Nr. 229. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Prets pränumerando: Wierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. Nummer mit illuftrierter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Gingetragen in der Poft Beitungs Preisliste für 1900 unter Br. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. sid Vorwärts Berliner Volksblaff. 17. Jahrg. Die Inserttons- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonels geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereins und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Bleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Gonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Jernsprecher: Hmt I, r. 1508. Telegramm- Adresse: " Borialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Die Internationale. Der Internationale Kongreß in Paris hat am Donnerstagabend feine Arbeiten vollendet. Es war nicht das erste Mal, daß Paris, die Mutterstadt der Revolution, die Vertreter des internationalen Broletariats in seinen Maueru versammelt sah. 1889 wurde der erste internationale socialistische Arbeiterkongreß ebenfalls in Paris abgehalten. In Deutschland neigte die Herr schaft Bismarcks, der die Socialdemokratie durch brutale Ausnahmegesete niederzuschlagen gedachte, seinem Ende zu. Trotz der Verfolgungen, denen die deutschen Socialisten ausgesetzt, waren gerade fie neben den Franzosen am stärksten vertreten, um dem Proletariat aller Länder ihre Solidarität zu bezeugen. Dienstag, den 2. Oftober 1900. Voraussetzungen begangen, der Achtstundentag ist das vorläufige Ziel des Rampfes um die Verkürzung der Arbeitszeit. Der Generalstreit wurde mit großer Majorität abgelehnt, als erstrebenswertes Ziel die Organisierung der Massen hingestellt; nach deren Umfang und Festigkeit richten sich die Erfolge im Kampfe. Expedition: SW. 19, Bently- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Fackelzug und Zapfenstreich! 0 Am Montagmorgen brachte ein Bülow- offiziöses Organ des Khaki Liberalismus auf Grund einer Aeußerung des Pariser Matin" die Nachricht, daß die deutsche Negierung ihr legtes Rundschreiben in aller Form zurückgezogen habe. Natürlich teilte der diplo Die Trusts, Kartelle usw. hat der Kongreß, gemäß den matische Rechercheur diese Thatsache in einer ziemlich komplizierten national ökonomischen Anschanungen der Socialdemokratie als die Form mit; er sprach von einer deutsch russisch französischen Verhöhere Organisationsform der kapitalistischen Betriebe und deren Ent- ständigung, die darin beruhen sollte, daß Deutschland sich zu der widlung für notwendig erklärt. Die principielle Bekämpfung dieser wirt- Konzession" verstanden habe, auf die Vorbedingung der gesättigten schaftlichen Gebilde durch die Gesetzgebung hat der Kongreß, obwohl er die Nache Verzicht zu leisten. thing in an schädlichen Tendenzen ihrer derzeitigen tapitalistischen Formen durch- Als die Börse die Kunde vernahm, Graf Bülow mache nicht aus nicht verkannte, doch nicht zu empfehlen vermocht. mehr die Auslieferung der Schuldigen" zur Vorbedingung jeglicher Die Bourgeoisie Frankreichs feierte den Hundertjahr- Gedenktag Zu den Vorausseßungen der Befreiung der Friedensverhandlung, beantwortete sie diese Selbstbesavouierung des ihrer Revolution, den Tag des Siegs der bürgerlichen Gesellschaft Arbeit gehört nach den Beschlüssen des Kongresses vor allem, China- Grafen mit einer fröhlichen Hauffe: die Kurse stiegen! über die feudale. Aber die bürgerliche Freiheit und Gerechtigkeit ist daß sich das Proletariat zum Klassentampfe organisiert. Dem Grafen Bülow mag dies Verhalten der Börse ein Zeichen sein, daßer nicht die Freiheit, nicht die Gerechtigkeit; erst das klassenbewußte Als die anwendbaren Mittel bezeichnet der Kongreß die politische den meisten Erfolg damit erzielen würde, wenn er seine gesamte Proletariat wird diese erkämpfen müssen für die ganze Mensch- Aktion, das allgemeine Stimmrecht und die Organisation der Ar- China- Politik samt seinem berühmten Rundschreiben, so weit es noch heit. Für dieses erhabene Biel bildete der 1889er Kongreß eine beitertaffe in politischen Gruppen, Gewerkschaften, Genossenschaften, möglich, rückgängig zu machen versuchen würde. Wir würden die imposante Demonstration. Es war der Beginn einer neuen Aera, Silfskaffen, Erziehungs- und Bildungsvereinen. letzten sein, die darüber spotteten, wenn die deutsche Regierung sich das organisierte Proletariat war bereits im politischen Leben der der Belehrung zugänglich erwiese. Hoffen wir! fortgeschrittenen Stulturländer ein Faktor geworden, mit dem zu rechnen war. Nicht mehr verhöhnt wurde es, nein gefürchtet und gehaßt von seinen Gegnern. 1889 trat der Socialismus in eine neue Phase ein, die Kongresse von Brüssel, Zürich und London bildenten weitere Etappen in seinem Siegeslauf. und focialen Verhältnisse der vertretenen Staaten. Ferner wurde den Delegierten zur Pflicht gemacht, in ihren Heimatländern für die Organisierung der Seeleute zu wirken. nationalen Kongressen infolge Vielsprachigkeit und andrer Umstände obwalten, vermehren sich natürlich nach dem Auseinandergehen der Delegierten noch um vieles. Eine Verständigung über die Art, wie die gefaßten Beschlüsse zur Ausführung gelangen tönnen, ist un geheuer schwer und so unterbleibt sie häufig ganz. 0 In jener Abwechslung, die in den China Telegrammen seit jeher angestrebt wird, hören wir heute wieder einmal von großer Nachgiebigkeit Chinas, nachdem in den letzten Tagen allerlei Scharfmachereien verbreitet worden. Bald so, bald so, die Berichterstatter sorgen für die Unterhaltung des Publikums. Bon irgend welcher Bedeutung sind diese Nachrichten der sanften Stimmung nicht. mun Chinesische Chamaden. Das allgemeine Stimmrecht muß ein gleiches, geheimes und direktes sein und auch für die Frauen Am Nachmittag freilich widerrief das Blatt seine Morgens Geltung haben. Wo das allgemeine gleiche Wahlrecht bereits er meldung, die der Börse so viel Freude gemacht hatte. Judessen der reicht ist, soll das Proportional- Wahlsystem angestrebt werden. Verzicht auf den Grundsatz des Rundschreibens ist nicht mehr ab. Einen besonderen Punkt der Tagesordnung bildete der Ge- zuleugnen. Alle Mächte teilen mehr oder minder entschieden die meindefocialismus. Der Kongreß verflpichtete die Auffassung Amerikas, und England hat noch immer nicht ge Die internationalen Kongresse bieten große Schwierigkeiten. Parteigenossen aller Länder, an den Gemeindewahlen teil zu antwortet. Graf Bülow, der von einem Urlaub zurückgekehrt ist, Die übergroße Mehrheit der Teilnehmer beherrschen nur eine Sprache, nehmen, nationale Bureaus zu gründen, welche die Berichte und hat in Friedrichsruh bei Bismards Sohn einen Besuch abgeftattet. jede Nede, jede Geschäftsordnungs- Debatte muß in drei Sprachen Erfahrungen sammeln und austauschen sollen. Inzwischen hat sich auf dem Kriegsschauplatz ein gewaltiges übersetzt werden, desgleichen die Anträge und Resolutionen. Ereignis vollzogen. Der Weltgeneralissimus, Waldersee, ist in Das erfordert nicht nur viel Zeit und Mühe, sondern es genügt Tientsin angekommen und hat sofort nach seiner Ankunft, wie der auch bei der Ueberfezung die fleinste Ungenauigkeit, das geringste Von besonderer Wichtigkeit ist der Beschluß, der zum ersten Punkt Telegraph verkündet, seine„ militärische Thätigkeit" begonnen. Worin Mißverständnis, um die größte Verwirrung herbeizuführen. Zu der Tagesordnung gefaßt worden ist. Dieser beschäftigte diese militärische Thätigkeit besteht, erfahren wir ebenfalls: in der Sprachenverwirrung tommt die Verschiedenheit der politischen sich mit der Aufsuchung und Anwendung praktischer der Entgegennahme von einem wohlgelungenen Zapfenstreich und Methoden für die internationale Verständigung, Fadelaug. Möge Graf Waldersee auch sein ferneres Wirken Auf allen früheren Kongressen kamen außerdem noch hinzu Organisation und Aktion der Arbeiter und darauf beschränken, Bapfenstreiche und Fadelzüge entgegenzunehmendie unliebsamen und unfruchtbaren Debatten mit den An- Socialist en, aber nicht auf Reichskosten! archisten, die sich den Zugang zu erzwingen versuchten und Auch auf früheren Kongressen sind ähnliche Beschlüsse gefaßt, jedesmal tagelange muglose Debatten heraufbeschworen. Durch die wie die oben bezeichneten, aber sie blieben doch vielfach nur in London 1896 beschloffenen Zulassungsbedingungen war diese Demonstrationen. Denn die Schwierigkeiten, die auf den interStörung bei dem jetzigen Kongreß von vornherein ausgeschlossen. Trotzdem mußte man dem Stongreß doch mit einigem Bangen entgegensehen. Der Fall Millerand" hatte einen tiefen Riß in die Reihen der französischen Parteigenossen gebracht und sie in zwei Lager gespalten. Wie vorauszusehen war, plazten denn auch die Rußland zieht sich zurück. Geister bei dem Punkt: Eroberung der politischen Macht und die Es ist daher sehr zu begrüßen, daß der Kongreß den Beschluß Während an den russischen Annexionen in der Mandschurei Bündnisse mit den bürgerlichen Parteien" am stärksten auf einander. faßte, ein Internationales Setretariat und ein Inter- taum noch zu zweifeln, ist Rußland in Peking die Versöhnlichkeit Mit 29 gegen 9 Stimmen gelangte die Resolution Kautsky zur parlamentarisches Komitee zu begründen. selber. Der russische Gesandte v. Giers geht auf Befehl des Baren Annahme. Es war nach Nationen, denen hierbei je zwei National ist die Socialdemokratie längst dazu berufen, mit der ganzen Gesandtschaft von Befing nach Tientsin, hat also Stimmen zugestanden waren, abgestimmt worden, um für die praktisch mitwirkend in die Geschicke der Bölfer einzugreifen, ste will anscheinend keine Luft, den Rächer an den Hauptschulbigen" zu jenigen Nationen, deren Vertreter geteilter Ansicht sind, die Mög- sich auch international nicht mehr beschränken auf Demon spielen. lichkeit zu geben, daß beide Ansichten zum Ausdrud gelangen können. ftrationen, sondern sie wird durch international geNach den Alarmsignalen der letzten Tage wird heute Bers Die Anschauung Guesdes, dessen Resolution jede socialistische leitete, gleichmäßig und gleichzeitig in Scene gesezte Teilnahme an den bürgerlichen Regierungen" verbietet, ist also von politische Attionen mitbestimmend auf die Mag- föhnung geblafen. Es wird ein angebliches Edikt des chinesischen der überwältigenden Mehrheit verworfen. Mit dieser Abstimmung nahmen der herrschenden Klassen einwirken. Das Raisers vom 25. September verbreitet, das bejagt: befundete die Mehrheit der Vertreter, daß sie die Frage des Eintritts internationale Sekretariat wird nach dieser Richtung hin arbeiten. eines Socialisten in ein bürgerliches Ministerium nicht als eine solche In dieser Schöpfung internationaler Organe erblicken wir, so der Tattit auffaßt. Die Tattit aber, die eine politische Partei in schlicht und unscheinbar fie ins Leben treten, den wertvollsten Ertrag einem gegebenen Augenblid zu befolgen hat, kann nur bestimmt des Kongresses. Der den Verhältnissen vorausgeeilte Gedanke, der werden von den politischen und socialen Verhältnissen, die nach Zeit die Margsche Internationale Arbeiterassociation schuf, ist jetzt zu und Ländern ganz verschiedene sein können. Mit Recht wies ein neuem und reicherem Leben erwacht. Der internationalen Anarchie deutscher Delegierter darauf hin, daß in Deutschland ein der Bourgeoisie wird durch diesen ersten tastenden Versuch einer " Fall Millerand" wohl noch für lange Zeit nicht zu erwarten sei. internationalen Verwaltung und Erefutive der Anfang einer frucht Der erbitterte Kampf, den die Franzosen mit dem ganzen Feuer baren Organisation entgegengesetzt. In diesem einstweilen ja sehr ihres Temperaments, zum Teil faft mit der Leidenschaftlichkeit von bescheidenen Versuch der Verwirklichung eines höheren Bölkerrechts Fanatikern auf dem Rongreß geführt, war gewiß nicht geeignet, nach birgt sich die Keimzelle eines Bundesrats der civilisierten Welt. außen einen besonders günstigen Eindruck hervorzurufen. Jedoch: Es wäre thöricht, sich durch die üblen Begleiterscheinungen, welche welche andre Partei könnte sich denn ein Gleiches leisten, ohne die zerreißenden Wehen der Einigung der französischen Socialdemokraten Gefahr zu laufen, vollständig auseinander zu fallen? Und die veranlaßten, verstimmen zu lassen und den Wert gerade dieses Debatten und Beschlüsse der Vertreter des internationalen Proletariats Internationalen Stongresses zu unterschätzen. Ganz im Gegenteil, trop in einer Frage, die eigentlich nur eine französische Frage ist, jenes französischen Bruderkriegs, hat sich noch niemals mit solcher werden auf die Dauer gewiß nicht ohne Einfluß auf unfre Klarheit ergeben, wie einig die Socialdemokratie aller Länder nicht ist den Franzosen in eindringlicher und kerniger Sprache ans Herz Verbindung von principieller Festigkeit, taktischer Schmiegsamkeit und Kaiser nicht unterbreiten wollte. Entschuldigt China den Mord und gelegt werden, fleine Meimungsverschiedenheiten hintanzusetzen, das praktischer Arbeit diese Vereinigung, in der die unbefiegbare Straft verspricht Bestrafung des Mörders, so entfällt für Deutschland große Gemeinsame im Auge zu behalten sich zu einigen. der Socialdemokratie liegt sie herrscht bereits jest fast in im Sinne des Völkerrechts Von dieser Streitfrage abgesehen, hat der Kongres fast alle allen nationalen Abzweigungen der einen großen, untrennbaren Aflionen. Beschlüsse einstimmig gefaßt. Einstimmige Verurteilung fand Socialdemokratie der Welt, sie wird über furz oder lang das gevor allem die von allen Großmächten betriebene Weltpolitit famte Proletariat aller Bölker durchdringen. der mit ihr zusammenhängende Militarismus und Die Internationale ist einig, nicht nur im Endziel, nicht mur in ihren Kämpfen gegen alle Formen des kapitalistischen Systems, gegen Der Arbeiterkongreß hat sich so als ein Friedenstongreß Militarismus, Kolonial- und Weltraubpolitit, sie wendet auch überall der That bewährt. Zur selben Zeit, da die Kapitalisten der die gleichen Mittel an, die zur Erringung von Vorteilen für das europäischen Kulturnationen" in den fremben Erdteilen Raubfriege Proletariat, zur Eroberung der politischen Macht und letzten Ends führen, treten hier die Vertreter der arbeitenden Klaffe zusammen, zur Umgestaltung der Gesellschaft von Grund aus tanglich find. um gegen diese Beutepolitik zu protestieren. Unter rauschendem Die gleichen Jdeale, die gleiche Schulung, der gleiche Weg Beifall bekunden Hyndman, Burrow und Curran, drei das ist schließlich doch der tiefste und wahrste Eindruck, den der Engländer hintereinander, daß die organisierten Arbeiter Englands Internationale Kongreß zu Paris hinterläßt. Und diesen Eindruck feinen Teil haben an der Politik der Chamberlain, daß fie vermögen weder die mancherlei notwendigen nationalen Beprotestieren gegen die Vernichtung fremder Volksstämme. Als eine fonderheiten noch die sehr wenig notwendigen persönständige Gefahr für den Frieden und ein Hemmnis für die lichen und umpersönlichen Zwiftigkeiten einzelner hadernder Gruppen ruhige Weiterentwicklung der heutigen Gesellschaft wird der Mili- abzuschwächen. Der Thron sei an der Lage unschuldig, sie sei vielmehr dadurch hervorgerufen, daß Prinzen und Großwürdenträger die Boxer begünstigt hätten. Jene müßten daher bestraft werden. Unter den Schuldigen werden die Prinzen ersten Rangs Chuang, Tsai Hsün und Tpo Ching aufgeführt und ihres Nangs und ihres Amits für verlustig erklärt. Der Prinz ztveiten Range Tuan ebenfalls soll alle Aemter und Gehälter verlieren und dem Hofgericht zur zur strengen Bestrafung Ferner sollen überwiesen werden. der Herzog giveiten Range Tjai Lan und der Vicepräsident des Cenforats Ding- min bestraft werden. Für den assistierenden Großsekretär, Präsidenten des Justizministeriums Chaoschuchiao sollen das Censorat und die Minister eine Strafe als Warming vorschlagen. Ferner soll der Kaiser in einem Dekret seinem tiefen Bedauern über den Tod des Freiherrn v. Ketteler Ausdruck gegeben und angeordnet haben, daß in Peking und in der chinesischen Gesandt schaft zu Berlin eine Trauerfeier zum Gedächtnis des Ermordeten veranstaltet werde. Eine offizielle Entschuldigung enthielt übrigens schon jenes werden auf die Dauer gewib von mehr als einem Redner nur in den Grundsägen, sondern auch in der Taktit ist. Die innige chinesische Rundschreiben, das seiner Zeit Graf Bülow dem deutschen und Marinismus. tarismus erklärt und die Abschaffung der stehenden Heere gefordert. Die Einheit der internationalen Socialdemokratie ist fein Traum Nur geringe Schwierigkeiten bereiteten die Punkte Maifeier mehr, sie ist heute bereits eine beginnende Wirklichkeit und sie wird und Verkürzung der Arbeitszeit; hier brauchte man sich bald eine erfüllte Thatsache sein. Und diese Einheit berbürgt den nur an die Beschlüsse der früheren Kongresse zu halten. Die Mai Sieg der größten Kulturbewegung der Menschengeschichte. feier wird in der gewohnten Weise unter den früher beschlossenen jeder Anlaß zu kriegerischen Ein Brief des chinesischen Kaisers an Wilhelm II. Der chinesische Kaiser soll nach dem„ Standard" folgenden Brief an Wilhelm 11. gerichtet haben: Der chinesische Kaiser sendet dem deutschen Kaiser Grüße! Diefer plögliche Aufstand in China hat die Ermordung Ihres Ge fandten zur Folge gehabt, meine Untergebenen haben schänd= lich gehandelt und freundliche Beziehungen abgebrochen, was mich tief betrübte. Ich habe heute dem Großrat Kuntang anbefohlen, ein Opfer am Grabe des toten Gesandten darzu bringen, ferner habe ich Li und Linkunyi befohlen, die lleberführung des Gargs nach Deutschland möglichst zu erleichtern, und wenn dieser in Deutschland anlangt, hat mein Gesandter in Berlin den Befehl, wiederum ein Opferdarzubringen, so wünsche ich mein tiefes Bedauern zu bethätigen. Früher waren unsre zwei Länder friedlich; ich beschwöre Sie um aus Rücksicht auf unfre gemeinsamen Interessen, baldige Friedensunterhandlungen zu gestatten, damit beständiger Frieden gesichert werde. Wird Graf Bülow diefen Brief an die Adresse expedieren? Möglicherweise dienen übrigens die jetzigen aus englischer Quelle flammenden Nachrichten über die angebliche Unterwürfigkeit Chinas demselben Zwed wie die früheren Scharfmachereien. Deutschland soll zu neuen Aftionen provoziert werden; darauf wird hingearbeitet, indemn Politische Ueberlicht. Georg Wegener, der fich jest in der Umgegend des Walderfeeſchen mindestens 12 Lagen vor den Hauptfeſten Ausnahmen zuman bald aufreizend die Gefahren des chinesischen Uebermuts| Theatergeschichte; denn zum erstenmal soll hier in Preußen eine| stand zu schaffen, wie er noch nie dagewesen ist"; verschildert, bald die deutsche Unternehmungsluft durch den Hinweis Bühne mit Staatsmitteln geschaffen werden, während sonst nur langen sie doch einen Getreidezoll von acht Mart. Ein Zoll von dieser Höhe bedeutet für die Bevölkerung einen Notstand von minde stachelt, wie gewaltige Angst China vor der kriegerischen Macht Höfe, Kommen und Privatlente Theater unterhalten. Deutschlands habe. Ein Zweifel plagt ums außredem Germanisierend könnte stens ebenso großer schädigender Wirkung als die gegenwärtigen Der Oberbefehl. eine Bithne doch nur dann wirken, wenn sie die fünstlerisch- Sohlenpreise. Stousequenz ist aber nie Sache der Junker gewesen, Der Pariser Matin" versieht die Nachricht von Walderfees An- litterarische Kraft des Deutschtums anschaulich machte; unter dieser sonst müßten fie alle Maßnahmen, die geeignet find, das notwendigste Hanft in China mit folgender Erläuterung: Der deutsche Feldmarschall, Voraussetzung würden auch selbst die Polen willige Zuschauer werden. Lebensmittel, das Brot, im Preis in die Höhe zu treiben, weit von ranghöher und älter als die übrigen verbündeten Generale, wird Da nun aber die in Preußen herrschende Censur alle ernstere Kunst sich weisen. natürlich bei den Beratungen der Truppenführer den Vorsiz einnehmen. zu unterdrücken bestrebt ist, so bleiben nur schale Minderwertigkeiten Sie wittern Morgenluft. Seit einiger Zeit ist davon die aber er wird keine unmittelbaren Befehlshaberrechte über die und byzantinische Lauffereien für das Posener Stadttheater übrig. nichtdeutschen Truppen und ihre Führer auszuüben haben, Dann wird es dahin kommen, daß in das Germanisierungs- Theater Rede, daß beabsichtigt werde, die Bundesrats- Verordnung vom nur bei Stimmengleichheit im Striegsrat wird seine Stimme aus niemand mehr hineingeht und die Staffennot wird bald dazu führen, 4. März 1896 abzuändern und statt des Magi malarbeitstags schlaggebend sein. Zugleich lägt die Londoner" Daily Mail" sich daß man zu germanisierenden französischen Tänzerinnen, englischen in den Bäckereien eine Mindest Ruhezeit einzuführen. Der " Germania" hat, wie die Bossische Zeitung" zu melden aus Shanghai melden, daß die französischen, russischen Musikakrobaten und russischen Schweine Dresseuren seine Zuflucht geschäftsführende Vorstand des Verbands deutscher Bäckerimmungen und amerikanischen Offiziere fich weigerten, nimmt. sich unter den Oberbefehl des Grafen von Daß übrigens Miquel zum Direktor der neuen deutsch- völlischen weiß, im Hinblick hierauf eine Eingabe an den Bundesrat alberjee zu stellen, so lange noch teine friege Bühne ernannt werden soll, ist ein unbeglaubigtes Gerücht, das wohl gerichtet, worin darauf hingewiesen wird, daß die Einhaltung der rischen Operationen begonnen hätten. dem allgemeinen Gefühl entstamint, daß niemand sich so trefflich Bestimmungen über die Sonntagsruhe fast in allen Bädereien auf die Inscenirung von nationalen Komödien versteht, wie der umfangreiche Vorarbeiten an den Sonnabenden nötig mache. wird daher in der Eingabe gebeten, daß, wenn eine Mindeftruhezeit preußische Finanzininister. von mehr als acht Stunden festgesetzt werden sollte, an allen und außerdem a'n Scherl's Reisender. Für den Lokal Anzeiger" reist ein 52 Sonnabenden des Jahres Asbesthauses befindet, gewerbsmäßig um die Welt. Er war u. a. gelassen werden mögent. auch beim König Mataafa auf Samoa, und berichtet darüber Die neue Militärgerichtsbarkeit. Mit dem 1. Oktober, an wie " Ich war eben im Begriff, mich in großer Behaglichkeit um dem die Militärstrafgerichts- Ordnung in. Kraft getreten, ist Berlin zuschen, als der Kapitän( des Schiffs, Cormoran") mir der Sitz des obersten Reichs- Militärgerichtshofs geworden. Das eröffnete, jetzt würde mir Mataafa eine Rede halten. Er habe Dienstgebäude befindet sich in dem für fünf Jahre gemieteten Hauje ihm vorhin gefagt, daß der Kaiser ihm einen Brief Markgrafenſtr. 65, in welchem zwei große Sigungsjäle für öffentliche Reichs- Mili geschrieben hätte, worin ihm meine Antunft Verhandlungen eingerichtet sind. 2 angefündigt sei; ich sei beauftragt, zu sehen, wie sich " Berlin, den 1. Oftober. S Mark- Getreidezoll! Als die Deutsche Tageszeitung" neulich sichtlich befriedigt erklärte, es sei nicht wahr, daß die landwirtschaftliche Kommission des wirtschaftlichen Ausschusses zur Vorbereitung der Handelsverträge einen Getreidezoll von 6 M. beschlossen war daraus ſie ſei ſich aber vollſtändig einig über die Frage, lofen habe zu folgern, daß man sich über einen noch höheren Zoll einig geworden sei. sprus diri un tumailmysdi Dr. " Samoa unter den neuen friedlichen Zuständen unter deutscher Hofes sind ernannt: Präsident Generallientenant Freiherr von Schutzherrschaft entwvidle, und davon zu berichten. Sie wundern Gemmingen. Adjutanten des Präsidenten: Major Freiherr von Jetzt erfährt die„ National- Zeitung", daß sich die Komfich etwas, daß ich Sie mit dem Kaiser in Zusammenhang bringe. Efebed, Major Elstermann bon Elster. Militärische Mitglieder: mission geeinigt habe, in dem Ausschuß die Erhöhung des Das muß ich thun; Ausdrücke wie Admiralstab oder AusGeneralmajor v. Kaltenborn- Stachau, Oberst Brandau, Oberst Ritter bisher Abteilungschef im bayrischen Weizen und Roggenzolls von 3,5 M. auf 8 M. in einem wärtiges Amt würden die Leute gar nicht verstehen. Was v. Gerneth, lekterer Generaltarif und auf 6,5 M. in einem Minimaltarif zu be- hier behördlich von Deutschland kommt, das ist Kriegsministerium. Senatspräsidenten: Professor Dr. Weiffenbach ( bisher Abteilungs- Chef im preußischen Kriegsministerium), Dr. Herz antragen, d. h. der Zoll soll 8 M. denjenigen Ländern gegen- immer der Kaisa". über betragen, mit denen feine Handelsverträge zu stande Man sieht, Scherl macht alles, er ist der geheime Oberkaiser der( bisher Geh. Admiralitätsrat im Reichs- Marine- Amt), Ritter v. Koppkommen, und mindestens 6,5 M. auf Grund solcher Verträge. Welt, und seine Leute sind die Oberminister! adies mapmann( bisher bayr. General Auditeur), Ober- Militäramvalt v. Bechmann( bisher Geh. Justizrat und Mitglied des General- Auditoriats).. Auch eine entsprechende Steigerung des Gerstenzolls wurde Die Reichstage- Erfahwahl in Nandow- Greifenhagen findet Für den Militärgerichtshof des Gouvernements Berlin sind als beschlossen.dedo" oulshp od primam Freitag, den 9. November, statt. Seitens der Socialdemokraten ständige Mitglieder Ober- Kriegsgerichtsrat Dr. Aulhorn und JuſtizDa nun auch ein Zoll von 6,5 M. aus-' chend sein dürfte, tandidiert wieder wie in früheren Jahren Genosse Alwin Körsten. rat Hauser ernannt worden. si difpon mit den Getreide Exportländern teine Handelsverträge zu Die Konservativen haben den Rittmeister a. D. Prätorius, Die Mitglieder des Reichs- Militärgerichts versammelten sich am stande kommen zu lassen, so bedeutet solch ein Beschluß einen der auch seit mehreren Jahren den Wahlkreis im Landtag Montagmittag. vertritt, aufgestellt. Ob die Freifinnigen, die ja kaum in Die gleichzeitig ins Leben getretenen Kriegsgerichte des allgemeinen Zoll von acht Mark, und man kann nur Betracht kommen, einen Zählkandidaten auſſtellen, iſt ungewiß. Bei Gardecorps, des Gouvernements von Berlin und des III. Armeesich wundern, warum die Agrarier sich damit begnügt haben der Wahl von 1898 fielen auf Störsten 10 552 Stimmen, während corps haben die ihnen im früheren Militärarreſtlokal in der Lindenund nicht gleich 10, 15 oder 50 M. Boll beantragen. der Konservative mit 15 020 men gewählt wurde. der Konservative mit 15 020 men gewählt wurde. Der Kan- straße eingerichteten Diensträume am Montag übernommen. Zwei Ein Zoll von 8 M. würde bei einem durchschnittlichen bidat der Freisinnigen Boltspartei erhielt.1242 Stimmen. große Sigungssäle find für die öffentlichen Verhandlungen geVerbrauch von 13 Millionen Tonnen Weizen und Roggen einen Der Kreis Randow Greifenhagen wird immer mehr zu schaffen worden. this strued out to jährlichen Tribut von 108 Millionen Mark einem rein industriellen, die Aussichten des socialdemokratischen Kan Dem Gerichtshof des Gardecorps wird als juristische Person bedeuten, den die arbeitende Bevölkerung an eine fleine Anzahl didaten sind deshalb keine schlechten doded path Obercorps- Auditeur Bever vorstehen. großer und mittlerer Grundbefizer zu zahlen hätte. Es ist vorauszusehen, daß sich der wirtschaftliche Ausschuß auf einen Zollsatz einigen wird, der zwischen 8 M. und 6,50 m. liegt. Un so energischer wird sich das Volk gegen diese Handelspolitik des Hungers auflehnen. Völlige Aufhebung der Getreidezölle ist die Kampfparole gegenüber den Großwücherern des immobilen Kapitals. National- socialer Vertretertcg. Es wäre sicherlich weniger mühevoll, wenn die Schweine nicht abgestempelt, sondern direkt in Anilinfarbe hineingetaucht würden. Anilinblaue Schweine und himmelblaue Margarine, wie sie uns vor Jahren die lieben Agrarier zugedacht hatten, das würde trefflich zusammen passen. und eine Armee bon an Gefempelte Schweine. Der legte schlesische Fleischertag in Schulausflüge als socialdemokratisches Agitationsmitte". au er beklagte sich über die Abstempelung des nach Ober- Man schreibt uns aus Halle: Die Umsturz bestrebungen" schlesien importierten russischen Schweinefleisches. Dort wurde der Schule batten es dem Rentier und früheren Stadtverordneten berichtet, daß häufig Schweine mit 124 Anilinstempeln bedeckt ädide von Bitterfeld angethan, einen" kräftigen Artikel" im waren, so daß sie geradezu cfelerregend ausfahen. Auf Allgemeinen Anzeiger für Bitterfeld" gegen das Lehrerkollegium eine dieserhalb vom Fleischertag an die Regierung ge- der Realschule und den Magistrat loszulassen. Er hatte aber die richtete Beschwerde hat der Regierungspräsident Bekämpfung der Socialdemokratie ohne den Staatsanwalt gemacht in Oppeln der Schlesischen Vollezeitung" zufolge dahin und stand nun heute vor der Straffammer wegen Beleidigung des entschieden, daß er nicht in der Lage sei, das gegent Lehrerfollegiums angeflagt. Direktor Franke hatte Strafantrag ges wärtige Verfahren der Abstempelung des russischen Schweine- tellt, weil Hädicke in dem unter Eingefandt veröffentlichten Artikel Man schreibt uns aus Leipzig, den 30. September: fleisches im Sinne des Fleischertags anderweit zu regeln; geschrieben hatte, die Schulausflüge feien geeignet, Noch in den letzten Tagen ist an den Plakatsäulen, in der Presse aus veterinärpolizeilichen Gründen sei es geboten, die Socialdemokratie groß zu ziehen, und wenn und sogar in den Arbeiterorganisationen eine riesenhafte Reklame den Ursprung des eingeführten russischen Schweinefleisches derart das nicht ganz der Fallsei, so wären die Ausflüge gemacht worden. Außer den Mitgliedern des national socialen tenntlich zu machen, daß eine Verwechslung mit dem einheimischen aber mindestens der Nährboden für die Social Vereins, der evangelischen Arbeitervereine und der Gewerkvereine nicht stattfinden könne, und das könne nur durch reichliche Ab- demokratie. Der Angeklagte stellte im Gerichtssaal folgendes haben auch die Mitglieder der Gewerkschaften freien Zutritt. Alle stempelung mit Anilinfarben geschehen, weil bei dem früheren Ab- Erempel auf: Die Hälfte der Kinder stammt von socialandren Personen können den Vorstellungen gegen Lösung einer stempelungsverfahren die Stempelung entfernt und dann das Fleisch demokratischen Eltern und die großen 13-14 jährigen Jungen und erzählen verbotenerweise über die Grenze des Industriegebiets hinaus lesen schon socialdemokratische Blätter auch Tageskarte zu 20 Pf. oder einer für alle 3 Tage gültigen Dauer- geschafft worden sei. Daß durch die jetzige Stempelung das Fleisch dann dieses und jenes, was sie von den Eltern gehört und tarte zu 50 Pf. beiwohnen. Aber bereits in der heute abend dem Käufer verekelt werde, habe sich bisher nach den gemachten Er- gelesen haben, mit, wodurch die nichtsocialdemokratischen Kinder abgehaltenen Begrüßungspersammlung hat es sich gezeigt, daß fahrungen nicht bestätigt gefunden. inspiriert werden. Die unangesteckten Kinder nehmen socialdemo= die organisierten Arbeiter der an sie ergangenen Einladung kratische Meinungen in sich auf, da sich ein Lehrer bei einem Ausflug keine Beachtung schenken und die national- socialen Arbeiterfreunde unmöglich um ca. 30 Schüler genügend fümmern könne. Man möge werden sich auch an den übrigen Tagen damit abfinden müssen, daß an Stelle der Ausflüge lieber Kinderfeste abhalten. Dadurch würden man sie hübsch allein läßt und auf ihre Belehrungen verzichtet. die Lehrer viel mehr verpflichtet, sich unausgesetzt bei Spielen 2c. den Kindern zu widmen. Das Lehrerfollegium hatte den Artikel auf sich Profeffor Sohm hielt hente die Begrüßungsrede. Er schildert Leipzig als einen wichtigen Ort in der Geschichte des National- Zur Leutenot. Das Mittel, die Landflucht der Arbeiter bezogen, weil ein Lehrer der Realschule, der zugleich Stadtverord Socialen Vereins, als den Mittelpunkt eines geistigen und wirt- und Arbeiterinnen zu bannen, glaubt der Vorstand der Landwirtschafts- neter ist, als der Bitterfelder Magistrat zu den Schulausflügen schaftlichen Lebens sowohl, als auch einer ständigen socialen Be- fammer für Westfalen gefunden zu haben. Um den Wechsel der 1000 2. zur Verfügung gestellt hatte, für die Ausflüge eingetreten wegung. Auf der einen Seite eine zielbewußte ArbeiterArbeitsstellen bei den industriellen Arbeitern möglichst zu behindern, war. Darüber war der Angeklagte ärgerlich geworden. Der Staatsschaft, auf der andern Seite ein wurde in der letzten Generalversammlung des Vereins deutscher Eisen- anwalt beantragte 15 M. event. 3 Tage Gefängnis. Das Gericht von vaterländischer Ge- gießereien angeregt, an Arbeiter und Arbeiterinnen für lange Dienst- sprach den Angeklagten aber frei, da er in Wahrnehmung berechtigter finnung und nationalem Geiste erfülltes Bürgertum. Das zeit in einem Betriebe, nach verschiedenen Abstufungen, Diplome, Interessen gehandelt habe und nicht die Lehrer, sondern den Magistrat Industrieland Sachsen stehe unter dem Einfluß eines agrarischen Medaillen, Broschen mit Kreuzen und ähnliche Dekorationen zu treffen wollte. Nordostwinds, der von Berlin herüber weht. Die Aufnahme der verteilen. Mit diesem Mittel, würde man die Arbeiter, joBezirkstagswahlen in Elsaß- Lothringen. Aus Straßburg Arbeiterschaft als berechtigtes Glied des Volts wird bewußt oder gab ein Redner seiner Hoffnung Ausdruck, die ein wird uns vom 30. September geschrieben: Bei den heute stattdekorierten nubewußt abgelehnt und diese Arbeiterschaft sei vollständig in den zelnen Betriebe fesseln gehabten teilweisen Erneuerungswahlen zum BezirksArbeitern erziehen. Zu welchem Händen der Socialdemokratic. Da der nationalsociale Gedanke auf Zweck die Unternehmer tag des Untereliai erhielten im Kanton Straßburg- West leuchtet wohl Hoffmann( Socialdem.) 820, Bürgermeister Bad( gouvernemental) feiner Seite Aufnahme findet, so bleibe für ihn in Leipzig und Sachsen noch ein hartes Stück Arbeit zu verrichten. Die Hebung besser ausnutzen, er ist widerstandsloser gegen alle Anmaßungen und Bartei hier zum erstenmal in die Wahl eintrat, ist ihr Erfolg als ein des Arbeiterstands sei nur durch die Hebung der Nation möglich, mit Aufhören der Fluktuation ist für die Unternehmer eine umandeshalb müsse der nationalsociale Gedanke siegen. genehme Stonkurrenz beseitigt, die fie untereinander behufs Anziehung Die Wahl im Kanton Nord ergab für Peirotes( Socialdem.) Pfarrer Naumann zeigt sich als der Tröster in schweren der besteit Arbeitskräfte betreiben. Den Arbeiterwechsel durch an- 855, für Justizrat Riff Reichstags- Abgeordneter( vereinigte Zeiten: Wir sehen erst jetzt, wie schwer die Arbeit ist, aber laßt ständige Behandlung der Arbeiter und Zahlung, angemessener Löhne Ordnungsparteien) 2070 Stimmen. Jun Jahre 1894 hatte der uns nicht verzagen, Freunde. Die Bewegung hat in den letzten vier zu beheben, fällt den Herren allerdings nicht ein. Um den eignen socialistische Kandidat 735 Stimmen erhalten. Dabei ist zu berückJahren nicht abgenommen, aber untereinander haben wir viel ge- ideale" Belohnung, durch Detoration zum willenlosen Ausbeutungs- längerung der Ansässigkeitsfrist von 6 Monaten auf 3 Jahre und Egoismus besser befriedigen zu können, will man den Arbeiter durchsichtigen, daß inzwischen das Wahlrecht zum Bezirkstag durch Verwonnen. Deutschlands Zukunft ist gebaut auf der Stärke ſeines objekt zwingen. Der erwähnte Vorstand hat die von induſtrieller Ausschluß der Armenunterſtüigten eine erhebliche Verschlechterung Staats, die nationalsociale Entwicklung ist ein Gedanke in Deutsch Seite gegebene Anregung beachtet. Man glaubt, was für industrielle erfahren hat. Von insgesamt rund 13 400 eingeschriebenen Wählern lands Zukunft hinein. or and usundis Arbeiter als Erfolg versprechend in dieser Beziehung gepriesen wird, in beiden Kantonen gaben nur etwa 6200 ihre Stimme ab. Von dem Frankfurter Vertreter wird bedauert, daß die Leipziger fam für Dienstboten und landwirtschaftliche Arbeiter sicher nicht gn Mülhausen- Süd erhielt Nüßbaumer( Soc) 2200, und Berliner die besten Kräfte weggenommen haben. In Frankfurt schädlich sein. Und so sollen denn für die Folge, nach Arbeits- Rust( flerifal) 3350 Stimmen. bi bit fühlt man sich jest wie Kinder ohne Vater. fategorien und Dienstzeiten verschieden,' an die betreffenden Arbeiter Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Von Interesse sind noch die Aeußerungen eines Berliner De- und Arbeiterinnen für langjährige treue PflichtWegen Majestätsbeleidigung, Mißhandlung und Verübung groben erfüllung sichtbare Zeichen der Anerkennung verliehen Tegierten, Graveur Schaal, der sich als gewerkschaftlich organisierter Arbeiter und als Vertreter des 6. Berliner Reichstags- Wahlkreises werden. Die aus bereits geschilderten Zieraten bestehenden Zeichen Unfigs verurteilte die Kölner Straftammer einen als Trinter besollen des größeren Effelts wegen in den Versammlungen der Vereine fannten Tagelöhner zu se ch 3 Monaten Gefängnis und einer Woche vorstellt. Er glaubt zunächst dagegen Verwahrung einlegen zu müssen, ter entsprechenden Ansprachen überreicht werden. Die baminelnden Haft. Der Verurteilte hatte auf der Straße gelärmt und einen daß der Vorwärts" die Nationalsocialen als Hunnenpartei bezeichnet Anhängsel werden nim wohl bald sehr im Sturse sinten- wenn sich Stnaben geschlagen; am 12. August soll er den deutschen Kaiser béhabe und ist im übrigen der Weltmachtspolitit freundlich gesinnt. génng Dumme finden. leidigt haben. Der Mann war bei dieser Gelegenheit offenbar Singers Raferat in Mainz sei nicht vom Standpunkt eines Zur Kohlennot hat fürzlich der Vorstand der schlesischen wieder betrunken. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Arbeiters, sondern von dem eines Feinds des Militarismus gehalten and wirti chaftstammer Stellung genommen und folgenden Deffentlichkeit statt. worden. Wir haben, so führt er weiter aus, als Gewerkschaftler Beschluß gefaßt: von den Engländern gelernt, die Macht auf dem Weltmarkt zu er ringen. Wenn wir Brot und Arbeit brauchen, so zichen wir nicht demonstrativ vor das Nathaus, sondern gehen hin zum Staat und verlangen Schutz unter deutscher Flagge, um den Weltmarkt zu erobern. Der Herr beteuert am Schluß seiner Ausführungen nochmals, als Vertreter der organisierten Arbeiter zu sprechen. Ein Delegierter aus Württemberg macht noch die Mitteilung, daß man sich daselbst entschlossen habe, zu der nächsten Landtagswahl einen eignen Kandidaten aufzustellen. " Die Ausführungen der übrigen Redner find ohne Bedeutung. Deutsches Reich. Das Germanisations- Theater. In Posen soll zur Hebung des Deutschtums cin Theater gegründet werden. Das Ge bände foll 1200 000 M. fosten, davon will der Staat 800 000 m. beitragen. Wir stehen damit vor einer Wendung der preußischen für langjährige Dienstverhältnisse schwärmen, jedem ein. Den an die Scholle gefesselten Arbeiter kann man 2301 Stimmen. Letterer ist somit gewählt. Da die socialdemokratische guter zu bezeichnen. Die Verfügung des Herrn Ministers für Landwirtschaft, Do- Ausland. orally mänen und Forsten vom 4. August d. J. betreffend Kohlennot mitosi adiungarn. Beigabe des hierzu geeigneten Altenmaterials dahin zu beantworten, daß auch im Bezirk der schlesischen Landwirtschaftskammer eine Rektifizierte Polizei. Die ungrische Polizei geht, wie noch Stohlennot herrscht, und daß, wie aus zahlreichen Zufchriften schlesischer fürzlich auf dem internationalen Kongres in Paris von den Landwirte und privaten Mitteilungen derselben hervorgeht, die ungrijchen Delegierten berichtet wurde, in der brutalſten Weise gegen Landwirte schon während des Sommers die bestellten Kohlen die Socialdemokraten vor. Die als Agitatoren" bekannten Arbeiter vielfach nicht erhalten haben und auch bei rechtzeitiger Bestellung werden kurzerhand ausgewiesen. Nim hat aber der Minister bes nicht in der Lage gewesen sind, sich den erforderlichen Borrat für Innern entschieden, daß die Polizei nicht das Recht habe, Arbeiter den Herbst- und Winterbetrieb sicher zu stellen. or side wegen socialistischer Agitation auszuweisen. Den dieser Der Vorstand der Landwirtschaftskammer erhofft eine Abhilfe halb Ausgewiesenen wurde die Rückkehr gestattet. dieses noch nicht dagewesenen Notstands im all. England. gemeinen durch Tarifmaßregeln, welche geeignet sind, die Einfuhr ausländischer Kohlen zu begünstigen und die Ausfuhr inländischer einzufränten. Bis nachnittag 3/2 Uhr waren ohne Gegenkandidaten gewählt: Die Agrarier beflagen sich hier mit Recht über die Kohlennot und verlangen Maßregeln, welche die Einfuhr ausländischer Kohle begünstigen. Sie selbst aber sind bestrebt, ebenfalls einen Not Wahlresultate. Aus London wird vom 1. Oftober gemeldet: 97 Unionisten, 8 Liberale und 8 irische Nationalisten. Unter den Wiedergewählten befinden sich John Gorst, John Nedmond, Edward Grey und Lord Hamilton, der Staatssekretär für Indien. 1 Afrika. Allemane flingelt von Zeit zu Beit mit der Glocke, diese drohend nach links schwingend. Es hilft alles nichts. Er tann tein einziges Wort spreche 11. 114 Uhr. Die Linte stimmt zur Abwechslung die Inter nationale" und die„ Carmagnole an. Die Rechte flatscht den Obstruktionsfängern Beifall.. 99 Das größere Britannien. London, 1. Oktober. Daily Fribourg, von neuem links mit Lärm empfangen, verliest mun News" meldet aus Sydney, den 30. September: Dem Vernehmen die Liste der gültigen und ungültigen Mandate bis zu Ende und nach hat die britische Regierung eingewilligt, die im Stillen Ocean bittet um Annahme der Kommissionsbeschlüsse. gelegenen Inseln Rarotonga, Manihili, Palmerston, Penryhn, Rongè, Gues dift, bekämpft dieselben namens der Kommissions Pukapuka und Rokahanga( Hervey-, Manihili- und Union- Inseln) zu minderheit. Bei 28 Mandaten hätte man nicht einmal den Beweis, annettieren. Von Neu- Seeland ist bereits ein englisches Kriegs- daß die betreffenden Gruppen existierten.... Proteste rechts. Die schiff abgegangen, um die Annektion vorzunehmen.- This weiteren Ausführungen des Redners verlieren sich im Lärm. Lafargue steigt auf die Bant, um zu sprechen. Die Rechte Andrieng, Vertreter der Genossenschaften in Generalfomitee, hindert ihn daran durch den Nuf: A- boy- eur! A- boyder mit der Linken zusammengeht, spricht speciell gegen die Gültigeur!"( Schreier, Beller), wie er selbst öffentlich Jaurès geVom Boerenkrieg wird nur wenig Neues berichtet. Einige keit der Genossenschaftsmandate: Nur die 44 Mandate, die von der nannt hat. Pläufeleien bei Heidelberg und Pinaarsriver haben statt Kommission des Generalfomitees bestätigt wurden, entsprechen Inzwischen hat man ein rotes Banner über dem Podium auf gefunden und sind nach Berichten aus englischer Quelle für die den Zulassungsbedingungen. Die übrigen stammen von Ge- gehißt, dicht über Allemanes Haupt. Allemane schwengt das Tuch Boeren ungünstig verlaufen. In Komatipoort fand eine furcht- nossenschaften her, die nicht den Beweis geliefert haben, für der roten Fahne nach links, auf die Inschrift: bare Explosion statt, während englische Soldaten Munition, welche die focialistische Propagande Beiträge geleistet zu haben. Ihre revolutionäre Föderation" zeigend. von den Boeren im Stich gelassen war, vernichteten. Zwanzig Beiträge für Streitende find nicht in Betracht zu ziehen, da Es ist Mitternacht geworden. Die elektrischen Lampen werden Gordon- Hochländer wurden getötet. auch reaktionäre Genossenschaften Streits unterstüßen, wenn es ihr nach und nach gelöscht. Allemane tann nur noch durch VorLord Roberts scheint sich doch demnächst nach England ein Interesse erfordert.( Proteste rechts.) Die Kommissionsmehrheit hat zeigen einer Inschrift auf einem Stüd Vapier zuſchiffen, denn es wird gemeldet, daß General Baden- Powell das die betreffenden Mandate bestätigt lediglich auf Grund der Be- bie nächste Sigung auf 2 Uhr nachmittags feſtKommando der Polizeitruppe übernimmt. Diese Truppe soll für hauptungen der Genossenschafter Guillemin und Bagnol.... setzen. Transvaal und den Oranje- Freistaat 12 000 Mann betragen. Wieder minutenlanger Lärm. Der Vorsitzende Pasquier ist Yus London wird berichtet, daß Feldmarschall Roberts an ohmmächtig, er verliert vollständig die Leitung der Verhandlungen. Stelle des Feldmarschalls Wolseley zum Oberbefehlshaber der Links verlangt man Schluß der Debatte. Lavand, Allemanist, spricht Arnice ernannt worden. Gunter Lärm dagegen. 04 -G Der zweite französische Parteitag. * Generalversammlung Socialistisch des Deutschen Tabakarbeiter- Verbands. Mainz, den 28. September. Die gestrige Debatte über die Frage der Neutralisierung der Gewerkschaften ergab eine deutliche Absage an die neuerdings aufgetauchten Neutralisierungspläne. Paris, 30. September. In der Vormittagssigung des 30. September tam es Zur Europareise des Präsidenten Krüger wird berichtet, Ein Delegierter von rechts spricht zur Geschäftsordnung": Alle trennen, zu einem bedanerlichen Zwischenfall. Andrieur hatte die hinter den Vorhängen, die den Sizungsranin vom Hinterraum daß die britische Regierung eine Note an Holland ge- Richtungen haben sich stillschweigend geeinigt. die Ruhe zu beob Genossenschafter der Bestechlichkeit beschuldigt. Bagnol forderte richtet habe, die befagt, obwohl die englische Regierung feine Eins achten. Ich wende mich an die französische Arbeiterpartei( Lärm von ihm Erklärungen, und schließlich versetzte er ihm einen heftigen wendungen dagegen erhebe, daß Präsident Krüger nach Holland ge- links), hinter unfren Bänken stehen Mitglieder jener Organisation, Fauftichlag. Blom( Linke) bringt das zur Kenntnis des Kongresses bracht werde, würde sie die Fortschaffung des beschlagnahmten die fortwährend die Ruhe stören. Mögen sie zu den Ihrigen sich und Nolond( Guesdist) verlangt den Ausschluß Bagnols. Die Mehrheit Goldes und der Archive der ehemaligen Republik durch ein sezen!...( Dommernder Lärm.) lehnt den Ausschluß ab. Sofort erheben sich alle Gueddiften und niederländisches Kriegsschiff als Verlegung des Völkerrechts betrachten. Lavand spricht weiter zu Gunsten der Genossenschaftsmandate. verlassen den Saal. Die Rechte steigt auf Stühle und Bänke und Jufolge dessen wurde der Befehlshaber der„ Gelderland" angewiesen, Bagnol spricht im gleichen Sinne: Die Genossenschaften haben flatscht den Abziehenden Beifall unter Rufen:" Hoch die Einigkeit!" von Strüger schriftliche Bürgschaft zu verlangen, daß unter geglaubt, den Zulassungsbedingungen Genüge zu thun, wenn fie Die Bundesgenossen der Guesdisten, die Blanquisten und die seinem Reisegepäck fich fein Staatseigentum Transvaals befinde. Streifende unterstüßten, oder andre socialistische Genossenschaften, Alliance, bleiben und bitten durch Loudrin um Unterbrechung Diese Bürgschaft wird der alte Krüger wohl mit gutem Ge- wie die Glashütte wissen geben können, denn die Archive dürften längst in Sicherheit socialistische Bäckerei, oder auch eine socialistische Zeitung, die ja seine Partei nebst der Alliance und den drei mit ihnen zusammen von Albi, die neugegründete Barijer der Sigung. Das geschieht, worauf Loudrin unter Beifall erklärt, gebracht sein. socialistische Propaganda treibt. Ich erinnere noch an den neulichen gehenden Föderationen bleiben nach wie vor, ohne aber damit ihren Eine sehr merkwürdige Nachricht, die der Bestätigung bedarf, Rongreß der socialistischen Genossenschaften, wo beschlossen wurde, Freunden von der Arbeiterpartei( Giresdiften) einen Tadel aussprechen wird der Voff. 8tg." aus London gemeldet: Die Morn. Post" 25 Broz. des Bruttoertrags der socialistischen Partei zuzuwenden, zu wollen. Baillant werde später dem Kongreß gewisse Anträge eines der Mitglieder der alten Volksraad- Partei, hat im Distrikt schaften haben an jenem Kongreß teilgenommen und für jenen erfährt aus Pretoria vom 29. September: Barend Vorster, falls diese ihre Einigung verwirklicht. Jun, die betreffenden Genossen vorlegen. Soutpansberg eine Republit hergestellt. Botha sei Kongreßbeschluß gestimmt. Andrerseits haben sie auch vielfach mit 2000 Boeren abmarschiert, um sich Vorster in Pietersburg an direkt für die politische Propaganda beigesteuert. zuschließen. that mong inzwar nicht durch Quittungen erbärtet werden, wohl aber durch anderweitige Dotumente.... Redner verliest das bezügliche Bengnis eines jocialistischen Wahllomitecs. Er muß aber abbrechen, weil die Berjanmmlung auf die einzelnen Mandate nicht einParis, 28. September. gehen kann. Der große Tag, der über die nächste Zukunft des französischen Nun beschlicht die Mehrheit der Rechten Schluß der Debatte, Secialismus entscheiden soll, ist gekommen. Die zwei streitenden während die Linke bei der Gegenprobe sich der Abstimmung enthält, Die Versammlung tritt heute in die Beratung der Anträge ein, Lager hatten alle Borbereitungen für die Entscheidungsschlacht ge was von der Rechten mit ironischem Beifall begrüßt wird. die eine Aenderung der Reise- Unterstützung beabsichtigen. Drei dieser troffen. Am wichtigsten war dabei, wie für jede Schlacht die Mobili- Der Vorsitzende verliest einen Antrag von links auf Ab Anträge wollen Tagegelder einführen, an Stelle der Berechnung nach fation der Truppen. Lettere sind aber nicht so sehr die Delegierten, it immung nach Mandaten über die Kommissionsbeschlüsse. wie die kleinen roten Mandatstarten. Denn gemäß dem wenig Kilonieterzahl. Diese Anträge werden nach furzer Debatte abgelehnt. Die Frage nach dem Abstimmungsmodus wird zum Bautapfel Dagegen wird ein Antrag angenommen, der eine bestimmte Summe glücklichen Präcedenzfall des vorjährigen Einigungskongresses wird für die ganze Tauer der chaotischen Sitzung. Die Redner von links als Jahresbetrag festsetzt, über die hinaus nicht ausgezahlt wird. in allen wichtigen Fragen nach Mandaten abgestimmt werden und rechts sprechen gleichfalls im Lärm und können nur mit großer Diefer Höchstbetrag wird auf 50 Mark normiert, der jedoch und jeder Delegierte darf Träger von zehn Mandaten sein. Mühe und für wenige Augenblicke sich verständlich machen bezw. ihre nach längerer Mitgliedschaft staffelweise erreicht wird, und zwar Die Eröffnungsjigung gilt also den Mandatsstreitigkeiten. „ Rede" beginnen. Der Vorsitzende wird von allen Seiten sollen bei dreijähriger Mitgliedschaft 30 M., bei vierjähriger 40 M., Der Parteitag tagt im kleineren Wagram- Saal, wo der apostrophiert. Er ruft mit heiserer Stimme:„ Aber warum haben bei fünfjähriger 50 M. gezahlt werden als Höchstbetrag. Für MitInternationale Kongreß für den zweiten Sigungstag untergebracht Sie im Anfang dieser Eizung kein Bureau wählen wollen?"( Die glieder, die 26 Wochen vis 2 Jahre dem Verband angehören, ist der Bureauwahlen waren auf morgen vertagt worden.) Die beiden Kampflager sigen in fompaften Massen gruppiert: höchste Jahresbetrag der Reise- Unterstützung 25 M. Die Linke besteht auf der Abstimmung nach Mandaten unter Anträge auf Erhöhung der Unterstützung pro Kilometer werden links die französische Arbeiterpartei( Gnesdisten), die socialistisch- Berufung auf die Geschäftsordnung, die vom Generalfomitee abgelehnt, es verbleibt bei dem Saße von 2 Bf. pro Kilometer. revolutionäre Partei und die kommunistische Alliance( Vaillants ausgearbeitet war, wonach jener Abstimmungsmodus jedesmal Auch die Anträge werden abgelehnt, die die Kilometerzahl für Richtung nebst ehemaligen Allemanisten), ferner einige mit der obligatorisch ist, wenn er verlangt wird. Die Reden der Rechten die tägliche Auszahlung erhöhen wollen. Linfen zujainmengehende antonome Föderationen rechts verweisen darauf, daß der Kongreß souverän sei. Der Stongreß Angenommen wird ein Antrag aus Erfurt folgenden die socialistisch revolutionäre Föderation( Jaurès Richtung), aber habe die Geschäftsordnung des Generalfomitees noch gar nicht die socialistisch revolutionäre Arbeiterpartei( Allemanisten), jauktioniert. Außerdem habe der vorjährige Kongreß beschlossen, nur„ Die auf Verschreibung reisenden Mitglieder können nur dann die Föderation der socialistischen Arbeiter Frankreichs( Broussisten in grundsäßlichen Fragen nach Mandaten abzustimmen, nicht volle Tour ausbezahlt erhalten, wenn sie von der Ortsverwaltung oder Possibilisten), die große Mehrheit der autonomen Föderationen, aber in präliminären Formfragen. Endlich sei die Mandatenliste des Orts, wo sie in Arbeit treten wollen, die Bestätigung haben, die keiner politischen Organisation angegliederten Gewertschaften und noch nicht fertiggestellt, und es gäbe bereits für gültig erklärte Genossenschaften, daß die fragliche Arbeit annehmbar ist.( Siehe§ 9 Absatz 6.)" wären. Mandate, deren Inhaber noch nicht im Besitz ihrer Mandatskarten Abgelehnt wird ein Antrag aus Wolgast, nach dem den Kantabatspinnern stets die volle Tour auszuBriand stellt demgemäß den Antrag:" Der Kongreß, der in zahlen ist. der Regelung der Prozedur der Mandatsbestätigung souverän ist. Eine längere Diskussion entspinnt sich über die Anträge, die auf beschließt, daß in allen Fragen nicht grundsäglicher Natur durch die Sterbegelder, die der Verein seinen Mitgliedern beim Ableben Handaufheben abgestimmt wird.( Rechts: Abstimmen!" Wider- deren Ehehälfte zahlt, Bezug nehmen. Einige dieser Anträge wollen ipruch links.) eine Erhöhung der Sterbegelder; einer will sie abschaffen; andre wollen die Auszahlungen an bestimmte Bedingungen füpfen. Die Distuision dreht sich in der Hauptsache um folgende von der Generalversammlung angenommene Refolution: wurde. = Die Sigung wird um 2 1hr nachmittags eröffnet, und zwar von der Mandatsprüfungs- Kommission des Generalkommitees. Den Vorfiz führt Pasquier, Mitglied jener Kommission. Im Saal mögen 1200-1300 Delegierte anwesend sein. Eine gespannte Stimmung liegt über der dicht gedrängten Menge, aber zugleich auch eine gewisse Frendigkeit darüber, daß der seit Monaten tobende Streit endlich zur Entscheidung kommen soll. Das Wort hat zunächst Perriu( Linke) verlangt die Abstimmung nach Mandaten, weil während der Sizung Mandatskarten Leuten, die nicht Delegierte find, eingehändigt worden seien.( Entrüftung rechts. Rozier ruft: Namen nennen!) Perrin, der noch von Fallstrick" und Prellerei spricht, tritt unter Lärm ab. Nun wird Schluß der Debatte mit großer Mehrheit beschloffen. Links erheben sich dagegen nur wenige Hände. Die Rechte flatscht N. Richard, Berichterstatter der Mandatsprüfungs- Kommission: Die Kommission hatte eine enorme Arbeit zu bewältigen. Waren doch nicht weniger als 2748 Mandate zu prüfen, wovon die größte Zahl erst in den legten Tagen eingelaufen ist. Die Kommission bat 2509 Mandate gültig erklärt. Es handelt sich also um 239 bestrittene Mandate, wovon 81 unwiderruflich von der Kommission Beifall. annulliert wurden, da sie den aufgestellten Zulassungsbedingungen nicht entsprachen. Bleiben 158 Mandate, über welche der Kongreß fich aussprechen soll. Die gültigen Mandate verteilen fich wie folgt: 915 guesdiftische, 252 blanquiſtiſche, 15 der Alliance, 359 der Jaurèsschen Richtung, 83 allemanistische 85 poffibilistische, 209 gewerkschaftliche 44 genossen schaftliche und 547 der autonomen Föderationen. Schon diese Aufstellung ergiebt eine Mehrheit der Mandate auf der rechten Seite, was übrigens schon vorher bekannt war. Nach kurzer Debatte wird einstimmig beschlossen, eine neue 16gliedrige Kommission( aus je zwei Mitgliedern pro Sonder organisation) zu wählen zur Prüfung der bestrittenen 158 Mandate. Jede Organisation nennt ihre zwei Vertreter, die nachher von gefamten Parteitag einstimmig gewählt werden. Allemane schlägt hierauf vor, die Sigung zu unterbrechen, bis die Kommission über die Mandate entschieden hat. Bugleich verlangt man rechts die vorherige Verlesung der Liste der bestrittenen Mandate. Lints protestiert man dagegen, während rechts nach dem bekannten Singsang- Takt recitiert wird: Die Ber- le- fung! Die Ver- le- jung!" Nachdem sich die Unruhe gelegt hat, erklärt A. Richard, die Liste sei noch nicht aufgestellt. Man schreitet zur Abstimmung über Allemanes Vorschlag, der von der Linken bekämpft wird. Es wird nach Köpfen abgestimmt und der Vorschlag gelangt mit erheblicher Mehrheit zur Annahme. Die Rechte flatscht freudig Beifall, da sie auch die Delegiertenmehrheit auf ihrer Seite hat. Juhalts: „ Die Generalversammlung beschließt, daß die SterbegeldUnterstügung in besonderen Fällen auch denjenigen Mitgliedern zu teil wird, die ohne standesamtliche oder kirchliche Beurkundung ein familiäres Zusammenleben führen." Gemäß dieser Resolution findet im Statut ein Passus Aufnahme des Inhalts: In besonderen Fällen entscheidet der Borstand mit dem Ausschuß." Vorsitzender will den Antrag auf Abstimmung nach Mandaten zur Abstimmung stellen. Briand verlangt die Priorität für seinen Antrag. Vorsitzender verliest immer unter Lärm einen Ausgleichs- Die Umzugsgelber Unterstützung, die erst von der vorschlag" von Walter( Blanquift), wonach jede Organisation mit 1898 stattgefundenen Generalversammlung eingeführt wurde, führt ihren bereits für gültig erklärten Mandaten abstimmen soll, also zu einer eingehenden Beratung, in der die gemachten Erfahrungen ohne Rücksicht darauf, ob die betreffenden Delegierten im Besige der den Wunsch nach einer Abänderung nahe legen. Es wird zunächſt Mandatstarten sind oder nicht. eine Kommission niedergesetzt zur Feststellung der die Materie be Vaillant steigt auf seine Bant, wie auch schon einige frühere treffenden Vorschläge. Redner. Die Linte ruft: hoch die Kommune!" Rechts: Nahmittagssigung. Nein! Nein! Die Debatte ist geschlossen!"... Minuten- Die Beratung wendet sich der Kranten 8nschußlasse zu. langer Lärm. Vaillant bleibt auf der Bant stehen. Endlich wildemann Stuttgart meint, früher habe die Krankenfann er sprechen: Die Geschäftsordnung des Generalkomitees unterstügung innerhalb der Gewerkschaften eine Bedeutung in fann nur durch eine namentliche Abstimmung abgeändert werden. agitatorischer Hinsicht gehabt, aber seit der Versicherungszweig gesetzEs giebt Delegierte mit 10 Mandaten, bei einer Abstimmung nach lich festgestellt ist, hat diese Bedeutung abgenommen, noch mehr die Stöpfen würden also 9 Mandate verloren gehen.( Stürmischer Nebenversicherung, wie sie bei uns besteht. Medner erklärt sich das Beifall links.) gegen, daß der Beitritt zur Zuschußzlasse obligatorisch gemacht wird. Charnay( Rechte): Wir haben noch keine Geschäftsordnung. Am liebsten wäre es ihm, die Kasse bestünde gar nicht. Der Stongreß ist durch die Beschlüsse des Generalfomitees nicht ge- Von andrer Seite meint man, die Zuschußlasse wirke günstig bunden.( Lärm links.) für die Stabilität der Mitgliedschaft. Auf die Novelle zum Lefèvre( Rechte): Vaillants Hinweis auf die Träger von zehn Strankenversicherungs- Gesetz dürfe man nicht warten, wenn etwas zu Mandaten ist nur in grundsäglichen Fragen von Gewicht, indem die verbessern sei. Mandatsaussteller von vornherein ihren Delegierten verpflichtet Vom Vorstandstisch wird dafür plädiert, den Vorstand, wenn haben, in jenen Fragen in bestimmter Weise zu stimmen. Hier eine neue Novelle zum Krankenversicherungs- Gesetz komme, zu er aber handelt es sich um die Abstimmung über die Beschlüsse einer mächtigen, gelegentlich Maßnahmen zu treffen, die zur Erhaltung Kommission, die erst heute nachmittag zwecks der Mandatsprüfung der Kasse nötig seien. Weitere Beschlüsse bestimmen, es bei der bisgewählt wurde, von deren Existenz also die Mandatsaussteller keinen herigen Form der Zuschußkasse zu belassen. Begriff hatten. Nur die Delegierten können die Arbeit dieser Kom mission beurteilen.( Beifall rechts.) Die Sigung wird unterbrochen bis 8 Uhr abends. Der Parteitag wird zwei Sigungen täglich abhalten, eine am Die Priorität für Briands Antrag wird mit erheblicher MehrRachmittag. eine am Abend. Er tagt bis Sonntagabend einschließheit beschlossen, die Linke enthält sich der Abstimmung und ruft im lich, wenn nichts Unvorhergesehenes eintritt. Taft: Ge- schäfts- ord- nung! Ge- schäftsord- nung! Dasselbe wiederholt sich bei den Abstimmungen über Briands Antrag und über die Stommissionsbeschlüsse, die mit ciner erheblichen Mehrheit der Rechten votiert werden. Paris, 29. September. " " Ferner wird folgender Antrag angenommen: „ Die Generalversammlung beauftragt den Vorstand des Vers bands, sobald der Reichstag einer Vorlage, in der den freien Hilfs. kaffen der Garaus gemacht wird, zustimmt, sofort eine Ürab stimmung darüber herbeizuführen: Soll die Zuschußlasse obligatorisch eingeführt werden?" Der Antrag aus Stiel: " Fabrikanten als Arbeitgeber und Werfführer können in 8u funft nicht mehr Mitglieder sein; sind sie vorher Mitglied, dann ruht die Mitgliedschaft so lange, bis dieselben aus ihrer Stellung austreten, und können dann mit allen Rechten wieder eintreten, wenn die Beiträge bis zur Stunde des Austritts bezahlt sind" wird durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt. Danach erstattet die Kommission für Umzugsgelder Bericht und stellt einen Abänderungsantrag, der gegen eine Stimme angenommen wird. Durch den Antrag wird eine Ausnüzung der Umzugsgelder in bisheriger Weise eingeschränkt. Erster Verhandlungstag. Abendsizung. Vorfizz: Pasquier, Mitglied der Mandatsprüfungs- Kommission. Der Ruf der Linken: Ge- fchäfts- ord- nung! Eine unglaubliche, namenlose Sigung. Die erregtesten Sizungen Geschäfts- ord- nung!" wird nun bis zum Schluß der des vorjährigen Kongresics machten keinen so deprimierenden, so Sigung fortdauern. Es ist ihr Losungswort, das jede weitere Verbeschämenden, so anekelnden Eindruck... Es war das organisierte Handlung unmöglich macht. Chaos, das man Obstruktion nennt damit ist alles gejagt! Nach Annahme der Kommissionsbeschlüsse betreffend die Gültig Am Abend sollte der Bericht der neuen Mandatsprüfungs- feit der 136 Mandate erklärt der Vorfigende Pasquier den Kongreß fommission beraten und die leidigen Mandatsstreitigkeiten erledigt für konstituiert und bittet um Ernennung eines regelrechten Bureaus. werden. Die Kommission hat sich aber natürlich in eine Mehrheit Es wurden gewählt( nur von der Mehrheit): Allemane zum und eine Minderheit gespalten. Vorsitzenden, Camelinat und Ch. Longuet zu Beisigern, Bonard Fribourg( Berichterstatter) beantragt namens der Mehrheit die zum Schriftführer. Die drei ersteren find ehemalige Kommunekämpfer Gültigkeit von 136 unter den 158 beanstandeten Mandaten. Der und werden von der Mehrheit mit stürmischen Hochrufen auf die Lärm geht sofort los. Die Guesdisten protestieren gegen die Kom Kommune begrüßt, während von links unerbittlich und unaufhörlich missionsbeschlüsse. Man hört einen Zuruf an den Berichterstatter: der im Chor gesungene Ruf ertönt:„ Ge- schäfts- ord- nung Wieviel hat man Ihnen bezahlt?"... Fribourg Ge- ichäfts- ord- nung!" antwortet darauf:" Ihr bemüht Euch, neues Lob seitens Allemane kann kein einziges Wort vernehmen lassen. Die Gegen eine Reihe Abänderungsanträge, die die General- Verder reaktionären Presse zu verdienen."( Lebhafter Obstruktion der Linken ist unermüdlich. Sie wechselt nur ihr sammlung nur alle 3 Jahre stattfinden lassen wollen, wird be Beifall rechts, Bischen und Pfeifen lints.) Fribourg muß abtreten. gelegentliches Losungswort hie und da durch ihr altes Lofungswort: fchloffen, daß die Generalversammlung, wie bisher, alle 2 Jahre Brunelières- Nantes, Vorsitzender der Kommission, erklärt, die Kom- Nach Cha- lons! Nach Cha- lous!" ab( Anspielung stattfindet. missiou habe gewissenhaft gearbeitet. Gegen die Gültigkeit der auf die Mezelei von Streifenden). Das dauert eine gute halbe Die Agitation für den Verband wird hauptsächlich von den Vor136 Mandate lägen gar keine Beweise vor. Stunde. Es ist bereits 11 Uhr. ortskommissionen besorgt. Nun liegen Anträge vor, die eine Be Ein Antrag, der den Ausschluß derjenigen Mitglieder aus dem Verband will, welche nicht den Extrabeitrag zahlen, der zu lokalen Einrichtungen( Arbeiterfekretariate 2c.) nötig ist, dem Vorstand aber die Entscheidung hierüber vorbehält, wird mit Majorität ange nomme it. Partei- Nachrichten. Dem Andenken Liebknechts. to seitigung der Vorortskommissionen wünschen, weil einige nicht fo ge- handlungen einer Kommission zur Hebung der Sittlichkeit scheinen von Diebstahls für überführt erachtet und mit Rücksicht auf die ers handelt hätten, wie es im Juteresse des Vereins läge. Die Diskussion teinem tieferen Verständnis getrübt worden zu ſein. zu sein. Die schwerenden Umstände zu sechs Monaten Gefängnis vers gestaltet sich sehr lebhaft, die Uebelstände werden scharf gerügt, eine Berichterstatterin erging fich in einem allgemeinen Lamento und urteilt. Beschwerde gegen die Agitation des Mitglieds Normann wird zur dekretierte alsdann mit herzerfrischender Naivetät: die Prostitution Trotz des Schuldbekenntnisses von den Geschworenen frei Prüfung der Beschwerdekommission überiviesen. in jeder Form muß ausgerottet werden. Das ist gewiß furz gesprochen wurde der Großschlächtermeister Friedrich Graf, der und bündig, nur schade, daß hier eine Reihe wirtschaftlicher Faktoren gestern wegen betrügerischen Bankrotts vor dem Schwurgericht des bestimmend einwirken, von denen die etwa 80 Damen, die diese Landgerichts I stand. Der Angeklagte hatte am 19. Juni d. J. Probleme so spielend lösen wollen, keine Ahnung zu haben scheinen. feinen Gläubigern angezeigt, daß er seine Zahlungen einstellen Das letzteres der Fall ist, zeigten auch die aufgestellten Forderungen, müsse. Außer einem Gespann war Attivmasse nicht vorhanden. nach denen durch Gewinnung der Lehrer, Erziehung und Unterricht Einem der Gläubiger wollte es nicht einleuchten, daß Graf noch im Besitz eines Teils des Erlöses aus den eine Ethisierung des Volks und der akademischen Jugend nicht erzielt, Bolizeimatronen angestellt und Erziehungshäuser für sitt Schweinen sein sollte, die ihm erst furz zuvor auf Kredit geliefert Als Graf von einem Kriminalkommissar in die lich verwahrloste Personen auch für die akademische Jugend?-worden waren. Serrichtet werden sollen. Ferner verlangt man noch Bekämpfung des Enge getrieben wurde, räumte er ein, daß er seinem Schwager, dem Mädchenhandels und der Geschlechtskrankheiten. Man sieht, für die Schlächtergesellen Hartman, 1000 M. zur Aufbewahrung übergeben auf wirtschaftlichem Gebiet zu suchenden Ursachen haben die Frauen habe, die für ihn einen Notgroschen bilden sollten. Hartmann gab rechtlerinnen auch nicht das mindeste Verständnis. das Geld heraus, das den Gläubigern gerettet wurde. Der Staatsrinnenschutz. Die Referentin, Frl. Salomon aus Berlin, führte nach dem Bemerkenswert sind die Verhandlungen über Arbeite anwalt verkannte nicht, daß der Fall sehr milde liege, aber des Angeklagten müsse dessen Verfrage habe sich darauf beschränken müſſen, in Frauenkreisen Ver- Becker, plädierte trozdem auf Freisprechung. Die Kreditfriſt, die u. a. aus, die Mitarbeit der bürgerlichen Frauen an der Arbeiterinnen- urteilung erfolgen. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Georg anonis für die Intereſſen der Arbeiterinnen zu schaffen. Eine dem Angeklagten gewährt worden war, lief erst am 23. Junie. Zwei bemerkenswerte Kundgebungen internationaler Sympathie aus Anlaß des Todes unsres unvergeßlichen Liebknecht gehen uns noch zu, die wir ihrer Herkunft wegen hier wiedergeben: Mendoza, 21. August 1900. ( Argentinien.) Genoffen! Die Mitglieder des socialistischen Vereins von Mendoza haben mir in ihrer Bersammlung vom 19. des. aufgetragen, Euch ihren auf richtigsten Ausdruck des Beileids zu übermitteln über den großen Verlust, welchen die socialistische Partei Deutschlands durch das VerWir benusen die Gelegenheit, um unsre Hoffnung auszudrücken, daß bald der Socialismus und die allgemeine Brüderlichkeit scheiden des Genossen Liebknecht erlitten hat. triumphieren wird. Es lebe die sociale Emancipation! Dr. Augusto Carette, Generalsekretär. Sydney, Neu Süd- Wales, 13. August 1900. An den Parteivorstand der deutschen socialdemokratischen Partei. Genossen! Ich bin beauftragt, Euch folgende Resolution, welche am 9. August in der Versammlung des Internationalen socialistischen Klubs von Sydney" einstimmig angenommen worden ist, zu übermitteln. " Der Internationale socialistische Klub von Sydney, Neu SüdWales, hat mit dem Gefühl des tiefsten Bedauerus Kenntnis genommen von dem Tode des großen Kämpfers und Führers, Wilhelm Liebknecht. Der Klub spricht hiermit seine Bewunderung und Anerkennung aus für das großherzige und auf opfernde Leben, das der Sache des internationalen Socialismus gewidmet war. Das Andenken des großen Vorfämpfers für Freiheit und Humanität wird für immer fortleben in dem Herzen des klassenbewußten Proletariats." C. Turner, Generalsekretär. Blatt! aftive Mitarbeit sei nicht möglich gewesen, weil die social- und bis dahin tonnte er mit seinem Gelde machen was er wollte. demokratisch gesinnten Frauen eine Mitarbeit der bürgerlichen Man fönnte doch gar nicht wissen, ob der Angeklagte bis dahin nicht Frauen verschmäht hätten.( Verschmäht wurden wohl nur die noch andern Sinnes geworden wäre und das Geld freiwillig herauss Stezepte der bürgerlichen Frauen zur Lösung der Arbeiterinnenfrage, gegeben hätte. Die Geschwornen gaben dann ihren Wahrspruch auf die viele Ermahnungen und Lehren aber wenig Verständnis über" Nichtschuldig" ab, worauf der Angeklagte freigesprochen werden sociale Fragen enthalten D. R.). Schließlich wurde ohne wesentliche mußte. Debatte folgender Antrag angenommen: Der Bund deutscher Frauenvereine hält eine Verständigung der socialistischen und bürgerlichen Frauenvereine in Sachen der Frauenfragen für dringend wünschenswert. In den Verhandlungen über Mäßigteitsbestrebungen schwangen sich die Damen wieder zur vollen Höhe der Verständnis lofiteit auf. Unter dem Beifall der Versammelten forderten nämlich mehrere Rednerinnen, die Trunksucht dadurch zu bekämpfen, daß man vor Gericht und im Strafrecht die Trunksucht nicht mehr als Milderungsgrund bei Verbrechen und Vergehen gelten lasse. Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. was nicht verboten ist " Der Ritualmord vor dem Ober- Verwaltungsgericht. Im Friedrich Wilhelmstädtischen Theater sollte seiner Zeit das Schauspiel Rabbi David" von Karl Weiser zur Aufführung kommen. Das Stück behandelt im liberalen Sinne die Frage des Ritual mords. Der Polizeipräsident untersagte die öffentliche Aufführung aus ordnungspolizeilichen Gründen. Er befürchtete, daß es zwischen judenfeindlichen und judenfreundlichen Zuschauern zu Konflikten lommen fönnte. Auf die Klage des Direktors Samst setzte jedoch der Bezirksausschuß die Verbotsverfügung außer Kraft. Das OberVerwaltungsgericht als Berufungsinstanz hat num jetzt die Vor entscheidung bestätigt. Es führte aus, es wäre nicht anzunehmen, daß an der Tendenz des Stücks die Zuschauer in ihrem Innern Anstoß nehmen könnten. Auch sei nicht hinlänglich dargethan, daß bei öffentlicher Aufführung des Theaterstücks eine Ruheſtörung zu er warten gewesen wäre. antis Derlammlungen. Gegen eine Kaution von 10 000 Mart soll unser Genosse Levy in Erfurt vorläufig aus der Haft entlassen werden. Die Das Streifpoftenstehen ist gesetzlich erlaubt, dennoch bes Kaution ist gestellt worden und der so schwer und so unbegreiflich schäftigen sich beinahe tagtäglich Gerichte damit, polizeiliche Verurteilte wird unterdes auf freien Fuß gesetzt worden sein und ist Streifpoften- Verbote aufzuheben. Dieser Tage war es die Strafso in der Lage, die Revision des Urteils zu betreiben, ohne noch fammer in Frankfurt a. M., die wieder einmal die Selbstverständlichstraße 26, ihre ordentliche Mitgliederversammlung ab. Der Obmann Die Korbmacher hielten am 24. September bei Wilke, Andreaslänger der Freiheit beraubt zu werden. feit feststellen mußte, daß Zehn Jahre des Kampfs. Unter dieser Spitzmarke meldet Während des dortigen Tischlerstreiks wurde der Tischler Sirning Kollege Belz berichtet, daß der Streit in der Kugelforbbranche nach unser Bruderorgan in Hannover, der„ Boltsiville", seinen Lesern von einem Schußmann aufgefordert, die Eschenheimer An- 14 tägiger Dauer teilweise siegreich für die Kollegen verlaufen ist. das Jubiläum seiner zehnjährigen Existenz. Am 30. Sep- lage zu verlassen. H. leistete dem zunächst Folge, kehrte Der Sieg war tein vollständiger, weil sie eine ihrer Hauptforderungen, tember 1890 erlosch das Socialistengeset. Am Tage darauf jedoch gleich wieder zurück und weigerte sich, einer zweiten die Entlassung der Streifbrecher fallen ließen, um die Kaffe nicht erschien die erste Nunummer des„ Volkswille", Er länger zu belasten. nachdem jahre Aufforderung zum Verlassen des Plazzes nachzukommen. In der Diskussion nahm zunächst Kollege Yang die hannoverschen Genossen ohne Parteiorgan ge- wurde nun zur Wache sistiert, seine Personalien festgestellt, Schwedler das Wort. Er meinte, daß die errungenen Vorteile wesen waren, weil das im Anfang der achtziger Jahre von ihnen und die Folge war ein Strafmandat, lautend auf 3 M., gegen welches durchaus nicht zu niedrig anzuschlagen seien, denn wir herausgegebene Blatt Haus und Welt" dem Socialistengefeß zum S. Berufung einlegte. Das Schöffengericht erkannte auf 15 M., und hätten in einer Werkstatt einen Aufschlag von 45 Pfennig Opfer gefallen war. Das neugegründete Blatt schien zunächst nicht auf die weitere Berufung tam die Sache vor die Straffammer zur pro Korb erzielt. Der Kollege M. Krause brachte das Verhalten des recht gedeihen zu wollen, bis die nicht rastende Thätigkeit der Ge- Verhandlung, welche nach etwa 11/2 stündiger Beratung auf Frei- Werkführers Lemke von der Firma Schmidt u. Comp., Dresdener nossen endlich doch einen Umschwung herbeiführte. Und heute ist der sprechung erkannte. Der Schußmam erklärte, daß auf die ftraße, zur Sprache. Derfelbe habe, obgleich er fich den Streifenden " Boltswille" in Hannover- Linden das verbreitetste politische Beschwerde eines Meisters die Schußleute Befehl anschloß, den Chef auf dem Laufenden erhalten und wäre dadurch Ueberhaupt fordere sein Verhalten den Unerhalten hätten, jene Gegend von Streitposten der Streit erschwert. Die zehn Jahre des Kampfs brachten natürlich auch Wunden. zu säubern. Im Verschiedenen teilt der Kollege Der Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Löwen willen der Kollegen heraus. Nicht weniger als 28 Prozesse wurden gegen den„ Volkswillen" thal wies darauf hin, daß doch wohl die Polizei fein Recht Bartel als Altgeselle und Mitglied der Handwerkerkammer mit, daß anhängig gemacht. So manchem Preßsünder im socialistischen haben könne, ganze Stadtviertel abzusperren und dadurch die Bestätigung des Gesellenausschusses, obgleich derselbe schon vor Blätterwalde werden allerdings die Verhältnisse in Hannover immer die persönliche Freiheit des Einzelnen im höchsten Maße Monaten gewählt sei, von seiten der Regierung erst jetzt erfolgt ist. hin noch rosig erscheinen, wenn er hört, daß in fünf dieser Fälle das zu beeinträchtigen. Wenn das Streitpostenstehen nicht strafbar sei, Eine Versammlung der Gold- und Silberarbeiter, die am Strafverfahren eingestellt wurde, zwei Sachen mit o dürfe man nicht ohne weiteres die Leute vom Platze weisen. 25. September im Dresdner Garten" tagte, beschäftigte sich haupts einem Vergleich, neun mit Freisprechung und„ nur“ Budem tonnte in diesem Fall durch das Dastehen eines Einzelnen fächlich mit der Frage einer Regelung der Arbeitszeit in mehreren 3wvölf mit Berurteilung endigten. Aber diese zwölf Wer eine Gefahr für die öffentliche Ordnung nicht erblickt werden. Selbst Berliner Silberwarenfabriken. In Betracht kommen dabei die urteilungen brachten den Redacteuren des Volkswille" immerhin der Staatsanwalt erklärte, daß das Streikpostenstehen nicht Firmen H. Meyen u. Co., Vollgold u. Sohn und Peters noch acht Monate Gefängnis und 770 Mark Geld strafbar fei; doch habe sich der Angeklagte strafbar gemacht, feldt, in denen eine längere als neunstündige Arbeitszeit üblich ftra fe ein. Wehrfach wurde auch über die Redacteure die inter- indem er der Anordnung des Schußmanns nicht Folge leistete. Also ist. Der Inhaber der Firma Meyenu. Co. behielt sich der fuchungshaft verhängt; so mußte u. a. der Genosse Thiel das Streitpostenstehen ist straffrei, doch werden auf„ Beschwerden" der Kommission gegenüber, die bei ihm vorstellig wurde, eine endgültige horn im Jahre 1895 nicht weniger als drei Wochen in Unter- Unternehmer ganze Stadtteile für Streitposten abgesperrt. Antwort vor, bis er durch Erkundigungen festgestellt habe, daß fuchungshaft sitzen. Er war angeklagt der Ministerbeleidigung und zweier thatfächlich in der Mehrzahl der andern Betriebe eine neunstündige Majestätsbeleidigungen. Aber im ersteren Falle wurde das Verfahren und geringere Arbeitszeit herrsche. Herr Petersfeldt war sehr entgegenkommend, bat sich jedoch eine zweitägige Bedentfrist aus. Solche Opfer find bitter; aber sie werden keinen der an unsrem Rundweg abgelehnt wurde jede Forderung von der Firma Bruderblatt thätigen Genossen abhalten, auch in Zukunft nach Kräften Bollgold u. Sohn wegen mißlichen Geschäftsgangs. Schließlich seine Schuldigkeit zu thun, wissen sie doch, daß sie für etwas kämpfen, oilgold u. Sohn wegen mißlichen Geschäftsgangs. Schließlich wurde einstimmig der Beschluß gefaßt, daß die Kommission am das ihnen und allen Genossen das höchste ist: für den„ Volks26. September noch einmal bei den in Frage kommenden Firmen vorEventuell möge den Prinzipalen für ihre Antwort eine am Freitagnachmittag 4 Uhr ablaufende Bedenkzeit herrschte bezüglich der Forderungen und der Art und Weise ihrer gewährt werden. In der überaus start besuchten Versammlung Durchführung große Einmütigkeit. willen"! " Partei- Organisation. Die Parteigenossen Bochums beschlossen am Sonntag in einer zahlreich besuchen Parteiversammlung, das Vertrauensmännersystem beizubehalten. Die Beschlüsse des Parteitags wurden gebilligt. Zum Kapitel Saalabtreiberei. Jn Reichenbach in Sachsen flagte der Vorsitzende der dortigen Maurerorganisation, Ludwig, gegen den Schantwirt Steil auf Schadensersaz. Ludwig hatte im Auftrage seiner Organisation ein Vergnügen arrangiert, und dazu hatte der Beklagte feinen Saal zur Verfügung gestellt. Nachdem Ludwig schon 50 M. Ausgaben auf die Veranstaltung gemacht hatte, zog Steil seine Zusage zurück mit der Begründung, daß ihm die Militärsperre drohe, wenn das Vergnügen stattfinde. Keil wurde verurteilt, dem Ludwig die 50 M. zu ersetzen, und wir empfehlen für alle solche Fälle ebenfalls die Schadensersatzklage. Interessant ist an der Sache besonders folgende Stelle aus dem Zwischenurteil: Gr( Keil) habe sich nach erteilter Zusage zum Stadtrat Dr. Krippendorf in Reichenbach begeben, um sich bei ihm Rat zu holen, ob seine Zusage unbedenklich sei; Dr. Krippendorf habe ihm erklärt; er müsse das Vergnügen oder die Wersammlung gehörigkeit derselben oder eines Der Sin des Deutschen Glaserverbands" ist von Wies baden nach Karlsruhe verlegt worden, damit zugleich auch die Redaktion der" Glaser- Beitung" von Offenbach nach dort. Von gedachtem Zeitpunkt ab ist die Leitung des Verbands von Gen. GrollWiesbaden auf den Gen. Eichhorn- Starlsruhe übergegangen, der nun als erster befoldeter Vereinsfunktionär des Glaserverbands zugleich auch die Redaktion des Verbandsorgans mit über- stellig werden sollte. nommen hat. Elektricitätswert in Hamburg 90 Maschinisten, Heizer und Buyer Wegen Maßregelung eines Kollegen stellten auf einem die Arbeit ein. Ausland. Bum amerikanischen Kohlengräber Streit meldet Reuters Bureau, daß Dienstag in den Kohlenwerken der Anthracit Gegend die Mitteilung angeschlagen werden wird, daß eine zehnprozentige Lohnerhöhung mit dem 1. Oktober in Kraft tritt, und daß die Bergwerksbefizer bereit sind, den Streit an ein Schiedsgericht zu verweisen. Die Philadelphia- Reading- Eisenbahngesellschaft hat diese Kundmachung bereits erlaffen. Die Vereinigung der Minenarbeiter hat darunter eine Kundmachung anbringen lassen, in welcher sie die Arbeiter auffordert, das Anerbieten der Gesellschaft nicht zu berücksichtigen, bis der Vorsitzende der Vereinigung der Minenarbeiter Mitchell von der Gesellschaft vernommen worden sei. Sociales. der Maurer Reichenbachs mit Rücksicht auf die Bus Ein neuer Verein der Arbeitgeber im Baugewerbe wird Die Tiefbausocial in nächster Woche in Berlin ins Leben treten. großen Teils zur Semokratischen Partei polizeilich überwachen laffen, überdies tönne Unternehmer haben beschlossen, sich zu einem„ Verein zur Wahrung der Beklagte, wenn er in seinen Räumlichkeiten das Vergnügen der der Intereffen des Tiefbaugewerbes" zusammenzuschließen. Die Maurer stattfinden lasse, später Schwierigteiten bei tonftitituierende Versammlung findet am 8. Oftober statt. Gesuchen um Erlangung der Erlaubnis zur Ab- Anti- Papierring. Die„ Papiereinkaufsstelle Deutscher Beitungshaltung von öffentlichen Tanzbelustigungen haben; verleger", G. m. b. S., bielt hier eine zahlreich besuchte General Dr. Krippendorf habe ihm daher den Rat gegeben, wenn es ihm versammlung ab, in der als einziges Mittel zur Beseitigung der möglich sei, die dem Kläger erteilte Zusage zurückzunehmen." jezigen Zustände auf dem Papiermarkt die Förderung des Baues Polizeiliches, Gerichtliches usw. neuer Papierfabriken allgemein anerkannt wurde. Es sind bereits Projekte im Gange für den Bau von 4 neuen großen Fabriken, von hielt Auftrag, alle diese Pläne durch Nat und That zu fördern. denen eine beinahe fertig ist. Der Shudikus Direttor Lehmann er. Mehrere Hundert Zeitungen haben schon die Deckung ihres Bedarfs Handfuchung. Das Handlungsgehilfen- Blatt", Organ des Centralverbands der Handlungsgehilfen und Gehilfinnen Deutsch lands, beschäftigte sich in mehreren Nummern mit den Verhältnissen in einer Eisenhandlung in Posen. Der Inhaber der Firma fühlte bei der Einkaufsstelle angemeldet. fich beleidigt und dieser Tage fand auf Veranlaffung der Staats- bei der Einkaufsstelle angemeldet. anwaltschaft in Posen im öffentlichen Intereffe eine Haussuchung in der Redaktion des genannten Blatts statt. Gefunden wurde nichts. -Wegen Beleidigung durch die Presse waren in Augsburg der verantwortliche Redacteur sowie der Verleger unsres dortigen Parteiblatts unter Anklage gestellt worden. Während die Hauptverhandlung gegen den Redacteur jetzt angesetzt wurde, ist gleich zeitig das Verfahren gegen den Verleger eingestellt worden. Gerichts- Beitung. Centralverein der Bildhauer Deutschlands. Heute abend 812 Uhr Bersammlung im Gewerkschaftshaus. Wahl eines Schriftführers für den Lokalvorstand. Steinbildhauer- Angelegenheit. Schäden des Anfragens. Verein selbständiger Fensterputzer Berlins. Heute abend 8 Uhr Sigung bei Liebherr, Wallstraße 31/32. Verein für sociales Genossenschaftswesen. Heute abend 9 Uhr: Sigung im Reſtaurant Proz, Annenstr. 9. Gäste willkommen. Lehte Nachrichten und Depelthen. Mainz, 1. Oktober.( W. T. B.) Der Schiffer Haud aus Bingen, welcher angeklagt war, am Ofterdienstag das Bootsunglück bei Bingen verschuldet zu haben, wurde von der Strafkammer heute zu einem Jahre Gefängnis verurteilt. Budapest, 1. Oktober.( W. T. B.) In der Ortschaft Kornh Erevan( Komitat Krasso- Szöreny) tam es wegen der Aufteilung der Gemeindewiesen zu einer blutigen Revolte. Die Gendarmerie war gezwungen, von der Waffe Gebrauch zu machen. Paris, 1. Oktober.( W. T. B.) Die Regierung wird bei dem Wiederzusammentritt der Kammern ein Gelbbuch über die chinesische Wiederzusammentritt der Stanmern ein Gelbbuch fiber die chinesische Angelegenheit veröffentlichen und die bis Ende des Jahrs erforder lichen Kredite verlangen. Die Gesamtsumme der Kredite wird 70 Millionen Frank betragen. Bewilligt sind bereits 19 Millionent Frant; während der Parlamentsferien ließ sich die Regierung im Staatsrat einen Kredit von 12 Millionen Frank eröffnen, so daß nach Wiederbeginn der parlamentarischen Arbeiten ein Ergänzungskredit in Höhe von 39 Millionen beantragt werden wird. Brisbane, 30. September.( Telegramm des„ Reuterschen Bureaus".) In Charters Towers ist ein Bestfall vorgekommen. New York, 1. Oktober.( Meldung des Reuterschen Bureaus".) Eine Depesche aus Peting vom 20. September berichtet: In einer Konferenz der Generale teilte General Lenewitsch mit, daß die russische Gesandtschaft und die Hauptmacht Hauptmacht der russischen Truppen aus Beting zurückgezogen werden. Eine Abteilung gemischter Truppen bleiben in der Stärke von 2000 Mann zur Vers Ein Schlächtermeister als Dieb. Schlächtermeister Star I tretung Rußlands in Peting zurüd. Deutsche und japanische Franzte, ein in guten Vermögensverhältnissen lebender Mann, Truppenabteilungen operieren in südlicher Richtung nahe beim hatte sich gestern vor der zweiten Straffammer des Landgerichts I Jagdpart. Russen und Engländer halten kleinere Teilstrecken der wegen eines Markthallendiebstahls zu verantworten. Der Schlächter Bahnlinie zum Zwecke der Ausbesserung besetzt und bewachen fie. meister Leu hatte am Morgen des 19. Juli einen in seinem Hause Lourenço Marques, 1. Oftober.( W. T. B.) Weitere Nach wohnenden Knaben mitgenommen, damit derselbe das Leusche Fuhr- richten aus Komatipoort besagen, daß durch die Explosion der von werk vor der Central- Markthalle beaufsichtigen sollte, während der den Boeren im Stich gelassenen Munition nicht zwanzig englische Meister seine Einkäufe in der Halle besorgte. Bald darauf Soldaten getötet wurden, sondern es wurden zwei Soldaten getötet erschien Franzte Wagen, warf einen ausgeschlachteten und 18 verwundet, darunter ein portugiesischer Soldat. Aus der Frauenbewegung. Der Bund deutscher Frauenvereine hält gegenwärtig feine vierte Generalversammlung in Dresden ab. Die bisherigen Ver- Hammel hinauf und bat den jugendlichen Aufpasser, dem Lourenço Marques, 1. Oftober.( Telegramm des„ Neuter handlungen haben nicht viel Bemerkenswertes zu Tage gefördert; Herrn Leu zu sagen, derfelbe möge das Fleisch mitnehmen schen Bureaus"). Der Dampfer Styria" vom östreichischen Lloyd fie zeichnen sich vielmehr durch Oberflächlichkeit aus. Die Damen und in seinem, Franzkes, Laden abgeben. Da man an Franztes geht mit 400 Flüchtlingen aus Transvaal in See; es be unterhielten fich bisher über Sittlichkeitsfragen, Cheverträge, Arbeiter Laden vorüberfahren mußte, fo wurde in diesem Anfinnen etwas finden sich darunter die italienischen, irischen, amerikanischen und schutz, Mädchenhandel und andre Dinge. Aus dem Geschäftsbericht, Auffälliges nicht gefunden. Gleich darauf wurden sämtliche Wagen französischen Kontingente. Alle Ansgaben derselben an Bord trägt den Frau Simson aus Breslau giebt, erfährt man, daß gegenwärtig in durchsucht, von dem Fuhrwert des Schlächtermeisters Dietrich war die Regierung von Transvaal; außerdem erhält ein jeder der Flücht Deutschland 131 Frauenvereine mit 70 000 Mitgliedern existieren. ein Hammel gestohlen worden. Es war der Hammel, den Franzle linge 10 Bfd. Sterl. und hat freie Wahl bezüglich des Hafens, wo Seit dem Jahre 1898 feien 24 Vereine neu erstanden. Die Ver- auf den Leuschen Wagen geworfen hatte. Der Angeklagte wurde des er landet. Berantwortlicher Redacteur: Heinrich Ströbel in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Bering von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. 223 Br. 229. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 2. Oktober 1900. Internationaler Socialisten- und Arbeiterkongreß.20 Wir lassen nachstehend diejenigen Resolutionen im Wortlaut folgen, die in unsrer legten Nummer Raummangels wegen nicht zum Abdrud gelangen fonnten. Weltpolitik. Bezugnehmend auf die Beschlüsse der Internationalen SocialistenKongresse von Paris 1889, Brüffel 1891 und London 1896, die den Militarismus als eines der verhängnisvollsten Ergebnisse der tapitalistischen Ordnung verurteilten und die Abschaffung der stehenden Heere, die Einrichtung internationaler Schiedsgerichte, sowie die Entscheidung über Krieg und Frieden durch das Bolt verlangen; in Erwägung ferner, daß die seit dem legten Internationalen Kongreß eingetretenen Ereignisse largelegt haben, wie sehr die bisherigen politischen Errungenschaften des Proletariats sowie die gefamte ruhige und normale Entwicklung der heutigen Gesellschaft durch den Militarismus besonders in seiner neuesten Form als Welt: politif bedroht werden; in Erwägung endlich, daß diese Politik der Erpansion und des Kolonialraubs, wie uns der Kreuzzug gegen China zeigt, internationale Eifersüchteleien und Heibungen entfesselt, die den Krieg in einen permanenten Zustand zu verwandeln drohen, dessen wirt 5. Die Sicherstellung einer ausreichenden Rente für die Ver- b) nationale Bureaus zu errichten, welche alle wissenswerten legten und Invaliden; Vollrente im Todesfalle für die hinter Borfonimnisse in den Gemeinde- Verwaltungen zu registrieren, sowie bliebenen. die bezüglichen Aktenstücke zu sammeln und das Studium der eins 6. Feſtſezung eines Mindestlohns. ouichlägigen Fragen zu ermöglichen haben; von Unfallverhütungsvorschriften, besonders die Festlegung einer Ladelinie gemachten Erfahrungen zu ermöglichen, beauftragt der Kongreß das agten Erfahrungen in nöqprache, über, diefe& ragen und die für alle Schiffe und einer Bemannungsskala, die Zahl, Fähigkeit internationale Sekretariat mit der Einberufung einer internationalen und Sprachkenntniffe zum Verständnis des Kommandos der Seeleute Konferenz socialistischer Gemeindevertreter. berücksichtigt. ad 10. Inspektoren in genügender Zahl mit dem Recht, die Schiffe am Auslaufen zu verhindern, wenn die gesetzlichen Vorschriften irgendwie verlegt sind. Für die Transportarbeiter wird gefordert: Generalstreik. 8. Gerechte Behandlung. gute Kost, gutes Logis, gute sanitäre " Der Kongreß wiederholt im Anschluß an die Beschlüsse der Verhältnisse an Bord, durch Gesetz gewährleistet. 9. Bestätigung aller besonderen Vereinbarungen aus den fee- internationalen Kongresse in Paris und Zürich, den auf dem internationalen Kongreß in London 1896 über den Generalstreit gefaßten männischen Gesezen. Beschluß, welcher lautet: Der Kongreß hält Streits und Boykotts für notwendige Mittel zur Erreichung der Aufgaben der Arbeiterklasse. sieht aber die Möglichkeit für einen internationalen Generalstreit nicht gegeben. Das nächste Erfordernis ist die gewerkschaftliche Organisation der Arbeitermassen, weil von dem Umfang der Organifation die Frage der Ausdehnung der Streits auf ganze Industrien oder Länder abhängt." Trufts. 1. Ausreichende Entschädigung von Unfällen; teine Beitragszahlung der Arbeiter, leine Einwendungen der Unternehmer, ob das Schiff im Dock oder auf dem Revier sich befindet, sondern volle Entschädigung für alle Unfälle. 2. Ausreichende Inspektion der Arbeitsgeräte. 3. Keine Lohnauszahlung in Gastwirtschaften. 4. Einrichtung von Arbeitsvermittelungs- Bureaus seitens der Arbeiter in allen Häfen. 5. Festsetzung eines Marimal- Arbeitstags und eines Lohns für Nacht- und Sonntagsarbeit. schaftliche, politische und moralische Kosten das Proletariat allein zu minimallohns für alle Transportarbeiter, sowie Erhöhung des Profit der Kapitalisten ist. Judem die Vermehrung der Produktionstragen hätte, erflärt der Kongreß: 1. daß es nötig ist, daß die Arbeiterpartei in jedem Land mit verdoppelter Wucht und Energie gegen den Militarismus und die Kolonialpolitik auftrete; 2. daß es vor allem unbedingt notwendig ist, die weltpolitische Alliance der Bourgeoisien und Regierungen zur Verewigung des Kriegs durch eine Alliance der Proletarier aller Länder zur Verewigung des Friedens zu beantworten, d. H. von mehr oder minder platonischen Demonstrationen der internationalen Solidarität auf politischem Ge biet zur energischen internationalen Aktion, zum gemeinsamen Kampf gegen den Militarismus und die Weltpolitik überzugehen. Als praktisches Mittel hierfür beschließt der Kongreß: 1. daß die socialistischen Parteien überall die Erziehung und Organisterung der Jugend zum Zweck der Bekämpfung des Militarismus in Angriff zu nehmen und mit größtem Eifer zu betreiben haben; 2. daß die socialistischen Vertreter in allen Parlamenten um bedingt gegen jede Ausgabe des Militarismus, Marinismus oder der Kolonialexpeditionen zu stimmen verpflichtet sind; 3. daß die ständige internationale focialistische Kommission beauftragt wird, bei allen entsprechenden Gelegenheiten von internationaler Tragweite in allen Ländern eine gleichzeitige und gleich förmige Protestbewegung gegen den Militarismus ins Leben zu rufen. Kolonialpolitik. Der Pariser Jnternationale Kongreß zu Paris 1900: In Erwägung, daß die Entwicklung des Kapitalismus notwendig zur kolonialen Erpansion, dieser Ursache von Konflikten unter den Regierungen führt; daß der Imperialismus, der die notwendige Folge davon sei, in allen Ländern den Chauvinismus gebäre und zu immer größeren Ausgaben für den Militarismus zwinge; in Erwägung, daß die Kolonialpolitik der Bourgeoisie keinen andern Zwed habe, als den Profit der Kapitalistenflaffe zu steigern und das tapitalistische System aufrecht zu erhalten, indem fic dabei Gut und Blut des alle Werte schaffenden Proletariats vergeudet und Verbrechen und Grausamkeiten ohne Zahl an den Eingeborenen der mit Waffengewalt eroberten Stolonien verübt, erklärt der Songreß: daß das organisierte Proletariat alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel anwendet, um die kapitalistische KolonialbefizAusdehnung zu bekämpfen, die Kolonialpolitik der Bourgeoistlaffe zu verdammen und unter allen Umständen und mit aller straft die Ingerechtigkeiten und Grausamkeiten zu geißeln, die auf allen Teilen der Erde sich abspielen, welche der Raubgier eines ehr- und rücksichts: Losen Sapitalismus ausgeliefert sind. Deshalb empfiehlt der Kongreß ganz besonders folgende Maßnahmen: 1. daß die verschiedenen socialistischen Parteien überall, wo die wirtschaftlichen Verhältnisse es gestatten, sich angelegentlichst mit dem Studium der Kolonialfrage beschäftigen, 2. daß alles gethan werde, um in den Kolonien die Bildung bon socialistischen Parteien, die in Verbindung mit dem Mutterlande bleiben, zu fördern, und daß 3. zwischen den socialistischen Parteien in den verschiedenen Kolonien Beziehungen und engere Verbindungen hergestellt werden.( Lebhafter Beifall.) empfohlen. Trusts( Kartelle) sind wirtschaftliche Vereinigungen der Unternehmer zur Erzielung größerer Profite. Sie sind die unvermeidliche Konsequenz der freien Stonkurrenz unter einem Wirtschaftssystem, dessen Zwed nicht die Produktion, sondern der individuelle mittel die Möglichkeit schafft, mehr Waren zu erzeugen, als die Allen seemännischen und Transportarbeiter-Bereinigungen wird Gigner der Produktionsmittel mit Profit verkaufen können, wird der freie Wettbewerb zum Feinde des Profits, wird es notwendig, das der Anschluß an die Internationale Transportarbeiter- Union dringend System des freien Wettbewerbs zu beseitigen und durch die vereinigte Thätigkeit der Produzenten zu ersetzen. Die Trusts sind Der Kampf um das allgemeine Stimmrecht und die direkte also das Ergebnis einer natürlichen Entwicklung. Gesetzgebung durch das Volk. Soweit die Trusts die Produktion und Verteilung wirfamer " Das allgemeine, gleiche, direkte und geheime Wahlrecht für alle und ökonomischer gestalten, die Ueberproduktion verhindern, Körperschaften der gesetzgebenden und ansübenden Staatsgewalt ist die Kosten der Erzeugung, des Transports, des Verkaufs, des ein unverrüd bares Ziel der focialen Demokratie, dessen Erreichung 3 wischenhandels und der Reklame vermindern, stellen sie eine eines der wesentlichsten Mittel der politischen und socialen Behöhere Form der Produktion dar. Auf der andren Seite aber haben freiung ist. sie die Tendenz, die Preise in die Höhe zu treiben, wenn das Interesse der vereinigten Unternehmer es erfordert, resp. die Verbilligung der Ware zu verhindern, die durch die Fortschritte der Produktion möge lich sein wirde, und sie haben, wenn nicht die Tendenz, doch in der Regel die Wirkung, die Unterdrückung der Arbeiter zu verschärfen, indem sie den Organisationen der Arbeiter und ihren Organisationsbestrebungen eine starke und einige Organisation der Unternehmer gegenüberstellen. Der Kongreß fordert alle Völker, die entweder noch gar keine oder eine auf der Grundlage von Privilegien aufgebaute parlamentarische Vertretung haben, auf, den stamf für das allgemeine, gleiche, direkte und geheime Wahlrecht zu führen, bis es in vollem Umfang errungen ist. Der Kongreß erkennt in dem Kampf um dieses Wahlrecht, sowie in der Ausübung dieses Wahlrechts selbst eines der besten Mittel zur Erziehung des Volks zum öffentlichen Leben. Der Kongreß spricht die Ueberzeugung aus, daß die Frauen denselben Anspruch auf die politischen Rechte haben, wie die Männer; er fordert also dieses Wahlrecht fir beide Geschlechter. Der Kongreß erklärt es für eine Aufgabe der Socialisten jener Länder, die das allgemeine Wahlrecht schon besigen, dieses bei ihnen schon bestehende Wahlrecht zu einem System der Proportionalvertretung auszubauen. Zugleich fordert der Kongreß in Konsequenz des Gedankens der Bolkssouveränität die Anstrebung der direkten Gesetzgebung durch das Volk, sowohl durch die Einräumung des Rechts der Initiative an das Volk, sowie durch die Einführung des Referendums. Der Kongreß erklärt alle diese Forderungen als notwendige Erziehungsmittel des Volks, um es intellektuell und moralisch in den Stand zu setzen, den Klaffenkampf für die sociale Befreiung mit ben gesammelten Kräften und einheitlichem Nachdruck führen zu tönnen und sich für die Besizergreifung der politischen Wacht vor zubereiten, um fodamn planmäßig an die Konstituierung der socialistischen Gesellschaft schreiten zu können." Gemeindesocialismus. Insbesondere sind die sog. Pools und Corners, die nicht wie die Trusts und Kartelle eine höhere Organisationsform bedeuten, sondern ausschließlich dazu bestimmt sind, die wichtigsten Konsum artifel zu vertenern, für die gesamte Bevölkerung von größtent Schaden und müssen in der schärfsten Weise verurteilt werden. Indem so der Internationale Socialistentongreß die Arbeitertlaffe auf die Gefahren der Trusts aufmerksam macht, kann er gleichwohl den Versuch der Unterdrückung der Trusts durch die Gesezgebung nicht empfehlen. Eben weil die Trusts das natürliche Ergebnis der fapitalistischen Produktionsweise sind, können Geseze höchstens die Form der Trusts ändern, niemals aber ihre Thätigkeit wirksam einschränken. Die Socialdemokratie hat aber feinen Anlaß, sich gegen Gesetze auszusprechen, die die Trufts zur Veröffentlichung ihrer Statuten und ihrer Geschäftsberichte zivingen wollen. Der allein mögliche Ausweg aus der durch die Trusts geschaffenen Situation fann jedoch nur die Verstaatlichung, und in einer späteren Zeit die internationale Regelung der Produktion jener Industrien sein, die durch internationale Trusts die höchste Stufe der Entwicklung erreicht haben. Die Aufgabe des Proletariats muß also darin bestehen, seine politische und ökonomische Klassenorganisation verstärkt durch die In Erwägung, daß unter„ Gemeindesocialismus" nicht ein be- genossenschaftliche Thätigkeit, zu vervollkommmen, um die Zeit vorfonderer Socialismus verstanden werden kann, sondern lediglich die zubereiten und zu beschleunigen, in der die Möglichkeit der ErVerlegung der allgemeinen Grundsäße des demokratischen Socialis- propriation der großen durch die Trusts organisierten Industriemus auf einem besonderen Gebiet der politischen Thätigkeit; zweige und damit der Umwandlung der fapitalistischen in die gesellIn Erwägung, daß die durch diese Thätigkeit errungenen Re- schaftliche Produktion gegeben sein wird." formen nur als Etappen auf dem Wege zur Verwirklichung der socialistischen Gesellschaft angesehen werden können, müssen sich die Socialisten auf allen Gebieten der Gemeindeverwaltung bethätigen; In fernerer Erwägung, daß die Gemeinde mit voller Selbstverwaltung nicht nur ein fruchtbringendes Feld zur Bethätigung in ökonomischen Fragen ist, sondern auch ein vortrefflicher Stützpunkt der Socialisten gegenüber der Centralgewalt im bürgerlichen Staate sein kann; Eingegangene Druckschriften. Bon der Neuen Zeit"( Stuttgart, Diet' Berlag) ift foeben das 53. Seft des 18. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Totengräberdienste. Rußlands Beute in China. Von M. W. Woh nungsfrage und Socialdemokratie. Von C. Hugo. Technische Fortschritte im Kunstgewerbe. Von P. M. Grempe. Epilog. Von H. Ströbel. Das Berhältnis der organisierten zu den unorganisierten Arbeitern. Bon Dem neuen Jahrtausend entgegen. Eine naturwissenschaftliche Umschau von Notizen: Ein internationaler Weizenring. Dyonis Zinner. Feuilleton: Dr. Friedrich Stnauer. Bitterungsübersicht vom 1. Oktober 1900, morgens 8 1hr. Erklärt der internationale Kongreß zu Paris im Jahre 1900: Daß bei voller Anerkennung der Bedeutung er allgemeinen politischen Thätigkeit, es Pflicht der Socialisten aller Länder ist, auf die Wichtigkeit der Bethätigung in der Gemeindeverwaltung aufmerksam zu macheit, fie zu fördern und dabei mitzuwirken. In Erfüllung dieser Pflicht haben die Socialisten die KommunaliForderungen für Seeleute und Transportarbeiter. fierung der öffentlichen Verkehrsmittel: Bade Anstalten, Kranken1. Beseitigung der Heuerbaase und Errichtung von Stellenhäuser 2c. 2c., zu betreiben und Musteranstalten daraus zu machen, sobermittelungsbureaus in allen Seehäfen unter der Kon- wohl im Interesse des allgemeinen Wohls als im Interesse der in Stationen trolle der Arbeiterorganisation. diesen Betrieben Beschäftigten. 2. Die Errichtung von behördlichen Logier- oder Seemanns- Kleine Gemeinden müssen zur Erfüllung dieser Aufgaben VerHäusern unter Leitung der Arbeitevorganisationen und Kontrolle der bände bilden. Behörden. 3. Die Errichtung von besonderen Gerichten, bei denen die seemännischen Arbeiter auch als Mitrichter fungieren und die die Streitigkeiten, die während der Reise entstanden sind, zu schlichten haben; die Macht der Seeoffiziere, die seemännischen Arbeiter zu bestrafen, muß vermindert werden. 4. Die Festsetzung eines Magimal Arbeitstags und die Definition der Ueberstundenarbeit und ihrer Bezahlung; an Sonn- und Feiertagen darf nur Notarbeit verrichtet werden. Charlottenburg. linfrem Freund Albert Darber zu ſeinen Wiegenfefte ein breturat bonnerndes Hoch! Albert, zieh' mir nicht an dem Klingelzug?![ 55999 Die Kollegen von 1900. Deutscher Holzarbeiter Verband. = Todes- Anzeige. Am 28 September verstarb unser Mitglied, der Tischler August Hutschenreiter. Die Beerdigung findet heute Diens: tagmittag 1 Uhr von der Charité aus nach dem Charitéfriedhof statt. 107/16 Ferner ist der Kollege, TischlerOrtskrankenkasse der Sattler. verstarb bas itglied Gustav Berger In Ländern, deren politische Verhältnisse es den Gemeinden nicht gestatten, diese Wege zu wandeln, haben die Socialisten die Pflicht, alles zu thun, um jenes Maß politischer Freiheit zu erobern, das notwendig ist, um jene Forderungen zu verwirklichen. Der Kongreß empfiehlt den socialistischen Gemeindevertretern durch Vermittelung des internationalen Sekretariats: a) Sich gegenseitig über alle auf dem kommunalen Gebiete realisierten Reformen mit ihren moralischen und finanziellen ( ökonomischen) Folgen zu unterrichten; Danksagung. Wetter Stationen Swinembe. 760 SSW 4wolfig Hamburg 758 SS 4 bedeckt Berlin 761 SW 2heiter Franff/ M. 763 23 2 heiter 2wollig Wien 764 Still- voltig München 766 26 14 aparanda 15 Petersburg 13 Cort 13 Aberdeen 15 Baris 19 stand mm Wind: richtung Windstärke Wetter Temp.n.C 26.3. 11212 759 23 761 3616. bed. 2 bebedt 15 Wetter Prognose für Dienstag, den 2. Oftober 1900. Mild und zeitweise heiter, vielfach woltig mit leichten Regenfällen und mäßigen jüdwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Musikwerke, Die Zeitungs- Expedition und Buchselbitspielend, mit auswechselbaren handlung des Platten, schönste Familienunter haltung, werden bei nur geringer 55809* Teilzahlung vergeben. Für die vielen Beweise aufrichtiger Achtung. Sonnabend, den 29. Sept. 1900 Teilnahme und Kranzspenden bei der Beerdigung meiner lieben unvergeß lichen Frau fage allen Verwandten und Bekannten meinen herzlichen Dant. 2956 ( Werkstelle von C. Reining). Die Beerdigung findet Dienstag, den 2. Oftober, nachmittags 32 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus firchhofs aus statt. 273/4 3. A. G. Assmann, Rendant. Danksagung. Gottlieb Kühn, Oppelnerstr. 18. Kranzbinderei u. Blumenhandlung von[ 55252* Robert Meyer, 2 Mariannen- Straße 2. Beerdigung unsres lieben Entschlafe Für die rege Teilnahme bei der nen, des Leberarbeiters Paul Widmungs- Kränze, Guirlanden, BallFraedrich, fagen wir allen Versträußchen, Bouquets 2c. werden sehr wandten, Freunden, Kollegen und geschmadvoll und preiswert geliefert. Barteigenoffen sowie dem Herrn Rin torf unsern herzlichsten Dank.[ 2946 Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herz: licher Teilnahme und die reichen unsres lieben Entschlafenen, des Gelb: gießers 2936 August Hutschenreiter Blumenfpenden bei der Beerdigung perstorben. Heinrich Grüger Die Beerdigung findet heute, Dienstag, den 2. d. M., mittags 1 Uhr, fagen wir allen Verwandten, Freunden von der Charité aus nach dem und Bekannten unfren aufrichtigen Charité Friedhof, Seestraße, statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Dant Berlin, 1. Oktober 1900. Die trauernden Hinterbliebenen. PNECHT BEALI Stempel Fabrik von 5526* Robert Hecht, Berlin S., Oranienstr. 142. liefert, schnell und billig alle Arten Stempel in bester Ausführung. Kautschut Typen Verfekt" zum Zusammenjezen einzelner Wörter fowie ganzer Säge von 1,50 M. an. Dorwärts" für Wedding und OranienJ. Kurzberg, NO. 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Unter andremt: Neu für Berlin: Brunnenstraße 16. Heute, Dienstag, den 2. Oktober cr.: Wegen Privatfeftlichkeit keine Vorstellung. Morgen: An des Reiches Pforten. Eine Wanderung durch die Familie Alex. Gossmanns Konzertgart., Heute zum 25. Male: n Pariser Weltausstellung. Invalidenstr. 57/ 62.1 Der Liebesschlüssel. Tägl. Sternwarte. Opernhaus. Carmen. Anf. 7 Uhr. Thalia- Theater Schauspielhaus. Die Welt, in der man sich langweilt. Anfang 712 116r. Neues Opern Theater( Kroll). Der Mikado. Anfang 7/2 Uhr. Deutsches. Fauft. Anfang 7% Uhr. Berliner. Ueber unsre Kraft. Anfang 7 Uhr. Leffing. Der Bund der Jugend. Anfang 7 Uhr. Residenz. Die Dame von Maxim. Anfang 7 Uhr. Neues. Revanche. Der weiße Hirsch. Anfang 72 Uhr. Weften. Die lustigen Weiber von Windsor. Anfang 7½ Uhr. Schiller. Die goldne Eva. Anfang 8 11hr. Secessionsbühne. Der gnädige Herr. Anfang 72 Uhr. Central. Der griechische Sklave. Anfang 7 Uhr. Thalia. Der Liebesschlüffel. Anfang 72 Uhr. Luisen. Die Waise von Lowood. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Tugendring. Anfang 712 Uhr. Carl Wein Müller und Schulze Große Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz. Im 2. Aft: Musikalisch- automati fches Potpourri( glänzend. Finale). Hauptdarsteller: Thomas, Thielicher, Helmerding, Junkermann, Paulmüller und die Damen Milton Schäffer, Wanovius, Junter- Schatz. Anfang 7 Uhr. Morgen und folgende Tage: Die selbe Vorstellung. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Täglich: Müller und Schulze auf der Pariser Weltausstellung. Ausstattungsposse mit Gesang in fünf Bildert. Anfang 8 Uhr. Nachmittags 5-10 Uhr. Passage- Panopticum. Letzte Woche: Marokkaner- Truppe. Vorstellung stündlich. Passage- Theater: Nen für Berlin: Familie Hummel Direttor Albert Schumanns neueste Original- Dreffuren, sowie Auftreten der übrigen nen enga: gierten Künstler und Künstlerinnen. Bum Schluß: Allabendlich stürmischer Beifall: CHINA. Die Unseen in Kiautschou. Der Aufstand der Boxer- Krieg. Die Verbündeten vor Taku- Peking. Eine Kavallerie- Attacke der ver: bündeten Mächte. Vorstellung von 7-10% Uhr. Sanssouci CASTANS Apollo- Theater. PANOPTICUM Mit anhaltendem grossen Erfolge: auf der Bariſer Weltausstellung. Venus auf Erden. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Der Prozeßhandl. Anfang 8 Uhr. Ferner: G Metropol. Specialitätenvorstellung. Adele Moraw Der Mandarin von Tsing- ling und acht nene erstklassige ting. Anfang 8 Uhr. 100 Apollo. Specialitäten- Borstellung. Venus auf Erden. Anfang 8 Uhr. Palaft. Specialitäten Borstellung. Der olle Muckebold. Anfang 7% Uhr. Reichshallen. Anfang 8 Uhr. Stettiner Sänger. Passage Panoptikum. Speciali täten- Vorstellung. Brania. Invalidenstr. 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Taubenstr. 48/49. Abends 8 Uhr ( im Theatersaal): Eine Wande Specialitäten. Anfang 8 Uhr. Metropol- Theater. Täglich um 9 Uhr. Der größte Operetten Erfolg d dieser Saison. Ednard Steinberger als Gast. 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Die Bedeutung der bevorstehenden Reichstagswahl. 2. Diskussion. Referenten Genossen G. Ledebour und H. Ströbel. Recht zahlreichen Besuch erwarten los afield Die Vertrauensleute. [ 220/13 Achtung! Stuccateure. Achtung! Dienstag, den 2. Oktober, abends 7 Uhr: Große öffentliche Versammlung Allen Freunden und Bekannten teile ich hierdurch mit, daß ich mein URATION ZUM GOLDENEN Restaurant zum Deutscher Holzarbeiter- Verband. Vertrauensmänner- Versammlungen. Mittwoch, den 3. Oktober, abends 8 Uhr: Für den bei Mann, Often und Nordoften: Strausbergerstr. 3. Tages Ordnung: 107/15 1. Bericht der Obleute. 2. Werkstattangelegenheiten. 3. Verbands: angelegenheiten und Verschiedenes. Besonders eingeladen sind die Kollegen von Baumüller, Fruchtstr. 8; 60 Krause; Rode; Wolf, Fruchtstr. 72; Ruhrt, Königsbergerstr. 7. ,, Goldenen Bären' Bezirk Südost: bei C. Behrend, Manteuffelstr. 95, Tagesordung: 1. Bericht der Werkstatt- Kontrollkommission. 2. Werknach Oranienstr. 183, part., ftattangelegenheiten und Berschiedenes. ( früher Wollschläger) berlegt habe. [ 56020* Süden: bei Krieger, Wafferthorstraße 68. Tagesordnung: 1. Ein neuer Versuch der Unternehmer, EntGr. Mittagstisch. Taffungscheine einzuführen. 2. Bericht der Kommission. 3. VerbandsWarme Küche zu jeder Tageszeit zu angelegenheiten und Verschiedenes. foliben Preisen. Vereinszimmer( 30-50 Perf.) zu Festlichkeiten und Versammlungen. Fritz Felgentreff. ausgeschlachtet 40 und im großen Saale des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer Nr. 15. täglich frisch Der Wortbruch der Freien Vereinigung von Bildhauern und Stuckgeschäften Berlins Wildfleisch 25, 50 Pf. Kollegen, folgt alle dem Ruf Gurer Lohnkommission und erscheint Mann für Mann, da es sich um die A. Ritsehl, Dresdenerstr. 61. und Umgegend. Ehre organisierter Arbeiter handelt. Achtung! 6. Wahlkreis. Achtung! Dienstag, 2. Oktober, abds. 8½ Uhr, in den Boruffia- Sälen, Oeffentliche Wähler- Versammlung Ackerstr. 6/7: veranstaltet vom Vorstand des Socialdemokr. Wahlvereins des 6. Reichstags- Wahlkreises. Die Bedeutung der bevorstehenden Reichstagswahl. Referent Tages- Ordnung: Dr. Alfred Bernstein. Diskussion. 248/11 Der Einberufer: I. A.: M. Kiesel. Die Bezirksführer ber Oranienburger und Rosenthaler Borstadt werden ersucht, in dieser Versammlung zu erscheinen. D. D. Achtung! 6. Wahlkreis. Atung! Donnerstag, den 4. Oktober, abends 8 Uhr: Volks- Versammlung. Tages Ordnung: eichstagswahl. 1. Die Bedeutung der bevorstehenden Reichstagswahl. 2. Diskussion. Referent der Kandidat Genosse Ledebour. Um recht zahlreichen Besuch ersucht Der Einberufer. Charlottenburg. 220/14 Donnerstag, 4. Oktober, abends 8 Uhr, in der GambrinusBrauerei, Wallstr. 94: alexit Partei- Versammlung. 191 Tagesordnung: 1. Berichterstattung vom Mainzer Parteitag und Berichterstattung von ber Frauen- Konferenz in Mainz. 2. Diskussion. 3. Berichterstattung der Bertrauensperson und Neuwahl derselben. 4. Bericht der Lokal Sommission und Neuwahl derselben. 5. Bericht des Parteispediteurs und Neuwahl der Zeitungskommission. 204/10 Achtung! Der Vertrauensmann. Rixdorf. Die Lohnkommission. 179/15 Partei- Speditionen: Eingeladen find folgende Wertstellen: Heideklang u. Biletti, Akte Jakob: ftraße 132; Sepfner, Seydelstr. 23; Kübler, Seydelstr. 30; Probst u. Brecker, Maybach- Ufer 5; Reintann, Feilnerstr. 5; Bieger, Schönleinstr. 15; Lindberg, Budowerstr. 6; Donat, Neue Jakobstr. 5. Weften- und Südwesten: in Habels Brauerei, Tages Ordnung: Bergmannstr. 5-7. 1. Bericht der Kommission. 2. Werkstattangelegenheiten und Verschiedenes Jeder Vertrauensmann hat einen schriftlichen Bericht zu erstatten, wie: viel Kollegen in der Werkstatt arbeiten und wieviel organisiert sind. Moabit: im totale des Herrn Jocksch, Turmſtr. 84. Tages Ordnung: 1. Besprechung über Lohn- und Arbeitsverhältnisse. 2. Werkstatts Herrn Tages Ordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Verbands: und Werkstattangelegenheiten. Jin Interesse der Bautischler wird gewünscht, daß jede Werkstatt yer: Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt: bei Wernau, Schwedterstr. 23. Tages Oronung: Berlin vierter Wahlkreis O.: Robert Wengels, Große: angelegenheiten. Frankfurterstr. 133,5of part.- SO.: Fris Thiel, Stalikerfir. 35 v. part.- Wedding und Gesundbrunnen: Solbergerstr. 23. Sechster Wahlkreis( Moabit): Start anbers, Galebelers bei Raabe, firaße 8, part. im Laden. Wedding und Oranienburger Vorstadt: Emil Stolzenburg, Wiesenstraße 41/42. Gesundbrunnen: Wilhelm Gaßmann, Grünthalerstr. 65. Rosen- 3. Verschiedenes. thaler Vorstadt und Schönhauser Vorstadt: Karl Mars, astanien- Allee 95/96.- Charlottenburg: Guſtav Charlottenburg: Gustav Scharnberg, treten ist. Sesenheimerstr. 1, Ede Goethestr., v. 1 Treppe.- Deutsch- Wilmersdorf: Th. Miller, Berlinerstr. 132/133, rechter Seitenfl. und 2. Nt delAuguftaftr. 3, v. I. Friedrichsberg- Friedrichsfelde: Carl Welt, Berlin O., Frankfurter Allee 177. Grünau: Engel, Dahmestr. 6. Rixdorf: Ofter mann, Erfstr. 6.- Schöneberg: Wilh. Bäumler, Apostel Paulusstr. 13, Quergebäude Hochp. Ober- Schöneweide: Otto John, Wilhelminenhofstraße 18. Nieder- Schöneweide Karl Weber, Cigarrengeschäft.- Johannisthal: Paul Mann, Friedrichstr. 39, I.- Adlershof: Max Worbs, Mezerstraße 4. Cöpenick: Franz Weber, Cigarren- Handlung, Grünauerstr. 1. Friedenau- Steglitz: H. Berusee, Kirchstraße 15 in Friedenau. Bestellungen nehmen entgegen in Steglitz: H. Mohr, Düppelstraße 8, und Fr. Schellhase, Ahornstraße 15a. Baumschulenweg: Stod, Ernststr. 2 II. Nen- Weissensee: Heinrich Bach: mann, Lehderstr., 1, part. lints. Rummelsburg: Forgbert, Prinz fit. be 1 1 -1. Bericht der Werkstatt- Kontrollkommission. 2. Werkstatt und Verbands. angelegenheiten. 3. Verschiedenes. Jebe Werkstatt muß vertreten sein. sole usbicanis Friedrichsberg: bei Lutterbüse, Friedrich Karlstr. 11. Mittwoch, den 3. Oktober, abends punkt 8 Uhr, Fabrik- und Modelltischler- Branche. Pflicht jeder Werkstatt ist, einen Vertreter zu entsenden. Die Ortsverwaltung. Außerdeur ist sämtliche Partetlitteratur sowie alle wiffenschaftlichen Achtung! Drechsler. adtune! Achtung! Werte bort zu haben. Auch werden Inserate für mittwoch, 3. Ottober, abends 8%, Uhr, in Stecherts Festhälen, den Vorwärts" entgegengenommen. Es wird dringend ersucht, dem bisherigen Spediteur rechtzeitig von der Wohnungsveränderung Mitteilung an die zuständigen Bezirke abzugeben. zu machen, da die Spediteure verpflichtet sind, die Adressen Bitte ausschneiden! Möbel auf Teilzahlung. Grosses Möbel- Special- Geschäft für kleine und mittlere Wohnungs Einrichtungen. Neue Königstrasse 59, 53882* Nahe Alexanderplatz. Streichen Sie Ihre Fussböden nur mit [ 175b* Achtung! Jägers Schnelltrocken- Lackfarbe ,, Elegant -290-1 Achtung! Donnerstag, den 4. Oktober, abends 8½½ Uhr: d Oeffentliche Wähler- Versammlung im Apollo Theater, Hermannstraße 48-50. Tages Ordnung: [ 204/9 1. Vortrag: Dennoch her mit dem roten Haus! Referent: geichstags- Abgeordneter Genoffe Arthur Stadthagen. 2. Diskussion. Pflicht der Genossinnen und Genossen ist es, in dieser wichtigen Vers fammlung zu erscheinen. Bur Dedung der Untosten wird ein Entree von 10 Pf. erhoben. Das Wahlkomitee, Achtung, Kostümschneider und Schneiderinnen mit Enschluss aller in der Musterkonfektion Beschäftigten Dienstag, den 2. Oktober, abends 82 Uhr: Große öffentliche Versammlung ben Arminhallen, Rommandantenstraße 20. Tages Ordnung: 1. Die ggenwärtige Situation in der Kostümbranche und was haben wir zu thun? Referent: Kollege Ritter. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Diese Lackfarbe trocknet hart in einer Stunde mit hohem Glanz und verbindet grösste Haltbarkeit mit aussergewöhnlicher Billigkeit. Preis per Pfund 50 Pf. Nur echt zu haben bei Berlin SO., Pücklerstr. 61, G. 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Oktober, abends 8%, Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel Ufer 15: Mitglieder- Versammlung. I Tages Ordnung: H. Albrechts Bäckerei 1. Die Zustände in der Heilstätte Malchow. 2. Das Verbot ber AusWrangelstr.9, Krautstr. 19, legung von Tageszeitungen in der Heilstätte Gütergok. 3. Verschiedenes. Faldensteinstr. 28, Lausitzerstr. 2. 53/9 Der Vorstand. Telephon Amt IV 447. Berliner Genossenschafts- Bäckerei. ( E. G. m. b. H.) Telephon: Amt III, Nr. 2931. Nene Hochftr. 18. Plan- Ufer 33. Telephon: Amt III, Nr. 2931. Reinickendorferstr. 65. Wir empfehlen den Parteigenoffinnen und Genoffen unser vorzügliches reines Roggenbrot. Dasselbe ist täglich frisch in circa 500 Verkaufsstellen in Berlin und Umgegend zu haben. Die Verkaufsstellen werden wir in einem besondren Juferat am Dienstag, den 9. Oftober, im ,, Vorwärts" veröffentlichen und ersuchen wir unsre verehrte Kundschaft, sich dasselbe zu geneigten Gebrauch aufzubewahren. Der Vorstand. M. Begründung des Geschäfts 1878. 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Die werden die Listen außer im Wahlbureau Poststraße 16 II noch in Gesamtanlage- Kosten werden rund 75 000 m. betragen, die jährlichen folgenden Lokalen ausliegen: a) für die Stadtbezirke 218 bis 226 Betriebskosten 82 000 m. ad Anstoß erhalten hat. Kaiser Wilhelm II. scheint nicht für das Radfahren der Frauen den Mitteilungen ostpreußischer Blätter: eingenommen zu sein. Wenigstens berichtet das„ Berl. Tagebl." nach " In dem Festzuge, der am 22. v. M. aus Anlaß der Anwesenheit des Kaisers bei der Enthüllung des Denkmals der Königin Luise in Tilsit veranstaltet wurde, befanden sich auch Radler und Nadlerinnen. Als letztere vor dem Kaiser vorüber kamen, wandte er sich ein Gedicht recitiert und einen Strauß überreicht hatten, mit den an die neben ihm stehenden Ehrenjungfrauen, die ihm kurz zuvor Worten: Ich bitte Sie, meine Damen, steigen Sie nicht aufs Nad!" das ist eine Forderung, für die das„ freifinnige Bürgertum mit dem ihm angeborenen Mannesmut voll und ganz“ und„ unentwegt" und 237 bis 250 in der Turnhalle der 110./174. Gemeindeschule Das Radfahren wird weiblichen Personen besonders von eintritt. Darum z. B. die immer wiederkehrenden Klagelieder über Schönhauser Allee 166A; b) für die Stadtbezirke 227 bis 236 und ärztlicher Seite vielfach warm empfohlen und unleugbar ist dieser die Bevorzugung des Adels im Heer und in der Verwaltung und 251 bis 258 in der Turnhalle der 132./142. Gemeindeschule, Sport nicht allein der Gesundheit, sondern auch der Bewegungsüber die Zurücksetzung des Bürgertums". Freilich, wo der Frei- Deniminerstraße 27; c) für den Stadtbezirk 259 bis 278 in der freiheit vieler Frauen überaus förderlich gewesen. Es braucht ferner finn" selbst am Ruder ist, wo es ihm obliegt, das gleiche Recht Turnhalle der 17. Gemeindeschule Aderstraße 67; d) für die Stadt- nur darauf hingewiesen zu werden, daß das, was allgemein Reform für alle“ gegenüber der Arbeiterschaft walten zu lassen, bezirke 285 bis 287 und 298 bis 304 und einem geil vom 282. Stadt der Frauenkleidung genannt wird, durch das Radfahren einen ſtarken da hält er's mit dem alten Junkerspruch:" Ja, Bauer, das ist ganz bezirk in der Turnhalle der 113./128. Gemeindeschule Turmwas andres". Einen sprechenden Beweis dafür liefert das Verhaltenstraße 86; e) unfres Berliner„ Kommunalfreisinns" bei der Besetzung der sog. der Turnhalle der 82./90. Gemeindeschule, Turmstr. 75; f) für die e) für die Stadtbezirke 288 bis 297 in Verwaltungs- Deputationen", d. H. der Körperschaften, die unter der Oberleitung des Magistrats und der Aufsicht Stadtbezirke 305-326B in der Turnhalle der 118./127. Gemeindeder Stadtverordneten Versammlung die einzelnen Zweige der schule, Banfftr. 8. städtischen Verwaltung zu leiten haben. Es setzen sich diese Wer teine Zeit hat, die Listen nachzusehen, wolle sich mit Deputationen aus Stadträten, Stadtverordneten und sogenannten einer Legitimation( Steuerzettel 2c.) an einen der nachstehend verBürgerdeputierten d. h. Bürgern, die weder dem Magiftrat noch zeichneten Barteigenoffen wenden, die bereit sind, die Wählerlisten zu der Stadtverordneten- Versammlung angehören und von der letzteren prüfen: für ihr Amt gewählt werden zusammen. Unfre Genossen vertreten nun seit Jahren den Standpunkt, daß sie auch bei der Wahl G. Renfer, Turmstr. 69; K. Anders, Salzwedelerstr. 8; Rob. Kern, Moabit: J. Pfarr, Butligstr. 10; W. Kien, Waldenserstr. 14; dieser Deputationen gemäß der Stärke der Fraktion berücksichtigt Stromstr. 24; M. Faber, Stephanstr. 11; Märker, Cigarrengeschäft, Der Ausschuß der Stadtverordneten Versammlung zur werden müßten. Die Berechtigung dieser Forderung zu bestreiten Zurmstr. 52; Ad. Scholz, Wilhelmshavenerstr. 18; D. Fischer, Vorberatung der Magistratsvorlage betreffend die anderweitige Berwaat auch ber Greifin nicht, er erkannte fie vielmehr zu Beginn Beusselstr. 66; Fr. Gresse, Beuffelstr. 17; K. Mai, Rostockerstr. 18; mietung der Albuminfabrik auf dem städtischen Biehhof hat unter dieses Jahrs ausdrücklich in dem Ausschusse an, der die Neuwahl der Verwaltungs- Deputationen vorzubereiten hatte. Da man H. Schubert, Huttenstr. 2; August Wend, Siffingenstr. 4; A. Plath, Vorsiz des Stadtverordneten Heilmann einstimmig beschlossen, den aber keineswegs gesonnen war, diese gerechte Forderung zu be- Siffingenſtr. 43; Alb. Schütz, Beusselstr. 25; Geite, Alt- Moabit 50; Antrag des Magistrats wegen anderweitiger Verpachtung der Fabrik willigen, und damit gegenüber der Arbeiterschaft gleiches Recht" zu Gundlach, Waldstr. 9. pure zu genehmigen. üben, so versteckte man sich damals hinter dem Vorwande:„ man Wedding und Oranienburger Vorstadt: Chr. Hilgenfeld, Eine neue Polizeiverordnung, betreffend den Transport von fönne nicht alte, in den Verwaltungs- Deputationen bewährte Stadt- Bergstr. 60; E. Diete, Ackerstr. 123; D. Brückner, Gartenstr. 63; Fleisch in Fuhrwerken, Mulden 2c. ist für den Stadtkreis Berlin verordnete mur deshalb ihres Amts entsetzen, um für Mitglieder der Hochstr. 38; Gießel, Boyenstr. 40; A. Dobath, Sellerstr. 3; Fleischstücke, wenn sie in Fuhrwerken jeglicher Art, einschließlich Joseph, Tiechstr. 34; Schulz, Schwarzkopffftr. 15; Seidel, Neue am 1. Oftober in Kraft getreten. Danach müssen auch einzelne Socialdemokratischen Fraktion Platz zu machen; bei eintretenden Balanzen werde man aber auch die Socialdemokratie berüdsichtigen." 3. Strauſe, Müllerstr. 7a: F. Gleinert, Schulftr. 29; H. Krafezat, Handwagen und Karren, oder in Mulden, Körben oder ähnlichen So damals die Vertreter des Freisinns" im Ausschusse. Müllerstr. 159a; A. Doye, Müllerstr. 38; H. Filter, Gerichts- Gegenständen transportiert werden, derartig rings umschlossen oder wenig ehrlich aber sie es mit diesen Worten meinten, das zeigte straße 62; H. Tauschel, Wiesenstr. 29; F. Bergmann, Basewalter- verdeckt sein, daß sie dem Anblick von außen her vollständig entdeutlich die am legten Donnerstag vorgenommene Wahl eines Mitstraße 3.0 Rosenthaler Vorstadt und Gesundbrunnen: H. Hoppe, Acker- 30gen find. gliedes in die" Deputation der städtischen Wasserwerke" Der kostspielige Dienst bei der Garde. Aus Lüneburg wird und das wird ebenso das kann man auch ohne Prophetengabe straße 21; Charlett, Ackerstr. 164; Lorenz, Voltajir. 43; Wrobel, schon heute sagen am nächsten Donnerstag sich bei der Streligerstr. 4; Merker, Bergstr. 10; Jrmert, Swinemünderstr. 26; der Boff. Btg." geschrieben: Ein Bauernjohn aus der Lüneburger Befegung einer offenen Stelle im Sturatorium der städtischen Jäger, Swinemünderstr. 20; Döring, Ruppinerstr. 21; Gnadt, Ruppiner Heide hatte sich zur Einstellung bei der Garde gemeldet. Nach Antwort. Badder, kannst Du mi, Heimstätten für Genesende" zeigen. Auf beide straße 41; Rofin, Ruppinerstr. 42; Bertels, Ruppinerstr. 49; Rehfeld, einigen Tagen erhielt er Antwort. Stellen glauben unsre Genossen Anspruch zu haben, schon des- Brunnenstr. 57; Wesener, Arkonaplay 3; Hoffmann, Bernauer- wenn ich na'r Garde tame, woll noch hundert Daler mehr mitgeven, halb, weil sie überhaupt, wie die untenstehende Zusammenstellung Straße 470; Ad. Neumanit, Brummenstr. 150; Muzyk. Fehrbelliner- denn dat Gewehr mut idk mi sülbst köpen."" Wies den Breef ergiebt, in den Deputationen nicht genügend vertreten sind. Weiter straße 34; Crohne, Zionskirchplatz 5; Geisler, Veteranenstr. 4; Beier, mal her, Junge," sagte der Bater, setzte seine Brille auf, las auch aber wird der Anspruch unsrer Genossen auch dadurch gerechtfertigt, Swinemünderstr. 118; Kannapte, Brummenstr. 122; Lietzke, Brummen- und sagte dann:" Ja, et is richtig, da steit et, dat mag aber bi de daß gerade in den städtischen Wasserwerfen Arbeiter in großer Bahi traße 85; G. Herrmann, Putbuserstr. 45; Kruhl, Rügenerstr. 15; Garde woll nich anners gahn." Die Behörde hatte in dem Brief beschäftigt sind, wie andrerseits in den Heimstätten die Ver- Schilling, Swinemünderstr. 51; Hoffmann, Swineminderstr. 47; zum Schluß geschrieben:" Gewähr für Einstellung fann pflegten fast Ser ausnahmslos Arbeiterschaft Bachgänger, Swinemünderstr. 34; Neumann, Graunstr. 14; Molden- nicht geleistet werden." angehören; darum schou ist eine ist eine Vertretung hauer, Swinemünderstr. 95; K. Helbig, Usedomstr. 9: Gaßmann, Der Zeitungsverkauf nach 9 Uhr abends ist gestattet. Wie diesen Verwaltungs- Deputationen angebracht. Trotzdem stimmte Grünthalerstr. 64; Kegeler, Prinzen- Allee 14; Kenoblich, Soldiner die Berliner Storrespondenz" mitteilt, haben die Minister des Innern am letzten Donnerstag auch nicht ein Freisinniger für straße 36; Richter, Stettinerstr. 16; Abendroth, Badstr. 42/43; und der Minister für Handel und Gewerbe die Regierungspräsidenten unfren Kandidaten, Genossen Wurm, der doch in einer Zeit, in Hinge, Bankſtr. 13. welcher die gesundheitsgemäße Wasserversorgung Berlins die Ge- Eberswalderstr. 4; Krüger, Zychenerstr. 8; Auguſtin, Schönhauser Inkrafttreten der Novelle zur Gewerbe- Ordnung das Feilbieten von Schönhauser Vorstadt: Dierke, Schwedterstr. 33; George, angewiesen, den Ortspolizeibehörden mitzuteilen, daß durch das müter so lebhaft beschäftigt, als Hygienifer gewiß ein erstklassiger Allee 73; Schwarz, Schliemannstr. 42; Behufeld, Schönhauser lägen usw. an den Wochentagen nicht berührt wird. Das Feil Beitungen und andrem Lesestoff auf öffentlichen Wegen, Straßen, Beitungen und andrem Lesestoff auf öffentlichen Wegen, Straßen, Bewerber war. Im Gegenteil: der sogenannte" linke" Flügel der Freisinnigen, die„ Nene Linke", wie sie sich in besonders festlicher allee 40; Behrend, Fehrbellinerstr. 51; Schönfeld. Fehrbellinerstr. 9; bieten fann vielmehr in bisher üblichem Umfang nach wie vor geStimmung gern nennt, die kommunale Demokratie" hielt es für Wars, Kastanien- Allee 95; Schulz. Bappel- Allee 106; Ramlow, angezeigt, uns gegenüber den Grundfak gleiches Recht für alle“ Schönhauser- Allee 135; Mahnkopf, Dunderstr. 12; Bödig. Dunderstattet werden. Danach ist anscheinend auch der Verkauf von ausdrücklich zu verleugnen, und stellte darum unsrem Kandidaten ſtraße 79; Soberling. Schliemannstr. 33; Rieb, Danzigerstr. 93; Broschüren, Flugblättern 2c. vor Versammlungslokalen wie bisher nach 9 Uhr gestattet. hard noch einen Sonderkandidaten entgegen. Wolf, Schönhauser- Allee 178; Pinner, Tresckowstr. 36: Schmidt, Die Berliner Markthallen einschließlich der Centralhalle am Die bevorstehende Wahl in die Heimstätten- Deputation wird ein Tresckowstr. 22; Siebert, Wörtherstr. 15; Gobien, Prenzlauerstr. 232; Alexanderplatz sind während der Wintermonate( 1. Oktober bis ganz ähnliches Ergebnis haben. Unfrem Standidaten, Genoffen Lamprecht, Wörtherstr. 39; Grobler, Hochmeisterstr. 25. Dr. Freudenberg, wird von freifinniger Seite der Herr Stadt- Auch wer am 1. Oktober aus dem Wahlkreise verzogen ist, 31. März) erst von morgens 7 Uhr ab für das Publikum geöffnet. verordnete Louis Sachs I entgegengestellt. Offenbar erscheint dieser hat das Recht, an der Wahl teilzunehmen. Raubmörder Gönczi. Gestern wurde dem Raubmörder Gönczi Herr wegen der durch die Reichstagsrede Antrids ja genügend der Beschluß des Straffenats des Kammergerichts vom 24. September gekennzeichneten Verdienste um das städtische Krankenhaus Moabit" Die bevorstehende Ersatzwahl im sechsten Reichstags: mitgeteilt, wodurch die von dem Verteidiger in dem zweiten Wieder - Herr Eachs ist nämlich dort Hausturator feinen Partei- Wahlkreise bildet die Tagesordnung der beiden Voltsaufnahmeverfahren eingelegte Beschwerde als unbegründet zurüc genossen als der geeignetste Verwalter der Heimstätten, und deshalb versammlungen, welche heute Abend 8/2 1hr im gewiesen wird. Fran Gönczi befindet sich immer noch im hiesigen soll ihm zu den sieben Aemtern, die er gegenwärtig schon in Depu- Berliner Prater, Kastanien- Affee 7/9, und in Peters St. Hedwigstrantenhause. tationen und Ausschüssen bekleidet, auch noch dies achte übertragen Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80/81, stattfinden. referieren die Genossen G. Ledebour und H. Ströbel. Die richtete und eine größere Anzahl von Personen verlegte, feßte Eine verherende Explosion, die einen großen Schaden an werden. Im übrigen seien noch einige Zahlen und Daten gegeben, welche gleiche Tagesordning wird heute Abend in einer vom Wahlverein Sonntagabend den Norden Berlins in große Aufragung. die Gerechtigkeitsliebe des Freisinns ins rechte Licht setzen. In nach den Borussia Sälen, Ackerstr. 6/7, einberufenen öffent- andwirtschaftliche Hochschule, Juvalidenstraße 42, war den Verwaltungs- Deputationen und Kuratorien sind wenn wir lichen Wählerversammlung behandelt, in der Dr. Alfred Bern der Herd der Explosion, deren Wirkung sich auf den ganzen stolzen von den einzelnen Stiftungen und Stipendien wegen deren ver- it e in referiert. Die Bezirksführer der Oranienburger und Rosen- Bau und seine Nachbarschaft erstreckte. Wohl hundert große Bogenhältnismäßiger Bedeutungslosigkeit ganz absehen 307 Bläge thaler Vorstadt werden besonders ersucht, in dieser Versammlung aufenster sind demoliert, die schöne Glashalle, die den Ausstellungs zu vergeben. Davon besetzt gegenwärtig der Freifim", der mit erscheinen. allen Wilden" fünf Sechstel der Versammlung darstellt. 274, also nahezu # der Arbeiterpartei in " Die raum überdacht, ist ihres Glasschmuds beraubt, Kellergewölbe stürzten mittelt: neun Zehntel. Unire Genossen, die 22 unter 144 Stadtverordneten Schöneberg. Heute abend 8 1hr erfolgt im Klubhause, Haupt- ein und sämtliche Räume des Kellergeschosses wurden arg zerstört. sind, also auf ein Siebentel bis ein Sechstel der Size Anspruch hätten, straße 5/6, die Berichterstattung der Deligierten vom Mainzer Partei- Auch haben verschiedene Personen erhebliche oder leichte Verlegungen haben thatsächlich in den Deputationen usw. nur 31 Sige, also etwa tag sowie der Delegiertin von der Mainzer Frauenkonferenz. Um davongetragen. Ueber die Katastrophe haben wir folgendes er= Die Vertrauenspersonen. ein Zehntel, inne. Die bloßen Zahlen entwerfen aber noch ein viel zahlreiches Erscheinen ersuchen Das Kellergeschoß dient fünf Familien zur Wohnung, während zu günstiges Licht, denn die 31 werden nur dadurch erreicht, daß die übrigen Stellerräume zu Werkstätten eingerichtet sind. An der in der Stenerdeputation" unter 22 Mitgliedern____ Lokales. Ditfront wohnt der Kunstschlosser und erste Maschinenmeister Stulis, fünf unsrer Genossen und dazu sogar noch der Bürgerparteiler Ulrich sizen. In der Steuer- Der gestrige Wohnungsumzug hat einen Umfang angenommen über deffen Wohnung sich die mit allerhand landwirtschaftlichen Deputation" hat man nämlich nur Arbeit au wie wohl noch feiner vorher. Von jachtundiger Seite ist berechnet Gegenständen augefüllte Ausstellungshalle hinzieht. An dieser Front leisten, fogar höchst unangenehme Arbeit und hat worden, daß diesmal jede fünfte Familie die Wohnung gewechselt hatte die Explosion ihren Ausgangspunkt, hier ist auch die Vers feinerlei Einfluß auf die Verwaltung und darum hat. Wie viele Arme obdachlos geblieben sind, steht noch nicht fest, istung am größten. Schon im Lauf des Tags hatte sich im Gesind das Pläße, wie geschaffen für die Socis doch dürften die Nachrichten aus dem Asyl bald näheres darüber bäude ein starker Gas geruch bemerkbar gemacht, ohne daß und den Antisemiten. In die wichtigen Deputationen da- bringen. Tage, wie der gestrige, haben eine eigentümliche Wirkung, es gelungen wäre, die schadhafte Stelle der Gasleitung aufin die Deputation für die städtischen Krantengaben in der Verteidigung der göttlichen Weltordnung erblicken, erzittern machte. Die vorübergehenden zahlreichen Spaziergänger gegen, die Berwaltung der Wasserwerke, der Gaswerke, fie geben auch solchen Leuten, die sonst die herrlichste aller Auf- zufinden. Gegen 7 Uhr, als schon sämtliche Gasflammen brannten, erfolgte plöglich eine Detonation, die die Häuser der Umgebung häuser und die öffentliche Gesundheitspflege usw., einen dunkeln Schimmer davon, daß hinter dem progigen Stuck der da darf um Gotteswillen keiner herein, der nicht zum Bau", d. H. Mietstafernen ein Elend verborgen liegt, so grauenhaft, wie die Welt wurden mit einem Hagel von Glasscherben überschüttet und vielfach verleßt, während gleichzeitig aus sämtlichen Kellerfenstern der zum alleinfeligmachenden Kommmalfreifinn" gehört. So will's wahrscheinlich bisher noch feines geschen. das gleiche Recht für alle". Das sind dann freilich auch die Ver- Am Umziehtage kommt der armselige Hausrat ans Licht, mit vier Fronten Flammen hervorschlugen. Während von verschiedenen Am Umziehtage kommt der armselige Hausrat ans Licht, mit waltungszweige, in denen immer und immer wieder nachgewiesen dem die Hungerttausende, deren Wohnung einzig aus Stube und Seiten die Feuerwehr herbeigerufen wurde, drangen einige beherzte Männer durch die Eingänge vor, um etwa bedrängte Personen zu wird, daß Stadtverordnete oder Bürgerdeputierte als Lieferanten Küche besteht, sich behelfen, da werden die bleichen, abgezehrten Geretten. Die dort wohnenden Familien hatten aber meistens die auftreten und somit das Amtals Futterkrippe benußen. Es find weiter aber stalten, die jahrans jahrein im zweiten oder dritten Quergebäude schen Abendstunde e zu einer Bromenade auf bent anliegenden freien Blage auch das die Verwaltungen, die ihre Arbeiter am allerschäbigsten be- fich zu ducken gewohnt sind, auf die Straße getrieben. Im Anblick handeln. Man denke z. B. an die Mitteilungen Antrids über die folches ungewohnten Jammers ist es erklärlich, wenn selbst ein benußt, so daß die Wohnungen ziemlich leer waren. Der Pförtner Schulz betrat im Augenblick der Katastrophe mit seiner Frau Bezahlung der Wärter in Moabit, oder man betrachte einmal die Blatt, wie die Germania" wider den Stachel au löken wagt: die Wohnstube. Beide wurden durch den heftigen Luftdruck Unterstügungen, welche die Gas- oder Wasserwerks- Deputation für Wenn man dieses arme Leute- Milieu beobachtet, welche Arbeiter beantragt, die nach dreißigjähriger oder noch längerer Dienst- Bilder von Wohnungselend steigen da auf!? Kann man sich jene aur Seite geschleudert, wobei sich Frau Schulz neben sonstigen Berzeit invalide geworden sind. bleichen, zusammengefallenen Menschen, diese abgebrauchten legungen auch einen Knöchelbruch am Fuße zuzog. Die Stubenthür schmuzigen Möbelstüde in einer hellen, freundlichen Wohnung flog nach der Wand, ohne jedoch die beiden Personen zu treffen. Eine wahre Todesangst hatte der 18 jährige Sohn des Maschinenvorstellen!? Wer will Richter sein, wenn die Männer, die in solcher Umgebung bei färglichstem Verdienst und bei im Korridor, als mit der Explosion zugleich ein Erlöschen sämtlicher meisters seul iz zu bestehen. Er befand sich neben seiner Wohnung schlechtester Ernährung leben müssen, zur Flasche greifen, um fich und ihr Elend zu betäuben? Und wer will jene Kinder, Gasflammen erfolgte und rings um ihn herum Trümmer vom ersten die in diesen Verhältnissen aufwachsen, verurteilen, wenn sie Wohnung befindliche Decke unter der Last einer Maschine von Stock herabstürzten. Unter gewaltigem Boltern war die über der später dem a ster und dem Verbrechen anheim fallen? Eine so verständige Beurteilung der Ursachen von Laster and 500 Pferdekräften geborften, so daß die Maschine herab. fiel Eine in der Nähe aufgestellte Gasmaschine explodierte Verbrechen flingt besonders erfreulich bei einem Blatt, das bisher ebenfalls und berlegte den Kulit am Stopf Augst vor allem die Religionslosigkeit für der Leute Verderben verantwortlich machte und das Beter und Mordio schrie, wenn poll irrte dieser umher und kletterte über Trümmer, ohne Arbeiter im Kampf um eine geringe Verbesserung ihrer Lage einen verhalten ungehört, und schon waren die ersten Löschzüge ein Dunkeln einen Ausgang ชน finden. Seine Hilferufe Streifbrecher, der ihnen in den Rüden gefallen war, auf den Fuß verhallten ungehört, und schon waren die ersten Löschzüge ein traten. Zum Glück ist nicht alle Tage Wohnungsumzug, und so getroffen, bevor es ihm gelang, das Freie zu gewinnen. Der zweite kann denn auch die Entgleisung der fromm eifernden„ Germania" Maschinist Schurbaum und sein Sohn erlitten ebenfalls Verlegungen, als vorübergehende Erscheinung bei allen Interessenten der göttlichen staftellans Vespermann verfiel infolge des Schreds in einen schweren so daß fie fich in ärztliche Pflege begeben mußten. Die Frau des so Weltordnung wohl auf milde Beurteilung rechnen. Starrkrampf, aus dem sie unter den Händen mehrerer Aerzte erst In der gestern stattgehabten Sihung der städtischen Gas: nach mehreren Stunden wieder erwachte. Ein Feuerwehrmann der deputation wurde eine neue Gasglühlampe vorgeführt, welche ins- 4. Compagnie zog sich an Glassplittern starke Schnittwunden zu. besondere für Straßenbeleuchtungszwecke infolge der erhöhten Gellig. Die Zahl der durch Glassplitter verlegten Straßenpassanten ist noch feit Vorteile bringen soll. Die Teputation hat beschlossen, nach nicht ermittelt. Genehmigung eine Probestrede für Beleuchtung mit dieser Lampe Die zerstörende Wirkung der Explosion erstreckte fich, wie schon Der 6. Wahlkreis umfaßt die Stadtbezirke 218-278 und 285 einzurichten und zwar in der Friedrichstraße von der Leipziger bis angedeutet, haupfächlich auf sämtliche Räume des Kellergeschosses. bis 326 B und vom Stadtbezirk 282: Alexander- Ufer, Friedrich Karl- zur Taubenstraße. Ferner wurde beschlossen, eine elektrische Ge- Sowohl in den Wohnungen wie auch in den Werkstätten wurden die Ufer von der Kronvringen bis zur Alfenbrücke und Juvalidenstr. 80 samtbeleuchtung der Leipzigerstraße von der Gertraudtenstraße bis einzelnen Gegenstände chaosartig durcheinander geworfen. Die Fügen wir schließlich noch hinzu, daß unter 81„ Bürgerdeputierten" der verschiedenen Verwaltungs- Deputationen insgesamt, sage und schreibe, drei unsrer Genossen zu finden sind, davon auch noch einer in der Steuerdeputation so haben wir einigermaßen ein Bild davon gezeichnet, wie der Freisinu" gleiches Recht" haudhabt, wo er die Herrschaft hat. " Berliner Partei- Angelegenheiten. Achtung, Gewerkschaften und Vereine. Am Dienstag, den 9. Oktober, finden sechs Parteiversammlungen behufs Bericht erstattung vom Parteitage und Neubesetzung der Berliner Parteiämter statt. Wir bitten für diesen Tag teine Versamm lungen einzuberufen. Die Vertrauensleute. Seht die Wählerlisten nach! Am 4. Oktober liegen die Listen für die am 30. Oftober im 6. Wahlkreis stattfindende Reichstags- Erfagwahl zulent aus. Bis dahin möge jeder Wähler sie in der Zeit von 9 Uhr vormittags bis 8 11hr nachmittags nachsehen. im " die von der Polizei verschlossenen Unglücksstelle geborgen wurde. Bon der Unfallstation konnte der leichter Verwundete in seine Wohnung entlassen werden. Die übrigen liegen sämtlich sehr schwer danieder. Alle vier haben Arm- und Beinbrüche, zwei außerdem Schädelbrüche. Die Ursache des Unfalls bedarf noch der Feststellung. Auch die Namen der Verunglückten sind noch nicht bekannt. Die Arbeiten mußten bis zur Aufnahme des Thatbestands eingestellt werden. = = " い 11 Vereinskalender. Weiße Ostseite litt am meisten. Hier ist nicht nur ein Teil der Decke zum| bracht. Köcher und Didentmann tamen mit leichteren Quetschungen Maschinenhause, sondern auch der Korridor im ersten Stock in einer davon; Dicentmam bestieg fogar blutend wieder sein Rad und führ Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Vorsitzender: Rich. Länge von etwa 50 Schritt eingestürzt. Vor dem Haupteingange an weiter, während Köcher es vorzog, auszuscheiden. Sieger wurde der Thate, Schöneberg, Grunewaldstr. 99. Erſter Kaffierer: Seifrit der Invalidenstraße wurden schwere Steinpfeiler umgeworfen. Die Engländer Chase, der jedoch am Schluß gewahr werden sollte, Fidicinstr. 16. Alle Aenderungen im Vereinskalender sind zu richten Fenster bis zur obersten Etage wurden zerstört und auch diejenigen was es mit einer gewissen Sorte deutschen Patriotismus auf sich hat. an Otto Rasche, Reichenbergersir. 115 a. Dienstag, Uebungsstunde abends der gegenüber liegenden Häuser, Invalidenstr. 104/105, wurden in Als der Franzose Taylor sich überzeugt hatte, daß er für das Rennen 9-11 Uhr.- Gerechtigkeit"( Westen), Werner, Bülowstr. 59." Olympia", Mitleidenschaft gezogen. si nicht mehr in Betracht kam, überließ er dem Engländer feinen Schritt- Bimmermann, Grüner Weg 29." Hand in Hand I", Schneider, 70„ Edelweiß", Während der Tanzstunde vom Tode ereilt wurde am retten, wußte das Publikum nichts Besseres zu beginnen, als einen Lüppte, Melchiorstraße 15. einze, Bergmanniinienſtr. 19. wurde am macher- Motor. Dies behinderte den Erfolg Robls und um den Deutschen zu neuzberg", Echo" Mündner, Sonntagabend im Sanssouci der Klavierspieler Adolf entsetzlichen Lärm zu veranstalten. Einige besonders kouragierte ädlershof, Bismarckstraße 16. rthenblätter fritt. 16. reies Wiederhall", Schnieber, Admiralstr. 21." Freiheit II", Schmauser, Molenaer. Er spielte eben war einmal" al" aus dem„ Reich des Unverzagt II", Bachstein, Salzwedelerstr. Indra", als er plötzlich vom Stuhl fant, zum Schrecken der Leute gingen unter dem Schutz der Dunkelheit noch weiter; fie be- traße o Schülerinnen. Auf dem Wege zum Krankenhause starb er in einem warfen mit etlichen Biergläsern Chase und Taylor, sowie deren Lied", Friedrichsberg, Schuhmann, Frankfurter Ailee 181.-„ Rote Nette II", Rünzelschen Rettungswagen. " Borwärts IV", Schulze, Rathenow, Jägerstr. Schrittmacher; einer dieser Männer wurde nicht unbedeutend am Rosin, Ruppinerstr. 42. Kopf verlegt. Somit war aus dem Radrennen ein arges Radau- Alpenglocke", Gold, Große Frankfurterstr. 133. Weddinger Harmonie", Milbrodt, Müllerstr. 7. Vorwärts VIII", Schurbaum, Marwig in Ein schwerer Baunnfall, bei dem ein Arbeiter seinen Tod rennen geworden. der Mart. Sangeslust II", Bergmann, Pasewalferstr. 3. fand, während vier schwer und einer leichter verlegt wurden, ereignete Folgende Zahlen geben ein Bild über den Verlauf der einzelnen ose I", Malchin, Reinickendorf, Residenzstraße 101. Arbeiter- Maifich gestern, Montagnachmittag, auf dem Erweiterungsbau der ameri- Rennen Friedenauer Hauptfahren Klasse A:( 1000 Meter, bund", Hiemte, Nowawes, Wallstraße 55. Glasarbeiter", Köpenick, kanischen Petroleumgesellschaft Nobel an der Oberspree gegenüber dem 900 M.). Seid! Wien 1.( 1,30,2.) Schilling- Amsterdam 2. Müggelheimerstr. 29. Esmeralda", Bastowsky, Warschauerstraße 13. alten Eierhäuschen. Die Gesellschaft baut hier zu den drei schon Arend Hannover B. Mayer Hannover disqualifiziert. Kreuzberger Harmonie", Möhring, Admiralstr. 18 c. Nord- Ost", Göbel, vorhandenen Tants noch einen vierten. Die großen Behälter werden Friedenauer Hauptfahren Klaffe B.( 1000 Meter, Landsberger Allee 156. Freie Feldblume", Schmidt, Stalizer ganz aus Eisen hergestellt und gleichen denen der Gasanstalten. In 400 Mark) Rettig= Berlin 1. 2. Straße 51/52. Einig", Schulz, Blumenstr. 38. Peter Charlottenburg Morgenroth", Rummels: dem neuen sind augenblicklich etwa 70 Arbeiter auf Leiter und Bocquillon- Baris 3.( 1,43.) Friedenauer. Handikap.( 1609 Friedenauer. Handikap.( 1609 burg, Müller, Türrschmidtstr. 37.-Cäcilia", Brandenburg a./H., Vettermann, Rettig- Berlin 1. Kudela- Teplitz 2. Bocquillon- Hermannstraße und Herfurthſtraßen- Ede. Hängegerüsten mit dem Nieten der Eisenplatten beschäftigt. Meter. 300 M.) Rettig- Berlin 1. Kudela- Teplig 2. BocquillonRixdorfer Männerchor II", Rirdorf, Rohloff, Wilhelmsdorferstr. 111. Schneeglöckchen II", Bots Neum von ihnen brachen gestern nachmittag mit einent Gerüst Paris 8.( 2,30.) Großer Preis der Steher.( 100 kilometer. Sam, Glaser, Brandenb. Kommuuitat. 16.„ Textilia", Meyer, Mustauerzusammen und stürzten aus beträchtlicher Höhe auf den Boden des 8000 M.) Chase- London 1., 1 Stunde 47 Min. 14 Sek. Robl- straße 28." Froh- Hoffnung", Wagas, Pallasstr. 16. Verband Deutscher Behälters hinab. Alle wurden unter den Trümmern des Gerüstes München 2. Dickentmann- Amsterdam 3. Taylor- Paris 4. Chase Gastwirthsgehilfen", Mörschel, Jüdenstr. 35. Vereinte Sänger Wilmers: begraben. Ihre Mitarbeiter machten sich sofort daran, sie aus siegte mit zwei Runden. tidnoff? dorf", Wilmersdorf, Witte, Berlinerstr. 40. Rosenrot", Pornich, Schweden: ihrer schrecklichen Lage zu befreien. Einer der Verunglückten straße 11 a. Alpenröslein", Hilgenfeld, Bergstr. 60. Senefelder I", war bereits tot, als man ihn unter den Trümmern hervor war am Sonntag der Schauplatz einer Feier, zu der sich das Komitee Schuhmacher", Weigmann, Andreasſtr. 32. Die Erholungsstätte vom Roten Krenz in der Jungfernheide Krenz, Alexanderstr. 30. Kupferschmiede"," Feind, Weinstraße 11. " Vorwärts VII", Rummels holte, bier andre waren schwer, einer weniger be= deutend verwundet. des Voltsheilstätten Vereins vom Roten Kreuz, eine Anzahl Aerzte burg, Beutling, Göthe und Kantstraßen- Ece. Aerzte, " Frohsinn I", Rummels: aus Treptow, Stralan, und Krankentassen- Vorstände mit den Pfleglingen in der Anstalt burg, Beutling, Göthe- und Kantstraßen- Ede. Afazie"( geni. Chor), Ober- Schöneweide und dem Rummelsburger Krankenhauſe tamen, vereinigt hatten. In stimmungsvoller Rede gab Herr Oberstabsarzt Tala, ie Ronin leisteten auf der Unfallstelle die erste Hilfe und ließen die Verlegten Dr. Pa n n wit einen furzen Rückblick auf die Entwicklung der An- Nord( E. G. m. 6. S.): 1. Verkaufsstelle: Vinetaplas; 2. Verkaufsstelle Berliner Konsum- Genossenschaften: Konsum Verein Berlin mit einem Krantenwagen aus Ober- Schöneweide und einem Lück- stalt und hob, die Verdienste hervor, die sich die Mitglieder der Chorinerstraße 46; Aufnahmestellen: W. Gaßmann, Grünthalerstr. 65; Fr schen Rettungswagen nach Berlin auf die Unfallstation 3 ant Mariannen- Ufer bringen, während der Tote einstweilen auf der Forstbehörde, Schulz und Wiesmann, die Leiterin der Anstalt, Gleinert, Schulstr. 23; Joh. Pfarr, Butligstr. 9/10; Hoppe, Aderfir. 21. Schwester Martha, sowie die Centralfommission der Krankenkassen Konsum Verein Berlin Rixdorf( E. G. m. b. H.): 1. VerkaufsBerlins, insbesondere Herr Simanowsky und die Aerzte Dr. Friede- stelle: Rixdorf, Biethenstr. 31; 2. Verkaufsstelle: Bücklerſtr. 38; 3. Verkaufsberg und Dr. Freudenberg um die Erholungsstätte erworben haben. stelle: Faldenſteinſtr. 6; 4. Verkaufsstelle: Rizborf, Hobrechtstraße 82. Konsum Verein Berlin Süb(. G. m. b. 5.): 1. Verkaufsstelle: Arndtstr. 5. Aufnahmen werden in obengenannten Verkaufsstellen jederzeit Aus den Nachbarorten. vollzogen außer Sonntags. Die ungültigkeitserklärung von sieben StadtverordnetenArbeiter- Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen im Vereinskalender sind zu richten an Albert Liebetren, Berlin, Putbuser: Mandaten in Rigdorf findet, wie zu erwarten, den vollsten straße 44, IV. Dienstag: Raucht.„ Eldorado", Grüner Weg 120, Grüne Eiche", Urbanstr. 51, Bech. Ein Opfer der Großstadt ist der 26 Jahre alte Kaufmann Beifall des Hauseigentümer Organs Grund Ebeling.. " Ambalema", Forster Friß Badmann geworden. Der junge Mann, der in einem Juwelier- eigenthum". Das Blatt meint, der Standpunkt, auf den sich straße 19, Ucket. Neuer Berl. Rauchflub", Reichenbergerstr. 146, Anklam. geschäft thätig war, verkehrte viel in Damenkneipen und stahl, um das Ober- Verwaltungsgericht in dieser Frage gestellt hat, sei Phönix", Schöneberg, Hauptstr. 97, Ruz." Domingo", Waldemarstr. 16, Tauchert." Kollegia", Reichenbergerstr. 157, Bergner.„ Einigfeit I", die erforderlichen Ausgaben decken zu können, zahlreiche Wert- zwar sehr radikal, dabei aber der einzig rationelle". Daß Brinz Handjeryfir. 72, Zum Ambos." Korea", Weidenweg 45, Schumfa. gegenstände, die er für einen Spottpreis bei einem Trödler ver von den sieben in Betracht kommenden Stadtverordneten Waldmeister", Marienburgerstraße 16, Göß. Neuer Hain", Langenbeckkaufte. Er wurde auf frischer That ertappt und der Kriminalpolizei wenigstens sechs trotz der Geringfügigkeit ihres Mitbesiyes Blüte Bruberbund", Grünauerstr. 5, Gallowsky. übergeben. todds ihres Mitbesitzes ftraße 4, Techtmeier. Blütenduft", Cotheniusstr. 1, Fedtke.- Ruhiga", Brizerstraße 46, Herzog, an Grundeigentum dennoch Hausbesitzer find, das wird Pfeifentopf", Falkensteinsir. 5, Gonell, Gemütlichkeit I", Wiener Nicht versetzt. Der Selbstmordversuch eines sechzehn in dem Hausbefizer- Blatt zugegeben oder doch nicht bestritten. straße 7, Gläser. „ Immergrün", " Diana", Schöz, Bremerstr. 71. jährigen Tertianers wird vom Sonnabendabend gemeldet: Paul Kairo", Buttmannstr. 9, Engler. Blaue Frey, der ein Gymnasium im Südwesten der Stadt besucht und bei Die sieben Rigdorfer Stadtverordneten waren nach ihrer poli- Secht, Beughofstr. 9. Blaue Wolfe II", Rienast, feinem in der Hagelsbergerstraße wohnenden Ontel, einem Regierungs- tischen Parteistellung alles andre als Vertreter Veilchenblau", Winsstraße 56, beamten, in Penfion sich befindet, war am Sonnabend gelegentlich der Interessen des Rigdorfer Haus- und Grund- Dimte. Veronika", Staligerstr. 22, Rau. Kräftiger Bug", des Semesterschlusses nicht versetzt worden. Er erhielt von seinem besitzerstandes"; darum ist das Hausagrarier- Organ durchaus Stalizerstr. 102, Fröbel. Eldorado I", Grüner Weg 25, Beel. Pflegevater deshalb ernste Vorwürfe, der ihm mit Entfernung von damit einverstanden, daß ihnen das Ober- Verwaltungsgericht die Hausder höheren Lehranstalt drohte. Bald darauf verließ der junge befizer- Qualität im Sinne der Städte- Ordnung abgesprochen hat. Das Dunderstr. 2, Kurze.„ Bolldampf", Zorndorferstr. 8, Schulz.„ Lustige Mensch die Wohnung seines Verwandten und fuhr nach Johannis- eine ist nun freilich wahr, daß unsre Nixdorfer Genossen, deren Mandat Brüder", Neu- Weißensee, Heinersdorfer Weg 38, Helmike.„ Fidele thal hinaus. Dort mietete F. gegen 4 Uhr nachmittags ein Boot Fidele Brüder III", Fidinger, und sprang, in der Mitte des Stromes angelangt, ins Waffer. Der jest kassiert worden ist, niemals die Absicht gehabt haben, die Brüder II", Graudenzerstr. 2, Drefoll. Buttbuserstr. 19.„ Borwärts I", Link, Wrangelstr. 86. Vittoria", Borfall war jedoch von dem Bootsverleiher bemerkt worden, der Interessen des Rixdorfer Haus- und Grundbesizerstandes zu verHeiler, Borhagenerstr. 21. Weiße Lilie", Kreft, Seestr. 25. schnell nachfuhr und den bereits Bewußtlosen rettete. Der Knabe treten wenigstens nicht so, wie es das Hausbesizerblatt von einem Central- Naucherbund. Zuſchriften an Mar Koch, Nixdorf, Sermannerhielt in einem Restaurant die erste Hilfe und wurde, nachdem er richtigen Hausbefizer erwartet, nämlich auf Kosten der Straße 34. Dienstag:" Florida", Rirdorf, Schüttte, Bergstr. 31. Concordia", Rirdorf, fich erholt, nach Berlin geschafft und von der Polizei seinem Onkel übrigen Bürgerschaft. Socialdemokraten würden sich Morgenrot", Rirdorf, Heickhaus, Hermannstr. 52. zugeführt. Neumann, Karlsgartenstr. 19. Alpenhöhe", Nixdorf, Köpke, Karlsgarten: selbstverständlich auch dann nicht bereit finden lassen, die Helfers- ftraße 1.„ Starte Raucher", Riydorf, Schent, Hermannstr. 42. Blaue helfer des Hausagrariertums zu machen, wenn fie nur Wolfe", Steglitz, Schimrock, Düppelstr. 7." Helgoland", Steglitz, Thieme, Deutsche Eiche", Steglitz, Kliemann, Düppelstr. 26. unter dieser Bedingung in die Stadtverordneten- Bersanimlungen Rugeſtr. 6. Grüne Linde", Friedenau, Hegedt, Kaiser- Allee 85." Ranaster", Marien: hineingelangen könnten. Aber gerade das, wodurch die als Haus- felbe, Betich.„ Brasil", Nowawes", Schmidt, Wilhelmstr. 3. befizer gewählten socialdemokratischen Stadtverordneten von Nixdorf" Germania", Lichtenrade, Reifel. Nordpol", Berlin, Neumann, Lieben: nach Ansicht des" Grundeigentums" des ihnen übertragenen Mandats walderstr. 43. Hand in Hand", Briz, Schrammer, Chauffeeſtr. 27. verlustig erklärt zu werden verdienen- eben der Umstand, daß sie Maiglöckchen Nord", Namlow, Schönhauser Allee. Gesang, Turn: und gesellige Vereine. Dienstag: Gesangverein teine eigentlichen Interessenten des Grundbesize 3" Stralauerfir. 3-6.- Musikverein Frisch- Auf", Lehmann, Reichenberger: Neuer Berl. Schachklub find, nicht einseitig die Interessen des Grundbefizes zu fördern straße 19. Gesangverein„ hnscher Humor", Krumrey, Landsberger Playz 5. suchen ,, Landsm. Verein - gerade das bildet ihren Vorzug. An Freunden Theaterverein Othello I", Nowad, Manteuffelstr. 9. und Förderern des Hausagrariertums fehlt es ja ohnedies v. Plauen i. V. u. Umg. zu Berlin", M. Köhler, Alte Jakobftr. 83. Musikverein„ Lorging", Vogel, Schlesischestr. 44. Bitherverein Einigkeit", nicht in den Gemeindevertretungen. Daß die Hausagrarier von der Richter, Mariannenſtr. 41. Entscheidung des Ober- Verwaltungsgerichts eine weitere Stärkung ihres Einflusses in den Gemeindevertretungen erwarten, verrät das Grundeigentum", indem es seinen Artikel schließt:" Hoffen wir, daß diese Entscheidung dem städtischen Grundbesitz zu Nutz und Vorteil gereiche." Wir hoffen, daß diese Hoffinung trotz Ober- Verwaltungsgericht und Hausagrariertum zu Schanden wird. Entdeckte Millionendiebe. Wegen Teilnahme an dem Einbruch in der Villa des Dr. Wrede in der Tiergartenstraße ist außer dem schon genannten früheren Diener Hermann Buß noch der Portier Heinrich Waldschmidt aus der Victoriastraße in Haft genommen worden. Die Haussuchung förderte bei Buß bares Geld in Höhe von etwa 1000 W. zu Tage; auch seine Ehefrau verdächtigte ihn. Wertpapiere wurden nicht gefunden, dagegen einige zur Dr. Wredeichen Wohnung passende Nachschlüssel. Gegenwärtig fehlen noch 14 750 M. in Papieren, eine Schuldverschreibung über 15 000 m. und Vereinsabrechnungen. Ju völlig unbekleidetem Zustande lief Sonntagvormittag in der Georgenstraße die 48jährige Frau des Kaufmanns Sch. umher. Die Dame, die schon früher in einer Irrenanstalt gewesen und als gebessert entlassen worden war, hatte sich in der Abwesenheit ihres Manns völlig entkleidet, Nachbarsleute nahmen sich der Kranken an und brachten sie nach der Wohnung zurück, von wo aus die Geistesfranke nach einer Anstalt in Bantow gebracht wurde. Im Grunewald erhängt hat sich Sonntagvormittag der 23 Jahre alte Postassistent Frizz Pfeiffer vom Bostamt 35 in der Lüßowstraße zu Berlin. Was den jungen Mann in den Tod getrieben hat, ist nicht bekannt. Während des Umzugs erhängt hat sich der 42 Jahre alte Kellermeister Bernhard Müller aus der Schulzendorferstr. 6, der in zweiter Ehe mit einer 21 Jahre alten Frau verheiratet war. Müller zog am Sonnabendabend zu. Am nächsten Morgen um 6 Uhr fand ihn seine Frau in der Küche erhängt auf. Was ihn in den Tod getrieben hat, weiß man nicht. In der Badewanne erhängt hat sich am Sonntagnachmittag das 24, Jahre alte Dienstmädchen Anna Menzel aus Nauen, das feit einem Jahre in dem Hause Friedrich Karl- Ufer 5 bei dem Pförtner Thomas in Stellung war. Die Veranlassung zu dem Selbstmord ist nicht bekannt. Straßensperrungen. Der Kreuzdamm der Alten und Neuen Jakobstraße mit der Dresdener- bezw. Annenstraße und der Neuen Roßstraße wird vom 2. d. Mts. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt, ebenso das Elisabeth- Ufer von Kottbuser Ufer bis zur Wasserthor- Brücke vom 3. d. Mts. ab. Druckfehlerberichtigung. Zu unsrem Artikel über die Landtags- Wahlkreise( Mr. 227, erste Beilage) ist folgendes zu berichtigen: Beile 9 von oben lies 1, 2, 3 und 4 statt 2, 3 und 4. Zeile 17 von oben lies 1, 2 und 4 statt 2 und 4. Die nächste Feldbriefpoft nach China geht von Berlin am Freitag, 5. Oftober, ab. " " " Wolfe IV" Butbuferstr. 30, Reimann. Löwe- und Zorndorferstraßen: Ede. " " Strabbenhöft. Seegras“, Lieguizerstr. 18, Manegold. Portorito", Langestr. 23, Emmrich. ,, Weichselduft II", Röslinerstr. 3, 1 " " " „ Felsenfeft", Arbeiter Turnerbund. Dienstag: Turno." Fichte", Berlin, abbs. 8-10 Uhr: 2. Männerabt.: Stalizerstr. 55/56; 4. Männerabt.; Moabit, Siemensstr. 20; 5. Männerabt.: Ackerstr. 67; 6. Männerabt.: Stall schreiberstraße 54; 9. Männerabth.: Müllerstr. 158, Ede Triftstraße; 1. Lehrlingsabt.: Friedenstr. 37; 3. Lehrlingsabt.: Boechstr. 17/20; 6. Lehrlingsabt.: Reichenbergerstr. 67/70; 1. Damenabteilung: Mariannenufer 1a. Turnb." Eiche", Köpenick, Männer u. Jugendabteilung: Klein's Hotel( Wilhelmsplatz), abdens 7/ 2-91/ 2 Uhr: Uebungsst. bis 8%, Uhr: 2. Schülerinnen- Abteilung, 81%, bis 10% Uhr: 2. Frauen" Freie Turnerschaft Rirdorf: Briz", Bethge, Briz, Chauffeestr. 39, 612 Abteilung.„ Turnerschaft d. V. Nereus"( gegründet 1882), Männerabt., Reichenbergerstr. 131/132, abbs. 8-10 Uhr., Damenabt. Manteuffelstr. 7, Turno. Froh und Frei", Groß Lichterfelde, Pagel, abds. 8-10 Uhr. " Freie Turnerschaft" in Chauffeestr. 104, abends 81/2" bis 101 Uhr. Friedrichsfelde, abends 81/ 2-10 Uhr, bei Bube, Prinzen- Allee 30. Arbeiter- Schwimmerbund. Anfragen an E. Bratte, Schulstr. 24. Dienstag: Schwimmklub„ Vorwärts", abends 7/2 Uhr, ehem. Auerbachsche Badeanstalt, Stralauer Aflee. Schwimmklub„ Neptun"( Weißenfee), abends V nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. 6, Ein Raubmordversuch wird aus Potsdam gemeldet. Der 19jährige Buchdruder May Engel aus Sonneberg in Thüringen, der von Berlin aus auf die Wanderschaft gegangen war, traf, als er die Chaussee zwischen Potsdam und Beelitz Freitagnachmittag entlang tam, hinter den Schießständen der Garde- Jäger einen etwa 19 bis 20 Jahre alten Mann, der in dem Chauffeegraben saß und ihn nach Handwerksburschenart begrüßte. Er erzählte dem Engel, daß er forbflechter sei, in Potsdam mehrere Tage in der Herberge gewohnt habe und nun nach Wittenberge walzen wolle. Der 72 Uhr, Seebad Weißensee. Fremde bot hierauf Engel eine Cigarre an und lud lud ihn ein, neben ihm Plaz zu nehmen, was dieser aber mit der Begründung, daß er Eile habe, ablehnte und weiterging. Kaum Marktpreise von Berlin am 29. September 1900 war er einige Schritte gegangen, als ein Schuß fiel. Engel spürte, daß er von einer Kugel ins Genid getroffen war, und drehte Weizen, gut D.- Etr. sich um. In diesem Augenblic schoß der Wegelagerer zum zweitennial Hilferufend mit einem Revolver und traf Engel in die Oberlippe. wandte sich nun der Ueberfallene zur Flucht und erhielt noch einen Auf Engels dritten Schuß ins Gesäß, wo die Kugel ſizen blieb. Hilferufe waren zwei Radfahrer herbeigeeilt, worauf der Wegelagerer schnell die Flucht in den Wald ergriff. Engel, der start blutete, schleppte sich bis nach Potsdam zurück und machte einem Schuhmann von dem Vorfall Mitteilung, der den schon start fiebernden Ber- †)" Safer, gut wundeten nach dem städtischen Krankenhaus brachte. Die Radfahrer hatten inzwischen schon die Polizei benachrichtigt, die einige Beamte gering Auch die mit Fahrrädern absandte, um den Verbrecher zu suchen. Gendarmen des Bauch- Belziger und Teltower Kreises wurden veranlaßt, auf den Thäter zu fahuden, was bisher aber keinen Erfolg hatte. 19 Dermilites. mittel gering Roggen, gut mittel gering mittel Kartoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter Gier Karpfen †) Gerfte, gut mittel gering 15,60 15, 14,90 14,30 14,20 13,70 16,- 15,- Aale 14,90 13,90 13,80 12,90 6,66 5,82 7,40 Bander Hechte 40, Barsche 5,20 Schleie 25, Bleie Strebse Nichtstroh Hen Erbsen Speisebohnen Linsen Y Die Wintersaison im Zoologischen Garten hat mit dem gestrigen ersten Oftober begonnen. Die Konzerte werden fortan bei schönem Wetter noch im Garten, bei ungünstigem jedoch im großen Konzertsaal des Haupt: restaurants zur Ausführung gelangen, welch' letterer Brauch sich im VorNaphtha- Brand. In Sabuntschi bei Baku brach am 28. Sepjahre so außerordentlich bewährt hat. Diese nunmehrigen Konzerte beginnen um 4 Uhr und finden bereits um 7 Uhr abends ihren Abschluß. Gleich: tember ein Brand aus, der 97 verschiedenen Gesellschaften gehörende zeitig tritt das ermäßigte 50 Pfennig- Entree während des Monats Oktober Bohrtürme, 10 Naphtha- Reservoire, viele Wohnhänser von Arbeitern um 5 Uhr, während der folgenden Wintermonate schon um 4 Uhr nach- und eine Anzahl Maschinen vernichtete. Gegen 500 000 Bud mittags in Kraft. Der Garten bleibt in dieser Saison bis 8 Uhr, der Aus: Naphtha sind verbrannt. Das Feuer war gestern nachmittag noch gang am Kurfürstendamm bis 11 Uhr abends geöffnet. nicht gelöscht. Das Radrennen in Friedenau, mit dem am Sonntag die Wolkenbrüche in Oberitalien. In der Nacht zum Sonntag diesjährige Sportsaison geschlossen wurde, hatte unter allerhand ging in Genua ein mehrere Stunden dauernder heftiger WolkenMißgeschick zu leiden. Zunächst war der Regen recht hinderlich, doch bruch nieder. Die Wassermassen brachten die Mauer des Bahnhofs wies trotz des ungünstigen Wetters die Bahn einen recht guten an der Porta Principe zum Einsturz und überfluteten das Postbureau; Besuch auf. Die sechs Fahrer Robl, Bouhours, Chase, Dickentmann, drei Postbeamte erlitten Verlegungen, die im Bureau lagernden Taylor und Köcher begannen, das Hauptrennen so interessant wie Briefe wurden fortgeschwemmt. Das Wasser überflutete auch die möglich zu machen; nach 40 Runden jedoch fuhr Bouhours seine Schienen und bedeckte diefelben mit Schlamm, so daß die Züge außer Führungsmaschine an und fiel. Ueber ihn stürzte Köcher, und halb des Bahnhofs halten müssen. In der Umgebung der Stadt bevor sich die beiden erheben fonnten, stolperte Diedent- wurden Brücken eingeriffen, Deiche beschädigt und das Land übermann über fie. Zu allem Unglück tam in diesem Augen- schwemmt. Verlust an Menschenleben ist nicht zu beklagen. In blick der Motor bon Robl und fuhr in den Knäuel Savona befürchtet man, daß bei dem Wolkenbruch während der mit voller Bucht hinein. Bouhours wurde schwer verlegt. Er trug Nacht auf einem Landgut sechs Personen ums Leben gekommen find. neben einer Gehirnerschütterung mehrere tiefe Kopfwunden davon Verschiedene Ortschaften in der Nähe von Savona sind überschwemmt. und wurde bewußtlos in das Krankenhaus Groß- Lichterfelde ge- Truppen sind zur Hilfeleistung abgegangen. Berantwortlicher Redacteur: Heinrich Ströbel in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. 1,60 1,20 " 1,30 1, 1,60 " 1,10 1,60 1" 1,60 1,20 2,80 2,20 60 Stit 4- 2,80 1 kg 2,- 1,20 2,60 1,20 2,60 1,20 2, 1, 1,80 0,80 2,80 1,20 1,40 0,80 pet Schot 20,- 2,50 50, 25, 70, 30, †) frei Wagen und ab Bahn. Produktenmarkt vom 1. Oktober. Der Getreidemarkt bekundete heute ziemlich feste Tendenz infolge des Umstands, daß die Realisationen aufgehört haben und die vorliegenden russischen Offerten sich als unrentabel New Yorker Notierungen, sowie schwächere Meldungen herausstellten. Das Geschäft hielt sich in engen Grenzen. Die vorgestrigen etwas schwächeren n aus Best blieben ohne Einfluß. Weizen und Noggenlieferungen konnten sich behaupten. Hafer und Rüböl waren still und fast unverändert. Spiritus. 70er Locospiritus notierte 50,70 M. oder 10 Pf. Die 181 Tonnen mehr als Ende September. An Roggen waren 6880(+ 333) heutige Aufnahme des Getreidelagers ergab 11 347 Tonnen oder vorhanden. tustensi Briefkasten der Redaktion. Donnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Die juristische Sprechstunde findet Die juristische Montag, Dienstag, H. G. Haynan. 1 und 2 Ja. Mar Vr. Sie könnten mit Aussicht auf Erfolg gegen einen etwaigen Strasbefeht richterliche Entscheidung beantragen.. 30. 1. und 2. Ja. 3. Die hinterlegungsstelle( ver: einigte Konfiftorial, Militär- und Baukaffe) befindet sich In: validenstraße 52. Abonnent. 16. Wir fönnen fein be: empfehlen. Wenden Sie fich an eine ftimmtes Privatinstitut Fortbildungsschule oder an einen der dort unterrichtenden Lehrer. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin.