Nr. 26. = Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monat lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags= Blatt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschlandu.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betttzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Sonnabend, den 31. Januar 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. " weit Kündigungsfrist mehr als bisher zu einer Die Bourgeoisblätter werden die Verwirrung", lähmenden Fessel für den Arbeiter; sie schmälert die durch einen solchen Beschluß entstehen könnte, in den Bevorzugung des Unternehmers durch das Gesetz. Anarchie in der modernen Produktion kann wohl nicht Wider die Klaffengesetzgebung. aufs Neue die Koalitionsfreiheit und erscheint als reine schreiendsten Farben an die Wand malen. Nun, die Die sozialdemokratische Fraktion hat bekanntlich den Wir sind weit entfernt, die Vortheile zu verkennen, größer werden, als sie ist, und wenn man streikende ArBeschluß gefaßt, bei der Berathung der Gewerbe- Ordnungs- welche die gesetzliche 14 tägige Kündigungsfrist im gewerb- beiter oder ihre Rathgeber nicht einsperren oder mit Bußen Novelle die Abschaffung jeglicher Künlichen Leben den Arbeitern bringt. Aber diese Vortheile belegen kann, so ist damit nur gewonnen und nichts digungsfrist zu beantragen. Die spießbürgerliche waren schon da, wo sie den Arbeitgebern unangenehm verloren. Die Arbeitseinstellungen werden von der Bresse hat diesen Beschluß mit allgemeinem Schütteln des wurden, durch besondere Verabredungen, Fabrikordnungen Noth diktirt und es ist ein vergebliches BeRopfes" aufgenommen und thut, als könne sie denselben und andere Verträge hinfällig geworden. In großen mühen, da künstliche Schranken errichten zu wollen. gar nicht begreifen. Wir werden die Gründe darlegen, Industriezweigen war es vielfach selbstverständlich, daß Wohl aber können solche Schranken den Klassen- und die zu diesem Beschlusse geführt haben. alle Kündigungsfrist wegfiel. Die Strafbestimmungen gegen Lohnkampf verschärfen und wenn der Reichstag zur " Die Regierung hat in ihrer Vorlage außerordentlich die Verleitung zum Kontraktbruch" haben den Zweck, den Milderung der Klassengegensätze beitragen will, so muß er scharfe Strasbestimmungen für die Berleitung zum Arbeitern die Waffe der sofortigen Arbeitseinstellung völlig die Strafen und Bußen ablehnen. Rontrattbruch" gefordert. Dies in Verbindung zu entwinden und so die Ueberlegenheit des Kapitals im Wer dies Vertrauen zum Reichstage aber nicht hat, mit der Buße" für den Kontraktbruch hat der Vor- Löhnkampfe zu verstärken. Damit sind wir endlich bei der muß mit uns einsehen, daß die Beseitigung der lage hauptsächlich ihren reaktionären Charakter gegeben, der Nachahmung der englischen Ver Kündigungsfristen überhaupt der einzige Ausweg in der sogar der Mehrheit des Reichstages zu weit ging. schwörungsgeseze angekommen. Uns überrascht dieser heiflen Angelegenheit iſt. " # Die Kommission hat sich daher entschlossen, Streichungen das nicht; wir haben schon vor Jahren in diesen Blättern Die Sozialdemokratie wird Alles aufbieten, um zu und Milderungen vorzunehmen; sie hat die Straf- dargelegt, daß man zu solchen Mitteln greifen werde, und verhindern, daß dem Kapitalismus neue Waffen gebestimmungen für die Verleitung zum Kontraktbruch aus wir sagen heute, daß man dieselben Erfahrungen machen schmiedet werden. gemerzt und hat statt der" Buße" eine Entschäwird, wie die Engländer, welche längst eingesehen haben, digung" angesetzt, welch letztere Aenderung freilich wie überflüssig und nachtheilig solche Gesetze sind. nicht viel besagen will. Die Strafbestimmungen treffen natürlich einseitig die " " " Briefe aus Amerika. Chicago, 15. Januar. Endlich sind wir einmal in der angenehmen Lage, einige erfreuliche Nachrichten über die sozialistische Bewegung in der Riesenstadt am Michigan- See mitzutheilen. Die Arbeiterbewegung von Chicago verdient, von den Sozialisten aller Länder einem gründlichen Studium unterworfen zu werden. Nahezu 20 Jahre Diese Alenderungen Seitens der sonst in ihrer Arbeiter, denn die Unternehmer können sich leichter mit Majorität so zahmen Kommission haben aber das einander verabreden und haben, wo Kündigungsfristen behöchste Mißfallen der verbündeten Regierungen er- siehen, weniger Interesse davan, denselben zuwider zu regt. Sie wollen von der Streichung der Straf- handeln, als es den Arbeitern manchmal die augenblickliche bestimmungen nichts wissen und wollen deren Situation aufzwingt. Wiederherstellung beantragen; sie wollen überhaupt dem Unter solchen Umständen wird die Kündigungsfrist Gesetze ihre Zustimmung verweigern, wenn die bezeichneten für die Arbeiter nicht nur zu einem Hemmschuh in der sind es nunmehr, seit in hiesiger Stadt die sozialistische Bewegung Strafbestimmungen nicht angenommen oder wesentlich ge- Lohnbewegung, sondern auch zu einer großen Gefahr. ihren Anfang nahm und Chicago bald darauf eine wirkliche Hochmildert werden. Die Strafen, die da verlangt werden, Wenn die Verleitung zum Kontraktbruch" so hart bestraft schossen die sozialistischen Sektionen empor. Deutsche, böhmische, burg der internationalen Sozialdemokratie wurde. Wie Pilze sind so exorbitant, daß wir erst glaubten, mar verlange und hinterher der Kontraktbruch selbst mit einer Buße" polnische, französische, skandinavische und englisch sprechende so viel, um überhaupt etwas zu bekommen, wenn auch be- oder Entschädigung" geahndet werden soll wie weit Organisationen mit ausgesprochen sozialistischem Programm traten deutend weniger; so genügsam scheinen die Herren an den sind wir denn da von der kriminellen Bestrafung des Kontrakt- gemeinschaftlich in die politische Arena und bereiteten den alten grünen Tischen aber nicht zu sein. bruchs noch entfernt? Entfernt nein, wir sind schon Im Stadtrath und in der Staatslegislatur saßen die Vertreter der Korruptions- und Bourgeoisparteien manche ungemüthliche Stunde. Auf den Reichstag ist kein Verlaß. Die ausschlag- mitten drin und die Herren Unternehmer werden sich sozialistischen Arbeiterpartei und erfochten manchen herrlichen Sieg, gebende Partei, das Zentrum, treibt Handels- ins Fäustchen lachen, wenn ihnen der Reichstag nur wodurch das Interesse an der sozialistischen Bewegung im Volke politik" und wird eventuell gegen ein Bugeständniß einigermaßen den Willen thut und auf den Regierungs- immer mehr gesteigert wurde. auf firchenpolitischem Gebiet seine Zustimmung zu einer vorschlag eingeht. Dem Wachsthum der sozialistischen Bewegung wußte die herrschende Bourgeoisie der Gartenstadt ein ausgezeichnetes Mittel drakonischen Bestrafung der Verleitung zum Kontrakt- So beschloß denn die sozialdemokratische Fraktion, entgegen zu setzen nämlich den Diebstahl und Betrug. Man bruch" geben. Man weiß ja, wie sehr das Unternehmer- in dieser Sache zu thun, was sie allein thun konnte, und brachte es durch allerlei Machinationen fertig, die Arbeiter um thum, das sehnsüchtig nach solchen Maßregeln verlangt, auf eine Beseitigung aller Kündigungsfristen hin- ihre Siege bei der Wahl zu betrügen und sie dadurch auf Abdie Sozialpolitik des Zentrums beeinflußt. Wenn sonach zuarbeiten. Wenn dies gelingt, dann ist die für die bildete sich von nun an ein, die besitzende Klasse durch Drohungen Ein Theil der gedankenlosen Arbeiterführer die Regierung alle ihr zu Gebote stehende Macht an- Arbeiter und ihre Koalitionsfreiheit so gefährliche Frage und phrasenreiche Reden zur Herausgabe der den Arbeitern gewendet, um die Majorität des Reichstages zu einem ent- des Kontraktbruchs aus der Welt geschafft. An stohlenen Rechte veranlassen zu können. Man redete den Arsprechenden Beschlusse zu bewegen, so wird sie wahrschein- manchen Orten wird ein kleiner Vortheil aufgeopfert beitern vor, daß alle bisher von den Sozialisten betriebene Agi lich ihr Ziel erreichen. tation für die Kay" fei, und man den( von Johann Most werden, aber um einer großen Gefahr zu entgehen, wo- fo getauften)" Gigenthumsbestien" gegenüber andere HeilGelingt ihr dies, so wird im Lohnkampf die durch der Verlust zehnfach aufgewogen wird. mittel anwenden müsse. Die guten Leute waren ver= " Feuilleton. Nachbruck verboten.] Bei Mama. Roman von Arne Garborg. ( 26 wege zu lenken. riß sie das Kindergewand von sich; in ein paar Minuten Jeden Tag im grauen Morgenlichte stand sie mit Dienststand fie vor Mama im Konfirmationskleid und mit dem mägden, Bauersknechten, Studenten u. A. m. bei den AnKonfirmationshut und schaute ihr voll Erbitterung mitten schlagstafeln der Intelligentssedler" und der„ Morgenpost" in die Augen.„ Wohin willst Du?.. Was fällt und las und notirte; dann wanderte sie rund um die Dir ein?" Stadt herum, von Oslo nach Homausby, von St. HansAdieu, Mama," sagte Fanny." Ich gehe fort, mir haugen bis zu den Landungsbrücken, hin und zurück, einen Posten suchen. Es werden sich schon Mittel finden, treppauf und treppab, wurde von mißtrauischen Augen gedaß Du mich los kriegst, hoffe ich." mustert, von mißtrauischen Stimmen ausgefragt, mit unIn der Thür wendete sie sich halb um:" Bu Mittag erbittlichem, mitleidigem Lächeln abgewiesen: glaube nicht, Ja, nun schaute sie niedlich aus! Nun war sie wohl komme ich nicht heim. Ich effe bei Thorseng. Adieu!" daß Sie dafür taugen, Jungfer"... kam dann Abends so, wie Mama sie haben wollte! Nie hatte sie gemerkt, Um die Mittagszeit trafen Mutter und Tochter sich todtmüde, halbverhungert, mit verschluckten Thränen, heim, wie abscheulich dies alte Lappwerk aussah. Sackähnlich, bei Thorseng wieder. Mama nahm eine süße Miene an. hörte spißige Worte von Mama, fühlte, daß sie nun nichts ohne Façon, kurz bis zur Unanständigkeit, hu!... und sie„ Na, Du hast wohl schon einen Posten, wie?" fragte sie eſſen könne, vergrub sich im Sopha und weinte und betete; mit ihren langen dünnen Waden und diesen grauslichen, unschönen Füßen... Das einzige, was sie retten konnte spöttisch. ach, morgen, morgen, ach, Du lieber Gott, um Jesu war ein langes Kleid; hu, hu, hu- uh!- und dieser herum, bis ich einen Platz finde, und sollte ich gehen, bis Sei ruhig, Mama," antwortete Fanny. Ich gehe willen, doch morgen!... schreckliche, plumpe Blousenleib, abgetragen und fleckig, ab mir die Schuhe abfallen." Auf ihren Wanderungen traf sie Grethe und andere ihrer neuen Freundinnen. Ah, waren sie flott und er ihrer aufgeschoffenen unfertigen Gestalt, die so sehr der Stüße sie aus dem Hauſe wollte. Natürlich konnte sie auch hier tage mußte sich erbärmlich ausgenommen haben! Und Lea vermittelte. Es war vernünftig von Fanny, daß wachsen! Welche Frisuren; ihre eigene vom Konfirmationsand der Verhüllung bedurfte, sab sie aus wie eine Vogel- bleiben, wenn sie es wünschte; jedoch da Lea für sie dann ihre Kleider, ihr Schmuck; sie hatten alle zur Firmung momentan keine Verwendung habe. Fanny's Absicht eine ganze Menge Goldstaat erhalten. Uhren, Nadel, Ringe, Mama kam mit dem Korbe. Keine Dummheiten; Fanny dabei sei doch, daß sie beginnen wolle, etwas für sich alles mögliche Kostbare und Elegante. Wenn Fanny auffollte die Güte haben und die Einkäufe für Mittag machen. selbst zu verdienen.„ Ja, etwas für mich selbst zu ver- zählen sollte, was sie selbst bekommen, fiel es so dürftig Da stürzte sich Fanny aufs Sopha und verzweifelte.„ Nein, vienen," nickte Fanny. Nun und das war sehr vernünftig aus, daß sie gezwungen war, ein bischen nachzuhelfen. ich gehe nicht!" ſchrie ſie. Willst Du mich fort haben, so xhorseng meinte auch, es sei sehr vernünftig. Er wollte sich und an Goldsachen Ich... ich kriegte nichts best Du mich tragen!" Sie flammerte sich an den Arm gleichsaus nach einem Boſsten für, ſie umsehen, und dann als: Thorseng hatte gemeint, es sei am besten, wenn ich des Sophas; Trotz durchzuckte ihren ganzen Körper. werde es schon gehen, hoffte er." Ja, tüchtig wie Fauny es in Geld bekomme; und so bekam ich ein SparkassenDa verlor Mama ihre Geduld. Sie wurde rasend und ist," spottete Mama. –„ Gewiß; wenn die Mutter geschicht buch."„ Gi! Und wie viel stand ben brin?"" Ich)... machte ihrer Raserei Zuft. Sie gebrauchte eine Sprache, it, pflegen auch die Töchter es zu sein," bemerkte Thorseng nein, ich erinnere mich nicht genau. Ich bekam das Buch welche Fanny nun plößlich ordinar fand. Zuletzt fiel ein in aller Unschuld. Wort, ein unerträgliches Wort... Fanny sprang auf, Fanny erhielt an diesem Tage keinen Platz. Und am hörte nur, wie sie darüber sprachen als ob man sie gebissen hätte. Mit einem wüthenden Rud nächsten Tage auch nicht. Allein sie blieb bei ihrem Vorsatz. Grethe gegenüber beging sie einen gräßlichen Verstoß. scheuche. Mit nicht in die Hand; Thorseng hat es in Verwahrung; ich 1501 0 85543 die sozialistische Bewegung von Chicago bis zum Jahre 1893 Im Uebrigen werden wir kein Mittel unversucht lassen, um auf einen Standpunkt zu bringen, welcher der Arbeiterbewegung Amerikas zur Ehre gereichen wird. Die Geschäftsordnungs- Kommission des Reichstages hat folgenden Antrag beim Reichstage eingebracht: Der Reichstag wolle beschließen: durch die Anstellung des Abg. Gebhard, früher Stadtdirektor in Bremerhaven, als Vorstand der gemeinsamen hanseatischen Versicherungs Reichstags- Mandat des Abg. Gebhard erloschen. anstalt für Invaliditäts- und Altersversorgung ist das Der Abg. Gebhard wurde in einer Stichwahl gegen den Kandidaten der Sozialdemokratie gewählt. Am 20. Fe brutar 1890 war das Stimmenverhältniß folgendes: bie Sozialdemokraten hatten 4888, die Nationalliberalen 8086, Unsere Genossen haben schon Vorbereitungen für die Nach wahl getroffen. blendet genug, um nicht einsehen zu können, daß noch wackelig aus, und das Direktorium kennt sich bald vor lauter es ein Verbrechen an der Arbeiterbewegung Der Reichs- Anzeiger" schreibt: ist, den Profit nicht mehr aus, denn sobald 100 Dollars verausgabt noch in geistiger Finsterniß einherwandernden Massen die perden, so müssen Zweifünftel in die Die durch die Presse gehende Nachricht, der Bundesrath Gewalt als alleiniges Mittel anzupreisen. Mit der Einwanderung fließen. eigenen Taschen habe die in zweiter Lesung der Novelle zur GewerbeDas Vernünftigste bei der ganzen Chicagoer Welt des nunmehr lammfrommen Mannes der Freiheit" in ausstellung in 1898 würde unbestreitbar ein internationaler Ordnung gefaßten Beschlüsse der VIII. Kommission des New- York begann sich die scharfe Sprache" unter den Arbeiterkongreß sein, der von der hiesigen sozialistischen Arbeiter: Reichstages in ihrer Gesammtheit für unannehmbar erklärt, „ revolutionären Sozialisten"" in Chicago immer mehr zu entschaft in Vorschlag gebracht wurde. Die hiesige Internationale ist unrichtig. wickeln und binnen furzer Zeit hatte die Polizei und das Heer Arbeiterfongreß- Affoziation, deren lokales Programm bereits früher von amtlich bezahlten Lockspizzeln die Genugthuung, in Chicago im Berliner Volksblatt" abgedruckt wurde, hofft, daß der im eine glänzende, revolutionäre" Bewegung beobachten zu Juni 1891 in Brüssel stattfindende Kongres beschließen möchte, können, deren traurige Folge uns Allen noch in frischer Er- den nächsten internationalen Kongreß in 1893 in Chicago abzuinnerung ist. Wie Spreu zerstob nach dem 4. Mai 1886 die halten. Gin dahinlautender Antrag wird auch von hier aus an ,, revolutionäre Masse," ein Theil als Polizeifpione und den Kongreß in Brüssel geschickt werden. Agents provocateurs sich entpuppend, der andere Theil, die schlimmsten Schreihälse, feige in die entferntesten Schlupfwinkel sich verkriechend, während Parsons, Spies und Genossen in den Kerker und später zum Galgen geschleppt wurden. Mit dem Plagen der Bombe auf dem Heumartte am 4. Mai 1886 wurde auch die anarchistische Agitation der Vergangenheit überliefert und selbst die Gespensterund Anarchistenseherei von Monsieur l'Inspecteur Bonfield vermochte sie nicht wieder ins Leben zu rüfen. Nach 1887 wurde ein verzweifelter Versuch gemacht, die hiesigen ,, Revolutionäre" in einen Arbeiterbund" zu organisiren, Berlin, den 30. Januar. was sich aber bald als ein Mißerfolg erwies. Das Dutzend kam in der heutigen Sigung des Reichstags der Etat des Bevor die Debatte des Po stetats fortgesetzt ward, sogenannter Anarchisten, welche heute noch unter dem Namen Arbeiterbund" organisirt sind, ist nur noch insofern von Bedeu Reichs Justizamts zur Besprechung. Er gab dem tung, als es sich durch allerlei Kniffe und unlautere Trans- Antisemiten Böde I Gelegenheit, sich zu blamiren, und den aktionen immer noch die Herrschaft im Verwaltungsrath der Sozialdemokraten Heine und Stadthagen, " Arbeiter- Zeitung" zu sichern versteht. Wie mit dieser Zeitung schiedene Thatsachen vorzubringen, welche die deutsche Rechtsgerbirthschaftet wird, läßt sich daraus ersehen, daß seit etwa zwei pflege in fein günstiges Licht zu stellen geeignet sind. Jahren fünf Chefredakteure angestellt und entlassen wurden, Indeß war der Rahmen der Diskussion ein zu enger, wovon die drei ersten, Christensen, Grottkau und Hickler sozia- als listisch, der vierte, Bechtold, individualistisch- anarchistisch, und der daß eine umfassende und eingehende fünfte, Moritz Schulze, ein Kompagnon von Most, also möglich gewesen wäre. Giner solchen ist der Reichstag auch ein, wissenschaftlich- sozialistisch- anarchistischer da, wo sich ein berechtigter Anlaß bietet: in der GeneralKommunist" ist, deren höchstes Jdeal bekanntlich mit dem debatte des Etats- äußerst abgeneigt, was allerdings auf der herrschenden Klasse insofern übereinstimmt, als es in dem ein gutes Gewissen nicht schließen läßt. frommen Wunsche gipfelt, die+++ Sozialdemokratie vom Erdboden zu vertilgen. Man wird sich erinnern, daß nationalliberale Blätter, Die Debatte über den Bostetat war von erschreckender unter Fälschung eines Wortes von Liebknecht, uns Sozial Eintönigkeit und Langeweile. Der einzige erwähnenswerthe die nach dem 4. Mai 1886 eingetretene Reaktion nicht auch auf Referenten Scipio-(„ Scipio Africanus"*)- für neue Dampfer- greß den Wählerfang" proklamirt. as wäre ein großer Irrthum, wollte man annehmen, daß zwischenfall war der verunglückte Versuch des afrikanärrischen demokraten nachsagten, wir hätten auf dem Halle'ſchen KonBewegung Chicago's sich wieder zu heben. Die sozialistische aus hätte. Erst in den Jahren 1888 und 1889 begann die sozialistische Subventionen Stimmung zu machen. Ein Kaltwasserstrahl Herr Nosti z- Wallwit hat sich vor seinem politischen Die sozialistische aus dem Munde Arbeiterpartei trat des Fortschrittlers Bamberger Hinscheiden noch in aller Eile selbst eine Grabschrift ge trat im Frühjahr unabhängig in den erstickte den patriotischen Brand in der Geburt, und der schrieben. Wahlkampf ein; da aber die Arbeiter- Zeitung" für die nationalliberale Kolonialmensch hatte mit verduztem Gesicht Republikaner ins Zeug ging, weil diese versprachen, die das Nachsehen. in Joliet Gingeferferten freizugeben, so brachten wir es Politische Uebersicht. Die Freifinnigen 1798, die Welfen 2332 Stimmen erzielt. Es die sozialistische Bewegung einen mächtigen Schlag ausgeübt ver In den Zeitungen ist viel die Rede von einer Spal tung der nationalliberalen Partei". Nunein Brei kann sich nicht spalten", der Ausdruck ist also jedenfalls falsch; es handelt sich um das Bochumer Mandat, welches den Nationalliberalen nur durch die bekannte, die For Deringen der Bergarbeiter als berechtigt anerkennende Er benbefizer, die Anfangs an diesem skandalösen Wählerfang nichts auszusehen fanden, sind jetzt wüthend, weil Müllenftefen sich durch sein Wort gebunden hält, und sie wollen fiefen sich durch sein Wort gebunden hält, und sie wollen ihn aus der Partei ausschließen. Nun, Wählerfang und ihn aus der Partei ausschließen. Nun, Wählerfang und Ehrlichkeit gehören freilich nicht zusammen. Unsere Leser erinnern sich der Auflösung des sozial demokratischen Wahlvereins in Löbeau. Der Vorstand nur auf 400 Stimmen. Bald darauf fingen Wirren in unserer dann der Etat der Reichsdruckerei noch erledigt. Die weg" an den Minister des Innern, der also entschied: Die zweite Lesung des Postetats wurde beendigt, und des Vereins beschwerte sich und kam auf dem Instanzen eigenen Partei an und führten eine Spaltung herbei, wodurch Geschäftspraktiken der Reichsdruckerei wurden von dem die sogenannte New- Yorker und die Chicagoer oder Cincinnatier Richtung entstanden. Die Agitation wurde dadurch in Chicago Sozialdemokraten Schmidt( Mittweida) einer sehr scharfen auf ein weiteres Jahr gehemmt. Heute haben sich nun die Ver- Kritik unterworfen. Derselbe wies nach, daß diese angebliche hältnisse so gestaltet, daß es die Sozialisten in einer am Muster- Anstalt ihre Arbeiter in echt manchesterlicher Weise 23. November 1890 in Wawerly Hall stattgefundenen öffentlichen drückt, den Buchdrucker- Tarif nicht anerkennt, SonntagsMassenversammlung für nöthig und zweckmäßig erachteten, arbeit verrichten läßt, kurz die Arbeiter schlechter behandelt folgende Resolution einstimmig anzunehmen: Beschlossen, daß diese sozialistische Versammlung, ohne die Mittheilungen durch als viele Privatgeschäfte es thun. Abg. Singer ergänzte Unterschied der Parteirichtung sozialistischen Charakters in Budgetkommission vorgekommen sind. Thatsachen, die in der lokaler oder nationaler Beziehung, hiermit erklärt, daß eine der Regierung, Postdirektor Fischer, konnte die Anklagen in Der Vertreter fompromißlose sozialistische Wahlbewegung in Chicago zur Nothwendigkeit geworden ist; eine Bewegung, bei welcher den Hauptpunkten nicht widerlegen; er konnte namentlich die Taktik zum Vorbild genommen werden soll, welche nicht widerlegen, daß die„ arbeiterfreundliche" Reichsregierung der Sozialdemokratie Deutschlands zum Siege verhalf." den zwischen Arbeitern und Arbeitgebern vereinbarten LohnEin Komitee wurde ernannt und mit der Ausarbeitung einer tarif der Buchdrucker nicht bezahlt. Prinzipienerklärung betraut, die in einer am Sonntag, den 11. Janur 1891, in der Vorwärts- Turnhalle stattgefundenen, regelmäßige Sonntagsarbeit durch Verwandlung freier Ebenso wenig vermochte er zu widerlegen, daß die von ca. 1200 Personen besuchten Versammlung einstimmig, und Arbeiter in Beamte" erzwungen wird. unter großem Beifall zur Annahme gelangte. Diese Versammwird. Und auch im lung, so schrieben fast sämmtliche hiesigen englischen und deutschen Uebrigen war die Vertheidigung des Herrn Fischer sehr Blätter, war die erfolgreichste, welche die Sozialisten in Chicago schwach. Der sonst ziemlich streitbare Stephan hielt es abgehalten haben." Als Redner fungirten die Genossen Thomas nicht für gerathen, seinem Untergebenen zu Hilfe zu kommen. J. Morgan, Julius Vahlteich, Edward Berlyn, Robert Weber Und er verhehlt sich wohl auch schwerlich, daß die drei und J. Winnen, welche ihre Zuhörer durch die meisterhafte letzten Sizungen des Reichstages ihm keine Lorbeeren geKlarlegung der sozialistischen Grundsäße zu stürmischem Beifall bracht haben. hinrissen. Eine gemeinsame Prinzipienerklärung wurde vereinbart, Der Reichstag hält seine nächste Sigung erst am Das Glend der Arbeiterklassen hat in hiesiger Stadt einen Dienstag ab. Fortsetzung des Etats. Höhepunkt erreicht, der aller Beschreibung spottet. Die Zahl der Bei der gestrigen Debatte über die nationalliberale Anaugenblicklich Arbeitslosen dürfe nahezu 45 000 Röpfe betragen. regung, Poftsparkassen einzuführen, erklärten sich die VerDazu rechne man noch die Familien dieser Aermsten, und das treter der freisinnigen und der sozialdemokratischen Partei Ergebniß ist ein riesiges Proletarierheer, ohne Brot, ohne die nöthige Kleidung und Wohnung. Einbruch und Diebstahl am gegen die Verwirklichung dieses auch von der Regierung gehellen Tage sind die natürlichen Folgen dieses Massenelends. begten Projektes, und zwar die Freisinnigen, weil sie darin Das Mittel, welches unsere hochentwickelte Bourgeoisie zur Ab- eine sozialpolitische Maßregel sahen, und die Sozialdemohilfe dieses Elends in Vorschlag bringt, besteht in mehr Polizei, fraten, weil sie in der Einführung der Postsparkassen keine mehr Zuchthäuser, mehr Milizsoldaten und mehr Waffensälen". sozialpolitische Maßregel sahen. Damit werden aber leider die Hungernden und Frierenden nicht befriedigt. " Das Ministerium des Innern hat die von dem Zigarren Arbeiter Richard Pierscheck in Löbau hier unmittelbar ange brachte Beschwerde über die von dem Stadtrath zu Löbau ver fügte, von der Kreishauptmannschaft Baußen bestätigte Auf lösung des Arbeiter- Wahlvereins für den zweiten sächsischen Wahlkreis" als unbegründet abzuweisen gehabt, da die von dem Beschwerdeführer angefochtene Entscheidung der Kreis hauptmannschaft Bautzen Blatt 103 der Atten Lit. W Mr. IV nach§ 22 des Gesetzes, betreffend die Organisation der Be hörden für die innere Verwaltung vom 21. April 1873, eine endgiltige ist, gegen welche den Betheiligten ein weiteres ordent liches Rechtsmittel nicht zusteht, solche Einwendung aber, auf Grund deren die angefochtene Verordnung für nichtig erklärt und deshalb wieder aufgehoben werden mußte, nicht vorgebracht worden sind. Nach dem Statut Blatt 2 der Akten§ 2 und der Statuten änderung Blatt 56 der Atten zu§ 2 beschränkt sich ber 3we des aufgelösten Vereins feineswegs auf Thätigkeit bei Reich tags-, Landtags- und Gemeindewahlen, sondern erstreckt sic ganz allgemein auf Förderung der Arbeiterbewegung durch Abhaltung von Versammlungen, Aufklärung der Arbeiter über öffentliche und wirthschaftliche Fragen, Vertheilung von Flugs blättern u. f. w. In welchem Sinne dies geschehe, ergiebt sich aus der Thatsache, daß, wie in der Begründung des AufLösungsbeschlusses, Blatt 88, hervorgehoben und von dem Bes schwerdeführer nirgends in Abrede gestellt worden ist, in einer Vereinsversammlung vom 4. Oktober d. J. von dem Beschwerde führer selbst das in Nr. 228 der Aften abschriftlich zu lesende " Progamm der Arbeiterpartei Deutschlands" vorgetragen und von dem Vereine widerspruchslos hingenommen, also gebilligt und zu dem feinigen gemacht worden ist. Dieses Programin stimmt be züglich der darin bezeichneten Biele und Forderungen der fozia listischen Arbeiterpartei Deutschlands mit dem Gothaer Programm der sozialistischen Arbeiterpartei vom Jahre 1875 in allen Stücken und bis auf einen einzigen Punkt sogar wörtlich überein. Dieser eine Punkt ist aber gerade der entscheidende. Der Eingang von Ab schnitt II des Gothaer Programms lautete: Ehrentitel eines römischen Feld- sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands mit allen ge *) Scipio der Afrikaner Mit den Vorarbeiten zur Weltausstellung sieht es herrn, der in Afrika Glück gehabt hatte. " „ Von diesen Grundsätzen ausgehend, erstrebt die feglichen Mitteln den freien Staat und die sozia lische Gesellschaft" 2c. Es sind nur Dummheiten von der Schule her", sagte Sie befühlte den Stoff ihres Kleides und fagte: mochte Gott wissen, was ihr Jungsein schaden konnte. Ei, hattest Du auch ein Wollkleid?"-Grethe riß die Es blieb also nichts übrig, als an eine Stelle in einem Fanny. Augen auf:" Meinst Du, ich gehe in meinem Konfir Geschäft zu denken. Uf, sobald man hinter einen So", erwiderte Mama; aber diese Art Dummheiten mationsanzug auf der Straße herum?"" Nein, natür- Ladentisch kam, verlor man seinen Fräulein"-Titel können wir nicht brauchen, verstehst Du? Von nun an lich..." " Ich nehme doch mein Konfirmationskleid und wurde eine Jungfer"*); allein das machte öffne ich alle Briefe, die an Dich kommen, und was diesen nicht für jeden Tag her; oder etwa Du?" Aber nein, nichts; Fanny suchte dennoch. Aber nein, nichts; Fanny suchte dennoch. Aber auch dazu war Jungen angeht Aber auch dazu war Jungen angeht... er soll heute Abends jemand treffen, selbstverständlich nicht; es war dummes Gerede; ich dachte sie zu jung. An ein paar Orten hätte sie bleiben können, der ihm Bescheid zu geben weiß, dafür bürge ich ihm!" an ganz etwas Anderes -Fanny flüchtete sich, wenn sie sich auf ein halbes Jahr ohne Lohn verstehen" Nein, nein, Mama; kann es denn nicht sein... er flammenroth vor Verlegenheit. Am gleichen Tage erfuhr gewollt; jedoch gerade ohne Lohn konnte Fanny jetzt nicht meint gewiß nichts Schlimmes damit." sie, daß Kaplan Holck von Vestre Akers sich verlobt habe.- gehen. " Bittest Du noch gar für ihn?- da ist es wohl am Als der Sonntag fam, mußte sie zur Kommunion, Sie stieg noch tiefer herab, suchte sogar einen beften, ich nehme Dich ordentlich unter Aufsicht G obschon sie sich schlecht vorbereitet fühlte. Sie konnte an Kindermädchen- Posten. Einerlei, was es war wenn sie geht nicht so gerade aus in der Welt, wie Du wohl nichts denken als an Holds Verlobung. Sie empfand es nur nicht länger irgend jemand zur Last fallen mußte. glaubst; denke an Tom... Ja, der soll eins auf die fast, als habe sich vor ihr eine Thür geschlossen, eine Aber es wagte eben niemand, ihr die Wartung von Nase kriegen, daß er nicht mehr wieder kommt! So ein neue Thür... Bu Mittag, bei Lea, bemerkte sie, daß Kindern anzuvertrauen. Wenigstens wollte man sie dafür grüner Junge!" 1100 Gie der Zolleinnehmer Mama den Hof machte; wie, wenn die nicht bezahlen. Tag um Tag verfloß; die Aussichten wurden Fanny wagte nichts mehr zu sagen. Abends ging Beiden einig würden! Das wäre ausgezeichnet. Mama stets geringer. Ihr Eifer erschlaffte, ihr Muth nahm ab; Mama in die Stadt. Sie fehrte mit einem Ausdruck von kochte gut, wenn sie etwas zu kochen hatte, und er aß gut, tagelang lag sie daheim auf dem Sopha und weinte und Befriedigung zurück: Nun bist Du vor ihm sicher, und so kam Mama vielleicht noch aus ihrem Elend heraus verzweifelte. Gott und Menschen hatten sie verlassen, schien hoffe ich!" und kriegte es still und behaglich, und Fanny brauchte keinen ihr. Niemand bedurfte ihrer, niemand wollte von ihr Mit Thorsengs Hilfe bekam Fanny für die Weih Platz zu suchen und konnte zu Frau Gundersen gehen und wissen; was sollte sie thun, was sollte sie anfangen; wozu nachtssaison einen Platz im Vollmann'schen Bazar. sofort Rollen studiren. Ach, wenn der liebe Gott es so schön war sie auf die Welt gekommen, wenn für sie hier gar kein sollte anderthalb Monate da bleiben und für diese Zeit sechs einrichten wollte! Ja, der Zolleinnehmer scherwenzelte Platz war? wirklich um Mama herum. Nur einer erinnerte sich ihrer noch, und das war Fanny vermochte nicht ihren Stolz zu verbergen, als Auch gegen Fanny war er freundlich, wie sich von William. Mama kam eines Morgens mit einem offenen sie diese Summe nannte. Sechs Speciesthaler, und das selbst verstand; wollte er ihr Papa werden, so durfte er Briefe ins Küchengemach- bitte, schau her, Fanny; weißt für eine so kurze Zeit wie sechs Wochen! Sie hatte nicht sich das wohl nicht schenken. Und obwohl sie ihn nicht Du etwas davon?" gedacht, daß es so leicht sei, Geld zu verdienen, sagte sie. gern hatte, wollte sie doch seine Sache führen. Die arme Fanny sah den Brief an und erröthete. Sie ärgerte sich, daß Mama, nicht auch erstaunt war. Aber so habe ich Dich nicht vergessen. Speciesthaler bekommen. 1 Mama; es war Zeit, daß sie einmal angenehmere Tage" Theure Fanny!... Wenn Du mich vergessen hast, natürlich es war ja nie etwas gut genug für sie. erlebte. Schrecklich, wie sie in dem letzten Jahre runzelig geworden; es war nicht mehr ohne Grund, wenn sie so viel von ihrem Alter sprach. -Die Wochentage famen wieder und Fanny mußte auf's Neue fort und Posten suchen. • Triff mich heute um halb acht Uhr abends bei der Dreifaltigkeitskirche Dein William." " " Was bedeutet das?" fragte Mama scharf. Nichts", versetzte Famiy. " Nichts? Den Eindruck macht es auf mich nicht!" Es war zum Verzweifeln. Erzieherin konnte sie nicht werden, da sie nicht Sprachen und Musik gelernt; eine Telegraphistin bedurfte auch aller möglichen Kenntnisse und um alle andere Plätze war ein so heftiger Bewerb. Zum gebührend, werden nun auch dem höheren" Bürgerstande gegönnt; Die Titel„ Fräulein" und" Frau", ehemals nur dem Adel Nutzen und Komfort des Hauses wollten die Damen fie in den Handwerker- und Arbeiterklassen bedient man sich der außerdem nicht haben, weil sie so jung war; übrigens Prädikate Jungfer" und" Madame". Sechs Speziesthaler... alles, was sie brauchte, erhielt sie dafür und es blieb ihr noch etwas übrig. O du mein! Sobald sie bei Vollmann fertig war, ging sie zu Frau Gundersen. Augenblicklich. Nicht einen Tag wollte sie ver lieren. Auf dent Theater war gottlob für sie Raum; auf der Bühne war ihr Platz; Direktor Josephson hatte sie ausdrücklich immer willkommen" geheißen. Gottlob, gott daß sie immer so leicht den Muth verlor. lob; alles ebnete sich mit der Zeit; es war dumm von ihr, Im Bazar Vollmann blieb sie von 8 Uhr früh bis spät Abends. ( Fortsetzung folgt.) d It d und M old sid drud Idant on " Auf dem vom 20. bis 25. August 1880 auf Schloß Wyden| Argumenten für diese Forderung findet sich manches, was] In Bulgarien hat die Regierung eine Nihilisten in der Schweiz abgehaltenen sozialistischen Parteitage wurde in dem Erlasse des deutschen Kaisers vom 4. Februar v. J. Enquete veranstaltet. Und zwar wirklich auf Veranaus dieser Stelle das Wort gesetzliche" herausgenommen; das enthalten war. Es ist wahrhaft beschämend, daß das lassung der russischen, österreichischen und deutschen nach dem Schlusse dieses Kongresses erlassene Manifest vom August 1880 spricht sich hierüber in einer jeben Zweifel an der offizielle Deutschland, das sich die Einberufung der inter- Regierung. Wir hatten das nicht glauben wollen, allein es bewußten Absichtlichkeit dieser Aenderung ausschließenden Deut nationalen Arbeiterschutz Konferenz so sehr als Verdienst ist wahr, wie sich jetzt herausgestellt hat. Freilich wird beangerechnet hat, sich in dieser Weise von der auswärtigen hauptet, der Schritt habe nur rein formelle Bedeutung, sei lichkeit mit den Worten aus: Die erdrückende Mehrzahl der deutschen Sozial- Presse auf den Widerspruch seiner Versprechungen und ein bloßer Att der Höflichkeit gewesen allein solche Atte demokratie hat sich niemals dem Wahne hingegeben, daß Thaten aufmerksam machen lassen muß. Das deutsche der Höflichkeit, die ganz dem alten Bismarck'schen sie ihre Grundsäge in aller Friedlichkeit auf dem rein Reich hat im vorigen Jahre auf die Beeinflussung Kurs" angehören, sehen gar zu sehr nach jenter Wettgesehlichen" Wege würde durchsetzen können." des Arbeiterschutzes durch die Handelspolitik auf friecherei" aus, die schon vor Jahren den Zorn der KölWill es nicht biegen von oben herab, so muß es entgegenlaufenden Interessen zu vereinigen. Am 1. Februar redakteur der Hamburger Nachrichten", dem Ey- ReichsWill es nicht biegen von oben herab, so muß es merksam gemacht. Jetzt wäre die richtige Zeit, die nischen Zeitung" erregt hat, und jetzt wieder von dem Chefbrechen von unten hinauf." Auf dem diesjährigen Parteitage zu Galle kam in der des nächsten Jahres laufen so ziemlich alle Handelsverträge tangler Fürst Bismard, in einer Reihe von Leitartikeln warm Verhandlung vom 15. Oktober d. J. die Aenderung des Wydener zwischen den europäischen Staaten ab. Der Abschluß neuer empfohlen wird. Von dem deutschen" Staatsmann, dem während Parteiprogramms nach Punkt 6 der Tagesordnung zur Sprache; Handelsverträge wird die Regierungen und Parlamente des letzten Berliner Kongresses der russische Gesandte sagte: das Programm blieb jedoch unverändert, obschon die Wieder aller Länder in den nächsten Monaten beschäftigen. Da Sie sind russischer als wir Russen", kann eine aufnahme des Wortes gefeßlichen" ausdrücklich mit zur Erwäre es an der Beit, internationale den Arbeiterschutz solche Russenfreundlichkeit uns nicht wundern, aber von dem wägung gelangt war. regelnde Vereinbarungen zu treffen. Freilich wird man nach folger des Fürsten Bismarck war behauptet worden Die sozialistische Arbeiterpartei hat hiernach mit vollem daran nicht denken, denn es handelt sich für die Diplomaten er sei weniger begeistert für das Knutenthum. Bewußtsein erklärt, daß sie ihre Zwecke unter Umständen auch bei Abschluß von Handelsverträgen stets nur einerseits um Die französische Regierung hat sich geweigert mit nicht gefeßlichen Mitteln zu verfolgen geneigt sei. Daß auf einen Berein, der dieses Parteiprogramm zu dem feinigen die Sicherung hoher Zolleinnahmen, um den Militarismus an dem Art der Höflichkeit" theilzunehmen. Es ist dies macht,§ 20 des Vereinsgesetzes vom 22. November 1850 An- erhalten zu können und andererseits um die Wahrung der entschieden eine Folge der kräftigen Proteste gegen das wendung leide, kann einem erheblichen Zweifel nicht unterliegen, Interessen der Großgrundbesitzer und Großindustriellen. widernatürliche Projekt einer russisch- französischen Allianz, mithin die angefochtene Entscheidung als eine der gesetzlichen Das nennt man nationale Wirthschaftspolitik, und wenn zu denen die Silberstoff- Affaire Anlaß gegeben hat. man viel Phantasie hat, auch Sozialpolitik. Grundlage ermangelnde nicht angesehen werden. Hiernach wolle die Kreishauptmannschaft den Beschwerdeführer bescheiden lassen. Die oben angeführten Alten folgen hierbei zurück. Dresden, den 22. Dezember 1890. Ministerium des Innern, v. Nostiz- Wallwig. Das Schriftstück spricht für sich selbst. Zur näheren Erläuterung wollen wir blos bemerken, daß Herr von Nostiz- Wallwitz im sächsischen Landtag und bei anderen Gelegenheiten wiederholt auf's Eindringlichste belehrt worden ist, warum in Wyden die Streichung des Wortes„ gesetzlich" erfolgte. Er wußte, als er den Bescheid gab, so gut wie wir selbst, daß diese Streichung die noth wendige Antwort auf das Sozialistengeset und nur der uns aufgezwungene thatsächliche Protest gegen ein Ausnahmegeset war, dessen Ungerechtigkeit und Gemeingefährlichkeit seitdem von aller Welt begriffen worden ist von aller Welt, anßer von Herrn Nostiz- Wallwitz. Daß dieser acht Wochen nach dem Erlöschen des So zialistengesetzes obigen Bescheid fällen konnte, kennzeichnet den Mann und setzt ihm ein Denkmal aere perenniusdauernder als Erz. Und nennt man einst die besten Namen der Sozialistengesetz- Größen, dann deß darf Herr Nostiz- Wallwitz versichert sein-, dann wird auch der seine genannt". Es ist das auch eine„ Unsterblichkeit". Unter den politischen Nachrichten bringt die Freisinnige Beitung" folgende hochpolitische Nachricht: Prinz August Wilhelm, der vierte Sohn des Kaisers, geboren 1887, feierte am Donnerstag seinen Geburtstag. M Ueber den Grenzfall Hangartner wird der Wiener Neuen Freien Presse" unterm 26. d. M. aus Bern geschrieben: " Uebrigens kann die Nihilisten- Enquete, wenn sie gründlich vorgenommen wird, der bulgarischen Regierung nur nützlich, der russischen nur schädlich sein, denn sie wird den Nachweis liefern, daß die Hunderte von Abenteuerern, welche sich als Anarchisten" und" Nihilisten" in Bulgarien herumtreiben, bis auf den lezten Mann russische Spitzel sind. Das schweizerische Departement des Auswärtigen hat die Untersuchung des Falles noch nicht beendigt. In amtlichen Kreisen sieht man die Sache als nicht gerade ernstlicher Natur an, dies insbesondere deswegen, weil die ganze Affäre auf In Afrika soll wieder geschossen, gesengt und gebrannt deutschem Gebiete sich ereignet hat, Hangartner also nicht, wie werden im Namen der Zivilisation. Die Nachrichten ursprünglich behauptet wurde, durch trügerische Vorspiegelungen sind noch unklar, aber irgend etwas Bivilisatorisches" ist vom schweizer Gebiet auf deutschen Reichsboden gelockt wor- wieder los. den ist. Trotzdem find Bürgermeister und Gendarmen am nicht forrett verfahren. Hangartner war beschuldigt, In New- York find Nachrichten aus Chili eingelaufen, deutschen Kaiser nicht auf deutschem, sondern wonach die Insurgenten überall, wo sie angreifend vorauf schweizerischem Gebiete die Majestätsbeleidigung be- rückten, zurückgeschlagen worden sind. gangen gu haben. Nun werden nach deutschem Strafrechte die im Auslande von Ausländern begangenen Ver gehen nur verfolgt, wenn ein Münzverbrechen oder eine gegen Das Reich oder einen Bundesstaat gerichtete hochverrätherische Handlung in Frage steht.. Beschimpft ein Ausländer im Auslande den deutschen Kaiser, so untersteht die Verfolgung des Delittes ausschließlich der betreffenden ausländischen Strashoheit, und Bestrafung kann überhaupt nur eintreten, wenn dies im Straf. Im Beisein der Regierungs- Kommissare Geh. Ober- Regiegesetzbuch des fremden Staates vorgesehen ist. Hatte Hangartner Parlamentarisches. dadu petitions Kommission. Sigung vom 30. Januar. 13 nach Ansicht der badischen Polizei- Organe den deutschen Raiser be- rungsrath Plath und des Major v. Eckensteen wird eine Betition schimpft, so konnten nur die schweizer Behörden gegen Hangartner auf Abänderung des Militär- Pensionsgesetzes behandelt. Regievorgehen und ihn abhören. Dies jedoch nur unter der Vorausseßung, rungs- Kommissar Plath giebt die Erklärung ab, daß die Regiedaß die Reichsregierung beim schweizer Bundesrathe einen berung eine Abänderung des Gesetzes in Berathung genommen züglichen Strafantrag gestellt hatte. Im Falle Hangartner habe, aber nicht gesagt werden könne, wann diese Berathung zum hatte daher der Bürgermeister von Hohenthengen nichts anderes Abschluß gelange. Daraufhin entscheidet die Kommission, die But thun, als der zuständigen Oberbehörde von dem Vorfalle Petition als gesetzgeberisches Material dem Reichskanzler zu überKenntniß zu geben. Ginen Strafantrag zu stellen und eine Ver- weisen und mündlichen Bericht an das Plenum erstatten zu lassen. folgung zu veranlassen, stand lediglich im Ermessen der Die von den Reg.- Komm. abgegebene Erklärung ist auch für einige deutschen Reichsregierung. War Hantgartner infolge des andere Petitionen maßgeblich. Die Petition Dohrenbusch's, Geldern, Brückenbaues genöthigt, das deutsche Gebiet zu betreten, so wegen Befreiung vom Militärdienst, wird nach einer lebhaften durfte er wegen der Angelegenheit nicht vor den Bürgermeister Debatte, an der sich die Abgg. v. Normann, Stephan, Münch, geführt werden. Auch in dem Falle durfte dies nicht geschehen, Bieschel, Wattenberg und der Regierungskommissar Hauptmann daß Hangartner völlig freiwillig auf deutsches Territorium Wachs betheiligen, dem Reichskanzler zur Berücksichtigung überübergetreten wäre. wiesen. Andere, zur Erledigung gekommene Petitionen sind von weniger öffentlichem Interesse. Bis jetzt sind ca. 35 000 Petitionen beim Reichstag eingegangen. Seit dem Jakrafttreten des Alters- und Invaliden verficherungs Gesetzes wird in den Bourgeoisblättern jedes, auch das kleinste Beispiel angeführt, um zu zeigen, daß die Arbeitgeber die Beiträge zur fraglichen Versicherung Der Fall Hangartner ist ein neuerlicher Beweis für allein decken. Von unserer Seite ist dagegen schon öfter ge- den bei uns so häufig vorkommenden Uebereifer der Bezeigt worden, wie so mancher Arbeitgeber in Bezug darauf hörden am falschen Platze. die Löhne gekürzt hat. So hat die Firma F. G. Conzen Berlin, 30. Januar. In der am 29. d. M. unter dem ( Goldleistenfabrik) in Elberfeld vor Weihnachten Der Theaterspettatel in Paris hat zu einer Vorsitz des Vizepräsidenten des Staatsministeriums, Staatseinem Arbeiter einen Theil seines Ver- stürmischen Debatte in der Kammer geführt und wäre bei- sekretärs des Innern Dr. von Boetticher, abgehaltenen Blenardienstes gekürzt und demselben dadurch ein nahe dem Ministerium gefährlich geworden. Die Franzosen zung des Bundesraths wurde zunächst auf Grund des Gesetzes vom 18. Juni 1890, betreffend die Rechtsverhältnisse der Progewißschlechtes Weihnachtsgeschenk gemacht. sind bekanntlich sehr gute Schauspieler sie verstehen sich fessoren der Kaiser Wilhelms- Universität Straßburg, die Wahl Zu Neujahr wurde den Schleifern und Grundirern an- wie kein anderes Volk auf die Kunst, aus der Politik ein von 2 Mitgliedern und 2 Stellvertretern derselben in die gekündigt, daß ihnen ein Abzug von 10 pCt. gemacht wer- Drama zu machen. Zur Abwechselung machen sie nun aus Disziplinarkammer für elfaß- Lothringische Beamte und Lehrer natürlich keine sehr ernsthafte. zu Straßburg vorgenommen. Dem zu Bern am 14. Oftbr. 1890 den müsse, mit der Motivirung, durch die vielen Kassen, einem Drama Politit unterzeichneten internationalen Uebereinkommen über den Versicherungen und sonstigen Abgaben, welche zu leisten seien, In England giebt Herr Parnell sich noch immer die Eisenbahn- Frachtverkehr wurde die Zustimmung ertheilt. auch um konkurrenzfähig zu bleiben, dazu gezwungen zu sein. Für die Leute, die bis dahin 18-20 Mt. pro Woche verzweifelte Mühe, von sich reden zu machen und die irische Den zuständigen Ausschüssen wurden fiberwiesen: der Antrag verdient haben und jetzt 1,80-2,00 m. weniger verdienen, Sache zu schädigen. Ein Telegramm meldet den Tod des Sachsen- Weimars, betreffend die Erstattung der Abgabe für durch Ueberschwemmung verdorbenes Salz, und der Entwurf eines Geist dies ein großer Ausfall. Die Inhaber der Firma sind Herrn Bradlaugh, eines Mannes, der, weil er auf religiösem feges für Gljaß- Lothringen über die Biersteuer. Mit der bereits als fromme und wohlthätige Leute bekannt, was schon Gebiete freien Ansichten huldigte, in Deutschland lange für erfolgten Ueberweisung der Vorlage, betreffend die Ergänzung daraus hervorgeht, daß der Werkführer die Arbeiter auf einen Demokraten, ja Sozialdemokraten gehalten wurde. Des Entwurfs zum Reichshaushalts Gtat für 1891-92, an den die Festtage und aufs Messe Hören aufmerksam macht, und Thatsächlich war Herr Bradlaugh ein grimmiger Feind des Ausschuß für Rechnungswesen erklärte sich die Versammlung einin letzter Beit ist es vorgekommen, daß ein Arbeiter, der Sozialismus( seine letzte politische Attion richtete sich gegen verstanden. Endlich wurde die Berechnung der von den Bundesauf einen Freitag Fleischspeise genossen, zum Komtoir geben Achtstundentag) und in politischen Dingen ein sehr staaten nach dem Entwurf des Reichshaushalts- Etats für 1991-92 rufen und ihm bedeutet wurde, wenn das nochmals vor- zweifelhafter Kantonist. Indeß, wir wollen ihm nun die zur Deckung der Gesammtausgabe des ordentlichen Etats aufzutäme, würde er sofort entlassen. Wohlthat des Satzes: De mortuis nil nisi bene von bringenden Matrikularbeiträge genehmigt. Todten nur Gutes angedeihen lassen;- ein Sat, Das Verdienst, den Zonentarif entdeckt zu haben streitet der konservative Sozialpolitiker Dr. Perrott dem der zwar bedeutenden Menschen und ausgesprochenen Ver brechern gegenüber nicht am Blake ist, aber für mittelmäßige Korrespondenzen und fortschrittlichen Schriftsteller und Reichstags- Stenographen Talente und gewöhnliche Charaktere( oder Nicht- Charaktere) Marteinadgridhten. Dr. Engel ab. Nun- letzterer hat niemals behauptet, wie Bradlaugh wohl gelten mag. Entdecker der Idee zu sein. Herr Dr. Perrott ist's aber auch 10 Zeche Hibernia. Das Grubenunglück in Polnisch- Ostraut. Ferner nicht. Im Jahre 1869, wo er die„ Joee" zuerst veröffent- Das Strafgelder- Univesen in den Fabriken und Heute erschien Nr. 5 der Gazeta Robotnicza". Diefelbe licht haben will, war die Frage des einheitlichen und Zonen- Staatswerkstätten Rußlands soll jetzt geschlich" ge- hat folgenden Inhalt: Gin Leitartikel: Der Kampf mit dem tarifs in England schon mindestens 10 Jahre lang diskutivt regelt werden. Schon im Jahre 1886 nahm die Regierung Sozialismus". Die Rubrik:" Wie geht es" ben Arbeitern?" entmorden. Schreiber dieses, der im Herbst 1862 England ver einen Anlauf, um dieser Frage näher zu treten, da damals hält eine Korrespondenz aus Samter, von einent polnischen Bauern. ließ, hatte ben plan schon lange vorher von London aus einige Dinge in die Deffentlichkeit gedrungen waren, welche Notizen über die Lage der Arbeiter. Die Katastrophe auf der in deutschen Blättern erwähnt. Wer in England zuerst auf selbst für russische Verhältnisse etwas eigenartig erschienen. eine Politische Uebersicht. Korrespondenzen aus Bofen und Lemden sehr einfachen Gebanten kam, das Benny- Briefporto- Als Strafgelder hatte nämlich ein Großfürst, der Ober- berg. Notizen über die Arbeiterbewegung. Inferate.- Die ſyſtem( 1 Penny= 8 Pf.) für ganz England, und das kommandirender der Marine war, den Arbeitern der kaiser- Gazeta Robotnicza" fann für 60 Pf. für die Monate Februar Doppelte fürs Ausland, auf den Eisenbahnverkehrlichen Schiffswerften während weniger Jahre einige Millionen und März bei der Boſt abonnivt werden,( die„ Gazeta Robotanzuwenden, wird kaum festzustellen sein. Derartige Ent Rubel von ihrem Sohne zurückbehalten, wovon die Haupt nicza" ist im 3. Nachtrag zur Zeitungs- Preisliste für 1891 j. bedungen" lagen in der Zuft uno find in der Regel summe in seine eigene Tasche floß, aber auch einige ihm polnisch 29a eingetragen). Sollettivarbeit". Beim Bonentarif kommt es auch nicht unterstellte„ Verwaltungsbeamte" recht ansehnliche Trinkgelder Expedition SW., Beuthstraße 2, 4 Tr. I. zu richten. puf die„ Idee", sondern vor allen Dingen darauf an, die erhielten. Die Sache wurde bekannt, nachdem einige der gewirkt. werden. " Dirette Bestellungen sind an die Bernau, 29. Januar. Nach den Meldungen der Blätter praktische Verwirtlichung herbeizuführen und nach dieser betrogenen Arbeiter zur Nothwehr gegriffen und zwei ihrer ist eine Enquete über die Verhältnisse der Weber in ben märkischen Reichtung hin hat Dr. Engel ungweifelhaft bahnbrechend Weiſter ermordet hatten. Ein Ukas wurde erlassen, wonach Orten mit starker Weberbevölkerung angeordnet. Die hiesigen Löhne fein Fabrikbesizer oder Vorsteher einer staatlichen oder pri sind allerdings im Durchschnitt kaum höher, als die der eulenDaß der Bonentarif übrigens nur eine vorübergehende vaten Werkstatt die von den Arbeitern wegen Vergehens gebirgischen Weber. Wir ftaunen hier darüber, daß die bürgerLösung" ſein fann, haben wir bereits angebentet, erhobenen Strafgelder fernerhin seiner eigenen Kaffe zuführen lichen Berliner Blätter häufig, spaltenlange Schilderungen per elgem vernünftig organisirten Gemeinvejen with her Staat, dürfe, vielmehr sollten dieselben an öffentliche Kaſſen ab- Weberverhältnisse im Gulengeberge bringen childerungen der bag Beſizer aller Verkehrsmittel, bie Bengung der Gisen geliefert und unter die Aufsicht der Fabrikinspektoren gestellt nichts beſſeren Zustände in Orten bicht bei Berlin schweigen. Da nun aber derartige Inspektorate nur in Peters- scheint, bei diesen Blättern muß eine Sache erst einen sensationellen Brite c. ebenso wenig au Anftrich bekommen haben, ehe man the enſt einen einer Quelle des Gewinns, machen, wie die Straßen und burg und Moskau bestehen, so hatte der Utas offenbar auch merksamkeit widmet. Ift ein Bischen Gensation, dabei, dann Brücken, und alle Verkehrsmittel einem Jeden unentgeltlich nur für diese beiden Städte Geltung. In Moskau aber findet jebes Ding bereitwillige Erörterung, fogar die Wegen der Fall ist. The Verfügung stellen, wie das heute schon mit Brücken und scheint der betreffende Herr recht energisch auf die Befolgung Noth der Arbeiter. Unsere hiesigen Bustände ließen sich aber des Dekrets gesehen zu haben, denn am letzten Neujahrstage ebenso fenfationell behandeln, wie die Verhältnisse im GulenAuch hier ist 4 bis 6 Mart wöchentlicher Durcherfuhr man, daß der ehrenwerthe Fabrikinspektor mit den gebirge. Arbeiterschutz und Handelspolitik ist ein Leitartikel ihm seit 31½ Jahren anvertrauten Strafgeldern in der Höhe schnittslohn der Männer und 2 bis 2,50 Mart häufiger WochenSoffnung, daß die Enquête Frucht tragen wird. reichischen Regierung ein Druck auf die deutſche Reichs- verlassen habe. Auf diese Nachricht hin hat nun endlich die regierung gefordert wird, um gelegentlich ber jetzt schweben Regierung verfügt, daß die Strafgelder der Arbeiter an die den Handelsvertrags- Verhandlungen einen Ausbau der Reichsbant- Stasse abzuliefern seien, und der Finanzminister deutschen Arbeiterschutz- Gesetzgebung, entsprechend der viel wurde aufgefordert, Vorschläge zu machen, wie diese Gelder weiter vorgeschrittenen österreichischen, zu verlangen. In den„ zu Gunsten der Arbeiter" verwendet werden könnten. M Wir haben auch einstweilen wenig Landsberg a. d. Warthe, 30. Jan. Der Neumärkischen Beitung" aufolge sind heute von dem Reichstags- Wahlvorstande der Ortschaft Bohrbeck( Wahlkreis Friedeberg- Arnswalde) 4 Mitglieder wegen Wahlfälschung, begangen bei der letzten Reichs tagswahl, burch die hiesige Straftammer zu Gefängnißstrafen| ferner: Daß, wenn es wahr ist, was die Agrarier behaupten, die auf ihr Geld warten. Ueber diese Segnung" des Alters und verurtheilt worden und zwar von 2 Wochen bis zu 3 Monaten. privatkapitalistische Ausnutzung des Grund und Bodens ohne Juvaliden- Versicherungsgesetzes werden sie wohl schwerlich er Getreide, Vieh- und Holzzölle und ähnliche Maßregeln, welche baut sein. * * Königsberg i. Pr., 29. Januar. In der am 26. Januar die nothwendigsten Lebensmittel vertheuern, nicht existenzfähig ist, Gin menschenfreundlicher Fabrikant, der praktisches Christens stattgehabten start besuchten Versammlung des Arbeiter- Wahlver- die Agrarier selbst damit den Stab über das von ihnen vertretene thum und Geschäft trefflich mit einander zu vereinigen weiß, eins sprach der Vorsitzende desselben, Reichstags- Abgeordneter Wirthschaftssystem brechen und alsdann mit Nothwendigkeit die wohnt der" Chemnitzer Presse" zufolge in Annaberg Carl Schulge über die Getreidezoll- Debatte im deutschen Aufhebung des Privateigenthums an Grund und Boden und Derselbe gab, während der grimmigen Kälte, Perlarbeit aus, bei Reichstage. Nach dem mit großem Beifall aufgenommenen dessen Umwandlung in gesellschaftlichen Gemeinbesitz mit ent- der täglich 40 wir schreiben: vierzig Pfennige zu hochintereffanten Vortrage sprachen sich noch einige Redner im sprechender Bewirthschaftungsweise erforderlich wird." ,, verdienen" find. Blos um die Noth der Bedürftigen zu lindern! Sinne des Referenten aus und gelangte folgende Resolution einDer Mann könnte Ober- Bürgermeister von Berlin werden. stimmig zur Annahme: Sachsen. In Eutrisch bei Leipzig ist nach dem " In Erwägung, daß die Zölle auf Lebensmittel, wie alle Leipz. Tageblatt."- der landwirthschaftliche Verein zusammenBraunschweig, 29. Januar. Die Nachricht gegnerischer staatliche Maßregeln, die dieselben künftig vertheuern, nicht das getreten, und hat darüber berathen, wie dem Einfall der sozial- Blätter, daß die hiesige Generalkommission beschlossen hat, die Einkommen nach seiner Höhe treffen, sondern als Kopfsteuer demokratischen Horden zu begegnen sei. Die im Frühjahr" Maifeier auf den ersten Sonntag im Mai zu verlegen, ist falsch. wirken und dadurch die ärmsten Klaffen am härtesten und aufs aufs Land" ziehen wollen. Die Berathung, bei welcher als Abgesehen davon, daß es überhaupt nicht Sache der General ungerechtefte belaften; in fernerer Erwägung, daß die angeführten einzige geistige Waffe" der Dresch flegel wenn nicht ge- tommission ist, hierüber zu beschließen, ist die Sache blos erörtert Maßregeln weder den ländlichen Arbeitern noch den kleinen Bauern schwungen doch gezeigt ward, hatte natürlich kein anderes kommission ist, hierüber zu beſchließen, ist die Sache blos erörtert worden, wobei man sich mehr zu Gunsten einer Feier am ersten Vortheil schaffen, aber vielfach ihnen großen Schaden Resultat, als die Rathlosigkeit der Berathenden an den Tag zu Sonntag im Mai aussprach, die Entscheidung aber selbstverständverursachen und nur als Mittel sich darstellen, den Großgrund- bringen. besitzer auf Kosten der nicht ackerbautreibenden Bevölkerung und In Leipzig wurden wie der Wähler" erzählt- am lich der Stimme der gesammten Arbeiterschaft überließ. insbesondere auf Kosten der Arbeiterklasse zu bereichern und den Sonntag vor 8 Zagen etwa 30 Mann, lauter Familienväter, Latifundienbesih zu fördern, demnach als kulturfeindlich sich er- zum Schneeschip pen angestellt. Als sie Abends ihr Geld Würzburg, 28. Januar. Vom Schwurgericht wurde der weisen, fordert die Versammlung von den gefeßgebenden Gewalten haben wollten, hieß es: Geld giebt's erst am 1. Februar, denn Sozialist Berninger von dem Vergehen wider die öffentliche Orddie Aufhebung der Bölle auf Lebensmittel und aller Maßregeln, es muß erst angefragt werden, ob die Schneeschipper versicherungs- nung, verübt durch die Presse, und zwar durch Verbreitung welche dieselben künstlich vertheuern. Die Versammlung erklärt pflichtig sind. Und so müssen die Leute bis zum 1. Februar eines sozialdemokratischen Liederbuches in Eisenach, freigesprochen. | Theater. Sonnabend, ben 31. Januar. Opernhaus. Die Hugenotten. Schauspielhans. Nathan der Weise. Leffing- Theater. Die Rosa- Dominos. Hierauf: Ritterdienste. Berliner Theater. Wehe den Be fiegten. Deutsches Theater. Des Meeres und der Liebe Wellen. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Meißner Porzellan. Hierauf: Pariser Leben. Wallner Theater. Adonis. Residenz- Theater. Der selige Toupinel. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Mittwoch, den 4. Februar: Letzte Vorstellung in dieser Saison. Circus Renz. Karlstraße. Heute, Sonnabend, den 31. Januar, Abends 7 Uhr: Grande soirée equestre zum Benefiz für Herrn Franz Renz. New! Equestrischer New! National- Kongrek. Arrangirt und vorgeführt vom Benefiziaten Herrn Franz Renz. Hierbei zum 1. Mal: 6 Trakehner Rapphengste in vollBellealliance- Theater. Die Nachständig neuer Freiheits- Dressur. 4 hohe barinnen. Ostend- Theater. Maria Stuart. Don Juans. Schuhe. Kaufmann's Variété. Große Spe. 6 Gladiatoren. " Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, der Schankwirth August Gah! am 28. Januar gestorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, Nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle d.Emmaus- Kirchhofes aus statt. Um stilles Beileid bittet Die trauernde Wittwe Louise Gahl nebst Kindern. 284 J Am 29. Januar, Abends 11 Uhr, entschlief nach langem, schweren Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwieger- und Großvater, der Schankwirth Wilhelm Salzwedel im 58. Lebensjahre. Um stilles Beileid bitten Schulen, zu gleicher Zeit geritten von den Damen Frls. Clotilde Hager, Helga Adolph Ernst- Theater. Unsere Sager, Oceana Renz( Enkelin) und Thomas Theater. Drei Baar Bidal, hierauf: Sophus, geritten von Frl. Clotilde Hager. Die weltberühmten 4 Gebr. Briatore. Auftreten der hervorragendsten Künst Terinnen u. Künstler. Komische Entrees und Intermezzos von sämmtl. Clowns. Außerdem: statt. ( Gesetzlich ( Gesetzlich ,, Japan", oder: Die neckischen Frauen geschützt.) geschützt.) zialitäten- Vorstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenVorstellung. Englischer Garten. Direktion: C. Andress, Alexanderstraße 27c. Clara Conrad, Lieder- und Walzerfängerin. Jenny Reimann, Kostüm- Soubrette. Max Menzel, Gesangskomiter. Mr. Koberstein, Malabarist. Mc. Lean Brothers, Amerikan. Neger- Excentric. Gebr. Willmo, musikalische Clowns. Anfang Wochentags 8 Uhr. Sonntags 51/2 Uhr. Entree Wochentags 1. Sonntags 30 Pf. 50 Pf. und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. Gtablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Grosses Concert. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Entrée Wochentags 10 Pig., Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Bazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 des Mikado. Großes Ausstattungs- Divertissement in 2 Abtheilungen, arrang. u. inszenirt vom Direktor E. Renz. Morgen, Sonntag: 2 Vorstellungen; um 4 Uhr( 1 Kind frei) Mazeppa", um 71/2 Uhr: Heidelberger. E. Renz, Direktor. Circus Schumann. Friedrich- Karl- Ufer. Heute Abend 71/2 Uhr: Große Gala- Vorstellung. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Sonntag, Nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Klosterstraße 83, aus nach dem Friedhof der Freireligiösen Gemeinde, Pappel- Allee, Achtung! 282J Achtung! Den Mitgliedern der Ethischen Gesellschaft zur Nachricht, daß unset älteftes Mitglied, der Restaurateur Wilhelm Salzwedel am 29. Januar, Abends 11 Uhr, gestorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 1. Februar, Nachmittags 3 Uhr, auf dem Friedhof der Freis religiösen Gemeinde, Pappel- Allee, statt. Um rege Betheiligung bittet Der Vorstand. Central- Kranken- und Sterbekasse aller Arbeiter Deutschlands ( E. H. Nr. 88), Busdukkane, Verwaltungsstellen Berlin A. und B. Te Mitglieder- Versammlung am Sonntag, den 1. Februar, Vormittags 101/2 Uhr, in ,, Schneider's Restaurant", Adalbertstrasse 8. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1890. 2. Verschiedene Rassenangelegen heiten. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 112 Die Ortsverwaltung Berlin A. nnd B. Große öffentliche Versammlung für Frauen n. Männer in am Sonntag, den 1. Februar, Abends 6 Uhr, den ,, Zentral- Festsälen", Oranien- Strasse No. 180. Tagesordnung: 1. Vortrag über: Landbevölkerung und Sozialdemo fratie. Referent Herr Dr. Lütgenau. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Geselliges Beisammensein.- Genossen und Genossinnen laden zu recht [ 153] zahlreichem Besuch ein Die Beauftragten. Tischler! Serein zur Wahrung der Jntereſſen der Klavierarbeiter und verwandter Berufsgenossen. Infolge von Lohnabzügen haben Vereins- Versammlung die Kollegen der Pianofabrik von Matz& Comp. die Arbeit eingestellt. Wir erwarten von den Kollegen Berlins, daß sie sich mit den Streifenden solidarisch erklären. Der Vorstand des Fachvereins der Tischler. Fachverein für Schlosser Besonders hervorzuheben: Großes Ballet Divertissement vom gesammten Ballettorps und 12 Knaben. und Maschinenbauer Berlins Mr. Loyal als Jongleur zu Pferde. und Umgegend. Fauft und Gretchen, in Freiheit dressirt Ernst und vorgeführt von Herrn Grnji Sonntag, den 1. Februar 1891, Boram Montag, den 2. Februar, Abends 8 Uhr, int ,, Deigmüller's Salon, Alte Jakob- Straße No. 48 a. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn C. Wiedemann über die Branchen- Vereinigung im Zischlergewerbe und verwandter Berufe. 2. Diskussion. 3. Der Streit in der Pianoforte- Fabrik von Matz& Co. 4. Vereinsangelegenheit und Verfchiedenes.- Zahlreiches Erscheinen ist erwünscht. Der Vorstand. 185 Sattler- Verein. Sonnabend, den 7. Februar: 10 11b, in Rehir's Salon, Grosser Wiener Masken- Ball Schumann. Mr. Achilles als mittags 10 Uhr, in Rehlitz's Salon, Bergstraße 12: englischer Jockey. Außerdem Auftreten fämmtlicher neuengagirter Runstträfte, Versammlung. Reiten und Vorführen der bestdressirten Schul- und Freiheitspferde. Romische Entrees fämmtlicher Clowns. Zum Schluß der Vorstellung: Sonn- und Festtags 25 Pig. Gircus unter Wasser. Eine ländl. Hochzeit. F. Müller. Sensationelle Waferpantomime. Spezialität: 4 Wassernymphen. Bratweilige Bierhallen Sonntag, ben 1. Februar: 2 WorTäglich: Grosses Concert mit Quartett- Sängern, ausgeführt von dem Musik- Direktor H. Sanftleben. Wochentags: Frei- Concert. Sonntags Entrée 20 Pf. Empfehle auch zugleich 8 Billards, 3 Regelbahnen und einen Saal zu Vergnügungen und Versammlungen. 703 F. Sodtke. Castan's Panopticum. Prof. Dr. R. Koch im Labora torium. Amazonen- Truppe a. d. Leibwache des Königs von Dahomey. eu WeihnachtsAusstellung. Damen- Kapelle. Entree 50Pf. Kinder 25 Pf. v.9 Uhr Morg. bis 10 Uhr Ab. Mur 1 Mark. 171 Klagen, Eingaben, Rath in Prozessen, Einziehung von Forderungen. Pollak, jetzt Georgenkirchstr. 24, 11, Auch Sonn- u. Feiertags geöffnet. stellungen, In beiden Vorstellungen Tages- Ordnung: 1. Vortrag über Bourgeoisie und Sozialdemokratie. Refer. Herr Link. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder und Entrichtung der Beiträge. 4. Verschiedenes u. Fragefasten. Der Vorstand. J. A.: W. Stropp, Invalidenstraße 38. 275 Freie Vereinigung der im Vergoldergewerbe beschäftigten Arbeiterinnen Berlins. Grosse Versammlung Uhr am Montag, den 2. Februar, Abends 81/2 in Scheffer's Fokal, Inselstraße Nr. 10. Tagesordnung: Circus unter Wasser. PassagePanopticum. 8 100 neue Gruppen und Figuren. SpezialitätenVorstellung. Entree 50 Pfennig Geöffnet v. 10 Uhr Vorm. b. 11. Ab. Kaiser Panorama. 18 1. Gewerkschaftlicher Vortrag. Refer. Sollege Fries. 2. Diskussion. 3. Verfchiedenes. Um rege Betheiligung der Vergolderinnen wird ersucht. Gäste, Damen und Herren, haben Zutritt. Der Vorstand. 329 Achtung! Central- Kranken- und Sterbekasse Verwaltung Berlin H. 307 in den gesammten Räumen der Berl. Bock- Brauerei ( Tempelhofer Berg). 261 Um 122 Uhr Aufführung lebender Bilder. Anfang 8/2 hr. Das Komitee. Billets à 50 Pf. sind im Restaurant Gründel, Dresdenerstr. 116; Rest. Reyer, Alte Jakobstr. 83, und bei Pötschke, Französische Straße 5 zu haben. Berliner Arbeiter- Bibliothek 2. Serie. Sammlung Sozialpolitischer Flugschriften. Soeben erschien Heft 9: Die Unentgeltlichkeit der Lehrmittel für die Schulen des Volkes. Von Hans Müller- Zürich. 32 Seiten. Preis 15 Pfennig. Zu beziehen durch die Exped. des ,, Vorwärts", Beuthstr. 3. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. In eingehender Weise begründet der Verfasser die Forderung der Unentgeltlichkeit der Lehrmittel, die sich immer mehr als eine soziale und pädagogische Nothwendigkeit erweise. Die Möglichkeit der Durch führung dieser Forderung beweist der Verfasser an der Hand der in der Schweiz auf diesem Gebiete gesammelten Erfahrungen. Vaffage 1 Tr., v. 9 m. bis 10 Ab. der Tischler etc.( E. H. No. 3, Hamburg). Diese Woche: 1. Reise auf der Insel Da in der jetzigen arbeitslosen Zeit Rügen. 1. Reise durch Oesterreich, der Arbeiter nicht in der Lage ist, das Prag, Salzburg 2c. 1. Cycl. Baden, für sein Wohlbefinden nöthige Bier zu Heidelberg, Constanz 2c. Reise um die Erde. 1. Cycl. Pariser Welt- verzehren, so waren wir durch das Verhalten des Gastwirths Mathen, ausstellung. Eine Reise 20 Pf., Wienerstraße 21, gezwungen, unsere Kind nur 10 Pf., Abonn. 1 Mt. Bahlstelle nach Wienerstraße 28 in das Lokal von Schreiber zu verlegen. Beiträge werden dort Sonnabends 32 J] 97. Dresdenerstr. 97. Abends von 8-10 Uhr angenommen. Möbel, Spiegel und Polsterwaaren. Gr. Lager, bill. Preise. eigener Fabrik. Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunft. Die Auszahlung des Krankengeldes findet Sonnabends Abends von 7 bis 9 Uhr Lübbenerstraße 22 im Lokale von Hubrich statt. Um weiteste Verbreitung ersucht Die Ortsverwaltung. Meyer's Conversations- Lexikon suche ich zu taufen. Offerten L. P. 830 burch R. Mosse, Berlin S. Welt- Restaurant. Das größte Brot 42 Pfund 40 Pfa. Norddeutsche Sänger. A. egtes Auftreten des weltberühmten Gartenstr. 178, unweit Elſaſſerſt. Sieveringer Terzett. Regtes Auftreten Herrn Runkel. des Humoristen 31 J Tauben- Börse Annenstraße Nr. 2. Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. A. Carlson, Vertreter von P. Töbs, empfiehlt sich zur Anfertigung gut figender Herren- Garderobe.( 290J M. Töbs, Fruchtstr. 26. Hierzu zwei Beilagen. D 17 I C 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 26. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 55. Sigung vom 30. Januar. 1 Uhr. Am Tische des Bundesrathes: von Dehlschläger, bon Stephan. Die zweite Berathung des Etats wird fortgesetzt und zwar mit dem Etat des Reichsjustiza mts. Abg. Frhr. v. Buol( 3tr.) fragt an, welche gesetzgeberische Maßregeln auf dem Gebiete der Reichsjuftiz- Verwaltung bevorständen. Namentlich bei der Strafgesetzgebung seien Mängel hervorgetreten, welche beseitigt werden müßten. Dahin rechnet er die kurzfristigen Freiheitsstrafen und die Trennung der Strafjustiz vom Strafvollzuge. Ein Drittel aller Verurtheilungen bleibt unter einer Woche Gefängniß, und diese sind es, welche mehr schaden als nüßen, da sie alles andere nur nicht abschreckend wirken. Ein Mittel zur Abhilfe wäre z. B. die umfaffendere Einführung der Zwangsarbeit, welche[ in anderen Ländern gute Erfolge erzielt habe. " Sonnabend, den 31. Jannar 1891. 8. Jahrg. Strafen eintreten soll, welche von der Geldbuße in Gefängniß- Schaden erleiden, daß die Wahrheit enthüllt wird, daß dargelegt resp. Haftstrafe umgewandelt werden können. Ein Junge, der ein wird, daß ein Beamter belogen ist oder nicht? Ich habe den natürliches Bedürfniß bei der Kirche gehabt hat, hat dafür 20 Eindruck gehabt, daß in den meisten Fällen die vorgesetzte Bebis 30 m. Geldstrafe resp. eine Woche Gefängniß bekommen und hörde die Genehmigung zur Zeugenaussage eines Beamten nur natürlich die lettere angetreten, weil er die Geldstrafe nicht be- verweigert hat, weil sie fürchtete, durch die Enthüllung der Wahrzahlen fonnte. Denten Sie sich nun einen solchen Jungen mit heit fönne es scheinen, als ob der preußische Staat oder die anderen Verbrechern zusammengesperrt. Und immer bleibt auf deutschen Behörden mit Elementen in Verbindung stehen, mit ihm das Odium sizen, schon gesessen zu haben. Die Geldstrafe denen in Verbindung zu treten anständige Menschen sich sonst ist nur eine Strafe für die Armen. Was fragt der Wohlhabende scheuen. Der§ 53 müßte dahin geändert werden, daß kein danach, wenn er 30 M. zahlen muß; die Armen müssen aber ins Bürger im Deutschen Reich fortwährend Gefahr läuft, irgend Gefängniß, weil sie die Geldstrafe nicht bezahlen können. Die einer lügenhaften Kreatur zum Opfer zu fallen, deren Namen Leute auf dem Lande haben noch aus der Zeit vor Beseitigung dagegen von den Beamten nicht genannt werden darf, weil die der Leibeigenschaft veraltete Begriffe. Holt sich ein Mann etwas vorgesetzte Behörde ohne Angabe von Gründen sich auf den§ 53 Holz aus dem Walde, was er als sein Recht beansprucht, so wird stützt. So wurde hier in Berlin einer jener beliebten Spitzel er bestraft und muß ins Gefängniß, weil er die Geldbuße nicht unter seinem Gide befragt, ob er mit dem betreffenden Polizeibezahlen kann. Im Interesse meiner Wähler des ländlichen Ar- kommissar in Verbindung gestanden hätte. Er verneinte dies. beiterstandes wünschte ich statt deffen die Einführung der Zwangs- Ich bin nach dem Ergebniß des Verhörs überzeugt, daß er einen arbeit beim Wegebau oder dergl. Wenn Herr Böckel glaubt, die Meineid geleistet hat. Nun wurde der Kommissarius befragt: Expropriation des Bauernstandes aufhalten zu können, so irrt er. Der Ist dieser Derjenige gewesen, der Ihnen die Nachricht gebracht Großkapitalismus wird den kleinen Bauernstand ebenso auffressen, hat?" Er antwortete:„ Ja, das zu sagen, hat mir meine vorAbg. Dr. Böckel( Antisemit) hofft, daß das bürgerliche wie er das kleine Handwerk aufgefressen hat. Gegen diese natürliche gesetzte Behörde verboten." Wenn das so weiter geht, dann Gesetzbuch noch recht lange nicht fertig werden möge. Aus Entwickelung hilft kein Antisemitismus. Dringend nothwendig ist untergraben Sie allerdings das Ansehen der Behörde. Man den weitesten Kreisen der Juristen und des Publikums die Abschaffung der solidarischen Verpflichtung der Verurtheilten wird es ihm Volke nicht verstehen, wie die Regierung mit einem feien die abfälligsten Urtheile darüber bekannt geworden, für die Gerichtskosten und Zeugengebühren. Der Gesetzgeber, der Menschen, der vor Gericht und außerhalb desselben lügt und dies namentlich von Leuten, die im praktischen Leben stehen, diese Bestimmungen traf, konnte sich nicht denken, daß solche Riesen- Geschäft als Gewerbe betreibt, in Verbindung steht, und daß die Handhabe geboten wird, und deren Urtheil am meisten gehört werden müsse. Der Ent- prozesse geführt werden könnten, wie jezt die Sozialisten- und nicht um folche Leute entlarven. Ein zweiter wurf des neuen Gesetzbuchs sei nur im Interesse der Kapitalisten, Geheimbundprozesse. Der Elberfelder Prozeß foftet 12 000 m. zu Punkt betrifft die VerSie wissen, nicht des Bauernstandes verfaßt, und der Rheinische Bauern- Jeder, wenn er auch nur zur geringsten Strafe verurtheilt ist, anwortlichkeit der Staatsanwälte und Richter. verein habe dies wohl erkannt und Protest erhoben. Auch die haftet dafür. Eine solche Person wird also neben der Strafe daß der leiseste Zweifel an der Gewissenhaftigkeit eines Gebührenordnung für Rechtsanwälte bedürfe einer Revision, wie außerdem noch bürgerlich ruinirt. Einen sehr nachtheiligen Ein- Richters oder Staatsanwalts sofort zur Anklage der Zweifelnden überhaupt die Anwaltsordnung sehr verbesserungsbedürftig sei. fluß hat das Monopol der Staatsanwalte, Anklagen zu erheben, führt. Ich meine, die moralische Verantwortlichkeit genügt nicht, Ebenso sei der§ 87 der Zivilprozeß- Ordnung, wonach der ver- besonders bei Beleidigungen im öffentlichen Interesse. Das ge- es gehört weiter dazu, daß ein etwaiger Verstoß gegen das Straf lierende Theil den Rechtsanwalt des Gegners bezahlen muß, schieht immer bei Beleidigungen durch die sozialdemokratische gesetzbuch mit aller Strenge des Gesetzes auch gegen Richter und befferungsbedürftig. Redner wendet sich gegen eine Verurthei- Presse. Als Beleidigung gilt es schon, wenn ein Blatt schreibt, Staatsanwälte in Anwendung gebracht werden muß. Wer kann lung, welche erfolgt sei, weil eine Zeitung das Wort anständig" daß ein Arbeitgeber einen Arbeiter wahrscheinlich deshalb nun den Staatsanwalt anklagen, wenn er dieses oder jenes Ver durch Gänsefüßchen" bezeichnet habe. Zwischen den Urtheilen entlassen habe, weil dieser einem sozialdemokratischen Verein brechen oder Vergehen im Sinne des Strafgesetzbuches begangen der Richter und dem Volksbewußtsein bestehe eine tiefe Kluft. angehöre. Herr Böckel sprach von der Ausbeutung hat? Wenn der erste Staatsanwalt Jemand zu Unrecht anklagt Freilich den Wuch erern gegenüber fielen die Urtheile immer milder des fleinen Bauern durch das Judenthum. Der schlimmste oder eine Anklage unterläßt, zu der er verpflichtet war, so find aus, gegen diefelben helfen überhaupt keine Paragraphen, da Wucher ist aber der, der von den städtischen Behörden beides schwere Verbrechen, die das Gesetz mit Zuchthausstrafe diese ihnen stets Hinterthüren offen ließen.( Redner führt einige durch die Leihhäuser mit den Aermsten der Armen ge- bedroht. Nun wird aber doch der erste Staatsanwalt nie hierfür sprechende Beispiele an.) In einem Falle habe das trieben wird.( Gelächter.) Eine arme Wittwe, die das Letzte, und nimmer sich selbst anklagen, dazu gehört ein so makelGericht einem Gauner und Börsenschwindler mildernde Um- den Unterrock ihres Kindes, versetzt, um für sich und ihr Kind loser reiner Charakter, wie er eben in den Reihen Derstände sugebilligt, weil er von Jugend auf an betrügerische Brot zu kaufen, bekommt eine Mark geliehen und muß dafür jenigen, die solche Verbrechen begehen, nicht gefunden wird. Handlungsweise gewöhnt sei.( Heiterfeit.) Durch solche Urtheile monatlich 5 Pfennig, d. h. jährlich 60 pet. Zinsen bezahlen. Nun kann sich allerdings der Verletzte beim Ober- Staatsanwalt verleite man die Leute, Sozialdemokraten zu werden! Und da Und wenn die Auktion des Gegenstandes nicht den geliehenen beschweren. Da sagt aber der Ober- Staatsanwalt: ich kann tomme nun der Herr Staatsanwalt Schlippe in Darmstadt und Betrag deckt, werden noch Auktionsbeiträge erhoben. Die Anti- nicht einschreiten, denn der subjektive Thatbestand des Verbrechens verfüge, daß jede Beleidigung eines Juden als im öffentlichen semiten sollten doch da für Abhülfe wirken. Der Staatssekretär liegt nicht vor. Weil der Ankläger aber behauptet hat, daß der Interesse liegend vom Staatsanwalte verfolgt werden sollte. So hat die Kategorieen genannt, welche in die Kommission für das erste Staatsanwalt dieses Bewußtsein gehabt hat, so flage ich solle man nur fortfahren, dann werde das Ende nicht mehr lange bürgerliche Gesetzbuch hineingekommen sind. Ich habe nicht ge- Dich wegen Beleidigung an. Was sind das für Zustände! Ich hört, daß dabei der wichtige Arbeiterstand berücksichtigt ist und möchte also die Regierung fragen, ob sie Remudur nach der Staatssekretär v. Dehlschläger kann dem Vorredner auf die möchte bitten, auch einen oder mehrere sozialdemokratische Juristen Richtung schaffen will, daß sie eine Anklagebehörde auch gegen angeführten Einzelheiten nicht antworten, da dieselben nicht ge- in die Kommission zu berufen. Der Abg. Boeckel hat Straf- Staatsanwälte schafft. Der Abg. Hartmann sagte neulich, daß nügend substantiirt seien. Das bürgerliche Gesetzbuch könne er milderungen erzählt. Gegen Arbeiter wird die Zugehörigkeit zur gegen derartige Bergehungen ja das Ober- Landesgericht, das nicht vertheidigen, da der Entwurf noch nicht feststehe. Jeden- sozialdemokratischen Partei als Strafverschärfungsgrund geltend Kammergericht u. s. w. Abhilfe schaffen. Das ist ganz schön, falls habe man zur Berathung deffelben Vertreter aller Berufs- gemacht. Wir verlangen auf dem Gebiet des Zivilrechts absolute aber in Preußen z. B. sind die höchsten Stellen mit Richtern freise zugezogen. Dem ersten Redner erwidert der Staats- Aufhebung der Gerichtskosten und auf dem Gebiete der Straf- besetzt, die eine fürzere oder längere Zeit früher Staatsanwalt sekretär, daß die Regierung einer Revision des Straf- Gesetz- rechtspflege Mitwirkung des Volts, aber nicht in der Weise wie gewesen sind. Hier in Berlin ist mindestens ein Viertel sämmtbuches u. s. w. nicht abgeneigt sei, obwohl die Schwierigkeiten jegt, wo die betreffenden Geschworenen und Schöffen von den licher höheren Stellen mit früheren Staatsanwälten besetzt, und nicht verkannt werden dürften, welche dieselbe mit sich bringen Richtern ausgesucht werden. Zur Zeit ist das Recht nicht Aus- da weiß man schon, was dabei herauskommt. In Bezug auf den fluß des Volksbewußtseins, sondern dasjenige, was den herrschenden Strafvollzug wird eine ganze Anzahl von Versehen begangen, Abg. Klemm- Sachsen( dk.): Die Anführungen des Herrn Klassen von Nußen ist. ohne daß die betreffenden Beamten zur Verantwortung gezogen Böckel fann ich nicht beurtheilen, weil er nicht das ganze Abg. Stadthagen( Soz.): Eine Reform der Anwalts- werden oder werden können. Besonders schlimm steht es mit der Material beigebracht hat. Ueber das neue bürgerliche Gesetzbuch, gebühren- Ordnung wünsche ich mit dem Abgeordneten Boeckel. Untersuchungshaft. Die Untersuchungsgefangenen sollen gesetzlich welches eine ganze Literatur gezeitigt hat, will ich mich jetzt nicht In Bezug auf den Wucher scheint er mir nur eins zu vergessen: nur solche Beschränkungen erleiden, welche zur Sicherung des einlaffen. Ueber die Einzelheiten fönnen wir nicht sprechen; ich Die Auswucherung der Arbeitskraft, und ich bin neugierig, ob er 3wecks der Haft oder zur Aufrechterhaltung der Ordnung in den habe auch einzelne Wünsche, aber ich will sie hier nicht vorbringen, bei dem Arbeiterschutz- Gesetz gegen diese Art des Wuchers Front Gefängnissen nothwendig sind. Nun ist es aber in Preußen eine da ja in der Kommission große Kapazitäten sitzen. Möge die machen wird. Ich habe mich aber nur zum Wort gemeldet, um eigenthümliche Einrichtung, daß über die Untersuchungsgefangenen Kommission zum Segen arbeiten. einige Fragen an den Herrn Staatssekretär zu richten. Nach§ 53 lediglich die Gefängnißinspektion zu bestimmen hat. Werden die Abg. Heine( Soz.): Der Abg. von Buol verlangt eine der Strafprozeß- Ordnung dürfen öffentliche Beamte über Üm- Gefangenen allerlei Beschränkungen unterworfen, und wendet Befugniß für die Gefängnißbehörden, die Gefängnißstrafen zu stände, welche sich auf ihre Amtspflichten beziehen, als Zeugen man sich dann beschwerdeführend an den Richter, so heißt es: türzen und andererseits zu verlängern, wenn bei den Gefangenen nur mit Genehmigung ihrer vorgesetzten Behörde vernommen Ja, ich kann darin nichts weiter thun, daran ist die Aufsichtsdie nöthige Befferung noch nicht eingetreten ist. Glaubt der werden. Diese Genehmigung, heißt es weiter, darf nur versagt behörde schuld, ich kann mich darein nicht mischen. Die UnterHerr, daß z. B. die Herren Bischöfe, die im Gefängniß saßen, werden, wenn die Ablegung des Zeugnisses dem Wohle des fuchungsgefangenen sind dem Schutze des Richters unterstellt, durch die Kerkerstrafen gebessert sind? Wie lange müßten diefe Reiches oder eines Bundesstaates Nachtheile bereitet. Ich habe und derselbe Richter kann diese ungesetzlichen Maßregeln nicht Herren ſizen, um im Sinne des Gesetzes gebeffert zu werden, in vielen Fällen gefunden, daß dieser Paragraph die Handhabe verhindern. Ich habe einmal einem Untersuchungs- Gefangenen und wenn die Sozialdemokraten sizzen sollen, bis sie sich gebessert bietet, um die Wahrheit zu verhüllen. Dies gilt besonders von den Heine zugeschickt. Das wurde als eine unzweck haben, dann werden sie schwarz!( Heiterfrit.) Dagegen meine einer Reihe von Sozialistenprozessen. Ich habe mich wiederholt mäßige Lektüre zurückgewiesen. Eine Beschwerde einzureichen ich mit dem Abg. v. Buol, daß eine Aenderung bezüglich der gefragt: Wie kann der preußische Staat oder das Reich dadurch ist in den meisten Fällen gar nicht möglich. In drei Fällen in ausbleiben. würde. Theater. Deutsches Theater. Donnerstag, den 29. Januar. Zum ersten Male: Ehrbare Mädchen( Le vergini). Schauspiel in vier Aufzügen von Marco Praga. Deutsch von Otto Sommerstorff. Wie können die Töchter einer deklassirten Familie unter die Haube gebracht und versorgt werden? Füßen zu stehen. " überin Auch in der Charakterisirung der Hauptpersonen fehlen die feineren, tieferen Züge. Der melancholische Liebhaber zeigt kein individuelles Gepräge und selbst bei Paolina wird die besondere Entwickelung, die sie im Gegensatz zu ihren Schwestern genommen, als Thatsache hingestellt, aber nicht analysirt. Am besten ist dem Dichter die Schilderung der Mutter und der kleinen, lebenslustigen Nini gelungen: die jüngste Schwefter tritt ganz zurück. in das Wesen ihrer Familie und verabscheut es. Sie lebt ganz Der Sprache, welche die einzelnen Menschen im Stück reden, zurückgezogen. Da begegnet ihr ein junger Mann, der ihr anders fehlt die frische Natürlichkeit. Die Sätze sind zu sorgfältig ge= erscheint, wie die anderen, die im Hause verkehren. Seine schwer rundet und abgewogen. Zwar ist, soweit ich mich erinnere, der Monolog vermieden, müthige Scheu ist weit entfernt von der Frivolität seiner Kameraden. Die zarte Achtung, mit der er sie behandelt, entzückt dafür wird aber fleißig bei Seite" gesprochen, damit im lieben ihr Herz. Aber soll sie nicht seine Werbung zurückweisen? Muß Publikum selbst deu Schwachen im Geiste Sinn und Absicht flar werde. er nicht ihre Familie verachten und sie mit, die sie zudem...? Auch der aus der französischen Komödie Aber er beschwört sie, sein Weib zu werden; sie wollen nommene, geistreich frivole Raisonneur fehlt nicht Der Vater, ein Beamter oder Arzt, ist gestorben. Er hat Mailand verlassen und irgendwo in der Verborgenheit leben. dem Stüde. Es ist so angenehm und bequem, eine Person zu tein Vermögen hinterlassen, oder ein so geringes, daß es in Was hinter ihr liegt, wird vergessen sein. Und sie glaubt an befizen, die stets zur Stelle ist, wenn eine Aufklärung und Erden Jahren, wo die Mädchen heranwuchsen, verzehrt worden diese Möglichkeit, glaubt daran in dem Glück ihrer ersten Liebe klärung erforderlich wird. Freilich, künstlerisch ist es nicht. Leben die Familie wurzelt ganz in ven Anschauungen und und giebt ihm ihr Jawort. Lebensgewohnheiten mittleren Bürgerthums. Die Töchter find Die Hochzeit ist festgesetzt. Die Mutter ist im siebenten noch ein Schablone erzogen worden; sie haben alles und Simmel, und die Schweſtern nur ein wenig verwundert, daß noch einiges gelernt, aber nichts, was sie befähigte, auf eignen die zurückhaltende Paolina die Erste von ihnen sein soll, die einen Sie sind an bescheidenes Wohlleben, an Mann kriegt. Aber die Arme kann nicht zum Glücke kommen. Toiletten gewöhnt. Sie haben Hände, die viel zu weiß und zart Zwischen ihr und dem Geliebten steht ein drohendes Hinderniß find, um harte Arbeit zu verrichten. Sie bedürfen des Ernährers. aufgethürmt, dessen dunkle Schatten sich nicht verscheuchen lassen Leben und das Leben der Mutter. Wie bekomme ich am schnellsten Wer aber soll sie heirathen? Um diese Frage dreht sich ihr und sie martern, martern Paolina ist die Einzige unter den Schwestern, die nicht wohlhabende Männer für meine Töchter? Jungfrau ist. Nicht durch ihre Schuld ist sie gefallen: als siebenUnd nun beginnt eine tragische Männerjagd, tragisch, weil zehnjähriges Mädchen hat sie der älteste Hausfreund der Familie Mutter und Töchter dabei innerlich verlumpen müssen, tragisch, verführt. Als nun die Mutter in ihrer Unwissenheit gerade ihn, weil sich im besten Falle doch nur Trottel fangen lassen. den Verführer, zum Trauzeugen bestimmt, gesteht sie ihrem VerMarco Praga ist, wenn ein Urtheil nach diesem einen, zuerst Alles wird auf den Schein eingerichtet. Das Haus steht lobten die Wahrheit. in Deutschland bekannt werdenden Drama gestattet ist, zwar kein offen wie ein Heirathskomtoir. Die jungen Männer gehen Er bricht unter diesem Schlage zusammen. Er hat nicht die Dichter ersten Ranges, wohl aber ein Mann, der genug Begabung ein und aus. Sie amüsiren sich mit den jungen Mädchen aber Kraft, dem Urtheil der Welt zu troßen und verläßt sie. besitzt, um sich aus dem Bann der Konvention zu befreien. Wer es fie lachen, soweit sie Verstand besitzen, über den Gedanken, sie zu Noch einmal treibt ihn seine Leidenschaft zu ihr zurück. Kann versteht, einen so bedeutsamen Stoff, wie es die„ Ghrbaren heirathen. Was würde man" dazu sagen? sie nicht sein Weib werden, sie soll ihm doch als Geliebte folgen. Mädchen" immerhin sind, zu sehen und resolut zu ergreifen, Nicht, daß die jungen Damen Stoff zu übler Nachrede gäben. Was sie vorher vielleicht gethan hätte, nun weist sie es ſtolz kann auch die Kraft erreichen, ihn dichteriſch ganz zu durchBewahre: fie wissen genau, wie weil sie zu gehen haben. Sie zurück. Jetzt, wo sie ihm die Wahrheit bekannt hat, fühlt sie sich bringen und ihm die Fülle warmen Lebens zu geben. Hoffent lich ist für Praga dieses Drama nur eine Stufe. un- ihm gleich, und sie empfindet seinen Wunsch als Beleidigung. zu zu lustig, Verehrern. Man darf Die Familie packt die Koffer, denn in Mailand ist nichts Teresina Geßner gab die Paolina. Die Leistung der Künsterin, genirt wenig find luftig, vielleicht ein im Berlehr mit ihren nicht wagen, In seinem Aufbau ist das Drama etwas zu breit gerathen. Im zweiten und und dritten Akte erlahmte das Interesse der Zuschauer sichtlich. Doch wurde der Dichter nach jedem Akte mehrmals gerufen. ihnen Geschenke Zu machen; höchstens mehr zu holen; die zweitälteste Tochter, die muntere Nini, will an welche man die höchsten Anforderungen zu stellen gewohnt ist, darf man ihnen Bonbons mitbringen. Und will man ihnen sich der Operette zuwenden, und die Jüngste, Selene, stellt sich befriedigte mich nicht ganz. Sie nahm die Rolle von vornherein Seide zu einer Robe schenken, so nehmen sie sie nur, wenn sie unter den Schutz des Marquis Boppi, eines lächerlichen Greises, zu Tarmoyant. Das schmerzdurchwühlte Gesicht, die Stimme, die erfahren, daß der Geber sie durch einen ganz besonderen Zufall der sie am Ende heirathen wird. Während die Familie sich also nach verhaltenen Thränen flingt, waren schon im ersten Aki bei direkt aus Japan oder China erhalten hat. aufmacht, um ein neues Feld für die Männerjagd aufzusuchen, ihr vorhanden und begleiteten sie bis zum Schlusse. find nicht unerfahrene Dinger, die den Werth dieser anatomischen Und die Hauptsache ist: die Mädchen sind Jungfrauen. Es scheidet Paolina von ihrem Geliebten. dieser dunkle Grundton ihrer Darstellung verwischte die Die Vorzüge des Stücktes liegen nicht in seiner Technik. feineren Linien in der Wiedergabe seelischer Bewegungen. Freilich Thatsache unterschätzen. Sie wissen genau: wollen sie geheirathet sein, Sie ist alt und schablonenhaft. Marco Praga gilt als einer war der Abstand zwischen ihr und ihrem Partner, Herrn Barthel, muß diese einzige Mitgift dem Bersorger ungeschmälert erhalten der Grſten unter den italieniſchen Veriften. Er ist Naturalist auch so noch recht bedeutend, der über hohle Deklamation nicht in der scharfen Zeichnung des Milieu, aus dem seine Personen hinaustam. Herr Nissen gab den Raisonneur gewandt und wirSo schildert Praga die Familie Tosst, und es ist eine hervorwachsen, der Umgebung, durch die ihre Handlungen ver- kungsvoll, Frau Carlsen war eine ausgezeichnete Mutter, Herr typische Schilderung, die er bietet. Die dramatische Bewegung ständlich werden. Er steckt aber in der Führung des Dialoges, Kühle bestand siegreich die große Gefahr, den Marquis Zoppi zu des Stoffs erhält er durch folgende Entwicklung. in dem Aufbau der Szenen, in den Hilfsmitteln, die er benutzt, einer Karrikatur werden zu lassen, und Fräulein Elsa Lehmanu Paolina Tossi, die älteste der drei Schwestern, sieht am Tiefsten noch ganz in der alten Schule. war die munterste, natürlichste Nini. bleiben. Das ist ihr Haffinement. Curt Baate. m g 10 ge te DI FERGUSON SOFER ge fe fo if 1 ST 11 b D 81 20 2 n einem einzigen Monat bin ich verhindert worden, mit dem Unter-| wöchentlich 24,60 m., während die Privatdruckereien auf Grund hierzu nöthige Berechnung die Verzögerung veranlaßt hat, konnten fuchungsgefangenen zit sprechen. Ich habe davon abgesehen, des vereinbarten Tarifes 25,60 M., also 1 M. mehr bezahlen. wir nicht ermitteln. Es will uns aber scheinen, als ob die disziplinarische Bestrafung direkt zu beantragen, weil ich mir Durch Ueberstunden kommen die Getzer in der Reichsdruckerei Beamten dieser Staatsfabrik von den Bedürfnissen und Verhält sagte, die unteren Beamten sind gebunden durch das Reglement allerdings bis auf 32 M. wöchentlich. Es ist aber bezeichnend, nissen der Arbeiter schlecht unterrichtet sind, sonst könnten sie der oberen Beamten. Das Reglement des preußischen Justiz- daß sie sogar am Sonntag während des Gottesdienstes arbeiten wissen, daß solche Verzögerung der Löhnung für diese Leute einen ministeriums für die Gefängnißverwaltung steht nicht im Einklang müssen. Schließlich bleiben ihnen nach Abzug der üblichen Bei- großen Schaden darstellt. Musteranstaltlich scheint uns dies Vers mit den Bestimmungen der Strafprozeß- Ordnung. Mag der träge für den Unterstützungsverein u. f. w. nur 20 M. übrig. fahren gerade nicht zu sein. Untersuchungsgefangene schuldig sein oder nicht, so lange er noch Wenn man nun die Ausgaben für Miethe, Kleidung, von Bon anderer Seite wird uns aus der Gewehrfabrik berichtet: nicht verurtheilt ist, darf seine Freiheit nur beschränkt werden, so Krankheitsfällen gar nicht zu sprechen, in Betracht zieht, so ist In der Gewehrfabrik zu Spandau kommt es des Defteren weit es der Zweck der Haft und die Aufrechterhaltung der Ord- der Lohn als ein erbärmlicher zu bezeichen. In Bezug auf die vor, daß das elektrische Licht nicht allen Anforderungen, welche nung erfordert. Beschwert sich z. B. ein Arbeiter, so muß er erst sogenannten Ausgelernten ist das Mißverhältniß zwischen der an die Beleuchtung der Räume gestellt werden, entspricht und das den langen Instanzenzug durchmachen; er geht schließlich an den Reichsdruckerei und den Privatdruckereien noch größer. Diese Gas zu Hilfe gezogen werden muß. Für das so nebenbei im Kaiser, und wenn das Alles nichts hilft, kommt er zu den Sozial- Ausgelernten erhalten pro Woche 18 M., in den Privat- Interesse des Etablissements, nicht des Arbeiters, verbrauchte Gas demokraten, und wenn diese ihm sagen:" Da ist nichts zu machen", druckereien 25,65 M. Geheimrath Busse hat verschiedenen Vor- zieht nun der Meister Kemnih jedem der bei ihm beschäftigten so fängt die Sache wieder von vorne an. Schließlich kommt der standsmitgliedern unseres Unterstüßungsvereins mitgetheilt, diefer 60-66 Arbeiter am Ende des Monats 2,30 M. ab. Wie er Staatsanwalt auf den Gedanken:„ Sollte das nicht ein Lohn sei deshalb so gering bemessen, damit die jungen Leute diesen Abzug rechtfertigen will, das begreife ein Anderer, wir Querulant sein?" Der Mann wird angeklagt und das Ent- einmal herausgehen und sich den Wind um die Nase wehen nicht. Eine über dieses Vorgehen des betreffenden Meisters von mündigungsverfahren gegen ihn eingeleitet. Nun noch einen lassen. Nun giebt es aber zur Zeit in feinem Stande den Arbeitern an die Direktion eingereichte Beschwerde ist frucht fleinen Fall: Es wurde ein Mann angeblich wegen Geheim- mehr Arbeitslose als unter den Buchdruckern, und und die los geblieben. Dies ist umsomehr unverständlich, wenn man in bündelei zu sechs Monaten Plößensee verurtheilt und gezwungen, Ausgelernten der Reichsdruckerei hüten sich wohl, die Arbeit zu Betracht zieht, daß dererlei Abzüge von keinem der anderen die eiserne Maske zu tragen. Der Mann stellte vor, daß seine verlassen. Diese jungen Leute bekommen also 7,65 M. weniger Meister des Etablissements gemacht werden. Vom Meister Kemniz Lunge krank sei und er durch die Maske an der freien Athmung als ihre Kollegen in den Privatdruckereien. Da ist es kein Wunder, wurde auch schon im vorigen Winter in der angegebenen Weise verhindert werde. Er bat, daß man ihm die Maske abnehme. daß die Reichsdruckerei über 1 Million Einnahmen erzielt und seinen Arbeitern der Lohn geschmälert. Der Abzug betrug aber Ich richtete nun an den Justizminister in Preußen in dieser Be- der Privatindustrie Konkurrenz machen kann. Geheimrath Busse blos 50 Pfg. bis 1 M. Jedenfalls zeigt der Umstand, daß Derziehung ein Gesuch, weil ich mir sagte: ehe der Staatsanwalt soll sich deshalb ablehnend gegen den in den Privatdruckereien artiges überhaupt in einem Staatsbetriebe vorkommen kann, das geantwortet hat, ist der Mann mit irgend einem Uebel schon be- üblichen Tarif erklärt haben, weil der Generalpostmeister von, daß derselbe noch lange nicht dem Ideal einer Musterhaftet. Der Justizminister gab die Sache zur Entscheidung an v. Stephan damit nicht einverstanden ist. Ich bitte darüber um werkstatt gleichkommt. den Ober- Staatsanwalt, und dieser erwiderte mir: Ew. Wohl- Auskunft. Der Konferenz des Unterstützungsvereins mit den begeboren sind gar nicht berechtigt und legitimirt dazu, die Be- treffenden Behörden hat u. a. auch Herr Klinkhardt als Vertreter Ein Nachtheil der Altersversicherung für die Arbeiter schwerde zu führen. Nun hatte ich in dem Prozesse nicht nur der Prinzipale und Herr v. Berlepsch beigewohnt. Insbesondere stellt sich bereits heraus. Derselbe besteht darin, daß der Arbeit vertheidigt, sondern auch Gelegenheit gehabt, eine schriftliche anerkennt Minister v. Berlepsch, daß der allgemeine Buchdrucker- geber für den von ihm zu zahlenden Beitrag für die Versicherung Vollmacht einzureichen. Ich möchte an die Reichsregierung die tarif ein fehr geeignetes Mittel ist für die Regelung des den Lohn fürzt. Beispielsweise haben einige Schuhmachermeister, Bitte richten, dafür zu sorgen, daß im Interesse einer einheitlichen Arbeitsverhältnisses zwischen Unternehmern und Arbeitern. um sich für die ihnen auferlegten Beiträge zu entschädigen, Lohns Rechtsprechung die Behörden angewiesen werden, bevor sie irgend Ich muß deshalb wünschen, daß Herr v. Berlepsch den herabsehungen vorgenommen, welche die Höhe des Beitrags noch eine Verfügung erlassen, wenigstens die Aften einzusehen; sie Herrn v. Stephan bekehrt. Heute besteht eben zweierlei übersteigen. So bietet die Versicherung den bequemen Vorwand hätten in diesem Falle gesehen, daß eine schriftliche Legitimation Maß: Der Generalpostmeister und seine Beamten sind zu Lohnreduktionen. Andere Arbeitgeber machen sich die Sache vorhanden war. Ferner bitte ich, daß man politischen Gefangenen gegen den Tarif, Herr v. Berlepsch wünscht, daß der all noch einfacher und ziehen dem Arbeiter gleich den vollen wöchent nicht eine Maske anlegt, wie es vielleicht bei Dieben und anderen gemeine Buchdruckertarif weiter eingeführt wird. Vieles hat sich lichen Beitrag für die Versicherung ab. Dazu find fie natürlich Verbrechern nothwendig ist. allerdings in neuester Zeit in der Reichsdruckerei geändert. Vor nicht berechtigt; sie haben dem Arbeiter nur die Hälfte abzuziehen. Staatssekretär v. Oehlschläger: In Bezug auf§ 53 der einigen Jahren durften die Arbeiter der Reichsdruckerei nicht ein- Es sind uns mehrere solcher Fälle mitgetheilt worden; einer Strafprozeß- Ordnung wegen Mißbrauchs der Amtsgewalt hat mal ihr Fachblatt lesen. Mißstände bestehen aber heute noch in davon betrifft eine große Bigarrenfabrit in Schlesien, die hier der Reichskanzler bisher noch keine Erfahrung gemacht; es ist sofern, als nur ein kleiner Prozentsatz der Drucker in der Reichs- eine Filiale hat, andere beziehen sich auf hiesige Arbeitgeber. Ja noch keine einzige Beschwerde an ihn gekommen. Wegen der Druckerei dem allgemeinen Buchdruckerverein angehört. Diejenigen, diesen Fällen ist eine Anzeige bei der Polizei am Platz. Manch Anklagen gegen die Staatsanwälte hat der Vorredner die Ant- welche in der Reichsdruckerei gelernt haben, erhalten ein ganz mal hütet sich der Arbeiter allerdings, die Anzeige zu machen, wort sich selbst gegeben. Der Antrag ist an die Ober- Staats- geringes Gehalt und erst in langen Beiträumen kleine Zulagen, weil dies die Lösung des Arbeitsverhältnisses zur Folge haben anwälte zu richten, denen das Abstellungsrecht zusteht. Auf die so daß die meisten Gehilfen noch weit schlechter gestellt sind, als würde. Befürchtet man dies, so bringe man eine solche WiderEinzelbeschwerden fann ich nicht eingehen, weil es sich um Einzelrechtlichkeit der Unternehmer zur Kenntniß der gewerkschaftlichen heiten des Strafvollzuges handelt, welcher in den Einzelstaaten Organisationen. liegt und nicht einheitlich geregelt ist. Das Gehalt des Staatssetvetärs wird genehmigt. Zur Ausarbeitung des bürgerlichen Gesetz buch es sind 200 000 m. ausgeworfen( 80 000 m. mehr als wie bisher). Abg. Hahn( dk.) bedauert, daß ohne sichtlichen Grund die Regelung des Wasserrechtes aus dem bürgerlichen Gesetzbuche weggeblieben ist; er hofft, daß in der bevorstehenden zweiten Lesung diese Lücke noch ausgefüllt werden wird. Der Titel wird bewilligt. Als einmalige Ausgabe find 650 000 M. für das Reichsgerichts- Gebäude gefordert. Auf eine Anfrage des Referenten Abg. Hartmann er flärt der Staatssekretär v. Dehlschläger, daß der Bau innerhalb der anschlagsmäßigen Zeit fertig werden, daß der Umzug zum 1. Ottober 1895 erfolgen könne. Die Ausgaben werden bewilligt. Damit ist der Etat ber Justizverwaltung erledigt. Es folgt die Fortsetzung der Berathung des Etats der Postverwaltung. Bei den Ausgaben für die Betriebsverwaltung bittet Abg. Hartmann um eine Ausbesserung der Gehälter der Postdirektoren, die von der Erhöhung durch den Nachtragsetat nicht getroffen seien. in jeder Privatindustrie. Direttor im Reichspostamt Dr. Fischer: Ein Widerspruch zwischen dem Staatssekretär des Reichspostamts und dem Herrn v. Berlepsch besteht nicht; Beide stimmen darin überein, daß sie Glücklich ist die neueste Form der geistigen Be nach Möglichkeit für die ihnen unterstellten Arbeiter sorgen. Ob der fämpfung" der Sozialdemokratie zu Wege gebracht worden. Sohn nach dem Buchdruckertaris bemessen wird oder nicht, ist vollstän- Diese Erfindung gebührt dem liberalen" Handwerkerverein. In big gleichgiltig. Die Frage ist nur, ob die Löhne niedriger sind als in der bessen Räumlichkeiten in der Sophienstraße ist letthin ein Tanz Privatindustrie; und das muß ich bestreiten. Die Ueberstunden abend arrangirt worden, welcher gleichzeitig mit deflamatorischen fönnen nicht so leicht vermieden werden, weil es nicht möglich Vorträgen begleitet war. Bon Jubelgeschret über den großartigen ist, jeden beliebigen Arbeiter in der Reichsdruckerei zu beschäftigen. Tanz wimmeln nun die liberalen, Freisinnigkeit vorheuchelnden Es gehört dazu eine gewisse technische Vorbildung. Zur Ber- Blätter. Der Besuch soll ein ganz guter gewesen seines gab meidung der Sonntagsarbeit sind die Behörden, welche die umsonst ein Tanzvergnügen und getanzt soll auch in leidlicher Reichsdruckerei mit Aufträgen versehen, gebeten worden, ihre Form worden sein, feine revolutionäre Bewegung hat sich geltend Aufträge so einzurichten, daß die Sonntagsarbeit vermieden wird. gemacht beim Tanzen natürlich. Also ein glänzender Erfolg. ( Beifall rechts.) Zwar ist noch nicht ganz genau festgestellt, aus welchen Bevölfe das schadet nichts, der Anfang in der geistigen" Bekämpfung ist gemacht; wenn erst die Thatsache bekannt wird, daß es kosten rungstreifen sich die Mehrzahl der Anwesenden rekrutirte, aber freien Tanz giebt, tommen schließlich mehr und mehr Leute hinzu freien Tanz giebt, tommen schließlich mehr und mehr Leute hinzu und diese lernen dann allmälig deutsch, freisinnig" tanzen Abg. Singer( Soz.): Es wäre richtiger gewesen, wenn der Herr Staatssekretär, ohne unsere Anregung abzuwarten, zu jenen Abg. Singer( Soz.): Es wäre richtiger gewesen, wenn der Ersuchen an die Reichsverwaltungen gelangt wäre. Ohne Wider spruch der Regierung ist in der Budgetkommission festgestellt, daß in der Reichsdruckerei die Gehilfen den Anordnungen bezüglich der Sonntagsarbeit unbedingt Folge leisten müssen. Dadurch wird also Auf halbem Wege. Es fehlt in den Kreisen der Bourgeoisie der freie Arbeitsvertrag von vornherein illusorisch. Wenn die in nicht an Leuten, welche den einen oder den anderen von den der Reichsdruckerei üblichen Ueberstunden sich auf ein geringes Maß zahllosen Mißständen unserer gegenwärtigen Gesellschaftsordnung beschränken würden, hätte Niemand Klage erhoben. Leider haben einsehen und den aufrichtigen Wunsch haben, an seiner Bedieselben einen allzu großen Umfang angenommen. Es wäre feitigung mitzuarbeiten. Aber leider bleibt es in der Regel bei also richtig, entweder mehr Leute und Maschinen anzustellen bem bloßen Wunsch. Er verwandelt sich selten in ein ernstliches oder nicht mehr Aufträge anzunehmen, als das vorhandene im überhaupt unfähig ist, die durch die selbst geschaffenen und allerdings vor den Postdirektoren mit der Gehaltserhöhung ab vereins in der Reichsdruckerei eingeführt ist oder nicht, ist durch durch lange und hartnäckige Bertheidigung befestigten Zustände Direktor ini Reichspostamt Fischer: Der Nachtragsetat hat Material leisten kann. Ob der Tarif des Allgemeinen Buchdrucker- Streben, und noch seltener bewirkt er die That, weil die Bourgeoisie geschnitten; so ist es gekommen, daß diese in manchen Fällen aus nicht gleichgiltig. Nachdem einmal ein beide Theile be zu ändern. weniger Gehalt haben, als die ihnen untergeordneten Beamten. friedigender Tarif aufgestellt ist, sollte auch die Reichsdruckerei Jeder, der sich ernsthaft mit der sozialen Frage bes Diesem Uebelstande muß abgeholfen werden. im Interesse des sozialen Friedens den Tarif annehmen. Man schäftigt, fommt manchmal sehr wider seinen Willen, so daß Bei den Ausgaben für Postagenturen weist Abg. v. Meyer- hat ferner eine Anzahl von Leuten aus dem bisherigen Lohnzu der Erkenntniß, daß unsere er feineswegs davon erbaut ist, Arnswalde darauf hin, daß die Postagenturen nur 600 m. er verhältnisse in ein sogenanntes festes Gehalt gestellt und führt heutige Gesellschaftsordnung verrottet, und eine Heilung nur von halten, während sie durch ihren verantwortlichen Dienst an ihre hier dieselben Vorzüge an, wie bei den Bostbeamten auf Wider vollständiger Umgestaltung auf sozialdemokratischer Grundlage zu Stelle gebannt find. Diese Entschädigung sei nicht ausreichend; ruf. Während nun die bisherigen Arbeiter Ueberstunden und erwarten ist. Wer den Muth hat, die Erkenntniß in die That man müßte den Postagenten mindestens die Anwartschaft des Sonntagsarbeit besonders vergütet betamen, wird dies den mit umzusetzen, schreitet weiter und schließt sich der Sozialdemokratie Gindrückens in das Postamt einräumen, wenn sich dasselbe aus festem Gehalt Angestellten nicht zu Theil. Man hat dafür auf an. Von der Bourgeoisie haben diesen Schritt, obgleich sich auch einer Postagentur entwickele. die Stellung der Beamten in anderen Ressorts hingewiesen. Es bei ihr die Erkenntniß bereits Bahn zu brechen beginnt, bisher nur Staatssekretär v. Stephan: Die Postagenten haben aus An- handelt sich hier aber nicht um Beamte, sondern um Arbeiter, wenige gethan. Die Zaghaften tehren auf halbem Wege um und laß des Nachtragsetats eine Bulage erhalten; sie sind unter die Vorabeiter, Werkführer u. dergl. Es müßten mindestens diesen lassen es ganz und gar. Die Schwindler, die nur ihr eigenes Intereffe Beamten eingereiht, zu denen sie gehören; über diesen Rahmen kann Beamten die Ueberstunden und die Sonntagsarbeit vergütet verfolgen, gehen weder vorwärts noch rückwärts. Sie bleiben auch man sie nicht hinausheben. Ob sie eine weitere Besoldungs- werden. Ich glaube, daß auch der Reichstag es nicht billigen nicht stehen, sondern schlagen sich seitwärts in die Büsche und wererhöhung erhalten lönnen, hängt davon ab, ob auch den wird, wenn die Reichsbetriebe ihre Macht dazu benutzen, Arbeiter ben- Sozialreformer". Sie wissen die große Zahl derer, die anderen Beamten Erhöhungen der Besoldung gewähre werden zur Leistung von Sonntagsarbeit zu zwingen und die Umwand- noch nicht zur Erfenntniß gekommen sind, mit sich auf ihren lung der Arbeiter in Beamte dazu zu benußen, Ueberstunden und Schleich weg zu locken und gründen mit ihnen zusammen einen Bei den Ausgaben für Vervollständigung der Telegraphen- Sonntagsarbeit unentgeltlich zu verlangen. werkthätigen" oder„ gemeinnützigen" Verein. Und die Lösung anlagen bemertt Direktor Fischer: Zur Sonntagsarbeit wird kein Arbeiter ber sozialen Frage ist wieder um einen Schritt hinausgeschoben Staatssekretär v. Stephan, daß die erhebliche Vermehrung gezwungen, auch ist wegen Verweigerung der Sonntagsarbeit pardon! näher gerückt. der Ausgaben der Post- und Telegraphen- Verwaltung darauf noch kein Arbeiter entlassen worden. Die Reichsdruckerei hat beruhe, daß die Zahl der Telegraphenstationen erheblich ver- Betriebsbeamte übernommen aus früherer Zeit und nicht Armehrt worden ist; es bestehen deren jetzt 11 200. Neue Telegraphen beiter in Beamte umgewandelt. Diese Betriebsbeamten erhalten Bourgeoisie. Er ist vor zwei Jahren begründet worden Tinien seien eingerichtet worden, so z. B. eine direkte Linie nach für den Sonntagsdienst eine Remuneration; sie haben auch einen und hat fich die Aufgabe gestellt, die Prostitution Rom über den Brenner; das Kabel nach Helgoland ist ver- mehrwöchtlichen Urlaub unter Fortbezug ihres Gehalts. dadurch zu bekämpfen, daß er den alleinstehenden Mädchen bessert; neu gelegt sind Kabel von Sansibar nach Bagamoyo Abg. Schmidt( Sachsen): Daß die Reichsdruckerei feinen ein eigenes Heim bietet und das Schlafstellenwesen mit seinen Ge und Dar- es- salam. Telegraphengebühren- Ermäßigungen sind im 3wang bezüglich der Sonntagsarbeit ausübt, ist richtig; fahren für die Sittlichkeit möglichst beseitigt. Im vorigen Jahre dreißig Betten eröffnet worden. Laufe des letzten Jahres mehrfach durchgeführt worden und stehen aber bei dem niedrigen Lohne sind die Arbeiter eben gezwungen, ist das erste Heim mit Die Mädchen wohnen dort noch bevor, so z. B. im Verkehr mit Frankreich und Rußland. Ueberstunden zu machen. Als Fachmann habe ich selbst ein zweite soll am 1. Februar folgen. Redner führte dann an, daß für die elektrotechnische Ausstellung Interesse daran, daß der allgemeine Buchdruckertarif in der zwar besser, aber was von außerordentlicher Wichtigkeit ist! ebenso theuer oder noch theurer als in einer Schlafstelle. der Kraftübertragung Reichsdruckerei eingeführt wird. Der Widerspruch zwischen Herrn wenn der Verein jedes Jahr ein Heim mit 30 Betten eröffnete, in Frankfurt ein Experiment mit gemacht werden soll. Die Kraft des Wasserfalls bei Lauffen soll von Berlepsch und Herrn von Stephan ist nicht wegzu- so würde er in 100 Jahren noch nicht den zehnten Theil aller wegzu- Wenn in Stärke von 300 Pferdekräften nach Frankfurt übertragen und leugnen. dort für alle möglichen Zwecke verwendet werden. Die Versuche Direktor im Reichs- Postamt Fischer: Ich kann die Be- alleinstehenden Mädchen Berlins unterbringen können, vorausmit der Uebertragung hochgespannter Ströme seien in Derliken in der Schweiz gemacht worden und vollständig geglückt. Bei den Ausgaben für Vergütung an auswärtige Post- und Telegraphen- Unternehmungen u. f. w. weist der Referent Abg. Scipio darauf hin, daß in der Kommission Mittheilung gemacht worden sei von der Einrichtung neuer deutscher Postanstalten in überseeischen Plägen, darunter auch in den deutschen Kolonien; diese letteren haben infolge der subventionirten Dampferlinien einen recht erfreulichen Verkehr gehabt. fönnen. Staatssekretär v. Stephan: Ich will dabei bemerken, daß die Kosten für die subventionirten Dampferlinien nicht aus diesem Titel, sondern aus dem Etat des Reichsamts des Innern bezahlt werden. Abg. Bamberger: Mit Rücksicht auf diese Bemerkung kann ich mich darauf beschränken, Protest einzulegen dagegen, daß der Referent ein Loblied auf die subventionirten Dampferlinien hier vorträgt. Ich nehme an, daß es nicht im Auftrage der Kommission geschehen ist. hauptung, daß die Reichsdruckerei niedrigere Löhne zahle als die Privatindustrie nicht unwidersprochen lassen. Wenn ich hier noch mals auf das Ginzelne eingehe, solle man doch aus meinem Schweigen nicht schließen, daß die Klagen begründet sind. Der Titel wird bewilligt. Desgl. ohne Debatte der Rest des Etats der Reichsdruckerei. Schluß 5/2 Uhr. Nächste Sigung Dienstag 1 Uhr. ( Etat des Auswärtigen Amts; Gesezentwurf, betreffend die oft afrikanische Schußtruppe.) Lokales. 1 Der Verein Jugendschutz" ist eine solche Gründung des Das gesetzt, daß sich die Einwohnerzahl bis dahin nicht vermehrt hätte. Bum Glück wird aber seine Mitwirkung bei der Lösung der Proftitutionsfrage dann überhaupt nicht mehr nöthig sein. Der Geist, welcher in dem Verein waltet, ist am schärfsten ausgeprägt in der Vorsitzenden Frau Rechtsanwalt Bieber- Böhm. Sie gehört zu den aufrichtig Wünschenden. An ernstlichem Streben ist sie bisher immer noch durch die engen Schranken, welche ihr die Zugehörigkeit zur Bourgeoisie zieht, gehindert worden. Ihre Befangenheit in den vorurtheilsvollen Anschauungen oder Bourgeoisie und ihre vorläufige Unfähigkeit, Ersprießliches zu Teisten, zeigt sich gerade in der Art, wie sie die Prostitutionsfrage behandelt. In der letzten Sigung sprach sie über die verschiedenen Berufsarten, welche den Frauen gestattet oder verboten sein sollen. Sie stellte allen Ernstes die Frage auf:" Haben die Frauen das Recht für ihre Erhaltung zu sorgen, wenn Andere das nicht Pünktliche Lohnzahlung ist das gute Recht des Arbeiters thun?" Natürlich dachte sie dabei an die Bourgeoistöchter, und die gefeßliche und moralische Pflicht des Unternehmers. denen der Zutritt zu den gelehrten Berufsarten in Deutschland Eigentlich sollten die Lohnzahlungen nicht in längeren als immer noch verboten ist. Einige unter dem Publikum anwesende wöchentlichen Zwischenräumen erfolgen, denn die Lebenshaltung Führerinnen der Arbeiterinnenbewegung hatten sich bei jener des Arbeiters ist auf eine längere Wartezeit nicht eingerichtet. Frage verblüfft angesehen. Sie hatten wahrscheinlich an die Eine Musteransialt in Spandau, die dortige Gewehrfabrit, zahlt Proletariertöchter gedacht, denen das Recht", in die Spinnerei ihre Löhne gewöhnlich am 8. und 23. jedes Monats. Bei der oder in die Zigarrenfabrik zu gehen," bisher noch niemals von Lohnzahlung am 8. d. M. scheinen aber ganz besondere Schwierig- der Bourgeoisie bestritten worden ist. Die Prostitution, die " Schandgewerbe" nannte, aber trotzdem feiten obgewaltet zu haben, denn ohne eine besondere Mittheilung sie ein und ohne ein Wort der Entschuldigung erhielten die Arbeiter am gegenwärtigen Berufsarten" der Frauen, wenn 8. d. M. nichts und erst am 9. wurde gezahlt. Außer dem bisher den zu verbietenden, zu verbietenden, rechnete, bekämpfte Frau B. stets vom Lohne gekürzten Kranken- und Invalidengelde wurde sittlichen Gründen. Die Gründe, aus denen dieses„ SchandAbg. Schmidt( Sachsen) über die niedrigen Löhne der Setzer den Arbeitern diesmal auch der Beitrag für die Alters- und gewerbe" so sehr blüht, gab sie nicht an. Fast schien es, als bei der Reichsdruckerei: Die Reichsdruckerei zahlt den Segern Invaliditätsversicherung mit 30 Pf. vom Lohn gekürzt. Ob die wolle sie die" Unfittlichkeit" der Mädchen dafür verantwortlich Referent Abg. Scipio: Ich habe nur mitgetheilt, was in der Kommission ebenfalls mitgetheilt worden ist. Damit sind die laufenden Ausgaben erledigt. Bei den ein maligen Ausgaben werden je 50 000 M. für ein Postgebäude in Aachen und Liegnitz abgesetzt; die ersten Raten von 80 000 M. für das Postgebäude in Brandenburg und von 62 500 M. für das Postgebäude in Northeim werden gestrichen. Bei dem Etat der Reich 3druckerei, Ausgabetitel ,, Löhnung für Setzer u. s. w." beklagt sich zu den auch zu aus Gerichts- Beitung. " machen; wenigstens behauptete sie bei Besprechung des Ammen-| Während sonst hier in Berlin mit einer fast fteberhaften Haft eines Schlofferhammers auf den Kopf geschlagen, als sie die von wesens, daß viele Mädchen durch das bequeme Leben, das den und rasender Schnelligkeit gearbeitet wird, sah man auf der dem Unbekannten gemachten Bestellungen auf einen Bettel niederAmmen bereitet werde, geradezu zur Unzucht verleitet würden, Durchbruchsstelle höchstens ein Dutzend Leute( einmal sollen es schreiben wollte. Der Thäter, welcher es unzweifelhaft auf einen und daß sicherlich schon manche ihr Kind getödtet habe, um dann freilich sogar 15 gewesen sein) mit unzerstörbarer Gemüthlich- Raubmord abgesehen hatte, entkam durch die Flucht. Abends Amme werden zu können. Frau B. glitt über die ganze feit und Seelenruhe Erde karren und Mauerwerk auf- wurde eine Frau an der Ecke der Frankfurter Allee von einem Prostitutionsfrage sehr flüchtig hinweg, sicherlich auch aus sitt führen. So kam natürlich der Winter heran, ohne daß die neue Möbelwagen überfahren und am linken Bein anscheinend bedeutend lichen Gründen." Sie sentte an der verhängnißvollen Stelle Straße fertig gewesen wäre. Nun gab es plöblich einen gewalt verletzt. Zu derselben Zeit versuchte ein Mann in seiner den Blick, dämpfte die stockende Stimme und schien die samen Ruck, als der scharfe Frost eintrat. Das gefrorene Erdreich Wohnung, in der Langestraße, in einem Anfall von Geistes,, verehrten Anwesenden" beinahe beinahe um Verzeihung bitten ivard künstlich aufgethaut, um die Arbeiten fortsetzen zu können, störung sich mittelst Salzsäure zu vergiften. Er wurde nach dem zu wollen, daß sie ihre Ohren mit einer so peinlichen Erörterung und es fah ganz so aus, als ob man trotz Gis und Schnee rasch Krankenhause am Friedrichshain gebracht. Am 29. 6. M. belästigte. Auch darin zeigt sich ihre Zugehörigkeit zu der an fertig werden wolle. Aber das hörte bald auf, und jetzt, wo es Abends und am darauffolgenden Morgen fanden fünf Vorurtheilen haftenden Burgeoisie. Wie unerschrocken und derb regnet, zeigt sich auch nicht ein Arbeiter mehr. Geräthe und Brände statt. pflegen dagegen die Rednerinnen in den Arbeiterinnen- Verfamm- Materialien liegen massenhaft, aber unbenugt umher. In der lungen diese Frage anzufassen! Zimperlich darf man nicht sein, Mitte ist durch Aufschütten von Sand eine Art Damm gebildet, wenn man die Prostitution bekämpfen will. Wenn es Frau B. auf dem jeht Fußgänger durch Wasserpfüßen hindurchwaten Ernst damit ist, und sie vor ihren feingebildeten Zuhörern und müssen und eine Besserung ist nicht abzusehen. Ob unter solchen Zuhörerinnen nicht unverblümt sprechen darf, dann möge sie in die Umständen die neue Straße bis zum Ende dieses Jahres fertigArbeiterinnen- Versammlungen kommen, zu den Mädchen, welche für gestellt sein wird, erscheint uns fraglich. Geht es in bisheriger Wo rohe Kräfte finnlos walten, da kann sich kein Gebild diese Frage das meiste Verständniß haben, weil ihre elende Gristenz Weise weiter, so kann das, was ein Privatunternehmer längst gestalten! Und rohe Kräfte waren es auch, welche am 17. Dedie Gefahr der Versuchung für sie viel größer macht. Dort ausgeführt hätte, recht wohl noch bis zum Jahre 2000 dauern. zember 1889 im Sotale des Restaurateurs Henneberg zu wird sie frei sprechen können. Aber sie wird freilich nicht in Die große Baracke, welche auf dem städtischen Gute fich im benannten Lokale eine Anzahl Sozialdemokraten, unter Johannistha I, walteten". Am gedachten Tage saßen näm pharisäischen Tone sagen dürfen:„ Wir anständigen, ernsten Frauen wollen das bekämpfen." Es wird ihr auch nicht erspart Malchow für die Rekonvaleszenten des Koch'schen Heilverfahrens diesen der Kaufmann und Gärtner Fritz Mielenz, der bleiben, den Hauptgrund der Prostitution, nämlich die durch errichtet werden soll, soll eine Länge von 75 Mtr. und eine Breite Schmied Albert Schäfer, die Arbeiter Riez, Reinide schlechte Löhne hervorgerufene Noth der alleinstehenden Mädchen, von 13 Mtr. erhalten, sie wird aus zwei Flügeln und einem und Andere gemeinsam an einem Gasttisch bei einer großen Mittelbau bestehen. Der lettere, Bade- und Wärterzimmer, die Weiße und besprachen in aller Ruhe eigene Angelegenheiten. An einzugestehen. Doch so weit ist Frau B. jetzt noch nicht. Sie glaubt noch, Spülküche, Kloſets u. dgl. Jeder der beiden Flügel bildet eigentlich einem anderen Tische hatte eine andere Partei" Blatz genommen, daß man eine giftige Pflanze vernichten kann, wenn man die einen einzigen großen Raum, der aber burch 5 mtr. Lange unter diesen der Restaurateur Lenze, der Maschinenmeister Blüthen und Früchte abschlägt und den Stempel stehen läßt, der Zwischenwände in 16 Abtheilungen zerlegt ist. In jeder Wilhelm Eggert, der Büdner Heinrich Scherffling. neue Blüthen und Früchte trägt. Vielleicht aber a hnt sie bereits, von 3,40 Mtr. breiten Abtheilung werden zwei Betten Aufstellung der Lehrer Wolf und andere Vertreter der Dorfhonoration. Welche wo allein das Heil zu erwarten ist. Vielleicht wird auch sie finden. In der Mitte bleibt ein 2,75 Mtr. breiter Gang. Der Gefühle diese für die Sozialdemokraten hegten, trat sehr bald augendie Wandlung durchmachen, welche andere Führerinnen eine der Flügel foll den Männern, der andere den Frauen ein fällig zu Tage in einem lauten Geschimpfe des Restaurateurs der Frauen- oder richtiger Arbeiterinnen- Bewegung denn in geräumt werden, am Kopfende jedes Flügels liegt ein Saal mit genze, welcher die Sozialdemokraten allgemein als Zumpen, Deutschland ist die Frauenbewegung ja vorwiegend Arbeiterinnen- einer offenen Beranda zum Grgehen. Die Barache wird mit Blunder und dergleichen mehr bezeichnete. Das Häustein Gozialbewegung durchgemacht haben, und bald aus einer nur auf- Bentral- Dampfluftheizung eingerichtet und nach dem Monier'schem demokraten füminerte sich um dies Geschimpfe in keiner, Weise richtig Wünschenden zu einer ernstlich Strebenden werden. Wenn System erbaut. Sie wird nicht unterkellert, wohl aber betonirt, und verhielt sich völlig ruhig. Da geschah etwas ganz Absondersie das aber trotz aufdämmernder Erkennntniß nicht will, dann Dielen und Fußboden werden mit Hart- Gipsplatten bekleidet. liches. Denn plötzlich flog der Zimmermann Bock, von unsoll sie ehrlich sein und die Finger davon laffen. Halbheit ist Auch die Influenza hat nunmehr ihren Bazillus. Wie bekannter Gewalt, gleich dem Schinkenknochen in Resau gegerade bei den sozialen Bestrebungen viel schädlicher als völlige der Chemiker am hiesigen hygienischen Institut, Dr. Proskauer, schleudert, auf den Tisch, an dem die Sozialdemokraten saßen. Ünthätigkeit. Sie dient höchstens dazu, den klaffenden Riß, der im Chemischen Zentralblatt" mittheilt, hat M. Kirchner in den An derartige Wurfgeschosse in keiner Weise gewöhnt, stoben die im durch unsere Gesellschaft geht, nothdürftig zu verkleistern, über die Bronchialfetreten Influenzakranker einen bisher nicht beschriebenen Sozialdemokraten auseinander, auch die andere Tischgesellschaft fortbestehenden Mißstände hinweg zu täuschen und die endgiltige Diplohohkus gefunden, welcher in einer länglich runden Kapfel löfte sich auf und beide Parteien zerfloffen in ein unentivirrLösung immer weiter hinaus zu schieben. ruht, sich meist allein vorfand, häufig auch zu mehreren Diplo bares Ganzes. In dem entstandenen Rubbelmuddel" fühlte Die bisher nicht figirten Hilfearbeiter des kaiserlich sta- hohten zusammentrat und felten in Rellenform sich zeigte. Er sich plötzlich Mielenz an der Brust gepackt, gleichzeitig von am Arme und in etwas untistischen Amtes haben auch von den neugeschaffenen 48 Assistenten- wurde in allen Fällen der Erkrankung tonstatirt, fand sich aber hinten im Genick und sanfter Weise zum Lokale hinausbefördert. Daß es bei stellen keinerlei Vortheil, da dieselben in erster Linie den st än- bei keiner anderen Krankheit. dieser Dorfidylle nicht besonders idyllisch" zugegangen, bekundet digen Hilfsarbeitern zu Gute fommen, welche durch jährliche Apfelfinen werden augenblicklich hier in Menge verzehrt. ein ärztliches Attest welches sich wielens ausstellen ließ, Bulagen bereits 2000 m. erreicht haben, auch die Vortheile des Urlaubes und einer 4- bis 6 wöchigen Kündigung genießen. Bis- und mit Recht, denn zur Zeit sind diese Früchte wohlschmeckend welches besagt, daß Mielenz an der rechten Wange fünf bis sechs her find im Amte 10 Assistenten, 45 ständige und 141 nicht und billig, man kauft das Stück schon mit 5 Pf. Die ersten Sautabschürfungen aufzuweisen hatte, die offenbar von Fausther sind im Amte 10 Assistenten, 45 ständige und 141 nicht ständige Bureau Hilfsarbeiter beschäftigt. Zum April werden Apfelsinen, die vor Weihnachten aus Vorderasien, Italien und schlägen herrühren. Schäfer, welcher ebenfalls etwas ab nun die ständigen Hilfsarbeiter lebenslänglich mit 2450 M. Ge- Spanien, theils auf dem Seewege über Hamburg, theils zu Lande gefriegt" hatte, führte den blutenden Mielenz zum Arzte. Beide von Triest hier eintreffen, find, da sie allzu unreif geerntet waren der Ueberzeugung, daß enze, Eggert und Scherffbalt, Bensionsberechtigung, Wohnungsgeld, Urlaub angestellt, werden, wenig schmackhaft und dabei trotzdem theuer. Berlin ling das Faustrecht ausgeübt hätten und gingen deshalb, da nach jähriger Dienstzeit, während die nichtständigen trot Berlining 9 83 jähriger Dienstzeit, zur vollen Zufriedenheit des Direktors und Hamburg gelten für die beiden ersten Handelplätze in Apfel- die Staatsanwaltschaft ein Einschreiten wegen mangelnden öffentbei täglicher Kündigung ohne Urlaub( jeder Krankheitstag wird finen, in jeder dieser beiden Städte importiren diefelben etwa lichen Interesses ablehnte, auf dem Privat- Klagewege gegen die abgezogen) mit dem halben Einkommen( 4,20 M. pro Tag) ohne 15 Engrosfirmen und geben sie dann weiter an Zwischenhändler. drei Genannten wegen Beleidigung und Körperverletzung vor. Aussicht weiter schuften. Man sollte doch nach zweijähriger Zunächst hatte sich das Schöffengericht zu Köpenick mit dieser Fener auf dem Potsdamer Bahnhof. Auf dem Potsdamer Angelegenheit zu befassen. Dieses erkannte dahin, daß Lenze Dienstzeit, in der sich jeder nur einigermaßen befähigte Beamte Rangirbahnhof gerieth vorgestern Nacht eine Bretterbude in Brand, durch seine Schimpfereien die Veranlassung zum Streite gegeben von der Brauchbarkeit eines Hilfsarbeiters überzeugen kann, die wobei eine Anzahl Arbeiter, die sich an dem Ablöschen betheiligen habe, daß er sich, da die Privatkläger Sozialdemokraten fümmerlichen Diäten figiren. wollten, Brandwunden erlitten. Die Feuerwehr, die auf dem feien, der wörtlichen Beleidigung schuldig gemacht habe und Ueber die Zollbeamten im kaiserlichen statistischen Amt Plate erschien, bewältigte den Brand in kurzer Zeit, nachdem sie verurtheilte ihn dieserhalb zu einer Geldstrafe von 20 Mark; machte der Staatssekretär Ausführungen, welche doch einige Be- eine Handdrucksprize in Thätigkeit hatte treten lassen; vier Ar- dagegen hielt der Gerichtshof es nicht für erwiesen, daß die Bemerkungen herausfordern. Als im Jahre 1879 die Waaren- beiter wurden von der Samariterabtheilung verbunden. flagten auch gefchlagen haben, nicht für aufgeklärt, wie Mieleng Verkehrsstatistik begründet wurde, stellte man etwa 36 zolltechnisch die ärztlich bescheinigten Hautabschürfungen erhalten habe und geschulte und in den Zolltarif schon eingearbeitete Beamte an, diente in der 11. Kompagnie des Kaiser Alexander- Garde nach die Beklagten von der Anklage der Körperverletzung frei und Soldatenselbstmord. Seit November vorigen Jahres den Hauptbelastungszeugen Rieß für unglaubwürdig, sprach dem welche ziemlich bald als expedirende Sekretäre lebenslänglich an- Grenadierregiments der 20 jährige aus Neu- Ruppin gebürtige legte den Privattlägern zwei Drittel, den Beklagten ein Drittel gestellt wurden. Damals bedurfte man ohne Zweifel solcher zoll Rekrut Biermann. Der deni Füfilierbataillon Am Kupfergraben der Gerichtskosten auf. Gegen dieses Urtheil des Schöffengerichts technisch vorgebildeten Beamten. Inzwischen nun ist das Personal zugetheilte junge Mann begab sich am 13. d. M. früh 6 Uhr, zu Köpenick vom 16. Oftober 1890 war sowohl seitens der von Hilfsarbeitern, welche sich die erforderliche Kenntniß des während die übrigen Stubenkameraden noch frühstückten, auf den Privatkläger als auch von Lenze Berufung eingelegt worden. Zolltarifs und der Statistit angeeignet haben, recht zahlreich ge- Korridor hinaus und schoß sich hier eine Revolverkugel in den letzterer zog indessen seine Berufung wieder zurück. Am 11. Deworden, aber auch von denjenigen Beamten, welche bereits eine Kopf, so daß er auf der Stelle todt zusammenbrach. Die Leichezember 1890 war der Berufungstermin angesetzt, derselbe wurde zehnjährige Dienstzeit zurückgelegt haben, avanzirt niemand zum des Selbstmörders wurde auf dem hiesigen Militärkirchhof be- indessen behufs Ladung neuer Zeugen vertagt. Am 29. Januar Sekretär. Aus Zollbeamten, welche soeben Assistenten geworden erdigt. find, ergänzt sich der Bedarf an Sekretären immer wieder; sie 1891 tam nun die Angelegenheit vor der ersten Berufungstreten als Hilfsarbeiter ein und werden nach drei bis sechs Ein dreifter Ranbmord ist vorgestern Abend in der Stunde( Straf-) Kammer des Landgerichts II( Berlin) zur abermaligen Monaten zu Sekretären befördert. Ein einziger Hilfsarbeiter ist zwischen 6 und 7 Uhr am Morigplatz versucht worden, also in Berhandlung. Die vernommenen Belastungszeugen wußten nichts seither, natürlich erst nach zehnjähriger Dienstzeit, zum einer Beit, wo der Verkehr am lebhaftesten fluthete. Die That Wesentliches zu befunden. Wohl wollten sie gesehen haben, daß Sekretär avanzirt und diese Ernennung hatte die tragi- geschah gewissermaßen unter den Augen der Passanten und eines Mielenz gepackt gewesen sei und daß er sich dem Ausgange zu komische Folge, daß ein gleichzeitig beförderter Zolltechniker in nächster Nähe postirten Schuhmannes. Wir berichten darüber bewegte, auch haben sie erhobene Hände und Mielenz bluten ge-dem herabgewürdigten Berufe sofort den Rücken kehrte. Es in Kürze folgendes: Oranienstr. 58, also unmittelbar am Moriz- sehen, ob er aber geschlagen worden sei und wer ihn geschlagen, ist ja auch ein unerhörtes Greigniß, daß ein Hilfsarbeiter nach play, befindet sich eine Filiale des Seifengeschäfts von Gottschalt wußte Niemand anzugeben. Auch Nietz wußte nicht, ob ge10jähriger Dienstzeit angestellt und einem Zolltechniker, der einige und Söhne, welcher zwei Damen vorstehen. Während die eine schlagen worden sei, wohl aber hatte er gesehen, daß Lenze und Monate statistisch gearbeitet hat, gleichgefegt wird. Gerade da auf kurze Zeit sich entfernt hatte, betrat ein junger Mensch den Scherffling den Mielenz unter" hatten und daß Eggerts ihn mals hatte die Tagespresse es als einen nachtheiligen Zustand Laden und wünschte Verschiedenes einzukaufen. Er verlangte von hinten gepackt hatte. Auch will er gehört haben, daß Lenze bezeichnet, daß jede neue Beamtenstelle mit einem Wiilitär- oder dies und jeues, wie nun erklärlich wird, offenbar in der gerufen: Die Hunde, die Schufte müssen raus!"( Mielenz ist, Steueranwärter besetzt werde, und die Behörde machte denn in Absicht, um den richtigen Augenblick zu erspähen, wo er nebenbei bemerkt, infolge seiner sozialdemokratischen Agitation der That einmal eine Ausnahme. Darüber grollte in seinem der Verkäuferin ordentlich Gins würde auswischen können. Da gezwungen worden, seinen Beruf als Gärtner aufzugeben und ein untadeligen Gemüthe der große Zolltechniker und Statistiker, und diese jedoch nicht in seine tam, so paßte er den Moment ab, wo Kaufmannsgeschäft zu etabliren.) Der Rechtsbeistand der Privatzur Strafe für die Presse und die Behörde nahm er den Abschied, das ahnungslose Mädchen, nachdem sie das Packet zufammen- läger, Rechtsanwalt Heine( Berlin) machte darauf aufum zur Steuerpartie zurück zu fehren. Uebrigens ist auch das geschnürt hatte, den Koupon für die Kaffe auszufertigen im Be- merksam, daß der Zeuge Rietz diesmal eine viel weniger beBenehmen einzelner Steuerbeamten gegen die Hilfsarbeiter sehr griff war und sich zum Schreiben niederbeugte. Im Nu hatte stimmte Aussage gemacht habe, als in Röpenick. Dessenun wenig passend, was eine bald stattfindende Gerichtsverhandlung der freche Räuber einen unter dem Rocke verborgenen Hammer geachtet halte er den Thatbestand nicht für erschüttert. Erwiesen wieder einmal illustriren wird. Das Sonderbarste aber ist dies: hervorgeholt und versetzte der Schreibenden einen wuchtigen Schlag sei, daß Mielenz von vorn und von hinten gepackt, am Arme Jede andere Behörde sett etwas darein, sich ihre Beamten selbst auf den Hinterkopf. Zum Glück minderte die hohe Frisur des festgehalten und durch das Lokal gezerrt worden sei, daß Fäuste heran zu bilden, das Statistische Amt verzichtet darauf in allzu Saares die volle Wucht des Schlages, toch drang der Haarkamm erhoben gewesen seien, daß Mielenz geblutet habe. Daraus sei großer Bescheidenheit. ihr so tief in die Kopfhaut ein, daß das Blut hoch ausspritzte zu folgern, daß ein gemeinsamer gesetzwidriger Angriff unterund die Getroffene blutend zusammenbrach. Der Räuber sollte nommen worden sei, daß der Thatbestand der thätlichen Be= blo@ Darüber Im Arbeiterviertel des Ostens waren am Abende des sein Werk jedoch nicht vollenden. Kaum hatte er den leidigung bezw. der leichten Körperverletzung vorliege und bean= Der Januar sehr viele Kriminal- Schußleute auf den Beinen. Schlag geführt, als eine Frau den Laden beirat, welche trage er dieserhalb Bestrafung. Der Rechtsbeistand der Beklagten, Der Grund dafür blieb räthselhaft. Geflaggt war in der dortigen Petroleum kaufen wollte. Nun ergriff der Patron die Flucht Rechtsanwalt Breuß( Köpenick) plaidirte für Freisprechung von wie, 3. B. in der Großen Frankfurter- Straße, ſehr wenig, und entiam leider, da jene Frau, vor Schreck gelähmt, nicht im der Anlage der Körperverletzung. Er nahm, für ſeine Mandanten war, enn an dem Tage liberhaupt in Berlin weniger geſlaggi Stande war, Hilfe zu rufen. Da diefelbe indeß im Stande sein den Schuß des§ 53 des H.-St.-G. in Anspruch, va Zenze und Cras in den früheren Jahren. Trogdem war es auf den dürfte, eine genaue Beschreibung des Burschen zu geben, und da Mielens sich gegenseitig gepackt gehabt hätten und Scherffling gierißen auch im Often Abends mehr als sonst belebt, viele Neu- auch ein Herr denselben kurze Zeit vor der That am Schaufenster und Eggerts nur dazwischen getreten wären, um Beide, ausfamen aus der inneren Stadt sulüd. Davon, daß die des Gottschall'schen Ladens gesehen und beobachtet hat, so wird einanderzubringen, wie diese befundeten. Zum mindesten beanKriminal- Schuhleute irgend etwas zu thun gefunden hätten, es hoffentlich gelingen, seiner habhaft zu werden. Die Dame trage er zu Gunsten seiner Mandanten ein non licet, da sich haben wir nichts gehört. Wir erwähnen dieſes ſtarte und auf- liegt schwer verletzt darnieder. Lebensgefahr scheint glücklicher Aussage gegen Aussage gegenüberstehe und ein thatsächlicher Be fällige Bertretenſein der Kriminalpolizei hauptsächlich deshalb, weise ausgeschloffen zu sein. Irgend welche Beute ist dem Mord- weis nicht erbracht worden sei. Für alle Fälle habe er noch den weit es sich etwas eigenthümlich abhebt von der in gestrigen gesellen nicht in die Hände gefallen, sogar das Packet hat er Lehrer Wolf und den Töpfermeister Willerts zur Stelle, auf deren Beitungen enthaltenen Behauptung, daß der Regent nicht erbaut liegen lassen. Er soll ein langhaariger junger Bursche sein und Vernehmung der Gerichtshof indessen verzichtete. Derselbe geI von der politischen Polizei und sich daher bei seinen Reisen ein schauspielermäßiges Aussehen haben. langte vielmehr zu der Ueberzeugung, daß nicht aufgeklärt sei, im Reich die Begleitung solcher Bedeckung verbeten habe.( 3) Am 27. Januar wurde den Wirthen freie Nacht" gestattet, wer der Angreifer gewesen, daß ein wirres durcheinander gePolizeibericht. Am 29. d. Mts. Morgens gerieth ein wesen sei, in welchem man sich gegenseitig gepackt gehabt habe, wurde diese Erlaubniß jedoch verweigert. dem in Tischler in der Maschinenfabrik für Mühlenbau, Prinzen- und erkannte dahin, daß die Berufung zu verwerfen und bie Allee 75/76, mit der Hand zwischen die Messer einer im Gange Kosten des Berufungsverfahrens den Privatklägern zur Last zu bie, fozialdemokratischen Gäste defeat ohl aber befindlichen Hobelmaschine und wurden ihm das erste Glied des legen seien. feiige von den nichtfozialdemofratiſchen, biegun ben rag ge Beigefingers, sowie die Spigen der anderen Finger abgeschnitten. feiert hätten, was sie nun unterlassen mußten. Etwas zu thun Vormittags wurde die Tabaksarbeiterin Rautenberg in ihrer Die Leihkontrakte, welche von den Abzahlungsa bitam die Polizei in der Frankfurterstraße allerdings doch. In Wohnung, Barnimſtr. 15, durch Kohlendunſt betäubt aufgefunden geschäften mit ihren Kunden abgeschlossen werden, enthalten ne Schantwirthschaft, nahe am Straußberger Blag, rannte ein und nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. Der Durchgängig die Bestimmung, daß der Gegenstand des Kontraties beam, der in dem Lofal wie wild umberlief uno vief:„ Ich bin Unfall ist anscheinend durch vorzeitiges Schließen der Ofenthür erst dann in den Besitz des Käufers übergehe, wenn die Ratender Kaiser der ganzen Welt." Der Geistestranke Zu derselben Zeit wurde ein Mann an zahlungen die Höhe des Kaufpreises voll erreicht haben. einem solchen hatte man es offenbar all the onber Stadtbahn- Haltestelle bei der Warschauerstraße von einem Gegen diese Bestimmung wird noch unglaublich oft gefehlt, ja es einem Schußmann mittelst Droschke nach der Polizei gebracht. zu thun wurde Eisenbahnzuge erfaßt und niedergeworfen. Er erlitt hierbei außer kommt häufig vor, daß den Kontrahenten diese Bestimmung einer Kopfwunde mehrere Nippenbrüche und mußte mittels Trage oft gar nicht bekannt ist. So erging es den Telegraphen In der verlängerten Zimmerstraße, d. H. in dem Durch- forbes nach seiner Wohnung gebracht werden. arbeiters Westier Eheleuten. Trotzdem der Kaufpreis der von Mittags wurde bruch derselben, herrscht jezt bei dem Lhauwetter ein berartiger ber Maurer Schöpe auf dem Neubau Kastanien- Allee 29/30 durch den W.'s gekauften Nähmaschine vo II erlegt war, wurden dieerminu, baß man Jedermann vor Benußung, dieſes Weges ein vom Gerüst fallendes Brett so schwer an der Hüfte verlegt, felben, weil sie die Maschine vor der vollen Zahlung weiter ernstlich warnen muß. Die Art und Weise, wie die Arbeiten daß seine Ueberführung nach dem Lazarus- Krankenhause verkauft hatten, des strafbaren Eigennutes für schuldig hei diesem Durchbruch betrieben sind, spottet, wie die Tägl. erforderlich wurde. Nachmittags fiel ein Mann auf dem Grund- befunden und zu je 3 Mark Geldstrafe verurtheilt. Rechnet Rundschau" schreibt, überhaupt jeder Beschreibung. Obgleich schon stick Prinzen- Allee Nr. 66 von einem mit disentheilen beladenen die Maschine 112 Mart gekostet hat und für 75 Mart verman die Kosten des Verfahrens hinzu, sowie den Umstand, daß zu Beginn des Sommers 1890 wenigstens für Fußgänger der Wagen und erlitt eine Verstauchung des Rückgrats, welche seine tauft wurde, so erscheint der„ Nutzen" in recht sonderbarem Lichte. Pag freigegeben werden sollte, geschah Dies doch erst erheblich unterbringung im Lazarus- Krankenhause nothwendig machte. später. Dann ging man auch ferner mit einer Gemächlichkeit zu derselben Zeit wurde eine Verkäuferin im Seifengeschäft von Hak und Nachsucht führte die verehelichte Wäscherin wahbie gegenüber dem sonst so geschäftigen Treiben in Berlin Gottschall u. Söhne, Oranienstraße Nr. 58, von einem unbe- G. Schmidt, geborene Januzeit, auf die Anklagebant des Sandwahrhaft berrhigend auf die Nerven der Zuschauer wirkte. annten, etwa 20jährigen Manne in dem Augenblicke mittelst gerichts, Straflammer 111. In Gemeinschaft mit seinem Schwager, denn mit herbeigeführt worden. - was Bersammlung am Montag, ven 2. Februar, Abenbs o uhr, bet Gerrn Bol mann, Andreasstraße 26. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Jul. Türk 2. Dis tussion. 3. Berschiedenes und Fragekasten. Zahlreiches Erscheinen erwünscht. über: Die Urfachen und Wirkungen der franzöfifchen Revolution. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäfte willtommen. Bormittags 10% Uhr, Vortrag des Herrn Peus über: Die Heuchelei. Freireligiöse Gemeinde, Rosenthalerstr. 38. Sonntag, den 1. Februar, Große öffentliche Versammlung für Frauen und Männer am Sonntag, den 1. Februar, Abends 6 Uhr, in den Zentral- Festfälen, Oranienbemokratie. Referent: Dr. Lütgenau. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gestraße 180. Tagesordnung: 1. Bortrag über: Landbevölkerung und SoztalBesuch eingeladen. Namens Schulz, betrieb der Ehemann der Angeklagten hierfelbst| pofitiven Vorschläge Adler3 gingen sämmtlich darauf hinaus ein Geschäft. und der Verfasser erkennt dies auch mehrere Male an Durch verschiedene Zwischenfälle, welche auch zur Trennung schon die Organisation junger Kaufleute und nach ihr die Freie der Geschäftsverbindung führte, und sogar in Handgreiflichkeiten Vereinigung stets gefordert haben. Ja, er giebt auch das zu, ausarteten, entstand vor zirka 2 Jahren ein tiefgehender daß eine wirkliche Sozialreform nur in Verbindung mit einer Haß zwischen beiden Familien, der zu Zivil- und Injurien Gesammtreform der Lage der Arbeiterschaft möglich und zweckprozessen führte. Der Gerichtsvollzieher wurde häufiger Gast bei entsprechend sei. Schulz, so daß dieser zum Offenbarungseid getrieben wurde. Alle diese Reformen aber, führt Redner aus, seien ja doch Auf den Rath der Angeklagten nun versteckte Frau nur Palliativmittel; nur die Sozialisirung der Gefelliges Betsammensein. Genossen und Genofsinnen werden zu recht zahlreichem Schulz in einem Blechmaß die Summe von 600 M. in den sellschaft tönne die Ausbeutung dauernd beseitigen. Rauchfang in ihrer Küche. Die Schulz'schen Eheleute sind an- Aber auch alle die schönen Forderungen, die Adler erhebt, Nachmittag 5 Uhr, Neue Jakobstraße 24-25, eine Versammlung mit nach Der Verein der Maschinisten und Heizer hält Sonntag, den 1. Febr., geblich mehrfach bestohlen worden und zwar einmal um wie Krankenkassenzwang, gesetzliche Regelung des Lehrlings- und stehender Tagesordnung ab: Vortrag über Heizungsanlagen, Wahl eines 27,50 M. und einmal um 100 M. Durch diese Diebstähle des Kündigungswesens, Verbot der Sonntagsarbeit, Beschränkung Kassirers. wurden Schultz' veranlaßt, einen in ihrem Dienst stehen- der täglichen Arbeitszeit, und andere mehr, was sei denn soralen: 1. Friedrichsbergerstr. 25 bet Schmidt, 2. Staltgerstr. 107 bei Stunt, Fachverein der Tischler. Die Zahlstellen befinden sich in den folgenden den Kutscher am Todtensonntag 1889, als sie zum Kirchhof ihr Schicksal, wenn sie vor den Reichstag kommen? Nur mann 3. Belleallianceplay 6 bet Silscher, 4. Zionstirchplatz 11 bet Hohn, gingen, in ihre Wohnung einzuschließen, um den Dieb abzufassen. die Sozialdemokratie tritt für sie ein, und verficht ste; alle 5. Schleiermacher- und Gneisenaustraßen- ce bei Scheuer, 6. Steinmesſtr. 67 Die Wohnung, Neue Königstr. 22, war so gelegen, daß man vom anderen Parteien, die freisinnige eingeschlossen, sind dagegen. Jahnte, 9. Langestraße 70 bet Heindorf, 10. Rirdorf, Bergstr. 7, bet Duschel, bei Lindow, 7. Dresdenerstraße 116, 8. Lübecker- und Thurmstraßen- Ecke bet Flur erst in die Küche gelangte und von da in das Wohnzimmer. Beweis genug seien die Verhandlungen der letzten Zeit. Ja, sie 11. Fennstr. 4a bei ftrüger, 12. Görliger- und Sorauerstraßen- Ecke, 13. Weißen, Die Eingangsthür war nach Angabe der Zeugen doppelt fönnen ja auch gar nicht anders, und die freisinnige Partei, die fee: Bölter- und Charlottenstraßen- Ecke bei Klebs, 14. Belforterstraße und Gee verschlossen, während die von der Küche zur Stube führende sich jetzt so demagogisch um den Handlungsgehilfen bemühe, Arbeitsnachweis befindet sich Wallstraße 7-8 und ist von 7 Uhr Morgens bis Thür nur angelehnt war. Nachdem der Kutscher etwa ein Stunde müßte ja sonst ihr Grundprinzip aufgeben, das der Aus- 7 Uhr Abends, mit Ausnahme der Mittagsstunden von 12-3 Uhr, geöffnet. in der Wohnung gewesen war, wurde heftig geklopft. 5 bis beutung in jeder Form. Pflicht aller Kollegen, die ihr Die Arbeitsvermittlung geschieht unentgeltlich. 7 Minuten später öffnete sich die äußere Thür. Hierauf wahres Klasseninteresse erkannt haben und fördern wollen, sei es sprang der Kutscher von seinem Sitz auf, lief zum Flur hinaus daher, sich rückhaltlos der einzigen für sie eintretenden Partei, der und bemerkte die Angeklagte ein paar Stufen höher Sozialdemokratie anzuschließen. auf der Treppe, in der Richtung nach oben gehend, Diesen Ausführungen, die lebhaften Beifall fanden, trat Herr Soweit der Thatbestand. Der Umstand, daß die Angeklagte den Herzberg vom freisinnigen Standpunkte aus entgegen, ohne indeß Versteck des Geldes gekannt habe, ferner noch im Besitz von neue Gesichtspunkte zu erschließen. In die Debatte griffen Schlüsseln zur Wohnung gewesen sein soll, was dieselbe jedoch noch mehrmals die Herren Born, Mieker und Lichtenhain im entschieden bestreitet, sowie die aus dem Haß gegen Schulz' ent- Sinne des Referenten ein. springende Absicht, diese zu schädigen, bilden die Grundlagen zu der Anklage, welche auf vollendeten schweren Diebstahl und versuchten Diebstahl lautet. Die Staatsanwaltschaft hielt den verfuchten Diebstahl für erwiesen und folgerte daraus, daß auch die übrigen Diebstähle von der Angeklagten ausgeführt seien. = " 9 Prenzlauer Allee, 15. Gesundbrunnen, Grünthalerstraße 66 bet Preuß. Det Feuerbach" im totale des Herrn Schröder, Reichenbergerstr. 24.Lese- und Diskutirklubs. Sonnabend. Lefes und Diskutirklub eine", Abends 9 Uhr, im sofale des Herrn Zechlin, Hornfir. 11. Mehr Licht", Abends 8½ Uhr, bet Gnadt, Brunnenstr. 38. Uhr: lebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Gefangverein, Freunds Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonnabend. Abends. ichaft", Friebenstr. 48 bei Tollkühn. Gesangverein" Ganges Go Staligerstraße 142 bei Greiſer. Gesangverein 2yrania", Landsberger Straße 31 bet Muſehold. Hermannstr.- Ecke bei Beiler. Grüne Eiche", Rixdorf, nesebeck- und Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Gesangverein der Offenbacher Sängerfranz", Deutscher Hof, Luckauerstr. Nr. 15, Uebungs; ſtunde um 9 Uhr. Gäſte willkommen. Musikverein ,, Vorwärts", Abends, 10% uhr, Annenfir. 14, part. Bitherklub Walbrofe", Abends 9 1hr bet Kleemann, Lausitzerstr. 41. Bitherklub Harmonie", 9 Uhr Uebungsstunde, Kaiser Franz- Grenadierplay 7. Sodann wurde beschlossen, zur Feier des Wahlsieges am 20. Februar einen Kommers zu veranstalten, dessen Ertrag der Bibliothek zu Gute kommen soll, und die Herren Born, Blum und Ambach mit den Vorarbeiten hierzu betraut. Nach Er ledigung mehrerer Vereins- Angelegenheiten wurde die Versamm 9-11 Uhr. übeck'scher Zurnverein. Die 1. Lehrlingsabtheilung Berliner Turngenossenschaft. 8. MännerAbtheilung. Abends lung mit einem dreifachen Hoch auf die völkerbefreiende Sozial- furnt Abends 8-10 Uhr. Der Turnfaal befindet sich Königstädtisches Gymdemokratie geschlossen. 9 Brüderstr. 26. " Literarisches. Privat Abends Die Vertheidigung führte an, daß die Angeklagte, bisher völlig unbescholten, unmöglich des versuchten Diebstahls für schuldig nasium, Elisabethstraße 57-58. befunden werden könne, da die Ausführung desselben auf eine Stattlub Ramsch", gegründet 1. Oftober 1890. Abends 9 Uhr, Sthung ganz außerordentliche Praris hinweise, zumal derfelbe am hellen In der am 25. Januar unter Vorsitz des Genossen in Willy Schmidt's Restaurant, Wrangelſtr. 141. Genoffen find freundlichst eingeladen. Stattlub ,, Ramsch", Fürstenbergerstr. 10. Lage( Nachmittag um 8 Uhr) geschehen sei. Die Angeklagte Frauen sprach Herr Sündermann über Volfsernährung und straße bet etti.in 3 Ringe tagenden öffentlichen Versammlung für Männer und Theater Gesellschaft Schneeglöckchen" im Lokal Veteranens Theater- Verein Giaconda", wohne in demselben Hause, eine Treppe tiefer Abends 9 Uhr, und sei im Begriff gewesen, zu ihrer zwei Treppen höher Beffroi, Treuherz, Dolinski, Matschofski und Klinger, sowie die siebzeit, Wrangelſtr. 30. Gäſte willtom. Volfseinkommen. An der Diskussion betheiligten sich Witte, 9 Uhr, Gigung. Verein Lustige Brüder", Vergnügungs- Verein Zustige 13", Abends 9% Uhr, bet wohnenden Nachbarin zu gehen; schwerlich hätte sie sich auch Vergnügungsverein Sorgen: gerade 100 M. von dem Gelde abgezählt; der Kutscher hat Frauen Sumann und Scherzer im Sinne des Referenten. Nach brecher", Mendelssohnſtr. 4, Gizung mit Damen. Gäſte willkommen. von dem Aufschließen der Wohnung nichts ge- Resolution einstimmig angenommen:„ In Erwägung, daß die Uhr, im Reſtaurant Körner, Barutherstraße 1, Unterricht und Uebung. Süd- West Berlin", Abends. dem Schlußwort wurde folgende vom Genossen Witte eingebrachte Roller'fcher Stenographen- Verein hört; die Zeugen, von in den Verdacht des Meineides, den er gelegentlich seines Offen in fernerer Erwägung, daß durch die langanhaltende Kälte ein denen Schulz noch immer Boltsernährung im Allgemeinen eine außerordentlich niedrige ist, barungseides geleistet haben soll, stehe, seien völlig unglaub- thatsächlicher Nothstand vorhanden ist, spricht die öffentliche Verwürdig, Haß und Rache die einzigen Triebfedern! Wenn nach diesen von versuchten Diebstahl seitens der Angeklagten feine Sammlung von Frauen und Männern ihr tiefstes Bedauern über Rede sein könne, so falle damit auch die Anklage wegen das Verhalten des Herrn Oberbürgermeisters von Forckenbeck Nr. 5 der ,, Berliner Volks- Tribüne" vom Sonnabend, vollendetem Diebstahls, umsomehr als die Hauswirthin bekundete, sowie der Majorität der Stadtverordneten- Versammlung aus den 31. Januar, erhält folgende Beiträge: Aus der Woche. daß Schult sich geäußert hat, er wolle die Schmidt's ruiniren. und erwartet eine dauernde Besserstellung der Lage der ar- Gin gelöstes Problem.- Boulangismus. Ueberall dasselbe! Der Antrag des Staatsanwaltes auf ein Jahr Gefängniß beitenden Menschheit nur von der Umänderung der heutigen Zwei Arbeiterbudgets. Freier" Arbeiter, Stlave und Profit. wird abgelehnt und erfolgt kostenlose Freisprechung. Produktionsform in die sozialistische Gesellschaftsordnung." Das Gold Südafrikas und sein Einfluß. Das allgemeihe Unter Berschiedenem" wurde der Antrag angenommen, den Wahlrecht in Desterreich. Wirkungen der Mac Kinley- Bill. Ueberschuß der Tellersammlung im Betrage von 38 Mark der Gedicht. Novelle. Geschichte eines Kartells. Ein alter schwer erkrankten Frau Gubela zu überweisen. Nach einer Auf- Schwindel im neuen Gewande.- Der Petroleum- Import- Trust. forderung des Genossen Grundmann, auch die„ Berliner Volks- Reichstag. Tribüne" durch Abonnement und Inserate zu unterstützen, schloß demokratie die zahlreich besuchte Versammlung. Gesang und der Vorsitzende mit einem Hoch auf die internationale SozialVorträge hielten die Theilnehmer noch einige Stunden in freudiger Stimmung beisammen. Versammlungen. Verein zur Wahrung der Interessen der Schuhmacher. Sonntag, Beisammensein. Briefkaffen der Redaktion. In der Freien Vereinigung der Kaufleute sprach am 22. d. M. Herr Karl Rosenthal über die Sozialreform und der Kaufmannsstand". Unter den in der kaufmännischen Bewegung Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Briefli in der letzten Zeit erschienenen Schriften nehme das Buch des Antwort wird nicht ertheilt. Prof. Dr. Georg Adler, Freiburg, eine hervorragende Stelle ein. Die zahlreichen Einsender von Mittheilungen über Alle Anerkennung verdienten sein Fleiß und seine Objektivität beet 1 Februar cr., bet Gratwett, kommandantenstraße 77-79. Gemüthliches Prügeleien auf der chriftlichen Herberge bitten wir um Geduld. im Sammeln des statistischen Materials. Letzteres erhöhe den Freie Bolksbühne. Am Sonntag, den 1. Februar, Nachmittags 2% Uhr, Nach den mehrfachen Veröffentlichungen über das chriftliche Werth seiner Forschungen für uns, die die überaus traurigen findet im Ostend- heater bie zweite Borstellung für die zweite Abtheilung ber Institut tönnen wir auf Einzelfälle, wenn sie nicht ganz absonder Berhältnisse der Handlungsgehilfen unverblümt enthüllen. Adler Une Tebe, sin bürgerliches Trauerspiel in s Arten vom felangt stabale licher Art sind, vorläufig nicht eingehen. Gelegentlich foll wieder tomme zu dem Schluß, daß die Praxis des laisser Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 1. Februar, Abends 6% Uhr, bet eine fleine Blüthenlese aus dem vorhandenen Borrath erfolgen. faire" der Lebensregel des Manchesterthums in diesem Seefeld, Grenadierstr. 33. Vortrag des Herrn J. Türt über„ Die Heren- R. K. Wafferthorstraße. Sie haben in Ihrer Mittheilung Berufe dieselben Mißstände gezeitigt habe, wie prozesse. Gäste, Damen und Herren willkommen. in allen anderen Berufen. Wenn er trotzdem zum daß am 22. Februar vom Vergnügungsverein Myrthe" eine Wohnung aus dem Adreßbuch ersichtlich? Allen Vereinen und Lesern des„ Vorwärta" die ergebene Mittheilung, über das Postkuriosum die Hauptsache vergessen. War Ihre Schluß seines Werkes durch rechtzeitige Reform wenigstens Theatervorstellung nebst Tanzkränzchen, arrangirt von Herrn& öwenthal, D. K. Dieffenbachstraße. Einzelne Mittheilungen aus diesen Stand den alten Parteien zu erhalten" wünscht, so stattfindet. Billets sind im Vereinslokal, Alte Schönhauserstraße Nr. 42, Ihrer Zuschrift werden wir gelegentlich verwenden: schließe dies eine bedauerliche Inkonsequenz in sich. Diel Verein der Kurbel- Stepperinnen, Stepper u. f. w. Mitglieder- C. J. Eisleben. Nein. Trinken Sie 881 und Liebe", 5 Schiller. zu haben. Mampes Bitter Heute wurde ausgegeben: Die Nene Zeit. Vorräthig in allen Colonial- und Achtung! Delicatess- Handlungen à Flasche Klavierarbeiter und verwandter 60 Pf., 1, M. und 1,80 M., Probeflaschen 25 Pf. Restaurant Waldemarstraße 61. Empfehle meinen Freunden und Parteigenossen mein Weiß- und Bairisch- Bierlokal. Gleichzeitig zeige hiermit an, daß sich Der Maurer(„ Grundstein 3. Ginigteit Jede Uhr Berufsgenossen! In der Pianoforte- Fabrik von Matz& Co. haben die Arbeiter wegen Lohnreduzirung die Arbeit niedergelegt. Zuzug ist fern zu halten. 185 Die Kommission. NB.: Sammellisten können jeden Abend bei Winzer, Naunynstraße 78, 1,50 Mark. und bei J. Meyer, Andreasstraße 12, Lager aller Arten Uhren und Gold- vorn 3 Tr. empfangen und abgegeben zu repariren und zu reinigen ( außer Bruch) kostet bei mir unter Garantie des Gutgehens Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. die Zahlstelle der Zentral- Krankenkasse waaren zu den billigsten Preisen. 1736 werden. Heft 18. Inhalt: Zur Kritik des sozialdemokratischen Parteiprogramms. Aus dem Nachlaß von Karl Marg. Zuckersteuer und Zuckerindustrie. I. Von Mar Schipper. Brief aus Berlin. Von Wilh. Liebknecht. Feuilleton: Töchter unserer Zeit. Roman aus dem modernen Gesellschaftsleben von F. v. Ost a.( Fortsetzung.) Pro Quartal( 13 Hefte) 2,50 M., pro Heft 20 Pf. E Zu beziehen durch die Expedition, Beuthstraße Nr. 3. Mit dem Ausstoß unseres berühmten Bock- Bieres haben wir begonnen und halten dasselbe den Herren Restaurateuren und Bierverlegern in Gebinden bestens empfohlen." 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Zu zahl in der Versammlung zu erscheinen. reichem und pünktlichem Besuch ladet Die Ortsverwaltung. Nach Schluß obiger Versammlung: Vierteljahresbericht der Zuschußkaffe vom 4. Quartal 1890. ein 808 Empfehle mein Kaffee-, Bier- und Frühstückslokal." Berl. Bolksblatt", 111 Bolts Zeitung", Intelligenz- Blatt" sowie Aushang fann am frühesten ge lesen werden. Mein Kaffeelokal ist am Masken- Garderobe frühesten geöffnet. Kautschuk- Stempelfabrik empfiehlt sich den Lesern des„ Vorwärts" von Conrad Müller, zu billigsten Preisen. Schkendih- Leipzig. Preisliste gratis und franto. Martin Klein, verleiht zu den billigsten Preisen 150 J } 45 Pf. und andere Fleisch- und Wurstwaaren 43 L zu den billigsten Preisen. Uhrmacher, 2107 25 Neue Hochstr. 25 Zum Fest empfehle Backbutter à Pfund von 70 Pf. an. Westfälische Fleischwaaren- Fabrik und Niederlage. empfiehlt sein Lager aller Arten Werner, Solmsstr. 8. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt. 285 J Heinr. Rost, Oranienstr. 70. Ein Saal für Arbeitervereine und der Woche zu vergeben. Susott Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Gonnt. 8-10 Gesellschaften ist noch einige Tage in Wand- und Taschen- Uhren. Wohnungen 8 52, 55, 60 Thir. n. d. Oranienplatz. Pfandleihhaus RE Kirchbachstr. 13, Ausverkauf zurückgebliebener Gegenstände, neue u. wenig getragene Herren- Anzüge, einzelne Röcke, Uhren U. 1. w. zur Verſay täglich geöffnet. 77 Kinderwagen. Anderasstr. 23, G., Rüdersdorferstr. 36. Das gr. Lager Berling Meyer's Lerifon suche zu kaufen. u. ſ. Für( 77L Berlins 43 Linden Strasse 43, Reparaturen zu soliden Preisen. vis- à- vis der Zimmerstraße. H.p, sind Hennigs dorferstraße 24 beim Verwalter zu vm. E. Schlafstelle Oranienstr.206 b. Plöger. Schlafstelle Alte Jakobstraße 89, Hof 30 M 3 Tr. bei Hoffmann. A. Sauer, Arbeitsmarkt. 293 J Geübte Kartonarbeiterinnen verlangt 289J Hartwig, Alte Leipzigerstr. 1. Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. [ 288 J B D fc fr bi 111 au de 10 er m In zu feb N Gi feE em 2117 A Ko DDe in A 10 de ta 2 S DE dc al ge be hi E be ein N ho ei 211 m K fe L C 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 26. V Versammlungen. Sonnabend, den 31. Januar 1891. 8. Jahrg. sprach sich für endgiltige Beseitigung dieses Unfugs aus, und es Vortragende unter lebhaftem Beifall, deshalb müssen wir uns fam schließlich, trozdem es von mehreren Kollegen als undurch selber helfen!" führbar geschildert wurde, mit geringer Majorität ein dahin- In der Diskussion sprachen Frau Habicht und Herr Pickert gehender Antrag zur Annahme: daß in Zukunft unsere Stellen im Sinne des Referenten. Desgleichen wurde eine dahin zielende vermittelung keine Stellen mehr auf Wunsch vermitteln dürfe, Resolution einstimmig angenommen. Nachdem unter„ Verschie und dies den Bildhauerprinzipalen bekannt gemacht werde. schiedenem" einige innere Angelegenheiten erledigt waren, wurde Nachdem noch beschlossen worden, die nächste Sizung zu Gunsten die Versanımlung geschlossen. der öffentlichen Bildhauer- Versammlung 3. Februar bei Feuerstein ausfallen zu lassen, schloß die Versammlung. " am be= Folgende Erklärung und Berichtigung geht uns zu: Gegen die Stimme eines servirenden Kellners wurde, nach dem Bericht im Vorwärts" Nr. 24, über die am 27. d. M. auf dem Bock" stattgefundene Volksversammlung, vor welcher Genosse . Werner einen Vortrag über die Richter'schen„ Irrlehren der Sozialdemokratie" hielt, Sie eingegangene Resolution angenommen. " Wir, die unterzeichneten fünf Kellner, erklären hierdurch auf Manneswort, daß wir uns an der Abstimmung nicht betheiligt haben und da außer uns kein servirender Kellner anwesend war, so scheint uns hier ein schwer erklärlicher Jrrthum des Berichterstatters vorzuliegen." Der sozialdemokratische Wahlverein für den sechsten Berliner Reichstags- Wahlkreis hielt am 27. Januar eine sehr start besuchte Versammlung ab. Das Thema des Abends war Wie ist unserer wirthschaftlichen Lage am besten zu helfen?" Da der Referent, Reichstags- Abgeordneter Förster, nicht er schienen war, so referirte an seiner Stelle Baumeister Keßler. Gr fritisirte die heutige Wirthschaftsordnung und kennzeichnete die bürgerlichen Parteien, wie sie alle die soziale Frage lösen wollen und dem Arbeiter das„ Sparen" empfehlen. Sie zeigen uns dann Eine öffentliche Formerversammlung tagte am Sonne auch gleich Beispiele dafür, daß auch ein Arbeiter Kapitalist wer- tag, den 25. d. M., in welcher Kollege Körsten Bericht vom Proden kann. So halte man uns vielfach den Namen Borsig vor. vinzial Delegirtentag erstattete. Den Beschlüssen des ProvinzialIn einer B. sei armer Schlossergeselle gewesen und hätte es durch seinen tages stimmte die Versammlung durchaus zu. Fleiß und seine Sparsamkeit zum großen Fabrikbesiger gebracht. Resolution gab die Versammlung der Ansicht Ausdruck, daß eine Der Referent ging hierauf näher ein. Die Geschichte sei nicht wirkliche Regelung des Arbeitsnachweises, des Unterstützungswahr. Borsig habe es genau ebenso gemacht, wie alle Anderen; und Herbergswesens nur durch eine lokale Zentralisation aller er habe großes Talent für den Gelderwerb gehabt. Das sebe im Metallgewerbe beschäftigten Arbeiter möglich sei und daß man man z. B. daraus, daß er, als er von Egels, bei dem er als in einer demnächst stattfindenden öffentlichen Versammlung von Gleichzeitig erlauben wir uns, die das Bureau gebildet Ingenieur arbeitete, beauftragt war, das Grundstück Chausseestr. 1 Formern und Berufsgenossen dahin thatkräftig wirken würde. zu kaufen, unterwegs bei der wohlbekannten Firma Ravené ein- um Vertrauensmann der Berliner Former wurde Kollege habenden Genossen Wilschke, Kleinert u. s. w. als Zeugen anzufehrte, und dann das Grundstück seinem Auftraggeber vor der Stobfact gewählt. Gin Antrag, den Ertrag der Tellersammlung rufen, daß nicht einer von uns die Hand gegen die Resolution Nase wegtaufte. Im übrigen hat es nichts auf sich, wenn ein dem Fachverein der Former zu überweisen, wurde angenommen erhob, sondern ein Herr, wahrscheinlich nur aus Versehen, welcher Einzelner emporkommt; die große Masse hat nichts davon. So und des Weiteren die Kollegen gewarnt nach Halle a. S. in nächster Nähe des Bureaus sich plazirt hatte. Trozdem wir, während unserer Arbeit, nicht Zeit hatten, sehen wir, daß alles, was uns von den bürgerlichen Parteien zu gehen, da sich dort unsere Kollegen im Ausstand befinden und empfohlen wird, nur Humbug ist. Solche Palliativmittel können zwar in der Fabrik von Heiland u. Komp. Hierauf wurde die den Ausführungen des Genossen Werner zu folgen, so uns nicht helfen. Soll hier eine Besserung eintreten, so muß die Versammlung mit einem Hoch auf die Arbeiterbewegung ge- find wir doch bereits von vornherein der Ueberzeugung, daß die in der Richterschen Broschüre gemachten irrigen Ausführungen Gesellschaft sozialisirt werden. Hiergegen sträubt man sich freilich. schlossen. Als die kaiserlichen Erlasse erschienen, da waren es gerade die Gine öffentliche Versammlung der Bäcker fand am als solche nicht geeignet erscheinen, die Aufhebung der snechtschaft des arbeitenden Volkes auch nur um Kapitalisten, welche riefen, das kann die Industrie nicht vertragen. Annahme Die Kölnische Zeitung" schrieb sogar, es sei nicht schwer, aus 27. Januar cr. unter dem Vorsitz des Herrn Schlüter statt. ein Jota zu beschleunigen und deshalb für 2 ütgenau hielt über„ Die Taktik der haben der mächtigste Mann nicht helfen kann. Wir leben immer mehr Sozialdemokratie und die der Gegner". Redner führte ungefähr würden, wenn wir nicht servirende Kellner" gewesen wären. in den sozialistischen Staat hinein. Unsere Pflicht ist es, Folgendes aus: Der Bewegungsfattor im politischen Leben ist das Interesse. Karl Sa almann, Robert Ladewig, Wilhelm Ladewig, Wilhelm Schäfer, May Lamm, Aufklärung unter die Massen des Volks zu bringen, Eine Klasse tritt gegen die andere auf, um das ihre zu wahren. Kellner in der Berliner Bockbrauerei, Tempelhofer Berg. wir wollen die Wahrheit lehren und furchtlos nach unferer Ueberzeugung wollen wir leben. Lebhafter Beifall lohnte Noch nie hat man gesehen, daß eine herrschende Klasse einer be Rigdorf. den Redner. Eine Resolution, welche zur Verbreitung der herrschten freiwillig Konzeffionen gemacht. Immer mußten sich Am Sonnabend, den 24. d. M., Nachmittags 2 Uhr fand im Volts Tribüne" aufforderte, wurde einstimmig angenommen. Die beherrschten Klassen dieselben erkämpfen. Dies betrifft jede Ferner verlas der Vorsitzende ein Schreiben, in welchem die Form der Beherrschung. Jede Herrschaft beruht auf ökonomischer Hoffmann'schen Saale eine Versammlung von arbeitslosen ArVersammlung sich verpflichtete, keine Billets von dem Vergnügen Ausbeutung; so auch die, welche wir in der heutigen Gesellschaft beitern und Arbeiterinnen statt, in welcher Genosse Otto Klein des Vereins„ Gesellige Brüder der Nothmann'schen Fabrik" zu beobachten. Die sozialdemokratische Partei hat dies klar und aus Berlin über die heutige Nothlage" referirte. Redner brachte taufen, da das Vergnügen im Marienbad abgehalten wird, ein deutlich in ihrem Programm stehen, daß es die Trennung der alle die Umstände zur Sprache, welche geeignet waren, die wirth Lokal, welches nicht zu Arbeiterversammlungen zu haben ist. Produktionsmittel vom Produzenten ist, welche unsere ökono- schaftliche Krisis, wie sie jetzt bestände, zu schaffen, und lieferte in und dadurch unsere politische Unfreiheit längerer Rede den Beweis, daß nur die Umwandlung der Sodann wies der Vorsitzende auf das Stiftungsseit des Wahl- mische Sich wirthschaftlich und politisch frei zu heutigen Wirthschaftsweise in die sozialistische den traurigen Ver vereins hin, in welchem Genosse Liebknecht die Festrede hält und dingt. der Arbeiterklasse selbst sein. hältnissen der arbeitenden Bevölkerung ein Ende machen das am 28. Februar stattfindet. Er forderte zu reger Betheiligung machen, muß das Werk der Arbeiterklasse Zur Diskussion spricht Genosse Schweitzer, der auf. Hierauf wurde die Versammlung mit einem begeistert auf Die zunehmende Stärke unserer Partei hat den Gegnern eine fönne. die letzten Vorgänge im Berliner Stadtgenommenen Hoch auf die internationale Sozialdemokratie ge- andere Taktik aufgezwungen; sie sind bestrebt, sich in einer ein- hauptsächlich heitlichen Partei zu verschmelzen. Sie sagen jetzt, fie werden verordneten Kollegium einer eingehenden Kritik unterzieht. schlossen. nun, nachdem das Sozialistengesetz gefallen und wir Dem überwachenden Gendarmen erscheinen jedoch seine Aus uns ungehindert vertheidigen könnten, uns mit geistigen führungen zu politisch"; er droht in Anbetracht der Anwesenheit Gine öffentliche Versammlung der Kartonarbeiter und Ar- Waffen bekämpfen. Die Konservativen sind ehrlich genug mehrerer Frauen mit Auflösung der Versammlung, der jedoch beiterinnen tagte am 28. Januar. Die Sigung sollte im fleinen einzugestehen, daß sie keine haben; den Dreschpflegel haben sie Genosse Schweizer durch Beendigung seiner Rede vorbeugt. Ihm Saale abgehalten werden. Es hatte sich aber ein so zahlreiches sich als Waffe gegen unsere Landagitation auserforen. Nicht folgt als nächster Redner Genosse Steinmar, der ebenfalls im Publikum eingefunden, daß der große Saal des Lofals geöffnet bessere Waffen haben die Ultramontanen; sie stellen jedem Sinne seiner Vorgänger spricht und folgenden Antrag einbringt: werden mußte. Herr Winkel und Fräulein Reimer wurden als Agitator die Einsperrung in einen Käfig in Aussicht. Mit nicht Das Bureau wird beauftragt, in Anbetracht des schwachen Besuches Borsigende gewählt. An Stelle des Stadtv. Zubeil, welcher ver- ganz fo rohen Waffen kämpft Eugen Richter; er schwingt der Versammlung am Donnerstag, den 27. d. M., eine neue einzuberufen hindert war, zu erscheinen, übernahm Genosse Litfin das Referat geistige" Waffen und zwar so, daß sich alle anderen und zu derselben den Ortsvorsteher und einige Gemeindevertreter einüber den Werth der Organisation. Der Nebner legte den Ar- Parteien damit einverstanden erflären. Nach einer Kritik zuladen. Man beschließt demgemäß und nimmt zum Schluß folgende beitern und besonders den Arbeiterinnen dringend ans Herz, sich der Richter'schen Irrlehren tommt Redner zu dem Resolution an:" Die heutige Versammlung erkennt an, daß die einer Organisation anzuschließen und erntete lebhaften Beifall. Schluß: Mit der Begeisterung allein ist es nicht gethan; Arbeitslosigkeit nur ein Produkt der privatkapitalistischen WirthNachdem noch mehrere Redner im Sinne des Referenten gesprochen das sieht man so recht, wenn man sich Frankreich mit der Zerschaftsweise ist und ist davon überzeugt, daß eine Aufhebung derhatten, wurde folgende Resolution angenommen: Die heutige öffent- fahrenheit in Arbeiterkreisen betrachtet, und man steht es, wenn felben nur durch die Errichtung der sozialistischen Gesellschaftsliche Versammlung beschließt, mit allen Kräften für die Gründung man sich die Erfolge der Lassalle'schen Agitation, die doch gewiß ordnung herbeigeführt werden kann. Die Anwesenden verpflichten eines Vereins sämmtlicher in Kartonfabriken beschäftigten Arbeiter die Massen aufgerüttelt hatte, vor Augen führt. Die geistige sich deshalb, für die weiteste Verbreitung der sozialdemokratischen und Arbeiterinnen einzutreten. Einige anwesende Buchbinder be- Emanzipation muß der wirthschaftlichen und politischen vorausgehen. deen Sorge zu tragen." merkten, daß es vortheilhaft wäre, wenn der neu zu gründende( Lebhafter Beifall.) An der Diskussion betheiligten sich die Unseren Rirdorfer Genossen wird selbst nach dem AufVerein sich dem Buchbinderverbande anschließen würde. Die Herren Pfeiffer, Milde, Schlüter und Wach. Fol- hören des Sozialistengesetzes die Agitation ungeheuer erKartonarbeiter beschlossen jedoch, selbständig vorzugehen. Nach gende Resolutionen wurden angenommen:" Die heutige Versamm- schwert. Das Ankleben der Plakate für Versammlungsdem ein Nedner betont hatte, daß den Kartonarbeitern nichts lung erklärt sich mit den Asführungen des Referenten einver- anzeigen, eine Arbeit, der sie sich des Nachts unterziehen müssen, ferner liege, als einen Streifverein zu gründen, erhielt Genoffe standen und verspricht alles zu thun, um der Sozialdemokratie um bei Tage nicht daran gehindert zu werden, bereitet ihnen Litfin das Schlußwort. Der Redner erklärte, daß jeder ziel- auch in den Reihen der Bäcker immer mehr überzeugte Anhänger große Schwierigkeiten, und diesem Unstande ist es auch zuzubewußte Arbeiter, der die Mängel des heutigen Wirthschaftsbetriebes zu werben. Die Versammlung spricht den Ausführungen des schreiben, daß die Versammlung, die nur ungenügend vorbereitet erkannt hat, nicht nur ein Freund der Zentralisation, sondern sogar Herrn Eugen Richter in Bezug auf die Bebel'sche Broschüre war, schwach besucht wurde. Die Rixdorfer Zeitung" freut sich der internationalen Organisation sein muß. Die Umstände, unter über„ Die Lage der im Bäckereigewerbe beschäftigten Arbeiter" zwar in ihrem Berichte, daß es in Nixdorf nur so wenig Arbeitsdenen Verbände aber ins Leben gerufen werden, sind nicht immer ihre größte Mißbilligung aus und bittet Herren E. Richter, in lose giebt; vielleicht empfiehlt sie das Rirdorfer Mittel, die Arbeitsdie gleichen. Für die Kartonarbeiter ist es zunächst von Wich- Bukunft der Wahrheit mehr die Ehre zu geben". Diese Resolution losigkeit zu verbergen, dem Berliner Magistrat. Die nächste Vertigkeit, daß sie sich überhaupt organisiren. Mit der Plufforderung, ist Herrn Richter zuzusenden. sammlung wird voller sein, auch wenn die Plakate von den den Vorwärts" und andere Arbeiterblätter zu lesen und durch Die Versammlung beauftragt das Agitationskomitee, jede Hütern der Ordnung vernichtet werden! Förderung der Arbeiter- Bildungsschule an der Aufklärung der Woche in einer anderen Gegend eine Versammlung einzuberufen, Arbeiter mitzuwirken, schloß der Redner unter reichem Beifall um sämmtliche Berliner Stollegen zum Verband heranzuziehen, seine Ausführungen. Nachdem eine Kommission von vier männ- damit wir die Kraft gewinnen, um vorerst die krassesten Uebellichen und drei weiblichen Mitgliedern zur Ausarbeitung der stände so bald als möglich beseitigen zu können." Statuten des neuen Vereins gewählt worden war, wurde die Nach dem mit großem Beifall aufgenommenen Schlußwort start besuchte Versammlung geschlossen. des Referenten wurde die Versammlung mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. Kartonarbeiter und Arbeiterinnen. Der Fachverein der Lederarbeiter hielt am 26. Januar eine Generalversammlung ab. Der Revisor, Kollege Bökert, ertrag: E # 1 & S wie sie Zu Ver Sohen- Schönhausen. Am Mittwoch, den 28. Januar fand zu Hohen- Schönhausen im Restaurant„ Schloß Hohen Schönhaufen"( Juh. R. Schiele) eine öffentliche Versammlung zum Zweck der Gründung eines Arbeiter- Bildungs- Vereins für Hohen- Schönhaufen, Wilhelmsberg und Umgegend statt. Nachdem Kreuz in einem furzen Referat über die Nothwendigkeit des Vereins ge sprochen, zeichneten sich 52 Genossen als Mitglieder ein. Der Fachverein sämmtlicher in den Glacé nud Karton wurde sodann zur Vorstandswahl geschritten und wurden folPapierfabriken von Berlin und Umgegend beschäftigten Arbeiter gende Genossen gewählt: Kreutz erster Vorfiyender, Wolf zweiter Danach beliefen sich die Einnahmen auf 475,80 M., die Ausgaben und Arbeiterinnen hielt am Mittwoch eine Mitgliederversamm Vorsitzender, Neubauer erster Schrists., Wengler zweiter Schriftf., auf 256,40 W., so daß der gegenwärtige Kassenbestand 219,40 M. lung ab. Laut Bericht des Kassirers zählt der Verein zur Zeit Hartmann erster Kassirer, Schröter zweiter Kaffiver. Bei der Stabeträgt. Nachdem die der gegen die Staffe als richtig befunden 136 Mitglieder und verfügt über einen waarbestand von 24,85 M. futenberathung wurden sämmtliche Paragraphen mit Ausnahme evärt hatten, wurde dem Saffirer Decharge ertheilt., ierauf Dem Kassirer wurde Entlastung ertheilt und erhielt Herr Megner einiger kleiner Aenderungen, intagraphen mit wurde ein vom Kollegen Jahn gestellter An- das Wort zu seinem Vortrag über:" Die gegenwärtigen Arbeits- von der Kommission vorgeschlagen, angenommen. Das Verhältniß des gegenwärtigen verhältnisse und das Wohlwollen unserer Stadtverwaltung". schiedenem waren zwei Resolutionen eingegangen und zwar von Rassenbestandes zu dem des Vorjahres im Be- Nach dem Redner hat man zwischen einem allgemeinen, stetigen den Herren Jonas und Neubauer. Nachdem der Vorsitzende für richte zu veröffentlichen, angenommen. 2 aut und einem speziellen, zeitweisen Nothstande zu unterscheiden. Der die erste, Neubauer für die zweite Resolution gesprochen, bei genauer Buchung des Rassirers betrug der allgemeine Nothstand ist durch die immer weitere Ausdehnung welcher Gelegenheit man mit dem anwesenden Restaurateur Kassenbestand im Halbjahr Juli 1889 bis Januar 1890- gewinnende Maschinenthätigkeit hervorgerufen, die einerseits den Jänicke( zum Paradies) sehr scharf ins Gericht ging, und den134,15 M. und Marten wurden verkauft für Arbeiter befähigt, ohne Vorübung jeden maschinentechnischen selben, da er die Versammlung zu stören suchte, schließlich zum 267,60 M. Der Kassenbestand des Halbjahres Erwerbszweig sofort zu ergreifen, und es hierdurch andererseits Verlassen des Saales aufforderte, wurde, da beide Resolutionen Juli 1890 bis Januar 1891 beträgt 219,40 M. und dem Unternehmer ermöglicht, nicht sowohl auf eine tüchtig im Prinzip gleich waren, die am weiteiten gehende einstimmig Marten wurden verkauft für 391,70 m. Der Vor- geschulte als auf eine möglichst billige Arbeitskraft zu sehen. Die angenommen. Diefelbe hatte folgenden Wortlaut:„ Die öffent ſizende, Koll. Dübelt, betunete, das er frankheitshalber ge- Folge davon ist eine fortwährende Lohnverminderung, sodaß es liche Versammlung ist mit den Ausführungen des Referenten einungen sei, sein Amt niederzulegen, und es wurden Koll. heute dahin gekommen ist, daß der Mann allein die nothwendig verstanden, erklärt Mann für Mann dem Arbeiter- Bildungsverein Schulz als erſter, Koll. Görig als weiter Vorsigender gewählt; ſten Lebensbedürfnisse der Familie nicht mehr beschaffen kann und für Hohen- Schönhausen- Wilhelmsberg und Umgegend beizutreten, an Stelle des Roll. Gökelt wurde koll. Nohr in den Vorstand die Arbeitskraft der Frau, ja oft sogar der Kinder zu Hilfe und erklärt ferner, nur bei solchen wirthen zu verkehren, die den gewählt und zu Revisoren wurden Stoll, Jahn und Lehmann nehmen muß. Der spezielle Nothstand dagegen ist durch die Zeit- Arbeitern freundlich gesinnt sind. Die Versammlung proteſtirt ernannt. Ein Antrag, der Bibliothek 50 M. zu überweisen, umstände bedingt, die sich augenblicklich äußerst ungünstig gestaltet gegen das eigenmächtige Vorgehen des Restaurateur 2. Jänicke wurde angenommen, besgleichen ein Antrag, im Norden eine haben. Das Unternehmerthum fürchtet eine hereinbrechende Krise zu Hohen- Schönhausen( genannt der Paradieswirth). Derselbe Ge befindet sich diese im Restaurant und beschränkt deshalb die Produktion auf ein Minimum. Der fand bei uns Arbeitern keine Gegenliebe und glaubte durch Krüger, Hirtenſir. 10, und sie ist geöffnet Sonnabend Abend von strenge Winter läßt zudem die Bauthätigkeit u. f. w. stocken, so Annonziren im„ Vorwärts" uns genüge gethan zu habe. Der81/ 2-91,2 Uhr. Gobann ſtimmte die Bersammlung einem An- daß Tausende dem Glend preisgegeben sind. Und wie sich ein felbe hat in öffentlichen Lokalen die sozialdemokratischen Artrage zu: Mitte nächsten Monats ein Kränzchen zu veranstalten. Kind an die Mutter wendet, so wendeten sich die Armen beiter beleidigt. Deshalb verzichten wir jetzt auf seinen Saal." an die Stadtverwaltung. Freilich flehten sie nicht um ein Finsterwalde. Die Geistlichen haben in den Monaten Der Gauverein Verliner Bildhauer hielt am 27. d. M. Almosen. Nein! Die Erzeuger der gesellschaftlichen Werthe Schreinigung ab. Nachdem ber Borsigende Meyer einige ge- baben, geftligt auf ihr Recht, Arbeit gefordert, die Ver zu verschiedenen Malen hier öffentliche Volts- Versammlungen Entwurfs zum Reglement ne Stellenvermittelung geschritten. und frierenden Kinder gefordert! chäftliche Mittheilungen gemacht, wurde zur Berathung des abreichung warmer Speisen in den Schulen an ihre hungernden arrangirt, um der überhandnehmenden Theilnahmlosigkeit am Kirchenbesuch zu steuern. Gelungen ist es ihnen nicht. Auch zum Die einzelnen Paragraphen wurden einer eingehenden Kritik Und was geschah? Der Ober- Bürgermeister wagte es, einen Mittwoch, den 21. Januar, hatten sie eine derartige Versammlung anterzogen, und es wurde, da man die Faſſung des Entwurfs besonderen Rothstand zu leugnen, und wenn sich die Stadt- anberaumt. Der Superintendent Stod maun hatte bas ars ungenügend erachtete,' eine Kommission von sieben Kollegen berordneten- Versammlung dieser Ansicht auch nicht ganz anschloß, Referat über„ Die Vernunftswidrigkeit der Gottes" übernommen. Die Versammlung, welche im Als besonders unzutreffend erwies Arbeit Sorge getragen werden; aber den Kindern warme größten Saale der Stadt stattfand, war von ca. 1200 Per= darunter einem Drittel Frauen und uh die Bestimmung be§. Au bon vermitteln 3" zu dazu fehlt es an Einrichtungen. Der Redner ging zu Anfang des wie es im alten Reglement fundet Haber Speisen au geben ist feine Hilfe zu erwarten", schloß der Mädchen besucht. Zahlstelle zu errichten. Reglement ausarbeiten soll. Referat näher auf die von den Vertretern der verschiedenen Wissenschaften entdeckten, in der Natur herrschenden Gesetze cin. Der Kernpunkt seiner ganzen Ausführungen war nun der: Diese von den Hilfsarbeitern einberufen. Die Versammlung war zum Zweck der Agitation im Norden dann gewonnenes Spiel haben. Trotzdem gerade unsere Gewerk schaft mit dem größten Indifferentismus zu tämpfen hat, so von ihm, Redner, stizzirten sogenannten Naturgeseze stellen in passen, dens dieselben waren in Wasse erschienen und ſegten es Salon gewesen sind, öfter unsere Versammlungen zu besuchen, Das schien den Metallarbeitern aber nicht in den Kram zu rathe ich denjenigen Genossen, die dort im Kolberger ihrem Wirken etwas höchst Wunderbares, etwas höchst 3wed purch, daß durch ihren Gegenvorschlag das Bureau, welches von ſie können dort sehr viel lernen. Von dem gefunden Sinne ine entsprechendes dar. Der Mensch könne wohl, durch seinen Geist unserer Seite vorgeschlagen war, abgelehnt wurde. Dies wäre Mehrzahl der Metallarbeiter erwarte ich aber, daß sie gegen eine dazu befähigt, nach vielen Versuchen eine komplizirte Maschine ja weiter fein Fehler gewesen, wenn sich der Vorsitzende Had derartige Propaganda für ihren Verein protestiren. Zum Schluß verfertigen, ein schönes Haus bauen; er sei aber nicht im Stande, nicht parteiisch gezeigt hätte. die die Natur beherrschenden Geseze in die Natur hineinzulegen. wurde noch eine Resolution, die uns das Recht nehmen wollte, Die Folge dieser Gegenagitation war, daß, trozdem vom ohne Genehmigung des sozialdemokratischen Vertrauensmannes Von selbst kommen sie nicht hinein, folglich muß sie ein für Genossen Günther und andern energisch aufgefordert wurde, dem Gewerkschaftsversammlungen abzuhalten, auf energischen Proteft forgender, über alles stehender Geist geschaffen haben; folglich Verein gewerblicher Hilfsarbeiter beizutreten, sich nur 2 Mitglieder des Genossen Aug. Günther einstimmig abgelehnt. giebt es einen Gott. 4 An der sich an den Vortrag anschließenden Diskussion be- aufnehmen ließen. Und das Alles deshalb, weil die Metalltheiligten sich außer den Predigern Geibel, Schach und Verein auch gebrauchen können. Es wäre das ja nicht wesent arbeiter einsehen, daß fie die Hilfsarbeiter in ihrem einem Kantor der Genosse W. Wach Berlin, der lich, wenn die Metallarbeiter nun die Vortheile hätten, aber ich Reisende der Berliner Genossenfdfts Hutfabrik, Genosse behaupte, daß sich dieselben dadurch ebenso geschädigt haben, wie Augustin, und Genosse Zirkel aus Finsterwalde. Die uns, denn nicht taftieste Arbeiter fühlen sich durch solche HandAusführungen der drei Tezztgenannten Lungsweise abgestoßen und treten überhaupt feiner Organi sation bei. = Redner wurden von der Versammlung mit lebhaftem, theilweise stür mischem Beisall aufgenommen, während die der Geistlichen nicht den geringsten Eindruck machten. Die Pastoren waren nicht im Stande, einige von den Genossen Wach und Augustin am Schlusse ihrer Ausführungen an sie gestellte Fragen in befriedigender Weise zu beantworten. Eine Frage des Ersteren warum der allmächtige Gott, wenn er das Wirken in der Natur so wunderbar geregelt habe, solch anarchistische Gesellschaftsserhältnisse dulde, wie wir sie heute um uns sehen; wo einer des anderen Teufel sei, wurde damit beantwortet, daß Gott die Menschen frei geschaffen habe, sie sich nun dem Guten oder Bösen zuwenden könnten. Sie wären mehr böse wie gut gemorden und darum leben wir in solch gräßlich en gesellschaftlichen Verhältnissen. Hierauf wies Wach auf den Widerspruch hin, welcher in der Annahme eines vollkommenen Schöpfers und einer unvollkommenen Schöpfung enthalten ist. Dieser Einwurf wurde von den Priestern in der weiteren Debatte unberücksichtigt gelassen. Selbstverständlich setzte es auch einige Seitenhiebe auf die Sozialdemokratie. Sie wurden ir genügender Weise von den Genossen Augustin und Zirkel Burückgewiesen. Als Genosse Wach das Wort vom Superintendenten zum dritten Male verlangte, wurde er mit der Motivirung zurückgewiesen, er habe genug geredet. Der Superintendent Stockmann betrat wieder die Rednertribüne, kam aber nicht mehr dazu, etwas zu sagen. Die Versammelten, über das Abschneiden der Debatte ungehalten, verließen mit cinem stürmischen Hoch auf die internationale Sozialdemokratie den Saal. Zu erwähnen ist noch, daß Niemand den Saal betreten durfte, ohne ein Entgeld von 10 Pfennig gezahlt zu haben. Wer ohne dies gethan zu haben, am infafrer vorbei den Saal betreten wollte, wurde von diesem angepadt und wieder hinausgezogen. Die Finsterwalder Genossen werden, sofern seitens der Geistlichen wieder Versammlungen arrangirt werden und dies nicht in der sonst bei Volksversammlungen üblichen Weise geschieht( Entree nach Belieben, Wahl eines Bureaus aus der Mitte der Versammlung ze.) diese nicht mehr besuchen. Sprechlaal. Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechfaals, soweit Raum dafür abzu geben ist, dem Bublifum zur Besprechung von Angelegenheiten allgeineinen Interesses zur Verfügung; ste verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dent Inhalt desselben identifizirt zu werden. Erklärung. Wie mir von einer Anzahl hiesiger Parteigenossen mitgetheilt wird, tursiren über die Art und Weise, ivie der Genosse Johann Windhorst, jetzt wohnhaft hierselbst, Waßmannstraße 34, die Zurücknahme seiner auf Grund des Sozialistengesetzes erfolgten Ausweisung aus Berlin f. 3. beim königlichen Polizeipräsidium hierselbst betrieben haben soll, in Parteitreisen Gerüchte, die geeignet sind, denselben in den Augen der Partei genossen erheblich herabzusetzen. Nach Lage der Dinge bin ich nun im Stande, diesen ehrenrührigen Gerüchten hier öffentlich entgegentreten fönnen, indem ich in kurzen Worten den Verlauf jener Angelegenheit, an der ich persönlich betheiligt war, den Berliner Parteigenossen mittheile. Genosse Windhorst, mit dem ich im Jahre 1889 in Bremen gemeinschaftlich ein Zigarrengeschäft eröffnete, hatte seit mehreren Jahren seitens des Polizeipräsidiums in Berlin die übliche schriftliche Ankündigung, daß seine Ausweisung wiederum verlängert fei, nicht erhalten, und da rieth ich ihm, doch einmal an das Polizeipräsidium zu schreiben, daß er, Windhorst, infolge des Ausbleibens der beregten Ankündigung zu der Meinung veranlaßt sei, daß die Ausweisung gegen ihn seitens der dortigen Behörden nicht mehr aufrecht erhalten werde und er deshalb zurückkehren könne. Ohne an irgend einen günstigen Erfolg dieses Schrittes zu denken, ging Windhorst auf meinen Borschlag ein, und ich schrieb dann auf Windhorst's Wunsch unterm 1. November 1889 wörtlich an das hiesige Polizeipräsidium im Namen Windhorst's ,,, daß mir( Windhorst) eine amtliche Mittheilung über die etwaige weitere Fortdauer der gegen mich verfügten Ausweisung nicht gemacht worden sei und ich daher zu der Annahme berechtigt zu sein glaube, daß die auf Grund§ 28 des genannten Gesetzes getroffene Maßnahme, soweit sie meine Person anginge, außer Kraft gesezt sei und mir nunmehr der Aufenthalt in Berlin wiederum gestattet sein dürfte. Einer etwaigen gefälligen Mittheilung des Königl. Polizei- Präsidiums entgegen sehend, verbleibe( folgt Unterschrift)". Dies war der ganze Inhalt des Schriftstücks, welches ich zum Ueberfluß noch selbst absandte. Am 2. Tezember 1889 erhielt derauf Windthorst ganz gegen unsere Erwartung vom Polizeipräsidium Hierselbst die Mittheilung, daß ihm die bezüglichen Papiere mangels Kenntniß seines Aufenthaltsorts nicht übermittelt worden wären, daß ihm jedoch seitens der Behörde die Rückkehr nach Berlin widerruflich gepattet sei. Bon dieser garnicht er= betenen Erlaubniß zur Rückkehr, vermochte Windthorst, der erst wenige Monate vorher mit mir zusammen in Bremen ein Geschäft begründet und sich auf einen dauernden Aufenthalt dortselbst eingerichtet hatte, zunächst gar keinen Gebrauch zu machen und erst Mitte März des nächsten Jahres war er nach Lösung unseres geschäftlichen Verhältnisses im Stande, seine Ueberfiedelung nach hier vorzunehmen. Nach dieser von mir gegebenen, streng den thatsächlichen Vorgängen entsprechenden Darstellung des Sachverhalts darf ich wohl der Hoffnung Raum geben, daß nunmehr jene dunklen Gerüchte und ehrabschneidenden Behauptungen, wie sie hier und da verbreitet waren, verstummen und alle Parteigenossen Johann Windhorst als das betrachten werden, was er meiner Ueberzeugung nach ist: als einen alten, braven, achtungswerthen Parteigenossen, der in jenen zwölf Jahren des Sozialistengefeßes, wie mancher Andere, auch Schweres hat erdulden müssen, aber stets in Ehren bestand. Berlin, den 29. Januar 1891. Julius Bruhns. Veranlaßt durch den Bericht über die öffentliche Versamm Tung der gewerblichen Hilfsarbeiter in Nr. 24 des Vorwärts", fehe ich mich genöthigt, Folgendes zu bemerken: Der Bericht ist unvollständig. Ich glaube ja recht gern, daß dem Bureau, mit Ausnahme des Herrn Arndt, sowie den übrigen Herren Metallarbeitern daran gelegen ist, über ihre Bravour, die sie in jener Versammlung bewiesen haben, Schweigen zu verbreiten. So lange ich Arbeiterversammlungen besuche, ist mir in dieser Bersammlung der erste Fall vorgekommen, daß sich Angehörige zweier Gewerffchaften gegenseitig untergraben, statt sich zu fördern. I Jeder Genosse wird mit mir der Meinung sein, daß, wenn wir überhaupt es so weit gebracht haben, daß alle Arbeiter organisirt sind, gleichviel, welcher Organisation sie angehören, wir 10. Ziehung der 4. Klasse 183. Königl. Preuß. Lotterie. Siebung vom 30. Januar 1891, Vormittags. Nur die Gewinne über 210 Wart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Dbne Gewähr.) 2 126 342 452( 3000) 97 552 650 727 961 1112 87 241 13001 378 471 516 65 654 761 2018 50 360 408 48 69 501 63 683 13001 820 96 97 907 3002 4 40 62 126 62 276 441 572 87 1300 665 718 951 79 4226 41 415 593 718 817 66 5114 205 6046 CO 89 115001 98 15 001 245 316 502 55 69 606 35 730 851 7017 58 161 130001 218 49 79 325 60 611 50 74 719 61 817 72( 500) 942 8052 SS 162 206 330 15001 34 402 629 54 718 [ 300] 831 9914 49 125 15001 289 316 23 43 461 536 50 611 47 734 66 830 37 922 1500] 46 10081 522 87 804 984 11296 442 73 666 12070 339 55 443 70 90 517 97 629 13136 887 14285 305 597 679 835 975 15161 91 206 [ 15 600] 30 591 606 31[ 300] 63 854 950 78 16186 94 248 317 485.00 806 98 908 76 17031 11500; 101 GS 350 584 803 65 1069 226 53 356 415 726 71 844 19274 437 96 551 661 742 846 20098 119 46 61 76 266 130001 381 89 693 827 37[ 500] 928 21302 774 902 51 70 22004 320 33 457 507 722 49 803[ 3001 23075 158 73 97 230 42 1500] 336 60 427 539 91 95 632 758 86 95 97 13001 879 926 33 24004 27 103 258 328 422 88 569 25031 164 210 51 97306 18 438 84( 300) 502 58 724 26110 79 94 551 54 55 67 703 27 949 27170 1300 78 228 389 477 75 5 544 607 66 97 759 803 903 28012 34 58 174 221 36 54 56 74 15001 305 79 404 19 56 74 622 28 728[ 50001 851 63 983 29013 364 417 24 95 513 771 868 939 Im Auftrage mehrerer gewerblicher Hilfsarbeiter: Richard Born, Friedrichsberg, Blumenthalstr. 15. Briefkaffen der Redaktion. Mit Recht. Ihre Frau hat für volle 18 Tage das Krankengeld zu beanspruchen. Denn wenn selbst die ersten drei Tage frei sind, so müssen dann die im§ 19 erwähnten 3 Wochen erst vom vierten Tage nach der Entbindung an gerechnet werden. 825 36 917 93096 281 400 523 52 677 92 902 30 43 94018 157 115001 204 339 13001 474 650 13001 872 921 95009 58 290 317 582 89 614 25 853 09 93097 180 408 19 599 625 70 83 737 79 857 979 97022 24 309 427 618 29 947 98295 559 624 83 776 97[ 500] 871 913 34 99147 276 359 82 589 648.64 70 804 100077 84 132 200 53 63 413 26 47 607 50 818 55 910 40 101088 257 373 86 404 9 18 15001 31 39 887 102031 49 51 78[ 5001 628 60 76 130001 834 962 103109 227 29 36 54 94 363 82 401 576 90 715[ 1500] 89 962 65 104197 234 45 57 344 421 542 47 49 702 825 85[ 300] 105092( 5001 277 376 411 13001 526 647 790 829 64 106028 131 251 620 764 110 0001 949 115001 107396 430 542 694 779 829 30 917 31 109058[ 500] 320 75 89 723 810 91 78 722 52 862 907 36 108078 80 94 108 27 223 325 34 51 438 552 81 100 38 362 88 468 618 662 802 90 933 63 112064 156 246 501 632 110346 63 99 437 78 84 95 566 67 77 649 62 725 45 98 954 111002 846 62 916 68 113057 65 97 103 39 47 225 35 54 57 66 310 57 519 64 720 835 45 947 62 13001 78[ 3000) 114197 296 304 572 82 609 23 981 1500; 115006 101 17 62 217 433 519 116000 11600] 295 492 96 869 933 49 69 117349 596 977 1500] 118174 204 318 569 646 91 839 909 119319 401 503[ 500) 628 81 90 98 115001 857 966 12000S 49 130001 304 22 422 521 58 85 690 771 837 208 61 94 399 1500) 403 71 511 46 11500) 616 70 763 84 853 122053 121142 83 132 69 215 302 34 39 450 520 634 707 819 28 51 931 47 54 69 76 123051 1.6 202 5 27 48[ 500P 525 27 35 88 619 89 811 12 94 212 15001 87 319 63 517 52 712 77[ 1500] 818 982 125080 87 160 124049 246 98 336 75 423 56 98 583[ 600000] 660 728 41 871 91 126076 402 518 42 667 69 756 825 33 967 89 127088 35 870 95 128250 94 325 608 23 823 36 44 61 129213 388 518 30 741 50 876 960 98 130087 327 42 404 42 578 654 131004 231 323 32 408 78 85 524 50 69 811 78[ 1500] 132013 199 738 45 919 130001 32 133211 62 312 83 505 10 37[ 300] 68 75 656-95 759[ 5001 902 134042 158 68 334 462 517 705 907 23 50 135124 206 364-439 787 904 36 136023 13000] 94 181 387 408 49 66 572 712 878 127041 232 312 78 440 44 506 66 610 38 96 741 923 50 138060 86 552 74 15001 89 906 14 38 139080 107 S0 13000] 419 95 557[ 500] 69 624 31 99 712 830 36 936 140044 13001 63 90 145 212 302 9 553 69 83 13001 674 869 141090 129 43 279 322 69 407 500 25 92.95 649 93 903 142041 77 92 110 330 531 33 622 780 909 11 29 65 145220 13000] 377 408 66 638 821 56 971 146088 107 85 268 322 409 782 800 14 24 910 12 23 64 13001 147002 5 50 54 213 37[ 3000] 393 609 63 90 755 77 84 832 921 35 148138 241 322 544 614 33 785 149017 492 99 590 677 759 68 845 30022 63 206 81 83 350 460 510 18 000 29 50 GS 717$ 17 13001 980 81 31042 55 84 211 22 306 11 452 91 580 604 76 84 89 32107 32 251 87 364 81( 500) 550 6 1 934 33026 256 357 493 701 37 963 34036 1500) 181 383 508 79 709 35011 236 3 1300; 417 526 90 617 15001 36024 59 168 297 445 673 969 82 37179 390 735 896 925 43 45 38352 68 496 518[ 5001 63 67 614 769 912 3930S 63 416 74 82 642 826 998 40122 86 291 94 95 302 401 518 52 609 64 709 19 25 37 91 88395 41000 7 55 115001 196 272 318 89 403 32 65 505 660[ 300] 821 910 13001 52 42097 212 326 829 56 43004 9 161 63 244 404 20 24 44 550 57 753 78 827 41140 87 207 15 67 328 56 96 408 13001 84 572 668 717 24 860 93 915( 540) 45013 308 79 514 778 0 806 15001 46170 81806 37 99 923 143632 717 846 115001 95 144065 108 10 59 196[ 500] 130001 233 365[ 300] 681 916 58 76 47118 S8 452 15001 589 600/739 801 48957 83 175 538 50 53 603 36 76 759 62 970 49105 51 53 72.216 62 366 414 87 546 62 634 46 57 61 68 87 718 970 73 00147 313 15 1500] 432 950 51000 82 114 217 386 448 50 584 658 851 52 95 913 52009 90 15001 118 47 379 428 504 32 84 86 647 773 15001 75 58 952 53218 328 78 434 543 648 95 947 54017 206 63 364 438 87 519[ 300] 54 93 671 737 830 115001 64 55064 337 405 507 22 85 681 826 57 11500) 936( 300) 72 56235 94 309 52 62 514 23 738 832 300 44 950 57177 89 15001 271 88 94 335 58 642 79 743 79 805 23 58 72 73 942 58038 116 47 52 283 301 450 59016 105 130001 68( 500) 232 34 347 401 28 644 64 753 812 41 78 115001 912 28 29 90 13000 60023 94 181 327 401 4 33 49 541 63 699[ 1500) 741 60 847 61021 109 14 220 80 374 492 908 130001 94 62044 124 11500) 204 41 3: 6 469 15001 542 130001 61 810 918 63217 301 79 551 050 886 64088 110 220 327 77 455 73 83 523 66 616 713 869 98 115001 65234 342 73 454 505 98 763 66192 337 456 716 854 13000) 71 67052 115001 141 85 213 352 480 576 742 824 907 68039 271 337 130001 75 115001 410 575 617 705 13 21 71 77 882 970 62006 105 206 10 522 614 S40 908 97 70083 168 222 519 628 98 736 130 000] 83 71024 29 70[ 3000] 252 56$ 1 317 15001 565 718 76 881 914 78 84, 2016 423 33 43 533 46 73015 200 10 597 612 18 32 46 718 536 74031 219 51 301 26 88 419 41 755 76 77 826 917 75019 225 68 335 70 615 18 704 79 833 56 961 76043 57[ 3000] 108 27 37 261 373 652 700 860 97[ 3000] 77025 66 196 200 51 74 338 62 97 434 510 65 726 76 883 78256 405 39 528 66 13001 886 9061 99 167 1500] 290 305 1500) 425 90 1500] 546 56 99 602 50 894[ 3000] 920 80116 31 364 30 130001 452 80 598 COS 787 98 864 990$ 1037 81 83 84 92 95 227 487 524 94 643 718 81 370 989 82244 94 503 776 1300) 78 83076 320 483 84 90 566 652 84 846 4010 244 326 13000] 58 655 64 750 13 00] 838 13001 989 85050 152 95 13 001 479 91 649 68 711 86039 56 64 108 38 93 380 603 27 43 780$ 7465 77 526 66 744[ 500. 64 77 800 97-977 S5011 219 24 49 115001 316 606 647 55 83 744 13001 63 870 999 89198 369 420 99 508 37 626 92 77 99 90050[ 300] 225 310 510 130001 95 659 759 846 13001 982 91186 222 302 98 407 92 587 853 92082 182( 300) 92 236[ 1500] 71 496 646 150335 59 411 643 739$ 14 151060 264 406 16 115001 87 703 29 912 65 15: 2030 41 153 62 320 405 52 607[ 500] 60 799 827 43 73 153091 185 341 465 92 509 35 130001 669 736 45 53 809 944[ 3000] 49 154097 133 242 59 66 78 361 406 558 65 65 733 863 936 155061 63 288 352 422 56 567 655 924 156011 75 176 1300] 96 236 17 318 451 562 615 774 85 844 922 157016 119 248 341 99 585 625 71 99 747 77 902 55 158200 64 419 29 512 17 22 912 150182 258 312[ 300] 410 13001 15 643 67 740 53 56 160004 206 73 367 559 73 878 918 161008 75[ 300] 114 35[ 15001 230 99 325 32 87 542 629 779 82 162113 205 348 407 524 789 846 65 907 20 163000 8 23 317 53 597 605 38 66 785 806 20[ 1500] 914 47 52 06[ 3000) 164051 56 69 245 456 522 609 44 876 78.913 23 165015 101 245 99 304 37 83 513 16 43( 3000) 658 953 166063 228 394 491 721 831 34 64 92 940 76 91 167039 82 198 313[ 300] 549 71 620 776 937 48 168086 251 404 587 903 109226 27 413 56 65 538 75 653 62 68 843 969[ 1500] 92 170071 260 382 462 305 69 88 609 76 80 703 74 171051[ 3000] 246 512 58 645 702 916-80 172013 239 65 85 94 368 96 444 687 702 1500] 22 173142 52 233 34 61 424 49 71 558 65 715 876 88 907[ 1500] 10 37 174014 16 67 130001 210 78 365 465 624 820 58 78 905 175138 91 247[ 1500] 87 570 681 832 74 85 91 62 176056 57 129 326 55 97 403 612 756[ 300] SS 965 177016 20 1500] 63 132[ 1500] 49 63 367 585 867 17033 1500) 404 548 13001 804 74 950 179078 118 20[ 300] 91 343[ 1500] 44[ 1500] 469 798 47 180116 355 76 1500] 420 533 S48 963 181062 127 229 92 400 38 750 52 99 827 47 18: 2084 93 122 33 270 347 545 611 27 940 183082 15001 121 35 493 578 640 69 91 725 831 14047 242 350 409 559 607 30 32 821 69 963 83 86 185021 38 204 316 40 461 545 644 804 24 931 184009 34 37 209 48 342 59 480 187031 51 120 41 497 606 788 952 86 94 188108 25 33 322 438 559 733 73[ 300] 925 72 189110 67 81 293 430 75 845 970 93 10. Zichung der 4. Klasse 183. Königl. Preuß. Lotteric.| 67 229 422 130001 55 713[ 1500] 18 907 93161 222[ 500] 36 391 429 39 Ziehung vom 30. Jamar 1891, Nachmittags. Nur die Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Nummern in Parentheie beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 3 15001 312[ 5001 461 509 678 723 35 89 912 1014 81[ 500] 83 151 63 228 56 327 869 904 95 2041 55 56 176 320 82 15001 709 13 3056 68 84 146 69 x9 90 269 466 539 648 826 934 4159 422 13001 625 719 28 31 977 5048 208 478 536 614 34 63 772 871 6029 459 82 610 34 [ 3001 64 67 903 96 7103 26 31[ 1500] 92 243 306 521 68 666 742 85% 90 905 107[ 300] 301 2[ 30001 12 16 84 410 687 624 71 729 69 82 811 22 1500] 9413 13001 20 783 801 10060 3 01 114[ 5001 18 5001 236 394 596 766 820 979 11416 553 898 13 12077 197 295 349 83 98 613 15 758 885 94 13103 80 240 323 069 957 14087 301 776 948 78 15044 146 203 383 418 73 560 620 51 16033 88( 3000) 120 23 88 221 449 90 556 62 629 46 791 933 67 94 17000 30[ 1500] 221 585 614 736 813 35[ 1500, 907 18367 463 762 816 84 940 54 19044 78 167 404 821 20190 454 5-6 672 715 28 57 86 920 21264 497 702 7 11500 22021 134 307 45% 556 74 86 620( 15001 49 328 773-90 92 23008 93 109 333 563 809 911 41 64 88 24153 12 130001 506 12 609 14 44 978 25027 13000 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Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.