lonial aid des alement nad sin c Mr. 262. letion all sit salgs! mad med hen gloding adglol find Abonnements- Bedingungen: ma mastod Island Reg 17. Jahrg. Vorwärts Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährt. 3,30 Mt., monatt. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntagssta Nummer mit luftterter Sonntagss Bellage ,, Die Neue Welt" 10 Pig. Post S Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal.helmsda Eingetragen in der Post Beitungss = Pretslifte für 1900 unter Dr. 7971. 30 192 Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das un übrige Ausland 3 Mart pro Monat.b Erscheint täglich außer Montags. during Nollegian โท Berliner Volksblatt. all i motorindinis G Die Insertions- Gebüye beträgt für dte fechsgefpaltene Rolonet selle ober deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereins und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. " Bleine Anzeigen" jedes Wort 5 Vig( nur das erste Wort fett). Inferate für bte nächste Nummer müssen bts 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Erpcdition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: Rmt 1, nr. 1508. Zelegramm Adresse: Socialdemokrat Berlinin mina aid sigura Talastsus Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Der Kampf um die Bente. Aus dem Ruhrrevier wird uns geschrieben: Wir sind am Ende einer günstigen, am Anfang einer ungünstigen Wirtschaftsperiode angelangt. Die kapitalistischen Raubzügler aber gönnen sich keine Ruhe. Jekt, gerade am Wendepunkt einer Wirtschaftsperiode zeigt sich die doppelte Raubtiernatur des Kapitalismus. Neben der plusmachenden Ausnutzung der menschlichen Arbeitskraft äußert er noch einen Heißhunger, der in der Verspeisung der Schwächeren des eigenen Geschlechts Sättigung findet. Die glänzende Lage der Industrie, die Sucht nach niühe losem Gewinn, hat besonders hier im Ruhrrevier die Zahl der Tänzer um das goldene Kalb" ungeheuer vermehrt. Aus den Reihen der mittleren und höheren Beamten, der Handeltreibenden, ja sogar der Handelsangestellten rekrutiert sich der Zuzug. Die Plutokratie des Unternehmertums, welche als Aufsichtsräte in den einzelnen Unternehmungen und in den Sydikaten dominiert, hatte durch geschickte„ Regulierung" der Produktion und des Absatzes, unterstützt durch die wilde Spekulation der Händler, die Fata Morgana einer inmer noch steigenden Konjunktur erstehen lassen. Die Kurse der Industriepapiere stiegen zur schwindelnden Höhe empor. Es notierten z. B. am 20. April d. I.: Bismarckhütte....... 335,-| Bochumer Gußstahl Aft.- Gesellschaft Concordia 369,50 Konsolidation. Geisweider Eisenwerke 276,60 423,10 427,50 492,50 Freitag, den 9. November 1900. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. giebt es auch gedeckte Register. Man kann zum Beispiel das An- bekannt wird, Friedrich Wilhelm IV. am 11. November 1849 gebot nur andeuten und fingieren. Und die Wirkung der ge- folgenden denkwürdigen, und für die Socialdemokratie besonders beckten Register ist zumeist noch bedeutend stärker, als die des wichtigen Brief an seinen Minister v. Manteuffel: offenen Spiels. Was das Publikum bei diesem Spiele verliert, ist nicht nur die freie Selbstbestimmung, sondern auch die richtige Orientierung über seine eignen natürlichen Empfindungen. Es ist fein gefunder, es ist ein frankhafter Zustand. Und wenn auf unsren Märkten nur solches Spiel getrieben wird, so ist die Folge eine allgemeine Berrüttung. Dank den Aerzten, die Zuversicht genug befigen, das zerrüttende Spiel solcher Künstler einzudämmen und zu beschneiden. Bester Manteuffel! Ich habe den Kinkelschen Fluchtbericht foeben hier gelesen. Dies hat mich auf einen Gedanken gebracht, den ich nicht gerade unter die Iauteren classifiziren will. Nämlich den, ob Stieber nicht eine tostbare Persönlichkeit ist, das Gewebe der Befreiungsverschwörung zu entfalten und dem preußischen Publikum das lange und gerecht ersehute Schauspiel eines aufgedeckten und( vor allem) bestraften Complotts zu geben? Eilen Sie also mit St.s Anstellung und lassen Sie ihn sein Probestück machen. Ich glaube, der Gedanke ist folgenreich, und ich lege großen Wert auf seine sofortige Realisierung. Niebuhr erinnert Sie in meinem Namen an das Wichtigste, was uns dermalen obliegt, an den englischen Allianz- Versuch durch Radowitz und Bunsen- Moses und Aaron. Es ist keine Minute zu verlieren. Vale!") stag Gara ad Stieber wurde denn auch angestellt und schickte sich alsbald an, auf Befehl seines Königs dem preußischen Publikum das ersehnte Schauspiel eines aufgedeckten und bestraften Komplotts zu geben. Wie Eine führende Kohlenhandlung hat noch großen Bedarf fowohl an Coats als an Sohlen, einen Bedarf, der bis zum Jahresschluffe rund 45 000 Tommen umfaßt. Die Firma inseriert ihren Bedarf und erhält darauf fein einziges Offert. Sie schreibt min ihrerseits an alle diejenigen Inserenten, welche Coaks und Kohlen Ia Qualität 2c. in großen Mengen offerieren. Welches ist das Ergebnis? Sie erhält im ganzen vier Angebote. In allen ist be zeichnenderweise überhaupt nicht von gutem Coats oder guter Kohle die Rede. Vor allem nicht eine einzige Tonne syndizierten Coats oder shudizierte Kohle gelangt gun Offert. Stohle bleibt sogar gänzlich außer Angebot. Selbst von den syndikatsfreien Bechen mit anerkannter Qualität läuft keine Anfrage ein. Das einzige Offert betrifft Coats der Zeche Westende. er das that, das hat Karl Marx in seinen Enthüllungen über den Wer weiß am offnen Markt von diesem Coats etwas? Die Beche Kommunistenprozeß zu Köln dargestellt. Westende" gehört der A.-G. Phönig und der Coats ist von fo mausgezeichneter Qualität, daß die Gesellschaft selbst feine Berwendung dafür hat. Das ist aber noch nicht alles. 4 Offerten laufen im ganzen ein, alle 4 Offerten betreffen Coals der Zeche Westende" und alle 4 in ziemlich gleich un bedeutenden Mengen, Mengen, alle aber weit über Syndikatspreis und bezeichnenderweise sind selbst die für 1001 an gebotenen Mengen barunter ganz unbedeutend, und in Preisnotiz ohne jeden Abschlag. Die Mengen reichen bei der größten Offerte nicht einmal zur Füllung eines Durchschnittszugs aus. ber Der Kölner Kommunistenprozeß, den Herr Stieber gemäß der Anregung Friedrich Wilhelm IV. höchsteigenhändig fabrizierte, war. das Werk, das das preußische Publikum ersehnt" hatte. man denke an das famose" Mit Liigen und Fälschungen Originalprotokoll- Buch" der Partei Marg" machte dieser Polizeimensch den aufgetragenen Komplott Prozeß, der 1852 zur Berurteilung der Kölner Kommunisten führte. Start Marg, der den ruchlofen Polizei- Echwindel aufgedeckt, urteilt über diesen Stieberprozeß: Jena!... Das ist das letzte Wort für eine Regierung, die folcher Mittel zum Bestehen und für eine Gesellschaft, die solch einer Regierung zum Schutz bedarf. Das ist das legte Wort des Kölner Kommunistenprozesses. Jena!" Kölner Kommunistenprozeß: Heute nach fast fünfzig Jahren steigt aus dem Archiv bes Ministers v. Manteuffel die abschließende Enthüllung über den Herr Stieber hat nur als getrener Diener seines töniglichen Herrn gehandelt, als er den Schwindel ersamn. Es war die Be bingung seiner Anstellung, daß er das ersehute Schauspiel bestelltes Meiſterſtück. .336,50 Hasper Gußstahl. Hibernia. 257,40 Kölner Bergwerk. Bernbacher Hütte..... 390,59 Westfälische Stahlwerke.. 260,50 Wittener Gußstahl..... 278,50| Nordstern. 288, Was noch fehlte, um eine blinde, überstürzende Spielwut zu entfesseln und bis zum wilden Taumel zu steigern, beforgten die glänzenden" Geschäftsberichte. Die Stimmen der Das ist wieder einmal die Kunst des Angebots. Giner ganzen socialistischen Presse, die bereits zu Anfang des Jahrs auf Reihe von Händlern notorisch unbedeutenden und nicht ernstdie Anzeichen des kommenden Niedergangs hinwiesen, blieben zunehmenden Firmen, wird offenbar das gleiche Quantum auNB. ohne oder gestellt. Auf dem Insertionswege bieten sie es unbeachtet in der andrängenden Spielerschar. Nicht so blind waren die eigentlichen Papierkönige. In sicherer Voraussicht mit irreführenden Qualitätsangaben auf dem offenen Markte der nahenden Preisstürze entledigten diese sich leibweise an. Das Publikum empfängt den Eindruck eines starten Angebots und der Preisdruck ist da." ihres Besitzstands. Zu den exorbitanten Preisen ließen sie die Die Rhein- Westf. 3tg." beantwortet alle dergleichen AnPapiere in die Hände der vom Börsenfieber Erfaßten gleiten. griffe mit weiteren Notizen über die schlimme Lage. Im Doch als die neuen Besitzer um teures Geld die Kuh er- Tone des Biedermanns fügt sie hinzu, unberührt von worben, zeigte es sich, daß sie keine Milch gab. Plöglich, den Interessen der Börse, schildere fie die Verhältnisse, wie eines aufgedeckten und bestraften Komplotts inscenierte; es war sein mit vernichtender Gewalt, brach der Kurssturz über sie herein. diefelben in Wirklichkeit lägen. So heißt es in der Nummer Ende September waren die vorgenannten Papiere um 100 vont 2. November( Morgen- Ausgabe): bis über 200 Proz. im Preise gefallen. Bahllose fleine Existenzen sind in den wenigen Monaten vernichtet worden, das mühevoll Zusammengesparte langer Jahre ist dahin, nicht durch socialdemokratische Expropriation", sondern durch die Machinationen der Papierkönige. Ueber 50 Millionen Mart sollen nach einer Berechnung allein im rheinisch- westfälischen Industriegebiet verloren gegangen, das heißt dem Großkapital zugeführt worden sein. Die Jronie hierbei für die Gerupften ist, daß der direkte Anlaß zu ihrer Ausplünderung der erste deutsche WeltmachtsCoup, der China- Rachezug war. Seltjam, daß Friedrich Wilhelm IV. nicht seinen Stieber als Rebenfigur in der Siegesallee erhalten hat. odsund Socialdemokratische Chinafreiwillige. Offenbar ist es doch die Aufgabe einer unabhängigen Presse, die Vorgänge zu schildern, wie sie sich auf dem Markte abspielen, und die Börse hat die Aufgabe, fich nach der Marktlage und ihren Kursen zu richten. Die Spielleidenschaft, welche die Mit den Hunnenbriefen findet sich die Kreuz- Zeitung" in eigen weitesten Kreise ergriffen hat, macht aber gegen solche Erwägungen artiger Weise ab. Sie verfährt nach der Logit jener Frau Nachbarin, augenscheinlich blind. Die Parteien an der Börse bilden sich ihre Meinung, engagieren sich à la hausse oder à la baisse und fallen dann die abschwor, einen entliehenen Topf zerbrochen wiedergegeben zu über die Presse her, die in ihnen nicht die Autorität sieht, welcher haben und diesen Schwur gleich gründlich besorgte: Erstens habe man folgen fann. Auch wir haben die sonderbarsten Bumutungen ich überhaupt keinen Topf geliehen, zweitens war er schon taput, als erhalten, uns nicht dabei nach den Rotizen au richten, welche uns ich ihn bekam, drittens habe ich ihn gang zurüdgeliefert. aus den unparteiischten und lautersten fachkundigen Quellen zu gingen, sondern nach den Engagements, mit welchen der eine oder ber andre an der Börse gerade feſtiaß." Mit der Plünderung der Kleinen" find die Könige der Industrie aber nicht zufrieden. Auch die Halb- und Drei- Jm Weiteren wird mit Genugthuung vermerkt, daß min biertel- Plutokratie des eignen Geschlechts soll bluten. Durch fort mehr auch die Köln. 3tg." den Ernst der Lage erkannt gesetzten Druck auf die Kurse soll auch das mittlere Rapital habe und diese Erkenntnis so stürmisch und gründlich berzur Aufgabe seines Besisstands gezwungen werden. Für eine verte, daß sie an Schwarzfeherei alle andren Blätter über Bagatelle wollen die Häuptlinge die zu den exorbitantesten treffe. Preisen abgegebenen Papiere wieder in ihren Besitz bringen. Bis zu den ersten Kursstürzen war aber bei der RheinischDamit sind zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, ist ein Westfälischen Zeitung" von einer Erkenntnis der Lage nichts doppeltes Geschäft gemacht. Einmal durch den Börsengewinn, zu spüren. Ihre Entdeckung, daß etwas faul ist im Staate 84dann durch die infolge von Lohnreduktionen, Produktions- Dänemark" und ihre biedermännische Ehrlichkeit fällt Regelungen" und die in den Vorjahren vorgenommenen fällig mit den Interessen des Großfapitals zusammen. hohen Abschreibungen gesicherten Dividenden. Allerdings ist es bis jetzt den Haussiers noch geglückt, Die Brandschahung der noch nicht Gepurzelten ist aller weitere bedeutende Kursstürze abzuhalten, sogar einzelne Aufdings nicht so leicht, wie die der Gimpel aus dem großen wärtsbewegungen zu erzwingen. Von Einfluß hierbei war Haufen. Der Baissepartei hat sich eine organisierte, plan- jedoch der Zusammenschluß der Berliner Banten. Doch haben mäßig arbeitende Haussepartei, die ihren Befihstand behaupten diese die aufgenommenen Werte wieder abgesetzt, und damit will, gegenüber gestellt. Lettere hat sich hier auch ein eigenes ist die Spannung wieder da. Wer in dem Kampf um die Wie sicher Organ gegründet, die Deutsche Bergwerks Zeitung". Die Beute Sieger bleibt, unterliegt keinem Zweifel. Geschäfte der ersteren werden durch die Rhein- Westf. 8tg." sich das Großkapital in diesem Stampfe fühlt, geht schon aus besorgt. Dies erklärt die verschiedenen sensationellen Notizen der Meldung hervor, daß die im Vorjahre wegen der hohen über die ungünstige Lage der Industrie, welche das Blatt Preise abgebrochenen Fusionsbestrebungen zwecks Anschluß brachte. Das erstere Organ griff letteres besonders einzelner Unternehmungen an die großen Gewerkefchaften wegen der am 9. Oktober veröffentlichten Nachricht wieder aufgenommen sind. einer in naher Zukunft zu erivartenden Ueber. Mit dem Ende der jüngsten wirtschaftlichen Prosperitätsproduktion auf dem Montanniarkt heftig an. Die Publitation periode schließt ein tapitalistischer Accumulationsprozeß und wurde als Mache der Baissepartei denunziert. Zur Begrün- mit Beginn des wirtschaftlichen Niedergangs hebt ein neuer dung dieser Beschuldigung fügte das Blatt schon damals die Aufsaugungsprozeß an. weitere, unwidersprochen gebliebene hinzu, mehrere gleichzeitig mit den angeführten Nachrichten in der Rhein- Westf. 8tg. angebotene Stohlenmengen seien thatsächlich gar nicht disponibel, die Angebote feien fingierte, nur zu dem Zwecke, die Baisjebestrebungen zu fördern. Wie die Vertreter des Großtapitals operieren, schildert die„ Bergwerks Zeitung" in der Nummer vom 7. Oftober folgendermaßen: " Genau so die„ Kreuz- Zeitung": Erstens fönnen deutsche Soldaten teine Grausamkeiten begehen, zweitens find die Grausamkeiten be rechtigt, und drittens sind es gar keine richtigen Soldaten, sondern Eocialdemokraten, die gefaßt werden müssen, weil sie solche Briefe schreiben. Der„ Kladderadatsch" nennt so etwas Schmocksprünge. Das Hauptblatt der konservativen Presse führt diese Schmock. sprünge wie folgt aus: in Da unter den freiwillig für die Expedition wieder eingetretenen Reservisten sich auch Socialdemokraten befunden haben werden, bei denen nicht sowohl Patriotismus und Begeisterung für die Größe Deutschlands als vielmehr ganz andere weniger ideale Motive maßgebend für den Entschluß gewesen sind, nochmals und zwar freiwillig die sonst so wenig beliebte Uniform anzuziehen und sich der militärischen Disciplin zu unterwerfen, so kann man sich nicht wundern, wenn aus dieser Quelle der socialdemokratischen Parteipresse oder einzelnen Abgeordneten, etwa dem in diesem Fache so geübten Abg. Bebel, allerlei Nachrichten zufließen, die, obwohl sicher tendenziös gefärbt, doch dazu dienen, die deutsche Heeresleitung nach Kräften herabzusetzen. Wer unsre Soldaten kennt, fie selbst in den bösesten Monaten des französischen Strieges beobachtet hat, wird ihnen Grausamkeiten und unmotivierte Härte nicht zutrauen. Bei der Eigenart der Kämpfe in China ist es aber Pflicht der leitenden militärischen Stellen, bei aller auch sie bejelenden Humanität in erster Linie für den Schutz ihrer Untergebenen gegen die Tücke der Borer zu sorgen. Schwäche und unangebrachtes Zartgefühl find aber sicherlich die ungeeignetsten Mittel, die Zustände in China möglichst schnell, gründlich und ohne allzu bittere Rückschläge für unsre zu ordnen. Unfren Heerführern und Offizieren werden wir doch das Vertrauen schenken, daß fie nirgends die Grenzen einer humanen Striegführung überschreiten, und auch bei ihren Untergebenen jede unnötige Härte zu verhindern bemüht sein werden. Daß die oben gekennzeichneten Briefe von ungenannten Verfassern herrühren, ist begreiflich; aber leztere können den Redaktionen nicht unbekannt sein. Haben fie daher ein Interesse daran, die in jenen Briefen, mitunter sogar nicht aus eigner Stenntnis, sondern mur von Hörensagen her stammenden Behauptungen amtlich aufgeklärt bezw. richtig gestellt zu sehen, so wird man erwarten dürfen, daß sie den maßgebenden Stellen die Urheber jener Briefe nennen. Nur so wird volle Selarheit geschafft werden können, was völlig untontrollier baren Behauptungen gegenüber nicht möglich sein würde. Truppen Das ist der Beutezug des Kapitalismus. Aber in seinem Siegeszug untergräbt er sein eignes Fundament. Je mehr das Savital in wenigen Händen zusammenfließt, desto mehr werden die vielen Stüßen und Träger der kapitalistischen Ordnung" geschwächt und schließlich muß das ganze lapitalistische Gebäude zusammenbrechen. E Politische Neberlicht. Berlin, den 8. November. Die geheimsten Absichten der Angebot- Künstler zu ergründen. ist oft sehr schwer, vielfach unmöglich. Aber die Wirkung ihres Spiels" bleibt niemals aus. Eine gewisse Vorbedingung der Wirkung moderner Stünstler besteht darin, das Publikum systematisch nervöser, feinhöriger, reizbarer, empfindlicher, unruhiger zu machen, damit es unter dem Drucke der Hand des Spielers fich beugt und sich von ihm führen und verführen läßt, wohin es sonst nicht geht. Das Publikum als Sllave des Spielers, das ist der Trumpf zu lebenslänglicher Festungsstrafe verurteilten Dichter Gottfried intel aus Spandau befreit. Aus diesem Anlaß schrieb, wie jest dieser modernen Künstler in Angebot und Nachfrage. Uebrigens fed 192 Das Stieber Komplott. Gerade vor fünfzig Jahren hat der Student Karl Schurz den An dieser Auslassung ist alleS merklviirdig. Zunächst deutet baS Blatt an, daß auch Socialdemakraten— und zwar aus andren weniger idealen Motiven— sich»mter die patriotischen Khakileute eingeschlichen haben. Das soll heißen t die Socialdemokratie habe eine Anzahl als Freiwillige maskierte Gratis-Kriegs-Bcrichtserstatter angestellt, so eine Art Huunen-Spitzcl. Die„Kreuz-Zeitung" kennt nicht einmal die ganze Gefahr: Besagte Agenten der Social- demokratie haben wir sogar mit photographischen Apparaten aus- gerüstet, damit dokumentarisch die Methode der Kulturverbreitung festgestellt werden könne. Sodann beteuert das fromme Blatt, unsre Soldaten können nicht grausam sein. Das wollen wir auch glauben; gerade die Humienbriefe haben ja vielfach gezeigt, daß sich die Opfer des Rachekreuzzugs in allen Unmenschlichkeiten ein menschliches Gefühl bewahrt haben. Sie haben widerstrebend die ihnen aufgezwungenen Greuel vollführt. wehrlose Gefangene haufenweis mit den Bajonetten erstochen, Frauen und Kinder getötet. Aber es war ja die Losung des Kriegs, daß nicht anders verfahren werden dürfe. So mußten die Soldaten eben thun, was wir Humanitätsdusler als äußerste Grausamkeit empfinden. Das giebt auch die„Kreuz-Ztg." zu. Nachdem sie sich erst gestellt, als ob sie daran zweifele, daß deutsche Soldaten fähig seien die Befehle ihrer Vorgesetztci» gemäß der allgemeinen Äriegslosung auszuführen, sie also indirekt einer Auflehnung gegen die an- befohlene Kriegstaltik verdächtigt, erklärt das Blatt, solche Grausam- keitcn verständen sich ja auch von selbst; es ginge nicht an, die Boxer sanft anzufassen. Schließlich aber verrät das edle Organ seine innere Wut über die Zeugen der Huimengrenel. Sie möchte die Namen der Bricfschreiber erfahren, natürlich nur, daniit die Wahrheit an den Tag komme, nicht etwa damit man Gelegenheit habe, diese Zeugen zu„schleifen". Im übrigen wird die socialdcmokratische Presse niemals die Namen der Soldaten preisgeben, deren Angehörige uns derartige Briefe zur Verfügung stellen. Minder sirupellos ist ja die gutgesinnte Amts- und Kreisblattpresse verfahren; sie Hot ver- schiedentlich die Namen genannt, und der„Vorwärts" hat erst gestern — nach einem Kreisblatt— den Namen eines solchen gut-patriotischen Khaki-Manns wiedergegeben. Die„Krenz-Zeitung" hat folglich hier schon Gelegenheit, Ermittelungen anzustellen, ohne daß die Social- demokratie ihrerseits ihre pflichtmäßige Verschwiegenheit zu brechen braucht. Aus dem Dilemma kommt aber die„Kreuz-Zeitung" nicht her- aus: Man kann nicht fordern, daß ohne Gnade und Barmherzigkeit gewütet werde, und zugleich die Civilisation des deutschen Heers be- teuern. Mit dieser Legende ist es ein für allemal vorbei. Der Hunnenruhm i st erworben!— gegen ihn erkannten Freiheitsstrafe von fünfzeh Jahren wird von dort folgendes gemeldet: Prinz v. Aren berg wurde mittels! Sondertransports von Berlin nach Hannover gebracht und sofort dem Gefängnisse zugeführt. Es wurde ihm dort eine Zelle angewiesen, wie sie jeder andre wird und in der Behandlung u n besondere Vorzüge gewährt. So Gefangene inne hat; nur Beköstigung werden ihm er sich gegen die übliche Bezahlung selbst b e k ö st i g e selbst beschäftigen können, auch soll er angeblich stets Deutsches Iieich. Die Pest. Offiziös wird geschrieben: Der aus Anlaß des anscheinend von Argentinien einge- schleppten Pest fall es vom Gesundheitsamt nach Bremen ent- sandte Regierungsrat Professor Dr. Kassel ist von dort zurück- gekehrt. Die aufs sorgfältigste angestellten Ermittelungen hin- sichtlich der mit dem Kranken vor der Feststellung des Charakters seiner Krankheit in Berührung gekommenen Personen b e r e ch- tigenzud erHofs n ung, daß der Fall vereinzelt bleibt. Mit der Möglichkeit, daß derartige einzelne Fälle ein- geschleppt werden, muß bei unsren heutigen Vcrkehrsverhältnissen auch fernerhin gerechnet werden; es kommt alles darauf an, sofort die ersten Fälle rechtzeitig zu entdecken und auch bei bloßem Pest- verdacht die erprobten Schutzniaßregeln durchzuführen. Es kommt vor allem aber auch darauf an, daß solche social- hygienischen Verhältnisse geschaffen werden, daß solche Seuchen keinen Nährboden finden.— Das agrarisch» Centrum. Die„Germania" stellt heute in einem längeren Gerede überfliissigcrweise fest, daß ein höherer Getreidezoll notwendig sei. Dagegen sei die Frage des Doppeltarifs eine„taktisch-diplomatische Frage", die noch eine nähere Prüfung verdiene; das Doppeltarif-Systcm habe große Bedenken. Man möchte in diesem plötzlichen Abschwenken von der grund- sätzlichcn Forderung der Agrarier, die auf einem Doppcltarif be- harren, auch eine Wirkung jener Hildesheimer Rede Miguels sehen, in der er von der Wirtschaftspolitik des Kaisers— nicht sprach. Das Centrum beginnt jetzt wieder das alte Spiel, das es den Nationalliberalen abgeguckt hat, es organisiert die Möglichkeit ver- schiedener Umfalle. Das Kartell der Brotwucherer aber wird es nicht verlassen.— Für eine Aendcrnng der Geschäftsordnung des Reichs- tagS begeistert sich der„Post"- Zedlitz. der durch die Organisation einer intriganten Obstruktion wesentlich dazu beigetragen bat. daS LieblingSwerk des Kaisers, den Mittelland- Kanal, ziim Scheitern zu bringen. Und was soll durch solchen Umsturz der Geschäftsordnung erreicht werden? Daß der neue Zolltarif in aller Ruhe und Gründjichkeit Position für Position beraten werde. Der Anwalt der Sammclivncherer der Industrie und Landwirt- schaft scheint zu nieinen, daß die Vertreter der Volksinteressen nichts weiter zu thun haben, als den Unersättliche» noch die Beute will- fährig und flink nachzutragen.— Ceirtrum-Lieber ist beim Papst gewesen. Er wird sich bei ihm erkundigt haben, ob es mit dem Christentuin verträglich sei, Brotlvncher zu treiben.— Dem Bundesrat ist der Etat für das Schutzgebiet von Samoa zugegangen, der mit 266 000 M. balanciert. Der Reichs- zuschnß betragt 146 000 M. Seil vorigem Jahre ist den Eingeborenen das Recht der Selbstverwaltung, unbeschadet der Aussicht durch den Gouverneur, verliehen worden. An der Spitze der Selbstverwaltung steht ein Häuptling, der zugleich die Vermittelungsinstanz bildet. durch welche die Wünsche und Anordnungen des Gouvenicurs den Samoanern bekannt gegeben lverden. Dieser Häuptling erhält ein Jahrcsgehalt von 3000 M.— Der Etat für die Verwaltung der Karolinen, Palan-Jnseln und Marianen balanciert mit 311 500 M. bei einem Rcichszuschuß von 236 600 M.— Auch der Etat für die Verwaltung der Eisenbahnen ist dem Bundesrat zu- gegangen.(Einnahmen 93 676 000 M.; dauernde Ausgaben 65 515 400 M., einmalige 22 496 000 M.)— Vorläufig. Die Münchener„Allgemeine Zeitung" berechnet die China-Forderungen auf 80 bis 100 Millionen. Das ist aber nur der erste Knochen, damit der Khaki-Pudel das Springen lerne.— In der Novelle zu den UufallverfichernngS-Gcsetzcn vom 80. Juni 1900 wird der Zeitpunkt, von welchem ab die SchiedS- g e r i ch t e für A r b e i t e r v e r s i ch c r u n g an die Stelle der bisherigen nach Bernfsgenosicnschaften errichteten Schiedsgerichte zur Entscheidung von Streitigkeiten aus der Unfallversicherung treten. mit Zustimmung des Lnudesrats durch kaiserliche Verordnung be- stimmt. Die Bundesrcgierungeu sind im Juli ersucht worden, die Vorbereitungen so zu treffen, daß die Schiedsgerichte für Arbeiter- Versicherung' a m 1. Januar 1901 in Thätigleit treten können. Dem Bundesrat ist jetzt der Entwurf einer entsprechenden Verordnung zugegangen.— Se. Hoheit der Prinz Mörder. Ueber die Jntemierung deS Prinzen Prosper von Arenberg-Meppen im Gerichtsgefängnis zu Hannover zwecks Verbiißnng der mit„Hoheit" angeredet und nur von höherenGefängnis b e a m t e n beaufsichtigt werden, und auch nur unter deren Aufsicht seine regelmäßigen Spaziergänge ans dem Gefängnishofe abhalten. Socialdemokraiischen Redacteuren Pflegt man solche Ver giinstignngen nicht zu gestatten. Von S e I b st b e k ö st i g u n g, auch in Fällen, in denen der schlechte Gesundheitszustand dies notwendig gemacht hätte, gar nicht zu reden, aber sogar Selbst Beschäftigung ist den socialdemokraiischen Preßsündern in vielen Fällen abgeschlagen werden. Allerdings mag bei den social demokratischen Redacteuren als st r a f v e r s ch ä r f e n d ins Gewicht fallen ihr Streben nach Gerechtigkeit, ihre freimütige Kritik an unsren staatlichen und gesellschaftlichen Einrichtungen, während Sc. Hoheit ja„nur" einem Neger das Gehirn ausbohrte.— Kohlenförderung und KohlenanSfuhr. Wenn in den Blättern die Entrüstung über Auswucherung der Konsumenten durch die Kohlenbarone laut ivird, verweisen deren Preßkulis aus die gesteigerte Förderung und suchen daraus herzu leiten, daß allein der Zwischenhandel die Kohle verteuere. That sächlich ist denn auch die Kohlenförderung beträchtlich gestiegen. Nach den soeben veröffentlichten amtlichen Ermittelungen sind in den ersten 9 Monaten dieses Jahres in Preußen 75 809 028 Tonnen Stein- kohlen gefördert worden gegen nur 70 759 34? Tonnen im gleichen Zeitraum des Vorjahrs. Davon entfallen 44 233 341 Tonnen ans den Obcrbcrgamts- Bezirk Dortnnmd gegen 40 957 911 Tonnen ini Vorjahr, 22 062 876 Tonnen auf den Oberbergamts- Bezirk Breslau gegen 20 715 343 Tonnen im Vorjahr und 8 935 623 Tonnen auf den Bezirk Bonn gegen 8 605 145 ini Vorjahr. Die Gesamt- zunähme der Förderung von über 5 Millionen Tonnen verteilt sich also gleichmäßig über alle Bergbezirkc. Trotzdem ist der Ueber- schuß an Kohle gegen das Vorjahr von Vierteljahr zu Bierteljahr zurückgegangen und zwar infolge der Absatzsteigerung, die 74 085 332 Tonnen erreichte, gegen 68 893 063 Tonnen. An- gesichts der ganz offenbaren und von' den großen Werken längst zu- gegebenen Rückgangs der Industrie, würde es für diese Absatz stcigcrnng keine Erklärung geben, wenn man nicht alsbald säbe, daß die patriotischen Kohlenbarone, während miste heimischen kleineren Verbraucher nicht wissen, wie sie die hohen Preise für Kohle erschwingen sollen, l u st i g ins Ausland exportiert hätten. Trotz der Lage deS heimischen Kohlen- marktS ist die Ausfuhrziffer wiederuni beträchtlich gestiegen. Von I a n u a r b i S September des jeweiligen Jahrs betrug die Ausfuhr von Steinkohlen 11 356 651 Tonnen gegen 10 247 597 Tonnen im Vorjahr, von Braunkohlen 45 116 Tonnen gegen 15 860 Tonnen im Vorjahr, von Cooks 1 628 022 Tonnen gegen 1 624 103 Tonnen im Borjahr und von Preß kohlen' 400369 Tonnen gegen 285 340 Tonnen im Vorjahr. Im Monat September d. I. ist dann die Ausfuhr neuerdings gestiegen und zwar bei Steinkohlen ans 1 217 705 Tonnen gegen 1 196 582 Tonnen im September des Vorjahrs, bei B r a n n k o h l e n ans 3478 Tonnen gegen 1624 Tonnen im Vorjahr, bei C o a k S auf 194 861 Tonnen gegen 189 082 Tonnen im Borjahr und bei Preß- kohlen auf 49 088 Tannen gegen 35 451 Tonnen im Vorjahr. Die Ausfuhrsteigerung ist besonders stark bei Braunkohlen und Preßkohlen. Da nämlich jetzt die Zeit des großen Verbrauchs in H a n s b r a n d Material ist, sorgt die skrupellose Kohlenwuchcr- clique durch gesteigerte Ausfuhr der gerade jetzt gebrauchten Kohle für ständigen Materialmangel und somit auch hohe Preise! Mit'der deutschen S t e i n I o h l e haben die Kohlenbarone alle Länder Europas versorgt, wobei insbesondere folgende Haupt- abnahme-Länder in den ersten neun Monaten beteiligt sind: 1900 1899 Oestreich-Ungarn.. 4 518 187 3 733 370 Niederlande'.... 2 656 546 2 644 916 Belgien..... 1222 803 1 137 812 Schweiz..... 863 486 800 037 Rußland..... 624 595 470 560 Frankreich.... 585040 549 168 So tvird die Kohlennot erzeugt und trotz gesteigerter Produktion künstlich erhalten! Während der Wert der gesaniten Kohlen- und Cooks aus fuhr in den nenn Monaten voii 172,4 ans 195,0 Millionen Mark stieg, stieg die Kohlen einfuhr, trotz der bekannten erleichterten Zufuhr- bedingnngen, von l17.9 nur auf 132,0 Millionen Mark. WaS aber soll erst werden, wenn daS Kohlcnsyndikat seine Ankündigung wahr macht, Ausfuhrprämien an jene Zewen zu gewähren, die, über eine bestimmte Menge hinaus. Kohlen in das Ausland schaffen? Und noch immer hält es die Regierug nicht für nötig, den Wucherern durch ein zeitweiliges Ausfuhrverbot das Handwerk zu legen!—_ � Kolonialhcldcn. Wegen Beleidigung des Lieutenants Förster von der kaiserlichen Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika findet am 24. d. M. vor der 9. Strafkammer des Landgerichts I gegen zwei Berliner Redacteure. einen für sie thätig gewesenen Rechercheur und gegen die frühere Zimmervermietcrin des Lieutenants Förster, ein« Frau Wünsch in der Lindenstraße Verhandlung statt. Bekanntlich waren Nachrichten durch die Zeitungen gegangen, wonach Lieutenant Förster einen schwarzen Diener, sogenannten Boy, den er sich ans Afrika nach Berlin mitgebracht hatte, unmenschlich gemißhandclt haben sollte. Die thatsächlich'cn Unterlagen zu diesen Zeitungsnotizen soll Frau Wünsch dem Rechercheur gegeben haben. Sie wendet ein, daß sie ihrerseits nur wahre Mitteilungen gemacht habe und will durch ihren Ver- teidigcr, Rechtsanwalt Dr. Schwindt, den Beweis der Wahrheit im Terniin antreten. Es sind deshalb viele Zeugen geladen worden, welche das Geschrei des gezüchtigten Burschen gehört haben wollen. Um de» gleichen Vorfall handelt eS sich in einem Strafverfahren gegen zwei Redacteure in Erfurt, die über denselben Fall berichteten und sich dicscrhalb vor der dortigen Strafkammer zu verantworten haben werden. Anarchistenrkecheref. Wohnt da in Krefeld ein ehrsamer Schuhmacher, welcher sich einbildet Anarchist zusein, weil er hin und wieder ein paar anarchistische Phrasen zum besten giebt. Ernst nimmt den Mann nur die Polizei. Das bewies sie dadurch, daß sie bei dem Hauswirt des Schuhmachers anfragte, ob derselbe nicht die Absicht habe, nach Elberseld zu fahren, wenn der Kaiser dort wäre. Der Hauswirt gab der Polizei«inen sehr plausiblen Grund an, warum der Mann nicht fahren könne, und rettete den harnilosen, blutarmen Teufel von dem Schicksal, einige Tage eingelocht zu werden, Erst dieser Tage kam die Geschichte, die sehr belacht wird, ans Tageslicht.— Die LandeSauSschnst- Wahlen in Elsaß- Lothringen. Die teil tv eisen Erneuerungs-Wahlen zum Landes- a u S s ch u ß, die am 6. November von den Gemeindcräten der Vier- größten Städte deS Landes(Straßburg, Mülhausen, Metz und Colmar) sowie von den delegierten Wahlmännern der 20 Landkreise vorzu- nehmen waren, brachten, wie vorauszusehen war, im großen und ganzen die Neubestätigung der bisherigen Mandate. Achtzehn von den insgesamt 24 zur Neuwahl berufenen Bezirken(der LandesanSschuß zählt im ganzen 58 Mitglieder) senden ihre früheren Vertreter wieder in das Landesparlament, in weiteren drei vollzog sich lediglich ein Personenwechsel ohne Acnderung der Parteistellung des Gewählten, und nur in den Kreisen Weißenburg. Hagenau und StappoltSweiler endete der Wablkampf mit der Niederlage der bisher siegreichen Parteirichtung. In den beiden ersteren schlugen die' gouventementalen Bewerber die seitherigen klerikalen Vertreter auS dem Felde, im letzteren siegte, wie bereits tclcgraphisch gemeldet, der in letzter Zeit vielgenannte Priester W e t t e r l v, der Ncdacteur des intransigent llerikalcn„Journal de Colmar" und Vertreter des 5. elsaß.-lothringischen Reichstags-Wahlkrejscs, über den langjährigen regierungsfreundlichen Mandatinhaber.— Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Der gegen den früheren Abgeordneten F. B u e b vor Jahren wegen einer Rede in Basel anhängig gemachte M a j e st ä t s- b e l e i d i g u n g s- P r o z e ß ist, wie die„Ttraßb. Bürge, zeitung" erfahre» haben will, niedergeschlagen worden. Welch ein Glück, nicht niehr Socialdemokrat zu. sein!— Ausland. Frankreich. Die französische Deputiertenkammer setzte heute die Be- ratung der Interpellation über die allgemeine Politik fort. Thierry bespricht die Haltung der Regierung gegenüber dem Ausstand der Hafenarbeiter in Marseille und tadelt die Ein- Mischung des iialienischen Deputierten Morgari. Bover und Carnaud bezeichnen die Haltung der Ausständigen als berechtigt. Sembat erklärt die Ausliefernng Sipidos für ungesetzlich und verlangt, die Regiening solle mit Belgien in Verhandlungen treten, um dieselbe für nichtig erklären zu lassen. Der Justizminister Monis erwidert, die Auslieferung Sipidos sei ans Grund eines im Jahre 1898 mit Belgien abgeschlossenen Vertrags erfolgt, nach welchem beide Länder Minderjährige einander auszuliefern haben, die eine strafbare Handlung ohne Erkenntnis ihrer Strasbarkcit be- gangen haben.(Beifall.) Hierauf ergreift Ministerpräsident Waldcck- Rousseau das Wort.— Italien. Rom, 4. November. Das Werk der Reinigung von den beiden traurigsten socialen Erscheinniigen. die Siiditalien niederdrücken, nämlich der Säuberung von der Maffia und von der C a m o r r a, ein Rieseniinternehmen. das die Socialisten mit lobenswerter Bravonr und imbeugsamem Eifer unternommen haben, dauert fort in den Zeitungen, im Wahl- kämpf und in den Gerichtssälen. Diese beiden Krebsschäden der Gesellschaft, die mit Leichtigkeit beseitigt werden könnten, wenn eine liberale und sähige Regierung nur rigoroseste Unparteilichkeit bei Anwendnng der Gesetze beobachten würde, damit die Staatsbürger wieder Vertrauen zu den mit der Rechtspflege betrauten Staatsorganen fassen könnten und nicht mehr die traurige Notwendigkeit empfänden, zur Gewalthat. zur Einschüchtening. zur Korruption ihre Zuflucht zu nehmen, um sich wenigstens in etwas Recht zu verschaffen— die socialen Eiter- beulen werden von der Regierung—ich will nicht sagen begünstigt— aber sicherlich geduldet. Bei den letzten administrariven Wahlen in a l e r m o sind die Socialdcmokraten nur durch das direkte Ein- greifen der Maffia in den Wahlkamps geschlagen worden und zwar dadurch, daß die Maffia nngestraft nicht wahlberechtigte Personen und Strafgefangene hat stimmen lassen und zu Mittel» gegriffen hat, die in jedem Kulturstaat für unniöglich gehalten werden müssen. Den Lesern deS„Vorwärts" ist schon, seit längerer Zeit der wegen der Ermordung deS Commendatore Rotarbartolo geführte Prozeß bekannt und ebenso die ini Verlaus desselben erfolgte Ver- Haftung des Ex-Abgeordneten Palizzolo, der öffentlich bezichtigt wurde, einer der Auftraggeber des Mörders gewesen. zu. sein. Nim gut. dieser aubere Herr Ex-Abgcordnete ist noch immer der Protegee der Maffia, die bei ihn, Mohrenwäsche abzuhalten sucht und die Tugenden des armen Opfers eines Justizmißgrisfs in den Himmel erhebt, trotzdem zum Ueberflnß in dicscn Tagen noch ein Befehl erlassen worden ist, der den Herrn P. den Assisen überweist, als hinreichend verdächtig, auch bei dem Morde an einem gewissen Miceli, begangen vor 8 Jahren, als Complice beteiligt gewesen zu sein. So hätte denn also dieser parlamentarische Herr Vertreter der Bourgeoisie nicht nur einen, sondern sogar zwei Morde aus dem Gewissen! Aber die Socialdemokratie hat auch Gelegenheit gehabt, Revanche zu nehmen und zwar in dem Fall C a s a l e in Neapel, von dem der Vorwärts" bereits berichtet hat. Die„Tribuna". ein Bonrgeoisblatt. sieht sich genötigt ein- ziigcstchen, daß das ein wahrer Triumph der Socialdemokratie sei. die sich immer mehr als einziger Beschützer der Moral und Ge- rechtigkeit proklamieren werde. Und erst jetzt beeilt sie sich, die leitenden Klassen zu ermahnen, daraus für die Zukunft eine Lehre zu ziehen, sich schneidiger und mutiger zu machen, um jenem Durst nach dem Guten und nach der Gerechtigkeit, die der Volksseele ein- geboren ist. gerecht zu werden. So spricht», an jetzt, ivährend zu Ansang deS Jahres die gesamten Elemente der Bourgeoisie sich znsainmcnaethan hatten, um gemeinsam den Schlag zu parieren, der einen der Ihrigen treffen sollte. Jetzl ist in ihren Reihen die Aufregung allgemein und sie fühlen ich von einer wahren moralischen Reinigungswut befallen: Casale hat sein Abgeordnetenmandat niedergelegt, der Bürgermeister von Neapel hat' demissioniert und im Parlament regnet eS Anfragen eitenS der konservativen Abgeordneten, damit der Kassationsrat, der die falsche Aussage zu Gunsten Casales gemacht Halle, bestraft werde und damit jede Solidarität mit den Camorristcu gebrochen werde. Die moralischen Siege zu Neapel öffnen der Soeialdemokratie die Thore des Südens von Italien. »* Der M a g i st r a t von Mailand, der nach 30 jähriger Herr- schaft den G'cmäßigtkonservativcn von den Bolksparteien entrissen wurde, demokratisiert sich von Tag zu Tag mehr in Tendenz und Altion. Die Frage der Schulcrsrischung. welche die Gemäßigten der demokratischen Verwalllmg privaten Patroiiaten anvertrauen wollten. Ivährend das Land und haiiptsächlich die Socialisten sie als kommunale Einrichtung sehen wollen, hat eine wohlthätige Krisis provoziert. Jene gemäßigten Elemente haben ihr Amt als Stadtrat niedergelegt, werden in ihren Stellen durch Republikaner ersetzt werden und die Schnlcrfrischung wird von der Kommune selbst, beginnend mit dem 10. November, an die Schüler verteilt werden. Das wird der erste Versuch sein, den man mit dieser wohlthätigen Einrichtung in einer großen Stadt wie Mailand macht, während' sie in andren kleineren Orten schon lange in Anwendung ist. Ein andres Experiment wahrhaft demokratischer Art ist das Referendum, daS man zum erstenmal in Mantna in An- Wendung gebracht hat, um zu eruiercn. ob der Magistrat dem Thealer behufs Einrichtung einer Opennaison einen Zuschuß geben sollte. Die Socialisten wollten jene Summe der Erfrischungs-Vcrabreichnng in den Schulen zugewandt sehen. So hat denn ei» zu diesen, spcciellen Zweck konstituiertes Komitee zum erstennial das Referendum in der Bürgerschaft organisiert. Folgendes war das Resultat: 960 Nein und 385 Ja. Die Reaktionäre, die daS Referendum bekämpften, hatten sich der Abstimmung enthalten. Da nun 45 Proz. der Wählerschaft zu den Urnen geschritten sind, kann man dieses Experiment als vom besten Erfolg gekrönt betrachten. Serbien. Vertrauliches vom KönigShof. Das Köm'gspaar hat kann» die Flitterwochen überstanden und schon gerät sich Alexander nnd Dragina in die Haare. Es sollen ernste Differenzen zwiichcn ihnen ausgebrochen sein. Die Königin Dragina liegt schon mehrere Tage kraiik. König Alexander hat im letzten Ministerrat angedeutet, daß er seine Aussöhnung mit seinem Vater Milan doch als im Interesse des Lands gelegen halte. Das LAnisterium sträubt sich dagegen, wird aber nachgeben müssen, wenn nicht die zwischen dem Königs- paar bestehenden Differenzen bald beigelegt werden. Da Milan und Natalie sich auch immer wieder vertragen haben, so diirftcu die serbischen Unterthanen noch nicht alle Hoffnung auf« geben.— Amerika. Die Präsidentenwahl. Mac Kinley ist auf weitere vier Jahre seines Amts sicher und es werden daher auch in den übrigen höheren Regierungsämtern Veränderungen nicht vorgenommen werden, wie das der Fall sein würde, wenn die Perfon des Präsidenten wechselte. Nach den legten Meldungen entfallen auf Mac Kinley, wenn man 24 Elektoralftinmen von Idaho, Kentucky und Nebraska, auf welche beide Parteien Anspruch machen, vorläufig ausscheidet, im ganzen 284, auf Bryan 139 Eleftoralstimmen. Anläßlich der Streitereien beim Austrage von Wetten wegen der Wahlen wurden in verschiedenen Gegenden Kentuckys in der Nacht zum Mittwoch sechs Personen erschossen.- sul Ein Schuft von der Nemesis ereilt. In der„ New Yorker Bolkszeitung" lesen wir: Das oberste Staatsgericht von Illinois hat das Urteil gegen den früheren Bankier E. S. Dreher, der schuldig befunden war, der Westparkbehörde 319000 Dollar unterschlagen zu haben, aufrecht erhalten. Dreher geht also ins Zuchthaus, in dasselbe Zuchthaus, in welches er 1887 hwab, Fielden und Reebe, unschuldige Männer, zu bringen eifrigst bemüht gewesen ist. Dreyer war Obmann der„ Grand Jury", welche nach dem Polizeiriot auf dem Heumarkt, 4. Mai 1886, nicht Anklage gegen Bonfield, Ward und die andren Mordverschwörer in Polizei- Uniform sondern gegen die Redacteure der„ Arbeiterzeitung" und des Alarms" und fünf andre Arbeiteragitatoren erhob und damit die Tragödie, welche zum Justizmord am 11. November 1887 führte, einleitete. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. = 30. Sigung vom Donnerstag, 8. November 1900 nachmittags 5 Uhr. Vorsteher Dr. Langerhans eröffnet die Sigung um 5/2 1hr Der Ausschuß für die Borberatung der Vorlage und des Antrags Perls betr. die Verlegung von Gymnasien ist gewählt und hat sich Von den„ nenen" Grundsätzen, nach denen vom 1. April 1901 ab die Einheitssäge für die man etivas Städte und namentlich Afien. mufobor allem daran, daß die bestehende Grundlage des Berliner) Zur Verhandlung gelangt hierauf die Vorlage betreffend die Die japanefische Politik. Yokohama, 7. November. Der Armenwesens, die Armentommission, eine gesunde und solide ist, an Bewilligung von Ruhegeld- und Hinterbliebenen- Versorgung neue Minister des Aeußern hielt in Tokio eine Rede, in welcher er der nicht geändert werden sollte. Die mancherlei Anfeindungen für die ohne Penfionsberechtigung im Dienste der Stadt erflärte, das jetzige Kabinett würde die Politik gemeinsamer Aftion der Armentommiffionen lassen sich durchweg als ungerechtfertigt dauernd beschäftigten Personen. fich Der Inhalt der Magistratsvorschläge ist bekannt. Während die in China befolgen. Diese Politik müsse aber nach so vielen Ber- zurüdiveisen( Beifall); es ist in Berlin noch ein sehr gesundes zögerungen einen gewissen Fortschritt in sich schließen. Das Kabinett Gefühl für die Bedeutung dieser ehrenamtlichen Einrichtung vor Versammlung am 9. März vorigen Jahres die Errichtung einer Was daran reformbedürftig ist, wollen wir eben Bensionstasie für die städtischen Arbeiter beabsichtige, die Oeffentlichkeit in fein Vertrauen zu ziehen, soweit dies handen. Dazu gehört die geseh- auf der Grundlage von Beiträgen der Verwaltung. im Hinblick auf die Staatsinteressen möglich sei, er könne aber durch die Vorlage reformieren. Arbeiter gefordert hat, will der Magistrat nicht versprechen, vor der Regelung einer jeden Frage deren Details lich gestattete Heranziehung nicht bloß der Berliner Bürger, nnd der sondern jedes großjährigen Reichsdeutschen, der sich in Berlin von der Schaffung Schaffung einer wohleingerichteten Pensionstasse zu enthüllen. von einer aufhält, dazu gehört ferner die Herauziehung des weiblichen Ele- mit einer bureanmäßig organisierten Verwaltung", ments. Was die Decentralisation anbetrifft, so foll Beitragspflicht der Arbeiter und insbesondere von einem flagbaren zwischen den Bezirksdecernaten und den Armenämtern eine Mittel- Recht derfelben auf Pension und Reliktenversorgung nichts wissen. instanz geschaffen werden. Die bestehenden zwei Armenämter haben Es soll daher lediglich durch Gemeindebeschluß, der jederzeit sich durchaus bewährt, aber die Errichtung von 25 solchen Armen geändert oder ganz aufgehoben werden kann, ämtern tönnte leicht eine Berfplitterung herbeiführen und die Ein bestimmt werden, daß nach 10 jährigem ununterbrochenem Arbeitsheitlichkeit der Armenverwaltung zerstören. Die Gefchäftsanweisung für verhältnisse( aber erit, vom 21. Lebensjahre ab) beim Eintritt Sie Armientreise unterliegt noch der Beratung des Magiffrats; grund- dauernder Invalidität ein Ruhegeld bezw. Witwengeld oder Waisen stürzende Neuerungen enthält auch sie nicht. Die Zahl der dauernd geld vom Magistrat gewährt werden kann. Die Berechnung soll Unterstügten beträgt in Berlin 36 000 oder einen wesentlich höheren nach dem Durchschnitts- Jahresverdienst und sonst analog der für die Prozentsak als Hamburg, Breslau 2c., wo die Verwaltung Kommunalbeamten geltenden Vorschriften erfolgen. reorganisiert ist; und die Höhe der Unterſtügungen iſt in Bon drei verschiedenen Seiten ist Ausschußberatung beantragt. Berlin ebenfalls bedentender als in den andren Städten. Stadtv. Singer: Von der Vorlage des Magistrats fönnte man Die Bemessung des Witwengeldes muß durchaus auf eine vielleicht sagen: Spät kommit ihr, doch ihr kommt! Denn 20 Monate andere Bafis gestellt werden.( Lebhafte Zustimmung.) Der Vor- lang hat uns der Magistrat warten lassen. Aber die Güte des Ges wurf der Härte, der oft der Armenverwaltung gemacht wird, ist un- botenen entspricht dieser langen Wartezeit nicht. Allerdings gerecht; es giebt aber viele üble Glemente, welche die Armen- erfennt jegt auch der Magistrat endlich an, daß auch auf der städtischen Arbeiter pflege misbranchen, und diese müssen aus derselben heraus dem Gebiet der Versorgung werden muß. Freilich, 20-25 deutsche gebracht werden.( Beifal und Unruhe.) Die Armenpflege darf gethan gebracht werden. andererseits nicht blos in der Darreichung von Almosen be- find ihm auf diesem Wege vorangegangen. stehen; es muß jedes Bestreben unterſtüßt werden, welches hinter Freiburg in Baden bleiben die Vorschläge des Magistrats ganz geeignet ist, die Armenpflege überflüssig zu machen.( Zustimmung.) erheblich zurück. Nicht recht begreiflich ist mir die Schen vor der Begründung eines Rechtsanspruchs. Die Befürchtung von VerDie Armenpflege soll nur die legte Buflucht des Bedürftigen sein. Stadtv. Liebenow: Auch wir alle haben dasselbe warme waltungsschwierigkeiten, von Prozessen kann doch nicht durchschlagen; Interesse für die Armenpflege wie der Magistratsvertreter und so gut wie die städtischen Beamten und die durch Privats stehen daher der Vorlage an sich sehr wohlwollend gegenüber. Das dienstvertrag Angenommenen durch Ortsstatut einen gewiffen diesen auch den entbindet uns aber nicht von der genauen Prüfung der Magistrats- Rechtsanspruch erhalten haben, kann vorschläge. Die Zulassung der Frauen billigen wir durchaus, Arbeitern gewähren. Ebenso bedenklich ist die kategorische Fordeeiner umuterbrochenen 10jährigen Beschäftigungszeit; aber so ganz bedingungslos, wie es die Vorlage ring hinstellt, können wir darauf nicht eingehen; jeden- die sonst geübte Rücksicht auf Krankheiten, llebungen u. f. w. falls dürfen die Frauen in einer Kommission nicht die Mehr fehlt hier. Nicht minder singig machen muß uns die Vorschrift, daß heit haben. Die Kommissionsmitglieder sollen jetzt bloß auf die Invalidität ohne eignes Verschulden" eingetreten sein muß. Alle drei, anstatt bisher sechs Jahre gewählt werden; auch diese diese Punkte wird der Ausschuß zu prüfen haben, desgleichen die fast Aenderung ist nicht unbedenklich. Die Kreisvorsteher follen ent- uitbegreifliche Bestimmung, daß während der Abbüßung von weder vom Magistrat ernannt oder von der Versammlung Freiheitsstrafen, die nicht mit Berlust der bürgerlichen Ehrengewählt werden; der betreffende Bassus bedarf ebenfalls einer rechte verbunden sind, der Bezug des Ruhegehalts ruhen soll. Die präciseren Fassung. Aus allen diesen Gründen ist Ausschußberatung Das ist doch lediglich eine Extraftrafe für die Angehörigen. Die unumgänglich. Melittenversorgung ist auch erheblich eingeschränkt, sie soll nur für Stadtv. Stadthagen: Dem lekteren Antrage werden wir die Kinder bis zum 15. Lebensjahre plaggreifen. Daß die Unfall fonſtituiert. Zu den Mitgliedern gehört u. a. Stadtv. Stadthagen nicht entgegentreten, obwohl nur formelle Einzelheiten bemängelt renten auf die Ruhegelder angerechnet werden sollen, ist eine offen. Zunächst hat die Wahl eines Bürger deputierten für steht man bezüglich der Frauen auf dem mißtrauischen bare ungerechtigkeit; faſt in demselben Maße wäre es die Wenn die die Baisen verwaltung stattzufinden. Vorgeschlagen sind: Verlagsbuchhändler& idert, Bernburgerstr. 14, Kaufmann Jakob Standpunkt des Vorredners, so sollte man doa tabula rasa machen Anrechnung der Alters- und Invalidenrenten. Bamberger, Kreuzbergstr. 45, und Fabrikant Aaron, Bots- und frei erklären: Wir sind noch rädständiger als das preußische zehnjährige Arbeitsdauer Voraussetzung des Nuhegeldes sein Abgeordnetenhaus, wir wollen die Frauen überhaupt nicht. foll, müßte auch für diejenigen, welche nach zehnjähriger Arbeitsdauer damerstr. 121c. Gebiet ist die Frau genau Gleiche Rechte, gleiche Pflichten! Auf diesem wegen Verkleinerung oder Einstellung des betreffenden Betriebs entlassen fo viel wert wie werden, eine Rente ausgeworfen werden. Die einseitige Berechtigung der Mann; ihre Arbeitsfreudigkeit darf nicht in dieser Weise durch des Magistrats, die Renten zu vermindern oder zu entziehen, darf Erstattung von Waisepflegekosten so unverhüllt ihnen entgegengebrachtes Mißtrauen vermindert unter feinen Umständen zum Beschluß erhoben werden; dazu festgestellt werden sollen, haben wir bereits Mitteilung gemacht. Die werden; man soll nicht bloß einige schöne, liebenswürdige Frauen gehört ein Gemeindebeschluß. Auch die Entlassungen dürfen dann neuen Berechnungen der Waisenverwaltung zur Ermittelung der als Deforation in den Kommissionen haben wollen.( Seiterfeit.) nicht mehr in das Belieben der unmittelbaren Vorgesezten gestellt, wirklichen Selbsttosten ziehen, wie der Magistrat fordert, Bestände eine Kommission wirklich nur aus Frauen, so würde ich sondern müssen durch Gemeinde- oder mindestens Magistratsbeschluß Man soll die Frauen auch verfügt werden. Berücksichtigt man alle diese Bedenken, so wird auch, den Wert des Grund und Bodens und der Gebände der das für ein Hebel halten. Waisenanstalten, sowie bei den Verwaltungstoften auch den nicht für so besonders weichherzig ansehen; ich persönlich befürchte, die Vorlage hoffentlich zu einer befriedigenden gestaltet werden anteiligen Betrag an den allgemeinen persönlichen und fäch- daß viele Dameu, welche gern in Armenthätigkeit machen möchten, fönnen. Nachdem Stadtv. Rüben die Vorlage als wichtigen socialen lichen Ausgaben der städtischen Ver: valtung( Gehälter der sehr fistalisch vorgehen werden. Dieser Gesichtspunkt, der der Magistratsmitglieder, Pensionen, Geschäftsbedürfuiffe) in Be- allerlegte sein sollte, schimmerte leider auch durch die Aus- Schritt begrüßt, die Ausschußberatung aber gerade wegen der tracht. Das Ergebnis ist bei Rummelsburg eine Erhöhung führungen des Herrn Münsterberg hindurch. In Berlin ist principiellen Tragweite empfohlen hat, weist dagegen Stadtv. Hugo Eachs den Kollegen Singer darauf hin, daß die des jährlichen von den Angehörigen des betreffenden Waisenfinds die Zahl der Simulanten keineswegs sehr hoch; der Armenkommiffionen schon Richttlagbarfeit nicht für alle Ewigkeit ausgesprochen ist, sondern daß zu erstattenden Verpflegungskosten- Betrags von 597,60 auf 828 m., find zahlreiche Mitglieder beim Waisenhause Berlin von 385,20 auf 824,40 m.( bei Kleinbeeren, viel zu sehr vom Fiskalismus angetränkelt.( Sehr wahr!) Die es sich hier um ein Provisorium handle. Dein Ausschuß werde wo das Erziehungshaus sich in Mietsräumen befindet, tritt eine Armen find zum übergroßen Teil ohne ihre Schuld verarmt, und allerdings obliegen, den Begriff des eignen Verschuldens zu Verminderung von 943,20 auf 716,40 M. ein); die Verwaltungs- diese sind psychologisch ganz anders als andre Leute zu betrachten definieren. Auch Stadiv. Dinse hält dafür, daß, wenn die gemachten Erfoften steigen um 25,20 M., nämlich von 18 auf 43,20 m. für ein und nicht lediglich nach dem fiskalischen Gesichtspunkt zu behandeln. Daß die gezahlten Säge zu hoch sind, kann ich auch nicht fahrungen dafür sprächen, nichts entgegenstehe, nach einigen Jahren Koftpflege. Stadtv. Freudenberg: Wir bitten Sie, diese Vorlage einem andren Städten überhaupt für sehr leicht irreführend ansehe. müſſe allerdings aus derselben ausgemerzt werden, ebenso sei die Ausschuß von 15 Personen zu überweisen, weil wir gegen dieselbe Wir sind in Berlin allmählich zu höheren Sägen gekommen, Grenze des 21. Jahres zu eng. Die Berechnung nach dem Durch recht lebhafte Bedenken haben. Die bisherigen Grundsäge gingen von 1889 ist der Durchschnittssatz von 9 auf 14 M. geftiegen, aber schnittsjahresverdienst fönne auch vor der Gerechtigkeit nicht bestehen. von der Erwägung aus, daß die betreffenden Säge thunlichst niedrig das ist bei der Steigerung der Breife aller Bedürfnisse nicht erheb- Die Leistungen der Unfallversicherung hätten hier durchaus nicht in zu berechnen feien, um sie für die zur Erstattung Verpflichteten lich. Die Hauptsache ist übrigens die Vorbeugung gegen Verarmung, Betracht zu kommen. Stadtv. Karl Goldschmidt bemängelt, daß die städtischen möglichst erträglich zu gestalten. Diese nicht bloß alten", sondern nicht die Armenpflege selbst. Reformen in der Krankenhausverwaltung, auch guten Grundsätze sollen jetzt ohne einleuchtende Begründung Wöchnerinnenhäuser, felbft Findelhäuser B. werden von vielen Straßenreiniger durch die Vorlage benachteiligt werden. Die Vorlage geht darauf an einen Ausschuß von 15 Mitaufgegeben werden. Man beruft sich auf die Einheitlichkeit Seiten als dringendes Bedürfnis hingestellt; in diesem letzteren mit der Berechnung der Selbstkosten in Kranken und Bunkte ist in Berlin absolut nichts Genügendes gethan, ebensowenig gliedern. Den vorhandenen 18 Revier Inspektionen bei den Irrenhäusern. Dieser Hinweis ist unzutreffend, denn die wie auf dem Gebiet der Herstellung gesunder Wohnungen. Zu er Berechnung für die Krankenhäuser hat ja bloß falfulatorischen wägen wäre auch, ob nicht Borschußlaffen zu errichten wären für städtischen Gaswerken sollen am 1. April 1901 sechs neue Wert, da man dort gar nicht die herausgerechneten, sondern wesentlich vorübergehende Notstände, bei Arbeitslosigkeit u. dgl. Die Erfüllung hinzutreten. Die veranschlagten Kosten von ca. 38 800 m. werden niedrigere Säße verlangt. Andre Gründe find nicht angeführt. Jeden dieser materiellen Anforderungen wird aber einem späteren Stadium belvilligt. falls hat die Kostenfrage eine Rolle gespielt, aber auch diese Erwägung vorzubehalten fein, nachdem die hier beantragten organisatorischen erscheint nicht stichhaltig, denn an solchen Erstattungen find im Jahre Reformen durchgeführt worden sind. nur etwa 50 000 M. eingekommen, eine sehr unbedeutende, für den Stadtv. Friedemann begrüßt vor allem die unbedingte Zu- nominen. Dem Abschluß eines Vertrags mit der Gemeinde Marien Etat Berlins feine Rolle spielende Summe. Desto einschneidender laffung der Frauen; der frühere Widerstand gegen diese Neuerung ist die geplante Erhöhung für die Erstattungsverpflichteten, welche fcheine danach zurüdgetreten au sein. Im übrigen geht ihm die dorf über die Aufnahme der Abwässer von Mariendorf in die Vers dadurch in viel stärkere Bedrängnis fommen, eventuell viel länger Reform" nicht weit genug, die vorgeschlagene Decentralisation er liner Kanalisation stimmt die Versammlung zu. Das Ergebnis der zu Beginn der Sitzung vollzogenen Wahl als bisher ihres wichtigsten staatsbürgerlichen Rechts, des Wahl scheint ihm sogar als event. Ursache einer Verfangiamung der Arbeiten rechts, verlustig gehen. Andrerseits darf nicht übersehen werden, der Armenverwaltung bedenklich. Bedauern müsse er, daß der Magistrat ist: Fidert gewählt mit 56 von 88 Stimmen; daneben Aaron daß der Grund und Boden des Berliner Waisenhauses noch heute nicht die gemischte Deputation zusammenberufen habe, welche 19, Bamberger 13 Siimmen. feiner Zeit der Stadt geschenkt wurde, wohl auch der Bau die Verfammlung vor 3 Jahren gewünscht habe, um über die Aenderung der Stadt nur unbedeutende Opfer auferlegt hat. Der Ober- der Unterstützungssäge zu beraten. Auch die Frage der Krankenhürgermeister hat einmal ausgesprochen, daß die Stiftungen den hans- Unterstigung hätte bei diefer Gelegenheit erledigt werden sollen. Stadtrat Münsterberg: Der Vorwurf der Fiskalität hat mir Hauptzwed hätten, die Bürger davor zu schüßen, daß sie der öffent- wohlgethan. Niemand von uns wird den Opfern der fie ungebenden ihrem Stenographen zugemutet, der die achttägigen Berhandlungen lichen Armenpflege anheimfallen. Auch das Berliner Waisen haus ist eine Stiftung, und ein Verfahren wie das vor- Verhältnisse sein Mitleid versagen; aber für diejenigen, die bereits des socialdemokratischen Barteitags, sowie der Frauenkonferenz in geschlagene würde diefem Zwede entgegenarbeiten. Auch das Terrain dahin gelangt find, die empfangene Unterfügung in Alkohol ans Mainz in ihrem Auftrag wortgetreu auf dem Papier zu der MitDas Stenogramm umfaßt nach Des Rummelsburger Waisenhauses ist alter städtischer Grundbesitz, zulegen, fönnen wir nicht mit der Erhöhung der Unterstützung vor- figieren hatte. für dessen Einrechnung doch nicht der heutige Spekulationswert maßgehen( Beifall). Die Krankenhaustoften- Frage konnte im Rahmen teilung unsres Mainzer Bruderorgans über 1200 Foliofeiten. Während die amtlichen Parlaments- Stenographen alle 10 Minuten gebend sein kann. Die Einrechnung der Unterrichtstosten können der Vorlage nicht erledigt werden. wir auch nicht billigen; diese Kosten muß Berlin ebenso selbst tragen Stadtv. Singer: Die Ausführungen meines Kollegen Stadt- abgelöst werden, mußte der bedauernswerte Stenograph in Mainz Es wäre kein Wunder, wie die sonstigen Kosten des Gemeindeschulwesens. hagen haben in feiner Weise zu der Bemerkung des Herrn Stadt täglich 8 Stunden ununterbrochen arbeiten. Eine weitere Debatte entsteht nicht. Die Mehrheit überweist rats über diejenigen, welche die empfangene Unterstüßung in Alkohol wenn das Stenogramm Zeichen der Neberanstrengung des Verfassers Die dem Altohol Berfallenen aufwiese. die Vorlage nach dem Antrage Singer einem Ausschusse. anlegen, Veranlassung gegeben. furiert man nicht damit, daß man ihnen weniger Geld Polizeiliches, Gerichtliches usw. ad In der Verwaltung der giebt, sondern für solche müssen Trinker- Asyle geschaffen Zu 300 m. Geldstrafe wurde am Dienstag Redacteur werden, wo ihnen das Trinken abgewöhnt und der Versuch gemachte y mann vom„ Braunschweiger Volksfreund" verurteilt, weil er foll jest nach dem fog. Elberfelder System die Wahl von Frauen wird, sie wieder in vernünftige Bahnen zu lenten. Mit der fich gegen den De chanten Grube in Braunschweig einer durch als Armenpflegerinnen( Mitgliedern der Armenkommission) Berurteilung solcher Leute ist gar nichts gethan. Das Vorkommen die Presse begangenen dreifachen öffentlichen Beleidigung schuldig ganz allgemein zugelassen werden. Ferner macht der Magistrat sehr folcher Fälle ist schließlich die schärfste Verurteilung der bestehenden gemacht haben sollte. detaillierte Vorschläge, welche die Armenpflege decentralisieren sollen, Gesellschaftsordnung.( Lachen.) Lachen ist fein Argument. Polizei und Vereins. und Versammlungsrecht. aber thatsächlich der Armendirektion nur die Ermächtigung geben, mir schien es, als ob für Herrn Münsterberg das Jdeal einer ArmenArmenkreise einzurichten. Diese Streise sollen 10-15 Armenkommissionen verwaltung darin bestehe, möglichst billig zu wirtschaften.( Lebhafter Polizeibehörde übt im Ruhrgebiet die eigenartige Praxis, den umfassen und von Kreisvorstehern und Kreisversammlungen geleitet Widerspruch.) Ich berufe mich auf das Stenogramm seiner Rede; Frauen den Zutritt zu Bergarbeiter- Bersammlungen werden, die mindestens allmonatlich zusammenzutreten haben und zn- es sollte mich freuen, wenn ich mich geirrt hätte. Der Fistalismus zu unterfagen. Kürzlich wurde sogar den Frauen der Zutritt zu ständig find: 1. für die Entscheidung über Unterstützungen, welche über oder fistalische Bureaukratismus, der bei uns nach und nach in einem 8a blstellenfest des Berg- und Hüttenarbeiterdie Magimalsäge hinausgehen sollen; 2. für Beschwerden von Unter der Armenverwaltung eingeriffen ist, follte möglichst beseitigt Verbands in Wattenscheid verboten. Eine öffentliche flügten erster Instanz; 3. für die Entziehung von Barunterstügungen werden, wir leiden unter demselben ganz außerordentlich. Das gute Frauen und Männerversammlung, die zu diefem Vor im Falle der Unwürdigkeit; 4. für die Fälle, in denen die Unter- Beugnis für die Armenkommissionen mag berechtigt sein, thatsächlich gehen der Polizei Stellung nehmen sollte, sollte auf Verlangen ftügung zusammen mit Unfallrenten oder sonstigen dauernden Be- aber erleben wir so viele einzelne Fälle, welche das Gegenteil be- der Polizei ebenfalls unter Ausschluß der Frauen stattfinden. zügen aus Reichs, Staats- oder Stonmuunalmitteln den Marimal weisen, daß die Aufmerkſamteit stetig darauf gerichtet sein muß, und wie wurde dieses Verbot begründet? Einfach: Mit Rücksicht darauf, betrag der Armenunterſtügung überschreiten würde; 5. zur Erörterung etwaige Mißstände zu beseitigen. Ich erinnere nur an die vor einigen daß die Einberufer Mitglieder des Berg- und Hüttender auf Armenpflege und Wohlthätigkeit in dem Kreise bezüglichen Jahren erhobenen Klagen darüber, daß die Auszahlung der arbeiter Verbands find und in der Tagesordnung von Angelegenheiten Unterstützungen in Kaufmannsläden und Schantstätten erfolgte. unfrem gemeinschaftlichen Zahlstellenfeste" die Rede ist, ist die wir freuen uns, daß mit dem alten Schlendrian gebrochen werden Versammlung als eine solche dieses Vereins anzusehen. Da foll( Unruhe) und stimmen deshalb der Vorlage zu, halten aber auch der Verein ein politischer ist, so wird die Beteiligung von Frauen, Schülern und Lehrlingen an der geplanten Ausschußberatung für angebracht. Bersanimlung hiermit unteringt." Kind in hiesiger, von 25,20 auf 50,40 für ein Kind in auswärtiger finden, wie ich die vorgetragenen prozentualen Bergleiche mit die Einrichtung obligatorisch zu machen. Das„ eigne Verschulden" 1 offenen Armenpflege Stadtrat Münsterberg: Man hat mir aus den Kreisen der Bersammlung das Befremden ausgesprochen, daß nach so langen Beratungen eine Reformvorlage von so beschränkter Tragweite hierher gelangt ist. Die Beratungen im Schoße der Armenberwaltung und des Magistrats find sehr eingehende und gründ liche gewesen und haben das ganze Gebiet der Armenpflege umfaßt. Wenn die gemachten Vorschläge nicht weiter gehen, so liegt das Stadtrat Münsterberg: Ich kann auf die Ausführungen des Kollegen Singer nur erklären, daß er sich thatsächlich geirrt hat, und zwar sehr gröblich. Die Vorlage geht darauf an einen Ausschuß. N Von der Bau Abnahme des Neubanes der Gemeinde. Doppelschule in der Rostoderstraße wird Kenntnis ge Partei- Nachrichten. Eine übermenschliche Arbeit hat die Mainzer Polizeibehörde, Die Ausgewiesen wurde der Holzarbeiter Anton Straaten in Kirchdorf bei Aurich. Derfelbe ist gebürtiger Holländer, in Kirchdorf bei Aurich verheiratet und befindet sich schon sechs Jahre in Deutsch Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. 350 Lofale. Ein Droschkenkutscher- Streik steht am 1. Dezember für Breslau bevor. Die neue Polizeiverordnung, die den Droschken eine bestimmte Auffahrtszeit, beſtimmte Standpläge und eine feste " Dienstbereitschaft" von 17 Stunden täglich vorschreibt, erregt die gerechte Mißbilligung der beteiligten Kreise in so hohem Maße, daß eine am Dienstag stattgefundene, von Kutschern äußerst zahlreich be fuchte Versammlung einstimmig beschloß, am 1. Dezember das Ge- sammlungen. Sh werbe nicht auszuüben, wenn nicht die die Kutscher schwer schädigenden los Bestimmungen beseitigt werden. வமற் " land. Da vor kurzem in Aurich eine Zahlstelle des 5013-1 Die Kommune, zu deutsch Gemeinschaft, ist also nur für den suchen um Beschichung eines hierfür einzuberufenden Delegiertentags. arbeiter Verbands gegründet wurde, erklärte auch er feinen Unternehmungsgeist gewinnsüchtiger Kaufleute da, nicht aber für Mit der Vertretung Berlins auf diesem Verbandstag wird kollege Beitritt. Kurz nachdem die Mitgliederliste bei der Polizeibehörde darbende Arbeiter! Abraham beauftragt. eingereicht worden, erfolgte seine Ausweisung. Staatsbeiträge an Arbeiterorganisationen in der Schweiz. Schöneberg. Am Montag, den 5. November, fand hier bei Die Regierung des Kantons St. Gallen hat aus der Summe des Obst eine äußerst gut besuchte Versammlung des Socialdemo fogenannten Alkoholzehntels( der zehnte Teil der Summe, welche die fratischen Vereins statt, in welcher Dr. Heymann einen Vortrag über Stantone als ihren Anteil an dem Reinertrag des eidgenössischen die innere und die äußere Politik hielt. Unter VereinsangelegenAlkoholmonopols erhalten) an 6 Grütlivereine die Summe von heiten beschäftigte sich die Versammlung in einer ausgedehnten Dis350 Grant berabfolgt als Beiträge an die Kosten der Lese-( Vereins-) fuffion mit einer vom Vertrauensmann angeregten, den Genossen Auch andre Vereine( katholische, Handwerks: 5 Gewerbe- Stadtv. Ob st betreffenden Angelegenheit. Derfelbe hatte in einem bereine) erhielten ähnliche Beiträge an ihre Lefelotale. Diese Submit einer Baufirma vor längerer Zeit abgeschlossenen Bauvertrag bentionierung( insgesamt 3000 Fr.) bedeutet jedenfalls eine gemein- bie bekannte Streifflaufel mit aufgenommen, was ihm gelegentlich nügige Verwendung öffentlicher Gelder. einer Verhandlung auf Ablehnung der Streifflausel in der Stadtverordneten- Sigung von bürgerlicher Seite vorgehalten wurde, wodurch die Sache erst zur Kenntnis der hiesigen Parteiigenossen gelangte und selbstverständlich eine berechtigte Erregung Der Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer hervorrief. In der Diskussion legte nun Obst die Gründe dar, die Berlins und Umgegend hielt am Donnerstag, den 1. November ihn dazu zwangen, die Streitklausel mit aufzunehmen. Die MehrDas Arbeiterfekretariat in Halle unterbreitete in einer Ge- 1900, zwei Mitgliederversammlungen, und zwar in Rabes Salon, zahl der Redner verurteilten diese Handlungsweise auf das schärfſte, werkschaftsversammlung den Geschäftsbericht vom ersten Jahr feines Stolbergerstraße 23, und bei Graumann, Naunynstraße 27, ab. In während einige Redner sein Verhalten zu rechtfertigen suchten. Nach Bestehens. Danach ist in der Zeit vom 15. August 1899 bis 1. No- der ersteren referierte Kater und in der zweiten Paul Bagel einer langen Debatte wird dann schließlich ein Antrag angenommen, bember 1900 eine Einnahme von 5000 M. zu verz hnen. In An- über: Muß es Reiche und Arme geben?"- Vor Eintritt in die eine Kommission zu wählen, die diese Sache näher prüfen und der spruch genommen wurde das Sekretariat in dieser Zeit von 8297 Tagesordnung wurde in beiden Versammlungen das Andenken des nächsten, am 19. November stattfindenden Versammlung einen BePersonen, davon 6634 Arbeitern. Der schriftliche Ver ehr betrug in verstorbenen Mitglieds Ernst Knebel in der üblichen Weise geehrt. fchluß unterbreiten soll. Einlauf 810, in Auslauf 1934 Briefe und Karten. In Unfällen An die Vorträge knüpfte sich eine umfangreiche Diskussion. allein wurde 1126 Personen Rat erteilt. Von den zurückgebrachten ater verbreitet sich noch über die Annahme der Streifflausel in Klagen wurden 44 gewonnen und 12 verloren. Es wurde an den verschiedenen Kommunen und weist u. a. darauf hin, daß der erkannt, daß das Institut für die Arbeiterschaft sehr vorteilhaft ge- Schulbau in um Der Petersburger Korrespondent des Daily- Expreß" meldet wirkt hat. angenommen ist, die Forderung eines feinem Blatt folgendes: Wegen unerlaubten Kollektierens wurden in Solina en Weißenfeeer Unternehmers betragen hat. Megte führt noch einige zwei Arbeiter zu je 15 M. Geldstrafe verurteilt. Beide hatten weitere Beweise an, wie sich die Unternehmer im Submissionswährend des Streiks der Messerschläger in Wirtschafte mellisten wesen unterbieten. Beim staatlichen Leihhaus in Hamburg overlangte der Höchstfordernde die Summe von 103 250 M., der Bauten traten die Gegenfäße noch traffer zu Tage, da steigerten sich Mindestfordernde 79 400 M. Bei andren königlichen und staatlichen die Differenzen bis zu 50 000 und 100 000. Unter Vereinsangelegenheiten regt Kollege Scheel an, Vorträge über Krankenfaffen, Unfall resp. Invaliditäts- und Altersversicherungs Gefeße halten zu lassen. Zum Schluß wurde gerügt, daß die Abendsprachen wo man mit den Unternehmern in Unterhandlung stehe wegen Berso schlecht besucht werden, obgleich dies doch jetzt so notwendig sei, längerung des Vertrags. cirkulieren lassen. In Solingen sind bei der Firma Weyersberg, Kirschbaum u. Co.. Fahrradwerte, 95 Mann ausgesperrt. Es wird gebeten, den Buzug fernzuhalten. Sociales. 50 000 m. billigensee vom Unternehmer Teichmann Gegen den Zweibund. Die Nowoje Bremja" veröffentlicht mit amtlicher ErIaubnis eine Note, in der erklärt wird, daß Rußland, Frankreich, Amerifa und Japan sich dahin verständigt haben, dem deutsch englischen Vertrage einen Gegenvertrag gegenüber zu stellen. Bestätigt sich diese Nachricht, so stünde Deutschland mit seiner China- Aktion thatsächlich allein da, denn auf England ist zur Zeit nicht zu zählen. Hinzu kommt, daß Japan und Rußland schon durch ihre geographische Lage den bei weitem größten Einfluß in die Deutsch- Hunnen so schon in China noch ganz besonders verhaßt China befizen. Durch das forsche, schneidige Vorgehen haben sich gemacht. Die vorgeschriebenen Ruhetage im Bäckergewerbe werden von den Bäckermeistern Wiens gerade so wenig eingehalten, wie von den deutschen Bäckern die deutsche, jetzt allerdings schon so gut wie preisgegebene Bäckereiverordnung. In einer Massenversammlung Die Steinarbeiter beschäftigten sich am Dienstag in einer Die Hinrichtungen von Schuldigen" 08 der Wiener Bäckergehilfen, die sich zu einem Protest dagegen und öffentlichen Versammlung mit einer Angelegenheit, die schon seit nehmen ihren Fortgang. Graf Walderje e hat die von dem Kriegsgegen die lage Handhabung der gesetzlichen Vorschriften durch die einiger Zeit in der Gewerkschaft schwebt. Es handelt sich um ein gericht nach der Eroberung von Paotingfu gegen die„ hauptBehörden vereinigte, wurde festgestellt, daß die Bäckergewerkschaft Defizit von 80 M., welches die Revisoren in der Kasse des früheren schuldigen Mandarinen verhängten Todesurteile bestätigt und in der Zeit vom 7. Januar bis 15. September 502 Anzeigen wegen Vertrauensmanns Otte gefunden haben. Da sich die Ursache des die Hinrichtung ist nunmehr erfolgt. Eine Depesche aus Nichteinhaltung des Ruhetags eingereicht hatte, daß aber nur 97 Fehlbetrags nicht feststellen ließ, so wurde eine Kommission mit der Tientsin besagt darüber: Tingyuan, der Schatzlanzler von davon erledigt wurden und die Strafen nur jedesmal zwei Kronen Untersuchung der Angelegenheit betraut. Aus dem Kommissionsbericht, Tschili, der Tatarengeneral uehung und der Oberst betrugen. der in der Versammlung erstattet wurde, sowie aus der langen Wa nz chang wurden am 4. November in Baotingfu in GeDie Versammlung beschloß eine geharnischte Resolution dagegen Diskussion ging hervor, daß das Defizit nur ein rechnungs- mäßheit des Spruchs des Kriegsgerichts wegen ihrer Mitschuld an und verlangte, zum Beweise dafür, daß alle Anzeigen durchaus mäßiges ist, welches wahrscheinlich auf einer irrtümlichen Buchung den Grausamteiten der Boger in Baotingfu erschossen. Der Proist. Eine Unredlichkeit des vinzialrichter wurde abgesetzt. Französische Soldaten nahmen in der geahndet würden. Die Versammlung beschloß, die Angelegenheit noto. fie... Denfeindlichen Mandarin, gefangen. dur Maßregeln zur Beschränkung der Kinderarbeit( außerhalb der Fabriken) werden demnächst im hessischen Miniſterium beraten werden. Zu dieser Beratung sind die neuen Arbeitervertreter ein geladen worden. behauptet worden. " Er Weitere Strafexpeditionen". Von Tientsin wurde bereits gemeldet, daß General Campbell von Baotingfu nach dort zurückgekehrt sei. hat auf dem Wege feinen ernsten Widerstand gefunden. Trotzdem hat er 26 Bogerdörfer beschossen und in Brand gestedt und die Befestigungen von Menanhsien zerstört. Er zwang den richterlichen Beamten Jenchin, die Boxer seines Distrikts ergreifen und hinrichten zu lassen und den Christen eine Entschädigung zu gewähren. Die Russen sandten am Sonntag zwei Kolonnen von Lutai nach Yangthum. berechtigt seien, daß alle falschen Anzeigen durch den Strafrichter früheren Vertrauensmanns liegt nicht vor, ist auch von feiner Seite Nähe von Reling den Finanzamt- Präsidenten Chungli, einen als erledigt zu betrachten und dem früheren Vertrauensmann Otte Zur Vollbringung der blutigen Arbeit wurde von den christ 15 M., bie er zur Deckung des vermeintlichen Defizite bereits gezahlt lichen Kulturträgern also wiederum der Sonntag gewählt. hat, wieder zurück zu geben. Als Delegierter zur Gewerkschaftsfommission wurde Hirte, als Mitglieder des Centralausschusses Gegen den Alkoholmißbrauch. Am schwarzen Brett der Olbrich und Keßler und als Ersatzmann für diese eriti Universität Bonn ist ein von einem Regierungsrat Quensel in Köln gewählt. Olbrich und Katz wurden in den Gesellenausschuß unterzeichneter Anschlag erschienen, der zum Kampf gegen den der Inmung delegiert. Alkoholmißbrauch aufruft. Da gerade unter den Studierenden in- Die Schneider und Schneiderinnen hielten am Dienstag eine folge alteingebürgerter Trinksitten, die im sogenannten Saufkomment Versammlung ab, in der Täterow über:„ Die Ausländer und in klassischer Form kodifiziert sind und namentlich durch die ihre Pflichten" sprach. Der Redner wies darauf hin, daß, wenn auch studentischen Verbindungen hochgehalten werden, der Völlerei durch den Ausländern die politischen Rechte verwehrt seien, sie doch das Trinken ganz besonders gefröhnt wird, ist der Appell des Regierungs- Recht hätten, fich gewerkschaftlich zu organisieren, und das wäre zu rats unzweifelhaft an die richtige Adresse gerichtet. Auch ist der gleich auch ihre Pflicht. Es würde eingewendet, daß man leicht als Aufruf, wie anerkannt werden muß, in einer sehr kräftigen Tonart lästiger Ausländer ausgewiesen werden könnte, wenn man sich an gehalten. der Agitation beteilige. Es werde aber ja nicht verlangt, daß die Ausländer im Vordergrund kämpfen, wenn sie sich nur der Organisation anschließen und dementsprechend handeln wollten. Die inländischen Kollegen seien feineswegs böse auf die ausländischen; wenn sie aber nicht an den Aufgaben der Organisation teilnahmen, würden sie hier als Stulis betrachtet. " Wie viel Unheil richtet der Alkohol nicht auf den Universitäten an! Wie viel Ideale werden durch den Trinkteufel zerstört! Wie viel geistiges Streben wird durch den Alkohol gelähmt! Wie viel ewige Kandidaten verwünschen den Alkohol als Ursache ihrer Entschlußlosigkeit! Wie vielen bringt derselbe den Keim zu dauerndem Siechtum! Wie viele Magen-, Herz- und andre Krankheiten werden alljährlich von den Trinkstätten der höchsten Bildung mit in das bürgerliche Leben hinausgenommen! Wie viel Zeit wird dahin geworfen mit der Pflege der Trinkfitte! Wie viel verlorene Stunden, Sie mit der Ausbildung in socialen Dingen und in Bethätigung wahrer Nächstenliebe genutzt werden sollten!" Dem Referat folgte eine lebhafte Diskussion, in der unter anderem auch ein Böhme feinen Landsleuten in ihrer Muttersprache die Notwendigkeit der Organisation flarlegte. Schließlich nahm die Ber sammlung eine Resolution an, in welcher ausgesprochen wurde, daß es die moralische Pflicht auch der Ausländer sei, sich dem Verbande anzuschließen. Außerdem sprach die Versammlung ihre Mißbilligung darüber aus, daß so viele dieser Kollegen der Organisation nicht angehören. So lebhafte Anerkennung indes auch die gute Absicht des Appellanten verdient, so glauben wir doch den Erfolg seiner Anregung, die zunächst eine Aussprache innerhalb der KommilitonenDie Kartonarbeiter und Arbeiterinnen hielten am Dienstag freise bezweckt, nicht besonders hoch anschlagen zu dürfen. Die studentischen Verbindungen, die die Völlerei und das öde Renommier eine gut besuchte Versammlung ab. Brückner referierte über die burschentum zu ihrem Lebensprincip erhoben haben, erfreuen sich Lohnbewegung der Buchbinder und Etuisarbeiter, die ohne die starke innerhalb angesehenfter Gesellschaftskreise bis sehr hoch hinauf der Organisation des Deutschen Buchbinder- Verbands unmöglich gewesen wohlwollendsten Protektion. Und das hat auch seinen Grund: Die Studenten, die ihre ersten Semester in den Kneipen, auf der Mensur und mit dem Straßenbummel verbringen, um während der letzten Semester eine fieberhafte Strebsamkeit und Streberei zu entwickeln, beschäftigen fich wenigstens nicht mit den socialen Problemen, die der noch begeisterungsfähigen Jugend recht gefährlich werden tönnen. Die Truppen des Generals Richardson trafen aus Baotingfu in Beting ein, nachdem sie mehrere Dörfer der Borer zerstört, drei Bogerführer abgeurteilt und erschossen sowie von den Chinesen das Versprechen erhalten hatten, 40 000 ae Is als Entschädigung für die Ermordung britischer Missionare zu zahlen. Der chinesische General Fan wurde infolge eines Miß verständnisses von indischen Soldaten erschossen. Französische Deputiertenkammer. Ju Fortsetzung der Beratung der Interpellation über die allgemeine Politit( fiehe Seite 2) bespricht Waldeck- Rousseau die Ausweisung des italienischen Deputierten Morgaré und sagt, er spreche einem Ausländer nicht das Recht ab, seinen im Ausstande befindlichen Landsleuten beizustehen, aber es fei unflug gewesen, gewesen, zu gestatten, daß daß ein Ausländer, der eine politische Stellung einnehme, sich in den Ausstand einmische, um demselben angenehm eine solche Wendung zu geben, wie sie ihm sei. Morgarè habe versprochen gehabt, sich solcher Dinge zu enthalten, habe sich aber trotzdem direkt in den Ausstand eingemischt und deshalb sei er ausgewiesen worden.( Beifall.) Waldeck- Rousseau rechtfertigt die Haltung der Behörden während des Marsailler Ausstands und erklärt, die Freiheit der Arbeit sei mit Ausnahme einiger Zwischenfälle, die man übertrieben habe, sichergestellt gewesen. wären. Die zahlreichen Arbeiter und Arbeiterinnen der Kartonbranche sollten daraus eine Lehre ziehen, in gleicher Weise und mit Hilfe der Organisation bessere Lohnbedingungen zu erzielen, um die so lange beklagten Uebelstände in ihrem Beruf zu beseitigen. Dem mit Beifall aufgenommenen Vortrag folgte eine sehr lebDas beste Mittel, um die Frage der Ausstände zu lösen, bestehe hafte Besprechung, an der sich mehrere Arbeiter wie auch Arbeite- feiner Ansicht nach darin, daß man Arbeiter und Arbeitgeber rinnen beteiligten und übereinstimmend von der in früherer Zeit verpflichte, fich Schiedsgerichten zu unterwerfen.( Beifall links.) beliebten Sonderorganisation abrieten, um durch einheitliches und Die Kammer müße sich darüber aussprechen, ob sie die Regierung Die Opfer der Krife. Die Verwaltung der Huldschins geschlossenes Vorgehen im kommenden Jahre eine Lohnbewegung zu für fähig halte, gemeinsam mit dem Parlament die beabsichtigten thfchen Rohrwalzwerte giebt, wie die Stattow. Btg." mit- ermöglichen. Von den Werkmeistern und Zuschneidern wurde ver- Reformen durchzuführen. Man verzichte gern auf die Macht, wenn teilt, durch Stafſtenaushang bekannt, daß jämtliche& ohnfäße langt, daß fie ebenfalls bemüht ſein ſollten, die Intereſſen der Ar- man von derfelbont Belfall elf beinahe jämmtlichen. Bänken.) aller Schicht- Accordarbeiter vom 1. November ab um beiterinnen wahrzunehmen durch bessere Bezahlung und Beseitigung babe.( Stürmischer auf 10 Prozent herabgesetzt werden. Auch sind in diesem der Ueberstunden. Auch für die Beseitigung der Accord Darauf wird die Debatte geschlossen. Etablissement feit einigen Wochen Feierschichten des Sonnabendsarbeit, welche die gewissenlose Ausbeutung der Ar Der Radikale Barrot bringt hierauf eine Tagesordnung ein, eingeführt worden. beiterinnen begünstigt, sprachen sich die meisten Redner welche die Erklärungen der Regierung billigt. Diese TagesDie Arbeiter, deren Lohnaufbesserungen mit dem Steigen des Zwei Frauen wünschten, daß die aus. Streitigkeiten der ordnung wird mit 330 gegen 238 Stimmen angenommen. Unternehmerprofits während der Jahre der Prosperität bei weitem Arbeiter und Arbeiterinnen untereinander in den Werkstätten ver- Danach wird ein Zufazantrag des Nationalisten Goujon, worin die nicht gleichen Schritt gehalten haben, müssen sich nunmehr Lohn- mieden werden, um wenigstens zuerst den Neunstundentag vom Minister Millerand vertretenen follektivistischen abziige gefallen lassen, um den Unternehmerprofit auch während der und bessere Löhne zu erzielen. Eine vom Vorsitzenden Baer em Lehren mißbilligt werden, mit 254 gegen 214 Stimmen Zeit der Geschäftsstedung möglichst lange auf der alten Höhe zu pfohlene Resolution, welche im Einverständnis mit dem Referenten angenommen. Schließlich wird noch ein Zufazantrag des erhalten. Das ist die Interessensolidarität zwischen Kapital und u. a. zum Anschluß an den Buchbinder- Verband aufforderte, gein dem dem die Auslieferung Sipidos wird, mit 306 gegen 196 Stimmen angeTangte einstimmig zur Annahme. Die Wahl von geeigneten bedauert Die Krisis in der Textilbranche greift immer weiter um sich. Vertrauenspersonen soll in einer späteren Versammlung erfolgen. nommen.( Große Bewegung).( Bévaès( Socialist) erklärt, er habe zwar für den Zusatzantrag gestimmt, werde aber dem VerIn Augsburg wurde am letzten Sonnabend mehreren Arbeitern Die Vergolder hielten am 5. November eine öffentliche Vertrauensvotum für die Regierung zustimmen, um nicht den gekündigt, da die breiten Stühle gänzlich außer Betrieb gesetzt werden sammlung ab. Zunächst erstattete Späthe den Bericht über die Gegnern der Republik in die Hände zu arbeiten, und beantragt BerUebrigens sollen auch in der Riedlingerschen Maschinen- Ginigungsverhandlungen in der Ruthenbergschen Streitangelegen- tagung der Debatte auf morgen.( Große Betvegung.) Zimächst fabrik in Augsburg größere Arbeiterentlassungen stattgefunden haben heit, worauf Genosse Link in einem beifällig aufgenommenen wird sodann die namentliche Abstimmung über diesen Antrag vollund noch bevorstehen. Vortrag über Die Gewerkschaften der Zukunft" sprach. zogen. Sodann wurde die Abrechnung des Lokalfonds verlesen, der in Einnahme 1455,48 m. und in Ausgabe 751,75 M. aufweist. Alter Bestand war 687,98 W. vorhanden, so daß ein Gesamtbestand von Lehte Nachrichten und Depeschen. 1391,71. berbleibt. Beschlossen wurde, das Listensystem abzufchaffen und den Bestand dem Lokalfonds der Filiale Berlin zu überweisen. Die Liftensammlungen sollen noch bis Ablauf dieses Jahrs fortgefeßt werden. Die Sperre über die Firma Königsberger wurde aufgehoben. Arbeit! sollen. Der Kohlenwucher und die Königsberger Stadtverordneten- Versammlung. Die tapitalistisch und manchesterlich geaichte Majorität des Königsberger Stadtverordneten- Kollegiums hat den Antrag, zur Steuerung der Kohlenkalamität größere Kohlenvorräte an zukaufen und zum Selbstkostenpreis an die fleinen Konsumenten abzugeben, abgelehnt. Ein Stadtverordneter erklärte, ein Arbeiter, der bei 2-3 M. Tagelohn trotz der Kohlenteuerung seinen Bedarf an Brennmaterial nicht deden fann, wirtschafte schlecht! Oberbürgermeister Hoffmann ritt das hohe Roß manchesterlicher Principien: Kein Gegenvertrag. New York, 8. November. Eine Depesche des New York Herald" aus Washington meldet: Aus berufenster Quelle verlautet, daß keinerlei Einvernehmen zwischen Rußland, Frankreich, den Vereinigten Staaten und Japan besteht, um dem deutsch- engDer Centralverband der Elektromonteure hielt am 4. b. M. lischen Abkommen das Gleichgewicht zu halten. Einmal habe sich Japan im Gewerkschaftshause eine Generalversammlung ab, welche von für die deutsch- englische Abmachung verpflichtet und außerdem feien ungefähr 250 Witgliedern besucht war. Nach dem Bericht des Vor- in dieser Richtung weder Rußland noch Frankreich an die Regierung stands wurden im verflossenen Vierteljahr 6 Vorstandssigungen und der Vereinigten Staaten, noch diese selbst an irgend eine Nation 6 Mitgliederversammlungen abgehalten. Der Mitgliederbestand ist herangetreten. von 200 auf 650 gewachsen. Die Kaffe hatte eine Einnahme von Man dürfe sich durch eine augenblickliche Bedrängnis nicht verLeiten lassen, allgemeine Gesichtspunkte aus dem Auge zu verlieren. Es sei gejagt, bei einem Lohn von 15 bis 18 M. fönne der Arbeiter teine Preissteigerung tragen. Heute werde das bei den Kohlen gesagt, im nächsten Jahr bei einem andren 895,31 M., eine Ausgabe von 629,38 M. und einen Bestand von Pretoria, 5. November.( Meldung des Reuterschen Bureaus.) Gebrauchsartitel. Trete dann die Kommune ein, 265,93 M. Das von einer Kommission ausgearbeitete Regulativ für Es verlautet, General Dewet sei bei einem Gefecht bei Nensberg werde der Unternehmungsgeist des Kaufmanns geden Arbeitsnachweis wurde mit einigen Abänderungen angenommen Drift am Bein verwundet worden. lähmt und das Verantwortungsgefühl des ein und eine Kommission zur Ueberwachung des Arbeitsnachweises ge- New York, 8. November.( W. T. B.) Bryan erklärt in einem zelnen Konsumenten geschwächt. Derselbe werde sich dann wäht. Die Fachvereine der Elektromonteure des Rheinlands find Briefe, er werde einen Siz im Senate nicht annehmen, selbst wennt auf die Stadt verlassen. gewillt, sich eventuell dem Centralverband anzuschließen, und er- lein solcher ihm angeboten würde. Berantwortl. Redacteur: Heinrich Wesker in Groß- Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. r. 262. 17. Jahrgang 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 9. November 1900. Prozeß Sternberg. Landgerichts- Direktor Müller eröffnet die Sigung um 10 Uhr and mahnt zunächst nochmals die Beugen, fich möglichst jeder Meinungsäußerung unter einander über den Prozeß zu enthalten. Eine Scene vor dem Gerichtsgebäude, deren Augenzeuge er zufällig gewesen, habe ihm gezeigt, daß seine wiederholte Mahnung noch immer nicht beherzigt werde. Angeklagter Sternberg hält es für notwendig, einige Punkte, die in den Zeitungsberichten fo mitgeteilt worden, daß sie ihn schädigen könnten, richtig zu stellen. So stelle er im Anschluß an eine Bemerkung des Herrn v. Trescow fest, daß dieser ihn nicht etwa um eine Photographie„ ersucht" habe. Nach dem Zeitungsbericht sehe es so aus, als hätte er ein derartiges Ersuchen abgelehnt, was aber durchaus falsch wäre. Bezüglich der„ Hildegard" müsse er hervorheben, daß er nicht nur jede Annäherung an diese entschieden bestritten, sondern auch besonders darauf hingewiesen habe, daß die Hildegard gerichtlich vernommen worden sei und die angeblichen Thatsachen auch ihrerseits durchaus in Abrede gestellt habe. Die heutige Beugenvernehmung beginnt mit Frau Schindler. jest wieder auf dem Korridor mit den Zeuginnen verkehre. Der Vorfizende ordnet die sofortige Hereinführung des jungen Manns an. Es ist ein Bote aus dem Luppafchen Bureau, der die Aufgabe hat, Attenstücke und Papiere, die zu dem Prozeß gebraucht werden, zur Gerichtsstelle zu bringen und von dort nachmittags wieder zurück zubringen. Er erklärt, daß er mit den Zeuginnen nur gleichgültige Dinge, die nicht auf den Prozeß Bezug hatten, gesprochen habe. Gr wird vereidigt und entlassen. Angell. Sternberg stellt noch fest: Der Zeuge Naupach soll nach den Beitungsberichten gestern gesagt haben: er sei der Ansicht gewesen, daß Stierstädter den Angeklagten Sternberg für schuldig hielt." Thatsächlich habe aber Herr Raupach auf die bezügliche Frage geantwortet: er müsse dies dahin gestellt sein lassen. Der Zeuge Wieder wird Frieda Woyda vorgerufen, um auf Antrag des Justizrats Dr. Sello noch näher über einen Punkt des Protokolls bernommen zu werden. Justizrat Dr. Sello bittet das Mädchen auch dringend, doch ja die reine Wahrheit zu sagen. Das Ergebnis der sorgfältigen und lang andauernden nochmaligen Befragung des Mädchens durch den Vorsitzenden ist kein positives. Hier wird die Verhandlung abgebrochen. Sie wird Freitag 91/2 Uhr fortgesetzt werden. Aus der Frauenbewegung. Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklaffe. Montag, den 12. November, abends 81/2 Uhr, in Kellers Festsälen ( fleiner Saal), Koppenstr. 29. Vortrag des Herrn Dr. Paul Bernstein über Wohnungshygiene. Gäste willkommen. Der Vorstand. Die socialdemokratischen Arbeiterinnen Wiens haben ver gangene Woche eine Protestbewegung eingeleitet, welche einen äußerst wirksamen, imposanten Anfang genommen hat. : Waisenrat Victor Werkmeister giebt an, daß er nach Kenntnisnahme der Vorgänge aus der ersten Berhandlung die Ansicht vertreten habe, daß das Kind in die Besserungsanstalt Siloah gebracht werden müßte. Von Schindlers sei das Stind, ohne daß er Kenntnis davon erhalten hätte, zu Blümfes ge bracht worden. Der Zeuge erklärt weiter, daß er seine Ansicht, daß Gemüter der Arbeiterinnen in Bewegung zu bringen. Soll doch Was den Anlaß dazu gegeben hat, ist thatsächlich geeignet, die das Kind in eine Rettungsanstalt müsse, auch dem Kriminalkommissar ben armen Wöchnerinnen, den Arbeiterinnen, welche gezwungen Damm und dem Direktor v. Hüllessem gegenüber vertreten habe, find im Gebäthaus die niederzukommen, Wöchnerinnen aber ohne Erfolg. Wie das Kind später aus dem Waisenhause zu unterstützung entzogen werden. Die Urheber dieses Anschlags auf Sie schildert die Frieda Woyda als ein Mädchen, mit der sie Blümtes gekommen, wiffe er nicht, zumal Blümkes noch 9 M. Kost tas Wohl der ärmsten, schußbedürftigsten Frauen sind die ganz zufrieden gewesen sei. Sie habe auch nie etwas Krankhaftes geld von der Waisenverwaltung bekommen. Der Staatsanwalt Kleritalen, von welchen so viel Schlimmes und Böses in an ihr bemerkt, sie habe immer guten Appetit gehabt und gut geschlafen. hebt hervor im falschen Schlüssen vorzubeugen daß die Destreich kommt. Die Landesausschüsse wollen das Krankengeld der Als sie auf die Mitteilungen des Herrn Stierstädter das Mädchen Unterbringung bei Blümtes auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft Wöchnerinnen zur Bezahlung der Verpflegungskosten verwenden. gefragt, ob das alles wahr sei, habe Frieda mit zu Boden gesenktem geschehen sei. Blid es bejaht. Das Mädchen habe auch auf weitere Borhaltungen Angeklagter Sternberg: Ich habe ein Interesse an der Ver- Bisher mußten für diese Kosten die Landesfonds aufkommen. An der Spiße dieses Angriffs auf die Wöchnerinnen Unteralle Einzelheiten in einer Form und mit solcher Bestinumtheit er lesung der Attenstücke, die sich auf die Unterbringung des Kinds in stüßung marschiert der klerikale Landesausschuß von Ober zählt, daß sie sie unbedingt für wahr gehalten habe. Wie sie jetzt der Waisenanstalt bezw. zu Blümkes beziehen. Darans wird sich Destreich und der Wiener christlichsociale Magistrat ist sein gehört habe, daß Frieda alles widerrufe, habe sie gedacht, der Schlag zur Evidenz ergeben, daß von meiner Seite auch nicht der geringste Helfershelfer. Diefer richtete im Monat September an folle ste rühren, denn sie habe das gar nicht für möglich gehalten, Schritt in diefer ganzen Sache gemacht, dagegen der Staatsanwalt die Stranfenfaffenleitungen einen Erlaß, das Krankengeld jener namentlich nicht, weil sie immer zur Wahrheit ermahnt worden sei. ganz entschiedene Bemühungen und Anstrengungen aufgewendet hat, Wöchnerinnen, welche in Oberöstreich heimatberechtigt sind, zurückAn diese Aussage reiht sich die immer wiederkehrende Scene. Frieda um Frieda Woyda aus dem gewiß ganz unparteiischen Waisenhause zubehalten, da es zur Deckung der Berpflegungskosten in der GebärWoyda wird an den Gerichtstisch herangerufen und von dem Vor- fortzunehmen und zu Blümkes hinzubringen. Dies Verfahren müsse anstalt verwendet werden soll. fizenden wiederum eingehend befragt, wie sie die Aenderung ihrer ihn befremden, weil es immerhin einen Lichtschein auf die geübte Aussage erklären wolle. Auch Frau Schindler wendet sich Objektivität wirft. Frieda, fieh' mich mal an!" Staatsanwalt Braut: der Gedankengang war doch der, daß an das Mädchen, um ihr die Umstände ins Gedächtnis der Verdacht auftauchte, die Versuche, Frieda Woyda ins Rettungshaus zurückzurufen, unter denen sie damals ihre Angaben gemacht habe. zu bringen, fönnten auf Herrn Sternberg zurückgeführt werden, damit Das Mädchen sagt entweder gar nichts oder behauptet:" Ich weiß dieser sagen könnte:" Seht, was das für ein Kind ist, es kommt aus nicht." Einzelne Angaben der Frau Schindler bestreitet sie. Sie dem Nettungshause." betrag von 44 Kreuzern 88 Hellern erhalten. Da die Arbeiterinnen will namentlich ihr nicht die Einzelheiten erzählt haben, bestreifet Rechtsanwalt Dr. Werthauer: Es steht ja zweifellos fest, auch die Behauptung, daß sie ihrer Schwester Margarethe Kenntnis daß die Frieda Woyda auf dringendes Betreiben des nach dem§ 94 der Gewerbe- Ordnung erst nach Ablauf von vier Wochen nach der Niederkunft zur gewerblichen Arbeit zurückkehren davon gegeben habe. Dieser habe sie nur erzählt, worüber fie Staatsanwalts Romen zu Blümkes gebracht worden ist. dürfen, so müßten fie dann, nach den edlen Absichten der Klerikalen gerichtlich vernommen worden sei. Frau Schindler ist sehr erstaunt Man könnte sich vielleicht die Berlesung der Aftenstücke ersparen. über das jetzige Verhalten des Mädchens und macht noch auf Angell. Sternberg: Es zeigt sich doch, wie man an allen von Oberöstreich und der Christlichsocialen von Wien samt ihrem Folgendes aufmerkſam: Sie habe infolge der Mitteilungen des Eden und Enden nicht bloß bei dem Ermittelungsverfahren, sondern Kinde 18 Tage von achtundachtzig Hellern leben. Den frommen Christen ist nicht nur die Not der armen Mutter Mädchens dieje weggegeben. Das Mädchen habe es sehr gut sogar bei der Frage der Unterbringung des Kinds in die Befferungs- gleichgültig, fie fümmern sich auch um das Los des armen Kinds bei ihr gehabt, so daß fie au Thränen gerührt gewesen anstalt sofort eine Beeinflussung durch mich vermutet und sogar mich vermutet und sogar fei, als fie weggehen sollte. Sie hätte ja da bloß jagen brauchen: gleich aftenmäßig festgenagelt worden ist. Bezeichnend ist es doch nicht. in alles nie hätte ja ba brauchen zu worden ist, bie boch wiederholt mit den Worten: " Tante, es ist ja alles nicht wahr", und dann hätte sie ja bei ihr bleiben fönnen.- Der Vorsigende hält auch diesen Umstand der Zeugin Woyda vor und wünscht wieder und immer wieder Auftlärung von ihr, ohne eine solche zu erlangen. wahr!" Vertrauenspersonen für die Polizei und für den Staatsanwalt galten. Die Gebäranstalt beansprucht pro Tag 1 fl. 30 fr., wenn nun die durchschnittliche Aufenthaltsdauer mit 10 Tagen berechnet wird, so bekommt die Anstalt 13 fl. Die meisten Arbeiterinnen sind auf 48 fr. pro Tag verfichert, was für 28 Tage den Betrag von 13 fl. 44 tr. ergiebt. Die Arbeiterinnen, die also nach 10 Tagen mit ihrem Kinde die Anstalt verlassen, würden von der Kasse den Reſtauch, daß das Kind gerade zu Blümkes gebracht worden ist, die doch Dr. Lueger ist, so bereitwillig herbeiläßt, den Krankengelderraub Da sich der Wiener Magistrat, dessen Chef der Bürgermeister damals als besondere der Klerikalen zu unterstützen, muß man mit Recht befürchten, daß Niederöstreich und auch andre Länder dem Beispiel Oberöftreichs folgen werden, wenn die Arbeiterschaft nicht alle Geh. Nat Prof. Dr. Eulenburg: Nach der Bekimdung dieser Die betreffenden Aften werden verlesen, ebenso mehrere Briefe, Kraft einsett, gleich den ersten Anschlag abzuwehren. Die Zeugin soll das Mädchen gesagt haben, es sei nicht nur einmal, die Frau BIüm te geschrieben hat, um ihre Schwester in ihre Pflege Arbeiterinnen haben auch begriffen, daß es sich um ihre Sache sondern dreimal mit ihr etwas paffiert. Die Einzelheiten des einen zu bekommen. handelt und feßen sich energisch zur Wehr. Eingeleitet wurde die Falls soll sie beschrieben haben, ist sie denn mun gar nicht nach den Auf Befragen des Staatsanwalts erklärt der Zeuge Wert- Bewegung durch eine Protestversammlung der socialdemokratischen beiden andren Fällen gefragt worden? Beugin: Sie hat nur meister, daß von keiner Seite auf ihn eingewirkt worden sei, das Arbeiter- Krantenfaffen und der Vorsitzende Genosse Widholz im allgemeinen gefagt, es sei alle drei Mal so gewesen. Der Vor- Kind in eine Befferungsanstalt zu bringen; er habe lediglich nach erklärte, die Kaffen werden an die Landesfonds teinen Kreuzer fizende macht darauf aufmerksam, daß die auf dem Zeugenstuhl eignem pflichtgemäßen Ermessen gehandelt. bezahlen, sie werden es auf die Pfändung ankommen lassen. Das fizende Frieda Woyda fortgesezt zu ihrem Schwager zi Um jede Spur eines Verdachts zu verscheuchen, bittet Angell. Stranfengeld wird nach wie vor den Wöchnerinnen ausgezahlt. sprechen scheine, während fie den Mund nicht aufibue, Sternberg eventuell durch Zeugenvernehmung festzustellen, daß Vorige Woche nun haben sieben massenhaft besuchte Frauens wenn er fie befrage. Zeuge Blümle erklärt: Das feine Frau nicht zum Vorstand des Rettungshauses Siloah" gehöre, Versammlungen stattgefunden, die großen Säle waren bis aufs legte Mädchen fage nichts weiter, als daß sie die Aussagen der Frau so daß eine diesbezügliche Behauptung, die einmal aufgetaucht ist, Bläßchen gefüllt. Während der Referate waren die Frauen ungeheuer Schindler immer wieder mit den Worten begleite:" Das ist nicht unzutreffend ist. Der Gerichtshof hält diese Erklärung für ge- erregt. Biele weinten vor Erbitterung und ihre Empörung machte nügend. sich in Zurufen Luft. Sind es doch nicht nur die sogenannten ge= Justizrat Dr. Sello: Hat denn Frieda Woyda der Zeugin Schindler früher schon jemals zu erkennen gegeben, daß aus der erbittet sich hierauf das Wort zu einer Berichtigung. Regierungsrat Dieterici fallenen Mädchen, welche im Gebärhaus niederkommen, sondern viele Er fei in Arbeiterinnen müssen hineingehen, weil sie kein Heim haben, wo sie Vergangenheit etwas auf ihr laste?- 8eugin: Nein. Rechtsanwalt Dr. Werthauer: Bei der Fischer sollen doch einem Punkt feiner gestrigen Aussage offenbar mißverstanden ihr Kind gebären könnten. Viele Arbeiterpaare wohnen als Afterworden. Nach dem Zeitungsbericht solle er gesagt haben: er würde parteien in Küchen oder in kleinen Kammern. Nicht nur der Raum, viele Unanständigkeiten passiert sein. Hat die Frieda über diese auch etwas mitgeteilt? Beugin: Nein. Die Zeugin erwähnt noch, auch dann keine Bedenken gehabt haben, wenn er die gesellschaft auch die Pflege fehlt, wenn die Kinder der Armen zur Welt kommen. daß das Mädchen auch von ihrem Rektor dringend zur Wahrheitlichen Beziehungen des Herrn v. Meerscheidt- Sülleffem zu Eine verheiratete Arbeiterin schilderte diese Zustände in treffenden daß das Mädchen auch von ihrem Rektor dringend zur Wahrheit ermahnt worden sei und darauf wohl die Wahrheit auch wirklich Sternberg gefannt hätte. Der weitere Bericht über seine Aussage Worten; sie verlangte, Staat und Gemeinde sollen für Anstalten gesagt habe. Zeuge Stierstädter bestätigt dies. Der Rektor zeige aber selbst, daß er das Gegenteil habe sagen wollen und auch sorgen, wo die Proletarierfrauen, von Sorge befreit, umgeben von habe auf sein Ersuchen das Mädchen auf die zehn Gebote verwiesen. gesellschaftlichen Beziehungen gekannt hätte, er Herrn v. Meerscheidt genommen, welche gegen das Vorgehen der christlichen Landesgesagt habe. Er habe thatsächlich betont, daß, wenn er diese aufmerksamer Pflege und Hilfe, niederkommen können. In allen Versammlungen wurde einstimmig eine Resolution an Angeklagter Sternberg Hüllessem jede Thätigkeit in der Sternbergschen Sache untersagt den spricht sein Befremden darüber aus, daß diese Zeugin in seltsamer habe würde. Der Gerichtshof und der Staatsanwalt bestätigen dies. ausschüsse protestiert und die Kaffenleitungen auffordert, Uebereinstimmung mit dem Zeugen die Vermutung ausspreche, daß Der nächste Zeuge ist der Untersuchungsrichter Amtsgerichts- Wöchnerinnen und niemand sonst das Krankengeld auszubezahlen. die einfache Ermahnung des Rettors dieses Mädchen zur Wahrheit rat amel. Er giebt Auskunft über die Art, wie sich das sind Diesen Versammlungen werden in den nächsten Wochen noch mehrere folgen. veranlaßt haben tönnte. Wenn man sehe, wie der Herr Vorsitzende bei der ersten Vernehmung benommen hat und welche Eindrücke er sich mit diesem Mädchen abquäle, könne man doch kaum annehnien, dabei gewomen. Das Vorgehen des oberöstreichischen Landesausschusses gab Das Kind habe zögernd und schwerfällig auf die daß die einfache Mahnung des Rektors eine solche magische Wirkung an sie gerichteten Fragen geantwortet. Im Zusammenhang erzählte Gelegenheit, auch die Zustände in den Gebär- und Findelanſtalten hervorrufen konnte. Das Mädchen habe doch die ganzen Monate, es nicht viel, es bewahrte eine merkwürdige Ruhe, aber es machte 3 besprechen. Es zeigte sich, daß die Arbeiterinnen auch jetzt die sie schon bei Schindlers war, geschwiegen, sie habe weder dem keineswegs einen beschränkten Eindruck. Es ist dem Zeugen nicht nichts unentgeltlich bekämen. Jene Schwangeren, welche ins Lehrer, noch ihren Gespielinnen, noch ihren Verwandten, noch mehr erinnerlich, ob Staatsanwaltschaftsrat Romen oder Herr Gebährhaus gehen, übernehmen die Verpflichtung, dem Unterricht ihrem Vormund jemals etwas bon den angeblichen Vor- v. Tresckow vorher schon mit ihm über diese Sache gesprochen 3u dienen und alle auf der Klinik notwendigen Arbeiten gängen erzählt und es müsse doch auffallen, daß sie plöß hatten, eingehend sei dies teinesfalls gewefen. Unter all n Um- u verrichten. lich damit hervorrückt, nachdem Herr Stierstädter mit ihr ständen habe ihm das Mädchen alle diejenigen Einzelheiten, die in Verbindung getreten war. Frau Schindler erwähnt, daß in dem polizeilichen Protokoll noch nicht enthalten waren, selbstdas Mädchen immer etwas befangen gewesen sei, wenn man sie ständig und weit geläufiger und mehr im Zusammenhang wie das fragte, wie es ihr bei der Fischer gefallen habe. Angell. Stern andre angegeben. Die Bernehmung des Mädchens habe ihm große berg: Auffällig sei doch auch, daß Herr Stierstädter immer um das Mühe gemacht. Er habe Frieda Woyda wiederholt zur Wahrheit erKind herum war. Er hat sie, als er sie von der Schule nach der mahnt. Der unmittelbare Eindruck, den das Mädchen machte, sei Polizei gebracht, auch nach Hause begleitet, obwohl er ihr doch ein zunächst tein günstiger gewesen, weil sich das Mädchen zurückhaltend fach 10 Pf. zur Pferdebahn hätte geben können, er hat die Schindlers und abwartend verhielt und alles erst aus sich herausholen ließ. wiederholt in deren Wohnung aufgesucht. Frau Schindler habe zu- Nachher habe er sich gesagt, daß das Benehmen des Mädchens am gegeben, daß dies vier- bis fünfmal gewesen sei, er nehme aber an. Ende doch darauf zurückzuführen sei, daß es in so jungen daß es weit öfter der Fall war. 8eugin: Er hat Jahren schon fich erkundigt, ob etwa jemand bei uns war, der so schreckliche Dinge erlebt uns beeinflussen wollte. Angeklagter Sternberg: War habe und er habe dann die ihm erst unglaublich erscheinenden Andies der Fall? Angell. Sternberg: gaben für wahr gehalten, weil er sich nicht sagen konnte, daß das 8eugin: Nein. Die Beugin hat vorhin gesagt, daß Stierstädter das Mädchen immer Mädchen sich diese ins einzelne gehenden Beschuldigungen einfach ermahnt habe: Bleibe bei der Wahrheit." Dies bleibe" bei der aus den Fingern saugen konnte und gar kein Anhalt dafür vorlag, Wahrheit sei sehr bezeichnend und werde wohl seine Wirkung aus- daß, es von jemand beeinflußt sein konnte. Frieda Woyda wird geübt haben, wenn dem Kinde etwas eingeredet worden ist. dem Zeugen gegenüber gestellt und von diesem ernstlich und einare Vereinskalender. Beugin Schindler: Ich weiß nicht, ob er gesagt hat bleibe bei dringlich befragt, wie sie dazu gekommen sei, diese Einzelheiten, die Arbeiter Bildungsschule, Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Hof der Wahrheit", oder„ sage die Wahrheit". Angeklagter Stern- nun angeblich nicht wahr sein sollen, ihm anzugeben. Die Beugin lints II. Freitag: Bibliothet: 8-9 Uhr. Beginn des Unterrichts: berg: Jett wissen Sie es plötzlich nicht, aber vorher wußten Sie hat darauf feine bestimmte Antwort, fie nennt aber wieder den 9 Uhr, Ende 11 Uhr. es. Ferner möchte ich hervorheben: Die Polizei hatte ja das größte Namen Stierstädter, der in der Droschte auf sie„ einArbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. VorVertrauen zu Schindlers, diese waren die getreuen Freunde der gewirkt" habe. fizender: Rich. Thate, Schöneberg, Grunewaldstr. 99. Erster Kassierer Seikrit, Fidicinstr. 16. Polizei, fie konnten doch das Mädchen zu den Terminen allein hinAlle Aenderungen im Vereinskalender sind An diese Zeugenaussage fnüpfen sich zahlreiche Fragen der Ver- au richten an Otto Rasche, Reichenbergererstraße 115a. Freitag. bringen. Mir erscheint es auffällig, daß trozdem auch Herr Stier- teidiger. Der Zeuge hatte u. a. auch gesagt, daß der Staatsanwalt- uebungsstunde abends 9-11 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. städter die Begleitung noch mit übernahm.- Bengin Schindler: Es schaftsrat Romen das Kind zum Zimmer des Zeugen gebracht und Kaiser'scher Männerchor", Wernau, Schwedterstr. 23/24.„ Nord", Adolf war nicht immerherr Stierstädter, sondern auch andre Beamte. Präs.: ihm noch die Mahnung mit auf den Weg gegeben habe: Bleibe Neumann, Brunnenstr. 150. Buchbinder Männerchor", Fürstenhof, Die Polizei wird wohl Besorgnis gehabt haben, daß troß der Be- bei der Wahrheit! Im Anschluß hieran wird der Beuge vom Rechts- Köpnickerstr. 137/38. Vereinte Sangesbrüder Moabits", Pfarr, Puttlig gleitung feitens der Frau Schindler auf dem Wege zu den Terminen anwalt Dr. Mendel befragt, ob es denn sonst üblich ist, daß der straße 10. Maiglöckchen I", Sachse, Lindowerstr. 26. Gemütlichkeit", Krüger, Seydelstr. 30. Rhein Georgina", Balzer, Grünauerstr. 14. von dritter Seite auf das Mädchen eingewirkt werden könnte. Auf Staatsanwalt in dieser Weise vorgehe? Der Beuge erklärt, daß es Rosenthaler Vorstadt", Irmert, SwinemünderBefragen erklärt Frau Schindler, daß auf dem Wege zu den gerade nicht üblich, aber nichts dagegen einzuwenden sei, zumal traße 26. Männer- Gesangverein", Brandenburg a. G., Mengert, Bergstr. 6. Terminen Herr Stierstädter das Mädchen in ihrer Gegenwart nie- fowohl nach der Ansicht des Herrn Staatsanwalts to men als Biebertafel Freie Sänger", Hahn, Neue Königstr. 73." Nordwacht", Milbrodt, mals bearbeitet habe. auch des Herrn b. Tresdow die Gefahr einer Beeinflussung Müllerstr. 7. Sängertreis", Neu- Weißensee, Speckmann, Königs Chauffee 55. Staatsanwalt Braut teilt hierauf mit, daß die geugin Helene vorlag und eine recht schnelle Vernehmung des Mädchens Eintracht II", Eberswalde, Restaurant Bur Mühle".„ Neue Zeit", Pfeffer wieder nach Berlin zurückgekehrt sei und fich gemeldet habe. wünschenswert erschien. Auf Anfrage des Rechtsanwalts Heine- Lorenz, Boltaſtr. 43. Slingmüllerscher Slingmüllerscher Männerchor", Weißensee, Bum Karthaus Kummerscher Männerchor", Göbel, Er beantrage ihre Vernehmung. Es ist dies das Fräulein, welches mann erklärt der Beuge, daß der Angeklagte Sternberg über die Prälaten, Lehderstr. 122. Landsberger Allee 156. Treue", Sander, Söpnickerstr. 158. mit dem ersten anonymen Brief, der den Woyda- Fall angeschnitten hat, Beschuldigung durchaus nicht bestürzt schien, fie vielmehr sofort in Sanges blüten", Herzog, Marfiliusstr. 8. Gesangverein der Puzer", Schiller, in Verbindung gebracht worden war. Der Staatsanwalt teilt ferner mit, Abrede stellte, versicherte, daß er mit dem Mädchen nie etwas zu Rosenthalerstr. 57." Freie Sänger I", Seegermühle b. Eberswalde, daß derselbe junge Mann, der gestern schon vor dem Gerichtsgebäude in thun gehabt habe und die Vermutung aussprach, daß die Woyda Baugaz, Jagdschlößchen. Rosalia", Plaen, Königsbergerstr. 34. Ruf" befremdlichem Verkehr mit einigen Benginnen gesehen worden, auch zum Zwede einer Gelderpressung angestiftet worden sei. Manegold, Liegnigerstr. 18. Sängerhort", Vogel, Wrangelstr. 74. Jene Wöchnerinnen, welche wollen, daß ihre Kinder vom Findelhaus übernommen werden, müssen, wenn sie tauglich" befunden werden, vier Monat als Amme dienen, zwei Monat in der Anstalt, zwei im Privatammendienst. In der Wiener Findelanstalt muß jede Amme durchschnittlich zwei Kinder fäugen, in einer Anstalt Dalmatiens( Spalato) durchschnittlich drei. Die ohnehin schwachen, schlechtgenährten Arbeiterinnen haben also der Anstalt gegenüber nicht wenig zu leisten. Auf 674 Wöchnerinnen, welche in der Wiener Anstalt zum Ammendienst tauglich befunden wurden, mußten vor Ablauf der Ammenzeit 430 wegen Gr trantung oder Untauglichkeit entlassen werden. Das läßt einen Einblick in den Gesundheits- und Kräftezustand der Arbeiterinnen thun. wenn endlich eine moderne Reform in den Gebär- und Findelanstalten Angesichts der geschilderten Verhältnisse ist es gewiß berechtigt, verlangt wird. S 0 " " 1 " -" " Arbeiter Schwimmerbund. Anfragen an E. Bratte, Schulftr. 24. Schwimmklub„ Neptun", Weißensee, abends 7/2 Uhr, im Seebad Weißenfeer. Schwimmillub Vorwärts", abends 71% Uhr, Bolts- Badeanstalt an der Schillingsbrüde. Schwimmberein Gut- Naß", Uebungsstunde jeden Freitag, abends 7 Uhr, Volts- Badeanstalt Moabit, Turmstr. 85 a. Arbeiter Turnerbund. Freitag. Turnb. Fichte", Berlin. Abbs. Schwimmverein„ Ost", abends 7 Uhr, Volts- Badeanstalt an der Schillingsvon 8-10 Uhr: 2. Männerabt. Stalizerstr. 55-56. 4. Männerabt.: brüde. Siemensstraße 20( Moabit). 5. Männerabt. Aderstr. 67. 6. Männerabt. Arbeiter Stenographenvereine.„ Stolze"( Einigungssystem). Freis Stallschreiberstraße 54. 9. Männerabteilung Müllerstr. 158, Ede Triftstraße. tag. Tanz- Institut Grupe, Annenstr. 16, abends 8 Uhr. 1. Lehrlingsabt. Friedenstr. 37. 3. Lehrlingsabt. Boechstr. 17/20. 6. LehrVerein zielbewußter Händler und Geschäftsinhaber. Jeden lingsabt. Reichenbergerstraße 67-70. 8. Lehrlingsabt. Höchstestraße 36-37. 1. Damenabt. Mariannen- Ufer 1a. Freie Turnerschaft", Rixdorf- Brik. Freitag nach dem 15. Gipsstr. 16. 1. Lehrlingsabt. abends von 812-10 Uhr, Thomas, Hermannstr. 48/ 50.8wangloje Zusammenkunft mit Damen im Restaurant des 1. Schülerinnenabt. abends 61-81/ 2 Uhr, 1. Männerabt. 81/ 2-10% 11hr Gewerkschaftshauses. Am Freitag: Sattler. bei Peters, Knesebeckstraße 113. Turnerschaft des Vereins„ Nereus" Arbeiter: Nadfahrerverein, Berlin. Freitag: Neben im Kunsts ( gegr. 1882), Männerabt. von 8-10 Uhr abds., Reichenbergerstr. 131/132 und Reigenfahren bei Raabe, Kolbergerfir. 23. Damen- Abt. v. 8-10 Uhr abds., Manteuffelstr. 7. Köpenick, Männer- und Jugendabteilung von 712 bis 92 Uhr abends, Arbeiterverein ,, Vorwärts", Kopenhagen. Jeden Sonnabend im Hotel Klein am Wilhelmsplatz. Turnv. Froh u. Frei", Groß- Lichterfelde, Verkehrslokal, Korsgade 49: Versammlung. Daselbst befindet sich auch Bagel, Chauffeeftr. 104, 81-10 Uhr abends." Freie Turnerschaft", die Bibliothek des Vereins. Die nach Kopenhagen kommenden Genoffen wollen dies beachten. Friedrichsfelde, abends 81/ 2-10% Uhr, Bube, Prinzen- Allee 30. Boray", Krüger, Naunynstr. 6.- Melodia I", Nixdorf, Mercier, Stein: I ftunde 9-11 bei Arlt, Brunnenstr. 30. Berliner Schachs und Salta metstr. 55. " Einigkeit Nordwest", Better, Bredowstr. 11." Freiheit Klubs", im Hygienischen Restaurant Rieger, Berlin C., Gontardstr. 5, I Moabit", Fritz Wils, Burgsdorf und Wildenowstraßen- Ece. Biedes:( direkt am Bahnhof Alexanderplatz). Gäste willkommen. Vorher gratis freundschaft", Treptow, Michler, Ernststr. 26. Süd- Ost II", Lint, Unterricht. Wrangelstr. 86. Waldkapelle", Ladewig, Kommandantenstr. 65. Freis heit Nord", Wils, Burgsdorf: u. Wildenowstraßen- Ecke.„ Sangeslust III", Tempelhof, Gehrt, Dorfstr. 18. Völkerfrühling", Höhlke, Oranienstr. 109. " Solidarität II", Potsdam, Brandenb. Kommunikation 16, Glaser. Liebeslust II", Potsdam, Brandenb. Kommunikation 16, Glaser. Süd Oft III", Kirschfowsty. Faldensteinstr. 7." Frogfinn I", Rummelsburg, Goethe und Kantstraßen- Ece. Arbeiter Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen im Vereinskalender find zu richten an Albert Liebetreu, Berlin, Putbufer: ftraße 44, IV. Freitag:„ Germania", Kubazzfi, Arndtstr. 21. Frohe Stunde", Gauger, Alexandrinenstr. 122.-Apfelblüte", Hoffmann, Wiesen: straße 29 a. Deutsche Eiche", Schulz in Kagel. Gesang, Turn und gesellige Vereine. Freitag. Tanzlehrer: berein Solidarität", Englischer Hof, Neue Roßstr. 3. Vergnügungsverein Waldesgrün", Pichosti, Staligerstr. 142. Schwimmverein„ Ost", Uebungs: ftunde jeden Freitag abends 7 Uhr in der ehemaligen Auerbachschen Bade Anstalt, Stralauer Chauffee. Gefangverein Jugendfrenden", Uebungs: Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, den 9. November. Opernhaus. 3. Sinfonie Abend der fönigl. Kapelle. Schauspielhaus. Meine Schwiegertochter. Anfang 72 11hr. Neues Opern Theater( Kroll). Rigoletto. Anf. 7 Uhr. Deutsches. Rosenmontag. Anfang 7 Uhr. Leffing. Johannisfeuer. Johannisfeuer. Anfang 71% Uhr. Berliner. Der Rebell. Anfang 7½ Uhr. Residenz. Die Dame von Marim. Anfang 7 Uhr. Neucs. Gerda Mohr. Anfang 7 Uhr. Westen. Boccaccio. Anfang 712 Uhr. Schiller. Die Welt, in der man sich Tangweilt. Anfang 8 Uhr. Secessionsbühne. Die Bildschnitzer. Der Bär. Daheim. 71 Uhr. Central. Aufang Die Geisha. Anfang 7 Uhr. Thalia. Der Liebesschlüffel. Anfang 7 Uhr. Luisen. Meine Tochter. Vorher: Mein Stern. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Engenbring. Anfang 7 Uhr. Carl Weiß. Faustrecht und Land: friedensbruch. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Die Zwiderwurz'n. Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Die verkehrte Welt. 8 Uhr. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Fräulein Loreley Anf. 8 Uhr. Palaft. Specialitäten: Vorstellung. Die Regimentsnummer. Anfang 72 Uhr. Anfang Reichshalleu. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Passage Panoptikum. Specialis täten Vorstellung. China in Berlin. Anfang mittags 12 Uhr. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal) Abends 8 Uhr: Eine Wanderung durch die Weltausstellung in Paris. " Im Hörsaal: Die niedersten Lebensformen und unser Wissen vom Leben". Von Professor Dr. Müller. Invalidenftr. 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. RANIA Apollo- Theater. ** Tanbenstr. 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Eine Wanderung durch die Weltausstellung in Paris. Im Hörsaal: Fräulein Loreley Madge Ellis Sign. Chavita Cäcilie Carola Anfang 8 Uhr. und unser Wissen vom Leben." „ Die niedersten Lebensformen u. 8 hervorragende Specialitäten. Von Prof. Müller. Invalidenstr. 57/62. Tägl. Sternwarte. Nachmittags 5-10 Uhr. CASTANS PANOPTICUM Friedrichstr. 165. Nen! Dahomey- Dorf. Neu 38 wilde Weiber von der Lelbgarde des Königs Behanzin. Kriegs- u. Gefechts- Scenen, Exercitien, Nationaltänze. Vorstellung: 12 Uhr mittags, nachm. von 3-10 Uhr stündl. Allerseelen", neue Illusion! Russ. Damenkapelle Zarina. Entree 50 Pf. Turnverein Eiche", V. Wahlkreis. Sonnabend, den 10. November, in der Brauerei Schweizergarten, Am Königsthor: Stiftungsfest. Großes Konzert ausgeführt von der Freien Vereinigung der Civil Berufsmusiker unter Leitung des Dirigenten Juskow sowie Mitwirkung der Palast- Theater edertafel„ Freie Sänger". früher Feen- Palast, Burgstr. 22. Gr. Konkurrenz- Programm! Men! 8 1hr! Neu! Die Regimentsnummer Boffe mit Gejang von M. Reichardt. Schladebach, Schlächtermstr.: Direttor Richard Winkler. Lona Cass, die jüngste deutsche Soubrette. Gisella, preisgekröntes Gef.- u. Tanz- Quartett. Two Bretons, Redturner ersten Rangs. all Clown Levator mit seiner Dressur Gruppe. Außerdem: 10 erstklassige Schaunummern. Militär u. Kinder 25 Pf. Anfang: Wochent. 7, Sonut. 6 Uhr. Eutree: 50 Pf. Central Theater Bum 530. Male: Die Geisha. Operette in 3 Aften von S. Jones. Anfang 7 Uhr: Morgen: Dieselbe Borstellung. Sonntags, abends: Der Vogelhändler. Nachmittags 3 Uhr: Die Geisha. Metropol Theater. Zum 122. Male: Verkehrte Welt! Ausstattungsoperette in 6 Bildern mit der originellen, prachtvollen W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Heute, Freitag, den 9. November: Der Hüttenbefizer. Schauspiel in 5 Aften von Erich Ried. Sonnabend: Wegen Privatfestlichkeit keine Vorstellung. Cirkus Busch Freitag, den 9. November cr., abends 7 Uhr: Humoristisch. Gala- Abend Beginn der Pantomime 10 Uhr. Frauenparade. Berliner Landpartien Vorher: Das brillante vollständig nene NovemberSchiller Theater Specialitäten- Programm ( Walluer Theater). Freitag, abends 8 Uhr: Zum erstenmale: Die Welt in der man sich langweilt. Luftspiel in 3 Aufzügen von Edmund Pailleron. Deutsch von Karl Friedrich Wittmann. Sonnabend, abends 8 Uhr: Faust. II. Teil. ( 1. Abend. Das Reich der Mütter.) Bonhair- Truppe Alice Berley Brüder Pantzer etc. etc. Beginn der Vorstellung 8 Uhr, der Operette 9 Uhr 15 Min. Rauchen überall gestattet. Sonntag, nachmittags 3U Sanssouci Wilhelm Tell. Sonntag, abends 8 Uhr: Die Welt in der man sich langweilt. Kottbuserstrasse. Donnerstag, Sonntag u. Montag: Hoffmanns Carl Weiss- Theater Nordd. Sånger. Gr. Frankfurterstr. 132. Fauftrecht u. Landfriedensbruch. Histor. romant. Schauspiel in 3 Atten ( 7 Bildern) von E. Ritterfeldt. In Scene geſetzt von Willy Lang. Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Nach jeder Soiree: Tanzkränzchen. Wochentags Tanz frei. Dienstag, den 13.: Extra- Vorstellung zum Besten einer Ult über Ult. Tolle Streiche zu Wasser und zu Lande in 2 Aften. Besonders hervorzuheben: Li- Hung- Tschang in tausend Aengsten. Die urfomischen Clowns Gebrüder Veldeman als Komponisten, Künstschützen 2c. Grosses Charivari der besten Springer. Prof. Hermanns fenfationelle Demonstrationen Fesselung und rätselhafte Entfesselung eines Sträflings. Die Flucht aus dem verschlossenen Reisekoffer mitten in der Manege. Vorführung aktueller Bilder durch das amerikanische Bioscope". " Cirkus Schumann. Heute, Freitag, den 9. November, abends präc. 712 Uhr: Grosse Vorstellung. Direktor Alb. Schumanns anerkannt unerreicht dastehende Originaldreuren. Neu! Neu! Sonnabend, nachm. 4 Uhr: Kinder Weihnachtsbescherung 5 Alex. 5 Jockeys. 4 Balaguers borstellung. Rübezahl und die ge- armer Kinder. Die ganze Einnahme, raubte Prinzessin. Thalia- Theater Dresdenerstr. 72. Heute und folgende Tage: Der Liebesschlüssel. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz. Hauptdarsteller: Thomas, Thielscher, Helmerding, Junkermann, Paulmüller und Selig und die Damen Milton, Schäffer, Wanovius, Junker- Schaz u. Wehling. Anfang 72 Uhr. Deutsche Konzerthallen Spandauer Brücke. Täglich 4 ausländische Kapellen 4 Gr. Theater- Vorstellung. F Komische Vorträge, ausgeführt vom Kummerschen Quartett. Gestrede, 245/13 Nachdem: Grosser Ball. blir Billets 30 Pr. Anfang 8 Uhr. Zahlreichen Befuch erwartet Ehe Sie Trauringe Uhren, Goldwaren taufen, beachten Sie bitte unfre ermäßigten, billigsten Preise. Welcher Beliebtheit sich die von uns gelieferten Trauringe er: freuen, beweist am besten die fort während steigende Produktion. E. 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Frankfurterstraße 39. 強國 Filzhüte für Herren Form, 1,50 und 2,00, fehlerfrei, Bon vornherein erwartet man von einer Genossenschaft, deren Mit: glieder auf dem Boden der Arbeiterbewegung stehen wollen, die stets an die Parteigenossen um Abnahme von Brot appellierte, die auch nur einzig und allein ohne Gründungsfapital durch ihre Arbeiter groß und wohlhabend geworden ist, daß sie danach strebt, die in dieser Bäckerei notorisch sehr fchwere Knochenarbeit zu erleichtern durch Schaffung Stugen und bei allen einlegung maigineller inueneste zichtugen vor Verkürzung der Arbeitszeit. Von Jahr zu Jahr vertröstete man die Arbeiter, daß hochfeine Qualität 2.50 und 3,00, sobald genügend Kapital vorhanden sei, dies geschehen soll. Der Rein: gewinn wuchs von Jahr zu Jahr, doch nichts geschah, statt dessen trieb man im Hut- Engros- Lager, nur Dividendenjägerei, man ging an die Teilung des Reingewinns. Lente, die keinen Finger frumm gemacht hatten, als nur das Risiko 5 W. einzuzahlen, erhielten im Vorjahre 500 m., in diesem Jahre nach der in Nr. 260 d. Bl. veröffentlichten Bilanz weit über 1000 Mt. Bon Jahr Jahr wiederholt sich dieses Schauspiel Arbeiter aber Arbeiter gestellt, wies man sie einfach ab, man rief uns höhnisch zu, streift von der Quizowstraße 69/71 nach der ſchwißen, schufften und- warten weiter. Wurden Forderungen fettens der Kartoffel- Geschäft die Geschädigten seid ihr doch, weil wir im willigen einfach nichts. nur, fchlimmsten Falle nur 5 m. verlieren tönnen, wir ve 205 egtra feine 3,50-4,50[ 632* Prenzlauerstrasse 20, 2 Tr. Cylinderhüte, Chapeaux claque und Knabenhüte in großer Auswahl. Teile den Genossen mit, daß ich mein Lübeckerstraße 11 Massante, Einen Unterstüßungsfonds hatte man in einem unbewußten Augenblid verlegt habe. gebildet; ein Arbeiter wird lungenfrant und bringt 10 Wochen mit seiner Strantheit zu, als er gesund ist, muß er 10 Wochen für 3 M. Lohu pro Woche weniger arbeiten, dagegen hatte man während der Krankheit einen Arbeiter eingestellt, der 3 M. Lohn pro Woche weniger erhielt als der er franfte Arbeiter. Zum Ueberfluß ertlärt man, daß man in Butunst teine Schwindsuchts- Kandidaten mehr einstellen wird. Lübeckerstraße 11. 1900er Jung- Geflügel gar. Teb. Ant. franco emballagefrei Durch all dieses spitzten sich die Gegenfäße mehr und mehr zu. Man in durchfichtigen Käfigen, 10 Riesenlegte den Arbeitern eine Arbeitsordnung vor, welche für die Bäcker eine Gänse, a 8 Pfd. schwer, 32 Mart; 12stündige Arbeitszeit ohne Pause, für die Kutscher eine 14ftündige Arbeits- 18 Riesen- Enten, fett, groß 26 Mart. zeit festjest, auch sonst noch unaunehmbare Bestimmungen für die Arbeiter 20 fleischige, große Hähne 18 Mart. enthielt. Mehr und mehr gab man den Betriebsarbeitern zu verstehen, nach 18 Legehühner, Italiener, 22 Mart. echt tapitalistischer Weise, daß die Mitglieder die Herren waren und die K. Streusand, Bodwoloczysta Nr. 24 Arbeiter froh sein mußten, daß fie arbeiten konnten. Als man nun wegen Galizien. einigen unbedeutenden Bortonimnissen einem alten Arbeiter fündigte, erklärte fich der größte Teil der Betriebsarbeiter( Nichtmitglieder) solidarisch und 141/18 verlangten Zurücknahme der Kündigung, dies wurde schroff abgewiesen, folge: Kunststopferei ohne Abzug, verbleibt dem guten Zived. Baron Löwen Wir überstellen, ob Baron Passage- Theater D Vorstellung ununterbrochen von 12 Uhr mittags bis 11 Uhr nachts. erster Jenseits d. krummen Lanke. 3.Seebataillon 2.Compagnie 12Debüts Specialität. Passage- Panopticum geöffnet von 9 Uhr morgens bis 11 Uhr nachts. China in Berlin. Chinesischer Marktplatz mit chinesischem Theater. Die Katze und der Engel. Eintrittspreis f. Theater ( soweit der Raum reicht) einschliessl.Panopticum 50Pf. Um 91% Uhr: Um 91% Uhr: CHINA Das fenfationellfte u. größte Manegen. und Ausstattungsstid mit fabelhaften Wasser und Lichteffekten. 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Heute, Freitag, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus", Engel- Ufer 15: " Die Verbandsleitung. .. 190/ 12* Verband der an Holzbearbeitungs Maschinen beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Den Kollegen zur Nachricht, daß am Dienstag, den 6. d. M., unser 83/17 Sitzung der Orts- Verwaltung. trees ties Bezirk Moabit. Sonntag, den 11. Novbr., vorm. 10 Uhr, im Lokale des Herrn Schüßler, Stromstraße 28. Bezirks- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Koblenzer: Streifzüge durch die Bariser Welt: ausstellung. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch ersucht 109/17 Die Ortsverwaltung. Orts- Krankenkasse für das Buchdruckgewerbe zu Berlin. Sonntag, den 18. November, vorm. 10% Uhr:] Ausserordentliche General- Versammlung im Luisenstädtischen Konzerthause, Alte Jakobstr. 37. Beschlussfassung über die Neugestaltung des Aerzteverhältnisses. Tages- Ordnung: Der Vorstand. W. Röwer, Vorsitzender. Gustav Lehmann, Schriftführer. 936b Oeffentl. Brauer- Versammlung im Saale des Herrn Cohn, Beuthstr. 20, Sonntag, den 11. November, nachmittags 2 Uhr. Tages Ordnung: Max Erdmann, Manteuffelstr. 88, an Lungenbluten im Alter von 31 Jahren verstorben ist. Ehre feinem Andenken. Die Beerdigung findet am Sonn abend, den 10. November, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofs in Briz aus statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. Am Dienstag, den 6. d. M., vormittags 8 Uhr, verstarb ganz plöt Gehirnschlage Kragen Manschetten HERREN HUT. Serviteure Preiswerther Filz in mehreren Farben Oberhemden Krawatten Hosenträger sehr billig. mit Atlasfutter MARKE BLITZ • 1 Mk 90. Baer Sohn Herren und Knaben Chausseesh Ausstattungen. 24a 25 Brückenstr. 11. Haarfilzhüte Cylinderhüte Chapeau claques Handschuhe Schirme Tricotagen sehr billig. 11. Puppen- Fabrik Gentral- Scanten Sterbe Otto Kreyssig Brunnenstrasse 119, Laden und I. Etage. 5850L* lich am chicifsinge unire liebe Grösstes Special- Geschäft für Puppen. 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276[ 300] 562 874[ 300] 908 51. 24200 331 417 597 98 894 900 27[ 300] 47 51 25104 10.39 325 96 576 952 26046 212 365 421 518 621 772 27029 95 110 230 301 67 503 12 606 25 95 2S018 112 392 484 90 515 22 618 723 31 812 40 44 49.926 29023 272 382[ 500] 452 96 517 19: 682 856 900 18 30103 255 312 93 484 642 57 60 701 847 932 60 82 96 31068 75 158[ 3000] 85 225 685 820 965 32397 572 737 51 810 16 945 66 33014 267 94 458 516 78 761 930 80 34332 919 42 50 35021[ 3000] 35 148[ 1000] 78 99 341 589 907 92 36010 192,99 250 309 79 411 23 817 99 37128 223 43 477 784 965 38482 555 60 687 842 87 916 39051[ 300] 77 81 113 48 71 250[ 300] 67 339. 474 570 627 47 73 888 974 40121 38 253 57 387 550 58 75 638 767 820[ 500] 51[ 500] 987 41075 152 55 207[ 300] 363 446 543 792 818 916 42031 381 552[ 1000] 90 956 43268 379 44016 184[ 3000] 98 216 29 366 84 433 39[ 300] 99 745 45126 36 207 16 76 343[ 3000] 51 60 451 53 56 60 77 570 98 714 917 23 46036 73 79 467 71 613 26[ 300] 817 93 903 48 99 47005 70 257 454 885 908 48022 130 74 76 362 79 430[ 300] 99 539 57 680 919 80 49435 524 93 604 713 94 884 85 923 539 57 630 50188 460 810 15 957 62 51083 126 315 410 73 614 48 52044 391-508 890[ 1000] 983 53009 88 204 311 60 658 949 54051 248[ 500] 914 55030 119 410 545 68[ 3000] 793[ 500] 960 56433[ 3000] 549 822 55 951[ 1000] 57211 38 39 324 420 66 583 98 635 823 66 58105 28 89 208[ 300] 74 310 476 80 598 676 968 59028[ 300] 70 74 146 243 749 801 51 935 60174 200 897 949 61043 67[ 300] 228 868 765 69 985 63144 72 86 653 746 816 19 42 54 947 [ 300] 62 92 181 98 242 452 79 582 635 47 65236 316 468 510 27 666 99 705 946 66125[ 500] 205 31[ 300] 57 325 402 25 689 728 932 47 78 99 67135 323 446 882 68015 94 141 53 87 251 885 99 601 39 747 899 906 81 86 62354 585 64050 69312 48 56 457 95 643 934 70100 48 226 66 506 616 61 732[ 1000] 917 38 152 245 570 671 746 80 84 72028 248 353 533 604 710 70 802 71055 ( 300] 955 73132 248 316[ 1000] 453 511 90 664 710 97[ 300] 882 74303 22 48[ 3000] 77 544 692 767 80 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634 41 225244 94 429[ 300] 609 Ju Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn zu 50000 r. 1 zu 30 000 Mt., 3 zu 15 000 Mt., 6 zu 10000 Mt., 19 zu 5000 Mt., 223 gu 3000 Wit., 224 zu 1000 R., 194 a 500 Wit Berichtigung. In der Liste vom 6. November nachmittang lies 146 629 ftatt 146 829, und 202 444 mit 300 Mt., in der Liste vom 7. November vormittags 200 932 ftatt 200 955. 17.Ziehung 4. Kaffe 203. Kgl. Preuß. Lotterie. 71192 913 112063 78 202 491 608 774 113016 155 268 752 Biebung vom 8. November 1900, nachmittag Nur die Gewinne über 220 art find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 272[ 500] 77 411 525[ 3000] 53 59 718 80 875 1038 74 265 [ 3000] 372 442.61 622 98 810 99 2125 271 510 617 99 3226 74 361 405 570 95 604 848 4110 300 466 797 883 982 5170 398 450 529 652 784 891 988 89, 6160 576 82 702 30 51 65 871 7007 40 162 281 342[ 300] 558 617 829 979[ 5000] 8183 223 [ 500] 27 55 57 70 306 86 410[ 300] 28 638 53[ 3000] 714 97 [ 500] 863[ 1000] 946 9256 70 344 508 674 87 741[ 300] 845 71 84 35 90 403 10008 36 93 97 111 213 47 335 90 403 25 63 730[ 3000] 47 821 11049 155 225 95 436 629 878 909 79 12204 509 20 [ 3000] 30 753 60[ 3000] 843-46 13043 114 603 831 913 19 85 14065 87 89 250[ 1000] 310 430 664 807 70 945 15023 27 430 508[ 3000] 607 904 16183 619 71 93 17481 99 592 651 706[ 300] 41 18236 527 62 720 59 82 853 999 19008 41 146 59 66 96 305 95 848 89 20037 42 229[ 300] 40 86 400[ 500] 520 693[ 3000] 21026[ 300] 99 412 20 69 505 31[ 300] 831 83 22023 114 250 949[ 500] 23019 48 79 150 201 317 469 719.31 93 932 [ 300] 24042 273[ 5000] 329 489 774 813 25013 127 214 588 785 87 810 59[ 500] 72 26209 57 366 470[ 500] 89 524 780 837 76[ 3000] 90 989 27178 475 593 609 22 801 954 28005 124[ 300] 246[ 1000] 410 565 616 742 90 874 29141 46 251 302 559 634 865 72 30030 120[ 500] 35 97 221 423 70 530 745 67 892 981 31082 178 470[ 500] 792 879 82518 611 38 61 714 67 854 33002 171 88 253 81 394 507 603 13 34072 82 120 24 250 54 366[ 300] 529 82 905 35015 126 84 294 355 479[ 300] 728 47 84-889 917 36072 207 43 68 580[ 500] 37038 89 145 92 216 468 622 53 847 937 78 89 38023 29 153 553 636 730 809 39034 94 200 424 98 556 683 96 799[ 1000] 889[ 300] 921 40053 126 614 93 899 904 92 41021 69 72 73 83( 500] 173 250 70 508 641 721 63 42071[ 300] 94 139 263 95[ 3000] 512 666 747 846[ 300] 43151[ 500] 65 76 269 349 687 936 97 44006 110 250[ 300] 73 447 501 739 52[ 300] 965 45063 79[ 500] 237 636 83 93 46066 184 390 469 509 683 714 30[ 1000] 38 905 47243 73 363 96 569 81 629 75[ 500] 87[ 300] 799 835 965 48006 444 601 776[ 3000] 49091[ 3000] 293 326 74 94 734 80[ 3000] 920 96 50061 194 259 87 335 401[ 500] 502 99[ 3000] 692 800 11 959 51049 95 229 341 587 775 964 78 52021 30 99 154 335 [ 300] 411 98[ 1000] 654[ 1000] 847 901 31 33 43 72[ 500] 53029 322 563 606 48 814 89 939 54006 10 125 67 225 40 873 486 502 99 909 99[ 1000] 55105 38 225 500 657 749 881 56099 155 79 297 99 301 41 53 406[ 500] 15 527 57354 507 27 31 70 628 764 871 58193 485 610 18 708 59122 81 505 45 846 912[ 300] 49[ 500] 60015[ 3000] 22 145 477 80 501 792 849 932 61077 288 591 733 62044[ 500] 135 300 6[ 500] 93 404 13 60 78 554 94 650 69 793 909 63233 37 312 63 80 614 18 723 850[ 3000] 64176 445 943 65101 358[ 3000] 60 528 41 97 606 820[ 300] 72 937 66254 362 417 646 734 820 21[ 500] 906 31 69 67027 70 137[ 1000] 66 74 243 359 532 69 88 669[ 300] 91[ 500] 745 850 910 56 82 98 68116 300 23 506 69 812 59 69023 122 304 5 450[ 1000] 571 92 739 61 68 856[ 300] 70150 231[ 500] 449 500 85 696 761[ 3000] 879 71085 [ 300] 156 73 363 575 800 29 72095 137 88[ 300] 259 519 77 610 88 810 904 32 73180 200 367 464 622 886[ 500] 985 74000[ 500] 167 82 269 300 49 493 685 743 70 82 910 75777 96 831 39 42 72 981 76112 48 53 367[ 300] 421 58[ 1000] 814 48 84 95 918 29 73 773823 745 811 921 78130 78 811 89 573[ 3000] 893 992 79172 86 207 303 454 70 618[ 1000] 923[ 3000] 80048 51 234 524 65 766 820 909 35 81067 72 108 216 24 85 314 439 40 41 64[ 1000] 564 614 52 82099 139 323 65 747 53[ 300] 842[ 3000] 45 964 72 83032 65 118 404 618 738 915 84010 237 318 492[ 300] 510 663 794 854 78 929 56 85089 370 435 763 982 86015 30 243 65 379 414 21 97 531 64 619 27 756 880 904 56 86 87023 278 366 495 511 50 602 63[ 300] 88108 77 95 341 89027 160 269 327 97 635[ 500] 82 91 802 20 55 976 90030 198 276 727 90 824 26 69 98 69 98 91090 1 91090 116 89 458 501 27 906 63 92022[ 300] 146 240 47[ 1000] 486 532 59.68 665 75 823.71 93239 85 349 530 626 39 98 826 94198 253 327 65 416 31[ 3000] 52 606 14 45 768 871 993 95021 347 794 864 96015 26 165 402 73 502 609 936 97062 70 115 68 206 396 483 99 525 744 862 98027 37 44 106 337 44 84 400[ 1000] 35 75 501 737 93 814 930 74 99003 5 30 120 258 321 37 537 50 740 882 942 53 97 819 114254 99 467 75 507 702 17[ 3000] 30 812 30 73 115332 85 97 401 501 11 52 611 55 67 709 819 69 116062 105 15 64 95[ 300] 240 301 29 84 641 76 776 84 117026 476 95 575 776 95 846 118078 97 142 83[ 500] 292 342 493 717 896 119004 81 94 195 200[ 300] 317 58 536 663 855 948 56 120322[ 1000] 449 536 922 121012 34 130 94[ 500] 401 530[ 5000] 63 658 963 122233 79 330 48 417 555 727[ 300] 881 910 40 97 123076 223 73[ 1000] 513 914 99 722 38 65 893 960 125033[ 500] 277 523 935 124046 258 126206 337 42 54 459 869 949[ 1000] 127175 285 330, 500 791 92 128042 371 96 446 57 635 129060 129 291 417 21-59 659 130014 124 300 16 437 75 649 734 131025 73 175 206 12 32 452 512[ 3000] 49 883 132029[ 3000] 63 159 376 416 33 547 83 671 73 769 908 10 138207 91 427 62 547 72 734 818 134018 323 431 135275 359 534 75 97[ 500] 610.[ 300] 84 136028 29 32 41 44 130 94 294 301 710 66 925 31 137011 84[ 500] 271 349 560 95 711 72 73[ 300] 894 138011 24 162 [ 3000] 309 616 716[ 300] 884 904 139061 122 216 33 379 605 848 63 140022 347 513 47 61 86 828 141237 400 22 557 772 818 923 142048 105 20[ 300] 92 223 25 31 93 473 98 516 746 819 [ 300] 144040 143056 139 47 66[ 3000] 278 342 693 999 [ 300] 72 216 372 458 554 661 828[ 300] 97 145004 7 55 401 99 685 715[ 3000] 24 821 998 146407[ 1000] 504 58 75 704 [ 300] 922 40 62 147127 81 551 68 98 749 97 905 148020 119 88 253 444 582 677 879[ 5000] 149045 72 159 239 425 551 6340490 80 86 662 150439 80 86 662 730 48 891 151088 117[ 300] 53 421 775 983[ 500] 152018 270 706[ 300] 21 62 849 86 97 928 48 59 80 153027 163 213[ 300] 71[ 3000] 93 585 727 858 954 74[ 300] 154451 80 595 652 753 155082 202 11 68 404 566 641 156002 186 346 421 65 866 923 64 157119 228.99 346 84 424 41 75 526 614 16 17 798 868 906 158154 203 341 407 55 579 630 34 719 893 901 159110 237 312 87 436 525[ 3000] 612 31 820[ 300] 911 84 160029 126 205[ 1000] 80[ 300] 88 345 58 407[ 300] 72 534 603 789 93 843 957 161023 31 118 20 58 85 435[ 300] 86 647 947 162198 224 68 443 592[ 300] 619 966 163096 108 265 85 627 38 821 54 988 164140 219-575 76 693[ 1000] 789[ 3000] 995 607 90 864 995 740 87 829 960 165122 36[ 500] 96 723 851 166267 495 167121 92 233[ 1000] 81 307 463 82 93 584 168034 121 273 343 94 525 77 621 762 73 803 35 37 169126[ 3000] 57 385 170118 221 95 310 60[ 1000] 87 90 91 499 613 65.69 827 979[ 1000] 171050 68 227 417 617 41 765 863 172062 208 [ 300] 13[ 500] 368 69 403 77 574 645 808[ 500] 40 905 173152 396 447 75 81 816 63 925 174164 228 175005 19 77 235 56[ 300] 320 80 403 10 507 17 53 776 800 6 997 176112 60 239 53 333 572 701[ 1000] 22 177167 453[ 300] 503[ 500] 37,99 641 749 939 86[ 1000] 98[ 3000] 178063 185 486 92 518 90 618 829[ 1000] 179038 207 24 29 447 529 37 751 825 28 78 89 912 [ 1000] 179038 207 180123 214 87 551 63 679 726 80 861 930 181023 226 323 [ 500] 76[ 500] 81 588 885[ 500] 928 182059 92 442( 1000] 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139 395[ 300] 447 65 72 83 671 706 804 938 207044 138 672-97 909 208020 57 447 638 898 209236 345 62 414 30 552 616 21 701 803 939 85 89 210051 106 53 349 442 51 626 88 717 912 211002 117 456 638 874[ 300] 953 54 59 69 212270 313 510 607 732 86 213173 238[ 300] 74 541 94[ 3000] 606 35 745 53 899 214052 167 325 639 835 900 94 215243 47 71 91 646[ 300] 77 742 837 934 71 216044 51 168 238 465[ 3000] 749 855 917 217137 639[ 1000] 782 94 952 218074 192 290 389 426 38 48 531.36 70 777 83 844 49 219183 458[ 3000] 500 48 95 639 56 59 75 905 43 100169[ 1000] 282[ 500] 480 670 722 101104 242 70 868 946[ 1000] 102006 328 29 532 40 71 812 14 103131[ 300] 325 67 403 74 578 630 68[ 300] 83 898 104039 75 205 92 419 573[ 500] 615 777 821 91 921 54 105159 274 397 400 644 54[ 500] 98 884 92 984 106025 80 167 612 15 19[ 500] 865 964[ 300] 107597 728[ 300] 860 108133 318 528 93 981 94 109068 127 77 647 84 901 79[ 3000] 88 110213 47 681 83[ 3000] 111034 67 391[ 300] 520 683 5000 2, 180 a 3000 f., 190 au 1000 R., 144 z 600 220049 154 317 673[ 500] 844 907 23 79 86 221019 35 49 420 27 718[ 300] 913 222045 220 74[ 1000] 692 834 971 223060 429 91 605 93 766 946 56 224092 198 218 484 735 818 995 225013 291 302 33 63 82 440 61 84 98 Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn gu 50 000 1 8 3 000 M., 3 au 15 000 r., 6 a 10000., 14 am Jedes Wort: 5 Pfennig. 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Bedeutsam ist, daß der Gerichtshof auf Antrag des Verteidigers Hunrath beschließt, den Schlächtermeister offmann zu der heutigen Sigung als Zeugen vorzuladen und ihn über das Beweisthema zu vernehmen, ob ihm die Umstände bekannt sind, unter denen der Gymnasiast Winter verstorben ist. Zu Beginn des gestrigen zwölften Verhandlungstags bekundeten die Zeugen Kaufmann Sommerfeldt und Paula Sommerfeldt, aus Schlochau bestimmt, daß sie den bekannt? Sie sind daher berechtigt, Ihre Antwort einer längeren Rede eingeführt, in der er die nicht leichte Meineidsprozeß Maßlof in Konit. zu verweigern, wenn Sie strafrechtliche Verfolgung be- Aufgabe zu lösen versuchte, die Klagen über die Mägel fürchten. Der Zeuge wird danach vereidigt. Präsident: der Berliner Armenpflege als im allgemeinen unbegründet ft Ihnen fiber das Verschwinden Ernst Winters etwas hinzustellen. Herr Münsterberg konnte es sich nicht versagen, gleichBeuge: Nein. Erster Staatsanwalt Settega st: zeitig die oft und gern von ihm vorgetragene Behauptung, daß die Der Zeuge hat eine lange Rechtfertigungsschrift veröffentlicht, in Armenpflege vielfach durch Unwürdige gemißbraucht werde, auch bei welcher er den Fleischer Lewy des Mords bezichtigt. Welche dieser Gelegenheit zu wiederholen. Er erfuhr eine scharfe BurüdGrundlage hatten Sie dafür?-8euge: Ich schloß das aus dem, weisung durch Stadthagen und Singer, die von unsrer was allgemein gesprochen wurde. Erster Staatsanwalt: Seite zu der Vorlage sprachen. Stadthagens Ausführungen Eine weitere Grundlage hatten Sie nicht? Beuge: Nein. über die Pflicht der Kommune, durch geeignete Maßregeli Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Vogel: Hat bei Ihnen Haussuchung statt der Verarmung vorzubeugen und die Armenpflege wo Schlächter Eisenstedt end gefunden? genge: Jawohl, die Fleischerwerkstatt, der Hof und alle möglich überflüssig zu machen, wurden von der Versammlung. am 13. März bis abends in seiner Wohnung gefehen haben. Bräf.: Nebenräume wurden eingehend untersucht.- Berteidiger Rechts- mit Unruhe aufgenommen. Auf Singers Bemerkung, daß es Herrit Der Befizer Milke hat hier befundet: er habe die Nacht vom 12. zum anwalt Dr. Bogel: Auch der Laden und die Privaträume?-8enge: Münsterbergs Ideal sei, möglichst billig zu wirtschaften, wußte der 18. März im Krankenhause mit Fleischer Eisenstedt in einem Nein. Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Vogel: Wann war die Haus- Herr Stadtrat nur mit ein paar nichtssagenden Worten zu antworten. Simmer zugebracht. Die Pflegeſchwestern haben dies bestätigt. fuchung? 8euge: Am 14. März. Erster Staatsanwalt: Die Borlage wurde schließlich fast einstimmig zur Vorberatung fuchung?-8euge: Bengin: Das kann nicht sein. Ich weiß genau, daß Eisen- Damit fein Weißverständnis vorkommt, will ich bemerken, daß fo- einem Ausschuß überwiesen. Dasselbe geschah mit der Vorlage über stedt am 12. März abends in Schlochau war. Er ist 4 Uhr gleich nach dem Morde alle Räumlichkeiten Lewys aufs genaueste die Errichtung einer Pensionstasse für städtische Arbeiter. nach Schlochan gekommen. Auch am 18. März sei Eisenstedt dort untersucht wurden. Zeuge Fuhrhalter Michalski: Ich stelle Sie wurde von verschiedenen Seiten bemängelt. Erbarmungslos zergewesen. Diese Aussagen werden vom Kaufmann Wiebe und dem oftmals für die jüdische Gemeinde Wagen. Nach meinen Büchern pflückte Singer die einzelnen Paragraphen des Entwurfs. Es hat Dienstmädchen Bierente bestätigt. hat der Tempeldiener Rossed am 31. Januar und am 11. Februar sehr lange gedauert, bis das Opus zu stande gekommen ist, aber Zeugin ww. Hirsch: Ich wohne im Lewy schen Hause. Am bei mir Wagen bestellt; den letzteren für den Rabbiner etwas Rechtes ist es trotzdem nicht geworden. Der Ausschuß wird 11. März habe ich nichts Auffälliges bei Lewy bemerkt. Am 5. oder Dr. Kellermann. Weitere Wagen find in meinen Büchern nicht die Arbeit, die der Magistrat der Bersammlung vorgelegt hat, noch 6. April, jedenfalls bestimmt vor Cstern habe ich von der Frau verzeichnet; sie können aber auch nicht verzeichnet worden sein. mit mancher Buthat versehen müssen, wenn die geplante Pensionskaffe Roß die Aufwärterin witte gemietet. Dabei hat mir die Telegraphist Brennekamp: Ich glaube, daß die fremden den berechtigten Ansprüchen der städtischen Arbeiter einigermaßen Frau Roß die Geschichte vom Knecht erzählt. Präs.: Was Juden an dem Tage tamen, als Synagogendiener Nossed die genügen soll. jagen Sie dazu, Frau Roß?- Angeklagte Roß: Das ist Rechnung für den Wagen, der für den Rabbinor Dr. Keller umwahr. Die Bengin sagt das bloß, weil ich gesagt habe, mann gestellt worden war, forderte. Genau weiß ich das abertad Studierende Frauen. Bum Studium an der Berliner daß Winter bei ihr verkehrt habe. Beugin: Winter nicht. butor Universität sind in diesem Winterhalbjahr bis jetzt 371 Frauen hat bei uns niemals verkehrt. Präi.: Früher war im Kriminal Juspektor Klatt Berlin: sdded gugelassen. Darunter sind 258 Deutsche und 118 Ausländerinnen; Lewy schen Hause die Pension Böhme. Winter Ich war bei den Versuchen auf dem Lewy schen Grundstück aus Berlin stammen 111. Die Seniorin ist eine 61jährige Lehrerin, dort verfchrt?" 3 eugin: Das ist möglich. Die Angeklagte zugegen. Als der Mann am Kellereingang mit der Lampe die zu ihrer Fortbildung deutsche Philologie und Geschichte studiert. Stoß behauptet wiederholt, daß fie nach Ostern bei der Bengin iri ftand, fonnte man die ganze Figur, aber nicht den Kopf Fräulein Mathilde Kirschner, die Tochter des Berliner Oberbürgerwar. Die Beugin Hirsch bestreitet das.- Benge Polizeisergeant sehen. 18 der Mann aus dem Keller heraustrat fonnte meisters, welche das Prädikat einer Lehrerin für höhere Schulen Kühn: Ich wurde' mal von Adolf Lewy in dessen Wohnung man den Kopf sehen. Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Vogel: befigt, widmet sich zu ihrer Fortbildung der Nationalötonomie, und gerufen, um die Personalien MaßIofs festzustellen. Es handelte Haben Sie den Antrag gestellt, Lewy zu verhaften? 8euge: Fräulein Marie v. Dalwigt- Lichtenfels, deren Vater Staatsminister fich um einen Streit wegen eines Storbs. Braj.: Ma Iof foll gesagt Rein.-Verteidiger Rechtsanwalt Vogel: Hatten Sie einen im Großherzogtum Heffen ist, treibt philosophische Studien. haben: Ich laffe meine Frau nicht mehr bei Ihnen waschen, da Sie einen bestimmten Verdacht gegen die Juden? Beuge: Nein. Mord begangen haben?- 8euge: Maßlof sagte nur: Ich Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Vogel: Herr Kriminalinspektor, wann Arbeiterkreisen die Mitteilungen zu, daß Arbeiter, die ihre besten Lohn für treue Dienste. Alle Augenblicke kommen uns aus lasse meine Frau nicht mehr bei Ihnen waschen."-Beugin Frau find Gie bierher gekommen? 8euge: 4 Monate nach dem Mathilde Ruk: Morde. Ich bin 5 Wochen hier gewesen. Ich konnte nur auf Grund Sträfte jahrzehntelang im Dienste einer Firma hingegeben haben, Am 15. März wurde mein Enkelkind geboren. Am Montag darauf der Aften prüfen, Erster Staatsanwalt: Haben Sie plöglich entlassen werden, weil sie nicht mehr über die Leistungshat Frau Roß mir erzählt: fie fei am 11. März abends irgend eine Beranlassung, anzunehmen, daß von den Beamten irgend fähigkeit verfügen, mit der sie in früheren Seiten eingreifen fonnten. 7 Uhr bei& e to 8 gewesen. Frau Lewy sei sehr aufgeregt ge- etivas in der Verfolgung aller Spuren unterlassen worden sei? Der Arbeiter, der auf den Dank des Unternehmers rechnet, fleht sich dann bitter enttäuscht und bemerkt auf einmal, wie unbeständig und unwesen. Sie, die Roß, habe ein Winseln und Stöhnen 8enge: Keineswegs. Ich hätte dann ja nachholen müssen. Erster sicher seine Erwerbsstellung war. aus dem Keller gehört. Sie, die Angeklagte, laffe sich den Kopf ab- Staatsanwalt Sette gast: Sie hatten dazu aber keine Veranlassung? Hier und da giebt es wohl Firmen, die von diesen Grundsätzen hauen, wenn der Mord nicht im Lewyichen Weller geschehen sei. Benge: Nein. Verteidiger Rechtsanwalt 3ielewati: Sie Ich sagte:„ Adolf Lewy hat mich vor Jahren im hatten Kenntnis der ganzen Sache aber nur aus den Akten geschöpft? fich nicht leiten lassen, aber auf der andren Seite steht die große Mehrzahl. Zu ihnen scheint auch die Firma Bodenstein in der Lewy schen Keller um die Taille gefaßt. Er wollte einen 8euge: Jawohl. Alsdann wird nochmals Taubenstraße, ein altes, bekanntes Malergeschäft, dessen Besitzer Spaß machen. Einige Tage darauf sah ich das Bild des Ermordeten. Fran Lewy mail.yndarvielfacher Millionär ist, zu gehören. Hier war ein Kutscher 26 Jahre Dies erzählte ich der Frau Ro B. Fran Roß fagte mir darauf: vernommen. Sie bekundet: Ich war vor oder während beschäftigt, der jetzt eines ganz unbedeutenden Vorkommnisses wegen " In der 140 slozimoeiner Haussuchung niemals bettlägerig tranf. Alle Räume, entlassen wurde. Der Mann hatte vor zwei Jahren mit seinem Lewyschen Wäsche auch die Privatränne find gründlich untersucht worden. Die Fuhrwert einen Unfall erlitten und war seitdem leidend, besonders befindet sich ein„ E. W." gezeichnetes.Taschentuch." Ich fragte fie: Beugin Witwe Jelienewsti befundet dasselbe, wie ihre Tochter. fchwerfällig zu Fuß. Ohne Zweifel war er dem Geschäft lästig geWo ist die Wäsche?" Sie sagte:„ Die Wäsche trodnet noch bei mir." dolph Lewy überreicht dem Gerichtshofe hierauf eine Anzahl worden, und somit fand sich schließlich ein Grund, ihn zu entlassen. Ich sagte:„ Dann bringen Sie das Taschentuch zur Polizei." Cigarrentaichen. Angeklagte Frau Maßlof: Die Cigarren- Die Entlaffung ist in den Arbeiterkreisen recht übel empfunden Ich ging mit ihr. Blöglich war Frau Roß auf dem Markt ver- tasche, die die Photographie Winters enthielt, ist nicht dabei. Die worden und vielfach hört man die Meinung, daß unter dem alten schwunden. Später ging ich furz vor Pfingsten zur Frau Ro B. war breit, gelblich- braun und ohne Stickerei. Herrn, dem Begründer des Geschäfts, eine solche Behandlung der Diese sagte: Jezt ist's heraus. Ich habe im Laken der Lewyschen Der Gerichtshof beschließt, die Zeugin Anna Roß nicht zu ver- Arbeiter nicht möglich gewesen wäre. Wäsche dunkelblondes Menschenhaar und Bluteidigen. Präsident Landgerichtsdirektor 5 ch we do wit: Die andren flede gefunden. Als hier in Konig die Krawalle waren, sagte Beugen müssen alle vereidigt werden. Wird dagegen Einspruch erDie Einführung eines Frühstücks Bestellgelds hat der der jüdische Klempner Lindemann, sie sollten bei off- hoben? Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Bogel: Die Verteidigung einer geftrigen Versammlung beschloffen. Der Borfigende, HofVerein der Bäckermeister Südwest und Friedrichstadt in in a un die Fenster einwerfen. Dort sei Winter ge- ist der Ansicht, daß alle Zeugen vereidigt werden müssen. schlachtet worden und nicht bon den Juden. Frau Hierauf werden sämtliche Familenmitglieder der Familien Lewy bäckermeister Gäde, teilte mit, daß auch die Badwaren- und MilchMalof hat mir mehrfach erzählt, fie habe bei ewys und Israelsti, nach nochmaliger, eindringlicher Ermahnung händler für ein gemeinschaftliches Vorgehen mit den Bädern geeine weiße Nickeltette geichen, die ihr Frau Lewy fortgenommen durch den Vorsitzenden, bereidigt. jonnen find. Die Gebühr für das Zustellen des Frühstücks wird habe. Die Zeugin Ruz fagt auf mehrfaches Befragen weiter Alsdann wird nochmals Landrichter Dr. 8immermann ver- pro Woche und Kunde fünf Pfennig betragen. Solche Beschlüsse aus: Ich habe noch was vergessen: Am Montag, nachdem nommen. Erster Staatsanwalt ette gast: Bei der zweiten Ver- find schon früher gefaßt worden, ohne daß jemand ernstlich an ihre mein Enfeltind geboren wurde, also am 19. März, nehmung hat Maßlof Ihnen erflärt: Die Umhüllung des Pakets, Durchführung dachte. hat mir Frau Roß erzählt, am 11. März sei ein Knecht das die 3 Männer nach dem Mönchsee trugen, bestand aus Sackleinwand. Mit den Mikständen in der Anslagestelle des Patentbei ihr gewesen und habe ihr erzählt, er habe am 11. März Gefunden wurde aber nur ein Batet mit einer Umhüllung aus Bad amts in Berlin beschäftigt sich ein Flugblatt, das gegenwärtig in Konig den Zug abends verpaßt. Er sei durch die Rähnistraße papier? Landrichter Dr. 8immermann: Ich habe das in der hiesigen Geschäftswelt cirkuliert. Es heißt u. a. bort, daß gegangen. Da habe er aus dem wörtlich, wie Maßlof es gefagt hat, niedergeschrieben. Präi. ein bekanntes Elektricitätsunternehmen in Amerika drei Spione Maßlof, was sagen Sie dazu? Maßlof: Ich habe gesagt: besoldet, welche im Berliner Patentamte regelmäßig alle zur " Ich weiß nicht genau, woraus die Umhüllung bestand. Vielleicht Patentierung eingereichten Erfindungen des Elektricitätswesens aus Sadleinwand.- Bräs.: Wenn Sie das gejagt hätten, studieren und dann sogleich das nötige telegraphisch nach Amerika dann wäre das Rechtsanwalt 3ielewati: Herr Kriminalkommissarius Wehn, Thätigkeit fommenden Webstuhlteil nachgebaut haben, als dieser niedergeschrieben worden. Berteidiger melden. Unter andrem soll diese amerikanische Fabrit einen in es war ihnen doch bekannt, daß Eisenstedt in der Nacht durch eine Berliner Firma für Deutschland zur Batentierung ein Recherchen angestellt. Was haben Sie ermittelt? vom 11. zum 12. März nicht im Krankenhause war. Sie haben doch gereicht worden war. Das Durchpausen in der Auslagestelle hat, tommiffarius Wehn: Ich habe den Kriminalschutzmann Beyer II Schritte gethan werden müssen, um die Erfinder vor Schaden zu wie man behauptet, einen solchen Umfang angenommen, daß mit den Recherchen beauftragt. Das Ergebnis kenne ich nicht. schützen. Es soll in der nächsten Zeit eine Versammlung zusammen Da teine weiteren Anträge gestellt werden, erklärt der Präfident treten, die die Bildung eines Vereins zur Bekämpfung dieser Mißdie Beweisaufnahme für geschlossen. stände zum Zwed hat. " Lewyschen Hanse 3 Juden, die ein schweres Paket trugen, treten und nach dem Mönchsee gehen schen. Seien Sie aber still davon," sagte Frau Roß, der Knecht will Ostern wiederkommen." Kurz vor Pfingsten fragte ich Frau Roß: hat sich der Knecht nicht gemeldet? Er müßte doch gesucht werden." Frau Roi fagte: Seien Sie still, das war mein Schwiegersohn Maßlof, der die Beobachtung in der Nacht vom 11. zum 12. März in der Mauerstraße und Rähmestraße gemacht hat." Ich sagte:„ Sie reden so viel, daß Sie einen verrückt machen können." Frau Stoß antwortete: Ich wollte das nicht sagen, weil Mail of Fleisch gestohlen hat." Ich fragte:„ Wieviel?" Sie sagte:„ 15 Pfund." Präs.: Wissen Sie genau, daß Frau Roß Ihnen am Montag, nachdem Ihr Enkelkind geboren worden war, die Geschichte von dem Knecht erzählt hat?" 8eugin: Ganz bestimmt. Präs.: Was veranlaßte Sie, Frau No ß vor das Kruzifig zu führen? 8 engin: Ich führte sie deshalb vor das Kruzifig, damit fie die Wahrheit sagen sollte. Wir fuieten beide nieder. Dann erzählte die Roß die Geschichte vom Knecht. Verteidiger Rechtsanwalt unrath: Wissen Sie, welcher Konfeffion die Frau Roß ist? 8eugin: Evangelisch, ich bin katholisch. Ber teidiger Rechtsanwalt unrath: Sie niete aber nieder? Zeugin: Jawohl. 1 gegen Kriminal 01 Hierauf verliest der Präsident, Landgerichtsdirektor Schwedowiz, die Schuldfragen. Diefelben lanten alle vier Das Polizeipräsidium hat infolge der im letzten Winter laut Angeklagten auf wissentlichen Meineid, begangen im Ermitte- gewordenen Beschwerden über das Salz streuen auf den Geleisen, lungsverfahren wegen des Tods und im Strafverfahren gegen den Gymnasiasten Ernst Winter der Berliner Straßenbahn und der Maſſenerkrankungen von Pferden Hoffmann. Die an der Maute ein Gutachten durch die Tierärztliche Hochschule eins Unterfragen lanten: Stomiten die Augeklagten, wenn sie die Wahr- gefordert. Dies weist darauf hin, daß im vergangenen Winter bei heit sagten, sich der Gefahr der strafrechtlichen Verfolgung wegen den Omnibus Gesellschaften 3-4, bei der Post fogar 10 Prozent Verbrechens oder Vergehens aussetzen? des Pferdebestands an der Maute erkrankt waren. Der Chemiker. Hierauf wird die Verhandlung auf Freitagnachmittag 3 Uhr Bischoff, der das den Depots der Großen Berliner Straßenbahn entnommene Streusalz untersuchte, stellte fest, daß das weiße vertagt. Alsdann sollen die Plaidoyers beginnen. Calz mit Petroleum, das rote mit Eisenoryd denaturiert ist. Die Proben wiesen 98,8 Prozent reines Salz auf. Die Maufe Berliner Partei- Angelegenheiten. 910 " Zur Lokalliste. Das Klubhaus Fuchsbau", Alexandrinenftraße 37, steht der Arbeiterschaft zu Versammlungen zc. zur Verfügung. Die Lokalfommission. 0 wird hervorgerufen durch den Straßenschmunk, der sich in der aufDie Angeklagte Stoß bestreitet die Bekundungen der Zeugin Frau Ruz und bemerkt: Ich habe gesagt: Wenn die Juden gesprungenen Haut an den Feffeln festsetzt. Tiere, die ihren natürden Mord begangen haben, dann haben es nicht alle Juden gethan. lichen Schutz durch lange Haare an den Fesseln befizen und nach Der Verteidiger Rechtsanwalt unrath beantragt jofort die dem Gebrauch sorgfältig gewaschen werden, werden weniger an der Ladung mehrerer Zeugen, die bekunden sollen, daß die Zeugin dem Maute erkranten, als Pferde, deren Feffel- und Kötenhaare abTrunte ergeben sei. Die Zengin bemerkt noch: Als die Frau geschnitten oder gänzlich entfernt find. Einer Erkrankung der Pferde Roß verhaftet wurde, sagte der Ehemann Ro:„ Wir haben viel reis findet morgen, Sonnabendabend, im Schweizergarten, gestreut ist, dadurch begegnen, daß sie den Tieren die Beine mit Das Stiftungsfest des Wahlvereins vom fünften Wahl an der Maute können die Befizer auch in der Zeit, in welcher Salz Geld bekommen. Da es ihnen aber nicht genug war, 10 Am figen sie jetzt drin.- Auf Befragen des Ersten Staats- m Königsthor, statt. Ein reichhaltiges Programm, auf welchem Wasser sorgfältig abwaschen lassen. anwalts Seitegaft erzählt die geugin: Maßl of hat Ronzert der Civil- Berufsmufifer und der Liebertafel freie Sänger, Gehaussucht wurde gestern abend gegen 8 Uhr auf der stets den Schwiegervater geschlagen. sowie tomische Vorträge vorgesehen sind, verspricht den Teilnehmern Er hat ihn auch mit einen vielseitigen Genuß, Nach dem Konzert Ball. Die Billets dem Besen geschlagen, weil der alte Mann gefagt hat: " Zwei Mezzen an Geld haben wir bekommen, aber zwei Scheffel fosten nur 30 f. wollten wir haben." Angeklagte Frau Maßlof: Das Brik. Heute abend 81/2 Uhr: Versammlung des Boltsbildungsmein Vater in der Trunkenheit gefagt. 8eugin vereins. Vortrag des Genossen Grempe über Müllverbrennung. Martha Nuz, die Tochter der Worzeugin, bestätigt 5 im wesentlichen die Aussagen ihrer Mutter. hat Lokales. Aus der Stadtverordneten- Verfammlung. Expedition der anarchistischen Zeitung„ Neues Leben". Sechs Beamte erschienen zu dieser Staatsaktion. Gesucht wurde nach einem Manuftript aus der Nr. 41 vom 20. Oftober d. J. Während der Haussuchung wurde die Konfiskation der neuesten Nr. 44 vom 11. November bekannt gemacht. Beschlagnahmt wurden 48 Kreuzbänder, 98 Exemplare, 1 Batet und 3 Couverts mit Nummern des bid Neues Leben" Wohl um den Folterqualen des Heizerdaseins zu entgehen, hat ein junger Mann eine andre furchtbare Folter auf sich genommen. D Zur Charakteristik des Aberglaubens sei die Mitteilung der Zeugin Brill erwähnt, die bekundet, Frau Roß habe ihr erzählt, als sie am 11. März abends bei gewy geweſen jet, fet ihr bort etwas auf den Die geftrige Sigung der Stadtverordneten Versammlung bot Auf der Drehscheibe eines Echlafwagens, zwischen der Achse und der Schoß gefallen. Höchstwahrscheinlich sei winter in demselben mancherlei Gelegenheit zu focialpolitischen Debatten. Gegen die Feder eingeklemmt, hat nämlich ein blinder Passagier die 53 Stunden Augenblide abgeschlachtet worden und habe sich bei ihr gevom Magiftrat beantragte Erhöhung der Einheitssäge für die dauernde Fahrt des Orient Expreßzugs von Konstantinopel meldet.( Heiterfeit.) Beuge Restaurateur Bergand: Echuhmacher Ruß steht auf der öffentlichen Säuferliste. Ich habe gehört, Rückerstattung der Waisenpfleget often sprach unser Genosse nach Berlin mitgemacht und ist hier halbtot vor Hunger daß auch Frau Nu dem Trunke ergeben sei. Ich habe die Frau Freudenberg, der den Nachweis führte, wie sehr die Er- und Durst und Strapazen, aber sonst zum Glüd ohne Ver Als der Zug gestern abend in Chars auch einige Mal angeheitert gesehen. Fischereipächter e gener stattungspflichtigen durch die beabsichtigte Maßregel geschädigt legung eingetroffen. ( Müskendorf) bekundet: Ich habe Ostern teinen Knecht und noch werden und wie wenig ftichhaltig die vom Magistrat dafür lottenburg einlief und der Wagenmeister den Zug revidierte, niemals einen durch die No 3 engagiert. angeführten Gründe find. Eine Verteidigung wurde von hörte er unter dem einen Echlafwagen ein Stöhnen und entdeckte niemand in der Versammlung gewagt. Merkwürdigerweise dort einen auf der Drehscheibe hodenden halb bewußtlosen Menschen. Unter allgemeiner Spannung betritt in der Nachmittags- Sigung blieb auch am Magistratstisch alles stil, obwohl Oberbürgermeister Um ihn herauszuholen, mußte der Wagen auf einen jogen. Kanal der Fleischermeister und Stadtverordnete Kirschner von Freudenberg direkt zur Antwort herausgefordert gefahren werden, und dann wurde der blinde Passagier von den BahnHoffmann, wurde. Die Vorlage ging an einen Ausschuß, der hoffentlich dazu beamten aus seinem Versteck hervorgezogen. Er selbst war vollständig ein großer, starter Herr, den Gerichtsfaal als Beuge. Bräsident: gelangen wird, ihre Ablehnung zu empfehlen. Die Magistrats: hilflos und entkräftet, dabei schwarz wie ein Neger. Nachdem man Herr Hoffmann, gegen Sie hat ein Verfahren geschwebt. Wenn vorlage über die Reform der Armenpflege wurde von dem ihu durch Speise und Trant erquickt hatte, erzählte er, daß er 21 Jahre dasielbe auch eingestellt worden ist, so kann es doch wieder auf- Leiter des städtischen Armenwesens, Stadtrat Münsterberg, mit alt und Däne von Geburt, auf einem englischen Dampfer Heizer " Vom Turnverein ,, Fichte". Um einem längst gefühlten BeVom Turnverein Fichte". Um einem längst gefühlten Bedürfnis abzuhelfen, hat die VI. Männerabteilung des Turnvereins Fichte eine Riege für ältere Turner" ins Leben gerufen. Zum Eintritt in diese Riege ist ein Mindestalter von 27 Jahren erforderlich. Es sei bemerkt, daß einige Mitglieder im Alter von 27-40 Jahren bereits vorhanden sind, auch daß sich die Einrichtung der sogenannten„ Alters- Riegen" in andren Abteilungen gut bewährt hat. Die Abteilung turnt Dienstag und Freitag, abends 8-10 Uhr in der städtischen Turnhalle, Stallschreiberstr. 54. Gäste sind stets willkommen. 9 300 bers gewesen und in Konstantinopel desertiert sei. In Konstantinopel nach einer fachlichen und mit reichhaltigem Material belegten Be- er habe wohl für die Forderung geftimmt, aber dieselbe ftehen die Wagen in den Schuppen auch über solchen Kanälen, damit gründung die Versammlung, sich nicht auf den Standpunkt zu fei der größte Blödsinn, die fie beffer revidiert werden tönten. Dort hatte er fich eingefühlichen, fiellen, ber bei einer frit heren Gelegenheit einmal zum Ausbrud ge- nfnftiger Menio feftbatten tann. Gie fei Sie fei auch nur um auf dem gefahrvollen Size die Reise nach der Heimat anzu- tommen sei, daß man socialdemokratische Anträge rundweg ab- gestellt, um der Centralorganisation den Boden abzugraben. Heute treten. Welche Qualen er ausgestanden haben muß, läßt sich kaum lehnen müsse. Ein vorurteilslose und fachliche Prüfung werde zur müssen die Berliner Kollegen erklären, ob sie diese Quertreibereien andeuten, namentlich in Anbetracht des Umstands, daß er während Annahme des Antrags führen. weiter dulden wollen.( Alseitiger Beifall.) Redner beantragt, daß der langen und schnellen Fahrt jeden Stoß des Wagens direkt ver- Die bürgerlichen Mitglieder der Stadtverbie der Organisation aufgestellten Forderungen dem spüren mußte, von Hunger und Durst nicht zu reden. Er wurde der ordneten- Bersammlung hielten es nicht einmal Gehilfenausschuß übertragen und dieser dieselben Bolizei übergeben, die ihn in seine Heimat befördern wird. für nötig, fich zu dem Antrage zu äußern. Die ganze der Junung zu unterbreiten beziehungsweise mit derselben die Es sprechen unter dem Beifall Debatte bestand in der Erklärung eines Freisimmigen, daß seine Berhandlungen führen soll. Freunde mir aus" kollegialer Konniveng" ihre Unterschriften her- der Versammlung noch Unger, Barthel, Mieg, Beder, Flemming, gegeben hätten, daß sie das auch in Zukunft thun würden, daß man Kloß und Hein, alle verurteilen das Gebahren der Lokalaber daraus keine Identifizierung mit den Ansichten der Antrag organifierten auf das entschiedenste. Hierauf wurde folgende Resoangenommen: Die von circa ſteller folgern dürfe. Nach dieser Erklärung wurde der Antrag ohne lution gegen 2 Stimmen weitere Erörterung gegen die Stimmen der beiden social- 1000 Personen besuchte Versammlung der Maler und Berufsgenossen verurteilt die Stellung der Innung in Bezug auf demokratischen Mitglieder abgelehnt! Von den übrigen Vorlagen, mit denen sich die Versammlung unsren eingereichten Lohntarif unsrer Organisation gegenüber beschäftigte, sei die über den Anfauf des Karpfenteich auf das schärfste. Die Verſanimelten erblicken in dieſem Geländes erwähnt. In der Debatte vertrat Stadtv. Baate Gebahren eine Mißachtung der Berliner Maler. Des weiteren verdenselben Standpunkt wie Stadtv. Ströhler, das man nämlich bitten die Versammelten sich auf das energischte die infamen QuerDie herrschende Wohnungenot der Kleinen Leute in der die Frage zu prüfen habe, ob man nicht auf Grund des Kommunal treibereien der sogenannten lokalen Gewerkschaft unter der Leitung schamlosesten Weise ausgebeutet hat ein Schwindler, Namens Willy abgaben Gesetzes diejenigen Grundstücksbesitzer, die durch den Genz u. Gen. Die Versammelten erklären nach wie vor, als OrgaEde, nach dessen Verbleib aufs eifrigste gefahndet wird. Als Elegant Anfauf des Terrains feitens der Stadt und die von der Stadt zunisation gilt nur die Vereinigung deutscher Maler. Es verpflichten mit feinen Manieren näherte sich der 19 Jahre alte, mittelgroße leistenden Verbesserungen Vorteile erlangen, auch verpflichten sich die Anwesenden, so weit sie der Vereinigung noch nicht an Bursche in der Regel Leuten, die er auf den Straßen auf der könne, zu den Laften beizutragen. Dem Ausschuß, an den gehören, derfelben unverzüglich beizutreten, da mur durch eine starte Suche nach leerstehenden Wohnungen beobachtet hatte. Den ver- die Vorlage ging, gehört u. a. Gen. Baate an. In die ge- Organisation unsre Interessen mit Nachdruck vertreten werden zweifelt Suchenden zumeist war ihr Begehr nach den felten ge- mischte Deputation zur Vorberatung von Maßregeln gegen fönnen. wordenen fleineren Wohnungen präsentierte sich der Gauner als die Wohnungs not wurde u. a. Gen. Hirsch gewählt.- Folgender Antrag Unger wird einstimmig angenommen:„ Die Retter in der Wohnungsnot, stellte sich als Sohn eines Hausbefizers Weiter gelangten noch zur Annahme die Vorlage betreffend den Bau Bersammlung berurteilt das Verhalten des Malergehilfen Genz in Ebel oder Jacob vor, der diverse Wohnungen mit geringer Zimmerzahl des neuen Krankenhauses auf Westend, sowie ein der Innungsversammlung auf das schärfste und erkennt denselben zu vermieten hätte. Da die Sache aber außerordentlich preffiere, so läge von sämtlichen Mitgliedern unterzeichneter Antrag auf Einsetzung als Gehilfen- Ausschußmitglied nicht mehr an. Die Versammlung es im Interesse des Suchenden, auf der Stelle einen vorläufigen eines Ausschusses, der die Angelegenheit betreffs der landhaus bedauert, daß nach dem Gesetz leider feine Maßnahmen getroffen Mietskontrakt zu unterschreiben, damit ihm nicht ein andrer Mieter zu- mäßigen Bebauung des nördlich von der Spandauer werden können, um den pp. Genz sofort seines Amts zu entfezen. vorkomme. Mit solchen Redensarten wußte Ecke eine schier imabsehbare Chauffee zwischen dieser und der Spree gelegenen Geländes beraten Zahl von Leuten zu befchwaßen, die, der Not gehorchend und nicht soll. Der Magistrat wurde ersucht, bei der zuständigen Polizei Vermischtes. dem eignen Triebe, den ihnen vorgelegten vorläufigen Kontrakt auf behörde zu beantragen, daß die weitere Erledigung dieser Frage bis g einem Postamt oder in einem Restaurant, wohin sie von Ede zu der von der Kommiffion zu treffenden Entscheidung ruhen möge. Einer frebelhaften Mißachtung des Menschenlebend find geführt wurden, unterschrieben und dem Hausbesizerssohn" ein Wie fich aus der Debatte ergab. hatte der Magistrat über die Köpfe die fünf Personen zum Opfer gefallen, über deren Tod bei Angelb von 2 bis 18,50 m. je nach ihrem augenblicklichen Geld- der Stadtverordneten hinweg bei der Polizei die Baubeschränkungen einem Bau einsturz wir gestern aus Stettin berichteten. Das borrat zahlten. Seine Prellereien hat Ede mit bestem Erfolge auch im für jenen Stadtteil beantragt im Hinblick auf die herrschende eingestürzte Haus in der Breitenstraße war früher das Hotel„ Drei und vor dem Obdachlosen- Asyl durchgeführt, wo bekanntlich eine Wohnungsnot ein ganz unverständliches Vorgehen. Kronen". Unter den Trümmern wurden fünf Personen begraben große Anzahl fleiner Leute unter dem Druck der Wohnungsverhältniffe vorläufige Unterkunft suchen müssen. Daß sich so viele fanden, vertretung wählte in ihrer letzten Sigung den Gemeinde- und ein junger Kaufmann. Aus Groß- Lichterfelde wird uns geschrieben: Die Gemeinde- und getötet, und zwar waren die Opfer vier Frauen die ihr Angeld zahlten, ohne die angeblichen Wohnungen auch nur Schuld an dem Unglück tragen in Augenschein genommen zu haben, läßt sich nur aus dem ärgsten Raupert zu Kreistags- Abgeordneten. Der Gemeindevorstand teilte trop des Berbots, an dem Vordergebäude etwas abzureißen, in Augenschein genommen zu haben, läßt sich nur aus dem ärgsten vorsteher Schulz, Schöffe Lange, die Gemeindevertreter Räke und die mit dem Abbruch betrauten Bauunternehmer, die Mangel an fleinen Wohnungen erklären. Einzelnen Männern schwindelte Ecke auch durch das Versprechen, sie als Portier an- mit, daß nach dem neuen Tarif zwischen der Gemeinde und den bis der vorschriftsmäßige Bauzaun erbaut sein würde, doch Abzustellen, Geldbeträge ab. Er wird als feingekleideter Mann mit Charlottenburger Wafferwerken der Preis für 50 Kubikmeter Wasser brucharbeiten in Innern des Gebäudes vornehmen ließen, einem Anflug von dunklem Schnurrbart und mit Ladstiefeln ge- aulünftigen Fahrplans für die Vorortzüge Gr.- Lichterfelde- ft- Berlin nun die Sparren im Innern des Gebäudes in unzweckmäßiger Weise gegen 15 M. bisher- herabgesetzt worden sei. Bezüglich des die von der Straße aus nicht bemerkt werden konnten. ist die Gemeinde bei der Eisenbahndirektion um Gleichstellung mit entfernt waren, hatte die Wand den Halt verloren und Vom Vorschuß Triumph. Walderfee- Medaillen werden jegt der Wannseebahn vorstellig geworden. Der Bescheid ist nicht gerade stürzte herab. Die Leichen wurden nach dem städtischen Krankenals neuester Verkaufsartifel in den Straßen Berlins feilgehalten. fehr günstig. Es sollen nach demselben in der Zeit von 6-9 Uhr Hause gebracht. Außerdem sind noch fünf Personen teils schwer, Die Medaillen find in Silber und Kupfer geprägt. hin morgens und 6-9 Uhr abends die Züge viertelstündlich, außerdem teils leicht verlegt. Die Unternehmer anitz und Nickel find verhaftet worden. In der Stadt herrscht wegen des mitteilung, daß er von der Charité nach der Frrenanstalt zu Dall- der Eisenbahndirektion in Verhandlung zu treten. Von dem Giftmörder Jänicke hieß es in einer Zeitungs- jedoch nur halbstündlich verkehren. Nach eingehender Diskussion wurde beschlossen, noch einmal mit frevelhaften Leichtsiums der Unternehmer begreifliche Aufregung. dorf gebracht worden sei. Das trifft nicht zu. Der Giftmörder vom Unter den als nicht öffentlich bezeichneten Punkten der haben die organisierten Bauunternehmer die Stirn, gegen die BauUnd bei solchen Vorfällen, die sich alle Augenblicke ereignen, ' Teufelsfee ist eben erst der Nenen Charité zugeführt worden, um auf seinen Geifteszustand untersucht zu werden, und wird dort bis Tagesordnung waren auch die ohnverhältnisse der fontrolle durch Arbeiter mobil zu machen, die einzig im nach Ablauf der üblichen Beobachtungszeit bleiben. Er verhält sich, ichterfelder Straßenarbeiter aufgeführt. Es müssen stande wäre, das gemeingefährliche Treiben zu verhüten. Nirgendwo wie wir schon mitteilten, fehr ruhig und macht den Eindruck eines dieses Teils der Tagesordnung hinter verfchloffenen Thüren nehmer die frevelhafte Marotte des„ Herr- im- Hause- Spielens" auswie wir schon mitteilten, sehr ruhig und macht den Eindruck eines er gewichtige Gründe gewesen sein, welche die Verhandlung tritt wohl flarer für den Arbeiter die Pflicht zu Tage, dem Unternachdenklichen Manns. Sonderbar find die Tätowierungen, die sich Jänide auf seinen Armen hat anbringen lassen. Auf dem herbeigeführt haben. Nach eingehender Information von kompetenter zutreiben, als grade im Baugewerbe. rechten Oberarm stehen ein Herz und die Buchstaben R. J., darunter Seite sollen jedoch die ausgezeichneten Lohnverhält- Wie die maßgebenden Gesegesverlegungen unsrer Staats: zwei Striche und unter diesen zwei gekreuzte Degen. Der rechte" isse der Gemeinde- Arbeiter von Groß- Lichterfelde die süßen auch in niederen Kreisen zur Nachahmung reizen, lehrt Unterarm zeigt die Inschrift:„ Tod dem Verräter." Darunter steht Hauptschuld an der nicht öffentlichen Behandlung der Angelegenheit ein Pistolenduell, das auf einer Wiese bei Kattowig stattfand ein von Kreuzen rings umgebener Totenkopf, unter diesem der Mond tragen. und worüber die Kattowiger 3tg." berichtet: Der Gemeindebeamte und Sterne und darunter zwei Beile. Der linke Oberarm weist Löhne jener Arbeiter eine aufreizende Wirkung auf die übrigen Meinungsverschiedenheiten geraten, die schließlich zu einer Forderung Man befürchtete nämlich von dem Bekanntwerden der hohen eines Dorfs in der Nähe von Kattowig war mit einem Steiger in zunächst in einer Reihe hinter einander die großen Buchstaben O. B. Schichten der Arbeiterbevölkerung und eine möglicherweise dadurch auf Pistolen führten. Es erfolgte ein mehrmaliger sengel wechiel, E. J. E. B. auf. Auf dem linken Unterarm befinden sich ein fliegender eintretende materielle Schädigung privater Arbeitgeber. Bogel und drei Kreuze. Der Rüden der linken Hand zeigt eine eintretende materielle Schädigung privater Arbeitgeber. doch verlief der Zweikampf umblutig und es fand eine Versöhnung geringelte Schlange und zwei gekreuzte Degen, der linke Ringfinger aus obigen Gründen erfolgte nicht öffentliche Verhandlung der Sache gefeiert wurde. Hier kam es bald darauf wieder zu einem Streit. So sehr wir nun geneigt sind, der Gemeindevertretung für die der Parteien statt, die in einem Restaurant in entsprechender Weise mildernde Umstände zuzusprechen, so möchten wir doch den Wunsch Im Verlauf desselben zog der Gemeindebeamte die Schußwaffe aussprechen, daß fünftig solche Gegenstände der Tagesordnung hervor. Diese entlud sich und das Geschoß drang in das Sofa öffentlich verhandelt werden, selbst auf die Gefahr hin, hinein. Hinterher tam es noch zu einer Brügelei, bei welcher daß die hohen Löhne, welche die Gemeinde ihren Arbeitern bezahlt auch völlig unbeteiligte Personen mit Schlägen bedacht wurden. was für erstere mur ehrend sein kann, auch der übrigen Welt bekannt werden. childert. einen Ring. auf 12 M. Da Ein Hochstaplerpärchen beschäftigt seit geraumer Zeit die Strafbehörden. Am 15. März des Jahrs 1898 mietete eine 32 Jahre alte aus Baugen gebürtige Modiftin Hedwig Winkler in der Bandelftraße 37 eine Wohnung von zwei Stuben und Küche. Im März dieses Jahrs zog zu ihr ein Herr Knut Ossian von Ackerhielm, Kein Pestfall in Hamburg. Ueber die gestern berichtete Ander sich Gesanglehrer, Artist und Sentier nennt. Die Leute gelegenheit wird gemeldet: Ein mit dem Dampfer Hamm" am Ueberfahren und schwer verletzt wurde gestern nachmittag Sonntag aus Glasgow hier eingetroffener Matroje meldete dem waren bald sehr vertraut miteinander, und als sie am in der Kolonie Grunewald ein unbekannter Mann von einem revidierenden Arzt, daß er an Halsschmerzen leide. Der Matrose 9. August 5. Is. von einer achttägigen Reise zurüdfehrten, Privatfuhrwert an der Ecke der Bismarck und Königs- Allee. Er wurde dem neuen allgemeinen Krankenhause zur Beobachtung übererzählten sie jedermann im Hause, sie seien in Christiania zog sich schwvere innere Verlegungen und drei Rippenbrüche zu und wiesen. Wie der Hamburgische Korrespondent" nunmehr mitteilt, gewesen und hätten sich dort verheiratet. Der Mann verbreitete wurde zunächst nach dem Charlottenburger Amtsgericht gebracht. hat die ärztliche Untersuchung mit Bestimmtheit ergeben, daß der Dieses Märchen auch außerhalb des Hauses und vergaß dabei nicht nachdem er dort die erste ärztliche Hilfe erhalten hatte, brachte man Matrose an einer ganz ungefährlichen als entzündung leidet. zu betonen, daß ihm seine Frau 40 000 m. mitgebracht habe. Diese ihn mit einem Koppschen Rettungswagen nach dem Charlottenburger Alle Vorsichtsmaßregeln, die aus Anlaß dieses Krankheitsfalls geund andre Ausstreuungen verschafften dem Bärchen bei Geschäfts- Strankenhause, wo er noch bewußtlos daniederliegt. Teuten Kredit, und so gelang es ihn, einem Juwelier in der troffen waren, wurden daraufhin wieder aufgehoben. Kastanien- Allee Waren für 4000 M., einem Schneider Unter den Auf dem neuen Fabrikgelände der Aktiengesellschaft Linden einen Anzug und andre Sachen im Wert von 600 m. und Siemens u. Halske am Nonnendamm( Unteripree), wo das einem Weinhändler für 200 M. Wein abzuschwindeln. Das wird aber große Stabelwert und eine Gelbgießerei bereits im Betriebe find, wohl noch nicht alles sein. Plötzlich mußte Herr v. Aderhielm wird binnen kurzem der Bau eines Dynamowerts und einer Eisenabreisen. Seine Frau erzählte, daß er zur schwedischen Gesandtschaft gießerei in Angriff genommen. Die gesamte Industrie- Anlage wird nach Rio de Janeiro berufen worden sei, bei der Polizei wurde er zur Beschäftigung von 6000 Arbeitern eingerichtet. als unbekannt verzogen" abgemeldet. Die zurückgebliebene Frau gab unter diesen Umständen vorzeitig ihre Wohnung auf und zog 1 nach der Reichenbergerstr. 134. Von dort aber brachte die Kriminalpolizei fie bereits zwei Tage später nach Moabit. Haus- und Eine stark besuchte Versammlung der centralorganisierten Wohnungsschlüffel mußte sich der Wirt aus der Bandelstraße erst Maler tagte am Dienstagabend im Gewerkschaftshaus. Der große bei der Kriminalpolizei wieder holen. Herr v. Aderhielm aber ist Saal war bis auf den letzten Plaz gefüllt. Die Tagesordig spurlos verschwunden und wird jegt stedbrieflich verfolgt. Die Große. Durch Bruch der Kontaktleitung in der Landsbergerstraße am Alexanderplatz entstand gestern früh gegen 6 Uhr eine Betriebsstörung der Großen Berliner Straßenbahn. Als die Drähte den Erdboden berührten, entwickelte sich eine riesige, weithin sichtbare Feuersäule, die erst beseitigt wurde, nachdem hinzugelommene Aufsichtsbeamte den Draht isoliert hatten. Die Kontalt leitung wurde vorläufig an einem Hause befestigt, worauf der Betrieb wieder aufgenommen werden konnte. Straßensperrung. Der nördliche Fahrdamm der Bülow straße zwischen Blumenthalstraße und Dennewigstraße wird für die Aufstellung der Hochbahnbrücken bis auf weiteres für Fuhriverfe und Reiter gesperrt, ebenso die Neustädtische Kirchstraße zwischen der Dorotheenstraße und der Straße Unter den Linden wegen Kanaliſierung. Unglücksfall am Engel- Ufer. Ein Leser schreibt uns: Dringend notwendig ist ein Schutzgitter am Kanal- Ulfer. Auch gestern morgen fiel ein Kind vor dem Gewerkschaftshause ins Wasser. Zum Glüd war hier wie in früheren Fällen auch eine Rettung mittels des Rettungslahns möglich; aber immerhin sollte die Stadtverwaltung der bestehenden Gefahr baldigst zu wehren fuchen. in ob Versammlungen. Aus Passau wird über ein Eisenbahnunglüd berichtet: Bei der Einfahrt in den hiesigen Bahnhof entgleiste Mittwochnachmittag ein Teil des Nürnberger Schnellzugs durch Zusammenstoß mit einer Rangiermaschine. Ein Maschinenführer, ein Heizer und ein Schaffner sowie mehrere Reisende wurden leicht verlegt. " Marktpreise von Berlin am 7. November 1900 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums, D.- Etr. Kartoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg Weizen, gut mittel gering Dioggen, gut di " Hen mittel gering erfte, aut mittel gering mittel not gering *) ab Bahn. " " 14,35 14,34 14,33 14,32 14,31 14,30 15,50 14,80 14,70 14, 13,90 13,30 16,20 15,20 15,10 14,20 14,10 13,20 " 6,-4, 1,60 120 1,30 1" 1,60 1,10 " 1,80 1, 1,60 " 2,80 2, 60 Stüd 1 kg bo.: Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter Gier Karpfen Aale Bander Hechte 7,32 6,50 Barsche 7,50 5,20 40, 25, Schleie Bleie 45, 20, Krebje 70, 30, 1,20 4.80 3.2,20 2,50 1,40 2,60 1, 1,80 1, 1,80 0,80 31,20 1,40 0,80 per Schot 12,- 2,50 lautete: Die eingegangene Antwort der Innung auf unsre Forderungen. Blum teilt mit, ihm sei im Laufe der vorigen Woche seitens des Obermeisters eine Zwei- Pfennig- Starte mit dem lakonischen Inhalt zugegangen, daß, da auch noch andre Gehilfen einen Lohn- †)" hafer, gur tarif eingereicht haben, die Innung nicht mit der Organisation verhandeln will, sondern wenn irgendwie Wünsche seitens der Gehilfenfchaft vorliegen, sie nur durch den Gehilfenausschuß dieselben ent- Nichtstroh gegennehmen beziv. mit demselben verhandeln werde. Zu dieser Grbsen langen Erklärung brauchte die Jnnung volle 8 Wochen Zeit. Nun- Speifebohnen mehr ergreift 2int das Wort und führt etwa folgendes aus: Die Linsen Verschleppungstheorie der Jnung sei zur Genüge bekannt, darüber dürfe man heute fein Wort weiter verlieren. Worauf es vor allem ankommt und wozu die Berliner Kollegen heute Stellung nehmen +) frei Wagen und ab Bahn. müssen, das sei zunächst die Frage: Wer sind die andern Maler entwidelte sich schwache Haltung unter dem Einfluß der günstigen Witterung Produktenmarkt vom 8. November. Getreide. Für Getreide gehilfen", die auch noch einen Lohntarif" eingereicht haben? und der niedrigeren nordamerikanischen Rotierungen, sowie auch infolge Und diese Frage findet ihre Erledigung dadurch, daß, nachdem von Roggenofferten sowohl aus Südrußland wie den Donauländern. Der die Vereinigung am 11. September in einer von ca. 1000 Personen unbefriedigende Mehlabzug übte gleichfalls einen Drud aus. Die Lieferungsbesuchten Versammlung die ausgearbeiteten Forderungen der drei preise für Weizen und Roggen stellten sich durchweg um Vorstände einstimmig genehmigt und der Innung übermittelt, tagte afer schwächte sich um 0,50 W. ab. Nüböl war behauptet. 21. September d. I. in Kellers am Spiritus. 70er Locospiritus notierte unverändert 46,50 M. verfammlung der Maler Berlins. Hier waren ca. 120-130 Perſonen anwesend; die Versammlung war von der sogenannten„ Ge- Briefkasten der Redaktion. kleinem Saal eine Montag, M.Iniedriger. Tie juristische brachte es ein Kollege, Namens de Pries, fertig, den Anwesenden Sprechstunde findet Dienstag, Aus den Nachbarorten. die achtstündige Arbeitszeit und 65 Pf. Minimallohu zu empfehlen. Donnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Charlottenburg. Wie wenig die Bourgeoisie geneigt ist, auch Der Tarif der Centralorganisation sei nichts nüße, man muß 5. R. 33. Vielleicht werden Sie in die Offenbacher Frauen Krankennur die bescheidensten Forderungen der Arbeiterschaft zu erfüllen, ich endlich an die vornehmste Aufgabe der Gewerkschaften fase, Ortsvorsitzende R. Othegreve, Rixdorf, Lessingstr. 35 III, oder in den das hat von neuem die leyte Stadtverordneten- Ver- heranmachen, es muß die Verkürzung der Arbeitszeit ganz Manteuffelstr. 41, aufgenommen. Berliner Kranten Unterstüßungsverein für Frauen, Vors. A. Burghardt, sammlung bewiesen. Auf der Tagesordnung stand der Antrag energisch in die Hand genommen werden. Als es dann nach stunden- 5. S., Hochstraße. Bei Kultivierung allen brachliegenden Lands, unsrer Genossen: Die Stadtverordneten- Versammlung richtet an den langem Debattieren zur Abftinumung tam, waren noch ca. 90 Per- befferer Ausnutzung des Bodens, wäre dies wohl möglich. Magistrat das Erfuchen, mit Rücksicht auf die außerordentliche fonen, darunter ca. 30-40 centralorganisierte, anwesend. Und das Oertel. Die Angelegenheit liegt zu weit zurück, um sie jetzt noch zu Steigerung der Kohlenpreise, Kohlen anzulaufen und Unglaubliche geschah. Diese 50 Männer Versammlung nahm den verwerten. zum Selbsttostenpreis die Einwohner der von den Lokalen" aufgestellten Tarif an und fandte nach ca. 14 Tagen O. 6. 39. Sie können den Jungen unter diesen Umständen aus dem Stadt zum Hausgebrauch während der Wintermonate abden Bericht dem Altgehilfen wie auch der Innung zu. In einer Konfirmandenunterricht nehmen; im übrigen ist der Pfarrer leider im Recht. zugeben". Den Antrag hatten auch, allerdings nicht Meisterversammlung wurde nun der Leiter dieser lokalen Versamm Wetter Prognose für Freitag, den 9. November 1900. weil sie damit übereinstimmten, sondern nur um seine Ein- lung und auch Vorsitzender der Gewerkschaft"( Maler Gen 3) Beitweise wolfig, vorwiegend heiter und am Tage warm bei mäßigen bringung überhaupt zu ermöglichen, einige bürgerliche Stadt- befragt. er fich denn die Durchführung. der auf füdwestlichen Winden; keine erheblichen Niederschläge. verordnete unterschrieben. Unser Parteigenosse Stadtv. Hirsch bat gestellten Forderung dente und da erklärte der Herr, Berliner Wetterbureau. Berantwortlicher Nedacteur: Heinrich Wekker in Groß- Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Zb. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. an wie "