Nr. 246. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrierter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Bettungss Pretstifte für 1900 unter Mr. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 17. Jahrg. Die Jusertions- Gebühr beträgt für bie fechsgespaltene Kolonele geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinss und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Erpcbitton ist an Wochens tagen bis 7 Uhr abends, an Gonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Amt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: ,, Socialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Sonntag, den 21. Oftober 1900. Will man also dem Vertrag der offenen Thür über den fiktiven Der Rückzug durch die offene Thür. Papierwert hinaus thatsächliche materielle Erfolge sichern, so kann das nur in der Weise geschehen, daß man energisch die letzten Reste Graf Bülow hat das dringende Bedürfnis, seine Beredsamkeit des hochsommerlichen Khatismus über Bord wirft. Deutschland muß durch einige Erfolge zu verstärken. Die bevorstehende Abrechnung, ebenso aus der Hypnose der Nache, aus der Heldensucht militärischer die er von der äußersten Linken des Reichstags wegen des chinesischen Ruhmjäger heraus wie aus dem Civilisierungs- und VerchriftlichungsAbenteuers und der Verfassungsverletzung zu erwarten hat, haben wahn. Der Offizier, der Hunne, der Missionar, der Weltpolitifer feine Erfindungsgabe und diplomatische Kunstfertigkeit vertieft. Mit müssen aus China fort, und nur dem nüchternen Kaufmann ist ein Waldersee ist fein Staat zu machen. Die famosen Noten, entscheidender Einfluß zu gewähren. von denen eine die andre aufhob, können auch bei be- Los von China! Mit dieser Parole, die wir wiederholt scheidensten Ansprüchen nicht als Ruhmesthaten verwertet werden. Auf als die einzige Lösung ausgegeben, muß endlich Ernst gemacht der andern Seite belasten ihnen all die Ungeheuerlichkeiten, welche die werden. Dann wird man sich von dem deutsch englischen Vertrag deutsche Aktion der Weltpolitik begleiteten. So mußte denn Graf einige Vorteile versprechen können, wenn er auch nicht davor schützen Bülow nach irgend etwas suchen, was wie ein wirklicher Erfolg wird, daß man- über der Anerkennung einer verständigeren aussähe und was zudem eine heutzutage keineswegs selbst- Haltung vergessen wird, die Verant: vortlichen der heißen wilden verständliche Forderung mit den guten Regeln einer gesunden Chinapolitit zur Rechenschaft zu ziehen. Vernunft nicht in Widerspruch stünde. Graf Bülow hat dies notwendigste Requisit für den demnächst zu erwartenden Ausbruch seiner China- Beredtsamkeit erhalten. Er darf dem Reichstag gegenüber mit einem leidlich verständigen Ver trag" renommieren, den er allerdings möglicherweise noch dem Fürsten Hohenlohe verdankt. Am 16. d. M. ist in London zwischen dem kaiserlichen Botschafter Grafen Hakfeldt und 2ord Salisbury durch Notenaustausch die folgende Vereinbarung getroffen worden: „ Die kaiserlich deutsche Regierung und die königlich großbritannische Regierung, von dem Wunsche geleitet, ihre Interessen in China und ihre Rechte aus bestehenden Verträgen aufrecht zu erhalten, find übereingekommen, für ihre beiderseitige Politit in China nachstehende Grundsäge zu be= obachten: 1. Es entspricht einem gemeinsamen und dauernden internationalen Interesse, daß die an den Flüssen und an der Küste Chinas gelegenen Häfen dem Handel und jeder fouftigen erlaubten wirtschaftlichen Thätigkeit für die Angehörigen aller Nationen ohne Unterschied frei und offen bleiben; und die beiden Regierungen sind mit einander einverstanden, dies ihrerseits für alles chinesische Gebiet zu beobachten, wo sie einen Einfluß ausüben können. 0 : paar wiedergegeben: Von den Aeußerungen der Presse über den Vertrag seien ein Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" erläutert das Abkommen wie folgt: " Wir begrüßen es als ein beruhigendes Moment für den Weltfrieden, daß England ebenso wie Deutschland auf die Ausnuzung der chinesischen Wirren zu Sondervorteilen ausdrücklich verzichtet und für seine wirtschaftlichen Bestrebungen an dem Grundsaße der Gleichberechtigung aller festhält. Beide Teile wollen für die Durchführung des Princips der offenen Thür in allen chinesischen Territorien wirken, wo sie einen Einfluß ausüben fönnen. Deutschland übernimmt nicht die Verpflichtung, feinen Einfluß da geltend zu machen, wo andere Mächte bereits besondere Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. in Sachen des Fleischbeschaugesetzes und ein Hauptgegner des Doppeltarifs sei. Beides wird uns heute als nicht ganz richtig bezeichnet. Graf Bülow soll sich dem Fleischbeschaugeseze gegenüber nicht anders verhalten haben, als beispielsweise Graf Posadowsky; die Kommissionsbeschlüsse verhindert zu haben, ist eins von den Verhinderungsverdiensten" des Fürsten Hohenlohe. Was die Frage des Bolltarifs anlangt, so soll Graf Bülow durchaus nicht unbedingter und unversöhnlicher Gegner des. Doppeltarifs sein." " Ob die Agrarier selbst an ihre Versicherungen glauben, ist sehr zweifelhaft. In ihrer Personaltenntnis aber ipekulieren sie darauf, daß der neue Minister durch schmeichelnde Huldigungen am ehestent für ihre Pläne zu gewinnen sei. lohes steigern, indem sie ihm die Verhinderung der schamlosen Daß die Agrarier bei dieser Gelegenheit die Verdienste Hohen; Fleischwucherbeschlüsse der Kommission zuschreiben, sei nebenbei bemerkt. Das Plötzliche. Daß Fürst Hohenlohe nicht freiwillig vor der Verantwortung geflüchtet, ist nicht mehr zu bestreiten. Niemand, auch Hohenlohe nicht, abute, daß der Kanzler so schnell sein Entlassungsgesuch einreichen würde. Wie der Fränt. Kurier" berichtet, gab ein Minister noch am Mittwochabend, als Hohen lobe bereits längst entlassen war, Anweisung an seinen Unterstaatssekretär, sich zu erkundigen, wann Fürst Hohenlohe die nächste Staatsministerialsigung abzuhalten gedente. So plöglich kommt bei uns die Schiverhörigkeit. Als einen Eingriff in die Freizügigkeit bezeichnen die Berliner Neuesten Nachrichten" die Berliner Neuesten Nachrichten" die in Preußen beabsichtigte Wohnungsreform" und sie wenden sich dagegen. Das flingt ja recht liberal, fast arbeiterfreundlich. Die Großindustriellen des Westens brauchen Arbeiter, sie wünschen einen möglichst umfang reichen Zuzug von Arbeitern aus rückständigen Gegenden. Also ohne Schwierigkeit hineinkommen in die großen Städte soll die arbeitzug Deutschlands bedeutet, das sich mit dieser entscheidenden Handlung vor, um unliebsame Elemente wenigstens leicht wieder los werden zu Die Kreuz Zeitung" gesteht zu, daß dieser Vertrag einen Rückfuchende Bevölkerung wohl, aber das Krupporgan schlägt andre Mittel aus der unmöglichen, durch die bisherige Politik veranlaßten Lage zu befreien suche:" Rechte erworben haben." fönnen. Es empfiehlt die Abschiebung der obdachlosen Leute in ihre Heimat auf Kosten der Heimatsgemeinde. Die zur Ausbeutung und zum Lohnbruck nötigen Arbeitermassen müssen mit Leichtigkeit herangezogen werden können, find sie arbeitslos und damit vielleicht obdachlos geworden, dann fort mit ihnen. Wir standen bereits mit beiden Füßen in einer Berwickelung, die lebhaft an die unbequeme Lage erinnerte, in der sich das europäische Konzert in der tretischen Angelegenheit be fand. Wie wir uns damals durch rechtzeitiges rechtzeitiges Aus2. Die taiserlich deutsche Regierung und die königlich großscheiden von einer Aftion lossagten, die einen ersprießlichen Ausgang nicht haben konnte, so haben wir jetzt die drohende britannische Regierung wollen ihrerseits die gegenwärtige VerDer Parteitag der Freifinnigen Volkspartei ist in Görlit unter Ausschluß der Oeffentlichwicklung nicht benutzen, um für sich irgend welche terri Gefahr einer Isolierung in exponierter Stellung rechtzeitig beisammen gewesen torialen Vorteile auf chinesischem Gebiet zu erlangen, und pariert und durch bindende Verpflichtung auf Grundsäge, zu feit. Einige Revoluzzer, die auf öffentliches Verfahren drangen, werden ihre Politik darauf richten, den Territorialbestand welchen alle Mächte sich durch gelegentliche, nicht bindende Er fielen mit dieser Anregung ab. Der Freifinn verträgt nur noch des chinesischen Reichs unvermindert zu flärungen bekannt hatten, ein Fundament zu gesunder Weiter- partei offiziöse Beleuchtung. entwicklung des chinesischen Problems geschaffen." Schmidt Elberfeld war Vorsitzender der Geheimsizung. Er halten. 3. Sollte eine andre Macht die chinesischen Komplikationen vativer die bisherige deutsche Chinapolitit war, wenn sie auch die haben, Man erkennt aus diesem Stoßseufzer, wie fatal den Konser- foll die Zurücksetzung des Reichstags inffeiner Eröffnungsrede kritisiert benußen, um unter irgend einer Form folche territorialen socialdemokratische Kritik, deren Berechtigung jetzt durch die neuen Zur Chinafrage sprachen zuerst Wiemer, der für die konsti Borteile zu erlangen, so behalten beide Kontrahenten Aktionen des Grafen Bülow selbst anerkannt wird, mit patriotischem tutionellen Rechte focht und v. Rappard- Hamburg( die Haltung sich vor, über etwaige Schritte zur Sicherung ihrer eignen Geschimpf abzuschwächen bemüht waren. der Regierung in der Chinapolitik sei des Volts unwürdig). Eugen Intereffen in China fich vorher unter einander zu verftändigen. Die bülow- offiziöfe ,, Kölnische Zeitung" schreibt zu der Ver- Richter begeisterte sich dann für den Khalifreifinn: wäre es 4. Die beiden Regierungen werden diese Uebereinkunft den bereits habe in ernsten deutschen politischen Kreisen die Frage leb- ein Abgeordneter die Mittel zur Befreiung verweigert hätte? Wäre öffentlichung des deutsch- englischen Abkommens: Seit längerer Zeit möglich, daß zur Zeit, als die Fremden in Peking belagert waren, übrigen beteiligten Mächten, insbesondere Frankreich, Italien, hafte Besorgnis erweckt, ob nicht die reichen und vielumworbenen damals der Reichstag aufgelöst worden, keiner der Verweigerer Japan, Oestreich- Ungarn, Rußland und den Ver- Hangtse- Gebiet dazu führen würden, bei längerer Andauer der wäre zurückgekehrt." einigten Staaten von Amerika, mitteilen und chinesischen Wirren ernste Meinungsverschiedenheit zwischen den be- Der Mann ist nicht mehr ernst zu nehmen er sollte sich dieselben einladen, den darin niedergelegten Grund- teiligten Großmächten hervorzurufen. Das Berliner Kabinett hatte schleunigst zum Borfizenden eines Kriegervereins erwählen laffenvon vornherein darüber keinen Zweifel gelaffen, daß es da paßt er besser hin, als an der Spitze einer" demokratischen" Dieser deutsch- englische Vertrag spricht eigentlich etwas ganz die gegenwärtigen Wirren nicht zu einer Aufteilung Chinas Bartei, die allerdings in ihrem jezigen Zustande des Führers wert Selbstverständliches aus, und er erscheint nur unter dem Eindruck benußen wolle. Es sei im höchsten Grade erfreulich, daß nun- ist. Daß Richter dann noch die Besonderheiten des Chinarummels der bisher verübten diplomatischen und militärischen Unglaublichkeiten mehr in der Yangtse- Frage die mit England zunächst geführten Ver- verspottete, ist belanglos; denn die eine Erklärung, auf die es allein als ein Dokument gebesserter Einsicht. handlungen eine rasche und glatte Verständigung gefunden haben. antommt, wagte er nicht, daß der Freifinn gegen die verfassungsDer Vertrag sieht auch den Beitritt der übrigen Mächte vor widrigen China- Ausgaben stimmen werde. und läßt damit erkennen, daß keine Sonderinteressen vorliegen. Dieber aus Karlsruhe trat für eine entsprechende" Flotte deutung. Die ruffifche Regierung habe gleichfalls mit Nachdruck geltend gemacht, daß sie die Wirren nicht zum Ausgangspunkte irgend einer Aufteilung Ghinas geeignet halte. Das Abkommen bewege sich genau in dieser Linie und tann deshalb ohne weiteres der Zuftimmung der übrigen Mächte und auch Rußlands sicher sein. sägen beizutreten." Die Vereinbarung verkündet den Grundsatz der offenen Thür: China soll nicht aufgeteilt, nicht des Lands beraubt werden, Nach dieser Seite hin habe das Abkommen eine große politische Bes ein, nachdem Richter vorher vom Flottenschwindel gesprochen! andrerseits soll verhindert werden, daß andre Länder durch ihren Einfluß die allgemeine gleiche Handelsfreiheit in ihrem Sonderinteresse beschränken: Keine Annexionen, sondern Politik der offenen Thür. Die deutsche Auffassung schließt sich damit jener älteren englischen Chinapolitik an, die immer nur die Handelsfreiheit anstrebte eine verständige Politit, die dann freilich mit dem System der unseligen Bachtungen verlassen wurde. Politische Nebersicht. Berlin, den 20. Oftober. Es ist durchaus zu begrüßen, wenn England und Deutschland durch die offene Thür" den Rückzug aus der Kreuzfahrt der blutigen Romantik und der raubenden Weltmachtpolitit zu gewinnen suchen. Der Offiziöfen- Kampf um Miquel dauert fort. Herr Indessen ist das einstweilen nur eine papierne Besserung. " Der unvermeidliche Max Hirsch schwärmte für den Welt frieden, weigerte sich aber auch nicht, den Krieg durch die Kostenbewilligung zu fördern. Nur ein Freifinniger scheint gegen die Schlaffheit der Richterschen Resolutionen Bedenken erhoben zu haben: Herr Schöler; gleichwohl wurden sie einstimmig angenommen. Sonst bringt der dürftige offiziöse Bericht der Verhandlungen nichts, das der Wiedergabe verlohnt! Der Zolltarif. Die„ Berl. Neuesten Nachr." erklären gegen über der Rhein- Westf. 8tg.", daß noch keine Entscheidung zu Gunsten des Doppeltarif Systems getroffen sei. Zehn Mark Zoll! Aus Krefeld wird berichtet: In einer Verv. Zedlig, der in der Post" eine Art Ministerstreit gefordert hatte, fanmmlung des Bunds der Landwirte, welche in Ratingen stattfand, Schon der dritte Punkt des Vertrags hebt die im ersten und preußischen Minister zu befestigen, wird vom Stollegen Schweinburg Bonfaz des Minimaltarifs von 7,50 M. und des Maximaltarifs von Schon der dritte Punkt des Vertrags hebt die im ersten und um die Stellung Miquels durch eine Solidaritätserklärung aller trat der Direktor des Bunds der Landwirte, Dr. Hahn, für einen zweiten Absatz ausgesprochene Principien erklärung bis zu ob dieses Einfalls gerüffelt. Schweinburg wiederholt auch die Ver- 10 M. auf Roggen und Weizen ein. einem gewissen Grade für die Pragis wieder auf. Wenn irgend ficherung, daß Bülow und Miquel sich in unerschütterlicher Ein Direktor Göfting verlangte noch, daß gölle auf alle eine Macht Annegionen vornehmen sollte, so behalten sich England Liebe zugethan feien, zumal fie beide gut agrarisch ge landwirtschaftlichen Produkte, besonders aber auf und Deutschland das Gleiche vor, allerdings nach vorheriger Ver- fommen seien. Dann widmet der offiziöse Mähre noch den Milch eingeführt werden sollen. ständigung. Man hat also zwar die besten Abfichten, aber unter Agrariern einen Trostspruch, indem er die Befürchtung, Außerdem wurden Wertzölle auf Vieh verlangt. dem Vorbehalt, dem schlechten Beispiel der andern folgen zu können. Bülow würde von der geplanten Brotwucherpolitik abweichen, Die Herren sind im Fordern nicht blöde! Zum Schluß wurde Eine kategorische Politit, die unter allen Umständen gewisse Ziele au Sinficht würde auch wohl" droht Schweinburg- erhebliche als völlig unbegründet erklärt. Eine Aenderung in dieser folgende Stefolution angenommen: erreichen strebt, giebt es für die Staatsmänner der herrschenden Beränderungen im Staatsministerium bedingen". 1. Wir sind mit der ganzen deutschen Landwirts Also Herrschaft und der für das Inland arbeitenden Industrie darin einer Klasse nicht mehr. Mit all ihrer Schneidigkeit und ihren äußeren Dr. Miquel läßt erklären, er werde alles ertragen und alles mit Meinung, daß der neue golltarif zunächst dem Schutz der einWachtmitteln wagen sie es nicht, einen an sich vernünftigen machen, nur den Verzicht auf den Brotwucher nicht; mit der Er- heimischen Arbeit und der Sicherung des inländischen Markts zu Grundsatz zu einem unverbrüchlichen Programm, zu einer höhung des Getreidezolls werde er stehen und gehen. Die Charakter- dienen hat, nicht aber einseitig überschraubten Exporte unerläßlichen Bedingung zu erheben. Das Princip wird im festigkeit des preußischen Vicepräsidenten tritt mithin lediglich als interessen. Borderjazz aufgestellt, damit es im Nachsatz wieder preisgegeben 8ollfrage in die Erscheinung, und der Mann hat den merk- 2. Wir verwerfen deshalb den Einheitstarif, welcher werden kann. Das ist die Politit von Fall zu Fall, die Politit der würdigen Geschmad, gerade davon sein Verbleiben abhängig zu lediglich den Ausfuhrintereffen dienen würde und die Gefahr Eventualitäten. machen, daß die Massen des Volts zu Gunsten einer kleinen befizenden der Opferung wichtiger, namentlich landwirtschaft. licher Produktionsinteressen zu Rompensationen nach Wenn man aber auch selbst dieser Ausnahme- und Aufhebungs- Minderheit ausgesogen werden. bestimmung des dritten Abschnitts mindere Bedeutung beilegen Agrarische Bülow Schmeicheleien. Seitdem Graf Bülow Caprivischem Muster heraufbeschwören könnte. würde, so bleibt dieser Vertrag der offenen Thür in seiner Wirkung Kanzler ist, find die Agrarier, die ihn früher mit Bosheiten verwertlos, wenn die Militärpolitik den Handel zerstört. Wenn fein folgten, die Liebenswürdigkeit selbst. Selbst sein Vertrag mit EngHandelsverkehr ist, so nügt auch eine sperrangelweit offen stehende land ruft nicht die bisher üblichen anti- englischen Zornausbrüche Thür nichts. Deutschland hat in China nur Handelsinteressen. Die Die Deutsche Tageszeitung" leistet heute in aller Form AbPolitit des Hunnensäbels und der Pfaffenfutte, die man bisher in bitte und stellt den Grafen Bülow als einen guten Agrarier dar: Auslande an die Seite zu stellen wäre. trautem Verein verfolgt hat, hat die wirtschaftlichen Aussichten Deutschlands schwer geschädigt, wenn nicht vollends zerstört. hervor. 3, Um die einheimische Arbeit auf allen Gebieten gleichmäßig gegen die ausländische Konkurrenz zu schüßen und dauernde Arbeitsgelegenheit im Vaterlande zu schaffen, verlangen wir einen ausreichend bemessenen Minimaltarif, dem unter Ausschluß der Meist begünstigung ein Maximaltarif für die Verhandlungen mit dem Wir verzeichneten vor kurzem das Gerücht, daß Graf Bülow| Zu dem Fuldaer Hirtenbrief und dem Freiburger Erlaß I der Hauptträger der Gegnerschaft gegen die Kommissionsbeschlüsse l äußert sich jetzt auch die Centrums Parlaments Kora " " tefponbenz. Sie giebt zu, daß der Hirtenbrief sich gegen die war kein Wort verloren worden, Herr Wetterlé ging straffrei Anteilscheine ist zur schmerzlichen Verwunderung der Neubahrischen neutralen Geivertschaften ausspricht, es sei dagegen falsch, aus aus und die sämtlichen Kosten des Prozesses wurden der Staatstaffe in liberalen Blättern erschienen. Das fonnte sich das ganz im bem Hirtenschreiben eine Verurteilung der christlichen Geivert aufgebürdet. Geiste des feligen Windthorst geleitete führende Organ der bereine herauslesen zu wollen. Allerdings sei die Meinung des Um die voreilige Versöhnlichkeit richtig würdigen zu können, Regierungspartei auf keinen Fall bieten lassen und schleunigst man telegraphisch von der Reichsbank und. Epistopats nicht besonders klar ausgedrückt", der mittels deren das Straßburger Ministerium die Angelegenheit verlangte Die Wortlaut laffe verschiedene Auslegungen zu. Nun aber hat der möglichst rasch lebendig zu begraben suchte, muß man sich erinnern, vom Reichskanzleramt die Zuweisung des Inserats. Herr Erzbischof von Freiburg den Hirtenbrief seinem Klerus mit daß Wetterlé in dem inkriminierten Artikel von Nieder- Reichsbant telegraphierte zurüd: Unmöglich, da Zeitungen vom einem Begleitschreiben zugesandt, das mit voller Deutlichkeit tracht" sprach, die dazu gehöre, um einen Frohndienst" Herrn Reichskanzler bestimmt." Und der Reichskanzler depeschierte: und Schärfe gegen die christliche Gewertschafts- wie im Falle Hartenstein aufzuerlegen, ferner von einem neuen Ihrem Gesuch tann nicht entsprochen werden, da die Liste der, bewegung fich erklärt und nur die Bildung von Fach- Mittel der Tortur, dessen Monopol bisher nur die Neger- Beitungen für das Inserat abgeschlossen ist." So erzählt die Nevabteilungen innerhalb der katholischen Arbeitervereine zulassen will." tönige hatten" 2c. 2c. bayrische selbst mit unerschütterlichem Ernst. Gegen diese Auffassung wendet sich die Centrumsforrespondenz, Die unbegreiflich schwächliche Haltung Wetterlés in der Hauptfie stände in vollem Gegensatz zu der Auffassung aller namhaften verhandlung hat es leider verhindert, daß über den für die ganzen katholischen Socialpolitiker. innerpolitischen Verhältnisse Elsaß- Lothringens so außerordentlich charakteristischen Fall Hartenstein die volle Wahrheit ans Tages licht tam. " Sollte diese Affaire vielleicht der Anlaß sein, daß Onkel Chlodwig seinen Abschied nehmen mußte? Die Typhusepidemie in rheinischen Infanterieregimentern Es mag zugegeben werden, daß ein Teil der Centrumspolitiker hat zwei weitere Opfer gefordert. Am Mittwoch starb im Koblenzer für die Gewerkschaften eintritt. Waren sie doch vielfach die Gründer Garnisonlazarett der Musketier Peter Schütz vom 68. Infanteriegewesen, sollten doch die katholischen Gewerkschaften unter der Leitung Der Kapläne zu Kampfsorganisationen gegen die Die läbische Streifpoften- Verordnung. Zu den Urteilen der regiment. Ferner starb in Köln ein Pflasterermeister, der zwei Tage, nachdem er von einer zwanzigtägigen Uebung beim Socialdemokraten, zu" Wahlkörpern für das Brandenburger und Hamburger Gerichte in Sachen der angeblichen 28.Infanterieregiment heimkehrte, am Typhus erkrankte. Was man über Centrum herausgebildet werden. Es geht deswegen nicht an, Aufreizungen zum Ungehorsam" wird der Münchener Allgemeinen den Berlauf der Epidemie erfährt, das ist durchaus unzulänglich. Sofern die Mitteilungen in rheinischen Blättern vollständig sind, starben daß die Herren sich mun, da sie erkennen, daß die katholischen Gewert Beitung" vermutlich aus juristischen Kreisen geschrieben: Wenig den Verlauf der Epidemie erfährt, das ist durchaus unzulänglich. Sofern fchaften fich immer mehr ihrem Einfluß entziehen, so plöglich gegen ihre erklärlich scheint es, daß die Gerichte fich nicht die Frage vorgelegt außer dem Kölner Pflasterermeister und dem Aachener Assistenzarzt, eigene Schöpfung erklären fönnen. Die Bischöfe und ganz besonders ber haben, ob sie denn auch ermächtigt feien, Aufreizungen außerdem störer so ben god bei der Behandlung Erzbischof von Freiburg aber haben ausgesprochen, was in weiten Kreisen zum Ungehorsam gegen landesgesetzliche Vor- typhuskrauter Soldaten holte, im Aachener Garnisonlazarett vier, in der Centrumsleute gedacht wird. Das ersteht man aus dem Beifall, fchriften, die in einem Bundesstaate ergangen den der Erlaß des Freiburger Erzbischofs bei einem großen Teil der sind, zu verfolgen, wenn sie in einem andren Bundesstaate Mülheim a. Rh. drei und in Koblenz vier Soldaten. Centrumspresse findet. Jezt macht ein Artikel die Runde durch die zur Erscheinung gekommen sind. Nach der Rechtsprechung ist an- Bremen, 19. Oktober. Die letzte Würgerschaftsfißung befaßte rheinische Centrumspresse, welcher die Stimmung in den Kreisen wohl zunehmen, daß der Schutz, den die§§ 110 und 111 des Str.-G.-B. fich mit einigen Anträgen, die das bremifche Schulwesen betrafen. am treffendsten wiedergiebt. Wir entnehmen dem Artikel folgendes: gegen Aufreizungen zum Ungehorsam gewähren, nur gewährt werden Ein bürgerlicher weißer Rabe hatte die Frage der Schulärzte Uns ist z. B. noch vor kurzem von durchaus glaubhaften soll zum Schuß reichsrechtlicher und solcher landesrechtlicher Be- angeschnitten, gleichzeitig mit der socialdemokratischen Fraktion, die Personen versichert worden, daß gewisse Agitatoren( nicht etwa ftimmungen, die in den Staaten erlassen sind, in welchen sich das einen Antrag auf Anstellung von Schulärzten gestellt hatte. Bisher an man in Bremen noch nicht ungeschulte Arbeiter), die die Rheinprovinz und Westfalen bereisen, Gericht befindet. Es ist bisher nicht bekannt geworden, daß dieser ist eine Erfüllung dieser um für die Gewerkschaften Mitglieder anzuwerben, in ihren Reden Gefichtspunkt bei der rechtlichen Beurteilung in Betracht gezogen Forderung herangetreten. Dieses Zögern beweist, wie wenig mehr in unfre Zeit paßt. nicht selten einen Ton anschlagen, den man sonst nur in social- wurde. Wenn er aber als ein richtiger anzuerkennen ist, dann die Kleinstaaterei demokratischen Hezversammlungen zu hören gewöhnt ist. Wo diese können Aufreizungen zum Ungehorsam gegen die libische Ver- fapitalistische Großbetrieb in diesem Falle der Großhandel Agitatoren erst Fuß gefaßt haben, da ist es in der Regel ordnung nur in Lübeck, nicht aber in andren Bundesstaaten verfolgt aus Staatskasse gepflegt sein will, da müſſen mit dem bisherigen Frieden und guten Einvernehmen zwischen werden. übrigen Kulturaufgaben darben. Diese Thatsache suchen die VerArbeitgebern und Arbeitnehmern endgültig zu Ende. Kann man es da den Fabrikbefizern übel nehmen, wenn sie von diesen Freitag, den 26. Oftober, anberaumt worden. So bes Die Stichwahl im Kreise West- Havelland ist auftreter der Klassenwirtschaft durch eine aufs äußerste getriebene Bolitit Im Kreise Wanzdes Zögerns, Verschleppens und Versandens zu verdecken. Segnungen der viel gepriesenen christlichen Gewerkschaftsbewegung leben soll die Stichwahl ebenfalls am 26. Oftober stattfinden. ftritt jetzt ein Dr. Tidemann, daß die Schularztfrage schon geBorghorst gegen die dortige Ortsgruppe des Verbands christmachungen" für Schmidt stimmen, um den Freifinn vor der Schulärzte hätten, auch nichts wissen wollen? Noch jüngst erließen die Fabrikanten in Die Konservativen in diesem Kreise wollen gemäß den Ab- lärt sei; man könne nicht sagen, daß, weil die und die Städte Bremen welche haben müsse; es licher Textilarbeiter nachfolgende Bekanntmachung: sprächen da die individuellen Verhältnisse der Städte mit, Schande des Durchfalls zu bewahren. die erst geprüft werden müßten. Genosse Rhein führte Kohlennot und kommunale Selbsthilfe. An den Nürn dem Herrn die Gründe vor Augen, weshalb die Frage berger Magistrat ist eine Ministerial entschließung gelangt, eine für alle Städte gleich wichtige ist. Aber die Bürgerworin festgestellt wird, daß Produktion und Bedarf die jezigen schaft schwang fich nicht dazu auf, mehr zu beschließen als die AufDiese einmütige Stellungnahme der Borghorster Fabrikanten, Preise nicht gerechtfertigt erscheinen lassen. Die Preise würden durch forderung an die Schuldeputation und den Gesundheitsrat, zu unter denen sich unsres Wissens mehrere Anhänger der Centrums- den Zwischenhandel gesteigert. Es empfehle sich die Bildung und untersuchen, ob die Schulärzte für Bremen erforderlich sind. Mit partei und warme Freunde der Socialreform befinden, zeigt, daß die Förderung von Kohleneinkaufs Genossenschaften, einer Verpflichtung zur Dringlichkeit wurde diese Gründlichkeit" nicht in der Gewerkschaftsbewegung, die sich heute noch christlich nennt, sowie der direkte Bezug größerer Mengen durch die Verwal- verbunden und das macht sie eben höchst verdächtig. nicht alles so ist, wie es sein soll, und daß sie große Ge- tungen der größeren Städte. Diese Kohlen könnten dann Ein Antrag, die Schulbauten zu beschleunigen, stieß fahren für den socialen Frieden in sich birgt. Und zu billigen Preifen an die Gemeinde Angehörigen abgelassen auf noch lebhaftere Abneigung. Genoffe Rhein stieß die Widerso wie die Fabrikanten in Borghorst, denken die katholischen Unter- werden. Der Magistrat wird die Ministerialentschließungen in Bestrebenden mit der Nase auf den Klaffenden Unterschied in der Benehmer im allgemeinen." ratung ziehen. Um das gute Einvernehmen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern nicht zu stören, haben sämtliche Firmen beschlossen, fürderhin kein Mitglied des christlichen Textilarbeiter- Verbands mehr zu beschäftigen." Unter den gewiffen Agitatoren versteht die Centrumspresse den Arbeiterfekretär Giesberts, Kaplan Müller von M.- Gladbach und noch einige andre Geistliche aus dem Rheinland. Ob diese Leute dem Druck von oben stand halten werden? Brust ist ja bereits geknickt. = Die socialistischen Mitglieder des Gemeinderats der Stadt Straßburg i. E. haben wie uns von dort berichtet wird dem Bürgermeister zur Aufnahme in die Tagesordnung der nächsten Sigung den folgenden Antrag eingereicht: „ Mit Rücksicht auf die eingetretene außerordentliche Steigerung der Kohlenpreise beschließt der Gemeinderat den Ankauf von Graf Billows Blicke! Bismarckenthusiasten, die in Siegen Braunkohlen behufs Abgabe zum Selbstkostenpreis an minder ein Denkmal des ersten Kanzlers enthüllten, hat Graf Bülow bemittelte Einwohner in Mengen von 1-5 Centner. Die telegraphiert, er werde bei Führung des ihm von unfrem Kaiser Beschaffung und Abgabe dieses Brennmaterials erfolgt zum Hausübertragenen schweren Amts" seine„ Blicke auf die große und gebrauch im ganzen Umfange des Bedürfnisses während der mahnende Gestalt des unvergleichlichen Staatsmans" richten. Wintermonate. In Ausführung dieses Beschlusses wählt der GeWir glauben, Graf Bülow wird seine Blicke anderswohin meinderat eine Specialkommission, die zur Veranlassung des weiteren richten! mit der Stadtverwaltung unverzüglich zusanımentritt." Eine ähnliche Motion ist bereits vor einigen Wochen vom Gemeinderat der Stadt Mülhausen auf Anregung seiner Mit glieder Bueb und Hickel beschlossen worden. der der die segung der Schulklassen. Die der höheren Schulen beträgt nämlich mur 20 bis 30 und weniger Schüler, die der Bolls- und Freischulen aber geht hinauf bis zu 60 und 70 Schülern. Unser Genosse wies auch darauf hin, daß der deutsche Naturforschertag, als er in Bremen tagte, fich flar und deutlich für eine Schülerzahl von höchstens 30 bis 40 ausgesprochen habe. Aber das half alles nichts. Dem Antrage wurde entrüstet widersprochen und er wurde denn auch richtig a b gelehnt. Das sind die neuesten Beiträge zur Kenntnis der Socialpolitik in Bremen. = Bisher Aus dem Großherzogtum Sachsen Weimar.( Eig. Ber.) Die Zahl der reaktionären Streiche furz vor der Landtagswahl ist durch eine neue Verfügung des Ministeriums wieder um einen noch nie dagewesenen Fall" vermehrt worden. war es üblich, daß jeder neue Bürger, wenn er auch nach dem Ausliegen der Wählerlisten erst verpflichtet wurde, noch in den Listen nachgetragen worden ist, zumal in vielen Fällen von der Anmeldung bis zur Gewährung des Bürgerrechts Monate verstreichen können. Jetzt ist nun, elf Tage vor Neue Ausnahmegeseze gegen die Polen. der Wahl, diesen neuen Bürgern mitgeteilt, daß auf Dem, Berliner Tageblatt" schreibt ein Berichterstatter Berfügung des Ministeriums ihre Namen aus den werden. Landtagswahllisten gestrichen aus Posen: Durch werden Hunderte von Wählern Bekanntlich weilt gegenwärtig Kultusminister Dr. Studt diesen neuesten Aft Hauptsächlich betrifft es die Arbeiter, bei denen in Posen, woselbst er an den Sigungen der königl. Ansiedelungs- und fommission teilnahm. Da nun die Ansiedelungskommission in lebhaft für die Erwerbung des Bürgerrechts agitiert wurde, und von das Ressort des Landwirtschafts- Ministeriums, nicht aber in das denen so mancher die 10-11 M. fich abgedarbt hat- um ihr Wahldes Kultusministeriums fällt, so nimmt man in Bosen an, daß recht gebracht. Das Landtags- Wahlgesetz enthält keine Bees sich um audre Sachen handelt. Kultusminister Dr. Studt stimmung, die ein solches Vorgehen rechtfertigt, das beweist schon soll nach Posen gekommen sein, um mit den hiesigen maßgebenden der Umstand, daß die neu verpflichteten Wähler ohne weiteres von den Behörden über neue Antipolengefege zu verhandeln. Man Gemeindevorständen nachgetragen wurden, zumal ja auch das Auslegen nennt zunächst die Beschränkung der polnischen Bresse der Wahllisten nicht einheitlich geschieht. Dieser neue Att juristischer Tüftelei eventuell das gänzliche Verbot der Herausgabe reiht sich würdig allen bisherigen Streichen der rücksichtslosesten Reaktion dem Tage der Urwahlen polnischer Zeitungen, dam aber auch die Auflösung an und wird am kommenden Freitag polnischer Vereine und als letztes: das Schließen der dem Herrn Hans Luze v. Wurmb beweisen, was er mit seiner polnischen Schaubühne. Regierungskunst fertig brachte. Der versöhnliche Diktaturminifter. Aus dem Reichslande wird uns geschrieben: Daß es auch Tage geben fann, an denen unser sonst so streitbarer Herr b. Putttamer den weichen Herzensregungen der Milde und Verföhnlichkeit folgt, das hat die am Mittwoch vor der Strafkammer des Landgerichts Colmar stattgehabte Berhandlung des Beletbigungsprozesses gezeigt, den das Ministerium für ElsaßLothringen gegen den Reichstags- Abgeordneten Wetterlé, den Herausgeber des klerikalen Journal de Colmar", angestrengt hatte. Die Fehde rührt noch von der jüngsten Mülhauser Reichstagswahl her, anläßlich der Herr Schlumberger, der siegreiche Kandidat der Ordnungsparteien, in einer Versammlungsrede erzählt hatte, der frühere Kreisdirektor Hartenstein in Mülhausen habe ihn im Jahre 1888 zur Uebernahme einer Begrüßungsansprache an den damaligen Statthalter HohenloheSchillingsfürst nötigen wollen unter der Drohung, daß im Weigerungsfalle 15 Angehörige der bekanntesten Mülhauser Notabelnfamilien des Lands verwiesen würden. Au diese Enthüllung hatte Herr Wetterlé in seinem Journal de Colmar" äußerst scharfe Angriffe gegen das innerpolitische System in Elsaß- Lothringen geknüpft, während die amtliche Straßburger Korrespondenz" die Schlum Das genannte Blatt lehnt die Verantwortung für diese Nachricht Landesausschuswahlen in Elsaß- Lothringen. Aus Straß bergersche Ausweisungsgeschichte als völlig erfunden bezeichnete; ab, und in der That, man sollte es taum für möglich halten, daß burg wird uns geschrieben: Unser" Rentnerparlament", wohl die Herr Schlumberger werde übrigens, so schrieb der Buttkamersche unsere regierenden Männer aus der Geschichte noch immer nichts gefügigste und willfährigste Voltsvertretung im Reich, soll im Laufe Moniteur dann weiter, demnächst Gelegenheit finden, in dem gegen Beit gegen die Polen angewandt werden, um sie gewaltsam zu ver- die dreijährigen Mandate der am 9. November 1897 gewählten Mitgelernt haben sollten. Aber nach den Maßnahmen, die seit einiger des nächsten Monats eine teilweise Erneuerung erfahren, nachdem den Redacteur des" Journal de Colmar" in dieser Sache ein preußen, ist auch das Obige für wahrscheinlich zu halten. Das glieder des Landesauschusses demnächst abgelaufen sind. Der elfaßgeleiteten Strafverfahren seine widersprechenden Aeußerungen auf Resultat all dieser Placereien und Chikanen wird natürlich das sein, tothringische Landesausschuß zählt insgesamt 58 Mitglieder, die ihre Diese Gelegenheit hat jedoch, wie wir gleich im voraus bemerken daß der Preußen- und Deutschenhaß unter der polnischen Bevölkerung Wahl einem äußerst komplizierten, an staatserhaltenden Kautelen wollen, Herr v. Buttkamer dem Abgeordneten von Mülhausen in dem und ordnungsstaatlichen Garantien so außerordentlich reichen Wahlnunmehr stattgehabten Termin nicht gegeben, im Gegenteil alles system verdanken, daß bei ihm von einer Volfs vertretung Die weit aufgeboten, um die Erörterung der Angelegenheit unter allen Umerjammlungen aus dem Grunde, weil beim Gebrauch der aus größere Hälfte der Abgeordneten, nämlich 34 von den 58, Die Auflösung polnischer schlechterdings nicht mehr gesprochen werden kann. ständen zu verhindern. Neben Herrn Schlumberger war eine Anzahl von Mülhauser Großindustriellen als Zeugen geladen, deren polnischen Sprache das staatliche Ueberwachungsrecht nicht genügend ist der Ernennung durch die drei Bezirkstage des Lands, Familien damals von der angedrohten Ausweisung betroffen werden gewahrt werden könne, ist seitens der oberstrichterlichen Instanz als und zwar aus deren Mitte, vorbehalten; weitere 20 Mitglieder Familien damals von der angedrohten Ausweisung betroffen werden unzulässig erklärt worden. Das findet nicht den Beifall der Rhein. werden gewählt in den 20 Landkreisen Elsaß- Lothringens, sollten, und auch seitens der Regierung waren zwei höhere Beamte Westf. 3ig." und auch die Berliner Neuesten Nachrichten" bringen 4 endlich von den Gemeinderäten der vier größten Städte zur Verhandlung erschienen. Bald ging im Saale das bestimmte ihren Groll darüber zum Ausdruck. Das Krupp- Organ spricht von Straßburg, Mülhausen, Meß und Colmar. Gerücht, Schlumberger sei bereit, auf seinen Eid hin zu erklären, polnischer Aumaßung und bringt einen Vorfall zur Sprache aus dem Mandate der leztgenannten 24 Deputierten find jetzt erloschen und daß er im Jahre 1888 nur unter dem Drucke der Aus mit Polen ja auch schon nur zu viel" durchsetzten rheinisch- westfälischen müssen erneuert werden, während die 34 Bezirkstagsvertreter noch weisungsandrohung den Statthalter begrüßt habe, und ebenso erinnerten sich auch seine Freunde auf das be- Industriegebiet. Der in Bochum befindliche Vorstand des Polen im Abgeordnetenamt verbleiben. bunds veranstalte alle Sonntag 30 bis 50 Versammlungen in stimmteste, daß ihnen Schl. seiner Zeit die Namen der auszuweisenden Vereinen, in letzter Zeit habe er auch wieder öffentliche politische Wahlen durch einfache Abstimmung mit absolutem Mehr; in den In den erwähnten vier städtischen Gemeinderäten erfolgen die Berfonen nach der Liste des Kreisdirektors Hartenstein genau be- Bersammlungen anberaumt. Um einen größeren Bulauf zu erreichen, 20 Landkreisen dagegen haben die gewählten Gemeindevertreter erſt zeichnet habe. Die Situation war für das Klägerische Ministerium mithin eine war angekündigt, daß in Oberhausen und in Bottrop ein polnischer delegierte Wahlmänner zu ernennen, die ihrerseits dann auf der überaus heifle, und man ahute sofort den Ausgang der Sache, als Kaplan, was dort sehr selten vorkomme, sprechen und verschiedene Kreisdirektion unter dem Vorsitz des Kreisdirektors zur Wahl des der Vorftzende, Landgerichts- Direktor Schäffer, plötzlich den über- Bersammlung war nun verlangt worden, daß der der Polizei zu 2000 Einwohnern je ein Wahlmann, von da ab für jeweils der Vorsitzende, Landgerichts- Direktor Schäffer, plöglich den über- Belehrungen und Fingerzeige geben werde. In der betreffenden Abgeordneten zusammentreten. Und zwar steht den Gemeinden bis raschenden Vorschlag machte, die ganze Angelegenheit auf dem Wege Seite stehende Dolmetscher das Lokal verlassen müfie. weitere 1000 Einwohner ein weiterer Wahlmann zu. zuklären. stärker denn je auflodert. Unternehmerpatriotismus. zur Die eines Bergleichs aus der Welt zu schaffen. Der Angeklagte solle Darüber, daß dies in dem bis vor kurzem rein deutschen Wie man sieht, hat man es im Reichslande meisterhaft verau diesem Zwed die Erklärung abgeben, daß er bedaure, das e sten" vorkommen tann, entrüsten sich ebenfalls Sie„ Berliner standen, dem Volte die Wahl seiner Vertrauensmänner in der gefezMinisterium beleidigt zu haben. Wetterlé wies diese Zumutung mit Neuesten Nachrichten". Entschiedenheit zurüd mit dem Hinzufügen, er bedaure im GegenAuf die Vorkommnisse selbst einzugehen, lohnt sich nicht. Wie gebenden Körperschaft nach Kräften zu berekeln. Von einer eigentWielichen teil, das gegen Schlumberger beliebte Borgehen nicht noch schärfer tommen aber jene beiden Unternehmerblätter dazu, sich über die ichen Wahlbewegung konnte bisher dabei auch nirgends die Rede fet. Speciell die Socialdemokratie, die numerisch z: veitstärkste Bartei fritisiert zu haben. Der Gerichtspräsident, dem an der Unterdrückung Durchsetzung von Rheinland- Westfalen mit polnischen des Landes und Vertreterin der Intereffen einer zahlreichen Arbeiterder Verhandlung anscheinend sehr viel gelegen war, ruhte jedoch Elementen zu beschweren? Sind es doch gerade die Unternehmer, schaft, ist bei diesen Wahlen" zur völligen Unthätigkeit verurteilt nicht, bis sich der Angeklagte zu der Erklärung bereit fand, es habe welche die polnischen Arbeiter nach dem Westen ziehen, um sie als und gezwungen, sich auf den Protest gegen das reaktionäre und ihm jede beleidigende Absicht gegen das Ministerium fern gelegen Lohnbrüder zu benugen gegenüber den deutschen Arbeitern. Sie voltsfeindliche Wahlsystem zu beschränken, und habe auch nicht behaupten wollen, daß der Kreisdirektor Harten- haben sich am wenigsten zu beschweren, wenn das Deutschtum durch stein im Auftrag oder mit Genehmigung der Straßburger Regierung die Polen zurückgedrängt wird. Ihre Profitsucht geht eben weit gegen Schlumberger die bekannte Drohung angewendet habe. Die Regie über ihren, Patriotismus". rung wurde von dieser Erklärung.'s sofort telegraphisch in Kenntnis Ausland. Ungarn. Wo bleibt die Parität? München, 19. Oktober.( Eig. Ber.) gefeßt und ebenso traf nach furzer Zeit von ihr telegraphisch Für die Abschaffung des deutschen Sprachunterrichts ist Die Antwort ein, daß sie nunmehr ihren Strafantrag zurückziehe. Der naive Eifer, mit dem die Neue Bayrische Zeitung" über die Damit war die Vernehmung der Zeugen, vor allem diejenige des Aufrechterhaltung der Parität in Deutschland wacht, hat zu einem der Budapester Unterrichtsausschuß durch einen Beschluß eingetreten. Hauptbeteiligten Schlumberger, unmöglich gemacht, und diesem die höchft ergöglichen Vorkommnis geführt. In der Redaktion dieses Dieser Beschluß wird in der chauvinistischen ungarischen Preffe mit regierungsseitig so pompos angekündigte Gelegenheit, seine Er- führenden Centrumsblatts hat man nämlich entdeckt, daß die Reichs lautem Jubel begrüßt und nur zwei Blätter, eine deutsche Zeitung innerungen an den Fall Hartenstein an Gerichtsstätte zu wieder- bant- Direktion sich einer gröblichen Einseitigteit" und das Organ der Socialdemokraten, finden, wie in einer Zuſchrift holen, vollständig abgeschuitten. Die mit so großer Spannung im-ins Ultramontane überfest heißt das: Verlegung der Parität- an die Köln. 3tg." hervorgehoben wird, den Mut, auf die Sinu Die Bekanntmachung des Reichskanzlers vom losigkeit dieses Beschlusses hinzuweisen. Insbesondere das socialganzen Lande erwartete Verhandlung hatte kaum eine Viertelstunde schuldig mache. gedauert, über den eigentlichen Kernpunkt der ganzen Angelegenheit 10. Oktober über die Ausgabe von 30 000 Stüd neuer Reichsbant- demokratische Blatt bezeichnet den in diesem Beschluß zu Tage " tretenden Chauvinismus als„idiotenhast" und stellt der Wahrheit gemüts fest, dab hier niemand, der zur Intelligenz gehören will, die deutsche Sprache entbehren könne. Dieser Standpunkt ist jedenfalls vernünftiger, als die Anschauungen eines hervorragenden ungrischen Publizisten, der bei dieser Gelegenheit erwähnt, er habe es immer mit Freude gesehen, wenn seine Kinder aus der deutschen Sprache schlechte Noten nach Hanse brachten. Diese Freude kann man dem guten Herrn wohl gönnen.— Schweiz. Zürich, 19. Oktober.(Eig. Ber.) Im Kanton Thurgau wurde am Sonntag in der Volksabstimmung ein Gesetz angenommen, das den Richtern, Bezirksräten, Notaren, Bürgermeistern, Gemeinde- schreibern und Civilstandsbeamtcn die Führung von Wirt- schaften untersagt. Jedenfalls eine notwendige und zweck- mähige Mahnahme.— Im Kanton Graubünden wurde ein neues LehrcrbcsoldungS-Gesetz, das den Lehrern eine Erhöhung ihrer meist sehr bescheidenen Gehälter bringt, angenommen.— Frankreich. PariS, 20. Oktober. In der heutigen Sitzung der Zucker- konferenz, an welcher die Delegierten Frankreichs, Oestreichs und Deutschlands sich beteiligten, kam eine Einigung dahin zu stände, dah Frankreich und die übrigen Mächte die direkte Zuckerprämie abschaffen und die indirekte um 50 Proz. herabsetzen wollen. In- folge dieses Zugeständnisses ist das Zustandekommen einer inter- nationalen Zuckerkonferenz in Brüssel betreffend die vollständige Ab- schaffung der Ausfuhrprämien gesichert.— Holland. Amsterdam, 19. Oktober.(Eig. Ber.) Bei Gelegenheit einer Ersatzwahl für den Gemeinderat der Stadt Utrecht(109 900 Ein wohner) ist Dienstag der Socialdemokrat Oudegeest, Beamter einer der zwei grohen niederländischen Eisenbahn-Gesellschaften, bei der Stichivahl gewählt. Utrecht ist die dritte grössere Stadt in Holland wo ein Socialdemokrat in den Gemeiudcrat gewählt ward. In Groningen(69999 Einwohner) ist seit 1897 Genosse Schaper Mitglied des Gemeinderats, in Haarlcm(69 999 Einwohner) haben in 1899 die Socialdemokraten vier Sitze erobert; ausserdem sind in fün kleineren Städten und Dorfgemeinden die Socialdemokraten in dem Gemeinderate vertreten. Für die Wahl des Genossen Oudegeest haben die ganze organi sierte Arbeiterschaft Utrechts, die politische Arbeiterpartei, sowie die Gewerkvereine, welche meistens von der elfteren gegründet sind, sich bemüht. Die Gewerkvereine ermöglichten durch Beiträge in Geld eine kräftige Agitation. Der Anarchismus ist in dieser Stadt end- gültig besiegt.— Rumänien. Bukarest, 19. Oktober. Der Senat nahm den Gesetzentwurf betreffend Abänderung der Alkoholabgabc an; die Deputierten kammer genehmigte den Gesetzentwurf über die Salinen. i Die„Agence Roumaine" meldet, das Ministerium des Aus wältigen habe dem rumänischen diplomatischen Agenten in Sofia behufs Uebergabe an die bulgarische Regierung eine authentische Uebersetzung des Beschlusses der Anklagckammer übermittelt, wo- nach 22 der materiellen und intellektuellen Urheberschaft sowie der Mitschuld an den Morden bezichtigte Bulgaren vor das Schwur- gericht verwiesen werden. Das Ministerium wird die weiteren Aktenstücke in dieser Angelegenheit, sobald sie einlaufen, ebenfalls dem Agenten zustellen. Rußland. Ein Attentat auf den Zaren ist angeblich seitens eines Studenten gelegentlich der letzten Reise des Zaren geplant gewesen. Das Londoner Blatt„Daily Tclegr." iveiss darüber folgende Einzel- heiten zu berichten: Vierzehn Tage, bevor der kaiserliche Zug die betreffende Stelle passieren sollte, bemerkten die Eiscnbabnbeamten, dah Erde in der Nähe deS Tunnels aufgeworfen war, durch welchen der kaiserliche Zug gehen musste. Zuerst schenkte man diesem Vor falle keine Beachtung, bis schliesslich ein Gendarmerie-Oberst von der Angelegenheit erfuhr und sich mit zwei Gendarmen an Ort und Stelle begab. Dort angekommen, trafen sie den Studenten, Ivclchcr flüchtete, aber eingeholt wurde. Es wurde nun festgestellt, dass er eine Röhre von 57 Ccntimetcr Länge eingegraben und mit Sprengstoff gefüllt hatte, welcher stark genug gelvesen lväre, den ganzen Tunnel in Trümmer zu legen und somit' den ganzen kaiserlichen Zug zu zertrümmern.— Asien. Bokohama, 29. Oktober. Marquis J t o. hat die Kabinetts bildung vollendet. Die Minister Katsusca und Aamamoto behalten ihre Portefeuilles des Kriegs resp. der Marine. Die übrigen Minister gehören zu der neuen Partei Jtos.— Afrika.! KrügcrS Abreise von Louren?o Marques ist am Sonnabendmittag erfolgt.' Das Kriegsschiff„Gelderland" wird die Häfen Dar-es-Salaam, Tonga, Dschibuti und Marseille anlaufen.— Amerika. Der Bürgerkrieg i» Columbien dauert fort. Depeschen aus Panama besagen, das Land werde allmählich aller Hilfsquellen beraubt, das Innere des Landes sei verwüstet.— Das neue englische Parlament. London, den 18. Oktober. Der Wahlkampf ist nun abgeschlossen nnd die Parteien ziehen khre Bilanzen. Wenn der einzige noch ausstehende Wahlkreis— die Inseln Orkney und Shetland, wo erst am 23. und 24. Oktober ge- wäht wird— alle Voraussetzungen nicht täuscht, sondern, tvie bis- her, liberal wählt, wird das neue Haus der Gemeinen wie folgt zu- sammengesetzt sein: Konservative......... 334 Liberale Unionisten...... 67 Liberale Radikale....... 186 Unabhängige Arbeiterpartei... 1 Irische Nationalisten...... 82 Zusammen.. 679 Das heisst, es stehen 491 Mitglieder des gegenwärtigen Re- gierungskartells gegen 269 Oppositionsmitglieder aller Schattierungen. Gegen den Stand der Dinge bei Auflösung des Parlaments bedeutet dies eine ganz geringe Verstärkung der Regierungsmehrheit, gegen den Ausfall der letzten allgemeinen Wahl einen mähigen Zuwachs der liberalen Vertretung. Die betreffenden Zahlen waren folgende: Generalwahl von 1895: 411 Regierungskartell, 259 Opposition; Stand bei der Parlamentsauflösung: 399 Regierungskartell, 271 Opposition. Unter diesen Umständen ist die Signatur des Wahlergebnisses, soweit es in der formalen Parteigruppierung zum Ausdruck kommt: eS bleibt beim alten. Zum erstenmal seit langer Zeit sendet die Wählerschaft eine Mehrheit für dieselbe Partei ins Parlament, die eine ganze Legislaturperiode hindurch am Ruder gesessen hat. Aber es ist ein Irrtum, zu meinen, daß dies allein schon eine Erschütterung des englischen Parlamentarismus mit seinem System der zwei großen Regierungspatteien bedeute. Diejenigen Blätter, die das behaupten, kennen die Geschichte der englischen Parteien sehr schlecht. Nach der Reform von 1832 z. B. blieben die Whigs in drei aufeinanderfolgenden Wahlen in der Mehrheit, des- gleichen ihre verjüngte Koalition, die Liberalen, in vier Wahlen zwischen 1857 und 1868. Selbst in den achtziger Jahren folgte 1885 auf die liberale Mehrheit des.Parlaments von 1889 ein Parlament, in dem die Liberalen 334, die Konservativen 259, die irischen Nationalisten 86 Mitglieder hatten. Hätten die Jrländer, wie vordem, als äußerster linker Flügel zu den Liberalen gehalten, so wäre die konservative Partei in fast gleicher Minderheit geblieben wie im alten Parlament und wie jetzt die Opposttionsgruppen. Aber da machte Parnell seinen vielbewunderten Staatsstreich und Gladstone brachte seine Homerulebill ein, welche den Austritt vieler Whigs und der radikalsten Unionisten aus der Partei zur Folge hatte. Im Parlament von 1892 hielten die Jrländer anfangs wieder zu de» Liberalen und machten so von neuem eine liberale Regierung möglich. Erst als das Haus der Lords Gladstones zweite Homerulebill verworfen hatte, versuchte die Fraktion der Parnelliten und später die der sogenannten Jung Walliser die Politik Parnells noch einmal ins Werk zu setzen, und das dadurch zur parlamentarischen Impotenz verurteilte liberale Ministerium benutzte die erste Gelegenheit— die berühmte Ab- stimmung in der Korditfrage—, um abzudanken. 1895 und jetzt 1999 brachten dann grosse konservativ-unionistische Mehrheiten. Es ist nicht das bloße jetzige Stimmenverhältnis der zwei großen Parlamentsgruppen, welches das englische parlamentarische Regierungssystem gefährdet. Erst wenn es zu völliger Aufreibung der liberalen Partei nnd mittelbar dadurch auch zur Aus lösung der jetzigen Rcgierungskoalition geführlj hätte, könnte man von ernsthafter Gefahr für das parlamentarische RegierungS system sprechen. Davon sind wir aber noch ziemlich weit entfernt. Im Ganzen hat die liberale Partei den Wahlkampf besser überdauett, als die berufsmäßigen Propheten angekündigt hatten. In den Städten ist sie freilich bös geschlagen worden, aber das Land und die kleine» Jndustrie-Orte haben ihr wieder auf die Beine geholfen. Im ganzen haben, nach einer Berechnung der„Daily News", wobei für die unbestritten gebliebenen Sitze eine Wahlbeteiligung von 75 Proz. und eine Zlveidrsttelmehrheit für ihre Vertreter unter stellt wurde, in Großbritannien Stimmen erhalten: Unionisten Opposition London............. 263 622 167 453 Englische Groß- und Mittelstädte... 681 523 542 597 Engl. Grafschaften(Kleinstädte und Dörfer) 1 174 527 949 959 Ganz England.......... 2119 672 1 659199 Schottland........... 257 999 254 878 Wales............. 88354 144 977 Großbritannien.......... 2 465 935 Uuionistische Mehrheit 2 949 964 416 871 Bei zahlengcrechter Verteilung würden danach auf die RegierungS Partei 319 und auf die Opposition 257 Sitze entfallen. Thatsächlich verfügen die ersteren über 339, die letzteren bloss über 187 Sitze. Am schlimmsten ist die Opposition in England und insbesondere in London hinsichtlich der Verteilung der Sitze gefahren. In Schottland ist die Verteilung proportionell, in Wales ist die Opposition Lbcrvertreten. Von 39 Sitzen verfügt sie dort über 26, während ihr bei zahlengerechter Verteilung nur 18 Sitze gebührten. Von Irland liegen mir keine Zahlen vor, doch ist Irland seit langem gerade in den nationalistischen Distrikten weit über seine Bcvölkerungs und Wählerzahl hinaus vertreten. Während Irland und Wales wie bisher erdrückende Mehrheiten gegen die Regierung ins Parlament schicken, entsendet Schottland zum erstenmal eine Mehrheit gegen die Liberalen. Es ist zwar nur eine ganz kleine— eine Stimme— aber wenn man berücksichtigt, daß Schottland bis in die achtziger Jahre erdrückende liberale Mehr heiten wählte, dann ist dieser Umschwung bemerkenswert genug. Von den in Schottland gewählten Liberalen sind obendrein ein grosser Teil— die Asquith, Haldane, HarmSworth, Pririn— ent schiedcne Imperialisten. Die„Daily News" bringen heute eine Zusammenstellung der Berufe und Klassenzugehörigkeit der Mitglieder de§ neuen Parlaments. Da sie sehr charakteristisch ist, lasse ich sie hiermit in etwas abgekürzter Form folgen: Juristen und NechtSagentcn........ 149 Fabrikanten, Hüttenbesitzer, Reeder, Grubenbesitzer Großingenienre........... 115 Grundbesitzer, Pächter, Bauern....... 89 Armee und Flotte........... 63 Staatsbeamte u. Diplomaten in und außer Dienst 57 Grosskaufleute............. 44 Buckdrucker. Zeitungshändler. Journalisten... 37 Brüder und Söhne von Peers....... 31 Bankiers und Makler.......... 29 Brauer, Brenner, Weinhändler....... 23 Gelehrte und Aerzte........... 22 Kleinhändler und Agenten......... 15 Arbeitervcrtreter........... 13 669 Sir L. Lyell, der voraussichtlich in Orkney gewählt werben wird, gehört zur Klasse der Grundbesitzer. Auf 679 Abgeordnete nur 13 Arbeiter! Und nur einer davon — Keir Hardie— ist als Mitglied der Unabhängigen Arbeiterpartei ohne Hilfe andrer Parteien gewählt. Ja, selbst seine Wahl ist großenteils dem Umstand zu verdanken, dass zwischen den liberalen Kandidaten des betreffenden Wahlkreises bittere Fehde herrschte. Die andren Arbeitervertreter sind als Liberale, Radikale oder — irische— Nationalisten gewählt. Natürlich stellt sich das Bild etwas anders, wenn man die Pro- gramme und bündenden Erklärungen der Abgeordneten genauer be- trachtet, da wird sich zeigen, daß die Arbeiter trotz alledem ihre Interessen bei den Wahlen lebhaft geltend machen. Es geht nur schwerer, und es fehlt auch der dringende Antrieb, die so elastischen Bande der überkommenen Parteien zu sprengen. Nicht nur die Bell, die BurnS, sondern auch die meisten andren Arbeitervertreter und gar manche Radikale würden unter andren Verhältnissen einer selb- ständigen socialistischen Partei angehören. Von den gewählten 13 Arbeitervertretern sind fünf— Abraham, urt, Fenwick, Pickard, Wilson— Bergarbeiter-Beamte und Vertreter für Bergarbeiter-Distritte. Auch Keir Hardie, der früher Bergarbeiter-Agent war, vertritt einen Bergarbeiter- Bezirk. B u r n s ist von Beruf Maschinenbauer, Bell Eisenbahn- Beamter. Broadhurst Steinhauer, der alte C r e m e r Graveur. Ueber die Berufsstellung der drei Arbeitervertreter, die Irland nach Westminster schickt, fehlen mir nähere Angaben. Ihre Namen und Wahlkreise find: E. Crean(Südost Cork), I. Nannetti(College Green-Bezirk von Dublin), und John Roche(Ost Galway). Alle drei find als Mitglied des von M. Davitt und W.O'Brien geführten Vereinigten irischen Bunds gewählt, Crean gegen die Fraktion Healy, Nannetti gegen einen Parnelliten. Von Arbeitervertretern, die im aufgelösten Parlament saßen. sind unterlegen: Fr. Maddison(Brightside-Bezirk von Sheffield), I. H. Wilson(Middlesborough), W. S t e a d m a n(Stepney, London) und S a m. Woods(Walthamstow bei London). S a m. o o d s. für den die Liberalen und die organisierten Arbeiter eine außerordentlich intensive Agitation entfalteten, erhielt zwar eine be- trächtlich größere Stimmenzahl als 1897, wo er bei einer Stich- Wahl ins Parlament kam, nänilich 7734 gegen 6518, die Unionisten trieben aber noch größeren Zuwachs auf und brachten eS von 6239 auf 9897 Stimmen. Auch John H. Wilson und Maddison unter- lagen vornehmlich den Reserven, welche die Regierungsparteien auf- trieben. In Stepney aber sind offenbar eine größere Zahl Wähler zur Regierungspartei übergegangen. I So sendet das große London mit seinen gewaltigen Arbeitern Vororten nur zwei Arbeitervertreter ins Parlament, der eine davon — Cremer— auch nur gerade mit der schwachen Mehrheit von 24 Stimnien gewählt. Daß dies nur dadurch möglich war, daß massenhaft Arbeiter für die Regierungspartei stimmten, steht außer Zweifel. Reynolds Newspaper nennt das neue Parlament mit bitterem Ingrimm das„Parlament der Arbeiter" im Sinn von: das Parlament, wie es die Arbeiter gewollt haben. Das ist etwas übertrieben, birgt aber ein Stück Wahrheit. Das radikal-demokratische Blatt hat die Initiative zu einer demokratischen Konvention ergriffen, die am 27. dieses Monats zusammentreten soll und zu der Demokraten aller Schattierungen(Socialisten, radikale Demokraten, Bodenreformer zc.) ihr Erscheinen zugesagt haben. Es soll ein stärkerer Zusammenschluß aller Sektionen der äußersten Linken nach dem Muster der Reform-Liga der sechziger Jahre hergestellt worden. Ob das erzielt werden kann und die Sachlage erheblich verbessern würde, muß abgewartet werden, das Vorhaben selbst verdient natür- lich alle Sympathie. Eine genaue Zusammenstellung der Stimmen der unabhängig kämpfenden socialistischen Kandidaten ist diesmal ziemlich schwer. weil die Zeitungen da, wo solche von den Liberalen unterstützt wurden, sie einfach als Liberale oder Radikale aufführen. Die beiden Kandidaten der Socialdemokratischen Föderation erhielten zusammen rund 7999 Stimmen, die Gesamtzahl der Kandidaten der Unab- hängigen Arbeiterpartei wird sich auf 49 999 belaufen. Der in Glamorganshire(WaleS) gegen einen Liberalen aufgestellte Arbeiterkandidat John Hodge unterlag mit 3853 gegen 4276 Stimmen(ein Konservativer kommt dort überhaupt nicht in Frage). In Gorton(Lancashire) erhielt Gen. Ward mit Unterstützung der Liberalen 5241 gegen 5761 Stimmen. Der von den Liberale» in Ost« Birnnngham aufgestellte Arbeiter Stevens unterlag dem Kandidaten Chamberlains mit 2353 gegen 4939 Stimmen. Soviel vom neuen Parlament. In London hat nunmehr der Wahlkampf für die 28 hauptstädtischen Munizipalitäten(metropolitan borouFÜs) begonnen, durch welche das letzte Parlament die 127 Vcstries. DistriktSämter ic. ersetzt hat. Hier wo die Reichsfragen ausser Betracht bleiben, sind erhebliche Erfolge der Radikalen und Socialisten zu er» warten, zumal das Wahlrecht besser ist wie das Parlaments- Wahlrecht. Ueberhaupt ist die Schöpfung dieser Munizipalitäten eine der besseren Leistungen der unionistischen Regierung. Sie haben das demokratische Wahlrecht, das England bis jetzt kennt, und wesentlich weitergehende Vollmachten wie die alten Vestries. Die Abstimmung ist natürlich geheim und keine Klasseneinteilung schafft eine privi- legierte Wählcrkaste. Die Arbeiter haben da eine wirksame Waffe für die Durchsetzung einer socialistischen Gemeindeverwaltung und werden hoffentlich von ihr einen guten Gebrauch machen. Auf Ver» anlassung der christlichen Socialisten wird Lord Rosebery nächsten Freitag die Wahlkampagne mit einer Rede über„die Pflichten Londons" unterstützen. NÄvtei-Na�vilszten, Zwecks planmäßiger Beteiligung an der LandtagSwahl versendet das Centralkomitee unserer sächsischen Genossen Frage- bogen über die Stenerverhältnisse zc. der Gemeinden Sachsens an die Vcreinsvorständc resp. Vertrauensmänner der einzelnen Orte. Tic Parteigenossen Lüneburgs erklärten sich mit den Be- schlüsseil des Parteitags einverstanden bis auf den Beschluß bezüglich der Beteiligung an den Landtagswahlen. Weiter beauftragten sie den Vertrauensmann, Einrichtungen zu treffen, ivelche es den Partei« genossen, die nicht Mitglieder des Wahlvereins sein können oder wollen, erleichtern, die durch das Parteistatut vorgeschriebene dauernde Gcldunterstützung an den Vertrauensmann abzuführen. Ter freisinnige Magistrat der Stadt Nürnberg hat einen Antrag des socialdemokratischen Wahlvereins auf Aufhebuitg der BürgcrrcchtSgcbiihren abgelehnt.— Ganz freisinnig. Eine Partewersammlung in Königsberg beschloß einstimmig die Umwandlung der„Volls-Tribüne" aus einem dreimal wöchent- lich erscheinenden in ein tägliches Blatt. Der Abonnementspreis soll von 59 auf 69, frei ins Hans 75 Pf. monatlich erhöht werden, der Name„Volls-Tribüne" wird in„Königsbergcr Volks-Zeitung" umgewandelt. Zum Sekretär deS intcrnatioitalen Bnreanö haben unsre belgischen Parteifreunde den bisherigen Sekretär des Bunds der belgischen Kooperativgenosscnschaften, Viktor Senoy alias Z ä o, gewählt. Wie bekannt, ist das Bureau auf Beschluß des Pariser Internationalen Kongresses ins Leben gerufen, und sollen zu seiner Unterhaltung von den einzelnen Ländern jährlich 19 999 Frank auf« gebracht werden. Senoy ist in der belgischen Partei«IS tüchtiger Organisator bekannt, er übernimmt eine sehr wichtige Aufgabe, an deren Erfüllung hohe Ansprüche gestellt werden. GemerKstsMftlii�es. Berlin und Umgegend. Die neutralen Gewerkschaften hält die„Kreuz-Zeitung" für sehr gefährlich, sie will aber dafür sorgen, wie sie versichert, daß den neutralen Gewerkschaften die Maske vom Gesicht gerissen wird. Sie glaubt nicht an die neutrale Stellung der Gewerkschaften, und zum Beweise dafür giebt sie ein Citat aus dem„Korrcspondcnzblatt der Gewerkschaften" wieder, das in zustimmender Weise den inter- nationalen Pariser Kongreß bespricht. Das Bemühen der„Kreuz- Zeitung" wird eine nutzlose Arbeit sein, denn ihr sind die neutralen wie die politischen Gewerkschaften, welcher Partei sie sich auch nähem, unangenehm. Jede Gewerkschaft wird unausgesetzt in Gegensatz zu den Unternehmern gedrängt und läutert somit die social- politische Ansicht der' Arbeiter. Die Gegensätze zwischen de» einzelnen Gewerkschaften werden sich abschleifen und den Boden für gemeinsame Aktionen schaffen. DaS fürchte» die Scharfmacher, weshalb sie jede selbständige Regung der christ- lichen Gewerkschaften gleichfalls ohne Umschweife als' socialistische verketzert haben. Dafür sind wir ihnen aufrichtig dankbar, denn bei diesem Beginnen komme» die Arbeiter, die uns noch fernstehen, zu der Einsicht, dass die Gruselgeschichten, die man ihnen über die Socialdemokratie erzählte, eitel Humbug sind; sie gewinnen Ver- trauen zu einer Sache, die ihnen bisher in ganz andrem Licht er- schien und schließlich gesellt sich zu dem Vertrauen auch Gefallen. Deutsches Reich. Arbeitgeberterroriömus. In der Cartonnageufabrik der Kölner Firma Rosenzweig hatten die Arbeiter den Inhaber ersucht, die Arbeitszeit, die von morgens Ve3 bis abends 8 Uhr dauert, um eine halbe Stunde zu kürzen, so daß um Vs3 Uhr abends Schluß sei. Die Firma lehnte diese überaus bescheidene Forderung ab und be- merkte, wem cS in dem Geschäft nicht passe, der könne sofort auf- hören. Die Arbeiter stellten die Arbeit ein, und tags darauf thatcn die Arbeiterinneu das nämliche, im ganzen 27 Personen. Die vereinigten Kölner Cartonnagenfabrikanten beschlossen darauf, die Ausständigen drei Monate lang auszusperren. Der Fabrikant Roseuzweig erklärte, gegen eine Vereinigung der Cartonnagenarbeitcr habe er nichts einzuivenden; nur dem Buchbmderverband sollten sie nicht beitreten, da sie dort aufgehetzt würden. Dem Meister schrieb dieser Herr ins Zeugnis: „Sein Austritt erfolgte, nachdem er die Arbeiter zu einem Streik veranlaßt hatte." Die Kölner Cartonnagenfabrikanten haben durch ihre Vereinigung den Preis ihrer Waren um 15—29 Proz. erhöht; wenn aber die Arbeiter eine bescheidene Forderung stellen, dann werden sie ver- gewaltigt. Die Leipziger Töpfer find in einen Generalstreit eingetreten, weil die Innung den bisher von Arbeitgebern und Arbeitnehmern gleichmäßig aufrecht erhaltenen Arbeitsnachweis aufgehoben Streit und Aussperrung der Taschen- und FedermefferReider in Solingen dauern fort. Eine Sigung der Einigungskommission, die sich zu gleichen Teilen aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern zusammenfeßt, verlief resultatlos, da die Vertreter der Reider während der Verhandlungen die Sigung verließen. Gerichts- Beitung. Versammlungen. Eine öffentliche Schuhmacher Versammlung tagte am " ant aber die nicht bezahlte. Dieselben haben nicht allein Summen bis 600 Dr. und darüber eingebüßt, sondern noch schwere Gerichtskosten hinterher Ein Gewerkschaftsführer, der für die Beobachtung eines werfen müssen, da Hinz völlig zahlungsunfähig war. Ferner hat hat. Die Arbeit soll nicht eher wieder aufgenommen werden, bis Einigungsvertrags thätig ist, verurteilt! Eine Anklage aus sich der Angeklagte erboten, den Imfern Werkzeuge und Materialien der gemeinsame Arbeitsnachweis unter bestimmten Garantien§ 153 der Gewerbe- Ordnung verhandelte am Sonnabend das hiesige für Bienenzucht zu vermitteln. Er hat darauf auch zahlreiche Bes wieder hergestellt ist. Zuzug von Töpfern nach Leipzig ist streng Schöffengericht gegen unsren Parteigenoffen, Zimmerer nüpfer. stellungen erhalten, das Geld für die bestellten Objekte vorher ein fernzuhalten. Am 20. Mai d. 3. begab sich Knüpfer in feiner Eigenschaft als gezogen, hat aber nicht geliefert, das Geld vielmehr zur Aufbesserung Zu dem neuen Buchbindertarif nahm in Leipzig eine Ver- Mitglied der Achtzehner Kommission, die bekanntlich feiner bedrängten Lage verwendet. Der Gerichtshof sprach den Anauf Grund eines bor dem Gewerbegericht ab geklagten in neun Fällen des Betrugs für schuldig und verurteilte sammlung aller in Buchbindereien thätigen Arbeiter und Arbeitenach ihn zu einem Jahr Gefängnis, wovon fünf Monat auf rinnen Stellung. Die Ergebnisse der Verhandlungen in der Tarif- geschlossenen Vertrags im Baugewerbe besteht, dem Bau des Maurermeisters Ludwig. Der genannte die erlittene Untersuchungshaft angerechnet wurden. fommission fanden vielfach heftige Angriffe in der Versammlung. Bertrag läßt Ueberstunden nur ausnahmsweise und auch Die 54 stündige Arbeitszeit wurde von allen Rednern als un dann nur bei Gewährung eines Lohnzuschlags zit. Da annehmbar bezeichnet. Es wurde folgende Resolution angenommen: der Achtzehner- Kommission mitgeteilt worden war, daß auf dem In der Annahme, daß mit den Vorrichtern eine Einigung erzielt wird, erklären sich die Versammelten bereit, den neuen Accord- udwigschen Bau von den Zimmerern Ueberstunden gemacht würden, so hatte Knüpfer im Auftrage der Kommission zu untersuchen, ob tarif unter der Bedingung anzuerkennen, daß betreffs der Festsetzung dafelbst auch die vertragsmäßig für Ueberstunden geltenden Bebin- Freitag im Englischen Garten". Auf der Tagesordnung stand die der Arbeiten, die von Arbeiterinnen ausgeführt werden dürfen, die gungen erfüllt worden seien. Knüpfer wandte sich an den bau- Arbeitsniederlegung im Betriebe von Kerwien u. Nauer, welche Brinzipale uns genügend entgegenkommen. Betreffs der Arbeitszeit leitenden Bolier, und dieser versprach, Ueberstunden nicht mehr erfolgt ist wegen Nichtbewilligung einer geringen Lohnerhöhung, steht die Versammlung noch auf dem Standpunkt, daß die vor der machen zu lassen. Am folgenden Tage ging Knüpfer wieder durch welche der Lohn für einen bestimmten Artikel auf die in andren Aussperrung in den einzelnen Geschäften bestandene Arbeitszeit beinach dem Bau und sah, daß trot des Versprechens Fabriken übliche Höhe gebracht werden sollte. Wie der Referent behalten wird. Die Tariffommission wird beauftragt, diesen Bewieder Ueberstunden gemacht wurden. Er stellte den Hermann und andre Redner ausführten, hat diese Arbeitssich keine große Bedeutung, schluß unverzüglich den Brinzipalen zu unterbreiten und die not- Polier in Gegenwart einiger Zimmerer zur Rede. Einer der letzteren niederlegung wendigen Schritte in die Wege zu leiten. bemerkte bei dieser Gelegenheit, daß auch auf andren Arbeitsstellen begleitenden Nebenumstände rechtfertigen die Einberufung der Kolleginnen verpflichten sich, so lange die Tarifangelegenheit nicht des Bimmererverbands. Ferner wurde gegen 2 Stimmen beschlossen: Die Kollegen und Ueberstunden gemacht würden, und zwar von auswärtigen Mitgliedern Versammlung. In Berlin feien seit einiger Zeit eine ganze Nun soll Knüpfer zu zweien der auf dem Anzahl mechanischer Schuhfabriken fleinsten Umfangs, sogenannte erledigt ist, Ueberzeit- Arbeit zu verweigern. Ludwigschen Bau beschäftigten, von auswärts eingewanderten Ver- Quetschen", entstanden, die nur dadurch existieren können, daß sie bandsmitgliedern gesagt haben: Wenn die auswärtigen Kameraden zu billigeren Preisen liefern wie ihre Konkurrenten, und diese PreisZu diesen die hier bestehenden Arbeitsbedingungen nicht beachten wollen, differenz durch Lohndrückerei einzubringen suchen. dann könnten fie mal den Budel voll friegen. Durch diese Quetschen" gehöre auch der Betrieb von Kerwien u. Nauer, Aeußerung, welche der als Zeuge vernommene Polier gehört zu deffen beide Inhaber bis vor kurzem eine Rolle in der haben befundet, soll sich Knüpfer gegen den§ 158 der Gewerbe: Organisation der Schuhmacher spielten, sich aber jetzt mit Aus Meiningen. In einer Sigung des Schöffengerichts in Ordnung vergangen haben. Als Beuge wurde auch der Maurer überraschender Schnelligkeit die Anschauungsweise der Fabrimeister Ludwig vernommen. Er konnte zwar über die angebliche tanten angeeignet haben, die sie den Arbeitern gegenüber Saalfeld a. G., in der gegen den Maurer H. verhandelt wurde, der einen nichtmitstreifenden Kollegen beleidigt und in Verruf erklärt Drohung, um die allein es sich bei der Anklage hantelte, nichts zur Anwendung bringen. In dem vorliegenden Fall Handele es sich sagen, denn er war erst nach dem fraglichen Vorfall hinzugekommen darum, daß die Arbeiter dem Versuch eines neu entstandenen Behaben sollte(§ 153 und 185 St.-G.-B.), führte der Amtsanwalt aus, und dann mit knüpfer ins Handgemenge geraten. Ueber feinen triebs, den Lohn zu drücken, mit aller Energie entgegen treten. Als daß er in dem zurufe Streifbrecher feine Beleidigung Zusammenstoß mit Knüipfer macht der Zeuge ausführliche An- besonders fennzeichnend für die Gesinnung des Herrn Kerwien wurde erbliden fönne und darum Freisprechung von der Anklage gaben, nach denen es den Anschein hatte, wegen Verlegung des§ 153 beantrage, da er es für eine felbft- gaben, nach denen es den Anschein hatte, als ob knüpfer angeführt, daß derfelbe sogleich nach der Arbeitseinstellung die Polizei wegen Verlegung des§ 153 beantrage, da er es für eine selbst der Angreifer gewesen sei. Der Berteidiger Rechtsanwalt A. Sachs zur Hilfe gegen die Streikposten herbeigerufen habe. verständliche Pflicht jedes Streikenden ansehen müsse, das verpfändete machte darauf aufmerksam, daß die Staatsanwaltschaft aus Anlaß dieses sammlung beschloß die Verhängung der Sperre über den Betrieb Vorgangs ein Verfahren wegen Körperverlegung gegen Ludwig ein- von Kerwien u. Rauer, sowie die Unterstügung der Ausständigen. leitet habe, und der Zeuge zu der gegenwärtig unter Anklage Charlottenburg. In der am 16. Oftober in der Gambrinusstehenden Angelegenheit gar nichts bekunde. Der Vorsigende des Brauerei abgehaltenen außerordentlichen Mitgliederversammlung des Gerichts meinte aber, er habe die Vernehmung dieses Zeugen für Centralverbands der Maurer hielt P. Winzler einen beifällig auf notwendig gehalten, um dem Gericht ein Bild von dem Verhalten genommenen Vortrag über" Boltsbildung und Klaffenbewußtsein." des Angeklagten Knüpfer vor Augen zu führen. Dieses Bild" Sodann gab der Kassierer den Kassenbericht vom 3. Quartal. Nach scheint denn auch seine Wirkung nicht verfehlt zu haben, demselben betrugen die Einnahmen für die Hauptkasse 2887,75 M., denn beantragte mit Rücksicht auf die Einnahmen für die Lokalfasse 938,05 M. und die Ausgaben für den vorliegenden Fall, der unter den heutigen Beitläuften die Lokaltasse 574,53 m., bleibt mithin ein Kajienbestand von 363,52 eine strenge Bestrafung erheische, einen Monat Gefängnis. Mart. Die Zahl der Mitglieder betrng am Schluß des Quartals Der Verteidiger machte geltend, daß der§ 153 der Gewerbe- Ordnung 857. Im weiteren wurde der Beschluß der legten Mitgliederim vorliegenden Fall nicht angewandt werden könne, denn es handle versammlung, die Delegierten von der Gewerkschaftskommission fich gar nicht um eine Verabredung zur Erlangung günstiger Lohn zurückzuziehen, rückgängig gemacht. Dann sprach Kollege Wingler und Arbeitsbedingungen, sondern Knipfer habe nur erreichen wollen, noch über den Wert der Arbeitslosenstatistit und über die Bedeutung daß ein im Intereffe des socialen Friedens zwischen der Streitklausel. Nachdem nun noch der Vorsitzende die Ver und Arbeitgebern abgeschlossener Vertrag inne jammelten ermahnte, recht rege an der am 25. d. W. in der GamArbeitern Der Staatsanwalt gab 111111 dem Gericht brinus- Brauerei stattfindenden Protestversammlung gegen die Ans gehalten werde. anheim, die Sache unter dem Gesichtspunkt des§ 240 des Straf- nahme der Streitklanjel teilzunehmen, wurde die Versammlung mit zu betrachten und die Angelegenheit dem üblichen Hoch geschlossen. Vor Eintritt in die Tagesordnung Gesetzbuchs( Nötigung) zu betrachten der Straffammer zu überweisen. Das Gericht hielt aber den ehrten die Versammelten den verstorbenen Kollegen W. Schulze Im Hafen von London droht ein Konflikt der Ladeschiffer§ 153 der Gewerbe- Ordnung für anwendbar und verurteilte Knüpfer durch Erheben von den Plätzen. ( ,, Lightermen") mit ihren Prinzipalen große Störungen herbei zu einer Gefängnisstrafe von 14 Tagen. In der Ver zuführen. Es handelt sich um die Auslegung eines Schiedsspruchs handlung war zwar ausdrücklich gesagt worden, daß die angeblich des Lord Brasseh über die Arbeitsstunden, bezw. die Frage, ob bei bedrohten Zimmerer dem Verbande angehören und deshalb an den einer Unterbrechung der Arbeit, die zu kurz ist, um die Beit über Vertrag gebunden waren. Das muß dem Vorsitzenden des Gerichts nach Hause zu gehen, die Schiffer berechtigt sein sollen, die betreffende wohl entgangen sein, denn er sagte in der Urteils begründung: Zeitperiode als Arbeitszeit und gegebenenfalls Ueberstunden zu Die Bedrohung habe sich gegen zwei dem Vertrage fern rechnen. Die Schiffer sind der festen Ueberzeugung, daß sie dem stehende Zimmerer gerichtet, welche durch dieselbe veranlaßt Schiedsspruch gemäß auf diese Forderung Anspruch haben, die werden sollten, dem Vertrage beizutreten und dadurch günstigere Prinzipale( Schiffs- und Werfteigner) bestreiten es. Bei denjenigen Arbeitsbedingungen zu erlangen. Firmen, welche fich geweigert haben, entsprechende Lohnrechnungen der Schiffer anzuerkennen, haben die letzteren die Arbeit eingestellt, Ehrenwort auch zu halten. Tabatarbeiterftreik. In M.- Gladbach sind bei der Firma Moritz Steinberg, Weberei, Differenzen ausgebrochen. Die Firma hatte im vorigen Jahre eine zehnprozentige Lohnerhöhung bewilligt, welche sie jetzt bei der Geschäftsflaue wieder abgezogen hat. Sie verlangt von den Webern, sie sollen den Lohnausfall dadurch decken, daß sie 11 statt wie bisher 10 Stunden arbeiten. In einer öffentlichen Textilarbeiter- Bersammlung erklärte Steinberg, er sei durch die erhöhten Garnpreise, Kohlenpreise usw. gezwungen, die ihm im vorigen Jahre abgezwungene Lohnerhöhung wieder fallen zu lassen. Bis zum 1. Januar nächsten Jahrs müsse die Lohnreduzierung einAusland. treten. In Triest befinden sich 500 Magazinarbeiter und Kuppler der Eisenbahnstation im Ausstand. Die Arbeiter hatten am 3. September an die Direktion eine Eingabe gerichtet, in der sie die Einführung des Lohnsystems, die Bezahlung der Ueberstunden und Reform des gefährlichen Kupplerdienstes verlangten. Dieses Verlangen der Arbeiter wurde abgewiesen, worauf der Ausstand eintrat. der Staatsanwalt " Knüpfer wird gegen das Urteil Berufung einlegen. " Die Ver In dem Bericht der Fliesenleger- Versammlung der Nr. 245 des Vorwärts" heißt es in der Resolution: Die Versammlung verurteilt das Verhalten der im Centralverband der Töpfer organisterten Kollegen, dessen Mitglieder sich schon während des letzten Streiks der Fliesenleger als Arbeitswillige den Unternehmern zur Verfügung gestellt haben und auch jetzt wieder im Accord arbeiten. Das ist eine Unwahrheit. Haben sich während des Streits einzelne Töpfer gefunden, die als Fliesenleger bei Töpfers meistern gearbeitet haben, so ist dem gegenüberzuhalten, daß mehrere Töpfermeister ständig Fliesen ansegen lassen, und zwar nur von ebenso bei solchen Firmen, welche Arbeiten für die gesperrten Ge- Die Geschäftsführung in den Berliner Filialen der Hoch- Töpfern. Wo diese Arbeit vorher von den Fliesenlegern übernommen war, schäfte ausführen lassen wollten, so daß schon über 1000 Mann see- Fischerei- Gesellschaft Nordsee" erfuhr eine eingehende Be- haben unsre Mitglieder auch sofort, als ihnen dieſes mitgeteilt feiern. In den nächsten Tagen wird es sich entscheiden, ob auch bei leuchtung durch eine umfangreiche Verhandlung, welche gestern vor wurde, die Arbeit niedergelegt. Wenn nun weiter behauptet wird, den übrigen Firmen die Sperre eintreten wird. Die Unternehmer der fünften Berufungsstraftammer des Landgerichts I begann. Die daß jezt noch Töpfer in Accord dort arbeiten, so können wir nachhatten erst eine sehr abweichende Haltung eingenommen und erklärt, genannte Gesellschaft errichtete hier im Jahre 1897 eine Verkaufs- weifen, daß zur Zeit fein Mitglied unfrer Organisation als Fliesenfich auf kein Schiedskomitee einlassen zu wollen. Gegenüber der ftelle in einem Bogen des Bahnhofs Börse. Als Geschäftsführer leger beschäftigt ist. Eine Erklärung dafür giebt das Solidaritätsentschiedenen Haltung der Schiffer und ihrer Union scheinen sie aber, wurde der Kaufmann Walter Storczyk angestellt. Das Unter- gefühl der Fliesenleger aber, denn diese drohten die Arbeit niedernach den heutigen Abendnachrichten, wankend geworden zu sein und nehmen, wodurch die Stadt Berlin mit frischen Seefischen versehen zulegen, wenn die Töpfer nicht entlassen würden. Diejenigen Töpfer, sich mit dem von der Londoner Handelskammer organisierten werden sollte, fand beim Publikum großen Anklang, so welche nach Beendigung des Streits als Fliesenleger beschäftigt Einigungsamt in Verbindung gesetzt zu haben. Die Schiffer haben daß Storczyk bald den verschiedensten Stadtgegenden wurden, haben nicht im Accord gearbeitet. Der Vorstand der Filiale erklärt, vorerst fein Streitgeld beziehen zu wollen, und desgleichen Filialen errichtete. Es erregte Aufsehen, als in diesem Frühjahr Berlin des Centralverbands der Töpfer. haben alle Beamten der Gewerkschaft erklärt, für die Dauer des Streits auf ihr Gehalt oder Diäten zu berzichten. Das kennzeichnet die Stimmung. An die Anwerbung einer nennenswerten Zahl von Streitbrechern ist bei der Natur der Arbeit, um die es sich handelt, kaum zu denken. Aus der Frauenbewegung. Die Frage des höheren Schulunterrichts für Mädchen hat in Pforzheim( Baden) eine neuartige Lösung gefunden. Auf ein an den Oberschulrat gerichtetes Gesuch ist eine Schülerin des Karlsruher Mädchengymnasiums nach Bestehen einer Aufnahmeprüfung in die Oberprima des dortigen Knabengymnasiums aufgenommen worden. Was für Oberprima zulässig ist, fann für Serta nicht unzulässig fein, das heißt, es kann danach kein Hindernis bestehen, Mädchen ohne weiteres von vornherein zum Knabengymnasium zuzulassen. Sociales. in gegen den Leiter der hiesigen Geschäfte eine Verhandlung wegen Bergebens gegen das Nahrungsmittelgesetz vor dem Schöffengericht stattfand, die mit einer Berurteilung zu 1000 M. Geldstrafe endete. Die gestrige Verhandlung endete mit der Freisprechung des Angeklagten, der nach Ansicht des Gerichts nichts außer acht gelassen, um den Verkauf etwa verdorbener Ware zu verhindern. China. Das Interesse Konzentriert sich heute auf den an andrer Stelle besprochenen deutsch- englischen Vertrag. Sonst liegen im wesentlichen Nachrichten über Friedensverhandlungen vor: " Friedensverhandlungen. Ein bemerkenswerter Prozeß spielte sich am 19. Oktober vor dem Landgericht in Nürnberg ab. Angeklagt war der Vorstand des Krantenunterstügungs- Vereins Frauenstift, GeAus Washington wird gemeldet: Die chinesische Regierung noffe Philipp Wiemer, wegen Untreue und Unterschlagung von Vereinsgeldern. Wiemer stand in einem regen Freundschafts- stellte die Bitte, daß die Verhandlungen in Pefing morgen berhältnis mit dem früheren Kaffierer desselben Vereins, Teufel, beginnen möchten. Eine Antwort auf die chinesischen Vorschläge hat und als Wiemer einmal durch unvorhergesehene Ereignisse in das Staatsdepartement bisher noch nicht erteilt, es heißt indessen, finanzielle Schwierigkeiten geriet, wandte er sich selbstverständlich daß die Regierung die chinesischen Angebote nicht als ausreichend zunächst an seinen Freund Teufel, der ihm auch mit verschiedenen ansehe. Präsident Mac Kinley erhielt einen Brief des Kaisers von Beträgen ausbalf. Wiemer stellte dafür zur größeren Sicherheit China. In seiner Antwort auf diesen Brief spricht der Präsident Quittungen auf empfangene Gehaltsvorschüsse aus, und daraus wurde die Hoffnung aus auf den Beginn der Verhandlungen, sobald die ihm der Strick gedreht, obwohl er alles prompt zurückzahlte. Das beleidigten Regierungen davon überzeugt seien, daß der Kaiser im Geld wurde von den Hypothekzinsen genommen, die Wiemer einzu- stande sei, die Hauptschuldigen mit der gebührenden Die Deutsche Gasglühlicht- Aktiengesellschaft in Berlin nehmen und mit dem Kassierer zu verrechnen hatte; der Kaffierer Strenge zu bestrafen. machte in dem Geschäftsjahr 1899/1900 einen toloffalen Gewinn. legte dafür eignes Geld in die Kaffe. Als nun später Teufel wegen Die Politische Korrespondenz" erfährt, den Mächten liege ein Sie verteilt an die Aktionäre 38 Proz. Kapitaldividende, das ist die vor Gericht festgestellter Unfähigkeit als Kassierer abgesägt wurde, ia panischer Vorschlag vor, nach welchem zur Erleichterung Summe von 573 210 M. Doch dies allein giebt kein vollständiges denunzierte er aus Nache dafür Wiemer, daß dieser die Hypotheken- und Beschleunigung der Verhandlungen wegen Beilegung der Wirren Bild von den Erträgen eines solchen Geschäfts und vor allem nicht zinsen nicht rechtzeitig an ihn abgeliefert habe. Daraus entstand in China die Vertretungen der Mächte in Peking ermächtigt werden von der kapitalistischen Teilerei, deren Champions die socialistische nun der Prozeß. Troßdem festgestellt ist, daß der Verein um feinen sollten, kollektiv in Verhandlungen mit den chinesischen Bevoll Teilerei" so sehr fürchten. Pfennig gekommen, daß bie ganze Sache offen gemacht mächtigten einzutreten. Diese Anregung foll wegen ihrer politischen Auf Warenfabrikationsconto werden 1 619 097. angeschrieben. wurde und insbesondre der Aufsichtsrat von allem Kennt Vorteile beifällige Aufnahme gefunden haben. Da feine Rohmaterialtosten angeschrieben sind, so bedeutet das, daß nis hatte, wurde Wiemer zu bier Monaten Gefängnis Die Nachricht von der durch die Arbeit des Jahrs den Rohmaterialien soviel, als diese verurteilt. Der Staatsanwalt hatte nicht mehr als 9 Monate 8 Tage Summe beträgt, an Wert zugesetzt wurde. Davon erhielten die Gefängnis und 3 Jahre Ehrverlust beantragt. Revision wird ein Arbeiter als Lohn 320 149 M., das find noch nicht 20 Proz.; dazu gelegt. Ein für den Denunzianten sehr unerwartetes Ergebnis hatte kommen noch für Kranken- und Invalidenversicherung 5852 M. und der Prozeß aber noch in der Richtung, daß gegen ihn Üntersuchung dann noch 6000 m. für einen Arbeiterunterstüßungsfonds, der aber wegen Betrugs und Urkundenfälschung eingeleitet wird. Die öffent natürlich zur Verfügung des Unternehmens bleibt und daher für liche Meinung hält daran fest, daß Wiemer unschuldig verfürliche die Arbeiter einen nur sehr zweifelhaften Wert hat. Durch beide urteilt ist. Summen erhöht sich der Anteil der Arbeiter übrigens noch nicht um 1 Broz. Die Handlungsuntoften, worin Gehalte, Reise Unkosten, Provisionen, Porti, Betriebsuntoften, Druckfachen, Reklamen, aber auch Versicherungen enthalten sind, werden mit 516 725. an gegeben. Darin ist sicher noch ein Teil Bezahlung für notwendige. Arbeitsleistung enthalten, aber es ist auch unter dem Titel Ver ficherungen und vielleicht noch in andern Posten bereits Kapitalgewinn darin enthalten. Auf der andern Seite steht die bereits genannte Summe von 578 210 M. für Dividenden, dann 41 942 M. Tantième an Vorstand und Aufsichtsrat, 130 920 W. auf Steuerconto, 6244 M. Vortrag auf In Neu- Ruppin ist unser Parteigenoffe, der Maurer Wilhelm Schulze aus Charlottenburg, zu sechs Wochen Gefängnis berurteilt worden, weil er am 5. Mai d. I. in öffentlicher Maurerversammlung einen Polizeikommissar beleidigt haben soll. Besehung Paotingfns einschließlich der Eisenbahn durch Franzosen bestätigt sich. Die Stadt wurde von einem Bataillon Quaven mit zwei Geschützen und einer Schwadron Kavallerie besetzt. Der Feind leistete während des Marsches feinen Widerstand, und als die Truppen anlangten, wehte die weiße feinen Widerstand, und als die Truppen anlangten, wehte die weiße Fahne von den Wällen der Stadt. Letzte Meldungen. Tientsin, 19. Oktober.( W. T. B.) Der deutsche Legations fekretär v. Bohlen ist nach Beling vorausgereift; der Gesandte b. Mumm wird mit dem übrigen Personal nächster Tage nachfolgen. Tientsin, 19. Oktober.( Telegramm des Reuterschen Bureaus"). Wegen Betrugs in zahlreichen Fällen hatte sich gestern der Die englischen Füsiliere und die Artillerie werden nach Hongkong Redacteur und Herausgeber der„ Bienenzeitung", der frühere Lehrer zurückgezogen und das englische Chinesen- Regiment geht nach WeiAugust Hinz aus Drölig in Mecklenburg jezt in Spandau vor der zweiten Straflammer am Landgericht II zu verantworten. haiwei zurüd. Der Angeklagte hat vor langer Zeit den Lehrerberuf an den Nagel gehängt, um eine Muſter- Bienentultur einzurichten, was sich mit der Lehte Nachrichten und Depeschen. praktischen Lehrthätigkeit nicht bertrug. Er ist darauf vielfach als Frankfurt a. M., 20. Oftober.( B. H.) Die Frantf. 8tg." Ohne weiter in die Einzelheiten dieser Abrechnung einzugehen, Verfasser von Artikeln und Broschüren für die Bienenkultur herbors fann man doch als sicheres Ergebnis feststellen, daß von dem Er getreten und hat sich dadurch das weitgehendste Vertrauen der Imter meldet aus Belgrad: Die vorgestern wegen Majestätsbeleidigung trag der Arbeit dieses Unternehmens höchstens die Hälfte auf Arbeits erworben. Dieses Bertrauen hat er dadurch in sehr vielen Fällen zu 5 bezw. 7 Jahren Gefängnis verurteilten beiden Redacteure des löhne und notwendige Betriebsuntosten verwendet wurden, während mißbraucht, daß er von den Imtern in allen Gegenden Bienenstöde offigiösen Organs der früheren Regierung„ Male Novine" wurder und Bienenvölfer antaufte, die er verkaufte, aber den Lieferanten heute vom König Alexander beguadigt. die andre Hälfte auf reinen arbeitslosen Gewinn entfällt. Berantwortl. Redacteur: Heinrich Wekker in Groß- Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. neue Rechnung 2c. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 246. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 21. Oktober 1900. Gegen die Khaki- Marotte, gegen das kulturmörderische Hunnentum soll am 30. Oktober durch die Wahl unsres Parteigenossen Georg Ledebour Protest eingelegt werden. Je größer die Stimmenzahl, je wirkungsvoller der Protest. Parteigenossen, agitiert für eine möglichst umfassende Wahlbeteiligung! Die römische Kurie und Oestreich. -st- Wien, 18. Oktober. " : And gegen verschiedene Konfeffionen und Nationalitäten anzufämpfen, man die Kezer einfach verbrennen konnte. So gemütlich geht es aber nur in Jeſus Chriſtus liegt bag er für sie reicht aber heute nicht mehr freuliches Gebot hat. nannte Herrn Stadler, den kurz vorher der Kaiser von Oestreich so Anmaßungen stets ein freundliches Gehör gehabt hat. Der Papst ist heftig getadelt hatte, meinen Stadler". Der so glänzend auch wegen der letzten zwei Duellaffairen böse. 8wei Offiziere, Zwischen dem Vatikan und seinem ergebensten Diener, der belobte Erzbischof beeilte sich natürlich, die päpstliche Ansprache in die sich mit Berufung auf ihre katholische Ueberzeugung geweigert streichisch ungrischen Monarchie, herrscht seit einiger feinem Blatte vollinhaltlich zu veröffentlichen. hatten, ein Duell anzunehmen, wurden vom Ehrenrat des OffizierZeit eine gewiffe Spannung, die sich in vielerlei Nadelstichen von Womöglich noch bezeichnender führte sich der Papst auf, als bei corps faffiert. Prinz von Bourbon hat hierauf an einen der Offi beiden Seiten fundgiebt. Begonnen hat der häusliche Krieg mit ihm zuerst einige öftreichische Erzherzoginen erschienen waren. Er ziere ein pathetisches Schreiben gerichtet und Kardinal Hruscha, der dem bekannten Rügeschreiben der kaiserlichen Rabinettskanzlei an sprach über die traurigen Zustände Destreichs, die er auf die Wiener Erzbischof, hat ihm hierzu gratuliert. Wenn es sich aber um Herrn Stadler, dem Erzbischof von Serajewo. Nebst dem Bischof Menschenfurcht und Feigheit hochgestellter ein militärische Dinge handelt, wird man in Oestreich selbst antivon Diakovar, dem bekannten Herrn Stroßmahr, gehört der flußreicher Persönlichkeiten" zurückführte. Der Plural flerikal, und so hat auch dieser Zwischenfall die Spannung zwischen Erzbischof von Serajewo zu den Führern der großkroatischen wird niemand täuschen; Leo XIII. echauffierte sich nicht über eine Rom und Wien noch erhöht. Bewegung, die sich der besonderen Aufmerksamkeit des Papstes vergängliche Bewegung, sondern seine Bemerkungen zielten höher. Völlig verfehlt wäre es aber, den dieser Tage angekündigten und wohlwollender Förderung des Kardinals Rampolla er- Das Interessanteste an diesem Text, dessen Sinn und Richtung un- Rücktritt des östreichisch ungrischen Botschafters in Wien, des erzfreut. Die Kurie fieht in ihr einerseits ein Gegengewicht verkennbar ist, dürfte aber die in Oestreich nicht genug beachtete lerifalen Grafen Revertera, als eine Maßregelung, zu der sich der gegen das liberal- talvinische Ungarn und andrerseits hat Rom Thatsache sein, daß er der Oeffentlichkeit von niemand andrem ber beleidigte Staat entschloffen habe, ansehen zu wollen. Graf Revertera auf beaten er alt under als auf den alten Traum nicht verzichtet, die Griechisch- Orthodoxen mittelt worden ist, als von einer der Erzherzoginnen, geht einfach, weil er zu alt wird und er ſelbſt ſeine Stellung als in den Schoß der allein seligmachenden Kirche zurückzuführen. zu denen er gesprochen worden war. Es waren vier unhaltbar erkennt; daß man ihn von Wien ab berufen hätte, ist Der Erzbischof von Serajewo hielt nun auf dem flovenischen Damen beim Papst, die Erzherzogin Alice von Tostana mit ihren eine Fabel, die Graf Goluchowski unter der Hand lancieren läßt, Statholitentag in Laibach eine flammende Rede für die Vereinigung drei Töchtern. Da sich nun das Blatt, das über die Audienz be- um seine angebliche Energie in ein glänzendes Licht zu stellen. Die Dalmatiens, Kroatiens und Bosniens, für die Aufrichtung des richtet hatte, auf" Informationen" berief, die ihm zur Verfügung Wahrheit ist, daß sich Oestreich von Rom alles gefallen mysteriösen illyrischen Königreichs. In solchen Dingen versteht gestellt worden waren, und seine Mitteilungen als authentische" be läßt, daß es sich überhaupt nur als römische Provinz fühlt und nur man aber in Wien, wo man pfäffischen Anmaßungen für gewöhnlich zeichnete, so unterliegt es wohl feinem Zweifel, daß die Bericht- danach handelt. Das ist ja bas traurige Geschid des habsburgischen sehr langmütig gegenübersteht, feinen Spaß, und so erging an erstatterin die Erzherzogin Alice war. Ob nun der Papst den Staats: die Vormacht des römischen Papismus zu sein. Dem Herrn Stadler die faiserliche Mahnung, sich nicht in Politit Wunsch selbst gehabt hat, daß seine Ansicht in Oestreich fundgemacht dankt es den Verlust seiner Stellung in Italien wie in Deutschzu mischen und insbesondere nicht in Dinge, die in werde, oder ob die Erzherzogin aus eigner Meinung gehandelt: land, und das ist auch mit eine Ursache seiner jezigen die Souveränitätsrechte des Monarchen greifen. Die fleritale jedenfalls ist diese Veröffentlichung für die Klarstellung gewiffer Lage. Gegenüber dem Austurm der Nationalitäten hätte sich Breffe quittierte diese Rüge mit unverkennbarem Hohne; Strömungen von Wichtigkeit. der Staat mur behaupten können als Hort der Freiheit, als bürgerdas„ Vaterland", das Organ der feudal- klerikalen Kreise, erklärte Borüber man sich in Rom grämt, ist offenbar die„ Lauheit", lich- modernes Staatswesen. Er ist aber geblieben, was er immer mit besonderer Deutlichkeit: Die Geistlichkeit wird nach wie mit der man in Oestreich der„ Los von Nom"-Bewegung entgegen war: ein Tummelplatz feudaler, fleritaler und überlebter Strövor Politik treiben und sich das von niemand verbieten tritt. Allerdings thut da der Papst den östreichischen Machthabern bitter mungen, und kein Wunder ist es, daß sich nun alle Völker von dieſem und sich darin von niemand beirren lassen." Der unrecht. Wenn man könnte, würde man die antikatholische Bewegung Staate mit Ingrimm wegwenden. Erzbischof Stadler reiste kurz darauf nach Nom und wurde vom sofort mit Stumpf und Stiel ausrotten, zumal da man in ihr auch eine Daß der Papst mit Destreich schmollt, ist ein Treppenwig ber Bapste mit überströmender Zärtlichkeit empfangen. Zu den von antiöstreichische Bewegung wittert. Aber die Gesetze versagen eben, Geschichte, der einzige Mensch, der mit Oestreich zufrieden sein kann, Stadler vorgestellten Geistlichen seiner Diözese fagte der Papst und mit Chikanen allein ist nicht viel auszurichten. Der Bapst aller- ist wirklich nur der Bischof von Rom! wörtlich: Euer Wirken in Bosnien ist sehr erschwert. Ihr habt dings meint, wir lebten noch im Zeitalter der Inquisition, wo " Warenhaus A.Wertheim. Vor der Eröffnung Extra- Verkauf unsrer Neubauten Alle Waren sind im Preise ermässigt. zu ausserordentlich herabgesetzten Preisen in sämtlichen Abteilungen unsres Geschäfts. 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Opernhaus. Die Afrikanerin. An fang 7 1hr. Montag: Der Freischütz. Schauspielhaus. Der wiibe Rent lingen. Anfang 7 Uhr. Montag: Wie die Alfen fungen. Neues Opern Theater( Kroll). Der Mikado. Anfang 7 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Dentiches. Rofenmontag. Anfang RANIA Apollo- Theater. Taubenstr. 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Auf den Wogen des Oceans. AfroMontag: Zum 7. Male: Novität! Novität! Fräulein Loreley. Burleske- Ausstattungs- Operette Aufden Wogen des Oceans. in 1 Akt und 6 Bildern von Im Hörsaal: Flüssige Luft." Von Dr. Donath. Invalidenstr. 57/62. Eine Wanderung durch die Weltausstellung in Paris. Tagl. Sternwarte. Nachmittags 5-10 Uhr. CASTANS Neu! Bolten- Bäckers. Musik von Paul Lincke. on Paul Neu! Riccardo und Benedetto. Adele Moraw und 8 erstklass. Specialitäten. Anfang 7 Uhr. Braided Refermentas, Katara PANOPTICUM Metropol Theater. 27 Uhr. Nachi. 21 Uhr: Cyrano bon Bergerac. Montag: Rofenmontag. i tom drid Leffing. Johannisfeuer. Anfang 712 Uhr. Nachm. 22 Uhr: Als ich wieder: tam Montag: Johannisfeuer. Berliner. Die strengen Herren. Anfang 7 Uhr. Nachm. 21 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Montag: Die strengen Herren. Neibenz. Die Dame von Marim. #Anfang 7% Ubr. Nachm. 3 Uhr: Nora. Montag: Die Dame von Marim. Neues. Der weiße Hirsch. Anfang 71 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Nackte Kunst. Montag: Der weiße Sirfch. Westen. Hoffmanns Erzählungen. Anfang 71 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Troubadour. Montag: Der Waffenschmied. Schiller. Die Orientreise. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Maria Stuart. Montag: Das Glück im Winkel. Seceffionsbühne. Die Bildschniger. Daheim. Der Bär. Anfang 712 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der gnädige Serr. Montag: Der Bildschniger. Daheim. Der Bär. Central. Die Geisha. Anfang 71 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Puppe. Montag: Der griechische Stlave. Thalia. Der Liebesschlüffel. Anfang 72 Uhr. Montag: Diefelbe Vorstellung. Luifen. Der Millionenbauer. Anfang 8 Uhr. Nachm. 2 Uhr: Graf Effer. Montag: Alexandra. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Tugenbring. Unfang 7 Uhr. Nachm. 21 Uhr: Der Bettelstudent. Montag: Der Tugendring. Carl Weik. Müller und Schulze auf der Parifer Weltausstellung. Anfang 7/2 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Belle- Alliance. Die schöne Milli bänerin von Tegernsee. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Metropol. Specialitätenvorstellung. Der Mandarin von Tsing- ling: ting. Anfang 712 Uhr. Montag: Diefelbe Vorstellung. Apollo. Specialitäten Borstellung. Fräulein Loreley. Anfang 71/2 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Palaft. Specialitäten: Vorstellung. Der olle Muckebold. Anfang Montag: Dieselbe Vorstellung. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 7 Uhr. 7 Uhr. Urania. Invalidenftr. 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Die neuen lebenden Photographien. 1 Graf Waldersee. Kampf mit chinesischen Boxern. Konzert me der russischen Nationalkapelle aus Kiew, Kapellmeister Semaschko. Illusionen Kasperl- Theater Irrgarten Schreckenskammer. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Täglich: Müller und Schulze auf der Pariser Weltausstellung. Ausstattungsposse mit Gesang in 5 Bildern von E. Weiß u. J. Dill. Anfang 72 Uhr. Sonnabendnacht.: Kindervorstellung. Rübezahl und die geraubte Prinzessin. Cirkus Busch Sonntag, den 21. Oktober cr.: 2 grosse brillante 2 Vorstellungen; Nachm. 4 Uhr und abends 7½ Uhr. Nachmittags 4 Uhr hat jeder Er: wachsene ein Kind auf allen Sitzplägen frei, weitere Kinder zahlen die Hälfte. In beiden Vorstellungen: Der neu engagierte Orig..Auguft Mr. Canastrelli. In beiden Vorstellungen: The little Toney als Wunderjockey. In beiden Vorstellungen: Die grossartigsten Freiheitsdressuren. Das amerikanische Riesenpferd und der Zwergpony. In beiden Borstellungen: Gebr. Velderman 12 in ihren urkomischen Entrees und s Späßen. Abends 7 Uhr: Berliner Der größte Operetten: Er folg dieser Saison. Eduard Steinberger a.. Der Mandarin von Tsing- ling- ting sowie das neue phänomenale Oftober- Special.- Progr. Jane Pierny. Bonhair- Truppe. Anfang 7 Uhr. Rauchen überall gestattet.mat Palast- Theater frither Feen- Palast, Burgstr. 22. Sensations Oktober- Progr. Noch nie dagetvesener Erfolg! 8 Uhr. Neu! 8½ Uhr. Der olle Muckebold. allo Emanuel Mud, Rentier: Direktor Richard Winkler. Durchweg lauter Schlager! Amiéla Koncewicz, Chansonetten- Diva Mr. Richard, großartige Pyramide auf 3 Flaschen. Außerdem: 12 Attraktions- Nummern. Anfang: Wochent. 7%, Sonnt. 7 Uhr. Entree: 50 F. Deutsche Konzerthallen Spandauer Brücke. 4 Täglich ausländische Kapellen 4 Landpartiener. Theater- Vorstellung. unt über ult. Tolle Streiche zu Waffer und zu Bande in 2 Aften. Besonders hervorzuheben: Li- Hung- Tschangs Neinfall in die Spree. Europäische Kavallerieen auf 16 Schulpferden. Cirkus Schumann. Heute, Sonntag, den 21. Oktober, nachm. 3/2 u. abends 7%, Uhr: große außerordentliche Gala- Vorstellungen. 2 Jn beiden Vorst.: Riesen- Programm. Auftreten der königl. Liliputaner: Hoffünstler- Truppe Eine Wanderung durch die Welt: Les 9 Colibris. ausstellung in Paris." Taubenstr. 48/49. Abends 8 Uhr ( im Theatersaal): Auf den Wogen des Oceans. Montag: Dieselbe Vorstellung. Im Hörsaal:" Flüssige Luft" von Dr. Donath. Schiller Theater ( Wallner Theater). Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Maria Stuart. Ein Trauerspiel in 5 Aften von Friedrich v. Schiller. Sonntag, abends 8 Uhr: Die Orientreise. Schwant in 3 Afen von Oskar Blumenthal und Gustav Kabelburg. Montag, abends 8 Uhr: Das Glück im Winkel. Dienstag, abends 8 Uhr: Faust. I. Teil. I. Abend. Die fleinsten Menschen der Welt. In der Nachmittags- Vorstellung ist auf allen Blägen ohne Ausnahme 1 Kind frei. Das größte Manegen- u. Waffer: Schauftück der Gegenwart. Ostbahn- Park Rüdersdorferftr. 71, Küstrinerplatz. nn wepSonntag, den 21.Oftbr., sowie jeden Mittwoch und Sonntag: Süddeutsche QuartettSänger. Kaffeneröffnung 5 Uhr, Freie Volksbühne. Die siebente Abteilung ist geschlossen. Einige Aufnahmen können noch für die 5. und 6. Abteilung erfolgen. Heute, nachmittags 24 Uhr: Carl Weiss- Theater: Ueber unsre Kraft. V. Abtellung. Die Mitglieder werden gebeten, pünktlich zu erscheinen. Die III. Serie der Vorstellungen beginnt am 11. November, nachmittags schon um witsinok smodelahou 2 Uhr ( wegen langer Dauer derselben) mit dem II. Teil von Björnsons Ueber unsre Kraft. Bis zu diesem Tage muss spätestens der NovemberBeitrag entrichtet sein. 243/9 Winterfest am Sonnabend, 17. November, abends 81%, Uhr. in der Brauerei Friedrichshain( nur für Mitglieder). Lyriker- Abend: Recitationen, Kammermusik, Vokalkonzert, ausgeführt von allerersten Gesangskünstlern. Nach dem Konzert: Tanz. Marken vom 1. November ab in allen Zahlstellen erhältlich. Man bestelle dieselben vorher. Die Mitglieder werden darauf aufmerksam gemacht, dass sie nur die Vorstellung ihrer Abteilung besuchen dürfen. Nachzügler haben kein Anrecht auf einen Platz im Theater und können besonders in der VII. Abteilung nicht berücksichtigt werden, da dieselbe gefüllt ist. Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Die Kunst dem Volke. 2010 Neue freie Volksbühne. Sonntag, den 21. Oktober, in Kellers Festsälen, Koppenstr. 29: Jubiläums Feier aus Anlass des zehnjährigen Bestehens der Volksbühnenbewegung unter Mitwirkung des Streich- Quartetts vom Berliner SinfonieOrchester.- Frl. Helene Herrmann( Gesang). Organist Paul Schmidt( Mustel- Harmonium; ein neues orchesterartig wirkend., bedeutsam. InstruSchriftsteller ment). Ang. Ludwig( Klavier). Wolfg. Kirchbach und Max Martersteig Marte ( Recitatoren). -Anfang 6 Uhr. Anfang 6 Uhr. Programme sind an der Kasse unentgeltlich zu haben. Nach dem Konzert: Tanz. ( Tanz- Musik: Berl. Sinfonie- Orchest.), Karten für Mitglieder a 30 Pf., für Gäste a 50 Pf. sind ausser in den bekannten Zahlstellen auch an der Abendkasse zu haben. Max Kliems Festsäle Hasenheide 13-15. Im neuen Festsaal Gr. Militär- Streich- Konzert. Jeden Sonntag: Anfang 6 Uhr. Nach dem Konzert: Kränzchen. In den alten Sälen von 4 Uhr ab: Ball. Jeden Donnerstag: Norddeutsche Sänger. ( Bimmermann, Steinhardt, Stangenberg 2c.) Anfang 7 Uhr. Empfehle meine Säle, 1200, 1010 und 560 Personen faffend, Vereinen Max Kliem. Anfang 61/2 Uhr. und Gesellschaften. Entree 30 Pf. [ 56632* Baffepartouts haben Mittwochs Gültigkeit. Nach der Vorstellung BALL. CHINA. W. Noacks Theater. Die Unfren in Kiautschon. Der Aufstand der Boyer.- Krieg. Die Berbündeten vor Taku- Peting. Die Erftürmung der Tatn Forts durch die Verbündeten unter Mitwirkung der Kriegsschiffe. Vorführung der neuesten Ereignisse in China durch den Kinematographen. Brunnenstraße 16. Heute, Sonntag, den 21. Oftober: Bummelfritze. Boffe mit Gesang in 3 Atten( 6 Bildern) von Jacobson und Wilken. Musik von Michaelis. Nach der Borstellung: Tanzkränzchen. Montag: Die Waise aus Lowood. Schweizer Garten. H Am Königsthor. Am Friedrichshain. Im neuen großen Saale: Jeden Sonntag: Ball Kriegers Festsäle, * Wasserthorstr. 68. Empf. meinen Saal Vereinen und Gewerkschaften zu Versammlungen u. Festlichkeiten. Jeden Sonntag, Dienstag u. Sonnabend öffentl. Tanz. Thalia- Theater bei verstärktem Orchester.- Anf. 4 Uhr. Einige Sonnabenbe noch zu vergeben. Dresdenerstr. 72. Heute und folgende Tage: Englischer Garten Alhambra Wallnertheater- Strasse 15 1* Jeden Sonntag und Dienstag: Säle für Sonnabende in den Monaten Gr. Extra- Ball bet doppelt besettem Anfang 5 Uhr. Oktober, November, Januar noch frei. großen Orchester A. Zameitat. Dienstags u. Donnerstags: Ball. 136* Der Liebesschlüssel. Alexanderstraße 27 c. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz. Hauptdarsteller: Thomas, Thielscher, Helmerding, Junkermann, Paulmüller und die Damen Milton, Schäffer, Wanovius, Junker- Schatz, Wehling. Central Theater Nnachm. 3 Uhr zu halben Preisen; Die Puppe. ( Die Puppe Gerda Walde.) Abends 7 Uhr: Die Geisha. ( Alefia Mia Werl.) Morgen: Der griechische Sklave. Dienstag und folgende Tage: Die Celsha. 6366 Schmargendorf. Restaurant ,, Sanssouci". Jeden Sonntag: Großer Ball. Hermann Otto. Hermann Ebert. [ 5681L*] Wo amüsiert man sich grossartig? Hasenheide 21 und Jahnstr. 8 in Schnegelsbergs Festsälen, Juh.: Max Schindler.- Telephon: Amt IV Heute: Grosser Ball, 9r. 1132. als Specialität: Cigarren- Regen, verbunden mit Schlangen- u. Bonbon- Regen u. diversen Ueberraschungen. Täglich: Specialitäten- Vorstellung. Entree fret. Empfehle den geehrten Gewerkschaften, Vereinen, Fabriken 2c. meine Säle, 300 und 1200 Personen fassend( mit Bühne) zu Versammlungen und Festlichkeiten jeder Art.[ 57418* Graumanns Festsäle, früher Renz, Naunynfraße 27. [ 53840* Empfehle meine Säle, 900 Personen fassend( auch mit Bühne), zu allen Festlichkeiten u. Bersammlungen. Einige Sonnabende find noch frei für Bereine. Jeden Sonntag und Donnerstag: Grosser Ball. Alle übrigen Tage steht mein Lokal zu Bersammlungen zur Verfügung Sonnabend im November frei geworden! Cirkus Renz- Konzert- Tunnel Wochentags? Uhr. Karlstrasse. Nur ersttlaffige Sonntags 5 Uhr. Specialitäten. Direktion: J. M. Hütt. Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tanz ohne Nachzahlung. Königsberger Geld- Lotterie en Schlosses z natalanaustur Freilegung des Königlichen Schlosses zu Königsberg i. Pr. 6240 Geldgewinne im Betrage von Die Hauptgewinne sind Daubiel 190000 Mk. 50000,20000 Original- Loose à 3 Mark( Porto u. Liste 30 Pf.) empfehlen und versenden prompt M.etc. BankOscar Bräuer& Co. Nachf., Geschäft Berlin W., Friedrich- Strasse 181. Filiale NW., Wilsnacker- Strasse 63. Ziehung unwiderruflich 29. Oktober bis 1. November. Verein der deutschen Kutscher. Gegründet 1884. Sonnabend, den 27. Oftober 1900, Brauerei Friedrichshain: 16. Stiftungsfeff, wozu alle Freunde und Gönner des Vereins ergebenst eingeladen find. Billets find bei dem Komitee [ 6326 und Mitgliedern zu haben. 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Den Genossen und Genoffinnen zur Nachricht, daß am Sonntagvormittag eine Flugblatt: Verbreitung stattfindet. Wir ersuchen diejenigen, welche bei der Verbreitung helfen wollen, fich pünktlich morgens 8 Uhr( außer in den bekannten Stellen) in folgenden Lokalen einzufinden: J. Pfarr, Butligstr. 10; Krause, Müllerstr. 7a; Schulze, Schwarzkopffstr. 15; Thomas, Gartenstr. 152; Brinkmann, Prinzen- Allee 21; Herrmann, Putbuserstr. 45; Bachgänger, Swinemünderstr. 34; Rofin, Ruppinerund Schönholzerstraßen- Ecke; Hoppe, Aderstraße 21; Schönfeld, Fehrbellinerstraße 9. Bahlreiche Beteiligung der Genoffen und Genoffinnen ist Ehrenpflicht. Das socialdemokratische Wahlkomitee. Achtung, 6. Wahlkreis. Den Genossen und Genoffinnen zur Nachricht, daß am Dienstag, den 23. Oktober, abends 81/2 Uhr, fünf Volksversammlungen stattfinden und zwar in folgenden Lotalen: Kronenbrauerei, Alt- Moabit 47/49( Referent: ReichstagsAbgeordneter Fr. 8ubeil), Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23( Referent: Reichstags- Abgeordneter Paul Singer), Hensels Salon, Invalidenstr. 1( Referent: der Kandidat des Kreises G. Ledebour), Berliner Prater, Kastanien- Allee 7/9( Referent: Stadtverordneter B. Bruns), Königstadt, Schönhauser Allee 10/11( Referent: Stadtberordneter H. Borgmann). Das Thema lautet: Die bevorstehende Nach wahl und das Verhalten der bürgerlichen Parteien. Necht zahlreichen Besuch erwartet Das socialdemokratische Wahlfomitee. Am Mittwochabend 8½½ Uhr, findet im großen Saal der Arminhallen" eine Volts versammlung für Männer und Frauen statt, in der die Vertrauensperson, Genoffin Ottilie Baader den Jahresbericht erstatten wird. Ferner werden die Genoffinnen 3 etfin und Ihrer über die Frauenkonferenz in Mainz und den Pariser Rongreß berichten. Partei genoffinnen, agitiert für zahlreichen Besuch der Versammlung. 〃 uns Der ahnungsvolle Engel hat, wenn er den ganzen Rod uns schaft verfolgt ihren Statuten gemäß den Zweck, die Entwicklung der für den Notfall gönnen will, einigermaßen richtig geraten. Das Chemie zu fördern, und sucht diese Aufgabe durch Veranstaltung Glend, das seine ostelbischen Standes- und Gesinnungsgenossen zum regelmäßiger Sizungen, durch Beschaffung und Erhaltung einer Bibliothet, besonders aber durch Herausgabe einer wissenschaftlichen nicht geringen Teil auf dem Gewissen haben, treibt die Bevölkerung entgegen, und wir wünschten nur, daß ein jeder, der Beitschrift(„ Berichte der Deutschen Chemischen Gesellschaft") und Durch andre litterarisch- chemische Untersuchungen zu lösen. Die Kosten nicht genügend verdient", schon die antisemitische Mahnung beherzigt für Errichtung und Unterhaltung des Hauses sind durch freiwillige und sich der Socialdemokratie angeschlossen hätte. Unfre Partei Beiträge 2c. eingebracht worden. genossen im 6. Wahlkreise werden aus der gräflichen Mahnung bei der Agitation schon die nötige Nuzzanwendung ziehen. Für die Stadt- und Ringbahn, sowie die Strecke Görliger Bahnhof- Königs- Wusterhausen wird am 1. November d. Js. ein neuer Fahrplan in Kraft treten, der gegen den jezigen Fahrplan Der Magistrat und die Wohnungsnot. eine Reihe von Aenderungen bringt. So fallen z. B. an den Frage Wohnungsnot nach längerer eingehender Beratung einer zwischen Weißensee- Westend- Halensee- Potsdamer Bahnhof( RingIn der gestrigen außerordentlichen Magistratssitzung wurde die Wochentagen sechs Nordrings und Stadtzüge aus: Nord- Südringzüge besondren Kommission zur Vorberatung überwiesen, um an der bahn) verkehren nur an den Wochentagen, fallen also an den Sonn Sand statistischen Materials festzustellen, ob thatsächlich eine tagen aus; von den Südringzügen fallen zwei an den Wochentagen Wohnungsnot vorliegt, oder auf welche Umstände die ungewöhnlich aus; die Züge Grunewald- Schöneberg tommen an Sonntagen in starke Belegung des Obdachs zurückzuführen ist. und um danach Wegfall, die Wochentags- Sonderzüge erleiden keine Abänderungen. Maßnahmen zu treffen. Sehr befremdlich ist vom Publikum die am 1. Oftober ein Ueber die Angelegenheit wird aus dem Rathause noch berichtet: getretene erlangsamung des Betriebs bermerkt worden. Ein Teil der Baraden, welche für die Lagerung nächte Der Nordringzug, der früher die Strecke Westend- Westend in licher Obdachloser im städtischen Obdach bestimmt sind, hat 86 Minuten zurücklegte, braucht jetzt 95 Minuten, und der Südbekanntlich zum Zweck der Lagerung von Nachlaßgegenständen und ringzug nimmt zu der früher in 90 Minuten zurückgelegten Rundfahrt zur Aufbewahrung der Mobilien der Insassen des Obdachs in Benugung jezt 97 Minuten in Anspruch. genommen werden müssen. Um nun diese Näume beim Heramahen Die vertenerten Reklamen an den Häufergiebeln. Gleich Des Winters für den ursprünglichen Zweck wieder frei zu bekommen, zeitig mit der Preissteigerung der Wohnungen in Berlin und den ist vom Magistratskollegium die fofortige Ueberführung der Gegen- Bororten, haben die Hauswirte auch allgemein eine Erhöhung der stände nach der Markthalle XII auf dem Gesundbrunnen beschloffen Bacht für Giebelreklamen durchgeführt. An der Peripherie Berlins worden. Nächstdem soll auf dem Gelände des städtischen Obdachs und mehr noch in den Vororten, besonders an den an der Eisenbahn eine Geräthhalle errichtet werden, welche eine belegenen Strecken, wo fast alle dazu geeigneten Hausgiebel zu nangriffnahme der Baraden in Zukunft unnötig großen Reklameschildern für Zeitungen und bestimmte Erzeugnisse machen wird. großer Fabriken umgewandelt sind, verlangen die Besitzer der bes in Man ist in städtischen Kreisen mehrfach der Ansicht, daß die Auf- treffenden Häuser diesem Jahre, soweit die Miets; hebung des Vorenthaltungsrechts in den eingebrachten Sachen, wie verträge abgelaufen sind, das Doppelte und Dreifache der die Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs bezüglich der bisherigen Pacht. Ja für einzelne allein stehende und deshalb zu Räumung von Wohnungen im Fall der Nichterfüllung der Reklamezwecken besonders geeignete Giebel wird jetzt das Vier- und Am Mittwoch, 7. November, finden in Berlin eine Anzahl eingegangenen Verpflichtung, die Wirte vorsichtiger in der Fünffache verlangt und auch bezahlt. Soweit die Mietsverträge noch Versammlungen statt, die sich mit der Wohnungs- und Wahl der Mieter macht, und es liegt in der Natur nicht abgelaufen sind, bleibt natürlich der alte Satz bestehen, doch Kohlennot beschäftigen werden. Die Leiter der Vereine und der Sache, daß sie angesichts der gesteigerten Nachfrage nach müssen die Mieter dieser Giebel auch durchweg mit einer Erhöhung Gewerkschaften werden gebeten, für diesen Tag keine Versammlungen fleineren Wohnungen vorzugsweise solche Mieter nehmen, deren des Mietszinses bei Eingehung neuer Verträge rechnen. Durch Veranzuberaumen. Die Vertrauensleute. Hausstand voraussichtlich zu feinen Beschwerden Anlaß giebt. Auch teuerung der Giebelpacht haben viele Hauswirte den Wert ihres das neue Gesetz des Neunuhr Schlusses der Geschäfte und Grundstücks um einige Tausend Mark erhöht. Verbot des Handelns auf den Straßen nach dieser Zeit, sowie das Verbot der Kinderbeschäftigung beim Austragen von Zeitungen und Backwaren mag ebenfalls viele Frauen in der Erwerbsfähigkeit herabgesetzt haben, wenigstens tönne man daraus diesen Schluß Großbetrieb bet den Scherenschleifern. Auch im Scheren ziehen, wenn man erwägt, daß nach dem heutigen amtlichen schleiferberuf, in dem bisher eine große Anzahl alter und invalider Bericht im Familien Obdach neben 97 Männern schleiferberuf, in dem bisher eine große Anzahl alter und invalidér 276 Frauen vorhanden waren. Die Verwaltung hat zwar eine Personen, sehr oft mit Unterſtügung ihrer Frauen, einen Erwerb Untersuchung über die Gründe der Obdachlosigkeit anstellen lassen, fanden, hat jetzt der Großbetrieb Eingang gefunden. Ein in der ohne indeffen daraus ein abschließendes Urteil erlangt zu haben. Brunnenstraße wohnender Unternehmer hat jest 30 Scherenschleifer Nur sei bemerkt, daß die Annahme, die große Zahl der bänke nach neueſter Konstruktion bauen laffen, welche von je einem Obdachlosen bestehe in neuzugezogenen personen, auf Irrtum beruht. Dritter Wahlkreis. Der Wahlverein hält Mittwoch, abends 8 Uhr, in Lokale Dresdener Kasino", Dresdenerstraße 96, seine Generalversammlung ab. Auf der Tagesordnung steht außer geschäftlichen Angelegenheiten die Wahl eines 1. Vorsitzenden und ein Vortrag des Genossen Mag Schütte über das Socialistengefeg". Außerdem Diskussion und Vereinsangelegenheiten. Als Broschüre wird in diesem Vierteljahr das Protokoll des Parteitags von Mainz in der Versammlung ausgegeben. Eröffnung pünktlich. Der Vorstand. Den Mitgliedern des Wahlvereins im vierten Berliner Reichstage.Wahlkreis( Südost) zur Nachricht, daß am Dienstag im Konzerthaus Sanssouci" die General- Versammlung stattfindet. In dieser Versammlung wird allen Mitgliedern, welche wenigstens drei Monate Mitglied und mit den Beiträgen bis ein schließlich Oktober nicht im Rückstande sind, das Parteitagsprotokoll gratis berabfolgt. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Samariterkurfus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Wir machen nochmals darauf aufmerksam, daß am Montag die zweite Uebungsstunde in unsrer Centrale stattfindet, wozu noch einige neue Teilnehmer eintreten können.( Siehe heutiges Inserat.) Freie Volksbühne. Heute nachmittag 23/4 Uhr. 5. Abteilung im Carl Weiß- Theater: Ueber unsre Kraft"( I. Teil). III. Serie der Vorstellung Sonntag, den 11. November, 2/2 Uhr( wegen der langen Dauer der Vorstellung):„ Ueber unsre Kraft"( II. Teil). Winterfest, Sonnabend, den 17. November, in der Brauerei Friedrichshain. Der Vorstand. J. A.: G. Winkler. " = Diese Mitteilungen befagen also, daß der Magistrat mit jener Vorsicht, die ihn in Notstands- Angelegenheiten seit je ausgezeichnet hat, über die für die arbeitende Bevölkerung Berline außerordentlich wichtige Frage Erwägungen anstellen will." Swedmäßig wäre es uns erschienen, wenn der Magistrat auch der Stadtverordneten Verſammlung Gelegenheit gegeben hätte, in die von ihm eingesezte Kommission Delegierte zu setzen. Aus dieser Körperschaft hätten geeignete Kräfte die etwa vorhandenen Bedenken gewiß ohne sonder liche Anstrengung zerstreuen tönnen. Die Masern im Obdach. Es erfolgten auch gestern 4 Fälle Um eine weitere Verbreitung von Majernertrankungen. der Strankheit möglichst zu verhüten, find 21 Familien mit 64 Köpfen von den andren streng getrennt worden. 0 Die Herren Direktoren Gebrüder Herrnfeld( Inhaber des Ges brüder Herrnfeld Theaters) haben den Ertrag einer am vorigen Arbeiter Bildungsschule. Heute abend 7 Uhr im Englischen Mittwoch stattgefundenen Benefizvorstellung für das Familienobdach Garten", Alexanderstraße 27 c, Vortrag des Ingenieurs mit 550 M. persönlich überreicht und es konnten dadurch 22 Familien B. M. Grempe über Verbesserungen im Verkehrswesen. Im mit je 25 D. derart unterstüßt werden, daß es ihnen mit Hilfe der Lehrplan ist eine Aenderung eingetreten. Dienstags- Unterricht nicht von der Obdachverwaltung selbst überwiesenen Unterstützung möglich wie angegeben Dr. Jtelson, sondern Dr. Gerstmann in Natur- wird, sich eine Wohnung zu beschaffen und die drückende Sorge für den Mietszins auf einige Monate los zu werden. P. Erkenntnis. Weißenfee. Dienstag findet bei Sengbeil, Königchaussee, die Generalversammlung des socialdemokratischen Arbeitervereins statt. Auf der Tagesordnung stehen Organisationsfragen und Wahlen. Lokales. Zur Nachwahl im 6. Wahlkreise. Der Antisemitismus erscheint den rechtsfreifinnigen Herren denn doch nicht ganz geheuer. In einem Leitartikel beteuert die Voss. 8tg." am Sonnabendabend, daß von einer Unterstützung des antisemitischen Kandidaten Ulrich nach wie vor schlechterdings teine Rede" sein könne. " G hatte, und wurde von diesem Schuhmann, obgleich er Auch die Barbiere und Friseure von Moabit haben bes schloffen, vom 1. November ab, mit Ausnahme der Sonnabende, ihre Geschäfte abends neun Uhr zu schließen. die gleichmäßig, ähnlich den Fensterpuzern gekleidet find, erhält für Arbeiter betrieben werden. Jeder dieser angestellten Scherenschleifer, jeden Tag ein bestimmtes Revier zugeteilt und bekommt die Hälfte der Einnahmen. Die Kassenkontrolle wird ausgeübt durch Billets, welche das Publikum erhält. Oeffentliche Belobigung. Der Arbeiter August Geschwandtener aus Berlin, Waldstraße 48, hat im Juni d. J. den Knaben Buttler aus Berlin vom Tode des Ertrinkens im Schiffahrtskanal bei Blößensee errettet. Der Regierungspräsident zu Potsdam bringt jetzt diese von Mut und Entschlossenheit zeugende That" lobend zur öffent lichen Kenntnis. Vor den spanischen ,, Schahgräbern" warnt jetzt auch die Regierung zu Potsdam. den 47 Jahre alten früheren Fuhrherrn August Kreßner in den Tod Der Rückgang in seinen wirtschaftlichen Verhältnissen hat getrieben. Streßner verlor fein Geschäft, nachdem es infolge seiner Trunksucht mehr und mehr zurückgegangen war, schließlich ganz und ernährte sich zuletzt als Subfütterer in einer Molkerei in der Swinemünderstraße 23. Seine Frau war unterdessen in der Frrenanstalt zu Dalldorf gestorben. In der letzten Beit zeigte der Mann ein tiefsinniges Wesen. Heute morgen um 6 Uhr fand ihn eine Frau aus dem Hause als Leiche an der Bodenthür hängen. In der Apotheke vom Tode ereilt wurde gestern nachmittag eine unbekannte Frau in der Luisenstraße 13. Sie brach plötzlich zusammen und starb nach wenigen Minuten, wahrscheinlich an einem Schlaganfall. Seinen Verlegungen erlegen ist der 27 Jahre alte Maurer Albert Gadow aus Ruhlsdorf, der am 5. d. M. vor dem Hause Landsbergerstr. 8 von einem elektrischen Straßenbahnwagen der Linie Morißplaz- Central- Viehhof überfahren wurde und schwerverletzt im Krankenhause am Friedrichshain Aufnahme fand. Juliane Misch, geb. Lorenz, aus der Gubenerstr. 16/17. In der Nähe der Lazaruskirche fiel sie plöglich um und gab auf der nächsten Unfallstation alsbald ihren Geist auf. Die Verstorbene litt an Atemnot. Borher war Eine Sihung der Stadtverordneten Versammlung findet in dieser Woche nicht statt. Die Armeulaften von Berlin sind nach der neuesten Zusammenstellung des Direktors des Hamburger Armenwesens Dr. Bruehl nicht nur absolut, sondern auch relativ die größten von allen deutschen Staaten. Nach Abzug der Einnahmen mit 621 486. verbleiben mehr als 141/2 Millionen Mark Ausgaben. Auf den Kopf der Bevölkerung entfallen nach dem Stand von 1897/98 Auf der Unfallstation gestorben ist die 49 Jahre alte Frau 8,48 M., ein Betrag, dem sich nur Hamburg mit 7,76 M. nähert. An dritter Stelle steht Danzig mit 5,88 m. 20 deutsche Städte, die größer als Danzig find, haben geringere Armenlaften. Ueber 4 M. auf den Kopf haben, noch Krefeld mit 4,38 M., Düsseldorf mit 4,14 M. und Botsdam mit 4,16 M. Sehr verschieden sind die Bei dieser Stellungnahme kommt der Voss. Stg." allerdings eignen Einnahmen der Armenverwaltungen. So nimmt Köln aus Eine Gabel und einen Theelöffel verschluckt. Eine seltene eins zur Hilfe, nämlich die bodenlose Ungeschicklichkeit des feinen Stiftungen 845 000 m., 224 000 m. mehr als Berlin ein. Operation fand im Oberlin- Krankenhause in Nowawes statt. Aus Antisemitismus, der es einem annähernd auf Reinlichkeit haltenden Mehrere Städte erzielen sogar Ueberschüsse aus den Armen bem Wagen eines Dienstmädchens wurden eine große Gabel und ein Theelöffel entfernt. Dieselbe schwierige Operation erfolgte schon Liberalen außerordentlich schwer macht, sich ihm, sei es verschämt verwaltungen, so Straßburg, Lübeck und Hanau. einmal im Juli d. J. und verlief beide Male glücklich. Das oder unverschämt, im Wahlkampfe anzuschließen. Auch ein Beitrag zur Selbstverwaltung. In der gestrigen Mädchen gab an, die gefährlichen Gegenstände jedesmal deshalb verSchon vorgestern haben wir auf die neuesten Sentenzen des Sigung der Berliner Waisenräte tam ein charakteristischer Fall zur schluckt zu haben, um berühmt zu werden. Antisemitenheros Graf Büdler hingewiesen. Einige Citate aus Sprache. Ein Waifenratsmitglied hatte in gefeßmäßiger Ausübung Feuerbericht. Sonnabendmittag hatte Schönhauser Allee 78 dem ausführlichen Bericht, den die Staatsb.- 3tg." über die legte feines Amts einen Schumann Schulze zu besuchen, der ein ein Lager Hobelspähne Feuer gefangen, zu deffen Beseitigung längere Borstellung des geliebten Grafen bringt, geben ein Bild von der Haltefind, ein sogenanntes Kind hoher Geburt", in Pflege geit mit einem Rohre Wasser gegeben werden mußte. Geistesverfassung nicht allein des schnurrigen Redners sondern auch sich ihm gegenüber durch Bestallung und die gerichtlichen Atten Naunynstraße 56 in einer Tischlerei ein Brand abzulöschen, der die des Publikums, das seinen Bravourarien jubelnden Beifall spendet. legitimierte, nicht nur in der Ausübung seiner Amtspflicht ge- Wehr ebenfalls lange beschäftigte. Frankfurter Allee 108 brannte Freitagabend hatten Wir wählen folgende Blüten: hindert, sondern obendrein zum schleunigen Verlaffen der zur felben Zeit alter Hausrat im Keller. Wenn es also besser werden soll bei uns, und wenn wir der Wohnung aufgefordert, einer Aufforderung, der der Waisenrat, Müllerstraße 175, Ede Fennstraße, im Schaufenster des Kaufhauses revolutionären Bewegung mit Erfolg entgegentreten wollen, ein alter würdiger Bürger, natürlich unverzüglich nachfam. Bachmann Gardinen und Stoffe Feuer gefangen, das eine starke dann müssen wir vor allen Dingen den jüdischen Der betreffende Waisenrat erstattete ordnungsgemäß über den Berqualmung des Treppenhauses und dadurch eine Beunruhigung Socialistenführern auf den Kopf schlagen, sonst Borfall Anzeige und ersuchte, das Haltekind einem Pfleger zu über der Mieter herbeiführte. Die Feuerwehr beseitigte jedoch in turzer welſen, der der gefeßlichen Ueberwachung keinen widerstand Zeit die Gefahr. Bald darauf erfolgten Alexanderstraße 40 und kann von einer Besserung, von einem Stüdgange der Revolution entgegensegt. Obgleich bereits alle verwaltungsbehördlichen und Holzmarktstraße 69 Kellerbrände, die Papier und Backmaterial eingar keine Rede sein; ich bin der Ansicht, daß es viel beffer ist, gerichtlichen Instanzen bis zum Regierungspräsidenten durchlaufen äscherten. wenn einige Juden auf der Straße liegen, als daß find, hat der Waisenrat nichts weiter erreicht, als daß ihm mitdiese traurigen Verhältnisse noch länger andauern, und unsre Hoch- geteilt ist, der Schutzmann Schulze sei, belehrt" worden; worüber verehrten Fürsten fortwährend in der größten Gefahr schweben diese Belehrung" erfolgt sei, ist dem Waisenrat nicht mitgeteilt, daund nie mehr ihres Lebens froh werden können. gegen befindet sich das Kind hoher Geburt" noch immer Man wird begreifen, daß so viel Blutrünstigkeit dem ruhigen in Pflege des Schumanns Schulze, der mun seinerseits den Waisen Bürger wider den Strich gehen muß und daß es ihm sehr starke infolge dessen das Waisenratsmitglied vor dem ersuchenden Richter rat wegen Hausfriedensbruch denunziert hatte, Ueberwindung tosten wird, für einen Parteigenossen des Dresch Ueberwindung tosten wird, für einen Parteigenossen des Dresch hat erscheinen müssen und weitere Ungelegenheiten hatte, bis Schuß grafen zu votieren. Womit nicht gesagt sein soll, daß der Haß mann Schulze auf Wunsch seiner vorgesetzten Behörde sich zur Zurüd gegen die Arbeiterschaft manchen Freisinnsmann nicht auch übernahme des Strafantrags herbeiließ. Die betreffende Waisenratsdiesen Stein des Anstoßes hinwegklettern heißt. tommission, die sich nunmehr an den Minister des Innern wenden Wie dem nun auch sein möge, unser Dreschgraf sorgt in seiner will, hat vorläufig alle Pfleglingsbefuche eingestellt und regte in der plumpen Thorheit auch dafür, daß der blind gehaßten Socialdemokratie Sigung an, daß, falls nicht entsprechende Remedur eintrete, alle neue Scharen zugeführt werden. In dem erwähnten Bericht der Berliner Waisenräte ihr Amt niederlegen sollten. „ Staatsbürger- Zeitung" findet sich u. a. folgende Sentenz von ihm: Das Hofmannhaus in der Sigismundstraße, das den Bedürf Für den Antrag, sofort die Erlangung der Stadtrechte zum Wer noch Haus und Hof und einen ganzen Rock befizt, wer niffen der Chemischen Gesellschaft dient, deren Vorsitzender der 1. April 1901 nachzusuchen, erklärte sich auch der Gemeindevorsteher immer noch was Ordentliches berbient, der wird nicht Chemiker Hofmann bis zu seinem 1892 erfolgten Tode war, ist am mit Rüdficht auf die gesteigerten Ansprüche, die eine so große Wer gestrigen Sonnabend feierlich eingeweiht worden. Die Deutsche waltung an den Einzelnen stelle. Die an den Kreis zu zahlende so leicht Socialdemokrat; wer jedoch nichts mehr befißt, Chemische Gesellschaft ist im Jahre 1868 unter den Aufpicien Abfindungssumme wird nach genauer Berechnung 101 300 M. beauch nicht genügend verdient für sich und für seine.. v. Hofmanns gegründet. A. W. Hofmann war ihr erster tragen. Familie, der ist natürlich sehr empfänglich für die Lehren der Ne- Präsident und gehörte bis zu seinem Tode ihrem Vorftande ununter- Einem Konfortium( Regierungsbaumeister Birnbaum u. a., die volution und geht mit Freude über in das rote Lager. brochen, teils als Präsident, teils als Vicepräsident an. Die Gesell- früheren Besitzer der südlichen Vorortbahn) wurde von der Vertretung Aus den Nachbarorten. Neu- Weißensee. Die Jahresrechnung pro 1899/1900 weist in einzelnen Zweigen der Gemeindeverwaltung bedeutende Etatse berichreitungen auf. Diese Ueberschreitungen find jedoch beschlossen worden. Aus diesem Grunde wurde in der legten Sizung nur in feltenen Fällen von der Gemeindevertretung bewilligt oder der Vertretung die beantragte Decharge der Gemeineverwaltung nicht erteilt, sondern befchloffen, lepterer aufzugeben, dafür zu sorgen, daß in der nächsten Sizung über die schon erfolgte Bewilligung der einzelnen Mehr- Ausgaben Klarheit herrsche. Die Gemeindeverwaltung darf unter feinen Umständen über die Gemeindevertretung hinweg größere nicht im Etat vorgesehene Ausgaben machen. Der Bau einer Straßenbahn von Lichtenberg nach Franzöfifch- Buchholz Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Montag, über Weißensee genehmigt. Der abzuschließende Bertrag befagt u. a., ben 22. Oftober, abends 8%, Uhr, in den„ Arminhallen", Kommandantendaß wenn die Gesellschaft den Betrieb während 15 Tagen in einem ftraße 20: Bortrag. Beitraum von 150 Tagen nicht aufrecht erhalten könne, die abends 812 Uhr, bei Scheer( Wilhelmsgarten), eine öffentliche Versammlung Köpenid. Den Vorständen zur geft. Kenntnis, daß am Mittwoch, Gemeinde berechtigt sei, den Betrieb in eigne Verwaltung aller Berufe stattfindet, und ersuchen, diesen Tag keine Versammlung abzu zu übernehmen; ausgenommen bei Ausbruch von Krieg, halten. Das Gewerkschaftskartell für Köpenick. Aufruhr und Streits. Mit dem Antrag, das Wort Streits" zu streichen, tam der Genosse Taubmann bei der Mehrheit der Vertretung schön an. Nach Ausspruch des anscheinend sehr gut in solchen Dingen informierten Gemeindevorstehers find es bei den Streits der Straßenbahnangestellten gerade die Beamten selbst gewesen, welche die Ausschreitungen begingen; mithin müsse der Streit mit im Vertrag stehen. Schließlich wurde noch mitgeteilt, daß die Regierung den seiner Zeit gestellten Antrag um Vermehrung der Pferdemärkte abschlägig beschieden hat. Der bis jezt auch an Sonntagen früh abgehaltene Wochenmarkt soll in Zukunft in Wegfall kommen. Adlershof. In der letzten Gemeindevertreter- Sigung war Beschluß zu fassen über die Heranziehung mehrerer Betriebsgemeinden zu den Schulunterhaltungs- Kosten des Orts. Bekanntlich besteht die Bevölkerung von Adlershof fast ausnahmslos aus Arbeitern, die zum allergrößten Teil in Berlin und in andern Orten beschäftigt sind. Es ist daraus klar ersichtlich, daß Adlershof, indem ihm einerseits infolge der großen und weniger steuerkräftigen Einwohnerzahl besonders große Schulausgaben erwachsen, andrerfeits das Fehlen der betr. Arbeitgeber als größere Steuerzahler zur Mitdeckung dieser Ausgaben zu beklagen hat. Vermischtes. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Jedoch können Herrschaften ihre Dienstboten beim Abonnementsverein, Brückner. Eine eigentliche Dienstboten- Krankenkasse giebt es hier nicht. Mohrenstr. 34, gegen Krankheit versichern. Der Jahresbeitrag stellt sich auf 7,50 m. Zwei Wettende, Fischer Schlemp. Großbritannien hatte 1897: 881 Schiffe mit 2676 Geschügen, während Japan nur 213 Schiffe mit 545 Kanonen hatte; Japan hat also noch lange nicht so viel Schiffstanonen, wie England Kriegsschiffe hat. Theaterfreunde. Bis 1881 hieß das Deutsche Theater FriedrichHerr Oberstaatsanwalt Woytasch in Naumburg, der sich in Magdeburg, Halle und Erfurt durch Veranlassung einer Reihe von Prozessen gegen socialistische Zeitungen mit aufsehenerregenden Wilhelmstädtisches Theater. Dann eröffnete L'Arronge es unter seinent Verurteilungen in empfehlende Erinnerung zu bringen wußte, ift iezigen Namen. gestorben. Witterungsübersicht vom 20. Oftober 1900, morgens 8 1hr. Gratis- Weinlese für die Arbeiterkinder in Zürich. Menschen- und Jugendfreund in Zürich lud vorige Woche durch unser Parteiblatt, das" Volksrecht", die proletarische Jugend der Stadt Bürich ein, sich in seinen Rebbergen mit ca. 40 Hektolitern Weintrauben gütlich zu thun. Darauf folgten am Sonnabend viele Stationen Hunderte Arbeiterkinder der freundlichen Einladung und aßen sich einmal an Weintrauben satt. Der Jugendfreund ist der Präsident des Züricher Tierschutzvereins, Namens Suter. Wie befremdlich muß solches sociale Empfinden den deutschen Samburg Durchschnittsbourgeois anmuten! Briefkasten der Expedition. Zinkgieker und Stürzer. Wir bitten um Angabe der Adresse des Wochen: Spielplan. Die Gemeindevertretung hat daher seiner Zeit unter dem Druck der Verhältnisse und dem bestimmten Wunsch des Ministers die Klage auf entsprechenden Zuschuß gegen eine größere Betriebsgemeinde angestrengt. Diese Klage wurde jedoch abgewiesen und Raffierers. der Gemeindevertretung anheimgegeben, gegen alle in Frage kommenden Betriebsgemeinden zusammen flagbar zu werden. Es wurde denn auch demgemäß beschlossen; doch soll vorher das Einverständnis des Ministers eingeholt werden, um sich, da der größere Teil der Vertretung der Angelegenheit sehr pessimistisch gegenüber steht, auch der Kosten wegen den Rücken zu decken. Das Resultat dieser Klage ist jedenfalls, gleichviel wie es ausfällt, von größter Bedeutung. 3 Es sei hierbei gleich mitgeteilt, daß demnächst in dieser Angelegenheit in allen Haushaltungen Listen herumgehen werden, die Anfragen über die Zahl der Kinder, Arbeitsort der Eltern usw. enthalten, und liegt es im Interesse der Eltern selbst, diese Frage bogen gewissenhaft auszufüllen. Unter Geschäftlichem wurde dann die Anfrage gestellt, ob Vers eine oder Gemeindemitglieder zur Stellung von Anträgen berech tigt seien. Die Debatte war, wenn es auch zu keinem Beschluß tommen konnte, eine lebhafte. Die Gemeindevertreter Hansen und Noad lehnten sich stark dagegen auf; es wäre eine grenzenlose Ueberbürdung der Vertretung; die Mehrheit war natürlich der Ansicht, daß den Steuerzahlern neben Pflichten auch Rechte zustehen, und daß man als Gemeinderatsmitglied die Verpflichtung zur Mitarbeit übernommen hat, selbst wenn tagtäglich Sigungen stattfinden. = Von einem plöhlichen Tod ereilt wurde gestern abend um 614 1hr der Generalmajor z. D. v. Berendt, als er in seiner Eigenschaft als Mitglied des Charlottenburger Magistrats einer Sigung des Revisions Rechnungsausschusses beiwohnte. Herr b. Berendt flagte bereits auf dem Wege zum Rathaus über Unwohl fein. Als er das Sigungszimmer betrat, verschlimmerte fich sein Zustand dermaßen, daß auf Veranlassung des Bürgermeisters Matting zu dem in der Nähe wohnenden Arzt Dr. Walter geschickt wurde. Dieser tam auch sofort, konnte aber dem Erkrankten feine Hilfe mehr bringen. Herr v. Berendt starb nach wenigen Minuten, nachdem der Arzt eingetreten war. Ein Herzschlag hatte seinem Leben ein Ende gemacht. Allen Freunden und Bekannten zur Mitteilung, daß mein lieber Mann, der Maurer Friedrich Geist, am Donnerstag verstorben ist. Die Beerdigung findet am Montag, den 22. d. Mts, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des Luisen- Kirchhofs, Bergmannstraße, aus statt. 611b Die trauernde Witwe und Kinder. Verein zur Wahrung der Intereffen der Maurer Berlins und Umgegend. Todes- Anzeige. Sonntag 21. Montag 22. Opernhaus Die Afrikanerin Der Freischüß Schauspielhaus Neue Oper ( Kroll) Deutsches Theater 3. 100. Male: Wie die Alten fungen. Dienstag 23. Cosi fan tutte Barometers stand mm Windrichtung Windstärke Wetter Swinemde. 765 3woltig 766 WSW 1Nebel Berlin 766 NW 2wolfenl Frantf./M. 767 NO München 765 SO 3 bedeckt Wien 1heiter 766 Still- bedeckt Temp. n. T. 5°.= 4° R. Stationen 7 Haparanda 5 Petersburg 3 Cort 1 Aberdeen 4 Baris 5 Barometer stand mm Wind richtung Windstärke Better 771 NNW 2woltig 7709 Temp. n. 6. 15° G.= 4° R. 11900 15lb. bed. 7 767 WSW 1wolfent Wetter Prognose für Sonntag, den 21. Oktober 1900. Ziemlich trübe, kühl und nebelig mit geringen Niederschlägen und schwachen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Mittwoch Donnerstag Freitag 24. 25. Ring d. Nibelung. 2. Abend: 1. Abend: Das Rheingold G. Vließ I. Abt. Das gold. Vließ Gastfr. II. Abt.| III. Abteilung Die Argonauten Medea Die Flederutaus 26. Sonntag 28. Mignon Evangelimann Ring b. Nibelung. Ratskeller Was ihr wollt ( Frau Paula Der wilde Reutlingen Matinee der M. Sembrich Die Fledermaus Meining. Hoffap. Ab.: Der Mikado Rosenmontag Nachm.: Die Weber Johannisfeuer Johannisfeuer Johannisfeuer Rosenmontag Sonnabend 27. Die Walküre Phant. i. Bremer 3. Abend: Siegfried Der wilde Reutlingen Der wilde Reutlingen Conrad a. Gaft) Der wilde Reutlingen ( M. Sembrich) Ital. Oper Der Mikado Der Mikado Rosenmontag Rosenmontag Il Barbiere di Siviglie Der Biberpelz Der Mikado I Puritani Rosenmontag Hedda Gabler Rosenmontag Leffing: Theater. Johannisfeuer Johannisfeuer Morituri Johannisfeuer Die Ehre Die strengen Herren Die strengen Herren Schiller: Theater Die Orientreife Das Glück im Winkel Faust I. Teil ( 1. Abend) Die goldene Eva Theater des Westens Seceffions: Bühne Der Der Bettelstudent Berliner Theater Urania: Theater Die strengen ueber unsre Kraft Herren Die strengen Herren Faust I. Teil ( 2. Abend) Undine Hoffmanns Erzählungen Waffenschmied Die Bildschniger Die Bildschniger Daheim Der Bär Hoffmanns Erzählungen Der Thor Daheim Der Bär und der Tod Hockenjos Der Thor und der Tod Auf den Wog en Auf den Wogen Auf den Wogen des Oceans des Oceans des Oceans Der Thor und der Tod Hockenjos Käthe Die streng Herren Die strengen.: Pr. Friedrich Herren Faust II. Teil von Homburg Fauft II. Teil ( 1. Abend Barb. v. Sevilla ( Sign. Maria Barrientos) Die Bildschniger Daheim Der Bär ( 2. Abend) Bar und Zimmermann Der Thor und der Tod Hockenjos Das Glüc im Winkel Hoffmanns Erzählungen Nm.: Martha Der Thor und der Tod. Hockenjos N.: Der gn. Herr Hockenjos Eine Wanderung Eine Wanderung Eine Wanderung Eine Wanderung durch d. Weltaus: durch b. Weltaus: durch b. Weltaus- durch d. Weltausstellung in Paris stellung in Paris stellung in Paris stellung in Paris] Central Theater. Alle Abende: Die Geisha. Montagabend: Der griechische Sklave. Ständiges Repertoire: Residenz Theater. Alle Abende: Die Dame von Maxim. Friedrich Wilhelmstädtisches Theater. Alle Thalia Theater. Alle Abende: Der Liebesschlüssel. Abende: Der Tugendring. Bellealliance Theater: Alle Abende: Gastspiel der Tegernseer: Die schöne Millibäuerin von Tegernsee. Weiß- Theater. Alle Abende: Müller und Schulze auf der Pariser Weltausstellung. Sonnabend: Rübezahl und die geraubte Prinzessin. Achtung! Achtung! 3 = Cementierer u. Berufsgenossen. Laut Versammlungsbeschluß vom 17. b. M. ist die Sperre über die Deutsche Gementbau- Gesellschaft aufgehoben. Den Kollegen zur Kenntnis, daß unser treues Mitglied Ernst Knebel 57/17 infolge eines Unfalls am 16. d. Mts. gestorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, nachmittags 4 Uhr, von Metallarbeiter- Verband. ber Reichenhalle der HimmelfahrtsGemeinde Nordend Nieder Schön hauſen aus statt. Deutscher Todes- Anzeige. Mittwoch, den 17. Oftober, verstarb nach langem Leiden unser langjähriges Mitglied, der Gürtler Hermann Krüger. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonntag, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des St. Elisabethkirchhofs in der Prinzenallee statt. 121/1 Die Ortsverwaltung. Danksagung. Für die uns zu Teil gewordene Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Treffpunkt um 2 Uhr Swinemünder: straße 26 bei Frmert. 130/1 J. A.: Franz Kroemer, 1. Schriftführer. Verband der Zapezierer und verwandter Berufsgenossen. Bureau: Engel- Ufer 15. Dienstag, den 23. Oktober, abends 29 Uhr: Filiale Berlin. Kombinierte Versammlung in den„ Arminhallen", Kommandanteustraße 20. Tages Ordnung: b. 2 Mt. 1. Bericht der Ortsverwaltungen und der Agitationskommission. Bühne garantiert gut 2. Bericht des Delegierten zur Gewerkschaftskommiſſion und Neuwahl von Reparaturen in 2 Stund. Plombieren von 1 M. an. Zahnziehen schmerzlos! Sprechzeit 8-8. zwei Delegierten. Mitgliedsbuch legitimiert. 178/19 Die Verbandsleitung. Sonntags 8-4. Verein der Maschinisten, Heizer n. Berufsgenossen Berlins Blumenstraße 25, R. Lange, Ede Martusstraße. Berlin S.W., Teilnahme und reichen Kranzspenden Jul. Michow, Friedrichstr. 6. bei der Beerdigung meines lieben Manns, unfres Vaters 615b August Blankenburg fagen wir allen Verwandten, Kollegen fowie dem Gefangverein der Puzer unfren herzlichsten Dank. Die trauernde Witwe nebst Kindern. Nen! Für Mk. 6,50. Neu! Erstes Geschäft vom BelleAlliance- Platz. und Umgegend. Sonntag, den 21. d. M., nachmittags 5 Uhr, in Cohns Festsälen, Beuthstr. 20, General- Versammlung. Tages Ordnung: Kaffenbericht, Bericht der Revisoren sowie des Staatspreis u. goldene Kollegen Holz über den von ihm bis 1./10. cr. geführten Arbeitsnachweis. Beschlußfassung über die von der Fünferkommission gestellten Anträge. 139/2 Medaille für hervor: ragende Leistungen in der Kanarienzucht der ff. Harzer Hohl und Klingelroller, Lieder pfeif. Dompfaffen. Gr. Auswahl gut fprech. Papageien, in- u. aus: ländische Vögel. Alle Arten Käfige u. Utenfilien für Vögel. Spec.: Der Vorstand. Achtung! Stuccateure. Montag, den 22. d. M., abends 8 Uhr. im Lokal von Buske, Grenadierstr. 33, Filial- Versammlung. Tages Ordnung: V Carl Socialdemokrat. Verein zu Schöneberg. Montag, den 22. Oktober cr., abends 8 Uhr, im Saale von Obst, Grunewaldstr. 110, Vereins- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Parteigenossen Tost- Rirdorf über: Politik, Gewerkschaften und Konsum- Genossenschaften. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Der Vorstand. 15/11 Verein der Töpfer Berlins u. Umg. Mittwoch, den 24. d. M., abends 6½ Uhr, bei Herrn F. Wilke, Andreas- Str 26, Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Regelung der Unterstügung. 2. Gewerkschaftliches. 6135 Der Vorstand. Achtung! Töpfer. Mittwoch, den 24. Oktober cr., abends 6 Uhr, in Stecherts Festsälen, Andreasstr. 21, Oeffentl. Derlammlung der Filiale Berlin des Central- Verbands der Töpfer. Tages- Ordnung: 1. Bericht über den Stand des Fensterstreits. 2. Gewerkschaftliches. 196/11 Die Kollegen find verpflichtet, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Vorstand. Sonnabend, den 27. d. M., ist das Bureau nachmittags geschloffen. Sonnabend, den 27. Oktober, Engelufer 15, 1. Das Endresultat der Verhandlungen der gegenseitigen Rommission. in den gesamten Räumen des Gewerkschaftshauses, Wunder der Neuzeit ist Küchenstuhl Mars". Derselbe ist gleich Leiter, Hat Stiefelpuglasten, ist Kinderstuhl und ersett Blättböde 2c. Auch auf Abzahlung 50 Pf. pro Woche. Bestes doppelt gerein. 2. Gewerkschaftliches. Bitte Postfarte. R. Klahre, Bogelfutter. Ausstopfen aller Tiere. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht der Kollegen, Büschingstr. 17.( D. Reichspatent.)( Geschäftsprincip strengste Reellität.) zahlreich und pünktlich zu erscheinen. 179/9 Der Vorstand. + Samariter- Kursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Morgen, Montag, abends 9 Uhr, findet die II. Uebungsstunde in der Centrale Dresdenerstr. 45 ftatt. Vortrag über Physiologie. Neue Mitglieder können noch eintreten. Gäste willkommen. 155/13 Der Vorstand. Freie Vereinigung der Civil- Berufsmusiker Berlins und Umgegend. Dienstag, den 23. d. M., vormittags 11 1hr, bei Schulz, Grenadierstraße 33: Außerordentliche General- Versammlung. Tages Ordnung: Bericht der Tariffommission über den allgemeinen Tarif der Berliner Musiker und Beratung desselben. Um pünktlichen und zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. Montag, den 22. Oktober, abends 8%, Uhr, Naunynftr. 27 bei Herrn Graumann: General- Versammlung. Tages Ordnung: Gr. Herbstvergnügen der Töpfer Berlins ( 196/12 bestehend in Konzert und Ball, unter Mitwirkung des Gesangvereins Liedertafel Freie Sänger( M. d. A.-S.-B.), des Mundharmonikaklubs Immerfroh und des Berliner Ult- Trios. Ronzert ausgeführt von Civilberufsmusikern unter Leitung Behnfeld. Der Vorstand der Filiale Berlin. 1. Abrechnung vom 3. Quartal 1900 und Stiftungsfeft. 2. Bericht der Anfang 7 Uhr. Agitationskommission. 3. Bereinsangelegenheiten. 142/16 Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. Achtung! Kistenmacher. Achtung! Montag, den 22. d. M., abends 8½ Uhr, Derlammlung im Lokale des Herrn Stechert, Andreasstraße 21. Tages Ordnung: 1. Ein Streifzug durch die Arbeiterbewegung, und was lehrt uns der Berliner Ressource, este" Streit? Referent: Sollege Judel. 2. Disfufion. 3. Det Streit bei Kommandantenstrasse No. 57. Hochelegante kleine und große Säle für 50, 100, 500 u. 1000 Personen faffend, zu Versammlungen, Vereinen und Festlichkeiten empfiehlt unter den coulantesten Bedingungeu T. IV. 9675. Seifert. 4. Wahl von drei Revisoren zur Streitabrechnung. 5. Verschiedenes. Das Erscheinen aller Kollegen ist notwendig. 95/16 Der Vorstand. Berliner Unions- Brauerei, Hasenheide 22 31. Lese- u. Diskutierklub Central. Sonntag, den 21. Oktober 1900, abends 6 Uhr, im Wedding- Kasino, Schulstr. 29: Vortrag des Herrn Dr. Bernstein über: Gegen schutzzöllnerische Ausbeuter. Nach dem Vortrag: Gemütliches Beisammensein u. Tanz. 100/3 Gäste willkommen. Eintritt 10 Pf. Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag, den 21. Oktober 1900, abends 7 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27 c: Vortrag des Ingenieurs P. M. Grempe über: Verbesserungen des Verkehrswesens. Säle sind an den Wochentagen für Vereine zu Festlichkeiten und Ver sammlungen sowie an beiden Weihnachts- Feiertagen zu Matinees zu ver: Nach dem Vortrag: Gemütliches Beisammensein a. Tanz. 54179* Adolf Stein. geben. 57979* Adolf Staudte. Eintritt inkl. Garderobe 20 Pf. 5/5 Achtung! VI. Wahlkreis! Achtung! Dienstag, den 23. Oktober 1900, abends 8½ Uhr: 5 öffentl. Volksversammlungen 220/19 in folgenden Lokalen: Königstadt, Schönhauser Allee 10-11. Referent: Stadtverordneter H. Borgmann. Berliner Prater, Kastanien- Allee 7-9. Referent: Stadtverordneter Bruns. Hensels Salon, Invalidenstr. 1. Referent: Der Kandidat des Kreises G. Ledebour. Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23. Referent: Reichstags: Abgeordneter P. Singer. Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47-49. Referent: Reichstags- Abgeordneter Fr. Zubeil. Tages Ordnung in allen Versammlungen: Die bevorstehende Reichstagswahl und das Verhalten der bürgerlichen Parteien. Recht zahlreichen Besuch erwartet Das socialdemokratische Wahlkomitee. Sechster Wahlkreis( Schönh. Vorstadt). Grosses Herbst- Vergnügen Orts- Krankenkasse Verein für Frauen u. Mädchen d. Schneider, Schneiderinnen Order Arbeiterklasse. u. verw. Gewerbe zu Berlin. in den Arminhallen, Kommandantenstrasse 20: Vortrag von Frl. Fanny Jmle Laut§ 66 des Statuts bringen wir den Mitgliedern zur Kenntniß, daß Gäste willkommen. den 22. Oktober, abends 8 Uhr, 55/18 die achte Abänderung zum Statut vom über: ,, Die Arbeiterin in der deutschen Gewerkschaftsbewegung". Bezirksausschuß genehmigt worden ist; 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. daher ist die fünfte Abänderung zum Der Vorstand. Statut vom 5. Juni 1899 aufgehoben und der§ 20 des Statuts vom 28. März 1894 wieder hergestellt worden. Der§ 52 Absatz 2 ist dahin ab: geändert, daß die Delegiertenwahlen Volks- Versammlung am Mittwoch, den 24. Ottober, abends 8 Uhr, im November jeben Jahres ftatim großen Saal der Arminhallen, Kommandantenstraße 20. finden und die erste ordentliche Generalversammlung im Januar. Berlin, 21. Oftober 1900. Der Vorstand. [ 5806 Frau Reimann, Vorsitzende. Orts- Krankenkaffe der Kürschner und verwandter Gewerbe zu Berlin. Mittwoch, den 24. Oftober 1900, abends 81/2 Uhr, Tages Ordnung: 1. Jahresbericht der Vertrauensperson und Neuwahl derselben. 2. Bericht über die Frauenkonferenz in Mainz. 3. Bericht über den Internationalen Kongreß in Paris. Referentinnen Gen. Ihrer und Zetkin. 1/12 Zahlreichen Besuch dieser wichtigen Versammlung erwartet Die Vertrauensperson der Frauen. III. Wahlkreis. Sonntag, den 21. Oktober, abends 6 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, 1 Treppe: in d. Königssälen, Neue Königstr. 26, Vortrag des Herrn Dir. Pauly über: Feuerbestattung Saal- Eingang Wadzeckstr. 11/12: mit Vorführung eines Modells des Verbrennungsofens. Nach dem Vortrag: Gemütliches Beisammensein. Entree inkl. Garderobe 20 Pf. Wahlversammlung der Herren Arbeitgeber, welche Beiträge aus eignen Mitteln zur Kaffe zahlen. Tages Ordnung: Wahl von 60 Delegierten auf 2 Jahre. veranstaltet von socialdemokrat. Parteigenossen der Schönhauser Vorstadt am Sonnabend, den 3. November 1900, abends 8 Uhr, im Berliner Prater, Kastanien- Allee 7-9, bestehend aus Konzert, künstlerischen Aufführungen und Tanz. NB. Da das Komitee keine Mühe und Kosten gescheut hat, um den Parteigenossen etwas felben Lokale, abends 9 Uhr: Gutes zu bieten, so erwartet recht zahlreichen Besuch Das Komitee. Waldeck Manasse 220/18 I. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Martha Manasse, geb. Heinze, Vermählte. Dienstag, den 23. Oktober 1900, bei Beier, Fischerstraße 25: 15. Oktober 1900. Friedenstr. 13. Kommunalwähler- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Die bevorstehende Kommunalwahl. Referent: Waldeck Manasse. 2. Diskussion. 208/3 Aufstellung eines Kandidaten. Zahlreicher Befuch erwünscht. Das Komitee. Socialdemokratischer Wahlverein für den dritten Berliner Reichstags- Wahlkreis. Mittwoch, den 24. Oktober, abens 8 1hr: General- Versammlung im Lokal ,, Dresdener Cafino", Dresdenerstr. 97. Tages Ordnung: An demselben Tage und in dem 240/19 Deutsch. Metallarbeiter- Verband Sonnabend, den 27. Oktober, in Konzerthaus Sanssouci, Kottbuserstraße 4a: Wahlversammlung Herbst- Vergnügen der großjähr. Kaffenmitglieder. Tages Ordnung: Wahl von 120 Delegierten auf 2 Jahre. Mitgliedsbuch legitimiert. Bahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet Der Vorstand. Allen Freunden und Genossen die Mitteilung, daß ich mein neues Lokal eröffnet habe. 6316 August Fabra, Havelberger: J. A.: G. Seidenkranz, Vorsitzender, straße 17, Ede Quizowstraße. Georgenkirchstr. 14. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Mittwoch, den 24. Oktober, abends 8 Uhr, bei Keller, Koppenstraße 29: General- Versammlung. Tages Ordnung: Kaffenbericht vom dritten Quartal, Bericht des Vorstands, der WerkstattVerbandsangelegenheiten. arrangiert von den Gold- und Silberarbeitern. Grosse humoristische Soiree der beliebten Hoffmannschen Sänger in ihren Glanznummern. Zum Schluß: Fausts Nachlak. Nach der Soiree: Großer Ball. Herren, die daran teilnehmen, zahlen 50 Pfennig nach. Kaffeepause 1 Uhr. Anfang 8 Uhr. Programm- Billets a 30 Pf. find bei Firnkranz, Markusstr. 51; Brückner, Naunynftr. 66; Holtkamp, Fürstenstr. 20; Becker, Dresdenerstr. 18; Feistel, Waldemarstr. 17; Lohse, Stalizerstr. 10, sowie im Bureau, Engel- Ufer 15, 118/20 zu haben. Das Komitee. Meinen werten Stunden hiermit die ergebene Anzeige, daß ich mein Kontrollfommiſſion, der Bezirksleiter und des Arbeitsvermittlers, Anträge, Herren- und Damengarderobe- Geschäft Nur Eintritt mit Mitgliedsbuch. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. 1. Bierteljährlicher Bericht: a) des Vorstands, b) des Kaffierers. Branche der Korbmacher. 2. Diskussion. 3. Wahl des 1. Vorsitzenden. 4. Vortrag des Genossen Max Schütte über:" Das Socialistengesetz". 5. Diskussion. 6. Vereinsangelegenheiten. 240/ 20* Als Broschüre wird in diesem Vierteljahr das Mainzer Protokoll gegeben und gelangt dasselbe in der Versammlung zur Ausgabe. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. NB. Die Bahlstellen des Vereins befinden sich: Gottfr. Schulz, Admiral: Straße 40a( Rottbuser Blab); W. Börner, Ritterstraße 15; Martin Mescha, Adalbertstr. 24( Eingang Engel- Ufer); Emil Götte, Brandenburgstraße 18; A. Flick, Simeonftr. 23; Ernst Lier, Alte Jakobstraße 119; Franz Krüger, Naunynstraße 54. Montag, den 22. Oktober, abends 8½ Uhr, bei Wilke, Andreasstraße 26: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Wie verbessern wir unsre wirtschaftliche age? Ein Vorschlag zur einheitlichen Agitation unter den deutschen Korb: machern. 2. Branchenangelegenheit. 3. Verschiedenes. Da in dieser Versammlung event. weittragende Beschlüsse gefaßt werden, ift es Pflicht eines jeden Kollegen, zu erscheinen. Auch nichtverbands: Die Kommission. Der Vorstand. mitglieder haben Zutritt. Socialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Südost). Dienstag, den 23. Oftober, abends 8 Uhr, im Konzerthaus Sanssouci, Kottbuserstrasse 4a: General- Dersammlung Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstands. 2. Bericht des Rassierers. 3. Neuwahl des gesamten Vorstands. 4. Vortrag des Genossen August Täterow über:" Der Pariser Kongreß und die internationale Socialdemokratie". 5. Diskussion. 6. Vereinsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Zahlreichen Besuch erwartet 243/18 Der Vorstand. Diejenigen Mitglieder, welche bis inkl. Oktober ihre Beiträge bezahlt haben, erhalten das Mainzer Parteitags- Protokoll gratis. D. O. Socialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Often). Am Dienstag, den 23. Oktober cr., abends 8 Uhr, Große Frankfurterstraße 117: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bortrag. 2. Geschäfts- und Kassenbericht pro 1. Halbjahr 1900. 3 Statutenänderung. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. V. Wahlkreis. Socialdemokratischer Verein für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Freitag, den 26. Oktober, abends 81/2 Uhr, im Lokal ,, Rosenthaler Hof", Rosenthalerstr. 11-12: General- Versammlung. Tages Ordnung: 245/ 12* 1. Bericht des Vorstands, des Kassierers und der Revisoren, Neuwahl bes Gesammtvorstands. 2. Vereinsangelegenheiten. Nur Mitglieder haben Zutritt. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. Achtung! Parkettbodenleger. Achtung! Dienstag, den 23. d. M., abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshans, Versammlung. Engel- Ufer 15: Tages Ordnung: 1. Jahresabrechnung vom Oktober 1899 bis Oktober 1900 und Abrechnung vom Streit. 2. Wahl von drei Werkstatt KontrollkommissionsEs ist Pflicht, daß alle Kollegen erscheinen. Mitgliedern. 3. Branchenangelegenheit und Verschiedenes. 109/1 Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- llfer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Sonntag, den 21. Oktober 1900, vormittags 10 Uhr, im Lokal des Herrn Wetzel, Wrangelstr. 136: von der Skalitzerstr. 133 nach Prinzenstr. 17 berlegt habe. Es wird mein Bestreben sein, meine werte Kundschaft nach wie por reell zu bedienen. [ 5783] J. Wand. Kaffee! Kaffee! Billigste Bezugsquelle für Röstkaffee.( 5782L* Hochvorzügl. in allen Preislagen von 80 Pf. bis 2 M. per Pfd. Chaussee bei F. Max Schmidt, Strasse, Werkst. i. Hause. Lieferz. 12 St. genannt der Kaffee- Schmidt. Wer- Stoff- hat fertige ich Winterpaletot 20 Mt., warmes, weiches Futter, echt. f. Sammette ,, 2 Anpr., sauberste Arbeit. Garant.gut.Sig. Eskimos Floconé, Mtr. 7 Mr., reine Wolle, Gele: genheitskauf. Neu eröffnet en detall Nur reife, fabrikationsfertige Ware in allen Preislagen.[ 4546 en gros Roh- Tabak H. Kurnicker, Lothringerstr. 8, am Prenzlauer Thor. Rohtabak. Größte Auswahl. Billigste Preise. Guter Brand! Vorzügliche Qualität. S. Gröbel, Brunnenstraße 181 181 Muster sende franco Haus. Refte zu Winterhosen. 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Zahlreiches und pünktliches Erscheinen ist daher unbedingt erforderlich. 121/2 Die Ortsverwaltung. Möbel in gediegener Ausführung, auch auf [ 55939* Teilzahlung. Roh= Tabak E. Nauen iest Templinerstr. 3, nahe der Schwedterstraße. Rohtabake. Durch außerordentlich vorteilhafte Einkäufe offeriere zu den billigsten Breifen( guter Brand, vorz. Qual.); Prima Losgut, Umblatt u. Einl. 85 Pf. Sumatra u. Borneo, Deden Bollblatt, 125, 160, 180, 225, 250, 300, 350, 400, 450 Bf.; Javas 80, 85, 90, 95, 110, 120, 125, 130 Pf.; Vorstenlanden Deder 175 Pf.; Mexiko 250, 350 Pf.; Domingo 95, 100, 125 Pf.; Carmen 115, 120 f.; Felix Brasil 115, 120, 125, 135, 145, 180 Pf.; Uckermärker, gerippte Ginl., 85, 90ẞf.; Elsässer Bühlerthaler, flott brennend, Umblatt 75 u. 80 Pf. Gebrauchte gut erhaltene Widelformen 30 Pf. pro Stüd; neue Formen zu Originalpreisen.( 55432 Berlin C., E. Erbe, uguitir. 36, Hof p. H.& M.Lewent Roh- Tabak 131. Oranienstr. 131. Kollegen! In dieser Versammlung gelangen die Fragebogen zur: 14 Tage auf Probe bersende ich überall hin Achtung, VI. Wahlkreis! Verein deutscher Schuhmacher. ff. Harzer Kanarienvögel. Heute, Sonntag, den 21. Oktober, abends pünktlich 6½ Uhr, im ,, Kolberger Salon", Kolbergerstraße 23: Dersammlung des Bildungs- Vereins ,, Mehr Licht". Bortrag der Genoffin Srl. Fanny Imle über„, Ethik und Klassenkampf". Nachher: Geselliges Beisammensein mit Tanz. Entree 10 Pr. Gäste willkommen. Frankes Speisehalle Montag, den 22. Oktober, abends 8 Uhr, bei Herrn Pohl, Rosenthalerstraße 12: Mitglieder- Versammlung der Filzschuh- Arbeiter und Arbeiterinnen. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Kiesel über:„ Der Mann mit der Sade.". 2. Diskussion. 3. Berichterstattung über die stattgefundenen Differenzen bei Rosenberg u. Schweiger. 4. Verschiedenes. Montag, den 22. Oktober, abends 812 Uhr, Rombinierte Werkstätten- Konferenz der Kollegen der Maßgeschäfte im Lokal" Zum alten Dessauer", Artilleriestraße 32. 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472 733 854 997 223108 63 290[ 1000] 457 90[ 300] 616 69[ 3000] 734 67 849 224202 55 81 82[ 300] 98 383[ 9] 95 435[ 8000] 504[ 500] 605 967 225547 72( 1000] 88 Im Gewinnrabe verblieben: 1 Gewinn su 500 000 . 2 zu 200 000 Mt., 2 3 150 000 t, 2 an 100 000., 18 75 000 m., 2 50 000 E, 1 3 40 000., 10 au 30 000 t., 35 zu 15 000., 48 m 10 000., 97 an 6000 R 1415 zu 3000 1 1516 a 1000 R, 1798 a 600 102 180 St. Wolfgangs Tropfen überholen alle! 1.8iehung d. 4. Klaffe 203. Kgl. Preuß. Lotterie.[ 1000] 539 40 734 39 855[ 800] 83 900 10 Biebung vom 20. Ottober 1900, nachmittags Nur die Gewinne aber 280 lart find den betreffender Summern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 25 116 438[ 3000] 528 967[ 500] 91 1021 29 64 206 331 41 419[ 1000] 64 556 610 41 726 36[ 300] 62 950 73 2011 53 69 84 290 478 646 783 8166 216 31 41 79[ 500] 310[ 300] 53 96 494 747 865 984 4154 227 85 732 64 865 5190 368 491 626 48 90 729 857 71 969 77 6173 298 316 36 90 453 67 85 507 8[ 3000] 62 78 87 633 733 88 7249 416 514 774 847 962 8350[ 800] 419 514 27 701 904 5 9047 152 284 35 92 327 97 772 943[ 10000] 10123 326 536( 300] 57 636 782 878-977 11463 64 746 82[ 1000] 90 943 12085( 1000) 129 266[ 1000] 74 [ 500] 319 56 535 796[ 1000) 13275 79 90 411 77 954 56[ 1000] 14492 672 824 938 15015 266 77 323 44 59 480 507 874 16004 46 69 100 12 22 218 34 99 320 598 684 758 924 57 17007 149[ 1000] 229 31 46 405 6 19 557 617 87 88 788 78 18012 19 103 9 41 225 577 621 83 737 87 13001 974 19085 118 36 49 200 521 52 80 648 20108[ 300] 94 265 620 91[ 8000] 833 46 21047 147 317 414 62 585 676 960 2233[ 8000] 93 355 541 634 974 23195 342 408 74 623 24039 56[ 3000] 191 268 350 472 575 766 800 55 77 98 943 25053 209 908 27 63 26156 462 86 505 649 53 757 820 95 922 94 27331 62 70 526 990 28669 227[ 300] 73[ 10000) 29219 360 607 926 0057 317 37 89 553 604 868 82 31029 99 434 82 637( 300) 847 59 954 82006 40 91 238 374 443 98 556 625 798 874 928 83102 31 64 878[ 1000] 850 932 70 79 34053 110 46 93[ 300] 884 538 780 44 79 940 92 85167 [ 300] 90 370 76 400 555[ 300] 631 887 946 54 70 36116 60 292 387 1800) 414 514 39 82( 800) 644[ 800] 705 37 849[ 600] 87026 173 38 325 799 816 91[ 500] 88208 ( 500) 24 588 760( 500] 39106 87-463 96 506 860 72 40059 287 803 82 442 516 88 606[ 300] 25 68 80 763 84 41081 147 202 25 1500] 425 592 727 860 907 10 70 89 42048 53 64 144 220 325 643 73 892 43142 93 [ 500] 388 90 540 65 788 44036 114 32 345 79 756 841 ( 500) 97 45818 580 616 729 86 862 46004 90 104 224 56 91 669 749 942 50 47087 90 263 91[ 3000] 515 623 [ 1000] 26[ 3000] 814 911 48160 254 76 313 96 448 86 93 629 751[ 1000] 912[ 3000] 81[ 8000] 49484 559 603 45 749 58( 1000) 79 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1000] 512 19( 1000) 716[ 1000] 894 950 124011 301[ 300] 11 460 565 89 706 908 125031 32 180 463 550 673 13000) 740 63 68 71 126065 102 37 568 631 748[ 1000] 81 852 965 127007 184 219 598 614 15 128060 84 122 349 465[ 300] 511 698 748 884 967 92 129385 422[ 1000] 528 688 997 130000 22 82 105 75 392 414 46[ 3000] 648 768 [ 1000] 78[ 1000] 995 131240 478 672 861 132003 67 95 293 99 385 456 93 586 618 41 881 97 183025 28 64 288 415 39 80[ 600] 602 32 715 134005 6 115 294 379 509 59[ 300] 623 85 826 33 59 67 81 901 42 99 185165 386 447 67 70 136081 383 93 95 784 137027 269 91 331 74[ 500] 506 686 726 51 810 917[ 3000] 138279 312 532 42 46 84 749 853 943 50 139021 25 109[ 300] 299 330 59 68 506[ 800] 680[ 500] 724 804 81 961 140084 129 32 285 51 386 416[ 300] 704 13 69 88 892 141015 25 49 84 94[ 800] 285 317 541 659 73 722 [ 500] 850 98[ 500] 949 142007 74 443 80 646 778( 3000) 921 76 143097 216[ 1000) 453 621 27 51 804 95 955 144057 59 92 114 16 84 215 93 401[ 1000] 49 510 42 [ 8000] 43 54 63 888 933 42( 1000) 146157[ 500] 313 422 507 61 887 46 939 147304 29 87 456 780 955 148171 297 345( 500) 461 81 718 884 149380 150030 212 375 454 538 46 698 816 903 151132 50 90( 1000) 452 519 42 57 64 713 85 828 152223 98 368 82 999 153016 214 20 437[ 3000] 39[ 300] 600 6[ 500] 764 72 882 923 25 30 62 96 154078 106[ 3000] 816 622 98 778 824 960 80[ 300] 155059 482 590 665( 800) 714( 800) 812 30 76 156852[ 300] 84[ 500] 98 610 703 22 946 157125( 500] 70 302 31 600 81[ 3000] 975 158071 115 249 416 36 557 624 806 973 159115 286 682 726 36 86 889 160375 441 634 35 776 802 98 945 161015[ 3000] 88 142 48 316 521 73 18000] 626 48 768 820[ 10001-25 925 162031 81 259 81 99 378 474 615 793 923 38 41 163184[ 300] 702 84 971 164292 313 568 681( 1000) 864 83 85 165006 90 127 486 98 99 513 735 166087 330 85 440 64 515 668 711 15 37 838 908 87 167167 846( 800) 515[ 500] 23 75 648 751 108249 813 19 408 651( 500) 95 901 98 169091 246 52 875 514 67[ 300] 804 32 935 170185[ 1000] 322 431 87 627 730 171045 75 789 172008 24 97 100 4 48 58 88 583 675 717 873 178061 232 95 803[ 300] 86 415 532 64[ 500] 691 999 174002 113 [ 300] 26[ 3000] 81 288 316 42 417 642 887 900 20 175203 83 449[ 3000] 71 682 902[ 900] 176046 51 386 503 622 177148 222 368 485 658 86 933 178139 591 968[ 500] 70 179029( 300) 198 586 972 180121 820 404 58 504 58 700 39 66 181248 95 308 67 473[ 500] 657 79 971 97 182369 98 508 619 714 895 904 183407 59 512 51 671 904 184314 18 41 660 [ 300] 803 62 73 185135 86 242 93 409 58 95 509 56 606 901 43 186089 52 460 612 37 744 187124 205 418 508 89 744 884 188063 111 25[ 500] 31 254 319 451 616 76 791 93 806 56 944 189035 870 618 59 798 843 987 190041 53 65 192 243 557 658 77 707[ 500] 93 968 89 191138 215 36 87 444 540 88 45 50.958 192293 355 405 54 94 515 601 5 739 801( 300) 73 99 193078 234 82 306 672 104118 76 224 524 719 48 806 7 52 70 962 195041 187 287 442[ 500] 596( 300) 643 80 847( 8000) 930 196051 150 62 223 26 452 54 564 612 95 757 944 66 197274[ 1000] 362 636 80[ 8000[ 724 89 845 93 97 198005 20 229 85 96 336 571 631 87 99 801 979 199206 529 45 760 93 810 39 79 903 200254 65( 500) 84 88[ 300] 580 635 50 742[ 300] 65 201008( 500) 17 103 41 82 95 253 70[ 300] 313[ 500] 95 773 889 202416 66 523[ 1000) 683 203151 201 44 343 73[ 800] 406 29 66 604 916 48 72 78 204038 146 224 49 755 952 99 205070 423[ 300]) 576 94 830 954 206104 224 57 62 674 96 883 905 207291 349 84 569 ( 300) 811 945 70 208200 3 98 383 430 557 79 810 926 95 209027 98 186 248[ 500] 56[ 300] 385 427 664 811 65 925 35 210093 241 405 527 88[ 300] 628 77 704 57 859 11043 58 306 516 713 20 48 843 212102 873 411 213071 161 239 304 [ 800] 84 557 750 862 86 990 5000] 14 80 411 697 792 214054 165 289 65 375 520 67 611 865 67 89 938[ 800] 215169 408 780 902 74 216035 143 274 328 37 404 7 45 517 689( 500) 784 819 217029 36 164 65 427 60 545 604[ 1000] 20 58 63 712 98 959 218036 137 210 631 759 62 219052 175 343 [ 1000) 680 715 22 98 815 79( 8000) 949 220256 79 345[ 3000] 441 568 643 757 842 985( 500) 221058 235 57 343( 500) 95 417 60( 1000) 510 41 616 74 837 222194 299 637 802 228026 183 570 602 750 850 78( 8000) 224011( 3000) 41 149[ 500] 235 66 806 914 72 225046 48 141 371 422 542 48 71 3m Gewinnrabe verblieben: 1 Gewinn gu 500 000 2 au 200 000 t., 3 au 150 000 r., 2 a 100 000 R., 18 75 000 Mt., 2 au 50 000 m., 1 zu 40 000 R., 10 zu 30 000 25 au 15 000 t., 46 zu 10 000 m., 96 15000 2, 1868 8000 t, 1470 au 1000 r., 1752 zu 600. Berantwortlicher Redacteur: Heinrich Wetter in Groß- Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. st. 246. l7. 4. KMge heg„Wmlilts" Dttliktt MMsIlllltt. � Ski-bkk IW� ZlttkevKripckze MundpHsu. Gustav Gchmoller: Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre. Erster, größerer Teil. 482 S.; 1900, bei Dunker u. Humblot in Leipzig. Schmoller schickt seinem Gtundritz der Volkswirtschaftslehre, dessen erster und größerer Teil in diesem Jahre erschienen ist, eine Vor- rede voraus, in der er die Bedenken, die ihn lange von einem solchen Unternehmen abgehalten haben, darlegt. Ihn hätte„in jüngeren Jahren die Ueberzeugung beseelt, daß die erste Aufgabe der heutigen Nationalökonomie sei, durch gelehrte specialisierte Forscherarbeit die ökonomische Wissenschaft den übrigen ebenbürtig zu machen, daß erst nach einem Menschenalter solcher Arbeiten die encyklopädische Zusammen- fassimg sich lohnen werde," Aenßere Anlässe, dann aber auch eine gewisse Uebermüdung an der fast zwei Jahrzehnte hindurch be- triebenen archivalischen Detailarbeit, und die neuerwachende Sehn sucht nach der Beschäftigung mit den großen allgemeinen Fragen der Wissenschaft hätten ihn endlich zu diesem Wagnis— einem Wagnis, weil eine zusammenfassende Darstellung ja nie iii allcn Teilen„die Sicher heit einer empirischen Detailforschung erzielen könne"— gedrängt, Sein Bestreben in den Universitätsvörlcsungen und ebenso in diesem auf der Grundlage jener Vorlesungen erwachsenen Buche sei vor allem darauf gerichtet gewesen, Anschaulichkeit zu erreichen und mit den gesichteten Resultaten zugleich den„Gang" und die„organische Grundlage" darzulegen,„auf der sie gesunden sind", ebenso>vie die »Zweifel, die sie eingeben."-- Sicher ein treffliches Programm! Nur ist es nicht recht ver- ständlich, warum dieses Programm, wie Schmoller meint, mit einer „konstnnerenden Methode" unvereinbar sein soll? Jede Zusammen- fassung eines innerlich Verbundenen muß doch in letzter Linie darauf ausgehen, den in dein Verbundenen enthaltenen Zusammenhang s o darzulegen, wie es unsrem, nach klarer Begriffsbildung und Begriffs entwicklung, d. h. nach„Einheit" strebenden Verstände am an- gemessensten ist. Eine Zusammensaffung, die diesem letzten und höchsten Ziele zustrebt, muß' aber doch immer nach einer konstruierenden Methode verfahren. Die Be griffe, mit denen die„Znsammcnfassnng" arbeitet, sind ja nichts Gegebenes� sie müssen, und zwar unter dem GesichtSpiinkt, daß sie eine möglichst befriedigende. also möglichst einheitlich in sich zusammenhängende, klar gegliederte Erkenntnis des zu bewältigenden Thatsachenkomplexes geben. erst gebildet, d. h. konstruiert werden, Nur in dem Maße, als dies Streben gelingt, kommt die Zusammen fassung über den Charakter eines äußerlicheil, unorganischen Zusammentragens, bei dem die Teile doch immer wieder auseinander fallen, hinaus; nur in dem Maße, kann sie in dem eigentlichen Kern der Sache, in der Gliederung des Thatsachenkomplexes selbst anschanlich werden. Daß ein solches Streben, wenn mit un- zureichenden Mitteln und an einem empirisch noch nicht genügend verarbeiteten Stoffe vorgenommen, seine Gefahren hat; daß es allzu leicht der Versuchung ausgesetzt ist, die ihm durch die Kompliziertheit alles Seienden von voniherein gesteckten Grenzen zu über springen und auf Kosten der Wirklichkeit, sozusagen terroristisch durch künstliche Einrenkung derselben in ein einfaches Schema das Ziel zu erreichen, kann doch unmöglich das Ziel selbst und seine innere Not- wendigkeit verdächtig machen. Daß dasselbe überall nnr auf vielfach verschlungenen Zickzackwegen, durch Versuche, die sich stets wieder als unzulänglich und revisionsbedürftig erweisen, erreicht oder doch an- näherungsweise erreicht werden kann, hat es mit allen höher gesteckten Zielen wissenschaftlicher Erkenntnis gemeinsam. Die Schivierigkcit, mit welcher Lehrbücher der Volkswirtschaft, nach denen doch ein so lebhafter Bedarf ist, zu kämpfen haben, liegt nur zu einem Teil in dem von Schmoller hervorgehobenen Moment, das mächtig angewachsene empirische Material zu be- herrschen. In dieser Beziehung sind durch die»euere historische Richtung der Nationalökonomie, der Schmoller selbst als einer der ersten Repräsentanten angehört, allerdings sehr bedeutende Fortschritte gemacht. Aber der Fortschritt des konkreten Einzelwissens— und das ist die Kehrseite der historischen Schule— ging Hand in Hand mit einer unglaublichen Verwässerung des theoretischen, auf die begriffsmäßiq-cinheitlicho Erkenntnis des Mannigfaltigen gerichteten Geistes. Eine VerWässerung, aus der man sogar einen besonderen Ruhmestitel herzuleiten bemüht war I Eben die Beschränkung auf das bloß stoffliche Wissen wurde als die„exakte Wissenschaft" gefeiert. und je mehr der Stoff in die Breite schwoll, um so er- habener dünkte man sich gegenüber den großen Repräsentanten der klassischen bürgerlichen Oekonomie. die weniger nach Ausbreitung, als nach Vertiefung, nach einer begrifflichen Bemeisteruug des Stoffs gestrebt hatten.-- So lange es sich nur um die Delailforschung in einzelnen Gebieten handelt, kann der Schein, als sei man Wunder wie weit über das früher Erreichte hinausgekommen, zur Not aufrecht erhalten werden. Aber sobald der Versuch einer zusammenfassenden Dar- stellung gewagt wird, tritt mit der Notwendigkeit, den Gegen- stand in irgend einer Weise begrifflich zu bemeistern. zugleich die Ohnmacht, über die verachteten Theoretiker einer früheren Zeit theoretisch hinauszugehen, schlagend hervor. Alle Preistabellen alle Engueten, alles sonstige„Material" und alle„psychologischen" Betrachtungen helfen über den centralen Punkt, daß eine solche zu- sammenfasiende Darstellung den Begriff der modernen kapitalistischen Volkswirtschaft und damit eine in sich klare Werttheorie, als den Leitfaden zum Verständnis aller komplizierteren Erscheinungen zu ent wickeln hat, nicht hinweg. Hier liegt heutzutage vor allem die— von Schmoller gar nicht einmal erwähnte— Schwierigkeit der Lehrbücher, eine Schwierigkeit, zu deren Ueberwindung' bei der langen theoretischen Brache alle Vorbedingungen fehlen. Der zweite, demnächst erscheinende Schlußteil der Schmollerschen Volkswirtschaftslehre wird— das tritt deutlich genug bereits in dem vorliegenden Teil hervor— dieses Manko nur von neuem be- stätigen. Die wenigen Worte, mit denen Schmoller bei einem Ueberblick über die im 18. und 19. Jahrhundert herrschende» Systeme im ersten Bande zur Marxschen Wert- und Mehrwertlehr,, als dem tiefsten und«ntwickelsten, dabei auffdurchaus historischem Fundament basierten theoretischem Versuche, Stellung nimmt, zeigen schon durch die abstruse Wiedergabe der Marxschen Gedanken, was wir in jenem Centralpuntt von Schmollers eigner„Theorie" zu erwarten haben werden. Soviel dürfte doch klar sein, daß man eine allseitigen Waren- austausch einschließende Produktionsordnnng in ihrem inneren Wesen nicht begreifen kann, wenn man bei einer Untersuchung des Tausch- Werts der Waren nicht zugleich darauf, daß diese Produkte sind und als solch« größere oder geringere Mengen verausgabter Arbeits- zeit„verkörpern", reflektiert. Und ebenso klar ist damit auch, daß jede metbodische Untersuchung des Tauschwerts von der vorläufigen, durch eine ganze Reihe von Erscheinungen begründeten einfachen An- nabme auszugehen haben wird, daß die Konkurrenz der Waren- Verkäufer die Größe der Warentauschwerte annähenid in Proportion zu der in den Waren verkörperten Arbeilsmenge bringt.� Das Weitere ist die Untersuchung, ob und wie sich auf Grund dieser einfachen Annahme die verwickelten Erscheinungen der kapitalistischen Tauschwert- bildung verstehen lassen? Ergiebt sich dabei, daß diese wirkliche Tauschwertbildung mit der auf Grund jener einfachen Annahme entwickelten in gewisser Hinficht nicht übereinstimmt, so sind die in der„Konlurrenz" selbst liegenden Gründe, die ein solches Abweichen der Tauschwertgrößen von den Arbeitsgrößen der Waren hervorrufen, und mit den Gründen zugleich die Regeln der T' weichung zu untersuchen. Bei Marx tritt der heuristische Charakter dieses in der Natur des Gegenstands selbst simdierten methodischen Verfahrens,— bor allem darum, iveil er das, was doch nur vor- läufige Annahme über den Bestimmungsgrund des Tauschwerts sein kann! ohne weiteres als„Wertgesetz" und zwar gleich- sam als ein aller Konkurrenz vorausgehendes. absolut gültiges Wertgesetz proklamiert— freilich nicht ganz rein hervor. Streift man aber die paar fremdartigen, ins Hegelianische schillernden Hüllen ab. zieht mau vor allem auch den dritten Band des„Kapital", in dem die Abweichung der Profite vom Mehrwert erörtert wird, zur Vergleichung herbei, so kann darüber, daß sein Werk im letzten Grunde auf dieser einfachen, klaren Methode ruht, kein Zweifel sein. Rio Rbockus, tue sslta! Dies ist der Punkt, an dem die Theorienverächter, die sich an irgend welche aus dem Zusammen- hang gerissene Wendungen des Marxschen Systems klammern, sie in möglichst absurdem Sinne interpretieren, um dann über den „DogmatisinnS" sich triumphierend zu erheben, ihre Kräfte zu erproben hätten! Wenn sie kritisieren wollen, mögen sie diese Methode kritisieren, mögen sie angeben, welche andre Methode sie an Stelle dieser zu setzen haben. Da würde sich rasch zeigen, daß all die Argumente gegen das sogenannte„Wertgesetz" die Geltung der Methode selbst völlig unberührt lassen. Ja.' durch ihre Argu- mentationen gegen das„Wertgesetz", die doch insgesamt darauf hinauslaufen, daß auf Abweichungen der wirklichen Preisbildung gegenüber der auf Grund des„Wertgesetzes" zu erwartenden hin- gewiesen wird, bestätigen die Gegner, wenn nur diese Argmnen- tationen gründlich zu Ende gedacht werden, schließlich jene Unter- suchungsmethode. Sicher, diese Abweichungen sind von großer Bedeutung; ohne daß auf dieselben reflektiert wird, ohne daß die Ursachen und Bedingungen, sowie die Regeln derselben aufgezeigt werde», bleibt die Einsicht in das Getriebe des modernen wirtschaftlichen Mechanismus inivollständig und lückenhaft. Aber um auf diese Abweichungen zu reflektieren, um sie dann weiter in sruchtbarer Weise zu erklären, dazu ist doch vorerst einmal nötig, daß dieselben als„Ab- lvcichnngcn" erkannt lverden. Und'>vie anders will nin» sie so erkennen, als eben dadurch, daß man die Regel formu- liert, in Beziehung auf Ivelche jene Erscheinungen als Abweichungeu überhaupt sich erst begreifen lassen? Wie anders also als dadurch, daß man sich in dem Rahmen eben jener, aller lvirk- lichen theoretischen Erkenntnis der modernen Volkswirtschaft zu Grunde liegenden Untersnchungsniethode bewegt, in dieser Methode seinen Ständpnnkt einnimmt? Jeder Versuch einer„zusammen- fassenden" Darstellung der Volkswirtschaftslehre, der�diesen einfachen principicllen Thaibcs'tand verkennt, ist von vornherein dazu ver- urteilt, über das Stadium lose nebeneinander gestellter Raisonnements, denen der belebende Hauch ivisscnschastlichcr Einheitlichkeit fehlt, nicht hinauszukommen. Keine noch so hoch geschichtete historisch-statistische Gelehrsamkeit kann diese Lücke füllen.-- Der erste, jetzt vorliegende Teil des Schmollerschen Werks geht, wie bereits gesagt, auf die Frage der Werttheorie noch nicht ein, oder vielmehr, da er in einem großangelegten Abriß der wirtschaftlich-gc- sellschaftlichen Entlvicklnng natürlich auch auf das moderne Eigen- tum und die Unternehmungen zu sprechen kommt, er geht daran vor- über.— Aber eine ähnliche Indifferenz, wie sie Schnwllcr und der histo- tischen Schule im allgemeinen gegenüber deranfEinhcitgerichteteii Marxschen Werttheorie eigentümlich ist, tritt auch in dieser entwicklungs- geschichtlichen Darstellung dcS Wirtschaftslebens charakteristisch hervor. Die Frage, die einer solchen Darstellung doch vorausgehen sollte, ob und inwiefern sich für die Betrachtung der ökonomischen Entwicklung nicht eine Reihe innerlich zusammenhangender allgemeiner Gesichtspunkte ergeben, von denen aus es gelingen möchte, wenigstens in den allgemeinsten Zügen einen klaren und fruchtbaren Begriff der Entwicklung(also auch des Entwicklungsmaßstabs) zu geben— diese Frage, die z» einer kritischen Auseinandersetzung mit Marx' großartiger Konzeption der materialistische» Geschichlsauffasinng und eventuell zu einer Fort- und Umbildung derselben hätte fuhren müssen, e x i st i e r t. wenigstens im ticieren Sinne, für Schmoller gar nicht. So fehlt ein eigentlicher Leitfaden durch das Labyrinth der Thatsachen, ein beherrschendes Princip der Gliederung. Und dieser Mangel tritt nicht nur in der Anordnung des Ganzen, sondern naturgemäß auch in der Art und Weise, wie Einzel- fragen behandelt werden, hervor. Am leichtesten läßt sich das vielleicht an dem Kapitel über die„ g e s e l l s ch'a f t l i ch e Klassen- bildung" nachweisen, welches überhaupt für die Schmollersche Denkart außerordentlich bezeichnend ist. Hier muß sich Schmoller, der in früheren Aussätzen sich zu der ungeheuerlichen Behauptung verstiegen hatte, daß„die Verschiedenheit des socialen Rangs und Besitzes, der Ehre und des Einkommens(d. h. doch die Verschieden- heit der Klassen) nur eine sekundäre Folge der socialen Differenzierung ei", gegen die wuchtige Kritik Büchers verteidigen, der mit vollstem Recht diese Lehre als eine in ihrer Tendenz auf die Glorificierung der Besitzenden hinauslaufende und mit der offenkundigsten Er- fahrung streitende Doktrin angegriffen hatte. Die Verteidigung Schmollers geht durch allerhand bunt zusammengewürfelte Ver- klausulierungen hindurch und hinterläßt den Leser, der vergebens aus all dem Hin und Wieder klug zu werden sucht, in unerquicklichster Verwirrung. Eine Verwirrung, m der sich eben jener Mangel eines leitenden Gesichtspunkts ausdrückt. Wenn man von„Klassen" in der Gesellschaft spricht, so sollte doch das erste sein, daß man nach dem Gesichtspunkt fragt, von welchem aus wir innerhalb der Gesellschaft verschiedene„Klassen" unterscheide». Ist dieser Gesichtspunkt nun einfach dem Unterschied der Berufe entlehnt? Offenbar nicht, wenigstens nicht im letzten Grunde. Denn niemandem fällt es z. B. ein, von einer besonderen Klasse der Metallarbeiter, der Tischler, der Bergarbeiter usw. zu reden. Alle diese Berufe fassen wir als einer einzigen Klaffe, der Arbeiterklasse, angehörig zusammen, der wir die Kapitali st entlasse, die selbstverständlich gleichfalls in ganz verschiedene Thätigkeiten und Berufe gegliedert ist, gegenüberstellen. Indem wir so Arbeiter- und Kapitalistenklasse unterscheiden, be- trachten wir aber die Glieder der Gesellschaft offeiibar darauf hin, in w e l ch e r W e i s e sie in dem gegebenen gesellschaftlichen Pro- duktionssystem ihr Leben gewinnen: ob als Eigentumslose durch Lohnarbeit, oder ob als Eigentümer durch kapitalistische, letzthin auf der Lohnarbeit basierte Verwendung ihres Eigen- tums. Mit dem Begriff einer bestimmten Produktionöorduung ist auch der Begriff der in ihr eingeschlossenen, eben durch Art und Umfang der Lebensgewinnung unterschiedenen Klasse» mitgesetzt. Und das durch alle früher entwickelten ProduktionSordnungen hindurch- gehende Grundverhältnis, mit Bezug auf welches die Klassenbildung zu betrachten ist, stellt sich dar als die unent- geltliche Aneignung von Arbeit und Arbeitsprodukt der Masse durch eine bevorzugte Minorität, eben als das, was Marx in ökonomischem Sinne die„Ausbeutung" nennt. Jede Analyse der ProduktionSordnungen. die nicht zugleich die besondre Art nachweist, wie in ihnen jenes Grundverhältnis, die Basis des Klassenunterschieds und Gegensatzes verwirklicht ist, bleibt äußerlich. Die nähere Bestimmung des Produktionssystems mit Bezug auf die in ihm entwickelte Arbeits- und Berufs t eilung' setzt immer schon den Grundriß deS Produktionssystems selbst! also auch den in ihm unabtrennlich gegebenen Klassenunterschied und Klassengegensatz voraus. Die Arbeits- und Berufsteilung ist nur als Arbeits- und Berufsteilung innerhalb der Produktionsordnung und der dieselbe konstituierenden Klassen aufzufassen. Die Zugehörigkeit zu einer Klasse giebt den allgemeinen Standort, von dem aus die Entscheidung über die Bernfsthätigkest der Einzelnen erfolgt. Daß nun. wenigstens da, Ivo die Klassen nicht zu Kasten versteinert sind, das Aufsteigen einzelner Angehöriger einer niederen Klasse in die höheren unter Umständen statt hat und daß, soweit ein solcher Aufstieg erfolgt, dieser ganz wesentlich von den persönlichen Eigenschaften der Aussteigenden abhängt. hat ja niemand abstreiten wollen. Die breite Basis für die Zugehörigkeit zu einer Klasse bleibt aber selbst- verständlich überall das Ererbte; nur daß dieses nicht in irgend welche» mysteriösen psychologischen Vortrefflichkeiten, sondern im sehr kompakten Hab und Gut und einer Stellung in der Ge-> sellschastsordnuug besteht, welche dem glücklichen Besitzer auch bei minimaler„Vortrefflichkeit" einen uneinholbaren Vorspmng garantiert. Schmollers Verteidigung zeigt nur, daß der Begriff der„Klassen", wie alle andren grundlegenden Begriffe der Oekonomie ganz notwendig so lange im Zustand haltlosen Schwankens verharren müssen, als man.ei einer eklektischen, hin- und herspringcndeu Betrachtungsweise stehen bleibt. Jeder Versuch aber, hierüber hinauszukommen, geht auch hier wiederum dnrck! die von M a rx geprägte Begriffsweli hindurch. Was von der Werttheorie, das gilt auch von der Geschichtsauffassung, die man durch den Hinweis auf die allseitige wechselweise Bedingt- heit der gesellschaftlichen„Faktoren" in ihrem inneren Kern ebenso wenig widerlegt hat, wie man die Wertanalhse des „Kapital" den, inneren Kern nach durch einen Hinweis auf die Abweichungen vom„Wertgesetze" widerlegen kann.-- Soviel zu der Salvierung»nsreS Gewissens. Im übrigen, wenn man von jenem höchsten Maßstabe der Einheitlichkeit absieht, bietet daS Schmollersche Werk in seinem ersten Bande eine über-! reiche Fülle des Interessanten und Anregenden. Es ist, kein Zweifel, daß es die bisher üblichen Lehrbücher, an � deren tödlicher Langweile auch die besten Vorsätze deS Lesers zu scheitern pflegten, siegreich aus dem Felde schlagen wird. Die Kolonnen von Thatsachen, die Schmollet aufmarschieren läßt, wirke» denn doch ganz anders als die dünnen, sich im Kreise fnicht- los herumtreibenden Reflexionen. die unter der gleichen Lehrbuch- Schutzmarke sonst insgemein verzapft wurden. Und doch macht die Breite des vorgeführten Stoffs die Darstellung fast nirgends schwerfällig. Ein frischer Zug geht durch daS Ganze, mit Spannung folgt man dem Autor au? der Wanderung von Kapitel zu Kapitel. Eine eingehendere Wiedergabe des Inhalts verbietet sich im engen Rahmen einer Besprechung von selbst; und würde überdies, da' gerade in den überall hm verstreuten Einzelbemerkungen sowie in der anschaulichen Illustration des Allgemeineren durch Eiuzelthatsachen der Hauptreiz des Buchs liegt, doch nur ein sehr unvollkommenes Bild geben können. Em bloßer Hinweis genüge! Die weit ausgesponnene Einleitung handelt Haupt- sächlich von der„psychologischen Grundlage" der Volks- Wirtschaft. Die Ausführungen über das genetische Verhältnis von Sitte, Recht und Moral dürften in dieser Partie wohl am meisten interessieren; den Abschluß bildet ein Ueberblick über die „geschichtliche Entwicklung der Littcratur und der Methode der Volkswirtschaftslehre", wobei dann auch— wie?, darüber haben wir uns oben verbreitet— das Marxsche System„gewürdigt" wird. Daun folgt der e r st e Hauptabschnitt:„Land, Leute und Technik als Massenerscheinungen und Elemente der Volkswirtschaft." Die Abhängigkeit der Volkswirtschaft von den äußeren Natur- Verhältnissen; die Unterschiede der Rassen und Völker; sowie einzelne Seiten der Bevölkerungslehre werden hier in kurz zusammendrängendem Abriß abgehandelt. Das Haupt- gewicht dieses Teils liegt aber in dem letzten, von der„Ent- Wicklung der Technik in ihrer volkswirtschaftlichen Bedeutung" handeln- den Kapitel. Die griechisch-römische, die arabische, sowie die mittel- alterlich-abendländische Technik bis in die letzten Jahrhunderte hinein erscheinen in Schmollers Darstellung nur relativ als höhere Entwicklungsstufen der Technik. D. h. die Technik der betreffenden Völker macht, an den früheren Zuständen derselben gemessen, allerdings sehr bedeutende Fortschritte; aber nicht, wenigstens nicht in großem Maßstab, Fortschritte über das bereits von den alten westasiatische» Völkern, den Akkadiern und Sumeriern, den Assyrern und Baby- loniern, den Egyptern und Phöniciern. den Indern und Eraniern. in den Jahrhunderten von 5000 bis 500 vor Christus erreichte Maß hinaus. Nach dieser ersten großen Blütezeit asiatischer Technik sei eine Epoche des überwiegenden technischen Still« st a n d S. der bloßen Aneignung der asiatisch- egyptischen Technik durch die neu auf die Schaubühne der Weltgeschichte tretenden Völker gefolgt. Und doch— diese Wendung richtet sich offenbar gegen die Marxsche, die bestimmende Wirksamkeit der„Produktivkräfte" vor allem betonende Geschichtsauffassung— hätten jene Völker, ohne schöpferische Umgestaltung der Technik, eine„höhere Staaten- und Kulturwelt, andre und bessere sociale Institutionen geschaffen". Die langsamen technischen Fortschritte deS späteren Mittelalters vollzogen sich in der„Benutzung der Wasserkraft und des Mühlenwesens, im Eisengewerbe und der Feuerbenutzung, sowie in der(nicht mehr zur Techmk im engeren Sinne des Worts gehörenden) Handelstechnik"; bis dann endlich, gestützt auf die Fortschritte der Naturerkenntnis, die Epoche der gewaltigsten Umwälzung, das„moderne westeuropäisch- amerikanische Maschinellzeitalter" einsetzte. Mit einer Charakteristik der neuen Technil in ihren Hauptzügen schließt daSKapitel. Der zweite und letzte Hauptabschnitt des vorliegenden Bandes soll ein Bild der „gesellschaftlichen Verfassung der Volksivirtschaft, ihrer wichtigsten Organe und deren Hanptursachen" geben. Hier vor allem macht sich jener Mangel einer methodisch fortschreitenden Analyse, wie gesagt, störend bemerkbar. In bunter Reihe folge» die Kapitel über „Familieulvirtschaft",„Stadt und Land",„Staat und Gemeinde". „gesellschaftliche und wirtschaftliche Arbeitsteilung",„Eigentum»ich Verteilung",„gesellschaftliche Klassenbildung". endlich über»die Ent- Wicklung der Geschäfts- und BetriebSformen". Auch dieser Abschnitt bietet, bei aller schon in der Anordnung der Kapitel deutlich hervor- tretenden Shstemlosigkeit. vielfältige Belehrung und Anregung. Daß es ohne einige Polemik gegen die Socialdemokratie in einem Werke der historischen Schule nicht abgeht, versteht sich voi» selbst. Aber die Polemik ist nicht aufdringlich und frei von ge- hässigen Entstellungen. Das Buch ist,' wieviel sich gegen die Ansichten des Autors einwende» läßt, kein Tendenzwerk. Um in gedrängter, anschaulicher Form einen Ueberblick über die Masse des vorliegenden entwicklungSgeschichtlichen Thatsachcnmaterio IS zu erhalten, dürfte es jedermann, und sicher nicht zuletzt den Gewer» schaftS-Bibliotheken, zu empfehlen sein. Es sollte dort so wenig fehlen, wie die kleine, ausgezeichnete, und zwar im Gegensatz zu Schmoller gerade durch das Methodische der Darstellung ausgezeichnete Schrift Karl BücherS über»Die Entstehung der Volksivirtschaft". 00 Die Kohlenversorgung Berlins und Hamburgs. Daß unsre modernen Großstädte ungeheure Mengen brennbarer Mineralien tonfumieren, kann sich wohl jeder denken. Wie groß diese Mengen aber sind, davon machen sich wenige eine annähernd richtige Vorstellung. Es dürfte allgemein intereffieren, genau den Kohlenkonsum der beiden größten deutschen Städte und seine Herkunft kennen zu lernen. Eine solche Darbietung ist auch fein wertloser Beitrag zu unsrer Wirtschaftsgeschichte. borrat. Wie die Hamburger Kohleneinfuhr sich entwidelte, lehrt uns diese Tabelle. Es betrug die Einfuhrim med nou radni englischer Kohle 1025 550 Tonnen. 1880 1885 1890 westfälischer Kohle 338 910 Tonnen 536 5101 138 700 2815 820 18951 298 270 192 1 645 800 1899. 1581 700 1683 0000 2420 100 " sin polo 9 wegen unzuläffiger Beschäftigung von Arbeiterinnen am Sonnabend| Juli- September 295,30 Mart, die Ausgaben 338,74 Mart, zu der horrenden Strafe von je 80 m. verurteilt wurde, obwohl es fo daß sich mit dem Kaffenbestand bom Juni 1900 fich in den beiden legten Fällen um 26 beztv. 20 Arbeiterinnen in Höhe von 2796,38 M. ein Bestand von 2752,94 M. ergiebt. Dem handelte, so kann sich jedes Kind sagen, daß der betreffende Unter- Bibliotheksbericht des Genossen Krüdeberg zufolge umfaßt die nehmer durch eine folche Strafe nicht gebessert wird. Der Profit, Bibliothek augenblicklich 1081 Bände, von denen während der Ferien den er aus der Weberarbeit so vieler Arbeiterinnen einheimist, über 151 ausgeliehen wurden. Bei der notwendig gewordenen Neuwahl steigt die Strafe sicherlich um das Vielfache. zweier Revisoren werden, da Genosse Treu eine Wiederwahl abWeiter wird in dem Bericht darüber Klage geführt, daß in vielen lehnt, die Genossen Julius Lammé und H. Warschawski gewählt. Betrieben noch immer nicht ausreichende, nach Geschlechtern ge Bu dem dritten Punkt der Tagesordnung Schulangelegenheiten" trennte Wasch und Ankleideräume, sowie Klosetts vor- bringt Genoffe Dittmer in Vorschlag, den Vorstand zu beauftragen, handen sind. Die Arbeiterinnen beschweren sich nicht nur über im nächsten Quartal einen Kursus in Philosophie und Logik In das Hamburger Freihafengebiet find 1899 aus thatliche Belästigungen, sondern auch über solche durch un- einzurichten. Es entspinut sich über diesen Vorschlag eine England und Westfalen zusammen 4 065 962 Tonnen Kohlen und üchtige Anschriften und Zeichnungen. Vielfach mangelt es an längere Diskussion, an der sich Streplin, Wuschit, War Coats, gegen 8 707 254 im Borjahre eingeliefert worden. Andere ausreichenden Aufenthaltsräumen, wo die Arbeiterinnen sich in den schawski, Dr. Steiger, Scheibenhuber, Mücke, Tobias usw. beteiligen. Zufuhren kommen kaum in Betracht. Nur 70 Tonnen ober- Baufen aufhalten tönnten. gophulu sibismos salot Von den Befürwortern des Antrags wird auf die Notwendigkeit schlesischer Kohle wurde nach Hamburg bezw. den Elbhäfen ver- Ueberaus groß ist die Zahl der in Fabriken beschäftigten ber hingewiesen, die Arbeiter mit den Hauptströmungen des geistigen gebenen Kohlenmengen find auch nicht in der Hafenstadt allein oder eheverlassenen Frauen oder von den verhältnismäßig wenigen besonders da in neuerer Zeit Broschüren bedeutender wissenschaftlicher auch heirateten Frauen. Sehen wir von den verwitweten, geſchiedenen Lebens und ihren hervorragendsten Wertretern be quite antiger verbraucht worden, sondern viele Schiffe faßten dort ihren Kohlen- Frauen ab, deren Männer wegen Krankheit, Arbeitsschen oder Trunt Bertreter der socialistischen Anschauungen zu diesen Fragen Stellung fucht nicht als Ernährer anzusehen sind, so ergiebt sich doch die genonimen hätten. für unsre wirtschaftlichen Zustände äußerst charakteristische That Von den Gegnern wird geltend gemacht, daß es nicht Aufgabe fache, daß über die Hälfte aller mitverdienenden Frauen der Arbeiter- Bildungsschule sein könne, sich mit dergleichen den Be zur Fabritarbeit gezwungen wurden, weil der Verdienst der dürfnissen und den so vielseitig an die Arbeiter täglich heranChemänner für die Ernährung der Familie nicht ausreichte. tretenden Forderungen ferner liegenden Gebieten zu befassen, auch Der durchschnittliche Verdienst der betreffenden Männer betrug derartige Experimente leicht den Etat der Schule zu sehr belasten würden. 17,50 M. pro Woche. Für Wohnungsmiete gingen hiervon allein Nach längerer Debatte erklärten die Befürworter des Vorschlags 16 M. monatlich im Durchschnitt ab; für diesen Preis standen fast Dittmer, fie verzichteten auf eine förmliche Antragstellung, ihnen sei ausnahmslos nur Stube und Kammer, häufig auch nur eine Stube es vorläufig mehr um die Anregung zu thun, und fie gaben der Die Bersorgung Hamburgs mit Ruhrtohle nimmt also im mit Kochgelegenheit zur Verfügung.. Daß die übrig bleibende Summe Hoffnung Ausdruck, daß dieser bei Ausgestaltung der einzelnen Sturse ftärkeren Maße zu, wie die englische Zufuhr. Den billigen auch bei noch so großer Sparsamfeit für den Lebensunterhalt einer Rechnung getragen werde. englischen Schiffsfrachten fezt der deutsche Unternehmer feinen billigen Familie nicht ausreicht, ist leicht ersichtlich; die Frauen verdienten Einige Wünsche und Anregungen betreffs der UnterrichtsRohstofftarif entgegen, bei 9 bis 10 Stunden Arbeit zivischen 8 und 24 W., im Durchschnitt Einrichtungen werden dem Vorstande anheimgestellt, ein Antrag In Berlin mit Bororten( Groß- Berlin) sind im ersten 12,68 W. pro Woche. Dabei ist aber zu berüdsichtigen, daß der Dittmer, der die nötige Unterstützung findet, den Vorstand zu ver Halbjahr 1900 an Steinkohle, Coats, Braunkohle und Briquets Berdienst nur selten das ganze Jahr hindurch anhält; vielfach be- anlassen, eventuell Schritte zu thun, um die Freigabe der Philharmonie 1828 868 Tommen verbraucht worden, gegen 1 652 832 im gleichen trägt die Dauer der Beschäftigung nur 5 Monate, in schlechten zu erlangen, wird angenommen. Mit der Aufforderung des VorBeitraum des Vorjahrs. Die Stadt Berlin allein brauchte davon Jahren noch fürzere Zeit. Auch giebt es gewisse Betriebe, in denen fizenden, noch recht wirksam für die im Gewerkschaftshause am 1 294 909 Tonnen( erstes Halbjahr 1899: 1 211 454). simonoies die Arbeiterinnen felbst bei großem Fleiß auf nicht mehr als Montag, den 15. d. M. beginnenden Kurje zu agitieren, wird die Ueber die Herlift der Brennstoffe erfahren wir folgendes. Die 6 bis 7 m. pro Woche bringen fönnen. Das trifft zum Beispiel Bersammlung geschlossen. Bufuhr setzte sich zusammen aus: für die Herstellung billiger Schürzen, Flaucllhemden u. dal. zu. Die Contobuch Arbeiter und Arbeiterinnen hielten am Auf dem Die schädliche Einwirkung der Fabritarbeit auf Wasserwege Frauen äußert sich nach dem amtlichen Bericht für Berlin weniger Mittwoch eine Versammlung ab, in der Jost über das Thema: 1. Halbjahr tamen 1900 durch heftige oder plögliche Erkrankungen, als vielmehr in einer all- Welche Vorteile hat uns die Lohnbewegung gebracht?" sprach. Der mählichen Schwächung der Gesundheit, aus welcher sich namentlich Redner führte aus, daß durch die Lohnbewegung sowohl die Löhne Englische Steinkohlen, Coats, Briquetts 168 676 in 99 784 160 120 Blutarmut, Bleichsucht und Lungenleiden entwickeln; besonders start der Gehilfen und besonders auch die der Arbeiteriimen nicht Westfälische traten auch Erkrankungen der Geschlechtsorgane hervor. Das dem bedeutend erhöht worden seien. Ebenso seien auch die Accordpreise, Bericht beigegebene Gutachten des Frauenarztes Dr. Czempin ton vor allem für die schlecht bezahlten Arbeiten, verbeffert worden. statiert eine besonders große Zahl von Erkrankungen im Hauptalter Auch sei durch den 331/3 Prozentzuschlag für Ueberzeitarbeit ein Die Organisation sei in Werl Niederschlesischendo. 142 778 158 940 4 010 der Geschlechtsreife zwischen 20 und 40 Jahren. Der Sachverständige Fortschritt gemacht worden. Böhmische Braunkohlen 21 260 45 919 1921 260 45 919 2 822 führt diese hohen Zahlen darauf zurück, das etwaige Unterstuben eingedrungen, die früher für fie gänglich unzugänglich daß Lebhaft bedauert es der Nebner, baß Thüringische is monist 571 181 436 521 6 1076 leibsleiden um die Blüte der Jahre unter dem gewesen wären. Daraus geht hervor, daß der Löwenanteil an dem um 171 536 Einfluß der Arbeit, ganz besonders durch die Contobuch- Arbeiter in Hannover nicht in eine Bewegung einZonnen gestiegenen Kohlenverbrauch von Großberlin den Eng. das anstrengende Maschinennähen, dauernd er getreten find, sondern zu den alten Preisen weiter arbeiten. ländern zuffel, die trotz ihrer enorm erhöhten Preise doch noch halten bezw. gesteigert werden. Man kann als Im selben Sinne sprechen sich die Diskussionsredner aus. Darauf enorme Mengen mehr abseiten. Das macht die sehr billige Wasser- Frauenarzt es leider mit Sicherheit aussprechen, daß derartige Leiden folgte die Wahl der Mitglieder des Schiedsgerichts( Tarifamts) und 24 es wurden folgende Personen gewählt: bei Arbeiterimen durch den Mangel an Schonung nie ausheilen. berfrachtung, die auch der oberschlesischen Kohle hervorragend 8 Gine große Gefahr für die Gesundheit der Frauen liegt in der un Ottomar Miller und Louis Heinisch und als Stellver Aug. Wagner, Gute tommt. bil genügenden Abwartung des Wochenbetts, in der mangelnden Schonung treter M. Stuj ch. Anträge an das Schiedsgericht sollen zunächst der Frauen in der Schwangerschaft, wo sie oft bis zum Endtermin beim Bureau, Engel- llfer 15, cingereicht werden. Von dort wird arbeiten, und in der zu frühen Wiederaufnahme der häuslichen dann das Weitere veranlaßt. Berufsarbeit nach der Entbindung. Die Cementierer und Berufsgenossen hielten am Mittwoch Aus den weiteren Beobachtungen einiger von dem Fabrikinspektor eine uur mäßig besuchte Versammlung ab. Genosse Riesel befragten Kassenärzte erwähnen wir das häufige Vorkommen von referierte über die gegenwärtige Lage der Arbeiter. Eine DisUnterschenkel- Geschwüren und Krampfadern bei Blätterinnen und von do.si Sächsischendo. Oberschlesische bo. 臺 p 1900 1899 Tonnen d 1147 054 148 46568 542 772 206 7132 233 762 520 275 855 hard Wie fich der Steinkohlenkonsum Berlins entwidelt, ersieht man aus folgender Tabelle. Es wurden abgesetzt in Tonnen a 1000 Kilogramm: Oberschles. West Nieder Englische Summe Sächsische fälische Assignft schles. 1885 109 858 75 039 7 723 148 861 798 410 1 138 891 1890 105 89484 288 941 194 618 1021 220 1895 230 501 100 909 10 475 201 257 883 583 1 426 725 1899 234 561 218 223 3 514 244 768 1 005 636 1706 702 1 406 961 A Blutarmut und Lungenschwindsucht bei Näherinnen. Noch schädlicher fusion fiber den mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Borals die Nähmaschinenarbeit ist die Arbeit an den schwerer gehenden trag fand nicht statt. Eine längere Erörterung entspann sich betreffe der über die Cement Baugesellschaft verhängten Arbeitssperre. Stid- und Knopflochmaschinen, Stanzen u. dergl. größtenteils erreicht ist, auf Beschluß der Versammlung aufgehoben. Letztere hat sich, obwohl mehrere Streitbrecher zu verzeichnen waren, als nüglich erwiesen. Die Sperre wurde, da der Zweck derselben Bezüglich der Streifbrecher, sowie über die Zustände bei der Firma Mary sollen genauere Erfundigungen veranlaßt und eventuell dem Borstand des Centralverbands der Maurer Mitteilung darüber gemacht werden. Ein von der Firma Knauer entlassener Polier wird laut Beschluß der Versammlung als Gemaßregelter betrachtet. Oberschlesien wäre also die vornehmste Kohlenbezugsquelle für die Berliner, an zweiter Stelle steht Niederschlesien, dann kommt England te it in den Arbeiterfamilien sucht der Bericht hauptsächlich auf die Die von den Aerzten beobachtete hohe indersterblich und dann erst das Ruhrbeden. Die stärkste Zunahme hat der Kon Vernachläffigung der Kinderpflege, weniger auf die gewerbliche Ar sum von Ruhrkohle erfahren; sie würde noch bedeutend mehr beit der Frau während der Schwangerschaft zurückzuführen. Gewiß herankommen, wenn der Mittelland- Sanal vorhanden wäre. Daher nicht zuletzt sind die schlesischen Agrarier, die zumeist auch Kohlen, ist den Müttern infolge der überaus langen Arbeitszeit in den Fa Herren find, Kanalrebellen" na, ihnen hat's ja noch nichts ge briken oft jede Möglichkeit genommen, ihren Kindern die ausreichende schadet. Aber auch wenn der Mittelland- Kanal bestände, bann dürften Pflege und Abwartung zu icil werden zu lassen, aber andrerseits ist bie Berliner doch nicht auf billigere Rohlenpreise hoffen, da die doch der Einfluß der Arbeit der Frau während der Schwangerschaft Stohlenwucherer aller Reviere, die englischen, belgischen und auf die Kindersterblichkeit von nicht zu unterschäßender Bedeutung. Chartottenburg. Am Dienstag, den 16. d. Mts., fand in dem französischen einbegriffen, sich stillschweigend koaliert haben zum fechswöchentlichen Schonzeit vor und nach der Entbindung die Deutschen Metallarbeiter- Berbands statt; dieselbe war gut besucht. So ist z. B. in der Dollfußichen Fabrik nach Einführung einer gofal von eder, Bismarckstraße, eine Bezirksversammlung des Raubzug auf die Taschen des Volts. Bemerkenswert ist, daß die oberschlesische Kohle, die 1885 noch Sterblichkeit der Kinder im ersten Lebensjahr von 36 bis 38 auf auf der Tagesordnung stand: Vortrag des Kollegen W. Menge: 70,5 Proz. des Berliner Konsums ausmachte, 1899 nur noch mit 25 Proz. zurückgegangen. " Der Arbeitsvertrag nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch." Dem mit 58,92 Broz. an demselben beteiligt ist. Die schlesischen Kohlen Abhilfe so schwerer Schäden vorschlägt? Es liegt nahe, Frauen, on die sich eine Besprechung der Lohnverhältnisse bei der Firma Welches sind min die Mittel, die der Gewerbe- Inspektor zur großem Beifall aufgenommenen Vortrag folgte eine kurze Distuifion, magnaten im Verein mit ihren Unterhändlern verlangen eben noch höhere Wucherpreise wie das perfide Albion", dessen Kohlenabsatz welche ein Hauswesen zu besorgen haben, überhaupt von der Fabrik Mix u. Genest( Charlottenburger Werk) knüpfte. Als besonders arbeit auszuschließen. Doch ist dies nicht angängig, weil die gefährlich sei die Beschäftigung weiblicher Arbeiter an Stanz, Hoffentlich schließen die oberschlesischen bald Arbeiterinnen dann infolge ihrer schlechten wirtschaftlichen Lage zu räse- und Bohrwerken und zwar fofort beim Antritt im Accord. ein festes Stohlenbündnis mit den englischen Kohlenherren zum ber viel ungünstigeren Hausarbeit gedrängt oder dem Untergange Die Folge ist, daß in einer Woche zwei Unglücksfälle vorlamen. Swede einer noch großartigeren Ausmuzung ihres Monopols. Den edlen Patrioten, Bentrumschriften und Legheinzemännern ist ein entgegengetrieben werden. Aber auch von Beschränkungen in der Auch wird über die übliche Antreiberei lebhaft selage geführt. Der " gerechter Anteil an der flotten Konjunktur" wohl zu gönnen. Was Beschäftigung schwangerer Frauen will der Gewerbe- Inspektor nichts Ankleideraum für das weibliche Personal ist in feiner Weise genügend. Kohle, Coats und Briquetts heute schon fosten, weiß der Leser diefes führen würde. Dasselbe gilt von der allgemeinen Einführung einer vorrichtung. Es wäre hier für die Gewerbe- Inspektorin Gelegen Kohle, Coats und Briquette heute schon kosten, weiß der Leser dieses wissen, weil eine solche Bestimmung zum Ausschluß dieser Personen Auch fehlt es bei der Zahl der Arbeiter an genügender Wascham besten zu schäßen, wenn er keine Teuerungszulage erhielt, wie fürgern Arbeitszeit für Frauen, die ein Hauswesen zu besorgen heit, einmal beffernd einzugreifen. Der Accordverdienst des weib am besten zu schäßen, wenn er feine Teuerungszulage erhielt, wie die hohen und höchsten Beamten. and 15dit lichen Personals beträgt 9-15 m. bei zehnstündiger Arbeitszeit, Groß- Berlin verbrauchte( in Tonnen): 6 STO Gd und meinada due# 1897 Englische Steinkohle, Coats, Briquetts Westfälische Steinkohle, Coats, Briquetts Sächsische Steinkohle, Coats, Briquetts Oberschlesische Steinkohle, Coats, Briquetts 1387 856 Niederschlesische Steinkohle, Coats Briquetts 286 375 Böhmische Braunkohle und Briquetts ad 127 362 Thüringische Braunkohle und Briquetts 940 295 1899 871 817 267 155 278 923299 065 9 652 og 4181 1530 148 328 360 olan 93 788 963 553 Summa: 3 894 18891 3 486 245 haben. Dagegen befürwortet der Bericht überhaupt eine Herabwährend bei Lohnarbeit 20 Bf. Stundenlohu gerechnet wird. Die segung der Arbeitszeit für Frauen auf acht Arbeiterlöhne schwanken zwischen 30-60 Pf. Da die Schmiede im Stunden, Schuß der Wöchnerinnen und Schonung Seller ist, flagen die Arbeiter über Nauchbelästigung. Auch die der Schwangeren ohne Unterschied, und zwar soll die Schußvorrichtungen, vor allem an den Egcenterpreffen sind nicht ausSchonzeit für Schwangere auf vier Wochen festgesetzt werden, so daß reichend. Nach dieser Diskussion folgte der Bericht über die Thätigalso Frauen vier Wochen vor ihrer Entbindung nicht mehr in Fabriken teit der Gewerbegerichts- Beisiger. arbeiten sollen. Natürlich ist es erforderlich, daß den Schwangeren Bankow- Schönhausen. Am Dienstag tagte bei Klingenberg während der Schonzeit der volle durchschnittliche Arbeitsverdienst oder doch mindestens der ortsübliche Tagelohn ver- eine öffentliche Mitgliederversammlung des Arbeitervereins. Ge gütet wird eine Forderung, die das Berliner Gewerbegericht er- bauer Weißensee gab den Bericht vom Barteitag und entledigte Die Zunahme ist unerheblich und läßt ermessen, wie arg der hebt und der sich verständigerweise auch der Gewerbe- Inspektor an fich besselben in interessanter Weise. Eine Diskussion fand nicht statt. Kohlenmangel in Groß- Berlin war. Die englische Zufuhr fiocte schließt. Ebenso wird die Ausdehnung des Schutzes der Löchnerinnen Dierauf gab der Vertrauensmann Koz den Bericht von dem ver zeitweilig fast ganz infolge des Transvaaltriegs. Die im allgemeinen auf 6 Wochen gefordert, doch sollen in besonderen offenen Jahr. Nachdem noch der Obmann der Lokalkommission englische Admiralität kaufte plöglich große Quanten bester Kohle Fällen auch 4 Wochen genügen, während andrerseits auf ärztliche seinen Bericht erstattet hatte, wurde zur Neuwahl des Vertrauens auf, das einesteils ihre Ausfuhr verhinderte und dann auch die Anordnung die Schonzeit und ihre Entschädigung auf 8 Wochen manns gefchritten, die auf Falz fiel. Die weitere Wahl gestaltete Breife ab Beche zeitweilig um 100-300 Broz. in die Höhe trieb. ausgedehnt werden sollen, A Das machten sich die ihren gefährlichsten betrieb, Konkurrenten Wenn auch die Forderungen des Gewerbe- Jufpettors lange nicht fommission: Werner und Fengler, das dritte Mitglied der Stommiffion Die Lage der Arbeiterinnen im Gewerbe- Aufsichtsbezirk Berlin- Charlottenburg. los gewordenen deutschen Kohlenherren zu nutze und schröpften so weit geben wie die der proletarischen Frauen selbst, so bedeuten soll später in Schönhausen gewählt werden. Als Delegierte zu der das Bolt bis zum Weißbluten. Die Preise wurden fie doch gegenüber dem heutigen Zustand einen wesentlichen Fort- am Sonnabend stattfindenden Kreiskonferenz wurden gewählt Hoffrapide gesteigert; in Hamburg speciell waren die Kon- fchritt. Allerdings wird ihre Durchfeßung in der Praxis auf den mann, Stoß und Werner. fumenten froh, wenn sie nur Kohlen erhielten und sei es um den heftigsten Widerstand des Unternehmertums stoßen, das die Arbeits- Rigdorf. Der hiesige socialdemokratische Verein Vorwärts dreifachen Preis. In Berlin war es nicht besser. Und diese Breise fraft der Frauen ohne Rücksicht auf die Folgen für Mutter und Kind hielt am 16. b. M. feine Generalversammlung im Lokal von Solach bestehen zum Teil noch heute, oder sind lange nicht auf das frühere möglichst lange auszunuzen bestrebt ist. Sache der Frauen wird es ab. Bu Beginn derfelben widmete der Borfinde dem verstorbenen Maß herunter gegangen, obwohl der Kohlenmangel bald einem sein, gestützt auf das Gutachten des Berliner Gewerbe- Inspektors, Mitglied Dochow einen tiefempfundenen Raruf, und ehrten die Stohlenüberfluß Blaz machen dürfte. für einen ausreichenden Arbeiterschutz einzutreten und der Profitsucht Versammelten das Andenken des Verstorbenen in der üblichen Weise. Der deutsche Michel hat nun einmal das Glüd, ausgepreßt zu des Unternehmertume entgegenzuwirken, indem sie sich beffer als Nachdem Müller den Kassenbericht gegeben, gelangte ein Antrag werden von den Wucherern der verschiedensten Sorte. Wer dagegen bisher organisieren. Nur durch eine fräftige Organisation wird es Reischod, 200 M. dem Vertrauensmann zur Agitation zu überdemonstriert, ist unpatriotisch. ihnen möglich sein, sowohl auf das Unternehmertum als auch aufweisen, und ein Antrag Wurbs, das Parteiprotokoll den Mitgliedern die gefeßgebenden Körperschaften den nötigen Einfluß auszuüben. für 0,20 M. zu verlaufen, zur Annahme. Nachdem Blietschau einige mingi lo de na 30 doit furge Mitteilungen über die Thätigkeit des Borstands gemacht und Wurbs über den Stand der Bibliothek berichtet hatte, nahm Bittor Derlammlungen. Bränt zu seinem Referat über:„ Ein Streifzug durch die ReichsDer Gewerberat Hartmann, dem der Aufsichtsbezirk Berlin- Die Arbeiter Bildungsschule hielt am Donnerstag, den verfassung" das Wort, An den mit Beifall aufgenommenen Vortrag Charlottenburg unterſtellt ist, entwirft in dem amtlichen Jahresbericht 11. Oftober, ihre zweite ordentliche Generalversammlung im fuüpfte sich eine kurze Diskussion. für 1899 über die Lage der Arbeiterinnen in seinem Bezirk ein Saal II des Gewerkschaftshauses ab. Den Bericht des Vorstands Schmargendorf. In der am 16. d. Mts. stattgehabten Ber Bild, das unfre so viel gepriesene Socialreform in einem eigen- über das verfloffene Quartal gab der erste Borfizende, Genoffe fammlung des Arbeiter- Bildungsvereins bemerkte der Vorfigende in artigen Lichte erscheinen läßt. Die Zahl der in Fabriten beschäftigten S. Lammé. Nebner bedauerte, daß noch bei vielen Witgliedern der feinem Bericht, daß das Interesse der Parteigenoffen für den Verein Frauen betrug im ganzen 47 642, gegen das Vorjahr eine Zunahme Gebrauch herrsche, nach Schluß der Kurse der Schule den Rüden zu fehr zu wünschen übrig laffe. Es fanden im letzten Quartal sechs um 7,9 Proz. Die Anzahl der Anlagen, in denen Buviederhandlungen wenden und fich erst bei Wiederbeginn des Unterrichts neu auf Versammlungen statt, die im Durchschnitt nur von der Hälfte der gegen die Gewerbe Ordnung vorkamen, ist zwar etwas zurück- nehmen zu laffen. Daher wieje jedesmal der Bericht für diefes Quartal Mitglieder, deren Bahl 35 beträgt, besucht waren. Der Kaffenbericht gegangen, beläuft sich aber immer noch auf 97, wobei jedoch zu eine große Verminderung in der Zahl der Schulmitglieder auf. wies inkl. alten Bestands eine Einnahme von 98,10 M., eine Aus bedenken ist, daß von 8704 Betrieben überhaupt nur 2992, alfo Augenblicklich feien eingeschrieben 178 Mitglieber und zwar 144 Herren gabe von 20,25 M. auf und schließt mit einem Bestand von 77,85 M. etwa der dritte Teil revidiert worden sind. Leider muß auch und 34 Damen, außerdem 11 Jahresmitglieder. Den vorliegenden Dem Bertrauensmann wurden 20 M. überwiesen. Ferner wurde für Berlin, wie für so viele andre Bezirke, eine zu milde Angaben nach waren davon organisiert: nur politisch 4, nur gewerk- beschlossen, mittels Flugblatts eine Agitation für den Verein zu ents Bestrafung der Uebertreter der Arbeiterschutzbestimmungen fonstatiert fchaftlich 52, politisch und gewerkschaftlich 46. Den Kaffenbericht falten. Hierauf hielt Franke- Friedenau einen fesselnden Vortrag über werden. Wenn z. B. der Inhaber einer Konfektionswerkstatt dreimal giebt Genosse H. Königs. Die Einnahmen betrugen prol die Bedeutung der Genossenschaftsbewegung. 9 S chmerzloses Zahnziehen ohne d Specialität: Plattenloser Zahnersatz. 1919 Frau B. v. H. schreibt u. a.: Absolut festsitzend, vorzüglich beim Sprechen, Singen etc. Plomben, Nervtöten, Reinigen etc. Durch zwei mich behandelnde Aerzte zu Ihnen empfohlen, kann ich Ihnen für Ihre überaus geschickte und schmerzfreie Behandlung nur den grössten Dank zollen.n Narkose! 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