Mr. 235. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Wit., wöchentlich 28 fg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 fg. Sonntags Nummer mit illustrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft Bettungss Preisliste für 1900 unter Mr. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint täglich auffer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonele getle ober beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereins und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Hmt I, Mr. 1508. Telegramm- Adresse: „ Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Die Oberleitung. zu Dienstag, den 9. Oftober 1900. vorzuschieben. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. zu verdanken sind, dann ist es um so nötiger, durch sofortige und man endlich flar sage, welche Handelspolitischen Pläne man hege. endgültige Verwendung der Straßen und Pläge für städtische Das Blatt erfüllt dann selbst diese Forderung in löblicher Weise, Straßenbahnen allen Spekulationen des Privatfapitals einen Riegel indem es erflärt, im Auslande wisse man recht wohl, daß Deutschland den allermindesten Grund habe, das etwaige Scheitern von Die Magistratsvorlage wegen des Baus und Betriebs neuer Handelsvertrags- Verhandlungen zu beklagen." Das ist in der That Straßenbahnlinien giebt hierzu die erwünschte Möglichkeit. Definitive das agrarische„ Eudziel“: die Handelsverträge zum Beschlüsse zur Errichtung städtischer Unterpflasterbahnen müssen folgen. Scheitern zu bringen! Wir wollen sehen, ob der Rathausfreifinn sich dieser Aufgabe gewachsen zeigt. Die französische Note. Der uns zugehende Bericht über die gestrige Sigung der Berliner Verkehrsdeputation hat ein weit über die lokale Bedeutung hinausgehendes politisches Interesse. Die in dem städtischen Sollegium verhandelten Ministerialverfügungen, von denen eine auf die persönliche Initiative des Kaifers ergangen ist, zeigen deutlich, welchen Wert man in Regierungstreisen der Selbstverwaltung der Gemeinden beimißt. Ueber die städtischen Körperschaften hinweg, ohne sie auch nur zu hören, wird über die vitalsten Interessen der ersten Stadt des Reichs verfügt berfügt auf Anrufen und Gunsten einer privatkapitalistischen Aktiengesellschaft, welcher die Die Bedingungen, die der französische Minister des Auswärtigen Befriedigung des Verkehrsbedürfnisses, sowie die Berücksichtigung des den Mächten für die Regelung der Chinafrage unterbreitet hat, entPublikums in stetem Kampf abgerungen werden muß. Es ist ein hielten, wie bekannt, in den legten Punkten Forderungen, die auf erbauliches Bild, hohe Regierungsorgane an der Seite der koalierten eine militärische Occupation Chinas hinaus liefen. Bisher hat sich Attiengesellschaften gegen die Bemühungen der Stadtverwaltung, die deutsche Regierung zu dieser Note nicht geäußert; nur die das städtische Verkehrswesen in Besitz und Leitung der Gemeinde Offiziösen haben sich vernehmen lassen, die zuerst die Sympathien überzuführen, fämpfen zu sehen. der deutschen Regierung, neuerdings aber starke Bedenken zum AusDer Bericht lautet: druck brachten. Unser schneidiger Graf Bülow, dem man so viel Die städtische Verkehrsdeputation hat gestern unter Energie nachsagt, hat eben eine ganz besondere Fähigkeit, Vorsitz des Oberbürgermeisters in einer vierstündigen Sigung über bei Böswilligen den Anschein zu erwecken, als ob er sich die staatlicherseits erfolgte Stonzessionsverlängerung der nie besonders schnell im laren sei. Dagegen Großen Straßenbahn- Gesellschaft bis zum Jahre 1949 zeigten die Vereinigten Staaten eine bemerkenswerte Ent eine Die flare Konsequenz. Union und den Erlaß wegen Beseitigung des Accumulatorenbetriebs verschlußficherheit und handelt. hat die französische Note als zu weit gehend abgelehnt; die letzten Gegen die einseitig und ohne Mitwirkung der Gemeindebehörden im englischen Sensationsmeldungen über eine Verschärfung der ameri Auftrag des Ministers erfolgte Verlängerung der Betriebstonzession fanischen Politit gegen China waren, wie wir vermuteten, erum 30 Jahre hat die von der Verkehrsdeputation vor einigen funden. Monaten eingesetzte Subkommission beim Polizeipräsidium Verwahrung eingelegt und eine amtliche Erklärung darüber erbeten, daß durch die Konzeffion die in dem Vertrage mit der Straßenbahn Gesellschaft der Stadtgemeinde vorbehaltenen Rechte auf Uebernahme des Betriebs im Jahre 1919 in teiner Weise beeinträchtigt werden. Diesem Ersuchen ist der Polizeipräsident nachgekommen und hat in einem Schreiben vom September d. Js. ausdrücklich und vor behaltlos anerkannt, daß die Gesellschaft falls nicht eine Genehmigung der Stadtgemeinde oder deren Ergänzung auf Grund des Kleinbahnen- Gesetzes erfolgt nach dem 1. Jannar 1920 den Betrieb auf den städtischen Straßen und Plätzen nicht fortsegen darf. Es wurde beschlossen, die Große StraßenbahnGesellschaft von der Rechtsauffassung der Verkehrsdeputation in Kenntnis zu setzen. Zu einer langen Besprechung führte die auf Anordnung des Kaisers erlassene Verfügung des Polizeipräsidenten auf Beseitigung der Accumulatoren und Ersetzung derselben im allgemeinen durch oberirdische Stromzuführung, während für einige wenige fleine Streden unterirdische Stromzuführung vorgeschrieben wird. Wenn die deutsche Regierung behaupten sollte, die größere Einsicht, die ihre reten Rundgebungen bewiesen, auch weiterhin zu bewähren, so ist ihr nur zu empfehlen, schleunigst und unweideutig dem Beispiel Ameritas auch gegenüber der französischen Note zu folgen. Die englische Presse bemüht sich weiter, die deutsche Aktionslust zu provozieren. In dieser Tendenz macht sie aus einem mißglückten Ergeditionszug der Deutschen eine Niederlage. Schlimm genug, daß der Graf Waldersee immer noch keine Anweisung erhalten zu haben scheint, diese Kriegsfahrten einzustellen. Auch Japan zicht nunmehr seine Truppen zurück. * 23 * Amerikas Antwort. '” Die Deutsche Tageszeitung" steigt geradezu auf die Barris kade und fündigt die offene Nevolution der Junker an: „ Wir wünschen baldige Entscheidung und völlige Klarheit, so oder so! Es ist zur Genüge gefragt, erwogen, erörtert worden. Wer sich heute noch nicht entscheiden kann, dem fehlt die Fähigkeit der Entscheidung überhaupt. Entscheidet sich die Reichsregierung für den vernünftigen und wirksamen Schutz der heimischen Arbeit, dann hat sie im Reichstag und im Volk eine tompatte machtvolle Mehrheit hinter sich, und das Vorhandensein dieser Mehrheit wird die Stellung der Unterhändler außerordentlich stärken. Will sie aber in den Bahnen der Caprivischen Wirtschaftspolitik weiter wandeln und denkt fie vielleicht, die deutsche Landwirtschaft durch eine winzige Erhöhung des niedrigen Getreidezolls zu gewinnen, so wird sie bald inne werden, daß ihre Hoffnungen grundlos sind, und daß sie einen Kampf im Innern zu führen haben wird, der für ihre ganze Zukunft bon den allerbedenklichsten Folgen sein wird. Je länger sie mit der Entscheidung zögert, um so schwächer wird ihre Stellung, drimmen und draußen. Wir sind auf alles gerüstet. Schlägt die Regierung die Bahnen ein, die zur Gesundung des heimischen Wirtschaftslebens und zur Kräftigung der deutschen Arbeit in Stadt und Land führen, so kann sie auf uns unbedingt und in allen Verhältnissen rechnen. Andernfalls werden wir den uns aufgezwungenen Kampf aufnehmen und mit der pflichtmäßigen Entschiedenheit durchführen, davon durchdrungen, daß unsre Niederlage gleichbedeutend ist mit der wirtschaftlichen und über kurz oder lang auch der politischen Niederlage des deutschen Volks. Wozu noch lange zögern? Wer heute noch nicht flar ist, wird es überhaupt nicht. Der Kampf ist unvermeidlich, so oder so. Auch durch unklare Halbheiten vermeidet man ihn nicht man muß ihn dann nur gegen zwei Fronten führen." Das ist die Kriegserklärung der Agrarier, ihr Ultimatum! Die Junker fordern die Minister haben zu parieren, oder: die Wucherer gehen auf die Straße und organisieren den Strawall. Mit einem Laut einer Washingtoner Meldung teilte das Staatsdepartement lumpigen 5 Mart- Boll giebt sich das Junkertum nicht mehr zufrieden dem französischen Minister Delcassé mit, daß es seinen Vorschlägen es braucht mehr, viel mehr. Die Minister haben als Basallen betreffend das Verbot der Waffen- Ein- und Ausfuhr nach China, der Agrarier noch höhere Zölle zu schaffen, oder sie werden vernichtet Belaffung von Schutztruppen für die Gesandschaften in Peking, sowie werden. Mit größerem Hohn ist die Regierung niemals bedacht die dauernde Besetzung der Verbindungslinien zwischen Peking und worden als in diesem Artikel der Agrarier. dem Meere nicht zustimmen könne. Rückzug der japanischen Truppen. In der Diskussion wurde es allseitig scharf kritisiert, daß der Eine in Washington eingetroffene Depesche aus Peking vom Minister- ohne die städtische Verwaltung zu hören- eine 2. Oktober meldet: Der Rückzug der japanischen Truppen hat bewesentliche Abänderung des Vertrags, welcher eine Veränderung des gonnen. Amtlich wird gemeldet, daß die Hälfte der japanischen Betriebssystems von dem Willen und der Genehmigung der Truppen nach Japan zurückkehren wird. Stadt abhängig macht, angeordnet hat. Bon einer Seite bezeichnete man die auf Anordnung des Kaisers aus„ verkehrspolizeilichen und wirtschaftlichen Gründen" erfolgte Verfügung als einen Att des persönlichen Re giments, durch den die vertraglich festgelegten Rechte der Stadt und deren Organe gegenüber der Straßenbahngesellschaft illusorisch gemacht werden. Während die Verkehrsdeputation in jahrelanger Arbeit bemüht ist, die Verkehrs- und finanziellen Interessen der Stadtgemeinde zu schüßen, werden über den Kopf der Verwaltung hinweg wichtige Vertragsbestimmungen mit einem Federstrich erledigt, und zwar auf Anrufen der Gesellschaft zur Wahrung ihrer wirtschaftlichen Interessen. Wenn die Stadtgemeinde in dieser Weise eliminiert werde, dann sei es schließlich besser so meinte der Nedner der Kaiser übernehme auch die Verwaltung der städtischen Verkehrsangelegenheiten, dann könne sich die Verkehrsdeputation Beit und Arbeit sparen. Deutsche Kriegsthaten. Eine Tientsiner Drahtung des„ Standard“ vom 5. Oktober besagt: Dentsche Truppen erlitten heute morgen wenige Meilen südlich von Tientsin ein Niederlage. Die Truppen stießen mit 8000 als Boxer bezeichneten Chinesen zusammen und wurden genötigt, fich nach Tientsin zurüdzuziehen. Eine andre Meldung stellt den Vorfall wie folgt dar: Gegen diesen wilden Aufstand der Wucherer richtet nun Schweinburg im Auftrage Miquels die sanfte Delsprige. Die Landwirtschaft müsse selbst den Schein der Jnanspruchnahme einer Sonderstellung vermeiden und von Redewendungen abjehen, aus welchen entweder mißverständlich oder aus böser Absicht die Forderung einer solchen privilegierten Stellung der Landwirtschaft herausgelesen werden kann." Es gelte so schreibt Schweinburg, poetisch die Bülowsche Wendung verkleinernd- Licht und Schatten gleichmäßig für alle Teile der Bevölkerung und des Erwerbslebens zu verteilen und der Landwirtschaft mit jedem andren Zweige der gemeinsamen Produktion ein Blächen an der gemeinsamen Sonne zu sichern." " Die ausländischen Flüchtlinge in Baotingfu weigern sich, die Bei all diesen Auseinandersetzungen ist eines nicht zu vergessen, Stadt zu verlassen, da sie einen Berrat seitens der chinesischen Eskorte eine Verstärkung des Bollschutzes" über 3,50 M. ist ausgemachte fürchten. Eine deutsche Truppenabteilung von 500 Mann mit zwei Sache. Nur über das Mehr der Erhöhung streiten sich die Agrarier Geschüßen, die abgesandt war, um die Gegend nach Tsing- hai- hsien mit der Regierung und den Interessenten der Agrarier. Die Junker aufzuklären und Wagen und Maultiere für die Expedition nach Baotingfu zu requirieren, kehrte nach viertägiger Abwesenheit sind mit Kleinigkeiten nicht zufrieden. zurück; sie war 7 Meilen über Tsing- hai- hsien hinausgekommen und hatte viele Borer gesehen. Zwei Mann, die vom Lager abgeirrt waren, wurden schwer verwundet; ein japanischer Stuli wurde in Stücke gehauen. Die Expedition nach Baotingfu wird wahrfcheinlich ihren Weg über Tjing- hai- hsien nehmen; die Expedition ist aufgeschoben worden und wird wahrscheinlich Montag oder Dienstag abgehen. Li- Hung- Tschang. Chinesische Gewissenhaftigkeit. Von den verschiedensten Seiten wurde gegenüber den erfolg reichen Versuchen, einflußreiche und maßgebende Stellen außerhalb Li- Hung- Tschang ist am 5. Oktober 10 Uhr abends unter russischer der städtischen Verwaltung für die Betriebsgesellschaften zu inter- Eskorte von Tientsin per Boot nach Beling abgereift. effieren auf die dringende Notwendigkeit hingewiesen, schleunig mit dem Bau und Betrieb eigner städtischer Niveau- Der Oktoberdienst für die Zinsen der chinesischen Anleihe von und Unterpflaster Straßenbahnen zu beginnen. 1898 ist durch Bölle und die Litin- Abgaben gesichert. Der Betrag Auf Antrag des Stadtv. Singer werden beide Verfügungen ist voll eingezahlt worden. der Stadtverordneten- Versammlung vorgelegt werden. Ueber die von der Großen Berliner nachgesuchte Beseitigung des Accumulatorenbetriebs sollen mündliche Verhandlungen mit Bertretern der Gesellschaft geführt werden. Außer diesen wichtigen Punkten standen noch Anträge auf Verlängerung und Abänderung einiger Linien zur Verhandlung. Die Anträge wurden abgelehnt, da ein Verkehrsinteresse hierfür nicht anerkannt wurde. Der Allgemeinen Berliner Omnibus- Attiengesellschaft wurde der Probebetrieb mit elektrischen Omnibussen um sechs Monate verlängert. So weit unser Bericht! Wir wünschen dem Bestreben, die Hintertreppenpolitik des Privatkapitals durch Bau und Betrieb eiguer Straßenbahnen zu Surchkreuzen, den besten Erfolg. Politische Nebersicht. Berlin, den 8. Oftober. Der Aufstand der Wucherer. Irgendwo muß in diefen Tagen wieder ein ein flußreiches Wort gegen den Brotwucher gefallen sein. Denn plöglich blasen nicht nur die Offiziösen die Agrarier, die mit Getreidezollfäßen von 8 und 10 m. als„ Mindestforderungen" wie mit etwas ganz Selbstverständlichem fagitierten, zur Retraite, sondern auch die " Deutsche Tagesztg." zeigt sich höchst erregt, nachdem sie eben erst in fatter Befriedigung geschwelgt hatte. Die Art, wie in diesem Kampf um die Beutemehrung die Agrarier mit der Regierung verfahren, sollte dem matten Freifinn in seinem Kampf zu Gunsten der Handelsverträge vorbildlich sein. Auch die Gegner des Brotwuchers dürfen sich nicht mit Kleinigkeiten abgeben: ihre Losung tann nur sein die völlige Aufhebung der Getreidezölle. # * Deutsches Reich. Im Khaki- Kurs. Vor der ersten Straffammer des Landgerichts I Berlin stand Montag Termin zur Hauptverhandlung gegen den Schriftsteller Maximilian Harden wegen Majestätsbeleidigung an. Den Vorfiz führte Landgerichtsrat Diez, dem Angeklagten standen die Rechtsanwälte Dr. Suse Hamburg und Reichstags- Abgeordneter Conrad Hausmann Stuttgart als Verteidiger zur Seite. I Als Zeugen waren geladen und anwesend: Professor Dr. Schweninger, Universitätsprofessor Dr. Paulsen- Berlin, Universitätsprofeffor Dr. Lippold Jena, der Direktor des Wolffschen Telegraphen Bureaus Dr. Mantler, Schriftsteller Frizz Mauthner und der Chefredacteur der Tägl. Rundschau", Heinr. Rippler. Der Angeklagte ist, wie der Borsigende aus den Aften feststellte, 1894 wegen Beleidigung mit 300 M., 1898 in München wegen eines als„ Unfug" angesehenen Artikels mit 14 Tagen Haft, 1898 wegen Majestätsbeleidigung mit 6 Monaten Festungshaft vorbestraft worden. Er ist jetzt beschuldigt, durch einen in Nr. 45 der Zukunft" vom 11. August cr. veröffentlichten Artikel unter der Ueberschrift Der Kampf mit dem Drachen" den Kaiser beleidigt zu haben. Vor Eintritt in die Verhandlung beantragte StaatsanwaltschaftsEs war in der That sehr auffällig, daß der„ Reichsanzeiger" gerade jest, am letzten Sonnabend, aus dem seit Monaten vorliegenden statistischen Werke des Herrn v. Scheele das SchlußWenn es wahr ist, daß dem neuen Direktionsmitglied der ergebnis seiner zahlenmäßigen Untersuchungen citierte, wonach Großen Berliner, einem ehemaligen hohen Staatsbeamten, gegen Deutschland auf die Einfuhr von Lebensmitteln angewiesen sei. ein Riesengehalt und eine tolloffal hohe Entschädigung für seine Ergrimmt schreit jezt die„ Deutsche Tageszeitung" über den Rat Blaschke den Ausschluß der Oeffentlichkeit, da durch diese Bensionsansprüche die neuesten Erfolge des Kapitalistenrings Mangel an Einheitlichkeit in den Reichsämtern und verlangt, daß eine Gefährdung der öffentlichen Ordnung zu befürchten sei. Rechtsanwalt Dr. Suse widersprach diesem Antrage. Jm vor: 1 Die Abdankung des Parlaments. Die„ Berliner Neuesten mangelung einer gemeingültigen Aesthetik, den Bedürfnissen der liegenden Falle sei der Artikel vor seiner Konfistation in Tausenden Nachrichten" behaupten in einer Erörterung der Nichteinberufung des darstellenden Kunst und des theaterbesuchenden Publikums in vollem bon Händen gewesen, es läge deshalb eine Gefährdung der öffent- Reichstags anläßlich der China- Affaire, daß die Nicht- Umfang Rechnung". Freilich, auch der Censor sei ein Mensch und lichen Ordnung durch eine öffentliche Verhandlung nicht vor, um so einberufung im Sommer im ausdrücklichen Einvernehmen mit Irrtümern ausgefeßt, weshalb ihm eine gewisse Fehlergrenze" zu weniger, als der Angeklagte behaupte, daß ihm nichts ferner gelegen den Führern der großen parlamentarischen Gruppen erfolgt gestanden werden müsse. Im übrigen seien die Klagen über die Verschärfung habe als die Absicht, den deutschen Kaiser beleidigen zu wollen. Gerade sei. Die ihrer Stimmenzahl nach größte und der Zahl der Censur unbegründet, denn von 216 Stücken feien in einem solchen Falle politischen Vergehens müsse dem Ausschluß ihrer Mandate nach zweitgrößte Partei, die Social sowie von 12 noch in der Bearbeitung" befindlichen Stücken, man der Oeffentlichkeit principiell widersprochen werden, denn gerade für demokratie, hat natürlich an der Einwilligung in das budgetlos sieht, der Censor faßt sein Amt sehr ernsthaft auf nur 16 verboten solche Fälle sei die Oeffentlichkeit des Gerichtsverfahrens eingeführt absolutistische Regiment feinen Teil, wohl aber ist es nur zu wahr worden. Der größte Teil dieser Stüde sei aus jittenpolizeis worden. Als in den Jahren 1848 und 1849 für die Einführung der scheinlich, daß Centrum, Konservative und National: lichen Gründen verboten worden. Daß die Censur von Oeffentlichkeit so nachdrücklich gekämpft wurde, habe man sicher nicht liberale thatsächlich einen derartigen Verrat an ihren Wählern den Autoren selbst durchaus nicht allzu hart untergeordnete Diebstahls: und derartige Anklagen im Auge gehabt, und der Verfassung begangen haben. Herrn Liebers Wort von den empfunden werde, beweise der Umstand, daß sie sondern gerade solche Fälle wie den vorliegenden. Spinnweben und den Kürassierstiefeln ließ das byzantinische Ränke in den meisten Fällen von den ihnen gegen die Beanstandung zustehenden Rechtsmitteln feinen Auch Rechtsanwalt Hausmann bat, dem Angeklagten den spiel ja stark genug vermuten. Gebrauch gemacht hätten. Diese Mitteilung bestätigt Schutz, der in der Oeffentlichkeit liege, nicht zu versagen. Die Berichte der Gewerbe- Aufsichtsbeamten der einzelnen nur unser Urteil über das künstlerische Selbstgefühl unsrer Künstler, Der Gerichtshof beschloß jedoch, wegen Gefährdung der öffent- Bundesstaaten sind bisher, wie bekannt, im Reichsamt des Innern die durch ihr würdeloses Duden die Verschärfung der Censur lichen Ordnung die Oeffentlichkeit während der ganzen zu einem handlichen Band zusammengestellt und so dem Reichstag geradezu provoziert haben. Die Thatsache, daß ein so ernſtes KunstDauer der Verhandlung auszuschließen. unterbreitet worden. Diesen Winter werden dem Reichstag die Bewert wie Tolstojs" Macht der Finsternis" von der Censur beanstandet richte zum erstenmale im Original unterbreitet werden. Der Auszug, worden ist, wird von der Berliner Korrespondenz" ohne Kommentar ben das Reichsamt des Innern zusammenstellte, war so tendenzios zugestanden. Die den staatlichen Organen auch auf dem Gebiete arbeiterfeindlich„ redigiert", daß es im Reichstag und in der Presse des Theaters in fitten- und ordnungspolizeilicher( 1) Hinsicht obliegenden Aufgaben erklärten dies Verbot genugsam. Bestritten stets zu lebhaften Klagen fam. wird dagegen, daß die Recitation des Wildenbruchschen Herenliedes" beanstandet worden sei. Man habe sich vielmehr darauf beschränkt, dem Vortragenden die Wahl einer andren Dichtung als für den gegebenen 3wed geeigneter" zu empfehlen. Censor ist also keineswegs der hämische, die Schere zückende Feind der Künstler, sondern deren väterlicher, kunstsinniger Berater. Die Verhandlung dehnte sich bis zum späten Abend aus. Der Ausschluß der Oeffentlichkeit wurde bis zur Urteilsverkündigung aufrecht erhalten. Bei dem inkriminierten Artikel handelt es sich um Betrachtungen, die sich an die vom Kaiser am 27. Juli in Bremerhaben gehaltene Rede knüpften, jene Rede, deren wortgetreue telegraphische Weiterverbreitung Graf Bülow- wie damals behauptet wurde verboten haben soll. Der Artikel stellt als Thatsache fest, daß der Kaiser den nach China abziehenden Truppen befohlen habe, feinen Bardon zu geben, feine Gefangenen zu machen und, nach dem Beispiel Attilas und seiner Hunnen, in Ostasien einen tausend Jahre lang nachwirkenden Schrecken zu erregen. Diesem Befehle hatte der Kaiser hinzugefügt: Gottes Segen möge an Eure Fahnen sich heften, und dieser Krieg den Segen bringen, daß das Christentum in China seinen Einzug hält." Dieser Rede sind die Betrachtungen des Artikels gewidmet. Es werden die Thaten des geschichtlichen Königs Attila im Gegensatz zu dem König Eyel des Volksepos historisch- kritisch beLeuchtet, um zu beweisen, daß er nicht geeignet sei, deutschen Soldaten als Vorbild zu dienen, es wird ausgeführt, daß das Deutsche Reich nicht die Mission habe, in China wieder das Christentum einzuführen. und schließlich ein Rachekrieg gegen China als ein Fehler bezeichnet. Nach geschlossener Beweisaufnahme beantragte der Staatsanwalt 6 Monate Gefängnis. " Nach 10 Uhr abends verkündete der Vorsitzende das Urteil des Gerichts dahin: In der Kritik, die der Angeklagte an dem Verhalten des Kaisers gegenüber den Chinawirren und besonders an der Bremerhavener Rede geübt, finde der Gerichtshof nicht bloß eine Hintansezung der dem Kaiser schuldigen Ehrerbietung, sondern direkte beleidigende Angriffe gegen den Kaiser. Der Angeklagte habe fich daher der Majestätsbeleidigung schuldig gemacht und sei vom Gerichtshof zu 6 Monaten Festungshaft verurteilt worden. Tußerdem wurde anf Vernichtung der Nr. 45 der Zukunft" erkannt. Gegen neue China- ,, Pachtungen" erflärt sich mit aller Entschiedenheit in der„ Nation" der öfter ge nannte Herr v. Brandt, früher deutscher Gesandter in Beting: Einen Gefeßentwurf gegen die Blutmauscherei verlangt allen Ernfies Dr. Friedrich Lange, der Alldeutsche, in der Sonntagsbeilage feiner„ Deutschen Zeitung". Herr Lange betreibt nämlich Raffenzucht und arbeitet in feinen schriftstellerischen Bemühungen auf eine germanische Rassenaristokratie hin. Gegen wärtig werde nun mit unverantwortlichem Leichtsinn blutgemanscht. Abgesehen von den paar strafgesetzlichen Bestimmungen gegen Blutschande usw. bleibe „ die geschlechtliche Mischung nicht nur völlig im freien Belieben der Einzelnen, sondern auch ohne jede merkbare Anspornung des Raffe- Ehrgeizes. Das bürgerliche Gesetz behandelt die Ehe nur als eine Rechts- Auseinandersetzung und thut nicht entfernt so, als ob dabei außer Familie und Staat noch etwas weit Wichtigeres, nämlich die Rasse, in Frage kommen könnte. Für Eheschließung haben wir weder Minister noch Politik; das Recht der völlig freien Blutmanscherei wird bei dem wertvollsten Geschöpf, beim Menschen, schlechterdings durch nichts, weder durch Gesetze noch durch öffentliche Aufmerksamkeit überwacht und geregelt.... Das find Versäumnisse, die eines Tags jedem weißen Volke geradezu als Verbrechen auf's Gewisſſen fallen und gründliche Vorkehr verlangen werden. Die edelsten unter den arischen Völkern aber sollten auf diesen Tag nicht warten, sondern schon jetzt auf Maßregeln fimen, die allen ihren Mitgliedern den mert des Begriffs Rasse deutlicher zum Bewußtsein brächten und jeden Einzelnen an der Fürsorge für die Erhaltung und Veredelung der Rasse beteiligten. Ich kenne dafür zunächst kein besseres Mittel, als dieses, daß man durch öffentliche Einrichtung das Mittel verallgemeinerte, durch welches der Namensadel und die städtischen Patriziergeschlechter ihre Angehörigen zur Aufmerksamkeit und zur Ehrfurcht vor dem Werte des guten Bluts erzogen haben! Ahnentafeln, Geschlechterverzeichnisse. Wenn jede Gemeinde durch Reichsgesetz gezwungen würde, von jedem in ihrem Bezirk Geborenen und sei er auch des geringsten die Ahnentafel zu begründen und ihn und seine Nachkommenschaft durch alle Verzweigungen über Land und Meer zu verfolgen, wenn reichsgefeßlich jede eheliche Vermischung mit nichtarischem Blute durch öffentliche Bekanntmachung geächtet würde, dann müßte auch dem Geringsten unsrer Rasse durch solche öffentliche Aufmerksamkeit der Ehrgeiz wach werden, um der Rasse willen auf sich und sein Geschlecht etwas zu halten." Standes Der So erhebend auch der Kampf sein mag, den die Börsenpresse an Stelle des spurlos in der Versenkung verschwindenen Goethe- Bundes gegen die Censur führt, so sehr steht man doch unter dem depri mierenden Gefühl, daß unsre Künstler genau das Maß von Geistesund Schaffensfreiheit genießen, das sie verdienen. Der Weltfriedens Kongreß hat seine blamable Einsichtslosigkeit und seinen beispiellojen politischen Dilettantismus nach träglich noch in einer China- Resolution festgelegt. Dies Muster eines Friedensmanifestes lautet: " Der Kongreß erachtet, daß die Lösung des zwischen China und den verbündeten Nationen ausgebrochenen Konflikts gerecht, billig, friedfertig und dem unantastbaren und unvergänglichen Rechte der Völker gemäß, frei über sich selbst zu verfügen, ausfallen muß. Der Kongreß ist der Ansicht, daß die verbündeten Nationen in China ein aktuelles Einschreitungsrecht haben. Der Kongreß glaubt, daß das beste Mittel zur Sicherung eines dauerhaften Friedens in China das wäre, im Einvernehmen mit diesem Reiche dasselbe für eine näher zu beftininiende Dauer neutral und neutralisiert unter dem gemeinsamen und wechselseitigen Schuge der verbündeten Mächte zu erklären, die feine Verteidigung gegen jeden äußeren Feind sichern, aber auch gleichzeitig die Einführung aller Kriegsmaterialien und militärischen Ausbildungsmannschaften ber hindern müßten. China muß in jeder Hinsicht entivaffnen. In vollem Einflange mit seiner Civilisation und den Gefühlen seiner Bewohner muß es sich selbst das Recht der Bewaffnung versagen, abgesehen von den Polizeibedürfnissen, und darf es weder einer friegerischen Handlung noch Kriegsvorbereitungen sich hingeben. In Hinsicht auf die Versöhnung der Intereffen der Menschlich keit und des Fortschritts mit den Rechten der chinesischen Bevölkerungen und mit den früheren Abmachungen, müssen der Aufenthalt und das Eigentumsrecht der Fremden, die Ausbeutung der Erzeugnisse des Lands, der Bau von Eisenbahnen usw. so geregelt werden, daß die Sitten, die Ueberlieferungen, die Gebräuche und die Religion der Bewohner unangetastet bleiben, wobei aber gleichzeitig die Gröffnung des chinesischen Martis für die Welterzeugnifje und die Einführung der chinesischen Produkte auf den Weltmarkt gesichert werden muß." Allerdings wurden nur die beiden ersten Absätze dieser Resolution angenommen. Als geradezu gemeingefährlich", so führt er u. a. aus, ,, muß die Art und Weise bezeichnet werden, in der gewisse Organe der Presse immer wieder auf die Erwerbungen zurückkommen, die Deutschland in China machen iuüsse oder zu machen gedente. Bald ist Dieser holde Vorschlag des alldeutschen Weltpolitikers geht uns es die Provinz Schantung, in der Deutschland seinen Besisstand erheb- lange nicht weit genug. Was nügt es uns, wenn wir erst jept lich zu bergrößern beabsichtige, bald wird die Provinz Chili Deutschland anfangen, Geschlechterverzeichnisse zu entwerfen! Haben wir nicht von Rußland, das die Mandschurei bereits annektiert habe, anJahrhunderte lang in dem traurigen Zeitalter vor Lange geboten und schließlich entdeckt ein findiger Korrespondent sogar, gewiffenlos Blut gemanscht, und läuft die arische Rasse nicht Gefahr, daß Deutschland im Begriff stehe, die Provinz Kiangsu zu nehmen diese elende Mischlingszucht zu verewigen? Nein, das Reichsund sich der Yangtse- Mündung zu bemächtigen. Das alles wird gesetz gegen die Blutmanscherei muß weiter gehen: Jedes mit mehr oder weniger Brio vorgetragen und, wenn es auch auf Individuum erhält erst dann die Erlaubnis zur Blut- Der Friedenskongreß", dessen Teilnehmer in der Debatte die den Gang und die Entschließungen der deutschen Politit gar keinen mischung"- die Anlegung von Menschenkörungsstationen ist dabei unduldsame, aggressive und ungeschickte Propaganda der Missionare, Einfluß ausübt, so trägt es doch dazu bei, in sehr wesentlicher eine unbedingt zu fordernde Einrichtung Weise das Mißtrauen gegen Deutschlands Ziele und Abwenn der Nachweis die militärischen Aktionen der Mächte und das Betragen der Westfichten zu erhöhen. Und Gott weiß, daß unser Nuf in der Be- erbracht ist, daß in den lezten drei Jahrtausenden seine Geschlechts- länder für die Erhebung verantwortlich gemacht hatten, gestand tafel durch keinen nicht arischen Blutstropfen entweiht worden sei. gleichwohl den Mächten„ ein aktuelles Einschreitungsrecht" zu! Auch ziehung schon schlecht genug ist! Wer diesen Nachweis nicht vollständig führen kann sei es auch für die Abrüstung erklärte sich der Friedenskongreß, freilich nur und Möglichkeit der Blutmanscherei ausgeschlossen. nur aus Mangel an Ahnenkenntnis wird von jeder Gelegenheit für die Abrüstung Chinas, was die Wehrlosmachung Chinas gegenüber der Willkür und den AusHoffen wir, daß wenigstens Herr Dr. Friedrich Lange ein plünderungsgelüften der Mächte bedeutet. Die Idee, solches Raffeneramen bestehen fann, damit die Blutmischung dieses China zu neutralisieren" und dem gemeinsamen Patronat der erhabenen Denters für alle Ewigkeit erhalten bleibt. rivalisierenden Mächte zu unterstellen, ist wahrhaft genial. Das Lamm, das von einem Rudel von Wölfen beschützt wird! Was aber die Idee von Landerwerbungen in China anbetrifft, sei es, daß diese mißverstandenen kolonisatorischen Bestrebungen dienen oder als Aequivalent für Entschädigungsforderungen in Frage kommen würden, so kann nicht oft und nicht entschieden genug wiederholt werden, daß das größte Unglück, das Deutsch land treffen könnte, das sein würde, wenn die chinesischen Wirren zu einer Ausdehnung des deutschen Landbefizes in China führten. Die erste Folge eines solchen Schritts würde die sich ergebende Notwendigkeit der Vermehrung der deutschen Armee um ein bis zwei Armeecorps sein, denn wir würden nicht allein das neuerworbene Territorium besezen und sichern, sondern uns auch darauf einrichten müssen, es gegen einen unausbleiblichen chinesischen Gegenstoß halten zu können. Dabei dürfte es immer eine schwer im voraus zu entscheidende Frage bleiben, ob wir uns bei einer solchen Eventualität China allein oder nicht auch der einen oder der andren der Mächte gegen über befinden würden, die die Zufälligkeiten der Politik heute zu unfren mehr oder minder unwilligen Genossen gemacht haben. Wir sollten Menschen und Geld fortwerfen für eine Erwerbung, die, weit entfernt etwas einzubringen, uns nur neue Lasten auferlegen und den ganzen Schwerpunkt unsrer Politik verwirren würde, indem sie einen verwundbaren Punkt unsrer Interessen an einer Stelle und in einem Umfange schüfe, daß wir ihn nicht aufgeben und ihn auch nicht verteidigen könnten und so der Gefahr ausgesetzt würden, uns an ihm zu verbluten! Denn auch der Annahme, daß Deutschland aus einer solchen Erwerbung industrielle und kommerzielle Vorteile ziehen könne, muß auf das bestimmteste entgegengetreten werden." " Wieder ein Heinzemann in der Soutane. Der„ Wiener Arbeiter- Zeitung" wird aus Linz unterm 30. Oftober gemeldet: Eine interessante juristische Frage wird demnächst das Ende August ds. Js. erstattete ein Bauer aus Geng bei der Reichsgericht zu beantworten haben. Vom Landgericht HamGendarmerie die Anzeige, daß sich der dem Stifte Wilhering an- burg wurde am Freitag der Reichstags- Abgeordnete Molten gehörige Pater Leo Hinterhölzl, derzeit Pfarrverweser in Eiden- buhr wegen Offiziersbeleidigung zu 200 M. Geldstrafe verurteilt. berg, unfittliche Handlungen gegen Schulmädchen zu Schulden kommen Molkenbuhr war im Herbst 1898 eine Weile verantwortlicher Reließ. Die Eidenberger hatten einen langen Leidensweg durchmachen dacteur des„ Hamburger Echo". Unter seiner Verantwortlichkeit ermüssen, bis sie von diesem Pfaffen befreit wurden. Als nämlich schien am 8. November 1898 eine dem„ Offenburger Boltsfreund" entdie Schulmädchen nach Hause kamen und erzählten, daß der saubere nommene Notiz, in der gegen einen Offizier der während des Manövers Herr fie in die Sakristei gelockt und dort an ihnen Sittlichkeits- in der Nähe von Villingen einquartiert gewesenen Truppen der verbrechen begangen habe, gingen die Bauern zum Pfarrer von Vorwurf der Brüsewigerei erhoben wurde. Wegen dieser Notiz Gramastetten und verlangten die Entfernung des Pater Leo. Der wurde damals vom Kriegsminister Strafantrag gestellt, das VerPfarrer erwiderte, daß er die Anzeige nicht glaube, ein fahren ruhte jedoch nach einer baldigen Vernehmung Moltenbuhrs im Priester thue so etwas nicht. Der Abt Grasböd Borvefahren bis jetzt. Wie in der Verhandlung fonstatiert wurde, wieder tröstete die Angehörigen der mißbrauchten Kinder damit, hat der Oberstaatsanwalt an den Kriegsminister ein Schreiben gePater Leo werde ohnehin bald Pfarrer und komme richtet, in dem er mitteilt, er wolle das Verfahren ruhen wo anders hin. Als alle Beschwerden vergeblich blieben und die lassen, bis die Session des Reichstags, dessen Mitglied der Angeklagte Borgesezten des Bater Leo nicht einschreiten wollten, kamen die sei, geschlossen wäre, denn es sei notorisch, daß der Reichstag nie seine Bauern in die Redaktion unsres hiesigen Partei- Organs Wahr Genehmigung zur Strafverfolgung eines feiner Mitglieder gebe. In heit" und baten, diese möge etwas thun, um den Pater von Eiden- der That hat denn das Verfahren bis jetzt geruht, und die Hamburger berg fortzubringen. Mittlerweile hatte ein Bauer auch die Anzeige Staatsanwaltschaft hat nie den Versuch gemacht, die Genehmigung zur bei der Gendarmerie erstattet, und diese hatte den sauberen Re- Strafverfolgung Moltenbuhrs vom Reichstag zu erhalten. Der Verteidiger ligionslehrer verhaftet. Molkenbuhrs, Dr. Suse, machte nun geltend, daß die Strafthat verHeute fand unter Ausschluß der Deffentlichkeit die Haupt- jährt sei, weil über 6 Monate verfloffen feien, ohne daß richterliche verhandlung vor einem Erkenntnissenat des Kreisgerichts statt. Handlungen vorgenommen seien. In der Verfassung heiße es, daß Der Angeklagte versuchte, seine Schweinereien abzuleugnen. Eein Reichstagsmitglied während der Dauer der Session nicht ohne Gewar ihm aber nicht möglich, diese Berantwortung angesichts nehmigung des Reichstags abgeurteilt, verhaftet 2c. werden könnte. In der bestimmten Behauptungsgründe der Zeugen aufrecht zu den Worten„ nicht ohne Genehmigung" liege zweifellos, daß eine Straterhalten, und so wurde der Angeklagte wegen Verbrechens der verfolgung gegen einen Abgeordneten nicht so ohne weiteres Schändung und der Verführung zur Unzucht zu achtzehn ruhe, sondern erst nach Versagung der Genehmigung. Der Reichstag Monaten schweren Kerkers, verschärft durch einen Fasttag in habe schon einmal feine Genehmigung zur Strafverfolgung eines jedem Vierteljahr, verurteilt. Als erschwerend nahm der Gerichts Abgeordneten Schmidt- Magdeburg- gegeben und müsse deshalb hof unter anderm die Stellung des Angeklagten als Priester und mindestens erst gefragt werden. Das sei hier nicht geschehen, also " Derjenige wird immer der beste Staatsmann sein, der sein Religionslehrer an. ruhe das Verfahren nicht auf Grund der citierten VerBiel mit dem geringsten Aufwand von Lärm und Die Germania", die unlängst die von der" Volts- Beitung" zu faffungsbestimmung, sondern auf Grund freier Entschließung Kraft erreicht und, daß man heute noch des Herostratus Namen fammengestellte Lifte geistlicher Sittlichkeitsverbrecher so in Harnisch ber Staatsanwaltschaft, die damit das Verfahren habe tennt, wo viele von besseren Leuten vergessen sind, dürfte den- brachte, wird hoffentlich nicht verfehlen, auch von diesem Fall Notiz verjähren lassen. Das Landgericht Hamburg kam freilich zu der felben kaum dafür entschädigen, sich so gründlich verbrannt zu zu nehmen. Auch die Märk. Volfsztg." wird sich den geistlichen Ansicht, daß hier der in der Verfassung vorgesehene Fall vorliege. haben. Dem deutschen Bolt wie den fremden Mächten gegenüber Rüffelträger" hoffentlich nicht entgehen lassen und ihre Leser davon Es habe keine Genehmigung des Reichstags vorgelegen, also habe wird eine offene Aussprache der Regierung wozu haben unterrichten, daß es auch in den eigenen Reihen Leute giebt, die das Verfahren ruhen müssen. Die Staatsanwaltschaft habe nicht wir denn einen Reichstag- das beste Mittel sein, allen sich für die geschlechtlichen Probleme" interessieren. Und zwar nicht erst einen Versuch zur Erlangung der Genehmigung machen branchen. Entstellungen und Insinuationen vorzubeugen oder ihnen die nur in der Kunst. Spize abzubrechen. Hoffen wir, daß man bald zu diesem Auch für die menschlich allzumenschliche Nachficht der beiden zu- Wolkenbuhr wird gegen das Urteil Revision einlegen, um die fivillige Mittel greifen wird, denn daß man in der Lage sein sollte, nächst von der Gemeinde angerufenen Geistlichen wird die Centrums- Frage zur Entscheidung des Reichsgerichts zu bringen. mit der Rechnung für die Kosten auch zugleich die Bescheinigung presse vermutlich ein ferniges Sprüchlein zu sagen haben. über den Erfolg vorlegen zu können, scheint doch fanm recht wahrscheinlich." Herr v. Brandt tabelt auch, daß Deutschland in den Chinawirren die Führung an sich zu reißen versucht hat. Jede andre Nation sei durch die monate lange Beschießung der Gesandtschaften mindestens ebenso engagiert wie Deutschland, da der Ermordung Kettelers, als der That eines Augenblids, gegenüber der Monate hindurch fortgesetzten Verletzung des Völkerrechts- daß China durch vorhergehende Verlegungen des Völkerrechts durch die Mächte erst zu der Erhebung getrieben worden ist, hat ja gerade Herr v. Brandt wiederholt nachgewiesen tein um so viel schwereres Gewicht beigemessen werden dürfe. " 4 Die Theatercensur. National- fociale Resignation. Auf einem Vertretertag der National- Socialen, der sich an den allgemeinen Vertretertag in Leipzig anschloß, wurde beschlossen, sich im nächsten Jahre nicht an den fächsischen Landtagswahlen zu beteiligen. Da die National Socialen 1898 trog der Agitationskosten in Höhe von 43.000 m. zusammen nur 17 700 Stimmen zusammengetrommelt haben, und Allerdings, wenn die Regierung mit ihrer Rechenschaftsablegung Die„ Berliner Korrespondenz" bringt eine geheimrätliche Stil vor der Volksvertretung so lange warten wollte, bis sie derselben übung, durch die der Nachweis geführt werden soll, daß die Theaterauch Erfolg wir denken nur an wirtschaftliche Erfolge, nicht censur, die in der jüngsten Zeit zum hohen Wohlgefallen muderischer einmal an die Lorbeeren der Weltfeldherrschaft- präsentieren und staatserhaltender Elemente geübt wurde, keineswegs kunstfeind in der Kriegskasse dieser jüngsten Partei" trotz der Verbreitung des tönnte, so könnten noch die Enkel, warten.lichen Tendenzen entspringe. Die Censur trage vielmehr, in Er- Sammelaufrufs durch den Vorwärts" die Ebbe noch immer nicht " Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. der ersehnten goldenen Flutwelle gewichen ist, ist der Beschluß sehr mit erheblich reduzierter Mehrheit abgeschlagen hat, ist bis jetzt Im zweiten Falle sollte der Redacteur wienth als Angeflagter begreiflich. 12 Uhr tein Arbeiter durchgedrungen. Der einzige Erfolg für erscheinen. Er hatte um Verlegung des Termins gebeten, worauf die Arbeitersache ist die Wahl des von den Liberalen in Tradeston- das Gericht aber nicht eingegangen. Weil er nicht erschienen, wurde Chronik der Majestätsbeleidigungs: Prozesse. Glasgow aufgestellten Leiters der Schottischen Großeinkaufs- feine Vorführung für den nächsten Termin beschlossen. Von Weib und Kindern war der Arbeiter Wilhelm Voß aus Genossenschaft, W. Maxwell. Dagegen ist W. Steadman Charlottenburg, der Montag vor der zweiten Straffammer am Land-( Bootszimmerer) in Stepney( Ost- London) von einem Unionisten gericht Berlin H. stand, wegen Majestätsbeleidigung in 2 Fällen mit großem Mehr geschlagen worden, nachdem er im letzten angezeigt worden. Es handelte sich um zwei Fälle. Die Straf- Parlament sich als ein trefflicher Anwalt seiner Klasse bewährt thaten sollen im Monat März dieses Jahres begangen worden sein. hatte. Unterlegen sind ferner Wiltie( Schiffszimmerer) in Veranlassung zu der Denunziation hat die erwiesene Thatsache Sunderland, Lansbury( Socialdem. Föderation) in Bow gegeben, daß der Angeklagte in sofern von seinen Vaterrechten Ge- and Browley( Ost- London), Parter( Unabh. Arb.- Partei) in Achtung, Rundstuhlarbeiter! In der Filiale Berbisbort brauch gemacht hat, als er den Liebhaber seiner heranreifenden Halifax,( Fletcher( desgl.) in Camlachie- Glasgow und bei Einsiedel der Chemnizer Trikotagenfabrik August Marichel Tochter aus seiner Wohnung hinauswarf. Nach erfolgter Anzeige Stevens( Binnblech- Arbeiter) in West- Birmingham. Daß u. Cie. wurden den Rundstuhlarbeitern innerhalb 14 Tagen zweihaben sämtliche Familienmitglieder vor dem Untersuchungsrichter auch die Liberalen heute einen bösen Tag hatten, wird der Telegraph mal Lohnabzüge gemacht. Die Leute weigerten sich das zweite Mal ihre Aussage verweigert und das thaten sie auch vor Gericht. In gemeldet haben. Reine Arbeiterbezirke gaben unglaubliche Mehrheiten entlassen und denen, die weiter bei der Firma arbeiten wollen, darauf einzugehen. Hierauf wurden sämtliche Rundstuhlarbeiter diesem Falle fehlte es also an jedem Beweise. In dem zweiten für die Regierungs- Koalition. Fall machte der einzige Zeuge, der hinausgeworfene Liebhaber, freigestellt, sich neu zu melden. Verschiedene sollen überhaupt nicht solch tonfuse Angaben, daß sich eine Verurteilung darauf nicht bewieder anfangen. Die Entlassenen bitten alle Rundsinhlarbeiter, gründen ließ. Der Gerichtshof entsprach daher dem Antrage des ihnen die Solidarität zu wahren. Verteidigers Rechtsanwalt Heine und sprach den Angeklagten frei Unter den Wirkungen des Alkohols soll der Schuhmacher Ernst Kloz in Teupig am 31. Juli auf der Straße das Attentat auf König Humbert verherrlicht und Anspielungen gemacht haben, welche als eine Beleidigung des Kaisers aufzufassen wären. Es wurde ein Gendarm herbeigeholt und als ihn dieser verhaften wollte, jezte der stark angetrunkene Mensch- der übrigens ein alter Zuchthäusler ist ihm derartigen Widerstand entgegen, daß er außer wegen Majestätsbeleidigung auch wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt angeklagt wurde. Der Gerichtshof verurteilte ihn wegen beider Delikte zu zehn Monaten Gefängnis. Wegen Beleidigung der Kaiserin bei deren Durchreise am Bahnhof ist in Marburg ein Dienstmann zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden. Ausland. Brekflunkereien. Dieser Tage waren die bürgerlichen Blätter wieder eifright bestrebt, in Anarchistenfurcht und Attentäterei zu machen. In Amerika sollte angeblich ein Komplott gegen den Präsidenten entdeckt worden sein; dies wurde dann natürlich ebenso prompt widerrufen. Auch in Belgien sollten, wie der Telegraph mitteilte, gegen den Kron prinzen Albert Verschwörungen im Gange sein. Dieser Prinz hat sich vor einigen Tagen verheiratet und hat am Sonntag in Brüssel seinen Einzug gehalten. Anarchisten sollten sich mun verschworen haben, gelegentlich des Einzugs des prinzlichen Paares auf dieses ein Attentat zu verüben. So erzählte der Telegraph und die bürgerlichen Blätter ließen sich Specialberichte" schicken über Haussuchungen und Verhaftungen, welche die Polizei in Brüssel und andren belgischen Städten vorgenommen hatte. Neben diesen Schauermärchen berichtete man von den Straßen= fundgebungen, welche die Socialdemokraten am Tage des Einzugs beabsichtigten. Was die Socialdemokraten mit der Demonstration beabsichtigten, für was sie manifestieren wollten, das verschwiegen die Blätter geflisfentlich, einzelne verquickten die Attentatsnachrichten mit der Mitteilung von der Demonstration dergestalt, daß der besorgte Philister zu der Meinung kommen mußte, in Brüssel stünde eine Straßenschlacht bevor. In Wirklichkeit liegen die Dinge natürlich ganz harmlos. Was die Alarmnachrichten beziehentlich der beabsichtigten Attentate an Langt, so wird jezt alles dementiert; die Verhafteten sind sehr bald wieder entlassen worden.. Die Demonstration der Socialisten, die, wie schon mitgeteilt, nicht zur Ausführung gekommen ist, war aber durchaus nicht gegen den Prinzen gerichtet. Der Prinz erfreut sich im Gegenteil bei unsren belgischen Parteigenossen gewisser Sympathien, da er sich schon mehrfach als ein recht liberal und social denkender Mann gezeigt hat. Was die Brüsseler Socialisten mit der Demonstration bezweckten, geht recht deutlich aus einem Aufruf Sie Brüsseler Bevölkerung hervor, der im Peuple" vom Sonnabend enthalten ist. " alt Für das allgemeine, gleiche Wahlrecht! Für die Amnestie! Das war die Parole für die Manifestation. Die Agitation für das gleiche Wahlrecht ist nach einem belgischen Parteibeschluß im ganzen Lande mit großer Energie aufzunehmen. Für Brüssel bot der Einzug des Prinzen eine geeignete Gelegenheit, mit der Agitation zu beginnen. Die Amnestie für die politischen Verbrecher", für die militärischen Bergehen( Deserteure) und für die Opfer der kapitalistischen Wirtschaftsordnung wird in Belgien nicht bloß von den Socia listen seit Jahren vergeblich gefordert. Rußland. Ruffifizierung der armenischen Russen. Wie die Blätter aus Petersburg melden, hat der Minister der Volksaufklärung die Einführung der russischen Unterrichtssprache für alle Unterrichtsfächer, mit Ausnahme der Religion, in den armenischen Kirchenschulen für notwendig erachtet. Die Einführung der russischen Unterrichtssprache soll allmählich im Laufe von 2 Jahren erfolgen. Afrika. Zuzug von Böttchern ist vom Petroleumhafen in Lübeck und den dortigen Innungsmeistern fernzuhalten. vor der Wegen Bedrohung Wegen Bedrohung Arbeitswilliger wurden Düsseldorfer Straffammer zwei Arbeiter zu je 4 Wochen Gefängnis verurteilt. Die Sache war. so unaufgeklärt, daß selbst der Staatsanwalt die Freisprechung beantragt hatte. Vom Boerenkrieg. Die englischen Truppen beginnen sich Bedrohung Arbeitswilliger. Der Maurer Hübler aus Saalnach ihrer Heimat einzufchiffen. Am 7. d. M. haben sich die feld war beschuldigt, den Maurer Bräutigam aus Schwarza im Londoner Freiwilligen in Kapstadt eingeschifft. Vor der Abfahrt Verlauf des Streits beleidigt zu haben. Der Maurer B. meldete hielt Sir Alfred Milner eine längere Ansprache, Aus fich nämlich während des Streits bei dem hiesigen Streiffomitee als Johannesburg wird telegraphiert: Mehrere Boeren, die unter Nichtarbeitender an, worauf ihm auch eine Streitkarte und dann der Anklage standen, auf dem hiesigen Markte Lebensmittel für die noch Arbeit zu den neuen Bedingungen nachgewiesen wurde, die Boerenkommandos aufgekauft zu haben, wurden verhaftet. Aus jedoch B. nicht annahm, sondern bei einem Meister, dessen Lente Aliwalnorth wird vom 1. Oktober berichtet, daß eine englische ausständig waren, in Arbeit trat. Deswegen kam es denn, als. Patrouille mit einer Anzahl Boeren in der Nähe von Rouxville den B. darüber zur Nede stellte, zu beleidigenden Aeußerungen, zusammentraf. Die Boeren besetzten die Stadt. Die englische wegen deren gegen H. die Anklage erhoben wurde. H. sollte Patrouille zog sich nach Aliwalnorth zurück. 8ivei berittene sich gegen die§§ 153 der Gewerbe Ordnung und 185 und steht eine Meile von Wepener entfernt. Sämtliche englische Posten Verhandlung insofern, als der Amtsanwalt in seinem Plaidoyer Australier wurden von den Boeren gefangen genommen. De wet 200 des Strafgesetzbuchs vergangen haben. Interessant war die in der Stadt und Umgegend find verdoppelt worden. Partei- Nachrichten. Arbeitersekretariate. Nachstehend veröffentlichen wir die Adressen der zur Zeit in Deutschland errichteten Arbeitersekretariate. Die Veröffentlichung soll periodisch erfolgen; jedesmal bei Beginn eines neuen Quartals. Verzeichnisses zu unterstützen und von einer Adressenänderung uns Wir ersuchen die Interessenten, uns in der Vervollständigung des rechtzeitig Kenntnis geben zu wollen. Arbeitersekretariate bestehen in: Altenburg( S.-A.) Unterm Schlosse 1. Altona, Große Bergstr. 204, I. Beuthen( O.-S.), Schießhausstr. 6. Bremen, Osterthorstr. 26 I. Breslau, Messergasse 18/19 I. Darmstadt, Elisabethstr. 31. Frankfurt a. M., Schnurgasse 45 I. Freiburg i. B., Engelbergerstr. 9 I. Halle a. S., Geiststr. 21. Hamburg, Pferdemarkt 23 II. Hannover, Leinestr. 17. Hildesheim, Judenstr. 5. Jena, Saalbahnstr. 3. Mannheim, S. 3, 10. Mühlheim a. Main, Wiesenstr. 3. München, Jfarthorplatz 6. Nürnberg, Egydienplatz 22. Pforzheim, St. Georgenstr. 48. Posen, Grünstr. 7. Striegau, Annengasse 4. Stuttgart, Eßlingerstr. 17/19. Tuttlingen, Schaffhäuserstr. 24. Waldenburg, Schl. Töpferstr. 1. Berlin, den 8. Oftober 1900. Der Parteivorstand. Kreuzbergstr. 30. betonte, daß es nur für richtig erkannt werden könnte, wenn von einem Streifenden verlangt würde, fein gegebenes Wort auch zu halten, worauf auch Freisprechung des Angeklagten wegen Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung erfolgte. Die Beleidigung wollte der Amtsanwalt mit 10 M. Geldstrafe geahndet wissen, das Gericht erkannte auf 15 M. Geldstrafe. In der Porzellanfabrik von Schäfer u. Vater in Rudolstadt find die Former, Formengießer, Formerinnen und Maler in den Ausstand getreten. Die Ausständigen verlangen: 1. Lohn3. Freigabe des 1. Mai; 4. Freie Beleuchtung bei der Arbeit; 5. Anerhöhung von 10-30 Proz.; 2. Einführung des Neunstundentags; erfemning einer Preiskommission; 6. Erhöhung des Tagelohns von 3,50 auf 4 M.; 7. Besserung der sämtlichen Verhältnisse, Reinigung der Arbeitsräume; 8. Einrichtung von Ankleideräumen. Ausland. Der Kohlenarbeiterftreik in Pennsylvanien. Der Führet der ausständigen Kohlenarbeiter, Mitchell wird in einigen Tagen eine Versammlung der Ausständigen einberufen, in der über die Annahme des Anerbietens einer zehnprozentigen Lohnerhöhung entschieden werden soll. Trotzdem eine der Kohlenbergbau- Gesellschaften und die meisten Besitzer der nicht in Händen von Gesellschaften befindlichen Kohlengruben ihren Arbeitern durch Plakate die zehnprozentige Lohnerhöhung angekündigt haben, hat bisher noch keiner die Arbeit wieder aufgenommen. Sociales. Zwischen den Krankenkassen und den Apothekern in Köln besteht seit länger als Jahresfrist ein harter Kampf. Die Apotheker hatten den Rabatt, der bis dahin für die größeren Kassen 15, 20 und 25 Broz. betrug, allgemein auf 10 Broz. hinabgesetzt. Aber auch dieser Rabattsag war ausdrücklich an die Bedingung geknüpft, daß Wein, sämtliche Handverkaufs- Artikel, wie Verbandsstoffe, Kognat und dergleichen nur aus den Apotheken entnommen werden dürften. Diese Bedingung war gleichbedeutend mit gänzlicher Rabattentziehung, da sich die Krankenkassen darauf selbstverständlich nicht einlassen konnten. Als dann am 10. Januar Die Magdeburger Volksstimme" wird seit Sonnabend teil dieses Jahres die Krankentajien beschloffen, sich dem unverfrorenen weise mit der Sehmaschine hergestellt. fation Anfinnen der Apotheker nicht zu fügen, da fündigten die letteren den Stassen den Kredit und zwvangen sie, alle Meditamente sofort bar In einer Parteiversammlung in Nürnberg wurde eine ohnejeden Rabatt zu bezahlen. Gegen dieses Vorgehen der Apotheker herigen System, wonach die Wahlmänner Standidaten bei den fammengethan und die Apotheker bis auf wenige boykottiert. Der Beaug Aenderung der Vereinsangelegenheiten beschlossen. Mit dem bis haben sich 33 Kölner Krantentassen mit etwa 50 000 Mitgliedern zus Landtagswahlen und die bei Wahlen ständig Dienst leistenden der Heilmittel, die zum Teil von auswärts bezogen wurden, ist so vor Genoffen als Vertrauensleute fungierten, wurde gebrochen. Von trefflich organisiert, daß für die Stranten keinerlei Unbequemlichkeiten entjest ab wird dem Vorstand ein Ausschuß zur Seite gestellt, dessen stehen. Dieser Tage hat die Verwaltungsbehörde in den Streit ein Alles dies verschweigt die bürgerliche Presse, um den Charakter Mitgliederzahl sich nach der Zahl der im Reichstags- Wahlkreise vor- gegriffen, indem sie den Kassenvorständen verbot, sich noch weiter der ber Demonstration zu verschleiern, beziehentlich um den Eindruck handenen Wahlbezirke richtet und vorerst 70 beträgt. Die Droguerien als Rezeptannahmestellen zu bedienen. Darauf haben hervorzurufen, als sei sie gegen die Person des Prinzen gerichtet, Wahl erfolgt in Mitglieder- Versammlungen der einzelnen die Vorstände vor acht Apotheken insgesamt 24 Boten aufgestellt, und als seien gar Gewaltthätigkeiten beabsichtigt. Bezirke. Der Ausschuß hat alle zwei Monate mit dem die an weißen Armbinden kenntlich sind und die sofortige Bezahlung Die Vorstände haben beschlossen, die Bes Die geplante Demonstration ist schließlich vertagt worden, Borstand eine Sigung abzuhalten, in der alle die Organi- der Recepte besorgen. nachdem zwischen dem Bürgermeister und den Führern der Partei sollen. Hauptaufgabe der Ausschußmitglieder ist es, bei Wahlen den acht Apotheken hergestellt wurden. und Agitation betreffenden Fragen geregelt werden zahlung von solchen Medikamenten abzulehnen, die in andren als unterhandelt worden war. Interessant ist die Art, wie das Brüsseler alle notwendigen Wahlarbeiten zu regeln. Sie haben auch das Die Apotheker haben einen Ring gebildet und sich gegenseitig Stadtoberhaupt mit den socialdemokratischen Bürgern verkehrt. In Recht, zum Zwecke der Agitation Versammlungen abzuhalten. Dieser durch hohe Konventionalstrafen gegen jedes selbständige Borgehen dem Schreiben, das er an die Arbeiterpartei richtet, Beschluß wurde einstimmig gefaßt. Sodann erstattete Genosse gebunden. Die Gründe, die die Herren für ihr Vorgehen angeben, heißt es unter anderm:„ Ich habe Ursache, zu befürchten, Segis Bericht über den Pariser Socialistenkongreß, mit dessen sind unzutreffend. Sie berufen sich u. a. auf eine Preissteigerung daß Ihr Ihr Appell einigen Leuten, der Rohstoffe; diese wird aber aufgehoben durch die Preisminderung deren Doktrinen Sie Ergebnissen die Versammlung sich einverstanden erklärte. andrer Rohstoffe. Auch die Berufung auf die Aenderung der preußischen Arzneitage ist nicht stichhaltig; denn diese sieht nur für 46 Mittel eine Herabjegung, für 88 Artifel aber eine Erhöhung des Preises vor, und von diesen letzteren sagte selbst die Pharmazeutische Zig.", daß eine Anzahl Mittel darunter sind, die dem Stande der Preisliste nach nicht notwendig teurer zu werden brachten. Auch der Verbrauch an Arzneien ist in Köln von 2,40 m. in 1895 auf 3,37 M. in 1898 pro Kassenmitglied gestiegen. Die Einnahme der Apotheken von Kölner Stassen ist von 182 000 m. in 1892 auf 250 000 m. in 1898 gewachsen." selbst verwerfen, einen Vorwand zu Gewaltthätigkeiten bietet. Ich bitte Sie denn dringend, meine Herren, im Namen aller unsrer Mitbürger, von dem an diesem Tage ungeeigneten Projekt Abstand zu nehmen und Ihre Parteifreunde und das Publikum davon zu benachrichtigen." Diesem Wunsche des Bürgermeisters ist denn auch die social demokratische Parteileitung nachgekommen: die Demonstration ist unterblieben und auf einen späteren Termin verschoben. Frankreich. Polizeiliches, Gerichtliches usw. Eine Hausfuchung fand am Freitag in den Räumen unsres Gothaischen Parteiblatts statt. Es wurde vergeblich nach dem Manuskript eines Artikels gesucht, durch den ein Wachtmeister beleidigt worden sein soll, dessen Verhalten während der Wahl fritisiert worden war. " " Den Agitation und Sonntagsruhe. Ein Genosse in Gelsenkirchen hatte am 29. April zwischen 11/2 und 2 Uhr die Mainummer des Bochumer Voltsblatts" verbreitet und wurde von der Polizei Die wahre Ursache des Beutezugs der Apothekenbesizer ist diese: darum zur Wache gebracht und angeklagt. Vom Schöffengericht Durch die Krankenversicherungspflicht ist das Apothekergewerbe, zumal Die Demokratifierung des Heeres scheint sich der neue Kriegs- wurde er freigesprochen, doch legte der Amtsanwalt Berufung ein. in den großen Städten, mächtig emporgeblüht. Der Preis der minister zur Aufgabe gemacht zu haben. Wie die Offiziere, so sollen Aber selbst das Zeugnis des Polizei- Inspektors, welchen man nachher Apotheken ist dadurch fabelhaft in die Höhe gegangen und steigt in Zukunft auch die Unteroffiziere von der Verpflichtung befreit als Beugen oder vielmehr als Gutachter bestellte, konnte dem bekanntlich bei jedem Besizwechsel um ein bedeutendes. fein, im Falle der Verheiratung einen bestimmten Besitz( bei den Prozeß teine andre Wendung geben. Der Genosse wurde vom höheren Staufpreis wollen die Apotheker mum durch höheren Gewinn Unteroffizieren wurde der Nachweis eines Befizes von 5000 Frants Landgericht Essen ebenfalls freigesprochen und ist damit gerichtlich wettmachen, daher das Bestreben, den Rabatt zu fürzen und vor verlangt) nachzuweisen. Der Nachweis der Erwerbsfähigkeit festgestellt, daß in der Zeit von 11 bis 2 Uhr Sonntagmittag allem den Vertrieb der Handverkaufsartitel an sich zu reißen. Das der Frau soll, wie bei den Offizieren, auch bei den Unteroffizieren Flugblätter verbreitet werden dürfen, ohne daß dadurch gegen die Gebahren der Kölner Apotheker ist nur durch das Apothekenmonopol genügen. Die Freipläge von Saint Chr sollen, nach den Be- Sonntagsruhe verstoßen wird. geftigt. stimmungen des Kriegsministers, nur noch den 8öglingen aus Staatsschulen gegeben werden. Von der Entwickelung der Konsumvereine in Leipzig und näherer Umgebung giebt folgende Uebersicht ein Bild: Konsum Umsag Umjazz 1899/1900 1898/1899 Verein Der verantwortliche Redacteur der Magdeburger Volksstimme", Haupt, hatte in einer Notiz die Freiwilligkeit der Der Fall Dreyfus wird demnächst wieder die Oeffentlichkeit China- Freiwilligen angezweifelt und glaubte dazu im Recht zu sein, beschäftigen. Wir teilten schon vor längerer Zeit mit, daß Dreyfus weil der Vater des betreffenden jungen Mannes erklärt hatte, der felbst, der sich jetzt noch in Genf aufhält, nach Frankreich zurüd Sohn sei ohne seine Einwilligung nach China gegangen. Vor Ge- Blagwiz. tehren wolle, um seinen Prozeß wieder aufzunehmen. Jetzt wird richt erklärte dieser Zeuge jedoch das Gegenteil; zur Rede gestellt, Eutrißsch der„ Boss. 8tg." aus Paris gemeldet, daß Paul Napfer, der weshalb er früher etwas andres behauptet habe, antwortete der Connewitz Doyen der Universität Bordeaux, der vom Ministerium Dupuy Beuge:" Jeder friggt de Antwurt, de he hebben will." Obgleich Stötteriz wegen einer dreyfusistischen Grabrede für ein halbes also Genosse Haupt im guten Glauben gehandelt hatte. wurde er Döliz Jahr aller akademischen Aemter enthoben worden war, dem„ Siècle" doch wegen Beleidigung des Regimentskommandeurs zu 1 Monat geschrieben habe, daß er und einige Freunde fest entschloffen seien, Gefängnis verurteilt. Beantragt waren 6 Wochen. den Fall Dreyfus wieder aufzunehmen und schon in nächster Zeit in Aktion zu treten. England. London, 5. Oktober.( Eig. Ber.) Der heutige Tag hat sehr schlechte Nachrichten gebracht. Außer dem Bergarbeiter Burt, der in Morpath den Ansturm des Torysocialisten Maltman Barry nur Zunahme, 1899/1900 1 865 253,34 Mits glieder 26 850 5 266 8 227 123,53 6 361 870,19 1 598 544,13 2 664 982 513,23 2170 695 683,97 899 292 897,85 1 283 392,31 699 057,29 630 632,60 .261 345,77 65 051,37 31 552,08 37 849 11 796 762,71 9 236 298,16 315 151,82 283 455,94 2 560 464,55 Bei den auf den Plagwizer Konsumverein bezüglichen Ziffern - Zwei Presprozesse standen am 6. Oftober vor der Straf ist zu berücksichtigen, daß im legten Geschäftsjahre der Ostvorstädtische fammer in alle gegen das„ Voltsblatt" zur Verhandlung an. Konsumverein mit annähernd 4000 Mitgliedern und rund 1/4 Million In der einen Anklagesache wurde der Redacteur Thiele zu 25 M. Mark Jahresumsatz in den Plagwißer Konsumverein einverleibt Geldstrafe ev. 5 Tagen Gefängnis verurteilt, weil er den Gendarm wurde. Auch bei der Gesamtsunime der Umjazzunahme darf das Findling in Theißen durch die Kritik einer von diesem vor- nicht übersehen werden. Diese Zunahme ist in Wirklichkeit um jene genommenen Versammlungsauflösung beleidigt haben soll. 14 Million Mark geringer als oben angegeben ist. Geburten überhaupt. davon Knabengeburten • Mädchengeburten Lebendgeboren ehelich 1897 1 234 334 634 779 599 555 1 101 646 1898 1260 422 648 411 612 011 1 126 136 unehelich 92 366 93 343 Totgeburten ehelich 35 805 unehelich 4517 Eheschließungen 274 693 Sterbefälle( ohne Totgeburten) 682 999 davon männl. Gestorbene 357 532 325 467 36 456 4487 280 394 665 103 349 087 316 016 weibl. 1999 1265 923 377 561 343 020 Der Ueberschuß der Geburten über die Sterbefälle( beiderseits ohne Totgeburten) betrug im letzten Jahre daher nur 504 873 gegen 554 376 im Vorjahre 1898 und 511 013 im Jahre 1897. Auf je 1000 Einwohner betrug der reine Ueberschuß der Geburten 1890: 12,6; 1891: 15; 1892: 12,9; 1893: 13,3; 1894: 14,9; 1895: 15,2; 1896: 16,3; 1897: 15,8; 1898: 17; 1899: 15,3. Berliner Partei- Angelegenheiten. Sechs Parteiversammlungen werden heute Dienstagabend 8 Uhr in folgenden Lokalen abgehalten: 1. Kreis: Arminhallen, Rommandantenstr. 20. 2. Kreis: Bockbrauerei, Tempelhofer Berg. 3. Kreis: Märkischer Hof, Admiralstr. 18c. 4. Kreis: Urania, Wrangelstr. 9/10. zu hetzen. Andrerseits wurde von einigen Rednern anerkannt, daß an dem Arbeitsnachweis der Ringorauereien mancherlei zu bessern fei, und daß man bei der bevorstehenden Wahl Vertreter ins Kuratorium ſenden müsse, welche auf Abstellung der Mißstände hinReit bestehenden Arbeitsnachweis der nicht dem Ring angehörenden Hierauf erfolgte eine kurze Besprechung über den seit einiger Brauereien. In das Kuratorium dieses Nachweises wurden Noack und Heinrich als Vertreter der Hilfsarbeiter gewählt. wirken. Bevölkerungsbewegung in Preußen. Die Statistische an sich falsch. Der Gerichtshof hält jedoch nach dem Ergebnis der Aus dem von Ernst Precz ang berfaßten und von Korrespondenz" veröffentlicht nach den Zählfarten der preußischen Beweisaufnahme die Möglichkeit nicht für ausgeschlossen, daß der Massini sawungvoll vorgetragenen„ Nefrolog" geben wir hier Standesämter eine Zusammenstellung der Geburten, Eheschließungen Angeklagte das subjektive Empfinden hatte, die Vorgänge hätten die Schlußstrophen wieder: und Sterbefälle in folgender Weise: sich in der von ihm beschworenen Weise abgespielt. Auch be= Du hast mit uns für unser Ziel gestanden, züglich der von dem Angeklagten bekundeten Aeußerung des Wo blinder Thorendünkel uns verlacht; 28inter betreffs der Mädchen Caspary und Tuchler ist nicht nachDu sahst im Kampfe oft die Dummiheit stranden gewiesen, daß Winter eine solche Bemerkung nicht zu dem Angeklagten Und mahntest uns: das Wissen ist die Macht! 651 006 gethan hat. Betreffs des behaupteten Verkehrs des Moritz Lewh So lehrtest Du Erkenntnis, Wahrheit, Streben Allüberall 614 917 mit inter hat der Gerichtshof auch keinen Meineid finden können. Du gabst dem Volt Dein Leben. 1 134 210 Es ist im Gegenteil sehr wahrscheinlich, daß der Angeklagte einen Nun fällte Dich der Tod, das große Schweigen. 91 244 solchen Verkehr wahrgenommen hat. Die Erzählung betreffs des Well sind die Kränze und die Schatten steigen 36 187 Jastrower Juden klingt ja sehr unwahrscheinlich und unglaubwürdig. Um Deines Hügels dunkle Einsamkeit. 4 282 Es ist aber immerhin nicht ausgeschlossen, daß, wenn auch kein Uns aber ist, als ob aus lichten Weiten 287 408 Jude, aber ein Mann, den der Angeklagte für einen Juden hielt, Sturmfündend Deine Kräfte nun sich breiten 720 581 eine folche Aeußerung gethan hat. Der Gerichtshof hat daher den Ein Kämpfergruß aus der Unendlichkeit. Angeklagten von der Anklage des wissentlichen Meineids frei gesprochen und die Kosten des Verfahrens der Staatstaffe auf- Die Brauerei Silfsarbeiter hatten am Sonntag eine öffent erlegt. Der Gerichtshof hat außerdem beschlossen, den Angeklagten liche Versammlung einberufen. Auf der Tagesordnung stand: sofort aus der Haft zu entlassen. Berichterstattung des Kuratoriums des Arbeitsnachweises der RingDie erneute Verhandlung des Prozesses v. Kriegsheim, brauereien. Diese Angelegenheit wurde schließlich vertagt, weil, wie den das Reichsgericht unter Aufhebung des ersten Urteils an die in der Debatte ausgeführt wurde, der Einberufer der Verdritte Straffammer zurückverwiesen hat, wird am 26. November und ſammlung die Mitglieder des Kuratoriums nicht so zeitig ein folgende Tage stattfinden. Als Verteidiger treten diesmal die geladen hatte, daß sie sich über eine Berichterstattung hätten verRechtsanwälte Morris, Dr. Schwindt und Leonh. Fried ständigen können, auch sei es nötig, daß die einzelnen mann auf, den Borsig wird wiederum Landgerichtsdirektor Rösler Kategorien der Brauerei- Arbeiter sich zuerst in ihren Organis führen. sation mit dieser Sache beschäftigen. Vor den bevorstehenden Wahlen zum Kuratorium sollen die Verhältnisse des ArbeitsnachEigentümliche Verhältnisse traten in einer Berhandlung wegen weises in einer Versammlung aller Kategorien der Brauereiarbeiter Doppelehe zu Tage, die gestern vor der dritten Straftammer des besprochen werden.- Noroschat hatte in der Debatte eine ganze Landgerichts I gegen den Monteur Friedrich Melchior stattfand. Reihe von Klagegen gegen die Verwaltung des Arbeitsnachweises Der Angeklagte hat im April 1884 in Berlin geheiratet. Mit Ge- vorgebracht. Das Kuratoriumsmitglied Junk sowie Brauer Tröger nehmigung seiner Frau ging er im Jahre 1891 nach Amerika, wo erwiderten darauf, Noroschat sei ein Mann, den man nicht ernst nehmen ihm sein dort lebender Onkel Beschäftigung in Aussicht stellte. fönne, und der mit seinen fortgesetzten Quertreibereien nur die Nachdem es ihm dort bald gelungen war, festen Fuß zu fassen, Absicht verfolge, die Brauer und die Hilfsarbeiter gegen einander schrieb er seiner Frau, sie möge nachkommen. Er erhielt eine schroff ablehnende Antwort und auf eine zweite dringlichere Aufforderung den Bescheid:" Ich komme nicht, meinetwegen magst Du eine Schwarze heiraten oder wen Du sonst willst." Drei Jahre später ging Melchior darauf in Baltimore eine neue The mit einer dem Vorsteher einer evangelischen Gemeinde, trauen. Im August Er ließ sich von dem Prediger Dahlhoff, tehrte der Angeklagte mit seiner Ehefrau nach Berlin zurück. Er erkundigte sich nach sich nach dem Verbleib seiner ersten Frau und erfuhr, daß dieselbe bereits im März 1896 verstorben sei. Bei der polizeilichen Anmeldung stellte sich dann heraus, daß die erste Ehe des Angeklagten noch nicht geschieden war, als er die zweite einging. Der Angeklagte wurde verhaftet. Er erklärte im Termin, daß er sich bei einem amerikanischen Rechtsanwalt, dessen Adresse er angab, Rat geholt und dafür 50 M. amerikanischem Gesetz eine zweite Ehe eingehen, dürfe, zahlt habe. Derselbe habe ihm gesagt, daß nach seine erste Frau fich trotz wiederholter Aufforderung während eines Beitraums von 3 Jahren von ihm fernhalte. Der Vorsitzende stellte Samariter- Kursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Wir fest, daß auf Grund einer eingeholten Auskunft erst nach sieben machen darauf aufmerksam, daß die neuen Kurse jetzt beginnen. Der jähriger Trennung das Eingehen einer nenen Ehe gestattet Verein verfolgt den Zweck, seine Mitglieder zu unterrichten a) in der sei. Staatsanwalt Kanzow hielt den Angeklagten keineswegs Hilfe bei Unglücksfällen; b) in der ersten Hilfeleistung bei plöglichen für entschuldigt, sondern beantragte für den allerdings milde und gefahrdrohenden Krankheitszuständen; c) in den Grundzügen liegenden Fall eine Gefängnisstrafe von 6 Monaten. Der Verder Krankenpflege. Dies geschieht durch belehrende Vorträge und teidiger, Rechtsanwalt Wronker, plädierte für Freisprechung des durch praktische Uebungen. Außerdem steht den Mitgliedern eine unglücklichen Mannes, der sich in gutem Glauben und in einem civilreichhaltige Bibliothek zum Selbststudium zur Verfügung. Der rechtlichen Irrtum befunden habe, als er die zweite Che einging. Unterricht erstreckt sich auf 13 Uebungsstunden, welche 14 tägig Der Gerichtshof trat dieser Ausführung bei und erkannte auf stattfinden. In der Centrale beginnt der Unterricht Freitag, den Freisprechung. 12. Oftober. Alle diejenigen, welche schon im Besitz Matheis„ Erklärung". Eine exemplarische Strafe wurde unfrer neuen Lehrpläne sind, wollen sich dies gefälligst an gestern durch űrteil der dritten Straftammer des Landgerichts Tehte Nachrichten und Depelthen. merken; im übrigen bleibt der Lehrplan bestehen. In der Filiale einem Messerstecher zu teil. Der wegen Gewaltthaten vielfach beginnt der Unterricht Montag, den 15. Oktober. Die Centrale be- vorbestrafte Arbeiter Wilhelm Mathei befand sich eines findet sich im Restaurant Dresdener Garten", Dresdenerstr. 45, Abends in einer Schankwirtschaft, wo Hamburg, 8. Oktober.( Privatdepesche des Vorwärts".) An er sich so unnüz be- Bord des nach New York bestimmten Dampfers Patricia" wurde und die Filiale im Restaurant A. Neumann, Brunnenstr. 150. Der nahm, daß er ur Thür schließlich vom Wirt zur hinaus ein Mädchenhändler, der angebliche 32 jährige Kaufmann Meltar erste Vortrag in jeder Abteilung ist über Zwecke und Ziele des geschoben wurde. Dabei drehte der Angeklagte sich plöglich um, aus Hradesic( Böhmen) kurz vor Abgang des Schiffes verhaftet. Vereins und über Anatomie. Teilnehmer kann jeder werden, welcher tach mit einem Messer auf den Wirt ein und verlegte ihn lebens- In seiner Gesellschaft befanden sich drei junge böhmische Mädchen das 18. Lebensjahr erreicht hat. Das Eintrittsgeld beträgt 25 Pf., gefährlich. Der Staatsanwalt beantragte gegen ihn eine Ge- Namens Smetana, Chmelik und Melkar( letztere nicht mit dem Ver der monatliche Beitrag ebenfalls 25 Pf. Zu jeder Auskunft ist der fängnisstrafe von zwei Jahren, der Gerichtshof ging aber über den hafteten verwandt). Bei Melkar wurden über 1000 M. Bargeld und Vorsitzende E. Stein, Charlottenburg, Kaiser Friedrichstr. 40 wohn- Antrag hinaus und erkannte auf eine Gefängnisstrafe von zahlreiche Bretiofen vorgefunden. haft, bereit, auch sind dort Lehrpläne zu haben. Außerdem finden drei Jahren. Als der Angeklagte vom Vorsitzenden gefragt während des Winterkursus einige Vorträge belehrenden Inhalts statt, wurde, ob er sich bei dem Urteil beruhigen wolle, erklärte der Ander erste ist Sonntag, den 28. Oftober, im Gewerkschaftshaus. Das geklagte:„ Es ist verrückt, mich so hart zu verurteilen." Thema lautet: Ueber Bocken und Impfung". Gerichtshof legte dieser Aeußerung fein Gewicht bei. 5. Kreis: Brauerei Bögo wv, Prenzlauer Allee. 6. Kreis: Kösliner Hof, Köslinerstr. 8. Tagesordnung sämtlicher Versammlungen: Bericht der Vertrauensleute, der Preßkommission, Lokalkommission und AgitationsKommission der Provinz Brandenburg und Neuwahl derselben. Berichterstattung von der Brandenburger Parteifonferenz und dem Parteitag. Um zahlreichen Besuch bitten Die Vertrauensleute. Am Dienstag, 16. Oktober, findet bei Keller in der Koppenstraße eine Volksversammlung statt, in der über den Internationalen Kongreß zu Paris Bericht erstattet wird. Die Vereine und Gewerkschaften werden gebeten, an diesem Tage möglichst teine Versammlungen abzuhalten. Die Vertrauensleute. Amerikanerin ein. Versammlungen.e Liebknecht Gedächtnisfeier. D er ge= wenn Der Der Verein der Bau- Anschläger Berlins und Umgegend hielt am Sonntag, den 7. Oktober, eine sehr zahlreich besuchte Verfammlung im„ Gewerkschaftshause" ab. Zur Aufnahme hatten sich wieder 45 Kollegen gemeldet, so daß der Berein jetzt schon weit über 500 Mitglieder zählt. Auch die Kassenverhältnisse nehmen einen ers freulichen Fortschritt; so war trog einiger größerer Ausgaben noch ein Ueberschuß von 716 M. vom 1. Juli bis 30. September cr. zu verzeichnen. Zum 1. Vorsitzenden wurde der Kollege Otto Schulz gewählt. Der Bericht der 21er Kommission wurde zu der an Donnerstag, den 11. d. M., abends 71/2 Uhr, im Gewerkschaftshause stattfindenden außerordentlichen Versammlung vertagt. Jm besonderen wurden die Kollegen noch aufgefordert, in betreff der wöchentlichen Beiträge die drei Arbeitsnachweise zu benutzen. W Deutsche Gesellschaft für ethische Kultur.( Abteilung Berlin.) Dienstag, den 9. Oftober, abends 8 Uhr, im Bürgersaal des städtischen Rathauses: Monatsversammlung. Vortr. Dr. Kronenberg:„ Niessche und seine Herrenmoral". Distusfion. Arbeiter Bildungsverein für Steglik Friedenau. Dienstagabend Generalversammlung bei Schellhafe in Steglik. Wissenschaftlicher Vortrag des Herrn Dr. Heymann. China. Petersburg, 8. Oktober.( W. T. B.) Nach Meldungen von heute, welche dem Generalstab zugegangen sind, haben sich die zur Rigdorf. Heute, abends 81/2 Uhr, findet im Lokal des Herrn Eroberung von Mukden bestimmten Truppen auf der Linie JukouGröpler, Bergstr. 147, eine Voltsversammlung statt, in welcher nach Hai- tschen gesammelt. Am 24. September begann das Vorrücken der einem Referat der Genossen Dr. Silberstein, Regerau und Truppen mit der Einnahme von Alt- Niutschwang, am 26. SepWuki die Kandidaten zur bevorstehenden Stadtverordneten- Ersatztember wurde An- schan- tschan und am 28. September Liaojang wahl aufgestellt worden. Zu dieser wichtigen Versammlung ist das genommen. Der Feind zog sich kämpfend langsam aus den einErscheinen aller Parteigenossen und Genossien erforderlich. Zum Gedächtnis Wilhelm Liebknechts hatte die Arbeiter genommenen Stellungen zurück. Unfre Truppen haben bis zum Die Ersagwahlen der 3. Wählerklasse finden am Donnerstag, Bildungsschule am Sonntagabend eine würdige Feier ver- 28. Sept. dem Feinde 8 Geschütze neueren Systems abgenommen. Unfre den 11. Oktober d. J., in den Stunden von vormittags 10 Uhr bis anstaltet, die in großer Zahl teilnehmende Gäste und die Mitglieder Verluste betrugen: drei Offiziere verwundet; zehn Mann tot, nachmittags 6 Uhr in nachstehenden Bezirken statt: der Schule in Cohns Festsälen vereinigt hatte. In der That hat die 64 verwundet. Am 1. Oktober haben unsre Truppen Mutden einBezirk 1, umfaffend: Canner Chaussee, Cannerstraße, Gärtnerstraße, Berliner Arbeiter- Bildungsschule allen Anlaß, Liebknechts dankbar zu genommen, nachdem die Neste der fliehenden chinesischen Truppen Hertzbergstraße, Kiefholzstraße, Kirchgasse, Mittelbuschweg, Richardplay, gedenken, da er es war, der die Schule vor nun bald zehn Jahren von Mukden nach kurzem, unregelmäßigem Widerstand am 27. SepRichardstraße, Treptowerstraße, Straße 88a. Wahllokal: Evangelisches mit den größten Hoffnungen und Erwartungen gegründet tember bei der Station Schi- che- pu geschlagen waren. Vereinshaus, Richardplat 16.( Thomassches Lokal.) hat, wonach er ihr treu geblieben ist durch alle Wechsel- Washington, 8. Oktober.( W. T. B.) Der chinesische Gesandte Bezirt 2, umfassend: Bergstr. 52-68, Bodestraße, Ilsestraße, Jonas: fälle hindurch und obgleich sich nicht straße, Kirchhofstr. 1-9 it. 35-49, Schöneweiderstraße, Selfestraße, Warthe erfüllt haben. Wie nahe Liebknecht die Gründung der Schule ging, den Vicefönigen der südlichen chinesischen Provinzen die telegraphische alle Hoffnungen Wu- ting- fang hat dem Staatssekretär Hay mitgeteilt, er habe von das zeigt sich recht deutlich in einem damals an die„ Neue Zeit" Nachricht erhalten, daß der kaiserliche Hof sich auf dem Wege gerichteten Brief, an den der Rechtsanwalt Bictor Fräntt, nach Singau- fu befinde, wo ein Kaiserpalast werde erbaut der die Festrede hielt, erinnerte. In diesem sehr charakteristischen werden. straße. Wahllokal: Hollmachsches Lokal, Bergstr. 67. Bezirk 6, umfaffend: Berlinerstraße 1-40 und 62-107. 23ahllokal: Hildebrandtsches Lokal, Berlinerstraße 105. Bezirk 9, umfassend: Hafenheide, Karlsgartenstraße, Wanzlichstraße, Wißmannstraße. Wahllokal: Neue Welt, Hasenheide 108-114. Brief lesen wir: Bezirk 13, umfassend: Prinz Handierystraße. Wahllokal: Witten: bergsches Lokal, Prinz Handjerystraße 69. Bezirk 14, umfassend: Kopfstraße, Steinmetzstr. 20-67. Wahllokal: Hartmannsches Lokal, Kopfstr. 59. Bezirk 15, umfassend: Edmundstraße, Hermannstr. 99–166, Herthastraße, Kirchhofstr. 10-34, nefebedstraße, Kranoldplay, Kranoldstraße, Mariendorfer Weg, Reinholdstraße, Ringbahnstraße. Wahllokal: Graffundersches Lokal, Hermannstr. 156. Wahlberechtigt ist jeder preußische Staatsangehörige, der im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte ist und bis zum 1. Juli d. J. das 24. Lebensjahr erreicht hat, sowie mindestens die 2. Steuer: stufe( 1,33 M. pro Vierteljahr) bezahlt. Diejenigen Wähler, welche verzogen sind, müssen ihre Stimme Der Anarchistenspuk. Wissen fürs Leben, Wissen für den Kampf ums Dasein, der dem Arbeiter buchstäblich ein Kampf ums Leben ist Wissen für Budapest, 8. Oktober.( W. T. B.) Der„ Pester Lloyd" meldet: den Kampf der Befreiung das war der Gedanke, der die Tausende und Taufende erfüllte und begeisterte, die Montag, den 12. Januar, Gegenwärtig findet zwischen den Mächten ein„ Gedankenaustausch" dieses Jahres( 1891) zu Lipps strömten, nahe dem Friedrichshain, wo bezüglich Einberufung einer anarchistischen Konferenz statt; die Eindie Märztoten ruhen in solchen Massen Hinströmten, daß der ladung ist jedoch nicht von Italien ausgegangen. Niesensaal, der 6000 Menschen faßt, schon um 7 Uhr von der Polizei abgesperrt werden mußte, und daß von da au bis zur Eröffnung der Versammlung um 8 Uhr noch Tausende unverrichteter Sache umtehren mußten. An den Lebenden haben die Toten des Friedrichshains gewiß ihre helle Freude gehabt! Annektionen. Mailand, 8. Oktober.( B. H.) Dem hiesigen, Tempo" wird aus Triest telegraphiert: In der gemeinsamen Ministerkonferenz sei die Frage der Occupation Albaniens durch Destreich diskutiert worden; gleichzeitig werde Italien Tripolis und Frankreich Marokko occupieren. Das östreichische Ministerium des Junern habe sich bereits informiert, welche Beamte in den Küstenländern der albanesischen Sprache mächtig seien. Ich habe nie eine ähnliche Versammlung gesehen. Ich habe in dem Bezirk abgeben, wo sie vor dem 1. Juli dieses Jahres ge- och feine zweite Versammlung, in der das Bewußtsein, zu einem größere, stürmischere, leidenschaftlichere Versammlungen gesehen wohnt haben. jedoch Pflicht der Parteigenossen ist es, dafür zu agitieren, daß am hohen, erhabenen, ich möchte fast sagen: heiligen Zwed zusammenDonnestag jeder Wähler der 3. Abteilung von seinem Wahlrecht gefommen zu sein, sich in jedem Gesicht so leuchtend offenbart, Gebrauch macht. Die Wahlen in England. Das Wahlkomitee. fedem Antlig einen so weihevollen Ausdruck verliehen hätte. Und aus jedem Auge hervorbligend diese stolze Siegesgewißheit! London, 8. Oktober.( W. T. B.) Nunmehr find 325 Ministerielle, Stralau- Rummelsburg. Mittwochabend 81/2 Uhr findet im Wir haben gefiegt wir werden siegen! Dem Socialismus 95 Liberale und 67 irische Nationalisten gewählt. Lokal der Witwe Schonert, Stralau, eine Parteiverfamm- hört die Welt, aber er hat sie sich selbst erst zu erobern- moralisch, Iung statt. Tagesordnung: Bericht über den Parteitag zu Mainz intellektuell, politisch, und damit er sie erobern tönne, muß er ge und den internationalen Kongreß zu Paris, sowie Wahl von wappnet sein mit der ganzen Wissenschaft des Jahrhunderts. Und Delegierten zur Kreistonferenz. damit wir würdig find, Socialisten zu sein, muß jeder von uns fich Wissen erwerben so viel er vermag, und muß seine geistigen Waffen" stählen, schärfen, zuspigen, vervollkommnen für den großen Befreiungskampf. Das Lokal Rheinschloß in Friedenau ist für die Arbeiterschaft zu Versammlungen frei. Die Lokalkommission. Die Sammelliste Nr. 1111 zur Reichstagswahl ist verloren gegangen. Sollte die Liste angeboten werden, so wolle man sie anhalten und bei Kridemann, Stargarderstr. 74, Quergeb. 1 Tr., abgeben. Gerichts- Beifung. Das las ich in den Taufenden und Tausenden von Augen, und nie in meinem Leben habe ich vor der Arbeiterklasse eine so be. wundernde Hochachtung gefühlt, als in diesem Moment und niemals die Unwiderstehlichkeit unfrer Bewegung tiefer empfunden." Die Gedächtnisfeier für den Mann, der so hoch von den Berliner Arbeitern und ihrer Bildungsschule dachte, verlief sehr stimmungsvoll. Die meist klassischen Musikstücke wurden von einem Aus Konik wird über die Begründung des Freispruchs im unter Leitung des Kapellmeisters Vogel stehenden Quintett aus Fall Speisiger berichtet: Der Gerichtshof hat in der Behauptung: geführt, die Gesänge von der Typographia. Victor Fränt Winter sei einmal von einem Fleischer bedroht worden, einen Meineid gab als Festredner einen kurzen Abriß von dem Leben des ver nicht finden können. Nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme muß ftorbenen Kämpfers und würdigte insbesondere auch sein Interesse angenommen werden, daß gegen Winter eine gewisse Animofität für die Bildungsbestrebungen der Arbeiter, wie ja Liebknecht noch seitens der hiesigen Fleischer geherrscht habe; der Vorgang hat danach furze Zeit vor seinem Tode in einem Stalenderartikel bekannt hat, viel Wahrscheinlichkeit für sich. Die von dem Angeklagten in Jastrow daß er sich zeitlebens mehr als Schulmeister, denn als Politiker beschworenen Vorgänge bei dem hiesigen Untersuchungsrichter sind ja gefühlt habe. Seidelberg, 8. Oftober.( W. T. B.) Im Laufe des heutigen nachmittags find mehrere der gestern bei dem Eisenbahnunglück von Karlsthor schwer verletzten Personen gestorben, sodaß die Zahl der Toten nunmehr 7 beträgt. 86 Verwundete, darunter sehr schwer Berlegte, befinden sich noch im akademischen Krankenhaus. Wien, 8. Oktober.( B. H.) Nach einer Meldung aus Abrica hat daselbst zwischen Gendarmen und streifenden Stohlenarbeitern ein blutiger Zusammenstoß stattgefunden, bei welchem drei Arbeiter getötet wurden. Rom, 8. Oftober.( B. H.) Dem„ Messagero" zufolge ist eine. sehr hohe( geistliche? Ned. d.„ V.") Persönlichkeit des Batitans verdächtig, den Kassen Diebstahl im Vatikan begangen zu haben. Dieselbe soll zwei Tage einen Schlosser im Kassenzimmer zur Oeffnung der Kasse verborgen gehalten haben. New York, 8. Oktober.( B. H.) Der Aufstand auf den Philippinen nimmt mit jedem Tage einen größeren Umfang an. Fast täglich dringen die Philippiner bis nach den Thoren von Manila vor. Die amerikanische Regierung hat infolgedessen beschlossen, zwei weitere Infanterie- Regimenter nach den Philippinen zu ents senden. Berantwortl. Redacteur: Heinrich Wetter in Groß- Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. Interhaltungsblatt, Nr. 235. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 9. Oktober 1900. Am Montag beschäftigte sich das Einigungsamt unter Vorsiz des Gewerberichters Dr. Shalhorn mit der Lohnforderung der Weber. Als Beisiger fungierten feitens der Arbeitgeber die Fabrifanten Calé und Stübner, seitens der Arbeitnehmer Weber Schuster und Wirker Hübsch. Fabrikant Knoll giebt zu, daß die Weber bei den heute ge- Lohn, den der Fabrikant zahlt, der Geselle zwei Drittel und der Löhne liege auch im Interesse der Fabrikanten, da sie sich nur nicht angeben, man fönne aber annehmen, daß ein WeberDie Berliner Hausweber vor dem zahlten Löhnen nicht bestehen können. Eine Erhöhung der Meister ein Drittel erhält. Ein bestimmter Lohnsatz lasse sich daher Einigungsamt. Runter diesen Umständen ihre alten Arbeiter erhalten fönnen. gefelle bei 14-16stündiger täglicher Arbeitszeit Wie wir seiner Zeit mitgeteilt haben, sind die hiesigen Weber Die niedrigen Löhne veranlassen die Weber, sich andren Berufen einen Wochenverdienst von 10 Mark erziele. bei den Fabrikanten um eine Lohnerhöhung vorstellig geworden, zuzuwenden. Die großen Berliner Fabrikanten lassen in Bayern In den weiteren Verhandlungen erkannten die Vertreter der wobei fie einen Tarif zu Grunde gelegt haben, welcher dem Weber arbeiten, weil daselbst die Arbeitslöhne nur halb so hoch sind, wie Fabrikanten rückhaltlos an, daß die von den Vertretern der Arbeit: die Möglichkeit giebt, einen täglichen Durchschnittsverdienst von 2,40 M. in Berlin. So werde beispielsweise ein Dutzend Tücher, deffen Hernehmer vorgebrachten Angaben zutreffend seien, und die Berliner zu erzielen. Eine Hauptforderung der Weber ist die Bezahlung der stellung in Berlin 19,20 m. toste, in Bayern für 7,80 M. Hergestellt. Weber sich thatsächlich in einer überaus traurigen Lage befänden. So Nebenarbeiten, wie Andrehen, Spulen, Blattstechent 2c. Bei dieser Infolge der bayrischen Konkurrenz könnten in Berlin nur noch bessere gern man auch die Löhne erhöhen möchte, so ginge dies doch wegen der Lohnbewegung stehen sich als Parteien gegenüber auf der einen Artikel hergestellt werden. Mit einer Lohnerhöhung sei den kleinen auswärtigen Konkurrenz und wegen der niedrigen Löhne in den Berliner Seite die Fabrikanten, auf der andren Seite die Weber, welche das Fabrikanten gedient. Vororten nicht an. Der vorgelegte Tarif sei für die Fabrikanten von den Fabrikanten gelieferte Material in eigner Werkstatt und auf Webermeister Scholz führt u. a. aus, daß einer unter den unamiehmbar. Zur Bezahlung der Nebenarbeiten erklärten sich die eignen Stühlen verarbeiten. Mit diesen Webermeistern haben auch Hauswebern veranstalteten Erhebung zufolge der Jahres- Fabrifanten bereit. die von ihnen beschäftigten Gefellen bei dieser Lohnbewegung ge- verdienst. 300-500 Mart betrage, nur einer habe im Nach längeren Verhandlungen über die speciellen Forderungen meinsame Sache gemacht. Jahre 600 m. verdient. für die Nebenarbeiten schlossen die Vertreter der Parteien, vorAuf Befragen des Vorsitzenden bemerkt der Redner, in Berlin behaltlich der Zustimmung ihrer Mandatgeber, einen Vergleich, der gebe es etwa 600 Webermeister mit 700 Stühlen, so daß also von für die Nebenarbeiten( Andrehen, Blattstechen, Spulen 2c.) einen diesen Meistern höchstens 100 Gesellen beschäftigt werden. Die Tarif festsetzt, welcher sich im allgemeinen mit den aufgestellten Gesellen seien ohne Ausnahme ältere Leute, die jüngeren Forderungen deckt. Von der Festsetzung eines allgemeinen Lohnhätten sich in andren Berufen einen Erwerb ge- tarifs wird dagegen mit Rücksicht auf die derzeitige schlechte Lage Zur Begründung der aufgestellten Forderungen erhielt zuerst der sucht. Lehrlinge könnten die Berliner Weber nicht mehr halten. der Weberei in Berlin gegenüber der Konkurrenz in den Vororten, Obermeister der Weberinnung Stölzer das Wort: Er erscheine hier wenn die zwei Lehrlinge, die jezt noch bei wie Bernau, Nowawes, sowie in Bayern und im Vogtlande Abstand als Vertreter der Arbeitnehmer. Diese hätten in einem Schreiben der Junung eingeschrieben sind, ausgelernt genommen. vom 22. Juni die Fabrikanten um eine Lohnaufbesserung ersucht, haben, werde tein neuer Lehrling mehr ein- Die Fabrikantenvertreter erklärten nochmals, daß sie zu ihrem und, nachdem sie auf dieses Schreiben keine Antwort erhalten, seien gestellt. Bedauern nicht mehr bewilligen könnten, wenn sie überhaupt ihre fie im Auguſt nochmals an die Fabrikanten herangetreten, dies- Werkführer Karlin( Fabrikanten- Vertreter) ist der Ansicht, daß Geschäfte aufrechterhalten wollen. mal mit einem vollständig ausgearbeiteten Lohntarif, der den Haus- an dem Webergetverbe nichts mehr gebessert werden könne. Die webern einen täglichen Durchschnittsverdienst von 2,40 M. bringen geforderte Lohnerhöhung sei nicht durchführbar, denn es gebe Fabrifollte. Die Lage der Berliner Hausweber sei eine so traurige, ihr fanten, welche wegen der auswärtigen Konkurrenz auch nicht die Arbeitsverdienst so gering, daß sie nur mit Zuhilfenahme von Unter- fleinste Lohnerhöhung zahlen können. stügungen aus der Armentasse oder aus privaten Wohlthätigkeits- Koke, der als Vertreter der Gesellen das Wort nahin, meinte, anstalten existieren können. Die Unterstützungskasse eine Lohnerhöhung sei trotz der auswärtigen Konfurrenz wohl mög der Junung habe im legten Jahre die Summe lich. Derartige Vorwände hätten die Fabrikanten auch bei früheren bon 3277 Mart an ihre Mitglieder gezahlt, Lohnforderungen der Weber stets gebraucht. Ein großer Uebel1tur um dieselben notdürftig über Wasser zu halten. stand, der unter allen Umständen beseitigt werden müsse, Der durchschnittliche Wochenverdienst eines Hauswebers betrage sei der, daß die Fabrikanten im Winter, wo weniger 8-11 M. Er selber( Redner) habe im letzten Jahr einen Durch Arbeit vorhanden ist, niedrigere Löhne zahlen ivie im schnittsverdienst von 10,40 M. pro Woche erzielt. Er rechne sich zu Sommer. Die Webermeister hätten sich immer den Wünschen der den besseren Mittelarbeitern, schwächere Arbeiter verdienen noch Fabrikanten gefügt. In erster Linie werde jetzt auf die Bezahlung weniger. Eine Lohnerhöhung sei also durchaus berechtigt, und die der Nebenarbeiten gedringen. Nach den Löhnen der Gesellen be Bewilligung der aufgestellten Forderungen auch möglich. fragt, erklärt der Redner, die Bezahlung sei derart, daß von dem In einem neuen Termin am 17. Oftober haben sich die Parteien endgültig über Annahme oder Ablehnung des Vergleichs zu erklären. Eingegangene Druckschriften. 1 Die Bon der Neuen Zeit"( Stuttgart, Dies' Verlag) ist soeben das 1. Heft des 19. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Ein Brief Batunins an Mary. Chinapolitik und Achtmarkzoll. Die englischen Wahlen. Aussichten des Arbeiterschutzes. Von K. Kautsky. Von Jakob Brockle. Vagabonden. Von D. Bach. Berliner Theater. Litterarische Rundschau: Hans Lindau, Johann Gottlieb Fichte und der moderne Socialismus. Jeanne Marni, Stille Eristenzen; Pariser Droschken. Notizen: Die Weltproduktion von Gold. Feuilleton: Sprache und Königtum. Von Dr. M. Freudenberger. Warenhaus A.Wertheim. 19 4671 b2- uile nis19Y- invano Vor der Eröffnung unsrer Neubauten Leipziger., Voss. und Extra- Verkauf zu ausserordentlich herabgesetzten Preisen in sämtlichen Abteilungen unsres Geschäfts. Die Extra- Preise sind neben den bisherigen auf den Preiszetteln vermerkt. Alle Waren sind im Preise ermässigt. 64 Ausgenommen sind nur vereinzelte Artikel, deren allgemeine Preislage eine Herabsetzung nicht zulässt. Ungarnierte Hüte. Wollhüte in modernen Formen 1,05 u. 1,45 Mk. Bügelhüte in modernen Formen 1,90 u. 2,50 Mk. Capelines, grosse weiche Form, mit breitem Rand 2,25 Mk. Haarfilzhut mit Velpelrand 4,75 Mk. Amazone mit weichem Kopf, Herrenform 2,35 Mk. Ein grosser Posten edure moderner HutGarnituren 60 galle jedes Stück regul. Preis 90 Pf. bis 2 Mk. Pf. Engl. garnierte Hüte. Weicher Hut, gesteppt, mit eingedrücktem Kopf 1,60 Mk. Amazone mit breitem Ripsband garniert 2,40 Mk. Matrosenhut aus feinem Filz 3,25 Mk. Weicher Hut mit Sammetgarnitur 4,25 Mk. 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Der Mandarin von Tsing- lingting. Anfang 8 Uhr. Apollo. Specialitäten- Borstellung. Die neuen lebenden Photographien. Graf Waldersee. Kampf mit chinesischen Boxern, Konzert der russischen Nationalkapelle aus Kiew, Kapellmeister Semaschko. Illusionen Kasperl- Theater Irrgarten Schreckenskammer. Passage- Panopticum. Letzte Woche: Marokkaner- Truppe. Vorstellung stündlich. Passage- Theater: Vorstellung von 7-10%, Uhr. Venus auf Erden. Anfang Carl Weiss- Theater 712 Uhr. Anfang Palaft. Specialitäten Vorstellung. Der olle Mudebolb. 71 11hr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Paffage Panoptikum. Speciali täten Vorstellung. Urania. Jnvalidenstr. 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. M Zanbenstr. 48/49. Abends 8 Uhr ( im Theatersaal): Auf den Wellen bes Oceans. Gr. Frankfurterstr. 132. Seit Charleys Tante hat in Berlin fein Stück solche Lachfalven hervor gerufen wie Müller und Schulze auf der Pariser Weltansstellung. Ausstattungsposse m. Ges. in 5 Bildern. Anfang 8 Uhr. Y Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonnabend, nachm. 4 Uhr: Erfte Kindervorstellung. Kleine Preise. Hänsel und Gretel. Ganz neu! 0000 Achtung! Todes- Anzeige. e00000000000000Allen Berwandten, Freunden und Achtung! Socialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis ( OSTEN.) Am Sonntag, den 14. Oktober 1900, in Louis Kellers Festsälen Koppen- Strasse No. 29: 4. Stiftungs- Feft bestehend in Vokal- und Instrumental- Konzert, Auftreten der Gesellschaft ,, Strzelewicz" und Mitgliedern des Arbeiter- Turnvereins ,, Fichte". Von 6 Uhr an TANZ. Anfang 4 Uhr. 000 Centralverband der Handels-, Transport- Beerdigungsverein Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, der Restaurateur Otto Hasel nach langem, schwerem Leiden am Sonnabend, den 6. Oftober, sanft entschlafen ist. Dieses zeigt an Die trauernde Witwe nebst Kindern, Brüdern u. Schwägern. Die Beerdigung findet Mittwoch: nachmittag 4 Uhr von der Leichenhalle des neuen Jakobi- Kirchhofs aus 3886 statt. Kreuzberger Harmonie. Am 6. b. M. starb unser altes treues Mitglied Otto Hasel. Wir werden ihm fortdauernd ein ehrendes Andenken bewahren. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 10. b. M., nachm. 4 Uhr, auf dem neuen Jakobi Kirchhof, Hermannstraße statt. Treffpunkt der Sänger 65/20 33 Uhr Kirchhof. Todes- Anzeige. Am Sonntag, den 7. d. M., nach: mittags 512 Uhr, verstarb nach 14tägigem schwerem Krantenlager meine liebe gute Frau, unsre gute Mutter Clara Lucke geb. und Verkehrsarbeiter Deutschlands. Berliner Zimmerlente. Dies zeigt allen Kollegen, Be Verwaltungsstelle BERLIN. Nachruf. Am 2. d. M. ftarb plötzlich unser Bureau u. Arbeitsnachweis: Gewerkschaftshaus, Engelufer 15 II. Mitglied, der Zimmermann Herr Telephon- Anschluss: Amt VII, 3348. Sonnabend, den 18. Oktober 1900, in Louis Kellers Festsälen, Koppenstrasse 29: Viertes Stiftungsfest. Konzert, Ball, Gesangs- Vorträge, Festrede sowie Aufführung des Festspiels: ,, Aus dunkler Zeit." 3996 F. Teller. Ehre seinem Andenken. Der Vorstand. Allen Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht, daß am 6. d. M. mein lieber Mann, der Tischler Fritz Mölter nach langen Leiden plöglich verstorben ift. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 9. d. M., nachin. 4 Uhr, auf demi Dichtung von C. M. Scävola. Arrangiert von C. Krause und B. Schröder. Jerufalemer Kirchhof( Hermannstr. 84) 1. Bild: Buddha. 2. Bild: Sokrates. 3. Bild: Christus. 4. Bild: Huss. 5. Bild: Luther. 6. Bild: Giordano Bruno. 7. Bild: Der Sieg des Menschentums. Von 9 Uhr an im oberen Saal: TANZ. Ende früh 6 Uhr. Anfang 8 Uhr. Billets a 50 Pf. sind zu haben im Bureau, in den Zahlstellen, Versammlungen sowie bei sämtlichen Vorstandsmitgliedern. Offene Kasse findet nicht statt. 68/6 statt. 3986 Die trauernde Witwe nebst Sohn. [ 128/ 10* Ich wohne jest Beusselstr. 34, II links, Eingang: Wiclefstraße. Sprechst. 8-10, 4-5. Dr. med. A. Rabe. 10 tannten und Freunden hiermit tief betrübt an. 3946 Fritz Lucke nebst Kindern Camphausenstr. 11. Die Beerdigung findet am Mitt: woch, den 10. d. M., nachm. 5 Uhr, von der Leichenhalle des hl. KreuzKirchhofs in Mariendorf aus statt. Verein socialdemokrat. Gaft- und Schankwirte Berlins und Umgegend. Am Sonntag, den 7. Oftober, ver: starb die Frau unsres Mitglieds 69/17 Kollegen Friz Lucke Clara Lucke geb. Girndt. Die Beerdigung findet am Mittwochnachmittag 5 Uhr von der Leichenhalle des Heiligen Kreuz- Kirchhofs in Mariendorf aus statt. Um rege Beteiligung ersucht höflichst Der Vorstand. J. A.: E. Koepnick. Cirkus Alb. Schumann. Sanssouci Konsum- Verein Berlin- Süd Schiller Theater Metropol- Theater. Cirkus Alb. Schumann. ( Wallner Theater). Dienstag, abends 8 Uhr: Zum erstenmal: Das Glück im Winkel. Schauspiel in 3 Aften v. Hermann Sudermann. Mittwoch, abends 8 Uhr: Das Glück im Winkel. Uhr: Des 9 ginn der Operette 9 Uhr 15 Minuten. Der größte Operetten Erfolg dieser Saison. Ednard Steinberger als Gast. Der Mandarin von Tsing- ling- ting, sowie das phänomenale Donnerstag, abends: Oktober- Special. Programm Central Theater Jane Pierny. Bonhair- Truppe. Heute u. täglich Anfang 7½ Uhr. Der griechische Sklave. ( A Greek Slave.) Ausstattungs Operette in 3 Atten von Sidney Jones. Morgen und folgende Tage: Der griechische Stlave. Mittwoch, 10. Oftober, nachm. 3 Uhr bei halben Preisen: KinderVorstellung. Die Puppe. Mitwirkende: Werber, Schütz Albes, Ander, Willert, Kleemann. Thalia- Theater Heute und folgende Tage: Der Liebesschlüssel. Große Ausstattungspoffe mit Gefang und Tanz. Im 2. Att: Musikalisch automati sches Potpourri( glänzend. Finale). Hauptdarsteller: Thomas, Thielicher, Helmerding, Juntermann, Paulmüller und die Damen Milton, Schäffer ,. Wanovius, Junter- Schaz. Anfang 72 Uhr. Dienstag, 9. Ott., abends präc. 72 Uhr: Große brillante Vorstellung. Gastspiel der königl. Liliputanischen Hoffünstlertruppe Les Colibris. 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Bon 5-7: Unterhaltungs- Musik. Wochentags 8 Uhr. Entree30 Pf Nach jeder Soiree: Tanzkränzchen. Wochentags Tanz frel. Vereins: und Vorzugsbillets wochentags gültig. Säle zu Festlicht. u. Versammlungen. Deutsche Konzerthallen Spandauer Brücke. Täglich Wedding- Park 4 Müller- Strasse 178. Jeden Dienstag Original Dienstag Jeden Norddeutsche Sänger. Biegler, Wolff, Hohenberg etc.[* Nachher: Tanz. W. Trapp. ausländische Kapellen 4 Gr. Theater- Vorstellung. 51 Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Bilanz für das Geschäftsjahr( 3 Monate April/ Juni) 1900. Aktiva. Kassen Bestand Waren- Bestand lant Inventur Waren- Bestand laut Kommissionen. Utensilien: Düten und Papier Fastagen: Fäffer, Säcke, Kisten Gläser, Flaschen Comptoir Uten filien und Druc fachen Inventar, GeschäftsEinrichtung Abschreibungen: Mart Mart 618,54 Mitglieder- Guthaben Kreditoren 2806,57 Passiva. Mart Mart 3676, Iaut 1021,37 250, 35,92 Kreditoren- Lifte Darlehen 125,20 Reserve- Fonds: 5% Gewinn u. Verlust Conto: 37,77 Dividende: 5% auf 13 627,-. 93,10 6,80 für abgelieferte Divid. Marten 681,35 273,05 neue Rechnung Gewinn- Bortrag auf d 1,14 1441,05 1805,47 46,30 der 30, ( p. a. 10%) 3 Monate= 22% Kaution bei Städt. Gasanstalt Geschäfts- Anteil bei der Hamburger Großeinkaufs Ge fellschaft Bant- Zinsen • • 250, 30, 5665,78 Pfd. Brot 50 Pfg. betrug( 3 Monate) 13 697,90 M. 2 H. Albrechts Bäckerei Wrangelstr.9, Krautstr. 19, Faldensteinstr. 28, Lausitzerstr. 2. Apollo- Theater. Berliner Landpartien Cirkus Renz- Konzert- Tunnel Letzte Woche! Ult über Ulf. Tolle Streiche zu Wasser und zu Lande in 2 Aften. Besonders Venus auf Erden. hervorzuheben: Adele Moraw Das Kentern eines mit Musiund die vorzüglichen OktoberSpecialitäten. Voranzeige! Montag, 15. Okt.: Fräulein Loreley. Operette von Bolten Bäckers. Musik von Paul Lincke. Palast- Theater früher Feen- Palast, Burgstr. 22. Das Sensations- Oktober- Progr. 8 Uhr. Neu! 8½ Uhr. Der olle Muckebold. Große Schwank in 1 Aft von G. v. Moser. 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Mitglieder- Bewegung. Bestand am 8. Januar 1900 Eingetreten bis 30. Juni 1900. Bestand am 30. Juni 1900 Die Mitglieder- Guthaben betrugen am 30. Juni 1900 5665,78 Die Eröff [ 277/7 681,35 m. 35,92 717,27 m " 15 287 302 3 676, Die Haftfumme der Mitglieder betrug am 30. Juni 1900.. 9060,-# Berlin, den 21. September 1900. Der Vorstand, Paul Müller. Hugo Schmidt. Emil Welt. Vorstehenden Abschluß geprüft und in Ordnung gefunden Dresdener Kasino, soo Berfonen faffend, au Für den Aufsichtsrat: 3. A.: Heinrich Königs, 2. Borfiyender. Privatfestlichkeiten. Martin Herzberg. Dresdenerstr. 96. Bersammlungen, für Vereine und zu Unsre Lager in Herren- Stoffen u. Schneiderei- Bedarfs- Artikeln befinden sich jetzt 5584L* Spandauerstr. 33/35, parterre u. I. Etage. Max Friedländer jr. Brenner& Co. Specialität: Kammgarne, Cheviots. Charlottenburg, Wallstrasse 1. 44 Uhrmacher Kunstmann. Die Dividende gelangt vom 29. Oktober 1900 ab in der Verkaufsstelle Arndtstr. 5 zur Auszahlung. 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Fidicinftr. 13, Günther. Gitschinerstr. 78, Minnemann. Gräfest r. 8, Platz. 219 19 Bitfchinerftr. 78, Minnemann. Süd- Osten. Admiralstr. 19, Barnack. Brizerstr. 38, Müller. Cuvrystr. 22, Kriesel. Cuvryftr. 30, Kalisch. Cuvryftr. 33, Sprotte. Cuvrystr. 45, Helfer. Eisenbahnstr. 12, Hennig. Faldensteinstr. 6, Konsum- Verein. Falckensteinstr. 12, Möricke. Faldensteinstr. 29, Scholz. Forsterstr. 21, Fiege. Glogauerstr. 29, Andrä.. Görlitzerstr. 39, Candoba. Görlitzerstr. 43, Dalke. Görlizerstr. 67, Donath. Gärlizerstr. 72, Leppark. Grünauerstr. 34, Brücher, Laufiberstr. 38, Chien. Kruppstr. 8, Schmidt. Lessingstr. 32, Bartsch. Müllerstr. 23, Liepold. Müllerstr. 30, Peek. Lübederstr. 8, Kent. Lüneburgerstr. 27, Hilliges. Röpnickerstr. 126, Legler. Marstr. 12, Reinhardt. alon Butligstr. 2, Tiek. Rottbuserstr. 18, Halfpap. Marstr. 13a, Schelling. 06 05 Rottbuser Ufer 58, Pantow. Lausitzerstr. 20, Röhl. です Marstr. 13d, Hoffmann.d Marstr. 14, Klose. Novalisstr. 13, Hauchwitz. 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Belzigerstr. 61, Bronlett. Belzigerstr. 62, Steffin. Erdmannstr. 10, Blaschke. Augsburgerstr. 53, Schütze. Augsburgerstr. 95, Stammzuk. Bayreutherstr. 9, Moyke. Bleibtreustr. 5, Schegner. Bleibtreustr. 51, Günterlberg. Bleibtreustr. 47, Rüffner. Bleibtreustr. 49, Falter. Cauerstr. 15, 3orn. Cauerstr. 18, Linde. Cauerstr. 35, Krausnick. Carmerstr. 1, Tuszinski. Carmerstr. 19, 3illmann. Dankelmannstr. 16, Rettig. Dankelmannstr. 17, Schreib. Fasanenstr. 98, Terne. Garde du Corpsstr. 5, Naat. Goethestr. 18, Eiseler. Goethestr. 57, Siering. Goethestr. 67 a, Weguer. Gleditschstr. 13, Beifuß. Grollmannſtr. 21, Franke. Gleditschstr. 26, Schönborn. Gleditschstr. 38, Böttcher. Goethestr. 26, Hoffmann. Goethestr. 31, Horn. Golzstr. 44, Mangelsdorf. Herbertstr. 3, Werner. Hohenfriedbergerstr. 7, Hannemann. Kaiser Friedrichstr. 4, Schulz. Kaiser Friedrichstr. 6, Laßmann. Kaiser Friedrichstr. 12, Müller. Koburgstr. 5, Ering. Koburgstr. 13, Hansen. Roburgstr. 15, Weile. Kolonnenstr. 38, Hoffmann. Maaßenstr. 34, Sump. Marstr. 3, Barchow. Merseburgerstr. 5, Dienert. Nollendorfstr. 25, Eitner. Nollendorfftr. 33, Bettin. Nollendorfstr. 38, Schiller. Sedanstr. 10, Lechmann. Sedanstr. 14, Paul. Sedanstr. 27, Weik. Sedanstr. 71, Kalewski. Siegfriedstr. 5, Günther. Stubenrauchstr. 2, Steinbach. Stubenrauchstr. 9a, Oberlein. Neue Winterfeldstr. 51, Linke. Biethenstr. 10, Radtke. Biethenftr. 16, Weichert. 200 Rixdorf. Berlinerstr. 14, Lehmann. Berlinerstr. 34, Kadow. Berlinerstr. 80, Reuter. Berlinerstr. 94, Busch. Faltstr. 7, Homuth. Faltstr., Hoppe. Friedelftr. 60, Ladendorf. Hobrechtstr. 82, Konsumverein. Kaiser Friedrichstr. 236, Lehmann. Kaiser Friedrichstr. 241, Maglus. Karlsgartenstr. 2, Timm. Kopfstr. 18, Pätzold. Lessingstr. 30, Homuth. Lessingstr. 32, Adam. Maibach- Ufer 4, Knuth. Mühlenstr. 21, Lieberow. Pannierstr. 6, Barnak. Bannierstr. 53 a, Buchholz. Pannierstr. 60, Dreschner. Prinz Handjernstr. 48, Saffe. Prinz Handjeryftr. 55, Majens. Richardstr. 3, Wagner. Wißmannstr. 48, Stobbe. Biethenstr. 30, Jahn. Biethenstr. 31, Konsumverein" Nig dorf- Berlin". Charlottenburg. Ansbachstr. 42, Schulz. Augsburgerstr. 18, Springftubbe. Grollmannstr. 33, Groschel. Herderstr. 6, Lange. Herderstr. 15, Neufert. Kaiser Friedrichstr. 41 b, zylki. Kaiser Friedrichstr. 61, Schönfeld. Kaiser Friedrichstr. 91, Kalüße. Kantstr. 19, 3illmann. Kantstr. 21, Falkenthal. Kantstr. 55, Bohne. Kantstr. 63, Reiske. Kantstr. 97, Herrmann. Kantstr. 109, Sauermann. Kantstr. 145, Güll. Keithstr. 5, Meier. Kirchstr. 11, Wollmann. Kleiststr. 5, Schath. Krummestr, 6, Nitsche. Krummestr. 24, Schäpe. Krummeftr. 34, Kloſe. Krummestr. 64, Schulze. Kurfürstendamm 260, Roof. Leibnizstr. 24, Müller. Lutherstr. 19 a, Lukas. Magazinstr. 17, Schreib. Meinickestr. 26, Sommerfeld. Mozzstr. 8, Kieherow. Nehringstr. 7, Engler. Nettelbeckstr. 9, Nafs. Orangenstr. 2a, Schröder. Pestalozzistr. 11, Mende. Pestalozzistr. 16, Kirchgaßner. Pestalozzistr. 18, Schröder. Pestalozzistr. 26, Hildebrand. 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Drud und Verlaa von Max Bading in Berlin. Nr. 235. 17. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 9. Oktober 1900. Lokales. strecken- Haltestellen nicht mehr eintritt und somit ein Ausgleich in der die von diesem aus in seinem Ladenflur führt, auf, um ihn aufAusnutzung der Waggons eintritt. Trotzdem auf den betreffenden Linien zulauern. Nichts ahnend schritt der Wirt durch den Flur und schickte nicht mehr so häufig eine Ueberlastung eintritt, haben sie doch durch sich an, die Treppe zu seiner im ersten Stock gelegenen Wohnung Ueber den Grundbesitz Berlins weg bedeutende Mehreinnahmen zu verzeichnen. In den ersten sechs hinaufzusteigen. Ju diesen Augenblick richtete König aus entnimmt das„ Grundeigentum" einigen statistischen Werken ver- Tagen dieses Monats hat jeder Wagen der Linie Kreuzberg- dem Hinterhalt die Waffe auf ihn und drückte ab. Anr schiedene Daten, von denen die folgenden von allgemeinerem Gesundbrunnen- Reinickendorf eine Mehreinnahme von durchschnitt- der Stirn getroffen, stürzte Schulz hin, so daß König wohl Interesse sind: Wer da annimmt, daß Berlin unter den deutschen lich 4 M. pro Tag gegen die gleichen Tage des Vorjahrs auf- glauben mochte, ihn tödlich getroffen zu haben. Als die durch Städten das größte Weichbild habe, der irrt sich. Dieser Ruhm zuweisen. Auf der Strede Reinickendorf- Inter den Linden ist ein den Knall alarmierten Hausgenossen hinzukamen, lag Schulz noch gebührt Köln, dessen Gesamtfläche am Jahresschlusse 1887 sich auf Blus von 2,50 M., auf Rathaus- Pankow von 5 M., Rigdorf- da, während König das Weite gesucht hatte. Die Verlegung erwies 1110 865 Ar bezifferte, während Berlin uur 634 029 Ar aufzuweisen Schönhauser Allee von 4 M., Rigdorf- Weißenburgerstraße von fich aber als nur leicht. Die Kugel hatte den Kopf oberhalb der hatte. Ein größeres Weichbild als Berlin hatten außerdem noch 3 M., Moabit- Cannerstraße von 4 M. pro Wagen und Tag fest- Stirn nur gestreift, der Getroffene war mehr vom Schreck als von Frankfurt a. M.( 801 400), traßburg i. G.( 782 895), Hamburg gestellt worden. Diese Höhereinnahmen sind erreicht, ohne daß andre der Verlegung mitgenommen, erholte sich bald wieder und konnte in ( 768 600) und München( 684 794). Von der Gesamtfläche mit den oben genannten konkurrierende Linien einen Ausfall zu ver- ärztlicher Behandlung in seiner Wohnung bleiben. König war verwaren bebaut mit Häusern einschließlich Scheunen und Hausgärten zeichnen haben." schwunden. Die von der Polizei sofort aufgenommenen Nach265 384 Ar; öffentlichen Park- und Gartenanlagen 183 663 Ar, Wasserflächen 18 915 Ar und die übrige Fläche von 166 067 Ar mit In der Ziethenfache erhalten wir zu der Notiz vom Somitag forschungen nach seinem Verbleib hatten bis gestern abend feinen Erfolg. größeren Gärten und land- und forstwirtschaftlichen Anlagen. Die von fompetenter Seite folgende Zuschrift: Damit, daß Frau mit Häusern bebaute Fläche( einschließlich Hofräume und Gärten) von Suttner, wie die Preffe meldet, zur Mithilfe in Sachen Ziethen Die Veruntreuungen des Magistratssekretärs Apik bes betrug am Schluß des Jahres 1897 42 Pro 3. angerufen wurde, haben die praktisch für die endliche Sühne des laufen sich nach dem soeben erschienenen Bericht über die Friedrich der Gesamtfläche. Ueberflügelt wird es nur noch von Justiziertums arbeitenden Männer nicht das geringste zu thun. Wilhelms- Anstalt für Arbeitfame auf 9408 M. Der Fehlbetrag von Metz mit 49 Proz. In Berlin hatten 6883 Grundstücke Auch von ihnen wird die Empfehlung des Goethe- Bunds natürlich 9408 M. ist mit Genehmigung des Magistrats einstweilen auf das einen Garten. Von der Gesamtzahl kommt über die Hälfte nur belächelt. Konto zur Zeit uneinziehbare Darlehusrefte" gesezt worden, um ( 3510) auf ganz kleine Gärten bis zu 100 Quadratmeter. Nur 256 Ein Muster- Hauswirt. Wessen Hausbesizer in der jetzigen die spätere Einziehung von dem noch im Gefängnis befindlichen batten über 2500 Quadratmeter, die eigentliche Normalgröße eines Beit fähig find, zeigt folgender Fall: Seit drei Jahren wohnt der Defraudanten vornehmen zu können, falls Apis zu Vermögen oder Zur Verhütung ähnlicher Gartens. In Bezug auf die Dauer des Besizes an Grundstücken Gelbgießer J. im Hause Boyenstr. 15, das einem Herrn Schindel- Pfändbarem Einkommen gelangen sollte. ergiebt die Statistik, daß über 60 Prozent der bebauten Grundstüde hauer zu eigen gehört. Seit mehreren Monaten ist J., der bis Vorkommniffe find geeignete Sicherheitsmaßregeln getroffen worden. noch nicht zehn Jahre in dem Besis desselben Be- bahin feine Miete stets pünktlich bezahlt hat, lungenfrant und zeit- Die Aushebung des Diebes- und Hehlernestes in der fizers sind. Nach den hiesigen Verhältnissen erhöht sich die weise arbeitsunfähig. Im vorigen Monat war es dem Armen daher Grenadierstraße hat noch zu weiteren Verhaftungen geführt. Schnelligkeit des Besizwechsels mit der Größe der erst am 11. möglich, die am 1. fällige Miete zu zahlen; über den Mehrere Geschäftsinhaber entdeckten bei der Besichtigung des LieberGrundstücke bezw. der Häufung der Wohnungen in denselben. Je Empfang des Geldes quittierte der Hauswirt nach bis- mannschen Lagers Waren, die ihnen angeblich auf der Post gestohlen weniger Wohnungen ein Grundstück enthält, desto weniger dient es als herigem Brauch unter dem 1. September. Als der kranke I am fein sollten. Die Sachen waren den Hausdienern zum Postversandt Handelsware. borigen Dienstag regelrecht die fällige Oftobermiete bezahlte, erhielt übergeben worden, die Diener waren jedoch mit der Meldung zurücker statt der Quittung in seinem Buche vom Hauswirt folgende gekommen, daß ihnen die Pakete auf dem Postamt in dem starken Bescheinigung ausgestellt: Verkehr gestohlen sein müßten. Die Nachforschungen ergaben, daß zwei ungetreue Hausdiener Berzinski und Haensch aus den Sen Dungen, die sie aufgeben sollten, wiederholt Batete herausgenommen und an Schlepper verkauft hatten. Auf dem Umwege über Sommerfeldt waren die Sachen dann schließlich an Liebermann gelangt. Berzinski und Haensch wurden verhaftet. Hiermit ist die Reihe der Verhaftungen wahrscheinlich noch nicht abgeschlossen. So offenbart die Statistik von neuem das Unrecht, zu dem die Vorrechte geworden sind, mit denen die Städte- Ordnung die Haus befizer ausgestattet hat. Trotzdem hat anläßlich des Rigdorfer Falls erst vor kurzem die offiziöse Bresse erklären müssen, daß die Vorauss fegungen, unter denen der Gesetzgeber den Hausbefizern eine bes vorzugte Stellung bei der Bildung der Gemeindevertretung eingeräumt hat, teineswegs in dem Maße hinfällig geworden jeien, um eine Aenderung der in Betracht kommendes Gesetzesbestimmungen angezeigt erscheinen zu lassen. Auch hierin erkennt man die Unfähigkeit der herrschenden Kreise, Reformen zu schaffen, die den unterdrückten Bevölkerungsschichten zu gute kommen können. Mit einer Gewissenhaftigkeit, 19 Mart, geschrieben neunzehn Mark, habe ich heute von Herrn J. als Vertragsstrafe in Gemäßheit des geschlossenen Mietsvertrags empfangen und halte das mir nach dem Vertrage wegen nicht pünktlicher Zahlung der Miete erwachsene Recht auf Ermission aufrecht. C. F. Schindelhauer. Berlin, 2. Oktober 1900. Das ist wohl so ziemlich das ärgste, was ein Hauswirt sich bisher herausnahm! Ein großer Fabrikbrand wütete Sonntag früh Landwehrstir. 11 in der Metallwarenfabrik von 2. Littauer. Die im vierten Stock Ambulante Aerzte. Im Standesverein der Rosenthaler und des Quergebäudes befindlichen Lager und Arbeitsräume brannten Schönhauser Vorstadt( Nordklub) ist ein Antrag gestellt, der es für total ans, auch wurde der gesamte Dachstuhl in einer Ausdehnung unftatthaft erklärt, an verschiedenen Stellen unter Anbringung von von 10 Fenstern Front eingeäichert. Das Feuer ist wahrscheinlich die alle menschlichen Begriffe übersteigt, scheint die städtische Ver- statthaft? Schildern Privatsprechstunden abzuhalten. Warum ist solches un durch nicht vollständig abgelöschte Kohlen der Feldschmiede entstanden. Anfangs schien es, als ob das an das Fabrikgebäude waltung darüber zu wachen, daß kein Arbeiter zu Unrecht in die Reichstagswählerliste aufgenommen werde. Der Abermals ist nach preußischem Brauch ein Staatsanwalt stoßende Mietshaus Nr. 13 der Brandherd sei, weshalb sich der folgende Fall verdient in dieser Hinsicht weit über unsre Partei höherer Richter geworden. Staatsanwalt Dietz vom Land durch Feuerrufen aus dem Schlaf geschreckten Mieter ein solcher Der Kassenbote W. im sechsten Reichstags- gericht I, der gleichzeitig die Funktionen des ersten Amtsanwalts Schreck bemächtigte, daß sie fast unbekleidet die Treppen hinabstürzten. Erst nach fast zweistündiger Arbeit war man Herr des Wahlkreise stand nicht in der Liste verzeichnet und reklamierte verfah, wurde zum Landgerichts Direktor am Land- Feuers. Der verursachte Schaden ist sehr erheblich, da Transdemzufolge. Am 6. Oktober erhielt er darauf vom Magistrat gericht II Berlin ernannt; er wird sein neues Amt schon in der missionen und wertvolle Maschinen zerstört wurden. Wenn auch die folgenden Bescheid: nächsten Woche übernehmen.- Unfre Ansichten über die Eignung Gegenstände versichert sind, so erleidet der Betrieb doch eine schlimme " Ihrem Antrage, Sie in die Wählerliste für den Reichstag der Staatsanwälte zum Richteramt sind bekannt genug, um hier Einbuße. nachzutragen, kann nicht entsprochen werden, weil Sie für Ihr nochmals wiederholt zu werden. Kind laut Anzeige der Armendirektion im August d. J. Krankenhauspflege genossen haben, die als Armenunter1, die als re st i ung gilt." hinaus Beachtung. Der Reflamant traute seinen Augen nicht. Richtig. Sein schwerkrankes Töchterchen war am 1. August im Städtischen Krankenhause Moabit aufgenommen worden, dort aber bereits am 2. August, also am Tage nach der Aufnahme, gestorben. Die zwei Mark Kurfoften hatte 2. am 3. August, am Tage nach dem Todesfall, also so schnell, wie es überhaupt denkbar ist, an die Kasse des Krankenhauses bezahlt und darüber eine ordnungsgemäß vom selben Tage datierte Quittung erhalten. 8. d. Mts. ab. Straßensperrung. Die Saarbrückerstraße von der WeißenVerschwundene Erfinder. Als fenersichere Theaterdekoration burger bis zur Straßburgerstraße, einschließlich Kreuzdamm wird hat sich bei von der Berliner Feuerwehr angestellten Versuchen ein behufs Neupflasterung vom 8. d. Mts. ab bis auf weiteres für FuhrErzeugnis aus Leinewand, die mit einer Art Wafferglas imprägniert, werke und Reiter gesperrt, ebenso die Kaiser Wilhembrücke vom mit Asbestfarbe bestrichen und mit Asbestpappe hinterklebt war, nach fast zweijähriger Präfung gut bewährt. Die Feuerwehr- Direktion Zu einer Sanitätsübung im großen Stil hatten sich die Besieht sich aber gezwungen, in ihrem neuesten Jahresbericht mit Be- amten der Unfallstationen in Gemeinschaft mit den Vereinen vom bauern mitzuteilen, daß dieser so wichtige Versuch trotzdem ergebnis- Roten Kreuz und den Sanitätswachen Sonntag zusammengethan. los verlaufen müsie, weil die Erfinder des Verfahrens verschwunden feien und trotz mehrfacher Nachforschungen vorläufig nicht aufgefunden werden konnten. Die Direktion will jedoch Bersuche ähnlicher Art selber wieder aufnehmen. und Die Veranstaltung ging mittags im Landes- Ausstellungspark zu Moabit vor einem geladenen Publikum vor sich; u. a. waren der Polizeipräsident v. Windheim und der Branddirektor Giersberg erschienen. Nachdem die Herren Direktoren Knoblauch und Schlesinger eine Ansprache gehalten hatten, von der auf den weiten Plaz nur Der Berliner Oktober- Jahrmarkt, im alten Berliner Sprach- wenige Brocken zu verstehen waren, demonstrierten die in stattlicher Nach diesem Thatbestande müßte die Sache derart liegen, daß gebrauch noch als„ Michaelis- Markt fortlebend, findet vom Mittwoch, Bahl vertretenen männlichen und weiblichen Samariter zunächst ihr die städtische Krankenhausverwaltung sofort nach dem Tode des den 10., bis Sonnabend, den 13. d. M., im Norden Berlins auf dem hilfreiches Wirken im Kriegsfall. Soldaten des 4. Garde Kindes, möglicherweise als die Leiche noch warm war, der städtischen Arkonaplatz, Vinetaplag und den angrenzenden Straßen statt. regiments markierten die Verwundeten, die auf freiem Feld, Armenverwaltung mitgeteilt hatte, daß der Kassenbote W. keine Gräben hinter tunsts Durch einen Sturz aus dem Fenster verunglückte Montag foivie Büschen aufgelesen, Bahlung geleistet habe und demzufolge seines vornehmsten Ehren- nachmittag die 3 Jahre alte Tochter Hedwig des Buchbinders Talan gerecht verbunden und dann und dann in Eisenbahnwagen fortgefchafft rechts verlustig zu erklären sei. Die Mittheilung darüber, vom Weidenweg Nr. 67. Frau Talan ist vor kurzem entbunden wurden. Nach dieser Vorstellung wurde die Hilfsthätigkeit im Frieden daß W. aus der Wählerliste zu streichen sei, ging offenbar vor worden und konnte daher selbst das Mädchen nicht genügend be- vorgeführt, wie der permanente Schreckenszustand ein wenig bes sich, bevor der Mann über über den Verlust seines Töchterchens aufsichtigen, nahm vielmehr zu diesem Zwede ein junges Mädchen schönigend genannt wird, der auf dem Schlachtfelde der Industrie zur Besinnung gekommen sein konnte, bevor er über Willen und an. Mit diesem befand sich die Kleine gestern nachmittag in einem viel mehr Opfer fordert, als die blutigsten Striegsgränel. Es wurde Zimmer der im vierten Stock gelegenen Wohnung. Als nun die angenommen, daß in einer Fabrit eine Stefielerplosion erfolgt ivar, Fähigkeit zu zahlen überhaupt befragt worden war. Ward hier generwehr vorbeigefahren kam, riß sie das Fenster auf, um hinaus die eine größere Anzahl Personen verbrüht, verletzt und betäubt mit einer Schnelligkeit gearbeitet, die den städtischen Arbeitern, welche zu ſehen, verlor das Gleichgewicht und stürzte auf die Straße hinab. hatte. Selbstverständlich klappte auch in diesem Falle alles aufs monatelang auf die Beantwortung einer Petition warten müssen, Die Feuerwehr nahm sich der Verunglückten an und brachte sie nach beste. Wir wollen hoffen, daß die Fertigkeit der mit ihren Uebungen wahrhaft beneidenswert vorkommen muß, so ließ die städtische Ver- der Rettungswache III in der Frankfurter Allee, die ihr die erste Hilfe hervorgetretenen Gesellschaften, deren segensreicher Zwed außer Zweifel waltung sich mit der Nachricht über die erfolgte Zahlung, die leistete. Die Kleine hat sich u. a. eine Gehirnerschütterung und schwere steht, sich auch im Ernstfalle immer bewährt. nicht mehr und nicht weniger als die Rehabilitierung Verletzungen im Munde zugezogen. Cirkus Schumann. Ein kleiner Mann ist auch ein Mann. des Wählers bedeutete, weit mehr Zeit, und wartete damit so lange, Wegen Unterschlagung und Urkundenfälschung wird der Die Wahrheit dieses Sprichworts wurde am Sonnabend in der bis W. selber der Verwaltung einen Anstoß gab und dann die Ur- Krankenwärter Julius Witthoft aus der Lützowstr. 12 von der ersten Gastvorstellung der Liliputaner veranschaulicht. tunden herbeischaffte, die sein Wahlrecht beglaubigen mußten. Kriminalpolizei verfolgt. Der 27 Jahre alte Mann, der verheiratet neuen kleinen Herrschaften hatten darauf verzichtet, nach früherem Man sieht, die städtische Verwaltung arbeitet manchmal ein und Vater von zwei Kindern im Alter von drei Jahren und vier- Brauche Stomödien aufzuführen, die im Zusammenspiel mit„ Erbißchen langsam, sie kann aber auch sehr schnell arbeiten! zehn Tagen ist, war seit einem Vierteljahr in der Klinik von wachsenen" in den meisten Fällen weit mehr ihre Gebrechen als ihre Dr. Flatau in der Potsdamerstr. 113 beschäftigt. Am Sonnabend- schauspielerischen Talente ans Licht brachten. Sie tamen diesmal in Die Ablehnung der Glückwunsch- Adresse an die Kaiserin morgen tam er zum Hausverwalter Grobowski und klagte ihm seine Galawagen in die Arena tutschiert; die Herren mit Frack und Cylinder Not. Sein Schwiegervater sei bestohlen worden, und nehme bekleidet, die Damen in fostbarer Gesellschaftstoilette. Nachdem die ift im Protokoll der letzten Stadtverordneten- Sigung unter den" ge seine Hilfe in Anspruch, um nicht in die größte Berlegenheit fleinen Leute, die sich im Alter von etwa 20-30 Jahren heimen" Gegenständen an erster Stelle verzeichnet und zwar in zu geraten. Daher möge Grobotsti ihm mit 50 M. aushelfen. befinden, u. a. verkündet hatten, daß sie zumeist prinzlichen folgender Form: " Die Versammlung lehnt die Absendung einer Glückwunsch Vormittags ging er zu Dr. Flatau, um mit ihm über das Anfinnen das Volk und grüßten mit huldreicher Herablaffung jeden, der sich Die Versammlung lehnt die Absendung einer Glückwunsch- Dem Hausverwalter kam die Sache verdächtig vor. Im Laufe des Geblüts feien, gingen fie in den Zuschauerraum, mischten sich unter Adresse an Ihre Majestät die Kaiserin und Königin Auguste Victoria des Krantenwärters zu sprechen, und erfuhr mu, daß Witthoft für ihre Blicke interessierte. Die Damen, welche, wie bemerkt fei, zu dem bevorstehenden Geburtstage Allerhöchstderselben ab." Der wohlerzogene Magistrat wird die Staijerin jedenfalls in 226 M. Miete, die er für die Klinik für Unbemittelte in dem Hause froß ihrer Kleinheit von kaum drei Fuß Höhe törperlich formgerecht der bisherigen Weise beglückwünschen. Uebrigens ist aus dem Lüzowstr. 12 an den Verwalter bezahlen sollte, unterschlagen hatte. ausgebildet find, zogen fich darauf in ihre Gemächer zurüd; die Der Ungetreue aber war mittlerweile verschwunden. Einen Teil des Herren der Gesellschaft aber gaben die vielseitigsten Artistenleistungen Sigungsprotokoll auch noch eine andre kundgebung hervor Reisegelds hatte ihm der Geschädigte selbst gegeben. Diefem hatte zum besten. Einige find geschickte Clowns, ein andrer vollführt Der Vorsteher teilt mit, daß er von der Abordnung einer De- nämlich Witthoft erzählt, daß er in die Heimat reisen müsse, weil ichwierige Leiterkunststücke und ein dritter ist ein Jongleur von putation zu der Grundsteinlegung für eine neue evangelische Kirche ein Schwiegervater gestorben sei, und der Arzt hatte ihm bereits staunenswerter Gewandtheit. Ohne Zweifel werden die Kunstleistungen putation zu der Grundsteinlegung für eine neue evangelische Kirche willigst 15 M. zu den Reisekosten gegeben. Der Schwiegervater aber der kleinen Gesellschaft Aufsehen erregen. auf dem Cuxhavenerplag am 30. September, wozu die Versammlung ist, wie sich bald herausstellte, weder bestohlen worden, noch gestorben. durch Schreiben des Gemeindevorstands von Neu- Weißensee ein Die Quittung über die Miete ist gefälscht. geladen gewesen, abgesehen habe. Die Versammlung erklärte Die Quittung über die Miete ist gefälscht. sich hiermit nachträglich einverstanden." zuheben: Die Orgelvortrag. Frau Marie Kornatis( Sopran), Herr Aler, Curth ( Tenor), Herr Karl Raché( Baß), das Streichquartett der Herren Konzert Ein Attentat, das der Destillateur August König aus der meister Herm. Gerlach, Hans Strey, Willy Weidemann und Emil SteinMusildirektors Otto Dienel in der Marienkirche am Mittwoch, den In der Herberge des Gewerkschaftshauses haben im Monat Wrangelstr. 1 gegen seinen Hauswirt, den Rentner Julins Schulz, weg und Herr Albert Werkenthin( Orgel) wirken mit beim Orgelvortrag des verübte, rief gestern, Montagnachmittag, im Südosten der Stadt eine 10. Oftober, mittags 12 Uhr. Das Programm bietet Terzette aus Haydns September 1393 Personen 5830mal übernachtet. Von den 1265 im große Aufregung hervor. König, der 48 Jahre alt, verheiratet und Schöpfung, Streichquartette von Haydn, Orgeltompositionen von Bach, September Zugereisten waren 1068 organisiert. An 24 Tagen Bater von drei erwachsenen Kindern ist, mietete von dem jetzt 60 Jahre Mendelssohn, Dienel 2c. Der Eintritt ist frei. waren sämtliche Betten besett, so daß nicht alle zu alten Rentner Schulz am 1. April 1890 einen Laden im Eckhaus reisenden aufgenommen werden konnten. Bäder wurden 1908 verFeuerbericht. Montagnachmittag wurde die Feuerwehr nach abreicht, während der Desinfektionsapparat 19 mal in Thätigkeit trat. triebene Destillation mit den Vorräten für 10 000 Mart, um Brand geraten war, der mit einem Rohre abgelöscht werden mußte. Wrangelstraße 16 arianten too art, um der Zellestraßße gerufen, wo auf freiem Felde Stroh und Heu in Am stärksten waren unter den Herbergsgästen vertreten Tischler 219, Geschäft fortzusehen. das Der Vertrag lief jetzt noch bis Buchdrucker 119, Schlosser 85, Schneider 78, Arbeiter 51, BildAuf dem Rückwege fand sie noch Gelegenheit zur Samariterthätigkeit. Hauer 45. Ferner logierten im Gewerkschaftshaus 2 Landwirte, zum 1. April nächsten Jahrs. Schulz wollte ihn nun nicht Im Lauf des Vormittags hatte sich Wartenburgstr. 16c Spiritus und Ferner logierten im Gewerkschaftshaus 2 Landwirte, mehr erneuern, sondern vollzog vor drei Wochen die Kündigung. Beuffelstr. 75 Benzin im Keller entzündet. In beiden Fällen konnte 2 Fabrikanten, 1 Jugenieur und 1 Chemiker. Hierüber geriet König, der seit einem Jahr schon nach Aussage seiner Beusselstr. 75 Benzin im Keller entzündet. In beiden Fällen konnte Die Große Berliner hat in Uebung ihres Grundfazes, nach Frau nervös sein soll, in große Aufregung. Er schickte einen Be- durch rechtzeitiges Eingreifen noch größerer Gefahr vorgebeugt Kräften den Wünschen und Interessen des Publikums zuwider zu fannten Namens Wenzel zum Wirt, um mit diesem ein Abkommen werden. Sonntagabend erfolgte Prinzenstr. 30 ein fleiner Wohnungshandeln, bekanntlich auch von der Einführung des Zehnpfennigtarife zu stande zu bringen, daß er sein Geschäft in den Räumen belassen brand, bei deffen Beseitigung sich der Inhaber Brandwunden an den Händen zuzog. Später mußte Swinemünderstr. 65 noch ein nichts wissen wollen. Jegt wird über die Wirkung der auf 23 Linien und an einen andren Mieter verkaufen könnte. Nachträglich will er Küchenbrand abgelöscht werden, der den Fußboden und die Balleneingeführten Maßnahme berichtet: mun erfahren haben, daß Wenzel zu seinen Uugunsten mit Einen günstigen Einfluß auf die Regelung des Berkehrs im dem Wirt verhandelt habe. Hinter seinem Rüden folllage zerstörte. Auf dem städtischen Gemeindefriedhof in Friedrichsfelde Straßenbahnbetrieb hat die Einführung des Zehnpfennigtarifs bis Wenzel mit Schulz den Plan erörtert haben, ihm den Erbitterung Königs den find im letzten Jahre für Rechnung der Stadtgemeinde 3274 Leichen jetzt gehabt. Die früher ausgesprochene Befürchtung, daß durch die Laden Fahrpreis- Ermäßigung eine Ueberlastung der Strecken eintreten Hauswirt stieg infolgedessen auf das höchste. Als Schulz und auf Wahlstellen sowie gegen Bezahlung 310 Leichen beerdigt würde, hat sich nicht bestätigt, vielmehr ist im Gegenteil eine Entlastung gestern nachmittag um 2/2 1hr von einem Spaziergang zurückkehrte, worden. Seit Eröffnung des Friedhofs im Jahre 1881 sind auf injofern zu fonstatieren, als der frühere Massenandrang an den Teil- ftellte er sich mit geladenem Revolver im Hausflur hinter der Thür, dem Friedhof überhaupt 50 157 Beerdigungen erfolgt. zu vermieten. A gegen berwundet worden. Vermischtes. walt weiter, teils redete er auf ihn ein. Frau J. glaubt den Mann unbedingt wiederzuerkennen. Daß der Knabe, der sich in der Begleitung dieses unheimlichen Menschen befand, der Georg Heid war, behauptete Frau J. auf das bestimmteste, als ihr von den Eltern dessen Photographie vorgelegt wurde. Die Pest in England ist noch keineswegs erloschen. In Glasgow ist wiederum ein Todesfall vorgekommen. Ferner wird amtlich ein in Wales vorgekommener Todesfall an Pest gemeldet. Ein Seemann, der aus Rosario trant am Tynefluß angekommen und später nach dem Ort Llandaff in Wales gereist war, wurde, da seine Krantheit pestverdächtig erschien, ins Hospital gebracht und dort isoliert. Er starb dort am 4. d. M.. und durch bakteriologische Untersuchung wurde festgestellt, daß ein Pestfall vorlag. Briefkasten der Expedition. Patienten in Grabowsee, Eberswalde 2c. Die Frei- Exemplare Spätestens 14 Tage werden immer nur auf ein Vierteljahr überwiesen. vor Ablauf des Quartals müssen die Adressen in unsren Händen sein, an welche im neuen Vierteljahr Frei- Exemplare überwiesen werden sollen. Mehr als ein Frei- Exemplar tann nicht an eine Adresse geliefert werden. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. P. B. 25. Nein. Thiemann. Kochunterricht erteilt die 5. städtische Fortbildungsschule Gubenerstr. 51/52, die auch für den Unterricht in andern häuslichen Arbeiten ( Plätten 2c.) zu empfehlen wäre. D. G. 49. Das Verlangen der Polizeibehörde entspricht in beiden H. B. 200. 1. Nein, aber wenn er den Schnaps Ein schreckliches Eisenbahnunglück hat sich am gestrigen Sonntagabend bei heidelberg ereignet. Um 1/27 Uhr stieß vor der Station Karlsthor der von Neckargmünd kommende zweite fahrs planmäßige Zug 126a auf einen vollbesetzten Lokalzug. Die drei legten Wagen des Lokalzugs wurden zertrümmert. Der Eisenbahnassistent Weibert wurde verhaftet. Das Unglück geschah durch irrtümliche Freigabe der Bahn. Nach amtlicher Auskunft sind bei dem Zusammenstoß, so weit bisher festgestellt werden konnte, 4 oder 5 Personen getötet und 70-80 Personen teils schwer, teils leicht Der amtliche Bericht über das gestrige Eisenbahnunglüd bei Heidelberg besagt: Der von Jartfeld kommende Personenzug 126a ist gestern abend zwischen Schlierbach und Heidelberg- Karlsthor beim Der Typhus nimmt in Koblenz an Ausdehnung unter den sogenannten Hunssacker auf den voraufgehenden Lokalzug 16a auf- Mannschaften der Garnison, namentlich beim 68. Infanterieregiment, gefahren. Die Folgen waren entseglich. Der letzte Wagen des Lokal- noch immer zu. Auch zwei Lazarettgehilfen find während ihrer Fällen dem Geſetz. ausschänkt. 2. Mindestens 96 M. 3. Beides ist nicht gestattet. 4. Sie zugs wurde zertrümmert, der zweitlezte Wagen wurde auf den ihm Pflegethätigkeit von der Krankheit ergriffen worden. Merkwürdig ist können bis zur Urteilsfällung Ihren Antrag auf gerichtliche Entscheidung borausgehenden hinaufgeschoben. Auch diese Wagen sind es, daß auch in einigen Orten auf dem Hunsrück, namentlich um zurücknehmen. 5. Etwa 2 M. M. P. 20. Der von Ihnen angeführte Entsprechend der Materialzerstörung ist die Rhaunen herum, wohin ein Teil der Reservisten vom 28. Regiment Umstand würde Sie zur Anstellung einer Ehescheidungsklage berechtigen. stark beschädigt. Zahl der Opfer unter den Reisenden des stark befezten entlassen wurde, der Typhus unter der Bevölkerung um sich greift. M., Spandau. 1. Ja. 2. Die Firma ist verpflichtet, Ihnen( vom 28. Sep11. W. S., Zugs eine sehr große. Vier Personen, darunter ein Zur Typhusepidemie im oberschlesischen Industrie- tember ab gerechnet) noch für 6 Wochen Gehalt zu zahlen. Mann vom Zugpersonal, blieben auf der Stelle tot oder ver- bezirk enthält eine amtliche Mitteilung folgende Angaben: In Stettin. Ihre Frau haftet nicht für die betreffenden Kosten.- Al. Nein. E. 2., Paris. Bebels„ Gloffen zur wahren Gestalt" fönnen Sie für starben während des Transports von der Unfallstelle. der Zeit vom 1. bis zum 5. Oktober wurden in Schwientochlowitz 3, 70 bis 80 Personen wurden, soweit bis jetzt festgestellt ist, teils schwer, in Chropaczow 2 Erkrankungsfälle neu angemeldet. Im letteren 30 Pf., mit Porto 40 Pf., durch die Buchhandlung Vorwärts beziehen. D. S. 18. Aufnahme in den preußischen Staats: teils leicht verletzt. Von diesen fanden 36 in der Universitätsklinik Orte kam in derselben Zeit außerdem 1 Todesfall vor. Aus Morgen verband. Jeder Deutsche hat das Recht, Aufnahme in einem andren Aufnahme, während ebenso viele leicht Verletzte dort nur vorüber- rot, Karf, Neuhof, Ober- Lagiewnik, Ober- Heyduk, Godullahütte und deutschen Vaterlande ohne Verlust seines früheren Heimatsrechts zu vergehend behandelt wurden. Die Verunglückten sind mit wenig Aus- Orzegow wurden Neu- Erkrankungen nicht gemeldet. langen. Will zum Beispiel ein Sachse Preuße werden, so genügt der Nach nahmen sämtlich aus Heidelberg oder Mannheim. Hilfe war schnell weis, daß er sich in Preußen niedergelassen hat und etwa folgendes Besuch zur Stelle. Nach zwei Stunden war das eine Geleise, turz nach an die Regierung oder, falls er in Berlin sich niedergelassen hat, an das Mitternacht auch das andre wieder frei, so daß der zweigeleifige Polizeipräsidium:„ Ich bin sächsischer Staatsbürger. Beweis: meine Geburts: urkunde. Ich habe mich in Berlin seit dem. niedergelassen. Beweis: Betrieb wieder aufgenommen werden konnte. Die Ursache des mein Anmeldeschein. Ich beantrage Aufnahme in den preußischen Staats: Unglücks ist in einer schweren Verfehlung der Station Karlsthor zu Weizen, gut D.- Etr. verband." Die Aufnahme darf nur dann versagt werden, wenn der Antrag fuchen, welche den Personenzug 126 a angenommen und damit sich steller sich und den Seinigen den notwendigen Lebensunterhalt zu verschaffen mit der Abfahrt des Bugs von Schlierbach einverstanden erklärt außer ftande ist, oder wenn er öffentliche Armenunterstützung erhält, oder hat, ehe der vorausgehende Zug 16a in Karlsthor eingetroffen war. wenn er Bestrafungen erlitten hat, die der Polizei das Recht geben, ihn Bom Personal wurde ein Mann, ein Wagenwärter, getötet. Sonst auszuweisen, insbesondere wenn er innerhalb des letzten Jahrs wegen wieder: Holter Landstreicherei oder Bettelei bestraft ist. Es ist nichtpreußischen Deut wurde vom Zugpersonal niemand verletzt. Von den Reisenden und+) 2,80 2ichen zu empfehlen, solche Aufnahmegesuche bald einzureichen, damit sie dem Personal des Personenzugs 126 a wurde anscheinend niemand wenigstens im nächsten Jahre ihr Wahlrecht erhalten. Durch die Aufnahme beschädigt. Minister v. Brauer und Generaldirektor Eisenlohr sind in den preußischen Staatsverband verliert ein Deutscher seine frühere fleinnoch in der Nacht in Heidelberg eingetroffen. deutsche Nationalität nicht. Ein und dieselbe Person fann also: preußischer, württembergischer, bayrischer, mecklenburgischer, sächsischer, hamburger und reußisch jüngerer Linie Staatsangehöriger zu gleicher Zeit sein. " Marktpreise von Berlin am 6. Oktober 1900 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. Kartoffelni, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg " mittel gering " Roggen, gut " " mittel gering Gerste, gut mittel gering †) Hafer, gut " " mittel gering Aus Zell am See, 8. Oktober, wird gemeldet: Das Hotel Zur Post" in Krimml ist mit allen Nebengebäuden gestern voll- Richtftroh ständig niedergebrannt. Auch die Kirche fing Feuer, konnte jedoch Hen durch Einreißen des Dachstuhls noch gerettet werden. In Hamburg verbreitete sich am 6. d. M. das Gerücht von einem na benmord. Am 19. September verließ der dreijährige Sohn des Malers C. P. Heick, K. Gärtnerstr. 53 wohnhaft, das Elternhaus und ist bis heute noch nicht zurückgekehrt. Jufolge einer Notiz, die in den Tageszeitungen von dem Verschwinden des Knaben Kunde brachte, erschien nun jetzt bei den Eltern eine Frau J., die ganz bestimmt äußerte, daß sie am 21. September, also zwei Tage nachdem der Junge das Elternhaus verlassen hatte, diesen in Beman hätte ihn gleitung eines unheimlich aussehenden Menschen für einen entlassenen Sträfling halten können in der Nähe des Friedhofs am Diebsteich gesehen habe. Der Mensch hielt in der einen Hand eine kleine Säge; mit der andren Hand hatte er den Jungen am Arm gefaßt und zog den Widerstrebenden teils mit GeErbsen Speisebohnen Linsen " " ||-|-| 15 do. Bauch Schweinefleisch 6,-4, 1,60 1,20 1,60 1,10 1,80 1, " 1,30 " " " 1,60 1,20 Kalbfleisch Hammelfleisch 60 Stüt 4, 1 kg 2, 15,60 14,90 14,80 14,10 14, 13,40 15,80 14,90 14,80 13,90 13,80 12,90 Butter Eier Karpfen Aale 2,80 1,20 2,60 1,20 2,40 1,20 1,80 0,80 Bander " Hechte 2,- 1, " 7,00 6,50 Barsche " 7,50 5,10 40,- 25, 45,- 25, " Schleie Bleie Krebse 2,40 1,20 1,40 0,80 per Sajot 20,- 2,50 Stationen 70,- 30, +) frei Wagen und ab Bahn. Produktenmarkt vom 8. Oktober. Am heutigen Getreidemarkte vollzog sich eine weitere Abschwächung unter dem Einfluß des stärkeren Angebots aus dem Inlande sowohl für Weizen wie für Roggen, infolge des schwerfälligen Mehlabsatzes und der außerordentlich reichen Obsternte. Die rückgängigen Weizenpreise an der vorgestrigen New Yorker Börje regten zu Auch Roggen stellte sich bei geringen Umsäßen per Realisationen an. Dezember bis 1 M. und per Mai bis 0,75 m. niedriger. Weiterhin blieb die Stimmung etwas matt, da reichliches Angebot, besonders von Rußland bei geringem Bedarf teine Unterkunft fand, und da Käufer sich sehr zurückhaltend verhielten. Hafer war gut behauptet. Rüböl feft, nur bis 0,40 m. anziehend. Spiritus. Locospiritus notierte 0,10 M. niedriger. 6 Partei- Versammlungen Dienstag, den 9. Oktober, abends 8 Uhr: 1. Kreis: Arminhallen, Kommandantenstraße 20. 2. Kreis: Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg. 3. Kreis: Märkischer Hof, Admiralstraße 18e. 4. Kreis: Urania, Wrangelstraße 9-10. 5. Kreis: Brauerei Bötzow, Prenzlauer Allee. 6. Kreis: Kösliner Hof, Köslinerstraße 8. Tages- Ordnung: Bericht der Vertrauensleute, der Preßkommission, Lokalkommission und Agitationskommission der Provinz Brandenburg und Neuwahl der selben. Berichterstattung von der Brandenburger Parteikonferenz und dem Parteitag. 209/3 Zahlreiches Erscheinen der Parteigenossen erwarten Die Vertrauensleute. Achtung! VI. Wahlkreis. Achtung! Donnerstag, den 11. Oktober, abends 8 Uhr finden 3 öffentl. Volks- Versammlungen statt und zwar in folgenden Lokalen: Puhlmanns Vaudeville- Theater, Schönhauser Allee 148. Referent Genoffe G. Ledebour. Feldschlößchen, Müllerstraße Nr. 142. Referent Genoffe Karl Liebknecht. Peters Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80-81 ( arrangiert vom Vorstand des Socialdemokratischen Wahlvereins). Referent Genoffe Pfannkuch. Tages- Ordnung in allen Versammlungen: Witterungsübersicht vom 8. Oktober 1900, morgens 8 Uhr. Barometerstand mm richtung WindWindstärke Wetter Temp. n. T. 5º C.= 4º R. Stationen Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Better Haparanda 763 NNW 2wollent 10 Betersburg 1wolfent 11 Cort Swinembe. 773 SO 1 Mebel 775 SW Temp. n. 6. o Dos 1 763 SSW 5Regen 14 1wolfen! 10 Aberdeen 760 SW 3 wolfig 14 776 SO 776 Still 1wolfen 10 Baris wolfent 9 Hamburg Berlin Franff./M. 774 NO München Wien Wetter Prognose für Dienstag, den 9. Oktober 1900. Vorwiegend heiter und am Tage warm bei ziemlich frischen südwest: lichen Winden, keine oder unerhebliche Niederschäge. Stralau- Rummelsburg. Kranzbinderei n. Blumenhandlung von[ 5525* Mittwoch, den 10. Oktober, abends 8 Uhr, im Lokale der Witwe Robert Meyer, Schonert( Café Neu- Seeland) in Stralau: Partei- Versammlung Tages Ordnung: 1. Bericht über den Parteitag in Mainz. Berichterstatter: Genosse Gebauer. 2. Diskussion. 3. Bericht über den internationalen Kongreß zu Paris. Berichterstatter: Genoffe Kotzke. 4. Diskussion. 5. Wahl von Delegierten zur Streiskonferenz. Zur Deckung der Unkosten wird ein Entree von 10 Pf. erhoben. Zu zahlreichem Besuch laden ein Die Vertrauensleute. Kleber( Tapezierer)! 223/4 2 Mariannen- Straße 2. wibuungs- Kränze, Guirlanden, BellBouquets sehr geschmackvoll und preiswert geliefert. Grosser Möbelverkauf. In meinen großen Möbellagerräumen Gneisenaustraße 15 Mittwoch, den 10. Oktober, abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Bassende Gelegenheit für Brautleute. Jannascht, Inselstraße 10: stehen viele Wohnungs- Einrichtungen, verliehen gewesene und neue Aus: stattungen zum sehr billigen Verkauf. Teilzahlung gestattet. Beamten ohne Anzahlung. Durch große Breisen ist es mir möglich, geschmack volle Einrichtungen schon für 100, 150, 300 und 400 Mart, sowie herrschaftliche Einrichtungen von 500 bis 3000 Mart und darüber zu liefern. Große öffentliche Versammlung Belegenheitseinfäufe zu ſehr billigen sämtlicher Kleber Berlins und Umgegend. Tagesordnung: 1. Bericht und Neuwahl der Delegierten zum Gewerkschafts Kartell. 2. Bericht und Neuwahl des Vertrauensmanns. 3. Bericht und Neuwahl der Lohnkommission. 4. Feststellung der Höhe der weiteren Beiträge zum Streit und Agitationsfonds. Es ist Pflicht sämtlicher Kleber, in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Lohnfommission. J. A.: Uessem, Sfalizzerstr. 116. Verein der Bauauschläger Berlins und Umgegend. Donnerstag, den 11. Oktober, abends 7 Uhr: Außerordentliche Generalversammlung im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( Saal I). Tagesordnung: Bericht und Anträge der 2ler Kommission. Verschiedenes. 34/14] Der Vorstand. Deutsch. Metallarbeiter- Verband ( Verwaltungsstelle Berlin). Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Mittwoch, den 10. Oktober 1900, abends 8½ Uhr: Versammlung der Gold- u. Silberarbeiter und verw. Berufsgen. im Dresdener Garten, Dresdenerstraße 45. Tages Ordnung: 1. Berichterstattung über den bisherigen Verlauf unfrer Bewegung für Warum müllen wir Tocialdemokratisch wählen? die Bertürzung der Arbeitszeit. 2. Verbandsangelegenheiten. Zahlreichen Besuch erwartet [ 220/ 16*] Das soc. Wahlkomitee. Rabatt- Spar- Verein„ Süd- Ost" Kottbuser Ufer No. 44 a. 277/18 Mittwoch, den 10. Oktober 1900, abends 8½ Uhr: Versammlung für den Süden Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Rudolf Steiner über: Ernst Haeckels Centrum. 4. Verbandsangelegenheiten. 118/13] Mittwoch, den 10. Oktober, abends 8 Uhr, im Konzerthaus Sanssouci, Kottbuserstr. 4a: täiel. 2. Difusion. 3. Neuwahl zur Bezirksleitung für Saben und Die Ortsverwaltung. General- Versammlung. Billiger Kartoffel- Verkauf. Polster. Möbel! Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstands. 2. Kassenbericht. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert und für Lieferanten die Legitimationstarte. Der Vorstand. Werte Genossen! Polster Möbel! Bürgerliche Wohnungs EinrichWegen großer Abschlüsse bin in der tungen zu foliden Preisen. J. LindeLage, Ihnen Kartoffeln für 2,20 m. mann, Barnimftr. 2, I. Etage. zu verkaufen. 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An den Wochentagen geöffnet vormittags 8-1 Uhr, nachmittags 3-7 Uhr. Verantwortlicher Redacteur: Heinrich Wetter in Groß- Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Babing in Berlin.