Nr. 240. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28$ fg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pig. Sonntagss Nummer mit illuftrierter Sonntags. Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Posts Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post Beitungs Preisliste für 1900 unter Br. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montage. 樣 mijalle i spil Thank17. Jahrg. Thoduprline2 d Die Insertions- Gebühr Vorwärts Berliner Volksblaff. 11308 beträgt für die fechsgespaltene Rolonel geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Aleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Amt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: „ Borialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Antoninus Pins. Im Ausland hat die Römerrede des Kaisers Borland zu mancherlei Bemerkungen gegeben, deren Veröffentlichung in deutscher Sprache zum Teil durch den§ 95 verhindert wird. Die Proklamierung des deutschen Weltreichs wird vielfach scharf kritisiert und englische Blätter machen darauf aufmerksam, daß es in der modernen Geschichte kein die Alleinherrschaft beanspruchendes Weltreich nach römischem Vorbild geben könne. Aber bei näherem Betracht ist gar kein Anlaß, gerade auf den Sonntag, den 14. Oftober 1900. aufhalten. Das eherne Verhänguis ging feinen Weg und bereits Auch Antoninus Pius konnte nicht den Verfall des Weltreichs unter seinem Nachfolger drohte das Imperium zu bersten. Bald triumphierten die Barbaren über die Weltpolitik Noms. # Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. " regierung in seinen Staaten abzuschaffen und dafür das Militär- finden, die davon Gebrauch machen und dadurch auch die regiment einzuführen."... pid andern zivingen, Sonntags zu arbeiten, um konkurrenzfähig fammilung der Glasfabrikanten der Beleuchtungsbranche" in zu bleiben. In ähnlicher Weise hat man sich auf einer BerDresden am 13. November v. J. ausgesprochen. Fünf Glashütten der Bezirke haben die Sonntagsarbeit schon ganz auf gegeben, weil sie die 60stündige Wochenarbeitszeit der jugendlichen Arbeiter sonst nicht inne halten, diese aber bei der Arbeit nicht entbehren können." in der That zu nachdenklichen Betrachtungen anregen. So mag die Saalburg und der Herrscher, an den sie erinnert, wiebererſtandenen Trümmern der Saalburg Empfindungen zu hegen, Die Durchführung der ArbeiterschnyGesetze in Preußen. II. Sonntagsruhe. s] sjob si as Dem Bundesrat sollte diese Bemerkung Anlaß geben, die Wir sind begierig, wie lange es bauern wird, bis der Ausnahmebestimmungen über die Sonntagsruhe zu revidieren. Sonntagsruhe auch in den Glashütten Bahn gebrochen wird. ນາຍ Trucksystem. die sich in einem allzu starken Größenbewußtsein äußern können. Im Gegenteil: die Saalburg ist ein melancholisches Wahrzeichen finkender Macht, eine Stätte, auf der man noch eindringlicher als auf dem Boden Balästinas an die Vergänglichkeit alles Menschlichen Obgleich das Verbot des Trudsystems die älteste Be gemahnt wird, an der man vor allem zu schauen vermag, wie In entgegenkommendster Weise wurden den Unternehmern stininung unsres Arbeiterschutz- Gesezes ist, haben die Aufsichtshohl alle auf militärischer Gewaltpolitik ruhende Weltmacht Ausnahmebewilligungen betr. der Sonntagsruhe erteilt, so beamten noch immer Fälle von Auszahlung des Lohns statt innerlich ist. Wenn also der Kaiser wirklich beabsichtigt haben zum Beispiel im Regierungsbezirk Frankfurt a. D. in 51 Fällen in Geld in Waren festzustellen. So berichtet der Gewerberat sollte, aus seiner geschichtlichen Kenntnis heraus Vergleiche anzustellen und für 1427 Arbeiter, in Westpreußen durften mit Ein- für den Regierungsbezirk Merseburg, daß die Arbeiter einer zwischen der Zeit, da die Saalburg ragte, und der Gegenwart, willigung der Behörden Zuckerfabriken sogar am Neujahrs. Papierfabrik außer Lebensmittel und Wohnung auch Genußwelche die Ruine wieder erſtehen ließ, so darf man nur annehmen, tage und am Buß- und Bettage arbeiten lassen. Wie leicht mittel wie Tabat, Branntwein und Bier auf Kredit erhielten, daß er gegen eine Weltpolitit sprechen wollte, wie sie von manchem die Bewilligungen für die Sonntagsarbeit erteilt werden, lehrt die geschuldeten Beträge wurden bei der Lohnzahlung in Abin der Hochsommerzeit des Khalitums begehrt wurde. Die äußere auch ein Beispiel aus Westpreußen, dort erhielt eine zug gebracht. Der Mißstand ist mum abgeschafft worden. Form der kaiserlichen Rede, die anscheinend von weltpolitischem Stolz Portland- Cementfabrik die Erlaubnis an 4 Sonntagen Schade ist es, daß der Aufsichtsbeamte nicht feststellte, was geschwellt war, muß angesichts dieser zwingenden Logik des historischen zu arbeiten, sie machte aber bloß an einem hiervon bei diesem System die fürstlich bezahlten Papierarbeiter an Vergleichmaterials, anders aufgefaßt werden, als sie bei allzu wört- Gebrauch, ein Beweis, daß kaum mit der nötigen barem Gelde nach Hause brachten. Freisprechungen trot licher Auslegung wohl hie und da gedeutet wird. Strenge das Gesuch um Sonntagsarbeit geprüft wurde. bewiesenen Trucksystems werden aus dem Regierungsbezirt Als die Saalburg von den Römern gebaut war, zeigten sich Charakteristisch für die Unparteilichkeit der Behörden bei Arnsberg gemeldet. Das teilweise Bezahlen der Arbeiter in schon deutlich die drohenden Anzeichen der verheerenden Barbaren Streite ist die Thatsache, daß in Berlin- Charlottenburg drei waren scheint vor allem bei den Biegeleiarbeitern noch öfters Springflut. Die germanischen Borer standen im Begriff, die römische mal aus Anlaß einer unvermuteten Arbeitseinstellung die üblich zu sein, die Rückständigkeit dieser Arbeiter erleichtert Kultur niederzutreten. Das Kastell wurde als ein Damm gegen Erlaubnis zur Sonntagsarbeit erteilt wurde. Aus dem eben jede Form der Ausbeutung. Nach einer Mitteilung aus die drohende Gefahr errichtet. Es war kein Siegesmal der Stärke, Regierungsbezirk Minden wird gemeldet, daß als die Erdem Regierungsbezirk Koblenz scheinen sich Trucksystem und sondern das Schußbedürfnis der Schwäche. Der civis Romanus, laubnis, an Sonntagen zu arbeiten, erteilt wurde, gleich Alkoholismus gegenseitig zu fördern. der Bürger Roms, beherrschte nicht mehr den Erdkreis, er mußte fich 12 Stunden geschafft wurde. Im Regierungsbezirk Düsselverschanzen wider die Gefahren seiner Macht. dorf wurden 31 960, also mehr als doppelt so viel Sonntagsschichten wie im Vorjahre amtlich gestattet. Einer Firma wurde 18mal im Jahre, einer andren 12mal die Arbeit am Sonntag gestattet. Gerade die Saalburg die in der geit des Antoninus Pins ( 138-161 n. Chr.) erbaut wurde, beweist insbesondere, daß felbft ein ausgezeichneter Monarch nicht ein brüchiges, auf Raub und Ausbeutung beruhendes Reich zu retten im stande ist, geschweige daß es so in Schwelgerei, Pomp und eitlem Größenwahn verkommene Fürsten vermöchten, wie die römischen Cäsaren des Weltreichs in ihrer Mehrzahl. Denn dieser Antoninus Pius war eine hervorragende Herrschergestalt von liebenswürdiger Menschlichkeit und edlen Absichten. als Freund. Dampffeffel- Untersuchungen. tessel- Untersuchungen sehr start in Anspruch genommen. In Noch immer werden die Aufsichtsbeamten durch Dampfder Provinz Westpreußen tamen auf 630 Reisetage 2572 gewerbliche Revisionen und 576 Dampffefsel- Unterfach ohne Genehmigung an Sonntagen gearbeitet. An nicht nahme der Kesseluntersuchungen um 8 Proz. gegen das Trotz dieses Entgegenkommens der Behörden wurde viel fuchungen, im Regierungsbezirk Potsdam wurde eine Abweniger als 30 Stellen der Berichte finden Feststellungen der finden sich Borjahr festgestellt, für den Regierungsbezirt Frankfurt a. D. Aufsichtsbeamten über Nichtachtung wird festgestellt, daß die Beamten durch die Kesselgeschäfte der Sonntagsruhe- Bestimmungen, dabei darf nicht über sehr start in Anspruch genommen wurden, in Berlinsehen werden, daß nur ein sehr geringer Teil diefer Charlottenburg famen auf die 785 Kessel, die der Aufsicht der Uebertretungen zur Kenntnis der Aufsichtsbeamten ge Gewerbe- Inspektion unterstanden, 693 Untersuchungen. In langen fann, denn die Aufsicht an Sonn- und Feiertagen Bommern tamen auf 1562 Fabritbesichtigungen 296 Steffelwird nicht so intensiv betrieben wie an Wochentagen und es rebisionen, in Bosen jogar auf 1169 Revisionen 629 Unterstellen sich da auch noch besondere Schwierigkeiten entgegen. fuchungen von Dampffesseln; in dieser Provinz müssen die So schreibt der Gewerbe- Inspektor von Danzig:" Es fällt hier Aufsichtsbeamten auch Bierdruckapparate revidieren, oft schwer, die Uebertretungen festzustellen, weil während der Thätigkeit, die nur im entferntesten Zusammenhange mit den Kirchzeit die Läden verschlossen sind, die Arbeiter auf An Aufgaben der Fabrikaufsicht steht. Im Regierungsbezirk flopfen beiseite geschafft werden und aus Furcht vor dem Liegnitz ist die Zahl der Steffelrevisionen gegen das Vorjahr Geschäftsinhaber selten die Wahrheit aussagen." Begreiflich noch gewachsen, das gleiche ist der Fall im Regierungsbezirk ist, daß die Sonntagsruhe- Bestimmungen nicht recht respektiert Oppeln, in den Regierungsbezirken Hannover, Stade, Osnawerden, wurden doch von 19 festgestellten Uebertretungen brück und Aurich, im Regierungsbezirk Arnsberg und Koblenz. der Bestimmungen bloß in 7 Fällen Bestrafung herbeigeführt. Eine erhebliche Einschränkung dieser Thätigkeit ist leider fast Das Risiko einer, fast immer auch bloß minimalen nirgends zu beobachten gewesen. Bestrafung der Uebertretungen der Sonntagsruhe-BeDie Bäckereiverordnung. eine Es ist eigentlich merkwürdig, daß Wilhelm II. es versäumt hat. dem römischen Kaiser, unter dem die Saalburg errichtet wurde, ein rednerisches Denkmal zu setzen; denn die Person des Fürsten ist weit leichter als nachahmenswertes Vorbild verwendbar, als das römische Weltreich, das keineswegs damals so gewaltig, so fest geeint und so maßgebend" war, wie der deutsche Kaiser anzunehmen schien. Aber Antoninus Pius hätte einen fleinen Nachruf verdient, und es ist vielleicht nicht uninteressant, auf diesen Fürsten die Aufmerksam keit zu lenken, der ein Philosoph war, obwohl er der Beherrscher eines Weltreichs war. Antoninus Pius war so schildert ihn ein deutscher Historiker ein Mann, der weder von Stolz noch von Genußiucht geleitet wurde, der mit angestrengter Thätigkeit seiner Pflicht zu genügen strebte. Er blieb auf dem Throne ein Privatmann, sah die Kaiserwürde als ein Amt an, bestritt die Ausgaben für seine persönlichen stimmungen ist viel zu gering, als daß es die Unternehmer Bedürfnisse aus seinem eignen Vermögen, benahin sich in seinem von der Sonntagsarbeit ihrer Gehilfen abhalten sollte. Die Eine Folge der Ueberlastung der Gewerbe- Aufsichtstäglichen Leben nie als Gebieter und verkehrte mit seinen Freunden Stimmung für die Sonntagsruhe ist selbst in den Streifen der beamten ist die Konzentrierung ihrer Thätigkeit auf die größeren Er schütte die Städte des Reichs Aufsichtsbeamten nicht allgemein, so z. B. auch nicht beim Betriebe. Die handwerksmäßigen und hausindustriellen Bein ihren Freiheiten und Rechten und gab ihnen nicht Gewerberat für Pommern zum Durchbruch gekommen. triebe, auch die durch Bundesrats- Verordnungen besonders nur aus der kaiserlichen Kaffe, sondern sogar aus seinem beträcht. Dieser Stimmung entsprechen die geringen Strafen, so die zu geschüßten, erfreuen sich selten der Besuche der Aufsichtslichen Brivatvermögen Geld zu ihren Bauwerken und zur Her 15 M. wegen Sonntagsbeschäftigung junger Leute im Ne- beamten; aus ihren Berichten ist deshalb leider kein genaues stellung einer befferen Verwaltung ihrer Aemter. Der Rechts- gierungsbezirk Breslau. Wegen eines gleichen Falls wurde Bild über die Durchführung der mäßigen Schutzbestimmungen pflege widmete er die größte Sorgfalt. Er ließ die im Regierungsbezirk Liegnig die gleich schwere Strafe ver zu erhalten. Entsprechend der Stimmung bei ihren Vorjenigen Richter, die sich als tüchtige und rechtliche Männer bewährt hängt; wegen ausdrücklich verbotener Arbeit in der Nacht gesetzten kritisieren manche Aufsichtsbeamte die Nichtdurchhatten, gegen den feitherigen römischen Gebrauch lebenslänglich in vom Sonntag auf den Montag wurde im gleichen Regierungsführung von Bestimmungen der Bäckereiverordnung recht lau. ihren Stellen. Staatsangelegenheiten legte er seinem bezirt eine Strafe von 20 m. verhängt; dieser Fall beweist, Doch finden sich auch Aeußerungen, welche die Klagen der Staatsrat vor und ließ jede Verordnung nur wie wenig die von den Aufsichtsbeamten so beliebten Bäckermeister und ihrer Vormünder völlig entfräften. nach Stimmenmehrheit abfaffen. Er beseitigte auf diese Mahnungen den erwarteten Erfolg erzielen. Die Vorstrafen So schreibt der Gewerberat für den Regierungs- Bezirk Weise für die Dauer seiner Regierung das Hauptübel des da in gleicher Sache scheinen für die Gerichte bei Uebertretungen Erfurt: Was die Bäckereiverordnung anbetrifft, maligen römischen Reichs. Es bestanden nämlich im Staat der Arbeiterschutzbestimmungen nicht als strafverschärfend an- find die Untersuchungen daraufhin weiter fortgesetzt worden, zwei ganz verschiedene Gattungen von Gesezen nebeneinander, gesehen zu werden, wenigstens wird aus dem Regierungsbezirke inwieweit sie Schädigungen der Unternehmer zur Folge gehabt eine fyftematische, welche ererbt, in der Geschichte und in den Ver- Oppeln gemeldet, daß zwei bereits 1898 wiederholt bestrafte haben. Es ist auch im Berichtsjahre ein thatsächlich behältnissen begründet war, und eine Reihe willfürlicher und zufälliger Groß- Mühlenbefizer zu Kreuzburg wiederum nur mit je gründeter Fall von wirtschaftlicher Schädigung, der auf die Berfügungen; die tollen Einfälle eines Domitian galten also ebenso 20 Mart bestraft wurden. Auch Strafen von 5 Mark werden Verordnung hätte zurückgeführt werden können, nicht zur als Recht und Gesetz, wie die vortrefflichsten Berordnungen der erwähnt. Bloß bereinzelt werden höhere Strafen erwähnt, Kenntnis der Aufsichtsbeamten gekommen." älteren Zeit. fo 200 Mart wegen Uebertretung der Sonntagsruhe seitens Daß bloß ein fleiner Teil der Schäden im Bädergewerbe Man erkennt: Dieser römische Kaiser war nichts weniger als ein eines Nordhauser Malzfabrikanten, 100 Mart wegen Be und da auch nur in ungenügendem Maße durch die Bundesmund- und waffentlirrender Held im Laufftil. Er dachte gar nicht schäftigung von Comptoirpersonal durch einen Cigarren- rats- Verordnung getroffen wird, beweisen u. a. die Feststellungen daran, sich als Mittelpunkt alles Geschehens zu fühlen, feinen Willen fabrikanten im Regierungsbezirk Minden. modes Danziger Gewerbe- Inspektors über die auffallend große Zahl der Welt aufzuzwingen. Er war fast ein tonstitutioneller Herrscher Da die Wünsche auf Ausdehnung der Arbeiterschutz von Lehrlingen in den Bäckereien. Es heißt da weiter: Ablehnend im englischen Sinn, die Fürstenkrankheit des Cäsarenwahnsinns war bestimmungen nur sehr selten in den Berichten zum Ausdrud gegen den Fortbildungs- Schulunterricht verhalten sich neben den ihm fremd und sie entflammte seinen Geist nicht zu jenen Ausbrüchen gebracht werden, sei aus dem Bericht aus dem Regierungs- Schlächtern nur die Bäcker. In beiden Gewerben wird der der persönlichen Laune und Eitelkeit, die vor ihm und nach ihm die bezirk Frankfurt a. D. die folgende Stelle angeführt:" In Schulzwang nicht nur von den Meistern, sondern auch von Welt mit Entsetzen und blutigem Gelächter erfüllten. mehreren Hohlglashütten wurde gelegentlich der Revisionen der den Lehrlingen übel empfunden. Namentlich die BäckerEs ist übrigens merkwürdig, daß Montesquieu, dieser Vor- Wunsch auf Aufhebung der Bundesratsbestimmungen, be- lehrlinge zeigen eine große und nicht ganz unberechtigte läufer der französischen Revolution, der über die Ursachen der Größe treffend die Freigabe der Sonntagsarbeit in den Glas- Unluft. Nach der der Verordnung des Bundesrats ent der Römer und deren Verfall geschrieben hat, bei der Erwähnung hütten, geäußert. Die Sonntagsarbeit bringe mur sprechend eingerichteten reinen Backarbeit beginnen für die Lehrdes Antoninus Pius und feines Nachfolgers Marc Aurel als Gegen- wenig Vorteile, aber biele Nachteile, die Erlaubnis linge verschiedene kleine Nebenarbeiten, z. B. das Reinigen der faz die Figur des Preußenkönigs Friedrich Wilhelms I. ffizziert. fei auch seit Einführung der Generatorenfeuerung nicht Bleche, das Holztragen, die Vorbereitungen für die nächste Back" Man sagt", so schreibt er, um den Mißbrauch des Militär- mehr begründet, da man das Feuer am Sonntag schwach schicht und andre Arbeiten mehr, die sich häufig bis Mittag, an regiments zu charakterisieren, es gebe einen Fürsten in der weiter brennen lassen könne. So lange wie aber die Be- Markttagen bis 2 Uhr nachmittags hinziehen. Nach 4 Welt, der seit fünfzehn Jahren darauf hinarbeitet, die Civil- stimmungen in Kraft wären, würden sich immer einige Hütten 15% Stunden beginnt die Arbeit wieder. Die weitere din sihitabant so bis Schilderung crgiebt, daß die Bäckerlehrlinge im gunstigsten Fall statt 11 bloß 7Vs Stunden arbeitsfrei sind. An zwei Tagen der Woche wird diese freie Zeit durch den Fortbildungs- Unterricht noch gekürzt. Welchen Wert dieser Unterricht hat. wie groß die Aufmerksamkeit und Lernfreudigkeit bei dem- selben sein mag, dürfte sich leicht erraten lassen. Die Enthüllungen über die Mißstände in den Bäckereien in Nürnberg und Würzburg durch die Bäckerorganisatton finden volle Bestätigung durch die folgende Stelle im Bericht des Gewerberats für den Regierungsbezirk Koblenz:„Die in den Bäckereien zu Koblenz vom Kreisphysikus angestellten Er- Hebungen haben ergeben, daß die Raumverhältnisse, die Lüf- tung, Beleuchtung, Ordnung und Sauberkeit, kurz der ganze Zustand der Backräume, dieAufbewahrung des Mehls und derBack- waren, sowie die Unterkunft der Bäckergesellen durchweg nicht den gesundheitlichen Anforderungen entsprechen, zum Teil sogar schwere Mißstände erkennen lassen. Die Untersuchung der Schlafräume der Bäckergesellen hat in der überwiegenden Mehrzahl der Betriebe die ungünstigsten, in einzelnen Fällen geradezu unmenschliche Zustände ergeben."... Bei diesen Feststellungen den Wünschen der Bäckermeister entgegenkommen zu wollen, kann nur den Staatsmännern einfallen, die vorgeben,„an der Spitze der Socialresorm" zu marschieren._ Die Diplomaten in Peking haben über die„Rache" beraten. Der englische Gesandte brachte die drei im deutschen Cirkular vom 1. Oktober angegebenen Gesichts» punkte zur Sprache. Die Konferenz erklärte 1. zu Punkt 1— ob die im Edikt des Kaisers von China angegebene Liste von Rädelsführern genügend sei?— daß zwei Hauptschuldige in der Liste fehlten, nämlich Tungfuhsiang und D ü h s i e n; 2. zu Punkt 2— ob die in dem Edikt bezeichneten Strafen genügend seien? daß das Straf nr aß ungenügend sei; und 3. zu Punkt 3— wie die Ausführung der Bestrafung zu kon- trolliercn sein würde?— daß die Strafen vor Delegierten der Gesandtschaften vollzogen werden müßten. Wer an dieser Konferenz teilgenommen, verschweigt der Tele- graph. Rußland ist überhaupt nicht mehr in Peking vertreten; ob Japan und Amerika an diesem Beschluß mitgeivirkt haben? Der amerikanische'OberbcfehlShaber Admiral Rcmeh hat offiziell angekündigt, daß er seine Abreise von China antrete. Er wird also nicht unter dem Weltgeneralissimus Kultur verbreiten. «« Feldmarschall Graf Waldersee hat vorgestern die englischen, gestern die russischen Truppen b e» s i ch t i g t. Aus Tientsin wird unter dem 12. Oktober gemeldet: Die Expedition nach Paotingfu geht heute in drei Kolonnen ab. Die mittlere Kolonne steht unter einem deutschen, die rechte unter einem englischen und die linke unter einem französischen General. Da in der Nähe von Peking Unruhen befürchtet s?) werde», ivurde der japanische General mit der Aufgabe betraut, die chinesische Hauptstadt zu verteidigen. Molikifche Mebevfichk. Berlin, den 13. Oktober. Gin Banustrahl gegen die christlichen Gewerkschaften. Erst vor kurzer Zeit wurde bekannt, daß aus der Bischofs- konferenz, die am 22. August in Fulda getagt hat, ein ge- meinsames Hirtenschreiben vereinbart worden war. Dieses Hirtenschreiben(vergleiche„Vorwärts" vom 5. Oktober) fordert nachdrücklichst, daß die katholischen Arbeitervereine und Verbände auf religiöser Grundlage beruhen müssen; die Errichtung von religiös farblosen, sogenannten neutralen Verbänden wird verworfen. Dieser Tage hat nun der Erzbischof von Freiburg den Hirtenbrief dem ihm unterstellten Klerus zur Kenntnis gegeben unter Beifügung folgenden Begleitschreibens: „Das iiach>tehende Rundschreiben der letzten Fuldaer Bischofs» konferenz übergebe ich anmit dem Hochwürdige» Klerus der Erz- diöcese zur sorgfältigen Erwägung und gewissenhaftc» Beobachtung. Veranlaßt ist es durch die in neuester Zeit hervorgetretene Gewerkschaftsbcwegnng. Dieselbe hat zwar anfangs durch daS von ihr prätendierte nächste Ziel, und weil sie als„christlich" sich bezeichnete, auch bei katholischen und geistliche« Arbciterfrennde» Eindruck gemacht und Hoffnungen er- weckt. Allein schon jetzt hat es sich gezeigt, daß das Wort „christlich" hier nur ein leerer Schall und Aus- Hängeschild ist und daß die Bewegung mit«nanSblribltcher Konsequenz nur der Socialdcmokrätie zu gute kommen kann, für die sie jene Kreise organisiert«nd vorbereitet, die einstweilen noch auf dem Boden der gegenwärtigen Gesellschaftsordnnng bleiben wollen. Die Verhandlungen ihres Delegicrtcntags in Frankfurt, die ja jede lvosittve) religiöse Grundlage ausschlössen und als zu erstrebendes Ziel die Vereinigung mit den socialdemokratischcn Arbeitern proklamierten, sowie der Beifall, den die socialdemokratiscke Presse diesen Verhandlungen und Bestrebungen spendete, lasse» hierüber leinen Zlveifel übrig. Daß es indessen so kommen mußte und muß. ist in der Natur der Sache begründet, da der einzig richtige Standpunkt aufgegeben wurde. Für den Christen giebt es nur e i n en richtigen und Erfolg versprechende» Standpunkt in Beurteilung und Behandlung der socialen Aufgabe der Gegenwart und Zukunft, nämlich den christlichen. Für den Katholiken ist derselbe auch mit apostolischer Autorität und unter dem der Kirche verheißenen Bei- stand des Heiligen Geistes dargelegt in der herrlichen Enchklika unsres Heilige» Vaters„Kerum uovarum" vom 17. Mai 1891. Dieses offizielle Programm der Kirche immer wieder lesen, es gründlich studieren, das ist die unerläßliche Vorbedingung für ein segensvolles Eingreifen des KleruS in die Arbeiterfrage. Auf diesen Standpunkt stellet Euch fest und unentwegt, ge- liebte Mitbrüder. Sammelt alle katholischen Arbeiter, soweit es Euch möglich ist, in katholischen Arbeitervereinen und leitet dieselben nach den Anweisungen des Heiligen Vaters. In diesen Arbeitervereinen können und sollen nach Bedürfnis Sektionen oder Fachabtcilungen für die einzelnen Gewerkschaften gebildet werden. Wo es sich um Maßregeln für die Verbesserung ihrer Lage, um Verhandlungen mit den Arbeitgebern und der« gleichen handelt, da mögen diese durch ihre Vorstände Fühlung suchen mit andren Vereinigungen, deren Interessen mitberührt werden und ein gemeinsames Vorgehen anbahnen. Wenn die katholischen Arbeiter, die ja in allen wesentlichen Fragen ein» sind. sich enge zusammenschließen, dann bilden sie bei ihrer Einigkeit und bei der Zersplitterung andrer Patteien in diesem Interessen- kreise eine Macht, die nicht beiseite geschoben und deren Stimme auf die Dauer nicht überhört werden könne. Geliebte Mitbrüder I Mit Freude und Dank gegen Gott kann ich eS aussprechen, daß auch in der Erzdiözese Freiburg durch den hochlvürd. KleruS viel gethan wurde für die religiöse und sittliche, sociale und ökonomische Hebung der arbeitenden Klassen,— aber es muß noch viel mehr geschehen. Indem ich Euch meine dankende Anerkennung ausspreche, verbinde ich damit die Bitte: Lasset Euch vom KlemS keiner andren Diöcese übertreffen in der pastorellen Fürsorge für die Arbeiterwelt. Wohl wird Euer desfallsiges Streben Euch zu Euren zahlreichen andren Berufsarbeiten und Sorgen viele weiteren Mühen und Arbeiten bringen, dabei nicht überall gewürdigt, vielleicht getadelt und verdächtigt werden. Aber tröstet Euch mit dem Bewußtsein: Ihr baut auf dem Felsen- grund des göttlichen Worts und darum mit der sicheren Verheißung des' endlichen Gelingens; Ihr arbeitet für Gottes Ehre und der Seelen Heil, für das wahre Wohl und den festen Bestand der staatlichen Ordnung; für das Glück und gesicherte Gedeihen der ganzen menschlichen Gesellschaft— und der Lohn des Herrn wird nicht ausbleiben. Freiburg, den 1. Oktober 1900. Die„K�'ln. Volks-Ztg." wendet sich gegen die Auffassung des Erzbischofs, dessen Aeußerung sie„bedauerlich" nennt. Uns scheint die Entrüstung des rheinisches Organs— vorausgesetzt, daß sie ehrlich gemeint ist— wenig am Platz, denn unsres Wissens hat sich das Blatt gegen das Hirtenschreiben selbst nicht gewendet. Das Begleitschreiben des Bischofs von Frofburg enthält aber gar nichts andres, als der Hirten- brief auch— nur etwas deutlicher, unverblümter. Der Bischof ist das„snfant terrible", der das ausplaudert, was die geistlichen Herren in ihrer vertraulichen Sitzung ausgesprochen haben, und das zu verschleiern im Hirtenbrief eftvas weniger schlecht gelungen ist. Das Hirtenschreiben ist, das verrät dieser erläuternde Be- gleitbrief, die Antwort auf den Frankfurter Delegiertentag, auf dem alle„christlichen" Gewerkschaften vertreten waren. Daraus wird klar, daß sich die klerikalen Hirtenbemühungen gegen die gesamte katholische Arbeiterbewegung richten, nachdem diese angefangen hat, zum Klassenbewußtsein zu gelangen. In beiden Schreiben wird der Klerus angewiesen, die religiös neutralen Gewerkschaften zu bekämpfen, Grün- düngen solcher Arbeiterverbände, die nur wirtschaftliche Ziele verfolgen, möglichst zu verhindern. Die Bestrebungen der fortgeschrittensten katholischen Arbeiter, unter Ausschluß der Besprechung religiöser Fragen, lediglich das materielle Wohl der Arbeiterschaft zu fördern, und sei es selbst im Anschluß an die freien Gewerkschaften, scheint dem Klerus eine Gefahr für seine Macht und seinen Einfluß auf die Arbeiter- klaffe. Die Bischöfe sehen, wie die katholischen Arbeiter bereits beginnen, sich mehr und mehr ihrer Bevormundung zu ent- winden. Die katholischen Unternehmer, denen übrigens seitens der Geistlichkeit ähnliche Ratschläge nicht erteilt werden, die sich vielmehr aufs engste mit anders- gläubigen Unternehmern zusammenschließen zur gemeinsamen Bekämpfung der Arbeiter, haben bei Lohnkämpfen und sonstigen Differenzen ihr Möglichstes dazu beigetragen, daß den katholischen Arbeitern die Lehre vom Klassengegensatz zum Bewußtsein komme. Trotz aller Bemühungen der Herren Bischöfe wird auch die fernere Entwicklung der Industrie und der Arbeiter- bewegung dafür sorgen, daß die Arbeiter zusammengeschweißt werden. Wem die Früchte dieser Entwicklung schließlich in den Schoß fallen werden, das überlassen wir ruhig der Zukunft. Wir befürworten im Gegensatz zu den Bischöfen das Zusammengehen aller Arbeiter, welchen Glaubens sie auch immer sind, weil dies im Interesse der Arbeiterklasse liegt. Durch den Hirtenbrief sowohl als auch durch das Begleitschreiben des Freiburger Bischofs ist jedenfalls aufs neue festgestellt, daß der Klerus Arbeiterpolitik und„Arbeiter- sürsorge" nur betreibt, um die Arbeiter am Gängelbande zu erhalten, zum Heile der Kirche.— Deutsches Zleich. Preußen«nd die Kulturaufgabe«. Herr Victor Schweinburg stimmt in den„Berl. Pol. NoKr." ein langes Loblied auf seinen Freund und Gönner Johamics von Miquel an. unter dessen Leitung des Finanzmiuistcriunls die Ausgaben für Kulturzwecke im preußischen Staate eine geradezu schwindelhafte Höhe erreicht haben sollen. Den Ausgangspunkt für dies Loblied bilden die Daten des soeben erschienenen zweiten Bands eines offiziösen Werks über den Staatshausbalt und die Finanzen Preußens, worin die Ausgaben für 1849 und 1899 gegenübergestellt sind. Betrachtet man die bloßen Ziffern, so könnte es allerdings auf den ersten Blick scheinen, als stände in Preußen die Pflege der Kulturanfgabcn oben an; geht man aber der Sache auf den Grund, so muß man zu einem andren Urteil kommen. Nach den offiziösen Angaben betnigen im Jahre 1849 die Aus- gaben für die Handels-, Gciverbe-, Bau- und landwirtschaftliche Ver- waltung 30 Proz, der gesamten Civilverwaltungs- Ausgaben, heute nur noch 13 oder, wenn man den Anteil der den Provinzen für diese Ausgaben überwiesenen Dotationen hinzurechnet. 18 Proz. Da- gegen sind die Ausgaben für„ethische" Zwecke, worunter die der Justizverwaltung und des Kultusministeriums zu verstehen sind, von 31 auf 50 Proz, gestiegen; namentlich ist der Anteil der Ausgaben 'ür geistliche und Unterrickls-Angelegcnbeiten von 10 auf 27,8 Proz. gestiegen, während die Kosten der Justizvcrwallung sich ungefähr in dem'gleichen Verhältnis zu dem Gesamtaufwand für Staats- vcrioattiingszwecke gehalten haben. Der Zweck der' ganzen offiziösen AuSfühningen ist der, nachzu- weife»,„daß seit der Errichtung des Deutschen Reichs dem preußischen Staat reichere Mittel als bisher für seine eignen Staatszwccke zur Verfügung standen, eine besonders starke Fürsorge der Verlvaltung der Unterrichts-, geistlichen und Medizinal- Angelegenheiten zu- gewendet worden seien, und daß insbesondere auch die jetzige Staats- vcnvaltung diesem Zweige des Staatswesens fortdauernd reiche Mittel zuivcnde," Zunäcbst erscheint es uns durchaus kein Lob, sondern eher ein Tadel zu sein, daß die Ausgaben für die Justiz verhältnismäßig gleich geblieben, die für die' Handels-, Bau-, Gewerbe- und land- wirtschaftliche Verwaltung sogar prozentual zurückgegangen sind, denn auch bierbei handelt es sich vornehmlich um wichtige Kultur« zwecke. Fallen doch unter die Handelsverwaltung u. a, auch die Ausgaben für das gewerbliche Unterrichtswesen, für wissenschaftliche und' gemeinnützige Zwecke! Ebenso resiortiert die Geiverbe- Inspektion und das Fortbildungsschulwesen vom Handelsministerium. Wenn andrerseits die Ausgaben für die Kultusverwaltung so enorm gestiegen sind, so verniisscn wir den Nachweis, daß es sich hierbei wirklich um Kulturzwecke handelt. Denn ob die Millionen, die der preußische Staat für kirchliche Zwecke ausgiebt. als Ausgaben für Kuliurzwecke zu betrachten sind, darüber kann man geteilter An- ficht sein. Will man den Kulwrstand eines Landes meffen, so muß man seine wichtigste Einrichtung, die Volksschule, einer Betrachtung unterziehen. DaS hat Herr Schweinburg in seiner Begeisterung Unterlasten. Helfen wir ihm daher mit einigen Daten nach I Im Jahre 1849 betrug die Zahl der Volksschüler 21/s Millionen, fünfzig Jahre später mehr als das doppelte, nämlich etwa bVj Millionen. Aber die Zahl der Volksschulen ist in demselben Zeitraum nur von 24 000 auf 36 000 gestiegen, sie hat also mit der Zunahme der Schüler nicht Schritt gehalten. Kein Wunder, daß unter diesen Umständen nach der im„Reichs-Anzeiger" veröffentlichten neuesten Schulaufnahme vom Jahre 1896 mehr als der vierte Teil der Volksschüler, nämlich 1,4 Millionen, in Klasten saßen, die amtlich als ü b e r f ü l l t bezeichnet wurden. Dabei ist aber zu bedenken, daß amtlich als überfüllt eine Klasse erst dann gilt, wenn mehr als 70 Schüler in ihr sitzen, ja eine einklassige Schule sogar erst dann, wenn die Schülerzahl von 80 überstiegen i st. 2409 Kinder mußten— ebenfalls der offiziellen Schulauftiahme zufolge— überhaupt wegen Uebersüllnng von der Aufnahme in die Schulen ausgeschlossen werden. Fast noch jämmerlicher ist eS um das Fortbildungs-Schulwesen bestellt. Und ein Staat, in dem solche Zustände herrschen, läßt sich als Kulturftaat preisen I Man darf auch nicht außer acht lassen, daß die Ausgaben für Schulzwecke zum guten Teil nicht der Volksschule, sondern den Agrariern zuliebe gestiegen sind. So erhielten z. B. die Landgemeinden auf Grund des Schullasteu-Gesetzes einen jährlichen Zuschuß von 17�/4 Millionen von, Staat, während ihre eignen Beiträge beständig um Millionen zurückgingen, und auch das neue Lehrerbesoldungs-Gesetz hat die Wünsche der Agrarier über Gebühr berücksichtigt. Mag Herr Schweinburg sich immerhin bemühen, Preußen als das Ideal eines Kulturstaats zu schildern. Die Thalsachen beweisen das Gegenteil, und sie sprechen eine beredtere Sprache als tendenziös zusamniengcstellte Zahlen, mit denen man bei einiger Geschicklichkeit schließlich alles beweisen kann.— Die„wasserwirtschaftliche Gcsamtvorlage". Der„Hann. Cour." ist bereits in der Lage, den Inhalt der neu herauszugebenden vermehrten Kanalvorlage zu skizzieren. Im allgemeinen sind die Abweichungen von der früheren Vorlage nicht bedeutend. Das genannte Blatt teilt mit: Die neue Kanalvorlage umfaßt in erster Linie den Nheiu- Weser-Elbe-Kaual nach der vorjährigen Vorlage, ivonach ein- schließlich des preußischen Anteils für die W e s e r k a n a l! s i e r u n g 26l M i l l i o ii e n M a r k aufgewendet werden sollen. Dazu kominen zunächst Aufwendungen für die Havel im Gesamtbetrage von 11,2 Millionen Mark, von denen indes nur 3 Millionen Mark als im Interesse der Schiffahrt angesetzt zu betrachten sind. Dann kommen Verbcsserungen der Spree hinzu, welche 10 700 000 Mark erfordern, von denen jedoch nur 4 Millionen Mark der Schiff- fahrt anzurechnen sind. Ferner ist der Großschiffahrtsweg Bcrliu-Stettin zu nennen, der im ganzen 42 Millionen M. kosten soll, von denen etwa 40 Millionen M. im Interesse der Schiffahrt aufzuwenden sind. Sodann soll die Oder unterhalb der G l a tz e r Neiße bis Fürstenberg weiter ausgebaut, bezw. deren Wafferstand entweder durch Stauweiher ohne Regulierung höher gebracht werden. Der eigentliche Ausbau wird 40 Mill. M. kosten; indessen sollen zunächst nur 4 Mill. M. für Versuchs- Stauweiher aufgewendet werden. Es soll ferner die Oder unterhalb H o h e n s a a t h c n lediglich im Interesse der Vorflut mit Auf- ivendung von 46 Millionen Mark verbessert werden. Die Schiff- fahrt ist daher hierbei nicht zu belasten. Der Ausbau der Wasserstraße zwischen Oder und Weichsel erfordert nach der neuen Kanalvorlage 20 400 000 M., wovon 18,9 Mill. Mark für Verbesserungen der Schifffahrt aufgewendet werden sollen, während der Rest von 1,6 Millionen Mark im Interesse der Landwirtschaft auszugebe» wäre. Außerdem soll d i e Warthe von Zantoch bis Posen weiter ausgebaut werden, so daß auf derselben Schiffe von 400 Tonnen Trag- fähigkeit, ivenn auch nicht bei kleinerem Wasserstande, verkehren können. Ein Betrag von 2.6 Millionen Mark, der also ganz für die Schiffahrt aufgewendet wird, ist dafür angesetzt. Schließlich wird die neue Kanalvorlage den Ausbau der masurischcn Wasserstraße in Aussicht' nehmen. Dafür sollen im ganzen 24 Millionen Mark zur Verfügung gestellt werden, von denen jedoch nur 15 Millionen Mark' der Schiffahrt angerechnet werden können. Im ganzen wird die neue Kanalvorlage einen Betrag vo>l 438 Millioucu Mark umfassen, von denen rund 388�.2 Millionen Mark als lediglich im Jutereste der Schiffahrt angesetzt zu betrachten sind. Ferner berichtet der„Hann, Cour." über die Kosten, welche die Interessenten aufbringen sollen. So handelt es sich für die Interessenten des Rhein- Weser-Elbe-Kan als für den preußischen Anteil um Zinsen und Tilgung von 93 149 310 M., wozu die Kosten der Unterhaltung mit jährlich 2132 600 M, hinzu- kommen. Außerdem hat Bremen für die Kanalisiernng der Weser 42 628 000 M. aufzuwenden. Beim B e r l i n- S t e t t i n e r Kanal wird eine ähnliche Verpflichtung von den Interessen ver- langt. Auf Grund dieser Verpflichtung haben bereits die Städte Berlin und Stettin je zur Hälfte nicht nur die Kosten der Unter- Haltung und Verwaltung sichergestellt, sondern auch 3 Proz. Zinsen und'/i Proz. Tilgung von einem Drittel der Baukosten, also von 14 Millionen Mark.— Die Agrarier sind natürlich entrüstet, daß die Regierung überhaupt noch ivagt. auf einem Gesetzentwurf, der ihnen nicht gefüllt, zu beharren. Die„Deutsche T a g c§ z t g," meint: „Wir haben schon vor einigen Wochen gesagt, daß die Regie- rung kein besseres Mittel wählen könnte, um die ohnehin schon unheimliche Verwirrung noch zu ver- größer« und fast unlösbar zu machen, als die Wiedercinbringung der Kanalvorlage." In der ,P o st" spricht sich Herr v. Zedlitz etwas diplo- matijcher aus, sagt aber im Grunde dasselbe wie das agrarische Lärniblatt: „Will man in Preußen gebührende Rücksicht auf die Bedürf- niste der Reichspolitik nehme», so in ü ß t e mau in der T h a t dieKanalvorlage nicht auf kurzeZeit, sondern ad calendas graecas(ans Nimmerwiedersehen) verschieben. Da die preußische Staatsregierung aber an- scheinend zu weit e n g a g i e r t i st, mn noch zu einer solchen vom Standpunkt des Reichs allein richtigen Entschließung gelangen zu könncn, so wird es darauf ankommen, die Kanal- frage sowohl von feiten der Staatsregicrung als von seiteii aller derjenigen Parteien, ivelche eine kräftige deutschnationalc Politik im Reichstag zu unterstützen bereit sind, so zu behandeln, daß eine schädliche Rückwirkung derselben auf die Reichspolitik verhütet ivird. Dazu gehört vor allem, daß nian die Angelegenheit»ach ihrer sachlichen Bedeutung als eine rein wirtschaftliche Frage behandelt und sich mit der voraussichtlichen Ablehnung einiger Teile der iv a s s e r iv i r t s ch n f t I i ch e n Vor- läge ebenso abfindet, wie mau dies 1894 mit der Ablehnung der damaligen Kanalvorlage oder lvie man es 1899 mit der Ablehnung des Gesetzentwurfs wegen des Schutzes der Arbeitswillige» gethan hat." Die„Teile", deren Ablehnung daS freikonservative Blatt an- kündigt, bilden das eigentliche Wesen der Kanalvorlage. Die„Post" droht,' gleich der„Deutschen Tageszeitung", mit„schädlicher Rückwirkung auf die Reichspolitik". Die Konservativen erklären das Ende ihrer monarchistischen und militaristischen Heeresfolge, sobald in einer einzigen Frage ihr Wille durchkreuzt werden sollte. Es wird nicht zur Ausführung dcS DrohenS kommen. Die junkerliche Drohung allein erreicht das kulturfeindliche Ziel.— Staatsanwalt und Presse. Es ist eine längst bekannte That- fache, daß unsre StaatSamvälte zwar ein großes Talent haben. Anklagen gegen die Presse herzustellen, daß sie aber über die Preß- Verhältnisse auffällig wenig unterrichtet sind. Ein hübsches Stück staatsanwaltlicher Preßkenntnis wird gegen- wärtig in journalistische» Kreisen kolportiert. Bekanntlich ist es üblich, bei den Telegrammen, die vom Wolff- scheu Telegraphen-Bureau stammen, die Quelle durch die Chiffre W. T. B. anzugeben. Dieses W. T. B. hat nun in dem Majcstäts- beleidigungs-Prozeß Horden Anlaß zu einem merlwürdige» staats- anwaltlichen Mißverständnis gegeben. Reben verschiedenen andren Zeugen wurde der Direktor deS Wolffschen Telegraphen-Bureaus vernommen. An ihn richtete der Staatsanwalt Plaschke folgende Frage:„Sagen Sic mal. der Wortlaut der Bremerhavener Rede Sr. Majestät ist doch vom„Reichs- Anzeiger" dem„Wiener Tage-Blatt" entnommen?" Zeuge(ganz erstaunt):„Rein!" Staatsanwalt Blaschte: Aber natürlich, Zeuge, sehen Sie 1 doch.( Auf den Anfang der ersten Beile der Rede im Reichs: Anzeiger" in Schleswig- Holstein, den Schleswiger Nachrichten", passiert, das zeigend): Hier steht es ja:( W. T. B.)" In dem Gemüt des Herrn Plaschke muß bisher das„ Wiener Tage- Blatt" als Quelle aller Nachrichten eine ähnliche märchenhaft gewaltige Rolle gespielt haben, wie der berühmte Herr Kannitverstan. 390 Die Nichteinberufung des Reichstage jol jest nach dem „ Hamb. Korresp." der bisherige Präsident Graf Ballestrem auf dem Gewissen haben. " doch das jezige nachgerade geworden; doch das jetzige nachgerade geworden; denn daß WaldedRousseau nur noch eine Null ist, geht schon daraus hervor, daß das Millerandsche Programm einem von ihm in legter Zeit entwickelten leitenden Gedanken schnurstrads zuwiderläuft. Anläßlich von Arbeiterumruhen, bei denen die öffentliche Gewalt hatte eingreifen müssen, um arbeitslustige Arbeiter gegen ihre streifenden Kameraden zu schüßen, erklärte Waldeck- Rousseau nämlich, zur Sicherung der Arbeitsfreiheit auch nur eines einzigen Arbeiters seien dergleichen Maßregeln geboten. Und nun kündigt Millerand ganz ruhig einen Regierungsentwurf an, der die Arbeitseinstellung von einem Mehrheitsbeschluß abhängig macht!" Noch mehr ehrt das freitonservativ- großindustrielle Organ des Krupp durch wütige Ausfälle das Borgehen Millerands: Ein arges Matyeur yr einem amtlichen konservativen Blättchen vor einigen Tagen wegen Beleidigung eines Richters qu einem Monat Gefängnis verurteilt wurde. Das Blatt hatte scharfe Kritik an der Verurteilung eines, das Handwerk grüßenden" Bäckergesellen geübt. Man wird es freilich unglaublich finden, daß einem konservativen Regierungsblättchen so etwas passieren konnte. te. Je min, es handelte sich um einen dänischen Nichter, der einem deutschen Handwerks burschen eine allerdings ganz unverhältnismäßig hohe Strafe zu biktiert hatte. 3 war sind gerade in Nordschleswig oft genug Urteile verhängt worden, die eine Kritit herausforderten, ohne daß die Schleswiger Nachr." je Die Schuld trägt daran ändern keine Lamentationen etwas etwas andrem als ihrer Genugthuung Ausdruck gegeben hätten; hier die Rückgratlosigkeit der bürgerlichen Parteien, ihre Feigheit und jedoch handelte es sich um ein Urteil jenseits der weiß- roten Grenz- Herrn fonstitutionelle Berräterei. Wenn selbst die Freifinnige Zeitung" pfähle, so daß es sich der Redacteur in der Aera des Köller- Kurses vor einer wirksamen Demonstration gegen den Verfassungsbruch wie möglicherweise als großes Verdienst anrechnete, eine dänische Institution vor einer revolutionären That zurückbebt Schweinburg redet der Reichstag als solcher gegen seine Entmündigung protestiere- somittlung des dänischen Justizministeriums eine Klage an und das " Freiſinnigen" es vergnügt nach, es sei verfassungswidrig, wenn der anzugreifen. Statt der erhofften Anerkennung erhielt der Aermite einen Monat Gefängnis! Der betreffende Polizeirichter strengte durch Verkann man von den andren Parteien nichts verlangen. Wenn es der katholischen„ Germania" und der agrarischen fängnis. Das Gericht erblickte in der Notiz die schwerste RichterUrteil des deutschen Richterkollegiums lautete auf einen Monat GeDeutschen Tageszeitung" wirklich ernst wäre mit ihren Jammer- beleidigung und betonte, daß es gleichgültig sei, ob ein rufen nach dem Parlament, so würden sie sich alles Gerede ersparen deutscher oder ein dänischer Richter beleidigt worden sei. und statt dessen die Losung ausgeben: Keinen Groschen für Die schleswig- Holsteinische Ordnungspresse ist natürlich sehr erregt die verfassungswidrige Chinaegpedition! barüber, daß dem Gericht das Gefühl der Standessolidarität höher darüber, daß dem Gericht das Gefühl der Standes solidarität höher Diese Forderung allein wäre eine Probe der Ehrlichkeit. stand als das des Chauvinismus, der in Nordschleswig sonst fultiviert wird. " V Der Gewerbe= Inspettor Laurisch in Rottbus hat sorgfältige Unter suchungen darüber angestellt, wie viel Arbeiterfamilien mit ver schieden großer Anzahl von Kindern für Essen, Trinken und tönnen. Als Resultat feiner verdienstlichen Untersuchungen ergab sich fleine Haushaltungsbedürfnisse pro Kopf der Familie ausgeben folgende Ausgabe pro Woche: in einer Familie mit 2 Personen 6,60 m. pro Person " " " " 456789 3 4,40 " 19 " 3,45 " " 200 2,80 " 7# 2,60 2,18" " 2,05 " 2,00 1,80 " 08 Die Kommission für Arbeiterstatistik wird in nächster Zeit im Reichsamt des Innern unter dem Vorsiz des Unterstaatssekretärs Die schwelgenden Proletarier. Fled wieder zufammentreten. Auf der Tagesordnung werden stehen die Besprechung der Verhältnisse in der Schiffahrt und dem Transportwesen sowie im Fleischergewerbe. Ausführungsbestimmungen zum Reichs Seuchengeset werden int„ Reichs- Anzeiger" veröffentlicht. Diese vorläufigen Aus führungsbestimmungen betreffen, die Bekämpfung der Pest. Danach sollen Personen, welche sich fürzlich in einem von der Best heimgesuchten Ort aufgehalten haben, in schonender Form einer dauernden Beobachtung unterstellt werden, aber nicht länger als zehn Tage seit dem letzten Tage ihrer Anwesenheit am Bestort. Wohnungen oder Häuser mit Bestfranken müssen fenntlich gemacht werden. Die Räumung von ganzen Häusern kann verfügt und dürfen die Häuser erst nach wirksamer Desinfektion freigegeben werden. Insbesondere sollen Verkaufsstellen von Lebensmitteln in Häusern, in denen ein Bestfall vorgekommen, geschlossen werden, sofern nach dem Gutachten des beamteten Arztes die Fort für Lebensmittel die horrende Summe von 912 Pf. auf Eine kinderlose familie fonnte also pro Kopf und Tag fegung des Betriebes als gefährlich zu betrachten ist. Ganz wenden! Eine Durchschnittsfamilie mit 3 Kindern 40 Bf., während besondere Aufmerksamkeit soll der Bertilgung von Ratten, Mäufen eine mit 9 Kindern gesegnete" Familie noch nicht ganz 26 Pf und sonstigem Ungeziefer zugewandt werden. Ferner muß verausgaben durfte. die Ortspolizeibehörde unverzüglich Kenntnis erhalten, sobald mit der Ernährung aussehen muß, das sich auszumalen überlassen Wie es also bei Familien mit 3-9 Kindern an einem Orte unter den Ratten( insbesondere in Getreidelagern, wir der Phantasie der Leser, die sich vielleicht unter Zuhilfenahme Lebensmittel- Magazinen) ein auffälliges Sterben beobachtet wird. Der lucullischen Kochrezepte des Herrn Hige cine Vorstellung das Einige fote Ratten find möglichst rasch dem bakteriologischen von machen können. and Institut zu übersenden, die übrigen toten Ratten am besten zu ver brennen. Im übrigen enthalten die Vorschriften Bestimmungen über das Verbreiten und den Verkehr mit Besterregern und über Maßnahmen im Eisenbahnverkehr zu Bestzeiten. 11 Man sieht, wie sich hier eine Perspektive auf vollständige Vernichtung der persönlichen Ent schließungsfreiheit öffnet. Und auch wenn die Arbeitsbedingungen nicht durch eine staatliche Behörde festgesetzt, sondern durch die Gewerkschaft im Wege des Kollektivvertrags vereinbart werden, ist es um die individuelle Freiheit nicht besser bestellt. Die Zwangsorganisation sämtlicher Arbeiter in Gewerkschaften muß in ihren weiteren Konsequenzen dahin führen, daß Art seiner Be= dem einzelnen Arbeiter Ort und schäftigung von Gewerkschaftswegen vorgeschrieben wird. Jede Möglichkeit für den Einzelnen, sich aus seiner Sphäre durch persönliche Tüchtigkeit emporzuarbeiten, wäre ausgeschlossen. Kurz, was sich Herr Millerand als einen segensreichen" Fortschritt erträumt, würde thatsächlich auf die Schablone einer un gebeuren Zwangsanstalt hinaustommen, die allerdings recht, wohl geeignet wäre, in den Zustand der absoluten Gleichheit, wenn er überhaupt möglich wäre, hinüberzuführen. Aber trotz dieser wenig anziehenden Aussichten darf das Millerandsche Programm in Deutschland vielfacher Sympathie sicher sein. Von den Socialdemokraten braucht das nicht erst gefagt zu werden. Mit besonderer Begeisterung begrüßt man in ihren Reihen die Idee des obligatorischen Schiedsgerichts. Wie tönnte es auch anders sein! Man dente sich unsre Gewerbegerichte, von denen nicht wenige überwiegend mit Socialdemokraten besetzt sind, als obligatorische Schiedsgerichte über Lohnstreitigkeiten bestellt! Wäre das nicht der Anfang einer durch die Gesezgebung bewirkten Beherrschung unsres gesamten wirt schaftlichen Lebens durch die Socialdemokratie? Einmal in dieser Position, würde die letztere ihre Herrschaft mit Hilfe eer 8wangsorganisation nach Millerandsche m Duster allerdings leicht vollenden tönnen." Zwangsanstalt", vor der die etliner Neuesten Nachrichten" die Es verlohnt sich nicht, ein Wort zu sagen, ob die„ ungeheuere Arbeiter zu bewahren suchen, ni zu bielmehr in den Fabritetabliſſe= Dies Geschmäh der reaktionären Presse beweist nur von neuemt, daß ments unsrer zeitgenössischen Safbaronie längst verwirklicht ist. ihren Auftraggebern jederlei Reform zu Gunsten der Arbeiter, auch wenn sie sich durchaus in den Grenzen der bürgerlichen Gesellschaftsordnung hält, unerträglich scheint. werden isid ollo tuning no pho majsid ni Ausland.is Zur wirtschaftlichen Lage. Trotz aller Vertuschungen und Ableugnumgen ist im rheinisch westfälischen Industrierevier die Beschäftigungslosigkeit Die socialdemokratischen Kandidaten. ,, Einen sehr unangenehmen Eindruck" haben auf die„ Täg- der bedeutenderen Eisenverke bereits so groß, daß man zu beträchtliche Rundschau" Mitteilungen gemacht. die der„ Vorwärts" in der lichen Arbeiterentlassungen übergegangen ist. Dieser Vor der socialdemokratische Wahlaufruf und die Kandidatenliste für die Man schreibt uns aus Wien, 12. Oktober: Am Montag wird Nummer 238 über den Magdeburger Majestätsbeleidigungs- Prozeß gang fonnte in der Oeffentlichkeit deshalb nicht in seinem vollen gegen den Genossen Haupt zu machen gezwungen war. Das Umfange beobachtet werden, weil bisher die Kohlenzechen die ab- fünfte Sturie publiziert werden. Die Partei stellt wohl in den meisten genannte Blatt hält es namentlich für taum glaublich, daß der geschobenen Arbeitermassen noch aufgenommen haben. Die Kohlen der 72 Wahlbezirke Kandidaten auf, aber ernstlich in Betracht kommen Staatsanwalt Ausführungen gemacht habe, wie sie der„ Vorwärts" barone bauen noch immer auf ihre Lieferungsabschlüsse, die in der doch nur etwa vierzig Bezirke. In den industriellen deutschen folgendermaßen wiedergegeben hatte: Zeit der Hochkonjunktur gemacht worden sind, und ziehen noch immer Bezirken werden aufgestellt: In Wien die Genossen Ellenbogen, Beim zweiten Wiz, über den Narren mit dem Thaler, seien große Wassen ausländischer Arbeiter herbei. Es ist Adler, Reumann, Staret und Schuhmeier. In den nieders vielleicht die Leiter der auswärtigen Politik gemeint gewesen. Das vollkommene wirtschaftliche Anarchie. Diefer Tage östreichischen Bezirken werden aufgestellt: Bernerstorffer, für spreche die Pluralform. Aber da der Kaiser den Befehl zur schrieb sogar die Rheinisch- Westfälische Zeitung", das Organ Bretschneider, Tomschik und Schlinger. Juden fünf Mobilisierung der Truppen gegeben habe, so sei er bei der Kritik der rheinisch- westfälischen Industrie:" Wir glauben mit ziemlicher deuschen Wahlkreisen, die die Partei in Böhmen befitt, der Leiter der auswärtigen Angelegenheiten mit getroffen worden.(!!) Bestimmtheit voraussagen zu dürfen, daß, bevor der April Mithin enthalte auch der zweite Wig eine Majestätsbeleidigung." 1901 ins Land gezogen sein wird, die Zechen dazu die vormaligen Abgeordneten Hamnich, Schrammel, Die„ Tägliche Rundschau" meint dazu: werden übergehen müssen, ihre Förderung dem Betrieb Beller, Verkauf und Kiesewefter kandidiert. Der einzige deutschDaß eine solche verfassungswidrige Behauptung anzupassen reip. einzuschränken." Wenn von fundiger böhmische Bezirk, den die Partei 1897 nicht erobert hatte, ift Mies; wirklich in dieser Form ausgesprochen sein sollte, tönnen wir Seite die Lage so beurteilt wird, ist es einfach eine tapitalistische dort kandidiert mit ziemlichen Chancen der Bergarbeiter Stark., nicht glauben, so lange uns nur das Zeugnis eines social- Gewiffenlosigkeit, noch Massen fremder Arbeiter in das Sonst kommt für die Partei ernstlich nur noch Steiermark und demokratischen Blatts dafür vorliegt. Aber viele, sehr viele in der Industrierevier zu holen. Vermutlich aber rechnen die wackeren Mähren in Betracht. In Steiermark sind es die zwei industriellen breiten Oeffentlichkeit werden es glauben und es mit ähnlichen Kohlenbarone, daß die Anwesenheit solcher Massen beschäftigungs- Bezirke Graz und Bruck. Das Mandat von Graz wurde bei der Aeußerungen in Verbindung bringen, in denen Vertreter loser fremdsprachiger Proletarier in wirksamer Weise den Lohn vorigen Wahl in der Stichwahl erobert; es kandidiert wieder der Anklagebehörde ähnliche seltsame Ansichten über der heimischen Arbeiter drücken wird. sigerbe Staatsbürgerrechte zu Tage gefördert haben. Jm Bruder Bezirk, den bis jetzt die An der Börse, woselbst die an die zeitweiligen Hoffnungen Genosse Refel. Das jedenfalls ein Schaden für unser öffentliches Leben." Wir befürchten mur, bag fire Wiedergabe der betreffenden af balsbald wieder auf baldigen Frieden eine fleine Kurssteigerung bewirkt hatten, Christlich Socialen, richtiger Klerikalen, inne hatten, wird Geschäftsunlust starte Kurs der Wahlkampf diesmal weit erbitterter werden, weil auch die Stelle des staatsanwaltlichen Plaidoyers eine durchaus treue war. einbußen veruriacht. Die... Banken werden immer zurück- Deutsche Volkspartei ernstliche Anstrengungen machen will, den Die Auffaffungen der Anklagebehörden und leider nicht nur baltender in der Geldbergabe für die kriselnden Industrie- Unter Bezirt zu bejegen. Vielleicht wird dieser Zwist unserm Kandidaten, dieser über Staatsbürgerrechte stehen oft genug in schroffem nehmungen und die dadurch hervorgerufene Geldknappheit lähmt dem Genoffen Bichl, nützen. In Mähren ist nur ein Bezirk Widerspruch mit den Anschauungen der Staatsbürger selbst. jedes Geschäft. Dabei färben sich auch die Geschäftsberichte deutsch: Mähr. Schönberg, wo wieder der vormalige Abgeordnete aus der Industrie, die noch vor kurzer Zeit in den Freuden " die 0 Arbeiterwohlfahrtspfleger, die den Beifall des Kruppschen der Hochkonjunktur schweigten, immer düsterer. Der Geschäftsbericht Rieger aufgestellt wird. Zu nennen wäre noch der westOrgans Berl. Neuest. Nachr." finden, muß eine recht merkwürdige des Hörder Bergwerks- und Hüttenvereins läßt durchblicken, daß ichlesische Bezirk Troppan, wenn auch seine Eroberung diesmal Geſellſchaft sein. Eine solche tagte am 11. Oktober in Köln; es man gar feine Hoffnungen an eine baldige Wiederbelebung des noch nicht sehr wahrscheinlich iſt. sis glut handelt sich um die Versammlung des katholischen Verbands Geschäfts tuüpft. Die Königs- und Laurabütte" giebt zu, daß bereits Für die czechische Socialdemokratie kommt vor allem ihr ArbeiterwohI", der in München- Gladbach seinen Siz hat. vielfach bei den Werken Mangel an Beschäftigung eingetreten fei. bisheriger Befihstand in Frage. Es sind das die böhmischen Seine nun schon seit 20 Jahren ausgeübte Thätigkeit besteht, wie Das Eisen- und Stahlwerk Höich sagt in seinem Bericht, daß die Wahlbezirke Smichow und Pilsen und die mährischen Brünn und wir oben genanntem Blatt, das den Bericht an leitender Stelle bringt, Menderung der Lage hemmend auf die Abwicklung der laufenden Olmig. Nur in Brünn wird Hybesch. der bis jetzt den Wahlbezirk entnehmen, darin, den katholischen Fabrikbesizern in ihren Wohlfahrts- Aufträge eingewirkt habe. bestrebungen zur Seite zu stehen. Geleitet wird der Verein durch den um Abforderungen zurück und entnehmen nur das zur Deckung neu besetzt. In Smichow, dem sichersten, wird Nemec, der Redacteur " Die Verbraucher halten zur Zeit mit vertrat, wieder aufgestellt werden; die drei andren Bezirke werden die Arbeiterwohlfahrt" hochverdienten" Fabrikbefizer Franz Brandts in des bringenditen Bedarfs Erforderliche". M. Gladbach, neben dem namentlich auch die katholische Geistlichteit sich der Vereinssache annimmt. Es war daher Was haben mum angesichts solcher Zugeständnisse die großen des czechischen Centralorgans, aufgestellt; in Pilsen der Arbeitsimmer dem Bericht der„ N. N." wir folgen und langfristigen Lieferungsverträge" für einen thatsächlichen Wert? beirat Czerny und in Olmüz, dem Bezirk, in dem das mährische eine kleine Heerschau über den auf wie es im Ernstfall damit steht, hat sich eben jetzt bei der Kohlenrevier liegt, Krapka aus Wien. Größere Chancen befizen für socialpolitischem Gebiet thätigen Klerus, die in der genannten Ver- Firma Natorp in Mülheim a./Ruhr gezeigt. Diese Firma hatte in die czechische Partei nur noch die Wahlbezirke Prag, Jungbunzlan, sammlung abgehalten wurde, wobei der wegen seiner einschlägigen der Hochkonjunktur und in Erwartung weiterer Preissteigerungen Budweis und Bisek; alle übrigen Bezirke sind vorwiegend agrarischen Thätigkeit bekannte Abgeordnete Professor Dr. Hize entsprechend große Mengen Eisen abgeschlossen und war nun durch den plöglichen Charakters. mitwirfte. Ausführungen f a ſt jämtlicher Redner aus Man erhielt aus den Verhandlungen den über- Umschlag der Konjunktur in schwere Abnahmeschwierigkeiten geraten. zeugenden Eindruck eines ernsten, redlichen Durch die Insolvenz der Firma wären 30 000 Tonnen Eisen frei Bezirke, die sie 1897 eroberte: Krakan, wo Daszynski wieder, und Die polnische Socialdemokratie besetzt natürlich die zwei Strebens dieser Männer und eines ersprießlichen geworden, die einen plötzlichen Preisfall bewirkt haben würden. Zusammenarbeitens von Geistlichen und Laien zur Fördeüm ihn zu verhüten, haben etwa 40 Eisenindustrielle und Zwischen- Lemberg, wo Hudec neu kandidiert. Nebstdem tommt für sie mit rung der Arbeiterwohlfahrt. Man entnahm aber auch den händler die Abnahme dieser freigewordenen Eisenmenge arrangiert". mehr oder minder großen Hoffnungen Wieliczka, Neu- Sandec, Lager, daß die Industrie Arbeiter in ihrer Lebens verlegenheiten sich mehren. diesem Das können sie einmal, aber nicht dauernd, wenn derartige Abnahme- Tarnow, Jaroslau und Przemysl in Betracht. Speciell der letzte führung und in ihrer socialen Haltung Bezirk, wo die großen Petroleumgruben liegen, bietet die MöglichAnlaß zu ge= Zu der von uns bereits gebrachten Nachricht, daß belgische Firmen feit, ihn diesmal zu erobern. rechten Klagen geben. Der Grundton der Verhandlungen mit spottbilligen deutschen Eisenofferten plöglich überlaufen werden, sich daher sehr wesentlich von demjenigen der gefellt sich nun die neue, daß Lütticher Firmen plöglich abgeordnete Cingr aus diesmal wieder aufgestellt. Für das polnische Gebiet in Schlesien ist der vormalige fürzlich ebenfalls in Köln abgehaltenen Versammlung der sogen. westfälische Juf die Kohle ganz billig gemeinnützigen oder paritätischen Arbeitsnachweise, auf der die wird. angeboten Der erschreckten Börse, die Die Ruthenen in Ostgalizien haben ihre Kandidaten noch diese Nachricht mit Berliner und Frankfurter Social- und bürgerliche Demokraten einem Drud auf die Kohlenkurse beantwortete, erklärte nicht bezeichnet; viel Socialdemokraten giebt es bei diesem wirtzur Regelung des Arbeitsnachweiſes ihre phantastischen Bläne man awar es handle fich dabei um Spetulantenmanöver. fchaftlich rückständigen Volle leider noch nicht. Der östlichste Vezirt, entwvidelten und namentlich der Herr Abg. Röside eine förm- Die Sache liegt aber in Wirklichkeit so, daß die Kohlenbarone, die an der podolischen Grenze gegen Rußland, wählte 1897 zwar einen liche Brandrede gegen das Unternehmertum gehalten hatte. durch den schlechten Geschäftsgang der heimischen Industrie plöglich Socialdemokraten, ist aber natürlich trogdem nicht socialdemokratisch. In der Versammlung des katholischen Verbands" Arbeiterwohl" freigewordenen Förderungen zu niedrigen Preisen an das Ausland Die Leute haben dort noch keine andre Leidenschaft als die AbHerrichte dagegen eine maßvolle, versöhnliche Haltung vor, die allen verschleudern, um in Deutschland den Preissturz der Kohle so lange neigung gegen die Polen. Eine getvisse Hoffnung bildet noch Teilen gerecht wurde. als möglich zu verhüten. Namentlich redete der Vorsitzende, Herr Brandt, den Arbeitern Das alles aber ist verlor'ne Liebesmüh'! Die wirtschaftliche Ucekar wieder aufstellt. Wäre es möglich, ihn in die Stichwahl zu Triest, wo die italienische Fraktion ihren vormaligen Kandidaten eindringlich ins Gewissen, indem er sie an ihre focialen Hochflut geht zurück und die Ebbe naht. She Pflichten mahnte und von ihnen Achtung und Rücksicht das& bringen, so wäre bei dem Haß zwischen Italienern und Slovenen gegenüber denjenigen Arbeitgebern verlangte, die in edler Absicht seine Wahl nicht unwahrscheinlich. Einrichtungen zur materiellen und fittlichen Hebung der Arbeiter Minifter Millerand gilled schufen und damit eine wichtige Kulturaufgabe erfüllten. Das ist der deutschen Reaktionspreffe im höchsten Maße unangenehm. Die Streben der Arbeiter nach größerer Selbständigkeit über das neuen Gesezentwürfe, die der socialistische Handelsminister in Frank berechtigte Maß hinaus" sei eine Undankbarkeit reich anfündigte, jagen unsre Scharfmacher in entsegensvollen Schrecken, als wäre der letzte Tag der kapitalistischen Ausbeutung fchon gekommen. " Auch Herr Hige betonte die Notwendigkeit erziehlicher Wirksam. teit". Ein andrer Redner ereiferte sich über die untenntnis und Leichtfertigkeit" der Arbeiterfrauen bei Herstellung einer zwedentsprechenden Krankenkost, wieder ein andrer gegen die Sucht nach schöner Kleidung. Auch ein Parade- Arbeiter war da, ein Schriftsezer Rings aus Köln, der die sociale Frage durch Kochschulen lösen wollte. Wahrlich, diese Versammlung hat das Lob des obersten Scharfmacherorgans redlich verdient. data af nod Alle übrigen Kandidaten, insbesondere die in den Alpenländern und in dem südlichen Gebiet, find nicht viel mehr als Bählkandidaten. Die Größe der Wahlbezirke macht es unmöglich, an die Bearbeitung der aussichtslosen Bezirke bei allgemeinen Wahlen zu denken. Der Aufruf, der von allen nationalen Fraktionen gemeinsam aus 8. B. schreibt die Kreuz- Zeitung": doll geht, befchäftigt fich ausschließlich mit der brennenden Frage der Dies follettivistische Programm tönnte in der That leicht Umgestaltung Oestreichs. Es heißt darin: zum Sturz des Ministeriums führen, den Cornély im Figaro" als möglich, aber fast als ein nationales Unglück kennzeichnet. Natürlich wäre es, wie er ganz richtig hervorhebt, für die Republik wünschenswert, endlich einmal ein langedauerndes Ministerium zu haben. Aber muß es denn ein socialistisches sein? Und das ist Die Socialdemokratie allein hat eine Antwort auf die nationale Frage, vor der die bürgerlichen Barteien ratlos find und an der der Staat zu Grunde geht. Die Socialdemokraten aller Nationen in Oestreich allein find es, die alle chauvinistischen Utopien, alle Gelüfte nationaler Vorherrschaft rücksichtslos auf made bon Amerika. Sociales. gegeben haben und mutig neue Grundlagen des Zusammen- 1 Dem Reuterschen Bureau" wird denn auch aus Aliwal North Das Gewerkschaftskartell in Straßburg beabsichtigt im lebens der Völker Oestreichs gegeben haben: Nationale vom 12. Oktober gemeldet: Gestern abend ging eine Patrouille von Laufe des Monats eine Arbeitslosen Statistit zu ver Autonomie und ehrliche Demokratie. Fort mit allen hier ab, um für die Garnison Proviant herbeizuschaffen. Die anstalten. feudalen Resten in Verfassung und Verwaltung, fort Patrouille fehrte unberrichteter Sache zurüd, da sich in bor allem mit dem Privilegienparlament, der Nachbarschaft zahlreiche kleine Boerenabteilungen. das der Ausdruck einer schmählichen Bergangenheit, befanden. die Wurzel des Elends der Gegenwart und ein Hindernis für jede Von der bevorstehenden Rückkehr des Lord Roberts nach Maßregeln gegen die Kohlennot. Als durch die Zeitungen Hoffnung auf die Zukunft ist! England ist es momentan wieder still geworden, dagegen meldet die Nachricht ging, daß eine direkte Lieferung der Kohlen von den Die Socialdemokraten haben in der Praxis gezeigt, daß sie das Reuterbureau, daß General Buller sich nach England zurüd Gruben an die landwirtschaftlichen Genossenschaften in Erwägung die Wahrheit und Vernunft darstellen. Mitten im chauvinistischen begebe. Buller ist jedenfalls auch entbehrlicher. Wahnstum haben sie im Parlament einen aus Deutschen, gezogen wäre, wandte sich der Anwalt des Allgemeinen Verbands Präsident Krüger soll nach einer Meldung des Daily deutscher Wirtschaftsgenossenschaften an das preußische HandelsCzechen, Polen und Ruthenen zusammengesetzten und Telegraph" am Montag oder Dienstag ficher in Lourenço Marques ministerium mit der Bitte, veranlassen zu wollen, daß den einheitlich arbeitenden Verband gebildet. Ohne zu schwanken und eintreffen. Das niederländische Kriegsschiff„ Gehelerland" ist dort- Konsumbereinen für den Fall der direkten Lieferung der ohne zu weichen haben sie ihre Pflicht gethan. Sie selbst eingetroffen. Pflichtgethan. haben die wahnwißigen Excesse des Chauvinismus Kohlen die gleichen Rechte bewilligt würden, wie den landwirtschaftlichen Genossenschaften. Hierauf erhielt er die Antwort, allen Seiten abgewehrt und haben sich nicht einen Augen- Rücktritt der chilenischen Regierung. Aus New 9ort daß es ihm anheimgestellt sei, Anträge und Wünsche, die im blick von der scheinnationalen Phrase verführen lassen; fie wird vom 13. Ottober telegraphiert: Der„ New York Herald" meldet Interesse der Genossenschaften nach dieser Richtung liegen, dem haben den Vortampf übernommen und die Ehre gehabt, aus Valparaiso: Das chilenische Kabinett ist zurückgetreten. Ministerium offiziell zu unterbreiten. Es wird nunmehr von dem den entscheidenden Schlag zu führen gegen die Vorstand des Verbands sächsischer Konsumvereine ein Rundschreiben berbrecherische Badenitenbande; sie haben unermüdlich gegen das falsche Spiel des Thunschen Koalitionskabinetts geHan die einzelnen Vereine erlassen, um zunächst den Bedarf festzustellen, der dann von den staatlichen Kohlenwerten kämpft, und sie bekämpfen die Schwäche und Ratlosigkeit der gegenwärtigen Regierung. Sie haben ihr Bestes gethan, um die u. a. mit dem Beschluß des Parteitags, betreffend die Beteiligung direkte Lieferungen an die einzelnen Vereine. Eine Parteiversammlung in Braunschweig beschäftigte sich gedeckt werden foll und zwar zu ermäßigten Frachtsäzen durch Bon tommunalen Arbeiterschaft durch zielbewußte Reform vor der stets wachsenden an den Landtagswahlen. Es wurde bedauert, daß man auf dem Behörden haben sich zum wirklichen Eingreifen bisher aufgerafft die tapitalistischen Ausbeutung zu schüßen. Eine ganze Reihe bis in alle Einzelheiten durchgearbeiteter Gesezentwürfe haben sie dem Parteitage nicht jenen Kleinstaaten freie hand gelassen habe, in Stadtverordneten- Bersammlung in Königsberg und der Magistrat denen das Erperiment bereits unternommen wurde und unglüdlich der bayrischen Stadt Straubing. Beide beschlossen, Kohlen Barlament vorgelegt und der gewiffenlosen Demagogie ehrliche, ausgefallen ist. aufzulaufen und den Bürgern zum Selbstkostenpreise zur Verfügung fachkundige Arbeit entgegengestellt. Sie haben bei jeder Gelegen heit mutig das Interesse der konsumirenden Majien gegen die zu stellen. Monopolisten, das Interesse der Arbeitenden gegen die Ausbeuter in Schutz genommen. Die Socialdemokraten haben aber auch, und das ist das Ents scheidende, gegenüber allen feigen Vertuschungen der bürgerlichen Parteien rüdsichtslos und ohne Unterlaß darauf hingewiesen, was einzig den Völkern Oestreichs die Aussicht auf neues Leben bieten tann: den Neubau Oestreichs von Grund auf! Die Socialdemokratie te gein den Wahlkampf ein mit dem Ruf: Allgemeines, direttes, geiches Wahlrecht! Nationale Selbständigkeit! Freies Bündnis aller Wölfer! Kampf gegen Ausbeutung, Knechtschaft und Boltsverdummung! Von diesem Montag an beginnt also die ernstliche Wahl arbeit für unsre östreichischen Freunde. Möge ihr der Erfolg werden, den die mutigen Oestreicher so reichlich verdienen! stadida England. Die Wahlen. Nach dem Wolffschen Telegraphen Bureau wurden bis zum Sonnabendnachmittag gewählt: 898 Ministerielle und 256 Oppositionelle. Die Ministeriellen gewannen bisher 35, die Oppositionellen 33 Sige. Die ministerielle Majorität beträgt bereits 133. Die Zahl der durchgebrachten Kandidaten giebt allerdings nicht annähernd ein zutreffendes Bild von der Zahl der Stimmen, die für die einzelnen Parteien abgegeben worden sind. Zieht man diese in Betracht, so hat die Opposition viel besser abgeschnitten, als das Verhältnis der errungenen Mandate das annehmen läßt Die Londoner Wahlen hatten, wie wir der Lägl. Rundschau" entnehmen, folgende Ergebnisse: Konservative Stimmen 165 852, Unionisten 11 211, 2iberale 124 214. Die S Partei- Nachrichten. Eine Parteikonferenz des 6. hannoverschen Wahlkreises beschloß, in Zukunft 10 Prozent der jährlichen Einnahme an die Die allgemeine Einführung der Tiefladelinie ist nunmehr Centraltaffe abzuführen. durch die See- Berufsgenossenschaft geplant. Da in letzter Zeit Totenliste der Partet. In Elberfeld starb der Genosse Otto wiederholt deutsche Schiffe in englischen Häfen wegen Ueberladung vom Schemm. Er war Mitglied des socialdemokratischen Volks- einen Teil ihrer Ladung wieder löschen mußten, so beabsichtigt die vereins und langjähriger Arbeiter in der Druckerei der Freien See- Berufsgenossenschaft, der Einführung der Tiefladelinie zu ent Presse". Der Verstorbene litt an der Proletarierkrankheit, der er sprechen, wie das auch bereits von der Hamburg- Amerita- Linie geseit langer Zeit vergeblich zu trogen suchte. schehen ist. Zu diesem Zweck ist nach der„ Socialen Pragis" der Kapitän Jansen, bisher Führer des Dampfers Aragonia", von der Genossenschaft bereits angestellt. Polizeiliches, Gerichtliches usw. Groben Unfug soll der Genosse lühs als Redacteur der Görliger Boltszeitung" verübt haben, weil er im Anschluß an die Mitteilung von einem Unfall in einer Fabrik den Mangel einer geeigneten Schutzvorrichtung getadelt hatte. Das Gericht erblickte darin eine Beunruhigung des Arbeiterpublikums und verurteilte den Sünder nach dem Antrag des Amtsanwalts zu 100 M. Geldstrafe. Gewerkschaftliches. Berlin und Imgegend. Gerichts- Beitung. " London werden aber durch 37, die Liberalen ervativen vonen: Durch die„ Industrie- Zeitung" wurde bereits vor einiger Zeit für noch mit Schimpfworten wie" dummer Kerl, Philister 2c." belegt. durch 8 Parla hin Das Gericht beSeit Jahrzehnten tämpft die Socialdemokratie für das gleiche Wahlrecht, seit Jahrzehnten flagt sie das Privilegienparlament als die Wurzel des östreichischen Elends an. Die Geschichte hat Der Reichstags- Abgeordnete Genosse Albrecht hatte sich ihr recht gegeben; schneller als wir selbst es ahnten, ist der Staat dieser Tage vor dem Schöffengericht zu Magdeburg zu verantworten. am Rand des Abgrunds angelangt. Noch giebt es Rettung für In einer Wahlversammlung, in der Albrecht als Redner auftrat, die Völker Oestreichs, noch ist es Beit. An Stelle der feindlichen verurteilte er aufs schärffte die Agitation der Staßfurter Vehörden Die Richtigkeit der Unterschrift eines Arbeiters hat der Interessen der herrschenden Cliquen muß der Wille der solidarisch gegen die Socialdemokratie, besonders aber die Maßnahmen des Arbeitgeber nachzuweisen. Eine Lohnentschädigungsklage des Haus zusammenstrebenden arbeitenden Klassen zur Geltung im Staat Bürgermeisters. Das Gericht hielt eine Beleidigung für vorliegend dieners N. hatte der Hotelbefizer Fromme damit beantwortet, daß gebracht werden. Mutig muß das Bedürfnis des und erkannte auf eine Geldstrafe von 300 Mart. Der Staatsanwalt er der Kammer VI des Gewerbegerichts einen mit dem Lebendigen erfüllt und das Abgestorbene rüd hatte eine Gefängnisstrafe von zwei Monaten beantragt. Namen des Klägers unterzeichneten Revers vor sichtslos beseitigt werden. weil eine Geldstrafe doch aus der Parteitasse bezahlt würde! legte, wonach die Kündigungsfrist ausgeschlossen sein sollte. Der Kläger bestritt, seinen Namen auf das Schriftstück gesezt zu haben. Die Verhandlung wurde deshalb vertagt, in einem zweiten Termin sollte ein Beuge vernommen werden. Es erschien jedoch weder der Beklagte noch der Zeuge. Die Stammer verurteilte nunmehr Herrn Fromme zur Zahlung von 70 M. und der Vorsitzende Dr. Schalhorn führte begründend aus: Es wäre Sache des Beklagten gewesen, nachzuweisen, daß die Kündigung ausgeschlossen gewesen sei. Er habe nun zwar jenes Schriftstück vorgelegt; da indessen Kläger die Unterschrift bestreite, hätte Betlagter auch die Richtigkeit der Unterschrift nachweisen müssen. Er und sein Zeuge seien nicht er droht fond schienen, der Nachweis müsse demzufolge als nicht erbracht erachtet Achtung, Herren- Maßschneider! Bei der Firma Wolff u. werden und so rechtfertige sich die Berurteilung des Beklagten. Keller befinden sich die Arbeiter immer noch im Ausstande. Bis jetzt Bildung. Aus alle a. S. wird uns vom gestrigen Tage ist es der Firma noch nicht gelungen, genügende Arbeitsträfte heran- berichtet: Eine unverschämtheit, die seines gleichen sucht, wurde am zuziehen, obwohl auch der Obermeister Krause der hiesigen Schneider hellen lichten Tage des 29. Juli von dem stud. jur. Königsdorf Junung für die Heranschaffung von Arbeitswilligen" in die Bresche von hier begangen. Geht da der Kaufmann Schaf in einer verkehrsgesprungen ist. Die Kollegen, welche fich im Ausstand befinden, reichen Straße am Hotel Tulpe" vorbei, um seinen Verwandten die appellieren auch ferner, sie in ihrem Stampfe zu unterstügen und von Sehenswürdigkeiten von Halle zu zeigen, als plöglich aus dem offenWolff u. Keller feine Arbeit anzunehmen. stehenden Fenster ein mit Bier gefülltes Glas herausgeflogen tommt. Die Ortsverwaltung des Verbands deutscher Schneider. Das Glas fauste dem Kaufmann Sch. am Kopf vorbei und der InDeutsches Reich. halt durchnäßte ihm vollständig die Kleidung. Der so Getroffene fegte dem Student Königsdorf, der rein aus Uebermut das Glas Was planen die Unternehmer? Man schreibt uns aus über die Schulter hinausgeworfen hatte, zur Nede, wurde aber da auf die Bedeutung des Kohleninuditats nicht nur als Produktions- Einem hinzugerufenen Sergeanten, wurde es dann noch im Restaurant mentarier vertreten fein, eine Ungleichheit, die nach Abhilfe fchreit. Vorgänge im rheinisch westfälischen Induſtriebezirk laffen auch stand nun deshalb heute vor dem Schöffengericht wegen Berübung mentarier vertreten fein, eine Ungleichheit, die nach Abhilfe schreit. sondern auch als" Lohnregulator" hingewiesen. Die augenblicklichen schwer gemacht, den Namen des Thäters festzustellen. Der Student Im Lande stellten sich bis letzten Sonntag die Wahlziffern wie folgt: taum daran zweifeln, daß das Syndikat demnächst als Ronservative 872 813 Stimmen 133 Size, Liberale groben Unfugs unter Anklage. Damals, wie auch heute, fand er 819 937 Simmen 70 Size, Unionisten 129 467 Stimmen 24 Size, Lohndrücker- Kartell Angst und Schrecken unter der Bergarbeiter für seine Rüpelei kein Wort der Entschuldigung. 819 937 Simmen 70 Size, Unionisten 129 467 Stimmen 24 Size, bevölkerung zu verbreiten bestrebt sein wird. Was man durch urteilte den Fall sehr mild und verhängte eine Geldstrafe von 75 M. Socialisten 67470 Stimmen 2 Size, Jrländer 13226 Stimmen Schröpfung der Konsumenten begonnen hat, wird man durch erhöhte event. 1 Woche Haft. 8 Size. Diefe Biffern, welche sich natürlich nur auf Ausbeutung der Arbeitskräfte fortsezen; daher arbeitet man Mandate beziehen, um welche gekämpft worden der Size ist. Die Socialisten z. B. haben fünfmal so viel Stimmen freigesetzt worden, selbst auf dem Struppschen Wert in Essen Sittlichkeitsverbrechens geziehen worden, das er an einem achtjährigen abgegeben, als die Irländer und haben nur zwei Sige, während jene viermal so viel erhalten. Ebenso groß ist das Mißverhältnis zwischen nahmen die Entlassungen größeren Umfang an, dabei wird auch auf aber trogdem den Konservativen und Liberalen, die nach der erhaltenen Stimmen- alsbaldige Ueberproduktion der Gruben gerechnet zahl mindestens 110 Wahlfige haben müßten, während sie bis zum Sonn- strömen noch fortgesezt, durch die Agenten der Kohlengruben herantag nur 70 erhalten haben. Diese offenkundige Ungleichheit der Mandats- gelockt, massenhaft fremde Arbeiter dem Ruhrbezirt zu. Vorgestern berteilung, sowie die vielen andren Uebelstände und jetzt möglichen langten mit einem Transport für Gelsenkirchner Bechen allein Wahltniffe, wie die Anwendung veralteter Wahllisten, werden den 300 Oestreicher an und jeden Tag treffen Zuzügler ein. An eine volle Tie Beurteilung der ,, Bedürfnisfrage" führte in der Ver Sintsliberalen im kommenden Parlament Anlaß bieten zur Ein- Beschäftigung aller dieser Arbeitskräfte ist gar nicht zu denken. Das waltungsstreitsache eines in der Frankfurter Allee wohnenden GastGrubentapital beabsichtigt mit dem Heranholen der fremden Arbeiter wirts wegen Erteilung der Schanttonzession zu einer bemerkensbringung einer gründlichen Wahlreform." am 12. in West- zweifellos den Arbeitsmarkt in beispielsloſer Weise zu überfüllen werten Erörterung. Der Gastwirt war bei dem Stadtausschußz um Sir William Harcourt wurde Monmouthshire wiedergewählt mit einer Majorität von 3525 Stimmen, Arbeitsgelegenheit zu entfachen und dabei in aller Ruhe, gana liegt auf Berliner Gebiet, hart an der Grenze von Friedrichsund dadurch eine wilde Konkurrenz unter den Arbeitern um Erteilung der vollen Konzession eingekommen. Sein Lokal während 1895 seine Majorität 5287 Stimmen betragen hatte, berg. Das Polizeipräfidium widersprach der Erteilung der Kon Im Laufe einer am 12. in Runcorn( Cheshire) gehaltenen Nede ungestört, die Löhne zu„ regulieren". fagt nach der Boff. 8tg." Herbert Gladstone, er fei nicht Die Rache des Unternehmertume. Man schreibt uns aus zeffion, weil zwar nicht auf Berliner, wohl aber auf Friedrichsunzufrieden mit dem Ergebnis der Wahlen, da die Liberalen Hamburg: Wie sich die Herren vom Verband der Hamburger Eisen- berger Gebiet in unmittelbarer Nähe des Antragstellers Wirtschaften fich befänden. Diesen Standpunkt des doch keine starte Regierung hätten bilden können. Die Stellung der libes industriellen für den beim Werftarbeiter- Kampf erlittenen Schaden drei ralen Partei sei infolge des Wahlkampfs stärker und diese selbst zusammen rächen, erfieht man aus folgendem: In den letzten Wochen sind von Bolizeipräsidiums bekämpfte Rechtsanwalt Dr. Schöps in dem hängender gemacht worden. Er glaube nicht an eine dauernde Regelung in dem Arbeitsnachweis- Bureau des genannten Verbands von 2000 Termin vor dem Stadtausschuß mit Erfolg. Es jei nur zu prüfen, wie Südafrika auf friedlicher und glücklicher Grundlage, ehe nicht das sich meldenden Hamburger Arbeitern nur 700 eingestellt, während die Bedürfnisverhältnisse auf Berliner Gebiet liegen, die in Wert von einer fünftigen liberalen Regierung vervollständigt worden 600 zugereifte Arbeiter, die sich auf dem Bureau meldeten, sämtlich der Nähe liegenden Friedrichsberger Wirtschaften feien lediglich mit fei; er setze tein Vertrauen in die gegenwärtigen Ratgeber der eingestellt sind. Doch auch in andrer Weise weiß der Verband Rücksicht auf die lokalen Friedrichsberger Bedürfnisse konzessioniert Rönigin. die ungehorsamen" Arbeiter zu strafen. Er versendet fast alle Tage worden. Auch sei der Maßstab bei Beurteilung des Bedürfnisses für Die„ Mlinch. Allg. 8tg." läßt sich aus London telegraphieren, ichwarze Liften. Eine solche ist dem Schreiber dieser Zeilen gestern die Vororte ein ganz andrer, als in Berlin: während dort bei Er daß entgegen dergleichen Gerüchten Marquis of Salisbury nicht in die Hände gefallen: Hamburg, den 8. Oftober 1900. teilung von Konzessionen die im Umkreise von 800 Metern liegenden die Absicht hege, von der Leitung der Staatsgeschäfte zurückzutreten. Herrn N. N. Hamburg. Wirtschaften berücksichtigt würden, würden in Berlin nur die im Auch das Gerücht, daß Lord Cromer aus Egypten berufen Der unserm Arbeitsnachweis angeschloffene Herr G. Schoch, 100 Schrittfreise vorhandenen Konzeffionen in Betracht gezogen. werden sollte, um das Ministerium des Auswärtigen zu übernehmen, Schiffswerfte auf Neuhof am Reiherstieg, bittet uns, die bei ihm bie Jm 100 Schrittkreise sei aber auf Berliner Gebiet ein Konkurrenzsei völlig unbegründet. zum 6. ds. Mis. beschäftigt gewesenen Schiffszimmerer( folgen drei lokal nicht vorhanden. Der Stadtausschuß folgte diesen Ausführungen Afrika. Namen) vorläufig nicht einzustellen, weil dieselben angefangene Arbeit und erteilte die nachgesuchte Konzession. Lord Roberts telegraphiert vom 12. Oftober: Die Boeren ohne triftige Gründe verlassen haben. Achtungsvoll J. A.: Thiellow, Sekretär. haben verschiedene mehr oder weniger erfolgreiche Die Düffeldorfer Straßenbahner haben sich zu einem Bersuche gemacht, Eisenbahn- und Telegraphenberbindungen zu zerstören. Die hartnädigkeit der Boeren felbftredend Christlichen Straßenbahner Berband ist um so bemerkenswerter, als jeder angerichtete Schaden bald Deutschlands" mit dem Siz in Düsseldorf organisiert. Nachts wieber hergestellt wird und ihm stets die Strafe auf dem Fuße 1 Uhr fand die den Verband gründende Berfammlung statt und folgt. De Bets Leute befinden sich in fleine Trupps aufgelöst in zwei chriftliche Agitatoren treten als Redner auf. 170 Straßen bahner traten dem Verbande bei. Bemerkenswert ist noch, daß die der Nähe des Baal, viele von ihnen sind desertiert. Bolizei den Beamten gestattete, nachts eine öffentliche Versammlung abzuhalten, wo hier sonst um 11 Uhr abends die öffentlichen Bersammlungen geschlossen werden müssen. Fünfzehn Wochen hat der Tischler Adolf Kunze unschuldig ift, zeigen deutlich, wie phantastisch und ungerecht die Verteilung auf eine Ueberfüllung der Arbeitspläge, durch Arbeitskräfte. Zu Tausenden sind bereits von der Eiſenindustrie Arbeiter in Untersuchungshaft zubringen müssen. Kunge war zu Unrecht eines Nach brieflichen Nachrichten von Boerenfeite, die allerdings bis Anfang September zurüddatieren, soll die Zahl der noch unter den Waffen stehenden Boeren noch beträchtlich größer fein, als die eng lischen Situationsberichte zugestehen. Der Zufluß von Freiwilligen Die Leipziger Stuccateure treten voraussichtlich Montag, habe wieder erheblich zugenommen, und zwar gerade infolge der den 15. Oktober, in den Fensterstreit ein. Es wird deshalb um bratonischen Maßregeln der Engländer. Die Befürchtung, auf die Fernhaltung des Zuzugs nach Leipzig gebeten. schickt zu werden, habe viele Boeren der Boerenkämpfer getrieben, da der Boer nichts so sehr fürchte, als die Deportation. Auch sehe man sowohl in Transvaal als in Oranjefreistaat noch die Hoffnung auf das Klima des Sommers, das namentlich an der Delagoabahn geradezu mörderisch sei und den Engländern arg zufegen werde. Rinde begangen haben sollte. Sum Unglüd hat der Verhandlungstermin ziveinial vertagt werden müssen; als der Fall gestern der dritten Straffammer am Landgericht I zur Aburteilung vorlag, be antragte der Staatsanwalt selber die Freisprechung, auf die der Gerichtshof denn auch erkannte. Tehte Nachrichten und Depelthen. Die Wahlen in England. London, 13. Ottober, 91/2 Uhr abends.( W. T. B.) Bis jetzt find gewählt 398 Ministerielle, 178 Liberale und 80 Nationalisten. Die Liberalen haben noch einen Sig gewonnen. China. London, 13. Oftober.( W. T. B.) Wie die Abendblätter aus Shanghai melden, ist Jutschang, der Gouverneur von Honau, ein Bruder des verstorbenen Vicefönigs von Tichili, Julu, nach Wutschang bersetzt worden, um sich mit dem dortigen Vicekönig in die Amtsgeschäfte zu teilen. Jutschang ist, wie die Blätter bemerken, einer Abendblätter melben aus Beting vom 9. Oftober: Hier eingetroffene Boten berichten von großen Gefechten zwischen Borern und faiserlichen Truppen. Denunziation eines Kaffern hin verhaftet und nach Ceylon ver Textilarbeiter Streit in Aachen. Bei der Firma Friedrich der bekanntesten Führer der Bogerbewegung. van 8ütphen in Aachen find jämtliche Weber in den Ausstand getreten. Die Firma machte einen Lohnabzug und ließ sich auf feinerlei Verhandlungen ein, wies auch die Vermittelung der von Fabrikanten und Arbeitern geschaffenen Vermittelungsinstanz zurüd. Bei der schlechten Konjunktur dürfte der Streit leider verloren gehen. Die Streitenden gehören dem christlichen Zegtilarbeiter. Verband an. Paris, 18. Oktober.( 28. T. B.) Aus Tananarivo wird gemeldet, daß die Best wieder in Tamatave aufgetreten ist. Rom, 18. Oftober.( W. T. B.) Im Verlaufe der Untersuchung über den Diebstahl im Batifan wurde gestern eine dem Dienst perfonal des Vatikans angehörige Persönlichkeit verhaftet, welche beschuldigt wird. Diebe in den Raum, in welchem sich der beraubte Geldschrank befindet, eingelaffen zu haben. Im Ganzen find mithin bisher drei verdächtige Personen verhaftet. Inzwischen soll ja die Truppe De Wets auseinander gesprengt worden sein. Da sich Roberts aber selbst über die Hartnädigteit der gerstreuten Haufen wundert, noch immer den Guerillatrieg mit Eifer, und teilweise auch Erfolg. fortzufeßen, so wäre es wohl auch möglich, daß die Boeren fich mit Abficht zerstreut haben, um den Kleinkrieg noch erfolgreicher fortsegen zu können. Berantwortl. Redacteur: Heinrich Wesker in Groß- Dichterfelbe. Bür den Inseratentell verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 4 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Arbeiter- Sekretariat in Lübeck. Die Gewerkschaften in Lübeck beschlossen durch Urabstimmung die Errichtung eines Arbeiter Sekretariats. Mehr als Dreiviertel der Abstimmenden sprachen sich dafür aus. Br. 240. 17. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 14. Oktober 1900. Berliner Partei- Angelegenheiten. Das öffentlichung des eigentlichen Volkszählungswerks versöhnen. Die der Firma A. E. des Cressonnières in Brüssel patentiert ist. Diese rascheren Veröffentlichungen andrer Aemter scheinen uns zu Maschine stellt fertige Seife, vom Siedekessel aus, in 12 Minuten Zur Lokallifte. Am Sonntag, den 21. b. Mts., veranstaltet beweisen, daß es sich hier um Organisationsfehler handelt, mittels einer selbstthätigen, einzigen und kontinuierlichen Operation der Athleten- und Ringsport Klub Achilles eine Festlichkeit und zwar vor allem wohl um eine gewisse Abneigung des Magistrats her. Außer einer Berliner Firma haben in Deutschland bisher erst in den Residenz- Sälen, Landsbergerstr. 39( Juh. Harrot). Derselbe gegen die Leitung unsres tommunal- statistischen Amts. vier Fabriken solche Maschinen aufgestellt. hat seine Unterschrift zur Hergabe von Versammlungen verweigert. ftete Verspäten der Veröffentlichungen über über die Berliner Aus Technikerkreisen wird uns geschrieben: Das Ortsstatut Der Verein versucht in Arbeiterkreisen Billets zu diesem Vergnügen Volkszählungen sollte das Stadtverordneten- Kollegium veranlassen, betreffend die Anstellung der Beamten im Berliner Gemeindeabzusetzen. Die Genossen wollen hiervon Notiz nehmen. hier enderung herbeizuführen. Es kann niemanden geben, der dienst war, wie bekannt, vom Oberpräsidenten im Einvernehmen Die Lokalkommiffion. dieses Mißverhältnis verteidigen will, niemand, der es für not- mit dem Minister des Innern beanstandet worden. Die Verfügung Den Mitgliedern des Wahlvereins im vierten Reichstags- wendig halten kann. Im Interesse des Ansehens der städtischen des Oberpräsidenten stellt an den Magistrat die Anforderung, unVerwaltung und der Berliner Statistit liegt es, daß die Ergebnisse statt am 16. am 23. d. M. stattfindet, da am 16. der Bericht vom der Volkszählung dieses Jahrs früher veröffentlicht werden, als die gefezmäßig zu regeln und dringt auf eine bessere Besoldung der " Siehe heutiges Inserat. der vorangegangenen Aufnahmen. internationalen Kongreß gegeben wird. Ferner ersuchen wir alle Genossen, die noch Billets zum Herbstfest in Händen haben, dieselben Die Verfügung des Herrn Oberpräsidenten ist sehr anerkennensſpätestens am Mittwoch abzuliefern, andernfalls fie als bezahlt gelten. Der nächsten Volkszählung erforderlich sein, ist doch das späte Er- Da die Staatsregierung den Gemeindebehörden derartige Ber In erster Linie wird eine richtige Budgetierung der Ausgaben wert. Wie steht es nun aber mit den Beamten königlicher Behörden? Der Vorstand. Freie Volksbühne. Heute nachmittag 24 hr. 7. Abteilung, scheinen des vorliegenden Berichts und das bisherige Nichterscheinen pflichtungen auferlegt, würde sie gut thun, zu der gleichen Zeit in ihren Leffing- Theater: Die Macht der Finsternis". 4. Abteilung, Carl des Restes des Volkszählungswerts auf Mangel an Mitteln zurück- eignen Reſſorts Umschau zu halten, denn es giebt doch thatsächlich Weiß- Theater: Ueber unsre Kraft". Generalversammlung zuführen. Schon Ende 1896 war das Arbeitspersonal von 105 auf beddutende königliche Behörden, bei denen weder Anstellungs- noch am Freitag, den 19. Oktober, Cohns Festfäle, 82 Uhr. Winter 47 Personen reduciert worden und am 15. November 1898 wurden fanntesten Behörden herausgreifen und zwar die mit der Industrie Besoldungsvorschriften existieren. Wir wollen nur eine der befest, Sonnabend, den 17. November, Brauerei Friedrichshain: die letzten mit Volkszählungsarbeiten beschäftigten Damen fo eng verbundene königliche technische Versuchsanstalt zu Lyriker- Abend.( Siehe heutiges Inserat.) mit Rücksicht auf die Erschöpfung der Mittel entlassen, so Charlottenburg. Der Vorstand. J. A.: G. Winkler. daß die noch rädständigen Arbeiten von dem ständig beim Bekanntlich ist die Versuchsanstalt zu dem Zwecke gegründet Samariter- Kurfus für Arbeiter: und Arbeiterinnen. Wir Statistischen Amt beschäftigten Hilfsarbeiterpersonale, das mit regel- worden, neben wissenschaftlichen Arbeiten im Auftrage von Behörden machen darauf aufmerksam, daß der Kursus in der Filiale morgen, mäßigen Arbeiten genugsam beschäftigt ist, übernommen werden und Privaten Untersuchungen und Begutachtungen von Materialien Montagabend, beginnt, wozu wir alle Interessenten hiermit einladen. mußten. Die Folge dieser, die Stadtverwaltung Berlin nicht( Baumaterialien, Metalle, Dele und Erzeugnisse der Textil- und Zeitpunkt der Veröffentlichung der Volkszählungs- Ergebnisie, sondern eine ihrer Verantwortlichkeit entsprechende gediegene praktische und ehrenden Sparsamkeit war aber nicht nur der fast komisch wirkende Papierindustrie) auszuführen. Die mit der Ausführung dieser Pri fungen und Begutachtungen beschäftigten Techniker, die naturgemäß auch die Zurüdstellung andrer Arbeiten, wie der über die Be- wissenschaftliche Vorbildung haben müssen, können jederzeit wieder völkerungsbewegung in Berlin. Aus den gleichen Sparfamkeits- entlassen werden und ihr Gehalt richtet sich ganz nach dem Ermessen rüdfichten wurden auch die verschiedenen Auszählungstabellen des Direktors; es schwankt zwischen 90 und 150 M. monatlich ohne wesentlich vereinfacht, was der Bublifation faum zu gute gekommen jede weitere Zulage. Die Folge davon ist, daß die Techniker nach einigen Monaten der Versuchsanstalt den Rücken kehren und eine! Mit dem steigenden Wachstum unsrer Stadt, mit den immer besser dotierte Stellung in der Industrie annehmen. neuen Aufgaben, die einer modernen Kommunalverwaltung gestellt Bersuchsanstalt noch für die mit ihr in Berbindung stehenden Diefer häufige Personalwechsel ist naturgemäß weder für die werden, wächst die Notwendigkeit, die Verwaltung durch eine bis ins Fabrikanten von Vorteil, denn jeder, der von der Anstalt zur Ins Ginzelne dringende Statistit zu unterstützen. Je früher die Angaben dustrie zurückgeht, wird nach Möglichkeit bestrebt sein, die bei den der Statistik bekannt werden, desto brauchbarer und mußbringender Prüfungen gesammelten Ergebnisse und Erfahrungen auch in seiner werden sie sein. Darum sehe man fünftig von der Sparsamkeit späteren Arbeitsstelle mugbringend zu verwerten. Jeder Antragsteller am unrechtesten Orte ab und sorge dafür, daß die Volkszählungen gerät auf diese Weise in Gefahr, daß die zu seinem Geschäftslange Zeiträume getrennt werden. und die Gesamtveröffentlichung ihrer Ergebnisse nicht mehr durch so geheimnis zählenden Prüfungsergebnisse später durch die ausgetretenen Techniker Konkurrenzfirmen überbracht werden. Wir wollen im Interesse jämtlicher Fabrikanten hoffen, daß das ein Ende macht. Ministerium, dem die Versuchsanstalt unterstellt ist, diesem Zustande Arbeiter- Bildungsschule. Heute abend 7 1hr im Lokal von Feuerstein, Alte Jakobstr. 75, Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Rosenow: Kunst und Litteratur unter dem kapitalistischen Bürgertum und die Bildungsbestrebungen der Arbeiter. Steglik. Parteigenoffen! Am Dienstag, nachmittags von 3 bis 8 1hr, findet im 2. Bezirk( Ortsteil östlich der Bahn) die Erjazwahl zur III. Klasse der Gemeindever tretung statt, zu welcher unser Genosse Tischler Adolf Snöfel mit guten Aussichten kandidiert. Arbeiter! Im Stathaus ist man am Werk, die Streitklausel durch Hinterthüren einzu schmuggeln! Sorgt für die richtige Antwort und agitiert mit Hochdruck für unsren Kandidaten, denn nur dann ist der Sieg unfer! Am Sonntagvormittag. Punit 8 Uhr, findet von den Kaiferhallen" aus eine Flugblattverteilung jowie die Einteilung der am Wählerversammlung in den Kaiserballen". Tages Wahlabend verfügbaren Hilfskräfte statt. Sonntagnachmittag, 22 Uhr, ordnung, Warum wählen wir socialdemokratisch?" Th. Megner. Referent: H Wilmersdorf. Mittwochabend 8, 1hr Versammlung des socialdemokratischen Vereins im Volksgarten, Berlinerstr. 40. Tagesordnung: Die Beschlüsse des Mainzer Parteitags. Schmargendorf. Am Dienstagabend findet die General- Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins im Wirtshaus Schmargendorf statt. Vortrag über Die Bedeutung der Genossenschaftsbewegung für die Befreiung der Arbeiter". fein wird. Haso Das Wahlfomitee. Vom Nennuhr- Schluß der Apotheken wollen die ApothekenCharlottenburg. Am 25. d. Mts. findet im großen Saal der besiger in ihrer Mehrzahl noch nichts wissen, obwohl diese MaßGambrinus- Brauerei, Wallstr. 94, eine öffentliche Protestversammlungnahme für die meist überangestrengten Angestellten ebenso notwendig gegen die Einführung der Streitklausel in den Verträgen der und nüglich ist wie für die in andern offenen Verkaufsstellen behiesigen Stadtverwaltung mit den Unternehmern statt. Wir bitten schäftigten Personen. Daß das Publikum dadurch benachteiligt daher, an diesem Tage von Einberufung sonstiger Versammlungen würde, ist eine faule Ausrede der Apothekenbesizer. Für den Verkauf Abstand zu nehmen und für einen guten Besuch zu der erwähnten von Arzneimittelu bleiben die Apotheken nach wie vor Tag und Versammlung Sorge zu tragen. Der Vertrauensmann der Charlottenburger Gewerkschaftskommission. Nacht geöffnet, nur muß sich der Käufer der Nachtglocken bedienen, was seinen Einkauf nicht verteuert, wohl aber manchen davon abhält, beispielsweise noch wegen zehn Pfennige Benzin zur Beseitigung von Flecken nach neun Uhr in die Apotheke zu gehen. Uebrigens braucht der Apothefer solche nicht als Arzneimittel der am 24. August d. J. erschienenen Anweisung zur Ausführung dienende Waren nach Schluß der Apotheken nicht abzulaffen; ja, nach der Gewerbenovelle darf er es gar nicht, denn danach darf der Apotheker nach 9 Uhr nur Arzneimittel, nicht andre Sachen verkaufen. Wir verargen es den Droguisten gar nicht, wenn sie, Arbeiterverein von Pankow und Umgegend. Dienstag, die ihre Läden um 9 Uhr schließen müssen, darauf halten, daß den den 16. Oliober, abends 1/29 Uhr: Oeffentliche Vereins- Apothekern nicht zu den bestehenden Privilegien noch dadurch ein neues versammlung bei Klingenberg, Kaiser Friedrichstr. 12. gewährt wird, daß diese nach 9 Uhr Droguen verkaufen dürfen, während Tagesordnung: 1. Bericht vom Parteitag. Referent: Genosse der Droguist seinen Laden geschlossen halten muß. Das Organ Gebauer- Rummelsburg. 2. Bericht des Vertrauensmanns und des Deutschen Apothekervereins", die" Apotheker Zeitung" Berlin, der Revisoren. 3. Bericht der Lokalkommission. 4. Wahl des Ver- wird auch bereits von der Ahnung befallen, daß es zu unlieb trauensmanns und der übrigen Funktionäre. ple famen Auseinandersegungen mit den Droguisten Am Sonnabend, den 20. Oktober, findet unser tommen könne. Und sie schließt ihre Betrachtung mit dem gebutes Stiftungsfest bei Röll, Streuzstr. 3/4, statt. Reich- beherzigenswerten Rat: haltiges Programm. Pflicht jedes Mitglieds iſt es, dasselbe zu Lichtenberg Friedrichsberg. Die Generalversammlung des Wahlvereins findet am Dienstagabend 8/2 Uhr in Höfliche Lokal, Frankfurter Chauffee 120 statt. besuchen. d Köpenick. Den Mitgliedern des Socialdemokratischen Arbeiter vereins zur Nachricht, daß die nächste Versammlung des Vereins am Dienstagabend bei Albert Stippekohl in der Schönerlinderstraße 5 stattfindet. Kommunales. Mit dem Groschentarif der Straßenbahn, bei dem das Bublifum offenbar ebenso gut wie die Gesellschaft fährt, find die Schaffner im allgemeinen wenig zufrieden. Abgesehen von der vermehrten Arbeit, welche der gesteigerte Verkehr mit fich bringt, bedeutet er eine wesentliche Einbuße an den Einnahmen der Beamten, da weit weniger Trinkgelder gegeben werden als früher. Hört damit auch eine gewisse Entwürdigung der Angestellten allmählich auf, so wird der Ausfall bei den ungenügenden Löhnen doch so lange empfindlich fühlbar bleiben, bis die Beamten sich mit Hilfe ihrer Organisation an der ebenso reichen wie arbeiterfeindlichen Gesellschaft einigermaßen schadlos halten. erfolgte gestern in den Vormittagsstunden durch das Plazen eines Ju den Fabrikräumen der Auergesellschaft am Moltenmarkt 5 Gasgefäßes eine fleinere Betriebsstörung. Da das Blazen von einem Knall begleitet war, so bemächtigte sich eines Teils der zahlreichen weiblichen Arbeitskräfte eine nicht unerhebliche Aufregung. Diefelbe war jedoch zum Glück unbegründet, da sich die Störung als eine ganz leichte, die sofort beseitigt werden konnte, erwies. Seite wird die Angelegenheit wie folgt dargestellt: Eine starke So teilt uns die Betriebsleitung den Vorfall mit. Von audrer Gyplosion, die unter dem Fabrikpersonal eine große Aufregung und mehrfache Ohnmachtsfälle hervorrief, erfolgte heute mittag Moltenmarft 5 in der Fabrik der Deutschen Gasglühlicht- Attiengesellschaft. In dem im dritten Stock belegenen Arbeitsraum explodierte einer Bevorzugung derfelben vor andren Handeltreibenden zu erhälter, in dessen Nähe sich glücklicherweise niemand befand. Troz" Die Apotheker thun daher vielleicht gut, um nicht den Schein unter heftiger Detonation ein mit komprimiertem Gas gefüllter Beweden, dem gefezlichen Ladenschluß, den man früher oder später bem bemächtigte sich der anwesenden etwa 60 Köpfe zählenden Schar doch auf sie zur Anwendung bringen wird, aus freien Stüden sich der Arbeiterinnen eine derartige Panit, daß fie in wildem Jagen anzuschließen. Schon jetzt haben die Apotheker verschiedener Städte die Treppe hinabstürmten, wobei mehrfache Verlegungen vorkamen. diesen Schritt gethan, an den das Publikum sich bald gewöhnen Mehrere Arbeiterinnen fielen außerdem in Ohnmacht und mußten wird." Hoffentlich befolgen die Apothekenbefizer diefen Rat! In den sofort wieder abrüden, da ein Brand nicht entstanden war. Eine nach ihren Wohnungen gefahren werden. Die Feuerwehr fonnte Kreisen der Apothekenangestellten ist der starke Unwille darüber, daß sie Betriebsstörung wird nicht stattfinden. des Neunuhr- Schluffes nicht teilhaftig werden sollen, durchaus berechtigt! Jst für sie doch auch die Sonntagsruhe nur in ganz ein geschränktem Maße vorhanden! A18,, lästige Ausländer" sind im September vom Berliner Polizeipräsidium zwölf Personen aus Preußen ausgewiesen worden, Die städtischen Volksbibliotheken find im Jahre 1899/1900 um größeren Teile russische Staatsangehörige( 7), die übrigen fünf Die Augelegenheit, betreffend den Bau und Betrieb neuer erfreulicherweise wieder beträchtlich stärker benugt worden sind Destreicher. Unter den letzteren befinden sich der VersicherungsStraßenbahnen für Rechnung der Stadtgemeinde als im Vorjahr. 1898/99 wurden von den 27 Bibliotheken 628 198 beamte Franz Hillebrandt aus Unter- Nohrendorf, Kreis Krems, der wird, entgegen einer neulichen in den Zeitungen verbreiteten Nachricht, Bände, 1899/1900 dagegen 693 078 Bände ausgeliehen, während der Buchbinder Leopold Wolfmeyer aus Wien und der Schuhmacher in der Sigung der Stadtverordneten- Versammlung am nächst en vorhandene Bücherbestand sich am 1. April 1899 auf 104 356 Bände, Franz Rydlo aus Ober- Cernilow; unter den Russen der ElektroDonnerstag nunmehr bestimmt zur Verhandlung gelangen. am 1. April 1900 auf 114 897 Bände belief( ungerechnet 1500 Bände technifer Max Lauter aus Warichau, der Gigarettenarbeiter Joel Die in der Notiz weiter enthaltene Witteilung, daß das Polizei- Nachschlagewerke der beiden Leschallen). Auch diesmal sind wiederum Winkler aus Lowicz, der Schlossergeselle Josef Stasinki aus Piekary präsidium diesem Projekt nicht in allen Bunkten zugestimmt habe, die mit Lesehallen verbundenen Bibliotheken, die Turec, der Schlächter Leopold Schochert aus Banske und die ist nicht zutreffend, da vorläufig noch gar keine Verhandlungen über täglich geöffnet sind, am meisten an der Zunahme der Aus- Cigarettenarbeiterin Rykel Bruzkus aus Polongen, Kreis Mitau. projektierte Linien stattgefunden haben; es handelt sich vielmehr nur leihungen beteiligt. Die 1. Bibliothek( Mohrenstraße) verlieh 1898/99 darum, die principielle Zustimmung der Stadtverordneten- Ber- 68 587 Bände, 1899/1900 80 299 Bände, die 20. Bibliothek( Ravené eine wunderliche Illustration durch einen Prozeß erhalten, der die Das Kapitel der ,, Beleidigungen durch die Preffe" wird fammlung über den Bau und Betrieb von Straßenbahnen in städtischer straße) 1898/99 67 432 Bände, 1899/1900 100 509 Bände. Regie herbeizuführen. Aber Berliner Gerichte beschäftigen soll. Wie erinnerlich sein wird, erließ auch mehrere andre Bibliotheken verliehen erheblich mehr Bücher der Polizeipräsident von Berlin Anfang August d. J. eine Der Antrag des Magistrate wegen Umänderung der beiden als im Vorjahre, besonders die 6.( Ruppinerstraße), die 8.( Derfflinger: Warnung vor dem Gella-, Hydra, Schneeballens, Lawinen usw. Schuzinseln auf dem Schloß plage westlich und östlich des straße), die 22.( Dieffenbachstraße), die 25.( Fruchtstraße), die System. Die Geschäftsleute, die hier mit diesen Systemen arbeiteten, Schloßbrunnens ist nunmehr der Stadtverordneten Versammlung zur 27.( Prenzlauer Allee). Andrerseits machte sich bei einigen schickten darauf den Zeitungen unter Bezugnahme auf den bekannten Genehmigung zugegangen. Dieselben sollen anstatt der durchgehenden Bibliotheken eine Abnahme bemerkbar, namentlich bei der§ 11 des Preßgefeßes„ Berichtigungen", die nach dem Preßgesetz aufBefestigung mit Mosaikpflaster teilweise mit gärtnerischen Anlagen 4. Bibliothet( Stallschreiberstraße). die 1898/99 noch 17 008 Bände, genommen werden mußten. Einer solchen Berichtigung, die der Geschäftsbersehen werden. Eine Bewilligung von Geldmitteln ist hierdurch 1899/1900 dagegen nur noch 13 291 Bände anslich. Die meisten führer des Gellasystems, der Kaufmann Siegfried Herz in Berlin, vernicht erforderlich, da die für das Mosaikpflaster bewilligten Mittel Ausleihungen hatte im letzten Jahre die oben erwähnte 20. Bibliothek, fandt hatte, fügte der Redacteur Karl Keller hinzu:„ Welchen zur Herstellung der gärtnerischen Anlagen ausreichen. die wenigsten nur 6773 Bände die 9. Bibliothek( Wartenburg- Wert diese Berichtigung" hat, werden unfre Leser aus der straße). Von den gesamten Ausleihungen des ganzen Jahrs tamen Warnung des Polizeipräsidenten ersehen haben. Die Hauptsache ist, 98 607 Bände, also über 14 Broz., auf die populär wissenschaft- daß dem leichtgläubigen Teile des Publikums die Augen über jene liche Litteratur, 594 471 Bände auf die Unterhaltungslitteratur Geschäftsunternehmungen geöffnet werden und das ist, meinen wir, einschließlich deutsche und ausländische Klassiker. Die beiden Lese bereits gelungen." Darauf verklagte Herr Herz wegen Beleidigung Die letzte Berliner Volkszählung. ballen waren leider weniger gut besucht als im Vor- nicht etiva den Polizeipräsidenten, sondern den Redacteur Keller. Nur noch wenige Wochen trennen uns von der Volkszählung jahre, die erste Leſehalle( Mohrenstraße) von 16 517 Männern, In der Klagebegründung wird die Warnung als eine Privatan der Jahrhundertwende( 1. Dezember 1900) und nun ist glücklich Personen), die zweite( Navenéstraße) von 16926 Männern, 606 Frauen, aus folide" und„ reelle" Geschäftsführung des Gellasystems keines456 Frauen, zusammen 16 973 Personen( im Vorjahre von 19 110 tundgebung des Polizeipräsidenten bezeichnet, die auf die durchder erste Teil des Berichts über die Bevölkerungs- und Wohnungszusammen 17 582 Personen( im Vorjahre von 19 780 Personen). wegs zutreffe. Das Gericht hat dem Klage- Antrag stattgegeben. Aufnahme" vom 2. Dezember 1895 erschienen. E3 wird eber den Besuch der im Mai 1900 eröffneten dritten und vierten Somit wird nun der eigenartige Fall eintreten, daß ein Zeitungsalso wiederum wie 1895 geschehen, daß lange nach der Auf- Lesehalle( Wilms- und Glogauerstraße) tann erst im nächsten Jahre redacteur für die Wiedergabe einer Warnung des Polizeipräsidenten nahme der einen Volkszählung das Schlußergebnis der voran- berichtet werden. zur Berantwortung gezogen wird. Natürlich wird der Beklagte als gegangenen von unserm städtischen Statistischen Bureau veröffentlicht Die Berliner Toiletteseifen- Industrie weist, wenn man die wichtigsten Entlastungszeugen Herrn v. Windheim selbst vorladen wird. Wir erinnern mit Absicht an das Schicksal der Veröffent- wenigen, in den nächsten Vororten gelegenen Betriebe hinzurechnet, lassen. Somit wird vor Gericht das vielerörterte Gella- usw. System lichungen über die Volkszählung von 1890, weil wir auf den Ein- ca. 30 Fabriken auf, die annähernd eine jährliche Produktion von gründlich Klargestellt werden. wand gefaßt sind, daß die Ergebnisse der Volkszählung von 1895 ca. 60000 Centner billigeren Seifen und ca. 20 000 Centner pilierte Seifen In den Unterleib geschossen hat sich der 26jährige Kaufmann wegen des Zusammenfallens der Berufszählung mit der Bevölkerungs- im Wert von zusammen rund 3 Millionen Mart haben. Ungefähr A. K., Prokurist und Buchhalter in der Marheineke- Platz 13 befindaufnahme im Jahre 1895 zu spät veröffentlicht werden. Das Inter- 15 Fabriken haben, meistens durch Dampf, einige durch elektrische lichen Fabritniederlage des Seifenfabrikanten A. H. A. Bergmann in effe den Veröffentlichungen unsres Statistischen Amts Kraft, Maschinenbetrieb. In den billigeren, jog. Kokosseifen wird ein Waldheim i. S. Ob ein Selbstmordversuch oder ein unglücklicher ist leider ohnedies ein so geringes, daß man es nicht ziemlich großer Umjazz nach den südamerikanischen Republiken gemacht, Zufall vorliegt, läßt sich zur Zeit noch nicht feststellen. St. war als durch Publikationen 5 bis 7 Jahre nach den Aufnahmen wogegen bessere( pilierte) Seifen größtenteils nach Afien( bisher Lehrling in der Fabrik eingetreten und hatte 1895 seinen jezigen namentlich nach China) und Afrifa exportiert wurden. In der Vertrauensposten erhalten. Er schlief hinter dem parterre gelegenen unter den Gefrierpunkt sinken lassen sollte. Wohl ist ein Teil der Seifenfabrikation wird, nach dem Ausspruch vieler Fachleute, all- Comptoir und hatte vor seinem Bett einen von seinem Vorgänger Ergebnisse der Erhebung in den Statistischen Jahrbüchern der Stadt mählich eine vollständige Umwälzung durch eine Maschine hervor übernommenen Revolver liegen. Gestern morgen gegen 8 Uhr überBerlin veröffentlicht, das kann uns aber nicht mit der späten Ver- gerufen, die den Namen„ Brayeuse sécheuse continue" führt und brachte der Portier dem im Nachbarhause wohnenden Geschäftsführer die an Lokales. Meldung, K. habe sich soeben geschossen. Dieser lag halb angekleidet I Straßensperrung. Der Verbindungsweg der beiden Fahr Intereffant ist eine Mitteilung des Stadtbaurats, wonach die auf dem Bett. Seine Beinkleider hatten von dem Schusse dämme der Bülowstraße im Zuge der Blumenthalstraße wird behufs Stadt neuerdings eigne Pflasterer und Nammer für die Reparaturs Fener gefangen und glimmten. Das Feuer wurde rasch gelöscht, üeverbrückung durch die Hochbahn bis auf weiteres für Fuhrwerte arbeiten beschäftigt. Stadtb. Rieger( Soc.) begrüßte dieje Mitund dann entdeckte man die Schußwunde im Unterleibe.. war und Reiter gesperrt, ebenso das Luisenufer von der Oranienbrücke teilung mit Genugthuung als den Anfang zu der Verwirklichung einer socialdemokratischen Forderung,„ Ausführung der städtischen Arbeiten in halb bewußtlos und alles, was er sagen konnte, war Wasser". Er bis zur Rampe der Luisenbrücke vom 15. d. M. ab. " und der Geschäftsführer vornahmen, ergaben, daß alles in bester Ordnung war. Man vermutet daher, daß K. den Revolver unbor fichtig gehandhabt und sich so die Wunde beigebracht hat, doch will der Geschäftsführer beobachtet haben, daß K., sonst sehr lebhaft und gesprächig, in den letzten Tagen still und gedrückt gewesen ist. Stopf fiel. wurde in größter Eile in einem Rünzelschen Krankenvagen nach dem Zu dem Unglücksfall, der den Arbeiter Kortsch betraf, wird eigner Regie". Stadtv. Magers rollte noch einmal die Angelegenheit Strankenhause am Urban gebracht. Eine sofortige Revision der Kasse uns mitgeteilt, daß der Verunglückte dadurch zu Schaden gekommen der stohlenlieferung für das städtische Krankenhaus durch die Firma Sturm und der Bücher, die der zur Zeit hier anwesende Fabrikeigentümer ist, daß ihm aus einer der oberen Etagen ein Brett auf den auf. Aus dem auf seinen Antrag zur Berlesung gebrachten Protokoll über die Vernehmung zweier Heizer geht hervor, daß bei zivei mour 10 Rohlenlieferungen genannter Firma je etwa 10 Centner und bei Selbstmord eines Schuhmanns. Gestern abend wurde der letzten Lieferung gar 30 Centner Grus enthalten waren. zwischen Britz und Nixdorf an einer hohen Pappel ein Schuhmann Eine weitere Vorlage des Magistrats fordert die Einwilligung, daß erhängt aufgefunden. Bei der Leiche wurden 3,35 M. bares Geld grundsätzliche Bestimmungen über die Reliftenversorgung städtischer und ein Zettel vorgefunden, worin der Schuhmann, der dem Arbeiter nicht aufgestellt, sondern die Entscheidung in dieser Frage 39. Polizeirevier angehört, dem Finder für die Bergung der Leiche den einzelnen Deputationen von Fall zu Fall überlassen bleiben soll. das bare Geld überweist. Die Leiche wurde nach Nixdorf geschafft. Die Fraktion der socialdemokratischen Stadtverordneten hatte bereits im Mai dieses Jahrs ein vollständiges Regulativ Der Schußmann war noch ledig. für eine Pensionstaffe für städtische Arbeiter ausgearbeitet. Unfre Genossen Dudsch und Rieger brachten diesen Entwurf als Antrag ein und beantragen die Beratung desselben in einer neu zu bildenden Kommission. Auf Antrag des Stadtv. Jenne wird die Vervielfältigung des Entwurfs zur Verteilung an die Stadtverordneten und die Vertagung der gesamten Vorlage beschlossen. Arbeiterinnenbehandlung in einem Kostümgeschäft. Der Verband der Schneider und Schneiderinnen schreibt uns: Bei der Firma Lüders, Ecke der Mohren- und Friedrichstraße, waren bis zum letzten Sonnabend fünf Arbeiterinnen beschäftigt. An diesem Wegen Einführung von 5 Pfennig- Kartenbriefen für den Tage hatten sie, wie überhaupt an Sonnabenden, besonders eilig Ortsgebrauch wird der Bund der Berliner Grundbesitzer bei arbeiten müssen. Obgleich die Arbeiterinnen zu gewöhnlicher Feier- der Reichs- Postverwaltung vorstellig werden. abendzeit um 6 Uhr schon sehr abgespannt waren, tamen sie doch dem Verlangen, noch drei Ueberstunden zu machen, willig nach. So Mit dem gestrigen Tage ist die Direktion der Berlin war die Uhr neun geworden und die Schneiderimmen wollten sich Charlottenburger Straßenbahn nach Berlin übergerade heimbegeben, als der Schwiegersohn des Geschäftsinhabers, ein gesiedelt. Sie befindet sich jegt in einem Seitenflügel des Hauses Mehrere, ganz unmotivierte Entlaffungen älterer Arbeiter Herr Mahliger, erschien und verlangte, daß für seine Frau noch Friedrichstr. 218, wo sich bisher Diensträume der Großen Straßenein Kostüm gearbeitet werden solle. Nach Berechnung der Arbeite- bahn- Gesellschaft befanden. Hoffentlich hat diese Konzentration das aus dem Feuerwerks Laboratorium in Spandau haben rinnen würde die Fertigstellung des Kostüms, eine Arbeit, zu der eine Gute, daß sie später um so leichter die Ausschaltung des Privat- bei der Arbeiterschaft unsrer Nachbarschaft erhebliche Erregung herfich die Schneiderinnen am Tage vorher übrigens vergeblich an- betriebs ermöglicht. vorgerufen, da diese Entlassungen, einem Gerücht nach, mit der geboten hatten, etwa fünf Stunden beansprucht haben. Das war Im großen Raubtierhause des Zoologischen Gartens ist legten Stadtverordnetenwahl im Zusammenhang stehen denn doch zuviel. Die in Betracht kommende Schneiderin erklärte, daß ihr eine solche Leistung nach des Tage langer Qual unmöglich ein junger männlicher Jaguar von außerordentlicher Größe ein- sollen; die betreffenden Arbeiter sollen für den socialdemokratischen fei, zumal da fie in Köpenick wohne und nach 2 Uhr, wo doch keine getroffen. Er ist durch den bekannten Samniler Wie, dessen Wirt- Kandidaten gestimmt haben! Die Angabe von Gründen für die samkeit die Wissenschaft schon mehrere sehr bemerkenswerte Ent Bahn mehr fahre, nicht in der Werkstätte oder auf der Straße bedungen verdankt, im Gebiete des oberen Barana Flusses, des Entlaſſung wurde den Arbeitern verweigert. bleiben könne. Diese Respektwidrigkeit mußte gerochen werden. Paraguay, gefangen worden. Dieses Thier ist jetzt schon größer Kurz und bündig wurde nicht allein der renitenten Arbeiterin, sondern und stärker als die beiden ausgewachsenen Weibchen, welche sich seit auch ihren unbeteiligten Kolleginnen mitgeteilt, daß sie sämtlich längerer Zeit im Berliner Zoologischen Garten befinden und gehört enilaisen seien, da sie tein Interesse fürs Geschäft einer eigentümlichen geographischen Abart an, denn drei andre eben hätten! Unter dem Verdacht, einen Untergebenen mishandelt zn haben, befindet sich der Unteroffizier Breuz von der zweiten Schwadron des Garde- Kürassier- Regiments, in dem er seit 4 Jahren diente, in Untersuchungshaft. Breuß war als Unteroffizier von einem andern Regiment zu den Garde- Kürassieren gekommen, sollte aber am 1. d. M. nach Aufhebung der Kapitulation entlassen werden, da er sich mit seinen Kameraden nicht vertrug. Nun tam ein Mann von seinem Beritt vor sechs Wochen nach Tempelhof in das Garnisonlazarett II. Der Krante tlagte über ein Kopfleiden, das ihn sehr nervös machte, und phantafierte öfter. Ueber den Ursprung seines Leidens gab er an, daß der Unteroffizier Breuß ihn durch Schläge gegen den Kopf mißhandelt habe. Die Untersuchung darüber, ob diese Angaben der Wahrheit entsprechen, ist noch nicht abgeschlossen. Die Ermittelungen müssen aber für Breutz wohl nicht günstig sein, denn statt nach Hause entlassen zu werden, wurde er in Untersuchungshaft nach der Militärarrestanstalt II gebracht. 9 der Theater. Stadtverordneten Versammlung mit der Wohnungsfrage be Charlottenburg. In ihrer nächsten Sigung wird sich die häftigen. Eine größere Anzahl von Stadtverordneten haben an den falls durch Herrn Wie erlangte Eremplare, die jetzt im Leipziger Magistrat die Interpellation gerichtet, ob er bereit ist, die Beschaffung Durch die Kinder der Obdachlosen, die in der Familien abteilung Garten leben, zeigen ganz diefelben Merkmale. Auch der Jaguar von Wohnungen für die minderbegüterten Selaffen, insbesondere für des städtischen Asyls untergebracht worden sind, ist es erforderlich ist also im tropischen Amerika je nach dem Klima und den Boden- die städtischen Arbeiter, in Erwägung zu ziehen und hierüber mit geworden, die bereits bestehende Asylschule zu erweitern. Die Zahl verhältnissen gewissen Abänderungen unterworfen; im Paraguay- der Stadtverordneten Versammlung in gemischter Deputation zu der schulpflichtigen, im Asyl befindlichen Kinder ist jetzt eine so große, Gebiet ist er besonders groß und lebhaft gefärbt. Man fami jetzt beraten. Bereits am 9. November 1898 hat die Versammlung den wie es seit dem Bestehen der Anstalt nicht der Fall war. Das An- schon behaupten, daß jedes Thiergebiet der neuen Welt seine beson- Magistrat angefragt, ob Erwägungen über die Abhilfe des Mangels recht auf den Weiterbesuch der Schulen im Bezirke der früheren dere Abart des Jaguar besitzt oder wenigstens in der Vorzeit be- an kleinen Wohnungen stattgefunden haben und wann eine Mitteilung des Ergebnisses zu erwarten ist. Am 24. Nov. 1898 hat der Wohnung der Eltern ist durch die Aufnahme im Asyl verloren ge- besessen hat. gangen. Der weite Weg zur Stadt würde auch den regelmäßigen Russischer Unterricht. Die neunte städtische Fortbildungsschule für Magistrat beschlossen, die Angelegenheit auf ein Jahr zu vertagen, Schulbesuch, namentlich zur Winterzeit, beeinträchtigen. Da es sich Jünglinge und Männer, Fruchtfir. 38, eröffnet zum inter einen neuen Kursus da ausreichendes Material nicht vorliege. Am 20. Dezember 1899 immer mehr herausstellt, wie schwer es ist, für die Ashlisten Wohnungen für russischen Unterricht. Derselbe findet Dienstag und greitag von 7 bis teilte er mit, daß inzwischen weiteres Material gesammelt und zu beschaffen, werden deren Kinder wohl lange Zeit hindurch die Uhr abends statt und kostet für das ganze Semester M. 4, An neuerdings die Bearbeitung der Angelegenheit wieder aufgenommen Asylschule besuchen müssen. meldungen sind schleunigst zu richten an den Dirigenten Bagel, Frucht sei; ob und wann diese zu einem praktischen Ergebnis führen werde, straße 38. lasse sich bei der großen Schwierigkeit der Frage und bei den weit In der Angelegenheit des Studenten Helmecke, gegen den, Das Paffage Panoptikum einschließlich des Passage- Theaters ist auseinandergehenden Ansichten auf diesem Gebiet zur Zeit nicht wie wir mehrfach mitteilten, seitens der königlichen Staatsanwalt Sonntag zum vorletztenmal und am morgigen Montag zum letztenmal vor voraus bestimmen. Hoffentlich ist der Magistrat nunmehr endlich zu schaft beim Landgericht I der Haftbefehl wegen Verdacht des Mords, feiner gänzlichen Umgestaltung der Besichtigung zugänglich. Ebenso zeigen bestimmten Vorschlägen gekommen, um dem Wohnungselend ein Ende begangen an seinem Freunde, dem früheren Studenten der Musit fich die Marokkaner heut definitiv zum letztenmal vor der Rückkehr nach machen. 81 Beine, erlassen worden war, ist nunmehr die Haftentlassung ihrer fernen Heimat. Eine Neberfällung der Gemeindeschulen ist nun auch in verfügt worden. Das Untersuchungsgericht hat von der Stellung Die Urania veranstaltet auch in diesem Jahr Vortragsreihen, einer Raution Abstand genommen. Noch fürzlich war der Beschluß die systematisch aufgebaut, sich über verschiedene naturwissenschaftliche Schöneberg eingetreten. Zur Verminderung fliegender Klaffen, gefaßt worden, die Haffentlassung von der Stellung einer Kaution Gebiete erstrecken. Vorgestern begann Herr Dr. Na einen Cyklus wie sie leider in Berlin in so großer Anzahl existieren, hat der Main Höhe von 20 000 Mart abhängig zu machen. Dieser Beschluß ist über Chemie. Die Chemie ift dem Laien ein geheimnisvolles giftrat an das Provinzial- Schulkollegium den Antrag gerichtet, vier sodann auf Grund eines ernenten Haftentlassungsantrags dahin Ding. Nicht ein jeder bringt es zu der Erkenntnis der höheren zur Zeit noch leerstehende Räume des Gymnasiums für die Untermodifiziert worden, daß Helmecke ohne Kaution zu entlassen sei. Gs Tochter, die den Unterschied zwischen Physik und Chemie bringung von Volksschulklassen benugen zu dürfen, was auch geiz die Apparate gewinnt demnach den Anschein, als ob die Anklage wegen Mords dahin präcisierte, daß Phyfitstunde nehmigt worden ist. nicht aufrecht erhalten bleibt. heit bleiben, in der Chemiestunde hingegen entzwei gehen. Die erste Volksküche in Schöneberg ist gestern eingeweiht ilus Minderbegabten erscheint der Chemiter immer noch als worden. ein ehrfurchtgebietender Grübler von der Art des Dottor Fauft los oder Albertus Magnus. Was muß so ein Mann alles in seinem Kopf drin haben, wenn er, ohne mit den Wimpern zu zucken oder mit der Stimme zu vibrieren, mit all den Maschinen und Apparaten Theater des Westens. Hoffmanns Erzählungen". hantiert, eine die unsereiner aus Furcht, an gräßliche Der phantafiereiche und dämonisch- phantastische Erzähler E. Th. A. Explosion herbeizuführen, kann mit dem fleinen Finger zu Hoffmann bietet in feinem Leben und in seinen Dichtungen so tippen wagt. Welche Masse von Wissen offenbart fidh viele mufifalische Anknüpfungspunkte dar, daß von seinen Spurent ferner, wenn an der Wand die lange Tabellenreihe erscheint mit den auch die Geschichte der Musik berichtet. Den gewichtigsten Einfluß gräßlichen lateinischen Namen der Elemente und ihren noch gräß hat er wohl auf den jungen Robert Schumann ausgeübt, zumal licheren Abkürzungsformeln. Der Chemiker fennt sie alle. Er weiß durch seine Figur des originellen Kapellmeisters Johannes Kreisler auch den Begriff der Atome und Moleküle zu definieren, kommt mit( Schumann Kreisleriana"). In Frankreich, in welchem Land Hoffdem Atomgewicht dahergeschleppt und streift zum Schluß sogar das mann außer Deutschland wohl am meisten Antlang fand, hat der Gebiet des Unfittlichen, indem er von der Ehe, der Ver- fruchtbare Theaterdichter Jules Barbier einige feiner Novellen bindung unter verschiedenen Elementen spricht, die dann ein zu dem Text einer phantastischen Oper" phantastischen Oper"" Hoffmanns andres Element mit stärkeren Reizen ebenso schnöde wie erfolgreich Erzählungen verarbeitet, der mehrere tolle Scenen zu stören sich unterfängt. Wenn wir aufstehen, kämpft in uns das bilder, durch verwandte Figuren zusammenhängend, auf altDie zweite Versammlung aus Transvaal ausgewiesener befreiende Gefühl hochnafigen Dünkels mit den niederdrückenden bekannte Weise in eine Erzählerleistung Hoffmanns einfügt. Deutscher, veranlaßt durch das Hinzukommen einer neuen Schar Bellemmungen übergroßer Bescheidenheit. Wir fühlen wohl, noch Musit dazu schrieb der Operettenkomponist Jacques Offenbach Ausgewiesener, die am 20. September in England anlangten, wurde sind wir weit zurück, aber wiederum glauben wir doch aus dem und zwar als eines feiner legten Werke. Ein Jahr( 1881) nach seinem am Freitag in Kramers Restaurant am Humboldthain abgehalten. Vortrag mancherlei Dunkel kapiert zu haben, wovon andre Leute Tode wurde es zuerst aufgeführt. Bald darauf sollte es zu Wien in Rechtsanwalt Tischer und Schneidermeister Thiemann aus Prätoria, noch gar nichts wissen. Was aber die Hauptsache ist, uns zwickt der neuen Komischen Oper" herauskommen; der vielbetrauerte die mit 15 andren Deutschen auf dem englischen Truppen- Transport- der Sporn, wir sind auf neue Belehrungen erpicht und sehen Brand dieses Theaters hemmte sein Repertoirleben. Auch in unirem der zweiten Unterrichtsstunde erwartungsvoll entgegen. Ja, so ist Theater des Westens" war er schon seit längerem mur eben schiff„ Princeß“ nach London befördert wurden, schilderten die Qualen, es: Es wird uns nach der Weisheit Brüsten mit jedem Tage mehr angekündigt. Endlich hat es uns der neuliche Freitag gebracht. Der welche die Gefangenen unterwegs erdulden mußten. Eine Beschwerde Abend war eine angenehme Ueberraschung insofern, als er uns vor beim Kapitän des Schiffs hatte zur Folge, daß Herr Tischer während gelüften! Herr Dr. Naß hat am Ende recht, nach Absolvierung ein gut musikalisch dramatisches Wert stellte und den vielder Fahrt zehn Tage lang in eine dunkle Zeche gesperrt wurde. der zehn Vorträge wird es niemand zum ausgebildeten Chemiker berufenen Verfertiger einiger Dummheitsoperetten mit oberAm schlimmsten erging es den Ausgewiesenen bei der Bandung gebracht haben. Aber der Cyklus giebt die Grundlage, die Anregung flächlich graziöser Musik als den Schöpfer einer künstlerisch in London. Sie wurden von einer schnell zusammengerotteten zu weiterem Studium, die Vorträge sind so verständlich gehalten, ganz ernst zu nehmenden Dramatik zeigte. Gerade das.. Menge mit Flüchen und Schimpfwörtern empfangen, von den wie es das schwierige Gebiet zuläßt; und daher wünschen wir, daß was von diesem Komponisten zu befürchten war und woran uus der ausgewiesenen und gefallenen Deutschen in Prätoria und sie auch unter unsren Lesern und Leserinnen Beachtung finden. seine Nachfolger zum Teil gewöhnt haben: ein unausgeglichenes Johannesburg find auf fremde Unterstützung angewiesen. Da die Außer Herrn Dr. Naß lieft noch im Hörsaal an Sonnabenden Herr Mittelding zwischen niedriger Komit und unechter Opernhöhe mit Dr.Donath über Experimentalphysik, an Freitagen vom 2. November ber alten Form isolierter Gesangsstüde, gerade damit blieben wir, deutschen KonsuIn sich außer ftande erklären, den Unglücklichen ab Herr Professor Dr. Müller über Biologie, an Dienstagen vom verfchout. Der Text ist eine von jenen Berwandlungspoefien, die zu helfen, hat sich ein holländisches Komitee ihrer anfür die Kritisierung der dramatischen Vollendetheit ein gefundener. genommen und verteilt jede Woche Mehl, Neis und Kaffee in be- 6. November ab Herr Graff über Astronomie. stimmten Nationen unter die Armen. Um einen Mittelpunkt für Treptow Sternwarte. Sonntagnachmittag 5 Uhr erläutert Direttor Bissen find. Doch an all das Dramatische, das thasächlich darinnen ihre Bestrebungen zu haben, beschlossen die Versammelten, einen Archen hold in einem mit zahlreichen Lichtbildern ausgestatteten Borsteckt, schmiegt sich die Musik so sorgfältig an, wie wir es in der Berein der Transvaal- Ausgewiesenen, Sektion Berlin" als Zweig- trag Sternhaufen und Nebelwelten", diese fernsten Simmelsgebilde. Das feitherigen Spieloper nicht bald wieder finden. Die rein musikalische verein des Centralvereins Transvaal- Ausgewiesener in Hamburg ins Thema für den 7 Uhr Vortrag lautet:" Die Wiederkehr des Leoniden Erfindungskraft ist allerdings nicht das Bedeutendste daran; allein man wird dessen und der verhältnismäßigen Armut an Melodien" Leben zu rufen. Zum Vorsitzenden würde Herr Robert Petersen, Das Berliner Aquarium hat aus den nordischen und den südlichen um so weniger gewahr, je mehr man von der gerade das Dämonische so Pflugstr. 16, gewählt. Der Verein bezweckt, die Entschädigungs- Meeren außerordentlich reiche Zuwendungen erfahren Außer den ver gut treffenden tonkünstlerischen Charakterisierung fortgeriffen wird. ansprüche der Ausgewiesenen an die englische Regierung durch Verschiedensten niederen Seetieren sind darin nicht weniger als vierzehn Arten Gine eingehende Analysierung des musikalisch Dargebotenen würde mittelung des Auswärtigen Amts durchzusetzen. Gegen die so- Fische vertreten. Die Station Rovigno am Adriatischen Meer sandte genannten" falschen Transvaaler", die durch schwindelhafte Angaben mehrere See- Male, Fische, gegen welche unfre unb einer andren Battung sich entschieden lohnen; doch dazu gehört ein genaueres Eindringen, auf das öffentliche Mitleid spekulieren und die Sache der wirklich gehörende Flußaale wie Zwerge erscheinen, ferner eine Art der durch den als es bei einmaligem Hören möglich ist. Jedenfalls hat das Ausgewiesenen schädigen, soll mit allen Mitteln vorgegangen werden. Besitz eines starten elektrischen Organs ausgezeichneten Torpedo, eine Anzahl Theater des Westens hier eine sowohl historische als auch wie der Purpur: oder Korallenfische, die ein aus absonderlich fammförmigen Schuppen echte starke Beifall bewies aktuelle That vollbracht. Die Ausführung zeigte das Theater auf seiner bekannten Höhe: bestehendes, in ansprechendem gold: und filberschillernden Violett und Rotbraun glänzendes Kleid ihr eigen nennent und zu den reizendsten Fischen sehr gute Gesamtleistung und verschiedenwertige Einzelleistungen. zählen, weiter mehrere Stücke eines durch kräftige Edzähne charakterisierten, Hervorzuheben wären aus der großen Zahl der diesmal Beschäftigten oberhalb blau, unterhalb weiß gefärbten, an den Seiten mit violetten Zupfen geschmückten Bahnbrassen( Dentex), sodann zwei Arten Meer Hermann Steffens in der mehrfachen Teufelsrolle, der als grundeln, die vermöge ihrer Fähigkeit, ihre Farben der Umgebung an Dr. Mirakel im vierten Bild durch mehr Ruhe doch wohl besser zupassen und der Eigentümlichkeit einer Saug- oder Haftscheibe mehrfaches wirken würde, dann Sophie Heymann in der Puppenrolle der Olympia, in der sie einen bemerkenswerten hohen Koloratursopran Interesse erregen. entfaltete, und endlich Elfa Salvi als die totkranke Sängerin Antonia. 0 Im Fernsprechverkehr zwischen Verlin mud Paris soll der Nachtdienst eingeführt werden. Vom Reichs- Postamit sind Berhandlungen mit dem französischen Ministerium der Posten und Telegraphen eingeleitet worden, um die näheren Bedingungen für den ununterbrochenen Fernsprechdienst zwischen den beiden Hauptstädten festzusetzen. Das Polizeipräsidium teilt mit: Am 8. d. Mts. ist ein 42 jähriger Mann wegen Taschendiebstahls festgenommen, der angab, nur der französischen Sprache mächtig zu sein. In seinem Befiß wurde ein Sommerüberzieher vorgefunden, der nachweislich am 4. d. Mts. in einem hiesigen Restaurant gestohlen ist. Ferner wurde bei dem Festgenommenen ein schwarzer steifer noch gut erhaltener Sut aus Seidenfilz, mit der Firma Edard vorgefunden. Der Umstand, daß der Hut dem Diebe zu klein ist, läßt vermuten, daß der Hut ebenfalls gestohlen ist. Der Geschädigte wird ersucht, sich im Bimmer 97 des Polizei Dienstgebäudes, Alexanderstraße 3-6, zu melden. # " schwarms". In der Augenklinik des Vereins für häusliche Gefundheitspflege, Weinbergsweg 7, beginnen jest wieber die Untersuchungen der Augen derjenigen Kinder, welche im Begriff find, die Schule zu verlassen und einen e bensberuf zu ergreifen. Die Untersuchungen find unentgeltlich und finden täglich von 12-1/ 2 Uhr mittags statt. Aus den Nachbarorten. Die Wir haben es im allgemeinen borläufig aufgegeben, über das, was uns von Operntheatern unter dem Namen von Tegtbüchern geboten wird, zu lagen. Allein diesmal war das Textbuch so unvollständig und für das Verständnis der verwickelten und mit Einzelheiten start belasteten Handlung so unzulänglich, daß hier eine genügende Ergänzung des so wertvollen Gesamteindrucks dringend zu wünschen wäre. Gerichts- Beitung. SZ. In die Stadtverordneten- Versammlung in Spandau wurde am Donnerstag der neugewählte Stadtverordnete Genosse Radke eingeführt. In seiner Einführungsrede sprach der Stadtverordneten Der durchgegangene Portier Oskar Gräber, der das Haus Vorsteher Sturm die Hoffnung aus, daß die Thätigkeit unsres Wegen Anfreizung verschiedener Bevölkerungsflaffen zu Gewalt Mauerstraße 86/88 verwaltet, hat sich mit seiner jungen Begleiterin Genossen zum Wohle der Stadt und unfres Königshauses, dem in Wittenberg a. E. angefunden. Von dort, wo er sich in einem wir soviel zu danken haben, gereichen und daß der Segen Gottes thätigteiten gegeneinander ist am 12. Juni vom Landgericht I in Für die Neus Berlin der Vergolder und Redacteur des anarchistischen Blatts Hotel einlogiert hat, traf heute bei Frau Gräber ein von den beiden auf dieser Thätigkeit ruhen möge!! des Jahres 1901 wurden 235 950 Mart Neues Leben", Joseph Bruno Werner, zu 2 Monaten Gefängnis Flüchtlingen unterzeichneter reumütiger Brief ein. Da der Haus pflasterungen wirt feinen Strafantrag gestellt hat, so ist die Rüdfehr des Gräber bewilligt; bei dieser Vorlage wurden lebhafte Klagen über verurteilt worden. Inkriminiert war ein Artifel in Nr. 18 unter einer Reihe von Hauptverkehrs- der Ueberschrift Unser Bekenntnis". Das Reichsgericht hat gestern demnächst zu erwarten. Der Betrag, den er mitgenommen hat, soll die elende Beschaffenheit taum 800 m. betragen. Straßen geführt, deren Neupflasterung erst in 5 Jahren geplant ist. die von Werner eingelegte Revision verworfen. 1 Konfiscierte Gerechtsame. Gin interessanter Prozeß wird 1822 M. Belagerungs- Baptergeld aus Mafeling im wirklichen Wert am 18. Oktober d. J. vor dem Landgericht zu Aachen verhandelt von 36 M. brachte 160 m., 10 Shillingsnoten mit dem Druckwerden. Es handelt sich um eine Klage von fünf Textil fehler" D" 147 M. und ein vollständiges Exemplar der Mafeking arbeitern aus Eupen gegen die Stadt Eupen und den preußi- Mail", die während der Belagerung herausgegeben wurde, 118 M. schen Forstfiskus wegen Entziehung der Gerechtsame im Hertogen- Eine Krüger- Pfundnote brachte dagegen noch nicht einmal den wald. Zur Zeit der östreichischen Herrschaft ist einem Teil der Nennwert. Eupener Einwohner und zwar den in der Textilbranche beschäftigten, laut einer Verleihungsurkunde des Königs Karl II. vom 8. Mai 1680 das Recht verliehen worden, ihr Hornvieh im benachbarten Hertogenwalde unentgeltlich weiden zu lassen und ihren Brennbedarf an totem Holz dort zu holen. Am 19. Mai 1851 ist für die Rheinprovinz ein Gesetz( Gemeinbeitsteilungs- Ordnung) erlassen worden, nach welchem alle derartigen Gerechtsamen auf Verlangen einer der beiden Parteien abgelöst werden müssen, wobei aber die Gegenpartei vollständig schadlos zu halten ist. Der Forstfiskus beantragte im Jahre 1863 die Ablösung der Gerechtsame, und nach dreißigjähriger Verhandlung schloß die Stadtgemeinde Eupen einen Vertrag dahingehend, daß sie auf die Weidegerechtjame verzichte und dafür eine Entschädigung von 146 Hettar Waldboden erhielt. Am 28. April 1899 wurde die Raff- und Leseholz- Gerechtsame auch abgelöst und hierfür der Stadt noch 124 Hettar Waldboden zugesprochen. Die Stadtgemeinde Eupen erklärte mun den Waldkomplex als ihr unbestrittenes Eigentum, welches ihr hypothekenfrei übertragen worden sei. Dagegen behaupten die Textilarbeiter, die Stadtgemeinde habe kein Anrecht an die Entschädigung, weil sie nie Eigentümerin war. Sie wären die Nutzungsberechtigten und es müßten daher auch die auf deren Rechte fallenden Abfindungen an sie übergehen. Zur Feststellung ihrer Rechte haben die fünf Textilarbeiter mun die Klage angestrengt. Das Landgericht hat gegen den Willen der Eupener Stadtverwaltung ihnen das Armeurecht der Stadt Eupen zugebilligt. Vermischtes. કાળ t s ytlets mar Eingegangene Druckschriften. nähernb rentabel waren, blieben ohne Einfluß. Safer war kaum verändert, Rüböl zog auf Paris um 20 Pf. an. Spiritus. 70er Locofpiritus notierte unverändert 49,80 m. Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 13. Ottober 1900.) Amts 1293 Kälber, 13 346 Schafe, 10 532 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Bfund licher Bericht der Direktion. Bum Verkauf standen: 4841 Minder, oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mart( beziehungsweise für 1 Pfund in Pf.): Ochsen: a) vo fleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwertes, höchstens 7 Jahre alt 66-70, b) junge fleischige, nicht aus Jm Verlag von J. H. W. Die Nach f. ist soeben erschienen Heft 9 gemästete und ältere ausgemästete 61-65; c) mäßig genährte junge und gut und 10 des Lieferungswerts: Gesundheitsschut in Staat, Gemeinde genährte ältere 54-59; d) gering genährte jeden Alters 50-52.- Bullen: und Familie, herausgegeben unter Mitwirkung von Aerzten und Fach: a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes 62-64; b) mäßig genährte jüngere gelehrten von Emanuel Wurm. Färsen und Aus dem Inhalt heben wir hervor: und gut genährte ältere 56-61; c) gering genährte 48-52. Stimme und Sprache. Die Rühe: a) vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 00-00; Die Atmung. Außerdem enthält Seft 10 eine b) bollfleischige, ausgemäftete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren Mustelpflege( Gymnastik und Massage). Doppeltafel, auf welcher die Zimmergymnaſtik( nach Schreber) durch 23 B: 53-54; c) aftere ausgemäftete Kühe und wenig gut entwidelte jüngere bildungen veranschaulicht wird. Das Wert wird in Lieferungen von je ühe und Färsen 51-52; d) mäßig genährte Stühe und Färsen 47-49; Stälber: a) feinste Masts 32 Seiten a 20 Pf. erscheinen und in 25 Heften fomplett vorliegen. Bee) gering genährte Kühe und Färsen 41-44. stellungen nehmen alle Buchhandlungen und Kolporteure entgegen. Alle tälber( Bolmilchmast) und beste Saugkälber 76-80, b) mittlere Maſtkälber vierzehn Tage erscheint ein Heft. und gute Saugfälber 72-75, c) geringe Saugtälber 68-70, d) ältere, gering genährte( Fresser) 35-43. Schafe: a) Maftlämmer und jüngere Mast c) mäßig genährte chafe( Lebendgewicht) 25-33. Schweine: a) vollfleischige der feineren beren Kreuzungen im Alter bis zu 1 Jahren 56, b) Käser 58, c) fleischige 53-55, d) gering entwickelte 49-52, e) Sauen Stelett nnd Muskeln. langt Heft 2 und 3 des reich illustrierten Werts Das hungernde Nuh- hammel 63-67, b) ältere Masthammel 52-59, Sammel und Schafe( Merzschafe) 44-50, d) Solsteiner NiederungsJm Verlag von J. H. W. Die Nachf. ist soeben zur Ausgabe ge land. Reise- Eindrücke, Beobachtungen und Untersuchungen von Dr. C. Behmann und Parvus. Aus dem Inhalt geben wir nachstehend einige Rapitelüberschriften: Petersburg und Moskau. Auf einer russischen Eisenbahn. Unfre erste Wolgafahrt.( Von Nischni- Nowgorod bis Kafan.) Die Universitätsstadt Kasan. Eine Reife in die hungernden Dörfer. Beobachtungen und Gespräche. Neben der bereits komplet vorliegenden Ausgabe, welche broschirt 6 W., gebunden 7,50 M. toftet, erscheint das Wert auch in Heften a 40 Pf. Sämtliche Buchhandlungen und Kolporteure nehmen Bestellungen entgegen. Marktpreise von Berlin am 12. Oktober 1900 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. Kartoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg Hammelfleisch Rassen und 50-52. Verlauf und Tenbenz. Das Verlauf und Tendenz. Das Nindergeschäft verlief in guter Ware glatt, soust ruhig; es bleibt etwas Ueberstand. Der Kälberhandel geſtaltete fich glatt. Bei ben Schafen war der Geschäftsgang langsam; es bleibt viel unverkauft. Der Schweinemarkt verlief ruhig, wird aber fáum ganz geräumt. terungsübersicht vom 13. Oftober 1900, morgens 8 1hr. " Weizen, gut D.- Ctr. mittel gering * Roggen, gut 6, 1,60 4, 1,20 Stationen " " bo. Bauch" 1,30 1, 14,50 Schweinefleisch 1,60 1,20 " mittel Kalbfleisch 1,80 1" " " In der Danziger Bucht tenterte das Boot des Fischers Görk aus Koliebken. Görk und seine zwei Söhne im Alter von 17 und †) Gerfte, gut 16 Jahren ertranten. " gering 1,60 1,20 " 15,60 14,90 Butter 2,80 2, # " 14, Ein spanisches Sittenbild. Aus Madrid wird der Köln. t)" Hafer, gut " " " 14,80 14,10 Gier 13,30 Karpfen Aale 15,80 14,90 Bander 60 ft 1 kg gering 6,82 6, Barsche " 7,40 5,10 40,- 25, 45, 20, Schleie Bleie Krebse vas dod 12,- 2,50 70, " 30, Barometerftand mm richtung Wind: Windstärke Wetter 764 Still 2 heiter 1516. bed. 3 Nebel Nebel Temp. n. G. 5º C.= 4º R. Stationen Barometerftand mm Wind richtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. CATI& 15° 6.= 4° R. 2 11 3 mittel gering Swinemde. Hamburg 759 S 4,80 2,80 Berlin 762 SW 2,-1,20 Frankf./M. 763 O 2,50 1,20 München 763 S 2,60 Wien 36ebedt Haparanda 750 Still 8 Betersburg 6 Cort 2 Aberdeen 5 Baris 5 7593 744 hetter 4bebedt 3 wolfig 763 NNW 1 woltent Beitung" vom 8. Oftober berichtet: Den gefſirigen Tag werden die mittels 13,80 13,00 Bebe 200 120Wetter Prognose für Sonntag, den 14. Oktober 1900. streichen. In der hiesigen Corrida wurde dem bekannten Espada Bombita durch einen Hornstoß der rechte Arm zerfleischt, und der Picador Telillas erlitt einen Bruch des Schlüsselbeins. In dem im nahen Carabanchel abgehaltenen Stierkampf erhielten die Matadore Lagarito und Machaca schwere Verwundungen im Oberschenkel. Das gleiche Mißgeschick ereilte den Banderillero Colon in Palma und Ben Espada Parrao in Granada. In Barcelona wurde der aus Madrid gebürtige Stierfechter Dominguin om ersten Stier, der sich wie der Blizz auf ihn warf, erfaßt, Nichtstroh helt Erbsen Speisebohnen Linien 1,80 0,80 Etwas wärmer, zeitweise heiter, vielfach wolkig mit leichten Regens 3,- 1,20 fällen und ziemlich frischen südwestlichen Winden.. 1,40 0,80 2 Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Donnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Dienstag, *) ab Bahn. +) frei Wagen und ab Bahn. Betreibemarkt war Produktenmarkt vom 13. Oftober. Der Getreidemarkt A. Zenker, Bielefeld. Adreffe ist: E. Simanowski, Hochstr. 46, III. 2. 29. Legen Sie Beschwerde ein und sprechen Sie gelegenltich in der schwach im Anschluß an die niedrigeren von London und er einen furchts gemeldeten Notterungen. luftlos Da indessen aus Nordamerika gebesserte Sprechstunde am Montag oder Freitag mit der Quittung über die Krankenbaren Hornstoß in den Unterleib davontrug, dem er einige Stunden Weizenpreise gekabelt wurden, so blieben die hiesigen Abgeber zurückhaltend. haus- Koſten vor. R. 100. Sie haben die Taille nicht zu bezahlen. Da später unter entsetzlichen Schmerzen erlag, nachdem ein Geistlicher Die Umiäge hielten sich in engen Grenzen. Weizen und Roggen wurden für, daß die Dame in 2 Monaten stärker geworden ist, können doch Sie 48. 1. Ja, innerhalb 3 Monaten. 2.§ 185 Str.-G.-B. 3. Das ihn mit der letzten Wegzehrung versehen. Dominguin war ein noch um eine Kleinigkeit niedriger angeboten. Die etwas höheren Preismeldungen nichts. jugendlicher Torero, der, von dem Wunsch beseelt, sich rasch einer aus Destreich- Ungarn, sowie der Umstand, daß russische Roggenofferten an: Amtsgericht Berlin I( Alt- Moabit 11/12) ist zuständig. 4. Nein. Namen zu machen und seine alten Eltern unterstützen zu können, Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag sich durch besondere Tollkühnheit auszeichnete. Am vergangenen 19. Sonntag war er in Bayonne aufgetreten und dort von einem Stier to bearbeitet worden, das faft fein ganzer Anzug zerrissen wurde, während er selbst imberlegt blieb. Als er zurüdfam, zeigte er hier verschiedenen Freunden die betreffenden Kleidungsstüde und meinte:" Ich habe ein riesiges Glück. Wenn ich in fein Stier Bayonne nicht ums Leben kam, dann bringt mich so um 1" Acht Tage später war er eine Leiche. Der Stier, der ihn tötete, stammt wieder aus der berühmten Ganaderia von Miura, deren Stiere u. a. dem Pepete, Canet und Espartero so verhängnisvoll gewefen find. Die diesjährige Temporada schließt damit also in der traurigsten Weise ab. Daß dadurch aber der Vorliebe weiter Kreise für diese barbarischen Schauspiele Einhalt geboten wird, ist taum zu erwarten. Neue Hiobebotschaften kommen von der amerikanischen Ostfifte. Aus alifag wird vom Sonnabend berichtet: In den legten 60 Stunden tobte ein von ungeheuren Regengüssen begleiteter Sturm in den Küstenprovinzen von Kanada. An vielen Stellen find die Bahnlinien weggewaschen und der Verkehr unterbrochen. Große Streden Lands sind überschwemmt, piele Schiffe ans Land getrieben worden. Kriegsmarken und Reliquien vom südafrikanischen Kriege gelangen jetzt zu Tausenden in London zum Verkauf. Bei Stevens war man dieser Tage stundenlang beschäftigt, faſt 400 derartige Gegenstände zu veranktionieren. Die Schokoladen schachteln der Königin brachten mit Inhalt durchschnittlich 30 M. eine am Charfreitag in Mafeting ausgeteilte Brotration 129 W. Ein vollständiger Saz von Belagerungsmarten aus Mafeking wurde für 559-852 m. verkauft, vier Freistaat- und Mafeting- Marten für Deutscher Holzarbeiter Verband. Statt jeder besondren Meldung Nach langen schweren Leiden starb am 12. d. M., mittags 1 hr meine liebe Frau, unfre gute Mutter, Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Schwieger- und Großmutter der Kollege Tischler Ferdinand Heinke am 11. b. m. verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonn tag, den 14. Oftober, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Auguste Krause geb. Krause. Um stilles Beileid bitten Die trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Kranse und Kinder, Röpniderstr. 48. Die Beerdigung findet Montag, Emmaus- Kirchhofs, Rigdorf, Her- den 15. ds., nachmittags 3 Uhr. von mannstraße aus statt. Der Kollege, Tischler 200 Hermann Wiebach berstarb am 12. Oftober. Wochen: Spielplant. Opernhaus Schauspiel haus Neue Oper ( Kroll) Deutsches Theater Die Jungfrau Jugend von heute von Orleans Geschloffen Sonntag 14. Montag 15. 16. 17. 18. Catda le Benvenuto Cellini Mignon Der fliegende Holländer Der wilde Reutlingen Der wilde Reutlingen . Sinfon. 12. A66. Die Meistersinger d. tgl. Kapelle. von Nürnberg M. Deff. Hptpr. Die Tochter Geschlossen des Grasmus Der Mikado Die Fledermaus Die Fledermaus Der Mikabo Der Mikado Rosenmontag Der Probefandidat Rosenmontag Rosenmontag Rosenmontag Fauft Johannisfeuer Morituri Johannisfeuer Johannisfeuer Die Ehre Berliner Theater Die streng Herren Die ftrengen Ueber unsre Kraft Die strengen Herren Das Glüd Das Glüd Die Ehre im Winkel im Winkel Herren Das Glüc im Winkel Die strengen Herren Die strengen Herren Die golbene Eva Hoffmanns Erzählungen Bar und Bimmermann MOBIT Hoffmanns Erzählungen Der Zigeuner be baron Hoffmanns Erzählungen Leffing: Theater. Schiller. Theater Theater des Westens 1 Sonnabend 20. Fra Diavolo Der wilde Reutlingen ( Marcella Sembrich) I Puritani Rosenmontag Sonntag 21. Die Afrikanerin Der wilde Reutlingen Der Mitado Rosenmontag Johannisfeuer Johannisfeuer Johannisfeuer Das Glüc im Winkel Martha Ueber unsre Kraft Nachm.: Käthe Das Glück im Winkel Die lustigen Weiber von Windsor Die strengen Herren Die Orientreife Hoffmanns Erzählungen Seceffions: Bühne. Alle Abende: Bildschniger Ständiges Repertoire: Residenz Theater. Alle Abende: Die Daute von Marim. Central Theater. Alle Abende: Der griechische Stlave. Daheim Der Bär. Nur Mittwoch: Der gnädige Herr.- Thalia- Theater. Alle Abende: Der Liebesschlüssel. Alle Abende: Der Mandarin von Tfing- ling- ting. Friedrich Wilhelmstädtisches Theater. Metropol Theater. Alle Abende: Der Tugendring. Carl Bellealliance Theater: Alle Abende: Gastspiel der Tegernseer: Die schöne Millibäuerin von Tegernsee. Weiß- Theater. Alle Abende: Müller und Schulze auf der Pariser Weltausstellung.- Urania. Alle Abende: Auf den Wogen des Ozeans. Nur Mittwoch: Plan und Aufgabe der deutschen Südpol Expedition. Verein der Maschinisten, Heizer und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Todes: Anzeige. Am Donnerstag, den 11. Oktober, ist unser Kollege Achtung! sisedA Jim welded to Achtung! Socialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis Joh. Hagemeister für den 4 verstorben. Die Beerdigung findet am Sonn tag, den 14. Oktober, uachmittags firchhofs ang, te bes St. Thomas: 3 Uhr, von der Leichenhalle des Leichenhalle Danksagung. [ 4906 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die schönen Kranz spenden bei der Beerdigung meines geliebten Mannes, unsres guten alten Sophien- Kirchhofs, Bergstraße, aus statt. Um rege Beteiligung bittet 139/19 Der Vorstand. Die Beerdigung findet am Sonntag: Baters, Bruders' und Schwagers; Verein der deutschen Kutscher. nachmittag um 4 Uhr von der Leichen: halle des Heiligen Kreuz- Kirchhofs, Mariendorf, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Gentral- Kranken- u. Sterbefasse der Tischler u. Ortsverwaltung Berlin H. Todes- Anzeige. Am Donnerstag, den 11. Oftober, berschied nach kurzem Leiden das Mit glied unsrer Stasse, der Tischler Ferdinand Heinke im Alter von 53 Jahren. Die Beerbigung findet heute nach mittag 4 Uhr von der Leichenhalle des Emmauskirchhofs aus statt. 184/20 Die Crisverwaltung. Nach langem, schwerem Leiden entdes Restaurateurs Hasc Otto Hasel, Gegründet 1884. Brauerei Friedrichshain: sagen wir allen Verwandten, Freunden, Sonnabend, den 27. Oftober 1900, Gäften und Betanuten, insbesondere dem Gesangverein ,, Kreuzberger Harmonie", den Stammgästen bes 16. Stiftungsfelt, Gifabethhofs II, ben Züchtern der wozu alle Freunde und Gönner des Firma Linke, Godenschwäger u. Co., Vereins ergebenst eingeladen sind. unsren herzlichsten Daut Billets sind bei dem Komitee Die tranernden Hinterbliebenen. und Mitgliedern zu haben. im [ 5006 Großer öffentlicher Vortrag für Damen und Herren Stenen Naturheilverein" Charlottenburg Berlin im ,, Nenen Kösliner Hof, Berlin N., Köslinerstr. 8. Montag, den 15. Oktober cr., im ſchlief fanft, am 12. Oftober, nadm. Frl. M. 5 Uhr, mein innig geliebter Mann, der Tischler 485b Hermann Wiebach, Wann und im 37. Lebensjahre. Um stilles Bei: Teid bittet die tiefbetrübte Gattin ( Vorsitzende M. Kube) abends 8 Uhr, spricht ( OSTEN.) Am Sonntag, den 14. Oktober 1900, in Louis Kellers Festsälen 980 Koppen- Strasse No. 29: 4. Stiftungs- Feft nsion bestehend in nouas Vokal- und Instrumental- Konzert, Auftreten der Gesellschaft ,, Strzelewicz" 9200 THE und Mitgliedern des Arbeiter- Turnvereins ,, Fichte". Anfang 4 Uhr. Von 6 Uhr an TANZ. 00000000000000 DOC Centralverband der Maurer etc. Zahlstellen Berlin und Umgegend. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 29. Fernsprecher: Amt VII 4289. A Geöffnet an den Wochentagen von vormittags 8-1 Uhr und nachmittags 3-7 Uhr. Den Kollegen zur Kenntnis, daß die Vertreter- Sigung beschlossen hat, den wöchentlichen Beitrag zum Streitfonds von 50 Pf. auf 25 Pf. herabzusehen. Dieser Beschluß tritt zum Die Verbandsleitung. Kube, Naturheilkundige, erſtenmal in der Woche vom 15.- 20. Ottober in Straft. wo ist Lungenschwindsucht heilbar.? 190/3 250 Danksagung. Danksagung. Sophie wiebach geb. Kröger. Das Wesen der Tuberkulose, Asthma, Emphysem,& rau bei der Beerdigung die letzte ſcheidens meines inniggeltebten Manns Lungenbluten. Die Beerdigung findet am 14. Ofto: ber, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Heiligen Kreuz- Fried hofs in Mariendorf aus statt. Um zahlreichen Besuch bittet Entree 15 Pf. Allen Freunden und Parteigenoffen und Genossinnen, welche meiner lieben Ehre erwiesen, sage ich hiermit meinen herzlichsten Dant. 5036 Karl Jentsch, Zimmerer, 505b nebst Kindern, Schöneberg, Bahnstr. 42. Der Vorstand. Möbel Bürgerliche Wohnungs- Einrichtungen. Für die mir anläßlich des Hin erwiesene Teilnahme, spreche ich hier: Großes Lager. Billige Preise. durch meinen tiefgefühlten Dant aus. Dreijährige Garantie. Friedrichsfelde, 12. Oftober 1900. Wilh. Lambrecht, e Marie Rasch, geb. Albrecht. [ 54010* Simeon traße 19. Warenhaus A. Wertheim Vor der Eröffnung unserer Neubauten Leipziger-, Vossu. Oranienstrasse Extra- Verkauf| Die Extra- Preise zu ausserordentlich herabgesetzten Preisen in sämtlichen Abteilungen unseres sind neben den bisherigen auf den Preiszetteln vermerkt. Geschäfts. 000110 SI Alle Waren sind im Preise ermässigt. S Ausgenommen sind nur vereinzelte Artikel, deren allgemeine Preislage eine Herabsetzung nicht zulässt. gottusid Glas. Porzellan. Biertulpen, glatt Krystall 22 Pf.| Kompottschalen 9, 15, 18, 22 Pf. Dessertteller, dekoriert 18, 23, 35 Pf.| Milchtöpfe, blau 15, 20, 22, 25, 30 Pf. Gambrinus- Tulpen 27 Pf. Obstschalen mit Lippenrand 16 Pf. Eismuscheln mit Goldrand 17 Pf. Weisse Kaffeebecher Biertulpen, gemustert Krystall 40 Pf. Bierbecher m. Goldrand, 14 Ltr. 7 Pf. Satztöpfe, blau Zwiebelm., 6 St. 2,10 M. Speiseteller, flach, bunt Vorratstonnen, blau Zwiebelm. 40 Pf. Gewürztonnen, blau Zwiebelm. 15 Pf. Essig- u.Oelflaschen, Butterdosen 19 Pf. Theebecher mit Bordüre Steingut. 10502 Satz Stück 17 Pf. * 9 Pf. 23 Pt. Speiseteller, gerippt, ca. 24 cm 19 Pf. Terrinen, weiss, Rokoko- Form 140 Pf. Kartoffelschüsseln mit Deckel 90 Pf. 40 Pf. Handleuchter mit Löscher 18 Pf. Lampen. Schüsseln, weiss, rund, tief, ca.26 cm 20 Pf.| Suppenterrinen, blau 1,13, 1,40м. Waschschüsseln, weiss, ca.39cm 48Pf. Salatschüsseln, blauZwiebelm 1,40м. do Wasserkannen, weiss 240 Pf. Brotplatten, blau Zwiebelm. 20 Pf. 15 Pf. Tischlampe mit galvan. Fuss 2,25 M. Küchenlampenm. Rundbr.48 u.70 Pt. Vorratstonnen, blau Zwiebelm. 33 Pf. Tassen mit Stabhenkel, blau Essig- u.Oelflaschen," 33 Pt. Milchtöpfe, blauZwiebelm.35,40,50Pf.| Tischlampem. Majol- Fuss 2,90 3,90 Glühstrümpfe Ingat se t E Zwiebelmuster Kasserollen, helblau, 28, 30, 35 Pf.| ohne Ring hellblau, 50, 60, 65 Pf. Kasserollen, mit Ring 50, 60, 65 Pf. Schmortöpfe, hellblau, 35, 45, 50, 65, 75 Pf. Wasserkessel, hellblau, ohne Absatz 95 Pf. 1.15, 1.30 M. Emaille- Geschirre. Kaffeekannen, hellblau 50, 60 Pf. 85 Pf. Eimer, hellblau oder marmoriert, ca. 28 cm Schüsseln, flach, weiss 25, 32, 40, 50, 65 Pf. Schüsseln, tief, weiss 40, 50, 55, 60, 70 Pf. Wasserkessel, hellblau, mit Absatz Salz- oder Mehlmesten, alexible W- sps 1.35, 1.55 M. Stangensparge! II, mittelstark Dose 1.45 M., Dose 78 Pf, Bruchspargel I 78 Pf. Dose 1.05 M., Dose 60 Pf. 20151 Bruchspargel ohne Köpfe Dose 76 Pf., 1/2 Dose 42 Pf. Abschnittspargel Dose 60 Pf. 100 18 Pf. Töpfe, weiss, gerade Form 15, 20, 28, 35 Teller, weiss 14, 18, 22, 25 Pt. Wasserkonsole mit/ Liter Mass 38 Pf. Kehrschaufeln, hellblau oder marmoriert 32, 38, 45 Pf. Waschschüsseln mit Seifnapf, hellblau 55 Pf. weiss, hellblau oder marmoriert 80 Pf. Waschgarnituren, elle 77010 Konserven. Kaiserschoten % Dose 1.25 M., Dose 68 Pf. Schoten, extrafeint Dose 80 Pf., 2 Dose 48 Pf. Schoten Junge Schoten Schoten Saath Dose 70 Pf Dose 40 Pf. ¼ Dose 33 Pf. 3 Teile 1,70 u. 2 M. Wachsbohnen 11 Dose 42 Pf. Stang.- Perlbohnen D. 50 Pf. Gemischtes Gemüse 31210 / Dose 65 Pf.,% Dose 40 Pf. Spinat 1/1 Dose 60 Pf. Saure Kirschend ohne Steine/ Dos. 1.15%, Dos. 65 Pf. m. Steine/ Dos. 80Pf., Dos. 45Pf. Corned Beef 1.10 M. sunis 3.25 M. Zungen Weisse Linon- Taschentücher 1.50 M. gesäumt, im Karton, Dutzend 19 Reinleinene Taschentücher 3.40 M. A dog gesäumt, feinfädige Qualität, Dutzend Berantwortlicher Redactent: Heinrich Wekker in Groß- Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Max Bading in Berlin, Br. 240. 17. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 14. Oktober 1900. Wie man Stadtverordneten- Wahlen macht. 0 bloß deshalb für ungültig zu erklären, weil sich unter ihnen nicht ein Hausbefizer befunden habe. Durch diesen Mangel tönne nur einer von den vieren betroffen werden. Das Gericht berändert waren. denn bei Eine erhebliche Unregelmäßigteit finde jedoch das Gericht darin, daß der Wahlvorstand die vielen Stimmen für die vier socialdemokratischen Kandidaten für ungültig erklärte, weil unter Die ungültigkeit der Köpenicker Stadtverordneten Wahlen der Die Stadtverordneten- Bersammlung legte Berufung ein. Die den vier zu wählenden ein Hausbesiger sein sollte und sich unter 3. Abteilung, welche am 21. und 22. November 1898 stattgefunden Kläger betrauten den Rechtsanwalt Dr. Heinemann mit ihrer jenen 4 Standidaten ein solcher nicht befand. Man hätte sich haben, hat mum auch, wie gestern schon erwähnt, das Ober- Bertretung. Das Ober- Berwaltungsgericht beschäftigte sich schon vor garnicht darum betümmern dürfen, ob ein HausVerwaltungsgericht ausgesprochen. Es handelte sich damals längerer Zeit mit der Angelegenheit. Dr. Heinemann bezog sich befizer dabei sei, sondern hätte die Stimmen um die Wahl von 4 Stadtverordneten, wovon einer Hausbefizer damals auf eine Beugenaussage des Stadtrat Jenne, des Wahl einfach für voll nehmen müssen. Fand sich dann, daß fein sollte. Da eine Bezirkseinteilung nicht vorlag, konnte jeder vorstehers, wonach dieser allein 10 bis 12 Wähler, die in der Liste bei der Majorität fein Hausbefizer war, dann wären die Wähler vier Kandidaten seine Stimme geben. Im ganzen nicht gefunden wurden, auf den zweiten Wahltag verwiesen oder ersten drei als gewählt zu erachten gewesen und der wurden 1262 Stimmen Davon erhielten die zum Warten aufgefordert hat, und behauptete seinerseits, daß noch vierte nicht. Die Wahl des Herrn Photographen Haus Kandidaten der bürgerlichen Parteien: Hentschel 657, Buttlig viel mehr Leute zurückgewiesen worden seien, weil sie infolge jener mann set schon aus diesen Gründen hinfällig, denn 655, Noad 652, Hausmann 611. Nach den Feststellungen" unglücklichen Listenabschrift 2c. ihre Identität nicht hätten nachweisen 1262 abgegebenen gültigen Stimmen habe er mit mir 611 nicht des Wahlvorstands erhielten dagegen von den Kandidaten der können. eine beschloß darauf weitere die absolute Majorität erreicht. Socialdemokratie giegelmann 10 gültige und 597 un Beweiserhebung. Gestern gelangte die Sache nun wieder Eine erhebliche Unregelmäßigkeit liege weiter bezüglich der Eingültige, Echulz 4 gültige und 597 ungültige, Teeg 698 un- vor dem 2. Senat zur Verhandlung. D Der in Stettin ver- ladungen vor. Es sei anzunehmen, daß die Leute, die nicht in g ültige und Nicce 589 ungültige Stimmen. Die angeblich nommene Redacteur Hermann Faber, der 1898 Vorsitzender des der Lifte standen, auch keine Einladungen erhielten. 17 der aus ungültigen Stimmen der Socialdemokraten hatte der Wahl- focialdemokratischen Wahlvereins in Köpnid war, hat ausgefagt, daß Versehen oder abfichtlich aus der Abschrift herausgelassenen Leute borstand für solche erachtet, weil sich unter den vier social- damals eine Anzahl Leute er entsinnt sich nicht mehr, wieviel hätten eine Einladung erhalten müssen. Diese 17 müsse man den demokratischen Kandidaten nicht ein Besiger eines fertigen fich bei ihm über Zurüdweisung beschwert hätten. Ihm habe mur Wählern zurechnen, wolle man die absolute Majorität feststellen. Wohnhauses befand. die Einsprüche verschiedener eine Abschrift der Urlifte zur Verfügung gestanden. Der stell Ferner sei es eine erhebliche Unregelmäßigkeit, Parteigenoffen erklärte die Stadtverordneten Versammlung die vertretende Wahlvorsteher, Stadtrat Schüßler, wurde gestern vom Gericht daß nicht der Wahl eine wörtliche Abschrift der bom Wahlvorstand konstatierte Wahl der bürgerlichen Kandidaten selber vernommen. Er hat an jedem der beiden Wahltage den Vorsteher Urliste zu Grunde gelegt worden sei. Denn man für gültig, worauf jene Genossen die Gültigkeit der Wahl im Ber- ein bis anderthalb Stunden vertreten und in dieser Zeit, wie er müsse damit rechnen, daß von den Leuten, die aus irgend einem waltungsstreitverfahren anfochten. Die Kläger machten glaubt, zufammen vier oder fünf Leute in der Liste nicht gefunden. Grunde eine Wahleinladung nicht erhielten, aber bei der öffentlichen geltend, daß verschiedene Unregelmäßigkeiten und Gesezwidrigkeiten Bu allen oder einigen habe er gejagt, sie sollten warten, bis der Auslegung sich die damalige Nummer notiert hatten, eine vor und bei der Wahl vorgekommen feien. So habe die der Wahl starke Andrang vorüber sei. Rechtsanwalt Schulz vertrat die Anzahl zur Wahl gekommen seien, die alte Nummer in zu können, da die zu Grunde gelegte Wählerliste der 8. Abteilung nicht mit der im Stadtverordneten, während Rechtsanwalt Heinemann für der Tasche, ohne sich legitimieren Nummern inzwischen Auch sie feien Juli 1898 öffentlich ausgelegten Urliste übereingestimmt und die Kläger ausführte: zweihundert Wähler etwa hätten nicht die üblichen EinDie Beweisaufnahme erschüttere nicht das Urteil des Bezirks. den Wählern zuzurechnen. Der Gerichtshof rechne mit etwa ladungen erhalten, aus welchen ihre Nummer in der Wählerliste zu ausschusses. Es stehe fest, daß eine ganze Anzahl Personen zurüd 1314 Wählern. Die absolute Majorität wäre dann 658, so viel ersehen gewesen wäre. Das habe zu allerlei Schwierigkeiten bei gewiesen worden seien, weil man ihre Nummmer nicht fand. Damit Stimmen habe aber keiner der seiner Zeit für gewählt erklärten der Wahlhandlung selber geführt. Eine Anzahl Personen feien direkt ei die Möglichkeit gegeben, daß viele von diesen Standidaten erhalten; es wäre also wohl möglich gewesen, daß die oder indirekt um ihr Wahlrecht gekommen. Dem jocial- fortgingen und daß andre, die den eigenartigen Kandidaten der socialistischen Partei die Mehrheit erhielten. demokratischen Wahlkomitee habe man ferner eine Abang der Wahlhandlung von ihnen erfuhren, Sämtliche vier Wahlen seien deshalb ungültig. schrift der veränderten und mit andren Nummern versehenen gar nicht erst bingingen. Das Verfahren mit seinen ver Abschrift der Wähler der 3. Abteilung aus der Urlifte berichiedenen unzulässigen Einzelheiten könne sehr wohl einen weigert, während das Komitee der bürgerlichen Parteien Einfluß auf das Resultat gehabt haben. Hinzu komme, daß man eine solche Abschrift erhalten habe. Uniformierte städtische Polizei- den Socialdemokraten die Abschrift der bei der Wahl benngten Liste beamte hätten Leute zum Wählen angehalten usw. usw. verweigert habe, während ber Magistratssekretär Henschel, Briefkasten der Redaktion. eidlich bekundet hätte, dem Komitee Der Bezirksausschuß veranstaltete eine umfangreiche wie dieser selber Beweiserhebung und gab dann der Klage statt, indem er die Wahlen der Parteien für zehn Mark Weise eigenhändig auffegen und selbst aufbewahren. Das ist die billigste der vier Vertreter des Bürgertums für ungiltig erachtete. Unter eine Abschrift lieferte. Diese Parteien hätten die Liste Art. Beispiele für Testamente finden Sie auf Seite 238, 239 des dem Bezugnahme auf das Ergebnis der Beweiserhebung führte das Be- erfolgreich benutzen können, ihre socialistischen Gegner seien dagegen Arbeiterrecht angehängten Führers durch das Bürgerliche Gesetzbuch. zirtsgericht aus: Bei der öffentlichen Auslegung der Wählerliste nur im Besitz einer Abschrift der alten Liste, die ihnen nichts C. G. Schriftliche Antwort zu erteilent, lehnen wir ab. Der Finder einer feien die Wähler aller brei Abteilungen in einer nuzte, da doch die Nummern mit denen der Liste des Wahlvorstands verlorenen Sache erlangt nach Ablauf eines Jahre nach der Anzeige des Nummernfolge aufgeführt gewesen und zwar die Wähler der absolut nicht übereinstimmten. Dadurch sei das fehlerhafte Wahl Funds bei der Polizeibehörde( bei Sachen unter 5 M. Wert nach Ablauf ersten und zweiten Abteilung vor den Wählern der dritten Abtei- verfahren noch mehr verschlechtert, seine Wirkung für die eine Partei eines Jahrs seit dem Funde) das Eigentum des Fundes, wenn inzwischen kein Empfangsberechtigter ermittelt ist und hat im Fall der Herausgabe des lung. In einer Abschrift, die bei der Wahl benutzt wurde, hätten noch verschärft worden. Funds Anspruch auf Finderlohn. Wer eine verlorene Sache findet und an dagegen die Wähler der dritten Abteilung mit Nr. 1 begonnen, sich nimmt, hat dem Berlierer, und wenn er diesen nicht tennt, die Sache statt, wie in der Urliste, mit Nr. 160. Einige Umstellungen aber mehr als 3 M. wert ist, der Polizeibehörde Anzeige zu erstatten. Der Finderlohn beträgt fünf Prozent vom Wert der Sache bis zu 300 M., von Namen feien auch vorgenommen worden. Ferner seien versehentlich 18 Wähler aus der Abschrift herausgeblieben und mehrere Das Gericht halte es für nicht richtig, daß die beiden Parteien von dem Mehrwert ein Prozent, bei Tieren stets nur ein Prozent. Schreiber. Sie sind zur vollen Zahlung verpflichtet. A. H. Wenn inzwischen Verstorbene sowie einen Geisteskranken und zwei Ber- hinsichtlich der Abschriftnahme der Liste verschieden behandelt worden Garantie übernommen war, so können Sie auf Rückzahlung des Kaufgelds fonen, die verzogen waren, habe der Abschreiber absichtlich nicht aus seien. Wollte man sie der einen Partei nicht gewähren, so wäre gegen Rückgabe der Uhr klagen. Straßenab. 87. 1. Daraufhin tönnen der Urlifte mit übernommen. Und endlich seien 59 Einladungen als es richtiger gewefen, sie auch der andern zu ver. Sie nicht flagen, weil ja teinerlei Verpflichtung übernommen ist. unbestellbar zurückgekommen. Abgesehen von den angeblich Verweigern. Ein Recht auf Abschriftnahme habe eine Partei, 2. Ja. Unschuldig 59. Beide Fragen sind zu bejahen. In beiden W. Drob. Schließen Sie einen storbenen ergebe sich eine Anzahl von 80 Wählern, welche auch nicht deshalb, weil die andre Partei die Abschrift bekommen Fällen ist aber der Beweis schwierig. möglicherweise ihre Stimme hätten abgeben können, wenn habe. Dieser Vorgang liege außerhalb des Wahlverfahrens, er gerichtlichen oder notariellen Vertrag in der Seite 225 Nr. 22 dem die abschriftliche Liste nicht hinsichtlich der Nummerfolge fönne darum auch nicht als eine Unregelmäßigkeit des Arbeiterrecht angehängten Führers durch das Bürgerliche Gesetzbuch und stellen Sie dann den unter Nr. 23 angegebenen Antrag. C. M. Nein, gänzlich von der im Juli ausgelegten und dann festgestellten felben gelten. Dann wäre es ebenfalls eine Unregelmäßigkeit, G. Z. 8. Fordern Sie die Wirtin nochmals unter Festsegung einer Liste a bwich e. Mithin lasse sich die Gültigkeit der Wahl nicht wenn wirklich ein Polizeibeamter jemand aufgefordert hätte, zu Frist auf, die Reparatur vornehmen zu lassen, und drohen ihr an, daß Sie aufrechterhalten, da der Wahlvorstand nicht befugt gewesen sei, wählen, vorausgesetzt, daß nicht ein Druck ausgeübt werde. Einen eventuell die Wohnung auf ihre Kosten reparieren lassen. Diese Drohung die für die vier socialistischen Kandidaten abgegebenen Stimmen solchen habe aber niemand behauptet. führen Sie dann aus. bürgerlichen Das Ober- Verwaltungsgericht erklärte die Wahlen ebenfalls für ungültig und bestätigte die Vorentscheidung. Der Vorsitzende v. No on führte u. a. begründend aus: D. B. Sie können das Testament in der wiederholt angegebenen vallisen Waarenhaus Hermann Tietz Leipzigerstrasse 46, 47, 48, 49 Dofenof HowS Krausenstrasse 46, 47, 48, 49. 1982 1913 JJAS: lla b Beachten Sie melledtresno unsere Annonceban doilpär AT T main den edosibnalaus HotlegsX A Dienstag- Blättern. 3129 and edocjusbb02 -1197180 1902 ch and inesq Wir treffen uns an der Soda- Fontaine. 0104 D Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Ver antwortung. Eno dos 75 RANIA** Taubenstr. 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Theater. Auf den Wogen des Oceans. Eine Wanderung durch die Weltausstellung in Paris. Montag: Dieselben Vorstellungen Sonntag, den 14. Oktober. Freie Volksbühne. Lessing: Theater. 7. Abteilung( weiße Karten). Die Macht der Finsternis. Anfang 23% Uhr. Carl Weiß Theater. 4. Abteilung( braune Karten). Ueber unsre Straft.( 1. Teil.) Anfang 23 Uhr. Opernhaus. Aida. Anfang 7/2 Uhr. Montag: Benvenuto Cellini. Schauspielhaus. Der wilde Neut lingen. Anfang 72 Uhr. Montag: Die Jungfrau Orleans. von Invalidenstr. 57/ 62.1 Tägl. Sternwarte. Nachmittags 5-10 Uhr. Berliner Aquarium Unter den Linden 68a. Eingang Schadowstr. 14. Heute Sonntag Eintrittspreis Neues Opern Theater( Rroll). 50 Pf. Der Mikado. Anfang 72 Uhr. Montag: Die Fledermaus. Deutsches. Rosenmontag. Anfang 72 Uhr. Nachi. 22 Uhr: Die versunkene Glocke. Montag: Der Probekandidat. Leffing. Johannisfeuer. Anfang 712 Uhr. Montag: Morituri. Berliner. Die strengen Herren. Anfang 7½ Uhr. si Nachm. 22 Uhr: Prinz Friedrich von Homburg. Montag: Die ftrengen Herren. Residenz. Die Dame von Marim. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Nora. Montag: Die Dame von Marim. Neues. Die Butterseite. 71/2 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Nackte Kunst. Montag: Die Butterseite. Anfang Weften. Hoffmanns Erzählungen. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die weiße Dame. Montag: Bar und Zimmermann. Schiller. Die Ehre. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Wilhelm Tell. Montag: Das Glück im Winkel. Secessionsbühne. Peter Quenz. Die geliebte Dornrose. Anfang 712 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Komödie der Liebe. Montag: Der Bildschniker. Daheim. Der Bär. Central. Reichhaltigste Ausstellung der Welt an lebenden Seetieren, Reptilien etc. CASTANS PANOPTICUM Die neuen lebenden Photographien. Graf Waldersee. Kampf mit chinesischen Boxern. Konzert der russischen Nationalkapelle aus Kiew, Kapellmeister Semaschko. Illusionen- Kasperl- Theater Irrgarten Schreckenskammer. Passage- Panopticum. Letzte Woche: Marokkaner- Truppe. and Vorstellung stündlich. 1 Passage- Theater: Vorstellung von 7-10% Uhr. Der griechische Slave. Cirkus Alb. Schumann. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Geisha. Montag: Der griechische Sklave. Thalia. Der Liebesschlüssel. Anfang 71/2 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Luisen. Die guten Freunde. Anfang 8 Uhr. Nachm. 212 Uhr: Faust. Montag: Die guten Freunde. Friedrich- Wilhelmstädtisches. Der Tugendring. Anfang 72 Uhr. Nachm. 22 Uhr: Die Fledermaus Montag: Der Tugendring.. Carl Weiß. Müller und Schulze auf der Pariser Weltausstellung. Anfang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Belle- Alliance. Die schöne Mini bäuerin von Tegernsee. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Metropol. Specialitätenvorstellung. Der Mandarin von Tsing- ling: ting. Anfang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Apollo. Specialitäten- Borstellung. Anfang 72 Uhr. Montag: Fräulein Loreley. Palaft. Specialitäten Borstellung. Der olle Muckebold. Anfang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 72 Uhr. Nachm. 22 Uhr: Stettiner Sänger. Passage Panoptikum. Specialis täten- Borstellung. Urania. Juvalidenstr. 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Taubenstr. 48/49. Abends 8 Uhr ( im Theatersaal): Auf den Wogen des Oceans. Eine Wanderung durch die Weltausstellung in Paris. Montag: Dieselben Borstellungen. Schiller Theater ( Wallner Theater). Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Wilhelm Tell. Schauspiel in 5 Aufzügen von Friedr. von Schiller. Sonntag, abends 8 Uhr: Die Ehre. Schauspiel in 4 Atten v. Hermann Sudermann. Montag, abends 8 Uhr: Das Glück im Winkel. Dienstag, abends 8 Uhr: Das Glück im Winkel. Central Theater Heute, nachmittags 3 Uhr, bei halben Preisen: Die Geisha. Abends 71/2 Uhr: Der griechische Sklave. V Ausstattungs Operette in 3 Aften von Sidney Jones. Morgen und folgende Tage: Der griechische Sklave. Heute, Sonntag, den 14. Oftober, 10 nachmittags 3/2 Uhr und abends prac. 71/2 Uhr: 2 gr. brillante Galla- Vorstellungen. 2. In beiden Vorstellungen gleich reichhaltiges abwechselndes Programm, sowie Vorführung der anerkannt un erreicht dastehenden Origin.- Dreffuren des Direkt. Alb. Schumann. In beiden Vorstellungen, nachm. und abends: Auftreten der königl. Liliputanischen Hoffünstlertruppe Les Colibris. Ein Blick in die Märchenwelt. Die 9 fleinsten Menschen der Welt mit ihren prachtvollen GalaEquipagen und 6 Liliputpferden. 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Oktober, wie seit 26 Jahren. Borkenntnis nicht erforderlich.. 9019 Methode bewirkt, daß Unbe sd dails gabtheit kein Hindernis. Abgangsprüfung, Diplom- Zeugnis. rob us Prospekt kostenlos. Man be: schleunige Meldung im Inge: nieur Bureau: Berlin SW., Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Resultat der Einigungs- Verhandlungen. 2. Beschlußfassung über die Einigungsvorschläge der Unternehmer. Erscheinen 179/7 Kollegen! in Anbetracht der Wichtigkeit der Tagesordnung erwartet zahlreiches Alte Jakobstraße 124, Schöneberg. Dienstag, den 16. Oktober, abends 8 Uhr: Volks- Versammlung im Klubhaus, Hauptstrasse 5-6. Tages Ordnung: 1. Was hat. die. herrschende Klasse zur Beseitigung des Die Lohukommission. früher Simeonftr. 22, II, at bale sm Central- Verband der Handels-, Transport- und Verkehrsarbeiter Deutschlands. Die örtliche Verwaltung. Dienstag, den 16. Oftober 1900, abends 6 Uhr, im großen Saale Gewerkschaftshauses, 15: des Bersammlung der Filiale Berlin Central- Verbands d. Töpfer. 10 Janoilgom ni bb Tages Ordnung: 1. Wie weit ist die Fensterfrage geregelt? V sib gön 2. Bericht der Lohnkommission. 3. Gewerkschaftliches. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung darf kein Mitglied fehlen. 1966 Der Vorstand. Holzbearbeitungsmaschinen- Arbeiter. Engel- lifer 15, Saal I: Donnerstag, 18. Oktober, abends 8½ Uhr, im Gewerkschaftshaus, Außerordentliche General- Verfammlung. 1919 ollu Verwaltungsstelle Berlin. Bureau und Arbeits- Nachweis: Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, II. Telephon- Anschluß: Amt VII, 3348. Tagesordnung: 1. Fortsetzung der Tagesordnung der letzten General: Versammlung, Die Versammlung wird Punkt 82 Uhr eröffnet. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. Wohnungselends gethan? Referent: Stadtverordneter Paul Hirsch Haus- n. Geschäftsdiener n. Packer!( ahem). 2. Die Aufnahme einer Statiſtit. 3. Berſchiebenes. ( Charlottenburg). 2. Diskussion. Dolls Dienstag, den 16. Oktober, abends 1/29 Uhr, in den ,, Arminhallen", Kommandantenstraße 20: Da diese Frage unter den momentanen Verhältnissen von Bedeutung ift, erwartet zahlreichen Besuch. 204/12 Der Vertrauensmann.wdos Große Versammlung. Verein der Frauen u. Mädchen Schönebergs Mittwoch, den 17. Oftober 1900, abends 8 Uhr, OS im Klubhause, Hauptstraße 56: bmedle Tages- Ordnung: 1. Die Umwälzungen im Handelsgewerbe. Referent: Rollege Oswald Schumann. 2. Distuision. 3. Gewerkschaftliches. Stollegen! Agitiert überall für diese Versammlung. 83/9]. Verband der Tapezierer u. verw. Berufsg. Filiale Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 35. Geöffnet: 8-10 und 5-8 Uhr. Bezirks- Versammlung Süden Vereins- Versammlung. Sonnabend, den 20. Oktober, in der Brauerei Friedrichshain am Dienstag, den 16. Oftober, abends 8% Uhr, bei Lorenz, Tages Ordnung: 278/1 1. Bortrag über: Das Steht der Braut nach dem Bürgerlichen Geſes buch." Referent: Rechtsanwalt Karl Liebknecht. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäste willkommen., 00,0,0, s Der Borstand. Socialdemokratischer Wahlverein für LichtenbergFriedrichsberg. General- Versammlung ( früher Lipps): Familien- Fest bestehend aus Konzert, Ball, humoristischen Vorträgen, Cheater- Vorstellung. Aufführungen der Gesellschaft Strzelewicz. Nach der Vorstellung: beiden Tanz. Herren, die daran teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. am Dienstag, den 16. Oktober d. J., abends 8½ 1hr, Anfang des Balles im kleinen Saale um 9 Uhr. im Lokale des Herrn Höflich, Frankfurter Chauffee 120.00 Anfang abends 8 lhr. Entree 25 Tages Ordnung: 1. Bericht vom Parteitag. Referent: Genosse Gerstenberger. 2. Dis fuffion. 3. Bericht des Vertrauensmanns und Wahl desselben. 4. Bericht und Wahl der Lofalkommission. 5. Wahl der Delegierten zur Parteikonferenz. 6. Bericht der Zeitungskommission. 7. Bericht des Vorstands. 8. Wahl des Gesamt- Vorstands. 9. Verschiedenes. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Mitgliedsbuch legitimiert. Rixdorf. Der Vorstand. 14/7 Socialdemokrat. Verein ,, Dorwärts Dienstag, den 16. Oktober, abends 82 Uhr, Pf. om Gude früh 6 Uhr. Billets find zu haben im Bureau, Engel- Ufer 15, in den Bahl ftellen und bei den Vorstandsmitgliedern und Bezirksführern. Um zahlreichen Besuch ersucht 68/7 Die Ortsverwaltung. 001 rfgrafen. 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Sektions- Versammlung der Näherinnen am Mittwoch, 17. Oktober, abends 8½ Uhr, in in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Verbandsleitung. 178/17 Atung! Rabizputer! Adtune! OH Mittwoch, den 17. d. Mts., abends 8 1hr, in den„ Arminhallen", Kommandantenstr. 20: Mitglieder- Versammlung der Zahlstelle Berlin III des Central- Verbands deutscher Maurer u. Berufsgenossen. 08 Tages Ordnung: T 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches und Verschiedenes. 252/20] Die örtliche Verwaltung. Freie Vereinigung d. Civil- Berufsmusiker. Bereinigung deutscher Maler 2c. Dienstag, den 16. d. M., vormittags 11 Uhr, Filiale Berlin. Mitglieder Versammlung Dienstag, den 16. d. M.. abends 8½ Uhr, im Saale der bei Schultz, Grenadierstr. 33. Tages Ordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Kassenbericht vom III. Quartal. im Lokal von Hollbach, Hermann Strasse 109, 3. Bericht des Geschäftsannehmers und Neuwahl desselben. 4. Abrechnung vom Stiftungsfest. 5. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Bericht des Vorstands und des Bibliothekars. 3. Vortrag des Gentoffen Dr. Victor Fränkl:" Gin Streifzug durch die Reichsverfassung". 4. Diskussion. 5. Vereinsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert! Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht [ 232/12 Der Vorstand. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- fer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Sonntag, den 14. Oftober 1900, vormittags 10 Uhr: Große Versammlung der Schleifer im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, I. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Metzner über: Die Weltpolitik und ihre Bedeutung für die Arbeiter". 2. Diskussion. 3. Berbandsangelegenheiten. Montag, den 15. Oktober, abends 8½ 1hr: [ 50/8 Der Vorstand. An die Arbeiterschaft Berlins! Da es häufig vorkommt, daß Musifer unter unsrer Firma segeln, geben wir den Vereinen resp. Komitees bekannt, daß unsre Mitglieder in Besit einer Legitimationskarte( Mitgliedskarte) find; selbige ist für das 4. Quartal weiss, und muß mit unsrem Vereinsstempel versehen sein; auch ist jedes Mitglied verpflichtet, die Karte stets bei sich zu führen, und machen wir darauf aufmerksam, daß wir mit den sogenannten Musifer- Börsen wie: Babel, Ritterstraße, Mischte, Madaistraße, auch dem Verein„ Nord", Weddingstr. 9, in feiner Hinsicht in Verbindung stehen. Unser Arbeits: nachweis bleibt nach wie vor Nosenthalerstr. 57 ini Restaurant Schiller und werden daselbst alle Geschäftsaufträge vormittags von 11 bis 1 Uhr, auch abends von 7 bis 9 Uhr, entgegen genommen. Auch geben wir gleichzeitig die Lokale bekannt, wo Witglieder von uns als Haustapelle thätig sind: 1. Königsbant, Gr. Frankfurterstr. 117. 2. Buß' Salon, Gr. Frankfurterstr. 85. 3. Neu- Seeland( Saallapelle), Stralau. 4. Victoria: Garten( Saaltapelle), Treptow. 5. Stellers Festsäle, Koppenstr. 29. 6. Andreas Festsäle, Andreasstr. 21. 7. Elysium, Landsberger Allee 40/41. 8. Neue Welt( Sa alta pelle), Hasenheide. 9. Schnegelsbergs Festfäle, 11. Kliems Hafenheide. 10. Mierfes Boltsgarten, Schönhauser Allee 103. Boltsgarten, Hasenheide 13/15. 12. Waldschloß, Schmargendorf. 13. Ge sellschaftshaus Nord- Ost, Weberstr. 17. Der Vorstand. Versammlung für den Norden Achtung! bei Hensel, Juvalidenstraße Nr. 2. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen ,, Warust" über:" Socialpolitische Gesetzgebung". 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Am Dienstag, den 16. Oktober, abends 81/2 Uhr, im Lokal des Herrn Nümann, Brunnenstr. 188: Versammlung aller in der chirurgischen Branche beschäftigten Arbeiter. Tagesordnung: 1. Ursache und Wirkung der wirtschaftlichen Krise. Referent: Hermann Scheffler. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Mittwoch, den 17. Oktober, abends 8½ Uhr: ed Versammlung für den Often im Lokal des Herrn Keller, Koppenstraße 29: Tagesordnung: 1. Die geplante Abänderung des Strantentaffen Gesezes. Referent: Stadtverordneter Dr. Curt Freudenberg. 2. Diskussion. 3. Verbands: angelegenheiten. Die Ortsverwaltung. 118/16 Organisierte Arbeiter Berlins! Wir geben hiermit zur Kenntuts, daß die Mitgliedstarte ber organisierten Gastwirtsgehilfen für das IV. Quartal 1900 die Farbe weiss- grün ift. Wir ersuchen, bei jeder Gelegenheit darauf achten zu wollen. Der Vorstand des Verbands deutscher Gastwirtsgehilfen. ( Ortsverwaltung Berlin.) 277/20 Achtung! Verband der Graveure, Ciseleure u. verw. Berufsg. 0 ( Filiale Berlin.) Sonntag, den 14. Oftober 1900: Versammlung mit Damen. rau in der Socialdemokratie. 0 Die Referentin, Frau Anna Mesch, spricht über das Thema:" Die nod 74/12 Anf. 6 Uhr Nachher: Gemütliches Beisammensein und Tanz. Anf. 6 Uhr abends. Um recht zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Kürschner! I Montag, den 15. Oktober, abends 82 Uhr, Weinstraße 11: Mitglieder- Dersammlung. Tages Ordnung: Roll 1. Stellungnahme zur Refolution des Antwerpener Fachvereins. 2. Ab rechnung vom II. Quartal 5. Jahrg. 3. Verschiedenes. 93/15 Zahlreiches Erscheinen erwartet Arminhallen, Kommandantenstr. 20, General- Derlammlung. Tages Ordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Vortrag des Schriftstellers Max Pfund: Das Kunst gewerbe auf der Pariser Weltausstellung. 3. Filialangelegenheiten. Bahlreiches Erscheinen wünscht [ 125/11 Der Vorstand. J. A.: Joh. Plum. D70000 DO ΠΑΘΔΟ 9. Selbiger Thumournfund. Landsbergerstr. 40 Ecke Lichmannsh Herrenstiefel in Zug, Schnur, Schaftund Schnallenstiefel, gut und dauerhaft 4,90, 5,40, 6,30, 7,20 Mark usw. Der Vorstand. роя Agtung! Zimmerer. Achtung! Damenstiefel in Zug, Schnur- u. KnopfMittwoch, den 17. Oktober 1900, abends 8 Uhr, bei Patt, Dragonerstraße 15: Versammlung der Platz- Deputierten. Tages- Ordnung: 257/12 balls 1. Beratung über die im nächsten Jahre aufzustellenden Lohn- und Arbeitsbedingungen. 2. Verschiedenes. Bahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet Der Vorstand. J. A.: Jonny Hinrichsen, Schöneberg, Hauptstr. 30. stiefel, grosse Auswahl. 4,15, 4,80, 5,30, 5,90, 6,20 Mark. Filzschuhe Pelzstiefel, zu staunend billigen Preisen. Ferdinand Neumann -150 shilindro 01 Berlin SW., Leipzigerstr. 51, Ecke Dönhoffplatz. 408 Extra- Verkauf zu herabgesetzten Preisen. Die dem Bundesrat vorliegenden Ausführungs- Bestimmungen zu dem Gesetzentwurf über den unlauteren Wettbewerb, hinsichtlich Einführung von Mass- und Gewichts- Einheiten im Garnverkauf, bedingen eine tiefgehende Aenderung bezüglich Verpackung und Aufmachung. Um mein Garnlager in möglichst kürzester Frist den voraussichtlich bald in Kraft tretenden Bestimmungen anpassen zu können, ist es nötig, die vorhandenen Vorräte zu räumen; deshalb stelle ich dieselben zu den herabgesetzten Preisen zum Verkauf: guldeni Alle Garne sind im Preise ermässigt, Jolland- non alle Wollen- Garne sind in Fünftel- und Zehntel- Teilung und werden zugewogen. 6- und 8 fach 1/2 Rockbaumwolle, Kilogram Zephirwolle, alle Farben, 12 Kilogramm Castorwolle, alle Farben, 1/2 Kilogramm ungebleicht 65 Pf. gebleicht 75 Pf. mode oder graumellert 1,00 Mk. Baumwolle erleidet durch Bleiche und Farbe eine kleine Gewichtsdifferenz. 2,50 M. Häkelgarn No. 14, 6fach, crême, 1/2 Kilogramm: 2,50 M. Häkelgarn No. 14, 6fach, extra prima, crème, a Kilogramm 2,10 M. Strickwolle, naturmeliert, 1/2 Kilogramm Smyrnawolle, alle Farben, 1/2 Kilogramm Deckenwolle, Jackenwolle, Mooswolle. Damenstrümpfe, Baumw., schwarz gestrickt . : 90 Pf. . 1,10 Mk. . 3,20, 2,20 u. 1,55 Mk. 1,55 Mk. Strickwolle, echt schwarz und alle Farben, 1/2 Kilogramm 3,45, 2,45 u. Strümpfe und Tricotagen. donde gradonodo2 nedsbak 45 Pf. Damenstrümpfe, wolle, schwarz, engl. Länge, 100 u. 75 Pf. Damenstrümpfe, Reine Seide, schwarz, engl. Länge 2,35 Mk. Herren- Socken, wolle, meliert, platt gestrickt, 60 u. 45 Pf. warmem Futter Glacé- Handschuhe für Damen und Herren, mit Glacé- Handschuhe mit 8 Knöpfen für Damen Ringwood- landschuhe für Damen.. Tricot- Handschuhe für Damen 125 u. Neuheit Damen- Strümpfe, Wolle platt. Patent 4 und 1. Schwarz, engl. Länge, 75 Pf. solweies 1,25 Mk. Handschuhe. Damen- Handschuhe 85 Pf. 65 u. 45 Pf. 60 u. 38 Pf. 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Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 14. Oktober 1900. Versammlungen. . 8 M. am Bahltage nach Hause gehen müßten. In einem Falle sei es faffung über die Beteiligung an der Landtags- Wahl bezeichnete, vorgekommen, daß ein Arbeiter in 3 Tagen 49 Pf. verdient habe. indem er betonte, daß, obgleich die Genossen unsres Kreises in der Eine öffentliche Versammlung der Handelsangestellten Eine Resolution, welche die Kontrollfommission auffordert, die Mehrzahl Gegner der Beteiligung seien, dieselben sich unzweifelhaft fand am Freitag in den Arminhallen statt. Rechtsanwalt Victor Agitation innerhalb der Branche ernsthaft zu betreiben, wird ein- dem Beschluß fügen und zu gegebener Zeit mit aller Energie würden. Fränkt hielt einen Vortrag über die Konkurrenzklausel. Der Redner timmig angenommen. Ferner wurden vier Kollegen in die Kontroll- in die Wahl eintreten Die Versammlung stimmte zeigte unter Hinweis auf eine Anzahl von Einzelfällen, daß die kommission gewählt. ohne Diskussion diesen Ausführungen einstimmig zu. Den Bericht Ronfurrenzklausel seitens der Prinzipale oft in der rigorosesten Weise Der socialdemokratische Agitationsverein für den Reichs- über den internationalen Kongreß zu Paris gab Genosse Stoßzte. angewandt und dadurch die wirtschaftliche Existenz der Handlungs- tags- Wahlkreis Stralfund: Franzburg Rügen hielt Sonntag, Derfelbe betonte zunächst den Wert solcher Kongresie als Demonstration gehilfen schwer geschädigt wird. Die Losung der Handelsangestellten den 7. Oftober, seine ordentliche Generalversammlung ab. Der Vor- den herrschenden Klassen gegenüber. Als bedeutendsten Beschluß müsse deshalb lauten: Fort mit der Konkurrenzklausel! In der fißende tonstatierte in seinem Bericht einen erfreulichen Mitglieder des Pariser Kongresses hob der Referent daher den betreffend die Diskussion führte Kalisti aus, daß die Berliner Warenhäuser zuwachs. Nach dem Bericht des Kaffierers ist eine Einnahme von Kolonialpolitik Hervor. Was den Punkt der Tagesordnung_aneins derselben mache bis jetzt noch eine Ausnahme die 47,40 m. und eine Ausgabe von 24 M. zu verzeichnen, so daß ein belangt, welcher die Ministerthätigkeit Millerands verursacht Konkurrenzklausel allen ihren Angestellten gegenüber anwenden. Kassenbestand don 23 m. verbleibt.§ 7 des Statuts wird geändert hat, so müsse er, Referent, gestehen, daß nach den gemachten Wenn die Konkurrenzklausel überhaupt einen Sinn haben und hat derselbe jetzt folgende Fassung: Der Vorstand wird auf ein Beobachtungen man in den Ruf einstimmen müsse: Fort mit folle, so könne es nur der sein, daß Angestellte, die vermöge Jahr gewählt mit der Maßgabe, daß derselbe halbjährlich zur Hälfte Millerand. Durch seine Ministerschaft babe Millerand einen Bankihrer Stellung Geschäftsgeheimnisse des Prinzipals erfahren, ergänzt wird( und zwar: Vorsitzender, Schriftführer, ein Revisor im apfel zwischen die französischen Socialisten geworfen. Besonders verhindert werden sollen, diese in einer Stellung bei einent Oktober, die übrigen im April). Zuin Vorsitzenden wird Genosse erwähnenswert sei ferner noch der Punkt betreffend den Gemeindeandren Prinzipal zum Nachteil des ersteren zu verwenden. Davon Franz Schuldt, Rügenerstr. 4, gewählt. socialismus. Aus den Berichten von den Gemeinden Frankreichs könne aber von den Verkäufern und Verkäuferinnen keine Rede sein, denn deren Thätigkeitsgebiet sei ein so eng begrenztes, daß sie gar versammlung Bericht über das erste Geschäftsjahr, welches 9 Monate auch bei uns dahin zu streben, den Einfluß seitens der socialdemo Der Konsumverein Berlin Nord erstattete in seiner General- und Belgiens gehe hervor, welche Bedeutung dort in vielen Gemeinden unsre Partei bereits einnehme. Es ist daher zu empfehlen, keinen Einblick in die Geschäftsverhältnisse bekämen, also auch keine umfaßt. Der Umfaz betrug im eignen Geschäft 45 779,47., fratischen Partei in unsern Gemeinden zu erweitern. Die Frage des Geheimnisse verraten können. In solchen Fällen sei die Streitflaufel Lieferanten 4711,20 M., Warenkonto beträgt 4640,10 M., Inventar- Generalstreifs habe zum Schluß den Kongreß noch beschäftigt und er nur ein Mittel, die Angestellten in beständiger Abhängigkeit zu er- fonto 1414,05 M., Fastagenkonto 188,32 M., insgesamt das Ver- müsse konstatieren, daß der Kongreß stürmisch begann, daß er halten und sie dem Prinzipal fügsam zu machen. Die weitere mögen 10 594,49 M. Das Mitgliederguthaben beträgt 3861 M. bei aber noch stürmischer endete. Als wirklich praktisches Resultat des Debatte gestaltete sich zu einer Auseinandersetzung zwischen social 392 Mitgliedern. Die Haftſumme 11760 M.. der Refervefonds Rongreffes glaubte der Gen. Kogle noch die Gründung des interdemokratischen und antisemitischen Handlungsgehilfen. Zum Schluß 206,50 M. Das Gewinn- und Verlustkonto beträgt 4361,22 W., der nahm die Versammlung eine Resolution an, welche die Konkurrenz Reingewin 4390,04 W. Der Antrag des Vorstands, 8 pet. Dividende nationalen Sekretariats hervorheben zu müssen. Eine Diskussion tlaufel als ein Mittel, die Handelsangestellten unter ein Ausnahme- zur Verteilung gelangen zu laffen, 5 pet. dem Reservefonds und wurde nicht beliebt. gesetz zu stellen, bezeichnet, und die Bekämpfung derselben als not 224,15 M. dem Dispositionsfonds zu überweisen, wurde angenommen. fonferenz statt. Es wurden gewählt für Rummelsburg die Genossen Zum Schluß fand noch die Wahl von Delegierten zur Kreiswendig erklärt. Eine Versammlung der centralorganisierten Maler und Brauerei, Wallstr. 94, die Generalversammlung des Verbands der Strumm, Mütze und Halbars. Charlottenburg. Am Dienstag tagte in der Gambrinus- Riet, Hinterthan und Fengler, für Stralau: Otto. Anstreicher, die von circa 400 Personen besucht war, tagte am Fabrik-, Land- Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands, ZahlDonnerstagabend im großen Saal des Gewerkschaftshauses. Reichstags- ftelle Charlottenburg. Abgeordneter G. Rosenow hielt einen mit großem Beifall aufgenommenen 1. Oktober 1899-1900 gab Pohl und wurde darauf der Orts- sich mit Gemeinde- Angelegenheiten beschäftigte. Zu der VersammJohannisthal. Am Dienstag, 9. Oftober, tagte bei Heimlich Den Bericht der Ortsverwaltung vom in Johannisthal eine gutbesuchte öffentliche Boltsversammlung, die Vortrag über:" Der Kapitalismus am Ende der Prosperitätsperiode verwaltung einstimmig Decharge erteilt. Zum zweiten Punkt gab und was hat die Arbeiterklasse zu thun?" Blum teilte sodann mit, daß Tasler die Abrechnung vom dritten Quartal 1900 und wurde auch lung waren der Gemeindevorsteher und sämtliche Gemeindeeine Antwort seitens der Inmung auf die eingereichten Forderungen diesem auf Antrag der Revisoren Decharge erteilt. Die zum dritten vertreter geladen und auch erschienen. Die Versammlung gebis heute noch nicht eingegangen ist. Darauf giebt int bekannt, Bunkt erfolgte Neuwahl der gesamten Ortsverwaltung ergab als staltete fich im ganzen zu einem Strafgericht für den Ortsvorsteher daß in kürzester Zeit die Einschreibegebühr für die, der Resultat: BohI, 1. Bevollmächtigter, Schönhof. 2. Bevoll und seinen alten Anhang.- Als erster Redner beleuchtete Mann Vereinigung deutscher Maler angehörenden mächtigter, Seifert, 3. Bevollmächtigter, Glogener, Silfs die jeder Beschreibung spottenden sanitären und wirtschaftlichen BerKollegen aufgehoben wird. Es bedarf nur noch der Er- tassierer. Als Revisoren wurden gewählt: Grieger, Jacoby hältnisse des Orts und geißelte das überaus kulturfeindliche, jedem ledigung einiger Formalitäten, ein Beweis, daß bei geschickter Ar- und Liermann. Unter Berschiedenem sollten auf Antrag Koppis Fortschritt widerstrebende Berhalten der Majorität in der Gemeindebeit so manches für den organisierten Kollegen erreicht werden kami. zwei Mitglieder wegen Verstoßes gegen§ 7 Abs. 2 des Statuts aus- bertretung, hauptsächlich in Sachen der Schulerweiterung, WaſſerNach einem kernigen Schlußwort seitens Links, das Gehörte zu begeschlossen werden, doch wurde, da dieselben Befferung versprachen, leitung und Kanalisation. Die sehr treffenden Ausführungen unfres herzigen und unermüdlich für die. Organisation der Vereinigung hiervon Abstand genommen. Hierauf erfolgte Schluß der leider deutscher Maler zu schaffen, wurde die Versammlung geschlossen. wieder nur von 138 Kollegen besuchten Versammlung. Holzarbeiter- Verband. Im Bezirk Süden und Südosten Sprach am Montag, den 8. d. M. Dr. Karl Liebknecht über: Zur Naturgeschichte des Streitbrechers. Redner bespricht u. a. die verschiedenen Motive, welche den einzelnen veranlassen, zum Streitbrecher zu werden, und kommt zu dem Schluß, daß wohl in einigen Fällen die betreffenden für ihre Handlungen nicht verantwortlich gemacht werden könnten, meist sei jedoch moralische Minderwertigkeit die Ursache zum Streifbruch. Weiter erwähnt Redner eine Anzahl Urteile, welche von den verschiedenen Gerichten wegen Beleidigung bon Streifbrechern gefällt wurden und unterzieht dieselben einer Kritik. Der Vortrag fand allgemeinen Beifall. Bertreters Mann zu widerlegen oder abzuschwächen bemühten sich hauptsächlich die Gemeindevertreter Baumeister Schmidt und Herr Krappe, während der Baron Trütschler v. Faltenstein und Die Arbeiter und Arbeiterinnen der Anilinbranche hielten Herr Rehbein die Ausführungen Manns vollauf bestätigten und sogar am Sonntag in Rummelsburg eine öffentliche Versammlung ab. noch die Auflage gegen die Mißwirtschaft erweiterten. Der Ortsvorsteher Wagner referierte über das Thema: Die Bedeutung der Arbeiter- Herr Schulze ließ alles geduldig über sich ergehen und fand auch Ausschüsse und wie stellen sich die Kollegen zu der Entlassung der auf den wiederholten Vorwurf, daß er nicht mehr fähig fei, ein selben. Der Vortragende kritisierte es, daß die Direktion der Anilin- solches Amit zu bekleiden, teine Erwiderung. Die Herren der fabrik Arbeiter, mit denen sie 6 bis 8 Jahre zufrieden war, angeb- Majorität der Gemeindevertretung gaben wohl in der Bedrängnis lich wegen Mangel an Arbeit plöglich entläßt, während jüngere die Notwendigkeit der Wasserleitung und Kanalisation zu, wollen Kräfte von der Entlassung nicht betroffen worden. Wenn diese Ent- aber erst die Fertigstellung des Teltowver Kanals abwarten, damit laffung außerdem Leute betrifft, die in den Ausschuß gewählt wurden nicht schließlich, wie Herr Baumeister Schmidt befürwortete, das Kanalund sich bemühten, Mißstände aufzudecken, so kann man sie mir als eine waffer in die Röhren laufe. Genosse Mann gab ihnen hierauf die Maßregelung aufehen. Nach dem mit großem Beifall aufgenommenen Antwort, daß diefes Verhalten nur die ganze Sache verſchleppen Die Branche der Lugus- und Galanterie Arbeiter des Vortrag bemühte sich der Meister Meißner, welcher an Stelle der solle, um so die Hausbefizer, die ihre Häuser noch allein bewohnen, Holzarbeiter- Verbands hielten am 10. Oktober im Märkischen Hof eingeladenen Direktion erschienen war, die vorgebrachten Mißstände vor Kosten zu bewahren, während die andern Hausbefizer die Kosten eine Versammlung ab. Kollege Leopold sprach über:" Wie ver- und die Thatsache der Makregelung abzuleugnen. Seine Einwände auf die Mieter abwälzen. Während aus der Mitte der Versammlung, schaffen wir uns höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen?" wurden jedoch zurückgewiesen. Da die Direktion durch ihr Nicht- die sich aus allen Schichten der Bevölkerung zusammensetzte, Redner bespricht an der Hand eines reichhaltigen Materials die Ver- erscheinen eine Verhandlung unmöglich gemacht hatte, nahm die noch eine Zinzahl Redner sich über die bellagenswerten hältnisse in den verschiedenen Betrieben. Zum Schluß betont er, daß Versammlung eine Resolution an, in der die Maßregelung scharf sanitären und sonstigen Zustände des Orts beklagten, die größte Schuld an den schlechten Verhältnissen in der Branche getadelt und die Direktion ersucht wird, die Gemaßregelten in aller fand sich auch nicht ein einziger, der die bedrängten die Kollegen selbst treffe. Wohl in feiner Branche des Kürze wieder einzustellen. Gemeindevertreter und den Ortsvorsteher verteidigte. Zwei ReHolzarbeiter Verbands sei die Organisation so schwach ber Stralan- Rummelsburg. Eine leider nur schwach besuchte folutionen fanden in der Versammlung fast einstimmige Annahme. treten, wie bei den Galanterie und Zugusmöbel Arbeitern. Barteiversammlung, welche Mittwoch Bevor hierin kein Wandel geschaffen, könne an eine Aufbefferung der Wive. Schonert tagte, beſchäftigte sich mein 10. 5. M. im vokal der Die erste verlangt, daß die für schriftliche Arbeiten im Gemeindeden Berichten vom Partei- bureau ausgeworfene Summe im vollen Betrage an die Ortskasse Lohn- und Arbeitsbedingungen im allgemeinen nicht gedacht werden. tag in Mainz und dem internationalen Kongreß zu Paris. Genoffe abgeführt wird. Das Bureau der Versammlung wird beauftragt, die In der Diskussion werden die Ausführungen des Referenten noch Gebauer berichtete in eingehender Weise über die Verhandlungen Sache weiter zu verfolgen. Die zweite Resolution beauftragt die von einer Anzahl Kollegen ergänzt. Von verschiedenen Rednern wird und Beschlüsse des Parteitags, als deren wichtigste er den Gemeindevertretung, die Sache der Kanalisation fortgesetzt im Auge mitgeteilt, daß es nicht selten vorkommie, daß Kollegen mit 3, 5, weiteren Ausbau unsrer Organisation und die Beschluß zu behalten und auf ihre Durchführung zu bringen. Bistob ap Zur PREIS& Orig- Flasche M125sung der " ait Glas. überall Käuflich Sr. Wolfgang's Echte bitter Magen- Tropfen SANDMANNWOLFGANG Gebruder welow wit BEREIN W 0,75 Kohlennoth. nodis Kohlen Kaūff dafür Kohle ausverkauft maſcheng. von A. Lehm zum Einheizen. St. Wolfgang's bittern Magen tropfen chte Abirte Berlin SANDMANS USUAL EN ROPST Дему Großer Räumungs- Verkauf wegen Geschäftsverlegung zu ausserordentlich herabgesetzten Preisen dauert unverändert fort. Berlin O., S. WEISSENBERG, Gr. Frankfurterstrasse 125. an der Koppenstrasse. Special- Geschäft für Damen- Kleiderstoffe, Sammet und Seidenwaren. RIS BUTTER raupe Emaille. 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Proletarierinnen, fordert den Achtstundentag! wenn errungen taufende von Proletariern schon heute verwirklicht, ohne daß des- soll der Mitzins so berechnet werden, daß die Verzinsung und: halb die Welt aus ihren Angeln gehoben, noch auch die Industrie Tilgung des Bautapitals vollständig gedeckt ist. In den australischen Kolonien Gewaltige, wirtschaftliche Rämpfe, Kämpfe, wie sie vielleicht in 3 Grunde gegangen wäre. Die Mitwirkung des Staats bei Behebung der Wohnungsdiesem Umfang die Menschheit noch niemals durchlebt hat, be- genießt seit über drei Jahrzehnten fast die gesamte Arbeiter not hätte nach den Vorschlägen zu umfassen: herrschen unser Jahrhundert. Die Arbeiterschaft, die in allen haft die Wohlthat des Achtstundentags; ein erheblicher Teil not hätte nach den Vorschlägen zu umfassen: 1. eine gegen bisher wirksamere lebung der Bau-, ihn bereits Kulturländern der Erde in zäher Kraft um ihre Menschen- und in England find Staat und Kommunen vorangegangen, indem des amerikanischen Proletariats hat Verkehrs, Gesundheits- und Sittenpolizet rechte ringt, beeinflußt schon heut mit ihrer mahnenihrer mahnen- fie ihn Hunderttausenden von Arbeitern, die sie für ihre Rechnung im Zusammenwirken mit den Gemeinden zu dem den Stimme das gesamte öffentliche Leben. Der Lauf 8wed, einerseits gemeinschädliche Auswüchse( samt dem Verder wirtschaftlichen Entwicklung, der den Arbeiter zum Sklaven der beschäftigen, auf die Agitation des Proletariats hin gewährten. Für mietungswucher) zu beseitigen, andrerseits besondere HemmGesellschaft niederzwang, hat durch die Tiefe der Not, in die er ihn die Frauen speciell ist eine weitgehende Verkürzung der Arbeitszeit, niffe ordentlicher Befriedigung des Wohnbedürfnisses der kleinen bannte, schließlich das Gefühl der Empörung in ihm wachgerufen, Kantonen der Schweiz bereits erreicht; im amerikanischen Staate auch noch nicht der volle Achtstundentag, in vielen Leute aus dem Wege zu räumen; ihn zum Bewußtsein seiner Menschenwürde zurückgeführt und ihn glinois für alle in Fabriken und Werkstätten beschäftigten Frauen 2. den kleinen Leuten die Wohnungsselbstfürsorge durch Anden Weg erkennen lassen, Sklaventum und Elend abzuschütteln durch Gesetz schon im Jahre 1893 eine Maximal- Arbeitszeit von regung gemeinnügiger Bau reform Bestrebungen Zusammenschluß mit seinen Genossen, gemein acht Stunden eingeführt. mittelbar möglich zu machen; Das sind nur die markantesten, die samen Kampf um sein Recht. Eine noch machtvollere, tiefere Revolution hat dieselbe wirtschaft- stärksten Beispiele dafür, daß wir mit dem Achtftundentag nur zu liche Entwickelung unter den Frauen bewirkt. Sie hat den Bündstoff erringen streben, was von allen Seiten als wünschenswert bezeichnet der Empörung hineingetragen in das ruhige Lager der bürger- und was für eine gewaltige Zahl von Proletariern auch längst lichen Frauen, die sie aus dem Frieden des Hauses in den errungen ist. Von der Kraft, mit der wir Frauen eintreten für unser Erwerbskampf hinausschleuderte; aber sie hat eine furchtbare, eine zerstörende Wirkung unter den Proletarierinnen. Von Jahr zu Jahr steigt in erschreckendem Maße die Zahl der Mädchen, deren Jugendblüte im Dienst der Maschine wellt, die Zahl der Frauen, die Häuslichkeit und Mutterpflichten opfern müssen, um in der Fabrit um einen färglichen Lohn zu frohnden; von Jahr zu Jahr steigt daneben in noch rascherem Verhältniß die Zahl jener ungleich elenderen Sklavinnen, die in der Heimarbeit vom Tagesgrauen bis in die Nacht hinein sich quälen und schaffen in Räumen und unter Arbeitsbedingungen, die ein Hohn auf die Erkenntnisse moderner Gesundheitslehre find." streiten, von der Zahl der Proletarierimen, in deren Reihen diese Menschenrecht, von der Klarheit der Erkenntnis, mit der wir darum Erkenntnis dringt und die ihre Stimme in der Oeffentlichkeit dafür erheben, wird es abhängen, ob auch wir diesen gewaltigen focialen Fortschritt erkämpfen und damit Bahn brechen für den wirtſchaftlichen Aufstieg des weiblichen Proletariats. September. Inkerm neueffen Kurs. 3. insbesondere diesen gemeinnüßigen Bestrebungen, wo und soweit deren eigne Mittel nicht reichen, den fehlenden Bautredit auf möglichst wohlfeile Weise zu vermitteln; einer späteren Entwicklung und den Erfahrungen, welche fich in der Durchführung vorstehender Biffer 3 ergeben werden, bliebe vorbehalten: 4. Die teilweise Herstellung von Wohnungen direkt durch den Staat( Verstaatlichung), welche aber höchstens fo weit einzutreten hätte, als durch gemeinnüßige Bauthätigkeit der vorhandenen Wohnungsnot selbst mit Beihilfe von StaatsBaukredit nicht ausreichend abgeholfen werden könnte. Die Verfasser heben ausdrücklich hervor, daß bei ihren Vorschlägen weder gedacht wäre an Zuschüsse à fonds perdu seitens der Staats Steuerträger, noch an erzwungene 5. Plauen. In der Berufungsinstanz Genosse Pfeil wegen Wohnungsalmosen seitens der Sparkassen und VersicherungsGiebt es denn für die Frauen keine Möglichkeit, sich aus all' Nötigung 20 M. Geldstrafe. anstalten, noch an irgend welche Hemmung oder besondere diesem Elend emporzuraffen? Sollten fie allein dazu verdammt 6. Bremen. Gleichfalls in der Berufungsinstanz zwei Arbeiter Beschwerung der Herstellung und Vermietung von Wohnungen fein, alles zu entbehren, was das Leben schön und lebenswert macht, 20 beziv. 6 M. Geldstrafe wegen Uebertretung der Straßen- auf Privatspekulation, noch an einen gegen die kleinen Leute unter der Last der Arbeit zusammenzubrechen, Gesundheit, Körper polizei- Ordnung. zu übenden Miet- oder sonstigen Beitrittszwvang, noch an und Geisteskraft für das armseligste Stückchen Brot zu opfern? 7. Elmshorn. Wegen Beleidigung in zwei Fällen Genoffe Berkümmerung der gemeinnüßigen Wohnreformbestrebungen, Nein, derselbe Weg, den in der ganzen Welt das männliche Prole Lütjens Riel je 1 Monat Gefängnis. Wegen des welche vielmehr durch das Eingreifen des Staats zur volltariat gefunden hat, auf dem es von Stufe zu Stufe emporgestiegen gleichen Delitts Genosse Rehbein 20 m. Geldstrafe. ist und der es weiter aufwärts führen wird zur vollen, socialen Bochum. Schriftfeger a as wegen Hausfriedensbruchs tommensten Verwirklichung gebracht werden sollen. Befreiung: er steht auch den Frauen offen Erkenntnis ihrer 14 Tage Gefängnis. Lage, Zusammenschluß und Kampf! 8. Dortmund. Erst, wenn die 15 M. Geldstrafe Maurer Schide wegen Frauen aufhören werden, eine jede für sich stumpf und Streitpostenstehens. dumpf ihr 203 weiter zu schleppen, erst, wenn sie be= Rostock. Genosse Schmidt wegen Beleidigung eines greifen lernen, daß auch sie ein Anrecht auf menschliches Senators 30 M. Geldstrafe. Dasein besitzen, erst wenn sie die Macht erkennen werden, 17. Halle. Wegen Beleidigung in vier Fällen Genosse Thiele die in einer ein gleiches Biel erstrebenden Masse liegt, erst dann 50, 20, 40 und 75 M. Geldstrafe. werden auch fie dies menschliche Dasein erringen und statt wie Leipzig. In der Revisionsinstanz Genosse Hue- Bochum bisher ein Hemmnis der socialen Entwicklung zu sein, neben dem wegen Beleidigung der meininger Regierung zwei Monate Gefängnis. Arbeiter zu einer neuen, großen Kulturmacht heranreifen. Um welches Biel aber sollen wir Frauen tämpfen? Was ist der erste Schritt zu einer Befreiung des weiblichen Proletariats? Ueberall, in allen Kulturländern ist die Hebung der männlichen Arbeiterschaft Hand in Hand mit ihrer gewerkschaftlichen Organisation gegangen. Die Gewerkschaft als die Gesamtvertretung eines Berufszweigs mußte die Forderungen der Arbeiter stetig und mächtig fördern. Leider aber ist auch die gewerkschaftliche Organisation unter den Frauen bisher noch äußerst schwach entwickelt, weshalb: das ergiebt sich bald aus einem näheren Einblick in das Leben der Arbeiterin. Erst türzlich ist an dieser Stelle geschildert worden, wie das Dasein, insbesondere der verheirateten Proletarierin einen steten, ununterbrochenen Kampf mit Mühsal und Sorge darstellt, wie ihr Leben dahinfließt zwischen beruflicher Thätigkeit und häuslicher Arbeit, wie sie von der Fabrik heimkehrt nicht mit der Aussicht, nun einige Stunden förperlicher Ruhe und geistiger Erholung zu genießen, sondern in hastender Angst ob aller der häuslichen und mütterlichen Pflichten, die ihrer warten, für die sie sich täglich zum Opfer bringt, ohne ihnen doch jemals ganz gerecht werden zu können. Denn fordert nicht die Führung eines Hauswesens, fordert nicht die Pflege Kleiner Kinder die volle, frische Straft des Körpers und des Geistes? Kann die Frau, die 11, 12 Stunden lang an der Maschine gestanden hat und die der nächste Tag zur gleichen Frohn wedt, ihrer Familie mehr als die dürftigste Justandhaltung der Wirtschaft bieten? Und die Erziehung der Kinder! Wir wissen ja alle, wie es damit in der proletarischen Familie aussieht! Wann soll die Mutter, die mit ums Brot schaffen muß, eigentlich wohl erziehen? Wollte sie selbst die Zeit dazu dem eignen Schlaf stehlen, so bliebe ihr doch höchstens der späte Abend, an dem ihre Kleinen längst ruhen, und dann wie sollte sie wohl erziehen, sie, die Proletarierin, die nichts gelernt hat als Arbeit, schwere, eintönige, geisttötende Arbeit der Hände? Kaum der Schule entwachsen, in einem Alter, da für die Kinder des Bürgertums die geistige Ausbildung erst so recht beginnt, ist ja das proletarische Mädchen schon ins Joch gespannt und bleiben ihm in den allergünstigsten Fällen selbst ein paar Abendstunden, wer kann es einem jungen Menschenkind verdenken, wenn es auch ein wenig vom Frohfinn, von den Freuden des Daseins tosten will? Tritt das Mädchen erst einmal in die Ehe, so sind ja für sie zumeist auch die kleinen Genüsse des Mädchenlebens dahin und es beginnt die Zeit der ununterbrochenen Arbeitszeit. 3 " " " 18. Erfurt. 1 Jahr Gefängnis Genosse Levy wegen Majestätsbeleidigung, Wiesbaden. Genosse Schmidt- Frankfurt wegen Beleidigung eines Gutspächters 200 M. Geldstrafe. " Magdeburg. Wegen Beleidigung der Bolizeibehörde in Halle Genosse Haupt 100 m. Geldstrafe. Brandenburg. 20 M. Geldstrafe Genoffe uth wegen Beleidigung eines Fabrikanten. 19. Leipzig. In der Revisionsinstanz Genosse Stadthagen 300 M. Geldstrafe wegen Richterbeleidigung. Dortmund. Genosse Brodenbed wegen Verstoßes gegen das Preßgesetz 10 M. Geldstrafe. " 22. Zwickan. Wegen Richterbeleidigung Genosse Krauße 10 Tage Gefängnis. " " Zeit. Genosse Thiele- Halle wegen Beleidigung der Mitglieder des Beißer Kriegervereins 3 Monate Gefänguis. Bochum. Wegen Beleidigung eines Obermeisters Maurer Strudmann 50 Mark Geldstrafe. 24. Genosse Wolf wegen Verübung groben Unfugs 6 Wochen Gefängnis. " Düsseldorf. 6 Monate Gefängnis ein Maurer wegen Bedrohung. 25. Rudolstadt. Genosse Levy Erfurt wegen Beleidigung des Meininger Ministeriums 3 Wochen Gefängnis. " Leipzig. In der Revisionsinstanz Genosse& a ber- Königsberg wegen Beleidigung der Danziger Polizeibehörde 14 Tage Gefängnis. 26. Hamburg. Je 15 Monate Gefängnis 2 Nieter wegen Körperverlegung, begangen an einem Streitbrecher. 28. Bochum. Wegen Beleidigung von 4 Privatpersonen Genosse Wolf 9 Monate Gefängnis. " " " " Duisburg. Ein Maurer sechs Monate Gefängnis wegen Bergehens gegen§ 158 der Gewerbe- Ordnung. Effen. 10 M. Geldstrafe und drei Tage Haft Maurer Lübbering wegen Bedrohung von Streitbrechern in zwei Fällen. Zittau. Genoffe Fischer 150 M. Geldstrafe wegen Beleidigung eines Gutsbesigers. Deuben. Wegen Beleidigung eines Werkmeisters Genosse Holtmann 1 Monat Gefängnis. 29. Hamburg. 3 Tage Gefängnis ein Arbeiter wegen Bergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung. Jusgesamt wurde erkannt auf 6 Jahre 5 Monate 3 Wochen und Tage Gefängnis und 1136 M. Geldstrafe. Berlin, den 6. Oftober 1900. Der Parteivorstand. Die Wohnungsnot, Es ist also das denkbar vorsichtigste Programm, das hier; vorgelegt wird. Vielleicht wird nun wenigstens die Regierung veranlaßt, dem schon am 14. November 1899 angenommenen Antrag des Reichstags endlich stattzugeben, wonach zum Studium der Wohnungsfrage eine Kommission gebildet werden soll, in der auch Reichstagsmitglieder vertreten find. Auch unsre Autoren halten für dringend wünschenswert eine allgemeine staatliche Wohnungs- Enquete, da eine genaue Kenntnis der thatsächlichen Zustände der Reformthätigkeit vorausgehen müsse. Durch die einleitende Arbeit einer allgemeinen Wohnungs- Enquete und durch die Thätigkeit und Berichterstattung der Wohnungskommissionen würde ein vollständiges Bild des vorhandenen Wohnreform- Bedürfnisses der Nation gewonnen, ein Bild, welches für die Gesetzgebung und für die Verwaltungsorganisation feste, erste Grundlagen darbieten würde". Ueber die Beschaffung der Geldmittel äußern sich die Verfasser folgendermaßen: Die Beschaffung der Geldmittel, soweit sie die finanzielle Leistungsfähigkeit der privaten und der kommunalen Reform= bestrebungen übersteigt, wird nach den bisherigen Erfahrungen ohne Gewährung staatlicher Bautapitals Vorschüsse oder ohne staatliche Garantie des Baukredits in ausreichendem Maße nicht gelingen. Die staatliche Gewährung von Baukrediten sei in zweierlei Weise denkbar: 9 Entweder leiht( garantiert) die Regierung für solche Bauten und Grundstücks- Anschaffungen, welche nach der Zwecke mäßigkeit ihrer Anlage und ihrer Ausdehnung eine völlig sichere Rentabilität( ohne Beeinträchtigung eines billigen Miet- und Kauf preises) erwarten lassen, den vollen Herstellungswert, aber unter besonderen vom Staat zu bestimmenden Stautelen und Beaufsichti gungen; oder der Staat giebt( garantiert) mit Anwendung leichterer Kautelen Darlehen für Herstellung von Wohnungen, welche über den bei Privaten, Banken, Bersicherungsanstalten, Sparkassen usw. zu erlangenden Hypothekarkredit hinaus von den gemeinnützigen Baubestrebungen auf Stapitalrifilo dritter Parteien hergestellt werden können, oder behufs größerer Freiheit von strengeren staat lichen Kautelen so hergestellt werden wollen. Im ersteren Fall wird der Staat das ganze erforderliche Bautapital allein vorschießen bezw. garantieren. Im zweiten Fall wird er Vorschuß( Garantie) nur bis zu einem Bruchteil des dauernden Werts der herzustellenden Häuser leisten, da die das Hauptrifiko tragenden Parteien( Gesellschaften, Genossenschaften, Vereine, Gemeinden usw.) den Rest des Baukredits auf eigne Ge fahr übernehmen. Es würde für die Beschaffung der Geldmittel besonders die Ausgabe tilgbarer Bau- Rententitel in Frage kommen, welche vom Staat oder Reich auf volle Verzinsung garantiert und den Charakter staatlicher Bau- Pfandbriefe be sigen würden. Jedenfalls find es die Vorschläge der Verfasser wert, wenn der Bundesrat dem Antrage des Reichstags Folge giebt, von der dann zu bildenden Kommission in den Streis ihrer Erwägungen gezogen zu werden. o Sociale Rechtspflege. Das Risiko bei Versuchen trägt der Arbeitgeber. Ein Bäderwerfmeister hatte dem Meister Schröter das Brot nicht zur Bufriedenheit hergestellt. Er hatte es übernommen, eine neue Badart anzuwenden, war aber damit nicht zurecht gekommen. Das produzierte Brot war zum Teil unbrauchbar. Der Wertmeister wurde deshalb entlassen. Er verklagte Schröter beim Gewerbegericht Der Vor und beanspruchte als Lohnentschädigung 47,82 m. figende Dr. Schalhorn riet namens des Gerichtshofs zu einem Bergleich auf eine nicht zu geringe Summe, weil ein Entlassungs grund taum anzunehmen wäre. Es kam auch ein Vergleich auf 30 m. zu stande, worauf Dr. Schalhorn noch ausführte, daß mangelhafte Arbeit tein Entlassungsgrund sei und daß für das Probieren der Arbeitgeber das Risiko zu tragen habe. 2922 Ist es unter solchen Verhältnissen wohl wunderbar, wenn die gewerkschaftliche Organisation unter den Frauen auf taufend Schwierig feiten stößt? Wo die Masse und die geistige Freiheit fehlt, sich seines eignen Elends bewußt zu werden, wo die Sorge des Augenblicks alles verschlingt, da mangelt auch die Kraft und die Frische für jenen zähen, beharrlichen, aber langsamen Kampf, den das Erstarken der Gewerkschaftsorganisation voraussetzt. Dagegen würden sehr bald auch die Frauen den unschäzbaren Nugen der die jetzt kaum noch von irgend jemand bestritten wird und Berufsorganisation erkennen lernen, wenn sie zuvörderst auf einem werden kann, zeitigt auch in den Streisen der bürgerlichen andern Wege das ergänzen, was für sie das erste und das letzte Nationalökonomen ein lebhaftes Studium der WohnungsErfordernis einer Hebung ihrer Lage ist: wenn sie auf dem Wege frage, und zahlreiche Vorschläge tauchen jetzt auf, um der machtvoller, öffentlicher Agitation Verkürzung ihrer Arbeitsdauer und Stalamität zu wehren. Die beiden Nationalökonomen Albert damit Zeit gewönnen! Ihr proletarischen Frauen und Mädchen alle: Fordert den Schäffle und Paul Lechler, die sich schon wiederholt Achtstundentag! Der Achtstundentag; das heißt für Euch: in ausführlichen Schriften mit der Wohnungsfrage beRuhe bem überarbeiteten Körper, Wissen und Bildung! Das heißt schäftigten, fassen jetzt in einer ganz kurzen Broschüre Muße für ein wenig Genuß des Lebens; das heißt vor allem: für ihre Vorschläge, die sie den deutschen Regierungen und der Euch und Eure Familie ein sauberes geordnetes Heim, Zusammen- Oeffentlichkeit unterbreiten, zusammen.( Schäffle und Lechler, leben mit Euren Kindern, Pflege ihres Störpers, Erziehung die staatliche Wohnungsfürsorge. Berlin, bei E. Hoffmann ihres Geistes! Fordert von der Gesellschaft, die Euch zu Arbeits- 1900.) stlavinnen erniedrigt, den Achtstundentag: das heißt, das Recht auf Die Vorschläge sind so gehalten, daß sie unter allen UmUnd ist der Achtstundentag etwa ein leerer Traum, ein schöner ständen im Rahmen der bestehenden GesellWunsch, der in unsrer Gesellschaft nicht verwirklicht werden könnte? fchafts- Ordnung und Gesetzgebung durchführbar. find, Ist der Gedanke daran nur dem Kopfe schwärmerischer Mensch- und fast ängstlich verwahren sich die Verfasser gegen irgend heitsbeglüder entsprungen, die der Praxis des socialen Lebens durch eine Maßregel des Staats, die an Socialismus oder dergleichen aus fern stehen? Nein, ganz im Gegenteil find gerade aus den erinnern fönnte. mannigfachsten, rein praktischen Gründen Männer und Frauen" Inhaltlich", so schreiben sie, hat sich die Mitwirkung staate Die Möbel: Transportarbeiter sind nur Stundenarbeiter." der verschiedensten Berufstlassen dafür eingetreten. Es haben licher Organe zur Lösung der Wohnungsfrage auf die dem Staate Diesen Einwand erhob der Fuhrherr Kaufmann gegen den Lohnan dem Aerztekongreffe den Achtstundentag nebst andren Arbeitsbeschränkungen, auf dem Boden der bestehenden Gesellschaftsordnung grundsäglich anspruch eines solchen Arbeiters, des Beklagten für diesen bloß nach Angabe des bloß eine auf die wir später zurüdkommen, im Namen der Bolts- gewiesene Aufgabe zu beschränken. Dieselbe hat also, wie bei er hatte, gesundheit boII bezahlt aller Herren haben wollte. gefordert; gearbeitet es haben ihn in allen übrigen Zweigen staatlicher Wohlfahrtspflege, einen bloß Stunde Länder staatliche Gewerbe- Inspektoren aus medizinischen wie förderlichen, in teiner Weise tommunistischen Charakter Die Kammer VII des Gewerbegerichts veranlaßte die Parteien zu aus rein voltswirtschaftlichen Gründen als in hohem Maße einem Vergleich auf 3 M. Darauf führte der Borsigende Dr. Meier anzunehmen." erstrebenswert bezeichnet; ja, einfichtigere Fabrikbefizer selbst haben Wir wollen dennoch die Hauptforderungen der Schrift aus: Selbst wenn jemand unter Ausschluß der Kündigungsfrist engawünschten, weil die Güte des Arbeitserzeugnisses Hand in hand bringend erforderlich ist. oftmals erklärt, daß sie eine Verkürzung der Arbeitszeit lebhaft wiedergeben, weil sofortige Hilfe in der Wohnungsnot niert werde, sei ein Engagement mindestens aufeinen Tagan zunehmen. Das treffe auch bei Möbeltransportarbeitern Oder es müsse von vornherein gesagt mit einer solchen Verkürzung, mit der törperlichen Frische des Bichleuten) au. Die kleinen Leute" sollen also nach den Schäffle- und werden, die Arbeit dauere nur so und so viel Stunden. In einem Arbeiters gehe. Auch ist der Achtstundentag, sei es für Männer, sei es für Lechlerschen Vorschlägen ihr Wohnungsbedürfnis auch fortan solchen Falle brauche der Arbeiter nicht länger beschäftigt werden, Franen, ganz und gar keine in der Luft schwebende Forderung durchaus aus eignen Mitteln bestreiten, und für die und er habe dann für die übrigen Stunden des Tags, die ausmehr; vielmehr ist er für Tausende und Hundert ihnen durch Mitwirkung des Staats zu bietenden Wohnungen fielen, natürlich keinen Lohnentschädigungs- Anspruch. menschenwürdiges Dasein! " Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW. 19. Soeben ist erschienen: Mainzer Parteitags- Protokoll Mit einem Anhang: #Bericht über die Frauenkonferenz in Mainz. 264 Seiten. Preis 50 Pfg., geb. 75 Pfg. Porto 20 Pfg. Neben den Berichten und Debatten über die Thätigkeit des Parteis Borstandes und der Reichstagsfrattion geben dem Mainzer Protokoll die Berathung der neuen Parteiorganisation, der Landtagswahlfrage, der Stellung der Partei zur Handels- und Verkehrspolitik und zur brennenden Frage der Weltpolitik eine besondere. Bedeutung. Das Protokoll der Frauenkonferenz tft eine werthvolle Bereicherung; ein ausführliches Sachregister und eine genaue Busammenstellung über das Schicksal jedes einzelnen Antrages zum Parteitag ermöglichen sofortiges Auffinden jebes einzelnen Punttes der zahlreichen Verhandlungsgegenstände. dsild Mitte Oktober gelangt zur Ausgabe: Protokoll des .t Internationalen Sozialistenkongreffes zu Paris Preis 20 Pfg., Porto 3 Pfg. Soeben beginnt der 19. Jahrgang der * Deuen Zeit** Revue des geistigen und öffentlichen Lebens Unter ständiger Mitarbeiterschaft von A. Bebel, P. Lafargue, Fr. Mehring, F. A. Sorge redigirt von Karl Kautsky Die angefehene Stellung, welche sich die„ Neue Zeit" bei Anhängern und Gegnern der Sozialdemokratie erworben hat, verdankt die Zeitschrift ihrer Eigenschaft als Organ des wissenschaftlichen Sozialismus, nicht minder aber auch der einer politischen Revue ersten Ranges. Die Ereignisse des Tages, die von weiter reichender Bedeutung sind, werden, namentlich soweit sie auf die Arbeiterbewegung und den Sozialismus Bezug haben, eingehender besprochen, als es in der Tagespresse möglich ist, während gleichzeitig die wichtigsten Erscheinungen auf dem Gebiete der Literatur und Kunst, der Naturwissenschaften und der Technit angemessene Berücksichtigung finden. Die neue Zeit" darf als unentbehrliche Zeitschrift für alle diejenigen bezeichnet werden, welche ein mehr als flüchtiges Jntereffe für die große Tagesfrage der sozialen Entwicklung haben. 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