Nr. 227. Abonnements Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mir illuftrterter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Zeitungs Preisliste für 1900 unter Mr. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel geile oder beren Raum 40 Pfg., für polttische und gewertschaftliche Vereinss und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Aleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bte nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Xernsprecher: Rmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Borialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Sonnabend, den 29. September 1900. Expedition: SW. 19, Bently- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. und Kommandeur doch nicht ganz leicht. Was uns an der Ein- Unterordnung aufmarschieren. Und wo alle Stricke zerreißen, werden Die neue Militärftrafgerichts- Ordnung. richtung der Gerichtsoffiziere aber besonders bedenklich erscheint, die„ örtlichen Verhältniffe“ aus der Not helfen. Einige Socialdemo besteht darin, daß sie nach Umständen in eine sehr peinliche Lage zu traten, die die Sache am Ende„ aufbauschen" könnten, werden Am 1. Oktober d. J. tritt die bisherige preußische Militär- einem Kameraden geraten können. Gesetzt ein Gerichtsoffizier findet immer zu finden sein. So wird denn für die Oeffentlichkeit nicht Strafgerichts- Ordnung vom 3. April 1845(!) außer Wirksamkeit. während einer Untersuchung plößlich Anzeichen dafür, daß in die Ver- viel übrig bleiben. Ab und zu, wenn ein Soldat einen Diebstahl Gegen dieses Verfahren, das noch aus den Zeiten der heiligen fehlung eines Unteroffiziers oder Soldaten auch ein Offizier mitverwickelt sich zu Schulden kommen läßt oder sonst etwas verbricht, was für die Alliance", also der schwärzesten Reaktion stammt, haben sich all- ist. Nun steht aber der Gerichtsoffizier vor der unangenehmen Wahl, Oeffentlichkeit ganz gleichgültig ist, wird man die Thüren weit mählich doch so viele Stimmen erhoben, daß es, wenn auch nur ob er in der bewußten Richtung weiterforschen und damit den öffnen und rufen: Hereinspaziert, meine Herrschaften, wir sprechen widerstrebend, aufgegeben werden mußte. Es sind in den letzten Kameraden an das Messer liefern oder diesen schonen soll. Hätte vor aller Welt Recht und scheuen das Urteil der Oeffentlichkeit nicht." zehn Jahren allein ungefähr ein halbes Dugend Broschüren ge- auch am Standgericht ein Auditeur die Untersuchung zu führen, Wenn aber Mißhandlungen, also Delikte, die das schrieben worden, die von den schwersten Angriffen gegen dieses so fielen solche Situationen von vornherein weg, weil die Auditeure Bolt sehr interessieren, gefühnt werden, dann werden die Militärrecht stroßten. Pforten höchstwahrscheinlich geschlossen werden. Aber beileibe Freilich ist das kein Wunder, denn dieses Verfahren entsprach nur in einem sehr losen Verhältnis zum Offiziercorps stehen. Wenden wir uns nun den Gerichten zu, die von der neuen nicht wegen des Urteils der Außenwelt, sondern nur wegen des„ bes in keiner Weise modernen Gesichtspunkten. So fand z. B. vor Strafgerichts- Ordnung vorgesehen sind. Es giebt nunmehr: rechtigten Ehrgefühls" desjenigen, der sich nicht schämte, einen wehrGericht teine Zeugenvernehmung statt, sondern es wurde das Er- 1. Standgerichte, bei jedem selbständigen Bataillon und losen Untergebenen zu prügeln. gebnis der Untersuchung nur vorgelesen. Die Richter konnten somit jedem Regiment, bestehend aus drei Offizieren als Richtern. Ver ihre Anschauung nicht direkt aus den Beugenaussagen gewinnen, treter der Anklage ein Gerichtsoffizier. Ueberhaupt kein Militärsondern waren auf die Auffassung dessen, der die Untersuchung justizbeamter vorhanden! Zuständig nur für Unteroffiziere und Gegeführt hatte, angewiesen. Eine Berufung an eine höhere Instanz meine. Aeußerste Straffompetenz sechs Wochen Freiheitsstrafe( Arrest) gab es nicht. Der Gerichtsherr aber, d. H. der Kommandeur der bezw. 150 M. Geldstrafe. Zum Schluffe, fei noch auf eine Bestimmung hingewiesen, die weder der preußischen noch der bayrischen MilitärstrafgerichtsOrdnung entstammt, sondern gänzlich neu, also eine Blüte" am Baume der deutschen Einheit ist. Vom 1. Oktober ab unterstehen nämlich frühere Soldaten noch ein Jahr lang Abteilung, bei der das Gericht bestellt war( selbständiges Bataillon, 2. Kriegsgerichte, bei jeder Divivision, bestehend aus nach ihrer Entlassung der MilitärgerichtsRegiment, Division oder Armeecorps), hatte in bestimmten Fällen vier Offizieren und einem Kriegsgerichtsrat als Richtern. In barkeit, wenn sie in dem Glauben, während ihrer das Recht, die Strafe zu mildern. Die Aufhebung eines Urteils schwereren Fällen drei Offiziere, zwei Striegsgerichtsräte. Vertreter Dienstzeit ungerecht behandelt worden zu sein, an wurde nicht durch ein Gericht, sondern nur durch den König auf An- der Anklage ein Kriegsgerichtsrat. Zuständig auch für Offiziere, einer Militärbehörde oder einem noch attiven trag des Generalauditeurs verfügt. Endlich war die Oeffentlichkeit sowie für alle Vergehen, die nicht vor das Standgericht gehören und ehemaligen Borgesezten durch That oder Wort(!) principiell ausgeschlossen. für alle Verbrechen. Zugleich Berufungsinstanz gegen Urteile der Vergeltung zu üben suchen. Das ist nichts als ein Gesetz, Standgerichte. womit man unzufriedenen Leuten den Mund stopfen will. Der Soldat, der gequält wurde, soll nicht einmal nach seiner Dienstzeit das Recht haben, scharfe, aber verdiente Kritik zu üben. Er soll ein Jahr lang über die erlittene lubill schweigen und dann wird wohl sein Aerger verraucht sein! Widerwillig gezwungen ging man also daran, dieses Verfahren, das über die Kasernen ein so schönes Dunkel breitete und den kommandeuren eine kolossale Gewalt verlieh, zu beseitigen. Für die neute Militärstrafgerichts- Ordnung wäre min allerdings ein sehr gutes Modell vorhanden gewesen, nämlich die bisherige bayrische Militärstrafgerichts- Ordnung vom Jahre 1872, aber leider zog man es vor, diese nur sehr wenig, um so mehr aber die alte preußische von 1845 zu benutzen. Ordnung den Während die bayrische Militärstrafgerichts # M 3. Oberkriegsgerichte bei jedem Armeecorps, bestehend aus 5 Offizieren und 2 Kriegsgerichtsräten als Richtern. Nur Verufungsinstanz gegen Urteile der Kriegsgerichte. 4. Das Reichs- Militärgericht für die gesamte deutsche Armee. Die Entscheidungen werden in Senaten getroffen. Jeder Senat besteht nach der Schwere des Falls aus drei oder vier Offizieren und drei oder zwei juristischen Räten. Nur Berufungsinstanz egen Urteile der Oberkriegsgerichte. Entscheidungsstelle für Gesuche um Wiederaufnahme eines Verfahrens. Wer die Zusammenſegung des Richterpersonals der einzelnen Gerichte betrachtet, erkennt sofort, daß auch hier nicht nach bayrischem Muster verfahren, sondern nach preußischem dem Offizier die erste Rolle zugeteilt wurde. würden. Wie männiglich sieht, ist also die längst versprochene„ Reform" der Strafgerichts- Ordnung nichts weniger als befriedigend, sondern nur eine Abschlagszahlung an die Nörgler. Und daher wird es gut sein, weiter zu nörgeln. Als Angriffspunkte möchten wir in erster Linie empfehlen: 1. Die Standgerichte, die thatsächlich durchwegs mißglückte Schöpfungen sind. An diesen Untergerichten sollen unbedingt Werteidiger zugelassen und Auditeure bestellt werden. 2. Jit eine wirtliche Oeffentlichkeit anzustreben. 3. Sind die Untersuchungen ohne Ausnahme durch Militär Justiz beamte, die vom Kommandeur völlig unabhängig sind, zu führen. 4. Abschaffung der Gerichtsherren. Bülows Rückzug. Auditeur, also den Militär- Justizbeamten zum Mittelpunkt der militärischen Rechtspflege machte, legt das neue deutsche Verfahren, ganz nach dem Vorbild des alten preußischen, das Hauptgewicht in die Hände des Offiziers. Nach der bayrischen MilitärftrafgerichtsOrdnung hatte der Kommandeur der Abteilung, der das Gericht bei gegeben war*), auf den Gang der Untersuchung und die Anklage. Hinsichtlich der Verhandlung selbst hat man sich glücklicherErhebung nicht den geringsten Einfluß. Ihm lag ledig weise doch mehr an das bayrische Modell gehalten, indem mit der lich die Anberaumung der Hanptverhandlung, der Vorsitz und die bisherigen preußischen Bestimmung, daß die Beugenaussagen Ausübung der Disciplin in der letzteren sowie die Vollstrechung des nur vorzulesen feien, aufgeräumt und dafür eine geordnete Urteils ob. Die Auflage Erhebung hingegen wurde vom Militär- Beugenvernehmung vor versammeltem Gericht eingeführt wurde. 5. Beseitigung der Ausnahmestimmung, wonach bezirks Gericht beschlossen, die Untersuchung und auch die Leitung Auch die Deffentlichkeit wurde in der Theorie zu frühere Soldaten, die einem ehemaligen Borgesetzten innerhalb eines der Hauptverhandlung wurden in allen Instanzen von selbständigen, gestanden, wie es freilich in der Pragis damit aussieht, werden Jahrs nach ihrer Entlassung auf die Hühneraugen treten, vor das vom Kommandeur durchaus unabhängigen Auditeuren wir noch sehen. Militärgericht verwiesen werden. bethätigt. Hinsichtlich des Verteidigungsrechts ist wieder ein Alles dies sind ja auch nur kleine Verbesserungen; denn principiell Ganz anders beliebt es die neue Militärstrafgerichts- Ordnung Rückfall in das alte preußische Gesetz von 1845 zu konstatieren. Vor muß das wirken einer besonderen Militärgerichtsbarkeit überhaupt zu beſtimmen. Vor allem hat sie aus der preußischen Strafgerichts- den Standgerichten wird nämlich überhaupt tein betämpft werden eine Forderung des gleichen Rechts, die freilich Ordnung die Inſtitution des„ Gerichtsherrn" herüber- Verteidiger zugelassen!! Sier hat sich der Angeklagte erst auf den Trümmern des heutigen Militarismus zur Durchführung geschleppt. Bei diesen Gerichtsherren, die zugleich die Kom-( Unteroffizier oder Soldat) selbst zu verteidigen. Während also die gelangen dürfte. mandeure der Abteilungen sind, zu welchen die Gerichte gehören, anklage von einem Offizier vertreten wird, liegt die Berliegt nunmehr der Schwerpunkt der militärischen Rechtspflege. Die teidigung bei dem angeschuldigten Unteroffizier ober Gerichtsherren haben einen entscheidenden Einfluß auf die Unter- Soldaten selbst. Daß diefe Partie ungleich ist, sieht suchung, vor allem bestimmen sie deren Umfang. Auch die Erhebung jedermann. Wan denke einmal, wie„ brillant" ein polnischer Unter einer gewaltigen Scheintononade gegen den„ Borwärts" der Anklage fällt ihnen zu, kurz, fie find die eigentlichen Inhaber oder ofſtelbischer Bauernknecht sich verteidigen dürfte. Und gar jo läßt Graf Bülow durch die" Post" ſein Rundschreiben in seinem der Gerichtsbarkeit. Begründet wurde die Uebertragung solcher Be- gering find die Strafen, die das Untergericht verhängen kann, doch wesentlichsten Jubalt zurüd ziehen, nachdem es ihm klar ge fugnisse an die Kommandeure damit, daß dieselben für die Disciplin nicht! Sechs Wochen Mittelarrest, wo nicht weniger als 29 Tage worden, daß die Mächte mehr oder minder höflich den Grundsatz der ihnen anvertrauten Truppen verantwortlich seien, also auch die bei Wasser und Brot, sowie harter Liegestatt verbracht werden der Sachepolitik, für die in abgeschwächter Form Graf Bülow die Gerichtsbarkeit auszuüben hätten. Dies ist aber eine gänzlich müssen, vier Wochen strenger Arrest, wo der Delinquent 20 Tage in Verantwortung übernommen haben soll, abgelehnt haben. Die falsche Schlußfolgerung, die auf einer Verwechslung der disciplinären Dunkelheit bei Wasser, Brot und harter Liegestatt sich befindet, find" Post" giebt die Hauptforderung des Cirkulars völlig preis; das und der gerichtlichen Strafgewalt beruht. Eben weil der Kommandeur derartig harte Bußen, daß sie gewiß einen Verteidiger rechtfertigen Verlangen der deutschen Regierung, daß die Befriedigung der Rache für die Disciplin seiner Truppen verantwortlich ist, sollte die Rechtsallen diplomatischen Verhandlungen vorausgehen müsse, sei gar kein pflege nicht in seine Hände gegeben werden, denn es ist für ihn, An den höheren Instanzen sind Verteidiger gestattet, aber nur eigentliches Verlangen gewesen, sondern das sei nur der specielle namentlich sofern er nur Bataillons- oder Regiments- Kommandeur mit größter Vorsicht. Besonders willkommen sind Offiziere, Militär- Standpunkt" Deutschlands, den es„ andren Staaten keineswegs aufist, doch sehr unangenehm, wenn schwere Mißstände in seiner Ab- beamte, Striegsgerichtsräte; Rechtsanwälte tönnen nur dann ver- octroyieren" wolle. teilung aus Licht gezogen werden. Zweifellos ist es ein teibigen, wenn sie vom Kriegsministerium zugelassen find. Somit Gewiß, aufoctrogieren kann die deutsche Regierung dieses ProUnifum, demjenigen, der für Ungehörigkeiten und Weiß- tommen wohl nur Anwalte in Betracht, die von der Schönheit gramm nicht; das lassen sich die Mächte nicht so gutwillig- boshaft stände verantwortlich ist, der möglicherweise wegen ihrer den des Militarismus und der Großartigkeit der deutschen Heeres- gefallen vie den präsentierten Weltgeneralissimus. Nichts Abschied erhält, auch noch zuzumuten, daß er diese einrichtungen bis auf die Knochen überzeugt find. destoweniger wünschte die Regierung, daß ihr Programm für ihn so fatalen Dinge möglichst breitgedroschen dem Gericht den Mächten Wie steht es ferner mit der Oeffentlichkeit des Ver- von acceptiert werde; die" Post" präsentieren soll. fahrens. Hierüber erzählt der vom Fürsten Hohenlohe gegen- erinnert sich vielleicht noch, daß es in dem Girkular nach der Was die Organe betrifft, welche die Untersuchung au gezeichnete Erlaß, der Mitte Juli dieses Jahrs erschienen ist, das Festlegung und Motivierung des deutschen Programms der nunmehr führen haben, so bildete auch hier nicht das bayrische Verfahren das Nähere. Da lesen wir: allseitig zurückgewiesenen und deshalb zurückgezogenen VorMuster, sondern wieder das preußische. Ju Bayern war der Unter „ Die Disciplin verlangt, daß auch im gerichtlichen Verfahren bedingung" hieß:" Die Regierung Sr. Majestät glaubt auf die suchungsrichter vollkommen unabhängig vom Kommandeur und dabei das Ansehen stets ein Auditeur. Jezt aber ist der Untersuchungsrichter eigentlich der Kommandogewalt, der Einstimmigkeit aller Kabinette zu diesem Punkte zählen militärischen Einrichtungen, Verordnungen zu können, denn Gleichgültigkeit gegen eine gerechte Sühne würde nur mehr das Vollzugsorgan des Gerichtsherrn. Bei und Gebräuche aufrecht erhalten, der Sinn für die un- gleichbedeutend sein mit Gleichgültigkeit gegen eine Wiederholung den höhern Instanzen hat ein Kriegsgerichtsrat, also ein bedingte Unterordnung des Untergebenen unter den Vorgesetzten des Verbrechens." Der Glaube hat getrogen. Die Mächte sind sich juristisch gebildeter Beamter, das Vergnügen bom jeden Grades gewahrt und dem berechtigten Ehrgefühl aller im Gegenteil einig gewefen, daß das Programm der Vorbedingung Gerichtsherrn, der niemals die Rechte studiert hat, Weisungen und Beteiligten, insbesondere demjenigen des Offizierscorps, abzulehnen sei. Befehle zu empfangen, bei der untersten Instanz, den Standgerichten, ist für die Untersuchung überhaupt kein juristischer Fachmann vorgeschen, vielmehr wird hier die Untersuchung durch einen vom Kommandeur ernannten Oberlieutenant oder Lieutenant, dem sogen. Somit ist bei den Standgerichten Gerichtsoffizier geführt. der Gerichtsherr der direkte Vorgesezte des die Unterfuchung Führenden. Den Gerichtsoffizieren steht allerdings die Befugnis zu, gegen gerichtsherrliche Entscheidungen und Verfügungen die ihnen ungesetzlich scheinen, Einspruch zu erheben und eventuell höhere Entscheidung zu veranlassen, aber ein derartiges Vorgehen ist bei dem straffen Subordinationsverhältnis zwischen Lieutenant *) Die bayrische Strafgerichts- Ordnung sah vor: Untergerichte bei allen selbständigen Abteilungen, Militärbezirks- Gerichte bei jedem Armeecorps, ein Generalauditoriat für die ganze Armee. denn Rechnung getragen wird. Sobald dieser Grundsatz gefährdet ist, Und die„ Post erklärt jetzt, es ginge auch so, der Graf Bülow sei es nach dem Gegenstand der Antlage, nach den sei es eigentlich gar nicht gewesen und habe gar nichts gefagt. Alles Eigenheiten des zur Verhandlung kommenden Falls, nach der was man den Mächten vorgeschlagen, bestehe darin, daß sie sich Persönlichkeit des Angeklagten oder der Zeugen(!!), gütigst bei den Vertretern in Peking erkundigen sollten, wer denn nach zeitlichen oder örtlichen besonderen Verhältnissen ist die die Hauptschuldigen gewesen, und diesem Wunsche seien die Mächte, Ceffentlichkeit auszuschließen. Die Prüfung, ob der Ausschluß der mit Ausnahme Ameritas, auch bereitwilligst nachgekommen. Oeffentlichkeit zu beantragen, gehört in erster Linie zu den Pflichten des Gerichtsherrn und des Vertreters der Anklage." Auf Grund dieses Erlasses kann die Deffentlichkeit überhaupt vollkommen ausgeschlossen werden. Sind Mißhandlungen oder Unterschlagungen seitens Borgesetzter abzuurteilen, so thut„ das berechtigte Ehrgefühl" vorzügliche Dienste. Hat ein Untergebener, durch die Chikanen eines Borgesezten bis zum äußersten gereizt, die Subordinationsgesetze verlegt, so läßt man den Sinn für unbedingte Wir möchten denn doch den Grafen Bülow ein wenig in Schutz gegen seinen grausamen Post"-Offiziofus nehmen. So bescheiden und so naiv ist sicherlich auch Graf Bülow nicht, daß er an die Mächte ein friedliches Rundschreiben erläßt, bloß um sie zu jener findlichen Anfrage in Pefing anzuregen. Um die Politik der Vorbedingung erfüllter Rache Handelte es sich, auf die wollte die deutsche Regierung die Mächte einigen, und das ist ihr glücklicherweise miẞlungen. Der Generaliffimus. Das Asbest- Haus mit dem Grafen Waldersee und feinen zwei Leib- Wachtmeistern ist nunmehr in Tschifu eingetroffen. Von einem Empfang durch weißgefleidete Jungfrauen berichtet das allzu schweigsame Stabel bisher nichts. Wir stellen mit Genugthuung fest, daß die deutsche Regierung 1 die Unzuverlässigkeit des Nachsuchenden in Bezug auf den beabsichtigten| Ruhezeit soll für jeden Gesellen mindestens zehn Stunden qus dieser Ablehnung keine weiteren Konsequenzen ziehen will, Gewerbebetrieb darthun. Leider ist man nicht soweit gegangen, wie betragen, die nur innerhalb der lezten beiden Stunden und sondern ihre Anregung preisgiebt; das ist die gescheiteste Handlung, es hinsichtlich der Pfandleiher schon früher geschehen ist, die Er- mur für höchstens eine halbe Stunde behufs Herstellung des die sie bisher in ihrer Chinapolitik zu verzeichnen hat. Vielleicht laubnis vom Nachweis cines vorhandenen Bedürfnisses ab- Vorteigs unterbrochen werden darf. Werden den Gehilfen nicht hängig zu machen. während der Arbeitsschicht mindestens zwei schreitet sie auf diesem Wege der Besserung fort und verzichtet mun Die Centralbehörden find ferner ermächtigt, über die Befugnisse, eine einstündige Pause gewährt, so muß die Ruhezeit mindestens auch für sich selbst auf ihren speciellen Standpunkt" der verhängnis- Verpflichtungen und den Geschäftsbetrieb der Stellenvermittler Bor- elf Stunden betragen. In der Woche müssen mindestens fieben vollen Vermischung staatsmännischer und Staatsanwaltlicher schriften zu erlaffen. Hinsichtlich der Gefindevermieter und Stellen- Ruhepansen gewährt werden, während die Arbeitsschicht einschließlich Politik. Noch ist es Beit, von China einigermaßen glimpflich los vermittler find sie insbesondere ermächtigt, die Ausübung des Ge- der Baufen nicht länger als 15 Stunden dauern darf. Für Lehrzukommen. verbs im Umherziehen sowie die gleichzeitige Ausübung des Gast- linge unter 16 Jahren ist eine Ruhezeit von 12 oder 13 Stunden vorgeschrieben, die Arbeitsschicht darf höchstens 13 Stunden Sonst liegt heute keine einzige Nachricht von Belang, vor allem und Schankwirtschaftsgewerbs zu beschränken oder zu untersagen. Stellenvermittlern und Gesindevermietern, die das Gewerbe schon dauern. An 20 Tagen im Jahr kann die Orts- Polizeibehörde feine von Zuverlässigkeit vor.d vor dem 1. Oktober begonnen haben, kann der Weiterbetrieb des- Ausnahmen zulassen. Wird den Gehilfen und Lehrlingen für den felben untersagt werden, wenn Thatsachen vorliegen, welche die Ungu- Sonntag eine mindestens vierundzwanzigstündige, spätestens am berlässigkeit des Gewerbetreibenden in Bezug auf den Gewerbebetrieb Sonnabendabend um 10 Uhr beginnende Nuhezeit gewährt, so darf darthun." die vorhergehende Ruhezeit bei den Gehilfen bis auf vier, bei den Die ganzen Bestimmungen Tommen also darauf hinaus, daß die Lehrlingen unter 16 Jahren auf fechs Stunden vertürzt Stellenvermittler in Zukunft einer etwas schärferen Aufsicht unter- werden. Sofern die für den Sonntag zu gewährende Ruhezeit worfen werden und daß solche Elemente, denen direkt Betrügereien am Sonnabend spätestens um 6 Uhr abends beginnt und mindestens und dergleichen nachgewiesen werden, aus dem Gewerbe gedrängt 80 Stunden dauert, darf die Herstellung des Sonntagsbedarfs an werden können. Die private Stellenbermittelung als Backwaren unmittelbar an die vorhergehende Arbeitsschicht anolche hat man jedoch ruhig weiter bestehen lassen. Auch gefchloffen werden. Dabei darf jedoch aber die Gesamtdauer der was die Höhe der zu fordernden Gebühren anbelangt, hat man Beschäftigung einschließlich der Pausen für die Gehilfen 17 Stunden, feine Regelung versucht, sondern den Stellenvermittlern nur die für die Lehrlinge unter 16 Jahren 15 Stunden nicht überVerpflichtung auferlegt, ihren Gebührentarif der Polizei ein- fchreiten." Alles in allem würde diese Abänderung eine Verschlechterung zureichen. Die neuen diesbezüglichen Bestimmungen lauten: Die Gefindevermieter und Stellenvermittler find verpflichtet, des so schon ungenügenden Arbeiterschutzes im Bädereigewerbe bes das Verzeichnis der von ihnen für ihre gewerblichen Leistungen deuten. aufgestellten Tagen der Orts- Polizeibehörde einzureichen und in Die Hummenpartei. Die national socialen Herren Pastorent werden würden, und das Staatsdepartement ist auch Willens.thren Geſchäftsräumen an einer in die Augen fallenben leben wollen auf ihrem Vertretertag den folgenden Bannstrahl gegen die Stelle anzuschlagen. Diese Taren dürfen zwar jederzeit abgeändert werden, Socialdemokratie loslassen: bleiben aber so lange in Kraft, bis die Abänderung der Polizei- Wir verurteilen auf das schärfte die vaterlandslofe. behörde angezeigt und das abgeänderte Verzeichnis in den Geschäftsräumen angeschlagen ist. Amerika und die offene Thür. Dem„ New York Herald" wird aus Washington telegraphiert: Während das Staats- Departement sich einerseits bemüht, eine Berstückelung Chinas zu verhindern, betrachtet das Departement es andrerseits bei den vorliegenden Verhältnissen als unvermeidlich, von den Mächten, die Territorien in China erwerben würden, Bürgschaften dafür zu verlangen, daß die Handels. rechte der Amerikaner auch weiterhin geachtet diesen Schritt eventuell zu thun. Amerika wird also unter allen Umständen die Politik der offenen Thür fordern und dies ist das einzige berechtigte Jnteresse, das auch Deutschland hätte. Ein dunkles Gerichtsverfahrcu. Aus Peking wird gemeldet: Der Chinese, welcher beschuldigt wird, den deutschen Gesandten Freiherrn v. Ketteler ermordet zu haben, wurde gestern vom Kriegsgericht verhört. Da fein neues Beweismaterial bei gebracht wurde, beschloß der Gerichtshof, daß es nicht gerechtfertigt sei, einen endgültigen Spruch zu fällen. Dementsprechend wurde das Urteil vertagt, in der Hoffnung, weiteres Material bezüglich des wirklichen Anstifters des Verbrechens zu erhalten. Das heißt woht soviel: Man weiß gar nichts! Russischer Schuh. Der russische Gesandte in Beling richtete eine Dentschrift an Die Kaiserin, in welcher er sie auffordert, nach Peking zurückzukehren, und ihr den Schuh Rußlands verspricht. Nußland als Netter! Die Gesindevermieter und Stellenvermittler find ferner verpflichtet, dem Stellefuchenden vor Abschluß des Vermittelungsgeschäfts die für ihn zur Anwendung kommende Tage mitzuteilen. Dürfen die Stellenvermittler nach diesen Bestimmungen allerdings ihre Gebühren so hoch festiegen wie sie wollen, so kann badurch wenigstens verhindert werden, daß einzelne Leute noch über das sonst übliche Maß hinaus begaunert werden. Das kann verhindert werden. Ob das freilich immer geschehen wird? Ob die Stellenvermittler nicht ihre Zuflucht zu privaten Berabredungen nehmen werden, wonach fie sich neben der an gefchlagenen Tage noch besondere Zuschüsse bezahlen lassen? jedes nationale Ehrgefühl tief verlegende Haltung, welche die Socialdemokratie nicht nur in der Presse, fondern auch auf ihrem Parteitag gegenüber Deutschlands friegerischen Verwicklungen in China gezeigt hat. Wir sehen in diesem Verhalten der stärksten deutschen Partei eine nationale Schmach gegenüber dem Ausland, und eine schwere Schädigung der deutschen Arbeiterbewegung. Der Socialismus vermag mur dann zu politischem Einfluß zu ge= langen, wenn er die Notwendigkeit nationaler Machtpolitik erkennt und dementsprechend feine Stellung zu den Fragen der äußeren Politik einnimmt." Die guten Männer des gepanzerten Christentums versuchen auf den Fels zu schlagen, der ihnen im Wege steht. Die armen frommen Sände! Bom Eisen- und Kohlenmarkt. Die Börsenblätter suchen die wilde Flucht der Besiger der Ju Es darf nicht unerwähnt bleiben, daß die ganze Reform" weniger der Stellefuchenden zu Liebe, als vielmehr auf Drängen der Agrarier gemacht worden ist, welche daraus leicht eine Handhabe ge stalten fönnen aur Beseitigung der ihnen mißliebigen Stellen vermittler, derjenigen nämlich, welche die„ Landflucht des Gefindes duftriepapiere, die sich in den letzten Wochen durch Verschleuderung begünstigen". Im übrigen werden die anrüchigen Elemente", denen ihrer Werke um jeden Preis vor noch größeren Verlusten zu sichern auf Grund der neuen Bestimmungen die Konzession entzogen werden suchten, zu hemimen durch einige hoffnungsfreudige Nachrichten vom sollte, der Polizei doch ein Schnippchen schlagen, indem fie Strobijenmarkt. So wird gemeldet, daß das Rheinisch- Westfälische Einem Privatbrief aus Tientsin, den der„ Börsen- Kourier" ver- männer vorschieben oder sonstige Auswege suchen und auch finden Noheisensyndikat am Donnerstag auf zwei Jahre verlängert worden öffentlicht, sei folgende Stelle entnommen: Weltpolitische Wüstenet. werden. Der staatsanwaltliche Chinakurs. " Ich habe bis jetzt vier Gewehre, eine Flagge, aivei Soldatenanzüge, einen Säbel und eine Menge andrer Sachen als KriegsBarbon wird nicht gegeben das scheint jetzt die Losung der beute nach Hause gebracht, die mir eine gute Erinnerung sein Juftig zu sein. Zwar ist niemand, auch kein Staatsanwalt, im werben. Für die Zukunft sieht es allerdings böse aus. Alles Bweifel, was man im Bolt fiber die faiserlichen Aeußerungen zur Geschäft lahm, in Tientsin meilenweit alles von unfren Chinapolitik denkt und spricht. Wenn alle gedachten und vertraut Soldaten niedergebrannt. Die Kohlengruben füllen sich in geäußerten herben Bemerkungen zur Verantwortung gezogen werden folge Arbeitseinstellung alle mit Wasser. Kurz, ein troft- tönnten, so würde es an Staatsanwälten fehlen, um auch nur die loser Aspett." Anklagen erheben zu können. Das weiß alle Welt, auch die Herren So gedeiht unter den Fittigen Weltpolitik Handel und vom Gericht. Wander! Politische Uebersicht. Berlin, den 28. September, Gegen den Stellenvermittelungs- Schwindel. Und inmitten dieser allgemeinen bedeutsamen Auflehnung gegen eine Politik, die niemand ganz billigt, gefällt es dem Staatsanwalt, auf einen harmlosen Spazz zu fahnden. Wegen des fleinen Scherzes, der keine Beziehung auf den Kaiser enthielt, find in Erfurt unser Genosse Levyn zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, in Magdeburg und Halle Konfistationen vorgenommen worden. ist. Ebenso steht die Verlängerung des Siegerländer Roheifenfynditats auf zwei weitere Jahre bevor und in Düsseldorf ist dieser Tage in der Ausschußsizung des Roheisensyndikats beschlossen worden, an den bisherigen Roheisenpreisen festzuhalten. Das soll zeigen, daß die Synditatskapitalisten fest an die Fortdauer der guten Konjunktur glauben und soll die Stimmung der Börse wieder besser gestalten. Diese Wirkung scheint aber nicht eintreten zu wollen und bie Verlängerung der Syndikate ist auch kein Beweis für die Forts dauer des guten Geschäftsgangs. Im Gegenteil ist gerade das Nachlaffen des Nachfrage Ursache für die Werke, die Syndilatsverträge zu erneuern, um beim fintenden Bedarf die Preise noch so lange als möglich auf der Höhe zu erhalten. Wie sich die age in Wirklichkeit schon verschlechtert hat, wurde auf der Verjammlung bekannt, die dieser Tage der Verein deutscher Eisenhändler in Köln abgehalten hat. Dort wurde gesagt, daß der Eisenmarkt einen Ueberfluß an Roheisen aufweise und daß er erst durch die südafrikanischen und jetzt durch die chinefifchen Wirren furchtbar gelitten habe. Die Eisenhändler haben dann die Walzwerke gezwungen, mit dem Preise herabzugehen und zwar ist ein Preis nach Iaß von 30 m. pro Tonne bewilligt worden, ein Nachlaß, den man noch vor Halbjahrsfrist hohulachend zurückgewiesen hätte. Das Ger heimnis ist eben: die Werke fönnen wohl nach außen mit befriedigend langen Lieferverträgen renommieren, aber es fehlen die Specifikationen und so groß ist die Not, daß man, um diese zu erhalten, zu jedem Preisnachlaß bereit ist. Der finfende Preis aber ist ein sicheres 8eichen für die Vers schlechterung der Konjunktur. Die Werte lagen auch allgemein über die Versteifung des Geldmarkts. Aus Effen wird von ernstlichen Besorgnissen in maßgebenden Kreisen" berichtet. Der Bergbau hat Schwierigkeiten, die Zubußen für neue Schachts anlagen zu erhalten; zahlreiche in der Ausführung begriffene oder projektierte Bergwertsanlagen sind unterbrochen oder unterbleiben überhaupt. Ein agrarischer Triumph. nosalta Auf dem Stohlenmarkte scheint dagegen die Lage vorläufig Sehr zufrieden schreibt die bündlerische, Deutsche Tageszeitung": unverändert den ausbeuterischen Kapitalisten günstig zu sein, woran Das Der wirtschaftliche Ausschuß zur Vorbereitung der Handels- auch die Marinetransporte nach Ostasien Ursache haben. verträge tritt am 16. Oftober zu einer Vollversammlung zusammen, teinisch- westfälische Kohlen Syndikat hat sich nachdem im Laufe des Sommers mehrfach Kommissionssigungen dieser Tage in der Zechenbefizer- Versammlung eine lange Rechtstattgefunden haben. Die landwirtschaftliche Kommission fertigung der Bergwerkskapitalisten geleistet. Diefe follen an der Preissteigerung der Kohle und an dem Kohlenmangel feine Schuld hat beispielsweise wiederum am Mittwoch und Donnerstag getagt tragen und man wies nach, daß die Förderung der Kohle seit 1892 und sich über die Höhe der landwirtschaftlichen Zolljähe geeinigt. um 50 Proz. zugenommen habe. Leider hat man ganz vergessen zu Soweit sind die Mitteilungen des Berichterstatters unsres Wissens zeigen, wie die deutschen Bergwerkstapitalisten luftig weiter Sohle richtig. Was er aber über die Höhe des Zollsatzes selbst auführt, ins Ausland befördern, während der deutsche Markt Allein nach Oestreich sind in den ersten sieben Monaten daß man nämlich einen Roggenzoll von 5 M. und einen leer ist. Weizenzoll von 6 M. vorgeschlagen habe, ist unrichtig. 1900 693 000 Tonnen gegangen, nach Rußland 180 000 Tonnen, nach Der Berichterstatter konnte darüber nichts wissen, da die VerHandlungen streng vertraulich waren, und da von leinem Teilnehmer zu erwarten ist, daß er sich an das Gebot der Vertraulichkeit nicht gebunden hat. Auch wir wissen aus dem eben angeführten Grunde nichts Näheres über die gefaßten Beschlüsse. Nur das können wir sagen, daß die Mitteilungen des Berichterstatters über die Zollhöhe falsch sind und daß ein volles Einbernehmen innerhalb der Kommission über die Zollfäße erzielt worden ist." Deutsches Reich. Der Schwindel, der Wucher und die Betrügereien, denen In Stuttgart ist man wegen eines Artikels über das persönliche Stellensuchende so oft von seiten sogenannter Stellen- und Gefinde- Regiment, in Solingen wegen Bemerkungen über Victor Emanuel III. vermieter ausgesetzt sind, soll durch die Novelle zur Ge- behördlich eingeschritten. werbe Ordnung, die am 1. Oktober in Kraft tritt, einiger- Die Weltpolitik scheint nervös zu machen, und die Justiz ist maßen eingedämmt werden. Die Bestrebungen, auf diesem Gebiet reformierend zu wirken, sind schon ziemlich alt, wenn es auch bisher nicht nur bemüht, die Kritit strafgesetzlich zu zügeln, sondern fie noch nicht gelungen war, etwas Wirksames gegen dieses Unwesen wittert auch in beziehungslosen Späßen friminelle Anspielungen. dunkler Existenzen zu thun. Schon 1888 heißt es in einem amtlichen Ist das der Anfang des größeren Deutschlands der Weltpolitik, Schriftstüd: daß man im Innern zu den Methoden des kleinsten Deutschland der Dieses Gewerbe wird vielfach und in mancher Bezirken Metternichzeit seine Zuflucht nimmt und Wort und Wig hochnotüberwiegend durch Personen von zweifelhafter Rechtschaffenheit peinlich verfolgt? und Moralität betrieben... Um durch vermehrte Stellennachweisungen erhöhten Gewinn zu erzielen, verleiten siedas Gesinde geflissentlich zu leichtfertigem Stellenwechsel und tragen dadurch an vielen Ortenwesentlich zur allgemeinen Verschlecherung des Ge findes bei. Ihre Gebührenforderungen sind oft übertrieben, und nicht selten verſchaffen fie fich dadurch, daß fie fich sowohl von den Herrschaften als auch von den Dienstboten bezahlen laffen, einen unrechtmäßigen Gewinn. Die Zwangslage stellenLoser Dienstboteu wissen sie dadurch auszubeuten, daß sie ihnen gegen hohe Bergütung bei sich Unterkommen gewähren und ihnen erst dann einen Dienst verschaffen, wenn sie auf diese Weise deren ganze Habe an sich gebracht haben. Am bedenklichsten wird dieser Gewerbebetrieb in den nicht seltenen Fällen, wo er dazu benutt wird, der Unsittlichkeit Vorschub zu leisten, etweder dadurch, daß stellensuchende weibliche Dienstboten zum Theil unter falschen Vorspiegelungen in Bordellen oder liederlichen Schankwirtschaften untergebracht oder während der Zeit der Stellenlosigkeit zu un züchtigem Verkehr verleitet werden. In neuerer Zeit ist von vielen Seiten besonders über die Be= wucherung von stellesuchenden Kaufleuten, Kellnern, Seeleuten, Schauspielern 2c. geklagt worden. Wie unzuverlässig und verdächtig viele dieser Schmarozerexistenzen find, das hat eine im Jahre 1895 von der preußischen Regierung veranstaltete Enquete gezeitigt. Nach den Ergebnissen dieser Erhebung waren von 5216 gewerbsmäßigen Stellenvermittlern 632, also über 12 Proz. wegen Verbrechens oder Vergehens borbestraft; unter diesen 632 Personen befaßten fich 537 auch mit der Stellenvermittelung für weibliches Gesinde. Die Bestrafungen Es ist also noch ein höherer Zoll als 5 resp. 6 M. erzielt worden. waren erfolgt: 345 mal wegen Diebstahls, ehlerei, Bereits fängt die Breffe der hochschutzöllnerischen Industrie an, über Betrugs oder Unterschlagung, 109 mal wegen Körper- die agrarische Begehrlichkeit ungehalten zu werden und mahnt zur berlegung, 25 mal wegen up pelei, 3 mal wegen Meineids, 279 mal wegen eines andren Verbrechens oder Bergehens, so daß zurückhaltung. Indessen das ist nur ein Scheinscharmützel. Die fich für 632 Bestrafte 761 Verbrechen oder Bergehen ergaben. Agrarier schlagen vor, um die Oeffentlichkeit erst an die Ungeheuerlich Unter den 30 Theateragenten, über die die Erhebung berichtet, teit zu gewöhnen und sie dann durch Konzeffionen zu beschwichtigen. waren fieben und zwar zwar 10 mal wegen Verbrechen oder Das Ziel aller Treibereien ist die Bereitelung von Handelsverträgen Vergehen, wie Kuppelei, Diebstahl, Urkundenfälschung und Betrug, überhaupt. Frankreich 28 000 Tonnen, nach den Niederlanden 41 000 Tonnen, nach Belgien 77 000 Tonnen. So versorgen die patriotischen" Kapitalisten fürsorglich das Ausland mit Kohle und lassen den deutschen Konsumenten für seinen Hausbrauch unerschwingliche Preise bezahlen. Dafür sind die Herren von Kohle und Eisen aber auch die wahren Vaterlandsfreunde! In großer Beklemmung waren vor kurzem unfre Byzan tiner geraten. Es war die Nachricht verbreitet worden, Bring Rupprecht von Bayern sei beim Manöver gefangen gegefangen! Unerhört! Und nommen worden. Ein Prinz noch dazu von einem gewöhnlichen bürgerlichen Oberstlieutenant. Das fonnte nicht wahr sein. Wie kann ein Prinz im Felde derartige Fehler machen, daß seine Gefangennahme unausbleiblich. Die Nachricht wurde dementiert Jezt giebt aber die„ Leipz. Volksztg." aus beſtinformierter militärischer Quelle" folgende" authentische Darstellung":" Die Gefangennahme des Prinzen erfolgte durch den Oberstlientenant Gradinger. Bring Supprecht hatte mit dem von ihm geführten Truppenförper in einer Thalmulde Raft gemacht und allerdings auch Vorposten ausgestellt. In der Begleitung des Bringen vorbestraft. Von 350 Personen, die für Kellner oder Kellnerinnen Nieder mit den Getreidezöllen und den Brotwucherern! befand sich u. a. auch der Generallieutenant von Köniz. Eine aus Stellung vermitteln, waren 72, also mehr als 20 Proz. wegen Verdreischweren Reitern bestehende Patrouille der von Gradinger brechens oder Vergehens, wie Kuppelei, Betrug oder Unterschlagung, Eine nene Bäckereiverordnung. geführten Gegenpartei tam den Vorposten zu nahe, erhielt vorbestraft. Von den Stellenbermittlern, die Beherbergung oder Auf diesen Vorfall witrde Betöftigung an Stellensuchende gewähren, hatten über ein Sechstel Seitdem die neue Bädereiverordnung besteht, ist auch von den Feuer und zog sich schnell zurüd. in gleicher Weise Borstrafen erlitten. Zu diesen bestraften Personen Bädermeistern gegen diefelbe gearbeitet worden; im Reichstag wurden feinerlei Gewicht gelegt. Der die Patrouille führende Gefreite treten noch 345 Vermittler, die nach Ansicht der Behörden berechtigter schon mehrfach seitens der Konservativen Versuche gemacht, die Be- aber hatte Zeit genug gefunden, durch eine Lichtung das weise in schlechtem Leumunde standen und, wiewohl unbestraft, als stimmungen wieder aufzuheben oder doch wesentlich zu Ungunsten ganze Thal zu überblicken. Und insbesondere war ihm nicht entzuverlässig nicht zu erachten waren. der Arbeiter abzuändern. Nach langjährigem Ansturm scheint es denn gangen, daß die Mannschaften ihre Gewehre in Pyramiden Die Gewerbe Ordnungs Novelle hat nun einige Bestimmungen auch gelungen zu sein, die Regierung von der Unhalt- gestellt hatten, während die Offiziere auf einem Trupp bei einander Gewerbe- Ordnungs getroffen, die es ermöglichen, diesen unsicheren Elementen etwas barkeit" der bisherigen Bestimmungen überzeugt" zu lagerten. Mit größter Eile überbrachte der Gefreite nunmehr schärfer auf die Finger zu sehen, ohne daß man sich gerade der haben. Wie nämlich die Kölnische Beitung" mitzuteilen dem Oberstlieutenant Gradinger die Meldung, wie leicht der Feind Hoffnung hingeben tann, es wäre nun allen Mißständen auf diesem weiß, werden die Behörden neuerdings über den Entwurf einer zu überrumpeln sei. Der Kommandeur traf sofort die umfassendsten " Dieser unterscheidet sich von Maßregeln, die Vorposten wurden überrumpelt und-in turzer Gebiet wirklich vorgebeugt. neuen Bädereiverordnung befragt. Wer vom 1. Oftober das Gefchäft eines Stellenbermittlers oder den bestehenden Vorschriften hauptsächlich dadurch, daß nicht geit faß Prinz Rupprecht in einer Falle, aus der Gefindevermieters betreiben will, bedarf dazu der behördlichen die Dauer der Arbeitsschichten, sondern die Dauer der im Ernstfalle tein Mann enttommen wäre. Bei der Kritik, Die die als Höchstkommandierender General v. Köniz abhielt, nahm Erlaubnis, diese ist zu versagen, wenn Thatsachen vorliegen, welche Bausen zwischen den Arbeitsschichten festgesetzt wird. " " dieser die Partet des Prinzen, während er dem Oberst- I lieutenant Gradinger, der seine Maßnahmen verteidigen wollte, das Wort nicht verstattete. Das ,, händliche Glück" des Centrums. Bei Besprechung der berühmten Speisezettel der Ansiedelungs tommission, auf deren Grundlage die Arbeiter mit einem Aufwand von täglich 40 Pf. verpflegt werden, erinnerten einige Blätter daran, daß auch die focialpolitische Centrumsti che spottbillige Gerichte Herstellt. In Hizes Buch" Das häus liche Glid" fand man u. a. folgende tezepte zu Mittagessen für vier Erwachsene in dürftigen Verhältnissen": 1. 2. Ausland. Italien.asmin Die Gehilfenvertreter haben unterdes diese Vollmacht erhalten durch eine öffentliche Glaserversammlung, die folgende Resolution annahm: Die in den Arminhallen versammelten streifenden Glaser geben Das heißt ein Geschäft! Nach der aus vatikanischen Kreisen wohlinformierten„ Lombardia" schäßt der Großpönitentiar der Lohnkommission die Vollmacht, im Sinne der Ausführungen des Erträgnisse des Anno santo( Jubeljahr") auf 600 Millionen und Generalkassierer des päpstlichen Stuhls die Referenten A. Störsten mit den Arbeitgebern zu verhandeln." Die Verhandlungen werden Montag wieder aufgenommen. Frauta. Es hat sich also gelohnt, daß Papst Leo diese alte Ein- Dienstag ist abermals öffentliche Versammlung der Streikenden in richtung der Jubeljahre", die aller 25 Jahre wiederkehren, feit 1825 den Arminhallen zur Berichterstattung. aber nicht mehr gefeiert worden find, wieder aufleben ließ. Die Jesuiten hatten nur eine Reineinnahme von 200 Millionen Franks erhofft." 1/2 Pfd. Gerfte in Suppe. 10 Pf. 1/2 Pfd. Gries in Suppe. 5 Pf. Anschuldigung, von dem Plane seines Bruders gewußt zu haben, im In Freiheit gesetzt wurde der Bruder Brescis, der unter der Gefängnis saß. . 6 " Kartoffeln 18 5 " Kartoffeln 15 • " Wurstbrühe oder Butter1 Liter Wurstbrühe 7 " milch. 7 " 27 Pf. 35 f. 4. 14 Bf 15 Frischer Kohl Bfd. Startoffeln Schweinspfoten 3. 2 Pfd. grüne Bohnen in Suppe 5 Pfd. Kartoffeln 2 " fr. Schweineknochen 4 33 Pf. 10 Pf. 15 20 " 45. f. Diese Rezepte für sehr bedürftige Familien" find dem Centrum schon recht unangenehm geworden und in neuen Auflagen des häuslichen Glücks“ wurden sie auch weggelassen. Es ist trotzdem ganz angebracht, wenn wieder einmal in Erinnerung kommt, welche lukullischen Genüsse das Centrum als zum„ häuslichen Glüd" gehörig betrachtet. Pensiontert wurden in der deutschen Armee seit 15. Angust dieses Jahrs: 2 Generallieutenants, 6 Generalmajore, 7 Obersten, 4 Oberstlieutenants, 14 Majore, 21 Hauptleute, 10 Oberlieutenants, 9 Lieutenants. In Summa 73 Offiziere. Kosten pro Jahr Wochen 96. 160 Griechenland. Ans Athen wird gemeldet: Der Kronprinz von Griechenland ist zum Oberkommandanten der Armee mit weitgehenden Vollmachten ernannt worden. Prinz Georg reist morgen ab, um den interessierten Großmächten mitzuteilen, daß er eine Erneuerung des Mandats als Gouverneur von Kreta nicht annehme. Afrika. Vom füdafrikanischen Krieg. Aus englischer Quelle wird berichtet: schweig), befinden sich im Lohnkampf. Der Formermeister Friedrich Die Former der Firma A. W. Mackensen, Schöningen( Brauns fucht in Berlin Arbeitswillige anzuiverben und bitten wir die Kollegen Formern nur gar zu unliebfam bekannt, so daß wir annehmen bringend, den Lockungen nicht zu folgen. Der Herr Friedrich ist den fönnen, daß seine Bemühungen vergeblich sein werden. Die Stollegen, die ihn nicht kennen sollten, seien hiermit gewarnt. Für den deutschen Metallarbeiter- Verband. Der Vertrauensmann: H. Rohrlad. Deutsches Reich. Der Lokalverband der Dresdener Vanunternehmer hat jetzt einen Borstoß mit der Streitklaufel unternommen. Der Borstand des Verbands hat an tönigliche und städtische Behörden eine Petition gerichtet, in der unter anderm gefordert wird, in Bauverträge folgenden Baffus aufzunehmen: Bei einem Aus stand oder einer Bausperre der Arbeitnehmer oder Arbeitgeber verLängert sich die Bauzeit um die Dauer des Ausstands oder der Sperre, gleich viel, ob dieselben einen teilweisen oder gänzlichen Stillstand der übernommenen Arbeiten berbeigeführt haben." Das Reutersche Bureau meldet aus Vryburg vom 22. September: General Settle mit 7000 Mann hat die von den Boeren seit dem 17. September umzingelte Garnision von Schweizer Rennecke nach einem Gefecht entfegt, in welchem die Boeren schwere Verluste erlitten. Der Kommandant der Boeren wurde gefangen genommen. Wie ein Die Unverschämtheit der Forderung wird beinahe noch durch die Telegramm des Feldmarschalls Roberts aus Pretoria von gestern übertrumpft, die in der Begründung zu Tage tritt. Da heißt es meldet, haben die Engländer Heilbron, Lindley und Reiß unter anderm wieder besetzt. Eine Abteilung Boeren habe Pienaars Station an- land, wiederholenden Streits der Bauarbeiter, die zum großen Teil Veranlaßt durch die fortwährenden, sich allerorts in Deutschgegriffen, fei jedoch zurückgeschlagen worden. Die Reise des Präsidenten Krüger nach Europa scheint von einer bestimmten Klasse von Führern der Socialdemokratie ge260000 Mart. Ohne Pension sind ausgeschieden nicht so glatt abgehen zu sollen. In seinem Besitz sollen sich die leitet werden, haben sich auch die Arbeitgeber im Baugewerbe zum 28 Lieutenants( 22 preußische und 1 württembergischer). Somit Geheim archive der Boeren und das ungemünzte Gold großen Teil vereinigt, um nicht ganz der Spielball einer gebeträgt der Gesamtabgang an Offizieren in den legten sechs der Republik befinden. Darauf erhebt England Anspruch. Nach der wissen laife von Menschen zu werden, die sich aufspielen, den Meldung verschiedener Blätter aber ist das falsch, das geheime Archiv iesigen Staat über Bord zu werfen und einen Staat Von den Pensionierten treffen auf Breußen: Vier sei vielmehr längst von den Engländern in Sicherheit gebracht. Die nach ganz neuen Anschauungen herzustellen." Man sieht, den guten Generalmajore, 5 Obersten, 2 Oberstlieutenants, 10 Majore, 12 Haupt- wichtigsten Dokumente seien sogar photographiert und an andren Willen zum Scharfmacher haben die Dresdener Bauunternehmer; Leute, 9 Oberlieutenants, 7 Lieutenants( Summa 49); auf Bayern: Orten niedergelegt. Schon als Pretoria befekt worden sei, habe nur etwas zu plump ist diefe Mache. 1 Generalmajor, 1 Oberst, 2 Oberstlientenants, 3 Majore, 5 Haupt man durch vertraute Personen die geheimen Aftenstücke aus den der mindeste Widerstand gegen die Forderungen zu erwarten, an Von den staatlichen und städtischen Behörden Sachsens ist nicht Yeute( Summa 12); auf Sachfen: 1 Generalmajor, 1 Oberst, unsicherent Striegsquartieren fortbringen laffen. 1. Major, 3 Hauptleute, 1 Oberlieutenant, 1 Lieutenant( Summa 8); Bon der Familie Chamberlain wird immer mehr allerwenigsten wird sich der Minister des Junern, Herr v. Metsch, euf Württemberg: 2 Generallieutenants, 1 Hauptmann, Interessantes fiber deren Verbindungen mit großen Industriefirmen dagegen firäuben. Der Herr hat ja schon den Dresdener Bau1 Rieutenant( Summa 4). Morning Leader" veröffentlicht zivei Artikel fiber die unternehmern beim Maurerstreit im vorigen Jahre das weitgehendste Im III. Quartal verließen im ganzen 177 Offiziere den Dienst. Elliot- Metall- Company" in Birmingham, welche der Admiralität Entgegenkommen zugejagt und fein Versprechen auch wahr gemacht, Dabout wurden 136 pensioniert, der Rest aber ohne Bension ver- Munition liefert und von welcher die Familie Chamberlain zahl wie das schneidige Borgehen der Polizei zeigte. Er wird es auch abschiedet oder ausgeschieden. reiche Aktien besitzt. Die Operationen dieser Gesellschaft, so schreibt hier an Entgegenkommen sicher nicht fehlen lassen. Eine zweite in derselben Petition aufgestellte Forderung dürfte das genannte Blatt, würden streng geheim gehalten. Berichterstatter feien von den Generalversammlungen ausgeschlossen. Der Termin auch den Arbeitern zu gute kommen, obwohl sie von Unternehmerderselben werde niemals bekannt gegeben. Die Hälfte der Aktien intereffen diftiert ist. Der Lokalverband ersucht nämlich noch, Arbeiten nicht dent Mindest befinde sich in den Händen der Familie Chamberlain. Vergebung der Chamberlain, ein Sohn des Ministers, giebt in einen Brief, den fordernden zu berücksichtigen und den Submittenden er an ein Birminghamer Blatt richtet, eine Erklärung über die Be- kontraktlich zur Pflicht zu machen, nicht unter den vom ziehungen seiner Familie zu größeren industriellen Gesellschaften. Arbeitgeberverband festgesezten Löhnen arbeiten zu Er giebt zu, daß seine Familie seit langen Jahren bei Handels- lassen bei sofortigem Verlust des Auftrags." gesellschaften finanziell intereſſiert ist, weist aber die Anklage des " Morning Leader" mit Entschiedenheit zurück. Politik in Kriegervereinen. Den Kriegervereinen des WahlPreises anz Leben ist in diesen Tagen nachstehendes Cirkular zugestellt worden: Rreis Krieger Verband Wanzleben. Wanzleben, den 21. September 1900. An sämtliche Vereine des Kreis- Krieger- Verbands. Aus Anlaß eines Specialfalls machen wir im Interesse des Bereins, wie jedes einzelnen Mitglieds desselben, kameradschaftlich darauf aufmerksam, daß es sich mit den Satzungen der Kriegervereine durchaus nicht verträgt, wenn Mitglieder derselben bei Wahlen einem Socialdemokraten ihre Stim me geben. Wir ersuchen, in der nächsten Generalversammlung besonders darauf aufmerksam zu machen. Mit tameradschaftlichem Gruß! Der Vorstand des Kreis- Krieger- Verbands. Bürgermeister Rössing, Borsigender Schon zu wiederholten Malen sind vom Reichstag Wahlen deshalb für ungültig, erklärt worden, weil von obrigkeitlicher Stelle aus die Kriegervereine zu Gunsten des einen oder andren Kandidaten beeinflußt worden sind. Aber immer wieder liefern die Herren der artige Protestgründe. Austin bei am Die zweite Forderung dürfte auf Schwierigkeiten stoßen, die erste werben Behörden und Stadtverordnete in Dresden als selbstverständlich betrachten. Die Wahlbewegung schlägt mächtige Wogen. Die Morgen blätter machen darauf aufmerksam, daß der Termin zur Aufstellung Buchbinderbewegung. Nachdem die Buchbinder in Leipzig, neuter Kandidaten für die bevorstehenden Wahlen abgelaufen ist. Berlin und Stuttgart den Neunstundentag erkämpft haben, regt es Dieser Tage haben fast alle Führer beider Parteien nochmals Wahl- sich unter den Buchbindern in den Kunstanstalten Nürnbergs, reden gehalten. Chamberlain kritisierte in heftiger Weise die wo noch immer die 9½½ stündige Arbeitszeit herrscht. Die VerPolitik Lord Roseberys und forderte die Wähler auf, die anti- waltung der dortigen Zahlstelle hatte die Kunstanstaltsbesiper in patriotischen Vorschläge der Boerenfreunde" abzulehnen. Höflicher Weise aufgefordert, den Neunstundentag einzuführen. Die Charles Dilte nahm das Wort vor seinen Wählern in Chelsea Unternehmer verhielten sich jedoch dieser Forderung gegenüber kurz und erklärte, so lange die konservative Partei am Ruder bleibe, ablehnend. Eine Versammlung der Arbeiter und Arbeiterinnen würden keine ernſten Reformen im Kriegsamte gemacht werden. Dieser Branche befaßte sich mit der Angelegenheit, und es wurde beSir Wyndham, Staatssekretär des Striegs, wohnte einer von schlaffen, dieselbe im tge zu behalten. Zunächst soll die Organi Konservativen in Battersfield, dem Wahlbezirk des bekannten fation gestärkt werden, namentlich in Bezug auf die Arbeiterinnen, Arbeiterführers Burns, abgehaltenen Bersammlung bei, ohne die ein Erfolg nicht zu erzielen ist... welche einen änßerst stürmischen Verlauf nahm, weil die Wähler den konservativen Redner nicht zu Wort kommen lassen wollten. Partei- Nachrichten. Die Münchener Scharfmacher im Tischlergewerbe versuchten noch einmal aufs neue einen größeren Konflikt heraufzubeschwören. In einer größeren Werkstatt eines der Hauptschreier der Tischlermeister, des Herrn Pössenbacher, war, wie wir bereits berichteten, eine Differenz mit Arbeitern entstanden, weil der genannte Herr ftforderte, daß seine Arbeiter eine halbe Stunde früher die Arbeit beUnglücksfall in der Marine. Man schreibt uns aus Kiel: Donnerstagabend, spät zwischen 11 und 12 Uhr, sind auf dem Kieler Hafen 4 Matrosen, zur Besatzung des Tender Hay" gehörig, in den Wellen ertrunken. Sie hatten ihre, am andren Tag bevorstehende Entlaffung gefeiert, und dann eine Spazierfahrt auf dem Parteipreffe. In die Redaktion der Rheinisch- Me Hafen gemacht. Von den 5 Bootsinsassen sind 4 ertrimken. Der fälischen Arbeiter Zeitung" in Dortmund wird am ginnen sollen. Die Arbeiter nahmen unter diesen Bedingungen die Yetzte rettete sich durch Schwimmen. Die Namen der so plöglich ums 1. Oktober der Genosse Kourad Haenisch aus Dresden eintreten Arbeit nicht auf und suchten in andren Werkstätten Beschäftigung, Leben gekommenen find:[ Dreier- Lübeck, Eidel- Lippspringe, Strupka. Hamburg und Forsthoff. Hauptmann Kallenberg von der afrikanischen Schuytruppe, der seit Anfang April wegen Tötung einer Regerin und ihres Kinds in Untersuchungshaft fit, befand sich eines leichten Lungenleidens wegen und zur Beobachtung feines Geistes zustands() ſeit sieben Wochen in einem Berliner Garnison lazaret. Jezt hat ihn ein Stabsoffizier in die Militärarrest- Anstalt zurückgebracht. Das Ergebnis der Beobachtung wird geheim ge balten. 1 " Eine internationale Verständigung der socialistischen Preffe Herr Böffenbacher organisierte nun eine Gegenaktion und versuchte hei wird durch die am 1. und 2. Oktober in Paris tagende inter- den Meistern, wo seine Arbeiter Beschäftigung gefunden hatten, die nationale Konferenz der Vertreter der socialistischen Redaktionen Entlassung zu bewirken. Damit hatte aber Herr Pöffenbacher noch und Schriftsteller angebahnt werden. Die Konferenz ist einberufen feine Arbeiter, sondern nur die Genugtuung, daß er seine Leute, worden von dem schon seit 1893 in Paris bestehenden Verein der von denen einige 10, fogar 20 Jahre bei ihm arbeiteten, aufs Straßensocialistischen Preffe", in dem Schriftsteller aller socialistischen Gruppen pflaster warf. Es mußte mehr geschehen und man fafelte bereits abervertreten find. Der Zweck der Konferenz foll sein, die socialistischen mals von einer allgemeinen Aussperrung, wenn sich die Arbeiter bei Herrn Schriftsteller aller Länder in nähere Beziehungen zu bringen. Böffenbacher nicht fügen. Jedoch hat die Meisterversammlung der Ein internationaler Verband foll vorbereitet werden, dazu bestimmt, ftion nicht zugestimmt, die Stampfesstimmung hatte doch bedeutend die materiellen und moralischen Interessen der socialistischen Schrift nachgelaffen, so daß man nach neuen Siegen nicht lüstern war. steller zu fördern. Aus der sehr umfangreichen Tagesordnung heben öffenbacher selbst spielte in der Versammlung den Großmütigen wir hervor: Die kulturellen Aufgaben der internationalen socialistischen es ging ihm wie dem Fuchs in der Fabel, dem die Trauben zu Lex Heinze in Koblenz. In einem Koblenzer Blatt lesen wir Breffe; 3wved und Ziele der Syndikate( Gewerkschaften) der fauer sind und verzichtete auf die Hilfe seiner Kampfgenoffen, folgendes amusante Geschichtchen: Auf dem Meßplas hält ein Ver- focialistischen Schriftsteller, vornehmlich deren Bedeutung für die Die Folgen der Aussperrung machen sich erst jetzt bei den Klein fäufer Porzellanwaren feil. Unter den vielerlei Gegen Weiterentwickelung des Socialismus; Mittel, die Verständigung und meistern in recht übler Weise bemerkbar; wie so oft, zeigt sich auch ständen befinden sich auch Nachbildungen der aller Welt ob ihrer die Solididarität zwischen den Journalisten aller Länder herbei- hier, daß nur die Großen geschäftlich die Situation zu ihrem Nuzen tlassischen Schönheit bekannten Danneckerschen Ariadne statue; zuführen und zu erhalten. Als praktische Mittel hierzu sind vor- wendeten. fie lassen sich zweckmäßig als Briefbeschwerer, Nippes oder der geschlagen imd werden diskutiert: Jährliche Konferenzen, Gründung Aus dem Eulengebirge: Einte Firma hat bis jetzt den Haus gleichen verwerten. Danneckers Ariadne verwendet aber be- einer internationalen Föderation der socialistischen Presse mit einem webern geantwortet und zwar die mechanische Weberei F. G. Alter fanntlich etwas wenig Sorgfalt auf die Toilette, wodurch sie ständigen Bureau, Errichtung lokaler Komitees zur Lösung der fich hier die allerhöchste Ungnade der Behörde zugezogen hat, der doppelten Aufgabe: Information der socialistischen Preffe; Unter- in Peterswaldau, die folgendes Schreiben an die Weberkommission gesandt hat: die Aufsicht auf dem Meßplaß untersteht. Der Verkäufer mußte fich fuchungen über die Lage der Presse in den respektiven Ländern, Peterswaldan, den 26. September 1900, also von dem aufsichtführenden Beamten dahin belehren lassen, in Fernere Punkte der Tagesordnung find. Wie kann die sociaHerrn Karl Kalms, Webermeister, Koblenz sei der Anblick paradiesischer Unschuld geeignet, unliebsames listische Presse zur Verbreitung der Idee, des allgemeinen WeltLeutmannsdorf. Aufsehen zu erregen, und er mußte sich dazu verstehen, die Figuren friedens beitragen?; die Principien, welche die socialistische Presse in Jm Besitz des Circulars der Weberkommission im Eulengebirge mit einem Zuch zu bedecken. Auch Darstellungen, wie der äußeren Politit verfolgen muß; Lebrinstitute für Journalisten; benachrichtige ich Sie hiermit, daß ich die Forderung einer LohnMyrons herrlicher Distuswerfer, von dem sogar eine Nach- Regelung des Vertragsverhältnisses zwischen den Redacteuren und erhöhung von 10 Proz. infolge der allgemeinen Teuerung gerechtbildung in Vatikan steht, und der Dornzieher, die bekannte den Verlegern. Darstellung des Knaben, der sich einen Dorn aus der Fußsohle zu fertigt finde und bereit bin, solche vom 1. Oktober cr. ab eintreten entfernen sucht, auch diese beiden Nachbildungen Klassischer Kunstzu lassen, vorausgesetzt, daß sämtliche in Betracht kommende Fabritanten das gleiche thun. werke, an denen selbst Herr Rören wohl keinen Anstand nehmen ( Folgt Unterschrift.) nürde, mußten mit dem Zuch allzu großer Vorsicht bedeckt und dem Hoffentlich schließen sich die übrigen Firmen bald dem Herrn Auge des Meßbesuchers entzogen werden! Alter an. Erflärend wollen wir bemerken, daß in Schlesien fämtliche mechanische Webereien eine mehr oder minder große Anzahl Handweber außer dem Hause beschäftigen. Vom deutschen Verein Arbeiterpresse" sind die Genoffen Wurm und Gradnauer zu dieser Konferenz delegiert. Außer dem nehmen auch die Genossen Kautsky und Dr. Adler- Wien daran teil. Polizeiliches, Gerichtliches usiv. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. - Genosse Lewy, der fürzlich zu einem Jahr Gefängnis wegen Der konfessionslose Minifter. Das Gießener„ Amtsblatt" Majestätsbeleidigung verurteilt wurde, wurde am Dienstag abermals schreibt über den jezigen Finanzminister Hessens, Herrn Gnauth: zu 3 Wochen Gefängnis verurteilt. Als er noch Redacteur in " Bald nach der Wahl und Ernennung des Herrn Gnanth zum Saalfeld war, soll er einen fürstlich- rudolstädtischen Minister beleidigt Bürgermeister von Gießen, im Jahre 1889, wurde allerdings in baben. Zum Zwed der Verhandlung wurde er aus dem Erfurter einigen Blättern behauptet, er sei zur evangelischen Kirche Gerichtsgefängnis nach Rudolstadt transportiert und vom dortigen aurüdgetreten und habe seine Kinder taufen laffen. Herr Gericht verurteilt. Gnauth selbst trat damals dem entgegen in einer Zuschrift an das " Berliner Tageblatt" mit der Erklärung, er sei tonfessions los und werdeseinekonfessions Lofe Haltung auch beibehalten. Zugleich ersuchte er das Berl. Tagebl" um die Mitteilung, daß seine Kinder weder nachträglich Mit dem Streit der Glafer befchäftigten sich am Donnerstag getauft worden sind, noch getauft werden. Diese abend die Leiter der Arbeitgeber und der Innung einerseits und die Berhältnisse bestehen auch heute noch. Herr Gnauth, als Kind Lohnkommission mit Gefellenausschuß andrerseits unter Vorsiz des evangelischer Eltern in Stuttgart geboren und getauft, trat als Gewerkschaftssekretärs A. Körsten. junger Mann aus der evangelischen Kirche aus und ist bis heute In der mehrstündigen Konferenz fonnte eine Einigung über die nicht wieder zurückgetreten. Seine Kinder sind auch heute noch Forderung Abschaffung der Accordarbeit" nicht erzielt werden. Die nicht getauft, das älteste, 18 Jahre alt, natürlich auch nicht Konferenz wurde deshalb auf Montagabend 6 Uhr vertagt; es tonfirmiert." wurde jedem Teile anheim gegeben, sich weitergehende Vollmacht zu Herr Gnauth, als ein Mann von Rückgrat, scheint fast zu schade beschaffen. Ueber die andren Forderungen der Gesellen wurde eine für einen Ministerposten zu sein! Einigung erzielt. Eine Staatsstüte. Das Schwurgericht in Bayreuth ver urteilte den Fabritweber Heinrich Rödel wegen vorfäglicher Brandstiftung zu 1 Jahr 5 Monaten Buchthaus, 5 Jahren Ehrverlust und Stellung unter Bolizeiaufsicht. Der Verurteilte ist ein liederlicher Mensch, der nichts arbeitet und den seine Frau als Säufer und Faullenger längst aus dem Hause gejagt hat. Als 1898 die Weber der Firma Kanzler in Bayreuth wegen Lohnreduzierung streiften, kam der Rödel, der schon lange nicht gearbeitet hatte, zum Streiffomitee und verlangte Unterftügung, indem er andernfalls drohte, bei Kanzler zu arbeiten. Die Streitenden wiesen den Burschen natürlich ab und er machte seine Drohung wahr und arbeitete nebst einigen Genossen wirklich. Der Streit ging verloren. Die bürgerliche Bresse feierte seiner Beit Rödel und Genossen als Retter des Waterlands und veröffent lichte Zuschriften von ihm gegen die Streikenden. Wenn Rödel herauskommt, nimmt sich hoffentlich die" Post" 2c. feiner an; er ist würdig, in die Kategorie ihrer Schüßlinge eingereiht zu werden. Ausland. Diese Ausführung zeuge von einem merkwürdigen Verkennen des Izufammen arbeite. Dann that der Pastor die folgende Aeuße Ueber den amerikanischen Kohlengräberstreik meldet Neuters Begriffs einer religiösen Feier. Die polizeilichen Maßnahmen zur rung:„ Aber eine Dirne ist hier, die seit zehn Jahren mir Bureau aus Ne: v Yort vom 28. September: Kardinal Gibbons Feiertagsheiligung hätten nämlich den 8wed, das religiöse Gefühl" entgegen arbeitet, diefes gemeine Mensch, hundsgemeine S... wurde gebeten, das Schiedsrichteramt zwischen den Ausständigen zu schützen, nicht aber die gemütliche Kneipstimmung, mensch, ich will sie nicht nennen, aber Ihr kennt sie alle. Der und den Minenbefizern zu übernehmen. Die„ World" meldet, der der manche den Sonntag widmeten. Was eine Arbeit und eine liebe Herrgott wird sie schon strafen." Daß der Pastor die Näherin Streit sei thatsächlich beigelegt. Die Bedingungen der Beilegung öffentlich bemerkbare Arbeit im Sinne der angezogenen Ver- und Handarbeitslehrerin Katharina J. gemeint hatte, wurde durch und dürfe nicht bei einem Social- eine ganze Anzahl einwandsfreier Zeugen bekundet. Er hat dieses schlossen nahezu alle Forderungen der Streifenden ein; die Grund- ordnung sei, könne anders beurteilt werden, wie bei einem aber durch eine zweite Beleidigung brieflich bestätigt, er schrieb lage des Abkommens sei eine Lohnerhöhung von 10 Broz. und ein demokraten Schiedsgericht über verschiedene Beschwerden. Andersgesinnten. Die Verordnung diene dem Schuße des nämlich an demselben Tage an den Kreisschulinspektor in Bell einen religiösen Gefühls und nicht dem Schuge politischer Brief, dieser möge doch Sorge tragen, daß der neue Lehrer zu der Vorurteile und Gehässigkeiten. Der Straffenat verrufenen Familie J., dem schlechten, verdorbenen Bolt, nicht des Kammergerichts folgte dem Autrage des Anivalts in Beziehung treten würde. Durch seine Verteidigung stellte der und Sprach die Angeklagten mit folgender Begründung Pfarrer, nachdem seine Entlastungszeugen völlig versagt hatten, sich, Eine Jahresversammlung des Vereins gegen den Mik: frei: Die Feststellungen des Vorderrichters seien unhaltbar in ein so bedenkliches Licht, daß der Staatsanwalt 6 Monate Ge branch geistiger Getränke wurde in Dresden abgehalten. Die und er habe den Begriff der öffentlich bemerkbaren Arbeit im Sinne fängnis beantragte. Der Gerichtshof erkannte auf 2 Monate Ge Versammlung war von vielen vornehmen Herrschaften besucht. Sie der Verordnung des Oberpräsidenten verkannt. Dieser Begriff er- fängnis und 100 m. Geldstrafe. wurde begrüßt im Namen des sächsischen Ministeriums des Innern fordere, daß die Arbeit geeignet sei, die Feiertagsstimmung in ihrer von einem vortragenden Rat, namens des evangelisch- lutherischen Allgemeinheit zu stören. Die Vertreibung des Kalenders in einer Landeskonsistoriums vom Konsistorialpräsidenten v. Zahn, namens Gastwirtschaft sei höchstens geeignet, die Gefühle einzelner Gäfte der katholischen Geistlichkeit vom Hofprediger Brendler, namens zu beeinträchtigen. Sociales. Versammlungen. Eine Verbandsversammlung der Maurer für das Streit des Landes- Medizinalkollegiums vom Geheimen Medizinalrat Dieser Fall bringt nicht allein einen agitatorisch wertvollen Bei- gebiet von Berlin und Umgegend tagte am Donnerstag in Kellers Dr. Günther, ferner vom Rektor der technischen Hochschule trag zur Kennzeichnung gewisser Justizzustände, sondern bewirkt auch Saal. Zunächst hielt Genosse Rosenow einen beifällig aufgenom in Dresden, bon einem Generalmajor z. D. v. Süßmilch, unzweifelhaft, daß die Landbevölkerung unfrem Parteikalender fortan menen Vortrag, worin er ausführte, daß die Arbeiter angesichts der vom Bürgermeister von Dresden und noch einigen Herren. noch weit mehr Beachtung schenkt als früher. hereinbrechenden Krise ganz besonders Veranlassung haben, ihre Es waren noch Vertreter des Kriegsministeriums, attive Generale, Konsistorialräte und sonstige hohe Herren und viel hohe beamtete Um ein Grabdenkmal für die Selige zu ermöglichen, hat sich Organisationen zu stärken, damit es ihnen möglich ist, ihre LohnAerzte unwesend. Dabei wurde neben manchen flugen, beherzigens- der Tischlermeister Reinhold& aube, der gestern unter der Anklage und Arbeitsbedingungen auch während der Beit ungünstigen Ge werten Worten aber den Alkoholmißbrauch auch viel thörichtes Zeug der versuchten Erpressung vor der III. Straffammer stand, zu einem schäftsgangs auf dem gegenwärtigen Stand zu erhalten. geredet und alles mit Beifall begleitet. sonderbaren Schritt verleiten lassen. Der Angeklagte war früher in Der zweite Punkt der Tagesordnung betraf den am 24. Juni den Unternehmern abgeschlossenen Einigungsvertrag. Aber bei einer Rede werden alle diese Herren recht lange Leidersdorf ansässig und ist nach dem Tode seiner Ehefrau von dort 1899 mit am 1. Oktober der Stundenlohn von Gesichter gemacht haben. Es referierte unter anderm auch eine verzogen. In Leidersdorf arbeitete vor acht Jahren auch der Arbeiter Nach demselben tritt § 7 Frau Klara Elben aus Stuttgart über die Frage, wie die Frauen Wilh. Wurf, der mit dem Angeklagten und seiner Ehefrau bekannt 65 Pf. in Kraft und gift bis zum 31. März 1901. helfen könnten. Dabei sagte sie unter anderm: war und in Gemeinschaft mit der letzteren wiederholt Ernte- Arbeiten des Vertrags bestimmt, daß die Achtzehner- Kommission allBetreffs der Arbeiter müssen erst die Grundlagen für Be zu verrichten hatte. Vor einigen Wochen erhielt Wurf einen Brief jährlich im Herbst zusammentritt, um die Lohn- und Arbeitstämpfung der Trunksucht geschaffen werden. Der Arbeiter des Angeklagten, deffen Inhalt ihn aufs höchste in Staunen verfekte, bedingungen für die Bauperiode des nächsten Jahrs festHeirate zumeist in sehr jungen Jahren. Vielfach reiche denn dieser lautete: Lieber 2.! Meine Frau ist gestorben. Sie zusetzen. Panser, der über diesen Punkt der Tagesordnung aber der Lohn zur Ernährung der Familie hat mir auf ihrem Sterbebette eingestanden, was vor acht Jahren referirte, führte aus, daß bereits mehrere Vertretersigungen sich mit Der Referent empfahl außer nicht a 11 s. Die Frau fei daher genötigt, zwischen ihr und Dir passiert ist. Dente nur daran zurück. der Angelegenheit befaßt haben. mitzuarbeiten. Dadurch werde aber das Familienleben ge- Wenn Du mir 100 Mark oder 90 Mark einschickst, dann formalen Aenderungen des Vertrags einige Verbesserungen, für die stört, die Frau sei höchstens am Sonntag in der Lage, die not- werde ich schweigen. Nimm die Sache nicht auf die die Arbeitervertreter einzutreten haben. Nach kurzer Diskussion bewendigsten Hausarbeiten zu machen, dadurch werde der Mann in leichte Seite, wenn Du Dich umgehend revanchierst, dann schweige schloß die Versammlung: Die Vertreter der Arbeiter in der Achtdas Wirtshaus getrieben. Wenn man die Trunksucht ich, wenn nicht, dann wirst Du telegraphisch verhaftet. Solche Dinge zehner- Kommission werden beauftragt, mit den Vertretern des Arbeitunter den Arbeitern bekämpfen wolle, dann sei verjähren erst in zehn Jahren. Laube." Der Empfänger des Briefs, geberbunds wegen Verbesserung und Verlängerung des Einigungs es notwendig, dafür zu wirken, daß die Arbeiter der sich keiner bösen That bewußt war, übergab den Brief der vertrags auf ein weiteres Jahr in Verhandlung zu treten. höhere Löhne und fürzere Arbeitszeit erhalten. Staatsanwaltschaft und die Anklage wegen versuchter Expreffung Die Fliesenleger waren am Donnerstag versammelt, um die Zum mindesten sei eine Verkürzung der Arbeitszeit für die Frauen war die Folge. Der Angeklagte entschuldigte sich in einer Weise, Abrechnung über die Lohnbewegung entgegenzunehmen. Keller notwendig. Dafür müsse die Gesetzgebung sorgen. von der man nicht weiß, ob man sie naiv oder frivol nennen soll. bemerkte indes, daß über den letzten Ausstand eine vollständige AbAuch das Koalitionsrecht müsse den Frauen gewährt Er behauptete, seine Frau habe ihm auf dem Sterbebett eine Art rechnung wegen Ausstehens von Listen zc. noch nicht gegeben werden werden, da es den Frauen nur dadurch möglich fei, höhere Generalbeichte abgelegt und ihm eingestanden, daß sie ihn mit tönne. Der Streit im Frühjahr d. J. erforderte eine Gesamtausgabe Löhne und fürzere Arbeitszeit zu erreichen. In einer ganzen Reihe von Männern im Lauf der Jahre hintergangen aus dem Generalfonds und durch Sammlungen von 1097,55 W., dieser Beziehung werde von den befizenden Klaffen noch habe. Nachdem er sich von seinem ersten Schred erholt, habe er wovon 842,60 m. als Unterstüßung gezahlt wurden. Die wenig gethau. Man dürfe auch die Gefahr der Trunksucht der todkranken Frau auf ihr Bitten die Versicherung Revisoren befunden die Richtigkeit der Abrechnung, worauf unter den Frauen nicht zu gering anschlagen. In Deutsch gegeben, daß er ihr verzeihe, aber sofort hinzugesetzt, daß dem Obmann Entlastung erteilt wurde. Die Abrechnung land sei allerdings unter den Frauen das Laster der Trunk- er unter diesen Umständen ihr unmöglich ein Grab über den letzten Streit soll auf Beschluß der Versammlung fucht noch nicht vorhanden, in Frankreich und England begegne man denkmal seßen lassen werde. Das habe die Frau sehr in einer am 11. Oftober stattfindenden Versammlung uns aber auch vielfach unter den Frauen diesem Laster. Aufgabe der betrübt. Sie habe eine Anzahl von Männern genannt, mit denen bedingt erfolgen. Der zweite Punkt der Tagesordnung: Wie ver Gesetzgebung wäre es, die Zahl der Schankstätten auf das not- sie ihn betrogen habe und nachdem sie ihren Ehemann darauf hin- halten sich die Fliesenleger gegenüber denjenigen Kollegen, welche wendigste Maß einzuschränken und strenge Strafen für Verkauf von gewiesen, daß die von ihr genannten Männer gewiß ein Scherflein nicht zum Streitfonds zahlen? zeitigte eine recht lebhafte mehrAlfohol an Kinder und jugendliche Personen zu erlassen. Not- für ein Grabdenkmal beistenern würden, set sie hinübergeschlummert. stündige Aussprache, insbesondere über die Vorgänge in der letzten wendig wäre auch, ein Wahlgefeg zu erlassen, das Er habe nun den Gedankengang der Verstorbenen verfolgt und bei Töpferversammlung. In der Bekanntmachung derselben auch den Frauen das Wahlrecht gewähre, um eine dem Zengen den Anfang gemacht, um das Geld für ein Grab- war durch einen Vermerk der Vorstand der Fliesenleger Mehrheit gegen Alkohol in den gesetzgebenden Körperschaften zu denkmal zusammenzubringen. Da der Zeuge beschwor, mit der eingeladen, zu erscheinen. Es handelte sich hierbei, wie schaffen. Bedauerlich sei es, daß die Frauen so wenig Einfluß in Verstorbenen sich nicht vergangen zu haben, jo hielt der Gerichts- von Keller, Suth und andren bemerkt wurde, darum, daß Deutschland auf Bekämpfung der Trunksucht haben.( Beifall.) hof mit dem Staatsanwalt die ganze Sterbebett- Geschichte für eine die als zliesenleger arbeitenden, aber centralorganisierten Töpfer Wir freuen uns, daß eine kluge und mutige Frau diesen Herren, frivole Erfindung des Angeklagten und verurteilte diesen zu sechs sich weigerten, respektive es unterlassen mußten, zum Lokalfonds der die politisch samt und fonders die ärgsten Reaktionäre sind und 23 o chen Gefängnis. Fliesenleger beizusteuern. Laut Kongreßbeschluß der Vertrauens inbrünstig zum heiligen Polizeiknüppel beten, so die Wahrheit gesagt hat. Helfen wird's freilich nicht. Aus dem Reich des Herrn Thielen. Durch allerlei Mi- männer- Centralisation 2c. find alle Arbeiter verpflichtet, zu dem am verständnisse und irrtümliche Voraussetzungen will der Kauf- Ort ihrer Thätigkeit bestehenden, von der Mehrzahl der BerufsDer Vorstand begründete Arbeitslöhne in der Schweiz. Nach lohnstatistischen Mit- mann L. in die Lage gekommen sein, sich gestern vor der dritten genossen errichteten Fonds beizusteuern. der Töpferversammlung damit, day teilungen des Fabrikinspektors Dr. Schuler werden in den verschiedenen Straftammer des Landgerichts I wegen Betrugs verantworten fein Fernbleiben von eine besondere schriftliche Einladung nicht erfolgt, Zweigen der schweizerischen Textilindustrie folgende tägliche zu müssen. An einem Märzabend dieses Jahres wollte der An- erstens Arbeitslöhne gezahlt: geklagte die Rückreise von Küstrin nach Berlin antreten. dann auch die gerade an diesem Tage stattfindende Abrechnung es Der Zug follte nach 3 Minuten vom Küstriner Bahnhof abgehen, als der An- verhinderte, zu erscheinen. Das Resultat der sehr erregten Bergeklagte den Bahnsteig betrat. Er gab dem ihm zunächst handlungen war die einstimmige Annahme einer Resolution Kellers, stehenden Schaffuer sein Reiseziel an, worauf der Beamte wodurch die Fliesenleger die Innehaltung des obenerwähnten Kongreg beschlusses fordern und das Verhalten der Töpfer tadeln sowie alle ihn fragte, ob er zweiter oder dritter Klasse fahren wollte. Die Versammlung beschloß ferner, widerte:" Ich habe zwar nur ein Billet dritter Klasse, werde deren Vorwürfe zurückweisen. aber zweiter Klasse fahren und in Berlin nachlösen, wenn es geht." daß alle Streitkarten der Fliesenleger vom 1. wie vom legten Streit Der Schaffner wies ihm darauf einen Abteil zweiter Klasse an. Das bis zum 8. Oktober d. J. mit dem Schlußstempel versehen sein Gespräch war von dem in der Nähe stehenden Zugführer gehört müssen. Ueber die Angelegenheit bei der Firma Rosenfeld foll in Den Solinger worden. Er schöpfte Verdacht, daß der Reisende den Eisenbahn- der nächsten Versammlung verhandelt werden. fistus betrügen und den Schaffner bestechen wolle. Er rief sich den Metallschlägern wurden zu Händen des Gewerkschaftstartells letzteren heran und sagte ihm, daß er ein Trinkgeld von dem 100 m. bewilligt. Für die streikenden Glaser wurden vorläufig Reisenden annehmen solle, wenn dieser ihm ein solches anbieten Sammlungen empfohlen. solle. Dann habe man einen Beweis in Händen. Als der Zug den Der socialdemokratische Verein Groß- Lichterfelde- Lankwit Bahnhof Alexanderplaz erreicht hatte, stieg der Angeklagte aus, hielt am 25. d. M. seine ordentliche Generalversammilung ab. Mit nachdem er dem Schaffner 70 Pf. in die hand gedrückt. Der beide Rücksicht auf die vorzunehmenden Vorstands Neuwahlen und der beobachtende Zugführer will dabei ein gegenseitiges verständnis: sonstigen reichhaltigen Tagesordnung wurde von einem Vortrag inniges Augenzwinkern bemerkt haben. Er folgte dem Angeklagten, Abstand genommen. Aus dem Vorstandsbericht, den Gen. Wenzel der dem Ausgange zuschritt. Noch bevor der Ausgang erreicht war, gab, ging hervor, daß der Verein zur Zeit 118 Mitglieder zählt legte der Zugführer dem Angeklagten die Hand auf den Arm und gegen 103 im Vorjahr, und obwohl die Zehlendorfer Genossen infolge forderte ihn auf. mit nach dem Stationsgebäude zu kommen. Hier Gründung einer eignen Organisation aus dem Lichterfelder Verein wurde ihm erklärt, daß er den Fistus übervorteilt habe. ausgeschieden sind. Städtische Arbeiter erhalten Tagelöhne: Minim. Magim. Durchschnitt Franken Spinner. 2,80 4,50 3,20 Buntweberin 2, Seidenzwirner. • 1,85 2,10 Seidenwinder 1,85 2,60 Seidenhaspler 2,10 2,60 Jaquardweberin Maschinenstider 2, Gelernte Arbeiter " 3, Ungelernte Franken Franken 4,- bis 5,50 3,20 bis 3,80 4,80 5,50 4,70 6,50 3,50 4,50 " " 4, " 4,20 " 5,50 " " 3,65 5,- 3,30» 4,40 4, 5, 3,65 5,50 3,20 4, 7,20 3,90 5, " 4,35 " " 4,60 " 3,50 4, " 9 2,50 St. Gallen Winterthur Zürich Basel Bern Neuenburg Changdefonds 5,20 2,50 bis 3, Biel. Freiburg Nach der Lohnstatistit des schweizerischen Eisenbahnverbands erhält das bei den fünf Hauptbahnen im Tagelohn beschäftigte Personal an Wochenlöhnen: Franken Centralverwaltung 27,20 Unterhalt und Aufsicht der Bahn 22,10 Expeditionsdienst. 25,30 Bugsdienst. 22,80 Fahrdienst 26,40 25,60 25,10 Werkstätte Durchschnittlich 2. er Der Angeklagte blieb auch im Termine dabei, daß er nicht Der weitaus größte Teil der Mitglieder sind Bauarbeiter. Der daran gedacht habe, eine strafbare Handlung zu begehen. Staffenbericht ergab einen Bestand von 111 M. Bezüglich des Wenn der mißtrauische Zugführer ihn nicht daran verhindert haben Bescheids in der Sache des Vereins gegen den Amtsvorsteher würde, so würde er durch die Sperre die Treppe hinab und die Milinowski in Zehlendorf stellt der Vorsigende weitere energische Die Nebentreppe wieder hinauf nach dem nebenliegenden Bahnsteig ge- Schritte in Aussicht. Vorstandswahl ergab folgendes gangen feien, wo sich das Stationsgebäude befindet. Dort würde er Resultat: Als Borsigende: Wenzel und Jäger. Schriftführer: die Nachlösung der Fahrkarte bewirkt haben. Wer wollte ihm das Geisen Kersting und Berger. Hauptkassierer: Lehmann. Bezirks Gegenteil beweisen? Der Verteidiger, Rechtsanwalt Wronker, fassierer: Linke, Radecke, Richter, Vogel, Köllner und Niendorf. führte noch eine Anzahl Gründe an, die dafür sprachen, daß der An- Revisoren: Steinberg und Theurig. Von einer großen Anzahl getlagte thatsächlich ehrliche Absichten gehabt und der Gerichtshof Vereinsmitglieder wurden lebhafte Beschwerden über mangelhafte gelangte darauf auch zu einem freisprechenden Erkenntnis. Bestellung des Vorwärts" seitens der hiesigen Spediteure geführt und dem Vorstand anheimgegeben, möglichst Remedur zu schaffen. V Das Thema der Milchversorgung Berline wurde durch Eine Anfrage Küffners, ob die Gemeinde Lichterfelde die Streif Die jährlichen Durchschnittsgehalte der Arbeiter bei den eine Auflage berührt, welche den Milchhändler Gustav Gollin flausel angenommen habe, beantwortet Wenzel bejahend und knüpft fünf Hauptbahnen bewegen sich zwischen 1274 Fr. im Minimum bei gestern vor das hiesige Schöffengericht führte. Ein ihm zugestellter daran eine scharfe Kritik. Labjuhn verweist auf die gleiche Thatsache der Gotthardbahn und 1364 Fr. im Maximum bei der Nordostbahn. Strafbefehl beschuldigte ihn, an einem Sonntag nach 11 ühr vor- in Lankwiz; dort habe ein Gemeindevertreter, der für dieselbe Bei 300 Arbeitstagen ergiebt sich ein durchschnittlicher Tagelohn von mittags den Gewerbebetrieb im Umherziehen ausgeübt und einen stimmte, gar nicht gewußt, was eine Streifflaufel eigentlich sei. reichlich 4 Fr., der durchaus als verbesserungsbedürftig zu bezeichnen Arbeiter im Handelsgewerbe beschäftigt zu haben. Gegen diesen Nachdem noch Jäger, Borheimer und Kersten zur Lofalfrage ge ift. Das gleiche läßt sich sagen von den Löhnen der ungelernten Strafbefehl, der ihn mit einer Geldstrafe von 20 M. besprochen, erfolgte Schluß der Versammlung. städtischen Arbeiter und zum großen Teil auch von denjenigen der dachte, rief G. das Gericht an. Der von ihm eingelegte gelernten städtischen Arbeiter. Die Arbeitslöhne der Textilarbeiter Einspruch wurde von Rechtsanwalt Leopold Meyer wie folgt find einfach Hungerlöhne und darum die„ Leutenot" in der schweizerischen Textilindustrie sehr begreiflich. Gerichts- Beitung. gerechtfertigt: Der Angeklagte beziehe seine Milch von Tekte Nachrichten und Depelden. D außerhalb und zwar aus beträchtlicher Entfernung. Die Milch tomme mit Eilzug jeden Morgen, auch Sonntags, um 10¹/ 2 Uhr Hamburg, 28. September, abends 10 Uhr.( W. T. B.) Im auf dem Stettiner Bahnhof an und würde verderben, wenn sie nicht Innern der Selspeicher wüthet der Brand noch fort, aber jede Gefahr ist beseitigt. 36 Rohre waren in Thätigkeit, ein Feuerwehr gleich abgefahren würde. Weil die Wagen zurückgehen, müsse die Der giftgeschwollene Partei- Kalender. Gegen die Ver- Milch sofort ausgeladen werden und sie würde, wenn sie nicht ab- mann wurde schwer verlegt. Vier Züge der Feuerwehr sind noch in Thätigkeit. frommungsverordnung vom 4. Juli 1898 sollten sich die Bartei- gefahren werden dürfte, bis zum Schluß der Kirche( 12 Uhr) auf Paris, 28. September.( B. S.) Heute vormittag begaben sich genossen Daligt und Hensel dadurch vergangen haben, daß sie in der Rampe, der Sonnenhige ausgesetzt, stehen bleiben müssen. Es liege zwei Gruppen von Socialisten nach dem Friedhof Père Lachaise Kirchhain eines Sonntags den„ Märkischen Landboten", also im sanitären Intereſſe der Allgemeinheit, daß die Milch auch am Boltstalender für 1900, verteilten. Das Schöffengericht sprach die Sonntag fofort expediert wird. Die Vorschriften über die Sonntagsruhe unter Führung von Jaurès, sowie der deutschen Delegierten Singer, zu Geldstrafen von 30 M. Dem Urteil lag lediglich die Feststellung 19. März 1898 ausdrücklich besage. Im vorliegenden Fall handle Beschuldigten frei, das Landgericht zu Kottbus verurteilte sie jedoch finden aber auch auf den Eilgüter Verkehr überhaupt keine An- und Auer. Sie legten auf den Gräbern der während des Koms wendung, wie der§ 4 Nr. 2 der Polizeiverordnung vom mune- Aufstands erschossenen Kommunarden Kränze nieder. Athen, 28. September.( B. H.) In Regierungstreisen wird zu Grunde, daß D. und H. den Kalender in einem Gasthause an es sich aber um sogenannten Eilgüter- Berkehr, da die Abfuhr der versichert, der Entschlußz des Prinzen Georg von Griechenland, einige Gäfte unentgeltlich verteilt haben. Das Landgericht führte milch direkt vom Bahnhofe aus an die Kunden erfolgt sei. Das seine Stellung als Oberkommiffar von Kreta niederzulegen, begründend aus: Die Verteilung im Gasthause sei als öffentlich be: bezwecke nicht, eine Vereinigung dieser Insel mit Griechenland herbeis merkbare Arbeit anzusehen, und es wäre ohne weiteres klar, daß Schöffengericht sprach aus diesen von der Verteidigung geltend ge- zuführen, sondern den Kretensern Gelegenheit zu bieten, den Prinzen Leute in ihrer Sonn- und Feiertagsruhe gestört würden, wenn sie machten Gründen den Angeklagten von Strafe und Kosten frei. Georg definitiv zum Fürsten auszurufen. andre den giftgeschwollenen" socialdemokratischen Kalender Ein Vertreter der christlichen Liebe stand dieser Tage wegen berteilen sähen. Gegen dieses sonderbare Urteil legte Rechts- Beleidigung vor der Straftammer zu Soblenz. Der Pfarrer anwalt Wolfgang eine für die Angeklagten Revision ein. Michael G. zu Grendwich rügte am zweiten Ostertage dieses Jahres In der Verhandlung vor dem Kammergericht führte er' u. a. aus: nach Beendigung des Gottesdienstes vor versammelter KirchenDas Landgericht erkläre es für„ ohne weiteres llar", daß die in dem gemeinde die Art, wie eine Anzahl junger Mädchen laut beten, er feitdem verschollen. Man glaubt, daß seine Truppe unter Verlust Gasthof versammelten Personen in ihrer Feiertags- wähnte dann, daß der neue Lehrer sich alle mögliche Mühe gebe, vieler Toter und Verwundeter von den Filipinos gefangen ges stimmung" und Feiertagsrube" gestört worden seien. Zucht in die ihm anvertraute Jugend zu bringen, und daß er mit ihm nommen ist. " Washington, 28. September.( Meldung des„ Reuterschen Bureaus.") Der Höchstkommandierende auf den Philippinen General Mac Arthur telegraphiert: Hauptmann Shields, welcher am 11. d. M. mit 51 Mann von Santa Cruz nach Torrijos abmarschierte, ist Verantwortlicher Redacteur: Heinrich Ströbel in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin Hierzu 2 Beilagen. Br. 227. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 29. September 1900. Berliner Partei- Angelegenheiten. M Seht die Wählerliste nach! das Unglück derer, die verdammt waren, eine absterbende Weltanschauung zu vertreten, daß sie durch eigne Lächerlichkeit ihre Ideen töten mußten. Landtags- Wahlkreis:| I L II 1 enthält Teile der Reichs1 und 2 2, 3 u. 4 tags- Wahlkreise: III 5 und 6 monatlichen Beitrag von 3 M. zahlt. Nun erkrankte, so berichtet eine Lokalkorrespondenz, vor einiger Zeit die Frau eines Schutzmanns P. während der Nacht. Sofort eilte P. zu dem Arzte der Polizei- Krankenkasse und zog die Hausklingel. Als das nach seinem Zur Beteiligung an den Landtagswahlen. Begehr fragende Dienstmädchen erfuhr, daß der Bittsteller ein Die Auslegung der Wählerlisten für die im VI. Berliner Die nächste Aufgabe, vor die wir in Preußen durch den Mainzer Schußmann sei, gab es den Bescheid, der Herr Dottor Reichstags Wahlkreise erforderlich gewordene, von dem Ober- Beschluß betreffend die Landtagswahlen gestellt sind, ist die Organis fei nicht zu Hause. Der Schußmann, welcher in die präsidenten auf den 30. Oktober cr. anberaumite Ersawahliation von Landtags- Wahlbezirk- Kommissionen, da die Landtags: Richtigkeit dieser Auskunft Zweifel fezte, bat nun einen Vorübereines Abgeordneten foll nach Bestimmung des Magistrats acht Tage Wahlkreise keineswegs mit den Reichstags- Wahlkreisen übereinstimmen. gehenden, die Klingel zu ziehen und den Arzt zu einem beliebigen Das geschah denn auch und das Dienstlang und zwar vom 27. September bis einschließlich 4. Oktober d. J. So sezen sich die vier Berliner Landtags- Wahlkreise, von denen der Geheimrat zu bitten. an den Wochentagen von 9 Uhr vormittags bis 3 Uhr nachmittags erste 3, die übrigen je 2 Abgeordnete wählen, aus Teilen folgender mädchen erklärte, daß der Herr Dottor sofort tommen werde. Als dann der Arzt wenige Minuten später vor der Hausund Somitags von 12 Uhr mittags bis 5 Uhr nachmittags erfolgen. Reichstags- Wahlkreise zusammen: Der VI. Wahlkreis umfaßt die Stadtbezirke 218-278 und 285 IV thür erschien, nahm ihn der Schußmann in Empfang. Es kam zwischen den beiden zu einer erregten Scene und das Ende vom bis 326 B und vom Stadtbezirk 282: Alexander- Ilfer, Friedrich Karl4 und 5 Viede war, daß der Schutzmann, nachdem sich der Arzt bei der Ufer von der Kronprinzen- bis zur Alsenbrücke und Invalidenstr. 80 Hauptmannschaft über ihn beschvert hatte, eine Arrest strafe von bis 83. Wegen der großen Wählerzahl und räumlichen Ausdehnung 48 Stunden zudiktiert erhielt. werden die Listen außer im Wahlbureau Poststraße 16 II noch in folgenden Lokalen ausliegen: a) für die Stadtbezirke 218 bis 226 und 237 bis 250 in der Turnhalle der 110./174. Gemeindeschule Schönhauser Allee 166A; b) für die Stadtbezirke 227 bis 236 und 251 bis 258 in der Turnhalle der 132./142. Gemeindeschule, Demminerstraße 27; c) für den Stadtbezirk 259 bis 278 in der Turnhalle der 17. Gemeindeschule Ackerstraße 67; d) für die Stadtbezirke 285 bis 287 und 298 bis 304 und einem Teil vom 282. Stadtbezirk in der Turnhalle der 113./128. Gemeindeschule Turmstraße 86; e) für die Stadtbezirke 288 bis 297 in der Turnhalle der 82./90. Gemeindeschule, Turmstr. 75; f) für die Stadtbezirke 305-326B in der Turnhalle der 118./127. Gemeindeschule, Pantstr. 8. Wir machen darauf aufmerksam, daß ein jeder, der die Listen für unrichtig oder unvollständig hält, dies innerhalb acht Tagen nach dem Beginn der Auslegung derselben, also spätestens am 4. Oktober dieses Jahres, beim Magistrat schriftlich anzeigen oder in den vorbezeichneten Lokalen vor den dazu ernannten Kommissarien zu Protokoll erklären kann, die Beweismittel für seine Behauptungen aber, so weit dieselben nicht auf Notorietät beruhen, beibringen muß. Zur Begründung der beantragten Nachtragung in die Wählerliste ist, abgesehen von sonst etwa erforderlichen Urkunden, entweder der Wietskontrakt, die letzte Steuerquittung oder die polizeilich bescheinigte Anmeldung für die zur Eintragung angegebene Wohnung vorzulegen. Hierbei wird bemerkt, daß die Aufstellung der Wählerlisten nach dem Wohnungsstande vom 1. September d. J. erfolgt ist und die seitdem verzogenen Wähler ihr Wahlrecht nur in denjenigen Wahlbezirken ausüben können, in welchen sie bis zum 1. September d. J. gewohnt haben. Zur Lokalliste. Heute findet eine von der Firma Bintsch arrangierte Jubiläumsfeier in der Concordia, Andreasstr. 64, statt. Bekanntlich steht dieses Lokal der Arbeiterschaft Berlins zu Verjammlungen nicht zur Verfügung. Hoffentlich werden die Arbeiter der Firma Pintsch daraus die Konsequenz ziehen. mithin sind die Neichstags- Wahlkreise: 1 2 3 4 5 6 1I III beteiligt an der Lantags- I. III u. II wahl im Kreis: Warum der Schuhmann bestraft worden ist in einem Falle, wo doch das Verhalten des Arztes eine überaus strenge Rüge verdiente, geht aus dem Bericht nicht flar hervor. II u. IV u. IV III Während also der 3. und 6. Reichstagswahlkreis mur an je einem Zum Dienstbotenwechsel machen wir darauf aufmerksam, daß Landtagswahlkreis beteiligt ist, müssen die Genossen der übrigen nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch minderjähriges Gesinde( unter Reichstagswahlkreise ihr Augenmerk auf je zwei Landtagswahlkreise 21 Jahren) zu seiner Vermietung der Einwilligung des gesetzlichen richten. Aber auch die erstgenannten Reichstagswahlkreise können Vertreters, Vaters, Vormundes usw., jedesmal von neuem bedarf, nicht ganz selbständig vorgehen, da der 6. mit Teilen des 5., der 3. also auch dann, wenn es bereits einmal im Dienste gewesen ist. gar mit Teilen des 2. und 4. zusammenhalten muß. Im einzelnen giebt folgende Tabelle ein Bild der Gruppierung nach Stadtbezirken, bei einzelne Häusergruppen der Uebersichtlichkeit wegen fort gelassen sind: Reichs tags wahlkreis Eine Liebestragödie spielte sich gestern früh in der Veteranenstraße 5 ab. Hier versuchte der 28jährige Damenschneider Otto etterling feine frühere Braut, die 25jährige Schneiderin Matha G., zu erschießen und tötete sich selbst durch einen Revolverschuß und Sturz aus dem Fenster. Metterling, der aus Braunschweig stammt, war mit der G. verlobt. Diese hob jedoch im Davon gehören zum Landtagswahlkreis Oktober v. J. die Verlobung auf, weil er liederlich geworden war Besteht aus den Stadte bezirken I II 1 1-20, 283 und 6-20, 283 284 und 284, 8. Teil 144 3. Teil 144 1-5 2 21-78B, 114 bis 117 21-73 74-78B, 114-117 79-82, 118 79-82, 118-144 3 3. Teil 87 bis 144, 3. Teil 87 83-86, 88-113, 145-191, 4 8. Teil 81, 87, 192, 193 5 90 194-217, 279 bis 282, 3. Teil 192, 193 218-278, 285 bis 326 6 8. Teil 282 Es bestehen die Landtagswahlkreise aus den Stadtbezirken I 83-86, 88 bis 113 zum Teil 81, 87 I III 211-217 279-282 218-278 285-326 3. Teil 282 IV 145-191 zum Teil 192, 193 194-210, zum Teil 192, 193 6-73, 283 1-5, 74 211-282 145-210 und 284 bis 144 285-326 3. Teil 144 Freie Volksbühne. Die Vereinsmitglieder werden schon jetzt auf die künstlerischen Darbietungen aufmerksam gemacht, die für das am Sonnabend, 13. Oktober, abends 8 Uhr, in der Brauerei Friedrichshain stattfindende Herbstfest geplant sind: außer einem Künstlerkonzert mit sorgfältig gewähltem Programm ein Vokal: fonzert. Der Vorstand des Vereins hat bereits die Zusage von Fräulein Johanna Brackenhammer vom Theater des Westens, Herrn Musikmeister Vollerthum vom Theater des Westens und des ersten Tenors der Hofoper in Budapest, Herrn Desider Tranyi, erhalten, bei diesem Fest mitzuwirken. Die Festmarken( a 50 Pf.) gelangen vom 30. September ab in allen Zahlstellen unur an Mitglieder und deren Angehörige zur Ausgabe. Kinder haben teinen Zutritt. Da nur eine beschränkte Anzahl Mitglieder an dem Fest teilnehmen Der Stadtschulrat Bertram hat mit Rücksicht auf sein vorkönnen, werden die Mitglieder ersucht, sich rechtzeitig mit Marten geschrittenes Alter seine Pensionierung zum 1. Januar 1901 zu versehen. Sonntag finden 2 Vorstellungen statt: Lessing- beantragt und hat dies vermittelst eines Schreibens an den OberTheater: 5. Abteilung: Macht der Finsternis. Karl Weiß- Theater: bürgermeister Kirschner bekannt gegeben. Das Magistrats follegium 2. Abteilung: Ueber unsre straft. Der Vorstand. J. A.: G. Winkler. hat daher beschlossen, der Stadtverordneten- Versammlung eine diesDie Sammelliste Nr. 240 zur Deckung der Unkosten für den bezügliche Vorlage zur Zustimmung zu unterbreiten. Barteitag in Mainz 1900, mit dem Stempel des Rigdorfer Vertrauensmanns versehen, ist verloren gegangen. Es wird gebeten, nichts darauf zu zeichen, sondern die Liste sofort an May Bause, Rigdorf, Herrfurthstr. 2 vorn II, zu senden. Lokales. Gegen den Neunuhr- Ladenschluß wird weiter in der tapitalistischen Presse rumort. Heute sind es die Berl. N. Nachr.", die den Albernheiten des„ Berl. Tagebl." und der Boff. 8tg." einen Schweinburg nachspazieren lassen, der dringend für seine Brotherrn schreiben muß und nach 9 Uhr sieht, daß er fein Papier mehr hat, sowie den Helgolandreisenden, der am Abend verzweiflungsvoll in den Straßen Berlins umherirrt, weil er feine Badehose mehr kaufen kann und nunmehr fürchtet, daß er am nächsten Tage in der Salzflut, ohne unzüchtig zu sein, das Schamgefühl gröblich verlegen werde. Es dürfte sich empfehlen, diese Verhältnisse möglichst schon in den alsbald stattfindenden Generalversammlungen der Wahlvereine zur Sprache zu bringen. und teine Lust mehr zum Arbeiten hatte. Zu gleicher Zeit bezog sie in der Beteranenstr. 5 im fünften Stockwerk eine neue Wohnung. Während Metterling, dem Berlin mun verleidet war, in Hamburg und Hannover arbeitete, ging das Mädchen ein neues Verhältnis mit einem Witwer ein, das in der nächsten Zeit zur Heirat führen sollte. Hiervon erhielt Metterling Kenntnis und kehrte nach Berlin zurück, um die Liebe des Mädchens wieder zu gewinnen, da er es einem anbren nicht gönnte. Unablässig verfolgte er es mit seinen Anträgen und gelobte, wieder ein ordentlicher Mann zu werden. Als Bitten nicht halfen, versuchte er es mit Drohungen. So erschien er auch heute früh um 7 Uhr in der Wohnung, als die G. im Begriffe stand, ihre Arbeitsstelle aufzusuchen. Als er nochmals eine bestimmte Abweisung erhielt, verschloß er die Thür von innen, stürzte sich auf die Geliebte, setzte ihr einen Revolver auf die Brust und drückte ab. Als das Mädchen nach der Thür rannte, traf sie ein zweiter Schuß in den linken Oberarm. Ihr Geschrei und der Knall der Schüsse alarmierten die Hausgenossen, die die Thür erbrachen. Da feuerte Metterling noch einen dritten Schuß ab, der jedoch fehlging. Während die Wirtin das Mädchen aus dem Zimmer zog, schivang M. sich auf das Fensterbretf, rief Hurra!", schoß sich eine Stugel in den Kopf und stürzte sich auf den Hof hinab. Dort blieb er mit zerschmettertem Stopf tot liegen. Die Polizei ließ die Leiche. nach dem Schauhauſe baingen. Das Mädchen selbst ist nur leicht verletzt. Durch einen herniedersaufenden Fahrstuhl ist gestern in der zehnten Vormittagsstunde der als Arbeitsmann in der Fahrradfabrik von J. Melich. Sophienstr. 21, seit mehreren Jahren beschäftigte und in der Ackerstraße wohnhafte 33jährige Vincenz Brandt schwer verunglückt. B. arbeitete in dem eine Treppe belegenen Arbeitssaal, in welchem sich der Fahrstuhlantrieb befindet. Der Stuhl selbst war erst fürzlich repariert und diesen Montag erneut polizeilich als gebrauchsfähig abgenommen worden. Trotzdem hatte er sich im Schacht gelockert und stürzte, da die selbstthätige Sicherung versagte, in die Tiefe. Zum Unglück mußte B. gerade auf das am Boden liegende abgerollte Seil getreten und sich darin verwickelt haben, als der niederfallende Fahrstuhl es blitzschnell nach oben zog. Er wurde daher von dem Seil bis zur Saaldecke emporgezogen, wo ihm, ehe er herabstürzte, der rechte Fuß vollständig abgeschnitten wurde. Außerdem hat er eine Verlegung des Oberschenkels erlitten. Er wurde nach dem Hedwigs- Krankenhause gebracht. Knie erlitt. Berliner Adreßbuch 1901. Die Hauslisten für den Jahr gang 1901 des Adreßzbuchs für Berlin und seine Vororte( Verlag von August Scherl) sind nunmehr den Hauseigentümern bezw. Ver waltern zur Verteilung an die Haushaltungsvorstände zugegangen. Jim Interesse der Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Eintragungen ist es dringend geboten, daß die Haushaltungsvorstände die Listen die legten Gefangenen nach dem neuen Bolizeigefängnis in der Namens verbürgt und Wünsche der Eintragenden( betr. Zufäße zur Die Stadtvogtet am Molkenmarkt, aus der am 1. Oftober persönlich ausfüllen. Nur dadurch werden genaue Schreibweise des Alexanderstraße übersiedeln, hat über 100 Jahre als Gefängnis ge- Berufs- oder Standesbezeichnung, Angabe der Sprechstunde usw.) dient. Das Haus Moltenmarkt Nr. 1 wurde, nachdem zuletzt die bekammt, so daß sie von der Adreßbuch- Redaktion berücksichtigt General Tabakscompagnie darin ihren Siz gehabt hatte, in den werden können. Die Abholung der Hauslisten beginnt bereits am Jahren 1791-96 durch einen Um- und Erweiterungsbau zum Dienst- Mittwoch, 3. Oktober. Es ist daher erforderlich, daß die Ausfüllung gebäude für das Polizeidirektorium sowie zur Stadtvogtei ein- der Listen möglichst sofort geschieht. Näheres ersehen unsre Leser gerichtet, weil das bisherige Stadtgerichts- Gefängnis im Kalands- aus dem betreffenden Inserat in der heutigen Nummer. Hof" nicht mehr Raum genug bot. Später wurden auch die Häuser Eine gemeinsame Streife veranstalteten in der vergangenen Moltenmarkt 2 und 3 mit der Stadtvogtei vereinigt, um dem bald Nacht zum viertenmal in fünf Wochen die Reviere 14, 16, 20 und wieder fühlbar gewordenen Raummangel abzuhelfen. Der Kalands- 21 in den Anlagen des Alexanderplates. Sie begann um 124 Uhr Hof", Ecke Klosterstraße und Kalandsgasse, der bis 1796 als Gefängnis und dauerte eine halbe Stunde. 22 Personen wurden aufgegriffen benutzt wurde, war hierzu erst eingerichtet worden, nachdem ihn der und zur Wache des 20. Reviers in der Waisenstraße gebracht. Magistrat 1696 von der Marienkirche erworben hatte. Er war nur für die unter städtischer Gerichtsbarkeit stehenden Personen bestimmt. vormittag an der Haltestelle vor dem Haufe Leipzigerstr. 15/18 in Der Bildhauer Profeffor Ludwig Manzel wurde gestern Die„ egimierten", unter landesherrlicher Gerichtsbarkeit stehenden dem Augenblid, als er einen Wagen der elektrischen Straßenbahn Personen, für die das Hausvogtei Gericht zuständig war, hatten ihr besteigen wollte, von einer Droschte angefahren und zu Boden ge Gefängnis in den Kellern des Schlosses und später in dem HausUm nicht aus der komischen Rolle zu fallen, zitieren die„ Berl. vogtei Gebäude, das sich seit 1713 an der Schleuse( etwa an der worfen, wobei er glücklicherweise nur leichte Verlegungen am linken N. Nachr." jogar das Gespenst B is mards gegen den Neumuhrschluß, Stelle der heutigen Münze), seit 1750 an dem heutigen Hausvogteiindem sie schreiben: Plaz befaud. Bis 1709 hatten auch noch die jungen Stadtteile Menschenopfer für die Große Berliner. Ein schrecklicher Wir stehen nicht an, auszusprechen, daß unter der Kanzlerschaft Friedrichswerder und Dorotheenstadt in ihren Rathäusern am Unglücksfall im Betriebe der Straßenbahn ereignete sich Donnerstag des Fürsten Bismard eine derartige, mur allgemeine Unzufrieden- Werderschen Markt bezw. Ecke Friedrich- und Mittelstraße ihre abend gegen 6 Uhr an der Ecke der Bellealliance- und der York heit hervorrufende und in die wirtschaftlichen Verhältnisse ebenso eignen Gefängnisse. In früheren Jahrhunderten wurden besonders straße. Kurz vor einem Wagen der elektrischen Straßenbahn wollte wie in das häusliche Leben tief eingreifende Maßnahme niemals die Türme an den Stadttoren zur Verwahrung der Gefangenen eine Frau, die einen Kinderwagen vor sich her schob, den StraßenGesez geworden wäre, wie denn überhaupt das Zurück- benut. damm überschreiten. In dem Wagen lag ein etiva neun Monate weichen des Bundesrats vor den socialpolitischen Liebhabereien Bekanntlich hat der Magistrat beschlossen, in der städtischen altes sind, ein zweites etwa dreijähriges Kind führte die Frau an des Reichstags nachgerade anfängt, bedenkliche Dimenfionen an Siegenanstalt in der Prenzlauer- Allee ein Pflegehaus der Hand mit sich. Sie tam an dem Straßenbahnwagen nicht mehr zunehmen." Reformieren" wir auf diesem Wege weiter, so für Ehepaare zu errichten. Der Stadtbaurat Hoffmann hat vorbei. Der Kinderwagen wurde umgeworfen und das Kind fiel so kommen wir schließlich dahin, daß der Aufenthalt auf der Straße einen Entwurf in der gestrigen Magistratssitzung vorgelegt, welcher unglücklich gerade vor dem Wagen auf das Pflaster, daß das Schutzblech ihm den Kopf zerschmetterte. Auch das dreijährige Kind wurde nach 9 oder 10 Uhr abends ohne Bescheinigung der Revierpolizei vom Kollegium genehmigt worden ist. Die Kosten find auf blech ihm den Kopf zerschmetterte. Auch das dreijährige Kind wurde 317 000 m. veranschlagt. umgestoßen und so heftig zu Boden geschleudert, daß es einen Wir wollen nicht weitläufig darauf verweisen, daß der AufSchädelbruch erlitt. Es wurde nach dem Kaiserin Augusta- Hospital enthalt auf der Straße schon jetzt hoganständigen Leuten polizeilich des Accumulatorenbetriebs auf den Linien der Großen hause übergeführt wurde. Die landespolizeiliche Verfügung betreffend die Beseitigung gebracht, während die Leiche des getöteten Kindes nach dem Schaue verboten wird und zwar nicht allein nach 9 Uhr abends, sondern Berliner Straßenbahngesellschaft, deren Erlaß als bevorstehend an- war grenzenlos. Auf der Unfallstation, welche sich zuerst des schwerDer Jammer der unglücklichen Mutter den ganzen Tag über. Ein Arbeiter braucht nur ruhig seiner Pflicht gekündigt war, ist, wie wir hören, munmehr ergangen, nachdem die verlegten Kindes annahm, erlitt fie schwere Ohnmachtsanfälle. als Streitposten zu genügen, um, diesmal zur hellen Freude des Unternehmertums, ins Bolizeilotal transportiert zu werden. fönigliche Eisenbahndirektion den bezüglichen Vorschlägen des Polizei- Ein Opfer des Straßenbahnverkehrs ist der greise Webermeister Was jedoch Bismard betrifft, so handelt das ehemalige Leibblatt präsidiums in allen wesentlichen Bunkten zugestimmt hat. Danach Ferdinand Walter aus der Münchebergerstr. 17 geworden. Der dieses socialpolitischen Genies nicht sehr pietätvoll, wenn es dessen befahrenen Streden für solche mit Oberleitungsbetrieb binnen glücklich überfahren, daß er an den Folgen der Verletzungen ftarb. hat die Umwandlung der jetzt noch mit Sammlerwagen 84 jährige Mann wurde Montag in der Landsbergerstraße so im Gespenst aufmarschieren läßt. Denn beim Gedenken des Heros erinnert sich jeder Unbefangene, daß Bismarck, der Christ es war, der drei zu erfolgen, Für die Umwandlung der= Ein Opfer übermäßiger Ausbeutung. Der frühere Lehrer die Sonntagsruhe mit dem Argument bekämpfte. Der Arbeiter ienigen Strecken, welche fünftig unterirdische Stromzuführung Ernst Courbet, der ſeiner Zeit burch sein uianständiges Beverdiene in sieben Tagen mehr wie in sechs und daß dieser Wahn- erhalten sollen, ist eine Frist von 2/2 Jahren festgesetzt worden; nehmen Unter den Linden Veranlassung zu Gerüchten über ein finn das Leitmotiv seiner übrigen socialpolitischen Anschauungen dieser etwas reichlich bemessene Zeitraum ist mit Rücksicht auf die Attentat auf den Kaiser gab, erklärt öffentlich, daß die Behauptung, Wenn nun das Kapitalistenblatt sich weiter bemüht, die Wege unter dem einen der Schienengeleise befindlichen Stromzuführungs sei dann immer tiefer geiunten, unzutreffend sei. Courbet stellt fest, er habe sein Lehramt wegen liederlichen Lebenswandels verloren und Es ist feines Heros zu wandeln, indem es gegen die in Aussicht gestellte babei hauptsächlich an den Potsdamer Platz gedacht worden, der daß er im Alter von 20 Jahren eine Klaffe von 80 Schülern ein daß ja niemand gezwungen sei, Kellner zu werden, zahlreiche Schienenkreuzungen befizt und unter welchen sich dem Jahr lang zu unterrichten hatte, daß er darauf nerventrant wurde und daß ärztlicherseits anerkannt worden ist, feine Krankheit sei so ist diese Ansicht gewiß so weise, daß man sie für einen bis entsprechend natürlich auch die unterirdischen Kanäle an zahlreichen nicht die Folge eines ausschweifenden Lebens, das Leiden sei vielmehr durch ueberanstrengung im Lehrerberuf ents standen. In seinem Entlassungsschein sei daher auch seine Wiederanstellung im Fall der Heilung zugesagt. verboten ist. bildete. märkischen Original- Ausspruch halten könnte, aber damit ist sie ebenfalls in den Augen nicht allein der Socialdemokraten, sondern aller socialpolitisch ernst denkenden Menschen gerichtet. Es war immer Monaten großen Schwierigkeiten gewählt worden, welche sich dem Einbau der Stellen schneiden werden. Schuhmann und Krankenkaffenarzt. Die Berliner Schutzmannschaft befigt eine eigne Krantentasse, zu der jeder Beamte einen Der Besuch der Treptow- Sternwarte ist in der kommenden Woche Besonders lohnend. Am Tage wird die Venus gezeigt, ferner ein heller Doppelstern, und von 5 Uhr nachmittags an schon der Mond, deffen Krater und Berge gerade in dieser Phase gut zu sehen sind. Direktor Archenhold Spricht daher Sonntagnachmittag 5 Uhr über„ Der Mond im Treptower Riesen Fernrohr", abends 7 Uhr über" Die Bewohnbarkeit der Welten". Vereinskalender. Marktpreise von Verlin am 27. September 1900 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Vorsitzender mittel Richard Thate, Schöneberg, Grunewaldstr. 99. Erster Raffiever Seifrit, Weizen, gut D.- Ctr. Aenderungen im Vereinsfalender gering Fidicin Straße 16. V Alle " " Roggen, gut " " " mittel gering Gerfile, gut " " " Hen mittel Speifebohnen Linsen 15,60 15, 14,90 14,30 Kartoffelu, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch" Schweinefleisch Kalbfleisch 6, 1,60 120 41,30 11,60 1,10 " 1,60 1, " Hammelfleisch 1,60 1,20 # 2,80 2,20 60 Stud 1 kg Butter Fier 14,20 13,70 Karpfen 16,- 15,- Aale 14,90 13,90 Bander 4,- 2.80 2, 1,20 2,60 1,20 2,60 1,20 2,- 1, 1,80 0,80 " " 13,80 12,90 Hechte 6,66 6,32 Barsche 7,20 5,- Schleie 40,- 25, Bleie 10,- 25,- Krebse 70,- 30, " 2,80 1,20 1,40 0,80 per Shot 20,- 2,50 +) frei Wagen und ab Bahn. " find zu richten an Otto Rasche, Reichenbergerstr. 115a. Sonnabend, abends 9-11 Uhr: Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Die 7. städtische Fortbildungsschule, kaufmännische und gewerbliche Lyrania", Göbel, Landsberger Allee 156. Sanges: Echo", Krüger, Bildungsanstalt für Mädchen, Naunynstr. 63, beginnt ihre Unterrichtsturse Naunynstr. 6. Immergrün", Tegel, Rentner, Spandauerstr. 15. Glüc für das Wintersemester am Mittwoch, den 10. Oktober. Die Unterrichts zu", Lorisch, Pantstr. 32a. Hand in Hand II", Friedrichsberg, Heinecke, †) mittel fächer find: Deutsch( Rechtschreibung, Briefstil, Auffaz, Lektüre), taus- Friedrich Karlstr. 11. Frisch auf I", Friedrichsberg, Paul, Nummels gering männische Korrespondenz, Schönschreiben, praktisches Rechnen, einfache und burgerstr. 45. Weiße Rose II", Weißensee, Sorrer, Straßburgstr. 56. doppelte Buchführung, gewerbliches Zeichnen, Gesang, Turnen, Maschine-„ Eintracht I", Teltow, Derk, Zehlendorferstr. 6. Sängerluft", Ludent) Hafer, gut nähen, Wäschezuschneiden, Schneidern, Plätten, Buzmachen, sowie alle weib- walde, Schulze, Beeligerstr. 34. Ginigteit II", Reinidendorf West", gering lichen Handarbeiten influſive Kunsthandarbeiten und Maschinenstickerei. Bethwell, Wittestraße. Echo II", Markgrafpieste bei Fürstenwalde, Nichtstroh Außerdem wird Französisch und Englisch für den mündlichen und schrift Grasnid. Gemischter Chor", Luckenwalde, Gerhart, Haag 5.„ Ober: lichen Gebrauch gelehrt, sowie auch die Stenographie nach Stolze- Schrey Schöneweider Liedertafel", Ober- Schöneweide, Wagener, Edisonstr. 5. Erbsen und Uebung im Gebrauch bewährter Schreibmaschinen erworben. Das Bündholz", Becker, Wriezenerstr. 6. Schulgeld beträgt monatlich 50 Pf., für Schneidern, Blätten, Stenographie Arbeiter Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen und Maschinenschreiben 1 M., für fremde Sprachen halbjährlich 3 M. An im Vereinskalender find zu richten an Albert Liebetreu, Berlin, Putbuser: meldungen des Nachmittags von 6 Uhr ab im Amtszimmer der 42. Gemeinde- ftraße 44, 4 Tr. Sonnabend:" Angler I", Dillenberger, Zimmerſtr. 59( alle schule, Naunynstr. 63, beim Rektor Zander. 14 Tage). Savana II", Nowawes Neuendorf, Bernhardt, Priesterstr. 31. Produktenmarkt vom 28. September. Getreide. Infolge des Kuba", Mehr: Umstands, daß die amerikanischen Getreidebörsen behauptete Preismeldungen Glüd Auf", Rüdersdorf- Stalfberge, Greve, Heinigstr. 19. Pappel", Dahmke, Buchholzerstr. 5. wald, Alte Jakobstraße 54/55. fandten, eröffnete der hiesige Frühmarkt gleichfalls in relativ fester Tendenz Blauer Dampf", Doye, bei anfangs unveränderter, nachher etwas festerer Preisstellung, namentlich Savana I", Rirdorf, Pflug, Juliusstr. 59. Müllerstraße 32a. Kommune", Bärsch, Drontheimerstr. 1e.„ Grüne für Weizen. Die freundlichere Stimmung vermochte sich jedoch nicht über Wiese", Schrader, Stralsunderstr. 63. Wafferturm", Schwarz, Straß den Frühmarkt hinaus zu behaupten, und bereits bei Beginn des Mittags: burgerstraße 32. Einigkeit III", Wohlert, Herzfelde, Hauptstraße. verkehrs traten die bekannten preisdrückenden Momente wieder in Wirkung. Gemütlichkeit V" Guter Tabat", Kupsch, Teltow, Hoher Steinweg 41. In erster Linie ist es nach wie vor der schleppende Gang des Warengeschäfts, Klub 1900", Ruppert, Lindenstr. 87. Mier, Henickendorf, Kirchplatz. die äußerst reservierte Haltung des Konsums, die weder eine Belebung des Marktes, noch eine Erhöhung der Preise aufkommen läßt. Die Kanalliste Angler I", Buleger, Bimmerftr. 60. Central- Raucherbund. Buschriften an Mar Koch, Nixdorf, Hermann wies heute wiederum bedeutende Zufuhren auf. Das Angebot des In- und straße 34. Sonnabend: Lange Pfeife", Rirdorf, Schröder, Knesebed: Auslands nimmt zu, und die Nachfrage fehlte. Außerdem lagen aus Glück Auf", Rirdorf, Noster, Stnesebecstr. 49." Frohsinn", Destreich Ungarn wieder matte Preismeldungen vor. Die hiesigen Rixdorf, Diet, Hermannstr. 115. Grüne Quafte", Lichterfelde, Schmidt, Lieferungspreise stellten sich für Weizen und Roggen 0,50 bis 0,75 r. Wilhelmstraße. Edelweiß", Lichterfelde, Voigt, Moltfeftr. 33.„ Grüne unter gestern. In erstgenanntem Artikel wurden umfangreiche Realisierungen Eiche", Zehlendorf, Küz, Berlinerstr. 1. Gemütlicher Qualm", Potsdam, für Oftober und Dezember vorgenommen. Späherhin gaben die Preise für Schaade, Zimmerstr. 2. Seemanns Lust", Potsdam, Luisenstr. 43, beide Brotfrüchte noch weiter nach, schlossen jedoch auf Deckungen leicht er Gasthof. Germania", Tegel, klippenstein. holt. Mehl lag 0,10 M. schwächer. Am Futtermarkt blieb Mais ziemlich fest, Safer lag schwächer, Rüböl folgte der Pariser Hausfebewegung und zog 0,40 W. an. Um den Schülern Gelegenheit zu geben, während der Ferien die Urania zu besuchen, soll eine Wiederholung des Vortrags„ Eine Bande: rung durch die Weltausstellung in Paris" am Sonnabendnachmittag 4 Uhr zu ermäßigten Preisen stattfinden. Fenerbericht. In der Zwischenzeit erfolgten nur unbedeutende Brände. Fehrbellinerstr. 84 gingen in der Nacht zum Freitag Betten und Kleider in Flanimen auf. Bur selben Zeit mußte in der Neuen Hochstr. 24 ein Brand beseitigt werden, der beim Leimkochen entstanden war. Ein Gardinenbrand verursachte einen Alarm nach dem Görlitzer Ufer 24. Ansgelaufenes Petroleum hatte Stralsunderstraße 60. straße 25 und Gollnowstraße 14 Feuer gefangen, doch konnte in beiden Füllen größere Gefahr leicht beseitigt werden. Außerdem wurden noch belanglose Brände aus der Weberstraße und der Münzftraße gemeldet. Aus den Nachbarorten. " 〃 " Am Spiritus markt notierte 70er loco unverändert 51 M. nahme der Streittlaufel in den Bauvertrag zum Bau der leben. Turnerschaft d. B. Nereuaithal" abbs. 9-10 Uhr Senft: Briefkalten der Redaktion. " Arbeiter Turnerbund. Sonnabend: Turnv." Fichte", Berlin. abbs. 8-10 Uhr: 1. Männer Abt. Friedenstr. 37. 3. Männer- Abt. Boechstr. 17/20. 7. Männer Abt. Reichenbergerstr. 131-132. Die Streifklausel in Steglit. In der Bau- und Wege- 8. Männer Abt. Höchsteftr. 36/37. 2. Lehrlings Abt. Stalizer: tommission des Stegliger Gemeinderats stand am Donnerstag ein ftraße 55-56.- 4. Lehrlings- Abt. Siemensstr. 20( Moabit). 5. Berl.- Abt. Antrag des Maurermeisters Stei che zur Verhandlung, der die Auf- Ackerstr. 67." Freie 1882), 1. Lehrlings Turnhalle der Gemeindeschule III forderte. Dem Antragsteller Abteilung 8-10 Uhr abbs. Manteuffelstr. 7.- Arb.- Turno." in Adlershof, E. M. 30. Ein Anspruch auf Rückerstattung steht Ihnen nicht zu, da ist seiner Zeit als Mindestfordernden der Zuschlag erteilt worden und Schmauser, Bismarckstr. 16, 8-10 Uhr abends. fein Geschäftsführer hat die Submissionsbedingungen unterschrieben. und Vergnügungsverein Askania", Ramlerstraße 36. Gefang, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Theater: teiner der sechs im Gesetz zugelassenen Fälle, in denen Invaliditätsbeiträge N. 68. Theaterverein zurückerstattet werden( f. Arbeiterrecht S. 327, 328), vorliegt. Nachträglich will nun der Unternehmer auf Veranlassung des Bohemia", Pletschow, Beteranenstr. 18. Schauspielklub" Centrum", 1. Freihändiger( nicht durch Subhastation herbeigeführter) Verkauf ändert Arbeitgeberbunds die Streifklausel aufgenommen wissen oder Königssäle, Neue Königstraße 26. an den Rechten und Pflichten des Mieters nichts. Der Vertrag geht auf 2. K. 53. 1. Seit dem 1. Januar vom Vertrag zurücktreten. Die Kommission hat einem Konsumverein Eintracht. Jeden letzten Sonnabend im Monat, den neuen Hausbefizer über. 2. Ja. früheren Beschluß der Gemeindevertretung entsprechend, die Auf- Proz, Annenstr. 9. 1900. 2. Das ist wiederholt ausführlich an dieser Stelle dargelegt. Lesen nahme der Streittlausel abgelehnt und beschlossen, Zwanglose Zusammenkünfte mit Damen im Restaurant des Sie S. 305, 306 des Arbeiterrechts nach. Es ist unmöglich, dieselben Fragen 100. Sie fönnen in furzen Zeiträumen ausführlich zu beantworten. Gewerkschaftshauses. Sonnabend: Buchbinder. den Unternehmer aufzufordern, den Bau auszuführen. Deutscher socialdemokratischer Leseklub in Paris. 82 rue fich lediglich an das Vormundschaftsgerichts mit dem Antrag auf UnterDie Sache wird, falls dieser sich weigert, die nächste Gemeinde- Notre- Dame de Nazareth, 3e arrond. Brasserie des 3 Suisses. Jeden ftübung Ihres Erziehungsrechts wenden. P. B. 1. Ja. 2. Nein. ratssigung beschäftigen und es wird sich dann zeigen, ob die Unter Sonnabend öffentliche Versammlung; reiche Bibliothet, Zeitungen, französischer V. 33. Legen Sie Refurs gegen das schiedsgerichtliche Urteil ein. Das nehmer den Bruch der Submissions Ordnung durchsetzen oder Unterricht. felbe entspricht allerdings den geltenden gesetzlichen Bestimmungen. Da Jhr ob die Gemeinde auf Kosten des Unternehmers den Bau aus London. Der einzige hiesige focialdemokr. Verein Londons, der alte, Prozeß aber erst nach dem 1. Oftober rechtskräftig entschieden wird, so führen läßt. von Karl Marx und Friedrich Engels 1846 mitbegründete Kommunistische wird Ihnen die nach dem neuen Unfallgeses zu berechnende etwas höhere Arbeiter- Bildungsverein befindet sich nach wie vor 49 Tottenham Street, Rente zugesprochen werden. 2. Das Unfallgesetz ist als erster Nachtrag zum Der Niederbarnimer Kreistag trat gestern vormittag um Tottenham Court Rd., W. London. Alle Anfragen in gewerkschaftlichen und Arbeiterrecht bei Dietz erschienen und auch einzeln( für 75 Pf.) in jeder 11 Uhr im Kreishause am Friedrich Karl- üfer unter Vorsiz des parteigenössischen Angelegenheiten sind an vorstehende Adresse unter Bezeich: Buchhandlung zu haben, wohl auch in der Bibliothek Ihrer Gewerkschaft Streit 54. Wie wir an dieser und andren Stellen unsrer Landrats v. Treskow zu einer Sigung zufammen. Es wurde fest- nung: An den 1 Sekretär" zu Händen des Vereinsvorstandes", zu richten. vorhanden. gefegt, daß der Kreistag von Beginn des nächsten Jahrs ab aus Progreß- Bierhalle, Corner of Marshall and Small Street. Verein Vorwärts, Johannesburg( Transvaal). Vereinslokal Zeitung wiederholt dargelegt haben, bezieht sich der Neunuhr- Ladenschluß auf alle Verkaufsstellen, mag das Geschäft mit oder ohne Gehilfen betrieben 52 Abgeordneten bestehen soll entsprechend der 229 008 betragenden Einwohnerzahl des Kreises. Davon sollen die Wahlverbände der Maison du peuple. Deutscher Arbeiterverein Brüssel. Verkehrs- und Vereinslokal: werden, und mag die Verkaufsstelle ein Laden, ein Keller, oder eine sonstige allen zugängliche Lokalität sein. Ein Unterschied zwischen Detail und Städte und größeren Landgemeinden 26, die der größeren ländlichen Engrosgeschäft besteht nicht. Daß die 40 fret werdenden Tage auf die Zeit Grundbesitzer und der kleineren Landgemeinden je 13 wählen. Der vom 1. Oftober bis 1. Januar gesetzt werden, ist ausgeschlossen. Streistag beschloß ferner eine weitere Beteiligung des Kreises an Nr. 15. Persönliches Erscheinen ist erforderlich, falls nicht das Gericht einem Kreiskrankenhausbau, indem er, der Vorlage des Kreisauf Ihren Antrag beschließt, Sie vom Erscheinen im Termin wegen ausschusses zustimmend, der Stadt Oranienburg zum Bau eines zu großer Entfernung Ihres Wohnsitzes vom Gerichtssik zu entbinden Strankenhauses ein unverzinsliches Darlehn von 45 000 Mart bewilligte. " Dermischtes. Wetter Prognose für Sonnabend, den 29. September 1900. Mild und zeitweise heiter, vielfach woltig mit leichten Regenfällen und Berliner Wetterbureau. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann unser guter Bater, 2236 der Puzer Wilhelm Dochow Socialdemokratischer Wahlverein f. den 4. Berliner Reichst.- Wahlkreis( Osten). Todes- Anzeige. Am 24. d. Mts. starb unser langjähriges Mitglied, der Buchbinder Paul Frädrich. berichtet: Seit 12 hr mittags wütet in der Hafenstraße auf Ueber eine gewaltige Feuersbrunst wird aus Hamburg St. Pauli ein gewaltiges Feuer. Der Speicher und das Holzlager von Pflugt und der Speicher von Tietgens und Robertson sind vollNen- Weißenfee. Die Gemeindevertretung hatte sich getveigert, ständig ausgebrannt. Das Feuer ist auf die Vorderhäuser übermäßigen füdwestlichen Winden. eine bestimmte Summe zum Ausbau der evangelischen Kirche in Weißensee zu bewilligen. Die verschiedenen firchlichen Justanzen gesprungen, die in vollen Flammen stehen. Da die auf der andren hatten gegen diese Halsstarrigkeit ihren gewichtigen Einspruch geltend Seite auf dem Berge stehenden Häuser fich in großer Gefahr be gemacht. In der letzten Gemeindevertreter Sizung sollte über die finden, find die Häuser geräumt worden. Auch der Cirkus Busch ist weitere Stellungnahme in dieser Sache beraten werden; da jedoch nicht ungefährdet. Alle Anstrengungen der Feuerwehr find auf den eine definitive Verfügung des Ministeriums hierzu nicht vorlag, Schutz dieser hochgelegenen Häuserreihe gerichtet. Der Wind weht wurde Uebergang zur Tagesordnung beschlossen und die Verhandlung von der Elbe gegen die Stadt. über diese Frage einer späteren Sigung anheimgegeben. Den weit Um 4/2 Uhr gelang es den Feuerwehren, den gewaltigen Brand am Mittwoch, den 26. d. M., plöglich aus wichtigsten Verhandlungspunkt bildete der Antrag: Zur Aus- zum Stehen zu bringen. Außer dem Holzlager von Pflugt und den verstorben ist. Die Beerdigung findet schmückung der Straßen an den bevorstehenden Fest" tagen beiden Fettwaren- Speichern von Tietgens und Robertson ist der am Sonnabend, den 29. b. W., nach( Krankenhaus Einweihung und Grundsteinlegung zum Bau einer evangelischen Kirche) aus den Mitteln der Gemeinde eine Getreidespeicher von Botsch zerstört. Die vor den Speichern liegenden mittags 5 Uhr, von der Rixdorfer Leichenhalle, Rudowerstraße, aus statt. bestimmte Summe dem Gemeindevorsteher zur Verfügung vierstöckigen Wohnhäuser Hafenstraße Nr. 65, 67, 69 und 71 find Anna Dochow, Witwe, nebst Kindern. zu stellen. Die fattfam belamute Suche, bei der ausgebrannt, von den Häusern Nr. 59 und 61 sind die oberen StockDie Beerdigung findet am Sonntag, artigen Anläffen freigebig" zu fein natürlich nicht auf eigne werte zerstört. Den Mitgliedern des Central- den 30. b. Mts., vormittags 11 Uhr, Kosten war die Veranlassung zur Stellung diejes Antrags. Verbands deutsch. Maurer, von der Leichenhalle des CentralAusgebrochene Zuchthäusler. Aus Werden a. d. Ruhr, Zahlstelle Berlin I( Putzer), Von der bürgerlichen Mehrheit der Vertretung wurde die Bewilligung 27., schreibt man: Gestern sind aus der hiesigen Strafanstalt drei fowie dem Gesangverein der Friedhofs in Friedrichsfelde statt. diefer Summe als etwas Selbstverständliches angefehen; einzig und Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. allein waren es unsre Parteigenossen, die durch Genossen Gersten- 3 langjährigen Zuchthausstrafen verurteilte Werbrecher entflohen. Putzer zur Nachricht, daß unser berger ihre ablehnende Haltung zu dieser Frage näher darlegten. Die fofort unternommene Verfolgung verlief refultatios. Auch nicht ein einziger der Gegner meldete sich zur Verteidigung Tag vorher entflohen aus dem Zuchthaus in Siegburg zwei Wilhelm Dochow zum Wort. Lautlos wurden die Steuergroschen der solchen Dingen Sträflinge. Auch diese konnten noch nicht ergriffen werden. am Mittwoch, den 26. September, durchaus abholden Bevölkerung des Orts in Höhe von 600 M. zur Billiges Obft giebt es zur Zeit in den Reichslanden. Aus verstorben ist. Verfügung gestellt. Reffenach wird berichtet: Am 21. d. M. wurden die Früchte Die Beerdigung findet am Sonn eines Apfelbaums auf Gemeindegut versteigert. Der Baum hatte abend, den 29. September, nachungefähr drei Centner der schönsten Aepfel, von denen manche über mittags 5 Uhr, von der Leichenhalle 350 Gramm wogen. Das wäre an fich recht erfreulich, aber nicht des Nixdorfer Kirchhofs in Briz, Rudowerstraße, aus statt. besonders erwähnenswert. Interessaut wurde diese Versteigerung Um rege Beteiligung ersucht durch ihr Ergebnis. Der Erlös betrug nämlich: sage und schreibe, Die örtliche Verwaltung. 20-3wvangig- Pfennige. Der Bau des neuen Schulhauses in der Goethestraße follte einem früheren Beschlusse gemäß ausgeschrieben und dem Mindestfordernden sollte der Zuschlag erteilt werden. Das Bemühen unsrer Parteigenossen, vornehmlich des Genossen Taubmann, dies zu vereiteln und einem derjenigen, die eine höhere Forderung gestellt hatten, den Bau des Schulhauses zu übertragen, hatte feinen Erfolg. Der Firma Teichmann in Nigdorf wurde für 211 008 M. der Zuschlag erteilt. Einen Mitglied Unfälle in den Alpen find in diesem Jahr, soweit bisher bekamut, 79 an der Zahl vorgekommen; 53 endeten mit Tod an Ort und Stelle; von den Geretteten, von denen die Mehrzahl verwundet oder erschöpft war und deren Zahl 22 oder noch mehr betrug, find jebenfalls mehrere zu Krüppeln geworden. Unter den 58 Toten befinden sich nicht weniger als 10 Führer! 53 Eine polizeiliche Saussuchung fand auf Ersuchen der kaiser!. Ober- Postdirektion Berlin durch Beamte der Nixdorfer PolizeiDirektion bei dem bort, Bergstr. 39, wohnhaften Briefträger Otto B. statt. Dieser ist bei einem Berliner Postamt beschäftigt, hat u. a. in der Friedrichstraße die Häuser 35-42 und 218-217 zu bestellen Sturm auf Jeland. Lloyds" Agent auf Jsland meldet und steht unter dem Verdacht, ihm zur Bestellung übergebene Post- unter dem 20. 5. M.: Starter Wind trieb fast alle bei der Küste sachen unterschlagen zu haben. Thatsächlich förderte auch die Durch- anternden Fischerboote an das Land. Mehrere Menschen wurden suchung seiner Wohnung einige unbestellte Briefschaften, sowie eine getötet und verlegt; die Heuernte ist vernichtet. größere Menge noch nicht entiverteter Bostwertzeichen und Stempelmarten zu Tage. Der Giftmörder vom Teufeldsee, Töpfer Eugen Jänide, giebt sich( wie aus Potsdam berichtet wird) im Botsdamer Gefängnis, seitdem er weiß, daß das vom dortigen Schwurgericht gegen ihn gefällte Todesurteil aufgehoben ist, wieder neuen Hoffnungen hin. Am 15. Ottober beginnt bei dem Potsdamer Schwurgericht die legte diesjährige Sigungsperiode während deren auch die neue Berhandlung gegen Jäuide stattfindet. Pest in Glasgow. Dreizehn Personen, welche wegen Bestberdachts unter Beobachtung standen, find entlassen worden. Im Strankenhaus befinden sich noch 22 Erkrankte; zwei pestverdächtige Personen stehen unter Beobachtung. [ 134/19 Socialdemokratischer Verein " Vorwärts" Rigdorf. Den Mitgliedern hiermit zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied und Mitbegründer des Bereius, der Puter Wilhelm Dochow amt Mittwoch im Kreistrantenhaus Briz an der Lungenentzündung verstorben. Derselbe war stets am Plaze, wenn es galt die Interessen des Vereins 232/11 zu vertreten. Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet heute, Sonnabendnachmittag 5 Uhr, von der Leichenhalle desNixdorfer Kirchhofs, Rudowerstr., aus statt. Der Vorstand. 2446 Ein Reinfall. Der allezeit fire New York Herald" hatte sich, sobald China aktuell" wurde, einen chinesischen Redacteur für schweres Geld kommen laffen und eine chinesische Rubrik eröffnet, in der dieser gelbe Stollege seine Ansichten den in Amerika ansässigen Landsleuten auf chinesisch vortragen sollte. Bevor dieses Experiment Nach langem schweren Leiden starb begonnen wurde, wurde natürlich fürchterlich Reklame dafür gemacht, und am Mittwoch mein lieber Wann, Ein trübes Sittenbild. Der Maurer Wilhelm Schulz aus das Resultat war, daß die ganzen Vereinigten Staaten begierig waren, uufer guter Bater, Sohn, Schwieger der Schillerstr. 87 au Charlottenburg, ein 56 Jahre alter, zu erfahren, was der Sohn des Himmels sagen würde. Die Chinesen- ſohn und Schwager aber noch fräftiger, riftiger Mann, war seit langer Zeit trunksüchtig nummer erschien prompt, und Mr. Bennet war sehr stolz auf seinen Julius Nickel. und arbeitsschen. Obwohl seine Frau und die erwachsenen Kinder genialen Einfall, der die Auflage seines Blatts um einige Hundert für ihn mitarbeiteten, mißhandelte er sie doch fortgesetzt, so daß die tausend vermehren mußte. In den Chinesenvierteln Amerikas aber Frau ihn verließ. Die Kinder, drei Töchter in den zwanziger Jahren erweckte die chinesische Nummer ungeheure Heiterkeit, und als man und ein 14 Jahre alter Sohn, gaben nun die Wohnung im Vorder- der Sache auf den Grund ging, fand sich, daß der chinesische Redacteur hause auf und zogen in das Quergebäude desselben Grundstücks. folgendes geschrieben hatte: Schulz setzte sein Treiben fort. Schließlich nahmen die Kinder den Trumtenbold nicht mehr bei sich auf, sondern erlaubten ihm nur noch einen Besuch, wenn er nüchtern war. Die vergangene Nacht muß Schulz wohl auf der Treppe im Hause gelegen haben. Gestern morgen um 4%, Uhr tlingelte er bei seinen Kindern, wurde aber nicht eingelassen. Darauf schoß er sich vor ihrer Thür mit seiner alten Pistole eine Kugel in den Kopf. Schwer verletzt wurde er nun in die Wohnung und von dort nach der Unfallstation gebracht. Hier flarb er nach einer Stunde. Die Beerdigung findet am Montag, den 1. Oktober, nachm. 3 Uhr, vom Krankenhaus Friedrichshain nach dem Central- Friedhof in Friedrichsfelde ſtatt. Franziska Nickel geb. Börner nebst Kinderu. Freunden und Genoffen zur Nachricht, daß ich mein neues Weiß- u. Bayrisch Bier Lokal eröffnet habe. Vereinszimmer mit Pianino zu 20 und 40 Bersonen für Vereine und Ge fellschaften paffend. Um freundlichen Sollte dies irgend einem Bruder Chinesen in die Augen fallen, so sei er gegrüßt vom Verfasser, der ihm alle Segnungen der 97 Götter wünscht. Sollte er von irgend einem christlichen Hunde gefragt werden, was der Verfasser hier geschrieben hat, so wolle er jenem erzählen, es sei ein Bericht von biel Fechten, Zerstören und Toten zwischen Japanern und Chinesen. Diese Zeitung gehört einem verfluchten Christen und ist nicht wert, daß ein Chinese, der etwas auf Buspruch bittet sich hält, darauf spudt." So 00 55498 W. Brinkmann, Prinzen- Allee 21. 243/15 Kranken- u. Begräbniskasse d. Berl. Gürtler u. Bronzeure. ( E. H. 60.) Die Beerdigung des am 27. b. M. verstorbenen Witglieds Metallarbeiter Karl Faltin findet am Sonntagnachmittag 4 Uhr von der Leichenhalle des HedwigKirchhofs in Reinickendorf statt. Um rege Beteiligung bittet[ 2256 Der Vorstand. Charlottenburg. Am 27. d. M. verschied nach kurzem schweren Leiden im Alter von 193 Jahren unser geliebter Sohn, Bruder und Schwager 2366 Franz Thiele. Die Beerdigung findet Sonntag: nachmittag 3/2 Uhr von der Halle des Louisen- Kirchhofs, Fürstenbrunner Weg, aus statt. Die trauernden Hinterbliebenen. Dant. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowie die reichen Kranzspenden bei der Beerdigung unfres lieben Sohns, Bruders u. Schwagers Albert Koch, Schuhmacher, fagen wir hiermit Freunden, Verwandten und Bekannten, besonders dem Rauch Hub Thonpfeife" unsern herzlichen 2246 Die trauernden Hinterbliebenen. Familie Koch. Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme und Kranzspenden bei ber Beerdigung meiner lieben, unvergeßlichen Frau, unsrer guten Mutter fagen allen Genossen, Verwandten und Bekannten unsern herzlichsten Dank 55632 Emil Voigt nebst Kindern. Püdlerstr. 38. Buss' Salon Große Frankfurterstraße 85. Empfehle meinen Saal, einige Sonnabende wie Totensonntag, an Vereinen zu Feftlichkeiten Otto Theel Für den Inhalt der Inserate übernimmt de Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 29. Sept. Opernhaus. Erster Sinfonie- Abend der fönigl. Kapelle. Anf. 7 Uhr. Schauspielhaus. Madame Sans: Gêne. Anfang 72 Uhr. RANIA ** Taubenstr. 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Deutscher Buchbinder- Verband, Cirkus Busch ( Zahlstelle Berlin.) Mittwoch, den 3. Oktober cr., abends 81/2 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Eine Wanderung durch die Mitglieder- Versammlung. Pariser Weltausstellung. Neues Operi Theater( Stron). Tägl. Sternwarte. 00 Der Mitaio. Anfang 72 Uhr. Deutsches. Die Weber. 712 Uhr. Anfang Berliner. Leber unsre Kraft. Anfang 7 Uhr. Tagesordnung: 1. Vortrag: Die graphischen Künfte auf der Pariser Weltausstellung. Referent: Herr Fritz Hansen( Fachschriftsteller). 2. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ist notwendig. Invalidenstr. 57/62. Nachmittags 5-10 Uhr. 26/4 CASTANS Leffing. Eogno d'un mattino PANOPTICUM di primavera. Hierauf: La Looandiera. Anfang 71/2 Uhr. Residenz. Die Dame von Maxim. Anfang 72 Uhr. Neues. Resanche. Der weiße Hirsch. Anfang 72 Uhr. Westen. Zar und Zimmermann. Anfang 72 Uhr. Schiller. Die goldene Eva. Anfang 8 Uhr. Secessionsbühne. Der gnädige Herr. Anfang 7% Uhr. Central. Der griechische Sklave. Anfang 71%, Uhr. Thalia. Der Liebesschlüssel. Anfang 72 Uhr. Luisen. Donna Diana. Auf. 8 Uhr. Friedrich- Wilhelmstädtisches. Der Tugendring. Anfang 7/2 Uhr. Carl Weik Müller und Schulze auf der Pariser Weltausstellung. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Der Prozeßhansl. Metropol. Specialitätenvorstellung. Der Mandarin von Tsing- ling ting. Anfang 72 Uhr. Apollo. Specialitäten- Vorstellung. Venus auf Erden. 8 Uhr. Anfang Palaft. Specialitäten: Vorstellung. Buffschnutchen. Anf. 71/2 Uhr. Stettiner Sänger. Reichshallen. Anfang 8 Uhr. Passage Panoptikum. Specialis täten Borstellung. Urania. Invalidenstr. 57/62. Täglich abends von 5-10 ihr: Sternwarte. Taubenstr. 48/49. Abends 8 Uhr ( im Theatersaal): Eine Wande rung durch die Pariser Welt ausstellung. Schiller Theater ( Wallner Theater). Sonnabend, abends 8 Uhr: Die goldne Eva. Lustspiel in 3 Atten Franz Friedrichstr. 165. Neu! Die schöne Neu! SchlangenBändigerin Cleopatra mit ihren 14 Riesen-, Pythowund Aesculap- Schlangen!! Sensationell, in Berlin in solcher Vollendung noch nie gesehene Reptiliendressur! Die russische Konzertkapelle. Der deutsche Seesoldat und die Boxer. Feldmarschall Graf Waldersee 2c. Passage- Panopticum. Vorletzte Woche: Marokkaner- Truppe. Vorstellung stündlich. Passage- Theater: Vorstellung von 7-10 Uhr. Palast- Theater früher Feen- Palast, Burgstr. 22. Letzte Woche: Neu! Puffschnutchen! Neu! Die Ortsverwaltung. Falzerinnen! Achtung! Hefterinnen! Dienstag, den 2. Oftober 1900, abends pünktlich 8 Uhr: Große öffentliche Arbeiterinnen- Versammlung aller in Buchbindereien und verwandten Betrieben beschäftigten Arbeiterinnen im großen Saale der,.Arminhallen", Rommandantenstraße 20. Tagesordnung: 1. Was bietet der neue Tarif den Arbeiterinnen? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Kolleginnen, erscheint alle! Die Kollegen werden ersucht, die Arbeiterinnen auf diese Versammlung aufmerksam zu machen. 26/5 Die Einberuferin. Luci Becker, Fennstr. 32. Verband der Möbelpolierer. Mittwoch, den 3. Oktober, abends 7 Uhr: Vertrauensmänner- Sitzung im Lokal des Herrn Urban, Friedrichsbergerstr. 11. Sonnabend, 6. Oktober, in Kellers Festsälen, Koppenstraße 29: 15. Stiftungs- Fest. Gesangsvorträge der Gesellschaft Strzcelewicz und des Gesangvereins der Möbelpolierer. Festrede des Kollegen Reuter. Während der Vor: stellung im kleinen Saal und nach derselben in beiden Sälen Tanz. Billets sind bei sämtlichen Vorstandsmitgliedern und in den Zahlstellen zu haben. Um rege Beteiligung der Mitglieder wird ersucht. Hiermit werden die Kollegen, welche Soldat werden, aufgefordert, sich beim Koll. Franz Wolf, Friedenstr. 62, Hof IV, zu melden. 147/14 Der Vorstand. Partei- Speditionen: RosenBerlin vierter Wahlkreis O.: Robert Wengels, Große: Frankfurterstr. 133, Hof part.- SO.: Frik Thiel, Stalizerstr. 35 v. part. Das Riesen- September- Programm! Sechster Wahlkreis( Moabit): Karl Anders, Salzwedeler 812 Uhr: straße 8, part. im Laden. Wedding und Oranienburger 1. Oktober ab: Wiesenstraße 41-42). Vorstadt: Emil Stolzenburg, Wiefenstraße 14( vom Gesundbrunnen: Wilhelm Gaßmann, Grünthalerstraße 65. thaler Vorstadt und Schönhauser Vorstadt: Rarl Mars, Staftanien- Allee 95/96.- Charlottenburg: Gustav Scharnberg, Sesenheimerftr. 1, Ede Goethestr., v. 1 Treppe.- Deutsch- Wilmersdorf: Th. Müller, Berlinerstr. 132/133, rechter Seitenfl. und W. NickelAuguſtaſtr. 3, v. I. Friedrichsberg- Friedrichsfelde: Carl Welt, Berlin O., Frankfurter Allee 177. Grünau: Engel, Dahmestr. 6. Rixdorf: Ostermann, Ertstr. 6. Schöneberg: Wilh. Bäum Ier, Große Posse mit Gesang v. E. Braune. Buff, Klempnermstr.: Dir. R. Winkler. Duo Mercédas, Excentric, Tanzund Gesangsduettisten. Unvergleich: lich! The Bernhards, gym nastischer Kraftakt ersten Ranges. The Gareys, großartige Panto mimentruppe: Gine Landpartie mit Hindernissen. v. Schönthan und Franz Koppel- Gufeld. Anfang: Bochentags 7½ Uhr. Apostel Baulusfir. 13, Quergebäude Hochp.- Ober- Schöneweide: Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Faust, 1. Teil, zweiter Abend. Sonntag, abends 8 Uhr: Die Ehre. Montag, abends 8 Uhr: Die goldne Eva. Central Theater Heute u. täglich Anf. 7 Uhr: Der griechische Sklave. ( A Greek Slave.) Ausstattungs Operette in 3 After von Sidney Jones. Morgen und folgende Tage: Der griechische Sklave. Sonntag nachmittags 3 Uhr zu Halben Preisen: Die Geisha. Secessions- Bühne. Alexanderstr. 40. An des Reiches Pforten. Schauspiel in 4 Atten v. Knut Hamsun. Morgen: Zum erstenmal: Der gnädige Herr. Thalia- Theater Dresdenerstrasse 72/ 73.1 Heute und folgende Tage: Ausstattungspoffe mit Gesang u. Tanz. Anfang 72 Uhr. Der Liebesschlüssel. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Täglich: Apollo- Theater. Otto John, Wilhelminenhofstraße 18. Nieder- Schöneweide: Entree 50 Pfennig. Karl Weber, Cigarrengeschäft. Johannisthal: Paul Mann, Friedrichstr. 39, I. Adlershof: Mar Worbs, Mezerstraße 4. Cöpenick: Franz Weber, Cigarren- Handlung, Grünauerstr. 1. Friedenau- Steglitz: S. Bernsee, Kirchstraße 15 in Friedenau. Bestellungen nehmen entgegen in Steglitz: H. Mohr, Düppelstraße 8, und Fr. Schell hase, Ahornstraße 15a. Baumschulenweg: Krebs, Baumschulenweg 32, Hof lints II. Neu- Weissensee: burg: Forgbert, Prinz Albertstr. 5 a. Um 92 Uhr: Venus auf Erden. Luise Medlon. Spink und Spink. Adele Moraw. Mr. Vandy. Fanny Morton. Erna Bertholdi. Spebiteur Seinrich Bachmann, Lehderstr.1, part. lints. RummelsSonnab., 29. Septemb., abbs. 71/2 Uhr: Parade- Abend. Berliner Landpartien. ult über uit! Tolle Streiche zu Wasser und zu Lande und RiesenProgramm. Sonntag, den 30. September: 2 große Borstellungen( nach. 4 u. abbs. 7 uhr. W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Heute, Sonnabend, d. 29. September: Wegen Privatfestlichkeit keine Vorstellung. Sonntag: Die Lachtaube. Jeder Arbeiter Jeder Handwerker sollte zur Arbeit die Lederhose Herkules tragen. Allein- Verkauf. Sehr starke Ware in praktischen grauen u. braunen Streifen. Sinten u. vorn am Bund aus einent Stück gearbeitet. Nietknöpfe u. Kappnähte. Feste Leder- Bilot- Taschen, die Hose ( bet Entnahme von) 4 M. 50 6 Stüd 26 4. Echt Gossmanns Konzertgart, in bicandelier baſe 8, 6,50, 3,50 Kreuzbergstr. 48. an d. Kazbachstr. Jeden Sonntag: GartenFreikonz. und Gr. Ball. Echt indigoblaues Jackett für Maschinisten, Monteure 2c. 1 M. 90 1 M. Hose dito Prima Hose 8,-, Gefüttert. Manchest.- Jackett 13,-9, Aerzte Kittel, gebleicht. Nefsel 2 M. Maler- Kittel in Leinen- Art. 2 M. 25 2 M. 40 Mechaniker- Kittel( braun). Weißes Leder- Jackett, ge füttert, zweireihig. .7 M. 50 Weiße Leder- Hose, Prima Ware 3 M. 75 Jeden Montag u. Freitag: Baer Sohn Anfang 8 Uhr: Nachher: Kränzchen. Säle f. Versammlungen u. Festlichkeit. Victoria- Brauerei. Lützowstr. 111/112. Im Garten oder Saal Täglich: Norddeutsche Sänger ( Führmann, Horst, Walde.) Aufang: Soun tags 7, Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf. Familien- Billets 3 Stid 1 M. Bons nur in der Woche gültig. Sonntags und Donnerstags: Tanzkränzchen. Deutsche Konzerthallen Spandauer Brücke. 4 Täglich ausländische Kapellen 4 Gr. Theater- Vorstellung. Vereine! 1 Vereine! Außerdem ist sämtliche Parteilitteratur fowie alle wissenschaftlichen Saal m. Bühne im November Werle bort zu haben. Auch werden Inserate für Sonnabende Sonntage Robert Steidl. Three Amaranth. den Vorwärts" entgegengenommen. The three Avolos. 11 It. frei geworden. Der Kosmograph etc. etc. Es wird dringend ersucht, dem bisherigen Spediteur Neues Klubhaus, Kasseneröffnung 7 Uhr. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Cirkus Alb. Schumann. Heute, Sonnabend, 29. September cr., präc. rechtzeitig von der Wohnungsveränderung Mitteilung zu machen, da die Spediteure verpflichtet sind, die Adressen 1486 an die zuständigen Bezirke abzugeben. Bitte ausschneiden! H. Ebert, Kommandantenstr. 72. Das [ 5330* 1. Grande Sotree High Late. Beusselstr. 9. Moabiter Klubhaus, Beusselstr. 9. Riesen- Stofflager I. Gala: Programm. In Anbetracht, daß ich am 1. Oktober das von mir bisher innegehabte U. a.: Direttor Alb. Schumanns Lokal räumen muß, veranstalte ich am Sonnabend, den 29. d. M. cine Krausenstr. 14 I. Etage, neueste Original- Dreffuren. Die mustfalifchen Hengste. Der Triumphwagen vom Brandenb. Thor. Die Original Troika. Mlle. Adrienne, Schulreiterin. Die 4 odeys. Zum Schluß: Der phänomenale Sprung aller 4 Jodeys auf ein Pferd. Truppe Prosper. Elite: Parterre- Akrobaten, sowie das übrige vorzügliche Programm. Zum Schluß zum 8. Male: CHINA. Bilder aus der Gegenwart in 3 Abteilungen von August Siems. In Scene gesezt und mit neuen Wasser: effetten versehen Direttor bont Alb. Schumann. Müller und Schulze auf der Pariser Weltausstellung. Ausstattungspoffe mit Gesang in fünf Sonntag, d. 30. d. M., abends 71/2 Uhr: Bildern. Anfang 8 Uhr. Nur eine Abschiedsfeier bestehend in Familien- Ball, Dorträgen ufwv. wozu ich alle werten Freunde, Genossen und Bekannte mit ihren werten Damen freundlichst einlade. Entree frei. Anfang 9 Uhr. 55349*] Karl Fischer. fertigt nach Maass unter garantiertem Sitz: Hochelegante Winterpaletots für 36 M. Hochelegante Anzüge für 30 M. Hochfeine Beinkleider für 10-12 M. Grosser Möbelverkauf. In meinen großen Möbellagerräumen En gros. Export. En detail. Chauffeeftr. 24a. Brückenstr. 11. Gr. Frankfurterstr. 20. Die 15 te Preisliste 1900 über gesamte Herren- und Knaben- Bekleidung( Auflage 1 Million) wird tostenlos und portofrei zugesandt. Versand von 20 M. an franco. Bei Bestellung genügt Angabe der Brust: u. Bundweite u. Schrittlänge. Obige Preise gelten für normale Größen. 50292 Nachdruck verboten! Hauptgewinn 520 000 m. Große Serien- Geld- Lotterie, in welcher über 14 000 000 M. während 8 Ziehungen zur Ausspielung gelangen. Auf jedes Los fällt ein Treffer. Haupttreffer: 1a 520 000, 2 a 48 000 M. 1,300 000, 1, 42 000 9. 1,200 000, 1, 30 000 M. 1, 150 000, 1, 20 000 M. 1, 135 000, 2, 18 000 W. 1, 120 000, 1, 17 000 m. 1, 105 000, 1, 15 000 m. 1 85 000, 1, 10 000 m. 60 000, usw. usw. " 1, Nächste Ziehung am 1. Oktober. Jedes Los muß bei dieser Ziehung entweder mit einem Haupttreffer, mittleren Treffer oder im un günstigsten Falle mit wenigstens 300 M. herauskommen. Hauptgewinn 1. Klaffe 120 000 m., steigt im Laufe der 8 Ziehungen bis zu 520 000 M. Lose gültig für diese Ziehung 12,60 M. 6,30 90. 4,20 M. / 100 Abschn. 1/200 Abschn. 1/300 Abschn. Porto und Gewinnliste 30 93f. Die Einsätze für die folgenden Biehungen sowie das GewinnBerzeichnis sind aus dem Ver: losingsplan ersichtlich, der jeder Bestellung beigelegt wird, Auszahlung selbst der höchsten Treffer auf Wunsch sofort. Bestellungen baldigst per Postanweisung oder Nachnahme er beten. 130/ 15* M. Prietz& Co., Bankgeschäft, Fürstenberg( Mark), Villa 260. Cirkus Renz- Konzert- Tunnel Gueisenaustraße 15 Ostend- Oberschöneweide. Wochentags 7 Uhr. Karlstrasse. Nur erstklassige Sonntags 5 Uhr. Specialitäten. Direktion: J. M. Hütt. Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tanz ohne Nachzahlung. Gr. außerordentl. Vorstellung Freunde und Bekannte find willkommen zu meinem diesjährigen, und China. Metropol- Theater. Sanssouci Täglich um 9 Uhr. Der größte Operettenerfolg b. Saison: Eduard Steinberger als Gast. Der Mandarin Yon Tsing- ling- ting, fowie das vollständig neue September. Specialitäten Programm. Bianca& Desroche. Charmeroy Rudinoff. Anf. 28 Uhr. Rauchen überall gestattet. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Kottbuserstrasse. Montag und Donnerstag: Jeden Sonntag, Hoffmanns Nordd. Sänger. Fausts Nachlass. Anfang Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pf. Anfang wochentags 8 Uhr. Entree 30 Pf. Nach jeder Soiree: Tanzkränzchen. Oftbahn- Part, Rüdersdorferstr. 71, a. Küstriner Platz. Sonntag, den 30. September 1900, sowie jeden Mittwoch und Sonntag im Theatersaal Entree 50 Pfennig. Süddeutsche Quartett- Sänger Vorverkauf 40 Pf. nud Humoristen. Kaffeneröffnung 6 Uhr. Anfang 7 Uhr. Entree 30 Pf. Paffepartouts haben Mittwochs Gültigkeit. vortrefflich mundenden Wurstessen, welches Sonntag, den 7. Oktober in altbekannter Güte auf der Insel Pichelswerder beim alten Freund stattfindet. Wald- Restaurant Kiekemal", 15 Minuten schöner Waldweg von Station Hirschgarten( linksfeitig der Bahn), 30 Minuten von ,, Pferdebucht" entfernt. Zwei Kegelbahnen, Kaffeeküche, Tanzsaal, Billardzimmer, Schießstand, große Spielpläge. Gute Speisen und Getränke zu foliden Preisen. Vereinen und Gesellschaften angelegentlichst empfohlen.[ 48682*] Wilhelm Magdeburg. Fahrradwerke ,, Freya" A.-G. München. Versand- Niederlage: Berlin 0., Alexanderstr. 22, Aufg. 16. Wegen vorgerückter Saison geben wir unsre Fahrräder Modell 1900 ( Herren- Maschinen, Damen- Maschinen und Transport- Dreiräder) zu Fabrikpreisen, d. h. zu Preisen, wie wir sie unsrer Händler- Kundschaft einräumen, gegen Cassa ab. -Besichtigung gerne gestattet. stehen viele Wohnungs- Einrichtungen, verliehen gewesene und neue Aus: stattungen zum sehr billigen Verkauf. Baffende Gelegenheit für Brautleute. Teilzahlung gestattet. Beamten ohne Anzahlung. Durch große Gelegenheitseinfäufe zu sehr billigen Preisen ist es mir möglich, geschmack volle Einrichtungen schon für 100, 150, 300 und 400 Mart, fowie herr schaftliche Einrichtungen von 500 bis 3000 Mart und darüber zu liefern. Ganz besonders empfehlenswert und billig ist der große Vorrat verliehen gewesener und zurückgefeßter Möbel, die noch fast nen sind. Kleiderspind 24, Kommode, Sofa, Bettstellen init Ma traßen 24, Nußbaum fournierte Kleider: spinden, wie Vertifos 32, französische Muschelbettstellen mit Matrazen 40 Mart, Muschel- Kleiderspinde 35, Säulen- Kleiderspinde, Trumeaux 45, Buffets, neue Plüschgarnituren von 100-1000 Mart an. [ 53952* Möbel- Magazin. Fr. Janitzkow, Eigne Tischlerei.[ 53208] NW., Turmstr. 45. Dieser moderne Hut in verschiedenen Farben mit Atlasfutter kostet 2 Mk. Restaurant Sportshaus. Empf. Vereinen, Gesellschaften m. Saal, Garten, Regelb. u. Kaffeet. Dobslaw. WATERLAND 50000 Fahrräder CONSTANTIA in einer Saison umzusetzen, ist wohl mögl.. wenn Sie d. erstklass. tadell.Qualität meiner weltberühmten Marke ,, Vaterland" Constantia" und in Betracht ziehen. Verlangen Sie daher gratis u. franeo PrachtHaupt- Catalog m. üb. 75 Radnummern und ca. 750 Illustr. v. Zubehörth, Die darin enthalt, Preise sind concurrenzlos. Als Specialit. führeich alle Reparatur., w. überh. i. d. Branche nur vorkommen, in meinen Mechan. Werkstätten prompt u. enorm billig aus. Vertreter gesucht. Hans Heine Voss, Hohenwestedt, Fahrrad- Continent- Weltgesch. -Billigstes Einkaufshaus Deutschlands. Oscar Arnold Hüte, Mützen u. Pelzwaaren Engros Export nur Dresdenerstr. 116, ( kein Laden). Einzelverkauf zu erstaunend billigen Preisen bei riesiger Auswahl in allen modernsten Sorten! Sehr vortheilhafte Bezugsquelle für Wiederverkäufer. me Polsterwaren. Eigne Werkstatt. Warenhaus A.Wertheim. Vor der Eröffnung unsrer Neubauten Leipziger-, Voss- und Oranienstrasse. Extra- Verkauf Der Extra- Verkauf dauert nur kurze Zeit. zu ausserordentlich herabgesetzten Preisen. Einen so billigen Verkauf in allen Abteilungen werden wir niemals wieder bieten. Alle Waren sind im Preise ermässigt. Die Extra Preis, sind neben den bisherigen auf den Preiszetteln vermerkt. Ausgenommen sind nur vereinzelte Artikel, deren allgemeine Preislage eine Herabsetzung nicht zulässt. Wir heben heute folgende Artikel hervor: Strümpfe und Tricotagen. Baumwoll. Damenstrümpfe, schwarz gestrickt 60 Pf. Damenstrümpfe, Wolle plattiert, schwarz gestrickt 45 u. 70 Pf. Woll. Damenstrümpfe, gewebt, engl. Länge, schwarz 70 Pf. u. 1,10 Mk. Velour- Echarpes, reine Wolle 2,75 Mk. Herren- Socken, Wolle plattiert, gestrickt 42 Pf. mittelstark 800Wollene Herrensocken, gestrickt, 48, 70, 95 Pf. Schweiss- Socken, gestrickt, weiche Qual. 35 Pf. Korsettschoner, weiss u. farbig 18 Pf., mit dreimal Band durchzogen 35 Pf. Konserven und Weine. Stangenspargel, 1/2 Dose 78 Pf.,/ 1 1,20 Mk. Stangenspargel ill, 1/2 Dose 68 Pf., 111,20 Mk. Bruchspargel ohne Köpfe, 1/1 Dose 75 Pf. Schoten I, 1/1 Dose 70 Pf. Junge Schoten, 1 Dose 40 Pf.: Schoten, Dose 33 Pf. Ochsenzungen, Dose 3,25 Mk. Italienischer Rotwein 53 inkl. Flasche Französischer Cognac 20 Flasche Pf. , 40 Mk. 50 Pf. Corned- Beef, Dose 1,10 Mk. Moselwein ,, Ober- Mossiers, Flasche Moselwein ,, Lieserer", inkl. Flasche 80 Pf. Rheinwein ,, Lorcher", inkl. Flasche 73 Pf. Rheinwein ,, Oppenheimer", Flasche 80 Pf. Bordeauxwein ,, Medoc", inkl. Fl. 80 Pf. Bordeauxwein ,, Margaux", Flasche 1,25 Mk. Bücher und Schreibwaren. 15 000 gebundene Jugendschriften Schulhefte verschiedene Liniaturen 4 Stück 25 Pt. für Knaben und Mädchen jeden Alters, von bekannten Autoren, darunter Marie Beeg, Mylius, Laddey, Scipio, Pichler u. a., reich illustriert Censuren- Mappen 15, 38, 65 Pf. 4983L* Cylinder- Hüte fauft man aur billigsten direkt in der Fabrit. 55, 75, 90 Pf. Chapeaux claques, weiche u. steife Filzhüte, Einsegnungs- Hüte 3. billigst. Preis. Uhren Berlin SO., inkl. 25 Briefbogen und 25 undurchsichtige Umschläge in Karton 20 PT, Federkasten 9, 22, 33 Pf. Globus- Schulfedern Gross 70 Pf. Papier ,, Heideprinzesschen", 100 Bog. u. 100 Umschl. gerippt, liniert 1,35 Mk, Küchenkanten, blau und rot- weiss gem. Rolle 10 Meter 18, 28, 35, 42 Pt. Aug. Stein Gold- und Silberwaren 177 Oranienstrasse 177. Ringe Ecke Adalbertstr. bei Max Radtke, Krautstr. 50, Einsegnungs- Schmucks mit Opalen, Türkisen, Perlen etc. Hochzeits- Geschenke in Alfenide vom billigsten bis an der Markthalle( kein Laden). feinsten Genre.[ 5322L** Unsre Lager in Herren- Stoffen u. Schneiderei- Bedarfs- Artikeln befinden sich jetzt 5164L* Spandauerstr. 33/35, parterre u. I. Etage, Max Friedländer jr. Brenner& Co. Specialität: Kammgarne, Cheviots. Einſegnungs- Anzüge von 12–27 M. M. Schulmeister, Schneidermatr, Jedes Wort: Pfennig. Dresdenerstr. 4 am Kottbuser Thor. 5 Kleine Anzeigen. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. 2705b Vereinszimmer, Bianino, empfiehlt Brückenstraße 2, Witwe Wendlandt. Schreibmaschinen: Unterricht einfür die nächste Anzeigen Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, in der Hauptexpedition Beuthstr.3 bis 4 Uhr angenommen. Arbeitsmarkt. Stellengesuche. * Betten, Steppdecken, spottbillig Petroleumkrone, 12 Lichte, bochLeihhaus Neanderstraße 6. feine Hängelampe 7,50, Plüschgainitur Möbelverkauf. Kleidertpinden,( rot), Garderobenspind 23, PatentVertitow, Tische, Spiegel, Bettstellen, schlafsofa, Küchentisch 4,25, Küchen- zeln gesucht. Nähe Stadtbahn. Brengel, Schankgeschäft, gutgehend, Um Sofas, Küchenmöbel billigst Sebastian: spind 12, Schlafsofa, Schreibsekretär Fasanenstraße 13, Gartenhaus parterre. 308* umzugshalber Anflamerstraße 20, stände halber billig verkauft Weiland, straße 70, I. 3ahnatelier C. Gedicke befindet Laden. 3319* Bernauerstraße 50. 1836 Kaufgelegenheit: Paneeliofa, fich jetzt Stargarderstraße 3, Ede Möbelverkauf zu soliden Preisen, Schönhauser Allee. Blinder Stuhlflechter bittet nm Wald Baustelle, Hochwald, Vorort Taschendiwan, Ruhesofa, Plüsch +70 Arbeit. Stühle werden gut geflochten, an Chauffee, 40 Meter Straßenfront, garnitur, Ausziehtisch, Kleiderspind, auch Teilzahlung. Römer, Sebastians Vereinszimmer zu vergeben. An dieselben werden abgeholt und zurück 10 Minuten vom Bahnhof, verkauft Bertito, Schreibtisch, Bücherspind, straße 81. der Michaelbrüde 1. 2396 geliefert. Gläser, Mulackstraße 27. für 1200 Mart Joers, Zepernick an Säulentrumteau, Buffett, MuschelVereinszimmer mit Klavier zu Den geehrten Gesangvereinen zur Restaurateur Kaufeldt, Nachricht, daß ich noch einen Tag frei 339 bin. Franz Apel, Gesanglehrer, Große Herrenhüte werden in eigner Frankfurterstraße 127. 2386 Werkstelle gereinigt, neu garniert und aufgebügelt. Hutbazar Norden, Brunnenstraße 52. [ 2346 Cylinderhüte werden in eigner Werfftelle modernisiert. Aufbügeln Pfennig. Hutbazar Norden, Brunnenstraße 52. der Stettiner Bahn. [ 1786 bettstelle, Küchenmöbel, Pianino, Gasspottbillig. Landsberger Elegante vorjährige Herrenhojen, aße 77, L.( Biletanber Vermischte Anzeigen.artusstraße 47 becken. 317* ſtraße. I.( Alexanderplatz.)[ 326K* [ 466 20 Rechtsbureau, Rat, Schriftfulde Vermietungen. Zimmer. Stellenangebote. Cigarrenmacher, geübte Hand: arbeiter für Hausarbeit, gesucht bei J. Neumann, Kaiser Wilhelmstr. 38. Züchtige Farbigmacher verlangt Mar Leonhard, Goldleiftenfabrit, Schlesischestraße 31. + 8* Klempnerlehrling verlangtStange, Oppelnerstraße 48. Komplettiererin verlangt Lazarus Alexandrinenstraße 22, Portal 5, II. Farbigmacherin verlangt Lazarus, Alexandrinenstraße 22, Portal 5, II. Frau zum Reinemachen verlangt Rohn, Lorgingstraße 33. 70 Mädchen, 14-15 Jahre, welches bei den Angehörigen wohnt, findet Stellung bei Woldt, Kanonierstr. 13, Karton Arbeiterin verlangt W. Plaut, Blumenstraße 74. 1986 Geübte Kartonarbeiterinnen werden fofort verlangt. Heise, Waldemars straße 51. 2045 U Plätterinnen auf Kragen, Man schetten und Oberhemden verlangen Leinberger u. Grafenhorst, Wäsche: fabrit, Greifswalderstraße 13.[ 127/ 19* Kartonarbeiterinnen, geübte, ver: langt Schwandt, Neue Jakobstraße 6. Jm Arbeitsmarkt durch 318* besonderen Druck hervorgehobene Schloffer und Schmiede verlangt Anzeigen kosten 10 Pf. pro Zeile Ed. Puls, Tempelhof, Germaniaſtraße. Rahmenmacher sucht, dauernd feinste Stoffe 9-12 Mart. Bertauf Sonnabend und Sonntag. Versand: Piano, bestes Fabrikat, umständeHausGermania, Unter den Linden 21 II. halber fehr billig, auch Teilzahlung. Elektrotechnik. Jackson, Alte 1436 Jakobstraße 24. Neuer Abendkursus Gardinenhaus Große Frankfurter: Buchholzerstraße 10, I lints. straße 9, parterre. + 35* Fahrräder- Ausverkauf. Aufgabe zur Ausbildung zum Elektromonteur des Geschäfts. Modell 1900, zwei beginnt 1. Oftober. Monatlich Gardinen- Specialgeschäft, Blumen straße 8. Anerkannt vorzügliche Ein- Jahre Garantie, von 160 Mart an. 6 Mart. Borkenntnisse nicht erforder Gefahrene Räder sehr billig, von lich. Anmeldung persönlich. Den taufsquelle für Gardinen, Stores, Nouleaux, Tüllbett- und Schmud 50 Mark. C. Fischer, Beuffelstraße 9.* Unterricht in diesem Kursus übernimmt Gaskocher! Sparsysteme. Zwei- der Direktor der Anstalt, Herr Remontoiruhren, goldene, Regu loch 6,-, Dreiloch 10,-. Gasplätt: Ingenieur Giller persönlich. latoren, spottbillig Leihhaus Neander- eisen, Schneider- Bügelapparate billig. 1426 36/ 11* Gasheizöfen 7,- Wohlauer, Wallner: Brunnenstraße 173. straße 6. theaterstraße 32. 28596* Patentanwalt Dammann, Moriz Teppiche, Gardinen, spottbillig Malzkraftbier, blutbildend, für platz 57. [ 1696 Leihhaus Neanderstraße 6. Blutarme, Brustkrante, Schwächliche, Buchbinder- Arbeit jeder ArTeppiche mit Farbenfehlern, Gewichtszunahme, beffere Gesichts- fertigt Ferdinand Kleinert, W. Bülow Fabritniederlage Große Frankfurter farbe, überraschend, 14 Flaschen straße 56, 2. Hof parterre. 23876 straße 9, parterre. + 35* 3 Mart, 1/16 Tonne 3,50 exklusive. Fahrräder repariert Bimmer, Nußbaummöbel, ganze Wirtschaft, Nicht Flaschenzahl, Qualität ent 2832b Andreasstraße 70. Portertellerei Ringler mie neu, spottbillig verkäuflich Boffenerscheidet. 287 Brunnenstraße 152. [ 85/1 ftraße 38, I rechts. Vereinszimmer frei. Ladewig, Kommandantenstraße 65. 283* Vereinszimmer empfiehlt Lier Alte Jakobstraße 119.( 288K Saal und Vereinzimmer empfiehlt Jannascht, Juselstraße 10.[ 206* Vereinszimmer, Pianino, em pfiehlt Erdmann, Reichenbergerstr. 16. 2 Vereinszimmer mit Piano für Kräftige Arbeiter zum Möbel+62 25 bis 40 Personen find noch zu ver transport finden Beschäftigung Stop Restaurant zu verkaufen Gitschiner: geben Kyffhäuserstraße 10, C. Haun. niderstraße 127, Montag früh 5 Uhr. 2356 Kleines Vereinszimmer( Piano) Schlafstelle, soliden anständigen Arbeitsburschen über 16 Jahre Möbel auf Teilzahlung. Prinzen zu vergeben Schabbeck, Mariannen Arbeiter. Restaurant Prinz Eugen verlangen Kubiz& Juberg, Liegnizer: gelegt. [ 2186 ftraße 62, Teichmann. [ 2176 straße 35. 188b* ftraße 21, Weddingbahnhof. 2266 straße 15. +8 Berantwortlicher Redacteur: Heinrich Ströbel in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Trumeau Möbelsuchende. Muschelkleider Steppdecken am billigsten Fabrik spind 28. geschliffenes Große Frankfurterstraße 9, parterre. Glas 45. Bettstelle mit Matraße 15. Umzugshalber, außerhalb, vers Plüschgarnituren, Paneel- Stoffsofas23. taufe zwei Bettstellen, Matrazen, Bollständige Einrichtungen besonders Sofa. Hübner, Usedomstraße 22, +62 preiswert. Eigne Wertstätte. Hirscho: Quergebäude parterre. wig, Mariannenstr. 7a. [ 338* Eichtähchen, zahm, mit Trommel Schnellnäher, Ringschiff, Adler, verkauft Hübner, Usedomstraße 22, Bobbin ohne Anzahlung, wöchentlich Quergebäude parterre. 1 Mart. Postkarte Landsberger, Landsbergerstraße 35, tein Laden.* straße 66. Sofa 20 Mart. Prinzenstraße 62, I. rints. Möbliertes freundliches Vorder: simmer, zweifenstrig, an einen Herrn zum 1.Oftober zu vermieten. Jacobey, Hochstraße 33, vorn III. 29085* Freundlich möbliertes Zimmer für 1 Herrn( als Mitbewohner) sofort zu vermieten Forsterstraße 54, Seitenflügel III, bei Witwe Rosenthal. Möbliertes Zimmer für Herren 12 Mart, Prinzenstraße 107, born III 215b lints. Schlafstellen. garantiert Winter: und Sommer Tüchtige Farbigmacher arbeit, Goldleistenfabrit, Rottbuser 2275 und Versilberer finden Ufer 22. Ver Schneiderlehrling verlangt August dauernde Beschäftigung. Puchert, Schneidermeister, Reichen heirateten werden die Umzugsfosten bergerstraße 116. 2326 zurückerstattet. 103/ 4* Dirigent, nur tüchtigen, für Mitt woch, sucht Gefangverein( Mitglied des Arbeiter- Sänger- Bunds) Mel bungen bis 1. Oftober unter Chiffre W. T., Postamt 34. 233b A. Rechtenbach, Stendal. Korbmacher auf Lurus verlangt Achtung! Tischler! Erler, Köpnickerstraße 114. In der Möbeltischlerei von Zach u. Söhne, Markushof. haben sämtliche Tischler wegen Lohndifferenzen die Arbeit nieders Zuzug fernhalten! st. 227. i7. wtMg. 2. Seilllgt jltg„Mmalts" Aellllltl Wüisdlktt. s-vl'l'd-od.ss.skpimdttigW. hes Dtütscheil TaKkarbeittt-LerbllM. Mainz, den 27. September. Zur Beratung wird die Frage gestellt, ob eine Erböhnng der VercinSbeiträge herbeigeführt werden soll. Eine Anzahl Redner wenden sich gegen die Erhöhung der Beiträge, die einen Verlust zahlreicher Mitglieder nach sich zöge. Der Vcrbandssekretär F a u r e gicbt darauf die Erklärung ab, er glaube nicht, daß bei einer Er- höhung der Beiträge um ö Pf. pro Woche viele Mitglieder abspringen würden, aber es sei auch mit dem bisherigen Beitrag auszukommen, wenn die Umzugsgelder anders gestaltet würden. Nach langer Debatte werden die Anträge aus Caunstatt den Beitrag um 5 Pf. pro Woche zu erhöhen, mit 55 gegen 8 Stimmen abgelehnt. Darauf gelangen die Anträge zur Beratung, Ivelche eine andre Regelung der Streikunterstützung wünschen. In der Diskussion wird zu groster Vorsicht bei Einleitung von Streiks geraten und besonders hervorgehoben, daß, iver in den' Streik trete, mit den Thatsachen rechnen müsse, er habe große Opfer zu bringen, denn die meisten Streiks haben längere Arbeitslosigkeit im Gefolge. Die Absicht, gleiche Unterstützung für die Streikenden an allen Orten zu ge- 'währen, tvird mit dem Einwurf bekämpft, daß Lohn- und Arbeits- Verhältnisse au vielen Orten verschieden seien und demgemäß die Streikunterstützung abgemessen werden müsse. Bei der Abstimmung fallen alle Anträge, die auf Abänderung der Streikunterstützung abzielen, durch Annahme eines Antrags aus Hannover, die Streikunterstützung in der bisherigen Form beizu- behalten. Ein Antrag, nur in solchen Orten Streiks zu unterstützen, wo mindestens die Hälfte der dort befindlichen Arbeiter organisiert sind, wird abgelehnt, dagegen folgender Antrag aus Striegau mit großer Majorität angenommen:„Wollen die Arbeiter einer Fabrik in einen Kanipf zur Erringung besserer Lohn- und Arbeitsverhält- nisse eintreten, so ist nur dann die Angelegenheit zur Vereinssache zu machen, wenn mindestens zwei Drittel vollberechtigte Mitglieder sind." Die Nachmittagssitzung setzt ein mit der Beratung über den Arbeitsnachweis. Es liegen Anträge vor, die ihn in allen Zahlstellen eingeführt wissen wollen, ein Antrag aus Ja u er fordert dagegen, den Arbeitsnachweis abzuschaffen. Die Verschiedenartigkeit der Verhältnisse in der Tabakindustrie bestimmen die General- Versammlung, zu beschließen, den Arbeitsnachweis in der bisherigen Weise bestehen zu lassen. Die Anträge, die das Umschauen der Kollegen nach Arbeit sowie die Aufnahme darauf gerichteter Inserate im.Tabak-Arbeiter" verbieten wollen, werden abgelehnt. Die Debatte über das Verbandsorgan, den„Tabak- Arbeiter", die darauf folgt, nimmt einen größeren Umfang an, da von einer Seite die Frage der N e u t r a l i s i e r u n g der Gewerkschaften und die Stellung der Redaktion des „Tabak-Arbeiter" dazu angeregt wird. Die Diskussion, die sehr lebhaft geführt wurde, ergab das Resultat, daß ein Antrag, der da lautet:„Die Generalversammlung erklärt sich mit der bisherigen Haltung des »Tabak-Arbeiter" vollständig feinverstanden." ohne Gegenstimme angenommen wurde. Die Delegierten R e p p und Niendorf erklärten, nur deshalb nicht dafür gestimmt zu haben, weil sie in der Neutralisierungsfrage einen andren Stand- Punkt einnähmen; mit der allgemeinen Haltung des Blatts seien auch sie einverstanden. VorlÄmmlungV«. Die Ersatzwahlen in Rixdorf. Zu den Stadtverordneten- Ersatzwahlen in Rixdorf. die durch das Aufsehen erregende Urteil des Ober- VerwaltnugSgerichtS notwendig geworden sind und die am 11. Ok- tober stattfinden, nahmen die Rixdorfer Parteigenossen am Donners- tag in einer imposanten Volksversammlung Stellung. Der große Gröplersche Saal in der Bergstraße war bis auf den letzten Platz gefüllt; 1500 Personen mochten anwesend sein. Genosse Dr. S i l b e r st e i n sprach zunächst über die Entrechtung der dritten Wählerklasse. Er unterzog das Dreiklassen- Wahlsystem einer vernichtenden Kritik und führte unter anderin ans: In Rixdorf wählten etwa 60 Wähler der 1. Klasse ebensoviel Stadtverordnete, wie 15 000 Wähler der 3. Klasse, nur weil ihr Geldsack besser gefüllt sei. Die Gegner rechtfertigten dies mit der Behauptung, daß die kräftigen Steuer- zahler der Kommune mehr leisteten. Das sei indessen durchaus falsch. Von annähernd IV» Millionen Mark Steuern in Rixdorf gehöre ca. 1 Million zu den indirekten Steuern, die hauptsächlich auf die Schultern der wenig oder gar nicht Bemittelten abgewälzt würden. Die Grundsteuer, auf die die Hausbesitzer so pochten, werde von diesen keineswegs getragen, sondern müsse von den Mietern in der Miete mitbezahlt werden. fSehr richtig!) An den Einnahmen der Stadt aus eignen und andren Betrieben, z. B. den Straßenbahnen, sei die große Masse des Publikums als Konsumenten hervorragend beteiligt. Somit trage das Proletariat, wenn nickt mehr, so doch mindestens ebensoviel zur Erhaltung der Stadt und ihren Einrichtungen bei, wie die Reichen. Dem elenden Dreiklassen-Wahlsystem»verde aber die Krone aufgesetzt durch die Bestimmung, daß die Hälfte der Gewählten in jeder Abteilung aus Hausbesitzern bestehen müsse. Nun sei ja das Gesetz bisher milde gehaudhabt worden; man habe in langer Praxis auch Mitbesitzer als Hauseigentümer gelten lasieu, und in keiner Stadt habe sich je ein Bürger gefunden, der daran gerüttelt hätte. Dieser traurige Ruhm sei Rixdorf, sei einem Rixdorfer Bürger vorbehalten geblieben, dem Herrn Beiß, der ja seinen Freund Gensch nur vorgeschoben habe. Beiß habe sich schon früher einmal mit Ruhm bedeckt, indem er die Socialdemokratie eine Pestbeule nannte. Redner ging nunmehr auf daS eigentümliche Urteil des Ober- Verwaltungsgerichts ein, beleuchtete dies nach allen Seiten und kon- stntierte, daß gerade die socialdemokratischcn Vertreter der dritten Wählerabteilung, die man jetzt noch mehr entrechtet habe, am fleißigsten im Juteresse der Stadt gearbeitet hätten. Sei eS doch möglich gewesen, in Konimissionen und Deputationen Beschlüsse in uusrcm Sinne durchzudrücken, bloß weil die Herren von der gegnerischen Majorität zuviel schwänzten. Jetzt wäre es notwendig, schärfsten Protest einzulegen gegen die Klassenwirtschnst, die durch jenes Wahlsystem mit dokumentiert werde. DaS reaktionäre Wahlgesetz müsse überall bekämpft werden, der Hauptort dazu sei aber das Abgeordnetenhaus. Darum Iväre es er- frenlich, daß endlich die Beteiligung an den Wahlen zum preußischen Parlament beschlossen worden sei. Mit bemerkenswerter Fixigkeit sei die Ersatzwahl für die sieben anSgeschiedenen socialistischen Stadtverordneten bereits auf den 11.' Oktober angesetzt wrrdcn. Man glaube, wir würden vollwertige Hausbesitzer in der kurzen Zeit bis dahin nicht aus der Erde stampfen können. Ihre Freude müsse den Gegnern verbittert iverden. Ein Wahllomitee sei zu wählen und der Versuch zu ntachcn, die Lücke wieder auszufüllen. Allerdings wäre dem Wahlkomitee mujim.■! uj.ii..j«iujü. juh lia1 u mit auf den Weg zu geben, nur solche Leute aufzustellen, die unsreu socialistischen Standpunkt in der komniunalen Politik voll und ganz verträten. Sei es auch schwer, sieben Hausbesitzer im Sinne der Entscheidung zu finden, die jenen Ansprüchen genügten, so hoffe er doch mit großer Bestimmtheit, daß es gelinge. Wenn alle Kräfte angespannt würde», werde der Sieg uns auch diesmal gehören. (Lebhafter Beifall.) Genosse Wutzki, wie Silberstein einer der vom Urteil deS Ober-Verwaltungsgerichts betroffenen bisherigen Stadtverordneten, erstattete den Bericht über die Thätigkeit der Socialdemokraten im Rathause. Da unsre Leser hierüber laufend unterrichtet worden sind, können wir uns ein Eingehen auf Einzelheiten ersparen. Redner hob hervor, daß den socialdemokratischen Stadtverordneten bei Reformvorschlägen stets die schlechte Finanzlage der Stadt entgegengehalten wurde. Nun sei zuzugestehen, daß besonders in der Rixdorfer Verwaltung Geld ein rarer Artikel sei. Immerhin ließe sich manches Pöstchen au« dem Etat entfernen und Kulturzwecken nutzbar machen. Ueberhaupt: warum müßten Gemeinden wie Rixdorf mit so geringen Mitteln arbeiten? Wäre es nicht Pflicht deS Staats, hier mit seinen Mitteln ein- zutreten? Daran hindere ihn die Richtung, die Prenben-Dentsch« land zum Bau von immer neuen Kriegsschiffen und zum Kampf in überseeischen Reichen dränge. Für wirkliche Kulturanfgaben bleibe da nichts übrig. Gegen diese Richtung sei energischer Protest ein- zulegen.(Lebhaste Zustimmung.) Die bisherigen Stadtverordneten Conrad und Mitschke er- gänzten noch den Bericht Wutzkis und übten unter dein Beisall der Versammelten scharfe Kritik an verschiedenen Mißständen in der Ver- waltung, sowie an dem Verhalten der Gegner.— In einer ein- stimmig angenommenen Resolution protestierte die Versammlung gegen das Urteil des Ober-VerlvaltungSgerichts und verpflichtete Nch, mit allen zuGebote steh'enden Mitteln für die Wiederwahl von 7 Socialdemokraten Sorge zu tragen. In das Wahlkomitee wurden die Genossen O st ermann, Pohl, Schröder. Q>i i t t, W u r b S, P a u s e und Z. H e r r m a n n gewähltt— Auf die Frage des Vorsitzenden Hoppe, ob jemand etwas gegen die Thätigkeit der socialistischen Stadtverordneten einzuiveudcn habe. meldete sich niemand. Hoppe stellte dies ausdrücklich fest und sprach namens der Wähler der 3. Abteilung deren Dank den Stadt- verordneten aus.(Lebhaftes Bravo.l Mit einem Mahnruf: Alle Mann auf dem Posten, wenn das Wahliouiitee ruft! schloß Hoppe die von bester KampfeSstinimung beseelte Versammlung. Eine Versammlung der Kistenmacher tagte am Dienstag bei Stechert. Zunächst beschäftigte man sich mit dem Antrage des Töpfers Glas beim Gewerkschaftskartell. Nach einer längeren Dis- knssion wurde dem Delegierten anheimgestellt, dem ersten Teil deS Antrags zuzustimmen, jedoch den zweiten Teil energisch zu bekämpfen. Ein Beschluß von früher, daß jeder Kollege 1 M. Streikunterstützung die Woche zu zahlen hat. wurde unigestoßen. dafür ein Antrag. welcher besagt. 30 Pf. die Woche zu zeichnen und dafür Marken zu kleben, wurde angenommen. Charlottenburg.„Die Frau in der Socialdemokratie' lautete das Thema, über welches am 25. September hierselbst in der„Gam- briuns-Brauerci" Frau M e s ch in einer Versanmtlung des Verbands der Fabrik-, Land-, Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen sprach. In der Diskussion äußerten sich mehrere Redner im Sinne des Referats und gelaugten dann verschiedene Mißstände in den Fabriken zur Be- sprechung. ES ließen sich 23 Personen als Mitglieder in die Organi- sation aufnehmcu. ----------»l Adreßbuch für Merlin und Dororto 1901. ■---------------------- o-, Die Hauslisten für das Adreßbuch, Jahrgang 1901, sind nunmehr den Herren Hans-Eigenthümern bezw. Vermaltem zur Weitergabe an die verehrlichen HauShaltungs-Vorstände zugegangen. Die letzteren werden hiermit gebeten, die erforderlichen Angaben recht genau und deutlich in die Hauslisten einzutragen und diese so schnell als möglich weiter zu geben. Da die Abholung der Hansliften Mittwoch, den 3. Oktober, beginnt, so richte ich an diejenigen Haushaltungs-Vorstände in Berlin, denen die Hauslisten bisher noch nicht vorgelegt wurden, das Ersuchen, bei ihren Herren Haus-Eigenthümern oder Verwaltern wegen der Liste Nachfrage zu halten und für die schleunigste Eintragung der erforderlichen Angaben Sorge zu tragen oder mir diese Angaben unverzüglich direct zugehen zu lassen. Im Hinblick darauf, daß die Bewohner der Reichshauptstadt das größte Interesse an einem vollkommenen und zuverlässigen Adreßbuche haben, darf ich wohl erwarten, daß alle Einwohner durch recht genaue Ausfüllung der Hauslisten und durch deren schleunige Weitergabe die mühevolle und kostspielige Zusammenstellung des Adreßbuchs unterstützen werden. Berlin, den 23. September 1900. BW- Zimmerstraße 37/41. August Scherl» 00017 opete es Herren- u.Knabengarderobengeschäft 1193 gdist der Schönhauser- und Prenzlauer Vorstadt Hugo Opitz. Schneidermeister ds& [ 52440* Berlin N., Franseckistrasse 13, nahe der Schultheiß Brauerei. Fernspr. Amt III. 5366. Etabliert 1895. Das vollständig neu umgebaute Zotal erstreckt sich durch das Borderhaus, Seitenflügel und Quergebäude, ca. 40 Meter direkte Länge. Bel ganz bedeutender Auswahl fertiger Garderoben für Herren und Knaben in Festtags: Kleidung, Alltags- Kleidung, Sportbekleidung 2c. habe ich enorm billige Preise, auf jedem Gtitett verzeichnet. allerdings ohne jeben Abzug streng fefte Preise! word Riesengroßes Tuchlager zur Aufnahme für Maßbestellungen, welche fofort auf bas eleganteste in eignen Werkstätten angefertigt werden. Bitte sich selbst zu überzeugen. Grosser Ausverkauf! HIST Wegen Aufgabe meines seit 11 Jahren bestehenden Geschäfts ..Fortuna" 9820stomdibi verkaufe ich fänttliche Herren-. Knaben- Garderobe zu besonders herabgesezten ganz ungewöhnlich billigen Preisen. Es bietet sich jedem die Gelegenheit, für wenig Geld nur gute und reelle Sachen zu erstehen. Maßbestellungen aus besten Stoffen bei vorzüglicher Ausführung, so lange der Vorrat reicht, 20 Prozent billiger. Arbeiterkleidung billig. Versäume niemand die günstige Gelegenheit. Bitte gefl. auf meine Firma zu achten: gomis un signt 99 ,, FORTUNA" Kaffanien- Allee 93, Ecke Oderbergerftrake. jod drobing E of" situatamadlobo ni 90 plas oni ponization) Frische Fische, gute Fische! Heute von frischer Waggonladung! 20-25 Pfg. Schellfische in allen Grössen Cabliau Goldbars 199 pro Pfund sehr beliebt pro Pfand 22-25 Pfg. zum Kochen wie zum Braten, sehr empfehlenswert! doland : Seehecht Grosse Schollen 30 Pfg. Bratflu ndern pro Pfd. 20 Pfg. 319 pida pro Pfand 25-30 Pfg. pro Pfand al sid THE SPOT sid 40 rig. Pfg. 35 Pfg. pro Pfd. Knurrhahn 20-25 Pfg. pro Pfd. Hellbutt, Steinbutt, Seezungen etc. ebenfalls billig. Geräucherte Flundern, Schellfische, Seelachs, Roche etc. täglich frisch 1107 D billig. Delikatess- Fisch- Kotelettes guia oble tim dict gebraten und mariniert, in Blechdosen von 8 Liter 17 Pfd. Mk. 3,50. 4 Ltr. 8 Pfd. Mk, 2,00, 2 Ltr.: 4 Pfd. 1,25. dis Portionen zn 10 und 20 Pr. und pro Pfund 35 Pfg. empfiehlt die Deutsche Ban Dampffischerei- Gesellschaft Nordsee" " Grösste Hochsee- Fischerei Deutschlands mit eignen Fischdampfern in ihren 6 Verkaufs- Stellen: Haupt- Filiale: Berlin C. 22, Bahnhof Börse Bogen 9-10. No. III. Berlin NW., Lüneburgerstr., Ecke Paulstr. Stadtb.- B.388/ 89( Centrallag.). No. IV. Im Schlesischen Bahnhof Madaistr. 22. No. V. Berlin N.( Wedding), Reinickendorferstr. 1, Eing. Schulzendorferstr. No. VI. Prinzenstr. 30, zwischen Moritzplatz und Ritterstrasse. No. II. Charlottenburg, Wilmersdorferstr. 10-11, am Wilhelmsplatz. Seefisch ist das billigste und beste Volksnahrungsmittel, ersetzt das Fleisch NB. vollständig und ist überaus wohlschmeckend, nahrhaft und bekömmlich. Fabrikräume und Ateliers zu vermieten Weiß- u. Bayrisch- Bierlokal Levezowstraße 23, NW., an Alt- Moabit und Neue Don Paul Litfin, 53860* Königstraße 5 u. 6. Auskunft beim Portier. Portier. 36/19 Garten, Bereinszimmer, Kegelbahn and CART3 Lichtenberg, Atzpodienstr. 1. THIERY& SIGRAND fof 250 punts d notado di d sid modsigt i no es di 56 tim 1] 1153 #sicile and gun with 36 in: nominais 179 FRIEDRICHSTRASSE BERLIN TAUBENSTRASSE 37 HERREN- GARDEROBE KNABEN- GARDEROBE ERÖFFNUNG ANFANG OCTOBER. Möbel und Polfterwaren. Franz Tutzauer, Tischlermeister, Berlin N.. Brunnenstr. 152. Ziehung bestimmt vom 20.- 26. Okt. 1900. 3. Meissner DombauGeld- Lotterie. 13 160 Gewinne und 1 Prämie in Höhe von Mark 375 000 Mark. Gewinnauszahlung ohne Abzug. Im glücklichsten Falle ist der grösste 100 000 Mark Gewinn Q Prämie zu Gewinn zu Gewinn zu Gewinn zu 60 000 Mark 40 000 Mark 20000 Mark 10000 Mark = Mark 2 Gewinne zu 5000 Mk.- 10 000 N 10 Gewinne zu 3000 Mk.30 000 Markid 15 Gewinne zu 1000 Mk.= 15 000 Mark 30 Gewinne zu 500 Mk.15 000 Markin 50 Gewinne zu 300 Mk.15 000 Mark 150 Gewinne zu 100 Mk. 100 Mk.15 000 Mark usw. Meissner Dombau- Lose nur 3 M. ( Porto und Liste nach auswärts 30 Pf. mehr) billigste empfehlen und versenden auch unter Nachnahme und bequemste Bestellung ist die per Postanweisung( bis 5 M. 10 Pf. Porto) das General- Debit [ 5415L 1 Alex. Hessel, Dresden, Weissegasse 1. Friedrichstr. 198/99, Neubauer& Co., Berlin W., Eckhaus Krausenstr. sowie alle durch Plakate kenntlichen Loshandlungen. Coulante Zahlungsbedingungen? Möbelfabrik. ( 5348L s Für bestes und trockenes Material garantiert! Die besten und billigsten Wohnungs- Einrichtungen fanfen Sie bei Julius Apelt, Tiſchlermeiſter, Great üte.* Trotz der toloffalen Steigerung in H der Hutfabrikation verfause noch zu den alten Preisen. Otto Gerholdt, [ 55200* Dresdenerstrasse No. 2, Ede Stalizerstraße. Großes Lager in Schirmen, Müzen, Krawatten. Treptow. Hohlwein's Keglerschlösschen. Köpenicker Landstr. 27, 3 Minuten vom Bahnhof Treptow. Halteft. d. elektr. Bahn Siemens u. Halste. Großer schattiger Garten, Saal zu Festlichkeiten. Kaffeeküche. Vier neue Regelbahnen. Marionetten Theater und andre Voltsbeluftigungen. Lagerbier Glas 10 Pf., große Weiße 20 Pf. Unsinn ist Viel Geld 50119* für Hüte auszugeben, man erhält auch zu billigen Breisen gute Sachen, wenn man die richtige Bezugs: [ 58949* 1-3 m. of di quelle tennt. Knabenfilzhüte Herrenfilzhute, weich 1,75-5,25" steif 2,00-5.25" Cylinderhüte 4,00-12,00 Chapeaux claques 8,00-10,00 im Einzelverkauf bei " " Arnold& Eggert Hut Engros- Geschäft Waldemarstr. 44, part., Kein Laden. Berantwortlicher Redacteur: Heinrich Ströbel in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. 54298* Berlin SO., Stalizzerstraße 6, am Kottbuser Thor. Milch in vorzüglichster Qualität liefert nach allen Stadtteilen Meierei Schweizerhof A. Zeitner atis NW., Emdenerstrasse 40/41. Tel. II. 2517. Zähne 2 M. 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzloses Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Teilz. wöchentl. 1 M. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 130. Sprechst. 9-7. Pferdebucht bei Köpenick. 20 Minuten von der Bahn. Sonntag, den 7. und Montag, 8. Oktober: Erstes grosses Schlachtfest und Wurstessen. Es ladet ergebenst ein Wilhelm Brüsewitz. Drud und Verlag von Mar Bading in Berlin.