Nr. 258. and 10 and Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Wierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 fg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mir illuftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Zeitungss Preisliste für 1900 unter Br. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. #sig and s Vorwärts sit our Berliner Volksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonels geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinss und Versammlungs- Anzeigen 20 fg. Kleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pig. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: Rmt I, Mr. 1508, Telegramm- Adresse: " Bocialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Organisierte Briefdiebstähle. Auf das Geschrei der Zwölftausendmark- Männer über angeblichen Briefdiebstahl socialdemokratischer Blätter haben wir gestern schon mit einigen Erinnerungen aus der preußischen Geschichte geantwortet. Jedoch gehörten diese Erinnerungen in eine sogenannte realtionäre" Periode, für die wenigstens der aufgeklärtere preußische Patriot zuzugeben geneigt ist, daß es in ihr nicht immer ganz forreft" hergegangen sei. Ist man nun aber auch so wohlwollend anzunehmen, daß der preußische Staat jemals andre als reaktionäre Perioden" gehabt hat, so bleibt noch immer die melancholische Thatsache übrig, daß dieser Staat auch in seinen großen Reformzeiten" den organisierten Banden- Briefdiebstahl als eine Hauptstüße von Thron und Altar betrachtet hat. Hierfür noch einige urlundliche Beweise zur besseren Erleuchtung der Zwölftausendmart- Männer. Eine große Reformzeit" nach dem patriotischen Jargon war die Zeit des großen" Friedrichs. Wie er den Briefdiebstahl zu organisieren verstand, schilderte ein öftreichischer Diplomat dem Wiener Bolizeiminister wie folgt: Ammo 1768 war ich in Berlin und wurde sehr vertraut mit jemandem, der bei der königlichen geheimen Polizei angestellt war. Dieser eröffnete mir im Vertrauen, daß des Königs allerbeste geheime Spione in den großen Städten die Wirte, Traiteurs und Eigentümer der Hotel garnis wären, für welche der König zum Teil ganz, zum Teil die Hälfte des Binses zahlt, und wenn fie fonach etwas Wichtiges entdecken, ihnen nebst diesen noch eine angemessene Belohnung erteilt... Für das aber, daß der König für diese Wirte den gins zahlt, sind sie verbunden, von allen Zusammenfünften, Gesprächen und sogar wenn jemand bei ihnen wohnt, der dem Staate verdächtig scheinet von seinen bei sich habenden Briefschaften täglich einen verläßlichen ProtokollAuszug der geheimen Polizei einzuschicken, wodurch der König weit berläßlicher, als durch die Wiener Tagzetteln täglich erfahren hat, wer in seinen Hauptstädten angekommen und was allda feine Beschäftigung sei." Man sieht, daß der alte Fritz durch seinen organi: fierten Briefdiebstahl sogar die Bewunderung seiner östreichischen Feinde erregt hat. Sonntag, den 4. November 1900. Unter allen Maßregeln, die in der höheren Polizei Anwendung finden, ist die Kontrolle der Briefe ohne Zweifel die wichtigste. Sie giebt die meisten, die sichersten Resultate, und ihre Ausübung ist weder mit großen Kosten noch mit der Gefnhr einer leichten Bekanntwerdung verbunden, wenn dabei nur mit einiger Vorsicht und Geschicklichkeit verfahren wird. Dieselbe verdient daher die höchste Aufmerksamkeit. Es ist mir nicht genau bekannt, ob und in welcher Art Ew. Hochwohlgeboren sich dieserhalb mit dem dortigen Hof- Poftamt geeinigt haben, ich gebe mir indes die Ehre, denenselben das in dieser Angelegenheit hier( Berlin) angenommene Verfahren zur eventuellen Berücksichtigung ergebenst zu empfehlen. Das hiesige Hof- Bostamt, welches eine Liste der in höherer politischer Hinsicht verdächtigen Subjekte mit der Anweisung erhalten hat, alle an sie und auch von ihnen kommenden Briefe zu öffnen und durchzusehen, teilt mir posttäglich ein Verzeichnis aller geöffneten Briefe mit, wo außer der Adresse, dem Datum und Ort des Schreibens, auch wenn er genannt ist, der Name des Verfassers und der Inhalt kurz aufgenommen wird. Alle Briefe, deren Tendenz aus dem Inhalt nicht ganz deutlich zu ersehen oder wirklich verdächtig ist, werden mir nach Umständen im Original oder abschriftlich vorgelegt. Auf diese Weise erhalte ich Resultate und kann zugleich übersehen, wie viel von seiten der Postbehörde, bei welcher, wie auch dort, ein eignes Subjekt mit diesem Gegenstande beschäftigt und an Hauptposttagen ein Offigiant meines Bureaus zugeordnet wird, für den allgemeinen Zwed gethan wird. Ob Ew. Hochwohlgeboren dieses Verfahren, wenn das Jhrige davon abweicht, ganz oder zum Teil in Anwendung zu bringen ratsam finden? und wie Sie es bisher mit der Kontrolle der Briefe gehalten haben? Darüber bitte ich um bald gefällige Benachrichtigung. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. des Centralverbands und seitens der Geschäftsführung zugegangen find, streng zu fetretieren( geheim zu halten). Die Ver handlungen, die wir zu führen im Begriff sind, find zur Information der Regierung bestimmt, das Direktorium des Centralverbands hat die Aufgabe und dazu ist ja vorzugsweise die Sigung heute und morgen einberufen, die Wünsche der Herren, soweit es schriftlich noch nicht geschehen ist, entgegen zu nehmen, beziehungsweise da, wo sich verschiedene Interessen bekämpfen, den Versuch zu machen, diese Interessen auszugleichen. Wir können unsrer Regierung gegenüber offen genug sein in der Darlegung unsrer industriellen Verhältnisse and in der Aussprache unsrer Wünsche, es würde aber durch aus gegen unser Interesse, gegen das Interesse unfrer Industrie verstoßen, wenn die Wünsche, die wir haben, die Ans fräge, die wir stellen, die Verhandlungen, die wir führen, zur Kenntnis derjenigen Staaten gelangten, mit denen unsre Regierung Handelsvertrags- Verhandlungen zu führen in der Lage sein wird. Jede Ausführung, die für unsre Regierung unbedingtes Informationsmaterial bildet, kann gar zu leicht in der Hand andrer Staaten eine Waffe sein, die zu unsrem Nachteil von denselben aus gebeutet wird. Deshalb bitte ich nochmals alle Herren, daß fie im Interesse unfrer eignen Wohlfahrt, der Wohlfahrt unsrer Indufirie, sich die strengste Geheimhaltung unsrer Verhandlungen auferlegen." Diesen einleitenden Worten des Geheimrats Jencke entsprechend wurde beschlossen, die Verhandlungen über die fünftige Gestaltung des Zolltarifs vertraulich zu behandeln und demgemäß nicht zu veröffentlichen. So brauen im Dunkel des Geheimnisses die mächtigen Großindustriellen ihre Tränke, welche die Regierung dann dem ausgebeuteten Volf serviert. Die weltpolitische Jungfernrede Miquels, So sah es am grünen Holze, in einer großen Reformzeit" des preußischen Staats, mit dem organisierten Briefdiebstahl aus. Mic es damit am dürren Holze, in seinen„ Reaktionsperioden" ausgefehen hat, braucht nicht erst ausgeführt zu werden: es feien nur flüchtig die zu Hildesheim in dem jetzt allgemein üblichen ebenso Und man kann ihm gewiß nicht vorwerfen, daß er in diesem gestreift die Briefspionage zur Zeit der Demagogenverfolgungen in byzantinischen wie unhistorischem Stil höfischer Puppenzarten Punkte irgend blöde war. Am 29. November 1768 befahl den zwanziger und dreißiger Jahren, das schwarze Kabinett der komödien gehalten worden ist, will die" Post" nicht als bloßen er dem Hujarenlieutenant v. Boser, mit einigen Husaren ins Rudol- vierziger Jahre, das sich im Postgebäude der Königstraße befand, Trinkspruch, sondern als eine hochpolitische Warnung an die städtische oder Weimarische einzubrechen, und einen näher bezeichneten im zweiten Hofe lints, Eingang zur geheimen Postkalkulatur, eine Agrarier auffassen, nicht durch übertriebene Forderungen die Menschen aufzugreifen. Wenn er ihn aber ergriffen habe, fügte der Treppe hoch über den Gang, rechts zum fleinen Entree, die Thür Industrie zu schädigen: König eigenhändig der bei Preuß abgebrudten Kabinettsorder bei, rechts vom Eingang zur geheimen Verifikatur", dann die koloffalen, So komme er hier( Potsdam) und bringe Mihr Seine Briefschaften mit preußischen Staatsgeldern ausgeführten Briefdiebstähle der mit". Hier erscheint der Briefdiebstahl fumuliert durch einen Bruch fünfziger Jahre, an die wir gestern erinnerten, weiter in den des Völkerrechts; Friedrich that dasselbe, was Napoleon that, als er fechziger Jahre die, Berlustrierung" der Briefe sogar von Königinnen, den Herzog von Enghien im Badischen aufgreifen ließ, worin unsre über die Lamarmora in feinen Enthüllungen berichtet, endlich, alles patriotischen Historifer eine unerhörte Greuelthat zu erblicken Frühere weit übertreffend, der von der Reichs- Postverwaltung gegen pflegen. Am 16. Januar 1769 hatte der Lieutenant v. Pojer die Arbeiterbewegung geführte Kampf in den siebziger und achtziger feinen infamen Auftrag ausgeführt, der König erbrach die Brief- Jahren, wo das Briefgeheimnis so sicher war, wie die Bibel auf schaften des bewußten Menschen, dieser selbst verschwand auf Nimmer- dem Altar, nach jenem treffend ironischen Wort des Generalwiedersehen in den Kasematten von Magdeburg, und Poser erhielt postmeisters Stephan, das zu einer Beit gesprochen wurde, wo die das Batent als königlich preußischer Rittmeister. Zeitungen Tag für Tag einen Altardiebstahl aus den Dörfern um Berlin meldeten. Nach alledem erwedt es eigne Empfindungen, die patentierten preußischen Patrioten, von„ Briefdiebstählen“ reden zu hören, weil die socialdemokratischen Blätter, nach ihrer Pflicht noch mehr als nach ihrem Recht, ihnen zugestellte aftenmäßige Zeugnisse über die gesellschaftliche und staatliche Fäulniß rücksichtslos veröffentlichen. aber allzu beweglich sollten die Gracchen doch lieber nicht über Aufruhr flagen. Sie könnten sonst provozieren, daß eine Geschichte des organisierten Banden- Briefdiebstahls im Preußischen geschrieben wird, und am Ende möchte es sogar die Zwölftausendmark- Männer verblüffen, wenn sich diese Geschichte entpuppen würde als eine Politische Meberlicht. Berlin, den 3. November. Die Einpeitscher der Handelspolitik. Aber, sagt man, das sind doch gar zu olle Kamellen. Schön, geben wir also zu der andren„ großen Reformzeit" des preußischen Staats über, zu den Tagen Steins und Hardenbergs. Der Staatsminister Schön, die rechte Hand Steins, erzählt in seinen Denkwürdig leiten:" Auf die( im Jahre 1811) aus Baris erhaltenen Nachrichten, daß die Auflösung des preußischen Staats von Napoleon beschlossen sei, gab der König Scharnhorst den Auftrag, nach Petersburg abzureisen, um mit dem Kaifer Alegauder Abredungen für diesen Fall zu treffen. Auf dieser Reise mußte Scharnhorst in Finkenstein bei dem Grafen Dohna einige Tage verweilen, weil man ihm Pariser Nachrichten dahin nachschicken wollte. Ungeachtet mun Scharnhorst das Wichtigste unfres Staats vor seiner Abreise nach Petersburg anvertraut war, Geschichte des preußischen Staats. mußte er erfahren, daß alle an ihn antommenden Briefe von dem nächsten Postmeister in Marienwerder, bevor sie in seine Sände tamen, geöffnet wurden und so ungefchidt wieder zugemacht waren, daß darüber kein Bedenken stattfinden konnte. Man tonnte von Scharnhorst fagen: Man wäre begierig, den Mann kennen zu lernen, welcher Scharnhorst in einem Moment gesehen habe, in welchem dieser seine Saltung verloren hätte. Aber dies Ereignis schlug zu heftig auf ihn ein. Mein Freund, der Minister Dohna, fagte mic: Scharnhorst, Der große Einfluß, den der hochschutzöllnerische Central. als er die verlegten Siegel der Briefe gesehen hätte, wäre sprachlos verband der Industriellen auf die Gestaltung der Handelsund starr stehen geblieben und habe erst nach einigen Augenblicken politit übt, läßt sich schon aus der Bevorzugung seiner Mit ansgerufen:„ Es ist doch sehr schwer, immer und unbedingt seiner glieder im wirtschaftlichen Ausschuß flar erkennen. In be Meinung zu leben, aber doch! Scharnhorst wie Schön ge merkenswerter Weise geben aber auch die unlängst versandten hörten zu den weißen Raben von preußischen Ministern, die Verhandlungen, Mitteilungen und Berichte" des Central an den, wie der Postmeister Nagler au sagen pflegte, albernen verbands Auskunft über die gefährlich intime Beeinflussung Brieferöffnungsstrupeln" litten; die großen Reformer" Stein und der Handelspolitik der Regierung durch diese Clique von Hardenberg waren natürlich so albern" nicht. Schön erzählt darüber: Scharfmachern. Jm April 1813 belam Stein in Dresden einen Brief von Niebuhr, Auf Seite 60 der Mitteilungen sagt Herr Geheimrat in welchem dieser darüber flagte, daß Hardenberg die große Sache Jende: des Baterlands so leichtsinnig und unlauter führe, und am Schlusse dieses Briefs stand von Hardenbergs Hand! mit dessen Unterschrift ein Vers aus dem Juvenal, der von Undank handelt. Stein betrachtete dies heimliche Brieföffnen und das Heruntersezzen des Juvenalschen Verses als einen Wig und amüfterte sich damit und konnte es nicht begreifen, wie ich diese Thatsache, int der Hardenberg mit einem offen prablte, empörend finden konnte." Die Lücke rührt von Schön her, der doch noch so viel esprit de corps besaß, um eine Infamie beim rechten Namen zu nennen, wenn sie von einem Ministerkollegen begangen worden war. -Aber, sagt man, Schön war überhaupt gegen Hardenberg eingenommen. Gut, so veröffentlichen wir lieber ein ganz amtliches Attenstück, das der Staatskanzler Hardenberg vom 14. Mai 1811 an den Polizeipräsidenten in Königsberg gerichtet hat. Es lautet: Der Verkehr mit den Behörden ist ein recht enger gewesen. Ich enthalte mich auf Einzelheiten einzugehen und bemerte nur. daß in 20 Fällen dem Verein Mitteilungen seitens des Ministeriums für Handel und Gewerbe, des Reichsamts des Innern und des Reichskanzleramts jugegangen sind. Es find zum guten Teil Gut achten von dem Centralverband eingefordert worden, die er in entsprechender Weise erledigt hat." Der wichtigste Punkt nun der Verhandlungen des Direktoriums mit den Ministerien betrifft die fünftige Gestaltung des Zolltarifs. Ueber diese Verhandlungen soll aber nichts in die Oeffentlichkeit tommen. Deshalb mahnt Geheimrat Jende: Meine Herren! Im eins vollte ich bitten, daß unsre Ber Handlung streng vertraulich behandelt wird. Ich bitte die Herren insbesondere, über den Gang der Verhandlungen nichts in die Presse zu bringen und auch die Drucksachen, die Ihnen von seiten I Wir sind fest davon überzeugt, daß Herr v. Miquel mit seiner Hildesheimer Rede eine Warnung vor wirtschaftlichen lebertreibungen, welche die Wirtschaftspolitik des Kaisers stören fönnten, an alle auf dem Boden nationaler Wirtschaftspolitik und staatserhaltender Politik stehenden Elemente der Bevölkerung zu richten bezweckte, deren volle Beherzigung ihm sehr am Herzen liegt. Wir zweifeln auch nicht, daß der Ausdruck Wirtschaftspolitik des Kaifers" mit Bor bedacht gewählt ist. Seine Bedeutung in diesem Zusammenhang ist leicht zu erkennen. Wir empfehlen dringend, die Hildesheimer Mahnung nicht in den Wind zu schlagen, sondern sie nach ihrer vollen Bedeutung zu beachten. Soll die bisher geschickt gesteuerte natio nale Wirtschaftspolitit glüdlich in den Hafen einlaufen und nicht furz vor der Neuregelung unsrer Handelsbeziehungen zum Auslande auf eine slippe auflaufen, so wird in der That mit Sorgfalt darauf zu achten sein, daß nicht durch wirtschaftliche Einseitigkeit und Uebertreibungen in einen falschen Kurs eingelenkt wird, bei dem nur die Gegner der nationalen Wirtschaftspolitit ihre Rechnung finden könnten, Am sichersten und besten wird man der Mahnung des Herrn Vice präsidenten des Staatsministeriums zweifellos gerecht werden, wenn man sich auf derjenigen mittleren wirtschaftspolitischen Linie hält und eine Richtung verfolgt, für die sich die große schutzöllnerische Mehrheit des Steichstags fest zusammenschließen und für die demzufolge auch das ganze Schwergewicht dieser großen Mehrheit in die Wagschale geworfen werden fann." Als„ Wirtschaftspolitit des Kaisers" fann, wenn nicht inzwischen ein Umschwung eingetreten sein sollte, nur die Richtung verstanden werden, die Caprivi in den HandelsBerträgen von 1892 verfolgte; Herr b. Caprivi wurde bekanntlich nach dem Abschluß des russischen Handelsvertrags besonders ausgezeichnet. " Diese Wirtschaftspolitik des Kaisers" ist genau die entgegengesette wie die der hochschutzölnerischen Reichstagsmehrheit, des Grafen Bofadowsky und des wenn er nicht gerade weltpolitische Trintsprüche ausbringt- Herrn v. Miquel. Herr v. Miquel scheint jetzt mit Hilfe des Intriganten Zedlik die Absicht zu haben, die Wirtschaftspolitit des Kaisers mit demselben Eifer in Grund und Boden zu verteidigen, wie es dem preußischen Finanzminister mit der Kanalpolitik des Kaisers geglückt ist. Die beschwichtigende Mahnrede Miquels gegen die extremen Agrarier kann nur den Zweck haben, das Volk und die Birtschaftspolitit des Staisers" zu beruhigen, damit man dann unter dem Aushängeschild der Weltpolitik mit um so fich rerem Erfolg die handelsvertragsfeindliche Politik des Brotwuchers treiben könne. Herr Miquel hat durch seine Hildesheimer Rede den Zweck verfolgt, feinen teuren Agrariern zu pfeifen", daß die Wirtschaftspolitik des Kaisers" nicht gerade extrem agrarisch fei; man solle also vorsichtig sein und sich nicht durch Provokationen das Spiel berderben, für dessen Gelingen er, Miquel, schon sorgen werde. Die Arbeiterschaft hat um so mehr Anlaß, den Fuchsbau aufauſtöbern und den Kampf gegen das voltsaus hungernde Juntertum mit aller Entschiedenheit zu führen. Das Kleine Zuchthausgesek. Das schriftliche Urteil des Prozesses wider Moltenbuhr liegt, wie uns aus Hamburg telegraphiert wird, nunmehr vor. Das Gericht stellt sich auf den Standpunkt, daß die lübiſche Streikposten Verordnung nicht gegen das Reichsrecht verstoße, weil die Streit posten zur Ausübung des Koalitionsrechts nicht nötig seien. Selbst wenn aber die Verordnung gegen§ 152 der Gewerbe- Ordnung verstoße, so sei fic doch nicht nur für die der Gewerbe- Ordnung unterstellten Arbeiter erlassen, sondern für alle läbischen Arbeiter. Die Gerichte hätten demnach in jedem einzelnen Fall zu prüfen, ob er auf die betreffenden Arbeiter anzuwenden sei. Etwas dunkel ist der Sinn. So viel ist aber klar, daß, wenn dieser Rechtsgrundsatz vom obersten Gerichtshof bestätigt werden sollte, man dann es in Deutschland stets in der Hand haben würde, durch eine einfache Polizeiverordnung jedes Reichsgesetz aufzuheben. Durch Reichsgesetz ist den gewerblichen Arbeitern das Koalitionsrecht und somit das Streitrecht gewährleistet. Da es jedoch Arbeiterkategorien giebt, denen dies Recht noch vor enthalten ist, wie z. B. den landwirtschaftlichen Arbeitern, den Eisenbahnbeamten u. a., so braucht man nur die Verordnung auf diese mitzubeziehen und flugs besteht sie zu Recht. Landwirtschaft liche Arbeiter dürfen teine Streifposten aufstellen, denn sie stehen nicht unter dem§ 152 der Gewerbe- Ordnung. Die logische Folgerung wäre, daß diejenigen Arbeiterkategorien, denen das Koalitions: recht gewährleistet ist, auch Streitposten ausstellen dürfen. Rein, sagt das Urteil, zur Ausübung des Koalitionsrechts find Streitposten nicht nötig. Die Ausstellung von Posten zur Uebertvachung der Betriebe, wo gestreift wird, der Bahnhöfe 2c., ist aber das wichtigste, unentbehrlich ste Mittel für die Streifenden. Bei Ausbruch des Streiks senden die Unternehmer ihre Agenten scharenweise nach den entlegensten Gegenden, um Streit brecher anzuwerben. Soweit die Gewerkschaft mit ihrem Einfluß reicht, soweit die Aufklärungsarbeit der Arbeiterpreffe vordringt. folgen die Arbeiter dem Liebeswerben der Fabrikanten nicht, dort aber, wo der Arbeiter noch indifferent ist, oder dank der Abgeschiedenheit der Gegend von dem Streit keine Kenntnis hat, blüht der Weizen der Werbe- Agenten. Meist werden die Angeworbenen irre geleitet, von dem Konflikt wird ihnen natürlich nichts gejagt. Sie hierüber aufzuklären, muß die hervorragendste Aufgabe der Streifenden sein. Darum die Streitposten, denen es in der That in letzter Zeit immer häufiger gelingt, die Zureisenden zur Umkehr zu bewegen. Deshalb aber auch der grimmige Haß der Unternehmer gegen die Streikposten. Noch hat das Reichsgericht zu sprechen; wird auch dies fich dem Urteil des Hamburger Gerichts anschließen? Wie das Urteil auch ausfallen möge, die deutsche Arbeiterschaft wird, um alle reaktionären Auslegungsmöglichkeiten zu verhindern, auf eine wesentliche Erweiterung und Sicherung des KoaIitionsrechts hinzudrängen haben. * Deutsches Reich. 四 Afrika. Mildernde Umstände? Ueber die Verurteilung des Prinzent Arenberg zu 15 Jahren Gefängnis werden allerhand MutUnabsehbar scheint sich der südafrikanische Kleinfrieg in die maßungen angestellt. So ist die„ Voss. Ztg." der Ansicht, daß der Länge ziehen zu sollen. Lord Roberts wird sich zwar gleich prinzliche Mörder auf Grund des§ 213 des Bürgerlichen Straf General Buller nach England einschiffen und Lord Kitchener Gesetzbuchs und nicht nach den Bestimmungen des Militär- Straf- die nndankbare Aufgabe überlassen, das ungeheure Schlachtfeld völlig Gesezbuchs verurteilt worden ist, da der§ 3 des letteren lautet: Straf- zu säubern, dafür scheinen aber die Boeren gewillt zu sein, den Tanz bare Handlungen der Militärpersonen, welche nicht militärische von neuem beginnen zu lassen. Verbrechen oder Vergehen sind, werden nach den allgemeinen Eine Meldung des Reuterschen Bureaus" aus Lourenço Marques Strafgesezen beurteilt. Die Ermordung des Dieners könne infolge teilt mit, daß viele Boerenflüchtlinge zu ihren Kommandos der höchsteigenhändigen Mitwirkung des Prinzen Prinz Arenberg zurüd lehrten. Gin Trupp dieser wieder zum Kampfplak zurüdlehrten. sollte bekanntlich dein Verwundeten den Ladestock in das Gehirn ge- Gilenden ist bereits mit den Engländern zusammengestoßen. bohrt haben eventuell als fein im Amt begangenes Verbrechen Auch sonst liegen Nachrichten über die lebhafte Thätigkeit der angesehen werden. Wenn mun Prinz Arenberg auf Grund des§ 213 Boeren vor. So ist Ventersburg von ihnen zerstört verurteilt worden sei, so wäre seine Verurteilung zu einer Ge= worden. Westlich von Kroonstadt, ebenso in der Gegend fängnisstrafe mur insofern erklärlich, daß ihm mildernde von Lindley sollen große Scharen von Boeren stehen. Nach einer il mstände zugebilligt worden seien, da andernfalls auf weiteren Meldung sind am 26. Oftober 300 Boeren in Redders eine Zuchthausstrafe hätte erkannt werden müffen. Auffallend burg eingedrungen, wo sie die kleine englische Besatzung aufsei, daß nichts von einer gleichzeitigen Dienstentlassung gehoben haben. des Prinzen verlaute, die jedenfalls nach den Bestimmungen des fach alledem ist es begreiflich, daß England nicht daran denken Militär- Strafgesetzbuchs verwirkt sei, sofern nicht auf die härtere fann, größere Truppenabteilungen vom Kriegsschauplatz zurüdEhrenstrafe der Entfernung aus dem Heere erkannt zuziehen, trotzdem 20 Transportschiffe zum Rüdtransport derselben worden sei. in Südafrika bereit liegen." Daily News" ist der Ansicht, Es ist ein ganz eigenartiger Zustand, daß die Oeffentlichkeit daß die Truppen vor Januar" oder Februarl nicht abberufen über die Sühne eines so standalöfen stolonialverbrechens erst dann werden könnten, daß fogar eventuell Verstärkungen entfendet etwas Notdürftiges erfährt, wenn die Regierung im Reichstag inter- werden müßten. Die Boeren befäßen hinreichende Munition und pelliert wird. befänden sich gerade augenblicklich wieder in friegerischer Stimmung. Die Auslieferung der Schule an die Kirche. Seit 1892 der Die englischen Verluste sind noch immer sehr bedeutend. Schulgesetz- Entwurf des damaligen Kultusministers Zebliz- Trükichler Im Oktober bezifferte sich die Verlustliste an Toten, Verwundeten durch den Proteststurm des Bolts hinweggefegt worden, ist in den und Kranken auf 3601 Mann. Der Gesamtverlust an Toten und Kreisen der Geistlichkeit beider Konfessionen das Schreien nach einer Gestorbenen belaufe sich auf 11 000 Mam. neuen lex Bedlig nicht verstummt. Nach diesen Klageliedern könnte fingra es den Anschein haben, als ob der Einfluß der Geistlichkeit auf während in die Schule immer mehr zurüddrängt werde, Hat doch, Wirklichkeit gerade das Gegenteil der Fall ist. nach der Münchner Allgemeinen Zeitung" während des lezten Jahr zehnts die Zahl der der Schulaufsicht katholischer Geistlicher und aus den Reihen des fatholischen Klerns erscholl gerade der Tanteste Jammer unterstellten Schulen in Preußen um nahezu 2000 zugenommen, so daß im Jahre 1900 ca. 7500 Schulen der Aufsicht katholischer Geistlicher unterstanden. Ferner wird auch die Kreis- Schulinspektion nur zum fleinsten Teil von schultechnischen Beamten, Ausgewiesen wurde aus Sagan der Textilarbeiter Lüchold den Kreis- Schulinspektoren, ausgeübt, da neben Schulinspektoren mehr als 900 geistliche Streis- Schulinspicienten aus Jägerndorf( Destreich). T. hatte sich an der Kreistonfereng gezählt wurden. Es geht also auch ganz leidlich ohne die lex Bedlin, für den Wahlkreis Sagan- Sprottau beteiligt und dort einige Worte die allerdings durch die konfessionelle Organisation der gesprochen. Schule dem geistlichen Regiment die Jugenderziehung vollständig zu unternehmer nach Deutschland kommen, machen sich immer lästig. Ausländer, die nicht lediglich als Lohndrücker zum Segen der überantworten beabsichtigte. " 311 Kreis dog Ein trauriges Kapitel ihrer Geschichte will endlich die Schweiz auslöschen. Die Züricher Post" teilt mit: Partei- Nachrichten.nd ju Der schweizerische Bundesrat hat die 1889 auf Drängen Deutschlands gegen den socialistischen Schriftsteller Eduard Bernstein verfügte Ausweisung aufgehoben und dessen Rüdtehr nach der Schweiz erlaubt. 11130] தி Polizeiliches, Gerichtliches usw. 1499 sid Ein trauriges Nachspiel zum Elbinger Manrerstreik hat Ostpreußische Agitationsfreuden. Die Arbeiter Baron am Mittwoch, den 31. Oktober, vor der Elbinger Strafkammer statt und Mant will aus Memel verteilten am 29. Juli in Ruß gefunden. Wegen versuchter Verleitung zum Meineid Eremplare des Kalenders und der Zeitung„ Ostpreußischer Landwurden die Maurer Kriese und Rost zu je einem Jahr bote". Der Gemeindebote sah einige Personen auf der Straße 3uchthaus verurteilt. Am 30. Juli wurde Rost wegen Nötigung lesen. Darauf wurden unsre Genossen, die auf der Straße feine von der Elbinger Straflammer zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Berteilung vorgenommen hatten, einfach in einem Gasthause verEr hatte angeblich einem Streitbrecher einige drohende Worte ge- haftet und 24 Stunden eingesperrt. Bald darauf erhielten sie noch fagt. Vor der Verhandlung sprach er mit dem angeblich bedrohten einen Strafbefehl. Das Schöffengericht in Ruß verurteilte sie auf Maurer Brofinski und hat dabei nach dessen Angabe unter anderm drei Tagen Haft. Bei der Strafabmessung wurde, wie es im ErGrund des preußischen Breßgefeges von 1851 zu je folgende Worte gebraucht: Na dann sieh man zu, daß Du fenntnis heißt, der aufreizende Inhalt der verteilten Drucksachen" Die Lawine des Marinismus. Unter den dem Bundesrat mich nicht zu doll hereinlegst." Auch Kriese hat berücksichtigt. Der Nachweis, daß die Angeklagten die Drucksachen mit Brosinski gesprochen. Er war der Leiter des monate wirklich auf der Straße verteilt hatten, wurde nicht geführt. neuerdings zugegangenen Specialetats verdient der Marine Etat Streits und ist weiteren Kreisen durch Am 1. November hatte sich die Memeler Straffammer mit der besondere Beachtung. Es betragen nämlich diesmal die fort lang dauernden dauernden Ausgaben 79 831 422 M., die seine militärgerichtliche Verurteilung bekannt ge- Angelegenheit zu beschäftigen, da die Verurteilten sowie der Amtsmaligen 120 986 150 M. Jm Extra- Ordinarium werden worden, die deswegen erfolgte, weil er als Reservist vor anwalt Berufung eingelegt hatten. Den Angeklagten stand ein Berunter andern gefordert: Zur Erweiterung der Werft zu Gericht befundet hatte, daß er in Civil Socialdemokrat fei. teidiger zur Seite. Bei Beginn der Verhandlung hielt es der VorWilhelmshaven durch Herstellung eines neuen Ausrüstungs- Jm Gespräch mit Brosinski hat er geäußert: Na, Hans, sich fiende für angebracht, die Angeklagten zu fragen, weshalb sie einen bassins und einer dritten Hafeneinfahrt eine erste Rate von man zu, daß Du ihn nicht zu doll hereinlegst". Berteidiger angenommen hätten, das Geld hätte, wenn es auch die Parteitasse bezahle, gespart werden 1 Million. Die Kosten sind auf 30 Millionen Mark veranschlagt, Bergebens wies der Verteidiger Krieses, Rechtsanwalt Haaietönnen. Dem Antrage des Verteidigers, die Angeklagten frei für die Bauausführung sind etwa 10 Jahre in Aussicht genommen. Königsberg, auf das tadellose Vorleben des Angeklagten hin, zusprechen, schloß sich der Staatsanwalt an. Auf Antrag des VerZur Erweiterung der Werft zu Kiel durch den Bau eines neuen Ausrüstungsbassins eine erste Rate von 3 Millionen vergebens führte er auch den Nachweis, daß die Worte, teidigers wurden auch die Kosten der Verteidigung der Staatstaffe zu Brosinski gesprochen wurden, nicht als ein auferlegt.( Also scheint der Verteidiger doch nicht für überflüssig erachtet ( im ganzen 10 Millionen Mark). Zur Verlegung der Hafen- welche worden zu sein.) Die 24 Stunden, die unsre Genossen in der Sluse" in Ruß ſizen mußten, werden ihnen dadurch nicht wieder abgenommen. anlagen für die Torpedo Abteilungen von Kiel nach der Versuch, zur Unwahrheit zu verleiten, zu betrachten feien, Wieter Bucht bei Kiel: erste Rate 400 000 Mart( im sondern eine Mahnung, die reine Wahrheit zu sagen. Das ganzen 2 600 000 M.). Zur Einrichtung eines Torpedo- Schießplages Urteil lautete auf ein Jahr Zuchthaus. In der Urteilsan der Flensburger Föhrde: erste Rate 600 000 M.( im begründung heißt es unter anderm, daß der Gerichtshof angenommen Zum Erjazz einer Küstenbatterie in il- Sabe, die Angeklagten würden die inkriminierten Worte nicht gehelmshaven 1 300 000 m. Der Marine- Etat für 1900 betrug an einmaligen Ausgaben mur braucht haben, wenn sie gewußt hätten, welche Strafe sie dafür 88 617 420 m., so daß diesmal ca. 32 Millionen mehr verlangt treffen föme. Untenntniß schüße aber nicht vor Strafe. Beide Verurteilte sind Familienväter. werden. Das neue Flottengefez macht sich bereits unangenehin bemerkbar. Im Jahre der Thronbesteigung Wilhelms II. betrug der Gesamtetat mur 54 Millionen gegenüber den ca. 200 Mill. für 1901! " Tagen der verantwortliche Redacteur der Königsberger BoltsJu zwei Fällen von Beleidigung wurde vor einigen tribüne", Genosse Hennig, verurteilt. In einem Fall soll er einen Lieutenant beleidigt haben und im andren Fall die evangelischen Geistlichen Ostpreußens. Die Urteile lauteten auf 30 M. und 50 M Geldstrafe. Im Majeftätsbeleidigungs- Verfahren gegen den Redacteur Vom Plaz an der Sonne. In Kiautschou, der deutschen der Bergischen Arbeiterstimme" in Solingen, Genossen May, ist Pachtung" geht es allmählich den üblichen Gang. Wie der jetzt, vier Wochen nach Einleitung des Vorverfahrens, die VorunterGouverneur meldet, mußte am 1. November ein 10 Kilometer nord- inchung auch auf den Verleger Franzen und den Verantwortlichen Prügelftrafe gegen die Hunnen. Von unsren Tagen kann östlich von Kaumi gelegenes Dorf, das von Räubern und Boxern für den Inseratenteil, Genosse Schaal, ausgedehnt worden. mit Recht das Wort gelten, daß sie triefen von blutiger in Uniform hartnäckig verteidigt wurde, gestürmt werden. That. Es vergeht kaum ein Tag, wo wir nicht von Verbrechen Hierbei wurden verwundet der Seejoldat Emil Walter und der berichten müffen, bei denen das Haar sich sträubt und die straf- Hornist Joseph Stäbele, beide der 3. Compagnie des III. Eeebereite Hand fich ballt. Und diese Entwickelung, diese Verrohung, bataillons angehörend. Der Gegner hatte nicht unbeträchtliche diese Wucherung von Verbrechen sollen wir weiter ruhig mit an Verluste. So leitet sich die Sache in der Regel ein, um schließ fehen, weil wir in verzerrter Humanität, die man mit in in Meineidsprozeß Maßlof in Konih. Recht als schlappen Humanitätsdusel bezeichnet, fürchten, daß das lich mit einem großen frisch, fromm, fröhlichen Kolonialfrieg zeitigt, man könne Berfonen aus Lewys teller treten sehen, der einzig richtige Abschreckungsmittel, die körperliche Büchtigung, berrohend wirken könne? Wir würden, wenn wir das thäten, dem feigen Hengstling gleichen, der aus Schen vor dem scharfen Messer ein fleines Geschwür nicht ausschneiden läßt und dadurch sein Herzblut vergiftet." So schreibt der Dresch- Doktor Dertel in seiner„ Deutschen Tageszeitung". Es scheint demnach, als ob er zur Abwehr der bluttriefenden Hunnengreuel, die in China verübt werden, die Schuldigen förperlich gezüchtigt zu sehen wünscht. Das scheint uns doch eine allzu milde Strafe. Auch Dertel ist bisweilen vom schlappen Humanitätsdusel erfaßt.zu enden. Ausland. Norwegen. Christiania, 3. November. In dem heutigen Konseil erhielten die Minister Holst, Nysom, Loechen und Thielesen die nachgesuchte Entlassung. Der ehemalige Minister Konow wurde zum Minister für Landwirtschaft, der Oberstlieutenant der Artillerie Stang zum Verteidigungsminister, der Kommandeur Kapitän Sparre zum Mitglied der Staatsrats- Abteilung in Stockholm und der Obergerichtsanwalt Aarstad in Stavanger zum Finanzminister ernannt. England. Nach den Mitteilungen des Gerichtsvorsitzenden hat der Lokal. bei Geschworenen die Meinung ge Gerichtshof aber fei gegenteiliger Meinung. Zeuge Zahnarzt Meibauer in Konig erzählt, daß er vom Obers lehrer Dr. Hofrichter gehört habe, Frau Roß wisse etwas vom Morde. Sie feien zu ihr gegangen und hätten von ihr gehört, daß ein unbekannter Knecht, der wegen Vermietung zu ihr gekommen sei, von drei Juden erzählt habe, die einen facfartigen Gegenstand nach dem Mönchsee getragen hätten. Maßlof hätte ihnen ebenfalls erzählt, wie er auf der Lauer gelegen habe. " Präsident: Was erzählte Maßlof? 8euge: Er erzählte: er habe auf der Lauer gelegen, um zu sehen, was die Juden nachts noch im Steller machten.-Braj.: Hat er gesagt:„ die Juden"? Beuge: Jawohl. Präf Maßlof hat aber selbst gesagt: Ich war in Konig fremd und wußte nicht, wer dort wohnte. Censur an Kaiserreden. Die unter den neuesten CensurBeuge: Ich fann nur fagen, was Maßlof mitgeteilt hat. Maglof erchikanen feufzenden Litteraten mögen sich trösten, denn die anläßlich Die Wahlen zu den 28 Londoner Munizipalräten ergaben zählte: Er habe gesehen, daß drei Juden aus dem Keller gekommen der letzten sensationellen Kaiserreden geforderte Cenfur der kaiser folgendes Resultat: Von den 1362 Räten gehören 785 der kon- feien. Diefelben feien aus dem Hofe getreten und mit einem ſadlichen Reden ist nunmehr thatsächlich in einer Weise ausgeübt fervativen, 460 der liberalen Partei an. 11 find Arbeitervertreter artigen Gegenstand nach dem Mönchsee gegangen. Ich habe mun worden, daß die Boeten vergleichsweise noch Ursache zur Zufrieden und 100 Unabhängige. mit dem Zeitungsverleger Bruhn aus Berlin und Dr. Hof heit haben. Denn während unfre Dramatiker doch noch Ein Telegramm des„ Daily richter gemeinschaftlich Versuche mit Maßlof angestellt. Ein neues Kriegsprojekt. ihre, wenn auch vom Rotstift arg entſtellten Driginaldichtungen Telegr." aus Affuan berichtet, daß im nächsten Jahre eine wichtige Der Berleger der Staatsbürger- Beitung", zum Publikum sprechen lassen dürfen, gelangt neuerdings 5st Wilhelm Bruhn, von den Kaiserreden nur das zur Kenntnis des Publikums, was Expedition nach Kordofan entsandt werden wird, wo ein Häuptling Herr v. Lucanus aus dem Stenogramm eines vermutlich eigens 100 000 Mann fonzentriert habe. Lord Kitchener hatte bereits, be- erzählt hierauf, wie er den Maßlof im Hotel vernommen habe. vor er den Sudan verließ, diese Expedition für notwendig erklärt Anfangs habe er deffen Mitteilung feinen Glauben geschenkt, als präparierten Hof- Berichterstatters" zurecht redigiert. Der Wortlaut der Hildesheimer Kaiserrede wurde dieser und die dazu erforderlichen Truppen feiner Zeit erbeten, was ihm waplof jedoch freimütig bekannt habe, daß er Fleisch stehlen wollte, Cenfurmaßnahmen wegen erit zwei Tage später der Preffe jedoch damals verweigert wurde. Lord Kitchener soll diese Expedition, sei er von der Wahrheit des Mitgeteilten überzeugt gewesen. Zuerst Ich zugänglich gemacht. Wie die Censur geübt wurde, verrät der welche aus den ersten aus Südafrika zurückkehrenden Truppen zu fagte Maßlof:" Ich habe eine Stunde dort gestanden." sammengestellt werden wird, persönlich leiten. sagte: Bielleicht waren es auch 11/2 Stunden?" Darauf " Hann. Cour.": Man sieht, die Weltpolitit kommt aus den Händeln nicht sagte er: Es fönnen fönnen auch 11/2 Stunden gewesen sein." ,, Den Berichterstattern aller Blätter war der Zutritt zu Lauer gelegen habe, hat dem festlichen Aft im Rathause verweigert worden, nur der heraus. Einstweilen ist Lord Kitchener freilich noch in Südafrika Daß er bis 3 Uhr auf der er niemals gefagt. Mit Beitangabe scheint Maßlof es Hof Berichterstatter" durfte demselben beiwohnen und engagiert. überhaupt nicht genau zu nehmen, Maßlof sagte ferner, er habe die Rede des Kaisers stenographisch aufnehmen. Mit der Veröffentlichung hatte es dann aber gute Wege. Heeresreform. Brüssel, 3. November. Der Ministerrat Stimmengewirr gehört. Auf Befragen, ob das fremde Sprachen Das Stenogramm war Herrn v. 2ucanus borgelegt beschloß heute, unverzüglich eine aus Deputierten und Offizieren gewesen seien, bejahte Maglof. Ich glaubte jedoch nach Maßlofs worden, dieser aber war so mit Geschäften überhäuft und die gebildete Kommission zur Beratung der Frage einzusetzen, in welcher Wahrnehmungen, daß es hebräische Gebete gewesen seien. Abfahrt der Majestäten drängte derartig, daß Herr v. Lucanus Art und in welchem Umfange in Belgien militärische Reformen ein- Ich habe mit Maßlof mun Versuche angestellt und das Resultat dem Kriminalinspektor Braun aus Berlin mitgeteilt. Kriminaldas Stenogramm mit in den Salonwagen, und zuführen feien. inspektor Braun sagte:„ Sie können doch als gebildeter Mensch nach Wernigerode nehmen mußte. Bis zum Donners so was nicht glauben. Maßlof wird wohl nächstens wegen Vertagabend verlautete dann nichts weiter von dem Verbleib der Kaiferrede" dachts des wissentlichen Meineids verhaftet werden," Jch bemerkte: Damm wird ein Unschuldiger verhaftet." Rachdem man in Elberfeld jüngst durch Bretterverschläge die Person des Kaisers den Blicken des Publikums entzogen hat, greift man nunmehr auch zu dem geistigen Absperrungsmittel der Censur. Bisher waren dergleichen Absperrungen nur in China üblich. Belgien. Rußland. Neue Presverfolgungen in Finnland. Wie die Finnländische Zeitung" berichtet, hat der Generalgouverneur verordnet, das Blatt Wasa Hyheter" wegen seiner„ umunterbrochen schädlichen Richtung" auf immer zu unterbrücken, und dem Blatte Paeivaelete" ist auf 3 Monate das Erscheinen verboten. " 1 " Beuge Zeitungsverleger Bruhn befundet auf Befragen weiter: Frau Maßlof sagte mir, sie habe von dem Fleischdiebstahl auf der Bolizei nichts erzählt, weil sie dort angefahren worden sei. Erster Staatsanwalt: Haben Sie durch Ihre Fragen Bräf: Sollte das nicht ein Mißverständnis gelvesen sein? nach dem 23 interfchen Morbe? Benge: Vor dem Maglof nicht auf den Gedanten gebracht, daß er fagte: 8eugin: Ich glaube nicht. Zeuge Kriminalfommiffarins Behn: Morde. Präs: Sie sollen im Gasthause erzählt haben, es war er habe Fleisch stehlen wollen? ich Bruhn: Das habe 3h habe die Beugin eindringlichst ermahnt, die Wahrheit zu fagen, nach dem Morde? 8euge: Nein, es war vor dem Morde. ich erst gejagt, nachdem ich hörte, daß bei Lewy da sie ihre Aussage befchwören müsse. Ich fragte also: Ist das Verteidiger Rechsanwalt unrath: Wie viele Male haben Sie die gestohlen worden sei. Erster Staatsanwalt Settega st: In der wahr oder unwahr?" Die Zengin schlug die Augen nieder und sagte: Sache schon erzählt?-8euge: Mindestens 15 mal. AmtsStaatsbürger- Zeitung" stand: ein Schwager Maßlofs habe bei unwahr." Da habe ich zu ihr gesagt:" Dann gehen Sie nach Hause." vorsteher Schulz über den Zenmund befragt, bekundet:„ Die ewy Kohlen stehlen wollen und habe dabei dort ein Winkeln Ich hatte den Eindruck, daß die Zeugin die Geſchichte von der Frau Sellwigiche Familie ist durchaus anſtändig und ſteht geiſtig auf gehört? Bruhn: Ich bin nicht Redacteur der Staatsb.- Wiwiorra gehört hatte. Schneidermeister Beyer: Ich habe demselben Standpunkte, wie alle Bauern in Goersdorf. Ich stanice nannte, wie alle Bauern in Goersdorf. Ich Seitung" und nicht dafür verantwortlich. Auf ferneres Befragen mich erinnert, daß ich im Weyerschen Laden gewesen bin, als glaube nicht, daß sie sich die Bekundungen aus den Fingern - 25 habe ich wenig gesprochen. Oberstaatsanwalt Dr. Laug: Als Sie der alte Meyer gefagt:" Ich gebe mein Geschäft auf und ziehe stellen dasselbe Leumundszeugnis aus. Sie geben auf Befragen zu, nach Berlin zurückamen, haben Sie in einem Artikel der Staatsb.- nach Berlin." Ich fragte Deyer: Bekommen Sie etwas von daß im ganzen Dorf und der Umgegend sehr viel über den Mord Zeitung" Ihrer Meinung dahin Ausdrud gegeben, daß der Mord Winter?" Er sagte:„ Nein." Ich fragte ihn:„ Meinen Sie Winter gesprochen und gesagt worden sei: die Juden hätten den Mord bein der Synagoge geschehen sei? Zeuge Bruhn: aus Baldenburg?" Da antwortete Meyer: Nein, Winter aus gangen. sollten? " Hierauf wird die Verhandlung auf Montagvormittag 10 Uhr daß vertagt. An diesem Tage wird voraussichtlich die Beweisaufnahme Das kann nicht ganz stimmen. Ich habe geschrieben: Ich Pre chlau." Dann fragte Jenny Meyer:" Papa, was willst Der nächste Zenge, Getreidehändler Raminer, bemerkt: Jch habe die Ueberzeugung, daß der Mord im Badehause der Du vom Winter haben?" Meher fagte:„ Was geht das Dich an. erinnere mich nur, daß ich zu Hellwig gefagt habe:" Sie sehen Synagoge geschehen ist. Man müsse jedoch mit den Wahrnehmungen Wir ziehen ja doch nach Berlin. Präs.: Beim Untersuchungs- so gesund aus, daß Ihnen das Blut aus den Baden sprigt." Die Maglofs und der Frau Ro B rechnen."- Erster Staatsanwalt: richtet haben Sie gefagt? erſt hätte 3 en ny weeyer die erwähnte aubren befundeten Stebensarten gemacht zu haben, bestreite ich. In Ihrer Vernehmung vom 28. Juni haben Sie erklärt: Ich habe Frage gestellt und Meyer habe geantwortet. Alsdann hätten Sie Befizer Schwani und Pferdehändler Gumpert erinnern sich Maßlof gefragt: ob er einen Diebstahl begehen wollte."- hre Fragen gestellt? 3euge; Ich glaube, es war, wie ich des Falls nicht. Beuge Gumpert erklärt auf Befragen, Beuge Wenn ich das gesagt habe, dann wird das auch richtig heute bekundet habe. Praj. Stannten Sie Winter? daß der Pferdemarkt in Goldap am 12. März 1900 fein. Auf ferneres Befragen bemerkt Bruhn: habe und biele Eines Beuge: Ich kannte Winter in Baldenburg und dachte, es stattgefunden daß dazu Juden hinTags hatte ich gehört, daß Ma Blof bei Lewy war, um handle sich vielleicht um eine Heirat. Präs: Haben Sie sich gefahren feien, die durch Koniz mußten. Zeuge Hausdiener Geld zu erpreffen. bielleicht die Erzählung zurecht gelegt, nachdem davon ge- Schupple: Ich habe Maßlof einmal nach Kühns Hotel zum Darauf habe ich Maßlof fofort gesagt:" Ich hatte nicht von Ihnen sprochen wurde, daß die Juden den Mord begangen haben Kriminalfommissar" Bruhn geholt.( Heiterkeit.) Präf.:. Sie Beuge: Das weiß gedacht, daß Sie fich von Juden kaufen lassen." Maßlofer Matthäus Meyer: Das ist vollständig unwahr. Zeuge: Ich habe die volle Wahrheit gesagt. meinen wohl, zum Verleger Bruhn? Beyer: ich nicht genau. Oberkellner Weber: Ich habe Maßlof auf widerie:" Das iſt alles nicht wahr. Ich bin beim Geistlichen ge- Ich habe die Wahrheit gejagt.- Meyer: Wir sind doch Juden, Beſtellung Bruhns ein belegtes Butterbrot und eine Tasse Bouillon wesen und habe dort gebeichtet. Der Geistliche hat mich aufgefordert, die volle Wahrheit zu sagen. Darauf habe ich den Korb zu Lewh getragen und habe ihm gesagt:" Jezt habe ich gebeichtet und mun werde ich die Wahrheit sagen."" werde ich be Der Zeuge Bruhn be merkt dann noch auf Befragen: Beim ersten Verhör fragte ich Maßlof:„ Kam Ihnen das ,, Numoren" vie ein Scheuern vor?" Maglof fagte:„ Ja!" Präs.: Sie haben auch mit dem Befizer Hellwig über das Vorkommnis im Meyerschen Laden gesprochen? Zeuge Bruhn: Jawohl! Ich habe von dem Vorkommnis durch einen Brief Kenntnis erhalten. Ich fuhr mit Hoffmann nach Görsdorf und dort ließen wir Hellwig nach dem Restaurant holen. Hellwig erzählte uns, durch den Vorfizenden Landgerichtsdirektor Sch we do wis giebt daß ein Mann mit Alten in den Meyerschen Laden ge- der Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Bogel die Erklärung, daß die mit dem alten Meyer ins Hinterzimmer Verteidigung auf die Erörterung des Falls Rosenthal( Kamin) gegangen sei. Frau Meyer fagte dann:„ Wir brauchen das verzichtet. Der Vorsigende fragt die Geschwornen, ob sie auf die Blut nicht zu Mazzen oder Händewaschen, sondern zum Glück. Nur Erörterung des Falls Rosenthal Gewicht legten. Die Ge zu Fleischer Lewy. Dann hinten hereingehen." Ich sagte zu fchwornen antworten nicht. Der Gerichtshof beschließt darauf, von Hellwig:" Sie sagen das gleichsam ain Schnürchen her, so als der Erörterung des Falls Nosenthal Abstand zu nehmen. ob Sie das auswendig gelernt hätten." Hellwig antwortete mir: Hierauf wird eine große Anzahl Zeugen und Sachverständige ent" Das habe ich schon vielfach erzählt." Es wird alsdann die Erörterung kommen und Der alsdann als Zeuge zur Vernehmung gelangende Landrat Freiherr v. Jedlik bing slats und da war von einer Heirat mit Winter doch keine gebracht. Rede. Eindruck bei der Vernehmung der Frau Borchardt, Polizeisergeant Santelmann: Ich hatte den Kriminalfommiffarius Wehn wurde erst barsch, als fie fagte: dieselbe bloß etwas vorgeredet habe, aber eigentlich nichts wußte. beendet. unwahr." Wenn die Aussage im Berliner Protokoll anders steht, Hierauf tritt eine Mittagspause bis 3 Uhr ein. Nach Eröffnung der Nachmittagsfitung dann ist das mißverstanden worden. laffen. ( 01/20 Frau Der Bes Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. indisi An die Bauarbeiter Berlins und der Umgegend! Bor furzer Zeit wurde den Stuccateuren ein Kampf feitens der organifierten Unternehmerschaft aufgezwungen, der sich gegen die von den Unternehmern geplante Abschaffung der von den Unternehmern so verhaßten Lohnarbeit richtete. Der Abschluß des Kampfs war ein für die Stollegen günstiger, die Unternehmer haben die Forderung, Accord zu arbeiten, wieder zurüdgezogen und die Ausgesperrten in ihre alten Stellen eingestellt. Die Bauarbeiter werden darauf aufmerksam gemacht, daß alle arbeitenden Stuccateure im Besitz einer bom Vertrauensmann untersteinpelten Arbeit grauen berechtigungstarte sein müssen, denn diese gilt als Ausweis, daß der Betreffende in Lohn und bei keiner gesperrten Firma arbeitet. Die gesperrten Firmen und Bauten werden wöchentlich zweimal, und zwar Mittwoch und Sonntag, im Vorwärts" and ber Volks- Zeitung" bekannt gemacht. Die Lohnkommission. " 11 01 th9 Deutsches Reich. Die christlichen bezw. fatholischen Textilarbeiter beanspruchen jedoch voll und ganz dieselben Rechte, die den andren Berufsverbänden( Arbeitgebern, Handwerkern, Landwirten 2c.) bisher ohne Einspruch hoher firchlicher Behörden zugebilligt wurden, umjomehr, als die Textilarbeiterschaft in allgemeinen zu denjenigen Berufen zählt, die eine Aufbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage am notwendigsten haben. 011 Köln, den 28. Oftober 1900. Die Delegierten der in der norddeutschen Centrale vereinigten christlichen Tertilarbeiter Verbände. Weiter macht die Redaktion bekannt, daß die Erläuterungen zu des Falls Matthäus Meyer erklärt: Frau Maßlof wurde bei der polizeilichen Ber- fortgesetzt. Bunächst wird die bereits vernommene Frau Hellwig nehmung durchaus nicht barsch behandelt. Frau Maßlof nochmals vernommen. Sie bemerkt: Ich bin im November 1899 fagte auf der Polizei zunächst, ihr Mann sei um 12 Uhr im me her schen Laden gewesen, als ein Mann mit Akten kam und nachts nach Hause gekommen. Später machte sie audre Angaben. mit dem alten Meyer ins Hinterzimmer ging. Ich fragte: Der Eine weitere Erklärung zu dem Erlaß des Erzbischofe Auf ausdrückliches Befragen, ob ihr Mann Fleisch mitgebracht habe, Mann will wohl die Steuern holen?" Frau" Meyer antwortete: von Freiburg. Der in Krefeld erscheinende„ Chriftliche Textilverneinte sie das. Die Familie Hellwig ist mir unbekannt. Steuern nicht, aber er wird soviel bekommen, daß er zufrieden ist. arbeiter" bringt in seiner neuesten Nummer folgende Erklärung: Geschworner Oberlehrer Meyer: Ist Frau Maßlof eidlich Es handelt sich um die Verschwörung gegen einen jungen Herrn". Die Vertreter der vereinigten christlichen Tertilarbeiter- Verbände bernommen worden? Präsident: Eidlich kann man Präj.: Wurde gesagt, wer der junge Herr" sei. Beugin Westdeutschlands sehen sich veranlaßt, gegen den Erlaß des hochw. nur vor Gericht vernommen werden. Alsdann wird die Zeugin Frau Hellwig: Ja! Sie sagte Ernst inter. Bras.: Herrn Erzbischof von Freiburg, die christliche Gewerkschaftsbewegung Frau Wiwjorra nochmals über den bereits bekundeten Vorgang im Hat Frau Meyer Sie nicht gefragt, ob Sie Ernst winter betreffend, mit Entschiedenheit zu protestieren. Meyerschen Laden vernonimen. Die Zeugin führt aus: Jm fennen? Zeugin: Jawohl. Präs: Haben Sie nicht Die christlichen Textilarbeiter- Verbände wollen nichts weniger als Januar 1900 oder im Dezember 1899 bin ich zu Meyer in den gejagt, man felle es Ihnen anzeigen? 3eugin: unter dem Aushängeschild" ihres christlichen Namens zu Gunsten Laden gekommen. Während meiner Anwesenheit ist ein Mann mit Jawohl. Frau Wieyer sagte:" Die Leute fagen, wir brauchten der Socialdemokratie wirten, sondern sie haben allein den Zweck, die Aften eingetreten und mit dem alten Meyer ins Hinterzimmer ge- es ฮี!! Mazzes oder zum Händewaschen. Das ist aber geistigen und materiellen Interessen ihrer Mitglieder nach solchen Grundgangen. Ich fragte Frau Meyer: Der Mann will wohl Steuern Unfinn. Wir brauchen es zum Glück, damit die alten Kunden fäßen zu fördern, die sich mit den Geboten der christlichen Gerechtigkeit und baben? Frau Meyer fagte:„ Steuern nicht. Die haben schon alles bleiben und neue hinzukommen. Bräi. Sagte Frau Meyer Sitte durchaus im Einklang befinden. Wenn in diesen Organisationen bekommen. Wir ziehen ja nach Berlin." Fran Meyer fragte nicht, was sie zum Glück brauchen? 3engin: Nein. Eine Angehörige beider christlichen Konfeffionen vereinigt find, um gemich: ob ich Ernit Winter fenne. Als ich bejahte, jagte Tochter fragte mich:" Sind Sie fatholich?" Ich sagte:" Ja" meinsam praktisch erreichbare Ziele zur Hebung der wirtſchaftlichen Frau Meyer:" Der ist nicht gut." Als ich sagte:„ Er Roja Meyer jagte: Ernst Winter ist evangelisch. Brai. Lage der Berufsgenossen zu verfolgen, und wenn ferner auch die soll mit Fräulein Caspary ein Berhältnis unterhalten", Haben Sie gefragt, was das zum Glüc" ist; Sie möchten io etwas Grörterung positiv religiöser und fonfessioneller Fragen innerhalb bemerkte Frau Meyer:" So." Roja Meyer sagte darauf zu auch gern haben? 3eugin: Nein. der Verbände ausgeschlossen ist, so wird andrerseits alles streng ihrer Mutter:" Weshalb regst Du Dich auf? Das geht doch Dich Die Meyerschen Familienmitglieder versichern ferngehalten, was die persönliche religiöse Ueberzeugung autasten nichts an." Der Mann mit den Akten jah dem Rechtsamvalt übereinstimmend, daß an der gang Sache und verlegen könnte und ebenso wenig soll und wird der Boden der Appelbaum ähnlich.- Der Präsident läßt den Kaufmann maldos kein wahres Wort sei. christlichen Gesellschaftsordnung verlassen werden. Maschte aus Tuchel eintreten. Die Zeugin bemerkt: Der Herr sieht dem Manne mit den Akten ähnlich, aber er war es nicht. Sie Rosa Meyer bemerkt: Das ist ja der reine Blödsinn. fährt dann fort: Nach dem Mord habe ich mit dem Bäckermeister Hellwig: Jedes Wort, das ich gefagt habe, ist wahr. Arndt am Mönchsee gestanden und über den Mord gesprochen. fizer Sellwig, der Sohn der Vorzeugin, wiederholt die Aussage Arudt sagte:„ Wenn nichts herauskommt, bleibt das feiner Mutter und sagt aus: Ich war mit meiner Mutter im auf den Juden fizen!" mener schen Laden, da kam ein Mann mit schwarzem Barte, auscheinend ein Jude, mit einer Aftenmappe unter dem Arm Als ich ihm den Vorgang im Meyerschen Laden erzählte, herein. Dieser ging mit dem alten Meyer ins Hinterzimmer. fagte Arndt: Was soll man dazu sagen?" Als wir weitergingen Frau Meyer gefragt, ob der Mann Steucru wolle, jagte:" Nicht und uns dabei über den Mord unterhielten, ging eine Frau hinter Steuern, er wird aber so viel bekommen, daß er zufrieden ist. Wir uns. Diese jagte:„ Es ist doch wahr. Ich war auch im Meyer- ziehen ja doch nach Berlin. Es handelt sich um eine Verschwörung schen Laden. Frau oder Fräulein Meyer hat gesagt:" Mann oder gegen einen jungen Herrn." Ich fragte: er ist der junge Herr?" den Motiven vorstehender Erklärung in nächster Nummer folgen Bonja, unterschreibe nicht. Das ist ja Mord!" Verteidiger Da sagte Frau Meyer: Ernst Winter." Was wollen Sie sollen. Rechtsanwalt Dr. Vogel: Frau Wiwiorra, fauften Sie mit dem jungen Herrn?" fragte ich.„ Sie wollen ihn doch nicht m schon lange bei Meyer? Die unterzeichneten Verbände gehören fast sämtlich der Glad. Zeugin: Jawohl. Verteidiger bringen?" Rechtsanwalt Dr. Vogel: Haben " Das nicht." fagte Frau Meyer, aber etwas Aehn bacher Nichtung an, gegen welche sich der Groll der Centrumspresse Sie irgend welche Vers liches. Werden ihn entweder nach dem Mönchs- oder Mucstendorfer- richtet, und es hat nach der Erklärung den Anschein, als ob die Ver anlaffung, der Familie Meyer feindlich gesinnt zu sein? oder Konizer See bringen."-Präsident: Ein Zenge hat hier treter der Nichtung sich vorläufig noch nicht ergeben wollen... VI Beugin: Nein, Hierauf wird Frau Meyer ver befundet: Sie hätten ihm die Sache so erzählt, daß er den Eindruck nommen. Dieselbe erklärt: Ich erinnere mich des bekundeten Bor- gewann, als bätten Sie sich die Sache auswendig gelernt? Die Bildung eines Centralverbands christlicher Tertil. gangs absolut nicht. Ich habe Ernst Winter nicht gekannt und 8euge: Ich kann nur sagen, was ich weiß. Fran Meyer sagte: arbeiter Deutschland ist in einer Sigung der Centrale der auch niemals den Namen gehört. Frau Wiwjorra wiederholt ihre Bekundungen. Frau Meyer bestreitet dieselben entschieden zum Altarreinigen, das ist Unsinn. Man jagt, wir brauchten es zu Mazzes, zum Händewaschen oder christlichen Textilarbeiter- Verbände Westdeutschlands am 28. Ottober Wir brauchen es nur zun in Köln beschlossen worden. Der Beschluß foll am 1. April nächsten und bemerkt auf weiteres Befragen: Wir sind am 4. März nach Glüd, damit alte Kunden bleiben und neue hinzukommen." Jahrs Wirklichkeit werden. Man will sofort mit den christlichen Berlin verzogen. Unſre Tochter Jenny ist vor einiger Zeit Bräsident: Haben Sie nicht gefragt, was das jei, das Textilarbeiter- Verbänden in Süddeutschland in. Berbindung treten. verstorben. Rosa Zeugin Fräulein Meyer, Tochter Glück bringt, Sie möchten auch so was gern haben? Der Streit und die Aussperrung der Messerreider in der Borzeugin: Meine Schwester Franziska hat mir 3euge: Nein. Oberstaatsanwalt Dr. Laus: Solingen ist nun endlich beigelegt und zwar in einer auch die einmal Ernst Winter gezeigt und dazu bemerkt, fie Wissen Sie denn jetzt, was es ist? 3euge: Nein. Arbeiter befriedigenden Weise. 112 habe diesen mit Frl. Caspary und Tuchler stehen Oberstaatsanwalt: Was haben Sie sich dabei gefehen. Daß Winter mit den genannten Damen poussiert haben dacht? 3euge: Ich konnte mir gar nichts dabei denken. foll, ist mir unbekannt. Ich halte es für ausgeschlossen, daß meine Oberstaatsanwalt: Das glaube ich Jonen.( Seiterfeit.) Eltern winter gekannt haben. Der bekundete Vorgang ist un- Auf weiteres Befragen erzählt der Zeuge: Frau Meyer jagte: wahr. Ich möchte wissen, wann ein Schwager Jude zu uns ge- Es wird nicht rauskommen." Herr Meyer sagte:„ Es kommt doch Präsident: Von einem Schwager Juden"" raus." Frau Meyer sagte:„ Winter müßte gewarnt werden, sonst ist bisher keine Rede gewesen.( Heiterkeit.) Kaufmann wird er doch gefangen." Frau Meyer sah zum Fenster hinaus und Matthäus Meyer: Ich habe niemals vor dem Morde fagte: Da tommt er." Moja Meyer fügte hinzu: Das ist er nicht." den Namen Ernst, Winter gefant. Veute mit Atten, die Dann sagte Roja Meher zu mir: Steuern einzogen, find oftmals bei mir gewefen. Franziska Ich bin fatholisch." Roja Meyer fagte: Winter ist evangelisch." jagtes find Sie?" Ich jagte Meyer: Ich habe Ernst Winter vor 5 oder 6 Jahren auf dem Sch fragte: Ist Winter aus Baldenburg?"" Nein," fagte Rosa Spielplage kennen gelernt. Daß Ernst Winter mit Fräulein Meyer, Winter ist aus Brechlau." Frau Meyer fagte weiter:„ Wenn Caspary oder Tuchler poussiert haben soll, ist mir unbekannt. Sie bei 2ewys Geld holen, jo gehen Sie ja nicht hinten hinein." Meinen Eltern war Winter auch dem Namen nach unbekannt. Der und als wir fort gingen, sagte Frau Meyer:" Berraten Sie uns betundete Borgang in vollständig unwahr.Zeugin Frau Borchardt: nicht." inuti Anfang Januar bin ich im Meyerschen Laden gewesen. Von Präs. Zeuge Hellwig, hatten Sie von Lewy Geld zu Winter wurde nicht gesprochen. Meher jollte einem Manne etwas holen? 8euge: Sch fagte fofort:„ Ich mache mit Lewy teine unterschreiben. Da fagte eine der Töchter:" Papa unterschreibe Geschäfte." Präsident: Was mag Frau Meyer veranlaßt nicht. Das ist ja Mord." Bräf.: 3ft vielleicht gejagt worden: haben, Das ist mehr wie Mord? 3eugin: Nein, das ist ja Mord." Gie bei Lewy hinten hineinzugehen? Zeuge: Das fann ich nicht fagen. Bräsident: Präs.: Ein Fräulein Meyer soll solche Redensart an sich ft das wirklich wahr, was Sie hier gefagt haben oder gestellt; fie fordern eine Lohnerhöhung von 20 Proz Rosa Meyer: Ich hatte die Redensart an mir:„ Das haben Sie, nach dem der Wintersche Mord passiert ist, durch das tommen wäre? Haben? " " " " " " " Während des Streits der Düsseldorfer Klempner und Installateure warfen zwei Streifende mehreren Arbeitswilligen Ausbrücke wie Zump, Judas, Streifbrecher an den Kopf. Das Düsseldorfer Schöffengericht ahndete diefe Ausschreitungen mit drei Tagen Gefängnis, aber dem Amtsanwalt war diese Strafe nicht hoch genug. Er legte Berufung ein und hat num die Genugthuung, daß die unvorsichtigen Schimpfer 14 Tage ins Gefängnis wandern müssen. gebung des Erzbischofs von Freiburg den christlichen Gewerkschaften Arbeiterfürsorge des Centrums. Nachdem durch die Kundihre Thätigkeit in gewerkschaftlicher Beziehung untersagt ist, veist ihnen die Centrumspreffe ein andres Gebiet zu. Und zwar, man staune, es sollen die Gewerkschaften für ihre Mitglieder die Kartoffeln in großen Mengen einkaufen, damit die Familien der Mitglieder im Winter, wenn Arbeitslosigkeit eintritt, mit Kartoffeln verjehen find. Haben die einzelnen Mitglieder nicht genügend große Kellerräume, so sollen solche von den Gewerkschaften gemietet werden. Ansland. In Amfterdam haben 2000 Buderrüben- Arbeiter die Arbeit ein ift mehr wie Mord." Präs.: Haben Sie das in Gegenwart der biele Gerede fich das so zurechtgelegt? 8euge: Nein. Ich Beugin vielleicht gejagt? Rosa Meyer: Ich erinnere mich habe die volle Wahrheit gesagt. Die Meyer schen Familien- oded spol Sociales. nicht. Die andren Mitglieder der Meyer schen Familie be- mitglieder bezeichnen übereinstimmend die Aussage als mnvahr. streiten den bekundeten Borgang mit aller Entschiedenheit. Roja Meyer: Ich wußte ja, daß der Zeuge katholisch ist. Sein Roja Meyer: Ich wußte ja, daß der Zeuge katholisch ist. Sein Das Zuckerkartell greift zu dem beliebten Mittel des Boykotts, Präs: Frau Borchardt, Sie haben Ihre Wahrnehmungen zum Bruder ist doch fatholischer Pfarrer. Präj.: Ist Ihr Bruder um die noch nicht foalierten Produzenten zum Anschluß an das erstennial Frau Biwjorra und dem Bäckermeister Arndt er- tatholischer Pfarrer? 8euge: Jawohl. Aber Sie hat mich Startell zu zwingen. Es versendet an die Beteiligten, wie wir Der Getreidehändler Staminer unirem Braunschweigischen Parteiblatte entnehmen, mit dem Datum zählt, als diese am Mönchsee standen? 3eugin: Jawohl. gefragt, ob ich katholisch jei. Bras: Sie sind von diesen veranlaßt worden, zur Polizei zu hat mich gefragt: Sie sehen so gesund aus. Sie 27. Oktober 1900 dieses Schreiben: gehen? 3eugin: Jawohl. Auf der Polizei wurde ich gefragt: müssen viel Sind Sie Soldat gewesen? ob ich das Datum wisse. Als ich das verneinte, sagte der Kom- Sie find gut dazu." Präf.: Was verstanden Sie darunter? missar:„ Wenn Sie das Datum nicht wissen, dann wissen Sie über- 3euge: Ich weiß nicht. Er sagte, Blut jei dieses Jahr teuer. Es haupt nichts!" Ich sagte„ Nein", und wollte weiter sprechen, da foste eine halbe Million. Besitzer Schwanis und Pferdehändler unterbrach mich der Kommissar barsch und sagte:„ Wenn Sie nichts Gumpert jagten: aminer hat nur Scherz gemacht." wissen, dann Präs. Haben Sie das als Scherz aufgefaßt? machen Sie, daß Sie hinauskommen!" dun 3euge: Damals ja. Präf.: War Präs: War das vor oder Blut haben. D& D guide 3a102 non gets built i sho P. P. In der heutigen Beiratssigung wurde beschlossen, von den Kartellfirmen einen Revers des Inhalts einzufordern, daß sie sich verpflichten, fünftig mit Personen( Händlern, Agenten usw.), welche Geschäfte in untartelliertem Buder abschließen oder vermitteln, oder in andrer Weise den Bestrebungen des Kartells entgegenarbeiten, Geschäfte in Buder oder Melaffe nicht mehr zu machen. Die Kartellfirmen sollen aufgefordert werden, von diesem Beschlusse ihrem Kundenkreise ungesäumt Mitteilung zu machen. Die Leidenden in diesem terroristischen Kampfe find neben einer Anzahl einer Geschäftsleute die Konsumenten, die den schweres Geld berdienenden Budkertapitalisten tributär gemacht werden. Die Vertrauensämter der Berliner Socialdemokratie. Aufnahmen werden jederzeit entgegen genommen auf folgenden und die andren Schuldigen bestraft werden, da sonst Friedens Rahlstellen: Erbe, Cubrystr. 25; Gonell, Faldensteinstr. 5; Tolksdorf, verhandlungen mit den Mächten unmöglich seien. Andre Chinesen Görligerstr. 58; Subisch, Forsterstr. 17; Beher, Manteuffelstr. 111; wiederum sind so menschenfreundlich, zu hoffen, daß Tuan fich höchftBachmann, Eisenbahnstr. 37; Gottfried Schulz. Admiralstr. 40a; eigenhändig den Bauch aufschligen möge. Der" Standard" meldet Schneider, Manteuffelstr. 88; Seidler, Ratiborftr. 16, Schid, aus Shanghai, 21. Oktober, ein amtliches chinesisches Telegramm Manteuffelstr. 74, Golz, Grünauerstr. 3; Martin, Naunynstr. 86; aus Singanfu meldet, Prinz Tuan sei als buddhistischer Mönch Megner, Staligerstr. 59; C. Scholz. Wrangelstr. 110; Röppen, verkleidet nach der Mongolei geflohen. Er beabsichtigte, fich den Köpnickerstr. 20a; Gesche, Wrangelstr. 58, und in der Vorwärts"- Lamas anzuschließen. Spedition von Thiel, Staligerstr. 35. Eintrittsgeld wird nicht er= pipe hoben. A. Vertrauenspersonen: I. Bahllreis: Christ. Bohn, Kanonierstr. 35, b. III. b. Hahn. Gust. Seiler, Manteuffelstr. 8, III. II. Wahlfreis: Paul Scholz, Fidicinftr. 85, IV. Gustav Schmidt, Alexandrinenstr. 7, S. II. III. BahItreis: Franz hoch, Admiralstr. 7, v. IV. IV. Wahlkreis: Rob. Wengels, Große Frankfurterstr. 133, ( Ost) of part. Otto Frante, Ballisadenstr. 9, H. part. IV. Wahlkreis: Emil Boigt, Bücklerstr. 38, part. ( Südost) Paul Böhm, Oppelnerstr. 14, vorn IV. V. Wahlfreis: Jacob Reul, Barnimstr. 42. Wilhelm Schrolle, Landwehrstr. 3. VI. Wahlkreis:( Wedding und Oranienburger Vorstadt): Eugen Ernst, Bajewalterstr. 3. ( Moabit): Johann Pfarr, Butligstr. 10, born parterre. ( Rosenthaler Vorstadt und Gesundbrunnen): nd and ins I Vom Generaliffimus. Die Unterhandlungen scheinen weiteren Fortgang in den legten Tagen nicht genommen zu haben. Von einem Den Mitgliedern des Wahlvereins IV( Südosten) teilen wir mit, deutschen Sieg daß alle unverkauften Billets zur Urania- Vorstellung am 11. No wird durch den Grafen Waldersee aus Beting gemeldet: Am vember bis spätestens Dienstag, den 5. November. 29. Oktober hatte ein deutsches Detachement des Infanteriea bends, zurückzugeben sind, andrerseits aber als verkauft gelten. Ferner bringen wir nochmals zur Kenntnis, daß auf den Zahl- Regiments Nr. 2 unter Major v. Forster ein mehrstündiges jieg: stellen allen, welche wenigstens 3 Monate Mitglied sind und ihre Efitfingtuan an der chinesischen Mauer. Fünf Geschütze wurden im reiches Berggefecht im Engpaß westlich von Lunghiatien bei Beiträge bis einschließlich Oktober entrichtet haben, das legte Sturm erobert und die deutsche Flagge gehißt. Major v. Förster Parteitags- Protokoll unentgeltlich verabfolgt wird. Der Vorstand. ist leicht verivundet, zwei Mann hoffnungslos, zwei Mann schwer, Arbeiter Bildungsschule. Sonntagabend 7 Uhr im König zwei Mann leicht verwundet, ein Mann tot. Die Chinesen waren städtischen Kasino, Holzmarktstraße 72, Vortrag des Geh. Rats Pro- in großer Uebermacht und ließen 50 Tote auf dem Schlachtfelde feffor Dr. W. Förster über:" Der Anblid der Himmelserscheinungen guriid. in den verschiedenen Regionen der Erde". Zu zahlreichem Besuch ladet ein is this Der Vorstand. Der Korrespondent der Morning Post" berichtet seinem Blatte Schöneberg. Vereins findet Montag, abends 8 Uhr, bei E. Obst, Grunewald es in dem Bericht, sah man einen Shatibelm, auf dem in der Die Versammlung des Socialdemokratischen über die Ankunft Walderfees in Shanghai. Zuerst, so heißt ftraße 110, statt. Mitte ein gewaltiger goldener Stern glänzte, und darunter eine breite, ordenbedeckte Brust. General Creagh, der an seiner Seite in der einfachen blauen Stabsuniform ging, verschwand daneben vollkommen, so daß die Zuschauer den großen Mann unschwer ertennen fonnten. Dann, als er näher herantam- und er ging schnell und leicht wurde der goldne Stern auf dem Helm durch das freundliche Lächeln auf dem Gesicht unter dem Mariendorf und Umgegend. Dienstag, den 6. Movember, Helm überstrahlt. Sicher hat nie ein General ein so aufabends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Gerth, Tempelhof, Vereins richtiges Bergnügen an einer zweifellos so schwierigen Aufgabe versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins. Auf der Tagesordnung empfunden. Die gute Laune des Grafen wirfte an ste dend, steht ein Vortrag des Genoffen Wilhelm Frigich über: Die ebenso wie am nächsten Morgen, als er jedes Regiment mit Streifflaufel und die Stellung der Organisationen zu derselben." seinem neuen Marshallstab begrüßte, als hätte er ein Reinickendorf. Montag, abends 8 Uhr, findet im Neubauer- o nettes Spielzeug nie zuvor besessen. Was Graf schen Restaurant eine Volksversammlung statt. Vortrag und Wahlen. Waldersee auch als General wert ist, auf jeden Fall kann man selbst nach so furzer Bekanntschaft sagen, daß er ein Mann ist, der Arbeiterverein von Pankow. Dienstag, abends 81/2 Uhr: Truppen überall bin führen kann. Er ist thatsächlich der efe Abend bei Großkurt, Berlinerstraße: Die leßte Gemeinde- Bobs"( Spigname für Lord Roberts) der deutschen Armee. Natürlich rats- Sigung. Referent: Freiwaldt. fannten ihn die Deutschen schon, aber die Herzen der Briten gewann er sich sofort, als er am Nachmittag zum Lager der Beludschis gingjund die farbigen Truppen auf den Alarm hin antreten fah, ihre Ausrüstung inspizierte und ihr achtzigpfündiges Belt lobte, im Meßzelte Er einen Whisky trant und freundlich lächelte. hatte sich zum Freunde gemacht, ehe er noch ein Wort gesprochen hatte. Mit großer Befriedigung und patriotischem Stolz drucken die deutschen bürgerlichen Blätter diese englische Satire auf den Weltgeneraliffimus ab. Gegen den Zopf. Wilmersdorf. Mittwochabend 82 Uhr öffentliche Versamm lung bei Witte, Berlinerstraße 40. In derselben spricht Fräul. Jda O pomogan Herm. Raschte, Hochstr. 32b, vorn part. Altmann über die Notwendigkeit des Buſammenschlusses zur Wah( Schönhauser Vorstadt): K. Wünsch, Schlierung aller Lebensintereffen. Gleichzeitig findet die Wahl von Delemannstr. 45. gierten zur Kreisfonferenz und die Wahl einer weiblichen VertrauensWilh. Eber- person statt. hardt, Charlottenburg, Wilmersdorferstr. 38a. Niederbarnim: Adolf Garg, Weißensee, Lehderstr. 5. Teltow Beeskow Charlottenburg: B. Preßkommiffion: I. Bahltrets: August Täterow, Brinzenftr 45. Oswald Schensch, Rigdorf. Berlinerstraße 99 IV. II. Wahlkreis: Karl Koblenzer, Mustauerstr. 26. Richard Köderig, Blan- llfer 92. III. Wahlfreis: Gustav Ladewig, Kommandantenftr. Ostar Mahle, Elisabeth- Ufer 24. IV. Wahlkreis O.: Paul Schneider, Blumenstr. 48. SO.: Paul Hoffmann, Oppelnerstr. 21. V. Wahlkreis: Ad. Roth, Schönhauser Allee 2 III. W. Friedländer, Elsasserstr. 25. VI. Wahlfreis: Karl Leid, Soldinerstr. 87. Nieder Barnim: = 65. Wilhelm Frenthaler, Gartenplatz 1. Teltow Bestow Storfow Charlottenburg: Otto Görte, Charlottenburg. Wallstr. 61. Friz Hoppe, Rigdorf, Erdstr. 10, 11, Emil Gerstenberger, Neu- Weißensee, Lehderstraße 115. Hermann Grauer, Friedrichsberg, Frantfurter Allee 181. C. Lokalkommission: 1600 I. BahItreis: F. Lucht, Hasenheide 51, Quergeb. IV. s Wilh. Kierfeld, Jüdenstr. 43/44 IV. II. Wahlfreis: Wilh. Mews, Gräfeftr. 6,2. Hof Quergeb. I. Gustav Lehmann, Frobenſtr. 38. III. ahItreis: Wilhelm Hinz, Prinzenstr. 66, v. IV. Ernst Lier, Alte Jakobstr. 119 part. IV. Wahlfreis: Karl Scholz, Wrangelstr. 110, part. ( Südost.) IV. Wahlkreis: O. Blume, Gubenerstr. 6, part. O. Galle, Koppenstr. 8, vorn II. ( Oft.) V. Wahlfreis: 2ilhelm Spät, Weinstr. 28, part. Wilh. Schulz, Fehrbellinerstr. 17, b. II. Weißensee. Dienstag, den 6. November, abends 8 Vereinsversammlung des Socialdemokratischen Arbeitervereins. trag von Dr. Rudolf Steiner über: Hädels Welträtsel". Kommunales. Uhr, VorLetzte Meldungen. Die Waisenräte aus dem Often der Stadt waren gestern unter Vorsiz des Stadtv. Ulrich I in der Aula der Gemeideschule in der Koppenstraße zu einer Sigung versammelt, der auch Bürgermeister Brintmann sowie Amtsrichter Langhoff als Vertreter des Vormundschaftsgerichts beiwohnten. Es wurde u. a. darüber Klage Petersburg, 3. November. Der„ Nowoje Bremja" zufolge geführt, daß es sehr schwer sei, für die gerade im Osten der Stadt zahl ist in Südchina eine Bewegung zur Wiedereinsegung der reichen fatholischen Mündel geeignete Vormünder gleichen Glaubens Ming dynastie im Gange. Der etwa 25jährige Prätendent zu finden.( Ist denn das gerade notwendig? D. Red.) Im all- Tien- su- zan, der verborgen bleibe, habe in einer Proklamation; zur gemeinen sprach Amtsrichter Langhoff die Bitte aus, von der unter Abschaffung des von den Mandschus eingeführten 8 opftragens dem neuen Recht gestatteten Wahl von Frauen zu Vormündern aufgefordert und ferner verlangt, die Fremden sollten aus dem möglichst ausgiebig Gebrauch zu machen. Bei der Wahl von Jnnern vertrieben, aber in den Hafenstädten geduldet werden. Beiständen und Pflegern werde es sich aber ausnahmslos empfehlen, gefchäftsgewandte Personen in Vorschlag zu bringen. Ernste Klage London, 3. November. Ein Telegramm des Generals Campbell geführt wurde über Schwierigkeiten bei der Erlangung von Dienst- und Arbeitsbüchern für Mündel, deren meldet, er sei am 31. Oktober in Rentschu eingetroffen. Nach dem Vormund nicht erreichbar ist. Derartige Bücher, die un Verlassen von Paotingfu habe er einen Umweg gemacht und vier bedingt nötig find, wenn das Mündel oder starke Berschanzungen der Boger und bedeutende Vorräthe an Waffen Mündel in Dienst Wilh. Sedler, Forsterstr. 19, b. IV. Arbeit trete, werden von der Polizei nur ausgestellt, nach- und Munition zerstört. Eine große Anzahl sehr guter TransportRich. Hadelbusch, Cuvryftr. 16, of IV, dem der Vormund seine Einwilligung gegeben hat. Es Maultiere wurde erbeutet. Krankheitsfälle tamen nicht vor. Oberst für Treptow. wurden nun Fälle mitgeteilt, wo Mündel drei Monate lang Retallick, welcher die am Flusse marschierende Abteilung komandiert, behindert waren, in Dienst zu treten, weil das zuständige ans nahm bei Tsau- pei- tou neun armirte Dschunken. wärtige die Bestellung eines neuen Vormunds zu Washington, 3. November.( Meldung des„ Neuterschen Bureaus".) wenig beschleunigt hatte. Vorläufige Bescheinigungen, die der Marineietretär Long hat den Admiral Remeh in Carite angewiesen, hiesige Waisenrat ausgestellt atte, sind von der Polizei einen Gerichtshof zu berufen, um wegen der vom Ger VI. Wahlkreis: Garbo, Emdenerstr. 43 v. III( für Moabit). nicht respektiert worden. Es wurde empfohlen, sich in sandten Conger gegen den Kapitän all erhobenen Anklage J. Kaiser, Dalldorferstraße 20, Quergeb. IV, folchen Fällen unverzüglich an das hiesige Waisenhaus in der feigen Verhaltens während der Belagerung der Gesandt. ( für Oranienburger Vorstadt und Alten Jakobstraße zu wenden, dessen Verwaltung für ihre Pfleg- ichaften in Peking eine Untersuchung anzustellen. Wedding). 23. Gaßmann, Grünthalerft. 65, part.( für werden. linge Bescheinigungen ausstellt, die von der Polizei anerkannt Eine weitere vorgebrachte Beschwerde von allgemeinem Rosenthaler Vorstadt und GeJntereffe betraf folgenden Fall. Ein Waisenrat hat ein ihm zur sundbrunnen). Beaufsichtigung unterstelltes 13jähriges Haltekind in der Pflege einer der run! sucht und der Unsitte fröhnenden Frauens person betroffen, deren Wohnung nur aus einem Raum bestand. Da das Kind in der Pflege auch mishandelt wurde und sich unter den Schutz des Waiseurats- Vorfizenden begab, ein Gesuch um anderweite Unterbringung von der Waisenverwaltung aber bisher nicht beantwortet wurde, ermittelte der Waisenrat felbst eine neue ehte Nachrichten und Depeschen. Pflegestelle und zwar unter Widerspruch der bisherigen Pflegemutter. Dieser Widerspruch wurde vom Bürgermeister Brintmann für be- Bukarest, 3. Nov.( W. T. B.) In den Bezirken des Oltfluffes rechtigt anerkannt. Der Waisenrat hat, wie er ausführte, nicht das und von Rimnicu- Sarat, wo die Ruhe wiederhergestellt war, IV. Bahitreis: Albert Wafewig, O., Ballisadenſtr. 83. Recht, ein Haltekind selbst aus seiner Pflege zu entfernen, der Bürger- find von neuem Unruhen ausgebrochen, die auch auf den Bezirk meister empfahl aber, fich in solchen Fällen einfach an die zuständige Busoo übergegriffen haben. Wilhelm Jödel, SO., Stöpniderstr. 190. In Pirstow fand gestern ein V. Wahlfreis: Fr. Rogte, NO., Marienburgerstr. 11. Polizei zu wenden, die das Recht und auch den Gebrauch habe, blutiger Zusammenstoß zwischen den Bauern und VI. 28 a 1treis: Hermann Grashold, N., Dunderstr. 83. solche Kinder unverzüglich dem Waisendepot zuzuführen. dem Militär statt. Drei Offiziere und mehrere Soldaten wurden Teltow Beestow Charlottenburg: Zu den bekannten Kirchenbauprozessen auf Grund verwindet, ein Bauer getötet und mehrere schwer verwundet. Hermann Shubert, Schöneberg, Koburg- der Bisitationsordnung von 1573 hat der Magistrat neuerdings Die Ortschaft wurde militärisch besetzt. ftraße 12. wiederum eine Dentschrift, die ein umfangreiches Quellen material enthält, hergestellt. Sie ist den beteiligten Gerichtshöfen Georg Frey waldt, Bankow, Floraftr. 36. bereits überreicht worden und wird auch der Stadtverordneten Bertreter der Polen: Versammlung zugehen. Ein Beschluß des Kammergerichts in den Franz Merkowsky, Wallner Theater- schwebenden Prozessen wegen der Samariter- und der Simeonskirche straße 20. ist am 16. d. M. zu erwarten. O. Rißmann, Wörtherstr. 11, Seitenfl. III. ( für Schönhauser Vorstadt). Obmann der Lokalfommission Karl Scholz, Wrangelstr. 110. Dorthin find alle Anfragen sowie Briefsendungen zu richten. D. Agitations- Kommission für die Provinz- Brandenburg: I. Wahlkreis: Alwin Schuster, O., Straßmannstr. 2. II. Wahlfreis: Fr. 8inte, SO., Reichenbergerstr. 128. III, a hitreis: Karl Dimmid, S., Luisen- Ufer 11. Nieder- Barnim: V Berliner Partei- Angelegenheiten. Zur Lokalliste. Am Sonntag, den 18. November, erscheint die neue Lotalliste. Die Genossen werden dringend ersucht, Menderungen refp. Neu- Aufnahmen an die Unterzeichneten einzu fenden und zwar spätestens bis Dienstag, den 13. November für Berlin an den Obmann Genoffen Carl Scholz, Wrangelftr. 110, für Teltow Beeskow an Genossen Hermann Quitt, Nixdorf, Sobrechtstr. 82. für Niederbarnim an Genossen Baul Kette, Friedrichsfelde, Lichtenberger Brinzen- Allee 20a, für Botsdam- Ofthavelland an Genoffen Ernst Rieger, Spandau, Molttestr. 3. Diverse Orte an Genossen R. Salomon, Wriezen a. D. Achtung, 1. Wahlkreis! Den Parteigenossen zur Nachricht, daß am Dienstag im Englischen Hof, Nene Noßstraße 8 die Generalversammlung des Wahlvereins stattfindet. Gleich geitig erfolgt die Bekanntgabe des Wahlresultats von der Kommunal wahl. Näheres fiehe Inserat am Dienstag. Bahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. # Berlin, 3. November. Amtliche Meldung aus Peking vom 1. November: Am 27. Oftober ist Major von Reigenstein mit fleinem Detachement von einer Expedition Yangtfun, Takwantau, fianghfien, Hohfiwu nach Tientsin zurückgekehrt, ohne Boxer oder Truppen zu treffen. Gleichzeitig gingen zwei japanische Compagnien von Yangtfun über Bantihfien nach Hosyu. Gesundheitszustand deutscher Truppen befriedigend. Bauernunruhen in Rumänien. Flottenvermehrung in Amerika. New York, 3. November. Der Tribüne" wird ans Washington gemeldet: In dem Plan für die Marinebauten für das Jahr 1901 iverden drei Schlachtschiffe von 15 000 Tonnen, zivei Banzerfreuzer bon 15 000 Tonnen, sechs Kanonenboote von 2000, sechs von 600 und zehn von 200 Tonnen gefordert; ferner drei Kohlenschiffe mit je 15 000 Tonnen, ein Reparaturschiff von 7000 Tonnen und ein Transportschiff von 7000 Tonnen, dagegen tein Torpedoboot. Die Marineoffiziere erwarten wenig Widerstand im Kongreß gegen diese große Flottenvermehrung in einem Jahre. Grubennnglück. Ein neues Statut haben Magistrat und Armendirektion für die Armenpflege ausgearbeitet. Wählbar zu Mitgliedern einer Armenkommission sind danach ohne Unterschied des Geschlechts alle großjährigen Angehörigen eines deutschen Bundesstaates, die sich im Befize der bürgerlichen Ehrenrechte befinden und in Berlin wohnhaft find. Die Mitglieder der Armentommissionen werden als Armenpfleger und Armienpflegerinnen bezeichnet. Die Amtsdauer der Mitglieder New York, 8. November.( W. T. B.) Nach einer Depesche der Armentommiffionen beträgt 8 Jahre. Die Armendirektion wird aus Philippi( Virginia) wurden durch eine Explosion in den Berry ermächtigt, Armentreise nach Maßgabe der folgenden Be- aus Philippi( Virginia) wurden durch eine Explosion in den Berryftimmungen einzurichten: 1. Die Armentreise sollen in der Regel Bug- Kohlengruben 32 Bergleute getötet und über 100 verlegt. nicht weniger als 10 und nicht mehr als 15 Armenkommissionen Wien, 8. November.( B. S.) Sier cirkulieren Gerüchte von umfaffen. 2. Die Geschäfte des Armenkreises werden geführt durch einem in der Nähe der rumänischen Grenzen stattgefundenen Bu den Armen- Kreisvorsteher und die Armen- Kreisversammlung. Einzelheiten darüber fehlen noch. Weitere Bestimmungen befaffen sich mit den Einzelheiten der ſammenstoße des Orient Expreßzuge mit einem andren Zuge. Organisation. China. Prag, 3. November.( B. 5.) Die Narodni Listh" kündigen für den Fall, daß sich die Verhältnisse nicht ändern sollten, die Fort fetzung der czechischen Obstruktion im neuen Parlament an. Motiviert wird diese Taftil mit den sprachlichen Maßregeln des Justiz und Finanzministers, Die chinesischen Majestäten t London, 3, November.( B. T. B.) Lord Roberts meldet: Wierter Wahlkreis Süb. Often! Die Weltpolitit, welche gehen in ihren Meinungen, namentlich in Bezug auf die Fremden Während der Staiser als Verwundete Boeren, welche in Botchefstroom zurüdgelassen waren, einen ungeheuren Steuerbrud in ihrem Gefolge haben muß, die politit, bekanntlich weit auseinander. Kohlennot, die Wohnungsnot, ferner das Bestreben der herrschenden fremdenfreundlich gilt, will die Kaijerin- Witwe von den weißen teilten dem General Barton mit, daß die Boeren in dem Klaffen, mit Hilfe des von dem Großkapitalismus erbettelten Gelds Teufeln" nichts wissen. Sie will denn auch nicht nach Beling zurückkehren, Gefecht am 28. Ottober 140 Mann an Toten, Ber bem arbeitenden Bolte seine gefeßlich garantierten Rechte zu entreißen fondern noch tiefer ins Land gehen. Dagegen wird der Kaifer, wie wundeten und Vermißten verloren hätten. General Paget griff am und noch so vieles anbre müßte längst jedem denkenden Menschen jest aus chinesischen Quellen bestätigt wird, nach Beling kommen. 1. November bei Rustenberg eine Boerenabteilung, welche von bie Frage anfdrängen: Wie fann ich hiergegen anlämpfen und wo Ueber die Politit des chinesischen Sofs werden denn auch die wider Norden her dem Baalfluß zustrebte, um zu Dewet zu stoßen, an, finde ich die Waffen und die Waffenbrüberschaft? Das Lesen bes sprechendsten Gerüchte in Umlauf gefegt, die natürlich alle Der Feind wurde aus einer starten Stellung verdrängt, aus einer So heißt es, andern Stellung durch einen Sturmangriff der Yeomanry in die Borwärts" oder das alle 5 Jahre stattfindende Abgeben des Stimm mit größter Borsicht aufzunehmen find. gettels allein genügen nicht. Hier heißt es ernsthaft mitkämpfen daß die Kaiferin im geheimen die fremdenfeindlichen Strömungen Flucht getrieben. London, 8. November.( W. T. B.) Eine Depesche von und mitarbeiten, Schulter an Schulter mit seinen Klaffengenoffen. unterstüge, daß auf ihr Betreiben ben ihres Amts ent Dies geschieht in unfren Organisationen gewerkschaftlicher und festen hohen Reichsbeamten die Gehälter weiter gezahlt würden usw. Tenerifa an Lloyds Agency" meldet: Der Dampfer Persie hat politischer Art. Diefe find es, welche dem Arbeiter seine besten Derselbe 8viespalt herrscht unter ben Bicefönigen ebenfalls ob die Mannschaft des Dampfers Madura" aufgenommen, der, mit Waffen Bildung und Wissenschaft" durch Vorträge und Diskussionen Diejenigen des gangtie Gebiets haben wiederum eine Regierungsvorräten von London nach Port Elizabeth unterwegs, in Betition an den Hof gerichtet, in der sie verlangen, daß Tuan Brand geraten und von der Mannschaft verlassen worden war. zukommen lassen. stol Berantwortl. Redacteur: Dr. Georg Gradnauer in Groß- Lichterfelbe. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 5 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. . 258. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 4. November 1900. Tokales. Zur Wohnungsnot. " Iungen zur Linderung des tirchlichen Not andern verpachtet hatte, hat seit kurzem den Betrieb wieder selbst stands" vorgebeugt werden sollte. Wir sind gewiß feine übernommen. Freunde davon, daß der Stadtgemeinde die Erfüllung ihrer socialen Pflichten gegen die Armen und Notleidenden In Sachen des Neunnhr: Ladenschlusses hat der Verband Um den Hausbesitzern um Himmelswillen nicht wehe zu thun, der Privatwohlthätigkeit abgenommen wird, aber wenn nach selbständiger Konditoren beschloffen, eine Audienz beim will der Berliner Magistrat dem Krebsschaden der Wohnungs not dem gegenwärtigen Stande der Sache leider nichts andres übrig Sandelsminister nachzusuchen. Die Konditoren beschweren sich über die Beschränkungen, die ihnen der Neunuhr Ladenschluß auferlegt. mit einem Wohlthätigkeitspflästerchen zu Leibe gehen. Dazu die bleibt, dann ist es tausendmal nötiger, für die hungernden Prole- Sie wünschen eine Gleichstellung mit den Gastwirtsbetrieben und Stiftungsmillion zum Andenken an den ersten Preußentönig und tarierfinder zu kollektieren, als für die fatten Kirchbau- Schwärmer. refor bat zugleich den Frommen in Byzanz wie den social- Finanzielle Gründe scheint es auch zu haben, daß der Preis für verlangen vor allem, daß der Zwang des Verhängens der Schaureformerischen Kindern der Welt seine Reverenz bewiesen, so daß die gegen Bezahlung abgegebenen Portionen fenster aufgehoben werde. man sich nach sothanem Tagewerk wieder bequem im Bette des fünftig auf 10 Pfennige erhöht werden soll, wenn das Die Barbiere und Friseure haben bekanntlich den Neun Besizes schlafen legen kann. Mit dieser Gedankenrichtung hat der Essen mit nach Hause gegeben wird.( Die Selbstkosten stellen uhr- Ladenschluß durch freiwillige Vereinbarung durchgeführt. Magistrat natürlich im Sinne des Berliner Philisteriums das Richtige fich unter Einrechnung der Lofalmiete und aller Verwaltungs- Sie richten nunmehr an die Kundschaft das Ersuchen, diese den Gegetroffen und die bevorstehenden Verhandlungen in der Stadtverordneten- tosten auf etwa 9 Pfennige.) Die Vereinsleitung giebt freilich als hilfen und Lehrlingen zu gute fommende Neuerung dadurch zu Versammlung werden Beweise genug dafür beibringen, daß auch das einzigen Grund an, sie wolle sich nicht nachsagen lassen, sie fördert unterstützen, daß sie den Besuch der Barbierstube möglichst frühzeitig Magistratsrezept, das mit einer Reform in der brennenden Frage natürlich die Bequemlichkeit derjenigen Frauen, die teine Lust hätten, selber erledigt und auf die wenigen Barbiere, die dem Neumuhr- Schluß sich nicht das mindeste zu thun hat, manchem Geldsads: Repräsentanten zu kochen. Bei dieser Gelegenheit wollen wir erwähnen, daß bezüge widersetzen, entsprechend einwirkt. Hoffentlich kommt namentlich noch viel zu viel ist. lich der großen Zahl von Kindern, die umsonst gespeist wurden, auch die Arbeiterschaft diesem Ersuchen nach. Der Wohnungsnotstand wird krasser und traffer in Berlin Hervor- im letzten Jahre wieder durch die eingehendsten Recherchen festtreten; im Roten Hause aber legen die maßgebenden Herren aus gestellt worden Zu den sensationellen Enthüllungen im Prozeß Sternberg ist, daß die Kinder- Boltstü ch en teilt ein Berichterstatter der„ Deutschen Tagesztą." folgende EinzelFurcht, daß man ins Fahrwasser des Socialismus hinein- feineswegs bon Unwürdigen gemißbraucht heiten mit: Der Kriminalkommissar Thiel ist entgegen andrer geraten und den privilegierten Bucherern ein Härchen frümmen werden. Sie würden es wahrscheinlich selbst dann nicht, wenn könnte, die Hände in den Schoß. Und doch sind es nicht allein die die Kontrolle weniger streng wäre oder gar gänzlich wegfiele. In Meldung Mittwoch aus Minden i. W., woselbst er sich auf einent Socialdemokraten, die die Schäden der Wohnungsnot erkannt haben. Paris besteht die Einrichtung, daß in jeder Schule ein Buch ausliegt, rhrn. v. Rheinbaben telegraphisch zurückgerufen worden und, wie ogen.„ Kommissorium" befand, auf Befehl des Miniſters des Innern Unter denen, die eine Reform für dringend erforderlich halten, be- in das jedermann seine Bitte um Speisung seines Kindes eintragen schon gemeldet, Freitagabend in Berlin eingetroffen. Kommiffarius finden sich zum Teil Leute, deren Unverdächtigkeit und gute Ge- fann. Diese Eintragung genügt, um ihm sofortige Berücksichtigung zu Thiel ist seit fünf Jahren bei der hiesigen Kriminalpolizei finnung im allgemeinen selbst für einen Spinola außer allem Zweifel sichern. Trotzdem sollen Mißbräuche auch hier bisher nicht be- beschäftigt. Er ist verheiratet und wohnt Turmſtr. 54. Im Militärstehen sollte. obachtet worden sein. In Paris zahlt übrigens die Stadtgemeinde verhältnis bekleidet er die Charge eines Reservelieutenants Als einen Mann dieser Art nennen wir z. B. den Agrarierliebling jährlich 1 Million Franks für die Kinderspeisungen. Die Ber Nach seiner verantwortlichen dienstMinister v. Miquel. Miquel schrieb 1886 als Oberbürgermeister liner Kommunalverwaltung glaubt ihre Pflichten gegen die hun bei der Feld- Artillerie. lichen Vernehmung ist er sofort bom Amte von Frankfurt in seiner Einleitung zu den Gutachten und Berichten gernden Kinder durch einen dem Verein gewährten Zuschuß von suspendiert worden. Ein Geheimnis war die durch den über die Wohnungsnot der ärmeren Klassen in den deutschen Groß- 1500 M.( in Worten: fünfzehnhundert Mar) erfüllen zu Brozeß Sternberg enthüllte Thiel- Affaire feineswegs; schon seit städten: fönnen. Im vorlegten Jahre hatte sie den Kindervoltsküchen sogar längerer Zeit muntelte man über die Thätigkeit einzelner Nach meinen Beobachtungen haben vielfach die angedeuteten jegliche Unterstüßung verweigert. Kriminalbeamten allerlei Dinge. Der Kriminalschußmann Stier. Notstände auch im Wohnungswesen einen höchst bedenklichen Das letzte Mittel. Bekanntlich geben sich die Direktion der städter gehörte bis vor etwa Jahresfrist der uniformierten Polizei Wohnungswucher erzeugt. In vielen Städten giebt es eine Großen Berliner Straßenbahn und ihre Werkzeuge alle an und zwar dem Revier am Alexanderplatz. Im vorigen Jahre Klaffe von Hausbefizern, welche die ihnen in der Regel infolge Mühe, die Angestellten zum Austritt aus ihrer bewährten tam er zur Kriminalpolizei, wo er dem Kriminalkommissarius hypothekarischer Beleihung zugefallenen Häuser für Arbeiter Organisation, dem Centralverband der Handels-, Transport- und v. Tresdow zugeteilt wurde. Gegenwärtig ist er dem Kriminalwohnungen einrichten und die Wohnungsnot in einer bisweilen Berkehrsarbeiter, zu veranlassen und sie dann dem von der Direktion wachtmeister Koch zugewiesen, der das Kuppler- und Zuhälterdecernat empörenden Weise ausbeuten, sowohl durch die un- protegierten Verein zuzuführen. Die bisher von der Direktion er- bearbeitet. Auch Stierstädter ist gestern ebenfalls vom Amte erschwingliche oder nur durch unjittlichen Erwerb erzielten Erfolge find recht kläglich, weil die Straßenbahner sich ganz fufpendiert worden. Eine weitere Folge des Prozesses schwingliche Höhe der Mietspreise, wie durch die gänzliche Bergenau bewußt find, daß, sobald sie ihre Organisation verlassen, auch dürfte sein, daß die Affaire für den Kommissar v. Tresdow wahrlosung der Wohnung, durch die auf alle Weise beförderte die Errungenschaften des Streits zum Teufel ein unangenehmes Nachspiel herbeiführen wird. Er hat sich dadurch Ueberfüllung derselben, durch die geradezu wucherischen gehen. Die Errichtung der Musikkapelle und des Gesang- strafbar gemacht, daß er nach der erhaltenen Mitteilung seines Untersonstigen Bedingungen des Mietsvertrags. Ich glaube taum, vereins hat die Angestellten auch nicht andern Sinns zu werden gebenen Stierstädter bezüglich des Bestechungsverfuchs seiner vordaß die dem Richter überlassene Beurteilung der wucherischen veranlaßt. Nunmehr wird von dem neu gegründeten Verein ein gefeßten Behörde nicht unverzüglich Anzeige erstattete. Natur eines solchen Verhältnisses auf diesem Gebiet zu mehr Be- andres Mittel zur Werbung neuer Mitglieder angewandt. Jeder Polizeibeamte macht sich nach der ministeriellen Dienſtvorschrift denken Anlaß geben würde, als auf dem Gebiet des Darlehen- Donnerstag prangte am Bahnhof Manteuffelstraße eine Kundmachung eines Amtsvergehens bezw.-Verbrechens schuldig, wenn er ein ihm bertrags hervorgetreten sind, und habe jedenfalls die Frage zur folgenden Inhalts: zu Ohren kommendes Verbrechen nicht verfolgt bezw. zur Anzeige Diskussion stellen wollen. Ist es bedenklich, hier die Benutzung „ Wer noch nicht dem Verein beigetreten ist, möge dies am bringt, sondern durch sein Nichteinschreiten unterdrückt und dadurch der Not zur Erpressung ganz exorbitanter Versprechungen für morgigen Tage thun, da danach die Weihnachtsgratifitation fördert. Wie übrigens bemerkt werden muß, gehörte Thiel der strafbar zu erklären, so könnte jedenfalls vom civilrechtlichen eingerichtet wird und die Direktion schon mehrere Tausend Juspektion B an, welche sich mit der Verfolgung der gewerbs- und Standpunkt aus geholfen werden." Das ist für einen Oberbürgermeister immerhin deutlich und er- ichert werden können." Mart hierzu bewilligt hat, damit die Kinder der Angestellten begewohnheitsmäßigen Verbrechen befaßt; Kolli- und Banden- Diebstähle gehörten zu ſeinen Specialermittelungen. Polizei- Direktor innert daran, daß der einstige Bauernagitator auch in seinen späteren Tagen nicht von Rückfällen in die Sprache der Wahrheit Straßenbahner ihrer Organisation entfremden zu können? Ist man wirklich so naiv zu glauben, durch solche Mittel die von Meerscheidt- Hüllessem war sein unmittelbarer Vorgesetzter. frei gewesen ist. Die Berliner Unfallstationen sind im Monat Oktober d. Js. Auch der Nachfolger des Herrn Miquel, Oberbürgermeister Falle liegt zu offen da, als daß sich jemand darin fangen ließe. in 4243 Fällen gegen 3394 im gleichen Monat des Vorjahrs für Im Friedrichshain ift Holzauktion. Die nächste findet am erste Hilfe in Anspruch genommen worden, und zwar 3673 mal bei In den In der zu Würzburg abgehaltenen Versammlung des Vereins für Montagvormittag um 10 Uhr statt; circa 65 Stubikmeter Holz sollen Unfällen und 570 mal bei plöglichen Erkrankungen. öffentliche Gesundheitspflege sprach er sich nach einem Hinweis auf dabei versteigert werden. Bei den im Dienst der städtischen Bart- Stationen wurden 4010, außerhalb derselben 233 Personen be die Riesengewinne der" Millionenbauern" und Grundstücswucherer verwaltung stehenden Gärtnern und Arbeitern wird diese Auktion handelt. Mit den Krankenwagen der Unfallſtationen wurden im wie folgt aus: diesmal doppelt wehmütige Erinnerungen an die Beit wecken, verflossenen Monat 148 Transporte ausgeführt. Die Zahl der " Ebenso bekannt ist es auch, daß diese Erscheinungen und die wo sie selber das geschlagene Holz noch zu einem billigen polizeilicherseits den Stationen übergebenen teils bewußtlosen im Gegensatz dazu zum Teil so elenden Wohnungsverhältnisse, ins Preise erwerben fonnten. Wer möchte sich nicht, angesichts Personen betrug 256. Die unentgeltliche Inanspruchnahme von Eis befondere gerade in den neuen Stadtteilen, auch in nicht socia- der gegenwärtigen Teuerung der Brennmaterialien, bei Strankheitsfällen geschah in 70 Fällen. liſtiſchen Kreiſen vielfach die Anschauungen gewedt haben, bag has ou enteringer Brennmaterialien Die ,, Magistrats- Sandkasten" tommen jegt wieder in den Privateigentum am Grund und Boden besonders in der Jahren bekam das Personal das Holz zu einem Preis von 1,50 M. Straßen Berlins zur Aufstellung. Die in der Presse so häufig Nähe der großen Städte fich als unerträglich mit einer gefunden und, pro Kubikmeter. Für die Verheirateten war das eine erwünschte gerügte Form dieser Bretterverschläge hat jedoch nun endlich eine socialpolitisch angefehen, durchaus notwendigen besseren Gestaltung Gelegenheit, sich für den Winter mit Holz zu versorgen. Seit aber enderung erfahren, durch welche die riesigen Kasten sich etwas der Wohnungsverhältnisse erwiesen habe, und daß daher unter das Holz meistbietend verkauft wird, ist das so gut wie ausgeschlossen. weniger unschön ausnehmen; sie haben jetzt eine gleichmäßige Form Abschaffung dieses privaten Grundeigentums An den Auktionen können sich die Gärtner und Arbeiter nicht gut mehr und find graufarbig angestrichen und braunrot umrandet. Im die öffentliche Gewalt den Grund und Boden unmittelbar in Ver- beteiligen, weil die Händler nur ungern einen Privatmann heran- übrigen entbehren die Sandkasten auch jezt noch immer auch nur waltung zu nehmen habe." laffen und die Preise stark in die Höhe treiben. Es muß zugegeben der geringsten Verzierung, so daß sie nach wie vor einen unschönen, So zwei Kollegen der Herren Kirschner und Brinkmann. Aber werden, daß die Parkverwaltung allerdings die Pflicht hat, auch bei einer Großstadt unwürdigen Eindruck machen. auch in andren bürgerlichen Kreisen verschließt man sich nicht der der Verwertung der geschlagenen Hölzer möglichst das Interesse des Ansicht, daß ebenso sehr das Interesse der bürgerlichen Gesellschaft Stadtsäckels zu wahren. Andrerseits tann man es aber den Parkwie das des Proletariats eine Reform erheischt. Im September arbeitern nicht verdenken, wenn sie es bitter empfinden, daß ihnen dieses Jahrs wies Medizinalrat Dr. Reinde Hamburg eine alte Vergünstigung entzogen worden ist, die gerade jetzt bein der zu Trier abgehaltenen Versammlung des Vereins sonders wertvoll für sie wäre. Die Mehreinnahme, die die Barkverwaltung für Gesundheitspflege auf die Gefahren des heutigen durch die Versteigerung der Hölzer erzielt, fällt auch für den Stadt Wohnungswesens beim Ausbruch von Epidemien hin. Die Zustände säckel nur wenig ins Gewicht. Da hätte man es am Ende nicht nötig in den großen Städten sprächen allen gesundheitlichen und sittlichen Anforderungen geradezu Hohn; ob man vielleicht erst dann Abhilfe schaffen wolle, wenn die Pest über Deutschland hereingebrochen sei? Staat und Gesellschaft hätten eine dringende Pflicht, diesen himmelschreienden Zuständen so schnell als möglich ein Ende zu machen! 0 Adides Frankfurt, begreift die Dringlichkeit der Wohnungsreform. Wie Magistrat und Stadtverordneten- Versammlung sehen, befinden sie sich bei Einsicht von der Notwendigkeit einer wirklichen Wohnungsreform in einer Gesellschaft, deren staatserhaltende Gesinnung, wenn man etwa vom Minister Miquel absehen will, außer allem Zweifel steht. Lauheit und Feindseligkeit der Reform gegenüber lassen sich nicht als Furcht vor dem Socialismus, sondern nur als Furcht vor dem zärtlich geliebten Haus befizertum deuten. Das amtliche Wahlresultat über die Reichstagswahl im sechsten Wahlkreise, das gestern verkündet wurde, brachte folgendes Ergebnis: Abgegebene Stimmen: 65 712. Davon erhielten: . Am Die Der Plan zu einer Straßenbahn auf dem rechten Spreeufer von Berlin nach Köpenid ist ausgearbeitet und liegt den zuständigen Behörden zur Genehmigung bereits vor. Er rührt von der Gesellschaft für den Bau von Untergrundbahnen her. Um eine Fortsetzung der ihr gehörigen Bahn vom Schlesischen Bahnhof nach Stralau und durch den Spreetunnel nach Treptow zu schaffen, hat gehabt, zum Schaden der Barkarbeiter von dem Herkommen abzu- die Gesellschaft den Bau einer Straßenbahn von Treptowy nach weichen. Das einzige Holz, das auch heute noch freihändig an das Köpenick auf der linken Spreefeite in Angriff genommen. Die notPersonal der Parkverwaltung verkauft wird, ist das sogenannte Knick- wendigen Verträge mit den wegeunterhaltungspflichtigen Gemeinden holz; der Haufen von etwa 1 Kubikmeter Inhalt muß mit 1 Mart liegen bereits vor; auch sind einzelne Teile der Bahn ausgeführt. bezahlt werden, aber der Heizwert ist nicht bedeutend. Die ganz Schwierigkeiten bietet allein die Führung der Bahn vom Endpunkt fleinen dürren Zweige, die der Wind herabweht, werden mit dem des Tummels in Treptow über die Neue Krug- Allee durch das Dorf Strauchwert verbrannt. Dem Personal ist es bei sofortiger Ent- bis auf die Köpenicker Landstraße. lassung verboten, etwas davon für sich selber aufzulesen. Zu der am Freitag gebrachten Mitteilung über den Selbstmord der Frau Poniatowski aus der Hasenheide wird uns mit geteilt, daß die Reportermeldung, wonach die traurige That die Ursache ehelicher Zwiftigkeiten sei, durchaus unrichtig ist. Frau P. war seit langen Jahren mit einer schweren Krankheit behaftet, deren unheilbarkeit sie zur Verzweiflung brachte, so daß sie in einem unbewachten Augenblick Selbstmord beging. Baftor H. Wittenberg nennt in seinem vielerwähnten Buch über die sittlichen Verhältnisse der Landbewohner die ungenügenden Arbeiterwohnungen Supplerinnen der Unzucht, und Prof. v. Liszt sprach Ende 1899 in seiner an der Berliner Universität Betriebsgeheimnisse einer Kur- Badeanstalt. Die Stangergehaltenen Antrittsvorlesung die Ansicht aus, daß eine verständige fche Lohtannin- Badeanstalt, Chauffeeſtr. 35, entnimmt das Wohnungsreform besser sei als ein Dugend neuer Straf- für ihren Betrieb erforderliche Wasser der städtischen Wasserleitung. Schon paragraphen. vor längerer Zeit fiel es den Controleuren des Wassermessers wie auch andren Personen auf, daß die genannte Badeanstalt auffallend wenig Wasser verbrauchte. Man forschte der Ursache dieser eigentümlichen Erscheinung nach und fand, daß das gebrauchte ,, Es giebt keine Taubheit!" Das Polizeipräsidium teilt Bade waifer wiederholt benut wurde. Die Anlage mit:" Gin Institut national de la surdité, Paris, Rue de Londres 7, der Badeanstalt ist folgendermaßen eingerichtet: Das für die Bäder bestimmte Wasser wird in ein Bassin mit Fichtenlohe geleitet, und preiſt feit längerer Zeit in Zeitungen unter der Ueberschrift:„ Es nachdem es hier einige Tage über der Lohe gestanden hat, ist es giebt keine Taubheit mehr" in reklamehafter Weise an, daß Ohr-. leidende und Taube durch dasselbe Heilung erlangen könnten. Die für die Bäder benutzbar. Das durch die Lohe braun gefärbte Wasser Behandlung, welche brieflich geleitet wird, besteht in der Anwendung wird durch maschinelle Borrichtungen dem Bassin entnommen, in ztveier Audiphones invisibles" genannter Metallplatten, welche einem Apparat erwärmt und dann den Wannen zugeführt. Die hinter den Ohrmuscheln zu tragen sind, und von Medikamenten; Abflußrohre der Wannen find so angelegt, daß das gebrauchte Bade- für diese Gegenstände werden unverhältnismäßig hohe Preise erwasser wieder in das Bassin zurückfließt und von hier aus wieder hoben. Für die beiden Metallplatten und einen kleinen als den Weg in die Wannen antritt, um von neuem benut jogenannten Galvanometer beigegebenen Kompas werden 42,50 Frant, zu werden. Durch Aufdrehen eines Hahns tann das benutzte für eine Flasche mit Arznei, welche eine 6 prozentige Lösung von Wasser auch anstatt in das Bassin in einen an die Kanalisation an Jodkalium mit geringem Zusatz eines geschmackverbessernden geschlossenen Ausguß geleitet werden. Das geschah aber immer erst, Mittels darstellt und nach der deutschen Arzneitare einen Wert von nachdem das im Baffin befindliche Lohtannin- Badewaffer wieder 2-2,50 M. hat, werden 7,50 Fr. verlangt; für eine Schachtel mit holt benust worden war. Die Häufigkeit der Verwendung Schnupfpulver, welches Talfum, chlorsaures Kali, Borsäure, Zucker Dies Resultat wurde gestern durch Herrn Stadtrat Mugdan ein und desselben Badewassers wird durch folgende Berechnung und geringe aromatische Zusäge enthält und von welchem 100 Gramm veranschaulicht: Während einer bestimmten Zeit verbrauchte die nach der Arzneitage auf etwa 80 Pf. zu verwerten sein würden, Badeanstalt nach Ausweis des Wassermessers 450 Kubikmeter mußten 4,50 Fr. gezahlt werden. Daß das Tragen Von den hungernden Kindern. Die Kinder Bolts Wasser. Da zu jedem Bade wenigstens 1/2 Kubikmeter Wasser er- von Metallplatten, selbst wenn dieselben aus verschiedenen küchen haben im legten Winter in 10 Küchen 337 997 Portionen forderlich ist, so hätte das verbrauchte Quantum höchstens zu zusammengelöteten Metallen bestehen, eine nennenswerte Wirkung abgegeben, davon 280 354 umsonst und nur 57 643 gegen Zahlung 900 Bädern gereicht. In demselben Zeitraum sind aber etwa auf die Gehörorgane nicht hervorbringen, organische Ohrleiden von 5 Pf. Der Mangel an Mitteln hat die Vereinsleitung 7000 Bäder verabreicht worden. Somit wurde dasselbe Wasser un- in teiner Weise beeinflussen kann, bedarf kaum auch diesmal wieder dazu gezwungen, sich auf die Speisung gefähr acht mal benut. Wenn man bedenkt, daß die Lohnur der allerbedürftigsten zu beschränken. Gegen- tannin- Väder eine Heilwirkung ausüben sollen und deshalb der Erwähnung und daß der Gebrauch von Medikamenten, welche lediglich auf briefliche Berichte und ohne ärztliche Untersuchung verwärtig sind die Mittel so weit erschöpft, daß aus diesem Grunde im von kranken Leuten benutzt werden, so ist die mehrfache ordnet werden, nicht nur von sehr zweifelhaftem Werte, sondern auch tommenden Winter nur noch 9 Küchen in Betrieb gefegt werden Verwendung des Badewassers für die Badegäste der ge- häufig von Schaden für den Körper sein tann, ist bekannt; da außer fönnen. Die Küche in der Bergstraße geht ein, die übrigen werden nannten Anstalt, welche im Bade Heilung suchen, geradezu dem feststeht, daß das erwähnte Institut lediglich ein Privatin diefen Tagen eröffnet. Die Erschöpfung der Mittel ist mit darauf eine Gefahr für die Gesundheit. Thatsächlich be zurückzuführen, daß dem Verein für Kinder- Wollstüchen" awei haupten auch mehrere Personen, darunter ein Arzt, daß sie unternehmen geschäftlicher Art ist, so kann vor der Inanspruchnahme Jahre hintereinander vom Oberpräsidenten die infolge der Benutzung der Stangerschen Bade- Anstatt Saut desselben nicht dringend genug gewarnt werden. Erlaubnis zur Abhaltung einer Haustollette trantheiten davongetragen haben. Die Angelegenheit ist vor Einen empfindlichen Verluft hat der Kaufmann Barnend berweigert worden ist. Gründe für die Verweigerung find einigen Wochen der Polizei angezeigt worden. Die Behörde hat aus Wien, der Vertreter eines dortigen Geschäfts, der augenblicklich nicht angegeben, doch darf man wohl nach dem Muster ähnlicher auch Untersuchungen angestellt und verschiedene Personen vernommen. Hier im Westminister- Hotel Unter den Linden wohnt, am MontagFälle annehmen daß einer Beeinträchtigung der Samm- Stanger, der am 15. September seine Bade- Anstalt an einen abend erlitten. Zwischen 6 und 7 Uhr tam ihm auf dem Wege vom feftgeftelt. • Ledebour Ulrich Weigel. Zersplittert.. 53 895 10 486 1246 85 bon 500 M. aus. Man ver Auf Grund desselben ist die städtische Typhusepidemie in Germersheim. Wie kürzlich berichtet, Bostamt Unter den Linden bis zum Hotel eine Brieftasche mit rund| sich angelegen sein laffen. 1300., 800 Fr., 100 öftreichischen Gulden, einen Reisepaß auf Berivaltung im Sommer dieses Jahres zu praktischen Erwägungen erfolgten feit einigen Tagen aus der Seyssellaserne in Germers seinen Namen, 3 1/ 4-2ofen der 4. Klasse der preußischen Klassen über die Abhilfe des Mangels an fleinen, zweckmäßig und gesund heim( i. d. Pfalz), einer bisher als sehr gefund geltenden sogenannten mit dicken Mauern und Schießscharten, lotterie und verschiedenen Obligations coupons abhanden. Herr eingerichteten Wohnungen übergegangen, und hat Verbindungen mit Festungsfaserne" Barnend schreibt fegt für ihre Wiederherbeischaffung eine Belohnung zwei finanziell gut fundierten, leistungsfähigen und auf diesem auffallend viele Einlieferungen von erkrankten Soldaten Gebiete erfahrenen Es ist in dieser in den 1880 er gemeinnügigen Baugenossen in das Garnisonlazarett. bei Jahren erbauten Kaserne das 3. Bataillon des 17. InfanterieAufgeklärt ist jetzt der Selbstmordversuch eines jungen Mädchens, aften angeknüpft, die sich bereit erklärt haben, Wie nun feststeht, handelt es sich einer angemessenen Unterstügung seitens der Stadt kleine, regiments untergebracht. über den wir fürzlich berichteten. Ein 16jähriges Dienstmädchen geeignete Wohnungen in Charlottenburg zu errichten, falls ihnen um Typhus, von dem durchweg Angehörige des zweiten JahrFrieda R., das in der Hagenauerstraße in Stellung war, schoß sich Baugelände zu Kaufpreisen nachgewiesen werden könnten, die bei gangs befallen sein sollen. Etwa 30 Leute liegen nach einer Unt im Eisenbahnwagen zwischen hier und Magdeburg eine Revolverfugel angemessenen Mietszinsen eine Dedung der Verwaltungskosten sowie gabe der Augsb. Abendatg." an der unheimlichen Strankheit in die Brust und wurde schwerverwundet in ein hiesiges Kranken- eine Amortisation und geringe Verzinsung der zum Bau auf- banieber. Noch ernster lautet ein Bericht der Münch. N. Nachr." hans gebracht. Die Ermittlungen ergaben, daß das junge Mädchen, daß jetzt Polizeigefangene ist, aus Furcht vor Strafe ihrem Leben gewendeten Rapitalien erwarten lassen. Es ist vor kurzem gelungen, Darin heißt es: Das 8. Bataillon des 17. Infanterie- Regiments daß jetzt Polizeigefangene ist, aus Furcht vor Strafe ihrem Leben eine Anstellung für ein faft 5000 Quadrat Ruthen großes, ist marschbereit, um sofort verlegt werden zu können. ein Ende machen wollte. In Abwesenheit der Herrschaft hatte es die verschiedensten Sachen, zuletzt auch Silberzeug, zu Geld gemacht und wed mäßig gelegenes Gelände zu einem Preise zu nuutet, daß sein Bestimmungsort Lager Lechfeld fein werde. Die ber erlangen, in den Kleidern ihrer Herrin Balllokale besucht und Spaziergänge Rentabilität erhoffen von den Baugenossenschaften erforderte 8ahl der ertranften Mannschaften foll auf 50 läßt. Es sind infolge deffen im angewachsen sein. Der Typhus ist diesmal so erschreckend aufgemacht. Als bei der bevorstehenden Rückkehr der Herrschaft die Ent- Schoße des Magistrats auch bereits bestimmte Bor- getreten, wie nie zuvor. Vergangenen Sonnabendnachmittag waren bechung unvermeidlich war, löfte sich die Ungetreue, nachdem sie noch schläge zur Erreichung des auf Abhilfe der vorliegenden fast ständig Krankentragbahren unterwegs zwischen der Sehifeleinige Silberfachen verkauft hatte, eine Fahrkarte nach Magdeburg, Wohnungsmißstände gerichteten Biels gemacht worden. Der Kaserne und dem Militärspital. Unbegreiflich erscheint bei dieser um fich unterwegs zu erschießen. Magistrat wünscht jedoch, bevor er über diese Vorschläge endgültigen Epidemie wieder die so oft beobachtete unliebsame SchweigiamWegen Münzverbrechens ist die 33 Jahre alte Frau des Beschluß faßt, vorher mit der Stadtverordneten Versammlung feit der Behörden. Zur Beruhigung der Bevölkerung, bor Schlächtergesellen Tymkowski, Josefine geb. Janas, die in der Born- Fühlung zu nehmen, da es sich hier um ein für die städtische Ver- deren Augen fich ja der Umzug der Kranken abspielt, dient dies dorferstraße 3 wohnte und vom Untersuchungsrichter beim Landgericht I waltung völlig neues, bisher nicht betretenes Gebiet handelt, und sicher nicht. Bis heute hat die Germersheimer Presse mit keiner Silbe stedbrieflich verfolgt wurde, festgenommen worden. Sie gehört zu der daher eine eingehende, allen Gefichtspunkten gerecht werdende Vor- die Epidemie erwähnt. großen Bande, die, wie wir seiner Zeit berichteten, in Berlin zwei beratung notwendig erscheint. Wir haben deshalb den oben an Werkstätten hatte und ihre Falschstücke teils hier, teils in der Provinz gegebenen Beschluß gefaßt, auf dessen Annahme wir um so mehr absetzte. rechnen, als die von der Stadtverordneten- Versammlung vom 10. Oftober dieses Jahrs an uns gerichtete Anfrage ausgesprochenermaßen den felben 3wed verfolgt. die Die Cholera in Rußland. Die Nowoje Wremja" meldet aus Wladiwostot vom 29. Oftober: In Nowaliewst find mehrere Im Berliner Aquarium ist eins der anziehendsten aller Behältnisse Fälle von Erkrankungen an Cholera vorgekommen; es find Maßregeln ergriffen worden, um die Epidemie auf ihren Herd zu be das große Secwasserbecken des oberen Grottenganges, welches vermöge feiner eigenartigen Einrichtung und der aus Seesternen, Seewalzen und mit andren Worten: Zwei volle Jahre hindurch hat der Magistrat schränken." In San- tschun( Mandschurei) und in Wladiwostok find anderen niederen Tieren, sowie aus absonderlichen Fischgestalten bestehenden Erhebungen angestellt, und das Ergebnis derselben ist die beabsichtigte Fälle von Dysenterie festgestellt. Auf der Ussuribahn ist eine forgBesatzung einen merkwürdigen Reiz auf Kundige und Laten ausübt. Die Unterſtügung zweier Baugenossenschaften. Um zu einem so fläglichen fältige Desinfektion eingeführt worden; demnächst sollen Krankenhier untergebrachten Fische erinnern faum an tsche, fie ähnelten sich mit Resultat zu gelangen, hätte es wahrlich keiner besonderen Er- wagen berkehren. threm Hand- bis fußlangen und noch längerem dünnen nadelartig gestreckten wägungen bedurft. Der Charlottenburger Magistrat bleibt in Bezug Körper den im Wasser befindlichen schwachen Pflanzenteilen( Zweigen) derart auf die Wohnungsfrage noch hinter dem Berliner zurüc Die Oberleitung. Ein schwerer Unglüdsfall ist am Donnerstag ant, daß sie fich für den Beschauer manchmal faum als tierische Lebewesen will etwas heißen. Offenbar soll der Anschein erweckt werden, Straßenbahn herbeigeführt worden. Ein Telephondraht war genachts in Wien durch die elektrische Oberleitung der von dem Geäft abheben. Der Eingeweihte erkennt in diesen Geschöpfen Bertreter der auch in Fortpflanzung und Lebensweise eine Sonderstellung daß etwas geschieht, während in Wirklichkeit so gut wie riffen und, herabhängend, mit dem Leitungsdraht der Bahn in unter den Flossenträgern einnehmenden Seenadeln. In Körperbau und nichts geschieht. Berührung gekommen. Der Starkstrom von 500 Volts ging Bewegungen bleibt aber der elegantefte aller Fische der deutschen Meere der Seeftichling, der denn auch weit schöner und zierlicher erscheint als seine die Neu- Weißensee. Vor Eintritt in die Tagesordnung der legten auf den Telephondraht über, der mit seinem unteren Ende bis zur Binnengewässer bewohnenden Verwandten. Leider ist dieser Fisch auf dem Gemeindevertreter- Sigung gedachte der Vorsteher des verstorbenen Erbe reichte. Eine alte Frau Namens Seblat, die gerade des Wegs Transport schwer zu erhalten und daher zählt er in doppelter Hinsicht zu Parteigenossen Schilling. Wenn auch der Verstorbene einer tam, verwickelte sich in den Draht und wurde von dem Strom zu Partei angehört habe, mit deren Bestrebungen man sich nicht ein- Boden geworfen. Auf ihre Hilferufe eilte der Eisenbahn- Schaffner ben beachtenswertesten Gästen des Berliner Aquariums. " und das Briefkasten der Redaktion. Brand Im Theater der Urania wird das neue Ausstattungsstück verstanden erklären Zönne, so müsse doch die Umficht und Sachlichkeit Bichler herbei, doch in dem Augenblick, da er den Draht anfaßte, " Auf den Wegen des Oceans" am Sonntag, Mittwoch und Sonn- des Toten von jedermann anerkannt werden. Die Vertretung erhob stürzte auch er nieder. Unglücklicherweise schlang sich der Draht abend zur Aufführung gelangen. Am Montag, Dienstag, Donners- sich zu Ehren des Verstorbenen von ihren Sitzen. Die im ver- gerade um seinen Hals und fünf Minuten lang ging der starte tag und Freitag wirb Eine Wanderung durch die Weltausstellung gangenen Rechnungsjahre vorgekommenen und nicht vorher von der Strom, der ihn strangulierte, verbrannte und erschütterte, durch in Paris" wiederholt. Im Hörsaal spricht am Montag Dr. M. Werner Vertretung bewilligten Etatsüberschreitungen in Höhe von 37 332 m. feinen Störper. Der Mann wand sich, während es von seinen an über" In den Alpen sonst und jetzt", Mittwoch Direktor Görfe über wurden nachträglich genehmigt. Die ichon oft verhandelte An- gebrannten Kleibern rauchte, in den gräßlichsten Buchungen auf dem „ In Boden. Zwei andre Männer, die Hilfe zu bringen versuchten, „ Die Weichsel von der ruffischen Grenze bis zur Mündung", gelegenheit betreffend die Aufbringung der Kosten für den Pfarrerlitten ebenfalls Verlegungen. Alle Rettungsversuche erwiefen sich, Donnerstag Dr. G. Raß über Schwefel und Phosphor". Freitag hausbau zu Weißensee wurde nach einer neuerdings Bandrats ehe der Strom nicht ausgeschaltet war, als unmöglich. Nach einigem Prof. Müller über„ Die niedersten Lebensformen und unser Wissen ergangenen Berfügung der Regierung und des vom Leben“ und am Sonnabend Dr. Donath Bom Zusammen- dahin erledigt, daß analog einer im Jahre 1881 zwischen Suchen fanden Polizeileute den Sektionsausschalter und erst nach tlingen der Löne". In der Urania, Invalidenstraße, hält Astronom den beteiligten Gemeinden erfolgten Auseinandersetzung Neu- Abstellung des Stroms fonnte man sich an die am Boden liegenden pier Personen heranwagen. Der Schaffner Seblit war am Graff einen Vortrag über„ Die Sonne und die inneren Planeten".23eißensee 36 Proz. der Bauſumme( rund 24000 r.) schlimmsten augerichtet worden. Um den Hals hatte er eine beisteuern will. In das Kuratorium für die gewerbliche Fort Jm Metropol Theater bringt der übliche monatliche bildungssäule wurden gewählt als Gemeindeverordnete: 20 Centimeter lange streifenförmige Strangulierungsfurche, längs ber ber Draht Brandwunden dritten Grads verursacht hatte, Programmwechsel im November eine Reihe erfitlaffiger Baschin, Schlie, Grobe, Taubmanu; als Arbeitgeber: der der Draht Brandwunden dritten Grads verursacht hatte, Specialitäten auf die Bühne. Gebrüder Panzer, die der neuesten Mode gemäß nicht Arbeitnehmer: Werfführer Hoppe, Zimmermann se Io. Die Hand- und Kopfakrobaten Klempnermeister Swoboda, Schlossermeister Büttner, els ferner streifenförmige Brandwunden dritten Grads an beiden Bon Händen und im Gesicht. Auch der Körper zeigte im Tricot, sondern im Frad erschienen, führten zum Teil einer ganzen Anzahl Geschäftsleute war eine dringliche Petition ein- wunden, und wo der Draht die Kleider berührt hatte, waren Kleider ganz Ausgezeichnetes vor. Die trefflichen Leistungen der Frant gegangen, in der die Abhaltung des Wochenmarkts auch an und Wäsche durchgebrannt. Außerdem hat der Mann eine schwere Bonhair Truppe find von früher bekannt. Guten Erfolg er- Sonntagen früh gefordert wurde. Die Mehrheit entschied sich dahin, Nervenerschütterung erlitten. Schwerverletzt war weiter die Frau zielten auch die Kostüm- Soubrette Mary Wolf und die franzöfiche der Petition teine Folge zu geben. Sedlak. Sie hat zwei circa handtellergroße Brandwunden dritten Sängerin Alice Berley. Das schon zum 115. Male wiederholte Hierauf erfolgte die Wahl zweier Schöffen. Es wurden gewählt Grads am Rüden und am rechten Oberarm und streifenförmige Stild:„ Die verkehrte Welt", etwas attualifiert, mit neuen Herr Kaufmann Rathmann und Herr Tischlermeister Blütschow. Brandwunden dritten Grads an beiden Händen davongetragen. Die zeitgemäßen" Wigen und Couplets versehen, erweist sich noch immer andren beiden Männer tamen mit leichteren Brandwunden davon als sehr zugkräftig. Die Brizer Gemeindevertretung hielt Freitagabend eine Das Apollo Theater brachte gestern als Beigabe zur Loreley Sigung ab, in welcher zunächst die Wahl von zwei Kreistagsverschiedene neue Specialitäten, die der Beachtung wert sind. Einer Abgeordneten erfolgte; als solche wurden Amtsvorsteher Regling mörderischen Kunst, fröhnt das Fechtkünstlerpaar Sulivan und Aranca. und Dekonomierat Späth gewählt. Einen der wichtigsten Beratungsgegenstände bildete sodann die Kanalisationsfrage. Die Gemeinde Es ist schwer zu sagen, ob die Dame oder der Herr im Gebrauch Brig hat mit der Stadtgemeinde Rigdorf Verhandlungen angeknüpft, Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Zahn des Stilets am geschickteſten ist; in Interesse beider wäre zu welche bezwecken, den Anschluß von Briz an die Rigdorfer Kanalisation zu anzugeben, unter der die Antwort erteilt werden soll, und die regte wünschen, daß sie wenigstens in der Ehe ihrer Stampfnatur die Zügel anlegten. Die als Operettenheldin be= erreichen. Man ging hierbei von der Annahme aus, daß Rigdorf Abonnement quittung beizulegen. Fragen ohne solche werden nicht beant tannte Sängerin wortet und schriftliche Antwort wird nicht erteilt. Carola fang demnächst durch Brißer Gemeindeterrain ein zweites Drudrohr legen als Dame bom Brettl Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag, diverse mehr oder minder ansprechende Lieder, wogegen die Alfred- müsse, bei welcher Gelegenheit es leicht sein werde, Nixdorf quasi zu Truppe auf dem abgegraften Boden der excentrischen Musikleistungen ingen, die Brizer Wirtschaftswässer mit aufzunehmen, widrigen einige bemerkenswerte neue Trics auflas. Forsche Kraftnaturen find sollte. Nun hat sich aber herausgestellt, daß die Legung eines zweiten und Ueberreichung der Quittung bei der ersten Gemeinde Niederschlagung Johann Bauer. Beantragen Sie unter Darlegung des Sachverhalts falls die Genehmigung zur Legung des Druckrohrs versagt werden die Weltons; weniger will uns die amerikanische Sängerin Madge B. S. 1. Ja. 2. Es giebt keine Grenze. 3. 8 Ellis gefallen, deren Excentricität" sich gar zu sehr im alten Geleije Druckrohrs seitens der Stadtgemeinde Rigdorf noch in weiter Ferne der Steuern. 5. M. 1000. Der Wirt ist im Recht. O. 8. 2. austobt. Eine Tänzerin ersten Rangs ist die Spanierin Chavita. liegt. Ferner wurde festgestellt, daß bei dem Anschluß von Briz an 10 und 12 bis 2. 1. 38. Die Klage gegen den Vor: Da ist in jeder Bewegung Poesie und Grazie. die Rigdorfer Kanalisation in Briß eine eigne Pumpstation errichtet Sechs Wochen zum Quartalsersten. werden müßte und die Kosten so bedeutend wären, daß Briz dafür Bater, hat zu zahlen. H. W. 39. Der Dienstherr, nicht Ihr stand wäre wenig aussichtslos. F. A., Huffitenstraße. Die Berufung können Ueber Gewitter und Blizableiter sprach Herr Prof. Neesen fast ein eignes Kanalisationswert erhalten würde. Aus diesem Sie vor dem Termin, durch Zustellung eines Schriftfazes zurücknehmen. in der Urania. Nachdem wir aus einer statistischen Aufstellung Grunde will man jezt dem Plan näher treten, eigne Kanalisation G. G., Köpenick. Wenn die Töchter nicht der Erbschaft entfagen, so von den durch Gewitter angerichteten Schäden einen Begriff er zu banen, voraussichtlich mit Rieselsystem. Die Versammlung müssen Sie das Bahngebiß bezahlen. Der Erbfchaft entsagt man innerhalb halten hatten, veranschaulichte Herr Neefen an der Elektrifiermaschine beschloß, Herrn Baurat Kleemann in Stegliz mit der Ausarbeitung 6 Wochen nach dem Tode durch notariell oder gerichtlich beglaubigte, dem 5. S. 100. 1. Das ist un und andren physikalischen Apparaten das Zustandekommen des Blizes. eines generellen Projekts für Schwemmtanalisation zu beauftragen. Amtsgericht einzureichende Erklärung. des Polarlichts und des St. Elmsfeuers. anfechtbar. 2. Das Schriftstüd tönnen Sie als ungültig anfechten. Eine überwältigende Die Gemeinde hat ein Schulbau rojekt ausarbeiten M., Wienerstraße. Nein. Naturerscheinung ist der beim Schneegestöber bemerkte lassen, durch dessen Ausführung voraussichtlich der Bedarf an Schul- Ihre Frau haftet für Ihre Schulden nicht. Feuerregen, ein Schauspiel, das dadurch zu stande gekommen räumen für mehrere Jahre gedeckt würde. Das Projekt ist der var, daß jede Schneeflocke dem Beobachter Finlay im Regierung mit der Bitte eingereicht worden, der Gemeinde zu den St. Elmsfeuer erschien. Ausführlich entwickelte der Vortragende die Baukosten eine außerordentliche Staatsbeihilfe zu gewähren. Die verschiedenen Theorien über die Luftelektrizität, von denen leider Regierung ist jedoch der Ansicht, daß zur Ausführung des Projekts noch noch keine eine befriedigende Erklärung über das Entstehen des tein Anlaß vorliege und bezweifelt selbst die Notwendigkeit der Gewitters bringt. Auf realem Boden steht aber die Beobachtung, projektierten Turnhalle, obwohl Briz bisher eine solche überhaupt daß die Entwicklung der Industrie nicht allein auf der Erde noch nicht besitzt. Dagegen solle das Grundstitch mit Rücksicht auf durch die Revolutionierung der unterdrückten Boltsmassen gewitter- die stetig steigenden Grundstückspreise schon jetzt beschafft werden. Noggen, gut schwangere Tage heraufbeschwört, sondern auch auf das Reich Sollte wirklich ein Bedarf an Schulräumen eintreten, jolle man der Lüfte gewitterbildend einwirkt. Gegenden mit start entwidelter folche mietsweise beschaffen. Lezteres hält die GemeindeIndustrie und vor allem die größeren Fabrikstädte sind viel häufiger Vertretung für unmöglich und beschloß daher, das Schulhausbau- †) Gerfte, gut der Blizgefahr ausgesetzt, als die fernab vom Großkapitalismus Projekt wenigstens zum Teil auszuführen. Ein recht kulturfreundlicher wirtschaftenden Gefilde. Beachtenswert war ferner der Hinweis des Standpunkt, den die Regierung einnimmt. Herrn Dr. Neesen, daß bei der Verwendung des Gas- und Wasserröhren- Systems zu Blizableitern keinerlei Gefahr erwächst und dessen Benutzung daher ohne Bedenken gestattet werden kann. Donnerstag und Freitag von 7-9 11hr abends statt. Marktpreise von Berlin am 2. November 1900 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. D.- Ctr. Welgen, gut mittel gering " " Kartoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg bo. 6, 4, 1,60 120 1,80 1Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter Karpfen Aale mittel " # gering 15,50 14,80 mittel gering " 14,70 14, Eier " 13,90 13,30 +) Hafer, gut miltel 16,20 15,20 15,10 14,20 Bander " gering 14,10 13,20 Hechte 7,32 6,82 Barsche 7,30 5,10 Schleie " 40, 25, Bleie " Die neuerrichtete Apotheke des Apothekers Karl Schröder in sigdorf, Hohenzollernplatz 1, ist am 30. Oftober nach vor- Nichistroh genommener Revision eröffnet worden. die Einführung des Neunuhr- Schlusses von morgen ab beAuch in Rummelsburg haben die Barbiere und Friseure Hen Erbsen Speisebohnen Vinsen 1,60 1,10 4.80 3. 2,20 1,20 1,80 1, 1,60 1, " 2,80 2, 60 Stit 1 kg 2,50 1,40 2,60 1, 1,80 1, 1,80 0,80 1,20 " 3, 1,40 0,80 45, 20,- Strebse per Stjot 12, 70, 30, +) frei Wagen und ab Bahn.g 2,50 Für die erste deutsche Esel- Ausstellung, die vom 18. bis 21. d. Mts. in Verbindung mit der ersten brandenburgischen Geflügel Ausstellung in der„ Neuen Welt" in der Hafenheide stattfindet, find 11. a. angemeldet zwei ägyptische Eselhengste, ferner Grauschimmel schlossen. javanischer, irischer und spanischer Abstammung, sowie andre euro- Eine Blutthat in Steglit. Bon seiner Geliebten erschlagen Produktenmarkt vom 3. November. Der heutige Getreide: päische und afrikanische Rassen. Auch mehrere Maultiere werden zu wurde in der letzten Nacht in einer Dachwohnung des Hauses Berg- martt verfehrte luftlos, doch waren die Preise behauptet. Der Einfluß sehen sein. Da auf Anregung des hiesigen Magistrats auch Giel- straße 7 au Steglitz der 35 Jahre alte Steinträger Karl Briewe. der niedrigeren von auswärts gemeldeten Preisnotierungen wurde durch geschirre und Wagen zur Prämiierung fommen, wird auch diese P., der sich nicht des besten Leumunds erfreute, hatte seine Ehefrau die Einwirtung der fälteren Witterung paralysiert. Auf der andren Seite Abteilung der Ausstellung sehr reichhaltig sein. verlassen und sich der von ihrem Mann getrennt lebenden dreißig wurden die Käufer durch weitere inländische Weizenangebote und rentable jährigen Frau Marie Flügel zugewandt. Gestern abend lam russische Roggenofferten zurückgehalten. Die Lieferungspreise für Weizen er, während während die Mutter der Flügel zu Besuch anwesend und Roggen waren nominell unverändert. Hafer veränderte sich kaum. war, in angetrunkenem Zustand nach Hause. Es entstand ein Rüböl schwächte sich um 10 Bf. ab. Streit, in dessen Verlauf die Fl. mit einer Blumenvase ihrem Ges Sur Bekämpfung der Wohnungenot in Charlottenburg liebten einen derartigen Sieb über den Kopf versezte, daß die Die start beantragt der Magistrat die Einfegung einer gemischten Deputation Schlagader der rechten Schläfe durchschnitten wurde. von fünf Mitgliedern des Magistrats und zehn Mitgliedern der blutende Wunde wurde von den Frauen nicht beachtet, und erst als Stadtverordneten- Bersammlung, welche über die Frage der Beschaffung. fich infolge eines Schwächeanfalls au Bett legte, eilte man zum von Wohnungen für die minderbegüterten Klaffen, insbesondere für die Arzt. Dieser vernähte die Wunde und legte einen Verband an. städtischen Arbeiter beraten soll. Die Begründung des Antrags, der B. starb jedoch im Flur des Hauses, in den man ihn gebracht hatte. am nächsten Mittwoch zur Verhandlung fommt, ist so charakteristisch Die Leiche wurde polizeilich beschlagnahmt und die Totschlägerin für die Auffaffung der herrschenden Klaffen über die zur Beseitigung verhaftet. der Wohnungsnot zu ergreifenden Maßnahmen, daß wir sie unfren Aus den Nachbarorten. Lesern nicht vorenthalten wollen: Seit Ausgang des Jahrs 1898 hat sich der Magistrat mit der Prüfung der Mißstände auf dem Gebiete des Wohnungswesens, die in Charlottenburg sowie in zahlreichen andern deutschen Städten Vermischtes. Spiritus. Locospiritus notierte 46,90 M. oder 0,10 m. niedriger. Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 3. November 1900. Amt: Zum Verkauf standen: 3758 Rinder, licher Bericht der Direftion. 948 Stälber, 9286 Schafe, 7947 Schweine. Bezahlt wurden fir 100 Bfund aber 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mart( beziehungsweise für 1 Bfund in Pf.): Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwertes, höchstens 7 Jahre alt 64-68, b) junge fleischige, nicht aus gemäßtete und ältere ausgemäßiete 59-63; c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 55-68; d) gering genährte jeden Alters 50-54. Bullen: a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes 62-65; b) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 55-60; c) gering genährte 48-53. Färsen und lihe: a) vollfleischige, ausgemäßtete Färsen höchsten Schlachtwerts 00-00; b) vollfleischige, ausgemästete Stühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 53-55; e) ältere ausgemäftete tähe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen 51-53; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 45-48; Milde Strafe. Der Hall. 8tg." wird aus Naumburg gee) gering genährte Kühe und Färjen 41-43. Kälber: a) feinste Masts erkennbar hervorgetreten sind, und mit der Frage einer Abhilfe meldet: Die hiefige Straftammer verurteilte den Fabrikdirektor fälber( Bollmilchaft) und beste Saugtälber 78-80, b) mittlere Mastfälber durch die städtische Verwaltung beschäftigt, und zur Erlangung eines Binger aus Zeit wegen fahrläffiger Tötung zu 4 Monaten Gefängnis. und gute Saugtälber 72-76, c) geringe Saugtälber 60-65, d) ältere, gering fichern Urteils in diesen vielumstrittenen, schwierigen Fragen Er hatte auf der Jagd anstatt eines Rehbods versehentlich einen genährte( reffer) 35-45.- Schafe: a) Maftlämmer und jüngere Mafts hammel 63-67, b) ältere Mafthammel 52-59, c) mäßig genährte ein umfangreiches einschlägiges Material zusammenzustellen Treiber erschossen. # Hammel und Schafe( Merzfchafe) 44-50, d) Solsteiner Niederungsfchafe( Lebendgewicht) 23-32. Schweine: a) vollfleischige der feineren Naffen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 14 Jahren 56-58, b) Käfer 57-58, c) fleischige 53-54, d) gering entwidelte 49-52, e) Sauen 49-51. Verlauf und Tendenz. Das Rindergeschäft widelte sich ziem lich glatt ab, hinterläßt aber etwas Ueberstand. Der Kälberhandel ge staltete sich ruhig, gute Ware war äußerst app. Bei den Schafen war der Geschäftsgang langsam, es bleibt Ueberstand. Der Schweinemarkt verlief glatt und wurde geräumt; nur leichte Ware war langsamt abzusetzen. Witterungsübersicht vom 3. November 1900, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Swinembe. 773 SO Hamburg Berlin Frankf./M. München Wien 772 ONO Wetter Stationen Barometerstand mm Winds richtung Windstärke Wetter Temp. n. G. c 16°.= 4° R. Wochen Spielplan. Opernhaus Schauspiel. haus Sonntag 4. Montag 5. Fra Diavolo Bergißmeinnicht Lohengrin Meine Shwieger: tochter Der wilde Reutlingen Dienstag 6. Der Barbier bon Bagdad Djamileh Meine Schwieger tochter Italien. Oper Neue Oper Die Fledermaus Die Fledermaus( M. Sembrich) ( Kroll) Mittwoch 7. Die Afrikanerin. Donnerstag 8. Neu einstudiert: Abu Hassan Barb. v. Bagdad Der wilde Reutlingen Freitag 9. 3. Sinfon- Abb. d. kgl. Kapelle Die Fledermaus( M. Sembrich) Sonnabend 10. Der fliegende Holländer Schillers Geburtstag Semele Sonntag 11. Der Barbier von Bagdad. Die roten Schuhe Semele Turandot, Prinz. v. China Die Journalisten Rosenmontag Nachm.: Der Biberpelz Die streng Herren Maria Stuart N.: Der Pfarrer Der Kaufmann von Venedig Meine Schwieger: tochter Italien. Oper Der Mitado Geschlossen Theater Deutsches Die Macht der Finsternis Rosenmontag Fauft Die Macht der Finsternis Rosenmontag Die Macht der Finsternis. Rigoletto Rosenmontag Die Macht der Finsternis Berliner Theater.. Die strengen Herren Die strengen Herren Der Rebell 3 Petersburg 3 Theater des Westens Hoffmanns Erzählungen Undine 3 Cort 1 Regen Aberdeen Paris 6 767 SSW 3Nebel 764SS 13 551b. bed. 11 Schiller. Theater Die goldente Eva Fauft I. Teil ( 1. Abend) Faust I. Teil ( 2. Abend) Faust II. Teil ( 1. Abend) Seceffions: Bühne 1 bebedt 2woltent 771 OSO 3 heiter Temp. n. T. wwo 5° C. 4° R. 5 Haparanda 774 SW 6woltig 767 Wetter- Prognose für Sonntag, den 4. November 1900. Beitweise nebelig, vorwiegend heiter und trocken bei mäßigen südöstlichen Winden, Nachtfrost und steigender Tagestemperatur. Berliner etterbureau. Ständiges Repertoire: Leffing- Theater. Alle Abende: Johannisfeuer. Nächsten Sonntagnachmittag: Die Ehre. Residenz Theater. Alle Abende: Die Dame von Marim. Bellealliance: Theater: Abende: Gastspiel der Tegernseer: Die Zwiberwurz'n. Alle Der Rebell Hoffmanns Erzählungen Die strengen Herren Boccaccio Die Bildschniger Die Bildschniger Die Bildschnitzer Die Bildschniger Daheim Daheim Daheim Daheim Der Bär Der Bär Der Bär Der Bär Müller Schulze Müller Schulze Müller Schulze Müller Schulze Carl Weik auf der Pariser auf der Pariser auf der Pariser auf der Pariser Weltausstellung Weltausstellung| Weltausstellung Weltausstellung Eine Wanderung Eine Wanderung Auf den Wogen durch d. Weltaus- durch d. Weltaus: Auf den Wogen Theater. Urania: | Wilhelmstädtisches Theater: Alle Abende: Der Tugendring. Friedrich- Theater bes Deans stellung in Paris ftellung in Paris Deutscher Metallarbeiter- Verband. Preie Volksbühne. Am 2. November starb an der Proletarierkrankheit unser Mitglied, 115/10 der Klempner Otto Riege Ehre seinem Andenken! Die Be erdigung findet heute Sonntag: nachmittag 3 Uhr vom Trauerhaus Bernauerstr. 83 nach dem SophienKirchhof in der Freienwalderstraße statt. Die Crtsverwaltung. Winterfest zur Feier des zehnjährigen Bestehens der Freien Volksbühne am Sonnabend, den 17. November, abends 8 Uhr, Brauerei Friedrichshain: Gentral- Kranken- u. Sterbe- Lyriker- Abend. Solisten- Konzert. tasse der Tischler ut. ( Oertliche Verwaltung Berlin E.) Montag, den 5. November, abends 8 Uhr, bei Bergmann, Basewalterftraße 3: 856b Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom III. Quartal 1900. 2. Innere Kaffenangelegenheiten. Sprechstunde findet an diesem Abend nicht statt. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Ortsverwaltung. P Orts Krankenkasse d. Vergolder u. Berufsgen. Montag, den 12. November 1900, abends 81/2 Uhr, im Gewerkschaftshaus ( Saal 5), Engel- Ufer 15: Unter Mitwirkung der Damen: Frl. Louise Dumont( Deutsches Theater) Magda von Dulong Lina Abarbanell( Kgl. Opernhaus) Martha Baginsky. und der Herren: Woldemar Sacks. Paul Kurz Henry von Dulong • Paul Pauli( Deutsches Theater) Nach dem Konzert: Festball Recitation. Gesang. ⚫ Violine. Klavier. Orgel. Gesang. Recitation. frei. Rauchen verboten. Zutritt haben nur Mitglieder mit ihren Angehörigen. Festmarken a 50 Pf. in allen Zahlstellen. 1 Heute Sonntagnachmittag 2 Uhr: Carl Weiss- Theater: Ueber unsre Kraft. VII. Abteilung. Die Mitglieder werden gebeten, pünktlich zu erscheinen. Die III. Serie der Vorstellungen beginnt am 11. November, nachmittags 22 Uhr mit dem II. Teil von Björnsons Ueber unsre Kraft. General- Versammlung Die Mitglieder werden darauf aufmerksam gemacht, dass wozu die Herren Vertreter der Arbeit geber und Arbeitnehmer ergebenſt eingeladen werden. 273/14 Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstands. 2. Abänderung der§§ 13 und 57 des Statuts. 3. Neuwahl des Rendanten und Festfegung des Gehalts desselben. 4. Neuwahl des Vorstands. 5. Wahl von drei Mitgliedern zur Prüfung der Jahresrechnung. 6. Verschiedenes. Montag, den 26. November 1900, in demselben Lokale, abends 82 Uhr: Wahlversammlung. Wahl von 205 Arbeitnehmern, wozu fämtliche großjährigen Rassenmitglieder eingeladen werden. Um 9 Uhr: Wahl von 102 Arbeitgebern, wozu die Herren Arbeitgeber eingeladen werden. Der Vorstand. 06 Paul im sie nur die Vorstellung ihrer Abteilung besuchen dürfen. Nachzügler haben kein Anrecht auf einen Platz im Theater und können besonders in der VII. Abtellung nicht berücksichtigt werden, da dieselbe gefüllt ist. Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag, den 18. November, abends 6 Uhr, gr. Der Rebell Hoffmanns Erzählungen Faust II. Teil ( 2. Abend) Der Thor und der Tod Hodenjos Fauftrecht und Landfriedensbruch Boccaccio Die Welt, in der man sich langweilt Die Bildschniger Daheim Der Bär Fauftrecht und Landfriedens: bruch Der Freischütz Faust II. Teil ( 1. Abend) Nm.: Wilh. Tell Die Bildschniger Daheim Der Bär Faustrecht und Landfriedens: bruch Eine Wanderung Eine Wanderung durch b. Weltaus- durch d. Weltaus Auf den Wogen des Oceans stellung in Paris stellung in Paris Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag, den 4. November 1900, abends 7 Uhr, im Königstadt- Kasino( Inh. Radatz), Holzmarktstr. 72, 1 Tr.: Vortrag des Geheimrats Prof. Dr. W. Foerster über: ,, Der Anblick der Himmelserscheinungen in den verschiedenen Regionen der Erde." Nach dem Vortrag: Gemütliches Beisammensein u. Tanz. Eintritt inkl. Garderobe 20 Pf. 5/ 6* Rauchen vor und während des Vortrags höflichst verbeten! des Oceans von Kirchfeld Boccaccio Nachm.: Der Troubadour Die Welt, in der m. fich langweilt Nachm.: Tell Fauftrecht und Landfriedens bruch Vereinszimmer, Piano, empfiehlt Schumann, Lorgingstr. 2. Es werde Licht! Verein zur Unterhaltung und Belehrung. Genoffinnen und Genossen, die Ins tereffe an geistiger Unterhaltung haben und fich an dramatischen und humoristischen Aufführungen beteiligen wollen, werden um ihren Beitritt gebeten. Jeden Donnerstag, abends Max Kliems Festsäle Uhr: Turmstraße 69. Hasenheide 13-15. Im neuen Festsaat Gr. Militär- Streich- Konzert. Jeden Sonntag: Anfang 6 Uhr. Nach dem Konzert: Kränzchen. In den alten Sälen von 4 Uhr ab: Ball. Jeden Donnerstag: Norddeutsche Sänger. ( Bimmermann, Steinhardt, Stangenberg 2c.) Anfang 7 Uhr. Empfehle meine Säle, 1200, 1010 und 560 Personen fassend, Vereinen und Gesellschaften. [ 5681L*] Max Kliem. Abteilung Weingrosshandlung Echt Jamaica- Rum rlow93190 Rum à Literflasche Mk. 2,10, 2,50, 3,10 und echt Verschnitt No. 3 Fa spini3 Faç., à Liter Mk. 1,-, 10 Liter Mk. 9,50 SW. 13. Eugen Neumann& Co. Amt IV. 9676. Belle- Allianceplatz 6a. Neue Friedrichstr. 81. Genthinerstr. 29. Oranienstr. 190. Grüner Weg 60. Elsasserstr. 71. Putbuserstr. 35. Schöneberg, Hauptstr. 129. Charlottenburg, Kaiser Friedrichstr. 48. Steglitz, Albrechtstr. 18. aller Branchen. Saal des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15: Blaue Arbeits- Anzüge für Heizer, Monteure, Elektrotechniker, Werkstatt- Bekleidung auch für Lehrlinge Ada Negri- Abend. M [ 5/7 zaids Jim as bestehend in wiim Kammermusik, Festvortrag, Gesang und Recitationen. Eintritt inkl. 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Der lettere habe, wie sie aus diesem Grunde Sie aufgefordert hat, an Ihre Familie Bu der heutigen Sigung, die Landgerichtsdirektor Miller fagit. behauptet, ihr einmal auch gesagt:„ Wenn Du das nicht alles aus- und Ihre Zukunft zu denken. Rechtsanwalt Dr. Werthauer: dann kommt Deine Schwester wegen nm 10 Uhr eröffnet, sind noch mehrere neue Zeugen erschienen, günstigung heran." Frieda Woyda wird dann auch über schwerte, gejagt: Jegt werde ich Rache nehmen und ihm ordentlich Be Haben Sie nicht, als Herr Sternberg einmal sich über Sie be darunter Kriminalkommissar Thiel, Geh. Kriegsrat Dr. Sto men, bie Art vernommen, wie sich die Angeklagte unverehel, Scheding etwas einbroden, daß er nicht mehr herauskommt? 3euge: der seiner Zeit als Staatsanwalt die Anflage gegen Sternberg ver- ihr genähert habe. Dieselbe habe sie nicht aufgefordert, etwas Un Rein, ich habe nur gesagt, daß, wenn ich etwas gegen ihn feststelle, treten, der Untersuchungsrichter Amtsgerichtsrat Dr. Hamel, wahres zu fagen. Sie habe nur gejagt: ich folle nicht lügen, sondern er hineinkommt.- Justizrat Dr. Sello: Haben Sie Herrn Justizrat Kleinholz. Staatsanwalt Braut: Herr Kommissar Thiel ist also hier, einen so großen Mann ins Gefängnis brächte. Wenn ich lige, würden 8euge: Nein; dazu war ich gar nicht in stande, ich habe bloß die Wahrheit fagen, Es wäre nicht hübsch, wenn ich durch Lügen Blümte eine Anstellung bei der Morgenpost" versprochen? ich benenne ihn als geugen. meine toten Eltern aus dem Grabe kommen und mich warnen. Der gesagt, daß bei solchen Zeitungen immer Leute gebraucht werden. Justizrat Dr. Sello: Die Verteidigung schließt sich natürlich Borsigende hält dem Mädchen vor, daß es selbst mit fleinen Jungen Es folgt die Vernehmung der Zengin Ehefrau dem Antrage, Herrn Thiel als Zeugen zu vernehmen, an, bittet aber Dummheiten gemacht habe. Sie will sich nicht darauf besinnen dringend, diese Bernehmung so bald als möglich stattfinden zu lassen. fönnen. Weitere Fragen des Vorsitzenden beziehen sich auf die Bea Hedwig Blümfe, Die Aussagen des Beugen Stierstädter sind so ungeheuerlich ge- hauptung, daß die Woyda einmal einen Mann fälschlich beschuldigt habe. der Schwester der Frieda Woyda, die eindringlich zur Wahrheit er wejen, daß es im dringendsten allgemeinen öffentlichen Intereffe Sie meint, sie habe damals nur die Wahrheit gesagt. Ferner fragt mahnt wird. Sie giebt an, daß ihre Eltern bald nacheinander liegt, so bald als möglich vollständige Klarheit zu schaffen. Das der Vorsitzende, ob etwa der mehrfach erwähnte Mann aus verstorben seien, zulegt am 4. April 1900 die Mutter. Nach Vorkommnis dieser Beugenanssage ist ein solches, daß ihm ein Frankfurt a. D. oder andre Männer fie unzüchtig berührt haben. dem Tode der letzteren sei die verwaiste Frieda zum Vormund Beispiel aus der preußischen Rechtsgeschichte zur Seite gestellt werden Das Mädchen verneint dies. Der Präsident geht dann nochmals gebracht worden, wo es ihr aber nicht gefallen habe. tann, es muß das Rechtsgefühl im ganzen Bolt durchaus beeinträch- Satz für Satz der früheren Aussage des Mädchens burch, hält ihr Sie habe dann bei der Masseuse Flicher Unterkunft gefunden tigt werden und es dürfte Aufgabe der maßgebenden Faktoren sein, Bunft für Bunkt vor und fragte sie immer wieder, wie sie zu und sei von dort zu den Schindlerschen Chelenten gebracht worden. diesem Gefühl der Rechtsunsicherheit so schnell wie möglich ein Ende solchen Bekundungen gekommen jei. Erst jetzt habe die Zeugin von einer Dame, die sie nicht fenne und Sie fommt immer wieder zu zu bereiten. Der Staatsanwalt teilt mit, daß er noch mehrere Beugen vor zu ihrer Aussage vorbereitet worden fei. der Schlußversicherung, daß sie durch den Schutzmann Stierstädter die sich aus freien Stüden bei ihr gemeldet habe, erfahren, daß mit Bei verschiedenen ihrer Schwefter in der Fischerschen Wohnung allerlei Abscheulichkeiten vor geladen habe, darunter den Landgerichtsdirektor 23 einmann, der Punkten erklärt das Mädchen, daß sie sich der Dinge nicht genommen worden seien. Die Zengin habe ihre Schwester aufgesucht und die vorige Hauptverhandlung geleitet hat und den damaligen Bei mehr erinnere.- Der Vorsigende stellt dann noch einige befragt und dabei dann allerdings Sachen erfahren, welche sie empörten. fizer Landgerichtsrat Grottle. Sie sollen über die früheren Be- Widersprüche in den Aussagen der Frieda Woyda und einigen Be- Die Warnerin habe ihr auch geraten, das Kind von den Schindlerschen kundungen der Woyda vernommen werden. hauptungen der Angell. Wender fest. Alsdann wird der Eheleuten fortzunehmen, da diese von Sternberg be. Kriminalfommissar Thiel stochen seien. Als die Zeugin Näheres über die Ungehörigkeiten Schuhmann Stierstädter befinden soll, die mit Frieda vorgenommen sein sollen, wird sie bon bittet dringend, ihn sofort zu vernehmen oder ihn zu beurlauben, damit er wenigstens schleunigst einmal nach Hause zu seiner Frau eilen könne, die sich in begreiflicher Aufregung befinde. Er stehe aber auf telephonischem Anruf sofort zur Verfügung. Der Gerichtshof hält eine sofortige Bernehmung des Bengen Thiel für nicht angängig und beurlaubt ihn bis zu seiner telephonischen Berufung. Neue Zeugen? 419 Juftigrat Dr. Sello: Der Herr Staatsanwalt hat mehrere Personen als Zeugen vorgeladen, von denen die Verteidigung bisher absolut noch nichts gewußt hat. Die Verteidigung muß bringend bitten, ihr das Beweisthema mitzuteilen. haben einer solchen Schwäche befallen, daß ihre Bernehmung bis Montag unterbrochen werden muß. Hierauf wird Kriminalkommissarius Thiel vernommen. mit dem Mädchen konfrontiert.- Bräf.: Zeuge Stierstädter, Sie haben die Aussage des Mädchens gehört. Ihre eignen Aussagen auf mich wenigstens einen günstigen Eindruc gemacht. Sie haben sogar aus eignem Antriebe Thatsachen zu gegeben, die gerade kein günstiges Licht auf Sie werfen. Ich hoffe, Gleich zu Beginn der Bernehmung erscheint der Chef der Kriminaldaß Sie sich streng an die Wahrheit halten werden. Ich frage Sie polizei Reg.- Mat Dieterici im Gerichtssaal. mun: Ist es wahr, was das Mädchen gesagt hat?" 8euge: Beuge Thiel fagt im allgemeinen folgendes ans: Er sei fünf in der Droschke auf das Kind eingewirkt habe. Der Wagen verursachte feine Rede davon, daß er den Beugeit Stierstädter zu seinem Nein, Herr Präsident. Es ist entschieden unwahr, daß ich bis sechsmal mit Stierstädter zusammengewesen. Zunächst sei gar ein so starkes Geräusch, daß es gar nicht möglich war, eine verständ- Geburtstag in dem landläufigen Sinne eingeladen" liche Unterhaltung zu führen.-Präj.: Haben Sie vielleicht in der Präj: Haben Sie vielleicht in der habe. Er pflege nach großen Sachen oder auch bei seinem Vorfizender Landgerichts Direttor Müller: Ich gebe der und sie dann gefragt haben: sind, ist es jo gewesen?"- 8euge zu spendieren. Dies sei bei seinem Geburtstag auch beabsichtigt und Weise auf die Woyda eingewirkt, daß Sie ihr die Thatsachen vorerzählt Geburtstag den Schuylenten seines Decernats ein Faß Bier Benge: Verteidigung zur Erwägung anheim, ob sie nicht nach Schluß der Nein, so ist es sicher nicht gewesen. Ich bestreite auch, daß ich während das Faß Bier sollte in der Ahrensschen Brauerei in Moabit ans Sigung reichlich Zeit hat, sich über die betreffenden Personen genau der Drofchlenfahrt ein Notizbuch zur Hand gehabt habe. Bräfgetrunken werden. Daran nahmen seine Beamten und zwei oder zu erkundigent. Nun Frieda, dieser Herr hat einen Gid geleistet, er fagt Dir ins Geficht, drei frühere Beamte teil. Er bitte, diefelben darüber zu befragen, Staatsanwalt Braun ist derselben Ansicht und erwähnt, daß daß Du nicht die Wahrheit gesprochen hast. Willst Du Dich nicht ents und sie werden ohne weiteres aussagen, daß sich Stierstädter an er außer den genannten Mitgliedern des früheren Gerichtshofs noch schließen, nunmehr die volle Wahrheit zu sagen?-8eugin Woyda: übernommen hat, daß er einen Reporter und zwei andre Personen zu dem Beweisthema Ich bin bei der Wahrheit geblieben, ich habe aulegt noch zu Herrn jenem Abend so sehr geladen habe, daß dem Ehepaar Blümke Geld und Geschenke Stierstädter gejagt: Belästigen Sie mich nicht mehr, ich weiß feben, ihn in eine Droschte zu setzen und durch andre Bejogar Blut ausspie. Er habe fich veranlaßt ges geboten find, falls das Kind Woyda seine Aussage von nichts!" Präi.: Herr Stierstädter, haben Sie vielleicht amte nach Hause fahren zu lassen. Zuerst habe man unter einem eingegriffen, als Herr v. Tresckow die Woyda vernahm? Zenge: Belt gefeffent, er babe weit ab von Stierstädter gesessen unb habe sich a ar nicht mit ihm über den Fall Sternberg ändert. Justizrat Dr. Sello: Die Verteidigung kam in dieser Sache auf kein einziges der ihr durch die Strafprozeß- Ordnung gewährten Rechte verzichten. Sie muß darauf bestehen, daß ihr das Beweis thema mitgeteilt wird, wenn der Staatsanwalt neue Zeugen herbeischafft. Staatsanwalt Braut: Ich bin meinerseits bereit dazu und will auch gern alle von der Verteidigung etwa zu bennenden Beugen vernehmen, und wenn wir hier bis Pfingsten fißen sollen. Justizrat Dr. Sello: Die Verteidigung hält es durchaus nicht für ungängig, daß hier nach Belieben einige Mitglieder des früheren Gerichtshofs als Zeugen auftreten. Sie müßten dann den Antrag stellen, daß sämtliche Mitglieder des Gerichtshofs, der damalige Gerichtsschreiber und sämtliche Personen geladen werden, die damals der Aussage der Frieda Woyda beigewohnt haben. Präs: Das würde einer Bertagung und zwar auf längere Beit gleichkommen, denn dem Gerichtshof stehen Räume in absehbarer Beit nicht mehr zur Verfügung, da der Schwurgerichtssaal vom 26. November ab anderweitig bejetzt ist. Nein, ich bin bei der Vernehmung gar nicht zugegen gewefen und eine Einmischung würde Herr v. Treschow sich auch nicht haben gefallen lassen. Zenge von Tresckow, unterhalten können. Nachher sei man in einen andern Maum gegangen, wo er allerdings etwas näher bei Stierstädter saß. nochmals vorgerufen, erklärt, daß er nicht wisse, ob Stierstädter lediglich aus Besorgnis über dessen Zustand. Da er während der Vernehmung des Mädchens im Zimmer anwesend war. nachher nicht wünschte, daß die Thatsache des Betrinkens des StierJedenfalls wiffe er bestimmt, daß er das Mädchen dringend zur städter an die große Gloce gebracht würde und er bei seinem Wahrheit erimahnt und ihr ernstlich ins Gewissen geredet, nicht Borgesezten vielleicht in den Verdacht käme, feine Beamten durch eine unwahrheit einen Menschen unglücklich zu machen. zum übermäßigen Trinken zu veranlassen, habe er sich turze Frieda Woyda bestätigt dies, fezt aber fofort hinzu: Aber Beit zu Stierstädter begeben, um zu sehen, wie ihm die Sache beHerr Stierstädter saß gleich am Nebentisch. 8euge v. Tre& dow tommen sei. Da habe er darüber geklagt, daß er an jenem Abend betont daß cr im allgemeinen ein Protokoll selbständig eigentlich zu wenig gehabt habe. Jufolge dessen habe er( Benge) abzufassen oder zu diktieren pflege, giebt aber die Möglich zu Stierstädter gesagt, daß er darunter nicht leiden solle. Habe ihn feit zu, daß Stierstädter in bescheidener Form diesen oder aufgefordert, mit ihm in ein Lokal zu kommen und auf seine Kosten jenen Bunft noch angeregt habe. Dann sei aber jedenfalls das etwas zu genießen. Sie feien dann beide zu Tucher gegangen und Kind von ihm selbst befragt worden und das Protokoll sei das da habe Stierstädter ans eignem Antriebe immer wieder von der Resultat seiner eignen Befragung. Er halte es für absolut aus Sternbergschen Sache angefangen, von deren Stand er selbst bis dahin geschlossen, daß Herr Stierstädter das Kind unter dem Bann seiner noch gar nichts wußte. Präs: Haben Sie irgend welche Aus Augen gehalten und es beeinflußt haben könnte. Präs.: deutungen gemacht, die auf Frieda Woyda. sich doch' mal Herrn Stierstädter an, Bestechung der Rechtsanwalt einemann: Nach Ansicht der Verteidigung gehen die Anträge des Staatsanwalts doch darauf hinaus, die Urteils findung des früheren Gerichtshofs auf den heutigen zu übertragen. bat ja gar nicht so große Augen.- Die Beugin wendet gedeutet werden können?-3 enge: Ich habe abfolut keinerlei ne Das frühere Urteil ist aber wegen Beschränkung der Verteidigung auch bedenklich, Herrn Staatsanwaltschaftsrat Romen hier eine Art Borfigender Landgerichtsdirektor Müller: Auf der andren Seite steht ja aber der Verteidigung der Herr Justizrat Kleinhola als Zeuge zur Verfügung. Ueberhaupt handelt es sich doch nicht um Eindrücke der vorgeladenen Beugen, sondern um bestimmte Thatsachen und ob das Mädchen damals befangen und schüchtern war u. dgl. Baidoyer halten zu lassen. fich zu Stierstädter uni, bleibt aber bei ihrer jezigen Dar deutungen dieser Art gemacht. Das dritte Mal, wo er mit StierZenge v. Tres do w: Frieda, Du weißt doch, daß städter zusammen war, sei dieser ohne Aufforderung an dem Tage ich ganz freundlich mit Dir verhandelt habe, daß ich Dich in feiner des Begräbnisses der Gattin des Direktors von Meerscheidt- Sülleſſent Weise grob behandelte und Du mir alles erzählt hast, wonach Du befragt wurdest. Ist das richtig?- Das Mädchen bejaht dies, er zu ihm in die Wohnung gekommen. Da sei bei ihm( Zeugen) der erste flärt aber wieder, daß Herr Stierstädter dabei war. Zepterer wieder- Berdacht gegen Stierstädter aufgestiegen, denn dieser erzählte die doch sehr spricht den Angaben des Mädchens über die Vorgänge bei ihrer auffallende Thatsache, daß er zufällig mit einem Droschkentutscher polizeilichen Vernehmung, ihre Widersprüche mit den Angaben der gefahren sei, der im Sternbergschen Prozeß als Zeuge diente. Diese " Bufälligkeit" schien ihm sehr bedenklich, jest glaube er annehmen Beamten sind nicht aufzuklären. Die Verteidiger Justizrat Dr. Sello und Dr. Werthauer zu dürfen, daß Stierstädter in dem Droschkentutscher nur einen Beugen für feinen Besuch haben wollte. Bei dieser Gelegenheit Rechtsanwalt Dr. Werthauer macht darauf aufmerksam, daß suchen die Glaubwürdigkeit des Zeugen Stierstädter abzufchwächen. habe Stierstädter wieder von der Sternberg- Sache angefangen und durch die Gerichtsprotokolle ja unzweifelhaft feststeht, was die Frieda Es scheine auf den Gerichtshof einen besonders günstigen Eindruck einen Brief erwähnt, der nicht zu den Aften gelommen sei. Woyda damals gesagt hat, so daß es einer Beweisaufnahme darüber gemacht zu haben, daß der Zeuge Stierstädter seine sittlichen Dann habe er Stierstädter nochmals bei sich gehabt, als es sich doch kaum bedarf. Berfehlungen ohne gwang gang frei dem Gerichtshofe mitgeteilt barum handelte, daß dieser ihm überwiesen werden dürfte Justizrat Dr. Sello: Für den Fall, daß der Gerichtshof nicht zu haben schien. Justizrat Dr. Sello behauptet, daß dies durch- und er ihm Instruktionen für den Kollidienst erteilt. Der da= auf Grund der bisher erhobenen Beweise schon zur Freisprechung aus nicht freiwillig gewesen sei, denn der Zeuge habe nach seiner mals gleichfalls anwesende Kriminalschußmann Schulz werde bes des Angeklagten kommen sollte, stellt die Verteidigung formell den eignen Angabe schon geahnt", daß seitens der Berteidigung diese zeugen, daß Stierstädter ihm damals gesagt habe: Wenn Sie die Antrag, eventuell auch noch die beiden andren Beisiger des vorigen fittlichen Berfehlungen zur Sprache gebracht werden. Justizrat Sache Sternberg hätten, dann würde diefelbe ganz anders Gerichtshofs( die auch jetzt wieder beifigen) und den Gerichtsschreiber Dr. Sello: Haben Sie sich einmal geäußert: Wenn ich purzele, Sache Sternberg hätten, dann würde diefelbe ganz anders in Schwung tommen. Bei der legten Begegnung habe Fröhlich als Zeugen zu laden. Stierstädter erzählt, daß er eine große Sache Sternberg purzeln noch 10 andre; jezt zu ermitteln habe und er könnte ihm manches Juterich werde mit einer Sache vorkommen, wegen deren sich der Justiz essante in der Friedrichstraße zeigen. Er habe dann die Ges rat Sello eine Kugel durch den Kopf schießen wird?- Beugelegenheit wahrgenommen, um mit ihm an der Ede der FriedrichStierstädter: Er habe nur die Aeußerung Thiele von dem Tots straße und der Passage zusammen zu treffen. Zu seinem Erstaunen schießen im Auge gehabt und vielleicht geäußert: die Sache wird sei dann aber auch Herr BIümte da gewefen. Jetzt werde ihm Sie muß Rücksicht darauf nehmen, daß der Angeklagte seit dem Herrn Justizrat Dr. Sello als Verteidiger schmeißen". tlar, daß Herr Stierstädter ihn wahrscheinlich auf diese Weise mit 27. Januar in Untersuchungshaft fizt und verzichtet lediglich aus Juftigrat Dr. Sello wünscht von dem Zeugen Auskunft Blümle fonfrontieren" wollte, um zu erfahren, ob er auch zu den diesem Grunde auf alle Anträge, die eine Vertagung der Verhandlung darüber, ob er an einer offenbaren Falle" beteiligt ge Personen gehöre, die den Blümle angeblich zu beeinflussen suchten. herbeiführen könnten. wesen sei, die ihm( Dr. Sello) eines Tags gestellt werden Beuge ging dann mit Stierstädter die Friedrichstraße auf Der Gerichtshof beschließt, zunächst nur die vom Staatsanwalt sollte. Es habe sich eines Tags ein angeblicher Kriminal- und ab, und da habe letzterer wieder Erzählungen über vorgeschlagenen Zeugen zu vernehmen. schuzmann Müller brieflich an ihn gewendet und versprochen, den Prozeß Sternberg angefangen und folgendes erzählt: Als Der Borsigende giebt Kenntnis von dem Eingange giveier ano- belastende Thatsachen gegen Stierstädter vorzubringen, es drohe er Sternberg in der Droschte zur Polizei brachte, seien nymer Briefe, auf die der Gerichtshof natürlich keinen Wert lege. aber dem Briefschreiber die Ermission und deshalb könne er mir mit sie an ein Haus vorbeigekommen, und und da habe Sternberg Der eine davon ist an den Kriminalschugmann Stierstädter gerichtet der Sprache herausrüden, wenn er 500 W. erhalte. Man wollte ihn gefagt, das ist mein Haus". Anknüpfend hieran habe Stierstädter und von diesem überreicht. Es werden darin gegen den Rechts- damit offenbar in eine Falle locken. Beuge Stierstädter gesagt, daß er doch recht dumm sei, denn er hätte doch bloß Herrn anwalt Dr. Werthauer Anschuldigungen erhoben, daß er seinen erklärt, nichts hiervon zu wissen. R.-A. Dr. Werthauer Sternberg zu sagen brauchen, er möchte die Frieda Woyda bezüglich fragt, ob die Aeußerung des Zeugen bezüglich des Purzelns" Der Gerichtshof zieht sich zur Beratung zurück. Bei seinem Wiedererscheinen erklärt Justizrat Dr. Sello: Die Verteidigung hat sich inzwischen nach sorgfältiger Beratung schlüssig gemacht, den gulegt gestellten Antrag zurückzuziehen. um dann " das Haus gern haben, Einfluß ausgeübt habe, ihrer Aussage umzustimmen. Rechtsanwalt Dr. Werthauer: nicht dahin gegangen sei: Wenn ich purzele, dann purzelu noch Das ist eine absolut böswillige Erfindung. Es würde mich einige Vorgesezte mit, die Herrn Sternberg möglichst schonen und dann wäre es sein Eigen gewesen. Darauf habe er ironisch nicht überraschen, wenn sich Leute finden, die durch falschen Eid wollen. Beuge Stierstädter: Mir ist von Kollegen au geantwortet: Möglicherweise bekommen Sie noch eine Billa am Genfer See. Stierstädter habe dann weiter gesagt: die Behauptungen solcher anonymer Briefschreiber bekräftigen. verstehen gegeben, daß ich Das hat ja doch nur den Zweck, den Versuch zu machen, wie das Wenn er heute noch zu Sello ginge, würde er sofort zwei Sternberg etwas schonen Millionen erhalten, und da habe er ihm wieder ironisch gejagt: erst gegenüber dem Herrn Justizrat Dr. Sello der Fall war, auch möchte. Präs.: Welche Stollegen waren denn das? 8euge: ihn zu stürzen. Er fei bereit, unter seinem Eid zu erklären, daß Mein Kollege Rohrbach, Na, wissen Sie, dann könnten Sie mir eine Million abgeben. Er der Ordonnanz des Direktors habe den Mann nicht mehr ernst nehmen tönnen, denn er habe in die Behauptungen der anonymen Briefschreiber absolute Unwahr- v. Meerscheidt- Sülleffem war, hat mir einmal vorgehalten, denselben Atemzug auch den Direktor v. Meerscheidt- Süllessem, den heit seien. ich folle an meine Familie denten, vernünftig sein nfw. Bras. Striminalinspektor öfft, den Oberstaatsanwalt Jfenbiel beschuldigt, Präs: Nach Erledigung dieser Vorverhandlungen wird die Beweis Erzählen Sie das doch etwas näher. 8euge: Mein Sollege daß sie in der Sternberg- Sache parteiisch seien, hat behauptet, aufnahme fortgefeßt. Rohrbach hat einmal in einem Gespräch, welches er 121 daß Staatsanwalt Nomen seine neue Stellung im StriegsFrieda Woyda einem Bierlofal mit mir antnüpfte, die Rede auf Stern ministerium durch Sternberg erhalten ze. 2c. Beuge Stierstädter wird nochmals vorgerufen und vom Vorsitzenden nochmals eingehend berg gebracht und dabei gefagt: Seien Sie nicht so scharf, bestreitet das legtere.- Der Zeuge Thiel bekundet dann von der bernommen. Sie bleibt bei ihrer gestrigen Darstellung, daß alles denken Sie an Ihre Familie und an Ihre Stellung, es wird Ihnen legten Busanımenfunft, die er mit Stierstädter gehabt habe und was sie das vorige Mal bekundet hat, unwahr sei und daß sie gestern später von Nutzen fein. Der Beuge bringt noch einige Momente bestreitet auch entschieden, daß er dabei irgendwie auf ihn eingewirkt die reine Wahrheit gesagt habe. Der Vorsitzende giebt sich die vor, aus denen er zu folgern scheint, daß man in den Kreisen von habe. Präs: Sie haben ihm also niemals irgend welche erdentlichste Mühe, aus dem Mädchen herauszubekommen, wie sie Bolizeibeamten Fühlung mit Sternberg oder mit der Verteidigung Sumunen geboten?-8euge: die ganz ungeheuerliche Thatsache erklären wolle, daß fie das vorige haben müsse. So habe ihm Herr Rohrbach auch einmal gefagt: Mal angeblich fo foloffal gelogen habe. Das Mädchen wird vom Denten Sie an das Schreiben der Briefe an Blimte. Woher habe Borfizenden eindringlichst und mit väterlichem Ernst, unter Hinweis er die Kenntnis gehabt, daß solche Briefe geschrieben waren? Ich habe auch mit Herrn Justizrat Sello niemals über ein auf die Religion und das schwere Unrecht, welches im falschen Bräf.: Dann läßt sich aljo die Sache vielleicht so derartiges an Stierstädter zu richtende Anfinnen gesprochen, auch von Zeugnis liege, zur Wahrheit ermahnt. Die geugin bleibt aber dabei, erklären, daß Herr Rohrbach Kenntnis davon erhalten hatte, feinem andren Menschen bin ich mit solchem Anfinnen beauftragt Absolut nichts! der worden. Auf Befragen des Juftigrats Sello erklärt der Zeuge, und sei inzwischen gelöscht worden. Justizrat Sello: Also Herr Borgesetzten in eit Gespräch zu verwideli? Jah bin doth Soldat baß er studiert habe und Lieutenant der Landwehr sei. Stierstädter Beuge, Sie behaupten, daß es Bufall" war, daß das gewesen und weiß doch, wie man sich einem Vorgesezten gegenüber Fei ein nervös gewordener Mann, der an Selbst über- Fräulein Pfeffer mit Woyda im Polizeigebäude zu zu verhalten hat. Eine Uebereinstimmung ist in diesem Punkte hebung Leide und bei dem der Wunsch vielleicht der fammentraf, daß die Begegnung mit dem Droschkentutscher ebenfalls zwischen den Aussagen der Zeugen ebenso wenig zu erzielen, wie in Bater des Gedankens fei. Nun wird der Zeuge Stierstädter eine zufällige war, daß lediglich einem Zufall das Zusammentreffen andren. Immer wieder werden die beiden sich schroff gegenübermit dem Zeugen Thiel fonfrontiert und hält unter großem mit Blümke an der Baffage zuzuschreiben ist? 8euge: Ja.stehenden Zeugen konfrontiert. Der Zeuge Thiel muß wiederholt Aufwand von Worten, bei denen die allerverschiedensten Dinge Präs.: Herr Kommissar Thiel, Sie stellen also alle Behauptungen daran ermahnt werden, seine Ruhe nicht zu verlieren. in großer Schnelligkeit berührt werden, Punkt für Buntt feiner des Zeugen Stierstädter in Abrede?- Beuge Thiel: In allen Mit voller Bestimmtheit beharren beide Zeugen auf ihrem entgegen= gesetzten Standpunkt, ohne daß es dem Präsidenten gelingt, einen Beschuldigung aufrecht, während Zeuge Thiel Punkt für Puntt seinen Behauptungen liegt der vielen Widersprüche zu klären. ihm widerspricht. Auf eine Bemerkung des Zeugen Stierstädter stellt der Vorsigende durch Befragen des Angell. Sternberg fest, daß Direttor Meerscheidt- hüllessem mit legterem So mag ich wohl mit ihm über den Fall Sternberg gesprochen bekannt sei und von ihm einmal eine hypothet auf ein haben, aber jedenfalls ist Stierstädter derjenige gewesen, der zuerst leines Grundstück in Rügen erhalten habe. Die Hypothet das Gespräch darauf brachte.- Zeuge Stierstädter: Herr sei sehr gut gewesen, habe weit innerhalb der Feuerkasse gestanden Präsident, wie sollte ich als Untergebener wohl dazu kommen, einen Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Ver antwortung. Theater. Sonntag, den 4. November. Freie Volksbühne. Carl Weiß: Theater. 7. Abteilung( weiße Karten). Ueber unsre Kraft. ( 1. Teil.) Anfang 234 Uhr. Opernhaus. Fra Diavolo. Vergißmeinnicht. Anf. 7½ Uhr. Montag: Lohengrin. Schauspielhaus. Meine Schwiegertochter. Anfang 72 Uhr. Montag: Der wilde Reutlingen. Neues Operu Theater( Kroll). Die Fledermaus. Anf. 72 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Deutsches. Die Macht der Finsternis. Anfang 72 Uhr. Nachm. 22 Uhr: Die versunkene Glode. Montag: Rosenmontag. Leffing. Johannisfeuer. 712 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Ehre. Montag: Johannisfeuer. Anfang Berliner. Die strengen Herren. Anfang 72 Uhr. Nachm. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal) Abends 8 Uhr: Auf den Wogen des Oceans. Montag: Eine Wanderung durch die Weltausstellung in Paris. Jm Hörsaal: In den Alpen sonst und jetzt". Von Dr. Werner. Invalidenstr. 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Stern: warte. Schiller Theater ( Wallner Theater). Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Das Glück im Winkel. Schauspiel vielleicht ein Körnchen Wahrheit. RANIA Apollo- Theater. Taubenstr. 48/49. Sonntag, abends 8 Uhr: Auf den Wogen des Oceans Montag, abends 8 Uhr: Eine Wanderung durch die Weltausstellung in Paris. Im Hörsaal: " In den Alpen sonst und jetzt." Von Dr. Werner. Invalidenstr. 57/62. in 3 Atten v. Hermann Subermann. Tägl. Sternwarte. Sonntag, abends 8 Uhr: Die goldne Eva. Lustspiel in 3 Aften von Franz von Schönthan und Franz Koppel- Ellfeld. Montag, abends 8 Uhr: Faust. I. Teil. 1. Abend. Dienstag, abends 8 Uhr: Faust. I. Teil. 2. Abend. Mittwoch, abends 8 Uhr: Faust. II. Teil. ( 1. Abend. Das Reich der Mütter.) Donnerstag, abends 8 Uhr: Faust. II. Teil. 2 Uhr: Die lieben Kinder.( 2. Abend. Fauſts Tob u. Erlöfung.) Thalia Theater Montag: Die strengen Herren. Residenz. Die Dame von Marim. Anfang 72 Uhr. Mittags 12 Uhr: Litterarische Matinee: Sturm. Montag: Die Dame von Marim. Nenes. Die Butterseite. Anfang 7 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Nackte Kunst. Montag: Die Butterseite. Weften. Hoffmanns Erzählungen. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die weiße Dame. Montag: Undine. Dresdenerstr. 72. Heute und folgende Tage: Der Liebesschlüssel. Große Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz. Hauptdarsteller: Thomas, Thielscher, Nachmittags 5-10 Uhr. Passage- Theater D- Vorstellung Täglich: ununterbrochen von 12 Uhr mittags bis 11 Uhr nachts. Jenseits d. krummen Lanke. 3. Seebataillon 2.Compagnie 12 Debuts erster Specialität. Passage- Panopticum Riccardo und Benedetto Miss Madge Ellis The Weltons Alfred- Truppe Sennorita Chavita Sulivan u. Aranka Cäcilie Carola Rhomes Pannonia Der Kosmograph Nachdem noch die Verteidiger Rechtsanwalt Sello, Dr. Werthauer, Heinemann und Mendel eine Menge Kreuz- und Querfragen an die Zeugen gerichtet haben, vertagt der Präsident die Verhandlung bis Montagvormittag 91/2 Uhr. Wo amüsiert man sich grossartig? Hasenheide 21 und Jahnstr. 8 in Schnegelsbergs Festsälen, nb.: Max Schindler. Telephon: Amit IV Nr. 1132. Heute: Grosser Ball, 1 als Specialität:* Cigarren- und echten Weichselspitzen- Regen berbunden mit Schlangen- u. Bonbon- Regen u. diversen Ueberraschungen. Täglich: Specialitäten Vorstellung. Entree frei. Empfehle den geehrten Gewerkschaften, Vereinen, Fabriken 2c. meine Säle, 300 und 1200 Personen faffend( mit Bühne) zu Versammlungen und Festlichkeiten jeder Art.[ 5741* Fräulein Loreley Cirkus Renz- Konzert- Tunnel Operette von Bolten- Bäckers. Musik von Lincke. Kasseneröffnung 6 Uhr. Anfang 72 Uhr. si di Karlstrasse, Nur erstklassige Wochentags 7 Uhr. Sonntags 5 Uhr. Specialitäten. Direktion: J. M. Hütt. Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tanz ohne Nachzahlung. Cirkus Busch Palast-Theater Sonntag, den 4. November cr.: 2 grosse brillante 2 Vorstellungen; Nachm. 4 Uhr und abends 712 Uhr. Nachmittags 4 Uhr hat jeder Er wachfente ein sind frei, weitere Kinder auf allen Sitzplägen die Hälfte. Nachm. 4 Uhr: Gala Vorstellung. Besonders hervorzuheben: Prof. Hermanns früher Feen- Palast, Burgstr. 22. Gr. Konkurrenz- Programm! Neu! 8 Uhr! Neu! Die Regimentsnummer Boffe mit Gefang von M. Reichardt. Schladebach, Schlächtermistr.: Direttor Richard Winkler. Lona Cass, die jüngste deutsche Soubrette. Gisella, Cirkus Schumann. Heute, Sonntag, den 4. November, nachmittags 32 u. abends 71/2 Uhr: große außerordentliche Gala: Vorstellungen 2 Ju beiden Vorstellungen: Nach mittags und abends: Letztes Sonntags- Auftreten Les 9 Colibris, sensationelle Demonstrationen preisgekröntes Ges- u. Tanz- Quartett. die fleinsten Menschen der Welt. Fesselung und rätselhafte Entfesselung eines Sträflings. Die Flucht aus dem verschlossenen Helmerding, Junkermann, Bauimider China in Berlin. Reifetoffer mitten in der Manege. und Selig und die Damen Milton, Schäffer, Wanovius, Junker- Schatz u. Wehling. Anfang 72 Uhr. Chinesischer Marktplatz mit chinesischem Theater. Die Katze und der Engel. Schiller. Die goldne Eva. Anfang Carl Weiss- Theater Eintrittspreis f. Theater 50 Pf. 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Das Glück im Winkel. Montag: Fauft. I. Teil. 1. Abend. Seceffionsbühne. Der Bildschniger. Gr. Frankfurterstr. 132. Letzte Sonntags- Aufführung: Müller und Schulze auf der Pariser Weltausstellung. einschliessl. Panopticum CASTANS Daheim. Der Bär. Anf. 7½ Uhr. Anf. 7 Uhr. Worgen: Dieselbe Bot PANOPTICUM Nachmi. 3 Uhr: Komödie der Liebe. Montag: Die Bildschnitzer. Daheim. Der Bär. Central. Boccaccio. Anf. 71/2 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Geisha. Montag: Boccaccio. Thalia. Der Liebesschlüffel. Anfang 712 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Luifen. König Krause. 8 Uhr. Anfang Nachm. 3 Uhr: Donna Diana. Montag: König Krause. Friedrich- Wilhelmstädtisches. Der Tugendring. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Fatiniza. Montag: Der Tugendring. Carl Weiß Müller und Schulze auf der Pariser Weltausstellung. Anfang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Belle- Alliance. Die Zwiderwurz'n. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Metropol. Specialitätenvorstellung. Die verkehrte Welt. Anfang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Apollo. Specialitäten- Vorstellung. Fräulein Loreley. Anf. 71/2 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Palast. Specialitäten Borstellung. Die Regimentsnummer. Anfang 72 Uhr. $ Montag: Dieselbe Borstellung. Paffage Panoptikum. Speciali täten Vorstellung. China in Berlin. Anfang mittags 12 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 7 Uhr. S stellung. Donnerstag zum erstenutal: Fauftrecht u. Landfriedensbruch. Histor.- romant. Schauspiel in 3 Aften von E. Ritterfeldt. Neue Dekorationen. Neue Koſtünie. Ca. 100 Mitwirkende. Sonnabend, nachm. 4 Uhr: Rübe zahl und die geraubte Prinzessin. Central Theater Nachmittags 3 1hr zu halben Preisen: Die Geisha. Friedrichstr. 165. Neu! Dahomey- Dorf. Neu 38 wilde Welber von der Leibgarde des Königs Behanzin. Kriegs- u. Gefechts- Scenen, Exercitien, Nationaltänze. Vorstellung.: 12 Uhr mittags, nachm. von 3-10 Uhr stündl. ,, Allerseelen", neue Illusion! Russ. Damenkapelle Zarina. Pf. Operette in 3 Atten von S. Jones. Militär u. Kinder 25 Pt. Abends 72 Uhr: Boccaccio. Komische Operette in 3 Aften von F. Bell und R. Genée. Musik von Franz Suppé. Montag u. Dienstag: Boccaccio. Mittwoch u. folgende Tage: Die Geisha. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Zum Schluß:( nur noch kurze Zeit!) Excellenz kommt! Anfang 8 Uhr. Borher: Konzert. Metropol Theater. Buni 117. Male: Verkehrte Welt! mit der hochoriginellen Franenparade. Vorher: das brillante NovemberSpecialitäten- Programm. Alice Berley. Bonhair. Brüder Pantzer. etc. etc. Beginn der Vorstellung 1/28 Uhr, der Operette 9 Uhr. Rauchen überall gestattet. Wolfgang's Sandmann& Wolffgang Grör, Kom. Ges, Berlin SW 19 Vorführung aktueller Bilder durch das amerikanische Bioscope". Abends 7 Uhr: 93 Berliner Landpartien Be Ult über Ult. Tolle Streiche zu Waffer und zu Lande in 2 Aften. Besonders hervorzuheben: Die Bootskatastrophe auf dem Müggeljee. Europäische Kavallerieen auf 16 Schulpferden. Brof.Hermanns Demonstrationen. Vorführung aktueller Bilder durch das „ Bioscope". W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Heute, Sonntag, den 4. November: Der Bettelstudent von Berlin Boffe mit Gesang und Tanz in 3 Affen von G. Braun u. H. Busse. Musik von Franke. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Montag: Der Hüttenbesitzer. Sanssouci Kottbuserstrasse. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag: Hoffmanns Nordd. Sänger. Anfang Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pf. Von 5-7: Unterhaltungs- Musik. Wochentags 8 Uhr. Entree 30 Pf. Nach jeder Soiree: Tanzkränzchen. Two Bretons, Redturner ersten Rangs. Clown Levator mit seiner Dressur: Gruppe. Außerdem: D 10 erstklassige Schaunummern. Anfang: Wochent. 71/2, Sonnt. 6 Uhr. Entree: 50 Pf. Deutsche In beiden Vorstellungen: Auftr. des Löwen- Baron In beiden Vorstellungen: Riesen Programm, Auftreten sämt!. neu engagierten Specialitäten sowie Vorführung der anerkannt unerreicht dastehenden Original- Dressuren bes Dir. Alb. Schumann. In der Nachmittags: Borstellung auf allen Bläzen: Ein Kind frei. Jedes weitere Rind unter 10 Jahren halbe Preise, außer Galerie( abends jedoch volle Preise). Konzerthallen CHINA. Spandaner Brücke. 4 Täglich ausländische Kapellen 4 Gr. Theater- Vorstellung. Ostbahn- Park, Rüdersdorfer Küstrinerplatz. Jeden Sonntag und Mittwoch: Süddeutsche QuartettSänger. Kasseneröffnung 5 Uhr, Anfang 612 Uhr. Entree 30 Pf. Passepartouts haben Mittwochs Gültigfeit. Nach d. Borstellg. BALL. Elysium. Landsberger Allee 40-41. Jeden Sonntag und Mittwoch: Norddeutsche Sänger. Bochentags Tanz frel. Bereins- und Grosses Konzert. Vorzugsbillets wochentags gültig. Säle zu Festlicht. u. Versammlungen. Um 9 Uhr: BALL. Anfang Uhr. Entree 30 Pf. madaign Montag: Gala- Sport- Vorstellung. Letztes Auftreten der Colibris. China. Urania Wrangelstrasse 10/11. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Anf. 4 Uhr. Siehe Anschlagfäulen. Empfehle mein Lokal zu Fest: lichkeiten und Versammlungen. 56239*] C. F. Walter. Theater Grand Hôtel Alexanderplatz.in Pummels Roman.. Bosse mit Gesang u. Tanz in 3 Aften. Nachmittags 3 Uhr volkstümliche Vorstellung zu kleinen Preisen: Preciosa. Gesellschaftshaus Swinemünderstr. 42. Tägl. Theater u. Specialitäten. Vorstellung. Jeden Sonntag: Ball. Säle für Gesellschaften, Vereine, ( 56249* foulant zu vergeben. Albrechts Gesellschaftshaus, traße 108, empfiehlt seinen Saal. Gr. Bereins zimmer Sonnabende noch frei.[ 5695* echie, bittere Magen- Cropfen. Srosit Kamerad! Kennen Sie schon unseren Tafelliqueur Spree fixe? 11011 Automobil Begegnung im Felddind #sirs que dis automobil dur Sarde Div. Automobil Garde Div 600 Spree Nis Sho drim V. Wahlkreis. Sonnabend, den 10. November, in der Brauerei Schweizergarten, Am Königsthor: Stiftungsfest. Orokes Konzert V ausgeführt von der Freien Vereinigung der Civil Berufsmusiker unter Leitung des Dirigenten Juskow ſowie Liedertafel„ Ive ir Sänger". Komische Vorträge, ausgeführt bont Kummerschen Quartett. Festrede. 245/1: 12 Nachdem: Grosser Ball. etlosiono us de Anfang 8 Uhr. Der Vorstand. Billets 30 Pf. Zahlreichen Besuch erwartet 6. Wahlkreis. Achtung! Mittwoch, den 7. November, abends 8 Uhr, Zehn große Volks- Versammlungen Orts Krankenkaffe der Schuhmacher. Dienstag, den 6. November, im ,, Engl. Garten", AlexanderStraße 27c: I. Abends 8 Uhr: Generals Versammlung der Vertreter der Arbeitgeber. Tagesordnung: Wahl bon 2 Borstandsmitgliedern pro 1901 bis 1902. II Abends 81/2 Uhr: General: Versaminlung der Vertreter der Kassenmitglieder. Tagesordnung: Wahl von 4 Vorstandsmitgliedern Jomser follosales bus ogleda neden bepro 1901-1902. in folgenden Lokalen: 1. Kreis: Cohus Festfäle( großer Saal), Beuthstr. 20. Heute Sonntag, den 4. November, abends präcise 6 Uhr, 2. im Kolberger Salon, Kolbergerstraße 23: Versammlung des Bildungsvereins„, Mehr Licht". 3. Vortrag des Genoffen Waldeck Manasse über: Kommunale 4. Streiflichter. Nachdem: Gemütliches Beisammensein mit Tanz. Entree 10 Bf. Gäste willfontmen. " " Berliner Bockbranerei, Tempelhofer Berg. Berliner Resource, Kommandantenstraße 57. Süd- Ost: Hrania, Wrangelstraße 10/11. 10 4ndow go Osten: Belter, Roppenſtraße 29. JOW 120/11 4. dongulosten: " Deutscher Holzarbeiter- Verband. 5. Shweizer- Garten, Am Königsthor. 86 Vertrauensmänner- Versammlungen. 6. Dienstag, den 6. November, abends 8% Uhr: 6. Moabit: im totale des Herrn Jocksch, Turmſtr. 84. Tages Ordnung: Bericht der Werkstatt- Kontrollfommission und Verschiedenes. Wedding und Gesundbrunnen: bei Seren Raabe, Tages Ordnung: Kolbergerstr. 23. 1. Bericht der Kommission. 2. Verbands: und Werkstatt Angelegenheiten. 3. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen gewünscht. Rofenthaler und Schönhauser Vorstadt: bei Wernau, Schwesterstr. 23. ste talo Tages Ordnung: Bericht der Werkstatt kontrollkommission, Berbands: und Berkstatt Angelegenheiten und Verschiedenes. 109/14 Weften- und Südwesten: in Habels Brauerei, Tages Ordnung: Bergmannstr. 5-7, 1. Bericht der Kommission. 2. Werkstatt- Angelegenheiten. 3. Ver" 6. 6. " Peters Gesellschaftshaus, Alt- Moabit Kösliner Hof, Röslinerstraße 8. Ballschmieders Salon, Badstraße 16. Mierke, Schönhauser Allee 101-102. Tages- Ordnung: zaj 80-81. band di 1- szigbald III. Abends 9 Uhr: General: Versammlung sämtlicher Ver treter. Tagesordnung: 1. Wahl 3 ber Jahresrechtung pro 1900. 2. Gr laß des Herrn Oberpräsidenten be treffend Erhöhung der Beiträge und Erhöhung des durchschnittlichen Tage: obs. 3. Definitive Beſchlußfaffung er bie bout Borſtand beſchloſſene über Gehaltsstala für die Beamten.(§ 53 Absatz 9.). 4. Stellungnahme zur Versicherungspflicht der Heimarbeiter. 8716 5. Verschiedenes. Bertreterfarte legitimiert. Der Vorstand. Bekanntmachung. Drts- Krautentasse für den Gewerbetrieb der Kaufleute, Sandelsleute und Apotheker. Mittwoch, den 14. November, abends 8 Uhr, in den Arminestiga hallen, Roumanbantenſtr. 20: Die Wohnungsuot nnd die Kohlentenerung. Referenten: Bruns, Ewald, Rich. Fischer, Glocke, Hoffmann, 1919 191221/3 Heymann, Wurm, Zubeil, Koblenzer, Stadthagen. Vereinigung deutscher Maler u. Berufsgenossen! Maler Berlins, Charlottenburgs u. Rixdorfs! fchiedenes. Folgende Werkstätten sind besonders eingeladen: Fahldick, Berg: Dienstag, den 6. November 1900, abends 8 Uhr, im großen Saale des Gewerk. mannstraße. Reddemann, Großgörschenstraße. Mittag, Bellealliancestraße. Gross, Nostitzstraße. bei Mann, Often und Nordoften: Straußbergerstr. 3. Donnerstag, den 8. November, abends 8 Uhr. Tages Ordnung: 1. Bericht der Kontrollkommission. 2. Wertstatt- Angelegenheiten. 3. VerBands Angelegenheiten und Verschiedenes. schaftshauses, Engel- Ufer Nr. 15: Grosse Versammlung. E Tages: Ordnung: Die eingegangene Antwort der Berliner Maler- Innung auf unfren eingereichten Lohntarif. Welche Stellung nehmen die Kollegen hierzu ein? Kollegen, Eure Pflicht ist es, in dieser Versammlung zu erscheinen. Das Agitations- Komitee für Berlin und Brandenburg. 125/ 12* Bezirk Friedrichsberg. Centralverband der Handels-, Dienstag, den 6. November, abends 8 Uhr, im Lokal von A. Lutterböse, Friedrich Karlstr. 11. Tages Ordnung: 1. Bericht des Obmanns. 2. Werkstatt- Angelegenheiten u. Verschiedenes. Brauche Ordentliche General- Versammlung Tages- Ordnung: 1. Wahl von a) 3 Vorstandsmitgliedern seitens der Arbeitgeber und zwar: 1. Ergänzungswahl von einem Borstandsmitglied bis Ende 1901. 2. Neuwahl von zwei Vorstands: Mitgliedern auf drei Jahre. b) 4 Vorstandsmitgliedern seitens ber Arbeitnehmer auf drei Jahre. 2. Wahl der Revisoren zur Prüfung der Rechnung des Jahrs 1900. 3. Beschlußfassung über ärztliche Behandlung der Kassenmitglieder für das Jahr 1901. 4. Bericht der am 24. April d. J. gewählten Kommission zur Vorberatung der Einführung der Familienbehandlung 8726 Der Vorstand. Aug. Werner, Vorsitzender. H. Philipsohn, Schriftführer. Centralverband der Handels-, Transport- Socialdemokrat. Verein zu Schöneberg. und Verkehrsarbeiter Deutschlands ( Verwaltungsstelle Berlin). Bureau und Arbeltsnachweis: Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, II, Zimmer 16, Tel. A. 7. 3348. [ 68/7 der Fabrik- und Modelltischler, sowie Modelldrechsler. Dienstag, den 6. November 1900, abends 9 Uhr, in den Dienstag, den 6. November, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Diecke, Aderstraße 123. Tages Ordnung: 1. Bericht der Werkstatt- Kontrollfommission. 2. Werkstatt- Angelegen heiten. 3. Verschiedenes. Die Kollegen werden dringend ersucht, aus ihren Werkstätten Vertrauensleute zu entsenden. Musikinstrumenten- Arbeiter. Mittwoch, den 7. November, abends 8½ Uhr, bei Nowad, Manteuffelftr. 9. Tages Ordnung: nire gegenwärtigen Differenzen. 2. Berbands- Angelegenheiten. 3. Verschiedenes. Jede Werkstatt ist verpflichtet, vertreten zu sein. Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Achtung, Parkettbodenleger! Dienstag, den 6. November 1900, im Lofal von M. Prill, Charlottenburg, Goethe: und Grolmanstraßen Ede: Kommissionssitzung mit Verhandlungskommission und Vertrauensleuten. Die Kollegen der Firma Claffen- Görlig sind hierzu eingeladen. der 170/19 Deffentliche Versammlung Schäftearbeiter u. Arbeiterinnen am Montag, den 5. November, abends 8½/ 2 Uhr, Arminhallen, Kommandantenstr. 20: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Raffen und Arbeitsnachweis- Bericht. 2. Diskussion. 3. Verbands: Angelegenheiten und Anträge. Donnerstag, den 8. November 1900, abends 82 Uhr, bei Schneider, Belforterstr. 15: Derlammlung der Müllkutscher, Schaffner und aller im Müllabfuhrbetriebe beschäftigten Arbeiter. Die Ortsverwaltung. Mitttwoch, den 21. November( Buktag), in Kellers Festsälen, Koppenftr. 29: Montag, 5. Nov., abends 8 1hr, bei Obst, Grunewaldstr. 110: Dersammlung. Tagesordnung: 1. Bortrag. 2. Bereinsangelegenheiten. 3. Berichiebenes. I 15/12 Achtung! Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. Achtung! Musikinstrumenten- Arbeiter Rixdorfs. Montag, den 5. November, abends 81/2 Uhr, in den Apollos Sälen, Hermannstraße 48/49: Oeffentliche Versammlung für alle in Rixdorf arbeitende und wohnende Kollegen. Tages Ordnung: 1. Unfre gegenwärtige Lage und können wir dieselbe verbeffern? 2. Dis. for Um zahlreiches Erſcheinen ersucht Die Kommiffion der Musikinstrumenten- Arbeiter bes Deutfchen Holzarbeiter Verbands. " Freie Vereinigung der Civil- Berufsmusiker Berlins und Umgegend. Dienstag, den 6. November cr., vormittags 11 Uhr: Humorifischer Familien- Abend. Ausserordentliche General- Versammlung Konzert. Ball. Humoristische Vorträge, Theater von der E Vorstellung Steinmetschen Quartett- Sänger: und Humoristen- Gesellschaft. bei Schulz, Grenadierstraße Nr. 33. Tages Ordnung: Beratung des allgemeinen Tarifs der Berliner Musiker. Um zahlreichen Besuch bittet[ 50/11] Der Vorstand. Nach der Borstellung: Tanz. Herren, die daran teilnehmen, zahlen 50 Bag Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. Anfang 6 Uhr. Billets a 25 Pf. find zu haben im Bureau, Engel- Ufer 15, in den Zahlstellen, somie bei sämtlichen Borstandsmitgliedern und Bezirksleitern. Offene Kaffe findet nicht statt. Um recht regen Vertrieb der Billets bittet Das Komitee. im Lokale des Herrn Jannascht, Insel- Straße Nr. 10. Verband der Tapezierer u. verw. Berufsgenossen Tages Ordnung: Filiale Berlin. 1. Vortrag des Herrn Davidsohn über: Der Krieg und seine Be: Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 35. Geöffnet v. 10-1 u. 5-8 Uhr. gleiterscheinungen. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Alle in der Branche thätigen Kollegen und Kolleginnen, als Zuschneider, Vorrichter und Steppe: rinnen, sind zu dieser Versammlung eingeladen. Der Einberufer. Verband der Graveure und Ciseleure. Dienstag, den 6. November, abends 8/2 Uhr Filial- Versammlung im Dresdener Garten, Dresdenerstraße 45. Tages Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Fortsetzung der Diskussion über Werkstattverhält niffe. 3. Verschiedenes. Bezirks- Versammlung Norden. Dienstag, den 6. November, abends 812 Uhr, bei Nümann, Brunnenstr. 188. Tagesordnung: 1. Der Kapitalismus am Ende der Prosperitäts- Beriode und die Aufgaben der Arbeiterklasse". Referent: Reichstags- Abgeordneter Rosenow. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Montag, den 5. November, abends 8 Uhr, bei Herrn Graumann, Nannyustr. 27: Mitglieder Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Herrn E. Rosenow über: Die Berteuerung des Lebensunterhalts, der genossenschaftliche Konsum und bie Arbeiterklasse". 2. Diskussion. 3. Bericht der Agitationsfommission. 4. Bereinsangelegenheiten. 142/17 Die Mitglieder werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Gäfte haben Zutritt. Der Vorstand. Achtung! Steinarbeiter. Achtung! 180/14 Dienstag, den 6. November, abends 6½ Uhr, im ,, Englischen Garten", Alexanderstr. 27 c Die Zahlstellen des Verbands befinden sich in folgenden Lokalen: 1. Beuthstr. 21 bei Simonis; 2. Schönleinstr. 6 bei Ewald; 3. Bülow: straße 59 bei Werner; 4. Lügow Ufer 29 bei Lohann; 5. Butligstr. 10 bei Pfarr; 6. Müllerstr. 7 bei Krause; 7. Badstr. 43 bei Abendroth; 8. Linien74/14 ftraße 218 bet Drescher; 9. Blumenstr. 37 bei Scheer; 10. Schöneberg, Die Kollegen der Firmen Auerbach, Thiel& Co., Köhler, Matschke und Grunewaldstr. 110 bei Obst. Grelser sind hierzu besonders eingeladen. Es ist Pflicht aller Kollegen, Die Zahlstellen find geöffnet jeden Sonnabend, abends von Der Vorstand. 7-9 Uhr, mit Ausnahme der Zahlstellen 5 und 7, die Sonntag, vormittags bollzählig in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Verbandsleitung. Am Sonnabend, den 10. November, findet das diesjährige von 10-12 Uhr, geöffnet sind. Winter- Vergnügen in Kellers Feitsälen, Stoppenstr. 29, statt. Verein für Frauen u. Mädchen der Arbeiterklasse. Montag, den 5. November, abends 82 Uhr, im Lokale der ,, Arminhallen", Kommandantenstraße Nr. 20: Vortrag von Frau Wally Zepler über: Die Frau in der modernen Litteratur. Gäste willkommen. 155/19] Der Vorstand. Zapezierer Charlottenburgs und Umgegend. Oeffentliche Versammlung am Mittwoch, den 7. November, abends 8 Uhr, bei Leder, Bismardstr. 74. Bortrag des Kollegen Leo Schmidt: Die Achtzehner- Kommission und ihr Wirken". Wahl eines Ersatzmitgliedes zur Achtzehner- Kommission. Der Einberufer. Verschiedenes. [ 8876] Deffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Wahl von 2 Mitgliedern zum Centrals Nach Schluß: Innungsversammlung. Wahl von 2 Ersatz: ausschuß. männern zum Gesellenausschuß. 275/13 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. Wer frine Stellung verbessern will, besuche die Abendkurse der 99 Elektra", Prinzenstr. 55. Beginu abends 8 Uhr. Am 5. November: Elektromonteur- Kursus. Am 15. November: Werkmeister- Kursus. ( Maschinenbau und Elektrotechnik für Vorgeschrittene.) Am 6. November: Praktischer Kursus für beide. Anmeldungen täglich, auch Sonntags vormittags. Prospekte gratis. Mindy-aho IgnutdoA Warenhaus A.Wertheim. Vor Eröffnung der unsrer Neubauten Extra- Verkauf Alle Waren sind im Preise ermässigt. an ausserordentlich herabgesetzten Preisen in sämtlichen Abteilungen ausres Geschäfts. Ausgenommen sind nur vereinzelte Artikel, deren allgemeine Preislage eino Die Extra- Preise sind neben den bisherigen auf den Preiszetteln vermerkt. Herabsetzung nicht zulässt. Montag, Dienstag, Mittwoch Artikel 6219/ bringen wir, soweit der Vorrat reicht, folgende Artikel zu ungewöhnlich niedrigen Preisen zum Verkauf: Priesenform u. Damenhemden, mit Spitze 93 PL 1,35 M. 12:08. Dunque ing Damenhemden, mit Spitze 135, 1,50 u. 1,75 M. Damenhemden, Achselschluss Achselschluss mit handgestickten Madeira- Passen 2,70 M. Damenjacken, I Parchend mit Spitze 1,30 u. 1,55 M. Stickerei- Röcke 3,354,15 M. Parchend- Röcke mit Stickerei 2,75 M. Weisse Stickereien für Wäsche, Stück ca. 4,10 m lang vorgezeich., Reinleinen, 22, 28, 38 Tablettdecken, vorgezeich Reinleinen, Tablettdecken, mit Hohlsaum vorgezeichnet mit Wandschoner, Hohlsam 65 PL. Pf. .0 Nachttaschen, vorgezeichnet mit Einsatz und Spitze vorgezeichnet 75 Pf. 90 PL Pf. 95 PL Ruhekissen, mit farbigem Volant Messertaschen, vorgezeichnet für 12 Paar Messer und Gabel Küchentischdecken, vorgezeichnet mit Satinbesatz vorgezeichnet mit Uma Satinbesatz Besenvorhänge, angefangen, 1,05 05 M. 18 30 M 1,30 Tändelschürzen weiss mit StickereiVolant 18 gemustert 85 Pi., Mull mit 1,65 M. 30 d Valencienne- Spitze DONE Wirtschaftsschürzen mit Zwirnspitzen- 1 M., Ansatz starkfäd. Gingham 1,35 M., bunt m. Achselband 3,7 12,25 65, 95 P. 1,35, 1,0 1,00& Gobelins ,. 70 u. 90 M. 3 Sortimente u. M. bunt Gingham ohne Latz, mit Tasche gestreift Satin mit Volant, ohne Latz weiss mit Achselbändern und Stickerei M 1,05 M. 1,25 M. 1,35 M. M.QUE Anfre photographischen Ateliers Rosenthalerstrasse 54 und Oranienstrasse 53/54 pistadada? u igra sind täglich von 8 bis 8 Uhr geöffnet. 1 Dtzd. Visitbilder 1, 80 M. 13. Ziehung 4. Klasse 203. Kgl. Preuß. Lotterie. 112210 57 62 313 455 533 876 913 37[ 300] 113306 21 537 Biebung vom 3. November 1900, vormittags. Nur die Gewinne über 220 Mart find den betreffenden Rummern in Klammern beigefügt ( Ohne Gewähr.) 449 641 926 1129[ 500] 330 53 499 530 38 45 615 722 33 946 3276( 1000) 31 301 440 652 874 4001 365 515 46 646 707 871 92 999 5086 173 258 90 338 404 511 15 85 625 69 709 43[ 300] 874 6052 115 261 69 404 9 78 587 47 60 77 643 735 7381 520 666 726 31 32 79 851 99 905 54 8104 15 57 454 83 648 798 876 9314 095 816 925 10074 89 170 209 348 83 453 94 815 39 57 994 11058 81 385 486 506[ 3000] 47 726 43 876 12128[ 300] 76 210 20 77 432 718 42 877 93 934 69 13136 38 42 70[ 500] 274[ 1000] 375 93 534 42 64 788 933 14081[ 500] 137 275 384 615 752 857 987 15243 341[ 3000] 64 99 696 817 40 48 994[ 1000] 16425 38 607 13 899 17142 327[ 3000] 97 643[ 300] 891 18035 79 113 223 42 496[ 1000] 505 41 44 684 721 828 912 19106 22 54 295 500 5 60 860 63 903 20065[ 300] 90 224 59[ 500] 422 508 806 36 21122 201 ( 1000] 45 71[ 300] 78 318 87 466 22075 115 342 500 18 684 1500] 714 820 975 23041 134 82 214[ 1000] 804 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Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn an 60 000 R 3 3 80 000 t., 7 zu 15 000 m., 23 n 10 000., 44 5000 627 an 3000 02., 527 a 1000 r., 620 600 Berichtigungen In der Lifte vom 2. November nachmittags Ties 85 106 mit 3000 ftatt 85 571, 147 711 flatt 147 715 unb 207 846 79 flatt 207 946 79. 1 Dizd. Kabinettbilder 13. Ziehung 4. Klaffe 203. gl. Preuß. Lotterie. Biebung vom 3. November 1900, nachmittags. Nur die Gewinne über 220 Wtart find den betrejjenden Nummern in Parenthese beigefügt ( Ohne Gewabr.) 418 560[ 300] 73 841 2008 119 89 323 442 650 87 700 82[ 3000] 805 35[ 1000] 64 985 73 3033 48 110 64 237 61 360 525 656 731 32 49[ 500] 838 47[ 3000] 4039 105 41 200 416 80 584 648 58 5016 229 93 315 600 6015 180 435[ 500] 44 564 704 833 7106 219 26 35 320 36 44 80 448 87 556 670[ 300] 77 99 705 815 48 951 8084 370 422 67 541 937 99 9028 230 89 487 522 651 91 947.96 360( 800) 78 841 52708 119 20 323 44203037 100 32 1901 10082 110 410 28 88 93 685[ 3000] 773[ 500] 863 11053 92[ 300] 145 443 89 645 68 797 809 74 12008[ 300] 35 302 439 608 35 95 883 954 13006 44 132 373 506 679[ 1000] 937 14068[ 1000] 135[ 300] 41 269 360 584 677 98 983 15012 84 249 431[ 300] 517 894 16025 90 127 364 455[ 1000] 559 616 806 954 17002 17[ 3000] 143 209 92 522 36[ 1000] 69 640 812 44 18095[ 500] 115 21 284 516 85 96 99 630 801 910 64 19092 4,8 80 M. 110202 325 32 55[ 1000] 61[ 300] 437[ 300] 569 609 751 [ 500] 57 88 961. 62 111254 554 003 112018 49 358 73 418 23 86 95 582 690 713 19 51 75 978 82 113020[ 300] 72 232 406 677 758 87 114010 21 42 171 293 376[ 1000] 598 737 911 87 99[ 1000] 115010 20 294 763 76[ 300] 831 919 116053 207 17 361 77 441 71 542 900 56 117024 86 362 548 800 118063 200 74 336 421 528 665 94 788 843 912 119007 37 58 230 546 730 34 875 120011 235 86 600 732 96 916 121122 69[ 1000] 343 73 405 25[ 300] 639 50 738 55 122134 255 307 56 416 523 66 611 876 123058 411 17 510 57 683 782 902 124504 615 26 825 55 62 125002 75 92 280 355 669 756 911 12 126027 70 182 252 378 507 39 43 625 127109 329 51-54[ 500] 425 51 528 44 634 47[ 1000] 718 36 834 950 128063 96 163 306 8 441 606 747 67 894[ 300] 129002 43 53 58 67 184 292 400 663 798 130015 292 380 97 542 50 901 91 131117 252 415 561 739 923 26 59 133229 49 132174 222 544 665 907[ 3000] 61 67 93 332 424 530 75 87[ 1000] 673 76 78 728 95 934 134054 69 223 362 435 339 41 46 75 678 927 135005 178 209 44 408 53 506 90 670 709 47 87 813 136624 137115 215 404 092 115 610 749 68 99 982 86 81 700 354 397 30 14 6349 818 138043 158 657 91 130001 711 57 999 139965-3 21068 O 661 854 927 84 22084 141 201 59[ 300] 69[ 3000] 186 343 434 45 733 823 942 371 511 98 644 931 41 59 89 23083 316[ 300] 475 700 14 22 1500] 38 39 78 846 67 79 96 974 24067 97 455 668 749[ 1000] 856 25119 253 772 82 847 97 26124 225 80 368 582 734 844 52 69 908 56 58 27350 501[ 500] 886 28132 45[ 300] 96 321 29088 122 201 42 84 327 46 439 500 442 88 523 46 969 94 99 600 6 937 41 43 84 3 38 155 307 64 30377 609 62 72 82[ 500] 755 908 31024 52 88 155 307 64 65[ 300] 78 430 525 43 613 734 846 918 32047 218 55 93 674 82 86 936 33023 117 50 68 203 33 76 388 682 788[ 5000] 34115 222 375 943 35020 71 487 588 617[ 300] 708 22 833 37208 87 517 [ 30 000 98 941 36092 241 467 690 877 941 652 59 38098 182[ 1000] 210 11 37 377 429 45 575 647 708 15 24 810 13 53 959[ 500] 39030 149 58 352 838 925 40005 87 410 518 23 636 90 936 58 41045 281 346 87 429 66 513 648 55[ 500] 754 823[ 500] 42023 352 94 473 517 827 88[ 300] 43129[ 500] 67 216 30 71 340 417[ 1000] 579 643 811 958[ 300] 44079 272 489 550 72 77 649[ 1000] 94 903 45052 166 327 48 875[ 300] 46405 48 818 47080[ 1000] 221 39 83 88 627 98[ 500] 732 939 89 48055 64 92 229 370 1500] 450 561 728 808 60[ 1000] 49032 40 96 202 67 460 582 602 766 948 50022 74 239 352 440 500 24 52 667 809 18 69 77 936 51039 185 93 310[ 300] 489 570 617 82 756 819 68 935 82 85 52045 150[ 500] 72 213[ 300] 19 458 78 514 647[ 3000] 705 ( 30 000] 61 82 833[ 600] 53022[ 500] 51 53 154 212 321 518 89 874 922 45 56 54217 631 855 88 923 55023 38 214 58 417 612 795 97 56008 148 266 460 678 785 867[ 300] 57005 50 136 323[ 1000] 532 600 721 862 58016 68 71 166 ( 3000] 220 420 69[ 1000] 879 900[ 300] 6 24 59018 634 700 937 60063 67 119 201 83 98 417 28 563 77 96 646 50[ 300] 926 28 30 61407 78 561 665 746 67 77[ 3000] 956 62035 188 239 556 652 877( 500] 63040 85 101 229[ 1000] 56 362 435 542 600 748 63 890 93 953 88 64049 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698 901 15[ 500] 91087 114 877 452[ 1000] 585 684 740 42 803 928 78 92072 134 288 305 832 923 26[ 500] 39 93091 97 13000] 582 671 924 94001 234 835 450 63 525 618 956 95233 53 422 26 556 614 16 942 90027 45 116-54-[ 300] 243 465[ 3000) 548 745 824 97215 314 592[ 1000] 699 909 98036 238 48 90 311 85 500 56 666 831 941 99036 78 271 757 836[ 1000] 94 987 100905 638[ 1000] 75 897 101166 375 455 72 610 45 958 102066 453 66 542[ 3000] 55 60 643 77 725 85 828 935 52 103018 611 05 712 820 104158 351 498 596 677 792 813 939 105181 93 202 98[ 10 000] 378 788 67 825 29 38 85[ 300] 957 106019 145 55 206 60 98 385 469 538 636 88 772 997 107006 232 631[ 500] 98 750 817 94 108131 220 37 45 325 80 431 35 800 942 52 100086[ 300] 133 60 311 713 95 895 76 580 968 142232 356[ 300] 62 66 427 61 597 791 964 143214 98 434[ 500] 517 889 99 904 144052 111 462[ 300] 76 810 [ 10 000] 35 145009 13[ 500] 202[ 3000] 88 421 73 512 58 670 87[ 10 000] 146103 76 283 445 502 39 79 620 55 741 77 823 944 147136 60 391 478 502 621 46 758 990 148207 370 972 149117 224 36 58 934 601 700( 1000] 950 15107 150001[ 15 000] 204 526 691 700[ 1000] 959 151079 185 276 466 892 904 152035 180 208[ 1000] 65[ 1000] 319 408 56 580 820 153363 511 710 46 79 818 154055 63 431 527 156059 69 81 673 860 155081 252 434[ 1000] 747 846 61 73 125 47 238 72 337 491 569 643 74 736 998 157160 209 856 58 78 158175 265 89 344 427[ 500] 776 993 159174 432* 529 46 711 976 160203 39 329 66 416 31 37 51[ 1000] 500 754[ 500] 806 46 161010 12 35 49 138 200 82 349 412 97 588 773 829 997 162178 229 470 534 684 846[ 3000] 909 163309 457 520 716 [ 5000] 76 835 93 929 164055 147 306 30 422[ 500] 56 519 801 165103 19 98 301 64[ 3000] 448 541 77 80 87 749 89 82730 915[ 3000] 95 166070 116 227 58 90 423 850[ 500] 98 947 167337 50 606 896 98 952 168005[ 1000] 37 54 77 154 81 562[ 300] 85 784 854 997 169374 422 749[ 300] 899[ 1000] 995 170054 123 319 40 467 86 582 607[ 3000] 10 33 70 768 836 938[ 1000] 171082 242 83 385 574 650 66 98[ 1000] 716 48 824 172324 412 33 53 576 96 600 781 849 973 173455 526 665 918 174111 84[ 500] 245 346 465[ 300] 605 21 87 [ 300] 984 175062 97 174 207 306 7 519 26 647 60[ 300] 813 55 91 176001 105 404 17 48 511 637 89 95 736 99 820 52 963 65 177177 207 93 472 750 929 65 80 178027 161 210 73 461 537 641 87 773 97 915 37 179047[ 300] 383 450[ 300] 507 80 13 97 915 653 802 12 941 180367 590 725 800 939 50[ 1000] 181018 45 118 27 395 69 85 425 540[ 500] 743 82 837 45 93 182117 205 25 59 498 710 17 42 936 50 183300 8 715 16 70 73 810[ 300] 28 184030 105 215 36 49[ 300] 521 97 633[ 300] 754 970 185044 178 243 67 365 506 758 845 48[ 500] 99 180028 546 739 91 934 46 58[ 1000] 187031 206 420 567 93 188103 228 83[ 500] 339 58 467 659 88 748 189148 55 402 89 506 29 676 859 190071 120 204 376 88[ 8000] 473 622 907[ 3000] 191164 67 91 328 442 69 84 625 706 28 40 876 979 192037 568 685 703 69 193084 187 339[ 300] 412[ 500] 15 505[ 3000] 651 800 194045 53 81 192 240 515 762[ 3000] 987 97 62[ 1000] 195068 557 196100 35 44 432 547 94 96[ 500] 613 787[ 1000] 938 197054 63 114 84 89 90 350 473 77 543 59 651 715 34 831[ 1000] 985 198107 275 332[ 3000] 74 437 527 199022 429 590 671 745 70 838[ 500] 200052 152 287 588 774 845 985 92[ 800] 201064 94 516. 203036 24 38 607 83 715 202072 162 228 98 437 512 67 69 47 84[ 300] 318 818 96 204022 100 327 30 39[ 3000] 469 519 37 705 67 837 205025 50 67 90 102[ 300] 438 551 780 853[ 500] 206208 829 34 702 51[ 300] 74 875 87[ 500] 981 207128 87 223 51[ 3000] 83 97 319 572 727 807 44 208030 35 164 204 385 449 553 64 792 859 932 54 98 209031 51 204 629 46 58 756 93[ 1000] 801 24 950 64 210043 54 123 32 334 622 749 980[ 3000] 82 211005 27 90 229 818 937 212241[ 300] 46 379 550 687 824 213141 83 223 37 354 65 419 608 62[ 500] 723 72 901 38 92 214308 89 427 31 656 750 59 81 840[ 500] 215054 71 274 304 60 73 98 520 793[ 300] 216007 28 175 220 362 401 19 756 870 217081 175 202 443 611 26 98 218035 173 262 404 75 84 95 522 43 73 613 60 808 219320 439 54 572 99[ 300] 666 863[ 3000] 955 220117 20 218 413 635 58 762 221301 302 744 816 71 222004 62 106 49 242 55 665 711 861 223149 644 806 916 [ 1000] 24 39 224068 133 251 325 652 59 762 71 83 810 87 98 225032 51 169 314 582 615 Jm Gewinnrade verbitesen: 1 Gewinn an 50 000 18 30 000 12, 6 gu 15 000 t., 20 1 10000 Mt., 42 8000 494 au 3000 Mt., 484 au 1000 1, 570 a 600 Verantwortlicher Redacteur: Dr. Georg Graduaner in Groß- Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Nr. 258. 17. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 4. November 1900. Einige Gegenvorschläge zur Brotvertenerung. zur Brotvertenerung. Da bant der Underwundbarkeit der " " Also hier, Ihr Bauernfreunde, greift herzhaft zu! Die Hilfe der Socialdemokratie wird Euch gewiß sein! Getreidezoll und Getreidepreis. ver„ Dann läßt Du es bleiben," antwortete " Er Die Kammer Ferner verschone man den Landwirt möglichst mit mit 18 M. pro Stüd bezahlt wurden. Herr Hante wollte nun aber Einquartierungen, die immer Geld tosten. Der dem erst unlängst Ausgelernten nur 12 M. für den Kasten zahlen. Wert der Manöver ist in Wahrheit doch ein recht mäßiger. Es tam deshalb zum Streit zwischen ihm und dem jungen Manne. Da dant der Underwundbarkeit der refognoscierenden Wein B. erst eine Reihe Kasten gemacht hätte, dann solle er auch Was er diesem geben wolle, bestimme er, betonte Herr Hante. Man schreibt uns: Patrouillen jede der beiden Parteien ziemlich genau weiß, 18 m. erhalten. B. blieb dabei, daß er die 18 m. schon jetzt be Es wird immer gemütlicher im Deutschen Reich! Noch was die andre thut und wie start sie ist, so fällt gerade die tommen müsse und daß er die Kasten für 12 M. nicht wächst die Aufregung über die in China verfolgte Politit Hauptschwierigkeit des Kriegs, die Unsicherheit über die machen könne. ständig, da tönt auch schon der nur zu berechtigte Allarm- gegnerischen Maßnahmen und die gegnerische Stärke, weg. Herr Hante, und auf einen Einwurf B.s, die Kündigungs fette er mit der ganzen Schneidigkeit ruf: Brotberteuerung in Sicht!" durch das Land. Wenn statt der bisherigen alljährlichen Manöver fünftig frist betreffend Eine Brotverteuerung bei den jezigen nur mehr in jedem zweiten Jahr solche Uebungen stattfänden, des ehemaligen Lehrherrn hinzu: Die Kündigung werde ich Dir mit dem Abschnitt( ein Stück Holz) auszahlen". Verhältnissen! Man tommt hier wirklich in die würde es vollkommen genügen. Versuchung zu fragen, ob die den Agrariern so Und endlich beschränke man auch die Marine- und Diese Androhung von Schlägen veranlaßte B. sofort den Betrieb zu berlassen und beim Gewerbegericht flagbar zu werden. wohlgesinnte Reichsleitung und die den Brotwucher Rolonialprojekte, dieweilen diese Dinge auch beanspruchte außer einer 14 tägigen Lohnentschädigung von 48 m, unterstützenden Parteien eigentlich eine Ahnung haben die Börse des Börse des Bauern erleichtern. Was haben denn rückständigen Lohn, indem er seiner Berechnung einen bon der dermaligen wirtschaftlichen Lage im Reich. Ist den die Kleinbauern davon, wenn in China Accordpreis von 18 Mart pro Kasten zu Grunde Herren von der Preissteigerung fast aller Waren denn nichts pachtet" oder Sandhaufen im Meere erwirbt? Doch nichts legte. Da Herr Hante vor der Kammer IV des Gewerbegerichts bekannt? Wenn dem so sein sollte, so ersuchen wir fie, von als erhöhte Steuern und die angenehme Aussicht, daß viel einwandte, daß manche Klavierarbeiter weniger wie 24 Mart, einigen Warenmagazinen Preislisten pro 1898, 1899 und leicht einmal ihre Söhne in diesen Fiebernestern fern von der bis zu 20 m. herab, wöchentlich verdienten, so ermäßigte der Kläger, um weitere Termine zu sparen, den Entschädigungss 1900 zu requirieren und diese Verzeichnisse zu vergleichen. Heimat erbärmlich zu Grunde gehen. Dann werden sie ohne besondre Mühe erkennen, in welcher anspruch auf 21 m. pro Woche, also auf 42 M. Nach Verrechnung einer fleineren Summe für Nacharbeiten auf die Lohnforderung Weise die Preise in die Höhe geschnellt sind. Haben die wurde die Gesamtforderung, einschließlich der Entschädigung, auf Herren ferner nichts von der Kohlennot gehört, von der die 59,90 M. festgestellt. Der Prozeßvertreter des Klägers, Genoffe Zeitungen täglich schreiben? Ist ihnen auch von der Gefellen Schläge anzubieten, selbst wenn er nicht lange vorher Robert Ahrens, machte geltend, es wäre keine Art, einem jungen stetigen Steigerung der Wohnungspreise nichts zu Ohren gekommen? Wenn sie aber, wie nicht anders anzunehmen, Bolts ist es nüglich, auf die Gestaltung der Getreidepreise unter der maligen Lehrling nur wegen dieser Vergangenheit einen niedrigeren Angesichts des beabsichtigten Raubzugs auf den Brotkorb des erst ausgelernt habe. Auch sei es durchaus unzulässig, dem vor von allen diesen traurigen Erscheinungen, deren Dauer nie- Wirkung des Bolls einen Blick zu werfen. Bekanntlich haben die Accordlohn anzubieten, als den übrigen Gesellent. mand im Voraus bemessen kann, wissen und trotzdem das Interessenten der Brotverteuerung stets die Behauptung aufgestellt, verurteilte den beklagten Fabrikanten nach dem Klageantrage. Der Brot verteuern wollen, dann muß man sich an den Kopf das Ausland trage den Zoll, der Zoll wirte nicht verteuernd auf Vorsigende Dr. Gerth führte begründend aus: Die taste u fassen und nachdenken, ob man wacht oder träumt. Denn es den Preis des Getreides. Das ist num durchaus nicht der Fall. seien dem Kläger nach dem üblichen Accordpreise zu ist doch unerhört, daß leitende Männer" und Parteien sich Man hat sich zur Begründung dieser Behauptung darauf be- berechnen, da ein andrer Preis nicht mit ihm verabredet worden finden, die in einer Zeit, wo auf dem Volt eine allgemeine rufen, daß die Getreidepreise nach der Erhöhung der Zollfäße vielfach sei und der Kläger es nicht nötig gehabt habe, sich bei oder kurz Teuerung lastet, auch noch eine Preissteigerung des wichtigsten nicht gestiegen, sondern sogar gefallen find. Darauf fomnit es aber vor Beendigung der Arbeit einen niedrigeren Preis bieten zu laffen. Nahrungsmittels, des Brotes, herbeiführen. gar nicht an. Die Entwicklung der Preise hängt auch in Deutschland Es sei auch sonst nicht zu billigen, daß dem jungen Gesellent „ Aber die Not der Landwirtschaft" werden die Beschwich Breise steigen und fallen, so steigen und fallen sie auch in Deutsch Was nun die Androhung der Schläge betreffe, so könne man es ja von der Lage des Weltmarkts ab. So wie auf dem Weltmarkte die ein geringerer als der übliche Accordpreis geboten werde. tigungs- Hofräte erwidern, worauf wir mit mindestens ebenso land, nur daß im deutschen Zollgebiete noch ein Zuschlag hinzutritt, dem Beklagten nachfühlen, daß er als derjenige, der bis vor kurzem biel Recht entgegnen:„ Aber die Not der Arbeiter und Klein- der im Durchschnitt fast genau dem gollfage ent- noch der Lehrherr gewesen sei, sich zu solcher Aeußerung berechtigt bürger". Und die Arbeiter und Kleinbürger sind doch auch spricht. Ift nach einer Erhöhung der Zollsäge der Getreidepreis gehalten habe. Vor dem Gesez bestehe dies aber nicht. Es ſtelle Menschen so zu sagen. Im übrigen ist es lächerlich, be- im Zollgebiete dennoch gefallen, so beweist das nur, daß der Welt- deshalb die Aeußerung eine grobe Beleidigung dar, die es dem haupten zu wollen, daß die kleinen Landwirte, zu deren martipreis noch stärker gefallen ist. Dafür bietet sich ein gutes stläger unmöglich machte, bei Hante weiter zu arbeiten. Somit Gunsten die Sache angeblich insceniert wird, von den hohen Beispiel. sei auch der Entschädigungsanspruch gerechtfertigt. Getreidezöllen profitieren. Im Gegenteil! Namentlich in den der Breise für Brotgetreide. Bis mit 1884 wurde im deutschen Zoll- Arbeiter Graf für seinen minderjährigen Sohn, einen Former Wir hatten in den achtziger Jahren einen allgemeinen Rückgang Auf Wiederaufnahme in das Lehrverhältnis flagte der Tagen einer allgemeinen Zeuerung werden sie dadurch sogar gebiete ein goll von 10 M. für 1000 kilogramm Roggen und lehrling, gegen die Firma Grunauer u. Comp. Der Lehrling direkt geschädigt. Der Kleinbauer, der nur bis zu 5 Hektar Land Weizen erhoben, Anfang 1885 wurde der Boll auf 30 m. erhöht. war entlassen worden, weil er sich angeblich gegen den Former befigt, fann, wie schon duzendmale erörtert, überhaupt Es betrug mun der Jahresdurchschnittspreis des Roggens in Berlin kein Getreide verkaufen oder wenigstens nur geringe Quanti 1884 für 1000 Kilogramm 143,31 M. Nachdem der gell um 20 m. meister Venus thätlich vergangen hatte. Der junge Mann, dessen täten abgeben, da er alles oder das meiste für den eignen erhöht worden war, toftete der oggen 1885 nur noch 140,56 M., dies vor dem Gewerbegericht, und der Prozeßvertreter Lehrzeit in etwa dreiviertel Jahren beendet gewesen wäre, bestritt Haushalt braucht. Woraus er seine Haupteinnahmen an 1886: 130,59 m., 1887: 120,88 7. Gegen 1884 war also der Preis seines Baters, Malermeister Dornbusch, trat Beweis barem Gelde bezieht, ist der Verkauf von Schlacht gefallen im ersten Jahr um 2,75 M., im zweiten um 12,72 M., im dafür an, daß der junge Graf gelegentlich einer ihm bieh, Geflügel, Butter, Eier, Käse. Und hieraus britten um 22,43 2. zu teil gewordenen groben 8üchtigung den prü fann er, weil für ihn, der Futter, Streu 2c. aus der eignen fallen; es foftete der unverzollte russische Roggen in Bremen: 1884: rührt habe. Nach den Zeugenaussagen war der Hergang in Aber der Preis des zollfreien Roggens war noch viel stärker gegelnden Meister Venus nur versehentlich be Wirtschaft bezieht, die Betriebskosten ziemlich gering sind, auch 132,27 m., 1885: 117,31., 1886: 102,98 m., 1887: 94,63 7. der Hauptsache folgender: Weifter Benus hatte Graf wegen einer guten Gewinn erzielen, wenn er rationell vorgeht. Nament Der Rückgang gegen 1884 beträgt hier im ersten Jahr 14,96 M.. im Arbeit Borhaltungen gemacht und ihm ins Gesicht ge lich die Schweinezucht ist sehr rentabel. Wird aber den zweiten 29,29 W., im dritten 37,64 M., ist also um 12 bis 16 M. fchlagen. G. lief darauf weg und Venus rief ihm nach: August, übrigen Ständen, vor allem dem Arbeiter und Klein- größer, wie bei dem verzollten. Die 20 M. Zollerhöhung drücken fich was, Du schlägst nach mir; tomm mal her! Nachdem sich der bürger die Lebenshaltung zu sehr verteuert, steigt sogar fast vollständig in der geringeren Verbilligung des verzollten Ge- Meister entfernt hatte, erzählte der Geschlagene dem einen Zeugen, der Brotpreis, dann wird die allgemeine Lebensweise eine treides aus. einem Lehrkollegen, das Geschehene und beionte dabei aus schlechtere, der Konsum gerade an den Artikeln, die der Klein- 2age find, eine Bergleichung des Preises zwischen verzollter und habe, wie dieser behaupte. Er könnte ihn höchstens beim Borübers Und diese Wirkung des Bolls zeigt sich überall, wo wir in der drücklich, daß er nicht nach Venus gestoßen oder geschlagen bauer zu Markt bringt,( Rind-, Schweine, Kalbfleisch, Eier, unverzollter Ware anzustellen. In übed wird der Preis für ver- laufen aus Bersehen angestoßen haben. Meister Venus erschien nach Geflügel, Butter) geht zurück und Pferdefleisch sowie Margarine, zollten russischen Roggen notiert, in Bremen für unverzollten. einiger Zeit wieder auf der Bildfläche, nahm einen Riemen tünstliche Speisefette tommen zu Ehren. Der Zoll beträgt 1885, 1886 und 1887 30 M. für 1000 KiloMit der Kleinbauernretterei durch hohe Getreidezölle gramm. In Lübeck ist der Preis 1885 um 25,40 m., 1886 um ber sich bemühte, den Rimen festzuhalten. Bei dieser Kazbalgerei und schlug ohne weiteres mehrmals auf Graf los, bleibe man also gütigst zu Hause. Daß die Geschichte in der 29,69 m. und 1887 um 26,75 m. höher als in Bremen. wurde Venus durch ein Werkzeug, das G. zufällig in der Hand Hauptsache doch nur auf eine" Rettung" derjenigen Kreiſe, 9.; Vom Jahre 1888 an beträgt der Zoll 50 M. Die Preishatte, im Gesicht verletzt. Die Zeugenaussagen gingen be aus welchen die Harmlosen sich rekrutieren, und die Rettung" differenz zwischen Bremen und Lübeck beträgt: 1888: 37,64 züglich diefes Buntts wesentlich auseinander. Die beiden ver einiger Reichstagssige hinausläuft, ist bekannt. 1889: 49,68 m.; 1890: 50,38 M. Für 1891 und die Aber dazu nommenen Lehrkollegen des G., die den Vorgang beobachtet sind die Arbeiter und die Kleinbürger eigentlich doch nicht ba, folgenden Jahre bis 1895 ist eine Vergleichung dieser Preise hatten, bekundeten, sie hätten nicht gesehen, daß G. mit dem Berknicht möglich, weil in dieser Zeit in Bremen feine daß sie auf das härteste entbehren, nur damit die Krautjunker nennenswerten Mengen umgesetzt werden. Doch ist für die ersten zeug nach Venus geschlagen habe. G. habe vielmehr nur die Hand in Berlin schneidige Wintersaison" durchmachen können und acht Monate des Jahrs 1891 noch eine Vergleichung der Monats- hochgehalten und sich bemüht, den Riemen festzuhalten. Bei dem die Nationalliberalen und Centrumsmänner ein paar Mandate durchschnitte möglich. Die Differenz der Preise zwischen beiden Benus selber an jenem Werkzeug verlegt haben. Dem gegenüber Bestreben, den Riemen freizutriegen, müsse sich ihrer Meinung nach mehr erhaschen. Bläßen schwankt in diesen acht Monaten zwischen 44,75 M. und sagten zwei Former aus, sie hätten bestimmt gesehen, daß G. mit Da uns also die Brotverteuerung gar nicht gefällt, so 54,25 M. dem Werkzeug nach Venus geschlagen habe. G. habe auch nach Der Zoll wird im Jahre 1892 auf 35 M. Herabgesezt. Ju erlauben wir uns ein paar andre und zwar bessere Vor- Lübeck ist der Roggen teurer wie in Bremen: 1895 um 36,94 m. dem Meister gestoßen, als er eine Ohrfeige erhalten hatte, und schläge zur Hebung des Bauernstands zu machen. Wenn es den Herren, die den Landwirt so eifrig unter ihren Schutz um 30,93 9. 1896 um 33,30 M., 1897 um 34,54 m., 1898 um 31,87 m. und 1899 stellen, wirklich ernst ist, dann mögen sie jene Lasten erDie gleiche Erscheinung ist in Danzig zu konstatieren. Dort leichtern, die den Bauern am schwersten drücken, nämlich die werden die Preise für 30lfreie und für verzollte Ware notiert. militärischen. In erster Linie mögen sie eine durch- Das verzollte Getreide war teurer unter der Herrschaft des Zolls greifende Verkürzung der aktiven Dienstzeit von 50 M.: energisch anstreben. Daß die attive Dienstzeit viel zu lange ist, beweisen die Offiziersburschen und Kasino- Ordonnanzen, die Verwendung der Soldaten zu allen möglichen Zwecken. Den drastischten Beweis aber lieferte der Zug nach China. Die meisten der gegen den gelben Drachen geschickten Soldaten befanden sich im ersten in Danzig beträgt: Dienstjahr, d. h. sie hatten bisher erst zehn Monate( Ottober 1899 bis August 1900) attiv gedient. Troßdem besann das preußische Kriegsministerium fich feinen Augenblick, diese Mannschaften in einen Kampf zu senden, wo wo sie wahrscheinlich unter den kritischen Augen fremder Offiziere zu fechten hatten. Hieraus geht aber flar herbor, daß eine zehnmonatliche attive Vom Kampf um die Rente. Der Metallarbeiter Gothner bezog Dienstzeit zur Ausbildung vorzüglicher Feldinfolge einer Quetschung des rechten Daumens zuletzt 10 Broz. Unfallfoldaten völlig genügt. Und es würde doch eine Die Wirkung des Bolls auf den Preis des inländischen Getreides rente. Die Nordöstliche Eisen- und Stahl- Berufsgenossengroße Entlastung der Kleinbauern bedeuten, wenn ihre Söhne zeigt sich darin ganz deutlich, besonders wenn man die Veränderung ihaft entzog ihm die Rente gänzlich, nachdem ihr Vertrauensarzt tatt 2 und 3 Jahre nurmehr von Oftober bis etwa Ende der Preisdifferenzen mit der Veränderung der Zollsäge vergleicht; Dr. Krätsch ein Gutachten dahin abgegeben hatte, daß die Narbe längst Suli in der Kaserne behalten würden. In dieser Zeit tönnte und unverzolltem Getreide, wird er herabgesetzt, fo vermindert fich wert nicht mehr beeinträchtigt sei, sowie die hand als Zeichen auswird der Boll erhöht, so steigt die Preisdifferenz zwischen verzolltem nicht mehr empfindlich wäre und die Beweglichkeit des Daumens nennens Der Bauer die Hilfe der Eingereihten eher entbehren. Also die Differenz. Es sind zwar auch innerhalb eines einheitlichen Boll giebigen Gebrauchs Schwielen aufweise. G. legte Berufung ein und Hier mögen jene Leute, die ein so weiches Herz für den fages Schwankungen in der Differenz au fonstatieren, und sie ent- betonte, daß er den Daum doch noch nicht völlig gebrauchen könne. Landwirt haben, Wandel schaffen, und nicht auf dem Wege spricht nicht immer mathematisch genau der Höhe des Bolls, aber in Das Schiedsgericht veranlaßte darauf eine gutachtliche Aeußerung des Brotwuchers. Wenn wieder das Lied von der Not der den meisten Fällen ist doch das verzollte Getreide um genau so viel des Oberarztes Dr. Ladenstein. Dieser erkannte ohne weiteres au, Landwirtschaft ertönt, so wäre ein Antrag auf Verkürzung teurer, als der Boll ausmacht. Das heißt also, der deutsche Arbeiter muß daß G. Nadeln oder ähnliche Kleine Gegenstände von einer glatten der aktiven Dienstzeit die schlagende Antwort. den deutschen Agrariern das Brot um ebensoviel teurer ablaufen, Fläche nicht aufheben könne. Ferner führte er aus, daß es für die Auch eine Verminderung oder wenigstens Ver- als der Eingangszoll auf das fremde Getreide ausmacht. Jebe Beurteilung der Erwerbsfähigkeit wichtig wäre, ob der Kläger bei Ber- Mart Roll auf den Doppelcentner bedeutet, daß dem deutschen der Arbeit Feile und Hammer meidung weiterer Erhöhungen der Präsenz Brotverbraucher ca. 1 Bf. auf das stilogramm Brotgetreide mehr nicht. fest umspannen müsse oder Das Schiedsgericht vernahm nunmehr einen Schlosserziffer würde dem Landmann zu gute kommen, denn jede abgenommen und in die Taschen der Junter gesteckt wird. Und meister als Sachverständigen, der nach seiner gewissen Bermehrung der aktiven Armee verursacht auch eine erhöhte diejer Hungertribut an das Juntertum, der jetzt schon fast 32 Pf. haften Ueberzeugung den Kläger mit Rücksicht auf die Einstellungsziffer für die Söhne der Bauern. Demnächst auf das Kilogramm beträgt, soll verdoppelt oder gar verdreifacht ärztlichen Ausführungen noch für nennenswert beeinträchtigt erklärte. sollen ja wieder 7000 Mann gefordert werden. werden. Das Schiedsgericht sprach dann G. die 10 Proz. wieder zu. Die Vielleicht werden die von der Not der Landwirtschaft Berufsgenossenschaft beruhigte sich aber nicht, sondern legte so sehr überzeugten Konservativen, Nationalliberalen Returs ein und machte geltend, es läge teine wesenliche Be und Centrumsmänner bei dieser Gelegenheit ihr bauernschränkung der Erwerbsfähigkeit mehr vor. Nach einer Auskunft freundliches Fühlen dadurch beweisen, daß sie die bewußten Lehrherr und Junggeselle. Der Klavierarbeiter B. hatte am des Arbeitgebers verdiene G. jetzt durchschnittlich 4,64 M. int 7000 Mann streichen. Soldaten haben wir ja genug, was 15. Juni nach vierjähriger Lehrzeit bei dem Pianofortefabrikanten Tage, während er vor dem Unfall nur 8 Pf. täglich mehr verdient Hante, Zeughofstraße, ausgelernt und war dann bis zum 21. August habe. Das Reichs- Versicherungsamt unter dem Vorsitz wieder der Zug gen Beting unwiderleglich darthut. Befäße Betriebe des Herrn Haute als Geselle verblieben. In der des Geheimrats Saffe verwarf aber den Rekurs der Berufsgenossens Deutschland nicht viel mehr Soldaten, als es nötig hat, so Junggesellenzeit hatte B. zwei Staften zusammengesezt. Eine be- schaft, indem es das Gutachten des Dr. Ladenstein im Berein mit würden nicht 15 000 Mann zwecklos über das Meer geschickt fondere Preisbereinbarung war nicht erfolgt. Das war auch nicht ber Bekundung des sachverständigen Schlossermeisters für ausschlagworden sein. nötig, denn es war im Betriebe üblich, daß derartige Kasten gebend erachtete. 1888 1889 1890 1891 . Roggen 39,11 m. 50,06 46,64 47,60 " Weizen 33,34 m. 43,22" 44,23 44,99" " Vom Jahre 1892 an beträgt der Zoll 35 M. Die Preisdifferenz 1892 1893 1894 Roggen 25,47 Mt. 23,84 31,19 " P 1895 34 50 Weizen 33,92 Mt. 20,45 29,37" 34,24 " " " 1896 34.09 " 34,91 " 1897 ? 33,62 " " 1898 31,31 " 1899 32,15 " 30,01 33,90 Sociale Rechtspflege. Ob er Venus damit var habe er ihn vor der Brust getroffen. nicht lediglich abwehren wollte, konnte der eine Former nicht behaupten". Die Zengen wurden bereidigt. Dornbusch beantragte, noch einen dritten Lehrling, der im Gerichtssaal anwesend war, zu vernehmen, da sich durch dessen Aussage das Bild noch zu Gunsten des Klägers verschieben würde. Die Kammer V, unter dem Vorsitz des Gewerberichters Dr. Voigt lehnte aber eine weitere Beweis erhebung ab und verwarf die Klage mit folgender Begründung: Es könne dahingestellt bleiben, ob G. mit dem Werkzeug bei dem zweiten Vorfall direkt nach Venus geschlagen habe. Jedenfalls sei durch die Aussagen der beiden Former festgestellt indem er ihn vor die Brust stieß. Das genüge zur worden, daß G. sich dem Meister thätlich widersetzt habe, Rechtfertigung seiner Entlassung. Der Anspruch auf Fortsetzung des Lehrverhältniffes fei somit ungerechtfertigt. Aus den Angaben der schriftlichen Klagebegründung sei noch nachgetragen, daß die Firma Grunauer u. Comp. es abgelehnt hat, zu bescheinigen, daß der Fortsetzung der Lehre in einem andren Betriebe nichts im Wege stände. Dadurch sei, führt die Klage aus, der junge Graf in seinem Fortkommen erheblich behindert. .00 Ein Pastor über die moderne Arbeiterbewegung. Das find aus dem Munde eines Geistlichen gewiß goldene fammlung einberufen und gar nicht von einem Auftrag der Worte. Welche Wirtung fte in Scharfmacherkreisen und unter den Basamentiere gesprochen habe. Leitern des heute noch im Sattel befindlichen Regims üben werden, bleibe dahingestellt. Es wäre in unsrer Beit schon viel, Allmählich mehren sich die Fälle, daß auch Pastoren fich unbe- wenn das Lesenswerte Buch seinem Verfasser teine Maßregelung fangen mit der modernen Arbeiterbewegung beschäftigen. Zu einbrächte. W. S. diesen Geistlichen gehört Herr Paftor Dr. A. H. Th. Pfannkuche Büchlein sich an die Beantwortung der Frage: Was lieft der Bongo hatten. " 20 das Gewerbe = = 8 Std., 49 6 od Die Dekateure Berlins hielten am 24. Oftober ihre Generalversammlung im Lofal des Herrn Janascht, Inselstr. 10, ab. Nach dem Vorstandsbericht wurden im 3. Quartal brei Versammlungen und sechs Vorstandssigungen abgehalten, welche ziemlich gut besucht waren. Alsdann gab der Kassierer Lud oschet seinen Kassenbericht. Den Einnahmen von 345,38 m. stand eine Ausgabe von 52,56 m. in Gr. Bülten, Proving Hannover, der in einem 80 Seiten ſtarken Derlammlungen gegenüber; es bleibt somit ein Bestand von 292,82 M. Der Arbeite deutsche Arbeiter?" heranmacht.") Ein Bild über das Leſe Das Lehrlingswesen im Lithographen Gewerbe wurde am lofen- Staffierer hat einen Bestand von 531.06 M., der Kassierer der bedürfnis des modernen Industriearbeiters hat Herr Pfannkuche sich Donnerstag in einer öffentlichen Versammlung der Lithographen Krankentasie hat einen solchen von 458,85 M. Die Abrechnung vom durch Fragebogen zu verschaffen gesucht, die er sowohl an besprochen. Die Organisation hat türzlich eine Statistit über die Stiftungsfest ergab einen Ueberschuß von 24,55 W., welches dent öffentliche Bibliotheken, soweit sie ohne Umstände auch Berhältnisse der Lithographen Lehrlinge in Berlin aufgenommen. Arbeitslosen- Kaffierer überwiesen wurde. In das Vergnügungskomitee ben nichtprivilegierten Bevölkerungsschichten zugänglich find, als auch Ueber die Ergebnisse dieser Erhebungen machte der Referent wurden neu gewählt: Schneider, Raasch II, Freiheit, an folche Arbeitervereine, die eine Bibliothek ihr eigen Domuid folgende Angaben: Won etwa 120 Geschäften, in Moldenhauer, Schulz, Brauer und Bluhm. nennen, versandt hat. Ebenso hat Herr Pfannkuche die Unterbenen Gehilfen und Lehrlinge gehalten werden, find aus nehmer befragt, welche eine abrilbibliothek errichtet 82 Geschäften( 30 Luguspapier Fabriken, 7 lithographische An- Sandels-, Transport- und Verkehrsarbeiter hielten am Sonntag eine aus Die Kutscher Moabits( Mitglieder des Centralverbands der Sehr fragwürdig ist der Wert der letzteren, weil die Unter- 82 Geschäften find 725 Gehilfen( 631 Chromos und 94 Merkantil- gut besuchte Versammlung ab. Der Referent Bause sprach über nehmer vielfach bedenkliche Zwecke mit ihnen verbinden. Nicht allein, Lithographen) beschäftigt. 5 Geschäfte halten teine Lehrlinge, in 8wed und Nutzen der Organisation. In der Diskussion gaben berdaß mit wohl alleiniger Ausnahme der Freseschen Bibliothet 73 Geschäften sind 428 Lehrlinge beschäftigt( 893 auf über die Verhältnisse im Beruf von einem Berichterstatter falsch in Berlin socialistische Litteratur streng in ihnen verpönt ist, be- 73 Geschäften find 428 2ehrlinge beschäftigt( 893 aufhiedene Kollegen ihrem Bedauern Ausdrud, daß der Vorwärts" leidigen die Unternehmer ihre Arbeiter auch dadurch, daß sie, wie hromos, 35 auf Merkantil- Lithographie). Es fommen also durch über die Verhältnisse im Beruf von einem Berichterstatter falsch die Augsburger Kammgarn- Spinnerei 3. B. ihnen jammervolle 6 Lehrlinge auf jedes Geschäft. Die Zehrzeit beträgt mit Glaferversammlung. Am Sonntag, den 28. Oktober, fand schnittlich 57 Lehrlinge auf 100 Gehilfen, oder 10 Gehilfen und unterrichtet worden ist. Schmöker, frömmelnde und afterpatriotische Schriften von Horn, einer einzigen Ausnahme bei allen Lehrlingen vier Jahre. eine Versammlung der Zahlstelle der Glaser statt, in welcher die Kollegen Nierig, Wildermuth und Frommel vorseßen. Kontratte waren nur mit 156 Lehrlingen abgeschlossen. 123 Rochow, Bong, witte, Altenburg und Fauerbach zu Eingehend befaßt Herr Dr. Pfannkuche sich mit dem Lese- Lehrlinge standen im ersten, 136 im zweiten, 92 im dritten, 73 im Revisoren gewählt wurden, um die Streifabrechnung zu prüfen. Es bedürfnis der Industrie- Arbeiter, soweit fie vom Socialismus irgendwie berührt sind. Der Verfasser ist unvierten Lehrjahre. Eine Probezeit, welche die Lithographen wurde gerügt, daß die Bleiarbeiter noch nicht Abrechnung gegeben befangen genug, die gewerkschaftlich organisierten Arbeiter als die für notwendig halten, um festzustellen, ob der Lehrling auch die für haben über ihre im Frühjahr stattgefundene Aussperrung. Hierauf Glite der deutschen Ärbeiterschaft zu bezeichnen. Nicht selten erhielt 266 den bet thatface, aging belt bestand nur in giebt Stollege Fauerbach ben Bericht über den Arbeitsnachweis vom der daß weit mehr Lehrlinge in den Mai bis 1900. von 201 Arbeitgebern er zwar auf seine Anfrage auch von dieser Stelle die Antwort, daß beiden ersten, als in den letzten Jahren stehen, darf nicht ohne 336 Stellen angemeldet, davon wurden 266 besezt, während das Lefebedürfnis noch ungenügend entwidelt sei, doch waren die weiteres auf eine Vermehrung der Lehrlinge geschlossen werden, da sich 364 Stollegen als arbeitslos angemeldet hatten. Davon Gewerkschaftsleiter vielfach der Meinung, daß die Ursache im geringen viele junge Leute im Anfang der Lehrzeit den Beruf wieder ver- waren 319 organisiert, ein Kollege gehörte dem dänischen Verband Umfang der Bibliothet liege; auch fehlt es nicht an Beispielen dafür, daß sich die Lust am Lesen belehrender wie unterhaltender Litteratur lassen. Bezüglich der Arbeitszeit ist festgestellt, daß 4 Lehrlinge und 45 gehörten keiner Organisation an. In Zukunft soll der Bericht 71/2 Std., 181 täglich 7 Stunden, 12 der besseren Art sofort hob, nachdem sich mehrere Bibliotheken ver- 82= 9 Std., 30: 81/2 Std., monatlich gegeben werden. An Stelle Krauses wurde Schäfer 91/2 Std., 14 10 Std., 19= 10-12 Std. als Revisor des Arbeitsnachweises gewählt. Es wird dann gerügt, einigt hatten oder auch öffentliche Bibliotheken gegründet größeren beschäftigt werden. Die durchschnittliche tägliche Arbeitszeit beträgt daß die Streifleitung es unterlaffen hatte, den Centralvorstand ge Stils und den Arbeitern bequem zugänglich gemacht waren. Sehr interessant ist eine statistische Tabelle in dem Büchlein. neun Stunden. Pausen werden 8 Lehrlingen gar nicht gewährt, nügend auf dem Laufenden über unsre Lohnbewegung zu halten. 92 hatten 1/2, 34 3/ 4,1561, 43= 1/2, 7= 2 Stunden Pause. Zum Schluß erhalten die Anwesenden ihre Verbandsbücher und Sie faßt die Bücherentleihungen aus 37 Bibliotheken zusammen, Die Fortbildungsschule besuchten 315 Lehrlinge. Die beruf- Agitationskarten zurück und werden gebeten, die ihnen eingehändigten welche ausschließlich Arbeiterorganisationen angehören. liche Ausbildung der Lehrlinge wird in 12 Geschäften als mangel- gedruckten Abmachungen mit der Arbeitgeber Kommission in die Es sind dies Bibliotheken von Sektionen des Buchdruckerverbands, haft bezw. schlecht bezeichnet. In 8 Geschäften mußten die Lehrlinge Verbandsbücher einzukleben, damit sie dieselben immer bei der vereinigte Gewerkschaftsbibliotheken, Bibliotheken socialdemokratischer Nebenarbeiten, die mit der Ausbildung nichts zu thun haben, verrichten. Hand haben. Bildungs- und Wahlvereine und endlich Bibliotheken der Haupt: Die ermittelten durchschnittlichen ohne der Lehrlinge befächlichsten Gewerkschaften, so der Metallarbeiter, Buchbinder, Bild- trugen pro Woche: Im ersten Jahre 574 Bf., im 2. Jahre 2,61 M., Hauer, Holzarbeiter 2c. Der gesamte Bücherbestand dieser 37 Vereine betrug 21 805 im 8. Jahre 4.60 M., im 4. Jahre 6,25 M. 82 Lehrlinge befamend duly 87 Bände, die 35 722 mal ausgeliehen wurden. Die Gesamtzahl der Arbeit mit nach Hause, um dieselbe na Feierabend aus- Masaryk, Dr. T. G. v., ö. Prof. an der böhmischen Universität in Mitglieder stellte sich auf 24 615, die der Leser von 33 Vereinen auf schnittlich 8 Stunden Hausarbeit pro Woche. Die Stunde wurde im Prag, Baladys Jbee des böhmischen Volks. Prag zuführen. Es tamen auf jeden der betreffenden Lehrlinge durch1899. Berlag von Balud. 74 Seiten Klein- Oftab. 3982. Durchschnittlich wurde jeder Band 1,64 mal ausgeliehen, der Durchschnitt mit 2512 Pf. bezahlt. Die a um und Licht- Ueber die Nationalitätentämpfe in Böhmen, die sich anläßlich Prozentsaz der Leser betrug bei 83 Vereinen 24,5; auf einen Leser verhältnisse in den Arbeitsstätten werden durch folgende Fest- der ausgeschriebenen Wahlen zum öftreichischen Abgeordnetenhaus entfallen 5,9 ausgeliehene Bände. Ihrem Inhalt nach teilt der Berfasser die Bücher in folche belehrenden Inhalte und in folche, ftellungen illustriert: Im ersten Licht arbeiteten mur 42 Lehr- wieder in den Vordergrund des politischen Interesses drängen, be linge, im zweiten Licht 192, im dritten Licht 97, im figen wir eine reichhaltige Broschürenlitteratur neben zahlreichen die der schönen Litteratur zuzuzählen find. Von den Schriftstellern vierten Licht 44.( D. H. wer im vierten Licht fizt, der hat zwischen Aufsätzen in Zeitschriften, aber diese stammen fast ausschließlich aus der letzteren Kategorie wurde am meisten 301a bevorzugt, dann feinem Platz und dem Fenster drei Vordermänner.) Da die Arbeit deutschen Interessentenkreisen, deutsch geschriebene Darstellungen des Stelle steht G. Hauptmann, an zwölfter Goethe, an fünfzehnter so muß die Gehkraft der jungen Leute, die in dritter oder gar vierter ganz, wenn wir von dem für die herrschende jungczechische Partei Sudermann, an sechzehnter Schiller. Unter den Büchern be- Reihe vom Fenster entfernt arbeiten, geradezu verwüstet werden. nicht maßgebenden, in deutscher Sprache erscheinenden Brager Tagelehrenden Inhalts wurde am meisten Bebels" Frau" In seinen Betrachtungen über die Ergebnisse der Statistik führte blatt Politit" absehen. Mit begreiflichem Interesse begannen wir gelesen. Mit Recht regt der Verfasser sich darüber auf, daß an der Referent aus, daß im Lithographen- Gewerbe eine aus- deshalb die hier angezeigte Schrift des Prager Philosophie- Professors zweiter Stelle Corbins Pfaffenſpiegel" steht, ein recht minder- gedehnte Lehrlingszüchterei herrsche, und daß namentlich viele zu lesen, der als geistiges Haupt der Realistenpartei eine Versöhnung wertiges Buch, deſſen Reiz wohl in der breiten Schilderung der von Privatlithographen( das find Inhaber von Heimwerkstätten, so zwischen Deutschen und Czechen anstrebt und der sich als ehrlicher römischen Priestern begangenen Unſittlichkeiten besteht. Weiter folgen eine Art Zwischenmeister) durch die Ausbeutung der Lehrlinge und furchtloser Politiker, der den ſocialen Problemen Verständnis in der Reihe Lassalles Schriften, Schriften über Darwinismus, Blos' in der Lage sind, wo- entgegenbringt, einen Namen gemacht hat. Leider waren wir zu niedrigen Preisen zu arbeiten, französische Revolution, Zimmermanns Bauerntrieg, Bommelis Ge- burch die Löhne der Gehilfen immer tiefer gedrückt werden. Redner ſehr enttäuscht, als wir die Schrift zu Ende gelesen hatten, schichte der Erde. Blos' Deutsche Revolution steht an zwölfter Stelle, führte einzelne derartige Geschäfte an. In einem derselben arbeiten sie enthält nichts anderes als eine Darlegung des czechische Bilz' Naturheilverfahren an fünfzehnter, Kautskys' Erfurter Pro- 10 Lehrlinge und 1 Gehilfe, in einem andern 16 Lehrlinge und chauvinistischen und national- utopischen Standpunkts Balackys, gramm an zwanzigster, Mary' Kapital an fünfunddreißigster. scher fallen, aus diesen Daten ihre Schlüffe zu ziehen. Namentlich folgende Forderungen aufstellt: Es wird den Socialpädagogen, wie auch der Arbeiterschaft nicht Gehilfen. Nach längerer Diskussion nahm die Versammlung des größten Historikers seines Volts, der aber als Politiker eine Resolution an, welche bezüglich des Lehrlingswesens trotz aller Schwankungen der Anschauungen nie den BefähigungsBenachiveis erbracht hatte. Wir wollen uns bei der Kritit Es soll, gemäß dem soweit die schöne Litteratur in Betracht kommt, muß fonstatiert schluß des P.schen Standpunkts, daß den Hauptinhalt der Entwicklung des des vorjährigen Lithographen Kongresses werden, daß der Geschmack der Leser noch mancher Ausbildung 5 Gebilfen nur 1 Lehrling gehalten werden. Beschränkung der böhmischen Volks die religiöse Idee bildete, auch nicht bei seiner bedarf. An verschiedenen Beispielen führt Herr Dr. Pfannkuche an, wie Arbeitszeit der Lehrlinge auf acht Stunden täglich. Beseitigung der Kritit des Socialismus und bei seinem Vergleich der Fähigkeiten das Lefebedürfnis gehoben werden kann. Nicht allein, daß namentlich leberstunden und Hausarbeit, weitgehendste Beschränkung der Neben- des deutschen und czechischen Volts aufhalten, alles Anschauungen, bei öffentlichen Bibliotheken bureaukratische Einrichtungen und unarbeiten, obligatorischer Fortbildungs- Schulunterricht während der die wir nicht teilen tönnen. Dagegen ist wohl die Mahnung günstige Ausleihezeit einer regen Benugung im Wege find, auch bildung nur solcher Lehrlinge, deren Befähigung für den Beruf in Blaze:" Es thut not, daß die Mehrzahl der gutgesinnten Arbeitszeit, anständige Behandlung, genügend Raum und Licht, Aus- Palackys an die jungczechische Bourgeoisie heute noch Aeußerlichkeiten, wie schlechter Druck, schlechte Einbände der Bücher, der Probezeit festgestellt ist. Das statistische Material soll zu einer Menichen nicht müßig bleibe; wir bedürfen der Thätigkeit und des Kampfs des Lichts gegen die Finsternis, des Rechts gegen die Intereffant find die Schlüsse, die der Verfaffer aus seiner Broschüre verarbeitet werden. Gewaltthätigkeit, der Hochherzigkeit gegen die Bestialität." bilden ein Hindernis. 3 9 Kongresses auf je dankenswerten Arbeit zieht. Er konstatiert, daß das Verlangen nach Die Mehlfutscher Berline waren am Mittwoch, den geistiger Fortbildung in den Kreisen der organisierten 31. Oitober, abends in Schneiders Saal, Belforterstraße, zahlreich Arbeiterschaft ein sehr hohes ist, ein ungleich höheres wie versammelt, um Stellung zu nehmen zu der Einführung des Abz. B. in den Schichten der Handwerker und der kleinen Gewerbe- tragegelds bei den Bäckern von 5 Pf. pro Sad und Verkürzung freibenden. Den Wert der sogenannten Boltsbibliotheken schlägt Herr Dr. Pfannkuche gering an, da die geistige Höhenlage der von der modernen Arbeiterschaft am meisten begehrten Bücher die Darbietungen dieser ja auch von der Stadt Berlin früher arg vernachlässigten Anstalten bei weitem überragt. Litterarisches. Schriften- Eingang. am birim Man muß schon sehr specielle Jntereffen an der Entwicklung der Dinge in Böhmen haben, wenn man die hier angezeigte Schrift lefen will. Wer für die heutigen parlamentarischen Stämpfe in Oestreich, die sich im wesentlichen unter den parlamentarischen Verder Arbeitszeit. Die Versammlung war einberufen vom tretern der Deutschen und Czechen Böhmens abspielen, Interesse hat, Centralverband der Handels-, Transport- und Verkehrs- Arbeiter, fann ruhig Masaryks Schrift ungelesen laffen, fie befriedigt in feiner und hatte Hoffmann das Referat übernommen. Der Referent Weise das thatsächliche Bedürfnis nach einer Darlegung des Standbetonte, daß zu den am ärgften ausgebeuteten Transportarbeitern punkts der czechischen Bourgeoisie für deutsche Leser. A. Br. die Mehlfutfcher gehören. Die Arbeitsbedingungen spotten jeder Be Auf die Frage, welche Gruppen der Arbeiterschaft das größte schreibung. Die Arbeitszeit beginnt früh 5 Uhr und ein Ende ist d Lese- und Bildungsinteresse haben, antwortet der Verfasser: Die überhaupt nicht festgesetzt; es fommt vor, daß Kutscher tagejenigen, welche den höchsten Lohn, die kürzeste Arbeits- lang nicht nach Hause gekommen sind, weil sie wegen der langen Veröffentlichungen der Deutschen Gesellschaft für Volksbäder. zeit und die beste Organisation haben". Und weiter: Arbeitszeit gleich im Stall mit geschlafen haben. Die Bäcker, Herausgegeben von dem geschäftsführenden Ausschuß. Berlin. Auguft leber je mehr freie Beit der Arbeiter verfügt, um so mehr welche doch bekanntlich nachts backen, nehmen das Mehl zu jeder Sirichwald. Zweites, drittes und viertes Heft. wendet er sich bilbender Lektüre zu, wobei natürlich Voraus- Zeit auch nachts ab, und so nur ist es erklärlich, daß diese Kutscher Verkehrskarte von Europa, Nordafrita und dem Morgenlande. segung ist, daß ihm solche bildende Lektüre in zureichender Weise Tag und Nacht auf der Straße liegen und bei ihnen von einem Bearbeitet mit besonderer Berücksichtigung der deutschen Intereffen von geboten wird". Unbedenklich stimmen wir Herrn Dr. Pfannkuche zu, Familienleben keine Rede sein kann. Die Kutscher verlangen nun, Baul Langhans. 1: 5 000 000. Preis: 8 M., aufgezogen als Wandwenn er für eine gewiffe Tendenzlosigkeit der Bibliotheken eintritt wie es frither schon war, von den Bädern für jeden Gad Mehl, tarte( 1,30 meter breit, 1,06 Meter hoch) 12 M. Gotha, Jufius Berthes. und jede Bevormundung der Arbeiter verwirft. Allerdings welcher in das Haus getragen werden muß, 5 Pf. Für das Eine namentlich für Bureauzwecke brauchbare und übersichtliche starte Die Religion der Naturforscher. Auch eine Antwort auf Hädels follte der Verfasser bedenken, daß es für die Verwaltung einer erst Absetzen des Mehls in den Hausflur verlangen die Kutscher nichts. Welträtsel. Von Dr. phil. E. Dennert. Preis 50 Pf. 4. Aufl. Berlin, im Werden begriffenen Arbeiterbibliothek das Nächstliegende ist, den Lefern Die Arbeitszeit soll um 8 refp. 9 Uhr abends beendigt sein. Nach Verlag der Buchhandlung der Berliner Stadtmission. die vorgeschrittene socialistische Litteratur und die modernen Schrift- dieser Zeit, wenn es durchaus erforderlich ist, soll die Stunde von steller sowie die Klaffiter zu bieten; bei entsprechender Vergrößerung 9 Uhr an mit 50 Pfennig bezahlt werden. An der Diskussion beder Bibliothek aber halten wir die Anschaffung von Werken der hervor- teiligten sich verschiedene Kutscher und wurden die Versammelten ragenden bürgerlichen Nationalökonomen zum Beispiel für ganz felbst- darin einig, daß der Verband sich mit den Bäckerimmungen in Ververständlich. bindung setzen solle, da es die Fuhrherren und Mehlkaufleute abgelehnt haben, mit den Bäckern in dieser Angelegenheit zu verhandeln. Alle diese Forderungen wurden in einer Resolution niedergelegt. Dringend empfiehlt der Verfaffer den Veranstaltern von Hochschultursen und den Verwaltern der neuen Bücher und Lesehallen, fich mit den Arbeiterorganisationen in Verbindung zu setzen. Den Gegnern der modernen Arbeiterbewegung, die sich ja auch unter den Standesgenoffen des Herrn Dr. Pfannkuche zahlreich vertreten finden, halten wir folgende Worte aus seiner Broschüre entgegen: der Die Entwicklungslehre.( Darwinismus.) Von Wilh. Bölsche. Preis 30 Pf. Charlottenburg, Otto Goerke. Gewerbe- Ordnung für das Deutsche Reich. Tertausgabe mit Register. Preis 1,20 M. Berlin, J. Guttentag. Die neue Ausgabe enthält die jest in Straft getretenen Neuerungen. Die Heizerschule. Hilfsbuch für Maschinisten und Dampffeffelheizer. Von Robert Wintler, Heizer. Preis 1 M. Verlag von R. Hertel, Berlin C., Wallstr. 24. The Beginner. Ein Lehrbuch der englischen Sprache. Bur schnellen Er lernung derselben durch Selbstunterricht. Von William Wright Berlin. Rosenbaum u. Hart. Dr. G. Carring. Das Gewissen im Lichte der Geschichte, socialistischer und christlicher Weltanschauung. Berlin 1901.( Atademischer Verlag für sociale Wissenschaften Dr. John Edelheim.) Preis 2 M. Die Fliesenleger hielten am Donnerstag eine Versammlung ab, um die Abrechnung vom Streit entgegenzunehmen. Nach dem Bericht des Obmanns betrugen die Einnahmen 6460,55 m., die Ausgaben 6170,80 m. und es verbleibt ein leberschuß von 289,75 M. Hierbei " Dem Kenner der modernen Arbeiterverhältnisse wird dies ge Streit verblieben sind und wegen Abwesenheit des Obmanns derzeit find auch 83 M. mit abgerechnet, die als Ueberschuß vom vorigen La Fédération de l'Europe( Die Einigung Europas) bon wonnene Resultat nichts Ueberraschendes bieten, ihm aber von neuem die nicht verrechnet werden konnten. Nach kurzer Diskussion erklärt die Sucke, Julius, Die Handelsbilanz. Die Obliegenheiten des J. Novikow. Paris, Verlag Félix Alcan, 1901. Bestätigung liefern, daß die Gewerkschaftsorganisationen in jeder Bersammlung sich mit der Abrechnung einverstanden. Im weiteren wechfels. Die Baluta. Der Bettelbant- Apparat. Bier nationalökonomische Weise die Elite deutschen Arbeiterschaft repräsentieren und daß fie nach besten Sträften wie für geistige Berlauf der Versammlung wird die Meinung ausgesprochen, daß seitens Abhandlungen. Berlin 1901. Mitscher u. Röſtell. der Arbeitgeber schwarze Listen geführt werden und indirekte Maß- v. Müller, Will Deutschland die Oftmarken behaupten oder nicht? so auch für eine fittliche gebung der Arbeiterschaft wirksam find, darum aber auch die in immer bedenklicherem Grade einreißende regelungen stattfinden. Von mehreren Rednern wird für eine Verkürzung Preis 30 Pf. Verlag von Gose u. Tezlaff, Berlin W. Ernst Fischer: Der deutsche Michel, Richard Röside, Prof. Schmoller der Arbeitszeit auf 8 bezt. 7 Stunden eingetreten, die durch die Vereinsfimpelei und Vergnügungsmeierei am entschiedensten be- außerordentliche Arbeitslosigkeit notwendig wird. Seitens einiger und die Socialdemokratie. Preis 30 Pf. Berlag von Goſe u. Tezlaff, tämpfen, twie jeder Kenner der Berhältnisse weiß und Unternehmer find Fliesenleger aus Hamburg und Köln für Accord- Berlin W auch aus den immer wiederkehrenden Klagen Beyer, Gewerblicher Boltsratgeber. Ein zuverlässiges Hilfs- und der Gewert arbeit herangezogen worden, was zur Vermehrung der Arbeits- Formularbuch für Staufleute, Gewerbetreibende, Fabrikanten, Handwerker, schaftsbibliothekare hervorgeht. Ich stelle deshalb als wichtigstes losigkeit beigetragen hat. Um eine bessere Durchführung der Tarif Bauunternehmer, Haus und Grundbefizer 2c. Zweite Auflage. Preis gr. 80. Ergebnis dieses Abschnitts unbedenklich den Satz auf, daß jede bestimmungen durchzuführen, wird beschloffen, daß der Tarif, wie geb. 368 S. 2,50 W. Verlag von A. W. Hayns Erben, Berlin SW., Förderung der freien Arbeiterorganisationen zugleich eine Förderung des geistigen und fittlichen er vor dem Gewerbegericht ausgemacht worden ist, sofort gedrudt Bimmerftr. 29. und den Kollegen eingehändigt wird. Ferner beschließt die Ver- Woltmann, Ludwig. Pilgerfahrt. Stizzen aus Palästina..Verlag Niveaus der deutschen Arbeiterschaft bedeutet. Bom Standpunkt des für diefe Biele intereffierten Wolfsfreunds fammlung, daß die Festießung der Gemaßregelten- Unterstügungen und Buchhandlung ber Genoffenschafts- Buchbauderet Solingen. Dr. Richard Freund. Handausgabe des JuvalibenversicherungsGefezes. Zweite vermehrte Auflage. Preis 2,80 M. Berlin. J. J. Heines fann nicht entschieden genug gegen die immer wiederkehrenden Ver- der Kommission und dem Ausschuß überwiesen wird. fuche, die Wirksamkeit der Arbeitervereine durch Umsturz und Die Posamentiere, eine Filiale vom Zegtilarbeiter Verband, Berlag. Die Ursachen des Kriegs zwischen England und den Boeren Buchthaus vorlagen einzuengen oder lahm Lahm zu legen, haben in ihrer legten Mitgliederversammlung ausdrüdlich konstatiert, protestiert werden." daß sie ihrem Mitgliede Berger feinen Auftrag gegeben haben, republiken. Die politischen Verwickelungen in der Zeit vom JamesonEinfall bis zum Ausbruch bes Striegs. Nach authentischer Quelle dar in den Differenzen der Anarchisten mit der Verwaltung des Ge werkschaftshauses an die Oeffentlichkeit zu treten. Eine solche Schluß gestellt von Dr. W. Ballentin, Stabstapitän der Boerenarmee. Mit folgerung ließ der Bericht des Vorwärts" über die Versammlung zu. Berger selbst erklärte, daß er aus eignem Antriebe die Ver" Was lieft der deutsche Arbeiter? Auf Grund einer Enquete beantwortet von Dr. A. H. Th. Pfannkuche, Pastor in Gr. Bülten, Hannover. Tübingen und Leipzig. Verlag von J. C. B. Mohr. zehn Bortraits. Berlin, Verlag von H. Walther. Friedrich Hert. Agrarfrage und Socialismus. Berlin 1901, Bera lag der Socialistischen Monatshefte. Preis 50 Pf. chmerzloses Zahnziehen d Frau B. v. H. schreibt u. a.: Specialität: Plattenloser Zahnersatz. 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Die Jm Kampf um die Arbeitszeit äußert sich der Drang nach einer Unter diesem Titel will Dr. Ludwig Pohle, Privatdocent an der Universität Leipzig, eine principielle Antwort auf die Frage der Ausschließung der verheirateten Frauen aus der Fabrik" geben. die Sache zu leicht; wo es nicht recht stimmen will, da glaubt" er, Schlafstelle wird, gerade gut genug, um die Glieder wieder arbeitsoder er nimmt an". Im Eifer beweist er zulveilen nach fähig zu machen und ein neues Sklavengeschlecht hervorzubringen. beiden Seiten, ohne daß sich erkennen läßt, 100 in Aber die Fabrifarbeit ertötet nicht die Sehnsucht nach einem Heim. 80-90 000 Familien, die er zum Biel nimmt, reichen nicht ans, Zufluchtsstätte menschlichen Behagens und geistiger Erholung. Der um große sociale Wirkungen zu entfeffeln, wohl aber find sie zahl Sorgenschleier, der den beffer gelohnten Fabritarbeiter verlägt, wenn reich, viel zu zahlreich, um sie einer gutgemeinten Schrulle willen in der Feierabend anbricht, bedrückt aber den Hausarbeiter Tag und größere Not und tieferes Elend zu stürzen. Nacht. Seine Werkstatt ist kein Heim, sondern sein Heim ist nur Warum soll den Arbeitern immer genommen werden, wenn eine Werkstatt. Seine Familie ist eine Gemeinschaft von Menschen, Als Streitschrift gegen die Socialdemokratie, welche für den ihnen geholfen werden soll? Warum will Dr. Pohle den Hilfe die sich gegenseitig ausbeuten und unter seinem Dach wohnt der Ausschluß der Ehefrau aus der Fabrik nicht zu haben ist, enthält die bedürftigen nicht lieber geben denn nehmen? Wo der Arbeiter zu Geist der Zwietracht, nicht des Friedens." Die gesundheitlichen Schäden der Heimarbeit für die Fa größere Hälfte des 112 Seiten langen Büchleins eine eingehende wenig erwirbt, um die Familie zu erhalten, muß die Frau, so lange Widerlegung socialdemokratischer Reden auf dem Züricher inter- sie Kinder unter 12 Jahren hat, den ortsüblichen Tagelohn erhalten, milie durch das beständige Veriveilen in dem nämlichen Raum, für - z. nationalen Stongreß für Arbeiterschutz im Jahre 1897. Es vertritt um Kinder und Haus pflegen zu können. Nachdem ja ausdrücklich die Außenstehenden durch Anftedung 3. B. bet Scharlach oder die Durchführbarkeit des Verbots eheweiblicher Fabritarbeit im betont wurde, daß die Forderung des Arbeitsverbots nicht im Lungenkranken in der engen Behausung sind zu bekannt, um mehr Stampfe gegen die Partei, welche sich nun einmal der Führung der Intereffe der betreffenden Ehefrau gestellt wird, sondern im als der Erwähnung zu bedürfen. Man tönnte die Beispiele au t, au eng Lohnarbeitenden Slaise bemächtigt hat", und welche von der Frau Interesse der Gesellschaft", welche gut beaufsichtigte und erzogene hunderten aufzählen, wenn der Naum nicht zu eng bemessen gleichfalls Berufsarbeit verlangt, um sie wirtschaftlich unabhängig Stinder braucht, weit die Frau im Interesse der Gesellschaft ihrer wäre; aus der ganzen Litteratur über Heimarbeit geht eins zu stellen. Daher die Notwendigkeit für mich, den Stampf gegen Selbstbestimmung beraubt wird, so hat die Gesellschaft mindestens die flar hervor, daß sie die gefährlichste Form im heutigen die socialdemokratische Weltanschauung in diesem Punkte aufzu- Pflicht, ihr die Befolgung des Verbots zu ermöglichen. Warum sollen Arbeitssystem darstellt. Während fie die Kräfte über Gebühr nehmen und den Versuch zu machen, das falsche individualistische gerade die Armen und Bebrüdten Opfer bringen für eine Gesellschaft, die anfpannt und die Hausgenossen mit in den Erwerb zieht, Sie läßt der alleinIdeal der Socialdemokratie durch ein wahrhaft sociales zu ihnen mur Kosten aufbürdet? Wäre es nicht einfache Billigkeit, der gewährt sie fein genügendes Einkommen. ersetzen."( Bortvort S. VIII.) Auf diese Widerlegung" als solche Frau, welcher man den Erwerb verbietet, das Notwendigste zu stehenden Arbeiterin oft nur die Wahl zwischen dem Untergang durch einzugehen, lohnt nicht, es handelt sich für uns lediglich um Wesen gewähren? Mangel oder Schande; und der einsame Kampf ist der schverste. und Gewicht der Gründe, mit welchen das Verbot der Fabrikarbeit Die Wermsten find ja Wer Doch dies letztere ist ein Irrtum. Staffe für Ehefrauen gestützt wird. Jeder Beitrag zur Frage des Arbeite- gerade von dem Berbot ausgenommen. Alle Frauen dürfen arbeiteit, enderungen schaffen will, ber betämpfe nicht die rinenschutes, von Freunden oder Gegnern, verdient unfre Beachtung deren Lohn zur Bestreitung des Notwendigsten unumgänglich nötig a britarbeit, sondern vor allen Dingen die Haus-freilich handelt es sich hier um den Arbeiterinnen schutz mehr ist. Diese Aermsten alfo dürfen ihre Kinder verlommen laffen, fie industrie. im Sinne der Befehdung. $ im Interesse der arbeitende per fawerfte dürfen das Den besten Beweis für die Ausführbarkeit des betreffenden äären, die deſellſchaft versenden ur diejenigen trifft Verbeffent feit des plus schlufics der Verhelsateien Arbeiten aus der Arbeiter selbst fallen." " bes Socialpolititers iſt es, dieſe Regungen nicht zu unterbrickor, sonder ihnen Ziel und Richtung zu weisen. Will mant baz der Leipziger Gelehrte keinen Unterschied sieht zwischen der freien Es erscheint noch viel unglaublicher und ist doch eben so wahr, Liebe, welche, im Gegensatz zu einer erzivungenen oder berechneten Hingabe, für jeden normal fühlenden Menschen die einzig fittliche Form der Ehe darstellt( d. h. der Vereinigung von Mann und Beib) und jener freien" Liebe, die jetzt ihre Orgien feiert. Ihren affischen Ausdruck findet diese legte für uns in dem Bürgerlichen Verbots findet der Verfasser in der verhältnismäßig fleinen Zahl wollen. Ob der Verfasser eine Ahming hat von der Kulturfeindlich- Fabrik". Ein sehr heftiger Angriff auf die Socialdemokratie überder betreffenden Ehefrauen( 130 000). Werden weiter abgezogen die feit seines Vorschlags? Wie hoch tariert der studierte Herr das haupt und Bebels Frau" insbesondere, sowie auf die Bestrebungen Geschiedenen und Witwen, deren Arbeit frei bleiben muß, ferner auch Notwendige für eine Arbeiterfamilie im Gegensatz zum der socialdemokratischen Führerinnen und bürgerlichen Frauenjene Ehefrauen, welche keine Kinder unter 12 Jahren haben, so ver- Ueberfluß? Welche Summe bildet die unterste Grenze für des rechtlerinnen, wirft ihnen allen einen extrem individualistischen Standbleiben etwa 80-90 000 Arbeiterinnen, welche unter das betreffende Mannes genügenden Lohn? Wird die Behaglichkeit für den Ehe- punkt vor, welcher den wahren socialen Forderungen hindernd im Gejezz fallen würden, alfo von den 1 268 000 weiblichen gewerblichen mann, die Fürsorge für die Kinder getvinnen, wenn die Einnahme Wege stehe. Unter der bewährten Führung von Size, Ed. HartArbeitern nur ein verhältnismäßig fleiner Bruchteil. Weil bei nur eben genügt, das nackte Leben zu fristen?( Wir sprechen mann und Frau Dr. Kempin berlangt der Autor im Namen der höherem Lohn des Manns die Ehefrau meist im Hause bleibt wie das Buch selbst, mur bon der Wirkung auf Manu socialen Reform, daß die Frau der Häuslichkeit erhalten bleibe. ind nur bei schlecht gelohnten Arbeitern die eheweibliche und Kinder; bie Frau selbst scheint für den Autor Nur besondere künstlerische oder wissenschaftliche Begabung läßt er Fabrikarbeit vorkommt, giebt sich der Autor der nicht ganz vollkommen nebensächlich). Sat er sich aber je umgefehen, als Ausnahme auch bei der Ehefrau gelten. Daß diese Bevorverständlichen Hoffnung hin, der Lohn des Manns werde steigen, in Wohnungen, wo die Lebenshaltung auf das niedrigste mundung auch die Frau begliden müsse, nimmt er ohne weiteres wenn der Ehefrau die Arbeit verboten wird. Auch für die Betriebe Maß gesunken ist? Hat er darüber nicht einmal gelesen? Ist es an. Mit märchenhafter Naivetät fagt er( S. 79):" Bebel hat richtig entsteht keine Störung, weil die geringe, meist ungelernte Arbeit ihm unbekannt, daß das Streben nach besserer Lebenshaltung, das erkannt, daß die freie Liebe nur bestehen kann, wenn die Frauen leicht von beliebigen Mitgliedern der großen Reserve Armee über er ja auch hochachtbar" nennt, zu den mächtigsten Hebeln der Kultur wirtschaftlich felbftändig gemacht werden. Es erscheint unglaublich, nommen werden fam. Der Ausfall an Lohn für die betreffenden gehört? Glaubt er im Erust, daß Menschen, welche ein Hauch der ist aber doch wahr, daß Bebel diese Forderungen speciell im Intereffe Familien läßt sich nicht so leicht ersetzen; nachdenklich citiert der Kultur gestreift hat, sich dieses Streben verbieten lassen? Aufgabe des weiblichen Geschlechts aufstellt." Berfaffer einen Ausspruch aus Herkners Arbeiterfrage: Eine er hebliche Verminderung der Frauenarbeit legt der Arbeiterklasse für den Anfang große Opfer in Interesse der Gesamtheit auf. Man den arbeitenden Frauen helfen, sollte sich deshalb hüten, den Arbeiterschuß, wie es so häufig ge- io erringe man ihnen den Achtstundentag. Er läßt der schicht, lediglich aus dem Gesichtspunkt einer Wohlthat, welche den Frau und Wutter noch Beit, für Kinder und Mann zu sorgen, um Arbeitern erwiesen werde, zu beurteilen. Er ist vielmehr in vielen jo mehr, wenn die gleiche Arbeitsdauer dem Mann gestattet, ihr bei Beziehungen eine Reform in Interesse der ganzen Nation, eine Re- der groben Arbeit zur Hand zu gehen. Beide behalten dann Zeit, form, deren Lasten in der schwierigen Uebergangszeit nicht nur auf fich den Kindern zu widmen, beide lernen die Freuden Gesetzbuch; das uneheliche Kind ist mit dem Vater nicht verwandt. die Unternehmer, sondern in noch weit empfindlicherer Weise auf die des Famillienlebens fennen, nicht bloß dessen Sorgen. Und Wo bleibt hier die Elternpflicht? Wo die heiligen Bande des Bluts? die Neigung des Mauns, den Lohn in Bier und Brannt- Stedt in diesem Eaze nicht der äußerste und noch dazu äußerst Aber die Sache ist auch nicht gar so schlimm. Man braucht wein anzulegen, wird nach nach dem einstimmigen Zeugnis er umoralische Individualismus, die größte Ermutigung der freien nicht mit Inspektor Wörrishoffer zu glauben, daß die Not die Ehe- fahrener Socialpolitiker am wirksamsten durch eine größere Muße Liebe aber nicht der idealen? frau in die Fabrit treibt. Das mag manchmal zutreffen, aber von und beffere Lebenshaltung bekämpft. Nur zu häufig erwächst die Was nun die Hauptabsicht des Autors betrifft, die er nur scheinNot als Ursache der weiblichen Fabritarbeit sollte man eigentlich Neigung zum Trunk aus der Notwendigkeit, in billiger Weise die bar aus den Augen verlor, so trifft er ganz unbewußt gelegentlich nur da sprechen, wo die Löhne der betreffenden Ghemänner so niedrig ungenügende Nahrung für den Augenblick wenigstens zu ergänzen. den springenden Bunft. Er bemerkt wiederholt, daß Arbeiter, welche find, daß der Lohnverdienst der Frau unbedingt erforderlich ist, damit Als Ergänzung des Wichtstundentage verlangen wir für die Frau, einen genügenden Lohn haben gegen 25 M. und darilber die Familie uur leben tann."( S. 48.) wohlverstanden, nicht nur für die Ehefrau, eine Unterbrechung selten ihre Frauen in die Fabrit schicken. Und doch liegt ihm eine Die Inspektionsberichte geben fein flares Bild über die Zahl der Arbeitszeit von 4 Wochen vor und 6 Wochen nach der Entbindung, Agitation zu Gunsten höherer Löhne teltenfern. Hat er aber je geder Fälle, in denen die Familie ohne die Fabritarbeit der Frau un- und während dieser Zeit von der Krankenkasse oder einem sonst dafür lesen, daß die bösen Socialdemokraten einen solchen Ehemann nötigen, fehlbar verhungern würde. Das an sich durchaus berechtigte" eingerichteten Fonds den ortsüblichen Tagelohu, damit sie ihre und seine Frau in die Fabrik gehen zu lassen? Oder, daß sie zur ErStreben, die Lebenshaltung der Familie zu verbessern, fann der ihres Kinds nächsten Bedürfnisse wahrnehmen tann, so ist für die reichung dieses Biels für niedrige Löhne eintreten? die Anklage, Autor als Grund eheweiblicher Fabritarbeit nicht gelten lassen. Die dringendste Not einstweilen Vorsorge getroffen. daß die Socialdemokratie Lohnarbeit der verheirateten Frau ist auch keineswegs am häufigsten Noch eine furze Uebersicht der Heimarbeit erscheint dringend theoretischer Berbohrtheit, um die Frau selbständig zu machen, da zu finden, wo die Löhne am niedrigsten sind. Ein unbedingtes erforderlich, weil der Verfasser, wie es scheint, im Einklang mit Dr. Size, fie in die Fabrit zwingt? Gr nenne doch seine Beispiele! Der Berbot der Fabrikarbeit wird daher die Mutter, die nur zur Be- fie als das fleinere Uebel nicht nur gestattet, sondern geradezu an- einfache Thatbestand ist folgender: Wo der Mann nicht genug zum friedigung von Lurusbedürfnissen arbeitet, den Stindern zurüidgeben. rät. Und die Gefahr ihrer Ausdehnung liegt um so näher, da fie Lebensunterhalt verdient, muß die Frau mitarbeiten. Im allgemeinen Durch ungeteilte Hingabe an Hausarbeit und Kinderpflege wird sie thatfächlich überall ausgeübt werden kann. So lassen z. B. die bietet hierfür die Fabril die günstigsten Bedingungen mehr Lohn für mehr ersparen, als was fie draußen verdient hätte. Wo aber das Engrosgeschäfte der Konfektion in Frankfurt a. M. ihre Arbeiten fürzere Arbeitszeit, Gewähr besseren Schuzes durch die Fabrikaufsicht, Einkommen durchaus nicht reichen will, da steht die Arbeit in Land- größtenteils in Unterfrauten ausführen. Die Stuttgarter Konfektion und die Möglichkeit, im Berein mit Genossen und Genossinnen bessere wirtschaft und Hausindustrie offen. wird in etwa 70 fleinen Orten der Umgegend bis Göppingen und Bedingungen zu erfämpfen. Ebenso ergeben die Berichte der Fabrikinspektion, z. B. aus Ludwigsburg hin angefertigt. Bestände eine Gewerbe- Inspektion für Leipzig, Planen, Meißen, daß der Arbeiter einen unverhältnismäßigen Hausindustrie, a. B. in Sachsen, jo würde sie von vielen aus Teil seines Lohns für sich beansprucht, für Bier, Tabak usw. Bis- wärtigen Großgeschäften zu berichten haben, für welche in fächsischen weilen steuert er zu den häuslichen Ausgaben nur für Deckung der Kleinstädten und Dörfern Wäsche und Stickereien, Spigen und VorMiete bei. Hört aber die Arbeit der Frau auf, dann kann der hänge als Heimarbeit für den denkbar färglichsten Lohn geschafft Mann nicht mehr wie vordem seinem Egoismus fröhnen; die„ Ent- werden. Und hier sollte durch einen plötzlichen Einbruch von 60 000 behrungen", welche ihm durch das Verbot eheweiblicher Fabritarbeit bis 70 000 Arbeitsuchenden eine neue Stonfurrenz geschaffen werden? auferlegt werden, bestehen ja nur in einem verminderten Konjum Denn niemand wird im Ernst glauben, daß die aus der Fabrit ausvon Bier, Branntwein usw. Wie einfach liegen doch die verwideltften getriebenen Arbeiterinnen nicht in ihrer großen Mehrzahl Ersatz für Probleme der Arbeiterbewegung vor einem Gemüt, welches eine ben verlorenen Erwerb suchen werden. Lieblingsidee zu verfechten hat! Zweifelhaft ist freilich, ob die Löhne in der Heimarbeit über Des Manus Egoismus findet überdies Entschuldigung in der Haupt noch gedrückt werden können. Die große Enquete für Kon- fichtigung der Kinder, die noch nicht 12 Jahre alt find, gesorgt ist. Cede und Ungemütlichkeit seines Heims, dent die Hausfrau fehlt. feftionsarbeiter im Jahre 1896 ergab die traurigsten Stefultate. Wenn 1 und 3 läßt Herr Bohle gleich fallen, weil ersteres leicht zur lind die Leichtigkeit, mit welcher sie den Fabriklohn entbehren könnte, bei qut renommierten Firmen jahrelang beschäftigte Arbeiter mit umgehen ist, und legteres in Fällen der Not doch unbeachtet bleibt. beweist die Thatsache, daß sie für 4-5 27. nicht zu haben ist. Beihilfe der Frau bei 13stündiger Arbeit einen Wochenlohn von llebrig ist 2, wonach die Fabrikarbeit der Frau an die Erlaubnis Einem Lohn von 7-8 W. gegenüber aber erliegt fie der Ver- 10 Wiart erringen, oder bei 16stündiger Arbeit auf 12 bis der Armenverwaltung geknüpft wird. bleibt Wo aus Bon überwältigendem Humor ist es, wenn der Autor der Partei Mangel an socialem Sinn vorwirft und gleich darauf dazu schreitet, die Forderungen für die sociale Gestaltung der eheweiblichen Fabritarbeit zu erheben. Die Erlaubnis zu derfelben knüpft sein Mentor Size an die folgenden drei Bedingungen: 1. an die Vorlegung eines von einem approbierten Arzt ausgestellten Zeugnisses, daß die betreffende Frau die Arbeit, um die es fich handelt, ohne Gefährdung ihrer Gesundheit verrichten kann; 2. an den Nachweis des wirtschaftlichen Bedürfnisses der Nach suchenden, welches durch die Armenverwaltung festgestellt werden foll; 3. an den Nachweis, daß für ausreichende Pflege und BeaufDas nennt sich sociale suchung, das Familieneinkonimen auf Stosten der Ordnung im 14 Mart wöchentlich stiegen, andre für gleiche Arbeitsdauer Forderung! Haushalt sowie der Pflege und Erziehung der Kinder zu steigern". auf 15 Mart, aber immer bei Mitarbeit der Frau so läßt Allerdings gilt es noch, den Frauen, denen die Fabrik ber Man denke aber auch ein Einkommen von 7-8 M. wöchentlich! fich leicht ermessen, wie gering die Löhne da sein müssen, wo die boten ist, genügende Kenntnisse der Hauswirtschaft mitzuteilen, Ein fernerer Beweis für die Ueberflüssigkeit der weiblichen Frauenarbeit allein in Frage kommt, also bei der Damenkonfektion damit sie die anmutige Behaglichkeit schaffen( für 12 M. wöchentlich? Fabrikarbeit: je mehr Kinder vorhanden sind, je seltener geht die und Wäschenäherei. oder 10?), welche die Arbeiterwohnungen jent so fchiver vermissen Frau zur Fabrit. Der Zittauer Fabrikinspektor hat es auf einer Ungemein charakteristisch ist, daß die soust so gefürchtete Kontur- laffen. Auch dafür ist Rat. Jede junge Arbeiterin muß fich für ein ausführlichen Tabelle erläutert. Wir hätten ihm auch so geglaubt, renz der Gefängnisarbeit der Konfettion nicht schadet. Die freie Jahr als Dienstmädchen vermieten. Selbst in schlechteren Diensten daß eine Frau mit 4 oder 5 unmündigen Kindern nur dann in der Arbeit unterbietet hier die Gefängnisarbeit. wird sie doch ein bestimmtes Maß von nützlichen Kenntnissen er Lage ist außer Hause zu arbeiten, wenn sie sich durch zuverlässige Diesen Tiefstand der Löhne verschuldet zumeist jener schlimmste werben. Von den Socialdemokraten freilich würde dieses EinAngehörige erfegen laffen kann. Das Halbzeitsystem als Aushilfe Strebsfchaden aller Heimarbeit, die zahlreichen Mitarbeiter, welche, jährigen- Jahr" des weiblichen Geschlechts wohl als Wiedereinführung für Ehefrauen scheint dem Verfasser in seinen Wirtungen zu unbe- um eines fleinen Nebenverdienstes willen, die Löhne drüden. Es er- des givangsgesindedienstes bekämpft werden." Dazu wären die bösen rechenbar; er betrachtet es, ohne es zu beurteilen. geben sich zugleich ganz eigenartige Verschiebungen des Berufslebens, Menschen wohl im staude. Um so mehr, weil es thatsächlich nichts Die Gefahren der Hansindustrie prüft und verneint er zunächst wie es die Lobpreiser der Heimarbeit kaum erwartet hätten. Nicht andres ist. im Hinblick auf eine mögliche Rückbildung der Fabritsbetriebe, wie nur die Söhne und Töchter fleiner Landwirte arbeiten für die Gegen den weiteren Vorschlag hauswirtschaftlicher Fortbildungses z. B. bei der Eigarrenindustrie leicht durchführbar ist, wie bei Stonfektionsgeschäfte der Stadt, auch die Töchter vermögender schulen ließe sich gar nichts einwenden. Er tritt aber so schüchtern jeder der wenigen großen Betriebsarten, bei denen jeder Arbeiter Bauern find zahlreich vertreten. Dafür wird die Feldarbeit von auf, daß man wohl sieht, die socialen Forderungen hörten da auf, einzeln und selbständig schafft. Daß die Fabritarbeiterin zur Haus- fremden, zugezogenen Arbeitern geleistet. wo fir die Befizenden ein Opfer beginnen fönnte. Das fociale industrie übergeht, erscheint nur in der Großstadt durchführbar, weil Die zwangsweise Zusammenfassung der Ar- Empfinden erschöpft sich in Zwangsforderungen gegen die Prole in kleineren Orten mit Fabritindustrie der Betrieb für Heimarbeite- beiter in Werkstätten würde die schlimmste Schmug- tarierin und in Antlagen gegen den socialdemokratischen Mangel an rinnen nicht besteht. Wie sehr unterschätzt der Herr Privatdocent die tonturrenz beseitigen; wer nur heimlich arbeitet, bliebe fortan echtem Socialismus. Beweglichkeit und Findigkeit des Kapitals! Uebrigens ist ihm ja ausgeschloffen. Die wertvollste Errungenschaft wäre zunächst die Die Grundfäße der Socialdemokratie vertragen sich allerdings die Heimarbeit auch das kleinere Uebel. Einhaltung einer bestimmten Arbeitszeit. Ueber die Hausindustrie nicht mit der Forderung größerer Opfer seitens der Schwachen. Sie Mit Dr. Hiße vom Centrum, dessen Ansichten über Arbeiter- citiert Timm: Die Konfektions- Industrie und ihre Arbeiter, aus dem will allen gleiche Rechte und gleiche Pflichten geben, jedem die wohl der Verfasser bewundernd zustimmt, bestreitet er auch die Zu- amtlichen Bericht auf S. 48: u Berlin fommt es häufig vor, daß Möglichkeit, sich frei und eigenartig zu entwideln, ungehemmt nahme des Kontubinats als Folge des Arbeitsverbots für Ehefrauen. die Kinder des Tags über die Wirtschaft beforgen von dem Zwang der bitteren Not. Aber keinem die Freiheit, Es wird als Beweis auf die Unüberlegtheit der jungen Leute hin und daß die Mutter sich höchstens Sonntags um sich auf Kosten seiner Mitmenschen zu bereichern. Das Mittel, welches gewiesen, welche heiraten, jo bald es eben langt", daß sich mit den dieselbe bekümmert. Das ist un so eher möglich, als hier uns diesem Ziele zuführen foll, besteht in dem Gemeinbesiz der Kindern Not und Mangel einstellt. Vielleicht aber wirkt das Werbot Frühstück, Mittagbrot und Vesper des öftern nur aus Butter Arbeitsmittel in weitesten Sinne, in der Unmöglichkeit, Privatkapital auch insofern nüglich, als dann die Eheschließungen nicht mehr zu brot und Kaffee bestehen. Selbst wenn die Arbeiterin ver- aufzuspeichern. früh und unüberlegt eingegangen werden. Die Wirkung thut ihre heiratet ist, wird in vielen Fällen erst abends etwas Ordentliches Möge auch das Ziel noch ferne sein; daß wir uns ihm nähern, Dienste eben nach beiden Seiten. Schwerlich werden wohl Dr. Hitze gekocht, weil die an der Peripherie liegende Wohnung des Arbeiters fommt uns jedesmal zum Bewußtsein, wenn wir bei Gelegenheit und Dr. Pohle in dieser Frage dem jungen Arbeiter die Gepflogen zu weit von seiner Arbeitsstätte entfernt ist. Aber auch unver- eines Rückblicks die Fortschritte der letzten Jahre vor unsren froh heiten der jungen Männer höherer Stände, welche nicht unüberlegt heiratete selbständig wirtschaftende Arbeiterinnen essen erst zu Abend erstaunten Bliden aufsteigen sehen. Zeit und Mühe schreckt den nicht, Heiraten, empfehlen wollen? Bis es zu einem standesgemäßen etwas Warmes, weil in der Mittagstunde die Zeit zu der ein hohes Ideal überzeugt im Busen trägt. Mancher Feind ist Haushalt langt", hält sich der unbeweibte junge Mann bei Prosti- knapp ist. Vielfach beschränkt man sich auch darauf, den früh schon befiegt, mancher Gegner nicht überwunden, sondern überzeugt worden. Hoffen wir, daß anch der im ganzen wohlwollende Herr tuierten schadlos oder er hat ein Verhältnis". Welches ist das gefochten Raffee aufzuwärmen." fleinere Uebel? Und Dr. Stephan Bauer, im Archiv für sociale Gesetzgebung Dr. Pohle seine Ratgeber, Dr. Hige und Dr. Kempin, verlassen Mit Ausnahme der rein politischen Ausfälle und Berichtigungen und Statistit", sagt: und das echte Arbeiter- und Frauenwohl fördern helfe. Fallen die haben wir die Beweisgründe aufgezählt, welche des Verfassers prin Man flagt die Fabritarbeit an, sie zerstöre gewaltsam das beiden doch zusammen mit dein Wohl des Menschengeschlechts. H. cipielle Ansicht stügen. Oder vielmehr stützen sollen. Er macht sich Familienleben, ganz mit Recht, wenn aus dem Arbeiterheim bloß die Berantwortlicher Redacteur: Dr. Georg Gradnaner in Groß- Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. " Von Aerzten vielfach verordnet. Rroschüre gratis und franco. Inest in ferro aliquid divini! Dr. Boerhave. ( Aufbewahren!) ir Badere Ersatz für Badereise. Nur aus gesundem Blute entsteht ein gesunder Körper!!! ( Aufbewahren!) Im Eisen ist etwas Ein Heilmittel ohne Gleichen, sehr oft wirksamer, als die theuren Badereisen, ist der von mir präparirte ,, Berliner Stahlbrunnen" ( Goldene Medaille Berlin 1896.) Göttliches enthalten. mit hohem, garantirtem Gehalte an nicht ausscheidendem, sondern unverändert gelöst und wirksam bleibendem Eisenoxydul, während die aus den Badeorten versandten natürlichen Brunnen fast ausnahmslos das Eisen als Dryd abgeschieden und damit ihre Wirkung verloren haben. Die vielseitig günstige Wirkung des ,, Berliner Stahlbrunnen" beruht darauf, daß derselbe besten Appetit erzeugt, den Stoffwechsel, die Verdauung und ben Stuhlgang fördert, die Verwerthung der Speisen verbessert, mit seinem reichen Eisengehalte die Blutbildung mehrt, das Blut selbst verbessert und dies bei seiner steten Circulation den leidenden Organen gesunde Zufuhr bringt, wodurch dieselben allmählich regenerirt, gesund werden. Aus diesem Grunde bewährt sich derselbe ganz besonders gegen Blutarmuth, Bleichsucht, Nervenleiden aller Art, Schwäche, Kopfschmerz, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Magens, Leber, Gallensteins, Nieren, Darms und Blasenleiden selbst allerschwerster Art, Abmagerung, Hals, Rehlkopfs und Luftröhren- Verschleimung, Rheumatismus, Gicht, Ischias, Seropheln, Drüsenanschwellungen, leichten Lungenkatarrh, Athembeschwerden( Asthma), Schlaflosigkeit, Nasenbluten, Lähmungen, Rückenmarksleiden, un reines Blut, Flechten, Fettleibigkeit, Herzverfettung, Sterilitat, Unterleibsleiden aller Art, Leiden der Wechseljahre, Hysterie, Hypochondrie, Epilepsie, lymphatische Affektionen, Schwächezustände, Schwäche nach Malariafieber, Herenschuß. Die Trintcur fann jederzeit, auch im Winter, ohne Berufsstörung, ohne strenge Diät und ohne besondere Brunnenpromenade vorgenommen werden. Preis für Berlin: Füllung von 30 Fl. f. 10 prän.( abonnementsweise). Fortschung im Anschluß Mr. 8. Für 2 Personen in einer Familie 60 Ft. Mt. 18. Fortsetzung im Anschluß Mr. 15. Zustellung der Flaschen einzeln stets frisch präparirt frei ins Haus, volle Flasche hin, leere zurück. Nach den Vororten liefere zu demselben Preise frei Haus gleich 30 Ft. zuzüglich 10 Pf. Pfand pro Flasche. Nach auswärts Rifte mit 30 Flaschen frei zur Bahn Mt. 15,-, 2 Risten zugleich Mt. 28,-, gegen Einsendung oder Nachnahme des Betrages. Bei Fortsegung im Anschluß 1 Kiste Mt. 13,-. Riste und Flaschen, frankirt zurückgesandt, werden mit Mt. 4, angenommen. A. W. Kumbier, approbirter vereidigter Apotheker, Berlin NW., Marienstr. 30. Atteste und Dankschreiben. Sehr geehrter Herr Kumbier! Da ich bei meinem Magen-, Leber-, Gallenstein- und Hämorrhoidallelden mit dem Gefühl steten Vollseins und arger Nervosität in Folge schlechter Blutmischung mit Ihrem Stahlbrunnen bessere Erfolge erzielte als mit zweimaliger Kur in Karlsbad, so bitte ich wiederum um Zusendung von 30 Fl. Bugleich tann ich Ihnen mittheilen, daß Bekannte, denen ich Ihren Stahlbrunnen empfohlen, ebenfalls guten Erfolg gehabt haben. Hochachtungsvoll Jul. Scheibe, Special- Schlosserei. Britz b. Berlin, den 10. 2. 1900( früher Berlin). Geehrter Herr Kumbier! meine Hoffnung, daß der liebe Gott mich endlich doch gefund werden lasse, wurde immer] Sehr geehrter Herr Kumbier! größer. Jch blieb zunächst etwa eine Woche beffer, dann nach furzer Zeit mehrere Wochen Ueber die Wirkung Ihres Stahlbrunnens bei meiner Frau fann ich Ihnen mitund fühle mich jetzt munter und gesund, kann tüchtig essen, schlafe gut und theilen, daß wir mit derselben sehr zufrieden sind, denn der Brunnen ist der Grundvöse weinerliche Stimmung hat sich verloren, ich bin wieder heiter und besorge meine Wirthschaft wieder mit der grössten Freudigkeit. Die ner- stein für die Genesung meiner Frau gewesen. guter Dinge; auch die unangenehme Qual mit dem Stuhlgang hat sich zum die Ursache für ihren Bustand Blutarmuth. Der Leiden waren so viele, daß wir Jezt in guten Jahren, war meine Frau seit ihrer Kindheit leidend und war Guten gewendet. Und so preise ich den lieben Gott für die mir durch Ihren Stahl- 1 gar nicht im Stande find, dieselben alle aufzuzählen, es war ein Nervenleiden aus und will den lieben Gott bitten, daß bei allen Leidenden, welche Ihren Stahl- Jemand brunnen gewordene Heilung und spreche auch Ihnen hiermit meinen innigsten Dant schwerster Art, so dass vor dem Gebrauche Ihres Stahlbrunnens stets bei ihr sein musste, da das Nervenleiden zeitweise mit brunnen gebrauchen, die Wirkung eine gleiche sein möge, wie bei mir. Bugleich fende geistiger Umnachtung verbunden war. Die StahlWirkung Ihres ich Ihnen unter oieltausend freundlichen Grüßen auch einen herzlichen Glückwunsch brunnens war überraschend, denn schon nach 12 Tagen arbeitete zum neuen Jahr und Jahrhundert 1900. das Blut so, dass die Adern auf den Händen hervorkamen, was wir Berlin, Madaistr. 9, den 2. 1. 1900. Ihre dankbare vorher noch nie gesehen hatten, und nach dem weiteren Gebrauch des Bor ungefähr 3 Jahren litt meine Frau an Blutarmuth, schlechter Verdauung ( 3. 3. Fürstenwalde a. Spree, Colonie.) Frau C. D. Rosche n. Mann u. Kind. Brunnens wurde sie immer besser und flarer in ihren Gedanken; die Umnachtung wie vorher kennen wir nicht mehr. Meine Frau wurde nach und nach immer und nervösen Kopfschmerzen. Ich habe nichts unversucht gelassen, um dies Leiden Sehr geehrter Herr Kumbier! zu beseitigen, sie ist von verschiedenen Aerzten behandelt, aber durch das viele Mediziniren kräftiger, so daß sie sich darauf einer ihres schwächlichen Körperzustandes und des bekam fie noch größere Magenbeschwerden und der Stuhlgang blieb sogar tage- baß meine Frau, welche seit mehreren Jahren an Gallensteinen litt, vollständig die fie glänzend überstanden hat. Sie ist jetzt gesund und hat nachdem auch 16 Pfund Allein der günstigen Wirkung Ihres ,, Berliner Stahlbrannen" verdante ich es, Nervenleidens wegen immer verschobenen gefährlichen Operation unterwerfen fonnte, lang aus. Als ich dann eine Broschüre über Ihren Berliner Stahlbrunnen" zu lejen wieder hergestellt ist, nachdem alle andern angewendeten Mittel und Medi- an Gewicht zugenommen. Den Grundstein für ihr heutiges Befinden aber hat 3hr betam, rieth ich meiner Frau, mit demselben noch zu versuchen und siehe da, schon camente sich als erfolglos erwiesen hatten. Die Aerzte riethen damals meiner Stahlbrunnen gebildet, für den wir Ihnen unseren herzlichsten Dant aussprechen. nach der dritten Flasche stellte sich regelmässiger Stuhlgang ein, sie wurde all- Frau zu einer Operation, welcher sich dieselbe aber nicht unterziehen wollte; fie zog es mählich immer wohler, und nachdem sie 60 Flaschen getrunken, sah sie sehr vielmehr vor, als letzten Versuch Ihren Stahlbrunnen zu trinken, wonach danu die gewohl aus und hatte wieder frischen Lebensmuth. Da nun meine Frau Ihren wünschte Wirkung auch nicht ausbiteb. Brunnen immer gern getrunken hatte, ließ ich sie im nächsten Frühjahre denselben Ebenso wurde mein Sohn von heftigem und anhaltendem Nasenbluten und wieder trinken und diese zweite Kur ist meiner Frau so gut bekommen, sie meine Tochter von der Bleichsucht durch Ihren Stahlbrunnen geheilt. Ich kann ist so stark geworden, dass alle Bekannten, die sie von früher her in ihrem daher nur allen Leidenden Ihr Fabrikat aufs Angelegentlichste empfehlen. leidenden Zustande kannten, sich wunderten; sie hat an 14 Pfund an KörperSochachtungsvoll gewicht zugenommen und befindet sich seitdem sehr wohl. Da der Brunnen Berlin, Greifswalderstr. 22, den 23. 11. 98. aber auch einen angenehmen Geschmack hat, will meine Frau denselben im nächsten Frühjahr wieder trinken, zumal sie weiß, daß er ihr so gut bekommt. Ich kann daher allen ähnlich leidenden Mitmenschen Ihren Stahlbrunnen nur empfehlen, da noch billig ist. A. Wittmeher. Sehr geehrter Herr Kumbier! Nachdem ich nunmehr 3 Monate Ihren Stahlbrunnen getrunken habe, fühle auch dazu der Preis für denselben im Gegensatz zu anderen Heilmitteln sehr ich mich verpflichtet, Zynen für die auffallende Wirkung desselben meinen Dank auszusprechen. Hochachtungsvoll sterben. G Berlin, Perlebergerstr. 28, den 14. 2. 1900. Aug. Treichel, Schloffer. Sehr geehrter Herr Kumbier! Allein der günstigen Wirkung Ihres Berliner Stahlbrunnens" verdanke ich es, daß meine Frau, welche seit 9 Monaten an hysterisch- nervösen Anfällen, Kopfschwindel, Flimmern vor den Augen, Herzklopfen, Angstgefühl, Stahlverstopfung, Appetitlosigkeit, Mattigkeit und grosser nervöser Reizbarkeit litt, dabei immer bleicher im Gesicht wurde und an Gewicht erheblich abnahm, wieder wohl ist. Wir hatten 8 Aerzte in Anspruch genommen, teiner aber fonnte helfen. Da wurden wir durch Frau Honig in Rummelsburg, die den Brunnen auch getrunken hat, auf denselben aufmerksam gemacht. Ich bestellte 60 Fl. und nach Verbrauch derselben zeigten sich keine Anfälle mehr. Meine Frau ist jetzt gesund und kräftig und hat 14 Pfund an Gewicht zugenommen. Indem ich und meine Frau Ihnen unsern aufrichtigsten Dank sagen, zeichnen Friedrichsberg b. Berlin, Pfarrstr. 39, den 10. 1. 99. achtungsvoll Emil Büttner, Glasfabrikant, und Frau. Geehrter Herr Sumbier! hochachtungsvoll H. Resch, Schuhmachermftr. Sehr geehrter Herr Kumbier! Es grüßt Sie herzlich Ihr dankbarer Berlin, Emdenerstr. 53, den 9. 2. 1900. S. Kosmowski, Uhrmacher, u. Frau. nervösen Leiden befallen, das von Tag zu Tag schlimmer wurde. Ich bekam Jezt 34 Jahr alt, wurde ich vor 4 Jahren im Wochenbett vor Schred von einem furchtbare Brust- und Rückenschmerzen, ein Stechen und Bohren, als wenn Geehrter Herr Kumbier! ein Krebs in meinem Rücken säge, und nachdem ich mehrere Aerzte und Kliniken Seit 4 Jahren litt ich an einem schweren Nerven- und Magenleiden, das zu Rathe gezogen, wurde ich endlich von einem Profeffor für rückenmarkleidend ersich in letzter Zeit derart verschlimmerte, dass ich weder essen noch flärt. Die angewendeten Mittel halfen nichts, vielmehr stellten sich weiter Kopftrinken, noch schlafen konnte und dabei körperlich herunterkam, sehr ab- schmerzen, gänzliche Schlaflosigkeit, gänzliche Appetitlosigkeit, Ver- schwachen Magen mit Erbrechen, Appetitlosigkeit, schlechtem Stuhlgang, Vor 5-6 Jahren wurde meine Frau lange 8eit fehr frant. Sie litt an einem magerte. Auf Empfehlung Bekannter gebrauchte ich dann 60 Fl. von Ihren Berliner stopfung, Athembeschwerden, Herzklopfen ein, und ich wurde so schwach, furchtbaren Rückenschmerzen und Schwindel im Kopfe. Ich habe Berliner Stahlbrunnen, der mir so gut bekam, dass ich schon nach einiger Zeit Appetit dass ich kaum gehen konnte, bei der geringsten Aufregung bekam ich ein und hiesige Aerzte gehabt, aber feiner fonnte helfen. Endlich versuchten wir es dann auf und Schlaf bekam, auch an Körpergewicht wieder zunahm und das Nerven Zittern am ganzen Körper und eine Angst, als wenn ich etwas Grosses Aurathen unseres Dr. Beurmann mit Ihrem Stahlbrunnen, der bald Aenderung zum I leiden sich verlor. Ich fühle mich jetzt wieder ganz kräftig und gesund und spreche Ihnen hiermit meinen besten Dank aus für die mir durch Ihren Brunnen verbrochen hätte, so daß ich oft zu meinem Manne sagte, wenn ich nicht die 5 Bessern brachte. Meine Frau war schon so schwach, daß sie feine Treppe mehr steigen Keinen Stinder bedächte, hätte ich mir schon ein Leid angethan; nirgends fand ich tonnte und nur noch 97 Pfd. wog. gewordene Heilung. Schon nach der siebenten Fl. Brunnen trat Ruhe, um die Wirthschaft konnte ich mich gar nicht mehr kümmern, die Auch bin ich gern bereit, allen denen, die an ähnlichen Uebeln leiden, mündliche kleinsten Kinder musste mein Mann in Pflege geben, des Nachts sprang ich besserung mit gutem Appetit ein, und nachdem fie 45 lafchen verbraucht, war sie Auskunft zu geben. und ist sie seitdem ganz gesund, hat auch an Gewicht wieder bis 140 Pfd. Berlin, Unter den Linden 59a, ben 14. 2. 1900. aus dem Bette und rannte herum, um Ruhe zu suchen, immer bat ich den Otto Bowik, Gastwirth. lieben Gott, mich nicht auf schlechte Gedanken kommen zu lassen, dass ich zugenommen. Ihr Brunnen allein hat meiner Frau geholfen. Mit vielem Dant Sehr geehrter Herr Kumbier! noch etwas begehe, und ich dachte immer, ich werde in einer Irrenanstalt für die Heilung meiner Frau und Empfehlung Herzfelde, den 21. Jan. 1898. Sie werden verzeihen, daß ich Ihnen nicht schon längst über den Erfolg Ihres Berliner Stahlbrunnens bei meinem schweren Leiden Mittheilung gemacht habe. Ich ich bekam einen heisern Husten und beim Hasten lief mir das Blut aus Dazu stellten fich weiter furchtbare Schmerzen im Halse und Kehlkopf ein, bin. Gott sei Dank! in der glücklichen Lage, Ihnen berichten zu können, daß ich durch dem Munde, so dass ich täglich eine Halsklinik besuchen musste, wo die Seit einem Jahre litt ich an einem Magen- und Darmkatarrh mit Ihren Stahlbrunnen meine so lange entbehrte Gesundheit wiedererlangt habe. Jest Aerzte chronischen Magenkatarrh und Magenbluten constatirten, Hülfe fand Diarrhoe und gleichzeitiger Nierenaffection. Alle Aerzte, die ich tonfultirte, 21 Jahre alt, litt ich seit meinem 14. Jahre an Blutarmuth und Bleichsucht, welche ich aber auch dort nicht. Zu diesem schweren Leiden fam dann noch ein Blasen- darunter auch Homöopathen, sagten mir, die Krankheit wäre sehr langwierig und fich trop aller angewandten Mittel nicht verloren. Bon ärztlicher Seite wurde mir katarrh und Hämorrhoidalleiden, das so schlimm wurde, dass ich eine schwer zu beseitigen. Ich mußte sehr diät leben, tam dabei aber so herunter und mitgetheilt, daß Blutarmuth und Bleichsucht nach Jahren entweder in Lungen- Hämorrhoidal- oder Mastdarmfistel bekam, ich wurde so schwach, dass ich nahm an Körpergewicht derart ab, dass ich kaum noch laufen konnte und, obgleich schwindsucht oder sonst in einem langen schwierigen Leiden ihren Ausgang das Bett nicht mehr verlassen konnte, ich hatte Schmerzen im Leibe und erit 47 Jahr alt, am Leben keine Freude mehr hatte. Als dann Ihre Broschüre nehmen. Im October 1897 nahm die Krantheit einen jo bedenklichen Charakter an, in den Seiten, dass ich hätte Wände reizen können, dass ich mir vor Angst uns zuging, brangen meine Frau und meine Kinder darauf, Ihren Stahlbrunnen zu ver baß ich 3 Aerzte confultiren mußte, wobei alle Verordnungen und Mittel tros strengster Hände und Gesicht zerkratzt habe. Befolgung wenig Erfolg hatten. Die Krankheit hatte sich in eine schwere Blind- brennen, wir zogen mehrere Aerzte zu Rathe, aber von allen erfuhr ich, daß ich mich schon wohler. Ich dachte immer, ich müsste ver- fuchen. Ich bestellte mir den Brunnen und nach Gebrauch von 30 Flaschen fühlte ich Vei Weitergebrauch desselben bekam ich einen derartigen darmverhärtung, verbunden mit Darmdrüsenanschwellung und Darmentzündung ohne Operation nicht gesund werde, weil mir der Stuhlgang immer aus der Appetit, dass ich immerzu hätte essen mögen, und ist mit der gesunden ausgebildet. Ich hatte schreckliche Schmerzen im Leibe, wodurch mir die fleinste Fistel kam, zur Operation aber war ich schon zu schwach, nachdem ich Verdauung, und Ernährung auch die frühere Lebensfreudigkeit wieder bei Berrichtung zur Unmöglichkeit wurde; ich hatte keinen Appetit, keinen Stuhlgang schon zweimal an einem Tage einen Blutsturz bekommen. mir eingekehrt. Auch an Gewicht habe ich neben Kraft und Lebenslust und konnte nur dünnflüssige Speisen geniessen, zuweilen stellten sich Ohnmachtsanfälle ein, ich war im höchsten Grade unglücklich und sah denguerst immer nur ein Schnapsgläschen voll trinken fonnte. Nach Verbrauch von Als letztes Mittel wandten wir dann Ihren Stahlbrunnen an, von dem ich wieder zugenommen. Ich danke Gott dafür, daß ich in den Befit Ihres Stahlbrunnens gelangt bin und Doch, wenn die Noth am grössten, ist 30 Flaschen verloren sich die Schmerzen im Leibe, ich bekam leichten, tann denselben allen Leidenden auf das Angelegentlichste empfehlen. Gottes Hilfe am nächsten!" Dies Wort bewahrheitete sich auch an mir. Ich las weichen Stuhlgang und nach Verbrauch von 60 F1. war ich Magenbluten zufällig im Berliner Sonntagsblatt von Ihrem Stahlbrunnen, erjah aus den Dant- und Husten los, ich bekam gesunden Appetit, auch das Bohren im Rücken Mit beftem Dank und Grüß hochachtungsvoll fchreiben, dass viele Schwerleidende, mit den verschiedenartigsten Krank- liess nach, ich bekam ganz anderen Lebensmuth und wurde allmählich Berlin, Wöhlertstr. 4, den 24. 1. 99. Carl Gehrke, Werkmeister. heiten behaftet, durch Ihren Stahlbrunnen ihre Gesundheit wiedererlangt Geehrter Herr Sumbier! haben, und Hoffnungsfreudigkeit zog wieder in meine Seele ein. 3ch ganz gesund. Nachdem ich nunmehr 90 Fl. verbraucht habe, ist auch zu meiner grössten Freude und Erstaunen meine Hämorrhoidal- und Mastdarmbeschloß, einen Bersuch zu machen, und bezog im April 1899 eine Stifte mit 30 fistel geheilt, verschwunden. Während ich früher nicht ein Glied Bor zwei Jahren wurde ich von einer Krankheit befallen, von welcher der mich bevon Ihrem Stahlbrunnen. Nach dem Gebrauch der ersten Flaschen verschlimmerte am handelnde Arzt selbst zunächst nicht wußte, was mir fehle. Derselbe fagte, von meiner sich mein Zustand aber immer mehr, so daß ich schon dachte, ganzen Körper hatte, das mir nicht wehe that, bin ich jetzt, Gott sei Lunge wäre nur noch eine kleine Spitze da, so dass ich selbst glaubte, Mittel fei vergeblich, doch nach etwa 12 Flaschen verspürte ich Besserung, wollte, witrde dies zu viel werden. Ihrem Stahlbrunnen nächst Gott verdante ich der angewandten Mittel immer schlimmer wurde, gebrauchte ich zuletzt gar Dank, von allen Schmerzen befreit, und wenn ich meine ganzen Leiden beschreiben ich hätte die Lungenschwindsucht und müsse sterben. Da das Leiden trotz mir wurde nun von Tag zu Tag wohler, nach Verbrauch von 30 Flaschen meine Heilung von meinem schweren Leiden, wir haben den hohen Werth Ihres nichts mehr. Da brachte mir ein uns bekannter Herr Ihren Stahlbrunnen, ich gebrauchte hatte ich bereits guten Appetit, der Stahlgang wurde regelmässig, die Brunnens fennen gelernt: ich und mein Mann wissen nicht, wie wir Ihnen danken denselben, und als ich 12 Flaschen davon getrunten hatte, bekam ich nicht allein Appetit, Schmerzen im Leibe verloren sich und ich konnte wieder leichte Arbeit sollen. Nehmen Sie daher, geehrtester Herr Kumbier, diese wahrheitsgetreuen Mit- sondern Hunger und gewann nach und nach auch wieder Kräfte. Während ich verrichten. Um mein Leiden aber gründlich zu beseitigen, bezog ich noch 2 Aisten theilungen über die wunderbare Wirkung Ihres Stahlbrunnens zu Ihrer freien Ver- vordem fso trant war, daß mir der Arzt das Leben schon abgesagt hatte, war ich nach Brunnen von Ihnen und nachdem ich 90 Flaschen getrunten, befinde ich mich jetzt fügung. wohl und gesund, so dass ich jede Arbeit ohne irgend welche nachtheilige Mit taufenbfältigem Dant Folgen verrichten kann. Ich habe Ihre Vorschrift genau befolgt, indem ich Berlin, Drontheimerstr. 8. 10 Tage lang 2 Flasche auf den ganzen Tag vertheilt, dann auf den Vormittag vertheilt getrunken habe. Nächst Gott habe ich nur Ihrem Stahlbrunnen meine Gesundheit zu berbanken und werde nicht unterlassen, denselben allen Leidenden aufs wärmste zu empfehlen. Indem ich Ihnen nochmals meinen herzlichsten Dank ausspreche, verbleibe ich in bankbarer Berehrung Thre Tod nur als einen Erlöser an. Gruna, Kr. Görlig, ben 1. 2. 1900. Dantfagung. auch dies Fanny Klok,( Frl.) A. Robsa sen., Bertreter. Ihre Frau Anna Müller. Sehr geehrter Herr! verspürte ein Klopfen und Hämmern in den Gliedern, verbunden mit SchlafIch litt in Folge des Blutwechsels an überans grosser Körperschwäche, und Appetitlosigkeit, so dass ich fürchten musste, ein Herzschlag würde meinem Leben ein schnelles Ende bereiten. Aerztliche Hilfe war ganz vergebens. Ihre einmonatliche Brunnentur aber hat sich bei mir vorzüglich bewährt; ich bin wie neugeboren und danke Ihnen, geehrter Herr, dafür von ganzem Herzen. Indem ich ähnlich Leidenden Ihren vorzüglichen Stahlbrunnen bestens empfehle, hochachtungsvoll und ergebenst Berlin, Greifswalderstr. 214. Frau E. Rother. geidne Verbrauch von 6 Flaschen Ihres Brunnens fast wieder ganz gesund. Ich habe denselben dann noch weiter getrunken, im Ganzen bis jetzt 90 Flaschen, da ich auch an Rheumatismus litt, von dem ich ebenfalls dadurch geheilt bin. Ich kann daher allen Leidenden Ihren Stahlbrunnen nur empfehlen, weil er mir richtigsten Dank. felbit fo gute Dienste geleistet hat. Empfangen Sie daher hiermit meinen aufMühlau bei Burgstädt i. S., den 3. 2. 98. Hochachtungsvoll Frau Martha Seifert. Sehr geehrter Herr Kumbier! Ueber die Wirkung Ihres Stahlbrunnens bei meiner Frau fann ich Ihnen zu meiner Freude Folgendes mittheilen: Infolge übergrossen Blutverlustes bei den mehrere Wochen anhaltenden Katamenien war meine Frau trotz Anwendung aller sonstigen Mittel schliesslich so entkräftet, dass für ihr Leben gefürchtet werden musste. Schon war alle Farbe aus ihrem Antlitze gewichen, die Röthe auf der Innenseite der Augenlider hatte einem farblosen Blassgran Platz gemacht und schon zeigten sich allabendlich die verrätherischen Oedeme an den Füssen. Da versuchten Ayris, dent 3. 2. 1900 Hochachtungsvoll Meine Frau erholte Bereits 68 Jahre alt, hatte ich seit 6 Monaten an einem schweren Magenleiden entsetzlich zu leiden, wegen dessen ich 18 Aerzte consultirte, ohne Heilung oder Besserung erlangen zu können. Mein Magen vertrug keine Sehr geehrter Herr Kumbier! feste Nahrung mehr, ich lebte nur von Mehlsuppen, Milch und Wein. Mein Körpergewicht nahm um 49 Pfd. ab. Da nun alle Mittel nichts halfen und ich Stahlbrunnen getrunken, will ich nicht unterlassen, Ihnen über die gute Wirkung wir den von Ihnen präparirten Berliner Stahlbrunnen", der dann endlich das drohende Nachdem sowohl ich wie auch meine Frau und mein Sohn Ihren sehr berühmten mich bereits felbst aufgegeben hatte, wurde mir von einem alten Pharmaceuten der desselben bei uns zu berichten. Berliner Stahlbrunnen des Herrn Apotheker Kumbier hier, Marienstraße 30, jehr Ich litt schon längere Zeit an Magenschwäche, Appetitlosigkeit, Schlaf- Gespenit von uns verscheuchte. Die Blutergüsse wurden in ihrer Wirkung auf empfohlen. Nachdem ich nach Verordnung des Herrn Sumbier, zunächst nur 2 Flasche losigkeit und sehr schmerzhaftem Gliederreissen ind starkem Husten, jo daß das Günstigste durch den Stahlbrunnen paralisirt. pro Tag in fleinen Dofen, 10 FL. getrunken hatte, fing ich schon an, feste Speisen zu viele Leute mir schon sagten, ich hätte die Schwindsucht. Ich habe dagegen mehrere sich sichtlich wieder, die frische gesunde Gesichtsfarbe kehrte allmählich genießen und nach Verbrauch von 30 Fl. war mein Magen in der alten guten erste fonfultirt, aber feiner fonnte helfen; ebenso haben alle erdenklichen Hausmittel, zurück und die Schwellung der Füsse liess bald erheblich nach. Ich bin Verfassung, so dass ich alle Speisen in doppelter Ration zu mir nehmen die man so anwendet, nichts genust. Ich war dabei so heruntergekommen, dass ich daher der feen Ueberzeugung, daß es nur dem günstigen Einflusse Ihres Stahlkonnte, um meine gesunkenen Körperkräfte wieder herzustellen, habe auch nicht mehr anders dachte, als meine Tage seien gezählt. Zu meiner größten brunnens zu danken ist, wenn meine Frau die so verhängnissvollen klimaktedas verlorene Gewicht nahezu wieder eingeholt und bin heute gesund und fräftig. Indem ich hierdurch Herrn Kumbier meinen tiefgefühltesten Dant ausspreche, tann in mir auf. Da uns die guten Erfolge des Brunnens bestätigt wurden durch Solche, auf das wärmste. Freude bekam ich da eine Ihrer Broschüren zu lesen, und ein Hoffnungsstrahl leuchtete rischen Jahre übersteht und empfehle allen an Blutarmuth Leidenden dieses Mittel ich den Stahlbrunnen deffelben allen schwer leidenden Magenkranken aufs Dringendste die ihn selbst getrunten, faßte ich noch mehr Wuth, beftellte eine Sendung bei Ihnen Roemer, Seminarlehrer. empfehlen, fie werden dadurch am ersten gesund werden. und fann Ihnen zu meiner Freude berichten, daß ich, nachdem ich 15 Fl. gebraucht, Berlin, Stralsunderstr. 29, den 1. Januar 1898. das erste Mal seit über 2 Jahren wieder auf der Strasse spazieren gehen Geehrter Herr Sumbier! konnte. Ich wurde kräftiger, der Husten blieb weg und ich bekam ein ganz Zufällig bekam ich im vor. Jahre eine Broschüre über Ihren Berliner Stahlbrunnen anderes Aussehen im Gesicht; ich wurde und bin seitdem gesund. in die Hände und da ich seit Jahren an Rheumatismus litt, fo faßte ich Vertrauen Sehr geehrter Herr Kumbier! Ebenjo hat dann meine Frau, welche in den Wechseljahren mit allen mög- und ließ mir 30 Flaschen kommen. Bereits bei der 10. Flasche verlor sich mein Mit Freuden tann ich Ihnen heute mittheilen, daß ich mich nach der Kur mit lichen Zufällen und Leiden zu kämpfen hatte, den Brunnen mit solchem Er- Leiden fast ganz und nach 30 Fl. war ich meinen Rheumatismus los. Um ihn Ihrem Stahlbrunnen seit Wochen wieder vollständig gesund fühle, indem die folge getrunken, daß derselbe allen diesen Frauen zu empfehlen ist. Nachwirtung noch das ihre gethan hat. Ferner hat mein Sohn, der im Alter von 14 Jahren total bleichsüchtig war, meine Frau 30 Ft. trant, die an Blutarmath, Bleichsucht und Störungen in den gründlich abzuschaffen, bezog ich dann. wie Sie sich erinnen werden, noch 60 Fl., von denen Der schler unerträgliche Zuſtand meines Leidens äußerte fich als eine unbeschreib- 30 Fl. davon getrunken, und hat sich diese Stur auch sehr gut bei ihm bewährt. Gr Katamenien litt. Diese regelten sich während und nach der Kur und meine Frau liche innerliche Angst und Unruhe, Schlaflosigkeit, nervöses Zittern in allen wurde ein ganz anderer, munterer Junge, bekam ganz andere Gesichtsfarbe, befindet sich jetzt wohl; sie hat eine frische gesunde Farbe bekommen Gliedern, furchtbare Schwäche, unheimliche Träume, obgleich ich fast nie im Wachsthum einen ordentlichen Schuss und konnte tüchtig essen. recht schlief, dann oft Schwermuth, ich musste entsetzlich weinen, so Sehr geehrter Herr Kumbier! Für all dieſe gute Wirkung Ihres Berliner Stahl- und auch an Gewicht zugenommen, weshalb wir Ihnen dafür hiermit noch dass ich mich mit aller Anstrengung aufraffen musste, nm ins Freie zu brunnens sage ich Ihnen nochmals meinen Dant und bitte Gie, mein Schreiben durch unfern herzlichsten Dank aussprechen. Da nun meine Tochter im Alter von 15 Jahren sehr an Bleichsucht letbet gelangen, wenn auch vor Körperschwäche gekrümmt und mit schwankenden Abbrud in Ihrer Broschüre zum Wohle der leidenden Menschheit zu veröffentlichen. und Ihr Stahlbrunnen uns im vor. Jahre so große Dienste gethan hat, so bitte ich Beinen. So ging es mir von Mitte Februar 1899 bis Mitte September. Besserte Auch ertheile ich mündlich gern Auskunft. Hochachtungsvoll Ste, mir umgehend wieder 30 Fl. für die Tochter zu fchiden. Hochachtungsvoll fich mein Leiben auch nur allmählich, indem die Symptome mich einen Tag verließen Berlin. Gollnowstr. 31a, den 24. 4. 98. Carl Sasche, Schneidermstr. Granjee, den 5. 2. 1900. F. Keller, Biehhändler. und wiederkehrten, dann auf mehrere Tage verschwanden, so behielt ich doch Muth, und Hingewiesen sei noch darauf, daß mein ,, Berliner Stahlbunnen fich besonders auch bei Nierenleiden bewährt, woran sehr viele Menschen leiden, ohne es zu willen, während es mit Mitteln dagegen schlecht aussieht. Analyse: Natriumchlorid 1,202, Natriumsulfat 2,920, Kaliumsulfat 0,172, Magnesiumsulfat 1,160, Mangansulfat 0,140, Eisencarbonat 2,197 in 10.000 Theilen. Wo es angeht, persönliche Rücksprache zu empfehlen. r. 258. 17. Jahrgang. 5. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 4. Bovember 1900. Versammlungen. Beschlossen wurde, in eine Lohnbewegung einzutreten, Arbeiterversicherungs- Gesetzgebung" referierte. Folgende Resolution und fand zu diesem Zwed die Wahl einer zwölfgliedrigen Kommission fand einstimmige Annahme:" In der heutigen Versammlung verEine vom Centralverband der Handels, Transport- und statt. Dieselbe erhielt den Auftrag, Forderungen auszuarbeiten und pflichten sich die anwesenden Kollegen, bei jeder Wahl nur Verkehrsarbeiter einberufene, zahlreich besuchte Versammlung der dann zum Freitag, den 9. November, eine weitere Versammlung ein- einem Kandidaten ihre Stimme zu geben, der auf dem Boden des im Leichen und Luxusfuhrwesen beschäftigten Kutscher tagte am zuberufen, in welcher die weiteren Maßnahmen getroffen werden sollen. Selassenkampfs steht, damit die Gesetzgeber gezwungen werden, Freitag in Cohns Festsälen. Schumann referierte über die Lohnund Arbeitsverhältnisse in diesem Beruf, welche in jeder Hinsicht Arbeiterinnen Deutschlands( Bahlstelle Berlin) hielt am Mittwoch, Lungenheilanstalt fritisiert und schließlich für die Wahl zur Orts Der Verband der Fabrik-, Land-, Hilfsarbeiter und Geseze zu machen, von denen die Arbeiter Vorteile, nicht aber Nachteile haben. In der Diskussion wurden die Zustände einer viel zu wünschen übrig lassen. Der Lohn beträgt in den meisten den 31. Oktober eine Generalversammlung ab. Aus dem vom Vor- Krankenkasse 10 Delegierte aufgestelt. Fällen 30-45 m. pro Monat und sind die Kutscher im übrigen auf Trinkgeld angewiefen. Trinkgelder werden von den Fuhrherren den fizenden Funt erstatteten Bericht der Ortsverwaltung ist zu ent Köpenick. Am Dienstag, den 80. Oftober, fand hier eine öffentKunden gleich auf die Rechnung gesetzt und betragen für Fuhren in nehmen, daß im 3. Quartal 2 Mitglieder und 1 öffentliche VerBerlin 50 Pf. bis 1,50 M., für solche außerhalb Berlins bis zu 3 M. fammlung stattfanden. Weiter teilte der Vorsitzende mit, daß ein liche Versammlung für Frauen statt. In dem bis auf den letzten Vielfach kommt es vor, daß ein Kutscher nur eine Fuhre am Tage wurde in üblicher Weise geehrt. Mehrere Mitglieder mußten" Die Wohnungs- und Kohlennot"." Mit großer Spannung folgten weibliches Mitglied, Frau Kulow, gestorben sei. Ihr Andenken Platz gefüllten Scheerschen Saal sprach Genoffe 8ubeil über: 50 Pf. beträgt. Dessen ungeachtet steht derselbe den ganzen Tag erstattete Rüh I e. Die Neuwahl des Vorstands hatte folgendes werden konnte, da der überwachende Beamte um 10 Uhr die Verzur Disposition und wird mit Arbeiten im Betrieb beschäftigt. Dazu Resultat: Funt, Vorsitzender; Rühle, Staffierer; Huhmann; sammlung der Polizeistunde wegen auflöſte. Der wichtigen Tagesist die Arbeitszeit eine unmenschlich lange, von 6 Uhr morgens bis 11 Uhr Schriftführer. Mit dem Amt der Revisoren wurden Opiz, Sa chordnung wegen, z. B. Stellungnahme zur Stadtverordneten- Wahl abends und darüber hinaus dauernde. Recht gut verstehen es die Fuhr Herren, dabei auf ihre Rechnung zu kommen, denn die Kutscher haben bei mann und Ster! betraut. Nach kurzer Diskussion wurde ein und Wahl der Delegierten zur Kreisfonferenz, findet die Fortsetzung ihrem fargen Lohn auch noch eigne Livree sowie sämtliche Utensilien Antrag Funk, 5 Pf. Extrasteuer pro Woche in unsre Streitfasse zu am Mittwoch, den 7. November, im„ Kaiserhof" statt. zur Reinigung der Wagen und Ställe selbst zu halten. Eine der zahlen, angenommen. Alsdann wurde beschlossen, im Winter- Halbartige Ausbeutung ist aber nur möglich, weil die Kutscher bis dato Jahre die Versammlungen Sonntagnachmittags mit darauffolgendem teiner Organisation angehörten. gemütlichem Beisammensein zu veranstalten. Den mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Ausführungen folgte eine rege Diskussion, welche sich im Sinne des Referats bewegte. Rigdorf. Der Centralverband der Handels-, Transport- und Verkehrsarbeiter hielt am Sonntag, den 28. Oktober, bei Mercier in Rigdorf eine Versammlung ab, in der Straube über„ Die Samariterkursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Morgen, Montag, abends 9 Uhr, in der Centrale, Dresdenerstr. 45: Uebungsstunde Vortrag über Verlegungen, Wundbehandlung und Blutstillung. Nachher praktische Uebungen. Gäste willkommen. Bildungsverein Mehr Licht". Sonntag, den 4. November, abends 6 Uhr, Kolbergerstr. 23: Versammlung. Vortrag von Waldeck Manaſſe, Kommunale Streiflichter". Ferdinand Neumann Berlin SW., Leipzigerstrasse 51, Ecke Dönhoffplatz. JuiW Extra- Verkauf zu festgesetzten Preisen. Die dem Bundesrat vorliegenden Ausführungs- Bestimmungen zu dem Gesetz- Entwurf über den unlauteren Wettbewerb, hinsichtlich Einführung von Mass- und Gewichts- Einheiten im Garnverkauf bedingen eine tiefgehende Aenderung bezüglich Verpackung und Aufmachung. Um mein Garnlager in möglichst kürzester Frist den voraussichtlich bald in Kraft tretenden Bestimmungen anpassen zu können, ist es nötig, die vorhandenen Vorräte zu räumen; deshalb stelle ich dieselben zu den herabgesetzten Preisen zum Verkauf. 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