Nr. 256. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 r., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illuftrierter SonntagsBeilage ,, Die Neue Welt" 10 Bfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- SeitungsPreisliste für 1900 unter Dr. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel seile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. " Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprechter: Hmt I, Mr. 1508. Telegramm- Adresse: ..Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Berliner Magistrat und Wohnungsfrage. Die Maßregeln, mit denen der Magistrat den auf dem Gebiet des Wohnungswesens herrschenden Mißständen auf den Leib rücken will, zeugen von liebe- und verständnisvollem Studium der Eigen schaften des ersten Preußenkönigs, zu dessen Andenken und Ehrung mittellosen und obdachlos gewordenen Berliner Familien billige und gesunde Wohnungen verschafft werden sollen"- von dem Friedrich II. genannt der Große- gesagt hat:„ Er war groß in Kleinigkeiten und klein in großen Dingen". Die Beschlüsse des Magistrats in der Wohnungsfrage atmen den Geist Friedrichs I. von Preußen und sie entsprechen auch der Zeit, zu deren weihevoller Feier sie erdacht sind, indem sie eine Maßregel, welche dem socialen Bedürfnis des Jahres 1701 bielleicht entsprochen haben könnte eine milde Stiftung. noch zweihundert Jahre später für geeignet und ausreichend halten, zur Erfüllung der kommunalen Verpflichtung gegenüber den elenden Wohnungsverhältnissen, in denen sich die Mehrzahl der Bürgerschaft befindet. ,, Groß in Kleinigkeiten." Freitag, den 2. November 1900. Nachdem der mit byzantinischen Ornamenten geschmüdte Wohlthätigkeitsdrang des Magistrats- warum sollten sich die Herren mit der doppelten goldenen Kette auch die günstige Gelegenheit entgehen lassen, ihren Patriotismus in bengalischem Rotfeuer aufleuchten zu lassen befriedigt war, wurden weiter Beschlüsse gefaßt, welche die magistratliche Fürsorge für gesunde und billige Wohnungen" in ihrem wahren Lichte zeigen. Folgende Principien wurden für das weitere Verhalten des Magistrats in der Wohnungsfrage aufgestellt: 1. Der Magistrat wird dafür sorgen, daß in den an dem Weichbilde der Stadt Berlin belegenen Stadtteilen, namentlich im Norden, der Häuserbau derart gefördert werde, daß dort ehestens kleine Wohnungen vermietbar würden. 2. Der Magistrat wird fich mit den Bauunternehmern ins Einvernehmen segen und bei der Neuanlegung von Straßen auf noch unbebautem Terrain und mit den Unternehmern wegen Errichtung von kleineren Wohnungen in Unterhandlung treten. 3. Der Magistrat wird bei weiteren Verkäufen städtischer Terrains die Verkaufskontrakte nur in dem Sinne abschließen, daß der Käufer verpflichtet sei, das Grundstück so zu bebauen, daß die genügende Anzahl von kleinen Wohnungen entſtehe. Eine ganze Million Mark will es sich der Magistrat tosten lassen ,, Klein in großen Dingen." Der tief in alle Lebens- und Wirtund außerdem auch noch mit dem Klingelbeutel herumgehen, um fchaftsbedingungen der Voltsmaffen eingreifenden Wohnungsfrage billige und gesunde Wohnungen zu beschaffen. In den Zeitungen gegenüber weiß der Magistrat von Berlin neben der Anrufung der und an den Anschlagfäulen werden zündende Aufrufe, gezeichnet öffentlichen Wohlthätigkeit kein andres Mittel anzuwenden, als die Kirschner, Oberbürgermeister, zu lesen sein um Geld zur Beschaffung Förderung der Spekulation in Grund und Boden und die gemeindvon Wohnungen für„ mittellose, obdachlos gewordene Berliner liche Unterstügung der Bauunternehmer. Familien". Damit dem Privatkapital die Ausbeutung des Grund und Im bevorstehenden Winter wird in Berlin von der Bourgeoisie Bodens nur ja nicht geschmälert wird, verzichtet der Magistrat darauf Theater gespielt, getanzt und gesungen werden. Bazare werden was er dem Kuratorium seiner Stiftung zutraut selbst Häuser arrangiert, Gisfeste veranstaltet werden, um die„ König Friedrich- zu errichten. Der Magistrat verzichtet darauf, städtischen Grund und Stiftung" mit Geld zu speisen, damit die mittellosen, obdachlos Boden für diesen Zweck zu verwenden. gewordenen Berliner Familien gesunde und billige Wohnungen mieten tönnen". Wahrlich, wenn es nicht so tief traurig wäre man müßte lachen über die Naivetät der reichshauptstädtischen Kommunalleitung, die da glaubt, einen der größten socialen Schäden durch einen Appell an die Wohlthätigkeit des verehrten Publikums heilen zu können. Die in einer vierstündigen, außerordentlichen und geheimen Sigung des Berliner Magistrats" gefaßten Beschlüsse, die magistrats offiziös veröffentlicht sind, könnten eher das Resultat einer Schöppenstedter Ratssitzung sein denn als ein Schildbürgerstückchen mutet uns der neueste Abderitenstreich aus dem Roten Hause an. - Die focial- kommunale Erkenntnis des Magistrats gipfelt in dem Entschluß, durch eine milde Stiftung, zu der die Stadt eine Million Mark opfert, vernünftige und gesunde Wohnungsverhältnisse in Berlin zu schaffen. Das Uebrige hat die Privatwohlthätigkeit zu besorgen, und wenn dann der Magistrat noch einen Teil seiner kostbaren Zeit für die Verwaltung der Stiftung hergiebt das heißt, wenn er durch Vermittelung der Bezirksvorsteher oder Armenkommissionen die Würdig feit und Bedürftigkeit der Wohnungspetenten prüfen läßt, dann hat die städtische Verwaltung dieſem großen socialen Problem gegenüber ihre Aufgabe erfüllt und die Wohnungsfrage ist für Berlin gelöst. Es scheint, als ob niemand von den Herren, die am Magistratstisch Siz und Stimme haben, etwas von der Thätigkeit andrer Gemeinden auf diesem Gebiet feimt. Eine ganze Anzahl größerer Städte in Deutschland sind seit Jahren beschäftigt, gesunde und billige Wohnungen auf städtischem Grund und Boden herzustellen und verwenden hierzu in aus giebigfter Weise städtische Mittel. Düsseldorf z. B. ist im Begriff, eine Anleihe von 20 Millionen Mark zur Errichtung von Wohn häusern aufzunehmen. Die Beschlüsse des Magistrats, sein Verhalten in der Wohnungsfrage zeugen nicht von Fürsorge für Volkswohlfahrt, Volksgesundheit und lassen das Bestreben, für die Besitzlosen und wirtschaftlich Schwachen bessere Lebensbedingungen zu schaffen, vermissen. Die Beschlüsse in der Wohnungsfrage find getragen von dem Geiste der bürgerlichen Klassenherrschaft, sie sind diktiert von dem Bestreben, die privatkapitalistische Ausbeutung des Wohnungsbedürfnisses zu fördern, und sie zeigen, daß die kommunale Wirtschaftsweise Berlins dem ödesten Manchestertum verfallen iſt. Jede vernünftige Kommunalpolitik muß danach streben, den städtischen Grundbesitz zu vermehren der Berliner Magistrat will städtische Terrains verkaufen damit Privatunternehmer„ kleine Wohnungen" herstellen können. Verständnislosigkeit für die Aufgaben einer weitsichtigen, die Interessen der Gesamtheit fördernden Kommunalpolitik paart sich im Berliner Rathaus mit der Unlust, der privatkapitalistischen Ausbeutung des Grund und Bodens und dem Wohnungswucher mit all seinen scheußlichen Begleiterscheinungen ernsthaft entgegenzutreten. Die Principien, nach denen der Magistrat in der Wohnungsfrage handeln will, können nicht das Bedürfnis nach billigen und gefunden Wohnungen befriedigen sondern müssen der ansbeaterischen Thätigkeit des Privatkapitals auf dem Gebiete des Wohnungswesens neue Quellen erschließen. Wie lange noch wird man über die erste städtische Körperschaft des Deutschen Reichs das harte aber gerechte Urteil fällen müssen. Groß in Kleinigkeiten Klein in großen Dingen! Neue Vertraulichkeiten. Der unflätige Jubel, den die Erklärungen des Herrn Bued bei Eine große Anzahl bürgerlicher Nationalökonomen bezeichnen der publizistischen Leibwache des Grafen Posadowsky veranlaßt als einziges brauchbares Mittel zur Lösung der Wohnungsfrage die haben, ist ebenso unvorsichtig wie verfrüht. Er läßt sich psychologisch Herstellung von Wohnungen auf städtischem Grund und Boden für nur begreifen, wenn man sich vorstellt, daß sich die Herren eindie befizlosen und minder bemittelten Klassen der Bevölkerung und bilden, die Leipziger Volkszeitung" habe ihren rühmlichen und be= Abgabe der Wohnräume gegen ein Entgelt, welches nur die Ver- deutsamen Feldzug gegen das Reichsamt der Scharfmacher mit unzinsung des aufgewendeten Gemeindekapitals sichert. zulänglichen Mitteln und ungenügenden Beweisen unternommen. Wären diese guten Leute ein wenig gescheiter und weniger ver logen, so würden sie sich gestanden haben, daß die Bueckschen Kundgebungen lediglich für uns, aber nicht für die Interessenten des Grafen Posadowsty wertvoll seien, weil ja ihre ganze Bedeutung darin besteht, daß sie die Echtheit des famosen Briefs zugeben. Bon alledem scheint, der Berliner Magistrat nichts zu wissen oder vielmehr er will nichts davon wissen, weil für ihn die Vermehrung des heiligen Privateigentums das oberste Gesetz ist. Die Wohnungsmisere fann mit Aussicht auf Erfolg nur befämpft werden, wenn der Grund und Boden, losgelöst von den Interessen des Privatkapitals, durch Umwandlung in Gemeindebesitz der Allgemeinheit dienstbar gemacht wird. Die Leipziger Volkszeitung" aber fest, während die in panischer Flucht Begriffenen mit ihren Siegen renommieren, ihren verheerenden Der Grund und Boden im Besitz des Privatkapitals dient ver- Vormarsch gegen die Korruption der Regierung der Socialreform möge der mit allen Mitteln betriebenen Steigerung der Grund- gelassen fort und ist offenbar gewillt, der journalistischen Bande der und Bodenrente die Auswucherung der Wohnungskonsumenten. Scharfmacher und Brotwucherer noch reichliche Gelegenheit zu Was hohe Getreidezölle für den Landagrarier, der Brotkorn heuchlerischer Entrüstung über Fälschungen, Diebstähle und Hehlerverkaufen kann, sind, das sind hohe Mietspreise für den städtischen dienste zu gewähren. Hausagrarier, der Wohnungen vermietet. Beides find Mittel zur In seiner heutigen Nummer stellt unser Leipziger Parteiblatt Auswucherung der Verbraucher. In beiden Fällen ist der gwed der fest, daß das von ihm angestellte Rigorosum den zunächst gewünschten Auswucherung eine möglichst hohe Grund- und Bodenrente. und gewollten Erfolg gehabt habe: das allseitige Eingeständnis Statt mun die Beschaffung ausreichender, gesunder und billiger eines widerrechtlichen Finanzverhältnisses einer Reichsbehörde zu Wohnungen durch die Stadt in die Wege zu leiten, will der Berliner einer organisierten Gruppe von rücksichtslosen Interessenjägern. Magistrat sich mit dem Geschenk von einer Million Mark von der Weiterhin bemerkt die Leipziger Volkszeitung", daß sich Herr Bueck socialen Verpflichtung der Gemeinde Lostaufen, aber im übrigen über die Verwendung der 12 000 m. nicht geäußert, und mit feiner die Befriedigung des Wohnungsbedürfnisses der Arbeiter und der Silbe darauf hingedeutet habe, daß er sich die Auslegung der minderbemittelten Bevölkerung nicht nur nach wie vor der Spekulation Berliner Korrespondenz" aneigne. und Preistreiberei des Privattapitals überlassen, sondern den Stapitalismus fogar noch nach Kräften bei dieser Beschäftigung zu unterstügen. Denn was der Magistrat noch neben der Befundung seines Stiftungseifers zu thun beschlossen hat, das sichert der privaten Terrain- und Bauspekulation magistratliche Hilfe und Beistand zu Was die sekundäre Datumsfrage anbelangt, so schreibt die Leipziger Volkszeitung": " Herr Bued hat den Inhalt seines Briefs für richtig befunden, er, der zwar nach seiner eignen Angabe keine Abschrift befigt, aber sehr genau die potenten Adressaten, an die er gerichtet ist, tennt. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. " Offenbar hat er, überlaufen von allen Seiten und im Gedränge, getreu in der Richtung der Berliner Kor respondenz" den Zeitpunkt der„ Angelegenheit", die sich zugetragen hat", in das Jahr 1899 verlegt. Und er war ja im Gegensatz zu der bescheidenen Schweigsamkeit der Berliner Korrespondenz" offenherzig genug, den Kalendermonat, in dem sich die etwas eigentümliche" Geschichte abgespielt haben soll, genau anzugeben. Mit der Erklärung, welche die Angelegenheit, die der von uns veröffentlichte Brief behandelt, auf das Jahr 1899 beschränkt, glauben die Offiziösen die Vergangenheit ausgeschaltet zu haben." Und nun werden zur Beleuchtung des chronischen Banamismus ein paar neue, zerschmetternde Enthüllungen aus der Geheimgeschichte des Centralverbands gebracht: " In einem allerdings bis jezt nicht veröffent lichten streng vertraulichen Attenstück des dem Herrn Generelsekretär Bueck beigeordneten Direktoriums des Centralverbands, das zu einem bestimmten Zweck an eine bestimmte hohe preußische Stelle geleitet worden ist, wird neben andren, vielleicht noch bei andrer Gelegenheit zu er= örternden Auslassungen, schon in den ersten Monaten des Jahrs 1895 dies betont: Die höchsten Reichs- und Staatsbehörden benutzen den Centralverband deutscher Industrieller, um Austünfte über wirtschaftliche und industrielle Verhältniffe zu erlangen, wie andrerseits nur Mitteilungen meistens vertraulicher Art durch ihn an die betr. Interessentenkreise gelangen zu laffen. Und die betreffende hohe Stelle wird weiter darauf hingewiesen, daß bereits im Jahre 1894 zahlreiche Eingänge von der Reichskanzlei, vom Auswärtigen Amt, vom Reichsamt des Innern und vom königlich preußischen Ministerium für Handel und Ge werbe bei dem Centralverband zu verzeichnen gewesen sind". Dies der schlüffige Beweis dafür, daß ein durchaus unzulässiges Verhältnis vertraulicher Art thatsächlich seit Jahren besteht." Die Leipziger Volkszeitung" fährt dann fort: " Dieses zärtliche Verhältnis war aber, wie allgemein bekannt ist, im Jahre 1895 noch nicht zu dem Höhepunkte der Innigkeit gediehen, wie heute. Die Trübung durch den von dem Direktorium und dem Geschäftsführer des Centralverbands geförderten Abgang des Herrn v. Berlepsch war nur eine ganz vorübergehende Erscheinung. Die übrigen Kräfte der Regierung wußten mit den besonders interessierten Großindustriellen zweifellos die antike Charaktergröße zu schäßen, mit der Herr Bueck die ,, verhängnisvollen socialpolitischen Auffassungen" seines Jagdfreundes Berlepsch laut mitbeklagte. Des selben Ministers, der den Herrn Generalsekretär zu einer hohen Auszeichnung empfohlen hat. Diese Vergangenheit, über die noch viel mehr zu sagen ist, bietet schon an und für sich ein gewichtiges Judizium für die Thatsache, daß die Supplik der Organe des Grafen v. Posadowsky um 12 000 M. für publizistische Zwecke von dem Leiter des Centralverbands schwerlich als etwas eigentümlich" empfunden werden konnte; also auch hier ein Rätsel, für das die zweite Erklärung Buecks feine Lösung hat. Von der grandiosen Opferwilligkeit der Magnaten des Verbands für Preßzwecke zeugt ein weiteres, ausdrücklich als„ vertraulich" gekennzeichnetes Schreiben des Direktoriums an die direkten und indirekten Mitglieder des Centralverbands deutscher Industrieller" vom April 1899. Das Schriftstück beginnt: Die deutsche Industrie erkennt dankbar an, daß die vers bündeten Regierungen, in ihrer Gesamtheit wie einzeln, ersichtlich bestrebt sind, die gewerbliche Thätigkeit in unfrem Vaterlande zu fördern und somit auch die Industrie einer immer weiteren Entwicklung entgegen zu führen. Zu dieser durchaus freundlichen Haltung steht im Gegensatz die wenig wohlwollende, wenn nicht geradezu feindliche Stellung, die weite und sehr maßgebende Kreise in unsrem öffentlichen Leben der Industrie gegenüber eingenommen haben. Dieſe beklagenswerte Thatsache macht sich nicht nur oft genug in unfren gefeßgebenden Körperschaften und damit auch in der Gesetzgebung selbst, sondern auch in der Presse bemerkbar. Im Gegensatz zu den betreffenden Verhältnissen in andren großen, mit uns im Wettbewerb stehenden Industriestaaten zeigen mit wenigen Ausnahmen gerade diejenigen großen politischen deutschen Tagesblätter, die am meisten verbreitet sind und daher am tiefsten in das Volk dringen, einen geradezu industriefeindlichen Charakter. Es ist schon angedeutet worden, daß einige, zum Teil sehr hervorragende Tageszeitungen eine der Industrie durchaus freundliche Haltung einnehmen, die Erfahrung hat aber genugsam gelehrt, daß sie in Verfolgung ihrer eignen Anschauungen ihre eigne Politik voranstellen und daher im gegebenen Augenblid nicht selten versagen... In Erkenntnis dieser Verhältnisse hat eine aus drei in der Industrie stehenden Herren gebildete Gruppe die„ Berliner Neuesten Nachrichten" augekauft.... Die Käufer des Blatts haben, lediglich im Gesamtintereffe der deutschen Industrie, in dem Kaufpreise ein verhältnismäßig großes Kapital aufgewendet; sie sind von der Notwendigkeit überzeugt und bereit, für eine Nethe von Jahren noch erhebliche weitere Opfer bringen zu müffen.... " Daß eine Partet wie das Centrum, dessen vornehmste! Rüdgang des Kohlenverbrauchs in der Industrie an Kohle erfpart Repräsentanten offiziell dem arbeiterhassenden Scharfmacher- worden, in vollem Maße Aufnahme fand durch die gesteigerte NachMit Recht weist die Leipziger Volkszeitung" auf den unerflär- bund angehören, sich bemühen muß, den Mißgriff" des frage nach Kohle für den Hausbedarf. Es könne also von Ueberlichen Widerspruch hin, daß die Großindustriellen, die im April 1899 Posadowsky so harmlos wie möglich zu finden, liegt auf der produktion und Rückgang der Preise keine Rede sein. Für Magerkohle find sogar die Richtpreise um 25 Pf. pro Tonne und für einzelne Hunderttausende für agitatorisch-publizistische Zwede opferten, im flachen Hand. Sorten sogar um 50 Pf. bis 1,25 m. erhöht worden, was eine August desselben Jahrs es eigentümlich" gefunden haben sollen, Es sei noch bemerkt, daß auch in der Krone des Scharf- entsprechende Erhöhung der Verkaufspreise herbeiführt. wenn das Reichsamt des Innern fich erbot, für lumpige 12 000 m. macherbunds, im Verein für die bergbaulichen Interessen im Das Organ der Kohlenbarone rechnet erst vom 1. April ab auf die Geschäfte der Herren zu besorgen. Ober Bergamtsbezirt Dortmund", vornehme eine Ueberproduktion, weil dann der Hausbedarf an Kohle nachlasse Das Direktorium der Scharfmacher, das auch das vertrauliche Mitglieder des Centrums eine hervorragend scharfmachende und die Abnahme des Kohlenverbrauchs in der Industrie durch die Rundschreiben unterzeichnete, besteht aus den Herren: v. aßler, Rolle spielen! So ist der Herr Bergwerts Direktor Till- zunehmende Krise weitere Fortschritte mache. Aber auch dann Königl. bayrischer Kommerzienrat, Reichsrat der Krone mann- Dortmund traurig bekannt aus den Streifjahren fei an eine Verbilligung der Kohle nicht zu denken, weil alsdann die Werte eine Einschränkung der Bayern, Jende, Geb. Finanzrat a. D., Russell, General 1889/03 und fleißiger Teilnehmer an den Katholikentagen. Broduktion eintreten lassen würden, um die Preise fonful, St. Vopelius, Mitglied des Hauses der Abgeordneten, Ferner ist in der Liste der Ruhrgruben Repräsentanten auch hoch halten zu tönnen. Koenig, Geh. Regierungsrat, lauter Kronzeugen für das ein Herr Trimborn Köln angegeben. Der Name dürfte Der Segen des Kohlensyndikats liegt also auf der Hand. Wie nunmehr aftenmäßig festgestellte Hörigkeitsverhältnis zwischen der in Deutschland nicht unbekannt sein. Regierung und einer kleinen, aber mächtigen Partei der Scharfmacher." Die Industrie" und die mit ihr verfippte„ Landwirtschaft" spielen heute die Rolle d Camarilla. Die katholische, Germania", die das Centrum durch ihren Fanatismus über den unrettbar kompromittierten Staatssekretär des Centralverbands der Industriellen und des Bundes der Landwirte heillos bloßstellt, hatte gestern ganz im Konig- Stil der Ritualmordgläubigkeit gezetert: Wa mailidsq " Daß die ganze Affaire nur auf eine Intrigue gegen den Grafen Posadowsky zurückzuführen ist und deffen Sturz zum Ziele hat, tritt mit jedem Tage deutlicher hervor. Diese Maffia hat leider auch keinen Mangel an Banditen und Geld. Was wiegen da lumpige 12 000.?" Die Germania" verwechselt in ihrer Behn- Mark- Boll- LeidenSchaft die Begriffe. Die Affaire ist teine Aktion der Maffia, sondern im Gegenteil ein Entscheidungskampf der Betrogenen und Ausgeplünderten gegen jene großkapitalistische, industriellagrarische Maffia, die im Geheimen ihre Neze spinnt und die sich - ganz wie in Italien der Patronisierung durch einflußreiche Personen in der Regierung erfreut. Diese durch hohe Protektion geduldete, geschützte und geförderte Maffia und ihr dunkles Treiben in das Licht der öffentlichen Kritik zu stellen, das ist die unendlich wichtige Mission der Socialdemo tratie, welche auch in diesem Fall berufen ist, Hüterin der Ordnung zu fein gegenüber der umstürzlerischen Agitation der gegen die Boltsinteressen verschworenen Panamisten des mobilen und immobilen Großkapitals. Politische Neberlicht. 19 sada juo Berlin, den 1. November. Centrum und Scharfmacher. Uns wird geschrieben: 道 In den Kreisen der Centrumsanhänger, soweit sie auf Reinlichkeit und Förderung des Rechts Anspruch machen, hat die Haltung der führenden Centrums presse zu dem Fall Posadowsky- Bueck peinliches Aufsehen gemacht. Die fatholischen Arbeiter, deren Verbände so gut durch die Zuchthausvorlage bedroht waren wie die freien Gewerkschaften, er warteten eine entschiedene Verurteilung der gewaltigen Mißwirtschaft in unsrer Regierung seitens der ultramontanen Blätter. Aber diese fanden nur den„ Mißgriff bedenklich"; sie schnüffelten mit den Vollblutagrariern nach freihändlerischen Intriganten", die den guten Grafen Posadowsky stürzen möchten. Um die arbeitervernichtende Handlungsweise des edlen Staatssekretärs drücken sich die frontmen Blätter herum; es soll und muß bertuscht werden, wie unsre Regierung mit dem Gelde der Scharfmacher arbeiterfeindliche Gesezentwürfe vorbereitet. Liest man die Centrumspresse, dann muß man der Ueberzeugung werden, daß in Deutschland heute nichts Wichtigeres zu thun ist, als den Brotwucher zu fördern, dessen Gönner der Zwölftausendmark- Graf ist. So handelt eine Partei, die fich lärmend arbeiterfreundlich nennt, die zahlreiche„, christliche Gewerkvereine" gründet, um angeblich mit ihnen das Los der Arbeiter zu bessern. Nun, dieser Skandal ist gar nicht so unbegreiflich, wie er, oberflächlich betrachtet, aussieht. Es wird ungemein zur Klärung der Situation beitragen, wenn wir nachstehend die intimen Beziehungen des Centrums 8 um Bunde der Scharfmacher etwas aufdecken. Vor uns liegt der Geschäftsbericht des Oberschlesi schen Berg und Hüttenmännischen Vereins. Shm gehören sämtliche Gruben- und Hüttenbefizer Oberfchlesiens als Mitglieder an. Für 1899 verrechnet er eine Einnahme von 55 728,05 M., eine Ausgabe von 55 258,45 m. In der Ausgabe figuriert ein laufender Beitrag zum Centralverband deutscher Industrieller( das ist der ScharfmacherVerband mit Herrn Bued als Sekretär) in der Höhe von 300 Mart! Dann wird in der Ausgabe angeführt eine ,, unvorhergesehene Ausgabe von 18 617,63 Mart mit der bloßen Bemerkung: Meist durchlaufende Posten". Das finanzielle Bündnis des oberschlesischen Kapitalistenbunds mit dem Verein, den Herr Bueck vertritt, steht also außer allem Zweifel. Was sind das aber für unvorhergesehene Ausgaben" gewesen?! Sie machen über 33 Proz. der Gesamtausgabe aus! Eine Geschäftsführung, die im laufenden Jahre von so immensen unvorherimmer die allgemeine Lage sich ändert, das Publikum behält So ziehen sich zahlreiche sichtbare Fäden von der die teneren Kohlen. Man schränkt die Produktion ein, d. h. m'a it einzig wahren Volkspartei" Centrum zu den Bureaus der entläßt so und so viel tausend Arbeiter und Scharfmacher hin. Wer wird sich aber ins eigne Fleisch reduziert nunmehr auch in Folge des steigenden schneiden? Es ist schon besser, den edlen Posadowsky als das Angebots von Händen" die Löhne. Soll diesem Unfug gegen die Arbeiter und dieser Plünderung Opfer einer unchristlichen freihändlerischen Intrigue hinzustellen. des Publikums gesteuert werden, so giebt es nur ein Wittel: der Wie lange wird die katholische Arbeiterschaft die sittliche Ver- des Bublifums gesteuert werden, so giebt es nur ein Mittel: der Uebergang der gesamten privaten Kohlenwerke in die Hände kommenheit ihrer Presse ertragen? des Reichs und Bewirtschaftung der Sohlenwerte 0001 sdu im Interesse der Allgemeinheit. Deutsches Reich. Die Affaire. 9 Wofür kein Geld da ist. Viele Teilnehmer des Kriegs 1870/71 find infolge des Kriegs Ueber die 12 000 Mark Bettelet des Reichsamts des Innern vorzeitig ftech und erwerbsunfähig geworden, können aber nach schreibt selbst die sehr zahme Sociale Praxis": Ansicht der Militärbehörden den Busammenhang ihrer Hin " Die hier amtlich bestätigten Vorgänge haben begreiflichermit fälligkeit den Kriegsstrapazen nicht Nach erweisen. weise das größte Aufsehen erregt. Sie sind in der That geeignet, dem Gefeß hatten sie deshalb, auch wenn sie völlig auf die Beziehungen zwischen hohen Beamten desjenigen Reichs- ertverbsunfähig geworden waren, nichts erhalten. Bergeblich amts, dem die Socialpolitik, der Arbeiterschutz und die Arbeiterfürsorge obliegen, und demjenigen Unternehmerverband, der als petitionierten Tausende dieser völlig erwerbsunfähig Gewordenen um Meichshilfe. Der Reichstag anerkannte wiederholt die Unbilligkeit, Hort aller Zwangsmaßregeln gegen die Arbeiterbewegung gilt, diese Leute mit dem Motto: Laßt sie Leterkasten spielen, wenn sie leiber ein grelles, fehr ungünstiges Sicht au sich abwerfen. aller Arbeiterfreife gegen Regierungsbeamte, die solchergestalt im Jahre 1895 der Tantam für das 25jährige Kriegsjubiläum gesich in die Hände der Unternehmer begeben. Im schlagen wurde. Die Regierungen beantragten, den völlig erwerb3übrigen können wir uns jeden Stommentar dieser traurigen unfähig gewordenen, bedürftigen Kriegsinvaliden eine Beihilfe Angelegenheit ersparen, da sie selbst eine nur zu beredte von jährlich sage und schreibe ganzen 120 M. zu bewilligen. Die Socialdemokraten beantragten, den sogenannten„ Ehrenfold" von und verständliche Sprache führt. Aber auch abgesehen hiervon 120 auf 360 m. jährlich zu erhöhen, da doch für einen völlig er find auf publizistischem Gebiet die Beziehungen von notorischen werbsunfähigen Menschen 1 M. pro Tag das mindeste set, was er Organen des Centralverbands zu manchen Regierungsstellen so Half nichts. Graf intim, daß die Grenzen zwischen Offiziösentum und Unternehmer zur Friftung seines Lebens haben müsse. b. Pojadows ty meinte, auch für die vollkommen arbeitsintereffen häufig gar nicht mehr erkembar find. Es ift hohe unfähigen Kriegsteilnehmer wird sich eine Möglichkeit bieten, auf dem Zeit, daß hier mit kräftiger Hand eine reinliche Scheidung Lande mit 120 Mart ein doch wenigstens im eigensten Interesse der Regierung vorgenommen wird." bon ivenn auch sehr bescheidenes, sehr dürftiges, doch Der liberale und offiziöse Beziehungen unterhaltende Samb. der öffentlichen Wohlthätigkeit unabhängiges Leben zu führen". Korrespondent" wehrt mit großer Entschiedenheit die läppischen Die Konservativen jubelten diesen Ausführungen au Auch Versuche der Posadowsty- Bresse ab, mit den belanglosen Erklärungen die Ultramontanen und Freifinnigen wollten einen RechtsBuecks die Affaire selbst totzuschlagen: Bugleich aber giebt fie( die Erklärung Buede) das dritte anspruch der völlig erwerbsunfähigen Kriegsteilnehmer nicht an erkennent. Die socialdemokratischen Anträge wurden niedergestimmt. Beugnis dafür, daß das Reichsamt des Innern sich in der That aber immerhin glaubten nun die bedürftigen Kriegsteilnehmer, bie finanzielle Unterstützung der intereffierten wenigstens 120 wt. jährlich zu erhalten. Auch hierin hatten sie Unternehmergruppe bei dem arbeiterfeinblichen sich getäuscht. Gefezgebungsversuch nicht nur gefallen, sonbert er Ge mögen etwa noch 700 000 Mann am Leben sein, bie beten hat. Um diese Feststellung kommt man nicht herum. Die Poſt" allerdings steht in der Berwendung der 12 000 m. am Strieg 1870/71 teilgenommen haben. Mindestens 40-50 000 wirb man als solche ansehen müssen, bie völlig erwerbsunfähig geworden find. nur ein schönes Bestreben zur Voltsaufklärung. Gegen solche Das Gefeß vom 22. Mai 1895 fegte die Beihilfen aber nur auf insgesamt Auffaffung ist nicht weiter zu streiten. Eine unerlaubt 2 400 000 m. fest, berücksichtigte also mur 20 000 ber Bedürftigen. plumpe Berdrehung der Thatsachen aber ist es, wenn Die übrigen wurden von dem„ dankbaren Vaterland" wegen Mangel dieses Blatt jezt einfach von einem gefälschten Briefe an Mitteln abgewiesen. Der Reichstag und zwar nunmehr die spricht, durch dessen Benugung zum Swede des Sturzes des Grafen Mitglieder aller Parteien sprach wiederholt aus, daß es billig Bojadowsky fich die Börſianer und Freihändler zu Weitschuldigen der fei, alle bedürftigen Striegsteilnehmer zu berücksichtigen. Ende Socialdemokratie gemacht hätten. Der Inhalt des Briefs im ganzen Dezember 1898 war die Bedürftigkeit von 35 367 Kriegsteilnehmern Umfange ist heute von den Beteiligten als richtig anerkannt, und anerkannt, aber 13 673 wurden wegen Mangel an Mitteln von den die" Post" wagt von einem gefälschten Briefe zu reden. Auch die Hinsicht ist ein limmste Folge des Falls in focialpolitischer lehnend. Endlich ließen sich diese Bitten nicht mehr übergehen, als Antwort: " Kreuz- Zeitung" redet in großen Worten den Herrschaften" ins Berwaltungsbehörden auf die Zukunft vertröstet. Das Drängen des Gewiffen, die auf die falsche Meldung des socialdemokratischen Reichstags veranlaßte endlich die Regierungen, im Jahre 1899 Blatts hin die Heze gegen den Grafen Posadowsty veranlaßt einen Gefeßentwurf vorzulegen, der noch jährlich 1680 000. oder fich an ihr beteiligt" hätten. Es wird nicht mehr lange für die bedürftig gewordenen Kriegsteilnehmer auswarf. Dieser dauern, so werden Graf Pojadowsky und Dr. Woedtke dent Gefeßentwurf wurde unter dem 1. Juli 1899 Gefeß. Vergeblich war bei der Beratung dieses Gesezes die Befürchtung aus deutschen Volke in der angenehmen Rose der reinen gekränkten Unschuld gezeigt. Aber gerade dadurch, daß man diese gesprochen, daß diese Summe nicht reichen könne; die mit 12000 m. Beihilfe vom Centralverband deutscher Industrieller gespeisten kleine Geldsache so kavalierement behandelt, besorgt man die Geschäfte der Socialdemokratie am allergründlichsten." Regierungszweige blieben dabei, daß allein die Mittel des InvalidenGeradezu findisch ist die ,, Deutsche Tageszeitung" in ihrer fonds für die Kriegsteilnehmer offen stehen dürften, wenngleich anherzbrechenden Angst um den Zehn- Mart- Grafen geworden. Sie erkannt wurde, daß die Richtberücksichtigung bedürftiger Kriegsmeint, bie Hauptsache sei, denen auf die Spur zu kommen, die das teilnehmer als eine Unbilligkeit empfunden werde, die Abhilfe erheische. Material der Entlarvung geliefert haben: Die im Jahre 1899. ausgesprochene Befürchtung „ Die gesamte Thätigkeit der Presse und der von der Anist eingetroffen. Wenngleich einzelne Verwaltungsorgane fich gelegenheit berührten Streise müßte nun dahin gehen, dem Brief: die denkbar größte Mühe gaben, Kriegsteilnehmer als nach ihrer hehlen auf die Spur zu kommen. Es ist bezeichnend, daß manche Lebensführung der beabsichtigten Fürsorge als unwürdig anzusehen" Blätter, die sich vornehm dünten, ohne jede Scham und Scheu so z. erklären, es sei vollkommen gleichgültig, auf welche Weise dieser o wurde die Unwürdigkeit 3. B. aus dem Umftande herausinter. Brief gestohlen und widerrechtlich veröffentlicht worden sei. So pretiert, daß der hilfsbedürftige Kriegsteilnehmer mit einer älteren weit find wir schon gekommen, daß ein niedriges, ja ver Frau im„ Ronkubinat" lebe- reichten die Mittel nicht. Viele Berwaltungsbehörden, darunter das Berliner Polizeipräsidium, bescheiden es gewisse brecherisches Vorgehen beschönigt wird, wenn Swede verfolgt. Wir sind heute noch der Meinung, daß, wenn die Kriegsteilnehmer, die bedürftig sind, mit der lithographierten man die Sache richtig und energisch anfaßt, die Entdeckung Auf Ihre Eingabe wird Ihnen eröffnet, das wegen des Hehlers oder seiner Spur recht wohl möglich ist. Es handelt sich ja nicht um eine grobe Anzahl mechanisch Mangel an Mitteln Ihnen zur Zeit eine Beihilfe auf hergestellter, sondern um 3 oder 4 geschriebene Briefe. Grund des Reichsgesetzes vom 22. Mai 1895, Artikel 1 3, nicht Die Adressaten sind bekannt. Sie werden wissen, wie sie den gewährt werden kann, daß Ihrem Antrage jedoch näher getreten Brief aufbewahrt haben. Es ist anzunehmen, daß sie die selbst= werden wird, sobald verfügbare Mittel die Gewährung einer Beiverständliche Sorgfalt geübt haben. Es wäre doch recht hilfe gestatten." schwer verständlich, wenn die Spuren des Diebstahls sich nicht Man sieht, wie peinlich genau die Regierungen darauf achten, daß finden lassen sollten. Sollte das aber nicht der Fall sein, so nicht, über den Wortlaut des Gesetzes hinaus, 120 M. an einen bedürftigen würde der Vorwurf einer gewiffen Fahrlässigkeit Striegsteilnehmer gezahlt werden, wiewohl der Reichstag wiederholt den Adressaten nicht erspart werden können." gesehenen Ausgaben" überrascht wird, dürfte nicht oft zu Die moralische Entrüstung des Blatts nimmt sich besonders schön erklärt hat, daß es der Billigkeit entspricht, alle bedürftigen Kriegsteilnehmer zu unterstügen. Diese gründliche Accuratesse hat allerfinden sein. Das läßt ja das Fehlen auch des mindesten aus, wenn man bedenkt, daß der Staat, dem es dient, seine höchste dings die Regierung beispielsweise bei der Bereitstellung von Saltulationsvermögens bei dem Geschäftsführer vermuten. Aber Aufgabe darin sieht, mit Spigeln und Lockspigeln die Socialdemokratie 2000 m. monatlich für die Seereise eines WeltHerr Dr. Volk, so der Name des Herrn, ist ein vorzüglicher auszuspionieren. Erst neulich veröffentlichte die, Staatsbürger marschalls recht sehr vermissen laffen. Es ist ein dringendes Statistiker. Die Wortfargheit des Herrn an der betr. Stelle Beitung" unter Verlegung des Briefgeheimnisses einen an ein Gebot der Billigkeit und Gerechtigkeit, daß die Regierung endlich ist um so auffälliger, als er einige Zeilen höher so winzige andres Blatt gerichteten Brief, und es war die Bost", die einen dem Verlangen des Reichstags entsprechend für jeden bes Posten wie 10, 12, 20 und 40 Mart genau mit Bezugsquelle eignen Korridor- Horcher im Vorwärts" aushielt, deſſen Lausch- Resultate dürftigen Kriegsteilnehmer Mittel bereit stellt, und anführt. Und über 18 617 Mart wird summarisch, mit dunkler bann am nächsten Tag in dem Organ Stumms veröffentlicht wurden. zwar in einer Höhe, die wenigstens den bescheidensten Anforderungen Glaubt wirklich jemand, daß die" Deutsche Tageszeitung" es unter an das Leben entspricht. Kürze berichtet. Das läßt jedenfalls tief blicken. laffen würde, die Socialdemokratie kompromittierende Dokumente Sollten hinter diesen unvorhergesehenen Ausgaben" zu veröffentlichen, wenn solche in ihre Hände gerieten? Aber freietwa diverse- ,, Liebesgaben für agitatorische Zwede" steden? lich, es ist begreiflich, daß die Mitschuldigen die haffen, die sich um finnige" Fränkische Kurier" mitteilt, haben bei den Landtagswahlen Die freifinnige Schuhtruppe der Reaktion. Wie der freiHeutzutage muß man sich in Dentschland auf alles gefaßt die Entlarvung der Schuld verdient gemacht haben. machen; um so näher liegt der Verdacht bei den als rück- Wenn übrigens die Deutsche Tageszeitung" von einer Intrigue in Sachsen- Weimar zwar überall die socialdemokratischen Wähler fichtslos bekannten oberschlesischen Grubenmagnaten vor, daß gegen den Grafen Pojadowsty und zugleich von einem Diebstahl für die freisinnigen Wahlmänner gestimmt, aber nicht umgekehrt, so der Schnorrer Bued nicht vergebens bei ihnen antlopfte, rebet, so schlägt sie mit einer Klappe an zwei Fliegen vorbei. daß z. B. in den gut freisinnigen Stadtfulza, Oldisleben, Stadtremba wenn es sich um eine freihändlerische Intrigue handelt, so würde und andren Orten die nationalliberale Liste mit teilweiſe wenn gewisse„ Ressorts" Geld nötig hatten. freifinniger Unterstützung fiegte. das doch besagen, daß irgend eine einflußreiche Person auf ganz Zeitgeschichtlich von höchster Bedeutung ist aber, feft- legitimem Wege das wertvolle Dokument erhalten und der Social Man tann sich über dieses verräterische Spiel nicht wundern, zustellen, inwiefern das Centrum mit dieser Affaire zu bemokratie in die Hände gespielt hat. Anfangs hatte ja das Blatt wenn man bedenkt, daß in Brandenburg die Freifinnigen sogar für einen der widerwärtigsten Agenten des Junkertums im thun hat. Schlagen wir also das Mitglieder Ver- den Herrn Bued selbst im Berdacht. zeichnis des oberschlesischen Werksbesitzervereins auf; da Ein Blatt, das auf Ernst Anspruch erhebt, sollte wirklich sich Bureaufratenrod, für den Herrn v. Löbell gestimmt haben. Das sei finden wir folgende nicht unbekannte Namen: breimal befinnen, ehe es mit solchen untauglichen Mäßchen sittlicher in Ergänzung unsrer früheren Mitteilung noch einmal in aller Die Grafen Hugo, Lazy, Guido und Arthur Hendel Entrüstung den Versuch unternimmt, die Aufmerksamkeit von der Klarheit festgestellt. Es stimmten: Freifinn Konservativ Socialdem. b. Donnersmart; Fürst Hohenlohe Oehringen; Hauptsache abzulenken. Man muß es außerordentlich nötig haben, Hauptw. Hauptw. Stichw. Hauptw. Stichw. 1712 3192 5265 5811 Herzog b. Ujest; Franz Graf v. Ballestrem aufhaltet den Dieb!" zu schreien. Blawniówig; Gräfin Saurma- Jeltsch; Graf Maid tuschta; Gräfin Schaffgotsch; Fürst v. Pleß. " " Brandenburg Rathenow 4 kleine Städte 78 Dörfer .. 1562 • • 687 885 1410 380 674 • 800 3845 2042 1077 416 2445 534 4664 1786 2201 3429 7116 10 343 Zur Kohlennot. Wer die Erwartung hegte, der Rückgang des Wer nur halbwegs die Geschichte der politischen Parteien Rohlenverbrauchs in der Industrie, als Folge der Strife, werde ein so erhöhtes Angebot von Stohle für den Hausbedarf herbeiführen, fennt, weiß nun, daß hervorragende Söhne und Löchter baß ein Herabgehen der Kohlenpreise eintrete, irrte sich. Die neueste 9509 10 991 der Mutter Kirche" ihren Beitrag zum Scharfmacherbunde leisten; Nummer des Arbeitsmarkt" macht auf einen Artikel der Rheinisch- Mit folchen Machenschaften will der Freifinn den Kampf gegen neben andren auch der offizielle Repräsentant des Westfälischen Zeitung" aufmerksam, in dem die Kohlenbarone ein die Reaktion und den Brotwucher führen! Sie graben sich selbst das Centrums im Reichstage, Graf Ballestrem! I ander Liedlein fingen. Das Blatt führt aus, daß, was durch den Grab und verüben dann Selbsthinrichtung. " Geteilte Freud' ist doppelte Freud'. Auf dem Gnisonlverke in Magdeburg, das dem excellente» Herrn Krupp gehört, wurde durch Anschlag den Arbeitern die Ernennung ihres Chefs zum Ge- bei, neu ftmnmerzienrat mit den, Titel Exccllenz bekannt gemacht.— Damit doch die Arbeiter auch etwas davon haben.— Wer die Hungcrpolitik vorbereitet. Das Verzeichnis der Mitglieder des Wirtschaftlichen Ausschusses zur Vorbereitung der Handelsverträge liefert nicht minder wie die 12 000 Mark-Assairc einen Beitrag dafür, wie in Deutschland Politik gemacht wird. Ob es sich um die Fabrikation von Zuchthausgesetzen handelt, durch die der Arbeiter- klnsse die Waffe des Koalitionsrechts aus der Hand ge- schlagen werden soll, oder ob es sich um wirtschaftspolitische Ab- niachungeu der größten Tragweite handelt, stets ist eS dieselbe Hand- voll kapitalistischer Beutepolitiker, die der Regierung ihre Ideen sugge- riert. Der Wirtschaftliche Ausschuh hat über die künftige Handels- Politik zu beraten, darüber, ob das arbeitende Volk fchutzzölluerisch ,»it Geißeln oder mit Skorpionen gezüchtigt werden soll, ob ihm Hunderte oder Tauseude von Millionen zu Gunsten notleidender Kraut- und Schlotjuuker ausgepreht werden solle». Und in diesem Ausschuß, in dem selbstverständlich nicht ein einziger Vertreter der Arbeiterklasse sitzt, haben sich die agrarischen Hanptschreier und die be- rüchliglsten Scharfmacher ein förmliches Stelldichein gegeben. Bon den Agrariern sind u.a. Graf Könitz, Frhr. v. Wangenheim und Graf A r n i m und Herr v. F r e g e vertreten, während der Central- verband deutscher Industrieller zu den 30 Mitgliedern des Wirtschaftlichen Ausschusses allem fünf Mitglieder stellt. Es versteht sich von selbst, dah die derart unparteiisch beratene Regierung die Interessen des gesamten Volks vertritt! Wie Herr Schmidt zu seinem Orden kam. Gegen eine schnöde Verdächtigung der„Köln. Ztg." nimmt die„Volks.Ztg.' den dekorierten Herrn Schmidt in verdienten Schutz. Das national- liberale Organ hatte den freisinnigen Ritter de» KronenordcnS eine« Radikalismus bezichtigt, der ihm ob der ihm gelegentlich de» Elber- selber Kaiserbesuchs gewordenen Ordensverleihung Gewissens- skrupel bereite. Herr Schmidt sei selbst nach national- liberalen Begriffen nicht radikal, ja nicht einmal radikal gewesen. Wie sehr Herr Schmidt auf gute Gesell« schaft gehalten habe, beweise ein von ihm in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der ReichStagS-Kommission für die Vorberatung der Jnvaliditätsnovelle veranstaltete Bankett, durch das das Zustände- kommen des Gesetzes gefeiert werden sollte. „Alle Kommissionsmitglieder wurden eingeladen, auch daS Reichsamt des Innern und daS Reichs-BersichenmgS- amt waren mit Einladungen bedacht worden. Der jetzt so viel � genannte Herr von Woedtke und sein hoher Chef, Graf v. Posadowsky, waren zur Stelle. Nur die social- demokratischen Mitglieder der Kommission fehlten. Herr Molken buh r, der von allenReichstagsmitgliedern in der Kommission unbe st ritten die Hauptarbeit geleistet hatte, und seine politischen Gesinnungsgenoffen, sie waren von dem„radikalen" Herrn Schmidt übergangen worden." Wahrscheinlich hat Herr Schmidt Herrn Posadowsky auf dem Bankett so tiefe Einblicke in die schöne Seele eines Freisiiinigen ver- stattet, dah dieser ihn als Ordenskandidat vorgemerkt habe.' Selbst ein nationalltberales Blatt sollte einem so loyalen Mann nicht leichtfertig unloyal« Seelenregungen andichten.— Gegen die Verprrußuna des wllrttembergische« Armeekorps richtete sich ein Antrag der württembergischen staatsrechtlichen Kommission, der am Dienstag mit großer Majorität von der Ab- geordnetenkammer angenommen wurde. Anlaß zu dem Antrag gab der Umstand, dah allmählich eine Verpreuhung des württem- bergischen Armeecorp« dadurch eingetreten ist, dah von 30 höheren württembergischen Kommandostellen 18 in preuhische Hände übergegangen sind. Der Antrag wünscht, daß Kommandierungen preußischer Offiziere in die württembergische Armee und korrespondierende Kommandierungen württembergisckcr Offiziere in die preußische Arn,« innerhalb der Schranken des Bedürfnisses bleiben, dah insbesondere die höheren Kommandostellen der württem- bergischen Armee möglichst von württembergische» Offizieren besetzt werden, damit die Geschloffenheit des württembergischen Anneecorps keine Einbuhe erleide. Die gegenseitigen Abkommandierungen stützen sich auf den§ 8 der mit Württemberg abgeschlossenen Militärkonvention. wonach zur Beförderung der Gleichmäßigkeit in der Ausbildung und dem inneren Dienst der Truppen nach'gegenseitiger Verabredung einige königl. württembergische Offiziere je auf 1—2 Jahre in d i e k ö n i g l. preußische Armee, und königl. preußische Offiziere in das königl. württembergische Armeecorps kommandiert werden können.„Hinsichtlich etwa wünschenswerter Versetzung einzelner Offiziere... haben in jedem Specialfalle besondere Verabredungen stattzufinden." Wie von den Referenten der Kommission, dem Abg. K o n r a d Hausmann, dem Kriegsniinister, dem Ministerpräsidenten und einzelnen Abgeordneten betont wurde, find für' die be- sonderen„Verabredungen" zwischen Preußen und Württem« -berg in der Konvention keinerlei Grenzen gezogen, auch handelt es sich dabei nicht um Vereinbarungen im technisch- staatS- rechtlichen Sinn«. Daß aber der Wortlaut und Sinn des§ 8 der Konvention, der nur von Abkommandierungen auf 1—2 Jahre und der etwaigen Versetzung einzelner Offiziere spricht, sich mit der inzwischen thatfächlich eingetretenen Verpreuhung deS württembergischen Offizierscorps nicht verträgt, leuchtet ohne weiteres ein. Daß die Annahme des Antrags an den Zustände» etivaS ändern wird, ist trotzdem kaum anzunehmen.— Der Mörder Prinz Arenberg soll, der„National-Zeitung" zufolge, zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt worden sein. Ist er denn nicht auch aus dem Dienst entlassen worden oder hält man ihn etwa noch für fähig, nach eventueller baldiger Begnadigung Kultur in China zu verbreiten? Laug, lang ist'S her! Sein SOjährigcs Bürgerjubiläum beging am 31. Ottober in Rostock einer der wenigen Veteranen der 48cr Revolution, der M-dizinalrat Dr. F r. D o r n v l ü t h. der nebst einer Reihe andrer Bürger, darunter Professoren, seinerzeit wegen hochverräterischer Bestrebungen zu mehr- jähriger Zuchthausstrafe verurteilt worden war. Die Ver- urteilten wurde» nach ihrer Entlassung vom Volk als Märtyrer gefeiert. Es steht also aktenmähig fest, daß es auch einmal i» Mecklenburg liberale Männer gegebe» hat. Es ist das freilich schon lange her. Heute ist der niecklcnburgische Liberalismus ebenso korrumpiert, wie überall. Auch dafür läßt sich, wie unser Rostocker Bruderorgan mitteilt, der aktemnäßige Beweis erbringen: Bei der vorletzten Reichstagstvahl, als die Konservativen mit den Socialdemokraten um die Vertretung des 8. mecklenburgische» Wahlkreises in der Stichwahl rangen, da erschien«in liberaler Wahlausruf, in welchem die Liberalen hoch und heilig beteuerten, sie wollten für den Erz-Reaktionären, den Freund der Junker, de» Kandidaten der Konservativen, den Herrn Dr. v. Buchka stimme». Und als einer der vordersten Unterschriften steht unter diese», liberalen Wahlaufruf der Name des Dr. Fr. Dornblüth. desselben MannS, den einst die niederträchtigen Ränke rücksichtslosen Junkertums in die Zuchthausjacke gesteckt hatten. Herr von Liebert befördert? Wie verlautet, soll der Gouverneur von Deutsch-Lstafrika. von dessen Kulturthätigkcit recht absonderliche Gerüchte im llinknuf sind, wieder in die Armee und zwar unter Beförderung zun, Gcnerallieutenant ver- setzt werden.— Wir niüssen diese Nachricht vorläufig bezweifeln; l so lange es Herrn von Liebert nicht gelungen ist, sich von den gegen ihn erhobenen schweren Anschuldigungen zu reinigen, sollte die Reichsregierung unter allen Uinstüiiden auf seine Dienste verzichten. Hunnische Kultur beabsichtigen die mecklenburgischen Konservativen nunmehr auch im kleineren Deutschland zu verbreiten. Die„Mecklenb. Nachr.", das offizielle Organ der konservativen Partei. teilen mit. daß die PetitionSbogen, auf denen der Reichstag um schleunige Einführung der Prügelstrafe gebeten wird, auf ihrer Expedition ausliegen. Ob man„ach dentsch-ubersreischem Muster die Prügelstrafe auch für Staatssekretäre in Aussicht zu nehmen gedenkt?— Mysteriös. Eine auffällige Beschlagnahme hat gestern auf dem Dampfer„Bundesrat" i» Hamburg stattgefunden, es sind von Gerichtswegen 2Mtllionen Mark in Goldbarren mit Beschlag belegt worden. Die Kisten mit den Goldbarren sind gestern„achiuittag auf Ersuchen des Landgerichts von der Norddeutschen Bank in Verwahrsam genommen worden. Die Beschlag- nahme-Order ist von der zweite» Ctvilkammer des Hamburger Landgerichts ausgegangen. Amtliche Aufklärung über die mysteriöse Affaire liegt auch heute„och nicht vor. Nach wetteren Meldungen soll als Absender des GoldS Präsident Krüger genannt sein. doch wird vermutet, daß eS tranSvaallsche StaatSgelder feien. Der Antrag auf Beschlagnahme des GoldS ging, wie ver- lautet, von zwei großen Banken auS, denen von der Transvaal- Regierung Geldsendungen, und zwar vor der Erklärnng des Kriegs, konfisziert ivurden. Die'„Hamburgische Börsenholle" teilt über den Fall noch folgende? mit: Bekanntlich hatte die Regierung der Südafrikanischen Republik während deS Kriegs die Ausbeute der Goldminen für ihre Zwecke verlvendet und den Besitzern der Minen Bous dafür ausgestellt. Da NUN der Ausgang des Krieges die Einlösmig der Bons in Frage stellt, ist auf Anhalten eine« internationalen Konsortiums von Beteiligte» die Beschlagnahme der 30 Kisten bewirkt. Der Gesamtwert der Sendung wird auf etwa drei Millionen Mark geschätzt. Die 30 Kiste» wurden vom Hafen nach der„Norddeutschen Bank" gefahren und vorläufig dort untergebracht.— Die Khakibegeisterung verspottet die„Po st"— bei den Engländern wie folgt:„Khaki-Tapeten. Die Begeisterung für die C. I. B., denen jetzt ein so glänzender Empfang bereitet wirb, wirft ihre Schatten auch auf die Industrie. Auch die eng- tischen Babies sollen in Zukunft in der Betrachtung der rühm- reichen Thaten der C. I. V. im Boerenkriege aufwachsen. Damit keine Gelegenheit verpaßt wird, sollen die Wände der Kinderstuben mit einer neuen besonderen C. I. B.-Khaki-Tapete tapeziert werden, die soeben in großen Mengen in de» Handel gebracht wird. Die Khaki-Tapete ist in ihrer Art wunderbar. Der vorherrschende Ton ist Khaki, aber die Bilder darauf sind in sechs Farben und stellen alle möglichen Vorfälle deS Kriegs dar. DaS Stück kostet 2,75 M.; für einige 20 M. können Kinder gegen 100 C. I. V.- Lager, Kavallerie-Ättacken, Erstürmungen von KopjeS, Zerstörungen von Panzerzügen und andre Episoden aus dem Kriege stets vor Augen' haben. Bei so ausgezeiÄneten Vorbildern werden jedenfalls die Scheingefechte in den Kinderstuben fortan viel realistischer werden. Die Khaki-Tapete ist ein Zeichen der Zeit. Frühxr sah man in englischen Kinderstuben in niedlichen Bildern die Thaten und Uu thaten des kleinen Guckguck, jetzt müsse» auch die Babies auf der Höhe sein und ebenso wie die Erlvachjenen da» Khakifieber haben." Spottet ihrer selbst und weiß nicht wie.— Ein Geschäft. Der Redaktion unfreS Rostocker Bruderorgans ist von einem mecklenburgischen Rittergutsbesitzer folgende» interessant« Schreiben zugegangen: „Heute war ich in Kröpelin und auch in Rostock, wo ich bestimmt erfahren habe. baß die S o c i a l p a r t e i in Hamburg ernstlich gewillt sei,..... z u kaufen, um einen Landtag» st and für Mecklenburg damit zu erwerben. E» thut mir außerordentlich leid, daß ich nicht bei meiner heutigen Anwesenheit in Rostock anf den Gedanken gekommen bin, dicserhalb mit Ihnen in dieser Angelegenheit Rücksprache genommen zu haben, und soweit wende ich mich denn hiermit an Sie, ob Sie eS nicht vermögen, diesen Herren in Hamburg den Vorschlag zu»lachen, daß ich gewillt bin, falls dieselben geneigt sein sollten, denselben..... unter der Hand zu verkaufen, was aber dann recht bald vor sich gehen mühte. Es ivürden somit die Kosten de« weiteren Verfahrens ge- spart, und könnten dann den L a» d t a g s s i tz schon nächstens ausüben. Sollten Sie, verehrter Herr, in dieser Sache wirksam dazu beitragen können, so bin ich gern bereit, Sie für Ihre Mühe- waltung zu entschädigen, und sieht Ihrer geehrten umgehende» Be- nachrichtigung freundlichst entgegen al» Ew. Wohlgeboren gehör- famster...... Ein geriebener Junker! Vielleicht hat er irgendwo einmal etwas davon gehört, daß Karl Marx einmal geäußert hatte, daß es viel- leicht daS beste wäre,„die ganze Bande auSzukmifen"! Wa» wohl die Slandesgciioffen der biederen Junker sagen werden?—_ Belohnte Opposition. Der wegen seiner Kanalgegnerschaft zur Disposition gestellte L a n d r a t deS Kreises Friedebcrg in der Nemnark, v. Bornstedt, bat infolge seiner Berufung in d a s Oberpräsidium z u Schleswig sein Mandat als Mitglied des Hauses der Abgeordneten für den Wahlbezirk Arnswalde- Friedeberg niedergelegt. Die Junker können anfangen, waS sie wollen: sie werden immer befördert. Kriechen sie, so werden sie belohnt; trotzen sie, geht es ihnen erst recht gut.— Die PfarrcrSköchin soll nach den Schildmmgcn eines Kaplans in der„Augöb. Abendztg." keineswegs bloß die heitere Possenfigur sein, als welche die Welt sie kennt, sondern zuweilen sogar über KaplSne, die bemitleidenswerten Untergebenen der Pfarrer, ihr durchaus nicht mit Rosen umwundenes Sceptcr schwingen. Besagter Kaplan klagt gar beweglich Über diese doppelte Unterordnung, Überhaupt die ganze unzulängliche Stellung der Kapläne, die sich in„nüchternen Pflichten einer Brotarbeit" erschöpfe. Die CeiitrnmSpresse nimmt die Indiskretionen des der libe- ralen Presse sein Herz ausschüttenden Kaplans natürlich gewaltig krumm. Sie spricht von der„unsinnigen und verderbten Manier" der Verallgemeinerung einzelner Fälle, von einer qnalificierten Verleumdung schwerster Art", vom„schmachvollen und haltlosen Treiben" und endlich von dem Vogel,„der in solcher abstoßenden Weise das eigne Nest beschmutzt". Wir können dem Centrum die Entrüstung über diese Bloßstellimg der„Vertreter der heiligsten Autorität" auch sehr gut nachfühlen._ Chronik der MajestätSbeleidigungS- Prozesse. Der Tagelöhner Jakob Regele von Emmering treibt sich seit Jahren arbeitslos und bettelnd im Lande umher und ist deshalb wiederholt mit dein Gesetze in Konflikt gekommen. Am 11. Oktober dieses JahrS stand Regele wieder einmal vor den, Schöffengericht Dachau. Ivo gegen ihn unter andrem auch die U e b e r w e i s u n g an die Landespolizei ausgesprochen wurde. Da der alte Landstreicher diese Neberweisnng ftirchtete, so erging er sich im Sitzungssaale in beleidigenden Aeußerungen über den König. Die Ausdrücke wiederholte er auf dem Transport. Regele, der schon dreimal wegen Beleidigung deS Landesherrn vorbestraft ist, erhielt neun Monate Gefängnis. , Immer tiefer hinein. Kürzlich ging die Nachricht durch die Presse, daß die deutsche Reichsregwrung in Tsintau große Werk- slätten, Gießereien, eine Werst mit Trockendock und andre zu durch- greifenden Reparaturen der Kriegsschiffe notwendig« Einrickinngen zu schaffen beabsichtige. Konservative und nationalliberale Blätter äußerten ihre Zweifel darüber. Daß diese Zweifel unbegründet find, geht aus einer Korrespondenz der„Volks-Zeitung" hervor, welche dieser aus Genua zugeht. Danack, ist auf dem großen Transport- Kämpfer„Löwenburg welcher Ende September den Suezkanal passierte, das gesamte Einrichtungsmaterial an Maschinen und Werl- zeugen für jene Werkstätten und Gießereien soivie für die Werft verfrachtet worden, daß sowohl gleichzeitig als auch später die Arbeiter, Auf- scher und Leiter, Schlosser, Schmiede, Mechaniker, Klempner, Gießer, Putzer, Formenmacher, Zimmerleute, Elektrotechniker, Maschinenbauer und Ingenieure den Weg ostivärtS genommen haben und zwar zum dauernden Aufenthalt in Dentsch-China. Die Errichtung der Reparaturwerkstätten und Trockendocks er- fordert natürlich auch eine starke Befestigung des HafenS und— die Kostenrechnung wird immer größer.— Ausrand. Der Kampf um die Doppettntttatlpe. Zürich, 29. Oktober. Der Kampf um die Doppelinitiative bleibt in Bezug auf Aus- deymmg, Intensität und Lebhaftigkeit kaum hinter demjenigen um das Versicherungsgesetz zurück. Nur sind die Rollen der Partelen insofern völlig vertauscht, als heute die herrschenden Radikalen in der Defensiv« und die Konservativen, sowie Ultramontanen im Bunde mit den Socialdemokraten und mit dem Häuflein ostschweizerischer Demokraten in der Offensive sind. Die Radikalen kämpfen um die Erhaltung ihrer Macht und ihrer Vorzugsstellung an der Bundes- krlppe, sie sind also die Konservativen, die um die Aufrechterhaltung und Verewigung ihre? Erworbenen den Kampf führen. Für eine Fortschrittspartei, als welche sich die herrschenden Radikalen gerieren, ist dieS eine faule Situation und faul sind denn auch die Argu- mente, die sie gegen die beiden Jnitiativbegehre» vorbringen. Die verblendete Haltung der Radikalen zeigt, daß auch in der Politik der Besitz satt, begnem und engherzig macht. Sie haben, um die Minderheitsparteien niederzuhalten, da» demokratische Erbe ihrer ungleich besseren Vorkämpfer verraten und verkauft; fie haben ihre besseren demokratischen Grundsätze, ihr Programm preisgegeben, um sich für alle Zeiten in der errungenen Machtstellung behaupten zu können. Sie halten ihre Herrschaft für die letzte und höchste Phase der demokratischen Entwicklung der Eidgenossenschaft und sie be- kämpfen daher jede von andrer Seite angestrebte Weiterentivicklung der Demokratie und ihrer Einrichtungen. Und um die Weiterentwicklung der Demokratie handelt eS sich bei den beiden Jnitiativbegehre» der Mindcrheitsparteicn betreffend die Volkswahl be» Bundesrats und die Pro- portionalivahl des Ratio»alrats. Wären die Radikalen den alten demokratischen Grundsätzen treu geblieben, hätten sie sich die Jugendlichkeit und Elasticilät einer entwicklungsfähige» Partei bewahrt und hätten sie rechtzeitig den lebendigen Strömungen und Bedürfnissen in den weitesten Kreisen deS Volks Rechnung getragen, sie würden auf unabsehbare Zeit ihre hervorragende Stellung nicht bloß be- hauptet, sondern sogar noch glänzender gestaltet haben. Sie würden den oppositionellen Bewegungen den Wind aus den Segeln ge- nommen und für die eigne Partei dienstbar gemacht haben, wenss sie sich selbst an die Spitze derselben gestellt und als wahre Fort- schrittepartei die Demokratie weiter ausgebaut hätten. Die Situation ist heute in der That bereits so, daß mit der Annahme der beiden Jnitiatibbegehren, mindestens aber mit der Annahme der Proporzinitiative in der Poltsabstimmung am t. November zu rechnen ist. Der Komps der Radikalen gegen die Doppelinitiative wird ungefähr nach der dekRinten Schablone geführt, nach der unsre Gegner den SocialiSmns bekämpfen. Alle die Mißstände, die heute bestehen und welche die Opposition gegen die geltende Ordnung hervorgerufen haben, werden der angestrebten neuen Ordnung angedichtet und diese so zu einem Zerrbilde deS Ideals nmgefälscht. Das gelnngensto Gegenargument der Radikalen ist die Behauptung, daß beide Jnitiativbegehre» nicht notwendig seien. Natürlich nicht für die Radilalen l Für s i e verlangt aber auch kein Mensch die VolkSwahl de» Bundesrats und die Proportionalwahl des Nationalrats; nein, man will sie gegen sie, nicht für fie!— Beide Jnitiatibbegehren haben mehr als formalpolitische Bedeutung, sie haben auch materielle, insbesondre große socialpolitische Bedeutung. Namentlich gilt daS vom Nationalrat. Derselbe ist heute seiner Zusammensetzung»ach ein wahres Geldsacks- Parlament, dessen große Mehrheit ans Fabrikanten, Akttonären und Kapitalsgenossen besteht. Die vier socialdemokrattschen unter den 147 Abgeordneten verschwinden, sie werden von den Ver- tretern der Geldsacks- und Untcrnehmer-Jittereffen ignoriert und überstimmt. Das lohnarbeitcnde Volk bildet auch in der Schweiz die große Mehrheit, es gilt für dasselbe auch da» gleiche Recht wie für die Besitzende»; aber diese Gleichberechttgnng steht auf dem Papier, so lange nicht auch die Arbeiterklaffe die ihrer großen Zahl entsprechende Vertretung in den Behörden, besonder» im eidgenössischen Parlament hat. Der Nationalrat macht im Verein mit den, Bunde«- und Stände- rat die Gesetze und fie fallen immer entsprechend der Zusammensetzung dieser Behörden a»S. DaS Referendum ist dagegen trotz seiner großen Bedeutung kein ausreichendes rationelles Volksrecht, denn es gestattet nur die Annahme oder Verwerfung des Gesetzes, eine Ab- änderung und Verbesserung durch die Volksabstimmung ist auS- geschlossen. So wird auch das Referendum erst ein wahres und rattonelles Volksrecht, wenn der Bundesrat vom Volke gewählt»nd volkS- tümlich zusammengesetzt ist und wenn der Nationalrat durch die Proportionalwahl diejenige Zusammensetzung erhält— wenigstens annähernd erhält—, welche der Zusammensetzung, den verschiedenen Bestandteilen des gesamten Volks entspricht. Erst dann ist das Parlament auch eine wahre Volksvertretung. Die Socialdemokraten kämpfen auf der ganzen Linie mit Be- geisterung und Energie, möge ihnen dafür ein voller und glänzender Sieg werden!— England. Lord Galisbury will von seinem Amte als Minister der auswärtigen Angelegenheiten zurücktrete» und diesen Posten dem Lord Lansdowne überlasse». Er selbst würde nach wie vor Kabinettschef bleiben. Die Ernennung LaiiSdowneS findet in der englische» Presse keine günstige Beurteilung. Es geradezu ein„nationales Unglück", daß dieser überall» wichtige Dienstztveig dem genannten Lord übertragen lvcrden solle. Andre Blätter, wie„Daily News", trösten sich damit, daß Salisbury der wirkliche Minister deS Auswärtigen bleibe, daß Lord Lansdowne nur sein Comnns sein werde.— Spanien. Zur Karlistenbcwegung wird aus Barcelona vom 1. November berichtet: Die hiesige Polizei entdeckte zlvei Waffen- lager, deren Vorrat auf sechs Wagen zum Artillcriepark geschafft wurde. In den Depots tvurde auch ein großer Vorrat Briefmarke» mit der Aufschrift„Königliche Armee von Cataloiiicn' aufgefunden. Wie verlautet, sollte die gescheiterte Bewegung erst in der zweiten Hälfte des Monats November zum Ausbruch hommen. Verschiedene Abteilungen von Karlisten sollten gleichzeittg den Gemeinderat sowie die Wohnung des Generalgouverneurs und deS Gencralkapitäns au- Dic annektierten Boeren wehren sich noch immer ganz energisch ihrer Haut, wie zahlreiche Nachrichten über Gefechte be- weisen, die zum Teil zu Gunsten der Boeren verliefen. Ein Boerenkommando in Stärke von 150 Mann um zingeIte öffentlich ohne Erlaubnis der Polizei verbreitet haben sollen. Kalender am 28. Oktober einen englischen Außenposten von 90 Mann darf man bekanntlich in Preußen ohne polizeiliche Erlaubnis nicht in der Nähe von Geneva und nahm ihn gefangen. Die Boeren einmal verschenten. griffen sodann den von Kapstadt kommenden Postzug an, raubten ihn aus und steckten ihn in Brand. Inzwischen tam von Geneva her ein Panzerzug heran und eröffnete das Feuer auf den Feind, welcher alsbald verschwand. Die Passagiere des Zugs löschten das Feuer, worauf der Zug nach Kroonstad weiterfuhr. Zwölf Boeren wurden gefangen genommen. Der Zug ist nicht stark beschädigt, das Gepäcd ist aber zum Teil zerstört. Die gefangen genommene englische Feldwache wurde später wieder freigelassen. 17 Verwundete. Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. Diese Antworten können der Bülow- Bresse wahrhaftig keinen Anlaß geben, ob der großen Erfolge" ihres Meisters besonders laut zu jubilieren. Die Forderung der offenen Thür ist von England und Amerika von jeher befürwortet, die amerikanische Regierung ist stets für die Integrität Chinas eingetreten zu einer Zeit, als in Deutschland noch die phantastischten Pläne vorherrschten. Amerika hat sich denn auch im Gegensatz zu Deutschland bei den militärischen Eine Proteftfundgebung gegen die geplante Abänderung des Operationen in China möglichst zurückhaltend gezeigt. Der Marimalarbeitstags bildete eine Konferenz der organisierten Bäderei Punkt I des Abkommens, der dieses erst zu einem Sondervertrag Arbeiter der Provinz Brandenburg, welche am Sonntag in Ebers- machte, ist also abgelehnt worden. Es ist also nichts mit den großen walde stattfand. Es waren zahlreiche Delegierte aus Berlin und Erfolgen Bülows. Wie aus Pretoria berichtet wird, ist Botha mit einer starten den Vororten, ferner aus Rottbus, Guben, Frankfurt a. D., Forst 2c. Der geheime Nebenvertrag, Streitmacht auf dem Marsch nach dem Kenhardt- Distrikt, von erschienen. Den Centralvorstand vertrat Altmann- Hamburg. Der der nach den Angaben mehrerer Blätter außer dem bekannten deutschwo aus eine Anzahl unverföhnlicher Boeren einen neuen Trek be- Führer der Berliner Bäderbewegung, Altgeselle Hetzschold, befür- englischen Abkommen zwischen den beiden Ländern noch bestehen absichtigen. wortete als Referent, mit allen Mitteln gegen die Festlegung einer sollte, wird heute von dem Reichs- Anzeiger" in Abrede Lord Roberts telegraphiert aus Johannesburg bom zehnstündigen Minimalruhezeit als Ersatz für den zwölfstündigen gestellt. 31. Oftober: Nach der Besetzung Bethlehems durch die Engländer Maximalarbeitstag Front zu machen. An den Bundesrat und Die Hunnenthaten, am 21. Oktober und der Niederlage der Boeren drei Meilen von Reichstag sollen Massenproteste der Bäckerei- Arbeiter gerichtet von denen in den Blättern in den letzten Tagen berichtet wurde, Bethlehem, wo die Boeren aus einer starken Stellung geworfen wurden, werden, in welchen die Aufrechterhaltung der Bäckereiverordnung finden in der„ Köln. Zeitung" eine eifrige Verteidigerin. wurde eine zweite starke Stellung der Boeren von einem halben gefordert wird. Wein Bataillon Grenadiere unter dem Schuße von Artillerie angegriffen. die deutschen Truppen streng ihres Amts walten, so entDer Feind hielt sich gut, aber er wurde, da er feine Artillerie hatte, In Halle find circa 130 Maurer in den Ausstand getreten. fprächen sie den Befehlen ihrer Vorgesezten. in furzer Zeit zurückgeworfen. Die Engländer verloren 3 Tote und Die Maurermeister und Bauunternehmer haben den im Vorjahre Ihres Amtes sei, Ordnung zu schaffen und Ordnung zu halten, mit den Maurern geschlossenen Vertrag gebrochen. Es handelt sich Wenn sie dabei die widerspenstigen Chinesen nicht mit Sammets um Lohnforderungen, die seiner Zeit von dem Gewerbegericht aus handschuhen anfassen, so werde der Zweck erreicht, der sie über das Meer geführt habe und der nicht darin bestehe, den bezopften drücklich anerkannt wurden. Wegen Lohnabzüge haben die Tischler der Vereins- Barrett Männern zur Unterhaltung und zum Spott zu dienen, sondern sie fabrit in Dresden die Arbeit eingestellt. Der Abzug beträgt zur Raison zu bringen." 12-15 Pf. pro Quadratmeter und war verfügt, daß der neue Tarif gehorchen müssen, hat ein Streit nicht bestanden. Sache der VorDarüber, daß die Soldaten den Befehlen ihrer Vorgesezten sofort in Kraft tritt. Die Kommission, welche von den Arbeitern gegewiesen, daß, wer zu dem Lohn nicht arbeiten wolle, aufhören die„ töln. Zeitung" sich so direkt als Verteidigerin der europäischen, wählt wurde, um zu verhandeln, wurde mit der Bemerkung abgelegten wäre es eben, solche Vorkommnisse, wie sie bei den „ Straferpeditionen" vorgekommen sind, zu verhindern. Während möge. Der Zuzug ist streng fernzuhalten. insonderheit der deutschen Kulturträger aufwirft, die Wahrheit der BeStreifpoftenftehen beim Streit ist nach einem Erkenntnis des richte aber nicht bezweifelt, scheint die Voss. 3tg." an der Teilnahme der Hamburger Schöffengerichts für strafbar erklärt, ohne daß es dazu deutschen Truppen an den Grausamkeiten zu zweifelt. Sie eines besonderen Gesetzes bedurft hat, wie es sich der Lübecker Senat brachte nämlich gestern zu der Notiz, die wir aus ihren Spalten leistete. Man hat sich in Hamburg, wie es auch an einigen andern entnommen hatten und die von dem Mord- und ZerstörungsOrten schon geschehen ist, auf die Polizeiverordnung berufen, die wert der internationalen Truppen handelte, folgende besagt, daß zur Erhaltung der Sicherheit, Ordnung, Bequemlichkeit, redaktionelle Notiz: Bisher ist von allen Seiten das gesittete VerReinlichkeit und Ruhe auf öffentlichen Straßen den Anordnungen halten der deutschen Truppen bei den Ausschreitungen der andren der Polizei unbedingt Folge zu leisten ist. Unter Anwendung Kontingente hervorgehoben worden." dieser Bestimmung ist in Hamburg ein Werftarbeiter wegen Posten Dieser Zusatz war in unser Blatt natürlich nur versehentlich stehen& beim Streit zu 30 M. Geldstrafe verurteilt.- Diese Auslegung hineingekommen. der Polizeiverordnung ist eine überaus künstliche, denn durch die Eine Petroleuse. Anwesenheit einer Person an einem bestimmten Ort kann die Ruhe und Ordnung nicht gestört werden, die Verordnung ſelbſt iſt une zweifelhaft nur auf Ansammlungen auf der Straße berechnet, die schränkung der Koalitionsfreiheit, denn es ist zur Durchführung eines den Verkehr hemmen. Weiter ist aber diese Auslegung eine Bes Streits unbedingt notwendig, die Arbeiter auf die Konflikte auf merksam zu machen, ebenso wie es den Unternehmern gestattet wird, Aussperrungen bekannt zu geben. Die Wirkung dieser Auslegung muß die sein, daß die Unternehmer bei Streits begünstigt werden. Ein Telegramm aus Alival North besagt: Auf die Meldung bom Befehlshaber der Kap- Polizei in Odendalstroom, daß man in Balmietspoint am Oranje- Fluß Schießen höre, wurde von hier eine Erkundungsabteilung von 40 Mann unter dem Befehl des Kapitän Knott abgesandt. Später wurde berichtet, daß ein Boerenkommando von 200 Mann gegenüber Odendalstroom gesehen worden sei; 40 Mann zur Verstärkung der Polizeitruppe in Odendalstroom ab, hieraufhin gingen weitere während 80 Mann zur Unterstützung des Kapitäns Knott ausrüdten. Den legten Berichten zufolge ist in der Gegend von Hennings Farm gegenüber Odendalsstroom ein Gefecht im Gange. Amerika. Die Präsidentenwahl, die in einigen Tagen stattfinden wird, beherrscht jetzt das ganze öffentliche Leben. Bryan hat dieser Tage seine Abschiedsrede vom Staate New Yort gehalten; er hat sich nach Ohio, Illinois und Indiania begeben. Seine Reden in New York sind ohne Zweifel von großem Eindruck gewesen und seine Anhänger erhoffen zuversichtlich den Sieg. Partei- Machrichten. zör zehnjähriges Jubiläum als Tageblatt feierte am 1. November die„ Volkswacht" in Breslau. Eine Extranummer des Blatts wird die Geschichte dieser zehn Jahre des Kampfs darstellen. Die französischen Parteigenossen, die sich als antiministeriell auf dem legten nationalen Kongreß von der Mehrheit trennten, erlassen soeben folgende Erklärung: Der Nationalrat der französischen Arbeiter partei, die Verwaltungs- Kommission der rebo Iutionär socialistischen Partei und das Sekretariat der Kommunistischen Alliance erklären: Eintracht. Mehr denn je entschloſſen, in dem gemeinschaftlichen Bestreben zu beharren, das sie seit dem Manifest vom Juli 1899 geeinigt hat, beteuern die genannten Fraktionen aufs neue ihre brüderliche Nachdem wir im Saale Wagram und im Saale Vantier unfre Pflicht erfüllt und gekämpft haben, um die socialistische Lehre rein zu erhalten und die Partei vor jeder Vermischung mit bürgerlichen und ministeriellen Elementen zu bewahren, so bleibt uns jetzt nur noch übrig, dieses Werk fortzusetzen, indem wir die Einigung der Partei mit Ausschluß aller fremden Elemente auf dem Boden des revolutionären Klassenkampfs vorbereiten. Zu diesem Zwede und entsprechend der im Saale Wagram vom Genossen Baillant vorgeschlagenen und zugleich im Saale Bautier abgestimmten Resolution haben sich die genannten Körperschaften als Rommission für die Ausarbeitung eines Vorschlags zur Einigung der revolutionären Kräfte konstituiert. Bevor der so zu stande gekommene Einigungsvorschlag einem Kongreß, der übrigens unter loyalen und aufrichtigen Bedingungen zusammenzutreten hat, unterbreitet werden wird, wird er zunächst der Prüfung aller bestehenden Organisationen und Gruppen übergeben werden. erläutern. Delegierte der genannten Vereinigungen werden sich allen französischen socialistischen Gruppen zur Verfügung halten, um ihnen den gemeinschaftlich durch beratenen und angenommenen Entwurf zu Paris, 21. Oktober 1900. Für die revolutionär socialistische Partei, Partei, der Sekretär: Landrin. Für die französische Arbeiterpartei, der Sekretär: Jules Guesde. D Für die Kommunistische Allianz, der Sekretär: Marchand. Für die autonome socialistische Föderation von Doubs, Haut: Shin, Haute- Saône, der Delegate: Dejeante. Polizeiliches, Gerichtliches usw. Die Wiener Abendpost" macht aus den Aufzeichnungen eines deutschen" Reserve- Offiziers, der bei der chinesischen Zollverwaltung Dienste genommen hat, Mitteilungen über die Belagerung der europäischen Gesandten in Peking. Dabei wird u. a. erzählt, daß eine Frau v. Rosthorn mit einer Petroleumtanne in der Hand herumgezogen sei und die chinesischen Nachbarhäuser persönlich in Brand gesteckt habe, welche den Franzosen und Destreichern bei ihrem Schießen auf die Chinesen hinderlich waren. Der Kaiser in Hildesheim. Die Schiffszimmerer in Flensburg, 70 an der Zahl, sind in den Ausstand getreten, weil den Hilfsarbeitern eine Arbeit übertragen wurde, die bisher von den Zimmerern verrichtet wurde. Die Lehte Nachrichten und Depeschen. Binimerer sträubten sich vor allem deswegen gegen diese Aenderung, weil nun auch die Hilfsarbeiter an dem Gesamtaccord teilnehmen, zu dem die Zimmerer die ganzen Schiffsarbeiten abgeschlossen haben. Da aber von ungeübten Arbeitern die Arbeit nicht so schnell ver richtet werden kann, so bedeute die Aenderung eine Beeinträchtigung des Verdienstes der Zimmerer. Die Aussperrung der Weber und Weberinnen der Gebrüder Sandersschen Fabrik in Bramsche wurde nach eintägiger Dauer zurückgenommen. Es handelte sich um einen Revers, den die Arbeiter unterschreiben sollten, laut welchem in Zukunft die Firma allein darüber zu befinden habe, ob an Markttagen eher Feierabend gemacht werden solle oder nicht. Die Arbeiterschaft weigerte sich jedoch, diese alte, von jeher geübte Gewohnheit aufzugeben. Der Revers wurde nicht unterschrieben und der Firma blieb nichts andres übrig, wollte sie nicht einen langwierigen Kampf heraufbeschwören, als den Revers zurückzuziehen. Versammlungen. Der Kaiser hielt am Mittwoch nach Entgegennahme des Ehrentrunts im Rathaussaale in Hildesheim eine Ansprache, in der er zunächst die Stadt Hildesheim feierte; dann fuhr er fort: " Bu tiefem Dante aber bin ich vor allen Dingen Ihnen gegenüber dafür verpflichtet, daß Sie dieses herrliche Denkmal dem großen Raiser gesetzt haben. Er hat das Sehnen, das jahrhundertelang durch die zerrissenen deutschen Lande ging, wahrs gemacht und es ist ihm vergönnt worden, das Deutsche Reich zu schmieden und wiederherzustellen, zuerst in still verborgener Arbeit, hernach aber als Gottes erwähltes Werkzeug, als das er sich immer angesehen hat. So freue ich mich denn, hier aussprechen zu können, welche Freude ich an dem schönen Denkmal habe und an der Art und Weise, wie Sie es gefeiert und enthüllt haben. Einem frommen, ehrwürdigen deutschen Kaiser verdankt diese Stadt ihr Entstehen. Das fortdauernde Interesse von vielen deutschen Kaisern und von ehrwürdigen, heiliggesprochenen Bischöfen hat sie zur Blüte emporgebracht, und einent frommen alten Kaiser verdankt sie es, daß sie sich wieder eine deutsche Stadt nennen kann. Ihm haben Sie dafür das Denkmal gesetzt. Möge der edle deutsche Sinn, der in den Mauern dieser altehrwürdigen Stadt gepflegt worden ist und so schöne Blüten gezeitigt hat, in alle Ewigkeit Hildesheim bewahren und beschützen, und möge es mir vergönnt sein, ihm allezeit ein friedvoller Schüßer und Förderer zu sein! Ich trinke auf das Wohl der Stadt Hildesheim." Der Weltbund zur Bekämpfung der Vivisektion hielt am Mittwochabend in Kellers großem Saal eine außerordentlich gut, beinahe zur Hälfte von Frauen besuchte Versammlung ab, in welcher Herr Redacteur Gerling über die Vivisektion und die Arbeiter" sprach. Der Redner verglich die Vivisektion, wie sie von unsren Aerzten ausgeübt wird, mit der Inquisition des Mittelalters, nur daß jene noch entwürdigender für die Menschheit sei, als diese, da man den Inquisitionsrichtern ihren religiösen Fanatismus und die tiefe Bildungsstufe des Mittelalters zu gute halten müsse, während die Mediziner unsrer Zeit sehr oft die grausamsten Experimente machen, ohne daß ihnen mildernde Umstände zur Seite ständen. An der Hand der Veröffentlichungen medizinischer Zeitschriften zeigte der Referent eine lange Reihe von Beispielen, bei denen Mediziner Die Rede wird mit auffälliger Verspätung durch das Teledie unglaublichsten und erschreckendsten Experimente an Tieren nicht graphenbureau bekannt gegeben. Wir wissen nicht, ob Graf Bülow mur, sondern auch an Männern, Frauen und Kindern vorgenommen in Hildesheim in der Nähe des Kaisers geweilt und die Niederhaben. Fast immer werden diese Versuche, von denen übrigens fchrift der Ansprache von den Stenographen behufs der von ihm in So würde sich die selbst von den Aerzten zugegeben werde, daß sie meist ohne Nußen Anspruch genommenen Censur eingefordert hat. feien, an Angehörigen der ärmeren Bevölkerung vorgenommen, die verspätete Veröffentlichung wenigstens einigermaßen erklären. in Kliniken, Krankenhäusern, ja sogar in Kasernen bei Rekruten Trotz der anscheinend gründlichen Feststellung des kaiserlichen untergebracht sind. In den leidenschaftlichsten Ausdrücken verurteilte Texts ist dennoch nicht jeder Irrtum beseitigt worden. Ein Irrtum der Redner die Vivisektion und weitergehend die ganze Heilweise der ist es, wenn Wilhelm I. als bewußter Begründer der deutschen Aerzte und Apotheken. Weil die arbeitende Klasse hier der leidende Einigung gepriesen wird. Die Geschichte lehrt, daß die deutsche Teil sei, habe die Arbeiterpresse auch die Pflicht, diesen Fragen ein Einigung erst nach langem und zähem Widerstande Wilhelms I. geBesonders that sich unter den Spigeln ein gewisser Rüttke her: größeres Interesse entgegen zu bringen. Das sei bisher noch nicht schmiedet werden konnte. vor, der bei der Straßenbahn als Schneider beschäftigt war. geschehen. Die Diskussion, in der Georg Wagner und Heymann veröffentlichte darauf in seinem Blatte eine Notiz; worin Profeffor Förster sprachen, bewegte sich in den, Bahnen des er der Kaze die Schelle anhängte und den Ruttke gebührend Referats. charakterisierte. Das gebrandmarkte Spikelsystem. Aus Anlaß der Straßenbahner- Bewegung in Braunschweig wurde der Genosse Heymann, Redacteur des dortigen Parteiblatts, wegen Beleidigung verklagt. Die Straßenbahner hatten häufig Versammlungen und nach bewährten Mustern schickte die Direktion ihre Spigel in die Versamm lungen, die über die Teilnehmer Bericht erstatten mußten. Infolge dieser Berichte wurden denn auch eine Anzahl Versammlungsteilnehmer aus dem Dienst der Straßenbahn entlassen. Ruttle flagte wegen Beleidigung, das Gericht sprach Hehmann frei mit folgender Begründung: Seine China. Die Antworten der Mächte. fie 15 Proz. Dividende. wurde Berlin, 1. November.( W. T. B.) In der heutigen Aufsichtsrate- Sigung der Allgemeinen Elektricitäts- Gesellschaft feitens des Vorstands über das Ergebnis des Geschäftsjahrs bom bis 1. Juli 1899 80. Juni 1900 Bericht erstattet und beschlossen, der auf den 6. Dezember a. Taifun. C. „ Das Gericht hat den Wahrheitsbeweis für die Behauptung, daß Ruttte ein Denunziant sei, als erbracht anerkannt. Zu dem deutsch- englischen Abkommen haben nunmehr alle einzuberufenden ordentlichen Generalversammlung die Verteilung Handlungsweise war als verächtlich anzusehen und er hätte Mächte Stellung genommen. Dem Artikel I und II stimmen alle einer Dividende von 15 Proz. auf 47 Millionen und von 7 Proz. ben ihm gewordenen Auftrag ablehnen müssen. Die Ausführung Mächte rückhaltlos bei, dagegen lehnen Frankreich, Rußland auf 18 Millionen, gegen 15 Broz. auf 47 Millionen im Vorjahre in des Auftrags mußte um so verächtlicher angesehen werden, da der und Amerika den Artikel III des Vertrags ab. In der amerika Borschlag zu bringen. Kläger fein persönliches Interesse daran hatte, die Straßenbahner nischen Antwort an den deutschen und englischen Botschafter wird betont, zu beobachten. Mithin hätten seiner Handlungsweise unlautere die Vereinigten Staaten hätten bereits zu erkennen gegeben, daß sie die Ernenerung des britischen Kabinetts. Motive zu Grunde gelegen. Diese Feststellungen rechtfertigten die in diesen Artikeln niedergelegten Grundfäße angenommen haben. Im London, 1. November.( W. T. B.) Das Kabinett ist folgenderForm, die der Angeklagte für seine Veröffentlichung gewählt hatte vorigen Jahre habe die Regierung der Vereinigten Staaten die in maßen rekonstruiert worden: Marquis Salisbury Premierminister und die den Umständen durchaus angemessen war. China beteiligten Mächte eingeladen, sich einer Aussprache ihrer An- und Lord- Geheim- Siegelbewahrer, Ritchie Staatssekretär des Junern, Das Urteil trifft natürlich in viel schärferer Weise die Auftrag fichten und Ziele in der Richtung auf gleichbered Marquis Lansdowne Staatsfetretär für die Ausgeber des Rüttke als diesen selbst. tigten Handel in China anzuschließen und wärtigen Angelegenheiten, Brodwick Staatssekretär des - Das Ende eines Prozesses. Anläßlich der Bürgermeister- habe von allen Mächten dahin lautende befriedigende Ver- Kriegs, Selborne erster Lord der Admiralität. wahl in Selbiz( Oberfranken), bei der unser Genosse Ludwig tandi- ficherungen erhalten. Am 3. Juli habe die Regierung der dierte, äußerte die Metzgersfrau Schaller: Es wäre die größte Vereinigten Staaten nochmals ihre Politik betreffend gleich Schande für Selbig, wenn Ludwig Bürgermeister würde. Ludwig berechtigten Handel mit China und den unversehrten Bestand bekannt gegeben und habe die Genugthuung ge= Paris, 1. November.( Telegramm der„ Agence Havas".) Eine verklagte die Frau deshalb wegen Beleidigung, wurde aber in allen Chinas erfahren, habt, zu Instanzen und jetzt auch vom Oberlandesgericht abgewiesen. daß alle Mächte ähnliche Anschauungen über New York eingetroffene Depesche aus Hongkong meldet, daß Seither habe bezüglich der zu verfolgenden Ziele ein Taifun Anam verwüstet habe; 1600 Personen hätten Es ist ja nicht jedermanns Sache, sich durch den Schwaz einer hegten. Metzgersfrau beleidigt zu fühlen, aber da einmal geklagt worden ist, zwischen allen beteiligten Nationen die erfreulichste Harmonie dabei den Tod gefunden, gegen 5000 Personen seien obdachder Der Minister muß es in der That überraschen, daß in diesem Falle alle Instanzen gewaltet und nur wenig Meinungsverschiedenheit über Einzelheiten hat keine Bestätigung so wenig Empfindung für den beleidigenden Inhalt der Worte hatten, des einzuschlagenden Wegs geherrscht. Sodann fährt Hah fort dieser Nachricht erhalten, jedoch am 24. Oktober ein Telegramm, in während man doch sonst eher das Gegenteil konstatieren kann.„ Mit großer Genugthuung weist mich daher der Präsident an, Sie Haussuchungen wurden in Altona bei verschiedenen Partei- von der vollen Uebereinstimmung der amerikanischen Regierung mit welchem gemeldet wurde, daß die telegraphische Verbindung zwischen genossen abermals vorgenommen. Es handelt sich dabei um die der englischen und der deutschen Regierung in den in jenen Saigon und Tonkin infolge Beschädigungen der Leitungen durch Artikeln niedergelegten Grundsägen in Kenntnis zu setzen." Bezüglich einen Taifun unterbrochen sei. Verbreitung mehrerer Flugblätter. des dritten Artikels aber erklärt der Staatssekretär Hay sodann: Amsterdam, 1. November.( W. T. B.) Wie das„ Handelsblad" Die Parteigenossen Carstens und Ingwersen auf Husum Da dieser ein wechselseitiges Abkommen zwischen den beiden haben vom Amtsvorsteher aus Rödemis ein Strafmandat erhalten hohen vertragschließenden Mächten betrifft, so hält sich meldet, würde die Vermählung der Königin in der lezten Hälfte in Höhe von 3 M., weil sie den Norddeutschen Boltskalender" fo- die Regierung der Vereinigten Staaten nicht für berufen, ihre des Februar nächsten Jahrs stattfinden. Nach im Haag eingezogenen Erkundigungen ist indessen der Tag noch nicht festgesetzt. wie die Broschüre Socialdemokratie und Landarbeiter" in Rödemis Meinung über denselben auszusprechen. Berantwortl. Redacteur: Dr. Georg Gradnauer in Groß- Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Vading in Berlin. Sierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. 108. Kolonien . Sir. 256. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Feitag, 2. November 1900. du Juftizrat Dr. Sello Pfeffer feiner Frau einen alten Regulator und eine Lampe über1989 304 305 Fischerschen Wohnung zu kommen, wie durch anonyme Briefe weitere Mitteilungen würde machen können, wenn er nicht durch die 1899. Dort heißt es gierungsbezirks Arnsberg für weitere Recherchen notwendig wurden und wie schließlich sich die Notwendigkeit ergab, die Frieda oyda, die früher bei der Fischer war und sich bei Pflege- Eltern befand, auf der Kriminalpolizei zu bernehmen. Ein Schulkind. C braucht habe. " Frieda: ich Der Pflicht der Amtsverschwiegenheit daran verhindert wäre. Der Gerichtshof beschließt, bei der Behörde des Beugen zu beantragen, denselben von der Amtsverschwiegenheit zu entbinden. 13 340 nommen." Beamtenkorruption im Fall Sternberg? das Wort: Mit seinem bisher unbefledten Namen sei hier laffen habe, als fie ihre Wohnungseinrichtung auflöſte. Auf Be ein schmählicher und geradezu unerhörter Mißbrauch ge- fragen des Präsidenten erklärt der Zeuge, daß Frl. Pfeffer sich augenBu einem hochsensationellen Ereignis gestaltete sich der dritte trieben worden, so daß er, bis diese Sache nicht flipp und klar auf- blicklich in Hamburg befinde; er habe dies noch gestern von dem Portier in pregnung en fanfftiche Tag im Prozeß Sternberg. Landgerichtsdirektor Müller eröffnete geklärt und festgestellt fet, nicht feines Amis in dieser des Hauses erfahren. Rechtsanwalt Dr. Werthauer wünscht die Sigung mit der wiederholten dringenden Mahnung an fämtliche Sache weiter walten tönne. Er bitte, ihm sobald wie zu wissen, ob sich der Zeuge an den Breßtreibereien bes Zeugen, fich jeder Einwirkung auf andre Zeugen zu enthalten. Die möglich Gelegenheit zu geben, unter seinem Eide auf die unglaublichen teiligt habe. Er bestreitet dies zunächst entschieden, erkennt dann Zeugenvernehmung begann mit derjenigen des Kriminalschuhmanns Anschuldigungen sich auszulassen. Der Vorsitzende suchte Herrn aber zwei von ihm geschriebene Postkarten an, in denen ausgesprochen Stierstädter, der die ersten Ermittelungen angestellt hat. Bei Justizrat Sello von seinem Vorhaben abzubringen, indem er her- wird, daß es nicht schaden könnte, wenn die Sache ohne Schonung der Polizei war die Notwendigkeit erkannt worden, ein wachsames vorhob, daß die Aussagen des Beugen sich in erster Reihe ja nicht von Namen in die Oeffentlichkeit täme. Da der Zeuge durch die Auge auf die sogenannten gegen ihn, sondern gegen den Kommissar Thief richteten und dieser lange Vernehmung offenbar ermüdet ist, wurde die Sigung um Masseusen" nur angeblich die Bemerkungen über Sello gemacht haben soll, wo- 3 Uhr auf Freitag 91/2 Uhr bertagt.- Kriminalkommissarius Thiel zu richten. Es war zweifellos, daß viele von diesen Berfonen ihr bei ja vielleicht noch Mißverständnisse untergelaufen fein tönnen.- und Frl. Pfeffer sollen vorgeladen werden. Gewerbe in der schamlosesten Weise zur Kuppelei benußen. Da die Justizrat Dr. Sello bleibt dabei, daß er zunächst auf die Rechte, die bijstan Masseuse Grete Fischer in der Alexandrinenstraße 1B durch ihm sein Amtsgewand gebe, zu verzichten habe, um sich sobald als möglich not onl Annoncen Assistentinnen im Alter von 14 Jahren" verlangte, als Zeuge vernehmen zu lassen. Er verließ darauf den Saal.-R.-A. Bociales. wurde auch sie observiert. Der Zeuge hat tagelang mehrere Stunden Dr. Fuchs I: Die Beschuldigungen, die hier ausgesprochen, feien Die Eisenindustriellen, die jetzt, wo weniger Aufträge eins von einem der Fischerschen Wohnung gegenüber gelegenen Lokal so unerhört, daß jeder, der Herrn Justizrat Sello fenne, fie ohne laufen, fofort mit 2ohntürzungen beginnen, haben während Beobachtungen angestellt, die aber zu feinem Erfolge führten. Er weiteres als Erfindungen erkennen müsse. Das genüge aber nicht. der günstigen Geschäftsperiode der verflossenen Jahre in rüdsichtshat dann mehrere Mädchen, die aus Taschendiebstahls- Affairen der Man müsse durch die Beweisaufnahme sofort feststellen, daß kein lofester Weise Leben und Gesundheit der Arbeiter Kriminalpolizei bekannt waren und die in der Passage herum zu Wort von dem wahr ist, was herr Thiel von dem Justizrat aufs Spiel gesetzt. Bereits aus dem Verwaltungsbericht der flanieren pflegen, ausgefragt und von diesen gehört, daß in der Sello gefagt haben soll, und deshalb bitte er, zunächst Herrn Rheinisch- Westfälischen Hütten- und Walzwerks- Berufsgenossenschaft Wohnung der Fischer ein reicher Maler sich aufzuhalten pflege, Justizrat Sello zu vernehmen. Außerdem beantrage er, über den hatten wir vor einiger Zeit nachgewiesen, daß 1895 von je zehnfür den die Mädchen angeblich Modell zu stehen pflegten. Als Leumund des Zeugen Stierstädter dessen Vorgesetzten zu ver- tausend Personen 95 verunglückten, 1896: 100, 1897: 102, 1898: dann die Affaire Fournaçon in die Oeffentlichkeit drang, hat nehmen. Rechtsanwalt Dr. Werthauer: Die Verteidigung 108 und 1899: 1201 In fünf Jahren also eine Zunahme von die Kriminalpolizei weitergehende Recherchen angestellt, fie fonnte war einigermaßen darauf vorbereitet, daß hier noch überraschende 26 Prozent! aber die Margarete Fischer nicht festnehmen, weil sie schon Schritte unternommen werden würden, die lediglich den Zweck haben, geflohen war. Der Zeuge schilderte dann eingehend, welche Schritte den Fall Woyda noch zu halten. Einen Aufschluß über die Ursache dieser erschreckend hohen weiter unternommen worden sind, um hinter die Geheimnisse der Der Jeuge Kriminalschutzmann Stierstädter erklärt, daß er noch nipettion des Regierungsbezirts Arnsberg für Steigerung der Unfälle giebt der Bericht der Gewerbes Bezirk bedeutend gewachsenen ünfallziffer der Inspektionsbezirk die größte Zunahme der überhaupt im Dortmund aufweist, und zwar steht dort einer Zunahme der Arbeiterzahl um 9 Proz. eine Zunahme der Unfälle um 39 Proz. gegenüber. Die Hütten- und WalzwerksNach der Darstellung des Beugen hat er sich in die Schule be- Der genge fährt sodann fort: Er könne sich wohl denken, worauf die betriebe haben den Hauptanteil daran. In den geben, welche die Frieda Woyda besuchte, und der Neftor hat das von der Verteidigung an ihn zu stellenden Fragen hinauslaufen rei größten dieser Werte mit zusammen rund Mädchen herausgeholt und ihm gesagt, daß es oben auf der Polizei sollten. Er wolle aus freien Stücken zugeben, daß er sich dadurch unfälle ereignet, und zwar 8733 leichte, 65 schwere und 32 TodesArbeitern haben sich 70 Prozent der bernommen werden sollte. Auf Ersuchen des Zeugen hat der bergangen habe, daß er zu der Haußmann( durch welche einer der Rektor das Mädchen dringlichst ermahnt, mur die reine Wahrheit zu neuen Fälle gegen Sternberg in Fluß gekommen ist), im unerlaubten fälle, b. h. jeder 3. bis 4. Arbeiter erlitt im Jahr einen jagen. Auf der Fahrt nach dem Polizeipräsidium hat dann der Zeuge, intimen Berkehr gestanden habe, er bestreite aber entschieden, unfall Auch in den übrigen Bezirken trugen die Hütten- und wie er bekundet, in der Droichte mit der Frieda Woyda einiges daß er irgend etwas gethan habe, das als Bestechung oder Be- Walzwerksbetriebe und an zweiter Stelle die Betriebe der Kleingesprochen. Das Gespräch habe sich etwa wie folgt abgespielt: Was günstigung aufzufassen wäre. Die ganze Aussage des Beugen eisenindustrie zur Zunahme der Unfälle erheblich bei". war das für ein alter Onkel, der bei der Fischer verkehrte? Die Gewerbe- nspettoren führen diesen bedauerlichen wird genau zu Protokoll genommen. Es war ja kein Onkel, sondern der Hausarzt.- 3euge: Was hat schumanns Stierstädter wohnte der Chef der Kriminalpolizei, ben flotten Geschäftsgang und das Drängen der Kundschaft bedingte Der Verlesung der protokollierten Aussage des Kriminal- Umstand vornehmlich auf den starken Wechsel der Arbeiter und die durch der gemacht? Frieda: Gar nichts. Beuge: Sag' mal, es find doch aber sehr viel Mädchen bei der Regierungsrat Dieterici bei, der durch den Kriminalkommissar äußerste Anspannung aller verfügbaren ArbeitsFischer aus- und eingegangen. Was hat der Hausarzt v. Trescow. herbeigeholt worden war. Der Zeuge Stierstädter sagte räfte und äußerste Ausnuzung der Betriebs. gemacht? Frieda: Dringen Sie nicht in mich, 1t. a. auch noch aus: Ende Juli sei er in der Wohnung Ende Juli sei er in der Wohnung einrichtungen zuriid. Mangelhafte Beleuchtung, fehlerhafte werde oben die Wahrheit sagen. Präs.: Diese Redewendung des Kommiffars Thiel gewesen, dieser habe ihm mitteilen Geleisanlagen, Mängel an Fußböden, Gerüsten, Treppen und flingt für ein 13jähriges Mädchen doch etwas ungewöhnlich. wollen, wie er den Dienst wünsche, wenn er vielleicht am Maschinen, sowie schadhaft gewordene Schutzvorrichtungen wurden 1. August in sein Decernat versetzt würde. Bei dieser vielfach übersehen oder zu spät und nicht gründlich ausgebessert, weil Gelegenheit habe ihm Thiel mitgeteilt, daß Dr. Sello zur Wahrheit jedenfalls auch schon die Redewendung„ oben" ges Erbschaftsprozeß für ihn führe, Regierungsrat Dieterici wurden soweit als irgend möglich ausgenutzt und neue Abteilungen Der Zeuge schildert alsdann eingehend, wie das Mädchen auf dem Polizeipräsidium durch den Kriminalkommissar erbittet sich schleunigst Abschrift der protokollierten Aussage und teilt mit neuen Maschinen oft ehe sie fertig waren, in Betrieb gevon Tresckow befragt wurde, wie dieser aus der oberflächlichen mit, daß Kriminalkommiffarius Thiel zur Beit im amtlichen Das sind doch skandalöse Zustände! Und man muß da immer Bersonalbeschreibung auf die Person des Angeklagten St. tam uftrage fich außerhalb in dienstlicherthätigteit und weil das Kind eingeräumt efter er feiner Zeit, b. h. ehe noch Gelb ihm geletterer verhaftet wurde, wieder die Frage aufwerfen: Weshalb erhebt teine Staatsbefinde. Auf Befragen des Braut erklärt Zeuge anwaltschaft gegen solch gewiffenlose Unternehmer Anklage habe, unfittlich berührt worden zu sein, Präs.: War Sternberg befangen, als er mit Ihnen die Droschke bestieg?- 3euge: es scheine ihm so, als sollte auf ihn eingewirkt werden. Dabei habe er boten worden war, dem Kommissar v. Tres dow mitgeteilt habe: wegen fahrlässiger Körperverlegung und Tötung?! Daß die Gewerbe- Aufsichtsbeamten dieser Hunnenwirts Nein, er sagte ohne Erregung:„ Es handelt sich wohl wieder um eine, die schon den Namen Thiel genannt. Er habe Herrn v. Trescow haft der Unternehmer ohnmächtig gegenüberstanden, erklärt sich die Woyda sowohl von Herrn v. Tresdow zur Wahrheit ermahnt dann später auch mitgeteilt, daß ihm Geld geboten worden sei. Daraus, daß viel zu wenig Aufsichtsbeamte dort thätig sind. Für 23 worden, ebenso von dem Staatsanwalt Dr. Romen an dem Tage, Herr v. Tresckow habe ihm darauf gesagt, er solle nur vorläufig diesen großen Bezirk sind nur 20 Beamte vorhanden! Diese als sie vor dem Untersuchungsrichter vernommen werden sollte und darüber schweigen, haben von den vorhandenen 6375 revisionspflichtigen Betrieben nur auf dem Korridor wartete. Hier auf dem Korridor hat sie dann bis ihm wirklich Geld gegeben 3082, also weniger als die Hälfte, besucht, davon einige mehrmals, so daß 4846 Revisionen stattfanden. In den revidierten Betrieben gefagt: Nun wolle sie aber auch ordentlich die Wahrheit werde, aber wenn er vor Gericht unter seinem Eide vernommen waren aber fagen" und hat dann die Beschuldigung 83 Prozent der im Bezirk thätigen Arbeiter gegen die An- werde, soll er alles sagen, was er mit gutem Gewissen verantworten beschäftigt. Das waren also scheinbar recht umfassende getlagte Auguste Wender ausgesprochen. Darauf sei fie tönne. Darauf fei fie tönne. Staatsanwalt Braut bat im Interesse der Billigkeit, Revisionen; in Wirklichkeit mußten sie jedoch sehr oberflächlich vom Untersuchungsrichter vernommen vernommen worden und habe dort dem Justizrat Sello Gelegenheit zu geben, sich eidlich zu ausfallen, da auf jeden Beamten im Jahre 242 Revisionen erst ihre richtige Aussage gemacht. Der Zeuge schildert sodann, daß dieser Sache zu äußern. Der Gerichtshof hält es nicht für tamen eine Zahl, die an und für sich viel zu groß ist, dazu die verschiedensten Versuche gemacht worden seien, um auf die Woyda nötig, Herrn Justizrat Dr. Sello eidlich zu vernehmen, es sei aber noch von denselben Beamten soviel Rejseleinzuwirken. Das habe sich auch bei den beiden neueren Fällen genügend, wenn Dr. Sello eine Erklärung abgebe. Justizrat revisionen ausgeführt werden mußten, daß der Bericht des wiederholt, in welchen der Angeklagte St. von zwei Mädchen, die Dr. Sello: Ich weiß nicht, ob es sich um einen Meineid des Gewerberats Oppermann mit der Klage beginnt: einen loderen Lebenswandel führen, beschuldigt wird. Zeugen oder uni ein ganz schweres Amis verb mtsverbrechen andrer" Die Kesselrevisionsgeschäfte haben den Außendienst sehr belastet; Der Schluß der Vernehmung des Beugen spizte sich zu einer Art handelt, sondern kann nur erklären: an der ganzen Erzählung der eigentliche Gewerbe Aufsichtsdienst ist au Sensation zu. Präsident: etwa auch auf Sie selbst des Zeugen Stierstädter, soweit mein Name darin vorkommt, ist Gunsten der unaufschiebbaren effet Untereingewirkt worden? Beuge: Ja. Auf Befragen des Präsidenten fein wahres Wort, äußert sich der Beuge dahin: Der Wort, mig juchungen verhältnismäßig eingeschränkt." si es ist aus der Luft gegriffen, ein vollständiges Märchen von nachgebend, endlich den Gewerbe Aufsichtsbeamten in Breußen Hotel Kriminalfommiffarins Thiel, Die Kesselrevision ist ja jezt, dem steten Drängen unsrer Partei der vorübergehend früher einmal die Abteilung vertrat, in der ich weder andeutungsweise noch direkt derartige Mitteilungen, wie hier aber, in der die rücksichtslose Profitfucht des Unternehmertums den Anfang bis zu Ende. Ich habe weder mündlich noch schriftlich, wieder abgenommen worden. Gerade für die schlimmste Periode arbeitete, hat mit mir viermal über die Sternbergsche Angelegenheit behauptet worden, Herrn Kriminalkommissar Thiel zukommen Arbeitern die gefährlichsten Arbeitsbedingungen schuf. haben die gesprochen. Zunächst lud er mich zu feinem Geburtstag ein und laffen. So feierlich, wie es irgend möglich ist, gebe ich die Erklärung preußischen Gewerbe- Aufsichtsbeamten mehr die Kessel als die wir waren dann mehrere Male in besseren Restaurants zusammen. ab, daß an alledem, was Herr Thiel dem Zeugen angeblich gesagt andren Betriebseinrichtungen inspizieren müssen! Stein Wunder, Er hat dabei immer gefragt, wie die Sternbergsche Sache eigentlich haben soll, tein wahres Wort ist. ſtehe. Da Kommissar Thiel, sein Vorgesetzter war, habe er ihm etierità o ter richtete alsdann Rechtsanwalt Dr. Mendel noch beurteilt waren! An den Zeugen Schußmann daß da die Arbeiter ihr Leben und ihre Gesundheit einzubüßen vieles darüber gesagt. Bei einer dieser Zusammenfünfte, als fie eine ganze Reihe Fragen, deren Beantwortung ihn schwer belastete. Rebhuhn aßen, hat mir Herr Thiel die Frage vorgelegt: Sagen Durch diese Fragen wird die Behauptung aufgestellt, daß der Sie mal, find Sie denn nicht auf andre Gedanken zu bringen? Beuge mit zwei Frauen, Ja fragte: Wiejo? Darauf fagte Kommissar Thiel: Man muß fälle bezeugt werden sollen, sträflichen Umgang gehabt habe. Ich die zwei weitere Anilage doch ein menschliches Gefühl haben. Sehen Sie, Sternberg Der Benge giebt zu, daß er an demselben Tage oder am nächsten figt nun schon so lange. Denten Sie sich einmal, Sie erhalten Tage, als er in amtlicher Eigenschaft die Zeugin H. vernommen hatte, 200 000 m. diese besucht und unzüchtigen Verkehr mit ihr begonnen hat. Er und schwimmen nach dem Genfer See ab, was meinen Sie, ob giebt weiter zu, daß er die H., zu welcher eins der kleinen Mädchen, Sie mich dann noch ansehen werden, wenn ich Sie dann besuche? die Sternberg belasteten, hingebracht worden war, häufig besucht, Präs. Waren Sie denn damals nüchtern? Zeuge: Ja. dort Bier getrunken und über die Affaire Sternberg gesprochen habe. Bräf.: Was haben Sie dem Herrn Thiel geantwortet? Die weitere Frage des Rechtsanwalts Dr. Mendel: ob der Zeuge Zenge: Ich sagte: Ja, wenn ich von Anfang an nicht meine auch in die Küche gegangen, wenn bei der H. Herrenbefuche erflicht erfüllt hätte, dann könnte ich wohl ein reicher Mann sein. Schienen, verneint der Zenge. Der Präsident bittet, diese Fragen Herr Thiel sagte nicht, von wem und in welchem Auftrage er tomme. nicht zu weit auszudehnen. Rechtsanwalt Dr. Werthauer: Dann, eines Abends, es war am 15. oder 16. August, als ich am Alle diese Fragen sind sehr wichtig, da durch sie die Glaubwürdigkeit Bezirk entfiel: Bett meiner franken Frau saß, flingelte es und der Striminalkommissar des Beugen illustriert werden soll. Die Verteidigung stehe auf dem Thiel stand zu meinem Erstaunen vor mir. Er ersuchte mich, mit Standpunkt, daß es nicht unmöglich sei, daß die Woyda sowie die ihm mitzukommen. Am Schönhauser Thor bestiegen wir beide eine beiden andren fleinen Mädchen von dem Zeugen abgerichtet worden Droschte und da sagte er zu mir: er habe mit dem Justizrat Sello feien. Der Zeuge Stierstädter wird von den Rechtsanwälten im Jahre 1898 ein Unfall auf 98 Jahren gesprochen und dieser sei der Ansicht, daß Sternberg noch zu Dr. Werthauer, Fuchs I und einemann einem Kreuzfener retten sei, wenn durch von Fragen unterworfen. Justizrat Sello bringt folgendes zur die Polizei etwas gemacht Sprache: Der Zeuge Stierstädter sei durch einen anonymen werden könne. Herr Thiel hat dann gefragt, ob denn mit der Woyda gesinnt ist, zuerst auf das Kind Woyda hingewiesen worden. Ganz Brief eines Frl. Pfeffer, die dem Angeklagten Sternberg feindlich nichts gemacht werden könne. Ich brauche ja bloß vor Gericht zu auffallenderweise sei dieser Brief fagen, daß am Ende doch wohl auf die Woyda zu Ungunsten In diesen Biffern und den sonstigen Mitteilungen der GewerbeSternbergs eingewirkt worden sei, für diese Gefälligkeit würden dann nicht zu den Akten gekommen, Aufsichtsbeamten liegt die schärfste Verurteilung des Gebahrens die Verteidiger weiter feine unangenehmen Fragen an mich richten. sondern nach der heutigen Bekundung des Beugen auf den eignen Arbeiter, die sich verelenden laffen, fanden sich immer wieder und jener Industrie! Aber was fragen die Industriellen danach Dafür sollten dann gleich im Anfang 30000 Mart gezahlt wunsch der Pfeffer vernichtet worden. Diese wichtige Thatsache die Dividenden stiegen höher und höher; daß Blut an ihnen flebt, werden, wovon ich 15 000 m. und er 15 000 m. erhalten sollte. habe der Beuge in der früheren Verhandlung überhaupt nicht ist den Privatbesitzern wie den Direktoren gleichgültig toren gleichgi über ein neues mitgeteilt. die des 10/10 Im Fall einer Freisprechung sollte ich 75 000 bis 125 000 W. Woyda sistierte und diese auf dem Polizeipräsidium war, Ueber die fanitären Vorschriften für Bäckereien und erhalten. Ich gab ausweichende Antworten, worauf er fagte: zufällig auch die Helene Pfeffer auf dem Polizeipräsidium Konditoreien, die im Reichsamt des Innern geplant werden, erfährt Wenn Sie mich verraten, dann fahre ich nach Hause und schieße anwesend war und das Kind sich ansah. Auch diese wichtige That die" Boffische Zeitung" folgendes: mich tot! Dann sind wir in ein Restaurant gegangen und dort fache tomme nicht in den Aften vor und der Zeuge habe davon in" Ju Zukunft darf der Fußboden einer Bäckerei nicht tiefer als noch einige Zeit zusammengeblieben. Bräs.: Und Sie meinen, der vorigen Verhandlung nichts gefagt. Der Zeuge bestreitet legteres, 1/2 Meter unter dem Erdboden liegen. Die Badstubenräume müssen Sie sind vollständig nüchtern gewesen? 8euge: Jal- Präf.: und über diese Frage bleiben die Verteidiger und der Zenge ver- 3 Meter hoch und mit Fenstern versehen sein, welche genügen, War die Sache damit zu Ende?- 8euge: Zwei Tage später kam fchiedener Meinung. Eine große Anzahl von Fragen des Rechts- um für alle Teile der Räume ausreichend Luft und Licht Stommiffar Thiel auf das Präsidium und fragte mich: Na, wie ist anwalts Dr. Werthauer beziehen sich darauf, daß der Beuge zu gewähren. In Bädereien, in welchen regelmäßig mehr als zwei Stierstädter mit der Helene Pfeffer, die den ganzen Woyda Gehilfen und Lehrlinge beschäftigt werden, müssen ferner für das Staatsanwalt Braut beantragte hierauf eine ganz furze Pause, all ins Rollen gebracht, in jehr naher Verbindung ge- Badhaus und die Backstube getrennte Räume vorhanden sein. Die um mit seinem Ehef über diesen Zwischenfall Rücksprache zu standen hat. Beuge giebt zu, daß er die Pfeffer zweimal im Stranten Bahl der in jedem Arbeitsraum beschäftigten Personen muß so be nehmen; er müsse aber bitten, daß in der Zwischenzeit niemand den hause besucht hat einmal in ihrer Wohnung war und daß sie auch messen sein, daß auf jede wenigstens 15 Stubikmeter Luftraum ent Saal verlasse. Nach der Rückkehr des Staatsanwalts erbat sich einmal in seiner Wohnung gewesen ist. Er giebt ferner zu, daß die fallen. Die Temperatur in den Arbeitsräumen darf 35 Grad Celsius nigh * # 9 der Eisenindustriellen. Wie die Gewerbe- Aufsichtsberichte mitteilen, Dazu kommen aber noch einige besondere Rücksichtslosigkeiten deutschen Sprache nicht mächtige polnische Arbeiter verwendet worden, sind in verschiedenen Betrieben erstens ungeübte und zweitens der die nicht fähig waren, die Anweisungen und Warnungen der deutschen Vorarbeiter richtig zu verstehen! Daher kommt es, daß im Bezirk Dortmund unter den Verletzten und namentlich unter den Schwerverwundeten die Träger polnischer Namen auffallend zahlreich sind!" Ferner haben die Unternehmer in unverantwortlicher Weise jugendliche Arbeiter mit gefahrbringenden, Erfahrung und Kraft vorausseßenden Arbeiten beschäftigt. Der Gewerbe- Inspektor in Iserlohn hat wieder" verhältnismäßig ,, biele und schwere Unfälle unter den jüngeren Arbeitern zu beklagen". In seinem " " 1899 Arbeiter Arbeiter Arbeiter bon 14-16 von 16-21 über 21 Jahren Jahre 67 11 151 67 57 65 419 138 91899 schwer.Unfall auf 466 11250 Von den 4 Todesfällen, welche sich an Getrieben und Maschinen jugendliche Arbeiter unter 16 Jahren! Inspektionsbezirt Iserlohn zugetragen haben, betrafen drei im Aus Gefälligkeit sollte ich dann aber Mitteilungen ei, machen. erstaunliche Thatsache, daß an dem Tage, wo der Zeuge die Frieda riecht ja doch nicht! es denn? das Geld übersteigen, und endlich sollen auch noch besondere Ankleide- und fowie direkt durch die Expedition der Socialistischen Monatshefte" Waschräume vorhanden sein, die von den Arbeitsräumen zugfrei zu Berlin W. 35.( Busendung in offenem oder geschloffenem Couvert.) erreichen und heizbar sind. In Fällen, wo diesen Anforderungen nicht ohne Um- oder Anbauten entsprochen werden kann, soll während der ersten zehn Jahre lediglich die Beseitigung erheblicher Mißstände, die ohne bedeutende Aufwendungen möglich find, verlangt werden." Das ist zwar nicht viel, aber ein Fortschritt wäre es immerhin, der allerdings in der Hauptsache einen Wechsel auf die Zukunft bedeutet. Aber was wird mit der Arbeitszeit? Zur Zeit werden, wie das Blatt noch mitteilt, die Bäckermeister über die Vorschläge gehört. Die Bädergefellen nicht? 4 6, 1,60 1,20 Marktpreise von Berlin am 31. Oftober 1900 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. Kartoffeln, neue, D- Ctr. Weizen, gut D.-tr.| 15,-Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch Schweinefleisch -Kalbfleisch mittel gering Roggen, gut " " R. 56. Das Haus Köpniderftr. 56/57 gehört zum 140. Stadtbezirk und 19. Kommunal- Wahlbezirk dritter Abteilung. E. D. 100. Die Simon Blad- Stiftung ist noch nicht in Wirksamkeit getreten. Wenden Sie sich an die Stiftungsdeputation Poststr. 16. M. E. Für den Transport einer Leiche wird auf Schnellzügen pro Kilometer 60 Bf., auf Personeuzügen pro Kilometer 40 Pf. erhoben. Es tommt noch hinzu eine Abfertigungsgebühr von 6 M. In Ihrem Falle mag der Transport sich auf etwa 150 M. stellen. 1,30 1- E. B. Eine Fachschule für Gas- und Wasserrohrleger besteht in Berlin nicht. Vielleicht aber paßt Ihnen eine der zehn Fachzeichentlassen( für Mechaniker 2c.) des städtischen Gewerbesaals, welche dem Direktor Herrn R. Grabowski, Turmftr. 34, unterstehen. 1,60 1,20 1,80 1, 1,60 1,10 4,80 3, 2,20 1,20 2,50 1,20 2,60 1, 1,80 1, mittel gering Hammelfleisch " †) Gerste, gut mittel gering 15,50 14,70 14, 14,80 Butter 2,80 2, Fier 60 Sínd 13,90 13,30 Karpfen 1 kg H +) Hafer, gut mittel gering Nichtstroo 16,20 15,20 Male " 15,10 14,20 Bander 14,10 13,20 hechte nod autom 7,50 6,82 7,40 5,20 Schleie Bariche 40,- 25, Bleie 45, 20 Krebse 70, 30, Gegen die Vergewaltigung der Orts- Krankenkassen. Die Freie Vereinigung der badischen Orts-, Betriebs- und Innungs- Nichtstro Krankenkassen, die gegen 70 Vereine mit über 100 000 Mitgliedern eu umfaßt, beschäftigte sich in ihrer Generalversammlung in Karlsruhe vornehmlich mit der Abänderung des Krankenversicherungs- Gesetzes. Linjen Die Ansicht der Versammlung fand in folgender Resolution Ausdruck: Die heutige Generalversammlung protestiert mit aller Entschiedenheit gegen jede Beschränkung der Selbstverwaltung der Krankenkassen, da kein Beweis erbracht worden ist, daß die Selbständigkeit der Kassen mißbraucht worden sei. Eine Centralisation sei nur dann zu befürworten, wenn sich derselben alle Kassen, auch die Betriebstassen anschlössen. In Bezug auf die freie Aerztewahl ist die Entscheidung den einzelnen Kassen zu überlassen." Kinderschuh? In Frankfurt a. O. ist eine Verordnung erlaffen worden, wonach Kinder unter 8( acht) Jahren außer dem Hause nicht gewerblich beschäftigt werden dürfen. Uns will dünten, als ob das zu tief in das Erwerbsleben des Volts eingriffe; man sollte das Schuhalter auf 2 bis 3 Jahre festsetzen. Die Bibliotheken sämtlicher Gewerkschaften Dessaus sollen nach einem Beschluß des dortigen Gewerkschaftskartells zu einer gemeinsamen Bibliothek vereinigt werden. Dem Beschluß haben sämitliche Gewerkschaften mit Ausnahme der Maurer zugestimmt. Seine wesentlichste Bedeutung wird sich erst in der Folge zeigen, wenn die gemeinsamen Mittel zu Neuanschaffungen nach einheitlichem Plan verwendet werden können. " Eingegangene Druckschriften. Die Socialistischen Monatshefte"( Administration: Berlin W., Lützowstr. 85a) haben soeben das November: Heft ihres 6. Jahrgangs erscheinen lassen. In demselben wird die Artikelserie über den Stand der focialistischen Bewegung und des Niveaus der socialistischen Theorien in den einzelnen Kulturstaaten die in den früheren Seften bereits Studien über den Socialismus in Dänemark, England, Finnland, Frankreich, Holland, Italien, Destreich, Polen, Queensland, Rußland, Spanien und Ungarn gebracht hat- fortgesetzt durch den Anfsatz: Der Socialismus in Schweben von Hjalmar Branting. Aus dem sonstigen Inhalt des Hefts heben wir hervor: Dr. Claudio Treves: Der neue Kurs in der italienischen Socialdemokratie. Dr. Eduard David: Der internationale Kongreß und die„ Einigung" der französischen Socialisten. Eduard Bernstein: Paris und Mainz. Dr. Ludwig Wolt mann: Die Begründung der Moral.- Dr. Franz Oppenheimer: Memoiren eines Revolutionärs. Fanny Imle: Das Kommunal: programm der sächsischen Socialdemokratie. Eduard Fuchs: Die Karikatur unter dem zweiten französischen Kaiserreich. Rundschau ( Gewerkschaftsbewegung. Genossenschaftsbewegung). Der Preis des Heftes beträgt 50 Pf.; pro Quartal 1,50 m. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen, Kolporteure und Bostanstalten( Post- Zeitungs- Katalog Nr. 7217), Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Ver antwortung. Theater. Freitag, den 2. November. Opernhaus. Benvenuto Cellini. Anfang 72 Uhr. Schauspielhaus. Der wilde Reut: lingen. Anfang 72 Uhr. Nenes Opern Theater( Kroll). RANIA Erbsen Speifebohnen *) frei Mühle. K. B. Ein Strafantrag wegen Beleidigung nuß, um rechtswirksam zu sein, innerhalb 3 Monaten nach Kenntnis von der Beleidigung und der Person des Thäters gestellt sein. Der Strafantrag muß schriftlich oder zu Protofoll bei einem Gericht oder der Staatsanwaltschaft oder schriftlich bei der Polizeibehörde gestellt werden. Die Beleidigungsklage ist bei dem Amts1,80 0,80 gericht anzustellen. Der Beleidigungsklage muß ein Sühneversuch bei dem Schiedsmann des Bezirks, in dem der Beleidiger wohnt, vorausgehen, 3, 1,20 wenn die beiden Parteien in verschiedenen Gemeinden wohnen. M. K., 1,40 0,80 Stalizerstraße. 1. Ja, täglich 80 Pf. 2. Außer Gütergemeinschaft. per Schot 12,- 2,50 G. P. O. Die Nachforderung entspricht dem Gesez. Steuerrüdstände verjähren in vier Jahren vom Ausgang des Jahres ab gerechnet, in dem dog door of mist die Steuern fällig waren. Der von Ihnen erwähnte Brief ist nicht ein: +) frei Wagen und ab Bahn. gegangen. Konflikt. Großjährigkeit tritt mit vollendetem 21. Jahre ein. Produktenmarkt vom 1. November. Getreide. Der heutige Markt Bereits vor vollendetem 21., aber nicht vor vollendetem 18. Lebensjahre Tag fest auf tältere Witterung, erneute Weizensteigerungen Nordamerikas tann ein Minderjähriger auf Antrag durch die Vormundschaftsbehörde für W. 3. Kommen Sie in die Sprechstunde. und strammere europäische Märkte. Die Lieferungspreise für Weizen fetten großjährig erklärt werden. Max Schöneberg. Ihr Vater ist nicht rentenberechtigt. 0,75, für Roggen 0,50 M. höher ein. Im weiteren Verlaufe trat etwas Abschwächung ein, da Nord- und Südrußland fast rentable Roggenofferten G. 52 922. Ersuchen Sie den Vormund, den Betreffenden auf fandten und außerdem die Käufer fich zurüchielten. Hafer war etwas beffer Bahlung zu verflagen und wenden Sie sich im Fall der Weigerung an gefragt, da die andauernde Steigerung des Maispreises stimulierte. Die das Vormundschaftsgericht. Potsdam. Der Termin muß von Ihrem heutige Getreidelager- Aufnahme ergab 10 372 Tonnen Weizen oder 975 Sohn persönlich oder von einem zu seiner Vertretung Bevollmächtigten weniger als Anfang Oftober und 8814 Tonnen Roggen oder 1934 Tonnen wahrgenommen werden. Ist Ihr Sohn minderjährig, so soll er dies im Termin darlegen und Abweisung der Klage beantragen. Ist er nicht mehr. Rüböl zog auf spekulative Käufe 30 Pf. an.be Spiritus. 70 er Cocospiritus notierte unverändert 47,10 m. minderjährig, so kommt es nur darauf an, ob die Behauptung der Klage zutrifft. Die Richtigkeit der Klage muß der Kläger beweisen. F. B. 100. 1. Wenn ein Paftor 2, 3, 4, 5 M. von Konfirmanden nimmt und ihnen hierfür eine Tasse Kaffee und Butterbrot spendet, so steht es Ihnen frei, über diese Handlung Beschwerde zu führen. Strafbar macht fich der Pastor dadurch nicht. 2. Sie können jederzeit aus dem Kirchenverband ausscheiden. Richten Sie einen dahingehenden Antrag an das Amtsgericht, so wird( in vier bis sechs Wochen) ein Termin zur Entgegen nahme Ihres Austritts angesetzt. Haben Sie dann den Austritt erklärt, so find Sie die von Ihnen beschriebenen Scherereien los. G. 3. 50. Das Möbeltransport- Geschäft hat den Schaden zu tragen. N. Ja. Witterungsübersicht vom 1. November 1900, morgens S 11hr. Stationen stand mm Barometer richtung Wind winembe. 769 SSD Hamburg 766 D Berlin 769 SO Frankf./M. 766 S München 769 SD Wien 770 Still Windstärke Wetter 3 bedeckt Temp. n. G. 5° C. 4° N. Stationen and mm Barometerrichtung Wind Windstärte 9 Haparanda 768 Still 6 Petersburg Wetter Temp. n. 6. 6° C. 4° N. 228 H16. bed.-- 1 2 wolfig 4 Cort 1 Nebel 8 Aberdeen 7553 755S 3wolkig 13 2 bedeckt 11 1 Baris 41 2Nebel -wolfent Wetter- Prognose für Freitag, den 2. November 1900. Mild und zeitweise heiter, vielfach wolkig mit leichten Regenfällen mäßigen füdwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Briefkasten der Redaktion. Montag, und Dienstag, Die juristische Sprechstunde findet Donnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. B. 10. Die Bleichröder- Stiftung steht mit dem Berlin- Brandenburger Heilstättenverein für Lungenkranke in Verbindung. Wenden Sie sich an den Schriftführer dieser Vereinigung, Geheimen Medizinalrat Profeffor Dr. B. Fräntel, Berlin W., Bellevueftr. 4. B. 111. Stiftungen, aus denen Handwerker unterstützt werden, die längere Zeit auf einer Arbeitsstätte beschäftigt sind, bestehen für einige Innungen, so für die Bäder- Innung. Allgemeine Stiftungen solcher Art sind uns nicht bekannt. W. L. Heilkunde. Uns leider unbekannt. Thalia- Theater • 1 2. 40. 1. Sie fönnen auf Zahlung flagen. 2. Nein. Bunzlan. Von jeder Stempelpflicht befreit sind Kranken, Unfall, Alters- und Invaliditätsversicherungs- und Unterstützungskaffen, denen die Versicherungsnehmer auf Grund gesetzlicher Bestimmungen beizutreten berpflichtet sind, und eingetragene Genossenschaften, welche die Gewinnverteilung ausgeschloffen haben. Hingegen unterliegt einer Steuer pflicht von 1,50 m. die erfimalige Feststellung des Statuts von Gesellschaften aller Art, Gewerkschaften, Genossenschaften, Korporationen, Stiftungen, Vereinen und Anstalten in der Form von Verträgen oder Beschlüssen. Vor dem Stempelgesetz vom 31. Juli 1895, das seit dem 1. April 1896 in Kraft getreten ist, unterlagen auch die Steuer Genehmigungen von Aenderungen der Statuten der pflicht, also auch Aendernngen des Statuts einer freien Hilfskaffe. Das ist wiederholt in Finanzministerial- Resfripten auf Grund des Gesetzes vom 7. März 1822 anerkannt. Das Stempelgejek vom 7. März 1822 ist durch das vom 31. Juli 1895 aufgehoben. Dies fennt keine Besteuerung von Das geht aus dem Genehmigungen zu Statutennachtragungen mehr. Wortlaut des§ 25 lit. e des Gesetzes und aus dem Kommissionshericht 548 flar hervor: Lehnen Sie also die Zahlung des Stempels ab, legen Beschwerde gegen die Aufforderung zur Zahlung beim Oberpräsidenten, sodann beim Finanzminister ein und verlangen in dieser Beschwerde, an zuordnen, daß eine Einziehung des Stempels unterbleibt und der etwa eingezogene zurückgezahlt werde. Den Bescheid des Finanzministers teilen Sie uns wohl dann mit. Thalia Theater Apollo- Theater... Dresdenerstr. 72. Heute und folgende Tage: Taubenstr. 48/49. Der Liebes schlüssel. Große Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz. Hauptdarsteller: Thomas, Thielscher, Selmerding, Junkermann, Baulmüller und Selig und die Damen Milton, Schäffer, Wanovius, Junker- Schatz u. Wehling. Im Theater abends 8 Uhr: Eine Wanderung durch die Weltausstellung in Paris. Im Hörsaal: , Schutz- und Trutzfarben." Von Prof. Dr. Müller. Invalidenstr. 57/02. Anfang 72 Uhr. Die Biebermans. Staf. 7% Dr. Tägl. Sternwarte. Palast- Theater Anf. 72 Uhr. Deutsches. Rosenmontag. Anfang 72 Uhr. Leffing. Johannisfeuer. 72 Uhr. Anfang Berliner. Die strengen Herren. Anfang 72 Uhr. Refibenz. Die Dame von Marim. Anfang 72 Uhr. Nenes. Die Butterseite. 71/2 Uhr. Anfang Weften. Hoffmanns Erzählungen. Anfang 7 Uhr. Schiller. Die goldne Eva. Anfang 8 Uhr. Seceffionsbühne. Die Bildschnitzer. Daheim. Der Bär. Anfang 712 Uhr. Central. Die Geisha. Anfang 71/2 Uhr. Thalia. Der Liebesschlüffel. Anfang 712 Uhr. Luifen. 8 Uhr. König Krause. Anfang Friedrich- Wilhelmstädtisches. Nachmittags 5-10 Uhr. CASTANS PANOPTICUM Friedrichstr. 165. Neu! Dahomey- Dorf. Neu! 38 wilde Weiber von der Lelbgarde des Königs Behanzin. Kriegs- u. Gefechts- Scenen, Exercitien, Nationaltänze. Vorstellung.: 12 Uhr mittags, nachm. von 3-10 Uhr stündl. ,.Allerseelen", neue Illusion! Russ. Damenkapelle Zarina. Entree 50 Pf. Militär u. Kinder 25 Pf. Central Theater Bum 525. Male: Die Geisha. früher Feen- Palast, Burgstr. 22. Ab 1. November: Gr. Konkurrenz-Programm! Men! 8 Uhr! Neu! Die Regimentsnummer Poffe mit Gefang von M. Reichardt. Schladebach, Schlächterniftr.: Direttor Richard Winkler. Lona Cass, die jüngste deutsche Soubrette. Gisella, preisgekröntes Gef. u. Tanz- Quartett. Two Bretons, Redturner ersten Rangs. Clown Levator mit seiner Dressur- Gruppe. Außerdem: 10 erstklassige Schaunummern. Anfang: Wochent. 71/2, Sonnt. 6 Uhr. Entree: 50 f. Der Eugenbring. Anfang 7 Uhr. Operette in 3 Kitten von G. Jones Sanssouci Carl Wein. Müller und Schulze auf der Pariser Weltausstellung. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Die Zwiderwurz'n. Angang 8 Uhr. Anfang 72 Uhr: Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag: Nachmittags 3 Uhr zu halben Preisen: Die Geisha. Metropol. Specialitätenvorstellung. Abends 72 Uhr: Boccaccio. Die verkehrte Welt. Anfang 8 Uhr. Apollo. Specialitäten- Borstellung. Fräulein Loreley. Anfang 8 Uhr. Neichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Heute, Freitag, den 2. November: Kottbuserstrasse. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag: Hoffmanns Nordd. Sänger. Anfang Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pf. Von 5-7: Unterhaltungs- Musik. Wochentags 8 Uhr. Entree 30 Pf. Nach jeder Soiree: Palast. Specialitäten Borstellung. Die Waise aus Lowood. Tanzkränzchen. Die Regimentsnummer. Anfang 72 Uhr. Urania. Taubenftr. 48/49.( Im Theatersaal) Abends 8 Uhr: Eine Wanderung durch die Weltausstellung in Paris. Jm Hörsaal:" Schuß- und Truzfarben". Von Prof. Dr. Müller. Invalibenftr. 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Schiller Theater ( Wallner Theater). Freitag, abends 8 Uhr: Die goldne Eva. Luftspiel in 3 Aften von Franz von Schönthan und Franz Koppel Elfeld. Sonnabend, abends 8 Uhr: Freudlose Liebe. Hierauf: Die Schulreiterin. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Das Glück im Winkel. Sonntag, abends 8 Uhr: Die goldne Eva. Schauspiel in 5 Aufzügen von Charlotte Birch- Pfeiffer. Sonnabend: Keine Vorstellung. Metropol Theater. Bum 114. Male: Verkehrte Welt! mit der Hochoriginellen Frauenparade. Vorher: Das brillante NovemberSpecialitäten- Programm. Alice Berley. Bonhair. Brüder Pantzer etc. Beginn der Vorstellung 8 Uhr, der Operette um 9 Uhr 15 Min. Rauchen überall gestattet. Riccardo und Benedetto Miss Madge Ellis The Weltons Alfred- Truppe Sennorita Chavita Sulivan u. Aranka Cäcilie Carola Rhomes Pannonia Der Kosmograph Borlezte Woche! Müller und Schulze auf der Pariser Weltausstellung Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Sonnabendnachm. 4 Uhr: Auf allgem. Verl: Hänsel u. Gretel. In Vorbereitung: Fauftrecht u. Landfriedensbruch. Cirkus Fräulein Loreley Schumann. Operette von Bolten- Bäckers. Musik von Lincke. Anfang 8 Uhr. Cirkus Busch Freitag, den 2. November cr., abends 71/2 Uhr: Humoristisch. Gala- Abend Beginn der Pantomime 10 Uhr. Heute, Freitag, den 2. November, abends präc. 71/2 Uhr: Groke außerordentl. Vorstellung. Nur noch kurze Zeit: Les 9 Colibris, die kleinsten Menschen der Welt. Auftreten sämtlicher neu engagierten Specialitäten. Kolossaler Erfolg des neuen Programms. Vorführung der anerkannt unerreicht dastehenden Original- Dressuren des Dir. Alb, Schumann. Auftreten sämtl. Clowns. Schluß zum 42. Male: Berliner Landpartien CHINA. ult über nit. Tolle Streiche zu Waffer und zu Lande in 2 Aften. Besonders hervorzuheben: Die böheren Töchter in der Schwimmanstalt. Grosses Charivari von 100 Clowns, männliche und weibliche. Prof. Hermanns fenfationelle Demonstrationen. Jeffelung und rätselhafte Entfeffelung eines Sträflings. Die Flucht aus dem verschlossenen Reisetoffer mitten in der Manege. Europäische Kavallerieen auf 16 Schulpferden. Zähne 10 Jahre 2 Mark. Garantie. Teilzahlung Woche 1 Mt. Vollkomm.schmerzl.ZahnWochentags Tanz frel. Vereins und zlehen 1 Mk., Plomben 1 Mt. Vorzugsbillets wochentags gültig. J. Blumberg, Elfafferstr. 33, Säle zu Festlicht. u. Versammlungen. a. Oranienb. Thor. Spr.8-7, Sntg3.9-1. Gegenerklärung! Auf die am Sonntag, den 28. Oftober, an mich gerichtete Gr flärung des Mr. Harry Houdini, bin ich, um unsren Streit zum endgültigen Abschluß zu bringen, bereit, nicht in einem ge mieteten Lokal, denn das würde den Austrag der weiten Oeffentlichkeit in der entziehen, was ja doch in erster Linie vermieden werden soll Manege des Cirkus Busch am Sonnabend, 3. Novbr., abends 9 Uhr, unter Annahme der von Herrn Houdini ge stellten Bedingungen den Wettstreit bezügl. der Polizeifeffeln zum Austrag zu bringen, mit der einen Abweichung, daß die voll ständige Entkleidung, welche Serr Houdini proponiert, sowohl aus ästhetischen Gründen, wie mit Rücksicht auf behördliche Vorschriften, wegbleiben muß. Eine Leibesvisitation fann ja trotzdem vorher durch Aerzte und Sachverständige, die Herr Houdini wünscht, in der Garderobe vorgenommen werden. Ich werde den Betrag von 1000 M. im Cirkusbureau beponieren; Herr Houdini möge das Gleiche thun. dgo Also am Sonnabendabend 9 Uhr erwarte ich mit meinen Sachverständigen den Herrn Houdini im Cirkus Busch! M. Hermann, Prestidigitateur. Ein Sensationsschlager 1. Nangs. Die Unfren in Kiantschon. Der Aufstand der Boger.- Krieg. Die Die Erstürmung der Taku Forts. Verbündeten vor Taku- Peking. Sonntag: 2 Borstell. Nachm. 31/2 u. abends 71/2 Uhr. Nachmt. 1 Kind frei. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Zum Schluß:( nur noch kurze Zeit!) Excellenz kommt! Anfang 8 Uhr. Borher: Konzert. Deutsche Konzerthallen Spandauer Brücke. Täglich 4 ausländische Kapellen 4 Gr. Theater- Vorstellung. Passage- Theater. Morgen 12 Uhr: Mittag Wiedereröffnung 1te D -Vorstellung, Zum 1. Male! 3. Seebataillon 2. Compagnie. Zeitbild in einem Akt von R. Devil. Musik von Leo Faller. Zum 1. Male: Jenseits der krummen Lanke. Lokal- Posse in einem Akt von Fritz Waldow. Musik von Leo Faller. Eintritt einschliesslich Theater 50Pf Passage- Panopticum. Morgen 12 Uhr: Mittag Erste Schaustellung von China in Berlin. Chinesischer Marktplatz mit chinesischen Theatern. Zum 1. Male: Die Katze und der Engel. Aus dem chinesischen Volksleben in San Franzisko. Eintritt einschliesslich Theater 50 Pf. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Engel- Ufer 15: Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Vater, der Schriftseter 834b Heute, Freitag, abends 8 Uhr, im„ Gewerkschaftshaus", Arnold Thiele Sitzung der Orts- Verwaltung. am Montagabend nach langem Leiden Sonnabend, den 3. November, abends präcise 82 Uhr, im Lokal von Mörschel, Jüdenstraße 35: mittags 3 Uhr, von der Leichenhalle am Sonntag, den 4. Noveurber, nach: des Heiligen Kreuz Kirchhofs in Die trauernde Witwe nebst Kindern. Kommissions Sigung der Drechsler. Mariendorf aus statt. Pünktliches Erscheinen ist notwendig. 109/11 Centralverband der Elektromonteure und Berufs- Central- Kranken- u. Sterbegenossen Deutschlands( Sektion Berlin). Sonntag, 4. November, vormittags 9 1hr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: tasse der Tischler. ( Eingeschr. Hilfskaffe 3, Hamburg.) Ortsverwaltung Berlin H. Am Dienstag, den 30. Oftober, verschied das Mitglied unsrer Kasse General- Versammlung. Gustav Krüger Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstands. 2. Bericht der Revisoren. 3. Beratung der im Alter von 48 Jahren. Die Be Arbeitsnachweis: Statuten. 4. Verbandsangelegenheiten. 278/12 wendig. Mitgliedsbuch legitimiert. Erscheinen sämtlicher Mitglieder not: Der Vorstand. erdigung findet heute nachmittag 3 Uhr vom Trauerhause Görlitzerstraße 42 aus statt. Die Ortsverwaltung. Verein der Bauanschläger solzbearb.- Maſchinenmeiſter. Berlins und Umgegend. Sonntag, den 4. November, vormittags 10% Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal I: Derlammlung Tages Ordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Bericht der 21er- Kommission. 3. Antrag des Vergnügungskomitees. 4. Verschiedenes. 34/16 Diejenigen Mitglieder, welche noch nicht im Besitz des neuen Statuten buch find, werden aufgefordert, dasselbe sofort abzuheben. Beiträge werden nur von 9-11 Uhr angenommen; außerdem in den drei Arbeitsnachweisen zu jeder Zeit. Der Vorstand. Atung! Rabitzspanner und Träger. Adtung! Aut 30. d. M. verstarb nach langem Leiden unser Kollege 83/10 Hermann Fähnrich wohnhaft in Nieder- Schöueweide. Die Beerdigung findet am Freitag, den 2. November, nachmittags 1/23 Uhr, von der Leichenhalle in Köpenick aus statt. Der Vorstand. Kragen Manschetten HERREN- HUTthetten Preiswerther Filz in mehreren Farben Serviteurs Oberhemden Krawatten Hosenträger sehr billig. mit Atlasfutter MARKE BLITZ" 1 Mk 90. Baer Sohn Herren und Knaben Chausseesh Ausstattungen. 24a 25 Brückenstr. 11. Cirkus Renz- Konzert- Tunnel Wochentags 7 Uhr. Karlstrasse. Nur erstklassige Sonntags 5 Uhr. Specialitäten. Direktion: J. M. Hütt. Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tanz ohne Rachzahlung. Frauenleiden, vorgetragen an Lichtbildern von Frau prakt. Naturheilkundige Grundmann heute, Orts- Krankenkasse Freitag, Gr. Frankfurterstr. 30 des Zimmerergewerbes. Sonntag, den 4. November, vormittags 10 Uhr, im Lokal Sonntag, d. 11. November, des Herrn Jannascht, Inselstraße 10: vormittags 10 Uhr, Mitglieder- Versammlung.chuls eine Bersammlung ber Tages Ordnung: Arbeitgeber, welche Beiträge zur 1. Abrechnung vom 3. Quartal. 2. Gewerkschaftliches. 3. Ver: Kaffe aus eigenen Mitteln leisten, schiedenes. 8416 statt. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Verband der Bau-, Erd- und gewerbl. Hilfsarbeiter Deutschlands( Zahlstelle Berlin I). 840b Tages- Ordnung: Wahl von 21 Vertretern zur Generalversammlung für 1901. abds. 82 Uhr bei Haberecht, Strausbrg. Pl. Gäste 20 Pf. Aufnahme neuer Mitglieder in unsrer Geschäftsstelle in der * Nature 72. Köpenickerstrasse 72. Neanderstr. Anstalt Sprechst. 11-2, 6-8. Sonntags 11-12. Grosser Berl. Naturheilverein. Haarfilzhüte Cylinderhüte Chapeau claques Handschuhe Schirme Tricotagen sehr billig. Arbeiter- Radfahrer- Verein ,, Berlin". Sonntag 12 Uhr Schlesische Br. n. Hirsch: garten( zum Schlachte: fest.)( Keller.) Donners: tag Ausgabe d. Billets zuin Herrenabend. 28/8 Gr. Frankfurterstraße 39. Neu eröffnet! Chic, Gelegenheitskäufe für moderne Puppen- Fabrik Herren- Artikel Otto Kreyssig Brunnenstrasse 119, Laden und I. Etage. 5850L* Specialität der Firma: Hüte, Handschuhe, Wäsche, Kravatten, In demselben Lokal und Grösstes Special- Geschäft für Puppen. Trikotagen, Schirme, Stöcke in derselben Zeit, doch in getrennten Räumen, findet eine Ber sammlung der wahlberechtigten Sonntag, den 4. November, vormittags 10% Uhr, bei Graumann, Kaffenmitglieder( Arbeitnehmer) Naunynftr. 27: Mitglieder- Versammlung Tages Ordnung: 1. Der Kapitalismus am Ende der Prosperitätsperiode und die Auf: gaben der Arbeiterklasse. Referent Reichstags: Abgeordneter Genosse E. Rosenow. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Bahlreiches Erscheinen der Mitglieder erwartet 43/12 Die Ortsverwaltung. Verband der Sattler und verw. Berufsgen. Branchen- Versammlungen der Berliner Mitglieder. ſtatt. Tages- Ordnung: Wahl von 42 Vertretern zur Generalversammlung für 1901. miert und ist beim Eintritt in das Das Quittungsbuch legiti Wahllokal den Controleuren vorzuzeigen. Dienstag, d. 13. November, abends 8 Uhr, findet in dem genannten Lofal die ordentliche Generalversammlung statt. Tages- Ordnung: Filiale I, Geschirr- u. Galanterie- Sattler: abends 8 Uhr, im glieder( Arbeitgeber). Sonnabend, 3. Nov., Englischen Hof, Neue Roßstr. 3. Tages- Ordnung: 1. Das Ber trauensmänner- System und wie stellen wir uns zur Gründung einer Lokaltasse. Referent Kollege C. Weiher. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Dienstag, den 6. Novbr., Filiale III, Taschen- u. Koffermacher: ds 9 uhr, im Gewert schaftshaus, Engel- Ufer 15. 1. Wahl von drei Vorstandsmit 2. Wahl von zwei Vorstandsmit gliedern( Arbeitnehmer). 3. Wahl des Prüfungsausschusses. 4. Erweiterung der Kassenleistungen und Genehmigung der hierbuch notwendig gewordenen Statutenänderung. Filiale IV, Militäreffekten- Sattler: Sonnabend, ben 3. Robert hälter der Kaffenbeamten und der das November, 5. Regelung der Anstellung und Ge Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: General- Versammlung. burch bedingten Acnderung des§ 51 Tages- Ordnung: 1. Bericht des Vorstands und Neuwahl desselben. des Statuts. 2. Abrechnung vom 3. Quartal. 3. Verschiedenes. NB. Die 6. Verschiedenes. Sammellisten müssen in der Versammlung abgeliefert werden, desgleichen die Stempeltissen. Die am 11. November gewählten Arbeitgeber, sowie die für 1900 ge= Filiale V, Teppich- u. Linoleumleger: eben Montag nach dem wählten Bertreter der Kaffenmitglieder 1. und 15. eines jeden Monats, abends 8 Uhr, in den„ Arminhallen", Kommandantenstr. 20. Filiale VI, Wagen- Sattler: Dienstag, den 6. November, abends 82 Uhr, bei Mörschel, Jüdenstr. 35/37. Tages- Ordnung: 1. Die Forderungen der Berliner Sattlergehilfen und das Verhalten der Zwangsinnung. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäfte find in allen Bersammlungen willkommen und werden allenthalben Mitglieder aufgenommen. Um zahlreiches Erscheinen ersuchen 160/15 Die Vorstände. Tischler- Verein zu Berlin. werden hierzu eingeladen. Der Vorstand. J. Krause, Vorsitzender. E. Petermann, Schriftführer. Wilhelmshof- Hirschgarten Sonntag, den 4. November: Grosses Schlachtefest, wozu ergebenst einladet ist Unsinn Viel Geld 17L* Stets das Allerneneste zu spottbilligen Preisen. Gr. Frankfurterstraße 39. Billiger Kartoffel- Verkauf. Werte Genoffen! W. Keller. für Hüte auszugeben, manerhält auch zu billigen Preisen gute Sachen, wenn man die richtige Bezugs: quelle fennt.[ 53949* Knabenfllzhüte 1-3 M. Centner. Herrenfilzhüte, weich 1,75-5,25 Steif 2,00-5.25 Cylinderhüte 4,00-12,00 Chapeaux claques 8,00-10,00 im Einzelverkauf bei " " " Arnold& Eggert Hut- Engros- Geschäft Waldemarste. 44, part.. 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November, nachm. 2 Uhr, Sonnabend, 3. November, abends 8½ Uhr, Melchiorstraße 15: im ,, Wilhelmsgarten" bes Hrn. Scheer: Derlammlung. Tages Ordnung: Deffentliche Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag von Fräulein Fanny Jmle. 2. Abrechnung vom billige und bequeme Weise ein reelles Stiftungsfest. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäste( auch Frauen) haben Zutritt. Regen Besuch erwartet 199/11 Der Vorstand. Sonntag, den 4. November, mittags 1 Uhr: Besuch der Urania, Taubenstraße. Zur Aufführung gelangt: ,, Auf den Wogen des Oceans". Billets sind noch bei Vorstandsmitgliedern in der Versammlung zu haben. Centralverband der Maurer Deutschlands Zahlstelle I( Putzer). Sonntag, den 4. November 1900, vormittags 11 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Welchen Vorteil haben wir von der Verkürzung der Arbeitszeit und ist es notwendig, bei Licht zu arbeiten? 2. Bericht des Delegierten von der Gewerkschafts- Kommission. In der Dienstagnummer des Vorwärts" wird von einem „ Unterstützungsverein der Putzer" deffen erstes Stiftungsfest bekannt gegeben, auch wird versucht, unter Kollegen und in Genossentreisen Billets hierzu abzusetzen; wir machen darauf aufmerksam, daß dieser Verein nichts mit der Organisation der Puzer Berlins gemein hat, infolge dessen auch nicht auf dent Boden der allgemeinen Arbeiterbewegung steht. 135/12 Die örtliche Verwaltung. Vortrag für Damen und Herrenam Freitag, den 2. November, abends 8½ Uhr, im Konzerthaus ,, Sanssouci", Kottbuser Strasse 4a. Thema: Ein Wegweiser für Gesunde und Kranke. Demonstrationen an lebensgroßen anatomischen Modellen. Referent: K. Müller, pratt. Naturheilkundiger. Sprechstunden 2-4, 6-8 Uhr, 835b Sonntags 10-12 Uhr im Kurbad, Magazinstraße 17. 1. Vortrag: Wie erhält man auf Fahrrad? 2. Disfuffion. Einberufen vom Verein„ Voran", fchaft für Radfahrer. 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November, im Konzertsaal der Aktien- Brauerei Friedrichshain sam Königsthor: Wohlthätigkeits- Künstler- Konzert zum Besten des Unterstützungs- Fonds des Vereins. Mitwirkende: Berliner Tonkünstler- Orchester, Kapellmeister Herr Franz v. Blon. Konzertmeister( Solovioline) Herr Willy Neumann. Konzertsängerin: Frl. Elisabeth Volkmar van Berge. Harfe: Frl. Emilie Stoltz. Orgel: Herr Musikdirektor Paul Kurz. Herr Otto Wolf( Tenor). Herr Paul Gierse( Baryton). Anfang präc. 81/2 Uhr. Eintritt 50 Pf. Programm mit Liedertext am Konzert- Abend 10 Pf. -Nach dem Konzert: BALL. Herren, welche daran teilnehmen, zahlen 50 Pfennig nach. Das Rauchen ist nur nach dem Konzert gestattet. Während der Piecen wird die Bedienung zurückgezogen und die Saalthüren verschlossen. Alle Freunde und Gönner des Vereins werden hiermit freundlichst eingeladen und geDas Komitee. beten, äusserst pünktlich zu erscheinen. uns gelieferten Trauringe er freuen, beweist am besten die forts während steigende Produktion. E. 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( Ohne Gewähr.) 309 410 13 567 70 609 11 719 934 44 1162 242 596 676 773 809 69 96 905[ 500] 68 87 2196 529 85 661 824 3024 154 442 702 943 98 4127 814 94 998 5007 15 56 83[ 500] 181 94 436 537 673 748 6067 142 49[ 1000] 351 672 856 61 81[ 1000] 90 7146 86[ 300] 208[ 5000] 306 58 538[ 300] 77 966 78 263 94948 188 263 300 781 951 56 71 83 9081[ 500] 260 300 585 942* 10014 188 99[ 300] 210 21 308 39 419 507 68 818 30 32 91 946 54 11128 42 69 213 373 500 46 761 73 818 40 55 12062 540 84 13051 781 94 821 908 14084[ 500] 144 55 309 566 82 613[ 3000] 778 15072 79 183 74 92 225 64[ 300] 325 79 409 690 703 40[ 500] 870 980 16200 359 448 576 780 970 17244 48 59 [ 300] 79[ 500] 99 690 91 846 909 34[ 500] 48 68 18038 118 360 72 533 611 829 911 26 19001 10 109 258 314 75 409[ 1000] 665 97 791[ 300] 809 20147 388 818 19 67[ 500] 959 21133 48 364 593 601 738 50 808[ 1000] 909 99 22093 100[ 500] 239 374[ 300] 445 566 87 801 933 97 23028 89 131[ 10 000] 45[ 500] 219 305 50 56 62 551[ 1000] 63 702 43 948 24092 93[ 3000] 248 53 317 82 439 41 66 526 74 665 77[ 500] 709 50 80 25052 135 414 589 [ 1000] 630 55 65 731 841 65 84 26168[ 300] 230 35 347 435 84 773[ 500] 27232 45 483 553[ 3000] 28014 128 51 88 232 38 369 987[ 1000] 29080 164 729 849 938 90970164 30058 510 85 95 616 700 6 16 47 819 38 55 903[ 300] 7[ 500] 31040 194 217[ 3000] 34 48 423[ 3000] 62 80 524 41 93[ 3000] 609 32001 90 172 90 416[ 1000] 30 89 568 880 33026 29 32 1500] 288 374[ 1000] 80 483 99 591 675 703 55 92 34089 128 89[ 500] 243 630 720 823 92 35116 96 97 329 412 580[ 500] 619 705 10 888 999 36125 64 318 69 454 768 97 811 87 37015 72 82 95 306 57 437 611 98 724 861 89 38120[ 3000] 202 91 315 423 577 87 604 12 707[ 1000] 917 31 51 86 39314 30 648 [ 1000] 738 896[ 500] 908 50 77 40060 191 204 67 340 80 429 635 39 41168 98 307 482 548 664 739 55 846 42248 475 694 713 852 903 46 94 95 43007 123 61 66 71 85 247 60 322 466 86 543 618 39 51 88 780 44031 280 512 707 812 15 956 45111 95 288 361 492 635 701 882 962 46011 26[ 1000] 48 196 702[ 10 000] 47021 222 50[ 500] 98 326 88[ 300] 412 86 96 763 841 980 48153 388 524 730 804 524 730 80 907 45 49031 51 92 155 427 57[ 300] 534 793 907 50009[ 3000] 165 288 95 366 505 49 697 741 51084 150 837 685 794 863 970 83 88 52281 516 49 97 710 979 53151 237 66 578 83 820 931 54002[ 1000] 37 60 170 77 316 450 524 628 759 806 15[ 3000] 60 55018 67 218[ 300] 413 18 664 965 56061 264 475[ 500] 608 15.99 57105 71 74 250 98 499 643 898 957 58026 188[ 3000] 242 498 526 41 735 72 89 823 30[ 3000] 947 62 59089 124 42 707 58 842 71[ 300] 947 60078 183[ 300] 202 848[ 3000] 446 76 694 855 994 61022 [ 1000] 280 548 770 62070 114 270[ 3000] 312 451 91 630 784 94 862 915 81 63026 80 234 45 467 501[ 500] 94 732 808 948 64002 281 87 334 485[ 300] 559 710[ 1000] 16 79 930[ 500] 65010 158 72 212 390 92 438 92 97 588 777 907 66091 304 89 547 806 943 67337 62[ 500] 79 455 753 87 930 68170[ 5000] 76 302 419 47 89 650 895 940 90 69047 371 400 581[ 300] 658 940 90 97.967 70063 96 166[ 300] 245 323 439 650 89 734 71273 319 22 516 54 72 716 889 909 52 72172 333 54[ 1000] 55 82 466 520 871 918 44 73303 513 81 609 762 875 80 74077[ 1000] 157 80 208 339 404 614 71 919 75035[ 8000] 36 389 561 85 727 885 76338 66 473 538 76 750 865 915 77329 58 406[ 500] 11 43 56 547.50 78003 26 104 56 61 79 385 88 542 97 968 79088 176 315 73 99 442 545[ 1000] 63 806 86 952 82 80027[ 500] 148 89 350 588 642 993 81033[ 300] 219[ 1000] 68 320 72 492 709 843 79 903 82076 237 59 642 51 78 95 88189 362 499[ 300] 565 608 877 913 84274 383 450 541 618 931 815305 29 31 443 55 74 641 720 61 807 20 86152 59 275 [ 1000] 356 457 70 559 618[ 3000] 68 749[ 1000] 972 87108 95 236 327 536 719 59 88019[ 3000] 52 284 425 45 84 776 961 89114[ 500] 68 81 252 99 326[ 500] 99 461 70 72 560 616 22 766 92 902 14 20 2[ 300] 811 22( 800) 57 302 90038 88 620[ 300] 811 22[ 300] 57 91176 307 555[ 3000] 664 822 91 99 954 92151 235 393 427 627 710 849 93075 81 [ 1000] 165 408 20 74 515 794 883 951 94032 148 71 80[ 300] 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96 459 532 80 618 199201 426 650 79 763 881 934 80 89 200071 191 98 341 435 515 92 812 201096 118 303[ 300] 22[ 500] 45 443 52 609 27 98 788 952 56 202284 315 38 42 64 479 527 662 843 203178 239 412 53 568 76 91 647 731 204053 471 609 54 86 205186 231 89 94 346 76 469 985 206115 25 73 349 455 832 907 207037 55 170 94 342 468 544 646 889 98 [ 8000] 208092 252 320 620 786 935 79 209079 89 498 555 75[ 1000] 613 86 700 52 13[ 300] 34 458( 2000) 61 210019 36 37 70 97 213[ 500] 34 458[ 3000] 61 87 675 790 941 55 211351 405 614 702 825[ 1000] 212311 86 497 547 213027 109 299 447 501 601 704 41 [ 300] 59 723 46 937 86 806 905 27 40 41 72 214016 163 71 214 36 400[ 300] 521 89 618 42 723 46 215050 129 91 241 72 380 90 93 424 554 72 603 83 703 24 307 30[ 300] 217102 216233 350 76[ 300] 428 865 232 819 971 218047 160[ 1000] 436 775[ 300] 98[ 1000] 925 52 70 88 219077 124 35 220 74[ 500] 339 514 81 683 87 887 45 220035[ 300] 78 127 407 916 26 221060 166 215 34 84 223097 321 84 503 731[ 500] 921 222087 102 90 223 573 791 [ 300] 176[ 1000] 248 435[ 500] 542 47 966 22 4292 331 35 59 540 744 82 225097 325 74[ 1000] Nr 31 500000 2 Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn zu 500000 M., 1 3 200 000 t., 1 3 50 000 m., 3 au 30 000., 7 au 15 000 Mt., 26 au 10000 Mt., 48 zu 5000 wt., 650 zu 3000 Mt. 693 A 1000 W., 790 1 50 Wit. Berichtigungen In der Lifte vom 31. Oftober nachmittags lies 22 619 statt 22 699 und 25 957 ftatt 25 557. 11. Biebung 4. Klaffe 203. Rgl. Preuß.Lotterie. 14 985 91 116137 252 385 446 56[ 1000] 552[ 300] 606 896 8lebung vom 1. November 1900, nachmittags. Nur e Gewinne über 220 Start find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 458 526[ 1000] 49[ 500] 726 88 819 1071 154 61 381 465 73 509 608 747[ 300] 872 2004 12 92 191 307 68 429 515 76 686 723 857 91 3162 81 318[ 300] 95[ 1000] 425 635 76 712 42 895 4014 320 88 572 91 608 788 876 943[ 300] 5139 79 6445 80 815 7004 175 469 625 785 862 98 909 23 83 8054 87[ 1000] 140 42 248 64 334[ 1000] 39 466 671 80 705 49 824 31 907 96 9054 210 313 21 544 859 903 27 705 49 824 31 10270 712 886 920 11019 70 186 229 454 549 88 715 29 55.816 12047 150 96 97 281 389 502 39 915 28 13069 237 53 462 547 627 38 95 805 46 943 14012 67 194 291 400 617 16064 124 58 248 756 15006 44 54 226 391[ 300] 481 687 404 69 657 75 77 811 932 17208 39 372 411 527[ 3000] 82 18249 77 323 77[ 500] 741[ 500] 810 914 19035 129 30 421 687 94 801 974 20154[ 3000] 429 91 831 44 981 21017[ 3000] 108 64 454 91 564 646 58[ 500] 788 852 64 955 22125 89 222 335[ 5001 66 78 425[ 300] 548 795 922[ 300] 79 98 23105 71 426 96 533[ 3000] 858[ 500] 24094 247 478 685 721 57[ 500] 992 95 25002 149 232 498 723 78 26076 161 248 315[ 1000] 438 532 35 51 617 39 97 761 27197 336 97 401 31 89 585 620 42[ 300] 78 92 96 708[ 1000] 28033 176 293 349 764 77 88 818 29091 117 203 448[ 3000] 737[ 1000] 30147 86 205 47 82 633 775 31239 53 84 320[ 300] 35 645 702 80 33050 230 89 317 60 473 557 98 698 955 3231 34166 354 438 560 68 79 96 679 95 679[ 300] 743 895 772 878 984 35158 313 409 17 31 593 99 727 880 99 902 36035 203 483 674 855[ 500] 37043 200 34 470 521 641 702 853 914 21 38032 142[ 300] 255 631 706 29 828 65 92[ 500] 914 39116 41 318 491 675 86 914 45 [ 500] 444 534 716 45 900 40019 170 89 247 364[ 500] 71[ 500] 444 534 716 45 900 14 81 41058[ 3000] 277 79 765 867 42301[ 1000] 18 456 578 616 55 65[ 1000] 977 43047 164 241 437. 603 787 854 60 0915 87 44018 156 95 200[ 1000] 427 81 96 633 828 62 920 45835 924 27 46232 304 414 617 58 713 76[ 500] 803 995 47017 242 66 622 66 715 40 48148 655 741[ 500] 49112 503 814 68 73 50174 91 258 361 501 61[ 1000] 629 910 51057 108 255 362 465 507 627 89 737 816[ 500] 948 52015[ 500] 16 138 259 86 542 89 637 61[ 300] 764[ 3000] 53061 80 288 307 54103 204 483 568 609 55012 422 588 623 31 49 761 849 54 901 14 56030 205 11 418 569 627 724 30 942 43 57102 52 92[ 500] 218 322 436 88 554 702[ 300] 929 58163[ 300] 77 229 304 91 779[ 300] 59156 351 403 645 775 815 61 89 60240 78 316 63 551 651 846 967 61001 153 227 864 974 63109 47 402 97 62196 255 497 505 49 57 725 86 848 88 65153 90 445 64083 90 228 469 560 664 747 840 991 579 950 1911[ 1000] 36 57 97 66121 42 236 520 686 787 941 67008 183 217 332 36 421 65 572 792 911 68499 583 695 765 808 21 924 69009 48 295 322 507 690 750 76 804 51 945 70190 408[ 300] 758 98 950 71541 673 752 78 816 981 72024 207 96 305 492 501 658[ 1000] 877 88 73129 60 87 885 98 451 834 74030[ 300] 97 248 81 852 975[ 3000] 75012 330 716 875 914 37 99 76020 58[ 300] 225 35 97 339 402 539 788 953 77003 87 102 244 51 55 94 96 435 36 515 755 78 84 803 78116 212 528 57 665 75[ 3000] 897[ 300] 79005 [ 300] 126 32 219 38 39[ 300] 418 630 900[ 300] 67 80320 457 589 701[ 1000] 30 970 81035 230 530 754 [ 3000] 895 950 82231 345 75 415 18 504 22 721 44[ 500] 867 966 83252 80[ 500] 453[ 3000] 63 81 502 90 625 787 84128 33 543[ 300] 660 773 833 37[ 300] 85049 112 263 676 812 948 87016 208 675 702 832 51 92 86174 224 300 579 778[ 500] 144 679 93 710 860 94 910 89034 70 76 [ 500] 958 88011 227 432 620 847 90084 99 356 74 488 627 80 733 800 31 911[ 300] 31 43 91008 182 211 97[ 500] 588 645[ 1000] 747 892 941 92139 93024 99 263 382 442[ 3000] 78 538 651 273 405 36 87 707 59 95190 239 332 58 745 933 94230[ 300] 422 516 96 853 937 96300 97 510 44[ 1000] 90 763 [ 3000] 83 466[ 300] 634 708 33 894 929 57 97022 52 69 150 416 607 38 98089 112 39 219 815 707 892 969 99173 212 558 678 760 872 98 13 100276 525 57 606 55 718 31 83 813 91 101015 90 325 103130 839 55 67 984 446 588 627 40 802 102398 463 032 104128 240 72 403 603 17 91 369 427 89 551[ 500] 914 40 52 843 70 105211 422[ 500] 78 525 682 812 22[ 500] 948 106100 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56 602 855 130142 236 68 84 308 403 33 39 537 640 67 98[ 1000] 815 131014 241 69 353 419 42 45 79 82 92[ 1000] 907[ 1000] 49 503 72 628 70 709 915 132074 85 256[ 3000] 370 82 721 816 79 133004 100 34 347[ 500] 92 525 647 84 751 858 984 134298 349 577 657 719 842 86 933[ 500] 91 135034 44 95 163 360 456 81 615 765 136003 54 206 80 389 468 95 137354 539 56 730 989 138055 184[ 500] 229 82 441 60 623[ 1000] 780 876 933 139007 78 241 45 686 714 50 974 75 93 140250 457[ 300] 650 754[ 1000] 98[ 500] 814 63 141149 423 58 83 551 90 603 9 733[ 500] 883 142063 160 247 338 501 82 617 792 814 143320 32 478 566 86 692 812 942 67 144233 302 86[ 500] 564 71 73 860 145026 60[ 300] 74 168 206 76 348 437 524[ 1000] 37 850[ 500] 935 146199 321 76 456 92 523 749 861 82 147194 495 505 655[ 500] 62 83 732 57 60 77[ 1000] 854 59 92 148002 239 59 517 89 632 36[ 3000] 772 832 993 149145 51 203 26 305[ 1000] 82 520 697 718 875 91 919 150046 99 192[ 300] 256 402 37[ 300] 572 871 977 151067 74 91[ 3000] 110 338[ 500] 44 507 816 52 916 152044 234 35 [ 3000] 326 35 40 553 602 731 801 153149 56 336 507 9 64 615 17 56 90 809 98 904[ 300] 59 64 70 154120[ 1000] 253 347 454 60 574[ 300] 655 58 736 155267 393 512 21 686 778 803 36 79 916 156356 518 726 879 909 50 157175 203 67 557 655 809 45 98 965[ 500] 158167 292 462 529 678 877 89 963 159081 233 324 61 73 616 17 30 61 888 927 160086 268 82 308 13 60[ 500] 409 530[ 300] 96 161164 207 471 531 40 603 776 91 162032 416 65 91 658[ 3000] 61 163088 190 215 20 64 330[ 3000] 33 447 63 93 605 731 35 962 164338 64 96 471 809 165076 95 110[ 1000] 605 731 3 62[ 1000] 399 497 520 617[ 3000] 47 782[ 3000] 845 166171 338 43 54 408 91 574 673 840 84 994 167177 228 317 71[ 300] 433 558 59[ 500] 752 89 839 904 168205[ 300] 76 315 590[ 500] 959 2169062 238 400 27 640 714 30 949 85 170013 18 88 117 270 379[ 500] 409 726 992 171004 258 366 457 61 84 513 656 738 943 172052 101 26 39[ 500] 61 207 395 422 45 76 648 937 173104[ 300] 5 320 26[ 5000] 412 537 79 690 842 943 45 174123 471 574 75 850 962 175082 189 423 50 95 785 840 47 92 943 176002 24 206 87 414 24 57 561 95[ 1000] 607 78 707 898 177083 138 82 425 512 811 18 65 924 178117 62 240 343 488 734 861 910 179149[ 300] 301 574 665[ 300] 886 180051 91 112 227 421 33 63 98 646[ 300] 711 903 6 181081 154 72 293 379 429[ 500] 46 535 645 48 83 824 951 77[ 300] 182026 278 435 587 604[ 3000] 941 183050 61 120 206 59 366 504 740 877 970[ 1000] 184059 188 90 436 502 22[ 3000] 663 92 770 861 185115 200[ 500] 375 469 90 657 874 952 75 186227 330 94 563 82 600[ 1000] 187002 297 331 473 908 46 188101 81 93 232 34 56 64 330 569[ 500] 667 737 872 957 [ 3000] 189144 247 65 77 407[ 500] 588 778 824 981 n 190256 331 50 423 85 578 617 45 742 97 871 191073 143 207 302 434 721 964 86 192123[ 3000] 26 224 302 400 98 665 826 986 193073 184 92 361 92 403 90 697 846 47 82 963 194018 104 264 536 45 657 87 99 195019 46 147 48 203 361 523 705 810 949 196119 81 244 520 644[ 300] 708[ 1000] 36 619 83 956 197047 118 249 566 76 644 46 711 956 198127 253 538 620 42 702 11 82 863 79 85 964 964 199035 303[ 3000] 74 90 503 92 733 99 836 44 200241[ 300] 60 839 446 770 870 73 923 82 201078 171 77 91 212 29 885 202018 89 191 236 451 620[ 300] 56 816 82 203034 49 197 229[ 1000] 97 615 73 85 732 69 814 204180 94 479 525 26[ 300] 782 947 205001 23 341 59 74 568 610 33 974 84 94[ 1000] 206023 27 147 652[ 3000] 733 72 815 207207 76 312 74 564 705[ 1000] 85 843 958 208290 345 58 437 729 809 55 209017[ 3000] 123 94 665 800 46 99 929 210004 117 19 319 472 532 43 761 849 914 211097 113 52[ 300] 205[ 300] 36 84 333 71 491 695 802 26 928 212288 339 458[ 500] 60 524 876 982 213158[ 300] 309 582 661 83 215496 595 838 214021 37 65 209[ 500] 460 71 622 709 216308 684 710 67 76 816 922 25[ 500] 61 217025 267 446 70 535[ 500] 40 655[ 500] 795 826 917 55 218087 161 256 93 456 549 616 805 932 219152 79 298 315 28 418 556 850 51 220021 97 115 209 92 500 44 646 53 883 67 989 90 221018 51 287 865 944 222024 47 99 148 247 68 76 602 93 712 13 801 223018 120[ 500] 47 70 434 620 94 996 224007 455 556 654 901 225200 50 320 475 507 601 822 Im Gewinurabe verblieben: 1 Gewinn an 500000 Mr. 1 zu 200000 Mt., 1 zu 50 000 W., Sau 30 000 90, 7 aut 15 000 W., 26 zu 10000 Mt., 47 au 5000 Wit, 618 au 3000 Mit 652 au 1900 W, 739 au 690 wt. 9-digge V olsill T admin? 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Gegenstände eine für die Berliner Bevölkerung so vitale Frage itse Tokales. hier so ausführlich erörtert wird, wie sie es verdient. Zur vollen Klarheit trägt es jedenfalls nicht bei, diese beiden Dinge mit Die Stadtverordneten- Versammlung 29. Sigung vom Donnerstag, 1. November 1900, fann ja auch heute sich darüber äußern, was in der Weisheit des sollte sich gestern mit dem Antrag beschäftigen, den unsre Genossen Die Sigung wird um 5/2 Uhr vom Vorsteher Dr. Langer- Magistrats beschlossen ist. Nachdem der Antrag nun 14 Tage in den wegen der gegenwärtig in Berlin herrschenden Wohnungsnot gestellt haben. Dieser Antrag war zwar schon vor 14 Tagen einhans eröffnet. Händen der Versammlung und dem Magistrat bekannt ist, letzterer Am Magistratstische find Oberbürgermeister jedenfalls auch schon vorher pflichtgemäß der Sache näher getreten gegangen, aber da der Vorsteher Dr. Langerhans es für gut be Kirschner und Bürgermeister Brinkmann zugegen. funden hatte, in der vorigen Woche keine Sitzung anzuberaumen Aus einem vom Stadtv. Frid erstatteten Bericht des ist, liegt kein Grund zu weiterem Aufschub vor. die Wohnungsnot scheint er nicht für einen so wichtigen Rechnungsausschusses ist hervorzuheben, daß 1/2 Millionen VerStadtv. Wallach empfiehlt, dem Vorschlag des Vorstehers auf so tonnte der Antrag kaufserlös für ein dem Gymnasium zum Grauen Kloster gehörig Bertagung beizutreten. Die Gründe des Kollegen Singer gegen die Gegenstand gehalten zu haben, daß ihre Besprechung eine geweſenes Grundstück im Jahre 1898 dirett an den Gymnasialdirektor Bertagung ſprächen ebenso gut dafür. Die angekündigte Vorlage erst auf der Tagesordnung der gestrigen Sitzung erscheinen. Inbetreffe doch denselben Gegenstand, welchen der Antrag Singer be- zwischen hat, wie bekannt, auch der Magistrat über die Wohnungsanstatt an die Hauptstiftungskaffe abgeführt worden sind. Der Ausschuß hält dieses Verfahren angesichts des Umstands, daß die handelt. Die Sache lasse sich nicht übers Knie brechen( Hört, hört!); not und die zu ihrer Linderung zu ergreifenden Maßregeln beraten. Stadt für die Anstalt einen erheblichen Zuschus leistet, für nicht eine Verschiebung um 8, längstens 14 Tage könne nichts bedeuten. Er hat sich auch bereits über bestimmte Borschläge geeinigt, hat aber korrekt und beantragt, den Magistrat um eine Rückäußerung darüber Stadtv. Singer( zur Geschäftsordnung): Ich habe nicht voraus der Versammlung noch keine Vorlage darüber machen können. Mit Rückgesetzt, daß gerade beim Kollegen Wallach ein Bedürfnis vorhanden ist, sicht darauf, daß die Vorlage bald zu erwarten sei, glaubte Herr Langereine so gründliche Erörterung der Wohnungsfrage eintreten zu lassen. hans der Versammlung gestern vorschlagen zu müssen, den Antrag unfrer ( Der Vorsteher unterbricht; man solle sich doch nicht in Aus- Genossen von der Tagesordnung abzusetzen. Wir glauben nicht, brüden ergehen, welche beleidigend wirken; es handle sich bloß daß er dabei im Einverständnis mit dem Magistrat gehandelt hat, um einen Bertagungsantrag, da habe einer dafür, einer dagegen zu aber sein Vorschlag dürfte den Herren am Magistratstisch sehr gelegen sprechen.) Von einer solchen Geschäftsordnungs Vorschrift ist mir nichts bekannt. Wenn der Antrag heute abgesezt wird, wird die Gre gekommen sein. Vielleicht haben sie etwas derartiges auch erwartet. Die ledigung der Angelegenheit in einer Weise verlangsamt, welche ihr hat, erschien unter dieser Voraussetzung begreiflich. Der Vertagungsungewöhnliche Eile, mit der das Magistratskollegium diesmal gearbeitet nur schaden kann. vorschlag wurde von der Versammlung mit sehr knapper Mehrheit Mit geringer Mehrheit wird der Antrag auf Bertagung angenommen. Wenn die Herren, die sich an diesem Manöver beder Beratung über den Antrag Singer angenommen. teiligten, dem Antrage unsrer Genossen damit die Spize abgebrochen zu haben glauben, so dürften sie in der nächsten Sizung oder wann sonst der Magistrat mit seiner Vorlage vor die Versammlung zu treten gedenkt eines Besseren belehrt werden. zu ersuchen, welche Einnahmen die sog. Kommunitätskasse des Grauen Klosters hat und zu welchen Zweden dieselben Verwendung finden. Es wird in diesem Sinne beschlossen. Vor fast zwei Jahren bereits ist von den Gemeindebehörden die Errichtung einer neuen( der XIII.) Realschule im Hausaviertel beschlossen worden, die auch dem für Moabit bestehenden Bedürfnis abhelfen soll. Die Eröffnung dieser Anstalt steht noch in weitem Felde; dagegen ist es der andauernden Agitation der Grundbesitzer, Bezirks- und Bürgervereine Moabits und des Hansaviertels gelungen, den Magistrat zu veranlassen, die Verlegung des riebrichs Werderschen Gymnasiums nach Mo a bit und in die Nähe des Hansaviertels in Vorschlag zu bringen. Nach der Absicht des Magistrats soll das Gymnasium auf dem jetzt der lage zu ersuchen. Aktiengesellschaft Neu- Bellevue" gehörigen Borsigschen Terrain an Die städtische Parkdeputation hat sich vorgestern mit der Frage der Umgestaltung der Straße Unter den Linden beschäftigt. hr lagen die bekannten Pläne des Stadtbaurats Krause nebst den vom Kaiser angeregten Abänderungen vor. Die Deputation ents schied sich für das Projekt in der vom Kaiser gewünschten Art und beschloß, den Magistrat um Einbringung einer entsprechenden VorDer Ausschuß, welcher die Vorlage wegen Errichtung einer Volksbadeanstalt im Wedding- Stadtteil borzuberaten hatte, ist nach zwei Sigungen zu dem Resultat gekommen, den vom Magistrat vorgeschlagenen Platz Pantstr. 11/ 12Wiesenstr. 49/54 als ungeeignet abzulehnen, und empfiehlt seinerseits das Terrain der städtischen Baumschule an der Gerichtstraße. Da dieses zu klein ist, um den Bau einer größeren, auch dem Gesundbrunnen zu statten kommenden Anstalt zu erlauben, soll der Magistrat sich mit der Anlage einer besonderen Badeanstalt für den Stadtteil Gesundbrunnen einverstanden erklären, welche unmittel bar nach der Fertigstellung derjenigen für den Wedding in Angriff zu nehmen wäre. Referent ist Stadtv. Gerstenberg. Ein Protest des Admiralsgartenbades gegen die Wahl des Plates an der Gerichtstraße ist als irrelevant zurückgewiesen worden. Stadtv. Borgmann: Ich beantrage, unter Ablehnung des Ausschußantrages die Magistratsvorlage anzunehmen. Die lettere genügt völlig bem aufgetretenen Bedürfnis. Man hat ja Ausschußberatung nur deshalb beliebt, weil das vom Magistrat vorgeschlagene Terrain zu teuer sei. Das jetzt vorgeschlagene Grundſtück ist gerade noch einmal so teuer als das erstere, es dürfte der Lessing- Brüde erbaut werden. Die Versammlung hatte ihrerseits Die Ueberfüllung der städtischen Siechenhäuser und 700 000 m. wert sein. Die dort zu errichtende Badeanstalt würde am 5. Januar 1899 an den Magistrat das Ersuchen gerichtet, im Hospitäler, die in den letzten Jahren immer fühlbarer geworden ist den berechtigten Anforderungen nicht im geringsten entsprechen; fie inblick auf das nachgewiesene Vebürfnis nach einem Vollgymnasium, und voraussichtlich noch weiter zunehmen wird, zwingt jetzt zu bemüßte gegen den ursprünglichen Plan wesentlich verkleinert die Errichtung eines solchen, resp. die Verlegung einer höheren Lehr- sonderen Maßnahmen. In der Siechenanstalt an der Fröbelstraße Die Bauverwaltung ist nicht in der Lage, aus- anstalt vom Centrum nach den Stadtteilen Tempelhofer Vorstadt und sollen drei Säle, in denen bisher die Anstaltsinsassen zusammen reichende Seifräume dort zu erbauen, eventuell müßte tamen, um Zeitungen zu lesen, zu plaudern, zu rauchen 2c., mit dies auf Kosten der Größe der Bassins geschehen. Schon Moabit- Hansaplas schleunigst in Angriff zu nehmen". Das Bedürfnis nach einer neuen gymnasialen Vollanstalt für Siechen belegt werden. Zum Ersaz werden zwei andre Räume in den bestehenden Anstalten sind die vorhandenen Seifräume den Stadtteil vor dem Halleschen Thore hat der Magistrat, obwohl eine also zwei für bisher drei als Aufenthaltssäle eingerichtet. In durchaus ungenügend; man soll doch also hier nicht ganz unnüßer von ihm eingesezte Kommission fich für die Errichtung einer solchen seiner bezüglichen Vorlage gesteht der Magistrat, daß auch das nur weise einen Rüdschritt machen. Das Badebedürfnis in dortiger Gegend aussprach, nicht anzuerkennen vermocht, überläßt es vielmehr der ein fleiner Notbehelf iſt, der keineswegs auch nur dem gegenwärtigen ist außerordentlich groß, wie die Frequenz der Männer Badeanstalt Staatsregierung, für die dort hervorgetretenen weiteren Bedürfnisse Bedürfnis( geschweige dem künftigen!) ausreichend abhelfen könne. im Nordhafen, bis zu 6000 Männer an einem Tage, unwiderleglich ihre Fürsorge zu bethätigen; für das noch immer in der Ent- Schon für die nächste Zeit sollen daher noch andre und umfassendere beweist. Lehnt der Magistrat den Ausschußantrag nachher ab, so ver- widlung begriffene Moabit aber hält der Magistrat eine moralische Maßnahmen getroffen werden. Sie werden leider nötig sein, da von Stadt wegen einzugreifen, für vorliegend. andre städtische Anstalten, die Krankenhäuser, das Obdach 2c., gleichrichtung einer großen Bade- Anstalt ist aber gerade hier ein un- Ein von 62 Mitgliedern unterstützter Antrag Perls nimmt die falls überfüllt find, so daß eine weitere erhebliche Zunahme der Üebereine Stadtv. Dinse: Wir brauchen allerdings für die dortige Gegend Forderung eines Vollgymnasiums für die Tempelhofer Vorstadt von weisungen von Siechen aus diesen Anstalten an das Siechenhaus werden. abweisbares Bedürfnis.( Beifall.) eine große Anstalt, aber eine solche ist auch dann noch vorhanden, wenn die Baffins 200 beziehungsweise 168 Quadratmeter groß sind, wie es der Ausschuß für genügend hält, statt 225, wie Stollege Borgmann verlangt. Uebrigens handelt es sich für jest bloß um ein Gelegenheitsprojekt, bei der endgültigen Ausarbeitung wird sich wohl auch der Umfang der Seifräume noch vergrößern lassen. Sonst sprechen die Intereffen der Bewohner des Wedding durchaus für die Stelle an der Gerichtstraße; die Bewohner des äußeren Wedding haben nicht die geringste Verbindung mit der Pantstraße. Stadtrat Wagner: Das vom Ausschuß vorgeschlagene Grundstück liegt zivar innerhalb der Ringbahn, aber das ist auch sein einziger Vorzug. Die Anstalt an der Gerichtstraße würde sich u. a. nur ganz ungenügend beleuchten lassen. neuem auf. Nachdem Stadt. Perls seinen Antrag begründet und Ausschußberatung empfohlen hat, erklärt Stadtrat Fürstenau, daß der Magistrat seinen Standpunkt in dem Ausschuß noch näher begründen werde. Stadtv. Lade wig hält die Vorlage für auf falschen Voraussetzungen aufgebaut; nicht darauf tomme es an, ob mehrere Schulen bei ein ander liegen, sondern ob eine Anstalt leicht zu erreichen sei, und in dieser Beziehung sei das Friedrichswerder- Gymnasium allen anderen in Betracht kommenden Anstalten vor. Das Friedrichs- Realgymnasium würde von weit mehr Schülern aus Moabit besucht, als das Friedrichs- oder das Friedrichswerder- Gymnasium. Es sei eigentümlich, daß der Magistrat gerade Moabit und dem Hansaviertel, wo doch wahrlich nicht die ärmsten Leute wohnen, auf einige mit der Verlegung eines Gymnasiums entgegenkomme. Petitionen der Grundbesizer- und Bezirksvereine hin so bereitwillig mit Sicherheit zu erwarten ist. Konservatives Hausagrariertum. Für die Stadtverordneten Ersatzwahl in 1. Kommunal- Wahlbezirk haben die Konservativen einen Herrn Wendlandt aus Moabit als Kandidaten aufgestellt. In einer gestern abgehaltenen Wählerversammlung bemerkte dieser Herr zur Wohnungsnot: " Ich will noch auf eine Frage eingehen, die von einem andren Kandidaten, Herrn Damaschke, so start betont wird, auf die Frage der sogenannten( 1) Wohnungsnot! Ich sage es frei heraus, meine Herren! eine Wohnungsnot existiert in Berlin nicht! Die Leute, die das städtische Asyl bevölkern, sind nicht solche, die keine Wohnung bekommen können, nein, es sind Leute, die keine Miete bezahlen wollen!!" Unzweifelhaft hat Herr Wendlandt sich mit diesem Erguß die Granitherzen der Hausbesiger im Sturm erobert. Wer so zu sprechen versteht, hat bei dem zum Unglück Berlins einflußreichsten Teil der Bürgerschaft einen großen Stein im Brett. Herrn Stadtschulrat Bertram zum Ehrenbürger von Berlin Stadtv. Borgmann: Die Bewohner des äußeren Wedding haben doch immerhin genügende Straßenbahn- Verbindung mit dem Oberbürgermeister Kirschner legt gegen eine Ausführung des vom Magiftrat vorgeschlagenen Blaze. Ueber die so erhebliche Preis- Borredners Verwahrung ein, wonach die Vorlage in einer schlecht differenz verliert man heute kein Wort. Die Bauverwaltung hat besuchten Magistratssitzung mit geringer Mehrheit angenommen sein dringend gebeten, sie nicht zu zwingen, auf ungenügendem Terrain joll; man habe es mit einer Magistratsvorlage zu thun. Uebrigens die Anstalt zu errichten; das Bade- Anstalts- Kuratorium hat sich denn sei das Gegenteil der Fall gewesen. Wenn der Vorredner ferner zu ernemen mit diesem Gedanken geht man nach der Voltsauch mit einer Ausnahme für den Magistratsvorschlag ausgesprochen. andeute, man habe den erwähnten Petitionen deshalb so großes Ent- Beitung" in den Kreiſen der alten Stadtverordneten- Fraktion der Es scheinen nachträglich Einflüsse gegen den Magistratsantrag sich gegenkommen bewiesen, weil hervorragende Magistratsmitglieder im Linken um. Es wird sich wohl nur um einen Scherz handeln, der geltend gemacht zu haben, die ich nicht als berechtigt ansehen kann. Hansaviertel bezw. in Moabit wohnten, so müsse auch dies zurück- dem alten ruhebedürftigen Herrn gegenüber allerdings recht übel Stadtv. Louis Sachs: Warum deutet Herr Borgmann diese gewiesen werden. Das einzige Magistratsmitglied, welches dort angebracht ist. Einflüsse" nicht näher an? Ich fühle mich vollständig frei von wohnt, bin ich; mein Sohn studiert in Straßburg Medizin, einen jeder Einflußnahme. Die vom Magistratsplaze übrig bleibenden weitern Sohn, der das Gymnasium besuchen soll, habe ich nicht und 1100 Quadratmeter fönnen für städtische Zwecke überhaupt nicht auch nicht mehr zu erwarten."( Stürmische Heiterkeit.) benutzt werden. Auf dem Wedding und auf dem Gesundbrunnen Nachdem noch Stadtvv. Kreitling, Schwalbe, Hugo liegen noch so große Terrains unbebaut, daß wir mit einer Bade- Sachs und Cassel für Ausschußberatung gesprochen haben, wird die anstalt im Norden Berlins überhaupt nicht durchkommen. Debatte geschlossen und die Vorlage samt den Anträgen an einen Ein Verein abstinenter Arbeiter und Arbeiterinnen" für Berlin und Umgegend hat sich, wie uns mitgeteilt wird, unter dem Vorsitz des Herrn W. Miethke, Charlottenburg, Sophie Char lottenstraße 29, gebildet. Der Verein will seine Grundsäge am Sonntagnachmittag 4/2 Uhr im Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23, öffentlich erörtern. Stadtv. Fritsch beantragt im Falle der Annahme des Ausschuß- Ausschuß verwiesen. antrags eine Modifikation dahin, die Anlage einer Badeanstalt für Welche Mietspreise für Geschäftsräume in der Leipziger den Gesundbrunnen schon im Laufe des nächsten Etatsjahrs in Straße gezahlt werden, kann man daraus ermessen, daß im Hause Angriff zu nehmen. Der Gesundbrunnen warte schon 7 Jahr auf Der Vorsteher giebt die Erklärung ab, daß er vorhin, Leipzigerstr. 72 das Erdgeschoß und der erste Stock an ein Schirmeine städtische Badeanstalt. als er dem Stadtv. Singer vorhielt, gegen den Stadtv. Wallach geschäft( M. Wigdor u. Sohn) für jährlich 40 000 m. auf zehn einen beleidigenden Ausdruck gebraucht zu haben, sich geirrt habe Jahre vermietet worden sind. In dem Neubau Leipzigerstr. 73/74 Es sei in seiner Umgebung hat dem„ Konf." zufolge die Firma Albert Rosenhain Geschäftsund natürlich die Rüge zurücknehme. sehr laute Unterhaltung gepflogen worden und daher der rrtum räume für 60 000. auf 20 Jahre gemietet. In dasselbe Haus erklärlich. zieht die Elefanten- Apotheke wieder; sie hat einen Mietsvertrag auf Der Vorlage betr. den Erwerb von Straßenland zur Frei 50 Jahre abgeschlossen. legung der Christianiastraße zwischen Grünthaler- und Briezenerstraße stimmt die Versammlung mit der Maßgabe zu, daß Berlin eingeführt. Der Umfang der Benutzung war von Anfang an Der Fernsprechdienst bei Nacht ist heute seit einem Jahr in der Magistrat ersucht wird, auch auf die Freilegung bis zur Brinzen- gering und ist seitdem weiter zurüdgegangen. Im Durchschnitt des eingeführt. Der Umfang der Benutzung war von Anfang an Stadtv. Kalisch tritt für den vom Magistrat vorgeschlagenen Blag ein, der ausgezeichnet liege und beiden Teilen gerecht werde. Stadtv. Borgmann: Die Einflüffe, die ich gemeint habe, brücken sich in den von den Grundbesizer- und Bezirksvereinen an uns gerichteten Petitionen aus. Die Annahme der Ausschußanträge wird unter allen Umständen eine abermalige Verschleppung zur Folge haben. Der Ausschußantrag gelangt mit dem Antrage Fritsch zur Annahme. Zur Erörterung foll hierauf der am 17. Oftober von den socialdemokratischen Mitgliedern Singer und Genossen eingebrachte Antrag betreffend gelangen: Wohnungsnot Die Versammlung wolle beschließen, den Magistrat zu ersuchen, mit der Versammlung in gemischter Deputation zu beraten: 1. durch welche Mittel die zur Zeit namentlich für die Arbeiterbevölkerung herrschende Wohnungsnot zu beseitigen ist, 2. was städtischerseits zu geschehen hat, um durch kommunale Maßnahmen den auf dem Gebiete des Wohnungswesens bestehenden Mißständen zu begegnen. Der Vorsteher giebt der Versammlung anheim, mit Rücksicht auf die demnächst zu erwartende Magistratsvorlage die Beratung für heute abzusehen. Allee Bedacht zu nehmen. Nach Erledigung einer Anzahl weiterer Vorlagen von untergeordnetem Interesse schließt die Sizung um 8 Uhr. Berliner Partei- Angelegenheiten. Monats November 1899 betrug er täglich 230 Gespräche. Er stieg im Dezember auf 310 Gespräche in der Nacht. Seitdem ist er fast ausnahmslos weiter gesunken, insbesondere während der Sommermonate. Im Januar 1900 wurden noch durchschnittlich 305 Gespräche in der Nacht geführt. In den Monaten Februar, März, April, Mai, Juni, Juli und August fiel die Zahl der nächtlichen Gespräche weiter auf 251, 241, 207, 194, 164, 146 und 141. Seitdem zeigt Von Parteigenoffen der Schönhauser Vorstadt( 6. Kreis) fich wieder ein langsames Steigen, indem im Monat September wird am Sonnabend, abends 8 Uhr, im Berliner Prater", 153 Gespräche in der Nacht geführt wurden. Nimmt man für den Rastanien Allee 7-9, ein Serbst- Bergnügen veranstaltet, Monat Oftober 170 Gespräche in der Nacht an, so erhält man einen bestehend in Konzert, Gesang, lünstlerischen Aufführungen und Tanz. Jahresdurchschnitt von etwa 208 Gesprächen bei allen FernsprechDa das Komitee keine Mühe und Koſten gescheut hat, um den Aemtern Berlins während einer Nacht. Wie verschwindend klein Parteigenoffen einen genußreichen Abend zu bereiten, so wird um diese Bahl ist, erhellt, wenn man bedenkt, daß an jedem Tage etwa zahlreiche Beteiligung ersucht. Das Komitee. 650 000 Gespräche in Berlin durch den Fernsprecher vermittelt werden. Also auf etwa 3125 bei Tag geführte Gespräche kommt ein Gespräch bei Nacht. " Wilmersdorf. Wer von den Genossen gewillt ist, an der am Sonntag stattfindenden Agitationstour teilzunehmen, wolle sich am Sonntag früh 1/26 Uhr bei Witte, Berlinerstr. 40, einfinden. Gleichzeitig findet am Sonntag im Orte eine Flugblatt verbreitung statt. Die Genossen werden aufgefordert, sich zahlreich daran zu beteiligen. Treffpunkt für den inneren Ort bei witte, Berlinerstraße 40, für Halensee bei Heidemann, Westfälische straße, für das Friedenauer Viertel bei Rudloff, Bruchsalstraße 12, für das Nürnberger Viertel bei Rohr, Bariser- und FasanenstraßenDer Vertrauensmann. Stadtv. Singer: Ich bin nicht in der Lage, dem zu stimmen zu können. Ich bin der Meinung, es wäre rücksichtsvoller vom Magistrat gewesen, die Versammlung schon in den ersten Stadien an der Beratung dieser Angelegenheit zu befeiligen. Ich kann aber auch keinen mehr als äußerlichen Zusammenhang unfres Antrags mit der zu erwartenden Magistrats vorlage erkennen. Sollte die Vorlage so beschaffen sein, wie die Beitungen berichten, so entspricht sie ja ganz dem Charakter des ersten Königs von Preußen, von dem Friedrich der Große gesagt hat: er Waidmannsluft. Am Sonntag hält der Wahlverein bei war groß in Kleinigkeiten und flein in großen Dingen( Heiterkeit). A. Kuhn seine Mitgliederversammlung ab. Bericht über die KreisUnser Antrag hätte ja schon am vorigen Donnerstag verhandelt tonferenz. Ecke. werden fönnen, wenn nicht die Sizung ausgefallen Der socialdemokratische Verein von Johannisthal und wäre. Ich kann es daher nur für angemessen erachten, Nieder- Schöneweide hält seine Mitgliederversammlung am 3. Nodie Beratung heute vorzunehmen. Dem Magistrat iſt es bember, abends 81/2 Uhr, im Lotale von Mertins ab. Genosse ja unbenommen, feine Vorlage zu machen, und die Versammlung mener spricht über Weltpolitik und Socialpolitik. fann ja dann auch diese der gemischten Deputation überweisen. Es ist doch unmöglich, daß in der Zusammenfassung dieser beiden hat im Vierteljahr Juli- September d. J., was seit langer Zeit nicht Zeichen geschäftlichen Niedergangs. Die städtische Sparkasse vorgekommen, mehr Rückzahlungen zu leisten gehabt, als eingezahlt worden ist. Es wurden eingezahlt 12 353 938, zurückgezahlt aber 13 065 774 M., also mehr abgehoben als eingezahlt 711 836 M., wodurch sich das Guthaben der Sparer Ende Juni ds. Js. von 241 507 904 m. auf 240 796 069 M. Ende September ds. Js. verminderte. Das Gesamtvermögen der Sparkasse betrug zu dieser Zeit 263 829 637 2. Das Polizeipräsidium theilt mit: Anträge auf Erteilung von Wandergewerbescheinen zur Darbietung von Musikaufführungen( Drehorgelspiel), Schaustellungen, theatralischen Vorftellungen oder sonstigen Luftbarkeiten-§ 55, 4 ber Gewerbedes Gesetzes vom 13. Juni d. J. von dem Bezirksausschuß zu BotsOrdnung in dem Regierungsbezirk Potsdam können auf Grund dam nur mit Ausschluß der Stadtkreise Charlottenburg, Schöneberg und Rigdorf erfolgen. Personen, welche ein derartiges Gewerbe in Diesen Stadttreifen auszuüben beabsichtigen, haben daher rechtzeitig liche Ereignisse zu berücksichtigen. Borgeschlagen werden sollen großen Maffe der Bevölkerung gänzlich unberücksichtigt laffen. Er die Ausstellung eines Wandergewerbescheins für das Jahr 1901 für folgende 85 Tage: Die beiden legten Sonnabende im März, zwei erinnerte daran, daß man sich bisher noch nicht dazu aufs den Landespolizeibegirt Berlin bezw. die Ausdehnung eines bereits Wochentage vor Ostern, der 1., 2. und 3. April, der grüne Donners- raffen konnte zur unentgeltlichen Lieferung der Lehrmittel erteilten Scheins auf diesen Bezirk bei dem königlichen Polizei- tag, vier Sonnabende vor Pfingsten, der Mittwoch, Donnerstag und für die zur Einrichtung von Schultantinen präsidium, Abteilung II, zu beantragen. Freitag vor Pfingsten, der Mittwoch vor Himmelfahrt, der 1., 2. und und überhaupt zur radikalen Beseitigung der bekannten MißDer erste elektrische Hochbahnwagen wurde gestern vor- 3. Oktober, die neun Wochentage vor Weihnachten, die vier stände auf dem Gebiete des Schulwesens; daß dieselbe freifinnige mittag durch eine Viaduktöffnung an der Station Schlesisches Thor Sonnabende vor diesen neun Wochentagen, zwei Wochentage vor Stadtverordneten- Majorität, die der Erhöhung der Kurkosten in den der elektrischen Hochbahn vom Straßendamm aus zur Fahrbahn Sylvester und der Sylvester selber. städtischen Krankenhäusern zugestimmt hat und die für eine wirkliche emporgewunden, um die Erstlingsfahrt auf der gut fünf Stilometer Zu den Ausnahmen, die hinsichtlich der im§ 189c der Aufbesserung der schlechten Lohn- und Arbeitsbedingungen der Tangen Teilstrede Schlesisches Thor- Hallesches Thor, die jetzt ein Gewerbe- Ordnung festgelegten Ruhepausen und Ruhezeit städtischen Arbeiter nicht zu haben ist, jeber Zeit bereit war, bollständiges Geleisepaar aufweist, anzutreten. Auf dieser Teilstrecke der Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter in offenen bei Fürstenbesuchen viele Tausende Mark zur Ausschmüdung werden andauernd Probefahrten unter Mitführung zweier mit ties erkaufsstellen zulässig find, hatte darauf die Gewerbe- der Straßen auf Kosten der Steuerzahler zu bewilligen. Der beladenen Lowrys unternommen werden in dem schnellen, die Stadt- Deputation ebenfalls Stellung zu nehmen. Stadtv. Wach erklärte Redner, der sodann noch die mannigfachen Uebelstände auf bahn übertreffenden Tempo, das für den gesamten Hochbahnbetrieb fich gegen folche Ausnahmen. Die Geschäftsinhaber mit fommunalem Gebiete erörterte und darauf hinwies, daß sogar der in Aussicht genommen worden ist. weniger wie 2 Gehilfen und Lehrlingen könnten sich ohne der Magistrat in manchen Fällen liberaler dachte, als der Freisin im Glück im Unglück hatte gestern nachmittag das 7 Jahre alte artige Ausnahmen selbst während der Hochfaison behelfen, weil für Roten Hause, indem er z. B. gegen die Erhebung der BiermarkTöchterchen Martha des Arbeiters Eilsner aus der Chorinerstr. 16. ihre Angestellten die ununterbrochene Ruhezeit mindestens nur Steuerstufe war und die von den freifinnigen Korhphäen befür10 Stunden betragen brauche. die Inhaber größerer wortete Einführung der berüchtigten Streitklausel verhinderte, erDas Kind wurde von seinem Vater ausgeschickt, etwas zu holen. Als es an der Ede der Bionskirchstraße und der Kastanien- Allee Geschäfte erst recht, denn wenn auch jene Ruhezeit für ihre An- suchte schließlich die Versammlung, redyt rege für die Wahl gestellten in der mehr als 20 000 Einwohner zählenden Gemeinde des socialdemokratischen Kandidaten Genossen den Fahrdamın überschreiten wollte, geriet es unter die Pferde Rigdorf mindestens 11 Stunden betragen müsse, fo feien fie materiell W. Manasse zu wirken. Der anderthalbstündige intereſſante Vortrag eines Geschäftswagens, der vom Weinbergsweg herabgefahren in der Lage, durch Hinzunahme von Hilfskräften jederzeit einen wurde von den Versammelten mit lebhaftem Beifall aufgenommen. fam. Die entsetzten Augenzeugen glaubten, daß es von den Hufen zertreten oder von den Rädern zermalmt worden. Als aber ausgleich zu schaffen. Der Antrag Wach, vorzuschlagen, daß Aus- In der Diskussion versuchte zunächst ein Vertreter der„ Mieterpartei", der Kutscher die Pferde zum Stehen brachte und ein Arbeiter die nahmen von den Bestimmungen des§ 139c nicht festgesetzt werden der Nationalsociale Tischendörfer, für die Wahl Damaschkes Kleine an fich riß, zeigte sich, daß sie mit unbedeutenden Wer möchten, wurde abgelehnt und beschlossen, sich Berlin an- Propaganda zu machen. Dieser, Herr behauptete, daß die Sociallegungen davongekommen war. Auf der Rettungswache stellte man aufchließen und 15 Ausnahmetage der Polizeidirektion vorzuschlagen. demokratie die Grund- und Bodenfrage bisher vernachlässigt und legungen davongekommen war. Auf der Rettungswache stellte man s follen vorgeschlagen werden: die letzten neun Wochentage vor nichts gethan hätte, um den Grundstückswucher, die Ursache der nur einige Quetschungen an zwei Rippen fest. Die Verunglückte fonnte die herbeigerufene Mutter zu Fuß nach der Wohnung be- Weihnachten, der Gründonnerstag, der Sonnabend vor Ostern und Wohnungsmifere, zu beseitigen. In recht treffender Weise widerlegte die vier legten Wochentage vor Pfingsten. Genosse Manasse die Ausführungen Tischendörfers und verwies dagleiten. Und vermutet, daß er sich noch im Rheinland aufhält. Der Durchgänger abends gesehen haben, wie der Arbeiter Aug. Bottworowski in der furzen Schlußwort des Genossen Ewald, in dem er für die Wahl hat sich vor seiner Abreise mit neuer Kleidung versehen. Gerichts- Beitung. Die Berliner Rabanbrüderschaft scheint am diesjährigen Die Aufhebung des Neunuhr- Ladenschluffes vor Weihnachten bei darauf, daß die Wohnungsfrage, die ja auch nur einen Teil der ganzen Hubertustag mun doch auf ihre Kosten zu kommen. Es wird nämlich ist jetzt für Charlottenburg bom Polizeidirektor wie folgt focialen Frage bildet, nur endgültig im Intereffe der Allgemeinheit berichtet, daß die Hubertusjagd Sonnabend auf dem zum festgelegt worden: Sämtliche offene Verkaufsstellen dürfen bis gelöst werden kann, durch die Anerkennung der socialdemokratischen Döberiger Uebungsplatz gehörigen Gelände abgehalten werden soll. 10 Uhr abends an folgenden Tagen geöffnet sein: am 3., 10., 17. Forderung: Vergesellschaftlichung des Grund und Bodens. Der Auch dort werden sich schon die nötigen Müßiggänger als Buschauer und 24. November- also im November alle Sonnabende-, ferner Redner erinnerte an das Verhalten der socialdemokratischen Stadteinfinden. am Sonnabend den 1. und 8. Dezember, vom 13. Dezember an bis verordneten- Fraktion, die bei jeder Gelegenheit für den Ankauf von Von dem Schreiber Oskar Müller, der einem hiesigen zum 22. mit Ausnahme vom Sonntag, endlich am Sylvesterabend. Grund und Boden durch die Stadt eingetreten ist und sich principiell Die Bestimmungen über die Mindestruhezeit und die Mittagszeit gegen den Verkauf städtischer Grundstücke gewandt hat. Unter lebSteinmeggeschäft mit 16 500 M. durchgegangen, ist eine Spur ge- der Gehilfen und Lehrlinge und Arbeiter in offenen Verkaufsstellen hafter Zustimmung der Versammlung erläutert Genoffe Manasse funden worden. Die Bermutung, daß seine Geliebte ihn begleite, und den dazu gehörenden Schreibstuben sind für die verschiedenen sodann die Forderungen, die im socialdemokratischen Kommunalbestätigte sich nicht, Müller ließ sie vielmehr ohne Nachricht und mittellos zurüd. Auch die umfangreichen Nachforschungen in Schant- Geschäftszweige wie folgt außer Geltung gesetzt: für die Händler Programme enthalten sind und deren Durchführung, insbesondere auf wirtschaften mit weiblicher Bedienung hatten teinen Erfolg. Dann mit Blumen am 3., 10., 17., 23., 24. November, am 1., 8., 21., 22., dem Gebiete der Schule, der Volksbildung, der Gesundheits- und glaubte man den Flüchtigen in Konstanz gesehen zu haben. Auch 29. und 31. Dezember, für die Händler mit Spielwaren vom 26. Krankenpflege, des Verkehrswesen usw. mit aller Energie anzuftreben ist. das war ein Irrtum. Gestern tam aber von Hannover die bis 30. November, den 1., 3. bis 8., 10. bis 15., 17. bis 22. De- In der weiteren Diskussion tam es zu heftigen Auseinandersetzungen und Herrn TischenNachricht hierher, daß Müller dort am Sonntagnachmittag gember, für alle übrigen offenen Verkaufsstellen vom 18. bis 15. und zwischen den Genossen Täterow dörfer, insbesondere wegen des Verhaltens der Nationalsocialen 12 Uhr 50 Minuten den Schnellzug nach Köln bestiegen hat. Man 17. bis 22. Dezember. Zeugen gesucht. Die Personen, welche am 13. September v.. gegenüber der Socialdemokratie bei früheren Wahlen. Nach einem Was eine Dampfwalze verschuldet. Der vor etwa 14 Tagen Münchenerstraße von einem Meblwagen überfahren wurde, werden des Genoffen Manaffe plädierte und nachdem der Vorsitzende noch erfolgte Bruch des Wasserleitungsrohrs am Prenzlauer Thor und gebeten, ihre Adresse bei August Härtel, Rigdorf, Hermannstraße 35, zur regen Beteiligung an der Flugblattverbreitung aufgefordert hatte, die am Sonntag früh 8 Uhr von die hiermit verbundene Ueberschwemmung des Stadtteils ist nach. Aufg. I, abzugeben. M. Mörschel, Jüdenstr. 36, und G. Weinacht, Grüne amtlichen Erhebungen auf den Drud der Dampfwalze straße 21, aus stattfindet, erfolgte Schluß der Versammlung. zurückzuführen. Im vergangenen Jahre wurde dort das Waffer Der Berliner Mieterverein hatte am Mittwoch nach der rohr erneuert und die Straße umgepflastert. Zum Festrammen der Die Klage gegen die Lebens-, Juvaliditäts- und Unfall- Norddeutschen Brauerei eine öffentliche Versammlung berufen, die Unterlage wurde eine Dampfwalze benutzt. Da das Druckrohr versicherungs- Gesellschaft Brometheus auf Entziehung der sich unter anderm auch mit der Wohnungsnot beschäftigte. der Wasserleitung in dieser Gegend ziemlich flach liegt, hat es durch Ronzession zum Abschluß von Versicherungsverträgen beschäftigte Die Versammlung war nur sehr schwach besucht. Der Re den Druck der Dampfwalze wahrscheinlich einen Siß erhalten. gestern das Ober- Verwaltungsgericht. Der Bezirks- ferent, Herr Frederich, führte aus, daß die Hauptaufgabe Einerseits durch den Wasserdruck im Rohr, andrerseits durch ausschuß hat seiner Zeit der Klage des Berliner Polizeipräsidenten bei der Lösung der Wohnungsfrage den Gemeinden zufalle, die Einwirkung der schweren Accumulatorenwagen der Straßenbahn, stattgegeben, weil die Organe der Gesellschaft, insbesondere der Direktor welche durch Besteuerung der Baustellen der Bodenspekulation die über die Bruchstelle hin- und herrollten, hat sich der Sprung zu Schellenberg, der erforderlichen Zuverlässigkeit entbehrten. entgegentreten und daneben auch selbst den Bau kleiner Wohnungen einem Riß erweitert und so schließlich den Unfall herbeigeführt. Die Das Gericht erster Instanz nahm u. a. Anstoß an der Aufstellung in die Hand nehmen müßten. Den neuesten Beschluß des Besizer, deren Keller durch das Wasser überflutet wurden, find durch der Bilanzen. In der Art, wie diese aufgestellt seien, liege die Vor- Magiftrats auf dem Gebiete der Wohnungsfrage die die Verwaltung der Wasserwerke entschädigt worden. spiegelung der falschen Thatsache, daß sich die Attiva wesentlich höher Gründung der König Friedrich- Stiftung mit dem Stiftungsfonds bezeichnete der Redner als einen zwar beliefen, als es wirklich der Fall geweien, sowie eine Unterdrückung der von 1 Million Mark wahren Thatsache des schlechten Geschäftsstands der Gesellschaft. Ein fleinen, aber doch bedeutsamen Schritt zur Lösung der Wohnungsgegen den Direktor Schellenberg anfangs der neunziger Jahre eingeleitetes frage. Es liege darin das Anerkenntnis, daß es zu den socialen Strafverfahren habe die thatsächlichen Momente des Betrugs er Pflichten der Gemeinde gehöre, sich um die Wohnungsfrage au tennen laffen, und eine Verurteilung wäre nur nicht erfolgt, weil die fümmern. Von der Ausführung des Magistratsbeschlusses werde es Abficht, fich oder andern einen Vermögensvorteil zu verschaffen, nicht abhängen, ob derfelbe Abhilfe hinsichlich der Wohnungsnot schaffe habe nachgewiesen werden können. Ferner wird in dem Urteil ausgeführt, Von der in der Mehrheit aus Hausbesitzern bestehenden Stadt daß durch das Verhalten der Organe der Gesellschaft, namentlich des verordneten- Bersammlung tönne man aber nicht erwarten, daß Direktors, die Lage der Gesellschaft völlig unhaltbar geworden sei sie die Wohnungspolitik des Bürgermeisters Brinkmann unter Als der Vorsitzende, Herr Dr. Pietsch, und der finanzielle Zusammenbruch unausbleiblich wäre. Nachdem stizen werde. alle Bemühungen der Aufsichtsbehörde zur Sanierung des gemein- die Distuffion eröffnete, betonte er mit großer Umständlichkeit, daß gefährlich gewordenen Versicherungsbetriebs fehlgeschlagen seien, habe der Verein laut Statut ein unpolitischer sei und deshalb jede poliz das Polizeipräsidium nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht ge- tische Erörterung in der Debatte ausgeschlossen sei. Es schien, als habt, durch die Klage die Rücknahme der Konzession zu verlangen. fürchtete der Herr Borsigende] ein Attentat auf den unpolitischen Und richtig! Es geschah etwas, was im Das Ober Berwaltungsgericht hat gestern be- Charakter des Vereins. schloffen, die Entscheidung auszusetzen und das Urteil den Beitalter des Byzantinismus jedem loyalen Spießbürger fürchterlich erscheinen muß. Der nationalsociale Herr Dr. Maurenbrecher Parteien schriftlich zuzustellen. Wegen Herausforderung zum Zweikampfe mit tödlichen nahm das Wort und sprach, nachdem er sich persönlich als tönigsdagegen, daß der Kongreß Waffen beat. wegen Startellträgerei standen gestern fünf Berfonen treuen Mann bezeichnet hatte, vor der ersten Straffammer des Landgerichts II. Der Geforderte der Mietervereine in Leipzig mit einem Kaiserhoch eröffnet Derartige politische Rundgebungen müßten die un war der Freiherr von dem Bottlenberg- Schirp, welcher in einem ver- wurde. traulichen Rundschreiben an die Aktionäre eines geschäftlichen Unter- politischen Mietervereine unterlassen, weil sie ohne die Mitwirkung nehmens den früheren Sauptmann v. Wedel, den Guts der breiten Masse der Arbeiter, die doch zumeist Socialdemokraten beiißer A. Schmidt und den Rechtsanwalt Dr. Mar Hoffmann, feien und deshalb an einem Kaiserhoch Anstoß nähmen, nichts Gre die eine leitende Stellung bei dem Unternehmen bekleideten, einer iprießliches leisten könnten. Der Vorsitzende Pietsch unterbrach inforretten Handlungsweise befchuldigt hatte. Die drei Herren fanden den Redner. Er bezeichnete dessen Ausführungen als politische und sich dadurch beleidigt und ließen durch ihre Kartellträger, Freiherrn untersagte ihm jebe weitere Erörterung dieser Angelegenheit.- Im b. Mosch, Baumeister Bohlemann und Rechtsanwalt Stolte übrigen bot die Distuffion nichts Bemerkenswertes." Einige Redner den Frhrn. v. d. Bottlenberg fordern, falls der letztere sich nicht zu bezeichneten die Stiftung des Magistrats wegen der geringen Geldeinem Widerruf bequemen wolle. Dieser verwies die Forderer vorläufig mittel als unzulänglich. Zum Schluß nahm die Versammlung eine auf den Weg der Privatklage, wobei die Sache im Laufe der Untersuchung Resolution an, worin die Mitglieder des Mietervereins erklären, bei zur Kenntnis der Behörde gelangte, welche die genannten fünf Stadtverordneten- Wahlen nur für solche Kandidaten einzutreten, die Personen, mit Ausnahme des Rechtsanwalt Dr. Hoffmann, der für Verbesserung der Wohnungsverhältnisse wirken wollen. als Reserveoffizier der Militärgerichtsbarkeit untersteht, zur Ver antwortung zog. Da die Angeklagten im Termin den Thatbestand im vollen Umfange zugaben, so gelangte der Grund zu Trauriges Ende. Die 58 Jahre alte Frau des Schneiders Poniatowsky aus der Hasenheide 55, die mit ihrem Manne seit 18 Jahren in finderloser Ehe lebte, entwendete ihrem Manne von seinen Ersparniffen zweimal 20 M., um fie au bernaschen. Als Poniatowsky fie am Sonntag zur Rede stellte und mit einer Klopfpeitsche schlug, versuchte sie sich zum Fenster hinauszustürzen, wurde aber daran verhindert. Gestern abend fand der Mann, els er von der Arbeit fam, fie mit einer Schnur als Leiche an der Thür hängen. Im Hörsaal der Urania, Taubenstraße, beginnt heute, Freitag, Herr Professor Müller einen aus 6 Vorträgen bestehenden Cyklus über Biologie mit dem Vortrag Schutz- und Trusfarben im Tierreiche und ihre Bedeutung im Kampf ums Dasein". Die Vorträge über Biologie, von welchen ein jeder ein abgeschlossenes Ganzes bildet, finden immer Freitags, abends 8 Uhr, statt. Einen Selbstmordversuch im Tiergarten machte in der Nacht zum Donnerstag ein junges Mädchen, dessen Bersönlichkeit noch nicht festgestellt werden konnte. In der Nähe der Inselbrücke schoß es sich eine Revolverfugel in die Herzgegend und brach schwer verwundet und bewußtlos zufammen. Ein Schußmann von der nächsten Tiergartenwache hörte den Schuß fallen, fand die Verlegte und brachte fie mit einer Droschte nach der Charité. Die Lebensmüde ist etwa 18 Jahr alt und sehr fein gekleidet. Als er Einen Selbstmordversuch machte gestern vormittag der 21 Jahre alte Lehrer Otto Flatauer, der im jüdischen WaisenHause zu Bankow angestellt ist und wohnt. Flatauer, deffen Water Grundbefizer ist, war noch vor vierzehn Tagen in seiner Heimat. Daß ihm irgend etwas gefehlt hätte, nahm niemand wahr: nur äußerte er öfter, es sei ihm in Bankow zu einsam. gestern vormittag im Waisenhause, Berlinerstraße Nr. 121, unter richten sollte, vermißte man ihn. Um 10 Uhr fand man ihn auf dem Boden des Hauses in einer großen Blutlache liegen. Er hatte fich die Pulsader der rechten Hand und die rechte Halsseite durch schnitten und gab nur noch schwache Lebenszeichen von sich. Mit einem Lückschen Rettungswagen wurde der Schwerverwundete in das jüdische Krankenhaus gebracht. Der Beweggrund zu dem Selbstmordbersuch ist nicht bekannt. Bergiftet hat sich gestern nachmittag der 24 Jahre alte Drogist Hans Broszukat, der in einem Geschäft in der Luisenstraße thätig war. Aus den Nachbarorten. Vermischtes. Mit Kanonen nach Spaßen schießen" das bekannte der Herausforderung gar nicht zur Erörterung. Da der Angeschuldigte Sprichwort ist in Ungarn von den Weinbergbefizern ins Braktische Bohlemann als Kartellträger des Angeklagten Schmidt in seinem übersetzt worden. Auf der Preßburger Obst- und Gemüse- AusSchreiben an den Freiherrn v. d. B. nur Andeutungen hatte fallen stellung, wo Wetterfanonen ausgestellt wurden, wurde die laffen, wodurch eventuell eine Forderung in Aussicht gestellt wurde, überraschende Wahrnehmung gemacht, daß häufige Kanonaden die so wurden Schmidt und Pohlemann freigesprochen, der Angeflagte von Wedel wurde zu zwei und die Angeklagten Umgegend beträchtlichen Schaden anrichten. Die verscheuchten Spazen Spaßen vertreiben, welche in den reichen Weingärten ber bortigen b. Mosch und Rechtsanwalt Stolte wurden zu je einer Woche lehren nicht wieder. Die Weingärtenbesiger, denen die Spaßen eine Festungshaft verurteilt. Landplage waren, gegen welche bisher schwer anzufämpfen war, versprechen sich von diesen Kanonaden großen Erfolg. Ueber die Rigdorfer Fortbildungsschule machte in der Dienstagsigung der Gewerbe Deputation Herr Kreisschulinspektor Dr. v. Komorowski folgende Mitteilungen: Beim Beginn Wegen Uebertretung des Vereinsgefehes ist der Vorfiyende des Quartals hätten sich zur Teilnahme am Beichenunterricht 74 Das Erdbeben in Caracas. Eine Depesche aus Caracas neue Schüler gemeldet, so daß die neu eingerichtete Zeichentlasse des focialdemokratischen Wahlvereins in Friedrichsfelde, Genosse schon wieder babe geteilt werden müssen. Im ganzen besuchten die Wolff, in der Berufungsinstanz am Landgericht II zu 15 M. Geld vom Mittwoch meldet: Die Orte San Cafimiro, Cua und Charallave find vollständig zerstört. Eine kleine Insel an der Mündung Schule etwa 300 junge Leute, von denen eine Anzahl an mehreren strafe verurteilt worden. Kursen teilnehmen. Es besuchten 248 die Zeichenklassen, 76 die Unschuldig verurteilt! Die vor fünf Jahren erfolgte Ver- des Neveri- Flusses ist verschwunden. In Tacarigua und Nio Rechentlaffen, 21 den Unterricht in Buchführung und 69 den urteilung des bis dahin völlig unbescholtenen Schneidermeisters Chico find viele Personen ums Leben gekommen oder verlegt und deutschen Unterricht. Die Deputation war der Meinung, daß Gottfried Müller wegen Diebstahls zu 9 Monaten Gefängnis ist auch sonst großer Schaden angerichtet worden; der Telephonalles gethan werden müffe, die Schule zu heben und ihr immer mehr follte au Unrecht erfolgt sein. Wenn die Strafe auch längst verbüßt dienst zwischen Caranero und Rio Chico ist unterbrochen. Der Böglinge zuzuführen. Die Angelegenheit, betreffend die Einführung ist, so hat der Verurteilte doch nicht geruht und alle Hebel in Be- Bahnbetrieb zwischen Laguaira und Caracas ist wieder aufgenommen des Phyfitunterrichts, schwebt noch. Nachdem die Schuldeputation wegung gesezt, bis es ibm gelang, das Wiederaufnahme- worden. Die Gräfin Boni Castellane, geborene Gould, ist gestern auf es abgelehnt hatte, 2400 W. zur Beschaffung der erforderlichen verfahren durchzubringen. Gestern fand die erneute Verhandlung Instrumente beizutragen, und zwar Geldmangels wegen, ist der vor der dritten Straflammer des Landgerichts I statt. Herr Müller Antrag der amerikanischen Milliardärsfamilie Gould unter Kuratel Borfizende der Deputation bei der Regierung wegen eines Buschujies follte 1895 einer übel beleumundeten Frau Bouché, die sich jetzt in gestellt worden. Die Dame hat unter Mithilfe ihres Gatten, des borstellig geworden. Die Regierung hat einen solchen nicht direkt der Irrenanstalt befindet, Schmuckfachen gestohlen haben. Geftern nationalistischen Deputierten Boni Castellane, es fertig gebracht, in abgelehnt, sondern zunächst Auskunft verlangt über die voraussicht stellte sich die Unschuld des Herrn Müller heraus, so daß Freisprechung liche Schülerzahl, über die beabsichtigten Lehrstunden 2c. Die Auskunft erfolgte. Ueber die Entschädigung will die Straffammer einen wurde erteilt. besonderen Beschluß fassen. Versammlungen. den bisherigen fünf Jahren ihrer Ehe, zweiundzwanzig Millionen Schulden zu machen; allein bei Kunsthändlern und Antiquitätenhändlern, bei denen Castellane, wie in Paris allgemein bekannt war, die verrüdtesten Einkäufe bewirkte, schuldet das Ueber die Vorschläge für Ansnahmen vom NeunuhrEhepaar neun Millionen Frank. Die arme geborene Gould wird Ladenschluß hatte sich am Dienstag die Gewerbe- Deputation für die sich von nun ab mit ihrer Jahresrente von circa drei Millionen beStadt Rigdorf zu entscheiden. Für die Monate November und Dezember dieses Jahrs einigte man sich zunächst im Anschluß an Eine Kommunalwähler- Versammlung für den 1. Kommunal- helfen müſſen. Der Tyvhus in der Kaserne. Aus Germersheim wird Berlin auf die vier Sonnabende im November, die ersten Sonn- Wahlbezirk tagte am Mittwoch bei Dräsel, Neue Friedrichstraße. abende im Dezember, die letzten neun Wochentage vor dem 28. Dezember Stadtverordneter Genosse Ewald referierte über die Verhandlungen gemeldet: Bergangenen Sonnabend find in der hiesigen Seyffel und den Sylvester. Danach schritt man zur Festsetzung und Beschlüsse der Stadtverordneten- Bersammlung und unterzog Kaserne plöglich über 20 Mann erkrankt und nach dem MilitärDer Vorschläge für das ganze Jahr. Stadtv. Wach, der am das Verhalten der freisinnigen Mehrheit im Roten Haufe einer lazarett gebracht worden. Da es sich um Typhuserkrankungen handeln feine Ausnahmen zuließ, erflärte liebsten überhaupt Es war ihm ein leichtes, an der Hand soll, find von der Militärbehörde alle Vorsichtsmaßregeln ergriffen erflärte fich eingehenden Kritik. mit Rücksicht darauf, daß solche doch festgesetzt würden, für verschiedener Thatsachen nachzuweisen, daß die Freisinnsmänner im worden. Bezeichnend für die hiesigen Verhältnisse ist die Thatsache, Höftens 30 Tage. Die Mehrheit entschied sich jedoch dafür, der Roten Haus, die nach oben" in Loyalität ersterben, die jeden fort- daß feins der beiden dortigen Blätter den Mut hatte, darüber zu bea Polizeidirektion 35 Tage vorzuschlagen und ihr anheimzugeben, schrittlichen Gedanken ängstlich unterdrücken, auch im übrigen nur die richten und deshalb die Bevölkerung nur noch unruhiger ist. Die weitere 5 Tage selbständig festzusetzen und hierbei außergewöhn-| Geldsadsintereffen vertreten und die so berechtigten Wünsche der Sehifel- Kaserne ist für den Verkehr gesperrt. Verantwortlicher Medacteur: Dr. Geora Gradnaner in Groß- Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin.