden? liches Auftreten bekundete, daß er nicht als Bittsteller Es ist kaum zu glauben; so ein Mann legt sich beim Das ist eine schöne Geschichte, da kann man zu etwas Bankrott immer ein hübsches Sümmchen heimlich zurück, kommen. Ich danke für einen derartigen Rechtsbeistand." wovon er schließlich gern bezahlt, um seine Freiheit wieder" Herr Falt, mäßigen Sie sich in Ihren Aeußerungen zu erlangen." fäme. Mein Name ist Falt," bemerkte er, und ich wünsche den Herrn Doktor selbst zu sprechen." Muffelich kannte seine Leute; er trug deshalb auch tein Bedenken, den Ankömmling nach dem Kabinette zu weisen, dessen Thür der Herr Prinzipal jedenfalls im Unmuthe offen gelassen hatte. " Guten Morgen, Herr Doktor," rief der neue Besucher brinnen mit zuversichtlicher Stimme. " Ah, der Herr Falt," lautete die freundliche Antwort. Nehmen Sie gefälligst Platz. Was verschafft mir denn das Bergnügen?" Sie wissen, Herr Doktor, daß wir den Kaufmann Mandel schon seit sieben Wochen im Wechselarrest sitzen haben. Das kostet sehr viel Geld, und morgen ist schon wieder eine neue Einzahlung nöthig." Samen, der eine goldene Ernte bringen wird," meinte ter Advokat mit salbungsvollem Tone. " Ich zweifle jetzt daran; die Sache dauert schon zu lange, und ich verblute mich, da ich selbst nicht sehr bemittelt bin." Jeder Tag bringt Sie Ihrem Ziele näher." hier in meinem Lokale. Es steht Ihnen vollkommen frei, Ich wenigstens So fagten Sie mir im Anfange, obwohl ich Bedenken einen anderen Sachwalter anzunehmen. trug," gegen einen ruinirten Mann auf Wechselhaft anzu- muß nach solchen Bemerkungen auf diese Ehre verzichten." tragen. Ich habe mich in der Zwischenzeit erkundigt und" Jawohl, nachdem man die Zitrone ausgepreßt, wirft von vielen Seiten die Versicherung erhalten, daß der Mann man sie weg. Das ist so der Lauf der Welt gewesen." in der That ehrlich sein soll und nichts heimlich bei Seite gebracht hat, so daß er wahrscheinlich ganz und gar außer Stande ist, den Wechsel einzulösen und die Kosten zu bezahlen. In diesem Falle hätte ich dann nur mein gutes Geld dem verlorenen nachgeschickt und komme schließlich selbst in Verlegenheit." " Ich habe Ihnen damals nach bester Ueberzeugung gerathen," erividerte der Advokat achselzuckend. " Wir sind nunmehr fertig miteinander, Herr Falt." " Fertig? nein, ich erwarte, daß Sie nunmehr von Herrn Mandel ein Atzept über den Betrag der Kosten und Ihrer Gebühren einziehen und sodann auf seine Entlassung aus der Wechselhaft antragen." Lassen Sie das von Jemandem thun, dem Sie von nun an Ihr schätzbares Vertrauen zuwenden. Ich, wie ge sagt, verzichte auf jeden weiteren Schritt in Ihren AnNun, so rathen Sie mir auch in dieser Berlegenheit." gelegenheiten. Sobald Sie meine Gebührenrechnung, die " Ja, lieber Herr Falt, dazu kenne ich Ihre persönlichen ich gleich werde zusammenstellen lassen, bezahlt haben, Verhältnisse nun doch zu wenig. Wenn Sie mir indessen stehen Ihnen Ihre Aften und Dokumente, natürlich Ihr werthvolles Mobiliar verpfänden wollen, so würde ich gegen ausdrückliche Verzichtleistung auf alle und jegliche Ihnen ein entsprechendes Darlehen verschaffen, mit dem Sie Rückansprüche an mich, zu Gebote. Ihren Verbindlichkeiten nachkommen und die Haftkosten für" Ihre Gebühren? Ja, das ist des Pudels Kern. Wenn Herrn Mandel noch eine ziemliche Zeit lang weiter zahlen Sie nur Ihre Gebühren haben, dann ist Alles und Jedes in bester Ordnung. Ob die Leute infolge Ihrer Stath " " Ich will offen gegen Sie fein, Herr Doktor. Ich habe könnten." in ungefähr 14 Tagen selbst einen Wechsel über 150 Thaler Mein Mobiliar verpfänden, nun noch mehr Geld in schläge in Schaden und Unglück gerathen, danach fragen zu bezahlen, und zwar an Herrn Jäger, der auch Ihr diesen Abgrund zu werfen? Nein, dafür muß ich danken. Sie nicht, wenn Sie nur Ihre Gebühren haben. Ich danke Klient ist. Der Wechsel des Herrn Mandel lautet auf aber ich will Ihnen meine Schuldforderung an Herrn für die Lehre, die ich noch zu guterlegt von Ihnen bekommen 250 Thaler, dazu kommen die Kosten des Prozesses und der Mandel, den Wechsel mit allen Kofient, was zusammen mehr habe und für die Sie mir schon einen Thaler mehr auf Haft. Glauben Sie nicht, daß Sie mit Herrn Jäger ein als 300 Thaler ausmacht, für eine Pauschalsumme von Die Rechnung setzen können. Von nun an will ich mich doch Abkommen treffen könnten, wonach er gegen Beffion des 100 Thaler überlassen, wenn Sie mich dafür aller weiteren zehnmal lieber init meinen Mitmenschen gütlich auseinanderWechsels des Herrn Mandel an ihn mir meinen Wechsel Rosten und Gebühren entbinden." feßen, als mich an Ihresgleichen zu wenden. Gott bewahre zurückgiebt?" Es thut mir sehr leid, Herr Falt, aber ich kann mich mich vor solchem Recht und seinen Handlangern. Amen!" Das glaube ich nicht, denn Herr Jäger wird am mit solchen Geschäften nicht befaffen." Damit ging der Mann fort, und eine Stimme in der Verfalltage baares Geld zur Verfügung haben müssen. " So aben Sie 80 Tholer oder mache Sie ein A Schreiberstube murmelte vernehmlich: Nummero Drei für heute!" Wenn die Sachen so stehen. würde ich selbst in Vergebot 45 Wirklich erhebend ist die Einmüthigkeit, mit welcher allen Fällen, in welchen auf Freiheitsstrafen mit Ausnahme wird. Die Versammlung, welche aufs beste verlief, erklärte sich die Arbeiter aller Länder für die streikenden der Zuchthausstrafe erkannt wird, dem Verurtheilten solche in einer Resolution mit dem Gehörten einverstanden, und ver deutschen Buchdrucker eintreten. In England, Bergünstigungen zu Theil werden lassen. Niemals aber dürfen pflichtete sich, die Organisation und die Prinzipien der interFrankreich, Amerika- überall dasselbe Schauspiel: wärmste solche Vergünstigungen eintreten, wenn auf Verlust der bürger nationalen Arbeiterbewegung hochzuhalten. Sympathie und werkthätige Hilfe, soweit die, leider überall lichen Ehrenrechte erkannt ist. wett- STATE Korrespondenzen und The Parteinachrichten. sehr ungünstigen Geschäfts- und Arbeitsverhältnisse es er lauben. Was insbesondere Frankreich anbelangt, so wetteifern die Organe der sozialistischen Partei mit den Gewerkschaftsorganen S. z. B. die Bourso du Travailin Bethätigung des Solidaritätsgefühls gegen die deutschen Brüder". Das Gift chauvinistischen Nationalitätsdusels und Dünkels hat niemals die französischen Arbeiter verfeucht ebenso wenig wie die deutschen. Hätten dic Die Redaktion der Norddeutschen Volksstimme" in Arbeiter der beiden Länder, die durch eine verderbliche Geeftemünde war mit dem Drucker und Verleger H. Landwehr und furzsichtige Staatskunst in feindlichen, den Frieden der in Differenzen gerathen. Der lettere machte in dem genannten Welt bedrohenden Gegensatz gebracht worden sind, die Blatt bekannt, daß dasselbe nicht mehr erscheinen werde, während Staatsmacht in Händen, so wäre mit einem Schlag alle die Redaktion in einem Extrablatt das Gegentheil erklärte. Letzteres Kriegsgefahr beseitigt und die Welt könnte der Kultur- ist denn auch der Fall. Die" Norddeutsche Volksstimme" erscheint arbeit zur Förderung des Wohles der Menschen sich in nunmehr im Verlage von G. Sattler weiter. Friede und Eintracht widmen. Nun so weit sind wir noch nicht, aber dahin werden wir kommen, so gewiß es unmöglich ist, daß die Menschheit in die Barbarei des finstersten Mittelalters zurückfällt, wie dies das Ideal unserer tollgewordenen Rückschrittler ist. Friedberg bei Augsburg. Nach achtzehnjähriger Pause fand hierselbst am 10. Januar eine von zirka 400 Bersonen besuchte sozialdemokratische Versammlung statt, in welcher Genosse Renner aus Augsburg über das Thema:" Die soziale Frage auf dem Lande und die verschiedenen Parteien" unter allseitigem Beifall referirte. Nach einer lebhaften Debatte, an welcher sich trotz mehrmaliger Aufforderung Gegner nicht be theiligten, fand folgende Resolution einstimmige Annahme:" Die heute in Friedberg tagende Volksversammlung erklärt sich mit den Ausführungen der Redner einverstanden. Sie erblickt einzig und allein in der Durchführung der Prinzipien der Sozialdemokratie eine Bessergestaltung der heutigen unhaltbaren wirthschaftlichen und politischen Verhältnisse und erklärt mit aller Kraft für die Berbreitung des einzigen sozialdemokratischen Wochenblattes für Südbayern, des Bayerischen Bürger- und Bauernfreunds", ein treten zu wollen." Mit einem dreifachen Hoch auf die Sozialdemokratie und mit dem Gesang der Arbeiter- Marseillaise endete Als Ente charakterisirt nunmehr auch die, Germania" die Versammlung, welche wieder gezeigt hat, daß troß aller Ver die Lügennachricht, daß im Westerwald durch sozialdemokratische dächtigungen die Sozialdemokratie in Oberbayern immer mehr Agitatoren" ernste Rubestörungen veranlaßt worden seien. Das Boden gewinnt. katholische Bath Bote" ber Zügennachricht entgegensetzte. Zum Kapitel der Majestätsbeleidigungen. Der Fabrit welches der Naff. Letzterer bezeichnete dieselbe als„ Tartaren Nachricht" und bearbeiter Schricker aus Tirschenreuth( Bayern) wurde wegen merkte, wie seiner Zeit schon dem Sinne nach im Vorwärts" Beleidigung des bekanntlich geistestranten Königs Otto zu gesagt war:" So lange uns nicht die Namen der beiden Orte, drei Jahren Gefängniß verurtheilt. wo unbehelligt von Polizei und Staatsanwalt in den Kirchen wir so frei, diese Gruselgeschichten in das Reich der freien Er- wurde am 27. Dezember der Bahnhofsarbeiter Frit Bruns zur Tumulte und Mordversuche vorgekommen, genannt werden, sind Todtenliste der Partei. In Kreiensen( Braunschweig) findung zu verweisen." Erde bestattet. " druckt ohne Kommentar das Dementi ab, Jeht wissen wir, warum der Telegraph den Bauernputsch von Cadix zu einer„ anarchistischen Schilderhebung" aufgelogen hat: die spanische Regierung braucht ein Ausnahmegejeb! Sie fühlt sich der Lage nicht mehr gewachsen und da sie mit den verfassungsmäßigen Gesetzen nicht länger wirthschaften kann, erinnert sie sich des berühmten Wortes von Cavour: Jeder Dummtopf Eine Konferenz der Sozialdemokratie OberPolizeiliches, Gerichtliches ze. kann mit dem Belagerungszustand regieren", und will, in schlesiens findet am 14. Februar in Neustadt D.-S. statt. Durch unsere Parteipreffe geht jetzt die Notiz, richtiger Selbsterkenntniß, sich ein Ausnahmegesetz zulegen, Bweck derfelben ist die Schaffung einer wirksamen Agitation daß Redakteur Ba a te von der Neuen Welt" den Rest seiner das gleichbedeutend ist mit der Proklamirung des Belage gegenüber der Thätigkeit der ultramontanen Finsterlinge. Alle Strafe vor einigen Tagen angetreten habe. Diese Nachricht ist rungszustandes. Nun- auch Fürst Bismarck nahm sich Anfragen und Anmeldungen in Sachen der Konferenz sind an falsch. Baafe, der noch vier Monate für Preßsünden abzubüßen seiner Zeit das Cavour'sche Wort ad notam under ist Karl Schruttte in Neustadt D.-S., Hohefir. 503, zu richten. und seit Neujahr seinen Wohnsiz nach Hamburg verlegt hat, wo glücklich nach Friedrichsruh gekommen und hat unser das von ihm redigirte Unterhaltungs- Blatt Die Neue Welt" Wort bewahrheitet, daß zwar jeder Dummikopf( Cavour die Augsburger Sozialdemokraten eingesetzt. Eine Kommiffion gegen die Saalabtreiberet" haben erscheint, hat seine Haft noch nicht angetreten, sondern befindet brauchte einen stärkeren Ausdruck) mit dem Belagerungswirthe, über deren Lokale das sogen. Militärverbot verhängt Baate die Zusicherung erhalten, daß er den Rest der Strafe in Alle Gast sich 3. 3. noch auf freiem Fuße. Wie uns mitgetheilt wird, hat zustand regieren könne, daß aber auch nur ein wurde, werden von derselben um Angabe ihrer Adressen gebeten. I to na verbüßen tann. toloffaler Dummkopf oder Stümper sich einbilden könne, mit dem Belagerungszustande ließe sich auf die Dauer re- Der sächsische Landtag hat das Mandat des tonservativen gieren. Der Belagerungszustand und die Ausnahmegeseze Abgeordneten stå st ner Glauchau mit 35 gegen 34 Stimmen find immer der Anfang vom Ende die Bankrott- Er be an standet. Die sozialdemokratischen Abgeordneten drängten flärung, der der Bankrott folgen muß, wie das B auf das A Minorität Kästner's hin, die nach Abzug der ungiltig zu er flärung, der der Bankrott folgen muß, wie das B auf das A die Gegner zu diesem Schritt: Stolle- Gesau wies auf die geringe folgt. Und in Spanien wird es nicht lange dauern. Die achtenden Stimmzettel nur noch 11 Stimmen beträgt und erklärte Regierung hat keine Partei- oder Bevölkerungsklasse, auf die geringe Wahlbetheiligung in Callnberg, zirka 53 pCt. gegen die sie sich stützen kann- sie steht in der Luft, und nur 60 pet. im ganzen Wahlfrei, für eine Folge der Beeinflussung. durch die Uneinigkeit der Gegner hält sie sich noch. Jetzt Ferner fei§ 26 des Wahlgesetzes in Verbindung mit§ 11 der kommt nun zu den sonstigen Berlegenheiten noch die Finanz- Ausführungsverordnung zu demselben von der Behörde in noth: Die Staatskassen sind leer und für die bürgerlichen Glauchau verlegt worden. Dies und andere Unregelmäßigkeiten hätten offenbar die Wahl des sozialdemokratischen Kandidaten, Ratten ist das stets ein Beichen zum Verlassen des sinkenden Reichstags- Abgeordneten Seifert in Zwickau, verhindert. Gs Schiffes.Reichstags- Abgeordneten Es werden nun Erhebungen über die Vorgänge bei der Wahl an gestellt. Parlamentarisches. Die Wahl des Abg. Kellner Plauen wurde g gen die 11 Stimmen der Sozialdemokraten von der Kammer für giltig erklärt. -In Liegnig wurden wegen Führens einer rothen Fahne und wegen unbefugten Redenhaltens 10 Parteigen offen zu je 8 M., zwei zu je 50 M. und ein er zu 60. event. entsprechender Haft verurtheilt. Es ist tief beM. winziger Uebertretungen, die Niemandem schaden, so viel Kummer dauerlich", sagt mit Recht die Bolkswacht"," daß wegen folch' und Sorge, Noth und Glend ausgestreut wird, und es zeigt wieder, wie berechtigt die Forderung des sozialdemokratischen Programms: freies Bereins- und Versammlungsrecht", ist. 25 M. hat der Redakteur Gradnauer von der Sächs. Arb. 8tg." wegen Beleidigung des Meißner Redakteurs Dr. Gotthard Winter zu zahlen. -Rieler Filiale der Bürsten- und Binfelmacher- Organiſation iſt Immer noch unterm neuen Kurs!" Der die Abhaltung eines Balles unter folgender Begründung unter sagt worden: Auf Ihren Antrag, am 10. Januar 1892lim Lokale des Gast wirths Wurm einen Ball abzuhalten, eröffne ich Ihnen, daß ich die Erlaubniß nicht ertheilen kann. Der Unterstüßungsverein der Bürstenund Pinselmacher Deutschlands, von dem der hiesige Verein eine Die Wahlprüfungskommission beschloß gestern die Wahl Genossen wird uns aus einer Stadt am Rhein berichtet: Einem fungen dieser Vereine dürfen nach§ 8 des Gefehes vom 11. März Ein schöner Zug von menschlicher Theilnahme unserer Filiale ist, ist ein politischer Verein. An den Versammdes Abgeordneten Dr. Pieschel( Schwarzburg- Sondershausen) für giltig zu erklären. Gegen die Wahl des Dr. Pieschel war seinerzeit erbetene Urlaub schroff verweigert. Das Gleiche widerfuhr ihm fammlung im Sinne des Gesetzes ist aber nach dem Erkennt. Polizeibeamten, dessen Kind im Sterben lag, wurde der deshalb 1850 Frauen 3 personen nicht Theil nehmen, als Vercin Protest eingegangen und der Reichstag hat darauf bin in am Begräbnißtage des Kindes. Abends hatte der Polizeibeamte uisse des Ober- Verwaltungsgerichts vom 1. Oktober 1890 auch cin Protest eingegangen und der Reichstag hat darauf bin in einer früheren Sitzung beschlossen, Erhebungen zu veranstalten, in ciner sozialdemokratischen Versammlung als ueberwachender diejenige anzusehen, welche dem Tanz mit Damen dienen soll. welche mittlerweile cingegangen sind. Aus denselben ergiebt fich, daß für eine Reihe von Beschwerden der strikte Beweis au fungiren. Er bat nun den Vorsitzenden, unter Erwähnung nicht hatte erbracht werden können, dagegen ist festgestellt, daß seines Familienunglücks, die Versammlung nicht zu lange tagen in einem Falle durch einen Gemeindediener Stimmzettel im all 3 laffen. Der Vorsitzende feste davon die anwesenden Parteilokal verbreitet worden sind. Von diesem Falle soll dem Reichs- genossen in Kenntniß und dieselben erklärten sich darauf ein Lanzler Kenntniß gegeben und veranlaßt werden, daß der bet:. Nimmig für sofortige Aufhebung der Sizung. Beamte rektifigirt werde. Die Pozizeibehörde. gez. Lorey( Bürgermeister)." Unterm Sozialistengesetz ist Stärkeres faum geboten worden. Aber jedes Uebel hat sein Gutes. Das„ Echo" weiß das Vor gehen der Kieler Polizei ganz praktisch zu verwerthen:" Durch eine eventuelle Unterdrückung sämmtlicher Vergnügen der beJu Thorn referirte Ende Dezember in einer 3 immer er stehenden politischen und Gewerkschaftsvereine wird man ferner Die freifinnige Partei( v. Bar und Genoffen) hat, wie versammlung der Zimmerer Mituschinski über den erreichen, daß die Arbeiter sich an die unter ihnen bestehenden die Freifinnige Beitung" berichtet, ein Gesetz im Reichstag ein- Werth und die Ziele der Organisation und forderte am Schlusse Bergnügungsvereine anschließen, wo ihnen für weniger Geld gebracht, betreffend. den Vollzug der Haft und Ge- seiner Rede auch zur regen Agitation für die nächste Reichstags etwas Besseres geboten werden tann. So wird thatsächlich durch fängnißstrafen. Der Gesetzentwurf will gewissen Kategorien Wahl auf, damit dereinst Thorn ebenfalls durch einen Sozial das Eingreifen unserer Behörden in unser Vergnügunswesen von Personen, welche zu einer Gefängniß- oder Haftstrafe unter demokraten im Reichstag vertreten werde. Maurer Lüdtte lezteres zentralisirt und besser geleitet werden können, was bei 6 Monaten verurtheilt sind, den Rechtsanspruch gewähren, betonte die moralische Pflicht des Arbeiters, sich einer Organi- der Gründung des Arbeiterbundes schon von Vielen angestrebt Ginzelhaft, eigene Kleidung, eigene Beföstigung, Beleuchtung so fation anzuschließen, und verwies auf die Wichtigkeit der worden ist."- 3weifelsohne leistet die Polizei mit solcher Auswie Wahl der Beschäftigung zu verlangen, legteres, sofern der Kommunalwahlen. Bei genügender Betheiligung der Arbeiter an legung der Gefeße uns auch für die nächsten Reichstagswahlen Gefangene für seine Betöftigung angemessene Vergütung leiftet den Wahlen würde es nicht mehr so leicht vorkommen, daß auf den denkbar größten Vorschub. und die Beschäftigung mit der Ruhe und Sicherheit des Ge- eine Petition um Zurücknahme der Gefangenen von Festungs fängnisses zu vereinbaren ist. Das Gericht tann außerdem in und sonstigen öffentlichen Arbeiten abfälliger Bescheid ertheilt " Herr Musselich hatte keine Zeit, eine neue Rüge jolgen" Ja, das laffen Sie sich einreden, eitel genug sind Sie zu lassen, denn Dr. Raffmaus trat in die Thür und rief: dazu." " Lassen Sie, Herr Musselich, die Rechnung für Herrn Es sind mir auch schon Anerbietungen gemacht worden." Falt, sammt den neu hinzugekommenen Kosten, zusammen-" Larifari! Das geschieht lediglich, um Sie hier wegstellen und schicken Sie dieselbe nebst den Akten Falt- Mandel", zulocken, weil man weiß, daß ich meine Leute an Sauberbegleitet von einer Verzichtleistungs- Urkunde zum Unterfeit, Ordnung und Fleiß gewöhne. Im Anfang bietet man zeichnen an den Klienten. Die Rechnung soll aber vor Ab- Ihnen viel und setzt Sie dann nach und nach herunter. lieferung der Aften berichtigt werden, denn der Mann scheint Das kenne ich schon, habe deswegen auch immer auf längere mir nicht ganz sicher." So ging das Rechtsgeschäft in ähnlicher Weise bis in die zwölfte Stunde fort. Zu dieser Zeit pflegte Dr. Raffmaus ins Gericht zu gehen. Er erschien denn auch alsbald mit dem schwarzen Zylinderhute auf dem Kopfe und mit zinnoberrothen Handschuhen an den Händen in der Schreiberstube, die er für gewöhnlich ohne Grüß durchschritt. Diesmal aber blieb er bei der Ausgangsthüre stehen und rief: " Herr Leberecht Habicht!" 862 feine Schreibsachen zusammen, legte sie geräuschvoll in sein Regal und zog aus der Rocktasche Schwarzbrot sammt einem Stück Blutwurst. Herr Habicht, es ist noch nicht 1 Uhr!" schnarrte Musselich ergrimmt. " Ich habe Hunger und habe genug gearbeitet für diesen Vormittag!" erwiderte der Schreiber mit schneidender Stimme. Wenn's dem Herrn Doktor nicht recht ist, mag Kontrakte Bedacht gehabt, und zwar im wohlverstandenen er mich fortschicken!" Juteresse meiner Leute selbst. Sie haben vorläufig noch zwei Jahre Kontrakt und Sie kennen die Bedingungen." " Sie versprachen mir aber vor zwei Jahren, als der Kontrakt erneuert wurde, allmälig Zulage, wenn ich mich ausbildete," entgegnete der Schreiber schüchtern. Lau Sie haben sich aber nicht weiter ausgebildet. Jm. Gegentheil hat Herr Musselich schon mehrmals über Sie Klage zu führen gehabt. Wenn Ihre zwei Jahre um sind, dann wollen wir weiter sehen. Mit der Zeit pflückt man Rosen. Sie sind erst 21 Jahre alt." " Herr Doktor?" antwortete der Schreiber, indem er sich von seinem Sig erhob und beinahe etwas roth wurde. ,, Sie haben sich schon wieder einmal bemüßigt gefun- Unsere Arbeit reibt die Gesundheit auf, Herr Doktor; den, mich schriftlich um eine Zulage zu Ihrem Gehalte anzugehen." " Ich bitte um Entschuldigung," erwiderte der Schreiber. " Sie haben ohne Zweifel selbst das Ungerechtfertigte eines solchen Verlangens gefühlt und darum eine mündliche Anfrage vermieden." " Ich bitte um Entschuldigung...." erwiderte der Schreiber abermals. wir haben nicht so lange Zeit zu leben, wie andere Menschen. Ich werde nicht weit in die Dreißig kommen. Und was für ein Leben habe ich dann gelebt!" fügte der junge Mami mit gesenktem Haupte hinzu. „ Herr Habicht", rief Dr. Raffmaus jetzt mit strenger Stimme, ich habe Sie im Verdacht, daß Sie sich in schlechter Gesellschaft bewegen, daß Sie mit Demokraten, wohl gar mit Sozialisten umgehen. Hüten Sie sich vor Sie erhalten jetzt schon 15 Thaler den Monat. schlechter Gesellschaft, damit Sie nicht in Gefahr tommen." 15 Thaler den Monat festes Einkommen ist für einen Mann Damit wendete sich der Prinzipal nach der Thüre und pon 21 Jahren mehr als ausreichend, ich meine für einen schnitt durch sein Fortgehen jede weitere Auseinanderjungen Mann, der sonst weiter nichts gelernt hat. segung ab. Schränken Sie sich etwas ein, junger Mann, zügeln Sie Ihre Unverschämntheit!" murmelte Musselich mit einem Leidenschaften, Ihre Vergnügungssucht, dann werden Sie giftigen Blicke auf den Schreiber und selbst dessen Kollegen auch ohne Zweifel Ihren Gehalt ausreichend finden." warfen einen verwunderten Seitenblick anf den kühnen " Ich muß eine kranke Mutter von meinem Honorar Jüngling. " Also Auflehnung gegen die Disziplin!" schrie Musselich empört. " Ja, Auflehnung gegen die Disziplin!" entgegnete der Schreiber trocken und hieb mit seinem Messer in das Brot hinein. Brot hinein.danus Man wird Ihnen einen Abzug von ihrem Gehalte machen." Abzug von meinem Gehalte?" lachte der Schreiber. Fünfzehn Thaler den Monat, macht 15 Groschen den Tag. Von früh 8 bis Mittags 1 Uhr und von 2 bis 7 Uhr Abends macht 10 Stunden oder 40 Viertelstunden: der 40. Theil von 15 Groschen ergiebt noch lange feinen halben Groschen für die Viertelstunde. So viel kann man schon einmal d'ranwenden; da schränkt man sich etwas ein mit seinen Bedürfnissen, und mit der Zeit pflückt man Rosen." " Ich werde Ihr widerspenstiges Benehmen dem Herrn Prinzipal bei seiner Rückkehr vermelden," drohte Musselich. Thun Sie das, Herr Musselich," erwiderte der Schreiber trocken und goß sich ein Glas aus der Wasserflasche voll. 200 " Bu Tische, meine Herren!" schnarrte nunmehr der Expeditionsvorstand, den der Grimm nicht länger ruhig figen ließ, und erhob sich geräuschvoll. Ohne den geringsten Verzug klapperten alsbald die Bulte, die Schemel wurden zurückgeschoben und die hungrige Jugend eilte mit einem gesegnete Mahlzeit" hurtig von mit erhalten, ich arbeite den ganzen Tag von früh 8 Uhr Die Federn schnurrten weiter, die Rechtskandidaten dannen. Auch Muffelich beeilte sich diesmal mehr als ge bis Abends 7 Uhr. Mehrere Kollegen von den anderen entfernten sich endlich mit einem Gesegnete Mahlzeit" wöhnlich, um nicht mit seinem widerspenstigen Untergebenen Expeditionen sagen mir, daß ich bei demselben Fleiß und welcher Wunsch mit einem dumpfen Gemurmel beantwortet allein zu bleiben. mit meiner Fertigkeit bei anderen Advokaten doppelt so viel wurde. Geld verdienen würde." Es schlug 1214 Uhr. Da klappte Leberecht Habicht| ( Fortsetzung folgt.) Theater. Donnerstag, den 14. Januar. Opernhaus. Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg. Schauspielhaus. Uriel Acosta. Leffing- Theater. Die Großstadtluft. Deutsches Theater. Die Welt, in der man sich langweilt. Berliner Theater. Nach Madrid. Residenz- Theater. Madame Mongodin. Vorher: Modebazar Violet. Wallner- Theater. König Krause. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Mikado. Thomas- Theater. Luftschlösser. Bellealliance- Theater. Der ledige Circus Renz. Karlstraße. Donnerstag, den 14. Januar, Abds. 714 Uhr: Auf Helgoland" oder Ebbe und Fluth. Große hydrologische AusstattungsPantomime in 2 Abtheilungen mit National- Tänzen( 60 Damen), Aufzügen 2c. Ferner Dampfschiff- und Bootfahrten, Wasserfälle, Riesenfontänen mit allerlei Lichteffekten 2c. fowie neue Arrangements vom Direktor E. Renz. Außerdem: 6 irländische Jagdpferde auf. dress. und vorgef. von Herrn Franz Renz. Solon, geritten v. d. Schulreiterin Frl. Clot. Hager. Eine Vergnügungsfahrt mit verschiedenen Oftend- Theater. Die Räuber. Hindernissen von der Elton- Troupe. Adolph Ernst Theater. Der 6 Gladiatoren, plastische Gruppirungen. Tanzteufel. Sisters Lawrence am flieg. Trapez. Alexanderplat- Theater. Schwarze Schulpferd, Kandelaber", ger. v. Herrn Franz Renz( Entel). Jeu de barre, Hof. Brüder. Feenpalaft. Spezialitäten- Vorstellung. ger. v. 3 Damen. Olymp. Spiele, ger. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Borstellung. v. Mr. William. Auftreten der Par forcereiterin Mlle. Natalie, des SaltoTheater der Reichshallen. Spe- mortalesreiter Mr. Alex Briatore, zialitäten- Borstellung.. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorstellung. Konkordia- Palast- Theater. Spezialitäten Borstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Gratweil'sche Berliner Buchdrucker!! Heute, Donnerstag, den 14. Januar ds. Is., Abends 28 Uhr: Allgem. Buchdrucker- Versammlung mit Hilfsarbeitern und Hilfsarbeiterinnen im großen Saale der Berliner Bock- Brauerei, am Tempelhofer Berg. Tages Ordnung: 1. Bericht über die gegenwärtige Situation. 2. Verschiedenes. sowie des Jockeyreiters Mr. Jules. Romische Entrees und Intermezzos von fämmtlichen Klowns 2c. Täglich: Auf eingeladen. Helgoland. Sonntag 2 Borstell. Nachm. 4 Uhr: ( 1 Kind frei.) Auf viels. Verlangen Amor in der Küche. Abends 71/2 Uhr Auf Helgoland. E. Renz, Direktor. 148/19 Sämmtliche Kollegen, Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen sind hierzu Der Einberufer. Todes- Anzeige. Fachverein der MusikGrosse öffentliche Bierhallen. Circus G. Schumann. Juſtrumenten arbeiter. Maurer- und Buzer- Versammlung Kommandantenstr. 77-79. Hente sowie täglich: Auftreten der Hamburger Gaudebrüder Konzert- und Koupletsänger. Anfang Wochentags 7/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochentage 10 Pi Sonntags 25 Pf. Empfehle meinen berühmten Mittagstisch à la Duval. 3 Regelbahnen 6 Billards, 2 Säle. 1169L Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschaut von Pazenhofer 641 Export- Bier, Seidel 15 Bf. F. Müller. Castan's Panopticum Friedrichstr. 165a, Ecke Behrenstr. eu: Colossal- Gruppe zur 435/6 Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstr. daß der Kollege Heute Abend 71/2 Uhr: Gr. ausserordentl. Vorstellung. Aus dem reich( Harmonika- Branche) den 12./1. MachRobert Wisotzky, baltigen Brogan, ist besonders bet mittag 2 Uhr, gestorben ist. vorzuheben: Quadrille des Cloches de Corneville mit Glockenspiel- Begleitung Die Beerdigung findet Freitag, den ger. v. 6 Damen und 6 Herren. Pot- 15. Januar, Nachmittags 3 Uhr, vom pourri mit 6 Pierden, darg. Original- Trauerhause Chorinerstr. 13, aus, statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet 435/6 Der Vorstand. Dressur des Herrn Ernst Schumann. Die Abfahrt vom Corps de ballet- Ball mit der Gepäckdroschte 1001. Höchst fomische Szene. Das Schulpferd Albert ger. v. Frl. Adele Schumann. Austr. der Parforce- Reiterin Mis Victoria. Fidibus, afiat. Raffe, als Springpferd in Freiheit dress. u. vorgef. v. Director. Romische Entrees fämmtlicher Klowns. Zum Schluß d. Vorstell: M. W.", od. Berliner Kinder im Sommer und im Winter. Gr. Wasser- und FeuerPantomime mit gänzlich neuer Ausstattung und neuen fenfationellen Wasser, Licht und Feuer- Effekten. Danksagung. nahme und Blumenspenden zur BeerdiFür die überaus zahlreiche Theilgung meiner lieben, guten, unvergeßlichen Gattin sage ich allen Freunden, Befannten und Genossen, sowie dem Sparund Kreditverein Brüderschaft" und dem Gesangverein, Brezelschluß" meinen tiefgefühlten Dank. 18862 Robert Meyer, Mariannenstr. 2. Gefangverein( Mitglied des ArbeiterFreitag, 15. Januar, Ab. 71/2 Uhr: Sängerbundes) fucht für Freitag Gr. Klown- und Komiter- Vorstell. mit einen tüchtigen Dirigenten. Offerten neuem vorzügl. gewähltem Programm. mit Preisangabe bitte zu richten an Zum Schluß: ,, M. W." Fröwald, Rittergasse 4. Brauerei Friedrichshain. Sonntag, 17. Januar, Vorm. 12 Uhr: 950b Bauern Aufstand: Zweite große Matinée Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab. PassagePanopticum. Neu: Die Sündflut arrangirt von der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Berlins u. Umg. bestehend in: Großem Juftrumental- Konzert ausgeführt von einer Kapelle in Stärke von 100 Musikern ( nicht nur 75, wie irrthümlich auf den Blakaten und Programmen vermerkt. Neues Programm! Jedoch kommt auch diesmal die bei dem ersten Konzert so große Sensation erregt habende und mit großem Beifall aufgenommene mit Donner, Blitz, Regen Ouverture zum Trauerspiel: Robespierre" von H. Litolff und Windesheulen etc. zur Aufführung. Viel neue Spezialitäten. La belle Irene, die tätowirte Amerikanerin in Präuscher's anatomischem Museum nur noch kurze Zeit Rommandantenstr. Täglich für erwachsene Herren. Damen. Das Konzert beginnt präzise 12 hr. Entrée à Person( intl. Programm) 25 Pf. Um zahlreichen Besuch bittet Das Komitee. Billets find vorher zu haben: in allen mit Plakaten belegten Geschäften und Restaurants, sowie bei folgenden Herren: M. Schonert, Bernauerstr. 30 II; Hartmann, Weberstr. 58 I; Zubeil, Naunynftr. 86; Loppe, Reichenberger Straße 158; Vogel, Röpnickerstr. 173 I; Gnadt, Brunnenstr. 38; Raabe, Petersohn, Veteranenftr. 22; Fiedler, Rastanien- Allee 50/51( Bigarrengeschäft); Ruppinerstr. 42; Thierbach, Schwedterstr. 44; E. Schrader, Oranienftr. 151 IV: Berndt, Neue Schönhauferstr. 18( Bigarrengeschäft); Kessler, Laufigerstr. 51; Werner, Meyerbeerstr. 5 S. III; Böhm, Borjigstr. 31 a, Quergeb. part.; Wernau, Rosenstr. 30, u. f. w. 867/12 am Sonntag, den 17. Jannar, Vorm. 10% Uhr, im ,, Feen Palast", Burg- und Wolfgangstraßen- Ecke. Tagesordnung: 1. Der Werth der Zentral- Organisation. Referent Reichstagsabg. Herr Ullrich 2. Diskussion. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ersuchen wir sämmtliche Maurer und Putzer Berlins, in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Vertrauensmänner: B. Förster, Lübeckerstr. 43. H. Klingenberg, Mittenwalderstr. 33. Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersammlung statt. Concert- Haus ,, Sanssouci". Sonnabend, den 16. Januar 1892: Bokal- und Jnstrumental- Konzert, ausgeführt von den Gefangvereinen Esmeralda, Frühlingslust, Hilaritas, Sängerkette, Vorwärts S0. ( Mitgl. d. A. S. B.) und einigen Solokräften. Humoristische Vorträge, Thierquartett. Direktion: Carl Wuth. 163/15 Nach dem Konzert: Tanz- Kränzchen. Freunde und Gönner werden hierdurch freundlichst eingeladen. Billets find bei Mitgliedern obiger Vereine und bei G. Wuth, Oranienstr. 195, zu haben. Neu! Neu! Eine Seele frei von Tadel für Bither 60 f. Größte Auswahl in allen Mush- Inftrumenten, wie Zither, Violinen, Guitarren, alle Blasinstrumente, Harmonitas. Musitwerke zum Drehen und selbstspielend vom fleinsten bis zum größten. August Kessler, 51. Lausitzerstr. 51. 1859L Preislisten gratis und franko Zahn- Atelier Alfred Jordan, Müllerstraße 175. Verein der Bauauschläger Berlins und Umgeg. Sonnabend, den 16. Januar: 19. Stiftungsfest in Hoffmann's Beutral- Festsälen. Oranienstraße 180. Theilzahlung gestattet. 1561L Ein großer Saal ist zu vergeben; und Sonntags. Bögow's Brauerei, Prenzlauer Thor. auch Sonnabends all ou begge 931b] 9235] Eine vollständige RestaurationsEinrichtung, sowie Billard, doppelter Bierapparat ist sofort zu verkaufen bei Adolf Fischöder, Rummelsburg bei Berlin, Schillerstraße 14, III. Kaiser Friedrichstraße 78( Pankow); Billets sind zu haben bei Do chow, Bartig, Georgenkirchstr. 63; Timm, faff. zu vergeb. Flidt, Simeonstr. 23. Vereinszimmer, 15 u. 50 Pers. Sommerstr. 23 in Reinickendorf; 2oth, Manteuffelstr. 7; Opaz, SebastianSwinemünderjir. 64a; Wiegand, Schankgeschäft verk. Flick, Simeonſtr. 23. traße 50. 951b Der Vorstand. Berl. Kanarienzüchter- Verein. Verein zur Wahrung der Interessen der Männergesangv. der Kürschner. Grosse Vogel- Berliner Knopfarbeiter. Ausstellung Sonnabend, den 16. Jannar, in Joël's Festsälen, Andreasstrasse 21, zur Feier des 4. Stiftungsfestes: Einh. Bögel, Groten, Aquarien. Grosser Wiener Masken- Ball. Kommandanten- Strasse 34, ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbund.) Sonnabend, den 16. Januar 1892: Grosser Wiener Maskenball im Schützenhaus", Linienstr. 5/6. Freunde und Gönner des Vereins ladet hierzu ergebenst ein Das Komitee. 444/1 Auf das Juserat in voriger Nummer erwidere ich, daß ich mich nicht vereiner Gastwirthschaft revidiren zu lassen, Schmerzloses Zahnziehen 1 M. Plombiren von 1,50 M. an. Künstliche Zähne 2 M. Sprechst. 8-6 Uhr. Zahnarzt Robert Wolf, 1781L Chauffeeftr. 128 a. Oranienburger Thor. Raufe Kanarienvögel. Sager, 932b Andreasstr. 39. Mehl und Vorkost- Geschäft billig zu vert. Boppstr. 1 bei Jung. 947b Künstliche Zähne à Zahn 2 Mart 2b Reinickendorferstr 2b. 1779L Dresdenerst. 108 I' sondern, daß ich es 3 e de m anheim Pfandleihluhr., Gold, Silb., Zinssch.zc Anfang 9 hr. Billets, Herren 50, Damen 30 Pig, pflichtet fühle, Bücher und Belege in Edhe Lindenstraße. 949M find bei fämmtlichen Fabriffassirern und beim Vorstand zu haben. Bom 14. bis 19. d. 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Karl Aurin, 850 Mart auch mit Wohnung. befindet, sondern bei Walter, Badstr. 23. Am Königsgraben 15 c. Der Vorstand. 324/8 Verein für die Reform der Schule und Erziehung. Heute Abend 84 Uhr, im großen Saale des Handwerkervereins, Sophienstraße 15, Vortrag von Frau Henrich- Wilhelmi: ,, Ein Beitrag zur Magenfrage". 945b Möbel, Spiegel and Polsterwaaren. eigener Gr. Lager, bill. Preise. Fabrik. Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunft. Arbeitsmarkt. Genosse, 4 Monate frank und er werbsunfähig gewesen, bittet um irgend welche Beschäftigung. Offerten unter S. an die Expedition dieses Blattes erbeten. Goldstickerinnen verlangt Rudolf Worbs, Morißstr. 5. 949b Mamsells auf Knabenanzüge verl. Nach dem Vortrage Diskussion. Gäste, Damen und Herren, sehr willCommen.( Am Freitag Abend 81/4 Uhr spricht Frau Henrich- Wilhelmi in Sanssouci, Rottbuferfir. 4a über„ Verbrechen und Strafe" und am Sonntag Kinderwagen. Andreashr.235. v. Stein, Adalbertſtr. 22. " Größtes LagerBerlins p. Vormittag 10% Uhr in der Rosenthalerstr. 88 über Tod und Todesfurcht".) Verantwortlicher Redakteur: August Enders, in Berlin. Druck und Berlag von Max Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. 446 M Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 11. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. Donnerstag, den 14. Januar 1892. 146. Gigung vom 13. Januar, 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: von Bötticher. Die zweite Berathung des Reichshaushalts Etats für 1892-98 wird fortgesetzt und zwar beim Etat des Reich 3amts des Innern. 9. Jahrg. Das sieht, daß in Preußen innerhalb 4 Jahren eine Reform durch- sozialdemokratischen Redakteurs in eine Fabrit seine Befugnisse geführt sein wird, welche die Zahl der Fabrikinspektoren von 45 überschritten! Dann müssen die Arbeiter abgeneigt werden, den auf 160 vermehren wird, so daß in Preußen dann mehr Auf- Fabritinspektoren ihre Klagen vorzutragen. Aus vielen Stellen sichtsbeamte vorhanden sein werden als in ganz England. Die der Berichte geht hervor, daß die Fabrikinspektoren die Sache Fabrik- Aufsichtsbeamten sollen feine Politik treiben, sondern einseitig auffassen; ein objektiver Berichterstatter müßte wenigThatsachen berichten und Urtheile über gewisse Mißstände ab- stens die Beweggründe angeben, aus welchen die Arbeiter zu geben, die ihnen zur Kenntniß kommen. Natürlich wird die Politit, ihren Klagen fommen. Die Regierungsvertreter werden wissen, welche die verbündeten Regierungen im Vereine mit dem daß gerade die Militärbehörden angefangen haben, diejenigen Reichstage treiben, maßgebend für die Beamten sein müssen. Gastwirthschaften zu boykottiren, in denen Arbeiter von einer Beim Gehalt des Staatssekretärs, 50 000 M., fragt Bedauerlich ist ja, daß die Arbeiter sich noch nicht überall mit bestimmten politischen Richtung verkehren, und daß hierdurch Abg. Graf Behr( Reichsp.), ob die Vorberathungen zur vollem Vertrauen an die Fabrikinspektoren wenden, in welchen jene beklagenswerthe Kampfesweise eingeführt worden ist, Aufstellung eines Reichs- Bersicherungsgeseßes zum Abschluß ge- sie ihre besten Berather erblicken sollten. Die Fabrikinspektoren wodurch Arbeiter und Arbeitgeber sich gegenseitig die Existenz kommen sind und zur Ausarbeitung einer Borlage geführt haben. können sich auch einmal um Auskunft an die Arbeiter wenden; abgraben. Es ist vielfach durch unsere Preſſe festgestellt, daß Echon seit langer Zeit ist die Herstellung eines solchen Gesetzes aber die gewerkschaftlichen Vereine, wenn sie auch eine ganz gute die Arbeiter in der rücksichtslosesten Weise gemaßregelt als nothwendig bezeichnet worden. Lohnstatistik angebahnt haben, können fein ganz richtiges Bild worden sind, wenn sie z. B. mehr Lohn gefordert hatten, und daß Staatssekretär v. Bötticher: Die Vorarbeiten zu diesem von den Lohnverhältnissen geben. Das wird möglich sein, wenn dann Listen unter den Arbeitgebern in Umlauf gesetzt sind mit Gefeße haben, wie so manche Geseze, ihre Schicksale. Die ersten unsere Absicht durchgeführt wird, eine Kommission für Arbeiter- den Namen der betreffenden Arbeiter und der Aufforderung, Vorarbeiten datiren aus dem Jahre 1883 und beruhen auf dem statistik einzusetzen, welche von der Regierung und von dem diesen keine Arbeit mehr zu geben. Diese Schriftstücke sind Ergebniß einer damals angestellten Untersuchung. Es hatten sich Reichstag besetzt wird, zu welcher außerdem Statistiker und Laien widerspruchslos in den Zeitungen veröffentlicht worden, und dabei manche Mißstände herausgestellt, aber von einzelnen Re- gehören sollen. Einzelne Mißstände, über welche jetzt geklagt wären die behaupteten Thatsachen unrichtig, so hätte man ja gierungen war die Bedürfnißfrage verneint worden. Trotzdem wird, so z. B. die lange Arbeitszeit im Bäckergewerbe u. f. w., den Maschinenmeister anklagen können, wenn man den Redakteur ging die Regierung dazu über, die Vorlage den einzelnen Re- können dann untersucht und die Untersuchungen können auch auf nicht faffen zu können glaubte! Wie geht es denn in den gierungen vorzulegen. Aber die Korrespondenzen darüber zogen fich das Handwerk ausgedehnt werden. Das Mißtrauen der Arbeit- Fabriken zu, wenn der Inspektor kommt? Bur Hinterthür fliegt fo lange hin, daß die Sache nicht zum Abschluß gebracht werden konnte. geber und der Fabrikinspektoren gegen die Sittlichkeit der Ar- hinaus, was vorn nicht gesehen werden soll! Die Inspektoren Es haben sich auch Stimmen für den Erlaß eines solchen Gesetzes beiter und Arbeiterinnen hat der Vorredner doch wohl wissen auch ganz gut, daß sie belogen und betrogen werden. eine Zeit lang nicht erhoben. Erst in letzter Zeit ist das wieder etwas übertrieben. Die große Mehrheit der Arbeitgeber Welcher Mittel man sich bedient, um die sozialen Schäden zu der Fall gewesen. Es handelt sich darum, ob man die Ver- ist von großem Wohlwollen gegen die Arbeiter erfüllt. heilen, zeigt ein in München- Gladbach von wohlwollenden Unterficherungs- Gesellschaften auf Grund einer Konzession operiren Daß Arbeitgeberverbände bestehen, welche eine gewisse Kontrolle nehmern herausgegebenes Büchelchen„ Das häusliche Glück", von laffen soll, oder auf Grund einer Anmeldung und einer all- über die politische Haltung ihrer Arbeiter ausüben, ist richtig; dem man sogar eine besondere sächsische Ausgabe ver gemeinen Vorschrift über die Handhabung der Versicherung; es es sollen bei dem Verbande die Arbeiter, welche fozialdemo- anstaltet. Darin wird dem Arbeiter vorgerechnet, wie er fragt sich ferner, soll die Aussicht vom Reiche oder von den kratisch gesinnt sind, genannt werden. Aber die Sozialdemokraten fich ein Mittagbrot für 10 Pf. herstellen kann! Einzelstaaten ausgehen. Eine Einigung hierüber wird nicht so machen es ebenso; sie verhängen Sperren, boykottiren ganze bedeutet den Hungertod des Arbeiters, der bei solcher leicht erfolgen können; vielleicht wird darüber ein Mehrheits- Klassen von Unternehmern, welche ihnen Lokale zu Versamm Nahrung zwar nicht plößlich verhungert, aber früh zu beschluß des Bundesraths zu entscheiden haben. Jedenfalls fann lungen verweigern u. s. w. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran, Grunde geht, und es beweist, daß dort Löhne gezahlt werden, ich dem Vorredner die Beruhigung geben, daß die Sache in so werde ich dafür sorgen, daß auch die Arbeitgeber ihre Ver- welche den Arbeiter auf ein solches Mittagbrot anweisen. Fluß gekommen ist und sich fortan in Fluß befinden wird. bände aufgeben. Humanität fann ich dabei nicht finden! Die Lohnverhältnisse Abg. Frohme: Auch diesmal muß ich bemängeln, daß die Abg. Hartmanu( dk.) begrüßt mit Freude den Plan, daß sind also unzureichend, und wenn die Verfasser der amtlichen Bahl der Fabritinspektoren nicht genügt, trotzdem die Dentschrift eine Kommission für Arbeiterstatistik eingesetzt werden soll, da- Berichte das nicht sehen, so treiben sie Vogelstraußpolitit. Manche des vorigen Jahres darauf schließen ließ, daß den bisher her- durch werde einem überall empfundenen Bedürfniß abgeholfen. Unternehmer setzen z. B. sofort die Akkordlöhne herab, wenn die vorgetretenen Mängeln abgeholfen werden solle. Die Aufsichts- Die Klagen des Herrn Frohme über die tendenziöse Färbung der Produktionsverhältnisse günstiger werden. Dann fann man doch bezirke müßten ganz erheblich eingeschränkt werden, jetzt müssen Berichte der Fabrikinspektoren u. s. w. haben wir schon früher wahrlich nicht sagen, daß die bösen Arbeiter" an Jallem Uebel sich die Berichte häufig mit einem„ anscheinend" begnügen; so heißt gehört; sie sind schon früher als unbegründet nachgewiesen die Schuld tragen. Vom Minister ist gesagt, daß das, was in es, die Nachtarbeit der Frauen in den Fabriken nehme anschei- worden und auch heute ist kein thatsächlicher Beweis dafür er- der Duisburger Hausordnung steht, nicht so bös gemeint ist. nend" ab, trotzdem es thatsächlich nicht so ist; bei der Größe der bracht worden. Wenn ein Fabrikinspektor vorausgesagt hat, in Ich gebe zu, daß jener Arbeitgeber nicht vom bösen Willen be Bezirke fann man eben den einzelnen Fabrikinspektoren die relativ Jahre 1891 würden wegen der gedrückten Geschäftslage leicht feelt gewesen ist, aber an einem Beispiel von Leipzig will ich geringe Zahl der faktischen Revisionen nicht zum Vorwurf finnige Streits nicht vorkommen, so hat er Recht behalten. zeigen, wie weit der Moloch Unternehmer" zu gehen wagt, um machen. Bei den Berichten der Fabrikinspektoren resp. der im Daraus kann man ihm doch keinen Vorwurf der Tendenz machen. Geld zu verdienen. Dort ist nämlich in einer MetallwaasenReichsamt des Innern vorgenommenen Zusammenstellung ist zu An der Spiße der Streits stehen immer Sozialdemokraten. Fabrit eine ärztliche Untersuchung aller, auch der ledigen Wr bemängeln, daß sie eine gegen die Arbeiter tendenziös gerichtete( Widerspruch bei den Sozialdemokraten.) Doch es ist auch fein beiterinnen eingeführt worden und diejenigen, welche im Begiran Spike haben, was freilich nicht zu verwundern ist, da die unglück, wenn ein Fabrifinspektor dies einmal feststellt. Herr der Schwangerschaft standen, sind nicht aufgenommen! So Inspektoren Kreisen entstammen, welche im Allgemeinen die An- Frohme hätte seinen Vortrag eigentlich mit dem Dank für diese human ist also der Arbeitgeber, daß er die Mutter mit dem schauungen der Arbeitgeber theilen. Dazu kommt, daß die Aufsichtsbeamten schließen sollen; da er es nicht gethan hat, so Rinde verhungern läßt! Denn wenn die Mutter nichts verArbeiter häufig nicht in der Lage sind, den Fabrikinspektoren ihre will ich seine Rede vervollständigen und diesen Beamten den dienen kann, so muß sie verhungern mitsammt dem Kinde, Klagen mitzutheilen, weil sie sonst Maßregelungen durch die Arbeit Dant aussprechen.( Bustimmung rechts.) noch ehe es geboren ist. Man will von jener Maßregel einen geber zu gewärtigen haben. Es müßte ein Gesetz erlassenwerden, welches Abg. Lingens( 3.) erkennt an, daß der Zusammensteller des bedeutenden Einfluß auf die Hebung der Sittlichkeit bemerkt folche Maßregelungen wegen an die Fabrifinspektoren gerichteter Be- Generalberichts bemüht gewesen ist, die Auszüge aus den Einzel- haben! Wer die Verhältnisse in Leipzig kennt, wird hierüber ge schwerden bei strenger Strafe untersagt; freilich wäre es schwer, berichten möglichst ohne Tendenz zusammenzustellen; aber es bleibt wiß sich seine eigenen Gedanken machen. Dann existirt vielfach ein solches Gesetz praktisch durchzuführen, ebenso wie das Verbot doch immer etwas von der persönlichen Auffassung zu bemerken. die Bestimmung, daß kleine Kinder nicht mit in die Fabriken ge der Wahlbeeinflussungen durch Arbeitgeber nicht streng durchzu- Bezüglich der Nachtarbeit wird vielfach konstatirt, daß die Unter- bracht werden dürfen. Wenn die Kinder aber zu Hause bleiben, führen ist, aber immerhin fönnte ein solches Gesetz doch einigen nehmer bereit sind, dieselbe einzustellen. Es wäre z. B. sehr gut, verbrennen fie. Dagegen hat man vorgeschlagen, einen Auffah Nußen schaffen. Die Fabrikinspektoren würden sich ein viel wenn in den Papierfabriken die Nachtarbeit aufhören würde, in die Schulbücher aufzunehmen, worin die Kinder gewarnt richtigeres Bild von den thatsächlichen Verhältnissen schaffen, wenn Fürst Bismark in seiner Fabrik dieselbe beseitigen wollte. werden, mit dem Feuer zu spielen. Nun sind aber die Kinder, wenn sie sich mehr an die Arbeiterorganisationen wenden wollten, Die Konkurrenz würde dann auch damit vorgehen. Die christ- welche zu Hause bleiben und verbrennen, meist höchstens dreiwelche sich freilich feiner besonderen Sympathie bei den Arbeit lichen Fabrikbesitzer sollten sich von ihrem Christenthum jährig, und werden den schönen Aufsatz in den Schulbüchern gebern erfreuen. Ferner wäre ernsthaft der Frage näher zu treten, ob auch in ihrem Fabrikbetriebe etwas leiten laffen. Daher wohl kaum lesen fönnen. Der Fehler liegt in unserer man nicht den Handwerks- Lehrlingen denselben Schutz gewähren Auch die Ueberstunden sollten abgeschafft, überhaupt eine Ber- modernen Produktionsweise, welche die Frauen aus dem Hause will, wie den jugendlichen Arbeitern in Fabriken. Die Lehrlinge, türzung der Arbeitszeit angestrebt, wenigstens sollte fein Arbeiter und in die Fabrifen treibt. So lange man diese nicht ändert, welche im Haufe ihrer Arbeitgeber beschäftigt werden, stehen der gegen seinen Willen zu Ueberstunden und Nachtarbeit gezwungen wird man teine Besserung erzielen, und wenn man ganze Bücher Ausbeutung ihrer Arbeitskraft schutzlos gegenüber. Es fommt werden. Daß nach dieser Richtung hin etwas Gutes geschaffen schreibt! Ich will nicht sagen, daß jeder Fabrikinspektor ein Ver außerdem vielfach z. B. in den Ziegeleien mit Handbetrieb vor, werden kann, zeige das Beispiel der Schweiz und besonders die räther, ein pflichtvergessener Mensch ist. Aber das ganze Institut daß die jugendlichen Arbeiter eine Arbeitszeit von 14 bis Organisation des Stickereiverbandes. zwingt dazu, daß ein solcher Verrath geübt werden muß. Wann soll 15 Stunden haben. Man sollte also auch für die Hand- Abg. Hirsch( dfr.): Die Ankündigung der Kommission für denn der Inspektor mit dem Arbeiter sprechen? Vor 6 Uhr werks Lehrlinge die mit je ein- Arbeiterstatistit ist sehr erfreulich; aber man muß hier sagen: Morgens oder nach 8 Uhr Abends hat er doch keine Sprech 10 stündige Arbeitszeit viertelstündigen Frühstücks- und Vesperpausen und 11/2 stündiger Spät kommt ihr, doch ihr kommt! Es wird hoffentlich nicht zu stunde, und anonyme Denunziationen berücksichtigt nur Herr Mittagspause einführen. Mit eigenthümlich berührender Sorgfalt spät sein und wir wollen wünschen, daß die Arbeit dieser Kom- Wörrishöfer. Selbst wenn unter 100 Denunziationen 99 De wird in den Berichten der Fabritinfpektoren darauf gedrungen, mission auch die wirkliche Wahrheit über die Arbeiterverhältnisse nunziationen falsch wären, so dürfte man diesen Weg nicht be daß die in den Fabriken beschäftigten Frauen und Mädchen ergeben wird. Betreffend die Berichte der Fabrikinspektoren theile schränken, wenn der Arbeiter in einer Fabrit ausgebeutet wird. unter eine besonders strenge sittliche Kontrolle gestellt werden ich in einzelnen Punkten die Ansichten Frohme's und kann nicht Diese Ausbeutung tommt nicht etwa in Romanen vor, wie Herr müßten. Aber nicht durch einen mit den Männern gemeinschaft in das Loblied Hartmann's einstimmen, welches er angestimmt Menzer neulich sagte, der Bericht enthält Beispiele von über lichen Weg von oder zu der Arbeitsstelle wird die Sittlichkeit hat. Die Fabrikinspektoren haben wohl nicht die Absicht, die langer Arbeitszeit. So wird berichtet, daß verheirathete Arbei der Arbeiterinnen gefährdet, wie die Hausordnung eines Duis- Interessen der Unternehmer zu vertreten, aber die Arbeiter terinnen nicht die nöthige Mittagspause hatten und deshalb burger Arbeitgebers befürchtet, sondern es ist die geringe Be- vermissen allgemein, daß die Beamten sich nicht an sie genöthigt waren, ihren Männern die Mahlzeit erst in später zahlung, welche die Arbeiterinnen der Prostitution in die Arme wenden; die Arbeiter sollen sich an die Beamten wenden. Abendstunde zu bereiten. Ist es da ein Wunder, daß die Männer freibt. Man will aber den Arbeiter an jedem Punkte fühlen Im Interesse der Versöhnung der entgegengesezten Wünsche in die Branntweinschenke gehen? Es muß doch ein gesunder laffen, daß er der Fürsorge des Arbeitgebers nicht entbehren follten die Aufsichtsbeamten sich mehr an die Arbeiter dirett Kern in den Arbeitern stecken, daß sie sich das noch alles haben tann, und die große Menge der Bevölkerung glauben machen, wenden; in den Berichten findet man von Fachvereinen, Gewerk- gefallen laffen. Ich wünschte, daß wir die Spezialberichte der daß die Arbeiter besonders für die Unfittlichkeit und alle schlechten vereinen und so weiter gar nichts; nur sechs Vereine Fabritinspettoren selbst erhalten und nicht einen Auszug, der, Neigungen veranlagt seien. Gegen diese Auffassung der von den der Unternehmer werden von den Fabrikinspektoren erwähnt, ob absichtlich oder nicht, niemals so objektiv sein wird, wie wir Arbeitgebern inspirirten amtlichen Berichte muß ich aufs Ent- von den nach Hunderten zählenden Arbeitervereinen wird feiner ihn verlangen müssen. Es sind den Fabrikinspektoren großere schiet enste Verwahrung einlegen. Das häusliche Leben unserer berücksichtigt. Daraus geht hervor, daß diese Vereine von den Machtbefugnisse und namentlich wissenschaftlich begründete Arbeiter wird durch die moderne Produktionsweise zerstört und Aufsichtsbeamten ignorirt werden. Auch die Arbeitgeber haben Instruktionen zu geben. Die Wissenschaft hat bereits hinreichend fann durch Kleine Mittel, wie Mähschulen und dergleichen nicht noch nicht die richtige Achtung vor den Organisationen der Ar- die Zusammensetzung einer gesunden Luft festgestellt; und die geheilt werden. Alle diese Wohlfahrtseinrichtungen, Einrichtung beiter, sie haben noch nicht den richtigen Weg zum Verstande und Inspektoren sollen sich kümmern um die Beschaffenheit der Luft von Wohnungen u. s. m.; werden von den Unternehmern nur zum Herzen der Arbeiter gefunden. Wenn das geschehen ist, in den Fabrikräumen, denn ohne Zweifel trägt die verdorbene in ihrem eigenen Interesse getroffen, um die Arbeiter defto fester wird die Thätigkeit der Fabrikinspektoren erst die richtige Wirkung Luft den Reim der meisten Krankheiten in fich. Es heißt zwar an den Betrieb zu fesseln. Es giebt ja auch welche, die es aus haben. in Berichten, daß die Arbeiter sich weigern, die Fenster zu öffnen; wahrhaft humanitärer Gesinnung thun, aber diese bilden nicht Abg. Möller( natl.): Es ist über die Arbeitgeber- Verbände allein wenn der Arbeiter schwißt, so darf er das Fenster im die Regel. Auch das Kapitel der Arbeitseinstellungen wird sehr gesprochen worden, man hat aber dabei vergessen, daß die Unter- Interesse seiner Gesundheit nicht öffnen, denn der deutsche Arbreit besprochen und nachzuweisen versucht, wie schlecht, wie nehmer in diese Verbände hineingedrängt worden sind durch beiter ist nicht so wetterhart, wie sein englischer Kollege. Anderer. thöricht die Arbeiter dabei meist gehandelt, und wie sehr sie die Arbeiter, welche durch Ausstände die einzelnen Fabriken feits hat der Arbeiter das Recht, die richtigen Ventilation fich selbst geschädigt hätten. Die Streits werden sodann vielfach bedrängt haben, so daß diese sich zur Vereinigung ge- einrichtungen zu verlangen. Das Unternehmerthum scheut aber auf Einwirkungen der sozialdemokratischen Partei zurück- zwungen fahen, um die systematischen Angriffe zurückzuweisen. Die Kosten solcher Anlagen. Die Berichte sind unvollkommen, die geführt. Unsere Partei und unsere Presse hat sich so viel bemüht, wenn die Zahl der Fabrikinspektoren vermehrt worden ist, dann Vermehrung der Zahl der Inspektoren geht zu langsam vor sich; Klarheit über die zweischneidige Waffe der Arbeitseinstellungen wollen wir erst abwarten, ob sie nicht ihre Schuldigkeit thun auch was man durch die Vermehrung derfelben gut gemacht hat, zu verbreiten, daß ich jene frivole und gewissenlose Behauptung in Bezug auf die Dinge, die Herr Hirsch angeregt hat; bisher das geht wieder verloren dadurch, daß man ihnen mehr Aufganz entschieden zurückweisen muß. Und wie steht es denn mit waren die Aufsichtsbezirke so groß, daß die Beamten ihre Thätig- gaben aufhalft. Es wurde ihnen die Revision der Kessel dem Koalitionsrecht der Arbeiter überhaupt? Go alt wie dieses, feit nicht ins Ginzelne ausdehnen konnten. Daß die Fabrit aufgetragen, was natürlich den Arbeitgebern angenehm ist, find auch die Gegenfoalitionen der Unternehmer, welche darauf inspektoren sich nicht um die Anregung der Arbeiter bekümmert weil sie dadurch Geld sparen; ob dabei einige Menschen ausgehen, die Arbeiter an der Ausübung des Koalitionsrechtes haben, ist nicht richtig; der badische Fabritinspektor hat sogar mehr zu Grunde gehen, ist einerlei. ist einerlei. Nicht alle Streits zu hindern und dieses ganz und gar zu beseitigen. Die Ge- einmal auf Grund einer Beschwerde eines Arbeiters in einer sind von Sozialdemokraten veranlaßt. Die Buchdruckerbewegung werberäthe, Handelstammmern und Gewerbekammern sollten sich sozialdemokratischen Zeitung das Verlangen gestellt, daß ihm und lag nicht in den Händen von Sozialdemokraten, sondern war ein mehr mit den Arbeitern in Berbindung segen; sie würden dann dem Verfasser der Beschwerde der Zutritt zur Fabrit gestattet Werk der Gewerkschaft. Die preußische Regierung und das richtiger über alle diese Verhältnisse urtheilen. Bisher haben sie werden solle, was er gefeßlich nicht beanspruchen konnte. Die Unternehmerthum haben gesorgt, daß diese Buchdrucker, die ansich nur auf die Behauptungen, irrigen Ansichten und tendenziösen Einrichtung einer Arbeiterstatistik begrüße ich mit Freuden; ich fangs noch Fortschrittler waren, als Sozialdemokraten aus den Erklärungen der Unternehmer verlassen. Von diesen erhalten fann darauf aufmerksam machen, daß einer meiner Freunde Streit hervorgingen. Je mehr die Beschwerden der Arbeiter bie Fabritinspektoren eben meist ein falsches Bild von den Ur- bereits vor längerer Zeit einen Antrag nach dieser Richtung hin zurückgestoßen werden, um so geringschäßiger werden sie die fachen der Streits. Die Arbeitgeber sind meist schuld an den gestellt hat. Kleinigkeiten, die man ihnen gegeben hat, betrachten. Die InStreits, denn sie sagen: Sobald die Arbeiter von ihrem Abg. Wurm( Soz.): Es heißt, wir nährten gefliffentlich spektoren sollten sich mehr um die Beschwerden fümmern, welche Roalitionsrecht Gebrauch machen, ist das Tischtuch zwischen ihnen das Mißtrauen zwischen den Fabritinspektoren und Arbeitgebern in sozialdemokratischen Zeitungen vorgebracht werden. Sie haben und uns zerschnitten. In feinem Bericht der Fabritinspektoren einerseits und den Arbeitern andererseits. Herr Hartmann hat eben nicht die genügende Bollmacht; sie sind zu sehr abhängig habe ich soviel Gerechtigkeitsgefühl gefunden, daß man diese als Staatsanwalt Gelegenheit genug, sozialdemokratische Zeitungen und Kreisen entnommen, die den Arbeitgebern näher stehen, als Thatsachen anerkannt hat. Ich hoffe, daß meine Bemerkungen zu lesen, er liest sie aber sicherlich nicht mit den Augen des Ab- den Arbeitern. Warum sträubt man sich dagegen, Arbeiter, zum Nachdenken anregen und die Regierungen veranlassen geordneten, sonst müßte er daraus lesen, daß wir die Fabrikinspektoren welche die nöthigen Kenntnisse besigen, wenigstens zu Gehilfen werden, die thatsächlich bestehenden Mißstände zu beseitigen. auf Mißstände aufmerksam machen. Aber die Anklagen wegen Ver- der Inspektoren zu machen? Die Arbeiter werden mit größerem Staatssekretär von Bötticher: Ich bin gerne bereit, dar- leumbung gegen unsere Zeitungen schwirren nur so in der Luft, Verständniß in die Verhältnisse eindringen, weil sie diefen Dingen über nachzudenken, bis jekt haben mir die Ausführungen aber und der Fabrikinspektor Wörrishöfer, den wir als den besten in von Natur näher stehen. Schließlich bedürfen die Inspektoren nur wenig praktisches Material ergeben. Der Borredner über- Deutschland anerkennen, hat natürlich durch Mitnahme des dringend der Entlastung namentlich von den Bureauarbeiten. S schaftlichen Uebel die Arbeitgeber schuld seien. Lokales. Den Veteranen an der Arbeit erwartet unter der Herr Der Tischler Heinrich Weber, geboren am 28. September 1824, ist als solcher, sowie als Dachpappen- Arbeiter vom 6. Juni 1862 ab bis zum 24. Dezember 1891 ununterbrochen in unserer Fabrit beschäftigt gewesen, und hat sich stets die größte Zufriedenheit seiner Arbeitgeber zu erhalten gewußt. Sein Abgang erfolgte durch Uebergang der Firma in andere Hände, welche das Heranziehen jüngerer Kräfte nöthig machte. Albert Damke u. Ro. Dann werden auch die Berichte besser werden.( Beifall bei den| lehute aber diesen Besuch mit dem allerdings sozialdemokratisch Sozialdemokraten.) gefinnten Herrn ab. Die Fabrikanten traten noch am selben Abg. Rösicke( wild): Die Unternehmer sind in vollem Recht, Abend zusammen und beschwerten sich bei der Regierung. Herr wenn sie sich vereinigen, um fich gegen die Arbeiter zu schützen; Wörrishöfer ist nun zum Glück nicht gemaßregelt worden. Man denn nicht selten suchen diese die Arbeitgeber zu schädigen, zu ersieht daraus, wie weit die Fabrikanten die Berechtigung der schaft des Kapitals ein trauriges Schicksal. Wenn der Arbeiter boykottiren, sogar für Dinge, welche die letzteren nicht verschuldet Fabrikinspektoren anerkennen, wenn es sich darum handelt, auf- feine Kraft aufgebraucht hat, wenn er alt geworden ist und nicht haben. Der beste Beweis ist der Boykott gegen die Brauereien zudecken, was sie gegen das Interesse der Arbeiter in ihren Fa feht man ihm den Stuhl vor die Thüre und er kann sehen, wo mehr das zu leisten vermag, wie die jüngere Generation, dann in Halle, selbst nach der Darstellung einer sozialdemokratischen briken dulden. Flugschrift. Es ist ebenso ungerecht, wenn Arbeitgeber durch Abg. Schrader( dfr.) mißbilligt es, daß sozialdemokratische er bleibt. Die himmelschreiende ungerechtigkeit, die in einem Bereinigungen eine Preſſion auf die Arbeiter auszuüben suchen, Arbeiter wegen ihrer politischen Gesinnung aus der Arbeit entfolchen Verfahren liegt, ist von der Regierung auch anerkannt wie umgekehrt. Daß auf Seiten der Arbeitgeber ebenso gefündigt fernt werden; aber daraus, daß dies manchmal geschehen ist, worden und sie hat den Versuch unternommen, Abhilfe zu schaffen. wird wie bei den Arbeitern, wird Niemand leugnen. Aber die folgt doch nicht, daß die Arbeiter sich jetzt in einem Kriegswie dieser Versuch ausgefallen ist, davon liefert das famose Sozialdemokraten im Reichstag haben gesagt, daß an allem wirth- sustande befinden und Unrecht thun dürfen. Gin Unrecht lebegefeß" einen hervorragenden Beweis. Selbst wenn man Ein Unrecht ben guten Willen der Regierung anerkennen wollte und selbst ist aber der Boykott, namentlich war ein solches Unrecht wenn dieselbe geneigt wäre, mehr für die Arbeiterveteranen zu Abg. Bebel( Soz.): Die Boykottirungen haben nicht auf der Berliner Boykott. Angesichts des Entgegenkominens gegen Seiten der Arbeiter angefangen, sondern auf Seiten der Unter die Wünsche der Arbeiter kann man doch nicht mehr da thun, so würde sie dies doch nicht ausführen können, weil eben nehmer und der Staatsbehörden. Im Jahre 1878 namentlich trat von sprechen, daß diese sich jetzt in einem Kriegszustand gegenheute das Kapital mehr regiert, als die Regierung. ein großer Boykott ein nach den Attentaten, für welche man über der gesammten anderen Gesellschaft befinde. Wenn Ünter: liegt uns heute wieder vor. Als fräftiger junger Tischler von Ein Beispiel von der Behandlung der Veteranen der Arbeit Die Sozialdemokraten verantwortlich machte. Da erklärten nehmer und auch Behörden und Gerichte gegenüber den Sozialfozialdemokratischen Arbeiter einstellen würden. Bei der Marine gründet, daß das Sozialistengesetz einmal mit seiner scharfen in Moabit einzutreten. Bis zum Weihnachtsfest 1891 verbrauchte alle Privatunternehmer und Staatswerkstätten, daß sie keinen demokraten manchmal noch zu weit geben, so ist das darin be- etwa 30 Jahren trat der Mann bei Borsig ein. Hier blieb derfelbe sieben Jahr, um Anfangs der 60er Jahre bei einer Firma und den Militärwerkstätten gilt ja das heute noch, wie es in der Handhabung bestand. vorjährigen Etatsberathung noch festgestellt wurde. Wo die Bolizei fein anderes Mittel gegenüber den Sozialdemokraten hat, gegenüber den Vorwürfen, daß sie unberechtigte Berbände ge- Weihnachtsgeschenk in folgender Form zu erhalten: Abg. Höficke( wildliberal) nimmt die Unternehmer in Schutz der Arbeiter feine Kräfte im Dienste dieser Firma, um ein da steckt sie sich hinter die Gastwirthe, welche den Sozialdemo- bildet haben; solche Verbände waren nothwendig, weil die fraten ihre Gäle zu Bersammlungen verweigern müssen. In Arbeiter, besonders die Sozialdemokraten, von den Unternehmern A1 gburg sind für 18 Bierwirthschaften von Seiten des Militärs oft genug Dinge verlangt haben, die sie geradezu nicht leisten Vervote des Besuchs ergangen, weil dort auch Sozialdemokraten konnten, wie z. B. der Boykott gegen die Brauereien in Halle a. S. verfehren. Die Staats- Eisenbahnverwaltung unter Führung des beweise. Weil die eine Brauerei feinen Einfluß auf einen Wirth Herrn von Maybach hat sich ja mit den Herren Kühnemann und wegen seines Saales ausüben wollte, wurde die Brauerei boyKonsorten verbunden, um jeden sozialdemokratischen Arbeiter fottirt und als die anderen Brauereien sich zuſammenthaten, um aus den Werkstätten herauszumaßregeln. Dadurch sind wir diese eine Brauerei schablos zu halten, wurden sie sämmtlich selbstverständlich zu Gegenmaßregeln genöthigt und jede andere boykottirt. Das ist keine Gerechtigkeit. Partei in der gleichen Lage würde ebenso verfahren. Un Abg. Bebel: Daß Herr Wörrishöfer den Unmuth der gerechtfertigten Boykotts treten wir immer entgegen, wie auch Unternehmer erregt hat, ist fein Wunder. Als ein galizischer Es liegt uns fern, der alten oder der neuen Firma einen ich ja hier in einer Versammlung vor anderthalb Jahren Inspektor gegen ähnliche barbarische Zustände Front machte, er- Vorwurf machen zu wollen, deshalb, weil sie sich des alten, nicht mich gegen den Bierboykott aussprach.( Abg. Rösice: Nach- hob sich ein wahrer Entrüstungssturm in Petitionen wegen Ab- mehr leistungsfähigen Arbeiters entledigen. Das ist ihr Recht; dem der Boykott ins Wasser gefallen war!) Nein, son- berufung dieses Beamten. Die Unternehmerschaft fann es eben es wäre unklug, wenn der Arbeitgeber von diesem Recht keinen dern da es mir nicht früher möglich war, mich zu dieser absolut nicht vertragen, wenn sie dem Arbeiter gegenüber Un- Gebrauch machte. Deshalb unklug, weil der Konkurrent, als Sache hier in Berlin auszusprechen. Wir standen damals noch recht bekommt. Die Boykotts haben schon Anfang der siebziger smarter Geschäftsmann, sich schon längst die alten Arbeiter abs unter dem Sozialistengeseh. Was den Halleschen Brauereiboyfott Jahre in Eachsen ihren Anfang genommen. Auch im Kriege gehalft hat und nur noch mit jungen Kräften arbeitet. anlangt, so ist er durchaus gerechtfertigt, denn dort sind, wie sind noch lange nicht alle Mittel recht, auch der Krieg zwischen Eine Frage aber: Was wird nun aus dem 70jährigen entwohl sehr häufig sonst auch, die Bierwirthe gar nicht verantwort der Bourgeoisie und den Arbeitern muß gewisse Grenzen haben lassenen Arbeiter? Nach der Ansicht der Bourgeoisie muß der lich zu machen für den Ausschluß der Sozialdemokraten, sondern und häufig sind die Grenzen dieses Kampfes vorzugsweise von Mann unbedingt in der langen Reihe seiner Arbeitsjahre ge diese Wirthe find völlig in den Händen der Brauereien, und um den Unternehmern überschritten worden. Den geheimen, feigen fpart" haben und zwar soviel, daß er bequem leben" tann. Auf sie von diesem Zwang zu befreien, muß man eben die Brauereien Kampf mit den schwarzen Listen muß jeder Arbeiter welche Weise es dem Manne möglich gewesen sein soll, Geld auf boykottiren. Der Boykott ist ja ein ganz abscheuliches Kampf auf das Entschiedenste verurtheilen; jetzt wird auch die hohe Kante zu legen, wird nicht verrathen, dafür giebt es mittel, beswegen schon, weil die von ihm getroffenen Arbeiter offiziell erklärt, daß auch die fiskalischen Betriebe das tein unfehlbares Rezept. Aber der Arbeiter soll und muß gar nicht wissen, daß sie verfolgt werden, bis sie sich nach Arbeit Recht hätten, Arbeiter, Dereit politische Gesinnung mit sparen! umsehen und keine finden. Das ist aber eben der wirthschaftliche der der Staatsgewalt nicht harmonirt, aus den Betrieben Und wenn es ihm nun beim besten Willen nicht möglich ges Krieg, wir haben ihn nicht angefangen, wir haben nur den auszuschließen. Wie man im Mittelalter religiöse Reger verwesen ist, etivas zurückzulegen, was dann? Dann hat der siebzigFehdehandschuh aufgenommen. Ein Unternehmer, Körting, der brannnte, so verfehnt man jest politische Ketzer. Die finke Seite jährige Arbeiter das Recht, betteln zu gehen, so lange, bis ihn fich durch Maßregelungen und Boykottirungen sehr hervorgethan hat diese Kampfesweise verurtheilt, als es sich um die Maß- Der erste Kriminalbeante aufgreift. Das ist auch ein Rapitel hat, ist fürzlich in Hannover dadurch geehrt worden, daß man regelung fortschrittlicher Beamten haudelte und die fonservative aus der Geschichte der modernen Sozialpolitik". eine Straße nach seinem Namen nannte. Man hat den in Preußen Seite wird jest gewahr, daß diese Waffe eine zweischneidige ist. freilich mißlungenen Verfuch gemacht, die Aufforderung zum Jezt wird von Seiten des Staatssekretärs feierlich der Grundfah Ein Vermißter". Vergangenen Freitag erschien eine Boykott als groben Unfug zu bestrafen, in Sachsen ist man aber proklamirt, daß in fiskalischen Betrieben Sozialdemokraten nicht abgehärmte Frau in unserem Bureau, um thränenden Auges zu damit durchgedrungen und hat sogar einen meiner Genossen in arbeiten dürfen. Das wird konfequenter Weise dahin führen, melden, daß ihr Ehemann seit länger denn acht Tagen spurlos Baugen zu 14 Tagen Gefängniß verurtheilt, weil er den Ar- daß auch die Unternehmer verlangen, daß der Arbeiter so stimmt, verschwunden sei. Wir gaben der armen Frau den Rath, die beitern den doch wohl zulässigen Rath gab, nicht das konservative, wie sie wollen. Daß dieses schließlich zu einem Zustande führte, Preffe für die Sache zu intereffiren und dafür Sorge zu tragen, sondern das sozialdemokratische Blatt zu lesen, womit er die der mit einer gewaltigen Attion einzig und allein endigen daß möglichst sämmtliche Zeitungen Berlins einen den Vermißten Aufforderung zum Boykott, also groben Unfug begangen haben müßte, darüber ist für mich gar kein Zweifel. Daß auch die betreffenden Artikel brächten. Das ist auch geschehen und die sollte. Auch ich sehe in den uns zugegangenen Fabrikinspektorats Staatsgewalt den Boykott über die Arbeiter verhängt, geht aus Blätter veröffentlichten folgende Notis: berichten nur unvollständige und tendenziös gegen die Arbeiter einem Erlaß des früheren Kriegsministers v. Werdy an die gerichtete Berichte; das erklärt sich daraus, daß Fürst Bismarck Schwarzkopff'sche Fabrit hervor, in welchem die Direktoren ein Gegner der Fabritinspektion war, wie er benn auch dem angewiesen werden, alle sozialdemokratischen Glemente, nicht Fabrikinspektor, der feine Barginer Fabril revidiren wollte, die blos organisirte Arbeiter aus der Fabrik fern zu halten. Das Thüre wies, und die Inspektoren natürlich nicht oben anstößige verlangt faltblütig derselbe Minister, der von den sozialistischen Berichte liefern wollten; jetzt haben sich die Herren noch nicht Arbeitern verlangt, daß sie ihre Steuergroschen und ihre gesunden an den etwas anderen neuen Geist gewöhnen können, der in der Knochen, ihr Gut und Blut zur Erhaltung dieses Staates, wie Verwaltung herrscht. Die Berichte tönnen auch nicht erschöpfend sein, ihn Herr v. Berdy sich denkt, hergeben. Das ist ein so verwerf weil die pensionirten Offiziere, die man häufig zu Fabrikinspektoren licher Standpunkt, daß ich kaum annehmen kann, daß ein Mitmacht, bei aller Gewissenhaftigkeit, die sie haben mögen, nicht die glied dieses Hauses ihn offen und rückhaltlos zu vertreten wagen gehörige Borbildung besigen, und die Kesselrevisoren, die man würde. Der Boykott gegen die Berliner Brauereien ist feinesjezt ebenfalls nicht selten zugleich zu Fabrikinspektoren beruft, wegs ins Waffer gefallen; er wurde in Szene gesetzt, damit uns wohl tüchtige Maschineningenieure sein mögen, ohne die zum eine Reihe von Versammlungslokalen wieder zugänglich wurde. Dienstag Nachmittag fam ein Arbeiter nach unserer Redaktion Fabrikinspektorat nöthigen Charaktereigenschaften zu besigen. Das ist uns gelungen; eine große Anzahl von Lokalen steht uns und präsentirte sich als Herr Wilhelm Schiele aus Friedrichsberg. Wenn übrigens schon von den Fabrikinspektoren Berichte ein offen, die Wirthe haben eben flein beigegeben. Der wieder gefundene Bermißte! Der Mann erzählte uns folgende gereicht werden, so sollte man sie uns doch direkt zugänglich Staatssekretär v. Bötticher: Jch bleibe dabei, daß eine Leidensgefchichte: Am 30. Dezember v. M. trat ich ab Friedrichs machen, und nicht den Auszug, der nicht selten die Berichte nicht Vorschrift, wie Herr Bebel fie in den fistalischen Arbeitsordnungen berg die gewohnte Tagesreife" an, d. h. ich ging nach Berlin, ganz richtig wiedergiebt. Uebrigens enthält der Bericht des als vorhanden annimmt, daß nämlich Sozialdemokraten von der um Arbeit zu suchen. Seit Wochen war in meiner Familie tein Potsde mer Inspektors einen Bericht der Potsdamer Hutmacher Arbeit in Staatsbetrieben ausgeschlossen werden tönnen, nicht Sechser Geld vorhanden. Was meine Frau verdiente, wanderte Produttivgenossenschaft, der sich über die Art, wie diese Ge- unter den Begriff des Boykotts fällt, denn eine solche Vorschrift zum Budiler, um für die Familie( fünf Köpfe) die nothwendigsten noffenschaft die Hüte vertreibt, in Bemerkungen politischer, also verpflichtet niemand anders. Zu dem Boykott gehört nothwendig Lebensmittel heranzuschaffen. An jenem verhängnißvollen Lage in dem Bericht unzulässiger Art ergeht, und in so fern, als er das Zusammenwirken eines größeren Kreises von Personen, was hatte ich zu Hause eine trockene Schrippe gegessen. Nachdem ich fagte, oiese Genossenschaft sei bankrott gegangen, eine unrichtige hier bei der Arbeitsordnung selbstverständlich nicht vorhanden bis zum Spätnachmittag auf dem Berliner Pflaster von Pontius und die Genossenschaft schädigende Bemerkung enthält; ein amt ist. Wenn nun der Herr Vorredner behauptet, ich hätte feierlichst zu Pilatus gelaufen war, den Arbeitsmarkt des Lofalanzeiger licher Bericht follte sich doch auf bessere Informationen stüßen, proklamirt den Ausschluß der Sozialdemokraten von fistalischen und des Intelligenz- Blattes gelesen hatte und vergeblich nach uai folche Jrthümer zu vermeiden. Sulegt möchte ich noch eine Betrieben, so kann ich aus meiner eigenen Praxis mittheilen, daß zwei freien Stellen gelaufen war, war's mit meiner Kraft zu Frage an den Herrn Staatssekretär richten. Die Arbeiterschutz es eine Reihe von fiskalischen Betrieben giebt, in denen ein Ende. Wollte ich nicht auf dem Pflaster zusammenbrechen, mußte novelle sieht für gewiffe Ausnahmen von den in ihr enthaltenen solcher Erlaß nicht existirt. Ueber die Form der Berichte der ich etwas essen. Woher das aber nehmen? Keinen Pfennig in Bestimmungen ein Verzeichniß von Betrieben vor, auf welches Fabrikinspektoren ist fast in jedem Jahre hier verhandelt und ge- der Tasche, mußte ich das Mitleid meiner Mitmenschen in Anspruch diese Ausnahmen Anwendung finden sollen; nun erfordern ja ftritten worden. Ich erkläre mich auch diesmal bereit, die Be- nehmen. Ich wollte gewiß nicht, betteln,"- da sehe ich die Auslese eines Erwägungen über die Zusammenstellung eines solchen Verzeichnisses richte einzeln Ihnen mitzutheilen, wenn Sie dies beschließen Bäckerlabens. Brot und Schrippen lagen darin, ich hätte die eine gewisse Zeit, aber es ist ein Jahr vergangen, und da fönnten sollten. Bis jetzt hat sich die Mehrheit für den Auszug ent- Fensterscheibe durch beißen können. Unentschlossen ging ich auf Diese Erwägungen vielleicht doch abgeschlossen sein; nun stand in schieden. Dies dürfte zur Empfehlung des Titels I genügen. und ab vor der Auslage, endlich nahm ich all' meinen Muth der Presse die Notiz, daß dieses Verzeichniß nicht einmal bis zum( Heiterfeit.) Ende dieses Jahres würde erscheinen tönnen. Diese Notiz hat eine große Beunruhigung in der Arbeiterwelt hervorgerufen, und ich möchte eben den Herrn Staatssekretär fragen, wie weit diese Angelegenheit gediehen ist. Abg. Hartmann bittet, den Titel I endlich zu bewilligen. flamirt" dem Herrn Staatssekretär etwas nahe gegangen find. Abg. Bebel: Ich verstehe, daß die Worte feierlichst proihn gekennzeichnet habe, nicht vertritt, so ist mir das angenehm Wenn er in seinen Betrieben einen solchen Standpunkt, wie ich zu hören. Die Militär- und Eisenbahnverwaltung vertritt ihn aber. Ob das als Boykott angesehen wird oder nicht, kann dem Arbeiter gleichgiltig sein. die Beamten des Reichsamts des Innern. Titel I wird bewilligt, ebenso die übrigen Besoldungen für Donnerstag 1 Uhr vertagt. Gegen 6 Uhr wird die weitere Berathung des Etats auf " Vermißt. Der Arbeiter Wilhelm Schiele au Friedrichsberg verließ am Mittwoch, den 30. Des zember v. J. seine Wohnung, um eine kleine Besorgung auszuführen, ist jedoch bis heute noch nicht zurückgekehrt. Da S. fchon seit Oftober arbeitslos ist, so lebte er mit feiner fünf Röpfe starten Familie in größter Noth; es liegt deshalb auch die Vermuthung nahe, daß er sich in einem Anfalle der Verzweiflung das Leben genome men habe. S. ist 48 Jahre alt, cirra 1,60 Meter groß, von schmächtiger Statur, trägt einen schwarzen Vollbart und war bekleidet mit braunem Arbeitsjacket, englischledernen Hosen und Schaftstiefeln u. s. w. " zusammen, ging hinein und frug den Bäcker, ob er mir nicht eine Schrippe geben wolle, da ich essen müßte, sonst bliebe ich auf der auf mich und reichte mir ohne Weiteres eine Schrippe. SeelenStraße liegen. Der brave Mann warf einen prüfenden Blick auf der Straße angelangt und den ersten Biß in die Schrippe vergnügt verließ ich den Laden, wie wollte ich schwelgen! Kaum gethan, wurde ich angehalten von einem Herrn in Zivil, der mir eine Marke vorzeigte und mich aufforderte, ihm sofort nach dem nächsten Polizeibureau zu folgen. Das war ein Kriminalbeamter. Ich wurde wegen Bettelns" in Haft genommen und schließlich wegen dieses Verbrechens, das ich mir angeblich hatte zu schulden tommen lassen, zu 10 Tagen Haft verurtheilt. Ich erklärte mich bereit, die Strafe sofort verbüßen zu wollen, hatte man mir doch gesagt, daß meine Familie von meinem Verbleib in Kenntniß gesetzt werden solle. Sylvester, Neujahr u. s. w. brummte ich meine Strafe" ab und erschien dann wieder bei meiner Familie, die mich schon todt geglaubt hatte." Staatssekretär von Bötticher: Ich kann einen bestimmten Zeitpunkt nicht angeben, bis zu welchem der Bundesrath die betreffenden Berordnungen fertig gestellt haben wird. Der Vor redner hat behauptet, daß Sozialdemokraten aus staatlichen und Reichswertstätten entfernt werden; er hat daraus den Schluß ge zogen, daß die Behörden mit dem Boykott den Anfang gemacht haben. Ein Ausschluß sozialdemokratischer Arbeiter ist fein Boykott; es handelt sich um eine Bestimmung des Arbeitsvertrages; der Arbeitgeber kann nicht gezwungen werden, einen fozialdemokratischen Arbeiter anzunehmen, dadurch wird der Ar beiter nicht von jedem anderen Erwerbe ausgeschlossen, sondern nur von dem staatlichen Betriebe. Für die Stellung der Auffichtsbeamten haben sich zahlreiche Bewerber gemeldet, so daß die preußische Regierung in der Lage ist, sich das beste Material auszuwählen; sie ist nicht auf pensionirte Offiziere beschränkt. Abg. Möller( ntl.) bestreitet ebenfalls, daß die Arbeitgeber Die Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverord. fie giebt in schlichter Sprache das wieder, was einem Besiglosen mit dem Bontott angefangen haben. Dem Unternehmer muß es neten- Bersammlung am Donnerstag, Nachmittags 5 Uhr ent- in Berlin heute paffiren kann. Sind das menschenwürdige 34frei stehen, sozialdemokratische Arbeiter nicht zu beschäftigen. hält u. A.: Vorlage, betr. die Veräußerung eines todtgelegten stände? Der Mann, dem ein beſſer Situirter ein Brot schenkt, Oder soll er etwa gezwungen werden können, nur solche Arbeiter Theiles der Torfstraße- desgl., betr. Die Regulirung des wird wegen Bettelns eingesperrt, ihm wird die Möglichkeit ge zu beschäftigen, welche ihm Gewerkvereine u. f. w. aufdrängen. Süßowplages desgl., betr. die Erwerbung von Straßenland nommen, sich mit seiner Frau und seiner Familie zu verſtändigen. Das würde die größte Unfreiheit sein. den vor den Grundstücken Wallfir. 36 und 37, sowie vor dem Grund- Bu Haus herrscht Todesschrecken, herrscht das Elend. Die arme Kommunales. " So weit die Grzählung des wiedergefundenen Vermißten. Es ist nicht nothwendig, dieselbe mit Nuganwendungen zu versehen, Abg. Dreesbach( Soz.): Herr Wörrishöfer gehört jeden Brücke und die Verbreiterung des Fahrdammes der Potsdamer- innerhalb einer Woche nicht zurück! Es kommt auch keine Nachfalls zu den Fabrifinspektoren, denen auch Vertrauen von den straße vom Potsdamer Plaz bis zur Lühowstraße- Antrag von richt, muß da nicht angenommen werden, daß ein Sprung in die Arbeitern entgegengebracht wird, und er hat dieses Vertrauen, " soweit es ihm möglich war, gerechtfertigt. Der Fall mit der Mitgliedern der Versammlung, betr. den Grlaß eines Ortsstatuts Spree aller Sorge ein Ende gemacht hat? Untersuchung der Fabrik liegt aber anders, als hier dargestellt Arbeitern an Sonn- und Festtagen- Vorlage, betr. die Er Schiele liefert auch einen Beitrag zur Humanität des zwanzigsten in Bezug auf die Beschäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und ist. Die sozialdemokratische Boltsstimme" in Mannheim hatte wiederholt darauf hingewiesen, daß in einer Fabrit, fogar mit werbung des von dem Liepmann'schen Grundstücke zur Anlegung Jahrhunderts". gesundheitsschädlicher Fabrikation oft 24, ja ohne wesentliche der Straße 44, Abtheilung XIIIa, erforderlichen Landes- desgl., Unterbrechungen sogar 36 Stunden hintereinander gearbeitet betr. die Erwerbung des Grundstücks Frankfurter Allee 68 Die ,, Freie Volksbühne" als ,, politischer Verein". Es werde. Daraufhin wollte Herr Wörrishofer die Sache unter desgl., betr. die Regelung der Sonntagsruhe im Handelsgewerbe Ober- Berwaltungsgericht bestimmten, die Freie Boltsbühne" für dürfte intereſſant ſein, die Gründe kennen zu lernen, welche das zu Berlin, einen politischen Verein zu erklären. In dem vom Reichs Anzeiger" publizgirten Urtheil heißt es: Während der Verein nach den Angaben des flagenden Dr. Wille nur die Ausbreitung der naturalistischen Richtung der Literatur unter der Arbeiter bevölkerung und eine" Revolution" nur auf dem Gebiete der Runft anstreben soll, lassen nach der Feststellung des Gerichtshofs fuchen und, um auch das Vertrauen der Arbeiter bei dieser Untersuchung zu haben, einen Unbetheiligten mitnehmen, aber nicht den Verfasser des betreffenden Zeitungsartikels oder den Redakteur, sondern den Stadtverordneten und das Mitglied des Bürgerausschusses in Mannheim Wilhelm Häusler, und er meldete seinen Besuch mit diesem an. Der Fabritant " 47 die politische Thätigkeit der Leiter und ber meisten Mitglieder den Beweggrund zur That hat es bisher hartnäckig jebe Auskunft der Gerichtshof das erste Urtheil auf und erkannte auf Freides Vereins, die tendenziöse Auswahl der vorgeführten Dramen verweigert und ist seiner Herrschaft wieder zugeführt worden. ( Ibsen's Stüßen der Gesellschaft", Sudermann's Ehre", Schiller's sprechung. " Rabale und Liebe", Hauptmann's Vor Sonnenaufgang", Ein fremder, erst vorgestern zugereister Schlossergeselle, Willi Auf betrügerischen und einfachen Bankrott lautete die Pissemsti's, Der Leibeigene") und insbesondere die zu diesen in den Förster, der die Nacht im Asyl für Obdachlose zugebracht hatte, Anklage, welche gestern vor dem Schwurgericht des Landgerichts I Vereinsversammlungen vorgetragenen Erläuterungen, worin auf ist gestern früh um 7 Uhr, wie er behauptet, von ihm völlig un- stattfand." Reinlich und zweifelsohne" war das Verhalten jedendie Unhaltbarkeit der dargestellten Verhältnisse im Gesellschafts- bekannten Personen überfallen und durch einen tief in die Lunge falls nicht," welches der Angeklagte, Garderobenhändler August und Staatsorganismus und auf das Bevorstehen ähnlicher Kämpfe dringenden Messerstich schwer verletzt worden. Die Verüber der Völkel, feinen Gläubigern gegenüber beobachtet hat. Der wie am Ausgange des vorigen Jahrhunderts hingewiesen wurde, Unthat find entkommen. teinen Zweifel über die wirkliche Tendenz des Vereins. Diese Der Naubmörder Ernst Ruttke und seine Helferin, die bestehe nicht lediglich in der Befriedigung des Kunstbedürfnisses unverehelichte Christiane Schütt, sind gestern Nachmittag aus und Läuterung des Kunstgeschmacks, sondern die Organe des Vereins hätten thatsächlich und bewußt die dramatische Kunst Köpenick in das Moabiter Untersuchungsgefängniß eingeliefert bebufs Anregung von Gefühlen, Vorurtheilen und Leidenschaften worden. weiter Schichten der Bevölkerung in den Dienst der Parteiagitation gestellt, um auf Aenderung der bestehenden Gesellschafts- Teufer vor dem Hause Lindenstr, 105 mit mehreren Kopf Polizeibericht. Am 12. b. M. Abends wurde der Kellner ordnung hinzuwirken, und damit den Zweck der Einwirkung auf verlegungen besinnungslos aufgefunden und nach dem Krankenöffentliche Angelegenheiten erkennbar gemacht. hause am Urban gebracht. Die Verlegungen rührten anscheinend von einem Falle her.- Im Laufe des Tages fanden vier Brände statt. " Gerichts- Beitung. Angeklagte, feines Zeichens ein Tischler, betrieb seit einigen mäßigem Umfange, welches nicht besonders florirte, denn der Jahren in der Markusstraße Nr. 29 ein Kleidergeschäft in Angeklagte hat schon im Jahre 1887 mit seinen Gläubigern affordirt und sich mit denselben auf der Grundlage von 50 pet. abgefunden. Im Juli v. J. verkaufte, oder wie die Anklage Gläubigern, bei welchen er mit ca. 7000 m. in der Kreide saß, von 3070 M., verschwand von der Bildfläche und ließ seinen meint, verschleuderte der Angeklagte sein Geschäft für den Preis das Nachsehen. Was der Angeklagte nach diesem Roup getrieben, ist nicht recht aufgeklärt. Er behauptet, daß er nach London ge gangen sei, um zu versuchen, sich mit Hilfe feines alten Metiers ist nicht recht aufgeklärt. eine neue Eristenz zu gründen, was ihm jedoch nicht gelungen sei. Soviel steht fest, daß er etwa 4 Wochen später wieder in Berlin auftauchte und nun eine Denunziation wegen betrüglichen Bankrotts gegen ihn veranlaßt wurde. Ueber den Verbleib der für das Geschäft empfangenen 3070 m. machte er so verschiedene offenbar unwahre Angaben, daß die Kriminalpolizei bei ihm Haussuchung abhielt, die aber fruchtlos aussiel. werden konnte. Wo er das Geld im rechten AugenDie Am Sonnabend fand in der Bockbrauerei der von der Freien Bereinigung der Kaufleute" zu Gunsten der streikenden Buchdrucker veranstaltete Kommers statt. Trotz der ungünstigen Witterung waren etwa 500 Personen erschienen. Der Genosse Kaufmann Türk wies mit einigen einleitenden Worten auf den Zweck der Festlichkeit hin, worauf Genosse Kaufmann Dyrenfurth feinen Prolog sprach. In bunter Reihe wechselten nun die Bor träge des Gesangvereins Berliner Typographia" mit den gelungenen Leistungen der Herren Massini, Röhn und Dyrenfurth, welche allgemeinen Beifall fanden. Ginige gemeinschaftliche Ge- mit einer großen Anzahl anonymer Anzeigen überschüttet, welche dann aber mit der Behauptung auf, daß er das Geld jeben Der Kriminal- Kommissar Liß wurde im Herbste 1889 Bei seiner Vernehmung vor dem Untersuchungsrichter trat er fänge der Festtheilnehmer veranlaßten allgemeine gemüthliche augenscheinlich von einer und derselben Hand, herrührten. Augenblick nachweiſen könne und als er aufgefordert wurde, dies Stimmung. Nach Erledigung des Programmes wurden noch vom Gämmtliche Schriftstücke enthielten Beschuldigungen gegen den zu thun, zählte er auch die ganze Summe auf den Tisch, Kaufmann Türk und Buchdrucker Maffini zündende Reben ge- Auktionator Karl Joseph. G3 wurde behauptet, daß derselbe mit so daß dieselbe im Interesse der Gläubiger beschlagnahmt halten, in welchen empfohlen wurde, die Solidarität stets hoch sogenannten Dremmlern" arbeite, d. h. Personen, die zum blicke herbekommen hat, ist auch wieder räthselhaft. zu halten und für die Ziele der Sozialdemokratie mit Scheine mitbieten und die Preise in die Höhe treiben müssen. Anklagebehörde schien der Ansicht zuzuneigen, daß der allen Kräften einzutreten, auch wurde darauf hin gewiesen, daß es die unabweisbare Pflicht aller intelliDas Publikum werde dadurch betrogen. Die polizeilicherseits senteren Arbeiter, namentlich der Buchdrucker und Kaufleute, angestellten Ermittelungen ergaben auch so viel Belastungs- Angeklagte mit dem Käufer seines Geschäfts, dem er die Vorfei, in den ersten Reihen der Sozialdemokratie zu kämpfen. Be material, daß gegen Joseph und vier seiner Helfershelfer Anklage räthe zu Spottpreisen überlassen, unter einer Dede gesteckt, sonders die Ereignisse der letzten Wochen haben wieder gelehrt, geschuldigte wurden vom Schöffengericht zu empfindlichen Strafen 3070 m. bei sich zu Hause auf dem Ofen bewahrt und gar nicht wegen Betruges erhoben werden konnte. Sämmtliche An- eine Annahme, für welche die Verhandlung einen Beweis nicht daß ein Einzelner, ja eine ganze Gewerkschaft, selbst wenn sie während der Angeklagte behauptete, daß er die noch so start ist, erfolglos tampit, wenn sie sich nicht der all- verurtheilt. Die sechste Strafkammer mußte indessen auf die ein- die Absicht gehabt habe, das Geld seinen Gläubigern vorzuentgemeinen Arbeiterbewegung anschließt. Die Buchdrucker dankten gelegte Berufung ein freifprechendes Erkenntniß fällen, da es halten. Der Staatsanwalt hielt die Anklage im vollen Uman den angeblich betrogenen Personen fehlte. Nun erhielt den Kaufleuten für die geleistete Unterſtügung und versprachen, Herr Liß wieder ein anonymes Schreiben, in welchem darauf fange aufrecht. Die Geschworenen sprachen auch das Schuldig tie erſten ſein zu wollen, welche der Freien Vereinigung der Kauf hingewiesen wurde, daß Joseph es nach dem unbegreiflichen Gr- über den Angeklagten aus, billigten ihm aber mildernde Umleute zur Seite stehen würden, sobald dieselbe in einem späteren fenntnisse der sechsten Schaflammer- pardon Straffammer" stände zu, worauf ihn der Gerichtshof zu 1 Jahr Gefäng Kampfe materieller Hilfe bedürfe. Nach einem brausenden Hoch ärger treibe wie zuvor." Dieser Witz war Gegenstand einer An- niß verurtheilte und sofort in Haft nahm. auf die Sozialdemokratie, deren Banner an der Front der Bühne klage wegen Beleidigung, die gestern vor der dritten Straffammer prangte, begann der Tanz, welcher die Theilnehmer bis zum des Landgerichts I gegen den Journalisten Felig Warstein frühen Morgen gemüthlich beifammen hielt. Die Berloosung verhandelt wurde, denn dieser soll der Verfasser des Schriftstückes mehrerer gestickter sozialdemokratischer Sinnsprüche sowie die fein. Derselbe bestritt dies entschieben. Als belastend ward gegen amerikanische Auktion eines prachtvollen Blumenforbes brachten ben Angeklagten angeführt, daß derfelbe feit längerer Zeit bei anfehnliche Erträge, fodaß das Festkomitee in der angenehmen dem Aultionator Bock, einem Konkurrenten Joseph's, wohnt, daß Lage war, den ftreifenden Buchbruckern über 100 Mart über er häufig bei Auktionen gesehen wurde und daß der gerichtliche weisen zu können. Schreibfachverständige es für zweifellos hält, daß der Angeklagte den Brief geschrieben. Zu dieser Ueberzeugung gelangte auch der Gerichtshof, der den Angeklagten zu einer Geldstrafe von 56 m. verurtheilte. Tod ein. erbrachte vorgehen, zeigte eine Verhandlung, welche am Sonnabend in Wie die Behörden gegen sozialdemokratische Vereine Moabit vor dem Schöffengericht I stattfand. Angeklagt waren die Genossen Tischler Schrade, Schriftfeher Schobeleiter und Buchhändler Schula, welche Weitglieder des Lesellubs„ Karl Mare" find. Der Thatbestand ist folgender: Der Leseflub Karl Mare" veranstaltete am 19. Juli v. J. eine Kremserpartie nach Schmöckwiz und forderte durch Annonce im„ Borwärts" auf, hieran theilDie Jufluenza tritt jetzt recht bedenklich auch unter den zunehmen. Die vorbenannten Genoffen waren zum Romitee ge Pferden auf. Die Krankheit beginnt mit Anschwellen der Augen, wählt, welche die Partie zu ordnen und zu leiten hatten. Die die Freßluft verliert sich und die Beine verdicken sich zu wahr felben waren nun angeklagt, einen öffentlichen Aufzug geordnet, baft unförmigen Massen. Bei sofortigem ärztlichen Eingreifen Der Fernsprecher hat jetzt recht häufig die Nolle des Ver- geleitet und den Aufruf dazu erlassen zu haben, also gegen den und nöthiger Schonung verläuft die Krankheit meist gutartig, breiters von Beleidigungen zu übernehmen und das Publikum§ 17 Abs. 2 des Vereinsgefeßes vom 11. März 1850 verstoßen wo die Thiere aber noch nach Eintritt der Krankheit angestrengt werden, tritt häufig infolge von Herzlähmung der scheint sich nur schwer an die Thatsache zu gewöhnen, daß sich zu haben, welcher besagt:" Wer ohne polizeiliche Genehmigung geftrengt werden, tritt häufig infolge von Herzlähmung der telephonische Beleidigungen als öffentliche Beleidigungen Der Staatsanwalt beantragte, jeden Angeklagten mit 20 M. oder charakterisiren, da der Fernsprecher eine öffentliche Einrichtung 5 Tagen Haft zu bestrafen, weil durch den Gang der Verhand Aus vergangenen Tagen. Gin von der Verbrecherwelt ist und die telephonischen Gespräche auch von anderen Personen lung erwiesen wäre, daß thatsächlich ein Bergehen stattgefunden ebenso kunstvoll wie verborgen angelegt gewefener Bau ist mit gehört werden können. Gestern stand der Tischlermeister D. vor lung erwiesen wäre, daß thatsächlich ein Vergehen stattgefunden der Beseitigung des alten Mühlendammes nunmehr gänzlich ver- der 186. Abtheilung des Amtsgerichts I, weil er einem Gläubiger, hat, daß diese Kremferpartie ein öffentlicher Aufzug war, weil erstens das Vereinsbanner am ersten Kremser angebracht war und schwunden. Unter den alten Kolonnaden des Mühlendammes dem Spiritushändler K. in unzulässiger Weise telephonisch heim erstens das Vereinsbanner am ersten Kremser angebracht war und und merkwürdigerweise in unmittelbarer Nähe des alten Polizei- geleuchtet hatte. Der Beklagte stand mit Herrn R. in Geschäfts- die Kremser mit rothen Fahnen geschmückt waren, zweitens weil Präfidialgebäudes bestand im Jahre 1873 eine Schantwirthschaft, verbindung und da sein Konto schon start belastet war, so wollte die Stremfer, 8 an der Bahl, hinter einander abfuhren. Hierauf deren Gäste ausschließlich der Verbrecherwelt angehörten. Dieser ihm der letztere einen weiteren Kredit nicht gewähren legte der Staatsanwalt den größten Werth, weil durch das Hinter Umstand war der Kriminalpolizei wohlbekannt; doch blieb es und fandte ihm einen Konto- Auszug mit der Bitte um Be- einanderfahren eine Verkehrsstockung eintreten und Menschenden Beamten ein Räthsel, daß die Besucher jener Spelunke bei richtigung desselben zu. Am 25. Auguft nun rief der Beklagte ansammlungen stattfinden könnten, weil ein solcher Aufzug Aufauch weder in dem Lokale, noch auf dem Boden unter- tomme, ihm einen folchen„ Wisch" zu schicken, wenn er Gel Beide bekundeten, daß sie von Menschenansammlungen nichts Schluß derselben nicht wieder auf die Straße zurückkehrten und den Kläger durch das Telephon an, fragte ihn, wie er dazu sehen erregt. Als Zeugen waren von Seiten der Behörden ein Polizeiwachtmeister und ein Schuhmann vorgeladen, welche fellert war das Haus nicht Chef der Kriminalpolizei setzte Alles daran, dieses selt holen. Das Telephon, welches diese in erregtem Tone ge- Bom Genossen Schulz wurde dem Herrn Staatsanwalt erwidert, zu finden waren. Der damalige haben wolle, dann folle er doch zu ihm kommen und sich solches gesehen haben und auch nichts Ruhestörendes bemerkt hätten. same Dunkel zu lichten, und betraute mit dieser Angelegenheit fprochenen Vorhaltungen getreulich übermittelte, brachte schließ, daß, wenn je eine Anklage haltlos war, es diese ist; schon die einen Bolizeirath und einen Kriminal Kommiffarius. Um lich auch noch als Schlußeffekt den Gruß Sie Lump der Sache auf den Grund zu kommen, beschloß der Kommissar. As Meister. daraufhin wegen Beleidigung angeklagt Annonce, welche nur zu einer Kremferpartie auffordern, fagte sich an Ort und Stelle festzusehen, und erschien oftmals furz vor wurde, legte er sich zunächst aufs Leugnen und behauptete, doch schon genug, dann hat die Partie weder mit Musit noch Thoresschluß ganz unerwartet. Hierbei glaubte er eines Abends daß er doch nicht dafür könne, wenn das Telephon Gesang stattgefunden, auch hat kein Lärm bei der Abfahrt stattein dumpfes Rollen wahrzunehmen, welches aus der Erde nach irgend einer Person Beleidigungen ins Ohr blase. Zu seinem gefunden, und wenn die Wagen alle zusammen d. h. hinteroben zu bringen schien. Er meinte Anfangs, daß dies Geräusch Unglück hatte aber ein Angestellter des Herrn K. während des einander abgefahren sind, so ist dies ganz selbstverständlich, daß von vorüberfahrenden Wagen herrühre. Da sich aber das eigen- ominöfen Gesprächs das zweite Hörrohr an sein Ohr gelegt und nicht etwa ein Wagen jetzt und der andere etwas später abfährt. artige Rollen in regelmäßigen Zwischenräumen wiederholte, die Stimme des Angeklagten aufs allerbestimmteste erkannt. Bei Was aber andere Vereine, welche nicht Sozialdemokraten find, richtete er feinen Blick unwillkürlich auf den Fußboden unter sich dieser Sachlage konnte der letztere das Leugnen nicht mehr auf- thun tönnen, das möchte man den Sozialdemokraten ver und bemerkte, daß der lettere unregelmäßige Schnitte in brei recht erhalten und zog es vor, durch Abbitten und Bahlung einer bieten. Der Gerichtshof sprach nach einer etwa viertelstündigen Be Dielen zeigte, deren Fugen sichtlich mit Schmus frisch aus- Summe an die Armenkasse die Sache aus der Welt zu schaffen, rathung die Angeklagten frei, die Kosten der Staatstaffe auferlegend. Bei der Begründung des Urtheils sagte der Vorsitzende des Gegestrichen worden waren. Auf Grund dieser Wahrnehmungen da er wohl oder übel die Vorhaltung des Klägerischen Rechtsbegab sich ein starkes Aufgebot von Polizei noch an demselben anwalts Dr. Sello anerkennen mußte, daß das Telephon doch richts, daß von einem öffentlichen Aufzuge im Sinne des Gesetzes Abend in das Lokal und nahm im Beisein des verduyten Wirthes andere Aufgaben habe, als der Blizableiter für den Groll er nicht die Rede sein fönne: erster Beweis sei die Annonce. Dann tönne der Gerichtshof auch nicht annehmen, daß am frühen die Dielen auf. In einer tiefen Deffnung wurde eine Leiter regter Menschen zu sein. fichtbar, vermittelst welcher man in eine Tiefe von zwei Metern Morgen Menschenansammlungen oder Verkehrsstockungen eingetreten sind, weil im Monat Juli Landpartien nichts feltenes find, und daher die Neugierbe des Publikums wohl keine große zu nennen ist. Aus diesen Gründen hatte die Behörde kein Recht, eine Nachsuchung der Genehmigung zu verlangen. = in einen viereckigen Raum gelangte; an diesen schloß sich ein Was ist Kognak? Diese Frage beschäftigte gestern die unterirdischer Gang an, welcher unter den Mühlendamm Berufungs- Strastammer des Landgerichts I. Der auf der Anklagehindurchführte und unter dem Bürgersteige der gegenüber- bank befindliche Destillateur Kanzler sollte ein Getränk unter dem liegenden Seite endigte. Dieser ziemlich viel Grundwasser Namen Rognak verkauft haben, welches nach dem Gutachten des zeigende Gang war mit Stroh belegt worden und diente den Sachverständigen Dr. Bischoff diese Bezeichnung nicht verdiente. räthselhaften Gestalten als Lagerstätte. Bei dem Ausnehmen des Das Schöffengericht hatte den Angeklagten deshalb wegen Nestes fielen zehn willkommene Männlein und ein Fräulein der Vergehens gegen das Nahrungsmittelgesetz zu einer Geldstrafe Polizei in Hände. Als man nun die Streu hinwegräumte, von 10 M. verurtheilt. Dr. Bischoff begründete sein Gutachten mich benutzt in fließ man auf einen Bohlenbelag, welcher als Kegelbahn bemust im geftrigen Termine folgendermaßen: Unter Rognat iſt in erster Boziale Uebersicht. wurde. Die Wölbung war durch weiße Backsteine tunstgerecht Linie ein Weindeftillat zu verstehen, welches bestimmte arohergestellt worden. Diesem Mauerwerk ist es zu danken, daß matische charakteristische Substanzen, wie Denanthather u. f. w. Nun sei es eine bekannte Thatsache, daß auch Stettins durch Vermittelung des dortigen Polizeipräsidenten Unterhandlungen, welche die streifenden Buchdrucker lange an der Herstellung des Baues gearbeitet worden ist, hat nicht annähernd fo viel Rognak eingeführt werde, daß der Bedarf Grafen zu Stolberg mit den Buchdruckereibefizern gepflogen, find der Mühlendamm an jener Stelle nicht eingestürzt ist. Wie enthält. Nun sei es eine befannte Thatsache, fich nicht aufklären laffen. Zwecks Beleuchtung des Ganges hatte gebedt werden könne, ebensowenig werde nur echter Rognak aus an dem Egoismus der letteren gescheitert. Die man diefen so angelegt, daß er an einer Gasrohrleitung entlang Frankreich ausgeführt, sondern schon dort würden viele Nach Gehilfen sollten sich zum Austritt aus dem unterstützungsverein lief. Diese war angebohrt und mit kleinen Röhren versehen ahmungen hergestellt. Ge gingen große Mengen Spiritus von Deutscher Buchdrucker verpflichten und ihre geschäftlichen Be worden, so daß das Verbrecherthum seine Beleuchtung unentgelt. Deutschland nach Frankreich, die als Kognat zurückkehrten. 63 lich bezog. Der gange hohle Naum wurde bald nach seiner fei daher künstlicher Kognat feineswegs zu verwerfen, aber ein siehungen zum Unternehmer nicht mehr auf Grund des Allgemeinen Entdeckung mit Schutt ausgefüllt. Die Reste dieser abenteuer folches Produkt müsse mindestens 40 pct. Allohol und so viel Deutschen Buchdruckertarifs, sondern auf der Basis der sogenannten freien Vereinbarung" regeln. Dafür dankten die Gehilfen lichen Katakombe sind nunmehr mit dem alten Mühlendamm von denjenigen Stoffen, welche zur Nachahmung gebraucht werden, natürlich, denn um solchen moralischen Selbstmord zu begehen, augleich völlig verschwunden. enthalten, daß man es wenigstens als" Façon- Kognat", wie die Nachahmung genannt werde, bezeichnen tönne. Dies sei in haben sie nicht erst Unterhandlungen nöthig. Ein nettes Früchtchen ist der vierzehn Jahre alte Schüler Betreff des von dem Angeklagten ausgeschänkten Schnapses nicht Unterftigung der streikenden Buchdrucker. Die Noten Otto Rogalla, welcher in der Berlinerstraße Nr. 8 zu Charlotten der Fall. Derselbe habe kaum 80 post. Alkohol enthalten und stecher Leipzigs erhöhten den Extrabeitrag für die streikenden burg bei seinen Eltern wohnt. Sein Vater, ein fleißiger und sei weder dem Geruche noch dem Geschmacke nach als künstlicher Buchdrucker von 50 Pig. pro Mann und Woche auf 75 Pfg. Iparfamer Arbeiter, hatte sich nach und nach die Summe von Rognat zu erkennen gewesen. Der zweite Sachverständige, Sie haben bis jetzt über 1200 M. für die Streifenden beigesteuert, 176 Mark erübrigt, war aber unvorsichtig genug gewesen, dies Gerichtschemiker Dr. Jeferich gab sein Gutachten im Wesentlichen pro Woche mindestens 100 M. In Braunschweig zahlten feinem Sohne gegenüber nicht geheim zu halten. Gestern nun in demselben Sinne ab. Echter" Rognat sei eine Seltenheit und die Tischler 100, die Maurer 200, die Bimmerer 30 M. Die fonnte der Knabe seinem Drange nach Geldimitteln nicht wider die Frage, wieviel Prozente Alkohol ein fünstlicher Rognak ent- Filiale am burg des Unterstützungsvereins der Bürsten- und stehen, stahl seinen Eltern die Ersparniffe und hat sich wahrhalten müsse, um noch als solcher bezeichnet werden zu können, Binfelmacher bewilligte in zwei Raten 60 M.; der Lokalverband scheinlich mit Altersgenossen zusammen auf und davon gemacht; sei eine offene. Gine Bestimmung darüber bestehe nicht. Hamburg des deutschen Tischlerverbandes alle disponiblen Gelder; benn er ist in die elterliche Wohnung nicht wieder zurückgekehrt. Der britte Sachverständige, Apotheker Bogel, hatte dem die Bahlstelle Hamburg des Verbandes der Fabrik-, Land- und Zur Linderung der ersten Noth hatte er seinem Vater von der Angeklagten das Rezept zur Herstellung des fünftlichen gewerblichen Hilfsarbeiter 50 M. aus dem Lokalfonds, die durch entwendeten Summe 16 Mart zurückgelassen. Die Polizei fucht Rognats gegeben. Die meisten Schankwirthe Berlins fertigen eine einmalige Extrasteuer von 0,50 M. erfegt werden sollen; eifrigst nach dem jugendlichen Durchganger. ihren Rognat nach dieser Vorschrift an. Es sei ein Geer Allgemeine Tapezirerverein, Filiale Hamburg, als erste Rate misch von Spiritus, Wasser, Kognateffenz und etivas Vanille- ico W., als zweite Rate 150 M. Die Würzburger Vorgestern Abend gegen 914 Uhr bemerkte der Arbeiter tinktur. Der Angeklagte verkaufe in seinem Ausschank ein Gläschen organisirten Metallarbeiter zahlen pro Mann und Woche während welcher an der Schleuse am Zoologischen Garten vorbeiging, daß Rognat für 5 Pf. und heutzutage wiffe Jeder, daß er hierfür der Dauer des Streits 20 Pfg. ein junges Mädchen, in welchem später die Dienstmagd Johanna eine echte Waare nicht bekommen könne. Ein Rognat der 30 pet. 28., Potsdamerstr. 31a wohnhaft, ermittelt worden ist, in selbst Alfohol enthalte, ist nach der Ansicht dieses Sachverständigen Zwei weiße Naben. Die leitenden Ingenieure mörderischer Absicht dort in das Wasser sprang. Als der Körper noch start genug. In gleichem Sinne äußerte sich der des faderlichen Marine- Arsenals zu Pola, Weigner und Mar wieder auftauchte, gelang es H., das Mädchen vom Ufer aus zu Borsigende des Vereins der Berliner Weißbierwirthe, Herr gutti, traten von ihren Posten zurück, weil jie mit ergreifen und das Rettungswert zu vollenden. Mit den Worten: Fehse. Ein Schankwirth, der einen stärkeren Rognat für 5 Pf. angeordneten Arbeiter entlassungen nicht ein Uber Mamfellchen, hier ist ja das Baden verboten", brachte er ausschänke, wie es der Angeklagte gethan, müsse dabei verstanden waren. bas verzweifelte Mädchen nach der nächsten Polizeiwache. Ueber Schaden machen. Auf Grund Dieser Gutachten hob Ob so etwas in Deutschland möglich wäre? In Rehmsdorf( Prov. Sachsen) ist es zwischen den Arbeitern und der Leitung der Kinderwagen Fabrik von Tretbar u. Wolf zu Differenzen wegen des Lohnes gekommen, weshalb die ersteren um Fernhaltung des Zuzugs ersuchen. Der Streit der Droschkenkutscher der Pariser Gesellschaft Urbaine" soll nach einer Meldung der Voss. Zeitung" beendet sein. Pyrtec. " Hann. 2, Weydmers. monie", Lindenstr. 106 bet Poppe. " ,, Freie B In Dorffir. F10, bet Gerth. Gefangverein Beilchen blau", Rottbuser| Kinder der Leute, zwei Mädchen im Alter von 6 und 3 Jahren Damm 39, bet Jakob. Sängerchor der Töpfer Berlins, Gipsstr. 3, bei liefen, einer Feuersäule gleich, im Zimmer umher, und wenige preußiler manner. Gefangpereinübenstr. 65, bei Feßen der Kleidungsstücke bedeckten noch ihre Körper. Als die Gefangverein3ufunft 2", Nieder- Schönhausen, Lindenstr. 25.Frischmann. Landsleute find willkommen. Gefangverein Edelweiß", Mutter das Mittagsessen ihrem in der Vereins- Zuckerfabrik be Melchiorstraße 15, bet Stehmann. Be fangverein Borar", Admiralschäftigten Ehemanne zutrug, hatte das ältere Mädchen die straße 38, bet Bülow. Seeger'scher Gesangverein", Blumentraße 67, bet Springftubbe. straße 46, bet Weid.- Gefangverein ,, Maiglödden 2", S.-D., Manteuffel- Petroleumkanne genommen und aus derselben Petroleum in die traße 21a. Gefangverein elfenburg", Blumen- Ofenfeuerung gegossen, während das jüngere Kind dabei zugesehen Gesangverein Gintracht Glienicke bei Ablershof, hatte. Die Flammen waren in das Gefäß eingeschlagen und bet Keller. Gesangverein Ginigteit 3", Groß- Lichterfelde, Amalienftraße, bet Gesangverein Soffnung 3", Brandenburg, dieses explodierte nun. Am ganzen Körper der Kinder zeigten Die Münchener Bäckergesellen beschlossen in einer Ver- Bangeftr. 108, bet stebinangperfangerein" Grete Sänger sich zum Theil tiefgehende Brandwunden, die das Schlimmste für fammlung nach einem Referate Vollmar's, an die betreffende. Grunow. Gefangverein Freie Sänger" jeden Donnerstag, Abends das Leben derselben befürchten lassen. Regierungsbehörde eine Petition abzusenden, in welcher die Gin- 9-11 Uhr. Gäſte wiltommen. Gefangverein Kreuzberger Har Eisenbahn Unglücke. Der Köln Amsterdamet führung der Sonntagsruhe für die Bäckergehilfen gefordert wird. Müllerfir. 7 bet Reichardt.- Gefangverein Gefangverein Nordstern", Gefangverein, Morgengrauen"( Bäcker), Schnellzug ist am 13. Januar bei Mastricht entgleist. Die Gehilfen hielten die Sonntagsruhe für ganz und voll durch- 3 bis 6 Uhr Nachmittags Landsbergerstr. 31 bei Musehold. Männer- Gesang 3 Bahnbeamte wurden getödtet, 12 Reisende verwundet. führbar. verein, 2tedes: Echo", Reichenberger- und Forsterstraßen- Ecke bei der Nähe von Crawfordville( Illinois) entgleiste ein Bonnerstag: Humorist. Berein, Bautenschwengel", Stallschreiberstr. 58.Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Personenzug infolge schadhaster Schienen, vier Waggons stürzten einen 60 Fuß hohen Damm hinab. Einige Waggons Brivat- heatergesellschaft Fidelio", 9% Uhr, bei Gaillard, Brinzenftr. 87. geriethen in Brand; der Damenwaggon und Salonwagen Berein ,, Grüne Giche"( vor dem halle'schen Thor), Solmsstr. 1. Mufifbilettantenverein ,, Anim o", bei Schmidt, Wrangelstr. 141.- Geselliger Ber wurden gänzlich zertrümmert, 2 Personen getödtet 38 schwer gnügungsverein hilarita s", bei Zempel, Breslauerstr. 27. Privat verlegt. Unter den Passagieren befanden sich die Mitglieder von Theater und Pantominengesellschaft Fiedeler Geift", bei Schneider, 3 Schauspieler- Gesellschaften. In der Nähe der Station Adalbertfir. 8.- Bergnügungsverein" inigtett", bet linte, Forſterfir. Selits( auf der Bahnstrecke Syzrane- Wjasma, Rußland) hat tub, Mudwärts", Abends 8 Uhr, im Restaurant Boberte, Ballifaben eine schreckliche Eisenbahn Ratastrophe stattgefunden. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Stat ftraße 47. Stattlub Abends 8 Uhr, bei Linneken( Flötenwirth"), Beuffelstr. 57. Mitglieder wer hinunter und brachten einen dicht gefüllten Omnibuszug zum Null ouvert, Moabit. Jeden Donnerstag, Vierzehn Waggons eines Güterzuges rollten einen Abhang den aufgenommen. Elisabethstr. 57-58, Königstädt. Gymnasium. übe d'icher Turnverein, Männer- Abtheilung. Abends 8-10 Uhr, Entgleifen. Die 8 Wagen des letteren wurden vollständig zer lings Abtheilung, Abends 8-10 Uhr, Blumenftr. 63a. Turnverein ste n", sehr trümmert; 13 Personen blieben auf der Stelle todt, mehr als 50 Turngen offenfchaft, i. Lehrlings Abtheilung, Abends 8-10% uhr, wurden schwer verwundet. nirdorf.( Eigene Turnhalle, Biethenftr. 72 a.) Heute Abend von im Leffing- Gymnasium, Pantstr. 9-10. Männer- Turnverein Jahn" Damen- Abtheilung. Der Ausstand der steyrischen Bergleute dauert fort. Nach der Bossischen Zeitung" sollen aus Littai, Rann und Istrien Streitbrecher angekommen und Verhaftungen von „ Rädelsführern" erfolgt sein. In Hanley, Graffchaft Stafford, wurde dieser Tage die Jahreskonferenz des Verbandes der Grubenarbeiter Großbritanniens eröffnet. Die Schuhfabrikanten in Bristol sollen nach der Londoner Allg. Korrefpendenz" ihren Arbeitern angekündigt haben, daß fie eine allgemeine Arbeitssperre über sie verhängen würden, wenn sie sich nicht binnen acht Tagen der kürzlichen Entscheidung des Vergleichsamts über die klassifizirung gewisser Waaren fügen. Versammlungen. In Wilmersdorf bei Berlin fand am Sonntag eine von 6en Unabhängigen" einberufene und von ca. 200 Personen besuchte Boltsversammlung statt, in der ihr Redner über den Erfurter Parteitag und seine Folgen" die alten langweiligen Redensarten und Lügen vorbrachte. Nachdem ihm Genosse Rich. Fischer gebührend geantwortet, wurde mit allen gegen ca. 15 Stimmen folgende Resolution angenommen: Spindler. 1 = 1 Berliner Lodz. Die bedeutende = von Die Noth in Rußland fördert seltsame Dinge zu Tage. Ein ärmlich gekleideter, dem Anscheine nach halb verhungerter Tatar war von dem Friedensrichter in Kasan wegen eines geringen Dieb stahls zu dreimonatlicher Gefängnißhaft verurtheilt worden. Auf die Frage des Richters, ob er mit dem Urtheil zufrieden sei, oder appelliren wolle, rief der Nachkomme von Dshingis- Khan in seinem drolligen Russisch aus:„ Warum zufrieden? Gar nicht zufrieden? Warum hast Du mich nur zu 3 Monaten verurtheilt, während ich doch 6 Monate bekommen mußte? Nach 3 Monaten verlasse ich das Gefängniß, finde keine Arbeit, muß wieder stehlen. Ich Auf dieses originelle Gesuch erwiderte der Richter, daß er den bitte Dich, erweise mir die Gnade, gieb mir se ch 3 Monate!" Wunsch nicht erfüllen und sein einmal gefälltes Urtheil nicht ab ändern könne. --10 Uhr Zur Feuerbestattung. In Nürnberg hat sich ein Feuers bestattungsverein gebildet, welche durch einen regelmäßig zu Männer Gefangverein" Crescendo", Abends 9 Uhr, bei Körting, leistenden Beitrag von wenigstens 25 Pf. pro Monat und MitGneisenaustr. 88.- Verein 3id 3a d", Sigung mit Damen 9 ihr in Krösches Gesellschaftshaus, Fichteftr. 29. Gefelliger Berein„ Regina". jeben Donnerstag glied die Mittel zur Erbauung eines Krematoriums beschaffen Sigurg mit Damen, Abends 9 Uhr, im Reichsgarten, Alexandrinen will. Auswärtige Mitglieder haben ihre Beiträge portofrei an straße Nr. 110, bei Wohllebe. Gäste willkommen. Gefangverein, Blaue die Verwaltung in Nürnberg" einzusenden. Schleife", Pantow, Schönholzerstraße Nr. 11 bei Kuhnert. Gesang verein, Mandoline", Neue Friedrichstraße 44, bei Röllig. Pfropfen Gummiwaaren- Fabrik Derein Wedding", Abends 8% Uhr bei K. Selterhoff, Antonftr. 5. Ber: S. Frommer hat fallirt. Der Inhaber ist verhaftet. Die gnügungsverein, Blau- Weilchen", Abends 9 Uhr, Fennstr. 5 bei Krüger. Caprice", Ab. 9 11hr, Sigung mit Damen im Marienbad", Badſtr. 35-36, Aufnahme neuer Mitglieder, Gäfte pillfommen. Bergnügungsverein Passiva find beträchtlich. Saal 1 Tr. Bergnügungsverein Beilchen", 9% Uhr, Sigung mit Damen bei Braun, Oranienstr. 183. Nach der Sigung Tanz und Fidelitas. Gäste will tommen. Brivattheater- Gesellschaft offnung", Abends 8½ Uhr, im Schüler der 98. Gemeindeschule. Klubhaus, Dhingasse 2. Gäste nilltommen. Verein ehemaliger Jeden Donnerstag, Abends 9 1hr, im teftaurant G. Haberecht, D., Gr. Frantfurterstr. 30. Gäste, insbesondere ehemal. Schul- Kollegen, herzlich willkommen. Berein ehemaliger Schüler der Gäste willkommen. 23. Gemeindeschule. Sigung, Abends 9% Uhr, bei Saeger, Grüner Weg 29. Verein ehemaliger Schüler der 22. Gemeindefchule bei Schröder, Stegligerstr. 18. Gäfte willkommen.- Berein ehemaliger partei- hüler der 85. Gemeindeschule. Heute Sigung im Restaurant Stoll, Bur Kornblume", Andreasstraße 3, Beginn 9 Uhr. Ehemalige Schüler der 85. Gemeindeschule und Gäste find willkommen. Tambourverein bund". Jeben Donnerstag, Abenta 9 Uhr, Andreasstr. 3 bei Noll: Sigung Jungfernfranz", Weidenweg 12. Bergnügungsverein Bruder mit amen. Nachdem Fidelitas. Gefelliger Klub Blau Veilchen Donnerstag 9 Uhr, Dranienstr. 153, 1 Tr. Gäste( Herren) willkommen. Geselliger Beretu ,, Freiheit", Donn: r tag Abend bei Thierbach, Schwedtertraße 44. Sonntag: Geselliger Abend. Rauchflub Dezimal- Waage", Abends 9 Uhr bei Infinger Krautsdorferstr. 8. straße 48.- Rauchflub ernipibe", Abends 8% Uhr bei A. Böhl, RüdersRauchtlub& ollegia", Abends 9 Uhr, in Bernhardt's Wirths Breslauerfr. 27. haus, Staltzerfir. 41. Rauchflub Rorwärts", Abends 9 Uhr, bei Tempel, ftraße 71. Rauchklub rcona", Abends 9 Uhr Reichenberger- Paris. Der Naturforscher Quatrefages ist an LungenArbeiter Rauchflub Nordpol". Sizung jeden Donnerstag entzündung gestorben. Abends 9 Uhr, im Restaurant von Sendte, Gesundbrunnen, Wriezenerstr. 6. Rauchklub Mitglieder- Aufnahme. Gäste willkommen. Ohnesorge". Hongkong. Der englische Dampfer, Nam chow", welcher Donnerstag, Abends 9 Uhr, Kohlenufer 2, Rogge's Bierhaus. Rauchlub in den chinesischen Gewässern den Dienst besorgte, ist bei den firaße 113 a bet Stablert. Gäste willkommen. ,, Walbesgrün". Jeden Donnerstag, Abends 8% Uhr, Reichenberger- Urftbele Seils- Armee. Cupchi- Spizen untergegangen. 414 Menschen sind um Eißung jeden Donnerstag, Abends 9 Uhr, bet Kowald, Oranienstr. 126. Gäfte, gefommen, dar..uter die ganze europäische Mannschaft. Das Damen und Herren willkommen. 5. März Einweihungsfest. Neue Seils Unglück ist durch den Bruch des Schraubenschaftes veranlaßt brüder werben aufgenommen. Tambourverein Wor Mer", Uebungs fiunde Montag und Donnerstag Waßrannstr. 9. Sonntag Sigung. Junger worden. Mann als Dirigent willkommen. Theaterverein 13. Februar Kränzchen. Leffing", jeden Donnerstag Abend 9 Uhr Sigung bei Musehold, Landsbergerstraße 31. Gäfte, Damen und Herren, freundlich willkommen. Die heutige Versammlung erklärt sich mit den Beschlüssen des Erfurter Parteitages einverstanden und verspricht mit allen Kräften für die Durchfährung derselben gegen das schädigende Treiben der sog. Unabhängigen einzutreten." Verein für die Reform der Schule und Erziehung. Donnerslag Abend 8 Uhr im Saale des Handwerkervereins, Sophienstraße 15, Bortrag von Frau Henrich- Wilhelmi: Ein Beitrag zur Magenfrage." Gäfte will tommen. Fachverein der Holz- und Bretterträger Berlins und Umgegend. Donnerstag, den 14. Januar, Abends 7% Uhr, in Hoffmann's Festfälen, Oranienftr. 180, Mitgliederversammlung. Diskutirhlub der Hausdiener. Bersammlung am Donnerstag, den 14. Januar. Bortrag. Branken- und Begräbnißkaffe des Vereins, Brüderschaft". Außer ordentliche Generalversammlung Donnerstag, den 14. Januar, Abends 9 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20. Tagesordnung: Borstands Wahl. Der Jonentarif", Berein für Eisenbahn- Reform, veranstaltet am Donnerstag, den 14. Januar, Abends 8% Uhr, im Münchener Hof, Spandauer: ftraße 11, feine ordentliche Monatsversammlung, in der eine Petition an den Reichstag zur Besprechung tommen wird. Hefe- u. Diskutirhlubs. Donnerstag. Wahrheit", Martusstr. 31. Seine" in Rirdorf, Ecke Knesebeck- u. Hermannstraße, Restaurant Beyler. Gäfte willfominen. Neue Beit", 8 Uhr, Boyenstr. 40. Gäste haben Zutritt. Süd- Ost", 8% Uhr bei Toltsdorf, Görligerstr. 58. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Lese- und Diskutirklub Fester Wille", Abends 8 Uhr, bei Schulz, Gartenstr. 70. Gäste durch Mitglieder eingeführt haben Zutritt. Lese- und Distutirtlub ,, Maiwuchs", Charlottenburg. Jeden Donnerstag von 8% Uhr Abends ab bet Aug. Ulrich, Leibnißstr. 78. Damen und Herren tönnen als Gäfte eingeführt werden. Lese- und Dis futirtluberechtigteit". Jeden Donnerstag, Abends 8% Uhr, tin Lokale Don Ferd. Hoffmann, Waldemarstr. 61. Gäſte, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. Lese- und Diskutirflub ,, Dieggen". Jeden Donnerstag Abend bet Schröder, Wiesenstr. 30, Sigung. Gäste willkommen. Leseklub Sozialdemofrat". Jeden Donnerstag, Abends 8% Uhr, im Lokale Kirchbachstr. 7 bei Schnicke. Säfte willfommen. " ftunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. urban", Annenstraße 9, bei Broß. Gefangverein Männerchor St. 1 Vermischtes. " Rom. Die Passiva des fallirten Florentiner Bankhauses Fenzi betragen nicht 3 Millionen, wie gestern berichtet, sondern 4 Millionen Lire. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Frankfurt a. M., 12. Januar. Bei der heutigen Ersatz wahl zum Abgeordnetenhause wurde Stadtrath Grimm( nationalliberal) mit 251 Stimmen gewählt. Reichstags- Abgeordneter Paris, 13. Januar. von 186 Stimmen wiederum zum Präsidenten. Der Senat wählte Leroyer mit 178 Paris, 13. Januar. Das Zucht- Polizeigericht verurtheilte den Schauspieler und Direktor des Théatre réaliste", Chirac, wegen Aufführung eines Aergerniß erregenden Stückes zu 15 Monaten Gefängniß. Die Darstellerin der Hauptrolle wurde zu derselben Strafe verurtheilt, zwei andere, die in dem Stücke ebenfalls mitgewirkt hatten, erhielten ein bis zwei Monate Ge Herweg h", Abends Effen, 12. Januar. Das Strafverfahren gegen den Rom 8% Uhr, im Lokal von Otto Linte, Forsterstr. 45. Gäste willkommen. merzienrath Baare wurde eröffnet. Die unentgeltliche Ver: Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Donnerstag. Uebungstheidigung der in der Stempelaffäre angeklagten Arbeiter haben Funck( dfr.) erhielt 237 Stimmen. Unversagt", die Rechtsanwälte Wallach- Effen, Lenzmann- Lüdenscheid, Cohn Köpenickerstraße 127a, bei Küster. Gesangverein, ornblume", Blumen Dortmund, Schunk- Bochum übernommen. ftraße 54, bei Wuttke. Gesangverein Frühlingsluft", Flottwellftraße 5, bei Bartel.' Gesangverein Brezelschluß", Annenftr. 16, Stralsund. In der Nähe von Putgarten strandete das bet Reßner. Arbeiter- Gesangverein Weiße Rose", Reinickendorf, deutsche Schiff, Karl", da? Getreide führt. Residensstr. 101, bei Garus. Gefangverein Morgenroth 1", Rummels: burg, Berlinerstr. 9, bei Friesecke. Gesangverein Dorfglödlein", Wilmersdorf, Berliner- u. Auguftftr.- Ede bei Schulz. Gesangverein ,,& cho 2" Alte Schönhauserstr. 42, bei Reiniann. Gesangverein Ginigtett"( Hutmacher), Pappel- Allee 3-4, bei Krause. Gesangverein 3utunft 1" Steglit, Kurhaus Friedenau. Gefangverein harmonte", Tempelhof. " " Querfurt. Aus der Wohnung der Arbeiter Nopens'schen Eheleute brang gestern Nachmittag ein herzzerreißendes Kinder geschrei, und als die Bewohner bes Grundstücks in die Wohnung eindrangen, bot sich ihnen ein entsetzlicher Anblick. Die beiden fängniß. Wichtige Agitationsschrift!! Jm Berlage von Wörlein& Co. in Nürnberg erschien soeben und ist von uns zu beziehen: Herrn Eugen Richter's Bilder aus der Gegenwart. Von Franz Mehring. 4 Bogen 80. Preis brosch. 30 Pf., in Partieen billiger. 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In der Stecknadelfabrikation hat man nur die Messings drahtrolle in die rechte Lage zu bringen und das Ende zu be feftigen und der Mechanismus vollbringt das Weitere. Gine Maschine liefert 180 Stecknadeln in der Minute, sie schneidet den Draht, macht die Köpfe, schärft die Spigen und läßt die Nadeln an dem gewünschten Ort nieberfallen. 180 000 Stecknadeln sind die Tagesleistung einer Maschine. Eine Fabrit, die ich besuchte, beschäftigte 70 Maschinen. Ihre vereinigte Tagesleistung betrug 71/2 Millionen Stecknadeln. Diese Maschinen werden daß in der verhältnißmäßig fürzeren Arbeitszeit eben so viele und Juli von 5/2 bis 12 und von 11/2 bis 8, im September von Touren als früher gemacht wurden. Da nun die Gesellschaft auf 6 bis 12 und von 11/2 bis 6/2, im Monat Oktober von 6½ ( Von unserem französischen Korrespondenten.) Grund ihrer Betriebskonzession verpflichtet ist, auf jeder Fahr bis 12 und von 1/2 bis 51/2 Uhr gearbeitet wird. linie täglich eine bestimmte Zahl von Touren zu machen, stellte Wir haben zu unserer Freude aus dem Vorwärts" ersehen, sich durch die erhöhte Fahrgeschwindigkeit bald ein Mißverhältniß Fortschritt der Technik. In einem offiziellen Bericht an daß unsere deutschen Freunde dem wüsten Geschrei einer gewissen zwischen den Fahrten der kurzen und den der langen Strecken die Regierung der Vereinigten Staaten schrieb Adam Smith Presse über die Rede Lafargue's feinen Augenblick Beachtung heraus. Während nämlich auf den ersten Linien die vor- im Jahre 1776: Schenkten. Der durchaus sozialistische und marristische Gedanken- geschriebene Anzahl von Touren in weniger als 12 Stunden geBetrachten wir eine kleine Industrie, deren Arbeitstheilung gang jener Rede befand sich eben mit den bezüglichen Stellen macht wurden, genügte diese Zeit bei Weitem nicht für die langen jedoch oft betont worden ist: die Stecknadelproduktion. aus Reden Liebknecht's und Bebel's und mit dem Erfurter Pro- Linien. Den fönnte zwar durch Einstellung neuer Wagen Wenn ein Arbeiter für diese Produktion nicht angelernt ist.... gramm zu sehr in Uebereinstimmung, als daß die geringste Zwei- und einiger Kondukteure und Kutscher leicht abgeholfen werden; wird er bei höchstem Fleiße noch nicht zwanzig Stecknadeln fertig deutigkeit Raum gehabt hätte. Ein Uebriges that auch der sofort das würde aber die Dividenden etwas schmälern, und das dar bringen. Wie die Produktion heute aber betrieben wird, ist sie von Lafargue in der Kammer eingebrachte Antrag, der kurz und beileibe nicht geschehen. Die Direktion der Omnibusgesellschaft nicht nur ein Thätigkeitszweig für sich, sondern zerfällt wieder in bündig die Ginziehung der und, was hat es darum in ihrer Findigkeit vorgezogen, Kompensations- eine Reihe von Thätigkeiten, deren Mehrzahl wieder besonderen weit wichtiger ist, die Trennung von Werkstatt und Kapelle Linien" auszustellen, die es ihr erlauben, die Bediensteten, welche Arbeitern zufällt. Einer zieht den Draht aus, ein Zweiter macht verlangte. Dies Leytere interessirt unsere sozialistische Ar- an dem einen Tage auf den furzen Linien beschäftigt sind und ihn gerade, ein Dritter schneidet ihn, ein Vierter spitzt ihn, ein beiterbevölkerung weit mehr, als die eitlen und unfrucht daselbst die vorgeschriebene Zahl von Touren in 10 oder 10% Fünfter schleift das obere Ende für die Aufnahme des Knopfes zurecht, baren Redereien über die Trennung von Staat und Stunden zurücklegen, Tags darauf 131/ 2-14 Stunden auf den dessen Anfertigung wieder 1-3 gesonderte Operationen: ihn aufKirche. Man weiß, daß die meisten katholischen Unternehmer es langen Linien abzurachern. Damit glaubt die Gesellschaft, ihr zusetzen, die Nadel zu poliren, sie in Bapier zu stecken fallen je lieben, den Druck der Personen noch durch den Druck des Ge- Versprechen, den Arbeitstag im Prinzipe auf 12 Stunden fest- einem Sonderarbeiter zu: Die Produktion zerfällt in 18 ver wissens zu erhöhen, indem sie die Fabrik mit einer Kapelle ver- zusetzen, voll eingehalten zu haben, vergißt aber bei all ihrer schiedene Theilarbeiten Ich sah einen Betrieb, ſehen; wer nicht betet, kann ohne Weiteres auf seinen Lohn ver: Schlauheit, daß, wenn dem beiderseitig unterzeichneten Protokolle der nur zehn Mann beschäftigte und darum einigen von ihnen zichten. Ein ganz besonders schlimmer Fall lenkte vor einigen der Sinn unterläge, den sie ihm unterschiebt, die Bediensteten keinen 2 auch 3 Theilarbeiten überlassen mußte. Dennoch fonnten hier Jahren die öffentliche Aufmerksamkeit auf diese frommen Praktiken 12stündigen Arbeitstag, sondern eine 84stündige Arbeitswoche ge- täglich etwa 12 Pfund, das heißt über 48 000 Stecknadeln. Der Unternehmer: Arbeiter hatten die Kapelle eines gewissen fordert hätten. Dieselben sind auch keineswegs geneigt, fich diefer fertig gestellt werden." Chapot mit Dynamit in die Luft gesprengt. Unsere zur Ver- Auslegung zu fügen, wie sie dies in einer in der Nacht von Und 112 Jahre später, im Jahre 1888, berichtet Ronful theidigung der Unternehmer- Freiheit zur Ausbeutung stets bereiten gestern auf heute stattgehabten Versammlung in der Tivoli Schönhoff an die Regierung derselben Staaten über diefelbe Radikalen ließen natürlich erklären, und zwar durch den Mund Bauxhall, an der ca. 3000 Omnibus- und Tramway- Bedienstete Industrie: von Henri Maret, den Stolz unserer Freiheitsapostel, daß es ihnen theilnahmen, ausdrücklich erklärten. Sie halten fest an dem ganz gleichgiltig fei, ob ein Unternehmer Muhamed oder Christus an- zwölfstündigen Arbeitstag und find entschlossen, nicht daran bete, oder eine Kapelle in feiner Fabrik habe, oder nicht; fie thaten, beuteln zu lassen. Den Ausführungen einzelner Redner zufolge als hätten sie vergessen, daß die Arbeiter gezwungen wären, die hält die Gesellschaft nicht einmal im Durchschuitt die zwölf heilige Mutter der Fabrik" anzubeten und die Kosten dieses stündige Arbeitszeit ein, sondern läßt die kürzere Arbeitszeit des Kultus zu tragen. Unser Freund Lafargue fammelt augenblick einen Tages durch eine viel längere am anderen Tage, etwa eine lich alle Beweisstücke, welche jene Bergewaltigung der Gewissens Stunde durch anderthalb Stunden„ kompensiren". Uebrigens hat freiheit betreffen, um binnen Kurzem feinen Feinden und falschen das Syndikat der Omnibus Bediensteten sich bereits an das Freunden in der Kammer zu zeigen, daß allein die Arbeiterpartei Handelsgericht gewendet, um dort sein Recht zu suchen. die Frage des Glaubens wissenschaftlich und revolutionär ins Ehe die Bediensteten weitere Schritte weitere Schritte unternehmen, von drei Männern bedient." Auge faßt. wollen sie erst das Urtheil des Handelsgerichts ab= Uebrigens hat jene Rede unsere Gegner ganz aus dem warten. Sollte bie Entscheidung gegen fie 2 M. Lohn für 15 stündigen Dienst zahlte ein Baus Häuschen gebracht; man, war in der Kammer an teine was fie ausfallen, Unternehmer Möbus in Hannover seinem Wächter Ruhlwider die zwischen ihnen und der Dmnibusrevolutionäre Sprache mehr gewöhnt. Nächstens werden gesellschaft geschlossene Vereinbarung wäre, dann sind sie ent- mann. Dafür mußte der Arme von 4 Uhr Nachmittags bis wir das Gefundheitswefen zur Erörterung bringen und wir schlossen, an die öffentliche Meinung zu appelliren, b. h. ben Streit Morgens 7 Uhr das Eigenthum feines spendablen Herrn bewachen. werden zeigen, daß daß unsere Klassenregierung trob ber zu erklären. In diesem Falle würde die Kompagnie abermals ungeheuren Hilfsmittel, über welche fie verfügt, unfähig den Kürzeren ziehen, da die öffentliche Meinung, fowie der ist, einer Epidemie auch nur im Geringsten vorzubeugen, Munizipalrath den Dividendenschluckern sich diesmal nicht holder und daß es den Sozialisten, den wahren Erhaltern der gefunden als im Mai v. J. zeigen wird und sicherlich nicht geneigt ist, da, und entwickelungsfähigen Elemente der Gesellschaft, vorbehalten wo der Ruf nach einem achtstündigen Arbeitstag erschallt dem ift, die Regierung an ihre Pflicht zu erinnern. Sobald dieser zwölfftündigen ein Bein stellen zu lassen. Gegenstand zur Berhandlung kommt, werden wir übrigens GeDer sozialdemokratische Wahlverein für den 2. Berliner naueres mittheilen. Der Streik der Pariser Kutscher, die im Dienste der Neichstags Wahlkreis hielt am 12. Januar eine gutEin weiterer Erfolg war die gemäß den Beschlüssen des Droschkengesellschaft Urbain e" stehen, währt ungeschwächt besuchte Generalversammlung ab. Zunächst verlas der Kassirer Brüsseler Kongresses erfolgte Gründung eines nationalen Ar- fort. Die Direktion, die da wähnte, daß der Streit höchstens zwei, Gling den Kassenbericht. Die Einnahmen des Vereins betrugen beiterfekretariats. Ueber diese Frage kam es, wie wir in unserer drei Tage anhalten werde, da er unmittelbar vor dem Quartal aus- danach vom 15. Juni 1891 bis zum 12. Januar 1892 inklusive Freude sagen dürfen, neben der Einigung unter den verschiedenen brach, wo die Leute ihre Miethe zu zahlen hatten, dürfte wohl eines am 15. Juni vorhandenen Bestandes von 53,10 M. revolutionären Parteien auch zu einer solchen unter den ver- jekt eines Besseren belehrt sein. Sie vergaß, daß 472,70 M., die Ausgaben 149,70 M., fonach verbleibt ein Beschiedenen Gewerkschaften. Die Einen wie die Anderen sind man mit einem Syndikat und die Kutscher bilden stand von 323 M. Dem Kassirer wurde Decharge er gleichmäßig vertreten. Wir wünschen der neuen Gründung das ein solches nicht so leicht fertig wird, wie mit Leuten, theilt. Die Abrechnung vom Sommerfest ergab mit Glück, welches sie verdient. die keinen Zusammenhang pflegen und dürfte sich dann schließlich einer Einnahme von 336,60 M. und einer GesammtEndlich ist es, um mit Lafargue zu reden, unzweifelhaft, doch gezwungen sehen, nachzugeben, und zwar um so eher, als ausgabe von 293,30 m. 43,30 m. Ueberschuß. Auch hierfür wurde daß unser lieber Herrgott Sozialist ist; er läßt diesmal sogleich die Sammlungen für die Streifenden täglich 3000-4000 Franks dem Kassirer Decharge ertheilt. Die dann vorgenommene Wahl mit der Kundgebung für den Achtstundentag die Stadtverordneten betragen, welche Summen gleichzeitig dafür zeugen, daß die des Vorstandes hatte folgendes Resultat: Otto Klein, Wahlen auf den 1. Mai fallen". Und thatsächlich scheint es Forderungen der Streifenden allseitig als recht und billig an- 1. Borsitzender; Baltow, 2. Vorsitzender; Eling, 1. Raffirer; ziemlich sicher, daß an diesem Tage der Begeisterung die Arbeiter erkannt werden. Erpel, 2. Kassirer; Mehner, 1. Schriftführer; Keßner, vertreter in überwältigender Anzahl zum Siege gelangen. Schon 2. Schriftführer; Werner, Habus, Gensch, Grau, verspricht uns z. B. Lille, das sich in den Klauen einer Klique Auch das Arbeitsverhältniß der Halloren, der Mit Brademann und Burtschte Beisitzer. Bu Revisoren von Spekulanten und Börsianern befindet, zur Wahl Lafargue's glieder der Hallenser Salzwirker- Brüderschast, ist nicht so, wie wurden Held, Werner und Grube gewählt. Beschlossen durch den Maffeneinzug der Arbeiterpartei in die Stadtvertretung es sein sollte. In einem Bericht der" Saale- Zeitung" über den wurde darauf, dem Vertrauensmann, welchem der Kassenbestand eine Ergänzung zu liefern. Ueberall, im Kleinsten Marktflecken Neujahrsempfang der Halloren durch den Kaiser heißt es:„ Dann zur Unterstützung hilfsbedürftiger Genoffen übergeben worden ist, nicht minder als in den großen Städten, wird das in Lyon erkundigte sich der Kaiser nach den Verhältnissen der Brüderschaft es anheim zu geben, den streifenden Buchdruckern eine Unterstüßung redigirte kommunale Programm der Partei die Stimmen der im allgemeinen, und nach den Arbeits- und Lohnverbältnissen zukommen zu lassen. Hierauf hielt der Reichstags- Abgeordnete Arbeiter um sich schaaren. Durch die letzte Agitationsreise der Halloren besonders eingehend. Der Sprecher( der Halloren). Stadthagen einen mit großem Beifall aufgenommenen Lafargue's in Süd- und Mittelfrankreich haben wir zahlreiche hielt es nicht für angebracht, am Neujahrstage in dieser Be- Vortrag über:" Der Giftbaum der Börse und die Prostitution", Anhänger gewonnen. ziehung der Wahrheit gemäß zu verlautbarende Klagen vorzu- in welchem er nachwies, daß sowohl die Börse mit ihren Ausbringen, und beschränkte sich deshalb auf die Bemerkung, daß in wüchsen, wie auch die Prostitution unzertrennlich von der heutigen den erwähnten Verhältnissen vieles zu wünschen übrig Gesellschaft sind und als Gewächse, die im Sumpfe der tapitas listischen Wirthschaft ihre Wurzeln haben, nur mit dieser Wirth schaftsweise selbst verschwinden können. Nachdem der Vorsitzende bekannt gegeben hatte, daß die eine Zahlstelle des Vereins von Scheuer zu Lege, Fürbringerstr. 22, verlegt worden ist, und die Anwesenden zu recht reger Agitation für den Verein auf gefordert worden waren, ging die Versammlung mit einem breimaligen Hoch auf die Sozialdemokratie auseinander. bleibe." Uebels. Versammlungen: # Der sozialdemokratische Wahlverein für den dritten Dem Ich erwähnte den Kongreß von Lille. Es ist ganz gut, im Anschluß hieran von der Aufnahme, welche unserer kategorischen Erklärung über das russisch französische Bündniß von der gefammten fapitalistischen Bourgeoispresse bereitet wurde, Kenntniß Der Sprecher würde seinen Kameraden jedenfalls einen zu nehmen. Man mag diesen Leuten unsere sozialistischen Grund größeren Dienst erwiesen haben, wenn er mit jenen Klagen nicht fäge und Ueberzeugungen immer und immer wiederholen; sie hinterm Berge gehalten hätte. find stets erstaunt. Im„ Patrie"( Vaterland) sucht man durch die Feder Charles Laurent's, eines der Unterlegenen von Lille, lichen Arbeiter an Ueber die jammervolle Lage der landwirthschaft der böhmisch mährischen unfere Freunde mit dem Vorwurf der Vaterlandslosigkeit zu Grenze wird der Wiener„ Arbeiterzeitung" aus 3 wittau franken; als ob dieses Beiwort dem Proletariat nicht von Rechtsgeschrieben: Einst waren es die Bauern, die den Gutsherren wegen gebührte! Wir sind augenblicklich in der Periode, die man in Paris Robott leisten mußten. Heute ist der Bauer frei, dafür aber ist Berliner Reichstags- Wahlkreis hielt am 12. d. Wits. ſeine „ la trève des confiseurs"( Waffenstillstand der Zuckerbäcker) der Taglöhner das Ausbeutungsobjekt des Erſteren, wenigstens Generalversammlung ab. Der erste Punkt der Tagesordnung nennt, das heißt der Periode, in welcher sich der Streit aller hier. Die Löhne find unglaublich gering, die Koft die eines betraf den Bericht des Kassirers Gründel. Dem Bericht ist wird's nicht dauern, dann ist er wieder in alter Heftigkeit entfind die Hauptnahrungsmittel dieser Armen, Branntwein ihr glieder neu aufgenommen worden sind, von denen indessen ein Bourgeoisparteien um die Macht etwas zu milbern pflegt. Lange Menschen unwürdige. Kartoffeln, faure Milch, Ginbrennsuppe zu entnehmen, daß im Laufe des verflossenen Jahres 385 Mitbrannt. Daß Bischof Greppel durch irgend ein hervorragendes einziges Genußmittel, daher zeigen sich bei dieser wenig entheil wegen rückständiger Beiträge gestrichen werden mußte, Mitglied der fonservativen Partei ersetzt werden soll, läßt uns fprechenden Ernährung die verderblichen Wirkungen des sodaß der Verein 3. 3. 301 Mitglieder zählt. Die erzielte Einin wahrhaft schrecklicher Schnapsgenusses schrecklicher Weise. talt. Der Angriff der äußersten Linken, der die Regierung ganz früher Tod ist leider nur gar zu oft die unmittelbare 85 Pfg., der verbleibende Bestand auf 240 Mt. 45 Pfg. Nach Ein nahme belief sich auf 508 Mt. 30 Pfg., die Ausgabe auf 267 Mt. vernichten sollte, ist ebenso gescheitert, wie der Vorstoß dieser dieses Folge Regierung gegen die Uebergriffe des Klerus. Männer, die noch nicht über Bericht der Revisoren wurde der Kassirer entlastet. Alle Parteien breißig Jahre zählen, dreißig Jahre zählen, zittern wie schwache Greise; ein Kassenberichte folgte der Bericht des Vorstandes durch den Vorschließen sich fest zufammen, und teine kann der anderen etwas Gläschen Schnaps muß wieder aushelfen, sonst sind sie nicht im izenden Schweißer. Der Verein, welcher nunmehr auf eine abgewinnen. Die franzöfifche fozialistische Arbeiterpartei bat Stande zu arbeiten. Am leidlich sten ergeht es noch denen, die einjährige Thätigkeit zurückblickt, hat während dieser Zeitdauer ihnen zu zeigen, daß die katholische Partei ihre Stärfe aus ihrem felbft eine hölzerne Hütte befizen. Auch giebt es einige, die ein außer anderweitiger Thätigkeit 15 Vereinsversammlungen und Reichthum schöpft, und daß ihr nur durch Konfistation ihrer Güter der Todesstoß versetzt werden fann. Aber ein Eingriff in lichsten. Die Bauern hier sind verhältnißmäßig wohlhabend, was und reiht sich würdig den übrigen Wahlvereinen an. Im vollen Stückchen eigenen Acker anbauen können, und das sind die Glück- etwa ebensoviele Kommunalwähler- Versammlungen abgehalten Das Eigenthum, das ist der Echrecken derselben Männer, deren in Anbetracht der billigen Arbeite fräfte leicht erklärlich ist. Sie Bewußtsein gewissenhafter Pflichterfüllung legte der Vorstand Vorfahren die Nationalgüter verkauften. Arbeitsfräfte tragen oft theure Kleider, fahren Sonntags in einer Kutsche oder feine sämmtlichen Aemter nieder und fand demzufolge die Neuim Schlitten in die Stadt oder in die Kirche. Die armen Dienst wahl des Vorstandes statt. Der Wahlakt hatte folgendes Erboten müssen sich unmenschlich abrackern, die Arbeitszeit hat gebniß: Zum ersten Vorsitzenden wurde einstimmig wiedergewählt schier keine Grenze. Es ist nicht genug, daß sie im Sommer, wenn Schweizer, zum zweiten Vorsitzenden Apelt, zum ersten der Tag am längsten ist, bis in die stockfiustere Nacht am Felde ar- Raffirer Grünbel, zum zweiten Raffirer Pielide, zum beiten; wenn Mondschein ist, wird manchmal bis 10 oder 11 Uhr ersten Schriftführer Meierhoff, zum zweiten Schriftführer gefchunden und dann müssen die Tienstboten zu Hause erst noch a de wig, zum Beisiger Otto, zu Revisoren Herzog, Unter den Omnibus- und Tramway- Bediensteten von das Bieb füttern und kommen nicht selten erst nach Mitter- Gottfried Schulz und Kohlhardt. Nachdem noch GeParis herrscht, wie man uns von dort unterm 11. d. M. schreibt, nacht ins Bett. In der Frühe müssen sie um 3 oder 4 Uhr noffe König als Mitglied der Lokalkommission darauf hin neuerdings eine Streitbewegung; doch nicht etwa, weil die Be- wieder auf. Dabei find die Löhne so gering, daß man fich gewiesen, daß fernerhin durch die Lokalkommission, abweichend diensteten mit neuen Forderungen an die Omnibusgesellschaft wundern muß, wie sich diese Leute die nothwendigsten Kleidungs- von dem bisherigen Modus, nur diejenigen Lokalinhaber, welche herantreten was, net enbei gesagt, nichts Unbegehrliches wäre stücke faufen können. Der höchste Lohn eines Knechtes ist 70 fl. ihre Lokalitäten nicht für Arbeiterversammlungen hergeben, versondern weil diese ihre beim legten Streit gemachten Busagen per Jahr, der Magd 50 fl., eines Stallbuben 20 fl.; der Tage öffentlicht werden würden und auf die demnächst erscheinende nicht einhält. Der im Mai vorigen Jahres stattgehabte Streit löhner bekommt durchschnittlich 15-20 Kr. per Tag. Lokalliste verwiesen hatte, und nach Besprechung des am wurde, wie sich der Leser vielleicht noch erinnern wird, durch die überlange Arbeitszeit hervorgerufen, welche die Bediensteten auf In Holland erhalten, wie die„ Solidarität" mittheilt, die 17. Januar in der„ Refsource" stattfindenden ersten Stiftungsfestes erfolgte Schluß der Versammlung. 12 Stunden beschränkt wissen wollten, was denn auch, allerdings bei Staatsbauten beschäftigten Arbeiter zum ersten Male eine geunter dem Drucke der öffentlichen Meinung und der Intervention regelte Arbeitszeit und einen geregelten Lohn. Für das Jahr des Munizipalrathes, von der Gesellschaft schließlich zugesagt 1892 haben die Wasserbauverwaltung und die Leitung der Land- mäßig besuchte öffentliche Versammlung ab, in welcher als wurde. In dem damals aufgenommenen und von beiden Parteien bauten folgende Löhne festgesetzt( 1 Gulden holländisch= 1,69 M.) Hauptpunkt der umfänglichen Tagesordnung ein Vortrag des unterzeichneten Brotokoll heißt es ausdrücklich, daß der Arbeitstag, Zimmerer 15 Gulden, Maurer oder Steinhauer 12,50 Gulden, Kollegen C. Legien aus Hamburg über den„ Organisations vom Ausgang aus der Remise bis zur Rückkehr in dieselbe gerechnet, Bleigießer 13,50 Gulden bis 12 Gulden, ein Arbeitsmann 11 bis entwurf der Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands" auf 12 Stunden festgesezt ist. Anfangs wurde der Vertrag auch 10 Gulden. Dafür ist die Arbeitszeit im Januar, Februar, No- und in Verbindung damit ein Bericht über die Halberstädter ftrifte eingehalten. Um aber die hohen Dividenden der Aktionäre vember und Dezember von 62 bis 12 und 1 bis 6 Uhr, im Konferenz zur Verhandlung stand. Vorher gab der Vertrauens nicht vermindert zu sehen, wurde die Fahrgeschwindigkeit allmälig Monat April von 6½½ bis 12 und von 11, a bis 7, während im mann die Abrechnung und der Delegirte der Streif- Kontrollerhöht, die Anhaltezeit bei den einzelnen Stationer abgekürzt, so Mai und August von 5/2 bis 12 und von 1/2 bis 7, im Juni kommission den eingehenden Bericht über dieselbe. Es wurden Soziale Ueberlicht. Die Drechsler hielten am Abend des 11. Januar eine insgesammt eingenommen in der Zeit vom 25. Mai bis zum scheidenden Bunkien die kapitalistische Gesellschaft. Die Erzählung eine längere, zustimmende Debatte. Herr Henke besprach die 31. Dezember 1891: 275,94 M.; ausgegeben 249,62 M.; Bestand von dem„ historischen Kalbsbraten, um den es aber gar nicht zu Zwecklosigkeit der Frage nach dem Zukunftsstaate, erwartete aber 26,02 M.; die Sperre der Hamann'schen Fabrit erforderte: thun ist, sondern darum, daß wir ihn in der Familie effen", spiegle von dem moralischen Fortschritte in den sozialistischen GesellEinnahme 371,30 M.; Ausgabe 318,71 M.; dem Kassirer ward wohl hübsch, das Empfinden vieler Kleinbürgerkreise wieder. schaften, daß man gewisse Dienstleistungen von Ünderen nicht mehr cinhellig Decharge ertheilt. G. Legien sprach darauf in 3stündigem Allein, um den Kalbsbraten essen zu können, muß man ihn begehren werde. Herr Schmidt kritisirte Richter in einigen Vortrage unter dem Beifall der Versammelten über das schon haben; habe man ihn nicht, so könne man ihn auch Punkten und Herr Lange ging auf Arbeiterinnenlöhne und crwähnte Thema. Er rühmte die Segnungen der Gewerkschafts- nicht einmal in der Familie" essen. Der Handwerks Proletarifirung der Kleinmeister ein. Darauf hielt der Referent organisation und versicherte, daß noch niemals deren Mitglieder meister kommie aber dem Kalbsbraten gegenüber immer mehr ein eindringliches Schlußwort. zahl eine so große gewesen sei als jetzt, trotz der schlechten Ge- in die Lage jener Reuter'schen Person, die erzählte: Rindfleisch schäftskonjunktur. Er könne nicht begreifen, wie man demgegen- un Plumen is en schön Gericht, blos ick frieg et man nicht." Briefkaffen der Redaktion. Bei Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich Antwort wird nicht ertheilt. W. M. Ihr Schreiben ist dem Vorstand des ArbeiterSängerbundes zur Erwägung übergeben. St., Herne. Besten Dank, leider veraltet. B., Köln. Von dem Artikel hier nichts bekannt. Für die Arbeiter- Bildungsschule: Vom Arbeiter- Sänger bund Berlin und Umgegend 300 M., von der Ethischen Gesellschaft 100 M., Jahresbeitrag der Freireligiösen Gemeinde 50 M., von Herrn Dr. Borchart 24 M., G. F. 10 M. erhalten. H. Gumpel, Barnimstr. 42. 2. Ziehung der 1. Klasse 186. Königl. Preuß. Lotterie. 223 418 72 507 638 11001 832 87 989 02086 95 202 75 78 343 415 535 Ziehung vom 13. Januar 1892, Bormittags. Nur die Gewinne über 60 Mart sind den betreffenden Nummern in Barenthese beigefügt ( Ohne Gewähr.) 1 167 249 351 405 719 894 1122 234 50 391 591 615 742[ 100] 66 2012 83 255 88 354 408 97 545 75 623 53 1100] 805 10 27 51 923 3099 144 83 385 412 51[ 100] 83 565 704 822[ 100] 81 953 4075 98 100 218 523 618 78 86 956 5048 445 61 514 97 692[ 100] 708 21 51 72 32 891 919 46 60 77[ 100] 85 6128 421 95 514 66 69 635 727[ 150] 80 993 7055 327 442[ 100] 510 65 669 79 907 63 8010 36 43 122 240 1101 463 567 620 32 88 838 960 9005 35 293 382 427 511[ 150] 77 762 809 20 62 913 27 CA über noch für Lokalorganisationen sich erwärmen, wie speziell die Der Kalbsbraten wird der historische Kalbsbraten", nur etwas Berliner Drechsler theilweise sich für solche begeistern fönnten. anders verstanden, als von Richter. Redner ging sodann näher Man könne unter der Zentralorganisation dasselbe erreichen wie auf Richter's Verwechselungen der fapitalistischen und der unter der vielgerühmten lokalen und lediglich Selbsttäuschung sei sozialistischen Begriffe und Einrichtungen ein, erörterte aus: es mit der angeblichen größeren Bewegungsfreiheit der Letteren. führlich ökonomisch und psychologisch Wesen, Bedingungen und Alles zentralisire fich und die Lokalorganisation sei für den auf Grenzen der Freiheit, wobei er jeden Satz ebensowohl an die geklärten Genossen heute schon ein überwundener Standpunkt. Adresse der Anarchisten wie an die der Freifinnigen richtete, und Bon 350 000 organisirten Arbeitern in Deutschland seien nur 73 000 hob hervor, daß wohl jeder Sah der Richter'schen Broschüre auch lofal, die überwältigende Mehrheit von 277 000 aber zentral- von einem Konservativen geschrieben sein könnte, die Gegen: organisirt. Das Vertrauensmänner- System der Lokalorganisation parteien würden fortwährend mehr eine gleichartige reaktionäre biete den Kollegen so wenig Garantie gegen etwaige Auflösung Masse. Zum Schluß wies Referent auf die Schrift Mehring's wie die Zentralisation. Eine Ersparniß finde in der Verwaltung hin, die Richter's Hinrichtung vollziehe, wollte diesem aber als der lokalen Organisation ebenso wenig statt. Für die erstrebte Henkersmahlzeit noch eine Portion seines geliebten Kalbsbratens politische Thätigkeit habe man die Parteiorganisation. Uebrigens zubilligen. An den beifällig aufgenommenen Vortrag knüpfte fich gehe die Entwickelung zur Sozialisirung der Gesellschaft unaufhaltsam ihren eisernen Gang der natur- und menschengesetzlichen Nothwendigkeit und weder die Stürmer auf unserer, der Arbeiterseite, noch die böswilligen Bremser auf der anderen, der Seite Der Reaktionäre und Selbstlinge aller Schattirungen, vermöchten auch nur den allerminimalſten Einfluß auf Beschleunigung oder Hemmung dieses Ganges auszuüben. Redner gab darauf in großen Zügen auf Grund der be kannten Broschüre ein lebendiges und anschauliches Bild der vpn der Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands geplanten Union. Die Organisation habe sich zunächst auf gewert schaftlichem Gebiete aufzubauen. Die erste Frage einer wirkfamen Praxis müsse sein: Wie ziehen wir die indifferenten Kräfte heran?" Dies müsse zunächst zur Branchen- Organisation führen. Die zweite Frage laute alsdann: Wie organi firen wir uns nach dem Vereinsgeseh?" Wir haben hier den Spielraum uns in zentralisirter Form zu verbinden und dies sei für unsere Bewegung erforderlich, weil ohne die Zentralisation auf dem Gewerkschaftsgebiete feine auszureichenden Erfolge zu erzielen seien. Dann müsse ein Kartellverein gebildet werden. So nur fönne man am Ende dem vereinigten Kapital entgegentreten und nach englischem Vorbild der Verelendung der Massen wirksam entgegen arbeiten.( Beifall.) Die Koll. Hildebrand und Menzel traten dagegen lebhaft für die Lokalorganisation ein. Sie hielten dieselbe unter den heutigen Verhältnissen für die zur wirksamen Agitation unter den Indifferenten sowohl als den in der Erkenntniß ihrer Klassenlage Fortgeschrittneren beste. Man tomme durch die Zentralisation in die Lage, niemals mehr ein politisches Thema diskutiren zu können. Die Segnungen eines noch in blauer Luft schwebenden Kartells der gewerkschaftlichen Brudervereine seien viel zu rosig gemalt worden. Die Reserve Armee könne man in vielen Branchen gar nicht mehr unterstügen, wolle man nicht am Ende selber betteln gehen. Man solle nicht ein kleines, auf den Felsen der ernsten Ueberzeugung aufgebautes Haus niederreißen, um ein Fabelschloß auf losen Sand zu bauen. ( Lebhafte Zustimmung.) Nach einer Entgegnung Legiens wurde folgende Resolution mit großer Majorität angenommen: " " Die heutige Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden. Sie hält an dem Ziel der Besse rung der wirthschaftlichen Verhältnisse für die große Masse der Arbeiter fest und findet die Organisation derselben für noth wendig, da die bisher bestehenden Verbindungen feineswegs sich als ausreichend bewiesen haben. Die Versammlung erklärt es für die Pflicht einer jeden Vereinigung, auf dem stattfindenden Ge werkschaftstongreß vertreten zu sein, um mit für einen Organisationsentwurf zu arbeiten, durch welchen der Arbeiter bei der immer schneller fortschreitenden wirthschaftlichen Krisis vor Degradirung bewahrt wird. Sie setzt das Vertrauen in alle Arbeiterverbindungen, daß sie sich dem angenommenen Beschlusse des Rongresses fügen werden, damit für fernerhin die Kämpse der Arbeiter nicht durch eine Zersplitterung der geistigen und petuniären Kräfte geschädigt resp. gehemmt werden." Ju einer öffentlichen Versammlung der Bildhauer hielt am 11. Januar Herr L. Henning einen mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag über: Freie Wissenschaft und freies Denten", an welchen sich ein interessanter Disput zwischen dem Vortragenden und Herru Dupont schloß. Es wurde so= dann beschlossen, die öffentliche Rommission nur noch aus fünf Mitgliedern bestehen zu lassen. Ausgeschieden ist von den bis herigen sieben Mitgliedern der Kommission vorläufig Herr Storch und wird ein weiteres ausscheiden, wenn ein sich zur Zeit im Krankenhause befindliches Mitglied derselben dieses verläßt. Nach dem hierauf von Herrn Christen gegebenen Rechen schaftsbericht betrug die Einnahme der Kommission vom 1. Juni bis Ende Dezember 1891 mit Einschluß eines am 1. Juni vorhandenen Bestandes 724,40 Mark, die Ausgabe 389,16 Mart, so daß ein Bestand am 1. Januar von 335,24 m. verblieb. Dem Kassirer wurde Decharge ertheilt und darauf den streikenden Buchdruckern 100 M. überwiesen. Als vierter Punkt stand auf der Tagesordnung: Diskussion über das KontrollmarkenSystem. Herr Storch erklärte, dieser Punkt sei mit auf die Tagesordnung gefommen, weil man mit der Unterstützung der Arbeiter, wie sie das Markensystem und Aehnliches bedinge, als Ronfument schlechte Erfahrungen gemacht habe. In ähnlichem Sinne äußerte fich Herr Dupont. Zur Fällung eines abschließenden Urtheils hielten die verschiedenen Redner Ort und Beit nicht für geeignet und wurde die Versammlung, ohne ein solches Urtheil abzugeben, geschlossen, nachdem noch zu reger Betheiligung an den Sammlungen für die Streit- Kontrollkommission aufgefordert worden war. Die Glaser hatten sich am 12. Januar versammelt, um zunächst einen Vortrag des Herrn Dr. Pinn über Kirche und Humanität" anzuhören. Der Redner fand lebhaften Beifall. Es wurde dann in Bezug auf den Unterstützungsfonds folgende Resolution gegen eine Stimme beschlossen:„ In Anbetracht, daß der Unterstützungsfonds nicht daß werden kann, was er dem Namen nach sein müßte, den angesammelten Fonds als Generalfonds zu betrachten und im Allgemeinen keine Unterstüßung daraus zu bezahlen, eventuell bei dringenden Fällen und nur auf Beschluß einer Versammlung." Gleichfalls gegen eine Stimme bewilligte man unter Beifall den ausstehenden Buchdruckern und Buchdruckerei- Hilfsarbeitern aus dem Unterstüßungsfonds 20 M. Nachdem von einem Mitgliede die trüben Verhält niffe in einer Berliner Bleiwerkstätte( lange Arbeitszeit, überhitzte Temperatur, schlechtes Licht, ungeheurer Del- und Bleidunst und unzuläffiges Benehmen des Unternehmers) eingehend und drastisch geschildert worden und dann noch eine aus sieben Personen bestehende Kommission zur Bearbeitung der Anträge zum Verbandstage gewählt worden, schloß die harmonisch verlaufene Versammlung. Im Fachverein der Lederarbeiter sprach am Montag Abend Dr. Lütgenau über das Thema:" Eugen Richter und Der Kalbsbraten". Referent führte aus: Er wolle Richter's Sozialdemokratische Zukunftsbilder" behandeln, in denen ein Ralbsbraten eine Rolle spiele. Wenn man Richter unbeachtet laffe, so sage er: die Sozialdemokraten find feige und wissen nichts zu antworten; wenn man ihn bekämpfe, renommire er dagegen: Ich bin den Sozialdemokraten offenbar sehr unbequem und gefährlich. Die Sozialdemokratischen Zukunftsbilder" verdienten nur als Probe der Intelligenz unseres Bürgerthums Beachtung. In Wirklichkeit treffe Richter's Kritik in allen ent1 10261 370 80 410 25 554 660 732 893 97 11010 49 101 200[ 100] 13 399 642 79 796 97 12062 160 499 666 739 47 79 808 27 61 85 13191 234 385 480[ 100] 507 57 60 645 14041 284 94 436 613 56 71 [ 100] 879 918 51[ 100] 57 15054 174 223 434 684 98 720[ 100] 16101 343 402 553 943 17288 543 94 841 955 18025 95 461 69 546 660 95 935 66 19029 83 178 257 380 503 18 67 790 880 85 918[ 100] 36 53 79 20033 116 51 231 71 712 16 29 85 811 929 21076 100 559 674 746 93[ 150] 886 938 44 22037 115 31 76 98[ 100] 333 421 32 526[ 150] 32 70 778 894[ 100] 23021 38[ 100] 192 256[ 100] 468 595 624 38 91 72 98 953 63 24113 212 322 27 58 89 481 1100] 521 97 652 724 901 25062 75 117 218 307 644 63 808 96 951[ 100] 81 26077 148 224 321 472 516 634 42 785 875 944 27018 181 202( 100) 54 71 333 77 691 717 2906 82 84 170 322 400 578[ 100] 767 831 94 904 29030 48 68 85[ 100] 137 76 204 77 321 675 702[ 150] 961 96 30 37 337 443 613 75 816[ 100] 903 17[ 1001 18 43 62[ 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Ziehung der 1. Klasse 186. Königl. Preuß. Lotterie. 1495 541 611 90 95 764 914( 2001 25 61 95021 124 403 41 503 617 86 Biebung vom 13. Januar 1892, Nachmittags. Nur die Gewinne über 60 Mart sind den betreffenden Nummer: in Parentheie beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 33 123 29 36 64 294 436 75 525 97 709 54 65 93 896[ 150] 1008 147 80 11001 93 312 557 612[ 100] 99 768 805 97 2033 108 212 334 406 48 534 609 703[ 10] 11 56 3007 66 105 388 568 862 970 4059 81 134 62 452 70 527 32 718 49 803 5096 98 170 80 241 470 615 2 99 774 856 947 67 86 6163[ 100] 359 661 952 83 7011 117 89 274 387 430 74 558 618 719 71[ 15] 96 828 38 979 99 8 58 177 93 326 92 404 33 64 504 83( 100)] 659 753 922 56 9226 66 301[ 100] 41 422 26 28 519 49 683 818 936 10352 92 419[ 150] 99 524[ 100] 35 73 657 780 851 58 78 952 11016 19 74 123 95 214 321 619 763 814 76 12324 576 621 82 993 13250 66 335 53 409 601 865 87 982 14207 307 550 611 47 75 81 84 85 755 [ 100] 61 66 861 15196 232 59( 1097 315 422 585 94 685 810 32 61 96[ 50] 927[ 200] 16041 61 126 313 503 954( 100) 17351 94 196 261 441[ 100] 667 91 723 26 18021 208 28 345 589 721 951 1911 81 22. 93 711 81 36 20018 82 136 42 512 47 85 635 82 84 704 13 19 805 21095 107 36 210 64 450 76 529 736 910 22 91 2045 164 248 46 53 61 71 513 76 653 78 721 850 961 66 23229 90 309 65 78 412 541 607 74 883 2408 72 656 817 65[ 1001 953 25100 351 536[ 100] 612 843 2611 2: 4 319 55 434 754 841 916 2712) 381 428 41 85 680 87[ 100] 705 5 839 58 916 27 28054 172 352 72 445 547 673 757 95 880 29242 95 535 746 807 703 20 80 11001 848 79 910 40 96068 458 63 513 637 715 26 79[ 300] 94 877 97035 221 70 81 82 97 412 75[ 200] 527 84 898 961 76 87 98167 282 91 390 475 530 601 33 47 64 843 953 99314 36[ 100] 71 420 620 58[ 150] 715[ 150] 19 28[ 100] 811 32 952 53 61 100079 139 84 90 231 425 32 506 824 29 939 101064 97 182 215 21 15 86 95 392 484[ 10155 46 626 790 830 75 957 76 102046 292 353 62 476 734 83 8.8 905 103053 375 445 618 751[ 150] 75 866 903 90 91[ 100] 104115 61 267 95[ 300] 332 464 86 620 25 37 61 762 852 105090 225+34 60 73 572 661 86 94 734 98 911 32 106195 327 639 623 36 54 707 807 107006 24 51 153 60 76 288 341 97 499 671 614 [ 1500] 2 810 983 108076 253 301 423 705 55 819 951 109182 357 452 78 90 515 72 667 94[ 100] 753 801 48 76 928 110090 16 211 33 67 516 712 77 882 929 111188 309 61 430 592 656 66 69 95 784 962 112 86 152 91 200 51 332 556 77 90 677 846 113053 114 94 353 63 417 61 613 97 728 51 86 981 114151[ 200] 205 74 399 406 577 700 20 813 989 115004 69 461 68 531 75 652 96 711 978[ 100] 116109 26 80 414 516 626 93 958 117041 93 155 67 316 22 27 33 81 411 544 613 742 118130 34 88 206 26 314 21 715 41 803 13 69 926 80 119009 29 145 208 37 68 499 516 607 769 831 41 962 120009 164 86 236 300 79 93 404 39 574 639 845 121073 258 600 16 3 727 79 837 77 938[ 100] 93 12: 2056 224 40 597 799 918 123086 189 339 46 445 504 660 741 124013 16 195 220 54 454 694 723 08 71 400 9 963 125 31 38 123 58 336 491 522 75 733 98 846 68 79 930 33 126048 135 86 271[ 100] 448 588 92 99 786 96 837 51 971 127043 80 1150] 138 353 640 82 93 778 846 79 128005[ 100] 106 59 406 27 32 54 70 702 857 93 941 66 129160 65 231 51 414 892 920 22 130271 600 79 819 40 920 131306 14 22 78 616 21 980 132035 91 110 203 8 358 555 676 788 830 901[ 100] 73 133273 439 517 56 645 176 866 952 65 134053 269 534 699 766 834 42 77 979 135053 252 584 818 136059 104 247 452 571 735 92 888 984 137253 305 39 484 507 686 730 803 931 138157 290 301 67 84 453 89[ 100] 501 19 717 30077 143 87 212 18 533 77 606 846 937 31162 209 346 65 528 619 71 771 866 939 79 88 32003 5 341 625 92 722 881 942 43 33011 214[ 200] 69 372[ 100] 87 564 95 629 767[ 150] 980 3404 114 216 20 59 63 355 445 605 39 60 87 789 899 931 83 35108 285 328 464 588 93 640 784 878 932 36179 208 312[ 100] 68 484 517 30 39 56 624 942 87 139095 194 210 96 390 443 54 90 529 62 607 81 800 16 43 999 888 959 37104 296 468 707 41 832 39 38040 121 44 77 256 528 50 607 88 704 824 39037 245 67 74 326 419 93 789 879 85 88 945 40171 265 361 429 597 663 65 831 74 941 97 41354 414 54 63: 732 44[ 150] 865 983 42134 54 78 205 17 314 421 42 47 826 93 94 56 43021 323 34 46 508 633 37 75 778 44065 83 86 298 492 583 675 86[ 100] 726 68 45103 84 278 402 654 709[ 2001 34 92 830 94 906 31 53 46112 77 87 331 435 517 85 721 39 56 805 997 471+ 1 56 418 42395 147050 506 91 658 69 704 83 824 74 148189[ 200] 257 331 423 582 88 94 631 724 880 71[ 100] 921 18073 257 391 411[ 200] 557 814 50 939 46 75 49024 125 302 501 76; 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Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.