Nr. 243. nissa Abonnements- Bedingungen: hal = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 mt., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 fg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illustrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Settungss Preisliste für 1900 unter Br. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. sid Vorwärts kip stalo of hon di duni Berliner Dolksblatt. tion med agen j 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonels zetle oder beren Raum 40 Pig., für politische und gemertfchaftliche Bereinss und Versammlungs- Anzeigen 20 fg. Bleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Amt I, Mr. 1508. Telegramm- Adresse: „ Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Hohenlohes Flucht vor der Verantwortung. Donnerstag, den 18. Oftober 1900. bungen zur Zeit nicht vor. Aus der Thatsache, daß Graf Bülow nach Homburg befohlen war und nachdem gestern vormittag Fürst Hohenlohe sein Rücktrittsgesuch dem Kaiser unterbreitete, glaubt 29 Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Im Süden. Ohne Waldersee! Bezüglich der Expedition nach Baoting fu meldet der Standard" aus Am 12. passtierten zu stoßen. man in politischen Kreisen schließen zu müssen, daß der jugendfrische(?) Tuliu, ohne auf entsin: Die Verbündeten erreichten am 13. b. M. Köln, 17. Oktober. Die Köln. und erfolgreiche(??) Diplomat zum Nachfolger Hohenlohes aus- 400 Franzosen diefen Ort auf dem Weg nach Hsiunghien, wo Zeitung" meldet, der Kaiser habe ersehen ist. fte die dortigen Katholiken befreien wollten. Am 15. langte das Entlassungsgesuch des Fürsten in Tientsin die Nachricht an, daß die französische Truppe Köln, 17. Oftober. Die Köln, 8tg." schreibt zum Rücktritt Baotingfu erreicht habe und daß die chinesischen Behörden die Hohenlohe, welches dieser gestern Hohenlohes: Die Nachricht vom Rücktritt des Fürsten Hohenlohe Stadt ohne weiteres übergeben hätten. Die Franzosen, heißt es, überreichte, angenommen. vom Reichsfanzleramt sowie vom preußischen Ministerpräsidium und bewachen jetzt die Eisenbahn. Das Telegramm vom 16. Oftober Der Reichstag foll, wie nunmehr offiziell bekannt gemacht wird, zum Ministerium der Auswärtigen Angelegenheiten bietet dem größeren berichtet: Da die Expedition nach Paotingfu lange vorher an 14. November einberufen werden. Um die Leser nicht irre zu führen, Bublifum eine gewisse Ueberraschung, wenn auch Eingeweihte gekündigt worden war, hatten die chinesischen Beamten und wohlfei hinzugefügt, daß offenbar der 14. November 1900 gemeint ist, dies seit langer Zeit haben voraussehen können. Politische habenden Bewohner von Baotingfu alle ihre Wertsachen nach der nicht etwa der des Jahres 1901 oder 1902, was ja an sich auch Beweggründe spielen jedenfalls bei dem Rücktritt eine Grenze von Honan gesandt; die Stadt war fast verlassen. möglich wäre; denn wenn leitende Personen der Regierung die mehr nebensächliche Rolle.(!!!) Der Hauptgrund ist ang größten Unternehmungen beginnen, ohne das Parlament auch nur zu barin zu suchen, daß der Fürst immer mehr die Laft London, 17. Oftober. Ein Telegramm der Morning Bost" befragen, so ist eine solche Gile gar nicht notwendig. Die Rechte des seines hohen Alters zu empfinden begann und infolge seines aus Shanghai besagt: Nach Berichten aus Nanting haben Reichstags werden nicht im mindeſten geschädigt, ob er nun die schwankenden Gesundheitszustands sich nicht mehr im stande fühlte, die die Aufständischen aus swang si die Grenzstadt Kwangning Kostenrechnung für bereits verausgabte Summen jetzt oder übers Jahr oder über ein Jahrzehnt zur Kenntnis nimmt. So wie die ganze Verantwortlichkeit zu tragen, die mit seinem arbeitsreichen Dienste erobert und werden sich alsbald mit den Sanhohwei- Leuten und der Dinge jezt liegen, ist das Parlament doch nur eine Art Decharge- Worte für seine sechsjährige Thätigkeit und fagt unter anderm: versetzt worden; dies bedeutet für den Einfluß. den der fremdenverbunden ist. Das Blatt zollt dem scheidenden Neichstanzler ehrende Rebellen aus Sewangtung vereinigen. Der bisherige Gouverneur von Honan, Ji, ist nach Hupeh Erteilungs- Maschinerie nach dem Muſter der Generalversammlungen Diejenige lämpfende und zurückhaltende Thätigkeit, die der von Attiengesellschaften. Unfre bürgerlichen Parteien hätten es Fürst in der Stille seines Arbeitszimmers ausgeübt hat und die Die Ernennung Jis zum Gouverneur einer Jangtseproving bekundet freundliche Vicefönig Tichangtschichtung ausübt, einen schweren Schlag. auch verwunden, wenn man fie erst im Dezember oder Januar wohl erst späteren Generationen in ihrem ganzen Umfang bekannt den wohlüberlegten Plan Tuans, das Borertum auch in das yangtseoder sonst einmal gelegentlich nach Berlin bemüht hätte, werden wird, ist zum Nußen von Kaiser und Reich am höchsten gebiet hineinzutragen.(??) um sich darüber zu informieren, was die regierenden Herren einzuschätzen.( Merkwürdig, daß das offiziöse Blatt auf einmal bas inzwischen gethan und verausgabt haben. Sie begnügen sich zu Alter Hohenlohes entdeckt. Ned. d. Borw.") flagen, zu jammern, zu entrüsten, aber die Kraft zur wirksamen Gegenwehr fehlt ihnen völlig. Die Reichstags- Einberufung ist in Homburg beschlossen worden, wo der Kaiser mit Hohenlohe, Bülow, Lucanus und dem Chef des Marinekabinetts Senden- Bibran tronferiert hat. Fürst Hohenlohe hat diese Gelegenheit benutzt, um sein Entlassungsgesuch einzureichen und nun endlich auch die formelle China. Englische Blätter berichten von wahrhaft tollen Forderungen, welche die noch in Peking zurückgebliebenen Vertreter der Mächte an China zu stellen beabsichtigen. Dem" Standard" wird aus Tientsin Die Hongkong, 17. Oftober.( Meldung des„ Reuterschen Bureaus".) Die Rebellen im Hinterlande sollen sich, wie es heißt, in der Nachbarschaft von Backmafa, etwa vierzig Meilen nordöstlich der britischen Grenze, tonzentrieren. Dieselben beabsichtigen augenscheinlich, sich mit den Aufständischen vom Ostflusse in der Nachbarschaft von Sveitschan zu vereinigen. Admiral Hos Truppen rüden heute von Samchun zu ihrer Verfolgung vor. An der britischen Grenze und im neuen britischen Gebiet ist alles ruhig. 179 Bestätigung zu erhalten, daß er mit der Regierung nichts zu vom 15. 6. mertägliche Borbedingung eines befriedigenden Fort- Politische d. Mts. thun babe. e 扣除 Fürst Hohenlohe, der Verantwortliche des chinesischen Abenteuers, der einzige auch, der nach seinen Vermögensverhältnissen in der Lage wäre, für die Kosten des Unternehmens haftbar gemacht zu werden, falls die Mehrheit des Reichstags was allerdings ausgeschlossenden Mut finden würde, die Kostenbewilligung abzulehnen, der kleine Herr Reichskanzler wird nicht mehr dem Reichstag gegenüber die Schönheiten des Khakitums und der budgetlosen Wirtschaft zu verteidigen nötig haben. #sond and ug spol Es ist höchst sonderbar, daß Fürst Hohenlohe, der sich bisher mit rühmlichem Heldenmut förmlich dazu gedrängt hat, die Berantwortung für gesetzgeberische Launen zu übernehmen, auch wenn sie ihn in teiner Hinsicht etwas angingen, plöglich fich dazu entschlossen hat, den Kanzlersessel zu verlassen. Noch sonderbarer ist es allerdings, daß er erst je zt diesen Schritt thut; er hätte einen würdigen Abgang in den ersten Zeiten der Chinakrisis gefunden, es wäre keine unbeträchtliche Auszeichnung feines Charakters gewesen, wenn der in liberal- konstitutionellen Anschauungen erwachsene Staatsmann schon im Sommer den Khakirock ausgezogen hätte. Indessen, die Verzögerung der Demission mag sich daraus erflären, daß Onkel Clodwig erst jetzt von den chinesischen Vorgängen erfahren hat. Unter allen Umständen bedeutet der Rücktritt des leitenden Staatsmanns im jezigen Augenblid, wo es gilt, dem Reichstag Rechenschaft abzulegen, die schärfste Berurteilung der gesamten Chinapolitit des Grafen Billow. les nod Politische Nebersicht. schritts in der Regelung der China- Frage ist die Wiederherstellung Berlin, den 17. Oftober. der Autorität des Staisers. Das allein wirksame Mittel ist die Erflärung, der Kaiser müsse bis zu einem bestimmten Ein agrarisches Wohnungsgesetz. Termin nach Beting gebracht werden, sonst würden Die„ Berl. Pol. Nachr." Kündigen heut an, wie der die Gräber der Ming Dynastie zerstört und die Mandschu- preußische Junker die Wohnungsnot zu furieren Dynastie beseitigt werden. Selbst die Kaiserinvitwe würde dieser gedenkt. Die Fürsorge der Schaffung geeigneter und preisDrohung Gehör geben. Und die„ Times" melden aus Peling vom 12. Oktober: würdiger Wohnungen für die große Masse der Bevölkerung wird der Privatthätigkeit und den Gemeinden zugeschoben. In einer Bersammlung der noch hier befindlichen Vertreter Die Aufgabe des Staats aber wird also angezeigt: der fremden Mächte wurde am Mittwoch die Grundlage der Verhandlungen besprochen und man fam, ohne einen der Verhandlungen besprochen und man fam, ohne einen formellen Beschluß zu fasien, überein, daß die Forderungen, auf deren Erfüllung man dringen müsse, die Bestrafung der schuldigen Beamten, die Zahlung einer Entschädigung, die Schleifung der Be festigungswerte von Lalu und der andren zwischen Tientsin und dem Meere gelegenen Forts, das Verbot der Einfuhr von Feuerwaffen, die Errichtung einer ständigen Schuhwache für die Gesandt schaften, die Abschaffung des Tsung- li- Yamen, die Ernennung eines Ministers für auswärtige Angelegenheiten, die Suspendierung der staatlichen Prüfungen auf fünf Jahre in allen Provinzen, in denen Ausländer ermordet seien und schließlich die Bedingung umfassen müßten, daß ein geregelter Verfehr mit dem Kaiser ermöglicht werde. Es wurde darüber lebereinstimmung erzielt, daß allen diesen Forderungen durch kaiserliche Dekrete öffentlich stattzugeben fei." Diese Racheforderungen übertreffen noch die Wunschliste des Herrn Delcassé und würden, wenn die Mächte die Anschauungen ihrer Pefinger Vertreter zu den ihrigen machen sollten, zur weiteren Er schwerung der Friedensherstellung führen. old miss onit Der bisherige Reichetangler ist vielfach, und, vermutlich mit Recht, als der eigentliche Vertrauensmann der nichtpreußischen Bundes- Die französische Truppe, die schon vor Uebernahme fürsten aufgefaßt worden. In seinem Rücktritt liegt fo augleich eine Kundgebung der Stimmungen, wie sie in den meisten Einzelstaaten herrschen dürften, wenn sie einstweilen auch sich nicht öffentlich herborwagen. Es charakterisiert die Anarchie unsrer Bustände, daß ein leitender Staatsmann, der nach der Verfassung allein die Verantwortung trägt, eine ungeheuere politische Aftion gedeckt hat, ohne daß er jemals Gelegenheit hat, fie im Barlament zu vertreten, es müßte denn sein, daß Fürst Hohenlohe fich unverzüglich in den Reichstag als- Abgeordneten wählen lassen würde. des Oberkommandos" durch den Grafen Waldersee gegen Boating fu aufgebrochen war, soll am 15. S. Mts. bereits vor dieser Stadt eingetroffen sein; die Stadt habe keinerlei Widerstand geleistet. Graf Waldersee hat wiederum das Unglück, daß seine Großthaten vollbracht werden, ehe er den Stampfplay erreicht hat. Aus Süd china werden weiter Alarmnachrichten über auf ständische Bewegungen verbreitet, die jedoch keinerlei Gewähr der Glaubwürdigkeit bieten. Ju Peking. s und erhalten, so wird auch durch entsprechende gesetzgeberische Will man auf die Dauer gesunde Wohnungszustände schaffen Maßnahmen dafür zu sorgen sein, daß der Zuzug nach solchen Ortschaften au Alt die die Vorbedingung getnüpft wird, daß der Neuanzichende über eine den Bedürfnissen seiner Familie entsprechende Wohnung verfügt. Eine solche Be: schränkung des Zuzugs ist die unerläßliche Voraussetzung für die Beseitigung unbefriedigender Wohnungszustände durch private und gemeinnügige Thätigkeit. Ohne sie wird bas Uebel, dem mait Steuern will, niemals an der Wurzel angegriffen, sondern es erneuern sich immer wieder die Ursachen, welche zu den jetzt vielfach hervorgetretenen Mißständen geführt haben. Eine solche Maßregel wäre aber auch zweifellos bon erheblicher socialer Bedeutung. Sie würde dem ungesunden Buströmen der Bevölkerung in die großen Städte und in die industriellen Centren insofern einigermaßen zu steuern geeignet sein, als dann an sich zum Fortkommen an solchen Plätzen nicht geeignete Elemente ferngehalten und ferner der Zuzug auf die jenigen Arbeiter beschränkt werden würde, welche an den bes treffenden Orten bereits eine sichere Arbeitsstelle gefunden haben.". Damit fündigt der Offiziofus des Herrn v. Miquel für die nächste Landtagssession einen Gesetzentwurf an, der den bösartigsten Anschlägen der preußischen Reaktion an die Seite zu stellen ist. Es wird Ernst mit der Bernichtung der Freizügigkeit für die Arbeiter. Und dieses schmachvolle Attentat auf ein wesentliches Grundrecht der modernen Zeit, auf eine Lebensnotwendigkeit gerade der unbemittelten Bevölkerung, wird in tückischer Heuchelei unter der Etikette einer Wohnungsreform angeboten.o Statt die schwer drückende Wohnungsnot der arbeitenden lassen zu mildern und zu beseitigen, wird diese Not den herrschenden Klassen in Preußen zur Gelegenheit, neue Missethaten wider die Bevölkerung Preußens zu berüben. Es ist Aufgabe der Arbeiterklasse in Preußen, ohne Berzug mit Aufbietung aller Mittel und Kräfte dieser neuesten Schändlichkeit des reaktionären Regiments sich machtvoll entmugotesi ma gegenzuwerfen! 19107 Das„ Reutersche Bureau" meldet aus Peking: Das Editt, Allerdings geht das chinesische Erbe Hohenlohes auf seinen Nach- welches die Bestrafung der an den Unruhen beteiligten hohen folger über, und da Graf Billow wenigstens äußerlich mit dem Staatsbeamten anordnet, wird hier für eine Fälschung gechinesischen Kreuzzug zu thun gehabt hat, wäre es natürlich, wenn halten. Prinz Tsching und Li- Hung- Tichang bestreiten, irgendwelche er zum Reichstanzler ernannt würde. Indessen, bei der siechen Kenntnis von der Eristenz, des Editts zu haben. Graf Balderfee Schlaffheit der bürgerlichen Parteien, bei dem Mangel eines wird im Kaiserpalast Quartier nehmen. Kleine marobierende Boxer Ministerverantwortlichkeits- Gesetzes, wird auch, daran ist kein banden verursachen in der Nähe des Sommerpalastes Beunruhigung. Zweifel, irgend ein Andrer mit fröhlichem Gleichmut die Nolle Gegen sie wird eine kleine Abteilung entfandt werden. übernehmen, vor dem Reichstag das Unerhörte lächelnd Bericht Dr. v. Rosthorns. zu vertreten. The wir keinen wehrhaften Reichstag haben, Die Wiener Politische Sorrespondenz" beginnt mit der Bernada Die junkerlichen Kornwucherer wird fich das deutsche Volt jede Zumutung gefallen laffen müssen. öffentlichung des Berichts, welchen der östreichisch- ungrische Geschäfts- sezen alle Gegel bei, um gelegentlich der bevorstehenden VerMögen wenigstens die Grsagwahlen, die in der nächsten Beit träger in Beling Dr. v. Rosthorn an das Ministerium des Aeußern handlungen über die Erneuerung der Handelsverträge den Liebesstatifinden, sich zu einem wuchtigen Protest gegen das Elend des schneidung der fremden Vertreter von der Außenwelt bis zum Boll für den Doppelcentner Roggen wird in der agrarischen über die Ereignisse in Beling in der Beriode von der Abgaben- Fischaug möglichst reichlich zu gestalten. Ein Sechsmart. herrschenden Systems gestalten! Entsage der Miffionen erstattete. In dem zunächst veröffentlichten Der dritte Kanzler des Deutschen Reichs hat sich von seinem Zeil wird festgestellt, daß das Tsung- li- Yamen anfangs fich gegnerisch Breffe als das Minimum des zu Erfirebenden bezeichnet, lieber Platz geschlichen, der Kanzler des Verhinderns, der zu dem Verlangen des diplomatischen Corps nach Entsendung einer aber würden sie acht oder gar zehn Mark Zoll erhoben immer mehr zum unauffindbaren Kanzler wurde. Schußestorte stellte, den Vicekönig in Tientsin anwvies, Transport- sehen. Im gleichen Verhältnis sollen dann auch alle übrigen Sein Nachfolger wird, wie immer sein Name sein mag, mittel nicht bereit zu stellen und sogar zu einer militärischen Be Lebens- und Genußmittel unter der Zoll- und Steuerschraube bluten. ein geschmeidiger Herr sein, der von der Ueberflüssigkeit seines fegung der Bahnlinie Tatu- Beting schritt. Erst auf dringendes In einer Zeit, wo der wirtschaftliche Niedergang von allen Amts tief überzeugt sein muß. Caprivi Hohenlohe- Herr Berlangen gab das Tjung- li- Damen am 31. Mai den fremben Bertretern Seiten droht, wo das Unternehmertum überall Borbereitungen trifft, von Soundso, es ist der Weg zur völligen Nullifierung des Begriffs bekannt, daß sich die chinesische Regierung der Entfendung einer um die Löhne wieder herabzusetzen und die Arbeitsbedingungen einer verantwortlichen Regierung. dem Bericht festgestellt, daß schon in dem damaligen Stabium un au verschlechtern, in folch bedrängter Zeit will junterliche Habgier zweifelhaft aus allen Vorkommnissen und Anzeichen hervorging, daß auch die Preise der notwendigsten Lebensmittel fünstlich ins Un Die Borerbewegung hochgestellte Gönner hatte und fich namentlich gemessene steigern; gegen eine solche Politit werden Köln, 17. Oftober. Die„ töln. 8tg." melbet aus Berlin: Ueber in chinesischen Militärtreifen der ausgezeichnetsten Sympathien die Arbeiter bis zum legten Mann in den Kampf den Nachfolger des Fürsten Hohenlohe liegen zuverlässige Mel- l erfreute. eintreten. Depeschen. Schutztruppe nach Beking nicht widersezen wolle. Zugleich wird in tale slut Gegenüber dem unverschämten Treiben der Wrund und Schlotjunker gilt es, die Interessen der Konsumenten mit aller Energie zu wahren. Im Reichstage erzielen die Brot Wucherer sicher eine Majorität auch für die ausschweifendsten Forde- rungen, wenn die Wählermafsen nicht rechtzeitig mobil machen und den Zöllnern ein Licht aufstecken. Auf die Regierung ist kein Verlatz, denn sie steht unter der Führung des Grafen von PosadowSky ganz unter agrarischem und schutzzöllnerischem Einfluß. Unter solchen Umständen wird eS höchste Zeit, daß die Kon» sumenten sich rühren, um das ihnen drohende Unheil abzuwenden. Von unsrer Parteileitung sind Vorbereitungen getroffen, um durch Flugblatter und Protestversammlungen die Massen aufzurütteln. Sollten die angelündigten ungeheuren Zollsätze wirklich Aufnahme in die neuen Vorlagen finden, so dürfte ein Prote st stürm dagegen in Scene gehen, wie Deutschland ihn noch nicht erlebt hat. Unsre Parteipreffe hat den Kampf gegen den Brotwucher bisher schon mit aller Entschiedenheit geführt, sie wird ihn fernerhin steigern in dem Matze, wie die agrarische Unverschämtheit bestimmtere Formen annimmt. An unsre Genossen im Reiche aber möchten wir die Aufforderung richten, überall die nötigen Vorbereitungen zu treffen für eine um- äffende und mit aller Energie geftihrte Agitation gegen den im größten Umfang geplanten Brot- und Lebensmittel-Wucher. Parteigenossen, seid auf dem Posten!— beutelustigen» Zum Zollkampf. Die Aeltesten derBerliner Kauf- �'■'mannschaft haben ihren Beschlutz gegen den von den Agrariern geforderten Doppeltarif folgendermatzen begründet: „Die Annahme des Doppeltarifs in Deutschland wäre zu- nächst von st a a t s r e ch t I i ch e r Bedeutung. Gegenwärtig werden nach Artikel 11 der Reichsverfassung Handelsverträge vom Kaiser nach Zustimmung des Bundesrats abgeschlossen; zu ihrer Gültigkeit ist die Genehmigung des Reichstags erforderlich. Würde der Minimaltarif eingeführt, so würden damit der Kaiser und der Bundesrat in der verfassungsmäßig ihnen zu- stehenden Freiheit des Vertragsschlusses bis zu der im Tarifgesetze. also unter Mitwirkung des Reichstags, im voraus gezogenen Grenze beschränkt. Während also nach der Reichsverfassung der Reichstag nur nachträglich den vom Kaiser unter Zustimmung des Bundes- rats abgeschlossenen Vertrag zu genehmigen hat. und diese Genehmigung naturgemätz nur dem Ganzen des Vertrags ge wehrlosen BoxerS eröffnet in die Empfindungswelt Deutsches Jleich. Majestätsbeleidigungen in Byzanz. Das Kleine Hofjournal hält sich für seine Anhimmelungen diverser Gottesgnaden-Personen dadurch schadlos, daß es ausländische Potentaten verhöhnt. So lesen wir heute in dem Blatt: «Der Kaiser K w a n g s L wird aber jedenfalls sehr häufig au Kostümbällen paradieren, da ihn darzustellen nur ein m ö g l i ch t dummer Ausdruck nötig ist." Die selige Umsturzvorlage wollte die Angriffe auf die Monarchie ganz allgemein strafbar machen und auch die Kränkung ausländischer Fürstlichkeiten verhüten. Der Ober-Eunuch von Byzanz aber wagt es, den Monarchen, der über 400 Millionen Menschen regiert, eines dummen Gesichts zu beschuldigen. ES_ graust uns auszudenken, was Herr Leipziger über europäische Staatshäupter schreiben würde, wem» er zufällig das Kleine Hofjournal Sr. Majestät des Kaisers Kwangsü heraus geben würde.— Deutsche Chknaknltur. Ein Herr Bismarck, der in Peking mit den Gesandten eingeschlossen war, hat dem Korrespondenten der »Franks. Ztg." folgende ebenso reizvolle als dem GedächwiS zu be wahrende Schilderung aus den Tag „Natürlich fehlte es auch nicht an humoristischen Vorkomm nisten. Bismarck war mit einem andren Freiwilligen a u Patrouillengang ausgeschickt. Ans Nbentenerlust dehnten sie den Gang in die Chinesenstadt aus, dort einen ihnen entgegentretenden Boxer— diese waren nur mit Säbel bewaffnet— schnell erledigend. Als sie um die nächste Straßenecke kommen, sehen sie plötzlich zehn reguläre chinesische Soldaten, die nebenher bemerkt alle mit dem modernsten Maufergewehr be Waffnet sind. Nun hatte der eine der Patrouillengänger nur einen Revolver, Bismarck einen Karabiner, und so hieß denn das von der Vernunft diktierte Kommando nicht langsam. sondern schnell um die Straßenecke zurück. An der nächsten Ecke machen sie Halt, um sich nach den Verfolgern um- zusehen. Da diese nicht erscheinen, schleichen sie wieder vor und sahen in der Feme die Chinesen laufen, deren Zöpfe durch die Geschwindigkeit des Laufs auf den Rücken ihrer Besitzer einen wilden Tanz ausführen.„Da legten wir uns gegen die Mauer und lachten Thränen." Die humoristische„Erledigung" des einen wahrhast grauenvollen Einblick deutsch-christlichcr Kulturträger in China. Die Jämmerlichkeit der China-Resolntionen Eugen Richters setzt auch den liberalen offiziösen„Hamb. Korrespondent" in Er- staunen; so sanft kann allerdings auch ein Konservativer oder Nationalliberalen die China-Aktion kritisieren, wie es Eugen Richter thut. Der Freisinn wagt eS nicht einmal mehr, die Löwenhaut zu tragen. Auf unsre Bemerkungen weiß die„Freis. Ztg." nichts andres zu erwidem, als daß„seit Liebknechts Tode sich in der Redaktion des„Vorwärts" eine starke Verrohung der Sprache bemerkbar mache. � Wir teilen das Bedauern der„Freisinnigen Zeitung" Richters, daß unser Alter nicht mehr im stände ist, in s e i n e r Art Eugen Richters Bankrotterklärung zu erörtem. D a S Geschimpfe in der Erwidemng der„Freisinnigen Zeitung" hätten wir hören mögen l— Ein Rückzug? Der Gewerkverein christlicher Berg- a r b e i t e r veröffentlicht in der„Germania" eine„Erklärung. die sich mit dem Hirtenschreiben beziehentlich mit dem Erlaß des Erzbischofs von Freiburg beschäftigt. Es heißt dort: „Diesen Ausfühmngcn(des Erzbischofs von Frciburg. R. d.„V.") gegenüber betonen wir als Vertreter des Gewerkvereins christlicher Bergarbeiter Deutschlands und zugleich, wie wir glauben, im Ein- klang mit allen andren christlich-gewerkschaftlichen Organisationen, daß wir nach wie vor in der Behandlung' der Wirt- schaftlichen Fragen unsres Stands auf den christlichen Grundsätzen zu fußen gewillt sind, daß wir niemals einer Lösung der vorgenannten Fragen zustimmen werden, welche gegen die christlichen Gesetze der Gerechtigkeit und Moral verstößt. Nach unsrer Auffassung ist eine— allerdings wünschenswerte— Vereinigung aller Arbeiter eines Berufs in demselben Verbände nur dann möglich, wenn dieser Verband in seiner Wirksamkeit unsren Grundsätzen nicht widerspricht. Dabei bleibt es unbenommen, vorläufig von Fall zu Fall durch unsre Vorstände mit andren Ver- einigungen Fühlung zu suchen und ein gemeinsames Vorgehen an- zubahnen. Der Kongreß der christlichen Gewerkschaften in Frankfurt hat über diese principielle Frage keine Beschlüsse gefaßt. Soweit— vielfach falsch wiedergcgebene— Aeußerungen einzelner Vertreter in Frankfurt in Betracht kommen, haben diese nichts weiter besagen wollen, als daß die Gewerkvereine nicht den Zweck haben, in ihren Sitzungen sich mit der Erörterung religiöser Streitstagen zu befassen, sondern ihre Wirtschaft- lichen Angelegenheiten auf einer den Arbeitern der ver» schiedenen Konfessionen gemeinsamen religiösen Grund- läge zu regeln, ähnlich wie es in andren Berufsständen(Land- Wirte. Handwerker usw.) bisher ohne Widerspruch geschehen ist." Essen, den 14. Oktober 1900. Diese Erklärung, unterzeichnet vom Centraivorstand, sieht einem Rückzug Brusts, der in so energischer Weise schon gegen den Hirtenbrief Stellung nahm, sehr ähnlich. Vielleicht ist er über seinen eignen Mut gegenüber den hohen Kirchenherren erschrocken, vielleicht fürchtet er, durch ein allzuscharfes Vorgehen gegen die Bischöfe einen Teil seiner gutgläubigen Mitglieder zu verletzen. Im übrigen ist die Erklärung sehr vieldeutig. Was heißt es, auf den christlichen Grundsätzen fußen wollen? Als die katholischen Bergleute am Piesberge ihren christlichen Grundsätzen gemäß die alten Feiertage heiligen und nicht arbeiten wollten, und' schließlich unter Brusts Leitung in den Streik traten, hatten sie nicht bloß die katholischen Unternehmer gegen sich, sondern auch Centrumsblättcr und Centrums-Abgeordnete traten auf die Seite der Unternehmer. Die kapitalistischen Grundsätze gehen aber gerade in wirtschaftlichen Angelegenheiten über die ch r i st l i ch e n. An diesen harten Thatsachen wird auch die Erklärung nichts ändern.— währen oder versagen kann, Einführung de? Minimaltarifs komnien, tarifs »m voraus mitzusprechen. bei würde bei der Reichstag reichsgesetzlicher in die Lage jeder einzelnen Position des Vertrags- lirtschaftlich würde dies System mindestens eine Erhöhung der Vertragssätze bedeuten, denn sein Zweck ist ja gerade, die Regierung in den zu gewährenden Konzessionen zu beschränken. Bei der gegenwärtigen Zusammensetzung des Reichstags ist anzunehmen, daß die Mehr- heit bei der Festsetzung der Zollminima diese so hoch an- setzen wird, daß sie' für das Ausland keine begehrens werten Objekte für einen Tarifvertrag mehr darstellen. ES wird also der Minimal- Tarif das Z u st a n d e- kommen von Tarifverträgen außerordentlich erschweren, wenn nicht überhaupt verhindern Soweit aber nicht vertraglich Ermäßigungen der Sätze des Maximaltarifs Platz greifen, würden die letzteren in alleinige Geltung treten, eine Folge, die für alle auf Import angewiesenen Zweige' des Handels und der Industrie höchst gefährlich wäre, da ja der Maximaltarif nicht sowohl den von den inländischen Produ- zenten für notwendig gehaltenen Schutz, sondern vielmehr Aus gangspunkt und Waffe' für die Verhandlungen mit dem Ausland darstellt. Das System hat den Grundfehler, daß das Parlament mit der Fixierimg der Minimalsätze handelspolitische Kompli- kattonen herbeiführt, die es noch gar nicht übersehen kann, die vielmehr erst während der Unterhandlung mit fremden Staaten für diese Unterhändler übersehbar werden. Deshalb mutz, wenn man überhaupt zu wertvollen Tarifverträgen gelangen will, eS bei dem bisherigen Verfahren bleiben, bei welchem die Regierung gegen angebotene Konzessionen nach bestmöglicher Abwägung aller Vor- und Nachteile die ihr gleichwertig erscheinenden Gcgenkonzessionen macht. Die vertrag- liche Sicherung erträglicher Höhe der ausländischen Zollschranken ist aber für die deutsche Volkswirtschaft unvergleichlich viel wichtiger, als die Festhaltung jedes von einer Jnteressentengruppe geforderten und von einer Reichstags« Mehrheit' gebilligten Schutz- zolls; diese Schutzzölle werden vielmehr selbst im eignen Interesse unsrer Volkswirtschaft vielfach schädlich stin. Der Reichstags-Abgeordnete*für Bielefeld-Wiedenbrück, Herr H u m a n n, Mitglied der Centrumspartei, sagt in einer Er- klärung über die Stellungnahme zur Zollstage: „WaS mich selbst bettifft, so habe ich in der Versammlung der CentrumSwähler in Delbrück am 30. v. M. nur bestimmt hervorgehoben, daß der Roggen- und Weizenzoll gleich sein und die Centrumspartei einig und geschloffen an diese Frage herantreten möchte. Was dann die Höhe des Zolles anlangt, so habe ich nieine unmaßgebliche persönliche Ansicht dahin ausgesprochen, daß das Crntrum sich wohl aus ti M. einigen kann, aber ausdrücklich hinzugesetzt, daß sich darüber nichts Bestimmtes sagen lasse und man die Forderungen nicht allzu hoch stellen dürfe, weil im Centrum auch alle Stände vertreten seien."« Das ist die Rücksichtnahme der Centrumsabgeordneten auf die katholischen Arbeiter, daß der Hungerzoll auf daS tägliche Brot nur von 3>/z auf 6 M. pro Doppelcentner erhöht werden soll! * Der wirtschaftliche Ausschuß zur Vorbereitung und Begutachtung handelspolitischer Maßnahmen hat am Mittwoch- vormittag seine Beratung des Zolltarif-Gesetzentwurfs unter Vorsitz des Grafen Posadowsky fortgesetzt. Der Schluß der Beratungen wird nicht vor Ende dieser Woche erwartet.— Ein stadträtlicher Irrtum. Wie der„D. TageSztg." von Leipzig gemeldet wird, hat der Stadtrat zu Leipzig als Schulpatronatsbchörde einem Oberlehrer einer hiesigen höheren Schule, der sich mit öffentlicher Agitation für die nationalsociale Partei mehrfach befaßt hatte, sehr deutlich den Wunsch ausgedrückt, daß er von dieser Agitation künftighin lassen möge. Wir verstehen diese Maßnahme des Stadtrats nicht. Giebt es doch keine Partei in Deutschland, die mit mehr Eifer dem China- »atriotismus diente als die Nationalsocialen, deren Losungswort aist: Keinen Pardon geben! Nur nicht so weich- lichl Der Leipziger Stadstat muß sich also doch wohl geirrt haben.— Ein KohlenauSfuhr-Verbot ist, wie heute mit Bestimmtheit von der„Nat.-Lib. Korresp." versichert wird, nicht zu erwarten. Ein Kohlenausfuhr-Verbot ist bis jetzt auf feiten der Regierung nicht in Frage gekommen, und nach Lage der Dinge wird das auch in absehbarer Zeit nicht der Fall sein, um so weniger, als sich die Anzeichen mehren, welche auf ein allmähliches Nachlassen der Kohlen- knappheit hindeuten." Uns erscheint die Meinung, es sei ein„allmähliches Nachlassen" der Preise in, Anzüge, angesichts des nahenden Winters doch allzu optimistisch. Ein neuer HerrenhauSler. Wie die„Zeitung für Hinter- wmmern" meldet, ist dem Geschlecht derer von Zitzewitz an- läßlich seiner Feier des SOvjährigeii Besitzstands das PräsentationS- recht für daS Herrenhaus verliehen worden.— Begnadigung. Der Gutsbesitzer zu K o k o tz k o lvar wegen Verkaufs einer Kulmer Fleischer zu zwei Monaten worden. Nach dem Genutz deS Fleischs .chwer erkrankt. Grotrian reichte dem Erfolg, daß die Gefängnisstrafe in 50 Mark umgewandelt wurde.— Ferdinand Grotrian Iranken Kuh an einen Gefängnis verurteilt waren mehrere Personen ein Gnadengesuch ein mit eine Geldstrafe von in denen neu zu wählen war, Wahlmänner Von denjenigen Bezirken, hatten: Freifinnige 135, Socialdemokraten 38, Konservat. 177 " ES wurden neu gewählt: Freisstmige 158, Socialdemokraten 51, Konservat. 159 Es verblieben als Wahlmänner: Freisinnige 433, Socialdemokraten 50, Konservat. 469 ' Dazu: Neugewählt 158, Neugewählt_ 61, Neugewählt 159 Ehronlk der MajestiitsbeleidigungS- Prozesse. AuS Hamburg wird uns berichtet: Wegen gewerbsmäßiger Unzucht und Majestätsbeleidigung wurde am DienStag vom hiesigen Landgericht die 13 jährige Akrobatin T. u einer Woche Haft und drei Monaten Gefängnis verurteilt. Die Angeklagte, die trotz ihrer Jugend schon mehrmals besttaft worden ist, war vor einiger Zeit mit ihrer LogiSwirtin in Streit geraten und hatte dieselbe wegen Kuppelei denunziert. Um nun das Zeugnis der T. im bevorstehenden Kuppeleiprozeß zu entwerten, ging ein -reund der Logiswirtin hin und erstattete die Anzeige, daß die T. ich vor einigen Monaten einer Majestätsbeleidigung schuldig gemacht habe. Zeugen und Angeklagte waren Leute, die offenbar täglich in dem größten Schmutz und den ekelhaftesten Gemeinheiten waten. Auch die inkriminierte Aeußerung, die von der Angeklagten allerdings vergeblich bestritten wurde, enthielt eine widerliche Gemeinheit. Der Staatsanwalt sprach sein Bedauern darüber aus, daß ein solcher Fall infolge einer offenbar aus den niedrigsten Motiven erstatteten Denunziation vor Gericht erörtert werden müsse. Er beanstagte sechs Monate Gefängnis und drei Wochen Hast. Die vreslauer LandtagSwahl. DaS Gesamtresultat der Breslauer Landtagsnachwahl stellt sich. abgesehen von unwesentlichen Aenderungen, die noch eintreten können, wie folgt: " 591■ 101 628 Wahlmänner Es würden also 591 Liberale und 101 Socialdemokraten, zu- sammen 692 Wahlmänner beider Parteien den 628 konservativ- klerikalen Wahlmännern gegenüber stehen. Beeinflußt können diese Zahlen noch durch Ungültigkeitserklärungen und das Ausbleiben eventuell Umfallen einzelner Wahlmänner werden, doch ist an der Niederlage der Reaktion bei der Abgeordnetenwahl nicht zu zweifeln. Die' S o c i a l d e m o k r a t i e hat 13 neue Wahlmännerviandate gelvonnen. Diese sind zumeist in Bezirken gewonnen worden, die bisher stcisinnige Wahlmänner hatten. Die Freisinnigen konnten aber mit socialdemokrattscher Hilfe diese Verluste durch Eroberung konservativ- klerikaler Bezirke gutmachen. Mehrere Bezirke verfielen mit geringer Majorität den Konservativen infolge ungenügender Unterstützung unsrer Partei durch die Freisinnigen, die mehrfach bei Stichwahlen sich der Abstimmung enthielten; sogar drei Freisinnige, die zu Wahlmäunern gewählt wurden, stimmten in der Stichwahl gegen unsre Genossen und führten in zwei Fällen den konservativen Sieg herbei. » In unsrem BreSkaner Partei-Organ, der„VolkSwacht", wird der Wahlausfall folgendermaßen beurteilt: „Die politische Bedeutung der Niederlage der Reaktionäre ist nicht zu unterschätzen. Die Brotwucherer, die Fleischverteurer, die Feinde jeder freiheitlichen Regung des Volks hatten ihr wahres Gesicht verhüllt und die grinsende Maske des konser- vativen„Volksfreimds". des lang erwarteten„Retters des bedrängten Mittelstands", vorgenommen. Durch eine Monate dauernde, geschickt geleitete Agitation hatten sie die politi- schen Leidenschaften im Stande der Handwerker und Ge- werbetreibenden aufgerührt. Andrerseits— und das ist für uns das besonders Interessante— hatten sie die Thaffache, daß bei dieser Nachwahl Nattonalliberale, Freisinnige und Socialdemokraten zur Bekämpfung der Reaktion vereinigt waren, nach Kräften für sich auszunutzen versucht. Die Furcht vor dem roten Gespenst, vor den„Thcilern", den„Feinden des wohlerworbenen Eigenttims" sollte den ehrsamen liberalen Spießbürgern so in die Glieder fahren, ihnen derart den Verstand, die Ueberlegung nehmen, daß sie sich ohne Besinnen in die liebend ausgestreckten Arme der braven Junker, Junkergenossen und Pfaffen stürzten. In diesem Sinne hat man seit Wochen in Rede und Schrift gearbeitet und wirklich Anerkennenswertes geleistet. Gewiß ist auch nicht zu leugnen, daß man gewisse Erfolge nach dieser Richtung hin erzielte. Die Niederlage der Reaktion hätte eine geradezu vernichtende werden können, wenn nicht Hunderte von Wählern„fteisinniger" Observanz aus Furcht vor der Koaltion deS„Umsturzes" mit dem Liberalis- nius entweder von vornherein für den konservativen Kandidaten gestimmt hätten oder doch zu Hause geblieben wären. Und gar Mancher, der trotz der Umsturzfurcht im ersten Wahlgang für den Freisinn stimmte, hat dann in der Stichwahl zwischen Social- demokraten und Reaktionären für den letzteren seine Summe ab- gegeben... Die socialdemokratische Partei beteiligte sich in 105 Bezirken und erzielte in denselben 51 Mandate. Da Ivir von den 105 Mandaten vorher nur 38 im Besitz hatten, haben wir einen Gewinn von 13 neuen Mandaten zu verzeichnen, ein Resultat, das uns mit großer Genugthuung erfüllen darf. Die Arbeiter Breslaus haben die rechte kräftige Antwort gegeben auf die ge- meinen Angriffe, die man auf ihre und ihrer Wahlmänner Ehre zu richten wagte: Die Breslauer Arbeiter senden eine ganze An- zahl mehr von jenen„käuflichen, bestechlichen Subjekten" in die Wahlmänner-Versammlung zur Wahl der Abgeordneten. W i r lassen uns nicht ungestraft beschimpfen. Ja, die Sieger in diesem Wahlkampfe sind einzig die Socialdemokraten! Sie allein haben einen Zuwachs von Mandaten zu verzeichnen, während die Freifinnigen ihren Besitz- stand nur infolge unsrer thatkrästigen Unterstützung wahren konnten und die Konservattv-Klerikalen unS ihre erneute Nieder- läge zu danken haben. Und noch einen andern großen Borteil hat unS diese von den Konservativen in gehässiger Verblendung herbeigeführte neue Landtagswahl erbracht. Sie hat die lange fünsjährige Pause zwischen den Wahlen von 1898 und der Neuwahl des Abgeordnetenhauses in erwünschter Weise unterbrochen, sie hat uns erneute Gelegenheit gegeben, im Feuer zu exerzieren, zu agitteren, zu organisieren und zu lernen, wie unter dem famosen Drei- klaffen-Wahlsystem von unS gearbeitet werden muß und mit Erfolg gearbeitet werden kann. Wir werden, angespornt und ge- schickter' gemacht durch die Erfahrungen dieser Wahl, in drei Jahren um so besser anzgpacken verstehen. Und wir werden um so freudiger, begeisterter, energischer in jenen Wahl- kämpf hineingehen, als dann nicht lediglich eine Unter- stützung andrer Parteien für uns in Bettacht kommt, wie sie die gegenwärttge Situatton eben unbedingt erforderlich machte. Nein, dann werden wir unsre ganze Arbeit, unser Mühen und Trachten richten auf ein andre? Ziel: auf die Eroberung eines eignen MandatSI Im Jahr 1903 wird die Breslauer Arbeiterschaft ihre ganze Kraft einsetzen, um den erste». socialdemokratischen Abgeordneten in das preußische LandtagshauS zu bringen. Die Lehren, der Ausfall der gestrigen Wahl zeigen uns, daß das Ziel erreichbar ist. Nutzen wir die vor unS liegenden drei Jahre aus in steter, zäher, planvoller Arbeit, dann muß es gelingen— zum Wohl unsrer großen Sache, zur Ehre der Breslauer Arbeiterschaft I" Ausland. Dänemark. dänische Reichstag ist mit Vorlage Der dänische Reichstag ist mit Vorlage und Beratung des Budgets eröffnet worden, die nun schon 14 Tage dauert, weil reformierende Steuergesetze bevorstehen und daher die verschiedenen Richtungen sich schon hier bekämpfen. In dem vorgelegten Budget bettagen die indirekten Steuern über 61 000 000 Kronen, die diretten nur gegen 11000 000 Kronen, und zwar sind die ersteren in den letzten Jahren viel mehr gesttegen als die letzteren, von 33 Millionen 1894/95 auf 43'/« 1899/1900, und nun sind sie sogar auf mehr als 51 Millionen angesetzt. DaS M i l i t ä r w e s e n er- fordert 22V» Millionen, über Va der Staatseinkünfte, circa 3 Millionen mehr als im Vorjahre. Bei der Beratung zeigte es sich, daß eS nur noch zwei Parteien im Folkething giebt: die Liberalen, die mit den Moderaten gehen und es mit König und Landesthing halten, und die kleine Gruppe der Socialdemokraten. Die Rechte hat nur einzelne Vertreter, die schweigsam ihre Wege gehen. Am Sonnabend sprachen alle Minister des neuen Ministeriums außer dem Kriegsminister, der mit seinem herabgesetzten Budget vom Vor- jähr ausgekommen ist. obwohl er es damals„für unmöglich" er« klärte. ÄuS den Mitteilungen des Konseilpräsidenten S e h e st e t geht hervor, daß die von der Folkethings-Steuer-Kommission ausgearbeitete Steuer- Refonn keine Aussicht auf die Zu- stimmung der Regierung und des LandeSthing hat, denn er sagte, die Meinung dieser müßte auch erst gehört werden, und daß die Regierung selbst einen neuen Eni« wurf vorlegen wolle. Jnstizminister Goos kann noch immer nicht den Entwurf der Rechtsreform vorlegen, weil er nicht fertig wird, obwohl die Rechtszustände, wie sich kürzlich wieder an zwei Fällen gezeigt hat. unhaltbare sind. Der E i f e n b a h n m i n i st e r Baron Juul-Rysensteen nannte den Streik der Eisenbahn. arbeiter„Tagedieberei", obwohl die Arbeiter durch ihre» Lohn- kämpf 3 Kronen Tageslohn erlangt haben. Große Heiterkeit erregte Iber Kultusminister Probst Bjerre, da-r sich für einen Gegner_ des Parlamentarismus erklärte, weil die höheren Klassen im Lande lein politisches Interesse hätten. Aber weil die Herren Großgrundbesitzer sich nicht für Politik interessieren, sollen auch alle andern sich nicht darum kümmern dürfen! Minister des Innern, B r a m s e n, erklärte, daß er diesmal nicht das Gesetz über geheime Abstimmung vorlegen werde, das in der vorigen Session Aussicht auf Annahme hatte. In dem konservativen Ministerium S e h a st e t ist ein solcher Antrag natürlich unmöglich. Ebenso hat Bramsen kein Wort gegenüber Baron Juul-Rysensteen über seine von ihm abweichende Auffassung vom Koalitionsrecht der Arbeiter geäußert.— England. . Die Neuwahlen zum englischen Unterhause sind nun, wie gestern bereits telegraphisch kurz mitgeteilt, bis auf eine Wahl auf den O r k n e h- I n s e l n, beendet. DaS Er- gebnis der Wahl ist, daß die Regierung über eine Mehrheit von 132 Stimmen verfügt. Die Wahlen von 18SS brachten den Unionisten eine Mehrheit von 152 Stimmen, durch die im Laufe der � Zeit vollzogenen Nachwahlen sank diese Mehrheit auf 128; die 24 Sitze gingen sämtlich an die Opposition verloren. Bei den jetzigen Wahlen haben die Unionisten also vier ihrer alten Sitze wiedergewonnen. Chamberlain allerdings hatte auf eine Zer- schmetterung der Liberalen gehofft. Diese ist nicht eingetreten, andrerseits ist es den Liberalen nicht gelungen, Fortschritte zu machen, so daß im ganzen das Stärkeverhältnis so ziemlich dasselbe bleibt. Das Parlament wird erst im Januar oder Februar zu- sammentreten.—, Krnnkreich. Die ZuckerauSfuhrpramieu bilden seit einigen Tagen den Gegenstand von Beratungen einer internationalen Konferenz, die in Paris im Ministerium des Acußern tagt. An den Besprechungen nehmen Vertreter der deutschen, östreichischen und französischen Regierung teil. Es handelt sich darum, die französische Regierung, welche in die Aufhebung der direkten Zucker« Prämie gewilligt hat, zu einer wesentlichen Herabsetzung der indirekten Prämie zu bestimmen. Die Vertreter Deutschlands und Oestreichs fordern die Herabsetzung der indirekten französischen Prämie auf ein Drittel der heutigen Sätze, da diese beiden Länder erst bei der Erfüllung dieser Forderung ihre Ausfuhrprämie auflaffen könnten. In der heutigen Konferenz wurde die Antwort Frankreichs auf diesen Vorschlag erwartet. Die Antwort kam jedoch nicht. Statt derselben teilte der Zuckeriudustrielle Senator Söbline, der die Verhandlungen leitete, mit, daß er, nachdem er von den Kon- zessionen Kenntnis genommen, zu denen sich seine französischen Kollegen entschlossen hätten, an diesen Konferenzen nicht mehr teil nehmen könne, da die französischen Delegierten in Er- Mäßigung der indirekten Prämien so weit gegangen seien, daß die franzosische Industrie darunter leide. Man glaubt, daraus schließen zu können, daß die Franzosen bereit sind, die Hälfte der indirekten Prämien nachzulassen. Bei dieser Konzession würden, nach Meinung der.Kölnischen Zeitung', Deutschland und Oestreich- Ungarn iii die Aufhebung der ganzen ZuckerauSfuhrpramien willigen. Holland. Wilhelm«, die Königin der Niederlande, hat sich mit dem Herzog Heinrich von Mecklenburg-Schwerin ver- lobt. Die Königin Wilhelma ist erst am 31. August 1880 im Haag geboren. Sie folgte ihrem Vater in der„Herrschaft' am 23. November 1890 unter Vornnmdschaft ihrer Mutter, und über- nahm die Regierung am 31. August 1838, also in einem Alter von 18 Jahren. Die gekrönten Häupter werden eben schon viel früher majorenn als gewöhnliche Sterbliche und sind unter Umständen schon in diesem Alter berufe», über Millionen von Menschen zu herrsche». Und noch ein andres Vorrecht hat die jugendliche Königin. Nicht sie wird geheiratet, sondern sie freit den Prinzen und der Prinz wird nicht König, sondern nur„Prinz Gemahl'. Die Gleichheit der Geschlechter ist in jenen Regionen schon etwas weiter vor- geschritten. Rumänien. Bukarest, 16. Oktober. Der Senat hat den Gesetzentwurf betreffend die Cessio» der Einnahmen aus dem Ctgarettenpapier- Monopol an die Diskouto-Gescllschaft gegen einen Vorschuß von 1b Millionen Franks angenommen. Afrika. AuS Transvaal. Lord Roberts meldet ans Pretoria vom l6. Oktober: General Kelly-Kenny berichtet: Lieutenant Malcolm griff mit einer kleinen Abteilung Polizeitruppen von Wcpener die Boeren in der Nähe an; 7 Boeren wurden getötet. 2 gefangen genommen. Die Engländer hatten keine Verluste. Kapitän Pine Caffin traf am 14. Oktober bei Ventersburgroad-Station auf Boeren und vertrieb dieselben. Er erhielt sodann die Nachricht, daß eine andre Boeren- abteilung seine Rückzugslinie bedrohe und verlor auf dem Rück- zuge, bei dem er hart gedrängt wurde, einen Lieutenant und zwei Mann tot, vier Mann verwundet.— General Barton berichtet aus Welwerdiend, kleine Boerenabteilungen in der Nachbarschaft richteten soviel Schaden an wie'sie vermochten; er habe am 14. Oktober mehrere derselben angetroffen; einige seien getötet, viel Munition sei erbeutet.' Theunis Botha, ein Bruder des Generals Botha, habe Volksrust übergeben.— In den letzte» Tagen ist der Telegraphenverkehr nach Süden und Osten unterbrochen worden. Die Boeren, die bisher beim Zer- stören von Eisenbahnlinien die Telegraphenlinien unversehrt zu lassen pflegten, haben jetzt begonnen, die Telegraphendrähte zu durchschneiden.— Reuters Bureau meldet aus Bloem fontein: 12 Boeren plünderten heute eine 18 Meilen von hier auf dem Wege nach Kimberle belegene Farm; sie äußerten, sie bildeten den Vor- trab einer starken Truppe. Die Abreise Krügers ist auf Sonnabend verschoben worden; aus Amsterdam wird gemeldet, er werde in Marseille landen und den Winter über in Südfrankreich bleiben. Amerika. Der Präsidentschaftskandidat Bryan hielt in New Dork am 16. Oktober vier Wahlreden. In der Rede in Tammany Hall sagte er, es sei unnötig, daß, wenn man mit einem Volke Handel treiben wolle, man auch Herr desselben sein müsse, oder daß man, um em Land zu beschützen, einen Rechtsanspruch auf dasselbe be- sitzen müsse. Bryan verwies darauf, daß Amerika Venezuela in dessen Streitfall mit England beschützt habe, und sagte, auf dieselbe Weise könnte Amerika den Schutz über die Philippinen aus- üben.—_ Parteilitteratur. Unmittelbar nach dem Mainzer Parteitags-Protokoll, das jetzt auch gebunden zum Preise von 75 Pf. vorliegt, bat die Buchhandlung Vorwärts auch das Protokoll deS Internationalen GoctalistenkongrcsseS zum Preise von 20 Pf. erscheinen lassen. Um ein zusammenfassendes und dabei doch getreues Bild der Verhandlungen zu gewinnen, sind die Originalberichte des„Vorwärts' nach den ausführlichen Berichten der französischen Partei-Organe ergänzt worden, so daß der Zweck der Herausgabe deS Protokolls erreicht sein dürfte: für die Agitation und Propaganda unter den deutschen Arbeitern die Verhandlungen und Beschlüsse des inter- nationalen Arbeiterparlaments diesen möglichst rasch und zu billigem Preise zur allgemeinen Kenntnis zu bringen. Die Parteigenoffc» Hannovers beschlossen, die Parteigeschäfte deS 8. hannoverschen Wahlkreises vom 1. November ab dem Social- demokratischen Wahlvcrein zu übertragen. Dem Vertrauensmann sollen zur Erledigung noch verbleiben: die Abhaltung von Volks- Versammlungen und Parteiversammlungen, die Maifeier und Ver- anstaltungen solcher Art, an welchen Frauen teilnehmen können. Aus Gotha wird uns gemeldet: Bei der heutigen Abgeordneten- Wahl für den VI. Wahlbezirk Waltershausen und Ibenhain zum Gothaischen Landtag wurde der seitherige Abgeordnete Genosse Wilhelm Denner in Waltershausen einstimmig wiedergewählt. Die gegen den Chinarummel von unsren Parteigenossen in Südbayern arrangierten zwölf Versammlungen, die am Sonnabend und Sonntag tagten, bildeten eine imposante Kundgebung gegen die Chinapolitik der deutschen Regierung. Die Versammlungen wiesen ohne Ausnahme einen guten Besuch auf, an einigen Orten waren die großen Versammlungslokale sogar überfüllt. Die Stellung der Socialdemokrasie fand in einer Resolution Ausdruck, die in ent- schiedener Weise die Khakipolitik verurteilt. Vielfach nahmen auch Angehörige andrer Parteien an den Versammlungen teil, aber nur sehr vereinzelt regte sich hier und da ein Widerspruch, die Redner fanden sonst allseitig lebhafte Zustimmung. GeZVVvKpLMfklii�vs. Berlin und ttmgcgcnd. In Sachen der Lohnbewegung der HanSwcber hielt das Einigungsamt am Mittwoch wieder eine Sitzung ab, in' der die Vertreter der Parteien sich über Annahme oder Ablehnung der in voriger Sitzung gemachten Einiguugsvorschläge zu erklären hatten. Die Vertreter der Fabrikanten waren nicht erschienen. Sie hatten dem Einigungsamt mitgeteilt, daß von 37 Firmen, die sie zu einer Besprechung eingeladen hatten, nur 14 gekommen waren, daß des- halb die Vertreter, weil sich die Mehrzahl der Fabrikanten abseits stelle, die Einigungsvorschläge ablehnen. Von den Vertretern der Arbeitnehmer waren K o tz k e und der stellvertretende Obermeister Scholz anwesend. Sie erklärten sich namens ihrer Mandatgeber mit den Vorschlägen des Einigungsamts einverstanden. Nach kurzer Beratung des EinigungSamtS verkündete der Vorsitzende Dr. Schalhorn folgenden Schiedsspruch: Vom 1. Januar 1901 ab sind die Nebenarbeiten nach den in der vorigen Sitzung vereinbarten Preisen zu bezahlen. Höhere Löhne, welche zur Zeit schon bestehen, dürfen nicht gekürzt werden. Zur Begründung des Schiedsspruchs führte Dr. Schalhorn aus: Die Löhne der Handwerker seien so niedrig, daß sie als nicht aus- reichend bezeickinend werden können. Eine Aufbesserung der Löhne sei zwar notivendig, die Einführung des von den Arbeitnehmern aufgestellten Lohntarifs verbiete sich aber mit Rücksicht auf die der- zeitige schlechte Lage der Weberei. Die Bezahlung der Nebenarbeiten dagegen sei nicht nur möglich, sondern auch notwendig, weil die Höhe des Lohns nicht immer der für Nebenarbeiten aufgewendeten Zeit entspreche. Ferner komme in Betracht, daß bereits mehrere Finnen die Nebenarbeiten— zum Teil sogar höher wie durch die Verein- barung festgesetzt— bezahlen, und daß auch die in voriger Sitzung anwesende» Vertreter der Fabrikanten der Bezahlung der Neben- arbeiten nicht widersprochen haben. Wenn die Vertreter der Arbeit- geber glauben, sie seien nicht befugt, für alle Fabrikanten ihrer Branche eine Erklärung abzugeben, so irren sie, denn die Fehlenden hätten sich zum Teil entschuldigt, zum Teil hätten sie ausdrücklich erklärt, daß sie sich den Abmachungen der Vertreter fügen würden. Nachdem die Ergebnisse der bisherigen Verhandlungen ver- öffentlicht worden sind, hätten ja die hier nicht anwesenden Fabri- kanten den Abmachungen tviedersprechen können. Wenn das nicht geschehen, so sei anzunehmen, daß die Fehlenden nicht gegen die Abmachungen seien. Der 1. Januar sei deshalb zur Einführung der Bezahlung der Nebenarbeiten bestimmt, damit die Fabrikanten Zeit hätten, sich in den für sie neuen Gedanken hineinzufinden, und weil das Einigungsamt wünscht, daß diejenigen Arbeitgeber, welche sich bis jetzt ablehnend verhalten, sich noch entgegenkommend zeigen werden. Bis zum 31. Oktober haben die Parteien zu erklären, ob sie sich dem Schiedsspruch unterwerfen. Die Vertreter der Arbeiter gaben diese Erklärung sogleich ab. Die Forderungen der Berliner Ladenschlächter-Gescllen betreffend Abschaffung der Sonntagskündigung und Entlassung, sowie Regelung und Verkürzung der Arbeitszeit, die seiner Zeit den Meister- korporationen von der Löhnkommission unterbreitet wurden, sind von den Meistern bisher fast vollständig ignoriert worden. In der letzten Versammlung der Freien Vereinigung selbständiger Fleischermeister Berlins waren die Herren selbst so kühn, daß sie das Schreiben der Lohnkommission, unterzeichnet vom„socialdemokratischen Slgitator' Keslinke, den, Papierkorb überantworteten. Die Kollegen haben in- folgedessen beschlossen, das Vorgehen der Meister der Freien Ver- einigung der organisierten Arbeiterschaft zu unterbreiten und die Namen dieser Geschäfte in geeigneter Weise der Oeffentlichkeit preis- zugeben. Von einem Ausstande in diesen Betrieben wurde jedoch Abstand genommen, da augenblicklich die Organisation der Schlächtergesellen noch zu zersplittert und zu schwach ist. Die organisierten Schlächter hoffen aber, daß sie in diesem Kampfe' von den übrigen organisierten Arbeitern genügend unterstützt werden. Leider muß in Sachen dieser Lohnbewegung auch wieder einmal konstatiert werden, daß sich die christliche Organi- s a t i o n der Fleischergesellen recht lahm gezeigt hat. Der Gesellen- Ausschuß der Berliner Schlächter- Innung, dem nur Mitglieder dieses Bunds angehören, hat es, trotz mehr- facher Aufforderung, nicht für notwendig gehalten, einer Einladung zwecks Besprechung über die Lohnbewegung Folge zu leisten. Man sieht also auch hier wieder, wie ernst es diese Leutchen mit den Auf- gaben der Gewerkschaftsorganisationen nehmen. In Zukunft werden sie natürlich noch öfter gezwungen sein, ihren Mut zu zeigen und Farbe zu bekennen, denn die Verwaltungsstelle Berlin des Central- Verbands der Fleischer und Berufsgenossen Deutschlands gewinnt erfreulicherweise zusehends an Ausdehnung und dadurch auch an Ein- fluß, so daß auch für die Schlächtergesellcn Berlins einmal eine andre Situation eintreten muß. Achtung, Schuhmacher! In der neugegründeten Schuhwaren- fabrik von Kerwien und Stauer, Barnimstr. 22. haben wegen Lohn- differenzen die dort beschäftigten Kollegen nach voraufgegangenen resultatlos verlaufenen Verhandlungen sämtlich die Arbeit nieder- gelegt. In den nächsten Tagen wird sich eine öffentliche Ver- sammlung mit der Angelegenheit beschäftigen. Zuzug ist bis auf weiteres fernzuhalten. Die Ortsverwaltung des Vereins deutscher Schuhmacher. Achtung, Herren- Maßschneider! Bei der Firma Wolff u. Keller, Jerusalemcrstraße, dauert der Ausstand unverändert fort. Wir ersuchen die Berliner Kollegen, für diese Firma keine Arbeit anzunehmen bezw. solche, wenn angeboten, zurückzuweisen. Die Ortsverwaltung des Verbands deutscher Schneider. Deutsches Reich. Die Bnchbinder regen sich allerorts, um ihre Arbeits- Verhältnisse in einem entsprechenden Verhältnis zu dem in Berlin, Leipzig und Swttgart erreichten zubringen. Die Hamburger Buchbinder verlangen für männliche Arbeiter einen Minimallohn von 24 M., llstündige Arbeitszeit, für Ueberarbeit pro Stunde 33>/z Proz. Aufschlag und für Sonntagsarbeit 50 Proz. Lohnerhöhung. In Frankfurt a. M. sind die Forderungen auf 21 M. Minimallohn, 9>/s stündige Arbeitszeit, 25 Proz. Zuschlag für Ueberstunden und 33'/» Proz. für Sonntagsarbeit bereits von drei Firmen anerkannt. Wenn bis zum 20. d. M. keine Einigung mit den übrigen Firmen erfolgen kann, dann werden die Arbeiter in den Ausstand eintreten. In Chemnitz haben die Buchbinder gleichfalls Forderungen gestellt und drohen auch dort Konflikte. Ein UriaSbrief, durch den 26 mit sämtlichen Vornamen auf- geführte Arbeiter, die mit der Schiffswerft von Schömer u. Jensen in Tönning in Differenzen geraten süld, die Arbeit niedergelegt haben und abgereist find, brotlos gemacht werden sollen, wird gegenwärtig mit dem Vermerk„Vertraulich" von der genannten Werft an alle Betriebe der Metallarbeiter-Branche versandt. Derselbe lautet: Unter den Arbeitern unsrer Schiffswerft ist ein heimlicher Streik ausgebrochen, und zwar in der bekannten, neuerdings beliebten Methode, daß die Leute successive in kleinen Trupps unter- nichtigen Vorwänden die Arbeit einstellen. Wir bitten Sie, im gegenseitigen Interesse uns gegen diesen gefährlichsten aller Streiks und die immer mehr über Hand nehmende Anmaßung der Arbeiter und ihrer Führer dadurch zu � unterstützen, daß Sie keinen dieser Leute, von denen wir eine Liste beifügen und Ihnen auch weiterhin die Namen mitteilen werden, in Ihrem Betriebe einstelle, oder falls sich einer resp. mehrere derselben schon bei Ihnen ein- geschlichen haben sollten, dieselben wieder entlassen. In: voraus für Ihre Unterstützung verbindlichst dankend und zu Gegendiensten gern bereit, zeichnen hochachtungsvoll Schöner und Jensen, i. V.: Scharbau. Zur Arbeitslosenfrage nahm eine außerordentlich stark besuchte Volksversanimlung in der„Centralhalle" zu Krefeld Stellung. Die Versammlung nahm eine Resolution au, in der von der Stadt die Inangriffnahme von Notstandsarbeiten gefordert, zugleich aber ausgesprochen wird, daß das einzige Mittel, welches dauernde Besserung garantiert, eine den technische» Verhältnissen entsprechend verkürzte Arbeitszeit sei. Die in der in Krefeld maßgebenden Textilindustrie eingetretene Geschäftsflaue ist so bedenklich, daß sie auch einer von bürgerlicher Seite einberufenen Versammlung Veranlassung gab, eine städtische Arbeitslosen- Versicherung zu fordern. Ausland. AuS Brüssel meldet die„Franks. Ztg.": Die Glasarbeiter im Hennegau beschlossen in ihrer gestrigen Versammlung, den Streik fortzusetzen. Es sollen ihnen von andren Arbeiter- Organisationen reichliche Mittel zugeflossen �sein. Andrerseits wird versichert, daß die Arbeiter trotzdem zum sofortigen Frieden bereit wären, wenn die Unternehmer nur im geringsten entgegenkämen. Berliner Partei-Angelegenheiten. Achtung, 6. Wahlkreis! Den Genossen und Genossinnen v zur Nachricht, daß am Donnerstag, den 18. Oktober, abends 8Vs Uhr, drei Volks-Versammlungen stattfinden. In der Ver- sammlung bei Mündner, Bergstr. 12, spricht der Kandidat des Kreises. Genosse Ledebour, im„Swincniünder Gesellschaftshaus", Swinemünderstr. 42, Genosse S ch i p p e I und im„Belforter Salon", Belforterstr. 15, Genosse Tutzauer über:„Die Bedeutung der diesmaligen Nachwahl." Zahlreichen Besuch erwartet Das socialdemokratische Wahlkomitee. Dritter Wahlkreis. Am Sonntagabend 7 Uhr findet im„Ge- lverlschaflshaus" eine öffentliche Versammlung statt, in welcher Herr Direktor Pauly einen Vortrag über„Feuerbestattung" halten, hierbei das Modell eines modernen Krematoriums vorführen und erläutern wird.— An den Vortrag schließt sich an„G e- selliges Beisammensein und Tanz". Um recht zahl- reichen Besuch bittet Der Vertrauensmann. Socialdemokratischer Verein des 6. Wahlkreises. Den Bezirksführern zur Nachricht, daß laut Beschluß des Vorstands das Protokoll vom Parteitag in Mainz gratis an jedes Mitglied ver- ausgabt wird, das nicht über 3 Monate mit seinen Beiträgen im Rückstände ist. Die Exemplare sind in folgenden Zahlstellen ab- zuholcn: Tanschcl, Wiesenstraße, für Wedding; Oranienburger Vorstadt bei Schulz. Schwartzkopffstratze; Moabit bei Karl Anders, Salzwedelerstraße; Gesundbrunnen oberer Teil bei Herrmann, Put- buserstraße 45, unterer Teil bei Abendroth, Badstr. 42/43; Schön- hauscr Vorstadt bei Karl Mars, Kastanien-Allee. Der Vorstand. I. A.: M. Kiesel. Arbeiter-BildnngSschule, Gewerkschaftshaus, Engel-Ufer IS, 2 Treppen. Donnerstag, den 18. d. M.: R e d e- U e b u» g(Uebung für Anfänger im mündlichen Gedankenaustausch mit Rücksicht auf das praktische Leben). Vortragender: Dr. Rudolf Steiner. Frei- tag: Geschichte(Kulturgeschichte in großen Zügen von den An- fangen der menschlichen Kultur bis zur Gegenwart). Vortragender: Dr. Rudolf Steiner. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Charlottenburg. Heute, Donnerstagabend 8Vz Uhr, findet in der Gambrinus-Brauerei, Wallstr. 94, die Generalversammlung des; Socialdemokratischen Wahlvereins statt. Bericht und Neuwahl des Vorstands. Vortrag des Genossen Paul Hirsch über die Charlotten- burger Fabrikinspektion. Zur Verteilung gelangt das Protokoll des Mainzer Parteitags. Wohnungsveränderungen ersuchen wir, dem Kassierer Henschke,' Goethestr. 13, zu melden.' Der Vorstand. Groß-Lichterfelde. Morgen. Freitag, abends V/z Uhr, findet im Pagelschen Saal, Chausseestr. 104, eine Volksversammlung statt.' Genosse Paul Göhre wird über das Thema:„Warum ist die Socialdemokratie gegen die Weltmacht- Politik" sprechen. Wegen der Polizeistunde wird die Versamm-' lung pünktlich eröffnet. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vertrauensmann. Geviltzks-'Jettung. In Könitz begann gestern ein auf acht Tage berechneter Landfriede n sbruch- Prozeß vor dem Schlvurgericht. Es handelt sich um die tumultuarischen Vorgänge am 10. Juni d. I.,' wegen derer folgende Personen unter Anklage gestellt sind:' Arbeiter Pittarsti, Knieivel, Gatz und Schulz und ferner der Schlosser- Lehrling Gierschewski, der Besitzer Kath, der Schneider-Lehrling Werner, der Knecht Gohr und der Arbeiter- söhn Frydrychowicz. Die Anklagebehördc vertritt Staatsanwalts- Assessor Schulz, die Verteidigung führen die hiesigen Rechtsaniuälte Hunrath und Zielowski. Unter den vorgeladenen Zeugen befinden sich die Kriminalkommissare Wehn-Berlin, Block-Konitz(der inzwischen nach Spandau versetzt ist), der Bürgermeister Deditius, Landrat v. Zedlitz und mehrere K onitzer Bürger. Die Angeklagten sind zumeist jüngere Leute. Dem Thatbestand ist zu entnehmen, daß alle Angeklagten als>Teil- nehmer, Pittarski außerdem auch noch als Rädelsführer an dem Krawall angesehen werden, der, wie bereits erwähnt, am 10. Juni d. I. in den Straßen von Könitz vor sich ging. An jenem Tage war in Könitz das Gerücht verbreitet, der Stadtverordnete und Fleischer- meister Hoffmann sollte zum zweitenmale unter der Be- schuldigung. den Gymnasiasten Winter ermordet zu haben, ver- haftet iverden. Als nun zur Mittagszeit der damalige Kouitzer Polizei- kommissar Block den Mitangeklagten Kniewcl wegen eines Vergehens auf offener Straße verhaftete, glaubte die Menge, es handle sich um Hoffmann und erhob gegen diese Verhaftung Einspruch, indem sie den jüdischen Geschäftsleuten die Schaufenster zertrinumcrte und späterhin auch die Fenster der am Mönchssee dicht neben der Fund- ftelle der Leichenteile deS ermordeten Winter belegenen Synagoge einwarf. Der Krawall hatte die Heranziehung von Militär'aus Graudenz zur Folge. Alle neun Angeklagten sollen nun eine mehr oder minder hervorragende Rolle bei diesen Lärmscenen gespielt haben. Die gestrigen Verhandlungen förderten nichts Wesentliches zu Tage. Die Angelegenheit des Bankiers R. Sternberg, der sich seit Januar in Untersuchnngshaft befindet, wird binnen kurzem von neuem zur Verhandlung kommen. Bekanntlich lautete das im April ergangene Erkenntnis bezüglich zweier der drei Anklagepunkte auf Frei- sprechung, bezüglich des dritten(Fall Woyda) aber nahm das Gericht die Schuld des Angeklagten an. Das Urteil führte aus, es seien zwar Bedenken gegen die Glaubwürdigkeit der Woyda vorhanden, indes sei die Schuld des Angeklagten ans den Bekundungen einer andren— jetzt als der Beihilfe verdächtigen mitmigeklagten— Zeugin gefolgert worden, wenn auch diese die Beschuldigung der Woyda als nicht wahr bezeichnet habe; in letzterem Punkte sei ihr kein Glauben beigemessen worden. Dieses Erkenntnis, soweit es ver- urteilend lautete, ist vom Reichsgericht durch Urteil voin 6. Ju' " Verlammlungen. Der bis aufgehoben und der betreffende Fall zur erneuten Prüfung und Methoden zur Heilung von Geschlechtskrankheiten. Hiergegen Die Hausdiener und Packer hielten am Dienstag eine Ber Urteilsfällung an die 9. Straffammer zurückverwiesen worden. Die sollte sich ein Herr Harder dadurch vergangen haben, daß er ein fammlung ab, in der Oswald Schumann unter großem Beifall Verhandlung hierüber wird zusammen mit derjenigen über zwei seiner früher an seinem Wohnhaus angebrachtes Schild dort auch nach über:" Die Umwälzungen im Handelsgewerbe" sprach. In der Dis Beit zurückgestellte sowie in Verbindung mit der gegen zwei Personen dem Jukrafttreten jener neuen Polizeiverordnung hatte hängen fussion wurde die eigentümliche Thatsache erwähnt, daß in einem gerichteten Anklage stattfinden, die bei ihren im Intereffe des An- laffen. Das Schild enthielt außer dem Namen des Beschuldigten und hiesigen Großbazar, wo in dem Raum, in dem die Packer arbeiten, geklagten nach dessen Verhaftung vorgenommenen Maßnahmen sich den Sprechstunden nur noch den Vermert:" Geschlechtskrankheiten". fein Tageslicht und keine frische Luft eindringen kann, der Besuch der Begünstigung" schuldig gemacht haben sollen. Der Angeklagte Die Staatsanwaltschaft vertrat trotzdem den Standpunkt, daß hier der Gewerbe- Inspektion zwei Tage vorher angekündigt worden war bestreitet nach wie vor, fich im Sinne des Eröffnungsbeschluffes ver- eine Methode angekündigt worden sei. Sie führte aus, durch das und die betreffenden Arbeiter veranlaßt wurden, für den Empfang der gangen zu haben und bleibt dabei, daß die gegen ihn er- Schild wolle fich der Angeklagte unzweifelhaft zur Heilung von Herren alles schön herzurichten. Sehr lebhaft wurde die Frage diskutiert, hobenen Beschuldigungen das Produkt unlauterer Machenschaften Geschlechtskrankheiten empfehlen. Da nun eine Heilung ohne Methode ob bei der gegenwärtigen Agitation für den Achtuhr- Ladenschluß fei. Es steht deshalb auch diesmal eine eingehende unmöglich sei, so liege in jener Ankündigung auch eine folche von der Verband, der in Berlin 12 000 Mitglieder hat, selbständig vor Beweiserhebung in Aussicht, die das Gericht mehrere Tage be- Methoden, obwohl Methoden nicht genannt feien. Der An- gehen oder sich dem allgemeinen Komitee ausschließen solle. Die schäftigen wird. Landgerichts- Direktor Müller, der die Verhand geklagte wurde jedoch in allen Instanzen freigesprochen. Das Sache wurde schließlich der Ortsverwaltung überlassen. Es gelangte lungen leiten wird, hat für dieselben vorläufig die Tage vom Kammergericht ging davon aus, daß Polizeiverordnungen nicht dann folgende Resolution einstimmig aur Annahme: Die heutige 30. Oftober bis 11. November freigelassen. Die Anklage wird dies- ausdehnend auszulegen wären. Eine Ankündigung einer Bersammlung der Hausdiener und Bader beauftragt die Sektionsmal an Stelle des nicht mehr der Staatsanwaltschaft angehörenden Methode liege nicht vor. leitung, sofort Schritte zu unternehmen, um die Agitation für den Staatsanwalts Romen der Staatsanwalt Brant vertreten, die Achtuhr- Ladenschluß einzuleiten." Es wurde dann noch bekannt ge Verteidigung von den Justizräten Dr. Sello und Kleinholz geben, daß die Frist zum Uebertritt in den Verband mit dem und den Rechtsanwälten Heinemann, Dr. Werthauer und 1. November abläuft. Fuchs I geführt werden. Es werden etwa 120 Zeugen vernommend Ueber den internationalen Socialistenkongres in Paris Die Freie Vereinigung der Civil- Berufsmusiker hielt am werden, zum großen Teil folche, die für die Frage der Glaub erstatteten die Berliner Delegierten Bericht in einer öffentlichen Ver- Dienstag eine Mitgliederversammlung ab. Nach dem Kassenbericht der fammlung, die am Dienstag in Stellers Saal stattfand. Die Delegierten betrug die Einnahme 695,20 m., die Ausgabe 301,40 m., bleibt ein Ein besonders schwerer Fall von Sachbeschädigung ge äterow, Frig und so te gaben eine Uebersicht über die Ber- Bestand von 893,80 M. Der Geschäftsannehmer teilte mit, daß im langte gestern vor dem Schöffengericht gegen den Monteur Paul Handlungen des Kongresses und die zu den einzelnen Punkten der 3. Quartal 104 Geschäfte eingelaufen find, wobei 471 Kollegen Reichardt zur Erörterung. An einem Juli Mittage benußten Tagesordnung gefaßten Beschlüsse. Die Ansicht der genannten Beschäftigung fanden, was von der Bersammlung, bei einer Zahl zwei Herren einen Abteil zweiter Klaffer der Stadtbahn vom Delegierten über die Ergebnisse des Kongresses geht dahin, daß einer von 300 Mitgliedern, als sehr wenig bezeichnet wurde. Prenzlauer Thor bis Weißensee. Unterwegs hörten sie, daß im der wichtigsten Beschlüsse die Einsetzung des internationalen herige Geschäftsannehmer, Kollege Pacholl, wurde wiedergewählt. Nebenabteil ein eigentümliches fnisterndes Geräusch stattfand. Es Sefretariats sei, weil durch dasselbe die Verständigung und das Der Wahlverein Lichtenberg- Friedrichsberg hielt am Dienstam bald darauf ein Mann durch den Seitengang in den Busammenwirken der Arbeiter aller Kulturländer erheblich gefördert tag seine Generalversammlung mit sehr reichhaltiger Tagesordnung Abteil, in dem die beiden Herren saßen, musterte sie mit prüfenden werde. Man könne sagen, daß auch dieser Kongreß wesentlich bei ab. Genosse Gerstenberger erstattete zunächst den Bericht vom Blicken und ging dann wieder nach dem anstoßenden Abteil. Das getragen habe zur Förderung der socialistischen Bestrebungen des Parteitag in Mainz. Grauer erklärt in der Diskussion sich im berdächtige Geräusch wiederholte sich. Die beiden Fahrgäste ver- internationalen Proletariats. Durch lebhaften Beifall gab die allgemeinen mit den Beschlüffen des Parteitags einverstanden, nicht ständigten sich leise dahin, daß sie ihren Nachbar beobachten wollten, Versammlung ihr Einverständnis mit den Ausführungen und der aber mit dem Beschluß, der die Beteiligung an der Landtagswahl bevor er den Bug verließ. Dies geschah auf der Station Haltung der Delegierten fund. fordert. Jamoier spricht sich in längeren Ausführungen für Weißenfee. Die beiden Herren sahen, wie der Angeklagte mit Hast über den Bahnsteig und die Treppe heruntereilte. Eine polnische Parteiversammlung tagte am Sonntag im die Beteiligung an den Landtagswahlen aus. Der Vertrauensmann Aber gleichzeitig bemerkten sie, daß der soeben verlassene Englischen Garten. Auf der Tagesordnung stand die Berichterstattung Laws erstattet hierauf ausführlichen Bericht über seine Thätigkeit. Abteil sich in einem völlig verwüsteten Zustande befand. Die Sig- von der Brandenburger Konferenz, vom Parteitag in Mainz und dem Seine Einnahmen betrugen 705,76 M., bei einer Ausgabe von tiffen waren zerschnitten, ebenso die Gepadnege und die Blatattafeln Internationalen Kongreß in Paris. Den ersten Bericht erstattete 524,94 m. und einem Bestand von 180,82 m. Außer den abwaren gewaltsam aus den Rahmen gerissen. Schnell wurden die Morawski. Er betonte, daß die Genossen in der ganzen Provinz gehaltenen fünf Versammlungen wurden 19 000 Flugblätter und Beamten verständigt, welche die Verfolgung des Flüchtigen aufnahmen. Brandenburg immer mehr gezwungen find, fich der Agitation 1200 Kalender, wie auch mehrere 100 Exemplare der Fadel" verteilt. Dieser rannte die Straße hinab, erst mit Hilfe eines Radfahrers ge- unter den folossalen Maffen der polnischen Arbeiter zu Nach furzer Erörterung darüber, ob die Wahl erst nach einer Parteilang es, ihn festzunehmen. Es stellte sich heraus, daß man einen widmen. Die Agitation werde vorwiegend durch Verbreitung von versammlung erfolgen solle, wird 2a ws einstimmig als Bertrauensmann wiedergewählt. Mann vor sich hatte, der vor einigen Wochen von der Stadtbahn- polnischen Agitationsschriften geführt. Seitel berichtet namens der Lokalkommission, daß das Lokal Verwaltung in eine Geldstrafe von sechs Mart genommen worden Die Berichterstattung von Mainz und Paris erledigte war und man folgerte daraus, daß seine Zerstörungswnt auf einen Genoffe Haafe. Die wichtigste Aufgabe des Mainzer Parteitags von Schwarz wieder freigegeben sei; auch seien jetzt zwei neue Rachealt zurückzuführen sei. Im Termin legte der Angeklagte fich war der Beschluß der Beteiligung an den preußischen Land- Bezirke hinzugekommen: Neu Lichtenberg und Rummelsburg. thörichterweise aufs Leugnen. Staatsanwalt Filbry beantragte gegen tagswahlen. Die Thatsache, daß die Reaktion in den legten Rette, Krause, Trinks und Joh. Shula werden als Mit den Angeklagten eine Gefängnisstrafe von 3 Monaten, der Gerichts- Jahren mit allen Mitteln darauf losgearbeitet hat, alle reattio- glieder der Lokalkommission gewählt. Grauer erstattet hierauf den durchzubringen sind, hof erkannte auf 6 Wochen Gefängnis. Nun wird der Wer in die Einzellandtage und insbesondere in den preußischen zu ver- betrugen 284,54 M., die vom„ Borwärts", der etwa 700 Abonnenten über 1000 wurden noch von andren urteilte noch der Stadtbahn legen, hat wohl in erster Linie die Parteigenoffen zur Beteiligung bei der Parteispedition aufzuweisen hat, ergaben 7293,37 M., bei veranlaßt. Unzählige vitale Arbeiterinteressen find im preußischen Spediteuren verbreitet Gegen die Hochstaplerin Johannette Marchand, welche als Landtag zu vertreten. Die Socialdemokratie muß in den einer Ausgabe von 7291; 02., mit einem Bestand von 2,35 M. Frau v. Sanden zahllose Schwindeleien verübte, sollte gestern Landtag hinein und sie hat daneben die Das von Kopp innegehabte Cigarrengeſchäft wurde enfalle überPflicht, die vor der dritten Straftammer am Landgericht I verhandelt werden. wenn auch noch so lahme bürgerliche Oppofition gegen das Juntertum nommen. Als Delegierte zur Parteilonferenz wurden Grauer, Auf Antrag des Verteidigers Leonhard Friedmann wurde die Ver- zu stärken. Für uns polnische Arbeiter ist der Beschluß von welt und Seitel ernannt. Frey berichtet namens des Vorhandlung bertagt, damit über das Borleben der Angeklagten weitere ungeheuerer Bedeutung. Allerdings in unfren Landesteilen, die ftands des Wahlvereins, daß bei einem Kassenbestand von 254,80 m., Erfundigungen eingezogen werden können. felbst bei dem allgemeinen gleichen Wahlrecht noch feinen gegenwärtig 450 Mitglieder vorhanden find. Liepe bemerkt, daß Mit dem Konizer Mord in Zusammenhang fland eine Socialdemokraten in den Landtag entfenden, ist an siegreiche burch Anschluß der zwei neuen Bezirke auch zwei neue Bahlstellen Beleidigungsklage, die am Dienstag vor dem Potsdamer Schöffen- Kandidaturen nicht zu denken. Wir haben aber ungeheuer errichtet wurden, während man betreffs Wilhelmsberg noch nicht entgericht gegen den bekannten Antisemitenführer Hans v. Mosch ver- biel gewonnen, wenn der erste deutsche Socialdemokrat in den fchieden habe. Der Gesamtvorstand wird wie folgt zusammengesetzt: handelt wurde. Im Juni d. J. hatte derfelbe in einer anti- andtag einziehen wird. Gegen die erbärmliche wirtschaft 2itfin als 1. Laws als 2. Vorsigender; reil als 1., hemitischen Versammlung zu Potsdam anläßlich des Konizer Mords Tribüne des preußischen Landtags aus am besten angekämpft werden. 2. Schriftführer, 2ange als Bibliothekar. Als Revisoren werden liche, politische und nationale Unterdrückung kann von der Kummer als 2. Kaffierer; insener als 1., Welt als erklärt, daß eidliche Zeugenaussagen, die er berlas, für die Schuld Die Erbärmlichkeit und Feigheit der polnischen Hofpartei Rette, Lenz und Wedemeyer ernannt. Nach der Wahl von Lewys vorhanden wären. Der in der Versammlung anwesende Gemeindevertreter, Fabrikbefizer Nathan aus Nowawes, forderte im Landtag wird dann dem ganzen Wolfe flar zum Bewußtsein fieben Bezirksführern erfolgte Schluß der Versammlung. nun von Mosch auf, zu sagen, wo er die angeblichen Zeugen diesmal durch Annahme einer ſcharfen Reſolution bekundet, daß er Lehte Nachrichten und Depeschen. tommen. Der Parteitag der deutschen Socialdemokratie hat ja auch aussagen her habe, erhielt aber keine Antwort. Nun fragte Nathan die malebbridung bei dem Landgerichtspräsidenten in Konig brieflich an, ob v. Mosch die Unterdrückung des polnischen Bolts mit aller Energie verurteilt. bon der Behörde amtlich die Beugenaussagen bekommen habe, was Der Redner behandelte dann die Beschlüsse des Parteitags zur Welt- tied tod Am 17. Juli cr. fchrieb nun Nathan an v. Mosch politik, Handels- und Verkehrspolitik, zu dem neuen Organisationsstatut Köln, 17. Oftober.( W. T. B.) Der„ Kölnischen Volkszeitung" einen Brief, in welchem er ihn aufforderte, binnen 4 Tagen zu er- Kongreffes über. Nach einer eingehenden Erörterung des Falls Oberhausen- Ruhrort auf der Station Meiderich auf den Personenzug und ging dann zu den Verhandlungen des internationalen wird aus Ruhrort gemeldet, daß heute abend der Personenzug flären, ob er auf andre Wege die Zeugenaussagen erlangt habe, millerand und der hierzu angenommenen Resolution Kautsky Mühlheim- Ruhrort aufgefahren sei. Ein Bremser sei getötet, sechs widrigenfalls er öffentlich bekannt machen würde, daß seine Behauptungen wiffentlich unwahre gewesen sind, um die Zuhörer der ob der Berichterstatter die Bedeutung des neugegründeten Bersonen verletzt worden. Versammlung irre zu führen. Diesen Brief schickte von Mosch mit internationalen Sekretariats und die ungeheuere der Bemerkung, daß er für derartige unverschämte und alberne An- moralische Tragweite des Protestes gegen den Mili tarismus und die Kolonialpolitik hervor. Dann zapfungen teine Antwort habe, an Nathan zurück und soll nun diesen übte Redner unter Zustimmung der Versammlung eine herbe Calais, 17. Oktober.( Meldung der„ Agence Havas".) Der badurch beleidigt haben. Er erhob nunmehr wegen des Nathanschen Briefs die Widerklage. Der Gerichtshof geftand Nathan nicht das Kritik an dem Berhalten der Genoffin Luxemburg auf dem Parteitag Dampfer Delphin", welcher den Warenverkehr zwischen London und Recht zu, einen derartigen Brief au von Mosch zu richten. Lesterer in Mainz und dem internationalen Kongreß in Paris. Zum Schluß Calais besorgt, lief in dem hiesigen Hafen mit einer gelben Flagge habe nur berechtigte Kritik an demselben geübt. Beiden Parteien betont er die Solidarität der polnischen Socialisten aus allen drei ein, wodurch er anzeigte, daß das Schiff verseucht sei. Es wurde ein wurde aber der Schutz des§ 193 zugesprochen und sowohl von Landesteilen, die heut kein Mensch mehr zerreißen fann.( Stürmischer Bestfall konstatiert und eine Desinfektion des Schiffs vorgenommen; das Gleiche soll mit allen andren Fahrzeugen und Waren geschehen, Mosch, wie Nathan freigesprochen. Die Kosten tragen beide Beifall.) zur Hälfte. welche von London kommen. haben. berneint wurde. Bur Diskussion lag eine Resolution vor, welche sich mit der Thätigkeit der polnischen Delegation in Paris und insbesondere mit der Resolution in der Sache Luxemburg vollständig solidarisch erklärte. Die Refolution wurde unter jubelnder Zustimmung ohne Distussion einstimmig angenommen. am 1. Oftober will. = Eisenbahn- Unglück. Die Peft in Frankreich. Die erste Verhandlung auf Grund des öffentlichen Ver: Beendigung des amerikanischen Kohlengräberstreiks.bu fahrens nach der neuen Militär- Strafgerichts- Ordnung fand Philadelphia, 10. Oftober.( Meldung des Neuterschen Bureaus.) gestern nachmittag in dem Militär- Gerichtsgebäude in der HasenEine Konferenz der in der Kohlenindustrie beteiligten Einzel- UnterHeide statt. Den Vorsiz führte Major Winkler von der Eisenbahnnehmer und Vertreter der großen Gesellschaften beschloß, die von Brigade, als Militärjustizbeamter fungierte Kriegsgerichtsrat Dr. Höbel, dem Grubenarbeiter- Verband aufgestellten Forderungen anzunehmen. als Vertreter der Anflage Amtsgerichtsrat Evers, die beiden letzteren Mit- In einer Centrumswähler Versammlung, die am Dienstag Dieser Beschluß bedeutet die unmittelbare Beendigung des Ausstands. glieder des Kriegsgerichts der zweiten Garde- Infanterie- Brigade. Als abend bei 8immermann in der Badstraße stattfand, berbreitete Angeklagter wurde aus der Untersuchungshaft vorgeführt der Pionier sich der Kandidat der Centrumspartei für den 6. Berliner ReichsStraßburg, 17. Oktober.( Priv.- Dep. d.„ B.") Der Prozeß des Lebinski von der 1. Compagnie der Betriebs- Abteilung der Eisen- tags- Wahlkreis, Herr Tischlermeister 23 eiget, in 1/ 4ftindiger Ministeriums gegen den Centrumsführer Wetterlé ist erledigt. bahn- Brigade. Demselben wird zur Last gelegt, sich eines Ver- Rede über die Wohlfahrtseinrichtungen, die das Centrum Die Regierung hat den Strafantrag nach einer Erklärung Wetterlés gebens gegen§ 138 des Militär- Strafgesetzbuchs, d. h. des der arbeitenden Klasse und dem ganzen Bolt sowohl uridgezogen, die Kosten fallen der Staatstaffe zur Last. Diebstahls schuldig gemacht zu haben. Der Angeflagte, im Abgeordnetenhaus wie im Reichstag errungen haben( Es handelt sich um die bekannten aus Anlaß der Schlumbergerschen welcher im Civilleben Postassistent war und Ueber die Frage, ob die Unterstützung der agrarischen Wahlmärchen entstandenen Angriffe gegen die Regierung. Red. des entlassen werden sollte, war Telegraphist auf der Station Brotwucherer durch die Mehrheit der Centrumsfraktion ebenfalls Borw.") Jüterbog der königl. Militärbahn. 2. hat sich als solcher stets au den empfehlenswerten Leistungen seiner Partei gehöre, Köln, 17. Oktober.( W. T. B.) Eine Extra- Ausgabe der„ Köln. gut geführt, bis er am 10. September aus der Stationstafie, die ging der Redner vorsichtig hinweg. Dagegen hielt er sich für be an diesem Tage die außergewöhnlich hohe Summe von 1100 m. müßigt, für die Weltpolitit der Regierung eine Lange zu brechen, 8tg." meldet: Homburg v. b. Söhe, 17. Oftober. S. M. der Kaiser enthielt, einen Hundertmartschein entwendete. Die Raffette war an und ging fogar so weit, der Socialdemokratie aus ihrer Bekämpfung hat heute die Ernennung des Staatsministers Grafen v. Billow zum jenem Tage um 8 Uhr abends von dem Stationsvorsteher Sergeant diefer Politik einen Vorwurf zu machen, weil sie dadurch mit Reichskanzler, preußischen Ministerpräsidenten und Minister der AusHensel im Beisein des Unteroffiziers Konrad ordnungsgemäß ver: Schuld an dem wirtschaftlichen Niedergang trüge. Diese Stellung wärtigen Angelegenheiten vollzogen. schloffen worden und befand sich während der Nacht in einem einnahme des Herrn Weigel ist recht interessant. Während alle Welt ( W. T. B.) Amtlich wird gemeldet: Der gemauerten Schrank, den der Stationsvorsteher gleichfalls verschlossen gegen die Khakipolitik opponiert und speciell die Wähler des sechsten Köln, 17. Oktober. haben will. Der Angeklagte, welcher bis 9 Uhr abends Dienst hatte, gestand Wahlfreises in allen Versammlungen teinen Zweifel darüber laffen, beute mittag 12 Uhr 14 Minuten aus Baal abgegangene Personen ohne weiteres an und für sich den Diebstahl zu, behauptet jedoch, daß fie gesonnen sind, diese Wahl zu einem Protest gegen die zug 406 überfuhr zwischen Baal und Lindern vier Rottenarbeiter er habe die Schlüffel zum Schrank und zur Kaffette auf dem Tische Handlungsweise unsrer Regierung in der Chinafrage zu gestalten, eines Unternehmers; drei blieben sofort tot, der vierte ist schwer liegend gefunden. Nun habe er der Versuchung, fich Geld an- tritt der Kandidat des Centrums mit einigen Vorbehalten auf die verlegt. Untersuchung ist eingeleitet. Friedrichshafen, 17. Oktober.( W. T. B.) Der Zepelinsche zueignen, nicht widerstehen können, da er gerade zu jener Beit von Seite der Regierung. In der Diskussion wurde ihm denn auch von Ballon ist um 4 Uhr 45 Minuten aufgestiegen. Die Manöver ge= Gläubigern gedrängt worden sei. Auch habe er 38 Mart, die mehreren Arbeitern entgegengetreten. langen, ganze Wendungen wurden ausgeführt und es wurde gegen ihm von seinen Kameraden zur Zahlung regelmäßiger feien, teilweise im eignen Berlins, die außerordentlich zahlreich besucht war, tagte am Sonntag staad ein. Lieferungen übergeben worden Eine öffentliche Versammlung der Schlächtergesellen den Wind gesteuert. Der Ballon schlug die Richtung nach ImmenInteresse verbraucht. Auf dieses Geständnis des Angeklagten in Cohns Festfälen. Borerst hielt Dr. Ratlowsti einen beifällig auf Friedrichshafen, 17. Oftober.( W. T. B.) Nachdem das Lufthin erhob Amtsgerichtsrat Evers mun auch eine Anklage wegen Unterschlagung und der Gerichtshof trat auch über diesen Bunti in genommenen Vortrag über Ernährung und Verdauung". Hierauf schiff des Grafen Zeppelin gegen 3/4 Stunden lang in der Höhe folgte eine Besprechung über den Stand der Lohnbewegung, wobei von etwa 600 Meter balanciert und in der Nähe von Seemoos vers Verhandlung. Durch die Zeugenvernehmungen konnte nicht un- bie paffive Stellung der christlichen Organisation und die Richtbeachtung schiebene Drehungen und Wendungen ausgeführt hatte, ist das zweifelhaft feſtgeſtellt werden, auf welche Weise der Angeklagte zurbes Schreibens der Lohntommission seitens der Meister der Freien Fahrzeug nach mehrfachen andren gelungenen Manövern etwa um Staffe gelangt ist. 2. behauptet, er habe sich der Dienſtſchlüſſel Bereinigung einer scharfen Stritit unterzogen wurden. Nachdem dann 6 Uhr einen Kilometer von Manzell entfernt, glücklich auf dem See zum Oeffnen bedient, was seitens der Zeugen als unmöglich der Beschluß gefaßt worden war, das Berhalten der Freien Ver- gelandet. Die Aufstieg versuche mit dem Luftschiff des Grafen erklärt wurde. Nach zweistündiger Verhandlung gab der Gerichts- einigung der Oeffentlichkeit zu unterbreiten, wurde befürwortet, daß Beppelin werden bei günstiger Witterung morgen und in den nächſtdem Antrage des Angeklagten, zum Beweise feiner Behauptung weitere Beugen zu laden, statt, die bekunden sollen, daß mehr für die Ausbreitung des Centralverbands gethan und in den folgenden Tagen fortgesezt werden, da angenommen wird, daß der der Unteroffizier Conrad zwei Tage vor dan Diebstahl ihm einmal berschiedenen Stadtteilen Bahlstellen errichtet werden follen. Da Gasvorrat für zehn Tage ausreicht. Stockholm, 17. Ottober.( W. T. B.) Dem erkrankten König die Schlüffel zur Uebergabe an den Stationsvorsteher anvertraut fich in den nächsten Tagen die Reichs- Kommission für Arbeiter habe. Der Gerichtshof führte in seinem Beschluß aus, daß durch statistik mit den Zuständen im Fleischergewerbe beschäftigt, ist von den Herzten gänzliche Enthaltung von Regierungsgeschäften Labung weiterer Zeugen zu erweisen sein werde, ob es sich im vore o wurde noch hervorgehoben, daß die jetzt vorliegenden angeraten worden. Dem Wunsche des Königs gemäß ist heute welche der Verband der Kronprinz mit der Ausübung der königlichen Regierungsliegenden Fall um einen einfachen Diebstahl oder um Einbruch Resultate der statistischen Erhebungen, handeln werde. Hierauf fand eine Bertagung der Berhandlung und vorgenommen hat, der kommission zugestellt werden sollen. Ferner gewalt bis auf weiteres beauftragt worden. sei noch bemerkt, daß an dieser Versammlung auch eine Anzahl Belgrad, 17. Oktober,( W. T. B.) Der verantwortliche Ne Ansegung eines neuen Termins statt. Mamfells teilgenommen haben, viele Aufnahmen für den Verband bacteur und der Hilfsredacteur des kürzlich eingegangenen Blattes Zur Kennzeichnung des Wesens der preußischen Staats: gemacht wurden und die nächste Versammlung auf Sonntag, Male Novine" wurden heute von dem hiesigen Gerichtshof wegen anwaltschaft. Eine Verordnung des Berliner Polizeipräsidenten ben 28. Oktober, in Schillers Restaurant, Rosenthalerstr. 57, angefegt einer in dem erwähnten Blatte begangenen Majestätsbeleidigung bom 1. Januar 1900 verbietet das öffentliche Ankündigen von wurde. enft- rer zu fünf, legterer zu fieben Jahren Gefängnis verurteilt. hof Berantwortl. Redacteur: Heinrich Wenker in Groß- Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage n. Unterhaltungsblatt. 216 Nr. 243. 17. Jabrgang. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 18. Oktober 1900. Lokales. der Polizeidirektion als obdachlos leibt und lebt! war Wichmann städtische Vertretung über den Gewissenskonflikt hinweg, namens der Stadt Förmlichkeiten zu erfüllen, bei denen sie die Mehrheit der Bevölkerung keineswegs hinter sich hat. Vielleicht trifft die Stadt verordneten- Versammlung mit den in Betracht kommenden Herren ein Abkommen in diesem Sinne. 4 Das ist aber Er wies teine Selbstmord im Untersuchungsgefängnis. Wegen ver suchten Totschlags, Bedrohung und Widerstands Ein alter Puttkämerling. gegen die Staatsgewalt sollte gestern vor dem Schwur gericht des Landgerichts I gegen den Schankwirt Theodor Bottke Eine Potsdamer Lokalforrespondenz bringt einen wunderlichen berhandelt werden. Wie erinnerlich sein wird, hatte Bottke sich an Gerichtsbericht: Ein angeblicher Anarchist, der vor etwa 10 Tagen in Abwimmelungen? Wenn eine Mitteilung richtig ist, die gestern einem Juli- Abend in der Fischerstraße gelegentlich einer Bierreise Botsdam festgenommen worden war, stand am Dienstag vor dem bekannt wurde, dann scheint man die Wohnungsnot und das grober Ausschreitungen schuldig gemacht, sich dabei eines Revolvers dortigen Schöffengericht in der Person des 50jährigen daraus entstandene Elend in Magistratstreifen als einen normalen bedient und einen Sergeanten ziemlich erheblich verwundet. NachFärbers Wichmann aus Frankfurt a. M. Bon Branden- ustand zu betrachten, dem gegenüber man ruhig die Hände in dem die Sigung eröffnet worden war, machte der Vorsitzende den Prozeßbeteiligten die Mitteilung, daß eine Verhandlung nicht stattburg a.. war seiner Zeit bei der Potsdamer Polizei eine den Schoß legen könne. anonyme Post tarte eingegangen, derzufolge der Angeklagte, Ueber die Benugung des städtischen Asyls für Obdachlose finden tönne, da der Angeklagte fich am Abend zuvor im Unter welcher ein bekannter Anarchist sei, bort eintreffen würde. Sprach sich Stadtrat Dr. Münsterberg nämlich dem Stadtverordneten fuchungsgefängnis erhängt habe. Die Sigung mußte deshalb Während mun Kriminalbeamte auf dem Bahnhof Obacht gaben, Schöpfe gegenüber, wie diefer in der Sigung des Hausbesizer- Vereins aufgehoben werden. Süden" mitteilte, wie folgt aus: Das städtische Asyl für Obdach- Zwet Garde- Dragoner in einer Sandgrube verschüttet. ohne den Verdächtigen zu bemerken, hatte sich derselbe abends auf lose ist in früheren Jahren, im Verhältnis zur Einwohnerzahl, wenig Ein schwerer Unfall, bem ein junges Menschenleben zum Opfer fiel, und um Nachtquartier gebeten, on teinillig gemeldet bit morben, wie im und um Nachtquartier gebeten, da er mittellos war und zu Fuß Vierteljahr hat allerdings eine erhebliche Steigerung ftattgefunden, nachmittag 4/2 Uhr in der Hasenheide. Von den alten SchießIn diesem während ein zweites noch in Gefahr schwebt, ereignete sich Mittwoch benugt worden, wie die statistischen Ausweise ergeben. von Brandenburg a./. gekommen war. In den Taschen Wichmanns fand man Briefe eines Schweizers, in welchen die indeffen ganz normal ist, denn das Asyl ist noch nicht ständen gegenüber dem Militär- Stirchhof wird seit Jahren der zur von den Fürstenmorden 2c. gesprochen wurde. Dies, überfüllt. Unter den Insassen befinden sich eine große Menge Ausbefferung der Reitbahnen benötigte Sand von den verschiedenen sowie der Umstand, daß er erklärte, mit Most und andren perjumpfter Elemente, die sich wenig oder gar nicht um Kavallerie- Regimentern geholt. Obgleich nun dieses Material in werden von den beorderten Anarchisten bekannt gewesen zu sein, genügte, ihn in Haft zu ein Unterkommen bemüht haben, dann liefern auch die von Hülle und Fülle vorhanden ist, nehmen. Wichmann bestritt indessen, Anarchist zu sein und außerhalb Zugereisten eine ganze Anzahl von Hilfsbedürftigen. Soldaten tiefe Gruben gegraben, um den in größerer Tiefe zu erhalten. Augenblicklich fann bereits eine tägliche Abnahme der Infassen lagernden weißen Sand So hatten auch führte an, daß er in Breslau schon einmal politischer fonstatiert werden. Jedenfalls liegt kein Grund vor, daß die gestern Soldaten des 2. Garde- Dragoner- Regiments aus einer oben Polizeivigilant gewesen sei. Er wurde schließlich wegen Landstreichens angeklagt, erklärte aber, daß er bei der schlechten städtischen Behörden irgend welche Bauten in obiger Be- etwa 10 Meter im Durchmesser haltenden Grube bereits eine große Quantität weißen Sand ausgeschaufelt, als eine Wand nachgab und Lage der Textilindustrie nirgends habe Arbeit finden können. ziehung vorzunehmen haben. Daß unter den Obdachlosen Elemente vorhanden sind, die fich in sich zusammenstürzte. Die beiden in dem Loche grabenden Das Schöffengericht sprach ihn deshalb frei und ordnete feine aus verschiedenen, zum Teil außerhalb ihres Willens liegenden Ur- Soldaten der ersten Schwadron, Lemmchen und Harnisch. sofortige aft entlassung an. An dieser Mitteilung wird den Parteigenossen manches feltfam fachen um die Beschaffung einer eignen Wohnung teine allzu große wurden dabei vollständig verschüttet. Etwa dreißig ihrer Kameraden vorkommen. Prompte Signalisierung durch anonyme Positarte, Vor- Sorge machen, das ist eine Wahrheit ebenso hausbaden wie die, machten sich sofort au ihre Befreiung und holten auch nach stellung bei der Polizei, Fürstenmord, Anarchismus, Hans Most, daß unter ihnen so gut wie in andern zahlungsfähigen und etwa fünf Minuten den Lemmchen hervor. doch gelang es den Samaritern der Polizeivigilant das ist ja der Hochfelige Buttkamer, wie er zahlungsunfähigen Kreisen Trunkenbolde oder andre liederliche Lebenszeichen auf, Menschen hausen. Dieser Umstand spielt in der obwaltenden in mehreren Zügen herbeigeeilten Feuerwehr nach einer Und richtig! Einiges Licht erhielten wir über die Person des Frage aber keine andre Rolle, wie sonst die Moral bei wirtschaftlichen Biertelstunde, ihn ins Leben zurüdzurufen, worauf er nach der I andstreichenden Färbers, als wir unsre Erinnerungen zwanzig Jahre Notständen; und wer mit Phrasen wie den mitgeteilten operiert, Kaserne geschafft wurde. Weit größere Schwierigkeiten machte es, zurückschweifen ließen. Da stand Wichmann als ein lieber handelt einfach pfäffifch. Hier handelt es sich darum, ob die be- den zweiten Werschütteten zu befreien, da er auf der Sohle der wohl alter Wohlbekannter aus der Zeit von Deutschlands tiefster stehende Wohnungsnot, ob der Bustand, daß viele hunderte 5 Meter tiefen Grube gestanden hatte. Budem war das Erdreich bene Behausung erhalten bei der Ausgrabung des ersten Verschütteten noch nachgerutscht. Erst besten Willens Schmach vor uns. Zur Zeit des Socialistengefeges Familien trotz und wenn wir recht unterrichtet find, auch schon vorher fönnen, geleugnet werden kann. un nach fast einer halben Stunde stießen die Feuerwehrmannschaften Güter möglich. und daher hat der Magistrat sehr wohl die Pflicht und auf den leblosen Störper. ein Butttämerling Die angestellten Wiederbelebungserster Güte einer Der hervorragendften 2odspitel, deren fich die Schuldigkeit, für Linderung und Beseitigung des gegenwärtigen Zu versuche blieben hier erfolglos. Beide Verunglückten dienten im preußische Polizei im Stampfe gegen die flaffenbewußte Arbeiter- stands zu sorgen. Daß Stadtrat Münsterberg eine Aeußerung wie dritten Jahr. schaft bediente. Am Alexanderplat in Berlin fennen ihn die die mitgeteilte gethan hat, fällt uns schwer zu glauben. Wohl aber Mitglieder und Freunde der Deutschen Gesellschaft füle älteren Beamten der politischen Abteilung in- und auswendig; war sind wir der Meinung, daß man sonst in maßgebenden Kreisen der er doch 1881 auf ausbrüdlichen Antrag des Bolizeikommissare in socialen Angelegenheiten so sehr beliebten Bogel Strauß volkstümliche Naturkunde hatten sich im Bürgerfaal des Rathauses eingefunden, um dem Experimental- Vortrag des Herrn Profeffor Engel in Altona der Oberleitung des Bolizeibirettors Krüger Politik weiter nachleben möchte. Das aber muß verhindert G. Amberg über:„ Die Lehre vom Schall und von den musikalischen untestellt worden. Im Laufe der Jahre hatte der Edle sich bei der Tönen" beizuwohnen. In verständlicher Weise wußte der BorBevölkerung von Hamburg- Altona als Polizeilump in Verruf Zur Wohnungsnot äußert sich die Boff. 8tg.": Die tragende durch eine Reihe glänzender Experimente seine Bu gebracht, so daß er oben unbrauchbar geworden war Wohnungsnot in Berlin ist thatfächlich noch größer, als aus der hörer in das Wesen des Schalls einzuführen; besonders ihm den Stuhl vor die Thür setzte. Wichmann Ueberfüllung des städtischen Obdachs bisher angenommen wurde. interessant gestaltete sich der sonst felten gezeigte Liffajoussche fühlte sich jedoch und verlangte Bension, die ihm aber es giebt hier außer den offiziellen Obdachlosen zahlreiche Familien, Versuch, auf optischem Wege die dem Ohr völlig entgehenden verweigert wurde mit der Begründung, daß er nicht zu den benen es nicht gelungen ist, am 1. Oftober ein Unterfominen zu finden, feinsten Schwingungen und Schwingungsdifferenzen wahrnehmbar etatsmäßig angestellten Beamten gehöre. Das brachte den Spigel und die ihre Möbel teils in Speichern, teils auf Laubengelände zu machen, ebenso wohlgelungen war das Veranschaulichen der au machen, ebenso wohlgelungen war das Beranschaulichen der in Wut und in der Verärgerung schrieb er unfrem Genossen Ignaz untergebracht haben, während die Familienmitglieder zerstreut bei Schwingungen an einem glühenden Platindraht, das Sichtbarwerden Auer 1888 einen Brief, der einen intereffanten Einblick in Bekannten oder Verwandten vorläufig Unterkunft fanden. Es ist an der Knotenpunkte in Orgelpfeifen durch Erlöschen kleiner Gasflämm die socialistengesegliche Spigelwirtschaft gewährte. Wichmanns zunehmen, daß augenblicklich in Berlin noch über 3000 Personen, die hen, sowie die Demonstration der Chladnischen Klangfiguren. Große Aufgabe war es, zu Beginn der achtziger Jahre die in der Lage wären, ein eigenes Heim zu unterhalten, sich wohnungs- Seiterfeit erregten zum Schluß die Versuche mit den fingenden anarchistische Bresse derart zu benußen, daß Hamburg- los befinden. Flammen, die durch Ansingen mittels Zönen verschiedener oder Altona als ein Anarchistenherd und die republikanische Ham- Eine Begnadigung. Die Blätter berichten: Einem Gefangenen gleicher Wellenlänge zum Schweigen und Wiederertönen veranlaßt burger Polizei, die fich von schmutzigen Braftifen einigermaßen fern in Plögensee, namens Karl Schirrmann, der 1870 bor Meg wegen und durch rotierende Spiegel in eine Anzahl zusammenhängender hielt, in der Bekämpfung der Socialdemokratie als fa umfelig eigheit vor dem Feinde und thätlichen Angriffs auf einen Bore Flammenbilber zerlegt wurden, nicht minder die empfindliche erscheinen mußte. Ich teile Ihnen mit", so heißt es in Wichmanns gesezten von einem Kriegsgericht zum Tode verurteilt, aber von Flamme, die auf das leiseste Geräusch reagierte, sowie das pfeifende Brief, 1., daß ich es gewesen bin, welcher ab Hamburg Staiser Wilhelm I. zu lebenslänglicher Festungshaft begnadigt Telephon. Rauschender Beifall wurde dem überaus anregenden Vor-. datierte Notizen in der Mostschen Freiheit" veröffentlicht hat, um worden war, ist jetzt vom Kaiser der Rest der Strafe er- trag zu teil. in Berlin den Glauben zu erwecken, es hätten sich in Hamburg lassen worden. Schirrmann war nach seiner Verurteilung anarchistische Gruppen gebildet, 2. daß ich in meinen Berichten stets ins Militärgefängnis in Spandau eingeliefert, bon dort die Nachsicht der republikanischen Hamburger Polizei der aber nach ein paar Jahren schon einer Frrenanstalt Socialdemokratie gegenüber hervorhob, um Engel die geheime überwiesen worden. Aus dieser wurde er nach ein, zwei Jahren Gemeindevertretung im II. Bezirt der 3. Abteilung hatte Steglitz. Die am 16. d. Wits. stattgehabte Erfa twahl zur politische Aufsicht zu verschaffen, wie solches in Ottensen geschehen." als geheilt entlassen. Seitdem hat er in Blögensee eine Reihe von Thatfächlich fanden sich in der Zeit von 1879 bis 1884 in der Strafen abgebüßt, die ihm die bürgerlichen Gerichte zudiftiert hatten. folgendes Ergebnis: Tischler Adolf Knöfel( Soc.) 147 Stimmen, zu London und später in New Yort erschienenen Freiheit" Im Februar 1899 erinnerten sich die Militärbehörden wiederum an Prof. Dr. Wendeler( Mischmasch) 209 Stimmen, Kaufmann Klaffeneine stattliche Anzahl Mitteilungen des„ Genoffen" Wichmann, als ihn, er wurde verhaftet, und, da nach der inzwischen in Kraft ge- bach( Haus- und Grundbesigerverein) 40 Stimmen. welcher er von dem leicht zu bethörenden Hans Most gern will tretenen neuen Justizordnung die Gefängnisstrafe der Festungsstrafe tommen geheißen wurde. Wichmann hatte stramm auf die Leiter gleichgestellt wird, am 22. Februar in Plözensee zur Verbüßung der Socialdemokratie zu schimpfen, fie der Unterschlagung von Partei- feiner Strafe eingeliefert. Dort wurde von den Gefängnisärzten geldern zu bezichtigen und die Socialdemokraten zu warnen, festgestellt, daß er an chronischem Jresinn leide. Die Gelder für Wahlzwede 2c. zu sammeln. Weiter flangen feine Gefängnisverwaltung erstattete Bericht an General- Auditeur Jttenbach, eigentlichen Situationsberichte meist in die Prophezeiung aus, daß und auf deffen Verwendung hat Kaiser Wilhelm Sch. den Rest der fich demnächst etwas ereignen" werde. Strafe erlassen. Ursprünglich seines Beichens ein Töpfer, hat Schirr mann in den letzten Jahren als Harmonikaspieler fein Leben gefristet. " D'rum fei uns auch kein Schurt zu groß, Gebt acht, der Tanz geht los," heißt es in einer Wichmannschen Korrespondenz in Nr. 89 bes 1881er Jahrgangs. berurteilt. werden. " Ob niemand der Gedanke gekommen ist, daß der Unglüdliche auch schon 1870, als er zum Tode verurteilt wurde, geistig unzurechnungsfähig gewesen sein könnte? Aus den Nachbarorten. Johannisthal. Der Bau des zum 1. April nächsten Jahres erforderlichen Schulgebäudes hat durch das Verhalten einzelner Gemeindevertreter eine abermalige Verzögerung erlitten. Nachdem diese Angelegenheit bereits die Gemeindevertretung seit zwei Jahren beschäftigt, wurde vor einiger Zeit ein Antrag des Genossen Mann angenommen, der verlangt, daß an Stelle des durch mehrere An bauten zu vergrößernden jezigen Schulgebäudes nur ein Anbau von 8 Klaffen hergestellt und bei Bedarf in einem andern Teil des Orts ein weiteres Schulgebäude errichtet werde. In der nächsten Sigung wurde aus Sparsamkeitsrücksichten ein Antrag Snape angenommen, nur 4 Klassen zu bauen, da diese bis zum Jahr 1905 ausreichen würden. In der letzten Sigung aber ist auch dieser Antrag und zwar von denselben Herren umgestoßen und beschlossen worden, den Bau bon acht Klaffen borzunehmen. Nun hat aber M. die nötigen Schritte unternommen, fo Als Lodspitel hatte Wichmann ferner anarchistische Schriften, insbesondere die Freiheit" in Häusern und Straßen zu verteilen, eine Thätigkeit, aus der sich in den amtlichen Rechenschaftsberichten Der unter dem Verdacht des Mords an der Frau über den kleinen Belagerungszustand der Hinweis auf A. Nerger verhaftete Klempner Richard Müller leugnet noch hart die massenhafte Berbreitung der anarchistischen Litteratur herleitete. nädig die That, verwidelt sich aber dabei immer mehr in wider der Gemeindevorsteher nur wegen einer Anleihe in Höhe Um die Mitte der achtziger Jahre wurde der lästig gewordene sprüche. Gestern vormittag wurde er zwei Beugen gegenüber gestellt, bon 25 000 Lumpazins wegen Erpressung zu zwei Jahren Gefängnis Müller mit der Nerger engumschlungen von der Chausseestraße nach Annahme des letteren Antrags erforderlich sind, der Bau abermals die befundet haben, daß sie nach 3 Uhr nachts gefehen haben, wie daß wegen der Aufnahme von weiteren 15 000 M., welche durch Trotz aller schlimmen Tage scheint der Spigel, wie der Bericht der Schulzendorferstraße 7 gegangen und dort in der Thürnische berzögert wird. Ob der Bau nun noch zur bestimmten Beit fertig aus Potsdam erkennen läßt, jeinem alten Handwert treu geblieben stehen geblieben ist. Zwei Beuginnen haben ausgefagt, daß fie wird, ist sehr fraglich. Auf eine Anfrage des Genossen Mann, ob zu fein. Die Arbeiterschaft sei daher vor dem ihn mit der Nerger ebenfalls engumschlungen durch die Lindower der Gemeindevorstand wegen der Aufhebung des Beschlusses, nach Burschen gewarnt! Straße gehend bemerkt und darüber Gloffen gemacht haben. welchem die Besizer gezwungen werden sollen ihre Bürgersteige Müller bestritt dieses und bleibt jezt dabei, daß er vor pflastern zu lassen, nicht weitere Schritte unternehmen wolle, wird bei nochmals den wobei ihm die Wegebau Stommiffion betreffenden Die Wohnungsnot in der Stadtverordneten- Versammlung. dem Asyl in der Wiesenstraße genächtigt habe, Ferner soll der GemeindeDie socialdemokratischen Stadtverordneten haben folgenden Antrag hätten. Das Portemonnaie fand man aber bei ihm vor. Bei vorstand nochmals Unbekannte das Portemonnaie mit seinem Gelde gestohlen Befizern vorstellig werden. bei dem Lotal- Schulinspektor vorstellig eingebracht: aber Durchsuchung seiner Kleider wurden einer blauen werden, damit der Konfirmanden Unterricht im Ort " Die Versammlung wolle beschließen, den Magistrat zu ersuchen, Arbeitsbluse, einem Hemd und einem Halstuch Blutflede vor erteilt wird und die Kinder nicht gezwungen sind, nach dem dreis mit der Versammlung in gemischter Deputation zu beraten: gefunden. Danach befragt, erklärte Müller, die Flecke rührten von biertel Stunden entfernten Rudow zu gehen. 1. durch welche Mittel die zur Beit- namentlich für die Nasenbluten her, das er am Sonnabend in der Werkstätte gehabt führungen des Herrn v. Trüsschler in einer öffentlichen Ver Arbeiterbevölkerung herrschende Wohnungsnot zu beseitigen ist; habe. Sein Arbeitsgenosse bestreitet aber dieses ganz bestimmt sammlung fühlen sich die Herren Knape, Kurth, Schmidt, Senftleben, 2. was städtischerseits zu gefchehen hat, um durch kommunale und will nicht das geringste davon bemerkt haben. Wüller, ein Kahlenberg, Ostwald und der Gemeindevorsteher Herr Schulz be. Maßnahmen den auf dem Gebiete des Wohnungswesens bestehenden großer, magerer Mensch, mit starkem Schnurrbart und buschigen Leibigt. Sie wollen deshalb flagen. Bergeblich wiesen die Ver Augenbrauen, fieht bedeutend älter aus, als er ist. Trogdem die treter Rehbein, Mitsching und Mann auf das Unpassende dieses Mißständen zu begegnen." Zeugen ihm auf den Kopf zusagen, daß er die unwahrheit jage, Vorgehens hin. Der Antrag Knape, der Gemeindevorstand möge die bleibt er verstodt bei seiner Aussage, die er dann nach geraumer nötigen Schritte veranlassen, wurde mit 7 gegen 3 Stimmen an Weile ändert. Gestern nachmittag wurde Müller dem Untersuchungs- genommen. Die Glückwunsch- Demonstration an die Kaiserin ist nun mehr von dem neuen Treubund der Oeffentlichkeit unterbreitet worden. Um den Inhalt der Adresse zu fennzeichnen, genügt es, wenn wir ihren Anfang wiedergeben: ant Durch die Aus richter vom Landgericht I vorgeführt. Die ausgesezte Belohnung Aus Nixdorf. In bewußtlofem Bustande wurde am Dienstagvon 1000 m. wird gutem Vernehmen nach unter die beteiligten nachmittag vor dem Grundstück Berlinerstr. 33 ein dem Arbeiter Allerdurchlauchtigste, Großmächtigste Kaiferin und Königin! Beamten, die Müller ermittelt haben, verteilt werden, sobald seine stande angehöriger unbekannter Mann aufgefunden. Er wurde nach Allergnädigste Kaiferin, Königin und Frau! Eure Kaiserliche und Schuld erwiesen worden ist. der städtischen Krantenanstalt an der Cannerstraße gebracht, wo er Königliche Majestät bitten die unterzeichneten Bürger Berlins, au Müller mußte auch der Leichenöffnung beiwohnen, gab aber das bald nach der Einlieferung verstarb, ohne zuvor das BewußtAllerhöchstihrem zweiundvierzigsten Geburtstage ihre unterthänigsten bei keine Spur der Erregung zu erkennen. Alle Angaben, die sein wieder erlangt zu haben. Aeußere Verlegungen waren Glückwünsche Huldreichst entgegenzunehmen. Durch enge Bande ist Müller bisher zu seiner Entlastung machte, find ihm widerlegt an dem Unbekannten, ber ca. 30 Jahre alt sein mag, nicht wahrs von jeher die Bürgerschaft der hiesigen königlichen Haupt- und worden. Nasenbluten, durch das er die Blutflecke in seinen nehmbar. Es ist daher polizeilicherseits zur Feststellung der Todess Residenzstadt mit dem Herrscherhause verbunden gewefen. Weiß Kleidungsstücken zu erklären sucht, wollte er häufiger gehabt haben. ursache die Sektion der Leiche angeordnet worden. Der Unbekannte fie doch, daß für jedes Mitglied desselben die Wohlfahrt des Seine Mitarbeiter in der Klempnerei haben davon jedoch niemals ist 1,65 Meter groß, bat glattrafiertes Gesicht, furzgeschorenes Haar, Vaterlands die Nichtschnur des Handelns bildet usw. usw. etwas wahrgenommen, obwohl sie ihn genau kannten, da war mit einem graufarierten Jackettanzug und schwarzer Weste bes Der Stadtverordneten Bersammlung ist in dem er mit kurzen Unterbrechungen längere Zeit mit ihnen zu fleidet und trug neue Schaftstiefeln sowie einen weichen schwarzen Glückwunsch nicht gedacht, trozdem die Treubündler die gewünschte sammen gearbeitet hat. Die Gesellen, auf deren Zeugnis Filzhut. Gelegenheit zum Gratulieren ja gerade deren Verhalten zu danten er sich in dieser Beziehung ausdrücklich berief, ließen ihn baher vollständig im Stich, Entgegen seinen Angaben belunden fie produktenmarkt vom 17. Ottober. Der Getreibemarit Hatte Heute haben. Zum Auslegen der Adresse haben sich im Westen vornehmlich auch, daß er ihnen gegenüber auch niemals von seinem Rasenbluten etwas festere Tendenz zu verzeichnen. Jufolge der Steigerung der Weizengroße Hotelbefizer bereit erklärt, während sich in den übrigen Stadt gesprochen hat. Vier Zeugen, die sich gegenseitig nicht kennen, wider- preise an der gefirigen New Yorker Börse hielten sich die Abgeber zurück. gegenden zumeist Restaurateure, Beamte und Pastoren um diese legen auch Müllers Erzählung von seinem Aufenthalt am Asyl. Sie Das Geschäft war sehr still, vorübergehend stockte es fast vollständig. Ehre erfolgreich beworben kaben. wurden Müller einzeln gegenüber gestellt und erkannten ihn mit Lieferungspreise für Weizen und Roggen waren durchweg um 0,50 Wt. Bielfach wird man wünschen, daß dem neuen Treubund das Bestimmtheit als den Mann wieder, den sie mit Frau Nergel in ufuhren leicht abgefchwächt. Hafer war still und behauptet. Rüböl zog höher. Späterhin waren die beiden Brotfrüchte auf größere Roggens Gratulieren zc. bei höfifchen Angelegenheiten fortab in eine Art fester Umschlingung in die Thürnische des Hauses Schulzendorfer auf Baris um 0,30 W. an. Bon 70er Cocofpiritus wurden 10 000 Liter zu General Entreprise übergeben würde. Dadurch käme die Straße hineingehen sahen. 49 m. oder um 40 Pf. niedriger gehandelt. Marktpreise von Berlin am 16. Oftober 1900 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. Weizen, gut D.- Str.| 15,40) 15,38 " +) Gerfie, gut " Bitterungsübersicht vom 17. Oftober 1900, morgens 8 1hr. Barometer stand mm Wind Bunipa Windstärke Wetter Swinembe. 756 N 3516. bed. 759 WSW 2heiter 2,40 1,20 Berlin 759 Kartoffeln, neue, D- Ctr. 6, " 1 mittel gering 15,36 15,34 " Rindfleisch, Keule 1 kg 1,60 1,20 15,32 15,30 do. Bauch 1,30 1, Stationen " n ** Roggen, gut 14,50 14,46 " Schweinefleisch 1,60 1,20 " mittel 14,42 14,38 Kalbfleisch 1,80 1, " gering 14,34 14,30 Hammelfleisch 1,60 1,10 15,50 14,80 Butter 2,80 2,20 mittel " 14,70 14, Eier 60 Stud 4,80 3,-Hamburg gering 13,90 13,30 " Karpfen 1 kg +) Hafer, gut 15,80 14,90 Aale " mittel 14,80 13,90 Bander " gering 13,80 13, Hechte 2,-1, Wien Nichtstroh 6,66 6, Barsche 1,80 0,80 Heu 7,20 5, Schleie Erbfeu 40, 25, Bleie 3,- 1,20 1,40 0,80 Speisebohnen 45, 20, Krebse per Schod 12, 2,50 Linsen 70, 30, " Temp. n. G. 5° 6.4° St. Stationen Barometer= stand mm Winds richtung Windstärke Wetter 3 wolfent 25lb. bed. 5 Haparanda 4 Petersburg 5 Cort 751 2wolfig 764 S 761 3 3 wolfig 3bebedt 2 Aberdeen 3 Paris 7 756 WNW 4Heiter 755 SO 5 bedeckt 760 SO 2 wolfig 2,50 1,20 Grantf./M. 763 SW 2,60 1,20 München *) ab Bahn.**) ab Bahn und frei Mühle. †) frei Wagen und ab Bahn. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Ver antwortung. Theater. Donnerstag, den 18. Oktober. Opernhaus. II. Sinfoni Abend der königl. Kapelle. Anfang 71/2 Uhr. Schauspielhaus. Geschlossen. RANIA Temp. n. 6. 6° C.= 4° R. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 7-9 1hr abends statt. A. S. 231. Soweit ersichtlich, würden Sie durch Verweigerung der Annahme der Krankenhaus Behandlung jedes Rechts verlustig gehen. Sprechen Sie eventuell mit den Papieren in der Sprechstunde vor. 2 A. Schneider 38. Voraussichtlich würden die Stunden von 4 bis 7 als Nachtstunden berechnet werden. Ueberstunden sind es nicht, da solche doch -A. T. 16. Die Herr 10 über die übliche Endzeit hinüber gehen müßten. Wetter Prognose für Donnerstag, den 18. Oktober 1900. Etwas wärmer, teils heiter, tells woltig, bei mäßigen südwestlichen Winden, teine erheblichen Niederschläge. mebli Berliner Wetterbureau. dil d 1 8 fchaft hat für sämtliche Kosten aufzukommen und scheint sich außerdem 8 strafbar gemacht zu haben. Sprechen Sie doch auch, damit dieser brutale Fall veröffentlicht werden kann, Montags oder Freitags in der juristischen Sprechstunde vor. A. M. 390. Wir ersuchen um nähere Angaben. E. H. Um aus der Landeskirche auszuscheiden, müssen beide zunächst an das Charlottenburger Amtsgericht den Antrag richten, aus der Landesfirche auszutreten und dieserhalb einen Termin anzuberaumen. Alsdan u hätten beide in diesem Termin, der nicht vor Ablauf von 4 und spätestens innerhalb 6 Wochen nach Eingang des Antrags anzuberaumen ist, ihre n Austritt aus der Landeskirche zu gerichtlichem Protokoll zu erfläre u. Palast- Theater Cirkus Renz- Konzert- Tunnel früher Feen- Palast, Burgstr. 22. Taubenstr. 48/49. Sensations- Oktober- Progr. Noch nie dagewesener Erfolg! Men! 8 Uhr. 812 abends 8 Uhr: Auf den Wogen des Oceans. Im Hörsaal: Elemente des Wassers". Von Dr. Nass. Invalidenstr. 57/62. Der olle Muckebold. Emanuel Mud, Rentier: Direktor Richard Winkler. Durchweg lauter Schlager! Neues Opern Theater( ron). Tägl. Sternwarte. Amiela Koncewicz, Chanfonetten Diva Geschlossen. Deutsches. Rosenmontag. Anfang 72 Uhr. Leffing. Die Ehre. Anf. 72 Uhr. Berliner. Die strengen Herren. Anfang 72 Uhr. Residenz. Die Dame von Maxim. Anfang 72 Uhr. Neues. Der weiße Hirsch. Anfang 72 Uhr. Weften. Der Bigeunerbaron. Anfang 7 Uhr. Schiller. Die goldne Eva. Anfang 8 Uhr. Seceffionsbühne. 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Die Beerdigung findet am Freitag, den 19. Oktober, nachm. in folgenden soralen: Ovar A- Ist3 Mündner, Bergstraße 12, ssion leib Referent: der Kandidat des Kreiſes Gentoffe Ledebour or Swinemünder Geſellſchaftshaus, Swinemünderſtr. 42, Referent: Reichstags- Abgeordneter Genoffe Schippel Belforter Salon, Belforterstraße 15, Referent: Reichstags- Abgeordneter Genoffe Tatzaner dasm arrangiert vom Vorstand des Socialdemokratischen Wahlvereins des 6. Kreises. L01 Die Tagesordnung lautet in den 3 Versammlungen: Die Bedeutung der diesmaligen Nachwahl. Diskussion. Recht zahlreichen Bcſuch erwartet Arbeiter- Bildungsschule. Uhr, von der Leichenhalle bes Gethfemanekirchhofs in Nieder- Schönhausen aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 135/1) Die brilige Verwaltung. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Todes- Anzeige. Dienstag, den 16. Oftober, verstarb an der Schwindsucht unser Mitglied, 220/17 der Schloffer Das socialdemokratische Wahlkomitee. Berthold Heymann Anna Heymann geb. Auer Vermählte. Braunschweig, 15. Oktober 1900. Hagenring 37. Sonntag, den 21. Oktober 1900, abends 7 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27 c: Vortrag des Ingenieurs P. M. Grempe über: bie Teilnahme an der Beerdigung Verbesserungen des Verkehrswesens. . Nach dem Vortrag: Gemütliches Beisammensein u. Tanz. Eintritt inkl. Garderobe 20 Pf. 5/5 Allen Freunden und Bekannten für meiner lieben Frau Anna Grabs geb. Winkler fage meinen besten Dank. Hermann Grabs. | Freie Volksbühne. Die siebente Abteilung ist geschlossen. Einige Aufnahmen können noch für die 5. und 6. Abteilung erfolgen. Sonntag, nachmittags 2 Uhr: Carl Weiss- Theater: Ueber unsre Kraft. V. Abteilung. Die Mitglieder werden gebeten, pünktlich zu erscheinen. am Sonnabend, 17. November, abends 82 Uhr. in der Brauerei Friedrichshain( nur für Mitglieder). Lyriker- Abend: Recitationen, Kammermusik, Vokalkonzert, ausgeführt von allerersten GesangsWinterfest künstlern. Nach dem Konzert: Tanz. Marken vom 1. 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