Nr. 237. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. Nummer mit illuftrierter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft Bettungss Preisliste für 1900 unter Br. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Solonel geile oder beren Raum 40 fg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition tst an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Rmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Borialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. den Augen der ganzen deutschen Socialdemokratie. Die Lücke, die Donnerstag, den 11. Oktober 1900. # aufzuraffen. " darben. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Selbst die liberale Presse, die Bossische Zeitung" ist der An- selbst und seine Bestimmung, wie über die ewigen Dinge nachzuUm Liebknechts Wahlkreis. ficht, daß die augenblicklich herrschenden Strömungen" start genug denken. Das zu erreichen haben die europäische und die chinesische Am 30. Oktober werden die Proletariermassen des sechsten Berliner wären, um der Socialdemokratie die Segel zu schwellen. Selbst Reichstags- Wahlkreises, die am 16. Juni 1898 ihrem tampfergrauten das herrschende System zu protestieren. Wenn der weltpolitische gutes Essen, gute Wohnung, gehören allerlei fleine Dinge, gehört, Nichtsocialdemokraten würden die Gelegenheit benigen, um gegen Gliidseligkeit gehört langes und gesundes Leben, gehört darunt Veteranen Wilhelm Liebknecht durch die Abgabe bon fast 60 000 Stimmen den glänzendsten Wahlfieg Deutschlands bereiteten, kurs nach Ansicht der„ Boff. Btg." sogar den liberalen Weiß- urz gesagt, Geld und wieder Geld, und alles strebt deshalb bei abermals eine Wahlschlacht zu schlagen haben. Und diesmal unter viel mehr Veranlassung hat der Arbeiter, dies stete Opfer des und Nacht, und mun fagen Sie: erreicht Ihre Kultur das vor bier Philister zur Demonstration aufzupeitschen vermag, um wie- Euch nach Besiz, hezt sich ab, jagt und arbeitet ohne Raften Tag durch den unerwarteten, doppelt schmerzlichen Tod des Ewigjungen kapitalistischen va banque- Spiels, sich zum nachdrücklichsten Protest gesteckte Biel? gerissen worden ist, wird sobald nicht wieder ausgefüllt werden Sie wollen gute Wohnung für alle und haben darum breite tönnen, doch ist es in die Hände seiner Wähler gelegt, durch die Wahl Es gilt nicht nur die Wahl Ledebours, es gilt, eine wuchtige und schöne Straßen; aber ich höre, daß es Tausende giebt, am 30. Oktober zu beweisen, daß der Geist des alten Soldaten der Manifestation für den socialistischen Gedanken ins Wert zu setzen die in dumpfen Löchern hausen, Hunderte, die gar keine Revolution, des Feuerkopfs im greifen Haar noch hinreißend und unter der Losung: Gegen die Weltpolitit, gegen den Wohnung haben. Auch sollen Tausende bei Euch hungern und thatbefeuernd in den Arbeiterbataillonen des proletarischen Nordens Marinismus, gegen den Militarismus, gegen den Da ist man in China anders verfahren. Das Colt hat dort der Reichshauptstadt lebt. Wie die Bourgeoisie des eleganten Brotwucher, gegen den Scharfmacher- und Zucht- Euren Land und vielen Hausrat nicht; es giebt teine breiten, schön Berlin W. durch den endlosen Trauerzug des„ Alten" aus der austurs, und für die Kultur- und Friedens gepflasterten Straßen, teine vornehmen Häuser, giebt keine großen gelangweilten Sonntagsstimmung zu scheuem Staunen hingerissen politik, für Handelsverträge, für eine durch Gastmähler; ganz im Gegenteil ist der Chinese so genitgsamt, daß wurde, so wird ihr auch die Revue der Arbeiterbataillone des werk- greifende Socialreform, für Boltsrechte und es Euch schaudert, schon wenn Ihr daran denkt; aber eben infolge thätig geräuschvollen Berlin N. widerwillige Achtung abnötigen vor Boltsfreiheiten! Der Gegner im Wahlkampf ist nicht der seiner Genügsamkeit erreicht der Chinese das gemeinsame Ideal vollder eisernen Selbstdisciplin, dem unerreichten Pflichtbewußtsein Rest der Reaktion, sondern die im Reiche noch ungebrochene, Wohnungen ungesund, und in gewissem Sinne ist das richtig; wo aber im Wahlkreis für immer aufs Haupt geschlagene schwächliche fommener wie Ihr Europäer. Nach Euren Begriffen sind seine großen Städte schmutzig, seine der socialistischen Arbeiterschaft. Wer wollte es leugnen, fich blähende, auf nechtung und Auswucherung des giebt es einen Chinesen, der tagtäglich in Angst um den daß in den imposanten Wahlsiegen des VI. Wahltreises neben dem proletarischen Klassenbewußtsein auch die beTribut für den Hausbesizer bangt, der sich abplagt geisterte Verehrung für den erprobten Borkämpfer zum Ausdruck kam? bis in die Nacht, nur damit er seine Wohnung behalte? Was ist Das ist menschlich schön und begreiflich, das ist psychologisch not mun beffer: in guter Wohnung darben und in steter Augst leben wendig. Nun es jedoch gilt, mit dem geistigen Erbe Liebknechts zu oder in geringerer Behausung gemächlich seinen Geschäften nach wuchern, dem von der Masse erlorenen Nachfolger das nachgelassene gehen? Mandat zu übertragen, wird fein klassenbewußter Arbeiter zu Hause bleiben. Vollends kein Verehrer des„ Alten". Denn der Name Liebknecht ist kein politischer Fetisch, sondern die Ver Törperung eines Princips, eine Stampfparole. Volts finnende Reaktion! Ihr gilt der Kampf, und der Sieg im sechsten Wahlkreise sei uns das Unterpfand und das Symbol des künftigen Siegs auf der ganzen Linie! China. Es verlohnt sich kaum, aus dem Nachrichtentvust, den jeden Tag der Telegraph bringt, auch nur eine geringe Auslese zu bringen. meisten sind blanke Erfindungen. Die Situation wird durch keine dieser Meldungen geklärt, und die Eure Kultur haftet an Aeußerlichkeiten; der Chinese ist mehr innerlich. Euch Europäern ist der Besiz alles, dem Chinesen ist alles die Mußze. Durch Jahrhunderte ist der Chinese zu der An Schamung erzogen, daß nicht der Besitz an irdischen Gütern das Glück macht, sondern die abgeklärte Ruhe; darum flößt ihm Eure europäische Uebergeschäftigkeit Entsetzen ein; Ihr seid ihm wirklich Barbaren, die barbarisch eine ganze Kultur um irdischer Vorteile in den Staub treten wollen. Energisch ist die Arbeiterschaft auch bereits in die Wahlagitation eingetreten. Eine Reihe von Volksversammlungen hat den Kampf Heute erfahren wir, daß der Kaiser von China den Prinzen eröffnet. Das Zurüdweichen eines Teils der Gegner hat die Frontstellung Tuan und andre zur Recheufchaft gezogen habe. Ja, wir ver Darum wissen die Chinesen ganz genau, daß Ihr auch das vereinfacht. Wie die Leser bereits wissen, hat der Freisinn Wahl- nehmen sogar sensationelle Einzelheiten der Bestrafung. Aber diese chinesische Bolt in den Trubel stürzen wollt, daß Eure Geschäftigkeit enthaltung proklamiert. Die freisimmige Bollspartei will sich Detallierung macht die ganze Nachricht nur um so unglaubwürdiger. in China Einzug halten soll: dem widerseßen sie sich aufs nicht einer Niederlage aussehen, die diesmal um so empfindlicher Es ist eine seit Anfang an zu beobachtende Erscheinung, daß die äußerste! für sie werden müßte, als sie die riesige Stimmabgabe der Social- Meldungen um so unzuverlässiger werden, je mehr sie mit Einzel- Darum macht Euch auf Ströme von Blut gefaßt und auf eine Europäisch soll jetzt China werden, und das will es nicht. demokratie nicht einmal dem angeblichen Personenkultus" der„ ver- heiten renommieren. blendeten" Wählermassen aufs Sonto fezen tönnte. Seine bösen Vorahnungen verbarg der Freifinn deshalb unter der grotesken Ausrede, wird, daß die Einigkeit der Kulturtruppen in China immer stärkere sei denn, daß Europa anders denken lernt. Das ist Chinas Dagegen scheint es uns durchaus wahrscheinlich, wenn berichtet furchtbare Katastrophe, wie sie die Welt noch nie gesehen, daß er es nicht verantworten könne, im Falle einer Stichwahl zertlüftet ist. Das kommt davon, wenn ein Weltgeneralissimus zwischen dem konservativ- antisemitischen und dem socialdemokratischen dirigiert. Kandidaten seine Wähler dem Socialdemokraten zuzuführen, da dieser ein Renegat und im Gegensatz zu Liebknecht ein nicht ernst zu nehmender Gegner" sei. " Auch die freiwillige Hilfstruppe der Welthändelpolitik, die National- Socialen, befunden keine Lust, nach längerer Bause wieder Im Gegensatz zu der marine- christlichen Wetternpartei der National- Socialen scheint jedoch das Centrum die bevorstehende Rachwahl zu einer kleinen Gefechtsübung benutzen zu wollen. Bei der 1898er Wahl brachte es das Centrum in Berlin im ganzen auf 4754 Stimmen, im 6. Wahlkreis fpeciell auf 1748 Stimmen, Grund genug für die neue Regierungspartei, durch Aufstellung von Zählkandidaten ihre Schäflein vor dem Eingehen politischer Mischehen zu bewahren. * Deutsche Scharfmachereien. Politische Uebersicht. Berlin, den 10. Oktober. Konftitutionelle Selbsthilfe. Aslantep Der Köln. 8tg." zufolge ist nicht mehr daran zu zweifeln, daß das chinesische Hoflager nach Singanfu verlegt ist. Dieser Entschluß In aller Gemütlichkeit erklärt ein Berichterstatter, das preußische bedeutet zweifelsohne eine mißliche Wendung. Wenn einzelne Stellen Staatsministerium sei zwar am Dienstag beisammen gewesen, habe behaupten, für sei dorthin zurückkehre. か einmal einen fröhlich- dreisten Jamesonzug in das Feindesland zu Kaisers in Pefing gleichgültig, so entspringe eine solche Auffassung aber den Termin der Einberufung des Neichstags nicht erörtert; unternehmen, Sigung des findet diese Woche überhaupt nicht eroberer herausforderndere Gelegenheit gefunden werden könnte, Kosten einer gründlichen und dauernden Regelung fertig zu werden. statt. durch socialistische Friedensideale versimpelte Wählermassen für die Gerade angesichts dieser Wendung sollten die Unterhändler entschieden Es ist rührend, mit anzusehen, mit welcher Geduld sich unfre nervenſtählende, alle„ Weichlichkeit“ verpönende Weltanschauung der mit allen Mitteln auf der Rückkehr des Hofes nach Beling bestehen, bürgerlichen Parteien, die doch im Parlamentarismus ihr eigentliches National- Socialen zu gelvinnen. Die Bastorenpartei scheint sich aber bevor von einer friedlichen Regelung die Rede sei. Die wirksame staatsrechtliches Ideal sehen, in ihre Entmündigung finden. In jener wenigstens aus ihrer theologischen Vergangenheit eine christliche Durchführung des von allen Mächten gebilligten deutschen Vor- Zeit, da unser liberales Bürgertum noch einiges Kraftgefühl hatte, Tugend gerettet zu haben: die Entsagung. schlages, wonach die Bestrafung der lebelthäter unter der Kontrolle würde wohl eines Tags das Parlament, überbrüffig des Spiels, das der diplomatischen Vertreter in Beling erfolgt, bedinge, daß der Hof mit ihm getrieben, zur Selbsthilfe gegriffen, der Präsident würde die fuche, den Chinaradan zu beleben, einstellen würden. Sehr zu Boltsvertreter, diese eine, wenn auch private Session eröffnet Es wäre zwedmäßig, wenn die Offiziöfen nun endlich die Ver- Herren nach Berlin einberufen haben und dort würden, im Haufe der treffend bemerkt die agrarische Deutsche Tageszeitung", haben, um zu reden, zu protestieren und zu beschließen. daß jene letzte französische Note, die an Geschicklichkeit mit den Heute kommen die bürgerlichen Parteien gar nicht mehr auf Bülowschen Leistungen wetteiferu fonnte, es uns ermöglicht, in den solchen„ revolutionären" Gedanken. Sie zürnen mit der Feder Hintergrund zu treten und Deutschland in die günstige Lage" ge- und leiden geduldig. bracht habe, sich auf den Standpunkt des Abwartens zurückziehen Als einziger ernsthafter Gegner bleibt das konservativ- anti- zu können." Ein Wohnungsgesetz nast semitische Kartell übrig, das es 1898 auf 15 554 Stimmen brachte. Die Bestrafung der Schuldigen. soll nun in der That von der preußischen Regierung vorbereitet Wie bei der vorigen Wahl wird es auch diesmal kurz vor dem find Abschriften des Edifts, welches die Prinzen Kang- ji, Thai- tien nichts Wertvolles herauskommen. Höchstens wird man vielleicht Wie Reuters Bureau" aus Peking vom Donnerstag meldet, werden. Aus den Miquel- Sheinbabenschen Amtsstuben kann natürlich Wahltermin die bekannte, durch christlich germanische Vornehmheit und jai jing ihrer Titel und würden entkleidet, unter dem Vorwand einer Wohnungsreform versuchen, die Audes Tons und Wahrheitsliebe sich auszeichnende intensive Agitation den Mitgliedern des diplomatischen Corps nummehr zugestellt worden. fässigkeit der oftelbischen Landarbeiter zu befestigen. entfalten. Alle die verstaubten Ladenhüter der Schweinburgischen, Prinz Euan verliert alle feine Aemter und seine Hülleschen und Stöckerschen Socialistenvertilgung werden dann in Pension und wird dem Ministerium des taiserden Flugblättern dieser reaktionären Rohorte wieder zu Ehren lichen Haushalts zur Bestrafung übergeben. Bued geben in einen Rundschreiben an die Mitglieder des Großindustrie und Handelspolitik. Die Herren Jende und tommen. Kang- ji und Tichao- schu- tschiao werden dem Cenforamt über Centralverbands deutscher Industrieller Rechens Die Socialdemokratie erhielt 1898 trok Freifinn, Centrinn und antwortet. schaft über die Stellungnahme des Verbandsdirektoriums zu den Stöderei 58 778 Stimmen. Es hieße die Genossen beleidigen, Jinghien, Stangji und Tichao- fchu- tschiao enthauptet, Prinz Tichiang, folgenden Beschluß gefaßt: Nach einer amerikanischen, unglaubwürdigen Meldung sollen Fragen der Handelspolitik. Das Direktorium hat am 19. September d. J. wollte man annehmen, daß fie diesmal weniger glänzend abschneiden der Herzog Tjailan und Prinz Jch zu lebenslänglicher würden, sei es auch nur wegen des Gefühls absoluter Sieges- Serterstrafe verurteilt und Bring Tuan verbannt sein nach sicherheit. Die Stimmenzahl muß im Gegenteil diesmal noch ver- den kaiserlichen militärischen Poststraßen an der sibirischen Grenze mehrt werden. Das kann so leicht geschehen, wenn die Genossen als weitere Strafe für die Unterstützung, welche er den Bogern anin der Wahlagitation nur ihre volle Schuldigkeit thun. Denn noch gedeihen ließ. beteiligten sich auch an der vorigen Wahl, trotz des erheblichen Wachstums der socialdemokratischen Stimmen, Zehntausende von Arbeitern nicht. Uebten doch von 142 226 in die Wählerlisten eingetragenen Wählern Dieser Beschluß läßt für die Zukunft jede beliebige Stellung nur 87 300 ihr Wahlrecht aus, d. h. 61,4 Proz. Der 6. Wahlnahme des Centralverbands offen. Zwar bedeutet die Betonung der kreis blieb hinsichtlich der Wahlbeteiligung noch um 2,7 Proz. Notwendigkeit langfristiger Handelsverträge eine Absage gegen jene hinter dem 4. Wahlkreis zurück, der die zweitgeringste Wahl Wissen Sie, was das heißt? Das beißt nicht mehr und nicht und Handel rücksichtslos niederzutreten bereit ist. Dennoch behält China sollte sich den Europäern ruhig überantworten? agrarische Anmaßung, die zieds Füllung der Junkertaschen Industrie beteiligung aufwies. An der Wahl im 8. Wahlkreis beteiligten weniger, als daß von 400 millionen Menschen 800 Millionen fich fich der Centralverband die Gewährung von landwirtschaftlichen fich 77 Broz, also faft 16 Proz. mehr als im 6. Wahlkreis. Sollte ruhig der Bernichtung anheimgeben; denn wenn Europa fich darüber Hungerzöllen vor. Es wird von der Entwickelung des deutschen der 6. Wahlkreis nicht eine ebenso energische Wahlbewegung in Fluß auch nicht flar sein mag. China ist vollkommen davon durchbrungen, Industriemarkts in der nächsten Zeit abhängen, wie weit die bringen können, wie der dritte? Das ist freilich nur dann möglich, wenn die daß es teinen Frieden zwischen chinesischer und Herren Industriemagnaten gemeinsam mit den Agrariern die feige Zurückhaltung eines Teils der Gegner die Socialdemokratie nicht europäischer Kultur geben kann, sondern nur Strieg bis zur Ausbeutung der arbeitenden Klassen durch Schutzölle betreiben zum behaglichen Ausruhen auf ihren Lorbeeren, sondern zu um so Erschöpfung beider Rassen oder bis zum Unterliegen der einen. Ich werden. hingebenderer Thätigkeit anspornt. Das ist schon deshalb nötig, weil und chinesischer Kultur im Grunde das gleiche ist: dem Einzelnen der Resolution giebt, bestätigt noch mehr als die Resolution selbst, habe die Ueberzeugung, gewonnen, daß das Bestreben europäischer Die Begründung, die das Direktorium des Centralverbands wir nicht nur wählen, um nur ein Mandat zu erobern, sondern um innerhalb der Gesellschaft die höchste Gludselig daß die Centralverbändler sich vorläufig nicht festlegen wollen. Es die Massen des Proletariats bis zum Grunde aufzurütteln und zur teit zu ermöglichen. Diese höchste Glüdseligkeit besteht nach wird mitgeteilt, daß im Verbands ausschuß die Ansichten über Teilnahme an dem so ernsten socialen Ringen der Zeit zu bedem gleichlautenden Bekenntnis der Weisen beider Kulturen darin, die Art des aufzustellenden Tarifs ob Tariif nach dem Ivegen! daß der Einzelne bei mäßiger Arbeit Muße genug habe, über sich Muster von 1879, ob Doppeltarif nach jeziger AgrarierforderungMandarinen Stimmungen. Ein Gewährsmann der Volts- Beitung" hatte eine Unterredung mit einem chinesischen Diplomaten, der die folgenden Betrachtungen entnommen feien, auch wenn sie nur eine erfundene Satire sein sollten: " Das Direktorium des Centralverbands deutscher Industrieller erachtet den Abschluß von Handelsverträgen auf eine thun lichst lange Zeit im Interesse des deutschen Wirtschaftslebens für unbedingt notwendig, ebenso, daß dabei den Gewerben jeder Art der nach Maßgabe ihres Bedürfnisses und der Interessen des Gemeinwohls zu bemessende Schutz erhalten bleibe, bezw. gewährt würde." - et eilt gewesen feien. Darum will auch das Direktorium keine estimmte Stellung zu dieser Frage nehmen und üb erläßt es der Regierung, die Mittel und Wege zu wählen, wie die in der Resolution bezeichneten Ziele zu erreichen seien.„Das Direktorium— so sagt das Rundschreiben— erachtete die Verantwortung für die Industrie als zu groß, wenn sie bei den in manchen Beziehungen recht schwierigen Verhältnissen, und bei der Verschiedenheit der An- sichten bezüglich der hier vorliegenden Frage in den bedeutendsten mit ihr� in Beziehung stehenden Kreisen, der Exekutive des Reichs Ratschläge in einer Sache erteilen wollte, deren Lösung sich auf einem von ihr beherrschten, der Industrie aber ziemlich fern- liegenden Gebiete, dem der Verhandlungen mit dem Ausland, zu vollziehen hat." Diese selbe Uneinigkeit und Unenischlossenheit des Central- verbands in den Zollfragen drückt sich endlich auch darin aus, daß alle Anträge der Verbandsmitglieder zum Tarifschema und zu den Zollsätzen, sowie die speeiellen Beschlüsse des Verbands der Oessentlichkeit vorenthalten bleiben sollen. weil„bei dem Widerstreit der Ansickiten und der zunehmenden Erregung und Heftigkeit, mit der sie öffentlich vertreten werden, jeder in dieser Sache unternommene Schritt und gestellte Antrag der Mißdeutung von gegnerischer Seite ausgesetzt ist." Wie auch immer die im Centralverband vertretene Großindustrie sich zu der Frage der Handelspolitik stellen lvird, die Agrarier werden sicherlich— wenn der Centralverband die Entscheidung hat— nicht übel fahren. Die deutsche Großindustrie, in blinder Furcht vor der Arbeiterklasse, wird den Buudesfreund in alle Reaktionswege nicht verlassen.— Die„Post" wendet sich gegen unsre Besprechung des Majestätsbeleidigungsprozesses Haiden um unsre Parteinahme zu Gunsten des Verurteilten, obwohl wir-- noch mit keiner Silbe den Fall erörtert haben. Ein merkwürdiges Beispiel von journalistischer Hallueination I In der That liegt kein Anlaß vor. so weit uns das Material bekannt ist, diesen Fall einer besonderen Erörterung zu unterziehen. Herr Harden ist, wie unzählige andre, verurteilt worden, weil jede noch so berechtigte Kritik am Kaiser— Dank dem Majestäts- beleidigungs-Paragraphen— zur strafbaren Handlung wird. Wie immer in diesen Prozessen ist die Oeffentlickkeit ausgeschlossen worden, so daß dem Angeklagten nicht einmal vergönnt ist,' an das Urteil der Allgemeinheit zu appellieren. Nur über eine Besonderheit, die diesen Prozeß auszeichnet, hätten wir Anlaß, nachzudenken: niemals wird ein soeial demokratischer Majestätsbeleidiger zu F e st u n g s Haft verurteilt, für ihn giebt eS nur Gefängnis. Kürzlich erst ist ein soeialdemokratischer Redaeteur zu einemJahre Gefängnis— unter Zuhilfenahme des ckolus svsntrmlis— verurteilt worden wegen eines Scherzes, der keine Beziehung zur Person des Kaisers enthielt! Horden ist— mit verhälttiismäßig geringerem Schaden als andre— dem§ 95 zum Opfer gefallen, der das Elend und die innere Verlogenheit unsrer Zustände zu erheblichem Teil verschuldet. Diese Verhältnisse werden sich nicht eher bessern, als bis dieser Paragraph beseitigt ist; vielleicht ersetzt man ihn durch eine Schutz- bestimmung gegen den Byzantinismus.— Ein konfessionsloses BundeSratSmitglicd. Die KonfessionS- tosigkeit ist nun auch in die christliche Gemeinschaft des Bundesrats eingedrungen. Der kirchenfremde hessische Finanzminister Gnanth ist zum stellvertretenden Bevollmächtigten beim Bundesrat ernannt worden. Bei dem ungemeinen Aufschwung der Frömmigkeit, der sich in regierenden Kreisen zeigt, wirkt diese Delegation eines Abtrünnigen fast wie eine Demonstration.— Reizende Kameraden. Die.Münchener Neuesten Nachrichten" daS bayrische Organ für Khakitum, veröffentlichen einen Brief eines deutschest Offiziers, in dem es heißt: .. Von Tongku(Kopfstation der Bahn) an haben»vir die grauenhaftesten Zerstörungen des Kriegs gesehen, wie sie fürchterlicher nicht gedacht werden können. Alle Dörfer an der Bahnlinie, an der zahlreiche russische Feldwachen stehen, sind systematisch niedergebrannt und verwüstet, totenstill liegen sie da. nur ein paar Hunde streifen um den Ortsrand und suchen Leichen, alle Einwohner» ohne Rücksicht von Alter und Geschlecht» sind von den Rnffen nieder- gemetzelt worden. Die Russen sind übrigens reizende, gute Kameraden, nächst ihnen gefallen mir am besten die Japaner. In Tientsin spottet die Verwüstung jeder Beschreibung I Die Chinesenstadt ist ein Trümmerhaufen, das Europäerviertel größtenteils durch Granaten zerstört.. Wenn der deutsche Offizier nicht die Russen reizende, gute Kameraden nennen und also beweisen würde, daß er nicht im mindesten weichlich gesinnt ist, so würden die Naumannschen Revolver- Christen zweifellos Sehnsucht empfinden, ihre Vereinsthätigkeit nach Rußland zu verlegen, wo man noch Sinn für die Größe europäischer Kulturverbreitung hat.— Hofklatsch. In der antisemitischen„Staatsbürger-Zeittmg" lesen wir: Wie in Hofkreisen verlautet, soll der bekannte Graf Dönhoff- Friedrichstein, ein Freund des Oberhofmarschalls Grafen Eulenburg, demnächst in den Fürstenstand erhoben werden. In Hofkreisen wird dieses Gerücht mit recht gemischten Empfindungen aufgenommen, und zwar in Rücksicht auf die Art der Beteiligung des Grafen Dönhoff an d e n G r ü n d u n g e n in Krauts chou und die Art, wie die Gesellschaft des Grafen Konzessionen suchte und ausnutzte!— Patriarchalisches Regiment in Westpreusten. In der Gemeinde T e r n o w a bei Elbing wacht der Amtsvorsteher mit peinlicher Strenge darüber, daß die Gemeindemitglieder nicht zu viel Geld ausgeben oder beim langen Aufbleiben in der Gastwirtschaft ihre Gesundheit schädigen. Dieser Tage schickte er 13 Besitzern und dem Lehrer einen Strafbefehl über je 2 M. wegen zu langen kneipens. Da die Leute weder zum Verlassen des Lokals aufgefordert sind, noch Kenntnis von der Dauer der Polizeistunde hatten, haben sie gerichtliche Entscheidung beantragt.— Die Bewegung der Gewerbe in Bayern, so schreibt man. mis von dort, war schon im Jahr 1899 rückläufig. Wie aus dem letzten Heft der Zeitschrift des bayrischen Statistischen Bureaus zu ersehen ist, überstieg die Zahl der Anmeldungen von Gewerben die Niederlegungen im Jahr 1899 bloß»och um 1817, während im Jahr 1898 diese Differenz 19 951, demnach mehr als Kmal größer war. Im Jahr 1899 betrug die Zahl der Gewerbe-Anmeldungen in Bayern 57 786, jene der Niederlegungen 55 969. In den Städten waren 1899 1557(6,2Proz.) mehr Anmeldungen als 1893 zu verzeichnen, auf dem Lande wuchsen diese bloß um 897(2,6 Proz.); die Niederlegungen wuchsen in der Stadt um 3879(29,4 Proz.), auf dem Lande aber um 7628(29,9 Proz.) Man ersieht hieraus, um wie viel ungünstiger die Lage des Gewerbes auf dem Lande als in den Städten war. Die Zahl der zum Aufkaufe von Waren und zum Aufsuchen von Warenbestellungen an Handelsreisende abgegebene Legitimationskarten war von 1899—1897 in einer fortwährenden Steigerung begriffen, gegen das Jahr 1899 mit 19 947 Legitimationsknrten wies das Jahr 1897 die Zahl von 17 329 Karten auf; schon 1898 zeigte sich ein kleiner Rückgang auf 17 244, also um 85 Karten; im Jahr 1899 beträgt gegenüber 1898 der Rückgang 532. Die Zahl der Legitimations- scheine an Personen, tvelche gewerbsmäßig Druckschriften oder andre Schriften ec. auf öffentlichen Wegen usw. ausrufen, verkaufen, ver- teilen, stieg von 351 im Jahre 1898 auf 474 im verflossenen Jahre. 276 dieser entfielen auf die Stadt München. Während über die Zunahme des Hausierhandels von den Mittel- siands- Politikern in beweglichen Worte» geklagt wird, er- giebt die bayrische Statistik. daß die' Zahl der neu- erteilten Wandergewerbescheine in den letzten zehn Jahren mit Ausnahme geringer Schwankungen im Rückgang begriffen ist. 1899 betrug sie 17 359, 1898: 17 999 und 1899: 19 993. Die Zahl der hierbei zugelassenen Begleiter betrug 1896: 2937, 1898: 1843 und 1899: 1846. Die Zahl der Schank- und Gastwirtschaftsbetriebe wuchs von 1395 auf 1899 von 35 937 auf 38 236, auf 19 999 Einwohner kamen Betriebe dieser Art 1895: 62, 1899: 65. Anßerdem gab es 1895 3379, dagegen 1899 4959 Kleinhandel-Betriebe mit Branntwein und Spiritus, in beiden Jahren und auch in allen dazwischen liegenden 7 auf je 19999 Eimvohner. Die meisten dieser Bettiebe treffen auf das Weinland, die Pfalz, 13 auf je 19 999 Einwohner, die wenigsten, 3 auf je 19 999 Einwohner, ans die Oberpfalz, auf Niederbayern und Schwaben 4 auf je 19999 Einwohner. Somit scheint das bayrische Bier noch immer das beste Mittel gegen die Schnapspest zu sei».— Beiträge zum Kapitel der Kohleunot. Aus Elsaß- Lothringen wird uns geschrieben: Die am verflossenen Sonn- abend in Differingen(Lothringen) abgehaltene Generalversammlung der Akttonäre der„Aktiengesellschaft für Eisen- und K o h I e ni n d n st r i e D i f f e r i n g e n- D a n n e n b a u m" beschloß für das abgelaufene Geschäftsjahr vom 39. Juni 1899 bis dahin 1999 die Verteilung einer Dividende von 50(fünfzig) Prozent. Ter von der Verwaltung erstattete Bericht be- zeichnet die Entwicklung sämtlicher Anlagen, sowohl in Differingen wie in Dannenbaum, als sehr gut. Gefördert wurden in dem angegebenen Zeitraum 695 621 Tonnen Kohlen gegen 679 516 Tonnen im Vorjahre, während die Coaksbereitnng gleichzeitig von 277 789 auf 287 979 Tonnen stieg. Die U e b e r s ch ü s s e der ersten Monate des laufenden Geschäftsjahrs 1999/1991 sind nach den Mitteilungen der Ver- ivaltung noch erheblich h ö h e r als die des Berichtsjahrs und lassen nach gänzlicher Fertigstellung verschiedener in Ausführung be- griffener Neubauten eine weitere Steigerung erhoffen. Der Kohlen- und Coaksmarkt sei äußerst fe st. Die in einem einzigen Jahr mit 59 Proz. ihrer Aktien- einlagen beschenkten Herren Kapitalisten harren also für den kommenden Herbst einer noch fetteren Beute entgegen, indes das arbeitende Volk zum höheren Preise der privatkapitalistischen Welt- ordnnng sich im bevorstehenden Winter das Mark in den Knochen kaput friert!— Roch ein Hcinzemann. Von der Saar wird uns geschrieben: In der Verhandlung gegen den 51jährigen Pastor und Schulinspektor Pieper aus Elversberg, der dieser Tage vom Saarbrücker Schwur- gericht wegen Unterschlagnng von 31 999 M. Kirchengeldern zu fünf Jahren Znchihans und Ehrverlust auf dieselbe Dauer verurteilt wurde, kamen über das Leben und Treiben im Hanse des ftommen Manns recht nette Dinge ans Tageslicht. Pieper versuchte, seine Verfehlungen durch den Hinweis auf die materielle Notlage in ein milderes Licht zu setzen, in die er durch die mißlichen Vermögens- Verhältnisse seines Vaters, die Erkrankung seiner Frau und die geringen eignen Amtsbezüge geraten war. und hätte es in der That auch erreicht, von den Geschwornen mildernde Umstände zugebilligt zu erhalten, wenn die Beweisaufnahme sich für ihn hinsichtlich seines Lebenswandels nicht zu einem vernichtenden Strafgericht gestaltet hätte. So wurde unter anderm bewiesen— wir folgen hier einem Verhandlungsberichte der„Lothe. Bürgerztg."—, daß Pieper, obwohl verheiratet und Vater vonzwei Kindern im Alter von 15 und 18 Jahren, Jahre hindurch im ehelichen Domizil mit zwei Dienstmädchen, die er verführt hatte, nicht nur ein ehebrecherisches Verhältnis unter- hielt, sondern sie auch zu widernatürlichen Unznchtszwecken verleitete. Sehr bezeichnend ist es, daß er beiden Mädchen die Ehe versprach, mit dem Hinzufügen, seine Frau habe nicht mehr lange zu leben. Auch mit zwei L e h r e r i n n en unterhielt der Angeklagte einen sortgesetzten ehebrecherischen Ver- kehr, dem er besondere Reize dadurch abzugewinnen suchte, daß er die beiden Damen ohne alle Bekleidung in den denkbar unzüchtigsten Stellungen photographierte. Ein gleiches hatte er be- züglich'der Dienstmädchen gethan. Die beide» Lehrerinnen hatten im Vorverfahren jede Aussage verweigert, weil sie sich im andren Fall der Gefahr einer strafrechtlichen Verfolgung wegen Ehebruchs ausgesetzt haben würden. Der Angeklagte aber räumte auch diesen Verkehr und alles, was an unflätigem Beiwerk ihm anheftete, zer- knirscht ein, offenbar Iveil er nur auf diese Weise seine Lage einigermaßen glaubte verbeffern zu können. Die beiden als Zeuginnen vernommenen Dienstmädchen sagten serner übereinstimmend aus, daß der Angeklagte ihnen unzüchtige Photographien andrer Personen— darunter auch die der beiden Lehrerinnen— gezeigt habe, mit denen er geschlechtlich verkehrte oder verkehrt hatte. Auch soll er ihnen gegenüber mit allerhand schmutzigen Liebesabenteuern renommiert niid sich dabei mit Vorliebe der gemeinsten Ausdrücke bedient haben. Die geladenen Sachverständigen verneinten einstimmig aufs entichiedenste die Frage nach dem Vorhandensein eines geistigen Defekts bei dem Angeklagten, worauf die Geschwornen die Schuld- fragen unter Versagung mildernder Umstände in vollem Umfange bejahten.— Etwas vom Dreiklassen-Wahlsystem. In M ü l h e i in a. Rh. wählten bisher in der ersten Wählerabteilung vier Personen gegen 145 in der zweiten und 4989 in der dritten. Durch den Wegzug des reichen Kabelfabrikanten Kommerzienrat von Gnilleaume nach Köln haben sich die Zahlen beträchlich verschoben. In der ersten Klasse wählen jetzt 26, in der zweiten 279 und in der dritten 4583 Wähler. Bisher hatten die vier Wähler der ersten Klasse den dritten Teil aller Stadtverordneten-Sitze zu vergeben, und jeder einzelne hatte so viel Stimmrecht wie 1999 Wähler der dritten Klasse. Die drei übrig gebliebenen Herren sind durch den Wegzug, also durch einen reinen Zufall, plötzlich an Bedeutung ganz er- heblich gesunken, da sie jetzt nur noch den nennten Teil der Wahl- berechtigten erster Klasse ausmachen, und dag, trotzdem sich ihr Besitz vermehrt, und ihre„Bildung"— das darf man doch annehmen— nicht abgenommen hat. Das„elendeste aller Wahlsysteme" treibt wunderliche Blüten.— Ultramontaue Indiskretionen. München, 9. Oktober. (Eig. Ber.) Die vortreffliche„Neue Bayrische Ztg.", das Hauptorgan unsrer Ceutrumspatrioten, fühlte sich bemüßigr, dem„Vorwärts" eine Vorlesung über Logik zu halten. Einige Bemerkungen, die das böse soeialdemokratische' Blatt in Nr. 233 anläßlich des Kongresses katholischer Gelehrten über das Verhältnis von katholischer Wisien- schaft zum kirchlichen Dogma sich erlaubte, hat die„Neue Bayrische" bitterlich gekränkt. Mit— nach ihren Begriffen— feiner Bosheit meint sie, das„Wahrheit suchen" sei schon manchen Genossen recht schlecht bekomnieu. Und das geflügelte Wort:„Wer nicht pariert, fliegt hinaus" beweise, daß in keiner andern Partei solche Tyrannei gegen Andersdenkende geübt werde, als in der Soeialdemokratie. Nun können wir ja füglich darauf verzichten, diesen beliebten Ladenhüter gegen die Soeialdemokratie zu Felde ziehender Drachen- töter geistlichen und nichtgeistlichen Stands zum äfften Male zu be- lenchteu. Nebenbei wird aber vielleicht die bescheidene Konstatierung gestattet sein, daß die mit so verwerflicher„Tyrannei" erzielte Diseiplin unserer Partei bei der letzten bayrischen Landtagswahl den Centrumspatrioten recht wohl gethan hat. Woüber sie ja auch ihre ehrendste Anerkennung in Wort und Schrift äußerten. Sollte sich aber hinter all der schönen Entrüstung nicht auch ein ganz klein wenig unchristlicher Neid verbergen? Fast möchte maws meinen, wenn man die jüngsten Vorgänge in der ultramontanen Presse verfolgt. Die Neubayrische und ihre auch mitführende Schwester, die„Augsb. Postztg.", haben einen bitterbösen Kon- kurrenten, den„Bayr. Kurier". Zwar viele Abonnenten zählt dieses Blatt ja auch nicht, aber— es wird bei Hof gelesen und über das Manko an Abonnementsgeldern helfen ihm fette Börseninserate not- dürftig hinweg. Dafür, daß ihn die Centrumshäuptlinge nicht als Partei-Organ anerkennen, rächt sich der„Kurier" von Zeit zu Zeit durch Ausdecken allerlei pikanter Parteigeheimnisse. So mußten wir von ihm vor einigen Tagen die schmerzliche Nachricht erfahren, daß die fast ausschließlich von Geistlichen gelesene und bediente „Augsb. Postzeitung" vor 39 Jahren einen schändlichen Partei- verrat begangen hat. Die alte Tante vom Lech soll damals näm- lich sich angeboten haben, zu den verhaßtey Altkatholiken überzugehen! Die Zeitung„Post" kann sich dieser Behauptung gegenüber nicht verteidigen. Sie bezichtet aber dafür den„Kurier", er habe die Absicht' gehabt, sich in heimtückischer Weise ans einem katholischen in ein protestantisches Blatt umzuwandeln. Und die Vorbereitungen dazu hätten den katholischen Aktionären des„Kurier" bereits 759999 M. gekostet. Nun hätte das Augsbnrqer Organ dem Münchener Bruder eigentlich einen ganz andren Gruß senden können, wenn es ihn an einen gewissen Konrad Fischer erinnern wollte, der sogar den« Heiligen Vater seinen Segen abschwindelte und in eine höchst unangenehme Geschichte mit silbernen Löffeln verwickelt war. Das hat aber die Zeitung„Post" wohlweis- lich unterlassen. Sie wird schon wisien, warum. Wir auch I Was würden wohl die unglücklichen Aktionäre der Reubayrischen und gleichzeitigen Führer des Centrums darum geben, wenn sie die beiden stänkernden Konkurrenten mit einem kräftigen Fußtritt aus der Partei herausbefördern könnten? Eine Anarchistcnkoiifcrenz soll, wie gemeldet wird, nun doch noch stattfinden, es würden, wie es heißt, gegenwärtig zwischen den Großmächten Unterhandlungen gepflogen. Auf Anregung Italiens sei die Sache von einer andren Macht in die Hand genommen worden.— Irgend einen Erfolg würde natürlich auch diese neue Konferenz nicht haben, wenn die Regierungen, voran die italienische, sich nicht bemühen, die Ursachen der Verzweiflnugsakte unglücklicher, fanatisierter Menschen zu beseitigen, nämlich das sociale und moralische Elend der Massen.— Austalld. Eine Rede Millerands. Der französische Handelsmiinster Mill.erand hat in diesen Tagen eine Reise durch das Kohlengebiet des Pas de Calais gemacht; er ist von der dortigen Arbeiterbevölkerung mit Begeisterung empfangen tvorden. In L e n s gaben die Bergarbeiter ihm zu Ehren einen„Punsch"; bei dieser Gelegenheit hielt Millerand eine be- merkenswerte Rede. DerMinister kam zunächst auf das Koalitions- recht der Arbeiter zu sprechen. Er erläuterte die Bedeutung des „heiligen Rechts" der Koalition und des Streiks für die Arbeiter. dessen Aufhebung keine Regiernng mehr wagen werde, und fuhr dann fort: „Aber niemand weiß besser als die Arbeiter selbst, wie ge- fährlich oft die Anwendung des Streiks auch für die Arbeiter ist; es werden Siege errungen, aber auch viele Niederlagen sind zu verzeichnen. Selbst wenn der Ausstand von Erfolg begleitet ist, tvelche Leiden hat er nicht im Gefolge— auch für die Sieger. Am meisten leiden immer die Arbeiter, dann aber auch die Unter- nebmer und schließlich auch das Publikum." Millerand erinnerte weiter daran, wie in den wirtschaftlichen Kämpfen häufig genug auch Akte der Unbesonnenheit begangen werden, wie die Leidenschaften auf beiden Seiten erregt sind. Heute beschäftigten sich zahlreiche großherzige Geister damit, den Frieden zwischen den Nationen zu sichern, um wie viel verständiger und logischer sei es da. vor allen Dingen nach Mitteln zu suchen, den Krieg zwischen den Kindern desselben Landes zu verhindern. Die Arbeiter, so führte Millerand aus, seien schon dabei, diese wirtschaftlichen Kämpfe möglichst einzuschränken, und ihre Wünsche und Forderungen womöglich ohne Kampf durchzusetzen. Ueber die Arbeiisniederlegnng oder die Wiederaufnahme der Arbeit müsse die Majorität der Arbeiter einer oder mehrerer Betriebe entscheiden können, die Minorität habe s i ch z u fügen. Der Einwand,' daß es gegen das Principe der Freiheit verstoße, wenn eine Majorität der Arbeiter die Minorität zu Schritten zwinge, die sie— die Mehrzahl— für gut befinde, sei durchaus nicht stichhaltig. Ter Arbeiter sei als isoliertes Individuum machtlos, er müsse Kollektivverträge erstreben. Im weiteren Verlauf seiner Rede bezeichnet? sich Millerand als strikter Anhänger der o v l i g a t o r i sch e n Schiedsgerichte für Streitigkeiten zwischen Ilnternehniern und Arbeitern. Die in Frank- reich bestehenden fakultativen Schiedsgerichte haben sich nicht bewährt. Er werde deshalb dem Parlament einen Gesetzentwurf vorlegen und er hoffe, daß daS Parlament sich seinem Wunsche, dem Fortschritt und dem socialen Frieden zu dienen, anschließen werde... Millerand besprach nun die von ihm geschaffene Jnstttution der .Arbeitsräte" und verteidigte sich gegen den Vortvurf. daß er in diesen Körperschaften den Organisationen der Arbeiter und der Unternehmer eine so hervorragende Rolle zugeteilt habe. Er sei hier nur seinen früher ausgesprochenen Grundsätzen gefolgt, bei allen Gelegenheiten und unter allen Umständen habe er den Arbeitern zugerufen:'„Organisiert Euch, gründet Gewerk- s ch a f t e n!" Wörtlich fährt dann Millerand fort: „Diese meine Politik hat mir zwei sich entgegenstehende Vor- würfe eingetragen. Die einen sagen, ich organisiere den socialen Krieg, die andern werfen mir vor, ich habe meine Ideale auf- gegeben und begnüge mich mit kindischen Reformen. Beide Vor- würfe sind unberechtigt; ich bin meinem Programm, daS ich 1896 in St. Mandö aufgestellt, treu geblieben. Ich bleibe davon überzeugt, daß die Lohnarbeit ebenso- nientg eine ewige Institution ist, als rö die Sklaveret und die Leibeigenschaft gewesen sind. Das Eigentum, ohne das die wahre Freiheit des Individuums unmöglich ist, wird, das ist meine feste Ueberzeuguug, eine? Tags nur unter der Form auftreten, zu der die Eniwicklimg des Maschinismus und die Konzenttation des Kapitals führt, d. h. unter einer gesrllschaft- lichen Form, allen Menschen ohne Ausnahme gehörend. Ohne Zweifel, zur Verwirklichung dieser Ideen ist ein langer, schwieriger Weg; der endliche Sieg kann nur das Werk der Zeit und der Erziehung sein. Davon bin ich noch ebenso überzeugt wie 1893 und 1889, als ich vor meinen Wählern erklärte, daß die Gewalt nicht ein Mittel der socialen Umwälzung fein könne. Rein, nein! Bürger! Weder durch einen Coup, noch durch Gewalt, nicht durch die Diktatur, sei es die einer Person oder einer Partei, nicht durch die Gewalt und den Haß erstrebt und erhält das Proletariat seine Einancipation. Die Arbeiterklasse wird den Sieg erringen, indem sie sich jeden Tag mehr dazu befähigt, discipliniert und sich selbst erzieht. Die Befreiung der Klasse, das wird jder Preis sein der unanfhörlichen Ansttengungen, welche ihren Lohn nicht bloß in dem Gefühl erfüllter Pflicht finden. sondern auch in den Verbesserungen in der Gegenwart, die mit jedem Tage bedeutender werden. Es ist die Pflicht, die Aufgabe der republikanischen Regieinng. diesen Umwälznngsprozeß zu unterstützen. Diese Politik des Friedens, der Reformen, der gesetzlichen Organisation verteidige ich energisch, und diese Politik ist würdig Frankreichs und würdig der Republik.' Die Auffassung, die Millerand über den weiteren Gang der Entwickelung von der gegenwärtigen Gesellschaft zum SocialiSnms in seiner Rede kundgegeben hat. scheint uns durchaus nicht einwandt- frei. ES ist aber anzuerkennen, daß ein leitender Staatsmann seiner socialistischen Ueberzeuguug klar und offen Ausdruck giebt. Der neue Gesetzentwurf, den Millerand ankündigt, entspricht einer Forderung der organisierten Arbeiter. Gelangen die obliga- torischen Eiiiignngsämter' zur Einführung, so ist ein Mittel gegeben, langwierige und erbitterte Kämpfe in vielen Fällen verhindern zu können, ohne daß dadurch natürlich der Klassenkampf selbst beseitigt wäre, der erst nach voller Durchführung der socialistischen Ideale sein Ende finden kann.— Spice is England. interessen Schiffbruch leiden müßten. " den Der zweite Delegierte Bruna el geht noch kurz auf die Kolonialund Eroberungspolitik der Regierung ein, die vom Parteitag verworfen worden. weitere Diskussion verzichtet. Da sich der Saal mittlerweile start geleert hat, so wird auf eine Der Beschluß, betreffend die Beteiligung an den preußischen Landtagswahlen wird noch im Wahlverein weiter behandelt werden. eine ziemlich umfangreiche, da allein über 200 Anfragen, Lokale be- 1 Es folgt nun noch die Berichterstattung von den Verhandlungen Die Wahlen und das Ministerium. Bisher find treffend, beantwortet werden mußten. Daneben hatte die Kommission zahl der Brandenburger Provinzialtonferenz und dem gewählt: 350 Ministerielle, 124 Liberale und 77 irische Nationalisten. reiche Differenzen mit einzelnen Gastwirten zu erledigen. Durch ver- Mainzer Parteitag. Den ersteren Bericht giebt V. Fränkt, der Brodrick und Morley wurden wiedergewählt. Die Ministeriellen schiedene Vorkommnisse veranlaßt, empfiehlt die Kommission allen sich auf die Hervorhebung weniger Gesichtspunkte aus den Ber haben 27, die Opposition 24 Size gewonnen. Genossen, bei Abmachungen von Festlichkeiten mit den Wirten in den handlungen beschränkt. Scholz, der den Bericht vom Parteitag giebt, geht in Der konservative, Globe" bespricht in einem Artikel das Ergebnis Vertrag eine Klausel einzufügen, daß die abgeschlossene Festlichkeit der Wahlen und sagt, die Frage der Rekonstruktion des Kabinetts nicht abgehalten wird, wenn das Lokal zur Zeit den Parteigenossen längeren Ausführungen näher auf die einzelnen Verhandlungspunkte beschäftige die Parteigänger der Regierung. Das Blatt glaubt, daß zu Verfanimlungen nicht mehr zur Verfügung steht. In der Dis- ein. Unter anderm bemerkt Redner, daß auf dem nächsten Parteitag der Antrag bon Berlin gestellt werde, bedeutende Veränderungen bevorstehen, und daß der Rücktritt fussion wurde gerügt, daß ein Teil der Arbeiterschaft die Lokalliste vermutlich der Borivärts" zum Lokalblatt der Berliner Genossen Goschens gefolgt sein werde von dem Rücktritte anderer, die ihre nicht genügend beachtet und Lokale frequentiert, die zu meiden Sporen verdient haben und berechtigt sind, der Ruhe zu genießen, wären. Die Lokalkommission müsse noch weitere Mittel und Wege machen, welcher Antrag auch Aussicht auf Annahme habe. โจ der Herzog von Devonshire, Chaplin und die Lords suchen, um allen Arbeitern die Bedeutung der Lokalfrage vor Augen Damit werde dann die Klage wegfallen, daß die Berliner einen Croß und Asbourne. Es werde allgemein anerkannt, daß der Re- zu führen. unberechtigten Einfluß auf das Centralorgan der Partei ausüben gierung frisches Blut not thue. Der„ Globe" empfiehlt sodann die Hierauf wurden die Wahlen vorgenommen, deren Resultat wir wollen. Der Beschluß auf Beteiligung an den preußischen Landtags= wahlen wurde von vielen Genossen bedauert, aber selbstverständlich Aufnahme Wyndhams und Brodricks ins Kabinett, spricht die Hoff- gestern bereits mitgeteilt haben. mung aus, daß Chamberlain das Kolonialamt zur Zeit behalten Den Bericht von der Brandenburger Parteifonferenz gab Oppel, werden nun auch die Berliner bei der Landtagswahl- Agitation ihre werde. und betont die Unmöglichkeit, daß das Amt des Staats- der in eingehender Weise die Arbeiten der Konferenz schilderte und Schuldigkeit thun müssen. sekretärs des Auswärtigen noch länger mit der Würde des Premier- insbesondere auf die Bedeutung der Verhandlungen über die Ministers in einer Person vereint bleibe, da der Premier- Minister Organisierung der Landarbeiter, der Agitation und der Provinzpresse den auswärtigen Angelegenheiten nicht die ausschließliche Auf hinwies. Eine Diskussion über diesen Bericht fand nicht statt. merksamkeit und Wachsamkeit widmen könne, ohne welche die Reichs- Zügen schilderte der Redner den ganzen Verlauf der Verhandlungen Ueber den Parteitag in Mainz berichtete Manasie. In großen und erläuterte die gefaßten Beschlüsse. Troß der Meinungsverschiedenheiten in einzelnen taktischen Fragen zeigte der Parteitag ein Bild der Einigkeit und Geschlossenheit und demzufolge ist auch das Resultat ein recht befriedigendes. Die Parteigenoffen des dritten Wahlkreises In der hierauf folgenden Diskussion giebt Bohn seine Verhielten ihre Versammlung bei Möhring in der Admiralstraße ab. wunderung darüber Ausdruck, daß mehrere Vertreter aus andren Nach dem Bericht des Vertrauensmanus Fritz wurden im GeschäftsBerliner Wahlkreisen auf dem Parteitag plöglich nur gegen die Form jahr 6606,69 m. eingenommen. Nach Abzug der Ausgaben, worunter der hohen Gehaltszulage für den Leiter der Buchhandlung Vorwärts fich 4750 M. für die allgemeine Parteikasse befinden, verbleibt ein Finanzschwierigkeiten. Der Hamb. Korresp." veröffentlicht überhaupt eingetreten sind, trotzdem sie vorher mit dem Protest völlig Bertrauensmann. Einwendungen zu machen hatten und nicht gegen die Gehaltshöhe Bestand von 119,70 m. Die Versammlung entlastete einstimmig den ein Schreiben, das ihm aus St. Petersburg zugegangen ist, einverstanden waren. und in dem bitter über Finanzschwierigkeiten der Regierung geklagt Parteitag in Bezug auf die Landtagswahlen endlich eine bestimmte richtete. Hinze: Durch den Tod des verehrten Liebknecht habe Mit Freuden zu begrüßen sei es, daß der Ueber die Thätigkeit der Preßkommission bewird. Herr Witte, so heißt es dort, fei recht mißvergnügt aus Marichroute gegeben hat. Die übergroße Mehrheit der Genoffen des die Redaktion des Vorwärts" einen herben Verlust erlitten. An Paris zurüdgekehrt. Der Versicherung, daß er dort angeblich 1. Kreises ist von jeher für die Beteiligung an den Landtagswahlen der redaktionellen Leitung des Blatts werde indessen teine Aenderung nicht Geld habe holen wollen, scheint wenig glaubhaft, desto sichrer, eingetreten, da sie eingesehen haben, daß es zwecklos ist auf das eintreten. Die neue Preßkommission werde damit zu rechnen haben, daß er feins erhalten hat. Die Beiten feien vorbei, da die Fran- elende Wahlsystem zu schimpfen und die Faust in der Tasche zu machen. daß in bälde für den lokalen Teil wegen der inzwischen eingetretenen zofen die Taschen für die Russen aufgeknöpft hätten, ohne daß man äterow spricht sich bezüglich der Landtagswahlen in ganz Ausdehnung größere Ausgaben zu machen feien. Die Agitation fie darum angehalten habe. Aber auch das Vertrauen auf die ähnlicher Weise aus und kritisiert gleichfalls, daß die Berliner Dele- für den Vorwärts" durch Verbreitung von Flugblättern habe nicht fiegreiche Durchführung der Goldwährung sei im Schwinden. Die gierten vorher dem Proteit, die Gehaltssache Fischer betreffend, zu den gewünschten Erfolg gehabt. Die beste Agitation bleibe die von durch die Chinawirren bedingten Mehrausgaben habe gestimmt und auf dem Parteitag einen andren Standpunkt ein- Mund zu Mund. man nur mit Hilfe von Zollerhöhungen, Eisenbahn- und Reisepaß genommen haben. Guttmann als bisheriger Gegner der Be- daß der„ Vorwärts" auch Lotterie- Anzeigen, speciell solche von der Genosse Vogt jun. beschwerte sich darüber, steuer aufbringen fönnen. Diese Steuern, namentlich die Reisepaßteiligung an den Landtagswahlen, teilt mit, daß er, nachdem der Kölner Dombau- Lotterie, aufnehme. steuer erregt aber in allen Bevölkerungsklaffen viel Aergernis und Parteitag entschieden hat, für die Beteiligung eintreten werde und bringe doch nur wenig ein. Die Hauptsache sei indessen, daß es mit erwarte, daß der Beschluß von allen Parteigenossen, wie es immer der allzu rasch aufgeschlossenen Industrie nicht mehr vorwärts geht üblich ist, zur Durchführung gebracht wird. und daß es erheblicher staatlicher Opfer bedarf, um die schleichende Krisis hinzuhalten, die trotz den relativ verbesserten Ernte- Ergebnissen an dem russischen großgewerblichen Leben fresse. Dabei stehe man erst vor der Thür des Winters, der seit Jahren regelmäßig wirtschaftliche Notstände herbeigeführt habe. Spanien. and Barcelona, 9. Oktober. Zahlreiche Läden sind hier noch immer geschlossen. Infolge Einstellung der Arbeit in den Fabriken Kataloniens find viele hundert Familien arbeitslos. In zahlreichen Fabriken in Villanueva und Calella wird wegen Fehlens des Garns nicht gearbeitet. Rußland. Afrika. Eine Niederlage De Wets wird den„ Times" aus Bredefort Rood unterm 9. Oftober gemeldet: Nachdem beschlossen worden war, das Thema Verkehrs- und Handelspolitik in einer besonderen Versammlung recht eingehend zu erörtern und Genoffe Seiler zur regen Thätigkeit im Interesse der Partei aufgefordert und um die Unterstügung der Vertrauens lente ersucht hatte, erfolgte der Schluß der gut besuchten Verjammlung. und nur in einem " mit, daß die Breßlommission die Aufnahme solcher Anzeigen, sowie Wartenberg als zweites Preßkommissions- Mitglied teilte der von Abzahlungsgeschäften durch Mehrheitsbeschluß für statthaft erklärt habe. Er sehe auch nicht ein, weshalb man nicht das Geld der Leute nehmen solle, wenn der principiellen Haltung des Blatts dadurch kein Abbruch gethan werde. Vogt senior erklärt sich für einen entschiedenen Gegner der Lotterie- Anzeigen und verlangt deren Zurückweisung. Tschernig trat ihm entgegen. Wichmann wünscht alle Annoncen in Beilagen gebracht, die sonstigen Text nicht enthalten. Die Versammlung der Geneffen im zweiten Wahlkreise Den Bericht der Lokalkommission erstattete in 3. „ Die Division der Kolonialtruppen und die Truppen von Den Bericht der Vertrauensleute gab Rautmann. Da das poli- tommission für die Provinz Brandenburg. fand unter dem Vorsitz von Woldersky in der Bockbrauerei statt. Dimmid referierte über die Wirksamkeit der AgitationsOberst Delisle batten drei Tage lang vom 5. Cktober bistische Leben im abgelaufenen Jahre ziemlich ruhig gewesen sei, so Anschluß an seinen Bericht ersucht er um Meldungen zur Teilnahme Im zum 7. Oktober mit De Wet zu kämpfen. Sie warfen die tämen als wesentlicher Berichtspunkt nur die Stadtverordneten- an der Wahlarbeit im Streise Brandenburg- Westhavelland. Die Wahl Boeren aus ihren Stellungen und zersprengten das kommando, welches vollkommen demoralisiert die Flucht ergriff. Resultate erzielt worden, als in früheren Jahren. Um aber gemachte Kreises verlangen von Berlin für den Wahltag 72 Hilfskräfte. Davon Wahlen in Betracht. Bei diesen Wahlen seien bedeutend bessere findet am 18. Oktober, einem Donnerstag, statt. Die Genossen des De Wet hatte fünf Geschüße und etwa tausend Mann zur Verfügung. unliebsame Esfahrungen in Zukunft zu vermeiden, müßten die hätte der 3. Wahlkreis 8 oder 9 zu stellen. Die Gefechte fanden angesichts der Berge vor Vredefort statt. Die Kandidaten verpflichtet werden, Kandidaturen britischen Verluste sind sehr unbedeutend." Ueber die Neubesetzung der Vertrauensämter Das Geld Bezirk anzunehmen. Auffallend ist, daß nichts über erbeutete Geschüße oder gemachte Agitation für den Vorwärts" die Zeit, die auf haben wir bereits gestern berichtet. Es sei dazu nur noch nachberwendet worden Gefangene berichtet wird. find, getragen, daß Genosse Friz, der zehn Jahre hintereinander Verhätten bessere Resultate haben können, wenn man die Agitation tranensmann war, eine Wiederwahl ablehnte. Ho ch dankte ihm Ferner wird gemeldet, daß die Engländer Smithfield, Rougville, zu einer geeigneteren Zeit unternommen hätte. Die beste Beit für namens der Versammlung für seine langjährige Thätigkeit. Wepener und Dewetsdorp wieder besetzt haben. General Buller, General Buller, diese Agitation sei der Herbst und nicht das Frühjahr. Berfammvon dem es hieß, daß er den Auftrag erhalten habe, die nach lungen haben im Berichtsjahre 22 stattgefunden. Der Stasien- tonferenz gab Cohen. Redner bezweifelte, daß der Beschluß Den Bericht über die Verhandlungen der Provinzial Norden von Transvaal geflüchteten Neste des Boerenheers zu bericht stellt sich folgendermaßen: An Einnahmen wurden über die Organisierung der Landarbeiter( Resolution Stadthagen) zersprengen, hat nach einer Meldung des„ Reuterschen Bureaus" am erzielt insgesamt 8506 M., die sich zusammensetzten aus einem praktisch durchführbar und erfolgverheißend sei, meinte aber, es müsse 6. Oktober Lydenburg verlassen, um sich nach Süden zu wenden. übernommenen Bestand von 317 M., einer Zahlung des Partei- mumehr danach gehandelt werden. Von sonstigen Nachrichten geben wir noch die folgenden wieder: vorstands von 600 M., Verkauf von Bons 1926 M., den Erträgnissen stimmte ihm Solisch zu, der es lieber gesehen hätte, wenn der In der folgenden Debatte London, 9. Ottober. Das Kriegsamt hat einen Armeebefehl der Listensammlungen 863 M., Tellersammlungen 265 M., vom Anschluß der Landarbeiter an den Verband der Fabrik-, Land- und erlassen, durch welchen die Hauptmasse der beim Ausbruch des Kriegs Wahlverein 1600 M., Broschürenverkauf 613 M., Diverses 156 M., Hilfsarbeiter ermöglicht worden wäre. einberufenen Miliztruppen entlassen wird. Gottfried Schulz, Lourenço Marques, 9. Oftober.( Meldung des Reuter- den vereinnahmten 8506 m. verbleibt nach Abzug aller Ausgaben Beschluß der Konferenz für zweckmäßig. Kommunalwahlen 422 M., Maifest 1271 M., Sommerfest 473 M. Von Kahlen, Dimmick und Wuscheck erklärten dagegen den schen Bureaus".) Eloff und Dr. Heymann werden den Präsidenten am 1. Oktober d. J. ein Bestand von 44 M. Die Gesamt- Einnahme Krüger auf seiner Reise nach Europa begleiten. Die Berichterstattung über die Verhandlungen stellt sich etwas niedriger als im Vorjahre, jedoch etwas höher als des Mainzer Parteitags, in die sich die drei Delegierten in den Jahren zuvor. Die Sommerfeste haben keinen besonderen och, Wichmann und Wartenberg teilten, gestaltete sich Ueberschuß gegeben, trotzdem viel geboten wurde. Beim Maifest im vefentlichen zu einer referierenden Wiedergabe der Verhandlungen. Nur die Ausführungen Wartenbergs bezüglich der Landtagswahlen Dem Vertrauensmann wird auf Antrag der Revisoren Entbatten einen leicht kritischen Anflug. Er führte aus: Wer die Ia stung erteilt. letten vier Jahre durch das Agitationsspiel. beobachtet habe, hätte Die Berliner Parteiversammlungen. wurde ein leberſchuß von 783 M. erzielt. Die Parteiversammlungen, in welchen im Anschluß an den Parteitag die Wahlen für die öffentlichen Partei- Alemiter erfolgen, sowie die Berichte über die Thätigkeit im verflossenen Geschäftsjahr erfolgen, fanden am Dienstagabend statt. Der erste Wahlkreis = erörtert einige Beschwerden, die der Preßkommission vorlagen. Beschluß diesmal herauskommen würde. Wichmann und er hätten Den Bericht der Preßtommission giebt Ewald. Redner sich schon vor dem diesjährigen Parteitage jagen müssen, welcher Der Verein" Arbeiterpresse" habe die Preßkommission erfucht, an gegen die Resolution Bebel gestimmt. Nachdem mun aber die Cuteiner Zusammenkunft in Berlin teilzunehmen, was jedoch abgelehnt scheidung getroffen sei, möchte er doch die Parteigenossen bitten, tagte in den Arminhallen. Nach dem Bericht des Vertrauensmanns worden sei. Es könne nicht gebilligt werden, wenn sich innerhalb im Sinne der Parteitags Beschlüsse zu handeln, ganz Chr. Bohn haben im verflossenen Jahr sechs öffentliche Ver- der Partei sozusagen noch eine Partei bilde, welche gegen die erstere gleich, ob sie zu den striktesten Gegnern der Landtagswahlbeteiligung fammlungen und eine Flugblattverbreitung stattgefunden. Die Ein- operiere. Die Mitglieder des Vereins seien die Redacteure der gehörten oder nicht. Der Versuch müsse bei den nächsten Landtags nahmen betrugen inklusive des alten Bestands von 211,41 m. ins- Barteiblätter. Wenn diese aber Beschwerden haben, so ist es ihr wahlen gerade recht träftig gemacht werden, damit der vom gesamt 2398,21 M., die Ausgaben 1644,60 m., so daß ein Bestand Recht, sich an die Preßkommission zu wenden, um dort Abhilfe zu Redner befürchtete Mißerfolg um so schlagender darthue, wie falsch bon 753,61 m. verbleibt. Da Wahlen im größeren Umfang im verlangen. Man habe deswegen den Verein nicht anerkennen können. der Beschluß des Parteitags sei. Berichtsjahr nicht stattfanden und der Kreis bei den Ergänzungs- Ferner hat sich die Preßkommission mit dem Plane beschäftigt, die wahlen Stadtverordneten- Versammlung in einem Buchhandlung Vorwärts unter ihre Aufsicht zu bekommen. Grund Bezirk, und zwar mit Erfolg sich beteiligen konnte, zu dem Verlangen habe hauptsächlich die ohne Einverständnis der 10 bot sich zu einer größeren Aftion teine Gelegen- Breßkommission vorgenommene Gehaltsaufbesserung des Leiters der heit. Der Redner dankte den Parteigenossen, die feine Buchhandlung gegeben. Ferner habe sich die Preßkommission mit Thätigkeit durch rege Mitarbeit unterstützt haben. Ralisti be- einer Gehaltsregulierung der Erpeditionsbeamten beschäftigt, um dauerte, daß die Vertrauensmänner unterlassen haben, Ver- diese mit den Buchhandlungs- Angestellten gleichzustellen. Zur Ueberfammlungen zu veranstalten, um gegen die Chinapolitik Stellung zu führung der Druckerei des Vorwärts" in eigne Regie sei eine Stomnehmen und daß die schon längere Zeit andauernde Kohlennot, mission gewählt worden, die noch mit der Regelung der Angelegen ferner die Wohnungsfrage, wobei die Bevölkerung außerordentlich heit beschäftigt sei. start interessiert ist, noch nicht dazu benützt worden ist, eine umfang reiche, der Bedeutung dieser Zustände entsprechende Bewegung zu inscenieren. Nachdem der Vertrauensmann auf die Ursachen hingewiesen, warum bisher noch nicht wie gewünscht vorgegangen werden konnte, wurde ihm auf Antrag der Revisoren einstimmig die Entlastung von der Versammlung erteilt. " Es entspann sich eine äußerst lebhafte Debatte. Kräcker sprach seine Verwunderung darüber aus, daß Hoch im Gegensatz zu den andern beiden Delegierten des Kreises für die Wahlbeteiligung gestimmt habe. Die Majorität des Kreises fei gegen diese, und hoch wisse das; als Delegierter des Streifes hätte er dessen Meinung zum Ausdruck bringen müssen, obwohl er fein ge bundenes Mandat gehabt habe. Auf jeden Fall wäre es aber taftvoller von ihm gewesen, wenn er sich der Stimme enthalten hätte. Nach den Beschlüssen des Parteitags werde man jetzt allerdings notgedrungen wählen müssen. In einer furzen Diskussion zum Bericht der Preßkommission Hoch: Er sei der festen Ueberzeugung, daß er sich nichts habe macht Müller darauf aufmerksam, daß die Buchhandlung Vor- zu Schulden kommen lassen. Hätte man ihn binden wollen, wärts für die Genossen ganz Deutschlands geschaffen worden. Was dann hätte man vorher fragen müssen, wie wie er sich das Gehalt Fischers betrifft, so habe der Parteivorstand unter dem zur Landtags- Wahl stelle. Seine Antwort hätte dann Druck eines anderweitigen höheren Angebots an Fischer gehandelt. gelautet: Ich bin für eine ehrliche Probe. An ihm seien die Wurm wendet sich gegen die den Verein Arbeiterpresse" be- 4 Jahre der Diskussion über die Landtagswahl nicht spurlos vorDen Bericht über die Thätigkeit der Breßkommission erstatteten treffenden Ausführungen. Es sei ein großer Irrtum, zu glauben, über gegangen. Ohne eine Probe gehe eben die Sache nicht weiter: Woldt und Täterow. Sie wiesen darauf hin, daß der Vor- daß der Verein gegen die Partei operieren wolle. Zwischen An- die Diskussion der 4 Jahre habe ergeben, daß alle thatsächlichen wärts" auch im verflossenen Jahre wieder eine erhebliche Erweiterung gestellten und Unternehmern kommen überall gelegentlich Miß- Grundlagen für eine Entscheidung der Streitfrage fehlten. Ein und Verbesserung des Inhalts erfahren hat. Die Beschwerden über verständnisse und Differenzen vor, auch in den Partei- Unternehmungen, wütender Anhänger der Beteiligung fei er auch nicht. Was nun die die Berichterstattung resultieren zum Teil aus den Differenzen und diese hinsichtlich der Redacteure zu schlichten, sei der Verein die Meinung der Majorität des Kreises angehe, so sei denn doch die zwischen der lokalen und centralen Richtung in der Gewerkschafts- geeignete Justanz. Und wenn die Schriftfeper an socialdemokrati Stimmung jetzt eine ganz andre als im Jahre 1897.( Mehrfache bewegung und hat sich die Preßkommiffion immer auf den Stand- schen Zeitungen das Recht haben, ihrem Verband anzugehören und Zwischenrufe: Genosse Heine!) Redner sei nicht durch W. Heine punkt gestellt, daß der Vorwärts" hierbei völlige Neutralität wahren nach ihrem Tarif bezahlt zu werden, so haben die Schriftsteller das zu seiner Auffassung gekommen. Wäre Heine in der Versammlung, muß. Die Redner motivierten eingehend die vorgenommene Aende- felbe Recht. Mit solcher Organisierung befinden sich die Mitglieder dann könnte er sich mir freuen über die Zurufe, denn durch sie werde rung in Bezug auf das Inferatenwesen, die sich in Rücksicht auf die des Vereins durchaus auf dem Boden socialdemokratischer Thätigs der Ueberzeugungskraft seiner Gründe ein recht gutes Zeugnis Entwickelung der Preffe und auch aus finanziellen Gründen not- feit. Man nüße sogar der Partei, wenn man dafür sorge, daß ausgestellt. wendig machte. Dem Wunsche einzelner Gewerkschaften, teine die Angestellten der Blätter so bezahlt werden, daß sie ihre Lohse wendet sich gegen das Urteil Kräckers über Hochs VerInserate aufzunehmen, in denen Arbeitskräfte verlangt werden, um Arbeit mit Lust und Befriedigung thun. Die Organisation werde halten, indem er besonders das Fehlen eines gebundenen Mandats die Unternehmer zur Benugung der gewerkschaftlichen Arbeitsnachweise auch in Zukunft an die Preßkommissionen herantreten; denn hervorhebt und bemerkt, die Minorität, zu der er nicht zähle, habe zu veranlaffen, fonnte die Breßlommission nicht zustimmen, u. a. auch ebenso wie die gewerblichen Arbeiter zögen es auch die Schrift auch das Recht auf Meinungsausbrud. Alboldt ist ebenfalls deshalb, weil die bürgerliche Bresse die Aufnahme derartiger Inferate fteller unter Umständen vor, durch ihre Organisation zu ver- mit Sträders Urteil, Hoch betreffend, nicht einverstanden. nicht verweigern würde, andrerseits aber auch sind vielfach die handeln. Arbeitsnachweise der Gewerkschaften noch nicht start genug, um die Es wäre ganz recht, einen Versuch zu machen. König: Hoch Den Bericht der 2otalfommission gab Faller, dem komute nicht anders handeln. Wir werden jett einen Arbeitsvermittelung allein zu beherrschen. Bei Streits jedoch sollen sich der Bericht der Agitationskommission der Provinz Brandenburg Versuch machen und uns blamieren. Wushed freut sich über derartige Inserate für die in Betracht kommende Branche nicht auf- anschließt. die Abstimmung Hochs. Er sei für die Beteiligung und sei darin genommen werden. Im übrigen war die Thätigkeit der Preß- Man tommt nunmehr zu den Wahlen. Woldersth teilt noch bestärkt worden durch das Verhalten der Delegierten, die aus Kommission, insbesondere infolge der erweiterten Rechte, die ihr mit, daß die Bezirksführer, nm der Versammlung die Wahlen zu Städten tamen, wo man sich bereits an den Landtagswahlen bevom vorjährigen Parteitag zugestanden wurden, im verfloffenen erleichtern, Vorschläae für die Besetzung der einzelnen Bosten machen. teiligt hat. Uebrigens wäre jezt zum mindesten eine starke Minorität Jahre eine sehr rege. Eine Diskussion über den Bericht wurde Das Resultat der Wahlen ist in der gestrigen Nummer im dritten Kreis für die Beteiligung. Als Gegner der Landtags nicht beliebt. fchon mitgeteilt. Bei der Wahl der Preßkommission müssen Stimmen- wahl- Beteiligung sprachen dann noch die Genossen Gottfried Ueber die Thätigkeit der Lokalkommission berichtete Lucht. zähler ernannt werden, weil über sechs Kandidaten abzustimmen ist. Schulz, Rüdert, Paul Jahn und Schweizer, während Danach hat die Kommission im Berichtsjahre 7 allgemeine Sigungen Bulegt ist noch eine engere Wahl zwischen Ewald und Röderig er- Stahlen und Robert Ahrens als Freunde der Beteiligung abgehalten und 8 Lokallisten herausgegeben. Die Korrespondenz war forderlich, aus der Köderiz als gewählt hervorgeht. den vorgenannten Rednern entgegentraten und außerdem die Art, Bre Die Frage der Verkehrs- und Handelspolitik sei ein schwieriges Thema. Es wäre zu wünschen, wenn die Frage an andrer Stelle behandelt würde. Die Er Wels erklärt sich als stritter Gegner der Wahlbeteiligung und meint, der Klassenkampfcharakter der Partei gehe nach und nach verloren, wenn die Genossen auf diesem Wege weitergehen. Lippmann tritt dafür ein, daß eine ehrliche Probe mit der Landtagswahl gemacht werde. Wir wollen uns dem Beschluß des Parteitags fügen und wollen uns bemühen, unser Bestes zu thun. Da die Zeit sehr vorgeschritten ist, wird der Bericht der ParteiKonferenz von der Tagesordnung abgefeßt und die Versammlung mit einem Hoch auf die Socialdemokratie geschlossen. sein lassen des wie Ulrich gegen die Berliner auf dem Parteitage polemifirte, scharf| genug sein Wenn grausamen Spiels. rügten. Alle Gegner der Wahlbeteiligung waren Berliner Genossen durch ihre Thätigkeit dazu beitragen, daß Fischer für die Befolgung des Parteitags- Beschlusses. durch vermehrten Umsatz der Buchhandlung recht viel zu thun beDie Debatte zog sich bis nach 1/21 Uhr hin. Ein Beschluß wurde nicht kommt, dann werde die Gehaltserhöhung reichlich wieder eingebracht In der Diskussion spricht Dr. Mehl seine Mißbilligung darüber gefaßt. werden. aus, daß die Tagesordnung der Versammlung mit so vielen Gegen 8ubeil führt aus: So leib es ihm thue, tönne er sich in ständen bepackt sei. Es wäre gar nicht möglich, daß der eine oder diesem Punkt nicht mit Singer einverstanden erklären. An der Sache andre sich gründlich über eine Feage aussprechen könnte. Die Versammlung des vierten Wahlkreises selbst sei ja nichts zu ändern, es tam auch nur darauf an, gegen die wichtigen Fragen des Parteitags sollten auch nicht mit solcher Getagte im Lofal„ Urania" in der Wrangelstraße. Zuerst erstattete der Art, wie die Gehaltserhöhung erfolgt sei, Einspruch zu erheben. Die Ber- mütlichkeit behandelt werden, wie das hier geschehen sei, so z. B. Vertrauensmann des Ostens, Otto Frante, einen furzen Bericht liner hätten sich ein Verdienst erworben, indem sie veranlaßten, daß solche die Alkoholfrage. Der Alkoholismus sei ohne Zweifel von ganz über seine Thätigkeit. In der Zeit vom 16. November 1899 bis„ Kleinigkeiten" in Zukunft nicht mehr so ohne weiteres ausgegeben hervorragender Schädlichkeit. So gut wie die Wohnungsfrage ein 5. Oftober 1900 betrugen die Einnahmen 16 339,02 m., die werden können. Die Thätigkeit Fischers sei mit 4000 m. genügend bezahlt. Stück der socialen Frage sei, ebenso auch die Alkoholfrage. Ausgaben 16 142,66 W., darunter 9500 M. an den Partei( Sehr richtig.) Berlin habe ein Recht, wenn auch kein verbrieftes, wolle die Genossen nicht zu vollkommenen Abstinenzlern machen. borstand, 750 M. an die Agitationskommission und 442 M. bei der Buchhandlung mitzureden, denn der Anteil der Berliner an Wenn aber einmal ein Barteitag fich in einer Reſolution gegen den für sonstige Agitationskosten. Der Bestand beim Kaffenabschluß dem Umsatz der Buchhandlung sei weit höher als 10 Proz., da Berlin, Alkoholismus wenden würde, so würde das von großer Wirkung betrug 196,36 M. Der Kassenbericht des Vertrauensmanns für wie Fischer wisse, den gesamten Bedarf für die Provinz Brandenburg sein. Es wäre bereits vorgearbeitet worden, um auf einem der den Südosten, Paul Böhm, weist folgende Zahlen auf: Bestand veranlaßt. Wenn Fischer gehen wollte, hätte man ihn ruhig gehen lassen nächsten Parteitage darüber zu verhandeln. Der Redner ist für die vom Borjahre 1749,73 M., Einnahmen im abgelaufenen Jahre follen. Andre Genossen, z. B. die Parteisekretäre, haben viel mehr Beteiligung an den Landtagswahlen. Man solle, fagt er, jest nicht ( 1. Oktober 1899 bis 1. Oftober 1900) 17 028,47 M., Ausgaben geleistet wie der Leiter der Buchhandlung.( Sehr richtig!) Zu den mehr von Freunden und Gegnern der Beteiligung reden, sondern 17 966,86 M., darunter 14 024 M. an den Parteivorstand, 961 M. Landtagswahlen meint Redner, auch die Gegner derselben würden müsse nun mit den Thatsachen rechnen und an die praktiſche Löſung an die Agitationskommission. Der Bestand beim Stassenabschluß jezt mit Lust und Liebe in die Wahlagitation eintreten, wenn auch der Frage gehen. betrug 811,31 M. Nachdem Böhm eine Uebersicht über die Arbeiten nur, um den Freunden der Wahlbeteiligung schließlich sagen zu der Vertrauensleute gegeben hatte, ersuchte er die Versammlung, einem tönnen: Wir Gegner haben doch recht behalten, für die Socialvon den Vertrauensleuten beratenen und befürworteten Antrag der Frau demokratie ist nichts bei den Wahlen herausgekommen. Gubela stattzugeben. Der Antrag geht dahin, daßFrau Gubela, welcher vor Adolf Hoffmann betont, daß die Berliner nicht mehr Rechte| 10 Jahren das Recht, Parteiämter zu befleiden, abgesprochen worden ist, beanspruchen, weil sie mehr zahlen, sie wollen aber auch nicht weniger wieder in ihre vollen Rechte als Parteigenossin eingesezt werde.- Ferner Nechte haben wie die Parteigenoffen in andren Orten. Es tam beantragen die Vertrauensleute, den Ausschluß des Gastwirts Voigt, ihnen darauf an, für die Angelegenheiten der Buchhandlung eine Oranienstr. 184, aus der Partei beim Parteivorstande zu beantragen, Instanz, wie die Preßkommission für den Vorwärts", zu schaffen. weil Boigt unbegründete Verdächtigungen gegen alte, ehrenhafte Was soll denn daraus werden, wenn im nächsten Jahre wieder eine Barteigenossen verbreitet hat, weshalb er bereits aus dem Wahl- Stadt kommt, die dem Leiter der Buchhandlung mehr verein des dritten Kreises ausgeschlossen ist. bietet und wir dann wieder in der Lage sind, dem wertBeide Anträge wurden nach furzer Besprechung gegen eine vollen Fischer 1000 m. auzulegen? Wenn Singer 1000 m. Im sechsten Wahlkreise waren die Parteigenoffen mit einer Stimme angenommen. Den Vertrauensleuten wurde Decharge eine Kleinigkeit nennt, fo fei er ja in der glücklichen Anzahl Frauen im Kösliner Hof versammelt. Wie schon im gestrigen erteilt. Lage, anders rechnen zu fönnen wie wir. Wir wissen, daß oft von Vorbericht erwähnt, wurden die ersten Punkte: Bericht der VertrauensDen Bericht der Preßkommission erstattete Adolph einer weit geringeren Summe sehr viel abhängt. lente, der Preßtommission, Lokalfommission und Agitatiouskommission Hoffmann: Während sonst in jedem Sommer die AbonnentenRegge wendet sich mit scharfen Worten gegen die Erhöhung für die Provinz Brandenburg und Neuwahl derselben von der zahl des Vorwärts" zurückgegangen sei, fönne für diesen Sommer des Gehalts Fischers. Von unsren Führern müssen wir verlangen, Tagesordnung abgesezt. Diese Punkte sollen erst it a ch fonstatiert werden, daß kein Rückgang stattgefunden habe. Seit der daß sie weniger materielle, als vielmehr ideelle Intereffen verfolgen. Der Reichstagswahl erledigt werden. Als Delegierter zur Festlegung der Rechte der Preßkommission durch den Parteitag Gröppler spricht ebenfalls gegen die Gehaltserhöhung. Parteikonferenz der Provinz Brandenburg und zugleich für die zu Hannover habe sich das Zusammenarbeiten der Kommission mit während seiner Rede entfernt sich ein großer Teil der Anwesenden. dem Parteivorstand und der Redaktion in weit ruhigerer Weise vollzogen Ein Schlußantrag wird abgelehnt. wie vordem, weil es feinen Streit mehr gebe über die der Kommission zustehenden Rechte. Die der Kommission zugegangenen Beschwerden feien zur Zufriedenheit aller Beteiligten erledigt worden, mit Ausnahme derjenigen Beschwerdeführer, die überhaupt nicht zu befriedigen sind. Mit der Entwickelung unsres Preßorgans fönnen wir zufrieden sein. Dem Wunsche der Berliner Genossen, den Vorwärts" in eigner Regie herzustellen, werde hoffentlich in allernächster Zeit Rechnung getragen werden können. Mit den neueingestellten Redacteuren habe man, wie der Inhalt des Blatts beweise, keinen schlechten Griff gethan. Nach einer kurzen Ergänzung des Berichts durch das Preßfommissions- Mitglied Paul Hoffmann war dieser Punkt der Tagesordnung erledigt. Raiser wendet sich gleichfalls gegen Fischers Gehaltserhöhung. Er bricht aber nach kurzer Zeit wegen der herrschenden Unruhe und weil der Saal sich nach und nach leert, seine Rede ab. Darauf wird um 1214 Uhr ein Schlußantrag angenommen. Die Versammlung erklärt sich mit der Haltung der Delegierten auf dem Parteitag einverstanden. Ein Antrag, die" Philharmonie" freizugeben, wad der Lokalfommission überwiesen. Der Vorsitzende Voigt ersucht die Genossen, welche sich am 18. d. M. an der Wahlagitation im Kreise Brandenburg- Westhavelland beteiligen wollen, ihre Adressen in seiner Wohnung. Püdlerstr. 38 abzugeben. Hierauf wird die Versammlung geschlossen. Im fünften Wahlkreise Agitationskommission für Brandenburg referierte Genoffe Werth. Redner schilderte die Thätigkeit der Agitationskommission und gab der Meinung Ausdruck, daß der Agitationstalender und die Fadel" treffliche Dienste für die Agitation geleistet haben. Die Erörterung der Landarbeiter- Organisation auf der Konferenz habe wenig Positives geschaffen. die gefaßten Beschlüsse und Abänderungen sprachen die Delegierten Ueber den Verlauf des Mainzer Parteitags und über Kiesel und Eugen Ernst. Kiesel erinnerte, daß dieser Parteitag der fünfundzwanzigste nach der Vereinigung der Lassalleaner mit den Eisenachern gewesen sei, und wies auf die Lücke hin, die durch den Tod Liebknechts, der auf allen Barteitagen anwesend war, entstanden ſei. Ueber die Art und Weise, wie dem Genossen Fischer eine Gehaltserhöhung zugebilligt worden ist, hätten die Berliner Delegierten energisch Berwahrung eingelegt; ihren diesbezüglichen Autrag hätten sie zurückgezogen, weil der eigentliche Zweck, daß der Barteivorstand in einem ähnlichen Fall nicht mehr ohne Nüdsprache mit den Parteigenossen handeln möge, erreicht sei. Den Bericht der Lokaltommission gab Karl Scholz. Der Bericht der Agitationskommission wird von der Tagesordnung abgesetzt und nunmehr zur Vornahme der Wahlen ge- führte der Bericht des Vertrauensmanns, dem zu entnehmen ist, daß Betreffs der Handels- und Verkehrspolitit fonnten schritten. Für den Osten werden die bisherigen Vertrauensleute die Partei dort gute Fortschritte gemacht hat, zu feiner weiteren Dis die Delegierten der Calwerschen Resolution zustimmen, weil diese Wengels und Franke vorgeschlagen. fussion. Die Einnahmen belaufen sich auf 4493 M während die Resolution an den bisherigen Anschauungen über die Verkehrsfreiheit Ein Redner verlangt, daß nur solche Genossen zu Vertrauensleuten Ausgaben 3894,50 m. betragen, verbleibt somit ein Kassenbestand von und über die Verwerflichkeit der Zölle auf Lebensmittel festhält. gewählt werden, die politisch und gewertschaftlich organisiert 398,50 M. Friedländer, Mitglied der Preßkommission, berichtet, daß In der Frage der Beteiligung an den Landtagsfind. Dazu bemerkt Ad. Hoffmann, er habe nichts gegen solches Verlangen, fich die Verhältnisse des Vorwärts" in recht günstiger Weise gewahlen hätten die Berliner Delegierten ihren ablehnenden Standaber man solle auch darauf halten, daß die gewerkschaftlich Organisierten staltet hätten. Die Abonnentenzahl sei gestiegen, und wenn punkt genügend zum Ausdruck gebracht, jezt gelte es nur noch, der sich an der politischen Organisation beteiligen, was bei vielen nicht der weniger Ueberschuß erzielt worden sei als im Vorjahre, festgesezten Direktive nachzukommen. zogen. werden. zu " " Die heutige Parteiversammlung des 6. Kreises erklärt sich mit den Beschlüssen des Parteitags einverstanden, wünscht allerdings eine andre Lösung der Landtagswahlfrage, fügt sich aber selbstverständlich den Beschlüssen des Parteitags als der höchsten Instanz der Partei." Der zweite Teil der Resolution, welcher aussprach, daß die Befürworter der Beteiligung eine Aenderung des Beschlusses herbeiführen helfen, wenn bei der nächsten Wahl feine Erfolge erzielt werden, wurde abgelehnt. Fall sei. Metzner meint, man könne wohl wünschen, daß so sei das auf die Steigerung der Papierpreise und Eugen Ernst referierte speciell über die Organisations. Genossen, die ein politisches Amt bekleiden, gewerkschaftlich andre Irsachen zurückzuführen. Der Vorwärts" jei zum besten fragen: Es seien Vorschläge gemacht worden, die ganze Partei organisiert seien, aber es verlangen und zur Bedingung der Partei- Organ geworden und auch die beste politische Zeitung Berlins. in einem einzigen Verein zusammenzufassen. Auf dem Parteitag Wahl machen, das gehe zu weit. Die Konsequenz eines solchen Ein Fortschritt sei es, daß die Druckerei in den Besitz der Partei habe man aber allgemein das Unzweckmäßige und Undurchführbare Verlangens wäre die, daß man auch bei Befegung übergehe. Redner bezeichnet die Abonnentenzahl von 55 000 als diefes Vorschlags, welcher die Vielgestaltigkeit der bestehenden Orga gewerkschaftlicher Bosten fordern müsse, daß die Betreffenden nicht ungünstig, wenn man bedente, daß jedes Exemplar von etwa nisationen und der Verhältnisse in den verschiedenen Ländern, Provinzen politisch organisiert sind. Ueber diese Angelegenheit entspinnt drei Personen gelesen werde, wünscht aber, daß sich die Zahl auf und Distrikten nicht berüdsichtigt, eingefehen. Ueberhaupt tomme fich noch eine weitere Debatte, in der Weinschild mit 75 000 im nächsten Jahr vermehren möge. es ja gar nicht so sehr auf die Art der Organisation an, wenn nur besonderem Nachdruck betont, daß man von jedem, der ein Amt in der Warschawsti ist im allgemeinen mit dem Vorwärts" zufrieden, der Geist in diesen Organisationen ein guter ist und das Gefühl des Bartei annehme, als selbstverständlich verlangen müsse, daß er schon findet jedoch, daß die Abonnentenzahl eine viel zu geringe sei im gemeinsamen Busammenhaltens zum Wohle der Partei vorhanden ist. lange vorher gewerkschaftlich organisiert sei, denn die gewerkschaftliche Gegenfaz zu der Verbreitung sogenannter parteilofer Blätter, und In der Diskussion erklärte man sich mit der Haltung der Bewegung sei die Grundlage der Arbeiterbewegung. Andrerseits glaubt, daß bei der gegenwärtigen Art des Vertriebs feine wesent- Delegierten des sechsten Kreises einverstanden, eine längere werde auch eine moderne Gewerkschaft ihre Posten nur mit politisch lichen Fortschritte gemacht werden könnten. Man solle darauf Debatte entspann sich nur über die Frage der Beteiligung an den organisierten Genossen besetzen. achten, wie die Morgenpost" und der Lokal Anzeiger" Landtagswahlen; allgemein wurde eine Herabminderung des An Als Vertrauensleute für den Osten werden Robert Reflame machen. Künstlerisch ausgeführte Blafate jolle man sehens der Partei vorausgesagt, nichts destoweniger müffe natürlich engels mit 214 und Otto Frante mit 219 Stimmen ge- anschlagen laffen und auch den Vorwärts" von Zeit zu Zeit gratis dem Parteitagsbeschluß nachgekommen werden. John insbesondere wählt. Vogel erhielt 171 Stimmen. Die übrigen gestern schon verbreiten. Auch wünscht Redner, daß Kunst und Wissenschaft, sowie zeigte, auf welche schiefe Ebene die Partei kommen müsse, wenn mitgeteilten Wahlen wurden einstimmig und ohne Debatte voll- Gesundheitspflege und Erziehungswesen ausführlicher behandelt ichon jegt, wie aus einem Flugblatt des socialdemokratischen Landtagswahl- Komitees in Breslau hervorgeht, die socialdemo An den Bericht von der Provinzialtonferenz, den Roth erklärt, man hätte schon vieles in dieser Beziehung ver- fratischen Wähler aufgefordert werden, in solchen Bezirken, in denen Baberste erstattete, knüpfte fich keine Debatte. sucht, so auch jüngst wieder mit der Einführung der fleinen An- feine socialdemokratischen Wahlmänner aufgestellt sind, für den FreiEs wurde noch weiter darauf verHierauf gaben die Delegierten den Bericht vom Partei- zeigen, es feien jedoch keine besonders großen Erfolge erzielt worden. fimmigen energisch einzutreten. tag in Mainz. E3 sei für ein unpolitisches Blatt weit leichter, wirksam wiesen, welche enormen often eine allgemeine Beteiligung. Ad. Hoffmann legt die Motive dar, welche die Berliner Reklame machen, als für eine Beitung, die eine an den preußischen Landtagswahlen verursachen Delegierten veranlaßten, den Antrag, betreffend die Erhöhung des streng politische Haltung einähme. Dem Verlangen des Gen. W. würde. Folgende Resolution wurde angenommen: Gehalts Fischers zurückzuziehen, nachdem die Debatte über denselben nach Vergrößerung der Rubrik für Kunst, Wissenschaft 2c. müsse er das gewünschte Resultat gehabt habe. Nicht die Gehaltserhöhung entgegenhalten, daß der„ Vorwärts" schon jetzt so umfangreich fei, an fich, sondern die Art, wie sie erfolgte, habe den Antrag daß kaum ein Arbeiter im stande sei, ihn gründlich zu lesen. Den hervorgerufen. Die ruhige Begründung desselben durch gleichen Standpunkt vertritt Friedländer. Manasse sei kein Aulaß gewesen, der dem Genossen Ulrich Fränkel findet die Vorschläge W's durchaus beachtenswert. Grund zu seinen heftigen Angriffen auf die Berliner geben tomte.Reformvorschläge würden immer auf Wiederstand stoßen und erst Auf die Beratung des Organisationsstatuts eingehend, meint Redner, nach und nach zur Anerkennung gelangen. wir könnten mit der neuen Fassung desselben zufrieden sein. Zur Von der Lokalkommission berichtet Späth. Peters verlangt Debatte über die Weltpolitit meint Redner, ohne den Wert des Rechenschaft darüber, warum den Anarchisten der Saal des GewerkReferats Singers verkleinern zu wollen, müsse er doch sagen, bei schaftshauses verweigert fei. Darauf erklärt Saffenbach, er halte es diesem Puntte habe uns wie bei keinem andren Liebknecht gefehlt.nicht für angebracht, diese Sache öffentlich zu besprechen, wäre Ein Beschluß, der nicht nach unsrem Wunsch ausgefallen, sei der aber jederzeit bereit, vor der Lokalkommission Rechenschaft abzulegen. bezüglich der Landtagswahl. Es sei aber selbstverständlich, daß wir, Den Bericht von der Agitationskommission für die Provinz Branden obgleich Gegner der Wahlbeteiligung, uns dem Beschluß fügen. Ge- burg giebt Kogte. Der reichhaltigen Tagesordnung wegen beschränkt meinsam arbeiten und gemeinsam schlagen müsse unfre Losung sein. sich der Redner darauf, auf die Verhältnisse im Prenzlauer Wahlkreis Wir werden unsern Gegnern nicht ein Bild der Entzweiung bieten, einzugehen. Hier seien bedeutende Fortschritte gemacht; der Partei ständen fondern weiter arbeiten, um unsre Idee zum Siege zu bringen. 4 große Votale zur Verfügung. In Straßburg, dessen Bürgermeister ge ( Bravo.) sagt habe, so lange er am Studer fei, folle die Socialdemokratie dort Weiße geht auf die Debatte über Verkehrs- und Handels- feinen festen Fuß faffen, verfüge die Partei auch bereits über zwei Lokale. politit sowie über die Haltung der Delegierten zu einzelnen An Der Kalender sei in diesem Jahr ohne die Hilfe der Berliner verträgen ein. Redner bedauert, daß Singer zu dem Berliner Antrage breitet, ebenso die„ Fackel". Es werde wirklich etwas geleistet von betreffend Fischer gesagt habe, er begreife nicht, daß sich die Berliner den Genossen dieses Wahlkreises. über eine Kleinigkeit so aufregen. Redner meint, 1000 m. sei Darauf erstattet Rozte den Bericht vom Parteitag, Fragen von Teine Kleinigkeit, denn es sei nicht leicht, eine solche Sunime auf großer Bedeutung, jagt der Redner, feien auf dem Parteitag behandelt zubringen. worden, er dente dabei weniger an die Landtagswahl Debatte, als Paul Hoffmann referiert über die Landtagswahl- Debatte vielmehr vor allem an die Neuorganisation der Partei. Die Anträge Berpflichtungen hinaus einen Gefallen thäten; eine Rechtsverpflichtung und schließt sich in diesem Punkte den Ausführungen Adolf Hoffmanns der Genossen des fünften Wahlkreises hätten auf dem Parteis zum Leistentragen habe aber im vorliegenden Fall für den Kläger Er betont, daß jezt auch die Wahlgegner die Pflicht haben, uns tag teinen Erfolg gehabt. Bezüglich des Antrags, der sich nicht bestanden. Klägers Arbeit sei das Schnitzen gewesen. Es möge der Gewerkschaften befaßt, verzagt an die Arbeit zu gehen und ihre Schuldigkeit zu thun. Die mit der Stellung Zukunft werde lehren, daß die Wahlgegner recht behalten. Rebner die Ablehnung. Danach geht der Redner zu den Berhand- auch öfter vorgekommen sein, daß er Leisten die Treppen hinauf getragen habe. Das verpflichtet ihn jedoch noch nicht, sich bei In der Debatte spricht zuerst Singer. Er bemerkt, er hätte lungen des Parteitags über und tritifiert das laue Verhalten der einem Umzuge als Träger benutzen zu lassen. das Wort nicht genommen, wenn nicht sein Name genannt worden Genossen in einigen Wahlkreisen dem Parteifonds gegenüber und bewäre. Er halte es für ein Zeichen des vollen Einverständnisses schwert sich ferner über die brüste Behandlung, die den Berlinern von Das innerhalb unsrer Partei, daß gegen den Vorstand keine andern Ein einigen füddeutschen Genossen zu teil geworden sei. wendungen als die über den Fall Fischer gemacht wurden. Das neue Organisationsstatut bringe feine durchgreifenden Reformen. Lehte Nachrichten und Depeschen. feien gegenüber den großen Aufgaben unsrer Partei allerdings Eine streng einheitliche Organisation der Partei sei nicht möglich, Kleinigkeiten. Es müsse doch festgestellt werden, daß sämtliche ohne daß den Frauen auch dort, wo sie jest zum Eintritt berechtigt Bei den gestrigen Ortskrankenkassen- Wahlen in Schöneberg Redner, die auf dem Parteitag in dieser Sache gegen den Berliner feien, die Zugehörigkeit zur Partei Organisation unmöglich gemacht siegte die Liste der organisierten Arbeiter mit 1084 gegen 207 Stimmen. Antrag gesprochen haben, es nur deshalb thaten, weil sie den Berlinern ein werde. Darum hätte man es den Genossen in den einzelnen Wahl Recht, in Angelegenheiten der Buchhandlung, die eine Einrichtung der freifen überlassen, ihre Organisation den örtlichen Verhältnissen anzuGesamtpartei fei, mitzusprechen, nicht zuerkennen fonnten. Daß pasien. an. bedauert der Sociale Rechtspflege. Umzug und Arbeitsverweigerung. Gegen eine Ent schädigungsklage des Leistenschnizers K. wandte der Fabrikant Bienstowsky ein, der Kläger jei mit Recht plötzlich entlassen worden, weil er die Arbeit beharrlich verweigert habe. Im Laufe der Verhandlung vor dem Gewerbegericht stellte sich heraus, daß es sich um das Tragen von Leisten beim Umzug handelte. St. hatte nach seinen Behauptungen 40 Stunden Leisten geschleppt und sich dann geweigert, dieje Thätigkeit fortzusetzen. Als Schnizer hielt er sich dazu nicht verpflichtet. Die Kammer IV verurteilte den Beklagten, an S. 48 M. wegen unberechtigter Entlassung zu zahlen. Der Vorsitzende, Dr. Meier, führte aus, daß man hier eine beharrliche Arbeitsverweigerung nicht annehmen könne. Es wäre ja schön, wenn sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber gelegentlich über ihre Rölu, 10. Oftober.( W. T. B.) Der Kölnischen Boltsatg. die Berliner Einspruch gegen die Gehaltserhöhung erhoben haben, Zu dem Beschluß der Landtagswahl Beteiligung äußert sich wird aus Rom gemeldet: Jn vatikanischen Kreisen spricht man von fei ihr gutes Recht, und das habe er( Redner) auch scharf betont. Redner folgendermaßen: Er sei kein Anhänger der Wahlbeteiligung, der Einberufung eines ökumenischen Konzile für Mai 1901. Ein Recht, vorher wegen vorher wegen der Gehaltserhöhung befragt zu auch die Verhandlungen des Parteitags hätten ihn nicht dazu gemacht; Hamburg, 10. Oftober.( W. T. B.) Das Schwurgericht ver werden, hatten die Berliner aber nach dem Organisations er verspräche fich nicht viel davon. Da nun aber die Beteiligung urteilte heute nach mehrtägiger Verhandlung den wegen Ermordung statut nicht. Die Angelegenheit sei ja nun auch aur befchloffen fei, folle man auch so viel Disciplin zeigen und ehrlich des Dienstmädchens Thurau augeklagten Händler Heinrich Buchholz Zufriedenheit der Berliner erledigt. Man möge möge es nun für die Wahlbewegung arbeiten. wegen Totschlags zu 12 Jahren Zuchthaus. Sierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Berantwortl. Redacteur: Heinrich Wekker in Groß- Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Badina in Berlin. Nr. 237. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 11. Oktober 1900, Partei- Nachrichten. wohlvorbereitetes Flugblatt, worin 2. die mündliche Begründung des dacteur der Reichenauer Nachrichten" verübte, gleichfalls mit 300 m. Flugblatts auf dem Parteitag eingeschlossen folgende Vorwürfe Geldstrafe büßen. Als dritter Preßsünder hatte sich der Reichstags- Abgeordnete Barteilitteratur. Soeben ist. das Protokoll des Mainzer erhoben werden: Parteitags erschienen und zum alten Preis von 50 Pf. von der 1. Das bei der Landtagswahl in Karlsruhe 1897 geschlossene Thiele, Redacteur von unsrem Parteiblatt in alle, wegen Buchhandlung Vorwärts zu beziehen. Dasselbe ist wieder mit über: Kompromiß habe in seiner Wirkung zur Korruption in der Partei Preßvergehen zu verantworten. Es handelte sich um einen im Oktober v. J. unter der Spigmarke:„ Die Voltsschule als Ketzerfichtlichem Sach- und Sprechregister versehen und enthält geführt Auch in Durlach sei zwei Jahre später mit der bürgerlichen gericht veröffentlichten Artikel, in dem kritisiert wurde, daß der ferner eine 3 usammenstellung über das Schicksal jedes einzelnen Antrags. Die im Laufe der Verhandlungen Opposition ein Kompromiß abgeschlossen worden, das ähnliche ver- Lehrer Dornbusch von der Naumburger Volksschule den nicht getauften abgeänderten oder ergänzten Anträge und Resolutionen derbliche Erscheinungen gezeigt hatte. Ferner hätten bei der Aufstellung Sohn des Parteigenossen Weined als„ Heide" bezeichnet hatte. Lehrer Dornbusch mußte als Zeuge zugeben, daß der Knabe Weined find am Schlusse in ihrem genauen Wortlaute ab- der Kandidatur unlautere Mittel mitgewirkt. gedruckt Durch die Beifügung des ein sehr tüchtiger Schüler war und daß er, als der Knabe im ReliDemgegenüber erklärt die Konferenz: Protokolls der 1. Die Art und Weise der Verbreitung des Flugblatts hinter gionsunterricht einmal eine sehr gute Antwort gab, dem Jungen erMainzer Frauenkonferenz und die Wiedergabe der dafelbst gefaßten Beschlüsse und Organisations Reglements dem Rücken der darin Angegriffenen, die Thatsache ferner, daß die flärt habe: Wenn Du das Kind eines Christen wärst, für die Funktionen der verschiedenen Vertrauenspersonen hat das Angelegenheit nicht, wie es in der Partei üblich ist, vor die zunächst hätte ich Dich schon längst raufgefeßt." Der Staatsmifangreiche Protokoll eine wesentliche Bereicherung erfahren. Die zuständige badische Partei- Organisation gebracht wurde, sondern vor anwalt beantragte 6 Wochen Gefängnis. Das Gericht erkannte Parteitagsprotokolle haben für unsre Genossen durch ihre getreue ben mit den Verhältnissen nicht vertrauten deutschen Parteitag, ist an, daß Thiele in Wahrnehmung berechtigter Interessen gehandelt und ausführliche Widergabe einen bleibenden Wert erhalten; das als eine geflissentliche Herabsetzung einzelner Parteigenossen, durch habe, verurteilte ihn aber zu 300 M. Geldstrafe event. 30 Tagen diesjährige besonders durch die Beratung über die neue Partei- welche auch die Gesamtpartei empfindlich geschädigt wird, auf das Gefängnis. Organisation, die Landtags- Wahlfrage, die Stellung entschiedenste zu verurteilen. der Partei zur Handels und Verkehrspolitik und die brennenden Fragen der Weltpolitit; es umfaßt 264 Seiten. erscheint bereits Anfang nächster Woche. V Das Protokoll des Pariser Internationalen Kongreffes Zur Landtagswahl in Sachsen- Weimar. Wie der Erfurter Tribüne" aus zuverlässiger Quelle mitgeteilt wird, sind die Wahl männerwahlen auf den 19. Oktober festgesetzt. Man vermutete längst, daß der Wahltermin so angesezt würde, daß nur ein kurzer Zeitraum für die Vorbereitungen zur Wahl übrig bleibt. Die Absicht, die damit verfolgt wird, ist klar, man will die Oppositionsparteien überrumpeln. Diese leinen Künste der reaktionären Diktatoren werden sich aber als verfehlte Spekulationen erweisen. Parteifinanzen. In einer Parteiversammlung in München, die sich mit dem Mainzer Parteitag beschäftigte, tam auch die Frage der Beitragsleistung zur Centraltasse zur Sprache. Der Delegierte, Genoffe Pidelmann, bemerkte dazu, daß auf dem nächsten bayrischen Parteitage über eine Regelung der Beitragsleistung beraten und dafür gesorgt werden wird, daß ein bestimmter Prozentsatz der Beiträge der bayrischen Parteigenossen an die Hauptlasse in Berlin abgeliefert wird. andre Die socialdemokratische Wahltaktik bei den badischen Landtags- Wahlen war Gegenstand eines Flugblatts, welches Genosse Adolf Ged an die Delegierten des Mainzer Parteitags ver teilte. Schon auf dem Parteitag führte das Flugblatt zu lebhaften Auseinandersetzungen zwischen Genossen Adolf Geck und den badischen die bürgerliche 2. Enthält das Flugblatt Unwahrheiten. " Gewerkschaftliches. Das fogenannte Karlsruher Kompromiß, dem Genosse Ged sein Mandat verdankt, hat in feiner Weise das Princip der Partei berührt, Bei der Gewerbegerichtswahl in Osnabrück wurde von geschweige denn die Partei forrumpiert, wie der Kampf gegen die den Arbeitnehmern die Liste des Gewerkschaftskartells einstimmig Demokratie bei der nur kurze Zeit darauf folgenden Reichstagswahl gewählt. Bon seiten der Arbeitgeber beteiligten sich nur elf Mann and unser Sieg in demselben Karlsruhe zeigt. an der Wahl. 3. Eine Ünrichtigkeit ist es, daß bei der Landtagswahl in Der Streik der Holzbildhauer in Hannover ist beendet. Durlach ein Stompromiß abgeschlossen worden sei; die fernere Un- wischen den Parteien ist ein Vergleich dahin zu stande gekommen, schuldigung, daß die Kandidatur Fendrichs mit unlauteren Mitteln daß von jetzt ab ein Minimallohn von 24 M. pro Woche gezahlt zu stande gekommen sei, ist längst durch das Ergebnis einer gewissen werden soll. Ueberarbeit wird mit einem Lohnaufschlag von 30 Broz. haften Untersuchung der Kontrollkommission als grobe, unhaltbare berechnet. Diejenigen, welche bis jetzt schon 24 M. Wochenlohn Berdächtigung erwiesen. 4. Erklärt die Stonferenz, daß sie den wiederholt angedrohten hatten, sollen eine Rohnerhöhung von 6 Proz. erhalten. Enthüllungen des Genossen Geck bezüglich der Ueberführung des Volksfremds" in Parteiregie mit der größten Ruhe entgegenficht Die mitwirkenden Parteigenossen sind sich bewußt, so forrett gehandelt zu haben, daß sie die Enthüllungen über diese Angelegenheit nur wünschen könnten. " Die Konferenz erivartet mit aller Bestimmtheit vom Genossen Adolf Geck, daß er in Zukunft die Interessen der Partei über seine persönlichen Differenzen mit einzelnen Parteigenossen stellt. Der Vorstand der Landesorganisation: Opificius, Blum, Lauber, Klein( Pforzheim). Die socialdemokratische Landtagsfraktion:*) Dreesbach, Geiß, Kramer( Mannheim). Opificius( Pforzheim), Schaier( Karlsruhe). Unternehmerterrorismus. Der Kölnischen Volkszeitung" wird aus Berghorst in Westfalen geschrieben, daß dieser Tage in sämtlichen dortigen Fabriken diese Bekanntmachung angeschlagen war:" Um das gute Einvernehmen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern nicht zu stören, haben sämtliche Firmen beschlossen, fürderhin tein Mitglied des christlichen Tertilarbeiter- Verbands mehr zu beschäftigen." Die Folge war, daß alle Arbeiter aus dem christlichen Verbande austraten. Wo die Arbeiter den Herrschenden und Besitzenden unbequem werden, da werden sie über einen Kamm geschoren, ob sie sich christlich oder ob sie sich socialdemokratisch nennen. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag, Vertretern Genossen Dreesbach und Fendricifferenzen und In- Dreesbach( Mannheim), Luz( Baden- Baden), aug( Freiburg), Tonnersing und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Presse benügte sofort den Vorgang, um von einigkeit innerhalb der badischen Partei zu orakeln. Um keine falschen Deutungen aufkommen zu lassen, wurde vom Vorstand der focialdemokratischen Landesorganisation, der Kontrollkommission und der Landtagsfrattion zum 7. Oftober eine gemeinsame Stouferenz nach Karlsruhe einberufen, die sich mit dem„ Mainzer Parteitag und dem Flugblatt des Gen. Adolf Ged" beschäftigte. In fünfftündiger Sizung, an der Genosse Adolf Ged teilnahm, juurde die Angelegenheit eingehend erörtert. Das Ergebnis der Konferenz war die einstimmige( Genosse Adolf Ged hatte sich vor der Beschlußfassung über die Resolution entfernt) Annahme der folgenden Resolution: Genosse Adolf Geck verbreitete unter Umgehung des Landesborstands und der Landesfraktion auf dem Parteitag in Mainz ein Die Kontrollkommission der socialdemokratischen Partei Badens: Fleig( Hornberg i. Schw.), Horst( Durlach). Polizeiliches, Gerichtliches ufiv. Prenprozesse. In Augsburg wurde vor dem dortigen Schwurgericht der Redacteur No II wa gen von unsrem Parteiblatt wegen Beleidigung des Offiziercorps des 3. Jnfanterieregiments zu 300 M. Geldstrafe verurteilt: Der Reichstags- Abgeordnete Edmund Fischer, Redacteur des„ Armen Teufel", muß eine Beleidigung, die er gegen den ReJunke. Zur Zeit der ersten Teilung 1773 hatte das Königreich Polen 750 000 Quadratkilometer Flächeninhalt, das Deutsche Reich umfaßt jetzt ohne seine stolonien 540 657 Quadratkilometer. Anfrage. Cirkus Schumann faßt nach Angabe der Verwaltung 9000 Berfonen, Girfus Busch nach gleicher Angabe 4500 Personen. Nr. 31. 1. Am 11. Oftober 1899 2. Au 20. Ottober bei Derudee. 3. Der englische General Symons wurde von dem Boerenkommandant Meyer geschlagen. Die Engländer verloren 224 Tote und Verwundete und 243 Gefangene, die Boeren 10 Tote und 66 Verwundete. C. M. Der Minimalverdienst eines organisierten Schriftsezzers be trägt in Berlit etwa 27 M. die Woche; ein Zeitungsseßer fann unter be *) Genosse Landtags- Abg. Fendrich hat davon abgesehen, die sonders günstigen Umständen um die Hälfte mehr verdienen. Die Lehrzeit ift 4 Jahre. Man meldet sich Friedrichstr. 225 beim Buchdruckereibefizer Resolution mit zu unterzeichnen, weil er in einem Punkt der Reso- Serru Drever, wo der Schüler, der die erste Klasse der Gemeindeschule ein Intion Partei ist; er hat sich aber mit dem Inhalt derselben in allen Jahr lang besucht haben muß, auf seine Schultenntnisse hin einem Gramen ihren Teilen vollständig einverstanden erklärt. unterworfen wird. FERDINAND NEUMANN rows.M BERLIN SW. Leipziger Strasse 51, Ecke Dönhoff. Platz. Extra- Verkauf zu herabgesetzten Preisen. Die dem Bundesrat vorliegenden Ausführungs- Beftimmungen zu dem Gesetzentwurf über den unlauteren Wettbewerb, hinsichtlich Einführung von Mass- und Gewichts- Einheiten im Garnverkauf, bedingen eine tiefgehende Aenderung bezüglich Verpackung und Aufmachung. Um mein Garnlager in möglichst kürzester Frift den voraussichtlich bald in Kraft tretenden Bestimmungen anpaffen zu können, ist es nötig, die vorhandenen Vorräte zu räumen; deshalb ftelle ich zu den herabgesetzten Vreisen zum Verkauf: Alle Garne find im Preise ermäßigt. Rockbaumwolle, ungebleicht 65 Pf. gebleicht 75 Pf. mode oder grau meliert 1,00 Mk. Baumwolle erleidet durch Bleiche und Farbe eine kleine Gewichtsdifferenz. 6 und 8fach 1/2 Kilogramm 2,50 Mk. 2,50 Mk. 2.10 Mk. 90 Pig. Zephirwolle, alle Farben, Kilogramm Häkelgarn Nr. 14, 6 fach, crême, gebleicht, roh, 2 Kilogramm Castorwolle, alle Farben,% Kilogramm Häkelgarn Nr. 14, 6fach, extra prima, erême,% Kilogramm 1,10 Mk. Smyrnawolle, alle Farben,% Kilogramm Strickwolle, naturmeliert, Kilogramm 3,20, 2,20 und 1,55 Mk. Deckenwolle, Jackenwolle, Mooswolle. Strickwolle, echt schwarz und alle, Farben, 1,55 Mk. Alle Wollen- Garne sind in Fünftel- und Zehntel- Teilung und werden zugewogen. Strümpfe und Trikotagen. Neuheit: ledo M Damenstrümpfe, baumw. schwarz gestrickt 45 Pf. Damenstrümpfe, Damenstrümpfe, Wolle, schwarz, engl. Länge reine Seide, schwarz, engl. Länge Wolle, platt, meliert, ge Herren- Socken, strickt, -Handschuhe Ringwoodür Damen Tricot Handschuhe für Damen Lederimitation Handschuhe 100 und 60 und 75 Pf. 2,35 45 Pf. Damen- Strümpfe Patent 4 und 1, Wolle platt. schwarz, engl. Länge, 75 Pf. Kilogramm 3,45, 2,45 und velano nishubhe Normalhemden, Vigogne, 2501,80 1,20 Mk. Herren- Unterjacken und 2,00, 1,60 und 1,20 Mk. Herren- Unterhosen 2,50 2,00, 1,20 Mk. 1,50 und Damen- Unterjacken 25000. 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Die strengen Herren. PANOPTICUM Anfang 72 Uhr. Residenz. Die Dame von Marim. Anfang 72 Uhr. Neues. Die Butterseite. Anfang 712 Uhr. Westen. Die lustigen Weiber von Windsor. Anfang 7 Uhr. Schiller. Das Glück im Winkel. Anfang 8 Uhr. Secessionsbühne. Der Bildschnitzer. Daheim. Der Bär. Anfang 72 Uhr. Central. Der griechische Sklave. Anfang 72 Uhr. Thalia. Der Liebesschlüffel. Anfang 7 Uhr. Luifen. Der Millionenbauer. Anfang 8 11hr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Tugendring. Anfang 7/2 Uhr. Müller und Schulze Carl Weiß auf der Pariser Weltausstellung. Anfang 8 Uhr. Belle- Alliance. Der Prozeßhansl. Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Der Mandarin von Tsing- lingting. Anfang 8 Uhr. Apollo. Die neuen lebenden Photographien. Graf Waldersee. Kampf mit chinesischen Boxern. Konzert der russischen Nationalkapelle aus Kiew, Kapellmeister Semaschko. Illusionen Irrgarten Kasperl- Theater 1 Schreckenskammer. Passage- Panopticum. Letzte Woche: Marokkaner- Truppe. Vorstellung stündlich. Passage- Theater: Vorstellung von 7-10% Uhr. Specialitäten Borstellung. Thalia- Theater Venus auf Erden. Anfang 72 Uhr. Heute und folgende Tage: Palaft. Specialitäten Borstellung. Der Liebesschlüssel. Der offe Muckebold. Anfang Große Ausstattungspoffe mit Gesang 712 11hr. Reichshallen. $ Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Passage Panoptikum. Speciali täten Vorstellung. Urania. Invalidenstr. 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Taubenstr. 48/49. Abends 8 Uhr ( im Theatersaal): Auf den Wellen des Oceans. Im Hörsaal:„ Das Unwandelbare in der Natur" von Dr. Na ß. Schiller Theater ( Wallner Theater). Donnerstag, abends 8 Uhr: Das Glück im Winkel. Schauspiel in 3 Atten v. Hermann Subermann. Freitag, abends 8 Uhr: Die goldne Eva. Sonnabend, abends 8 Uhr: Das Glück im Winkel. Central Theater " Heute und täglich. Anf. 7 Uhr: Der griechische Sklave. ( A Greek Slave.) Ausstattungs Operette in 3 Atten von Sidney Jones. Morgen und folgende Tage: Der griechische Sklave. Sonnabend, nachmittags 3 Uhr, zu halben Preisen: Kinder- Vorstellung. Die Puppe. Alesia: Mia Werber. Sonntag, nachmittags 3 Uhr, zu halben Preisen: Die Geisha. und Tanz. Im 1. Aft: Musikalisch- automati sches Potpourri( glänzend. Finale). Hauptdarsteller: Thomas, Thielscher, Helmerding, Junkermann, Paulmüller und die Damen Milton, Schäffer, Wanovius, Junter- Schatz. Anfang 7 Uhr. W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Heute, Donnerstag, den 11. Oftober: Die Lachtaube. Boffe mit Gesang in 3 Atten( 5 Bildern) von Jacobson. Musik von Michaelis. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Freitag: Der Bureaukrat. Cirkus Alb. Schumann. heute, Donnerstag, den 11. Oktober, abends präc. 71/2 Uhr: Elite Abend. Gala Programm. 6. Gastspiel der königl. Liliputanischen Hoffünstlertruppe Les Colibris. Ein Blick in die Märchenwelt. Die 9 fleinsten Menschen der Welt mit ihren prachtvollen Gala- Equipagen und 6 Liliput Pferden, darunter das fleinste Pferd der Welt Brinz Ascha, 23 Zoll hoch. Bum Schluß: Ein Sensationsschlager 1. Ranges: Carl Weiss- Theater CHINA. Gr. Frankfurterstr. 132. Seit Charleys Tante ist wohl noch nicht so gelacht worden wie in Müller und Schulze auf der Pariser Weltausstellung. Großes Manegen- Schaustück in drei Abteilungen von Hofballettmeister A. Siems, mit ganz neuen Wasser: Effekten, vers. v. Dir. Alb. Schumann. Die Unfren in Kiantschou. Preie Volksbübne Sonntag, nachmittags 24 Uhr: IV. Abteilung: Carl Weiss- Theater: ,, Ueber unsere Kraft". VII. Abteilung: Lessing- Theater:„ Die Macht der Finsternis". Nachzügler haben kein Anrecht auf einen Sitzplatz, sondern können nur soweit Platz vorhanden, einen Stehplatz erhalten." Herbstfest Sonnabend, d. 13. Oktober, 8 Uhr abends, in der Brauerei Friedrichshain. Künstler- Konzert Berliner Sinfonie- Orchester. Leitung: Kapellmeister Moser. ( 45 Musiker.) Vokal- Konzert. Gäste: Musikmeister Vollerthun, Johanna Brackenhammer, Gustav Waschow, Anna Waschow, sämtlich vom Theater des Westens. Aus dem Instrumental- Konzert- Programm ist hervorzuheben: ... Meyerbeer. Krönungsmarsch Ouverture„ Der fliegende Holländer" Toreador et Andalouse Fantasie aus„ Bajazzo" Ouverture aus der Oper " Wilhelm Tell". Wagner. " Rubinstein. Leoncavallo. Fantasie a. d. Op." Carmen". Bizet. Intermezzo aus Naila" Pizzicato aus Sylvia" Ouverture aus„ Die lustigen Weiber" Delibes. Nicolai. ° usw. usw. Rossini. Nach dem Konzert: Tanz. Festmarken in allen Zahlstellen a 50 Pf. Kinder unter 16 Jahren haben keinen Zutritt. Rauchen verboten. Da nur eine beschränkte Anzahl Besucher zugelassen werden können, empfiehlt sich die baldige Entnahme der Festmarken. Freitag, den 19. Oktober, in Cohns Festsälen, Beuthstr. 19/20: 234/6 General- Versammlung. 1. Vortrag des Rechtsanwalts Victor Fränkl über: ,, Kunst und Censur". 2. Geschäfts- und Kassenbericht. 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Tages Ordnung: 1. Der Kapitalismus am Ende der Prosperitätsperiode und die Arbeiter: flaffe. Referent: Reichstags: Abg. E. Rosenow. 2. Die von uns ein gereichten Forderungen an die Innung. 125/10 Kollegen! Ehrenpflicht jedes Einzelnen ist es, pünktlich in dieser so wichtigen Versammlung zu erscheinen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Das Agitationskomitee für Berlin und die Provinz Brandenburg. Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag, den 14. Oktober, abends 7 Uhr, im Lokale von Feuerstein, Alte Jakobstr. 75: Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Rosenow über: dolg ,, Kunst und Litteratur unter dem kapitalistischen Bürgertum und die Bildungsbestrebungen der Arbeiterklasse." ensein Am 10. b. M., früh 3½ Uhr, verschied nach furzer, schwerer Krankheit mein geliebter Mann, unser guter Bruder u. Schwager, der Restaurateur 57232 Achtung! VI. Wahlkreis. Achtung! Donnerstag, den 11. Oktober, abends 8 Uhr Hermann Krawczack 3 öffentl. im Lebensjahre. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 14. d. M., nach mittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Central- Friedhofs in Friedrichsfelde aus statt. Die trauernden Hinterbliebenen. Todes- Anzeige. Am Dienstag verstarb nach langen, finden Volks- Versammlungen statt und zwar in folgenden Lokalen: Puhlmanns Vaudeville- Theater, Schönhauser Allee 148. Referent Genoffe G. Ledebour. Feldschlößchen, Müllerstraße Nr. 142. Referent Genoffe Karl Liebknecht. Peters Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80-81 Tages- Ordnung in allen Versammlungen: schweren Leiben an der Proletarier:( arrangiert vom Vorstand des Socialdemokratischen Wahlvereins). Referent Genoffe Pfannkuch. frankheit meine liebe, unvergeßliche Frau, unfre gute Mutter Marie Jentsch. Die Beerdigung findet am Freitag, ben 12. Oktober, nachmittags 4 Uhr, von ber Beichenhalle des Schöneberger Kirchhofs, Marstraße, aus statt. Karl Jentsch( Bimmerer) 948] nebſt Kindern, Bahnſtr. 42. Intereffen der Maurer Berlins Verein zur Wahrung der und Umgegend. Warum müssen wir socialdemokratisch wählen? Diskussion. Bahlreichen Besuch erwartet Дав [ 55952* Riesen- Stofflager fertigt nach Mass unter Krausenstr. 14 1. Etage, garantiertem Sitz: Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Hochelegante Winterpaletots für 36 M. Hochelegante Anzüge für 30 M. Hochfeine Beinkleider für 10-12 M. Nach dem Vortrag: Gemütliches Beisammensein u. Tanz. unser treues Mitglied Eintritt 10 Pf. inkl. Garderobe. Verband der Tapezierer u. verw. Berufsg. Franz Köhler Filiale Berlin. 08281691 Sonnabend, den 13. Oktober cr., in den Festsälen des Gewerkschaftshauses, Engelufer 15, 4. Stiftungsfest. - Grosses Konzert e am 8. Oktober gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag nachmittag 3 Uhr vom Hedwigs Krankenhaus, Große Hamburgerstr. 9, aus nach dem Bartholomäus- Kirchhof in Weißensee statt. Um rege Beteiligung ersucht 129/19 Der Vorstand. unter gültiger Mitwirkung des Berliner Männer Quartett Harmonie", Sentral- Kranken- u. Sterbesowie des Opernsängers Herrn Scheer. Anfang präcise 9 Uhr. 178/16 Achtung! Entree inkl. Tanz 50 Pf. Das Komitee. Achtung! Verein der Former! Am Sonntag, den 14. b. M., in Louis Kellers Festsälen, Koppenstr. 29, Gr. Wohlthätigkeits- Matinee zum Besten hilfsbedürftiger Kollegen. Auftreten der beliebten Norddeutschen Zimmermannschen Sänger, sowie der gesamten Kapelle des Neuen Berliner Konzert- Orchesters, unter Leitung ihres Dirigenten Herrn R. Tietz. Anfang präcise 12 Uhr mittags. Entree 30 Bf. Der guten und wohlthätigen Sache wegen ladet Freunde und Gönner hierzu ganz ergebenst ein [ 61/8 Der Vorstand. J. A.: W. Friedrich, Schönleinstr. 22. Billets sind noch bei sämtlichen Vorstands- und Komitee- Mitgliedern in Empfang zu nehmen. Billigste Bezugsquelle für Fahr: räber, Zubehörteile, Reparaturen. Heinze, Brückenstraße 6b. 363* tasse der Maler u. ( E. 6. 71. Berlin I, Norden.) im Raffenlotal: Freitag, ben 12. Oktober, abends 9 Uhr, Versammlung. Tagesordnung: 1. 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Zur Lokalliste. Der Arbeiterschaft Berlins, insbesondere des sechsten Wahlkreises zur Nachricht, daß der Inhaber des Gesellschaftshauses Thalia, Gartenstr. 13, feine Lokalitäten uns zu Versamm lungen nicht mehr hergiebt. Gleichzeitig weisen wir die Genossen nochmals darauf hin, bei Abschlüssen von Festlichkeiten die Klausel einzufügen, daß, wenn die Säle uns zu Versammlungen nicht mehr hergegeben werden, die bereits abgeschlossenen Festlichkeiten als hinDie Lokalkommission. fällig zu betrachten sind. 15. Oftober, abends 8 Uhr. fundheit wird Frau Kehr,' ebenfalls auf Kosten der Kaiserin, zur Nachfur einen Badeort aufsuchen." " welche er in der Stadtverordneten- Bersammlung etwas früher ein nahm, als die Errichtung einiger Wohnhäuser für städtische Bisher hat die ultramontane Bresse derartige Geschichten dem Arbeiter diskutiert wurde. Der Magistrat wollte, daß in diesen Häusern Aleinen Journal" und Blättern ähnlicher Provenienz überdie Hälfte der Wohnungen nur aus einem Bimmer mit Küche bestehen solle, die andre Hälfte aus Bimmer, Kabinett und Küche. Der lassen. Neuerdings scheint das anders werden zu sollen. Haase socialdemokratische Stadtverordnete a ase beantragte jedoch, daß Zu dem Verschwinden des Goldwarenhändlers Wolff wird sämtliche Wohnungen aus Stube. Kabinett und Küche zu bestehen hätten, uns von einer ihm nahestehenden Seite mitgeteilt, daß von einer da es socialpolitische Pflicht der Kommune sei, die Lebenshaltung ihrer Flucht keine Rede sein kann. Herr Wolff sei auf Reisen gegangen, Arbeiter zu heben und eine Wohnung mit nur einem Zimmer wie er das häufig thue. Auch sei es falsch, daß er von der nicht als menschenwürdig, erachtet werden könne. Darauf erwiderte schweizerischen Grenze aus an seine Gattin geschrieben habe. Einen Bürgermeister Brintmann, daß nach seinen Ermittelungen großen Aufwand habe Herr Wolff cbenfalls nicht getrieben, der Arbeiter- Bildungsschule. Den Mitgliedern zur Nachricht, die Mehrzahl der Arbeiter gar nicht das Bedürfnis habe, tonturs des Geschäfte sei herbeigeführt worden durch große Ausdaß sich die Bibliothet im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, neben dem Zimmer noch ein Stabinett zu befizen. Als unser Genosse fälle und besonders durch das Fallissement eines hiesigen GeschäftsHof links, 2 Treppen, befindet. Wieder- Eröffnung: Montag, den Saase dem Herrn Bürgermeister antwortete, er scheine Bedürfmanns. Wie groß die Unterbilang sei, stehe noch nicht fest. Der Vorstand. nis mit Geldbeutel zu verwechseln, das Bedürfnis würde Das Ende einer Konzertreife. Die auf Konzerttouren bes Zu den Stadtverordneten- Wahlen in Rigdorf. Die Erfaß sich zeigen, wenn die Stadt den Arbeitern für billiges Geld ge- findliche Kapelle des Kaiser Alexander- Garde- Grenadier- Regiments wahlen für die durch den Urteilsspruch des Ober- Verwaltungsgerichtsräumige Wohnungen verschaffen würde, da antwortete Herr in Berlin mußte plöglich die in Köln in Aussicht genommenen aus dem Roten Hause hinausgedrängten sieben Parteigenossen Brinkmann, es sei nicht die Aufgabe der Kom- Konzerte absagen, weil der Unternehmer mit den gesamten vorher finden heute, Donnerstag, von morgens 10 Uhr bis mune, den Hausbesizern in der Stadt Konfurren 3 vereinnahmten Geldern von Düren aus flüchtig geworden ist. abends 6 Uhr statt. Nicht genug, daß man es der zu machen!!! Das Regimentskommando erließ die telegraphische Weisung, die Die Zeiten, in denen Bürgermeister Brinkmann einen solchen Arbeiterschaft ummöglich gemacht hat, sich den gebührenden Einfluß in der kommunalen Verwaltung zu verschaffen, hat man auch Hausbefizerfreundlichen Standpunkt einnahm, liegen in asch- Stonzertreise abzubrechen und sofort nach Berlin zurückzukehren. Der China bestimmt. blieben find, noch mehr geſchmälert, indem man verlangt, daß ein Paulus gesunder Socialreform geworden, der gemäß seinen am Flüchtig geworden unter Mitnahme einkaffierter Mieten ist diese geringen Rechte, die uns durch das Dreitlassen- Wahlsystem ver- grauer Bergangenheit hinter uns. Aus dem Saulus ist Reinertrag der Konzerte war zum Besten der deutschen Truppen in bie Hälfte der Stadtverordneten„ Allein- Besizer" eines Hauses sein Donnerstag verkündeten Brogramm dem servilen Kommunalfreiſinn der Bortier D. Gräber, der seit fast drei Jahren die der Witwe müssen. Es ist den bürgerlichen Parteien gelungen, einen Zeil schon Beine machen wird. Oder doch nicht? A. Plümacher- Lüps gehörigen neuen Häuser Nr. 86/88 der Mauer unsrer tüchtigsten Genossen, die am unerschrockensten die Interessen der Arbeiter vertreten haben, aus dem Stadtparlament zu entfernen. Das Elend unter den Handelsangestellten wird durchstraße verwaltete. Der Mann hat seine Frau mit vier Kindern in An der arbeitenden Bevölkerung Rigdorfs liegt es, daß an Stelle folgende Anzeige im 8. Beiblatt der Nr. 462 des„ Lokal- Anzeigers" Stich gelaffen und ist mit einer 16jährigen Verkäuferin, einer be trächtlichen Mietssumme und 900 M. Ersparnissen seiner Frau durchder bisherigen Vertreter Männer gewählt werden, die unfre Forderungen gekennzeichnet: Buchhalter wird für einige Stunden des Tags trächtlichen Mietssumine und 900 M. Ersparnissen seiner Frau durch gegangen. ebenso gewissenhaft vertreten. Ehrenpflicht für jeden Partei- gesucht. Per Monat 10 M., Unter den Linden 59a. Rechnet Das Centralbureau der Berliner Unfallstationen und das genossen ist es, alle Sträfte anzuspannen, damit es unsren man nur drei Stunden täglicher Arbeitszeit, so ergiebt dies einen der Brauerei und Mälzerei BerufsGegnern nicht gelingt, Bertreter in die dritte Abteilung zu Stundenlohn von 13 Bf. Und das wagt man einem erwachsenen genossenschaft ist von Wilhelmstr. 38 nach Yorkstr. 81, Hof I entsenden. Leider sind wir aus taktischen Gründen gezwungen, Menschen anzubieten! Diesmal mur einen Kandidaten in allen sieben Bezirken zur Wahl Wie die Kunst nach Brot geht. Uns wird gefchrieben: In zu stellen. Wir hoffen, daß die Beteiligung trotzdem eine regere wie einem der ersten Hotels Unter den Linden ist eine Mufiftapelle täglich bisher ſein wird und der Wahltag zu einem neuen Nuhmestag für das socialdemokratische Rigdorf werden agent für die einmalige Mühe der Besorgung jeden Tag 14 M., für den Preis von 50 M. beschäftigt. Von dieser Summe erhält der wird. Wahlberechtigt ist jeder preußische Staatsangehörige, der stapellmeister behält für sich 18 m. und in die nunmehr Untersuchungshaft gesetzt worden. der im Besize der bürgerlichen Ehrenrechte ist und bis zum 1. Juli d. J. das 24. Lebensjahr erreicht hat, sowie mindestens übrig bleibenden 18 M. haben sich die fünf Musiker zu teilen, auf die ein Tagelohn von 3,33 m. bis 4,33 M. fällt. die 2. Steuerstufe( 1,33 M. pro Bierteljahr) bezahlt. Bezirk 15, umfassend: Edmundstraße, Hermannſtr. 99–166, Herthaftraße, Kirchhofstr. 10-34, Knesebeckſtraße, Kranoldplay, Kranoldstraße, Mariendorfer Weg, Reinholdstraße, Ringbahnstraße. Wahllokal: Graffundersches Lokal, Hermannstr. 156. Kommunales. Für diesen Hungerlohn wird eine siebenstündige fünstlerische Thätigkeit verlangt; die großen Unkosten für Frackanzug und weiße Wäsche hat der Musiker natürlich ebenfalls aus seiner Tasche zu zahlen. verlegt worden. der Stadt unsicher machte und namentlich im August dieses Jahres Eine ingendliche Diebesbande, die eine Zeitlang den Norden auf den Anführer von der Kriminalpolizei dingfest gemacht und in in der Gegend der Schwedter- und Chorinerstraße hauste, ist bis Untersuchungshaft gesetzt worden. Ein brennender Straßenbahnwagen verursachte Mittwoch abend eine Alarmierung der Feuerwehr nach der Prenzlauer Allee, Das Wahlbureau befindet sich im Apollo- Theater, Hermannstr. 49. Ecke Danzigerstraße. Hier war bei einem Accumulator durch Alle auf die Wahl bezüglichen Vorkommnisse sind dort zu melden. Schmelzung einer Bleisicherung Sturzschluß entstanden, was eine EntKandidat für alle Bezirke ist Karl Hennig. dra flammung der benachbarten Holzteile zur Folge hatte. Die Fahr Gewählt wird in folgenden Bezirken: Bulveilen dauert die Beschäftigung über sieben Stunden hinaus; gäfte verließen den Wagen in größter Gile, worauf der Brand schnell Bezirk 1, umfassend: Canner Chauffee, Cannerstraße, Gärtnerstraße, diese lteberzeit wird mit Trinkgeldern entlohnt, von denen der Kapell- abgelöscht wurde. Immerhin aber dauerte es geraume Zeit, bevor Herzbergstraße, Kiefholzstraße, Kirchgaffe, Mittelbuschweg, Richardplay, meister, selbst wenn er nicht mehr zugegen ist, stets die doppelte der Koloß wieder flott gemacht werden konnte, weshalb auch eine Richardstraße, Treptowerstraße, Straße 88a. Wahllofal: Evangelisches Rate für sich in Anspruch nimmt. Als die Musiker schließlich die größere Verkehrsstockung auf der Linie eintrat. Vereinshaus, Nichardplak 16.( Thomassches Lokal.) Arbeit niederlegten, gelang es dem Agenten, dank dem Mangel an Im Großstadtgetriebe, verunglückte gestern, MittwochBezirk 2, umfassend: Bergstr. 52-68, Bodestraße, Ilfeſtraße, Jonas Solidaritätsbewußtsein, unter den Künstlern sofort Eriaz zu schaffen. nachmittag der 30 Jahre alte Hausdiener Baul Reszinsli aus der ſtraße, Kirchhofstr. 1-9 u. 35-49, Schöneweiderſtraße, Sellestraße, Warthe Wann werden sich die Musiker gegenüber solcher Wirtschaft endlich Stralanerfir. 49, der erst vor furzem nach Berlin kam. Auf dem straße. Wahllokal: Hollmachsches Lokal, Bergstr. 67. Wege, Arbeit zu suchen, wurde er auf dem Aleyanderplay von einent Bezirk 6, umfaffend: Berlinerstraße 1-40 und 62-107. Wahllokal: zu straffer Organisation zusammenschließen? Hildebrandtsches Lokal, Berlinerstraße 105. Zum Neunuhr- Ladenschluß. Der 13. Bezirk der Barbier cleffrischen Wagen umgestoßen und von einer Droschke überfahren. Bezirk 9, umfassend: Hasenheide, Karlsgartenstraße, Wanzlichstraße, und Friseur Jnnung, welcher den südlichen Teil der Louiseu- Der Verunglückte erlitt einen komplizierten Bruch des linken UnterWißmannstraße. Wahllokal: Neue Welt, Hasenheide 108-114. Bezirk 13, umfaffend: Prinz Handjerystraße. Wahllokal: Wittenstadt umfaßt, hat beschlossen, am 15. d. M. den Neunuhr- arms und wurde nach dem Krankenhaus am Friedrichshain gebracht. Ladenfchluß einzuführen. Hoffentlich folgen die Barbiergefchäfte Die Aushebung eines Kupplernests erregte gestern früh in bergsches Lokal, Prinz Handjeryftraße 69. Bezirk 14, umfassend: Kopfstraße, Steinmetzstr. 20-67. Wahllokal: der übrigen Bezirke bald diesem Beispiel. der Elsasserstraße nicht geringes Aufsehen. Schon seit geraumer Hartmannsches Lokal, Kopfitr. 59. Da hört doch alles auf! Dienstag fand im sechsten Wahl- Beit waren der Polizei Klagen zugegangen, daß in einem bes freise eine Versammlung für Centrumswähler statt. Das Vergnügen, stimmten Hauſe an der Gartenstraße nicht alles in Ordnung sei. worauf sich diese Partei fapriciert hat, ist zu harmlos, als daß es Eine Observierung des Hauses bestätigte die Angaben, und gestern irgendwelche Beachtunig verdiente. Nur um zu zeigen, mit welchen früh wurde das Reft ausgehoben: die dicke Herbergsmutter und Mitteln man sich in frommen Sereisen zu behelfen gezwungen ficht, fünf Dirnen mußten unter polizeilicher Bedeckung, den Weg zum erwähnen wir, daß ein Redner der Socialdemokratie im Noten Hause Revierbureau antreten, von wo sie nach dem Polizeipräsidium gezum Vorwurf machte, sie habe sich in der Coatsfrage nicht schafft wurden. Der Magistrat hat für die erforderlich gewordenen Stadt- energisch genug benommen. Vermutlich würde ein Centrumsberordneten Erfazwahlen einen gemeinschaftlichen Termin Stadtverordneter in der Sigung vom 17. Mai d. J. die socialdemoauf Dienstag, den 6. November d. J., anberaumt. Die Wahlen fratischen Reden und Anträge durch den Vorschlag übertrumpft haben, finden statt im 1. Wahlbezirk III. Abteilung( Stadtbezirke 1 die sämtlichen Erträge aus dem Coatsverkauf der katholischen Kirche bis 10) für den verstorbenen Stadtverordneten Jordan von vor zu überweisen. mittags 9 bis abends 8 Uhr im Hotel Altstädter Hof", Neuer Marti 11/12, großer Saal 1 Treppe; in diesem Bezirk ist ein Sausbesizer zu wählen; im 4. Wahlbeairt II. Abteilung( Stadt bezirle 33-87) für den ausgeschiedenen Stadtverordneten Wienſtrud von vormittags 10 bis nachmittags 5 Uhr Lützow- llfer 15/16 bei Keranig; im 5. Wahlbezirt I. Abteilung( Stadtbezirte 21, fehrte in ihrer Familie und knüpfte mit ihr ein Verhältnis an, das Straßensperrung. Die Grünstraßen Brücke ist wegen Er26-30, 50 und 51) für den ausgeschiedenen Stadtverordneten Solf seinen Versprechungen nach mit einer Heirat enden sollte. Das Verneuerung des Belags für Fuhrwerke und Reiter gesperrt worden. von vormittags 10 bis nachmittags 3 Uhr im Konferenzzimmer der hältnis hatte zuvor die Folge, daß das Mädchen einem Knaben das Vou der Tischlerschule. Vom 3, bis 8. Oftober fand Neichen27./44. Gemeindeschule, Wilhelmstr. 117 pt. Wie bei allen Stadt Leben gab. Num stellte sich heraus, daß Herr Tscheng verordneten- Wahlen werden auch jetzt die Wähler vom Magistrat heiratet war und seine rechtmäßige Gattin in Beling zurüid- bergerstr. 131/32 eine Ausstellung des VI. städtischen Gewerbesaals V, Berliner Tischlerschule statt. Beide Anstalten befinden noch besondere Wahltarten zugestellt erhalten. gelassen hatte. Seine hiesige Geliebte verheiratete sich später sich seit Ostern 1896 in den Räumen der 151. Gemeindeschule unter Das Ortsftatut, betreffend die Aufstellung der Beamten im mit einem Staufmann, der einem Kaufmann, der ein" Agentur und Kommissions Leitung des Rektors Schünemann. Die Schülerzahl hat sich Berliner Gemeindedienste, war, wie gemeldet, vom Ober- geschäft begründete. Der Chinese war so freigebig gewesen, dem in diefer geit verdoppelt, was angesichts der ausgestellten präsidenten beanstandet und gegen den die Genehmigung verfagenden jungen Ehepaar die Kosten zu der ersten Einrichtung im Betrage von Arbeiten leicht erklärlich ist. Besonders die Tischler haben Bescheid vom Magistrat Beschwerde beim Minister des Junern er einigen tausend Mark zu schenken. Bald geriet der Ehemann in Reichmungen von fast durchweg künstlerischem Werte ausgestellt. hoben worden. Wie vorauszusehen, hat Oberpräsident v. Bethmann- schwere geschäftliche Bedrängnis und dann nahm er wieder wiele der hier ausstellenden Schüler sind Zeichner in größeren einer Beichen Ateliers, Hollweg nunmehr auch die Beschwerde des Magistrats unter dem holt den früheren Liebhaber seiner Ehefrau in Anspruch. Herr Ticheng Fabriken und Hinweise darauf zurückgewiesen, daß die frühere Ablehnung des will im ganzen gegen 10 000 M. geopfert haben. Als aber immer gehrer an der Tischlerschule geworden. Ein hier neu eingerichteter Ortsstatuts im Einvernehmen mit dem Minifier des Innern erfolgt neue Anforderungen an seinen Geldbeutel gestellt wurden, zeigte Rurfus für Jutarsien( Einlagen), die hier gezeichnet, geschnitten und fei. Diese lettere Verfügung des Oberpräsidenten, die in einem er noch rasch vor seiner durch den deutsch- chinesischen Strieg ver- bis zur Bolitur fertiggestellt werden, erregte allgemeine Bewunderung. auffallend scharfen Tone gehalten sein soll, stellt an den Magistrat anlaßten Rückkehr nach China die frühere Geliebte wegen Erpressung Auch die Fachzeichnungen der Mechaniker, Schloffer, ElektroDie Anklagebehörde techniker und Maschinenbauer zeigen neben großem Fleiße die kategorische Forderung, nunmehr endlich" die Verhältnisse bei der Staatsanwaltschaft in Berlin an. der von ihm beschäftigten Beamten im Sinne des Gesetzes betreffend findet die Erpressung in einigen Briefen, in denen dem Chinesen von und Verständnis besondere Exaktheit und Sauberkeit in der Ausdie Anstellung und Versorgung der Kommunalbeamten vom 30. Juli 1899 feiner früheren Geliebten gedroht wird, fie werde ihm das Unterführung. Hervorzuheben ist noch die Modellierklasse, die, obgleich erst zu regeln. Schlimm genug, daß der Magistrat von oben herab an pfand ihrer Liebe in Geſtalt ihres fleinen Sohns Namens„ Nuppi" ein Jahr bestehend, sich recht reichhaltig und gefällig präsentiert. Als feine Pflicht erinnert werden muß. auf die Stufen des Gesandtschaftshotels legen. Sie wurde in Unter- Kunstwerk war hier ein Faun in Lebensgröße zu bewundern, wie fuchungshaft genommen. Ihr Verteidiger, Hechtsanwalt Dr. Schwindt, auch ein mit Weinranken umgebener Fauntopf, gedacht als Reklamewird Beweis dafür antreten, daß jene Erpressungsbriefe überhaupt fchild einer Weinhandlung. Zierköpfe. Porträts, Leuchter, Beschläge nicht von der Angeklagten herrühren, sondern von ihrem Ehemann, uiw. zeugen vom Fleiß der Schüler und hohem Geschick des leitenden der es auch vorgezogen hat, ins Ausland zu flüchten. Bildhauers, Herrn Sonnenfeldt. Die Schreckensherrschaft der ,, Großen". Der am Sonntag Herr Littaner, Landwehrstr. 11, teilt uns zu dem Brand in seiner Fabrit mit, daß der Betrieb nicht ruhe und die Störungen in ganz kurzer Zeit beseitigt sein würden, so daß mit den vorhandenen Hilfsmaschinen in vollem Umfang weiter gearbeitet werde. Daß der Brand durch nicht vollständig abgelöschte Kohlen in der FeldDeutsch chinesische Moral. Eine Anklage wegen Erschmiede entstanden ist, beruht nicht auf Richtigkeit, da sich bei preffung, bei welcher ein Chinese beteiligt ist, wird Schluß der Fabrik in der Schmiede kein Feuer mehr befand. demnächst die Straffammer des Landgerichts I beschäftigen. Im Sämtliche Lagervorräte, fowohl an fertigen waren als auch an Jahre 1896 lernte der damals bei der chinesischen Gesandtschaft an Rohmaterialien und Cartonnagen ze. sind vollkommen unversehrt gegeftelte Attaché Ticheng- hi- juan eine junge Berlinerin fennen, verblieben. Lokales. nadons tönnte. darunter ist sogar Im Sörsal der Urania, Taubenstraße, hält Herr Dr. Naß einen Vortrag über Das Unwandelbare in der Natur". Eb ist dies der erste Bortrag eines aus zehn Vorträgen bestehenden Cyflus über Experimental chemie. Theater. Im Apollo- Theater wird Montag zum erstenmal die Dr. Karl Haupt Ausstattungsoperette Fräulein Loreley" aufgeführt. mann hat das Aufführungsrecht seines fünfattigen Schauspiels Ephraims Breite" dem Schiller Theater überlassen. Bürgermeister Brinkmann und die Wohnungsfrage. Bereits an seiner früheren Wirkungsstätte in Königsberg Die neue Direktion des Passage- Theaters wird am 1. November Direktor Theodor Rosenfeld hat u. a. hatte unser neuer Bürgermeister, deffen am Donnerstag voriger von einem Straßenbahnwagen der Linie Linkstraße- Wilmersdorf dieses Jahrs in Thätigkeit treten. Woche verkündetes Reformprogramm ja auch die Wohnungsfrage überfahrene und tödlich verlegte Arbeiter Knooch ist das 21. Opfer mit Herrn Martin Kettner vom Metropol- Theater und dem Berliner in sich schließt, verschiedentlich Gelegenheit, sich in dieser für die der Großen Berliner Straßenbahn im Laufe des legten Bierteljahrs. Komiter Hugo Schulz abgeschlossen. Als erster Stapellmeister wurde Herr ärmeren Bevölkerungsschichten überaus wichtigen Frage zu bethätigen. Im Monat Juli wurden in Berlin und Umgegend von den Wagen Beo Faller vom Central- Theater verpflichtet. Bei den täglichen BorEin uns aus der Stadt der reinen Vernunft zugegangener Bericht der Großen Berliner 9 Personen totgefahren, davon 3 an einem stellungen sollen neben Specialitäten ersten Rangs je zwei Einafter aufzeigt zu unsrer Freude, daß auch ein Bürgermeister sich vorwärts einzigen Tage, und 13 schwer verlegt, im August gab es 7 Tote und geführt werden. entwickeln fann. Denn damals, als Herr Brinkmann passende 15 Schwerverlette, im September 4 Tote und 16 Schwerverlette. Gelegenheit hatte, einen etwa vorhandenen Wohnungsreformeifer in Insgesamt 21 Tote und 44 Schwerverletzte. die That umzusetzen, benahm er sich so, daß auch die Berliner Wird die städtische Verwaltung sich angesichts solcher Ungeheuer Blüte des Hausagrariertums, über die es sich Donnerstag wie ein lichkeiten nunmehr bald zum Bau eines großen Systems von UnterReif in der Frühlingsnacht herabsentte, ihre helle Freude an dem grundbahnen zc. aufraffen? Es wäre ein schöner Sieg der Humanität, wenn die in der ganzen Bevölkerung tief verhaßte Gesellschaft durch jegigen Reformator erlebt haben würde. Mit dem Königsberger Fall, der sich in den Jahren 1895-96 eine wirtjame Stonkurrenz schnell und endgültig talt gestellt werden abspielte, verhält es sich folgendermaßen: Der socialdemokratische Wahlverein in Königsberg Ultramontaner Byzantinismus. In der Märk. Volfsztg." reichte angesichts der Wohnungsnot bei den städtischen Behörden eine finden wir schwarz auf weiß folgendes mitgeteilt: Die Herzens Petition ein, in der er den Bau von Mietshäusern güte der Kaijerin. Eines Tags besichtigte die Kaiserin bei In Steglik hat die Gemeindevertretung anläßlich des mit leinen Wohnungen aus fommunalen Mitteln ihrer letzten Anwesenheit in Sadinen auch das Schulhaus, als gerade 25 jährigen Amtsjubiläums, das der Gemeindevorsteher kürzlich forderte. Die Petition wurde vom Magiftrat abschlägig der dort angestellte Lehrer Stehr Unterricht erteilte. Hierbei erkundigte feierte, gegen eine Stimme beschlossen, das Bild des Jubilars zum beschieden. Als in der Stadtverordneten Versammlung vom fich die Kaijerin bei dem Lehrer nach dem Ergehen seiner Familie Preise von 3000 M. für das Amtszimmer malen zu lassen und dem 24. März 1896 die Petition zur Beratung stand, betonte Bürger- und erfuhr, daß die Ehefrau des Lehrers bereits seit längerer Zeit Leiter der Gemeinde bei eintretender Pensionierung das volle Gehalt meister Brinkmann, daß es nicht ache der Kommunen sei, wegen Krankheit das Bett hüte. Nach Verlassen der Schule sandte in Höhe von 7200 M. zu gewähren. Verschiedene Ersatzwahlen Wohnhäuser zu bauen, und daß die Privatbauthätigkeit die Kaiserin sofort ihren Leibarat, Generalarzt Dr. Junter, nach der werden nächstens vorzunehmen sein, u. a. eine solche in der dritten aufhören würde, sobald die Stadt sich auf derartige Lehrerwohung, der in Gemeinschaft mit dem ebenfalls von der Klasse für den ausgeschiedenen Herrn Haseloff. Dieser Sig, in dem Bauten sintieße; es bestehe teine Notwendigkeit, Raiserin herbeigerufenen praktischen Arzt Dr. Mattusch aus Tollemit ein Mieter aufzustellen ist, kann mit einiger Anstrengung von der Die schon seit Jahren daß der Wohnungsnachfrage auf anderm Wege die Patientin untersuchte. Nachdem das Ergebnis dieser Unter Arbeiterpartei erobert werden. als durch Privatbauthätigteit entsprochen werde. suchung der Kaiserin mitgeteilt worden war, ordnete Ihre Majestät schwebende Aufhebung des Sch margendorfer Wegs wurde Bezeichnend für das Verständnis, das Bürgermeister Brinkmann auf ihre Kosten die Ueberführung der Schwererkrankten in die königl. endlich gegen die Stimmen der Unabhängigen" beschlossen, die dadurch damals der Wohnungsfrage entgegen brachte ist ferner die Haltung, Klinit zu Königsberg i. Pr. an. Nach Wiederherstellung Ihrer Gel ihr bestes Stedenpferd los find. Die Beseitigung des polizeiwidrigen Bu 4 Aus den Nachbarorten. stands jener hauptsächlich von Arbeitern bewohnten Gegend und ihre Gr- war bezüglich bes letzten Bunkts andrer Ansicht und schäftigten Arbeiter konnten sich, soweit bis jest festgestellt werden schließung für die Bauthätigkeit ist nun gewährleistet. Die Gemeinde bestätigte, daß die Verwendung dieses Biers zum Ver- tonnte, sämtlich retten, doch trugen ziemlich viele mehr oder weniger hat für das freiwerdende Wegeland eine Baustelle von den An- schneiden allgemein üblich sei. Während der Staats- schwere Brandwunden davon. Das dritte und vierte Stockliegern eingetauscht. In der Gemeindevertretung kam auch die An- anwalt die Verwerfung der Berufung beantragte, hielt Rechtsanwalt werk des nördlichen Flügels der Fabrik ist vollständig zerstört. lleber gelegenheit des Maurermeisters Reiche zur Verhandlung, der, wie Leop. Meyer eine Freisprechung für geboten, da das zum Ver- 3000 zum Versand bereit stehende Fahrräder find vernichtet. Sämtfeiner Zeit berichtet wurde, die neue Turnhalle bauen soll und sich schneiden benutzte Bier keineswegs von schlechter Beschaffenheit liche Feuerwehren sind auf der Brandstätte anwesend. Von den nachträglich weigert, ohne die Streitklausel den Zuschlag an war. Eventuell würde die Festsetzung einer kleinen Geld- Feuerwehrleuten sind vier verlegt, darunter einer schwer. Auf dem zunehmen. Der Gemeindevorsteher verlangte merkwürdigerweise strafe mehr als ausreichen. Der Gerichtshof erblickte Wege zur Brandstätte fuhr ein Wagen der elektrischen Straßenbahn Ausschluß der Oeffentlichkeit, was von G.-V. Rapp( Soc.) energisch ebenso wie das Schöffengericht in dieser Verwendung in einen Mannschaftswagen der Feuerwehr, wobei ein Pferd schwer bekämpft wurde. Bei der Abstimmung hierüber entschied infolge von Ueberlauf, Tropf und Kippbier zum Ver- verletzt wurde. sollen. " Gerichts- Beifung. " 3 = Stimmengleichheit der Gemeindevorsteher für geheime Sigung. Be- schneiden ein Vergehen gegen das Nahrungs- Opfer des Eisenbahn Sparsystems. Amtlich ist dem beschlossen wurde, den kontraktbrüchigen Unternehmer nicht auf Ermittel- Gesez. Das Urteil des Schöffengerichts wurde daher dauernswerten Expeditionsgehilfen We i pert bekanntlich die Schuld füllung des Vertrags zu verklagen, sondern die mit der Maßgabe bestätigt, daß die Strafe gegen Gierth auf an dem furchtbaren Eisenbahnunglück bei Heidelberg zugeschoben worden. Arbeit neu auszuschreiben, wobei jedoch Offerten mit Streit 100 M., gegen Rothermund und Marg auf je 20 m., gegen Das„ Heidelberg. Tagebl." bestätigt die gestern schon gebrachte Meldung, flausel als nicht abgegeben betrachtet werden Rudolph auf 5 M. ermäßigt wurde. Uebrigens hat Gierth feit daß Weipert vönig überarbeitet war und trotzdem den schweren Dienst Erhebung der Anklage schon diese Verschneidungs Methode auf- an der Unglüdsstätte ganz allein versehen mußte. Die Entgegeben und läßt das Ueberlauf- und Kippbier einfach weggießen.rüstung des Publikums richtet sich weniger gegen den bedauerns der Unglücksstätte ganz allein versehen mußte. Die EntDas hätte er nur von Anfang an thun sollen. werten Beamten, als gegen das herrschende unselige System, nach Tuberkulöses Fleisch. Unerquickliche und unsichere Zustände welchem so wichtige und verantwortungsvolle Posten, die einen Appetitliches Bier. Gegen das„ Verschneiden" mit„ Kipp- werden dadurch hervorgerufen, daß die Behörde in Weißenfee bei ganzen Mann erfordern, jungen und unerfahrenen Beamten anverBier", Tropf- Bier" oder Ueberlauf- Bier" richtete der Beurteilung der Frage inwieweit tuberkulöses traut werden. sich eine gestern gegen den Kaffierer Gierth, den Büffetier Rother Fleisch zu beanstanden ist, einen andren Maßstab anlegt, Nach diesem darf man gespannt sein, ob Weipert die Person ist, mund und die Zapfer Mary und Rudolph verhandelte Anklage als das Berliner Untersuchungsamt. Der Fleischschaubeamte giebt die der Staatsanwalt auf die Anklagebant bringen wird. wegen Nahrungsmittel- Berfälschung. Die Augeklagten waren von der tuberkulöses Fleisch frei, wenn es nur am Bruftfell tuberkulöse ErUeber einen gemeinsamen Selbstmord von drei jugendlichen Bodbrauerei zum Verzapfen des Biers einer großen Konzerthalle scheinungen zeigt. Die Stelle wird einfach fortgeschnitten und der nahe dem Bahnhof Börse angestellt. Ein dort thätig gewesener Stempel darauf gedrückt. Allerdings muß jedes von außerhalb ein- Checkfälschern berichten die Hamb. Nachr." In einem EisenwarenKellner hatte eine Strafanzeige erstattet und darin behauptet, geführtes Fleisch in Berlin einer Nachuntersuchung unterworfen werden, geschäft an der Michaelisstraße hatten fünf Angestellte seit längerer daß auf Anordnung des ersten Angeklagten die Zapfer Bier- diese Bestimmung soll aber vielfach umgangen werden. Im Beit die Kassenchecks durch minderwertige ersetzt und die unterpauscherei verübten. So werde das Bier, welches beim September d. J. wurde ein Großschlächtermeister aus Weißensee er- schlagenen Gelder verjubelt. Während man zwei Angestellte feſtFüllen der Gläser überlaufe und dem Zapfer mitunter tappt, als er in seinem Stande in der Central- Markthalle einige nehmen konnte, entkamen die übrigen drei durch die Flucht. Wie die über die Hände gehe, in einer Zinkwanne gesammelt und Rinderviertel feilhielt, die das hiesige Untersuchungsamt nicht passiert estgenommenen ausgesagt haben, hatten die jugendlichen Verbrecher andres Bier damit verschnitten. Dasselbe geschehe mit dem„ Kipp- hatten und als sich dies Fleisch als tuberkulös erwies, wurde an- unter sich abgemacht, sich sofort das Leben zu nehmen, wenn die bier". Der letzte Rest eines Fasses, welcher nicht mehr durch den genommen, daß er, dies wissend, das hiesige Untersuchungsamt um- That entdeckt würde. Diesen Vorsatz haben die Entflohenen ausHahn hindurch gehe, werde durch Umkippen des Fasses durch das gangen hatte. Zwei seiner Angestellten sollten ihm dabei hilfe geführt. Wie der Telegraph aus Rayeburg mitteilt, haben die feineswegs saubere Spundloch in eine Stanne gegoffen und dem zu geleistet haben. Im gestrigen Termin vor der 8. Straffammer flüchtigen Kommis Albrechtsen, Reimers und Reince nach einer toll verzapfenden Biere hinzugesetzt. Die Behauptungen wurden in der des Landgerichts I gingen die Ansichten der Sachverständigen dar- verlebten Nacht sich auf der Stadtflur durch Revolverschüsse das fchöffengerichtlichen Verhandlung durch die Beweisaufnahme über, wann das Fleisch als tuberkulös zu beanstanden sei, ausein Leben genommen. int allgemeinen bestätigt. Das Schöffengericht war der ander. Es wurden sehr verschiedene Grenzen gezogen. Die An- 17 Fischereifahrzenge vermißt. Den Times" wird aus Meinung, daß das in den Kannen gesammelte Bier ent- geklagten wurden nicht für überführt erachtet, sich des Vergehens Saint Johns( Nenfundland) berichtet: Seit dem Sturme vom schieden minderwertig sei und somit eine gröbliche Nahrungsmittel- gegen das Nahrungsmittelgesetz schuldig gemacht zu haben und 12. September fehlt Nachricht über 17 französische Fischereifahrzeuge Verfälschung vorliege. Es verurteilte den ersten Angeklagten zu bieferhalb freigesprochen, dagegen wurde der Angeklagte Groß- aus St. Pierre mit 200 Personen Bemanning. Zusammen mit den 14 Tagen, die übrigen zu je 1 Woche Gefängnis. Zu der schlächtermeister Heinrich Schüß für schuldig befunden, das Unter- Unglücksnachrichten von andren französischen Fahrzeugen ergäbe sich gestrigen Verhandlung in der Berufungsinstanz war vom Gericht fuchungsamt in Berlin gefliffentlich umgangen zu haben, weil er ein Verlust von mehr als 300 Menschenleben. An Fischern aus als Sachverständiger der Brauereidirektor Gregory geladen, ihm wußte, daß die Kontrolle hier eine schärfere iſt als in Weißensee. Nenfundland sind außerdem noch 100 umgekommen. gegenüber hatte. Rechtsanwalt& eop. Meyer den Sachverständigen Er wurde dieserhalb zu einer Geldstrafe von 100 m. verurteilt. für das Gastwirtsgewerbe, Herru Seudenburg vorladen lassen. Die Angeklagten erklärten, daß die von ihnen befolgte Methode der Verwendung des Ueberlauf- und Kippbiers bei den Gastwirten allgemein üblich sei und sie es gar nicht anders tennen. Der Sachverständige Gregory erfärte die Verwendung des Brennende Fahrradfabrik. Aus Frankfurt a. M. wird 1leberlaufbiers, welches dem Zapfer unbedingt hier und da vom Mittwoch berichtet: Infolge einer aus bis jetzt noch unbekannter über die Finger gehe, für geradezu unzulässig und stellte Ursache entstandenen Explosion brach heute mittag furz vor sich auf den Standpunkt, daß auch das Kippbier 12 Uhr im nördlichen Teil des Fabrikgebäudes der Adler- Fahrradminderwertig, sei. Der Sachverständige udenburg werke vorm. Kleyer Großfener aus. Die 800 in der Fabrik beVermischtes. Wetter Prognose für Donnerstag, den 11. Oktober 1900. Kühler, veränderlich, vielfach wolfig mit Regenfällen und ziemlich frischen nordwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Verband deutscher Barbiere, Friseure und Perrückenmacher. ( Zweigverein Berlin.) Donnerstag, den 11. d. M., abends 10 Uhr, bei Schiller, Nosenthalerstr. 57: Außerordentliche General- Versammlung. Bericht über den Neumuhr- Ladenschluß. Vollständiger Ausverkauf wegen Geschäfts- Auflösung! Meine grossen Läger müssen bald geräumt werden. Versäumen Mein 10 jähriges Bestehen bürgt für die Vorzüglichkeit meiner Waaren! Sie nicht die Gelegenheit, meinen Total- Ausverkauf zu besuchen und überzeugen Sie sich von der Menge der Waaren in Manufactur und Leinen und der Billigkeit derselben. Staunen erregend sind die gestellten Preise! Alle Waaren sind unter Preis! Einzig in seiner Art! Reste Mein 10 jähriges Bestehen bürgt für die Vorzüglichkeit meiner Waaren! Baumwollwaaren, zu Nach Schluss des Ausverkaufs verkaufe meine Laden- Einrichtung! Heute und folgende Tage: elderstoffen und Seide sowie Barchend, Velour, Handtuch etc. Zu jedem nur annehmbaren Preise! 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Verantwortlicher Redacteur: Heinrich Wekker in Groß- Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin.