49 Nr. 12. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mr., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Gingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expeditin abgegeben werd Die Expedition ist an Woche tagen bis 7 Uhr Abends, an Sons und Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. fern sprech- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106, Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Mach den Bankiers die Geistlichen Freitag, den 15. Januar 1892. " Expedition: Beuth- Straße 3. ,, das üppige Leben der reichen Bauern"- nebenbei auch eine vor Allem dazu berufen, die Verschiedenheit der bürgerlichen hübsche Illustration zum konservativen Liede von der Nothlage Moral in Wort und That auf ihre Unhaltbarkeit hin zu der Landwirthschaft"!- die Geistlichen vorzugsweise in Olden- erproben. Und die Arbeiterbewegung erkennt in den Verburg mit den Gesetzen auf so arge Weise in Konflikt legenheiten, welche sie der Bourgeoisie bereiten, nur symptoso lautet die Reihenfolge für diejenigen bürgerlichen Stände, brächte. Bei dem neuesten Prachtexemplar dieser Gattung matische Vorgänge. bie fich neuerdings bemühen, der Arbeiterwelt die Verfault von Geistlichen trifft dies nun schon nicht zu, da derselbe in Wenn dann einsichtige Geistliche mit der Offenheit und heit ihrer Gesellschaft recht drastisch vor Augen zu führen. einer einfachen Gegend lebte, das gesteht der Reichsbote" Ehrlichkeit, die wir oben schon an einzelnen derselben Und bei den Skandalgeschichten der Geistlichen, welche neuer- selbst ein; jener Grund ist aber überhaupt weder äußerlich rühmten, konsequent zu denken verstehen und, wie jetzt in dings die Spalten auch der bürgerlichen Blätter füllen, helfen noch innerlich richtig. Erstens kommen auch außerhalb der der Allg. Konserv. Monatsschrift", zu dem Schlusse kommen, zur recht genauen Feststellung des Thatbestandes zwei Um- reichen Bauerngegenden fortlaufend geistliche Skandale vor. daß der Kern des sozialdemokratischen Programms richtig stände mit, welche beim Bekanntwerden der vielen Bankier- In diesen Tagen lasen wir erst wieder zwei aus Thüringen, sei" und nur eine gründliche Neuordnung der Gesellschaft betrügereien der letzten Zeit fehlten. Einmal ist der libe- von denen der eine lautete:" Am Mittwoch Abend ist in durch sozialistische Maßregeln"( Vergesellschaftung der ralen freibenkerischen Bourgeoisie das Vergnügen an der Gotha, wie das dortige Tageblatt" meldet, der Pfarrer Produktionsmittel) helfen könne, dann schreien eingefleischte Kritit firchlicher Einrichtungen und Personen doch noch von Tüngeda, Namens Ruge, der sich dort zum Besuch auf: Bourgeoisblätter wie die„ Magdeburger Beitung", Beter nicht ganz abhanden gekommen, namentlich wenn es nicht gehalten hatte, hinter Schloß und Riegel gebracht worden, weil und Mordio und rufen nach einer schleunigen„ Ausscheidung" gilt, bie Arbeiter mit der Kirchenruthe zu zähmen; und er im Verdacht steht, ein Dienstmädchen aus seinem Ort zum dieser Elemente". Als wenn sich nicht in den fortgesetten andererseits kann einzelnen kirchlichen Streifen und Blättern Meineid verleitet zu haben." Bermuthlich dreht es sich hier geistlichen Standalen eine für die Bourgeoisie noch viel ein ehrliches Streben nach Selbsterkenntniß, das der libe- um die Zahlung von Alimenten und ein Sittlichkeits- blamablere Ausscheidung" des moralischen Eiters vollzöge, ralen Bourgeoisie ganz fehlt, nicht abgesprochen werden. standälchen nebenbei, zu dessen Vertuschung dem frommen den sie auch im Geistlichenstande fortwährend neu erzeugt! Dieses Streben führt jene Kreise dazu, die neuen Standale Herrn die Verleitung zum falschen Anruf des Namens mit mehr Offenheit und Ausführlichkeit zu besprechen, als seines Gottes gerade recht war. Also die Fäulniß im es ihren Klaffeninteressen eigentlich dienlich ist auch so Stande der Geistlichen bricht überall hervor, auch wo ein Kuriosum dieser Zeit der Zersehung und Auflösung! diese nicht mitten unter„ üppigen Bauern" leben. Sodann So giebt der fromme Reichsbote jetzt anläßlich der aber ist die oberflächliche Erklärung dieser sich täglich Politische Itebersicht. Echwindeleien des oldenburger Pastors Müller, über deren mehrenden Standale aus einer bloßen„ Versuchung" innerEinzelheiten der Vorwärts" schon berichtete, ein ganzes lich falsch. Gewiß wirkt die Versuchung nebenbei mit; sie Berlin, den 14. Januar. Sündenregister oldenburgischer Pastoren zum Besten. Er tönnte aber denjenigen bürgerlichen Stand der in Wort und Die gestrige Vehanptung des Herrn v. Bötticher läßt sich aus dem frommen Ländchen schreiben:„ Dem Dämon That berufs mäßig ein leuchtendes Vorbild für moralische als Vertreters der Regierung, daß die Ausschließung sozialthun und über seine Verhältnisse zu leben, sind in den letzten anfangen. Die Geistlichen aller Konfessionen stehen viel- Boykott aufzufassen sei, hat im Reichstag einige VerGeistliche zum Opfer gefallen, indem sie, um diesen Hang welche diese Zeit der bürgerlichen Bersetzung auf die Bour- Verwunderung, wie ein Mann in solcher Stellung eine so befriedigen zu können, sich unrechtmäßiger Weise in den geoisie ausübt, und daher die massenhaften, für die Arbeiter wunderbar subtile, den Kern der Frage gar nicht berührende Besitz ihnen nicht zugehörigen Geldes setten. Der eine von so lehrreichen Skandale. I m Junern jedes Unterscheidung machen konnte. Jene Boykott- Bestimmungen, hnen, Namens Holm, der schon sehr jung eine reich botirte modernen Geistlichen vollzieht sich der falls sie beständen auch das erregte Verwunderung, Stelle im östlichen Holstein erhalten hatte, stellte sich, von Konflikt zwischen der heuchlerischen Moral baß err von Bötticher an der Existenz dieser Gewissensbissen getrieben, selbst dem Gericht und büßt nun der Bourgeoisie Bourgeoisie und ihrer wirklichen Bestimmungen zweifeln konnte gehörten zum Vertragsfeine Strafe im Gefängniß zu Mechten ab, der andere, unmoral und Profitwuth am schärfsten. oder Kontraktverhältniß- meinte der Herr Staatssekretär Wellhausen, wie Holm ein Holsteiner von Geburt, wurde Der Geistliche soll den Saz, daß Armsein selig macht, daß für das Innere. Aber was ist denn Boykott? Einfach feines Amtes entfezt und weilt, wie wir hoffen reuig und die Abkehr von aller Weltluft das wahre Christenthum das planmäßige Bestreben, durch Nichtkauf von Waaren gebeffert, in Amerika. Beide wurden durch das üppige ist, besonders praktisch bethätigen, während die übrige Bour- oder auf sonstige Weise die Existenz eines Individuums zu Leben der reichen Bauern ihrer Gemeinden in Versuchung geoisie genug gethan zu haben glaubt, wenn sie jene Lehren gefährden und es dadurch zu einer Aenderung seines bisgeführt. Dergleichen Versuchungen war Pastor Wilhelm im Munde führt, namentlich gegenüber den Arbeitern herigen Handelns 2c. zu nöthigen. Ob ein Arbeiter durch Müller von Goldenstedt nicht ausgesetzt. Er war der Seel- Aber dabei sehen die Geistlichen den Luxus und Nichtkauf seiner Waare: Arbeitskraft, oder ob ein Bierforger einer kleinen Gemeinde im Münsterland, die sich mit die Verschwendung der besitzenden Klassen, ihrer Auftrag brauer durch Nichtkauf seiner Waare: Bier,„ genöthigt" schweren Opfern seitens der Landeskirche selbständig gemacht geber, und es ist kein Wunder, wenn in ihrem Inneren werden soll, das ist in Bezug auf das entscheidende Merkbatte; das Leben in dortiger Gegend ist einfach und billig." Bitterkeit und Unzufriedenheit aufsteigen über den entfagungs- mal des Boykotts genau dasselbe. Und, wird einmal der Und nun folgt die Schilderung von dem bodenlosen Auf- vollen Dienst, den man ihnen zumuthet. Sie sollen für die Boykott verurtheilt, dann kann es nur als erschwerender wand, den der neueste geistliche Schwindler des Ländchens Bourgeoisie die Tugend auf Erden markiren, und sie sehen, Umstand gelten, wenn er durch den Arbeitsvertrag Oldenburg trieb. daß es ihrer Auftraggeberin im Lafter sehr gut geht. Sie ftipulirt wird, also unter Bedingungen, die dem boykottenden Wenn nun auch an der ehrlichen Mittheilung dieser revoltiren daher, namentlich die geistig weniger Beschränkten Theil ein erdrückendes Uebergewicht über den zu boykottenden blamablen Zustände nichts auszusehen ist, so muß doch sehr unter ihnen, als Deklassirte ihrer Gesellschaft, denen eine Biel welche das fromme Blatt die angeführten Thatsachen zu nicht die geringste Lust verspüren. Auch sie sind also Opfer sehen sucht. Zunächst will es den Eindruck erwecken, als wenn eines ganzen Systems, sogar ausgesuchte Opfer deffelben, aus, während der bürgerliche einigermaßen in Verfall geFeuilleton. Nachdrud verboten.] [ 12 Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. Siebentes Rapitel. Brüder. Bist Du da, Bruder?" fragte Letzterer hastig und mit flüsteruder Stimme. Hast Du das Werkzeug mit gebracht?" " Ich habe es mitgebracht", erwiderte der Ankömmling, ebenso leise, aber, Leberecht, hast Du auch wirklich nichts Böses vor? Gieb mir noch einmal die feste Versicherung." " Ich gebe Dir mein brüderliches Wort, Eugen. Was ich hier unternehmen werde, muß Jedermann verschwiegen bleiben, aber es kann bestehen vor jedem Richterstuhl der Welt!" " Du weißt, Leberecht," stellte der junge, kaum siebzehn jährige Bursche mit herzlicher Stimme vor, daß ich auf bez welt Niemand liebe, als unsere arme Mutter, der ich geben. Sicher nicht Be wunderung. Der militärische Boykott bildet sich immer mehr jetzt noch jederzeit thun konntest, erwiderte der Schreiber.„ Ich weiß, daß Euer Beider Existenz von mir abhängt, aber was geschehen muß, das muß geschehen, und darum laß uns keine Beit weiter verlieren. Siehe da!" rief er und öffnete die Thüre zum Kabinet des Dr. Raffmaus. In jenem Schranke müssen alle Fächer geöffnet werden. Die Schlüffel hast Du nach den Wachsabdrücken, die ich Dir gegeben, angefertigt. Während Du das Deffnen besorgst, will ich an der Treppe Wacht halten, und wenn Du Alles geöffnet, lösest Du mich dort ab." " Bruder, ich vertraue Dir, Gottes Hand sei über uns!" rief der junge Schloffer, indem er mit thränendem Auge den Andern umarmte. Dann riß er sich mit Ungestüm los Eine Weile noch, nachdem die Andern das Expeditionslokal verlassen, blieb Habicht bei seinem Mittagessen fitzen. leider noch keine Stüße sein kann, und Dich, der Du mein und eilte nach dem Kabinet, während Habicht der Aeltere, war " Eine Es ist geschehen, das Schloß zum geheimen Fach hat ihn in das Regal und öffnete dann das Fenster. packte er den Rest seiner Mahlzeit zusammen, schob Mutter und ich, unglücklich werden müßten, wenn Du schwanden dahin', während deren der Schreiber sich vor Die der Schande auf Dich und uns brächteft. Du hast mir gesagt, Aufregung am Treppengeländer festhalten mußte. ich etwas unternehmen sollte, was in dem Augenblicke Viertelstunde war vergangen, da vernahm er die leisen Blick des Guchenben ohne Mühe einen jungen Mann, daß solbringens große Gefahr für uns Beide hätte, daß Schritte des Bruders und seine flüsternde Stimme, welche welcher auf dem jenseitigen Trottoir ruhig dahinschritt. aber etwas Böses damit nicht beabsichtigt sei. Nicht wahr, ihm die Botschaft brachte: Der grünen Schürze nach zu schließen, welche unter einem Leberecht, ich darf mich darauf verlassen, daß es so und dürftigen Rocke hervorkam, wenn selbst das rußige Gesicht nicht anders ist? Ich darf Dir vertrauen bei dieser harten mich aufgehalten, weil ich erst eine Feder zu finden hatte, nicht schon Auskunft gab, mußte er ein Metallarbeiter sein. Prüfung, wie ich Dir immer vertraut habe?" die zu drücken war, ehe das Schloß sich zeigte. Es ist jetzt gegenüberliegenden Häusern, bis er den Kopf des Schreibers| Es waren zwei ganz verschiedenartige Persönlichkeiten, Alles offen. Eile!" bemerkte, der sich nach ihm hinunterneigte. diese beiden Brüder: der Schreiber hager und lang, mit Der Schreiber flog wie der Wind in den Korridor Besonderes wahr Sekunden später stand er Schranke, genommen, verfolgte der junge Arbeiter seinen Weg und welchem das dunkle Auge förmlich glühte, der junge dessen Schäße ihm offen vor Augen lagen. Mit zitternder ers Haus des Dr. Raffmaus gelangte, in deffen Bausflur ſunden Roth auf der rußigen Wange und Augen so klar werthvolle Staatspapiere, Attien und Pfandbriefe buti wie ein wolfenloser Himmel, dem älteren Bruder zu gleichgiltig bei Seite, er suchte bis auf den Boden des Faches und stand dann einen Augenblick still, zitternd, ents Du kannst Dich auf mich verlassen, Eugen, wie Du es bis täuscht, vernichtet. fich verlor. deren Thür Habicht bereits geöffnet hatte. Wenige Minuten später trat er in die Schreiberstube, gewendet. die verbissensten Konservativen oder -in der, von rathen ist, seit die kapitalistischen Herrn Boykotter entdeckt die es in den Stand der Nothwehr versetzte. Die Re- Zeitung", welche die neunschwänzige Rate zuerst an fich haben, daß der Boykott ein zweischneidiges Schwert ist und gierung, und mag fie noch so turzsichtig sein, er- probirt sehen müßte. auch von den Arbeitern gehandhabt werden kann. In kennt wohl die Tragweite eines solchen Schrittes, Augsburg wurden an einem Tag 29 Lokale für das Militär wie ihn nur Ueber den Stand der sozialdemokratischen gesperrt, weil Sozialdemokraten dort verkehren. Und in die bei den Tetzten Wahlen gerichtete Kartell Bewegung in Holland ist uns von Seiten eines be Mainz wurde der Karnevals- Gesellschaft die Militärmusik brüderschaft erstreben können, die das ganze Baterland zer- währten holländischen Genoffen ein Bericht zugegangen, den verweigert, weil in dieser ganz harmlosen und unpolitischen trümmern und die Hohenzollern- Dynastie beseitigen möchten, wir vollständig zum Abdruck bringen. Vorausschicken wollen Uitgesellschaft ein paar Mike über militärische Dinge und wenn sie um diesen Preis an den Rockschößen Bismarcks noch wir nur, daß die Notiz in Nr. 4 des Vorwärts", welche Personen gemacht worden waren. Nachträglich ward der einmal zu jener unfeligen und unwürdigen Stellung empor- den Anlaß zu der Zuschrift gegeben hat, nicht aus Utas allerdings gnädig zurückgezogen, aber erst nachdem flimmen. tönnten, in welcher sie dem Reichskanzler Apport- Holland stammt und weder direkt noch indirekt von der Ulf- Gesellschaftsvorstand feierlich gelobt, das Militär dienste leisteten. Holländischen Genossen herrührt. Van der Goes war und den Militarismus als heiliges Rührmichnichtan zu beSamals in allen deutschen Zeitungsberichten über den hollän trachten. Das Militärische wächst dem Zivil und der ganzen Die Ehrlichkeit und Wahrheitsliebe der Bedischen Parteitag als Führer der Oppofition gegen Nieu bürgerlichen Gesellschaft so über den Kopf, beherrscht und fitzenden zeigt sich bereits bei der Selbsteinschätzung zur wenhuis genannt. Wir selbst haben uns wie bei bemerkt sei meistert alles Nichtmilitärische dermaßen, daß es auf die Dauer preußischen Einkommensteuer. Der Landrath des Kreises läufig neuerer Zeit mit der unerträglich ist. Von dem Gelde der Steuerzahler lebend, Goslar sieht sich zu folgender Bekanntmachung veranlaßt: holländischen Arbeiterbewegung nur wenig beschäftigt, vergißt der Militarismus nicht nur den Respekt vor dem Ein großer Theil der bisher eingegangenen Steuer- Er weil das Verhalten des Herrn Nieuwenhuis steuerzahlenden Bolt, sondern indem er sich als Selbstzweck tlärungen entspricht so wenig den gefeßlichen Vorschriften und so lange er Redakteur des Recht für Alle" den thatsächlichen Verhältnissen, daß ich gezwungen gewesen ber holländischen Arbeiterbewegung nicht getrennt werden hinstellt, sucht er es auch noch in jeder Weise sich zu unterbin, die Erklärungen theilweise behufs Abänderung oder Neuwerfen. So erklärt es sich, wenn wegen der geringfügigsten Dinge mitten im Frieden wehrlose Bürger auf der Straße tiedergeschossen werden, wenn den Steuerzahlern, von denen r lebt, ihre politische Meinungen vorgeschrieben werden, und das Geld, welches die Steuerzahler ihm in ihrer grenzenlofen Gutmüthigkeit geben, dazu benutzt wird, um Ketten für sie zu schmieden und ihnen ihr politisches Glaubensekenntniß vorzuschreiben. Und insbesondere die Arbeiter, ohne deren Arbeitergroschen" er nicht 24 Stunden bestehen könnte, läßt er seine Macht fühlen: fie sollen nach feiner Pfeife tanzen, ihn anbeten, auf ihre Emanzipations bestrebungen verzichten. Es ist Zeit, daß dem Militarismus der Brotkorb höher gehängt wird. Er geberdet sich wie der Kukut, der seine Pflegeeltern drangfalirt; und wenn ihm das Handwerk nicht rechtzeitig gelegt wird, sie schließ ich aus dem Neste herauswirft. Auch über die Frage des militärischen Boytott 3 werden unsere Abgeordneten mit den Vertretern der Regierung toch ein ernsthaftes Wörtchen zu reden haben. -O Und nun lassen wir den Brief unseres holländischen Genossen, dem wir für seine Mittheilungen danken, nach stehend folgen: " aufstellung zurückzugeben; theils weil das Einkommen aus tann, eine ruhige, von Polemik freie Besprechung un Grundbesitz augenscheinlich viel zu niedrig angegeben und der möglich macht. Genug- das Recht für Alle" schreibt Geldwerth der im Haushalt verbrauchten Wirthschaftserzeugnisse über die deutsche Sozialdemokratie genau so, wie die gar nicht berücksichtigt war, theils weil man es unterlassen Autonomie" und ähnliche Blätter dieser Art, die das hatte, Einkommen aus Kapital Vermögen, welches notorisch Recht, von uns ernst genommen und berücksichtigt zu vorhanden ist, gar nicht oder in nicht zutreffender Weise an- werden, durch ihr knabenhaftes Gebahren verwirkt haben. zugeben. Wenn 3. B., wie das feiber geschehen, das Ein- Daß wir für die Arbeiterbewegung in Holland dieselben tommen aus sehr gutem, ertragreichem Ackerlande zum 1/ sfachen Gefühle warmer Sympathie und internationaler Solidarität Betrage des Grundsteuer- Reinertrages eingefchätzt ist,- und wenn empfinden, wie für die Arbeiterbewegung aller anderen Kapital- Vermögen da, wo es thatsächlich vorhanden, ganz ver schwiegen wird, so muß es dem öffentlichen Urtheil überlassen Länder, das versteht sich von selbst. bleiben, eine derartige Einschäßung mit dem richtigen Ausdruck zu bezeichnen. Mir gaben diese Vorgänge leider Beranlaffung, auf die Strafbestimmungen des Steuergesetzes, besonders aber darauf hinzuweisen, wie unter der Steuer- Erklärung die Ver- Amsterdam, 12. Januar 1892. In Nummer 4 bes ficherung abzugeben ist, die Angaben nach bestem Wissen und Vorwärts" kommt eine Notis vor über den zu Weihnachten Gewissen gemacht zu haben. Es würde mir leid thun, wenn in Amsterdam abgehaltenen Barteitag der sozial. ich zu ſtrengem und rücksichtslosem Vorgehen gezwungen bemokratischen Partei Hollands. Diese Notiz werden sollte. Also forge ein Jeder, daß er vor dem Gesez enthält nun aber Unrichtigkeiten, die hier richtig gestellt und seinem Gewissen bestehen kann." werden. Es heißt in der genannten Notiz: Die Opposition Gegen die Jefuiten ist eine Petition an den Kaiser( gegen die angeblich behauptete Diktatur Domela Nieuwen Der hohe Adel Preußens, die Standesherren, scheinen abgesendet. Bum Sammeln von Unterschriften war der huis), deren Wortführer van der Goes ist, blieb in der bas noblesse oblige( Adel verpflichtet) dahin zu verstehen, Betition ein Begleitschreiben für die Unterzeichner beigelegt. Minorität." Diese Darstellung einer Oppofition ist entdaß der Adel nur Andere verpflichte, ihn aber entlaste. Die Die Germania" druckte dasselbe ab. Darüber ist die" Post" schieden unrichtig; van der Goes war und ist nicht der Standesherren erfreuen sich noch heute der Steuerbefreiung. entrüftet und schreit über Vertrauensbruch. Außerdem flagt Wortführer einer Opposition innerhalb der Partei. Auf Auch das neue preußische Einkommensteuer- Gesetz läßt die fie, daß der Abdruck eine große Anzahl Fehler enthalte und dem Parteitag zu Amsterdam, dem ersten öffent Mitglieder der standesherrlichen Familien erst dann zur theilweise finnentstellend sei. Die Germania" drucke richtig lichen, war van der Goes nicht als Delegirter irgend Einkommensteuer herangezogen werden, wenn durch besonderes aus dem Cirkular ab: welcher Fraktion von Opposition im Parteiverband selbst. den Gesetz die Entschädigung für die aufzuhebende Befreiung Es bedarf feines Hinweises darauf, daß dieser Wortlaut Er sprach nur in rein persönlicher Sache gegen von der Einkommensteuer geregelt sein wird. Also dafür, streng vertraulich behandelt und aufs peinlichste darüber ge- Redakteur des Recht für Alle" und daneben auch gegen daß sie fast 90 Jahre lang teine Steuern zu bezahlen wacht werde, damit nicht durch unvorsichtige Aufbewahrung dessen Tendenz, wofür er auch auf den Parteitag geladen deffen eine böswillige Veröffentlichung möglich gemacht werde." brauchten, sollen sie noch entschädigt werden! Der Staat war. Ich will hier nicht eingehen auf die Beschwerden und hat sich nun herabgelaffen, mit den Standesherren zu verlautet: Dann aber lasse sie den folgenden Satz fort, der also Beschuldigungen, die gegen Domela Nieuwenhuis vorgebracht handeln, diese aber weigern sich, sich in Verhandlungen über wurden es würde mich zu weit führen, und überdies ist Entschädigungen einzulaffen. Wäre der preußische Landtag " Wir verweisen darauf mit solcher Ausführlichkeit einer es ja sehr schwer für Außerhalbstehende, die Streitigkeiten feits," weil wir Beiſpiele kennen, wo auf bisher unaufgeklärte richtig zu beurtheilen. Nachdem ich konstatirt habe, daß eine wirkliche Bolksvertretung, dann hätte er einfach die Weise vertrauliche Schriftstücke in ultramontane Zeitungen gePrivilegien der Standesherren streichen müssen. Eine Ent- langten, und anderseits, weil eine Veröffentlichung nicht nur der Goes nicht der Wortführer irgend einer schädigung haben sie nicht zu beanspruchen. Die Standesder Sache schaden, sondern vor allem die fchuldige Ehr Opposition innerhalb der Partei ist, muß ich dreierlei herren haben allen Anlaß, vergessen zu machen, was sie zur furcht vor Sr. Majestät gröblich verlegen würde." hinzufügen. Erstens, daß van der Goes wohl nach dent Berreißung und Zerstückelung des Reiches beigetragen haben. Das ist recht jesuitenknifflich von den freikonservativen Herzen außer der Partei stehender, fich Sozialdemokrater Bürgern zweiter Klasse degradiren, dann entziehe man ihnen Jesuiten gehandelt! Und solche Gesellschaft führt das große in Betracht kommen. 3weitens, daß es wohl in ber Wollen sie aber durchaus sich durch Steuerbefreiung zu und nationalliberalen Urhebern der Petition gegen die nennender Personen sprach, die jedoch für die Bartei nicht auch die sonstigen Bürgerrechte. Man laffe fie, die sich selbst Wort über die„ lichtschenen Pfade der Jesuiten. O diese einverstanden ist mit der durch die Mehrheit befolgten, durch Partei eine Minorität giebt, die in vielen Punkten nicht ben Staatslaften entziehen, wenigftens nicht mitreden, wo protestantischen Jesuiten! es sich um die Jnteressen des ganzen Boltes handelt. Recht für Alle" vertretenen, sogenannten revolutionären Der strenge Arreft wirkt nicht nur nicht schädigend Taktik, die aber durchaus mit der Partei als solcher zu Die Bewilligung der Diäten für Reichstags- Ab- auf die Gesundheit, sondern übt sogar noch eine be- brechen sich bis jetzt nicht veranlaßt fah. Drittens, daß geordnete wird wohl ebenso wie die Erfüllung anderer sonders günstige Wirkung auf dieselbe. Diese Ent es hier mit dem Namen Sozialdemokratische Beschlüsse des Reichstags auf sich warten lassen. Die Berbeckung hat die Kölnische Beitung" gemacht, und sie Partei" ein anderes Bewenden hat, als in Deutschland. weigerung der Diäten sollte ihre Spitze gegen die Sozial- erklärt, betreffs des militärischen Dunkelarrestes: Es seien Dort gehört Jeder, der sich zu den Grundsägen des Barteis demokraten richten, die am wenigften von der Diätenfrage leere, unbeweisbare Redensarten, wenn man von einer Ge- programms bekennt und die Partei nach Kräften unterſtüßt", alterirt werden. Wenn aber Herr von Bennigsen und Andere fährdung der Gesundheit bei einer Strafe spreche, die im zu der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Nicht so die Drohung aussprechen, daß mit der Diätenbewilligung Interesse der Erhaltung von Ordnung und Disziplin nicht in Holland. Hier besteht der Sozialdemokratische Bund", auch das allgemeine Wahlrecht in Frage geftellt würde, so entbehrt werden könne. In der Strafrechtswissenschaft deffen Programm mit dem Gothaer Programm genau überwissen wir längst, daß, wenn der Reichstag eine reine Bour- urtheilen, manche Sachverständige nicht nur nicht ungünstig einstimmt und wahrscheinlich auch hier einer Revision untergeoisvertretung wäre, die Diätengegner einmüthig sich Diäten, über sie, sondern erstreben ihre Einführung auch für das worfen werden wird. Aber es giebt in der sozialdemo und zwar recht hohe, bewilligen würden; was aber die bürgerliche Strafrecht. So spricht dasselbe Blatt, welches fratischen Bewegung Holland3 noch eine große Wiaffe, die Drohung mit der Beseitigung des allgemeinen gleichen Wahl- eben erst damit drohte, es tönne wieder auf seine früheren nicht zu dem„ Bund" gehört. Außer einigen Parteigängern rechts betrifft, so verlachen wir sie einfach. Mögen unsere republikanischen Ideen sich besinnen, wenn man nicht die des Herrn v. d. Goes gehören dazu z. B. die rein Gegner es nur wagen diese Bedrohung wahr zu machen! Bismarck'sche Gauklerpolitik und den nationalliberalen sozialistischen und die mehr oder weniger sozialistisch anDas ganze Bolt würde die Entziehung des Wahlrechts als Schwindel wieder in die Höhe brächte. Wenn man jemals gehauchten Gewerkschaften. einen an ihm verübten Raub betrachten, es würde in jeder geneigt sein sollte, für wirkliche Rohheitsäußerungen die schlusse des Parteitages werden Beschränkung des Wahlrechts eine Vergewaltigung sehen, Brügelstrafe einzuführen, dann wäre es gewiß die„ Kölnische nicht zu dem„ Sozialdemokratischen Bund" gehören. " Nichts, nichts!" murmelte er bebend. Alles umsonst D und die letzte Hoffnung dahin." Mehr mechanisch als von einer bestimmten Absicht geleitet, durchsuchte er nun die Akten und Papiere der anderen Fächer, dann schob er wieder alle zurück und eilte nach dem Ausgange, dem jungen Schloffer ein Zeichen gebend. Dieser tam auf den Zehen herbei und sah dem Bruder fragend ins Gesicht. Nichts, nichts, ich habe nichts gefunden," flüsterte dieser mit hinsterbender Stimme. Schließ' wieder zu, es war vergebens." fleinlaut: barin." van Gemäß einem Bes diese Gewerkschaften junge Leben des hoffnungsvollen Bruders schien eine" Zu Ihrem Kabinette? Der muß wohl stecken." Selbstaufopferung dessen werth, der selbsterkannt hatte, " Wenn er steckte, würde ich Sie nicht fragen." daß fein Leben faum mehr als ein weiteres Jahrzehnt überdauern würde. Ja, es war gezogen; ja, ich denke, er sprach davon." " Ah, dann hat ihn ohne Zweifel Herr Musselich abein Sonnenblick der Selbstverlengnung, der bei aller dunklen Gluth des Auges plötzlich die bleichen Büge erhellte, fast doch nie gethan; er wird altersschwach, und doch ist seine wie von himmlischer Freude, ein Rettungsmittel für einen Treue zu loben. Aber das hilft mir Alles jetzt nichts; ich Dummer Einfall von dem Musselich, das hat er sonst Anderen gefunden zu haben. Aber schneller und entschiedener halte der junge Hand- zum Schlosser." muß hinein, ich habe etwas vergessen. Laufen Sie schnell werker den ersten Schrecken überwunden. ein,"" flüsterte er; ich fuche fort, ich werfe es auf die schien an demselben der Kopf des Bruders, dann deſſen Das Dokument ist die Hauptfache. Du schließest mich Augenblick verzweifelnd zum Fenster empor. Alsbald e Als Habicht auf die Straße gelangte, blickte er einen Straße, sobald ich es gefunden. Erwarte es dort." ift zum Verweifeln, zum Rasendwerden; und doch muß es feine Schulter und rüttelte ihn. brinnen sein!" " Der junge Schloffer eilte zum Schranke und meinte Du hast Dich getäuscht, das Gesuchte ist gar nicht Dies sagend, schob er den Bruder ohne Zögern zur Hand, dann fiel ein Bapier herab, welches Habicht im Es ist nicht darin, Jammer und Schande; die Bos den Schlüffel umdrehte, ihn herauszog und in seine Tasche Gewünschte gefunden sei. ohne Zögern zur Thüre hinaus, der mechanisch alsbalb Fluge erhaschte. Und kaum daß er es entfaltet, als ein Freudenschrei dem oben Harrenden fund gab, daß das heit siegt, wie immer hier auf Erden. Ein unendliches steckte. Blitzschnell legte der junge Glück für manchen braven Menschen, ein Hoffnungsstern für eine beffere Beit, ein Silberblick im öden Schacht geht in einen Sessel und schloß die Augen. Er hörte Tritte Bollständig erschöpft von dieser Aufregung fiel er dann Schlosser einen Finger auf den Mund und deutete mit einer energischen Handbewegung nach dem benachbarten mir und vielen Anderen verloren. Und doch, und doch, es nahen, er mochte die Augen nicht öffnen, eine Hand fiel auf Fenster, welches soeben von Dr. Raffmaus geöffnet wurde, Habicht verstand den Wink und erkannte die Ge " He da, Habicht! Sie pflichtvergeffener Mensch," erfahr. Flüchtigen Schrittes eilte er davon, um bald mit Es muß darin sein, fagft Du?" fragte der junge scholl bie zürnende Stimme des Dr. Russmaus;„ Sie laffen einem Schlosser wiederzukommen. Sein Entschluß stand Schlosser, und seine Augen schauten in den Echrant, als hier alle Thüren offen und schlafen dabei wie ein Murmel- fest, dem Bruder die Flucht, wenn nöthig mit Gewalt, zu wollten fie ihn durch und durch blicken. Wenn es darin thier, so daß man Sie selbst hinaustragen könnte, ohne daß ermöglichen. Der erste Erfolg hatte ihm ungewöhnlichen ift, muß es heraus. Ich seh' Dir's an, Bruder, daß es Sie, Schlingel, es merken." heraus muß. Warte einen Augenblick. Laß' mich noch einmal zuseh'n." Leberecht hatte sich in den wenigen Augenblicken voll- Die Thüre des Kabinettes wurde ohne Schwierigkeit ständig gesammelt; er rieb sich langsam die Augen, um noch von Der Schlosser wandte sich wieder zum Schranke, aber ein wenig mehr Fassung zu gewinnen. Dann erst sah er hielt sich an der Schwelle, auf Alles gefaßt. Aber fein dem herbeizitirten Schlosser geöffnet; Leberecht im nächsten Augenblicke blieb er zitternd stehen; der den Prinzipal wie schläfrig an und fragte langfam: Schreiber, welcher ihm folgen wollte, mußte sich an einem Lebenszeichen ward drinnen bemerkt. Der Schloffer ents Schranke anhalten, um nicht umzusinken " Sind Sie es, Herr Doktor?" fernte fich wieder, der Doktor zog ein Schreiben aus seinem Schritte! Allerdings bin ich es und frage Sie, wie Sie, wenn Schreibfaften und empfahl dem Schreiber beim Fortgeben Es war ein furchtbarer Augenblick: die Thüren des Suchen Sie sich fünftig einen anderen Ort für Ihren Sie schlafen wollen, die Thüren können offen stehen lassen? bessere Vorsicht. Schrankes alle offen, der Schloffer mit den nachgeahmten Wiittagsschlaf aus, ich werde die Expedition von nun an verklungen und der vom Nachspähen noch nicht zurüc Und als der Schritt des Prinzipals auf der Treppe Schlüffeln in einem fremden Lokale; sein Bruder, der Er- über Mittag schließen lassen." nährer einer ganzen Familie, als Mitschuldiger oder Urgefehrte Leberecht die Hände wie zum Daufgebet faltete, heber auf frischer That ertappt- kein Leugnen möglich! erschien der junge Schlosserlehrling lächelnd im Korridor Gewonnen!" man hörte Ich bitte um Entschuldigung...." Muth eingeflößt. Die Augen des Schreibers leuchteten mit dunkler Gluth, Jezt frag ich Sie, wo ist der Schlüssel zu meinem Es hat sich was mit Ihren ewigen Entschuldigungen. und rief: eine verzweifelte Absicht schien darin aufzulodern, denn das Kabinette" " 1 Gewonnen!" rief nun auch eberecht, Alles ver Und nun find sehr viele, ich darf wohl sagen, die Mehrheit dieser Gewerkschaftler nicht noch außerdem zugleich Mitglieder eines sozialdemokratischen Vereins, schon um der großen finanziellen Opfer willen. Weiter zählt man hauptsächlich in der Provinz Friesland eine sogenannte Volkspartei, beren Programm im Wesentlichen sozialistisch ist. Aber auch diese Volkspartei gehört nicht zu dem Sozialdemokratischen Bund". Endlich hat man noch den Bund für das Allgemeine Wahl- und Stimmrecht", der in Deutschland auch zu der sozialdemofratischen Partei gezählt werden würde, wenn ein solcher Bund dort einen Sinn hätte. " Dies sind im Wesentlichen die Hauptströmungen der fozialdemokratischen Bewegung Hollands. Werden sie alle einmal zu einer einheitlichen Bewegung sich vereinigen? Dies bleibt abzuwarten. Sobald das allgemeine Wahlrecht in Holland eingeführt ist, wird gewiß eine große Aenderung in der politischen Parteigestaltung im Allgemeinen, und in der sozialdemokratischen Partei im Besonderen, eintreten, jedenfalls nicht zum Schaden des Sozialismus. brein in drei Abtheilungen von je 30-40 Mann, um gefonbert[ schäfts, feinen Mäntefnäherinnen einen Tagelohn von 60-80 9. ihre Ueberthaten zu begehen und sich dann beim Rathhause zahle; daß er ferner den Arbeiterinnen, welche mit diesem Lohr te zu treffen, wo seit Stunden der Ober- Bürgermeister, der nicht austämen, die Prostitution empfohlen habe. Brigadegeneral, der Militärgouverneur, der Landgerichts- einen Aft der Gerechtigkeit, wenn wir auf die Angelegenheit heu.te Präsident und viele andere hervorragende Männer der Stadt nochmals zurückkommen, um, geleitet von dem Wunsche, die se, der Dinge harrten, die, wie Jedermann seit dem Abend wie uns nachgewiesen, unwahren und deshalb Herrn Singer vm wußte, fommen sollten. Der Bezirk von Jerez ist seit lange fo schwerer beleidigenden Behauptungen, richtig zu stellen, der Siz geheimer bäuerlicher Vereinigungen gewesen und diese folgende Erklärungen abzugeben. Herr Paul Singer ist seit drei haben ihre sehr ernste Geschichte. Die fleinen Weinbauern und Jahren aus der Firma ausgeschieden und hat teinerlei 43eGrundbesizer jener Gegend haben den fapitalfräftigen großen ziehungen zu derselben mehr. Was nun den Tagelohnson Weinhändlern und Grundbesizern weichen müssen, find aus 60 bis 80 Pf. anlangt, so ist diese Angabe unrichtig; auf Ta geunabhängigen begüterten Bauern zu Bettlern und Tage- lohn wurde in dem Geschäft überhaupt nicht gearbeitet, fond ern föhnern geworden. Wenn sie dann einmal über ihre spär- die Näherinnen wurden von den für die Firma arbeiten den lichen Löhne murrten, so wurden portugiesische Feld Schneidermeistern beschäftigt. Nach gerichtlicher Feststellung be arbeiter verschrieben, die für die Hälfte der trug der wöchentliche Verdienst einer von den für Preise die schweren Arbeiten verrichteten. Jetzt das Geschäft arbeitenden Meistern beschäftigten Näherin scheinen vollends gewissenlose sozialistische Agitatoren den armen 10 bis 12 Mart. Hinsichtlich der Aeußerung über die hungernden Bauern vorgeredet zu haben, daß die neuen Prostitution gehen unsere Ermittelungen dahin, daß Herr Einger 3olltarife den Weinhandel Spaniens auf das Höchste diese Aeußerungen nicht gethan hat. Gine dem Sinne nach ähn schädigen und den Bezirk Jerez der völligen Armuth, dem liche Aeußerung ist allerdings in dem Geschäft einmal gefallen, Hunger preisgeben werden. Diese troftlose Aussicht hat die aber in ganz anderem Zusammenhang und von einer anderen Bauern zur Verzweiflung getrieben und sie bewogen, sich auf Person, doch auch bezüglich dieser Aeußerung steht es fest, daß ihre rohe Weise der Regierung gegenüber zu äußern. Sie niemals geschäftliche Prinzipien oder Handlungen, welche etwa Kardinal Manning, Erzbischof von Westminster und müffen ihre Unbesonnenheit nun schwer büßen, denn die Regie diefer, von dem Hörer selbst als Rebensart" bezeichneten Primas der katholischen Kirche in England, ist im 83. Lebensrung ist Willens, die Bewegung mit furchtbarer Strenge zu be- Aeußerung entsprachen, Platz gegriffen haben. Wir freuen uns, ftrafen." daß es uns gelungen, einmal Klarheit in diese Angelegenheit jahre an der Influenza gestorben. Manning war Geistlicher der englischen Hochkirche und trat 1850 zur katholischen Also ein ganz gewöhnlicher Krawall, der planmäßig gebracht zu baben, welche wahrlich der Aufklärung bedurfte. Kirche über, in welcher er bald zu den höchsten Würden aufgebauscht" worden ist, um geeignet fruttifizirt zu mer Selbstredend find mit gegenwärtigem Artikel auch alle Konemporstieg. Für die Ausbreitung und Kräftigung der den. Wie der Korrespondent der„ Bossischen Zeitung", der ſequenzen, die aus demjenigen in Nr. 300 unferes Blattes gezogen waren, haltlos geworden. Es thut uns leid, daß wir katholischen Kirche in England hat er unermüdlich gewirkt. den Thatbestand kennt und die Gründe der Verzweiflungs- Herrn Singer unbewußt Unrecht gethan und freuen uns, daß Bekannt ist sein Auftreten im Londoner Dockarbeiter- Streif that ganz richtig angiebt, von" gewiffenlosen sozialistischen wir nun auch in der Lage sind, durch diese Zeilen dazu beials Vermittler zu Gunsten der Arbeiter. Die katholische Agitatoren" reden kann, wäre unbegreiflich, wüßten wir tragen zu können, die Ünrichtigkeit einer vielfach verbreiteten, Kirche versteht auch zu Zeiten und unter Umständen sich nicht, welche Verheerungen der Bacillus des Sozialisten- und infolge dessen auch geglaubten Ansicht festzustellen." einen arbeiterfreundlichen Anstrich zu geben, ohne dieses mit schreckens in den Köpfen auch sonst ganz gescheidter Leute anrichtet. Daß die spanische Regierung mit furchtbarer der plumpen Heuchelei von in liebedienerischer Kriecherei Strenge" vorgehen will, das gehört zum Fruktifizierungs- rat b3- Wahl der fozialdemokratische Randidat 831 GHmmen. auferzogener landeskirchlicher Pfäfflein zu thun. Einfluß der letzteren reicht ebenso weit, wie der Einfluß prozeß. Wir kennen das von 1878 her. des Gendarmen; die Würdenträger der katholischen Kirche wissen, so weit es nicht im Widerspruch mit Rom steht, eine unabhängigere Stellung einzunehmen und einen weiteren Blick fich zu wahren. Sie sind deshalb gewiß nicht die weniger gefährlichen. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Frau Ihrer, Velten bei Berlin. Die Neuwahlen der Gemeinderäthe, die in diesem Jahre in ganz Frankreich am ersten Wiai- Sonntag statt- Die Vereinsvorstände aller Organisationen, denen finden müssen, fallen mit der sozialistisch en Waifeier weibliche Mitglieder angehören, ganz besonders aber zusammen, da der Wahl- Sonntag der 1. Mai ist. Wie man die Arbeiterinnen- Vereinsvorstande, werden noch der„ Boffischen Zeitung" berichtet, wird aus Abgeordnetenfreisen mals aufgefort ert, der Unterzeichneten ein Statut einzusenden, der Regierung nahegelegt, ein Gesetz einzubringen, das sowie die Zahl der Mitglieder baldigst angeben zu wollen. die Neuwahlen ausnahmsweise auf den ersten AprilSonntag verlege. Man(?) fürchtet nämlich, daß das Zusammentreffen die Maifeier ungebührlich(?) begünstigen würde. Es sei aber nicht wahrscheinlich, daß die Regierung fich diesen Gedanken aneignen wird. Das meinen wir auch. Der Bericht der Bossischen Zeitung" verräth nur die Angstmeierei der Bourgeoisie. In Rumburg in Böhmen erhielt bei der Reich 3. Der deutschliberale befam 1805, der deutschnationale Sembidat 289 Stimmen. Der Kreis Panfanne wählte den Sozialisten Fauques, Redakteur des„ Grütli", in den Großen Rath. Der Arbeiter- Wahlverein von Cumberland( England) hat ein Programm aufgestellt, laut welchem er folgendes anstrebt: Die Verstaatlichung des Bodens, der Nenten und des könig lichen Besizes; eine gefeblich garantirte achtstündige Arbeitszeit für alle schwere, gefährliche, gefundheitsschädliche, gewerbliche Arbeit. Minimallohn für alle Arbeiten, ausgeführt von oder für königliche und städtische Behörden; Ausdehnung der Fabrikgefeße( Inspektion) auf alle Bertstätten, wo Arbeiter beschäftigt werden; Gewährung einer genügenden Staatspension an Alte und Arbeitsunfähige; Bahlung von Diäten an die Abgeordneten. Deckung der Wahlgleiches, gebeimes Wahlrecht und Einführung der Wahlpflicht. untoften aus Staatsmitteln; türzere Legislaturperioden der Wahltag ift zu einem Feiertag zu erklären; Aufhebung des House of Lords( des Oberhauses) und aller erblichen Ghrenämter. Polizeiliches, Gerichtliches ze. Der Verein zur Erzielung volksthümlicher Wahlen" Finsterwalde sieht sich zur Veröffentlichung des Folgenden veranlaßt:" In einer vor ca. einem Jahre vom hiesigen evangefifchen Bürgerverein einberufenen öffentlichen Bersammlung, die auch start von uns besucht war und in welcher Herr Pastor Geibel( Sallgaft) referirte, erwähnte derselbe auch die damals durch fast die ganze bürgerliche Presse gegangenen grundlosen Das russische Budget wird von verschiedenen Zeitun Berleumdungen gegen den Abgeordneten Singer. Dbgleich den gen ganz ernsthaft besprochen. Wir widmen ihm kein Wort anwesenden Sozialdemokraten das, was später eine Beleidigungsmehr. Aus den Biffern, welche es giebt, läßt sich absolut tlage des obengenannten Abgeordneten gegen einen Berliner Stadtfein Schluß ziehen, ans dem einfachen Grunde, weil alle verordneten ergab nämlich die vollständige unwahrheit der Dem Rebatteur Lingweiler von der Elber Biffern willkürlich erfunden sind. Russische betreffenden Behauptungen bekannt war, hinterließen die An- felder Freien Presse" ist vom dortigen Ersten StaatsBudgets waren von jeher darauf berechnet, das Ausland, gaben des Referenten auf viele Anwesende doch einen derartigen anwalt mitgetheilt worden, daß das gegen ihn wegen angeblicher welches man anpumpen wollte, zu täuschen. Und jetzt, wo Gindruck, daß wir unter den Folgen dieser Anschuldigungen noch Verlegung des§ 180 St.-G.-B. anhängig gewefene Berfahren die Finanzlage Rußlands eine so verzweifelte ist, wird wo- beute zu leiden haben. Bei jeder paffenden oder unpassenden Ge- eingestellt sei. Anlaß zu dem Berfahren hatte ein Artikel gegeben, legenheit werden unsere Genossen daran erinnert mit dem Hinweise, welcher die Ueberschrift trug:" Etwas über Revolution". möglich noch mehr gelogen als sonst. wenn ein Führer sich so etwas erlauben fönne, wie möchten dann Redakteur Jllge vom Halleschen„ Voltsblatt" war Von dem Krawall in ere 3)( Spanien) erst die anderen Sozialdemokraten sein?! Unsere Genossen ließen feinerzeit von der Halleschen Straffammer zu 1 Jahr Ge Von dem Krawall in ere 3)( Spanien) benn auch die Gelegenheit nicht vorübergehen, den Referenten fängniß verurtheilt worden, weil er in jenem Blatte„ aufgiebt ein Korrespondent der„ Bossischen Zeitung" folgende nach Schluß einer späteren Versammlung auf die unwahrheit gereizt" und Staatseinrichtungen verächtlich" gemacht haben Schilderung: seiner Angaben hinzuweisen; ebenso wurde Herrn Geibel der follte. Das Urtheil wurde vom Reichsgericht aufgehoben und die Nur dem Mangel an Umficht der zuständigen Behörden unten zitirte Artikel übersandt, der die weitgehendite Recht Straffache der Straffammer zu Nordhausen zur Entscheidung ist es zuzuschreiben, daß das Ereigniß die Ausdehnung anfertigung des Abg. Singer enthält. Bis jetzt jedoch hat sich Herr überwiesen. Diefelbe hat nun in derselben Sache auf Freis nehmen konnte, die es angenommen hat. Denn wenn auch die Geibel noch nicht veranlaßt gesehen, seine Behauptungen zu sprechung erkannt, wofür der genannte Parteigenosse nach der ganze Sache in übertriebener Weise aufgebauscht widerrufen. Da wir nicht noch einmal vergebens an das Ge- Ansicht der Halleschen Richter 365 Tage hinter Schloß und Riegel worden ist und zwar durch die Regierung rechtigkeitsgefühl des Herrn Geibel appelliren wollen, lassen wir vertrauern sollte. felbft so ist es doch immer unbegreiflich, wie die im den Artikel hier folgen:" Die Pfälzer- Beitung", ein Bourgeois- Der Bergmann Auguft Siegel in Dortmund, voraus über die zu erwartenden Ereignisse genau blatt vom reinsten Waffer, hatte die Dreinigkeit gehabt, gegen feinerzeit Mitglied der fogen. Kaifer- Deputation, welcher zu einer unterrichteten Ortsbehörden es so weit den Genossen Singer die alten Lügen, wegen welcher die Staats- 8 monatlichen Gefängnißstrafe verurtheilt worden war, ist nach tommen lassen tonnten, daß einige hundert bürger- Zeitung" hier feiner Zeit an den Pranger gestellt und England geflüchtet. mit Knütteln, Messern, Sicheln, Revolvern verurtheilt wurde, zu wiederholen. Aber Lügen haben kurze-In Prag wurden nach einem Wolff'schen Telegramm und alten Gewehren bewaffnete Bauern aus Beine und so sab sich denn das Kapitalisten organ zu folgender 5 Sozialisten, darunter Marie Herget, megen Majestätsden Nachbarorten Lebrija, Arcos, Bornos 2c. sich im Bauernhof des und wehmüthigen Abbitte gezwungen: Die Nr. 300 der beleidigung und Religionsschmähung zu Kerferstrafen Tabujete versammeln und von dort nach Jerez ziehen konnten. Pfälzer Zeitung" brachte unter Berlin eine Korrespondenz, welche 6 Wochen bis 15 Monaten verurtheilt. Den Gegenstand der AnBeim Betreten der Stadt trennte sich dieser Trupp noch oben- ich neben Angriffen auf die Führer der Sozialdemokratie, speziell flage bildete nach derfelben Quelle eine Rede, welche Marie mit dem Abg. Herrn Paul Singer beschäftigte. In dem Artikel Serget in einem Arbeiterverein gehalten hatte, sowie die Ab*) Auch Jerez geschrieben. war behauptet, daß Herr Singer, der Inhaber eines großen Ge- ingung eines Schmähliedes seitens der übrigen Angeklagten. " geffend, und fiel dem Bruder um den Hals; aber glaubst Du mir nun?" " " " Ich glaube Dir, verzeihe mir meine früheren Bweifel. Aber ich habe die Werthpapiere liegen Und unsere große Idee, Bruder, der wir unser Leben sehen, die Du unberührt gelassen, und das hat zu weihen beschlossen haben, es möge fommen wie es wolle, mir die Ueberzeugung gegeben daß es sich um wird sie durch unsere heutige That gefördert werden?" etwas Höheres handelt. Da habe ich Festigkeit und höheren Sie ist durch unser heutiges Unternehmen um eine Muth gewonnen. Meile weiter der Verwirklichung zugeführt." von denken, als er. Nun aber nimm mein heißesten Dant, fleine Darlehen anderweit anzugehen. Der Kapitalist mar lieber Bruder. Du bist durch diese That vom Knaben zum ihm auch bereitwilligst zu Diensten gewesen, denn er sah, Manne geworden." daß sein Geld sich im Geschäfte nicht verlor. Dabei bes rechnete er aber im Stillen, was das Geschäft wohl einbringen möchte, und da er es für durchaus recht und billig hielt, daß ihm ein Theil dieses Gewinnstes, den er freilich nicht durch seine Arbeit erzeugt hatte, zufalle, so fündigte er eines Tages sein Darlehen, erklärte sich aber zu gleicher Zeit willig, es fernerhin dem Geschäfte zu überlassen, wenn ihm ein höherer Bins gezahlt, oder vielmehr, da ein höherer Bins in die Kategorie der zur Zeit noch vom Staate mit Strafe belegten Wucherzinsen gehört hätte, wenn ihm ein Antheil am Gewinn neben den Zinsen gewährt würde. " Nun dann, im Namen der Freiheit, weiter!" rief der junge Mann und drückte dem Bruder die Hand zum Abschiede. Achtes Kapitel. Der Kampf der Arbeit. " Und auf welche Weise fandest Du das Dokument?" " Du fagtest mir, es müßte darinnen sein, und da dachte ich wohl, daß es nur im geheimen Fache verborgen sein könnte. Ich sah mir dieses Fach genauer an und be Es war die höchste Zeit, daß er ging, denn bald nach mertte, daß es um einen halben Zoll zu kurz sei. Deshalb seinem Fortgange erschienen die ersten Hilfsarbeiter beim hob ich von unten an der Rückwand, die ging in die Höhe Rechtshandwerk des Dr. Raffmaus von Neuem. Bei ihrem Umsonst hatte ihm Barth vorgestellt, daß er keinen und verbarg gerade zwischen sich und der wirklichen Stück Eintritt saß Leberecht Habicht wieder still und emsig Anspruch an den Geschäftsgewinn zu beanspruchen habe, ba wand einen Raum, breit genug, um jenes Schriftstück be- schreibend an seinem Arbeitspulte und schien vor an derfelbe nicht durch das todte Rapital erzeugt werden könnte, herbergen zu können. Da sagte ich mir:„ Das muß es sein, gestrengter Arbeit das Kommen seiner Kollegen gar nicht daß das Kapital an und für sich selbst nicht einmal die mäßigsten das ist unser Glück, das muß hinab." Und obwohl ich zu bemerken. Zinsen zu tragen vermöchte, wenn es nicht in den fleißigen hörte, daß Du zum Schlosser geschickt wurdeft, hatte ich feinen Händen des Arbeiters als Saat diente, die eine Ernte hervor anderen Gedanken als den, Du müßtest auf die Straße und bringt; umsonst hatte er ihm vorgestellt, wie es doch ganz würdest so in Besitz dessen gelangen, was Du wünschtest. Die erst vor drei Jahren begründete Druckerei von gewiß unbillig sein würde, wenn man von dem Landmann, Erst dann sah ich mich nach einem Verstecke um und konnte Wilhelm Barth, befand sich in einem Hinterhause der Wall- dem man die Aussaat geborgt, einen größeren Theil der nirgends ein besseres finden als da, wo sich die Lade vor straße. Durch emsige Bemühungen, raftloses Arbeiten, Ernte abverlangen wollte, als die Aussaat und eine Ver Bernte dem Kleiderhalter befindet. Die Beine verdeckt durch die durch solide Preise, saubere Arbeit und pünktliche Be- gütung für die Zeit, da doch der Darleihende im Falle Lade, den Körper bedeckt von den Kleidungsstücken, fonnte sorgung derselben war es dem jungen Buchdrucker gelungen, eines Mißglückens der Ernte nichtsdestoweniger das Darich hoffen, verborgen zu bleiben. Ja, Bruder, ich glaube, eine ansehnliche Kundschaft heranzuziehen, welche ftetig eine lehen und die Zinsen verlangen würde. Aber Barth bewies unser Wert war ein gutes, sonst hätten wir nicht so viel Erweiterung des Geschäftes möglich und nöthig gemacht ihm auch umsonst, daß seine Arbeiter ein größeres Anrecht Glück gehabt." hatte. In kurzen Zwischenräumen mußte ein Zimmer der an den Gewinn hätten, machte ihn vergeblich darauf auf" Und ich," erwiderte Leberecht melancholich, ich glaube, Gtage nach dem anderen zum Geschäft herangezogen werden. merksam, daß er, wenn er dem Staate sein Geld liehe, doch unser Wert war ein gutes, sonst hätten wir nicht so Barth hatte sich genöthigt gesehen, anderwärts seine Privat- auch nur bestimmte Zinsen bekomme; der Kapitalist viel Schwierigkeiten gehabt. Aber jetzt nimm das Dokument wohnung aufzuschlagen; bald waren auch die Pressen ge- blieb bei seinem Verlangen, und so mußte der Bruch erund bringe es in unserer Wohnung in gutem Verstecke zwungen worden, den Sägfästen Platz zu machen und in folgen. unter, denn ich bin wegen des Schlüssels an der Kabinets- das Erdgeschoß hinabzuziehen, in welchein sich zugleich eine Barth sah sich infolge deffen nach anderen Darleihern thüre noch nicht außer Verdacht und folglich auch nicht Werkstatt für die Buchbinderei einrichten ließ. außer Gefahr. Aber ich werde dem Muffelich den Um das Geschäft im Verhältniß zu der immer zahl- um, aber die Wieisten von ihnen waren in auffällig furzer Schlüffel in seinen Bfügentunker praktiziren, und da mag reicher werdenden Bestellungen mit entsprechendem Arbeits- Beit von den Gesinnungs- und Geschäftsgenossen des Haupter bann Stein und Bein schwören, er habe den Schlüssel werkzeug auszustatten, hatte Barth alle Ueberschüsse gläubigers in Wißtrauen versetzt worden, so daß fie nur nicht abgezogen, es wird ihm doch kein Mensch glauben, wiederum ins Geschäft verwendet; ja, er war gezivungen gegen Provision und auf kurze Fristen kleine Summen darund schließlich wird er, wie alle tleinen Geifter, an sich gewefen, den Kapitalisten, der ihm Geld zu seinem eigenen lieben. felbft irre, wenn er fieht und merkt, daß die Andern anders kleinen Begründungskapital vorgestreckt, noch um einige ( Fortsetzung folgt.) Theater. Freitag, den 15. Januar. Opernhaus. Cavalleria rusticana ( Bauern Ehre). Vorher: Die Jahreszeiten. Schauspielhaus. Das goldene Bließ. effing- Theater. Helga. lentsches Theater. Torquato Taffo. Berliner Theater. Othello. Residenz- Theater. Madame Mongodin. Vorher: Modebazar Biolet. Wallner- Theater. König Krause. Friedrich- Wilhelmẞädt. Theater. Der Mikado. Thomas- Theater. Luftschlösser. Bullealliance- Theater. Der ledige Hof. Opend- Theater. Die Räuber. Adolph Ernst Theater. • Der Circus Renz.( Circus G. Schumann. Karlstraße. Freitag, den 15. Januar 1892, Abbs. 71/4 Uhr: Gr. Komiker- Vorstellung. C. Godlewski, 3 Gebr. Briatore, Paul Auftreten der Klowns William, Gebr. Dianta, Warne, Gebr. Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstr. und Komiker- Vorstellung. Wer sich Heute, Abend 71/2 Uhr: Gr. KlownBesonders hervorzuheben: Die Abfahrt amüsiren will, muß heute kommen. vom Corps de ballet- Ball mit der GeKronemann, Herrmann, Misco 2c. in päckbroschte 1001.( Neue höchst kom. Intermezzos. Außerdem: Contredanse, pion- Boxer Little Fred und Chianchi. ihren höchst komischen Entrees und Einlage.) Zum 1. Male: Die Chamgeritten v. 9 Herren, angef. v. Herrn Bum 1. Male: Der Dorfschuster, fom. Fr. Renz. Coriolan, ger. v. b. Schul- Intermezzo v. Clown Tanti mit seinen reiterin Frl. Oceana Renz. Emperor, Kollegen. Der brasilianische Affe, ger. vom Schulreiter Herrn Gaberel. bargeft. v. Herrn Melas. Der Dri2, 4, 6, 8, 10 Pferde von den besten von Bergh. Szene a. d. Oper Othello" Die grossartigen Tremplinsprünge über ginal- Schlangenmensch Herr Hjalma Springern. The 3 Eltons als Afro- vorgetr. vom Clown Tanti. Tandem baten. Auftreten einer Wiener Damen- mit 4 Schulpf. ger. von Herrn Ernst Tanzteufel. kapelle. Emir( Apporteur) dreff. und Schumann. Doppeljockey von Mr. Joë Alexanderplat- Theater. Schwarze Jodeyreiter. Mlle. Natalie, Barforce arabischer Schimmelhengst, in Freiheit vorgef. v. Herrn Franz Renz. Mr. Jules, Hodgini und Victor Bedini. Halifax, Brüder. reiterin 2c. cc. Fernpalat. Spezialitäten- Vorstellung. Vorstellung: Auf Helgo- Konkurrenz zwischen 3 engl. SpringZum Schluß der vorgeführt von Hrn. Ernst Schumann. Gebrüder Richter's Variété. Spe- land" oder Ebbe und Fluth. pferden geritten v. den Herren Gebr. E zialitäten- Vorstellung. Theater der Reichshallen. Spe- Pantomime in 2 Abtheilungen mit Große hydrologische Ausstattungs- esse und Beyer. zialitäten- Vorstellung. Zum Schluß d. Borstell:„ M. W.", od. Winter- Garten. Spezialitäten- Vor- 2c. Ferner Dampfschiff- und Bootfahrten, im Winter. Gr. Waffer- und FeuerNational- Tänzen( 60 Damen), Aufzügen Berliner Kinder im Sommer und stellung. Konkordia- Palast- Theater. Spe- afferfälle, Riefenfontänen mit allerlei Bantomime mit gänzlich neuer AusLichteffekten 2c. sowie neue stattung und zialitäten- Vorstellung. neuen ſenſationellen Kaufmann's Variété. Spezialitäten E. Renz. Täglich: Auf Helgoland. Arrangements vom Direktor Wasser, Licht- und Feuer- Effekten. Worstellung. Morgen: Große Vorstellung. Neues Programm. Zum Schluß: ,, M. W." Sonntag 2 Borst. Nachm. 3/2 Uhr Gratweil'sche Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Heute sowie täglich: Auftreten der Hamburger Gaudebrüder Konzert- und Koupletsänger. Anfang Wochentags 71/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochentags 10 Pf., Sonntags 25 Pf. Empfehle meinen berühmten Mittagstisch à la Duval. 3 Regelbahnen 6 Billards, 2 Gäle. 1169L Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschank von Pazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. 641 Castan's Panopticum Friedrichstr. 165a, Ecke Behrenstr. eu: Colossal- Gruppe Banern- Aufstand! Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab PassagePanopticum. Neu: Die Sündflut mit Donner, Blitz, Regen und Windesheulen etc. Viel neue Spezialitäten. 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Der Werth der Bentral- Organisation. Referent Reichstagsabg. Herr Maurer und Putzer Berlins, in dieser Bersammlung zu erscheinen. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ersuchen wir sämmtliche Die Vertrauensmänner: B. Förster, Lübeckerftr. 43. H. Klingenberg, Mittenwalderstr. 33. Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersammlung statt. Maurer! Achtung! Maurer! Sonntag, den 17. Jannar, Vorm. 10 Uhr: Gr. öffentl. Maurer- Versammlung, im einberufen von den Filialen des Zentralverbandes deutscher Maurer Berlins, Feen- Palast", Burg- und Wolfgangstraßen- Ecke. Tages Ordnung: 427/5 Vortrag des Reichstagsabg. Herrn Ullrich über Zentralisation. Maurer Berlins! Da die Tagesordnung eine wichtige ist, fordern wir sämmtliche Maurer Berlins auf, in dieser Versammlung zu erscheinen, gleich( 1 Kind frei) und 7/2 Uhr. Nachm.: viel welcher Richtung fie angehörten. Maurer Berlins! Habt Acht auf die Eine ländliche Hochzeit. Abends: Annonze im Vorwärts" und auf den Anschlagsäulen. Also auf, Maurer Berlins, erscheint alle in dieser Versammlung, um zu zeigen, daß auch Ihr gesonnen seid, Eure Rechte zu vertreten. Der Vertrauensmann der Berliner Maurer: K. Weise, Tegelerstraße 27. ,, M. W." Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstrasse No. 2. Für Vereins- und Privatbibliotheken empfehlen wir zur Anschaffung die Schriften von: Karl Marx ut. Friedrich Engels: Marx, Karl. Der Bürgerkrieg in Frankreich. Adresse des Generalraths der Internationalen ArbeiterAssociation. Dritte deutsche Auflage, vermehrt durch die beiden Adressen des Generalraths über den deutsch- französischen Krieg und durch eine Einleitung von Friedrich Engels. 72 Seiten. Preis 30 Pf. --. Der achtzehnte Brumaire des Louis Bona= parte. 3. Auflage. Preis 1 M. - Lohnarbeit und Kapital. Separatabdruck aus Der Neuen Rheinischen Zeitung" vom Jahre 1849. Mit einer Einleitung von Friedrich Engels. 36 Seiten. Preis 20 Pf Vor den Kölner Geschworenen. Prozeß gegen den Ausschuß der rheinischen Demokraten wegen Aufrufs aum bewaffneten Widerstand( 9. Februar 1849). Aus der Neuen Rheinischen Zeitung". Mit einem Vorwort von Friedrichs Engels. 32 Seiten. Preis 15 Pf. Enthüllungen über den Kommunisten Prozeß zu Köln. Neuer Abdruck. Mit einer Einleitung von Friedrich Engels und Dokumenten. 88 Seiten. Preis 25 Pf. --u. Engels, Fr. Da3 tommunistische Manifest. Fünfte autorisirte deutsche Ausgabe. Mit Borreden von Karl Marx und Friedrich Engels. 32 Geiten. Preis 10 Pf. - Das Kapital. Kritik der politischen Dekonomie. Erster Band. 4. durchgesehene Auflage. Herausgegeben von Friedrich Engels. XXXII u. 739 Seiten. Preis brosch. 9 M., in Halbfranz geb. 11 M. - 3 weiter Band. XXVIII u. 526 Seiten. Preis brosch. 8 M., in Halbfranz geb. 10 M. - Das Glend der Philosophie.( Wergriffen. Neudruck in Vorbereitung.) -Engels, Friedrich. Der Ursprung der Familie, des Privateigenthums und des Staats. Jm Anschluß an Lewis H. Morgan's Forschungen. 4. Auflage. XXIV u. 188 Seiten. Preis brosch. 1 M., geb. 1,50 M. Herrn Eugen Dühring's Umwälzung der Wissenschaft. 2. Auflage. 315 Seiten. Preis brosch. 2 M., geb. 2,50 M. Die Entwickelung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft. 4. vervollständigte Auflage. 59 Seiten. Preis 30 Pf. -- In Sachen Brentano tontra Mary wegen angeblicher 3itatsfälschung. Geschichtserzählung und Dokumente. 75 Seiten. Preis 1 M. -- Ludwig Feuerbach und der Ausgang der tlassischen deutschen Philosophie. Mit Anhang: Karl Mary über Feuerbach vom Jahre 1845. 72 Seiten. Preis 50 Pf. -- Preußischer Schnaps im Deutschen Reich 3tag.( Aus dem Boltsstaat" von 1876.) 18 Seiten. Preis 10 Pf. -- Zur Wohnungsfrage. Zweite durchgesehene Auflage.( Aus dein Volfsstaat" von 1872.) 72 Seiten. Preis 25 Pf. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. An auswärtige Besteller versenden wir nur gegen vorherige Einsendung des Betrages, Porto extra. Vorräthig in der Expedition des Vorwärts" Berliner Volksblatt, Berlin SW., Beuthstraße Nr. 3. Künstliche 2 bruder u. 1. w. ist in der Gilber Brockhaus, Meyer's Plomben von 1,50 M. an. Schmerzs. ie Sammelliste Nr. 2710 der Buchwaarenfabrik v. Vollgold u. Sohn, Kommandantenstr. Nr. 14, entwendet worden. Diejenigen, welche diese Liste zu Geficht bekommen sollten, werden ersucht, dieselbe sofort anzuhalten und der Kommission der Buchdrucker bei Gratweil's zu überweisen. Lexikon, Bücher, Bibliotheken fauft loses Zahnziehen 1 M. Sprechstunden A. Hannemann, Kochstr. 56 I. 8-7 Uhr. Zahnarzt Robert Wolf, Schmerzloses Zahnziehen 1 M. Chausseestr. 123, am Oranienb. Thor, Blombiren von 1,50 M. an. Künstliche 3ähne 2 M. Sprechst. 8-6 Uhr. Künstliche Zähne Zahnarzt Robert Wolf, 1781L Chauffeestr. 123 a. Oranienburger Thor. Berantwortlicher Redakteur: August Enders, in Berlin. Fachverein der Tischler( Norden). Montag, den 18. Januar, Abends 82 Uhr, im Lokale des Herrn Keller, Berg- Straße Nr. 68: Grosse Versammlung. Zages Ordnung: 1. Bortrag über: 3entral- oder Lokalorganisation." Referent Herr Link. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. 4. Verschiedenes und Frage fasten. Aufnahme neuer Mitglieder, auch haben Gäste Zutritt. 324/9 Achtung! Der Bevollmächtigte. Achtung! Große öffentliche Versammlung der Zimmerer Berlins u. Umg. am Sonntag, den 17. Januar, Vorm. 10 hr, im Etablissement ,, Eiskeller", Chausseestrasse 88. 359/11 Tages- Ordnung: 1. Vortrag über den Nußen des Bau- Arbeiter- Kartells. 2. Diskussion, 3. Abrechnung des letzten Vierteljahrs 1891. Um pünktlichen und zahl reichen Besuch ersucht Die Lohnkommission. Bund geselliger Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Bundes- Versammlung am Sonntag, den 17. Jannar, Vormittags 10 Uhr, in Joel's Restaurant, Andreasstr. 21( ob. Saal). Zages Ordnung: B 1. Vortrag: Unser neues Bundesstatut." 2. Besprechungen über das erfte Stiftungsfest. 3. Wahl des 3. Kassenrevisors. 4. Aufnahme neuer Vereine. 5. Bundes- Angelegenheiten. Der Vorstand. Die Delegirten werden ersucht, die alten Statuten resp. Quittungsbücher mitzubringen. 197/11 Leseklub ,, Carl Marx". Bersammlung für Männer u. Frauen am Sonntag, den 17. Januar, Abends 6 Uhr, im großen Saale der Berliner Bockbrauerei" am Tempelh. Berg. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Richard Fischer über:" Neuer Kurs". Nachdem: Geselliges Beisammensein und Tanz. 403/8 Der Einberufer. Grosser Wiener Masken- Ball des Sozialdem. Wahlvereins für Teltow- Charlottenburg am Sonnabend, den 16. Januar 1892, im Lokale ,, Bismarckshöhe". Anfang Abends 8 Uhr. Billets sind bei den Genossen A. Röttger, Wilmersdorferstraße 65; A. Sellin, Scharrnstr. 16; Ernst Butte, Christstr. 30, sowie allen Vorstandsmitgliedern zu haben. 342/17 Arbeiter- Bildungsschule. Am Sonnabend, den 16. Jannar, Abends 8 Uhr, im Feen- Palast, Burg- und Wolfgangstraßen- Ede: 1. Stiftungs- vest, bestehend in Konzert, Gesangs- Aufführungen mehrerer Vereine des Arbeiter- Sängerbundes, Prolog, Feftrede von W. Liebknecht, lebenden Bildern und Tanz. Billets à 25 Pfg. sind in den Zahlstellen, in den Schulen und an den sonstigen mit Plakaten belegten Stellen zu haben. Der Vorstand. 431/9 Achtung! Achtung! Ethische Gesellschaft. Der angekündigte Vortrog der Frau Henrich- Wilhelmi zum nächsten Sonntag, den 17. Januar, Abends, findet, weil der Saal zu klein, nicht in Gratweil's Sierhallen, sondern in Norbert's großen Fettsälen, Eingang Beuthstr. 20, Abends 52 Uhr statt. -Theilzahlung. F.R. Retzlaff, Betten Bettfedern- Spezialgeschäft. Brückenstr. 5( Jannowigbrücke).[ 1887L à Zahn 2 Mark 2b Reinickendorferstr 2b. 1779L Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. 437/5 W Verkaufe meine Restauration für 3000 M. per Kasse sofort. 18742 Arthur Ziemer, Cuvrystr. 17. Hierzu zwei Beilagev 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 12. Der preußische Landtag ist heute vom Ministerpräsidenten Grafen v. Caprivi folgender Thronrede eröffnet worden: Erlauchte, edle und geehrte Herren von beiden Häusern des Landtages! Freitag, den 15. Jannar 1892. 9. Jahrg. Abg. v. Meyer- Aruswalde beklagt sich über die nach seiner Abg. Buhl darauf hin, daß bei der Einfuhr von ein Meinung mehr als fümmerliche Unterſtüßung, welche die geftampften Weintrauben in Fässern vielfach alte Reben mit mit deutsche Kunst von Seiten des Deutschen Reichs erfährt. Für darauf haftender Erde als Unterlage für die Fässer benutzt werdie lebende Kunst seien in dem Etat nur 20 000 M. Unterstützung den. Dadurch sei die Einschleppung der Heblausgefahr verfür die Betheiligung der deutschen Kunst an internationalen Aus- mehrt, Redner bittet deshalb, die Zollbehörden anzuweisen, hierstellungen eingestellt. Das einzige, was neuerdings für die gegen auf das strengste die Vorschriften der Reblauskonvention Plastik geschehe, sei die Verwendung von 900 000 M. für Stand- anzuwenden. und allegorische Bilder bei dem neuen Reichstags- Gebäude. Es handle sich aber hier auch weniger um die deutsche Kunst als um das deutsche Kunstgewerbe. Seine Majestät der Kaiser und König haben mich mit der Eröffnung des Landtages der Monarchie zu beauftragen geruht. Die Lage der Staatsfinanzen hat sich im Laufe dieses Etatsjahres weniger günstig gestaltet. Während die Rechnung für 1890/91 noch mit einem ansehnlichen, auf bewilligte Anleihen verrechneten Ueberschusse abschließt, ist es nicht ausgeschlossen, daß infolge der Steigerung der Ausgaben, namentlich bei den Staatseisenbahnen, sich im laufenden Jahre ein jenen Ueberschuß übersteigender Fehlbetrag herausstellen wird. Bei Aufstellung des Ihnen unverzüglich zugehenden Etats hat demgemäß auf allen Gebieten der Staatsverwaltung befondere Sparsamkeit geübt werden müssen. Namentlich hat zum Bedauern der Staatsregierung die als nothwendig anerkannte Aufbefferung der Besoldungen der unmittelbaren Staatsbeamten in diesem Jahre noch nicht in der wünschenswerthen Weise weiter geführt werden können. Nur zu der allseitig für besonders bringlich erachteten Verbesserung der äußeren Lage der Lehrer an den höheren Schulen und Seminarien sind schon jetzt die erforderlichen Beträge in den Etat eingestellt. Das System des Aufrückens der Beamten nach Altersstufen Für Post dampfer- Verbindungen sind ausgeworfen: ist bei den Unterbeamten bereits in dem diesjährigen Etat zur Nach Ostasien und Australien 4 400 000 Mart, nach Ostafrika Ausführung gebracht und soll im nächstjährigen Etat im An- 900 000 Mart. schluß an die Vermehrung der etatsmäßigen Stellen auf weitere Abg. Bamberger( dfr.) weist darauf hin, daß die UnterBeamtentlassen ausgedehnt werden. waren jedenfalls um 100 Prozent höher. Staatssekretär v. Bötticher hält die Anwendung der Vorschriften der Konvention für selbstverständlich, aber er will die Frage in Erwägung ziehen. wanderer dient. beantragt: Staatssekretär von Bötticher: Die Betheiligung des Reiches Bei den Ausgaben für die Ueberwachung des Auswanderungsa an der Kunst ist doch nicht so gering, wie der Herr Vorredner wesens fragt es dargestellt hat. Die Kunst ist teine Reichsaufgabe, höchstens Abg. Hammacher, ob das in Aussicht gestellte Auswanderungsin Ausnahmefällen. Der Bundesrath überläßt die Pflege der geset bald fertig gestellt sein wird. Das Gesetz sei dringend nothKnnst meist den Einzelstaaten. Nur in einzelnen Fällen ist das wendig, aber es darf sich nicht nur beschränken auf die FestReich dazu übergegangen, Ausgaben zu machen, theils im Etat, stellung der polizeilichen Grundlagen für die Thätigkeit der theils in den Dispositionsfonds. Das wird auch weiter geschehen, Auswanderungsagenten, sondern muß auch die Ausnamentlich wird das Reich für seine Bauwerke der ausübenden wanderung unter die Fürsorge des Reichs stellen, um Kunst ein ausgiebiges Feld einräumen. Beim Reichstagsbau sind dadurch indirekte Vortheile für das Reich zu erhalten. nicht blos kunstgewerbliche Erzeugnisse verwendet, sondern auch Die Ansicht, daß die Auswanderung ein soziales Uebel, ein wirthKünstler, Bildhauer u. s. w. auch von erstem Namen, sind dabei schaftlicher und Kapitalverlust sei, ist hoffentlich von der Rebetheiligt. Aus dem Etat ist das freilich nicht zu ersehen, da gierung längst zu Grabe getragen." In andern Staaten hat man die Anstellungen immer generell nicht für die einzelnen Zwecke es verstanden, die Auswanderung staatlich in die Hand zu erfolgen. Für Kunstzwecke wird das Reich nach Maßgabe der nehmen. Besonders bedauerlich ist es, daß durch polizeiliche vorhandenen Mittel thun, was in seinen Kräften steht. Maßregeln bisher ein großes Gebiet der deutschen Auswanderung Der Titel wird genehmigt. verschlossen war, nämlich das Kaiserreich Brasilien. Die deutschen Ansiedlungen in Südbrasilien hätten sich ohne das unselige von der Heydt'sche Neskript wahrscheinlich sehr viel mehr verstärkt, als es jetzt geschehen ist. Wenn dieses Restript aufgehoben wird, dann wird es auch möglich sein, mit Brasilien zum Abschluß eines stützung dieser Dampferverbindungen wenig Vortheile für Deutsch- Handelsvertrages zu gelangen. Der Entwurf des in dem Einkommensteuer- Gesetze vom land gebracht habe. Die Ausfuhr deutscher Waaren auf diesen Staatssekretär v. Bötticher: Die verbündeten Regierungen 24. Juni 1891 vorbehaltenen Gesetzes wegen Gewährung einer Schiffen sei eine sehr geringe gewesen, und wenn auch der sind weder mit einem Auswanderungsgeseh noch mit dem von Entschädigung für die Aufhebung der den Häuptern und Mit- Reichs- Anzeiger" eine prozentuale Steigerung derselben der Heydt'schen Resfript befaßt worden. Die Reichsverwaltung gliedern der Familien vormals unmittelbarer deutscher Reichs- behauptet, fo so bedeutet das nichts, denn bei geringen hat ein Auswanderungsgesetz ausgearbeitet, welches jetzt der stände zustehenden Befreiung von ordentlichen Personalsteuern, Quantitäten stellen sich fehr leicht hohe Prozente heraus. fommissarischen Berathung mit der preußischen Regierung untersowie der Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Revenüen des Der Passagierverkehr ist allerdings ein sehr erheblicher; aber es liegt. Ich hoffe, daß die Vorlage noch in dieser Session vorge beschlagnahmten Bermögens des vormaligen Königs von Han- handelt sich hauptsächlich um Passagiere der dritten Klaffe, alfo um legt wird, wenn ich auch nicht sagen kann, daß das so früh nover, wird Ihrer Beschlußnahme unterbreitet werden. Auswanderer und zwar nicht Auswanderer deutscher Abkunft, geschieht, daß die Vorlage auch durchberathen werden kann. Der von dem Landtage wiederholt gestellte Antrag auf ge- sondern wahrscheinlich meist englischer Abkunft. Das wäre nicht Ueber den Inhalt der Vorlage kann ich Ihnen keine Mittheilung feßliche Feststellung der Grundsätze für die Veranschlagung, Füh- weiter schlimm, wenn wenigstens der Bremer Floyd bei dieser machen. Ebensowenig über die Aufhebung des von der rung und Kontrolle des Staatshaushalts hat die Staatsregierung Unternehmung auf seine Kosten gekommen wäre. Aber der Heydt'schen Reskriptes, welches ein preußisches ist und won veranlaßt, erneut an die Aufstellung einer solchen Gesetzesvorlage Bremer Lloyd hat erhebliche Verluste erlitten; in jedem Jahre Reichswegen nicht aufgehoben werden kann. heranzutreten, jedoch sind die Arbeiten noch nicht zum Abschluß beträgt der Zuschuß des Reiches und der Verlust der Bremer Abg. Lingens( 3.) spricht die Hoffnung aus, daß das Aus. gelangt. Gesellschaft zusammen 61/2 Millionen Mark. Mit einer einfachen wanderungsgesetz auch die Wünsche in Bezug auf die Sittlichkeit Anknüpfend an die im vorigen Jahre versuchte gesetzliche Auflösung des Vertrages würde der Bremer Lloyd wahrscheinlich berücksichtigen wird, welche mehrfach geltend gemacht worden sind, Ordnung des Volksschulwesens wird wiederum der Entwurf eines nicht zufrieden sein; man müßte ihm entgegenkommen, damit so vom katholischen Rafaelsverein, der dem Schutz der AusBoltsschulgesetes vorgelegt werden; derselbe ist bestimmt, die seine Verluste etwas ausgeglichen würden. einschlagenden Vorschriften der Verfassungsurkunde zur vollen Vielleicht könnte man die Linie nach Samoa eingehen lassen, Bei den Ausgaben für die Reich 3- Schultommission Ausgestaltung zu bringen. In Verbindung damit ist die Auf- die sich längst als überflüssig erwiesen hat. Der ganze Transport hebung der Regierungsabtheilungen für Kirchen und Schulwesen nach Samoa hatte einen Werth von 107 000 Mart. Die Kosten Abg. Richter: Die verbündeten Regierungen zu ersuchen, und die Uebertragung ihrer Geschäfte auf die Regierungsin Ausführung der Bestimmung des Reichsmilitärgesetzes vom präsidenten durch eine Novelle zum Gesek über die Organisation Staatssekretär von Bötticher: Wenn auch nicht alle 2. Mai 1874( die Vorschrift lautet: Ein Gesetz wird die Vorder allgemeinen Landesverwaltung beabsichtigt. Hoffnungen erfüllt sind, welche man auf die Postdampfer- Ver- bedingungen regeln, welche zum einjährigen Dienst berechtigen) Um den Kirchengemeinschaften die als nothwendig erkannte bindungen setzte, so ist doch mehr erreicht, als der Vorredner dem Reichstage einen Gefeßentwurf vorzulegen zur Regelung der Befeitigung der Stolgebühren für Taufen und Trauungen in ein- darzustellen beliebt. Die Ausfuhr deutscher Waaren hat sich er- Vorbedingungen, welche zum einjährig- freiwilligen Dienst be. facher Form zu ermöglichen, ist die Gewährung staatlicher Bei- heblich gesteigert. Die Verhältnisse sind im vergangenen Jahre rechtigen. hilfen in Aussicht genommen und sind die erforderlichen Mittel nicht besonders günstig gewesen, deshalb sollte man nicht jetzt Der Antragsteller führt aus, daß es wohl nicht in den Etat eingestellt. Mit den Vertretungen der evangelischen gerade ein abfälliges Urtheil abgeben. Der definitive Erfolg der im Intereffe der der Militärverwaltung, aber wohl im Landeskirchen der älteren Provinzen und der Proving Unterstützung von Dampferverbindungen kann heute noch garnicht Interesse des Volkes liege, diese Frage gefeßlich zu regeln. Schleswig- Holstein konnte bereits bei ihrem verfassungsmäßigen überblickt werden. Was es für einen Einfluß auf die Ent- Die Feststellung dieser Frage durch Verordnungen ist ja für die Busammentreten eine Kirchengesetzliche Regelung der Verwendung wickelung des Exports haben wird, wird erst ermessen werden Berwaltung bequemer, aber das Volt hat ein Recht darauf, diese vereinbart werden, deren staatsgefeßliche Santtionirung Sie können, wenn die 15 Jahre, für welche die Unterstützung bewilligt Frage gefeßlich geregelt zu sehen, namentlich da beabsichtigt demnächst beschäftigen wird. Auch andere, äußere Verhältnisse ist, abgelaufen sein werden. wird, die Erlangung der Befähigung zum einjährigen Dienst be der evangelischen wie der katholischen Kirche betreffende Vor- Abg. Hammacher( nationall.): Wir können jetzt noch kein sonders zu erschweren durch Einführung einer besonderen Prü lagen werden Ihnen zur verfassungsmäßigen Beschlußfassung Urtheil über die Maßregel fällen. Es ist allerdings nicht leicht, fung. Die Militärverwaltung hat ein Interesse daran, daß zum zugehen. sich über die Entwickelung des Verkehrs eine richtige Vorstellung einjährigen Dienst nur solche jungen Leute kommen, welche eine Der in der ersten Seffion der gegenwärtigen Legislatur zu machen, wenn man nicht Geschäftsberichte des Bremer Lloyd abgeschlossene Bildung mitbringen. Dann müßte sie dahin streben, periode nicht zur Verabschiedung gelangte Entwurf eines die einſieht. Da dies aber nicht für Jedermann möglich ist, daß die sechsklassigen höheren Lehranstalten besser ausgestaltet Rosten der töniglichen Polizeiverwaltungen in Stadtgemeinden so möchte ich die verbündeten Regierungen bitten, dem werden. Aber daß eine Prüfung für eine solche abgeschlossene neu regelnden Gesetzes wird mit einigen Abänderungen Ihnen nächsten Etat eine Denkschrift über diese Frage beizufügen. Bildung eine Garantie werden wird, glaube ich nicht, es wird wiederum zur Beschlußnahme vorgelegt werden. Im Anschluß Bei der riesigen Entwickelung des europäischen Verkehrs in Ost- damit nur eine Belastung der Schüler und der Schule herbeian dieses Gesetz wird die Uebertragung der Verwaltung der afien wird es der Geschicklichkeit des Bremer Lloyd wohl ge- geführt in dem Augenblicke, wo man von der Entlastung der verschiedenen weige der Wohlfahrtspolizei in jenen Städten an lingen, die deutschen Interessen in Ostasien zu vertreten und zu Schüler redet. Die Schulkonferenz hat diese Prüfung andie Gemeindebehörden in die Wege geleitet werden, fördern. genommen, wie man sagt, obgleich der Antragsteller nur die Die Rechtsverhältnisse derjenigen Eisenbahnen, auf welche Abg. Nichter( dfr.): Es wird immer auf eine beffere Ent- jenigen einer Prüfung unterwerfen wollte, welche die Schule mit das Gesetz vom 3. November 1888 nicht Anwendung findet, sind wickelung gehofft, so daß man bezüglich der Dampferfubventionen Ober- Sekunda verlassen. Gine große Minderheit der Konferenz theils nicht völlig sicher, theils nicht so aweckmäßig geordnet, und der Kolonialpolitik beinahe sagen könnte: Noch am Grabe hat sich gegen die Prüfung ausgesprochen. Durch Vers wie dies im Interesse fräftiger Entwickelung dieses wichtigen pflanzt er die Hoffnung auf! Die Entwickelung zeigt sich doch ordnungen eine solche Erlangung der Befähigung zum Berkehrszweiges erwünscht ist. Dem in dieser Beziehung hervor- nicht erst in 14 oder 15 Jahren, sondern müßte doch, wenn über- einjährigen Dienst einzuführen ist ungesetzlich. Beim Militärgetretenen Bedürfnisse soll eine Vorlage Abhilfe schaffen, welche haupt, sich schon jeßt nach 4/2 Jahren bemerkbar machen. Die gesetz ist ausdrücklich festgestellt worden, daß die Regierung ein Ihnen demnächst zugehen wird. Zahlen ergeben durchaus teine regelmäßig steigende Entwickelung, folches Gesetz schleunigst vorbereiten und nicht vorher eine Auch in diesem Jahre werden Ihnen auf dem Gebiete des fondern ein bedenkliches Schwanken. Es ist bedauerlich, daß wir Alenderung durch Verordnung herbeiführen werde. Eisenbahnwesens Vorschläge gemacht werden, welche durch die nicht einmal amtliche Ziffern haben, wie sie Bamberger vor zwei Staatssekretär v. Bötticher: Es handelt sich bei der Herstellung neuer Schienenverbindungen und durch sonstige Bau- Jahren schon verlangt hat; die Regierung hat aber die Ver- Prüfung nicht um eine Maßregel für den einjährig- freiwilligen Ausführungen und Beschaffungen die Erweiterung, Vervollständi öffentlichung abgelehnt, weil dadurch die Intereffen des Bremer Dienst, sondern lediglich um eine schultechnische Frage. Der würden. geschädigt Der gung und beffere Ausrüstung des Staats- Eisenbahnnetes be- Lloyd Geschäftsbericht Lloyd Prüfung sollen sich alle unterwerfen bei der Versetzung von zwecken. enthält auch nicht das Geringste von dem, was Untersekunde nach Obersekunda. Die Befähigung zum einDie stetige Zunahme der Geschäfte bei den Gerichten der uns hier interesfirt. Herr Bamberger hat die Sache jährigen Dienst hängt ab von dem erfolgreichen einjährigen Be Stadt Berlin hat die Nothwendigkeit ergeben, die Führung der noch viel zu günstig dargestellt. Er hat die oft such der Untersekunda; wie das ermittelt wird, ob eine Prüfung Dienstaufsicht bei diesen Gerichten durch besondere Borschriften afrikanische Linie nicht in Betracht gezogen, welche stattfindet oder nicht, ist Sache der Schule. Wenn ein Gesetz, zu regeln. Eine entsprechende Gesetzesvorlage wird Ihnen zu- 900 000. Unterstützung fordert, während der ganze Verkehr wie es der Antrag verlangt, noch nicht erlassen ist, so liegt bas gehen. etwa 820 000 m. werth ist; dafür halten wir dann noch be- an der Verschiedenartigkeit des Schulwesens in den Einzelstaaten. Durch die Novelle zur Reichs- Gewerbeordnung vom 1. Juli fondere Kriegsschiffe in Ostafrika und debattiren darüber noch ein Angesichts der Unnänderungen, welche in Preußen bevorstehen, 1891 ist das seitherige Maß des gefeßlichen Arbeiterschutzes paar Tage im Reichstage. Die Zuschüsse betragen nach meiner wird man gut thun, mit dem Verlangen nach einem solchen Gesetz wesentlich erweitert worden. Die auf die Sicherung der Sonntags- Rechnung 36 pet. des Werthes der Ausfuhr, für die australische noch etwas zu warten. ruhe der Arbeiter sowie auf die Beschäftigung jugendlicher Ar- Linie sogar 50 pet. Das Schiff, welches zwischen Australien Abg. Hartmann: Ich bin mit dem Staatssekretär ber beiter und erwachsener Arbeiterinnen bezüglichen Bestimmungen und Samoa fährt, hat bei 18 000 Tonnen Laderaum nur Meinung, daß wir jetzt vor einer Umgestaltung stehen, deren der Novelle finden auch auf den Bergbau unmittelbar An- 3000 Tonnen Fracht und davon nur 1000 Tonnen für den Ver- Ende noch nicht abzusehen ist. Aber das ist für mich kein Grund, wendung. Bei anderen durch das Reichsgesetz neu geord- fehr mit Deutschland. Es hieß, die Samoalinie solle eingehen. gegen den Antrag zu stimmen, der die Erfüllung einer gesetzneten Gegenständen aber hat die Rücksicht auf die Eigen- Wenn das geschieht, dann darf das Geld auf keinen Fall ver- lichen Vorschrift verlangt. Der Bundesrath wird dann zu era thümlichkeit des bergbaulichen Betriebes es zweckmäßig erscheinen wendet werden für die bessere Ausstattung einer anderen Linie. wägen haben, wann die Ausführung des Antrages erfolgen solle. laffen, die landesgefeßliche Regelung vorzubehalten. Eine ent- Abg. Samhammer( dfr.): Auf das Herzogthum Sachsen- Abg. Richter: Die Auslegung der Prüfung seitens des Sprechende Gesetzesvorlage wird dem Landtage alsbald zugehen. Meiningen fallen von der Subvention etwa 20 000 M. Kein Staatssekretärs wird allgemeines Staunen hervorrufen; die Meine Herren, indem ich Sie im Auftrage Sr. Majestät be- Land würde eine solche Summe auf fünfzehn Jahre bewilligen, Maßregel ist lediglich von der Militärverwaltung angeregt grüße, lade ich Sie ein, Ihre Arbeiten wieder aufzunehmen, und namentlich wenn näher liegende Zwecke noch zu erfüllen sind. worden. Bemerkenswerth ist, daß auch Diejenigen die Prüfung fpreche im Namen der Staatsregierung die Hoffnung aus, daß Abg. Bamberger( dfr.): Die Thatsachen beweisen, daß mitmachen müssen, welche nach der Ansicht der Schule die Reife Ihre Verhandlungen auch in der bevorstehenden Session unter meine Warnungen vor übertriebenen Hoffnungen berechtigt für die Versetzung nach Ober- Setunda haben. Wenn man die Gottes Segen zum Wohle des Landes gereichen werden. waren; ich werde, wenn wieder solche Bewilligungen beantragt jezt beabsichtigte Aenderung erst vornehmen lassen will und werden, an diese Erfahrungen erinnern. nachher das Gesetz machen, dann ist für das lettere der Inhalt gegeben, aber das einjährig freiwillige Wesen müßte eigentlich von Rechtswegen erst geordnet und aus Willkür der einzelnen Staaten entzogen werden. Auf Befehl Sr. Majestät des Kaisers und Königs erkläre ich den Landtag der Monarchie für eröffnet. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 147. Gigung vom 14. Januar, 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: von Bötticher und Kommiffarien. Die zweite Berathung des Reichshaushalts Etats wird fortgesetzt bei dem Etat des Reichsamts des Innern und zwar mit dem Kapitel 7a, allgemeine Fonds. Im Titel 1 werden 48000 M. zur Unterstützung für das germanische Museum in Nürnberg verlangt. • Abg. Hammacher: Allerdings sind die Frachtmengen auf den Postdampfern immer etwas schwankend gewesen; aber im allgemeinen hat sich doch eine steigende Tendenz bemerkbar gemacht. Die Verluste des norddeutschen Lloyd rühren auch haupt- Staatssekretär v. Bötticher: An den Vorschriften über die Befähigkeit zum einjährig freiwilligen Dienst fächlich von den hohen Kohlenpreisen her. Abg. Richter: Das ist richtig; ich weiß, daß der nord- wird nichts geändert. Es bleibe dabei, daß ein einjähriger, deutsche Lloyd schon amerikanische Kohlen kaufen wollte. Herr erfolgreicher Besuch der Untersekunda verlangt wird. Die Hammacher sollte seine Anstrengungen mit den unseren vereinen, preußische Reform umfaßt eine Aenderung der gesammten wissenum alles zu beseitigen, was die Einfuhr ausländischer Kohlen schaftlichen Vorbildung. Das Gesetz über den einjährig- freiwilligen hindert. Dienst wird sich nach den bestehenden Unterrichts gelegenheiten richten müssen; es wird die Festellung der geforderten Bildung immer den Lehrern überlassen müſſen. Auf eine Bemerkung des Abg. Hammacher, daß er auf die Bestimmung der Rohlenpreise keinen Einfluß habe, erklärt Abg. Richter, daß er nur an die Kohlenausnahmetarife gedacht habe. Abg. Althans( dfr.): Daß eine gefeßliche Regelung erfolgen folle, ist 1874 vom Reichstage und von den verbündeten Regierungen beschlossen worden. Es fragt sich nur, ob jetzt der Bei den Kosten der Maßregeln gegen die Reblaus- Krankheit richtige Zeitpunkt für die Ausführung gekommen ist. 1874 wurde 5000 M. weist Der Titel wird darauf bewilligt. die Reform als möglichst bald bevorstehend angenommen; feit. dem wartet man 17 Jahre, so daß also selbst das nonnm pre- matur in annum längst ubertroffen ist. Für Preußen soll eine neue Ordnung demnächst in Kraft treten; die anderen Staaten werden sich ja wohl dem im Wesentlichen anschließen. Im An- schluß an diese Reform wird man feststellen müssen, wie die Befähigung für den einjährigen Dienst ermittelt werden soll. In der Schulkonferenz hat sich niemand für die Prüfung aus- gesprochen, sondern man hat sich nur damit beschäftigt, ob der Unterrichtsstoff nicht so geändert und umgestaltet werden kann, daß mit den 6 Jahren eine gewisse abgeschlossene Bildung er- reicht wird für diejenigen, welche nicht die ganze Schule durch- machen wollen. Der Minister v. Goßler hat kurz vor seinem Ausscheiden aus dem Amte in Aussicht gestellt, daß das ganze Berechtigungswesen aus der Schulfrage ausscheiden würde; jetzt wird der Schule eine viel schwerere Schädigung zugefügt durch diese nur von militärischer Seite verlangte Prüfung. Die Sache ist allerdings nicht so schlimm geworden, wie man anfangs dachte; die Prüfung soll weiter nichts sein als eine mit gewissen Formen umgebene Bersetzungsprüsnng; neu ist der Staats- kommissar, als welcher aber meist der Direktor fungiren wird. Aber wozu denn noch die ganze Geschichte, wenn sie aar keinen Zweck mehr hat, wenn sie nur in Preußen, aber nicht in den anderen Staaten eingeführt wird. Deshalb ist es nothwendig, daß die Befähigung zum einjährig-sreiwilligen Dienst durch Gesetz festgestellt wird; ich bitte Sie deshalb, den Antrag anzu- nehmen. Abg. von Bar(dfr.): Es handelt sich hier um ein Geschenk der Militärverwaltung, welches die Schulverwaltung allerdings schon einigen Abänderungen unterworfen hat. Damit die Schule aber vor solchen weiteren Geschenken bewahrt wird, empsiehlt sich die Annahme des Antrags Richter. Der Antrag Richter wird darauf gegen die Stimmen der Sozialdem ten und einiger Konservativen angenommen. Daraus wird die weitere Berathung des Etats um 4?li Uhr bis Freitag 1 Uhr vertagt. Abgeordnetenhaus. I. Sitzung am 14. Januar. Um v/4 Uhr eröffnet der erste Vizepräsident der vorigen Session, Abg. v. H e e r e m a n n, die Sitzung mit der Mitlheilung von der Erkrankung des Präsidenten v. Kölker. Die Verloosung der Mitglieder in die Abtheilungen erfolgt nach Schluß der Sitzung. Weiteres liegt nicht vor. Nächste Sitzung: Freitag 11 Uhr.(Präsidentenwahl und Entgegennahme von Vorlagen der Staatsregierung.) Korrespondenzen und Vnrtetnnchrichten. In Luckenwalde wurden im vorigen Jahr bei den Stadtverordeten wählen zur dritten Klasse drei Sozial- demokraten gewählt. Da keiner derselben Hausbesitzer war. er- klärte man ein Mandat, und zwar dasjenige des Genossen Fritz H e l l s i n a e r, für ungiltig. Trotzdem nun unsere Partei bis zur Neuwahl nur eine einzige Versammlung abhielt, errang der neu ausgestellte sozialdemokratische Kandidat. Tuchschuhmacher Karl F l e u r i n. einen g l ä n z e» d en Sieg. Er bekam 221 Stimmen, während der gegnerisch« Kandidat deren nur 92 aus sich vereinigte. Tie„Krenz-Zeitung" läßt sich aus Straßburg i. E. melden: „Das sozialdemokratische Partei-Organ in Mühlhausen, die „E l s.- L o t h r. V o l l s- Z e i t u n g" hat in der kurzen Zeit seines Lebens nicht nur den Verlag gewechselt, jetzt muß sie auch nach einer neuen Druckerei suchen, da Burgheimer der Prinzipal der ausschließlich für die Zeitung gegründeten„Elf. Volksdruckerei', Pleite gemacht hat und sein Material zwangsweise versteigert wird. Das Blatt hat der Partei im ersten Jahre schon 16 000 M. gekostet, wobei freilich die Kaution eingerechnet sein soll." Das Hauptblatt der„Edelsten der Nation" hätte sich bereits aus Nr. 9 des„Vorwärts" darüber unterrichten können, daß Herr» Burgheimer von der Behörde die nachgesuchte Konzession um Ansertlgung von Druckarbeiten ohne Grundangabe v e r- weigert und ihm serner eröffnet worden, daß er als Nicht- gerant des Blattes auch die„Elsaß-Lothringische Zeitung" nicht weiter drucken dürfe. Deshalb mußte, wie schon m Nr. 9 des„Vorwärts" mitgetheilt war, das Geschäft des Herr» Burg. heimer, der durch jene Maßnahmen der Behörde ruinirt wurde, wie in gleichem Falle jeder andere Geschäftsmann ruinirt werden würde, zwangsweise versteigert worden. Daß die „Kreuz-Zeitung" darüber gewissermaßen noch ihren Spott treiben kann, ist charakteristisch für die Sache, der sie dient. Uebrigens mag sie sich und ihren Geschwistern gesagt sein lassen, daß der So-' zialdemokratie keine Summe hoch genug sein wird, um in Elsaß- Lothringen ein eigenes Organ dauernd herauszugeben. Wir können uns das leisten. •• Ter sozialdemokratische Wahlverein für den 1. Hain- burger Reichstags-Wahlkreis hatte im vergangenen Jahre eine Einnahme von 16 36d,82 M. zu verzeichnen, wovon 10 157,06 M. aus das 4. Quartal entfallen. Die Ausgabe» stellten sich auf 14 638,59 M., so daß bei 3041 Mitgliedern ein Ueberschuß von 3727,23 M. verbleibt. «» Ueber eine Versammlung in Nenenfelbe(Hannover) bringen die„Hamb. Nachrichten" und die„Köln. Ztg." eine Notiz, in welcher es heißt:„Die Versuche der Sozialdemokraten, den Fürsten Bismarck wegen seines Nichterscheinens im Reichs- tage bei seinen Wählern zu diskreditiren, haben noch nicht aufgehört. In einer Versammlung zu Neuenfelve, in welcher der Dr. Diedrich Hahn und der Redakteur Fischer vom sozialdemokratischen Hamburger„Echo" sich stunden- lang bekämpften, erhob Fischer wieder die bekannten Vorwürfe gegen den Fürsten. Dr. Hahn machte demgegenüber durch Aus- sorderuna zum Hoch auf den Fürsten Bismarck die Stichprobe auf die Gesinnung(!?) der auS nahezu 400 Personen bestehenden Versammlung, die dahin ausfiel, daß alle Anwesenden bis auf etwa 20 in die Hochrufe aus Bismarck einstimmten." Dem gegen- über erklärt dos„Hamburger Echo", daß„die Sozialdemotraten nicht den Versuch machten, den Fürsten Bismarck bei seinen Wahlern zu diskreditiren, sondern daß d,e erwähnte Versammlung von dem Buxtehuder Verein zur Bekämpsung der Sozialdemo- kratie einberufen worden war und aus der Tagesordnung„Land- wirthschast und Sozialdemokratie" stand. Nur unr hierbei den Standpunkt der Sozialdemokratie zu vertreten, betheiligten sich die Sozialdemokraten an der Versammlung, bei der Fürst Bismarck allerdings vvft Dr. Hahn gewaltsam mit in die Diskussion hineingezerrt wurde. Der sozialdemokratische Redner hat nur mit wenigen Worten des Fürsten Bismarck erwähnt, soweit daS unumgänglich nothwendig war. Den tobten Mann zu bekämpfen, dazu lag keine Veranlassung vor. wohl aber scheint Dr. Hahn das Bedürsniß zu süblen, für sich und seinen Schütz- ling die Reklametrommel zu rühren, indem er sich in„Hochs" aus den Letzteren erschöpft und von diesem unschuldigen Ber- gnügen der staunenden Mitwelt telegraphische Kunde giebt, welches kindliche Vergnügen ihm von Herzen gegönnt sein soll; er wird die Sozialdemokratie nicht hindern, inzwischen die denkenden Köpfe zu revolutioniren. er mag es mit den Hohl- köpsen versuchen." Die sozialistische Bewegung in den galizischen Städten hat in den letzten Jahren großen Ausschwung genommen: in Lemberg macht der sozialistische Arbeiterverein Sila(Die Kraft), der über 1000 Mitglieder zählt, den katholischen und jüdischen Arbeitervereinen so erfolgreich Konkurrenz, daß diese bald nur noch ein Scheindasein fristen dürften. Auffallend ist, daß der Sozialismus im jüdischen, jeder revolutionären Neigung und Tradition baaren Proletariat« rasche Fortschritte macht. Ter Verein Sila zählt über 200 jüdische Mitglieder, für welche eigene Diskussionsadende eingeführt sind. Aehnlich wie in London und New-Iork wird demnächst auch in Lemberg ein speziell für die national-jsidischen Proletarier bestimmtes Organ in deutscher Sprache, aber hebräischen Leitern, unter dem Titel„Hoemeth" (Die Wahrheit), herausgegeben werden.� Polizeiliches, Gerichtliches tc. — Die Revision, welche der Redakteur Feldmann vom„Proletarier" gegen das in Sachen des 1844er Weber- liedes gegen ihn ergangene Urtheil eingelegt hatte, ist verworfen worden. Das Revisiousgericht erkannte u. A. keinen Rechts- irrthum in der ihatsächlichen Feststellung der Vorderinstanz, daß jenes Lied zwei verschiedene Bevölkerungsklasfen, nämlich die Annen gegen die Reichen, zur gewaltsamen Verwirklichung des Rachsgedankens anreizt, welcher darauf gerichtet sei, Geld und Gut der Reichen zu zerstören und daß diese Anreizung auch geeignet wäre, den öffentlichen Frieden zu gefährden, da die Möglichkeit vorliege, daß der Zustand der»''ihe der Staatsangehörigen sich in einen Zustand der Beunruhigung und Besorgniß verwandle und endlich, daß der Angeklagte auch das volle Bewußtsein ge- habt habe, daß die Veröffentlichung des Gedichtes geeignet ge- wesen sei. eine den öffentlichen Frieden gefährdende Etunmung zu erzeugen. Montntttnetlcs. Stadtverordneten» Versammlung. Oeffentliche Sitzung vom Donnerstag, 14. Januar, Nachmittags 5 Uhr. Vor der Sitzung findet die Konstituirung der Abiheilnnaen und die Wahl der Ausschüsse durch dieselben statt. Diese Ge- schäfte beanspruchen über eine Stunde, so daß die öffentliche Sitzung erst nach 6V4 Uhr beginnt. Stadtrath S a r r e legt aus Gesundheitsrücksichten sein Amt nieder. Die Vorlage, betr. die Veräußerung eines eingegangenen Theiles der Torsstraße, wird einem Ausschuß von 10 Mitglieder» überwiese». Der Magistrat hat der Versammlung das von der Park- und Baudeputation gemeinschaftlich aufgestellte Projekt für die Regu- lirung des Lüyowplatzes übersandt und ersucht die Ver- sammlung um ihre Zustimmung zu demselben. Dem Verlangen des Polizeipräsidiums, direkte Fahrstraßen quer über den Platz zu lege», glaubt der Maginrat nicht nachkommen zu sollen, da die Nothwendigkeit im verkehrspolizeiliche» Interesse nicht nach- gewiesen sei, auch dem Polizeipräsidium das Recht bestritten werden müsse, nachträglich eine Aenderung des genehmigten Berliner Bebauungsplans in dieser Richtung zu verlangen. Ohne Debatte stimnit die Versammlung dem Magistrats- antrage zu. Die Vorlagen, betreffend die Erwerbung von Straßenland von den» Grundstück Münzstr. 16 zum Preise von 600 M. pro Quadratmeter und von den Grundstücke» Wallstr. 36 und 37 zum Preise von 285 M. pro Quadratmeter beantragt Stadtv. Singer einem Ausschuffe von zehn Personen zu überweisen. Stadtv. S a b 0 r(Soz.) beanstandet den Preis von 600 M. als viel zu hoch; eine solche Summe für Straßenland zu zahlen, sei einfach eine Vergeudung öffentlicher Mittel. Aus diesem Grunde und um in Zukunft strengere Kontrolle aus diesem Ge- biete walten zu lassen, sei Ausschußberathung nothwendig. Ter Antrag Singer wird ergenommen. Auf den Antrag der Versammlung betr. die Verbreiterung deS Fahrdammes in der Potsdamerstraße hat der Magistrat eine ablehnende Antwort ertherlt. Stadtv. V 0 r t m a n n bedauert diese Stellungnahme des Magistrats, da die Verbreiterung unumgänglich nothwendig sei und nach 10 oder 12 Jahren nnverhällnißmäßig höhere Kosten machen werde. Die Versammlung müsse die Sache trotz der Ab- lehnung des Magistrats weiter verfolgen. Tie schönen alten Bäume der Straße, die übrigens zwischen Potsdamer Thor und Potsdamerstraße schon sehr wackelig geworden seien, müßten doch einmal dem so sehr gesteigerten Umhange des Verkehrs weichen. Die Ablenkung des Verkehrs in Nebenstraßen werde nicht ge- lingen; man brauche ja nur an die Erfahrungen mit der Zimmer- und Kaiser Wilhelmstraße zu erinnern. Eine Resolution Vortmann, die sich in diesem Sinne auS- spricht, wird angenommen. Die Stadtvv. Singer und Genoffen haben beantragt, den Magistrat zu ersuchen, in Gemäßheit des§ 103 b Abs. 2 der Gewerbe-Ordnung den Entwurf eines Orlsstatuts vorzulegen, durch welches in Berlin von dem Zeitpunkt an, au welchem die Bestimmungen des§1055 in Kraft treten, 1. die Beschäftigung von Gehilfen, Lehr- lingen und Arbeitern im Handelsgewerbe an Sonn- und Festtagen in Bank- und Engros- geschäften ganz untersagt wird, und 2. die Beschäftigung von Gehilfen. Lehrlingen und Arbestern im Handelsgeiverbe an Sonn- und Festtagen i n Detailgeschästen und sonstigen Verkaufs- stellen auf 3 Stunden eingeschränkt wird, mit der Maßgabe, daß die Beschäftigung Vormittags um 10 Uhr beendet sein muß. Die Gewerbedeputation hat mit 20 gegen 1 Stimme be- schloffen, von der nach§ 105 b Abs. 2 der Gewerbe- Ordnung zustehenden Berechtigung die Beschäftigung im Handelsgewerbe über die gesetzlichen Vorschriften hinaus durch Orlsstatut weiter einzuschränken, keinen Gebrauch zu machen. Der Magistrat ist diesem Beschlüsse beigetreten. Stadtv. Spinola beantragt die Vertagung dieser wichtigen Materie, um sich möglichst gründliche Information zu verschaffen. Stadtv. Singer stimmt der Vertagung zu, welche daraus beschlossen wird. Nach Erledigung einiger kleinerer Vorlagen schließt die Sitzung um 7V« Uhr. UokAles. Der RegiernngSassessor Rohde, welcher verhastet und wieder entlaffen worden war, ist in Köln wieder verhastet wor- den. Seine Entlassung hier durch den Richter ist nicht erfolgt, weil sich seine Unschuld ergeben hatte, sondern weil die zum Zwecke der Vernehmung erforderlichen Akten nicht rechtzeitig ein- gegange» waren. In Angelegenheit des MordeS der Hedwig Nitfche wird halbamtlich folgende Mittheilung gemacht: Am 13. Sep- tember v. I. ist in einem Chausseegraben unweit der Kolonie Nen-Gersdorf im Kreise Bnnzlau an der neunjährigen Tochter des Schuhmachers Kluge zu Siegersdorf ein Verbrechen wider die Sittlichkeit verübt worden. Der Thäter, welcher von Tschirne kommend in dem Gasthause zu Neu-Gersdorf eingekehrt war, dort das Mädchen gesehen hatte und ihm geiolgt war, wird wie folgt beschrieben: Starke Figur, etwa 1,60 Meter groß, schwacher blonder Schnurbart, volles, blondes halblanges Haar. Er sprach Berliner Dialekt und war bekleidet mit grauem Jakettanzug, grauem Hut und brauner Jagdweste, in der Hand trug er ein geschnürtes Packet, in welchem sich angeblich Apparate zu Zauber- Vorstellungen befanden, und an einem schwarzen Riemen eine kleine Tasche. Tie Beschreibung des Verbrechers stimmt mit der- jenigen, welche von dem Mörver der Hedwig Nitsche gegeben wird, überein. In dem Gasthaus zu Neu-Gersdorf hat der Unbekannte Kartenkunststücke gemacht, einen Tisch mit den Zähnen emporgehoben und gefragt, wo er Vorstellungen geben könne. Dem Gastivirth hat er erzählt, daß fein Vater eine große Gast- wirthschast in Berlin habe und daß seine beiden Brüder als Artisten umHerreisen. Einen Selbstmordversuch in der Badezelle des in der Friedrichstraße belegene» Admiralsgarlenbades unternahm gestern Nachmittag gegen 3 Uhr der in der Kalkscheunenstraße wohn- hafte, schon in höheren Semestern stehende 34jährige Student der Medizin Kraatz. Derselbe schnitt sich mittels Rasirmessers die Pulsadern der linken Hand und an beiden Füßen auf, wurde jedoch von einem Badewärter, der den K. seines auffallenden Wesens wegen ständig beobachtet hatte, an weiteren Bersuchen gehindert. Nachdem der die Aufsicht führende Badearzt dem Lebensmüden einen Nothverband angelegt hatte, wurde derselbe auf Veranlassung des 3. Polizeireviers, das von dem Vorfall in Kenntniß gesetzt, nach der Charit- gebracht. Da K. bei seinem Selbstmordversuche einen starken Blutverlust erlitten hatte, so ist sein Zustand nach Aussage der dortigen Aerzte sehr bedenklich. Polizeibericht. Am 13. d. M. Nachmittags wurde in einer Bade-Anstalt ein Student mit bedeutenden Verletzungen der Pulsadern am Arm und Fuß, die er sich selbst beigebracht hatte, in der Badezelle besinnungslos autgefunden und nach der Charitee gebracht.— Im Lause des Tages fanden vier kleine Brände statt. Die Arbeiter> BildnngSschnl« feiert am Sonnabend ihr Stistungssest. Wir brauchen wohl nicht besonders daraus auf- merksam zu machen, daß wir es für die Pflicht eines Jeden, der sich für den Fortbestand des Instituts interessirt, halten, an der tbestlichkeit Theil zu nehmen. Ferner erwähnen wir. daß der .nterricht am Eonnabend und Sonntag in allen Schulen ausfällt. Das Verfahre» siegen de» Bankier Ednard Maafi in Charlottenburg ist. wie das„Kleine Journal" hört, auf den ersten Angestellten seines Geschäfts, welcher Vollmacht besaß und zwölf Jahre im Geschäfte thätig war, ausgedehnt worven.— Bis jetzt sind etwa 95 Zeugen vernommen worden, doch sind die Zeugenvernehmungen noch nicht beendet, so daß die Zahl der sengen sich aus mehr als 100 belausen dürste. (Dorilktk-s-Beikmrg. Bor dem Ehrengerichtshof in Leipzig stand vorgestern Termin gegen die Anwälte Dr. Coßmann und Dr. Ballten wegen ihres Verhaltens in dem Heinze'schen Mordprozeß an. Von dem Ehrenrath der Berliner Anwaltskammer hatte Dr. Coßmann dieferhatb in der Sitzung am 29. Oktober v. I. einen Verwets erhalle» und war zu 500 M. Geldstrafe oerurtheilt worden. Dr. Ballten erhielt nur einen Verweis. Gegen das Urtheil des Ehrenraths haben sowohl die beiden angeschuldigten Rechts- anwülte, als auch die Oberstaatsanwaltschaft als Vertreterin der Anklagebehörde Berufung an den Ehrengerichtshos in Leipzig eingelegt. Dr. Coßmann will durch dieses Rechts- mittel ein milderes Urtheil, Dr. Ballien seine gänz- liche Freisprechung erzielen. Die Oberstaatsanwaltschaft hebt in der Begründung ihrer Berufung hervor, daß sie die Rath- ertheilung an die Angeklagten, ihre Aussage zu verweigern, für unzulässig und mit den Pflichten eines Anwalts nicht ver- einbar halten könne, weil diese Maßregel die Ermittelung der Wahrheit erschwere, ja sie sogar verhindern könne. An der Er- Mittelung der Wahrheit habe aber der Bertheidiger ebenfalls mitzuwirken. Die Strafprozeßordnung lege aus die verantwortliche Vernehmung des Angeilagten so großes Gewicht, daß ohne Bei- sein des Angeklagten die Hauptverhandlung über ein Verbrechen nicht gesührt werden darf. Das Schweigen des Angeklagten bei seiner verantwortlichen Vernehmung komme nun dessen Abwessen- heit gleich. Wenn der Angeklagte auch das Recht habe, zu schweigen, so sei doch eine andere Frage, ob ihm der Bertheidiger zum Schweigen rathen dürfe. Diese Frage sei im Allgemeinen zu verneine», höchstens dürfe man einem verworrenen An- geklagten zum Schiveigen rathen. Im vorliegenden Falle sei die Ralheertheilmig zum Schiveigen gesetzwidrig gewesen. Als weiterer Grund zur Berufung gegen das ehrenräthliche Erkenntniß wird von der Oberstaatsanwaltschaft noch die Bitte des Dr. Ballien an den Vorsitzenden Dr. Ruck, auch die Entlastungs- Momente genügend zu betonen, und die Bitte des Dr. Coßmann, Licht und Schatten gleichmäßig zu verlheilen, angeführt, da„in diesen Bitten" der Borwurf der Parteilichkeit für den Präsidenten enthalten sei. Tie übrigen beiden Punkte, in denen bereits der Ehrenrath eine Ahndung ausgesprochen hat, werden in der Berufungsschrift des Oberstaatsanwalts nicht berührt. Von den beiden angeschuldigten Rechtsanwälten sind gleichfalls Be- gründungen im entgegengesetzten Sinne eingereicht worden. Der Ehrengerichtshos wird gebildet auS dem Präsidenten des Reichs- gerichls von Oehlschläger, den Reichsgerichtsräthen Schmalz. Olshausen und Feldniann, sowie den Rechtsanwälten beim Reichsgericht Justizräthen Patzkn und Thonisen und Rechtsanwalt Lewald. Die Anklage vertritt Reichsanwalt Treplin. Die An- geschuldigten Dr. Ballien und Dr. Coßmann sind persönlich er- schiene». Dr. Coßmann wird vom Rechtsanwalt Klöppel ver- theidigt, Dr. Ballien vertheidigt sich ebenso wie' vor dem Ehren- rath der Anwaltskammer in eigener Person. Als Zeugen fun- giren die Herren Landgerichtsdirektor Rieck, Staatsanwalt Unger »nd der Geschworene im Heinze-Prozeß Vizekonsul Oppenfeld. Während in Berlin den Verhandlungen vor dem Ehrenrathe mehr als 200 Rechtsanwälte beiwohnten, finden die Verhandlungen vor dem hiesigen Ehrengerichtshof in nicht öffentlicher Sitzung statt. Nur der Berliner Rechtsanwalt Dienstag darf aus einen Kollegialbeschluß hin im Sitzungssaale Platz nehmen. Die Verhandlung wird vow Reichsgerichtsprasidenten v. Oehlschläger eröffnet. Als Referent trägt darauf Reichsgerichtsrath Olshausen die drei Berufungs- schriften und ihre Begründungen vor. Die Angeschuldigten wurden bei jedem Punkte der Berufungsschrift gehört und so begann erst gegen Mittag das Zeugenverhör. Am schärfsten sprach sich Staatsanwalt Unger ans, der daS Verhalten der Bertheidiger provokaivrisch nannte. Aehnlich äußerte sich der Landgerichrs- direktor Rieck. Konsul Oppenfeld bekundete, eigentlich nichts Anstößiges in dem Verhalten der Bertheidiger gesunden zu haben. Reichsanwalt Treplin hielt in seinem Plaidoyer die beide» An- geschuldigten für schuldig und beantragte Ausschluß aus dein Anwaltsstande, oeziv eine bedeutende Verschärfung des Straf- maßes. Rechtsanwalt Klöppel plädirt für seinen Klienten Dr. Eoßmann um mildere Strafe. Er gab das Ungesetzmäßigr des Aktenabholens aus der Wohnung des Vorsitzenden zu. da du voin Gesetz vorgesehene Genehmigung des Vorsitzenden gefehlt hatte, stellte aber das Sekttrinke», den kardialen Verkehr mit den Angeklagte» in milderem Lichte dar. Längere Zett nahmen die Ausführungen des V-rtheidigers zur Frage der Rathsertheilung an die Angeklagien, bei der oerant- göttlichen Vernehmung zu schweigen, in Anspruch. Insbesondere beffntt Rechtsanwalt Klöppel, daß sein Klient dem Borsitzenden den Vorwurf der Parteilichkeit gemacht habe. Rechtsanwalt Söaflten bittet um Freisprechung; er bestreitet ebenfalls, daß er dem Borptzenden den Borwurs der Parteilichkeit mit seiner Bitte. Buchdrucker- Bewegung. $ ver= bie entlastenden Momente auch genügend hervorzuheben, habe machen wollen. Er sei an der Herbeischaffung des Sefts unDer Sozialdemokrat Vaillant hat in der Montagsschuldig. Auch sein Verkehr mit den Angeklagten habe sich in Sigung des Pariser Munisipalrath 3 zu Gunsten der streifenden Kutscher den Antrag gestellt, daß erstlich den Die allgemeine Buchdrucker Versammlung mit Hilfsben sonst üblichen Grenzen gehalten. Die Blaidoyers waren arbeitern und-Arbeiterinnen fand gestern Abend bei wiederum Familien der Steifenden eine Unterſtügung von 10 000 Frts. geerst um sechs Uhr Abends beendet. Alsdann hielt der Gerichts- voll befektem Saale auf dem Bock statt behufs Entgegennahme Fahrerlaubniß entzogen werde, wenn sie keine Vereinbarung trifft, hof eine mehr als zweistündige Berathung. Erst nach 8 Uhr des Situationsberichtes. Das Wort nahm zunächst Herr Philipp bie dem Streit ein Ende macht. Die Dringlichkeit, die Baillant Abends verkündete Präsident v. Dehlschläger das Urtheil. Der Gerichtshof habe eine Berschärfung eintreten lassen und die Schmitt. Derfelbe gab bekannt, daß am Sonntag in Leipzig eine für seinen Antrag verlangte, ist zwar mit 32 gegen 28 Stimmen Geldstrafen bei beiden Angeschuldigten um 500 M. erhöht. Besprechung der Vertreter der Gehilfen von München, Stuttgart, Rechtsanwalt Coßmann sei deshalb mit einem Berweis und stellung der Situation. Herr Schmitt gab dortfelbst wie auch Sigung beiwohnen konnten; doch da der Antrag der ArbeitsRechtsanwalt Coßmann sei deshalb mit einem Verweis und Berlin, Leipzig, Halle und Dresden stattgefunden hat behufs Fest: zurückgewiesen worden, weil einige sozialistische Munizipalräthe 1000 M. Gelbbuße, Rechtsanwalt Ballien mit einem Berweis hier bekannt, daß die Lage in Berlin sich zu Ungunsten der tommiffion überwiesen wurde, unterliegt es feinem Zweifel, daß in den Kommissionen beschäftigt waren und demzufolge nicht der und 500 M. Geldstrafe zu bestrafen. Für die Strafverschärfung Streifenden verändert habe, indem Viele abgefallen feien und der er in Bälde eine günstige Erledigung fürden wird. Es handelt fei der Umstand maßgebend gewesen, daß der Ehrengerichtshof zur Ueberzeugung gelangt fet, dem Vorsitzenden des Schwur- Zuzug ein ganz bedeutender war. Die Berichte von Leipzig, gerichts sei thatsächlich von den Vertheidigern der Borwurf der Stuttgart da, woselbst nur 3 Abfälle zu verzeichnen find. Die war bedauerlich ist, aber immerhin nur ein Aufschub ist und ungünstig. Am besten steht fordiale Verkehr mit den Angeklagten, bei Dr. Coßmann das Gehilfenvertreter sahen sich veranlaßt, unter den gegebenen Verhält aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Aftenabholen. Die Frage, ob der Bertheidiger berechtigt ist, dem eine Konferenz von Prinzipal- und Gehilfenvertretern stattgehabt. eine außerordentlich stark besuchte sozialdemokratische Voltsnissen noch einmal an die Prinzipale heranzutreten. So hat in Leipzig In Sachen des Klebegefehe8" faßte in Nürnberg Angeklagten zu rathen, bei seiner verantwortlichen Vernehmung Die neunstündige Arbeitszeit wurde seitens der Prinzipale rund- versammlung einstimmig folgende Resolution:" Das Gesetz, be zu schweigen, wurde prinzipiell nicht entschieden. Der Gerichtshof sprach die Angeklagten im vorliegenden Falle von einer weg abgelehnt, ebenso die Forderung einer 9/ aftündigen Arbeits- treffend die Invaliditäts- und Altersversicherung der Arbeiter, Schuld in dieser Beziehung frei. zeit mit den entsprechenden Lokalzuschlägen. Gefordert wurde ist, obwohl auf einem gefunden, dem Sozialismus verwandten feitens der Prinzipale die Beendigung des Streits und das Fest- Grundgedanken beruhend, in seiner Organisation Auf Meineid und Untrene lautete die Anklage, welche halten an der Tarifgemeinschaft. Lettere Forderung wurde durch aus und gestern vor dem Schwurgericht des Landgerichts I gegen den feitens der Gehilfenvertreter abgelehnt, die Entscheidung über die verfehlt, in zahlreichen Bestim Schlächtermeister Friedrich Carl Neck verhandelt wurde. mungen, namentlich in denjenigen über die Höhe Es erste Forderung den Gehilfen der einzelnen Städte überlassen. der wurde durch die Beweisaufnahme folgender Sachverhalt fest- Demnach ist die Besprechung erfolglos geblieben. Unter den ge- Bezug von Invalidenrente, die Höhe des Reichsbeitrages, Rente, Die die Altersgrenze, Berechtigung zum gestellt: Der Restaurateur Sch. hatte im Sommer 1889 eine gebenen Verhältnissen und den Maßnahmen gegen die Gehilfen und den gegenwärtig bestehenden Ausschluß selbständiger Handwerker erhebliche Summe an der Börse verloren und war dadurch in unter Berücksichtigung der beschränkten Mittel, welche bereits 177 und Landwirthe vom Rentenbezug, sodann in puncto ber umGeldverlegenheit gerathen. Er hatte an den ihm befreundeten Kollegen veranlaßt haben, fahnenflüchtig zu werden, sah sich Red- ständlichen, belästigenden Manipulationen, die mit dem Gebrauch Angeklagten eine Wechselforderung von 1500 Mart, die aber ner veranlaßt, namens der Kommission die Beendigung des Streits der Marken und Karten verknüpft sind, dringend erst nach zwei Monaten fällig war. Zunächst ließ Sch. durch für jetzt zu erflären, um nicht die prinzipientreuen Rämpfer noch besserungsbedürftig. Die Verfainmlung erivartet, daß feine Ehefrau bei deren Verwandten in der der Broving mehr zu schädigen. An dem Neunstundentage werde unentwegt fest- die sozialdemokratischen Mitglieder des Reichstages in Bezug auf den Versuch machen, Geld zu schaffen. Die Reise der gehalten und später errungen werden, der Unterstügungsverein Anträge zur Umgestaltung des genannten Gesezes die Initiative Frau Sch. hatte Erfolg, fie tam mit 3000 Mart nach werde nicht fallen gelassen und im Geiste der modernen Arbeiter- ergreifen werden. Die gegenwärtig von den sogenannten„ FreiVerlin zurück. Sie übergab das Geld aber nicht ihrem Manne, bewegung ausgebaut, die Buchdrucker echte und treue Sozial- sinnigen" und einem Theil der Ultramontanen in Scene gesetzte sondern brachte es dem Angeklagten, da sie befürchtete, daß der demokraten werden. Die Aufforderung, den Streit zu beendigen, Agitation für Aufhebung des ganzen Gesetzes fann zwar Erstere das Geld verspekuliren würde. Sie will das Geld dem begegnete lebhaftem Widersprüche in der Versammlung, welchem als eine ernsthafte politische Aktion nicht aufgefaßt werden, Angeklagten nur in Verwahrung und nicht wie dieser hehauptet, eine Reihe von Rednern Ausdruck gaben. Herr Döblin schloß immerhin aber nimmt die Versammlung insofern Aft von dieser als Darlehn gegeten haben. Ihrem Manne sagte sie, daß ihre sich den Ausführungen Schmitt's an, gleichfalls betonend, daß künstlich ins Werk gesetzten Bewegung, als daraus hervorgeht, Bemühungen bei ihren Verwandten feinen Erfolg gehabt. Sch. mit Beendigung des Streits der bisherige Tarif wieder in Kast daß die Unternehmer derselben Feinde des Prinzips mußte sich nun an den Angeklagten wenden mit der Bitte, wenn- trete. Gegen Sie im Bunde mit den Prinzipalen tämpfenden der möglich den Wechsel von 1500. schon früher zu zahlen. Wider Gewalten lasse sich nicht länger anfämpfen. Die Buchdrucker forgung sind, mit dieser Agitation aber lediglich staatlichen Invaliden- und Altersver Erwarten öffnete der Angeklagte ohne Weiteres seinen Geldschrank würden ehrenvoll aus diesem Kampfe, in welchem die Prinzi- Bauernfang treiben wollen." und beglich den Wechsel, der etwa 14 Tage vorher hatte prolongirt pale nicht Sieger feien, hervorgehen. Der Opfermuth der werden müffen, weil Neck feine Mittel zum Einlösen hatte. Arbeiterschaft dürfe nicht länger zu ecflos in Anspruch genommen Für die Bergarbeiter sollen in Preußen vier be= Es wird angenommen, daß der in Vermögensverfall gerathene werden. Nach einer längeren Debatte, in welcher ein lebhafter fondere Gewerbegerichte eingerichtet werden, und zwar Angeklagte, das ihn von Frau Sch. anvertraute Geld an- Meinungsaustausch stattfand und das„ Für“ und„ Wider" reif- in Saarbrücken, Dortmund, Beuthen und Waldenburg. Zu Vorgegriffen hat, um damit die Schuld an ihren Ehemann zu be- lich erwogen, auch mitgetheilt wurde, daß gleichzeitig in allen fizenden sind, soweit angängig, die königlichen Berg- Revierbeamten zahlen. Für diese Annahme spricht ferner der Umstand, daß der großen Städten die Kollegen über die gleiche Frage verhandeln und als deren Stellvertreter Mitglieder von Amts- oder LandAngeklagte später der Frau Sch. einen Schuldschein ausgestellt mit dem voraussichtlichen Ergebnisse, den Streit für beendigt gerichten in Aussicht genommen. Durch die Zuständigkeit jedes hat, als er aber auf dem Prozeßwege zur Zahlung angehalten zu erklären, gelangte mit erdrückender Majorität folgende Resolution Berg- Gewerbegerichts wird die Zuständigkeit anderer innerhalb wurde, fiel die Exekution fruchtlos aus. Zwischen dem Sch'schen zur Annahme: feines Bezirks bestehender oder später errichteter Gewerbegerichte Ehepaare tam es zu einem Scheidungsprozeß, in welchem auch In Rücksicht auf den großen Zuzug von 800 Streit ausgefchloen. Die Kosten der Berg- Gewerbegerichte werden, der Angeklagte in Betreff der 3000 m. vernommen wurde. Er brechern von außerhalb und dem Abfall von ca. 300 hiesigen soweit sie in deren Einnahmen nicht Deckung finden, vom Staate beschwor, daß er den Wechsel aus eigenen Mitteln bezahlt habe. Dieser Eid soll ein wissentlich falscher sein. Die Untreue ehemaligen Kollegen, wodurch der Streit aussichtslos ge- getragen. worden ist, bes ließt die Versammlung, den Streit jür wird darin gefunden, daß der Angeklagte über einen Wechsel, der ihm vom Schornsteinfegermeister Th. anvertraut war, widerrechtlich verfügt hat. In diesem Punkte war der Angeklagte ges ständig, den Meineid bestritt er. Während der Staatsanwalt den Angeklagten nach beiden Richtungen hin für überführt erachtete, führte der Vertheidiger, Rechtsanwalt vers, aus, daß event. nur ein fahrlässiger Meineid vorliege. Der Spruch der Geschworenen lautete im Sinne der Vertheidigung, worauf der Die Buchbrucker Versammlung in den drei Mohren" beschloß Leipzig, den 14. Janua( Privattelegramm des Vorwärts".) Angeklagte wegen fahrlässigen Meineids und wegen Un- treue zu einer Gesammtirafe von einem Jahre drei Wo nach großer Debatte die Aufhebung des Streits und beauftragte naten Gefängniß und 3jährigem Ehrverluft verurtheilt die Tori kommission, Schritte zur Wiederaufnahme der Arbeit wurde bei sofortiger Verhaftung. Einen komischen Beigeschmack hatte eine Verhandlung, welche gestern vor der dritten Straffammer des Landgerichts I stattfand. Auf der Anklagebant befanden sich die Nätherin Ida Sens, deren Schwester, die Kellnerin Marie Sens, und der • einzuleiten. Bigarrenhändler Spreit. Dieselben sollten sich der gemeinschaft- Soziale Uebersicht. M beendet zu erklären. Die Versammelten verpflichten sich vielen Städten Frankreichs bereits Arbeitsbörsen bestehen, in Bund der französischen Arbeitsbörsen. Nachdem in aber, auch ferner fest und treu zum Gewerkverein, der für welchen die verschiedenen Gewerkschaften ihren Siß haben und die Folge ein Kampfverein werden muß, zu jiehen und im ihre Versammlungen abhalten, geht man jegt, wie uns aus Anschluß an die moderne Arbeiterbewegung mit den sozial- Baris geschrieben wird, daran, die Arbeitsbörsen zu einem demokratischen Arbeitsbrüdern Schulter an Schulter um die Bund zu vereinigen. Den äußeren Anlaß hierzu gab die OrgaVert rzung der Arbeitszeit zu kämpfen." nisirung des Arbeiterfekretariats, in welchem die Arbeitsbörsen es aber nöthig, daß sich die Arbeitsbörsen bezüglich ihrer Verdurch vier Delegirte vertreten sein sollen. Zu diesem Behuse ist tretung erst mit einander verständigen. Die Arbeitsbörse von Saint- Etienne schlug zu diesem Zwecke einen Kongreß vor und beantragte gleichzeitig, sich daselbst, nebst der Vertretung im Arbeitssekretariat, mit der Schaffung eines Bundes der Arbeitsbörsen zu befassen. Die Pariser Arbeitsörse, die diesem Vorschlage von vornherein willig beitrat, hat ihrer Exekutiv- Kommission bereits den Auftrag gegeben, ein Bundesprojekt auszuarbeiten, das dem Kongreß vorgelegt werden soll. Dieser Kongreß wird am Sonntag den 7. Februar in St. Etienne stattfinden, das lichen versuchten Erpressung schuldig gemacht haben. Am 20. Mai 3. J., dem vierten Pfingsttage", unternahmen die Organ zur Wahrung und Förderung der Zutereffen der An- Punt aller Arbeitsbörsen bildet, sich am besten hierzu eignet. " Der Gastwirthsgehilfe", das in Berlin erscheinende wegen seiner geographischen Lage, da es gleichsam den Mittelbeiden Mädchen in Gemeinschaft zweier Bekannten, der Blasgestellten im Gastwirthe gewerbe Deutschlands, ist seit Neujahr Bordeaux, Cholet, Lyon, Marseille, MontGegenwärtig bestehen nämlich Arbeitsbörsen: in Béziers, schleiser Winter und Raschdorf, einen Ausflug nach dem Grunewald. Sie benutzten die Bahn bis Halenfee. Als die fleine Berlins und Umgegend" obligatorisch eingeführt. für die Mitglieder des Vereins der Gast- und Schankwirthe pellier, times, Paris, Rouen, Saint- Etienne, Gesellschaft den Grunewald erreicht hatte, verfiel Naschdorf Toulon und Toulouse. Außerdem sind deren vier im auf einen Scherz, der verhängnisvolle Folgen nach Die Brauergehilfen hatten sich bis vor Kurzem an der Entstehen begriffen, und zwar in Gette, Nantes, Saintfich ziehen foute. Er war im Besize Don fieben modernen Arbeiteri ewegung nicht in der Weise betheiligt, wie sie Quentin und Troyes. Die Wichtigkeit eines Bundes dieser Goldstücken. Unbemerkt warf er eines derselben auf es wohl thun mußten. Das änderte sich zunächst bei den Schläch Arbeitsbörsen braucht wohl nicht erst besonders hervorgehoben den Erdboden, hob es mit gut gespielter freudiger Ueber- tern und gleichwie bei ihnen regt es sich jetzt auch tüchtig bei werden; für Alle, die den Dingen auf den Grund sehen, steht es außer raschung wieder auf und rief: Hurrah! Ich habe ein Zwanzig- den Brauern. Auch sie haben sich unserer Bewegung angeschlo en allem Biveifel, daß diefer Bund, im Verein mit dem Arbeiterfekretariat martstück gefunden! Hier liegt noch eins und noch eins und und sind erfreulich thätig für diefelben. Sie haben sich auch be die französische Arbeiterbewegung in eine neue Phase bringt, noch eins. Dabei kniete er auf der Erde und sammelte ununter- reits ein Organ gefchaffen, die Deutsche Brauer- Zeitung" in deren Ende zwar noch nicht vorauszusehen tft, die aber sicherlich brochen Goldstücke auf, die er immer wieder fallen ließ. Die Mäd- Hannover, welche nicht nur die Intereffen der Brauergehilfen, das Proletariat seiner Emanzipation um ein gutes Stück näher chen staunten, Raschdorf's Freund ging aber auf den Scherz ein. fondern auch die der Arbeiter im Augemeinen vertritt. Das bringen wird. Er stieß mit einem Fuß gegen einen hohlen Baum, ließ gleich: Blatt theilt über den Brauerstreit in Nürnberg eine interessante zeitig ein Zwanzigmartstick fallen und behauptete, es fei Thatsache mit: Gin dortiger Braumeister Braumeister ist nicht zöfifchen Eisenbahn- Bediensteten haben, wie uns unser Barijer Betreffe der Entlassung und Penfionirung der franaus dem Baum gefallen. Die Mädchen wußten sich vor Brauereibesizer, bildet sich aber ein, auch nicht Gehilfe zu fein Ueberraschung taum zu faffen; auch sie fuchten, es eilte, als der Ausstand begann nach einer Kaserne und hier bat orrespondent unterm 12. d. Mis. meldet, mehrere radikale Abwar ihnen aber nicht vergönnt, ein Goldstück finden. Die jungen Leute sezten den Schers fort, fie erzählten Soldaten zur Verfügung zu stellen, weil seine Beute streiken. eine Vorschrist erlassen werden soll, welche die Gründe zu bes zu er, fo berichtet das Faablatt, einen Hauptmann, ihm doch geordnete, unter welchen die Namhafteren Millerand, Lockroy und Bovier Lapierre sind, einen Gesetzentwurf eingebracht, wonach auch in einer Restauration von ihrem angeblichen Funde. In Aber der Herr Hauptmann war anderer Ansicht, indem er ihm den folgenden Tagen war das Gerücht von koloffalen Schäßen, die sehr richtige Antwort zu Theil werden ließ, daß er feine stimmen hat, unter welchen die Eisenbahnbeamten entlassen oder die frei und offen umberliegen sollten und von solchen, womit Leute zum Ausbeuten für 16-18 Stunden habe, er solle nur Falle soll jeder nach fünfzehnjährigem Dienst Entlassene fein in eine niedrigere Klasse versetzt werden dürfen. Selbst in diesem hohle Bäume gefüllt seien, ein allgemeines. Die meisten Besucher bewilligen. Der Herr Braumeister berief sich auf die Buchdrucker, Recht auf Pension beibehalten, wenn er seinen Pensionsbeitrag des Grunewalds gingen mit gesenkten Köpfen und mander un aber er mußte ruhig weiter ziehen." fchuldige hohle Baum erhielt einen Tritt. Auch dem Gendarm Alle Achtung vor diesem bayerischen Hauptmann, weiter leistet und, falls die Eisenbahngesellschaft zu diesen BeiMüller kam das Gerücht zu Ohren. Er erstattete barüber wir doch in Breußen und den übrigen Waterträgen einen Zuſchuß leistet, denselben um eine äquivalente Bericht beim Amtsvorsteher im Forsthaus Grunewald, ländern auch soweit! Summe erhöht. Die Heizer und Lokomotivführer sollen, welches dieser machte der Polizeibehörde in Spanbau Mittheilung, auch ihr Alter sei, nach 20jährigem Dienst Recht auf volle Pension von hier ging die Anzeige an Ans Wittenberge wird uns berichtet, daß mehrere in der haben und schon nach 15 Jahren beanspruchen dürfen, sich pensiontren das Polizeipräsidium zu Berlin und an die Staatsanwaltschaft. Nach den glücklichen Hauptwerkstatt der Berlin Hamburger Eisenbahn zu laffen, in welchem Falle aber die Pension im Verhältniß zu den Schaggräbern wurde recherchirt. Der Ausflug der jungen Leute beschäftigt geweſene Arbeiter kurz nach den Feiertagen gleichfalls Dienstjahren zu berechnen ist. Außerdem sollen, dem Gefeßentwurf hatte übrigens ein unharmonisches Ende genommen. Als die gekündigt worden sind. Da der Arbeiter nach dem Weihnachts- gemäß, die Bediensteten einer oder mehrerer EisenbahngefellGesellschat gegen Abend ein Garten- Restaurant besuchte und die efte gewöhnlich noch unbemittelter ist als sonst, und die jetzt schaften das Recht genießen, für sich und ihre Familien Pensionsjungen Männer für ihre Begleiterinnen je eine belegte Stulle unterhalt ganz bedeutend steigert, sind die gekündigten Arbeiter tung zu nehmen. Durch erstere Bestimmungen soll verhindert jungen Männer für ihre Begleiterinnen je eine belegte Stulle eintretende Strenge des Winters die Ausgaben für den Lebens- und Hilfskaisen zu gründen und in ihre ausschließliche Verwalbestellten, gaben die Lehteren ihrer Ansicht über diese Gnietschig besonders schlimm daran. Wir fönnen dem gegenüber nur immer werden, daß die Eisenbahnkompaguien ihre Beamten nach Gut feit" unverblümt Ausdruck. Wenn man ein solches Glück gehabt, wie die beiden Goldfinder, so laffe man doch waltungen staatlicher Betriebe ist, sich von dem privatindustriellen prellen; durch die letztere Bestimmung, daß die Kompagnien wieder darauf hinweisen, daß es unbedingt Pflicht der Ver- dünken bejirafen oder entlassen und um deren Pensionsbeiträge wenigstens ein warmes Abendbrot fommen. So weit wollten Brauche der Arbeiterentlassungen in Zeiten stilleren Geschäftsganges ihre Nasen in Dinge hineinstecken, die sie nichts kümmern. die beiden jungen Leute ben Scherz nun doch nicht treiben, sie verhielten sich aulehnend. Erzürnt erhoben Moth überliefert werden, fie drücken als Arbeiter, die sich um café's und Restaurants um 1 Uhr Nachts, eine halbe zu emanzipiren. Nicht nur, daß die Entlassenen persönlich der In Amsterdam müssen vom 1. Juli d. J. an sämmtliche fich die Mädchen, ließen ihre Begleiter sammt den Stullen im jeden Preis anbieten müssen, um anderwärts Arbeit zu erhalten, Stunde früher als jetzt, geräumt sein. Wirthschaften mit Damenhielt der Glasschleifer Winter von dem Zigarrenhändler Spreit auch die sowieso schon niedrigen Löhne der beschäftigten Arbeiter bedienung sind schon um 12 Uhr zu schließen. Außerdem wurden ein Schreiben, worin dieser sich als Beauftragter der beiden benn die Unternehmer erhöhen den gekürzten Lohn auch in Zeiten der zahlreichen Café's in der Nees, meistens deutsche, über die anderer Branchen. Das führt denn gelegentlich wieder zu Streits, dieser Tage sämmtliche noch nicht volljährige Kellnerinnen Schwestern Sens bezeichnete und für dieselven je 100 m. besseren Geschäftsganges nicht freiwillig, und so rangiren die Grenze gebracht. Vermuthlich glaubt man auf diese bequeme forderte, widrigenfalls gegen die beiden Goldfinder Anzeige Staatsbetriebe jetzt mit den Privatbetrieben als Berurfacher der Weise der Unsiitlichkeit steuern zu können. Natürlich wird das wegen Fundunterschlagung erstattet werden würde. Die fo Bedrohten ließen sich noch immer nicht herbei, die Sache auf- Streits im allgemeinen in einer Linie. brutale Mittel nichts helfen. zuklären, andere Personen wurden mit hineingezogen und zuleht Die Vereins- Bäckerei zu Hamburg( Eing. Genossenschaft fam es zu Eingangs erwähnter Anklage. Die Angefchuldigten mit beschr. Haftpflicht) hatte im vergangenen Jahre einen Br. ttobehaupteten, daß sie den beiden Zeugen Winter und Raschdorf Umsatz von mehr als 550 000 m. und bezahlte ca. 100 000 m. nur eine Falle hätten stellen wollen. Wenn die Letteren ein Rabatt. Die Netto- Einnahme erreichte die Höhe von 457 251,52 W., schriftliches Zugeständniß von dem Funde gegeben haben würden, der Gewinn betrug über 11 000 m. Die Untoften beliefen sich follten sie wegen Fundunterschlagung angezeigt werden. Der auf 85 539,17 M. 15 Prozent des Umfages. An Lohn wurde Die Kürschner, Filiale Berlin, hatte am 11. b. M. eine Staatsanwalt glaubte hieran nicht, er beantragte gegen die beiden bezahlt, bei einem Lohnfaze von 24, 26, 28 und 30 M. in Summa Mitgliederversammlung, in welcher der Borsigende zunächst die Schwestern je eine Woche, gegen den Angeflogten Spreit zehn 58 000 m. Die Bäckerei beschäftigte am Schluffe des Jahres Bitte an die Mitglieder richtete, die Monatsbeiträge pünktliche Tage Gefängniß. Der Bertheidiger der Schwestern Sens, über 50 Personen, hatte 8 Defen im Betrieb und lieferte ihre zu bezahlen, indem sich der Verbandsvorstand in Hamburg dat Rechtsanwalt Gotthelf, erzielte für diese ein freisprechendes Badwaaren vermittelst 8 Fuhrwerken an über 100 Berkaufsstellen über betlagt habe, daß die Gelder der Berliner Filiale immer zu Urtheil, indem er ausführte, daß dieselben feine Ahnung von der in Hamburg, den Vororten, Altona, Ottensen und Wandsbeck. spät eingingen. Man beschloß darauf die Streichung jener MitStrafbarkeit ihrer Handlungsweise gehabt, was der Gerichtshof Die Mitgliederzahl betrug ultimo 1891: 2400 mit einem Ver- glieder, welche seit Monaten mit den Beiträgen im Rückstande auch zu ihren Gunsten annahm. Spreit wurde zu einer Boche mögen von ca. 20 000. und einem Reservefonds in Höhe find, und bestimmte, daß von der nächsten Versammlung ab nad Gefängniß verurtheilt. dem Statut verfahren wird, wonach ein Mitglied nur dre von 7000 M. = mären Versammlungen. Monate reftiren darf. Die Wahl einer Neunerkommission in Sachen Wedemayer- Schwart tontra Feldmann wurde durch die Berufung der Kollegen Riehm, Meiß, Kösling, Modrow, Peters, Wiehr, Witaschet, George, Günther erledigt. Betreffs der über die Gärtner'sche Werkstelle verhängten Sperre legte Kollege Wiehr der Versammlung klar, daß die fünf Kollegen durch das Vorgehen des Herrn Gärtner zur Einstellung der Arbeit gezwungen worden seien, denn für sie hätte die neue Arbeitseintheilung einen Minderverdienst von 12 M. pro Woche bedeutet. Von den 5 Mann seien schon 4 Mann untergebracht; der fünfte würde ebenfalls Arbeit finden. Kollege Feldmann erklärte, daß die Streifenden 20 M. aus der Filialkaffe erhalten hätten. Sollte die Versammlung dieses nicht billigen, so würde der Vorstand diese Summe zurückerstatten und dann der Verband das Seinige ihun. Die Anwesenden erklärten sich jedoch mit jener Maßnahme einverstanden. Der Vorsitzende verlas hierauf einen von Herrn Gärtner gesandten Brief, welcher der Versammlung Anlaß zu großer Heiterkeit gab. Dann wurde der Antrag an genommen, zwei Verbandskollegen, die während der Sperre in jenem Geschäft in Arbeit getreten waren, aus dem Verband auszuschließen. Nachdem noch vom Vorsitzenden mitgetheilt worden war, daß die nächste Mitgliederversammlung Montag, den 15. Februar stattfinden werde und die öffentliche Versammlung auf Sonntag, den 7. Februar angeseht sei, wurde die Verfammlung geschlossen. Mitgliedern. Stuhlmey. atfer'fer Meter Höhe. Dazu befinden sich in diefem Raume ein ferb, Arbeiter Gefang eine Kuh, zwei Schweine, mehrere Hühner, Enten und Gänse Arbeiter- Gefangverein Vor ummer'scher Gesang- Bewundernswerth dabei ist die Gesundheit der Leute und ihre Buchbinder Männer Zufriedenheit mit dieser Lebensweise. stunde Abends Uhr. Aufnahme von Männerchor", Schönhauser Allee 28 bet wärts 1", S.. Abalbertstraße 21 bet Roll. verein„ Nord", Brunnenstr. 38 bei Gnadt. verein"; Sandsbergerstraße 31 bet Musehold. or Berlins, Alte Jatobftraße 75 bei Feuerstein. ich teit"( Puger), Sendelstraße 30. " Maiglöckchen", Hochstraße 32a, bei Wilte. Gartenstr. 162 bei Meißner. Küster. " 1 - Arbeiter- Gesangverein Gesang-w Auf" Dortmund, 14. Januar. Hier wurde heute früh der Raub mörder Michelski durch den Scharfrichter Reindel hin gerichtet. Gesangverein, Gemüth= Aus Stralsund wird der Nat. 3tg." vom 13. d. M. ges Gefangverein Jugendfreuden", schrieben: Trotz des ziemlich starken Schlemmeises wagten sich Gesangverein ris", köpnickerstr. 127a bei Gesangverein„ Collegia", Reichenbergerstraße 16, bei Päsold. gestern Morgen 4 Uhr zwei Fischer aus Bitte auf der Gesangverein, Balme" in Belten, bei Schröder.- Gesangverein, Blaue tamen sie jedoch nicht weiter und das Boot fror schließlich ein. Gefangverein Johanni", Rüdersdorferstr. 45, Gesellschaftshaus Oftend. Insel Hiddenfoe auf die See hinaus. Jm Prohner Wiek Schleife" in Pantow, Mühlenstr. 24, bei Stöhr.- Gesangverein ,, Bormärts 6"( Gem. Chor), Nieder- Schönweide, bet Siebenbaum. Weit vom Lande entfernt, ohne jede Hilfe, zogen sie schließlich verein" Freie klänge", Solmftr. 52, Ecke Barutherstr. bei Faulfeid. verein, Sänger Freiheit", Naunynstr. 43 bei Fröhlich. Gefang die Nothflagge, die man erst heute Mittag vom hiesigen Lootsens Gefangverein amte bei einer zufälligen Prüfung des Fernrohrs entdeckte. Da Freiheit Gruß", Kastanien Allee 35 bei Scholz. Gesangverein, orgenroth 4", Röpnic bei Wiedemann in Adlershof. andere Fahrzeuge das Eis nicht zu durchbrechen vermögen, mußte Gesangverein, a Ime" in Velten bei Schröder. Gesangverein Wahrheit", An der Zwölf- Aposteltirche 7b bei Framfe. eines der großen Trajekt Dampfschiffe, welche den Eisenbahnschaft"( Hausdiener), Fischerstr. 41. Gefangverein ,, Brüderverkehr mit Rügen vermitteln, zur Hilfe gesandt werden, das traße 84, bei Ulrich. Gesangverein ,, ibertee, Wrangel- heute Nachmittag mit dem Boot und den nahezu erfrorenen Freitag: Berein Grüne Tanne" 9 Uhr bei Teßner, Martusstr. 8. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Fischern anlangte. Zwei Tage und eine Nacht hatten die UnGesang, Turn- und gesellige Vereine. Berliner Turngenossen= glücklichen ohne Nahrung und Decken oder dergleichen im offenen fchaft, 9. M.- Abth. Jeden Dienstag und Freitag 8-10 Uhr, Blumenstr. 63a. Boote zugebracht und wären sicher erfroren, wenn man sie nicht Männer- Gesang- erein" union" Abends 9 Uhr, in der Berliner Bod- möglich ist, müssen die beiden Fischer vorläufig hier untergebracht Männerchor Waldesrauschen", Martgrafenstr. 87 bei Weigt. entdeckt hätte. Da eine Verbindung mit Hiddenfoe zur Zeit un Braueret. Musikdilettanten- Verein Glode" 9-11, lebungsstunde. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Gesangverein ibertee". Bei Ulrich, werden; ja, sie vermögen nicht einmal den um ihr Schicksal bes verein, wirbel", Gartenstr. 52, bet Nifoley. Aufnahme geschulter Mit gemeine Theilnahme. Wrangelstr. 84. Stimmbefähigte Genossen werden gewünscht. Tambour sorgten Angehörigen Nachricht zu geben. Ihre Lage erweckt allglieder vom 17. Lebensjahr an. Uebungsstunden Dienstag und Freitag von 9 bis 10% Uhr. Karthaus'scher Gesangverein. Freitag, LichtenbergerDer Fachverein der Stellmacher Berlins und Umstraße 21 bet Heise.- ,, iederfreund", Anhaltische Ressource, Möckerngegend hielt am 10. Januar eine Generalversammlung ab, in straße 114. welcher der Kassirer Kollege Böttger den Kassenbericht er- Abends 9 Uhr, Stromstraße 28, bei Herzog, Uebungsstunde. Musit- Dilettantenverein Staccato" Dirigent A. Lepke. Freitag, stattete. Danach ergab sich ein Kassenbestand von 56,06 M. Dem namne never beft chef. fert. Webungsstunde jeben Dienstag kongreß verhaftete heute die Polizei in Walsall den Arbeiter London. Im Zusammenhange mit dem jüngsten AnarchistenMitglieder. Erscheinen fämmtlicher Mitglieder Kassirer wurde Decharge ertheilt. Der Bericht über das am und Freitag im Restaurant Feldhahn, Weidenweg Nr. 12. 21. November stattgefundene Stiftungsfest, erstattet vom Kollegen verein lid auf", Abends 8% Uhr, Sigung bei Möwes, Fichte- navioff. Bergnügungs Hame und in London den russischen Anarchisten Droga. Cäsar, ergab ein Defizit von 21,90 M. Auch die Richtigkeit dieser Straße 29. Nach der Sigung Tanz. Gäste willkommen. Vergnügungs Abrechnung wurde fonstatirt. Hierauf wählte die Versammlung wohllebe, Alexandrinenftr. 110. Nach der Sigung Tanz. Gäste willkommen. verein Euphrosyne". Sigung mit Damen Abends 9 Uhr im Restaurant London. Die in Tooleystreet am Themse- Quai belegenen die Kollegen Arnold, Banblys, Fahrenkrug, Häring, Heifel und Gefelliger Verein, I m mer grün" Abends 9 Uhr, im Reſtaurant peinide, großen Kornmühlen von South Taylor find gänzlich a be Reetz in das Bergnügungskomitee. Ein Antrag, wonach der Dranten str. 36." Rauchtlub, Weich felblatt", Abends 9 Uhr, Staliger gebrannt. 280 000 Sack Mehl sollen vernichtet sein. Kassirer vom alten Bergnügungskomitee die Unterstützung für straße 147a bei Wichert. Säfte, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. Arbeitslose weiter auszahlen foll, fand Annahme. Beim Punkt Weinstraße 28. bet W. Spaeth, Rauchtlub Rothe Melte". Jeden Freitag Abends Verschiedenes verlas der Versigende ein Zirkular der Geschäfts- uhr bei F. Steuer, Weinstr. 22. Gäste durch Mitglieder eingeführt. haben tommiffion der Berliner Gastwirthsgehilfen, in welchem aufgefordert 9 Uhr bet D. Schröder," Reichenbergerstraße Nr. 24. Mitglieder werden aufZutritt. Rauchflub Gemüthlichte it" tagt alle Freitag Abend um wird, feinem Kellner Trinkgeld zu geben, welcher nicht im Stande ist, genommen. Privat- Theatergesellschaft ,, Augusta Vittoria" heute Abend sich durch das zur Zeit giltige Erkennungszeichen als Mitglied Uhr: Sigung Perlebergerstraße 13. Aufnahme neuer Mitglieder. Statklub jener Organisation zu legitimiren, und ferner bei Festen und" ournee", Abends 8% Uhr, beim Genossen Karl üürich, Wrangelstraße 84. Versammlungen die Wirthe auf den kostenlosen Arbeitsnachweis, Bequena", Gigung Abends 10 Uhr, Neue Hochstr. 53, bet Bergat. Gäfte Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. Annenstr. 14, aufmerksam zu machen, damit sie die Hilfskräfte nur von diesem entnehmen. Ferner wurde ein Brief des ZeichenLehrers Kollegen Leder verlesen, laut welchem sich derselbe mit dem Beschluß der letzten Bersammlung nicht zufrieden gab; man beschloß nach längerer Debatte hierüber, die letzte Rechnung, welche der genannte Kollege dem Verein zugestellt hat, noch zu bezahlen. Ein Antrag, diejenigen zugereiften Stellmacher, welche einem Fachverein oder der Vereinigung Deutscher Stellmacher angehören mit 1,50 M. zu unterstüßen, fand Annahme. Zum Schluß wurden die Kollegen aufgefordert, in der am nächsten eingelieferte frühere Direktor der Diskontogesellschaft, Winkel- Rohlenbergwerke zu Trifail verbot gegenüber den Streikern, Leipzig. Der in Haft befindliche, aus Argentinien hierher Sonntag stattfindenden Versammlung der freien Hilfskassen zahlmann, ist im Gefängniß gestorben. Wie viele Leipziger welche die Lohnbewegung herbeiführten, die Wiederannahme zur reich zu erscheinen. " Ordnungs"-Männer mögen bei dieser Nachricht erleichtert auf- Arbeit. Annenstr. 16. Anschluß an die Union. Bereinigung der Drechsler Deutschlands, Ortsverwaltung Berlin Bersammlung am Sonntag, den 17. Januar, Bormittags 10% Uhr, bet teßner, Freireligiöse Gemeinde. Bortrag von Frau Henrich- Wilhelmi am Freitag, Abends 8 Uhr, im großen Saale von Sanssouci, Kottbuserstraße 4a. Verbrechen und Strafe". Gäste sehr willkommen. Hilfskaffe der Bureaubeamten der Rechtsanwälte, Notare und Gerichtsvollzieher in Berlin.( Eingeschriebene Hilfstaffe.) Freitag, den 15. Januar, Abends 8 Uhr, ordentliche Generalversammlung im Brandenburger Haus, Mohrenftr. 47. Tagesordnung: Jahresbericht des Borstandes und des Ausschusses, sowie Rechnungslegung. Musikverein Süd- Went( Stretch- und Schlag- Instrumente) jeben Freitag Abend 8% ühr, Uebungsflunde im Restaurant Faulseit, Solmstr. 62, Ecke der Barutherstraße. Aufnahme neuer Mitglieder. Kranken- und Sterbekasse der Berliner Hausdiener. E. D. 61. Erste ordentliche Generalversammlung am Freitag, den 15. Januar, Abends 9 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Mittheilungen. Jahres: bericht. Quartett- Verein ,, Wedding" tagt jeden Freitag, Abends go Uhr, im Restaurant König, Gerichtsstr. 35. Rauchklub " Ohne 3wang", Abends 8% Uhr, " 1 beim Genoffen Eimede, Stopnicerfir. 130. Gäfte find willkommen. willtommen. Rauchtlub ,, Rothe Quaste", jeden Freitag Abend 9 Uhr Paul nickel's cher Musikverein, Ilegro" jeden Sonnabend bet. Bogel, Sorauerftr. 13. Aufnahme von Weitgliedern. Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Betriebsämter der rheinisch- westfälischen Industriebezirke erhielten Pfeifentlub Angra Köln, 14. Januar. Die R. 3." meldet: Die Eisenbahn. Anweisung, sich bei den Zechen nach der Höhe der ge zahlten Arbeitslöhne zu erkundigen, da eine Ermäßigung der Löhne der Bahnarbeiter beabsichtigt sei. Die Betriebsämter er hielten von den Zechen die gewünschten Nachweise. Da die Bechenlöhne erheblich höher sind als die Bahnarbeiterlöhne, dürfte die Herabsetzung der letzteren schwer durchzuführen sein.Die Viersener Attiengesellschaft für Spinnerei und Weberei schlägt 11 pCt. Dividende vor. Wien, 14. Januar. Die Verwaltung der trainischen Vermischtes. " Warschau, 14. Januar. Der Warschauer Polizeimeister ordnete die schleunige Ausweisung von 90 Ausländern, darunter 52 Reichsdeutschen, an. geathmet haben! Ueber Winkelmann und seinen Freund Brüffel, 14. Januar. Wegen des imperativen Mandates Jerusalem, welche die Leipziger Diskonto- Gesellschaft um über der neulich gewählten sozialistischen Brüsseler Mitglieder der 13/4 Millionen Mart betrogen, macht der Dorf- Anzeiger" Arbeitsfammer ist eine Protestflage gegen die Giltigkeit der Wahl übrigens noch folgende Angaben: Bei dein Konkurs der bei dem Appellhose whoben, in welcher Verhandlungstermin am Maschinenfabrik Vogel u. Ko. wurden 2475 123 M., S. u. G. Sternberg 2 666 493 m., bei den Ullersdorfer Werken bei 30. Januar ansteht. 1159 891 m. verloren. Durch leichtsinniges Verborgen von Geld gingen 1 067 918. ab und überdies sind Dividenden und Tantiemen vertheilt worden, die gar nicht verdient worden waren. Die Bilanz war stets gefälscht, indem die bei der Bank verpfändeten werthlosen Papiere, wie die Aftien der Ullersdorfer Werke und der chemischen Fabrik in Eutrißsch, zum Nennwerthe eingesetzt und die uneinbringlichen Außenstände als gute Anlagen bezeichnet waren. Strasburg( Westpr.). Nicht Vielen dürfte es bekannt sein, Lese- und Biskutirhlubs. Freitag.arl Marr", Abends 9 Uhr daß in unserem Kreise noch Menschen in Erdhöhlen bei Grube, Mariendorferstr. 10. Gäste haben Zutritt. We sten", Abends wohnen. So lebt z. B. der Th. Ostd. 3tg." zufolge bei 8½ Uhr bei Böhland, Bülowstr. 52. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, haben Pohryadowo cine 10 Personen starte Familie in einer solchen, Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Freitag. uebungs- lauf einem Flächenraum von ungefähr 14 Quadratmeter bei 2/4 Butritt. Verlag des„ Vorwärts" Berliner Volfsblatt Berlin SW., Beuth- Strasse No. 2. Wir empfehlen zur Anschaffung folgende Nenere Erscheinungen der Unf. Borsitzenden Fritz Kobold, zu seinem heutigen Wiegenfeste ein donnerndes Hoch! Briefkaffen der Redaktion. P. K. Das von Ihnen bezeichnete Spiel ist ein Hazardspiel und daher verboten. Für die Arbeiter Bildungsschule von Leibfrieb Suren burg 150 m. erhalten. H. Gumpel, Barnimstr. 42. Buchdrucker von Hausdienern 5,20 m. erhalten. A. Faber. Durch Herrn Gastwirth Thiedemann für die ftreifenden E. V. Das geht der Reihe nach. Märk. Zentral- Sängerbund. 956b Unser alter Sangesbruder und langFriz mehr wie 17, können auf einmal nicht sprechen. Trauertlos merkst Du nischt? Die Kollegen vom Vorstand Berlin I. Unserm Freunde und Genossen, dem Mitgliede. Kahle, zu seinem geftrigen Wiegenfeste ein donn. Hoch! 957b] Athletenklub Klub ,, Einigkeit". Uhrennur jähriges Mitglied der Bundesdirektion, Herr Rechnungsrath Albert Ruthe, Friedrichshagen! Arbeiter- Bildungsverein. Gr. öffentl. Versammlung am Sonn 81/2 Uhr, bei C. Conrad. abend, den 16. Januar, Abends 2.- D.: 1. Vortrag: Der Kampf ums ist am Mittwoch, den 13. d. M., ver- Dasein auf Grund des 5. und 7. Ge storben. Die Beerdigung findet am botes. Referent Lehrer Knaack. 2. Diss Sonnabend Nachmittag 3 Uhr von der fuffion. 3. Vereinsangelegenheiten. Leichenhalle des Werder'schen Kirch4. Berschiedenes. 5. Fragetasten. hofes, Bergmannstraße, aus statt. Die Diskussionsabende finden Sonn Die Mitglieder des Bundes versammeln tags Abends bei Lerche( Rundtheil) statt. Der Vorstand. sich in Keller's Hasen960b bester haide, um 2 Uhr. Noten sind mitQualität zubringen. ler o Berjäger, Gafem ob Garantie bis zu 5 Jahren in sozialistischen Broschüren- Literatur: Gold- und Silberwaaren Breitum, Paul. Das unter: gehende Handwerk und feine Rettung. Gine wirthschaftliche Studie. 48 Seiten. Preis 30 Pfg. Des Boltes Protest! Gin Lichtstrahl auf das soziale Leben der Gegenwart. 48 Seiten. Preis 25 Pfg. Domela- Nieuwenhuis. Mein Abschied von der Kirche. Zwei Vorträge. Deutsch von H. Harders u. E. Groth. 32 Geiten. Preis 25 Pfg. Hoffmann, Adolph. Die zehn Gebote und die besigende Klasse. Nach dem gleichnamigen Vortrage des Verfassers. 64 Seiten. Preis 30 Pfg. Hoffmann, Ludwig, Dr. phil. Berlin, den 14. Januar 1892. en Die Direktion. A. Gommert. W. Verein der Bananschläger Berlin General- Versammlung uuden und Genoſſen bier- am Sonntag, 17, Jan., Berm. 10 lift, Freunden bei Grenadierftr. 33. Tagesordnung: Freunden Uhr, mit die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau Jda geb. Boddin am Mittwoch, den 13. d. M., Vormittags 111/2 Uhr, verstorben ist. in der 1877 begründeten Uhren- Fabrik Vitalis, P. Das höchste Recht billiger wie in jedem Laden des Volkes. Darstellung der verschiedenen Wahlsysteme nach den Gesichtspunkten der Vernunft, Ge rechtigkeit und Freiheit. 63 Seiten. Preis 20 Pfg. Berlin S. Die Beerdigung findet am Sonnabend, eorg Wagner Bei den 16. Januar, Nachm. 4 Uhr, von der nur Oranien- Str.63,1Tr. Nahe Moritz- Platz. Vogtherr, E. Moderne Rezer gerichte. Ein Schul- und Ideen- Preisgekrönt auf vielen Ausstellungen. fampf der Freireligiösen Gemeinde zu Berlin. 108 Seiten. Preis 50 Pfg. Wurm, E. Die Naturertenntniß im Lichte des Darwi nismus. Vier Vorträge. Dritte vermehrte Auflage. 192 Seiten. Preis 60 Pfg. Gegen Engen Richter: Ist Religion Privatsache? August, B. Eugen Richter's Eine Erörterung des Verhältnisses der Sozialdemokratie zum Christenthum.( Gegnerische Schrift.) 39 S. Preis 30 Bfg. Pfund, Max. Unsere Tattit. Ein ehrliches Wort zur Klärung. 47 Seiten. Breis 20 Pfg. Nickel- Cylinder- Remontoir 9 10,75 12 und 15 Mk. Silberne Cylinder- Romoneichenhalle des neuen Zwölf- Aposteltirchhofs aus, statt. 959b Hermann Labs, Frobenstr. 39. Marienburgerstr. 32 find zu vermiethen: toir 17 20 23 und 25 Mk. Ber fofort: 1 Laden mit Wohnstube Silberne Anker- Remontoir und großem Lagerfeller für 180 Thlr. 25 28 33 und 40 Mk. Goldene Anker- Remontoir Per 1. April: Div. Hofw. mit Doppelf., in starken 14 karätigen trodden, für 64-100 Thlr. Näheres Gehäusen 45 54 60 72 beim Wirth daselbst. bis 300 Mk. Goldene Damen- Remontoir in starken 14 karätigen Gehäusen 28 36 42 45 bis 160 Mk. Silberne Damen- Remontoir 20 21 24 bis 25 Mk. Regulateure in allen Ausstattungen 10 bis 70 Mk. 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Die Würzburger Buchdrucker beschlossen in einer Vers sammlung durch namentlich e Abstimmung, den Streit unter allen Umständen fortzusetzen. Lohn eines mecklenburgischen Softagelöhners: 17 Scheffel Roggen im Jahr. Lohn in Geld 17 Gerste " • 12 Fuder Holz Torf im Betrage von. Ertrag von 50 Quadratruthen Kartoffeln 0 " 40 40 " " 102,-. 102, 51, " D 12, 20,-# = 32,-# Flachs Gartenland Für den gehaltenen Hofgänger à Tag 30 f. 90, Summa: 409,- M. == " Hiervon aber zieht der Gutsherr am Jahresschluß ab: 100 Tage für Wohnung à 30 Pf.. Holzfällerlohn Torsstecherlohn. Ruttke das Beil hineinwarf, 15 Meter ist, kann nicht ab gefifcht werden. Es ist daher der Vorschlag gemacht worden, das Der Verwaltungsbericht des Magistrats über die Beweisstück im Wege des Tauchens an die Oberfläche zu holen. Thätigkeit der Tiefban- Verwaltung für das Jahr 1890/91 Dies wird denn auch versucht werden müssen. Am gestrigen Vormittag wurde das saubere Baar zum ersten Eine Betriebseinschränkung hat auch die Firma Fr. Krupp enthält manche Mittheilungen, welche auch für weitere Kreise mal den Untersuchungsrichter am Landgericht II, Landgerichts in Gffen auf der ihr gehörigen Johanneshütte in Duisburg Don Intereſſe ſind. Im Gegensatze zu seiner Ausdehnung im rath Friedberg, vorgeführt, um vernommen zu werden. Um eintreten laffen. Von den bisher im Betriebe gewesenen vier Jahre 1889/90 zeigt das Asphaltpflaster wiederum eine erhebliche 1/211 Uhr erschien zunächst die Schütt; das Verhör dauerte bis Hochöfen ist einer ausgeblasen worden. Zunahme dasselbe bedeckt jegt 770 000 Quadratmeter, denen 12 Uhr. Mit Thränen in den Augen wiederholte sie ihr in 1774 000 Quadratmeter Steinpflaster und 70 000 Quadratmeter Röpenick abgelegtes Geständniß, daß sie den Ruttke eingelaffen Holzpflaster gegenüberstehen. Bei dem Wettbewerb um die Aus- und dieser den Mordstreich geführt habe. Als sie das Verhörsführung von Asphaltpflaster sind zu den früheren Gesellschaften zimmer verließ, standen ihr noch die Thränen in den Augen. noch sechs weitere hinzugetreten, von welchen zwei Gesellschaften Nach der Schilderung unseres Berichterstatters ist die Schütt, ent Schliemann u. Co., Hannover- Linden, und die PediolithAsphaltgesellschaft welche beide künstlichen Asphalt verwenden, und„ vierfchrötige" Person von ganz besonderer Größe aus ihr welche beide künstlichen Asphalt verwenden, gegen früherer Beschreibungen, welche eine häßliche, starkfnochige Gelegenheit zu Probepflasterungen auf eigene Gefahr und Kosten machten, eine mittelgroße Dame von 1,70 Meter Größe und von gegeben worden ist. In den Ansichten über das Holzpflaster, ebenso voller wie eleganter Figur. Ihr Gesicht ist regelmäßig welche bisher sehr ungünstig waren, ist in Nücksicht auf neuere und durchaus hübsch. Dem gegenüber entspricht die Erscheinung Erfahrungen, die in Paris gemacht worden sind, ein Umschwung Ruttke's ganz der Vorstellung, die man sich wohl von einem eingetreten es werden wahrscheinlich die Versuche mit mörder macht. Der Mensch sah in der That aus wie vom diefem Pflaster wieder aufgenommen werden, da man geneigt ist, Galgen gefallen." Es ist ein Mäthsel, wie eine so schmucke Berdie früheren Mißerfolge mehr der mangelhaften Herstellung des son, wie die Schütt, mit einem solchen Galgengesichte verkehren Pflaffers, als der geringen Brauchbarkeit des Materials susu fonnte. Die Raubmörder Maschunat, Schmiedecke, Kunisch, schreiben. An den Lieferungen zu dem Steinpflaster waren acht Selausin, Wetzel- erscheinen ihm gegenüber wie Gentlemen. Auch Lieferanten betheiligt, von welchen jedoch zwei, weil sie den ge seine Vernehmung dauerte mehr als eine Stunde. Bei der Abstellten Anforderungen an die Bearbeitung des Materials nicht führung blieb Ruttke auf der Treppe zweimal plößlich stehen, wie genügen fonnten, auf eigenen Antrag von ihren Verpflichtungen um den begleitenden Nuntius vorbeischießen zu lassen. Der beentbunden wurden. An neuen Steinen I. bis VI. Klasse und au Steinschwellen sind rund 154 000 Quadratmeter für rund ließ dem Gefangenen feine Gelegenheit zum Entschlüpfen. Am 154 000 Quadratmeter für rund treffende Bote ist auf solche Transporte jedoch speziell dressirt, er 1772 000 m. beschafft worden. Schweden nimmt unter diesen Eingange zum Gefängnisse nahm Ruttke aber eine so drohende Lieferungen mit 105 000 Quadratmeter Granit den Löwenantheil Saltung an, daß ganz besondere Vorsichtsmaßregeln angewendet cin. Außerdem hat an Granit Brandenburg 10 700 Quadratmeter, Schlesien 6260 Quadratmeter und Bayern 1520 Quadrat Die Ueberführung des Raubmörderpaares, welche, wie gemeter geliefert. Sonst ist noch belgischer Porphyr in einer Menge meldet wird, gestern Nachmittag erfolgte, stieß, wie einem hiesigen von 8700 Quadratmetern, sächsischer Grünstein mit 6730 Quadrat Blatte von einem Augenzeugen berichtet wird, hier in Berlin auf Die Arbeit dauert im Sommer von 51/2 Uhr morgens bis meter, sowie kleinere Mengen von belgischem und bayrischem Sandstein und rheinischer Grauwacke zur Verwendung gelangt. An ganz unerwartete Schivierigkeiten. Kurz nach 3 Uhr langte auf Sonnenuntergang und im Winter von Taganfang bis Lagende. dem Externbahnhof in der Friedrichstraße zuerst der Ruttke an, Es giebt sogar Leute, die den Tagelöhner wegen seiner Arbeit ausgeführten Neupflasterungen entfallen auf Rechnung der Stadt mit auf den Rücken gefesselten Händen und eskortirt von zwei im Freien für beneidenswerth erklären, hat er doch Luft und gemeinde 47.000 Quadratmeter und auf jene von Privaten 42 000 Gemeindedienern der Köpenicker Behörde. Da die Externzüge auf Sonne prima Qualität vollständig gratis. Obiges ist das Budget Quadratmeter. Die Fläche der Umpflasterungen war nicht minder be- dem Lehrter Bahnhof nicht halten, so stiegen die Beamten mit eines Tagelöhners im Großherzogthum Mecklenburg- Strelig, wo deutend: 2000 Quadratmeter Holzpflaster, 88 000 Quadratmeter 3- ihrem Gefangenen aus und begaben sich nach dem Intern- Bahn- fich jest wieder ein Grundherr bei der Nachwahl zum Reichstag phaltpflaster und 53000 Quadratmeter Steinpflaster. Mit Bergnügen hof, um von hier aus die Fahrt bis zum Lehrter Bahnhof fort um die Stimmen der Tagelöhner bewirbt. vernimmt man, daß von den alten tiefen Rinnsteinen wiederum 11 260 laufende Meter beseitigt worden sind, und daß dieselben zusehen. Auf dem kurzen Wege, den sie von dem einen Bahnsteig zum anderen zurückzulegen hatten, hatte sich eine Unmasse von Die bei der Schienen Submission der Eisenbahn mit dem Anschluffe der Grundstücke an die Stanalisationsanlagen Neugierigen angesammelt, welche bei dem an und für sich schon Direktion Breslau auf 2118 Tonnen 184 Meter hohe Stahlnoch weiter schwinden werden. Die Länge der Chausseen, welche die Stadt zu unterhalten hat, beläuft sich auf 70 Kilometer. Wie starken Gedränge auf diesem Bahnhofe, nur mit Mühe ab- schienen abgegebenen Gebote der Laurahütte und Friedenshütte gewehrt werden konnten. Als die Transporteure mit in Oberschlesien von 118 M. ab Walzwerk sind um 2 M. per Tonne die Dämme der Lenné- und Thiergartenstraße mit Asphalt Ruttle endlich den Bahnsteig erreichten, wurden sie vom niedriger als die zuletzt abgegebenen Gebote. Innerhalb seier belegt worden sind, so sollen auch die übrigen start befahrenen Stationsvorsteher mit dem Bemerken zurückgewiesen, daß in Jahre ist somit der Preis um 48 M. herabgegangen. Das diesmal chauffirten Strecken des Thiergartens mit Asphaltpflaster versehen Stadtbahngligen Gefangenen- Transporte nicht gestattet seien. Die abgegebene ausländische Angebot ist höher als das der oberwerden. Unter den 4 200 000 M., welche für Landerwerb zur Beamten mußten sich nun bequemen, den Rückweg nach der schlesischen Werke. werden mußten. " M Boziale Uebersicht. 30,- M. 2,-" 6,50 " Hirtenlohn. 4, Gezahlten Hofgängerlohn( siehe oben!).. 72, " 2, # 2 24 Ellen Leinewand 12, " Summa: 128,50 m. 409,- Mark 128,50" 1 Pfund Wolle. Rest 280,50 Mart 11 112 neue Aktiengesellschaften find in England während des vergangenen Jahres gegründet worden. Das nominelle Kapital belief sich auf 49 548 100 str. 990 962 000 Mart! Aulegung von Straßen und Plähen einschließlich der mit Straße anzutreten, dort eine Droichte zu requiriren und in diefer erworbenen Restparzellen verausgabt wurden, sind der Lügowplat ihren Weg nach Moabit fortzufezen. Auch bei diesem Vorgange lautet, von dem Verbande westdeutscher Blechfabrikanten in Die Bildung eines Grobblech- Syndikats ist, wie vers mit 580 000 M. und der Vorplay am Bahnhof Friedrichstraße bildete sich das leider in Berlin nicht zu den Seltenheiten ge- Aussicht genommen. Der Verband soll den Absatz der Bleche mit 666 000 M. angeführt. Zum Anlauf des letztgenannten hörende Gedränge. Plates hat übrigens der Fisfus noch 384 000 W. beigetragen, so Zwischenfalles ein freches, herausforderndes Wesen zur Schau. Wettbewerb beseitigen und höhere Preise für die Erzeugnisse der Ruttke trug während des geschilderten regeln, den durch gegenseitige Unterbietung verlustbringenden daß der Gesammtpreis eine Million beträgt. Kurz nach sechs Uhr Abends wiederholte sich dasselbe Schauspiel, Werke zu erzielen suchen. Auch soll das Syndikat dahin wirken, eintraferte Nach den Veröffentlichungen des kaiserlichen Ge- als die ebenfalls von zwei Beamten eskortirte Schütt eintraf, daß die schlesischen, mittel- und süddeutschen Werke gleichfalls fundheitsamtes ist die Influenza zur Zeit in faft sämmtlichen Die Hände derselben waren benfalls gefesselt. Die Sch. fiel Vereinigungen bilden oder dem westdeutschen Verbande ganz beiLändern Europas, im Norden wie im Süden, im Westen wie im durch ihre imposante, üppige Figur und auffallend hübschen oder doch zu demselben in enge Beziehung treten. Der Siz der Often verbreitet und herrscht theilweise mit erheblicher Heftigkeit. Gesichtszüge ganz besonders in die Augen, und verursachte einen Geschäftsstelle soll Essen werden. Spanien, Aegypten und die Türkei scheinen erst neuerdings von noch größeren Andrang von Neugierigen. der Krankheit befallen zu sein, so daß die weitere Ausbreitung Das italienische Volk muß pro Kopf und Jahr an den Beschlagnahmt wurde gestern sofort nach seinem Erscheinen Staat bezahlen: für Zwecke des Ackerbaues und der Industrie derfelben in der Richtung nach Süden erfolgt ist. Unter den das neueste Druckheit des Rektors Ahlwardt: Jüdische Takiit", 53 Centesimi, für die Zivilliste des Königs 60 Centefimi, für schon früher heimgesuchten Ländern werden zur Zeit England der dritte Theil des Werkes:" Der Vertheidigungskampf der Unterricht 12ire 88 Gent., für den Militarismus 14 Lire 15 Cent. und Italien in besonders hohem Grade betroffen. In sämmtarischen Bölfer mit dem Judenthum." Die Beschlagnahmung lichen englischen Berichtsstädten mit Ausnahme von Edinburg erfolgte, wie die Staatsbürger Zeitung" meldet, auf Grund Bum Beweise dessen, daß Italien auch sonst durchaus auf dem hat die Gesammtsterblichkeit zugenommen. In London betrug eines Beschlusses des Amtsgerichts I. vom 13. d. M, also bem dienen: Dieser Tage demonstrirte in Savone eine große Zahl Gipfel europäischer Kultur steht, fann ferner folgende Nachricht diefelbe in der Berichtswoche 42,0( gegen 21,9 der Borwoche) vorgestrigen Tage. Nachmittags gegen 1 Uhr erschien der Arbeitsloser vor dem Palais des Präfekten mit dem Ruf: bei 87 Todesfällen an Influenza( gegen 19), 482 Todes- antisemitischen Verlagsbuchhandlung von Gustav Adolf Dewald, wir wollen Brot! Die Antwort gaben, wie üblich, befällen an akuten Erkrankungen der Athmungsorgane( gegen SW. Krausenstr. 49, ein Polizeiwachtmeister in Begeitung rittene Gendarmen, welche die Hungernden mit blanker Waffe 251) und 258 Todesfällen an Lungenschwindsucht( gegen 204), zweier Kriminalbeamten und Holten die wenigen noch vorhandenen auseinandersprengten und die Mädelsführer" arretirten. Was in Dublin 45,8( 33,9), Liverpool 42,2( 28,1), Manchester Exemplare ab. 35,6( 27,1). Dagegen ist die Sterblichkeit in Edinburg von 25,5 tann man von einem europäischen Staat mehr verlangen? ( bei 22 Todesfällen an Influenza) auf 22,9( bei 10) in der Berichtswoche herabgegangen. Ganz Ober- Italien foll von der Seuche heimgesucht sein, insbesondere Mailand, Como, Bergamo, Rovigo, Vicenza, Verona und Venedig. Soweit die übrigen ausländischen Berichtsstädte Influenzafälle melden, hat die Seuche Ein englisches Urtheil. John Poole, der Direktor überall zugenommen. In Wien tamen 98 Erkrankungen daran einer großen Druckerei in London, wurde dieser Tage zu 1976 M. gegen 14 in der Vorwoche( Gesammtsterblichkeit 26,2 gegen 24,9) Wir ausgesperrten Teppichweber von Teppichweber von der Firma einschließlich der Kosten von einem dortigen Gerichte verurtheilt, vor, in Budapest 87, in Baris 5 Todesfälle, in Kopenhagen Feibisch, Berlin, Kaiserstr. 41, ersuchen sämmtliche Genossen weil er gegen das Fabrikgesetz verstoßen hatte, indem er 18 junge 110 Todesfälle und 2288 Erkrankungen gegen 68 und 2616( 45,5 und Genossinnen um weitere Unterſtüßung, denn es stehen noch Mädchen in zwei verschiedenen Fällen zu über langer Ar gegen 31,3), in Stockholm 539 Erkrankungen gegen 248. Jm 18 Mann im Ausstande und zwar meist Verheirathete. Ferner beitszeit angehalten hatte. Das Argument der Vertheidigung, Uebrigen war die Sterblichkeit in der Berichtswoche erhöht in bitten wir, die noch ausstehenden Listen sobald wie möglich an daß es der Arbeiterinnen freier Wille" gewesen, wurde Kratau, Graz, St. Petersburg, Christiania, Amsterdam, Brüssel. Das Komitee, Blumenstr. 38, bei Henke, abzuliefern. Die inländischen Berichtsorte anlangend sind aus Altona 3( VorJ. A.: Anton Kopp. woche 2), Braunschweig 5( 4), Charlottenburg 2( 3), Danzig 3( 4), Friedrichsberg b. Berlin, Borhagenerstr. 20. Dresden 3( 2), Dortmund 3, Frautfurt a. D. 4( 6), Magdeburg Aufruf 12( 3), Münster 6( 3), Stettin 5( 2) Todesfälle; aus Berlin( drei Krankenhäuser) 37( 19), Frankfurt a. D. 154( 169), Nürnberg 36, an alle in Holzsägereien, Kistenfabriken, auf Holzpläßen, sowie Reg.- Bez. Posen 90( 40) Ertranfungen gemeldet worden. Nach an alle in Holzbearbeitungs- Fabriten beschäftigten Arbeiter diefen Angaben würde sich die Verbreitung der Influenza in den genannten Städten, abgesehen von Magdeburg, wo auch die Gesammtsterblichkeit mit 31,9 gegen 20,1 in der Vorwoche er Dem Beispiele anderer Gewerkschaften folgend, ist auch in heblich gestiegen ist,( Nürnberg 25,7 gegen 18,2) und etwa dem unserer Branche vor nunmehr zwei Jahren ein Verband gegründet Regierungs- Bezirt Bofen, wenig verändert haben. Dagegen hat worden. Wir haben in der kurzen Zeit des Bestehens deffelben die Gesammtsterblichkeit in Braunschweig und Münster erheblich den Werth einer gewerkschaftlichen Zentralorganisation voll und zugenommen. Noch in zahlreichen anderen Orten, wie Bremen, ganz schäßen gelernt, zumal in gegenwärtiger Zeit das UnterBreslau, Bromberg, Chemnik, Dortmund, Erfurt, Effen, Frei- nehmerthum immer geschlossener gegen die Arbeiterorganisationen burg, Görlig, Leipzig, Mannheim, München, Potsdam( 37,2 Front macht. Deswegen und im Hinblick auf den in diesem Frühjahr stattgegen 28,8), Remscheid, hat die Gesammitsterblichkeit in Verbindung mit der Zahl der Todesfälle an akuten Erkrankungen findenden ersten allgemeinen deutschen Gewerkschaftskongreß der Athmungsorgane oder an Lungenschwindsucht oder an beiden fordern wir alle in unserer Branche thätigen Arbeiter, welche sich Krankheitsgruppen gegen die Vorwoche zugenommen. Diese Orte unserem Verband noch nicht angeschlossen haben, auf, sich dem liegen über das ganze Reich hin zerstreut; ebenso find aber auch felben anzuschließen, damit wir auf dem Kongresse gleich den diejenigen Orte, welche in der Berichtswoche eine erheblichere anderen Gewerkschaften als eine große gefchloffene und gut orgaSterblichkeitsabnahme aufwiesen, nämlich Frankfurt a. D., nifirte Holzarbeiter- Gewerkschaft vertreten sind. M.- Gladbach, Königsberg, Liegnis und Stuttgart in den ver- für die Verbesserung Gurer Lage gleich den anderen Gewerkschaften schiedensten Gegenden gelegen. Deutschlands! Kollegen! [= verworfen, und die Thatsache, daß die Maschine gea brochen war, mithin der Direktor, da er durch Kontrakt zur Lieferung verpflichtet gewesen, in einer Nothlage sich befunden hatte, nur theilweise als Milderungsgrund anerkannt. Versammlungen. Der Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags. Wahlkreis hielt Dienstag Abend im großen Saale der Norddeutschen Brauerei, Chauffeeftr. 58, eine Versammlung ab, in welcher Liebknecht über das neue Programm sprach. Redner stellt, in Anknüpfung an das Protokol! der vorigen Sigung, zunächst einige Frrthümer richtig, die dem damaligen Referenten, Herrn Hut, bei Beurtheilung derjenigen Forderungen unferes Programms, welche sich mit dem Kriege beschäftigen, untergelaufen sind. Nur weil, so lange die Klaffenherrschaft bestehe, ein Aufhören der Kriege nicht denkbar sei, fordere das neue Programm Erziehung zur allgemeinen Wehrhaftigkeit, um durch Abschaffung der stehenden Heere wenigstens eine wir sie fordern, feien zum Angriff nicht zu gebrauchen. Sätte Kollegen! Erachtet es als Gure erste und höchste Pflicht, Garantie gegen Angriffstriege zu gewinnen. Boltsheere, wie Mann für Mann einzutreten. Zeigt, daß auch Ihr endlich die deutsche Regierung, wie er 1870 beim Auftauchen der Die Raubmörderiu Chriftiane Schütt hat noch kurz vor zu der Einsicht gekommen seid, daß die Erlangung besserer Loh Annexionsfrage im Reichstage gerathen, den Franzosen Elsaßihrer Ueberführung in das Moabiter Untersuchungsgefängniß in und Arbeitsbedingungen nur durch geschlossenes einmüthiges Lothringen gelassen, und ihnen, neben einer entsprechenden KriegsRöpenick fich zu der alleinigen Thäterschaft bekannt, und zwar, Handeln möglich ist. entschädigung, die Bedingung auferlegt, ihr stehendes Heer abs wie es scheint, um Ruttke zu entlasten. Als ihr nun während Deshalb nochmals: tretet ein in unseren Verband; jeder zufchaffen und ein Milizheer, wie in der Schweiz, einzuführen, des Transportes nach Berlin vorgehalten wurde, daß Ruttfe sie Rollege muß dafür thätig sein, muß dahin zu streben suchen, daß so wären wir vor jedem Angriff sicher und die Welt hätte Ruhe. doch eigentlich schlecht behandelt habe, indem er noch verschiedene in allen Orten, wo unsere Branche vertreten ist, Lotalverbände Die Forderung internationaler Schiedsgerichte folle eine weitere andere Berhältnisse eingegangen sei, erklärte die Genannte: Na gegründet werden. Behufs Gründung von solchen zwecks eines die Sache hat jegt ein Ende; ich werde in Berlin die reine Anschlußes an den Verband wende man sich an den Unterzeichneten, Wahrheit gestehen." Hiernach scheinen über den blutigen Vor- derfelbe wird über alle den Verband betreffenden Anfragen gegang recht interessante Enthüllungen bevorzustehen. Daß die nügend und schnellstens Auskunft geben. Schütt bisher mit der Wahrheit zurückgehalten hat, unterliegt Mit follegialem Gruß: wohl feinem Zweifel und wird auch noch dadurch erwiesen, daß Der Zentral Vorstand des Verbandes der in Holzbearbeitungsfie die dem Opfer geraubte Uhrfette in einen Abort geworfen haben Fabriken beschäftigten Arbeiter Deutschlands. will, 100 dieselbe indeß nicht aufzufinden gewesen ist. J. A.: Heinrich Boß, Vorsitzender, Bremen, Weizenkampftr. 22, 1. fei deshalb gefordert, weil bei dem heutigen Heerwesen Das Mordbeil ist gleichfalls noch nicht zur Stelle ge- N. B. Alle Arbeiterblätter wollen gütigst diesen Aufruf ver- fo schnell große Massen ins Feld gestellt werden können, fchafft worden. Die Dabme, welche an jener Stelle, wol öffentlichen. und bemgemäß die Kriegserklärungen so schnell erfolgen, Garantie gegen Kriege bieten. Der Tadel des Brüsseler Beschlusses gegen den Militarismus sei ganz unbegründet. Die Delegirten, welche in Brüssel diese Resolution annahmen, hätten natürlich nicht geglaubt, daß nun auf einmal alle Striege aufhören würden, fich jedoch dadurch von der Präzisirung unseres Standpunktes nicht abhalten laffen. Die Entscheidung über Krieg und Frieden durch die Volksvertretung, statt durch das Volk selbst, daß man die Entscheidung des Voltes nicht abwarten " tanu. Zum ersten, dem prinzipiellen Theile des Programms 11. d. M. eine Generalversammlung ab, in welcher der Kassirer nommen wird. Muffinftrumenten- Arbeiter. Der Fachverein hielt am[ giltig erklärt, weil sonst die Kasse zu sehr in Anspruch ge übergehend, hebt Redner hervor, daß das neue Programm dem Kollege Westermann folgende A brechnung vom vierten Derzeitigen Standpunkt der Wissenschaft angepaßt und aus Quartal gab. Bilanz: Einnahme 996,25 M., Ausgabe wurde Kollege Jungermann gewählt. Kollege evit be Zum Stellvertreter des Delegirten zur Generalversammlung einem Guß sei, während das alte ein Kompromißprogramm war. 1263,89 M., Mehrausgabe 267,64 M. Nachdem die Revisoren richtete dann über den Stand des Weißgerber- Streifs; da jedoch Die Forderung von Produktivgenossenschaften sowie die weitere, alles für richtig befunden haben, wird dem Kassirer Decharge der Stand der Kasse augenblicklich nicht günstig ist, so wurde daß dem Arbeiter der sogen.„ volle Arbeitsertrag" zu Theil werden ertheilt. Die Bilanz der I ahresabrechnung lautet: Gin- beschlossen, auf die vom Kollegen evit ausgegebenen Listen solle, seien, dem Fortschritte der Wissenschaft entsprechend, fallen nahme 4100,65 M., Ausgabe 5173,72 m., Mehrausgabe 1073,07 m., recht rege zu zeichnen. Im Weiteren berichtete Kollege Warnke, gelaffen. Es sei nicht möglich, durch staatlich unterstützte Ge- Bestand vom Jahr 1890: 1260,05 m., bleibt Bestand 187,52 m. daß der Gesammtüberschuß vom Sommervergnügen laut Beschluß nossenschaften dem Kapitalismus Konkurrenz zu machen. Es Dazu der Kranken- Unterstützungsfonds: Einnahme 745,57 m., der fombinirten Versammlung den Buchdruckern überliefert ist. gleiche das den utopistischen Versuchen Robert Dwen's und Ausgabe 1149 M., Mehrausgabe 403,43 M., Bestand im Jahre Kollege Rautenbau 3 theilte mit, daß am Montag, den Caber's, durch Kolonien inmitten der tapitalistischen Gesellschaft 1890: 822,01 m., bleibt Bestand 418,58 m. Defizit von den 18. Januar, eine öffentliche Lackirerversammlung bei Röllig, den Sozialismus zu verwirklichen wie Redner in einem Sommerfesten 154,70 M. Bestand des Krankenfonds also 263,88 M., Neue Friedrichstraße Nr. 44, stattfindet, in welcher Reichstags früheren Vortrag ausgeführt, feien alle Versuche, Gemeinden Bestand des Vereins 187,52 M., mithin bleibt ein Vermögen von Abgeordneter Tuyauer über die Gewerbe- Schiedsgerichte auf genossenschaftlichem Prinzip mitten in der fapitalistischen 451,40 m., wovon sich auf der Bank 250,70 M. und in Händen sprechen wird. Pflicht jedes Kollegen sei es, recht rege für Gesellschaft aufzubauen, fehlgeschlagen. Eine Schrift des ver des Kassirers 200,70 m. befinden. Kollege Meyer gab den guten Besuch dieser Versammlung zu agitiren. storbenen Genossen Bracke orientire sehr gut über den Werth Jahresbericht von 1891. Die Zahl der zahlenden Mitglieder des Lassalle'schen Vorschlags; Redner empfahl sie den beträgt 1050. Es ist in diesem Jahr ein bedeutender Zu- Musikinstrumenten- Arbeiter. Der Fachverein hielt am Parteigenossen zum Lesen, wie wendig sei, daß die Genossen sich mehr und mehr über die Brauche es denn überhaupt noth- wachs von Mitgliedern der mechanischen Musikinstrumenten- 9. Januar im Norden eine Wahlversammlung ab, in welcher 31 verzeichnen und der Geist und Literatur und die Geschichte der Partei unterrichteten. Was den Solidaritätsgefühl der Mitglieder ein recht gutes geäußert hätten, man möge für den Norden eine Filiale ber das Kollege Meyer mittheilte, daß die Kollegen im Norden den Wunsch ,, vollen Arbeitsertrag" anlange, so sei es ja überhaupt nicht zu nennen. Bedeutende Lohnkämpfe mit möglich, die Leiſtung des Ginzelnen genau zu fonstatiren, deutenden Mitteln hatte der Fachverein in diesem Jahre leichtern. Die Generalversammlung am 14. Dezember 1891 habe immerhin be- Bibliothek errichten, um so die Erlangung guter Lektüre zu er es gebe eben, wie bereits Proudhon dies sehr anschaulich in seiner auszufechten. Schrift Eigenthum ist Diebstahl" nachgewiesen habe, schon aufgezwungene Streit der Firma Matz u. Ko., welcher viele Beisitzer, einen Bibliothekar und einen Beitragsammler zu verIn Erinnerung ist wohl Jedem noch der in diesem Sinne den Beschluß gefaßt, den Vorstand um zwei heute feine individuelle Arbeit, denn, cenn sich auch Wochen dauerte und uns zwar nicht den Sieg, jedoch den Fa- mehren. Die Beisitzer sollen möglichst aus der sogenannten Jema nd einschlösse und allein arbeitete, so würden doch die brikanten eine große Schlappe brachte. Der Abwehrstreit bei der mechanischen Branche gewählt werden und die Versammlungen Werkzeuge, mit denen er arbeite, von Andern erdacht und her- Firma Pietschmann u. Söhne( Aktiengesellschaft) tosiete im Norden leiten. Ferner soll ein Verkehrslokal für den Norden gestellt fein u. f. w. Sei aber individualistisches Arbeiten unmöglich, viel Geld; jedoch hat der Streit der Firma mindestens 20 mal bestimmt werden, woselbst die Bibliothek untergebracht wird und so erhelle daraus die Nothwendigkeit des Kollektivismus. Stöcker mehr gekostet als uns. Wäre nicht die Betheiligung an der der Beitragsammler jeden Sonnabend die Beiträge entgegen habe von unserm Programm gefagt, es sei ein Leitartikel. Nun, Fachorganisation in der Provinz eine noch so bedauerlich schwache, nimmt. Gewählt wurden zum 1. Beisiger( Leiter der Versammdas sei eine Schmeichelei, denn ein Leitartikel, wenn er den dann hätte die Firma die Zufuhr von halbfertiger Waare von lung) Kollege Ulbrich, Klavierarbeiter; zum 2. Beisitzer Namen verdiene, enthalte Gedanken und Grundfäße; die außerhalb sicher nicht erhalten. Ein großer Fortschritt ist, daß( Schriftführer) Kollege Engellandt, aus der mechanischen feste Grundsäge enthalten. Hätten etwa die konservativen eins? fennen gelernt haben und jetzt meist organisirt sind und großes nischen Branche. Eine lebhafte Debatte entstand über die Lokal. hätten keine Programme, welche die Kollegen aus jener Fabrik den Werth der Organisation Branche; zum Bibliothekar Kollege Macke, aus der mecha Sie suchen ja ein Programm!( Bravo.) Was die Konservativen Interesse für unsere Sache zeigen. Versammlungen fanden 37 statt, frage; schließlich wurde das Lokal von Ka 3 per, Bernauer, wollen, fei allerdings feine zukünftige Gesellschaftsverfassung, davon 29 mit belehrenden Vorträgen, wovon 11 sozialpolitische, traße 72, zum Verkehrslokal bestimmt. Der Beitrag kein Zukunftsstaat ,, sondern ein Bergangenheitsstaat, fie wollen 8 ökonomische, 1 medizinischer, 3 über Naturheilverfahren, 3 über fammler Lehr nimmt daselbst alle Sonnabende von wieder, was längst begraben sei; sie sollten sich damit lieber selb alte Sagen, 1 über Organisation, 1 über Chemie, 1 über Gleftrif. 8-10 Uhr Abends Beiträge entgegen. Allen Musikbegraben laffen!( Bravo.) Die Gesellschaftsform, die wir ver- Die Versammlungen waren zum großen Theil sehr gut besucht, instrumenten- Arbeitern wird empfohlen, das Lokal zum Treffpunkt langen, feße eine allgemeine Umwälzung voraus; der gegenwärtige was das Interesse der Mitglieder an der Organisation dokumentirt. im Norden zu machen. Die Versammlungen finden alle vier Staat sei Klaffenstaat und jeder Versuch der Regierung, sich über Die Werkstatt- kontrollkommission trat mit 11 Werk Wochen Sonnabends bei Keller, Bergstr. 68, statt. die Parteien zu erheben, müffe fehlschlagen, denn sie sei gestätten in Unterhandlung wegen Streitigkeiten bei Lohnabzug, zwungen, sich auf den Kapitalismus zu stügen. Unser Programm Verlängerung der Arbeitszeit, Entfernung mißliebiger und unanderen Parteien aber nur und Reich, getrennt wurden. materiell V für denselben. 100 Ein aus der Die Bürften- und Pinselmacher Berlins und Um zeige zunächſt, wie die soziale Frage entstanden ist. Sie habe bequemer Kollegen; meist wurde eine gütliche Vereinbarung er- gegend sprachen sich in ihrer öffentlichen Versammlung am u entstehen können dadurch, daß es geſellſchaftliche Unterzielt. Die Kommission ersucht die Mitglieder, fie thatkräftigst zu 9. Januar für die Beschickung des am 7. Februar d. I. in schiede gab, daß die Menschen in zwei Klassen, in Arm unterſtüßen; wenn Forderungen der geschilderten Art an sie Magdeburg stattfindenden Bürsten- und Pinselmacher- Kongreſſes das and frei und nicht von Ginzelnen in Beschlag genommen Arbeitsnachweis wurden 631 Stollegen eingeschrieben, Organisationen herbeizuführen, und wählten die Kollegen war, unmöglich gewesen. Erst durch das Privateigenthum an davon 200 von unserm Fachverein, 50 vom Fachverein der Biebscher und Beiner zu Delegirten Grund und Boden und an den übrigen Produktionsmitteln Tischler, die andern unbekannt organisirt. Adressen waren 326 Nach einer längeren Debatte über das Gewerkschaftsorgan seien Klassen entstanden. Als dann vollere Instrumente zu seiner Arbeit gebrauchte, habe, da den Arbeitsnachiveis mehr benutzen. der Mensch kunst vorhanden. Auch hier ist sehr zu wünschen, daß die Kollegen wurde cinstimmig eine von den Kollegen Soyko, Lorenz diese Fastrumente Brivateigenthum Einzelner waren, Die Rechtsschutz- und Jaedde eingebrachte Resolution angenommen, Lohnfklaverei der Massen, die wirthschaftliche und damit auch gliedern Anträge auf Rechtsschus gestellt wurden. die Kommission hielt 12 Sitzungen ab, in welchen von Mit nach die Delegirten auf dem Kongreß dahin wirken sollen, Eine daß erstens eine einheitliche Organisation geschaffen, zweitens die politische Knechtschaft begonnen, die immer weitere Klagesache wurde vom Jahre 1890 übernommen und ging durch auch ein einheitliches Organ gewählt und als verbindlich für Kreise umjaffe und sich immer mehr verschärfe. gegen hülfen alle Mittel nichts, die der heutige Staat welcher hier in Betracht kam, au ungunsten des Arbeiters end- Mitte der Versammlung hervorgegangener Antrag, daß die Da drei Instanzen, wurde aber trotz des§ 115 der Gewerbe- Ordnung, sämmtliche Kollegen Deutschlands anerkannt wird. ergreife; was er thue, um den Bauer- oder den Handwerkerstand schieden. Trei Klagen wurden neu angestrengt und schweben arbeitenden Kollegen für die streifenden Buchdrucker von ihrem zu heben, führe nur um so schneller den Ruin derselben herbei. noch; fünf Klagesachen sind nach dem Gutachten des Rechts- Wochenverdienste 10 Pi. und darüber hinaus beifteuern, fand Helfen könne nur, was wir jordern und erobern: die Um- anwalts abgelehnt, zwei durch die Kommiſſion geschlichtet worden. gleichfalls einstimmige Annahme, und man wählte zur Entgegenwandlung aller Produktionsmittel in gesell. Der Bericht der Kommission war sehr belehrend und bei genügen- nahme der Beiträge eine Kommission, welcher folgende Kollegen Ichaftliches Eigenthum. Wir wollen nun nicht an die der Beachtung geeignet, sehr viel Unannehmlichkeiten zu verhüten. angehören: Mittreiter, Jahreis, Fellmann, Beiner, Stelle der jezigen Herrschaft eine neue seyen, wir wollen In die Werkstatt- Kontrollkommission werden die Kollegen Scheune- apfe, Deibel und Fritsche. bie Herrschaft in jeder Form beseitigen und die mann und Barras gewählt. In die Arbeitsnachweis- Kommission Gleichheit in jeder Richtung herstellen, nicht blos unter andere 10 Kollegen. Die Zahlstelle Berlin Ost des Centralvereins den Männern, sondern auch unter den Frauen; das der Gärtner hielt am 6. Januar eine Versammlung ab, in Kollege Meyer bringt folgenden Antrag ein: 1. In An- welcher Kollege Wasner über das Thema sprach: Was ist ist ja unter Sozialdemokraten etwas Selbstverstundliches. Der betracht dessen, daß in Deutschland viel Arbeitseinstellungen statt- Bildung? Seine Ausführungen konnte man dahin zusammen Einwurf von der politischen Unbildung der Frau sei falsch. Da- gefunden und dieselben für alle Arbeiter von großer Bedeutung fassen, daß Derjenige gebildet genannt werden dürfe, welchem die gegen nehme jede revolutionäre Bewegung, an der die Frau find, indem es dem Unternehmerthum darauf ankommt, Arbeiter Hauptergebnisse und die Grundbegriffe der die Zeitbestrebungen Theil nimmt, an Energie zu, weil die Frau mehr als jeder organisationen zu zerstören, verpflichten sich die Musik beherrschenden Wissenschaften und die Grundzüge und Berhält Andere unter der Ungerechtigkeit der herrschenden Zustände zu leiden instrumenten- Arbeiter, die Streitenden nach Kräften moralisch nisse des allgemeinen Menschenlebens seiner Zeit mindestens nicht habe und von Haus aus mehr Initiative und Leidenschaft und vor Allem habe, als der Mann. Aus der Entstehung der herrschenden Arbeitseinstellungen in unserem Gewerbe die Kasse des Fach langt ist, daß er nicht durch das Glas subjektiver Bornirtheit, zu unterstützen. 2. Da durch fremd sind und welcher auf jene Höhe der Urtheilsfähigkeit ge Mißstände ergebe sich ohne Weiteres, daß gegen felben der die vereins stark angegriffen worden ist, werden Listen gedruckt und sondern in rein objektiver Betrachtungsweise Menschen und gewertschaftliche Kampf nicht genige, daß der politische nebenher gehen, und ebenso, daß der Kampf theilt, daß die Buchdrucker zwei Drittel, die Uebrigen ein Drittel Da Kollege vom Vorstand ausgegeben. Die Sammlungen werden so ver Dinge sieht. Von einer Diskussion wurde Abstand genommen. ein internationaler sein müsse. Die Frage, ob die herrschen- der gesammelten Gelder erhalten. Zum Abheben und Abliefern wählte Born vom Amt des Vorsitzenden zurücktrat, den und befizenden Klaffen gutwillig das Feld räumen würden, der Listen wird in jeder Werkstatt ein Vertrauensmann gewählt." und zum Schriftführer den Kollegen Walbohm. man für diesen Posten den Kollegen Wasner dürse uns heute nicht fümmern; die Verhältnisse müßten die Darauf ungeheure Mehrheit der Menschen, und namentlich auch alle nur die Die Kollege Niendorf wünschte, daß das gesammelte Geld tam die Lohnstatistit für Berlin O und die östlichen Vororte, Verständigen der oberen hoch gebildeten Klassen mehr und mehr nur die Buchdrucker erhalten, indem die Streifenden der anderen Friedrichsberg, Lichtenberg und Borhagen zur Verlesung. zur Ueberzeugung von der Unhaltbarkeit der herrschenden 3u Gewerbe bei einem Drittel jeder zu wenig erhalten würde. Kollege Bahl der gärtnerischen Betriebe beträgt im Ganzen 66. stände bringen; welcher noch so große Kapitalist sei denn heute Schmidt von der Agitationskommission unserer Branche er- genannte Obergärtner sind beschäftigt 24, Gehilfen 201, Arsicher, daß er nicht schon in der nächsten Stunde ein Bankerotteur sei? suchte, solange die Listen in Umlauf sind, das Abheben von beiter 46, Frauen 146, Rutscher 21, Lehrlinge 16. Die ArbeitsAber lassen wir den nächsten Tag für sich selbst sorgen, thun wir Agitationsbous einzustellen. Kollege Meyer befürwortet den zeit beträgt im Maximum 15, im Minimum 11, burschnittlich unsere Schuldigkeit. Die Wahrheit bohrt sich durch und siegt auch Antrag damit, daß an den Vorstand das Verlangen von Seiten 122 Stunden. In 45 Betrieben wird Kost und Logis gegeben; schließlich. Aue Zivilisation, ja die ganze menschliche Geseuschaft der Mitglieder gestellt worden, der Fachverein möge Listen für dabei beläuft sich der höchste monatliche Lohn auf 40 M., der geht zu Grunde, wenn nicht eine die Ursachen der sozialen kommen, jedoch dafür sorgen, daß die Weißgerber u. s. w. eben- freier Wohnung und Kaffee beträgt der höchſte Lohn art, die Werkstellen ausgeben und wolle man hiermit dem nach- niedrigste auf 18 M., der Durchschnittslohn auf 24/2 Mart. Bei Mißstände ausrottende Aenderung geschaffen wird, und das fann allein die siegreiche Sozialdemokratie. etwas Die falls davon erhalten. Tie Musit Instrumenten- Monat 70, der niedrigste 40( vierzig) der Durchschnitt 53 Mart, etwa 1200 Anwesenden zouten dem Vortragenden lebhaften Arbeiter wollten, da ihre Kaffe infolge der eigenen der Wochenlohn durchschnittlich 14 M. Der Lohn der Arbeiter beträgt Beifall und sahen von einer Diskussion über das Thema ab. Lohnkämpfe es nicht erlaubt, größere Suminen herzugeben, auf durchschnittlich 3,50 m. pro Tag bei durchschnittlich 111/2 Stunden, Unter Vereinsangelegenheiten wurden dann aus der Vereinskaff jene Weise ihre Solidarität mit allen fämpfenden Arbeitern der Tagelohn der Frauen durchschnittlich 1,60 m. pro Tag, den Buchdruckern 200 Mark und den Handschuhmachern in beweisen. der Wochenlohn der Obergärtner durchschnittlich 25 M. bei freier Friedrichshagen 50 Mart bewilligt. Die Versammlung erflärt. Der Antrag wurde angenommen und sofort mit der Aus- Wohnung. Bei den Wohnungsverhältnissen tamen Staunen er sich ferner damit einverstanden, daß das Stiftungsfest am 20. Fe- gabe der Listen begonnen. Dieſelben sind alle Abende bei regende Dinge zur Sprache. So ist es z. B. vorgekommen, daß bruar im Feenpalast gefeiert wird. Der Vorsigende verlas so- ohr, Naunynstr. 78, restaurant, zu bekommen Menschen in einem Verschlag über dem Pferdestall hausen. dann den Artikel einer hiesigen Bourgeois- Zeitung über die Be- und auch dahin abzuliefern. Alle Kollegen werden ersucht, Bimmer ohne Defen sind auch nichts Seltenes. Nach Berathung sucher der Warmehallen, der den lebhaftesten Unwillen der recht fleißig davon Gebrauch zu machen. Kollege Miller einiger Paragraphen des Statuts, sowie nach Erledigung des Versammlung hervorrief, forderte hierauf die Gäste auf, sich dem aus der Werkstatt von Herzte wurde als gemaßregelt anerkannt. Fragekastens wurde die Versammlung mit einem Hoch auf den Verein anzuschließen, und ferner sämmtliche Anwesenden, die Der Gesangverein Deutsche Schleife" veranstaltet eine Matinee Bentralverein geschlossen. heute gehörten Ausführungen in weite Kreise zu tragen. Mit für unseren lange frankliegenden und vom Verein ausgesteuerten einem begeisternden Hoch auf die Sozialdemokratie ging die Ver- Kollegen Wilh. Müller. Die Kollegen sind ersucht, diese humane dorf ertheilte in seiner Generalversammlung am 9. Januar dem Der sozialdemokratische Verein Vorwärts" zu Rig That durch Betheiligung am Umsatz der Billets recht rege zu Saffirer für die gelegte Kassenabrechnung Decharge, da alles in Der sozialdemokratische Wahlverein für den ersten bester Ordnung befunden worden war. Alsdann erstattete ber Berliner Reichstags Wahlkreis hatte sich am 12. Januar Im Verein der Lackirer( Filiale IV.), welcher am 11. Januar Vorsitzende Bericht über die Thätigkeit des Vorstandes. Es fanden versammelt, um zunächst einen Vortrag des Genossen Zim meine Generalversammlung abhielt, sprach Herr Türk unter drei Mitglieder- Bersammlungen und fünf Borstandssitungen statt. Die Bestrebungen der Sozialdemokratie und ihre Gegner" großem Beifall über Sibirien. Hierauf wurde die Abrechnu g Der Vorstand ist dahin übereingekommen, statt der Vorträge einen anzuhören. Redner schilderte in seinen Ausführungen die Ent- vom 3. Quartal gegeben, welche nach dem Bericht des Kollegen Lehr- 3yklus resp. Unterrichtsabende zu veranstalten; die Mitstehung und Entwickelung des Sozialismus von der Utopie zur Strocker in Ordnung befunden worden ist. Dieselbe lautet: glieder, besonders noch die jüngeren, wurden aufgefordert, sich Wiſſenſchaft und alsdann auf unsere Gegner übergehend, ließ er Bestand am 1. Oftober 35,01 M., Gesammteinnahme 105,10 M.; recht rege daran zu betheiligen. Dann gab der Vorsigende be diejenigen, welche rechts von uns stehen, bei Seite und beleuchtete ihr gegenüber stehen lokale Ausgaben 69,37 M., an die Haupt fannt, daß dem Verein schon ca. 25 Bücher für die Bibliothek namentlich die links von uns stehenden Anarchisten und so tasse gefandt 56,75 M., bleibt am Ende des Quartals ein Kaffen- zur Verfügung gestellt sind, und ersucht zugleich nochmals die genannten" unabhängigen" Sozialisten sowie deren Tattit bestand von 13,99 M. Auf Antrag des Vorsitzenden wurde dem Anwesenden, welche noch im Besiz von Büchern sind, dem in eingehender Weise. In der Diskussion sprach Meyner Kassirer Decharge ertheilt. Im Weiteren gelangten folgende zwei Verein eventuell solche zu übergeben. Diejenigen Bücher, welche im Sinne des Referenten, den Anarchismus noch ein- Anträge nach lebhafter Debatte einstimmig zur Annahme: noch nicht gebunden find, würden auf Vereinsunkosten gehender erörternd. Unter Bereinsangelegenheiten" war eine Frage eingelaufen, welche befagte, ob es nicht zweckmäßig sei, in der Filiale IV.( Lacirer) mißbilligt den von der Filiale Berlin II. Der Verein seit seinem anderthalb monatlichen Bestehen schon 1. Die heute am 11. Januar tagende Generalversammlung dem Verein die Einbandskosten zurückzuerstatten. Bis jetzt hat gebunden; im Falle späteren Zurückverlangens derselben feien eine Besprechung über die Broschüre wider die kleinbürgerlich-( West) gestellten Abänderungsantrag zu§ 2 des Vereinsstatuts be- sämmtliche Unkosten gedeckt und dabei einen Ueberschuß von 8 M. parlamentarische Sozialreform für die revolutionäre Sozialdemo- treffs Streichung der Worte Lacirer, Anstreicher und Vergolder, wofür erzielt. Hierauf verlas der Schriftführer die Protokolle; diefelben tratie" einzutreten. Läterow befürwortete die Diskussion. Tem verwandte Berufsgenossen" gesetzt werden soll. Die Filiale IV. wurden fämmtlich für richtig anerkannt. gegenüber meinte Schellwath, daß man den„ Unabhängigen"( Lackirer) ist der Meinung, daß, wenn man zum großen Ganzen streben wählte man F. Schüttke, Richardsplatz 15. Ein Antrag, den Zum Bibliothekar viel zu viel Ehre anthun würde, wenn man über die Kleinigkeit, will, man auch das große Ganze anerkennen muß, und nicht den Buchdruckern 10 W. zu überweisen, wurde einstimmig angenommen. die sie hervorbringen, noch diskutiren wollte; sie nennen sich Un- Rastengeist als Agitationsmittel benutzen dari; deshalb beantragt Bum Schluß forderte der Vorsitzende die Mitglieder auf, sich recht abhängige, folglich möchten sie auch vollständig unabhängig die heutige Generalversammlung den§ 2 des Statuts in seiner rege am Vereinsleben zu betheiligen und immer mehr Mitglieder handeln. Dieser Ansicht waren auch Stabernack, Megn er bisherigen Fassung bestehen zu lassen. Ferner beauftragt die heranzuziehen; wenn Jeder nur ein Mitglied werbe, so wird der und Pfeiffer, worauf die Versammlung die erwähnte Diskussion Filiale ihren Delegirten, auf der Generalversammlung hierfür Berein ganz erheblich erstarken. Hoffentlich erfülle auch hierin ablehnte. Weiter lag ein Ersuchen Kohlmann's vor, in eine Diskussion einzutreten. über die vor furzer Zeit erschienene Flürscheim'sche Broschüre: Der einzige Rettungsweg zur Lösung der sozialen Frage" ein- es der Filiale I Hamburg gestattet sei, drei Delegirte zur 2. Die 2c. Versammlung erklärt sich nicht einverstanden, daß Jeder seine volle Pflicht und Schuldigkeit. zutreten. Nach Vorlesung einiger Stellen aus diesem Buche wurde Generalversammlung zu entsenden, indem laut Aufruf des auf Antrag Pfeiffer's der Vorstand beauftragt, in nächster Bentralvorstandes eine jede Stadt, wo mehrere Filialen bestehen, Zeit eine Bersammlung mit diesem Thema als Tagesordnung für jede Filiale nur einen Delegirten zu entsenden hat. Die einzuberufen und die Herren Bodenbesitzreformer hierzu ein- heutige Generalversammlung der Filiale IV verurtheilt ein zuladen. Mit der Aufforderung, recht rege für den Verein sowie derartiges eigenmächtiges Handeln und hofft, daß die Generaldeffen Versammlungen zu agitiren, schloß die Versammlung. versammlung demgemäß beschließt und nur ein Mandat für keine Auskunft ertheilen. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstcaße 2. sammlung auseinander. über: " " unterstützen. Briefkaffen der Redaktion. H. 2., Lichtenow. Nein. R. W., Paukstraße. Ueber Börsenpapiere tönnen wir Ihnen