Nr. 15. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 4,10 Mt, wöchentlich 28 Pfg fret M's Haus. Einzelne Nummer Pfg. Sonntags- Nummer mit lluftr. Sonntags- Beilage ,, Neue Belt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 4,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzsand: Deutschland u. DesterreichAngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. m der Poft- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 39. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. fern sprech- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Das preujifce Volksschul- Gesetz. Dienstag, den 19. Januar 1892. Expedition: Beuth- Straße 3. schul- Gesetz nicht, so frage man nur: Warum habt ihr nicht ein anderes geschaffen, als ihr zur Kulturkampfs- Blüthezeit das Heft in den Händen hattet? verabscheuen. Und auf dieser Grundlage soll die sittliche und vaterländische Bildung aufgebaut werden! Damit aber auch nicht durch die Praxis dieser Gegensatz gemildert werden kann, erhalten die Kirchen die Aufsicht über Das Vorgesagte genügt zur Charisteristik des Gesetzes. Der Entwurf eines Volksschul- Gesetzes, von dem wir den Religionsunterricht in der Volksschule, und dieser Unter- Der bureaukratische Aufbau in den einzelnen Theilen des nicht zweifeln, daß er mit unwesentlichen Kenderungen zum richt darf nur von Lehrern ertheilt werden, welche von der selben vollzieht sich in den üblichen preußischen Formen der Gesetz erhoben werden wird, liegt dem preußischen Landtage Kirche approbirt sind. Die Gemeinden und die Gutsherren Gesetzgebung. Neben den allgemeinen Monstruositäten des vor, dieser wahren Volksvertretung, zu welcher kein werden sich nun wohl hüten, Lehrer anzustellen, die sie in Gesetzes sei nur noch als spezielles Kuriosum erwähnt der Sozialdemokrat den Zutritt hat, da durch das Wahlsystem die Lage versetzen, noch einen besonderen Religionslehrer§ 58, welcher die Ordnung der Verhältnisse in den GrafSorge getragen ist, daß nur die der„ Elite" der Nation anzustellen; sie werden von vornherein darauf bedacht sein, schaften Wernigerode und Stolberg von diesem Gesetze aus genehmen Elemente ihr angehören. Hier haben nur die nur solche Lehrer zu nehmen, bei denen sie der kirchlichen nimmt und sie einer föniglichen Berordnung überläßt. Sind wahrhaft" Gebildeten mitzureden. Mit ihrer Hilfe wird Genehmigung sicher find. Es ist damit die Unterwerfung nun die beiden Grafschaften zu gut für dieses Gesetz, oder denn auch der Entwurf der Regierung Gesetz werden, und der Volksschule unter die Kirche, die thatsächlich schon vor ist das Gesetz zu gut für sie? wir werden sehen, wie die Edelsten und Besten der Nation handen ist, auch formell von Rechts wegen ausgesprochen. die Bildung und Erziehung des Volkes auffaffen. Das Volksschul- Gesetz hat wenigstens ein Gutes. Es Es könnte nun merkwürdig erscheinen, daß an diesem räumt mit der Heuchelei des bürgerlichen Liberalismus Betrachten wir nur einzelne Grundzüge des Gesetzes, Theil des Gesetzes, welches den konfessionellen Charakter der gründlich auf. die vollauf genügen, um das ganze Gesetz in richtiges Licht Volksschule ausspricht, die Liberalen noch am wenigsten zu stellen. Die Schule steht offen als Werkzeug jeder Reaktion Anstoß nehmen. Uns kann das wenig wundern zu einer da. Sie prägt auch der Schule den Charakter des KonBeit, wo lbft hervorragende freisinnige politische fessionalismus so deutlich auf, daß sie damit zu gleicher Blätter ihren konfessionellen Charakter besonders betonen. Zeit auch innerhalb der bürgerlichen Gesellschaft die Fahne Der Kampf gegen das Gesetz wird sich hauptsächlich um desselben aufsteckt und zwar in zwieträchtiger sich gegenseitig einen anderen Bunft, und zwar kulturkämpferischer Richtung, befehdender Gestalt. drehen, nämlich gegen die„ Unterrichtsfreiheit". Da nun Der Liberalismus mag an sich selbst verzweifeln; der Die religiöse Bildung besteht, wie nicht anders zu er das ganze Unterrichtsgesetz, soweit es die Ausbildung und Kapitalismus und die Bourgeoisgesellschaft mag in der warten, in der fonfessionellen. Diese muß vor allem bei Befähigung der Lehrer betrifft, auf konfessioneller Grund- Kirche ihren Bundesgenossen erblicken, der sie aber ebenso Bildung der Schulen berücksichtigt werden. Soweit nicht au lage beruht, überdies die Errichtung von Privatschulen au wenig wie der Militarismus und der Bäsarismus retten einem Orte bereits eine anderweite Schulverfassung besteht, und für sich kostspielig ist und dieses um so mehr wird, als wird. Die Kirche, in beiderlei Gestalt, mag triumphiren, was thatsächlich nur ausnahmsweise der Fall ist, sollen neue dieselbe nicht von den Beiträgen zu den öffentlichen Schulen aber wohl nur zu eigenem Verderben. Das Boltsbewußt Volksschulen nur auf tonfessioneller Grundlage entbindet, so wird der Gedanke, in freien unabhängigen sein ist zu lebendig geworden, als daß man die Massen in eingerichtet werden. Mit den Ueberbleibseln anderer Schulen Schulen ein Asyl gegen die Volksschule zu finden, un- zwei sich bekämpfende Glaubensbekenntnisse spalten kann; wird aber auch leicht aufgeräumt werden, da überall, wo ausführbar, wenigstens in den unteren Volksklassen, die ein der Kampf und die Rivalität zwischen beiden wird eher 30 Schüler einer anderen vom Staate anerkannten Religions- wirkliches Interesse an der Schule haben. Die liberale dazu führen, daß das Volk sich von beiden abwendet. Die gemeinschaft angehören, eine besondere konfessionelle Schule Bourgeoisie hat nur noch wenig Interesse für die Volks- Jugend der Schule wird mit in den Kampf gezogen wererrichtet werden kann, und ist jenes bei 60 Schülern der schule überhaupt, weiß sie doch ihre Kinder durch den den; die gezwungen am Religionsunterricht TheilnehmenFall, errichtet werden muß. Besuch der höheren Schulen der Volksschule zu entziehen. den werden ihre von den Eltern und ihrer Umgebung Der§ 1 stellt als Aufgabe der Volksschule in erster Linie hin die religiöse, sittliche und vaterländische Bildung der Jugend, und erst in zweiter die Unterweisung in den für das bürgerliche Leben nothwendigen Kennt niffen und Fertigkeiten. " Kinder, welche nicht einer vom Staate anerkannten Die Unterrichtsfreiheit" käme fast ausschließlich der empfangenen Frrlehren" in die Schule tragen, und die Religionsgesellschaft angehören, nehmen an dem Religions- katholischen Kirche zu gute, und fie wird nicht Schüler der katholischen und der lutherischen Schule werden sich unterricht theil, sofern sie nicht von Seiten des Regierungs- Anstand nehmen, volt ihr Gebrauch зи machen. gegenseitig aus ihren entgegengesezten Katechismen die Zweifel präsidenten davon entbunden werden. Diese Befreiung Der Besitz der Schule giebt ihr nicht nur die Jugend in an den ihnen gelehrten Heilswahrheiten" beibringen. Der muß erfolgen, wenn von der betreffenden Religions- die Hand, sondern auch bedeutende Machtmittel gegen den liberale" Bürger aber, der sich noch so viel auf seine gesellschaft ein Antrag hierauf gestellt wird und der Nach Staat. Wo sie einmal eine Schule errichtet hat, wird sie" Freisinnigkeit" und sein Freidenkerthum" zu gute thut, weis eines Religionsunterrichts im Bekenntniß der be- die Beiträge für die öffentliche Schule als unerhörte und mag sich davor hüten, daß seine eignen Kinder nichts davon treffenden Religionsgesellschaft durch einen mit dem staat- unberechtigte Bedrückung darstellen. vernehmen, denn man könnte sie ihm leicht durch den lichen Befähigungsnachweis versehenen Lehrer geführt wird. An Reden gegen Rom wird es auch diesmal nicht Gendarm wegnehmen, um sie in einer Besserungsanstalt" Es wird also im allgemeinen der religiöse Zwangs fehlen. Der„ protestantenvereinliche" Geist der Kultur- unterzubringen, wo sie vor den„ Gottlosigkeiten" der Eltern unterricht für Kinder freireligiöser und vor allem konfessions- fämpfer wird noch einmal seine schwülstigen Phrasenblüthen geschützt werden. Einen Halt auf der eingeschlagenen Bahn loser Eltern festgestellt. treiben; auch mancher konservative orthodoxe Lutheraner giebt es nicht die Reaktion schreitet vorwärts und muß Wie es mit der sittlichen und vaterländischen wird in das Geschrei mit einstimmen, im allgemeinen aber vorwärts schreiten sie kann nicht zurück, auch wenn der Bildung der Jugend in den konfessionellen Schulen aussehen werden die orthodoxen Protestanten zufrieden sein mit dem, Abgrund vor ihr steht, und dieser Abgrund, der sie ver wird, läßt sich aus der religiösen Bildung leicht was für ihre Herrschaft im Bolksschul- Gesetz abfällt. folgern. Der eine Theil der Schüler bekommt den Luther'schen schlingen wird, ist nicht mehr fern von ihr. Der LiberalisWas sich jetzt vollzieht, ist nur die Sanktionirung des mus ist längst todt; das neue Schulgesetz bestattet nur seine Katechismus in die Hände, der ihm gründliche Verachtung Bi 3 marc'schen Werke 3 und seiner liberalen Helfers- Leiche. Wir sehen in dem Schulgesetz nur eine der mannig des fatholischen Antichrists" und der„ papistischen" Lehren helfer. Diese haben sich nicht zu beklagen, sie haben diese faltigen Gestaltungen der Reaktion, die wir, wie die übrigen, und Einrichtungen beibringt, der andere Theil der Schüler Entwicklung gefördert und ihr zu Liebe den gesammten bürger überwinden werden. Die Schule des Klassenstaats wird lernt umgekehrt die Luther'sche Kegerei verdammen und lichen Liberalismus preisgegeben. Gefällt ihnen das Volls- mit diesem zu Grunde gehen. Feuilleton. Nachbruc verboten.) [ 15 Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. Form einer Allee verloren. Nach einer solchen wendet sich auch unser neuer Be fannter; er geht tief in Gedanken verloren und erschrickt förmlich, wenn der Gruß eines Bekannten an sein Ohr schlägt. Deputirte der Wehrhahn'schen Druckerei erklärte, er werde Ein schöner, heller Abendhimmel mit unzähligen gold'nen diese neuen Anschauungen über die Sachlage feinen Kollegen Sternen im dunkelblauen Sammettuch hatte sich hoch über in derselben günstigen Auffassung vortragen, die er selbst den Wohnungen der Sterblichen ausgebreitet, und Mancher nunmehr gewonnen, eine Erklärung, die von allen Seiten eilte hinaus, troß der Ermüdung vom harten Tagewerk, freudig aufgenommen wurde. um in der erhebenden Harmonie der Natur die Disharmonie " Meine Herren," bemerkte nun der Vorsitzende, ich des Menschenlebens zu vergessen. Wer aber einen Spazier habe das Vergnügen, Ihnen mittheilen zu können, daß wir gang außerhalb der Stadt für bedenklich hielt in Ansehung aus eigenen Kräften bereits eine Summe aufbringen werden, der vorgerückten Zeit, den drängte es in die schön gepflegten mit deren Hilfe ich hoffen darf, die dringendsten Gläubiger Promenaden, welche die Stadt in fast ununterbrochener Es ist wahr, die gewöhnlichen Arbeiter- Assoziationen zu befriedigen und Herrn Barth seine Freiheit wieder zu Aufeinanderfolge wie mit einem grünen Gürtel umgaben und würden todt für die ganze Bewegung bleiben, sie würden verschaffen. Unsere Tagesordnung ist somit für heute er sich zuweilen nach einer Vorstadt mit Gartenhäusern in Diejenigen, welche wenig haben, von Denen trennen, die gar schöpft, und ich möchte Sie ersuchen, nun noch eine ge der inneren Entwickelungsfähigkeit, immer größere Kreise welche die weiteren Angelegenheiten bis zum Wieder zu ziehen, würden diese dann nicht der ganzen Bewegung zusammentritt unserer Versammlung besorgt." zum Nuzen gereichen können? Zu jeder Agitation gehört Diese Wahl ging furz und rasch vorüber; es wurden Geld. Die armen Arbeiter, deren Arbeitskraft vom Unter- im Ganzen fünf Mitglieder der Kommission, bestehend aus Eine große Veränderung ist seit einiger Zeit in seinent nehmer ausgebeutet wird, haben wenig Geld übrig; die dem Vorsitzenden, dem Schriftsteller, dem bei der Druckerei geistigen Leben eingetreten, seitdem ein gewaltiger Anstoß Assoziationen, welche un' keinen Unternehmer abzugeben beschäftigten Buchbinder, dem Maschinenmeister und noch von Außen ihn aus den stillen Kreisen idealer Kunst in's haben, würden, wenn sie sich erfolgreich erwiesen, in besserer einem Sezer, durch Akklamation gewählt, und eine gesellige haben Sie einen Vortheil, der nicht zu verachten. Wenn Lage sein, die uns beherrschenden Ideen auszubreiten. Da Unterhaltung löfte die geschäftlichen Berhandlungen ab. wir nun ferner innerhalb unserer Assoziation das Prinzip| der Brüderlichkeit aufrecht erhalten und danach streben, auch den Unbemittelten in Besiz seines Arbeitswerkzeuges Die Abendstunden waren bereits hereingebrochen, als der mit ihr zu kommen. Darum war er, wie die meisten seiner zu sehen, wenn wir also auf diese Weise unsere eigenen junge Schriftsteller das Druckereilokal verließ. Das Tage- Kollegen, als Frembling auf Erden herumgewandelt, Kräfte vermehren, sollten wir bu nicht etwas Gutes auch wert ruhte schon allenthalben; die fleißigen Hände hatten hatte eherne Mauern zwischen sich und dem Alltagsfür die Allgemeinheit bewirken, abgesehen auch noch davon, aufgehört zu hämmern und zu sägen, zu nieten und zu leben aufzurichten versucht, und wenn die Wogen des Lebens daß wir in solchen vorlauter anderemangen te prat nähen; die unermüdlichen Arbeiter am Webstuhl der Zeit dieſe Mauern untergruben, fie hier und da zum Falle tiſchen Erfahrungen zu machen haben, denen wir für die hörten für eine kürze Zeit auf, das große Weltkapital zu brachten, das graue Tageslicht zu den Lücken hereinschaute spätere Zeit dringend benöthigt sein werden?" vermehren, sie hörten nicht auf zu sorgen und zu seufzen, in den Baubergarten seiner Phantasien, dann hatte er, wie " Bravo, Bravo!" scholl es von allen Seiten, und der zu zürnen und zu weinen. jener Riesenvogel, den Kopf im Sande vergraben, um seine Neuntes Rapitel. Blumen und Sterne. volle, buntbewegte Menschenleben geführt. Für ihn war früher die Kunst fast ausschließlich das Beachtenswertheſte im Leben gewesen; die Welt, wie sie wirklich ist, war ihm ein öder, unersprießlicher Gegenstand der Betrachtung, und er vermied es gern, in irgend eine nahe Berührung auch Politische Ueberlicht. Ich nur solche, welche von den herrschenden Klassen geBerlin, den 18. Januar. billigt werden. Würde der Staat die Gewinne aus den Bahnen benutzen, um sie seinen Arbeitern zuzuwenden, um Im Reichstag stand gestern der Post- Etat auf der deren Lage zu verbessern, würde er in den unter seiner Tagesordnung. Die Debatte darüber brachte nichts Neues. Verwaltung stehenden Werkstätten Arbeitszeit und ArbeitsDie Reden über die Sonntagsruhe der Postbeamten, die lohn so regeln, daß er als Muster der Arbeiterfreundlichkeit Nothwendigkeit der Herabseßung gewisser Tarife 2c. find in gelten könnte, so würde die gesammte Bourgeoisie in früheren Sessionen, theilweise sogar von denselben Rednern, ein Zetergefchrei ausbrechen, daß der der Staat sie schon alle einmal gehalten worden. In den siebziger Jahren schädige, indem er in ihren Arbeitern das Verwar der Post- Stephan neben Bismarck der gefeiertste Minister langen errege, ebenso gut gestellt zu werden, am Bundesrathstisch. Die damals durchgeführten Reformen wie ihre Kameraden in den Staatswerkstätten. So aber im Post- und Verkehrswesen entsprachen so sehr dem all- hat die Bourgeoisie die höchste Befriedigung, wenn sie sich gemeinen Bedürfniß, daß dem Postminister der Dank weitester auf den Staat berufen kann, der ein noch schlimmerer ArbeitKreise entgegengebracht wurde. geber sei als sie selbst. " 11. Begründung von Turn, Gesang, Musikvereinen und Lese flubs für Arbeiter. 12. Einrichtung von Volksunterhaltungsabenden und Volfsheimen mit Vortragskursen, Bücher- und Bildersammlungen oder verschiedenartigen Unterhaltungen und edlen Erholungen für alle Boltsklassen. Er bitttet zugleich um die Beantwortung folgender Fragen. I. Welche von den unter 1 bis 12 angeführten Verans staltungen oder welche andere Einrichtungen zur Erholung der Arbeiter bestehen in Ihren Werkstätten oder an Ihrem Orte? II. Seit wann bestehen dieselben? III. Wie sind sie eingerichtet? IV. Welche Erfahrungen hat man mit denselben gemacht? V. Welche Verbesserungen oder Neuerungen sind auf dem Gebiete der Voltserholungen wünschenswerth? Das ist jetzt anders geworden. Der Herr StaatsDie Angriffe von Seiten der Bourgeoisie gegen die Fast noch widerlicher als die Hungerpeitsche ist das sekretär für das Postwesen hat die Reformen an den Verstaatlichung laufen alle mehr oder weniger nur darauf Zuckerbrot, das man dem Arbeiter bietet. Und zu welchem Nagel gehängt und selbst die berechtigsten Wünsche hinaus, daß der Staat ihrer Profitsucht und Ausbeutung Zwecke und in welcher Absicht? Um die Arbeiter zu lehren, wir erinnern nur an den Widerstand gegen die Ein- Konkurrenz macht, dieser selbe Staat, den sie als ihr Eigen- daß sie Menschen, Vollberechtigte sind, oder um sie dies verführung der 5 Pfennig- Kreuzbandsendungen müſſen Jahre thum und als den Hort ihrer Vorrechte betrachten. Denn geffen zu machen? fang auf ihre Erfüllung warten. Geblieben ist von früher davon sind wir weit entfernt, daß wir die Verstaatlichung" Will die Bourgeoisie ,, veredeln", so fange sie bei sich her nur die manches Mal sich recht kleinlich ausnehmende als für gleichbedeutend mit der Bergesellschaftung" der selbst an, bei ihren Goldsöhnchen" und ihren verbuhlten Bevormundung der Beamten im Ressort des Postgewaltigen. Verkehrs- und Produktionsmittel ansehen können. Weibern, ihren finanziellen Schwindel- Genies und prozenSo wurde auch gestern wieder von dem Abgeordneten Der„ Klaffenstaat", wenn er auch der Privatausbeutung haften Wüstlingen! Bachem die Drangsalirung der Postassistenten, welche sich der herrschenden Klassen Produktions- und Verkehrsmittel ihrem Verbande anschließen, zur Sprache gebracht und ob entzieht, wird diese immer doch im Interesse dieser Klaſſen Unter dieser Ueberschrift schreibt die„ Kreuz- Zeitung", daß Ruffische Wahrheitsliebe und Gewissensfreiheit. wohl weder Stephan noch sein Ablatus einen stich- perivenden. In einem Staate des Militarismus und Ka- Unter dieser Ueberschrift schreibt die„ Kreuz- Zeitung", daß haltigen Grund vorzubringen wußten, warum die Assisten- pitalismus werden höchstens diese beiden Interessen mit ihre Nachricht, es sei aus Petersburg ein Befehl ergangent, ten sich nicht zu einem Verbande zusammen schließen einander öfters follidiren und, da der erstere noch der mäch- wonach auch die protestantischen Schüler in den Ostseedürfen, so konnte doch jeder aus den Ausführungen der tigere ist, so wird der letztere sich öfters zu fügen haben. Provinzen verpflichtet wären, bei Gefahr des Ausschlusses aus Redner vom Bundesrathstische heraushören, daß die Maß- Doch das sind innere Streitigkeiten der herrschenden Klassen, der Schule, an Staats- und Kirchenfesten die griechischregelungen fortgesetzt werden sollen. die, wenn sie sich auch mitunter in die Haare gerathen, sich orthodoren Kirchen zu besuchen, von russischen RegierungsDer Abgeordnete Bebel lenkte die Aufmerksamkeit auf bald wieder vertragen. Im Klaſſenſtaate werden alle Einrich- Da polnische Blätter melden, daß an die katholischen Schuldoch um der Aufrechthaltung des Klassenstaates selbst willen blättern in den Ostsee- Provinzen als unwahr hingestellt sei. die Thatsache, daß Tausende von Post- Unterbeamten das tungen, gleich viel ob Private oder der Staat selbst sie in finder das gleiche Verlangen gestellt ſei, so ist die" reuzMusikgewerbe als Nebenverdienst betreiben und so den Händen haben, immer das Gepräge des Klassenstaates, der Beitung" der Ansicht, daß auch die obige Nachricht richtig Berufsmusikern eine sehr unleidliche Konkurrenz machen. Ausbeutung der Gesammtheit im Interesse der herrschenden gewesen und ihre Ableugnung eine Lüge, da man mit den Der Abgeordnete Ulrich zeigte an einem recht drastischen Klassen an sich tragen; die Verstaatlichung kann vielleicht deutschen Protestanten gewiß nicht mehr Federlesens machen Beiſpiele, wie die Poſtverwaltung in Offenbach a. M. die Möglichkeit der Uniwandlung des Klassenstaates in eine wird, als mit den Katholiken. Wenn nun von einer den den Kreisblättern Privilegien einräume, welche fie anderen Boltsgesellschaft vereinfachen; eine wirkliche Bergesellschaftung artigen Maßregel die„ Kreuz- Zeitung" erklärt, daß sie jedent Blättern nicht gewähre. Singer frug, ob er wahr sei, daß der Produktionsmittel ist aber nur mit der Vernichtung des Europäer barbarisch erscheint, so verweisen wir sie nur Landbriefträgern zugemuthet werde, täglich Fußtouren von Klassenstaates möglich. 40-45 Kilometer zu machen? Diese Frage brachte die darauf, daß sie dieselbe in Deutschland selbst nicht genug befürworten kann. Sollen doch nach dem neuen Schul rechte Hand Stephan's, den Wirklichen Geheimen Rath Im preußischen Abgeordnetenhause gehören nach Gesezentwurf auch Dissidenten Kinder zur Theilnahme an Fischer, in gewaltige Aufregung. Stimme verlangte derselbe, daß ein einziger Land- glieder zur konservativen Partei, 98 zur Zentrumspartei, fönnen. Was in Preußen der Kreuz Beitung" gegen UnMit gehobener dem soeben erschienenen Verzeichniß der Parteien 125 Mit dem offiziellen Religions Unterricht gezwungen werden briefbote angeführt werde, der eine solche auf die 84 zur nationalliberalen Partei, 66 zur freikonservativen gläubige recht, darf ihr doch in Rußland gegen Anders Dauer geradezu mörderische Tagesleistung zu machen Partei, 27 zur deutschfreisinnigen Partei und 14 zu den gläubige nur billig erscheinen. Ist das eine barbarisch, 10 gabe. Sofort erhob fich der Abgeordnete Hagenau i. Elsaß und erklärte, daß in seinem Wohnbezirk 5 Mandate( 3. Osnabrück, 4. Hannover, 2. Berlin, Gewissensfreiheit kann füglich die neu- preußische zur Seite für Polen; 14 sind bei keiner Partei. Erledigt sind zur Zeit ist es auch das andere. Der russischen Wahrheitsliebe und in Landbriefträger täglich 44 Kilometer zurück zu legen 7. Pofen und 3. Posen). Bei dieser Zusammensetzung gestellt werden. habe. Diese Erklärung wirkte so abkühlend, daß nunmehr des Abgeordnetenhauses braucht die Regierung sich wegen Der Herr Staatssekretär selbst wieder in die Debatte ein- der reaktionärsten Geseze keine Sorge zu machen. griff und dabei die Weisheit zum Besten gab, daß der starke Andrang beweise, daß die Landbriefträger gesuchte Stellen seien. Daß der Hunger die Maffen zwingt Arbeit um jeden Preis zu nehmen, das scheint Herr v. Stephan nicht zu wissen. Gegen die Verstaatlichung der Eisenbahnen er hebt man von liberaler Seite zwei Einwände. Die Freifinnigen," voran die Bossische Beitung", heben hervor, wie durch den Wechsel der Einnahmen, der bei den Eisenbahnen nicht im Voraus zu berechnen sei, ein neues Element der Unsicherheit in den Staatshaushalt gekommen sei. Nun, dieses„ Element der Unsicherheit" ließe sich sehr leicht beseitigen; man betrachtet einfach die thatsächlichen Ueberschüsse des Vorjahres als Einnahmen des neuen Jahres, und je nach der Höhe derselben erhöht oder verringert man die anderen Einnahmen. Dieser Mißstand wäre also furchtbar leicht zu beseitigen. Bon anderer Seite wird ein anderer Vorwurf gegen die Staats- Eisenbahuverwaltung erhoben, der eher etwas für sich hat. Ein Theil der Vertreter der Verstaatlichung der Bahnen ist für diese eingetreten, unter der Annahme, daß die sonst den Privat Eigenthümern, den Aktionären der Privatbahnen zufließenden Gewinne nunmehr dem Staate zufallen und von diesem nur im Jutereffe der Eisenbahnen, der Erleichterung und Verbesserung des Verkehrs benutt werden würden. Aber, klagt die Bossische", diesen Gewinn Laffe sich statt deffen der Racker von Staat" für ganz andere Zwecke schmecken. Nun, diese anderen Zwecke sind aber " Träume seine selbstgeschaffenen Täuschungen zu bewahren vor profanen Angriffen. " M In dem Organ der Apothekenbefizer, der " Pharmazeutischen Zeitung", erhebt ein Apotheker ein Die Verzwanglichung der Erholungen der Arbeiter würse", die ihre Weinirarbeit gegen" die Ausbeutung des außer dem Hause stellt sich die in Berlin unter Mitwirkung leidenden Publikums durch die privilegirten und kons furchtbares Wuthgeschrei über die sozialistischen Maul des Deutschen Zentralvereins für das Wohl der arbeiten zeffionirten Apothekenbesitzer richten. Er wittert Unrath den" Klaffen" neubegründete Bentralstelle für Arbeiter und erhebt seinen„ Kassandra- Ruf". Verstaatlichung der Arbeiter- 3effionirten Wohlfahrtseinrichtungen" zur Aufgabe. Der bekannte Geh. Apotheken fürchtet er noch nicht, auch nicht die Gewerbes Regierungsrath Professor Dr. Böhmert in Dresden ver- freiheit, wohl aber eine größere Ausgabe von Kons sendet zu diesem Zwecke an die„ Volksfreunde", insbesondere gesstonen.„ Es raft der See und will sein Opfer haben", an Arbeitgeber, Direktoren von Staatswerkstätten und und dieses Opfer werden jedenfalls die armen Apothekens sessionen.„ Es raft der See und will sein Opfer haben", Aktiengesellschaften 2c., Zirkulare, in denen er mittheilt, daß befizer sein. Wir hoffen es! Der Wehschreier beklagt, daß lobenswerthe Einrichtungen zur Erholung der Arbeiter bereits die Apotheker keine Vertretung im Reichstage haben, wird existiren und zwar:' aber hierin von der Redaktion des Apothekerblattes bes 1. Fabrikfeste bei längerem Bestehen einer Fabrik oder bei richtigt, da der deutschfreifinnige Apotheker Dr. Witte Familienereignissen im Hause des Prinzipals. 2. Weihnachts- Rostock dem Reichstage angehöre und die Interessen des feste oder Feste bei Erstattung der Jahresrechnungen von Apothekerstandes dort stets fräftig zu wahren wisse. Nach Kranken- oder anderen Hilfskaffen. 3. Gesellige Zusammen- Apothekerstandes fünfte des Fabrikpersonals mit den Prinzipalen und Angestellten dem Reichstags- Handbuch hat Herr Witte 1862 bereits behufs Unterhaltung und Belehrung in längeren oder fürzeren seine Apotheke verkauft, nachdem er ein Droguen- Engros Zwischenräumen. 4. Ausflüge im Sommer zum gemeinschaft Geschäft und eine chemische Fabrik errichtet. Wie weit er lichen Naturgenuß oder zum Besuch wichtiger Industrie- Werk- das Lob des Apothekerblattes verdient, wissen wir nicht; stätten und Kunstanstalten. 5. Arbeiter- Badereisen und Be- aber wir gönnen es ihm. willigung eines regelmäßigen oder außergewöhnlichen Urlaubs. 6. Abordnung von Arbeitern zur Besichtigung von Ausstellungen Ueber das ,, realistische" Schwein, welches vorige oder zu anderen Zwecken. 7. Begründung von Arbeiterheimen Woche sammt seiner würdigen Helfershelferin von fran mit Arbeitergärten oder Volksparts für die Familien der Arbeiter. 8. Begründung von Frauen- oder Mädchenheimen ösischen Geschworenen zu 15 monatlicher Gefängnißfür Arbeiterinnen oder Einrichtung besonderer Frauenabende strafe verurtheilt ward, erfährt man nachträglich, daß es ein und Frauenkurse. 9. Begründung von Lehrlingsheimen grimmiger Antisemit ist. Schwein, Antisemit oder besonderen Veranstaltungen für jugendliche Arbeiter. und Herr von die arme Kreuz- Zeitung"! Das hatte 10. Sorge für gute Boltsbibliotheken, Lesehallen, Bolksschriften sie nicht geahnt, als sie sich am Sonnabend so sittlich ents und Volkstheater durch Vereine oder Stadt- und Landgemeinden. rüstet in die Brust warf. produkte des Einen mit denen des Anderen auszugleichen, Das Störende dieses inneren Ereignisses mochte fich Aber es war die Zeit gekommen, in der das Leben sich übertroffen werden, da es nicht nur eine Anweisung auf ge- mäßig grüßend, zu der Unterbrecherin emporschaute, denn und als solches konnte es kaum von einem anderen Mittel wohl in seinen Mienen wiederspiegeln, als er gewohnheitsvon dem abwendete, der sich von ihm gewendet, ihn vergaß, fertigte Arbeit war, sondern auch durch die Güte des die junge Dame strich eine Fluth von schwarzen Locken aus der es vergessen wollte und doch nicht entbehren konnte; Materials, aus dem es vorzugsweise gefertigt wurde, den dunkel gerötheten Wangen hinters Ohr und sah den harte Stöße zwangen ihn, das Haupt zu erheben, sich um einen zuschauen, die nächsten Ursachen der ihm so unwillkommenen nahe unabhängig blieb bedeutenden Selbstwerth ausmachte, der bei jungen Mann recht unschuldig bittend an, indem sie sagte: Störungen zu erkennen. Und da sein Bick gewöhnt Inschrift, die seinen Werth angab. von dem Gepräge und der" Ich bitte tausendmal um Entschuldigung, daß ich Sie war, in die Tiefe zu blicken, so konnte sich sein Geist der Kupfer, Silber oder Gold rettete durch seinen eigenen ihm brochen, ich will Sie auch sogleich wieder in denselben zurück Das Stückchen in Ihrem, Gott weiß wie hohen Gedankenfluge unter Aufgabe nicht erwehren, mehr und mehr den ewigen Zu- innewohnenden oder zuerkannten Werth sein Ansehen kehren lassen. Aber sehen Sie mich nur nicht so zürnend fammenhang aller Dinge auf Erden zu erkennen zu suchen; gegenüber den vielfältigen Schwankungen des Weltmarttes, an; das Zürnen eines in seinem Gedanken- oder Schaffens und jeder Schritt, den er hier zur besseren Erkenntniß that, aber eben dadurch ist es ein Gegenstand der schnödesten Hab- drange gestörten Künstlers, Dichters oder Denkers hat etwas erweckte ihm ein immer größeres Bedürfniß nach neuen, sucht geworden, hat es seine verderblichen Wirkungen erzielen Erschreckendes. Ich glaube, wir haben über dieses Thema vollständigeren Erkenntnissen. Mit wahrer Leidenschaft te tönnen. Je mehr es das ausschließliche Tauschmittel ge- schon früher einmal gesprochen. mächtigte er sich aller der Erfahrungen und Ideen, welche worden, je mehr haben die Einzelnen versucht, die möglichst große Denker vor ihm der Welt gewidmet, und raftlos größte Menge desselben in ihrer eigenen Hand zu vereinigen, bestes Fräulein," erwiderte der junge Mann, indem er Sie beschämen mich mit Ihren Entschuldigungen, arbeitete feit jenem Tage sein Geist, um sich ein volles Bild und da konnte es ja nicht fehlen, daß es vielen anderen seinerseits merklich erröthete. Meine Pflicht und Schuldig der Lebensbedingungen in unserem Zeitalter, in unserer Menschen entzogen wurde, die nun in Ermangelung des feit war, Sie zu begrüßen; ich aber ging gedankenlos Kulturperiode zu schaffen. Da gab es mit einem Male Stoff und Anregungen in billiger Weise zu verwerthen oder auszutauschen; sie werden selben außer Stande sind, ihre Arbeit frei und in richtiger, gedankenvoll, wollte ich sagen, an Ihnen vorüber, und Hülle und Fülle, und fast dünkte ihm schon nach den ersten die Tributpflichtigen Derjenigen, welche das Tauschmittel weilten, jahen Sie keinen von den Staubgeborenen, Und weil Sie eben in weit entfernten Regionen Stufen, welche er auf diesem Wege erstiegen, die Welt mit an sich gerissen haben, und dieser Tribut bewirkt, daß die in deren nächster Nähe Sie sich befanden. Das Alles ihren Bielen etwas Mächtigeres, Höheres als das war, Anhäufung des Kapitals bei den Einzelnen immer fürchter- inde ich sehr begreiflich, sehr natürlich, zumal es nicht was ihm der kühnfte Flug seiner Phantasie an Idealen licher, immer verderblicher wird. gebracht. Die Hütte der Armuth, welch' heiliges Märtyrer thum! Der Schweiß des Arbeiters, welche Titanenarbeit Niemanden ernähren; die Arbeit allein ist's, die Alles gleichen als etwas Wohlberechtigtes anzuerkennen. Aber " Und doch kann das todte Geld Niemanden fleiden, kommt; ich habe mir auch längst die Pflicht auferlegt, bers das erste Mal ist, daß mir etwas Aehnliches in Erfahrung ruft ihn hervor! Der Reichthum des Reichen, die Gewalt lebendig macht. der Gewaltigen, welche Märchenerscheinungen gegenüber der Dingen das Recht mit sich bringen, menschenwürdig leben sonderen Gelbstbeherrschung bedarf, um Jemanden an fich Sollte aber die Arbeit nicht vor allen Sie werden mir jedenfalls zugestehen, daß es einer ganz bes unendlichen Fülle von Armuth und Elend, von Mangel zu können?" und Verkümmerung! Die Kämpfe zwischen Wahn und Aufklärung, zwischen Unwissenheit und Wissenschaft, zwischen ohne Gruß vorübergehen?" fragte in diesem Augenblicke ber sich trotzdem brei Wochen nach Ansehung der ersten Nun, Herr Dr. Lange, wollen Sie auch heute bei uns wöchentlich zwei Mal Vortrag über Aeſthetik zu halten, und ungestört vorbeigehen zu lassen, der Einem versprochen, Recht und Gewalt, Wahrheit und Lüge, was für Helden eine wohltlingende, weibliche Stimme und brachte damit Stunde nicht einmal wieder hat sehen laffen. So habe ich tämpfe, welch' seltsames Schwanken hin und wieder! Und den einsamen Träumer aus seinen Betrachtungen in die von der Aesthetik bis jetzt noch nichts gehört, als daß sie ist ein solcher Kampf weniger poetisch, weil statt des Blutes Außenwelt zurück. Schweiß und Thränen fließen, weil statt der Mauern und Thürme Herzen brechen? Die Stimme tam aus einer Gartenlaube, welche auf einer Wissenschaft ist, durch welche man das Schöne schäßen und " Welche Macht dieses Geld auf Erden erlangt hat", vergoldeten Spigen überragte. Der junge Mann fuhr er war nicht schön von Ihrer Seite, daß Sie mich so lange kleinen Terrasse gebaut den eisernen Gartenzaun sammt den würdigen lernt; aber, Herr Professor der Aesthetik, das murmelte unser Freund in Erinnerung der eben erlebten schreckt auf, so sanft die Stimme auch klang; denn gewalt vergeblich auf die versprochenen Vorträge über die Wissen ein leichtes Tauschmittel ursprünglich sein, um die Arbeits- lebenso gewaltsam einen neuen hervor. Berhandlungen, im träumerischen Dahinschreiten, es sollte sam zerstörten sie den einen Gedankengang in ihm und riefen schaft des Schönen warten ließen." ( Fortsetzung folgt.) 65 " Um unfittliche" Bühnendarstellungen zu verhindern, schlimmer als die Wilden", so ist das nicht zu verwundern. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. hat die französische Regierung der Kammer ein Gesetz zur Die Engländer befürchten, die Völkerschaften Inner- Afrikas In Bielefeld wurde der Geschäftsführer der„ VoltsEinführung der Theaterzensur vorgelegt. Mit würden sich zu einem Bund gegen alle Europäer wacht", Genosse Schmidt, von der Straffammer wegen BeRecht bemerken die radikalen Blätter, daß dies nur Chikanen vereinigen. Das ist durchaus nicht unwahrscheinlich. Er hatte nach Ansicht des Gerichts eine Handlung des letzteren Das it bureaus nicht it babe leibigung eines Gendarmen zu einer Woche Gefängniß verurtheilt. und Geschmacklosigkeiten zur Folge haben kann,-daß die Jedenfalls ist die Lage in Afrika, für die Europäer im mit deffen mangelhafter Bildung entschuldigen wollen, indem er Sittlichkeit" sich nicht erzwingen läßt, und daß das Schicksal Allgemeinen und die Deutschen insbesondere durch die sagte, der Gendarm habe gewiß als Soldat 12 Jahre lang das des„ Schweins von Chirac", dem Jeder die Strafe gönnt, Rolonialpolitit" verschlechtert worden.-träftigende Rommißbrot gegeffen". heilsamer wirken wird, als die beste und wohlmeinendste Benfur. tönnen. " og A- asboT Korrespondenzen und Parteinachrichten. = Philipp Teufel, der Redakteur der Karlsruher Ausgabe des Offenburger Voltsfreunds", wird am Mittwoch aus dem Freiburger Landesgefängniß vorläufig entlassen, nachdem er einschließlich der Untersuchungshaft 1 Jahr 1 Monat und 20 Tage im Kerter zugebracht hat. Der Offenburger Boltsfreund" schreibt hierzu: Der Antrag ging von der Gefängnißleitung aus und wurde vom Ministerium auf Grund der Bestimmungen des§ 23 des St.-G.-B. und der badischen Verordnung vom 29. Dezember 1871 genehmigt. Philipp Teufel wurde am Die franzöfifche Arbeiterbewegung ist bisher an bem Widerstand der ländlichen Bevölkerung gescheitert, bie nicht begreifen konnte, daß auch für sie nur im Sozia lismus die Rettung liegt. In dieser Beziehung ist aber neuerdings ein Umschwung eingetreten. Die zunehmende Proletarisirung des Bauernstandes konnte nicht ohne Ein- In Staßfurt hatten sich bekanntlich Unternehmer und Be- 1. Dezember 1890 verhaftet und im Januar 1891 zu fünfzehn fluß bleiben, und wie unsere französischen Korrespondenten hörden zur Maßregelung unbequemer Sozialdemokraten vereinigt. Monaten Gefängniß wegen Preßvergehens verurtheilt. Da ihm schon wiederholt mittheilten, finden jetzt die sozialistischen In einer großen Zahl von Fällen ist es nun, wie die Magde- von der erlittenen Untersuchungshaft nichts angerechnet wurde, Ideen mehr und mehr unter der Landbevölkerung Eingang. burger Boltsstimme" erfährt, nachzuweifen gelungen, welche hätte Teufel nech 8 Monate zu verbüßen, die ihm nun durch seine Der neuesten Nummer der Question Sociale"(" Soziale wirthschaftliche Schädigung die Veröffentlichung der schwarzen Frage") von Bordeaux entnehmen wir, daß neuerdings in siste für die auf derfelben aufgeführten Arbeiter mit sich gebracht vorläufige Befreiung fo gut wie erlassen sind. Die Direktion des Frage") von Bordeaux entnehmen wir, daß neuerdings in hat. Demzufolge ist bei der Staatsanwaltschaft in Magdeburg lich eine Freistunde zur Uebung in der Stenographie und ge Landesgefängnisses gewährte diesem politischen Gefangenen tägder Bretagne, die, ähnlich wie die Vendée, sich aufs gegen die Unterzeichner der sogenannten Konferenzbeschlüsse", stattete das Abonnement auf die Arbeiter- Fachzeitung Korres Hartnäckigste allem Neuen entgegenzustemmen pflegte, von Bürgermeister Reinhard und Polizeikommiffar Ring, Strafantrag fpondent für Deutschlands Buchdrucker", sowie die Benutzung von einbauern ein sozialistisches Syndikat gestellt worden, wegen Vergehens im Amt(§ 339 R.-Str.-G.-B.), geeigneter Lektüre, die von auswärts gesandt wurde. Leufel gebildet worden ist, welches 250, in 6 verschiedenen Ge- wegen Verrufserklärung(§ 153 der Gewerbe- Ordnung) und wegen spricht sich in seinem Briefe anerkennend über die ihm gewordene meinden um Nantes wohnende Weinbauern umfaßt. Abhaltens einer anfcheinend polizeilich nicht angemeldeten Berücksichtsvolle Behandlung aus. Der menschenfreundliche AnIn der Champagne und im Süden Frankreichs sammlung(§ 1 und§ 12 des Vereinsgefeßes). Wir sind neu staltsgeistliche, Herr Pfarrer Kraus, hat sich auch bei diesem giebt es ebenfalls schon viele sozialistische Weinbauern, die gierig, wie hoch die Strafe sein wird, welche die Angeklagten trifft. Gefangenen ein ehrendes Andenken gesichert. gewerk und genossenschaftlichen Organisationen angehören. Ein Buchdruckereibesiger aus Neuß hatte für Bei einer Flugblatt Vertheilung in den ländlichen den Zigarrenhändler Herrn J. Voß in Düsseldorf 3igarren In Frankreich sind die kleinen Weinbauern in einer gleich Ortschaften des Bezirks Güstrow machten unsere Partei- bit en angefertigt, auf deren Rückseite die Arbeitermarseillaise schlimmen Lage wie in Deutschland- sie befinden sich in genossen die erfreuliche Erfahrung, daß der Geist der dortigen abgedruckt war. Da die Düten nicht den Namen des Druckers der vollständigsten Abhängigkeit von den kapitalistischen Landbevölkerung ein sehr guter ist. Die Zahl der Flugblätter enthielten, so wurde der Drucker auf Grund des§ 6. des PreßWeinhändlern und Groß- Weinberg- Besitzern. Und der Druck reichte auch nicht entfernt hin, um letztere an alle Landleute, geseges in Anklagezustand versetzt, da nach der Ansicht der Staatsist so groß, die Ursache der Nothlage so offenbar, daß wer welche danach fragten, in genügendem Maße vertheilen zu anwaltschaft diese Düten eine Druckschrift im Sinne des Preßirgendwie dentfähig ist, in dem Sozialismus die Rettung gefeßzes darstellen und daher der Name des Druckers bezw. des suchen muß. In der Domäne derer v. Köller, in Kammin Buchdruckers führte aus, daß eine Düte keine Druckschrift im Uebrigens darf man nicht glauben, daß die Acker( Pommern) fand, wie der Stettiner Boltsbote" berichtet, am Sinne des Preßgesetzes fei, sondern lediglich den Interessen des Verlegers darauf angegeben sein müsse. Der Vertheidiger des bauern hinter den Weinbauern zurückblieben. Infolge des Dienstag die erste sozialdemokratische Volts Ber- Handels diene. Das Schöffengericht nahm jedoch an, daß eine zerstreut auseinander- Wohnens, und der daraus sich ersammlung statt. Gin Gaal war nicht zu erlangen gewesen; Düte, die, wie im vorliegenden Falle, Lieder enthalte, allerdings gebenden Schwierigkeit des Verkehrs und der Agitation geht die Versammlung wurde daher in dem Bierlokal von Pommerening eine Druckschrift im Sinne des Preßgesetzes sei. Der Buchdrucker es mit der sozialistischen Propaganda auf dem Lande in abgehalten. Ueber 200 Menschen, darunter viele Bürger, standen wurde zu der geringsten Strafe, 1 Mt. Gelobuße, verurtheilt. Frankreich wie in Deutschland etwas langsamer als in den in einem engen Raume wie eingeteilt, infolge dessen herrschte eine fürchterliche Städten, allein es geht stetig vorwärts. Dafür sorgen anderhalb Stunden über das neue sozialdemokratische Partei- Gefängnißstrafe in Siegburg angetreten. Die gegentheilige Nach Bergmann August Siegel ist nicht geflüchtet, Redakteur Herbert aus Stettin sprach unsere Freunde- die Feinde- d. h. die kapitalistischen hat, nach der„ Westf. Freien Presse", seine achtmonatige programm, das einige Tage vorher in größeren Massen verbreitet worden war. Zwei Gegner, der Buchdruckereibesiger richt der Telegraphenbureaus und der Gelsenkirchener ArbeiterIn Dänemark beginnt wieder die Aera der Binder, Herausgeber des Kreisblattes, und Herr von Köller- Beitung" war also falsch. Uns war die falsche Nachricht gleichfalls aus Gelsenkirchen zugegangen. Sozialistenverfolgungen. Nikolaus Petersen, Deuthin, versuchten ihn zu widerlegen. Herr v. Köller spielte bekannt als Delegirter zu den internationalen Arbeiter sogar den Liebenswürdigen, stimmte in einigen Punkten mit dem tongressen von Paris und Brüssel, ist wegen einiger Artikel demokratischen Redner Herbert, den er sogar seiner Hochachtung be Referenten überein und bat in humorvoller Weise den sozialdie kommende Revolution", welche er in dem von versicherte, er möge in der Antwort mit ihm glimpflich verfahren, ihm redigirten„ Arbeideren"( Arbeiter") veröffentlicht hatte, da er( v. Köller) im Reden ein Neuling fei. Dann spielte Herr Soziale Uebersicht. verhaftet worden. Petersen ist nicht, wie von fapita- v. Köller seinen höchsten Trumpf mit einem Hoch auf den Kaiser listischen Organen behauptet wird, ein Anarchist sonst aus und spendirte den Arbeitern Bier. Indessen das half Alles Nachdem der Buchdruckerstreit beendet, richtet An alle Arbeiter Berlins! daja würde er auf jenen Kongressen nicht als Delegirter gewesen nichts. Nach der Versammlung zeichneten fich 40 Personen sein er ist nur ein entschiedener Gegner jedes Zusammen in die Listen ein, welche behufs Gründung eines sozial- die unterzeichnete Kommission an alle diejenigen, welche im gehens mit der kleinbürgerlichen und kleinbäuerlichen Demo Bemerkenswerth ist aus dem Bericht des Boltsboten" noch die demokratischen Arbeiterverein ausgelegt waren. Besize von Sammellisten sind, die dringende Bitte, kratie, und deshalb nicht immer mit der vom Sozial- Mittheilung, daß während der sozialdemokratische Referent ruhig dieselben fo schnell wie möglich abzuliefern, demokraten" und vom Dänischen Arbeiterbund ver angehört und nur einige Male von Spießbürgern unterbrochen damit die von den Unternehmern ausgesperrten Ge. fochtenen Taktik einverstanden gewesen. Die Ar- wurde, es erst des Eingreifens desselben bedurfte, um hilfen auch fernerhin unterstützt werden können. tikel, die zu dem Prozeß gegen ihn Anlaß gegeben den Gegnern, welche sich die Sache wohl anders gedacht haben, sind uns bekannt; fie enthalten nichts, was hatten, Gehör zu verfchaffen. Danach ist Pommern auf nicht Dutzende Male in deutschen sozialistischen Blättern dem besten Wege, sich seines Spiznamens die deutsche Vendée" gesagt worden wäre, ohne daß die deutsche Staats- zu entledigen. anwaltschaft Strafbares darin gefunden hätte. Und DäneAusbeuter. über waren " * . 品 " Ebenso bitten wir, die Sammlungen noch einige Zeit forts feßen zu wollen, bis die Ausgesperrten Unterkunft gefunden haben werden. 8 Uhr abzuliefern. Die Werkstatt- Rontrollkommission Ein neuer sozialdemokratischer Verein wurde in Bierhallen, in der Zeit von Vormittags 10 Uhr bis Abends Sammellisten und Gelder sind an A. Faber, Gratweil's mark hat eine demokratische Verfassung und weit freiere Stockelsdorf errichtet. Geseze und Einrichtungen als Deutschland. Freilich, wo es sich um den Kampf gegen den Sozialismus handelt, Eine fozialdemokratische Partei Konferenz für den Die Streitfommission hört die Demokratie auf, wie uns das Beispiel Reichstags- Wahlkreis Altena- Iserlohn findet am 14. Februar in ber Berliner Buchdrucker. der französischen und der amerikanischen Republik schon so Lüdenscheid statt. Die Tagesordnung umfaßt die Punkte Achtung, Tischler! Die Kollegen der Nähmaschinens oft gezeigt hat. Unsere dänischen Genossen wissen das, Presse, Agitation und Organisation, Anträge der Delegirten. Möbelfabrit von 2 aborenz, Rigdorf, Knesebecstr. 77, und sie sind vorbereitet auf die Kämpfe, die ihnen bevor Buschriften find an Gustav Höhfeld, Lüdenscheid, Lessingstr. 5, haben wegen außerordentlichen Lohn abzugs die Arbeit stehen und die gleich den unsrigen, erst mit dem Sieg der zu adreffiren. niebergelegt. Wir erwarten, daß sämmtliche Kollegen dies Sozialdemokratie enden werden. berücksichtigen. Streifende Buchdrucker begründeten in Frankfurt Näheres wird in der am Mittwoch, den 20. Januar, Die Vorgänge in æerez sind jetzt aufgeklärt. furter Tageblatt". Da dieses Unternehmen rein privaten Zwecken traße 77, stattfindenden Tischler Bersammlung be a. M. eine neue, angeblich unpatriotische" Zeitung, das" Frant. Abend 38 Uhr, bei Wiersing, Rigdorf, KnesebedEin paar hundert Landarbeiter und Bauern geführt von seiner Arrangeure dient, so erklärte sich der Frankfurter sozial- traße 77, stattfindenden Tischler- Bersammlung be einigen zweifelhaften Subjekten, die als" Anarchisten" demokratische Verein schärfftens gegen daffelbe, betonte aber austannt gemacht. figurirten, unternahmen einen Angriff" auf die mit drei drücklich, daß durch die Gründung jenes Blattes die Stellung des Fach vereins der Tischler Berlins und Umg. Infanterie- und zwei Kavallerie- Regimentern garnisonirte der Sozialdemokratie zur Buchdruckerbewegung selbst natürlich in Stadt, durften sich einen halben Tag in der feiner Weise geändert wird. Die Geschäftsleitung der Mechanischen Werkstatt von Stabt herumtreiben und alle möglichen Toll- Die Druckerei der„ Elsaß- Lothringischen Volkszeitung" ung, daß wir die schwer errungene neunstündige Arbeitszeit Michaelis u. Kom p., Berlin, Melchiorstr. 6, verlangt von heiten verüben, ohne daß es den 8ivil oder in Mülhausen ist am 13. Januar in den Bejiz der Berleger wieder mit der 10 stündigen vertauschen und will den Stunden Militärbehörden einfiel, ihnen das Handwerk dieses Blattes, der Herren Sidel und Martin, übergegangen. lohn insofern verkürzen, als sie für die zehnte Stunde nur die zu legen, wozu da die Leute so gut wie nicht bewaffnet Damit ist auch der Schließung des Geschäfts vorgebeugt, welche Hälfte des jetzigen Stundenlohnes zahlt. Wir haben infolge ein Dugend touragirte Polizisten ausgereicht dem frühern Besitzer der Druckerei, Herrn Burgheimer, aus dessen die Arbeit niedergelegt und bitten um strenge Fernhaltung hätten. Und jetzt- riesiger Lärm über das anarchistisch- Grund der alten französischen Geseze über die Presse angedroht des Buzugs. sozialistische Komplott", standrechtliche Aburtheilung worden war. Das streitende Personal der gefangenen" Insurgenten", von denen einer heute er schossen worden ist, und Ausnahmegese gegen der militärische Bontott verhängt. Davon wurde auch Berlin, Scharnhorsifir. 7, sino nach einer uns zugegangenen leber 40 Gastwirthschaften ist in Gera und Umgegend Die Nagelschmiede der Werkstatt der Wittwe Müller, die Sozialisten. Denn Anarchisten", wie schon ge- der Parteigenosse K. F. Kühn in Zwögen betroffen, troydem er Meldung wegen Lohndifferenzen, wodurch sie wöchentlich 6 M. sagt, giebt es in Spanien nicht mehr, außer solchen, die gar nicht im Besige der Konzession ist, sondern seit drei Jahren Schaden erlitten, gemaßregelt worden. In der Zuſchrift wird der Regierung Handlangerdienste leisten, wie in Xerez. immer noch um dieselbe nachsucht. Wirthschaften, in denen die um strenge Fernhaltung des Zuzugs gebeten. Da dieselbe jedoch Unsere spanischen und französischen Ge Soldaten doch nur mit gefitteten Arbeitern und Bürgern ver- der Beglaubigung durch eine Organisation ermangelt, fönnen wir nossen sind einstimmig in der Beurtheilung dieses Putsches", tehren würden, schädigt also derfelbe Staat, der jedermann in eine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben vorläufig nicht dem die Ma che allerdings faustoick auf der Stirne seiner freien Erwerbsthätigkeit schüßen soll. übernehmen, und ersuchen im Anschluß hieran wiederholt alle tlebt. Arbeiter, von entstandenen Differenzen erst die Verwaltung ihrer Der Korrespondent" für Deutschlands Buch Fach- oder die Streit- Kontrollkommission zu benachrichtigen, Wieder Hiobsposten aus Afrika. In Deutsch drucker und Schriftgießer schreibt über den Ausfall damit von dort her die Bekanntmachung erfolgt. Auf dieſe Ostafrika", d. h. dem Theile von Ostafrika, der sich des Streits: Weise wird für die buchstäbliche Richtigkeit solcher Nachrichten die deutsch" nennt, aber es nie gewesen ist und jeder menschlichen Wurde uns nicht der Sieg, so gehen wir doch mit Ehren erforderliche Garantie, soweit das möglich, geboten. Voraussicht nach nie sein wird, geht Alles drunter und bedeckt aus dem Kampfe hervor. Gin geringeres, ein materielles Die Töpfer in Lindow haben sich mit dem Unternehmer drüber, die aufständischen Neger verwüsten die deutschen Biel, eine bloße Lohnerhöhung selbst von 15 bis 20 p& t. hätten Plantagen, und die deutsche Schutztruppe", die ihre besten wir im Flug erreicht, dem ideellen Ziele der Arbeitszeitverkürzung geeinigt. Lesterer hat den geplanten Lohnabzug um 5 pet. erstellte sich das fatte Spießbürgerthum gegenüber, uannte es mäßigt. Zuzug ist deshalb nur noch nach der Dienfab om Offiziere und Mannschaften verloren hat, ist nicht nur unfähig, sozialdemokratisch" und verdammte es deshalb. Für die Buch- K. Böhme in Halle, ferner nach Klein- Möhlau, Raguhn und BromSchutz" zu gewähren, sondern braucht selber Schub" orucker aber verlor diese Bezeichnung während der Stampagne berg fernzuhalten. Und mit der Verwaltung" der Kolonie steht es ebenso ihre Unthunlichkeit, fie erkannten in der sozial Die Bergleute von Saint Chamond legten wegen troftlos, wie mit dem militärischen Schutz". Auch in demokratischen Arbeiterschaft die treue Helferin Streitigkeiten mit den Gruben- Ingenieuren die Arbeit nieder nationalliberalen Kreisen scheint man nachgerade zu ahnen, und werden mit ihr zum weitaus größten Theile und ersuchten nach der„ Kölnischen Zeitnng" den Präfekten um daß die beste Kolonialpolitik die wäre, alle Kolonien so fortan Hand in Hand geben. Deutlicher als die besten Vermittelung. rasch als möglich fahren zu lassen. Auch den Eng- Abhandlungen beweist der Ausgang des gehilfenfeits mit allen Ueber den Nürnberger Brauerstreit berichtet die dortige ländern ergeht es schlecht. Sie haben im„ Seengebiet" fuiten, te je einer Branche zur Verfügung stehen können en Frank. Tagespost":" Wie die bürgerliche Presse mittheilt, haben führten Neunstundenkampfes, daß die gewerkschaftlichen eine blutige Schlappe erlitten- fie können es aber, da sie machtmittel allein den Arbeiterstand nicht bie Brauereibefizer die Bermittlung des Herrn Rechtsraths Jäger, aus Indien unbeschränkt Truppen heranziehen können, leichter emansipiren tönnen: er muß nebenbei die der als zweiter Vorsitzender des Gewerbegerichtes von den aushalten als wir. Indeß auch den Engländern bringt Afrita politische Macht erringen, um sich in der mensch- Streitenden um Vermittlung angegangen wurde, zurückgewiesen teine Vortheile. Und es ist mit Bestimmtheit anzunehmen, lichen Gesellschaft endlich die ihm gebührende und erklärt, daß der Streit für sie beendigt sei, da an Stelle der daß die Dinge dort sich für die Europäer immer mehr Lebensstellung zu verschaffen."- us Stettin be freiwillig ausgetretenen Gehilfen neue Arbeitsträfte eingestellt Tamit scheint man sich auch der Forderung der verschlimmern werden. Während die Eingeborenen vor richtet daffelbe Blatt:" Das ganz unmotivirte Vorgehen seitens wurden. Beginn dieses internationalen Kirchthurm- Wettrennens der des Ministers des Innern gegen unseren Verein hat, wie schon Brauergehilfen auf Wiedereinstellung der Streitenden gegentiber Rolonialpolitik, oder richtiger gesagt: der Land- anderwärts, so auch hier seine Früchte getragen. Bei der Wahl ablehnend zu verhalten." zweier Vorstandsmitglieder wurde zum Borsigenden gewählt räuberei, meistens sehr zutraulich und geneigt waren, der Führer der hiesigen Sozialdemokraten, Friz Herbert, dem Beschluse der am Sonntag in Dortmund zusammenDie arsständigen Naffaner Erzarbeiter werden gemäß mit den Europäern in Verkehr zu treten, stoßen die Europäer zum Schriftführer der der gleichen Partei angehörige Seger getretenen Vertrauensmänner der Unterstützungskasse der rheinischjezt überall auf Mißtrauen und Feindschaft. Und wahr. Otto Oh So macht die Regierung selbst für ihre Gegner westfälischen Bergleute von der letteren bis aufs äußerste unter haftig, wenn man bedenkt, daß sie dort gehauft haben Propaganda." ftüßt werden, " " " Theater. Dienstag, den 19. Januar. Opernhaus. Dinorah. Schauspielhaus. Der zerbrochene Krug. Leffing- Theater. Helga. Deutsches Theater. Rollege Grampton Berliner Theater. Othello. Residenz- Theater. Madame Mongodin. Vorher: Modebazar Violet. Wallner- Theater. König Krause. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Mikado. Circus Renz. Karlstraße. 0 Dienstag, den 19. Januar 1898: Abends 7/4 Uhr: Auf Helgoland" oder: Ebbe und Fluth. Große hydrologische AusstattungsPantomime in 2 Abtheilungen mit National- Tänzen( 60 Damen), Aufügen 2c. Ferner Dampfschiff- u. Bootfahrten, Wasserfälle, Riefenfontänen mit allerlei Lichteffekten 2c., arrangirt und inszenirt vom Direktor E. Řenz. Thomas Theater. Luftschlösser. Außerdem: Die eisernen Ritter Bellealliance- Theater. Der ledige des Mittelalters, dargestellt von Hof. 12 Herren mit eigens dazu brefsirten Ostend- Theater. Der Rettungsball. Schulpferden. Great Steeple Chasse Adolph Ernst Theater. Der von 6 engl. Vollblut Springpferden, dressirt und vorgeführt von Herrn Franz Renz. Coriolan, geritten von der Schulreiterin Fräulein Oceana Renz. Tanzteufel. Alexanderplah- Theater. Schwarze Brüder. = Unserm Kollegen Karl Rausch zum Geburtstage ein donnerndes Hoch! Karl laß gießen. Hotel Wartburg. F. B. E. B. 1028b P. P. Todes- Anzeige. statt besonderer Meldung die traurige Allen Freunden und Bekannten und Vater, der Maler Nachricht, daß unser inniggeliebter Gatte 1040b Heinrich Bülsen am 18. b. M. cr. nach kurzem, schwerem Leiden sanft entfchlafen ift. tag, den 21. d., Nachm. 21 Uhr, v. d. Die Beerdigung findet am Donners Leichenhalle d. Krankenh. a. Urban statt. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. General- Versammlung am Dienstag, den 19. Januar, Abends 8½ Uhr, in Joel's Saal, Andreasstraße 21. Tages Ordnung: 1. Rechenschaftsbericht des Borstandes. 2. Kaffenbericht für das 4. Quartal 1891. 3. Wahl des Gesammtvorstandes. 4. Vortrag über: Die A. Gerisch. 5. Diskussion. 6. Vereinsmittheilungen. 7. Verschiedenes. Bedeutung der Wahlvereine der sozialdemokratischen Partei. Referent Genosse Die arbeitslosen und kranken Mitglieder werden dringend ersucht, ihre restirenden Beiträge in den bekannten Zahlstellen unentgeltlich abstempeln zu lassen. 387/8 liches Erscheinen erforderlich.- Parteigenossen des 4. Kreises! Werdet MitDer Wichtigkeit der Tagesordnung wegen ist zahlreiches und pünkt glieder des Wahlvereins. Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein fernpalast. Spezialitäten- Borstellung. Quadrille de la grande Duchesse, ger. Die trauernden Hinterbliebenen für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Gebrüder Richter's Variété. Spe- von 16 Damen. zialitäten Vorstellung. Thenter der Reichshallen. Spezialitäten- Borstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorstellung. Konkordia- Palast- Theater. Spezialitäten- Borstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Giskeller. Theater und Spezialitäten Vorstellung. CAS Gratweil'sche Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Heute sowie täglich: Auftreten der Afrobaten. Mlle. Theresina auf dem 20 Fuß hohen Drahtseil. Auftreten der vorzüglichsten Reitfünstlerinnen und Reitkunstler. Komische Entrees und Intermezzos von sämmtl. Klowns 2c. Täglich: Auf Helgoland. E. Renz, Direktor. Circus G. Schumann. Friedrich- Karl- Ufer, Edie Karlstr. Dienstag, den 19. Januar 1892; Abends 71/2 Uhr: Grosse Brillant- Vorstellung. Speziell hervorzuheben: Todes- Anzeige. traurige Mittheilung, daß mein lieber Allen Freunden und Bekannten die Mann, der Strumpfwirter Albert Müller 1034b Dienstag, den 19. b. M., Abends 8 Uhr, in ,, Knebel's Salon, Bad Strasse No. 58: Versammlung Tages- Ordnung: am Sonntag, den 17. d. Mts., an der Lungenschwindsucht verstorben ist. Die Gesetzes und die Stellung der Sozialdemokratie. Referent Reichstagsabg. 1. Die freisinnige Agitation für Aufhebung des Alters- und Invaliditäts Beerdigung findet am Donnerstag, den Carl Grillenberger. 2. Distuffion. 3. Bierteljahresbericht des Kassirers. 21. b. ts., Nachm. 3 Uhr, von der 4. Vereinsangelegenheiten. 5. Verschiedenes und Fragekasten. Wilhelmsberg statt. Um stilles Beileid 423/8 Charitee nach dem Andreas- Kirchhof zu gliedsbuch legitimirt. bittet die trauernde Wittire Auguste Müller. 1030b Todesanzeige. Allen Freunden und Bekannten zur Das Mit Der Vorstand. Berlin. Streif- Kontrollkommission. Mittwody, den 20. Januar, Abends 8½ Uhr, im Restaurant Feuerstein( Tunnel), Alte Jakobstr. 75: Hamburger Gaudebrüder und vorgeführt von Herrn Ernst SchuFauft und Gretchen, in Freiheit dreffiert Charitee am 15. b. M. verstorben ist. Deffentl. Versammlung sämmtl. Delegirten. Konzert- und Koupletsänger. Unfang Wochentags 71/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochentags 10 Pi Sonntags 25 P. Empfehle meinen berühmten Mittagstisch à la Duval. 3 Kegelbahnen 6 Billards, 2 Säle. 1169L Gtablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Bazenhofer 641 Export- Bier, Seibel 15 Bi. F. Müller. Castan's Panopticum Friedrichstr. 165a, Ecke Behrenstr. eu: Die fliegende Geigen- Fee. Lebend, ohne Extra- Entree. Neueste musikalische Illusion. Borstellungen: 12 Uhr u. 1 Uhr. 4, 5, 6, 7, 8 und 9 Uhr Nachmittags. Kolossal- Gruppe: Bauern- Aufstand! Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab. Passagedul- Quadrille, geritten von vier Herrn mit 4 Rapphengiten. Auftreten Nachricht, daß mein Mann, der Klemp des Jockeyreiters Mr. Victor Bedini. ner Julius Rochwalsky, in der Die Beerdigung findet von der mann, zum Schluß eine Rundreise in Charitee aus nach dem Charitee- KirchFrig und Baby. Auftreten des Salto80 Stunden mit den beiden Doggen hof am 19. d. M. Mittags 2 Uhr statt. mortal- Reiters Mr. Alexander. Mus. Frau Rochwalsky und Söhne. 4 Rapphengit in Freiheit vorgef. von Entree von den Klowns Gebr. Chianchi. Danksagung. Sage allen Verwandten, Freunden und Herrn Max Schumann. Mr. Joe Hod- Kollegen meines verstorbenen Mannes, gini als Jongleur zu Pferde. Abd- el- des Maschinenmeisters August Wulff, Kader, in der Kampagne- Schule geritten insbesondere aber dem Herrn Direktor A. = 284/13 Tages Ordnung: 1. Raffenbericht. 2. Bericht über die z. 3. in Berlin stattfindenden Streits. 3. Zur Taftit der Geldsammlungen. Die Gewerkscha ten werden hierdurch aufgefordert, darauf zu achten, daß ihre Delegirten sämmtlich in dieser Versammlung anwesend find. Die jenigen Delegirten, welche nicht ihre Pflicht erfüllen, werden durch die Presse den Gewerkschaften bekannt gegeben. Der geschäftsführende Ausschuss der Berl. Streik- Kontrollkommission. J. A.: Hermann Faber, N. Antonstr. 34 v. part. von Fil. Adele Schumann. Pas de doux und fämmtlichen Mitarbeitern der Fachverein der Tischler( Südwesten und Westen). gracieux Mis Adele und Mr. Jo Hodgini. Rom. Entrees sämmtl. Klowns. Zum Schluß der Vorstellung: M.W. oder Berliner Kinder im Sommer und Winter. Gr. Wasser- und FeuerPantomime mit großartiger Ausstattung und fenfationellen Wasser, Licht- und Waffer Effekten. Morgen: Gr. Vorstellung mit neuem vorzüglich gewähltem Programm. Zum Schluß der Vorstellung: M. W." Die Beleidigung gegen Frau Schacht nehme ich zurück, erflare jie für höchst W. Hayn'schen Offizin für die rege Betheiligung und reichen Kranzspenden meinen besten Dank.. 1036b W1v. Emma Wulff. Danksagung. fonders dem Gesangverein GemüthAllen Freunden und Genossen, belichkeit", meinen besten Dank für die rege Betheiligung bei der Beerdigung meiner lieben Frau. Berlin, den 18. Januar 1892. Hermann Labs. anständig. 1029b K. Schröder. Gauverein Berliner Bildhauer. Die Beleidigung gegen Frau Köhler, Görlizerjir. 44, nehme ich hiermit zurück und erkläre dieselbe f. e. rechtschaffene am Frau. Frau Kochlöffel. 1026b Künstliche Zähne 2 Mark. Versammlung Dienstag, den 19. Januar cr., Abends 81/2 Uhr, bei Kessner, Annenstr. 16. Tagesordnung: Heute Dienstag, den 19. Januar, Abends 8½ Uhr: Versammlung im fleinen Saale der Berliner Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg. Tages Ordnung: 1. Medizinischer Vortrag des Stadto. Dr. J. Zadeck. 2. Diskussion. 3. Vorschläge zu Werkstatt- Kontrolleuren für den Südwesten. 4. Verschiedenes und Fragen. Gäste haben Zutritt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 824/11 Der Bevollmächtigte. Deutscher Tischler- Verband. Versammlung für den Norden am Mittwoch, 20. Januar, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Hensel, Brunnen- und Invalidenstraßen- Ecke. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. Referent Herr Theodor Metzner. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste haben Zutritt. Die Lokalverwaltung. 325/11 1. Vortrag des Herrn Manfred Plomben von 1,50 M. an. Schmerz- 28 ittich( Leipzig) fiber Göthe's Fauft. Verein der Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen loses Zahnziehen 1 M. Sprechstunden 2. Wichtige Beschlüsse. 8-7 Uhr. Zahnarzt Robert Wolf, Chausseestr. 123, am Oranienb. Thor, 374/10 Der Vorstand. Größtes LagerBerlins Kinderwagen. Andreaskr.23. p. Panopticum. Deffentliche Volks- Versammlung Neu: Die Sündflut mit Donner, Blitz, Regen und Windesheulen etc. Viel neue Spezialitäten. La belle Irene, die tätowirte Amerikanerin in Präuscher's anatomischem Museum nur noch kurze Zeit Kommandantenstr. Täglich für erwachsene Herren. Dienstag und Damen. Freitag für Ein großer Saal ist zu vergeben; auch Sonnabends und Sonntage. 981b] Böhow's Brauerei, für Charlottenburg im Lokal ,, Bismark- Höhe", am Mittwody, den 20. Januar cr., Abends 8 Uhr. Tages Ordnung: 1. Die Gewerbefchiedsgerichte. Referent: Reichstags Abgeordneter Tutzauer. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet 420/11 S Der Einberufer. Handlungsgehilfen und-Gehilfinnen Dienstag, den 19. Januar cr., Abends 8/2 Uhr, im großen Saale der ,, Bock- Brauerei", Tempelhofer Berg: Grosse Protest- Versammlung gegen das Vorgehen des Magistrats Deutschlands. Achtung! Achtung! Kombinirte Versammlung am Donnerstag, den 21. Januar, Abds. 81/2 Uhr, im Restaurant Feuerstein, Alte Jakob- Strasse 75. Tages Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Bortrag über den Organisations- Entwurf der Generalfommiffion in Hamburg. Referent: Herr Glocke. 8. Diskussion. 4. Abrechnung vom Winterfest. 5. Abrechnung von der Matinee. 6. Verschiedenes. Um pünktlichen und zahlreiches Erscheinen ersuchen 207/20 Die Verwaltungen. Gr. öffentl. Uhrmacher- Bersammlung am Donnerstag, den 21. Januar, Abends präzise 9 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77-79. Tages Ordnung: 1. Welchen Werth hat die Verkürzung der Arbeitszeit? Referent: Herr G. Kessler. 2. Diskussion. 3. Bericht des Delegirten zur Streit- Kontrollfommission. 4. Wahl von Revisoren. 980b Sämmtliche Uhrmacher sind hierzu eingeladen. Die Agitations- Kommission. in Bezug auf die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe. Schneider u. Schneiderinnen! 177/20 Referent: Reichstags- Abgeordneter Paul Singer. Kollegen! Erscheint Mann für Mann! Es gilt den letzten Kampf um Der Einbernfer. Prenzlauer Thor. die Sonntagsruhe! faff. zu vergeb. Flick, Simeonstr. Vereinszimmer: 15 u. 50 BFreie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker. Heute Dienstag, den 19. Januar, Nachm. 2 Uhr: Allen Genossen, Freunden und Befannten empfehle mein Beiß- u. Bairish- Bier- Lokal. General- Versammlung Gustav Duwe, Brunnenstr. 67, Auch ist daselbst eine Bahlstelle 3. verg. Arbeitsmarkt. Barbierlehrling verl. sof. R. Meisel, Boeckhstr. 13. Mitgl. d. F. V.[ 1031b bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Tagesordnung: Große öffentliche Versammlung am Mittwoch, den 20. Jannar, Abends 8½ Uhr, im großen Saale der ,, Arminhallen". Tages- Ordnung: 278/2 1. Die außerordentlich schlechten Erwerbsverhältnisse des letzten Jahres und welche Maßnahmen gedenken wir für die Zukunft zu treffen. Referent: Rollege A. Taeterow. 2. Distusfion. 3. Der Arbeiterfang bei verschiedenen Konfektions- Firmen. Referent: Kollege L. Pfeiffer. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist das Erscheinen aller Die Agitations- Kommission. 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Bericht des Kassirers und der Revisoren. Kollegen und Kolleginnen dringend nothwendig. 4. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. 867/18 Der Vorstand. Musikinstrumenten- Arbeiter. Am Sonntag, den 24. Januar cr., Mittags 12 Uhr, findet zum Geb. a. g. Regen- Baletots verl.[ 1083b Besten des feit einem halben Jahr ertranften Rollegen Wilhelm Müller eine Schwörzel, Wallnertheaterstr. 36, S. 11. Matinée in Kaufmann's Variété statt. In Anbetracht des guten Zweckes werden die Kollegen erfucht, so viel Billets vorher 30 Pf. An der Kaffe 50 Pf. Billets sind zu haben bei den Kollegen Wustrow, Wienerstr. 51, IV; Naunynftr. 78. Westermana, Laufiberstr. 8, I; Lehr, Stralsunderstr. 11; im Restaurant Rohr, Ein led. Parteigenosse, Schriftseter, wie möglich Billets abzusezen. 31 Jahre, in letzter Stellung über neun Jahre, mit guter Handschrift, sucht Vertrauensstellung. Offerten unter M. P. 15 befördert die Expedition dieses Blattes. 19042 43/7 Der Vorstand. Der Zentral- Arbeitsnachweis und das Auskunfts- Bureau det Schneider und Schneiderinnen befindet sich Markgrafen- Straße 88 im Restaurant Leopold. Achtung! Mitglieder des Vereins der Plätterinnen u. verw. Berufsg. Achtung! Grenadierstr. 4a v. IV. wohnt. Dieselbe ist zur Entgegennahme von BeiDer Vorstand macht hiermit bekannt, daß die Kassirerin, Frau Schulz, trägen, sowie zur Auszahlung der Unterstützungen Montag und Donnerstag Abends von 8 bis 912 Uhr, sowie Sonntags von 10-12 Uhr zu sprechen. Ferner: Der unentgeltliche Arbeits- Nachweis des Vereins befindet sich jetzt Holzmarktstr. 3 im Restaurant Deter und ist geöffnet des Morgens 8 bis Abends 8 Uhr( Wochentags), Sonntag Vormittags 10-12 Uhr. Mit Gruß! Der Vorstand. 245/15 Berantwortlicher Redakteur: Auguft Euders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 15. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. Dienstag, den 19. Januar 1892. 9. Jahrg. 160 vermehrt; die Rohrpostanlagen sind ausgedehnt worden auf aber wir können nicht generell eine Verfügung dagegen erlassen, einen Theil der Vororte. die tief in die Freiheit der einzelnen Beamten und Staatsbürger Abg. Lingens( Bentr.): Bei Anerkennung aller Maßregeln, einschneiden würde.( Sehr richtig! rechts.) rechts.) Wo Ueber150. Sigung vom 18. Januar, 1 Uhr. welche zu Gunsten der Sonntagsruhe getroffen worden sind, ist treibungen stattfinden, wird die Verwaltung im Interesse doch hervorzuheben, daß für die Beamten nicht überall richtig des Dienstes einschreiten können. Ueber den Verband der PostRommiffarien. Am Tische des Bundesrates: v. Stephan und zahlreiche gesorgt ist. Die Beamten, welche Sonntags frei haben, müssen assistenten ist im vorigen Jahre ausführlich verhandelt worden. auch den vollen Sonntag frei haben; es darf also der Sonntags- Die Postverwaltung hat erklärt, daß sie nicht dulden wird, daß Auf der Tagesordnung steht die Fortsehung der zweiten Beruhe kein anstrengender Nachtdienst vorangehen, welcher die man die Stellung der Postbeamten agitatorisch ausbeutet. Verrathung des Reichshaushaltsetat3 für 1892/93 und Beamten hindert, Vormittags den Gottesdienst zu besuchen setzungen von Beamten sind selten vorgekommen, und nur bei zwar des Etats der Post= und Telegraphenver- In der Schweiz ist es gesetzlich festgestellt, daß der Postbeamte solchen Beamten, die an ihren Orten unhaltbar geworden sind. Baltung; Referent ist Abg. Buh I. Die Budgetkommission 52 volle freie Tage haben muß, von denen 17 auf einen Sonntag Beschwerden über die Versehungen sind nicht an die Oberbehörden hat die laufenden Einnahmen und Ausgaben genehmigt, dagegen fallen sollen. Eine solche Sonntagsruhe ist nicht nur religöses, gekommen. Die Wünsche der Postbeamten auf Gehaltserhöhungen bei den einmaligen Ausgaben einige Abstriche gemacht. sondern auch physisches Bedürfniß. Wo katholische Oberbeamte find nicht so leicht zu erfüllen, wie sie ausgesprochen worden. Bei dem erster. Titel der Einnahmen: Porto und Telegraphen zu entscheiden hätten deren es allerdings sehr wenig gäbe- Es sind viele dieser Wünsche in den letzten Jahren erfüllt worden. gebühren 227 190 00 M. wünscht da sei die Sache leicht zur Zufriedenheit der Beamten geordnet. Abg. Stöcker hält eine Verbesserung der Sonntagsruhe für Abg. Wilisch( dfr.) eine weitere Ermäßigung der Tele- Abg. Bebel( Soz.): Es sind im Reichstage schon mehrfach nothwendig und möglich; namentlich sollte man die Nachmittags= graphengebühren und zwar auf 3 Pfg. für das Wort. Nach der Beschwerden darüber eingelaufen, daß Angehörige des Militär stunden vom Dienst befreien, denn dadurch werde auch das Statistit müſſe er bestreiten, daß diese Ermäßigung hauptsächlich standes den Zivil- Gewerbetreibenden Konkurrenz machen, so 3. B. Publikum belästigt. Jedenfalls sollte man den Geldverkehr der Börse und der Presse zu gute fommen würden, denn die den Musikern. Ueberraschend ist es, daß dies auch für Beamte Sonntags einstellen. Wo jetzt die Sonntagsruhe den Privaten Zeitungs- und Börsendepeschen bilden nicht den größten Theil anderer Behörden gilt. So treiben in Preußen nicht weniger als gegenüber scharf durchgeführt wird, müsse die Reichsverwaltung aller Depeschen. Wenn der Worttarif ermäßigt würde, würde 18 000 Staatsbeamte als Nebenbeschäftigung Musik und machen mit bestem Beispiel vorangehen. Unbedingt abgestellt werden man nicht mehr jedes einzelne Wort auf die Golewage legen als Musiker auf Bällen, Konzerten u. f. w. den Zivilmusikern müsse aber der Packetverkehr. Es sei ärgerlich, wenn man am und dadurch würde sich bald der etwa eintretende Einnahme- Konkurrenz. Dies gilt nach den mir gewordenen Mittheilungen Sonntag mit Packeten überschwemmt wird.( Heiterkeit.) Die ausfall ausgleichen, wie die Ermäßigung von 6 auf 5 Pfg. sich in hervorragendem Maße von den Postbeamten. Daß sie Postbeamten lachten darüber nicht, sondern hätten eher Ursache schnell ausgeglichen hat. Die Vermehrung des Verkehrs wird allerdings nicht aus Interesse an der Kunst diese Thätigkeit der Kunst diese Thätigkeit ent- Thränen zu vergießen. In Baden werde der Charfreitag noch als auch mehr Beamte erfordern, aber der Reichstag wird stets, wenn es falten, unterliegt wohl keinem Zweifel; sie wollen mit dem gewöhnlicher Geschäftstag betrachtet; das soll abgeändert werden. nothwendig ist, mehr Beamte bewilligen, denn unter der geringen Nebenverdienst ihr geringes Gehalt aufbessern. Dieser Zu- Redner bemängelt dann die niedrige Besoldung der Postagenten. Zahl der Beamten leidet nur das Publikum. In welcher Weise stand ist einer Reichsverwaltung nicht würdig; sie muß ihre Der Staatssekretär würde auf allen Seiten Entgegenkommen finden, werden aber die Postbeamten durch das Klebegesetz belästigt, Beamten, die ihre Pflicht und Schuldigkeit thun, so bezahlen, daß wenn er zur Besserung der Sonntagsruhe der Beamten Geldohne daß dafür ein Pfennig bezahlt wird! Redner empfiehlt sie nicht zu solchen Nebenverdiensten zu greifen brauchen. Es mittel in Anspruch nehmen würde. dann die Ermäßigung der Gebühren für die„ grauen" Post- wird gesagt, daß Theaterdirektoren u. A. mit großer Vorliebe Staatssekretär von Stephan: Mit der vom Vorredner vors austräge, welche nicht mehr Arbeit machen als die„ grünen" solche Beamte nehmen, weil sie für diese, abgesehen davon, daß geschlagenen Einschränkung des Beamtendienstes würden doch Postaufträge, welche für 30 Pf. befördert werden. sie billiger zu bekommen sind, weil sie teine Gewerbesteuer zahlen, wohl nicht alle einverstanden sein. Die beim Sonntagsdienst be Abg. Bachem( 3entr.) bemängelt die Strafverfeßungen, feine Beiträge zur Alters- und Invaliditätsversicherung zu zahlen theiligten würden sich unter keinen Umständen für die Abschaffung welche den Mitgliedern des Postverbandes widerfahren sind. brauchen. Es liegt im Interesse der Postverwaltung, daß diesen desselben erklären. Die Postverwaltung würde sofort darauf ein Der Verband will nur eine Verbesserung der wirthschaftlichen Uebelständen abgeholfen wird. Denn wenn die Leute nach einem gehen, wenn es dem Vorrebner durchzuseßen gelänge, daß am daß mit dem harmlosen Statut irgend welche die Würde eines noch bis in die Nacht hinein dieser Nebenbeschäftigung nachgehen, züglich des Charfreitages kann die Postverwaltung nicht allein Beamten widerstrebende Dinge gedacht werden sollen; Redner so sind sie am anderen Tage nach einer unvollkommenen Nacht vorgehen, sie muß sich nach den landesgesetzlichen Vorschriften habe die Zeitung des Verbandes durchgesehen, aber niemals ruhe nicht fähig, ihren Dienst mit der nöthigen Energie aus- richten. Bei der badischen Regierung muß also eine Aenderung etwas Verdächtiges gefunden. Redner bittet die Postverwaltung zuüben. Eine solche Ueberanstrengung verursacht also eine früh herbeigeführt werden. Wenn es keinen Finanzminister und keinen um eine öffentliche Erklärung, wie sie sich zu dem Vereine stellt; zeitige Ausnußung ihrer Kräfte und frühzeitige Pensionirung. Bundesrath und Reichstag gäbe, so würde ich gern die Gehälter der Verband zählt jezt 3500 Mitglieder, während die Beamtenklasse, Wenn dagegen eingewendet wird, die Verwaltung könne aller Beamten erhöhen. Die Gehälter der Postagenten sind erst In welche es sich handelt, etwa 18 000 Mitglieder zählt. ihren Unterbeamten nicht verbieten, ihre freie Zeit nach im vorigen Etat erhöht worden. Die Beamten haben das Gefühl, daß man ihnen das Recht, ihre ihrem Belieben auszunuzen, so ist das nicht sichhaltig. Abg. Bebel( Soz.): Die Besserung der wirthschaftlichen wirthschaftliche Lage zu verbessern, verkümmert, daß man auf Auf die Beschwerden, welche Zivil- Musiker an mehrere Verhältnisse wird noch lange auf sich warten lassen; ja, die VerUmwegen durch Maßregelungen den Verband, den man formell Behörden gerichtet haben, sind sehr verschiedene Entscheidungen hältnisse werden sich in den nächsten Jahren noch bedeutend vers zu verbieten sich nicht für berechtigt hält, beseitigen will. Be- getroffen worden. Den Steuer. Justiz- und Eisenbahn- Beamten schlechtern. Für ihre Mißlichkeit sprechen auch die in der züglich der Sonntagsruhe ist, wie anerkannt werden muß, eine in Braunschweig ist es verboten worden, als Musiker auf Bälle, preußischen Eisenbahnverwaltung durchgeführten Ersparnisse, von Besserung eingetreten, allein in manchen Fällen scheint doch die Konzerte u. s. w. zu gehen, die Postverwaltung hat ein solches denen jüngst in der Presse die Rede war. Die Ansicht, das GeSache nicht richtig angefaßt zu sein; mir find wenigstens Vor- Verbot nicht erlassen. Diese rß nun aber die Gelegenheit er müthsleben hänge von der inneren Zufriedenheit, nicht von den kommnisse bkannt, daß die Beamten zum Theile schlechter gestellt greifen, um der mißliebigen Konkurrenz und der unwürdigen materiellen Interessen ab, ist ja sehr schön; aber da mögen doch find, als früher. Wenn das in dem Mangel an Beamten be- Stellung, zu welcher die Postbeamten zufolge ihrer traurigen die Herren im Hause selbst, die immer mit Wünschen zur Hand gründet ist, so ist doch dem leicht abzuhelfen, denn eine Erwerbs- materiellen Lage gedrängt werden, ein Ende zu machen, wenn find, wie die Agrarier, diesen Satz auf sich anwenden! Aus den Anstalt soll die Post durchaus nicht sein. es nicht anders geht, durch eine Gehaltsaufbesserung und strenges mir zugegangenen Privatmittheilungen geht allerdings hervor, Abg. Wöllmer( dfr.) weist auf den Mangel hin, der in dem Verbot der ferneren Ausübung dieser Thätigkeit. Außerdem daß 18 000 Staatsbeamte sich durch Musikmachen einen Postverkehr zwischen Berlin und seinen Vororten besteht; Briefe möchte ich dafür eintreten, daß den Postbeamten, besonders den Nebenverdienst zu verschaffen suchen; ich kann die volle über 15 Gramm müſſen 20 Pfg. Porto zahlen, während Briese Schalterbeamten, die große Arbeit abgenommen wird, die ihnen Richtigkeit dieser Biffer nicht vertreten, aber man kann sich innerhalb des Ober- Posidirektionsbezirkes Berlin, zu welchem aus dem Ausgeben der Marken für die Alters- und Invaliditäts- doch einen ungefähren Begriff machen, wenn man liest, daß auch Stücke von Charlottenburg gehören, nur 10 Pfg. fosten, versicherung erwächst. Der ganze Jahresumsatz bei der Post z. B. in Hannover vier Kapellen aus lauter Beamten zusammenauch wenn sie über 15 Gramm schwer sind. Ebenso liegt es bei beträgt 247 Millionen Mark und das sogenannte Klebegesetz gesetzt sind, daß in Köln eine Kapelle nur aus Postbeamten beden Telephongebühren. Das alte Charlottenburg muß 200 m. veranlaßt einen solchen von 100 Millionen in ganz kleinen steht, daß in Braunschweig die verschiedenen Verwaltungen in bezahlen, das zur Ober Postdirektion Berlin gehörige Beträgen. Es ist vielleicht zweckmäßig, diese Arbeit Verordnungen ihren Beamten das Musikmachen als NebenCharlottenburg aber nur 150 M. Hoffentlich wird die und auch die Ausgabe 2011 Wechselstempelmarken be- gewerbe verbieten, hingegen die Post in dieser Beziehung eine Postverwaltung nicht warten, bis einmal Groß= Berlin fonderen Büreaus zu überweisen. Was die Frage der recht weitgehende Latitude zeigt. Die fraglichen Kapellen sind geschaffen sein wird, um eine Aenderung eintreten zu lassen. Sonntagsruhe betrifft, so find wir stets dafür eingetreten, Abend beschäftigt; außerdem müssen sie doch auch Proben verDie Postverwaltung fönne ja sür sich die Rolle des Pfadfinder- daß diefen viel und sehr schwer beschäftigten Beamten ein Ruhetag anstalten. Hierfür bleibt nun feine Zeit als der Sonntag oder thums in Anspruch nehmen, sie sollte auf diesem Gebiete voran. in der Woche voll und ganz gewährt wird, wie es in England die Zeit nach Mitternacht. Wird ein generelles Verbot, wie es gehen und den wirklich nicht mehr vorhandenen Unterschied z. B. schon erreicht ist dadurch, daß keine Briefe am Sonntag doch nothwendig ist, erlassen, so wird natürlich unter jenen Be zwischen Berlin und seinen Vororten auch in Bezug auf die ausgegeben werden, ohne daß der Handelsverkehr Englands, der amten der Ruf nach Ausbesserung der Gehälter erschallen. Dieser Tarife beseitigen. den unfrigen erheblich übertrifft, darunter leidet. Ob der Beamte Umstand ist es vermuthlich auch, welcher die Postverwaltung ver Staatssekretär von Stephan: Die Postverwaltung nimmt die Kirche an diesem freien Sonntag besucht, oder ob er ihn anlaßt, ihren Beamten das Musitmachen zu gestatten. Wenn die durchaus nicht die Nolle des Pfadfinderthums für sich in An- nach seinem Belieben ausnutt, überlassen wir in unserer Toleranz Postverwaltung erklärt: ein folches Berbot zu erlassen, spruch. Wenn Charlottenburg postalisch zu Berlin geschlagen völlig dem Einzelnen. heiße die Freiheit der Staatsbürger einschränken so soll werden soll, so würden daraus große Schwierigkeiten entstehen; Direktor im Reichs Postamt Fischer: Von der hohen sie doch in Sachen der Vereins und VersammlungsCharlottenburg würde das Berliner Stadtpoftporto bekommen. Wichtigkeit der Sonntagsruhe für die Beamten ist die Post- freiheit ebenso streng denken. Was würde sie z. B. dazu sagen, Deshalb muß man warten, bis die politische Verschmelzung verwaltung vollkommen überzeugt und es beruhigt mich, daß Herr wenn sie hört, ein Beamter wohne einer' freisinnigen oder sozialbeider Gemeinden auch wirklich eingetreten ist. Darin hat der Lingens, der nach dieser Richtung hin sehr viel forderte, von den demokratischen Versammlung bei oder trete als Redner dafelbft Borredner Recht, daß die Postverwaltung bestrebt sein muß, der Einrichtungen der Postverwaltung ziemlich befriedigt ist. Daß auf? Dann wäre von einer Freiheit des Staatsbürgers nicht rapiden Entwickelung der Berliner Vororte nachzukommen. Die ein Kapellmeister eines kleinen Städtchens sich beschwert über die mehr die Rede. Zahl der Postämter hat sich für Berlin und seine Vororte auf musikalische Beschäftigung von Postbeamten, ist uns bekannt; Freie Volksbühne. " " Abg. Bachem: Eine Mißbilligung des Verbandes der Postnur zukommen sucht. Auch bei uns in Deutschland Klammerten sich trocknetem Gemüth keine Ahnung davon aufdämmert, wie ein Schwächlinge an die Rockschöße des norwegischen Poeten und armseliges Menschenkind dazu gezwungen werden kann, das Her suchten in ihrer Art das Mora- Motiv, die Hörigkeit der Frau, zu tömmliche zu zerbrechen, behandelt seine Frau, wie sein Vater, So hat die Freie Volksbühne nach den Kämpfen, die sie in beleuchten; und Gegner des Nora- Motivs sind in noch größerer Großvater und Urahn schon thaten. Sie ist seine Lerche, sein den letzten Wochen zu bestehen hatte, am gestrigen Sonntag Bahl erwachsen und spielten sich als gar grimmige Rächer der Eichtäßchen. Er steckt sie in eine Puppenstube Puppenheim" ihr Wert fortgesetzt und Ibsen's Nora" zur Darstellung verlegten Sittlichkeit auf. Auch Paul Lindau war erst fürzlich heißt das Stück bei Jbsen mit symbolischer Bedeutung gebracht, ein Drama, das einen gewichtigen Mierkstein in der mit seinem streitbaren Lustspiel Die Sonne" unter die Rächer" ihn soll sie erfreuen, nur für ihn soll sie glänzen, sein kostbares Geschichte der literarisch- revolutionären Bewegung unserer Tage gegangen. Denn es ist sittlich, daß die Frau wie ein Aschen- Spielzeug, die Erheiterung seiner Mußestunden, feine Augenbildet. Keine Vorträge, feine Grläuterungen sind der Ausführung brödel am Herde hockt, es ist fittlich, daß sie von Allem aus- weide. Als nun ein trübes, schweres Geschick dieser Nora, von Nora vorausgegangen. Kein böser Agitator hat im gefüllten geschlossen bleibt, worüber der Herr der Schöpfung, Se. Majestät, im Grunde eine reiche, stolze Frauenseele, die Augen öffnet Versammlungsfaal mit dem Zeigefinger darauf hingewiesen: der Mann, allein zu entscheiden hat, es ist sittlich, daß sie und sie die Schmach erkennt, mit der man ihre MenschenSeht diese Nora. Sie ist nur ein schwaches Weib, sozusagen fich duckt und in Demuth verharrt, es ist sittlich, daß sie sich bei- würde belastet hat, als sie wahrnimmt, daß sie eigentlich ein hübsches Spielzeug für ihren Gatten. Als sie aber leibe nicht in öffentliche Angelegenheiten mengt und wenn ihr im Harem, freilich im monogamischen, gelebt hat, da erfaßt sie in tiefster Bekümmerniß vom Bewußtsein ihrer Menschenwürde zahlungsfähiger Gatte sie wie eine hübsch- frisirte Puppe behandelt Ingrimm und Gtel. entflammt wird, als es bligartig ihr Hirn durchfährt, was sie oder wie einen Papagei in einen vergoldeten Käfig sperrt, fie Ein Wunder ist an ihr geschehen, sie hat hellsehen gelernt war und wie man mit dem Recht ihrer Selbstbestimmung ver- muß ihm dankbar sein. Wenn sie aber die Noth ihres Zustandes und in ihrer ganzen Unerträglichkeit erschaut sie die geistige fahren sei, da wächst das schwache Weib zur großen Anklägerin erkennt, dann allenfalls soll sie des schönen Spruches eingedent Noth, in der sie bisher geschmachtet. So verläßt sie den Gatten auf, sie fühlt die Kraft eines Simsons in sich und rüttelt an dem fein: Lerne zu leiden, ohne zu flagen. und sein Puppenheim. Der gute Helmer aber sieht ihr blöden Säulendach des Gebäudes, auf dem die Philister stolziren." Jedoch der Mensch, der Vertracte, schreit nun einmal, wenn Auges nach. Er hat sie doch gut behandelt und allzeit für Kost Wie gesagt, teine öffentliche Erörterung hat sich im Verein man ihn zwickt; und selbst der armen, stumpfen, gedrückten und Kleidung gesorgt. Was braucht sie Selbständigkeit, wozu Freie Voltsbühne an das Nora Motiv geknüpft, keine der polnischen Tagelöhnersfrau wurde es zuviel, als ihr Mann ihr ein eigenes, besonderes Leben. Warum will sie sich um mehr Frauen, über die der Staat selber denkt, wie der korrekt einmal fast die Rippen entzweibrach. Jammernd trat sie vor bekümmern, als um Küche und Strickstrumpf. Merkwürdige Frau bürgerliche Gatte Nora's, der brave Advokat Helmer, hat den Richter und sagte: Daß mir mein Mann meine tägliche das! denkt Helmer in seinem korrekten, aber beschränkten Sinn. in der Vereinsversammlung für ihre kämpfende Mitschwester Tracht Prügel verordnet, ist billig und in der Ordnung. In der Darstellung am Bellealliance- Theater, die nach jedem Nora Mitleid und Erregung bezeugt, wie würde sie Aber zu arg sollte er es nicht treiben. Nirgends in der Att von lebhaftem Beifall begleitet war, ein Beweis, daß auch so unpolitisch sein, politisch zu werden! und modernen Literatur findet die Sklaverei der Frau, ähnlich, nur die Absichten der Dichtung Nora auch ohne vorherige doch hat die Kraft der fireitbaren Idee die unerbittliche Logit noch gewaltsamer, erschütternder wie in Nora, ergreifenderen Vorträge auf reich- empfänglichen Boden fielen, übers der dramatischen Handlung unmittelbar gewirkt und gezündet. Ausdruck, als in einem Attschluß des Anzengruber'schen Volts- raschte mich Fräulein Joa Müller als Trägerin Die Geschichte des Drama's Nora bedeutet eben mehr als ein stücks vom vierten Gebot. Gebrochen, abgehärmt, bei aller Jugend der Titelrolle. Es bleibt immer eine Grquickung, zu Stück ästhetischer Geschichte. Sie wird in der Literaturgeschichte fiech, sitzt die Tochter aus einem Wiener Bürgerhause da; man sehen, wie ein Mensch, fast übermüdet in täglicher Handwertsder modernen Menschheit nicht unerwähnt bleiben können. Als hat sie zur Willenslosigkeit erzogen und als sie herangereift war, arbeit, von neuer, junger Kraft beseelt ist, wenn ihn eine feierdie Dichtung erschien, erregte sie einen so lebhaften Sturm bei die Willenslose an einen verkommenen, verseuchten, aber zahlungs- tägliche Aufgabe anfpornt. In hartem Tagewerk, von den vorLaien und Pfaffen, daß die Dunkelmänner, wie die wohlbestallten fähigen Patron vermählt. Ihr Glend blieb nicht aus; und zur nehmen Bühnen vernachläffigt, muß Frl. Jda Müller thätig sein. Hüter der öffentlichen Ordnung nicht Bannflüche genug gegen sie reichen, armen Bürgersfrau schleicht ein blaffes, scheues Mädchen Ihr winkt kein Ruhm und wahrlich teine fürstliche Gage. Da aufbringen konnten. Die Vorgeschrittenften, die geistig Freiesten von der Straße. Das Elend hat die Verlorene dahin gebracht, fällt ihr mit der Nora eine Aufgabe zu, die fern von dem Weg in der bürgerlichen Frauenwelt sahen in Nora" ihr eigenes Ge- wo sie heute steht, zur Prostitution. Das ärmliche Kopftuch hat der Routine liegt. Ihr künstlerischer Sinn belebt, erfrischt sich schick verkörpert. Was sie zähneknirschend ertrugen, den zentner- sie übergeworfen und getraut sich kaum, die reiche trante Bürgers- und so schafft sie eine Nora, wie ihr manche, vom Glück verschweren Druck der Tradition, die dem Dentfaulen heilig frau anzusehen. Da bricht die Bürgersfrau in Schluchzen aus wöhntere Kollegin an angesehenen" Theatern sie nicht nachgilt, weil sie Jahrhunderte lang gegolten hat, das saben sie und ruft aus:" Tritt näher! Wir beide gehören doch zu ein- spielt, zumal mit dem frohen, beweglichen Temperament im ersten durch die Energie Nora's gebrochen; und rasch verbreitete sich ander. Ich bin an einen verkauft, Du an mehrere! Afte. Neben dieser charakteristischen Nora freilich verblaßten die die merkwürdige Dichtung und ihr Geistesinhalt durch die Das ist Alles!" Auch Nora ist in gewissem Sinne Leistungen der Herren Stolberg( Helmer), Ruff( Rank) und zivilisirte Welt; denn die künstlerische Darstellung eines ge- eine Verkaufte. Ihr Gatte, der überaus fittenstrenge Advokat Sch i bilsky( Krogstadt), die weit schärfer hätten charakterisiren heiligten Mißbrauchs findet ein weit größeres Publikum, als die Helmer, der jedes Abweichen vom Korrekten, vom Hergebrachten, können. Cyriax. wissenschaftliche Forschung etwa, die dem Mißbrauch kritisch bei- wie eine Todsünde betrachtet und in dessen spießbürgerlich- ver" assistenten ist auch heute nicht ausgesprochen worden; ich stelle| Abg. Siuze: Den Soldaten werden( nur 21-22 Kilometer| Sache. Daß aber diese göttliche" Ordnung Menschen noch also fest, daß die Postverwaltung nichts dagegen hat, daß die täglich zugemuthet; dabei ist der vierte Tag ein Ruhetag. Man schlimmere Schicksale erleiden läßt, wie die Thiere, ist grausam, Postassistenten diesem Verbande beitreten.( Widerspruch des tann einem Landbriefträger höchstens 90 Kilometer täglich daß sie aber Menschen geradezu in den Tod hetzt, ist brutal. Staatssekretärs v. Stephan). Dann bitte ich den wirthschaftlichen zumuthen. 30 oder rechtlichen Grund, der dagegen spricht, auzugeben. Wenn Staatssekretär von Stephan: Ein Normalmaß haben wir in Norman Von dem Vorstand des Wahlvereins für den fünften die Vorstandsmitglieder des Verbandes plößlich im Intereffe des nicht, da die Wege ganz verschieden sind. 30 Kilometer werden Reichstags- Wahlkreis geht uns folgendes Schreiben zu: Dienstes" versetzt werden, wie sollen sie sich beschweren? wohl das höchste sein, was geleistet werden muß. Daß der Ein Postassistent iſt In der Streitfache Münster, Gollnowstr. 20, kontra Radgekündigt worden wegen gehorsams", selbe ein Birkular für den der darin bestanden haben soll, daß der ein großer ist.( Lachen lints; Zuruf: Der Hunger!) Die Dis in dem Lokale des oben genannten Wirthes, hat der Vorstand Un- Dienst nicht so schwer ist, geht daraus hervor, daß der Andrang jewsti in Sachen einer Sammlung zu Gunsten der Buchdrucker Verband Der Verband ist nicht verboten und der Staatssekretär hat nicht( Heiterkeit.) versendet hatte. tussion dreht sich jetzt darum: Wenn das wahr ist! Ja wenn! des fünften Wahlvereins in einer Sigung, der beide Parteien erklärt, daß er ihn verbieten wird, deshalb ist die Versendung mit anwohnten, folgenden Beschluß gefaßt: Die Streitsache, des Zirkulars nicht dienstwidrig und kein Ungehorsam. Bezüglich Entschädigungen für die Verluste infolge von Beruntreuungen machung im„ Borwärts“ führte, iſt dem Umstande zuzuschreiben, Bei der Ausgabeposition für die von der Post zu leistenden welche zu einer dem Gastwirth Münster schädigenden Bekannt der Sonntagsruhe hat mir ein Postbeamter mitgetheilt, daß er durch Beamte bemerkt nur jeden dreizehnten Sonntag frei hat; ein anderer hat mir daß beide Parteien aus Mißverständniß zu schroff gegen einander erklärt, daß er nur Sonntag Nachmittags frei hat. Der Staats: Beitungen, traten Zweifel an der Integrität der Bostbeamten nicht direkt gegen Arbeiterinteressen verstoßen hat, und ist der Berichterstatter Abg. Buhl: Gestützt auf Mittheilungen der aufgetreten. Es hat sich ergeben, daß der betreffende Wirth sekretär sollte einmal die Grundsätze klar legen, nach denen bei hervor. Der Regierungskommissar hat aber an der Hand atten- betreffende Artikel des„ Vorwärts" hiermit widerrufen. Für der Gewährung der Sonntagsruhe für die Beamten verfahren mäßigen Materials nachgewiesen, baß bei den großen Gummen, fünftige Fälle sei den Genoffen empfohlen, derartige Sachen stets wird. Die Poftverwaltung sollte mit gutem Beispiel vorangehen welche durch die Hände der Postbeamten gehen, und bei der den Lokalkommissions Mitgliedern des betreffenden Kreiſes zu und die Packet- und Geldbestellung aufhören lassen, die ein Leichtigkeit, Berantreuungen zu verüben, die Anzahl der wirklich unterbreiten. Der Borstand. Aergerniß für die Katholiken sind. Vielleicht werden die Ver- vorgekommenen Unterschlagungen und Verluste eine sehr geringe hältnisse, wie sie sich jetzt entwickeln, den Herrn Staatssekretär ist. So betrug bei einem Umsatz von 1900 Millionen Mart im ermöglichen, fich bald auf einen andern Boden zu stellen. Wenn Jahre 1890 die Summe, welche veruntreut wurde, nur 82 000 M. die Geschäftswelt ihren Sonntagsverkehr einschränkt, dann wird auch sonst zeigt die Statistik eine stetige Abnahme der von den auch die Poftverwaltung dasselbe thun tönnen. Zur Zufrieden- Postbeamten begangenen Verimtreuungen. heit der Beamten wird das jedenfalls dienen. Die Postbeamten Der Titel wird bewilligt, ebenso der Rest des Ordinariums. find noch nicht der Sozialdemokratie verfallen.( Widerspruch bei den Sozialdemokraten: Wir sind zufrieden), sie werden ihr auch lage, betr. die Verzollung des in Tranfitlägern vorhandenen Schluß 54 Uhr. Nächste Sigung: Dienstag 1 Uhr.( Vornicht verfallen, wenn sie sehen, daß die Regierung und die andern Getreides; Etat). Parteien für sie sorgen. fann feine berechtigte Beschwerde erhoben werden. boten u. f. w. fo Lokales. " W Haussuchung. In der Druckerei von M. Schrimmer, Brunnenstraße 127, wurde gestern nach der neuen Auflage des Liederbuchs gehaussucht. Die Haussuchung erstreckte sich sogar auf die Privatwohnung des Druckers. Gefunden wurde nichts, nur leeres Druckpapier wurde beschlagnahmt.(?) Das gesammte Personal wurde von sechs Kriminalbeamten zur Wache fiftirt. Das Heirathen im Untersuchungsgefängniß scheint jetzt in Mode zu kommen, denn in nächster Zeit soll in der Moabiter Verwahrungs- Anstalt wiederum ein Ehebund geschlossen werden. In diesem Falle ist der Bräutigam eine sehr bekannte Persönlich feit, denn es ist der verkrachte Bantier Hugo Löwy, während die Braut die in der Affäre Löwy seinerzeit vielgenannte Rons fettionense Helene Goldstein ist. Der standesamtliche Aushang des Paares ist bereits erfolgt. Direktor im Reichspostamt Fischer: Das Ziel der Postverwaltung ist seit mehr als 10 Jahren dahin festgestellt worden, daß jeder dritte Sonntag ganz oder von drei Sonntagen zwei halbfreie fein follen für jeden Beamten: dieses Ziel ist für 991/2 pet. der Beamten erreicht. Bezüglich des PostassistentenVerbandes will der Vorredner uns vor ein Dilemma stellen, entweder verbietet den Verband oder Ihr billigt ihn. Wir Wärmestuben haben wir schon gebührend beleuchtet. Wir wir Den Schandartikel der bürgerlichen Presse gegen die billigen den Verband nicht, weil wir aus der Erfahrung wiffen, übrigens konstatiren wollen, hat der Artikel nur in einem„ frei- wieder hat der Eissport zwei Opfer gefordert. Die beiden jüngsten Zwei Kinder beim Schlittschuhlaufen ertrunken! Schon wohin solche Vereine führen: es werden Biele aufgestellt, die finnigen" Blatte Aufnahme gefunden, in der nicht erreicht werden können, es werden Lebensversicherungen Beitung", Vossischen Kinder, ein Knabe von 10 und ein Mädchen von 8 Jahren, des aufgenommen, die nicht zu halten sind. Wir wollen nicht dulden, Wort der Abwehr zu finden. Ginigen anderen liberalen Blättern Freitag besuchsweise mit seiner Familie bei seinem in Köpenic welche denselben abdruckt, ohne auch nur ein in Berlin wohnenden Ingenieurs Malzahn, welcher sich am daß für den Verband der Dienst benachtheiligt wird, was dadurch war die Sache doch zu bunt, fie rafften sich empor au schüchternen wohnenden Schwager aufhielt, gingen in der vierten Nachmittgeschieht, daß Dienstreifen zur Agitation benutzt werden. Darüber Protesten, die in dem Wunsche auslangen, daß man doch nur ſtunde nach dem Langen See hinunter, um auf demſelben Schlitts Abg. Richter: Das Verfahren gegenüber dem Verbande ist zuschütten. Giner unserer Leser schildert uns seinen Besuch in das Laufen auf dem See nur erst nach polizeilicher Abnahme nicht so unvorsichtig sein möge, das Kind mit dem Bade aus- schuh zu laufen. Trotz der aufgestellten Warnungstafel, nach denen nicht gerechtfertigt. Wenn der Verein nicht verboten wird, einer der Wärmehallen, in der die„ Arbeitsscheuen den Tag in desselben gestattet ist, wagten sich die beiden Kinder in die Mitte aber jeder Beamte versetzt wird, welcher in den Vorstand füße Nichtsthun auf Kosten der Wohlthätigkeit verbringen." des Sees hinaus; doch kaum hatten sie diefelbe erreicht, des Vereins kommt, so erregt das die größte Unzufriedenheit. Wir geben aus seinem Bericht folgende Stellen wieder: In dem da brach auch schon die noch morsche Eisdecke zuſammen Daß die wirthschaftlichen Ziele des Vereins unerreichbare fein Winkel am Dien hoaten einige jabenſcheinige Gestalten, welche und vor den Augen des Mädchens versank der Bruder in sollen, ist ein neuer, bisher nicht vorgebrachter Grund. Die so fest eingeschlafen waren, paßie nur mit Noth und Mithe die Tiefe und war fofort unter der Eisdecke verschwunden. In Frage der musikalischen Nebenbeschäftigung der Beamten kann aufgeweckt werden konnten. Die armen Rerle hatten die Macht ihrer Angst wollte nun das Mädchen ihrem Bruder zu Hilfe man nicht lösen, ohne die Frage jeder gewerblichen Neben über ein Dbbach gehabt und waren nun, von Müdigkeit eilen, brach aber gleich darauf ebenfalls ein und fand ihren tor, beschäftigung für Beamte zu regeln. Der Schwerpunkt der überwältigt, Mufiterfrage liegt aber in der Militärmusik, durch welche die fest eingeschlafen, daß sie den Unter- in den Wellen. Zwei auf dem See beschäftigte Gisarbeiter, Zahl der Musiker künstlich vermehrt wird. Die Bestrebungen zur wie faben die Menschen aus. Beschmust, abgeriffen und und schnell zur Unglücksstelle eilten, famen mit ihrer Hilfe leider gang der Welt im Schlaf erlebt haben würden. Und welche aus der Entfernung den Vorfall mit angesehen hatten Berbefferung der Sonntagsruhe theile ich; aber man diskreditivt halb verhungert machten sie den Eindruck von Kirchhofskandiraten. zu spät. Die Kinder waren nicht mehr aufzufinden. diefe Bestrebungen, wenn man sie so übertreibt wie Herr Stöcker. Ich redete einen der Armen an und erkundigte mich, wie er in Nach seinen Ausführungen müßten auch die Geistlichen ihre diese traurige Lage gekommen sei. Der Mann schien aus's Höchste Millionenstadt ist gestern Vormittag in ihrer Wohnung Plantagen Hilflos verbraunt in Mitten des Häusermeers der liche Beerdigungen unterlassen. Welche Konsequenzen folgen aus sich nach ihm zu erkundigen. Seit Wochen hatte er soviel mit sich feststellen ließ, mit einem Licht einen Ofen anheizen wollett, diesen firchlichen Atten? Zur Beerdigung treffen Sonntags leib nicht gesehen. Die alte Geschichte: arbeitslos, ohne Geld, hierbei war die leichte Morgenkleidung der Unglücklichen it Kränze ein, bei Taufen und Trauungen muß für die Beköstigung ohne Unterschlupf, der Festgenossen gesorgt werden. Schließlich fäme man nach einem vollen Tage hatte der Mann keinen Bissen gegessen. Ich und Rauch und Flammen ihr den Tod gegeben, ehe man in dent er war dem Untergang nahe. Seit Brand gerathen, der Schreck hatte die Frau bewußtlos gemacht Herrn Stöder dahin, daß alle Welt über den Sonntag hinweg bestellte einen Rapf, der berühmten Erbsenmehlsuppe, die der dicht bevölkerten Hause auch nur eine Ahnung von dem Unglüc Dämmert. Eine Thatsache können Sie nicht aus der Welt Arme nicht aß, sondern wirklich heißhungrig verschlang. schaffen, daß Sonntags Menschen geboren werden, und zwar anderen Ende der Bank hielten drei Männer, anscheinend Erd- merkte und gegen zehn Uhr früh mit der alarmirten Feuerwehr Am hatte. Als man endlich den immer stärker werdenden Rauch be der fiebente Theil der Menschheit, und sterben. Das hat immer einen gewiffen Telegraphenverkehr im Gefolge Endlich hatten sie einen Ent in die Wohnung drang, fand man nur noch den schon vollSo schrecklich ist die Geldbestellung am Sonntag doch wohl nicht. schluß gefaßt. Jeder durchsuchte auf's emfigste seine Taschen ständig verkohlten Leichnam vor. Der noch immer schwelende Wer nicht will, braucht es nicht zu nehmen; wer das Geld und jeder deponirte sein Vermögen", es famen ausgerechnet Fußboden wurde von der Feuerwehr bald abgelöscht. braucht, wird den Geldbriefträger auch am Sonntag willkommen hätte, dann müßten diese Arbeitsschenen" ihr Kapital" fofort 15 Pfennig zusammen. Wenn der oben erwähnte Artifel Recht heißen. Am Sonntag- Nachmittagsverkehr haben die Geschäfts Ein Selbstmordversuch durch Verbrennen, der zugleich Leute kein Interesse, sondern gerade die kleinen Leute, welche in in Altohol angelegt haben." Das geschah aber nicht, sondern der die Mitbewohner des Hauses, in welchem der Lebensmüde ein der Woche absolut keine Zeit haben: die Soldaten, Dienst- wei Schrippen. Diese wurden in die Suppe eingebrockt" und nun wurde vorgestern Abend gegen 10 Uhr von dem Kommis Brandes Sprecher" der Gesellschaft holte einen Napf Suppe und möblirtes Zimmer inne hatte, in die größte Lebensgefahr brachte, Abg. Ulrich( Soz.): Wenn die Postverwaltung sich auch and nach der anderen, mit solchem Hunger ist wohl felten ge- Sause Roßstr. 24, dritte Etage, bei der Wittwe Biering und war ging das" Speisen" los. Der Löffel wanderte von der einen begangen. Der 26 Jahre alte, unverheirathete Mann wohnte im wirklich Mühe giebt, die materielle Lage ihrer Beamten zu vergessen worden. G3 herrschte aber auch eine sorgfältige kontrolle, im Kaiser- Bazar angestellt. Am Sonnabend Morgen war Brandes, beffern, so thut sie dies nur, weil sie fürchtet, sie würden sonst in amit keiner der drei Gesellschafter einen Bissen mehr hinunter wie gewöhnlich, von Hause fortgegangen, um sich ins Geschäft zu das Lager der Sozialdemokraten übergehen, wie es ja thatfächlich schluckte, als der andere. Da lam mit freudestrahlender Miene begeben, Mittags aber nicht, wie sonst, zurückgekehrt. Erſt Abends auch der Fall ist. Was die Sonntagsruhe anbetrifft, für die ein Mann in das Lokal. Man sah es ihm an, er freute sich des gegen 91/2 Uhr hatte er sein Zimmer aufgesucht und soll beim wir natürlich voll und ganz eintreten, so meine ich, Lebens. Und er hatte auch allen Grund dazu, denn das Glück Hinaufsteigen der Treppen Nachbarn gegenüber geänßert haben, fann es der Verwaltung gleichgiltig sein und den Be amten überlassen bleiben, ob sie in die Kirche gehen oder ein Schuhmann beim Kragen gepackt hatte, und fofort theilte er legten jedoch auf diese Worte des allem Anschein nach etwas in eine sozialdemokratische Bersammlung. In Betreff des fein Einkommen mit seinen Nachbarn: drei Stullen, zwei berauschten jungen Mannes fein Gewicht. Brandes aber hatte Zeitungsverkehrs der Post scheint schon seit einiger Zeit die Schrippen, eine Hand voll Käſereste.... die Gesellschaft fich wahrscheinlich die injolge des Konkurses der Kaiser- BazarAbsicht zu bestehen, denselben einzuschränken; so ist in Hessen die schwelgte",- Diejenigen, für welche nichts mehr übrig ge- Attiengesellschaft erfolgte Kündigung seiner Stellung fehr a Berfügung erlassen, daß Ueberweisungen an einzelne Personen blieben war, sahen voll Gier nach den sich bewegenden Rinn Herzen genommen und meinte es mit jener Aeußerung bitter überhaupt nicht, sondern nur an Redaktionen gestattet sein sollen, backen. Ich habe schon viel Glend und Noth gesehen, aber hier, ernst. Er war beim Nachhaufelommen äußerst erregt und hatte und hier auch auf 10 p& t. der Postabonnenten beschränkt. Doch glaube ich, wird hierbei ein Unterschied zwischen sozialdemo angesichts folch' schauderhafter Zustände, wurde mir sich gewiß zu dem beabsichtigten Selbstmord im Laufe des Nach fratischen und Amtsblättern gemacht, und wird die Praxis auch Gehen wandte, wirklich weh ums Herz. Als ich mich eben zum mittags Muth" getrunken. Er begab sich in sein Zimmer und bei den einzelnen Bostanstalten verschieden gehandhabt. Die Post Manieren trat ein junger Mann zu mir heran. nicht lange darauf bemerkten Passanten der Roßstraße, daß aus müßte für Alle gleiches Recht walten lassen und den Verkehr nach Also einer vom geistigen Proletariat"! In wohlgefekter Rede Im gleichen Moment wurden dort oben mehrere Scheiben ei eines Gebildeten, Kleidung eines Strolches. den Fenstern in der britten Etage dichter Rauch hervorbrang. bot mir der Jüngling sein Portemonnaie zum Kauf an für Abg. Samhammer tadelt, daß bei den Bosanstalten oft das 10 Pfennig. Er versicherte mir, daß dieses Bortemonnaie wirklich um Hilfe riefen, da fie in Gefahr feien, zu ersticken. Gilgit Geld ausgeht und man zwei Tage und länger warten muß. lich ihm gehöre, daß es das zegte sei, waß er als sein„ Gigen- wurde die Feuerwehr alarmirt und diese fand bei ihrem Gas gesch lagen und es zeigten sich Frauen und Kinder, welche ängst Bezüglich der Sonntagsruhe weist der Redner darauf hin, daß er er auf dem Rheinfelder Hofe in Partenkirchen bei Herrn Stöcker hum" bezeichnen könne, daß er es aber trotzdem gern verfaufe, treffen bereits das Treppenhaus völlig verqualmt vor, so daß ſehr gut am Sonntag bewirthet worden sei; daß dort am Sonn- Gigenthum der Welt. Ich verzichtete darauf, das„ Geschäft" ab- teine Hilfe gebracht werden konnte. Man legte daher ale weil ihm eine Suppenmarke mehr werth fei, als sämmtliches den Bewohnern der oberen Stockwerke auf diesem Wege tage auch Vorräthe angekommen seien. Damit schließt die Debatte; die Einnahmen werden be- zuschließen, schenkte dem Mann 10 Pfennig und sah, wie er da- bald von der Straße aus die großen Leitern an, auf denen willigt, ebenso der größte Theil der Ausgaben ohne Debatte. mit sofort nach der Suppenausgabe lief. Das sind die Gin Feuerwehrleute zu den gefährdeten Hausbewohnern, die in ihrer drücke, die ich aus der Wärmestube mitgenommen habe. Als ich Angst schon auf die Fensterbretter geflettert waren, emporstiegen Abg. Singer, die traurige Lage der Landbriefträger, diefer brücken. Derselbe galt natürlich nicht den Wärmestuben, sondern energisch gegen den Brandheerd vorgegangen, als welchen man dieselbe verließ, konnte ich einen kräftigen Fluch nicht unter- und sie beruhigten. Die Löschmannschaften waren unterdessen Barias im Postdienst zu verbessern; ihnen würden Aufgaben zu gemuthet, die kein Mensch erfüllen tönne. So sei ihm ein Fall der Gesellschaftsordnung, die solche menschenunwürdige Zustände bald das Zimmer des Kommis Brandes erkannt hatte. Man aus Rosenberg berichtet worden, wo ein Landbriefträger täglich hervorbringt. drang in dasselbe ein und fand hier die Petroleumlampe zer 45 Rilom. zurückzulegen habe und eventuelle Packete nicht aus der nächstgelegenen Poſtagentur, sondern aus dem neun Kilometer demfelben Tage folgende Notizen: Obdachlos! Der Polizeibericht brachte jetzt an ein und trümmert, Möbel, Betten und Kleidungsstücke in hellen Flammen und Brandes selbst entkleidet, mit nicht unbedenklichen Brandweiter entfernten Postamte befördert werden müssen. Bon Sonntagsruhe tönne man in vielen Fällen überhaupt nicht Kaufmann in selbstmörderischer Absicht bei der Admiralbrücke Die Samariter legten dem Kommis Nothverbände an, und er Am 9. d. M., Vormittags, sprang ein obdachloser wunden an den Armen, den Knieen und im Gesicht. Es gelang, sprechen. Diesen Leuten muß bei ihrem überaus schweren Dienst in den Landwehrkanal, wurde jedoch noch lebend herausgezogen wurde dann nach dem Krankenhause Friedrichshain geschafft. den Schwerverletzten herauszuschaffen und das Feuer zu löschen. bald eine Vergünstigung zu Theil werden. Nachdem sie sechs bis und nach dem Krankenhause am Urban gebracht. acht Jahre Dienst geleistet, werden sie untauglich und fallen dem Pensionsfonds zur Last. Am 10. d. M., Abends, versuchte ein obdachloser Brandes hatte allem Anschein nach den Tod in den Flammen Landbriefträgerwesens, die jetzt abgeschlossen ist, ist auch die geschnitten und nach der Charitee gebracht. Direktor im Reichspostamt Fischer: Mit der Reform des straße 8, sich zu erhängen. Er wurde jedoch noch rechtzeitig los gossen und in Brand gesteckt. Das Feuer muß eine ganze Weile Arbeiter auf der Wache des 22. Polizei- Reviers, Holzmarkt gesucht und zu diesen Zweck feinen Waschkorb mit Spiritus be unbemerkt gefchwelt haben, wodurch sich allein die starte Rauch Arbeitslast der Landbriefträger erheblich vermindert worden. Die größten Leistungen der Landbriefträger belaufen sich nach geworden war. Die Tröpfe! Wie hätten sie sich noch amüsiren Also zwei Obdachlose, denen das elende Leben doch zu elend entwicklung erklären läßt. der mir vorliegenden Statistik auf 22 Kilometer; für die Sonntage- fönnen in diesem göttlichen Berlin. Wärmestube, Speisemarte, fammenstoß einer einzelnen Lokomotive mit einem aus mehreren Unfall auf dem Anhalter Bahnhof. Durch den Zus ruhe ist ausreichend gesorgt. Gesundheitsschädlich ist der Dienst Speiſemarke, Wärmeſtube, Asyl für Obdachlose und so fort von leeren Lowries bestehenden Zuge ist am Sonnabend Nachmittag der Landbriefträger nicht. Abg. Singer: Ich wollte nur die mir wahrheitsmäßig ereinem Vergnügen zu dem anderen um sechs Uhr auf dem hiesigen Anhalter Bahnhofe ein schwerer scheinenden Mittheilungen zur Kenntniß bringen, weil ich feinen wollen zwei Menschen nur deshalb ihrem Leben ein Ende vorgekommen. Doch Schers bei Seite! Wie der obige Polizeibericht meldet, und im Hinblick auf die Beranlaffung fehr bedauerlicher Unfall anderen Weg weiß, um solche Dinge an der richtigen Stelle zur machen, weil sie obdachlos sind. Mitte Januar obdachlos heiten: Wir erfahren darüber die folgenden Einzels Sprache zu bringen. Eine Kritik habe ich daran nicht geknüpft. in Berlin umher zu irren, ist allerdings das Schrecklichste der unweit des genannten Bahnhofes auf dem Geleiſe I mehrere Der Rangirmeister Schäddel war damit beschäftigt, Wenn die Minimalleistung 22 Kilometer beträgt... schnittlich!), also was nüßt es, wenn 22 Rilometer die Durch ein gewaltsames Ende zu bereiten, ist wahrhaftig voll begründet. hofsgebäude zu zubewegen. Gleichzeitig wollte der Maschinens ( Durch Schrecken und der Wunsch, einem solchen erbärmlichen Dasein leere Lowries durch eine Maschine rückwärts, d. h. dem Bahnschnittsleistung sind, dann dem, der 30 oder 40 Kilometer zu Diesen Gindruck können auch die gutgenährten Herren im Talar führer Irmer eine einzelne Lokomotive vom machen hat, daß ein Anderer 10 bis 16 Kilometer macht? nicht abschwächen, die dann mit der fatten Moral hintreten und gebäude nach dem dicht bei dem Bahnhofe belegenen Schuppen Welches ist denn die höchste Leistung der Landbriefträger? auszuführen versuchen, daß Niemand das Recht habe, das Leben, fahren, achtete aber dabei nicht darauf, daß die Weiche für ihn Bielleicht wird gegen die Meinung der Zentralverwaltung von das ihm geschenkt worden sei, freiwillig von sich zu werfen. einem einzelnen Borgesezten ein größerer Anspruch erhoben. Wer nicht stand, drückte sie mit seiner Maschine um und fuhr auf die hat denn das Maß der Arbeit zu bestimmen? Besteht eine diese Preisfrage verneinend beantworten." Ohne Arbeit, ohne gesehen von den nicht unerheblichen Beschädigungen der Wagen, Ja, ist denn das überhaupt noch ein„ Leben"? Wir müssen ihm entgegen sich bewegenden Lowries auf. Hierbei wurde, ab generelle Verfügung oder wird das von jedem Postamt besonders Nahrung, ohne Obdach, in einem solchen Zustande hört das der 27 jährige Rangiver Witthuhn, welcher Möckernftr. 74 wohnt angeordnet? Abg. Dietrich: Ju dem von mir erwähnten Falle handelte ber„ obdachlose Arbeiter" mit der heutigen Gesellschaftsordnung die Maschine gebracht, so daß er einen Bruch beider Beine und Leben" einfach auf. Ob nun der„ obdachlose Kaufmann" und und auf der Bremse der letzten Lowrie saß, zwischen diese und es fich nur um zu Fuß zurückgelegte 45 Kilometer. auf dem Kriegsfuß gestanden haben oder nicht, thut wenia zur eine Quetschung der Brust davontrug. Er wurde mittelst Trag Möglichkeit erleichtern. Bei den Ausgaben für die Landbriefträger bittet " zu Stations 6? -�bes nach bem Elisabeth-Krankenha use geschafft. Witthuhn ist seit etwa zwei Jahren in dem Eisenbahn-Betriebe beschäftigt, ver- heirathet und Vater von zwei Kindern. Die Schuld an dem Vor- rommniß dürfte dem Maschinenführer Inner beizumessen sein, da er die für ihn nicht gestellte Weiche durchfuhr, während er vor derselben zu halten verpflichtet war. Ein Einbruchsdiebstahl auf dem Eise. Der in der Acker- straße wohnende 22 jährige Ziseleur Karl C. war am Sonnabend Nachmittag mit mehreren Freunden nach Rummelsburg hinaus , gefahren, um auf dem dortigen See Schlittschuh zu lausen. Die jungen Leute vergnügten sich bis zur einbrechenden Dunkelheit auf dem Eise und namentlich war der Ziseleur auf der glatten Fläche weit hinausgcdrungen. Plötzlich gerieth C. in eine so- genamite Buhne, eine von den Fischern absichtlich aufgelassene Stelle, und versank sofort in dem eisige» Wasser; zum Glück verlor der junge Mann die Geistesgegenwart nicht, wieder auf- tauchend, klammerte er sich an die Eiswand und schrie aus Leibes- kräften nach Hilfe. Anfänglich verhallten die Hilferufe des Verunglückten ungehört, bis etwa 5 Minuten später jT-vei junge Leute, die gerade vorüberliefen, sich der Unfall- stelle näherten und den vor Kälte fast Erstarrten heraus- zogen und seinen'nunmehr gleichfalls herbeigeeilten Freunden übergaben. Die Retter verschwanden dann in der Dunkelheit, C. jedoch wurde ans Land geschafft und erhielt hier von einem ihm bekannten Einwohner Rummelsburgs warme Kleidung. Dabei beinerkle der Gerettete, daß ihn, Uhr und Kette ins Wasser gefallen sein mußten, denn nur ein Rest der Letzteren hing noch an der Weste. Um sich nach dem ausgestandenen Schrecken zu stärken, begab sich der Ziseleur mit seinen Freunden Nach einer in Rummelsburg gelegenen Destillation und trat sofort an den Schanktisch. Hier stand ein junger Mensch, der mit dem Geschäftsinhaber sprach und eine Uhr in der Hand hielt, die der Ziseleur zu seinem größten Erstaunen als die seinige erkannte und dies sofort laut äußerte. Statt aller Antwort zog es der Bursche, der etwa 20 Jahre alt war, vor, mit Zurücklassnng der Uhr zu verschwinden. Wie der freudestrahlende Ziseleur ver- sicherte, war der Flüchtige einer der beiden Männer gewesen, die ihn aus dem Wassergrabe herausgeholt und als Retterlohn ihm dem fast Bewußtlosen, gleich Uhr und Kette abgerissen und an sich genommen, um den Wcrthgegenstand, nach Angabe des Destillateurs, bei demselben zu verkaufen. Schtvm Jungen. Ein Einbruch wurde in der Nacht zum Conntag im Hause Skalitzerstraße 137 ausgesührt. Daselbst be- sindet sich zur ebenen Erde das Galanteriewaaren-Geschäft von Schwarzer, eine Wendeltreppe vennittelt die Verbindung mit dem La�erzwecken dienenden Kellergeschoß. Als der Nacktwächter gegen drei Uhr seine Runde machte, fand er die Hausthür geöffnet, als er in das Haus eintrat, sah er in-'"lur einen großen Reisekoffer, auf welchem ein Album lag. Au-, den» Keller aber drangen menschliche Stimmen empor, und der Wächter ahnte sogleich, daß hier„schwere Jungen" ihr Handwerk geübt hatten. Er nahm daher den Koffer an sich, verschloß die Hausthür und gab das Nothsignal. Mit eineni herbeigeeilten Sckutzmann drang er dann in de» Keller ein. Aber obwohl die Beamten den Keller sorgfältig absuchten und diese Revision mit Hilfe der aus ihrem Schlaf geweckten Hausbewohner auf das ganze Haus erstreckten, war keine Spur von den Einbrechern zu finden; die- selben waren, wie später festgestellt wurde, durch den Keller des Destillateurs Kretschmer am Kottbuser Thor»ach dem benachbarten Schwarzerschen Lagerkeller vorgedrungen; auf demselben Wege hatten sie dann die Flucht ergriffen. I» dem den Dieben ab- gejagten Koffer befand sich eine Kollektion anserlesener Elsenbein- und Goldwaaren, welche die Ganner mit Kennerblicken zu- famniengestellt hatte», minderwerlhige Waaren hatten sie ver- schmäht. Trotzdem ist der Schaden des Besitzers bedeutend genug, da sich die Spitzbuben auch die Taschen niit Waaren im Werthe von einigen hundert Mark gefüllt und damit das Weite gesucht hatten. Ei» Akt»»glaublicher Nohheit wird uns aus Pankow gemeldet: Vor einigen Tagen betrat der in Pankow wohl- bekannte Brunnenmeister Dahlmann das in der Berlinerstr. 131 belegene Lokal von Müller. In dem Lokal waren der Sohn des Wirths, der Amtsschreiber Weidtmann und ein Gärtner an- wesend. Zwischen diesen Personen und Dahlmann entspann sich ein kurzer Wortwechsel, in dessen Verlaus Dahlmann zur Thür hinausgeworfen wurde. Nach IVe Stunden— der Vorfall trug sich Nachts gegen I2Vz Uhr zu— fand ein Pserdebahnkntscher den vor Kälte vollständig Erstarrten auf der Straße. Er ver- anlaßte, daß Dahlmann, der kein Lebenszeichen mehr von sich gab, in das Lokal geschafft wurde. Hier legte man ihn zuerst vor dem Billard nieder, dann wurde er, nachdem man einen Polizisten herbeigerufen hatte, auf das Sopha gelegt. Der Polizist meinte zwar, daß es„morgen wohl besser sein würde" � wie wenig er jedoch mit dieser Aeußerung �as Richtige getroffen hatte, bewies der Umstand, daß Dahlmann am nächsten Tage, ohne daß er noch einmal zur Besinnung gekommen wäre, bereits eine Leiche war. Von einer gewisse« Judolenz deS sonntäglichen Publiknnis berichtet uns ein Leser: Am Sonntag Nachmittag passirte ich die Alexanderstraße. Vor dem Hause Nr. 21 sah ich einen reinlich gekleideten Mann liegen, der sich in Krämpfe» wälzte. Ich eilte hinzu, konnte aber kaum Jemand bewegen, daß «r eine hilfreiche Hand leistete, um den Schiverkranken wenigstens in einen Hausflur zu bringen. Erst auf mehrfaches Zureden fanden sich einige Personen zu dem Liebesdienst bereit. Ich muß hierbei benierken, daß der Mann sich nicht beschmutzt hatte, daß auch die Straße bei dem trockenen Frostwetter ganz rein war. Erst nach längerer Zeit erschien ein Schutzmann, der die Ueber- sührung des Unglücklichen nach einer Sanitätswache veranlaßte. Falb's kritische Tage für das Jahr 1892 vcrtheile» sich, wie folgt: 1. Ordnung: 28. Februar, 28. März, 26. April, 26. Mai, 6. Septeniber, 6. Oktober, 4. Novenibcr, 4. Dezcniber.— 2. Ordnung: 12. Februar, 13. März, 12. April, 24. Juni, 22. August, 21. September, 20. Oktober.— 3. Ordnung: 14. Januar, 11. Mai, 10. Juni, 10. Juli, 23. Juli, 19. November, 19. Dezember.— Wir entnehmen diese Angaben dem bei Hart- leben- Wien erschienenen.Falb's Kalender der kritischen Tage 1892." Polizeibericht. Am 16. d. M., Vormittags, wurde eine in einem Hotel wohnhafte 70jührige Rentiere, welche an Schwer- muth litt, in ihrem Zimmer erhängt vorgefunden.— Abends wurde ein Bahnarbeiler auf dem Potsdamer Personen-Bahnhofe in einem leeren Personenwage» erhängt vorgefunden.— Um dieselbe Zeit wnrde im Hause Roßstr. 24 in der 3 Treppen hoch belegenen Wohnung des Handlungsgehilfen Brandes Feuer be- werkt. Di» Feuerwehr fand denselben bei ihrem Eintritt bewußtlos und mit Brandwunden bedeckt neben dem brennenden Bette liegend vor und ließ ihn nach Anlegung eines Nothverbandes nach der Charitee bringen. Mehrere Bewohner des vierten Stockes waren dabei in Lebens- «efahr gerathen und saßen bei Ankunft der Feuerwehr bereits auf den Fensterbrüstungen, sotaß Beamte der Feuerwehr mittelst Hakenleitern zur Beruhigung derselben in du Wohnungen einsteigen mußten.— Am Nachmittage desselben Tages erlitt der Arbeiter Witthuhn durch den Zusammen- stoß eines Rangirzuges mit einer leeren Maschine einen Bruch des linken Unterschenkels.— In der Nacht zum 17. d. M. ent- stand an der Ecke der Distelmeyer- und Mathiasstraße eine Schlägerei, bei der ein Arbeiter und ein Möbelpolirer durch Messerstiche schwer verletzt wurden, so daß sie nach dem Kranken- hause am Friedrichshain gebracht werden mußten.— Am 17. d. M. Vormittags wurde eine 74jährige Frau in der Küche ihrer Wohnung, Plantagenstr. 43, mit Brandwunden bedeckt, todt aufgefunden. Anscheinend hat sie den Ofen ihrer Wohnstube heizen wollen und haben ihre Kleider an einem dabei benutzten Lichte Feuer gefangen.— Gegenüber dem Haufe Schönhauser Allee 130 siel Abends ein 14jähriger Knabe beim Schliddern zur Erde und brach den Vorderarm. Er wurde nach dem Lazarus- Krankenhause gebracht.— Am 16. und 17. d. M., sowie am darauffolgenden Morgen fanden 12 kleine Brände statt. Kerilktks-Ueikmig. Zwei Auklage» Wege» Veleidiguug durch die Presse wurden gestern vor der dritten Strafkammer des- Landgerichts I gegen den Redakteur der„Freisinnigen Zeitung", Emil Walter, verhandelt. Im ersten Falle hatte der Kommandeur des 31. Jnfanterie-Regiments zu Altona den Strafantrag gestellt. Am 7. April v. I. erschien in der„Freisinnigen Zeitung" eine Notiz, worin mitgetheilt wurde, daß sich in Hamburger Blättern eine Anzeige des dortigen antisemitischen Vereins befunden habe, worin zum Besuche einer Versammlung eingeladen wurde, in der antisemitische Ansprachen gehalten und Musikgenüsse von der Kapelle des 31. Jnfanterie-Regimenis dargereicht werden würden. Die„Freis. Ztg." knüpfte hieran die Bemerkung:„Während an anderen Orten es den Militär- Kapellen verweigert wird, in politischen Versammlungen zu konzertiren, scheint in Hamburg die Jndenhetze mit Militärmusik begleitet zu werden." Wie sich herausgestellt hat, ist weder in jener Versammlung von der ge- nannten Kapelle konzertirt, noch die Erlaubniß dazu vom Rcgiments-Kommandeur eingeholt worden. Der Angeschuldigte berief sich darauf, daß er jedenfalls im guten Glauben gehandelt habe. Die Anzeige habe in den Hamburger Nachrichten ge- standen und zivar ani Tage vor der anberaumten Versammlung, es mußte doch angenommen werden, daß damals alle Formalitäten erfüllt seien. Im zweiten Falle sollte der Landtags-Abgeordnete O l z e m der Beleidigte sein. In dem Parlamentsbericht, der sich am 14. Juni v. I. in der„Freisinnigen Zeitung" befand, handelte es sich besonders um das zu damaliger Zeit zur Annahme ge- langte Wildschadcngesetz. Es wurde darauf hingewiesen, daß auch der Abgeordnete Olzem im Gegensatze zu seiner Partei für das Gesetz gestimmt. Der Abgeordnete Olzem habe sich schon mehrfach bei der Abstimmung im Widerspruche zu seiner Partei befunden und regierungsfreundlich gestimmt, der Lohn werde zeden- falls nicht ausbleiben. Herr Olzem, der im bürgerlichen Leben die Stellung eines Landgerichts-Raths bekleidet, erblickte in dieser"Bemerkung den Vorwurf, als lasse er sich bei der Abstimmung von dem Wunsche nach Beförderung leiten, er beantragte deshalb die Bestrafung des verantwortlichen Redakteurs der„Freisinnigen Zeitung". Der Angeklagte bestritt in diesem Falle die beleidigende Absicht, sowie die Beleidigung selbst. Er habe die beanstandete Bemerkung als Ironie auf- gefaßt, als solle dadurch angedeutet werden, daß Herr Olzem schwerlich wieder gewählt werden würde. Die Stellung desselben im bürgerlichen Leben fei ihm garnichl bekannt gewesen. Der Staatsanwalt hielt eine Beleidigung in beiden Fälle» für erwiesen und beantragte eine Gesammtstrafe von 1000 Mark. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Albert Träger, nahm im Mieren Falle den Schutz des Z 59 des Str.-G.-B. für den An- geklagten in Anspruch. Darnach solle ein solcher straffrei sein, wenn er bei Begehung einer strafbaren Handlung das Vor- handensein von Thatumständen, welche zum gesetzlichen That- bestände gehören, nicht kannte. Fzm vorliegenden Falle habe der Angeklagte nur der Thatsache Erwähnung gethan, daß jene Annonce veröffentlicht sei. In dem Ausdruck„Judenhetze" sei ferner eine Beleidigung nicht zu erblicken, da dieser Ausdruck nur eine Uebersetzung des Wortes Antisemitismus sei. Auch im zweiten Falle könne eine Beleidigung nur konstruirt werden, wenn in der betreffenden Bemerkung der Vorwurf liege, daß der Abgeordnete Olzem wider seine Ueberzeugung gestimmt hätte. Dies sei aus dem Zusätze aber keineswegs heraus- zulesen. Der Gerichtshof hielt beide Beleidigungen für erwiesen und erkannte wegen der erste» Falles auf 100 M., wegen des zweiten auf 300 M. Geldstrafe. Eine umfangreiche VetrngSanklage wurde gestern vor der zweiten Strafkammer des Landgerichts I gegen den früheren Kaufmann Adolf H öd er mann verhandelt. Der Angeklagte nennt sich„Conzert- und Thcaterunternehmer", hat aber geständ- lich bisher niemals auf diesen, Gebiete etwas unternommen, was ihn zur Führung dieses Titels berechtigte. Im vorigen Jahre führte er einen großartig angelegten Schwindel aus. Er ließ durch die Zeitungen bekannt machen, daß für ein Theater Billeteure und Kassirer gesucht würden. Es meldeten sich Leute von allen Berufsklassen. Der Angeklagtn erklärte den Bewerbern, daß er vorläufig noch nicht verrathen könne, um welches Theater es sich handele, er könne nur sagen, daß es im Norden der Residenz liege und ein großartiges Unternehmen sei. Er bedürfe dazu mehrerer Billeteure und Kassirer, die ein schönes Gehalt be- kommen würden. Es seien aber Vertrauensposten und die In- Haber müßten Kaution stellen. Ein Billeteur müsse 200 M., ein Kassirer dagegen, dem grobe Summen durch die Finger ginge», müsse 1000 M. Kaution stellen. Trotz aller durch die Presse erfolgter Warnungen vor Kautionsschwindeleien und trotzden, der Angeklagte, der das Unglück gehabt hat, seine Nase zu verlieren, schon seinem Aeußeren nach wenig geeignet schien; die Stellung eines TheaterdireltorL zu be- kleiden, haben sich vier Personen bewegen lassen, ihre Ersparnisse herzugeben gegen das Verspreche», zum Winter engagirt zu werden. Sie haben natürlich nie wieder etwas von ihrem Gelde zurückerhalten, denn das angebliche Theater existirte überhaupt nicht. In acht Fällen ist es bei einem versuchten Betrug ge- blieben. Der Gerichtshof vernrtheilte den Angeklagten, dessen Treiben als ein im hohe» Grade gemeingefährliches bezeichnet wurde, zu drei Jahren Gefängniß. Eine t»lS 13 Köpfen bestehende Spitzbuben-Gesellschaft stand am Sonnabend wegen Bandendiebstahls vor der II. Straf- kam», er hiesigen Landgerichts I, welche bei de», Umfang deS Zeugenapparats ihre Sitzung nach dem kleine» Schwurgerichts- saal verlegen mußte. Die Strassache war„Albinsk, und Genossen" getauft. Sämmlliche„Genossen" waren junge, arbeitsscheue Mensche» im Alter von 20 bis zu 22 Jahren, welche von Ver- brechen leben und denjenigen gut zurichten würden, der ihnen zu- mnthen wollte, die Hände in ehrlicher Arbeit zu rühren. Die An- geklagten hatten sich zu einer förmlichen Bande zusainmengelhan. Zwar fehlte es an Statuten und dem eigentlichen Oberhaupt, doch wurde eine Art von Generalversammlungen abgehalle», welche in einem Lokal des Köpnicker-Viertels stattfanden. Hier figurirten Diejenigen, welche einen Diebstahl ausbaldowert halten, als vortragende Räthe, hier wnrde der Feldzugsplan besprochen und von hier schwärmten die Mitglieder der Genossenschaft zu Zweien oder Dreien nach allen Richtungen der Windrose aus. Es waren keine„großen" Thaien, zu welchen sich die Bande e», porschwang, es wurden vielmehr zumeist nur„kleine" Diebstähle vollbracht und die Angeklagten waren nach keiner Richtung hin Kostverächter und stahlen eben Alles, was ihnen in die Hände fiel: Käse, Hüte, Stiesel, Kleidungsstücke, Goldsachen je. ic. Nicht weniger als 28 solcher Diebstähle standen zur Anklage, bei welchen die An- geklagten mit großer Schlauheit zu Werke gegangen waren. Auch während der Verhandlung zeigten sich dieselbe» als sehr ver- schlagene Menschen, welche das Souffliren so dreist betrieben, daß der Vorsitzende sich genöthigt sah. die Anklagebank über den ganzen Saal zu verthcilen und die Angeklagten etwas entfernt von einander zu placiren. Nach achtstündiger Verhandlung er- kannte der Gerichtshof auf eine Gesammtstrafe von 34 Iah rem Gefängniß, welche sich aus Einzelstrafen in Höhe von sechs I Monaten bis zu fünf Jahren zusammensetzte.' Der seltene Fall, daß ein Gerichtshof von ver Besugnip des§ 501 der Strafprozeß-Ordnung Gebrauch macht und einen Denunzianten die gesammten Kosten des Strafverfahrens auferlegt, ereignete sich gestern vor der ersten Strafkammer des Landgerichts I. Vor derselben stand der Kistenmacher Julius H o b u s ch, ein in Ehren ergrauter,.völlig unbestrafter Mann, welcher ,„it der Luxuspapier-Fabrik May in Geschäftverbindung stand. Er wurde von dem früheren Mitinhaber der Fabrik, Herrn Steinmetz, wegen falscher Angabe einer eides- stattlichen Versicherung zur Anzeige gebracht. Als die ursprüngliche. Firma in May u. Steinmetz umgeändert wurde, trat der jetzige Angeklagte an Ha-rn Steinmetz mit dem Bemerken heran, daß er an die frühere Firma noch eine Forderung habe. Er wurde dahin bedeutet, daß er sich darüber keine grauen Haare wachsen lassen solle, da er, Steinmetz, die Begleichung dieser Forderung in sichere Aussickt stellen könne. Als dieselbe aber nicht erfolgte, vielmehr auch die neue Firma ihre neuen Verpflichtungen nicht erfüllte, ließ der Angeklagte auf Grund der ganzen Forderung schleunigen Arrest ausbringen, wobei er die eidesstattliche Versicherung abgab, daß die Firma May und Steinmetz ihm die betr. Gesammtsumme verschulde. Im Zivilprozeß wurde er zur Herausgabe des die alte Firma May betreffenden Geldes verurtheilt, da ja thatsächlich die umgeänderte Firma „May u. Steinmetz", welche er in seiner widerstattlichen Ver- sicherung benannt hatte, ihm nur einen Theil seiner Forderungen schuldete. Herr Steinmetz begnügte sich aber nicht damit, sondern dennnzirte den Angeklagten auch noch wegen falscher Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung. Die Beweisaufnahme fiel der- maßen zu Gunsten des Angeklagten ans, daß der Gerichtshof den letzteren freisprach und die Kosten des Verfahrens dem Denunzianten auferlegte. Soziole Tlelreelrckzk. Die Stuttgarter Buchdruckergehilfe» nahmen am Montag die Arbeit wieder auf. Ans Wien meldet ein Telegramm des„D. B. H.", daß eine Versammlung der dortigen Buchdrucker und Schrift- gieß er den Ausschuß beauftragt hat, zur Vereinbarung eines neuen oder Beibehaltung des am 31. Dezember 1891 abgelaufenen Lohntarifs mit den Arbeitgebern zu unterhandeln und auf dem neuneinhalbstündigen Arbeitstag zu bestehen. Die ursprüngliche Forderung des Neunstundentages ließ man fallen. In der Glashütte und dem Kohlenstaub-Werke Char- lottenburgs ist am Sonnabend sämmtlichen Ar- b e i t e r n gekündigt worden. Dadurch werden 56 Glas« arbeiter, ebensoviele Hilfsarbeiter und ca. 100 Arbeiter sonstiger Zweige brotlos. 74 Kinder der Halber st ädter Volksschule er- klärten auf Befragen. daheim des Morgens nichts Warmes genossen zu haben. Diese Kinder werden zetzt auf städtische und private Kosten gespeist. Wie viele Tausende deutscher Kinder werden gleichfalls noch mit knurrendem Magen zur Schule gehen müssen, ohne daß sich Jemand darum kümmert, ob sie auch m der körperlichen Versassung sind, um mit Nutzen lernen zu können! Ueberall dasselbe. Die brotlosen Arbeiter Roms sandten eine Delegation an den Minister; letzterer ließ eine kleine Summe unter sie vertheilen. So meldet trocken der Telegraph. Wo wären für arbeitslose Arbeiter große Summen flüssig? Vvvlnunnluttgen. Ju der öffentlichen Versammlung der Maurer und Putzer, die am Sonntag unter zahlreicher Betheiligung im Feen- palast tagte, sollte Reichstags-Abgeordneter Ulrich über den Werth der Zentralorganisation sprechen. Derselbe war jedoch, wie der Einberufer, Kollege Klingenberg, bekannt gab, ain Erscheinen verhindert und es trat an seiner Stelle Schuhmacher- meister Theodor Metzner als Referent auf. Derselbe nahm, nachdem nach Ueberwindung großer Schwierigkeiten das Ver- bandsbureau D ä h n e, K l i n g e n b e r g und S ch i g o l s k i als gewählt unter Protest proklamirt worden war, das Wort zu seinem Vortrage, in welchem er die Siothwendigkeit der gewerk- schaftlichen Organisation in überzeugender Weise darlegte und bezüglich der Frage, wie die Arbeiter sich gewerkschaftlich zu organisiren hätten, für Zentralverbände plädirte. Redner erkannte an, daß die Umgestaltung der heutigen Pro- duktionsweise ans rein gewerkschaftlichem Gebiete nicht zu erzielen sei, hielt aber eine Trennung der Politik vom Gewerk- schastlichen und eine kraftvolle Bethätigung auf beiden Gebieten für geboten. Dem weiteren Einwände gegen die Zentralverbände, daß dieselben, sobald sie zu einem Machtsaktor geworden sein sollten, von„oben" beseitigt werden würden, sprach der Vor- tragende die Richtigkeit nicht ab, war aber der Ansicht, daß den Lokalorganisationen ein gleiches Schicksal bevorstehe. Aber darauf könne keine Rücksicht genomine» werden. Als Beweis für die Nothivendigkeit der Zentralverbände führt« der Bortragende den letzten Bnchdruckerstreik an. Die Buchdrucker seien dem ver- einigten Kapital unterlegen trotz ihrer gefüllten Kassen, trotzdem die Arbeiter nicht nur Deutschlands, vielmehr aller Knlturstaaten sie bis zu einem gewissen Grade unterstützt hätten. Und warum? Weil nicht alle der Organisation angehörten. Hätten alle deutschen Buchdrucker dem Verbände angehört, so hätten sie- mit einem Schlage den Sieg errungen! Daraus sei die gewaltige Macht der Zentralorganisation erkennbar. Der Buchdrucker- Streik habe den deutlichsten Fingerzeig gegeben für die Zentralverbände als nothwendige Form der ge- werkschastlichen Organisation. Redner empfahl demzufolge den Zusanmmischluß in zentralistrten Verbänden.(Beifall.) Die Disknssio», welche sich dem Vortrage anschloß, gestaltete sich un- gemein lebhaft. Karl Behren d betonte zunächst, daß die be- stehenden Meinungsverschiedenheiten lediglich die Form der Organisation betreffen. Die Berliner Maurer standen keineswegs auf dem Boden einer strikten Lokalorganisation, vielmehr eben- falls auf dem Boden der Zentralisation, sie seien nur aus juri- Itischen Gründen gegen statutarische Zentralverbände und dem« zufolge für eine Zentralorganisation durch das System der Ver» trauensmänner. Der Bnchdruckerstreik war ihm ein Beweis gegen die Zentralverbändc. DerBuchdruckerverband habe trotz seines 25jährigen Bestehens nicht vermocht, alle Buchdrucker in sich aufzunehmen, die- selben politisch zu bilden. Daß die zentralisirtcn Lokalorganisationen weniger leicht zu„fassen" seien als die Zentralverbändc suchte Redner aus dem Monstreprozeß der Maurer zu erweisen, der mit Freisprechung der Angeklagten endete. Ganz abgesehen davon, daß Politik und Gewerkschaftliches absolut nicht von einander zu trennen sei, würde doch gegebenen Falles eine einseitige Aus- bildung der Arbeiter vor sich gehen und eine politische Ver« sumpfung eintreten. Deshalb seien die rein gewerkschaftlichen Verbände zu bekämpfen. Ferner ständen die Vereinsgesetze der allgemeinen Organisalion der Arbeiter in Zentralverbänden ent- gegen. Demzufolge hielt es Redner für angemessener, Organisationen zu schaffe», welche allen Arbeitern zugänglich und wahre Kampfesorganisationen sind, die an der Lösung der sozialen Frage mitarbeiten können, und empfahl deshalb den Berliner Maurern das Festhalten an der bisherigen Organisations- form. Keßler war ebenfalls der Ansicht, daß die Grenze nicht zu finden sei, wo Politik anfange und wo sie aushöre und führte als Beispiel hierfür die„Freie Volksbühne" an, wo die Tendenz des Vereins allein genügte, denselben zu einem politischen zu stempeln. Wenn zudem die Gewerkschaftsbewegung die Bor« renten " Die heute am 17. Januar 1892 im Feenpalast tagende öffentliche Versammlung der Maurer und Pußer erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden und verspricht 1. dahin zu wirken, daß eine feste Zentralorganisation unter den Berliner Maurern geschaffen wird und diese sich dem Zentralverbande der Maurer Deutschlands anschließt; Ramm, Mauerstr. 8. Mitglieder werden aufgenommen. Gefangverein Mannesmuth". Jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr bei beim Schüßenwirth, Boechfir. 51. Rauchklub Sanssouri". Mittwoch, den 20. Januar, Abends 9 Uhr, bei 8 Gefelliger Vergnügungsverein ,, Amicitia", Abends 9 Uhr, im Lotal von Marowski, Barnimfir. 47. Bergnügungsverein Reichstrone", Sigung Abends 9 Uhr, in Statflub ,, Fidele Verein Uhr, im Restaurant Scholz, Kaftanien Allee 85. Hafenelever" Abends straße 183, im Restaurant Braun. Junge Damen und Herren als Gäste 1 -N = " " " Dermischtes. Schule zur politischen sein solle, so sei es naturgemäß, daß in 18 Uhr, in Sensel's Festsälen, Invalidenstraße 1. Bortrag des Herrn Lehrer| ftaurant Blank, Schönleinfir. 1. Gäste willkommen. dieser Schule die Politit nicht fehlen dürfe. Keineswegs werde Damafchte über: Das Stottern und feine naturgemäße Heilung." verlangt, in Gewerkschafts- Organisationen hohe Politit" zu treiben, abends 8 Uhr, im Klubhaus, Annenjir. 16. Bersammlung. Tagesordnung: Reichert's Restaurant, Müllerstr. 7. Gäfte willkommen. Verein der Sattler und Fachgenossen. Mittwoch, den 20. Januar, dies fei Aufgabe der politischen Vereinigungen, wohl aber Sozial: Bortrag über: Die sozialistische Gesellschaft. Referent: Herr Türf. Billets Brüder", jeben Dienstag von 8-11 Uhr kottbuser Damm 74 bei Sill politit, und dies sei gar nicht zu vermeiden. Redner war ferner zu dem am 6. Februar im Feen- Palast stattfindenden Maskenball werden in Gäste, welche durch Mitglieder eingeführt werden, haben Zutritt. der Ansicht, daß die Aufgabe der Zentralverbände, eine einheitder Versammlung verausgabt. ehemaliger Schüler der 38. Gemet ndeschule. Heute Sigung im Restaurant liche Zusammenfassung der Geldmittel zur Unterstützung, durch Noll, Andreasstr. 8.- Bergnügungsverein ,, Esmeralda", heute Abend Vertr uensmänner mindestens ebenso gut erfüllt werde. Da zu 8% Uhr, Sizung mit Damen, bet G. Hedwig, Rofenthalerstr. 45. Gäste will tommen. dem der Zentralverband der Maurer die Vertrauensmänner noch Vergnügungsverein Saturnalia" jeden Dienstag Sigung mit Tanz. Fidelitas. Gäste willkommen. Gr. Frankfurterstr. 99.- Bergnügungs nebenbei besitze, so sei der Zentralverband" nur Dekoration. Lese- und Diskutirklubs. Dienstag.„ Proletarier",( Pantom), verein Garmen Sylva" Sigung jeden Dienstag, Abends 9 Uhr, Dranien Borchardt, Schulzenstraße 28. Redner empfahl gleichfalls die lose Zentralisation durch VerGäste willkommen. herzlich willkommen. trauensmänner. Buchholz vermißte die erforderliche Kontrolle Lese- und Distutir- Klub für Männer und Frauen, Johannes Wedde" Rauchklub Agitationsverein Lassalle", bei Drügemüller, Wienerftr. 31. Bruderbund" tagt jeden Dienstag Abend 9 Uhr, Lausigerstraße Nr. 50, bei Grande. Touristenklub der Einzelnen bei der losen Zentralisation. Sobald es sich darum Abends s uhr, im Lokale von G. Lange, Manteuffelstraße 60. Gäste will beim Neftaurateur Bierrat, Schönhauser Allee und FransectistraßenWanderlust" jeden Dienstag Abends von 9 Uhr ab Sigung handele, den Finger zu rühren, sei Niemand zu haben. Die Berfommen. Rothe Flagge", Abends 8% Uhr, Hornstr. 11 bei Zechlin. Ede. liner Maurer hätten bisher noch nie verhältnißmäßig ihre Pflicht Gäste willkommen. Musikverein Hoffnung"( Dirigent Gäste, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Paul Kühnel). Dienstags Abends 9 Uhr Uebungsstunde, Aufnahme neuer erfüllt. Sobald es zum Kampf gehe, seien die Berliner Maurer Uhr, uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder.- Gefangverein Freund Duft", jeden Dienstag Abend 9 Uhr Mariannenstr. 48 bet Möllert Sigung. Arbeiter- Sängerbund Berlins und umgegend, Dienstag, Abends Mitglieder, im Restaurant Zubeil, Naunynftr. 86. Rauchklub, Tabaks: nicht zu haben. Redner sprach für Zentralverbände. Blau- fchaft 1", bei Oswald Berliner, Brunnenstraße 114.rock verwahrte die Anhänger der losen Zentralisation gegen den Buckowerstraße 9 bei Junghans. monta", Flottwellstr. 5 bei Bartels. Gesangvereinbar Gäste willkommen. - Arbeiter- Gefangverein Olympia", Vorwurf der Aengstlichkeit. Nicht diese mache sie zu Gegnern ftraße 33 bei Miete.- Gefangverein Fidelitas", Bergiir. 68 bet Keller. Gesangverein ,, Schildhorn", Usedomder Zentralverbände, sondern einfach die Logik der Thatsachen. Gesangverein Allegro", Raiser Franz Grenadier Play 7. Die Kontrolle sei beim System der Vertrauensmänner genau Bruberherz", Straußbergerstr. 3 bei Birt. verein ,, Myrthenblätter", Belforterstr. 15 bei Schneider. Gefang Gesangverein ebenso gut möglich, wie im Zentralverbande. Buchdrucker" Sumor", Straußbergerstraße 3 b. Birt.- Gefangverein in verzagt2", Ihn'scher Gesangverein Philipp Schmitt stellte sich als begeisterter Anhänger der Moabit, Kronen- Brauerei. Gesangverein Mit der Neitpeitsche hatte ein Wirthschaftsinspektor im Zentralverbände dar, Kollege Wilke u. a. als entschiedene tapelle 1", Berliner Bodbraueret. Soffnung 2", DeutschWilmersdorf, Brandenburgstraße bet Gräß. Gefangverein" Bald: Gleiwißer Kreise seinen Knecht geschlagen. Für Gegner derselben, Kollege Silberschmidt als Verfechter bund", Nowawes, Wallstraße bet Gärtner. Gefangverein ,, Arbeiter- Mai- diese patriarchalische That verurtheilte ihn das Gleiwizer der Zentralverbände, ebenso Gröppler und Buchdrucker Friedrichsfelde, Wilhelmstr. 10 bet Momber. Gesangverein ,, Vorwärts 3", John, Gefangverein Freies Schöffengericht zu 50 M. Geldstrafe. Bauarbeiter Gaßmann als Befürworter der hain", Fichteftr. 29 bei Kröfche. Lied 2", Friedrichsberg, Frankfurter Allee 165.- Gesangverein Sänger Für die gefürchteten Kontrollmarken macht die Neue lofen Zentralisation. Nach einem Schlußworte des Refe- leinstraße 6 bet D. Klein. Gefangverein Sängerfette", Schön- Westfälische Volts- 3tg." eine Reklame wider Willen Mufit- u. Gesangverein Firmitas" Adalbertwurde trok verschiedener Einwände dagegen wegen traße 8 bei Schneider. der sehr vorgerückten Zeit und der sehr bemerkbaren Lichtung der Gefangverein Alte Linde Mariannenstr. 31-32 bei Doberstein. Gesangverein, reuzberg", Lichterfelberstr. 7-8 durch den Abdruck folgenden Eingesandts: Christliche Arbeiter bei Winter. Gefangverein Freiheit 2", Adlershof, bei Albrecht. werden gebeten, beim Kauf von Hüten zu untersuchen, ob sich Versammlung zur Abstimmung über die verschiedenen eingelaufenen Gesangverein Vorwärts 4", Rathenow, Restaurant nicht etwa unter dem Schweißleder die sozialdemokratische sogen. Resolutionen geschritten. Gegen eine starke Minderheit gelangte Gefangverein Alpenglode", Landsbergerstr. 31, bet" Muſehold. Walhalla". ,, Arbeiterschutzmarke" befindet. Verschiedene, die dies unterlassen folgende vom Kollegen Silberschmidt gestellte Resolution zur Gefangverein Sorgentos", Röslinerstr. 17 bet Wendt. Gesangverein ,, Ginigfeit 2", Landsbergerstraße 31 bei Musehold. haben, sind darauf hineingefallen. Mehrere Arbeiter." Annahme: Der Böttcher, Steinei che". Jüdenftr. 65 bet Erieschmann, Gefangverein und zwei andere Personen brachen in die Vorrathskammer Gesangverein Pulverexplosion. Ein Preuße, Namens Otto Riehl, ,, Kreuzberger Harmonie", Sindenstr. 106 bei Boppe. Gesangverein Zitania", Köpenickerstr. 191 bei Boge. Gesangverein Liedes: des Pyrotechnikers Pickert in Riga ein, wobei sie mit dem freiheit 2", Westend", Bülowstr. 27 bei Gundlach. Straußberg, Restaurant Krüger. Liedertafel Feuerzeug so unvorsichtig umgingen, daß der Pulvervorrath Schönhauser Allee 28 bei Kuhlmey. Gesangverein, or wärts 7" explodirte und das ganze Magazin in die Luft gesprengt Marwig bei Wilhelm Mölte. Arbeiter- Gefangverein Vorwärts 2" " Wrangelftr. 141 bei Schmidt. Gesangverein Wiederhall" wurde. Riehl wurde sofort getödtet, die anderen Diebe schwer Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. verlegt. Theaterverein utazie" bet Seife, Staligeritraße 54. Dienstag: Geselliger Berein ,, Glimbim", bet George, Gr. Görschenstr. 16. Erschlagen wurde in der Nacht zum 18. Januar im Posener gnügungsverein, Gidhentrang" bei Blöß, Dresdenerstr. 28. Theater- und Ber- Gefängniß ein Aufseher von einem Gefangenen mit einem verein Deutsche Giche" bei Cabeck, Fürbringerstr. 7, Uebungsstunde. Tambour losgebrochenen Stück der eisernen Bettstelle, als er die Belle verein Alpenveilchen" bei Schirmer, Koppenstraße 58. Bergnügungsverein ,, Amor" bet Hämmerle, Bülowstr. 59. öffnete. Der Gefangene flüchtete in der Kleidung des Getödteten. BergnügungsBlumenlese" bei Schneider, Adolbertstraße 8 Theaterverein Das Schwurgericht verurtheilte den Knabenmörder HoffGefang-, Turn- und gesellige Vereine. Musikverein ,, Edelweiß" mann zum Tode. Gefangverein„ Anafreon", Abends von 9-11 1hr, bei stekner, Annen" 9 Uhr im Restaur. Müller, Mariannenstraße 46. Aufnahme neuer Mitglieder. straße 16. Gefangverein udwig'scher Männerchor, Abends 9 Uhr im Reſtaurant Boppe, Lindenstraße 106.- Quartett- Berein, Bedding" fuchungsstellen für die Untersuchung der Seeleute auf In Bremen und Bremerhaven find am 1. Januar UnterBerichtigung. In dem Bericht über die öffentliche bei Gerth, Brinzenstraße 106.bei Stumfe, Actersiraße 123. Männer Gesangverein" DIympia" Drechslerversammlung vom 11. d. M.( Nr. 11 des„ Vorwärts") Dienstag Abends 9 Uhr Gesangsstunde bet M. Niemann, Görligerstraße 42. fuchungskommission für die zweite Untersuchung in Thätigkeit Männer- Gefangverein„ Alt- Deffau" jeden Farben blindheit, in Bremen außerdem eine Untermuß es in der Abrechnung über die Sperre der Hamann'schen Gäfte ftets willkommen. Berliner Turngenossenschaft", Fabrit heißen: Einnahme 318,71 M., Unkosten 371,30 m., bleibt Männer. Abtheilung. Jeden Dienstag und Freitag 8-10, thr Blumen getreten. Die Untersuchungen erfolgen gebühren- und kostenfrei. straße 63a. ein Lefizit von 52,59. M. Plagens, Bärwaldstraße 9. Theater- und Verguügnngs Berein Vulcania", in In Hamburg werden im Laufe dieses Jahres vier SeeMeißner's Restaurant, Gartenjir. 162. tommen. Gäfte, Damen und Herren, will Dampfschiffs Maschinisten prüfungen abgehalten Theaterflub e Imerding", Abends 9 Uhr, in Sanf's werden; mit der ersten Prüfung soll am 15. Februar, mit der Weber und Weberinnen. Dienstag, den 19. Januar 1892, Abends Restaurant, Tempelhofer Ufer 13, Ecke der Großbeerenstraße. 8 Uhr, Versammlung der Filiale in Seife's Salon, Lichtenbergerstr. 21. Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Tischler und anderer geTheaterverein Georgina", Abends 9 Uhr, bei Meißner, Gartenstraße 8weiten am 2. Mai, mit der dritten am 1. August und mit der Nr. 162. Gäste willkommen. werblichen Arbeiter( E. H. Hamburg Nr. 3). Die Mitglieder der Orts: Dienstag Sigung mit Damen im Restaurant Frankfurter Vierhallen", Bergnügungsverein Saturnalia." Jeden vierten am 30. Oftober begonnen werden. verwaltungen Berlins versammeln sich am Dienstag, den 19. Januar, Abends Große Frantfurterfiraße Nr. 99, Anfang 9 Uhr, bet Röllig, Neue Friedrichstr. 44, unweit der Spandauer Brücke. 9 Uhr. Nachher: Durch eine Fenersbrunft wurde am 18. Januar in Liver Gäste willkommen. Tanz. Deutscher Senefelder- Sund, Mitgliedschaft Berlin. Dienstag, den Abends 9 Uhr, bei Säger, Grüner Weg 29. Gäste willkommen. Bergnügungs- und Theaterverein Romeo", pool ein siebenstöckiges Magazin, in welchem 3800 Ballen Baum 19. Januar cr., Abends 8 Uhr, Bersammlung im Restaurant Möllig, Neue Verein Nordlicht", Abends 8-11 11hr, bet$. Sperling, Görligerstr. 37. Bergnügungs wolle aufgespeichert waren, zerstört. Friedrichstr. 44. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Brüder", Abends 9 Uhr bei Berndt, Perlebergerstr. 17. Gäite willtommen. Bergnügungs- Verein, Fidele - Geselliger Verein Brüderschaft" NW., Abends 9% Uhr, Restaur. Deutscher Reichsadler, Beuffelstr. 9.- Verein ehmal. 37 er, Abends 9 Uhr, im Königstadt- Kafino, Holzmarttftr.72.- Dilettantenverein ,, Nord", lebungsst. Dienstag Abend 8%-10% Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. weg!", Dienstag und Freitag lebungsstunde Weinbergsweg 11 b b. Wenzel. Tambourverein ,, Frei ( Depeschen des Bureau Herold.) Rauchflub, Rosenblätter", Abends 8 Uhr, bei Leopoldt, Yort- u. MannGelsenkirchen, 18. Januar. fteinstr.- Gcte. Gäste willkommen. Die Unterstüßungskasse det brüder", Abends 8% Uhr, Kleine Martusstraße 10. Gäfte, durch Mit Jahre 3370 Mart Einnahme, 2350 Mart Ausgabe hat 500 Mart Rauchflub humoristische Pfeifen- Bergleute in Rheinland und Westfalen mit im vergangenen glieder eingeführt, willkommen. Rauchflub Borsig", jeden Dienstag Abends 9 Uhr Borsigstr. 10a, bei Noack. Gäste herzlich willkommen. an die in Nassau streikenden Erzarbeiter abgesandt. Reichenberger Rauchtiu b. Jeden Dienstag, Abends 9 Uhr, Reichenbergerftr. 128 im Reſtaurant 8um Pfeifen- Lange". Gäfte, durch Mitglieder steyrischen Kohlenwerke in Voitsberg hat ihr Enbe erreicht. Den Wien, 18. Januar. Die Lohnbewegung in dem obers eingeführt, willkommen. Rauchflub Portorico". Abend Jeden Dienstag 9 Uhr Manteuffel: Straße Nr. 119 willfommen. bei Grewling. Gäste entlassenen, behördlich nicht bestraften, Arbeitern wurde die Neue Mitglieder werden aufgenommen. Rauchtlub Wiederanstellung zugesichert. ,, Dämmerwolfe" Dienstag Abend 9 Uhr Böckhstraße 51. Gäfte sind willkommen. Warschau, 18. Januar. Die bedeutende Wollspinnerei Rauch klub bei Water Subs, Swinemünderstraße 82. Ginigtett" Abends um 9hr M. Kuntze in der Fabrikstadt 3gierz hat wegen finanzieller jeden Dienstag Abends 8 Uhr, Wrangelstraße 32, bei Hoffmann. Amba le ma" Abends 8½ Uhr, Reichenbergerstraße 73 A bei Fausimann. dadurch brotlos. Rauchttub Schwierigkeiten den Betrieb einstellen müssen. 300 Arbeiter sind Gäste willkommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Geselliger 2. Bei der immer mehr um sich greifenden Ausbeutung des Unternehmerthumns in unserem Gewerbe ein Baroli bieten zu tönnen, beschließt die heutige Versammlung: die Vertrauensmänner beider. Richtungen haben von jetzt ab gemeinsam öffent liche Maurerversammlungen einzuberufen, in welchen über die Lohnbewegung des Jahres zu berathen ist und die ein einheitliches Borgehen zum Zwecke einer Lohnbewegung ermöglichen sollen." Maler und verwandte Berufsgenossen, Filiale Risdorf. General Versammlung Dienstag, den 19. Januar, Abends 7% Uhr, in Kummer's Salon, Berlinerstr. 136. Gauverein Berliner Bildhauer. Dienstag, den 19. Januar er., Abends 9 Uhr, Bersammlung bei Reßner, Annenstr. 16. Bortrag des Herrn Manfred Wittich aus Leipzig über: Goethe's Faust". Wahl der Delegirten zum Gewerkschafts- Kongreß. Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekaffe.( G. 5. 71.) Dienstag, den 19. Januar 1892, Abends 8% Uhr, im Restaurant Storbert ( früher Man), Beuthstraße Nr. 21: Vorstands Sigung. Aufnahme neuer Mitglieber. Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplähen beschäftigten Arbeiter Deutschlands. Ortsverwaltung Berlin 2( Morden). Berfammlung am Dienstag, den 19. Januar cr., Abends präzise 8% Uhr, im Lokale des Herrn Rehliz, Bergfir. 12. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom legten Quartal. 2. Der Gewerkschafts- Kongreß. 3. Berschiedenes und Frage taften. Um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird gebeten. Touristen- lnb Wanderluft". Jeden Dienstag, Abends von 9 Uhr ab: Sigung beim Restaurateur Bierrat, Schönhauser- Allee- u. FransectistraßenEce. Gäfte haben Zutritt. Weißenfes. Der Gefangverein„ Sängerkreis" tagt jeden Dienstag, Abends von 9-11 Uhr bei Brennert, Königs- Chanffee- und Weißenburger Straßen- Ecke. Gäste willkommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Berliner Naturheil- Verein 2. Dienstag, den 19. Januar, Abends 1 " " Privat Rauchflub Der GIF" Altona ist gänzlich niedergebrannt. Die große Hedrich'sche Dampfmühle in Neumühlen bei A Depeschen. Berein limbim" Abends 9 Uhr bei George, Großgörschenstr. 16. Herren als Paris, 18. Januar. Die Glasarbeiter in Privas beabsich Gäste willkommen. Vergnügungsverein Glück auf" Abends 8% Uhr im Re- tigen am 20. d. M. die Arbeit einzustellen. HOHENZOLLERN- GALERIE an der Moltke- Brücke, neben dem Lehrter Bahnhof. Historische Gemälde der Brandenburg- Preussischen Geschichte von 1640-1890. Eröffnung in den nächsten Tagen. 1909L Neu! Neu! Eine Seele frei von Tadel für Bither 60 Pf. Größte Auswahl in allen Musik- InArumenten, wie Zither, Biolinen, Guitarren, alle Blasinstrumente, Harmonikas. Musifwerke zum Drehen und selbstspielend vom fleinsten bis zum größten. August Kessler, 51. Laufigerstr. 51. 1859L Preislisten gratis und franko Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Heft II der Reden und Schriften Ferd. Lassalle's tommt am Mittwoch, d. 20. Januar zur Ausgabe. Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen, Zeitungsspediteure und Rolporteure entgegen. Die Direktion. Jede Uhr 2 unter Garantie zu repariren ( außer Bruch) Vertreter gesucht. 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