Nr. 226. Abennements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Ginzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrierter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Post Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Zeitungss Preisliste für 1900 unter Dr. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montage. Vorwärts Berliner Volksblaff. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonel. geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Barnsprecher: Amt I, nr. 1508. Telegramım Adresse: " Bocialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Freitag, den 28. September 1900. Mit dem 1. Ottober eröffnen wir ein neues Abonnement nichts, bie focialdemokratische Mehrheit, die erste in einem deutschen Staatswesen, ist zwar noch nicht erreicht, aber in auf den greifbare Nähe gerückt. „ Vorwärks" mit seinem wöchentlich fünfmal erscheinenden Unterhaltungsblatt und der Sonntags- Beilage „ Die Neue Welt". Es muß indessen darauf hingewiesen werden, daß der Landtag für Gotha feineswegs das Landesparlament der vereinigten Herzog tümer Koburg- Gotha ist. Nach dem Staatsgrundgefeße vom 3. Mai 1852 besteht sowohl für Gotha als auch für Koburg ein besonderer Landtag mit beschränkten Befugnissen. Der Landtag für Gotha zählt, wie gesagt, 19, der für Koburg 11 Mitglieder. Die Wahlvorschriften find für beide Landtage gleich. Im toburgischen nossen in Koburg, bei den demnächst stattfindenden Wahlen auch dort ein oder das andre Mandat zu erringen. Im Unterhaltungsblatt beginnen wir am 1. Oktober mit dem Landtag haben wir leider noch kein Mandat, doch hoffen unsre GeAbdruck des neuen Romans von Kurt Aram: ,, Unter Wolken." Für Berlin nehmen sämtliche Beitungsspediteure sowie unsre Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennig frei ins Hans. Für außerhalb nehmen sämtliche Bostanstalten stellungen zum Preise von Für die dem vereinigten Herzogtum gemeinschaftlichen Aufgaben treten die beiden Einzellandtage zum gemeinschaftlichen Landtag zusammen. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Der Wald wird verwüstet durch das Wild, indem die jungen Pflanzungen zertreten, die Rinde von den jungen Bäumen genagt wird. Kenner des gothaischen Waldbestands erklären, daß der junge Nachwuchs von jetzt nur noch als Brennholz verwendbar werden wird. Darunter müssen natürlich die Erträge des Walds schwer leiden und den Schaden hat vor allen Dingen die Staatstafse; die Bezüge des Herzogs und feines Hauses müssen vorerst gedect werden und es kann, wenn diese Mißwirtschaft so weiter geht, der Fall eintreten, daß für die Staatstasse nichts übrig bleibt. Es ist begreiflich, daß für ein Gemeinwefen von circa 200 000 Einwohnern eine Jahreseinnahme von 300 000 m. geradezu eine Lebensfrage sein tann. Alle Verfuche, auf diese Dinge eine größeren Einfluß zu gewinnen, haben bisher trotz des ziemlich einmütigen und energischen Auftretens des Landtags sehr wenig Erfolg gehabt. Auch die Landwirtschaft hat außerordentlichen Schaden durch das, Dem gemeinschaftlichen Landtag sind unter anderm vorbehalten, viele Hochwild, das auf ihre Wiesen tritt und alles brauchbare Gras das Verhältnis zum Herzog, allerdings mit Ausschluß seiner und abfrißt. Der Wildschadenersatz ist meistens nur ein Hohn auf das seines Hauses Bezüge aus Staats- und Domänenmitteln; das Ver- Wort, somehr, als ja meist fleine Landwirte in Frage kommen. Behältnis zum Deutschen Neich, so daß z. B. Instruktionen an den von der gesamten landwirtschaftlich benutzten Fläche bes Lands Vertreter des Herzogtums im Bundesrat nicht durch den Einzel- fommen 64 Proz. auf Betriebe bis zu 20 Hektar, die bei dem landtag veranlaßt werden könnten; das Staatsministerium; das gebirgigen Charakter des Lands und der großen Ausdehnung des Staatsgrundgesetz mit seinen integrierenden Bestandteilen, wozu das Walds zum größten Teile von dem Wildschaden betroffen werden. Wahlrecht in seinem ganzen Umfange gehört. Für Abänderungen Dabei trachtet die Domänenverwaltung immer noch mit den oft Staatsgrundgesetzes des überdies ist noch vorgeschrieben, aufechtbarsten Mitteln, noch mehr Geld zu erwerben durch Bachtung daß auch die beiden Einzellandtage erst ihre Zustimmung von Gemeindewald; Proteste der Gemeindevertretungen gegen geben müssen, bevor solche Beschlüsse gültig werden, so daß eine geradezu zwangsweise Pachtung" der Jagd im Gemeindewald also die Koburger von den Gothaern nicht überstimmt werden seitens der Domäne zu den gemeinschädlichsten Bedingungen sind fömten. schon häufig, aber ganz erfolglos erhoben worden. Auf der andern 3 Mart 30 Pfennig für die Monate Oktober, November und Dezember entgegen.( Eingetragen ist der Vorwärts" in der Post- Beitungsliste unter Nr. 7971.) Die Redaktion des„ Vorwärts". Die Wahlen in Gotha. Unfre Parteigenossen im Herzogtum Gotha haben eine bemerkenswerte Landtagswahl- Kampagne hinter sich, die sie mit Stolz und Frende erfüllen kann und deren Erfolge auch die Aufmerksamkeit der ganzen Oeffentlichkeit auf sich lenken. an " Das Budgetrecht ist sehr beschränkt. Die Bewilligung der Seite droht den Bauern schwere Strafe, wenn sie nur eine handvoll Steuern und Abgaben sowie das Schuldenwesen ist zwar Sache der Stren aus dem Walde holen. Einzellandtage; doch für alle dem gemeinschaftlichen Landtag vor- Man kann sich danach vorstellen, welche Erbitterung in der Be behaltenen Angelegenheiten übt dieser auch das Etatsrecht und die völkerung ob dieser Zustände herrscht, und in ihnen, verbunden mit Einzellandtage müssen für die Deckung aller vom gemeinschaftlichen dem energischen Auftreten der socialdemokratischen Abgeordneten im Landtage zum Schutz der Wolfsinteressen ist auch die Hauptursache Landtag bewilligten Ausgaben sorgen. Die Landtage sind nicht berechtigt, ihre Bewilligungen an Be- der wachsenden Erfolge unsrer Partei bei den dortigen Wahlen zu dingungen, zu knüpfen, die den Zweck und die Verwendung der Besuchen. willigungen nicht selbst betreffen. Etatsüberschreitungen müffen genehmigt werden, wenn ihre Notwendigkeit und Dringlichkeit nachgewiesen wird. Wenn mit einem Landtage feine Einigung über die Ausgaben au stande kommt, so gelten die alten Ausgabebewilligungen auf ein Jahr weiter. Nach den munmehr beendeten Wahlmännerwahlen haben sie Es ist wahr, auch die Freifinnigen, die neben den Socialdemo neun Wahlkreise definitiv erobert; in drei Wahlkreisen fehlen ihnen nur je zwei Stimmen der absoluten Mehrheit, fraten den andern Hauptteil des Landtags bilden, sind in diesen Fragen bis zu einem gewissen Grade energisch gegen die Regierung aufgetreten; so daß es bei der Wahl der Abgeordneten, da sich drei Parteien gegenüberstehen, zur Stichwahl kommen wird. Indessen machen sich in verschiedenen Fällen find wichtige Beschliffe gegen die Regierung unfre Barteigenoffen teine Hoffnungen auf die Eroberung weiterer einstimmig gefaßt worden. Auch in der Frage des Etatsrechts sowie in verschiedenen andern Fragen haben die Freisinnigen einige Energie Mandate in dieser Wahl. Man wird es also als definitives Ergebnis der Wahl ansehen müssen, daß der 19 Abgeordnete zählende Dennoch ist der Einzellandtag keineswegs bedeutungslos; gerade gezeigt. Doch häufig sind sie auch vor der letzten Entscheidung gothaische Landtag neun Socialdemokraten zu Mitgliedern hat. Das die für das wirtschaftliche und geistige Gedeihen des Staatswesens zurückgeschreckt und wieder umgefallen. Dazu kommt ihr schäbiges ist noch nicht die Majorität, aber abgesehen davon, daß sie bei den wichtigen Angelegenheiten, so das Domänenvesen, Kirchen, Schul- Berhalten in der Frage des Wahlrechts. Haben doch, wie schon an nächsten Wahlen im Jahre 1904 erreicht werden kann, bedeutet die und Unterrichtswesen find seiner Entscheidung vorbehalten. geführt, die Freifinnigen bei der durch die Mandatsniederlegung des geschlossene socialdemokratische Fraktion gegenüber der nur um einen Ganz besonders ist es das Domänenwesen, das für Gothas bg. Mösler notwendig gewordenen Nachwahl im März d. J., von Stopf stärkeren, aber in Freifinnig- Liberale und Agrarier wirtschaftliches Gedeihen einer der wichtigsten Faktoren ist und das einer als Notbehelf für Schreibensunkundige geschaffenen Bestimmung Gebrauch machend, durch ein gemeines Manöver die geheime Wahl gespaltenen Mehrheit thatsächlich in den meisten Fällen und bei der infolge eigentümlicher Rechtsverhältnisse und einer unglaublichen thatsächlich aufgehoben und sie zu einer öffentlichen gemacht. Diebesonderen politischen Situation im Lande die ausschlag- Mißwirtschaft das öffentliche Leben des kleinen Staatswesens geradezu selben Freifinnigen, die ein Programm haben, in dem das geheime Wahlrecht auch für die Landtage und Gemeinden gefordert wird! Das Vertrauen zu den Freisinnigen im Lande ist deshalb stark gebende Gruppe. Die Wahl ist indirekt; Wähler ist jeder männliche Staatsbürger, der 25 Jahr alt ist und eine Staatssteuer( ohne unterste Grenze) zahlt. Es sind aber von der Ausübung staatsbürgerlicher Rechte und somit auch vom Wahlrecht ausgeschlossen: " Dienstboten und Handwerksgesellen ohne eignen Hausstand, sowie die Handlungs- und andren Geschäftsgehilfen, die keinen eignen Hausstand. haben oder sich im Brod ihrer Handlungs- oder Geschäftsherrn befinden." beherrscht. Durch die jetzige ausschlaggebende Stellung, die sich unfre Parteigenossen in Gotha errungen haben, werden sie noch besser Gelegenheit haben, die Rechte der Bevölkerung wahrzunehmen und es ist zu hoffen, daß es bald dahin kommt, daß in diesem Staate nichts mehr geschicht, was nicht die Zustimmung der socialdemokratischen China. Jm abgelaufenen Landtage saßen sechs Socialdemokraten. Ein Die„ Domäne", ein großer Grundbesitz an Forsten, Landfiebentes Mandat ging durch Mandatsniederlegung verloren. Bei gütern 2c., einst allenthalben Gemeingut der freien Markgenossen, der Nachwahl fiel das Mandat den Frisinnigen zu, so daß der von den Ritter- und Räubergeschlechtern allmählich als Privat gesunken und wendet sich immer mehr der Socialdemokratie zu, die Gewinn für diesmal drei Mandate beträgt. eigentum in Anspruch genommen, später in ihren Eigentums- bisher bei jeder Gelegenheit gezeigt hat, daß sie, wie überall, die Dieser glänzende Erfolg wurde errungen bei einem Wahlrecht, verhältnissen schwankend zwischen Staatsgut und landesherrlichem einzige Bartei ist, auf die sich das rechtlose, ausgebeutete, mißhandelte das zwar keine Klaffenscheidung kennt, dennoch aber der Geltend: Privatgut, wurde in Gotha 1854 durch einen Beamtenlandtag in Bolt allein unter allen Umständen verlassen kann, bei der allein die machung des Volkswillens die erheblichsten Schwierigkeiten bietet. der Weise gesetzlich geregelt, daß alles Wertvolle davon dem herzog Wahrung seiner Interessen gut aufgehoben ist. lichen Hause unter dem Namen„ Domänengut" als Privateigentum überwiesen und alles, was große Kosten verursachte, ohne etwas einzubringen, als„ Staatsgut" in Anspruch genommen wurde. Diese Regelung besteht noch heute zu recht. Doch wird das Domänengut staatlich verwaltet und es steht dem Staate ein Teilmigungsrecht zu. Zuerst gehen aus dem Ertrage 33 000 M. für die herzoglichen Partei findet. Witwen zc. ab, dann hat der Herzog 300 000 M. zu bekommen und dann erst der Staat 108 000 m. Von dem dam verbleibenden Es wird zwar mit Stimmzetteln gewählt, aber eine geheime Ertrage bekommt der Herzog die Hälfte und die andre Hälfte fließt Es scheint, daß nun auch England és definitiv abgelehnt Wahl im Sinne der für den Reichstag geltenden Vorschriften ist das in die Staatskasse. Nach dem letzten Etat bekam die Staatskaffe hat, die Erfüllung der Rache als eine Vorbedingung der Uebrigens wird Friedensverhandlungen zu betrachten. feineswegs. Der Wähler erhält im Wahllokal, nachdem er sich im ganzen rund 300 000 M. aus dem Ertrage des Domänenguts. legitimiert hat, vom Wahlvorstand einen amtlich gestempelten und Wenn jedoch das herzogliche Gesamthaus aus irgend einem grundsätzliche Ablehnung in der Bülow Offiziöfennumerierten Bettel und auf diesen muß er im Wahllokal selbst den Grund aufhört, das Herzogtum zu regieren, dann hat der Staat Sprache neuerdings als 8ustimmung im Princip" übersetzt. Namen des oder der Wahlmänner schreiben, denen er seine Stimme auch keinen Anteil mehr an dem Ertrag; die Domäne bleibt dann Wenn der Graf Bülow auch kein Politiker ist, so tann man ihm giebt. Andre Bettel werden nicht angenommen. Für einen ab- reines Privateigentum des Hauses oder seiner Erben. Dieser Um einige anregende Verdienste um die Erfindung einer neuen Logik gesonderten Raum, wo der Wähler dieses für viele recht schwierige stand macht es einigermaßen erklärlich, warum man so eifrig nach und einer neuen Sprache nicht absprechen. Er hat sich damit einen Geschäft unbeachtet vornehmen könnte, ist nicht gesorgt. Außerdem einem neuen Thronfolger gesucht und schließlich den jugendlichen schönen Wirkungskreis gesichert, falls er einmal der„ gelben Jacke" ist aber gestattet, daß jeder Wähler seine Abstimmung auch mind- Sportsman, den Herzog von Albany als solchen gekapert hat. So des China- Ministers entkleidet werden sollte. lich zu Protokoll erklären tann. Dies benützten z. B. feiner Zeit lange man einen Herzog hat, besteht doch immerhin noch die Ueber die thatsächliche Lage in China versiegen zuverlässige die Freifinnigen" zu schamloser Wahlbeeinflussung in der Weise, daß theoretische Möglichkeit, dieses standalöse Domänenabkommen auf Nachrichten vollends. Um so sicherer ist die Anarchie des europäischen fie für ihre Parteiangehörigen die Parole ausgaben, mur mündlich gesetzlichem Wege in einer den Interessen des Lands beffer ent- Konzerts. Nur die deutsche Mundharmonika bläst noch standhaft zu Protokoll abzustimmen. Wer also per Stimmzettel wählte, sprechenden Weise zu regeln, worauf die Socialdemokraten im Land China in Grund und Boden. machte sich verdächtig. tag schon lange dringen. die Rußland hat inzwischen das rechte Amur Ufer in aller Form annettiert und spielt nun, gesättigt, in Peking den Netter. Englische Fanfaren. Wenn drei Stunden nach Eröffnung der Wahl kein Wähler mehr Nach den bisherigen Erfahrungen wird es freilich eines sehr antvesend ist, so kann die Wahlhandlung gefchloffen werden. Die energischen Druds bedürfen, um das durchzusetzen. Sind doch Wähler müssen also beizeiten erscheinen. Die Festsetzung der Wahl- gerade um die Domänenfrage, um das Mitrederecht des Landtags Den Times" wird aus Shanghai vom 25. September ge zeit liegt in Händen der Ortsobrigkeit und da die meisten Gemeinde- bei der Verwaltung und um die daraus resultierende Wildwirtschaft Der Herzog meldet: Es find Anzeichen vorhanden, daß die Mandschu- Partei borstände nach alter Gepflogenheit als Wahlmänner fandidieren, so seit Jahren die lebhaftesten Kämpfe geführt worden. ist auch nicht immer auf eine für die socialdemokratischen Wähler hat auf Grund des Domänenabkommens das alleinige Jagdrecht. mehr und mehr eine herausfordernde Haltung einnimmt. Ju den günstige Festsetzung der Wahlzeit zu rechnen. Die Waldfläche der Domäne beträgt circa 4000 Hektar, das ist mehr hiesigen chinesischen Zeitungen wird mitgeteilt, es feien Befehle er Bei der Wahl der Abgeordneten gilt absolute Mehrheit und die als der fünfte Teil des ganzen vereinigten Herzogtums. Die Jagd gangen, einen neuen Balast in Singanfu zu errichten. Im Yamen notwendig werdenden Stichwahlgänge, deren ähnlich wie in Breußen wird von den hohen Herrschaften natürlich nur vom Standpunkt Schengs wird das legthin von der chinesischen Preffe verbreitete mehrere möglich find, werden sofort vorgenommen. des feudalen Herrn behandelt; sie ist ein fürstliches Bergnügen". Gerücht bestätigt, daß Li- Hung- Tschaug von der kaiserlichen StegicMan sieht, der Schwierigkeiten sind nicht wenige und die Ge- Die Jagd wird pfleglich" behandelt; die Interessen der Bevölkerung rung geheime Befehle erhalten habe, alle verfügbaren Truppen meindegewaltigen, die freifinnig oder agrarisch intereffiert sind und bleiben völlig unberücksichtigt. Da erklärt es sich, daß der Hochwild zu sammeln und die Hauptstadt wieder zu erobern. Es wird auf die Gestaltung der Wahl großen Einfluß zu üben vermögen, bestand ein ungeheurer ist und der Wald wie die Felder der Grund- aber hinzugefügt, der Bicefönig halte diese Befehle mit seiner Stellung als Friedensunterhändler unvereinbar. machten davon auch der ausgiebigsten Gebrauch. Es half alles besiger schwer darunter zu leiden haben. Demselben Blatt wird aus Hongkong vom 25. d. M. gemeldet: An der Umgebung von Kanton plündern Räuber und Arbeitslose die Dörfer. Die katholische Kirche in Tokamhang wurde zerstört, der Kirchhof der Ausländer, der sich in der Nähe befindet, wurde eut- weiht. Auch die amerikanische Kirche in der Vorstadt von Kanton wurde zerstört. Man braucht kein Wort zu glauben! Die russischen Annexionen. Nach englischen Telegrammen haben russische Generale eine teilweise Annexion der Mandschurei verkündet. Die Verordnungen lauten: „t. Ich verkündige den Uebergang des Mnndschu-Gebiets im transsejaischen Bezirke und des von den rnssischcn Truppen besetzte» rechten Amur-Ufers an Rußland. 2. Die Rückkehr chinesischer Unterthanen nach dem transsejaischen Bezirk auf dem russischen oder linken Ufer des Amur ist verboten. Deren Land wird zur russischen Kolonisierung verwendet werden. 3. Die frühere chinesische Stadt Aigun und die Niederlassung von Sachalin gehen mitsamt dem anstoßenden Gebiet zeitweilig an die russischen Militärbehörden über; allen Privatpersonen wird bedingungslos untersagt, sich darin niederzulassen. 4. Die frühere Stadt Aigun und die Niederlassung von Sachalin dürfen nicht wieder auf- gebaut werden. Von den erhaltenen chinesischen Gebäuden werden nur diejenigen noch verschont werden, die zur Unterbringung der russischen Truppen und der Lagerung der Vor- räte notwendig sind. 5. Die Verwaltung des von den russischen Truppen am linken Amurnfer besetzten Gebiete, sowie die vor- läufige Verlvaltung des Gebiets jenseits des Flusses Seja Ivird dem russischen Grcnzkommissar unterstellt, bis das Gebiet einer durchaus russischen Bevölkerung übergeben sein wird. Der Amtssitz des Grcnzkommissars wird sich in Aigun befinden." Auch diesen Nachrichten fehlt die einwaudsfreie Bestätigung; sie mögen allerdings den thatsächlichen Verhältnissen entsprechen. Chinesen als Soldaten. Die in Marseille eingetroffenen verwundeten französischen Sol- baten und Matrosen wissen viel von den großen Verlusten der Ver- bündeten und der Tapferkeit der Chinesen 'zu erzählen. Nicht nur in den Kämpfen und Scharmützeln seien viele Mann geblieben, sondern auch das Klima fordere große Opfer. So I seien beispielsweise von den 600 Mann des französischen Cochin- china-Regiments kaum noch 100 kämpf- und marschfähig. Die Chinesen legten im Kampf großen Muth und Todesverachtung an den Tag und wiirden sicherlich höchst ge- fährliche Widersacher sein, wenn sie besser befehligt würden. Die Boxer stürmen stets zuerst zum Angriff vor und die regulären Truppen eilen dann zu ihrer Unterstützung herbei; wenn sie zurück- geschlagen werden, vereinigten sie sich zu dichten Massen und ließen sich kaltblütig niederschießen. M-bevfichk. Berlin, den 27. September. Sechs Mark- Getreidezoll. DaS Ausbeutertum ist sich einig. Die Krautjunker helfen den Schlotjunkern zu hohen Schutzzöllen auf Industrie- Erzeugnisse und die Schlotjunker den Krautjunkern zu hohen landwirtschaftlichen Zöllen, in erster Linie zu hohem G e- treidezoll. Es kann kein Zweifel darüber bestehen, daß wir uns vor einer unerhörten Brotverteuerung befinden, zu welcher die Erhöhung des Getreidezolls die erste Maßregel bildet, um den deutschen Brotkonsumenten den junkerlichen Kornwucherern wehrlos auszuliefern. Nur über die Höhe des neuen Getreidczolls herrscht noch Uneinigkeit. Die großindustriellen Hochschutzzöllner wollen den Agrariern einen Sechs Mark-Zoll pro Doppelte ntner Getreide— noch eine Mark mehr als vor Beginn der Handelsvertragspolstik— gewähren und die Regierung hat bereits ihren Segen dazu gegeben. Die Agrarier wollen natürlich noch mehr— die„Deutsche Tageszeitung" hatte den 6 Mark- Zoll als„zu niedrig" bezeichnet— indessen werden sie schließlich nehmen, was sie kriegen, und die Ausplünderung der Konsumenten durch das agrarisch und industrielle Aus- beutertum kann sich vom Jahre 1903 ab ungehindert voll- ziehen. DaS Sprachrohr des Herrn v. Miguel, die„Berk. Polit. Nachrichten", hat sich soeben darüber vernehmen lassen, wie weit die Regierung ihren geliebten Junkern entgegenkommen will. Die Regierung sagt also: „daß der Vertragszollsatz von 3, SO Mark pro Doppelceutner Roggen oder Weizen zur Erreichung dieses Ziels(Schutz der„not- leidenden" Junker) nicht ausreicht. Was nun die in Aussicht zu nehmende Höhe des Zollsatzes anlangt, so wird anzuerkennen sein, daß auch der in dem allgemeinen Zolltarif vorgesehene, zur Zeit nur noch gemz ausnahmsweise Platz greifende Satz von 5 M. auf den Doppclcentner eine nicht zu überschreitende Grenze um so weniger bildet, als bereits im Jahre 1887 die verbündeten Regierungen einen Zollsatz von 6 M. für den Doppel- centner als angemessen vorgeschlagen hatten." Also was der unter dem Druck des Boulanger-Schwindels in den Faschingswahlen, des Jahrs 1887 gewählte Angst- Reichstag nicht auszuführen wagte, dafür hält man heute die Zeit gekommen. Um den beutegierigen Agrariern die Tasche zu füllen, soll das Volk den 6 Mark-Hungerzoll bezahlen! Dabei würde diese Regierung sich nicht scheuen, den Zoll noch höher hinaufzuschrauben, wenn sie nicht fürchtete, als- dann das industrielle Ausbeutertum vor den Kopf zu stoßen. „Ein übermäßig hoher Getreidezoll", so läßt die Regierung sich vernehmen,„müßte entweder die Lebenshaltung der Arbeiter ungünstig beeinflussen oder... zu einer Steigerung der Arbeitslöhne und damit zu einer für alle Zweige der heimischen schaffenden Arbeit bedenklichen Erhöhung der P r o d usk tionskosten führe n." Das industrielle Ausbeutertum ist eben gern bereit, den Junkern höheren Getreidezoll zu bezahlen, so lange es allein aus den Taschen des Arbeiters geht; sobald aber der Getreidezoll so hoch wird, daß er den Arbeiter zu höheren Lohnforderungen zwingt und damit die Industrie Gefahr läuft, einen Teil der Zollerhöhung decken zu müssen, ist es mit der Einigkeit der Ausbeuter vorbei. In dieser richtigen Erkenntnis bildet für die Regierung der 6 Mark-Zoll die vor- läufige Grenze. Es ist die Mindestkonzession an den Profit- Hunger der Brotwucherer. Die aufreizende Rücksichtslosigkeit, mit welcher das Ausbeutertum den deutschen Arbeiter zwingen will, den Junkern einen allein aus der Arbeitertasche fließenden höheren Brottribut zu zahlen, fällt zeitlich in eine Periode, in der die Thatsachen das Gerede von der„Notlage der Landwirtschaft", wenigstens in Bezug auf die großen und mittleren Grundbesitzer, als plumpen Schwindel erweisen. Erst kürzlich waren die„Deutsche Tageszeitung" und andre Blätter der Agrarier wie auf den Mund geschlagen durch die veröffentlichte Zusammenstellung über die im Jahre 1899 in Preußen beendeten Zwangsversteigerungen, aus der hervor- ging, daß die Zahl der Zwangsversteigerungen der der Land- Wirtschaft dienenden Grundstücke in Preußen erheblich gc- funken sind, sich also die Lage der Landwirtschaft ganz bedeutend gebessert hat. Wie sollte es auch anders sein! Die Preise der Erzeugnisse der Landwirtschaft sind während der sechs guten Jahre der Industrie beständig in die Höhe gegangen und der Industriearbeiter hat fast seinen ganzen Mehrverdienst in die Hände der Grundbesitzer fließen lassen müssen. Die Junker haben einen Teil ihrer Schulden abstoßen können. sie konnten ihre Arbeitsinstrumente ver- mehren und durch technische Neuerungen den Betrieb rentabler gestalten. Auf den großen Gütern ist eine rege Bauthätigkeit entfaltet worden und die ganze Besserung der Lage zeigt sich in dem Rückgang der Subhastationen. Deren Zahl betrug 1894: 43S8, 1896: 3951, 1897: 3657, 1898: 3575, 1899; 3217. Die Zwangsversteigerungen sind mithin von 1893 auf 1899 um 16 Proz. zurückgegangen. Am stärksten waren sie in den preußischen Bezirken, in denen vorwiegend der Groß- betrieb in der Landwirtschaft besteht. Das alles gilt den ostelbischen Beutepolitikern gar nichts. Sie sind auch weit entfernt, sich mit dem 6 M.-Zoll zufrieden zu geben. Wie ihn die„Deutsche Tageszeitung" von vorn- herein als„zu niedrig" bezeichnete, so erheben jetzt die junkerlichen Brotwucherer ein wüstes Geheul, weil ihnen dieser Tribut aus den Taschen des armen Manns nur ein Bettelpfennig dünkt. Ihnen soll ja der Getreidezoll nur das Mittel sein, die Getreidespekulation des Auslands über- Haupt vom deutschen Markt fernzuhalten, ein Hungerzoll in des Worts vollster Bedeutung, der das Volk zwingen soll, den Marktpreis des Getreides auf die Höhe heraufzubringen, die dem Junker genügt. Was ist da ein 6 Mark-Getreide- zoll! Die Junker sind bereits über den Antrag Könitz hinausgewachsen. Worauf sie,»venu sie es auch aus naheliegenden Gründen im Augenblick in der Agitation nicht sagen, hin- streben, ist der b e w e g l i ch e G e t r e i d e z o l l. Das Princip der beweglichen Getrcidezölle soll in die neuen Verträge aufgenommen werden und deshalb ist ihnen kein festgelegter Zollsatz hoch genug. Eine ganze Reihe agra- rischer Nationalökonomen in Teutschland hat sich in jüngster teit init diesen: Problem beschäftigt, den Zoll je nach der reislage des Getreides verändern zu können. Zu den am meisten diskutierten Vorschlägen gehört der des bekannten Agrarpolitikcrs Kühne(Halle). Er will in die neuen Handelsverträge eine Bestimmung aufgenomnien wissen, daß, sofern der Getreidepreis andauernd vier Wochen unter 155 M. pro Tonne Weizen und 130 M. Pro Tonne Roggen gestanden hat, dann der Bundesrat den Getreidezoll so lange auf das Doppelte(also auf 7 M.) erhöhen soll, bis der Getreide- preis andauernd mindestens acht Wochen auf 190 M. pro Tonne Weizen und 165 M. pro Tonne Roggen steht. Erst dann soll eine den Marktverhältniffen angepaßte alln:ähliche Herab- setzung des Zolls den Preis des Getrcids sinken lassen, uin den Zoll sofort wieder zu erhöhen, wenn dem Junker nicht mindestens 155 resp. 130 M. pro Tonne bezahlt werden. Dieser ruchlosen Aushungerung des Konsumenten im Geldbeutelinteresse des Junkertums wird in andrer Form auch von Professor v. d. Goltz, Ehrenberg. Humann, Dr. Max Grabein und von agrarischen Blättern das Wort geredet. Das sind die„Endziele" des Agrariertnms und deshalb ist ihnen der 6 Mk.-Zoll ein Nichts! Die Regierung redet den Junkern gut zu; sie sollten sich an dem 6 Mark-Zoll genügen lassen, denn bei der Negierung herrsche„volles Einverständnis darüber, daß nach Ablauf der jetzigen Handelsverträge der Abschluß neuer langfristiger Tarifverträge im Interesse der deutschen Ausfuhr anzustreben sei". Fruchtloses Gerede! Was gilt den habgierigen Brot- Wucherern die deutsche Ausfuhr und das„Interesse des Vaterlands". Für preußische Junker galten Vaterland und Volk von jeher nur so lange, als sie sich von ihnen aus- plündern ließen. Die Agrarier Sachsens nehmen nicht n»r im Landtag des industriellen Staats eine Macht- stellung ein, die ihrer wirtschaftlichen Bedeutung in keiner Weise e»t- spricht, sie haben auch im L a n d e s k u l t n r r a t eine Organisation mit behördlichem Anstrich, die ihre Sonderintercsseir mit Eifer und Nachdruck verficht. Hier finden sich mit noch andren agrarischen Elementen von Zeit zu Zeit die Führer der agrarisch- konservativen Clique in Dresden zusammen und bilden eine Körperschaft, der das Recht zusteht, die agrarischen Wünsche zu Beschlüssen geformt als Anträge direkt beim Ministeriun: anzubringen. In der jüngsten Sitzung am 26. d. M. beschäftigte sich der Laudcsknltnrat unter andrem auch mit de« Handelsverträgen. Die versammelten Agrarier waren sich natürlich darüber einig, daß im Interesse der notleidenden Landwirtschaft Hochzollschlitz- Barrieren nötig seien. Viel Kopfschmerzen machte ihnen die Materie nicht. Je höher der Zoll, desto besser, das ivar der einzige Gedanke, der die Elite der sächsischen Agrarier beseelte und als der Junker von Frege als Referent ausführte, daß ein Schutzzoll von 6 M a r k für Roggen und Weizen, wie ihn die Regierung bei der letzten Zollerhöhung schon in Aussicht genommen habe, nicht mehr genügen könne, sondern ein Minimalsatz von 8 Mark erforderlich sei, stimmte man ihm allgemein zu und nahm schließlich, nachdem man sich auch für höhere Zölle auf Hafer, Mais und Gerste er- klärt hatte, einen Autrag an, nach dem die Regierung ersucht wird, im Bundesrat mit Nachdruck für eine Erhöhung der Schutz- z ö l l e auf landwirtschaftliche Produkte zu wirken. Ein Regierungskommissar beeilte sich auch, die Versicherung abzugeben, daß die Regierung den Beschlüssen einer so angesehenen Versammlung größte Beachtung schenke» werde. Nach dieser indirekten Zusage könnte es nicht mehr überraschen, wenn die Regierung des industriellen Sachsens im Bnndesrat die Vorhut für Brotvcrteuerung bilden würde. Was die Arbeiter dazu jagen, danach glauben die maßgebenden Kreise, die sich hinter dem Damm des Dreiklasien-Wahlrechts sicher fühlen, wohl nicht fragen zu brauchen. Einen weiteren Gegenstand agrarischer Unzufriedenheit bilden die Milchregulative verschiedener Städte. Die sächsische Regierung ist. wie bereits mitgeteilt, erst vor kurzein einem früheren Beschluß des Landeskulturrats insofern nachgekommen, daß sie verfügte. es solle als Vollmilch alle Milch gelte», zu der nichts zuzusetzen sei, und die städtischen Milchregulative sollten nur solche Anforderungen bezüglich deS Fettgehalts stellen, daß die Landwirtschaft ihn reget« mäßig zu erzielen im stände sei. Die meisten Städte mußten darauf- hin ihre Milchregulative, in denen meist ein Fettgehalt von SVa Proz. vorgeschrieben war. ändern. Da sie aber nun nicht, wie der Landeskulturrat eS wünschte, überhaupt auf einen bestimmten Fettgehalt verzichteten, sondern meist nur statt 3Va 3 Proz. verlangten, gerieten die Herren vom Landeskulturrat in Zorn. Sie forderten in ihren Reden einmütig, daß die Bestimmungen über Fettgehalt über- Haupt gestrichen werden sollten; da sie aber eine solche Forderung selbst für vorläufig nicht erreichbar hielten, verlangten sie wenigstens eine nnnisterielle Verordnung, wonach in städtischen Milchregulativcn höchstens 2,8 Proz. Fettgehalt beschlossen werden dürften. Gegen anders lautende städtische Milchregulative soll schleunigst ein- geschritten werden. Demgemäß beschloß man auch; damit war man aber noch nicht zufrieden. Die Mehrzahl der städtischen Milchregulative erhalten zum Schutze gegen die T n b e rku l o se die Bestimmung, daß Milch von tuberkulösen Kühen nicht in den' Handel gelangen soll; das ging den Herren aber wider den Strich. Sie behaupteten, Milch von tuber- kulösen Kühen sei nur dann schädlich, wenn das Euter erkrankt oder die Kühe hochgradig tuberkulös seien. Die Herren brachten c§ wirklich fertig, der Regierung zuzumuten, sie sollte auch i» diesem Sinne die städtischen Milchregulative reformieren und veranlassen, daß auch Milch von tuberkulösen Kühe» zum Handel freigegeben und nur solche von schwer kranken Tieren ausgeschlossen werde. lind wieder fand sich ein Regierungskoinmissar, der diesen Beschlüssen die größte Beachtung der Regierung zusicherte. Die letzte Forderung ist um so unverschämter, weil die Agrarier allein die Schuld tragen, wen» in Sachsen noch tuberkulöses Rind- Vieh in erschreckend hoher Zahl anzutreffen ist. Vor drei Jahren legte die Regierung dem Landtage ein Rindertnberkulosc-Gesetz vor, das die Abschlachtnng aller tuberkulösen Rinder nach bestimmten Regeln gegen eine Entschädigung von 80 Proz. des Werts an die Besitzer des Tiers bezweckte. Diese Vorlage brachten die Agrarier zu Fall, weil ihnen die Entschädigung nicht hoch genug war. So tragen sie allein die Verantwortung für die fortwährende Gefährdung der Volksgesundheit durch tuberkulöse Milch. Trotzdem finde« sie noch den traurigen Mut, die Be- seitignng der jetzt bestehenden dürftigen Schutzmaßregcln gegen Milch von tuberkulösen Kühen zu fordern, weil die diesbezüglichen Be- stimmnngen in den städtischen Regulativen ihren Interessen entgegen- stehen.—_ Die gelbe Gefahr. Man schreibt uns: In dem Leitartikel Ihrer Nr. 219 berühren Sie jene Seite der Chinapolitik, die von allen für die westliche Civilisation überhaupt und für das mit ihr verknüpfte Interesse der Arbeiter insbesondere die wichtigste ist: die ungeheure Krise, welche der Unterschied des Geld- Werts und derLöhne zwischen Westeuropa und Ost- Asien heraufbeschwören muß, sobald man Kohle und Eisen an Ort und Stelle durch den bedürfnislosen Kuli für die Industrie betriebsam macht. Den Macht- habern und Kapitalisten ist die furchtbare Größe dieser Gefahr seit Jahrzehnten bekannt, und man muß annehmen, daß die Chinapolitik, soweit ihr überhaupt tiefere Erwägungen und nicht nur ehrgeizige Wallungen zu Grunde liegen, durch den Wunsch geleitet wird, die heimische revolutionäre Arbeiterschaft durch eine neue Reserve-Armee von Kulis zu züchtigen und im Schach zu halten. Dieser Plan ist ein Hochverrat an der westlichen Civilisation, die ohne eine aufstrebende Arbeiterschaft zu Grunde gehen muß. Seit Jahrzehnten haben in diesem Sinne ver- ständige Männer vor der gelben Gefahr gewarnt, daß mau den„unerschöpflichen Aineisenhaufen" der gelben Rasse nicht aufstören sollte. Die Flottenprofessoren haben uns meines Wissens ihre Ansichten über diese wahre Hauptsache vorenthalten oder sich leichten Herzens damit abgefunden. Um so mehr scheint es angebracht an eine Äeußerung des bekannten Schäffle zu erinnern. Dieser ehe- malige Minister und Professor sagt in seinem 1880 erschienenen Buche über Steuerpolitik(Seite 158), nachdem er die landwirtschaftliche Krise in Europa erklärt hat, als die Folge der noch längst nicht ausgeglichenen Unterschiede in der Lebenshaltung, der Bevölkerungsdichtigkeit und der Bodenerschöpfung in den Ländern der neuen Welt und West- europa, folgendes: „Würde gar die— bei hohem Geldwert, geringen Arbeiter- bedürfnissen und mildem Klima— enorme, billige indische, chijnesijcke und japanische Arbeit durch Spekulation europäischer und asiatischer Kapitalisten mehr und mehr zum Konkurrenz- kämpf gegen Europa in Reih und Glied ge st eilt, dann iväre auch noch eine zweite weltwirtschaftliche EntwicklungSkrisis angebahnt. Ivelche in wechselnder Stärke so lange anhalten könnte, bis zwischen Europa und Ostnsien der Geldwert ausgeglichen sein würde." Als Folge dieser Vorgänge nimmt Schäffle eine länger andauernde und ziemlich allgemeine Herabsetzung der Preise, Löhne und Zinsen, eine„Dauerkrisis" in Aussicht., Hinzugefügt muß werden, daWschon der Ausgleich des Geldwerts dieser Krise eine so lange Dauer geben würde, daß man von einem ungeheuren Rückgang der westlichen Civili- sation reden müßte. Aber selbst der Ausgleich des Geldwerts würde den Abstand zwischen der Oekonomie Westeuropas und Ostasieus nicht aufheben, weil es sich nicht nur um die größere Kaufkraft des Gelds in Ostasien, sondern auch um eine höchst jämmerliche Stufe der Bedürfnisse in China handelt, die mit dem Sinken des Geldwerts nicht entfernt zugleich wegfiele. Aus diesem Gesichtspunkte muß die China-Politik als das gefährlichste Unternehmen verurteilt werden, mit dem sich seit Jahrhunderten ein europäischer Staatsmann getragen hat, ein Unternehmen des kapitalistischen Hochverrats an seiner eignen Civilisation, welches diese Civilisation in einen Ver- zwciflungskampf hineinleitet und gegen das alle Kräfte der Kultur zum Widerstande aus Leben und Tod auf- gerufen werden müssen.— Deutsches Zteich. Die rettende Papierteuerung. Ein ganz schlaues Mittel, die Socialdemolratie endgültig zu vennchten. haben die„Berk. Neueste Nachrichten" erfunden. Man soll'angesichts der teuren Papierpreise den Raum sparen und dre socialdemokratisäbeG Kundgebungen nicht mehr erwähnen: „Die Papierpreise steigen enorm. wir stehen heute einer Preissteigerung von fast 50 Proz. gegenüber. Viele Zeitungen werden sich entweder einschränken, oder ihre Bezugs- und Anzeigen- preise steigern müssen. Um so näher läge es. auf das viele Stroh, das in den Parlamenten gedroschen wird, nicht mehr so viel Raum und Arbeit zu verschwenden, wie es in den deutschen Zeitungen und zwar in steigendem Maße üblich geworden ist. Die Presse könnte in dieser Beziehung sehr wohlthätig erzieherisch wirken. Manche Rede im Parlament bliebe sicherlich u n- gehalten, wenn der Betreffende vorher die Gewißheit hätte, daß sie nicht in die Zeitungen kommt!" Auf diese Weise soll vor allein die parlamentarische Chinakritik der Soeialdemokraten um ihre Wirkung gebracht werden, die daS Knipp-Blatt anscheinend auch in seinen eignen Reihen fürchtet. Man wollte uns tot schießen, tot prozessieren, tot Hetzen— nun empfiehlt man als letztes RettmiqSmittel: man soll unS zu Tode schweigen. IlnS kanns nur lieb fein, wenn die bürgerlichen Blättrr auf allen interessanten Stoff verzichten; wir iverden uns aber rächen und mit um so größerem Vergnügen die Lebensäußerungen unsrer Feinde zur allgemeinen Kenntnis zu bringen. Auch die„ Post" empfiehlt die Totschweigetaktit, namentlich in Hinsicht auf unsre Parteitage; es liege da gar kein sachliches Interesse zur Berichterstattung vor. Bu gleicher Zeit aber schreibt der ehemalige Parteigenosse der" Post", der Prof. Hans Delbrück, in den " Preußischen Jahrbüchern": „ Die interessanteste unter den deutschen Parteien ist Heute zweifellos die socialdemokratische. Sie ist die einzige, die Probleme in sich birgt, die einzige, die die Möglichkeit einer Ents wicklung bietet, und sie ist zugleich nach der für den Reichstag abgegebenen Stimmenzahl von allen die stärkste. Die andern Parteien find alle mehr oder weniger im Stadium der Versteinerung. Es ist möglich, daß sie gelegentlich einer Krisis völlig in die Brüche gehen und Neubildungen an ihre Stelle treten, aber es ist nicht mehr möglich, daß sie aus sich heraus eine That, einen Gedanken, eine Persönlichkeit produzieren. Man weiß von vornherein ganz genau, wie sie sich zu jeder auftauchenden Frage verhalten werden, darum haben sie auch keine Talente mehr; sie haben sie nicht nötig; sie brauchen nur noch Orgeldreher. Die fonservative Partei hält schon lange gar feine Parteitage mehr ab; die nationalliberale hat feit der Frankfurter Blamage auch genug davon; die frei finnige lebt überhaupt nur noch hinter verfchloffenen Thüren; die große Heerschau des Centrums, der Katholikentag war von einer geistigen Oede beinahe wie eine ReichstagsSigung; der einzige Parteitag, dem es der Mühe wert war zu folgen, war der socialdemokratische, der einzige, der durch das, was dort geredet und beschlossen ist, in der inneren Geschichte Deutschlands eine gewisse Bedeutung haben wird." Mag die„ Poft" angesichts der Papierteuerung- ihre Leser statt mit unfren Parteitagsberichten mit den Telegrammen über Waldersee- Triumphe und jubelnde Fürstenempfänge unterrichten, bilden, erheben und unterhalten! Der überflüssige Reichstag. Die katholische Köln. Volkszeitung" findet es nicht sehr rücksichtsvoll", daß der Termin für die Einberufung des Reichstags immer noch nicht veröffentlicht sei. Worüber beklagt sich die Köln. Volksztg."; sie hat sich doch selbst immer gegen die rechtzeitige Einberufung des Reichstags erklärt und den Grafen Bülow verteidigt, weil er in seine feinen Neße nicht die plumpen Stiefel der Voltsvertreter hineintreten laffen will. Das Centrum macht sich mit seinen jezigen Beschwerden nur lächerlich und verschleiert durch solche Klagen nicht seinen vollständigen moralischen Bankrott. Die einzige mögliche und wirksame Antwort auf die verfassungswidrige Ausschaltung des Reichstags au geben, wird dem Centrum ja doch nicht einfallen. Es wird ja den Verantwortlichen des Chinakriegs nicht die Sorge überlassen, aus eignen Mitteln die willkürlich verausgabten Kosten zu be Streiten. " Eine verpakte Gelegenheit. Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" meldet: Auf den deutschen Geschäftsträger in Guatemala, von Eyb, war in der Nacht 811m 16. September ein Angriff verübt worden. Als er im Wagen nach seiner vor der Stadt Guatemala gelegenen Villa zurückkehrte, wurde er von zwei völlig vermummten Judividuen überfallen. Bei dem Kugelwechsel blieb Herr v. Eyb unverlegt, unter die Baterlandslosen zu gehen. Das Organ der Grubenbarone Das Schreiben mutet an, wie ein Aftenstück aus längst ver warnt die Staatserhaltenden davor, Loblieder auf die deutsche China- gangener Zeit. Die bayrische Regierung und der Münchener Magistra. Politik zu fingen, und begründet diese Warnung wie folgt: haben sich den flerifalen Anmaßungen gefügt, die Pfarrämter über. " Da unzweifelhaft mancherlei Vorgänge eine tiefe Mißnehmen den Religionsunterricht für die legerischen Lehrer. Der stimmung gerade bei dem loyalsten Teile der Bevölkerung Münchener Stadtschulrat sucht seine Lehrer recht sonderbarer Weise hervorgerufen haben, eine Mißstimmung, die sich auslösen muß, zu verteidigen, indem er nämlich die Zeugnisse der firch so würden die radikalen Parteien, wenn ihnen nicht nur die lichen Herren Vorgesezten", die den Betreffenden zur Führung der Kritik, sondern die Kritik überhaupt allein Verfügung stehen, heranzicht. Alle haben den Religions, Beicht. obläge, unzweifelhaft einen großen Erfolg haben. Selbst wenn und Firmungs- Unterricht nach den Aussagen von Geistlichen in aus. fie sich, was als sicher angenommen werden kann, dabei gröbliche gezeichneter Weise erteilt. " Uebertreibungen zu Schulden kommen lassen, so wird es nicht an Was wird die Folge von derartigen Maßregelungen fein? Daß Leuten fehlen, die da meinen, daß es immer noch besser ist, Miß- strebsame Lehrer nur danach trachten werden, die volle Zufriedenheit stände in übertriebener Weise zu kritisieren, als gar nichts zu ihrer, tirchlichen Vorgesezten" zu erlangen. Sie werden fagen. Die Tattit der nationalen Parteien ist deshalb eine ge- auf weltliche" Stenntnisse feinen Wert legen, dafür den Kindern deſto gebene: durch eine zwar sachliche, maßvolle und ruhige, aber mehr Religion einzupaufen suchen. dem Radikalismus Eine sehr gefährliche Tattit! Das kritische Säufeln der Khatiehrlichen und offenen Kritik auzugeben. Der Sturm wird das Gemannen fann nur dazu dienen, vor aller Welt die Berechtigung der lispel der feigen Halbheit in nichts zerwehen. " : Der Wind aus den Gegeln genommen werden ständige Trennung der equle von der Stirche, auch Gegen eine solche Kritik werden die böswilligen, aufgeregten und in andren Kreisen Anhänger zu verschaffen. allerhand parteitaktische Nebenzwede verfolgenden Angriffe der Ein weiteres Stück kommunalen Kulturtampfs" hat sich, radikalen Parteien unvorteilhaft abstechen und der ruhige wie der Frantf. 8tg." aus Im berichtet wird, zwischen dem Teil der Bevölkerung und dies ist glücklicherweise die katholischen Landes Kirchenrat und der Stadtverwaltung über das Mehrzahl wird erkennen, daß man die Wahrheit vollkommen Mitwirkungsrecht bei der Besehung der Lehrerstellen in rücksichtslos sagen fann, ohne dabei in der Sache dem nationalen den Volksschulen abgespielt. Seit zehn Jahren hat die Empfinden und den internationalen Interessen des Reichs nahe Stadt als Entgelt für die von ihr gewährten, über die Ans zu treten." forderungen des Gesetzes weit hinausgehenden Lehrergehälter, bei der Besetzung der Lehrerstellen ein Mitwirkungs- und Vorschlags ihr dies nach anfänglichem Bögern auch jest wieder zugestanden. recht ausgeübt. Von der evangelischen Landes Schulbehörde ist Der tatholische Landes- Kirchenrat aber, in dem seit einiger Zeit eine schärfere tleritale Tonart zu herrschen scheint, lehnt es end Wer sind die Brotvertenerer? Unter diefem Stichworte gültig ab, der Stadt dieses Recht weiterhin zuzugestehen, obwohl übernimmt jezt eine Anzahl bürgerlicher Blätter folgende dumm- diese auch nach Erlaß des neuen Lehrerbesoldungs- Gesetzes noch dreiste Notiz der Deutschen Tageszeitung": immter wesentlich über die gesetzlichen Anforderungen in Bezug „ Einen höchst interessanten Beitrag zur Beantwortung dieser auf die Lehrergehälter hinausgeht. Der katholische Kirchenrat Frage liefert der Geschäftsbericht des socialdemokratischen beruft sich dabei auf Stuttgart, Heilbronn, Eßlingen u. a. Etädte, Konsumvereins Leipzig Plagwig. In diesem Geschäftsberichte welche unter gleichen Verhältnissen das Necht der Mitwirkung auch wird hervorgehoben, daß infolge des Preisstands des nicht in Anspruch nehmen. Die bürgerlichen Kollegien haben nun Mehls" bie Bäckerei besonders günstig gearbeitet habe, indem als Antwort auf diese Haltung des Kirchenrats beschlossen, die über fie bei einem Reingewinn von über 266 000 m. ihr Anlagefapital die gesetzliche Norm hinausgehenden Gehälter nach dem Erlöschen mit faft 20 Broz. berzinst habe. Mit andern Worten heißt das: des Mitwirkungsrechts nur den bis zum Jahr 1901 angestellten An der Höhe der Brotpreise find nicht die Mehlpreise, auch nicht katholischen Lehrern weiterzugeben, den später anzustellenden dagegen die Getreidepreise, sondern der Geschäftsgewinn des social- nur das gefeßliche Normalgehalt zu gewähren. demokratischen Konsumvereins schuld. Wenn also die Genoffen in und um Leipzig verhältnismäßig teneres Brot hatten, so haben Zur Zentenot. Man schreibt ims ans Krefeld: Die rheinischen fie das nicht den bösen Agrariern, sondern ihren den konsum- Agrarier haben wieder ein großes Klagelied über die Leutenot anberein und die Bäckerei leitenden Genossen zu gestimmt. verdanken." Zum Schlusie wurde verlangt, daß die Kinder mit 13 Jahren Weil dieser plumpe Schwindel wahrscheinlich auch von der aus der Schule entlassen werden sollen, und außerdem das Verbot Amtsblattpresse in der Provinz gierig aufgegriffen werden wird, des Wegziehens vom Lande vor dem 15. Lebensjahre. Das ist sei die betreffende Antwort hier hinzugefeßt, die die Leipziger wenigstens ein Anfang der ersehnten Aufhebung der Freizügigkeit. Volkszeitung" darauf erteilt: Doch jetzt ein andres Bild. Die Leipziger Konsumvereine verkaufen zu marit- In Dülten, einem Städtchen des Kreises Kempen, soll eine gängigen Preisen, auf die sie an sich schon durch ihr Dasein Baumwollspinnerei gegründet werden. In dem Prospekt, der zur herabbrüdend einwirken. Wenn trobem der Bäderei- Beteiligung an dem Unternehmen auffordert, wird alles in den betrieb des Plagwiger Konsumvereins eine fast 20 prozentige Ver- rofigsten Farben geschildert und eine Dividende von 10 Proz. verzinsung seines Anlagetverts ergab, so beweist das nur, wie sprochen. rentabel das Bädereigeschäft im allgemeinen ist und welch immense Nun tritt das merkwürdige ein, daß eine große Anzahl Profite es den Privatunternehmern definitiv in die Tasche Landwirte sich an dem Unternehmen beteiligen, und zivar mit fließen läßt. Von diesen sich auf Kosten des Volts bereichernden großen Summen. 11 = Privatunternehmern unterscheiden sich die Stonsumvereine bes Und das, trotzdem sie in ihren Versammlungen stets schreien, tanntlich dadurch, daß sie die Betriebsüberschüsse in die Industrie sei die Feindin der Landwirtschaft und die Leutenot Form von Dividenden an die Konsumenten sei nur der Ausdehnung der Industrie zuzuschreiben. Was 10 Proz. zurüdfließen lassen." Dividende für die Schreier in der Landwirtschaft verführerisch sind. Ein Antisemitenführer. Wir berichteten fürzlich, daß der während einer der Angreifer von ihm durch den Arm geschossen wurde. in Halle von der Kriminalpolizei die Nr. 178 des„ Volksblatts" Antisemiten, ehemaliger Reichstags- Abgeordneter für Dresden- AltJustiz- Razzia auf einen Wih. Beschlagnahmt wurde Herr Leberecht Hartwig in Dresden, ein bekannter Führer der Wie sich herausstellte, gehörten die Angreifer der geheimen Polizei an. Der Geschäftsträger stellte folgende Forderungen: Ab- vom 3. August. Es handelte sich um eine unter der Spigmarke stadt und seitdem mehrfach Reichstagskandidat der Antisemiten, vom fegung des Gebeinipolizeichefs; Absetzung und Bestrafung der Uebel- Der Menschenfreund" veröffentlichte Notiz, die einem Wigblatt ent- Gericht für ungeeignet für den Posten eines Stadtverordneten- Vicethäter und Stellung einer berittenen Schuzwache. Die dortige nommen worden war. Es ist dies dieselbe Notiz, deretwegen der Vorstehers bezeichnet worden ist. Es waren sehr unsaubere GrundstücksRegierung hat diese Forderungen alsbald erfüllt, und der Präsident Genosse Redacteur Levyn in Erfurt vor 8 Tagen vom dortigen geschäfte von ihm zur Sprache gebracht worden. der Republik und der Minister der Auswärtigen Angelegenheiten Landgericht ein Jahr Gefängnis erhielt und sofort verhaftet wurde. Kurz zuvor war Hartwig zum Vorsitzenden des Centralverbands Sprachen offiziell und schriftlich in besonders warmen Ausdrücken ihr Gezeichnet ist die Nummer von dem Genossen Redacteur Thiele, der Grund- und Hausbefizervereine Deutschlands gewählt werden. tiefes Bedanern über das Attentat aus. Jetzt hat nun der Grundbesitzerverein in Charlottenburg die Unfre Regierung steht nachgerade nicht mehr auf der welt- der gegenwärtig zwei Monate Gefängnis verbüßt und in Naumburg Forderung erhoben, daß Hartwig von diesem Amte zurücktritt und politischen Höhe. Sie hat da die schönste Gelegenheit verpaßt, un fürzlich wegen Beleidigung der Krieger noch weitere drei Monate der brandenburgische Provinzial Verbandstag der Hausbefizer wird verzüglich Schiffe und Truppen nach Guatemala zu senden, deutsche Gefängnis erhielt. Die Parteiversammlung, in welcher Mittwoch sich gleichfalls mit dem netten Centralvorfizenden beschäftigen. Fahnen flattern zu laffen, einen Generalissimus zu entbieten und abend die Beschlagnahme wegen der angeblichen Majestätsbeleidigung In Dresden wird er aber ruhig die Führung des antisemitischen Guatemala mit der deutschen Kultur im Wege der Zwangsenteignung mitgeteilt wurde, nahm mit großer Beunruhigung von dem weiteren Bürgertums weiter behalten; die Sachsen und speciell die Dresdener zu infizieren. Ist denn dem Grafen Bülow alle Schneidigkeit ent- Borstoß gegen den Genossen Thiele und das„ Voltsblatt" Kenntnis. Haben in dieser Hinsicht starke Nerven. Sie haben die Mehnerts und schwunden? Ackermänner vertragen, sie werden auch Hartvig vertragen. Die Furcht vor der Propaganda. Die Agitation, die durch Halle: Genofie Redacteur wienty war wegen der Kritik des Ein allgemeiner Handwerkskammertag foll am 5., 6. und die Beteiligung der Socialdemokratie an den Landtagswahlen ver- Magdeburger Urteils in Sachen des bekannten Gedichts„ Die Magd" 7. November in Berlin abgehalten werden. Verhandelt werden anlaßt werden wird, flößt der" Post" schwere Besorguiffe ein: von der Anklage der Gotteslästerung freigesprochen. Jetzt hat der foll über: Regelung des Lehrlingswesens, Regelung des Fachschule Die unterwühlende und verheßende, ja zum Teil selbst ent- Staatsanwalt in der Sache Revision eingelegt und beantragt, die weiens, Gefellenprüfungs- Ordnung, Meisterprüfungs- Ordnung, Ge fittlichende Wirkung der wilden Agitation bei den Reichstagswahlen Sache an das Magdeburger Landgericht, wo nämlich in der nossenschaftswesen, Submiffionswesen, Stellungnahme zu den bildet einen der schwersten Mißstände, welche das Reichswahlrecht Sache Verurteilung erfolgte, zu verweisen. Handelsverträgen mit Bezug auf die Einführung fremdländischer im Gefolge gehabt hat. Bisher sind die Landtagswahlen davon Sollte man nicht schließlich ein für alle mal festlegen, daß Handwerkserzeugnisse u. a. verschont geblieben, in Zukunft aber dürfte dics anders werden sämtliche Preßprozesse Deutschlands bei dem Gericht verhandelt Poftalisches. Aus Altenburg wird der Volts- Beitung" und die Zeit der Landtagswahlen sich zu einer die ganze Be- werden sollen, das die schärfsten Strafen ausspricht! völferung von unten auf erregenden Agitation gestalten.... mitgeteilt, daß in dem dortigen neuen Postgebäude ein Kiost eins gerichtet sei, dessen Benutzung zum Zwecke des Verkaufs von Wenn ferner... die Socialdemokraten ihre Unterstützung auch Zur Abberufung des Hauptmanns v. Beffer schreibt einen fichtsposttarten, Briefmarken, Postkarten einer einzigen den Freifinnigen nur unter der Voraussetzung von Gegenleistung ge- toloniale Korrespondenz: Wie es in samerun bei den Er- dortigen Firma überlassen ist. Die dortigen Geschäftsleute, welche währen wollen, so ist mit einiger Sicherheit darauf zu rechnen, daß peditionen aussieht, darüber herrscht völliges Dunkel. Amtlich hat ebenfalls mit Ansichtspostkarten handeln, erblicken in dieser Be fie im nächsten Gesetzgebungsabschnitt auch im Abgeordnetenhause man nichts erfahren, als daß der Kommandeur v. Stamp vorzugung einer einzelnen Firma eine illoyale Konkurrenz. ir vertreten sein werden.... Eigen aber erst Socialdemokraten im mehrere Berichte von Offizieren vorfand, die sich möchten die Frage aufwerfen, ob es überhaupt statthaft ist, daß die Abgeordnetenhause, so erwächst ihnen in der Tribüne dieser gesetz- ergänzten und deckten. Daraufhin berief er den Hauptmann Reichspost andren, als den Interessen des Verkehrs dient und ihre gebenden Körperschaft ein neuer sicherer Play, von dem aus fie mit v. Besser ab. Um diefelbe Zeit waren aber schon schrift: Gebäude zu andern Zwecken zur Verfügung stellt? weitem Resonanzboden im Interesse ihrer Propaganda zum Fenster liche Privatbriefe über die Vorgänge eingelaufen; diese Der ambulante Gerichtsstand. Man berichtet uns aus Einzelheiten: " hinaus reden können. Nach den Vorgängen im Neichstag werden sie auch mußten sich also schon wenigstens einen Monat vorher ereignet Buttkamer kontra Wetterlé. Aus Straßburg i. E. wird ohne Zweifel die Tribüne des Abgeordnetenhauses ebenso zu haben. Wie es fommt, daß man amtlich davon tein Sterbens- uns geschrieben: In seinem„ Journal de Colmar" macht der Propagandazweden mißbrauchen, wie die des Reichstags. So wörtchen erfahren hatte, ist schwer verständlich, auch wenn man Reichstags- Abgeordnete Pfarrer Wetterlé jezt den Versuch, das dürfte auch nach dieser Richtung hin der Beschluß des Parteitags, weiß, daß der Gouverneur nicht in Stamerum anivefend war. Es Ministerium Buttkamer auf dem Rückzuge, den es mit der Ver fich allgemein an den Wahlen zu beteiligen, für die socialdemo- ist nicht das erste Mal, daß offiziell nichts befannt ist von tagung" des gegen ihn angestrengten Beleidigungsprozesses fratische Propaganda sich als außerordentlich nüglich erweisen und Dingen, die die Spatzen von den Dächern pfeifen. angetreten hat, durch einige fräftige Nachstöße zum Stehen zu es unterliegt wohl keinem Zweifel, daß die leitenden Köpfe der bringen. Er erzählt dabei über den Hergang der von Herrn Partei sich wesentlich durch diese Gesichtspunkte haben bestimmen München, über den wir bereits berichteten, ist geeignet, die Frage geteilten Ausweisungsgeschichte, die jetzt den Gegenstand Kirche und Schule. Der Fall Kerschensteiner in Schlumberger anläßlich der Mülhauser Reichstags- Erfazwahl mitlaffen, als sie für die Wahlbeteiligung eintraten." erklärt sie am Schluß, sehr unvermittelt, ihr könne diese neue Oppo- feitens des Münchener Magistrats wird zwar nicht aufgehoben Nachdem die„ Poſt" derart ihre Befürchtungen ausgesprochen, der Trennung von Schule und Kirche wieder einmal alut zu machen. Der Antlage gegen Wetterle bildet, die folgenden interessanten Die Ernennung des Oberlehrers Kerschensteiner zum Schulrektor fition nur willkommen sein. " Die freifimige Oppoſition ist zur Zeit ungemein schwächlich. werden, wenigstens ein st weilen nicht, aber der Religions- und Herr Eugen Richter ist in den letzten Jahren start gealtert, und Bibellese- Unterricht ist ihm und einigen andren Lehrern, die ebenzwar geistig noch mehr als körperlich; Herr Ridert ist ein franker Protestantin" zur Frau genommen zu haben und ihre Kinder falls das fluchwürdige Verbrechen begangen haben, eine„ kezerische Mann und der Rest ist, abgesehen von einigen Mitgliedern der protestantisch erziehen zu lassen, entzogen worden. Welches unheilvolle Freifinnigen Vereinigung, welche zudem nicht durchweg Recht dem katholischen Klerus noch auf die Gestaltung des Schul oppositionell find, Schweigen. Eine so lendenlahme unterrichts zusteht, Oppofition ist aber ein Krebsschaden für die Münchener Erzbistum an die zuständigen Pfarrämter geerhellt aus einem Schreiben, das das Verhandlungen einer parlamentarischen Körperfchaft, insbesondere kann es für die staatserhaltenden Barteien richtet hat: mur erwünscht sein, wenn die Opposition wieder eine Gestalt ge= winnt, welche ihre Bekämpfung der Mühe wert erscheinen läßt. Kommt durch den Eintritt einiger Socialdemokraten ein frischerer Bug in die radikale Opposition, so tann es daher für die Berhandlungen selbst und den Eindruck, den sie nach außen machen, nur dienlich sein." Wenn die Scharfmacher wirklich solche Sehnsucht nach einer frischen Opposition haben, so könnten sie ihrem Verlangen bequem auf die Weise Erfüllung schaffen, daß fie all ihren Einfluß ausüben, um das Dreillassen- Wahlsystem zu beseitigen. Die" Post"-Leute fehnen fich eben so leichtfertig nach der socialistischen Opposition wie Bismard einst nach den drei Dugend Socialdemokraten im Reichstag.Unlauterer Wettbewerb in der China- Kritik. Die Rhein. Weftf. 8tg." fieht mit schweren Betlemmungen der parlamentarischen China- Kritik entgegen. Sie wittert einen großen Erfolg der Socialdemokratie und rät deshalb den Khati- Patrioten, selber ein wenig „ Das Ordinariat des Erzbistums München und Freising. Da Lehrer, welche katholischen Religionsunterricht erteilen, durch kirchliche Sendung dazu ermächtigt sein müssen, diese missio canonica aber nur solchen Lehrern erteilt und belassen werden kann, die durch ihre Stellung zur und innerhalb der katholischen Kirche die Garantie bieten. daß sie im Sinne und Geiste derfelben den katholischen Religionsunterricht erteilen, so er hält das Stadtpfarramt N. N. die strikte Weisung, den wegen seines religiösen Verhaltens der größeren Erkommunikation verfallenen Oberlehrer( resp. Lehrer) namens der oberhirtlichen Stelle und zugleich in pfarramtlicher Buständigkeit jedwede Erteilung des fatholischen Religionsunterrichts und des Unterrichts in der biblischen Geschichte auf so lange zu verbieten, als nicht eine Aenderung seines Verhältnisses zur Kirche erfolgt sein wird. München, den 14. September 1900. Gez. Dr. M. Stigloher, Generalvikar." Jim Jahre 1887 beantragte der Kreisdirektor Harten stein die Ausweisung einer Anzahl von in Mülhausen wohnenden Ausländern. Dabei hatte er besonders einige Fabrikantensöhne im Auge. Das Ministerium entsprach dem Antrag nur zum Teil. Als nun im Jahre 1888 der Statthalter, jetziger Reichsfanzler, zur Einweihung des Stauweihers in Sewen dahin reiste und Mülhausen berühren wollte, sollte ihm in letzterer Stadt eine Begrüßungsrede gehalten werden. Der Streisdirektor wandte sich an Schlumberger, den Präsidenten der Stauweihergenossenschaft, mit der Bitte, dem Statthalter die Begrüßungsrede zu halten. Schlum berger suchte sich diesem Auftrag zu entziehen, aber der Kreisdirektor erschien viermal in derselben Angelegenheit bei ihm. Beim legten Gang legte er dem Großindustriellen eine Liste vor mit den Namen der Personen, die ausgewiesen würden, falls er sich nicht zur Rede bequeme. Schlumberger erinnert sich der Vorgänge noch so genau, daß er die Namen noch aufzählen kann, die auf der Ausweisungsliste standen. Herr Schlumberger begab sich hierauf zu den Familien, deren Söhne von der Ausweisung bedroht waren; man beschwor ihn, nachzugeben, und die Rede ward ge= halten. Es tvar gerade nach dem offiziellen Bankett an jenem Abend des Juli 1888, als der Statthalter Herrn Schlumberger die Unterdrückung des„ cercle mulhousien" mitteilte. Schlumberger werde in dem Prozeß so fügt Herr Wetterlé hinzu seine Aussagen kategorisch aufrecht erhalten, und das reichsländische Ministerium werde die Sache nicht unterdrücken, daß es vor Gericht den Beweis zu erbringen wünsche, daß der Kreiss direktor Hartenstein von ihm zu dem unqualifizierbaren Schritt nicht veranlaßt worden sei. Staatssetretär b. Putttamer habe sich vor kurzem nach Mülhausen begeben, um Der Nat des liberalen Verbands Großbritanniens e ein jetzt noch nicht gerührt haben. Die Herren haben sich die Zeit über mit dem Reichstags- Abgeordneten Schlumberger Wahlmanifest erlassen, worin ein einiges Vorgehen gegen die Re- mit insgesamt zwei Bolieren und einer Anzahl Lehrlinge beholfen. den Fall zu besprechen; auch sei Schlumberger gierung betont wird, die das Reich in Unruhe gehalten, die not- Daß ihnen dies möglich war, ist wohl hauptsächlich darauf zurüd darauf behufs Grörterung der Angelegenheit wendigsten Reformen vernachlässigt habe. zuführen, daß trog Nichtvorhandenseins einer offiziellen Streifflaujel bom Staatssekretär in Straßburg empfangen Die Frländer find ebenfalls in die Wahlbewegung eingetreten, man den Unternehmern stillschweigend möglichst weitgehende Unterauch fie machen alle Anstrengungen, die große Majorität, über die stügung angedeihen läßt. gegenwärtig die Regierung im Parlament verfügt, zu beseitigen. Die Jren werden aber nicht den Krieg, sondern die irische Frage, die Homerule, zu ihrer Wahlparole machen. worden. Goschen ist von seinem Ministerposten zurüdgetreten und lehnt auch eine Wiederwahl in das Parlament ab. Sein Rüdtritt wird auf Meinungsverschiedenheiten im Kabinett zurüdgeführt, andrerseits aber auch sein Alter; er ist 69 Jahre alt. Am Montag beginnen bereits die Wahlen in einigen Distrikten. Sollte Herr Wetterlé die Thatsache, daß zwischen dem ministeriellen Kläger und dem hauptsächlichsten Beweiszeugen von dessen Prozeß geguer Verhandlungen stattgefunden haben, wie sie sonst nicht gerade üblich find, etwa zu dem Zweck der Oeffentlichkeit preisgegeben haben, um das Zustandekommen eines Butttamer Schlumbergerichen Rompromisses, dessen Opfer mur er felbst sein tönnte, unter allen Umständen zu verhindern? Auf alle Fälle gewinnt man aus feinen Mitteilungen den Eindruck, als empfinde man in Straßburg das Bedürfnis, der Sache im Interesse der Staatsraison" eine weniger schroffe Wendung zu geben. Buttkamer und Schlumberger do mod wären dann gerettet, und das Karnicel ist dann Herr Hartenstein, der tote Kreisdirektor. Beanstandungspolitik. A od Aften. Um nun den Unternehmern bei den städtischen Behörden den Wind aus den Segeln zu nehmen, haben die Ausständigen be schlossen, das Einigungsamt des Gewerbegerichts anzurufen. Sie tonnten das thun, ohne befürchten zu müssen, allzu viel von ihrer bereits errungenen Position einzubüßen und nachdem die Hauptursache des Streits ihre Erledigung gefunden hat. Wie noch erinnerlich fein dürfte, erfolgte die Arbeitseinstellung hauptsächlich zu Gunsten ber Leipziger Steinfeger, namentlich weil sich Hallesche Meister Arbeiten bereit gefunden hatten, in Leipzig zur Alle hieran geknüpften forde= Ausführung zu übernehmen. aber durch die Leipzig ihre Erledigung Eine ,, Besserung" der indischen Hungersnot ist nach den Beilegung der Aussperrung rungen der Halleschen Steinfeger haben no " this is di solid 18 tox and ni sirandet Gewerkschaftliches. 1114m A in " telegraphischen Berichten des Vicefönigs jegt eingetreten. Immerhin gefunden. Es bleiben im Grunde genommen bloß noch die vom beträgt die Gesamtzahl der zu unterstüßenden Personen noch 1. April nächsten Jahrs ab geforderten Bedingungen( neunstündige 3 537 000. Daraus fann man schließen, wie ungeheuer groß die Arbeitszeit und 60 Pf. Stundenlohn) übrig. Und in diesem Punkt Aus Offenbach a. M. wird uns geschrieben: Mit dem Um- Not vor der Besserung" gewesen sein muß. sind auch die Ausständigen gewillt, eventuell einige Zugeständnisse stand, daß seit geraumer Zeit in unsrem Stadtverordnetenkollegium zu machen. eine tnappe socialistische Mehrheit vorhanden ist, kann sich unseren bis 2nd of Afrika. Afrika. d Wenn die Unternehmer flug sind, dann gehen sie auf den Oberbürgermeister Brink, über dessen Stellung unter Kontrolle" vor Einigungsvorschlag der Arbeiter ein, andernfalls ist es zweifellos, einiger Zeit an dieser Stelle berichtet wurde, immer noch nicht ab= nd Vom südafrikanischen Kriegsschauplah liegt nur eine Nach- daß sie, ähnlich wie im vorigen Jahre in Berlin, in einigen Wochen finden, und er beobachtet allen ihm nicht passenden Beschlüssen richt von Pretoria vor, in der es heißt, daß die Hauptmasse der alles bewilligen müssen. Dagegen können die Steinfeger, von denen gegenüber eine Politik des Hinausschiebens und der in Boerenstreitkräfte sich bei Bietersburg zusammenziehe. Bei dieser sich augenblicklich nur noch zwei wirklich im Ausstande befinden Seffen zulässigen Beanstandung. Das Recht der Beanstandung befindet sich Salt Burger und General Viljoen. Diese( 26 arbeiten zu den neuen Bedingungen, 70 find abgereift), der ist nach der hessischen Städte Ordnung den Bürgermeistern ungesunde Gegend, so heißt es in dem englischen Bericht, sei für den weiteren Entwicklung in aller Ruhe entgegensehen. nach Artikel 49,2 eingeräumt bei allen Beschlüssen der Stadt- Aufenthalt von Menschenmassen ganz ungeeignet und von Buschwald verordneten, die deren Kompetenzen überschreiten oder gesetz- resp. umschlossen, durch welches die Boeren schwerlich durchbrechen könnten. Ziegelei Arbeiter- Streit. 75 Arbeiter der Blendstein- Fabrik Nach einer rechtswidrig sind. Diese Handhabe ist nun unserm Stadtoberhaupt weil starte englische Streitkräfte die Bahnlinie halten. von Holzmann n. Comp. in Hainstadt( Hessen) sind seit Sonn gerade gut genug zur Socialistenbekämpfung, die er als national- Meldung aus Pretoria hat Lord Roberts eine Truppenschau über abend wegen Lohndifferenzen ausständig; darunter befinden sich liberaler Parteimann als eine Pflicht seiner Stellung zu betrachten die Kolonialtruppen abgehalten und sich von denselben verabschiedet. 70 Mitglieder der neubegründeten„ chriftlichen" Gewerkschaft. scheint. Ueber die Familie Chamberlain, deren Verbindung In Sachsen oder Preußen würde ja Herr Brink mit derartigen mit der Firma Hastins u. Sons allgemeines Erstaunen hervor Allüren sicher auch Carriere machen, aber bei uns in Hessen, wo gerufen hat, wird jegt weiteres interessantes Material bekannt. Die noch ein Finanzminister das menschliche Recht in Anspruch Familie Chamberlain ist auch Hauptinhaberin der Firma Tubes g nehmen kann, seine Religionsanficht als pure Privatsache zu be- Limited", die sich selbst offen bezeichnen als" Lieferanten des Lehte Diese trachten, denkt man in solchen Sachen doch etwas rechtlicher und Kriegsministeriums unb ber Mdmiralität Nachrichten und Depeschen. so fann es eigentlich kein Wunder nehmen, wenn Herr Brint eben Gesellschaft arbeitet mit 19 Millionen und davon sind fünfzehn Jnternationaler Socialisten und Arbeiterkongreß. eine Abfuhr nach der andern erfährt. Zwei Niederlagen der letzten Millionen ganz in Händen der Familie Chamberlain. os Zeit seien hier turz angedeutet. Die Stadtverordneten faßten den Der Chef der Familie Chamberlain scheint demnach ein ebenso Der Chef der Familie Chamberlain scheint demnach ein ebenso Paris, 27. September.( Privattelegramm des Vorwärts"). Die Beschluß, die amtlichen Bekanntmachungen auch dem focialdemo- geriebener Geschäftsmann zu sein, als er ein rücksichtsloser Boli- Deutschen beantragen, den nächsten Kongreß in 5 Jahren abzuhalten, tratischen Offenbacher Abendblatt" zum unentgeltlichen Abdruck zu liker ift. der Kongreß beschließt, denselben 1903 in Amsterdam tagen zu lassen. überlassen. Dieser Beschluß wurde beanstandet u. a. aus dem Grunde, Guesde und Baillant sprechen gegen die Resolution Kautsky, Anseele weil es Sache der Bürgermeisterei sei, darüber zu bestimmen, wem es die Bekanntmachungen überweisen wolle. Als Vertreter der und Auer dafür. In der Nachmittagsigung wird die Nesolution Stadtverordneten in dieser Sache vor dem Kreisamt wurde der VerKautsty mit 29 gegen 9 Nationalitätenstimmen angenommen; leger des„ Abendblatt", Genosse Ulrich mit gewählt, nachdem vorher die einstimmige Annahme der Resolutionen gegen Weltbesonders beschlossen, daß U. an der betr. Sigung teilnehmen konnte, Berlin imd Umgegend. politik, Militarismus und Kolonialpolitik gestaltet sich zu einer da seine Privatinteressen in diesem Fall nicht den Inter- Der Streit der Militäreffekten Sattler beschäftigte am effen der Gemeinde entgegen ständen, es vielmehr Donnerstag zum drittenmal das Einigungsamt in öffentlicher Sigung. impofanten Kundgebung des Weltfriedens. dringend im Gemeinde Interesse läge, die amtlichen Bekannt- Bunächst wurde auf Grund der Beweiserhebung, die am Montag in Auch die übrigen Punkte der Tagesordnung finden widerspruchsmachungen dem„ Abendblatt" zuzuweisen. nichtöffentlicher Sigung stattgefunden hat, festgestellt, daß nach den los ihre Erledigung durch Annahme der vorgelegten Resolutionen. Auf die Beanstandung dieses Beschlusses durch Brink entschied von den Fabrikanten eingereichten Lohnlisten für die Zeit nach dem Für den Generalstreit sind nur die Franzosen und Italiener. Nach der Kreisausschuß, daß Ülrich als Vertreter zuzulassen sei aus den 9. Juli Durchschnittslöhne von 22 bis 26 M. gezahlt worden sind, von den Stadtverordneten aufgestellten Grundsägen. Dabei wurde während nach den von den Arbeitern beigebrachten Zähltarten für begeisternder Schlußredede Van Kols stimmen die Franzosen das ausdrücklich hervorgehoben, daß unmöglich dem Bürgermeister ein die Zeit vom 1. Januar bis 1. Mai ein Durchschnittslohn von ziemlich Kampflied der Internationale an. unbedingtes Veto für alle Stadtverordneten Beschliffe eingeräumt 20 M. erzielt worden ist. In jener nichtöffentlichen Sigung find werden könnte, wie sich ja aus Laudtags- Verhandlungen ergab, da auch, wie aus dem Sigungsprotokoll hervorgeht, seitens der ja sonst der Kreisausschuß völlig an die Stelle der Stadt Bertreter der Parteien Einigungsvorschläge aufgestellt worden. In Wien, 27. September.( W. T. B.) Der„ Politischen Korresp." verordneten Versammlung treten würde. Die Annahme Brinks, der gegenwärtigen Sigung erklärten die Fabrikanten, sie wollten, daß jedes Privatinteresse, welches durch einen Beratungs- ebe fie fich über die Enigungsvorschläge auslassen, den Schiedsspruch wird bestätigt, daß sich die japanische Regierung der Cirkularnote gegenstand berührt werde, geeignet fei, einen Stadtverord- hören, denn es liege ihnen daran, in aller Form festgestellt zu sehen, des Staatssekretärs Grafen Bülow ohne Vorbehalt angeschloffen neten von den Verhandlungen des Kollegiums auszuschließen, daß Löhne von 10, 12, 15 W., wie es die Streitenden in Versamm hat. Die Antwort gehe im wesentlichen dahin, Japan stimme mit würde sonst zu den weitgehendsten Konsequenzen führen, lungen behauptet hätten, nicht gezahlt worden seien. Die Ver- der Auffassung Deutschlands überein, wonach die Bestrafung der die schließlich jede Beteiligung und Ausübung eines Stadtverordneten treter der Arbeiter bleiben dabei, daß so niedrige Löhne thatsächlich Schuldigen der Wiederaufnahme des diplomatischen Verkehrs mit Mandats unmöglich machen würde. So könnten Hundebefizer nicht gezahlt worden seien, von Durchschnittslöhnen von 10-15 m. jei China vorausgehen müsse. beraten über die Einführung einer kommunalen Hundesteuer; auch dagegen nie die Nede gewesen. Borsigender v. Schulz riet nochmals müßten sich die Hausbesitzer entfernen, wenn über die Heranziehung zu einem Vergleich und stellte den Fabrikanten vor, daß ihnen zu den Kanal- und Fußweg- Herstellungskosten verhandelt und be- bie durch die Beweiserhebungen erzielten, Feststellungen genügen schlossen würde usw. Herr Brint war also mit dieser Beanstandung könnten. abgefallen. Nach längeren Sonderbesprechungen beider Parteien stimmten Aber auch in einer andren Sache entschied der Kreis- die Vertreter einem Vergleich auf folgender Grundlage zu: ausschuß am Mittwochmittag zu Ungunsten Brinks. Unfre Die Bezahlung der Accordarbeit erfolgt nach dem von den Genossen hatten im Januar den städteordnungsgemäß zu Arbeitgebern ant 9. Juli eingeführten Tarif mit folgenden Auslässigen Beschluß gefaßt, in einigen zu bildenden Ausnahmen: neue Tornister M/ 95 einschließlich Polstertijsen, ausschließ schüssen den Vorfiz einem Stadtverordneten und nicht dem Ober- lich Desen 3,50 M., Aptierung von Tornistern M/ 87 und M/ 95 ausbürgermeister zu übertragen. Gegen diese Schmälerung seiner Würde schließlich Oefen und Polstertissen 2 M., neue Patronentaschen M/ 95 lehnt sich der Oberbürgermeister auf, indem er der Städte- Ordnung einschließlich Nieten 65 Pf., Ueberstunden werden mit einem Zuschlag eine neue Auslegung zu geben suchte und sich nicht genierte, den von 10 Proz. bezahlt, die Arbeitszeit beträgt 92 Stunden aus hier angestrebten Zustand der Städte Gießen, Worms und Darm- schließlich der Pausen. Die Heimarbeit wird beibehalten, das stadt als seiner Meinung nach ungesetzlichen hinzustellen. Aber Zwischenmeister- System beseitigt. Wo vor dem Streit höhere Löhne Paris, 27. September.( B. H.) Der französische Generalkonsul alles half nichts, denn auch in diesem Fall erteilte ihm die als die vereinbarten gezahlt worden sind, werden dieselben nicht übergeordnete Instanz eine deutliche Abjage. Nächstens wird gekürzt. Den Arbeitern wird Einblick in die Lohnbücher gewährt. in Shanghai telegraphiert unter dem 25. d. M. folgendes: Der dann die principielle Entscheidung über die Zulässigkeit der Ab- Die Arbeitgeber versprechen, die Einsetzung einer paritätischen General Ting: tom triang ist zum Oberbefehlshaber der gabe der amtlichen Bekanntmachungen an das Abendblatt" gefällt Schlichtungskommission ernstlich in Erwägung zu ziehen. Falls chinesischen West- und Nord- Armee ernannt worden. werden. Allem Anschein nach dürfte damit wohl eine neue Nieder- Differenzen vor Einsegung dieser Kommission entstehen, soll das richten aus chinesischen Quellen zufolge haben die Vicekönige und lage Brinks bevorstehen. Diesem Herrn, dem es nicht gelingt, den Gouverneure am faiserlichen Hof Befehl erhalten, alle Ansländer zu Socialdemokraten ungefeßliche Beschliffe nachzuweisen, scheint es in bekämpfen und zu töten.(?) der Hauptsache um eine Verzögerung der Ausführung derselben zu thun zu sein. Er hofft immer noch auf die Wiederkehr der nationalliberalen Stadtverordneten- Mehrheit im nächsten Jahre, die die Ausführung der focialdemokratischen Beschlüsse wieder illusorisch machen würde. Unfre Genossen werden aber diesen frommen Wunsch zu würdigen und seine Berwirklichung zu verhindern wissen. V Ausland. Deftreich- Ungarn. China. Wien, 27. September.( W. T. B.) Die Wiener Abendpost" meldet: Das Kommando des in Peting vereinigten Detachements der östreichisch- ungrischen Kriegsmarine in einer ungefähren Stärke von einem Bataillon hat Linienschiffskapitän Bleß von Sambuchi übernommen. In Tafu wurden bisher gelandet 494 Mann der östreichisch ungrischen Marine, 8178 Deutsche, 8353 Engländer, 5608 Amerikaner, 6575 Franzosen, 2541 Jtaliener, 20 934 Japaner und 15 570 Russen. An der Expedition gegen Ba- ta- tschu nahmen außer Deutschen und Italienern auch eine Abteilung östreichischungrischer Marinetruppen teil. W Wien, 27. September.( B. H.) Nach hier eingetroffenen Meldungen aus Tatu find dort bisher 60 075 Mann internationale Truppen gelandet. Bei der Einnahme von Pa- ta- tſchu wurden die Boger vollständig überrascht und getötet. V NachEinigungsamt vor Eintritt in einen Streit zur Beilegung der Differenzen angerufen werden. Maßregelungen dürfen nicht statt finden. Diese Bedingungen gelten bis zum 1. Januar 1902. London, 27. September.( B. H.) Die„ Times" besprechen die In einer Versammlung der Streifenden, die am Donnerstag Aunegion der Mandschurei und kommen zu dem Schluß, daß innachmittag stattfand, legte Sassenbach die vor dem Gewerbegericht folge der jetzigen Lage in der Mandschurei die Anwesenheit zahlfestgesezten Einigungsbedingungen vor und empfahl die Annahme reicher russischer Truppen keinen Anlaß zu Besorgnissen geben darf. derselben. Einige Redner äußerten zwar ihre Unzufriedenheit über Es hieße Rußland beleidigen, wenn man annehme, daß es entgegen einzelne Punkte des Bergleichs, eine wesentliche Oppofition gegen der Versicherung seiner Regierung die Mandschurei dauernd befeßen denselben wurde jedoch nicht gemacht. Im allgemeinen ging die werde. Ansicht dahin, daß man nach Lage der Sache der Einigung zustimmen London, 27. September.( B. H.) Der in Shanghai eingetroffne fönne, wenn auch nicht alle Wünsche der Arbeiter berücksichtigt worden Präsident der kaiserlichen Universität in Peking, Dr. Martin, erklärte, feien. In geheimer Abstimmung wurden die Vergleichsdaß wenig Soffnung auf Wiedereinsetzung des Kaisers vorbedingungen mit 240 gegen 20 Stimmen bei 4 Stimm handen sei. Die reaktionäre Partei sei zu allmächtig. Das gegenenthaltungen angenommen. Die Arbeit soll heute, Freitag, wärtige Chaos würde wohl geraume Zeit fortdauern. wieder aufgenommen werden. sid Viehsperre. Die Wiener Zeitung" veröffentlicht ein Verbot der Einfuhr von Rindvieh in die Länder des Reichsrats aus den Lungenſenchen- Sperrgebieten Liegnig, Magdeburg, Merseburg, Arnsberg im Königreich Preußen und aus dem Großherzogtum Ueber die Lohnbewegung der Glaser hat sich im gestrigen Sachsen Weimar. Dieses Verbot tritt an Stelle des Verbots vom Bericht ein Fehler eingeschlichen. Es muß heißen: Im Ausstand 11. September 1900. befinden sich 171, abgereist sind 8; zu den neuen Bedingungen Ein antisemitischer Abgeordneter. In Wien wurde der arbeiten 50 und 2 Mann sind Streifbrecher geworden, Die Streitfommiffion. antisemitische Abgeordnete Karl Mittermayer wegen Bedrohung zu einem Monat schweren Kerker verurteilt. Er hatte einen Der Ausstand der Drechsler zeigt weiter eine Entwicklung Gastwirt damit bedroht, daß er mit tausend Arbeitern kommen und zu Gunsten der Streikenden. Es wird nunmehr in 29 Werkstätten die Bude in- und auswendig demolieren" werde. mit 93 Arbeitern zu dem neuen Tarif gearbeitet, während 193 Arbeiter Mittermayer selbst gab vor Gericht an, daß er schwer besich im Ausstand befinden. trunten gewesen sei. Sein Verteidiger machte als Milderungsgrund geltend, daß der Angeklagte von geringer Bildung und ver wahrloster Erziehung sei. England. = London, 27. September. Dem„ Reuterschen Bureau" wird aus Tatu vom 24. d. M. berichtet: Die Ruffen planen einen sofortigen Vorstok auf Tong- schan. Dies fönnte zur Zerstörung der dortigen Kohlenbergwerke, der britischen Eisenbahn und Eisenbahnwerkstätten führen. Mau wünscht hier sehr, daß die Engländer unverzüglich Schritte thun zur Wahrung der wichtigen politischen und kommerziellen Intereffen, die mit dieser Eisenbahn verknüpft find. Washington, 27. September.( Telegramm des„ Neuterschen Bureaus".) Scheng teilt dem Staatsdepartement mit, daß Prinz Tuan zum Großsekretär des Kaisers ernannt worden sei. Als die Etuisarbeiter mit ihren Forderungen an die UnterLondon, 27. September, Das„ Reutersche Bureau" meldet aus nehmer herantraten, haben diese eine Vereinigung gebildet und sich bei einer Konventionalstrafe von 500 m. verpflichtet, nur gemeinsam Vryburg vom 22. September: General Settle mit 7000 Mann hat mit den Arbeitern zu verhandeln. Trotzdem haben schon zwei dieser die von den Boeren seit dem 17. September umzingelte Garnison Der Wahlkampf ist in vollem Gange; die Wahlparole iſt Der Wahlkampf ift in vollem Gange; die Wahlparole ist Herren die Forderungen bewilligt, einer davon mit der Abänderung, von Schweizer Rennecke nach einem Gefecht entsetzt, in welchem Lediglich der füdafrikanische Krieg. Die Liberalen scheinen alles auf daß jedem Arbeiter statt der Bezahlung der Feiertage eine Mart die Boeren schwere Verluste erlitten. Der Kommandant der Boeren wurde gefangen genommen, bieten zu wollen, um in die konservative Mehrbeit Bresche zu legen. Lohnzulage pro Woche gewährt wurde. Die liberalen Führer haben sich mit großem Eifer in die Wahlschlacht gestürzt. Lord Rosebery und John Morley segen der Regierung in Deutsches Reich. mind stool ihren Wahlreden arg zu. Morley unterzieht in seinem Wahlschreiben Wegen Abhaltung einer nicht genehmigten Versammlung die Politit, die zum südafrikanischen Kriege führte, einer schneidenden unter freiem Himmel wurden in Wandsbed 15 Straßenbahner zu Reitit und protestiert gegen die Rückkehr des jezigen Ministeriums. Durch je 8 W. Geldstrafe und einer zu 15 M. Geldstrafe verurteilt. Die die Einserleibung der füdafrikanischen Republiken sei dem Reich ein neues Angeklagten bestritten, daß es sich um eine Versammlung gehandelt und noch gefährlicheres Jrland zugefügt worden. Die Bolitit der habe, fie hätten nur eine Geburtstagsfeier abgehalten. Das Gericht Regierung habe jedes Problem in Südafrika schwieriger statt leichter nahm dagegen als erwiesen an, daß über Berbandsangelegenheiten gemacht, die Staatsschuld vergrößert, die Steuern erhöht, ohne Eng- geredet worden sei. lands Macht und Einfluß in der Welt zu erweitern. Durch die in " London, 27. September.( W. T. B.) Der Globe" meldet aus New York: Telegramme aus Meriko berichten, daß Porfirio Diaz einstimmig zum Präsidenten wiedergewählt worden ist. Pretoria, 27. September.( B. H.) Das Kommando von Donthwite hat gestern die englische Garnison auf der Station von Wolberdi angegriffen. Die Boeren bemächtigten fich 50 Stück Bichs, aber die englische Garnison schlug fie schließlich zurück, ohne selbst Verluste zu erleiden. Es verlautet gerüchtweise, daß der General Hart die Boeren westlich von Slatsdorp geschlagen und ihnen schwere Verluste beigebracht hat. Aussicht stehende Aera des Militarismus feien innere Reformen Im Ausstand der Steinfeger in Halle a. S. find wesent- Manila, 27. September.( B. H.) Die Jufurgenten griffen in weite Ferne gerlict. Englands wirkliche und ernsteste Gefahr sei liche Aenderungen bis jetzt noch nicht eingetreten. Bei den beiden neuerdings die amerikanischen Truppen an, wobei die letzteren Die Amerikaner machten der Verlust seiner industriellen Suprematie, die bereits Firmen, die gleich zu Beginn des Ausstands betvilligt hatten, wird 2 Tote und 8 Verwundete hatten. in bie Schranken gefordert fei. flott gearbeitet, während die übrigen sieben Jnnungsfirmen sich bis 30 Gefangene und töteten oder verwundeten 35. Berantwortlicher Redacteur: Heinrich Ströbel in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen u. Interhaltungsblatt. Et. 226. 17. Iuptpng.\ Villip Internationaler Soeialisten- und � Arbeiter- Kongreß. �. Paris, 26. September IStX). Siebente Sitzuiig. Mittwochvormittag IV Uhr. Als Präsidenten füngieren Vandervelde- Brüssel und Adler- Wien. Die Verhandlungen beginnen mit der Kortsetzuna der Debatten über Punkt 3. Um den Nationen, deren Delegation ans verschiedenen Orga- Nlsationen bestehen, deren Auffassung über die zur Entscheidung ftehmdon taktischen Fragen auseinander gehen, eine Abstimmung zu ermöglichen, ohne daß die Minderheit sich als majorifiert betrachten iniistte, schlägt das Bureau vor, jeder Nation 2 Stimmen zuzu- gestehen; sofern die Nationen einig sind in der Abstimmung, sollen natürlich auch 2 Stimmen abgeben. Aus Italien sind noch 2 Delegierte eingetroffen, so daß die ttalicinsche Delegation aus 16 Mitgliedern besteht. Ellenbogen erklärt, das; der gestrige Widerspruch eines Teils der Franzosen gegen die Resolution zu Punkt 3 vielleicht daraus sich erkläre, daß in der französischen Uebersetzung sich niehrere Fehler eingeschlichen hätten. die auf eine A b- Schwächung des Gedankens hinauslaufen. Er konstatiere, daß >>> der Kommission die Annahme der Original- Resolution ein- stimmig erfolgt sei, auch von Lafargue, dessen Freunde gegen die schwächliche Fassung der Uebersetzung sich gestern gewandt und daher die vorherige Drucklegung verlangt haben, um sich über den Sinn derselben klar zu werden. Lafargue bestätigt diese Darlegung; in der Kommission war mau sich darüber klar und einig, daß es heute sich für sie nicht mehr darum handeln könne, socialistische Theorien zu studieren, sondern darum, die allgemein anerkannten Principien zur Durchführung zu bringen. Deshalb habe die Kommission es auch abgelehnt, alle die Streitfragen zu diskutieren, die z. B. in der deutschen Bewegung durch Bernstein aufgerollt worden seien, wie z. B. die Bedeutung des Genosseuschaftswesens. Ein Mitglied habe allerdings die Genossenschaften als ein Mittel gepriesen, die Expropriateure zu expropriieren. Diese Auffassung sei aber sofort von einem belgischen Delegierten zurückgewiesen worden, der an Hand der belgischen Er- sahrungen erklärt habe. sie könnten nichts sein als ein Mittel, das Proletariat zum Klassenkampf zu erziehen und für diesen Kampf die notwendigen Mittel zu liefern. Auch über den Wert der P r o d u k t i v- Genossenschaften seien auseinandergehende Meinungen geäußert Ivorden; auch sie habe man als Mittel zur Einführung des Socialismus ange- sehen; man sei sogar schon in der Praxis soweit gegange», gegen das Milliarden-Unternehmen Schneiders mCreuzoteineKanonen-Produktiv- ' gcnosscnschaft zu gründen. Fest stehe, daß in der heutigen Gesellschaft die Produktivgenossenschasten denselben Gesetzen der kapita- listischen Produktionsweise unterworfen seien wie die Privatbetriebe. Die Kommission habe aber einstimmig beschlossen, diese Frage den einzelnen Ländern zur Entscheidung zu überlassen nach Maßgabe ihrer politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse. Deshalb bitte auch er, die vorliegende Resolution einstimmig anzunehmen. Kritschctvöki-Paris �russische Delegation) erklärt LafargueS "rteil über die Bedeutung der Genossenschaftsbeivegung als dessen persönliche Auffassung, wenn er die Genossenschaft sogar als eine Gefahr fiir die socialistische Bewegung erkläre. Weiter beantragt er, um zu vermeiden, daß über die Auffassung der Kommission bezw. deS socialistischcn Endziels etwa Verwirrung entstehe, ausdrücklich hinzuzufügen, daß alle die in der Resolution vorgeschlagenen Maß- nahmen nur zu betrachten seien als Mittel, die Arbeiterklasse zu be- fähigen, ihr Endziel zu erreichen: die Kapitalistenklasse politisch und wirtschaftlich zu expropriieren und die socialistische Gesellschaft aus- zurichten. Fribonrg Frankreich): Die Angaben des Bürger? Lafargue über die„genossenschaftliche Kanonenfabrik zu Crcuzot" sind falsch. Der Irrtum ist unr so unverständlicher, als in dem Aktionskomitee dieser Genossenschaft die französische Arbeiterpartei lGnesdisten) auch durch mehrere Delegierte vertrete» war. lHört I hört I) Ellenbogen erklärt sich gegen das Aniendcment, das schon in der Konnnission als überflüssig abgelehnt worden sei. Bei der Abstimmung fällt das Amendement KritschelvSki, die K o in m i s s i o n s- R e s o l u t i o n wird mit allen gegen eine Stimme angenommen, ferner folgender vom Pariser Deutschen Lcscklub und den Italienern gestellte Zusatzantrag: „Die Soeialisten aller Länder verpflichten sich, dahin zu wirken, daß in ihren Ländern die Ausländer das gleiche Äoalitionsrecht erhalten wie die Inländer und dafür mit allen ihnen zur Verfügung stehende» Mitteln einzutreten.- Nunmehr gelangt zur Beratung Punkt 9: »Die Eroberung der staatlichen Macht und die Biindnifse mit bürgerlichen Parteien." Referent der Mehrheit ist V a ndervelde. Minoritätsredner Fcrri. Bei der Wichtigkeit dieser Frage glaubt das Bureau mit diesem Vorschlag allen etwaigen Bedenken der Minorität bezüglich der Berichterstattung gerecht geworden zu sein. Vandervelde: Ich will mich bemühen, meinen objektiven Bericht über die Kommissionsverhandlungen und ihre Beschlüsse zu liefern. n Frankreich um die Verteidigung der menschlichen Persönlichkeit handelt, notwendig, wenn wie in Belgien die Eroberung des Wahl- rechts das Ziel ist. Aber solche Wahlbündnisse find immer gefährlich und müssen auf ein Ministerium beschränkt werden. Die zweite Frage, der Eintritt eines einzelnen Soeialisten in ein bürgerliches Ministerium. war nicht so leicht zu beantworten. In der Kommission überwog die Auffassung, daß diese Frage für alle Nationen mit Ausnahme der Franzofen eine reine Doktorfage(Sehr richtig!) und durchaus lokaler Natur wäre. Zwei Resolutionen standen sich gegenüber. eine Resolution Kautsky und eine Resolution Fcrri- GueSde. Die Resolution Ferri untersagt formell den Eintritt eines Soeialisten in ein bürgerliches Ks Jmrörls" Ministerium. Die Resolution Kautsky macht den Eintritt von be- stimmten Bedingungen abhängig und kantet: „Die Eroberung der politischen Macht durch das Proletariat kann in einem modernen demokratischen Staate nicht das Werk eines bloßen Handstreichs sein, sondern kann nur den Abschluß einer langen und mühevollen Arbeit der politischen und ökonomischen Organi» sation des Proletariats, seiner physischen und moralischen Regenerierung und der schrittweisen Eroberung von Wahlsitzen in Gemeindevertretungen und gesetzgebenden Körperschaften bilden. Aber die Eroberung der Regierungsgewalt kann dort, wo sie centralisiert ist, nicht stückweise erfolgen. Der Eintritt eines einzelnen Soeialisten in ein bürgerliches Ministerium ist nicht als der normale Beginn der Eroberung der politischen Macht zu betrachten, sondern kann stets nur ein vorübergehender und ausnahmsweiser Notbehelf in einer Zwangslage sein. Ob in einem gegebenen Falle eine solche Zwangslage vorhanden ist, das ist eine Frage der Taktik und nicht des Princips. Darüber hat der Kongreß nicht zu entscheiden. Aber auf jeden Fall kann dieses gefährliche Experiment nur dann von Vorteil sein, wenn eS von einer geschlossenen Partei-Organisation gebilligt wird und der socialistische Minister der Mandatar seiner Partei ist und bleibt." Zu dieser Resolution hat Plechanow noch ein Amendement ge- stellt, welches dahin ging, daß ein socialistischer Minister in einem bürgerlichen Ministerium nicht verbleiben könne, wenn die organi- siertcn Parteigenossen dem nicht zustimmten, und daß er nur in ein solches bürgerliches Ministerium eintreten könne, das in allen Kämpfen zwischen Arbeitern und Kapitalisten den Standpunkt unbeugsamer Neutralität wahre. Die Kommission hielt dieses Amende- ment für die kluge Konsultation eines ausgezeichneten Theoretikers, den in unsren Reihen zu besitzen wir uns zur hohen Ehre schätzen. Ein- stimmigkeit herrschte in der Kommission darüber, daß Bündnisse niit bürgerlichen Parteien unter allen Umständen ein Uebel seien, weil sie die Gefahr in sich schließen, das Klassenbewußtsein der Arbeiter zu schwächen und zu trüben, trotzdem aber müßten wir anerkennen, daß sie unter bestimmten Umständen ein unbernieidliches und not- wendiges Uebel seien. Was nun die Frage des Eintritts eines einzelnen Socialisten in ein bürgerliches Ministerium betrifft, so war es die Meinung der über- wiegenden Mehrheit der Kommission, daß es nicht die Aufgabe des Kongresses sei, hier eine Zustimmung oder Billigung auszusprechen. Wir müssen hier beruhigend, versöhnend, einigend zwiiche» den beiden differenticrenden Richtungen wirken. Freilich, wenn wir nicht einen internationalen, sondern einen französischen Nationalkongreß hätten, so bin ich keinen Augenblick im Zweifel darüber, wie die Entscheidung fallen würde über die Millerand-Frage: Wie hoch immer die moralischen und geistigen Fähigkeiten des Betreffenden sein mögen, wie vortrefflich auch die Gründe für den Eintritt, ich würde dennoch sagen: Millerand hat einen Fehler gemacht. Die Schäden, die dieser Eintritt in das bürgerliche Ministerium für die Arbcitcrsache im Gefolge hatte, sind' verhängnisvoll und größer, sie überwiegen bei weitem die Borteile. Millerand' hat die persönliche Verantwortung für eine Regiernna übernommen, die in den Kämpfen der Arbeiter gegen ihre wirtschaftlichen Ausbeuter keine Neutralität gehalten hat: und auch noch einen weiteren Fehler hat er damit gemacht: jetzt zu bleiben, gegen den ausgesprochenen Willen einer großen Fraktion der franzöfilchen Socialisten. Vielleicht ist manchem Socialisten die Resolution zu vag, zu unbestimnit, aber wir konnten nicht präciser sein, wenn wir nicht eine» weiteren Anlaß zur Zersplitterung geben wollten. Wir waren der Meinung: Unbeugsam im Princip, die Taktik aber ist Sache der einzelnen Länder. Was die Kommission von den Fran- zosen trennte, war: für uns ist die Frage deS Eintritts eines Socialisten in ein bürgerliches Ministerium eine Frage der Taktik. für die Franzosen ist sie eine Frage des Princips. Das ist nach unsrer Auffassung freilich ein Widerspruch mit der Auffassung, die unsre Freunde sonst haben über die Eroberung der politischen Macht. Sie vertreten sonst den Standpunkt, daß es Pflicht der Socialisten sei, in Staat und Gemeinde diese Macht zu erobern, wo immer es mit dem Stimmrecht möglich ist; sie kämpfen für die Be- setzung deS Bürgemeiftcrpostens durch Socialisten zum Beispiel in Lille, aber in Paris wollen sie dem Minister die Thür verschließen. Die Kommission aber war der Meinung, daß zwischen politischer und administrativer Gewalt kein wesentlicher Unterschied sei. In einem wirklich konstitutionellen Lande könnte ein Socialist nur als Mitglied der Partei in ein Ministerium ein- treten, nur als Vertreter seiner Partei, als deren Beauftragter. Auer hat in der Kommission allen aus deni Herzen gesprochen, als er sagte:„In eineni Lande wie Deutschland giebt es keinen Socialisten, der so dumm wäre, in ein Ministerium ohne Auftrag der Partei einzutreten. Thäte er eS dennoch, so würde er sofort aus der Partei ausgeschlossen werden. Unser Kongreß ist kein Gerichtshof und kein Konzil zur Exkommunikation. In überwiegender Mehrheit war die Kommission der Meinung, ein solches Mandat müsse jeden Augenblick widerrufen werden können und ans Verlangen der Partei müsse der socialistische Minister sofort austreten.' Dieser Augenblick sei dann gekommen, wenn der Minister in solch kompromitticrliche Nachbarschaft ge- rate, daß sein Verbleiben zu parlamentarischen Irrungen und Wirrungen unter den socialistischcn Abgeordneten führe. Jaures hat gestern über den Fall Millerand das treffende Wort geäußert,„er sei nur eine Episode, eine Zufälligkeit, die nicht aus der normalen Entwicklung der Parteiverhältnisse sich erkläre". Vandervelde schließt: Es giebt nicht einen Socialisten, der nicht den Wert der Reformen anerkennt, die Millerand durchgesetzt hat. Aber diese Reformen dürfen nicht überschätzt werden gegenüber dem großen Kampfe um das Endziel. Der Weg ist dornig, steinig, vielleicht ein Weg nach Golgatha, er erfordert tausende von Opfern, aber er muß gegangen werde». Wir können aber die öffentliihen Gewalten aus eigner Kraft nur erobern, wenn das Proletariat sich wie die Cimbern mit eisernen Ketten aneinauderschließt. Dann wird es reif sein, seine historische Mission zu erfüllen, und die Regierung zu ergreifen und der Bourgeoisie zuzurufen: Jetzt ist das HanS mein! Hinaus mit Euch!(Stürmischer langauhaltender Beifall.) Die Jauresisten und Guesdisten hatten, die einen an dieser, die andren an jener Stelle, die Rede mit Beifall begleitet. So jubelte» die Jaurösisten. als der Redner meinte, der Eintritt Millerands sei eine Frage der Taktik und nicht des Princips und die Guesdisten riefen Bravo, als er diesen Eintritt einen Fehler nannte. Schließlich rief der Redner der einen Gruppe, die gerade klatschte, zu. sie solle vorsichtig sein, ihr Beifall ivürde ihr vielleicht in der nächsten Minute leid thun!(Große Heiterkeit.) Die Mittagspause tritt ein. NachmittagS-Sitzung. Ferri- Italien begründet folgende Resolution der Minorität: „Der fünfte internationale Kongreß zu Paris erklärt wieder- holt, daß die Eroberung der politischen Macht durch das Prole- tariat, gleichviel ob sie auf ftiedlichem oder gewaltsamem Wege erfolgt, die politische Expropriation der Kapitalistenklasse be- deutet. Sie läßt deshalb die Teilnahme am Bourgeoisregiment dem Proletariat nur in der Form der Eroberung von Mandate» aus eigner Kraft ans dem Boden des Klassenkampfs zu und untersagt jede Teilnahme der Socialisten an bürgerlichen Negierungen, denen gegenüber die Socialisten auf dem Standpunkt unbeugsamer Opposition stehen bleiben müssen." Der Redner sagt: Wir haben doch nicht Tausende von Kilometeni zurückgelegt, um hier eine Resolution anzunehmen, bei der alle, wie Pontius Pilatus ihre Hände in Unschuld waschen.(Große Heiterkeit.) Die schwankende Haltung der Kommission ist ein Symptom einer be- timmten geistigen Verfassung, die gegenwärtig sich im modernen Socialismus zeigt; in Frankreich nennt sie sich F a l l M i l l e r a n d. Freitaz. 28. SeMbtl 1900. in Italien: autonome Taktik, in Deutschland: Resolution Bebel zur Frage der Landtags>v ah I. Der Kongreß kann mit dem Kautschuk der Kautskyschen Resolution nichts anfangen. Es muß eine Resolution angenommen iverden, die eine feste Regel giebt. Bei der Regelung der französischen Streitfragen dürfen die großen Verdienste der frauzösischen Marxisten nicht vergessen werden. Doch tritt bei ihr die Tendenz zu Tage. sich innerhalb bestimmter Dogmen zu immobilisieren, die nicht von Marx herrühren, sondern von scillen Auslegern. Es ist das Verdienst der Richtung Jaures, in dem Kampf des modernen republikanischen Frankreichs in der Afsaire Drehfus gegen das Frankreich des Mittelalters, repräsentiert durch K I e r i k a l i s m u s und Militarismus, die Führung übernommen zu haben, ivährend die Guesdisten thaten- los beiseite standen. Andrerseits aber hat Jaures durch seine Partei- nähme fiir Millerand einen Fehler begangen. Hoffentlich kommt eS dennoch zu einer dauernden Einigung zwffchen beiden Richtungen. Die Bourgeoisie wendet je nach der Entwicklung des Socia- lismus verschiedene Methoden zu seiner Bekämpfung au. Der Säugling Socialismus wird von ihr verleumdet und verspottet, das Kind mit reaktionären Maßregeln verfolgt, den Jüligling Socialis- muS aber sucht sie zu hypnotisieren und vom Pfad der Tugend ab- zubringen.(Große Heiterkeit.) Sie ist wie eine Schwiegermutter. die gern ihre Tochter verheiraten möchte.(Stürmische Heiterkeit.) Die Tochter wird geschminkt iind herausgeputzt, sie macht Avancen, und wenn der Jüngling durch ihr Entgegenkonimen eingefangen ist, dann wird er ein zahmer. gebundener. unglücklicher Ehe- mann.(Erneute Heiterkeit.) Von diesem Standpunkt aus muß man die Ausnahme eines Socialisten in ein bürger- liches Ministerium betrachten. Symptome derselben Methode machen sich jetzt auch in Deutschland bemerkbar. So erklärt sich der Beschluß, sich an den Landtagswahlen in Preußen zu beteiligen. Die Resolution Kautsky ist aus Wenn und Aber zusammen- gesetzt, sie hat ihr Hinterthürchen. Durch sie wird der Wiederkehr eines Falls Millerand zwar die Thür geschlossen, aber das Fenster geöffnet. Das Princip lvird auf ein Plakat geschrieben und gerettet, in der Praxis aber ist alles erlaubt. Wohl wird von einem„gefährlichen" Experiment gesprochen, aber man wird sagen: Wir sind so mutige Kerle, daß wir es doch riskieren! Die Resolution empfiehlt etile Bourgeoisie- Taktik mit socialistischeu Principien. Damit kommen wir auf eine schiefe Ebene. Es giebt keinen Unterschied zwischen Taktik und Princip. Die Praktik' soll nur angewandte Theorie, die Theorie nur allgemeine Praktik sein. Wohin ivir kommen. zeigt die Thatsache. daß im französischen Parlament? kein Socialist. gegen den Chinazug protestiert hat, ja daß sie sogar die Kredite für' diesen Raubzug bewilligt haben.(Der socialistische Abgeordnete Scmbat widerspricht dieser Behauptung.) Auch die GueLdesche Resolution über die Wahlbündilissc ist nicht bestimmt genug, aber sie ist doch festerer Kautschuk. Die Eni- täuschmig, die die Taktik mit sich bringen muß,>vie sie die Kautslysche Resolution empfiehlt, ivird nicht auf sich warten lassen. Binnen kurzem würden die socialistischeu Parteien in allen Ländern zu der bewährten kompromißfreien Taktik zurückkehren, ohne doch in Formeln zu erstarren. Der Redner schließt mit der Hoffnung, daß die Franzosen sich einigen tverden, da es keine Sieger und keine Be- siegte in diesem Kampf giebt. Es lebe die Einheit des nationalen Socialismus und der internationalen Socialdemokratie.(Lebhafter Beifall). Auf Antrag H y n d m a n wird die Redezeit für die DiskussionS- redner auf 10 Minuten, für die Referenten auf 20 Minuten fest- gesetzt. Jaurös: Meine Worte geben nur meine persönliche Aufsassung und die der von mir vertretenen Gruppen wieder. Ueber die Wahl- bündnisse will ich mich nicht unnötig breit auslassen. Alle socialistischcn Parteien haben bereits Wahlbündnisse abgeschlossen eutiveder zur Verteidigung der politischen Freiheiten, der Sicherung des Wahlrechts, oder zur Erzwingung von Socialreformen. Nichts andres thaten die Franzosen in der DreyfuS-Affaire, als sie gegen die Lüge, den Klerikalismus. den Militarismus die Liberalen unterstützten. Genau dasselbe thaten die Deutschen bei der lex Hcinze, mit Künstlern und Gelehrten zu- sammen verteidigten sie Kunst und Wissenschaft und erreichten damit, daß das Vaterland Goethes nicht zu einem Vater« land Etzels geworden ist.(Stürmischer Beifall.) In Italien ver- bündeten sich unsre Genossen mit den Republikanern, in Belgien mit den Liberalen und hier sogar, als es sich nicht einnial um das all- gemeine Wahlrecht handelte, sondern nur darum, das Plural-Wahl- recht nicht verschlechtern zu lassen. Eine Erklärung für die im socialistischeu Lager über die Zu- lässigkcit von Wahlbündnissen herrschende Berwirrung liegt vielleicht darin, daß man vielfach nicht den Mut hat, sich zu gestehen, daß die Verhältnisse sich geändert haben und ein Sgiel mit Worten treibt, während die Sache bei uns feststeht. Ich schäme mich der»lciien Taktik nicht. Vandervelde hat heute früh die Millerand-Frage für eine rein französische erklärt. Gewiß I Heute ist sie, und das ist vielleicht be- bäuerlich— nur in Frankreich möglich. Es ist die höhere Ent- Wicklung der Demokratie, die sie bei uns möglich machte. Allmählich wird sie in allen ko»stit»tionellen Ländern sich aufdrängen. Nun sagt man: Millerand durfte das Portefeuille nicht annehmen, weil er' es aus den Händen des Präsidenten und nicht der Wähler er- halten habe. Aber wirken wir denn nicht auch bei der Präsidenten- wähl durch unsre Deputierten, die unsre Wähler gesandt haben, mit? (Ein Guesdist ruft: Das ist eine Provokation! Lärm.) Ich stelle vor den freniden Delegierten fest, daß die einfache Konstaticrung einer Thatsache schon eine Provokation sein soll.(Er- neuter Lärm; Glocke des Vorsitzenden.) Vandervelde: Die Würde deS internationalen Kongresses ver- langt, daß wir diesen glänzenden Redner, der eine Zierde deS europäischen Socialisnius ist, ruhig anhören.(Stürmischer Beifall.) Janrös: Diese Ministerfrage ivird überall auftauchen, ivo starke, organisierte socialistische Parteien vorhanden sind, in der Schweiz, in Belgien, in England und hier sofort in d e m Augenblick, wo die alte liberale Partei an der Konsequenz ihres Abfalls zum Imperialismus zusammenbrechen und eine neue, entschieden demokratische liberale Partei erstehen wird. In Belgien iväre iie schon zur Eiitscheidnng gekommen, wenn es bei den letzten Wahlen gelungen wäre, die klerikale Mehrheit zu brechen. Aber weder in Italien, noch in Belgien wird es eine Frage Ferri oder eine Frage Vandervelde geben, weil dort fest organisierte socialistische Parteien vorhanden sind, die es verhindern, daß solche Fragen zu rein per- sönlichen werden. Ich stimme der Resolution Kautsky auch deshalb zn, lveil sie die Ministerfrage zu einer Frage der Taktik erklärt, die je nach den Verhältnissen eines Lands beantwortet werden muß. Nur allzulange haben wir taktische Fragen als grundsätzliche aus- gefaßt und gelangten daher zu so widerspruchsvollen Beschlüssen. wie sie beispielsweise die deutschen Socialisten in der Frage der Land« tagswahlen lange gefaßt haben. Ich stimme endlich aber auch für die Resolution, lveil künftig die socialistische, organisierte Partei über den Ein- und Austritt eines Socialisten in cinMiuisterium entscheiden soll, er also unter dieKautrolle und das Urteil der Partei gestellt ivird. Damit ist Bürgschaft gegen Ehrgeiz, Mogelei und Kompromisselei des Einzelnen gegeben. Ich betrachte den Eintritt eines Socialisten in ein bürgerliches Mi- nisterimn als den Beginn der politischen Expropriation der Bourgeoisie. Wir brauchen übrigens nicht zu fürchten. daß die Bourgeoisie allzu oft geneigt sei, einen Socialisten in da« Miuisteriuni zu berufen, um so weniaer,»venu hinter diesem die Partei steht, er asio nur der Mandatar der Partei ist. Nur im äußersten Notfall, im Moment höchster Gefahr lvird sie zu diesem einen flaren, unzweideutigen Beschluß in der Millerand- zurückblicken. Es fanden im Winter 1899/1900 16 Vortragskurse statt, altitell werden könne. Mittel greifen. Und auch die Socialisten werden nur dann in ein lettere bisher gemieden, sei die ausschließliche Folge seiner Wilmersdorf und Börse abgespielt hat, werden gebeten, sich bei Bourgeoisministerium eintreten, wenn ihre Abstention einen Abgrund unglücklichen ehelichen Verhältnisse und er habe allerdings die Absicht, Freund, Cremmenerstraße 16, zu melden. fchaffen wirde, in den das ganze politische Leben, alle Errungent nach erfolgter Ehescheidung zurüdzukehren. Sollte fich, so schließt beter Bei einer Bootsfahrt auf der Oberfpree ist der Tischlermeister was mir bisher schaften der Kultur sonst versinken müßten.( Stürmischer, lang das Schreiben, ergeben daß Wachtel aus der Großen Frankfurterstraße am Montag ertrunken. anhaltender Beifall. Die deutschen, öftreichischen, holländischen und irgend ein Strafverfahren gegen mich schwebt, so würde ich schon wachtel hatte mit feiner Gattin einen Ausflug nach dem Lokal englischen Delegierten bereiten dem Redner eine Ovation.) früher nach Berlin kommen, um endlich einmal durch persönliche ErSembat- Baris ftellt die Behauptung Ferris richtig, daß fein flärung und Aufklärung den immer wieder ausgestreuten böswilligen nommen; von der Fahrt ist er dann nicht zurückgekehrt. Das leere Loreley gemacht und dann abends um 6 Uhr ein Mietsboot ge= socialistischer Delegierter gegen die Chinatrebite gestimmt und Gerüchten ein Ende zu machen." de usar gidse stBoot wurde gestern anfgefunden; die Leiche ist noch nicht geborgen. Berliner Hochschulfurse. Der im Sommer 1899 begründete, Der Verunglückte hinterläßt außer seiner Frau zwei Töchter, von ftischen Gedanken Ausbruck gegeben und gegen die Bewilligung unter Leitung des Geh. Medizinalrats Prof. Dr. Waldeyer stehende denen eine noch im schulpflichtigen Alter iſt. protefttert und zwar im Auftrage der gesamten Fraktion. Die Berein für volkstümliche Kurse von Berliner Hochschullehrern", der Frattion fei immer einig in ihrem Proteste gegen Chauvinismus ben gived verfolgt, die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung in der hiesigen Luftschiffer- Abteilung. Mit einem Ballon der Abteilung Bei der Luftballonlandung verunglückt ist gestern ein Offizier und Militarismus gewesen. In dieser Beziehung dächten die volkstümlicher Darstellung weiteren Streisen näher zu bringen, vom Tempelhofer Feld aus aufgestiegen, wollten die Insassen gegen Franzosen wie bie Deutschen: dem Militarismus teinen erstattet seinen ersten Jahresbericht. Nach diesem kann der Verein 3 Uhr nachmittags zur Landung schreiten. Hierbei geriet die Gondel Mann und keinen Groschen! Hoffentlich fasse der Stongreß mit außerordentlicher Befriedigung auf die Erfolge des ersten Jahrs derartig durch widrige Luftverhältnisse ins Schwanken, daß Lieutenant Frage. Den würden die Franzosen auch respektieren. Es handle fich Sie großen Anklang gefunden haben, 4489 Hörer, durchschnittlich 280 3. stürzte und ein Bein brach. Nachdem endlich fester Boden zwischen um einte internationale Principienfrage, die auch für andre Länder in jebem Sturjus, beteiligten sich, unter ihnen 32 Broz. Frauen. Be- Stamp und Treptow- Deep unveit Greifenberg i. P. gefunden worden Der nächste Redner Joindy( Allemanift) wird von den Gnesdiften ouders lebhaft war das Intereffe der Berliner Arbeiterschaft, war, wurde der verunglückte Offizier nach Greifenberg in ärztliche mit den Nufen Hoch Liebknecht empfangen, weil er auf dem Kongres für die die Kurse in erster Linie in Aussicht genommen sind. Heber Behandlung gebracht. die Hälfte der männlichen Besucher, 54,3 Proz., gehörten diesen Die Gubener Straße von Straße 10a XIV bis zur Warschauerſeiner Partei die Haltung Liebknechts in der Dreyfus Frage ge- Kreisen an; auch unter den weiblichen Teilnehmern waren die An- straße wird wegen Umflasterung von heute ab bis auf weiteres für tabelt hatte. Der Präfident hat Mühe, ihm das Wort zu verschaffen. gehörigen der Arbeiterklasse ziemlich stark vertreten. An einzelnen Fuhrwerk und Reiter gesperrt. Der Redner beteuert feine internationalistische Gefimming und Sturien beteiligten sich über 90 Proz, aus den arbeitenden Klaffen. geht auf die Vorgeschichte des Falls Millerand ein. Minerand Die faufmännischen Fortbildungsschulen der Korporation der Nach der Volksbildung hatten von den männlichen Personen Kaufmannschaft von Berlin veröffentlichen foeben ihre Lehrpläne, aus wurde auf einen Kampfplag gestellt, um in dem Minifterium 51,6 Prog. eine Volksschule und 9,9 Proz. eine Bürger- oder Mittel- denen hervorgeht, daß wie bisher, so auch in dem kommenden Winter jungen Waldeck- Rousseau die Republik zu verteidigen. Das Proletariat ist schule, die übrigen höhere Lehranstalten besucht. Von den weib- Leuten Gelegenheit zur Erweiterung ihrer Bildung gegeben wird. Die durchaus mit diesem Schritt einverstanden gewesen. Wir konnten lichen Teilnehmern hatten 27,5 Proz. die Volksschule und 8,4 Proz. Haupt Unterrichtsgegenstände find: Comptoirpraxis, Maschinenschreiben, nicht anders handeln.( Großze Unruhe, die fast die Uebersehung eine Bürger- oder Mittelschule besucht. Die Vortragenden sprechen Schönſchreiben, Stenographie, einfache und doppelte Buchführung, Kor dieser Rede verhindert.) Der nächste Redner soll Jules Guesde sein. Da es aber sich in ihren Berichten sehr günstig über die Erfolge aus; auch mit respondenz, taufmännisches Rechnen, Handels- und Wechselrecht, kaufmännische Prozeßfunde, Warenkunde, Handelsgeographie. Daneben werden in aufsteigenden Kursen Englisch, Französisch, Russisch inzwischen 6 Uhr getvorden ist, wird die Sigung geschlossen und die der öffentlichen Diskussion, die sich den Vorträgen anschloß. hat man gute Erfahrungen gemacht. Im bevorstehenden Winter soll die Zahl und Spanisch gelehrt, von den Elementen der Formenlehre an bis zur Fortsetzung der Debatte auf morgen vertagt. 5 Der Kurse auf 20 eriveitert werden, die erste Serie mit 10 Vortrags- Korrespondenz und Konversation. Tüchtige im Auslande gebildete Lehrer furjen findet in den Monaten Oktober bis Dezember statt. oder Ausländer unterrichten in den Oberstufen. In dem Lehrplan fallen als neue Lehrgegenstände auf: Boltswirtschaftslehre und fociale Gesesgebung. Der Unterricht beginnt am 9. Oftober, abends 8 Uhr, und findet statt im Friedrichs- Werderschen Gymnasium, Glisabethfir. 57/58; X. Realschule, Auguststr. 21. Dorotheenftr. 13/14; Luisenstädtischen Realgymnasium, Sebastianstr. 26; Kölnischen Gymnafium, Inselstr. 2/5; Königstädtischen Gymnasium, stadist 150 thit Lokales. Für unsre Abonnenten im 6. Reichstage- Wahlkreise haben wir heute eine Beilage dem Blatte beigefügt, welche zum Nachsehen der Wählerliste ein genaues Straßenverzeichnis enthält. Wir bitten, dies Verzeichnis, das nicht wieder veröffentlicht wird, aufzuheben. tattoop Gun didd N Aus den Nachbarorten. In Adlershof hält Genosse Mathies aus GI bingerode Sonnabend bei Schmauser, Bismarckstraße 16 einen mit Lichtbildern ausgestatteten Vortrag: Ernstes und Heiteres aus Vergangenheit und Ueber die Frage, wann Läden beim Umzug geräumt werden müssen, läßt sich der Polizeipräsident in einer Zuschrift an erwidere ich Eiv. Wohlgeboren ergebenst, daß die Polizeiverordnung den Hausbefizerverein Süden wie folgt aus:" Auf Ihre Eingabe vom 26. März 1870 fiber die lmgugstermine beim Wohnungswechsel lediglich von Wohnungen und Zubehör, b. i. nach§ 3 daselbst Ein Rurfus im Modellieren für Bildhauer, Former, Vergolder, Alkoven, Küchen, Kammern, Bodenräumen, Verschlägen und Lederarbeiter 2c. wird mit Beginn des Winterhalbjahrs in der 12. Fort Vorratstammern, nicht aber von Läden, Verkaufs, Geschäfts- und Gehilfen aller gewerblichen Berufsarten finden in dieser Schule Ausbildungsschule, Derfflingerstr. 18a, neu eröffnet. Lehrlinge Die Stadtverordneten Versammlung in und Arbeitsräumen handelt. Hiernach ist die Anwendbarkeit diefer bildung in Deutsch, Mathematit, Phyfit, Chentie, Beichnen, Malen und Verordnung lediglich auf Wohnungen beschränkt und zwar gleichviel, Buchführung; für Kaufmannslehrlinge und Bureauarbeiter wird in aufhat in ihrer gestrigen Sitzung die Umgestaltung der Wasser ob dieselben mit Ladenräumen verbunden sind oder nicht. Alle steigenden Kursen in Franzöfifch, Englisch, Stenographie, Korrespondenz und werke nach den Vorschlägen des Magistrats beschlossen. Die An- Laden-, Verkaufs-, Geschäfts- und Arbeitsräume müffen deshalb doppelter Buchführung unterrichtet. Auch Schreibmaschinen und zwar drei gelegenheit hat weder dem zur Vorberatung der bezüglichen Vorlage ausnahmslos Die Aufnahme erfolgt am ersten Quartalstage nach dem Syfteme, stehen den Schülern zur Verfügung. eingesetzten Ausschuß noch gestern der Stadtverordneten Versamm Ablauf des Mietsvertrags geräumt werden. Bezüglich solcher Ver- täglich von 7-9 Uhr abends im Amtszimmer der Fortbildungsschule bet lung Anlaß zu längeren Erörterungen gegeben. Hier wie dort ist laufs-, Geschäfts- und Arbeitsräume, welche von den Inhabern zu bei Rettor Haumain. die Vorlage einstimmig angenommen worden. Es stand ja nach gleich als Wohnräume benutzt werden, ist der Worklant des MietsLage der Sache auch von vornherein fest, daß die Forderung des vertrags entscheidend." Der Polizeipräsident. J. V. gez. Friedheim. Uebergangs zum Tiefbrunnen- System werde be- Die Bereinigung für Schulgesundheitspflege", die gestern willigt werden müssen. In Fachkreisen ist der Vorwurf erhoben unter Vorfiz des Rettors Hanke in den Neuen Akademischen worden, daß das schon viel früher hätte gefchehen Bierhallen" tagte, beschäftigte sich mit der Frage der Luft in den Gegenwart. tönnen und müssen. Dan habe aber in Berlin fein Ber- Schulzimmern und der Schulbantfrage. Das Referat hatte ständnis dafür gehabt und gehorche auch jetzt mir der Not, Lehrer Hans Suck übernommen, der nach Petterkofers Titriranalyse in Aus Schöneberg wird uns geschrieben: Eine große Anzahl Stabto, Spinola glaubte Berlin gegen der Sophien- Schule eine Reihe intereffanter Untersuchungen angestellt hiesiger und Friedenauer Bürger erhob gestern in einer Versammdiese Vorwürfe in Schutz nehmen zu sollen. Unfre Technifer wiffen hat. Der falte Fußboden der Schulzimmer giebt Gelegenheit zu lung, in der Redacteur Mann es das Referat hielt, gegen das Ge auch, wie's gemacht wird!" rief er aus. In der Versammlung ernſten Erfältungen. Verschlimmert wird die Sachlage, wenn die bahren der Englischen Gasgesellschaft in Sachen der Coats not Einschien man aber das Gefühl zu haben, daß dieser Verteidigungs macht den Fußboden feucht und dieser verhindert, in Verbindung folgenden Inhalt:„ Die Versammlung protestiert gegen das BerSchüler mit naffem Schuhwerk erscheinen; das ablaufende Wasser spruch. Eine von der Versammlung angenommene Resolution hat versuch nicht sehr glücklich war. Um die Thatsache, daß die Stadt mit seiner niedrigen Temperatur das Erodemverden bes halten der Geſellſchaft hinsichtlich ihrer Abgabe des Coats an die erst durch die Regierung zu der jegt beichloffenen guzes. Der Redner befürwortete daher dringend die Wieder- hiesigen Einwohner. Die Versammlung richtet an die StadtFußes. Maßregel gedrängt oder mindstens zu einer einführung der zur Erleichterung der Reinigung beseitigten Fuß- verordneten- Bersammlung zu Schöneberg das Ersuchen, die Interessen schnelleren Entschließung veranlaßt worden ist, ist bretter an den Schulbänken. Er sprach sich sodann ent- der Bürgerschaft in dieser Frage gegenüber den Angriffen dieser nicht herumzukommen. Diese Thatsache wiegt gerade dan. um so schieden gegen vielfizige Bänte aus. Scine Untersuchungen Gesellschaft in Schutz zu nehmen und vor allen Dingen dahin zu schwerer, wenn„ unsre Techniker auch wußten, wie's gemacht wird". haben ergeben, daß auf den Mittelplägen derartiger Bänke die wirken, daß in erster Reihe bei der Coatsabgabe Schöne Sie wußten es längst, aber warum zog der Magistrat nicht frei tinder beständig stark verdorbne Luft einatmen, wodurch Er- berger Bürger berücksichtigt und für dieselben genügende willig aus ihrem Wissen diejenigen Konsequenzen, die er nun ge- Man müsse zweisigige Bänke wählen. An der Debatte beteiligte sich Ferner beschäftigte sich die Verſanimlung mit dem Antrage der scheinungen, wie Kopfschmerz, Müdigkeit und Blutarmut entstehen, Quantitäten Coats zu annehmbaren Preisen bereit gehalten werden." zwungen hat ziehen müssen! 1. a. Prof. Dr. Bagel im Sinne des Referenten. nicht dem eignen Triebe. " Das Polizeipräsidium teilt zum Neunuhr LadenNeber die Haussuchung bei der Staatsbürger- Zeitung" wird schluß folgendes mit: Vom 1. Oktober ab müssen alle öffentlichen in der Konizer Affaire ein Ermittelungsverfahren gegen zwei Beamte der Franff. 3tg." von hier berichtet: Der Erste Staatsanwalt hat Verkaufsstellen für den geschäftlichen Verkehr von 9 Uhr abends bis 5 Uhr morgens geschlossen sein, doch dürfen die beim Laden- eingeleitet, gegen die er den Verdacht der Durchstecherei mit der schluß im Laden schon anwesenden Kunden noch bedient werden. Der Staatsbürger- Zeitung" und bei dem Korrespondenten Wienecke, Staatsbürger- Zeitung" hegte. Es hat in dieser Angelegenheit bei Ueber 9 Uhr abends dürfen Verkaufsstellen für den geschäftlichen Ber- der feiner Zeit in Konig geweilt und verschiedene Berichte von da an tehr nur für unvorhergesehene Notfälle geöffnet fein. Die Tage, an das genannte Blatt versandt hatte, eine Haussuchung stattgefunden, denen außerdem noch der gesetzliche Neunuhr- Ladenschluß bis spätestens wie es heißt, ohne Erfolg. 10 Uhr abends hinausgeschoben werden darf, werden noch besonders wie es heißt, ohne Erfolg. bekannt gemacht werden, sobald die Verhandlungen mit den in Be- Durch Absturz bei der Arbeit schwer verunglückt ist Mittwoch tracht kommenden Vertretungen der Beteiligten abgeschlossen abend der 33 Jahre alte Arbeiter May Laschkowitz aus der Frantfind. 9 Uhr abends und an den hiernach noch festzusetzenden furter Allee 59, der bei den Kaufmann Calmon in der KeibelTagen spätestens von 10 Uhr abends ab ist auch das feilbieten von straße 24/25 beschäftigt war. Beim Aufwinden von Fellen stand Waren auf öffentlichen Wegen, Straßen, Plägen oder an Laschkowitz im zweiten Stock an der Winde, um einen Ballen abzuandren öffentlichen Orten oder ohne vorherige Bestellung von Haus nehmen. Hierbei verlor er das Gleichgewicht, stürzte durch die Luke Haus sowie im Gewerbebetriebe im Umherziehen vom auf den Hof hinab und brach sich beide Beine. Arbeitsgenossen 1. Oktober d. J. ab gesetzlich verboten. Auf Grund des brachten ihn nach der Unfallstation 10 in der Alten Schüßenstraße § 139e Abfaz 4 wird für die Zeit, wo die Verkaufsstellen ge- und von dort nach dem Krankenhaus am Friedrichshain. schlossen sein müssen, müssen, an Werktagen zugelassen: Das Feilbieten von Back und Konditorwaren, Burst und andren Tödlich verunglückt ist gestern morgen der 25 Jahre alte verLebensmitteln, Blumen, Streichhölzern, Ansichtspostkarten und heiratete Arbeiter Johann John, der bei der Anlage der elektrischen geringwertiger Verbrauchsgegenstände auf öffent- Untergrundbahn am Potsdamer Bahnhof beschäftigt war. fichen Wegen, Straßen, Blägen und an andren öffentlichen Orten in Das ausgeschachtete Erdreich wird dort auf einer kleinen Feldbahn dem bisher in Berlin üblichen Umfange.- Die über die Sonntags- weggeschafft. Bei der Fahrt eines solchen Zugs geriet John zwischen ruhe im Handelsgetverbe bestehenden Bestimmungen werden hier- einen Wagen und einen Pfeiler. Bevor man den von einer fleinen Die selbstthätigen Verkaufsapparate( Auto- Lokomotive gezogenen Zug zum Stehen bringen konnte, waren schon maten), durch die Konfitüren, Cigarren, Streichhölzer und ähnliche mehrere Räder an dem Unglücklichen vorbeigegangen und hatten ihm Waren abgesetzt werden, find als offene Bertaufsstellen den Brustkasten eingedrückt. Arbeitsgenossen brachten den Vers anzusehen. Besitzer solcher Apparate find demnach strafbar, unglüdten nach der Unfallstation in der Wilhelmstraße, wo man wenn sie nicht geeignete Vorkehrungen treffen, um die Entnahme mehrere Rippenbrüche und schwere innere Verlegungen feststellte. der feilgebotener Gegenstände während der Zeit, wo die Schon nach zehn Minuten starb er. สิน durch nicht berührt. 9 Polizeidirektion betr. der Schankwirtschaften. Der Redacteur der Deutschen Gastwirts- Beitung", Fröhlich, wies die dem Gastwirtsstande von der Polizeidirektion gemachten Vorwürfe ging noch schärfer mit der Polizei ins Gericht und wies darauf hin, der Faulheit und Bequemlichkeit entschieden zurück. Genosse Obst daß der schlimmste Unfug erst nach Mitternacht von der sog. besseren aufräumen, da hätte sie noch genug zu thun. Eine dahingehende Gesellschaft verübt werde. Die Polizei möge nur auf den Straßen Resolution fand einstimmige Annahme. Zur Beleuchtung der geistlichen Schulaufficht wird auswärtigen Blättern aus Berlin geschrieben: Kommt da eines Sonntags zu Französisch- Buchholz in ein Schulhaus ein Geistlicher, um in den Wohnräumen des Lehrers, der ihm Küfterdienste zu leisten hat, sein gottesdienstliches Gewand anzulegen. Als nun der Pfarrer, der im Nebenamte Schulaufsicht, auch über die fragliche Schule, zu üben berufen ist, über den Schulhof schreitet, gewahrt er zufällig, wie ein andrer Lehrer, der in demselben Schulhause wohnt, Hefte korrigiert. Der geistliche Herr nimmt ergernis an dieser Art von sonntäglicher Bethätigung. Er geht auf den Lehrer zu und redet ihm eindringlich ins Gewissen, daß er den Sabbat in ziemlicher Weise feiern und nicht durch Arbeit entheiligen möge. Nachdem er sodann den Lehrer wegen seines Kirchenbesuchs ins Verhör genommen hat, erklärt der Schulinspektor, er werde genötigt sein, von der ungehörigen Sonntagsarbeit des Lehrers höherent Orts Bermert zu geben, wenn der Behrer nicht verspreche, in Zukunft Sonntags das Korrigieren von Heften zu unterlassen. Der Lehrer Sonntags das Korrigieren von Heften zu unterlassen. Der Lehrer hat sich geweigert, eine solche Verpflichtung einzugehen und fich bei gemeindlichen Vertretern Stats geholt, was werden solle. So ist der hat sich geweigert, eine solche Verpflichtung einzugehen und sich bei Sachverhalt in Französisch- Buchholz bekannt geworden, wo in weiten Streifen mit großer Spannung der ferneren Entwicklung der Dinge entgegengesehen wird." Bermutlich wird der Geistliche dahin streben, daß die Dienste stunden des Lehrers verringert werden, damit er in der Woche ges offenen Verkaufsstellen geschlossen sein müssen, unmöglich zu Die Unfallstelle in der Greifenhagenerftr. 17 wurde gestern nügend Zeit zum Korrigieren der Hefte erübrigen und den Sonntag machen. Nicht getroffen werden hiervon Automaten, die vormittag um 10 Uhr von der Bautommission besichtigt. Diese be- völlig der Erholung in der freien Natur widmen kann. Auf die in Gast- und Schantwirtschaften aufgestellt sind, wenn schloß, das verwendete Material auf seine Brauchbarkeit noch Frage nach dem Kirchenbesuch wird der Lehrer, der solche Dinge rein deren Benuzung nur den sich dort aufhaltenden Gästen möglich ist näher zu prüfen, und gab den Bau daher noch nicht nach seiner Privatanschauung zu behandeln hat, dem Geistlichen und wenn ferner durch die Automaten nur solche Gegenstände, deren wieder frei. Der Kommissar der Bezirkskriminalkommission hoffentlich die gebührende Antwort gegeben haben. Berkauf in den Rahmen des Schantwirtschaftsgewerbes fällt und Braun erschien gestern vormittag mit mehreren Beamten, um durch Rigdorf. Eine Verordnung über den Verkehr mit mur in so geringen Mengen verabfolgt werden, daß anzunehmen Beugenvernehmungen den Thatbestand festzustellen. Mehrere Zeugen Frühmilch, der im wesentlichen der Berliner Verordnung ents ist, daß der Verkauf zum Gebrauch und Genuß an Ort und Stelle bestätigten, daß den Gebrüdern Kataneck das Betreten des Balkons spricht, will die hiesige königliche Polizeidirektion erlaffen, geschieht. Perfonen, die eine offene Verkaufsstelle haben und gleich unteriagt und daß ihnen andre Arbeit angewiesen wurde. zeitig eine Erlaubnis zum Betriebe der Schautwirtschaft besigen, Die Kommission, die von den städtischen Körperschaften mit der Vor Zu dem Bauunfall wird weiter mitgeteilt, daß gestern nachberatung von Entwürfen zu Polizeivorschriften betraut worden ist, find in Beziehung auf ihren kaufmännischen Betrieb den gleichen mittag in Gegenwart von Aerzten auch der Arbeiter Wilhelm Katanec hat sich nun in letzter Zeit eingehend mit der Angelegenheit Beschränkungen wie die übrigen Inhaber offener Berkaufsstellen im Krankenhause durch Kriminalbeamte vernommen wurde. Im befaßt. Gegen einige der Bestimmungen des Entwurfs wurden unterworfen. undige Gegensatz zu andren Darstellungen sagte er aus, daß ihm und seinem Daß es wohlgethan war, den Handel mit Streichhölzern zc. Bruder vom Polier sowohl wie vom Maurermeister ausdrücklich erhebliche Bedenken geltend gemacht, zum Beispiel gegen die wonach als Kindermilch, Säuglingsmilch, Sanitätsmilch usi, zur Nachtstunde noch weiter zu gestatten, möchten wir bezweifeln. gesagt worden sei, fie möchten zunächst den Balkon im vierten Stock. Frit Friedmann verteidigt fich. In einer Zuſchrift aus New hätten sie aber nicht gefonnt, ohne ihn zu betreten. Ob halte, also dabei nicht gerinne. Ein Mediziner, der der Kommission Frin Friedmann verteidigt sich. In einer Zuschrift aus Net den einzigen, der noch nicht vollendet war, fertig machen. Das nur Vollmilch bezeichnet werden dürfe, die u. a. das Abkochen auss York bittet der frühere Rechtsanwalt Dr. Friz Friedmann die Widersprüche in den Befundungen durch eine eibliche Bernehmung der angehörte, erklärte diese Bestimmung für durchaus ungenügend. Es unfren Berichterstatter um Schutz gegen gänzlich erfundene Notizen, Bengen gelöst werden tönnen, ist zweifelhaft. Das Befinden gäbe Milch, die beim Abkochen nicht gerinne und doch so viel Wilch die über ihn von Zeit zu Zeit in verschiedenen Blättern veröffentlicht Rataneds ist ungünstig. Der Berunglückte hat u. a. einen fompli- läure enthalte, daß ihr Genuß auf den findlichen Darm schädigend werben. Er wehrt sich insbesondere gegen die fürzlich erschienene nicht alle Gesundheitsregeln befolgen tönnten. Im Interesse Notiz, die folgendes besagte: Ein hiesiger Anwalt habe Dr. Fr. auf läßt. Das Unglüid hätte wohl nicht geichehen fönnen, wenn man einer möglichst genauen Milchprobe fei dahin zu streben, den Notiz, die folgendes besagte: Ein hiesiger Anwalt habe Dr. Fr. auf zierten Schädelbruch erlitten, der für ihn das schlimmste befürchten wirke, zumal bei Proletarierkindern, deren Eltern so wie fo der Pariser Weltausstellung getroffen und von ihm erfahren, daß er nach 1901, wo Verjährung der Vergehen eintrete, die feiner Zeit mit der Fertigstellung des Ballons gewartet hätte, bis die auf Säuregrad auch bereits vor dem Gewinnungsstadium festzustellen. strebenden Thürpfeiler durch den Bogen verbunden waren. Ohne feine Auslieferung nicht rechtfertigten, nach Berlin kommen werde. Diesen hatten sie jeder für sich nicht genügend Halt, um das Gewicht Bemängelt wurde auch die folgende Bestimmung:" Nur in ab um ein Detektivinstitut hier zu gründen. Dr. Fr. erklärt diefe der Ballondeckenmasse und der beiden Männer zu tragen. Es scheint gekochtem oder sterilistertem Zustand darf eingeführt, feilgehalten und ganze Notiz für Erfindung; er habe New York nicht so, als ob zunächst die Pfeiler umgetippt sind und den Balkon binab- oder derart an Tuberkulose leiden, daß das Euter bereits ertranft verkauft werden Milch von Kühen, die an Maul- und Klauenfeuche berlassen, sei überhaupt night in Paris ge= Der Nährgehalt ober daß hochgradige Abmagerung eingetreten ift. wesen, ein Berliner Anwalt fönne ihn dort also gar nicht ge- Beschlagen haben. Eine bestimmte Auskunft wird darüber erst die oder derart an Tuberkulose leiden, daß das Euter bereits ertranft sprochen und angeblich von ihm gehört haben, daß er ein Detektiv- genaue Untersuchung durch die Baukommission geben tönnen.ber Milch von so heruntergekommenen Stühen fei ein äußerst mangel institut grinden wolle. Mit besonderem Nachdruck verwahrte sich aber Zengen gesucht. Die Personen, welche dem Streit zweier hafter. Bengen gesucht. Die Personen, welche dem Streit zweier hafter. Dann biete die Vorschrift gegen Ansteckungsgefahr keinen Dr. Fr. gegen die Behauptung, daß er erst nach der Verjährung an Fahrgäste beigewohnt haben, der sich am Dienstag, 4. September ausreichenden Schuß. Die Verhandlungen der Kommission find geblicher Strafthaten in die Heimat zurüdfehren könne. Daß er die gegen 7 Uhr abends im Ningbahnzuge zwischen den Stationen noch nicht abgeschlossen. " Ein unheimlicher Fund wurde dieser Tage am Bahnhof zu in den Geschäftseingängen verbietet, rechtsgültig sei. Das intereffanten, mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag über: Boisen gemacht. In einer Ecke der zur Eingangshalle führenden Berbot dürfte höchstens verhindern wollen, daß Waren, die„ Das Reichs- Seuchengesez und die Mißstände in Krankenhäusern" Treppe des Bahnhofs fand man ein Batet alter Kleidungsstücke. ausgestellt würden, nicht in den Straßenraum hinein hielt. In der hierauf folgenden ausgedehnten Diskussion gaben Im Bureau, wo man das Paket öffnete, wurde in den Kleidern ein- reichten. Das Landgericht verurteilte jedoch Sch. zu einer Geld- mehrere Redner einiges über ihnen selbst widerfahrene Behandlungen gewidelt eine 20 Centimeter lange, nicht trepierte Granate ge- strafe und erklärte die Verordnung für vollständig rechtsgültig, weil in Strankenhäusern zum besten, ferner wurde die Frage des Impfs funden. Der Bahnhofsvorsteher übergab das Geschoß einem Ober- sie dem Schutze der Person und des Eigentums diene. Die Sicher zwangs erörtert. Zum Schluß gab der Vorsitzende bekannt, daß feuerwerker des Militärbahnhofs, der die Granate durch eine heit des Verkehrs in den Geschäftslokalen verlange ein Freihalten bereits ein gut Teil Bücher von seiten der Kollegen zur Schaffung Ordonnanz nach den Schießplatz zu Kummersdorf bringen ließ. der Eingänge auch innerhalb des Geschäftsraums. Das einer Bibliothet als Geschent, teils gegen fleines Entgelt, abgegeben Jedenfalls wurde das Geschoß von einem Kugelsucher am Bahnhof Stammergericht verwarf die Revision des Angeklagten. worden sind, und forderte er die Kollegen auf, weiter in dieser Weise niedergelegt. Bei der Durchsuchung der Kleidungsstücke fand man in einer Lasche ein Krankenkassenbuch und eine Arbeitsbescheinigung, hat am 1. Mai den stud. med. Walter Grubel neben zwei MitVerrohung der Jugend. Das Landgericht Greifswald zu verfahren. den aus lantend, vor. Infolge Centralverband der Braner. Die Sektion der Brauer tagte dürfte es wohl gelingen, ben geliere de oge delen angeklagten, den Studenten Giese und Stuhe, wegen gefährlicher am 23. September im Gewerkschaftshaus. Nach einem beifällig aufKörperverlegung zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt. In der Nacht genommenen Vortrag des Mitglieds Funk wurde den Mitgliedern 1 Etu aufregender Vorfall ereignete sich gestern morgen auf zum 3. Dezember gegen 2 Uhr fah der völlig nüchterne Bericht erstattet über die Uraniavorstellung und die Dampferpartie. dem Charlottenburger Fernbahnhofe. Dem aus Posen Dr. med. B. auf einer Straße in Greifswald eine Anzahl Erstere wies einen Ueberschuß von 17 M., lettere ein Deficit von eintreffenden Zuge war die 41 jährige Frau Wanda Nowitzki von dort Studenten herankommen. Da es ihm flar war, daß fie start 64 wr. aut. Sobanu gelangte das Statut des Arbeitsnachweiſes für entstiegen, um in Charlottenburg wohnende Verwandte zu besuchen. angetrunken waren, bemühte er sich, mit ihnen nicht zu follidieren ringfreie Brauereien zur Diskussion, wobei lebhaft bedauert wurde, Frau N. wurde plötzlich umwohl und in fast bewußtlosem Zustande und ging an das äußerste Ende des Trottoirs. Da aber die Stu- daß nicht alle ringfreien Brauereien dasselbe unterzeichnet haben. wankte sie, anstatt die Bahnhofstreppe hinabzugehen, nach dem gegen- denten nebeneinander gingen und die ganze Breite des Fußsteiges Die Kommission hofft, daß sie die fehlenden Unterschriften noch erüberliegenden Geleise, auf welchem soeben ein Vorortzug heran- einnahmen, so tam es, daß er mit dem Flügelmanne etwas langt, In das Kuratorium des Arbeitsnachweises entsandte die Verbrauste. Sie fiel auf die Schienen und die Lokomotive sowie fünf zusammenstieß. Die Studenten erblickten darin sofort eine e fammlung die Mitglieder Böhm und Funk. Wagen des Zugs gingen über sie hinweg. Als die Augenzeugen des leidigung und verlangten die Karte des Dr. B. Dieser sagte Vorfalls Frau N., nachdem der Zug zum Stehen gebracht war, unter ihnen, er habe keine Karte bei sich, er sei aber Herr Dr. B. Der Verein deutscher Schuhmacher hielt am 24. d. M. eine dem 6. Wagen hervorzogen, fand man sie zwar bewußtlos, jedoch und wohne da und da. Dieses Verhalten erklärten die Brauchenversammlung der Schoßarbeiter ab. Die Versammlung beohne äußere Verlegung. Die Fremde wurde nach dem Charlotten- Studenten unter großem Lärm als unstudentisch, und plötzlich ver- fchäftigte sich zunächst mit den Differenzen in der Werkstatt von burger Krankenhause gebracht und hier stellte sich heraus, daß sie, fegte Giese dem Dr. B., ohne daß dieser ihn irgendwie gereizt oder Prahl. Von seiten der beteiligten Arbeiter wurde hervorgehoben, Die attach Hautabſchärfungen, teinerlei Ver- veleidigt hätte, einen heftigen Faustschlag vor die Bruf, daß von Lohn- oder sonstigen Differengen nicht bie Rebe jest tout legungen erlitten hatte. Die so glücklich Davongekommene konnte während der Angeklagte Ruhe dem Arzt mit der Fauft ins Geficht Die bei den legten Verhandlungen vereinbarten Lohnfätze würden bald darauf aus dem Krankenhause entlassen werden. schlug. Giese und Grubel schlugen dann noch mit dicken Stöcken innegehalten und das Ausscheiden mehrerer Kollegen aus der Werkstatt auf den bestürzten Arzt ein, der sich seiner Angreifer nicht ertönne nicht als Maßregelung betrachtet werden, sondern sei aus andren Das eine wehren konnte. 2300 en aquat berart Gründen erfolgt. Nach diesen Berichten erklärte die Berſammlung die Aus verletzt worden, daß er sich neun Wochen lang in der gelegenheit für erledigt. rief sodann das Gefahr zu verschwinden, es stellte sich aber allmälig wieder ein. diesem Statut wollen die Innungsweisen nur 1/3 der Beiträge be= Klinik behandeln lassen mußte. Das Sehvermögen lief von der Innung ausgearbeitete Krankenkassen- Statut hervor. Nach Wer den Schlag ins- Auge geführt hatte, fonnte nicht festgestellt zahlen, beanspruchen jedoch die ausschlaggebende Rolle innerhalb des werben, das Gericht hat aber die Schulb hieran den Angeklagten Vorstands und in der Generalversammlung einzunehmen. Zum Werbebt, George in Giese und Grubel, die mit Stöcken geschlagen hatten, beigemessen Schluß wurde eine Fünfer- Kommission gewählt, welche eine Protestmnd mildernde Umstände für ausgeschlossen erachtet. Die von bewegung gegen das vorliegende Statut in die Wege leiten soll. Grubel allein eingelegte Revision wurde gestern von dem Reichs- 10 Der Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter tagte am gericht verworfen. Großen Schaden richtet in den Forsten der Umgebung Berlins die Raupe der Kiefernblatt wejpe, welche hauptsächlich in dem östlichen Teile des Kreises Teltow die Waldbestände, sowohl Hochstamm wie Schonung, der königlichen Oberförstereien Köpenick, Grünau- Dahme und Ertner befallen hat. Auch im Kreise Storkow zeigen sich arge Berwüstungen. teadsiell onis und Gerichts- Beitung. nodbastifontSociales. 24. September bei Graumann, Naunynstraße 27. Auf der Tagesordnung stand ein Vortrag des Genossen Dr. Wehl über bas Reichs- Seuchengefeß und die Mißstände im Stranfenhauswesen. Im " Treptow- Baumschulenweg. Am 19. September hielt der Verein" Vorwärts" seine Generalversammlung ab. Die TagesOrdnung lautete: Bericht des Vorstands und Neuwahlen. Aus den Berichten ist hervorzuheben, daß die Mitgliederzahl im letzten HalbBestand von 106,50 W. Bei den Neuwahlen wurde als I. Borsigender jahr von 40 auf 53 gestiegen ist. Der Kaffenbericht ergab einen Krohne, als II. Vorsitzender Karow, als Schriftführer Miekleh und als 11. Kassierer Kramens gewählt. Zu Revisoren wurden Krebs und Noack bestimmt. Da der Vertrauensmann für unsren Ort aufgehoben wird, so wurde die Zeitungsspedition dem Genossen Stock übertragen. Beschlossen wurde dann, die Versammlungen nur monatlich stattfinden zu lassen. lich stattfinden zu lassen. Hingewiesen wurde dann noch auf das am 20. Oktober stattfindende 3. Stiftungsfest des Vereins. Dermischtes. Eine Denkmalsschändung ist in Glatz vorgekommen. Der " Schles. Ztg." wird darüber berichtet: Als am Morgen des vergangenen Sonntags die Bürgerschaft aus ihrem Schlummer erwachte, stand ein Teil der schönen Promenaden unter dem Zeichen brutalfter ftand ein Teil der schönen Promenaden unter dem Zeichen brutalster Berstörungswut. Eine hübsche, etwa vier Meter hohe Säule, geziert von einent fliegenden Adler, welcher das Mittelstück unsrer FärberBastion- Anlagen schmückt, war total zerschlagen und der starke Eisenbänke der Minoritenanlagen fanden sich in der Nähe des Kaiser Wilhelmstab im Innern mit Gewalt verbogen. Die schweren eisernen Gartenund Kriegerdenkmals, die Gnomen der Minoritenanlagen aber direkt vor bem Wachtlokal der Polizei am Ringe, auf dem Löwenbrunnen mit zerdem Wachtlokal der Polizei am Ringe, auf dem Löwenbrunnen mit zerbauſes war eine große Vase zerschlagen und in den Promenaden am Denkmalplatz waren viele Einfassungen und Beete demoliert. Kurz, Getöse im Innern der Stadt, man vermutet, zivischen 12 bis 3 Uhr und in den Promenadenteilen, welche an Hauptverkehrsstraßen der Stadt liegen, wie die Vandalen gehauft haben, ohne daß sie die Wächter dabei gestört haben! Der Schuhmannssäbel. Eine große Anzahl Zeugen waren au gestern vor die zweite Straffammer hiesigen Landgerichts I geladen, um in einem betrübenden Nachspiel zu den Mai Krawallen Bekundungen zu machen. Auf der Anklagebant befand sich der Auf der Verbandsversammlung deutscher Arbeitsnachweise Anschluß an den Vortrag entwickelte sich eine rege Diskussion, in der Kaufmann Mag Bruseberg, der sich wegen Beleidigung, Wider in Köln sprach sich am Dienstag der Reichstags Abgeordnete Ge- mehrere Redner ihre Erfahrungen über mangelhafte Behandlung stands, Beteiligung an einem Auflauf und Körperverlegung zu verneraldirektor antworten hatte. Der Angeklagte hat am 20. Mai bei ben aus Anlaß des pertener- Betong quer fuste unter ambient mann ersucht im Hinweis auf, die geschilderten Mängel bei den die Arbeitsnachweise im Krankenhause und durch Kassenärzte zum besten gaben. GrundPferdebahnerausstands am Rosenthaler Thor vorgekommenen Exceffen an: Die von den Arbeitgebern oder den Arbeitnehmern selber er- nächsten Delegiertenwahlen zu den Krankenkassen sich zahlreicher zu eine sehr schwere Verlegung davongetragen: eine über den ganzen richteten Arbeitsnachweise seien wohl die bedenklichste Art der Arbeits- beteiligen. Zu Vereinsangelegenheiten giebt der Vorsitzende bekannt, Schädel sich hinziehende fingerbreite Narbe zeugt von der Wucht vermittlung; denn in den meisten Fällen würden damit andre daß zum ersten Weihnachtsfeiertag die Urania" gemietet ist. Neu eines Hiebs mit einem Schußmannsfäbel, den er empfangen. Der Swede als der Arbeitsnachweis verfolgt. Diese Arbeitsnachweise aufgenommen in den Verein wurden 13 Kollegen. Angeklagte ist am 20. Mai in das Getriebe der am Rosenthaler Thor seien zu einem Kampfmittel geworden, und in diesem Kampf feient sfandalierenden Menschenmenge hineingeraten; er bekam Streit mit nach seiner Ueberzeugung die Arbeitgeber die stärkeren. Man dürfe einem Schutzmann und erhielt von diesem einen Säbelhieb über den es daher nicht zu einem Austrag des Kampfs kommen lassen. Arm, der ihn zu Boden ſtreckte, dann erhielt er noch einen zweiten Säbel- riidjightslos Arbeitgeber den Arbeitsnachweiß qusnügen wollen wie hieb über den Stopf, so daß er, vollständig mit Blut befudelt, liegen blieb. werden, das habe sich auf der bekannten Versammlung vor zwei Er mußte in einen Hausflur getragen und dann zuenen in der Jahren in eipzig gezeigt. Dort habe man mit verblüffender Nähe wohnenden Arzt gebracht werden, der ihm einen Notverband Offenheit erklärt, man mittels des Arbeitsnachweises anlegte. Von dort wurde er mittels Lückschen Krankenwagens nach eine Kontrolle über die Arbeiter will, schaffen der Charité übergeführt. nicht Die dortigen Aerzte sollen über die eine Kontrolle über die gewerbliche Qualität der Arbeiter, sondern tolojjale Stopfverlegung entfest gewesen sein und es ist ein Wunder darüber, wer höhere Löhne und fürzere Arbeitszeit verlangt, für die zu nennen, daß der Angeklagte mit dem Leben davongekommen ist. Berbesserung der Arbeitsverhältnisse eintritt. Was diese Arbeitgeber Noch heute zeigen sich bei ihm zeitweilig Sprachstörungen für sich als ein unveräußerliches Recht in Anspruch nehmen: ihre Ueber den Vorfall selbst wird fociale Lage zu verbessern, das wollen sie durch ihre Arbeitsnachweise die gerichtliche Beweisaufnahme, zu welcher sieben Polizei- den Arbeitern unmöglich machen. Das gehe aus den Mitteln hervor, die sie beamte als Belastungszeugen und etwa vierzehn Civilpersonen ats in Verbindung mit dem Arbeitsnachweis gegen die Arbeiter anwenden Entlastungszeugen geladen werden, erst die genügende Aufklärung wollen, besonders die schwarzen Listen und die Aussperrung. Wenn zu bringen haben. Bis jetzt stehen sich die Bekundungen in Bor- solche Maßnahmen allgemein eingeführt würden, so wäre die verfahren noch schroff gegenüber. Rechtsanwalt Wronter erklärte Koalitionsfreiheit der Arbeiter, ja ihre Freiheit überhaupt untergestern vor Eintritt in die Verhandlung, daß er auf zwei geladene graben; sie würden zu Hörigen herabgedrückt. Nachdem man und nicht erschienene Entlastungszeugen nicht verzichten könne. Die bie Arbeiter solchermaßen brotlos gemacht hat, überläßt von ihm geladenen 14 Entlastungszeugen widersprächen ja den Bekun- man sie der Fürsorge des Staats und der Gemeinde. dungen der Polizeibeamten in vielen wesentlichen Punkten und be- Der Geist der auf der Leipziger Versammlung herrschte, läßt sich am haupteten, daß der furchtbare Säbelhieb über den Kopf dem Ange- besten daran erkennen, daß der Generalsekretär des Verbands flagten noch berfest worden sei, als er schon wehrlos deutscher Industriellen, des Verbands, der die größte Zahl in am Boden lag; er könne aber nicht wissen, wie der Gerichtsof das dustrieller Betriebe umfaßt, ohne jeden Widerspruch erklären konnte: Zeugnis dieser Civilzeugen gegenüber den Bekundungen der Schuß die wirtschaftliche und sociale Gleichberechtigung der Arbeiter sei eine leute würdigen werde und deshalb sei er nicht in der Lage, auch Utopie. Und der Vorsitzende dieser Versammlung verkündete, daß nur auf einen einzigen Entlastungszeugen zu verzichten. Der Staats- die Stellungnahme gegenüber den Arbeitern nichts andres sei, als anwalt hielt unter diesen Umständen eine Vertagung für geboten ein Kampf gegen die Socialdemokratie. Als ob die nichtsocialund der Gerichtshof beschloß eine solche. demokratischen Arbeiter nicht ebenfalls gleichberechtigte Bürger im Aus Salle a. S. wird uns von 25. September berichtet: Staat sein wollten! Um so erfreulicher gegenüber diesen Beschlagenen Gliedern vor. Gegenüber des Landrats- und StändeDie bertrachte ausgenossenschaft Loefts Hof, strebungen ist das Bestreben zur Schaffung gemeinnügiger, un die seiner Zeit in der bürgerlichen Preffe viel besprochen wurde, parteiischer Arbeitsnachweise". weil der frühere Verwalter, Inspektor Mauß, als Social- Herr Röfide betonte ausdrücklich, daß ihm daran lag, als Ares müssen sechs bis acht Personen stundenlang mit einem ziemlichen demokrat gestempelt werden sollte, obwohl er eifriges beitgeber auf der gegenwärtigen Verbandsversammlung jenen Geist Kirchenratsmitglied war, beschäftigte gestern in dreistündiger Sigung zu kennzeichnen. die Straffammer. Der Verwalter Mauß wurde der Untreue, des Zur Frage der Gewerbe- Juspektion. In Aachen hatte die Kontursvergehens und des Vergehens gegen das Genossenschafts- Beschwerdekommission des Textilarbeiterinnen- Verbands dem Gewerbegesetz beschuldigt. Er sollte Mietszinsen im Betrag von 700 M., rat Mitteilung zukommen lassen über Verstöße gegen die Vorandre Beträge von 1100 m. eingezogen und darüber zum Nachteil schriften Explosion einer Dynamitfabrik. Wie bereits telegraphisch der Gewerbe- Ordnung seitens der Firma Erkens. gemeldet, wurde am 24. 5. M. die Dynamitfabrik zu Wahn vom feiner Auftraggeber verfügt haben. Die Verwaltungstasse weist eine Der Gewerberat untersuchte die Sache, fand aber alles in Blig getroffen, ihr Nitrierhaus und Waschhaus in die Luft gesprengt Unterbilanz von 52 000 W. auf, und die an der Genossenschaft be- bester Ordnung. Von seiten der Firma wurde schnell ein und drei Arbeiter dabei getötet. teiligt geweſenen Personen, über 400 Arbeiter, werden jezt zur Grund gefunden, die Arbeiterin, welche der Beschwerdekommission Sprengstoff- Aktiengesellschaft Hamburg und liegt 5 Minuten entfernt Die Fabrik gehört der Deutschen Dedung herangezogen. Die Bücher wurden als vollständig unordent- Mitteilung gemacht, zu entlassen. lich geführt bezeichnet und die Arbeiter waren durch Veröffent dem Schöffengericht freigesprochen. Auch wurde der Fabrikant von von dem benachbarten Dorf Linden. Sie befizt ganz neue Blitzschutzlichung falscher Bilanzen in den Zeitungen verleitet worden. Die Trotzdem der Gewerberat nichts gefunden, lagen soviel Werstöße beiden Werke waren durch hohe Erdwälle von einander getrennt, aber Nicht so die Strafkammer. vorrichtungen, die noch im Frühjahr revidiert worden waren. Die Masse weist 6000 M. auf. Der Staatsanwalt beantragte 7 Monate betreffend Arbeiterinnenschutz vor, daß die Straffammer zu einer durch einen Kanal zur Leitung des Nitroglycerinöls verbunden. Die Gefängnis, 2 Jahre Ehrverlust und 200 M. Geldstrafe. Der Gerichts- Verurteilung tam. hof erkannte auf 4 Monate Gefängnis und 100 M. Geldstrafe, welche Explosion 600 Kilogramm Oel flogen in die Luft- war von einer Strafen aber durch die erlittene Haft als verbüßt erklärt wurden. Amtliche Streifftatistik. Nach den soeben erschienenen Viertel- ftarken, weithin fühlbaren Bodenerschütterung begleitet. Von den Die Trümmer da der Gerichtshof nicht als erwiesen annahm, daß der Angeklagte 2. Quartal 1900 im ganzen Reiche 497 Streits beendet. Begonnen Von den Getöteten fand man nur eine verstümmelte Leiche, die Bon der Aberkenming der Ehrenrechte wurde Abstand genommen, jahrsheften zur Statistit des Deutschen Reichs, 3. Heft, wurden im beiden Buden blieb kein Stück auf dem andern. wurden Hunderte von Metern weit im Walde ringsum zerstreut. die Gelder im eignen Interesse verivendet hat. wurden 492, während 86 der beendeten Streiks noch vor dem weitab an einem Baume hing und deren Jdendität sich nur durch 1. April begonnen wurden. Die Ehefrau eines Amtsanwalts stand Mittwoch wegen Ladendiebstahls angeklagt vor der Potsdamer Straf- denen 95 379 Arbeiter beschäftigt waren. An den beendeten Streits waren 2390 Betriebe beteiligt, in einen Beibriemen feststellen ließ. Trotz allen Suchens entdeckte man fammer. Die Angeklagte, Frau Wilhelmine Grunewald aus Lucen- trieben waren 578 völlig zum Stillstand gekommen. Die Höchstzahl meister Böste aus Westfalen, ist Vater von drei Kindern, der andre, Von den betroffenen Be- nur noch ein Rückenfleischteil, dessen Zugehörigkeit nicht zu ermitteln war. Zwei der Getöteten sind verheiratet gewesen, der eine, Delwalde besuchte am 26. Mai d. I. mit ihren beiden gutverheirateten der gleichzeitig streikenden Arbeiter betrug 35 975; gezwungen feierten ein Arbeiter Namens Küpper aus Liebuhre, ist Vater von 7 Kindern. Töchtern das Warenhaus von A. Wertheim in Berlin, wobei es 3970 Arbeiter. der Toilettenaufseherin auffiel, daß die Angeklagte dreimal Als vollständig erfolgreich bezeichnet die Statiftit 90 Streits, Sohn ist Freiwilliger in China. Vor 12 Jahren wurde die Fabrit Der dritte, Bender aus Wahn, war unverheiratet. Böskes ältester fura hintereinander die Toilette aufsuchte. Man beobachtete als teilweise erfolgreich 214 und 193 als erfolglos. fie infolgedessen genauer und faßte fie beim Diebstahl ab. Eine Revision der Tasche der Angeklagten ergab, daß sie in der und vorher 5. Von den beendeten Aussperrungen wurden 110 Betriebe Aussperrungen wurden 11 beendet. Begonnen im II. Quartal 7 von einer Explosion heimgesucht, bei der zwei Arbeiter den Tod fanden. furzen Zeit, wo sie sich bei Wertheim aufhielt, folgende Gegenstände betroffen, von denen 37 zu völligem Stillstand kamen. In den be im Gesamtwert von 8,33 M. gestohlen hatte: 1 Nest Seide, 1 Becher, teiligten Betrieben waren 4878 Arbeiter beschäftigt; die Höchstzahl 1 Holzteller, 3 Baukasten, 1 Shawl, 1 Markenkasten, 1 Nadellissen, der gleichzeitig Ausgesperrten betrug 2334. Gezwungen feierten 62. 1. Fliegenball, 1 Streichholzkasten, 1 Aschbecher, 1 Neibeisen Von den Aussperrungen endeten 5 mit völligem, 5 mit teilweisem und 1 Baar Handschuhe. Bom Ludenwalder Schöffengericht und 1 ohne Erfolg. war Frau Grunewald, deren Mann inzwischen verstorben ist, dieses Diebstahls wegen zu vier Wochen Gefängnis verurteilt Gegen den§ 616 des Bürgerlichen Gesetzbuchs, der den Danksagungen an Heilige für erlangte Hilfe bilden eine reiche Einworden, während der Amtsanwalt nur vier Tage beantragt hatte. Unternehmer zur Fortzahlung des Lohns bei furzen Arbeits- nahmequellen für römische Blätter von der Sorte eines Emmanuel, Ave Marie usw. Im Juliheft des Emmanuel werden u. a. folgende Sie legte gegen das Urteil Berufung ein, und der Staatsanwalt versäumnissen verpflichtet falls nichts andres vorher vereinbart beantragte nunmehr Herabjegung der Strafe auf die Hälfte. Die wurde, macht auch der Vorstand der Berliner Tischler Hilfeleistungen veröffentlicht: Bekehrung eines protestantischen FamilienStraffammer fand aber bei den vielen gestohlenen Gegenständen Innung mobil. Er versendet an die Mitglieder der Innung und der gesellschaftlichen Stellung der Angeklagten teine Veranlassung, ein Rundschreiben, worin er sie auffordert, sich gegen diese Bes die Strafe herabzusetzen und verwarf deshalb die Berufung, die ſtimmung durch besondere Abmachungen mit den Gesellen zu schützen. Angeklagte dabei auf den von ihr bereits angebahnten Weg der Zu diesen besonderen Abmachungen gehören natürlich, wie zum Gnade verweisend. Das Aushängen und Ausstellen von Warenproben in ruhig werden abmachen" lassen, möchten wir sehr bezweifeln. den Geschäftseingängen fann polizeilich verboten werden. So hat jetzt das Kammergericht entschieden. Eine Kölner Polizeiverordnung Die ein solches Verbot enthält, war gegen den Kaufmann Schmidt angewendet worden, der in seinen 68. Infanterie- Regiment ist der Typhus ausgebrochen; 30 franke Der Typhus am Rhein. Bei dem in Koblenz garnisonierenden Leute wurden gestern ins Lazarett eingeliefert. Ein frommes Bekenntnis. Die Wiener Vollstribüne" schreibt: " vaters, guter Hausverkauf, besserer Geschäftsgang, ein junger Mann hat sein Verhältnis mit einer Protestantin aufgegeben und sich mit Gaben dafür aus Oestreich 280,49 Kronen, aus Deutschland 385,43 einer guten Statholifin"( Pfarrerstöchin?) verehelicht usw., und an Mart und aus der Schweiz 233 Franks quittiert"!... In einem Sauen, immer zwei, und ob die Berliner Tischlergesellen das so andren Blatte banft eine Frauensperson mit den folgenden tiefempfundenen Worten: Versammlungen. Durch die Fürbitte der allerheiligsten Jungfrau und die Mitwirtung des Herrn Pfarrer. N. N. ist mein sehnlichster Wunsch erfüllt worden. N. N. früher unfruchtbar. Also durch die Mitwirkung des Herrn Pfarrers"- fruchtbar Labeneingängen u. a. Nollmöpfe und Räucherfische ausgestellt hatte. Die Tischler Berlins und der Umgegend( VertrauensmännerSchmidt beantragte richterliche Entscheidung und bestritt, Centralisation) hatten am 19. September bei Thiels, Fruchtstraße, daß eine Polizeiverordnung, die jedes Ausstellen von Waren ihre Mitgliederversammlung anberaumt, in der Dr. Behl einen geworden! Warenhaus A.Wertheim. Vor der Eröffnung unsrer Neubauten Leipziger-, Voss- und Oranienstrasse. Extra- Verkauf Der Extra- Verkauf dauert nur kurze Zeit. zu ausserordentlich herabgesetzten Preisen. Einen so billigen Verkauf in allen Abteilungen werden wir niemals wieder bieten. Alle Waren sind im Preise ermässigt. Die Extra- Preise sind neben den bisherigen auf den Preiszetteln vermerkt. Ausgenommen sind nur vereinzelte Artikel, deren allgemeine Preislage eine Herabsetzung nicht zulässt. Wir heben heute folgende Artikel hervor: Engl. Batist- Taschentücher, weiss, mit Hohlsaum 15 Pf. Engl. Batist- Taschentücher mit bunt bedrucktem Hohlsaum 23 Pf. Damenhemden, Achselschluss, Hemdentuch mit Spitze 50 Mk. 1,50 Damenhemden, Achselschluss. mit handgestickter Passe 55 Mk. Wirtschaftsschürzen, Cretonne mit Achselband 85 Pf. Wirtschaftsschürzen, starker Gingham mit Volant 85 Pf. Tändelschürzen, guter Satin mit Borte 70 Pt. u. 50 Pf. 65 Pf. Staubtuchtaschen, bunt bestickt, Ardastoff 48 Pf. Tischdecken, mit Hohlsaum, vorgezeichnet 35, 45 Tischläufer, mit Hohlsaum, vorgezeichnet, Grösse ca. 45/135 cm Küchenhandtücher mit Hohlsaum, reinleinen, vorgez. 65 Pf. Stubenhandtücher, fertig gestickt 1,25 Mk. Küchenhandtücher, fertig gestickt 1,25 Mk. Deckenstoffe, gestreift u. kariert, ca. 150-180 cm breit. Meter 1,65 Mk. Decken aus Aidastoff, fertig gestickt, ca. 50/50 cm gross 75 Pf. Tändelschürzen, hell und dunkel, in grosser Auswahl Mk., regulärer Preis bis 3 Mk. Wäschebeutel, Kongressstoff u. Aïdastoff, mit 2 Stäben reich bestickt 1,35 Mk. Reinseidene Tändelschürzen, hell u. dunkel 1,95 Mk., regulärer Preis bis 4 Mk. Läufer und Decken aus Kongress- u. Aïdastoff, fertig gestickt 2,40 Mk. Tapisserie- Artikel: Ein grosser Posten angefangener Läufer, Decken u. Kissen auf Kongress- u. Wollstoffen; ferner ein Posten Gobelins in Figuren- und Blumenmustern, gestickt und vorgezeichnet, zum Teil zur Hälfte der regulären Preise. Cohns Festsäle, fammlungen. Einige Somnabende Beuthstrasse 19 20. Jedes Wort: 5 Empfehle meine Säle zu Ver: und Sonntage noch frei für Fest: lichkeiten. Zähne 2 M. 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzioses Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Teilz, wöchentl, 1 M. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 130. Sprechst. 9-7. Möbel, Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Wald Baustelle, Hochwald, Borort an Chaussee, 40 Meter Straßenfront, 10 Minuten vom Bahnhof, verkauft für 1200 Mark Joers, Zepernick an der Stettiner Bahn.. 11786 Gardinenhaus Große Frankfurter: ftraße 9, parterre. + 35* Gardinen Specialgeschäft, Blumen ftraße 8. Anerkannt vorzügliche Eintaufsquelle für Gardinen, Stores, Rouleaux, Tüllbett- und Schmuck decken. 3178* [ 48902* Kleine Anzeigen. Möbelverkauf. Kleidertpinden, Vertitow, Tische, Spiegel, Bettstellen, Sofas, Küchenmöbel billigst Sebastian straße 70, I. 308 Schlafsofa, reell gearbeitet, räu: mungshalber spottbillig Stallschreiber straße 43, Laden. 28536* Piano, bestes Fabrikat, umstände. halber sehr billig, auch Teilzahlung. Buchholzerstraße 10, I lints. 1436 Gaskocher! Sparsysteme. 3wei loch 6,-, Dreiloch 10,-. Gasplätt: eifen, Schneider- Bügelapparate billig. Gasheizöfen 7,- Wohlauer, Wallner theaterstraße 32. Elektrotechuif. Jackson, Alte Freundlich möbliertes Zimmer für Jakobstraße 24. Neuer Abendkursus 1 Herrn( als Mitbewohner) sofort zu zur Ausbildung zum Elektromonteur vermieten Forsterstraße 54, Seiten beginnt. 1. Oftober. Monatlich flügel III, bei Witwe Rosenthal. 6 Mart. Vorkenntnisse nicht erforder lich. Anmeldung persönlich. Den Unterricht in diesem Kursus übernimmt der Direktor der Anstalt, Herr Ingenieur Giller persönlich.[ 466 Freundliche, möblierte Schlafstelle Patentanwalt Dammann, Morig zu vermieten. Thiele, Große Frant [ 1696 furterstraße 75, Quergebäude II plat 57. rechts. 213b Schlafstellen. 18 Schlafstelle zu vermieten Liebig straße 16, Quergebäude 3 Treppen links bei Herrathe. Stalizerstraße 40, 4 Treppen, Schlafstelle für Herren bei +8 Arbeitsmarkt. Stellengesuche. neue u. gebr. Müller, billig Höchste9 strasse 22 für die nächste Anzeigen Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, in der Hauptexpedition Beuthstr.3 bis 4 Uhr angenommen. Tüchtige Farbigmacher verlangt Von einer großen MaschinenMax Beonhard, Goldleiftenfabrit, fabrik Süddeutschlands werden Schlesischestraße 31. + 8* tüchtige [ 35/ 9* Für unsre Bilderrahmenfabrik mit elektrischem Betriebe suchen wir noch drei tüchtige Rahmentischler. Stellung dauernd. Gost u. Co., Kurfürsten Straße 146. 2086 Werfführer. Eine große Lampen fabrit sucht einen tüchtigen Werfführer, der bereits eine Lampenfabrik selbst: ständig geleitet hat. Angenehme selbst: ständige Stellung. Hohes Gehalt und Gewinnanteil. Disfretion zugesichert. Offerten unter B. 7 dieser Zeitung. Tüchtige Metallschleifer verlangen Dewitt u. Herz, Georgenkirchstraße 24. 25 Wendefrauen sucht bei erhöhten Breisen Filzschuhfabrik Landsberger: straße 92. 2126 Cigarrenmacher, geübte Hand arbeiter für Hausarbeit, gesucht bei J. Neumann, Kaiser Wilhelmstr. 38. Monteure LTD Schlosser und für fofort gegen guten Lohn bei dauernder Beschäftigung gesucht. Angebote unter Chiffre N. Z. 1905 an Rudolf Mosse, Nürnberg. Achtung! Tischler! In der Möbeltischlerei von Zach u. Söhne, Markushof, haben sämtliche Tischler wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. Zuzug fernhalten! Lehrmädchen verlangt Herren Achtung! Hutmacher! Hutgeschäft Berlin W. Charlotten Die Wertstelle von D. Hoffmann, 2066 Blumenstraße 30, ist gesperrt. Zuzug Blinder Stuhlflechter bittet nm burg, Joachimsthalerstraße 2. 86/ 4* Arbeit. Stühle werden gut geflochten, Geübte Kartonarbeiterinnen werden ist fernzuhalten. Die Ortsverwaltung. dieselben werden abgeholt und zurüd fofort verlangt. Heise, Waldemar [ 288K* ( Filiale Berlin.) 204b geliefert. Gläser, Mulackstraße 27.* straße 51. Stellenangebote. Vivisektion! Wer sich über diese ruchlofeste Grausamkeit unsrer Zeit unterrichten will, verlange die Flug 28595* blätter des Weltbunds gegen Vivi Malzkraftbier, blutbildend, für sektion, welche unentgeltlich versendet Borjährige elegante Herren- Winter- Blutarme, Brustkrante, Schwächliche, werden vom Tierschutzverein Berlin, eine Um gütigen Buchholz. paletots und Anzüge aus feinsten Gewichtszunahme, bessere Gesichts: Königgrägerstraße 108. [ 1616 Stoffen 25-40 Mart. Verkauf Sonn- farbe, überraschend, Abdruck wird gebeten. 14 Flaschen abend und Sonntag. Versandhaus 3 Mart, 1/16 Tonne 3,50 exklusive. Buchbinder- Arbeit jeder ArGermania, Unter den Linden 21 II. Nicht Flaschenzahl, Qualität ent fertigt Ferdinand Kleinert, W. Bülow Wer Strümpfe und Unterhosen fcheidet. Portertellerei 23876 Ringler Straße 56, 2. Hof parterre. [ 85/1 braucht, verlange gratis und franco Brummenstraße 152. Fahrräder repa riert Zimmer, Preisliste von Robert Diez, Striderei Andreasstraße 70. 28326 Gelenau( Erzgebirge). 806 Vereinszimmer frei. Ladeinig, Betten, schöner neuer Stand, sofort Kommandantenstraße 65. 283* 23 Mart, Umstände halber Adalbert: Straße 78 I. rechts. [ 1626 Vereinszimmer empfiehlt Lier Alte Jakobstraße 119. Betten, Steppdecken, spottbillig Leihhaus Neanderstraße 6. Remontoiruhren, goldene, Regulatoren, spottbillig Leihhaus Neander Straße 6. 36/ 11* Teppiche, Gardinen, spottbillig Leihhaus Neanderstraße 6. Teppiche mit Farbenfehlern, Fabritniederlage Große Frankfurter straße 9, parterre. + 35* Umzugshalber sehr billig Muschel, Spind 28, Bücherspind, Konditortische: Hängelampen, Schlafsofa, Stehpult, Drehseffel, Cylinderbureau, mahagoni Regulator 10, Geschäftsspiegel 20, Taschensofa, Anklamerstraße 20, Laden. Petroleumfram, 12 Lichte, hoch feine Hängelampe 7,50, Plüschgarnitur ( rot), Garderobenspind 23, PatentSchlafsofa, Küchentisch 4,25, Küchen ist veränderungshalber preiswert zu spind 12, Schlafsofa, Schreibsekretär verkaufen. W. Schüße, Berlin O., amzugshalber Anklamerstraße 20, +147 Zaden. 331 Blumenthalstraße 1. · Möbelverkauf zu foliden Preisen, Flid. Allerweltsfreund, magenstärken der, fräftiger Specialliqueur, große Champagnerflasche inklusive 1,25 M.; alleiniger Fabrikant Ignaz Sello. Beste, billigste Bezugsquelle für Weine und Spirituosen; alter Nordhäuser Liter 50 Pfennig 2c. Brunnen ftraße 110( neben Straßenbahndepot). Saal und Vereinzimmer empfiehlt Filiale: Kastanienallee 27.[ 286* Jannascht, Jufelstraße 10.[ 206* Steppdecken am billigsten Fabrit Vereinszimmer Simeonstraße 23 Große Frankfurterstraße 9, parterre. 229K* Geübter Presser gesucht. Gold: Zwei Sofas, Tisch, verkauft billig leiſtenfabrik Liegnigerstraße 15.[+ 8* Kleines Vereinszimmer( Piano) wegen Umzug. Heinzel, Rosenthaler zu vergeben Schabbed, Mariannen Klempnerlehrling verlangtStange, straße 13. 2106 3188 188b* Oppelnerstraße 48. straße 35. Umzugshalber, außerhalb, ver: faufe zwei Bettstellen, Matrazen, Rechtsbureau Andreasstraße 63 Weften. Schneider- Werkstätten auf ( neben Concordia). Gewiffenh after weiß Piqué und couleurten Stoff Sofa. Hübner, Usedomstraße 22, Rechtsbeistand. 1966 verlangt S. Baumgarten, Keibel Quergebäude parterre. +62 Meldungen von 12-2, Eckrestauration Stargarderstr. 20 Großes Vereinszimmer mit Bia: ftraße 34, zweite Etage. 1676 verkäuflich. +53 nino zu vergeben. Franz Schliebener, +35 Destillation, gangbar, umstände: Petersburgerstraße 67. halber sofort verkäuflich. Näheres Vereinszimmer, Pianino, ent Graudenzerstraße 13, Lotal.+35 pftehlt Erdmann, Reichenbergerstr. 16. Materialwaren-, Obst- und Ge müsegeschäft, seit 20 Jahren bestehend, such Teilzahlung. Römer, Sebastian Vermischte Anzeigen. 27056 Straße 81. Nußbaummöbel, ganze Wirtschaft, Vermietungen. Zimmer. Möbliertes freundliches Border zimmer, zweifenstrig, an einen Herrn wie neu, spottbillig verläuflich 3offener Rechtsbureau, Rat, Schriftstücke. zum 1. Oftober zu vermieten. Jacoben, traße 38, I rechts. 2878* Brunnenstraße 173. 1426 Hochstraße 33, vorn III. 29086 Belegerin verlangt Joers, Staliger Achtung! Buchbinder! straße 28. Hutschmuck. Lehrmädchen, sofort Bergütung. Gebr. Baumgarten, Kurftraße 23. Falzerinnen etc.! 207b Folgende Werffiuben sind gesperrt: Kartonarbeiterinnen, geübte, per: Weichert, Neue Königftr. 9. langt Schwandt, Neue Jakobstraße 6. 2. Barschall, Neue Friedrichstr. 37. Gewandte Arbeiterinnen finden A. Hellmerth u. Co., Brinzenstr. 46. fofort Beschäftigung. Allgemeine Unger, Spandauerstr. 48. Elettricitäts: Gesellschaft, Schlegel: Streisand, Poststr. 27. straße 26. [ 1796 Faßbender, Michaelfirchstr. 17. Lehrmädchen gesucht( nach Lehr oh, Charlottenburg. zeit dauernde Beschäftigung) von Lochbaum, Sebastianstr. 14. Heiß, Blumen- und Federnfabrik Hartung Lochbanut, Ritterstr. 26. 2116 u.Kriener, Kommandantenstraße 89, II. Bertinetti, Brunnenstr. 10. Maak, Scharrnstr. 12. Korbmacher berlangt Brunnenstraße 7. Riftenmacher verlangt Eckert, +85 Gr. Hamburgerstraße 20. Parkettfußbodenleger wird sofort berlangt. Schwitzke, Restaurateur, Weißensee, Heinersdorferweg 39. Ordentliche Arbeitsburschen, 16 Jahr, gesucht. Goldleistenfabrit, Liegnigerstraße 15. +8 Tüchtiger Maschinenschlosser, der die Instandhaltung und Reparatur vorhandener Maschinen besorgen fann, verlangt. Köpniderstraße 187/188. Berantwortlicher Redacteur: Heinrich Ströbel in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Jm Arbeitsmarkt durch besonderen Druck hervorgehobene. Anzeigen fojten 40 Pf. pro Zeile Ein tüchtiger 277/10 Lagerhalter wird gesucht. Vorst. Sonnabend, den 29. September, nachmittags. Konsumverein Berlin- Rigdorf, Rixdorf, Ziethenstr. 31. Etuis- Arbeiter. Weber. Eichhorn. Kann. Weißenborn. Föhrenbacher. Jakisch. Block. Herms. Reichpietsch. 26/1 Die Lohnkommission. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin. r. 226. 17. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 28. September 1900. Die Einleitung der Wahlagitation 6. Berliner Wahlkreis. im Die Parteigenossen des sechsten Wahlkreises hatten, um einen Kandidaten für die Nachwahl zum Reichstag aufzustellen, am Mittwoch eine Versammlung im Eiskeller" veranstaltet. Ivar. " der wirtschaftlichen Entwicklung. Dies Bewußtsein giebt uns die werden können, die persönlich Bekanntschaft mit dem Regime Väterfrohe Siegeszuversicht, um die uns die bürgerlichen Parteien be- chens gemacht haben. neiden. Lassen Sie sich auch in dem bevorstehenden Wahlkampf, Von dem kleinen Orte Murficha an der Kama beginnt die von diesem Bewußtsein durchbringen, dann wird der Sieg nicht aus- Neise auf der„ Kibitka", dem russischen Banernvagen, ins Junere: bleiben.( Stürmischer Beifall.) Ledebour: Ich danke Ihnen für das Vertrauen, das sie mir " Da zur Diskussion über den Vortrag niemand das Wort nahm, Also hier ist das Reich des Hungers! Wenn wir zu Hause in der Das Ver- so schritt man zur Aufstellung eines Kandidaten für Beitung lesen, daß in diesem Lande eine Hungersnot herrscht, so sammlungslokal war schon lange vor 8 Uhr polizeilich abgesperrt. Die Reichstagswahl. Genosse Pfarr schlug im Auftrage der Ver- malt sich uns auch die Natur in düsteren Farben: eine endlose Wüste Mehr als 1000 Personen, die feinen Einlaß mehr fanden, standen trauensleute, des Wahlvereins- Borstands, der Abteilungs- und Bezirks- und ein grauer Himmel. Ja, wir glauben noch immer, trot unfrer auf der Straße, während der große Saal von einer dichtgedrängten führer den Genossen Ledebour vor.( Bravo.) Aus der Mitte rationalistischen Anschauungen, daß wir, die aufrecht gehenden ZweiMenschenmenge, deren Zahl gegen 4000 betragen mochte, gefüllt der Versammlung wurden noch vorgeschlagen: Mezner, Böme l- füßler den Mittelpunkt des Universums bilden und alles sich nach Den Vorsitz führte Eugen Ernst. Vor Eintritt in die burg Hamburg, Dr. Friedeberg, Dr. Arons. Tagesordnung beantragte Budach, die Ernennung eines Standiunfrer Stimmung richten muß. Freuen wir uns, so lachen Thal und Sater fragt an, in wie vielen Wahlkreisen Ledebour eigentlich daten für heute zu vertagen und dem Wahlverein Gelegenheit zu engagiert sei? Es sei doch auch von einer Kandidatur in halber Berg, und beschleicht uns Kummer, Not, Verzweiflung, so legt sich geben, daß er nach Rücksprache mit dem Parteivorstand die Standi stadt die Rede gewefen. Ledebour antwortet: Von Halberstadt ein bleischwerer Himmel um die weinende Erde! So belügen uns datenfrage behandele. Eine Besprechung im engeren Streise sei not- fei ihm im Frühjahr die Kandidatur für die nächsten allgemeinen auch seit Jahrtausenden unsre Versmacher." wendig. John erwiderte darauf, die Kandidatur sei bereits im Wahlen angeboten worden, zu deren Uebernahme er sich bereit er- Der lachende russische Frühling, der sich ungestüm Bahn bricht, engeren Kreise besprochen worden. Dem Wahlverein könne man die flärt hatte. Ghe es aber zur definitiven Aufstellung in Halberstadt das ist der erste Eindruck der Scenerie. Aber alsbald ändert sich Entscheidung über die Kandidatenfrage nicht übertragen, denn das gekommen sei, hätten ihm Genossen des sechsten Berliner Kreises das Bild: die Felder sind jämmerlich bestellt; der Bauer war außer hieße ja, die Frauen, denen wir in Mainz die Mitwirkung zugesagt bie Kandidatur für die sofortige Nachwahl angetragen. Er habe stande, für die nächste Ernte zu sorgen; er selbst frank und abhaben, bei dieser wichtigen Angelegenheit ausschließen.- Der Antrag daraufhin die Kandidatur in Halberstadt rückgängig gemacht. Budach wurde fast einstimmig abgelehnt. Da von den übrigen Vorgeschlagenen niemand anwesend ist, gezehrt, das Bieh zum Teil verkauft oder gefallen, was übrig blieb, Hierauf nahm Genosse Ledebour das Wort zu einem Vor- will der Vorsitzende Ernst über die Kandidatur Ledebour abstimmen halb verhungert. Da siehst Du es Herr erklärt der Kutscher den trag. Er sagte: Wenn wir uns heute zur Aussprache über die lassen. Bu da ch widerspricht dem und verlangt Bertagung der An- Reisenden sind denn die Felder unbestellt geblieben." Und gleichStellung der Partei zu wichtigen politischen Fragen zusammen- gelegenheit. Er führt unter lebhafter, andauernder Unruhe der Wer- zeitig tritt auch die ganze sociale Seite der Frage in den Vordergefunden haben, so bedauert wohl jeder von uns, daß der Mann fammlung aus, die Vorgeschlagenen, die zum Teil in Paris feien, grund: Mit den elend bestellten Feldern wechseln andre, die besser nicht mehr an unfren Verhandlungen teilnehmen kann, den der Tod müßten befragt werden, ob sie annehmen. Er fönne erklären, daß bestellt sind und prompt folgt die Erklärung: es ist„ herrschaftliches", so jäh aus unserer Mitte fortgerissen hat: unser alter Vorkämpfer Bömelburg zur Annahme bereit sei. Redner empfiehlt die Kandidatur Land, der Acker des Gutsbesitzers! Wilhelm Liebknecht. Wir werden seiner gedenken, so lange die Bömelburg mit der Begründung: Akademiker seien genug in der Socialdemokratie ihren Kampf gegen Unterdrückung und Ausbeutung Fraktion, auch einzelne größere Berufszweige feien vertreten, aber Nun geht es in das erste Hungerdorf: 1500 Einwohner, 200 Höfe führt.( Beifall.) Einen Mann wie Wilhelm Liebknecht ehrt man ein Vertreter des Bauberufs fehle, und ein solcher hätte bei der Be- und davon können 5 Höfe„ mit ihrem eignen Getreide bis zur nächsten nicht durch Trauer, sondern man ehrt ihn, indem man den frischen, ratung des Unfallgesetzes sehr gut wirken tönnen im Interesse der Ernte auskommen". Ein Haus mit abgedecktem Strohdach.„ Es fröhlichen Kampf, in dem er uns geführt hat, in seinem Geist un- Bauarbeiter. Akademiker könnten das einschlägige Material nicht so ist wohl nicht bewohnt"? lautet die Frage.„ Aber doch! Allein was erfchroden weiter fämpft.( Bravo!) verwerten wie ein Fachmann. Gerade die jetzige Zeit hat Männer, wie Wilhelm Liebknecht wollen fie thun? Das Stroh ist längst verbraucht und mit etwas Von andrer Seite wird verlangt, daß über die Vorgeschlagenen muß man doch das Vich füttern. Der Bauer Hungert lieber und! einer war, nötig. Eine gewaltige wirtschaftliche Strise bereitet sich diskutiert werden soll. Es entsteht eine kurze Geschäftsordnings- leidet Frost, um nur seinem Vich Futter zu verschaffen. Jetzt ist es vor. Sie gärt bereits in aller Welt, und nicht zum mindesten in Debatte. Die Versammlung entscheidet sich dann fast einstimmig nicht mehr so schlimm. Aber wie wurde der Winter überstanden? unfrem Vaterlande. Während der Zeit der wirtschaftlichen Prosperität dafür, daß die Nichtanwesenden auch nicht in Betracht kommen.( Ruf: Bei dem ungeheizten Ofen und als der scharfe Nordwind durch die glaubte die kapitalistische Welt, es ginge fo fort bis in alle Ewigkeit Vergewaltigung ärgster Art.) Der Vorsitzende will nun über und der Kapitalismus ſei für immer gefestigt. Aber schon folgen Ledebour abstimmen lassen. Wieder gehen einige Wortmeldungen Lücken zog da gab es ein Zähneklappern, barmherziger Gott cineinander die Boten der Krise. Der Geschäftsgang stodt in der ein. Es wird Schluß der Debatte beantragt. Budach spricht verzeihe und verschone uns. Der Pope spricht die letzten Worte Textil. und in der Eiſenindustrie, und die Stockungen in andren unter lebhafter Unruhe gegen den Schluß und bezeichnet das Ver- mit bewegter Stimme und auf seinem blaffen Geficht malt sich Zweigen müſſen folgen! In jeder Werkstatt, Fabrit, und nicht minder fahren als Ueberrumpelung der organisierten Genoffen.( Lebhafte Schrecken". Jezt ist es nicht mehr so schlimm", heißt es, aber in jedem Haushalt macht sich die Kohlennot bemerkbar, die von den Rufe des Unwillens.) Der Schlußantrag wird mit übergroßer Mehr- was die beiden Besucher auf ihrer Wanderung sehen, das ist noch Kapitalisten und Spekulanten benutzt wird, um dem Volte dies not- heit angenommen und darauf Genosse Ledebour mit allen gegen immer entsetzlich! wendige Lebensmittel ungemein zu verteuern.( Beifall.) Zu dieser etwa 20 Stimmen als Kandidat proklamiert.( Lebhafte Bravorufe Menschen, die meisten vom Storbut, der furchtbaren Hungerkrankheit Bom Elend und Hunger apathisch gewordene Zeit, wo die wirtschaftliche Krise hereinbricht, stürzen sich die und anhaltendes Händeklatschen.) herrschenden Kreise in auswärtige Abenteuer und beschwören dadurch befallen, mit steifen geschwollenen Gliedern, mit widerlichen Die Hütten das Bild der cine politische Krise herauf, wie sie die Welt noch nie gesehen hat. durch Uebertragung der Kandidatur bewiesen haben, und werde mich Geschwülsten und Wunden bedeckt. Dabei werden die winzigen Rechte, welche unsre noch nicht aus- nach besten Kräften bemühen, die Aufgaben, welche mir zu Verwahrlosung und des Elends; was irgend verkäuflich war, wurde, gegorene Verfassung dem Bolle gelassen hat, vollständig als nicht fallen, zu lösen. existierend behandelt. Ich hoffe, daß auch die Geroffen, die verkauft um Nahrung zu beschaffen; es mangelt an jedem Gerät, an mit meiner Kandidatur nicht einverstanden waren und die Kleidung, an allem. An den Brüsten der halbverhungerten Frauen zum In dieser Krise ist es allein die Socialdemokratie, welche mit natürlich vollberechtigt waren, andre Vorschläge zu machen, Stelett abgemagerte Kinder. Unter den Erwachsenen hat der Tob festem Blick ein klares Biel verfolgt und den Kampf aufnimmt gegen mit uns zusammenarbeiten werden, damit der sechste Wahl- furchtbare Ernte gehalten, und noch mehr unter den Kindern. Aber die unhaltbaren Zustände, die sich auf wirtschaftlichem und politischem freis als Hochburg Gebiet herausgebildet haben. der Socialdemokratie erhalten bleibt. selbst was dem Tod entgangen ist, hat für immer einen furchtbaren Woher die wirtschaftliche Krise rührt, Berlassen Sie Liebknecht mit die fich jest in der ganzen Welt bemerkbar macht, das braucht man großer Majorität gewählt worden ist, sondern ditieren sie jo, aut Stoß erhalten. Eine ganze Generation ist hier der Verheerung anSocialdemokraten nicht eingehend zu erörtern. Sie wissen es. wenn es gelte, den Kreis erst zu erobern. Nicht nur darauf tommt heimgefallen. Wo der Mangel sich einstellt, da kommt die Seuche Aber die bürgerlichen Parteien stehen der Krise verdugt gegenüber, es an, daß wir einen Kandidaten durchbringen, sondern daß wir unfehlbar. Der Arzt führt uns eine ganze Musterkollektion vor: und doch sind die Krisen begründet in der Natur des Kapitalismus, durch eine möglichst große Stimmenzahl Protest einlegen gegen die Neben dem Storbut und dem Hungertyphus graffierten im Hungerfie find eine notwendige Folge der Ausbeutung, womit der Weltpolitik und das herrschende System.( Beifall.) gebiet Boden, Masern, Scharlach, Diphtherie, Dysenterie, LungenKapitalismus die Arbeiter bedrückt. Der erpreßte Mehrwert ist es, Nachdem die Versammlung die Vertrauensleute des Kreises als entzündung, Influenza, sibirische Pest( Milzbrand). Und furchtbar der immerfort zur Ueberproduktion verleitet. Den Anstoß zur Wahlkomitee eingesetzt hatte, brachte der Vorsitzende ein Hoch auf lautet sein Endurteil:„ Der russische Bauernstand, auf dem die gegenwärtigen Krisis gab der schmachvolle Krieg in Südafrika und die Socialdemokratie aus, in das die Anwesenden begeistert ein- Straft und Hoffnung des Lands ruhen soll, ist durch und durch verder nicht minder schmachvolle Kampf gegen China. Die Kapitalisten stimmten. glaubten, durch Eroberung neuer Absatzgebiete in fremden Weltteilen feucht.... Die geeigneten Bedingungen( für die Seuchen) find werde die Produktion anschwellen. Das Gegenteil ist eingetreten. Auch im russischen Hungergebiet in reichem Maße vorhanden. Die Armut wir sind für Vermehrung des Absages, aber wir wollen das nicht erist das Saatbeet der Infektion. Die Bekämpfung der Armut ist reichen durch Unterjochung fremder Völker und Eroberung fremder Länder, sondern indem wir für die einheimischen Arbeiter höhere Löhne ver Weltausstellung zu Paris; betrachtete aus den Fenstern der Krankheit. Auch die persönliche Reinlichkeit ist Sache des Wohlstands. Vor kurzem durchwanderte ich die russischen Abteilungen auf der wichtiger als die Erfindung eines Heilserums für jede einzelne Inbujirie aut bie maffe bes Bolls im stande sei, die Erzeugnisse der luguriösen Galonwagen das fibirische Banorama, bewunderte die- Die Durchführung der öffentlichen Reinlichkeit ist die Aufgabe Bir Socialdemokraten haben aber auch nichts einzuwenden Naturschäge Rußlands, ließ den Phrasenschwall einer zungenfertigen des Staats und der Gemeinden. Ein Land, das diese Pflichten ver gegen den Absatz deutscher Produkte in aller Welt, aber wir wollen Dame über mich ergehen, die mir umständlich klar machte, nachlässigt, wie sie in Rußland vernachlässigt sind, kann nicht zu den das dadurch ermöglichen, daß wir mit aller Welt in Frieden leben daß das Kuratorium der Nüchternheit" Wunder wirke, um Kulturstaaten gerechnet werden." und freie Verkehrs- und Handelsbedingungen zu andren Völkern dem Muschik", der bisher ein gewissenloser Säufer war, Wie konnte es dazu kommen, daß die Mißernte zur Hungersaufrechterhalten. Wir wollen es verhindern, daß fremde Völker in das Leben recht angenehm zu machen, vertiefte mich in not ausartete, daß der Hunger und die Seuche Millionen Menschen Singſt leben müſſen, ob nicht irgend eine gepanzerte Fauft in ihr die Kartogramme, in denen dargestellt wird, welche menschenfreund befallen konnten? In der gleichen Zeit hat Rußland noch Getreide Gebiet einbricht und dort pact, was ihr gefällt.( Lebhafter liche Gesinnung der russische Beamte, Grundherr und Fabrikbesizer exportiert, in der gleichen Zeit hat das Barentum 90 Millionen Rubel Es ist charakteristisch, daß wir jetzt auch das wirtschaftliche Ideal hegt. Jetzt liegt vor mir ein deutsches Buch:„ Das hungernde für Kriegsschiffe und 100 Millionen für neue Kanonen verausgabt! liberaler bürgerlicher Parteien: den Freihandel, gegenüber dem Rußland") und zum- ich weiß nicht wie vielten Mal- schlage Bilfe war möglich, warum wurde nicht geholfen? Darüber geben Bürgertum und der Regierung verfechten müssen, ebenso wie die ich darin die Photographie des Bachter Schamuhroff Achtfamoff auf, uns die Verfasser genaue Auskunft, wie sie bei früheren Hungers bürgerlichen Jdeale der Demokratie. Es ist nicht wahr, daß die die Photographie eines hungernden Tatarentnaben, eines Lebenden nöten sie gehören ja nicht zur Seltenheit niemals gegeben bürgerliche Welt im Zeichen des Verkehrs lebt. Sie lebt im Steletts!... Ja, die Verfasser haben recht, auf der Aus- wurde. Zeichen der Verkehrtheit.( Lebhafter Beifall.) Bor Jahren stellung giebt sich das zarische Rußland als das Nußland der Der wohlwollenden" Regierung Väterchens ist die Sache höchst tamen, einige bürgerliche Pfiffitusse auf die Idee: Wir müssen Opulena"- sie zeigen in ihrem Buche die Kehrseite der unbequem: Sie kostet Geld, schädigt den Kredit und das Prestige. Kolonien haben. Wo eine Sandwüste oder ein verlassenes Fiebernest Medaille war, da wurde zugegriffen. So haben wir die afrikanischen Kolonien Die Beamten der niederen Nangstufe fühlen sich solidarisch mit der spürt das bekommen, die uns zwar nichts einbringen, aber wie der Redner Bedürfnis, hinzueilen und in den Salonwagen, über den Schau Regierung, weil ihnen der hungernde Muschit Scherereien ohne des nähern darlegte ungeheuere Summen kosten. fästen der Industriellen und der großen Fischhändler, über den Ende bereitet, weil das ganze bureaukratische Regime außer Rand und Noch verdammenswerter wie die Kolonialpolitik, welche die Gräuel Kartogrammen und an den Wänden des idyllischen„ Volkslesezimmers" Band kommt. So beginnt denn der Kampf zuerst um Anerkennung her Zeist, Peters, Wehlan zeitigte, ist das chinesische Abenteuer. Der das Bildnis des hungernden Bachter, das Bildnis einer Hütte, deren des Notstands. Der Bauer, durch das nicht endende Elend abReferent erörterte an der Hand der bekannten Thatsachen die An- Strohdach die hungrigen Kühe aufgefressen haben, das Bild eines gestumpft und jeder Energie beraubt, unwissend und unbeholfen, fänge und den weiteren Verlauf der Vorgänge in China. Er zeigte, ausgestorbenen Dorfes hinzuhängen, als Protest gegen die Lüge, bat kaum die Möglichkeit, fich Gehör zu erzwingen. Aber es giebt daß die Eingriffe der europäischen Mächte, allen voran die deutsche die da der Welt vorgegaufelt wird. selbst auf dem russischen Dorf Menschen, die das Unglück heran Bachtung von Riautschou zu der chinesischen Boltserhebung geführt Es ist eine furchtbare Anklage, die die beiden Autoren dem nahen sehen- der Geistliche, der Lehrer, der Arzt versuchen an die haben und vernrteilte, wiederholt von lebhaftem Beifall unterbrochen, auf das entschiedenste die abenteuerliche Chinapolitik der deutschen Barentum entgegenschleudern, und diese Auflage wirkt um Deffentlichkeit zu appellieren. Aber es ist nicht leicht, die Stimme zu Regierung, insbesondere das verfassungswidrige Verhalten derselben. fo wuchtiger, als jedes Wort, das die Ankläger fagen, mit erheben, da eben auf einen Wint der Behörde der Censor jede Nachdem der Redner ausgeführt hatte, daß die Mehrheit der bürger zermalmendem Thatsachenmaterial bekräftigt wird. Ein Arat und Mitteilung in der Presse unterdrückt. Dann ist das Semstivo" licher Parteien, boran das ausschlaggebende Centrum, der ein Nationalökonom, beide ausgerüstet mit dem ganzen wissenschaft- eine Art Selbstverwaltungsbehörde, direkt interessiert, die Sachlage verfassungswidrigen Uebergehung des Reichstags stillschweigend lichen Apparat, der befähigt, den Dingen auf den Grund zu gehen, aufzudecken, weil schließlich diese Storporation mit ihren Mitteln einzustimme, fuhr er fort: Allein bie es, welche diese Politit unzweideutig verurteilt, und Socialdemokratie ist beide mit hervorragender Beobachtungsgabe, die geschärft ist durch greifen muß, um zu helfen, während diese Mittel sehr beschränkt Empörung dagegen zum Ausdruck bringt, die die Brust eines Hungergebiete des Barenreichs erzwungen; schonungslos reißen fie einfache Thatsache mitzuteilen, daß der Bauer hungert, so lange der die socialistische Schulung, haben sich den Einblick in die Zustände im find. Doch auch das Semstwo hat nicht die Macht, der Welt die jeden Manns gegenüber so einem solchen Vorgehen durchlohen den Vorhang von dem furchtbaren Bilde der Verwüstung eines Gouverneur es nicht wünscht, daß diese Wahrheit bekannt werde. follte. noffen gegen den Feldzug in Südafrika, so protestieren wir gegen von Natur überaus reichen Landes, die ein niederträchtiges Re. So wurde denn der Kampf monatelang geführt: Die Tichinownits" den Krieg in China. Die Vorgänge in Südafrika zeigen uns, daß giment bewirkt hat. nicht leugnen, Mißwuchs Das echt wissenschaftliche Wert ist so( Beamten) konnten nicht die Operettenform des deutschen China- Abenteuers, auch nicht geschrieben, daß der Leser Leser vollständig int den Banu fie leugneten den außerordenlichen Notstand". Es ist, wie der Absolutismus, der dabei hervortritt, das wesentlichste an dieser dieser Darstellung gezwungen wird. Es sind eben nicht nur gelehrte immer," erklärten sie." Für mich sagt Parvus- find diese stereotypen Erscheinung ist, sondern daß es fich in Südafrika wie in China um Fachleute, die das Buch geschrieben haben, sondern Leute mit tief Antworten die furchtbarste Anklage des Systems, denn im Grunde einen kapitalistischen Raubzug handelt, und daß es den Kapitalisten fühlendem Gemüt, deren Herz mitspricht, selbst wenn sie scheinbar genommen, enthalten sie nichts als die Anerkennung des hier wie dort ganz gleich ist, wer sie bei diesem Raubang führt. chronischen Notstands. Die Konsequenz der Tschinowniks ist In aller Welt bereitet sich ein gewaltiges Ningen vor zwischen fühl und vorsichtig abwägend Bahlen an Zahlen reihen. den Arbeitern und den kapitalistischen Ausbeutern. Wir werden Die Reise führte die beiden Forscher über Littauen nach Peters freilich da die Zustände keine außerordentlichen" feien, so brauche diesen Kampf durchführen, bis der Stapitalismus besiegt am Boden burg, von dort nach Mostan, Nischny- Nowgorod, Kasan und sodann es auch keiner außerordentlichen Maßnahmen, also teiner Unterliegt.( Beifall.) Wie sieht es denn bei uns aus? Auf der einen im weiten Bogen durch das Hungergebiet, die Gouvernements Kajan, stügung. Seite eine Regierung, die im Bidzadkurs hin und her schivankt. und Wjatka, Uffa, Samara. Die Schilderung der russischen Städte und Endlich aber, nach monatelangem Ringen, errang die öffentliche ein Bürgertum, das nicht weiß, was es will. Auf der andern Seite der Reise auf der Eisenbahn und den Flußdampfern, giebt die Meinung trotz aller Vertuschungskünfte und Vergewaltigungen der aber die kampferprobten, gefchloffenen Reihen der Socialdemokratie. flüchtigen Eindrücke wieder, die bei kurzem Aufenthalt entstehen, fie Beamtenwelt die Anerkennung der Notlage, und mun endlich begami Un's dieſe nämlichen zerfahrenen bürgerlichen Parteien sind es, die ist besonders interessant als Einführung zu den darauf folgenden die Hilfsaktion. Aber jetzt war es auch zu spät, selbst wenn man fortwährend auf unsre Spaltung rechnen. Sie haben sich stets getäuscht und werden sich noch oft täuschen. Wir sind eine jugend- qualvollen Stimmungen, die das russische Dorf, der hungernde Muschit helfen mochte. Bei der Unzulänglichkeit der Verkehrsmittel, bei dem frische, in stetiger Fortentwidlung begriffene Partei. Jeder von uns erregen. langen, damit Masse Beifall.) zu kaufen.( Beifall.) " Das hungernde Rußland. das hungernde Rußland. Man ist durchglüht von Kampfesmut. Mögen wir auch noch so oft Es war fein geringes Wagestüd, so ohne weiteres im Reiche der Meinungsverschiedenheiten unter uns haben: wenn es zum Stampfe Snute mit der Laterne des Dyogenes herumzuleuchten. Ein echtes mit dem Gegner geht, dann stehen wir alle zusammen unter dem Husarenstüd, dessen Gefahren wohl nur von denen richtig gewürdigt einen roten Banner, ein Heer mit einem Kampfruf, einem Ziel. Unser Endziel, die Aufhebung des Kapitalismus und Er*) Dr. C. Lehmann und Parvus. Verlag von J. H. W. Diez, richtung der socialistischen Gesellschaft ist das notwendige Ergebnis Stuttgart. den aber Wirrwarr und dem Schlendrian, der das bureaukratische System fennzeichnet, und schließlich bei der Knauferei der Regierung, die faum Taufende hergab, wo Millionen nötig waren, mußte die Hilfe zu spät kommen und war ungenügend. Der Hunger und die Seuche behaupteten das Feld. Als ein lichtes Bild in dieser Welt des Jammers, der Böss willigkeit und des Unvermögens erscheint den Verfassern die Opfer freudigkeit, der grenzenlose Idealismus der Intelligenz" der russischen Jugend, die hineilte, um ihre Kräfte im Dienste für die ,, hungernden Brüder" aufzureiben. " Ein bedenklicher Rechtsgrundsah. = schwung und Krise bedingt, vollziehen, und heute bereits steht Nußland mitten in der industriellen und kommerziellen Krise. Dazu fommt, daß sobald einmal der Bau der sibirischen Eisenbahn fertig In der Besprechung des oberverwaltungsgerichtlichen Urteils Auslegung der Städte Ordnung( Nr. 225, 1. Beilage) ist, eine neue Krise in der Eiſenindustrie droht. Um diese Zeit ist zur außerordent aber auch schon die nächste russische allgemeine Hungersnot fällig", meint wird ein Grundsatz aufgestellt, den ich für E3 wird bom Standpunkt einer der Verfasser, weil eben jetzt schon ein Gesetz der Periodizität dieser lich bedenklich halte. " höheren juristischen Auffassung" den Richtern die Aufgabe die Hungersnöte sich aufstellen läßt. zugewiesen, neuen Wein in alte juristische Formen zu gießen, ein altes Gesetz mit neuem Geiste zu erfüllen. Das klingt ja in der Darstellung, die ihm in dem Artikel gegeben ist, ganz plausibel und mag in gewissen Fällen den Vorteil der Nüglichkeit für sich haben. Nichtsdestoweniger halte ich den Grundsatz für höchst gefährlich und widerspreche ihm ganz entschieden. Er nimmt uns geradezu den festen Boden unter den Füßen weg und ist geeignet, die gewagtesten Gesetzesauslegungen zu rechtfertigen. So klingt denn die Darstellung aus in dem unheimlichen Satz: die Hungersnot mit Die Hungersnot 1898 ist überwunden knöcherner Hand klopft an die Pforte des Barenreichs." " 88 Stimmen. machen. Kommunales. Stadtverordneten Versammlung. = nachmittags 5 Uhr. J. Karsti. Am haben. Und diese Intelligenz hätte wohl mehr geleistet, wenn nicht auf jedem Schritt ihr Schwierigkeiten von dem offiziellen Rußland bereitet worden wären. Hier ein klassisches Beispiel: Es hatte fich eine Organisation gebildet, die hauptsächlich aus dieser Intelligenz sich rekrutierte; nach schwerem Kampf war es ihr gelungen, auch nur geduldet zu werden, um neben der unzureichenden offiziellen Organisation des roten Kreuzes" wirken zu können. Als schließlich die Speiseanstalten dieses Komitees eingerichtet waren, wandte sich der Gouverneur mit dem ungeheuerlichen Anfinnen an die Leiter, die Rationen der Speiseanstalten herunter zu sehen, da der Unterschied zwischen diesen und denen des Roten Kreuzes im Volte verschiedene Gerüchte hervorrufe Man nehme die Anwendung des Paragraphen vom Groben und das Volk zu der Vermutung führe, daß die Leiter des Noten 26. Sigung vom Donnerstag, den 27. September 1900, Kreuzes fich Unredlichkeit zu Schulden kommen lassen!" Die Wahrheit Unfug auf den Inhalt von Preßerzeugnissen. Es Vorsteher Dr. Langerhans eröffnet die Verhandlungen um ist oft genug nachgewiesen worden, daß weder Juhalt noch war, daß in den offiziellen Speiseanstalten die Verpflegung derart 51/2 Uhr. war, daß dort der Skorbut um sich griff. Der Ausschuß zur Vorberatung der Vorlage wegen Errichtung Entstehungsgeschichte dieses Paragraphen eine solche Anwendung rechtDas offizielle Rußland war nicht im stande, den Hunger zu einer Volks- Badeanstalt im Stadtteil Wedding ist gewählt und hat fertigen. Und immer wird diese Anwendung von allen denen, die ein Interesse daran haben, damit verteidigt, daß der Gesetzgeber bannen, und damit allein ist es gerichtet. Worin liegt aber die Ur- fich konstituiert; ihm gehört auch Stadtv. Borgmann an. sache der immer heftiger auftretenden Hungersnöte? Darauf sucht Infolge der Mandatsniederlegung des Stadtv. Wienst rud feiner Zeit unmöglich an den„ Mißbrauch" denken fonnte, der heut Parvus in einer eingehenden Untersuchung die Antwort. Das( II. Abteilung, 4. Wahlbezirk) sind einige weitere Vakanzen in zutage mit der Presse getrieben wird. Es wird zwar zugegeben, Facit ist folgendes: Die periodisch wiederkehrende Hungersnot ist wurden die in der letzten Sigung zurückgestellten Ergänzungswahlen aber es liege ein Bedürfnis nach Bestrafung solcher Handlungen Ausschüssen, Deputationen und Kuratorien eingetreten. Zunächst daß der Unfugsparagraph nicht auf solche Fälle zugeschnitten sei; fein Zufall, teine Heimsuchung, für die niemand verantwortlich, für die Finanzdeputation, die Wasserwerksdeputation und das Kura- vor und es sei Aufgabe des Richters, die Rechtsprechung den als das geheime Walten der Natur! Sie ist eine sociale Er- torium der Webeschule durch Stimmzettel vollzogen. Das Ergebnis vor und es ſei Aufgabe des Richters, die Rechtsprechung den scheinung, sie ist das Werk von Menschenhänden, sie ist das Ergebnis ist folgendes: In die Finanz deputation wird gewählt Stadtv. Bedürfnissen der Zeit anzupassen. einer ökonomischen Entwicklung und eines politischen Systems. Wenn Drum mit 51 von 85 Stimmen; in die Wasserwerts- Genau so argumentiert man, wo man zur Bestrafung des auch die allgemeine, atute Hungersnot mit ihren hunderttausenden deputation Stadtv. Bugte mit 50 von 92 Stimmen( daneben Boykotts den Unfugs- Paragraphen anvendet, und wir müssen von Menschenopfern nur alle vier, fünf Jahre wiederkehrt, so erhalten Stadtov. Dr. Paul 26, Wurm 15, Herbig 1 Stimmen); immer wieder darauf bestehen, daß es die Aufgabe des Richters ist, verschwindet die partielle Hungersnot, die dasselbe Unheil in fleinerem in das Kuratorium der We beschule Stadtv. Ma as mit 62 von den Willen des Gesetzgebers zu respektieren und auszuführen, nicht örtlichem Maßstab wiederholt, niemals. Das hungernde Rußland ist aber, ihn zu erweitern. In den Ausschuß für Rechnungsfachen wird durch Zuruf Stadtv. eine tonstante Erscheinung, und die Hungersnot, die allgemeine wie elle, in das Kuratorium der Dietrich- Thora- Stiftung Stadtv. So ist es mit dem fliegenden Gerichtsstand. Es kann die partielle, ist nur ihre markanteste Ausdrudsform." Das Gebiet st Iuth gewählt. Die Wahlen für die Schuldeputation( gemeldet sogar zugegeben werden, daß es bei der heutigen Entwicklung des auf dem 1898/99 die Hungersnot wütete, gehört zu dem Gebiete der Stadtv. Bütow und Dr. Nathan) und für das Heimstättenfuratorium Beitungswesens Fälle geben kann, wo ein berechtigtes Interesse eines " Schwarzerde", jenem Gebiet, das bis auf den heutigen Tag als( gemeldet Stadtvv. Dr. Freudenberg und Louis Sachs) werden der durch ein Preßerzeugnis Berlegten vorliegt, den Gerichtsstand an ungemein fruchtbar gilt. Ohne Düngung, selbst bei unzureichender nächsten Sigung vorbehalten. seinem Wohnorte und nicht am Erscheinungsorte der Druckschrift zu Acerbestellung, lieferte dieser schwarzerdige Boden bisher aus Den Bericht des Rechnungsausschusses über 39 Rechnungen er begründen. Das Reichsgericht hat mit seiner Auslegung den neu tömmliche Ernten. Jetzt aber ist dieser Boden erschöpft, ſtattet Stadtv. Alt. Für die sämtlichen Rechnungen wird die be- entstandenen Bedürfnissen Rechnung getragen und die alte Form und außerdem mit einem neuen Geiste erfüllt; es hat den famosen fliegenden Gehaben fich die tlimatischen Verhältnisse antragte Entlastung erteilt. Darauf referiert der Stadtv. Dr. Langerhans namens des richtsstand und damit einen Zustand der Rechtsunsicherheit geinfolge der Bernichtung der Wälder verschlechtert. Ein niedergefeßten besonderen Ausschusses über die Magistratsvorlage beschaffen, gegen den wir zu protestieren die allerdringendste Ursache Aderbau ohne Dungmittel läßt sich auf dem Gebiete der treffend die russischen Schwarzerde nicht mehr führen," lautet einer der Schlüsse. Umgestaltung der städtischen Wasserwerke. Einen andren Ackerbau aber kann der russische Bauer nicht führen. Bei Schaffung des Erpressungs- Paragraphen hat Vor kurzem erst der Leibeigenschaft ledig, wird dieser Bauer aufs verts am Tegeler See dergestalt ungebaut werden, daß das Waffer Forderungen der Arbeiter angewendet werden könnte. Wo er Nach dem Magistratsantrage soll die ältere Hälfte des Waffer: tein Mensch daran gedacht, daß er einmal auf ohnerhöhungsfurchtbarste von dem Staat ausgezogen, den ganzen Reinertrag seiner nicht mehr aus dem See, sondern dem Untergrunde entnommen wird, Wirtschaft konfisciert der Steuereinnehmer und was etwa noch übrig ferner soll eine Erweiterung des Wasserwerks am Müggelsee, und aber angewendet wurde, hat man die Rechtfertigung gefunden, daß bleibt, das nimmt der Wucherer. Wo soll der Bauer da die Mittel zwar ebenfalls unter Verwendung bon Grundwasser, er der Richter die Aufgabe habe, den Bedürfnissen der Zeit Rechnung Hernehmen, unt einer rationelleren Bewirtschaftung zu zu folgen. Zur Ausarbeitung der Entwürfe vor zu tragen und neu auftretende gesellschaftsschädliche Erscheinungen und zur gelangen, woher foll er das Vich nehmen, um Dung zu aus Anleihemitteln gefordert. Der Ausschuß hat die Vorlage eingebung nicht so rasch den Bedürfnissen des Tages folgen könne. läufigen Beschaffung von Material werden im ganzen 400 000 2. mit Hilfe des bestehenden Gesetzes zu bekämpfen, da die Gesetzerhalten, womit soll er das Zugvieh ernähren, um es zustimmig angenommen. Es ist beabsichtigt, die alten Brunnen in der intensiven Arbeit fähig zu machen, woher soll er das Tegel, einige 30 an der Zahl, bedeutend tiefer zu bohren und ihre kritisierten Entscheidung? Det Wortlaut des bestehenden Gesetzes geUnd was thut denn das Ober- Verwaltungsgericht mit seiner Adergerät beschaffen? Er ist dazu außer stande. Nur zu einem Umfaffungswände, die früher durchlässig waren, auszudichten. stattet, wie in dem Artikel ausgeführt wird, die Auslegung nicht, Mittel fonnte er greifen: Früher gab es mehr Brachland, der Acker Gleichzeitig werden sie auf etwa 100 Stück vermehrt werden. ruhte einige Zeit, und konnte dann abermals trotz der unzureichenden Müggelsee hat man schon vier Tiefbrunnen gesenkt und in einer die das Gericht geschaffen hat und die fünfzigjährige Braris widerBeaderung eine, wenn auch spärliche Ernte liefern. Jegt versucht es Tiefe von 45 Metern gutes Waffer in ausreichender Menge gefunden. spricht. Ja, unterdes hat sich eben das Bedürfnis herausgestellt, der Bauer, diesem Boden in fürzester Frist eine Ernte abzumötigen Vom Stadtv. Schwalbe liegt ein Antrag vor, den Magistrat dem Gebrauche, den Socialdemokraten von dem Geseze machen und und der Boden versagt. Die Brache, die man ihm versagt, er- zu ersuchen, der Versammlung sein Material über die bisher in der der dazu führt, daß thatsächlich mit der Zeit die besiglose große zwingt sich der Boden. Er streitt so zu sagen, er fördert nichts Frage der Wasserversorgung Berlins gethanen Schritte zugänglich zu Maffe einen wesentlichen Einfluß auf die Gemeindeverwaltung erlangt, mehr zu Tage; das ist der Mißwachs. einem Mißbrauche, den man bei Erlaß des Gesetzes nicht voraussehen Man fragt sich warum unter diesen Umständen nicht das Bauernland in die Hände von fortgesetzten Bemühungen des Magistrats in dieser Beziehung voll begriffen, indem es neuen Wein in den alten Schlauch füllte Auch der Referent hebt hervor, daß in der Ausschutzfizung konnte, entgegenzutreten. Das Gericht hat demnach seine Aufgabe Tapitalfräftiger Gutsbesitzer übergeht, die im stande wären, eine Mitteilung gemacht sei, daß es aber sehr wünschenswert wäre, und dadurch verhinderte, daß die Interessen der wirklich Besizenden rationelle Wirtschaftsform einzuführen. Darauf giebt uns der Ver- dieses Material in extenso fennen zu lernen. Nach diesen Mitfaffer die Antwort, die sich dahin zusammenfassen läßt: Die rationelle teilungen stehe jedenfalls fest, daß sich aus den Tiefbrunen ein unter dem Schein eines alten, aber veralteten Rechts geschädigt Landwirtschaft bedeutet heute kapitalistische Wirtschaft; sie hat zur Qualität des Tiefbrunnenwassers tönne man beruhigt sein, nachdem genügendes Quantum Waffer ergeben werde. Auch bezüglich der werden. Boraussetzung die kapitalistische Entwicklung des ganzen LandsSo werden alle argumentieren, alle, die ein Interesse daran volfreiche, tonfumfähige Städte, ausgiebige Berkehrsmittel, entwidelte wie fie 1880 durch die Krenothrig hervorgerufen wurden, seien nicht der Hand geschlagen wird, im Rahmen der bestehenden Gesetze ihren das Enteisenungsverfahren vervollkommnet sei; Verunreinigungen, haben, daß der Socialdemokratie durch das Urteil ein Mittel aus Kreditverhältnisse, verfügbare proletarische Arbeitsmassen. Alles das mehr zu besorgen. fehlt im östlichen Rußland und die Folge ist, daß der russische GutsNachdem Stadtv. Schwalbe darauf hingewiesen, daß auch Einfluß auf die Gemeindeverwaltung zu erhöhen, und so können fie befizer im Grunde genommen keine Gutswirtschaft treibt. Er verpachtet vor 20 Jahren der Magistrat das gesamte Material der Versammlung argumentieren und argumentieren auch so in allen Fällen, wo eine das Land in irgend einer Weise an den Bauern, läßt es von ihm mit herübergegeben habe, tritt auch neue Auslegung der Gesetze eine neue Fußangel schafft, den Kampf demselben ungenügenden Ackergerät bearbeiten. Der Unterschied be- Stadtv. Spinola für den Ausschußantrag ein, wobei er gegen der Arbeiterklasse zu erschweren. steht einzig darin, daß der ausgedehnte Bezirk den Gutsbefizer die eigentümlichen Ausführungen polemisiert, die Prof. Fränkel- Auf die Gesetzgebung haben wir Einfluß, auch wenn wir in der in stand ſetzt, den Boden zu schonen, und daß der Gutsbesizer öffentliche Gesundheitspflege über die Wasserversorgung Berlins ge- Auf diese hat nur die besigende und herrschende Klasse Einfluß. Wenn Halle auf der legten Bersanunlung des Deutschen Vereins für Minderheit sind; auf die Rechtsprechung, auf die Richter gar nicht. pro Bodeneinheit fünf mal weniger an Steuern zahlt, als der Bauer. macht hat. Herr Fränkel habe behauptet, daß er lange Zeit wir der Rechtsprechung die Aufgabe zuweisen, das Recht„ fortzu Die Amerikaner konnten eine tapitalistische Landwirtschaft auf der mit seinen Hinweisen auf die Notwendigkeit des Uebergangs bilden", die alte Gesetzesform mit einem neuen Geiste zu er Steppe schaffen, gleichsam aus dem Boden stampfen. Die Russen von Oberflächenwasser zu Grundwasser bei den maßgebenden Leuten füllen, so bedeutet das nichts weiter, als Mitgliedern der herrschenden fönnen es nicht, weil die ganze bisherige sociale Entwickelung fie in Berlin auf völlige Verständnislosigkeit gestoßen sei. Das gehe Selasse oder doch unter ihrem alleinigen Einflusse stehenden barin hindert, weil die Kette der Leibeigenschaft ihnen noch nachtlirrt, doch ein bißchen zu weit; die Berliner Techniker wüßten auch, wie's und schließlich, weil sie unter dem Alp des zarischen gemacht wird und brauchten sich nicht erst von Herrn Fränkel die Regimes, das jede Entwickelung Hemmt, leiden. Und so dunklen Pfade dieses Gebiets erhellen zu lassen. eröffnet sich denn für Rußland, wenigstens für den russischen Often und auch der Antrag Schwalbe einstimmig ange Ohne weitere Debatte wird darauf der Ausschußantrag trotz seines natürlichen Reichtums eine furchtbare Perspektive, die nommen. der Verfasser wie folgt entwirft:" War nicht Palästina einst das Die Akademie der Wissenschaften veranstaltet die Heransgabe der Land, in dem Milch und Honig" floß? Wo sind die feuchten Werke Wilhelm von Humboldts. Zur Bearbeitung der AbWälder und fruchtbaren Thäler Kleinafiens hin? Kaum fristet noch teilung Politische Denkschriften" ist der Professor Dr. Gebhardt Briefkasten der Redaktion. eine spärliche Bevölkerung ein elendes Dasein an den Stätten, wo von der 1V. städtischen Realschule feitens der Akademie in Aus- Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag. früher üppiger Landbau eine volfreiche Kultur ernährte. Ein großer ficht genommen. Der Kultusminister ersucht nun den Ma- Donnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Teil der Steppen und Wüsten in den Flachebenen Spaniens trug unternehmen auch für die Stadt Berlin hat, den Professor Gebhardt v. Bitted, Körber. giftrat, unter Hinweis auf das besondere Jnteresse, welches dieses Genosse Möser. Taafe, Windischgrätz, Badeni, Gautsch, Thun, Clary einst reiche Wälder und war fruchtbares Land. Eine fort für das nächste Winterhalbjahr, in welchem der Genannte zunächst„ Viele alte Socialisten".( Lies: Ein grüner Antisemit gesezte Beraubung der Natur Bernichtung der Wälder, das im Geheimen Staatsarchiv beruhende Material sammeln soll, Ihr an die falsche Adresse gerichtetes Kompliment müssen wir in Bescheiben. ohne für den Nachwuchs zu sorgen, Ausbeutung des Bodens, unter Fortbezug des Gehalts zu beurlauben. Der Magistrat ist heit ablehnen. Jesaia, Kapitel 56, Vers 10-13 lautet: Alle ihre ohne die Nährkräfte zu ersetzen das hat im Lauf vieler damit einverstanden und beantragt seinerseits bei der Versammlung nicht strafen können, find faul, liegen und schlafen gerne. Wächter find blind, sie wissen alle nichts; stumme hunde sind sie, die Jahre dieses Ergebnis gezeitigt. Auf dem Wege einer solchen die Bewilligung von 1056 M. Vertretungskosten. Entwicklung befindet sich das östliche Rußland, das russische Hunger- Die Versammlung tritt dem Antrage ohne Debatte bei. In der Begründung der Vorlage wegen anderweiter Während so ein gewaltiger Teil des Barenreichs in dieser Vermietung der Albuminfabrik auf dem faffung fich befindet, will uns Herr Witte, der Finanzkünstler, glauben Vichhofe machen, er wisse rein nicht mehr, wohin mit dem Gelde, wie er das wird geltend gemacht, daß der Preis für Blutalbumin ganz außer vor wenigen Wochen durch geschäftige Reporter der Welt verkünden ordentlich gefunken sei und der jezige Bächter, welcher noch bis 1903 ließ. In unsrem Buche finden wir ein reichhaltiges Kapitel, das für 12 000 m. jährliche Pacht verpflichtet ist, gebeten hat, alle seine Rechte Es ist das ein gewiß auf die Gesellschaft Deutsche Pepton- Futterwerke" zu übertragen, den russischen Finanzen gewidmet ist. schwieriges Kapitel, denn man weiß schließlich über die Einnahmen der Vertrag bis 1915 verlängert wird. welche in den Mietsvertrag unter der Bedingung eintreten will, daß und Ausgaben nur, was die Finanzminister der Welt vor- Stadtvv. Wallach und Homann beantragen Ausschuß- 2. Nein. zureden für gut erachten und das Papier ist geduldig. beratung. Durch die Bindung auf 15 Jahre könnte der Stadtgemeinde Zum Glück ist auch das Schwindeln kein so ganz ein leicht ein Nachteil erwachsen; auch sonst lägen Bedenken gegen faches Geschäft und hauptsächlich auf die Widersprüche, in die die vorgeschlagene Transaktion vor. Ausschußberatung sei geboten; sich die russischen Rechentünstler verwickeln, stützt der Verfaffer seine es tönne nicht darauf ankommen, daß sich die Gesellschaft bloß bis Kritik. Schließlich bleibt des Rätsels Lösung die Pumpwirtschaft. zum 29. d. M. gebunden habe. Es bestehe die Befürchtung, daß das Im Jahre 1887 betrug die russische Staatsschuld 4357 Millionen zum Genuß bestimmte Fleisch durch die neue Fütterung verschlechtert Stubel, 1899 6109 Millionen, in zwölf Jahren also hat Rußland 3 Jahren von dem Vertrag zurückzutreten. werde. Jedenfalls müsse die Stadt sich vorbehalten, event. binnen 1752 Millionen Rubel, gleich 31/2 Milliarden Mark zusammengepumpt. Stadtrat Hübner: Bir laborieren an dem jezigen Zustande „ Durchschnittlich werden pro Jahr 146 Millionen Rubel neue Schulden der Ungewißheit schon seit März; der bisherige Bächter hat bei der aufgenommen. Das ist das Geheimnis aller Geheimnisse der Sache ein Vermögen zugesetzt. Wegschaffen müssen wir das Blut: russischen Finanzwirtschaft." Nun sind aber die Steuerquellen faktisch wohin nun damit, wenn der Pächter am 1. Oktober den Betrieb erschöpft, die Ausgaben wachsen rasend infolge der Eroberungspolitit, einstellt, wie er angekündigt hat? bie trop aller Friedensschalmeien unentwegt fortgesetzt wird. Stadtov. Heilmann und Friedrich Goldschmidt treten Herr Witte hat den fühnen Plan gefaßt, durch treibhausartige für sofortige Annahme der Vorlage ein. Förderung der Industrie neue Einnahmequellen zu erschließen; es ist futter aus Blut in Verbindung mit andren Stoffen etwas Altes jei. Stadtrat Hübner bemerkt noch, daß die Herstellung von Viehauch in der That eine staunenswert schnelle Entwickelung eingetreten, Schließlich wird nach dem Antrag Wallach ein Ausschuß niederbant dem Hereinströmen fremden Kapitals. Aber diese Entwickelung gesezt und sofort vom Vorstand ernannt. Demselben gehören auch muß fich notwendigerweise nach dem kapitalistischen Gesez, das Auf- die Stadtvv. Ewald und Dr. Freudenberg an. gebiet." " " Personen das Recht zuzugestehen, die Gesetze im Interesse der herrschenden Klasse zu deuten und umzudeuten. Wir begeben uns protestieren unter Berufung auf Wortlaut und Geist des Gesezes damit selbst bei den ärgsten Gesetzesverdrehungen des Rechts, zu und die Absichten des Gesetzgebers. h. w. Es find aber gierige Hunde, die nimmer fatt werden können. Sie, die Hirten, wiffen feinen Verstand; ein jeglicher fichet auf seinen Weg, ein Ber- ieglicher geizet für sich in seinem Stande. Kommt her, laffet uns Wein holen, und voll saufen, und soll morgen fein wie heute und noch viel mehr." F. F., Berlin. Gemeint war das Hauptorgan der Demokratie, die Frautfurter Zeitung", in ihrer Berliner Berichterstattung. R. N. 100. Wenn die Unterstüßung bis zum Tode gedauert hat, ja. 2. S. 10. Die unentbehrlichen Kleidungsstücke müffen dem Schuldner belaffen werden. Was hierzu gehört ist von Fall zu Fall, erst vom Gerichtsvollzieher, im Beschwerbewege vom Amtsgericht, zu entscheiden. In der Regel wird ein Arbeits- und ein Ausgehanzug als unentbehrlich erachtet.- E. K. 100. 1. Die Invalidenrente ist auch nach der Heirat des Invaliden weiter zu zahlen. Berlin die Räumung der Wohnung seitens des abziehenden Mieters bei P. W. 22. Nach der Polizeiverordnung vom 26. März 1810 muß in fleinen( b. i. aus höchstens zwei Wohnzimmern und Zubehör bestehenden) Wohnungen am ersten, bei mittleren( bie aus brei bis vier Wohnzimmern und Zubehör bestehenden Wohnungen) am zweiten Quartalstage um 12 Uhr mittags, bei großen( d. i. mehr als vier Wohnzimmer enthaltenden Wohnungen) am dritten Quartalstage um 12 Uhr mittags geräumt sein. Jedoch muß bei Wohnungen, welche aus drei Wohnzimmern und Zubehör bestehen, ein Wohnzimmer, bei Wohnungen von mehr als drei Wohnsimmern und Zubehör zwei Wohnzimmer schon am ersten Quartalstage bölig geräumt und dem anziehenden Mieter zur Verfügung gestellt ſein. Unter Zubehör sind Küche, Kammer, Bodenräume, Keller u. dgl. zu ver stehen. Läden sind keine Wohnzimmer, müssen also am Erften vormittags geräumt sein, falls nicht mit ihnen Wohnzimmer verbunden sind. Ist dies der Fall, so richtet sich die Räumungsfrist nach der Anzahl der Wohnzimmer. Eugen W. und andre. 1. Anfragen betreffend den rechts, jeber der das 14. Lebensjahr vollendet hat) aus einer Kirche mit bür Austritt aus der Landeskirche. In Preußen fann nach dem Gesetz vom 14. Mai 1873 jeder( im Geltungsgebiet des Allgemeinen Land: gerlicher Wirkung dadurch austreten, daß er in Person vor dem Richter seines Wohnorts eine dahingehende Erklärung abgiebt. Der Austrittserklärung muß ein hierauf gerichteter Antrag vorangehen. Sodann findet, nicht vor 4 und nicht nach 6 Wochen nach Eingang dieses Antrags, vor dent Richter rischer Borschrift in einem vor der Anmeldung durch die nicht angemeldete Termin zur Aufnahme des Antrags zu gerichtlichem Protokoll statt. Der Person veranlaßten Unterstützungsfall gemacht hat, zu erstatten. Außerdem aus der Kirche Ausgetretene erhält auf sein Verlangen eine Beschei- find fie mit Geldstrafe bis 20 M. zu bestrafen. Diese in den§§ 50 und 81 nigung seines Austritts. Die Austrittserklärung kann nur in Person, des Krankenversicherungs- Gesetzes enthaltenen Bestimmungen finden auf und nur für diese Person, also nicht für Ehefrauen, Kinder oder Immungs- Krankenkassen feine Anwendung, weil§ 90 der G.D. und§ 73 Mündel, erfolgen. Allerdings wird in der Theorie von einigen die des K.-B.-G. auf die§§ 50 und 81 nicht mit Bezug nehmen. Abonnent Ansicht verfochten, daß der Austritt für unmündige- noch nicht Rauen. Ein Mann darf nicht vor dem Eintritt der Volljährigkeit 14 Jahre alte Kinder erfolgen kann. Die Praxis und der Wortlaut( vollendetes 21. Jahr oder falls er durch Amtsgerichtsbeschluß für großſteht aber dieser Ansicht entgegen. Es ist der Streit ein müßiger, weil jährig erklärt ist von der Großzjährigkeitserklärung ab) heiraten. Ein weißunmündige Kinder unter 14 Jahren mögen fie getauft, beschnitten oder licher Staatsbürger wird mit vollendetem 16. Lebensjahr heiratsfähig; auch getaucht sein oder nicht bermögensrechtliche selbständige Rechte oder kann dem Fräulein auf Antrag gestattet werden, früher zu heiraten. Pflichten in feiner Kirche haben. 2. Weder zur Taufe noch zur Konfirmation feiner Kinder fann ein Vater gezwungen werden. Nach der Verfassung und nach§§ 1-4 II, 11 fowie 14, 76, 78, 83 II, 2 A. L.-R. fönnen Dissidentenfinder zur Teilnahme am Religionsunterricht gegen den Willen ihrer Eltern nicht gezwungen werden. Dieselbe Auffassung hatte früher das Kammergericht. Seit einigen Jahren hat das Kammergericht, wie wieder: holt im Vorwärts" dargelegt ist, eine andre Ansicht und hält die Ent: ziehung vom Religionsunterricht in solchen Fällen für eine strafbare Schulversäumnis. 3. Sie können der Freireligiösen Gemeinde beitreten. Marktpreise von Berlin am 26. September 1900 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. Kartoffeln, neue, D- Ctr. Weizen, gut D.- Str. mittel " " " gering mittel gering Gerfie, gut 〃 " mittel gering A. K. 85. 1. Ja. 2. Dieselbe müßte beim Amtsgericht und, wenn*) loggen, gut der Wert der zerbrochenen Gegenstände 300 M. übersteigt, beim Landgericht berklagt werden. 23. 1000. Ja. O. R. 64. 1. Am Erften. 2. Am Ersten vormittags. R. V. 67. 1. Die Kündigung von Miets: †) berträgen, in denen eine dreimonatliche Kündigungsfrist vereinbart ist, muß, um rechtzeitig zu sein, so erfolgen, daß die Kündigung spätestens am 30. September in den Händen des Vermieters oder Mieters, dem gekündigt †) werden soll, ist; 2. ist als Kündigungsfrist drei Monate und drei Tage ver einbart, so muß die Kündigung spätestens am 27. September in den Händen deffen sein, dem gekündigt wird. Eine frühere Kündigung ist zu lässig und wirksam. 3. Ist teine Kündigungsfrist vereinbart, so muß spätestens am 3. Oftober zum 1. Januar gekündigt sein. D. Nein. F. W. 45. Der Obermeister hat recht. Arbeitgeber, welche der ihnen obliegenden Krankenkassen- Anmeldepflicht vorsätzlich oder fahrlässigerweise nicht genügen, haben alle Aufwendungen, welche eine Gemeinde- Krankenversicherung oder eine Orts- Krankenkasse auf Grund gesetzlicher oder statuta: I " Hafer, gut mittel gering Richtstroh Hen Erbsen Speisebohnen Linsen " 14,70 15,60 15, 14,90 14,30 Butter Gier 15- Starpfen Aale Produktenmarkt vom 27. September. Der heutige Getreide: markt war von Anfang an matt, obwohl die amerikanischen Notierungen leichte Preiserhöhungen zeigten. Bereits der Frühmarkt stand unter dem Druck starken russischen Angebots; besonders nordruffischer Roggen war zu rentablen Preisen offeriert, begegnete jedoch feiner Kaustust. Am Mittags markt lagen denn auch vom Inland bedeutende Offerten in Weizen und Roggen vor. Beide Brotfrüchte gaben ca. 1 M. im Preise nach. Oestreichungarn fandte gleichfalls matte Breisnotierungen. Das Mehlgeschäft liegt dauernd still, da der Konjum nur seinen nötigsten Bedarf deckt. Die heutige Kanalliste weist wieder große Getreidezufuhren nach hier auf, was Die ohnehin bedeutende Realisationsluft noch erhöht. Von Futterartikeln war Mais unwesentlich abgeschwächt, Hafer stärker gedrückt auf große Au fünfte aus Pommern, Ostpreußen und Rußland. Nüböl zog auf Pariser Anregung 0,10-0,20 m. an. Spiritus. 70er Loco- Spiritus ging auf das Niveau von 51 M. zurück. Witterungsübersicht vom 27. September 1900, morgens 8 Uhr. Wetter Siaiionen Wetter 6, 4, Rindfleisch, Keule 1 kg 1,60 1,20 do. Bauch 1,30 1, " Schweinefleisch " 1,60 1,10 Kalbfleisch 1,60 1, Stationen Hammelfleisch 1,60 1,20 2,80 2,20 60 sind 4, 2,80 " 14,20 13,70 1 kg 2,-1,20 16, 2,60 1,20 14,90 13,90 " Banber 13,80 12,90 Hechte 6,66 6,32 Barsche 7,20 5, 40,- 25, Schleie Bleie . 50, 25, 70, 30, 2,60 1,20 2,- 1.1,80 0,80 2,46 1,20 1,40 0,80 Strebje per Shot 20,- 2,50 " B " Swinembe. 763 SSW 4wolfig Hamburg Berlin Frankf./. 764 München Wien 759 SSW 764 S 5 bedeckt 4 heiter 10 Cort 11 paparanda 746 WNW 2heiter 12 Petersburg 746 SS 4 bedeckt 75023 4woltig 13 1 Sebel 7 Aberdeen 766 SO 2 bedeckt 14 Paris 766 Stil -bedeckt 15 Bell76qbus anilved *) Bahn. †) frei Wagen und ab Bahn. Welter- Prognose für Freitag, den 28. September 1900. Zunächst etwas wärmer, vielfach heiter, jedoch unbeständig mit einzelnen Regenschauern und ziemlich starken südwestlichen Winden; nachher etwas fühler. 10 Hadomabl Berliner Wetterbureau. SV- 0 195 guustie at alaqquit Warenhaus Fr.Pfingst& Co. 008 201 Berlin C., Königstrasse 33, direct am Bahnhof Alexanderplatz. 00000000000000000000999999 Englische Tüll- Gardinen 101 200 103 von beiden Seiten gebogt Englische Tüll- Gardinen la. Qual, in den neuesten Palmen- u. ArabeskenEnglische Tüll- Gardinen Mustern, von beiden Seiten gebogt Meter Meter 25 Pfg. Pfg. Mustern, von beiden Seiten menu. 35, 45 Pig abgepasst, mit Band eingefasst, von 3 Seiten gebogt Englische Tüll- Gardinen la. Qualität, mit Band eingefasst, von 3 Seiten gebogt гогой Relief- Gardinen in eleganter Ausführung und neuesten Dessins. Englische Tüll- Figuren- Stores Stück 2,85 Mk. sands Spachtel- Stores Stuck 5,50 Mk. Buntgewebte Congress- Stores alep zab So lange der Vorrat reicht: Seiden- Brokat für Möbelbezüge mit kleinen unmerklichen Webefehlern Stück 3,75 Mk. regulärer Wert Mk. 6.por Meler 1,95 Mk. Fenster 1,85, 2,65 Mk. IN Fenster 3,50, 4,50 Mk. Fenster 5,00, 6,00 Mk. Gestreifte PortièreGlatte Woll- Cöper- Portière Shawl 95 Pfg. mit Jacquard- Bordüre Shawl 2,95 Mk. Imit. Smyrna- Vorleger, doppelt 90 Pf Seid. Decorations- Shawls Stück 1, Stück 25 Mk. Chin. Ziegen- Felle, weiss u. gefärbt, 1,25 Prima Linoleum- Läufer.. Meter 1 Mk. gefüttert. Stück 1, Mk. Plüsch- Tisch- Decke mit Schnur und Quaste, imit., reich bestickt in allen Farben 9,75 Mk. imitirt Mahagoni u. Wachstuch- Decke in Holz, Zwiebel- 75 Pig. Gardinenstangen, Nussbaum Stick 45 Pfg und Delft- Mustern Zug- Rouleaux- Stangen mit Ringen, Schnur und Quasten, complet 48 Pig. 0 Für den Juhalt der Inferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, den 28. Sept. Opernhaus. Der Ring d. Nibelungen. Götterdämmerung. Anf. 7 Uhr. Schauspielhaus. Des Meeres und Deutscher RANIA Cirkus Alb. Schumann. Budbinder- Verband. Taubenstr. 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Eine Wanderung durch die Pariser Weltausstellung. Invalidenstr. 57/62. Heute, Freitag, 28. September cr., abends prac. 72 Uhr: Gr. außerordentl. Borstellung und zum 7. Male: CHINA. begiebe eller, atur./ Tägl. Sternwarte. ne fet und mit neuen Neues Opern Theater( Kroll). Die Fledermaus. Anfang 71/2 Uhr. Deutsches. Der Probekandidat. An fang 7 Uhr. Berliner. Viola. Anfang 72 Uhr. Nachmittags 5-10 Uhr. CASTANS Leffing. Casa paterna.( Heimat) PANOPTICUM Anfang 72 Uhr. Residenz. Die Dame von Marim. Anfang 72 Uhr. Neues. Revanche. Der Kirchgang. Anfang 71/2 Uhr. Weften. Der Bettelstudent. Anfang 712 Uhr. Schiller. Faust. Anfang 8 Uhr. Secessionsbühne. Komödie der Liebe. Anfang 7/2 Uhr. Central. Der griechische Stlave. Anfang 71/2 Uhr. Thalia. Der Liebesschlüssel. Anfang 712 Uhr. Luisen. Der Millionenbauer. An fang 8 Uhr. Friedrich- Wilhelmstädtisches. Der Tugendring. Anfang 72 Uhr. Carl Weiß. Müller und Schulze auf der Pariser Weltausstellung. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Geschlossen. Metropol. Specialitätenvorstellung. Der Mandarin von Tsing- lingting. Anfang 71/2 Uhr. Apollo. Specialitäten- Vorstellung. Venus auf Erden. Anfang 8 Uhr. Palajt. Specialitäten Vorstellung. Buffschnutchen. Anf. 72 Uhr. Neichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. = Passage Panoptikum. Speciali täten- Vorstellung. Urania. Invalidenftr. 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Taubenstr. 48/49. Abends 8 uhr ( im Theaterſaal): Eine Wande rung durch die Pariser Welt ausstellung. Friedrichstr. 165. Neu! Die schöne Neu! SchlangenBändigerin Cleopatra mit ihren 14 Riesen-, Pythowund Aesculap- Schlangen!! Sensationell, in Berlin in solcher Vollendung noch nie gesehene Reptiliendressur! Die russische Konzertkapelle. Der deutsche Seesoldat und die Boxer. Feldmarschall Graf Waldersee 2c. Passage- Panopticum. Vorletzte Woche: Marokkaner- Truppe. Vorstellung stündlich. Passage- Theater: Vorstellung von 7-10 Uhr. Thalia- Theater Dresdenerstrasse 72/ 73.1 Heute und folgende Tage: Der Liebesschlüssel. Ausstattungspoffe mit Gesang u. Tanz. Anfang 7/2 Uhr. Schiller Theater Metropol- Theater. ( Wallner Theater). Freitag, abends 8 Uhr: Faust. Tragödie von Wolfgang Goethe. I. Teil, zweiter Abend. Sonnabend, abends 8 Uhr: Die goldne Eva. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Faust, 1. Teil, zweiter Abend. Täglich um 9 Uhr. Der größte Operettenerfolg d. Saison: Eduard Steinberger als Gaft. Der Mandarin von Tsing- ling- ting, sowie das vollständig neue September Specialitäten Programm. Bianca& Desroche. Charmeroy Rudinoff. Anf. 18 Uhr. Rauchen überall gestattet. Sonntag, abends 8 Uhr: W. Noacks Theater. Die Ehre. Central Theater Heute u. täglich Anf. 7 Uhr: Der griechische Sklave. ( A Greek Slave.) Brunnenstraße 16. Heute, Freitag, den 28. September: Drei Tage aus dem Leben eines Spielers. Ausstattungs Operette in 3 Atten Schauspiel in 3 Abteilungen( 6 Bilder) V von Sidney Jones. Morgen und folgende Tage: Der griechische Stlave. Sonntag nachmittags 3 Uhr zu halben Preisen: Die Geisha. von Th. Heller. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Täglich: Müller Schulze Secessions- Bühne. auf der Pariser Weltausstellung. Alexanderstr. 40. An des Reiches Pforten. Schauspiel in 4 Aften v. Knut Hamsun. Morgen: Zum erstenmal: Der gnädige Herr. Palast- Theater früher Feen- Palast, Burgstr. 22. Letzte Woche: Das Riesen- September- Programm! 81 Uhr: Meu! Puffschnutchen! Neu! Große Posse mit Gesang v. E. Braune. Buff, Klempnermistr.: Dir. R. Winkler. Duo Mercédas, Grcentric-, Tanzund Gesangsbuettisten. Unvergleich lich! The Bernhards, gymnastischer Kraftatt ersten Ranges. The Gareys, großartige Panto mimentruppe: Eine Landpartie mit Hindernissen. 712 Anfang: Bongs ½ Uhr. Sonntags Entree 50 Pfennig. Apollo- Theater. Um 9 Uhr: Venus auf Erden. Luise Medion. Spink und Spink. Adele Moraw. Mr. Vandy. Fanny Morton. Erna Bertholdi. Robert Steidl. Three Amaranth. The three Avolos. Der Kosmograph etc. etc. Kasseneröffnung 7 Uhr. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Gossmanns Konzertgart., Kreuzbergstr. 48. an b. Razbachstr. d. Jeden Sonntag: GartenFreikonz. und Gr. Ball. Jeden Montag u. Freitag: Norddeutsche Sänger. Anfang 8 Uhr: Nachher: Kränzchen. Säle f. Versammlungen u. Festlichkeit. Ausstattungspoffe mit Gesang in fünf Bildern. Anfang 8 Uhr. Victoria- Brauerei. Lützowstr. 111/112. Im Garten oder Saal Täglich: Norddeutsche SGänger ( Führmann, Horst, Walde.) 16 Anfang: Sonn tags 7, Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf. Familien- Billets 3 Stüd 1 M. Bons nur in der Woche gültig. Sonntags und Donnerstags: Tanzkränzchen. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pfennig. Vorverkauf 40 Pf. ombe 18tub Deutsche Konzerthallen Spandauer Brücke. Täglich 4 ausländische Kapellen 4 Gr. Theater- Vorstellung. Bilder aus der Gegenwart in 3 AbIn Scene gesetzt und mit neuen Wasser: effekten versehen bom Direttor Alb. Schumann. 1. Abteilung: Die Unfren in Kiautschou. 2. Abteilung: Der Aufstand der Boyer- Krieg. 3. Abteilung: Die Verbündeten vor Taku- Peking. ( Beginn der Pantomime 92 Uhr.) Sonnabend, 29. d. M., I. Grande Soiree High- Life. Gala- Programm und China. Cirkus Busch Freitag, 28. Septemb., abends 71/2 Uhr: Humorist. Gala- Abend. Berliner Landpartien. ult über uit! Tolle Streiche zu Wasser und zu Lande und vorzügliches Programm. Achtung! Achtung! Elektromonteure u. Berufsgenossen. Den Mitgliedern hiermit zur Nach Am Sonntag, den 30. d. M., vormittags 9/2 Uhr, im richt, daß unser langjähriges Mitglied Paul Fraedrich am Dienstagmorgen 2 Uhr am Schlaganfall verstorben ist. Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: Derlammlung Tagesordnung: 277/8 1. Vortrag des Genossen Link. 2. Die Mißstände in unsrem Beruf auf Bau Wertheim, Leipziger und Voßstraße. 3. Diskussion. Alle beteiligten Kollegen sind hiermit eingeladen. bittet Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag vormittag um 11 Uhr von der Leichendes Friedrichsfelde aus statt. alle bentral Central Friedhofs in Achtung! 26/2 Bahlreiche Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Todes- Anzeige. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser lieber Sohn, Bruder und Schwager Max Behrend nach breiwöchentlichem Krankenlager im Alter von 16 Jahren am Herzleiben verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 30. September, nachmittags 4 ur, von der Leichenhalle des neuen Zwölf Apostel- Kirchhofs in Schöne berg, Marstraße, aus statt. Um stilles Beileid bitten Die trauernden Eltern und Geschwister. K. Behrend, Gastwirt, W.Blumenthalft. Hauptgewinn Sanssouci 520000 m. Kottbuserstrasse. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag: Hoffmanns Nordd. Sänger. Fausts Nachlass. Anfang Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pf. Anfang Wochentags 8 Uhr. Entree 30 Pf. Nach jeder Soiree: Tanzkränzchen. Arbeiter- Radfahrer- Verein „ Berlin". Sonntag 1 Uhr Schle fische Brücke: FamilienAusflug nach Hirschgarten( Keller). Donnerstag, 4. Ott., Versammlung bei Wilke, Andreas: ftraße 26.( Abrechnung vom Stiftungs feft.) Gäste willkommen. 28/2 Herzogs Salon, Memeler ftraße 67. Einige Herbst- und Maskenball Sonabende sind noch zu Ernst Herzog. bergeben. Grünau. Zur grünen Ecke". Köpnickerstr. 89. Sonnaben, 29. September er.: Wurstessen, wozu Freunde u. Bekannte ergebenst einladet A. Gerke. -Vereine! Vereine! Saal m. Bühne im November Sonnabende Sonntage frei geworden. Neues Klubhaus, 1485 H. Ebert, apus Kommandantenftr. 72. Ehe Sie Tranringe Uhren, Goldwaren laufen, beachten Sie bitte unfre ermäßigten, billigsten Preise. Welcher Beliebtheit sich die von uns gelieferten Trauringe er freuen, beweift am besten bie fort während steigende Produktion. E. Wolff& Stiller, Berlin W., Friedrichstrasse 68, Hof( im Laden).[ 54592* Große Serien- Geld: Lotterie, in welcher über 14 000 000 M. während 8 Ziehungen zur Aus spielung gelangen. Auf jedes Los fällt ein Treffer. Haupttreffer: " " 1 a 520 000, 2 a 48 000 M. 1,300 000, 1, 42 000 M. 1,200 000, 1, 30 000. 1, 150 000, 1, 20 000 M. 1, 135 000, 2, 18 000 M. 1, 120 000, 1, 17 000 M. 1, 105 000, 1, 15 000 M. 85 000, 1, 10 000 m. 60 000, usw. usw. Nächste Ziehung am 1. Oktober. Jedes Los muß bei dieser Ziehung entweder mit einem Haupttreffer, mittleren Treffer oder im un günstigsten Falle mit wenigstens 300 M. heraustommen. Haupt gewinn 1. Klaffe 120 000., steigt im Laufe der 8 Biehungen bis zu 520 000 M. Lose gültig für diese Ziehung 12,60 m. 6,30 m. 4,20 M. 1/100 Abschn. 1/200 Abschn./ 300 Abschn. Porto und Gewinnliste 30 f. Die Einsätze für die folgenden Biehungen sowie das GewinnBerzeichnis find aus dem Ver: lofungsplan ersichtlich, der jeder Bestellung beigelegt wird, Auszahlung selbst der höchsten Treffer auf Wunsch sofort. Bestellungen balbigft per Postanweisung oder Nachnahme er beten. 130/15 M. Prietz& Co., Bantgeschäft, Fürstenberg( art), Billa 260. Hirschfleisch 25, 40, 50. Oderbruch. Gänse ausgeflachtet. 55 u. 60, auch Gänseklein, Lebern und Liefen. Enten, Hühner, Tauben, A. Ritschl, Dresdenerstr. 61. Filzhüte für Herren neueste Form, 1,50,00, hochfeine Qualität 2.50 und 3,00, im extra feine 3,50-4,50 Um regen Besuch Der Vorstand. Achtung! Lithographen, Steindrucker u. Berufsgenossen. Mittwoch, 3. Oktober, abends 8½ Uhr, im Böhmischen Brauhaus, Landsberger Allee 11-13: Oeffentliche Versammlung aller Lithographen, Steindruder und Berufsgenossen. Tagesordnung: 1. Die 1890er Lohnbewegung und die ehemalige Dreizehner Rommission contra Tischendörfer. 2. Diskussion. Kollegen! In letzter Zeit hat obiger Punkt unter einem Teil der Kollegen zu scharfen Auseinandersetzungen geführt, es ist aber notwendig, bas daß endlich einmal Ruhe und Klarheit geschaffen wird. Es ist daher Pflicht aller Kollegen, zu erscheinen. Die Dreizehner- Kommission hat ihr Erscheinen zugesagt. [ 96/8] Der Einberufer. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Heute, Freitag, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: [ 107/14 Sitzung der Orts- Verwaltung. Branche Musikinstrumenten- Arbeiter. Am Sonnabend, den 29. September, abends 82 Uhr, im Gewerkschaftshaus( Saal Nr. 5): Abschiedsfeier des Kollegen Nedwedik. Alle Freunde und Bekannte sind mit Familie hierzu eingeladen. „ Voran" ( Produktiv- und Einkaufsgenossenschaft für Radfahrer). Am Sonntag, den 30. September 1900: Tour mit Familienausflug nach Friedrichshagen ( Restaurant Brauerei Friedrichshagen). Start früh 72 Uhr Krautstraße 7 über Alt- Landsberg- Rüdersdorf bis Friedrichshagen( 50 Kilometer). Start mittag 1 Uhr Krautstraße 7 über Köpenick bis Friedrichshagen( 16 Kilometer). Bahnverbindung vom Schlei. Bahnhof 20 Bf. 1. und 2. 8ug gegen 3 Uhr Zusammentreffen. 277/9 Emil Krüger, Fahrwart, Gräfeſtr. 31, IV. Gäste willkommen. Cirkus Renz- Konzert- Tunnel 1631Wochentags 7 Uhr. Karlstrasse. Nur erstklassige Sonntags 5 Uhr. Specialitäten. Direktion: J. M. Hütt. Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tanz ohne Nachzahlung. Fabrikräume und Ateliers zu vermieten Levegowstraße 23, NW., an Alt- Moabit und Neue Königstraße 5 u. 6. Auskunft beim Portier. 36/ 19* Streichen Sie Ihre Fussböden nur mit [ 175b* Jägers Schnelltrocken- Lackfarbe ,, Elegant." Diese Lackfarbe trocknet hart in einer Stunde mit hohem Glanz und verbindet grösste Haltbarkeit mit aussergewöhnlicher Billigkeit. Preis per Pfund 50 Pf. Nur echt zu haben bei Berlin SO., Pücklerstr. 61, G. Jäger, Farben- und Lackfabrik. Ecke der Köpnickerstrasse. Franco- Versand nach allen Stadtteilen. 2- T Margarine! Wahnschaffe& Co. Hut- Engros- Lager, omne 281012- lein Filiale: 5488L* Prenzlauerstrasse 20, 2 Tr. Cylinderhüte, Chapeaux claque und Knabenhute in großer Buswahl. 8-32 Treptow. eftaurant Karpfenteich, an der Köpenider Landstraße. Jeden Sonntag: Frei- Konzert. Jm Saale Tanz. 門 Lossow Würzburger Hühneraugenmittel bon Dr. H. Unger. Gegen 30 Pfennig auf 10 Pf. Anweisung frei. Ohne Zweifel die bequemste u. wirksamste Hilfe. Der Schmerz ist in 5 Min. fort. Das Hühnerauge selbst in 3 Tagen.( Enthält Salicylfäure u. indischen Sanfertraft.) Dr. Würzburg. Berlin C., Neue Friedrichstr. 50. Marke: Meierei, das Beste, was existiert. Zu beziehen durch die Geschäfte. Zahnärztliches Institut, 150 an, Bahnziehen 15 Bf. Teilzahl. Spr. 8-6. Wein Alexanderplatz 1. Zähne 2 M., Blomben von 75 zum Ausschank sehr geeignet! süss, rot, wie Portwein, ausgezeichnet im Geschmack, * CanDepot in Berlin( 20 B1) Salomon- Apotheke, Charlottenraße. garantiert rein, 10 Ltr. M 7,7, 100 Ltr. 65,-, Oxhoft M. 120, München: Schützen- Apotheke. Stuttgart: Hirsch- Apotheke. Breslau: Eugen Neumann& Co., Berlin SW., Hollmannstr. 16. Victoria- Apotheke, I Kragen Manschetten Serviteurs Oberhemden Krawatten Hosenträger sehr billig. [ 54302* Хоше HERREN HUTT Preiswerther Filz in mehreren Farben 163 SION mit Atlasfutter MARKE BLITZ" 1 Mk 90. Baer Sohn Herren und Knaben Chausseestr 24a Ausstattungen. Brückenstr. 11. Haarfilzhute Cylinderhüte Chapeau claques Handschuhe Schirme Tricotagen sehr billig. Amt IV. 9676. [ 49931* Charlottenburg. M. Schmerberg[ 50182* Wilmersdorfer- Strasse 127, Uhrmacher und Goldarbeiter. Großes Lager von Uhren und Goldwaren zu äußerst billigen Preisen. Optische Artikel. Ohrlöcher werden schmerzlos gestochen. Große Betten 12 M. ( Dberbett, Unterbett, zwet Riffen) mit gereinigten neuen gebern bet Guftab Luftig. Berlin S., Bringen ftraße 46. Breisliste toftenfrei. Diele Anerkennungsfreiben. Nußbaum- Möbel, g. Einrichtungen, darunter Teppiche, Bortièren, Gardinen, Stores, Trus meaux, Plüschgarnituren, Paneelsofas, Pianinos, Muschelschränke, verschiedene Gelegenheitsläufe, alles spottbillig beim Auktionator Möckeruftr.137, nachmittags 2-8 Uhr. 52579 Berantwortlicher Redacteur: Heinrich Ströbel in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glode in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin, Nr. 226. 17. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 28. September 1900. Generalversammlung des Deutschen Labakarbeiter- Verbands. werden könne. stüßung taum verhindert. nun = Die DisOrganisation und dadurch sei es dahin gekommen, daß die Album- daß die Materie zu vielgestaltig sei, als daß sie im Rahmen arbeiter, die früher mit ihren Löhnen alt der Spige eines für ganz Deutschland gültigen Gesezes geregelt werden könne. marschierten, unter den Buchbindern rangierten. Hier In Sachsen und Bayern sei der Anfang zu einem wirklichen müßten unbedingt bessere Zustände geschaffen werden, und zu dem Bauarbeiterschuß gemacht. Der Referent kam dann noch auf die Mainz, den 26. September. Bwed müßten sich alle der Organisation anschließen. Die Ausführungen arbeiterfeindlichen Bestrebungen des unter der Aegide des bekannten Die Debatte über die Arbeitslosen- Unterstützung füllt noch die des Referenten fanden lebhaften Beifall und wurden durch die rege Inmungsmeisters Felisch tagenden Verbandstags der Arbeitgeber ganze Vormittags- Sigung aus. Diskussion vielfach ergänzt und bestätigt. Es gelangte dann eine im im Baugewerbe zu sprechen und ermahnte schließlich die Anwesenden, Der Verbandssekretär Faure- Bremen spricht sich gegen die Sinne des Referats gehaltene Resolution zur Annahme. Zum Ver- nicht nur Mißstände der Kommission zu übermitteln, sondern auch Einführung der Arbeitslosen- Unterstützung aus. Er versteht nicht, trauensmann wurde Dümmte gewählt. Es wurden in der Ver- selbst darauf hinzuwirken, daß auf den einzelnen Bauplätzen die jezt wie man dem Vorstand des Vereins es zum Vorwurf machen sammlung ca. 30 Neuaufnahmen gemacht, jedoch wird die Zahl der schon bestehenden Unfallverhütungs- Vorschriften genau befolgt werden, önne, daß er die Arbeitslosen- Unterstützung nicht empfehle. In für den Verband gewonnenen Mitglieder eine viel größere sein. umsomehr, als die Kontrolle seitens der Unfallgenossenschaften nur Offenbach habe er vor zwei Jahren für die Erhebung einer ArbeitsToſenſtatiſtik geſtimmt, aber nicht mit dem Bewußtsein, daß sie nun eine Versammlung in der Victoria- Brauerei einberufen, um in Ver- 600 Neubauten nicht ein einziger kontrolliert worden. In der Die Vereinigte Lackierer- Junung" hatte für Mittwochabend auf dem Papier existiere; sei doch in Berlin von annähernd schon als eine maßgebliche Grundlage für diese Institution betrachtet bindung mit den Gehilfenvertretern über eine 20prozentige Erhöhung die Ausführungen des Referenten und ermahnten die Anwesenden, Diskussion über den Vortrag ergänzten Snüpfer und Petereit Sie umfaffe nur einen geringen Zeitraum, der des seitherigen Tarifs zu beraten. Herr Obermeister Goresty be- feine letzten Borhaltungen zu beherzigen. Jahn bittet die Zimmerer günstige wirtschaftliche Verhältnisse aufwies. Die ungünstigen Ver- gründete diese Forderungen unter Hinweis auf die fortdauernden hältnisse, die jetzt bestünden, müßten auch berücksichtigt werden. Wer könne denn den Beweis liefern, daß andre Organisationen Steigerungen des Arbeitsmaterials einerseits, wie auch der im Namen der Gewerkschaft der Glaser um die Unterſtüßung bei der günstig stehen wegen der Arbeitslosen- Unterstügung? Er tenne eine gesamten Lebenshaltung andrerseits, wodurch auch die Arbeiter Bautenkontrolle während des Streits. In zwei Bezirken mußten große Organisation, die trotz der Arbeitslosen- Unterſtüßung finanziell den bisherigen Tarif vom Jahre 1888 noch länger in Geltung zu läufig der Schriftführer Tabbert mitverwalten soll, wird im in empfindlicher Weise betroffen werden. Kassierer gewählt werden, im 3. Bezirk wurde August Wirt, Die Unmöglichkeit, im 8. Franz Henzef gewählt. Ein neuer Bezirk, den vorebenso ungünstig stehe, wie gegenwärtig unser Verband.( Zuruf: laffen, habe man längst erkannt, auch zu Gunsten der Arbeiter. Die Centrum Berlins gebildet. Unter Verbandsangelegenheiten wurde Welche?)„ Das werde ich mur privatim sagen." Die Fluktuation in der Mitgliederbewegung werde durch die Arbeitslosen- Unter- traurigen Verhältnisse im Lackierergewerbe find aber durch gegen nach einer furzen Diskussion ein Antrag einstimmig angenommen, seitiges Unterbieten der Meister mit verschuldet. Daß zu dieser Ver- welcher das Einkommen der Verbandsbureaubeamten Kube und Es gebe große Zahlstellen im sammlung über die Hälfte der geladenen Meister ausgeblieben seien. Snüpfer auf monatlich 160 mart aufbessert. Eine längere DisVerband, deren Mitgliederstand stabil bleibe. Dort werde eben auch ohne Arbeitslosen- Unterſtügung sei schon ein deutlicher Beweis für die Schwierigkeit, geregelte Ver- fussion entspann sich dann noch über die Frage der Ueber gut gearbeitet. Bangigkeit habe er nicht, daß wegen einer kleinen Erhöhung der hältnisse zu schaffen. Diese Anregungen zeitigten eine lebhafte mehr- stunden. Es wurde gerügt, daß vielfach leberstunden gemacht Beiträge der Mitgliederverlust für den Verein groß sein werde. ſtündige Debatte. Wenn er abzustimmen hätte, würde er gegen die Einführung der Rautmann, der Vertreter der Gehilfen, wies zunächst darauf werden, ohne dafür auf den 25prozentigen Lohnzuschlag zu bringen. Arbeitslosen- Unterstüßung stimmen.( Beifall.) hin, daß die Zustände im Lackierergewerbe längst bessere sein könnten, Alle waren darin einig, daß, wenn bisher die Ueberstunden toleriert In der Nachmittagsfizung ergreifen noch die beiden Referenten wenn die Junung z. B. im Jahre 1896 fich bereit erklärt hätte, mit wurden, sie jetzt, da sich schon verschiedene Arbeitslose gemeldet das Wort, um je für ihren von einander abweichenden Standpunkt die Schundkonkurrenz alle die elenden Zustände mit verschuldet. Die der damaligen Arbeiter- Lohntommission zu verhandeln. Auch habe haben, aufhören müssen. die Delegierten zu überzeugen. Die Bauarbeiter hielten am Sonntag im großen Saal des Ju namentlicher Abstimmung wird die Einführung der Lehrlingszüchterei stehe gerade im Ladierergetverbe in höher Blüte. Gewerkschaftshauses eine sehr start besuchte Versammlung für die Ju namentlicher Abstimmung wird die Einführung der Demgegenüber seien alle noch so schönen Reden der Meister nur Mitglieder der Verbands- Zahlstellen von Berlin und Umgegend ab. Arbeitslosen- Unterstützung mit 47 gegen 17 Stimmen abgelehnt. Darauf gelangt die Frage zur Debatte, ob nun noch eine Ur- Hohn für sie selbst, wie alle Bemühungen der Arbeiter, bereitwillig Bunächst gab Gustav Behrend in einem ausführlichen Referat einen Darauf gelangt die Frage zur Debatte, ob nun noch eine Ur- mitzuwirken, gänzlich fruchtlos. Im übrigen halte er es für notwendig, Heberblick über die Erstartung der Bauarbeiter Organisation. Die abstimmung über die Einführung der Arbeitslosen- Unterstützung daß die einzelnen Tariffäße in Gemeinschaft mit Arbeitern der ver- felbe zählte in Deutschland im Jahre 1895 1750 Mitglieder und stattfinden soll. Der Antrag wird mit 46 gegen 17 Stimmen abschiedenen Branchen beraten, alsdann ausgearbeitet und zur gemein- nahm von da an beständig zu bis auf 17 686 Mitglieder im stattfinden soll. Der Antrag wird mit 46 gegen 17 Stimmen ab gelehnt. Ein weiterer Antrag, die Arbeitslosen- Statistik vom Verband unter andre äußern sich in gleicher Weise. Herr Obermeister Gore sky der Verband im Jahre 1896 erst 87 Mitglieder, 1897 1286, schaftlichen Anerkennung empfohlen werden. Weidemann und II. Quartal 1900. In Berlin mit den Vororten zählte den Verbandsmitgliedern fortzuführen, wird in der Abstimmung mit Goresty großer Mehrheit angenommen. Die bisherige Konimission wird mit rechtfertigt sich selbst und die Immung gegen die Vorwürfe 1898 2115, 1899 3655 und im II. Quartal 1900 5283 Mitdieser Arbeit wieder betraut und Wildmann- Stuttgart als VorRautmanns. Mit der Lohnkommission habe man deshalb glieder. Die Folge des Wachstums der Organisation fsei sigender gewählt. nicht verhandeln wollen, weil deren Mitglieder angeblich eine Aufbesserung des Lohns der Berliner Bauarbeiter. Derselbe nicht Lackierer, sondern nur Arbeiter" waren. Die Meister betrug vor dem Jahre 1897 durchschnittlich 25-35 Pf. pro Stunde, feien auch, wie ie die Der 4. internationale Hutmacher- Kongreß in Paris Einladung zur Versammlung beweise, während jetzt in den meisten Fällen ein Stundenlohn von 40 Pf. gern bereit, mit den Gehilfen gemeinschaftlich zu beraten. erreicht werde. Wenn man bedenke, daß die Lohnkommission In diesem Sinne gelangte auch schließlich der Vorschlag Rautmanns, im Jahre 1900 9000 Sammeltarten ausgegeben hat, die Mittagte vom 20. bis 23. September in der Arbeitsbörse. Vertreten gemeinschaftlich mit den betreffenden Arbeitern die Tarife auszu- gliederzahl aber nur 5283 beträgt, so beweise das, daß ein waren auf dem Kongreffe die französischen, östreichischen, italienischen, arbeiten, zur Annahme. Eine gemischte Kommission wurde mit der großer Teil der Kollegen nach kurzer Zeit die Organisation rumänischen und deutschen Hutntacher. Die amerikanischen und Einleitung zu den Verhandlungen betraut. englischen Hutmacher erklärten schriftlich, die Beschlüsse des Kongresses wieder verlassen habe, und daß diese bei weitem noch nicht so start acceptieren zur wollen. Auf der Tagesordnung stand: 1. Berichte. Eine stark besuchte Versammlung des Centralverbands fei, wie sie sein müßte, um den bekannten Machinationen der Unter2. Die internationale Verbindung der Hutmacher. 3. Abschaffung der Töpfer tagte am Mittwochabend in Dräsels großem Saal, um nehmer im Baugewerbe mit Erfolg entgegentreten und die Löhne der Stückarbeit. Da die ungünstige 4. Gründung einer internationalen Streifkasse. aur Fensterfrage Stellung zu nehmen. Maler Lint referierte über: auf der jetzigen Höhe erhalten zu können. 5. Regelung der Reise- Unterstützung, der Verbandslegitimationen und Bauarbeiterschutz und die Stellung der preußischen Regierung hierzu. Sonjunktur, die sich bereits in der Juduſtrie bemerkbar macht, auch auf der nationalen Vereinsgrenzen. 6. Wahlen und Verschiedenes. Redner bespricht eingehend die baupolizeilichen Erlasse der einzelnen Be- Bauarbeiter ungünstig einwirken werde, so sei es doppelte Pflicht der das Baugewerbe, besonders aber auf die Verhältnisse der ungelernten Einen Bericht zu erstatten war der internationale Sekretär nicht hörden, namentlich den des Polizeipräsidenten von Berlin. Den guten Bauarbeiter, ihre Organisation zu stärken, um mit Hilfe derselben in der Lage. Durch das Ableben des langjährigen Uebersezers und willen können wir anerkennen, aber die Bestimmungen namentlich allem, was tommen möge, entgegentreten zu können. leider die Geschäfte ins Stoden geraten, und bitte er, einen Kollegen zureichend und für den auf dem Bau beschäftigten Arbeiter ohne fusion prehte sich hauptsächlich um den in der vorigen Versammlung mit dem Amit zu betrauen, der seine Zeit und Kraft einzig jeden Wert. Redner bespricht sodann die Petition der Berliner gefaßten Beschluß, wonach diejenigen, welche über 33 M. verdienen diesem Posten zur Verfügung stellen könne. Dem Uebersegermangel Baugewerbe, welche an den Magistrat wie auch an den Polizei- 50 Pf., die weniger verdienen aber 25 Pf. zum Streitfond zu zahlen sei es auch zuzuschreiben, daß die französischen Hutmacher über die präsidenten abgegangen sei. Damit ist unsre Aufgabe aber haben. Es kam hierbei mehrfach zu erregten Auseinandersetzungen große Aussperrung in Berlin nicht genügend unterrichtet worden sind, noch nicht gelöst. Wir wissen, daß das Leben und die Gesund zwischen Accord- und Lohnarbeitern und infolgedeffen zu lebhafter fonst hätten sie sicher ihren deutschen Kollegen hilfreich zur Seite heit nicht durch Vorschriften dieser oder jener Art geschützt werden erhalten hatte, schloß der Vorsitzende Böttcher die Versammlung mit Unruhe in der Versammlung. Als der Referent das Schlußwort gestanden. Aus den Berichten der Delegierten geht hervor, daß kann, sondern daß reichs bezw. landesgefeßliche Bestimmungen, vor dem Hinweis auf die herrschende Unruhe, welche weitere Berhandaußer den nicht vertretenen Engländern, die Deutschen und allem aber Baugewerbe- Inspektionen geschaffen werden müssen, die öftreichischen Hutarbeiter am besten organisiert find. In Frankreich auch die Kontrolle ausüben. Sein wir daher in den einzelnen lungen unmöglich mache. hat die Organisation auch gute Fortschritte gemacht, nur gehen die Organisationen mehr wie bisher auf diesem Gebiete thätig Ju einer kombinierten Versammlung der Tapezierer, die Seiden- und Klapphutmacher- wie in England- ihre eignen und auch wir werden die skandalösen Zustände, wie sie am Dienstag im Luisenstädtischen Konzerthause stattfand, referierte Wege, die sie sogar dahin geführt haben, daß die Pariser Seiden- namentlich im Bereiche der Nordöstlichen" bestehen, beseitigen. Rein über die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen hutmacher keinen Ausländern mehr Karten ausstellen, d. H. organi-( Lebhafter Beifall.) Zur Diskussion wird die Fensterfrage mit ein- unter Beifall der Anwesenden. Leo Schmidt gab hierauf eine fierte Hutmacher andrer Länder überhaupt von der Arbeit ausschließen. gezogen. Es sprechen eine ganze Reihe von Rednern, u. a. David, turze Darlegung über die jüngst erfolgte einheitliche Reorganisation Der deutsche Vertreter protestiert gegen diesen Beschluß und beantragt: Drunfel, H. John, und betonen die Notwendigkeit einer Regelung für Berlin und einzelne Vororte. Er erwartet, daß nunmehr alle diese reaktionäre Handlungsweise in der Arbeiterpresse- besonders der Fensterfrage. Auf Bauten, wo vom 1. Oktober nicht verglaste Tapezierer sich nicht nur als klassenbewußte, sondern auch als organisierte in der französischen bekannt zu geben. Dem Antrage wird Fenster sind, dürfen Innenarbeiten nicht verrichtet werden. Wenn Arbeiter erweisen mögen. Die Wahl der Ortsverwaltung für Berlin zugestimunt. die Töpfer auch diesen Kampf zum großen Teil allein geführt haben ergab folgendes Resultat: O. Bönide als 1., R. Pape als 2. VorGegen die Stüdarbeit wurde eine Resolution angenommen, in und derselbe enorme Geldmittel gekostet hat, so sind immerhin sigender; Leo Schmidt als 1., Minu als 2. Staffierer; erga der auch ausgedrückt war, die Verkürzung der Arbeitszeit und die Erfolge zu verzeichnen. Durch folgende Resolution, welche gegen lieb und Tippenhauer als Schriftführer. Als Revisoren Einführung von Minimallohntarifen sei anzustreben. eine Stimme angenommen wurde, fand die Diskussion ihren werden Bechert, Sauder und Herrmann ernannt. Die Re Die Gründung einer internationalen Streiftafse wurde abgelehnt Abschluß:" Die Versammlung macht es jedem organisierten Töpfer gelung der Zeitungsspedition wird dem Vorstand überlassen. und für die internationale Verbindung das alte Statut aufs neue zur Pflicht, vom 15. Oktober, dem tariflich festgelegten 2. Schmidt bespricht noch die Lohndrückereien und sonstigen sanktioniert. Bei größeren Streits, die ein Land nicht aus eignen ermin, auf Bauten, wo die Fenster nicht, verglast find, die Arbeit. Zustände in den Werkstätten. Durch Erringung des 60Kräften weiterführen kann, soll der internationale Sekretär in den am internationalen Hutmacherbund beteiligten Ländern Samm bon den UnterJungen veranlassen. Die Reise Unterstüßung wird in- stimmungen bezüglich der Fensterfrage im eigensten Interesse Sorge nehmern als Vorwand benutzt wird, um die früheren Lohnsäge sofern geregelt, geregelt, daß in jedem Lande festgesetzt tragen. Die Baudeputierten find verpflichtet, die Arbeitgeber rechtzeitig wieder einzuführen. Es werde jedenfalls notwendig sein, dieſem veröffentlicht wird, wieviel es in irgend welcher Form darauf aufmerksam zu machen und am Sonnabend, den 13. Oktober, Uebelstand durch besondere Agitation in nächster Zeit vorzubeugen.Unterstügung giebt und wo fie ansbezahlt wird. in unfrem Bureau, Neue Friedrichstraße 20, Bericht darüber zu er- Die Anordnung der Bezirksführer sowie Regelung der Zahlstellen, Verbandslegitimationen sollen mit englischem, deutschem, französistatten, ob dem Verlangen stattgegeben ist. leber unsre Maß auch für die Vororte, soll durch die Verwaltung erfolgen. ſchem und italienischem Vordruck herausgegeben werden. Jedes Jedes nahmen gegenüber denjenigen Firmen, die ohne Beachtung der Mitglied hat seine Beiträge an den Landesverband zu zahlen, Tarifbestimmung Arbeiten übernehmen, entscheidet eine deninächst Teltow- Beeskow- Charlottenburg hielt am 20. 5. Mts. Rechtsanwalt Charlottenburg. Im Socialdemokratischen Wahlverein für wo es arbeitet, eine Ausnahme gilt bis auf weiteres für stattfindende Versammlung." die deutschen Mitglieder in der Schweiz, ivo eine Landes- In dem Streit mit den Fliesenlegern war der Vorstand der Bictor Fränkt einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag über: Aus der Geschichte des Nihilismus". Nach hieraufgegangener furger Als Siz des internationalen Fliesenleger geladen aber nicht erschienen. Es wurde nach kurzer Diskussion teilte der stellvertretende Borsigende Bunge mit, daß im Sekretariats wurde Paris und an Stelle des internationalen Sekretärs Distuffton folgender Antrag angenommen:" Die Versammlung 2. und 5. Bezirk ein Ersak für die beiden abgetretenen AbteilungsDejeante J. Espanet gewählt, der von dem letzten französischen Fliesenleger, die es fertig bringen, mit einem infolge von Arbeits- führer stattgefunden hat, und zwar ist Jareck für den 2. und Schure spricht ihr Bedauern aus über die Maßnahmen der Organisation der Nationalfongreß in Vorschlag gebracht worden war. Landesorganisationen, die bis 1. Januar 1901 dem Bunde nicht beitreten, Lofigkeit in Not geratenen Töpfer nicht zusammenzuarbeiten. Ein für den 5. Bezirk ausersehen. Die beiden Genossen wurden von werden von da ab nicht mehr anerkannt. derartiges Vorgehen ist eines klassenbewußten Arbeiters unwürdig um zahlreichen Besuch der in nächster Zeit stattfindenden Parteider Versammlung in ihrem Amt bestätigt. Alsdann erste Selliu Die Beiträge zur Beftreitung der Ausgaben des Sekretariats betragen und gebührt denen, die so handeln nur ein Pfui." Mitglied und Jahr 10 Pfennig und werden Sodann sanktionierte die Versammlung die Bewilligung von versammlung, in welcher der Bericht vom Parteitag gegeben wird. Oktober 1900 an berechnet. Der nächste internationale Hutmacher- 150 m. für die streikenden Sattler, welche der Vorstand bereits ge- Schöneberg. In der Versammlung des Socialdemokratischen ngreß tagt dort, wo der socialistische Arbeiterkongreß abgehalten geben hatte. Vereins" am Montag, den 17. September, referierte Dr. Freuden wird, ist aber mehrere Tage vor oder nach demselben einzuberufen. Der Centralverband der Zimmerer hielt am Sonntag berg über die Novelle zum Strantentassen- Versicherungsgesetz.Mit einem Hoch auf den internationalen Hutmacherbund wurde vormittag für die Mitglieder der Zahlstellen Berlins und der um unter Vereinsangelegenheiten wurde beschlossen, die Bibliothek und der Kongreß, der ruhig und fachlich verhandelt und fleißig gearbeitet liegenden Ortschaften eine Versammlung ab. Vor Eintritt in die Stassenabende vom 1. Oktober ab bei Schulz, Bahnstr. 35, abzuhalten geschlossen. Tagesordnung wurde das Andenken des verstorbenen Kollegen und werden Bücher in den Versammlungen nicht mehr ausgegeben. Rüdert durch Erheben von den Plätzen geehrt. In Ausübung Ferner wird beschlossen, daß der jetzt amtierende Vorstand" seine eines Beschlusses der vorigen Versammlung rügte Senüpfer nach Thätigkeit bis zur Organisationsänderung fortsegen soll. träglich den überaus schwachen Besuch derselben; die Abrechnung vom Stiftungsfest ergab einen Ueberschuß Versammlung der Albumarbeiter. Nachdem seit mehreren auf Antrag wurde dieser Betrag dem Vorstand von 203,95 M.; zur Er= Jahren die Albumarbeiter den Organisationsfragen gleichgültig weiterung der Bibliothel überwiesen. Der Parteigegenüber gestanden hatten, fand am Mittwoch wieder einmal eine genosse G. Link hielt alsdann einen Vortrag über„ Der sehr gut besuchte Versammlung der Arbeiter und Arbeiterinnen Bauarbeiterschuß in Preußen, die Stellungnahme der dieser Branche statt. einschild referierte über den Streit der gierung zu demselben und die neuesten Maßnahmen des BauarbeitBerliner Buchbinderei- Arbeiter und Arbeiterinnen. In eingehender geber- Berbands". Der Referent behandelte in ausführlicher Weise Weise schildert er die den Lesern des„ Vorwärts" bekannten Vorgänge und an der Hand eines genauen statistischen Materials den Bau- berein Berlin- Rigdorf. Hiernach wurde die Neuwahl eines Kartelland weist auf die bedeutenden Vorteile hin, die die Arbeiter der arbeiterschutz so, wie er sich seit Erlaß des Haftpflichtgesetzes und delegierten vollzogen und fiel die Wahl auf das Mitglied 8immerMutterbranche durch ihr festes Zusammenhalten errungen haben. der Einführung des Unfallversicherungs- Geseges entwickelt hat. Das mann. Die Kollegen Rüdert und winguth wurden zu Revi Dagegen ist es mit der Organisation und dadurch auch mit den Facit sei, daß der Bauarbeiter aus beiden Geſetzen wenig foren gewählt. Es erfolgte dann die Mitteilung, daß Billets zum Arbeitsbedingungen in der Albumbranche seit einer Reihe von Jahren Nugen ziehen könne. beständig zurüdgegangen. Hier besteht noch die zehnstündige Arbeits- genossenschaften von 1888 bis 1898 ergäbe fich eine riesige feste zum Preise von 20 Pf. beim Vergnügungskomitee und in den zeit und feine Mehrbezahlung für Ueberstunden. Die wenigsten Steigerung der Unfälle, besonders in der Baubranche; die Todesfälle mit entsprechenden Plakaten belegten Handlungen zu haben sind. Arbeiter haben bas ganze Jahr dauernd Beschäftigung, viele nur allein sind in diesem zehnjährigen Zeitraum um 120,54 Broz. gestiegen. Reinickendorf. Der Wahlverein hielt am 22. d. M. in Böttchers noch während der Saison. Die Löhne sind seit Anfang der neunziger Der Redner erinnerte an die Versprechungen, die Bötticher und Posa- Seepart seine Mitgliederversammlung ab, in der Genoffe Pä sel Jahre ganz bedeutend herabgegangen, während bekanntlich alle bowsty den deutschen Arbeitern schon seit Jahren gemacht hätten; über China- Politik sprach. Die treffliche Kritit, die Redner an den Lebensbedürfnisse teurer geworden sind. Aber, meint der Redner, noch im Jahre 1897 habe Posadowsky auf eine socialdemokratische Ereignissen in China und der dort beobachteten Politik übte, fand in aß die Löhne so gesunken sind, daran seien die Arbeiter zum Teil Anfrage hin erklärt, die Reichsregierung fichte das Material, um der Versammlung allseitige Zustimmung. Eine Diskussion wurde ber schuld. Sie hätten eben oft am Sport, an Wettrennen, ein Bauarbeiterschutz- Gesez fertigzustellen. Jetzt werde von den nicht beliebt. Unter Vereinsangelegenheiten wurden einige interne ach wohl am Lotteriespiel mehr Gefallen gefunden, wie an der Regierungen des Reichs und Preußens der Standpunkt vertreten, Angelegenheiten erledigt. organisation noch • fehlt. Versammlungen. und Die bom # gebern, daß sie gleichfalls für strikte Innehaltung der tariflichen Be- Provinz nach Berlin stattgefunden, was nicht aufzunehmen. Die Versammelten erwarten von den Arbeit- Pfennig Stundenlohns habe ein großer Andrang aus der Rixdorf. Hier fand am 19. bs. Mts. eine außerordentliche Generalversammlung des deutschen Holzarbeiter- Verbands statt. Vor Genoffen Wilhelm Liebknecht eine Erhebung von den Blägen. Eintritt in die Tagesordnung erfolgte zu Ehren des verstorbenen Genossen Wilhelm Liebknecht eine Erhebung von den Pläßen. Sodann hielt To st einen Vortrag über Lebensmittelverteuerungen und Konsumgenossenschaften"; zum Schluß des mit Beifall aufgenommenen Vortrags empfiehlt Redner den Anschluß an den Konsum" 0001 de gatit mibijat trup nid fuo thos odanied eld adsprieding dubis odvou re milatul appling& glob spillip duniais urd nd or sid onide dre othit st & паб -votin C. Spittelmarkt 16/17. SW. Leipzigerstr. 64. SW. Belle- Alliancestrasse 1/2. puntidslinjall nodisdad nach) 196 Ida, si daju bods] in dolusie 08. pulini bisa Gold mod nat unito biofaroplota od eustist olaxing sid an adoroju 350 Bettfedern dus out silastotus desdoboning va] at sigirsid pundere spilis di notasunalidato Bettwäsche sd Stojany eleitores, 896 shalibilguuril of Durchweg eigene saubere Arbeit aus erprobt guten malighol and to Stoffen hergestellt. und Daunen. 750 son and Tobisus At out dilanes wala atsildypo alious and sling sic Alle von der Firma zum Verkauf gebrachten Sorten sind ...... mittelst neuester Maschinen gereinigt und gewaschen, daher staubfrei, elastisch und von vorzüglicher Füllkraft. End No. 870. Graue Wildfeder do No. 871. Graue gute Feder No. 872. Graue gute Halbdaune. 1990 bit our Bettbezüge- Garnitur sinde spirit! bestehend aus 1 Deckbett, ca. 120-130 cm breit, ca. 200 cm lang 2 Kissen, ca. 80 cm breit, ca. 80 cm lang bunt karirt, in vielen Mustern, Zusammen Preise sind à 2 Ko. 1 Pfd. berechnet. 100 145 M. Dieselbe Garnitur aus Louisiana; sid ditor put Dieselbe Garnitur aus Hemdentuch, zusammen onde bun M. 325. 290 390 M. ewing No. 873. Echt chinesische Mandarinendaunen No. 875. Extra schöne Rupffeder stattungsbetten No. 876. Vorzügliche Gänse- Halbdaune, das beste für AusNo. 880. Sehr schöne weisse Halbdaune 10 nod nolmadim is ang mat ms dod and Spurs nofintings aid tis Fertig genähte Inlets Tost of this could sist and studod monofini simdie Garnitur bestehend: auda aid di stazi 1 Oberbett, 1 Unterbett, 2 Kopfkissen un roth und rothDieselbe Garnitur in Prima federdichter Qualität ado Matratzen, vorzüglich gearbeitet. gmund Keilkissen, vorzüglich gearbeitet. yodds Stechkissen, vorzüglich gearbeitet 1153 madali dar stjodzendo miobich outfit and testoft 396 dmody sassioul schlaut dal rosa Dap 265 M. 225 M. 275 HOM. 3137 75 375 M. 835 M. T 1250 M. von 33M. an. M. von 135 an. 40 von an. Dieselbe Garnitur aus gestreiftem Satin dnodi Dieselbe Garnitur aus Damast. Bettlaken ohne Naht, Bettlaken ohne Naht, Bettlaken ohne Naht, ca. 130/200 cm, Dowlas ca. 130/200 cm, Halbleinen ca. 130/200 cm, Hemdentuch. Bettlaken ohne Naht, ca. 160 200 cm, Dowlas. ca. 160 225 cm, Haustuch Bettlaken ohne Naht, Polsterbettstellen mit buntbedrucktem Bezug drits . • • . M. 521. 495 M. . O M. 88 Pf. 118 • 128 M. 178 M. 195 M. 615 785 950 M. Eiserne Bettstellen für Erwachsene schwarz lackirt mit 1530 Goldbronce abgesetzt Grosse Auswahl Kinder- Bettstellen. fo Isp thin 3ds Fertige Betten. 麼* ilist Sämmtliche Betten sind in guten, sauber genähten Inlets geschüttet. olinadium Jo Jun 20 soonisenje dynamulaga mis tilidandmed A Leutebetten. debut this run out of disp No. 850. 1 schläfrig 1 Oberbett stilo dentro daju 1 Unterbett 1120 athl 1196 1 Kopfkissen 916- Jun magnis dad 2001 ele No. 852 1/2 schläfrig 1 Oberbett: dog and plagt 1 Unterbett gloj putas sid( baj 1 Kopfkissen angel/ b9ft 40 li pr No. 859. 1schläfrig 1 Oberbett Subur mad at 1 Unterbett. is de 1 Kopfkissen M. Fremden- u. Herrschaftsbetten. 180 No. 854. 1 Oberbett, Daunenfüllung M. 90 3.30. M. 140 M. zusammen 1010 M. 680 M. 90 215 zusammen 1885 M. . 8.90 M. 720 M. 295 1 Unterbett, Federfüllung 2 Kopfkissen, Daunen No. 858. 1 Oberbett mit Halbdaunenfülling 1 Unterbett mit Halbdaunenfüllung 2 Kopfkissen mit Halbdaunenfüllung out • No. 860. 1 Oberbett mit weisser Halbdaunenfüllung 1 Unterbett mit weissen Rupffedern. 2 Kopfkissen mit weissen Halbdaunen zusammen 1995 tot of sides indian godoge geld blue per sid shadlabo a pump golobes/ bi diz Jedioildid oldalblad alleding do CB adoled d dsoptun adanie a purreal enist anotho suit lol of dat M. бли Damen- Wäsche. shilindrosğun sus estudi i radxist yond- ratioding log nobilusd aid mis Damenhemd Priesenform mit Trimming besetzt • .. 1170 11% 890 M: 10400 zusammen M • . 1370 M. 1060 M 1070 M zusammen M. 2200 1700 M. M. 1800 37 zusammen 7 M. dragand( high] de rod #sgulumtua tidak dibadan male SOR 19 Eigene Confection. 15didildi 196 pu Damenhemd Passenform mit Stickerelansatz Damenhemd Priesenform, prima Qualitat, Hemdentuch. Damenhemd Priesenform, feinfadiges Hemdentuch ship thr M. 1,05 1,20 M. 1,35 Damenhemd Peform, gute Qualitat Hemdentuch 1,15 Damenbeinkleider Croiséston, langes Façon mit Trimming besetzt M. Damenbeinkleider Croisébarehend, mit Stickerel- Volant dag sid M. Damen- Nachtjacken Damenhemd Passform, mit gestickter Passe u. Trimming garnitur 1,40 M. Damen- Nachtjacken Trimminggarnitur Damenhemd Passenform, elegant ausgestattet no im 1,60 M. Hausstandsschürzen is weiss Piqué mit Trimming besetzt Croisébarchend, mit reichem Stickerei Volant D Trade sto gross, mit Latz Verantwortlicher Redacteur: Heinrich Ströbel in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. 1,65 M. 95 P. 1,35 M. 1,05 M. 1,75 M. 47 Ph.