Nr. 257. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mir illuftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Pofts Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft- Zeitungs Preisliste für 1900 unter Br. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. abgebung 17. Jahrg. Vorwärts Berliner Volksblatt. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rotonel zeile oder beren Raum 40 fg., für politische und gewertschaftliche Vereinss und Versammlungs- Anzeigen 20 pfg. ..Kleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pig. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derGrpèdition abgegeben werden. Die Expcdition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Gonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: Rmt I, Mr. 1508. Telegramm- Adresse: Socialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Sonnabend, den 3. November 1900. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Aus dem amerikanischen Wahlkampf. Anzahl von Stimmen zu laufen, so brauchen sie jetzt fünf oder der Socialreform verpflichtet sei,„ ausgleichende Gerechtigkeit" zu fie früher in einem Distrikt 50 Dollar brauchten, um eine gewisse zehn Prozent mehr, weil etwa in diesem Verhältnis Stimmen, die ,, unehrlichen" Wählern gehören, verloren gehen. Man muß mun keineswegs glauben, daß diefer Stimmentauf nur in den Großstädten vor sich gehe. Im Gegenteil, die„ biederen Farmer" beteiligen fich ganz gewohnheitsmäßig dabei; viele der selben stimmen überhaupt gar nicht, wenn sie nicht ihren Preis" erhalten. Welchen Anteil an der Gesamtentscheidung dieser Stimmentauf hat, ist natürlich sehr schwer festzustellen. Nur das kann man ohne Uebertreibung behaupten, daß bei einer Wahl, sei dieselbe nun lokal oder national, bei welcher sich die beiden Seiten ungefähr die Wage bezüglich des Boltsvotums halten, unzweifelhaft diejenige Partei siegen wird, welche das größte Portemonnaie hat. gestanden. Man heuchelt jest nicht einmal mehr, daß die Regierung üben. Sie hat der Hausknecht des Unternehmertums zu sein sonst ist sie lediglich grüner Tisch". Katholische Arbeitervereine. New Yort, 23. Oktober. Die pennsylvanischen Kohlengräber haben einen mäßigen Sieg erfochten wenn sie ihn erfochten haben. Denn in diesem Augenblid hält John Mitchell, der Streitführer, noch seine Armee von der darauf beharrt, daß das Hirtenschreiben des preußischen Epiftopats Man schreibt uns vom Rhein: Der Teil der Centrumspresse, 140 000 Mann fest zusammen und davon zurück, an die Arbeit zu nicht gegen die christlichen Gewerkschaften gerichtet ist, macht sich den gehen, bis die letzte Forderung, die Herabsegung des Pulverpreises, Umstand zu nuke, daß die Fuldaer Kundgebung sich in der That von allen Gesellschaften bewilligt ist. Gewonnen haben die Arbeiter: nicht an die Arbeiter, sondern an den Klerus wendet, und daß darin eine 10prozentige Lohnzulage, Abschaffung der gleitenden Skala", an nicht oder nur versteckt von den christlichen Gewerkschaften, sondern deren Stelle die im September gezahlten Lohnsätze treten, Ordnung aller von den katholischen Arbeitervereinen die Rede ist. andren Punkte durch Schiedsgerichte, nachdem die Arbeiter zur Arbeit die Empfehlung der katholischen Arbeitervereine gleichbedeutend ist Diese werden der besonderen Pflege der Geistlichen empfohlen. Daß zurückgekehrt, und Aufrechthaltung aller dieser Bedingungen bis zum 1. April nächsten Jahrs. Diese Forderungen, welche die Konferenz mit einer Berurteilung der chriftlichen Gewerkschaften, geht einmal Die focialdemokratische Partei, mit Debs und Harriman als hervor aus dem Satz des Hirtenschreibens, daß die Arbeiter der Kohlenarbeiter- Delegation aufgestellt hatte, umfaßt also die An- Präsidentschafts- Kandidaten, wird in 35 Staaten auf dem offiziellen vereine für sich allein befähigt und stark genug seien, um auch die erkennung der Union nicht, weil es klar war, daß daran alle Ver- Stimmzettel erscheinen. In den meisten Staaten ist das nicht sehr materiellen Handelsinteressen der Arbeiter zu vertreten, geht weiter handlungen scheitern würden. Wenn aber, wie kaum zweifelhaft, schwer gemacht; tausend oder noch weniger Unterschriften genügen, hervor aus der gefliffentlichen Art, mit der das Schreiben diejenigen der Streit noch in dieser Woche zu Ende geht, so wird die That- um das Anrecht darauf zu erkaufen. In andren Staaten, Seiten der Arbeitervereine herausstreicht, die sie von den christlichen sache, daß es die Union war, welche zunächst für die 140 000 Arbeiter wie z. B in Minnesota, müssen für jeden aufzustellenden Gewerkschaften unterscheiden, geht endlich hervor aus der Thatsache, jener Distrikte eine Verbesserung ihrer Lebenslage erkämpft hat, nicht Kandidaten 50 Dollar gezahlt worden, was dort, wenn die Partei Gegensatz zu den chriftlichen Arbeitervereinen, nachdem diese und die daß die christlichen Gewerkschaften entstanden sind sozusagen im verfehlen, die Gewerkschaft außerordentlich zu stärken. alle Aemter mit Standidaten befizen wollte, zehntausende von Dollar im Hirtenschreiben so warm empfohlenen Fachabteilungen ihre Mit Beendigung dieses für die republikanische Partei sehr ge- tosten würde. Infolgedessen ist dort nur ein Präsidentschafts- Elektor völlige Unzulänglichkeit im wirtschaftlichen Kampfe erwiesen hatten. fährlichen Streits, den aus der Welt geschafft zu haben hauptsächlich( Wahlmann) aufgestellt, genügend, um die Stimmen der Social- Was sind die katholischen Arbeitervereine? Sie verdanken ihre δας Werk Mark Hannas, des großen Monopolisten ist, demokraten zu zählen. Im Staate New York hatte die Partei Entstehung der christlich- socialen Bewegung der sechziger und welcher die Mac Kinleysche Politik dirigiert, wird wohl der Wahl schwere Arbeit, um auf den offiziellen Stimmzettel zu kommen. Hier siebziger Jahre. Gründungen der jüngeren Geistlichkeit, die damals kampf nunmehr ohne weitere Zwischenfälle programmniäßig verlaufen. müssen nämlich nicht nur für eine neue, noch nicht offizielle Partei im Sinne des Bischofs Ketteler in Socialpolitik machte, nahmen sie Roosevelt, der Gouverneur von New York und republikanische Kan- mindestens 6000 Unterschriften gesammelt, sondern jede der einen frischen selbständigen Anlauf, wurden aber bald durch das didat für die Vice- Präsidentschaft auf der einen und Bryan auf der selben muß von einem öffentlichen Notar beglaubigt werden. herabgedrückt, das ihnen Papst Leo XIII. empfahl, indem er sie Eingreifen des hohen Klerus und des Centrums auf das Niveau andren Seite, als die hauptsächlichsten Spellbinders",( jolche welche Ferner müssen von jenen jenen 6000 Unterschriften mindestens anwies, dahin zu wirken, daß alle ihre Genossen mit ihrem Lose die Massen im„ Spell" im Banne ihrer Rede halten: ein ge je 50 ans jedem der 60 Counties des Staats kommen. Von diesen zufrieden, in ihren Arbeiten geduldig und zu einem stillen Lebensbräuchlicher Ausdruck für politische Redner), rafen wie die Wahn- Counties besteht aber reichlich ein Drittel aus sogenannten Sinter- wandel angeleitet werden". sinnigen durch die Staaten, täglich, zum größten Teil von Eisen- waldsdistrikten, in welchen der Fuchs dem Bär gute Nacht sagt. Der Diese Weisung haben die katholischen Arbeitervereine denn auch bahnwaggon- Plattformen auf den 5 bis 10 Minuten Aufenthalts- Partei ist es gelungen, alle diese Schwierigkeiten zu überwinden und befolgt. Sie verdienen ihren Namen gar nicht, aus dem Grunde, Stationen, wo die Bewohner der ganzen Umgegend sich versammelt haben, in der New Yorker Staatshauptstadt Albany ca. 11 000 Unter- weil zunächst ein großer Teil der Mitglieder gar nicht Arbeiter, zehn bis fünfzehnmal diefelbe Rede haltend, die dann abends an dem schriften zu präsentieren. Dabei ist allerdings zu bemerken, daß sondern Handwerksnieiſter und kleine Beamte find, dann weil die Leitung völlig in geistlichen Händen liegt. Die jungen Stapläne etwa ur von Parteimitgliedern werden gewöhnlich damit betraut, fie entwickeln sich hier zu den fammlungen noch weiter ausgesponnen wird,- das ist die ausgehen brauchen, sondern daß jeder Bürger berechtigt politischen Streitern der Kirche und des Centrums. Zu den Sizungen, traditionelle, erhebende Komödie, die sich jetzt, wie bei jeder Präsidenten- ist, zu unterzeichnen, gleichgültig, welcher Partei er angehört. Das die des Sonntagsabends stattfinden, pilgert der ehrfame Meister wahl, vor uns abspielt, und um die fich eigentlich kein Mensch, der socialistische Gesamtvotum in den Bereinigten Staaten betrug im mit Weib und Kind hin, einige Gesellen finden sich ein, Postbeamten tein politisches Grünhorn ist, mehr kümmert. Daß Roosevelt an vorigen Jahre gezählt und da, wo wir im Vorjahre nicht ins und auch Soldaten für den Fremden sollte es schwer sein, die ein paar Orten Prügel bekommen oder gesteinigt worden ist, daß Feld zogen, nach dem Jahre 1898 geſchäßt, etwa 90 000 Stimmen. Versammlung des Arbeitervereins von einer gewöhnlichen Wirtsauch Bryan schon mehrfach einige Unannehmlichkeiten erfahren, läßt Damit muß das zu erwartende Resultat des diesjährigen Präsident- haus- Gesellschaft, wie sie in Philisterkreisen üblich ist, zu untersowohl die Kandidaten wie auch das Publikum falt. Das gehört schafts- Kampfs, soweit die Socialisten in Betracht kommen, ver einmal zum Geschäft. Wichtiger ist schon, daß die unerschöpflichen glichen werden. In wenigen Tagen wird die Entscheidung fallen. finanziellen Mittel der Republikaner sich immer fühlbarer machen, während die Demokraten mit ihren„ paar Kröten" Haushalten müssen. Einen mächtigen Bundesgenossen hat Bryan an dem viel fachen Millionär Hearst. Deselbe ist an großen Silberbergwerfen beteiligt und Besizer der größten Sensationsblätter in New York' und Chicago. Für jeden Dollar der von irgend einer andren Seite für die demokratische Campagne gegeben wird, hat er für seine Person versprochen, einen Dollar, beizutragen. Und er hat sein Wort bisher inehr" als gehalten. Die Millionen, welche in dieser Weise von beiden Parteien aufgebracht werden, dienen mun nicht etiva nur zur Bestreitung sogenannter ,, legitimer" Ausgaben, wie für Bezahlung der Redner, Arrangierung von Versammlungen, Drucksachen und dergleichen, sondern- last not least zum direkten Stimmenfauf oder Fälschung des Wahlresultats, wo immer das angeht. Es ist ein Kapitel, über welches sich Bände schreiben ließen, so. reichhaltig und beweiskräftig ist die darüber vorliegende Litteratur. Und daß diese Wahlfälschungen nicht etwa in Abnahme begriffen sind, davon legt u. a. ein neuerlich in der hiesigen Evening Post" enthaltener Artikel, welcher ganz unglaubliche Thatsachen aus Philadelphia- also aus einer überwältigend republikanischen Stadt meldet, Zeugnis ab. Und diefe Wahlfälschungen nennt die" Post", wahrscheinlich das anständigste Bourgeois- Blatt Amerikas, unabhängig, jezt aber für Mac Kinley eintretend, ein wachsendes Uebel in diesem Lande, welches die ernsthafteste öffentliche Aufmerksamkeit verdient." " Orte, wo der Kandidat übernachtet, in drei oder vier größeren Ver- diese Unterschriften nicht " 1 Politische Uebersicht. Berlin, den 2. November. Zur Affäre. scheiden. Der Herr Kaplan erscheint, alles erhebt sich. Mit einem Gott fegne das ehrbare Handwerk!" eröffnete der Vorsitzende die Versammlung und erteilt das Wort dem Herrn Kaplan, der ein halbes Stündchen über irgend ein Thema redet, worin natürlich die Socialdemokratie die Hauptrolle spielt. Auf den Gesichtern der Zuhörer malt sich die völlige Verständnislosigkeit, die nur hier und da bei einem„ Wig" des geistlichen Herrn auf die Socialdemokratie durch ein Gelächter unterbrochen wird. Nach der Nede beginnt der gemütliche Teil: Lieder, Vorträge, Späße dumni zwar, aber alles in den Grenzen christlicher Sitte. Der Herr Kaplan verabschiedet sich und nach und nach folgen ihm die andern der Arbeiterverein hat sein Tagewerk vollbracht. " rein Die Post" zieht heute das folgende Resultat aus der 12000 M.Angelegenheit: Als sich herausstellte, daß in Bezug auf Herrn v. Miquel die Trauben zu jauer waren, sollte wenigstens Graf Posadowsky Besondere Glangpunkte im Bereinsleben sind das Stiftungsfest, mit Hilfe des gestohlenen Buedschen Briefs zur der Namenstag des Herrn Staplans und, hier am Rhein wenigstens Strecke gebracht werden, und als auch bei dieser Heze der Karneval. Um diese Zeit sind die Vereinsabende sehr lustig und nichts weiter herausgekommen war, als eine ungeheure der Arbeiterverein leistet sich auch eine besondere farnevalistische Blamage, weil die freihändlerische Bresse in ihren Glanzfizung" oder ein Mastenfest. Uebereifer auf den an die Fälschung des Datums Das ist das Leben und Treiben in den katholischen Arbeiteranknüpfenden socialdemokratischen Schwindel herein- vereinen, die nach dem Zeugnis des Fuldaer Hirtenbriefs die einzig gefallen war, soll wenigstens ein kleiner Vorteil im freihändlerischen richtigen Organisationen zur Vertretung der Arbeiterinteressen find. Sim badurch erreicht werden, daß man das Reichsamt des Innern Man hat versucht, in ihnen Fachabteilungen zu errichten, von dem Centralverband deutscher Industrieller abzudrängen und d. h. die Arbeiter eines jeden Berufs innerhalb der Arbeitervereine ihm für die Folge zu verleiden fucht, sich dessen Beirats in zu sammeln. Es war das der Vorschlag des Professor Hiße, womit geeigneten Fällen zu bedienen. Die Hoffnung, dieses Ziel zu er- die christliche Berufsorganisation Mitte der neunziger Jahre begann. reichen, beruht zwar auf sehr schwachen Füßen, denn welchen Die Fachabteilungen sind nur in wenigen Orten entstanden und Anlaß das Reichsamt des Innern aus der Thatsache, haben es auch da, wo starte Arbeitervereine vorhanden waren, zu daß einige Mitglieder des Centralverbands feiner irgendwie nennenswerten Bedeutung gebracht. durch Vermittelung eines Beamten des Reichsamts Und zu diesen gegen sich selbst zeugenden Einrichtungen nehmen des Innern und des Generalsekretärs sich bereit die Bischöfe heute wieder ihre Zuflucht. Statt der chriftlichen gefunden haben, einige Geldmittel für das Gewerkschaften mit ihrem interfonfessionellen Charakter Geradezu verblüffend scheint es auf den ersten Augenblick, daß hüllesche oder ein andres Preßunternehmen fatholische Organisationen; statt der selbständigen christlichen Berufsder Stimmentauf, trop des in den meisten Staaten eingeführten sog. Dieser Art herzugeben, entnehmen könnte, vereinigungen Fachabteilungen im Rahmen der unter geistlicher ,, australischen Wahlrechts" doch lustig vor sich geht. Früher nämlich eine Veränderung in seinem Verhalten gegenüber dem Central Leitung stehenden Arbeitervereine; statt der Annäherung und dem war die Sache sehr einfach. Der Käufer nahm den souveränen Verband deutscher Industrieller eintreten zu lassen, ist unerfindlich. Anschluß an die übrige Arbeiterbewegung tonfessionelle folierung Staatsbürger, mit dem er den Handel abgeschlossen, einfach beim Gleichwohl wird in der freihändlerischen Presse unter Leitung und Feindschaft gegen die andersgläubigen Klassengenossen! Das Wickel, gab ihm die Stimmzettel in die Hand, führte ihn an die natürlich der focialdemokratischen Blätter eifrigst versucht, das ist die bischöfliche Socialpolitit zu einer Beit, wo Bissenschaft und Reichsamt des Innern Wahlurne und beobachtete genau, daß der Gekaufte auch diese und von dem Centralverband deutscher Erfahrung mit tausend Beugnissen die Notwendigkeit des allgemeinen Industrieller fortzugraulen. Busammenschlusses der Arbeiter darthun! keine andren dem Beamten übergab, der sie dann in die Wahlurne In der Sache selbst kann es jeder verständig Denkende Wenn der katholische Pfarrer Oberdörffer von den Arbeiter warf. Sobald sie die Oeffnung derselben passiert hatten, erhielt der nur in hohem Maße billigen, daß das Reichsamt des Jimern, vereinen fagt: die Zahl ihrer Mitglieder ist gering, den Kern der freie amerikanische Bürger seine zwei, drei oder je nach Um- welches seiner ganzen Organisation nach sonst auf die reine Arbeiterschaft haben wir nicht in ihnen..., die socialpolitische ständen mehr Dollar. Heute aber geht der Wähler mit dem Arbeit am grünen Tisch zugeschnitten wäre, fich in Bedeutung der Vereine ist gleich Null"; went die einen, ihm von den Beamten übergebenen Wahlzettel, auf welchem lebendiger Fühlung mit dem prattischen Leben und den darin fatholische Kölnische Voltszeitung" sich beschwert über die fämtliche offizielle Parteien mit ihren Kandidaten verzeichnet sind, wirkenden und damit vertrauten Männern erhält und sich bei der trägen Köpfe" in den Arbeitervereinen, die höchstens Lösung der ihm obliegenden wirtschaftlichen und socialen Aufgaben zu haben sind, wenn es allein in eine der im Wahllokal befindlichen Buden. Niemand darf ihm Krafehl oder Klimbim des Beirats solcher sachkundiger Männer, die zugleich die Ber- giebt"; wenn die katholische Westdeutsche Arbeiter- Zeitung" mit dorthin folgen, es sei denn, daß er blind oder sonst unfähig sei. trauensmänner wichtiger Kreise des Erwerbslebens find, bedient." Bezug auf die Arbeitervereine sagt: es ist besser mit einem In dieser Bude zeichnet der Wähler sein Kreuz in die Spalte, welche Es ist also alles in Ordnung. Das Reichsamt des Innern kleinen Häuflein zielbewußter Arbeiter praktisch zu arbeiten, als sich die Kandidaten enthält, für welche er zu stimmen wünscht, faltet den hat völlig loyal gehandelt, und es würde erst in dem Augenblick durch das Schwergewicht einer großen meist indoZettel wieder zusammen und übergiebt ihn dann draußen einem der freveln, wo es ihm beifiele, sich aus der Leibeigenschaft einer Clique I enten masse von praktischer Arbeit abhalten zu lassen" Wahlbeamten, der ihn ungeöffnet in die Wahlurne wirft. Die Wahl von Großkapitalisten zu befreien. dann empfehlen die preußischen Bischöfe diese Arbeitervereine als ist also wirklich absolut geheim. Der Stimmenfäufer kann nicht Ein Wink für die Börse, durch größere finanzielle Freigebig- diejenigen Einrichtungen, die andre Organisationen überflüssig tontrollieren, ob sein Mann die Ware auch abliefert", wie man hier feit die Scharfmacher aus dem Feld zu schlagen und das Reichsamt machen und für sich befähigt sind, neben der geistigen Wohlfahrt zu sagen pflegt. Und doch wird gerade so, wenn nicht noch des Innern ihren Zwecken dienstbar zu machen. Die" Post" würde auch die materiellen Interessen ihrer Mitglieder zu vertreten". Man tann im Zweifel sein, wer des Arbeiters größerer Feind lebhafter gekauft, als früher und was die Hauptsache: es wird nichts in solchem Verhalten finden. Der Artikel des Stummschen Organs erklärt es für ganz richtig, ist: die Scharfmacher, die von gar keiner Organisation der Arbeiter auch meist ganz ehrlich" so gestimmt, wie der Käufer es sich aus- daß das Reichsamt des Innern abhängig von dem Centralverband wiffen wollen, oder die Bischöfe, die den Arbeiter in die Organibedungen hat. Es ist das eine Art Spigbuben Ehrlichkeit, die da sei und dessen Interessen vertrete. Damit wird der Klassencharakter fationen treiben, wo die„ trägen Köpfe" gezüchtet, die Mitglieder zur Geltung kommt. Für die Wahl- Manager der beiden alten der gesamten heutigen Politit von einer in dieser Frage, wie wir angeleitet werden, mit ihrem Lose zufrieden und in ihren Arbeiten Parteien ist die ganze Geschichte einfach ein Rechenegempel. Wenn zugeben, kompetenten Seite als eine Selbstverständlichkeit zu geduldig" zu sein. " " " ng Deutsches Reich. Miquel macht alles. In Hildesheim hat Herr v. Miquel einen Trinkspruch gehalten, in dem er seinem kaiserlichen Herrn den Beweis zu führen fucht, daß, was Bülow könne, er erst recht fönne. Nachdem er von Wilhelm I. preisend geredet, fuhr er fort: Miquel ist in der That ein zu allem fähiger Herr! Er fligt sich in jede Mode. Heute stolziert er mit derselben würde im weltpolitisch- hunniſchen Khaki Rod, wie er gestern sich in der Joppe des Agrariers und ehedem in dem Frad des Börsengründers und dem Demokratenhut des Bauernaufivieglers zeigte. Bauernaufiieglers zeigte, bent Songleur fängt allmählich an, vor den Coulissen lächerlich zu wirken, so gefährlich er hinter ihnen noch immer ist. Die Deutsche Tageszeitung" ist nicht sehr erfreut über den Weltpolitiker Miquel, der doch eben noch gesagt hatte, bie nächsten 10 Jahre gehörten der Landwirtschaft. and tod statt Daß die seit länger als einem Jahrzehnt in den Akten des Ministeriums der öffentlichen Arbeiten vorbereitete Personentarifreform, die nicht nur im Interesse des reisenden Publikums, sondern auch im Intereffe der Eisenbahnverwaltung behufs größerer Ver einfachung des Tarifwefens in sich selber und in der Gemeinschaft mit den andren deutschen Staatsbahnen geplant worden ist daß diefe Reform je länger je imehr ins Stocken geraten ist, unt die Gefährdung von 20-30 mill M. der bisherigen Einnahmen willen, die für einige Jahre möglicherweise eingeblißt werden könnten, das mag zur Not gerechtfertigt werden, obwohl die Rechtfertigung immer schwerer wird, je länger es dauert und je größer die Ueberschüsse von Jahr zu Jahr werden. Daß aber auf diesen selben preußischen Staatsbahnen die Art der Personenbeförderung je länger je mehr von Sparsamteitsrücksichten in einem Grade beherrscht wird, daß es wie eine Satire auf die Hunderte Millionen der Ueberschiffe dem Publikum erscheint, das tann nicht hingehen, ohne in weiten Streifen Berstimmung hervorzurufen." Der große Wilhelm. Als der Prinz Wilhelm 1848 vor den nach England geflüchtet, schrieb er am 7. April 1848 aus London Märzstürmen als Kaufmann Lehmann mit Hilfe des Bankiers Cohn den folgendent Brief, ber jetzt bekannt wird. " Taufend Dank für Ihr gütiges Schreiben vom 27. v. Mts. Was erlebten wir, seitdem wir uns nicht saben! Hin ist hin! Man kann barüber noch lange in preußischen Herzen trauern, aber zurüdzubringen ist nichts; möge man jeden Versuch der Art aufgeben! Getroft das neue Preußen anzuschauen und wieder aufbauen helfen, das ist die Aufgabe jedes Patrioten, wenngleich es viel leberwindung tostet, viel leberwindung foftet, einen Staat zweiter Größe aufbauen zu helfen, der fonteiner erfter Größe und selbständig war! Dem Baterlande in diefer Crisis nicht mugen zu können, und durch die That noch mehr als durch meinen gefannten Charakter beweisen zu können, daß fie von Bedeutung, daß wir, wenn unsre Genossen nicht| Socialökonomen Professor Gustav oyn zu emer gerden skritt. die äußersten Anstrengungen machen, um unsren Kandidaten herausgefordert: gleich beim ersten Wahlgang als Sieger aus der WahlSchlacht hervorgehen zu lassen, in die Stichwahl kommen. Dann aber gehen diese Freifinnsmannen mit fliegenden Fahnen zu ben Konservativen fiber, um trog aller Freifinnebeteuerungen für die Der Enkel nun habe Deutschland aber die meere Realtion einzutreten. Wir glauben wohl aber beute schon der Hoff hinausgeführt au einer Stellung als welt nung Ausdruck geben zu dürfen, daß es bahin nicht tommen wird. Die macht. Bei dem steten Anwachsen ber Bebölte Ronservativen hatten am Sonntag ihre erste Versammlung in rungsgiffer, bei bem gewaltigen aufichwunge, Greifenhagen, natürlich nur unter sich". Der Leiter dieser Wer den Industrie, Handel und Schiffahrt gefammlung, ein Herr v. Steinäler, empfahl einen Herrn v. Prätorius nommen, tönne Deutschland sich nicht mehr als den Kandidaten der Junler und bebeutete den Versammelten, darauf beschränten, eine tontinentale Macht zu baß der Kreis, der bisher von einem Konservativen vertreten gesein. Wir hätten 200 Jahre gefchlafen und müßten uns jest wesen sei, auch jest wieder von einem„ loyalen" gut, tönigstreuen" Mann beeilen, das Versäumte nachzuholen. Unfre Nation habe vortreff vertreten werden müsse. Natürlich konnte es sich dieser Herr v. Steinäker liche Eigenschaften vor andren Völkern voraus, aber auch manche nicht verkneifen, unfern Kandidaten anzurempeln, indem er meinte, Fehler. Wer die wirtschaftlichen Fragen auf die Spige treibe, er der socialdemokratische Kandidat Körsten sei gar kein Arbeiter, sondern schwere nur die Durchführung der Wirtschaftspolitit des Kaisers. ein Agitator, der von den Groschen der Arbeiter lebe usw. Trotzdem Von der Größe und Macht unsres Baterlands habe jeder, ob Land mußte der Herr Baron tonstatieren, daß unser Genosse Rörsten im wirt oder Industrieller, ob Katholik oder Protestant, die gleichen Kreise feit Jahren nicht nur gut bekannt, sondern auch allgemein Vorteile. beliebt sei. Und die Gefahr, daß der Kreis, der bisher gut Herr Cohn vergißt, daß unsre Zukunft ja jetzt auf dem Wasser tönigstreu" vertreten getveien fet, an den Umsturz, an die liegt, daß wir der Kultur in China Bahn brechen müssen und daß baterlandslofen Socialdemokraten verloren gehen könne, fei nicht leicht unfren Notleidenden in D- Bügen auch ohne Personen- Tarifreform zu nehmen. Indem ferner der tönigstreue von Prätorius sich als das Reisen bequem genug gemacht ist. Für das Proletariat aber das fleinere lebel für die Freifinnigen präsentierte, bettelte er find nach oftelbischen Begriffen die Verkehrsgelegenheiten schon viel Dieser politische beweglich um die Stimmen derfelben. Geradezu tomisch wirkte es, zu günstig. wie diese biederen Mannesseelen durch die Verteilung unsrer Flugblätter in Harnisch geraten find. Kein Wort der Widerlegung der im Flugblatt enthaltenen Wahrheiten. Nur die gute Greifenhagener Beitung" nimmt einen Anlauf und bezeichnet es als eine rech & eit, daß wir uns an die Arbeiter, Sandwerker und fleinen Bauern ji ni biloidal si ti wendeten, trotzdem wir dieselben vernichten" wollten. Das ist aber auch Von gestohlenen Briefen alles. Die Polizeiorgane arbeiten ungemein eifrig auf dem Lande und in faselt jetzt wieder die fonfervative Breßmente im Angesichte des den Dörfern. Dafür geht auch die tonfiscierung unserer Flugblätter Bued: Standals. Dabei ist noch in feiner Weise festgestellt, wie sowohl wie die Sistierung unfrer Flugblatt verbreitenden Genossen der berühmte 12 000 Mark- Brief in die Presse gelangte. Coviel ist gar munter von statten. Eine ganze Reihe von Strafmandaten ist mindestens sicher, daß noch nie von socialdemokratischer Seite ber Organe gegen unsre Genossen vorgehen, ist selbst der Bahners uns bereits zugestellt. Der Diensteifer, mit dem amtere Polizei Briefdiebstahl organisiert worden ist, wie dies von gut konservativer Amtszeitung" zu viel, so daß sie erklärt, die Organe müßten doch Seite gefchah. Wenn uns bei paffender Gelegenheit ein günftiger die Gefeße fennen. Durch derartige llebergriffe fördere man nur den Wind dieses oder jenes Schriftstück auf den Tisch weht, daß der Schreiber Umsturz. Und bei der Rührigkeit der Socialdemokraten müsse alles in eignen Intereffe lieber nicht geschrieben, müßten wir Thoren sein, wenn vermieden werden, was die Gefahr, den Kreis zu verlieren, wir unfre Stenntnis der Oeffentlichkeit vorenthalten wollten, und Lumpen, steigere. Nun, wie tönnen mit unsrer Arbeit zufrieden sein. gefundent. In den Industriedörfern ist es uns nur am Sonntag Bereits haben über ein Dugend Versammlungen möglich, Bersammlungen zu arrangieren. Aber alle diese Versammlungen Unter dem Polizeipräsidenten intelben wurden an herbor. besucht und mit sichtlichem Interesse wurden die Reden unsrer Ge find überfüllt, und auch die ländlichen Versammlungen waren gut ragende Personen Briefe taum abgegeben, ohne vorher in den noffen aufgenommen. Außer dem Kandidaten des Kreises Genoffen Händen der Polizei gewesen zu fein. Auch die Briefe des Königs Alwin Störsten haben in startbesuchten Versammlungen noch die Friedrich Wilhelms IV. wurben von diesem Schicksal nicht verteichstags- Abgeordneten R. Fischer, Fr. Bubeil und die Gen. Robert fchont. Die Agenten, die in Dienste des schwarzen Kabinetts Schmidt, G. Lint, H. Faber und Hannich Stettin gesprochen. In verwandt wurden, machten natürlich von ihren gewonnenen den in den nächsten Tagen stattfindenden Versammlungen sprechen Kenntnissen auch anderwärts Gebrauch, und so konnte es denn kommen, daß dieses angeblich im Staatsintereffe ausgeübte äther und Robert Schmidt, sowie der Kandidat des Kreises Alwin die Genoffen P. Singer, W. Pfannkuch, Fr Zubeil, Baul Göhre, Spionagesystem Dimenfionen annahm, welche nichts andres als störsten. Landesverrat darstellten. Verdenken konnte man es den untergeordneten Beamten ja nicht, wenn sie ihre Geheimnisse auch im Die Sunnenbriefe, die wir zur Charakteristik der Der Brief zeigt deutlich die ganze vormärzlerische Beschränktheit eignen Intereffe verwandten, denn schlimmer als fie trieben es ihre germanischen Kultur, mit der China beglicht werden foll, veröffent- bes Wannes, der im folgenden Jahre an wehrlofen Gefangenen Borgefeßten, die den polizeilichen Spionage- Apparat für ihre eignen lichen konnten, werden von der staatserhaltenden Bresse tot blutige Rache nahm. Intriguen benugten. geichwiegen. Wir wollen annehmen, daß Scham das Motiv bes Militärjuftig. Das Kriegsgericht ber 20. Divifion( Hannover) Sintelben hätte am liebsten ben König für sich in Befchlag Schweigens ift. Nur die„ Deutsche Zeitung" des allteutfchen fällte biefer Tage ein überaus hartes Urteil. Der Kanonier B. war gelegt und die Regierung in die eigne Hand genommen. Dabei Dr. Friedrich Lange brudt die beiden leyten Briefe im Auszug angefchuldigt der Achtungsverlegung, Gehorsamsverweigerung und stand thm aber die Militärpartei im Wege und so wurden denn eine ab, freilich nur, um die entseglichen Greuel als etwas des thätlichen Angriffs. Er hatte sich am Abend des 28. September, Anzahl Privatbriefe geschickt verwandt, um den König gegen seine Umgebung mißtrauisch zu machen. ganz Selbstverständliches" zu bezeichnen. Unfre nur wenige Tage, bevor er zur Reserve entlassen werden sollte, dem Durch den Polizei- Agenten teberfeepresie hat die legten Neste jener Weichlichkeit, die man Unteroffizier vom Dienst, der ihn zum Verlaffen eines Lotals aufTächen wurden die Briefe des General- Adjutanten v. Gerlach früher als deutsches Gemit" zu verherrlichen pflegte, in unglaublich gefordert hatte, widersetzt. Es wurde zu 3 Jahren 1 Monat Geund des Geheimen Kabinettsrats Niebuhr gestohlen, fa sogar die kurzer Zeit abgestreift. Vor wenigen Monaten noch glaubte man fängnis verurteilt. Tagebuchblätter v. Gerlachs tamen in die Hände der„ Gauner", nicht an den Wortlaut der bekamiten Wilhelmshavener Rede und wie derfelbe sie bezeichnete. Die Briefe v. Gerlach& enthielter jegt erblickt man in den schauerlichsten Hunnenthaten etwas ganz für den der Bund der Landwirte agitiert, sollen im preußischen Ueber die Einführung eines Zolls auf Süßwasserfische, teilweise scharfe Urteile über den König und über den Minister des Junern, Manteuffel; ein Privatbrief des Redacteurs Lindenberg Selbstverständliches". Finanzministerium eingehende Erörterungen gepflogen werden. Zwar an v. Gerlach enthält ein Wirtshausgespräch über den Prinzen von Fischerei verein organisiert sind, sich gegen den Zoll aus haben sich die nächsten Interessenten, Sie im Deutsche it Preußen. Alle diese Briefe gerieten in die Hände der Berfonen, gesprochen, jedoch hindert das das Finanzministerium nicht im über die eine abfällige Bemerkung gemacht worden ist. b. Gerlach, ein feinen Stönig über alles liebender, nur mindesten, sich infolge der Unregungen der Fleischverteurer in eine fieberhafte Thätigkeit zu stürzen.s etwas geradezu veranlagter Mensch, läßt die Spizbuben verhaften. Der Prozeß lief freilich anders aus, als er sich dachte. Schon vorher machte der bekannte Stieber, damals noch Polizei Affeffor, den Verfuch, Tächen den Gerichten zu entziehen, weil derfelbe Offizier sei. Ueber den Prozeß felbft schreibt Leopold von Gerlach in seinen Denkwürdigkeiten: Die Diebe behalten die Ehre, zeugen gegen den Bestohlenen, find strafbar; inden berg, dessen Brief gestohlen ist, wird mit Verlust der Ehrenrechte bestraft. Wofür? Verleumdung des Prinzen von Preußen." Auf von Gerlach selbst blieb zeitlebens das Odium haften, daß er den Brief Lindenbergs mit der Verleumdung" des Prinzen von Preußen bestellt habe. nicht der Briefschreiber, sondern bie Briefent- decker in die Reihen der Korrumpierten gehören, find nur im tonservativen Lager möglich. " 318 für eine so selbstverständliche Eigenschaft eines christlich- teutschen Die Deutsche Tageszeitung" hält die Gemütsverhärtung bereits Kulturträgers, daß sie sich das Entsezen der Briefschreiber über die ihnen befohlene Blutarbeit nur so erklären kann, daß es Social bemokraten seien, die unter der Deckflagge der freiwilligen Chinatreuzfahrer gewissermaßen der Spionage wegen nach Ostasien geschickt worden seien. Um noch menschlich zu fühlen, muß man also unbedingt Socialdemokrat sein! Die Deutsche Tagesztg." empfiehlt schließlich, diesen„ vaterlandslosen Gesellen" etwas auf die Finger zu sehen. Die ganz selbst verständlichen" Kulturthaten haben also doch die Deffentlichkeit zu scheuen! ich auf das schändlichste verleumdet wurde und einer misérablen Intrigue erliegen muß das ist ein großer Schmerz für mich! Wenn ich als Réprésentant des alten Systems erscheine und bezeichnet werde, so ist das meinStolz, denn ich fannte keine andre Aufgabe, als Preußen auf der Stufe erhalten zu sehen, auf die die Geschichte und feine Monarchen es gestellt hatten. Daß es auf dieser Stufe nicht stehen bleiben sollte, ist ausgesprochen, da es in Deutschland aufgehen soll. Jegt passen also auch für 000Preußen Institutionen, die sonst, meiner Ueberzeugung nach, nie für dasselbe paßten. Daß ich auch unter diesen neuen Formen meinem Vaterlande alle meine Kräfte widmen werde, wird die Zukunft lehren, wenn man mich überhaupt noch wieder haben will; in einem verantwortlichen Ministerium ist freilich teine Stelle mehr für mich!" Socialpolitisches aus dem hessischen Landtag. Von den verschiedenen jocialpolitischen Anträgen, die unsre Genossen in der Sweiten Kammer eingebracht haben, hat der vierte Ausschuß, der die Verarbeitung der Petitionen und Anträge zu besorgen hat, jetzt einige arbeiterlammern fordert, die in Verbindung mit einer im verabschiedet. Der eine Antrag, der die Errichtung von Ministerium zu bildenden Centralftelle für Arbeiterangelegenheiten Bestellte Arbeit wittert auch der fromme Reichsbote" in den stehen sollen, soll nach Beschluß des Ausschusses durch das Plemum Hunnenbriefen. Er erwartet aber wenigstens von der Regierung, für erlebigt erklärt werden, weil das, was der Antrag daß fie Aufklärung geben und die Uebertreibungen richtig beztvede, burch die neugebildete Ministerial Abteilung für Land stellen wird. Sollte den Reichsboten" die Haltung der übrigen wirtschaft, Handel und Gewerbe im Minifterium des Innern erledigt Ordnungspresse und die chnische Verteidigung, die sogar einzelne werde, da diese neue Institution ja bet allen Beratungen oder Blätter den Hunnenthaten angedeihen laffen, nicht stugig machen? Bearbeitungen von Angelegenheiten, welche die Verhältnisse der Und hat er ganz vergessen, daß man den aus Ostasien zurüd- gewerblichen Arbeiter betreffen, Arbeiter zuziehen könne. Auch wird gelehrten Chinatämpfern bereits ein Schweigegebot auf weiter auf die im Reichstag lagernden Anträge über diese Materie erlegt hat? verwiesen, die es nicht rätlich erschienen ließen, in den einzelnen Die wahre Koge- Affaire! Dabei handelt es sich nirgends um zufällige Entbedungen, fondern um planmäßige Briefbiebstähle. Wie schon angedeutet, thaten bie Unterbeamten noch etwas mehr, als ihnen ihre Herren aufgaben. Der Polizei- Agent Lachen vertehrte kollegialisch mit dem französischen Agenten affentrug, der das in Erfahrunggebrachte pflichtgemäß dem französischen GeEin Centrumsschwärmer für die Prügelstrafe. In einem Bundesstaaten weiter zu gehen, als wie dies in Hessen schon gefandten mitteilte, der feinerseits aus seiner Kenntnis tein Sehl der Hauptorgane des bayrischen Centrums, der Augsburger Boſt- ſchehen sei. machte und Manteuffel diverse Briefe zeigte er war ja ber 8tg.", findet sich folgende gemütvolle Empfehlung der Prügelstrafe: ber in Staatsbetrieben beschäftigten Arbeiter Die gesegliche Regelung der Arbeitsverhältnisse " Erst vor kurzem erklärte ein Subjett vor der Polizeibehörde, lachende Dritte bei der Sache. Durch Mittelspersonen verkehrte außerdem ein gewiffer Seiffert, Beamter bei der Oberrechnungstammer, mit dem Gesandten. Kurz, ein Sumpf von Korruption, der sein Entstehen aber wesentlich den Intriguen der Hofkamarilla verdankt. Organisierter Banden Briefdiebstahl! Und die Nachkommen diefer Leute sollten so ehrlich geworden sein, sich über Diebstahl au entrüften? Aber wenn in der Strafanstalt sei es eigentlich doch gemütlicher als verlangt ein andrer Antrag, und zwar stellt derselbe folgende heraußen, und wenn nichts andres helfe, müsse man eben Forderungen: 1. Durchführung eines achtstündigen Normalarbeitstags; 2. Festsetzung eines jeweils mit den Arbeitern zu vereinbarenden einen Mord begeben, um wieder zu einer sorgenfreien Eristeng zu Minimallohns; 3. Zusicherung fefter Alters- und Pensionszulagen; gelangen. Unfre moderne Humanität wittert hinter solchen Er fcheinungen geistige Anormitäten". Auch wir finden es nicht 4. Garantierung der freien Ausübung des politischen und wirtschaftLeidlichen Koalitionsrechts. Zu diesen Forderungen verhielt sich normal, daß ein Christmensch Leuten, die ihm nichts zu Leid die Regierung fast durchgängig ablehnend, besonders zu den gethan haben, unendlichen Jammer zufügen kann. beiden ersten und der letzten. Betreffs des dritten Punkts derlei Individuen die Größe des von ihnen angestifteten Elends Industrie und Landwirtschaft. Der Centralverband der wirklich nicht zu ahnen vermöchten( war wir bezweifeln), jo tönnten stellte sie eine Vorlage in Aussicht, die Zuschüsse zu den Industriellen ist eine Hauptstlige der Sammelpolitik zwischen Scharf- fie vielleicht doch noch wissen, daß wohlverdiente und wohlgezielte Alters- und Invalidenpensionen sowie der Witwen- und WaiſenSiebe, und zwar deren mindestens 25, nicht so gemütlich verforgung vorsicht. Die Garantierung des freien Koalitionsrechts fönne deshalb nicht zugestanden werden, weil das einen Verzicht auf find, wie die warme Belle und das Tischlein gestatteten großen Unterkunftshause für alle, die die ehrliche Arbeit der Preisgabe der für die Betriebe unentbehrlichen Disciplin Das flingt recht preußisch und scheint machern der Industrie und der Landwirtschaft. Der Generalsekretär Dec # Bued vereinigt fogar in seiner Person die beiden Nichtungen bich!" in dem nach allen Regeln der hygiene aus- die pflichtmäßige Pflege treuer monarchischer Gesinnung" und Nr. 80 der blauen Hefte des Centralverbands deutscher Industrieller schildert Seite 3 bis 11 die Gebenkfeier der 25jährigen Thätigkeit des Bueck. Ihm wurde in der Sizung vom 1. Oft. 1898 aus Anlaß des Umstands, daß Bued 25 Jahre für die deutsche Industrie gearbeitet hatte, eine Adresse und ein Ehrengeschent von 40 000 m. in preußischer Anleihe" überreicht. In der Adreffe heißt es u. a.:„ Aus der Landwirtschaft hervorgegangen haben Sie.. es # Sie haben ganz recht, indem Sie in der Adresse sagen, daß ich aus der Landwirtschaft hervorgegangen bin." B. sucht dann auseinanderzuseßen, daß er 25 Jahre lang mit Erfolg oftelbische Güter bewirtschaftet habe, bis er im Oktober 1878 in den Düffeldorfer Verein zur Wahrung der gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen in Rheinland und Westfalen eintrat." So ist in der That Herr Bued ein geeigneter Vertrauensmann für Industrie und Landwirtschaft. 1100 nichts andres, als ein Ausfluß der Furcht vor " scheuen. Im tiefſten Grunde genommen ist jene Humanität gleichkommen würde. wohl eine Folge der Eisenbahngemeinschaft zu sein. Außerdem wird den unlauteren und rohen Voltsmassen, die möglichst betont, daß eine unzulässige Bevormundung der Arbeiter nicht ausungerupit ihren Haß und Groll gegen die gefell- geübt werde. Auch hier sprach sich der Ausschuß dahin aus, den rität auslassen wollen. Schon den Kindern in der faftliche Ordnung und bie notwendige Auto- focialdemokratischen Antrag für erledigt zu erklären; jedoch schlug man der Kammer vor, die Regierung zu ersuchen, eine Schule gegenüber muß die thörichte Dufelei in Anstatistische Zusammenstellung die wirtschaftliche Lage der im Staatsbetriebe beschäftigten Arbeiter und awar wendung kommen. Gin böser Bub weiß genau, daß ihm nichts insbesondere über bie Dauer der Arbeitszeit und über die HöchstFühlbares paffieren kann, wenn er den Lehrer foppt. Die noch zu und Mindestlöhne zu veranlaffen. Außerdem solle die Kammer der läffige Strafe eines einstündigen Nachfizens macht ihm unter Um Zur Lage auf dem Kohlenmarkt. Man schreibt uns: ständen nur einen Spaß, da er weiß, daß der Lehrer mit ihm fizen Erwartung Ausdrud geben, daß auch den im Staatsmuß, und den„ ult" kann man in der nächsten Stunde ruhig politischer Meinungsäußerung und wirtschaft betriebe beschäftigten Arbeitern das Recht freier wiederholen. Man ist im Begriff, der Masse gegenüber die Gewalt aus den Händen zu geben aus lauter Furcht vor der licher Koalitionsfreiheit gewahrt und praktisch Masse und vor der Presse dieser Masse: Caveant consules! Gebt gehandhabt werde. den Lehrern wieder die Rute in die Hand und dem Richter jene Gewalt, die gewaltthätigen und ehrlofen Subjetten Zum Wahlkampf im Kreise Nandow: Greifenhagen! gegenüber allein, ganz allein, eine Wirkung haben fann!" Der menschenfreundliche, gleich den nationalsocialen Flotten- Die gegenwärtige Höhe des Preises des Hausbrandmaterials Gegenwärtig gehen die Wogen des Wahlkampfs hoch, Nachdem schwärmern alle Weichlichkeit verachtende Social Pädagog des wie die Lage auf dem Stohlenmarkte straft die Blätter Lügen, die unfre Genossen als ersten die Wahlschlacht begonnen, find nunmehr Centrums wird solange tauben Ohren predigen, als nicht den mit noch bis vor kurzem alle behördlichen Maßnahmen zur Lösung der auch die Konservativen und die Freifinnigen in den Kampf ein- bem Civilverforgungsschein ausgerüsteten deutschen Kulturträgern in Kohlennotfrage mit den Hinweis verhindern wollten, daß die getreten. Für die Freisinnigen ist gegenwärtig Herr Dr. Barth China die erste Anwartschaft auf Lehrer Gefängnisbeamtenstellen fortschreitende Verschlechterung der Lage der Induſtrie deu im Streife thätig, um den Rüdgang der Stimmen von 1898 eingeräumt wird. Kohlenmangel von selbst Heben werde. Es hat sich gewieder wett zu machen. Als Kandidaten hat die Freifinnige Verzeigt, daß trotz aller Verschlechterung der Industrielage die einigung den ehemaligen Abgeordneten Dr. Dohrn- Stettin aufgestellt. Die traurige Plusmacherwirtschaft unsrer Eisenbahn- Kohlenbarone noch Mittel genug besigen, ihre Förderung zu guten Eine Bedeutung hat diese Kandidatur nicht.- Nur insofern wird verwaltung hat selbst den keineswegs links stehenden Göttinger Preisen abzusetzen, so daß die Kohlennot fich eher noch verschlimmern wird, je tiefer wir in den Winter hineintommen. ES war zwar dieser Tage vom oberschlesischen Kohlenmarkt die sensationelle Nachrickit eingetroffen, daß der Mangel an Bestelinngen die Zechen zwinge, ihre Förderung auf die Halden zu schütten, in« dessen hat sich' diese Nachricht bald als falsch erwiesen. ES ist vielmehr der Wagenmanael, der die Zechen nötigt, einen Teil der Förderung zurückzuhalten, so daß zur Berteueruna der Koble durch Syndikate und Spekulation sich nun auifi noch die im« genügende Wagengestellung gesellt. Die Verwaltung der fiskalischen Gruben Oberschlesiens sendet auf Kohlenbestellungen den Bestellen, gedruckte Karten, wonach sie Kohlen nicht abgeben könne, da die Förderung vollständig ausverkauft fei. Don einer beginnenden Verflauung auch des KohlenmarktS ist also vorläufig noch nichts zu bemerken und speciell in Ober- schlesien ist, trotz vermehrter Förderung, die Nachfrage nach HauS- brandkohle noch immer stärker, und die durch schlechten Geschäfte- gang frei gewordenen Mengen von Jndnstriekohle haben bisher Nock immer rasch anderweitige Abnehmer gefunden. Auf dem sächsischen und böhmischen Kohlenmarkt ist die Not deS Verbrauchs so groß, daß sich jetzt in Dresden eine„Vereinigung industrieller Kohlenverbraucher" gebildet hat, zur Wahrung der Jnter- essen der Industriellen gegenüber den Händler» und Werken. Obwohl ihr alle bedeutenderen Verbraucher beigetreten find, wird wohl auch diese Vereinigung ebenso wenig Erfolg erzielen wie alle übrigen, Der rheinisch- westfälische Kohlenmarkt bläht sich wie in den besten Zeiten der Syndikatsherrlichkeit. DaS Geschäft in Hausbrandkohle ist kaum zu befriedigen, die Gasfabriken, die Schiffahrtsgesellschaften und vor allem die Kriegsmarine, letztere in- folge des ostasiatischen Kriegs, machen große Bestellungen.„HauS- brandkohle» stürmisch begehrt",„Nachfrage nicht zu befriedigen", „Brikett rege gefragt",„in den verlangten Mengen nicht zu be- schaffen", so melden alle Börsenblätter. Aus Mannheim wird gemeldet, daß der süddeutsche Markt insbesondere unter dem niedrigen Nheinwasserstande zu leiden hat, der die Firmen zwingt, den Kohlen- beziig ab Zeche per Bahn vorzunehmen, wodurch eine neuerliche Preissteigerung herbeigeführt wurde. So ist den Kohlenbaronen vorläufig die Lage noch durchaus günstig und die Bergwerksgesellschaften setzen auf ihren General- Versammlungen die höchsten Dividenden fest. Die Verbraucher von HauSbrandmaterial milffen ja, so lange der Winter dauert, den VolkSauSbcutern des KohlcnnttertumS bezahlen, was sie verlangen, Eine Besserung könnte höchstens das Eingreifen Amerikas bringen. Größere Mengen amerikanischer Kohle auf dem europäischen Markte würden die Kohlenbarone sofort zu einem Herabgehcn der Preise zwingen. Die Werkspresse aber erklärt mit einer unerhörten Bnitalität, die durch den südafrikanischen und osi« asiatischen Krieg„glücklicherweise" hohen Schiffsfrachten hinderten die Anierikaner an einem umfassenden Angriff des europäischen Markts Trotzdem sind jetzt an der Brüsseler Bör,e die Kurie für Kohlen- aftien gefallen, weil von Amerika billige Kohlenofferten vorlägen und die Amerikaner angeblich großen Wert auf die Eroberung dc�- belgischen Markts legten. Ob dem so ist. muß abgewartet werden, Vorläufig fühlen sich die Kohlenmonopolisten noch so als Herren der Situation, daß das Kohlensyndikat beschlossen hat, den exportierenden Firmen Prämien zu gewähren,„um den Export zu heben und fremde Märkte zurückzuerobern". Dabei sind in de» ersten neun Monaten 1S00 an der Zunahme der deutschen Ausfuhr Kohlen allein mit 12�/, Millionen D o p p e l c e n t nern bete! ligtl Die Exportprämie soll offenbar nur dem edlen Zwecke dienen, in der Industrie durch schlechten Geschäftsgang freiwerdende Kohlen- mengen schleunigst inS Ausland abzulenken, damit in Deutschland kein Massenangebot die Notftandspreise drücke. ES geht dock nichts über den Patriotismus der VolkSauSbeuter I CchmokS Grdanreufvrstngc. Donnerwetter! Buccks Brief! 12 000 M. I DaS ist«ine faule Geschichte, daS ist fatal, wird das einen Skandal abgeben I Daß der Brief existiert, ist unzweifelhaft, das heißt, er ist apokryph, er ist gestohlen, sein Inhalt ist doch selbst- verständlich. Natürlich selbstverständlich. Es sind ja Belege über die Verwendung der 12 000 M. da. also ist alles in bester Ordnung, Konnte Woedtke überhaupt anders handeln? Sollte er sich etwa an die socialdemokratische Parteikasse wenden? Er mußte sich doch an Bueck wenden, an wen sonst! Ha, diese elende Jntrigue gegen Posadowsty: es ist geradezu jämmerlich, welche Urteilslosigkeit, un nicht einen schärferen Ausdruck zu gebrauchen, in der deutschen Presse herrscht. Mit den schärfften Mitteln sollte man gegen die Veröffent- sicher des Briefs vorgehen, ein Gesetz zum Schutz der Geldbewilliger muß gegeben werden, denn wenn die Regierung sich nicht einmal Geld geben laffeu darf von den Interessenten, von wo soll sie es überhaupt hernehmen! Pfui l Pfui! Eine solche Jntrigue. solch Bubenstreich, solche Verdrehung eines einfachen Thatbestands, der doch die natürlichste Sache von der Welt ist I(.Kladderadatsch".) Kusland. Schweiz. Zürich, 1. November. Der nächste Sonntag ist nicht bloß ein eidgenössischer Ab- stiinmungstag, sondern auch ein vielfacher kantonaler und außerdem auch noch ein mehrfacher Wahltag, Das Interesse deS ganzen Lands beansprucht natürlich die D o p p e l i n i t i a t i v e. Die Zahl der öffentlichen Versammlungen, die sich damit in den letzten Woche» beschäftigten, dürfte weit in die Hunderte gehen, wovon die große Mehrzahl von den Freunden der Doppelinitiative veranstaltet worden war. Im Kanton Basel hat daS Volk über ein kantonales Proporzgesetz abzustimmen, nachdem der Grundsatz der Proportionalwahl deS Großen Rats(Landtags) schon vor Jahren in die Verfassung aufgenommen wurde. Die GesctzeSvorlage umfaßt il Paragraphen, welche außer den in jedem Wahlgesetz enthaltenen allgemeinen Bestimmungen auch die näheren Vorsckriftcn über daS Proportionalverfahren enthält. ES würde zu weit führen, dieselben hier eingehender zu besprechen und sei darum nur bemerkt, daß nach meiner Auffassung der Verhältniffe die Aussichten für das Gesetz keine ungünstigen sind, da die Socialdemokraten, Konservativen und Ultramontanen fest zusammenstehen und jeden« falls auch mancher Parteigenosse der herrschenden Radikalen dafür stimmen zvird. Im Kanton Bern hat das Volk über zwei. Gesetzesvorlagen abzustinmicn. Die eine ist eine Ergänzung des bestehenden Bau« getctzeS und verleiht den Gemeinden die Kompetenz zur Ausstellung von Verordnungen zum Schutze der Bauarbeiter. Der Re- ferendumsvorlage ist gleichzeitig eine Normalverordnung von v Para» graphen, tvelche die wichtigsten Bestimmungen enthält, beigegeben. Die Vorlage ist der endliche Erfolg jahrelanger bezüglicher Agitation der orgamsicrien Arbeiter sowie ihrer Presse und der Arbeiterverireter in den Behörden. Ihre Annahme dürfte gesichert sein.— Die zweite Vorlage betrifft die Wählbarkeit der Frauen als Mitglieder von S ch u l l o m m i s s i o n e n. Das Gesetz um- faßt 6 Paragraphen, welche den Gemeinden das Recht geben, Frauen in die Schulkommissionen zu ivählen. ES erfährt von verschiedenen Seiten eine geradezu unverständliche Opposition und ist daher seine Annahme keineswegs gesichert.— Oestreich-Ungarn. AnS Oestreichisch-Schlefien tvird geschrieben: Die Wahl- gauuereien der Behörden sind bei dem jetzigen Wahlkampf viel schlimmer als 1397. Die Thatsache, daß damals ein Socialdeniokrat gewählt worden ist und daß wir jetzt in der ö. und 4, Kurie Kandidaten aufgestellt haben, hat wohl die Behörden veranlaßt, noch ungesetz- licher als damals zu handeln. Ans allen Teilen des Lands kommen Nachrichten, daß die Gemeindevorsteher die Arbeiter, welche sich melden, nicht in die Wähler» liste» eintragen wollen! Besonders in der vierten Kurie. In Dombrowa hat man den Arbeitern gesagt, daß sie die ganze Sache nichts anginge! In Michalkowice fehlen auf der Liste der fünften Kurie 300 Namen von Wählern, die schon 1897 wahlberechtigt waren und auch eingetragen waren. ES ist kennzeichnend, daß diese Gemeindevorsteher Vertrauens- leüte der nationalen Partei find. Und diese Partei schämt sich nicht, sich eines solchen Schwindels zu bedienen, um Wahlerfolge zu erzielen.— England. Die Drmoraltficrung durch die Weltpolittk ist bei dem Londoner Empfang der aus Südafrika zurückkehrenden City- Frei- willigen in erschreckendem Maße zu Tage getreten. Die„patriotische Bolkskundgcbung" gestaltete sich zu einer so wüsten Orgie der Roheit und Gemeinheit, wie sie London lange nicht erlebt hat. Die Zahl der bei dem Hexensabbat Verunglückte» beläuft sich auf 1882. 282 Personen mußten direkt in Hospitäler übergeführt werden. 57 Soldaten. Unteroffiziere und Mannschaften mußten in Gewahrsam gebracht werden und sehen ihrer Bestrafung wegen aller möglichen Vergehen, von sinnloser Betrunkenheit bis zu Sitt« lichkeitsattentaten, entgegen. Das sind die Folgen deS organisierten Massenraubs und Massen« mordS der Weltpolittk.— Spanien. Der Belagerungszustand ist nunmehr zur Unterdrückung der karlistischen Erhebung über ganz Spanten verhängt worden, Die karlistische Presse ist unterdrückt worden, die karlistischen KlubS wurden aufgehoben. Die Truppen zur Verfolgung der kataloni« schen Aufständischen wurden verstärkt. Alle Statthalter haben .zur Unterdrückung der Erhebung die schärfsten Maßnahmen ergriffen. Auch der P a v st soll die Absicht haben, eine Eucyklila zu veröffent« lichen, worin der KarliSmus verurteilt wird.— Nußland» Kiew, 5,/18. Oktober.(Eig. Der.) Die Chronik der K i e tv e r Verhaftungen ist um einen neuen bedeutenden Fall bereichert ivorden. In der Nacht vom 2. zum S. Oktober, in den letzten Tagen der jüdischen Feiertage, sind auf dem„Podol" in einem Hause, daS zu Gcbetszwcckcn und Festlichkeiten diente, 180 Mann verhaftet worden, Arbeiter und Arbeitertnuen. Auch zwei„Intelligente" wurden auf der Versammlung ertappt(die Polhtechniter Mtzkim und Braginsky). Die Verhafteten sind mit Ausnahme von 10--1S russischen Arbeitern alle Juden. Der größte Teil der Arbeiter sind Hand- werier(Schneider-. Schuhmachergeiellen ic.). Die Arbeiter wurden von Schutzleuten und Kosaken umzingelt und in das Podolische Polizeirevier abgeführt, wo sie auch die Nacht zubrachten. In den nächsten Tagen wurden sie in da« Lukjanowslische Gefängnis abgeführt. Podol war während dieser Tage gar nicht zu erkeiMen. Es schien, als ob die Stadt von feindlichen Heeresmassen erstürmt worden sei. Ueberall sah man Patrouillen, die Kosaken in ihren eigentümlichen Mützen durchreiten kampfbereit die Stadt, geheime und uniformierte Polizisten schleichen durch die Straßen, DaS Abführen der Arbeiter ins Gefängnis erhielt(infolge der Polizei- maßnahmen) einen höchst demonstrativen Charakter; das Publikum strömte in Massen herbei, überall hörte man nur von dem Ereignis sprechen... An der Spitze der Prozession reitet ein Kosakr, an dessen „Klea"(Spieß) man«in rotes Abzeichen bemerkt; hinter dem Kosaken fährt im Wagen der Polizeipräsident Zichozkh, der die obere Aufsicht über diesen ganzen Zug bat. dann folgt ein kleiner Haufen „der Verbrecher", umzüngelt von Wachtmeistern und einer zahlreichen Kosakenbande, und endlich ein Trupp von Schutzleuten, die mit blanken Säbeln das massenhaft herbeieilende Publikum abzudrängen bemüht sind. Die Ursache der Verhaftung soll eine Denunziation der Schneidermeister gewesen sein, die eine Gärung unter ihren Ge« iellen bemerkt haben und sich vor einem Streik, mit dem die Gesellen noch im Sommer gedroht haben, fürchteten. Wie weit aber die Vermutungen der Sckneidermeister auf Wahrheit verübten, sieht mau daraus, daß hier Arbeiter von verschiedensten Berufen sich zusammenfanden. Wie dem aber auch sei, ist jetzt das Kiewer Gefängnis, das erst in der letzten Zeit etwas leer ge- worden war.— es blieben dort nur 7 Mann— wieder überfüllt.— Afrika. Lord Robert» soll nunmehr am 20. November naa, England abzureisen beabsichtigen. Große militärische Operationen giebt es iür ihn auch kaum noch auszuführen. Wann der Kleinkrieg freilich beendet sein wird, ist eine andre Sache. Nach einer Meldimg haben die Boeren noch am 2t. Oktober Koffyfontetn besetzt.— Amerika. Tic imperialistischen Steigungen der Aanlces fangen an viel zu kosten an Geld und— Menschenleben. Ans den Philippinen fft die Ruhe keineswegs hergestellt, wie-der General Otis bei ieinem Abgange glaube» machen wollte. Die Amnestiever- k ü n d i g u n g hat so gut wie gar keinen Erfolg gehabt. Der Auf- forderung der amerikanischen Offiziere an die Filippinos, unter Gewährung voller Amnestie die Waffen auszuliefern, sind diese nicht nachgekommen. Die„Rebellion" ist keineswegs niedergeschlagen, es kommen im Gegenteil ouS allen Teilen des Lands Nach« rickten, aus denen hervorgeht, daß die Eingeborenen nicht im entferntesten daran denken, sich zu fügen. Dabei ist die von ihnen adoptierte Kampfart der Guerilla« für die Amerikaner viel aufreibender, als die geschlossene Armee Aguinaldos in früheren Zeiten. Es werden deshalb von dem jetzigen Oberbefehlshaber Mac Arthur mehr Soldaten verlangt. Die GesimdheitsverhälMisse unter den amerikanischen Truppen auf den Philippinen sind, ivie wir der New Uorker„BolkSzeiwng" entnehmen, äußerst ungünstige. Aus einem Bericht des Chefarztes der Philippineu-Armee, datiert vom 18. August 1900, ist ersichtlich, daß bei einer gesamten Truppenzahl von 60 554 der Krankeu-Prozeutsatz 8.47 war. Zur Erklärung dieser hohen Krankenziffer bemerkt der General- arzt:„Die Beschwerden, Strapazen und Aufregung einer fort- gesetzten Kriegführung sind schuld an der großen Krankenliste und der verhältnismäßig hohen Sterberate auf den Philippinen. Jedoch ist unter unsren Militärärzten die Ansicht vorherrschend, daß in Friedenszeiten, wenn die Soldaten nur GarnisonSdicnst thun, die Krankenziffer der Pilippinen- Armee nicht höher sein würde alS die der Garnisonen in den südlichen Teilen der Vereinigten Staaten." Es ist nicht verwunderlich, daß unter diesen Umständen die Reden B r h a n S, der sich als ein entschiedener Gegner des Imperialismus bekennt, auf die VolkSmaffen nickt ohne Eindruck bleiben.— Die SelbffvermltW in den Krankenkchn nnd die Stcllnng der Mentaten. AnS den Kreisen der Krankenkaffen-Beamten geht unS mit der Bitte um Veröffentlichung folgendes zu: Die bevorftebende Revision des KrankenverstcherungS-GefetzeS hat auch für die Beamten der Krankenkassen besondere Bedeutung, Nach allem, waS über die Absichten der Regierung bisher in die Ocffentlichkeit gedrungen ist, steht es fest, daß das Recht der An- stellung nnd Entlassung der Beamten den aus den Siethen der Be- ieiligten hervorgegangenen Organen der Kaste aus der Hand ge- nommen und einer Behörde, der Gemeinde übertragen werden soll, Die bisher erschienenen Auslastungen der offiziösen Preßorgane lassen darüber keinen Zweifel mehr zu. Ebenso liegt eS Nor auf der Hand, daß die Verwirklichung dieser Pläne die Existenz der jetzt in Stellung befindlichen Kastenbeamten in huhcm Maße gefährdet. Der kapitalistifch-militaristische Staat verstärkt feine Machtmittel nicht umsonst; in den Besitz der Macht gelangt, wird er keinen Augenblick mehr zögern, die im Geruch ilmstllrzlcrischer Gesinnung stehenden.Agitatoren" und„Hetzer" auf das Pflaster zu werfen nnd durch staatStreue Militäraiiwärtcr zu ersetzen. Die ganze„Reform" würde schließlich darauf hinaus- laufen, dem Militarismus und MariniSmuS eine neue Stütze zu schaffen. ES ist ein Glück, daß diese dunklen Pläne noch rechtzeitig vor der Oeffentlichkeit ausgeplaudert worden sind. Den in ihrer Existenz bedrohten Kaffenbeamten ist dadurch Gelegenheit gegeben worden, rechtzeitig geeignete Schritte zu ihrer Sicherung zu unternehmen, und von dieser Gelegenheit wird bereits in ausgiebigem Maße Ge- brauch gemacht. Abgesehen von den Protestresolutionen, welche in einer_ Reihe von Kongressen und Versammlungen in den verschiedensten Gegenden' des Reichs beschlosien ivorden sind, verdient besondere Erwähnung daS Vorgehen der Berliner Kässenveamten. Die in einer öffentlichen' Verstimm- lima der Kassenbeamten gewählte Lohnkommission hat den Kasienvorstänben einen in Gemeinschaft mit einem Juristen ent- worfenen Mu st er«Dien st vertrag vorgelegt, welcher der un- motivierten Entlassung der Angestellten auch für den Fall einer Aenderung in der Organisation des Krankenversicherungs-Gesetzes einen Riegel vorschieben soll. Der Vertrag durfte in den Kassen, wo er zur Annahme gelangt, den Beamte» eine unbedingte Siche- rung lyrer Existenz gegenüber den reaktionären Machenschafte» gewährleistey, dä er'die Entlassung der Beamten a» gewisse Voraussetzungen knüpft. Mit Rücksicht auf die Verschiedenheit der Verhältnisse in den einzelnen Kassen setzt der Vertrag keine einheitlichen Gehaltssätze und keine einheitliche Dauer der Kün- digungSfrist fest, sein Hauptinhalt besteht vielmehr in der Bestimmung, daß für die Kasse die Geltendmachung des Kündigungsrechts davon abhängig ist, haß der Beamte 1. sich gegen daS Vermögen der Kasse einer strafrechtlich zu ahndenden Handlung schuldig gemacht hat, 2. durch Strafurteil die bürgerlichen Ehrenrechte, sei eS auch nur zeitweilig, verloren hat, 5. bei Ausführung seiner ihm durch die erfolgte Anstellung ob« liegenden Dienstpflichten sich grobe Pflichtverletzungen wieder- hoit, d. h. nach mindestens zweimaliger unter Entlnssnngs- androhung erfolgter Verwarnung, hat zu Schulden kommen lassen, 4. dauernd außer staube kommt, seinen Dienstpflichten nach- ' zukommen. Eine zeitliche Behinderung, mag Krankheit, Siechtum, dauerndes körperliche« Gebrechen. Untersuchungs- Haft, Verbüßung einer Strafe oder andre Anlässe die Ursache sein, gewährt«in Kündigungsrecht, wenn die Dienstunfähigkeit bereits sechs Monate gedauert hafl und der Grund derselben die Besorgnis einer noch längeren Daner oder aus derselben Ursache sich ergebenden Wiederholung rechtfertigt. In den Küudigu'ugSfällen zu 1 und 2 kann nach dem Vertrage die sofortige Entlassung erfolgen, wenn nach den gesetzlichen Be- stiNmmngen die Entlassung ohne vorherige Kündigung zulässig ist. Außerdem wird der Kasse-daS Kiindigungsrccht zugesprochen, wenn infolge Verminderung der Milgliederzahl eine Bttminderung des Kassenpersonals unabweisbares Bedürfnis ist und die Kündigung in der Weise geschieht, daß jeweilig nur der Dienstjüngste von derselben betroffen wird..„ Damit sind alle Gründe aufgezählt, welche die Aufhebung deS Dienstverhällnisses durch die Kasse moralisck rechtfertigen. Diese Bestininuingen lassen den Kassen durchaus dieMöglickleit, einen Beamten, der sich schwere Verfehlungen hat zu Schulden kommen lassen, aus seinem Amte zu entfernen, aber sie verhindern die Entlassung aus irgendwelcken nichtigen Gründen. Die k�istenz des Beamten wird gesichert, seine Stellimg unabhängiger gestaltet. Der Vertrag dürfte des- halb geeignet sein, die reaktsonären Bestrebungen zu nichte zumachen und die jetzt in Stellung befindlichen bewährten Beamten vor dem Elend der«rbeitslostgkeit zu beivahren. Um etwaigen reaktionären Auslegungskünsten von vornherein zu begegnen, ist noch Li« Bestimmung aufgenommen worden, daß das ReligionSbekeiintni» des Angestellten und dessen politische Gesinnung auch in ihrer Aueübung und Bethätigung keinen KündigungSgnmd abgeben dürfen, ebenso wenig die Bestrafung wegen eines religiösen oder politischen Delikts und die Verbüßung einer derartigen Strafe. Selbstverständlich ist durch zweckentsprechende Bestimmungen dafür Sorge getragen worden, daß den Beamten auch für den Fall einer Aenderung in der Organisation der Krankenkassen oder des Krankenversicherungswesens ihr Recht ungeschmälert verbleibt, Der Vertrag'hat bei den Mitgliedern der einzelnen Kranken- lassen im allgemeinen«ine freundlicke Aufnahme gefunden und ist in einer Reihe von Kassen bereits definitiv eingeführt worden. In einigen Kassen hat sich allerdings ein gewisser Widerstand bemerkbar gemacht, der aber hoffentlick noch überwunden werden wird. Kein human denkender Arbeiter wird bestreiten wollen._ daß den Krankenkassen- Beamten die Sicherung ihrer Existenz wohl zu gönnen ist. Es muß berücksichtigt werden, daß gerade die Angehörigen dieses BerufszweigS von einer etwaigen Arbeitslosigkeit schwer getroffen werden; seit Jahren aus ihrem früheren Beruf herausgerissen, würde es ihnen nicht leicht fallen, eine neue geeignete Arbeitsstelle zu finden. Dazu kommt, daß es sich meist um Leute in vorgeschritreuem Lebensalter handelt, die zum Teil Familienväter sind. Die Arbeiterschaft kann und darf es auch nicht vergessen, daß gerade unter den Krankenkassen-Beamten sich vielfach Leute finden, die der Arbeiterbewegung erhebliche Dienste geleistet haben. Vielfach scheint in Arbeiterkreisen noch die Befürchtung zu be« stehen, daß die Beamten nach Abschluß eines derartigen Vertrag? den Vorständen und Kasseninitgliedern gegenüber eine renitente Haltung einnehmen wurden. Demgegenüber mutz hervorgehoben werden, daß den Beamten selbstverständlich das Recht gewährleistet werden muß, ihr« Interessen auch den Vorständen gegenüber mit aller Energie zu vertreten und sich dazu aller gesetzlichen Mittel zu bedienen. Wenn aber ein Beamter in irgendwelcher Beziehung ein ungebührliches Benehmen zur Schau trägt, so hat der Borstand auck nach dem von der Lohnkommission vorgeschlagenen Vertrage die Möglichkeit, ihn von seinem Amte zu entfernen, aller- dings erst nack mehrmaliger Verwarnung, Mit aller Entschiedenheit muß aber dafür eingetreten werden, daß die Existenz deS Beamten von der Laune des jeweiligen Vorstands unabhängig gemacht wird. Das ist eine Forderung, welche sich aus dem socinldemokratischen Princip ohne weiteres ergiebt. Gerade die Socialdcmokratie will jedem Menschen eine unabhängige sichere Existenz verschaffen, die socialdcniokratischen Arbeiter haben also auch mit allen Kräften für eine Sichcrstellnng der Krankenkassen- Beamten einzutreten. Eine Beschränkung der Selbstverwaltung kann darin nicht erblickt werden. Aus diesem Princip ergiebt sich auch die Stellung, welche die Socialdemokralie gegenüber der Regelung der Beamtenverhältnisse in der angekündigten Novelle einnehmen wird. Wir fordern nn- beschränfte Auftechterhaltung der Selbstverwaltung, aber auch gesetz- liche Sicherstellung der Kaffenbeamten, namentlich gesetzliche Fest- legnng der Voraussetzungen, unter denen eine Entlassung überhaupt zulässig ist, sowie Fürsorge für die Hinterbliebenen. Die Social- demokratie wird nach ihrer ganzen Vergangenheit und nach der Richtung ihrer Bestrebungen diejenige Partei sein müssen, welche, in erster Linie für die Interessen der Kaffenbeamten eintritt. E. L. Vsvk'ei Die prächtig« Extranuinmer der„Breölaucr Volksmacht" liegt uns nun, vor. Sie ist auf besonderem Papier gedruckt und mit kraftvoll geschnittenen Randleisten verziert. Außer einem Jubiläums- Artikel bringt sie eine gedrängte Geschichte der Breslauer Arbeiter- bewegung, an die sich die Geschichte des Blatts selbst anschließt. ES ist bisher k e in socialistisches Blatt von Verfolgungen frei- geblieben, und die Skizzen, die wir unsren Lesern von dem Werde- gang der einzelnen Blätter anläßlich ihrer Jubiläen gaben, haben wohl gezeigt, welche Unsumme von Opfern von den Genossen gefordert wird, die ihre Thätigkeit der Partei- presse ividmcn. Beim Anblick der Ziffern, welche die „Breslauer volkswacht" in ihrem Strafregister aufmarschieren läßt, erstarrt aber dein verhärtetsten Prcßsünder das Blut in den Adern zu Eis. 8 Jahre, 2 Monate, 8 Tage Gefängnis und 8348 M. Geldstrafe, wozn noch ungefähr ein Jahr Untersuchungshaft! und eine Unsumme von Gerichtskosten kommen, daS ist der Lohn für eine 10jährige Volks aufklärende Thätigkeit. Gleich der erste Redacteur, Genosse Mendt land, erhielt im ersten Jahre seiner Thätigkeit 1 Jahr, 2 Monat, 8 Wochen Gefängnis; daS Jahr darauf brachte ihm noch MoJrate Gefängnis. Kunert hatte mehr Glück. Unter dem Schutze der Abgeordneten- Immunität verjährten seine Strafthaten— 7 Majestätsbeleidigungen(I)— und der arge Sünder ging frei aus. Immerhin mußte er 11 Tage Untersuchungshaft abbüßen. Die Polizei hatte von einer Vertagung des Reichstags schneller als er Kenntnis erhalten und verhaftete ihn von der Straße fort. Weniger Glück als Kunert hatte sein Nachfolger Karl Thiel, der 14 Monate hinter Kerkermauern zubringen mutzte; ihm folgten Friedrich mit 11, Hennig mit 6, Schebs mit 14, Ger Hardt mit 4, Zahn mit 11. N e u k i r ch mit 12, L ö b e mit 3 und K l ü h S mit 1 Monat.' Steiger, Bruhns und Schütz kamen mit Geldstrafen davon, die natürlich auch allen andren nicht fehlten. Am schlimnisten waren die Verfolgungen des Blatts unter der Aera des Staatsanwalts Dr. Keil, desselben Herrn, dem auch unser greiser Alter noch die Verfolgung wegen Majestätsbeleidigung verdankte. Doch auch solche Perioden gehen vorüber zum Trost aller oppositionellen Journalisten. Keil erlitt das Schicksal aller Streber: er wurde befördert. Nicht lange nach seiner Beförderung zum Oberstaatsanwalt setzte der Tod seinem Eifer ein Ziel.— Das Blatt, daS er mit seinem Haß verfolgte, hat ihn überdauert. Noch immer steht die„Volkswacht" auf ihrem vorgeschobenen Posten und übt die harte Roharbeit an den Zuzüglern vom Osten und vom Lande. Kämpfe weiter, wackeres Bruderblatt! Totenliste der Partei« Nach längerem Leiden starb in Hemelingen der Cigarrenarbeiter Heinrich Mannte r. Der Verstorbene stand schon zur Zeit des Socialistengesetzes in den vordersten Reihen. Er vertrat 11 Jahre lang als Gewählter der 6. Älasie die Interessen der Arbeiterschaft im Gemeinderat. Ein ehrendes Andenken beivahren ihm die Parteigenossen. Die schweizerische socialdcmokratische Partei hält am 17. und 18. Noveniber ihren diesjährigen Parteitag in Ölten ab. Der Hauptpunkt der Tagesordnung ist die Reorganisation der Partei. Die Gemeindewahlen in Erzsöbetfalva(Ungarn) haben unsren dortigen Genossen«inen schöne» Erfolg gebracht. Von den vier aufgestellten Genossen wurden zwei gewählt, während zwei andre mit einigen Stimmen in der Minorität geblieben sind. Die Parteigenossen beteiligten sich zum erstenmal an der Wahl. Eine Feldarbeiter-Konferenz für Ungarn wird am ersten Weihnachtsfeiertage in Hodmezövajarhely abgehalten werden. Sie wird einberufen von der Kommission, die voin letzten Feldorbeiter- Kongreß gewählt wurde und soll sich beschäftigen mit dem Feld- arbeiter-Programm, der Herausgabe eines Feldarbeiter- Fachblatts und mit der Organisation. Polizeiliches, Gerichtliches nftv. Der Mai-Prozest der Partei beschäftigte am Donnerstag die Strafkammer in Halle. Bekanntlich wurden circa 20 Genossen wegen Teilnahme an dem Maispaziergange, der als öffentlicher Aufzug angesehen wurde, von, Schöffengericht zu je 9 M. Geldstrafe eventuell 3 Tagen Haft verurteilt. Das Berufungsgericht bestätigte das Urteil. Die Angelegenheit wird vor höchster Instanz zur Eni- scheidung gebracht werden. GottteMPitzstftlitfjes. Deutsches Reich. Die Maschinenarbeiter, Drechsler, Tischler nnd Bildhauer ver Firma August Werdermann in Trebbin stehen seit dem 26. Oktober im Ausstand. Der Zuzug ist streng fernzuhalten. Der Holzarbeiter-Vcrband, Zahlstelle Trebbin. Die Lohnbewegung.der Flensburger Secmaschinistcn brachte durch Unterhandlung mit den Reedern den Maschinisten erster und zweiter Klaffe eine Erhöhung der monatlichen Heuer um 20 M. und denjenigen dritter und vierter Klasse eine solche von 10 M. Die Einsetzung eines Meßvorstands auf jedem Schiffe, welcher zu kontrollieren hätte, ob das den Kapitänen zur Beköstigung der Mannschaft zur Verfügung stehende Geld auch volle Verwendung findet, wurde leider abgelehnt. Die ausständigen Maurer in Halle haben sich mit einer Eingabe an den Magistrat gewand, niit dem Ersuchen, bei den Differenzen zwischen den Arbeitern und Unternehmern eine neutrale Stellung einzunehmen. Im Wortlaut wird diesem Wunsch die Ver- «inbarung vor dem Gewerbegericht im vorigen Jahr beigelegt, deren Jnnehaltnng jetzt einige Bauunternehmer ablehnen, die städtische Bauaufträge in Ausführung haben. Im Kartellverband der Straffburgcr Gewerkschaften ist es zu einem Konflikt gekommen wegen der Durchführung des Bc- schlusses der jüngste» Konferenz der reichsländischen Gewerkschafts- kartelle, demzufolge die an das Kattell pro Kopf der Gelverkschasts- Mitglieder zu leistenden Monatsbeiträge von 3 auf 6 Pfg. erhöht werden sollen. Die Erhöhung hat den Zlveck, die Mittel aufzubringen für die von derselben Konferenz beschlossene Centralkommission elsatz-lothringischen Gewerkschaften. Von den dem Straßburger Kartell angeschlossenen Gewerkschaften haben 16 die Beitragserhöhung angenommen, 6 haben sie abgelehnt, während in 3 Gewerkschaften die Bcschlutzfasiuug noch aussteht. Eine Sitzung des Kartells hat nunmehr im Princip den Ausschluß der 5 ablehnenden Gewerkschaften beschlossen für den Fall, daß sie auch fernerhin auf ihrer Entscheidung beharren. Die Frage des Ausschlusses soll auf die Tagesordnung der nächsten Versammlung jeder einzelnen der betreffenden Gewerkschaften gesetzt werden und das Kartell zur Vertretung seines Standpunkts Vertreter zu jenen Sitzungen zu enl- senden berechtigt sein. Es ist zu hoffen, daß die Angelegenheit an« gesichts der ungünstigen Wirkungen, welche eine weitere Verschärfung des Konflikts auf die fernere Entwicklung der Gewerkschaftsbewegung in der Hauptstadt des Reichslandcs ausüben müßte, alsbald einer befriedigenden Lösung entgegengefühct wird. Ein ftaatSerhaltender Musterknabe. Einer jener staats- erhaltenden Elemente, zu deren höheren Ehre eine Reichsbehörde mit dem Bueckschen Scharfmachervcrbande ein inniges Verhältnis anknüpfte, wollte bei Gelegenheit des Essener Maurerstreiks von einem streikenden Maurer beleidigt und mißhandelt worden sein. Selbstverständlich erstattete der Musterknabe Anzeige und hatte sich am 30. Oktober der Genosse Lübbering wegen Vergehens gegen Z 153 der G.-O. und wegen Körperverletzung zu verantworten. Aber o weh! Gar bald war der Ankläger der Angeklagte und der moralisch Ver- urteilte. Es wurde folgendes festgestellt: der angeblich Beleidigte hatte sich zunächst vom Streikkomitee Unterstützung und Reisegeld aus- zahlen lassen. Er reiste dann auch ab und fand auswärts Beschäf- tignng. Da er aber hoffte, in Essen mehr zu verdienen, kehrte er zurück. Nochmals ließ er sich Streikunterstützung auszahlen und wurde dann Streikbrecher. Hierüber mit Recht erregt, stellte ihn L. zur Rede und gab ihm einige gerade nicht schmeichelhafte Tilu- lationen. Schließlich im Drange des Streites fühlte L. auch auf einmal die Wange des Musterknaben an einer Hand— das Unglück war geschehen. Der Amtsanwalt hielt die Anklage in vollem Umfange aufrecht und beantragte drei Mo- nate Gefängnis. Das Gericht ließ aber den ganzen A 153 fallen und verurteilte L. tvegen einfacher Beleidigung zu je 10 M., wegen thätlicher Beleidigung zu 20 M. Geldstrafe. In der Be- gründung des Urteils heißt es, L ü b b e r i n g hlabst aus idealen Motiven gehandelt.— In Dortmund wurde ein Maurer wegen Beleidigung eines Arbeitswilligen, der„L.... Streikbrecher genannt worden war, zu 30 M. Geldstrafe verurteilt. Wegen Beleidigung einiger Streikbrecher, die von Rostock den Hamburger Werftbesitzern zu Hilfe eilten, wurden vor dem Rostocker Schöffengericht sechs Arbeiter in Höhe von 10 bis zu 30 Mark Geld- strafe verurteilt. Die Angeklagten hatten den staatserhaltenden Arbeitern bei ihrer Rückkehr aus Hamburg in deutlicher Weise ihre Verachtung fühlen lassen, deshalb die Sühne für das sträfliche Wer gehen. I« der Hemmerschen Maschinenfabrik in Neidenfels (Pfalz) sind infolge einer 16prozentigen Lohnreduktion die Arbeiter (Dreher, Schlosser, Modellschreiner, Former und Hilfsarbeiter) in einen Abwehrstreik eingetreten. Wir ersuchen, den Zuzug fernzuhalten. Deutscher Metallarbeiter-Verband, Verwaltung Lambrecht i. Pf. Ausland. Der Bergarbciterstreik in Frankreich. Wie aus LenS ge« meldet wird, ist die Arbeit an mehreren Stellen wieder aufgenomincn, doch beträgt die Zahl der Ausständigen noch 8300. In Schweden wollen die Arbeitgeber des Stcinhauergewerbes die Arbeitslöhne herunterzusetzen. Sie haben den mit der Arbeiter- organisation vereinbarten Tarif zum 1. Januar 1301 gekündigt, mit der Begründung, daß der ExPott auf Grund der hohen Produktions- kosten abgenommen habe. Zum 6. November d. I. ist eine Sitzung der Arbeitgeber und der Vertreter des Verbands der Steinhauer einberufen, in der über die Lohnfrage verhandelt werden soll. Sociales. In der„Internationalen Bereinigung für gesetzlichen Ar- beiterschutz" soll eine„Deutsche Sektion* geschaffen iverden und es werden zu diesem Zwecke jetzt Einladungen von einem provisorischen Komitee versandt. Die„Internationale Vereinigung* ist ein Produkt des„Arbeiterschutz-Kongresies*. der diesen Sommer in Paris getagt hat. Als Zweck der Vereinigung wird in den dem„Hamb. Korresp. vorliegende» Statuten angegeben: Ein Bindeglied zu sein für alle, die in den verschiedenen Industrieländern die Arbeiterschutz-Gesetzgebung als Notwendigkeit betrachten. Ein internattonales Arbeitsamt zu errichten, mit der Auf gäbe. eine periodische Sammlung der Arbeiterschiitz- Gesetze aller Länder in französischer, deutscher' und englischer Sprache heraus- zugeben oder einer solchen Veröffentlichung seine Mithilfe zu leisten. Das Studium der Arbcitergesetzung der verschiedenen Länder zu erleichtern und besonders den Mitgliedern der Bereinigung über die in Kraft stehenden Gesetze und deren Anwendung in den ver- schiedenen Ländern Auskunft zu geben. Durch Ausarbeitung von Denkschriften oder in andrer Weise das Studium der Frage zu fördern, wie die verschiedenen Arbeiterschutz- Gesetzgebungen in Uebercinslimninng gebracht werden können und wie eine internationale Arbeiterstalistit einzu richten ist. Es kann zugegeben werden, daß namentlich der im zweiten Absatz gesetzte Zweck dem Arbeiterschutz förderlich sein kann, und vielleicht auch der im dritten Absatz gesetzte, wenn die Auskünfte der Ocffentlichkeit zugänglich gemacht iverden. Ob aber die Förderung wirklich eintritt, das' hängt doch sehr wesentlich von den Kräften ab, die eine solche Bewegung tragen und da mutz man im vorliegenden Fall die ollerstättsten Zweifel'hegen, wenn man die Personen ansieht, die hinter der Sache stehen. Das provisorische Komitee, von dem die Einladung für die deutsche Sektion ausgeht, besteht aus folgenden Hetten: Staatsminister Freiherr v. Berlepsch, Fabritaut Brandts- M.-Gladbach, Geheinirat Professor Bretano, Professor Francke. Abgeordneter M. Hirsch(Anwalt der Gewerkvereine), Reichstags- ahgeordneter Prof. Hitze, Kamin(Vors. des Generalrats der Gewerk- vereine). Reichstags- Abgeordneter Dr. Lieber, Pfarrer Naumann, Landesökonomieral Robbe, Reichstags-AbgeordneterPachnicke.Handels- kammermitglied v. Pfister-München, Dr. Pieper(Generalsekretär des katholischen Volksvereins), Reichstags- Abgeordneter R. Rösicke, Reichstags-Abgeordneter Schmidt-Elberfeld, Professor Schmoller, Professor Sombatt. Stadtverordneter Sonnemann-Frankfurt a. M.. Reichstags-Abgeordneter Stöcker, Lithograph Tischcudörfer-Berlin. Gehcimrat Professor A. Wagner. Professor Idc. Weber(Evangelische Arbeitervereine), Handelskammer-Syndikns Wirminghaus-Köln. Bon dieser sehr gemischten Gesellschaft können lvir keine ehrliche Förderung eines ernsthaften wirklichen ArbeiterschntzeS er« hoffen; es sind gar zu viele nur zu verdächtige Personen darunter. China. Die Utiterhandlnngen ollen auf Grund von 11 Artikeln geführt werden. In denselben ivird u. a. verlaugt, daß China alle Fluß- und Seehäfen dem fremden Handel eröffnet. Jedem Gouverneur und Vice- könig soll ein fremder Beamter beigegeben werden, damit dieselben ihre Schuldigkeit thun. lieber die Entschädigung, die China an die Mächte zahlen soll, gehen die Meinungen sehr weit auseinander. Man will von China verlangen, daß es für allen Schaden, der christlichen Familien zugefügt worden ist, aufkommt. Wenn die Chinesen ihre Gcgenrechnung aufmachen, werden sie wohl noch etwas herausbekommen. Die Jagdexpedittonen auf Boxer nehmen inzwischen ihren blutigen Fottgang. Die verbündeten Truppen fahren sott, das Land voi« Boxern zu„säubern*. Eine französische Abteilung stieß bei Si-Tschung lüd- lich von Paotingfu ans Widerstand und hatte 1 Toten und 12 Ver- wundete. Die Verluste des Feinds waren bedeutend. Die Ortschaft wurde niedergebrannt.— Eine deutsch- ranzösische Abteilung besetzte Hsiling, wo sich Kaisergräber be- inden. Die„Times* melden an? Shanghai vom 31. Ottober: Eine chinesische Meldung besagt, Liukunji und Tschangtschitung hätten in einer Denkschrift den Thron gebeten, die Bestrafung der Pttnzen und Minister zu befehlen, welche die Boxer unterstützt hätten, da onst die Existenz deö Reichs gefährdet sei. Sie füge» hinzu, daß iie fremden Truppen wahrscheinlich nach Tschinting vorrücken würden. ierner wird berichtet, daß Scheng den Befehl erhalten habe, sich ofort nach Peking zu begeben. Der„Standard* meldet über die angebliche Flucht des Prinzen Tuan das folgende: Nach einem amtlichen chinesischen Telegramm aus Singanfu sei Prinz Tuan als buddhistischer Mönch verkleidet nach der Mongolei geflohen und beabsichtige, sich den Lamas anzuschließen. Die Aussichten deö chtnefifchen Abenteuers ind für die europäischen Truppen keine besonders günstigen. Im Vinter werden die Verkehrswege Schwierigkeiten bereiten. Man be- lrchtet, daß die Wiederherstellung der Eisenbanlinie nicht bis zu dem Zeitpunkt beendigt sein wird, wo durch Zufrieren des Peiho die Zu- uhr von Lebensmitteln auf dem Flußwege unmöglich wird. Die Eisenbahnlinie ist in gutem Zustande von Schanhaikwnn bis Tangfang 30 Meilen von Taku. Zwischen Tangfang und Peitang, welche beiden Orte 23 Meilen von einander entfernt sind, ist die Eisenbahnlinie völlig zerstött. Die Ruffen tragen für die Wiederherstellung dieser Strecke die Verantwortlichkeit, aber sie bleiben völlig unthättg. Der Mangel an Nahrungsmitteln dürfte durch die schlechten Verbindungen noch um ein bedeutendes vergrößett werden. Es wird denn auch be- ürchtet, daß die Chinesen die Verhandlungen bis zum Winter hin- zuschleppen suchen, um dann die Fremden um so sicherer vernichten zu können. Unter dem Titel MoSka» in China bringt die„Volks-Zcitung* die Zuschrift eines Mitarbeiters, der in diplomatischen Kreisen verkehtt. Dort wird ebenfalls die Befürchtung geäußert, daß der Feldzug gegen China für die europäischen Heere noch ein recht schlimmes Ende nehmen könne. „Hier wie dott leistet der Feind keine große Gegenwehr, hier wie dort weicht er zurück weit ins Innere des ungeheuren Reichs; hier wie dort kommt es einzig an auf die Zersplitterung des Gegners, und gleicherweise wird die Taktik verfolgt, seine Gräfte von selber zerfallen zu lassen. Die Chinesen kopieren die Geschichte des Jahres 1812 mit buchstäblicher Treue, auch sie überlassen fast kampflos ihre verwüstete Hauptstadt dem Sieger und ziehen sich vor ihm ins tiefe Innere zurück. Daß die Chinesen das Begehren der Mächte erfüllen und die vornehmsten Würdenträger des Reichs köpfen iverden, das hält der Diplomat für völlig ausgeschlossen; ganz im Gegenteil soll nian in Japan gute Gründe zu der Annahme haben, daß der chinesische Hof Ausbrüche des Fremdenhasics auch in den südlichen Provinzen veranlassen wird, um die Streitkräfte, über welche Graf Waldersee verfügt, gänzlich zu zersplittern und diese nach Möglichkeit über das Reich zu zer- strenen. Wenn diese Absicht erreicht wird, dann kann die ganze Sache in Ostasien nur einen schlimmen Ausgang nehmen; wenn nicht, dann kann das vereinigte Europa noch viele Jahre lang in Tientsin und Peking seine Soldaten sitzen lassen und unermeßliche Opfer an Menschen und Geld bringen." Zurückziehung russischer Truppen. Die russische Regierung hat die„Hamburg-Amerika-Linie" mit der Rückbeförderung russischer Truppen von Ostasien nach Odessa beaustragt. Zu diesem Zweck werden einige der Dampfer Ver- Wendung finden, auf denen das deutsche Expeditionscorps»ach China befördert worden ist. Die„Batavia* ist bereits auf dem Wege von Moji nach Wladilvostock, um dort 2600 Mann an Bord zu nehmen. Hunnen. London, 2. November. Dem„Reuterschen Bureau* wird ans Paotingfu vom 26. Oktober gemeldet: Eine italienische Truppen abteilung löste die als Strafcxpcdition auSgesandte britische Kavallerie ab. Mehrere Dörfer wurde» niederbrannt, vieleBoxcr getötet. Eine Erkundigungspatrouille britischerkavalleric- kam ohne au: Widerstand zu stoßen,' in Jtschou an, eine deutsche Truppenabteilung traf mit ihr bei den östlichen kaiserlichen Gräbern zusammen. D i e internationale Kommission ver- urteilte den Provinzrichter Tienyang, den Mili« tärkommandanten Wangschangu, den General Kiu und zivei andre Beamte zum Tode. General Richardson kehrt mit dem britischen Kontingent am 23. Oktober über Langfang zurück. Die Deutschen und Franzosen bleiben hier als Garnison während des Winters. ES sind Vor- bcreitungen getroffen worden, um morgen den für besonders heilig gehaltenen Tempel der Stadt zu zerstören. Russen. Petersburg, 2. November. Vom heutigen Tage datierten Generalstabsberichten zufolge haben in der Zeit vom 27. September bis 10. Okiober zwischen den Russen einerseits und chinesischen Soldaten und Chunchusen andrerseits in der Gegend von Charvin einige unbedeutende Zusammenstöße stattgefunden. Nach Berichten aus' Mulden werden das dortige kaiserliche Palais und die kaiserlichen Gräber im Osten u n d W e st e n d e r S t a d t von russischen Soldaten bewacht. Letzte Meldungen. Petersburg, 2. November. lB. H.) Der„RegicrungSbote� meldet über die Reife des Grafen Waldersce von Tientsi» nach Peking folgendes: In zehn Etappen, welche ausschließlich von Russen besetzt waren, hat Waldersee übernachtet. Die Russen bereiteten dem Feldmarsthall überall einen begeisterten Empfang und bildeten während der Nacht Ehrenwachen für den Grafen. Der Feldmarschall drückte seine Zufriedenheit über die Haltung der Russen aus und ließ seinen Dank dem russischen General-Bevoll- mächtigten aussprechen.(Die Ruffen haben es trefflich eingerichtet. daß sie den Weltmarschall nur zu feiern, aber nicht seinem Kom- mando zu folgen in die Lage kommen. D. Red.) Köln a.' Rh., 2. November.(B. B.) Der„Köln. Ztg.* wird aus Brüssel berichtet: Wie wir aus amtlicher Quelle er- fahren, ist es dem König Leopold gelungen, die halb aufgegebene belgische Expedition nach China wieder ins Leben zu rufen. Nacb einer Unterredung, die König Leopold während seines ungewöhnlich langen Aufenthalts in Patts mit dem Präfi- deuten Loubet und DelcassS hatte, ist ein f r a n z ö s i s ch- b e l g i- s ch e s Abkommen zu stände gekommen, wonach Belgien sich mit 500 Mann an der Bildung� eines französisch-belgischen Gen- darnrerie-Corps zum Schutze der franko-belgi- scheu Eisenbahn Peking-Hankau beteiligt. Frankfurt a. M., 2. November.(B. H.) Der„Frankfurter Zeitung" wird aus Tschifu telegraphiert: Aus chinesischer Quelle wird bestätigt, daß der Kaiser von China nach Peking zurück- kehrt, während die Kaiserin-Witwe sich weigert und sich ins Innere des Lands begiebt. PariS, 2. November.(B. H.) Das vom Minister des Aenßern Delcasso betreffs der Chinafrage ausgearbeitete Gelbbuch ist bereits fertiggestellt und wird der Kammer sofott nach ihrem Zusammen- ttttt' vorgelegt werden. London, 2. November.(B. H.) Aus Tientsin wird gemeldet, das 14. a m eri ka ni sch e Jnfanterie-Regiment hat China ver- laffci« und begiebt sich nach Manila. Die übrigen amerikanische», Truppe» sollen ebenfalls in k ü rz e st e r Z eit China verlassen. In Paroingfu wurden am 26. Oktober 8 Boxer wegen Plünderung er- ichossen. Einer derselben gestand ein, bei der Folterung von drei Frauen von Missionaren geholfen zu haben. Uetzke MartzLithkett und Depepltzen. Gewaltherrschaft in Spanien. Madrid, 2. November.(W. T. B.) In einem heute unter dem Vorsitz der Königin-Regentin abgehaltenen Ministerrat gab der Ministerpräsident Azcarraga Erklärungen ab über die Maßregeln, die gemäß dem Dekret bezüglich der Auf- Hebung der konstitutionellen Garantten ergttffe» ivorden sind. Der karlistische Cercle in Madrid wurde geschlossen. Der Vertreter des Prinzen Don Carlos Marquis Billadattas, Baron Sangarren sowie mehrere andre kartistische Führer wurden ver- haftet. Die amtliche Zeitung veröffentlicht ein Rundschreiben des Ministers deS Innern, in welchem die Präfekten angewiesen werden, energische Maßregeln zu ergreifen, um der karlistische» Bewegung Einhalt zu thun. Sie sollen insbesondere Haussuchungen vornehmen, das Erscheinen der Zeitungen verbieten, welche die öffentliche Meinung irre führen und die karlistischen Vereinslokale schließen.— Elberfeld, 2. November.(W.T.B.) Amtlich wird gemeldet: Heute früh 7 Uhr 40 Min. fuhr der von Barmen- Wichliughausen kommende Viehzng 2912 infolge des vom Lokomotivführer nicht beachtete» Haltesignals auf Bahnhof Barmen- Rittershauien auf einen dott haltenden Rangierzug, wodurch die Lokomotive des Viehzugs und drei Wage» des Raiigierzugs beschädigt wurden. Personen wurden nicht verletzt. Vieh ist nicht beschädigt worden. Der Betrieb konnte ohne Störung aufrecht erhalten iverden. Darmstadt, 2. November.(B. H.) Der Garnison-Ver« waltuugsdirektor, Rechnungsrat Wild, ist nach bc- deutenden Untcrschlagnngen verschwunden. Am nächsten Mittivoch sollte Kassenrevision stattfinden. Wild ist 70 Jahre alt. Er»ahm sämtliche am 1. ds. Mts. auszuzahlenden Gehälter aller GarnisonS- beainten mit und machte noch bei hiesigen Geschäftsleuten verschiedene Anleihen.__ Verantwortlicher Redacteur: Dr. Georg Graduauer in Grob-Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlaa von Max Babing in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. Fa. . 257. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 3. November 1900. " aldandi idem Mädchen etwa gesagt: Sieh dir mal den Herrn recht genau Zusammenhang stehe, auch der Gerichtshof durch die völlig geherbei19/11/198 worten Der Fall Sternberg.au, der hier hereingekommen ist; ist das der Mann, der das nügende Erklärung des Justizrats Dr. Sello befriedigt ſei. In der gestrigen Sitzung des Prozesses Sternberg erklärte gemacht hat, was Du erzählt haft? Das Mädchen hat hierauf nimmt Justizrat Dr. Sello am Berteidigertische wieder Play. Sarauf diese Frage bestimmt bejaht. Ob es dann Die nächste Zeugin ist die 18jährige zimächst Staatsanwalt Braut, daß die Behauptung des Schuß ganz selbständig die Details angegeben, wiſſe er nicht. Frieda Woyda. manus Stierstädter, es sei durch Vermittelung des Kriminal- Er selbst habe durchaus loyal gegen Sternberg berfahren und sei tommissars Thiel auf ihn eingewirkt worden, für die ganze Beur- nicht voreingenommen gegen ihn gewesen. Als Frau Fournaçon das allerernsteste und nachdrücklichste ermahnt, nur die nackte Sie wird vom Vorsitzenden Landgerichts- Direktor Müller auf teilung des überaus wichtig sei. Er beantrage deshalb, Herrn die Anzeige gemacht hatte, daß ihre Tochter, die immer Modell ge- und reine Wahrheit zu sagen, niemand zu Liebe und niemand Suftigratals über standen habe, verschwunden sei, habe er die Recherchen geleitet. Er hatte zu Leide. Sie macht ihre Aussagen mit sehr leiser Stimme, so daß Dr. Sello als Zeugen zu vernehmen. damals einen Maler aus Frankfurt a.O. ursprünglich in Verdacht gehabt, Eine Erklärung", wie sie Herr Justizrat Dr. Sello ab- bis dann ein anonymer Brief eintraf, in welchem der Name Stern fich sämtliche Verteidiger und Sachverständige um sie herum Sie ist am 1. Januar 1887 als die Tochter eines gruppieren. gegeben, gebe es in der Strafprozeß- Ordnung nicht berg vortam. Der Zeuge erklärt, daß er von Anfang an im Gegen: Bimmermanns geboren, hat frühzeitig ihre beiden Eltern verloren und deshalb könne es dabei nicht sein Bewenden haben, zumal fatz zu der tgl. Staatsanwaltschaft die Meinung gehabt habe, daß und ist zunächst zu ihrer Tante Frau Huth gekommen. Dort scheint auch Juftigrat Dr. Sello den dringenden Wunsch habe, das Mädchen Fournaçon geflunkert habe. Als der Fall die die Sache vollständig aufgeklärt zu sehen. lichen Verteidiger befürworten diesen Antrag und bitten, Herrn nötig erachtet, weiter zu recherchieren, ob etwa andre kleine Mädchen ber Alexandrinenstraße 1B gekommen, welche durch ein Inserat Die fämt Fournaçon schon so gut wie erledigt schien, habe man es für fie recht streng behandelt worden zu sein, denn es hat ihr dort gar nicht gefallen. Dann ist sie zur Margarete Fischer nach Justizrat Dr. Sello, der sich heute von der Verhandlung fern noch zu entdeden seien, an denen unzüchtige Handlungen vor- bekannt gemacht hatte, daß sie ein Kind zu sich nehmen gehalten, als Zeuge zu vernehmen. Der Gerichtshof behält sich genommen worden. Er habe dem Kriminalschutzmann Stierstädter wolle. Die Fischer war, wie sie sagt, fehr nett zu ihr. Sie hatte einen Beschluß vor. Die Vernehmung des Kriminalschutzmanns den allgemeinen Auftrag gegeben, Ermittelungen nach dieser Richtung dem Onkel Huth versprochen, daß sie ganz umsonst aufgenommen, Etierstädter wird hierauf fortgefeßt. Er läßt sich nochmals des hin anzustellen und durch Stierstädter fet zu ermitteln und wie er mit der Pfeffer in Verbindung gekommen mittelungen, des längeren darüber aus, wie es ihm gelungen ist, das Kind Woyda gebracht worden. Der Zeuge berichtet ausführlich über die Er- in eine gute Schule gefchickt werden und etwas lernen follte. Sie ist. Er wehrt sich gegen den Vorwurf, daß er bei diesen Ermittlungs- Anschluß an diese Bekundungen wird ein Brief verlesen, den die einzuholen und dergleichen. Die Beugin erzählt auf Befragen des die er selbst angestellt oder angeordnet hat. mit aber nicht in eine solche Schule gekommen, sondern hat sich Tags über damit beschäftigt, abzuwaschen, fleine Gänge zu besorgen, Fleisch schritten weiter gegangen sei, als ihm amtlich gestattet worden, Margarete Fischer aus New York an ihre Schwester Clara Fischer und weist darauf hin, daß er zu manchen Maßnahmen sich gerichtet hat. Es heißt darin u. a.:„ Wir geht es sehr traurig, bie Borsigenden, daß sie eines Tags den Angeklagten Sternberg bei der berechtigt glaubte, weil von mehreren Seiten versucht worden fei, 1000 M. find für hiesige Verhältnisse gar nichts. Geht doch hin zu aber sofort wieder hinausgeschickt worden, weil Herr St. fagte, fie Fischer im Zimmer getroffen habe. Sie sei hereingetängelt gekommen, auf die Frau Blimte, die Schwester der Woyda, einzuwirken. Er ihm und sagt, ich laffe bitten, noch mehr wie 1000. zu geben und folle ibn nicht nervös machen, sondern sofort hinausgehen.- Präj.: glaube als Kriminalbeamter berechtigt zu sein, in solchem Ermitte die Transportkosten für Cäsar und Buze( die Kagen) zu tragen, und hat Dir Herr Sternberg nichts gethan? Beugin: Nein, fonderen Auftrag zu haben. Der Zeuge erwähnt unter andrem Der Beuge erklärt weiter, daß er, während die Sache schwebte, auf vorige Mal gerade das Gegenteil gefagt. 8eugin: Das ist noch, daß ihm im Verlauf der Dinge der Polizeidirektor v. Meer- Urlaub gegangen sei und bei der Rückkehr gehört habe, daß mit der vorige Mal gerade das Gegenteil gefagt. nicht wahr gevejen. scheidt Hüllessem mehrmals untersagt habe, fich noch weiter um die Frau Hausmann allerlei passiert sein soll. Als sie hier vor dem mur dazu gekommen, etwas Falsches zu sagen?- geugin: Herr Präs. Aber sage nur, wie bist Du denn Sache zu kümmern. ― Rechtsanwalt Dr. Berthauer beantragt, untersuchungsrichter vernommen werden sollte, habe sie lange Zeit nur dazu gekommen, etwas Falsches zu sagen? Herrn Direktor v. Meerscheidt- hüllessem zu laden, damit warten müssen und da habe sich ein Mann, der sich Kapitän WilStierstädter hat so viel mir eingeredet, man erfahre, aus welchen Gründen dieses Verbot ergangen sei. Der son" genannt haben soll, an sie herangemacht und in einem Wein- was gar nicht wahr war. Präs: Ist denn Herr Stierstädter mit Antrag wird wieder fallen gelassen. Staatsanwalt Braut: Hat restaurant mit ihr gekneipt. Dir in Verbindung getreten? der Zeuge schon sonst mit Frauenzimmern, mit denen er dienstlich Zeugin: Er hat mich von der zu thun hatte, sträflichen Verkehr gepflogen? Schule abgeholt und mir immerzu geraten, ich soll nur alles sagen, my of Tresckow über Stierstädter. Benge: was bei der Fischer passiert ist. Präs.: Und was hast Du ihm Nein. Staatsanw.: Können Sie das beschwören? An demselben Abend habe Stierstädter bei der Hausmann zu darauf erwidert? Benge: Zeugin: Ich habe ihm gesagt, er solle mich Auf Befragen des Vorsitzenden giebt der Zeuge eine Schilde- thun gehabt und da soll diese dem Stierstädter allerlei von rung der Umstände, unter welchen er dazu gekommen ist, sich ihren Erlebnissen mitgeteilt und behauptet haben, daß fie vom zufrieden lassen, ich weiß von gar nichts. Er sagte dann von andren Leuten, die alles schon erzählt haben. Bräs. Behauptest Du, zweien Frauen gegenüber fittlich zu vergessen. Auf Antrag des Kapitän Wilson viel Geld erhalten habe. Als Stierstädter dies nicht 8eugin: Rechtsanwalts Dr. Fuchs I wird ein Brief verlesen, den der glauben wollte, habe die Hansmann ihm eine Summe von 300 m. daß Du irgendwie verwirrt gemacht worden bist? Beuge au Grau Lüm te geschrieben hat. Derselbe lautet etwa hingeworfen und gefagt: Da nehmen Sie nur das Sünden Herr Stierstädter hat so viel gefragt, daß ich gar nicht darauf ant Er hat immer gefagt: Du willst es bloß wie folgt:„ Da mir heute von dem Direktor v. Meerscheidt- Hüllessem geld, ich will es nicht! Thatsächlich habe Stierstädter 300 m. bei nicht sagen; Du haft haft doch Unfittlichkeiten getrieben. jeder Verkehr und jedes Recherchieren bei Ihnen verboten ist, so bitte der Behörde abgeliefert. Auf Befragen des Vorsitzenden bestätigt Präsident: Willst Du behaupten, daß er Dir erst alle ich Sie, laffen Sie die ganzen Versuche, die gemacht worden find, Herr v. xeber Beeinflussungen seitens des Kom- Rind, Du hast doch das erste Mal alles bis in die fleinsten EinzelStierstädter ihm verschiedene Male AnDetails gesagt hat? Zeugin: Ja. Präsident: Aber durch die„ Morgenpoſt" veröffentlichen. Geben Sie jämtliche Namen beutungen über Wenn etwas Neues fich ereignet, so bitte ich nun Nachricht miffars Spiel gemadt babe. Buma e portai bi je gradit, bie en heiten erzählt?= 3 eugin: Das hat mir Stierſtädter alles einnach meiner Wohnung. Nach Empfang des Briefs bitte ich den allgemeiner Natur, später habe er dann die Details gebracht, er geredet. Präs. Aber das ist doch eigentlich ganz unglaublich; selben zu vernichten." R.-A. Dr. Werthauer, Dr. Fuchs gestern vor Gericht erzählte. Er, Zeuge, habe sich natürlich in einer wie sollst Du denn das alles behalten haben? Zeugin: Als und Dr. Mendel richten noch eine ganze Reihe von Fragen an fehr schwierigen Lage befunden und sich ernstlich gefragt, ob er ver- ich mit ihm in der Droschke nach der Polizei fuhr, hatte er ein kleines den Zeugen über die Art, wie er feine Recherchen angestellt pflichtet jei, diese Dinge seinem Vorgesetzten mitzuteilen. Auf der und wie er schließlich auf das Mädchen Woyda gekommen ist. Sie einen Seite fei Thiel ein ganz unbescholtener Beamter, auf der Buch in der Hand und daraus hat er mir glauben dabei mehrere Widersprüche des Zeugen hervorheben zu andren Seite waren Mißverständnisse möglich und wenn die Sache sich fönnen, der Zeuge bestreitet dies aber. Eingehende Fragen des harmlos aufklärte, dann würde er als Chrabfchneider oder Ver wegen er als Präf.: Also, Du willst behaupten, daß Du voriges Mal die Rechtsanwalts Dr. Mendel sollen die Behauptung illustrieren, daß leumder dastehen. Die Beschuldigungen feien so ungeheuerlich ge- unwahrheit gesagt hast und jetzt die Wahrheit sprichst? 8eugin; her Beuge in unzulässiger Weise alles daran gesezt habe, um an- wefen und er habe es für angemessen gehalten, dem Stierstädter Ja. Präf.: Sage einmal, ist auch von feiner Seite auf Dich gebliches alanheimzugeben, wenn er eidlich vernommen werde, keine Schlüsse zu eingewirkt worden? 3eugin: Nein, bloß Herr Stierstädter hat Belastungsmaterial gegen Sternberg ziehen, nichts zu tombinieren, sondern die reine Wahrheit zu sagen. mir alles gesagt. Wenn ich ihm sagte: es ist nicht wahr, so sagte zusammenzubringen, ein kleines Mädchen, welches als Belastung eum und szeugnis. Der Beuge giebt dem Stierstädter ein sehr gutes er: es ist doch wahr. Die Zeugin wird dann eingehend darüber Er sei ein tolossal eifriger vernommen, es bei beiden Frauen, mit denen er in unzüchtiger Weise verkehrte, nament in verschiedenen Bunkten lich Frau Hausmann, gegen die er wegen kuppelei amtlich gebe, er habe ihm volles Vertrauen gefchentt und ihn nur als einen im Widerspruch mit der Darstellung des Herrn v. Tresdow vorzugehen hatte, liber alle intimen Vorgänge der Affaire sehr pflichteteng an die Bernehmung des Kommiffars v. Treschow daß Herr v. Treschow Sie behauptet namentlich, 11. a. zu Stierstädter gesagt habe: Sternberg unterrichtet habe. Der Zenge widerspricht allen in weist Rechtsanwalt Dr. Fuchs I darauf hin, daß nach seinen wir wollen die Sache lieber lassen, da wird doch nichts daraus. diesen Fragen liegenden Vorwürfen entschieden. Auf nochmaliges Informationen der Kriminalschuhmann Stierstädter wegen eines in Außerdem will sie auch bei Herrn v. Tresckow gar keine felbſtändige Befragen bleibt der Zeuge dabei, daß Fräulein Pfeffer ohne sein einer Sache bewiesenen Uebereifers von seinem Borgefeßten Aussage gemacht haben, vielmehr habe ihr Stierstädter das, was fie Befragen bleibt der Zeuge dabei, daß Fräulein Pfeffer ohne sein Zuthun gerade an dem Tage, als die Woyda vernommen eine ernstliche Verwarnung erhalten habe. Bräf.: Sage mir nur, wurde, auf dem Korridor im Polizeipräsidium war. Präs: Hat fagen sollte, immer in den Mund gelegt. Wie sie fich fid bort hingefunden, wie er nicht. Der Zeuge überreicht eifrig, ist und sich so gewiffermaßen in die Rolle des Kriminal- städter hat mich öfter angeschnauzt und mit seinen unheimlichen der Benge vielleicht den Eindruck, daß Herr Stierstädter etwas über warum logst Du denn im vorigen Termin? 8eugin: Stiernoch dem Gericht einen Brief, einen Brief, den Fräulein Pfeffer au ihn feiner Zeit gerichtet hat. Präf.: Du fommissars hineindenkt? hofft, Benge v. Tresckow: Ich kann nur Augen so angesehen, daß ich Angst vor ihm hatte. daß es gelingen wird, Fri. Pfeffer an Gerichtsstelle zu bringen, sagen, daß Herr Stierstädter an die größten wie an die kleinsten willst also wirklich dabei bleiben, daß alles unwahr ist, was Du das denn der Gerichtshof halte deren Bernehmung für sehr wesentlich. Sachen mit folossalem Eifer herangeht und daß sich das, was vorige Mat gesagt hast?- 8eugin: Ja.- Präs.: Es ist noch immer nicht plausibel gemacht, wie Du das vorige Mal dazu Staatsanwalt Braut erklärt, daß auch nach seiner Meinung alles er an Ermittelungen brachte, bewahrheitet hat. aufgeboten werden müsse, Frl. Pfeffer aufzufinden, wo es auch sei, gekommen bist, zu lügen. Die Angst vor Herrn Stierstädter selbst auf die Gefahr einer Bertagung hin. Auch er halte zur Klingt doch wenig glaubhaft. 8eugin: Er hat gesagt, ich völligen Aufflärung der Sache die Vernehmung der Pfeffer für brauchtest Du doch nicht die unwahrheit sagen.- 3 eug in schweigt. brauche zum Termin gar feine Angst zu haben.- Präs.: Gerade dann stellt Es wird sodann der Der Präsident stellt durch weiteres sehr eingehendes Befragen der Bengin fest, daß das Mädchen seiner Schwester eines Tags gefagt habe, sie wolle ihr Gewissen nicht länger belasten, es wäre alles nicht wahr, und sie habe mit Herrn Sternberg nie etwas zu thun gehabt. Präs: Willst Du das auch heute ganz bestimmt verneinen? 8eugin: Ja. Bräf.: Obgleich ich Dir immer wieder vorhalte, daß es ein schweres Unrecht ist, vor Gericht zu lügen? 8eugin: Ich habe jetzt -U in der Hand und dar alles abgefragt. dienen sollte, nicht aus seiner Mache herauszulassen, und daß er die Beamter, der mit Eifer an alle ihm aufgetragenen Sachen heran zugegangen ist. Ihre ihrer Vernehmung auf dem Polizeipräsidium Der Borsigende Tresdow 1979) Kriminalkommiffarius v. bernommen. Er hat von der Frieda Woyda durch den Schutzmann Stierstädter zuerst Kenntnis erhalten. Die woyda war damals wirklich noch Mädchen, schüchtern und schamhaft und erzählte auf freundliches Befragen nur zaghaft, was ihm geschehen sei. Als Sternberg in das Zimmer des Kommissars trat, habe er, der Beuge, Stotter- Anton, der Ritualmord- Zeuge. Ein Kulturbild aus dem Reiche Koniz. Anschluß feinen Wählern weniger ernit, als dem auts einer " " Keine Vereidigung des Justizrate Sello. Sein Beschluß geht dahin, daß der Antrag, Herrn Justizrat Dr. Sello Der Gerichtshof zieht sich hierauf zu furzer Beratung zurück. jetzt als Beugen zu vernehmen, von ihm nicht erfüllt werden famn. Der Gerichtshof sehe feinen Grund, warum Herr Justizrat Dr. Sello, nachdem er gestern seine Erklärung, die dem Gerichtshofe durchaus genügte, abgegeben, heute nicht seines Verteidigeramts waltete. Hier handele es sich in erster Reihe um den Fall Sternberg und der Gerichtshof halte es durchaus notwendig, zunächst in dieser Sache vorwärts zu kommen, um so mehr, als die beiläufige Erwähnung des Justizrats Dr. Sello mit der Sache selbst doch nur in losem betreibe. Das heißt mit dieser Wiederherstellung Bolens war es selbstverständlich war es behert. Ueber Säjen- Mattia" machte sich. fogar die doch so leichtgläubige Dorfjugend lustig. Während er mit dem ursprünglich deutschen Familie( Wollschläger) stammen Besen hantierte, standen die Kinder lachend um ihn und riefen ihm all Gäns den Herrn; aber er war gut tatholisch und eine selbsterfundene Zauberformel zu. Quivus vavus Die Antisemiten jubeln auf. Endlich scheint sich über den Mord fatholisch ist dort Trumpf. Und weil fatholisch Trumpf ist, fah man gehn barfus", schallte es im Chor, bis Martin seinen Zauberbesen in Konig und seine Ursachen einiges Licht zu verbreiten, und das auch darüber hinweg, daß die im ganzen Umfreis auf großen Gütern unter die Rangen warf. verdanken wir in der Hauptsache dem Befizer Anton Hellwig( Schönfeld, Boldau und Milanenhof) figende Familie der Wölfe", Unter dem Einfluß dieses Manns wuchs Stotter- Anton" auf. aus Görsdorf. wie der Volksmund die Wolszlegiers getauft hat, nicht gerade Seine Schultameraden nahmen ihn so wenig ernst wie der Anton Sellwig, auch Stotter- Anton" genannt, ist, wie beliebt ist. Nur der gebildetere Teil der Wählerschaft verweigerte Staatsanwalt in Konig, und man muß auch wahrhaftig erst AntiSchreiber dieses aus persönlicher Kenntnis bezeugen tann, ein dem Herrn seine Stimme und wählte, wie es die Aufstellung von femit werden, um zu glauben, was alles Stotter- Anton" schon vertrauenerwedender Mann und so tam es, daß sich ihm Juden und Kandidaten mit sich brachte, nationalliberal oder konservativ. Die geſehen und erlebt hat. Die Herengeschichten, die er kennt, find Antisemiten Socialdemokratie brachte es in dem Wahlkreise 1890 im ersten An- haarsträubend und den Teufel hat er mehr als einmal aus irgend Die gleichmäßig anbertrauten einer geheimnisvollen Ber- Lancialbemoratie es in den it is of the fringslos einelt Schornstein des Dorfs tommen, ſehen. schwörung, von Wegbringen, Mönchsee und andren unheimlichen unbearbeitet und die socialdemokratischen Stimmen gingen 1898 Wo( wie) süht de Düwell ut?" fragten wohl neugierige Spiel Sachen, die der arme Anton nicht verstand. Ja, sie unterrichteten bis auf 94 zurück. Auch die Antisemiten dürfen sich trotz des kameraden Anton. ihn von dem Marktpreis des Bluts und schienen nicht unübel Luft Ritualmord- Schwindels teine großen Hoffnungen machen. Nicht ein- Swaat. Emm kamm Führ ut'm Haals." zu haben, auch" Stotter- Auton" zu schlachten, wenu ihm nicht sein mal das Centrum brachte es in einer Sonderkandidatur auf eine Aber man glaubt Anton nicht viel in Görsdorf und behauptet, fatholischer Glaube davon errettet hätte. hobe Stimmenzahl und das bißchen Antisemitismus besorgt Herr bei diesen Erzählungen rooft et emm ut'n Raden" in Berlin So wurde denn der„ Luthersche" Winter das Opfer! b. Wolszlegier sicher ebenso gut noch mit, wie feine and ren sagt man,„ die Balfen biegen fich". Ach, Anton- Stotter- Anton"! Hätten doch die Abgesandten Abgeordnetenpflichten. Anton Hellwig ist kein profeffioneller Lügner. Er ist von | re t der Staatsbürger- Zeitung" früher Dich aufgeklärt, so daß Du nicht Bis vor einem Jahre fannte man im Kreise und auch speciell dem, was er erzählt, fest überzeugt. Aber dieser Mann ist in Vor nach dem Mord erst all' das Ungereimte Dir zufammenreimen in Görsdorf noch keinen Antisemitismus; als Feind gelten damals urteilen aufgewachsen, seine ganze Geistesrichtung ist dressiert auf Leuten wie ihm kann man fonntest; vielleicht wäre der Antisemitismus um den Koniger Ritual- die Lutherschen", während man mit den zahlreichen Juden gut das Wunderbare, unbegreifliche. mord ärmer. Wie gut aber, daß sie wenigstens nach geschehener nebeneinander wohnte. So verschrien freilich sind auch heute die nimmermehr einreden, daß die Sonne im Mittelpunkt unfres That bei ihren Recherchen auf Dich stießen und das glimmende Lutherschen" nicht mehr, wie vor etwa 25 Jahren, wo die Kinder Planetensystems steht; viel leichter ist es, ihm begreiflich zu machen, Geistesfüntchen in Deinem Schädel zu heller antisemitischer Flamme des Dorfs voll Neugier einer Kolonne evangelischer Maurer daß ein Mensch mit Hilfe von geheimnisvollen Zauberformeln anblasen konnten. entgegenzogen, die aus Pommern kamen, um den nieder frei durch den Raum zu schweben vermag. Und solche spielen eine Rolle in den Koniger Prozessen, Eigentlich gehört Deine Biographie in die Staatsbürger- gebrannten Gutshof aufzubauen. Kinder und Erwachsene waren Leute Zeitung". Da ich aber mit diesem edlen Organ teine Verbindung nämlich der festen Ueberzeugung, daß die Lutherschen" nur durch Verhör dieser Leute sollten Staatsanwalt und Richter Licht habe, vertraue ich meine Arbeit dem„ Borwärts" an; das Bücklersche ein Auge mitten in der Stirn trügen( 1) und die Ents in die Wintersche Mordsache bringen! Daher erklärt sich auch das Organ für Rassenhaß wird sie hoffentlich der Beachtung würdigen. täuschung beim Anblick der durchaus normal gebauten Menschen war Gerede von der Parteilichkeit der Behörden. nicht gering." Datfind tchee( teine) Luthersch'; de faie jo so ut as Görsdorf, die Heimat Anton Sellwigs, ist ein fleines wi!" fagten die Kinder. Dorf in der Nähe von Koniz. Zu dem halben Dutzend Bauern des Außer der Bekämpfung des Protestantismus betreibt man in selben gehört auch unser Held. Früher lag Görsdorf ganz außerhalb Görsdorf mit Vorliebe auch noch die des Teufels und der Hegen. der Welt; seit einigen Jahren verbindet es jedoch mehrmals am Tage Letzteres ist eine Specialität im Hause Hellwigs. ein Zug der Kleinbahn Konig- Natel mit der Civilisation. So In diesem Hause ist einfach alles behert und war immer konnte auch der Antisemitismus dort seinen Einzug halten, ungefähr alles behegt, obgleich schon„ Stotter- Antons" Vater den Kampf gegen wie in andren wilden Ländern Missionare der kommenden Gefittung die Heren mit aller Energie betrieb. vorangehen. Bis dahin hatte der Antisemitismus im Wahlkreise On Säjen- Mattia"( Segen- Martin) ging jeden Morgen durch Konig Tuchel 2c. feine bleibende Stätte. Der Wahlkreis entsandte das ganze Haus und fegnete unter Abmurmeln von geheimnisvollen ihn über seinen Herenglauben und ähnlichen Wahn und man wird vielmehr regelmäßig einen Bolen, zuletzt Herrn v. Wolszlegier, Formeln Vieh und Geräte mit einem Befen. Aber die Heren waren far fein, wo nicht nur bei ihm die Quelle des in den Reichstag, damit dieser dort die Wiederherstellung Bolens stärker als er. Bald fehlte diesem Stück Vieh, bald jenem etwas; Ritualmord Aberglaubens zu suchen ist! D GRO Unfre Justizbeamten, welche die richterliche oder staatsanwaltliche Carriere einschlagen, stehen wahrlich nicht in dem Rufe, daß sie dem Antisemitismus abhold seien; aber es find doch Menschen mit modernerem Bildungsgang. Ist es verwunderlich, wenn diese solche mehr als mittelalterlichen Ideen, wie Anton Sellwig sie zu Tage fördert, nicht ernst nehmen? Wer kann ihnen das übel nehmen? Es ist gar nicht nötig, über Hellwig ein Leumuumbszeugnis des Ortsvorstehers und des Pfarrers einzuholen. Man vernehme pi des und angegeben die Wahrheit gefagt. danach habe fte ihre Aussage gemacht.| Polizeibeamten über Deine Vernehmung. Bist Du etiva von Auf weitere Fragen Präsidenten, ob Stierstädter irgend einer Seite eingeschüchtert und beeinflußt worden? Präs.: Du hast doch aber die belastende Angabe schon vor der Präs. Herr v. Trescow, entsinnten Sie Hauptverhandlung vor dem Richter gemacht. Hast Du denn das sonst noch etwas gesagt habe, erzählt die Woyda u. a.: Sie habe 8eugin: Nein. alles von dem einen Mal behalten, wie es Dir Herr Stierstädter in jetzt öfter Kopfschmerzen gehabt, ihre Schwester habe dies Herrn sich, ob die Frieda Woyda in der vorigen Hauptverhandlung ebenso Zeuge v. Tresdow: Die der Droschke gesagt hat? 3eugin: Er ist wiederholt bei uns Stierstädter erzählt, und da habe dieser gesagt, das tomme alles von leise gesprochen hat, wie heute? gewesen und hat alles wiederholt. Präs.: Ist Dir nicht in der da her. Als sie vorübergehend im Waisenhause war, habe sie über Zeugin ist heute absolut nicht wiederzuerkennen. Sie hat in der borigen Verhandlung eindringlich vorgehalten worden, welches Unrecht das Effen dafelbft geflagt, und da habe Stierstädter fofort vorigen Verhandlung zwar nicht mit erhobener, aber doch mit ver Du begehst, wenn Du falsches Zeugnis ablegst?- 8eugin: Ja. gefagt, nt an habe sie gewig vergiften wollen.ständlicher Stimme ihre Aussagen gemacht. Präs. Und trotzdem hast Du etwas Falsches mit allen Einzel- Präs: Hast Du num wirklich die reine Wahrheit gesagt? heiten erzählt? Präf.: Deine Aussagen widersprechen aber 8eugin bleibt dabei, daß ihr Stierstädter 8eugin: Ja.- Präf.: Deine Aussagen widersprechen aber alles eingeredet habe. Er habe nur die schweren Punkte" doch in verschiedenen wesentlichen Punkten den Aussagen der Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Ver antwortung. Theater. Sonnabend, den 3. November. Opernhaus. Fidelio. Anf. 71/2 Uhr. Schauspielhaus. Meine Schwiegertochter. Anfang 72 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). Jl Barbiere di Siviglia. Anfang 72 Uhr. Deutsches. Die Macht der Finsternis. Anfang 72 Uhr. Leffing. Johannisfeuer. 72 Uhr. Anfang Berliner. Die strengen Herren. Anfang 72 Uhr. RANIA Apollo- Theater. Apollo- Theater. Taubenstr. 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Eine Wanderung durch die Weltausstellung in Paris. Im Hörsaal: Schallwellen u. Strahlen. Von Dr. Donath. Invalidenstr. 57/62. Riccardo und Benedetto Miss Madge Ellis The Weltons Alfred- Truppe Sennorita Chavita Sulivan u. Aranka Cäcilie Carola Rhomes Pannonia Der Kosmograph Tägl. Sternwarte. Fräulein Loreley Nachmittags 5-10 Uhr. CASTANS Residenz. Die Dame von Magim. PANOPTICUM Anfang 72 Uhr. Neues. Die Butterseite. 72 Uhr. Anfang Weften. Der Zigeunerbaron. Anfang 71/2 Uhr. Schiller. Freudlose Liebe. Hier: auf: Die Schulreiterin. Anfang 8 Uhr. Secessionsbühne. Der Thor und der Tod. Hockenjos. Anfang 71 Uhr. Central. Die Geisha. Anfang 72 Uhr. Thalia. Der Liebesschlüssel. Anfang 72 Uhr. Luisen. König Krause. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Tugendring. Anfang 7 Uhr. Carl Weik Müller und Schulze auf der Pariser Weltausstellung. Anfang 8 Uhr. Nachm. 4 Uhr: Hänsel und Gretel Belle Alliance. Die Zwiderwurz'n. Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Die verkehrte Welt. Anfang 8 Uhr. Apollo. Specialitäten- Borstellung. Fräulein Loreley. Anfang 8 Uhr. Palast. Specialitäten: Borstellung. Die Regimentsnummer. Ausang 72 Uhr. Paffage Panoptikum. Specialis täten Vorstellung. China in Berlin. Anfang mittags 12 Uhr. Meichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal) Abends 8 Uhr: Eine Wanderung durch die Weltausstellung in Paris. Im Hörsaal: Schallwellen und Strahlen. Von Dr. Donath. Invalidenftr. 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Schiller Theater ( Ballner Theater). Sonnabend, abends 8 Uhr: Frendlose Liebe. Schauspiel in 3 Aften von G. Giacosa, deutsch von Otto Eisenschizz. Hierauf: Die Schulreiterin. Lustspiel in 1 Att von Emil Pohl. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Das Glück im Winkel. Sonntag, abends 8 Uhr: Die goldne Eva. Montag, abends 8 Uhr: Faust. I. Teil. 1. Abend. Thalia- Theater Dresdenerstr. 72. Heute und folgende Tage: Der Liebesschlüssel. Große Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz. Hauptdarsteller: Thomas, Thielscher, Helmerding, Junkermann, Paulmüller und Selig und die Damen Milton, Schäffer, Wanovius, Junker- Schaz u. Wehling. Anfang 7 Uhr. Central- Theater Bum 526. Male: Die Geisha. Operette in 3 Aften von S. Jones. Anfang 72 Uhr: Sonntag: Nachmittags 3 Uhr zu halben Preisen: Die Geisha. Abends 71/2 Uhr: Boccaccio. Palast- Theater früher Feen- Palast, Burgstr. 22. A6 1. November: Gr. Konkurrenz- Programm! Neu! 8 1hr! Neu! Die Regimentsnummer Bosse mit Gesang von M. Reichardt. Schladebach, Schlächtermistr.: Direttor Richard Winkler. Lona Cass, die jüngste deutsche Soubrette. Gisella, preisgekröntes Gef.: u. Tanz- Quartett. Two Bretons, Redturner ersten Rangs. Clown Levator mit seiner Dressur- Gruppe., Außerdem: 10 erstklassige Schaunummern. Anfang: Wochent. 7/2, Sonnt. 6 Uhr. Entree: 50 Bf. Friedrichstr. 165. Neu! Dahomey- Dorf. Neu! 38 wilde Weiber von der Leibgarde des Königs Behanzin. Kriegs- u. Gefechts- Scenen, Exercitien, Nationaltänze. Vorstellung.: 12 Uhr mittags, nachm. von 3-10 Uhr stündl. ,.Allerseelen", neue Illusion! Russ. Damenkapelle Zarina. Entree 50 Pf. Militär u. Kinder 25 Pf. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Nachmittags 4 Uhr: Kleine Preise. Hänsel und Gretel. Ein neues Märchenspiel v. Willy Lang. Abends 8 Uhr: Müller und Schulze auf der Pariser Weltansstellung. Nur noch 5 Aufführungen. In Vorbereitung: Fauftrecht u. Landfriedensbruch. Metropol Theater. Zum 116. Male: Verkehrte Welt! Ausstattungsoperette in 6 Bildern mit der originellen, prachtvollen Frauenparade. Vorher: das brillante vollständig neue NovemberSpecialitäten- Programm. Bonhair- Truppe. Alice Berley. Brüder Pantzer. etc. etc. Beginn der Vorstellung 8 Uhr, der Operette 9 Uhr 15 Minuten. Rauchen überall gestattet. Alsdann wird die Verhandlung auf Sonnabend 9 Uhr vertagt. Adtung! Maurer Charlottenburgs. Achtung! Sonntag, 4. November, nachmittags 3 Uhr, in der Gambrinus- Brauerei, Wallstraße 94: Ausserordentliche Mitgliederversammlung mit Frauen. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Gen. Fr. Zubeil über:„ Die Fabritinspektion mit besonderez Berücksichtigung der Frauen- und Kinderarbeit". 2. Diskussion. 190/10 Nach der Versammlung gemütliches Beisammensein und Tanz. Mitgliedsbuch legitimiert. Zahlreichen Besuch erwartet Die örtliche Verwaltung. Operette von Bolten- Bäckers. Ordentl.Generalversammlung Musik von Lincke. Anfang 8 Uhr. Cirkus Busch Sonnabend, den 3. November cr., abends 71/2 Uhr: Prunk- u. Gala- Abend. Beginn der Pantomime 10 Uhr. Berliner Landpartien Ult über Ulf. Tolle Streiche zu Wasser und zu Lande in 2 Aften. Besonders hervorzuheben: Die Bootskatastrophe auf dem Müggelsee. Prof. Hermann unter Affistenz seiner unparteiischen Sachverständigen mit seinen fenfationellen Demonstrationen Fesselung und rätselhafte Entfeffelung eines Sträflings. Reisekoffer mitten in der Wanege. Die Flucht aus dem verschloffenen Zum erstenmale: Vorführung aktueller Bilder durch das amerikanische Bioscope". 99 Die weiße Dame dargestellt von der Orts- Krankenkasse der Hut macher, Hutfournituren und Filzwaren Verfertiger = zu Berlin. Sonntag, den 11. November, bormittags 10 Uhr, im Restaurant A. Feind, Weinstr. 11, wozu die Delegierten hiermit eingeladen werden. Tagesordnung: a) in getrennter Versammlung: 1. Neuwahl des Gesamtvorstandes ( 3 Arbeitgeber und 6 Arbeitnehmer). b) in gemeinschaftlicher Versamm: Tung: 2. Wahl der Revisoren zur Prüfung der Rechnungen pro 1900(§ 47 Abs.fl der Statuten). 3. Verschiedenes. Eintritt nur gegen Vorzeigung der Postkarte gestattet. Der Vorstand. ( gez.) Karl Kummert, Vorsitzender, Pantow, Mühlenstr. 30. 855b Achtung! Vergolder. Vergolder& atungs Montag, 5. November, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Oeffentliche Versammlung der Vergolder und verw. Berufsgenossen Berlins. Tagesordnung: 1. Bericht über die Verhandlungen bei der Firma Ruthenberg. 2. Bors trag des Genoffen Link über: Die Gewerkschaften in der Zukunft". 3. Diskussion. 4. Abrechnung des Lokalfonds. 5. Stellungnahme über Abschaffung des Liftensystems. 6. Verschiedenes. 227/3 Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Kollegen, zu erscheinen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Der Vertrauensmann der Vergolder Berlins. Verband der Bau-, Erd- u. gewerbl. Hilfsarbeiter Deutschlands( Zahlstelle Berlin III). Am Sonntag, den 4. November, vormittags 10/2 Uhr, in Central- Kranken- u. Sterbe- Zimmermanns Jestfälen, Badstraße Nr. 58: Mitglieder- Versammlung. tasse der Tischler u. ( E. H. 3, Hamburg.) ( Oertliche Verwaltung Berlin F.) Montag, den 5. November, abends 81/2 Uhr, bei Herrn Neumann Brunnenstr. 150: Tages Ordnung: 1. Berichterstattung von der letzten Zahlstellen- Konferenz. 2. Diskussion. 43/13 3. Verbandsangelegenheiten. Um rege Beteiligung ersucht Fräulein Martha Mohnke. Mitglieder- Versammlung. Achtung! Herr Burckhardt- Foottit als Schulreiter. Europäische Kavallerieen auf 16 Schulpferden. Sonntag: 2 brillante Vorstellungen. Nachm. 4 Uhr und abends 7 Uhr. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal 1900. 2. Wahl eines Revisors. Der Vorstand. Achtung! Karton- Arbeiter und-Arbeiterinnen. 3. Vortrag des Zahntechnikers Hrn. Dienstag, den 6. November, abends 8 Uhr, im Englischen Gedide über Zahn- und Mundfrankheiten. 4. Verschiedenes. Sanssouci Die Frauen der Mitglieder find Kottbuserstrasse. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag: Hoffmanns Nordd. Sänger. Anfang Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pf. Von 5-7: Unterhaltungs- Musik. Wochentags 8 Uhr. Entree 30 Pf. Nach jeder Soiree: Tanzkränzchen. Wochentags Tanz frel. Vereins- und Borzugsbillets wochentags gültig. Säle zu Festlicht. u. Versammlungen. Cirkus Renz- Konzert- Tunnel Wochentags 7 Uhr. Karlstrasse. Nur erstklassige Sonntags 5 Uhr. Specialitäten. Direktion: J. M. Hütt. Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tanz ohne Nachzahlung. Passage- Theater und Panoptikum. An das Publikum Berlins! Die neue Direktion des Passage Theaters und Panoptikums zeigt hiermit die am Sonnabend, den 3. November, stattfindende Eröffnung dieses gänzlich neu ausgestatteten Etablissements an. Ohne die Schaustellungen, welche bisher eine so große Anziehungskraft auf die in Berlin weilenden Fremden ausgeübt haben, zu beeinträchtigen, hat es sich die Direktion zur Aufgabe gestellt, gerade für das Berliner Publikum ein neues und originelles Vergnügungs- Etablissement zu schaffen.- Wenn die neue Direktion, abweichend vom Gebrauch, an das Berliner Publikum zu der am Sonnabend, den 3. November, mittags 12 Uhr, stattfindenden Eröffnung eine förmliche Einlabung erläßt, so geschieht das in der Zuversicht, daß sie auch dem Berliner Publikum eine interessante, originelle und heitere Zerstreuung bietet. Von den vielen Neuerungen und Neuheiten seien nur einige wenige erwähnt: Im Passage- Theater: Die Im Passage- Panoptikum: D- Vorstellungen Das grosse Schaustück ( Dauer- Vorstellungen). in 11 Abteilungen: Die Vorstellung beginnt mittags 12 Uhr und endet nachts 11 Uhr. Zur Aufführung gelangen unter Mitwirkung erster Kräfte Zum erstenmal 3. Seebataillon 2. Compagnie. Zeitbild in einem Akt von R. Devil. Musik von Leo Faller. F Zum erstenmal Jenseits der krummen Lanke. Lokal- Posse in einem Akt Ivon Fritz Waldow. Musik von Leo Faller. 112 12 Debuts hervorragender Specialitäten. China in Berlin mit dem chinesischen Theater Zum erstenmal Die Katzea. Engel. Scene mit Musik aus dem chinesischen Volksleben in San Francisko. Eintrittspreis für Theater und Panoptikum 50 Pf. 183/8 hier mit besonders eingeladen. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Ortsverwaltung. Garten, Alexanderstraße 27c: Große öffentliche Versammlung aller in Kartonfabriken beschäftigten Arbeiter u. Arbeiterinnen. Tages Ordnung: 1. Der Streit der Buchbinder und Buchbinderei- Arbeiterinnen und welche Lehren haben die Kartonarbeiter und Arbeiterinnen daraus zu 26/17 Das vollzählige Erscheinen aller Kartonarbeiter und Arbeiterinnen ist dringend notwendig. Der Einberufer. Gentral- Kranken- u. Sterbestehen? Referent Stollege E. Brückner. 2. Berschiedenes. tasse der Tischler ut. Dertl. Verwaltung Berlin H. Mitglieder- Berjammlung Verein der Maschinisten, Heizer u. Berufsgenossen Berlins und Umgegend. am Sonntag, den 4. November, Sonntag, den 4. November, nachm. 5 Uhr, in Cohns Festsälen, vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Tolksdorf, Görligerstr. 58. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal 1900. Beuthstraße 20: Versammlung. 139/3 Tages Ordnung: Vortrag des Herrn Dr. Weyl über den Der Vorstand. 2. Berschiedene Rassenangelegenheiten. Genuß des Alkohols. Verschiedenes. Fragekasten. Mitgliedsbuch legitimiert. Be sonders werden die Mitglieder auf § 11, 3iffer 5, Absatz 2 des neuen Statuts aufmerksam gemacht. Um Verband der Möbelpolierer. zahlreiches und pünktliches Erscheinen Montag, 5. Nov., abends 8%, Rigdorf, Hermannstr. 197: ersucht 185/10 Die Crtsverwaltung. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Zum Schluß:( nur noch kurze Zeit!) Excellenz kommt! Anfang 8 Uhr. Barher: Konzert. Cirkus Schumann. Heute, Sonnabend, den 3. November, abends präc. 71/2 Uhr: 6. Grande Soirée High- Life Gala- Programm. Neue Debüts. U. a.: 1. Debüt Löwen- Baron. des Nur noch kurze Zeit: Les 9 Colibris, die fleinsten Menschen der Welt. Zum Schluß zum 43. Male: Das größte Manegen- u. Waffer: Schauftück der Gegenwart. CHINA. Bilder aus der Gegenwart in 3 Abteilungen vom Hofballettmeister A. Siems. In Scene gesezt und mit ganz neuen Wassereffekten versehen vom Direttor Alb. Schumann. Sonntag: 2 Borstell. Nachm. 3½ u. abends 71/2 Uhr. Nachm. 1 Kind frei. Letztes Sonntags: Auftreten der 9 Colibris. Der Löwen- Baron. Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Stadtverordneten, Genoffen Retzerau über: Völkerrechte. 2. Disfuffion. 3. Berbandsangelegenheit. 148/1 Mittwoch, den 7. November, abends 6 Uhr, für Berlin und Umgegend Werkstellen- Sitzungen. Näheres am Dienstag im Inserat. Die Genoffen, speciell die Tischler und Maschinenarbeiter werden ersucht, die Möbelpolierer, welche den Vorwärts" nicht lesen, darauf aufmerksam zu machen. Der Vorstand. " Orts- Krankenkasse der Schuhmacher Berlins. Sonntag, den 4. 5. M., vormitt. präc. 10 Uhr, Dragonerstr. 15: Versammlung der Kassenmitglieder. Tages Ordnung: 1. Aufstellung von Kandidaten zur Vorstandswahl. 2. Verschiedenes. Wir ersuchen die Kaffenmitglieder, sich recht zahlreich an dieser Versammlung zu beteiligen. Deutsche Konzerthallen Spandauer Brücke. 4 Täglich ausländische Kapellen 4 Gr. Theater- Vorstellung. Allen Freunden und Bekannten empfehle mein Weiß- und BayrischBiertotal, sowie meine beiden Vereinszimmer mit Klavier für 20 und 50 Personen. 57632* August Bieberstein, Adalbertstr. 61. 170/18 Der Einberufer. W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Heute, Sonnabend, den 3. November: Wegen Privat- Festlichkeit keine Vorstellung. Sonntag: Der Bettelstudent von Berlin. Säle Luisenstd. Klubhaus Annenstr.16( Jnh.H.Grupe) für Vereine, Hochzeiten it. Privat- Gesellschaften. Telephon Amt 7a No.7301. Kunststopferei von 37282 Frau Kokosky, Steinmeftr. 48, Quergeb. Hochpart. In Jeheime Rats Destille Loofen jezt die Frafen ville. Jiebt's da Mampe oder Seft? Nee! Wat ville besser schmeckt! Magendoctor" " nich mehr Mampe Jießt jetzt allens uf die Lampe. Rinn wir blasen laut vom Turm: Hoch der„ Magendoctor Burm"! sen Von den eingesandten Verkurze lokalhumorist. Verse im Dialekt bevorzugt werden nur die zur Insertion ausgewählten mit einem hübschen Geschenk vom Inseratenbureau v. Apotheker A. Wurm in Barmen honoriert. Verse werben nicht zurückgesandt. Ueber den concentr. Kräuterlikör Wurm's Magendoctor schreibt Dr. K..., praft. Arzt. Ich freue mich, Ihnen mit teilen zu können, daß eine Patientin, die durch Berdauungs: schwäche und unvermeidliches Erbrechen nach jeder Mahlzeit, verbunden mit häufig auftreten den Magenschmerzen, furchtbar deprimiert war, durch Ihren Magendoctor" Erleichterung ge funden hat und wieder lebens mutig geworden ist. Die Original Attefte werden auf Wunsch in meinem Bureau vorgelegt. Probefl.( Lit.) zu 50 Pf. 1 Liter a 3,- M. Orig. Fl. a 1,50 M., 1/2 Orig. Fl. a 1, M., in den fonzeffionierten Ladengeschäften und Restaurationen. Fälschungen, besond. beim Ausschant, wolle jeder energisch zurückweisen, event. der Firma anzeigen. 57312* General Depot: Berlin C., Breitestraße 23. = 14 Tage auf Probe bersende ich überall hin prima ff. Harzer Kanarienvögel a 6, 8, 10 u. 12 M., 3 Stück 15, 18, 21 u. 25 M. Alte Vorfänger ohne Fehler 12, 15, 20 u. 25 m. RollerWeibchen a 1 M. Bitte verlangen Sie fostenfrei die Preisliste von der Vogelzüchterei 2. G. Müller, Nordhausen a. H. 57202* Bitte machen Sie einen Versuch mit Gottmanns Normal- Hut Das Beste! Stück Bis jetzt Unerreichte!! 2,90. 130 Gr. Frankfurterstr.d 117. Jede Dame lese! Reisemuster, ausschl. Modelle. Jackets, schwarz u. farbig, v. M. 6,00 Jackets a.Sde, eleg.verarb., v. M. 10,50 Golf- Kragen, far. u. einf., v. M. 5,00 Franencapes, 90-100cm 1. b. M. 12,00 Abendmäntel, schw.u.farb. v. M. 6,50 Damen- Mäntel- Fabrik en gros Seydelstr. 2, 1 Tr. am Spittelmarft. Abends bis 9 Uhr. Sonntags 8-10 und 12-2 geöffnet. 58702* Conrad Tack& Cie. Burg bei Magdeburg. 47L Deutschlands bedeutendste Schuhfabriken. 66 eigene Verkaufshäuser in allen grösseren Städten Deutschlands. Weltbekannt sind unsre Fabrikate durch ausserordentliche Haltbarkeit, durch vorzügliche chice Passform, durch unerreicht billige, feste Preise, durch unübertroffene Leistungen auf dem Gebiet der Schuh- Industrie. Prämiiert mit der goldenen Medaille 1893. Strapazier Herrenstiefel Mk. 4,50. tplof siswollerlistes quisie Strapazier Damen Stiefel Mk. 3,40. Goodyear- Welt( System Handarbeit), eigenes Fabrikat, der beste Stiefel der Gegenwart. Winter Schuhe und-Stiefel in bekannt grosser Auswahl; GummiSchuhe, echt Petersburger und beste deutsche Fabrikate. Verkaufshäuser in Berlin unter eigner Firma: 50 Andreasstr. 50. 29 Beusselstr. 29. 1. 1 Danzigerstr. 139 Frankfurtertr. 139. 240 Friedrichstr. 241. 65 Oranienstr. 65. 50 Potsdamerstr. 50. 81050 14 Rosenthalerstr. 14. 15 Spittelmarkt 15. 37 Turmstr. 87. 22 Wilsnackerstr. 22. Charlottenburg: 122 Wilmersdorferstr. 122. Rixdorf: 30 31 Bergstr. 3031. Conrad Tack& Cle., Burg bei Magdeburg. 00000000000 Unbedingt größtes*) Herren- u.Knabengarderobengeschäft Der Schönhauser- und Prenzlauer Vorstadt Hugo Opitz Schneidermeister [ 56482* Berlin N., Franseckistrasse 13, nahe der Schultheiß Brauerei. Etabliert 1895. Fernspr. Amt III. 5366. Das vollständig neu umgebaute Lokal erstreckt sich durch das Vorderhaus, Seitenflügel und Quergebäude, ca. 40 Meter direkte Länge. Bei ganz bedeutender Auswahl fertiger Garderoben für Herren und Knaben in Feittags- Kleidung, Altags- Kleidung, Sportbekleidung 2c. habe ich enorm billige Preise, auf jedem Etikett berzeichnet, allerdings ohne jeden Abzug ftreng fefte Preise! Riesengroßes Tuchlager zur Aufnahme für Maßbestellungen, welche sofort auf das eleganteste in eignen Werkstätten angefertigt werden. (*) Bitte sich selbst zu überzeugen. Allen Parteigenoffen, Freunden und Bekannten empfehle ich mein Weiß- u. Bayrischbier- Lokal. Für gute Speisen und Getränke wird bestens gesorgt. Hochachtungsvoll 845b] Max Rost, Wrangelstraße 68. Am 5. November, abds. 8 Uhr, beginnen 382 3 neue Abendkurse für Elek trotechnik, Maschinenbau u. Praktikum. Anmeldungen in Bureau der ,, Elektra", Prinzenstr.55. Achtung! Freunden und Genossen empfehle mein 58262 Jeder Arbeiter Jeder Handwerker follte zur Arbeit die Lederhose Herkules tragen. Allein Verkauf. Sehr starte Ware in praktischen grauten u. braunen Streifen. Hinten u. vorn am Bund aus einem Stück gearbeitet. Nietknöpfe u. Rappnähte. Feste Leder Pilot Taschen, Große Flicken umsonst. die Hose bei Entnahme von い 6 Stüd 26 Mt.4 Mt. 50 Echt blaues Monteur- Jadett 1 M. 90 Echt blaue Monteur- Hose 1 M. 50 Weiß- u. Bayrisch- Bier- Lotal Echt blaues Monteur- Jadett mit Vereinszimmer. Karl Risch, Roppenstr. 13. Versuche Dein Glück! in der bekannt. Glückskollekte J. Rosenberg, 51. Kommandantenstrasse 51. Wohlfahrt- Geld- Lose 3,30 M. Ecke Alexandrinenstrasse. Das [ 58682* Prima Köper- Gewebe.. 2 M. 50 Echt blaue Montenr- Hose Prima Köper- Gewebe.. 2 M. 10 Prima Manchester Hose 8,-, 5,50, 3,50 Gefüttert. Manchest.- Jackett 13,-9, Operations Mantel f. Aerzte Maler- Kittel. 4,90-3 m. 40 3,- 2,50, 2 M. Mechanifer Kittel( braun) 3,-, 2 M. 40 Weißes Leder- Jadett, 2reihig gefüttert. 79. 50 Weiße Lederhose, Prima Ware 3 M. 75 5868 Baer Sohn Riesen- Stofflager En gros. Export. En detail. Chanffeestr.24a/ 25. Brückenstr.11. Gr. Frankfurterstr. 20. Krausenstr. 14 I. Etage, Die 16 te Breisliste 1900/1901 über fertigt nach Mass unter garantiertem Sitz: Hochelegante Winterpaletots für 36 M. Hochelegante Anzüge für 30 M. Hochfeine Beinkleider für 10-12 M. Gelegenheitskauf. Borjährige Winterpaletots in schwarz und blait Estinto, gute Qualität, II reihig, eleganter Sit,[ 58692* für Herren 1. M. 15, Jünglings- Paletots 10.50 J. Reisner, Friedrichstr. 244. 99 gefamte Herren: u. Knaben- Bekleidung ( Auflage 1 Million) wird fostenlos und portofret zugesandt. Versand von 20. an franco. Bei Bestellung genügt Angabe der Brust: u. Bundweite u. Schrittlänge. Obige Preise gelten für normale 56612* Größen. Echo. Nachdruck verboten! Der Seefisch in der Berliner Küche. Die Berliner Haus: frau verdient wirflich einen öffentlichen Dant, daß sie ihre Leserinnen auf die Vorteile der Seefische aufmerksam macht. Auch ich gehörte bis vor einem halben Jahr noch zu denen, die dem Seefisch mit sehr großen Bedenklichkeiten gegenüberstehen. Man hätte mir Geld zu geben fönnen, ich hätte ihn nicht gefocht. Der Zufall spielte mir dann eine der in der Abhandlung über den Seefisch erwähnten Koch: bücher der Nordsee- Gesellschaft in die Hände. Ich war wirklich ganz baff, als ich da las, auf wievielerlei Art man den Seefisch fochen kann, und mein Mann war es auch. Aber gleich versuchen, sagten wir, und am andern Tag lief ich schon nach der nächsten Filiale und holte mir Rotzungen. Schön paniert, braungebacken und mit Citronenfaft beträufelt, waren sie wirklich ein ganz delikates Gericht. meine beiden Mädchen lecken sich noch die Finger, wenn ich sage: Hen! giebt's Rotzungen!" Seitdem fochen wir jede Woche zweimal See: fifche. Weil fie teine Gräten haben, kann man sie auch ganz nugefährdet tochen, wo Kinder find. Sie sind viel billiger als Fleisch. das ist auch wahr. Ich spare an den Tagen, wo ich Fische toche, immer ein ganzes Teil, auch an Kohlen, weil sie nicht den ganzen Vormittag auf dem Feuer stehen müssen. Ich brate auch die Sotzungen und Austernfische und überhaupt alle Fische wie Kotelette und lege sie mir dann in Aspic. Das schmeckt geradezu großartig. Ge foftet nur wenige Groschen, und ich habe doch immer einen Beckerbiffen für die Tafel da, wenn mal Besuch tommt, oder wenn man mal Appetit auf etwas Pitantes hat. Man bekommt Fischfotelette aber auch fertig bei der Nordsee- Gesellschaft zu laufen. Viele Hans: frauen denten auch, die Fische müßten schlecht sein, weil sie hier so lange liegen; benen möchte ich aber bloß mal raten, sich bei ihrer nächsten Nordsee- Fisch- Filiale die großen Kühlräume anzusehen, in denen die Fische aufbewahrt werden, dann werden sie das nicht mehr denten. Darum, liebe Berliner Hausfrau, toche Seefische! 46L] Alte Haußmutter. _Oscar Arnold Dieser moderne Hut in verschiedenen Farben mit Atlasfutter kostet 2 Mk. Hüte, Mützen u. Pelzwaaren Engros Export nur Dresdenerstr. 116, ( kein Laden). Einzelverkauf zu erstaunend billigen Preisen bei riesiger Auswahl in allen modernsten Sorten! Sehr vortheilhafte Bezugsquelle für Wiederverkäufer. Wo? ist der schönste Aufenthalt für Ausflüge und Landpartien? Auf der Insel Pichelswerder* 1 beim alten Freund. Möbel- Magazin. Fr. Janitzkow, Polsterwaren. Eigne Tischlerei.[ 53298*] NW., Turmstr. 45. Gegründet 1879. Eigne Werkstatt. Julius Lindenbaum [ 5842L* Grosse Frankfurterstr. 141, BERLIN 0., Grosse Frankfurterstr. 141, Eckhaus der Fruchtstrasse. 14 grosse Schaufenster, 24 Bogenlampen, tageshelle elektrische Beleuchtung. Eckhaus der Fruchtstrasse. Grösstes Etablissement der Bezirke Ost, Nordost und Südost für Herren- und Knaben- Bekleidung. Winter- Paletots. Sämtliche Sport- und Jagd- Artikel. Berufskleidung. Winter- Joppen. Zwei Zuschneider. Specialität: Massanfertigung. Werkstatt im Hause. Reelle billigste Preise. tind no ១៤ ថ្មី ១៤ tisda stliol CARL STIER # with gudobgal isderma Fabrik für Herren- und Knaben- Garderobe oaturell unsiratusü nstbat ng nella ni isauidetur genie na Berlin SO. 166. Oranien- Strasse 921914 81291.991 Эпараттар allen 166, Berlin$ 0. 151108- Infolge der regen Nachfrage nach meinen Fabrikaten habe ich mich veranlaßt gesehen, wiederum meine Geschäftslokalitäten erheblich zu erweitern, so daß fast das ganze Haus Oranienstraße 166 für den Betrieb meines Geschäfts eingerichtet ist. Ich bin hierdurch in der Lage, allen Anforderungen, die an mich gestellt werden, was den Umfang, die Schnelligkeit und die Exaktheit derselben anbetrifft, in jeder Weise nachzukommen. Mein Princip, bei größter Auswahl tadellos paffende, gut gearbeitete Sachen bei denkbar billigsten Preisen zu liefern, hat mir den großen und täglich wachsenden Kundenkreis geschaffen, den ich mir in jeder Weise zu erhalten bestrebt sein werde. Seasstenenhibes A Ho Meine Preise stellen sich wie folgt: Rock- u. Gesellschafts- Anzüge. • • Rock- Anzüge in Kammgarn, glatt oder Diagonal, schwarz oder blau 27, 30, 33, 38, 43, 48 mt. Rock- Anzüge in Cheviot, schwarz oder blau. 33, 38, 43, 48 mt. Gehrock- Anzüge in Kammgarn, Tuch- Kammgaru oder Cheviot.. 30, 36, 42, 48, 54 mt. mit Seide abgearbeitet 60 Mt. · 33, 38, 43, 48 mt. Rock- Anzüge in melierten Kammgarnstoffen, grau oder marengo Gehrock- Anzüge in melierten Kammgarn- oder Cheviot Stoffen, grau oder marengo 36, 42, 48 mr. Smoking- Anzüge, glatt Kammgarn. .. 36, 48 m. 130 SO. 256 71 10 9713 .06.01 th Jackett- Anzüge für Herren Kammgarn- Anzüge, schwarz, dunkelblau, dunkel20, 22,50, 25, 30, 35 bis 50 Mark. Anfertigung nark Maass Fertiges Bekleidung Jeder Art braun Cheviot- Anzüge, einfarbig, schwarz, blau oder brann 17,50, 20, 22,50, 25, 30, 35 bis 45 Mart. Carl Stier Cheviot- Anzüge, meliert, in Fabrik fur Herren Knaben Garderibe modernen Farben, darunter Grasses Stoff agers Carl Stier 122891 00 Del922088 es 219pixn80 1 1917 881 adolibet OAS glenging 0 30 Paletots für Herren. Paletots in Eskimo mit elegantem Futter, schwarz oder dunkelblau 18, 20, 22,50, 25, 30, 35 bis 55 Mart, Paletots in Eskimo mit gestepptem Futter, sehr vornehm. . 20, 25, 30, 40 45 bis 60 Mart Paletots in Cheviot, 191 dunkelblan, schwarz oder große Neuheiten 17,50, 20, 25, 30, 35 bis 50 Mart. Kammgarn Anzüge in T marengo, grau- oder olivemelierten Farben 30, 35, 40, 45, 50 Mart, Carl Stier Velour- Anzüge, dicke Ware, Carl Stier h solide Muster, Anzüge für ältere Herren. 25 und 30 Mark. Anzüge von gezwirntem Bucstin, haltbare Stoffe braun. Paletots in Cheviot oder Eskimo in den so beliebten marengo- od. dunkelgrauen Farben, 25, 30, 35 bis 45 Mart. Sutter 15, 30, 35 bis 45 Mart. 30, 35 bis 45 Mark. Paletots in Sportstoffen. Paletots in Rockfaçon, hochmodern.. 35 bis 45 Mart. und solide Muster. 15, 25, 30, 35 bis 45 Mark. sewsle9 u nestum etü 170423 Mäntel. Pelerinen- Mäntel, schwerer Winterloden 20, 25, 35 und 40 Mark. Hohenzollern- Mäntel in hell- oder dunkelgrau, • • blau oder schwarz Kaisermäntel ohne Pelerinen 25, 35, 45, 55 unt 65 " 20 und 30 Havelocks in leicht. Loden 9, 10,50, 12, 13,50, 15, 18, 20 bis 36 食 • " Westen. Westen. Westen in schwarz, zur Gesellschaft... 4, 4,50, 5, 6 bis S Mark. W Westen in Piqué, weiß, crême 2c... 3,50, 4,50, 6 bis S Westen in modernen Stoffen, die schönen Muster 4,50, 6, 8 bis 12 Westen in verschiedenen Stoffen W bis 12 D " . 3, 4, 5, 6 Winterwesten aus schweren Baletotstoffen 5 und 6 " 12188) Hosen De S istol aid Joppen. Joppen fürs Haus in Lodenstoffen, ohne Futter 2,50, 3, 3,50, 4,50, 6 bis 8,50 Mart Joppen von schwerem Winterloden mit warmem Futter 6,50, 7,50, 8,50, 10,50, 12,50, 15, 16,50 bis 24 Falten- Joppen in neuen eleganten Façons 10,50, 12, 15, 18, 24 Schlafröcke. Schlafröcke in Double, hell oder dunkelgrau, braun • oder mode.. .. 8, 10,50, 12,50, 15, 17,50 Mark. Schlafröcke in Velour mit angewebtem Futter 15, 20, 22,50, 25, 30 Schlafröcke in Phantasiestoff 12, 15, 17,50, 20, 25, 30, 35 Schlafröcke in Plüsch mit seidenem Steppfutter 45 und 60 Hans- Jacketts, weich und mollig 21 03 • " . 15 und 20 19 . ca. 1500 bis 2000 Stüd vorrätig. Hosen in Kammgarn, glatt, blau oder schwarz 19 0 5, 6,50, 8,50, 10, 12 bis 15 Mart. Hosen in Kammgarn, gestreift, in modernen Mustern, sehr elegant 7, 8, 8,50, 9, 10, 10,50, 12 bis 16,50. Hofen in Cheviot, dunkelblau oder schwarz, einfarbig 4,50, 5, 5,50, 6, 6,50, 7, 7,50 bis 15 Sosen in gestreift, Muster Shehigt meliert und neue, elegante 9 4,50, 5, 5,50, 6, 6,50, 7, 7,50 bis 1500 Hofen in Velour, hell oder dunkel, solide dice Stoffe von großer Haltbarkeit. 0 6, 8,50, 10,50, 12, 13,50 Hosen in gezwirnt. Stoffen 2,75, 3, 3,50, 4,50, 5, 6,50, 8 bis 12 " no Jünglings- Anzüge u. Paletots. In Jünglings- Anzügen halte ich ein sehr großes Lager. Ich empfehle dieselben in schwarz und blau Kammgarn, meliert Kammgarn, einfarbig blau und schwarz Cheviot, meliert Cheviot, gezwirntem Buckskin usw. zu 8, 10, 12, 15, 18, 20, 22 bis 30 mark. 8, 10, 12 Paletots in meliert Cheviot 10, 12, 15, 18 bis 30 Paletots in Estimo, blau od. schwarz 12, 15, 18, 22,50, 24, 30 Kaifermäntel zu " " 7 15 und 25 " In Knaben- Anzügen u. Paletots bietet mein Lager bei sehr großer Auswahl elegante Façons in billigen sowie besseren und ganz feinen Genres, Die festen Preise sind auf jedem Etiquette jedes Gegenstands dentlich durch Stempel vermerkt. Ein willkürliches Fordern findet also nicht statt; es kann jedermann sich von der Qualität der Ware selbst überzeugen. Nach auswärts sende Muster und Maßanleitung frei gegen frei zu. -Hunderte von unverlangten Anerkennungen find ein Beweis für die gute Ausführung, tadellosen Sis sowie prompte Bedienung. Filiale: Potsdam, Brandenburger- Strasse 23. Verantwortlicher Redacteur: Dr. Georg Gradnauer in Groß- Lichterfeldc. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Br. 257. 17. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 3. November 1900. Meineidsprozeß Maßlof in Koniz. Fleischer Hoffmann fuhren. Präs. Wodurch haben Sie sich das so genau gemerkt? als Beugen zu vernehmen. Ich halte das für unzulässig. Wenn die 8euge: Ich habe nach dem Morde sofort darüber gesprochen, da Familie Lewy vernommen worden ist, so ist das etwas wesentlich mir die Ankunft der Personen aufgefallen ist. Nossed hat die In der Freitagssigung teilte der Staatsanwalt mit, daß Justizrat Hoffmann ist ein Verfahren gewesen, welches mit der Sache in aus Czersk. andres. Das steht mit der Sache in engster Verbindung. Gegen Leute auf dem Bahnhof erwartet. Einer derselben war Studinsti Gordon als Vertreter der Familien Meyer und Rosenthal die Hier tritt Noss eck hervor und erklärt: Ich muß jezt Ladung verschiedener Gegenzeugen beantragt habe. Dem sei statt- gar keiner Verbindung steht. offmann müßte darüber ver- erklären, das war entweder am 5. Februar oder am 5. März. gegeben worden. Der Präsident forderte sodann die Geschwornen gesetzlichen Grund, ihn nicht zu vereidigen. Und Hoffmann nommen werden, ob er Winter ermordet hat. Es giebt feinen( Große Bewegung.) Oberstaatsanwalt Dr. Lauz: Wie kommen Sie jetzt dazu? auf, sich dadurch, daß den Anträgen der Verteidigung im weitesten würde dann, wenn er genötigt wäre, eine belastende Aussage Vorhin haben Sie mit Bestimmtheit behauptet, das sei am 5. Februar Umfange stattgegeben werde, in ihrem Urteil nicht beirren zu lassen. gegen sich selbst zu machen, in eine üble Lage geraten. gewesen? Nossed: Jett fällt mir ein, daß am 6. März int Eine Straffammer würde wohl andre Beschlüsse über die Anträge Die Staatsanwaltschaft hat die Pflicht, nicht nur Verbrechen zerst Jahrmarkt gewesen ist. Oberstaatsanwalt: Wesfaffen, und die Geschwornen dürften die Meinung des Gerichtshofs nachzuspüren, sondern auch zu verhüten. Sie muß daher gegen die halb haben Sie dem so bestimmt gefagt, es sei am 5. Februar nicht mißverstehen. Verteidiger Rechtsanwalt Hunrath: Da der KriminalBernehmung Hoffmanns protestieren, um ein etwaiges Ver- gewefen? Noised: Soeben ist mir erst der Jahrmarkt in kommissarius Wehn hier erklärt hat, er habe gemeinschaftlich mit brechen des Meineids zu verhüten. Ich fühle mich daher ver- zerst eingefallen. pflichtet, gegen die Vernehmung Hoffmanns zu protestieren, Hierauf wird der vom 31. Januar datierte Brief Rosseds dem Kriminalinspektor Braun die Erzählungen Maßlofs für um dem Vorwurf vorzubeugen, daß ich stillschweigend die Ver- berlesen. Der Besuch kündigt sich darin für den 5. Februar an. ein Lügengewebe erſten Ranges gehalten, so beantrage ich: den nehmung zugelaffen. Ich beantrage, den Brotest zu protokollieren.offed wiederholt: er wisse nicht genau, ob es der 5. Februar Fleischermeister Hoffmann als Zeugen zu laden. staatsanwalt Dr. Lang: Ober- Verteidiger Rechtsanwalt unrath: Ich kann die von dem Herrn oder der 5. März gewesen sei. Der Gerichtshof beschließt: den Wenn man bei jedem Diebstahls Oberstaatsanwalt ausgesprochene Ansicht nicht teilen. Nach dem Kürschner Lewin aus Schwedt und Fleischer Studinski aus prozeß den Angeklagten durch die zeugeneidliche Bernehmung eines von dem Herrn Oberstaatsanwalt ausgesprochenen Grundsatz: zerst für Montag zu laden. Ein Geschworner: Noised, früher Verdächtigten entlasten wollte, so sei das doch ein eigen- Was dem einen recht ist, das ist dem andern billig", muß batten Sie ein oder zweimal Besuch? tümliches Verfahren. Verteidiger Rechtsanwalt unrath: Die ich auf der Vernehmung Hoffmanns beharren. Ausführungen des Herrn Oberstaatsanwalts vermögen meine Ansicht nachdem der Berliner Kriminalbeamte erklärt hatte, er halte noiied: Ja. Insbesondere Geschworner: Das war am 5. Februar oder am 5. März? nicht zu erschüttern. Botenmeister Fiedler bekundet sodann, daß Maglofs Behauptungen für ein Lügengewebe ersten Range. Hierauf tritt eine Bause bis 74 Uhr ein. Dann findet der er am Karfreitagvormittag 10 Uhr Lokaltermin statt, und wird die Verhandlung auf morgen, Sonngegen die Juden etwas vom Zeugen ausgesagt werden soll, werden von der Staatsanwaltschaft sofort eine Reihe abend, 9 Uhr vormittags, vertagt. der Verleitung zum wiffentlichen Meineid Zeugen geladen wurden, Gegenzeugen vorgeladen. Ebenso wie wegen des Verdachts ist es notwendig, auch Hoffmann Gelegenheit zu geben, si Berliner Partei- Angelegenheiten. zu rechtfertigen. Oberstaatsanwalt Dr. Lauß: Mit der Bernehmung Rosenbergs und des Rabbiners aus Schlochau bezirk findet Sonntagmorgen 8 Uhr statt. Die Parteigenoffen wollen ift es doch etwas andres, δα beide auf der Basis des Ritualmords bernommen werden sollen. Hoffmann fich zahlreich bei Mörschel, Jüdenstraße 35, und bei Weinacht, Grünmüßte aber vernommen werden auf der Basis persönlicher Anschul- Straße 21, einfinden. digung. Und das ist unzulässig. Verteidiger Rechtsanwalt Schmargendorf. Am Dienstagabend 81/2 Uhr findet die Mitunrath: Ich halte den Einwand des Herrn Oberstaatsanwalts gliederversammlung des Arbeiter- Bildungsvereins statt. In derselben für unbegründet. Man muß es doch Hoffmann selbst überlassen, wird die Genossin Fanny Imle über„ Marysche Wertlehre" sprechen. ob er seine Aussage verweigern will. Präsident Landgerichts- Am Sonntag früh 71/2 Uhr ist eine Flugblattverbreitung, Direktor Scibe do wit: Der Gerichtshof wird später darüber bei welcher eine rege Beteiligung erwünscht ist. Beschluß fassen. Jsraelski gesehen habe, wie er einen Sack auf dem Rüden trug, in dem sich ein rundlicher Gegenstand, anscheinend ein Kohlkopf befand. Auf dem Rüdwege habe er Jsraelsti ebenfalls beobachtet und bemerkt, daß dieser nichts getragen habe, nicht einmal den leeren Sad. Daß Jsraelski schmußige Stiefel frug, ist dem Zeugen nicht aufgefallen. Beugin Frau Wrinerowski fann nicht sagen, ob der Mann, den sie am Karfreitag einen Sad hat tragen sehen, mit Israelski identisch war. Förster Bentner befundet, daß er zwischen 91/2 und 93/4 Uhr einen Stromer mit einem Sad gesehen hat; worauf Staatsanwalt Settegast bemerkt, schon in der Verhandlung gegen Israelsti sei festgestellt worden, daß die erwähnte Person Israelsti nicht gewesen ist. Präs.: Die AbSobald Alsdann wird die Zeugenvernehmung fortgesetzt. Der Zeuge Hausdiener Dieckmann sich Noised: Einmal. Eine Flugblattverbreitung zur Kommunalwahl im 1. Wahl. = " Kommunales. Aus der Magistratsfihung am Freitag. Wie bekannt, Hierauf wird Israelsti, ein kleiner Mann mit etwas ergrautem Vollbart, als Zeuge aufgerufen. Derselbe erklärt, daß er am Karfreitag zwar ausgegangen sei, aber keinen Sad getragen habe. Charlottenburg. Den Mitgliedern des Wahlvereins für Teltow Beeskow Storkow Charlottenburg zur Nachricht, daß am Alsdann wird das freisprechende Erkenntnis des Prozesses Israelsti verlesen. Das Erkenntnis besagt: Es fonnte nicht Eston Sonntag, den 11. November, nachmittags 4 Uhr, ein Besuch der festgestellt werden, daß Israelski dem unbekannten Thäter oder befundet: Einige Tage vor dem Morde sind nachmittags fünf Juden Urania" in der Taubenstraße stattfindet. Da mur 200 EintrittsTeilnehmer an dem Morde wissentlich Beistand geleistet hat, um vom Bahnhofe im Hotelomnibus gefahren und bei Lewinsky farten ausgegeben werden können, so ist bei genügender Beteiligung ihn der Bestrafung zu entziehen.- Verteidiger Rechtsanwalt abgestiegen. Lewinsky hat das Fahrgeld für den Omnibus für Sonntag, den 18. November, ein nochmaliger Besuch vorgesehen. Hunrath: Ich beantrage, den Gerichtsbeschluß auf Einstellung des bezahlt. Drei der Leute hatten Gehpelze an und hohe Cylinder- Billets a 40 Pf. find schon jetzt bei den Abteilungsführern zu haben Verfahrens gegen Hoffmann zu verlesen. Geschworner Ober- en besseren Gesellschaftsklaffen an? 3euge: Jawohl. Zenge verschen, damit der Vorstand in der Lage ist, über den zweiten hüte auf.-Präsident: Also sie gehörten anscheinend und werden die Mitglieder ersucht, sich rechtzeitig mit solchen zu lehrer Meher: Jsraelsti, Sie haben einmal Tiere geschlachtet? Israelski: Jawohl. Geschworner: Verstehen Sie das? Telegraphist Brenndamp: Ich bin etwa 8 Tage vor dem Sonntag zu verfügen. Israelski: Ja. Geschworner: Haben Sie einmal einen Morde mit fünf Juden vom Bahnhof aus im Hotelomnibus geBeleidigungsprozeß gegen den früheren hiesigen Rabbiner Roth fahren. Einige waren sehr fein gekleidet. Einer war ganz außergeführt? Israelsti: Nein.- Geschworner: Es handelte ordentlich unsympathisch. ordentlich unsympathisch. Alle Juden stiegen in Gegenwart des jich um die Zerlegung menschlicher Körper? Jsraelsti: Das Synagogendieners Nossed bei Lewinsty ab. ist mir nicht bekannt.- Präs.: Sie waren Abdecker? Der Synagogendiener weist nach, daß diese Leute Verwandte planen die städtischen Behörden die Errichtung eines städtischen Amts Israelsti: Ja. Präs: Sie sind jetzt Stellenvermitteler von ihm waren, die zur Verlobung seiner Tochter gekommen sind. zur Untersuchung von Nahrungs- und Genußẞmitteln fo und Arbeiter?- Israelsti: Jawohl. Beuge Arbeiter Döring: Einige Tage nach dem Morde habe wie Gebrauchsgegenstände auf ihre Tauglichkeit und gesundheitsdeckerei betreiben Sie also nicht mehr? Israelsti: Nein. ich Israelski des Morgens um 6 1hr mit einem Sade unterm gemäße Beschaffenheit zu prüfen, welche in den verschiedenen Zweigen Hierauf wird der Beschluß wegen Einstellung des Verfahrens Arm gehen sehen. Wo er hingegangen ist, das weiß ich nicht.der städtischen Verwaltung zur Verwendung fommen oder in ihren gegen Hoffmann wegen Totschlags verlesen. Wie die Verlesung Präsident: War der Sad leer? Beuge: Nein, Betrieben gewonnen werden. Der Magistrat hat nun beschlossen, ergiebt, ist das Verfahren eingestellt worden, weil Hoffmann Gastwirtin Schibolski: Ich habe sofort gefagt: es war etwas Hartes int Sacke enthalten. Beugin der Versammlung das gegenwärtig brachliegende städtische Grundsein Alibi nachgewiesen hat. Basstück an der Mühlendammbrücke neben dem jezt im Bau beEs wird nunmehr mag Israelski wohl im Sacke haben?" Ein Gegriffenen Feuerwehrgebäude zu empfehlen. Das Projekt für den schworener: Zeuge Döring, haben Sie abends mit Bau und der specielle Plan für die der Anstalt zu überweisenden Flofmeister Steinicke Frau Schib olsti über Ihre Wahrnehmung gesprochen? Arbeiten sowie die Vorschläge wegen Heranziehung der nötigen Bebernommen. Derselbe sagt aus: Ich war im Oktober 1899 bei 3euge: Jawohl. Zeuge Besizerssohn Brüggemann: Ich habe amten und die Einteilung der Räumlichkeiten werden der Versamm dem Fleiſchermeister Eisenstedt in Prechlau. Ich sprach über den Helene Lewy Mittwoch vor Ostern, abends 10% Uhr, durch die lung in einer besonderen Vorlage zugehen. Bauunternehmer Winter und sagte: Er hat einen netten Sohn in Danzigerstraße nach dem Markt und ihrer Wohnung gehen sehen. In dem städtischen Krankenhaus am Urban bestehen Konig". Eisenstedt sagte:" it diefer gut zu schlachten?" Jch ant- Sie trug ein Patet in grauer Sadkleinwand unter dem Arm. verschiedene Mißstände bezüglich der zulänglichkeit der vorhandenen wortete:" Zum Schlachten ist er doch wohl zu schade." Eisenstedt Oberstaatsanwalt Dr. Lauß: Was fanden Sie darin Räume, insbesondere erweist sich das Leichenhaus als nicht erividerte:„ Er hat aber viel Blut."- Präs. War Eisenstedt Auffälliges?- Beuge: Daß sie erschreckt auswich, als ich ausreichend. Die Deputation für die städtischen Krantenanstalten hat betrunken, als er das sagte?- 8euge: Er trinkt niemals. ihr begegnete.- Präs.: Das erklärt sich vielleicht damit, mm dem Magistratskollegium einen von der Baudeputation gePräs. Sagte Eisenstedt das mit lachendem Gesicht? daß, wenn eine allein nach 102 Uhr auf der Straße gehende Dame nehmigten Plan vorgelegt, wonach auf die beiden Seitenflügel je Beuge: Ja. Präs. Hielten Sie das für einen Scherz? einen Mann trifft, sie diesem erschreckt ausweicht. 8euge: Das ein Stockiert aufgesetzt und so die nötigen Räumlichkeiten ge= 3euge: Zuerst wohl, später erschien mir die Sache doch für fann ich nicht sagen.- Verteidiger Rechtsanwalt 8ielowsty: wonnen werden. Der Kostenanschlag ist auf 75 000 m. festunterfietig". Präs.: Was bedeutet das Wort unterfietig"? War Helene Lewy allein?- 8euge: Etwa 20 Schritte hinter gestellt. Das Magistratskollegium hat das Projekt genehmigt. Zeuge: Verdächtig. Präs: Haben fie Sie sich nicht ihr ging der alte Lewy. Er hielt seinen Kopf schief, damit ich ihn Der Magistrat beschloß die von der gemischten Deputation beantragte gefagt: Das sei ein sehr unpassender Scherz? 3euge: nicht erkennen sollte. Präs: Trägt der alte Lewy den Kopf Ausdehnung der Kranken- Versicherungspflicht Nein. Ich habe das zunächst nicht für Ernst gehalten. immer schief? 8euge: Das glaube ich nicht. auf die Hausindustrie, nach Maßgabe eines Orteftatuts, Ich konnte nicht wissen, daß es so kommen würde, wie Der Gerichtshof beschließt auf Antrag des Oberstaatsanwalts, welches die Beitragspflicht in allen Fällen, wo der unmittelbare es gekommen ist. Präs: Haben Sie nun mit Winters Helene und Adolf Lewy zu laden. Arbeitgeber( Zwischenmeister) zur Gewerbesteuer nicht veranlagt. Water gesprochen? 8euge: Jawohl. Ich habe den Bauunter- Alsdann wird die 21jährige Schwester des Er- also selbst trantenversicherungspflichtig ist, dem eigentlichen Unternehmer Winter gefragt:" Hat Ihr Sohn Eisenstedt etwas mordeten, Fräulein Margarete Winter, vernommen. Sie nehmer auferlegt. Ist jedoch der Zwischenmeister selbst nicht frankengethan?" Er sagte: Davon ist mir nichts bekannt". bemerkt: Ich hatte meinem Bruder Weihnachten eine fünffträhnige, versicherungspflichtig, so liegt die Beitragspflicht ihm ob. Ich sagte ihm:" Dann mag Ihr Sohn sich vor Eisen- weiße Nickeltette geschenkt. Oberstaatsanwalt: Einer der stedt in Acht nehmen." Präsident: Sie hielten das Herren Geschworenen hat heute Israelsti befragt, ob er einen doch für Scherz? Zeuge: Aber doch für bedenklich. Beleidigungsprozeß gehabt habe. Ich ersuche den Herrn Gew Präs.: Sie wollen noch etwas gehört haben? Beuge schwornen um nähere Mitteilungen hierüber. Präs. Herr GeSteinide: Im Mai ging ich in Konig nach dem Bahnhof. Vor schworner, können Sie uns vielleicht nähere Mitteilungen machen, Eine merkwürdige Art, zu ,, belohnen". mir gingen zwei Männer, die sich unterhielten. Als ich das Wort damit wir in die Lage kommen, die ie Sache zimn Gegen- Der in Berlin bestehende Gesinde Belohnungs- und Israelsti" hörte, ging ich dicht hinter ihnen können? Ge Unterstüßungs- Fonds" ist zwar keine mittelalterliche Ein um ihre Unterhaltung zu hören. Der Heine Mann fagte: fchworner Oberlehrer Meyer: Ais 16 Israelsti verhaftet richtung, aber er erinnert in gewiſſem Sinne ebenso sehr noch an " 1 " " Bräf.: Eisenstedt drein, stande der Hauptverhandlung machen " Lokales. den Wird alles bezahlt." Das heißt bezahlt"? wurde, hat ein früherer Assessor oder Referendar seinem mittelalterliche Anschauungen und Zustände, wie die moderne" 8euge: Jawohl. Bräs.: Sonst haben Sie nichts Water geschrieben: Israelsti oder Lewy seien 1882 von einem Gesinde Ordnung. Der genannte Fonds soll dem Gesinde gehört? 3euge: Nein. Präs.: Hat der große Mann nicht Juden verklagt worden, weil der betreffende den Kläger mit rohem zu gute tommen. Die Bestimmungen, nach denen er das soll, lassen gefagt: Die Sache steht schlecht"?- 8euge: Sawohl. Präs.: Ausdruce beleidigt habe. Durch den früheren Rabbiner Roth fei jedoch erkennen, daß auch hierbei noch von der Anschauung aus Waren die Männer Juden? 8euge: Ich konnte die Gefichter die Stlage beigelegt worden. Der zum Gegenstand der Klage ge- gegangen wird, Dienstboten seien sozusagen Menschen zweiter nicht sehen. Nach der Aussprache zu urteilen, waren sie Juden. machte rohe Ausdruck habe darauf schließen lassen, daß der Beleidiger klasse, die unter ein besonderes Recht zu stellen seien. Der folgende Beuge, Klempnermeister 8iedler, erklärt, daß mit der Berlegung des menschlichen Körpers genau vertraut gewesen Die Dienstboten werden, wenn sie alt, arbeitsunfähig und bedürftig Steinide ihm den Borfall mit Eisenstedt wiedererzählt hat. Als fei, oder fich wenigstens legteres anmaßte.- Präsident: geworden sind und eine lange und vorwurfsfreie Dienstzeit hinter nächster Zeuge wird alsdann Fleischermeister Israelsti bestreitet ja, in diese Klage verwidelt ge- fich haben, aus dem Fonds entweder mit barem Gelde unterstützt, wesen zu sein und die Aften dürften nicht mehr bor: oder in einem Hospital verpflegt. Die Absicht dabei ist weniger die, handen sein. Wir wollen aber noch Lewy fragen. den Dienstboten einen sorgenfreien Lebensabend zu verschaffen, als die, fie zu größerer Gefügigkeit gegenüber Herrschaften" anzuspornen. Dasselbe Ziel, das in unsren Tagen Frau Lina Morgenstern mit ihrer Prämiierung braver Dienstboten" verfolgt, schwebte schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts dem Berliner Magistrat vor, als er die Gründung des „ Gefinde- Belohnungs- und Unterstüßungsfonds" anregte. Man sollte mun erwarten, daß dann die Kosten dieser Einrichtung von den „ Herrschaften" getragen würden. Das ist aber bei dem Fonds teineswegs der der Fall. Die Herrschaften" branchen feinen Pfennig dazuzugeben. Dagegen müssen die Dienstboten einen beträchtlichen Teil der Aufwendungen, die aus dem Fonds gemacht werden, aus ihrer eignen Tasche bezahlen. Sie müssen zu diesem Zwed, so oft fie einen neuen Dienst antreten, 50 Pfennig an den Fonds steuern. Der Betrag, der hieraus alljährlich zusammenkommt, ist seit einer Reihe von Jahren start zurüdgegangen, weil die Mädchen sich der Beitragsleistung zu ent ziehen suchen, in den letzten Jahren auch deshalb, weil der Stellenwechsel der Dienstboten weniger groß gewesen ist. Dennoch wurden im Jahre 1899/1900, über das die Deputation zur Verwaltung des Fonds jezt ihren Bericht veröffentlicht, noch 26 250 M. aufgebracht, während sich die übrigen Einnahmen( von kleineren Beträgen abgesehen) nur auf 18 910 M. Kapitalzinsen, 300 M. aus der StadtHauptkasse und 5016 M. aus den Nachläffen der Hospitaliten beliefen. Die Ausgaben bestanden hauptsächlich in 28 414 M. für Unterhaltung des Hospitals, in dem 97 Hospitaliten verpflegt wurden, 16 080 m. Beuge Kutscher Beglau aus Priebes Hotel( Roniz), der für Unterstützungen, die an 159 Personen gegeben wurden, 1591 M. den Omnibus des Priebe ichen Hotels fährt, erklärt: der bekundete für Verwaltung des Gesamtfonds und in einer extraordinären Vorgang hat sich zwei oder drei Tage oder den Sonnabend vor dem Ausgabe von 2009 M. für bauliche Unterhaltung. Die DienstMorde zugetragen. Ich weiß genau, daß fünf Juden mit Nossed boten werden demnach aus einem Fonds be $ aus Prechlau, der Vaterstadt des ermordeten Winter, vernommen, Landrichter Dr. Zimmermann: Ich habe mit Maßlof Derselbe bekundet: Ich erinnere mich genau, daß Steinide im abends 102 Uhr Versuche angestellt. Dabei hat dieser gesagt, daß Oftober 1899 in meinem Laden war. Er erzählte mir, daß er mit er nur sehe, wer aus der Kellerthür des Lewyschen Hauses tomme, dem Bauunternehmer Winter Geschäfte mache. Von dem Sohne früher hat er aber gesagt:" Ich habe einen Menschen aus der Winters oder gar von Schlachten war mit einem Wort die Mittelthür treten sehen." Mede. Präsident: Steinide hat das aber beschworen. habe auch einen Mann aus der Mittelthür treten sehen. Maßlof erklärt auf Befragen: Ich Beuge: Es ist aber vollständig unwahr. Beuge Steinide: So wahr es einen Gott giebt, ist das wahr! Noffecks Widerspruch. Eisenstedt: Es ist Lüge!- Präsident Landgerichtsdirektor Telegraphist Brennekamp: Laut amtlichem Verzeichnis hat der Schwebowitz betont: Einer von Ihnen hat die unwahrheit be- D Bug den Bersonenzug am 24. Februar und am 6. März über schworen. Gott der Allmächtige weiß, wer die Wahrheit gefagt hat. holt. Es muß an einem der beiden Tage gewesen sein, Beuge Steinide: Jah werde bei Gott dem Allmächtigen nicht daß ich mit den fünf Personen im Hotel Omnibus ge falsch schwören. Beuge Eisenstedt: Ich auch nicht. fahren bin. Präs.: Nossed, haben Sie sich vielleicht Hausdiener Snitte: Sturz vor dem Mord, der Tag ist geirrt?- Beuge Synagogendiener Nossed: Ich weiß nicht genau, mir nicht mehr erinnerlich, sind fünf fremde Juden sind fünf fremde Juden vom daß es der 5. Februar war. Oberstaatsanwalt: Herr Bahnhof zum Fleischer Lewinsky gefahren. Synagogen- Brenndamp, wissen Sie genau, daß es fünf Personen waren? diener Nossed war ebenfalls dabei.. Verteidiger Rechtsanwalt Brennd amp: Es können auch sechs gewesen sein. Mit Nossed Dr. Bogel: Ich beantrage, den Gerichtssekretär Richardi aus waren es bestimmt fünf. Oberstaatsanwalt Dr. Lauz: Ich beTuchel zu laden. Derselbe hat gesehen, daß mehrere Männer alt- antrage: die Personen, die Nossed besucht haben, zu laden. testamentarischen Aussehens am Nachmittag des Mordtags nach Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Vogel: Ich ersuche, den Antrag abKonig gefahren sind. Er hat auch gehört, daß der Pferdemarkt in zulehnen, da Noised augenscheinlich von einem andern Vorgang Goldap am 12. März 1899 war. Der Gerichtshof beschließt, ipricht. Auf Befragen des Verteidigers erklären die Zeugen die vorgeschlagenen Beugen zu laden. Diedmann und Brenndamp wiederholt, sie erinnerten sich Wie mitgeteilt wird, soll abends nach Schluß der Sigung genau, daß sich der bekundete Vorgang wenige Tage vor dem Morde nochmals ein Lofaltermin auf dem Lewy schen Grundstücke statt- zugetragen habe. finden. Nach der Eröffnung der Nachmittagssigung nimmt zunächst Oberstaatsanwalt Dr. Lauß zu folgender Bemerkung das Wort: Bon der Berteidigung ist beantragt worden: den �oynt". dessen SuSgaS«» ungefihr zur Hälft« do »hnen selber aufgebracht werden. Nicht wahr, eine sonderbare Art, zu„belohnen' I— Aber dann hat doch wohl, so wird hier vielleicht mancher fragen, jeder Dienstbote auch ein R e ch t auf Unterstützung oder auf Verpflegung im Hospital? Das ist leider wieder«in Irrtum. Zahlen müssen sie alle an den Fonds- die Verweigerung der veitragsleistnng wird mit Polizeistrafe be. droht— aber Ansprüche an den Fonds hat niemand! Menfl ein brauchbares und rechtschaffenes Mädchen sich «en Scheusäligleiten einer jener.reizbaren' BourgeoiSdamew die in den letzten Jahre» wegen Dienstbotcn-Mihhandlung vor Gericht gestanden haben, durch Wechsel der Stelle zu entziehen sucht, dann muh nicht nur sie selber die bv Pfennig zahlen, sondern es wird ihr auch durch das Zeugnis, das ihr die „gereizte" Dame in das Buch einträgt, die Möglichkeit vcnringert oder abgeschnitten, auf ihre alten Tage einmal auS dem Fonds „belohnt" zu werden. Ein solches Verfahren, daS alle Gerechtigkeit Hohn spricht, ist in der That nu einem Dienstboten gegenüber möglich. Dazu kommt, dah auch diejenige», denen die Unterstützung oder die Aufnahme in das Hospital endlich zu teil wird ,' keinen Anspruch darauf haben. sie dauernd zu behalten. Sie können aus dem Hospital entlassen werden, wenn sie eine Rente oder eine sonstige Einnahme im Mindeftbetrage von jähr lich 300 Mark erlangen. wenn sie gegen die Haus ordnnng verstoßen, unverträglich sind usw. Bei Besserung der Bermögensverhältnisie kann die Anstalt—«» ist unglaublich, aber wahr!— die Verpflegungskosten zurückfordern. Auch steht dem Hospital gegen die Hospitaltten das Erbrecht au" den Nachlast zu. Die Pfleglinge werden atso vollständig so be handelt. als ob sie A r m e n u n t e r st ü tz u n g erhalten. Und dieses Monstrum von„Wohlfahrtseinrichtung' stammt, wie oben gesagt, nicht auS dem Mittelalter, sondern ans dem IS. Jahr» hundert! Der Fonds wurde 1827 gegründet, und das gegenwärtig geltende„revidierte' Statut stammt aus dem Jahre 13641 Der Hunger nach Wissen kst bor allem in der arbeitenden Bevölkerung eine der charakteristischten Erscheinungen der Gegenwart. Das Lcsebedürfnis�szu beftiebigen ist die Ausgabe der öffentlichen Bibliothek und Lese» halle, die im Gartcnhause des Grundstücks Ale xa ndrinen- stra ste 26 zu unentgeltlicher Benutzung für jedermann errichtet ist. DaS Institut hat kürzlich das erste Jahr seines Bestehens vollendet und in diesem Zeitraum haben sich die hier geschaffenen, zum Teil für Berlin ganz neuen Einrichtungen aufs beste bewährt. Der Erntritt in die Lese- und Arbeitsräume, in denen gegen 400 Zeitungen und Zeitschriften jeder Art und Richtung, sowie eine umfangreiche Nachschlagsbibliothek zur Benutzung des Publikums vorhanden find, steht jedermann ohne weitere» frei. Auch in der Ausleihbibliothek erhält die zum Entleihen der Bücher berechtigende Lesekarte ein jeder, der sich auf irgend eine Weise— durch MietS- kontrakt, Krankenkassenbuch der sonstwie über seine Identität und Wohnung auszuweisen vermag. In dem Mäste, als neue DiSciplinen dem Publikum zugängig geniacht werden, und die Bibljothel nicht nur dem Unterhaltungs-, sondern auch dem Bildung«- bedürfnis der verschiedenartigsten Leser immer mehr entgegen« kommt, vergrößert sich ihr Leserkreis entsprechend. Dieser setzt sich'aus allen Berufsklasse» zusammen, doch überwiegt Iveitaus die Zahl der gewerblichen Arbeiter.! V Das Institut wurde im ganzen während deS ersten Jahrs seines Bestehens von KV ZKV Personen besucht, und zwar ent fallen davon auf die Lesehalle Z7SSS. auf die Bibliothek S1 70« Personen. Die beiden städtischen Lesehallen weise» nach dem soeben erschienenen Verwaltungsbericht für 18S9 eine Frequenz von 16S73 beziehungsweise 17 682, d. h. zusammen von 84 606 Personen auf, bleiben also selbst zusanimengenommen weit hinter der BesuchSziffer deS Instituts in der Alexandrinenstratze zurück. Die Frequenz der Ausleihbibliothek lvird allerdings von der einiger städtischer Volksbibliotheken zunächst noch übertroffen; doch ist zu bedenken, dast wichtige Wissensgebiete, wie Geschichte, Nationalökonomie und Geographie in Vorbereitung sind, und dast daher ein gedruckter Katalog noch nicht hergestellt werden konnte. Auch fehlt die Abteilung Jngendlitteratur, die in den städtischen Volksbibliotheken einen sehr grosten Prozentsatz der Leser stellt. Jedenfalls beweisen die mitgeteilten Ziffern, dast die liberale Haus- und Lese-Ordnung und die Art ihrer Handhabung vom Publikum voll gewürdigt wird, und dah die Arbeiter und Ar bciteriimen sich in dem Institut behaglich und heimisch fühlen. Theatcranffiihrungen für Gemrindeschnlkinder wünscht die„Jugendschriften-Vereinigung" d«S „Berliner Lehrervereins' veranstaltet zu sehen. Der Vorstand der Vereinigung hat sich zu diesem Zweck mit dem Direktor des Schiller- Theaters in Verbindung gesetzt, und der Plan ist hier beifällig aufgenommen worden. Der Lehrerverein wollte sich in seiner letzten Sitzung mit der Angelegenheit beschäftigen, doch muhte das angekündigte Referat des Lehrers Otto P a u t s ch ver- schoben werden, weil die Erörterung eines andren Gegenstands den ganzen Abend in Anspruch nahm. Inzwischen hat Herr Pautsch bereits einen kurzen Auszug aus seinem Vortrage in der„Päd. Ztg.' ver- öfientlicht. Wir ersehen daraus, dast nicht der Zutritt zu den Auf führungen den Kindern allgeniein unentgeltlich gewährt werden, sondern ein Eintrittsgeld erhoben werden solü Um aber auch den ärmsten Kinden, den Zutritt zu ermöglichen, soll ein Zuschust von andrer Seite erbeten werden. Herr P. rechnet dabei nicht blast auf Unterstützung durch die städtrschen Behörden, sondern will sich auch an den„wohlthätigen Sinn unsrer hauptstädtischen Bürgerschaft' wenden. Uns würde die Sache zwar erheblich sympathischer sein, wenn von der Erhebung eines Eintrittsgelds überhaupt abgesehen Werden könnte. Um das zu fordern,' braucht man gar nicht Socialist zu sein. Die Theateraufführungen sollen doch wohl— ähnlich wie z. B. der Besuch des Zoologischen Gartens eine Ergänzung des Unterrichts bilden. Der Besuch des Zoologischen GaNens durch ganze Schulklassen wird nicht von jedem Kinde einzeln, sondern mit einem Panschquantum von der Stadt bezahlt. Warum soll das nicht auch bei den geplanten Theateraufführungen möglich sein? Dennoch kann man sich, wenn dieses Ideal noch nicht zu er- reichen ist, am Ende auch an dein geringeren Ziel, das die„Jugend- fchriften-Vereinigung" sich gesteckt hat, zunächst genügen lassen. Aber ffo sehr wir hierbei mit dem Gedanken, die städtischen Behörden um «inen Zuschust anzugehen, einverstanden sind, so wenig können wir »ein Vorschlag beistimmen, dast gleichzeitig in privaten Kreisen »er Klingelbeutel umgehen soll. Sollte denn die Stadt Merlin nicht einmal das Wenige allein hergeben können, was zur Unterstützung der ärnfften Kinder erforderlich ist? Der Appell an die Wohlthätigkeit will un« schon deshalb nicht behagen, weil die Gründe, die P. hierfür anführt, höchst bedenklich sind. Hier, sagt er, fei„Gelegenheit geboten,»inen, wenn auch nur kleinen Schritt zur Annäherung zwischen.Besitzenden" und „Besitzlosen' zu thun.' Die Lehrerschaft werde es„im gegebenen Augenblick nicht vergessen, in den Kinderherzen ein andre» Bild als da« vom»»ausbeutenden Kapitalisten" zu erwecken." Wenn diese Wort« über« Haupt eine» Sinn haben sollen, dann können sie nur den haben, dah die Lehrerschaft sich für die ihr von den Besitzenden ge- leistete Unterstützung dadurch erkenntlich zeigen werde, dast sie zu Gunsten der Besitzenden aus die Schuljugend einzuwirken suche. DaS entspräche allerdings vollständig den Anschauungen und Wünschen derjenigen Kreise, auf die bei dem beabsichtigten Appell an die Wohlthätigkeit in erster Linie gerechnet werden muh. Die Mehrzahl der bürgerlichen„Wohl- thäter' erwartet als Lohn für die gewährte Unterstützung den„kleinen Schritt zur Annäherung' das heistt eine Ausbeutung der WohlthätigkeitSbestrebungen zu«wer A g t- tation gegen die Socialdemokratie. Sollte P. that« sächlich das oder etwas Aehnliches meinen und beabsichtigen, dann wird«r sich hoffentlich bei der Berliner Lehrerschaft eine sehr energische Zurückweisung holen. Die Volksschule liegt uns zu sehr am Herzen, als dast wir sie zu solchen Zwecken mlstbrauchen lasten möchten, und wir denke« schliestlich auch von der Mehrzahl der Berliner Volksschullehrer zu hoch, als dast wir bei ihnen irgendwelckie Bereitwilligkeit zu solchem Mistbrauch voraussetzen sollten. Was P. will oder zu wollen scheint, das kann selbst der schärfste Gegner der Socialdemokratie nicht wollen, sofern er wirkliches Verständnis für das Wesen der Schule besitzt. Selbstverständlich wird die Frage, ob überhaupt Theater- aufführungen für Gemeindeschulkinder zu veranstalten sind, hierdurch gar nicht berührt. Wir halten den Gedanken für gut. obwohl er von P. in so anfechtbarer Weise begründet lvird, und es ist nur zu wünschen, dast der von der Lehrerschaft beabsichtigte erste Schritt zu seiner Verwirklichung nicht der einzige bleibt. Dast die Berliner Polizei, wenn auch nicht im Entdecken von Mördern, so doch in andren Dingen Borzüglickes leistet, lehrt folgende Meldung: Durch einen radelnden Schutzmann wurde gestern mittag gegen 2 Uhr in der Sieges-Allee ein bepackter Möbel- wagen eingeholt und gestellt, dessen Führer sich seiner polizeilichen Notierung' durch eilige« Davonfahren entziehen wollte. Be- kanntlich dürfen Lastivagen die Siege»- Allee nicht passieren, doch wird gegen diese» Verbot vielfach gefehlt. Als nun gestern ein Schutzmann den Kutscher eines SteinwageuS ungefähr in der Mitte der Allee notieren wollte, fuhr gerade ein Möbelwagen vorüber. Sofort rief der Führer des Steinwogens: „Dann mutz der aber auch aufgeschrieben werden!' Da der Möbel- Wischer schnell davon eilte, geriet der Beamte in Verlegenheit, was er thun sollte, denn einer der beiden Missethäter wäre ihm sicher entwischt. In diesem Augenblick kam ans seinem Stahlroh ein Schutzmann daher, welcher den Ordonnanzdienft für die beiden neuen Tiergarten-Polizeilvachen zu verrichten hat. Auf eine» Zuruf seines Kollegen folgte er eiligst den, Möbelwagen und holte ihn an der Ecke der Cbarlottenburger Chanffee ein. wo dann ein dritter Schutz mann den Akt ausgleichender Gerechtigkeit vollzog. Die Lösung der Wohnungsfrage ist für die in den Vor« orten Berlins beschäftigte» Arbeiter vielfach mit Schwierigkeiten ver- knüpft. Die Bauthätigkeit in den industriellen Vororten hat sich in den letzten Jahren hauptsächlich auf die Er bennmg neuer Fabriken und gewerblicher Anlage» beschränkt, dagegen ist die Herstellung von Arbeiterwohnungen dort sehr zurückgeblieben und steht nicht im glücklichen Verhältnis zu der industriellen Entwicklung. Die Mietspreise für Arbeiterwohnung«» sind denn auch in den'betreffenden Vororten verhältnismästig sehr hoch, obgleich diese Wohnungen, besonder» in älteren Häusern nicht den Ansprüchen der Zeit genügen. Für viele Arbeiter, so heistt es in dem Bericht des Gewerbe- Anfsichtsbeamten für 1860. bat die Verlegung der Fabriken nach den Vororten den Nachteil mit ich gebracht, dast der Weg zur und von der Fabrik gar zu lang geworden ist, selbst wenn geeignete Fahrgelegenheit vorhanden ist. Die Arbeiter sind nicht in der Loge, zum Mittagessen in ihre Wohnungen zu gehen, sie müsicn dasselbe entweder in oder nahe der Fabrik kaufen oder aber die Hauptmahlzeit auf die späteren Abendstunden verlegen. Um diese Miststände möglichst zu beseitigen, hat die Firma A. Borsig in Tegel die Herstellung von Arbeiter-Wohuhäusern in gröstercm Moststabe aufgenoimucn und sich zu diesem Zweck mit der„Berliner Baugenossenschaft, Gesellschaft m. beschr. H." in Verbindniig gesetzt. Unter Mitwirkung der Firma A. Borsig ist eine Terroingeiellschaft begründet worden, die ei» in der Nähe der Fabrik inmitten einer Waldparzellc gelegenes Terrain zur Bildung der Kolonie Borsigwalde erworben hat, woselbst jetzt etwa siebzig Häuser mit je drei Wohnungen fertig gestellt sind. Die Firma A. Borsig will es vermeiden, dast die bei ihr beschäftigten Arbeiter gleichzeitig ihre Mieter sind. Sie hat deshalb mit der.Bangenossenschaft' ein Abkomme» getroffen wonach diese die Häuser erbaut und die Wohnungen an die Arbeiter vermietet. Dadurch ist die Benutzung der Wohnungen von dem Arbeitsverhältnis nicht abhängig. Am Hochbahu-Uebergang über die Bellealliance-Brücke sind etzt die HilfSrüstiingen wieder entfernt. Nachdem man so wieder Licht aeschnffcn hat, macht die Bahnbrücke nicht ganz mehr den ungünstigen Eindnick, den sie früher hervorrief. Viel freundlicher ist der massige Bau auch schon durch den helle» Anstrich geworden, den man ihm gegeben hat. Schön wird er freilich niemals werden. Die Verwaltung der Siemens uud Hnlökcschc» Straffen- bahnen bezahlt kleine Prämien von fünf Mark an diejenigen Wagen- ührer, die im Laufe eines Monats bei Betriebsunfällen irgend welcher Art nicht beteiligt waren. Diese Maßregel soll zur Folge haben, dast die an sich gut geschulten Beamten bei dem Fahren be- sondere Aufmerksamkeit entwickeln, um Unfälle zu vermeide». Die Siemen» u. Halsleschen Strahcnbahnen sind, wie schon mitgeteilt wurde, an den Strastenbahn-Unfällen wenig beteiligt. Taö Polizeipräsidium macht bekannt: Auf Gnmd der Be- kaimtmachnng des Herrn Reichskanzlers über den Betrieb von Bä ck e r e i e n und Konditoreien vom 4. März 1896 zu I 3 a werden der 8. November. 1., 20., 21., 22. und 81. Dezember als diejenigen Tage festgesetzt, an denen in Bäckereien und Konditoreien Gehilfen und Lehrlinge über die vorgeschriebene Zeit hinaus beschäftigt werden dürfen. Bon einem Straffcnränber vergewaltigt wurde am Mittwoch- abend das 32 Jahre alte Dienstmädchen Emma L i e r s ch ans der Koloniestr. 66. Das Mädchen besuchte mit Erlaubnis ihrer Dienstherrschaft seine verheiratete Schwester in der Gubenerstraste. Erst spät abends kehrte eS nach Hause zurück. Das Haus Koloniestr. 66 liegt für sich allein in der Nähe des Nordbahnhofs Pankow. Die Nachbargrundstücke sind noch unbebaut. Als daS Mädchen, das ein zu einem Paket zuiammcngebundenes Jackett der Dienstherrin unter dem Arm trug, die HauSlhür öffnen wollte, griff es ein Mann von hinten an, raubte ihm daS Paket und den Hausschlüssel und lief davon. Die Beraubte lief zehn Schritte hinler ihm her und bat ihn, das Paket und den Schlüssel wieder hcrausziigcbcn. da ie ihn sonst anzeigen werde. Höhnend antwortete der Mensch, das möge sie nur thun, er sei Schlosser und wohne in der Pankstraste. Dann wandte er sich um, packte daS Mädchen an der Kehle, ivürgte es und verhinderte eS am Schreien, indem er ihm ein Taschentuch in den Mund steckte. Di« Ueberfollene verlor die Besinnung. � Als sie wieder zu sich kam, war der Unhold verschwunden. Wenn auch die äußeren Verletzungen, die durch daS Würgen entstanden, nicht 'chwer find, so liegt doch das Mädchen infolge der Aufregung krank danieder. Zu de« dunkelsten Punkte» in Berlin zählt der Treffpunkt der Katzbach« und Dork-Gtraste. Hier, wo die Mittel« Promenade der Dorkstraste aufhört und die zahlreichen Eisenbahn- Überführungen beginnen, sollen fünf ziemlich weit auseinander stehende Gasflammen gewöhnlicher Art einen weiten Raum erleuchten. Dabei giebt eS keine Läden, deren Licht anderwärts die Strohe mit erhellt. Auf der Nordseite liegt vielmehr ein Steinmetzschuppen und ein Eisenbahndamm, auf der andern Seite, unmittelbar an der ersten Eisenbahnüberführung und dicht an einer Haltestelle die Einfahrt zu einem Kohleiiplatze. Dabei gehört dieser Punkt, was Sftasteu- und FuhrwerkSderkehr aller Art betrifft, zu den 'ehr belebten. Zwei Linien verkehren von Osten nach Westen, dazu kommen der Südring und zwei ZeiNinien, Omnibus. Droschken. Lastwagen und zahlreiche Radfahrer. Eine bessere Beleuchtung ist hier dringend geboten und man sollte damit nicht warten, bis ein Unglück geschehen ist. Ein Zusammenstoff fand gestern, Freitagnachmittag um SV« Uhr. zwischen einem elektrischen Straßenbahnwagen und einem hochbeladeneN Rollwagen der Lederhandlung von Wöhlke aus der Prenzlauerstr. 19» an der Ecke der Spandauer- und Propststraste in der Nähe des Rathaufes statt. Der Rollwagen kam aus der Propst- straste und bog nach links in die Spandauerftratze ein, um nach deren rechten Seite hinüber zu fahren. Dabei faßte ihn de,«leltrffche Wagen von hinten so heftig, dast der Kutscher herabflog und ein großer Teil der Ladung auf die Straste geworfen wurde. Da der Rollwagen schwer beschädigt wurde, so fand eine längere Verkehrsstörung statt. Die Straßenbahnwagen wurden durch die Jüdenstrnhe herumgeführt. Der Rollwagenkutscher wurde namentlich am Kopfe so schwer ver- letzt, dast er nach einem Krankenhaus gebrqcht werde» mußte. In der Straffe Unter den Linden wurde gestern nachmittag ein Mann, dessen Persönlichkeit noch nicht festgestellt werden konnte, von einem Schlächterwagen totgefahren. Der Ueberfahrene wurde mit einer Verletzung am Kopfe nach der Rettungswache in der Mauerstraste gebracht und von dort der Charito zugeführt. Als man dort nnt ihm ankam, war er bereits tot. Aus einer Monatskarte Berlin-Friedenan kann man die Persönlichkeit nicht feststellen, da der Name nicht eingetragen war. Der Mann ist etwa 64 Jahre alt. hat einen schon etwas ergrauten Spitzbart und trug einen dunkelgrauen Anzug. Das Fuhrwerk, das dem Schlächtermeister Bornhagen aus der Eldenaerstraste gehörte, richtete noch mehr Unheil an. Dep Kutscher, der jede Gewalt über das durchgehende Pferd verloren hätte, wurde vom Bock geschleudert, ein Schutzmann, der es aufzuhalten suchte, und noch ein anderer Mann wurden ebenfalls überfahren, alle drei aber weniger schwer verletzt. Der Schreiber OSkar Müller ist gestern in Amsterdam in einer Auswaudererherberge verhaftet worden. Von den ge- stohlenen 16 600 M. fehlten nur 600 M. In geistiger Umnachtung hat der 64 Jahre alte Arbeiter Franz Dittert aus der Mauteuffelstraße Nr. 122 Hand an sich gelegt. Dittert war seit zwei Jahren geisteskrank und seit August d. I. in der Irrenanstalt Herzberge. Bor vierzehn Tagen wurde er auf sein Bitten und Drängen beurlaubt und von seiner Frau wieder inS 'Haus genommen. Als die Frau am Freitag voriger Woche zum Waschen ausgegangen war. verliest er die Wohnung und war seitdem verschwunden, bis man ihn vorgestern im Plänterivalde bei Treptow an einem Baum erhängt wiederfand. Ein Dahomeyneger aus Castaus Panoptiftim, Guram Vohfen, wollte sich gestern nachmittaq den durch einen Schuß verletzten Zeige- finger der linken Hand abnehmen laffen, verstarb jedoch in d e r Chloroform narkose. Von einem Mörtelwagen überfahren wurde gestern der 36 Jahre alte August Bemtert aus Friedrichsberg in der Chaussee- straste. Er wurde durch die nächste Unfallstation nach der Charits gebracht, da er sich außer einem Armbruch schwere innere Verletzungen zugezogen hatte. J Fenerbericht. Ein größerer Kellerbrand, der die Wehr längere Zeit beschäftigte, entstand Freitag früh Dicfienbachstr. 68. Der ver- urfachte Schaden ist jedoch nicht bedeutend, da in der Hauptsache Spähne und alter Hausrat eingeäschert wurden. Kellerverschläge mit Inhalt gingen auch Alte Jakobstraße 134 in Flammen auf. Petersbnrgerstraste 26 brannten Fußboden und Balkenlage. Vorher hatten sich Blumenstr. 74 Hornspähne in einer Kammfabrik entzündet. doch konnte größere Gefahr bald beseitigt werden. Kleinere Brände wurden außerdem noch von Posistratze 14, Danzigerstraste 16 und Weydingerstr. 7 gemeldet. iFm Zoologischen Garten ist jetzt ein Besuch der Hirschparke interessant. Nachdem nunmehr die meisten der neuen Häuser in Betrieb genommen sind, ist es möglich geworden, die Anzahl der hier ausgestellten Arten erheblich zu vermehren. Dr. L. Heck, der Direktor des Gartens, ist stetig bestrebt, neue Bezugsquellen in den verschiedensten Ländern zu erkunden und so darf man jetzt schon die Hirsch- Sammlung des Berliner Zoologischen Gartens für die reichhaltigste der ganzen Erde ansehen. Nicht nur giebt es keinen andren Zoologischen Garten, der eine gleich große Zahl von Hirsch-Formen lebend vorzuführen verniöchre, sondern auch kein einziges zoologisches Museum verfügt über eine so reich- haltige Sammiimg. Neuerdings ist wieder ein sehr interessanter südamerikanischer Hirsch eingetreffen, der S um p f h i rs ch, C e r v u s aludosus. Er bewohnt die Sumpfwälder des nördlichen � araguay- Gebiets und lebt nur noch in den wildesten, von der Kultur nicht bedrängten Gebieten. Er ist fuchsrot mit schwarzen Beinen; sein bielsprossigeS Geweih zeichnet sich durch eine eigentümlich wachsartige Färbung anS und fühlt sich fett an. DaS jetzt hier ausgestellte Exemplar wurde von dem bekannten Sammler Wie in Gran Chaco cingefangen.— Morgen ist 26 Pfen»ig-Tag. Ans de» Nnchbarorte». Die Einführung der Streikklausel in Weiffensee. Der schon kurz im.AorwärlS' erwähnte Beschlust der Schulbau-Kom- luissioii, die Slreilklauscl in den mit dem Unternehmer T e i ch m a n n abzuschließenden Vertrag aufzunehmeii. unterlag gestern der Sanktio- »icruug dnrcb die Gcmeiudevertrewiig. Die cinleiteuden AuS- 'iihrungen de» Gemeindevorstehers gipfelten darin, dast ohne Zweifel durch einen selchen Vertrag die Gemeinde bei etiv»t.ausbrechenden Differenzen nicht benachteiligt iverdcn würde, wohingegen der Unter- nchnicr, dem bei Vermeidung von Konventionalstrafe die rechtzeitige Fertigstellung des Baus aufgegeben ist, unverschuldet in die Lage' versetzt werden könne, Strafe zahlen zu müssen. Taub- m ä n»(Soc.) wies auf die durch diesen Beschluß in die Arbeiter- schaft hineingetragene Erregung hin, die in einer stark besuchten Protestversammlung gegen die Annahme der Streikklausel AnSdnick gefunden habe. Halle der Unternehmer die im Baugewerbe ge- troffenen Vereinbarungen über Lohn- und Arbeitsbedingungen, so werde ein Streik nicht ausbrechen, im andren Falle könne es jedoch nicht Aufgabe der Gemeinde sein. einen Vertragsbrüchigen Unternehmer in der Unter- drückung der Arbeiterschaft V o r s p a n n d i e n st e zu leisten. Redner verweist ferner auf einige besonders krasse Fälle, in denen Arbeiter mit dem in Frage ftchendeu Unternehmer T. hinsichtlich Lohn- Zahlungen in Konflikt gerieten. Der Gemeindevorsteher ent- zegnete, dast dem strittigen Paragraphen durch Annahme des Zu- atzeS:„Doch behält sich die Gemeindevertretung in jedem einzelnen Zolle die Beschlustfassung hierüber(ob die Streikklausel Anwendung üiden soll) vor, der Stachel genommen sei, man könne ruhig diesem Vertrage zustimmen. Gerstenberger(Soc.) geißelte das einseitige Partei- Ergreifen der Mehrheit für diejenigen Kreise, denen schon durch ihre sociale Stellung das wirtschaftliche Uebergewicht verliehen sei; die Unternehmer seien eben immer diejenigen, welche den be- rechtigten Forderungen der Arbeiterschaft in den meisten Fällen nur gezwungenerweise nachgeben. Als Redner von den„Störern des socialen Friedens' sprach, erklätte der Gemeindevorsteher, dast er begierig sei, zu erfahren, wer eigentlich den socialen Frieden störe. Genosse B. entivickelte hierauf da« arbeiterfeindliche Verhalten des Arbeitgeberbundes für das Baugewerbe, da? schnöde Zurückweisen aller auf Erringnng einer menschenwürdigen Existenz gerichteten Bestrebungen der Arbeiter durch die Unternehmer im allgemeinen, was natürlich bei der Mehrheit eine begreifliche Unruhe erzeugte. Der Gemeindeverordnete W a r t h u l hielt den vorgeschlagenen Streikparagraphen für eine Notwendigkeit:„Wie mancher Unternehmer ist durch solche Dinge schon nackt und bloß davongegangen, da« wollen wir verhindern I' In sichtliche Bestürzung und Ratlosigkeit geriet die Mehrheit, al» Taubmann im Namen unsrer Genossen den Anttag stellte, vom Untemehmer eine Kaution von 6000 M. für event. Lohn- forderungen der beim Schulbau thätigen Arbeiter stellen zu lassen. Der Antrag wurde nach erregter Debatte mit Rücksicht auf die schon jetzt zu stellende Kaution zurückgezogen. Der von G e r st e n b e r g e r gestellte Antrag, den ß 21 des Vertrags(Streikklausel) zu streichen, wurde gegen 3 Stimmen abgelehnt. Wie wir hören, will der Baunnternehiner T e i ch m a n n den Genosse» Taubmann wegen Beleidigung gerichtlich belangen. Genosse Taubmann wird den Beweis der Wahrheit seiner angeblich beleidigenden Behauptungen antreten. Schöneberg. Ein neuer Bebauungsplan für das hervorgehoben, daß im verfloffenen Jahre eine Vereinsversammlung, der Brlingeffin Aribert von Anhalt. Nach ben damals bekannten öftlich von der Anhalter und Militärbahn, westlich von der Pots brei Generalversammlungen, zwölf Vorstandssigungen und zwei Einzelheiten schien es, als ob der Vater der Prinzessin, Prinz Chriftian damer und Wannseebahn, nördlich von der Ringbahn und füdlich von Sizungen in Neuenhagen, einer Filiale des Vereins, stattgefunden von Schleswig- Holstein, ein Onkel des Kaisers und der Kaiserin, die Steglitz begrenzte große Gelände wird zur Zeit von dem Stadt haben. Bereinnahmt wurden im abgelaufenen Jahre 1698,65 M., Scheidung des feit acht Jahren verheirateten tinderlosen Paars bebaurat Gerlach ausgearbeitet. denen eine Ausgabe von 1559,90 m. gegenübersteht. Die Mitglieder treibe. Jezt aber fommt von anhaltischer Seite die Mitteilung, daß Zur Errichtung von zwei Silfstraffen der sogenannten zahl wuchs um 88, so daß der Verein jest 498 Mitglieder das nicht richtig sei; vielmehr seien schon seit Monaten seitens des Normalschule für schwachsinnige aber nicht idiotische Kinder berzählt. Darunter befinden sich je ein Rohrleger, Knopf herzoglich anhaltischen Hauses Schritte zur Scheidung des Pringen langt der Schöneberger Magistrat die Zustimmung der Stadtverord macher, Hutmacher, Bergolder, Schleifer, Brauer, Bäder, Aribert von seiner finderlosen Gemahlin eingeleitet worden". Die neten. Mit Rücksicht auf die Schwierigkeiten einer derartigen Kutscher, Maschinenbauer, Korbmacher, Farbenmacher, Bandagist, Hervorhebung der Kinderlosigkeit ist wohl feine zufällige und unpädagogischen Erziehungsweise soll diesen Lehrern eine Funktions- Heizer, Gärtner, Monteur, Stuhlbauer, geilenhauer, Glaser, Bürsten- absichtliche; vielleicht soll sie die Erklärung dafür abgeben, daß die zulage von je 300 m. bewilligt werden. macher, Berlmuttarbeiter, Müller, Schneider, Böttcher, Schriftgießer, Scheidung von seiten des Manns bezw. des herzoglich- anhaltischen Einem bringenden Bedürfnis entsprechend hat sich nunmehr auch Kellner; je 2 Maler, Schreiber, Bildhauer, Stuccateure, Sauses" eingeleitet ist. Diese Erklärung giebt zu verschiedenen in unsrer Stadt ein Mieterverein aufgethan. Einige hoch Mechaniker, Sausdiener; je 3 Schlächter, Uhrmacher und Deutungen Anlaß, um so mehr, als die Prinzessin bereits seit längerer mögende Bürger tamen an dem sonst für Hausbesiger reserviert ges Goldarbeiter, Stellmacher, Kaufleute, Metallarbeiter, Posa- Beit in Amerika weilt. Bezeichnend ist, daß konservative Blätter, haltenen Stammtisch im Ratskeller zusammen, beklagten das Steigen mentiere; je 4 Töpfer, Bimmerer, Cigarrenmacher, Barbiere, die zu Hoffreifen Beziehungen unterhalten, die Angelegenheit in der Mietspreise für hochherrschaftliche Wohnungen und be- je 5 Händler, Drechsler, Schuhmacher, Dreher, Gürtler. Buchdrucker; einer Weise behandeln, die weit mehr Wohlwollen für den Prinzen schlossen dann, die Intereffen der Mieter energisch wahrzunehmen je 6 Ziegler, Sattler und Tapezierer; je 7 Weber, Schmiede, als für die Prinzessin verrät." Für den Bau des neuen Krankenhauses am Spandauer Berg hat der Charlottenburger Magistrat die Be willigung von 5 150 283 m. bei der Stadtverordneten- Bersammlung beantragt. 181 Q. Krumm, Gerichts- Beifung. 1282 weniger Kapitalisten blutige Orgien in China feiert, unter dem Vormachen. Sprache. tenntnisse besitzt. A. H. 999. Ein eigenhändig geschriebenes Testament muß, um gültig zu sein, vollinhaltlich selbst ge:( oder abge) schrieben sein. Es braucht nicht hinterlegt zu werden, kann aber jedem Gericht zur Aufbewahrung übergeben werden. Die Kosten würden in Ihrem Fall gegen 10 M. betragen. Mennfeld. Algebra, Geometrie und Stenographie wird abends in Wettende. Hohenzollern. Rex heißt stönig. ber stäbtischen Fortbildungsschule, Sagelsbergerstr. 34, gelehrt. Weber. Vorsitzender der Baugenossenschaft Freie Scholle ist Herr Baumeister Lilienthal, Marthaftr. 5, Groß- Lichterfelde; Vorsitzender der Berliner Baugenossenschaft Eisenbahn- Direktor Schrader, Berlin W., Stegligerstr. 8( Bureau: Stegligerstr. 19); Vorsitzender des Berliner Spar und Bauvereins Herr L. Schmidt, Sidingenstr. 7, 500 Quadratkilometer. 2. Sigenbleiben bei einem Kaiserhoch ist sehr häufig H. D. 1. Das Pachtgebiet von Kiautschou umfaßt ein Areal von von den Berichten als Majestätsbeleidigung bestraft worden. 3. Wir halten und zwar durch Anschluß an andre lokale Vereinigungen, u. a. auch 8 Klempner, 10 Riftenmacher, 19 Gastwirte, 12 Schlosser, 25 Maurer, an den Berein der Haus und Grundbesiger, Die spaß- 27 Tischler, 185 Arbeiter und 136 Glasmacher.- Ein Antrag Eisenbahnunglück bei Budapest. Zwischen den Stationen haften Herren müssen viel Langeweile haben. Brahmschäfer, in Zukunft nur dann für verstorbene Mit- Erd und Promontor stieß am Donnerstag ein Perfonenzug mit glieder einen Kranz zu widmen, wuent der Borstand einem Güterzug zusammen. Neun Wagen wurden zertrümmert. In der Angelegenheit der Ableitung von Abwäffern aus bie Gewißheit hat, daß bei dem Begräbnis ein Pfarrer Gin Bahnbeamter und ein Passagier sind kot, mehrere Personen verReinickendorf in den Tegeler See wurde gestern eine Abordnung des Gemeindevorstands und der Gemeindevertretung von Reinickendorf vom nicht anwesend ist, wird dem neuen Vorstand aur Vore legt, darunter eine Person schwer. Kultusminister Studt in Audienz empfangen. Amisvorsteher Wille beratung überwiesen. Vor Eintritt in die Vorstandswahl wird erstattete in längerer Ausführung dem Minister Bericht über die An- Borstandsposten find nur solche Mitglieder wählbar, welche einer noch ein Antrag Neubert angenommen: Bei Besetzung der gelegenheit und wies darauf hin, daß der Gemeinde täglich ein Schaden Gewerkschaft angehören, sobald ihnen hierzu Gelegenheit geboten ist. Die Briefkasten der Redaktion. von etwa 400 M. durch den Einspruch der Stadt Berlin gegen hierauf vorgenommene Wahl zum Vorstand ergiebt folgendes Resultat: Wir bitten, bet feber Anfrage eine Chiffre( zwet Buchstaben ober eine Sabp die Inbetriebnahme des Reinickendorfer Kanalisationswerts erwachse, der für den Ort geradezu den Untergang bedeute. Der Minister Debiting, 1. Borsigender; M. Bitterhoff, 1. Staffierer; anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll und die letzte versprach hierauf dem Amtsvorsteher, persönlich dahin wirken zu. Müller, A. Hartmann, O. Günther, Revisoren; 1. Schriftführer; M. Bröder, Bibliothekar; Abonnements quittung beizulegen. Fragen ohne solche werben nicht beant wortet und schriftliche Antwort wird nicht ertheilt. wollen, daß das Gutachten des wissenschaftlichen Kollegiums J. Schütt, S. Krumm, Prüfer, Tornow, Fengler Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag, spätestens Mitte nächster Woche fertig gestellt werde, um dann an und Kaiser als Beisiger. Ferner wird ein Antrag des Genoffen Donnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. der Hand der Sachverständigenäußerungen sofort eine Entscheidung ebttenhauer angenommen, jedem Mitglied auf seinen Wunsch der vier in Frage kommenben Ministerien herbeiführen zu fönnen. bas legte Barteitagsprotokoll unentgeltlich zu überweisen. Grundmann. Weiße Lederschuhe reinigt man entweder durch Abreiben Schließlich gab der Minister der Abordnung noch auheim, mit Benzin oder indem man eine starke Auflösung von Seife in heißer ob es nicht angebracht wäre, daß sich die Gemeinde Steiniden. Hierauf hielt itter einen Vortrag über das zehnjährige Be- Milch herstellt, in welcher auf 2 Liter ein zerschlagener Gibotter eingerührt dorf mit der Stadt Berfin einige, wie es heist, tömet die stehen des Vereins. Un die Versammlung schloß sich ein Kommers. iſt. Dieſe Löſung, ber etwas Aether oder Salmiakgeißt augefeßt werben faun, thut man auf ein feines wollenes Läppchen und reibt damit das Leder Vertreter der Stadt Berlin in dieser Frage von dem Standpunkt Spandan. Bu einer imposanten Kundgebung der Spandauer fanft ab. Ginen Spiritistenverein können wir Ihnen nicht namhaft nicht abgehen, daß die Leitung der Reinickendorfer Klärwässer in den Arbeiterschaft gegen die deutsche Eroberungspolitik und gegen das Tegeler See eine Verunreinigung des Berliner Trintwaffers mit im Solde der Metallindustriellen stehende Reichsamt des Innern ges Bertram. Bringen Sie den Fall zunächst in Ihrer Organisation zur fich bringen würde und daher könnten Vergleichsverhandlungen nur staltete fich die am Sonntag in Spandau stattgefundene öffentliche nach der Nichtung hin stattfinden, daß der Berliner Magistrat zu Bolts versammlung. Genoffin Klara 3ettin unterzog in ihrem General. Es scheint uns ausgeschlossen, daß W. chinesische Sprach den Kosten des Umbaus des Reinickendorfer Kanalisationswerks Referat den jetzigen Khatiturs einer gründlichen Kritik und beeinen Beitrag leistet. Vor der Hand besteht jedoch, wie aus einer leuchtete diefen modernen Kreuzzug vom Standpunkte der Menschlich Aeußerung des Amtsvorstehers Wilte hervorgeht, Reinickendorf auf feit und Christlichkeit in meisterhafter Weise. In der Diskussion einer Entscheidung der strittigen Frage durch die vorgesetzten Be- sprach nur Genosse Rieger im Sinne der Referentin und streifte hörden. auch den Wahlsieg unsrer Brandenburger Genossen, welcher einen flammenden Proteſt der Klaffenbewußten Arbeiterschaft gegen die gegenwärtige Regierung darstellt. Folgende von Rieger eingebrachte Resolution wurde hierauf einstimmig angenommen: Die am 28. Oktober 1900 im Wehe'schen Lotale zu Spandau tagende, zahlreich besuchte öffentliche Volksversammlung verurteilt auf das schärfste den gegenwärtigen Weltmachtsturs, der im Intereffe geben, christliche Religion und christliche Kultur bei den Chinesen zu Das Wort ,, Streifbrecher" als Ehrverlegung. Der verbreiten; die Versammlung nimmt ferner mit Entrüstung davon Tischler Thiele, der sich am 20. Februar 1900 im Streit befand, Kenntnis, daß die höchstgestellten Beamten des Reichsamts hatte als fogenannter Streifpoften den Arbeitswilligen Schulze auf des Jnnern, von den Kapitalisten der Metallindustrie 12 000 m. bie Thatsache des Streits aufmerksam gemacht und ihm später die gefordert und erhalten haben für die Zwecke eines Knebelgefeges gegen Begeben Sie sich mit Ihrem und Ihrer Braut Geburtsschein auf das Worte Streifbrecher“ und„ Bautischler" zugerufen. Er wurde des- die deutsche Arbeiterschaft. Die öffentliche Volksversammlung be- Standesamt. 5. Die Naturalisation von Ausländern hängt vom Belieben halb vom Schöffengericht wegen Bergehens gegen den§ 153 der trachtet es als selbstverständlich, daß die socialdemokratischen Vertreter der Behörden ab. W. H. Wiederholen Sie die Anfrage unter ErGewerbe- Ordnung zu einem Tage Gefängnis verurteilt. Die im Reichstag volle Rechenschaft für dieses allerneueste Attentat auf gänzung nach folgenden Nichtungen: Wo starb der Schwiegervater? Hinter Staatsanwaltschaft legte Berufung ein und erzielte, daß die Freiheit der arbeitenden Klasse und auf den Staatsgrundsatz: ließ er ein Testament? Wo starb die Schwester? Lebten ihre Eltern nach die Strafe auf 14 Tage Gefängnis erhöht wurde. bei deren Tode? Ein Abonnent des B. Ja.- Fran Kell, Schlie: Das gleiches Recht für alle Staatsbürger" von den verantwortlichen mannstr. 31. In der Regel: Nein. Legen Sie eventuell den Fall näher Landgericht führte aus: Durch die Frage, ob Schulze nicht wiffe, Bersonen fordern werden. dar. F. R. 400. Ohne Mitteilung des Wortlauts der teftamen daß gestreift werde, habe der Augeflagte Sch. zu bestimmen versucht, Die Versammelten verurteilen die abenteuerliche Macht- und tarischen Bestimmungen sind Ihre Anfragen nicht zu beantworten. Wiederfich am Streit zu beteiligen, und dieselbe Abficht habe der Angeklagte Eroberungspolitik Deutschlands in jeder Form, und fordern von holen Sie die Anfragen unter Ergänzung nach der angegebenen Richtung mit dem Zuruf" Streitbrecher" und" Bautischler" verfolgt. Das dieser Regierung dagegen schon jetzt eine Socialpolitik auf gefinder Wort Streitbrecher" müsse unter den obwaltenden Umständen als Grundlage, Schaffung eines wirklich freien Vereins- und Ver Ehrberlegung betrachtet werden, da nicht ein objettiver fammlungsrechts und des allgemeinen, gleichen, direkten und ge= Maßstab dem Urteil darüber zu Grunde Grunde zu legen sei, heimen Wahlrechts auch für den preußischen Landtag, Beseitigung sondern die Auffassung des Kreifes der Be- aller Lebensmittelzölle und Beseitigung des verderblichen Militaris teiligten. Der Angeklagte habe Schulze zum Bewußtsein bringen mus und Marinismus und dafür den Ausbau des Schulwesens und wollen, daß er durch das Streitbrechen eine ehrlose Handlung der Armen- und Krankenfürsorge. begehe. Auch der Ausdruck, Bautischler tomme in Betracht, denn Die Versammlung protestiert zum Schluß gegen die BeiseiteThiele habe damit seine Verachtung darüber ausdrücken wollen, daß schiebung des deutschen Reichstags in der Chinafrage und die VerSchulze, der Bautischler sei, gerade zu der Zeit in einer Möbel- wendung von Staatsmitteln für das China- Abenteuer ohne die Getischlerei arbeite, wo die Möbeltischler streitten.§ 158 der Gewerbe- nehmigung des Reichstags; hierin erblickt die Versammlung nicht Hamburg Ordnung fei hier anzuwenden, auch rechtfertige fich eine höhere Strafe, zum erstenmale, einen groben Verfassungsbruch, auf den die Berlin als die vom Schöffengericht ausgesprochene. Runmehr legte der An- Spandauer Arbeiter bei der nächsten Reichstagswahl die einzig Frantf./M. getlagte durch seinen Vertreter, Rechtsanwalt Liebknecht, Revision ein richtige und nachdrückliche Antwort durch die Entfendung München Der Staatsanwalt beantragte die Zurückweifung der Revision, weil eines Socialdemokraten in den Reichstag geben Sie unbegründet sei. Das Hammergericht folgte dem wollen!" Antrag des Oberstaatsanwalts mit folgender Begründung: Der Mit einigen zündenden Worten und einem begeistert auf Vorderrichter habe die§§ 152 und 158 der Gewerbe- Ordnung ohne genommenen Hoch auf die internationale Socialdemokratie wurde Winden; keine erheblichen Niederschläge. Rechtsirrtum angewendet, indem er die Ausrufe Streifbrecher" bie Versammlung geschlossen. und Bautischler" als hrverlegungen im Sinne des § 153 angesehen habe. Mit Recht führe der Vorderrichter aus, daß es bei ihrer Beurteilung nicht auf den objektiven Standpunkt des Gerichts, sondern darauf antomme, ob nach der Anfhauungsweise und Gewöhnung der Beteiligten die Aeußerungen als solche der Mißachtung anzusehen seien. Das sei aber nach den Feststellungen des Vorderrichters der Fall. " " " Wahlkreis Stralsund- Franzburg- Rügen. Sonntag, den 4. November, Socialdemokratischer Agitationsverein für den Reichstage: vormittags 10 Uhr, bei H. Ramlow, Schönhauser Allee 135: Vereinssizung. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 4. November, vormittags 8 Uhr, in der Aula der 69. Gemeindeschule, Kleine Frankfurterstr. 6: Versammlung. Freireligiöse Vorlesung." Um 10 Uhr vormittags, ebendaselbst: Vortrag des Herrn Professor Dr. Albert Gehrke: Die Weltgeschichte ist das Weltgericht." III. Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Zehlendorf. Mitgliederversammlung des Socialdemokratischen Vereins Sanntag, den 4. November, bei Hellenbrand, Krummelante. Vortrag des Genoffen Göre über Kindererziehung. Marktpreise von Berlin am 1. November 1900 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. D.- Str. Der bereits zweimal vertagte große Diebstahls: und Sehlerprozeß, der sich hasse und Genoffen" betitelt, hat am Donnerstag die vierte Strafkammer des Landgerichts I beschäftigt. Es handelt sich wesentlich um die großen Seidendiebstähle bei der Firma Feibusch u. Preuß in der Leipzigerstraße, die unter Leitung des Cigarrenmachers Robert Hasse ausgeführt worden sind. Die Teilnehmer wurden vom Gerichtshof wie folgt bestraft: Saffe acht Jahre Zuchthaus und die Nebenstrafen; Schmeißer zwei verbüßẞt; Jahre sechs Monate Gefängnis, fechs Monate verbilßt: elgen, gut mittel Leffen vier Jahre Zuchthaus, Kühne drei Jahre Ge aps gering fängnis; Hildebrandt zwei Jahre drei Monate Geoggen, gut fängnis; Bluth ein Jahr neun Monate Zuchthaus; Jarid drei Monate Gefängnis, als verbüßt erachtet; Städtefeld freigesprochen; Imhof' sechs Monate Get) Gerste, gut fängnis; Glazynsli zwei Jahre Zuchthaus, drei Monate verbüßt; Ehemann Lüttgen ein Jahr Gefängnis, drei Monate verbißt; Ehefrau Lüttgen zwei Jahre drei Monate) Safer, aut 8uchthaus. Versammlungen. " mittel gering mitttel gering " mittel gering Nichifroh Sen Grblen Speisebohnen infer frei Magle. " 14,30 15,50 14,80 14,70 14, 13,90 13,30 bo. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Kartoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg 6,-4, 1,60 1,20 1,30 1, 1,60 1,10 " 1,80 1" " 2,80 2, 60 Stil 1kg Hammelfielsch Butter Eier Karpfen Aale Bander 16,20 15,20 15,10 14,20 14,10 13,20 Hechte 1,60 1,10 4,80 3, 2,20 1,20 2,50 1,40 2,60 1, " 1,80 1, 7,50 6,82 7,40 5,20 40,-25, Barsche Schleie Bleie 1,80 0,80 " 3,-1,20 1,40 0,80 45, 70, 20, 30, Krebse per Soft 12, +) frei Wagen und ab Bahn. uns nicht für berechtigt, hierüber Austunft zu erteilen. A. Ho. 1. Keine, aber ein Paß ist stets zweckdienlich. 2. Ja. 3. u. 4. Witterungsübersicht vom 2. November 1900, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer ftand mm Wind richtung Windstärke Wetter winembe. 760 bes O 766 OSO 765 SW 2 Nebel 4 bedeckt 2 bedeckt 2 bedeckt Nebel Temp. n. 6. 5º C.= 4º R. Stationen Barometer咖啡 tab mm Wind richtung 6 Haparanda 775 Still 8 Petersburg 771ONO 7 Cort 11 Aberbeen Baris 767 766 Windstärke Wetter bebedt 1bedeckt 1Nebel 1Nebel Temp. n. 6. 15° 6.= 4° R. 4371 767 SW 767 Still Wetter- Prognose für Sonnabend, den 3. November 1900. Etwas fühler, ziemlich trübe und nebelig bei schwachen nördlichen Berliner Wetterbureau. Typographia. Am Montag, den 29. Ot tober cr., verstarb unser lang jähriges Mitglied und Kollege Arnold Thiele im 50. Lebensjahre. Der Ver: ein wird seinem treuen SangesBruder ein dauerndes Andenken bewahren. Die Beerdigung findet am Sonntag, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Heiligen Kreuz- Kirchhofs in Mariendorf, Feldstraße, aus statt, und werden die Wt: glieder ersucht, zahlreich zu er fcheinen. Der Vorstand. Verband der MöbelAm Montag verstarb im 50. Lebensjahre unser Iteber Kollege, der Schriftsetzer Arnold Thiele. Sein ehrenhafter Charakter fichert ihm bei uns ein bleibendes Andenken. Berlin, 2. November 1900. Die Verbands- Mitglieder bes ,, Berliner LokalAnzeiger". Die Beerdigung findet Sonntag, den 4. 5. M., nachmittags 3 Uhr, in Mariendorf von der Leichen Halle bes Heiligkreuzkirchhofs aus ftatt. ( 8516 Verband der an Holzbearbeitungs- Maschinen beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Todes- Anzeige. 130 polierer Berlins u. Umg.m 1. November verſchieb nach Kollegen auf Beitragstarte zum Streite und ruffische rentable Roggenofferten foite ermäßigte Schiffefrachten- Preise in nachmittag 2 Uhr vom Katholischen in Der Verein der Kleber( Tapezierer) Berlins hielt am Den Mitgliedern zur Nachricht, langem Leiden unser treuer Rollege, 24. Oftober eine gutbesuchte Versammlung bei Jannascht, Insel baß unser Kollege der Fraiser straße 10, ab. Zum ersten Punkt der Tagesordnung, Anträge zur Otto Lemke Robert Gabke Reorganisation des Arbeitsnachweises der Kleber, Schützen- Produktenmarkt vom 2. November. Getreide war auch heute straße 18/19, betreffend, wurde beschlossen, daß nur folche abgeschwächt tnfolge des milberen Wetters und unter dem Einflusse des am 1. 8. Mts. gestorben ist.[ 147/20 im Alter von 38 Jahren an der Die Beerdigung findet morgen Proletarierkrankheit. [ 83/11 Nachweis eingeschrieben resp. Arbeit ere geftrigen Rückgangs der Weizenpreise in New York. Auch übten große Ehre seinem Andenken halten, die ihre Die Beerdigung findet Sonntag, Agitationsfonds der Kleber Berlins in Ordnung Tieferungspreise für Roggen ftellten sich burchweg um 0,75 W., die für aus nach dem Kirchhof der 3ions: den 4. b. Mets., nachmittags 32½ Uhr, Nordamerika einen Drud aus. Das Geschäft war sehr ruhig. Die Strankenhause, Gr. Hamburgerstraße, haben resp. höchstens sechs Wochen im Rückstande eigen um 0,50. niebriger. Später trat eine leichte Erholung ein auf gemeinde in Nieder- Schönhausen statt. von der Leichenhalle des Krankensind. In den Vorstand neugewählt wurden Bod als 2. Bor beffere Wiener und Budapester Notierungen. Safer schwächte fich leicht Unt zahlreiche Beteiligung der Hauses am Friedrichshain aus nach Der Vorstand. bem Auferstehungs Kirchhof figender, effem als 1. Schriftführer und Steinkampf als ab infolge geringen Konsumbegehrs. Rüböl zog auf spekulative Räufe Stollegen bittet Danksagung. Weißensee statt. 2. Schriftführer. Unter Vereinsangelegenheiten wurde beschlossen, 0,30 m. an. Spiritus. 70 er Locofpiritus notierte 47,10 wt. oder 0,10 m. Für die vielen Beweise herzlicher Um zahlreiche Beteiligung bittet ben Beitrag zum Preßfonds auf 20 Bf. pro Monat zu erhöhen, da Der Vorstand. Teilnahme und zahlreichen Kranzder jezige Beitrag von 10 Pf. die Untoften nicht mehr deckt. Die niedriger, 50 er notierte 66,40 m. ( penben bei der Beerbigung meines Danksagung. Mitglieder, die mit ihren Beiträgen länger als drei Monate im innigftgeltebten Manns und Vaters, Allen lieben Verwandten und Bes Stückstande sind, erhalten feine Zeitung mehr zugesandt. fage ich allen Verwandten, sowie ben tannten, besonders der Deputation Kollegen und Freunden der Firma vont Berliner Gastwirtsverein fowie Siemens ut. Halste, die mir in den den Wietern des Hauses Schulstraße schweren Stunden so treulich bei- Nr. 20, welche unfrem lieben Verftorbenen bas lette Geleit gegeben gestanden, meinen imgften Dank. haben, unfren aufrichtigsten Dant. Dermischtes. Stralau Rummelsburg. Der hiesige socialdemokratische Verein hielt am 27. Oftober cr. eine gutbesuchte Generalversammlung ab, in welcher zugleich das zehnjährige Bestehen des Vereins gefeiert tourde. Zu der prinzlichen Ehescheidungs- Affaire bemerkt die Bor Eintritt in die Tagesordnung ehrte die Versammlung, unfren ver- Märlische Vollezeitung": Bum Rampfe für Sitte und Ordnung" storbenen Parteigenossen Wilhelm Liebknecht, sowie das ber- in den oberen Kreisen erwähnten wir vor einigen Tagen ein bestorbene Mitglied Adolf Müller. Aus dem Bericht des Vorstands sei l zeichnendes Beispiel: die eingeleitete Ehescheidung des Prinzen und libisation innigsten Die trauernden Sinterbliebenen. Martha Melické, geb. Albrecht. Die tranerude Familie Pohland. CH üte** Trotz der toloffalen Steigerung in der Hutfabrikation vertaufe noch zu den alten Preisen.[ 55200* Otto Gerholdt. Dresdenerstrasse No. 2, Ede Stalizerstraße. Großes Lager in Schirmen, Müzen, Krawatten. Möbel und Polfterwaren. Franz Tutzauer, Tischlermeister, Berlin N., Brunnenstr. 152. 12.Ziehung 4. Klasse 203. Kgl. Preuß. Lotterie. Biehung vom 2. November 1900, vormittags. Nur die Gewinne über 220 Mart find den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 92 233 56 67 504 7 62 793 802 67 948 1011 86 150 251 63 88 45 788 98 931 2185 355 60 551 956[ 3000]. 3008 165 80 208. 648 400 27 78 578 618 713 51 77[ 500] 877[ 300] 4076 231 55 ( 1000] 659 87[ 3000] 789 880 5192 352[ 3000] 82 629 999 6008 55 242 303 6[ 3000] 50 83 92 631 34 743 7068 609 784 803 S123 96 218 24 418 795,965 9162 287 97[ 300] 472 568 680 844 [ 3000] 85 908[ 300] 48 10134 68 85 237[ 300] 94 396 489 702 91 835 943 85 11215 17 334 467 580 754 954 12253 516 24 95 920 13109 60 80 345 466 529 727 28[ 3000] 925 35 90 14060 164 329 561[ 300] 81 670 843 918 15001 109[ 500] 16 271 356 83 482 664 799 827 16059 95 167 300 85 539 623 43 840 47 17028.81 116 212[ 300] 70 82 409 91 585 750 55 90-818[ 1000] 98 955 78 87 81 99[ 1000] 532 64 81 664 706 43 19428 523 634[ 1000] 99 825 909[ 1000] 53 95 18466 20132 33 60 351 511 694 21076 129 220 304 6 431 530 63 669 77 82[ 300] 886 22003 32 60 187[ 300] 688 854 23290 583 92 845 49 98 963[ 300] 24172 299 647 875 965 25006 [ 3000] 20[ 3000] 102 286 316 750[ 300] 75 800 24 26057[ 500] 59 258 579 783 964 65 27017 18 223[ 300] 87 303[ 500] 91 544: 667 868 958 28063 103 43 59 204 352[ 1000] 405 73 682 702 89 877 29124 34 321 403 86 550 62 686 731 998 34 321 403 86 550 62 30028 83 241 48 382 456 77 668 92 815 992 31081 150 221 41 625 90 741 98 966 32085 196 349 67-525 26 65[ 1000] 91606 790 814[ 1000] 44 908 94 33087 111 22 53 283 344 527 648 63 769 803[ 300] 34036 143 88 363 543 678 728 879 86 95 [ 500] 35069 160 258 363[ 1000] 429 64 662 65 832 972 36119 458 984 37106[ 1000] 63 66 261 489 877[ 500] 98 997 38076 146 56.277 317 46[ 1000] 84 97 653 816 88 39080 323 99 516 756 79 850 944 203 305 482 40020 203 305 483 599 670 703 915 41053 106[ 1000] 401 747 95 952 60 42024 68 276[ 1000] 453 561[ 500] 94 657 769 926 43363 401 59 526 614 62 81 859 960 44059 143 86 202 336 59 75 567 605 827[ 300] 45059 154 55 257 80 344[ 300] 75 447 557 938[ 1000] 46029 65 95 120 48 279 737 894 921 63 85 86 47036 59 201 316 31 46 410 519 98 648 62 844 973 48267 90 338 435 615 69 793 49043 60 85 185 324 694 727 48 839 92[ 300] 902 50020 204 403 84 812 971 51129 91 200 713 952 52126 499 97 616 59 738[ 1000] 56 924 66 53003 86 134 75 87 271 10 000] 319 550 943[ 300] 54062 141 59 97[ 500] 44 314 474-92-567 607-15-42 78 758 889 55265 332 592 768 56098 434 216 57 310 15 60 830 57 84 57022 120 21[ 1000] 72 296 424 679 766 944 58194 315 49[ 1000] 50 94 477 519 622[ 300] 44 86 851 70 912 79 81 59066 191 245 58 77 583 78-510 631 55 797 901 63 60071-79 128 56 60 224 360 421 56 544 94 609 736 72 80 982 61004[ 500] 172 98 367 499 615 811 982 62217 358 74 468 562 644[ 300] 829 990 63051 70 103 291 371 455 87 587 634 92 791 972 81 64110 84 292[ 3000] 626[ 300] 708 866 928 82 65103 211 435 37 64 85 537 612.801[ 300] 66075.178 270 96. ( 1000] 395 98 401 29 61 648 739 801 67209 694 709[ 300] 819 87 999 68014 41 124 332 443 524 641 994 69300 40 490 666 701 70218-40 377 484 513 25 937 71148 357 402 672 76 82 95 719 814[ 3000] 71 72139 362 94 449 89 695 992 73075 153 54 273 317 26 87 89 861 74090 137 95 344 425 48[ 3000] 72 589 96 703 57 895 75016 32 134 358 94 612 33 88 754 76088 106 310 573 737 82 77145 240 68[ 300] 80 510 618 815 66 78 280 97 79008 58 164 644[ 300] 49 859 S0085 309 63 430 37 79 569 687 869[ 300] 940 81077 84 117 333 55 467 646 926 76 82303 44 549 68 780 881 83105 319 75 516 869 901[ 1000] 34 84016 50 163 358 460[ 3000] 612 42 85056 503 25 46 87 743 65 67[ 300] 86034 209 81 313 633 1000] 743,91 87014[ 3000] 267 455 685 956 88180[ 300] 98 216 65 300 21 98 421 628[ 500] 52 716 815 903 35 75 89005 12 58 293[ 3000] 706 17 48 900 90135 205 317 70 410 32 618 776 890 959[ 1000] 91313 600 48 777 876 80 997 92049 104 19 403 23 46 540 92 666 827 40 95 93060 224 69 328 528 678[ 500] 948 78 94211 349 451 63 65 903 95010 154 372 449 58 561 74 638 67 869 71[ 300] 972. 96123 83 213 321 47[ 300] 78 466[ 500] 773 97322 87 430 683 713 76 91 853 905 98022 254 79 312 478 536 644 61 89 810 89 922[ 300] 99180 99 209 48 69 336 658 871 939 100022 103 21 74 473 86 555 639 80 749[ 300] 841 70 101113 215 374 449 61 558 705 9[ 1000] 810 34 903 102148 335 590 857 66 103007 25 45 76 155 223 34 343 68 99 421 85 500 300] 646 57[ 300] 881 957. 104011 326 459 634 797 99 839 63 936 105030 213 65 352[ 300] 446 81 580 660 786 106210 502 666 74 907 107061 202 6[ 3000] 361 422 512 37[ 1000] 716 886 108083 146[ 3000] 84 329 478 94 582 690 708 839 935 109149 436 607 21 50 752[ 3000] Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Restauration sofort große Fabrik hinten. Warschauerstraße 79 im geschäft. -Lose Kgl. Preussischer Lotterie zahlt sofort aus Gewinn J. Rosenberg, Kommandantenstr. 51. Originallose V. Wohlfahrt- Geld- Lotterie a 3,30 M. K ufeke's Von AUTORITATEN empfohlen BESTES im GEBRAUCH billigstes indermehl. 110216 39 66 81 386 416 27 675 88 713 74 80[ 500] 87) 996 111064 267 329 37 52 505 679 112037 204 56 327 450 500 14.757 867 77 113118[ 300] 44 515 605 114112 50 239 86 338 69 75 442 653 706 115024 85 270[ 3000] 379 474 529 45 97 683 769 902 116060 323 87 549 683 782 812 63 985 117230 309 73 80 670 118029 412 709 49 822 119156 467 645 84 832 901 84 140180 268 80 441 591 620 21[ 3000] 27 889 120033 61 114 85[ 3000] 257 87 329 52 428[ 1000] 76 610 18-746-859-983 121046 279 410 597 612 748 882 916 122250 388[ 300] 414 94 635 48 854 123107 405 728 39 813 944 46 124246 49[ 1000] 527 76[ 1000] 740 886 947 125246 424[ 500] 36 505 683 765 933 37 126500 40 648[ 1000] 716 820 84 127034 122 57 426 549 671 776 835 128019 54 159 286 312 52 415 575 739 947 68 88 129253 345 410 589 718 40 71 929 130047 48 132 61 203 548 636 780 809 131135 216 79 351. 521[ 300] 44 98 823 95 132211[ 500] 338 677 735 133158 219 21[ 1000] 64 316 457 509 32 861 947[ 300] 134021 66. 241 328[ 1000] 92 516 81[ 300] 609 937 135231 74 605 50-788 976 136330 33 65 439 559 606 15 16 37 58[ 300] 962 69 82 137123 34 524 72 612 82 807 8 920 138147 253 339 411 518 24 602 742 914 139766 141031 178 299 335[ 500] 403 24 73 78 91 687 711 811 39 97[ 500] 142125 74 261 315 421 636 80[ 3000] 708 93 888 914 143009 119 315 21 91 447 794 144505 17 817 57[ 1000] 59 959 145083 298 357 404[ 300] 557 624 753 824[ 3000] 940 146198 322 619 713 949 147081 276 530 764[ 3000] 74 974 148325 72 82 754 149074 98 160 67 204 32 89 401 34 667 927 150069 105 247 376 462 527 83[ 1000] 614 965 151035 99 141 78 443 89 624 39 61 919 409 85 630[ 300]. 716 26 858[ 3000] 989 153008 465 623 832 154212 22 411 66 638 778 84 921 155057 127 85 320 418 560 630 956 156118 273 77 488 92 520 661 711[ 300] 887 157012 56 85[ 1000] 301 41[ 300] 66 90 665 707: 73 815 [ 3000] 996 158014 99 159 374 439[ 300] 93 514 55 82 758-875 [ 300] 159127 338 564 83 771 875 87 904[ 300] 9.59 77 80 160148[ 500] 89 384 505 614 24 58 790[ 1000] 899 994 161176 281 309 42 547 87 607 737 991 162073, 292 518 36 858 163133[ 3000] 234[ 1000] 38 532 911 81 90[ 1000] 164039 204[ 300] 67 392 97 709 27 881 972 165059 195 202 3 71 74 379 420 51 733 59 804 5 28 74 89 955 166056 394 489 [ 500] 528 38 885 925 167097 113 650 718 168419 599 656 862 954 169071 202 336 615 36 706 33 64 827 979 91 37 728 80 95 884 152009 273 332 125 26 263 345 170007 127 45[ 3000] 238 69 705 830 951 171142 234 526 1 627 59 91 907 172071 115 240 309 21 435 928 173190 602 781 958 80 174073 549 679 81 716 938 40 81 175007 13 248 62[ 500] 70 537 693 786[ 3000] 825 933 176098[ 1000] 579 764 66 177016 133 97 276 557 70 700 889 911 90[ 500] 178070 92 123 204 45 353 420 524 899 179102 55 576 742[ 500 000] 829 59[ 300] 904 180096 261 72 648 771 969 181264 90 413 59 80 632 734 [ 3000] 905 33 182150 317 422 90 569 650 759 896 183005 198 238 310 422 94 98 708 9 874 945 184034 103 224 323 426 645 185000 281 353 78 603 80 84 823 186283 [ 300] 721 26 84 815 364 493 525 40 65 803 15 61 187248 306 8[ 300] 403 560 693 758 89 803 38 40 58 997 188006[ 300] 186 585 643 800 908[ 1000] 19 26 189450 537 92 945 39( 1000) 8 190062 122 30 42 433[ 300] 507 621 43 739[ 1000] 817 62 955[ 300] 191029 36 127 244 77 96 546 796 932[ 500] 57 75 192299 359 512 79 622 78 193000 9 130 322 60 482 574 845 999 194032 58 71 100 29 273 95 619 23 708[ 300] 76 954 67 195125 210 17 421 23 30 735 77 87 196113 215 516 88 89 620 89 762 803 23-922 63 197013 240 429 753 856, 198219 331 89 408[ 300] 526 73 74[ 300] 759 875 96 199218 406 20 68 541 77 894 200023 110 305[ 3000] 481 616 702 7 909 201004 101 36 204 508 680 744[ 500].998 202015 139 95 262 365 602 771 837 38 48 64 955 203208 426 662 783 204085 277 79 322 63 542 44 629 43 92 205031 168 74[ 1000] 218 36 628 799 833 929 69 206020 51 100 279 88 305 64 444 89 99 649 878 207091 147[ 1000] 64 237 470 72 503 896 901 208220 30 86[ 3000] 588[ 1000] 962 209005 76 82 111[ 500] 21 31 210 489 551 733 870 12001 82 955 210062[ 300] 91 224 528 692[ 300] 929 211001 53 83 119 223 677 867 957 212101 300 22 473 564 692 949[ 500] 213315 30 37 548 83 97 610[ 1000] 832 969[ 300] 214067 252 53 1300) 691 732 91 863 215025 74[ 300] 84 126 200 59 302 56 76 423 38[ 500] 66 99 574 617 68 98 840 905 64 216126 203 88 311 562 940 217024 94 213 49 97 378 483 516 25 717 960 218119 32 54 72 333 93 445[ 300] 69 503 77 761 822 41 984 219006 47 164 528 82 674 726 61 220434 42 50 98 531 77 727 79 863[ 500] 221112 24 25 295[ 300] 394 463 526 42[ 300] 67 634 752.975 222097 128 95 469 631 77 706[ 1000] 867[ 3000] 223169 82 300 454 69 73 688 793 848 224016 205 7 38 401 9 812 24 225081 88[ 500] 91[ 500] 492 540 605 Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn au 200 000 M., 1 zu 50000 Mt., 3 au 30 000 M, 7 au 15 000 r., 25 zu 10000 Mt., 47 au 5000 W, 686 au 3000 r., 608 u 1000 709 au buu Wit . ,, verdienen ein Vermögen durch den Kauf Plattanstalten, uns Trocken-, Plätt- und Glänzmaschine. Restaurants, Hand- u. Kraftbetr., Gas- u. Petrol- Heizug. Private. Zähne 2 M., Universalmaschine f. sämtl. glatte Wäsche, Kragen u. Manschetten. 600 Stück verkauft. Rumsch& Hammer. Forst- Lausitz. 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzl. Zahnziehen 1 Mk. Plomben 1,50 Mk. Teilzahlung wöchentl. 1 Mk. Zahn- Arzt Wolf, Leipzigerstr. 130. Spr. 9-7.* Berliner Unions- Brauerei, Hasenheide 22 31. Säle find an den Wochentagen für Vereine zu Festlichkeiten und Versammlungen sowie an beiden Weihnachts- Feiertagen zu Matinees zu vergeben. Adolf Standte. 57979* 12. Ziehung 4. Klaffe 203. Rgl. Preuß.Lotterie.| 91 553 86 642 713[ 300] 98 110021( 300) 179 88 272( 300) Biebung vom 2. November 1900, nachmittags. Aur die Gewinne über 220 lart find den betreffenden Nummern in Barenthese beigefügt ( Ohne Gewähr.) 16 259 331 454 574 779 1159 207 24 484 652 764 997 2037 95 199[ 300] 337 430 517 742 44[ 500] 72 902 24 3036 273 320 66 463 855 4086 100 278 348 55 430 928 29 5041 149 208 415 61[ 500] 71 557 605 791 967 6021 277 326 500 12 626 963 [ 300] 7122 38 52 73 276 408 562 624 45 843 8035 108 59 66 628 717 32 918[ 300] 9013 106 17 216 28 368 428 572[ 300] 73 881 10153 276 441[ 3000] 659 84 800 923 38 89 11083 163 238 61[ 500] 303 468 575 639 709 896 916 23 12005 78 280 355 93 485 553 947 48 59 13223 34 385[ 1000] 422 614 49 87 889 923 91 14240 76 318 508 87 609 12 51 781[ 1000] 944.92[ 300] 15282 331 47 80[ 500 470 583 671 758 96 843 907 29 16006 105 54 266 94[ 1000] 314 419 82 516 602 862 78 82 902 60 63 17032 167 620 62 81 868[ 3000] 982 18124 267 390 529 608 799 893 19132 42 391 417 44 569 678 20077[ 3000] 170 232 418 82 598 637 737 66 953[ 300] 21031 75 96 300 407 18 657 729 889 22000 36 117 386 474 529 [ 500] 47 712 898 900 23052 478 86 681 83[ 500] 870 933 24064 102 249 503 58 720 48 867 25223[ 1000] 354 538 92 279[ 10 000] 26020 56 86 109 285 591 92 756 941 27089 485 359[ 500] 599 608 12 21 28060 163[ 500] 257 75 353 57 97 822 56 923[ 3000] 29083 152 65 210 40 58 601 45 49 69 884 30370 99 405 593 31094 172[ 3000] 227 371 400 75[ 500] 604 32025 139 66 244 387 425 96 523 633 705 89 97 934 33011 94 172 433 73 854 937 34202[ 1000]: 466 542 58 97 761 871 88 35094[ 500] 128 475 528 45 643 809 31 923[ 300] 36001 97 301 743 98 848 37018 186 486 657 798 825 38016 73 85 131 ( 500]: 54 90 98[ 300] 584 690 863 39001 39 112 21 88 337 82 ( 300] 410 595 40013 44 73 198 779[ 500] 41017 214 65 88 593 679 42006[ 500] 36 198 213 84 336[ 1000] 423 600 74 831 64 84 43089 187 496 506 795 975[ 1000] 44244[ 1000] 64 65 352 411[ 500] 70 735 45091 201 69 475 76 849 46207 14 49 308 61 74 459 85 594 630 87 783 888 940 47269 336 500[ 300] 72 701 27 820 40 902 85 48012[ 300] 81 204 33 573 694 848 84[ 5000] 932 49057 93 345 85 467[ 500] 574 684 904 50036 78 122 201 74 609[ 300] 820 92 99 960 51067 208 40 469 601[ 500] 43 729 36 963 52087[ 10 000] 200 326 34 591 698 876 909 38 53281 348 72 96 509 843 58 54022 104 [ 300] 422 34 629[ 500] 881 961 55015 82 286[ 300] 337 531 694 782[ 300] 56308 446 49 97 522 59 1500] 681 87 788 93 800 54 981 57023 74 87 234 93 409 562 868 80 89 58143 70 418 87 561 690 95 824 83 87 934 57 87 59080 131 283 368 405 36 515 42 679 740 964 60023 60 181 213 29 380 505 19 82 53 653 64 710 821 37 61009 10 92 170 332 494 542 90[ 300] 714 934 62126 40 41 85 604 746 887 63254 89 453 551 712 855 64038 135 47 66 229 313 29 413 522 737 965 65258 88 314 553 732[ 500] 865 985 66000 314 702[ 1000] 14 91[ 500] 879 67005 286 98 381 470 561 611 17 63 723 68021 40 171 215 446 590 649 751 908 87 69128 294 332 559 72 613 99 839 49 994 70005 8 64 154 268 80 566[ 300] 668 731 83 840 71 998 71111 55 305 433 619 32 811 44 97 926[ 3000] 72041 165 587 618 827 97 943 73074 133 64 227 47 325 73 400 68 959 74044 142 50[ 3000] 566 72 612 838 947 75224 880 909 76288 [ 300] 558 682 86 88 846 77245 372 488 586 602 64 724 808 68 78142 457 732 76 891 79098 319[ 3000] 564 94 740 894 80038 72 104 325 568 884 983 81037 242 386 413 68 742 996 99 82014 44 70 133 283 84 87 609 869 951 83050 367 609 58 874 966 84018 241 326 49 76 756 85106[ 3000] 571 741 816 86054 98 116 223 462 505 30 612 32 976 87066 85 [ 300] 129 503 664 840 88051 682 89263 302 403 73 519. 640 70.789 875 90154[ 300] 64[ 1000] 263 389[ 500] 468 76 581 98 647 827 62 92 91002 40 389 449 87 546 644 87 846 948 92102 70 222 26 80 99 419 89 768 803 4 17 93012 86 243, 601 700[ 800] 9.95.961 94031 209 326 62[ 500] 64 542 62 722 39 74 95041 49 218 310 448 563 723 72 92 861 970 96 96046 50 80 117 52 92 217[ 200 000] 431 776 97025 53 80[ 300] 188 95 305 84 406 74 644 68 738 800[ 500] 908 20 98117 43 229 346 79 551 74[ 500] 628 56 780 837 66 99405[ 1000] 36[ 3000] 79 527[ 1000] 640 877 965 100008 9 45 280 449 63 594 607 101169 510 66 642 700 68 990 102313 32 54 65 89[ 1000] 404 837 49 77 906 103270 252 104102 26 330 438 724[ 300] 857 105021[ 500] 65 93 137 46 237 505 628 765 106010 126[ 3000] 263 339 460 561 778 107027 77 252 419 593 628 787 108429 39 80[ 3000] 605 26 83 717 20[ 500] 41 846 54[ 300] 58 109083 330 49 437 78 636 764 78 814 89 691 706[ 300] 54[ 1000] 969 117071 84 423 602 859 982 118043 137[ 1000] 254 64[ 500] 371 470 538 74 698[ 500] 740 974[ 3000] 119494 690[ 1000] 120039 218 68[ 1000] 424 535 867 955 121125 269 392 714 832 939 122053 70 88 190 513 778[ 3000] 846 985 123116 40 215 430 61[ 300] 85 527 29 635 81 872 927 77[ 300] 1: 24013 31 156 229 50 55[ 1000] 74 501 67 648 97 760 840 983 125372 93 201 39 68 98 324 793 918 81 128050 172 86 243 301 58 81 85 411 20 24 592 129072 94 283 510 86 746 898 911 90 904 130051[ 500] 125 211 56 449 610 29 85 97[ 3000] 711 853 131086 107 417 30 88 508[ 500] 45 604 702 24 60[ 1000] 837 132184 227 41 362 446 517 65 686 133063 98 377 403 574 667 849 134027 282 423 520 799 805 41 911 135175 264 98 398 530 645 65[ 500] 892 953 136024 31 272 379 497 738 896 937[ 3000] 137330 433 581 796 885 966 138371 418 14 548[ 300] 64 675 808 139170 74 225 71 613 62 742 80 140020 64 98 371 81 592 729[ 300] 43 811 984 92 141016 479 81 84 556 799 846[ 1000] 142013[ 300] 70 108 376 412 621 31 880 143010 89 221 484 99[ 300] 538 777 885 958 144001 55 64 100 18 56 228 97 397 539 91 92 650 67 751 872 98 908 94 145003 69 269 411 759 905 146084 320 556-752 147061 79 208 407 651 711 66[ 300] 950 77 148029[ 30921 107[ 1000] 275[ 3000] 357 498 607 717 917 18 149017[ 500] 559 921 75 150038 118 48 220 41[ 300] 352 60[ 3000] 508 57 884 58 928[ 1000] 151059 166 76 254 307 40 69 434 574 618 700[ 300] 67[ 3000] 94 824 152013 27[ 500] 62 316 414 29 531[ 1000] 76 90 614 40 888 90 947 87 153051 230 308 54 68 428 663[ 300] 726 877 95 911 154108 229 87 340 413 542 760 830 83 925 155180 215 33[ 1000] 343 69 602 60 702 806[ 300] 29 927 43 156102 309 436 80 93 698 707 9 18 807 37 949 71 157112 93 245 306 62 74[ 3000] 542 670 734 956 158119 72 320[ 1000] 98 802 949[ 10 000] 159031 281 613[ 500] 81 837[ 300] 938 34 160045 222 317 503 625[ 1000] 812 918 161001 84 276 311 572 860 91 162062 167 365 497 690 852 67 98 926 163009 188 203 375 460 635 41 54 847 61[ 300] 961 164033 85 128 86 344 72 89 420 70 90[ 500] 523 625 41 753 822[ 1000] 165000 56 79 149[ 3000] 232 90 91[ 300] 415[ 3000] 59 71 517 626 856 166031 48 148 238 335 50 60 588 91 630 167209 300 55 446 57 755 76 847 76 913 168148 428 74 508 56 745 92 893 900 169748[ 3000] 887 922 55 598 450 687 772 300] 839 171069 170133 46 252 381 56 98 450 687 772[ 300] 839 307[ 1000] 552[ 3000] 701 77 843 79 172222 388 75 588 92 786 852 929 178181 365 484 523 745 77 932[ 3000] 174053. 197 175088 130 212 600 292 389 423 97 598 648[ 1000] 57 921 50 770 811 93 176006 87 190[ 300] 274 374 484 578 632 39 739 839 94 959 177056 189[ 3000] 219 21 59 87 458 755 178024 90 176[ 500] 79 218 25 322 573[ 3000] 659[ 1000] 856 914 179123 338 503 755 88 898 913 47 180008 48 180 308 604 745 181249 316 519 78 80 619 752 182010 15 215 45 213 81 446 681 701 76 88 811 29[ 300] 183040 317 99 433 78 861 71 86 184098 125 202 90 450 89 [ 3000] 841 50 96 911 185068 159 93 299 309 446 563 65-664 971 186037 82 163 222 398 645 70 910[ 1000] 187096 267 391 423 88 556 628 783 892 931 63 188004 57 177 233 371 526 91 680[ 500] 756 60 842 992 189000[ 3000] 36 170 326 40 803 74 930 191347 86 510 190008 222 37[ 300] 99 390 647 737 823 [ 3000] 839 98 192053 73[ 500] 89 154 230 342 560 756[ 1000) 988 89 193374 450 80 618 23 700 6[ 300] 14[ 3000] 23 69 [ 3000] 837 907 194006 112 245 644 78 90[ 300] 864 982 195011 255 311 35 416 51 515 888 972 196139 61 400 70-582 786[ 300] 904[ 1000] 10 197024 58[ 3000] 65 309 60 727 875 958 198369 97 505 85 663[ 1000] 738 838 199054 61 229 63 85 312 402 587 611 749 815 20 77 967 74 200082 190 209[ 500] 600 18 738 974 201196 242 52 61 202043 64 624 747 203070 371 402 9 726 896 905 24 47 [ 500] 73 94 250 89 432 542[ 1000] 59 616 820 955 204017 29 205029 50[ 500] 118 39 312 51[ 1000] 636 742 95 865[ 300] [ 3000] 81 257 409 506 809[ 3000] 963 67 206206 23 42 47 73 303 400 523 619[ 3000] 835 945 207017 72 114 58 268 315 439 578 698 745 833 46 79 208098 216 74 89 488 99 830 79 82 909 209321 44 562 843 51 945 65 210041 226 68 463 94 567 807 901 93 211241[ 3000] 312 401 631 212144 47 317 26 451[ 1000] 852 945 71 99 213014 145 514 707 993 214186 407 11 658 740 74 807 959 215028 76 149 450 70[ 1000] 553 75 615 809 962 216019 279 558 637 [ 300] 820 911 217046 111 243 54 405 64 614 875 939 218004 78 624 832 966 219078 115 49 264 671 804 66 221066 220085 125 224[ 300] 378 536 96 621 874 953 116 455 608 770 222029 284 91 360 434 620 743 851 223104 [ 300] 14 200 60 316 36 472[ 1000] 507 634 909 33 38 224040 154 456 515 55 62 64 70 648 769 885 94[ 5000] 958 225044 62 113 292 95 341 110078 257 498[ 3000] 614 808 9 34 111031 121 322 422 45 644 95 736 69 961[ 500] 112938 53 168 265 72,354 482 3 3 538 693 708 91 943 113015 49 165 213 346 52 414 509 772 [ 1000] 85 803[ 300] 54 114264 662 722 115167 79 295 481 Kleine Anzeigen. Möbelverkauf. Kleidertpinden, Maurerfilze stets vorrätig HutVertitow, Tische, Spiegel, Bettstellen, geschäft nur Botsdamerstraße 61. Sofas, Küchenmöbel billigst SebastianWaldvögel, Kanarienroller, Vogel: ftraße 70, I. 3088 bauer, Frettchen, große Auswahl verkäuflich, Nußbaummöbel, ganze Wirt: billigst. Schnelle, Große Frankfurter: 391K Auskunft schaft, auch einzeln, billig Gartenstraße 13. [ † 141* Cigarren- ftraße 148, born 1 links. Steppdecken am billigsten Fabrik + 37* Möbelsuchende faufen außerge: Große Frankfurterstraße 9, parterre. Restaurant mit Zahlstelle zu verwöhnlich preiswert Muschelspinden 28, Goldwaren, verfallene, Uhren, kaufen. Näheres C. Mars, Kastanien- Trumeaus, geschliffen, 45, Kommoden + 54* 20, Muschelbetten, Muschelspiegel 12, Küchenmöbel, Bolsterwaren. Eigne Kartoffel und Heringsgeschäft, Werkstätten im Hause. Hirschowitz, verbunden mit Materialwaren und Mariannenstraße 7a.. Borlost, nebst Destillations- Niederlage Nähmaschinen, beste Ringschiff, megen Krankheit der Frau sofort zu verlaufen. Sichere Gristenz. Bu er: Bobbin, Adler, Schnellnäher, vor fragen Charlottenburg, Schulstr. 13, und rückwärts nähend, ohne Anzahbei Jartsch. 8116 lung, wöchentlich 1 Mart, 5jährige Rutscher verkauft Sedanstraße 80, Garantie, Postfarte. Freise, Neue Allee 96. 1. Treppe links.. 8326 Borjährige elegante Herren- Winterpaletots und Anzüge aus feinsten Stoffen 25-40 Mart. Berkauf Sonn: abend und Sonntag. Versandhaus Germania, Unter den Linden 21 II. Gardinenhaus Große Frankfurter: ftraße 9, parterre. 2876 Gardinen- Specialgeschäft, Blumen: ftraße 8. Anerkannt vorzügliche Ein: taufsquelle für Gardinen, Stores, Rouleaux, Tüllbett und Schmud beden. 317 Winterpaletots. Remontoir uhren, Regulatoren, spottbillig LeihHaus Neanderstraße 6. Königstraße 82, Laden. 390* Ketten, Brillanten, alles wie neu, spottbilliger Verkauf. Leighaus, Neue Schöuhauferstraße 11. Goldene Herrenuhren 14 farätig, Doppelfapfel. 45,00, Dantenuhren von 16,00 Mart an. Leihhaus, Neue Schönhauserstr. 11. Ar Buchbinder- Arbeit jeder fertigt Ferdinand Kleinert, W. Bülow 23876 ftraße 56, 2. Hof parterre. Billigste Bezugsquelle für Fahr: räder, Zubehörteile, Reparaturen. 363* Heinze, Brüdenstraße 6b. Vereinszimmer Simeonstraße 23 345 K* Flick. Vereinszimmer zu 60-70 Ber: sonen für Vereine und Geftlichkeiten zu vergeben Schwedterstraße 17.[ 8296 87/6 Vereinszimmer frei. Ladewig, Kommandantenstraße 65. 2839* Vereinszimmer empfiehlt Lier Alte Jakobstraße 119.( 288K Saal und Vereinzimmer empfiehlt Jannascht, Juselstraße 10.[ 206* Vereinszimmer( Piano) empfiehlt Erdmann, Reichenbergerstraße 16. Rechtsbureau Fabisch, Andreas: straße 63, Kontordia. Gewissenhafter Rechtsbeistand. Louis 87/6 Gangbares Reſtaurant mit zwei Bahlstellen ist andrer Unternehmungen ( 369 halber an Genossen preiswert zu ver faufen. Erfragen von 12-2 bei Baul Sez, Adalbertstraße 72.[ 8496 Nähmaschinen jämtlicher Systeme, auch vor: und rüdwärtsnähend, ohne Anzahlung, wöchentlich eine Mart, Lieferung sofort, Postfarte. Landsberger, Landsbergerstraße 35, + 130* Nähmaschinen sämtlicher Systeme, auch rückwärts nähend, ohne An: zahlung, wöchentlich 1,00. Bestellung Postkarte. Fechner, Hussitenstraße 26. tein Laden. Gaskocher! Sparsysteme. ZweiLoch 6, Dreiloch 10,-. Gasplätt: eifen, Schneider- Bügelapparate billig. Gasbratöfen 12,-. Wohlauer, Wallner theaterstraße 32. 7676* Gasheizöfen! Sparsysteme 17, Betten, Steppdecken, spottbillig Leibhaus Neanderstraße 6. 40/7 10, Reflet tor 15,- Gastocher billig Wohlauer, Wallnertheaterstr. 32 Teppiche. Gardinen, spottbillig Leihhaus Neanderstraße 6. Eiferne Defen aller Systeme, Teppiche mit Farbenfehlern, Kronen, Lyren, Doppelarme, sowie Fabritniederlage Große Frankfurter. fämtliche Beleuchtungs- Gegenstände 288b Karl Kauffmaun, Müllenhoffstraße 19, 38/ 6* ftraße 9, parterre. 393* am Urban. Kanarien, Knorr, Hohl- und Klingelroller, 5 Mart an. Käfige, Waldvögel, Groten. Richter, Oranien straße 87; Vogelhandlung. [ 8486 [ 8576 6000 Jm Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn a 50 000 30 000 t., 7 au 15 000 t., 23 au 10000 t., 46 t, 564 au 3000 Mt., 567 a 1000 f., 668 1 500 für die nächste Anzeigen Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, in der Hauptexpedition Beuthstr.3 bis 4 Uhr angenommen. Vermietungen. Zimmer. Versilberer verlangt Klinte, Eisens bahnstraße 14. + 11* Arveiter Musikverein sucht Diri: genten. Beughofstraße 8, Lokal. Tüchtiger Glasergeselle, der gut Krystall schneidet und Bilder sauber einrahmen kann, bei gutem Lohn und Möbliertes freundliches Border- dauernder Stellung in größerer Wert 8immer, zweifenfirig, an einen Herrn statt als Erster gesucht. Gefällige als Mitbewohner sofort zu vermieten. Offerten unter A. 1 Expedition Witwe Jacobey, Kolbergerstraße 26, dieses Blatts. born III. Freundlich möbliertes Zimmer für 1 Herrn( als Mitbewohner) sofort zu vermieten Forsterstraße 54, Seitenflügel III, bei Witwe Rosenthal. Arbeitsmarkt. Stellengesuche. Allen Freunden und Bekannten Blinder Stuhlflechter bittet um bringe hierdurch meine Restauration Arbeit. Stühle werden gut geflochten, Cape, neu, modern, sehr billig. in freundliche Erinnerung. Morgen: dieselben werden abgeholt und zurüd Adler, Belforterstraße 25. 754 sprache der Metallarbeiter. Robert geliefert. Gläser, Muladstraße 27. Schaller, Stalizerstraße 125.[ † 11* Suche Waschstelle. Friedrichs Ehrenerklärung. 5706 Die beleidi: gracht 16, Frau Wölte, Vermischte Anzeigen. genden Aeußerungen, die ich über Fräulein Anna Piünnide ausge sprochen habe, nehme ich hiermit be bauernd zurüd. Wilmersdorf, Frau Anna Duwe. 854b Stellenangebote. 8526 Geübten Rahmenmacher verlangt Rosenow, Schmidstraße 6. Kranzbinderin gesucht. Krause, Wienerstraße 13. 41/11 August + 11* Im Arbeitsmarkt durch besonderen Druck hervorgehobene Anzeigen kosten 40 Vf. pro Zeile Achtung, Drechsler! Gesperrt sind folgende Werk: [ 108/12 ftellen: Grund, Friedenstr. 48. Nost, Markusstr. 36. Walter, Rüdersdorferstr. 48. Die Lohnkommission. Achtung! Achtung! Bautischler! Rixdorf! Elektrotechnik. Abendkursus be ginnt Jadion, Alte Jakobstr. 24. 8376 Bilderrahmenmacher verlangt In der Tischlerei von Projahn, Vivisektion! Wer sich über diese Wafferthorstraße 23. 7756 Biethenstr. 27, haben die Kollegen Allen Freunden und Bekannten zur ruchloseste Grausamkeit unsrer Zeit Ansehnlicher, junger, lebiger wegen Differenzen die Arbeit nieder unterrichten will, verlange die Flug Nachricht, daß der„ Eichlagen- Steller" blätter des Weltbunds gegen Bivi eingegangen ist, da ich mein Geschäft schreibgewandter Mann( gelernter relegt. Buzug ist streng fernzuhalten. Die Ortsverwaltung.. fettion, welche unentgeltlich versendet nach Holzmarkstraße 46 parterre, ver- Görster), mit vorzüglichen Attesten, 108/10 Achtung! Casuport. werden vom Tierschutzverein Berlin, legt habe. Großes Vereinszimmer ist fucht sofort Inspektors, Auffeber, Achtung! Königgrägerstraße 108. Um gütigen noch einige Tage in der Woche zu Saffterer, Diener: oder Hermann [ 1616 bergeben. Distowsti. Stellung. Offerten erbittet F. Müller, Abdruck wird gebeten. Billard, Stühle und Krufen sind Kleine Auguststraße 13, Quergebäude 8426 eine Treppe. billig zu verkaufen. Die Firma Görlitz: Klassen, Welcher Arbeiter oder Werkmeister Weißenseer Holzbearbeitungs- Fabrit. Patentanwalt Dammann, Orarer lukrativer Artikel ein? Fabrit Achtung! Achtung! nienstraße 57, Morißplaz. Erfindern richtet Fabritation eines oder mehre Genossenschaft m. b. S., ist gesperrt tostenfreier Rat abends bis neun. vorhanden. Offerten mit Angabe des nötigen Stapitals unter E. R. 8435 Parkettbodenleger! Phonographen- Reparaturwerkstatt Teppiche mit fleinen Fehlern für Röbbeling, Dragonerstr. 44. Garantie. bie Hälfte des regulären Preises. Malzkraftbier, blutbildend, für Wer Stoff hat? Fertige Winter: Bettvorleger von 60 Pfennig an. Blutarme, Brustkranke, Schwächliche, Teppichhaus A. Rosenberg, Lands: Gewichtszunahme beffere Gesichts: paletots und Herrenanzüge mit Futterfarbe, überraschend, 14 Flaschen fachen für 15 Mart. Wagner, Schneider: bergerstraße 82. Stuccateure! 3 Mart, 1/16 Tonne 3,50 exklusive. meister, Frankfurterstraße 59, III. Saal und Vereinszimmer zu Fest Nukbaummöbel, ganze Wirtschaft, Nicht. Flaschenzahl Qualität ent: Bitte Namen beachten!( 777b lichkeiten und Versammlungen noch 2667 an Rudolf Moffe, Prinzen: Gesperrt find folgende Firmen: wie neu, spottbillig verläuflich Boffener scheidet. Porterfellerei Ringler Kunststopferei von Frau Kofosfy, einige Tage frei. Fortanier, Tegeler: ftraße 41. Antauf Kleinerer Fabrit Drechsler. Hampel u. Boigt. Walz Straße 38, I rechts. 287* Bernauerstraße 119. 87/ 8* Steinmeßstraße 48. straße 55-56. 8446 nicht ausgeschlossen. 41/10 Hoffmann. M. Drösse. Berantwortlicher Redacteur: Dr. Georg Gradnauer in Groß- Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Max Bading in Berlin.