Nr. 228. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illuftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Pofts. Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft Beitungs Preisliste für 1900 unter r. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland and Desterreich Ungarn 2 Mart, für bas übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. elise this cantan ald 17. Jahrg. Henk Dte Insertions- Gebühr Vorwürts Berliner Dolksblatt. beträgt für die fechsgespaltene Kolonels selle oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: Rmt I, Mr. 1508. Telegramm- Adresse: „ Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Nach 10 Jahren! Nach zehn Jahren", so nannte sich eine der intereffantesten Broschüren, die jemals von der Partei herausgegeben worden sind und die zum zehnjährigen Jubiläum des Socialistengefeges erschien, als dies Denkmal Bismärdischer Staatskunst schon in Trümmer zu fallen begann. Da wurde den jüngeren Genoffen die Geschichte des Gesetzes erzählt, das bestimmt gewesen war, die Arbeiterpartei zu erwürgen, und das doch nichts andres zu stande gebracht hatte, als die geächtete Partei in einer selbst den alten Genossen unerwarteten Weise zu stärken, den socialistischen Gedanken zu vertiefen, die Zahl der Anhänger zu verdreis und vervierfachen. War doch die Bahl der socialdemokratischen Wähler von 437 000 bei den Wahlen vor Erlaß des Socialistengesetzes auf 1427 000 angewachsen, die 1890, im letzten Jahre des Ausnahmegesetzes, für die Partei stimmten! Sonntag, den 30. September 1900. " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. der denkbar größten Vorsichtsmaßregeln. Freilich, die Geschichten, anzuschreiben. Ich werde dann das andre veranlassen. In der die man gelegentlich in den Zeitungen über die Verbreitung zu lesen Hoffnung auf freundliches Entgegenkommen grüßt Ein Ihnen wohlgefonnener Freund. betam, waren meistens Erfindung. Die Napftuchen, die Schweizerläse, die Gipsfiguren, in die verpackt der Socialdemokrat" die Grenze Nette Freundschaft. alle Achtung! schrieb Jacobeh dazu und passiert haben soll, gehören ins Reich der Fabel. Dazu waren die schickte den Brief an tas„ Voltsblatt" zur Veröffentlichung. War Mengen, die transportiert werden mußten, denn doch zu groß. Der es nicht gelungen, die Partei unter der Herrschaft des SocialistenSchmuggel ins Neich war überhaupt nicht die schwierigste Aufgabe; gefeßes zu torrumpieren, so marschierte sie nach dem Fall des Aus viel schwieriger und gefährlicher war die Weiterverbreitung und die nahmegesezes nur um so gefefteter dem Ziel entgegen. Sie hatte, Berteilung an die Leser. Das erforderte," schreibt der Socialdemokrat" wie Lieblnecht schrieb, in den Jahren des Socialistengesetzes nichts in feiner legten Nummer vom 27. September 1890, ein ganzes Heer vergeffen und viel gelernt. energischer, geschickter und zuverlässiger Genossen. Hier lag die Schwerkraft unfres elfjährigen Feldzugs. Ohne dieses Heer pflicht getreuer Soldaten hätten wir ihn nun und nimmer führen können. unsre Gemeinen" haben uns zu dem gemacht, was wir gewefen." Es war nicht zu verwundern, daß es den Genossen schwer fiel, Unfrer Partei hatte also das Gefeß nichts geschadet; sie war an den alten Kampfgenoffen nun zu missen. Und es war nur ein äußerer Zahl und an innerer Straft gewachsen. Aber ungeheuer schwacher Trost, daß Friedrich Engels schrieb: an dem Tage, waren doch die Opfer an Gut, Blut, Freiheit und Menschenglüd, da man uns das gemeine Recht streitig mache, täme der Socialdemokrat" wieber, vermehrt und verbessert. die der deutschen Arbeiterschaft durch das Aechtungsgesez abverlangt wurden. Freilich gab es jetzt so viele neue Aufgaben in der Partei, daß für sentimentale Erinnerungen nur wenig Raum blieb. Die da malige Reichstags Fraktion hatte den ersten socialdemokratischen Gegen 900 Ausweisungsbefehle waren ergangen und hatten die thätigen Genoffen aus dem Hause, aus der Arbeit, von Weib und faltete. " Nicht so die Machthaber im Deutschen Reich. Sie vergaßen gar bald die Erfahrungen des Socialistengesetzes. Immer wieder verfuchten fie im Laufe dieser zehn Jahre durch allerlei Umsturzgesetze die Arbeiterpartei zu erwürgen, eine Aufgabe, die, wenn sie gelingen könnte, doch in den Jahren von 1878 bis 1890 hätte gelingen müssen. Nichts gelernt und nichts vergessen! Wir sind auch nach Ablauf dieser zehn Jahre socialistengesetzloser Zeit die starren und deshalb starken Feinde des herrschenden Systems, unfer Kampfesmit ist gewachsen, und jeder neue Erfolg befeuert uns zu neuen Thaten. Wir marschieren! Druckfehlerberichtigung. Im vorgestrigen Leitartikel ist die angegeben; es muß heißen: 40 000 hektar, was auch aus dem Schlußteil des Sazes hervorgeht. Ferner muß es in der 3. Spalte, 25. Zeile von oben heißen: a gb statt Geld. Sind geriffen, fie einer ungewiffen Zukunft in der Fremde entgegen in Deutschland tagen durfte. Die Entwürfe zu einem neuen Organi- Zahl der Heftare, die der Domänenwald umfaßt, um eine 0 zu fein treibend. Aus Berlin worden, aus Hamburg 811, aus Leipzig 164. Allein auf Grund des fationsstatut, zu einem neuen Parteiprogramm wurden veröffentlicht Socialistengesetzes waren gegen 1000 Jahre Gefängnisstrafen ver- und gaben den Genoffen reiche Gelegenheit zur Diskussion, wie sich hängt worden, wozu noch etwa 600 Jahre Gefängnis tamen, die in überhaupt in jener Zeit ein außerordentlich reges Parteileben entden schmählichen Majestätsbeleidigungs- Prozessen nach den 1878er Attentaten ausgesprochen wurden. Wieviel Not und Tod, Herzeleid und Wunden werden durch diese Zahlen mit ausgesprochen! Die Partei hatte also allen Anlaß, Genugthung zu empfinden, als 1890 das Socialistengesetz nicht wieder verlängert wurde und am 30. September ablief. Darüber sind nun wieder zehn Jahre ins Land * Damals war es auch, daß das Gerede von den geistigen Auf der dritten Seite des Hauptblatts, zweite Spalte, in der Baffen" auffam, mit denen wir in der Folge bekämpft werden Notig: Wer find die Brotverteurer?" muß es im dritten Absatz sollten. Aus den geistigen Waffen ist dann nicht viel geworden. heißen: die treffende Antwort, nicht die betreffende. Aber die Partei hielt doch darauf, die ihrigen in bester Ordnung zu halten. An die Parteizeitung in Berlin, die unter dem Titel Berliner Boltsblatt, Organ für die Interessen der Der Krach der China- Scharfmacher. gegangen! Die Bartei ist weiter gewachsen, wenn auch nicht inrufen, der dann bis zu seinem Tode hier thätig war. Den Namen grausigsten Mären in plötzlicher Erleuchtung, das Geheimſte und Arbeiter", feit 1884 erschien, wurde Wilhelm Liebknecht bedemselben Verhältnis wie während der Jahre des Ausnahmegesetzes. „ Borivärts" trägt unser Blatt erst vom 1. Januar 1891 ab. Unfre Reihen sind mit Rekruten gefüllt, die vor zehn Jahren noch in Aus dem Leitartikel, den Liebknecht heute vor zehn Jahren dem Wildeste über die chinesischen Pläne wissen und den Prinzen Tuan den Knabenjahren standen, oder ihnen kaum entwachfen waren. Da fallenden Ausnahmegesez ins Grab nachschleuderte, heben wir die zu einem scheußlichen Weltpopanz aufpußen, die deutsche Politik der lohnt es sich wohl, ein paar aufzufolgende für seinen Stil bezeichnende Stelle heraus: frischen, als das Aechtungsgesetz zusammenbrach. " Die Wahlen vom 20. Februar 1890, die unsre Partei zur stärksten im Deutschen Reiche machten, hatten doch wohl vielen Leuten die Augen geöffnet. Unfre Vereine, unsre Versammlungen, unfre Zeitungen waren auf Grund des Gesetzes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Socialdemokratie" verboten, die thätigen Genossen waren ausgewiesen und von Ort zu Ort gehezt worden. Und nun dieser Erfolg! Auch in bürgerlichen Streisen verbreitete sich eine Mißstimmung gegen das Gesetz. Nicht zum wenigsten hatte hierzu wohl beigetragen die schmähliche Spigelwirtschaft, deren die Volksmoralität untergrabende, im geheimen wühlende Thätigteit von imfren Genossen im Reichstag ans Licht gezerrt und an den Pranger der öffentlichen Verachtung gestellt wurde. Vergebens wehrte sich der Polizeiminister von Buttkamer, der erklärte, er müsse ja vor Scham in die Erde sinken, wenn er hinsichtlich der Lodipigelei kein reines Gewissen hätte. Er war überführt, sein System gerichtet. Der „ Einen Löwen bindet man nicht mit Zwirnsfäden, und die ehernen Gesetze der wirtschaftlichen und staatlichen Entwicklung lassen sich nicht abschaffen, nicht ändern, nicht fälschen.... 1. Oktober wird weder die Hoffnungen noch die Befürchtungen unsrer Feinde verwirklichen. Fest und sicher werden wir nach wie vor unsrem Ziele zuschreiten und der Welt den Beweis liefern, daß die deutsche Socialdemokratie in der Schule des Socialisten. gesezes viel gelernt und nichts vergessen hat... Keine Jllusionen, die kühlste Auffassung der Verhältnisse, damit wir stets in der Lage sind zu kämpfen, wie es der Augenblick gebietet. Wir müssen bereit sein, in der Sonne und im Schatten zu fechten, wir müssen stets eingedent sein, daß wir im Klassenkampf stehen!" Ant Abend des 30. September fanden große Arbeiterfeste statt, die fich zugleich zu Empfangfeiern für die aus der Verbannung heimkehrenden Genossen gestalteten. Freilich nur ein Bruchteil war wiedergekommen. Viele blieben in ihrer neuen Heimat, viele waren zu Grunde gegangen, zu Tode gehegt. Der Reichstag ließ eine weitere Verlängerung des Ausnahme gesetzes scheitern. Und so sah sich die Partei plöglich vor der Die Genossen des zweiten Reichstags- Wahlkreises feierten ihr Aufgaben, die Organisation gänzlich umzugestalten und sich wieder Fest in der Bockbrauerei. Bebel hielt eine Ansprache und nachts auf die Verfolgungen unter dem gemeinen Recht vorzubereiten. um 12 Uhr wurde über dem Musilchor eine mächtige rote Fahne Mancher guten Waffe mußte man unter den neuen Verhältnissen entrollt, zum erstenmal in Berlin nach langen Jahren. Im vierten entfagen. So erregte es in den Reihen der Parteigenossen aufrichtige Kreis, in der Brauerei am Friedrichshain, sprach vor ungezählten Teilnahme, als der in London erscheinende und auf geheimen Wegen Taufenden Singer, der nun den Boden seiner Baterstadt wieder in Deutschland verbreitete Socialdemokrat", das einzige Organ, das bewohnen durfte. Im Eisteller Etablissement sprach von den alten den Vorteil völliger Breßfreiheit hatte, Anfang August Führern Liebknecht, seit des unglücklichen Hasenclevers Tod der mitteilte, daß er mit Ablauf des Socialistengesetzes sein Erscheinen ein Abgeordnete des Kreises. the on stelle. Mit dem Erlöschen des Socialistengesetzes sei die Mission des Blatts erfüllt; der Kampf müsse nun in Deutschland weitergeführt werden. " Biele Genoffen protestierten gegen das Eingehen des Social. demokrat". Aber Bernstein schrieb in einer der nächsten Nummern, daß das beschlossene Sache fei: g Ueberall im Reich wurden ähnliche Feiern begangen. Auch der Humor fehlte nicht. Die Gelfentirchener Arbeiter. Beitung" brachte, von einem Trauerrand umgeben, folgendes Inserat: " Allen Verwandten, Gönnern und Freunden machen wir die schmerzliche Mitteilung, daß am Dienstag, den 30. September 1890, „ Schon längst ist er nicht mehr im stande, der Thätigkeit der nachts 12 Uhr, unfre innigft geliebte Nährmutter, das Socialisten Partei auch nur in den Hauptorten zu folgen. Das Miß geseg, im zarten Alter von 11 Jahren, 11 Monaten und 9 Tagen verhältnis zwischen seinem Umfang und dem Umfang der Be- aus dem irdischen Dasein geschieden ist, nachdem sie mit Zapferkeit wegung würde immer mehr zunehmen, und schließlich würde er viel Unheil angerichtet. Wir trösten uns mit der Zuversicht auf im günstigsten Fall nur noch eine litterarische Kuriosität bilden, eine baldige Auferstehung im verschärften Zustande. Ist das wünschenswert? Soll der Socialdemokrat hinsiechen, Die trauernden Hinterbliebenen: schließlich als bloßes Schimpforgan an Abonnentenschwindsucht DRI Jhring- Mahlow, Naporra u. Comp. Sterben?" Diese trauernden Hinterbliebenen waren berüchtigte entlarvte Das Kapitel vom„ Socialdemokrat" und feiner Verbreitung Lockspißel und da wir gerade bei diesen Herren sind, so sei hier in Deutschland bildet in der That eins der interessantesten aus der gleich noch erwähnt, daß diese dunklen Ehrenmänner ihre Thätigkeit ganzen so überaus lehrreichen Geschichte des Socialistengefeßes. Ein auch in die socialistengefeßlose Zeit hinein zu verlängern wünschten. Jahr nach dem Erlaß des Socialistengefeges in Zürich gegründet, Freilich hatten sie nicht immer Glück. Eine lustige Spizelwurden die in der Redaktion und Expedition thätigen Genossen geschichte passierte August Jacobey, der später einige Jahre schließlich aus der freien" Schweiz ausgewiesen und siedelten mit bis zu seinem Tode Redacteur am, Borwärts" war. Jacobeh erhielt dem Blatte nach London über. Trozz der schärfsten Verfolgungen wenige Tage nach dem 1. Oftober 1890 einen Brief folgenden und auf die Verbreitung gesetzten Strafen brauchten die deutschen Inhalts: Genossen auf ihre gewohnte Leftüre nicht zu verzichten, wenn das Blatt auch nicht so regelmäßig in die Hände der Abonnenten tam, wie es heute die Leser des„ Vorwärts" gewöhnt sind. Die Verbreitung geschah im Geheimen. Bei der Versendung vom Herstellungsort wurden Decadressen benutzt, die zudem noch bei dem graffierenden Spigelwesen oft gewechselt werden mußten. Die Austeilung an die Abonnenten geschah ebenfalls unter Beachtung Geehrter Herr Jacobey! Da es mir jegt nicht möglich ist, Gelegenheit zu finden, um mit Ihnen über eine gewisse Angelegenheit zu sprechen, so bitte ich, mir gefälligst eine Zusammenkunft zu gestatten. Sollten Sie geneigt sein, mit mir zusammen zu arbeiten und sich einen Nebenerwerb zu schaffen, so bitte ich am 29. d. M. an der Mauer von Borsigs Bart, dicht an der Brücke, mit Kreide dieses Zeichen t Es hilft alles nichts mögen die China- Scharfmacher der großen und der fleinen Rache ist vereitelt geworden. Bernhard steckt den Degen ein, wenn der China- Graf Bülow auch immer noch durch seine Schreiber die Zustimmung der Mächte im Princip" ver fünden läßt. Die" Post" bietet heute in einem weinerlichen Artikel gar wieder die berühmte europäische Kultur auf, um das erloschene Streuzzugsfeuer anzublafen: Aber eine Art von „ Das Wort Kreuzzug kann heute nicht leicht ausgesprochen werden, ohne daß es mißverstanden wird. Kreuzzug, nämlich der für die höchsten Güter der Menschheit, für Christentum, Kultur und Humanität, ist es in ge wisser Hinsicht doch, der dort dort im Osten, gleichfam über alle realen, im Hintergrund stehenden Machts Intereffen der Großmächte hinausragend, in die Erscheinung tritt. Man mag von manchen Seiten die idealen Interessen in der Bolitit so viel verspotten als man will, schließlich eriveisen fie sich doch immer wieder als die dominierenden. So werden sie auch jetzt die einzelnen Großstaaten über alle Hindernisse hinweg in die gemeinfame Stämpferlinie zurückführen. Das eine wird sich keine Macht verhehlen dürfen, daß ein Fehlschlag des großen Unternehmens nicht ein Volt allein treffen würde, daß vielmehr dann die gesamte weiße Raffe in ihren geistigen und materiellen Jnteressen eine furchtbare Niederlage erleiden, daß der Einfluß Europas und seiner Kultur auf unabsehbare Zeit hinaus in Ostasien gebrochen sein würde. Deutschland hat heute, wie bereits erwähnt, diese Gesamtinteressen zu den seinen gemacht und darum braucht es in keiner Weise zu fürchten, es könne, wie eine sensationssüchtige Presse meint, durch diesen oder jenen Schachzug isoliert werden. Wir sehen dem weiteren Gang der Dinge deshalb ohne jede Nervosität mit festem Sinne entgegen." Es wirkt immer berauschend schön, wenn das Zedlig- Organ für Kanalintriguen, Profitmehrung. Arbeiterknebelung die höchsten Güter der Menschheit, wenigstens der sogenannten weißen Nasse schützt. Aber dieser ideale Kampf für die weiße Naffe im Kreuzzugsstiel, wie ihn die" Post" erheischt, kann auf die Mitwirkung der andren Mächte nicht mehr rechnen. Sehr deutlich schreibt das einflußreichste Blatt Rußlands, die Nowoje Wremja": 30 „ Die Russen haben, so sehr die Engländer daran giveifelten, bedeutende Kräfte nicht nur aus Beting, sondern überhaupt der Betschili Proving herausgeführt und für die übrigen die Neberwinterung in Tientsin und Taku eingerichtet. Ebenso zu verfahren schicken fich auch Japaner und Franzosen an, und wohl oder übel folgen auch die Engländer, die einen so bedeutenden Teil ihrer unbedeutenden Streitkräfte nach Hongkong gesandt haben, daß fie zwischen Peking und Taku kaum noch 500 Mann sammeln tönnen, mit denen natürlich auch der erfahrene Feldnichts marschall tann. unternehmen Die Amerikaner Lehnen bedingungslos eine weitere Offensivaktion ab, und erklären deshalb direkt, daß sie nicht die Absicht haben, ihre Truppen unter das Kommando des Grafen Wäldersee zu stellen. Demnach bleiben zur Verfügung des deutschest Feldmarschalls die Streitkräfte Deutschlands, Oestreicher sich schwer Ungarus und Italiens, mit denen entschließen wird, zur Offensivaktion überzugehen, bevor nicht weitere deutsche Verstärkungen angelangt find. in Die unfreiwillige Pause den kriege= rischen Operationen, wenn diese auch nur Egekutiv charatter tragen, kann der Sache zum Nugen dienen. Graf Waldersee wird genügend Zeit| aber ohne Beweismaterial ist diese Thatsache bisher von den haben, um völlig objektiv und ruhig die Sachlage nicht beteiligten Kreifen zurückgewiesen worden; noch vor furzem erſt nur im einseitigen Schein der Rachefackel zu be in einer Broschüre des Professors Warned, einer besonders trachten." gefeierten protestantischen Missionsautorität. Jetzt scheint aber die Wahrheit selbst in diesen Kreisen der Mission zur wenig. stens teilweisen Anerkennung gelangen zu wollen. Das ist wieder so eine Uebereinstimmung im Princip". Es giebt In der That für Deutschland nur noch eine rettende Möglichkeit: Los von China! morted Für die Politik der Vergeltung ist in der handeltreibenden kapitalistischen Gesellschaft kein Raum mehr. Sonst ist von den chinesischen Vorgängen so gut wie nichts zu melden. Es werden munter Nachrichten erfunden, deren Wiedergabe wertlos wäre. In Japan hat die Regierung demissioniert. Es läßt sich noch nicht übersehen, welche Bedeutung diesem Kabinettswechsel inne wohnt. vas der Lied ein garftiges; auch die politische Thätigkeit ist wohl bei den Berufenen als Lebensarbeit das Größte und Höchste, was Mensch zu leisten vermag, aber wo sie nur beiläufig an den Menschen herantritt, immer undankbar und oft recht unbequem. Aber sie ist Männerpflicht; und es ist recht übel, Saß unire gitteraten und Rünstler, in diefer Hinsicht vielfach sich verhalten wie die Frauen. Hier wird nun einmal eben diesen sehr nachdrücklich zum Bewußtsein gebracht, daß diese politische Gleichgültigkeit auch das geistige Leben der Nation bedroht." Soeben, a 27. September, fand in Hamburg die Jahresversammlung des Allgemeinen evangelisch protestantischen Missionsvereins statt. Dieser Verein ist eine Schöpfung liberaler Theologen, treibt die Mission auf der Grundlage der modernen proDas wird dem Prof. Mommsen nichts helfen. Unfre Künstler testantischen Theologie und erfreut sich der besonderen Patronage und Litteraten sind und bleiben von lokalanzeigerlicher Farblosigkeit. des liberalen" Großherzogs von Weimar, in dessen Ländchen Sie befürchten hier zarten Charakter anzugreifen, wenn sie Partei trotzdem eine ostelbische reaktionäre Regierung möglich ist. ergreifen. Und außerdem ist diese Parteilosigkeit auch geschäftlich Der Verein ist an den Chinawirren insofern besonders einträglicher als die politische Aktivität. interessiert, als er nicht nur in Japan, sondern vor allem in Zur Kohlennot hat dieser Tage Landwirtschaftsminister Tsingtau eine Missionsstation und hier zugleich die„ kirchliche on Hammerstein in der Generalversammlung des westfälischen Bauernvereins in Münster folgendes gesagt: Offiziöse Scharfmachereien. Versorgung" der Kiautschou- Kolonie übernommen hat. Der Köln. Zeitung" wird aus Berlin telegraphiert: Die Er Auf der Hamburger Versammlung hat nun Professor nennung des Prinzen Tuan zum einflußreichsten Regierungsamt Harnack, der neue Rektor der. Berliner Universität, einen kann nunmehr als Thatsache betrachtet werden, und hiermit ftimmt Vortrag gehalten, der teilweise recht gesunde Grundsätze für es vollkommen überein, wenn aus franzöfifcher Quelle gemeldet die Missionsarbeit, besonders in China, aufstellt. Zunächst wird, daß Tung- fuh- fiang und Li ping heng, die bezüglich hat auch er freilich nach den Thesen seines Vortragsder Verfolgung und Ermordung der Christen so Hervorragendes die Mission in Schuh genommen: 2001 m durch * * geleistet haben nicht umsir hrungen ausgezeichnet worden am Die christliche Mission ist in China seit Generationen an der Arbeit und blidt auf eine lange Geschichte zurüid; es iſt ein Irrtum, als habe sie erst vor einigen Jahren begonnen und damit das Unheil des Fremdenhasses heraufgeführt." find. Wir können nicht umhin, festzustellen, daß dadurch eine festzustellen, daß dadurch eine Lage geschaffen ist, die auch denjenigen Mächten unduldbar erscheinen muß, die der Ansicht waren, daß man durch das Mittel weitgehender Nachgiebigkeit und Schonung leichtesten und schnellsten zur Lösung der chinesischen Frage gelangen werde. Aber daran fügter doch ehrlicherweise zuGleichzeitig wächst die Zahl der neuen Opfer. Diesmal find es die gleich das 8ugeständnis ihrer Schuld. Er beFranzosen, die die Verlustliste stellen. Zwei Bischöfe, eine große An- streitet nur, daß sie allein und besonders verant zahl Missionare und 1000 Christen sind im Bezirk von Mulden er- wortlich für diesen Fremdenhaß fei: Resid mordet worden. Aus andren Gegenden des Reichs werden ähnliche Sofern sie etwas Fremdes ist und bleibt, nimmt sie an der Nachrichten erwartet, woraus hervorgeht, daß die Mezeleien von Schwierigkeit der allgemeinen Lage teil, und manches ist einer Centralstelle eingeleitet sind, die mit Eifer der Aufgabe obliegt, wohl auch bon den Missionaren versehen die fremden Teufel und ihren einheimischen Anhang in allen worden; das Eindringen einer neuen Religion in ein Bezirken auszurotten, wo sie nicht unter dem Schutz der Kanonen Land hat sich noch niemals ohne schwere Krisen vollzogen, der Mächte stehen. Wir stellen damit eine Lage feft, die die um so heftiger sind, je entwickelter das Volk ift...." unfres Erachtens auf alle beteiligten Mächte einen tiefen Eindruck auszuüben nicht verfehlen kann." Die Mache ist doch allzu plump, um den gewünschten Erfolg zu haben. Diese Schauermärchen werden einen tiefen Eindruck" ledig lich auf das Zwerchfell der Beteiligten machen. Es ist immer diefelbe öde Scharfmacherei, handle es sich nun um Socialdemokraten, Anarchisten, den französischen Erbfeind oder deutsche Volk für ein Volk von Kindern, die den schwarzen Mann als höchstes Wesen fürchten. Kabinettswechsel in Japan. die Chineſen. Die Pfigiösen hatte das oder Daily Mail" meldet aus Yokohama vom 27. September: Das Kabinett Yamagata ist zurüdgetreten; mit der Neubildung des Kabinetts wird wahrscheinlich Marquis to betraut werden. Angebliche Aeußerungen Li- Sung- Tschange. Und ihm scheint diese Schuld der Missionen noch größer zu sein, als er sie in den eben citierten Worten offen ausspricht. Vor allem ist ihm die Verbindung, die die Missionen mit den Staatsgewalten in ihren Ländern gehalten haben und umgekehrt diese mit jenen, besonders verhängnisvoll. Seine vierte These lautet darum flug und ehrlich: eine vidite nur im entfernteſten an die Streuzzugsidee erinnert, an die Absicht, für die christliche Mission Gewalt einzusetzen oder Gewalt für sie anzurufen, ist zu verdammen. Bom Missionsstandpunkt aus betrachtet ist das Eingreifen der chriftlichen Großmächte in die Verhältnisse in der Regel keine Silfe, sondern schafft böse, leider unvermeidliche, Schwierig feiten." Warum unvermeidliche? Der Zusak ist doch wohl, wie " Ich glaube zur Beruhigung mitteilen zu dürfen, daß die fönigliche Staatsregierung die Frage, ob und auf welchem Wege es möglich ist, den direkten Bezug der Interessenten von den Zechen zu fördern, auf dem Wege genossenschaftlicher Zuführung, die Anforderungen an die Zechen und deren Befriedigung in ernste Erwägung genommen hat. Der Handelsminister hat sich bereit erklärt, in eine nähere Prüfung der Frage ein zutreten, wie die Organisation durch große Genossenschaften wie die Offenbacher und Neuwieder zu organisieren ist, um das Bedürfnis der Mitglieder der Genossenschaften auf direktem Wege zu befriedigen. Also diese Frage wird ernstlich im Schoße der Staatsregierung erwogen und ich habe die feste Ueberzeugung, daß nach den wohlwollenden Erklärungen des Herrn Handelsministers die Frage auch gelöst wird." Ist das die ganze Regierungsweisheit angesichts der Kohlennot? Die Ausschaltung des Zwischenhandels ist ja eins der Hauptziele der Kohlensyndikate und trotzdem oder zum Teil gerade deswegen die schwindelnde Höhe der Kohlenpreise. Die Kohlenbarone haben nicht bloß das Monopol der Produktion, sondern auch das Monopol des Absages an sich gerissen. C Geseguete Redacteure. Der Verleger der Köln. Volksztg." von dem Papst in Audienz empfangen worden. Sein Blatt berichtet über dieses Ereignis wie folgt: e ,, Verleger F. X. Bachem( Köln) bat um den besonderen Segen des H. Vaters für die Kölnische Volkszeitung" und ihre elf Redacteure, was Se. Heiligkeit freudig gewährte. Er fragte hierbei nach der Verbreitung und Entwicklung des Blatts; auch erteilte der Papst dem römischen Berichterstatter der Köln. Voltszeitung", Ernesto Kappenberg, den erbetenen Segen." Hoffentlich werden die glücklichen Elf des katholischen Blatts an ihren Gehältern demnächst den Segen bemerken. Singelegenheit für Verkäuferinnen. Wie ein hiesiges Blatt meldet, wird dem Bundesrat demnächst eine Verordnung zugehen, die die Beschaffung von Siggelegenheit für Verkäuferinnen regelt. ,, Es ist erreicht." Nur Leute mit einem ganz besonders scharfen Gedächtnis fonnten Der Standard meldet aus Tientsin: Li- Hung- Tichang erklärte in noch ein andrer in der nächstfolgenden These, nur eine in( Ein Rüdblid aus dem Jahre 1910.) einem Interview, der russische Admiral Alexejew sei uur deshalb unfren Augen höchst überflüssige Rücksicht gegen die maß nach Port Arthur gegangen, unt eine Zusammenkunft gebenden Regierungskreise, denen man eben eine bittere mit Walderſee zu vermeiden. Die Chinesen hätten auf seinen, Wahrheit und einen Protest ins Angesicht sagte. Ver- fich noch an die Zeit erinnern, in welcher August Scherl sich von Liz, at Lutai geräumt, da die Russen versprochen hätten, der meiblich sind diese Schwierigkeiten sehr wohl. Harnack selbst einem vereideten Bücherrevisor täglich bescheinigen ließ, daß der " okal- Anzeiger" seine 200 000 Abonnementsexemplare in der DruckStadt Tongschang nur auf fünf Meilen nahe zu kommen. Die Minen in Longschang jeien mit hypothefen für die Deutsche giebt in der zweiten Hälfte seines Werks die Mittel und Wege auflage erreicht habe. Selbst von der unsterblichen Woche" hörte Bant belastet. Falls Rußland Tongschang besetzen sollte, an, sie zu überwinden. Erstens: würden Verwidelungen zwischen Deutschland und Rußland entstehen, außerdem würde es wahrscheinlich die rde es fuch land, und Berstörung der englischen Bahnbauten zur Folge haben. Li bes bauerte die Schwierigkeiten, welche ihm die Versöhnung englischer und russischer Interessen verursachten, er halte sich deshalb an Ruß- dingungen land, weil England ihm früher Unterstützung versagte. Politische Weberlicht. Berlin, den 29. September. Aufhebung der Schulpflicht. „ Schuh soll von den Missionen nicht gefordert man noch kaum etwas und auch der„ Tag" mit seinen drei papiernen und ihnen nicht gewährt werden um der christlichen Religion Repräsentanten:" Morgen"," Mittag" und" Abend" hatte sich fangwillen." Zweitens: Es ist anzustreben, daß sämtliche und langlos in den verschiedenen Herden, Müllfästen und andren Missionen in gewissen Ländern und unter gewissen Be- Orten zur Ruhe begeben. Eine Zeitlang hatte die„ Stunde" dingungen ihr Heimatsrecht ihr Heimatsrecht zeitweilig. berlieren siegreich das Feld behauptet. Es war eigentlich faum glaublich, daß beziehungsweise aufgeben." Drittens:" In Gegenden, wo der eine Zeitung 24 mal am Tage erscheinen sollte, allein die Stunde“ Missionar in Zeiten der Verfolgung nicht unter allen Um- war entschieden ein Organ, das allen Anforderungen gerecht wurde, ständen bei seiner Heerde bleiben tann, soll er nicht hin- die eine immer ausgedehnter werdende Weltpolitik an das geben." Viertens: Wo es zeitweilig durch den Gang der öffentliche Leben stellte. Von den unzähligen Kriegs-, Kolonialpolitischen Verhältnisse der Mission unmöglich gemacht ist, dem wollen wir gar nicht reden, Frieden zu dienen, da hat sie zurückzutreten, selbst auf und andren Korrespondenten wollen wir auch nicht über die Aeußerungen, die im Publikum Koften des Errungenen." Fünftens: Damit die Mission und auch nicht über Die Schulverhältnisse Breußens wurden erst vor möglichst nu abhängig bleibt von politischen Verfielen, wenn der Verleger und Besizer der Stunde" in seiner einiger Zeit durch die Schilderung der Wangenheimiche.n widlungen, sollen nicht die Landeskirchen als solche Mission eleganten Karosse, deren Wappenschild eine stilisierte 24" schmückte, treiben, sondern, wie bisher, freie private Vereine." durch die Straßen fuhr. Nur hin und wieder hörte man mal ein Schulpaläste so drastisch illustriert, daß die Volksschule in einem Teil In der That, das sind fünf Forderungen, deren Erfüllung bewunderndes:„ Kiek mal, det is Aujust der Zweite!" Breußens zur Karikatur wurde und man glauben konnte, be die Missionen vor Situationen behüten würden, in denen fie reits das denkbar Schlimmste vernommen zu haben. Durch sich jetzt in China befinden, die schließlich auch die Staatseine Schilderung, die der Sächsischen Schulzeitung' zugeht und die in der Nr. 39 dieses Blatts enthalten ist, gewalten zwingen würden, die Missionen nicht mehr, wie wird aber das bisher über preußische Schulzustände Gehörte weit 3. B. bei der Besetzung von Kiautschou, als politische Coulissen zu benußen. Ein großes Konsortium von Geldmännern und Papierfabrikanten in den Schatten gestellt, denn es wird hier der Beweis erbracht, Aber freilich werden diese Forderungen erfüllt werden? hatte sich unter der Leitung eines sogenannten„ tüchtigen" Stopfs zudaß in Preußen die Schulpflicht nur auf dem Papier steht. Die Frage aufwerfen, heißt, fie mit Rein fammengethan, un der Welt ein Schauspiel zu geben, das sie bisher Die gemeldete Thatsache ist so ungeheuerlich, daß wir Zweifel daran beantworten. Ihre Erfüllung geht allzu sehr ebenso noch nicht erlebt hatte. hegen würden, wenn das durchaus loyale Blatt nicht ausdrücklich gegen das gegenwärtige weltmachtpolitische Interesse unsrer Der große Industriepalast auf der Pariser Weltausstellung im bersicherte, daß die ihm von beteiligter Seite zugegangene christlichen„ Kulturstaaten" wie gegen den herrschenden Geist Jahre 1900 war ein Staarkästchen gegen die Redaktionsräume der Litteilung zwar unglaublich, aber buchstäblich wahr und Minute". Die Devise dieses großen Zeitungsinstituts war: amtlich berbürgt sei. Wir lesen: di Schnell!... aber fragt mich nur nicht wie!..." Schnell" war die Hauptfache. Es mußte sozusagen alles mit Dampf gehen. Selbst den Redacteuren hatte die Erfindungswut gewiegter Beitungsunternehmer gewaltig ins Handwerk gepfuscht. Da gab es selbständige Dampfscheren, selbstschmierende Binsel, hydraulische Gedankenpressen usw. Auf der Straße hingegen riefen, wie früher die Wursthändler:„ Warm find se noch!", jetzt die Zeitungsjungen: B # " Nach Ostern brachte eine von Posen nach Dresden verzogene Mutter in eine Vorortschule von Dresden einen Knaben zur Anmeldung, der am 23. Dezember 1891 in Demenschenow ( Kreis Posen) geboren, demnach seit zwei Jahren schulpflichtig war, aber bisher eine Schule noch nicht besucht hatte. Auf die Anfrage des betreffenden SchulDirektors, wie das täme, erklärte die Mutter, daß es in dem dortigen Schulhause an Platz gemangelt habe, alle schulpflichtigen Kinder aufzunehmen. Da diese Angabe nicht recht glaubhaft erschien, wandte sich der Direktor an die Orts- Schulbehörde von Demenschenow, woher die Mutter gekommen war, aber ein Bescheid blieb aus. Auf eine weitere amtliche Anfrage bei der Kreis Schulinspektion zu Posen wurde die Wahrheit dieser schier unglaublichen Angabe voll bestätigt. Der Lehrer des Orts Bendlewo, wohin Demenschenow eingeschult ist, erklärte amtlich: Der Knabe ist am 14. April 1898 zum hiesigen Schulbesuch angemeldet worden, mußte aber wegen Ueberfüllung pro 1898/99 V 1 in unfren Staatskirchen und deren Anhängerscharen. Selbst die Hamburger Versammlung, vor der Harnad jene Grundsäge entwickelt hat, flatschte ihm zwar anhaltend" Beifall, aber desavouierte ihn durch ihr ganzes Verhalten durch die Resolution, die sie zu dem Referat faßte, durch die Eröffnungsrede des Vorsitzenden, wie endlich durch das Huldigungstelegramm, das sie natürlich auch an den Kaiser absandte. Harnac hatte seine Thesen mit den un anfechtbaren Worten geschloſſen: Aber jedes Ding währt seine Zeit. Schon im Jahre 1905 Hatte der„ Stunde" die Stunde geschlagen. An die Stelle der eingegangenen Beitschrift trat mit allen Bauten und Trompeten der verfeinerten Reklame die„ Minute". " " Naß find se noch!", 16 " Die Mission hat nie einen Ziveifel darüber zu lassen, daß sie Die Lokalreporter auf ihren Automobilen waren der Schrecken lediglich eine geistige Macht ist; niemals darf sie in die Ge- aller Straßenpafianten. Die Zeitungsphotographen schwirrten hinfolgschaft der Gewalt treten; niemals darf sie vergessen, daß sie nicht die Intereffen der Europäer in den fremden Ländern gegen über den Dächern und nur hin und wieder blieb ein Ballon in erster Linie zu vertreten hat, sondern die der Eingebornen, an den Telephondrähten( man telegraphierte noch immer nicht ohne" besonders der belehrten; diese müssen wissen, daß der Missionar Draht!) hängen.. Aber was diese Reporter und Photographen auch alles fertig 3u ihnen gehört, ihr Sirt und Bruder ist; sie müssen sich unbedingt auf ihn verlassen können." brachten! Jetzt konnte jeder Säugling gleich eine Viertelstunde nach Die Generalversammlung aber faßte folgenden Beschluß: seiner Geburt sein Porträt in der„ Minute" bewundern und brauchte Sie erklärt sich mit Harnack in allen wesentlichen nicht mehr, wie früher in den Tagen der Woche" es erst zu der Punkten einverstanden; sie hält es für ihr Recht und ihre Pflicht Bedeutung eines Pianisten, Raubmörders oder Khatimanns gebracht zugleich, die Aufgaben der Mission mit denen der Politit unvermischt zu halten; aber sie begrüßt alle ou haben. Besonders gewiegte Photoreporter( wie dieser Berufszweig staatlichen Bestrebungen, mit Freude, die die seit dem Jahre 1907 genannt wurde) brachten sogar die Konterfeis Hüter der christlichen Gesittung und der Gewissens- von Sterbenden in der Minute", wenn diese noch gar nicht ganz und Religionsfreiheit schützen und ihre Verbreitung fertig mit dem Sterben waren. Mit einem Wort: Die Minute" fördern." war hochaktuell", sie verstand es, mit derselben Beinlichkeit und In dem Telegramm an den Kaiser heißt es: Für die Promptheit eine ,, Kindtaufe bei Schulzens" in Wort und Bild zu Man sieht, wir leiden an solchem Ueberfluß von Kultur, daß evangelische Missionsarbeit..... erbitten bringen, wie die Vermählung der Komtesse Hertha mit dem Botwir Platzmangels halber unsre Kinder nicht mehr in die Schule ir Ew. Majestät helfende Teilnahme." Und schaftersekretär von Strohbein". wir Plazmangels halber unsre Kinder nicht mehr in die Schule in der Eröffnungsrede meinte der Vorsitzende:" Möge Gott Die Mitarbeiter dieses tolassalen Blatts waren natürlich nur zu schiden brauchen. Wir verwenden die Millionen zweckmäßiger, ben starten Arm des Kaisers leiten, daß bald Stapazitäten allerersten Rangs, sämtlich vom alten Adel, und wenn um die Chinesen zu civilifieren! wieder Frieden einkehre... Die Kraft der Mission aber wird jemand Maher oder Lehmann hieß, so mußte er sich wenigstens ein durch allen Kampf und Widerstand nur ge- volltönendes adliges Pfeudonym beilegen. stärkt." sm und 1899/1900 bom diesseitigen Schulbesuch zurückgestellt werden, und der königliche Kreisfoulinspektor bestätigt dies durch folgenden amtlichen Vermert: Die Angaben des Lehrers sind ( nach den bekannten Berhältnissen in Bendlewo). als zutreffend anzusehen." din Die Gewaltchriften. Deutsches Reich. " bir sokong " Natürlich tamen auch verschiedene Mißgriffe bor. So hatte in Wir haben seit Beginn der Chinakrise an der Hand Also ist es klar: der Kurs bleibt auch für die Mission der Nummer der„ Minute", die am 15. Mai 1908, 12 Uhr mittags, unwiderleglichen Materials die Mitschuld der Missionen der alte, fauftgepanzerte; und Harnack ist ein weißer Rabe. 24 Minuten erschienen war, ein Reporter einen neuen Ritualmord an dieser, sowohl der katholischen als protestantischen, wieder- doplo ni ( es wurde im Jahre 1908 noch immer geritualmordet", obwohl die holt nachgewiesen. Es steht danach fest, daß sowohl direkt „ Staatsbürger- Zeitung" noch immer ein beschauliches Tagesdasein dahinlebte) in Nummelsburg entdeckt, wo er in der Nähe des Gänsedas Vorgehen vieler Missionare in China, als indirekt ihr Eine Bußpredigt gegen die wachsende politische Stupidität der markts Blutspuren gefunden hatte. Die 12 Uhr 25 Minuten erVerhältnis zu den Vertretungen der fremden Mächte daselbst und die Provokation von Macht- und Gewalt- Bourgeoisie hielt der greise Prof. Mommsen in der Deutschen Revue". fcheinende Nummer der„ Minute" war schon im stande, durch ihren äußerungen derselben zu ihrem Schutz und ihrer Unterstützung An der Gleichgültigkeit gegen das politische Leben mehr noch zkz- Specialphotoreporter die getreue Abbildung von zwei Blutstropfen den Fremdenhaß der Chinesen zum mindesten stark gesteigert, als an der Feindjeligkeit gegen die gesunde staatliche Ent- zu bringen. Allein schon die„ Minute", die 12 Uhr 26 Minuten eran vielen Orten aber erst hervorgerufen hat. Mit Entrüstung widelung tranft unfre Nation. Gewiß ist nicht bloß das politische schien, konnte das Publikum dahin beruhigen, daß diese Blutstropfen Er meint da: " " bon einer mit einem Taschenmesser geschlachteten Gans, und nicht geeint ihr Votum abzugeben, selbst wenn sich innerhalb Dele- ber ist, daß der Gedanke ausgesprochen wird, der Sieg des Socialismus von einem Menschen herrührten. Als Jllustration hierzu war auf ein gation eine Meinungsverschiedenheit über die Stellungnahme zu den fönne nicht die Folge eines Handstreichs sein, sondern nur das ReStahlwaren- Inserat einer namhaften Firma hingewiesen, die derartige einzelnen Refolutionen ergeben sollte. Für die permanente Inter- fultat langer und langsamer Arbeit. Das ist der Bruch mit der VerMesser zum halben Preis verlaufe, wenn man die Abonnements- nationale Kommiffion werden Auer und Singer als Vertreter gangenheit. Bisher haben auch wir, ähnlich wie die Stirche ihre Gläubigen, Deutschlands gewählt. Mauf die Schönheiten des Himmelreichs, die Bourgeoisie auf die Allquittung der Minute" vorzeigen könnte. Den Vorsitz führen Van Kol( Belgien), Für holz( Schweiz) heilkraft der politischen Freiheit verwiesen, nur allzu lange den Auch andre ungeschicklichkeiten machten sich namentlich in den und Blechanow( Rußland). Ban Kol giebt von dem Verlangen Glauben an den großen Tag der Revolution gepredigt, dadurch ist Illustrationen der Minute" bemerkbar. So brachte die eine Nummer der deutschen Delegation Mitteilung, daß feitens der französischen nur allzu oft die Meinung entstanden, als ob wir bis dahin die eine Illustration von der in Arbeit befindlichen neuesten Hose des Delegierten mehr Ruhe während der Uebersetzungen beobachtet Hände in den Schoß legen dürften. Bon heute an gilt eine andre Brinzen von Wales, wonach der Stoff weiß und schwarz fariert werden möge, andernfalls könnten sie unter Umständen an den Taktik und diese bringt nicht, wie Guesde fürchtet, ein Schwächung sein sollte, während die nächste Nummer schon eine Berichtigung Abstimmungen nicht teilnehmen. Die Deutschen beantragen ferner, den des socialistischen Bewußtseins, die Taltit der unaufhörlichen, un ermüdlichen Kleinarbeit des Tags. Es ist leicht, jugendliche, bringen mußte, daß der Stoff gelb und schwarz fariert sei. Während pound nächsten Kongrek od talat so begeisterte Herzen zu entflammen für den großen acht Stunden, also in 480 Nummern, ließen die Illustrationen der in 5 Jahren in Amsterdam oder Wien abzuhalten, die Engländer legten Stampf, viel schwieriger sei es, als Mitglied einer „ Minute" nun die Hose des Prinzen von Wales in getreuen Ab- dagegen treten für zwei Jahre Frist bis zum nächsten Stongreß ein; Organisation Tag für Tag für Tag feine fleinen, aufreibenden bildungen vor den Augen ihrer Leser erstehen. Zum Schluß ent- diesen Antrag unterstügt Vandervelde; in Paris habe man 1889 Bflichten zu erfüllen. Der Barrikadenbau sei rühmlich, ebenso schloß sich der Verleger noch, da gerade diese Nummern der„ Minute" beschlossen, alle zwei Jahre einen Internationalen Kongreß zu berühmlich diese Kleinarbeit. Wir erweisen den früheren Vorfämpfern besonders begehrt wurden, die 480 Jllustrationen der Hose des rufen, in London habe man diese Perioden auf drei Jahre ver- der Revolution alle Ehre, aber wir dürfen auch die nicht gering Prinzen von Wales auf Kunstdrudpapier bruden und das Ganze in längert, jetzt verlängere man fie schon auf 5 Jahre, schließlich komme schägen, die heute für bessere, den eigentlichen Bedürfnissen entman noch auf 10 und 20 Jahre! Hauptbedeutung des Inter- fprechende Wethoden des Kampfs eintreten. Trotzdem wir für ErForm einer Mappe erscheinen zu lassen, Auf tausend Dinge des öffentlichen Lebens vermochte dieses Auf- nationalen Stongreffes sei, daß die Bande der Brüderlichkeit immer reichung unsrer Ziele mir friedliche, gesegliche Mittel anwenden, Auf tausend Dinge des öffentlichen Lebens vermochte dieses Auf- enger geknüpft und die Vorkämpfer des Socialismus möglichst oft wird uns der letzte Kampf kaum erspart werden, denn die Bourgeois leben und Emporblühen des Zeitungswesens feinen Einflus des Zeitungswesens seinen Einfluß in nähere Beziehungen zu einander treten. Für den internationalen werden ihre politische und wirtschaftliche Expropriation nicht widerauszuüben. Sämtliche Wälder Deutschlands waren beim Verbrauch Fortschritt des socialistischen Gedankens seien die Kongresse von standslos über sich ergehen lassen. Deshalb müssen wir uns dieser ungeheuren Papiermengen niedergeforstet. Der Montan eminenter Bedeutung. organisieren, fest zusammenschließen. markt hatte in den letzten Jahren Preisstürze erlebt, wie solche Singer: Wir Deutsche glauben nicht, daß die internationale Man hat Millerand einen Verräter genannt, weil er in eitt Würde man einem Gewerkschaftsnoch niemals dagewesen waren. Eine Zeche nach der andern hatte Solidarität und Brüderlichkeit davon abhängt, ob wir uns alle zivei, Bourgeoisministerium eintrat. ihren Betrieb schließen müssen, denn niemand gebrauchte mehr drei oder fünf Jahre ſehen; wenn sie nicht tiefer wurzelte, wäre sie mitglied es zum Vorwurf machen, daß es in die Leitung eines Kohlen, obwohl man das Hundert Briketts im Gegensatz zum überhaupt feinen Schuß Pulver wert. Außerdem haben sich gegen großen industriellen Betriebs eintritt, weil deffen Besitzer dazu sich Jahre 1900, wo diese Anzahl 1,80 m. gekostet hatte für 18 f. früher auch die Verhältnisse geändert: wir haben jezt ein perma- unfähig erklären muß? Würde man ihn für alle Kniffe und Pfiffe nentes Internationales Komitee, ein Barlamentarisches Komitee 2c. des fapitalistischen Systems verantwortlich machen können, wie man anpries. Die ungeheuren Papiermengen, die jetzt in den Haushalt beschlossen; diese werden einen Teil der Arbeiten der bisherigen jetzt Millerand für jede einzelne Handlung des Bourgeoisministeriums kamen die„ Minute" erſchien 64 Seiten stark- ermöglichte es stongreffe übernehmen, während die künftigen sehr viel mit gegen die Arbeiter verantwortlich macht? Guesde hat gemeint, der nicht nur den Hausfrauen, sogar auch fleineren Fabritbetrieben, mit der Aussprache über die Thätigkeit dieser Komitees sich beschäf Socialismus sei wohl in die Breite, nicht aber in die Tiefe ge Papier zu feuern. Spekulative Köpfe, denen ein Chemiker eingeredet tigen, Anregungen werden geben müssen. Schon heute tönnen wir gangen. Nun, wenn dem Arbeiter vielfach infolge eberarbeit ,, hatte, daß die Möglichkeit vorhanden wäre, auch aus Papier Gas nur die großen Gesichtspunkte behandeln und müssen es den einzelnen elender Lähne, mangelnder Erziehung die Bildung und Einsicht in zu gewinnen, trugen fich bereits mit dem.Plan, auf den Riesel- Ländern überlassen, Einzelfragen zu behandeln. Was ändert sich denn die gesellschaftlichen Zusammenhänge fehlt, dann müssen wir erst feldern hinter Heinersdorf eine Papiergasanstalt zu gründen, die so rasch in zwei Jahren, daß sofort das internationale Proletariat recht eine Taftit begrüßen, welche die Hebung der Arbeiterklaffe das Kubikmeter für einen Pfennig abgeben sollte. Zu diesem Stellung zu etwa sich ergebenden neuen großen Gesichtspunkten zur Aufgabe sich stellt. Und diese neue Tattit wird das Mittel sein, 8wed hatte man nehmen müßte? Bedeutung und Wert der Kongreßbeschlüsse wachsen, die Wehrfähigkeit des Proletariats im Stampfe gegen die kapi bereits mit dem Beſizer der Minute" je weniger häufig wir zusammenkommen; erinnern wir uns doch, daß wir talistische Gesellschaft zu erhöhen und zu verſtärken.( Beifall.) Vereinbarungen getroffen, wonach die Gesellschaft gegen jetzt auf unfren Juternationalen Kongressen nur allzu häufig unfre Vaillant( Blanquist) schließt sich den Ausführungen Guesdes alt eine gewisse Summe Alleinbefizerin aller Papierabfälle Beschlüsse wiederholen müssen. Wir Deutsche haben nicht nötig, und verwirft jede Teilnahme an einem bürgerlichen Ministerium. der Minute" sein sollte, für deren Beförderung bereits in einer Verwahrung dagegen einzulegen, als ob unser Antrag etiva aus Aufeele erividert er, ein Werkführer, der seine Schuldigkeit nicht thut, namhaften Automobilfabrik zehn Laftautomobilen in Bestellung Mangel an internationalem Solidaritätsgefühl entspringt. Unser wird hinausgeworfen, dasselbe würde auch einem socialistischen gegeben waren. Antrag wird gerade dazu führen, daß die Aufgaben der Internationalen Minister passieren, der nicht seine Schuldigkeit im Sinne der Bours Die Minute" schien ihren Höhepunkt erreicht zu haben, schon Rongreffe in einer unfrer Rongreffe würdigen Weise gelöst werden. goifie thut. Wir wollen nicht die Mitschuldigen der Männer sein, wiegte sich ihr Besizer in den stolzen Träumen, daß es nun mur ( Beifall.) auf deren Conto die Flintenschüsse von Chalons kommen. Anseele noch ein Schritt sein könne, seine Zeitung zu einer wirklichen Welt- Errichtung der Sekretariate es nötig werde, daß möglichst bald fönnen wir die Cofta tritt für den englischen Vorschlag ein, schon weil nach hat von der großen letzten Schlacht gesprochen, aber wie gewinnen, wenn tvir macht zu gestalten. Tausend Pläne durgwogten sein Spekulanten Bericht erstattet und Kontrolle geübt werde.lag gay die Massen nicht hinter uns haben, die das Vertrauen uns verlieren gehirn, wie die„ Minute" noch zu vervollkommnen und zu verbessern Oestreich und Holland beantragen, den nächsten Kongreß müffen, wenn sie sehen, daß wir die Mitschuldigen an den wäre, da ereignete fich etwas Schredliches... of in 3 Jahren stattfinden zu lassen. Mit 32 gegen 8 Stimmen ent- Verbrechen des Kapitalismus find. Wir bewundern die Tiefe der Unter seinem Fenster hatte sich ein gewaltiger Auflauf von scheidet der Kongreß in Nationalitäten- Abstimmung. Als Kongreß- Gedanken Kautskys, aber seiner Resolution können wir nicht Menschen gebildet, die einen Mann umständen, der ein weithin orte werden Wien von Bernerstorffer und Holland von Polat zustimmen. Er, der in Hannover so siegreich gegen fichtbares Blakat einer neuen Zeitung, der„ Gefunde", hin und empfohlen. Gegen Wien spricht Kritschewski, weil es den russischen Bernstein gekämpft hat, tapituliert hier vor Herschwenkte. Nur wenige Minuten vergingen, da war auch schon Socialisten, und zwar nicht bloß den Emigranten, sondern mehr noch Bernstein. die erste Nummer dieser neuen Zeitung erschienen, und noch den in Rußland lebenden, einfach möglich wäre, am Kongreß teil- Auer: Neues ist uns Deutschen hier in den langen Debatten bevor der Austräger sein„ Allerneuestes!" Die Sekunde!" ausgerufen Adler: Unfre Polizei ist gewiß schlecht, aber so schlecht wie sie bewegt, erregt und spaltet und uns genötigt hat, stundenlange Gr nicht gesagt worden. Alles das, was die französische Arbeiterschaft hatte, war auch schon die zweite Nummer, dritte, vierte Nummer uff. hier gemacht wird, ist sie doch nicht. Ich glaube, daß die Bernunft örterung en anzuhören, haben wir schon vor Jahren in Deutschland fich allmählich auch in den östreichischen Polizeigehirnen entwidelt, erörtert, vielleicht nur nicht so leidenschaftlich wie Sie hier. Die Die„ Minute" war geschlagen und vernichtet. Die„ Sekunde" wenn auch nur langfam. Ausweisungen kommen auch in Republifen vor Frage der Bündnisse mit bürgerlichen Barteien, des Eintritts in die hatte ihr den Rang abgelaufen. Am interessantesten aber waren und wir können allmählich mit Paris konkurrieren, wo wir die Erfahrung Sommunalverivaltungen zc. beschäftigten uns schon vor 20 Jahren, die Illustrationen der" Sekunde", die in der ersten Numuner von machen mußten, daß es unter einer Regierung, in der ein Socialist als und schließlich haben wir, genötigt durch die Erfahrungen, das irgend einer Persönlichkeit nur ein Bein, in der zweiten Nummer Mitglied figt, Schwierigkeiten verursachte, Bebel die Möglichkeit zu gethan, was die Franzosen schließlich jest auch thun müssen, den Bauch, in der linken Nummer den linken Arm, in der vierten Wien votieren, schließlich das Internationale Komitee die Entscheidung wollen. Gewiß, ein Fall Millerand hat bei uns noch nicht gespielt! geben, nach Paris zu kommen. Uebrigens fönnte, wenn Sie für wenn sie nicht die vitalsten Interessen der Arbeiterflaffe verlegen Nummer den Kopf usw. brachten. gresses gegeben ist. treffen, ob 1903 für Wien die Möglichkeit der Abhaltung des Kon So weit sind wir noch nicht! Aber ich hoffe, daß wir möglichst bald auch so weit sein werden.( Beifall.) Der Kongreß entscheidet sich für Amsterdam. Der Debatte über Punkt 9: erschienen. Man riß sich um die„ Eekunde", und der Magistrat von Berlin sparte ungeheure Summen, denn er brauchte nun die Straßen nicht mehr pflastern zu lassen, weil die fortgeworfenen Exemplare der „ Sekunde" den Erdboden mit einer dicken Papierschicht bedeckten. Ausland. Schweiz. England. In. zunehmen. Die Eroberung der staatlichen Macht und die Bündnisse mit ministerposten.( Große Heiterkeit.) Ich hatte bei all diesen bürgerlichen Parteien wird fortgesetzt. Das Wort erhält Für uns ist diese Frage eine reine Dottorfrage. Unir. Parteiführer, an die eine solche Frage herantreten tönnte, stehen augenblicklich der Gefängniszelle weit näher als dem Verhandlungen die Empfindung des Tagelöhners in Neuters Stromtid", in dessen Gegenwart die Vorzüge von Speisen erörtert Guesde( von seinen Anhängern mit demonstrativem Beifall wurden. Und der einfache niederdeutsche Landarbeiter meinte: BadMilitärisches. 8ürich, 28. September.( Eig. Ber.) Eine lichen Parteien stellt bestimmte Bedingungen auf und gewährt damit man empfangen). Meine Resolution über die Wahlbündnisse mit bürger- pflaumen und Rindfleisch ist ein sehr gutes Essen, aber wir friegens ,, unerfreuliche Mitteilung" wird nachträglich noch aus den großen die Möglichkeit, die Koalitionen auf ein Minimum zu beschränken. befinden wir nicht.( Stürmische Heiterfeit.) In dieser Situation militärischen Manövern, die in den letzten Wochen in den Kantonen Je mehr der Klassenkampf sich verschärft, desto mehr werden die andre Seite. auch. Aber die Sache hat noch eine Zürich und St. Gallen stattfanden und an denen 36 000 Mann be- Bündnisse verschwinden. Mit der Resolution tautsty bin ich in ein socialistischer Minister lam? Was war denn der Anlaß, daß in Frankreich teiligt waren, gemeldet. Die Mannschaften wurden dabei außer vieler Hinsicht einverstanden, so, wenn sie den Eintritt eines Frankreich die Republit vernichtet wird, die Reaktion fiegt und damit Es handelte fich darum, ob in gewöhnlich angestrengt und so wird auch das nette Manöverbildchen Socialisten in ein bürgerliches Ministerium nicht als den Beginn die allgemeine Bewegung für die Befreiung, um die gerade auf verständlich, das ein Züricher Blatt meldet: Als die Soldaten der Eroberung der politischen Macht durch das Proletariat bezeichnet. französischem Boden Strome von Blut gefloffen sind, auf Jahrzehnte im Zuge von Lieutenant Wille( Sohn des in den Manövern Es besteht ein Unterschied, auf welche Weise der Eintritt eines zurückgeworfen würde. Ich folge nur unsrer Parteitradition, wenn tommandierenden Oberst Wille) schon tüchtig mitgefämpft hatten, Socialisten erfolgt, ob er erfolgt auf Grund der Erfolge eines Wahl- ich erftäre: In solchen Momenten, wo es galt, die Reaktion ab fand es der Herr Lieutenant für nötig, noch mit ihnen zu exerzieren; kampfs oder durch die Gnade eines Kabinetts. Mit dem Eintritt zuwehren in ihren Angriffen auf die Freiheit, wo es galt, wirt die Soldaten weigerten sich indessen und prügelten ihn, als er eines Socialisten fönnen im besten Fall nur Teil reformen erzielt ichaftliche und politische Rückschritte zu verhindern, da haben wir uns darauf bestand, weidlich durch. In der Untersuchung erklärten sich werden, die an der Klassenlage des Proletariats so gut wie nichts nie einen Augenblid besonnen, unsre Schuldigkeit zu thun. Würde eine dann sämtliche Soldaten des Bugs Wille wie ein Mann schuldig". ändern. Um sie zu verändern, muß die Centralgewalt eingreifen. solche Frage vor uns sich aufthun, dann werden wir den Parteien, Weitere Folgen soll der Vorfall für die Soldaten nicht gehabt haben; Nicht nur ihre Eroberung ist notwendig, sondern die Diktatur die in der Zwangslage find, sich an uns wenden zu müssen, fagen: der Herr Sohn dagegen erhielt von seinem Vater zwei Tage bes Arrest zubiltiert. Das war weise von dem Oberst- Vater, der bürgerlichen Revolutionäre zitterten Proletariats, vor dem schon 1793 die großen, Seid versichert, unsre Tradition, unsre Existenz verlangt, daß wir im dadurch aller Welt bekundete, daß sein Lieutenant- öhnchen, weil so Kautsky einverstanden, als seine Resolution darauf hinweist, daß der hätten wir mit Rüdficht auf unsre Führer, die wir lieben, gesagt: Auch insoweit bin ich mit Kampf um Freiheit, Recht und Fortschritt mit Euch gehen. Vielleicht ungezogen, noch der väterlichen Erziehung und Büchtigung dringend Eintritt eines Socialisten desorganisierend und verwirrend auf das wir verzichten auf Ministerseffel, aber Ihr könnt Euch doch auf uns bedarf. Wären doch alle Offiziersväter gleich einfichtsvoll. Proletariat wirkt, weil sein Klassenbewußtsein geschwächt wird. An verlassen. Wenn man uns aber gesagt hätte: es ist ja eine bloße dem Standpunkt des stritten lassentampfs muß mit Rüd- Bourgeoisangelegenheit, die Euch nichts angeht, es handelt sich ja mur Socialismus ist zwar gewachsen, aber er scheint mir an Tiefe sein soll, damn hätten wir erklärt: Nein, so ist es nicht! Und wir ficht auf den internationalen Socialismus festgehalten werden. Der um die Frage, ob es eine konservative oder demokratische Republik und Bewußtsein verloren zu haben. als ob ſein Rückgrat nicht mehr ganz so fef init ber Reſolution für uns erklärt: in Deutschland wäre unter uniren Verhältniffen ein Es hat den Anschein, hätten die Losung ausgegeben: Loubet und unter feinen Umständen wie früher ein Cajar!( Stürmischer Beifall.) In der Kommission habe ich mir Nicht einverstanden aber bin ich Kautsky, weil sie der in den ersten Sägen verurteilten Auffassung Barteigenosse, der ohne Billigung der Partei in ein schließlich doch eine Auferstehung bereitet. Der Klassenlampi dari Ministerium eintreten wirbe, eine Unmöglichkeit. Bom füdafrikanischen Krieg. Vor wenigen Tagen wurde nicht zu einem Zusammenarbeiten der Klassen werden. Auch Lieb- Ich habe mich aber wohl gehütet, das, was für unsre deutschen Verdie Nachricht verbreitet, daß Lord Roberts demnächst nach Eng- necht war der Ansicht, daß ein Socialist, der in ein bürgerliches hältnisse selbstverständlich ist, auch auf fremde Verhältnisse auszuland zurücklehren werde. Jegt wird aus London gemeldet, Roberts Ministerium eintritt, aufhöre, Socialist zu sein. Er kann debnen. Bei dem Fall Millerand ist mir der Gedanke aufgestiegen: habe ein Telegramm an den Lord Mayor von London mit den wohl glauben, er fei es noch, thatsächlich aber ist er es nicht mehr, Bei der 3erfahrenheit, bei den Meinungsverschieden Morten geschloffen:„ Ich fürchte, daß ich so bald noch er fann sich nicht mehr als Socialist bethätigen, er fann nicht beiten, bei dem babylonischen Zurmbau, in dem sich nicht zurüdlehren tann." Ist diese Meldung, die wir der zwei Herren dienen. Der unversöhnliche Klassen unsre franzöfifchen Genossen befinden ja, wen hätte schließt Deutschen Tageszeitung" entnehmen, richtig, dann kann man egen faz dieselbe denn Millerand eigentlich fragen follen?( Lebhafte Bu allerdings zu der Annahme gelangen, die Nachricht von Roberts Perfon der Vertreter der Interessen des Proletariats und der ftimmung.) Wollen Sie die Fälle Millerand verhüten, dann Heimkehr sei nur verbreitet worden, um Stimmung für die Bourgeoisie sein kann. Daran wird auch nichts geändert, wenn eine schlichten Sie Ihre Streitigkeiten, werden Sie eine starte, geRegierungswahlen zu machen. Sält es aber Lord Robert für nötig, organisierte Partei hinter dem socialistischen Ministerium steht. Das einigte, große Partei, und wenn dann so historische noch in Südafrika zu bleiben, so muß wohl die Unterwerfung der durch wird die Situation mur verschlechtert, denn dann trägt die Momente kommen, wie der, in denen sie sich befanden, dann werden Boeren doch noch nicht vollständig durchgeführt sein. Die Nachrichten ganze Partei die Verantwortung für die Fehler und Verbrechen des Sie erst die Macht, die Gewalt, den imposanten Einfluß einer der letzten Tage, sämtlich aus englischen Quellen, waren geeignet, kreditiert sich beim Proletariat, sobald diesem die Bedeutung Moment leider noch nicht herangetreten. An Sie ist er heranbürgerlichen Ministeriums und seinen Bankrott. Die Partei dis geeinten franzöfifchen Socialdemokratie erkennen. An uns ist dieser glauben zu machen, daß aller Widerstand der Boeren niedergeschlagen dieses Kompromißministers durch das Knallen der Soldaten getreten. fei. Auch heute liegt wieder eine Siegesnachricht der Engländer vor. Flinten und Und wir wollen nur wünschen, daß diefer große Wie ein Telegramm des Lord Roberts aus Bretoria vom 27. Sept. wird. Jeder Minister trägt die Verantwortung für die Gesamt Geschlecht finde!( Lebhafter Beifall.) das Bligen der Gendarmenfäbel flar gemacht Moment, wo er auch wieder eintritt, tein kleines meldet, haben die Engländer Heilbron, Lindley und Reis politit des Ministeriums, auch für seine äußere Politit, für wieder besetzt. Eine Abteilung der Boeren hat Pinnarstation an- Seriegs- und Flottenkredite. Ein englischer oder deutscher Millerand jeden Saz darin unterschriebe. Aber es kommt auf die allgemeine Ich habe für die Resolution Rautsfy gestimmt, nicht, daß ich gegriffen, wurde aber zurüdgeschlagen. würden durch ihre Thaten die internationale Solidarität gefährden. Tendenz an, und mit dieser bin ich einverstanden. Es ist der VorDie Resolution Kautsky bringt durch ihre Widersprüche schwere Ge- wurf gegen die Resolution Kautsky erhoben worden, fie schwimme, fahren für den Marsch des Proletariats. Wir halten daran fest: fie sei vag, fie treffe nicht Vorkehrungen für alle Fälle. Wenn die Außerhalb des Klassentampfs giebt es tein Resolution das thäte, würde ich nicht dafür stimmen. Wir wollen Wahlergebuiffe. London, 29. September. Bisher liegen die Wahlergebnisse aus 64 Wahlbezirken vor, in denen Gegenkandidaten nicht aufgestellt waren. Unter den Wiedergewählten ber findet sich außer dem Staatssekretär Chamberlain auch der Unterstaatssekretär des Kriegs Wyndham. " Afrika. wing and 300 Internationaler Socialisten- und es aus, daß eine und 7194 Arbeiter Kongreß." Seil für das Proletariat!( Stürmischer Beifall. Die uns nicht für alle Zukunft die Hände binden. An der Paris, 27. September 1900.Jaurèfiften hatten den Redner an feiner Stelle unterbrochen.) Hand unfrer theoretischen Erziehung und unfres Bro Die Engländer berzichten auf eine Uebersetzung. Neunte Sigung. Donnerstagbormittag 10 Uhr. Anseele: Ich gehöre zu jenen, die Miller and telegraphisch Stellung nehmen. gramms wollen wir int den gegebenen Fällen unsre Das Recht lassen wir uns nicht nehmen. Vor Beginn der Sigung tritt die deutsche Delegation zu einer au seinem Eintritt ins Ministerium beglückwünscht haben. Für mich Wir sind keine Fanatifer, teine Propheten, teine Konferenz zusammen. Sie beschließt, bei der Abstimmung stets war nicht einmal die Frage maßgebend, ob die Republik in Gefahr Religionsstifter, die die legte Wahrheit bereits in der fei oder nicht, für mich handelt es sich bloß darum: war der Ein Tasche haben.( Lebhafter Beifall.) Wir suchen die Wahrheit, und *) Wir find des ganz außerordentlichen Raummangels wegen tritt eines Socialisten in das Ministerium für die Interessen des dem Streben nach Wahrheit haben wir den Weg offen zu Icider gezwungen, den Wortlaut der Resolutionen in der nächsten Proletariats und die Sache des Socialismus von Nuzen oder nicht? halten.( Lebhafter Beifall.) Deshalb stimmen wir für die Resolution Nummer nachzutragen. Red. d.„ Vorw." Und ich bejahte sie. Das Bedeutsamste in der Resolution Rautsty Stautsty. 2011 internationale Komitee vor. aid it RA Nachmittagssigung. stol sid Es folgt der sechste Punkt der Tagesordnung: Wir wünschen, daß aus unfren Verhandlungen, nachdem sie uns anstrengende und hingebungsvolle Arbeit als Neberfegert ein pracht der Junung und der Freien Vereinigung selbständiger Fleischermeister hier aufgezwungen wurden, die Franzosen die Lehre ziehen mögen, volles Blumen- Arrangement mit roter Schleife, welche die Widmung find diese beiden Anträge durch ein Schreiben der Gesellenkommission daß sie derartige Dinge unter sich und im eignen Hause auszumachen trägt:„ Die focialistischen Frauen Frankreichs an Klara Bettin." unterbreitet worden und ist daher wohl zu erwarten, daß haben. Denken Šie einmal, wenn wir mit der Frage Bewegt antwortet Genossin Bettin, fie nehme die Widmung an, sich die Meister ihren demnächst stattfindenden Vers der Landtagswahl Beteiligung hierher fommen wollten! nicht für ihre Person, sondern für die deutsche Frauen- Delegation, fammlungen eingehender mit diesen Dingen beschäftigen. Hoffentlich ( Heiterkeit.) Die internationalen Kongreffe können nur die die in unverbrüchlicher Solidarität mit den Socialisten aller Länder zeigen sie diesmal mehr Entgegenkommen für die Wünsche der großen allgemeinen Gesichtspunkte geben. Darin ruht ihre Be- sich verbunden fühle. Gesellen wie bisher. Die Innung hat allerdings schon durch ihren deutung. Sie sind eine Demonstration des organisierten Proletariats, Ein Proteft gegen die Unterdrüdung der Obermeister erklären lassen, daß sie den Wünschen der Gesellen diefer großartigen Macht, der die Zukunft gehört. Wir wünschen, Polen durch den 8arismus, der Boeren durch die Beachtung schenken wolle, soweit dies angängig sei, verhandeln könne daß die Franzosen nicht als Sieger oder Besiegte, sondern Schulter Engländer und der Armenier durch die Türken sie jedoch nur mit der für sie gesetzmäßig und statutarisch bestimmten an Schulter mit uns den Saal verlassen, als Kämpfer für die Sache findet einstimmige Annahme. Gefellenvertretung, dem Gesellenausschuß. Es bleibt also noch abdes internationalen Proletariats.( Stürmischer Beifall, an dem zuwarten, ob die Meisterversammlungen diesen Standpunkt teilen. aber die Guesdisten sich nicht beteiligen.) Bis dahin haben die Gesellen ihre direkte Stellungnahme verDie Mittagspause tritt ein. Die Organisation der feemännischen Arbeiter. m tagt. Die öffentliche Versammlung der Schlächtergesellen vom Berichterstatter ist A. Störmer: Die Kommission hat auch die 27. September d. 3. hat beschlossen, mit dem Gesellenausschußz VerIn der Bause nehmen die Nationalitäten die Wahlen für das Transportarbeiter in den Kreis ihrer Betrachtungen gezogen. See handlungen zu pflegen und dafür zu sorgen, daß die berechtigten Forderungen der Gesellen doch einmal Geltung bekommen. Durch leute und Transportarbeiter fommen besonders in dirette Be- die legten Versammlungen hat der Centralverband der Fleischer und ziehung mit den Arbeitern andrer Länder. Die Organisation beider Kategorien und die gesetzliche Beseitigung der Miß- Berufsgenossen Deutschlands( Bahlstelle Berlin) ganz bedeutenden Die Sigung wird durch eine Erklärung Costa's eingeleitet, stände, unter denen fie leiden, verdient die Aufmerksamkeit 8uwachs erhalten und darf man wohl hoffen, daß durch die daß sie für die Resolution Kautsty stimmen werde. Die von schlechten Arbeitsbedingungen haben die bürgerlichen Parteien bisher Rückenhalt gegeben ist und die ganze Sache nicht im Sande Ferri vorgeschlagene Resolution sei vom legten italienischen Nationalnichts gethan. Wir sind auf uns selbst angewiesen. In allen fongreß mit 66 gegen 108 Stimmen abgelehnt und die sogenannte ändern, wo es specielle Gesetze für die Handelsmarine giebt, müssen Umfaffende[ Lohnherabsehungen fündigt die Germania" Gefeße autonome Tattit" der Provinzialverbände gut geheißen worden. Die Resolution Kautsky wird mit 29 gegen 9 Stimmen fommen als möglich sind und durchgeführt werden. Die Seeleute sollen sich mehr zahlen können, auch wollen sie auf mehrere Jahre hinaus keine die socialistischen Parteien darauf achten, daß diese Gefeße so voll im Baugewerbe an. Angeblich sollen die Bauherren die Löhne nicht angenommen( jede Nation giebt 2 Stimmen ab); Frankreich, Italien, politisch und gewerkschaftlich organisieren und Socialdemokraten wählen. Verpflichtungen übernehmen. Wenn die Germania", die sich mit Polen und Rußland stimmen geteilt, Bulgarien und Amerika dagegen. Bei ihrer Organisationsarbeit sind die Seeleute soviel als möglich Vorliebe den Anstrich der Arbeiterfreundlichkeit giebt, über ArbeitsDie Resolution Guesde betr. die Wahlbündnisse wird durch Accla- zu unterstützen. Wo noch keine seemännische Organisation besteht, verhältnisse unterrichtet wäre, dann müßte sie wissen, daß bisher die mation angenommen. Das Ergebnis der Abstimmung über die Reso- sollten die Transportarbeiter es versuchen, die Seeleute zum An- Verträge mit den Arbeitern nur auf ein Jahr lauteten und auch lution Stautsty giebt zu stürmischen Scenen Anlaß. Die Guesdisten schluß an die Internationale Transport Arbeiter- Union zu gewinnen. auf feiten der Arbeiter gar kein Verlangen geltend gemacht ist, auf rufen:" A Chalons"!( woselbst streifende Arbeiter von der Gendarmerie In den verschiedenen Parlamenten sollen für die Seeleute längere Zeit Verpflichtungen einzugehen. Was die Unternehmer niedergeschossen wurden) und„ Les bons ministeriels!"( die braven mannichfache Forderungen dringender Art erhoben werden. wollen, ist uns längst flar, sie wollen bei der sich ungünstiger geMinisteriellen!) Die Vorschläge der Kommission finden einstimmige Anstaltenden Baukonjunktur die Löhne brüden. Da im nächsten Monat Berhandlungen über den Tarif für 1901 eingeleitet werden, so shin dan ald Zum Punkt 7: werden sich sehr bald die Absichten der Unternehmer feststellen lassen. Arbeitsverhältnisse ein einmütiger Widerstand der Bauarbeiter hervor Das sei den Herren gesagt, daß mit einer Verschlechterung der gerufen wird. nahme. verläuft. Achtung, Bilderrahmenmacher! Die Werkstatt von J. Kristan, Rottbuferllfer 32, ist wegen 2ohndifferenzen gesperrt Die Vertrauensleute. und Zuzug fernzuhalten. Deutsches Reich. Es folgt Beratung der Punkte 4 und 5 der Tagesordnung: " Der Völkerfriede, der Militarismus, die Beseitigung der stehenden Heere. Die Kolonialpolitik." Der Kampf um das allgemeine Stimmrecht und die direkte Hierzu liegen 2 Resolutionen vor. Wan Nol begründet die Gesetzgebung durch das Volk, Resolution zur Kolonialpolitik. bringt Bernerstorfer Wien im Auftrage der Kommission eine Hyndman: Als englischer Socialist, also als Angehöriger Resolution ein. Er empfiehlt deren debattelose Annahme: Sie des größten Kolonialreichs der Welt, lege ich das größte Gewicht sprechen damit die alte socialistische Ueberzeugung aus, daß die Burg darauf, hier mit dem internationalen Proletariat des Socialismus nicht erobert werden kann, so lange nicht die gegen die Kolonialpolitit au protestieren. Ich Mauern der politischen Unfreiheit gebrochen sind. Die Annahme ftimme um so lieber der Resolution zu, weil sie auch die schamlose erfolgt einstimmig. Politik verurteilt, die England gegen Transvaal führt, Der Verband der Glasarbeiter begeht am 1. Oftober fein Es folgt Punkt 8 der Tagesordnung: Der Socialismus in die uns englische Socialisten mit Trauer und Scham den Gemeinden. zehnjähriges Jubiläum und mit ihm feiert die Verbandszeitung, erfüllt. Hyndman giebt dann eine eingehende Schilderung Dirk( Brüssel) begründet die Resolution, die einstimmig annisation dieser Arbeiterkategorie wurde im Jahre 1875 in Dresden Der Fachgenosse", sein fünfzehnjähriges Bestehen. Die erste Orgades Räubersystems Englands gegen Indien und die Ursachen der dort periodisch wiederkehrenden Hungersnöten. Und dabei müſſe gegründet, um dann unter dem Socialistengefezz der Auflösung zu man beachten, daß England in Judien nicht etwa eine höhere Kultur berfallen. Am 1. Oftober 1890 wurde dann der Verband der Glasgeschaffen, sondern vielmehr eine alte Kultur zerstört habe, die viel beffer gewefen als unsre. Dasselbe Schauspiel wiederhole sich jetzt Eine Fachpresse der Glasarbeiter erschien bereits im Jahre 1877, bom in China. Wolle das Proletariat fich nicht zum Mitschuldigen an Glasarbeiter- Bund unter der Redaktion des Gen. G. Horn herausgediesem Verbrechen machen, müsse es im Sinne der vorgelegten geben. Nach der Unterdrückung zu Beginn des Socialistengesezes gelangte Resolution handeln. dann im Jahre 1885„ Der Fachgenosse" zur Ausgabe, in dem bis bente Genosse Horn, der erste Redacteur der Fachpresse, mitwirkt. genommen wird. Zur Beratung gelangt Bunft 11: Die Trusts. Wiwot Holland begründet die Resolution der Kommission. arbeiter ins Leben gerufen, der gegenwärtig 10 000 Mitglieder zählt. Dieselbe wird einstimmig angenommen. Der Generalftreik. Es folgt der letzte Gegenstand: Punkt 12. Berichterstatter der Majorität ist 20 Cart Quelch( von der Socialdemokratischen Federation Englands) Legien- Hamburg: In der Kommission hatten wir keine langen Mit der Jubiläumsnummer ist zugleich eine Vergrößerung des darin faßen. der Organisation fich ankündet. schließt sich feurigen Worten lischen Arbeiter aber müsse er hier anführen, daß trotz aller Debatten, da sehr viele Gewerkschaftler Gar manche Erfolge weiß die Systematischen Korruptionsversuche der Kapitalisten Englands, die genügte uns, die Erfahrungen über die partiellen Streits aus nach den Goldgruben Transvaals lüftern, es nicht gelungen fei, zutauschen, um zu einem Beschluß zu gelangen. Wir haben den Organisation in ihrem rastlosen Bemühen, die Lage der Glasarbeiter auch nur einen einzigen organisierten englischen Arbeiter, ge- nicht gerade formvollendeten Londoner Beschluß wiederholt, um zu zu verbessern, aufzuzählen, neue Kämpfe werden ihr nicht erspart schweige denn eine Organisation zu einer 8 ustimmungs- Er- dokumentieren, daß wir unsre Anschauung über den Generalstreit bleiben.. flärung für den Krieg zu bringen. Die ganze englische nicht geändert haben. Die Minorität setzte sich aus französischen, Die Weser- Schiffer leiteten vor kurzem eine Lohnbewegung Presse sei bestochen und torrumpiert, nur die Arbeiter haben ihren italienischen und solchen Delegierten zusammen, in deren Ländern ein, die einen recht befriedigenden Ausgang genommen hat. Das anSchild rein erhalten. Und vielleicht hätte die Resolution auch die überhaupt noch keine Gewerkschaftsorganisation besteht. So lange fängliche Widerstreben der Bremer Schlepp- Schiffahrtsgesellschaft, mit Aufforderung enthalten sollen, der forrupten Kapitalistenpresse eine feine starken Organisationen vorhanden sind, ist der Generalstreit der Organisation der Angestellten zu verhandeln, mußte aufgegeben ehrliche unbestochene Voltspreffe entgegenzustellen. für uns nicht diskutierbar. Für die Bourgeoisie wäre ein Generalstreit Curran( Gasarbeiter, London): Im Auftrage der 50 000 Ge- unorganisierter Maffen ein Vergnügen, in ein paar Tagen hätte sie ihn werden, und einigten sich nach langen Verhandlungen beide Parteien auf folgenden Bergleich: werkschaftler, die er vertrete, schließe ich mich dem Protefte meiner niedergeworfen, eventuell mit Waffengewalt, und damit die Arbeit von Borredner und der Resolution an. In England ist man jetzt besonders Jahrzehnten vernichtet. Mögen unsre französischen und italienischen bemüht, den Gewerkschaftlern zu predigen, die Kolonialpolitit liege in Genossen für die notwendigen Organisationen forgen, dann stehen ihrem Interesse, denn sie schaffe neue Absatzgebiete, vermehre damit wir ihnen zur Seite.( Lebhafter Beifall.) Redner empfiehlt die die Arbeitsgelegenheit, steigere die Löhne. Aber die englischen Resolution der XII. Kommission. Gewerkschaftler find mit solchen Redensarten nicht zu fangen; fie Briand vertritt den Standpunkt der Kleinen Minorität und erwidern folange es in England noch Kinder giebt, die hungernd befürwortet eine auch von Allemane und Jaurès unterſtügte Resozur Schule gehen, so lange es Arbeiter giebt, die in Lumpen einher- lution, worin der Generalstreit als das unter Umständen revolutiogehen, Arbeitslose, die in Elend verkommen, haben die englischen närste Aktionsmittel empfohlen wird. Er bittet um Annahme, damit Arbeiter fein Interesse daran, die von ihnen produzierten Waren in der Kongreß nicht den Verdacht auf sich lade, nicht mehr revolutionär für die Stolonien zu exportieren. Und wenn die Jingos jest jubeln, zu sein. England sei ein herrliches Land geworden, in dem die Sonne nie untergehe, so sage ich: in England giebt es Tausende von Stätten, in denen die Sonne noch nie aufgegangen ist.( Stürmischer Beifall). Nachdem Maurice( Guadeloupe) noch die Resolution unterstügt, fonstatiert Van Kol im Schlußwort, daß gegen die Resolution kein Wort des Widerspruchs erhoben worden sei. Das internationale Proletariat biete somit das erhebende Schauspiel, einstimmig die kapitalistische Kolonialpolitik gebrandmarkt zu haben. In der Nationalitäten- Abstimmung wird die Majoritäts Refolution mit 25 gegen 9 Stimmen angenommen. Frankreich, Italien, Argentinien, Portugal und Serbien bilden die Minderheit. werden wir uns wiedersehen. Damit sind die Arbeiten des Kongresses erledigt. Es folgen die Schlußreden. Van Kol: Wir gehen jetzt auseinander, aber in drei Jahren Proletariats der ganzen Welt ist einig. Die überwältigende Majorität des Wir verkündigen in Die Resolution wird einstimmig angenommen. allen Ländern das neue Evangelium, dem die Zukunft geDer Präsident giebt Mitteilung von Zustimmungsschreiben hört; noch stärker, noch gefestigter, als bisher werden wir u. a. aus Canada und Queensland( Australien). Ein Antrag, den uns in Amsterdam wiedersehen.( Stürmischer Beifall.) östreichischen und englischen Arbeitern die Sympathie des Kongresses Hoch die Internationale! für ihre Wahltämpfe auszusprechen, findet jubelnde Zustimmung. Eine der am Kongreß vertretenen revolutionären russischen Gruppen erklärt, daß sie sich nicht an der Wahl zum Internationalen Komitee beteiligt. Zu Punkt 4 Der Völkerfriede, der Militarismus und die stehenden Heere referiert Dreimal brauft das Hoch durch den Saal. Die Delegierten er heben sich von den Plägen. Die Franzosen fingen den Refrain der Bottierschen Internationale: C'est la lutte finale Van Kol: Der Kongreß ist geschlossen. Schluß 74 Uhr. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Sämtlichen Schiffern mit festem Lohn werden pro Monat 5 M. zu den bisherigen Löhnen zugelegt; desgleichen sind für Steuerlente die bisher 8 M. pro Monat betragenden Reisezulagen auf 12 M. erhöht. Sämtliche Kündigungen werden zurückgenommen. Maßregelungen finden nicht statt; die bis jetzt bereits Gemaßregelten sollen bei Freiwerden eines Schiffs wieder eingestellt werden. Die Matrofen erreichten bei der Weser- Mühlen- Aktiengesellschaft die Fahrt von Hameln nach Bremen eine Zulage von 3 M. Lehte Nachrichten und Depelihen. Frankfurt a. M., 29. September.( B. H.) Aus New York wird der Frautf. Zeitung" gemeldet: Der Streit der Grubenarbeiter wird morgen beigelegt und die Arbeit Montag wieder aufgenommen werden. In einer gestern Abend abgehaltenen, gegen en Imperialismus gerichteten Versammlung griff Karl Schurz heftig Mac Kinley an. heftig Mac Kinley an. Böhmisch- Leipa, 29. September.( B. H.) In der hiesigen Umgebung verursachte während eines furchtbaren Gewitters eine Windhofe großen Schaden. Mehrere Wohnhäuser sind eingestürzt, der gesamte Wald und die Obstkulturen vernichtet. Einige Personen trugen Verlegungen davon. London, 29. September.( W. T. B.) Eine Depesche des Feldmarschalls Roberts aus Pretoria vom 28. September meldet: General Baget berichtet, daß die Boereu bei Pinaardriver schwerere Verluste hatten, als man früher geglaubt hat. Sie rückteft bis auf eine Entfernung von 200 Schritten von den britischen Verschanzungen vor und gerieten unter das Feuer zweier Gebirgskanonen. Mehrere Boeren wurden getötet, einige durch die Explosion einer Mine, von deren Vorhandensein sie nichts wußten. Die Boeren griffen gestern eine britische Patrouille in der Nähe von Heidelberg an; ein britischer Offizier und ein Gemeiner wurden gefangen ge= nommen, ein Gemeiner wurde getötet, vier andre wurden verPole Carew meldet, er habe zu Ehren des Geburtstags wundet. des Königs von Portugal in Komatipoort eine Parade über alle Viele portugiesische Beamite ans Ressano Truppen abgehalten. Pole Carew ritt Garcia und Lourenço Marques waren zugegen. nach Reffano Garcia, um den Vertretern des Königs einen Besuch abzustatten. Soberts fügt hinzu, daß er im Namen des Heers ein Glückwunsch- Telegramm an den König abgesandt habe. Paris, 29. Sept.( W. T. B.) Gewaltige Regengüffe führten ein Steigen der Rhone, Loire und zahlreicher Nebenflüsse derselben herbei, durch welche in den Departements Gard, Ardèche, Vaucluse, Hérault und Lozère, Ortschaften überschwemmt, Brücken fortgerissen, Straßen verwüstet, Ernten zerstört und bedeutender sonstiger Schaden angerichtet wurde. Rosa Luxemburg: Beide Kommissionen, die vierte und die fünfte, haben von Anfang an zusammengetagt, weil der Militarismus und Kolonialpolitik nur zwei verschiedene Seiten der einen Erscheinung Weltpolitik find. Auf internationalen Kongressen Der Etuisarbeiter- Streit ist zu Gunsten der Arbeiter und ist der Protest gegen den Militarismus nichts Neues, in seinem Arbeiterinnen beendet. Am Freitag hatten nochmals Verhandlungen revolutionären Instinkt hat das Proletariat von jeher empfunden, daß es zwischen den Prinzipalen und der Lohnkommission stattgefunden. im Militarismus den Todfeind aller Kultur zu erblicken hat. Schon die hier tam es zu einer Einigung. Gestern abend fand eine Etuisalte Internationale hat mehrfach solche Proteste formuliert. Für uns arbeiter- Bersammlung statt, in der auch ein Teil der Arbeitgeber handelt es sich aber nicht bloß um Wiederholung, sondern darum, etwas anwesend waren. Weinschild giebt in seinem Referat zunächst eine Neues zu schaffen gegenüber der neuen Erscheinung der Weltpolitit, Uebersicht über den Verlauf des Streiks, Derselbe hat jezt 14 Tage die auch den deutschen Parteitag in Mainz beschäftigt hat. Die gedauert. Die vorigen Verhandlungen find an dem Widerstreben Rednerin schildert unter dem Beifall des Kongresses die Delirien der ber Brinzipale gegen die Bezahlung der Feiertage gescheitert, Nun Weltpolitit, den Maelstrom der Kolonialpolitik, die in den lezten ist es zu folgenden Abmachungen gekommen: 6 Jahren 4 blutige Striege heraufgeführt haben. Dagegen Die tägliche Arbeitszeit beträgt neun Stunden. Für Ueberzeitdürfen sich die Socialisten nicht mehr auf platonische Deklarationen arbeit wird in den ersten drei Stunden ein Zuschlag von 331/3 Broz. beschränken. Bisher gab es nur auf ökonomischem Gebiet inter gewährt, für die folgenden 50 Proz. Auf die Bezahlung der Feiernationale prattische Aktionen. Kein Wunder, während tage wird verzichtet, dagegen aber pro Kopf und Woche eine Lohn auf ökonomischem Gebiete die gleichen Bedingungen herrschten, be aufbesserung von 1 M. gewährt, auch für die Arbeiterinnen. Bei der standen auf politischem Gebiete Verschiedenheit. Auch hier hat die Firma Weber haben turz vor dem Ausstand Lohnerhöhungen statt Weltpolitif einen Umschwung herbeigeführt. Derselbe Militarismus, gefunden, deshalb soll bei dieser Firma die jetzige Erhöhung nur Marinismus, dieselbe Jagd nach Kolonien, dieselbe Reaktion, derselbe 50 Pf. betragen. Die betreffenden Arbeiter haben sich bereits damit permanente Kriegszustand überall. Damit ist aber auch eine neue einverstanden erklärt. Besonders hervorzuheben ist, daß sich im VerGrundlage für die socialistische Aktion geschaffen. Der Alliance lauf des Streits nicht ein einziger Streifbrecher gefunden hat. der imperialistischen Realtion muß das Proletariat internationale Protestbewegung entgegenseßen. Die Resolution eut hält praktische Vorschläge dazu. Immer mehr bricht sich die Ueber zeugung Bahn, daß der Zusammenbruch der tapita listischen Ordnung nicht durch eine ökonomische, sondern durch Die vorgeschlagenen Bedingungen werden von der Versammlung eine politische, durch die Weltpolitik herbeigeführte Strifis erfolgen einstimmig acceptiert. Bu bemerkten ist noch, daß bei den Firmen, wird. Vielleicht wird die Herrschaft der kapitalistischen Ordnung die sich schon früher mit ihrem Personal geeinigt haben, die dernoch sehr lange dauern. Aber die Stunde wird kommen und wir zeitigen Abmachungen gültig find. müssen uns durch ständige Aftion darauf rüsten.( Bravo!) Rednerin bittet um einstimmige Annahme der Resolution, die Die Berliner Ladenschlächtergesellen sind neuerdings wieder per Acclamation erfolgt. mit Forderungen an ihre Meister herangetreten. Sie verlangen: Unter jubelnder Zustimmung des Kongresses überreichten die Abschaffung der Sonntagskündigung und Entlassung, sowie eine socialistischen Frauen Frankreichs an Klara Bettin für ihre überaus Berkürzung und Regelung der Arbeitszeit. Den Meistertorporationen, Kanal von Lutlao zu meiden. Berantwortlicher Redacteur: Heinrich Ströbel in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. eine Namens der Fabrikanten giebt Herr Weber die Erklärung ab, daß die Zugeständnisse von ihrer Seite voll und ganz aufrecht er halten werden und er am Montag eine diesbezügliche schriftliche Er flärung abgeben werde. Petersburg, 29. September. Ein kaiserlicher Befehl ist ere gangen, wonach im europäischen Rußland ein aus 4 Bataillonen be stehendes Infanterie- Festungsregiment gebildet wird, welches nach der Provinz Kwantung entfendet werden soll. Belgrad, 29. September.( B. S.) Gegen den früheren Minister des Innern Gencie wurde wegen Mißbrauchs von Staatsgeldern und wegen Majestätsbeleidigung die Untersuchung eingeleitet. Hongkong, 29. Septbr.( Meldung des Reuterschen Bureaus.) Der englische Dampfer Lung fiang", welcher zwischen Kanton und Wutschu fährt, wurde am 24. d. M. in Luklao angehalten, von den Chinesen wurden fünf Schüffe auf denselben abgegeben; der Schiffszimmermann wurde verwundet. Der englische Konjul wurde von dem Vorgang unterrichtet und wies den„ Lung- fiang" an, den Hierzu 4 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. G Nr. 228. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt, Sonntag, 30. September 1900. Partei- Nachrichten. Von der Parteipreffe. Drei neue Tageszeitungen bringt uns der 1. Oktober: Die Parteigenossen in Rost od geben ihre Medlenburgische Boltszeitung" täglich heraus und ebenso wird die Halberstädtische Arbeiterzeitung" von diesem Lage an täglich erscheinen und zwar unter dem Namen ,, Volkszeitung". Auch der als Kopfblatt der Sächsischen Arbeiterzeitung" in Dresden erscheinende Voltsfreund", der in den ostsächsischen Reichstags- Wahlkreisen verbreitet ist, hat in den letzten zwei Jahren einen so starken Aufschwung genommen, daß er vom 1. Oktober an täglich erscheinen wird. Alle drei genannten Blätter erschienen bisher dreimal in der Woche. In diesen Thatsachen dokumentiert sich ein recht erfreuliches Wachstum der Partei nnd des Einflusses unsrer Presse auf die arbeitende Bevölkerung. Wir wünschen den drei Bruderblättern zu ihrer Erweiterung Besten Erfolg. Verein Arbeiterpresse. Auf der Generalversammlung des Vereins, die in Mainz kurz vor dem Parteitag abgehalten wurde, wurde der Rahmen des Vereins insofern erweitert, als nun auch die Gewerkschaftsbeamten, die befoldeten Geschäftsführer, die mit längerer Sündigungsfrist angestellten Buchhandlungs-, Comptoirs und Expeditionsangestellten der Partei- Verlagsanstalten die Mitgliedschaft des Vereins erwerben können. in einzelnen Fabriken über 100 Stühle still stehen. Auch wird aus Wenn man die Geschäftsinhaber fragt, warum sie denn nicht den holländischen Grenzstädten, wo Textilindustrie vorherrschend ist, energischer als bisher in die Agitation für den Achtuhr- Ladenschluß über schlechten Geschäftsgang berichtet. Die Textilarbeiter Organi eintreten, so geben sie meist zur Antwort, daß fie deshalb nicht ſation in Meerane hat eine Untersuchung über die Arbeitslosigkeit uhr acht schließen können, weil gerade die Arbeiterfranen vielin diesem Orte angestellt; als Resultat derselben teilt der Textil- fach arbeiter" mit, daß in 12 Betrieben, 2225 mechanische Webstühle fach erst in späterer Stunde ihre Einkäufe be standen, von denen 1208 außer Betrieb waren. Schuh den Herrschaften. Die Stadtpolizeiverwaltung in Stagnit( Ostpreußen) erließ die nachstehende fann. Bekanntmachung. Es wird schleunigst eine chinesische Expedition ausgerüstet werden, um den Raguitern die Segnungen der modernen chinesischen Kultur zu bringen und die herrschende Gefindesklaverei auszurotten. Berliner Partei- Angelegenheiten. Seht die Wählerliste nach! sorgen. Niemand kanfe nach acht Uhr noch Waren ein! V W Dies Argument hinfällig zu machen, muß fortan das Bestreben der proletarischen Berliner Hausfrauen fein. Die Handlungsgehilfen werden in nächster Zeit für die Einführung Um dem immer mehr zu Tage tretenden Unwesen unter dem des Achtuhr- Schlusses eine lebhafte Agitation entfalten und diese Gefinde ein Ziel zu sehen, beziehungsweise dasselbe in den Agitation fönnen die Frauen Berlins und der Bororte außer gefeßlichen Schranken zu halten, werden die Herschaften ordentlich fördern helfen, wenn sie grundsäglich im diesseitigen Polizeibezirt hiermit ersucht, jede durch Dienstboten ihre Eintäufe vor acht Uhr abends erledigen. Das begangene Ungehörigkeit, als Ungehorsam, Ausgehen ohne Urlaub, ist, von feltenen Ausnahmen abgesehen, den Frauen ein Leichtes. Arbeitsverweigerung oder gar Berlassen des Dienstes ohne jede Das im Interesse der Humanität gebotene Werk zu unterstützen, sei Nachsicht zur Bestrafung beziehungsweise Zurückführung des be- fortan namentlich das Bestreben der Arbeiterfrauen. treffenden Dienstboten anzuzeigen, da nur allein durch die Berfolgung eines jeden einzelnen Falls beziehungsweise durch Anwendung der größten Strenge gegen derartige Dienst Stadtschulrat Bertrams Penfionierungsgesuch boten dem oben erwähnten llebelsiande Abhilfe geschafft werden tommt nicht überraschend. Schon im Februar hatte Herr Bertram in der Stadtverordneten- Versammlung, als ihm unser Genosse Stadtverordneter Borgmann empfahl, sich endlich einmal zur Ruhe zu segen, in seiner Antwort erklärt, er empfinde die Laſt der auf ihn ruhenden Geschäfte in der That nachgerade als zu groß und werde den Tag segnen, wo eine Aenderung eintrete. Das Wort mag ihm im Merger entschlüpft sein, aber man merkte es dem alten Manne an, daß es ernst gemeint war. Dennoch hat er uns noch länger als ein halbes Jahr Der Zwed des Vereins ist, eine Regelung der Anstellungsauf die Einreichung seines Pensionierungsgefuchs warten laffen. Die berhältnisse aller Angestellten herbeizuführen und eine Versicherung für Krankheit, Unfall, Invalidität und Sterbefall zu erstreben. Der Die Auslegung der Wählerlisten für die im VI. Berliner Nachricht, daß er sich endlich dazu entschlossen hat, trifft gerade an dem Tage ein, wo das bisherige Sechstlassen System der Berliner Monatsbeitrag für den Verein beträgt eine Mart. Bis zur Ein Reichstage Wahlkreise erforderlich gewordene, von dem Ober- Gemeindeschule aufhört und dem Siebentlassen System führung der Versicherung wird an die Hinterbliebenen verfterbender präsidenten auf den 30. Oftober cr. anberaumte Erjazzwahl Blaz macht. Das ist kein Zufall. Herr Bertram hat seinen Rücktritt Mitglieder ein Sterbegeld von einer Mark pro Mitglied gewährt. eines Abgeordneten soll nach Bestimmung des Magistrats acht Tage augenscheinlich mit Vorbedacht bis zu dem Augenblick verschoben, Da im ganzen etwa 430 Angestellte als Mitglieder des Vereins in Betracht kommen, so wird das Sterbegeld etwa 400 M. für jeden lang und zwar vom 27. September bis einschließlich 4. Oktober d. J. wo diese Arbeit vollendet wäre. Sie ist seine legte gewesen. Eine Fall betragen. Die Geschäftsstelle des Vereins befindet sich bei an den Wochentagen von 9 Uhr vormittags bis 3 Uhr nachmittags hervorragende Arbeit ist sie nicht, aber sie macht ihm immerhin Rich. Lipinski, Leipzig, Reubnigerstr. 11, an den Anfragen zu und Sonntags von 12 Uhr mittags bis 5 Uhr nachmittags erfolgen. teinen schlechten Abgang. Daß Herr Bertram eigentlich von jeher ein richten sind. Der VI. Wahlfreis umfaßt die Stadtbezirke 218-278 und 285 Freund dieser Reform war, haben wir schon vor Jahren hervor leber den verstorbenen Genossen Karl Hirsch schreibt uns bis 326 B und vom Stadtbezirk 282: Alexander- Ufer, Friedrich Karl- gehoben. Gerade er ist es gewesen, der schon vor 1½ Jahrzehnten nicht bloß das Siebentlassen, sondern sogar das Achtklaffen- System Ufet von der Kronprinzen bis zur Alsenbrüde und Invalidenſtr. 80 als das allein richtige für Berlin bezeichnet hat. Allein die sich Die Hauptthätigkeit des Verstorbenen für die Partei fällt in die bis 83. Wegen der großen Wählerzahl und räumlichen Ausdehnung freifinnig" nennende Mehrheit der Stadtverordneten Versammlung fechziger und fiebziger Jahre und fie erneuerte sich in der ersten werden die Listen außer im Wahlbureau Boststraße 16 II noch in hat im Gegensatz zu Herrn Bertram das Sechsklassen- System Hälfte der neunziger Jahre, als er für mehrere Jahre Redacteur folgenden Lokalen ausliegen: a) für die Stadtbezirke 218 bis 226 als für die Berliner Gemeindeschule gut genug befunden unfres Kölner Partei- Organs, der Rheinischen Zeitung" wurde und und 237 bis 250 in der Turnhalle der 110./174. Gemeindeschule und weiter alles beim alten gelaffen. Es ist damals auch einmal als Redacteur für den„ Borwärts" in Frage Schönhauser Allee 166A; b) für die Stadtbezirke 227 bis 236 und baupt das fann nicht oft genug gesagt werden fam, ein Anerbieten, das er ablehnte. Karl Hirsch, der auch ein intimer Freund unfres verstorbenen 251 bis 258 in der Turnhalle der 132./142. Gemeindeschule, grund falsch, nur Herrn Bertram für die im Berliner Boltsschulwesen in den lezten Jahr. Liebknecht war, gehörte anfangs gleich diesem und Theodor Meßner Demminerstraße 27; c) für den Stadtbezirk 259 bis 278 in der zehnten eingetretene Versumpfung verantwort dem Allgemeinen deutschen Arbeiterverein an, trat aber später mit Turnhalle der 17. Gemeindeschule Aderftraße 67; d) für die Stadtlich zu machen. Die Hauptschuld trifft die freifinnige" Mehr diesen beiden infolge der Differenzen wegen der politischen Haltung bezirke 285 bis 287 und 298 bis 304 und einem Teil vom 282. Stadt- heit der Stadtverordneten. Bertram war ihr gefügiges Werkzeug des Herrn v. Schweiger aus dem Allgemeinen deutschen Arbeiter bezirk in der Turnhalle der 113./128. Gemeindeschule Turm- und hat in vielen Punkten seine bessere pädagogische Ueberzeugung berein aus und wurde Mitbegründer des Berliner demokratischen straße 86; e) für die Stadtbezirke 288 bis 297 in den Sparsamkeitsrücksichten geopfert, die für diese Mehrheit in Arbeitervereins. Ende 1868 wurde er Mitredacteur ander Turnhalle der 82./90. Gemeindeschule, Turmstr. 75; f) für die allen die Berliner Volksschule betreffenden Fragen so lange dem von Liebknecht redigierten Demokratischen Wochenblatt" Stadtbezirke 305-326B in der Turnhalle der 118./127. Gemeinde- maßgebend geweſen find. Den Reformeifer, der ihn in Bürger und Bauernfreund" als Parteiblatt gegründet wurde, schule, Pantstr. 8. deffen Redaktion. Hirsch war ferner Teilnehmer an dem Vereinstag der deutschen Arbeiter zu Nürnberg, September 1868, auf dem es Die Parteigenoffen des 6. Wahlkreises( Schönhauser Vorzur Spaltung kam und die Mehrheit sich für das Programm der ſtadt) werden auf die am 2. Oktober, abends 8½½2 Uhr im Berliner Internationalen Arbeiter- Association entschied, und ebenso wohnte Prater, Kastanien- Allee 7-9 stattfindende Bersammlung auf er dem Eisenacher Kongreß bei, auf dem, August 1869, die social- mertiam gemacht, in welcher Genosse Redacteur Ströbel über demokratische Arbeiterpartei gegründet wurde. Als im Dezember 1870, Weltpolitik und die bevorstehende Reichstagswahl im 6. Wahlkreis mitten im Trubel des deutsch- französischen Kriegs, die Verhaftung sprechen wird. ein alter Parteigenoffe noch: " " in Leipzig und übernahm, als 1869 der Crimmitschauer von Liebknecht, Bebel und Hepner wegen angeblicher Vorbereitung überdem ersten Jahrzehnt seiner Amtsthätigkeit beseelte. hat er allmählich zügeln gelernt, als er sab, daß den Leuten die Geschichte zu teuer wurde. Erst in den letzten Jahren hat er von neuem gezeigt, daß er sich immer noch als Pädagoge und nicht bloß als Verwaltungsbeamter fühlte. Er hat mit einem Mal Reformen durchgeführt oder doch angebahnt, die er nicht lange vorher noch be fämpft hatte, weil er sie angesichts der damals in der StadtverordnetenBersammlung herrschenden Strömung bekämpfen mußte. In den Die Parteifpedition und Buchhandlung für Wedding und letzten Jahren hat sich im Punkte der Volksschule manches in der Stadtverordneten- Versammlung geändert. Viele frühere Gegner der zum Hochverrat stattfand und damit die Rebattion des Voltsstaat" Oranienburger Vorstadt von Emil Stolzenburg wird am Forderungen einer fortgeschrittenen Pädagogik haben sich dem Drängen rerwaist war, trat Karl Hirsch mutig in die Bresche und redigierte 1. Oktober von Wiesenstraße 14 nach Wiesenstraße 41/42 verlegt. der socialdemokratischen Fraktion nachgebend- allmählich freundlicher in dieser außerordentlich schwierigen Zeit, welche die junge Partei Der Vertrauensmann. zu diesen Forderungen gestellt. Darum hat auch Bertram auf seine durchzumachen hatte, mit großem Geschick und unter allgemeiner An- Der Arbeiter- Bildungsverein für Mariendorf hält seine alten Tage wieder als Verfechter von Reformen auftreten dürfen. efennung der Partei das Blatt bis zur Haftentlassung der drei Generalversammlung am Dienstagabend 8 Uhr bei Gerth ab. Die Zufunft wird lehren, ob man auf freisinniger Seite Enannten, Ende März 1871. Außer dem Bericht des Vorstands steht Neuwahl desselben auf der wirklich ernsthaft an der Besserung des Berliner Seine redaktionelle Thätigkeit brachte ihm auch mehrfach Ge- Tagesordnung. Volksschulwesens arbeiten will und auch für ein fugnisstrafen ein. So im Jahre 1872 vier Monate Festung wegen Rigdorf. Die Mitglieder des socialdemokratischen Vereins schneidendere Reformen zu haben sein wird. Das Sajestätsbeleidigung, die er auf Hubertusburg verbüßte, als Lieb- orwarts werden ersucht, nach dem stattfindenden Quartalswechsel angebliche Hindernis, Herr Bertram, ist ja nun beseitigt, und die kcht und Bebel als Hochverräter ebenfalls dort eintrafen, um die in folgenden Zahlstellen des Vereins bei Bezahlung ihrer Mitglieder- Bahn ist frei. Die Führung auf dieser Bahn wird das versteht ihnen zuerkannten zwei Jahre Festung abzumachen. Später ging beiträge ihre Adressen nebst Wohnung anzugeben: Kopisch, Karls- sich von selbst nach wie vor die Socialdemokratie haben. Karl Hirsch nach Paris, das er vorübergehend verließ gartenstr. 1( früher Stöpke); Rezerau, Hermannstr. 50( Cigarrenum dem Gothaer Einigungsfongreß beizuwohnen. Nach Ausbruch geschäft); 3ibell, Reuterstr. 52; B. Herrmann, Kirchhofstr. 1 Eine zunehmende Verelendung der Bevölkerung Berling des Socialistengeſetzes gab er in Brüffel ein kleines Wochen-( Cigarrengeschäft); W. Münzer, Steinmetzstr. 68; Preil, Rosen- lehrt von neuem die Statistit über den Pferdefleischkonsum. blättchen in Westentaschenformat„ Die Laterne" heraus, mußte aber straße 24: Breßler, Zietheustr. 68; G. ahn, Wigmannstr. 10; Im vergangenen Jahre wurden in den hiesigen Roßschlächtereien wegen Mangel an Unterstügung dasselbe bald eingehen laffen. Von Bee, Knesebedstraße, Ede Glasowstraße; Ringe, Ropfstraße 34 9983 Pferde geschlachtet, deren Fleisch zum Genuß beſtimmt war. Brüffel ging er nach London und schrieb von dort für französische( Cigarrengeschäft); Bartel, Schöneweiderstraße( Restaurant); 297 Stück wurden als zur Nahrung für Menschen oder Tiere un Blätter. Ein ihm Ende 1870 gemachtes Anerbieten, die Redaktion Grunewald, Richardstr. 112( Restaurant); 1. Stangenberg, geeignet zurückgewiesen. Ein Teil des Pferdefleisches ist zwar zur des Züricher Socialdemokrat zu übernehmen, nachdem Vollmar die Kottbuser Damm 99. Ferner bei dem Kassierer G. Miller, Berg- Fütterung von Tieren verwendet worden; immerhin aber wurde Stelle gefündigt hatte, lehnte er ab und übernahm nimmehr Bernstraße 55/56, Portal III, 4 Tr. noch das Fleisch von 9400 Pferden verkauft, um als Nahrung stein dieselbe. Von London siedelte Karl Hirsch wieder nach Paris für Menschen zu dienen. Im Jahre 1898 ist das Fleisch von Arbeiterverein für Pankow und Umgegend. Am Dienstag, 6850 Pferden in den Läden der Roßschlächter verkauft oder zu Wurst über und korrespondierte von dort für deutsche Zeitungen. In der zweiten Hälfte der achtzigeer Jahre trat er in die Redaktion der den 2. Oktober findet der Lese- Abend nicht statt. berarbeitet worden. Somit hat der Pferdefleischkonsum um etwa " Frankfurter Zeitung" und verließ diese Stelle später, um, wie schon Wilmersdorf. Am Mittwoch, abends 81/2 Uhr, findet im 50 Broz. zugenommen; eine kleine Stichprobe dafür, daß tro erwähnt, die Redaktion der Rheinischen Zeitung" in Köln zu über- Boltsgarten, Berlinerstr. 40, die Generalversammlung des focial- verhältnismäßig günstiger Arbeitsgelegenheit die Lebenshaltung der nehmen. 1896 fam er nach Berlin und gab, da er keine andre ihm demokratischen Vereins statt. Tagesordnung: Was kann für die Bevölkerung gesunken ist. Die Bermehrung des Pferdefleisch zusagende Stellung fand, eine Korrespondenz für die bürgerliche wohnungslosen Arbeiterfamilien gethan werden? Provinzialpreffe heraus, mit welcher er aber keinen zufriedenDer Vorstand. stellenden Erfolg erzielte. Mittlerweile hatte sich eine chronische Nierenerkrankung bei ihm eingestellt, die ihn zu Lokales. größerer Zurüdgezogenheit zwang und und ihn schließlich ver anlaßte, im Herbst vorigen Jahres Berlin wieder zu verDie Berliner Hausfrauen Der geringe Mehrverdienst, den die Berliner Arbeiterschaft sich laffen und nach Paris zurückzukehren, woselbst nahe Verwandte können fortan ein gutes Stüd Socialreform fördern helfen. im harten Kampfe mit dem von der Polizei mächtig unterstützten von ihm lebten. Hier ist er am 23. d. M. 59 Jahr alt seinen Leiden Der am 1. Oktober in Kraft tretende Neunuhr Ladenschluß Unternehmertum errungen hat, ist vollständig für verteuerte erlegen. Er hinterläßt eine Witwe, Tochter eines Leipziger Lehrers, bedeutet, wie die Frauen am besten wissen, für manche Handlungs- Bohnungsmiete und erhöhte Lebensmittelpreije mit der er eine fiebzehnjährige sehr glückliche, aber finderlose Che gehilfen nur einen geringen, für manche gar feinen Fortschritt. Die draufgegangen. Der Arbeiter hat von der unterhört glänzender Prosperitätsperiode der letzten Jahre, die dem Unternehmertum viele Bewahren wir dem Toten ein treues Andenken, der in schweren Manufakturwaren- Geschäfte 2c. fchloffen bisher schon durchweg um milliarden in den Schoß geworfen hat, nichts andres gehabt, Zeiten für die Partei sein Bestes geleistet. 9 Uhr, die besseren Warenhäuser haben seit Jahren freiwillig als eine erhebliche Verschlechterung feiner Lebensadden Achtuhr- Ladenschluß eingeführt. Eigentliche Vorteile bietet der weise. Ein Mahnruf für ihn, sich umso fester gegen die Kapitalisten Neunuhr- Schluß allerdings den Verkäufern und Verkäuferinnen in zu organisieren. berlebte. immer Der Vorstand. fonsumis fällt besonders ins Gewicht, wenn man bedenkt, daß im übrigen der Fleischkonsum der Berliner Bevölkerung neuerdings von Jahr zu Jahr zurückgegangen ist; so stellte er sich in der Zeit vom 1. April 1898 bis 31. März 1899 auf 81,2 Kilogramm pro Kopf gegen 82,9 Kilogramm im Vorjahre. fammlung ftatt. Um 6 Uhr folgt alsdann die Einführung des Bürgermeisters Brinkmann in der Versammlung, und hieran schließt sich alsdann die Wahl von zwei unbesoldeten Stadträten an. Polizeiliches, Gerichtliches us. Zu neun Monaten Gefängnis wurde am Freitag Genoffe tleinen Kaufmannsgeschäften, in Butterhandlungen, überhaupt den P. Wolf, Redacteur des„ Boltsblatts" in Bochum, verurteilt. Er soll Angehörigen der Lebensmittelbranche, die bisher einer schrankenlosen verordneten Versammlung findet am nächsten Donners: Eine gemeinsame Sigung des Magistrats und der Stadt. Den Sohn eines Geistlichen und damit in Verbindung ein junges Ausbeutung überantwortet waren und vom frühen Morgen bis zum tag, nachmittags 5 Uhr, im Saale der Stadtverordneten- VerDer Staatsanwalt hatte nur 6 Monate beantragt. Das Gericht späten Abend hinter dem Ladentisch arbeiten mußten. ging also mit seinem Urteil weit über den Antrag des öffentlichen Die verhältnismäßige Geringfügigkeit der Reform muß einmal Anklägers hinaus und beschloß außerdem die sofortige Verhaftung festgestellt werden, wo bürgerliche Blätter jetzt Tag für Tag dabei Wolfs. find, den Neunuhr- Schluß als eine Ungeheuerlichkeit auszumalen, - Ein kalter Schlag. Das Majestätsbeleidigungs- Verfahren welche die Geschäftsinhaber an den Rand des Abgrunds bringen und gegen Genossen Büscher, Redacteur der„ Schwäbischen Tagwacht" aus Berlin ein Krähwinkel machen werde. in Stuttgart, ist eingestellt worden. Die Beschlagnahme der Nr. 217 des Blatts, in der die Beleidigung des Kaisers begangen worden sein soll, ist aufgehoben worden. Die Anordmung der Beschlagnahme ging vom Amtsgericht aus, die Einstellung des Verfahrens erfolgte auf Beschluß der Staatsanwaltschaft. Umgekehrt liegt die Sache. Der Neunuhr- Ladenschluß genügt durchaus nicht den billigen Anforderungen und kann nur als Etappe zum allgemeinen Achtuhr- Schluß willkommen geheißen werden, dessen Einführung bekanntlich erfolgen kann, nachdem ein Drittel der Geschäftsinhaber einer Branche ihn beantragt und zwei Drittel fich dafür erklärt haben. Nach den Erfahrungen, die bisher gemacht werden konnten, sind Sociales. 190 19 es keineswegs die Ladenbefizer, die auf möglichst langes Offenhalten Die Landes- Versicherungsanstalt Berlin will, um die Austedungsgefahr, die von Tuberkulofen für ihre Umgebung ausgeht, möglichst zu beseitigen, einen Versuch machen mit der Er öffnung eines e ims für lungentuberkulöfe Rentner. Unter 1000 invaliden Arbeitern find 395 Lungentrante; ein Sechftel der Invaliden ist nerventrant. Warum die Kajerne in der Alexandrinenstraße stehen bleibt. Zu dem fürzlich von dent Grundeig." behandelten Thema der Verkehrshindernisse in der Alexandrinenstraße wird dem Blatt von einem Stenner der Verhältnisse gemeldet, daß die Dragoners faserne in der Alexandrinenstraße faum so bald werde verschwinden lönnen, ba hier ein eigentümliches Verhältnis obwalte: das Terrain tönne er aber nicht verkaufen. Der alte istus könnte die Kaserne allenfalls auf Abbruch verkaufen, Husarengenteral Ziethen gab von seinem Terrain einige Morgen zum Bau einer Husarentaserne( die Hollmannstraße hieß früher Der Die Lage in der Aachener Textilbranche verschlechtert sich der Geschäfte versessen find. Von einigen Unverständigen abgesehen, von Tag zu Tag. Eine ganze Anzahl Fabriken sind dazu über- berschließen fie fich durchaus nicht der Einsicht, daß einige Stunden gegangen, die Arbeitszeit wiederum zu verkürzen, so daß die noch der Erholung am Abend auch ihnen wohl thäten und daß ein mögin Beschäftigung befindlichen Arbeiter mur noch circa drei Tage in lichst früher Ladenschluß ihnen auch geschäftlich nüßt, statt zu schaden, der Woche beschäftigt find. Gleich schlimm find die Verhältnisse in indem fie an Heizung und Beleuchtung nicht unerhebliche Summen Susarenstraße) mit der Bestimmung her, daß das Terrain, jo lange Eupen, Düren und Montjoie. Aus Bocholt wird gemeldet, daß dort sparen können. eine Kaserne darauf steht, dem Staat zur Benugung bleiben, andern Mietern gehabt hat, der Gerichtshof falls aber an feine( Bietheusche) Erben zurückfallen soll. Aehnlich| liegenden Falle, wo es sich um angebliche Beleidigungen der Not mit diesen liegt die Sache bei dem Terrain auf dem Parifer Blag, wo das Straßenreinigungs Deputation durch den Borwärts" handelte. erachtete aber die angewandte Methode der Selbsthilfe für eine un1. Garde- Regiment fein Rafino hat. Diese Grundstüde fallen an sehr energisch eingeschritten wäre, im vorliegenden Falle lasse er berechtigte und berurteilte Herrn Wilhelmi zu 300 M. Geld= Laffe die Lecoqueschen Erben, wenn sie das Regiment nicht mehr bennyt. aber eine Konsequenz vermissen. # In der bürgerlichen Preffe wird darüber Klage geführt, daß Aus Adlershof wird uns berichtet: In der legten Sigung 20 M. Geldstrafe. In der Straffache des Gerichtsvollziehers Kluge aus der Zeitungsverlauf auf den Straßen nach 9 Uhr abends der Gemeindevertretung wurde bekannt gegeben, daß die Einführung vom 1. Oltober ab verboten ist. Wir schwärmen nicht für die vor der öffentlichen Leichenschau beim Kreisausschuß beantragt werden Köpenick, der dort sechs Jahre lang und vorher in Berlin fünf Jahre gestern vom Polizeipräsidium erlaffenen Ausnahmen, aber wir foll. Ferner ist die Berliner Ferienordnung für die Adlershofer lang sein Amt versehen hatte, wird die Voruntersuchung in kurzer Zeit meinen, daß, wenn von einem Bedürfnis die Rede sein soll, ein Schule genehmigt worden. Weiter wurde beschlossen, 100 Broschüren beendet sein. Kluge ist unter dem Berdacht verhaftet worden, folches zur späten Abendstunde immer noch eher für Zeitungen als fiber Schuhmaßregeln gegen auftedende Krankheiten zu laufen und amtliche Gelder im Gesamtbetrage von 2000 bis 3000 Mark unterfür die bekanntlich zum Straßenverkauf freigegebenen Ansichtskarten an die hiesigen Lehrer 2c. zur Nutbarmachung für die Allgemeinheit schlagen zu haben. Er hat durch seinen Verteidiger Rechtsanwalt vorhanden ist. zu erteilen. Zum Schluß wurde das Urteil des Bezirksausschusses Dr. Schwindt die Behauptung aufstellen lassen, daß er nur im in der Klage Köhler gegen die Gemeinde wegen der Wähl- Juli und August dieses Jahrs Beruntreuungen der von ihm durch Der Vorstand der Berliner Rettungsgesellschaft hat jetzt barkeit des Gemeindevertreters Broße zur Kenntnis Bfändung bei Schuldnern eingezogenen Gelder berübt habe. Es die Orts Krankenkasse für den Gemeindebezirk Lichten gebracht. Gegen die Wahl dieses Herrn wurde seiner Zeit vom ist infolgedeffen die Vorlegung der bis Ende Juli geführten Register berg ersucht, ihre viel angefochtene Bekanntmachung zurüd Gemeindevertreter Köhler Brotest eingelegt, weil der Gewählte als beantragt, welche stets als ordnungsgemäß vom AmtsgerichtsAugiehen, widrigenfalls er genötigt sein würde, die Lösung der Boltsschullehrer laut Landgemeinde- Ordnung§ 58 nach Ansicht des Präsidenten bei der amtlichen Prüfung erkannt worden seien. Vereinbarung herbeizuführen. alohatipProtestlers nicht gewählt werden darf. Die Gemeindevertretung Berliner Verkehr. Ganz gewaltige Biffern weist die Berliner berwarf den Proteft, und als hierauf Herr Köhler die Klage beim Verkehrsstatistit des Jahres 1899 auf. Es wurden durch Omnibusse, Kreisausschus in Aussicht stellte, beschloß die Vertretung in der An Straßenbahnen und Stadt- und Ringbahnen 414 682 421 Personen nahme, daß Herr Proze als Beamter einer andren Gemeinde Die Verhaftung von mehreren Soldaten hat sich nach dem befördert, gegen 362 594 886 im Jahre 1898. Die Zahl der Be- wohl in der Gemeinde gewählt werden kann, in welcher er seinen„ Berl. Egbl." in Rüstrin ereignet. Aus der in der Neuen Kaserne förderten hat sich also um 52 087 535 vermehrt. Von dieser Wohnsitz hat, eine endgültige Entscheidung in dieser Frage herbei aufbewahrten Kasse des Offiziertasinos des 48. Infanterieregiments Gesamtzahl entfallen 75 178 403 auf Omnibuffe, 244 633 987 auf zuführen. Der Kreisausschuß hat in seinem Urteil die wählbarkeit ist ein größerer Geldbetrag, man spricht von 500 M., abhanden geStraßenbahnen und 94 807 081 auf Stadt- und Ringbahn ein- verneint, und der Bezirksausschuß hat im weiteren Berlauf tommen. Da sich angeblich der Verdacht der Thäterschaft zunächst schließlich Grunewald. das Urteil bestätigt. Man kann auf die weitere Entscheidung ge- auf die im Kasino bedienenden Ordonnanzen lenkte, so wurden gleich fpannt sein. nach Entdeckung des Deficits noch spät abends acht Mann in UnterBefizer. Morgen wird Herr Wilhelm Wiegert aus Berlin das beDas Müggelschlöschen bei Friedrichshagen wechselt seinen fuchungshaft abgeführt. tannte Lotal übernehmen. Joh Die Unterpflasterbahn der Attiengesellschaft Siemens u. Halste wird, wie nunmehr endlich feststeht, nach dem Stadtimmern weiter geführt werden und zwar zunächst durch die Voß- und Mohrenstraße nach dem Spittelmarkt. lleber die weiter geplante Verlängerung in der Richtung nach dem Alexanderplatz oder der Köpniderbrücke steht Endgültiges noch nicht fest. do 1500 S Der Personalmangel bei der Großen Berliner Straßenbahn macht sich neuerdings wieder nach der Berliner Zeitung" recht fühlbar. In den letzten Monaten sind zahlreiche ältere Beamte entlaffen worden, während die neu Eingestellten sich vielfach nicht bewähren oder den Dienst selbst niederlegen. So fomint es, daß zur Seit viele Beamte ihre dienftfreien Tage nicht mehr erhalten und daß felbst die ordnungsgemäße Durchführung des Betriebs nicht mehr möglich ist. Für die Anhängetvagen vermag die Gesellschaft nicht mehr die erforderlichen Bremser zu stellen. Hoffentlich bemugen die Angestellten diese Gelegenheit zur eifrigen Werbung für die Organisation. 1 do 1960 Die Eröffnung des Augufte Victoria- Krankenhauses vom Roten Kreuz fand gestern geſtern vormittag 11 Uhr in N eu- Weißensee statt. Gerichts- Beifung. Dermischtes. = Ueber eine furchtbare Schiffskatastrophe wird aus Nagafati berichtet: Der norwegische Dampfer" Calanda" und der japanische Dampfer" se- maru" stießen bei Jwo- fima zusammen; ber erftere fant, der letztere iſt in den Hafen von Nagaſaki eingelaufen. Der Kapitän der„ Calanda" ist gerettet; die Mannschaft und die Passagiere, an 8ahl 45, sind umgekommen. Zu der jüngst in Köln erfolgten Festnahme von FalschDak fogar die Hauswirts- Allmacht ihre Grenzen hat, münzern wird jezt bekannt, daß die weitere Untersuchung auswurde dem Fabrikanten Otto Wilhelmi flar gemacht, der gestern giebiges Beweismaterial dafür zu Tage gefördert hat, daß die falsch unter der Anklage der Nötigung, des Hausfriedensbruchsmünzerei in großem Maßstabe betrieben wurde. Es wurden noch und der Körperverlegung vor der neunten Straffammer des für etwa 90 m. falsches Geld gefunden; es handelt sich um falsche Landgerichts I stand. Mit ihm waren 6 seiner Angestellten an- Bweimartstüde mit dem Münzzeichen„ A, 1893" und falsche Einmartgeklagt. Herr W. verwaltet Herr W. verwaltet ein feiner Mutter gehöriges stücke mit dem Münzzeichen A. 1883". Aus Böhmisch Leipa wird berichtet: Während eines hier aus in der Kastanien Allee. Dort hatte das Schneider Bodesche Ehepaar eine Kellerwohnung gemietet, die Mieter niedergegangenen Gewitters richtete eine Windhose in der blieben aber mit der Mai- Miete im Rückstand und Herr weiteren Umgebung große Verheerungen an. Die Obstbestände Auf der Straßenbahn schwer verunglückt ist gestern morgen 23. offenbarte ihnen, daß sie zum 1. Juni ausziehen wurden vernichtet. Bei den Waldbeständen wurden in einer Breite w aus müßten. Die der Freitagnachmittag hierher tam, um feine Kundschaft zu besuchen. denn sie hatten inzwischen von der Eigentümerin Frau Wilhelmi bon mehr als hundert Meter die stärksten Bäume geluidt und weit ein wurden Schmoot ging hinten an einem elektrischen Wagen der Straßenbahn einen Brief erhalten, wonach sie bei nicht pünktlicher Mietszahlung bis 39 Meter weit fortgetragen. Mittelstraße- Pankow vorbei, die dort an der Ede der Friedrich am 1. Juli( nicht Juni) ziehen müßten. Der 1. Juni ging und Mittelstraße ihre Haltestelle hat. Ju demselben Augenblick ließ infolgedessen vorüber, ohne daß die Wohnung geräumt Im Krankenhause zu Glasgow ist der sechste Todesfall an der Führer, der Schmook nicht fah, den Wagen rüdwärts gehen, um wurde. Um 2. Inni erschien Herr Wilhelmi mit sechs seiner Best vorgekommen. ihn zur Abfahrt auf das andre Geleise zu bringen. Der Wagen ſtick Leute in der Bodeschen Wohnung und machte dort kurzen den Mann um und schleifte ihn, obwohl der Führer auf das Geschrei des Prozeß: er fetzte das Mobiliar der Mieter mit Hilfe Bublikums sofort bremste, noch einige Schritte mit. Schrecklich zu feiner Leute einfach auf den Flur, ließ die Fenster der Wohnung gerichtet wurde der Berunglückte aus seiner Lage befreit und von ausheben und nötigte die Bodes auf diese Weise, die Wohnung preiseinem Schuhmann des ersten Reviers in ein Krankenhaus gebracht. zugeben. Es ging hierbei natürlich nicht ruhig ab, die Bodeschen Das linle Bein war ihm zermalmt, der rechte Arm über dem Hand Gheleute forderten Herrn B. vergeblich zum zum Verlassen gelenk gebrochen und der Kopf mehrfach schwer verletzt. der Wohnung auf und es tam zu einem heftigen Auftritt, 45 4 bedeckt Der flüchtige Buchdruckereibefizer Gustav Ehrlich ist in in dessen Verlauf Herr Bode mit dem Arm in eine Scheibe fiel 760 MM 2Nebel Chiavenna in Haft genommen und es ist die Auslieferung desselben und sich start verlegte. Herr W., der die Körperverlegung und Hamburg 761 23 2 wolfig vom hiesigen Gericht beantragt. Bei der Ehefrau des Ehrlich find den Hausfriedensbruch lenguete, gab zu, daß er in der geschilderten 1heiter 764 30 in Zürich Werte mit Beschlag belegt worden, zu denen auch ein Brief Weise dem unbequemen Mieter den Laufpaß gegeben habe, hielt fich Grantf./. 762 Hetter 762 Still Rebel aber dazu für berechtigt, da der Mietszins nicht bezahlt, die Wohnung Wien markenalbum im angeblichen Wert von 40 000 M. gehört. schon anderweitig vermietet und den Mietern auch hiervon Mitteilung Wetter Prognose für Sonntag, den 30. September 1900. gemacht worden sei. Der in dem Brief der Mutter angegebene Teils heiter, teils wolfig mit etwas Regen, mäßigen füdwestlichen Termin( 1. Juli) berube mur auf einem Schreibfehler. Die Beweis- Winden, etwas fühlerer Nacht und steigender Tagestemperatur. aufnahme ergab, daß die Eigentümerin allerdings ihre liebe Donnerstag Mittwoch Dienstag 3. Eine Ausstellung von Zeichen und Modellierarbeiten ver: anstaltet die 9. städtische Fortbildungsschule, Fruchtstraße 38, von Sonntag, ben 30. September bis Sonntag, den 7. Oktober. Die Ausstellung ist täg: lich von vormittags 11 Uhr bis abends 9 nhr geöffnet. Die Eröffnungsfeier mit Prämienverteilung findet in der Anstalt am Sonntag, den 30. September, vormittags 11 Uhr, statt. Freunden und Gönnern der Anstalt stehen Ginlaßfarten hierfür beim Schuldiener unentgeltlich zur Berfügung. Anmeldungen sum Wintersemester nimmt während der Ausstellungszeit der Herr Dirigent Pagel entgegen. And den Nachbarorten. sta Wochen Spielplan. Sonntag 30. Margarethe Opernhaus( Theodor Schauspiele haus Neue Oper ( Kroll) Deutsches Theater Berliner Theater Schiller: Theater Montag 1. Haschtsch Minna 750 TOC itterungsübersicht vom 29. September 1900, morgens 8 1hr. Stationen Barometer stand mm richtung Wind Winbftärke winembe. 75423 Berlin München Wetter Temp. n. 6. Stationen Barometer: ftand mm Winds richtung Windstärke Better 12 paparanda 752 WNW 2Heiter 759 WSW 3bedect 753 SS 12 Petersburg 13 Cort 13 Aberdeen 15 Baris 14 4 bebedt Berliner Wetteronreat. Sonntag 7. Temp. n. 6. 1 EFT 15°.= 4° N.] Der Prophet Madame Sans- Geir 2. Freitag 5. Sonnabend 6. Bertram) Madame Sans- Gêne ( Paula Conrad) Das goldene Kreuz Carmen b. Barnhelm Die Welt, in ber man sich langweilt Die Zauberflöte Die Afrikanerin Die Meistersinger Johannisnacht von Nürnberg Das eherne Pferd König Lear I love you 23allensteins Lager Wallensteins Tob ( Paula Connd) Der Mikado Die Fledermaus Der Milado Der Biberpela Nm.: Wenn wir Hedda Gabler Toten erwachen Faust Ueber unire Straft Bei Buchholzens Die Piccolomini Die Fledermaus Die Fledermaus Der Mikado Die Fledermaus Die Fledermus Rosenmong Nachm.: Die Weber Rosenmontag Rosenmontag Nm.: D. Pfarrer Prinz Friedrich Ueber unsre Kraft Die arine Löwin Der Pfarrer von Kirchfeld von Homburg von Kirchfeld Eleonora Duje Absch.- Borst. von La Signora Eleonora Duſe Der Bund der Jugend Die Ehre Der Probekandidat Rosenmontag Ueber unfre Kraft Die strengen Herren Die strengen Herren Die Slavin Johannisfeuer Johannisfeuer Johannisfeuer Rm.: Faust I.Teil Die golbne Eva Die goldne Eva Die goldne Eva Die Orientreise auft I. Teil 3 14 11 Die Coatsfrage stand in der letzten Sigung der Stadtberordneten- Versammlung zu Spandau abermals auf der Tages ordnung. Der Stadtverordneten- Vorsteher Sturm verwahrte sich gegen den in der vorigen Sigung vom Stadtverordnetn 3ich alig in feiner Abwesenheit erhobenen Vorwurf, daß er durch seine Dienstboten Coats aufgetauft und so zur Vers fchlimmerung der Coatsnot beigetragen habe. Er habe, als er eines Tags 22 beladene Kohlenwagen von auswärts an der Spandauer Gasanstalt gezählt hätte, fich als Staufmann für durchaus berechtigt gehalten, durch seine Leute Coatsbons über zusammen 2850 Heftoliter auftaufen zu lassen; bisher habe er hiervon aber auch nur 1700 hektoliter abgefahren. Andre Stadtverordnete hätten ebenso gehandelt. Jedenfalls sei es ganz was andres, wenn Mitglieder von Deputationen ihren Einfluß dazu benutzten, um große Summen aus dem Stadtsädel au schlucken, wie es zum Beispiel vor ein paar Jahren passiert sei, wo ein früheres Mitglied der Gasdeputation, ein Versicherungsagent, die hohe Provision für den Abschluß der Versicherung der städtischen Gasanstalt in die Tasche steden fonnte! Stadtv. Magers wiederholte seine Behauptung, wonach die von der Firma Sturm für das städtische Krankenhaus gelieferten Stohlen von so schlechter Beschaffenheit gewesen seien, daß sich unter 100 Centnern mindestens 30, nahezu 40 Centner Grus Metropol- Theater. Alle Abende: Der Mandarin von Ting- ling- ting Carl Weiß- Theater. Alle Abende: Müller und Schulze auf der befunden hätter. Pariser Weltausstellung. Urania. Sonntag, Montag und Dienstag: Eine Wanderung durch die Weltausstellung in Paris. Mittwoch, Donnerstag, Bellealliance Theater: Alle Unser Genosse Stadtv. Rieger wies angesichts dieser Sachlage Freitag und Sonnabend: Auf den Wogen des Oceans. Apollo Theater. Alle Abende; Venus auf Erden. den Magistrat darauf hin, daß er schon in einem weit harmloser Abend: Der Prozeßhansl. Leffinga Theater. dalle camelia Hedda Gabler Die Ehre 2. Abend Der gnädige Herr Der gnädige Herr Der gnädige Herr An des Reichs Der gnädige Herr Pforten 1. Abend Komödie der Liebe Faust I. Teil 2. Abend Komödie ber Liebe Die goldne Eva Der gnädige Herr Der Bettelstudent Nachm.: Der Freischütz Der Troubadour Die lustigen Weiber von Windsor Der Zigeunerbaron Undine Seceffions: Bühne Theater des Westens Sllave. -UP Die lustigen Weiber von Windsor Die weiße Dame Der Bettelstudent Central Theater. Alle Abende: Der griechische Ständiges Repertoire: Residenz Theater. Alle Abende: Die Deme von Marim. Alle Abende: Der Tugendring. Friedrich Wilhelmstädtisches Theater. Thalia Theater. Alle Abende: Der Liebesschlüssel. Achtung! VI. Wahlkreis. Achtung! Adtung! MAURER. Atung! Dienstag, den 2. Oktober, abends 8%, Uhr: 2 grosse Volks- Versammlungen Berliner Prater, Peters Gesellschaftshaus, Kaftanien- Allee 7/9. Alt- Moabit 80/81. Tagesordnung: 1. Die Bedeutung der bevorstehenden Reichstagswahl. 2. Diskussion. Referenten Genossen G. Ledebour und H. Ströbel. and posses[ 220/13 Recht zahlreichen Besuch erwarten Achtung! 6. Wahlkreis. Atung! Die Vertrauensleute. ( Vertrauensmänner- Centralisation.) Mittwoch, den 3. Oftober, abends 82 Uhr, in den Boruffia- Sälen, Ackerstraße Nr. 6/7, Grosse Versammlung. Tagesordnung: 1. Das Bestreben der Scharfmacher im Baugewerbe." Referent Stollege Julius Geh!. Regen Besuch erwartet 2. Regelung der Beiträge zum Streiffonds. 3. Vereinsangelegenheiten. Rechtsbureau Andreasstraße 63 ( neben Concordia). Gewissenhafter Rechtsbeistand. 1966 Konsum- Verein Schöneberg u. Umgegend, Dienstag, 2. Oftober, abds. 8 1hr, in den Boruffia- Sälen, diodeg Ackerstr. 6/7: is mucho Eröffnung der ersten Verkaufsstelle Oeffentliche Wähler- Versammlung Apostel Paulusstr. 27 am Montag, den 1. Oktober. peranstaltet vom Vorstand des Socialdemokr. Wahlvereins des 6. Reichstags- Wahlkreises. Tages Orbnung: Die bevorstehende Nachwahl im Kreise. Referent Dr. Alfred 248/11 Bernstein. Diskussion. Der Einberufer: 1. A.: M. Klesel. Die Bezirtsführer der Oranienburger und Rosenthaler Borstadt werden ersucht, in dieser Bersammlung zu erscheinen. D. D. 277/11 Der Vorstand. 5. Melling. F. Masuch. Lithographen, Steindruder 2. Die zum Mittwoch im Böhmischen Brauhaus angesetzte öffentliche Ber fammlung findet Umstände halber nicht statt. Bitte allgemein cirtulieren zu laffen. sbridadom: 96/9 Der Einberufer. 129/17 Der Vorstand. Schöneberg. Dienstag, den 2. Oktober 1900, abends 8 Uhr, im Klub. hans, Hauptstr. 5/6, Oeffentliche Partet- Versammlung. Tages Ordnung: Bericht der Delegierten vom Mainzer Parteitag. 2, Diskussion Zahlreichen Besuch erwartet Der Vertrauensmann. 204/7 Verein der Tischler Berlins und Umgegend. ( Vertrauensmänner. Centralisation.) Dienstag, den 2. Oktober, abends 8 Uhr, bei Q. Frauke, Pallifabenstraße 9, 196/8 Vertrauensmänner- Versammlung. Der Vorstand. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 30. Sept. Freie Volksbühne. Leffing Theater. 5. Abteilung( gelbe Karten). Die Macht der Finsternis. Anfang 23 Uhr. Carl Weiß Theater. 2. Ab: teilung( blaue Karten). Ueber RANIA** Taubenstr. 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Eine Wanderung durch die Pariser Weltausstellung. Montag um 4 Uhr( ermässigte Preise): Dieselbe Vorstellung. Ab. 8 Uhr: Dieselbe Vorstellung. Invalidenstr. 57/62. unsre Kraft.( 1. Teil.) Anfang Tägl. Sternwarte. 23 Uhr. Opernhaus. 712 Uhr. Margarete. Anfang Montag: Haschisch. Das goldene Kreuz. Schauspielhaus. Madame Sans: Gêne. Anfang 72 Uhr. Montag: Minna von Barnhelm. Neues Opern Theater( Kroll). Der Mikado. Anfang 72 Uhr. Montag: Die Fledermaus. Dentsches. Der Biberpelz. Anfang Uhr. Nachmittags 5-10 Uhr. Passage- Panopticum. Vorletzte Woche: Marokkaner- Truppe. Vorstellung Machin, 2% Uhr: Wenn wir Toten Stündlich. erivachen. Montag: Hedda Gabler. Berliner. Ueber unsre Kraft. An fang 712 Uhr. Nachm. 22 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Montag: Prinz Friedrich von Homburg. Leffing. La Signora dalle Camelie. Anfang 72 Uhr. Montag: Hedda Gabler. Residenz. Die Dame von Marim. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der SchlafwagenControleur. Montag: Die Dame von Maxim. Neues. Revanche. Der weiße Hirsch. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Nackte Kunst. Montag: Revanche. Hirsch. Der weiße Westen. Der Bettelstudent. An fang 7 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Troubadour. Montag: Der Freischütz. Schiller. Die Ehre. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Faust. Montag: Die goldne Eva. Seceffionsbühne. Der gnädige Herr. Anfang 72 Uhr. Central. Montag: Dieselbe Vorstellung. Der griechische Sklave. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Geisha. Montag: Der griechische Stlave. Thalia. Der Liebesschlüffel. Anfang 72 Uhr. Montag: Diefelbe Vorstellung. Luisen. Der Millionenbauer. An Millionen fang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Othello, der Mohr von Venedig. Montag: Donna Diana. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Tugendring. Anfang 71 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der lustige Krieg. Montag: Der Tugendring. Carl Weik Müller und Schulze auf der Pariser Weltausstellung. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Passage- Theater: Vorstellung von 7-10 Uhr. CASTANS PANOPTICUM Friedrichstr. 165. Neu! Die schöne Neu! Schlangen- Cleopatra Bändigerin mit ihren 14 Riesen-, Pythowund Aesculap- Schlangen!! Sensationell, in Berlin in solcher Vollendung noch nie gesehene Reptiliendressur! Die russische Konzertkapelle. Der deutsche Seesoldat und die Boxer. Feldmarschall Graf Waldersee 2c. Berliner Aquarium Unter den Linden 68a. Eingang Schadowstr. 14. Heute Sonntag Eintrittspreis 25 Pf. Reichhaltigste Ausstellung der Welt an lebenden Seetieren, Reptilien etc. ( 37/9 W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Heute, Sonntag, den 30. September: Die Lachtaube. Posse mit Gesang in 3 Aften von Jacobson. Musik von Michaelis. Nach der Vorstellung: Freie Volksbühne medu duanri send det Herbstfest Sonnabend, den 13. Oktober, abends 8 Uhr, im grossen Saal der Brauerei Friedrichshain: Instrumental- Konzert ob des Berliner Sinfonie- Orchesters Dirigent: Kapellmeister Moser( früher Zimmer). Cirkus Busch Sonntag, den 30. September: 2 große billante Vorstellungen. Nachm. 4 und abends 72 Uhr. Nachs. mittags 4 Uhr hat jeder Erwachsene das Recht, ein Kind unter 10 Jahren frei einzuführen. Weitere Kinder unter 10 Jahren zahlen auf allen Bläzen halbe Preise mit Ausnahme der Galerie. Abends jedoch volle Preise. In beiden Vorstellungen die aus: erlesensten Programm- Nummern. Der fleine 10 jährige Wunder- Jockey. Die vorzüglichsten Freiheitsdressuren. Die neuen Clowns mit neuen Späßen. Abends 72 Uhr: Berliner Land: partien. Ult über Ult. Tolle Streiche zu Wasser und zu Lande. Europäische Kavallerien. Gr. Quadrille in Original: Uniformen fämtl. Staaten a. 16 Schul: pferden. Noch nie dagewesen: Afrobaten zu Pferde und vorzügl. Programm. Sanssouci Kottbuserstrasse. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag: Vokal- Konzert Nordd. Sänger. unter Mitwirkung folgender Gäste: Johanna Brackenhammer vom Theater des Westens. Frau Anna Waschow( Sopran), Theater des Westens. Herr Gustav Waschow( Baryton), Theater des Westens. Georg Vollerthun, Musikmeister vom Theater des Westens. meister vom Nach dem Konzert TANZ. Rauchen verboten! Zutritt haben nur Vereinsmitglieder mit ihren Angehörigen. Festmarken a 50 Pf. sind in allen Zahlstellen jetzt zu haben. Personen unter 16 Jahren haben keinen Zutritt. " V. " Heute nachmittag: II. Abteil. im Carl Weiss- Theater: Ueber unsre Kraft. im Lessing- Theater: Die Macht der Finsternis. General- Versammlung am Freitag, den 19. Oktober in Cohns Festsälen: Vortrag des Rechtsanwalts Victor Fränkl über: ,, Kunst und Censur". Diskussion: Geschäfts- und Kassenbericht. Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Cirkus Alb. Schumann. Heute, Sonntag, b. 30. September er., abends präc. 72 Uhr: Nur eine Gr. außerordentl. Vorstellung mit ganz exquisitem Programm. 1. a.: Die Original- Troita. Der Triumphwagen vom Brandenb. Thor. Die musikalischen Hengste, Direttor Alb. Schumanns neueste OriginalDreffuren. Truppe Prosper. Glite Parterre- Afrobaten. Melle. Adrienne, Schulreiteriu. Mlle. Antoinette, Par forcereiterin. Die 4 Jockeys. Zum Schluß: Der phänomenale Sprung aller 4 Jockeys auf ein Pferd 2c. Zum Schluß zum 9. Male: Tanzkränzchen.CHIN Montag: Die Lachtaube. Bilder aus der Gegenwart in 3 Ab Belle Alliance. Der Breans. Thalia- Theater feilungen von August Slems. Prozeßhansl. Montag: Der olle Muckebold Metropol. Specialitätenvorstellung. Der Mandarin von Ting- ling ting. Anfang 712 Uhr. Montag: Dieselbe Borstellung. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Venus auf Erden. 72 Uhr. Anfang Montag: Dieselbe Vorstellung. Balaft. Specialitäten Borstellung. Buffschnutchen. Anf. 7 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 7 Uhr. Paffage Panoptikum. Speciali täten- Vorstellung. Urania. Invalidenstr. 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Taubenstr. 48/49. Abends 8 uhr ( im Theatersaal): Eine Wande rung durch die Pariser Welt: ausftellung. Montagnachm. 4 Uhr bei ermäßigten Preisen: Dieselbe Vorstellung. Abends 8 Uhr: Dieselbe Borstellung. Schiller- Theater ( Wallner Theater). Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Faust, Tragödie von Wolfgang Goethe. 1. Teil, zweiter Abend. Sonntag, abends 8 Uhr: Die Ehre. Schauspiel in 4 Aften von Hermann Sudermann. Montag, abends 8 Uhr: Die goldne Eva. Dienstag, abends 8 Uhr: Die goldne Eva. Central Theater Nachmittags 3 Uhr zu halben Preisen: Die Geisha. Operette in 3 Aften von Sidney Jones. Abends 72 Uhr: Der griechische Sklave. ( A Greek Slave.) clave. Ausstattungs Operette in 3 Alten von Sidney Jones. Morgen und folgende Tage: Der griechische Sklave. Apollo- Theater. Um 9 Uhr: MP Dresdenerstrasse 72/73. Heute und folgende Tage: Der Liebesschlüssel. Ausstattungspoffe mit Gesang u. Tanz. Anfang 72 Uhr. Metropol- Theater. Täglich um 9 Uhr. Der größte Operettenerfolg d. Saison: Eduard Steinberger als Gast. Der Mandarin von Tsing- ling- ting, sowie das vollständig neue SeptemberSpecialitäten- Programm. Bianca& Desroche. Charmeroy Rudinoff. Anf. 28 Uhr. Rauchen überall gestattet. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Täglich: Müller und Schulze auf der Pariser Weltausstellung. Ausstattungspoffe mit Gesang in fünf Bildern. Anfang 7 Uhr. In Scene gesetzt und mit neuen Wasser: effekten versehen bont Direttor Alb. Schumann. Die Unfren in Kiautschon. Der Aufstand der Boxer- Krieg. Die Verbündeten vor Taku- Peking. ( Beginn der Pantomime 92 Uhr.) Montag, den 1. Ottober: NovitätenAbend. Vollständig gewechseltes Programm. Neue Debüts u. China. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pfennig. Borverkauf 40 Pf. Secessions- Bühne. Freireligiöse Alexanderstr. 40. Heute zum erstenmale: Herr. Der gnädige Herr. Palast- Theater Das früher Feen- Palast, Burgstr. 22. Sonntag, den 30. September 1900: Letter Tag des Riesen- September- Programms! Uhr zum letzten Male: Puffschnutchen: Große Posse mit Gesang v. E. Braune. Puff, Klempnermstr.: Dir. R. Winkler. Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pf. Ab 1. Oktober durchweg neues Programm. 15 neue Attraktions: Nummern 1. Ranges. Der olle Muckebold. Schwant in 1 Att von G. v. Moser. Venus auf Erden. Schweizer Garten. Victoria- Brauerei. Lützowstr. 111/112. Im Garten oder Saal Täglich: Norddeutsche Sänger ( Führmann, Horst, Walde.) Anfang: Sonn tags 7, Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Bf. Borverkauf 40 93f. Familien- Billets 3 Stück 1 M. Bons nur in der Woche gültig. Sonntags und Donnerstags: Tanzkränzchen. Deutsche Konzerthallen Spandauer Brücke. 4 Hafenheide 108-114. Anfang Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Bf. Bon 5-7; Unterhaltungs- Musik. Wochentags 8 Uhr. Entree 30 Pf Nach jeder Soiree: Tanzkränzchen. Wochentags Tanz frel. Vereins- und Vorzugsbillets wochentags gültig. Säle zu Festlicht. u. Versammlungen Gossmanns Konzertgart., Kreuzbergstr. 48, an d. Razzbachstr. Jeden Sonntag GartenFreikonz. M und Gr. Ball. Jeden Montag u. Freitag: Norddeutsche Sänger. Anfang 8 Uhr: Nachher: Kränzchen. Säle f. Versammlungen u. Festlichkeit. Wo amüsiert man sich grossartig? Hasenheide 21 und Jahnstr. 8 in Schnegelsbergs Festsälen, Juth.: Max Schindler.- Telephon: Amt IV Nr. 1132. Heute: Grosser Ball, ats Specialität: Gigarren- Regen, verbunden mut Schlangen- u. Bonbon- Regen u. diversen Ueberraschungen. Täglich: Specialitäten Vorstellung. Entree fret. Empfehle den geehrten Gewerkschaften, Vereinen, Fabriken 2c. meine Sale, 300 und 1200 Personen faffend( mit Bühne) zu Versammlungen und Festlichkeiten jeder Art.[ 51422* Neue Welt. Dafenheibe Täglich: 108-114. Konzert u. Specialitäten- Vorstellung. Jeden Sonntag. und Donnerstag: Im Bal champêtre: Grosser Festball. Anfang 4 Uhr. Jeden Mittwoch: Grosses Kinderfest mit Gratis verlosung. Jeden Donnerstag: Grosses Feuerwerk. Kaffeeküche, Karuffells, Marionettentheater 2c. täglich geöffnet. Alles Nähere durch die Tagesanschläge an den Säulen. [ 48482* A. Fröhlich. Täglich Graumanns Festsäle, früher Renz, ausländische Kapellen 4 Gr. Theater- Vorstellung. Maunynffrake 27ob bru[ 53348* Empfehle meine Säle, 900 Personen fassend( auch mit Bühne), zu allen Festlichkeiten u. Versammlungen. Einige Sonnabende find noch frei für Vereine. Jeden Sonntag und Donnerstag: Grosser Ball. Alle übrigen Tage steht mein Lokal zu Versammlungen zur Verfügung H. Kriegers Festsäle, Cirkus Renz- Konzert- Tunnel Wasserthorstr. 68. * Empf. meinen Saal Vereinen und Gewerkschaften zu Versammlungen u. Festlichkeiten. Jeden Sonntag, Dienstag u. Sonnabend öffentl. Tanz. Einige Sonnabende noch zu vergeben. Karlstrasse. Wochentags 7 Uhr. Nur erstklassige Sonntags 5 Uhr. Specialitäten. Direktion: J. M. Hütt. Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tanz ohne Nachzahlung. 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Da wir einen derartigen Extra- Verkauf von neuen Waren in allen Abteilungen niemals wieder bieten werden, so können wir diese Gelegenheit zum Einkauf besonders empfehlen. g. Ferner beehren wir uns anzuzeigen, dass in dem Confectionsraum unseres Hauses am Montag und den folgenden Tagen eine elblaue allega a Confections- Ausstellung stattfindet. Damen- Kostüme und Mäntel, Blusen, Morgenröcke, Jupons. Elegante Pariser und Wiener Modelle. U SJ8.06 nsh 21819 182201 Pelzjacketts, Pelzcapes. loping all Pariser und Wiener Modellhüte, Modellhüte, tesl Als besonders vorteilhaften Gelegenheitskauf empfehlen wir einen grossen Posten atrol- ollogA Golf- Capes 8 Mk 75 Pf. bisheriger Preis 14 Mik. 75 Pi. kariert, ca. 100 cm lang und 9 MK. 75 Pf. bisheriger Preis 16 Mk. 25 Pf. Berantwortlicher Redacteur: Heinrich Ströbel in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Drud und Verlaa von Mar Badina in Berlin. Nr. 228. 17. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 30. September 1900. Derlammlungen. Ueber den Streit der Drechsler erstattet Kunze einen furzen Bericht. Im Streit befinden sich 145 Kollegen, die vom Holzarbeiter- Verband unterstügt werden, sodaß auch hier die Hilfe der Kommission nicht in Anspruch genommen werden braucht. Ueber den Streit der Militäreffetten Sattler bee richtet Sassenbach, daß der Lohnkampf durch einen ziemlich mageren Vergleich beendet worden sei. Nach Lage der Sache habe man leider nicht mehr erreichen können. Es verdiene hervorgehoben zu werden, daß der Zusammenhalt der Streikenden ein sehr guter war. Troßdem der Streit fieben Wochen gedauert hat, seien noch keine zehn Streifende abtrünnig geworden. Der Redner sprach im Auftrag der Militäreffekten- Sattler den Dank für die ihnen zu teil gewordene Unterſtügung aus. " Vereinskalender. " " COD " Flieder " Marktpreise von Berlin am 28. September 1900 nach Ermittlungen des tgi. Polizeipräsidiums. mittel gering Hammelfleisch Butter mittel * loggenering " Kartoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch), Keule 1 kg 6, 1,60 1,20 bo. Bauch 1,30 1, " n 14,60 Schweinefleisch 1,60 1,10 " " t) Gerfie, gut mittel gering " Kalbfleisch 1,601, " 1,60 1,20 " 15,60 15, 2,80 2,20 " 14,90 14,30 Eier P 60 Stud 4,- 2,80 " 14,20 13,70 . Karpfen 16,- 15,- Aale 1kg 2,- 1,20 2,60 1,20 " 14,90 13,90 Bander 13,80 12,90 Hechte 6,50 5,82 Barsche " 7,60 5,10 40,- 25, 50, 70, 1 25, 30, Schleie Bleie Krebse 2,80 1,20 1,40 0,80 per Schot 20,- 2,50 " *) ab Bahn. +) fret Wagen und ab Bahn. 2,60 1,20 2,-1, 1,80 0,80 Produktenmarkt vom 29. September. Der heutige Getretbes frühmarkt eröffnete in flauer Haltung. Besonders für Oktober wurden Abgaben in Weizen und Roggen vorgenommen. Das Warengeschäft bleibt völlig leblos. Mittags veranlaßten die östreich- ungrischen Notierungen, welche für Weizen 2, für Roggen 5 kr. höher lauteten, eine leichte Gr holung. Anfänglich hatten beide Brotfrüchte etwa 0,75 M. nachgegeben; die spätere Befestigung tam hauptsächlich Roggen zu gute, für welchen Artikel sich überdies einige Deckungsfrage zeigte. Bei Schluß des Verkehrs notierte Weizen noch ziemlich 0,50 Dr. unter geflern, Roggen war unverändert, für spätere Lieferungen bis eine Mart höher. Hafer und Mais tendierten schwach. Rüböl weiter steigend. Am Spiritusmartt machte sich bereits der Beginn der neuen Campagne durch neue Zufuhren bemerkbar, welche einen Druck auf die Preise ausübten. 70er loco gab heute unt weitere 0,20 m. nach und stellte fich auf 50,80 M.- Schluß ruhig. Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Erster Vor: Berliner Gewerkschaftskommission. Die am Freitag ab- fizender: Rich. Thate, Schöneberg, Grunewaldstr. 99. Erster Kassierer: Welzen, gut D.- Str. Alle gehaltene Delegierten- Versammlung nahm die Berichte über einige find zu richten an Otto Rasche, Reichenbergerstr. 115a. Montag, abends Seifrit, Fidicinstraße 16. Aenderungen im Vereinskalender Streits entgegen. Ueber den Streit der Glaser berichtete 9-11 Uhr, Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder." Bufunft I",*) Roggen, gut Starte: Es handle sich hauptsächlich um Abschaffung der Accord- Stegliz, Kaiserhallen, Albrechtstr. 130." Harmonie II", Schulz, Höchste: arbeit, im übrigen würden nur kleine Verbesserungen gefordert. straße 30. Tonblüte", Hentschel, Lübbenerstr. 18. ,, Liedesfreiheit II", Eine Einigung mit den Arbeitgebern sei trotz aller Bemühungen Strausberg. Magnus, Wilhelmstraße.- Freya II"( gemischter Chor), Rusch, bisher nicht zu stande gekommen, jedoch sei zu hoffen, daß der Fichteftr. 19. Solidarität I", Meißner, Beuthstr. 10.- Berliner DamenVorwärts III", Lichtenberg: Streit vielleicht schon am Montag beigelegt werden könne. Unter- hor Harmonie", Rosin, Schönholzerstr. 42. stützung durch die Gewerkschaftskommission bedürfen die Streitenstraße 119.- Liedeslust III", Alt Glienide, Saß, Grünauerstr. 19 a. Friedrichsfelde, Schulz, Prinzen- Allee 6. Concordia", Lier, Alte Jakob:+) Safer, gut mittel den nicht. Vorwärts IX", Charlottenburg, Beier, Wallfir. 94. Eintracht I", Nieder: gering Schöneweide, Strecker, Grünauerstraße 5. Männerchor Osten", Kobus, Nichtstroh Rigaerstraße. Freya I"( gem. Chor), Rosenthalerstr. 57. Freie Hen Brüder", Rittig, Koppenstr. 47." Alpenblume", Weißensee, Sturm, Grbsen Lothringerstr. 33. Speisebohnen Arbeiter Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen Linsen ftraße 44, 4 Treppen. im Vereinskalender sind zu richten an Albert Liebetrau, Berlin, Putbuser Aufnahme neuer Mitglieder: Abguß II", Schulz, Höchstestraße 30. Montag, abds. von 9-11 Uhr: Klub- Abend und Fidele Kolonisten", Klinge, Koloniestr. 137. Blaue Schleife", Dembirki, Görlitzerstr. 52.-" Grüne Linde", Kofseda, Drontheimerstr. 1a. Morgenrot", Rolland, Landsberger Allee 44. Eintracht II", Wine, Rigaerstr. 137. Balmerio", Pagold, Prenzlauer Allee 43. Wieder: fehn", Weber, Neu- Weißensee, Friedrichstr. 35. Vorwärts II", Wälisch, Adalbertstr. 4. Gemütlichkeit IV", Drücker, Lichtenberg, Dorfstr. 41. Sieben roocht", Wwe. Kühle, Adlershof, Kronprinzenstraße. buft II", Waclawlad, Frankfurter Allee 150. Central Rancherbund. Buschriften an May Koch, Nixdorf, Hermannstraße 34.- Montag.„ Maiglöddhen", Schöneberg, Lehmann, Glebiffchitr. 19. " Heiterkeit", Schöneberg, Lewrenz, Gleditschstr. 2. Blaue Wolfe", Botsdam, Küsel, Victoriastr. 54." Fidele Raucher", Potsdam, Buttte, Spandauerstr. 25.-„ Maiglöckchen", Potsdam, Plage, Kommunikation IV. Soffnung", Moabit, Sauer, Wilhelmshavenerstr. 57. " Freunde", Potsdam, Wwe. Meier, Schottstr. 4." Kap der guten Arbeiter: Turnerbund. Sonntag: Turuv.„ Fichte", Lichtenberg, Restaurant Bum Fürsten Wolfgang"( Inhaber P. Müller), Weißenseeer weg; jeden Sonntag von 3 Uhr an volksthümliches Turnen. Montag: Turnv. Fichte" Berlin, abends bon 8-10 Uhr, 2. Damen- Abteilung, Ackerstr. 67.; 7. Lehrlings- Abt., Wasserthorstr. 31. Hierauf wurde das Regulativ, welches dem Ausschuß zur 10 Uhr Dieffenbachstr. 51. Turnerschaft des Vereins Nereus", 2. Lehrlings- Abteilung abends 8 bis Redaktion überwiesen worden war, beraten und schließlich ohne wesentliche Aenderungen in der vom Ausschuß vorgeschlagenen Damen- Abt., abends 7 Uhr,- Boltsvadeanstalt, Schillingsbrücke. Arbeiter Schwimmerbund. Montag: Schwimmkl.„ Vorwärts", Schwimm Fassung angenommen. Neu hinzugefügt wurden die folgenden Be- flub„ Nord", Damen- Abt., abends 7 Uhr, Voltsbadeanstalt Moabit, Turma) vollfleischige höchsten Schlachtwertes 61-65; b) mäßig genährte ifingere stimmungen: Der Ausschuß ist alljährlich im Januar zu wählen: straße 85 a. Wiederwahl ist zulässig. Der Ausschuß hat eine Geschäftsordnung Konsumverein Berlin- Nord( Eingetragene Genossenschaft mit be für die Bureaubeamten festzusehen. schränkter Haftpflicht), Vinetaplas 1. Aufnahmen werden dort außer Nummehr wurde der Kassenbericht für das erste Halbjahr Sonntags jederzeit vollzogen. Gesang, Turn: und gesellige Vereine. Sonntag. Berliner 1000 zur Debatte gestellt. Derselbe verzeichnet eine Gesamteinnahme Brivat- Theatergesellschaft„ Alpenrose", nachmittags 4 Uhr, Schnitt, Brinzenbon 40 401,47 M., und eine Gesamtausgabe von 29 245,74 W., lee 33. Vergnügungsverein Allemania", 6 Uhr, Englischer Hof, Neue darunter 12 350,10 M. für Streitunterstüßungen und 13 000 m. für Roßstr. 3. Geselliger Verein Meganie", 61/2 Uhr, Schwedterstraße 17. zurückgezahlte Darlehen. Körsten bemerkt, daß sich der Kom- Freie Sänger Vereinigung" Fadel", Toltsdorf, Görlitzerstr. 58. mission während der Berichtszeit 6 Gewerkschaften mit zusammen Montag. Gesangverein Nord- Melodia", J. Mierte, Schönhauser Allee 101. 6500 Mitgliedern angeschlossen baben. Nach einigen unwesentlichen Verein der Bierabzieher Berlins. Jeden Sonntag nach dem 1. Bemerkungen einzelner Redner sprach die Versammlung einstimmig und 15., nachmittags von 2 Uhr ab bei Ladewig, Kommandantenstr. 65. die Decharge aus. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 30. Septbr., vorm. 10 Uhr, In der Versammlung waren nicht vertreten: die Bäder, in Kellers großem Festsaal, Koppenstraße Nr. 29: Feier der Jugendweihe" Theaterarbeiter, Droschkenkutscher, Fabrik- und Hilfsarbeiter, Form- und Herren, sehr willkommen. ( Konfirmation). Festvortrag, gehalten von Herrn E. Vogtherr. Gäfte, Damien stecher, Stuccateure, Hafenarbeiter. Frauen und Mädchen Bildungsverein zu Nixdorf. Dienstag, den 2. Oktober cr., abends 81/2 Uhr, Versammlung bei Thomas, Hermann Straße 48-50. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Dr. Frohmann über: „ Die Erhaltung und Pflege der Zähne". Gäste willkommen. Schuhmacher berichtete, daß der Buchbinderstreit unter befriedigenden Bedingungen zum Abschluß gefommen fei. Gr hob besonders hervor, daß bei der Aussperrung eine so große Bahl von Arbeiterinnen beteiligt war, wie es noch bei keinem Ausstand borgekommen. Weiter betonte der Redner, daß die Polizei mit einer in Berlin noch nie dageweſenen Schärfe gegen die Streitposten vorgegangen sei. Alle Strafmandate, die gegen Streikende erlassen find, sollen zur gerichtlichen Entscheidung gebracht werden. Auf Wunsch Tischendörfers soll über den Ausgang der Prozesse in der Gewerkschaftskommission Bericht erstattet werden, da es sich um eine in Berlin neue Erscheinung handelt, welche die gesamte Arbeiterschaft lebhaft interessiert. -" V -Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 29. September 1900. Amts licher Bericht der Direftion. Zum Verkauf standen: 3644 Minder, 1175 Stälber, 12 210 Schafe, 8716 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Bfund oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mart( beziehungsweise für 1 Pfund in Pf.): Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwertes, höchstens 7 Jahre alt 61-65, b) junge fleischige, nicht aus: gemäßtete und ältere ausgemäftete 56-58; c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 50-54; d) gering genährte ieden Alters 00-00. Bullen: und gut genährte ältere 55-60; c) gering genährte 50-53. Färfen und ühe: a) vollfleischige, ausgemäßtete Färsen höchsten Schlachtwerts 00-00; b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 54-55; c) altere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte fingere Kühe und Färsen 51-53; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 47-50; e) gering genährte Kühe und Färsen 42-45.- Stäber: a) feinſte maf fälber( Bollmilchmast) und beste Sangkälber 70-72, b) mittlere Maftkälber und gute Saugfälber 66-69, c) geringe Sangfälber 58-60, d) ältere, gering genährte( Fresser) 35-48. Schafe: a) Maftlämmer und jüngere Mast Hammel 64-68, b) ältere Masthammel 55-60, c) mäßig genährte Hammel und chafe( merzfchafe) de 52, d) Goffteiner Niederungschafe( Lebendgewicht) 26-34. Schweine: a) vollfleischige der feineren Rassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1 Jahren 55-56, b) Stäfer 57-58, c) fleischige 52-54, d) gering entwickelte 48-51, e) Sauen 49-51. Verlauf und Tendenz. Das Rindergeschäft wickelte sich ruhig ab, es bleibt nur geringer Ueberstand. Der Kälberhandel gestaltete sich ruhig. Bei den Schafen war der Geschäftsgang ruhig, es bleibt Ueberstand in magerem Vieh. Der Schweinemarkt verlief ruhig und wird voraussichtlich geräumt. Kaufhaus Max Mannheim 89 Frankfurter Allee. BERLIN 0. Frankfurter Allee 89. Außergewöhnlich billiges Angebot! Montag, den 1. bis Sonnabend, den 6. Oktober, soweit der Vorrat reicht. Gardinen. auf beiden Seiten Meter Teppiche. in sehr schönen Mustern, 130/200 cm Tull- Gardinen, gefasst von beiden Seiten mit Band ein- 22 P. 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Todes: Anzeige. 2736 Am Mittwoch, den 26. September, berschied um 3/44 Uhr, unser Kollege, der Cigarrenfabrikant Julius Nickel. Die Beerdigung findet am Montag, ben 1. Oftober, vom Krankenhaus Friedrichshain nach dem Friedhof in Friedrichsfelde um 3 Uhr statt. Der Verein Rauchklub ,, Humor". Todes- Anzeige. Rohtabak. A. Goldschmidt, Oranienburgerstr. 2, am Hackeschen Martt. Alte und neue Formen in allen Façons.[ 49782* Rohtabak. Größte Auswahl. -Billigste Preise. Guter Brand! Vorzügliche Qualität. Sämtliche[ 49792* Fabrikations- Utensilien. Den Mitgliedern der Zahlstelle Neue Formen, sehr große Auswahl Berlin III vom Verband der Bau-, Erd- u. gewerbl. Hilfsarbeiter zur Nachricht, daß Der Kollege Adolf Heitzmann am Freitag, den 28. d. m. verstorben Die Beerdigung findet am ift. 1. Oktober, nachm. 3 Uhr, von der Charité aus statt. Um rege Be teiligung ersucht 43/6 Die Ortsverwaltung. Danksagung. 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Berantwortlicher Redacteur: Heinrich Ströbel in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Giocke in Berlin. Br. 228. 17. Jabrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 30. September 1900. Theater. verkannte Künstler oder gar für Heranziehung weiterer Massen zum hören wir das in jener Zeit so beliebte Instrument, die Flöte, in Kunstgenuß zu gewinnen sei. Auch die äußerlich und innerlich selbständigem Zusammenspiel mit dem Orchester eine Reihe von heroische, die wuchtige, die rythmisch scharfe, die wenig nuancen Stücken vortragen, durch welche die damals üblichen Tänze Gestern hat die winterliche Konzertflut mit dem ersten von den reiche, die„ klassische" Art ihres Dirigenten trägt dazu und freilich zu einzelnen Kunstwerkchen erhoben sind. Ueber Berlioz Konzerten begonnen, die unter dem Namen und Namensklang ihres auch zu der oft ganz tollen Freude seiner Verehrer bei; und das Harold in Italien" noch einiges schreiben, hieße, fich Dirigenten Felig Weingartner zu den hervorragendsten Ber- Boransenden einer öffentlichen Hauptprobe vor jedes Konzert forgt in historische und kritische Breiten verlieren und sogar zum Teil in anstaltungen der sogenannten„ Saison" gehören. Wer unser Mufit- für eine Speisung noch einiger Tausende mit einem sowohl künft- die Versuchung des Schwärmens geraten. Genug an dem Hinweis leben auch nur ein Jahr lang verfolgt, dem bieten diese Konzerte, lerisch wie gesellschaftlich hochstehenden Eindruck. Nach der gestrigen auf die eigentümliche, das Auftreten Harolds kennzeichnende Solodie Sinfonie Abende der königlichen Kapelle", Probe zu urteilen, hat sich hier denn auch in der Hauptsache nichts, Bratsche. Hier handelt es sich wirklich um eine eigne Solostimme; wohl für immer nichts wesentlich Neues mehr. Das Orchester des nicht einmal die Not an Programm- Exemplaren in der Hand der in jener Bachschen Suite hingegen ist gleiches nicht der Fall, und alten Opernhauses spielt hier eben in diesem Hause die übliche Diener, geändert. Es war wohl nur ein hübscher Zufall, daß das man möchte lieber und jener Zeit gemäßer die Flötenstimme als Auswahl aus klassischen und modernen Werken ab, mit etlichen Konzert mit einem nicht eben häufig gehörten Wert begann, einen entsprechend mehrfach beseßten Teil des Ganzen zu hören beNovitäten oder Hervorholungen, und mit einer Erhöhung über das bekannt ist als charakteristisch für die Welt der feinen Gesell- tommen. Jedenfalls aber seien den Herren Kurth als Solodas Niveau andrer ähnlicher Konzerte insofern, als wenigstens die schaft von ungefähr dem Jahre 1720, und dem von heute wohl tein flötiften und Kammervirtuos Genz als Solobratschisten ihre Jagd nach auffälligen Neuheiten und Sololeistungen und die Bunt analoges Tontunstbild unsrer gegenwärtigen Gesellschaft gegenüber Leistungen um so mehr anerkannt, als es hier nicht die Herbeiheit des Programms hier geringer find, als anderswo. Gin gewisser steht. Der tiefe Niß zwischen Kunst und vornehmer Welt", der jeßt holung großer Tiere aus London oder Brüssel galt, sondern die tonfervativer Zug ist diesen Konzerten anscheinend univandelbar klafft und durch wohlgefüllte Konzertsäle nur für oberflächliche Blicke schlichte Arbeit des Kollegen unter Kollegen. eigen, hauptsächlich durch die Hoffnungslosigkeit, daß hier etwas für unsichtbar wird, bestand damals wohl nicht. 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Dem Tagebuch des russischen Schriftstellers Doroschewitsch, der lange Zeit in China gelebt hat, entnehmen wir eine Reihe interessanter Scenen aus dem den„ chinesischen Wirren" vorangegangenen Verkehr der europäischen und amerikanischen Fremden mit den Chinesen. Wenngleich der chinesenfreundliche Russe in manchen Puntten seiner Schilderungen vielleicht etwas start auftragen" mag, so find wir doch überzeugt, daß sie viel Wahres enthalten und deshalb geeignet sind, die über die Entstehungsgeschichte der chinesischen Vorgänge herrschenden Ansichten zu flären. " ihren Verlauf. Oft fragt der Mandarin höflich, wie viel Köpfe be- hält. So hat der Missionar, statt Hilfe zu bringen, Feindschaft in ansprucht werden, um das empörte Gefühl der Europäer zu be- der Familie gefät, ein Familienglück für immer untergraben. friedigen. Wird es genug sein, wenn ich zehn Mann hinrichten Darum werden beim Aufruhr in China stets die Missionare zuerst laffe?" Wozu zehn, entgegnet der Gefragte, nur sechs haben abgeschlachtet, denn sie sind es, die soviel innere Berwürfnis, soviel an dem Diebstahl teilgenommen!" Meinetwegen sechs", sagt der Feindschaft in das Allerheiligste, den Familienschoß tragen. Mandarin, und bald darauf werden sechs Leute ab geführt. Am andern Morgen fährt man mit ihnen auf den ist es wohl zeitgemäß, auf jene Vorgänge zurückzukommen, alle die Markt. Dort befiehlt man ihnen, niederzutnien, was sie auch mit Sünden aufzudecken, die nun durch das Blut Unschuldiger gefühnt echt asiatischer Unterwürfigkeit thun. Der Gehilfe des Scharfrichters werden sollen. Eben jetzt ist es zeitgemäß, die Frage zu stellen: hebt hierauf die Köpfe der knienden Opfer an den Zöpfen empor und Wofür bezahlen wir den hohen Preis, der mit dem Blut unsrer der Scharfrichter schlägt mit dem Säbel sechs Menschentöpfe ab wie Soldaten bezahlt wird? Ist es doch ein schlecht erfundenes Märchen, Mohntöpfe. Vor jedem Rumpf ist eine Blutlache; Blutstropfen besprigen eine direkte Lüge, die unglückseligen Vorgänge, die sich jezt in China die gaffend herumstehende Menge, sowie die Gemüse- und Obstbaufen. abspielen, lediglich auf höfische Intriguen zurückführen zu wollen. Und das alles geschieht in Anwesenheit des eingeborenen Volts- Der Aufstand der Chinesen ist vielmehr als ein Notschrei anzusehen, Die Schilderungen des russischen Autors werden dem nicht so an ihm selbst! Es ist wahr, die chinesische Justiz trägt keine gute ein Schrei des Schmerzes, den ein Volt ausstößt, dem man das unglaublich flingen, der sich an unsre deutschen Kolonialgreuel, die Marte, aber das Gefühl der Gerechtigkeit lebt doch noch Heiligste geraubt, das man im tiefsten Innern verlegt hat. haten der Leist, Wehlan, Peters, Flaschen- Schröder, Arenberg, an in dem Chinesen, so gut wie bei andren Menschen. Was muß Darum ist der Krieg mit China tein Krieg für die Civilisation", e Kolonialbestialitäten im Congostaat, in Indien, auf Java und dieses Volt fühlen, wenn solche Scenen sich vor seinen Augen ab- sondern vielmehr ein Krieg für die Ausbeutung europäischer e Behandlung der roten Rasse in Amerika erinnert. Auch darf ja spielen! Interessen" zu nennen. icht vergessen werden, daß es nicht immer die besten Elemente sind, Weiter! In Nagasati wurden 500 tulis auf einem ameridie als„ Kulturpioniere" angeblich europäische Gesittung in fremde tanischen Dampfer eingeschifft. Da in der Stadt eine BodenLänder tragen, um in Wahrheit häufig den dünnen Firnis der epidemie herrscht, so wird auf dem Schiff jeder Chinese unterCivilisation mur au bald selbst abzustreifen. Die Frage, wie tief fucht. Der Arzt betastet Hals, Achsel- und Leistendrüsen, und ver oder wie hoch die chinesische Kultur stehen mag, hat mit der fegt dann dem Untersuchten eine fallende Ohrfeige. Auf Kritik der Excesse der Europäer nichts zu thun. Möchten in China Befragen, warum er die untersuchten Chinesen prügele, antwortet er Barbareien noch so sehr an der Tagesordnung sein, so überhöbe gleichgültig: Ich will nicht jedesmal das Wort: Ge diese Thatsache die Europäer noch lange nicht der Pflichten, die fund! rufen; die Ohrfeige ist mir bequemer und ihnen ihre ja so ausschweifend gepriesene eigene Gefittung auferlegt. fagt dem protokollierenben Schreiber dasselbe. Eine ethische Auffassung, die unsre christlichen Weltpolitifer Während der Fahrt erkranken und sterben viele Chinesen; die freilich nicht gelten lassen wollen. Leichen werden natürlich ins Meer geworfen. Als nun das Schiff in San Francisco, dem Bestimmungsorte, anlangte, fragte der Kapitän, wie viel Personen unterwegs gestorben seien. Er erhält zur Antwort: Kein Mensch, aber 52 Chinesen!! " " Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Donnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Dienstag, 4 Fürstenwalde. Der aus der Landeskirche Ausgeschiedene ist mit Ablauf des auf die Austrittserklärung folgenden Jahrs zu Kirchensteuern, welche auf der persönlichen Kirchen oder Kirchengemeinde- Angehörigkeit beruhen insgemein schlechtweg persönliche Kirchensteuern genannt nicht mehr verpflichtet. Zu den Kosten eines fahrs, in welchem der Austritt aus der Landeskirche erflärt wird, festgestellt außerordentlichen Baus, dessen Notwendigkeit vor Ablauf des Kalender ist, find die Leistungen noch bis Ablauf des zweiten auf die Austrittserflärung folgenden Kalenderjahrs zu zahlen. Leistungen, die nicht auf die Kirchenangehörigkeit beruhen, sondern von jedem zu zahlen sind( z. B. Grundstücks- Kanon, Grundstücks- Dezem) sind natürlich auch von den aus der Kirche Ausgetretenen zu zahlen. Für den betreffenden Kirchenbau A. Nein. wäre also noch bis zum 31. Dezember 1902 zu zahlen. Socialistengesetz für die Partei eingetreten war und insbesondere sich gegen R. K. 2. Weil er in mehreren öffentlichen Bersammlungen unter dem die gelehrten Richter ausgesprochen hatte. Zwei Streitende. Beider steht der Direktion dies Recht zu. A. Giesemann. 1. Ohne nähere Darlegung nicht zu beantworten; sprechen Sie gelegentlich in der Sprechstunde vor. 2. Die Minimaltare beträgt 50 Pf.Quaft. 1. Ja.. 2. und 3. Das Vormundschaftsgericht hat zu bestimmen. Es können gegen die Bestellung zum Vormund sprechende Gründe angeführt werden. 4. Nein. Jahren ausgesprochen sein. Von Tisch und Bett Getrennte können einen 5. Eine Trennung von Tisch und Bett kann nicht in Deutschland vor acht Ehebruch begehen, wenn nach Maßgabe des betreffenden ausländischen Gesetzes eine solche Trennung eine Wiederverheiratung unmöglich macht. 6. Der Betreffende fann auf Grund des Ueberlassungs: vertrags zunächst einen Betrag unter 300 M. beim Amtsgericht einflagen. Die Europäer, so schreibt Doroschewitsch, haben sich den Chinesen gegenüber stets als die schlimmsten Despoten gezeigt und alles daran gesezt, das an sich friedfertige Mongolenvolt in Aufruhr zu bringen. Dieses Volt muß man in Händen halten", so Mit dem Expedieren der Chinesen nehmen es die europäischen Schiffe lautete die allgemeine Ansicht der in Ostasien ansässigen Europäer. überhaupt nicht sehr genau. Das Reisegeld müssen die armen Bopflinge Man muß das Prestige" der Europäer schügen! Demzufolge ver- im voraus zahlen, worauf man sich um ihr Ziel nicht weiter langt der Europäer bei jeder Kontroverse mit einem Chinesen vom fümmert. Liegt es zufällig auf der Tour, die das Schiff gerade leicht bestochenen Mandarin, exemplarische Bestrafung", macht, so ist es gut; andernfalls werden die chinesischen Passagiere die dem Kuli" auch ohne jede Untersuchung einfach in irgend einem Hafen an's Land gesetzt und können dann und Grichtsverhandlung reichlich zu teil wird. sehen, wie sie fortkommen. Sie sind ausgefegt, gleich jungen Kagen, Der Europäer schickt ein geldbeschwertes Schreiben an hilflos, beraubt, fern der Heimat. Aeußern sie ihr Erstaunen darüber, den Mandarin, und der beschuldigte Chinese wird als daß man sie nicht an das gewünschte Ziel gebracht habe, so antbald festgenommen und auf eine Woche ins Kopfbrett" gesteckt. wortet man ihnen mit rohen Scherzen, die mit Mißhandlungen eine Das Kopfbrett ist eine entsetzliche Tortur, und man muß Chinese verzweifelte Aehnlichkeit haben, und macht sich über die" dummen sein, um diese Folter ertragen zu können. Ist der Mandarin gut Kulis" luftig. gelaunt und mild gestimmt, so läßt er den Beschuldigten ohne lange Mord und Totschlag auf der einen Belehrung auf der Untersuchung in Gegenwart des Klägers einige Dugend Hiebe mit andern Seite. Das Geld, das Leben nimmt den Chinesen der Dem Bambus aufzählen, die sich der Geschlagene unter dem Ge- fremde Kaufmann, der Soldat, die Religion der fremde Missionar. ächter der Umstehenden nach vollzogener Erefution abzureiben sucht. Aus Nächstenliebe nimmt er der armen Mutter das krante Kind fort Die Chinesen schäzen ja ihr Leben gering, das ist wahr; ihre und trägt es in ein europäisches Krankenhaus. Das Kind wird dort religiösen Anschauungen machen sie gegen den Tod gleichgültig. Doch gesund und bekehrt. Die Mutter empfängt ihr Kind, erfreut über ziehen sie sicherlich gleich uns das Leben dem gewaltsamen Tod vor. die Gesundung, erstaunt über die fremden Gebete. Aber der fremde Todesstrafen aber, die auf Verlangen von Europäern über Chinesen Gott hat ihr Kind gesund gemacht, und sie betet darum mit ihrem berhängt werden, find tägliche Ereignisse in China. Eine Kinde zu ihm. Niemand hängt so fanatisch an seiner Religion, B. J. 100. Plünderung, eine Gewaltthätigkeit, ein Diebstahl gegen einen euro- wie der Chinese; darum hält natürlich der Mann die unzulässig. päischen Fremden haben stets zur Folge, daß die Thäter, wenn sie Chinesen Frau, und diese den diese den Mann für verloren, wenn er zu find, auf Berlangen der Bestohlenen öffentlich hingerichtet einer werden. Aber wo findet man die Schuldigen, wenn sie verschwunden sind? Der Mandarin erwischt den ersten besten Ruli, auf den er Verdacht hat, der Europäer glaubt versichern zu können, der Gefaßte sei der Thäter, und die Hinrichtung nimmt entstehen G. T. Chltb. 61. Ihre Offerte ist nach Ihrer Darlegung angenommen, Sie könnten also auf Zahlung klagen. A. 2. Derartiges ist uns un bekannt. Erkundigen Sie sich in einem der bekannten Reisebureaus. - 100 B. Der Hund ( Stangen, Internationale usw., Unter den Linden.) ist nicht steuerfrei, doch können Sie ein Gesuch um Befreiung von der Steuer an die Steuerdeputation richten. J. S. 20. Leider nein. Ja. Armenkommission A. S. Das wäre 2. 22. Sie brauchen Ihr Gewerbe nur anzumelden, eines besonderen Gewerbescheins oder dgl. bedürfen Sie nicht. M. 11. Spandau. Kummer, Eine solche Anfrage liegt nicht vor. Ihre Frage Gine Frist zur Abkürzung der Aufbewahrungspflicht besteht nicht. Es bleibt deckt sich aber mit dem unter 4 Fürstenwalde beantworteten. A. W. 99. Ihnen nur übrig, auf Zahlung Ihrer Forderung zu flagen und sodann in die Pfandstücke Zwangsvollstreckung vorzunehmen. A. Möbius. Ja. Otto 25. Sprechen Sie gelegentlich in der juristischen Sprechstunde vor. SD andern Religion übertritt. Sorge und Zwiespalt in der Familie. Der Mann hält die bekehrte Frau für eine Verbrecherin, die die Religion der Väter verraten hat, und die Frau erklärt ihren Mann für ungläubig und halsstarrig, da er noch an der alten Religion, die sie bereits abgestreift bat, festVollständiger Ausverkauf wen Geschäfts- Auflösung! B Nur solange der Vorrath reicht. Kleiderstoffe Seidenstoffe Wegen Wiederholt bald geräumt werden sollen, u. stelle ich daher staunenerregende Preise. mache ich darauf aufmerksam, dass meine umfangreichen Läger sehr Mein 10 jähriges Bestehen bürgt Ihnen für die Billigkeit und Vorzüglichkeit meiner Waaren! Alles unter Preis- Einzig in seiner Art. Einige Artikel aus dem Total Ausverkauf als Beispiel. für Haus- u. Strassenkleider, doppeltbr., früher 50 bis 100 Pf., jetzt 20 Pf. 1 Posten Nouveauté u. Halbseide, früb. 150, 175 bis 300 jetzt 70 u. 95 Pf. 1 Posten reinwoll. Stoffe früh. 95, 120 bis 250 jetzt 40, 55, 75 u.145Pf. 1 Posten engl. Noppenstoff früher 98, 140, 155 jetzt 60 u. 70 Pf. 1 Posten reinwoll. 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Stück selten billig 1/2 Dutzend 42 PL Servietten Gerstenkornhandtücher Wischtücher 24 1/2 Dutzend Normal- Hemden 78 mit Schulterschluss.. Stück Costüm- Röcke aus Seiden- Alpacca, ganz auf Futter Pf. Pf. 3,50 breter 88 Wirtschaftsschürzen 59 Stück PL. Pf. Stück Herkules- Strickwolle 1,25 Zephyr- Wolle extra prima. 1/2 Pfund sämtliche Farben Nähseide Beth 4. 1. Fischbein- Ersatz 4 Schuhknöpfe Strähne Stickseide.. . Strähne Pf. 3PL Nähnadeln Pf. Perlbesätze 11 P. 6P Fingerhüte Mtr. Pf., Pf. Posamentengimpe 5P. Hutnadeln Gestickte Meter Dutzend 25 Stück 2 Stück Pf. Lage Dtzd. 10 P Pf. Pf. 1. Pf. 50 ctm. breit 110 ctm. lang," . 1/2 Dutzend 1,10 1,65 Arbeit.- Hemden 95 Prima Barchend... Stück Costüm- Röcke Hochelegant. Stück extra breit Pf. 4,90 Pf. Wirtschaftsschürzen 88 P Zephyr- Wolle 29 PL grosse Puppen. Parade- Handtücher 32 vorgezeichnet 2P. Parade- Handtücher 48 1P Schuhsenkel Paar 2 1 Pt. Satinband 2 Stück Pf. 1 PL Häkelgarn.. 7 Pack Pf. 10 Meter Knäul 14 5 Pf. Pf. gestickt Pf. Pf. 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