Nr. 265. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mir illuftrierter SonntagsBeilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft- Zeitungss Preisliste für 1900 unter Br. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für bas übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. Centralorgan der socialdemokratischen Partei Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Wie's gemacht wird! Zur Bearbeitung der öffentlichen Meinung verwendet man heutzutage mit Vorliebe wissenschaftliche Gutachten. Irgend ein kapitalistischer Unternehmerkreis hat ein Interesse daran, seine Erzeugnisse dem Publikum zu empfehlen oder gar die Gesetzgebung in den Dienst der Propaganda für diese Produkte zu stellen- alsbald erscheinen in Zeitungen und Zeitschriften außerordentlich fachliche Auffäße von namhaften Autoritäten, die aus dem Bronnen tieffter Gelehrsamkeit und lauterfter Ueberzeugung für eine Meinung agitieren, die natürlich ganz zufälligerweise mit dem Vorteil gewisser Unternehmer zusammenfällt. Ein bekannter socialwissenschaftlicher Schriftsteller erhielt von der Firma Robert Erner, einem Institut für kaufmännische und industrielle Propaganda, deffen Reklamenotizen man nicht felten im redaktionellen Zeil Berliner Blätter begegnet, den folgenden Brief: 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonet. seile oder deren Raum 40 fg., für politische und gewertschaftliche Bereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Bfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr. nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpcdition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Jernsprecher: Hmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bocialdemokrat Berlin" Deutschlands. Dienstag, den 13. November 1900. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. gegen den Verdacht geschüßt find, daß sie etwa durch ein Honorar Gemeinsam ist ihnen die Pflege des militaristischen Geistes, ohne ron 100 m. oder 500 M. zu bestechen" wären. Einige den der moderne Absolutismus überhaupt nicht bestehen kann. dieser Herren find mit mir in Verbindung getreten Aber man braucht nur an den Krimkrieg zu erinnern, der gegen und ich glaube, daß fie, wie auch alle sonstigen die europäische Hegemonie Rußlands geführt wurde, um sich sofort Schriftsteller, Aerzte und Künstler, die im Interesse der zu sagen, daß die deutsche Auflage des Bonapartismus sich zu Buderindustre thätig sind und dafür angemessen honoriert wurden, solchen Leistungen niemals aufschwingen wird. Dafür ist sie um so es als eine schwere Beleidigung empfinden würden, wenn man sie eifriger, ihr Vorbild nachzuahmen auf den Gebieten, wo der zweite für„ bestochen" erklären wollte. und falsche Bonaparte nur seine letzten und unsichersten Notbehelfe Ich hoffe, daß Sie Ihre mich beleidigende Unterstellung zurüd- fuchte: in den überseeischen Expeditionen. Jedoch läßt sich nicht benehmen werden, da ich mir anderufalls in gerichtlichem Wege haupten, daß auch nur in diesen bescheidenen Grenzen die Kopie die Bestätigung verschaffen müßte, daß bei finngemäßer Auslegung recht gelingen will. Es ist wahr: wenn der preußische Hofgeschichtsin meinem Schreiben ein Bestechungsversuch nicht gefunden werden schreiber Treitschke in seinen Aufsägen über das zweite Kaiserreich tann." sagt, daß die Hunnischen Plünderer des großen Tempels der Mit einem Geschäftsmann der Reklame über schrift. Chinesen ein neues Reis hinzugefügt hätten zu jenem Lorbeerstellerische Moral zu diskutieren, würde zwecklos sein. Wir frange, dessen Blätter die Namen Speyer, Freiburg, Worms und Wie aber bisweilen der Zufall von freigebigen Gefolgen daher lieber der Neigung des Herrn Erner zum Gericht Heidelberga deleta tragen", so mag man auch durch die deutschen schäftsleuten dirigiert wird, dafür können wir im Nach lichen, nur da läßt sich die an den Autor gestellte Zumutung Soldatenbriefe aus China an die Verwüstung der Pfalz durch folgenden ein sehr erbauliches Beispiel mitteilen: sehr leicht charakterisieren. Da man einem Schriftsteller oder Ludwigs XIV. General Melac erinnert werden, und vielleicht- wer Gelehrten zum mindesten die Beamten ehre zubilligen darf, weiß? werden einst die Chinesen ihren Hunden deutsche Namen so würde es sich, vorausgesetzt, daß nur die wirklichen beilegen, wie heute noch so viele deutsche Hunde auf den Namen Ueberzeugungen durch das hohe Honorar zur Offenbarung Melac herumlaufen. Aber so viel ist auch richtig, daß sich das zweite angeregt worden sind, um jenes Vergehen handeln, das das Kaiserreich niemals offen zur Hunnenpolitik bekannt hat: es that Strafgesetzbuch im§ 331 ahndet: Annahme von Geschenken wenigstens so, als ob es auch mit seiner chinesischen Expedition an " Ich gestatte mir die ergebene Anfrage, ob Sie bereit wären, oder Vorteilen für eine an sich nicht pflichtwidrige Handlung. der Spitze der Civilisation marschierte und übrigens ist durchaus für das Ihnen zugängliche Organ einen Aufsatz über den Man sieht die Industrie versteht auf vielerlei Wegen nicht zu bestreiten, daß es dabei räsonnablere Zwecke verfolgt hat, Zucker als Nahrungsmittel zu schreiben. Der Aufsatz würde zu agitieren. Es braucht nicht immer Posadowsky und als jene Chinapolitit, die mit der Pachtung Kiautschous began. eine Warnung vor den künstlichen Süßstoffen zu enthalten Woedffe zu sein, sie nimmt auch mit Herrn Erner vorlieb und hören wir indessen Treitschte weiter. Er schreibt„ Die militärischen haben, deren Nährwertlosigkeit und eventl. Gesundheitsschädlichkeit den durch seine Vermittelung bezahlten„ Autoritäten", um die Spektakelstücke des Kaiserreichs wurden aufgi führt mit einer hervorzuheben wäre. Sofern Sie auf dem Standpunkt stehen, Gesetzgebung in einem erwünschten Sinne zu beeinflussen. theatralischen Prahlerei, einer Noheit des Gefühls, die an das alte daß wirksame gesegliche Vorkehrungen erforderlich sind, Wären wir boshaft, so hätten wird mit der Veröffent- Rom erinnert. Als die von Sebastopol heimkehrenden Truppen an um die Nahrungsmittel- Verfälschung, die zur Zeit mit Saccharin lichung dieser Zeugnisse kapitalistischer Moral, die sich alles der Bendomesäule vorbeidefilierten, da schritten die barmherzigen getrieben wird, zu unterbinden, würde ich Sie bitten, einen bezig zu kaufen vermißt, gewartet, bis die zehn hochangesehenen Schwestern, die Jammergestalten der Verwundeten vor den Regi lichen Wunsch in dem Aufsatz mit zum Ausdruck zu bringen. Autoritäten ihre Zuckerschwärmereien in illustrierten Blättern mentern einher; die Soldaten alle im schmutzigen Feldanzuge, auf Ich würde Ihnen für den Aufsatz ein die normalen fundgethan haben würden. So aber haben wir vielmehr das daß die wilde Majestät des Kriegs, die Glorie des Soldatenstands Sähe erheblich übersteigendes Honorar zur Verfügung follegiale Bedürfnis, die Namen" vor den Lockungen des den blasierten Hauptstädtern recht anschaulich werde... Das Kreuz ftellen können, sofern es Ihnen gelingt, denselben in dem Reklame Instituts zu warnen, einstweilen sich sich allzu der Ehrenlegion war auch dem gemeinen Soldaten erreichBlatte, für das Sie ständig arbeiten, zum Abdruck zu bringen. überzeugt für den Zucker zu begeistern. Ein Artifel aller bar, geringe Verdienste wurden durch die neue MilitärIndem ich Sie zunächst bitte, diese ergebene Anfrage zunächst verdings ist bereits erschienen, der genau nach dem Rezept medaille belohnt. Für jeden Feldzug ward eine Denkmünze traulich behandeln zu wollen, zeichne ich 2c. Robert Erners hergestellt ist. gestiftet, auch an die militärische Promenade nach Beting In der Medizinischen Woche" veröffentlicht der Nahrungs- erinnerte die Medaille mit dem Drachenbilde." Selbst nach mittel- Chemiter Dr. Lebbin, gerichtlicher Sachverständiger in dieser gewiß nicht wohlwollenden Schilderung erscheint das ziveite Berlin, einen Artikel über den Ruder als Nahrungs- und Kaiserreich noch immer als ein unerreichtes Vorbild für das„ Neich Genußmittel". Herr Robert Erner und die von ihm geförderte der Gottesfurcht und der frommen Sitte". Es mochte seine Buderindustrie dürften an diesem Aufsatz ihre helle Freude militärischen Epettafelstücke mit theatralischer Brahlerei aufführen, haben. Da wird genau nach der hoch honorierten Weisung gezeigt, aber es wartete wenigstens damit bis nach dem Siege; so viel daß der Zucker nicht allein Genußmittel, vielmehr ein un- Arges an theatralischer Brahlerei" den Bonapartistischen Marschällen schäzbares Nährmittel ist und andrerseits, daß das Saccharin mit vollem Recht nachgesagt werden mag, das hat feiner von ihnen und seine Konkurrenten nicht nur teine Ersatzmittel für Zucker jemals fertig gebracht, auf Vorschuß- Lorbeerkronen zut reisen, wie sind, da sie nur den Genußwert, nicht den Nähr der Weltmarschall Waldersee. Und nun gar der Gedanke, daß wert des Zuckers zu ersetzen vermögen, sondern vielmehr der Orden pour le mérite oder auch nur der Rote Adler geeignet sind, den Nährwert andrer Nahrungsmittel zu beein- vierter Güte mit Schwertern dem gemeinen Soldaten erreichbar trächtigen." sein könne. Ueber der bloßen Möglichkeit ginge der deutsche Militarismus schon aus dem Leime. gesid alal 0 Der Sinn dieses Briefs war von erstaunlicher Unzweideutigkeit. Der Urgrund dieses Bedürfnisses, über die Seg nungen des Zuckers das Volk aufzuklären, lag flar zu Tage. Diese Reklamefirma hatte von der Zuckerindustrie einen Fonds zur Verfügung gestellt erhalten, um Stimmung für eine gefeßgeberische Beschränkung der Zuckersurrogate zu machen. Diese Stimmung sollte auf, wissenschaftlichem" Wege erzeugt werden, also wandte sich Herr Robert Erner mit klingendem Gelde an flingende Namen. Männern, die als Mitarbeiter von Preß organen leicht den Weg in die Oeffentlichkeit finden, wurde ein anormal hohes Honorar versprochen, sofern sie Artikel gegen die Zuckerfurrogate in die ihnen zugänglichen Organe zu schmuggeln verständen. Welche Ueberzeugung für dieses anormale Honorar zu liefern wäre, wurde der Bequemlichfeit halber und um Irrtümer zu vermeiden, gleich mit angegeben. Jedoch in einem Punkte bemüht er sich wenigstens redlich, das zweite Kaiserreich geistig nachzuahmen, und zwar dadurch, daß er in der ersten Khaki Anleihe 70 000 M. für eine Medaille mit dem Drachenbilde" fordert. Sollte ihm diese Forderung wirklich von den bürgerlichen Parteien gestrichen werden? Das hieße einen edlen Ehrgeiz frivol entmutigen, jedoch wir werden ja sehen. Ganz besonders auffällig ist, daß in diesem Aufsatz eines gerichtlichen Sachverständigen nicht nur auf die Nährwert losigkeit des Saccharins hingewiesen wird, sondern auch Wenn ein Schriftsteller aus eignem Antrieb feiner Ansicht genau wie Robert Erner meinte auf die Schädlichkeit; gemäß einen Aufsatz über den Nugen des Zuckers und die diese Surrogate sollen nämlich auch verhindern, daß die Aus. Gefährlichkeit des Saccharins veröffentlicht und dafür von dem nugung der andren Nahrungsmittel ebenso vollständig erfolgt, Verlag des Blatts ein Honorar empfängt, so ist das ein durch wie wenn die Süßstoffe in der Nahrung fehlen". Dr. Lebbin aus anständiges Verfahren. Wenn ihm aber zugemutet wird, wird angesichts solcher fatalen Aehnlichkeit mit Exnerschen einen von dritter interessierter Seite bestellten Anregungen gut thun, öffentlich zu erklären, daß er nicht von und über den Preis bezahlten Artikel in ein ihm zugängliches dem Institut für industrielle Propaganda ein unnormal Blatt zu lancieren, so ist das ein brutaler Bestechungsversuch, hohes Honorar empfangen habe. so bedeutet das die Zumutung an den Autor, um eines hohen Die Socialdemokratie hat feinen Anlaß, für das Saccharin am Donnerstag in Köln der Ausschuß des Gesamtverbands christHonorars willen das Vertrauen des Blatts und des Publi- oder die Interessen der Saccharin Industrie einzutreten. Und fums gröblich zu täuschen. Und dieses Anfinnen wird dadurch wir zweifeln auch nicht, daß die Fabrikanten diefer Surrogate nicht weniger schimpflich, wenn die honorierte Ueberzeugung sich ähnlicher Propagandamittel bedienen wie die Zucker mit der wirklichen Ueberzeugung übereinstimmt. Höchstens industrie. das Reichsamt des Innern würde in einer solchen Be- Für uns ist dieser Fall deshalb bedeutsam, weil er einflussung nichts Entwürdigendes sehen jeder anständige wieder einmal an einem urkundlichen Beispiel zeigt, Schriftsteller empfindet eine derartige Offerte als schwere Be- wie in der kapitalistischen Gesellschaft Meinung gemacht wird. leidigung. Die Fälschung der geistigen Lebensmittel, das künstliche Surrogat der öffentlichen Meinung ist sicherlich für die Gefundheit des Volks gefährlicher als alle Süßstoffe. Der erwähnte Autor antwortete denn auch der Firma Erner, daß er sich angesichts der groben Beleidigung nicht für verpflichtet halte, die Angelegenheit vertraulich zu behandeln. Politische Neberlicht. Berlin, den 12. November. Die Medaille mit dem Drachenbilde. Die Wirkung dieser Epistel war bei der Firma- ein Ausbruch sittlicher Entrüstung und zugleich ein tindischer Versuch, den Schriftsteller durch Drohungen einzuschüchtern, damit er es nicht riskierte, den schmählichen Handel an die Oeffentlichkeit zu bringen. Zugleich aber framt Herr Robert Das absolutistische System, das gegenwärtig im Deutschen Reiche Erner in seinem Aerger und seiner Angst unvorsichtig weitere herricht, ist nicht der, patriarchalische Absolutismus der vormärzlichen Geschäftsintimitäten aus. Herr Robert Erner schrieb diesmal geit. Nach seinem historischen Wesen hat Engels es einmal mit den persönlich die Antwort; sie lautet: Worten geschildert: Es kommen Perioden vor, wo die kämpfenden Auf Ihr Schreiben zu antworten kann mich nur der Um- Klaffen einander so nahe das Gleichgewicht halten, daß die Staatsstand veranlassen, daß Sie sich beleidigt glauben. Ich habe gewalt als scheinbare Vermittlerin momentan eine gewisse Selbbisher nicht gewußt, daß eine höfliche Anfrage an einen Schrift- ständigkeit gegenüber beiden erhält. So die abfolute Monarchie des ſteller, ob er bereit wäre, sich im Sinne einer Ueberzeugung zu fiebzehnten und achtzehnten Jahrhunderts, die Adel und Bürgertum äußern, für die eine Reihe bedeutender Gelehrter und angesehener gegen einander balancierte; so der Bonapartismus des ersten und namentPolitiker eintreten, eine Beleidigung ist. Daß mit solcher Anfrage lich des zweiten französischen Kaiserreichs, der das Proletariat gegen die ein Honorarangebot verknüpft ist, erscheint mir selbstverständlich, Bourgeoisie und die Bourgeoisie gegen das Proletariat ausspielte. Die und daß ich in die Lage gefeßt bin, hobe onorare neueste Leistung in dieser Art ist das neue Deutsche Reich Bismärdischer anzubieten, erfreulich. Ein wörtlich gleichlautendes Nation: hier werden Kapitalisten und Arbeiter gegen einander balanciert Schreiben, wie an Sie, ist an etwa 10 Autoren gegangen, und gleichmäßig geprellt zum Besten der verkommenen preußischen Krautdie mir als Mitarbeiter angesehener illustrierter Journale be. junker." So Engels vor etwa fünfzehn Jahren, und seitdem hat zeichnet wurden und unter denen sich eine Reihe von Herren be- ihm die historische Entwicklung bestätigt, daß sich das zweite Kaiserfinden, die gleich Ihnen durch ihren litterarischen und wissenschaft- reich noch so zu sagen halbwegs großartig ausnimmt gegenüber dem lichen Ruf und ihre wirtschaftliche und gesellschaftliche Position„ Reich der Gottesfurcht und frommen Sitte". Der Ausschuß der chriftlichen Gewerkschaften und die Bischöfe. Zu dem Hirtenschreiben der preußischen Bischöfe und dem Erlaß des Erzbischofs von Freiburg nahm licher Geiverkschaften Deutschlands Stellung. Man beschloß die folgende Erklärung: 14 „ Die Mitglieder der christlichen Gewerkschaften, die mit großer Mühe und unter großen Opfern jene ins Leben gerufen haben, milssen sich gegen den Ausdruck in dem Erlaß des Herrn Erzbischofs von Freiburg, daß ihnen das Wort„ christlich" nur leerer Schall und ein Auchängeschild sei und daß sie nur für die Socialdemokratie jene Kreise organisierten, die einstweilen noch auf dem Boden der gegenwärtigen Gesellschaftsordning bleiben wollten, auf das entschiedenste verwahren. Diese Annahme, wie sie in dem fraglichen Erlasse und auch in einem kleinen, allerdings nicht maßgebenden Teile der fatholischen Preffe zum Ausdruck gekommen ist, ist durch keinerlei Thatsachen begründet und eine unverdiente Kränkung der bisher in der christlichen Gewerkschaftsbewegung thätigen Mitglieder und Freunde des Arbeiterstands. Wir erklären es als selbstverständlich und mit Nachdruck, daß wir nach wie vor in der Durchführung der gewerkschaftlichen Ziele die christlichen Grundsäge als Richtschnur anerkennen. Eine Vereinigung aller Arbeiter der verschiedenen Berufe in einheitlichen Organi. fationen ist allerdings das zu erstrebende Ziel; doch muß verlangt werden, daß solche Verbände in ihrer Wirksamkeit den christlichen Grundsägen nicht widersprechen. Da unter den obwaltenden Verhältnissen in absehbarer Zeit solche Gewerkschaften ausgeschlossen erscheinen, halten wir an dem auf dem ersten Kongreß der christlichen Gewerkschaften zu Mainz aufgestellten Programm fest, nach welchen unsre christlichen Gewerkschaften intertonfessionell und politisch 11t parteilich auf chriftlicher Grundlage bestehen sollen. Wir geben der Erwartung Ausdruck, daß, nachdem jetzt voit uständiger Seite die zu Tage getretenen Mit verständnisse Gewerlschasten von in den Weg gelegt beseitigt sind, der Entwicklung der christlichen keiner Seite fernerhin mehr Schwierigkeiten werden". Die„Köln. Volks-Zeitung" bemerkt dazu, datz sie erwartet hätte, der Ausschuß würde auch Stellung nehmen zu der neuesten Kund gebung deS Freiburger Erzbischofs. Befremdlich ist e» allerdings, daß der Rückzug des Bischofs bei der Abfassung der Erklärung so ganz außer Berücksichtigung blieb. Legten die Mitglieder des Aus- schusseS auf die Aeutzerung deS Bischofs keinen Wert, halten sie den Rückzug nur für einen scheinbaren, der angetreten wurde, um die katholische Arbeiterschaft zu beruhigen? Der Ausschuß hat es nicht gewagt, die Konsequenzen der Debatten des Frankfurter Kongresses zu ziehen, sondern er hat sich auf den Boden des M a i n z e r, deS ersten christlichen Gewerb schckftskongresses gestellt. Das„christliche" soll aufrecht erhalten werden, im übrigen sollen die Gewerkschaften interkonfessionell und politisch unparteiisch seien. Es würde unS sehr leicht fallen, aus den Statuten der christlichen Gewerkschaften den Nachweis zu führen, daß diese nichts weniger als politisch unparteiisch sind. Auch wenn die katholischen Gewerkschaften wirklich int er- konfessionell sein wollen, werden fie ihre Statuten einer gründlichen Revision zu unterziehen haben. Aber davon abgesehen: Was heißt es, bei Durchführung der gewerkschaftlichen Ziele die„christlichen Grundsätze als Richtschnur" nehmen wollen? Herr Brust, der Mitunterzeichner der Erklärung, hat ja den Streik der Bergleute am Piesberge durch- geführt. Die Bergleute wollten die christlichen Grundsätze hochhalten, indem sie sich ihre Feiertage, die fie von Alters her als solche begangen, nicht nehmen lassen wollten. Die Unternehmer pfiffen aber auf jene christlichen Grundsätze, für sie war und ist die Profitm acherei der oberste Grundsatz. Auf der andern Seite sind aber Demut, Zufriedenheit hohe christliche Grundsätze; nach welchen richten sich nun die GeWerk- schaften bei ihrem Vorgehen? Der Grundsätze und der Vorschriften, welche die gläubigen Christen befolgen müßten, sind so viele und«inander so wider- sprechend, daß die Gewerkschaften, falls fie die christlichen Grundsätze als Richtschnur nehmen wollen, an diesen inneren Widersprüchen zu Grunde gehen müssen. Gewerkschaften sind Wirtschaft! ich e Vereinigungen und können nur nach real- wirtschaftlichen Grundsätzen geleitet werden.— Potcmkinsche Kolonien. Ein neues Urteil über den Gouverneur von Ostafrika, Herrn General v. L i e b e r t, wird in dem eben erschienenen Heft 23 der „Kolonialen Zeitschrift" bekannt. Es stammt von einem früheren Sekretär der deutschen Kolonial-Gesellschaft und Plantagenbauer M e i n e ck e, der jetzt hier einen„Kolonialverlag" gegründet hat und in ihm eine Kolonialbroschüren-Serie herausgiebt. Was ihn dazu veranlaßt hat, wissen wir nicht; wir kennen den Herrn nicht. Es steht nur fest, daß er das Bedürfnis gefühlt hat, den Ursachen der gegenwärtig in Ostafrika herrschenden wirtschaftlichen Stagnation nachzugehen und sie zu veröffentlichen. Da in diesen Tagen daS allerding» anscheinend wieder dementierte Gerücht durch einzelne Zeitungen ging, sowohl Deutsch-Ost- wie Deutsch-Südwest-Afrika gelte in unsren maßgebenden weltmachtpolitischen Kreisen nur noch als Tauschobjekt, so gewinnt ja das Urteil einzelner Kenner über den Wert dieser unsrer viel gefeierten Kolonien natürlich besondere Beachtung. Und eben dieses Urteil geht über Deutsch- Ostafrika dahin, daß diese unsre angeblich wertvollste Kolonie besonders unter der weisen Fürsorge ihres letzten Gouverneurs, des Herrn v. Liebert, im Gmnde nichts oder sehr wenig wert sei und das auch bleiben werde. Räch der„Kolonialen Zeitschrift" kommt Herr Meinecke zu denr Urteil, daß Herr v. Liebert daS wirtschaftliche Maß eines Gouverneurs, das heutzutage notwendig geworden ist, nicht besitze und darum gänzlich versagt habe. Hinfichtlich der einzelnen Teile des Liebertschen Programms bestreitet Meinecke zunächst, daß die Behauptung des Gouverneurs, in der ganzen Kolonie herrsche absoluter Friede, richtig sei. eine Be- Häuptling, die augenscheinlich auf der Unkenntnis des Gouverneurs von dem Charakter des Negers beruhe. Des weiteren wendet sich Meinecke gegen das Verwaltungsprincip des Gouverneurs, der überall kostbare Stationen gründet, un, zu herrschen, wo nichts zu beherrschen ist. ES ist dasselbe. was Herrn v. Liebert andre zum Vorwurf machen; das lediglich für die oberflächliche Außenwelt berechnete System pompöser Verwaltungseinrichtungen, jene Baue Potemkinscher Dörfer, die ja auch den englischen Konsul in Sansibar, den Ta feig en o ss en des Herrn v. Liebert. so getäuscht haben, daß er zu einem glanzvollen Bericht sich veranlaßt sah. der zufällig gleichzeitig mit Herrn v. Liebert in Deutschland auftauchte. Meinecke glaubt, datz die Kosten der pompösen Liebert- schen Verwaltung niemals, nicht einmal zum Teil, wieder herauskommen werden. Ueber die EntwicklnngSmöglichkeit Deutsch- OstafrtkaS gebe mau sich ganz gewaltigen Täuschungen hin, die Produttiou der Eingeborene» sei stationär geblieben, die Handelsbilanz äußerst ungünstig schon seit Jahren, und der Etat werde immer größer.. Die Hiittensieuer würde kaum die Kosten ihrer Eintreibung decken, und andre H i l fs q u e lle n gäbe es nicht, die eine Steigerung des Etats rechtfertigten. Schließlich geht Meinecke auf den so oft und so pathetisch von Herrn v. Liebert, weil sonst seine Weisheit zrt Ende ist, ausgestoßenen Notschrei nach der Central« bahn ein und kommt dabei zu einer geradezu v e r- nichtenden Kritik der Centralbahn- Phrasen. Auch diese? Strohhälmchen wird Herrn v. Liebert entrissen. So kommt fast stückweise dasselbe Urteil über unsre Kolonien aus den Kreisen unsrer„Kolonialpraktiker" an die Oeffentlichkeit, was die Socialdemokratie seit Anbeginn unsrer ruhmvollen kolonialen Aera auszusprechen den Mut hatte. UebrigenS wirb bei dieser Ge- legenheit bekannt, datz Herr von Liebert noch immer nicht seinen Angreifer und Enthüller. den Dr. Hans Wagner,' gerichtlich belangt hat, wozu dieser sich bekanntlich ihm gegenüber selbst erboten hatte.— mann genannt sein mögen, durch eine„vorübergehend Association" geführt werden, die propagandistisch eine ähnliche Rolle für Industrie und Handel spielen soll, wie der„Bund der Landivirte" für sie Landwirtschaft. Herr v. Siemens perhorreScierte besonders das Hervorkehren jedes politischen Standpunkts. Der Verein wolle unter den Konservativen und dem Eentrum sowohl, wie unter den Liberalen seine Mitglieder lverben. Der JahreS-Etat des neuen Bunds wurde auf 200000 M festgesetzt. Mit einer solchen Summe läßt sich immerhin schon ein hübsches Stück Agitationsarbeit leisten, wenn unS auch die politisches! Neutralität die energische, einheitliche Aktion zu erschweren scheint Warten wir indes die Thaten deS Bunds ab.— Nationalliberales. Der Centraivorstand der nationalliberalen Partei war am Sonntag in Berlin versammelt. Zur Zolltarif frage nahm man keine Stellung. In der C h i n a f r a g e billigten die Herren alles außer der verspäteten Einberufung des Reichstags� Zum Fall Woedtke-Bueck wurde beschloffen: „Die Thatsache, daß da? Reichsamt des Innern von einer privaten Vereinigung Gelder zur Agitation für eine Borlage des Bundesrats in Anspruch genommen hat, bietet keinen Grund, die Unbestechlichkeit unsrer Regierung auch nur in Frage zu ziehen, wohl aber giebt sie Veranlassung, zu betonen, daß es im Jnter esse des Ansehens der Regierung und einer unparteiischen Ver waltung als unzulässig erachtet werden muß, wenn die Regierung von Jnteressentengruppen Mittel zu politischer Agitation annimmt oder gar fordert." Schwächlicher läßt sich nicht gut ein Protest formen I— Alkoholische Chinabegeisterung. Alle Lumpenkisten aller patriotischen Haushaltungen im Reiche werden zur Zeit ausgeräumt, alle Geschäftspatrioten suchen ihre ältesten Ladenhüter zusammen, und in Kisten, Ballen, Säcken und Fässern schickt man das unter der Firma„Liebesgaben" an die Centralsammelstelle in Bremen, um als opferbereiter Patriot in den veröffentlichten Ouittungslisten zu glänzen. Der giebt ein paar alte Hofen, jene einige gebrauchte Oberhemden, dieser eine alte Lederjacke oder einen' motten zerfressenen Gehpelz. Alle kommen sie hervor, die zurück� gesetzten Normal- Schweißsocken, Pulswärmer, billige Shlipse, seidne Taschentücher, baumwollne Handschuhe, Strickwesten mit Aermeln und diverse andere baumwollene und ivollene Restbestände, die niemand mehr kaufen mag und die als„Liebes gaben" vermutlich auch nur zum geringsten Teil ihrer natürlichen Zweckbestimmung zugeführt werden dürften. An 600 Kisten voll hat es sich nach den bis jetzt veröffentlichten drei Verzeichnissen im „ReichS-Anzeiger" der Patriotismus schon kosten laffen. Damit bei der„christlichen" Massenschlächterei die Erbauung nicht fehle, hat man auch für die nötigen Schriften dazu gesorgt Evangelien und Psalmen, Gebetbücher, Evangelische Sonntagsblätter und„Kölnische Volkszeitung"— Herr I. P. Bachem in Köln spendet gewissenhaft Woche für Woche sein Paket. Und Eau de Coloane— zum Gntricchen— etliche Eimer voll! Aber das alles ersäuft in einem Riesenstrom von Alkohol jeder Art; Schnaps von hundert Rainen, alle Biere und Weine Deutsch lands erscheinen in den Verzeichniffen in Quantitäten, datz die Be- geisterung der Chinakrieger aufs höchste steigen nmtz. Vielleicht 70, 80 000 Flaschen, dazu 11 Fässer Bier, ebensoviel Wein, 11 7ö0 Flaschen, 870 Liter, 868 Kisten und 8 Fässer Schnaps, dazu 58 000 Flaschen und 780 Kisten Mineralwässer und Fruchtsäfte— daS ist wirklich ein reicher Segen. Die Cigarren- und Tabakspenden dürfen nicht unerwähnt bleiben vielleicht 600000 Cigarren. ebenso viel Cigaretten und Rauchtabä! für jeden der 20 000 Mann auf drei Wochen zu rauchen— wahrlich, ein Patriotismus, der in hellen Flammen lodert. Aber würden alle diese nach Anerkennung lechzenden Jntereffcnten des Wcltmacktkursus auch nur für ein Jahr die Zinsen der Anleihe aufbringen mögen, die dem Reiche für das chinesische Abenteuer auf gebürdet werden soll?— Deutsches Weich. Gegen den Doppeltarif soll sich, der„Tägl, Rundschau" zufolge Graf Büloio erklärt haben. Graf Posadowskh, so heißt«S weiter, füge sich der vorgesetzten Einsicht seines Chefs, deS Kanzlers. Ist das richtig, so wird man demnächst in der agrarffchen Presse lesen, Graf Posndowsky habe sich in der 12000 Mark-Affaire doch schwer kompromittiert!— Ein Anti-vnndler-Bnnd, alias«in Handelsvertrags- Verein. ist am Sonntag unter mächtigem Tam-Tam von 300 „namhafte»" Vertretern de« Industrie-, Handels- und BöcsenlapitalS gegründet worden. Wie der Name schon sagt, ist es Zweck d«S neuen Bundes, den hochschutzzöllnerischen Bestrebungen der Agrarier und Bueck- Leute entgegenzuwirken. Der Kampf um eine dem Export- Handel günstige HandelsvertragSpolitik soll nach der Absicht der Bundesgründer, unter denen die Herren Siemens und W o e r- Chinesische Unverschämtheit nennt eS die„Staats- bürger-Zeitung", daß Li-Hu»g-Tschang als Vicekönig von Chili an die fremden Gesandten ein Rundschreiben rickitcte, in dein er gegen die zum internationalen Sport gewordenen Menschenjagden Protest einlegte. Li erinnerte in„unverschämter Weise" daran, daß der alleinige' Ziveck der internationalen China-Expedition die Be- sreiung der Gesandten gelvesen sei. Dieser Ziveck sei längst erreicht so daß die Streifzüge im Innern jeder Berechtigung entbehrten. Nicht nur die Gesandten befinden sich längst in Sicher- heit, sondern auch die Millionenstädte Ticnlsi» und Peking sind ausgeplündert und niedergebrannt, mindestens VOOOO Chinclen— Männer, Weiber und Kinder— sind als Opfer der Rache nieder geknallt und niedergestoßen worden. Und wen» sich nun der chinesische Staatsmann, vor dem vor Jahren die europäische Bourgeoisie auf denr Bauch lag, einen bescheideneil Protest gegen das sinnlose Morde» und Sengen der europäischen Knlturverbreiter erlaubt, so ist das nach der Ansicht des Pücklerblattes„chinesische Unverschämtheit". Nehmen wir einmal an, das deutsche Volk wäre nicht das Volk der Bismarck, Moltke und Pnckler. sondern ivirklich die gefeierte Nation der Kant, Goethe und Schiller, die nicht den Paradeschritt, solidem die geistige Gymnastik geübt hätte. Und nehmen wir weiter an, diese in, Gebrauch des Kleinkalibrigen ungeübte Nation der Dichter und Denker werde von räuberischen fremden Eindringlingen, etwa semitischer Rasse, in der gleichen Weise mißhandelt, wie gegenwärtig China von den europäischen Nationen, und ein deutscher Li, ctiva Herr Bachler oder Herr Brüh», erhöbe gegen diese Behandlung Protest— so wäre das eine echt germanische Un Verschämtheit! Heil teutonischen Völkerrechtsbegriffen l— Herr Vielhabe»» ein Schützer der Kinderansbentnng. In Hamburg existiert seit einiger Zeit eine Polizeiverordming, durch die die Besch ä fti gung von schulpflichtigen Kindern in Gast- und Schankivirtschaften geregelt und verschiedeneil nicht unwesentlichen Beschränkungen unterworfen wird. Es entstand min die Frage, ob die Verordnung auch dann Geltung habe, wenn die im Wirtschaftsbetriebe beschäftigten Kinder die eignen Kinder des Betriebsinhabers sind. Es wurde in einem Falle das Schöffengericht angernfen, und dieses ent- schied gemäß den Anträgen und Ausführungen des früheren antisemitischen ReichStagS-Abgeordneten Rechts- anwalt Dr. Vielhaben dahin, daß die Verordnung nur auf fremde Kinder, nicht aber auf dies eignen Kinder eines Betriebs- inhabers Bezug habe. Nach§ 1617 deS Bürgerlichen Gesetzbuchs habe der Vater das Recht, seine Kinder im Hauswesen und auch in seinem Geschäft zu beschäftigen. Das sei Reichsrecht und könne nicht durch landcsgcsetzliche Bestimmungen aufgehoben werden. Das Oberlandesgericht hat jedoch einen andren Standpunkt eingenommen. Es sagt, die Bestinimungen deS Z 1617 des Bürgert G.-B. seien privatrechtlicher Natur, die die zum Besten der Allgemeinheit erlaffenen Bestimmungen der Polizei- Verordnung, die öffentlich-rechtlicher Nawr seien, nicht berührten. Die Polizei-Verordnung wolle solche Vorschriften treffen, die die Beschäftigung von schulpflichtigen Kindern in WtrtschastSbetrieben so regelten, daß die Kinder dabei in sittlicher und gesundheitlicher Be- ?iehung und auch in Bezug auf die Erhaltung der er- orderlichen körperliche» und geistigen Frische für die Schularbeiten keinen Schaden litten. Einen Unter- schied zwischen fremden und eignen Kindern mache der Wortlaut der Verordnung nicht, und es fei auch absolut kein Grund vorhanden, den Wortlaut dieses Gesetzes einschränkend zu intcr- pretiercn. Die Verordnung treffe daher sowohl eigne wie fremde schulpflichtige Kinder, die von einem Wirt in seinem Gewerbebetriebe beschäftigt iverden. Herr vielhaben hat schon mehrfach ähnliche Proben von seiner juristischen Findigkeit im Untemehmerinteress« abgegeben, so daß uns der neueste Fall nicht sonderlich wundert. Desto erfteulicher ist die Stellungnahme des Ober-LandeSgerichts, denn es ist nicht einzusehen, warum'nicht auch die Kinder der Wirte vor der Ausbeutung ihrer eignen Eltern geschützt werden sollten.— Khakihelden»ut« portas! Diesen SchreckenSruf läßt ein bürger- liches Blatt, die„Augsburger Abendzeitung", innerlich das gesittete England ausstoßen: „Vernünftige und nicht verblendete Leute in England denken sogar jetzt schon mit Schaudern daran, daß über Kurz oder Lang die auf den Schlachtfeldern und in den Lagern in Südafrika sicherlich nicht besser g e- wordene britische Soldateska in England wieder losgelassen und dann aä ocnIos demonstrieren wird, welcher Art ihr„Heldentum" und ihr persönliches Verhalten ist." Die„Gentlemen" des Lord Roberts haben nicht übel in Süd- rika gehaust und im Rauben und Plündern auch ihr Redliches geleistet. Aber sie sind doch nur Waisenknaben gegen die Khaki- gentlemen in Ostasien, von denen ein in M ü n ch e n beheimateter Chinakreuzfahrer in einem Briefe folgendes berichtet: „... Wie die Stadt aussieht, kann ich Euch kaum schildern. Die Stadt zählte einst 2SOOO Einwohner, aber Du findest jetzt keine Hundert mehr. Kein einziges Haus mehr ganz. Alles verbrannt. Wie die Chinesen mit uns gehaust haben, läßt sich nicht schildern. Dafür haben wir auch jeden Chinesen, den wir erwischten, kalt gemacht. Auf den Kriegsschiffen, besonders auf den russischen. legt« man sie einfach auf die Bank, säbelte ihnen den Kopf ab und warf sie ins Meer." Unerwünschte Folgen. Im Großherzogtum Sachsen-Weimar müht sich seit etwa l1/* Jahren ein besonders polizistisch ver- anlagter Junker, der Staatsminister Hans Lutze v. Wunub, im Schweiße seines Angesichts ab, die Socialdemokratie durch systematische Versammlungsverbote mundtot zu machen. Der einzige Erfolg seiner Mühe ivar, daß er einen großen Teil auch derjenigen Bevölrernngskreise erbittert«, die nicht zur Social- demokratie gehören. Die letzten allgemeinen Landtagswahlen ergaben eine Stärkung der Opposition im Landesparlamente überhaupt und statt des bisherigen einzige» Socialdemokrateit wurden zwei gewählt. Zu diesen unerwünschten und unerwarteten Folgen gehört auch eine öffentliche Erklärung, die jetzt Dr. Abbe, Professor an der Universität Jena und Vorsteher der rühmlichst bekannten optischen Werkstätte der Zeiß-Stiftung, abgegeben hat. Professor Abbe ist von einer Anzahl privilegierter Wähler sdie mindestens 3000 M. Einkommen beziehen müssen) aufgefordert worden, für den Landtag zu kandidieren. Darauf hat dieser in der Presse erklärt: „Von dem Wunsche, Landtags- Abgeordneter zu werden, bin ich soweit wie möglich entfernt; denn ich habe gerade genug andres zu thun. Sollte indes die Mehrheit der privilegierte!, Wähler des 2. Verwaltungsbezirks, die am 1ö. November in Apolda zu wählen haben, es für angebracht halten, in den nächsten Landtag einen Vertreter zu senden, der vennöge seines Stand- Punkts kräftig Einspruch gegen die reaktionäre Tendenz erheben muß, die in einigen Zweigen der Staatsverwaltung des Großherzogtums»cnerdings zur Herrschaft gelangt ist— so bin ich bereit, da? Opfer auf mich zu nehmen, welches ein Mandat für mich bedeuten würde, und für die nächsten drei Jahre die Pflichten eines Abgeordneten nach besten Kräften zu erfüllen. Jena, den 9. November 1900. Dr. E. Abbe, Prof. an der Universität Jena". Profeffor Abbe ist ein angesehener und einflußreicher Mann, und seine tapfere Erklärung macht deshalb peinliches Aufsehen im Lande. Man kann gespannt darauf sein, ob sich unter den Privile- gierten eine Mehrheit finden wird, die Herrn Abbe nach dieser Er- klärung zum Abgeordneten für geeignet hält.— Gegen die Theater-Censur. Der Goethebund, welcher am vergangenen Sonntag einen Delegiertentag m Weimar ab- hielt, hat auf diesem beschlossen, eine Petition um reichsgesetzliche Beseitigung des veralteten Censurwesens an den Reichstag zu richten.— Nach einem Anarchistengesetz schreit wieder einmal das Berliner Krupp-Organ. Die Zeit der Hunnenbriefe ist dazu auch die ausgesucht glücklichste! Das Blatt giebt ein vor Jahresfrist erschienenes Buch de» Bonner Sprachrechtlehrers Seuffert aus, in dem den Scharf- machern ein komplettes Anarchistengesetz apportiert wird. Seuffert chlägt darin unter andern vor, den Versuch und die Aufforderung iu einem anarchistischen Verbrechen im Minimum mit z eh ii . a h r e n Zuchthaus zu bestrafen. Während also prinzlicbe Mörder mit IS Jahren Gefängnis davon komme», würde ein anarchistischer Pückler seine Vorliebe für seine bilder- reiche Ausdrucksweise mit mindestens zehn Jahren Zuchthaus zu büßen haben. Gleichivohl ist Seuffert dem Krnppblatt noch viel zu zahm, weil er nicht auch die Socialdemokratie der Ehre anarchisteugesetzlicher Aburteilung teilhaftig werden lassen will.— Militärjustiz. Vor dem DüsseldorferKriegSgericht lvar angeklagt wegen Fahnenflucht und Preisgabe der MontiennigSstücke der Füsilier Josef CzychowSky der 9. Comp. Regt. 30. Auf Antrag der Anklagebehörde ivurde die Oeffentlichkeit zu dieser Verhandlung ausgeschlossen. Das Urteil lautete auf 1 Jahr Gefängnis und Verlust der Kokarde.—_ Chronik der MajestätSbeleidigungS. Prozesse. Vor der ersten Strafkammer Berlin wurde unter Aus- chluß der Oeffentlichkeit gegen den Tischler Stolze verhandelt. Der Angeklagte soll über den Chinazug majestätS-beleidigende Worte geäußert haben. Tos Gericht schenkte dem Denunzianten vollen Glauben und verurteilte den Angeklagten zu drei Monaten Gefängnis._ Ueber die Verstaatlichung der Kohlenbergwerke ührt Karl K a u t k h im letzten Heft der„N e u e» Z e i t" u. a. ans: „Soll die Verstaatlichung der Kohlengruben auf friedlichem Wege. ohne Expropriation erfolgen, so verspricht sie nur dann von Vorteil ür die sociale Entwicklung zu sein, wenn sie eingeleitet wird durch Maßregeln, die geeignet sind, die Bergwerksrente zu schmäler». Zu diesen Maßregeln gehört vor allem ein ausreichender Arbetterschntz. Es wäre ganz verfehlt, wollte der Staat die Gruben in ihrer jetzigen mörderischen Verfassung zu ihrem Werte über- nehmen, um sie dann auf Kosten der Steuerzahler in enen Stand zu setzen und in jener Weise zu betreiben, die itn Interesse der Gesundheit und des Lebens der Bergarbeiter erforder- lich find. Das sollen die Herren Grubenbesitzer nur gefälligst mit den„Ersparnissen" besorgen, die fie seit Jahrzehnten auf Kosten von Gesundheit und Leben ihrer Arbeiter aufgehäuft. Aber das genügt nicht. Die Macht der Kohlenmagnaten ihre» Arbeitern gegenüber ist eine zu übermächtige, als daß erivartet werde» könnte, die Organisationen der letzteren kömcken allein ihren Aus- bcutern erhebliche Verbesserungen der Arbeitsbedingungen aufzwingen; andernteils leidet unter einem Streik der Kohlengräber die gesamte Gesellschaft. Daher ist es eine doppelt« Pflicht ihrer organisierten Macht, der Staatsgewalt, den Grubenbesitzern auch ausreichende Konzessionen an ihre Arbeiter vorzuschreiben, die einen Streik über- lässig machen. Dazu gehört nicht bloß der Achtstundentag, sondern auch ein staatlich festgesetzter Minimallohn, der den Arbeitern ein mcnschenlvürdigeS Einkommen sichert. Da aber die Kohlenmagnaten. dank ihrer Monopolstellung, die Möglichkeit haben, alle Konzessionen an die Arbeiter auf die Konsumenten abzuwälzen, muß dem ein Riegel vorgeschoben werden durch die Festsetzung von Maximalpreise», die das Ende deS Kohlen- Wuchers bedeuten. Achtstundentag, Minimallöhne, Maximalpreise für die kohlengrubcu, das, und nicht die sofortige Verstaatlichung, sind die Fordernngcn, ivelche die Socialdemokratie zunächst an den Staat» auch an den reaktionärsten, auch a» de» preußische» oder öftreichtscheu, zu stellen hat. Aber freilich, die beiden letzteren Maßregeln Minimallöhne zu schwach, teils aud zu faul zur Arbeit, die Verhältnisse hätten ständiger Fleischermeister Berlins und Umund Magimalpreise tann nur eine Bartei aufstellen, die ent- sich so zugespigt, diß die Arbeiterfrage in obigem Sinne gelöft gegend das Verlangen der Gesellen vollständig) schlossen ist, bis zur Verstaatlichung vorzuschreiten. Mit den Grund werden müffe. Die Kulis verden überaus gelobt als die ignoriert, die Führer der Gesellen in den Augen lagen einer entwidelten Warenproduktion sind ja staatlich festgesette tüchtigsten and geschichtesten Arbeiter. Merkwürdig, ihrer Kollegen herabzusezen versucht und das. Minimallöhne und Magimalpreise auf die Dauer unvereinbar. Aber daß dieselber Chinesen nach den militärischen Berichten derselben Schreiben der Kommission dem Papierkorb überdie Sache bekommt ein andres Gesicht, wenn diese Maßregeln nur Scharfmacerorgane faum den Schuß Pulver wert sein sollen, den antwortet. Die organisierten Schlächtergesellen Berlins sehen llebergangsmittel zur Verstaatlichung von Betrieben sein sollen, die man ihnen in den Leib jagt. fich deshalb veranlaßt, die Namen der hieran am stärksten beteiligten über das Stadium einer freien Warenproduktion schon hinaustatytom ved, at und hierfür verantwortlichen Meister der Deffentlichkeit bekanntgewachsen sind und schon Monopolcharakter erlangt haben. 2 Ausland. zugeben. Es find das: Th. Kaiser, Kaiserstr. 21; aller, gimusid to stu Bionstirchstr. 34; Bönnig, Mansteinstr. 8; Frohberg. Faldensteinstr. 12; Domte, Urbanstr. 48; Rögel, Eisenbahnstr. 10; Scharf, Ramlerstr. 34 und Schönfeldt, Straßmannstr. 11. Die Lohnkommission der Berliner Ladenschlächtergesellen. Theodor Keslinke. Deutsches Reich. " Zu diesen Mitteln zählen wir auch staatlich fatgefekte Minimallöhne und Marimalpreise für bestimmte Industriezweige, die zu privaten Monopolen geworden sind. Theorehsch unhaltbar, weil unvereinbar mit den Bedingungen einer entwickelten Warenproduktion, förmen sie unter Umständen sehr vorteilhaft virken, wenn sie bestimmi find, über sich selbst hinauszutreiben und als Mittel zur Umwälzung der Produktionsweise zu dienen. Sind wir aber einmal so weit, diß wir eine Regierung haben, die gegen das Kapital solche Mittel anwendet, dann können wir es getrost barauf ankommen lassen, daß sie über sich selbst hinaus zur Berstaatlichung treiben, denn dann fönnen wir überzeugt sein, daß Brüssel, 11. November. diese politisch wie ökonomisch unter Bedingungen vor sich geht, Die Manifestation zu Gunsten der Amnestie und des die dem Proletariat wie der gesamten Gesellschaft zunt Vorteil gleichen Wahlrechts, die am heutigen Sonntag in allen größeren gereichen. dunia A mit diesen Das fommunistische Manifest entwickelt eine Reihe von leba gangsmaßregeln für die Zeit der socialen Revolution. Eingine ad troj England. derselben find veraltet. Aber auch heute noch sind wir der ichts Die Segnungen des Militarismus sollen dem englischen daß dieses Uebergangsstadium notwendig machen wird despotische Bolle nicht länger vorenthalten bleiben. Die Heeresreform, Eingriffe in das Eigentumsrecht und in die bürgerlichen Produktions- die Lord Salisbury in der Guildhallrede ankündigte, soll mit verhältnisse, Maßregeln also, die ökonomisch unzureichaid und un- großer Gile durchgeführt werden." Daily Mail" schreibt, die halibar erscheinen, die aber im Lauf der Bewegung über sich selbst britische Armee stehe am Vorabend der raditalsten hinaus treiben und als Mittel zur Umwälzung der ganzen Bro- Umwälzung, die fie jemals erfahren hat. Die Lehren Solingen am Freitag zu entscheiden. Der Fabritarbeiter Adrian Ueber Streifpoftenstehen hatte das Schöffengericht in duktionsverhältnisse unvermeidlich sind." des Krieges feien forgfältig studiert und der Plan der Heeresumbildung in der durchgreifendsten Art vorbereitet worden. Die Einzelheiten hatte gegen eine polizeiliche Strafverfügung, die er wegen Ueberdes Plans werden noch erwogen, aber die Hauptumrisse des Pro- tretung der Regierungs- Polizeiverordnung vom 26. März 1900 in gramms seien festgestellt. Die Umbildung werde wahrscheinlich Verbindung mit der Lokal- Polizeiverordnung vom 9. Juni d. J. anfangs 1901 beginnen, sie bezwecke, alle enthüllten Mängel des erhalten hatte, Einspruch erhoben. Der Angeklagte, der zu den gegenwärtigen Systems abzustellen. Riuftighin werde der Soldat streitenden Messerschlägern gehörte bezw. fich mit bezw. feine ganze Beit mit reiner Soldatenarbeit zubringen, und solidarisch erklärt hatte, sollte, als er am 11. September d. J. vor der während zehn Monate im Jahre follen hinfort Offiziere und Mann- I. A. Henckelsschen Fabrik Streifpoften stand der zur Aufrechtschaften mit deutscher Gründlichkeit eingeübt werden. erhaltung der Ordnung und zur Bequenilichkeit des Verkehrs ergangenen Aufforderung eines Polizeibeamten, die Straßenecke von 101 Belgien. der Gasstraße bis zur Bahnhofstraße nicht wieder zu betreten, keine Folge geleistet haben. Der Amtsamvalt beantragte die Verurteilung Das Gericht er des Angeklagten zu einer Geldstrafe von 15 M. achtete jedoch durch die Beweisaufnahme für festgestellt, daß der Angetlagte durch das Gehen auf der betr. Straßenstrecke die Ordnung Ein andres als ein vom Proletariat beherrschtes Regime tvird Städten Belgiens stattgefunden hat, ist überall in der imposantesten nicht gestört, auch nicht gefährdet hatte, und erkannte daher auf Frei diese Mittel in ihrer Gesamtheit nicht in Anwendung bringen. Fordert man also als Vorbedingungen der Verstaatlichung der Eine Deputation begab sich zum Oberbürgermeister De Mot und In Brüssel nahmen ca. 6000 Bersonen an dem Zuge teil. ſprechung. Kohlengruben die staatliche Festsetzung des Achtstundentags, eines unterbreitete ihm die Petition, welche die Forderungen der Arbeiterschaft Ans England. In den Schieferbrüchen von Bethesda in Minimallohns für Gruberarbeiter, der den jezigen erheblich fiber- an die Regierung enthält. Am Schluffe der Demonstration hielten Bander- arnowbonshire( Wales) ist es zu recht folgenschweren schreitet sowie eines Marimalpreises für Stohle, der hinter dem velde und der Advokat Royer- der Verteidiger des Anarchisten- Differenzen zwischen den Arbeitern und den Betriebsführern ge= jezigen erheblich zurücft ht, dann kann man auch daran die Forde- Moineau, für den Amnestie verlangt wird vom Balton des tommen. Der Besitzer der Brüche, Lord Penrhyn, hat sich vor rung der Berstaatlichung selbst fnüpfen; aber man muß sich flar fein Maison du Peuple" herab Ansprachen an die Massen. drei Jahren nach einem langen Lohukampf der Arbeiter auf eine darüber, daß auch hier die Vorbedingung der Vorbedingungen" Die Liberalen und Christlichdemokraten haben an unsrer Arbeitsmethode geeinigt, mit der die Arbeiter zufrieden waren. Vor die politische Macht des Proletariats ist. Daß wir das jest weitverbreitete Streben nach Verstaatlichung und gleiche Wahlrecht eintreten. Sie behaupten, daß die Socialisten angeordnet, die. Demonstration nicht teilgenommen, obwohl fie für das allgemeine furzem hat min der Besitzer eine andere Ausbeutungsmethode die Arbeiter zum Widerstand aufstachelte. der Kohlenbergwerfe agitatorisch nicht ungenügt laffen dürfen, ver- die Proportionalwahlen zu Fall bringen wollten. es zu Ausschreitungen gekommen sein, wobei steht sich von selbst. Im Kohlenbergbau tritt eher als anderswo wahr, daß die socialdemokratische Partei gegenwärtig in dieser Frage einige Aufseher und Es ist allerdings Dabei soll Betriebsführer mißhandelt wurden. auch für das blödeste Auge finnenfällig die unerträglichkeit des durchaus geteilter Meinung ist. Aber es ist zu hoffen, daß der dem Sofort ist nun auf Veranlassung des Besizers Militär herbeiPrivateigentums at den Produktionsmitteln mit dem Gesamtwohl nächst stattfindende Kongreß die Differenzen beseitigen wird. gezogen, das die auffäffigen Arbeiter niederhalten soll. Wegen zu Tage; hier zeigt sich am ehesten, wie überflüssig, ja schädlich der der Vorkommnisse wurde 14 Arbeitern der Prozeß gemacht. Und als. Kapitalist geworden ist, der die Produktion nicht mehr beherrscht, Italien. dieser Tage der Prozeß stattfand, feierten die 3000 Schieferbruchum fie zu entwideln, sondern um sie einzudämmen, der sich zwischen Amnestie. Der König unterzeichnete am Sonntag aus Anlaß arbeiter, um ihre Kollegen im langen imposanten Zuge bis zur Produzenten uns Konsumenten nur noch deshalb schiebt, um als feines Geburtstags ein Dekret, durch welches eine Amnestie für ge- nächsten Stadt, wo die Gerichtsverhandlung stattfand, zu begleiten. Barafit beiden das Blut auszufangen. Daß das die einzige Funktion meine Vergehen, Uebertretungen der Steuergesetze und militärische Wegen diefer Demonstration hat nunmehr Lord Penrhyn 14 Tage ift, welche diefe Art fönigliche Staufleute" am gesellschaftlichen Körper Verbrechen erlaffen wird, soweit auf nicht mehr als 6 Monate Ge- die Betriebsstätten geschlossen. Wahrscheinlich ist damit mur neuer vollzieht, das leuchtet heute so ziemlich jedem ein, der nicht selbst fängnis erkannt ist. Stonfliktsstoff angesammelt und es dürfte wieder zu erusten Kämpfen ein derartiger Staufmann oder sein Tintenfuli oder Professor air tommen. einer presiden Universität ist. Partei- Nachrichten. Ausland. Sociales. Aber geitig zeigt sich's, wie unfähig die bürgerlichen Klaffen find, eine eform durchzuführen, die sie selbst als dringend not wendig et haben. Sie befigen nicht die Kraft, das Privat Shweiz. Unire Notiz in Nr. 261 bedarf einer Stichtigstellung. Aus dem Reich der Innungsschwärmer. München, ben Zur Aufhebung der Ausweisung Berusteine aus der eigentum, en den Kohlengruben aufzuheben, und sie befizen nicht Die einzige politische Bedingung, die an die Erlaubnis zur Rückkehr 10. November.( Gig. Ber.) Bor dem Münchener Schöffengericht einmal den Millen, diese Aufhebung unter jenen Bedingungen zu in die Schweiz geknüpft worden ist, besteht darin, daß Bernstein fich wurde eine Beleidigungsklage verhandelt, die ein bekannter Innungsvollziehen, big allein im ftande wären, der durch dies Privateigentum folcher Handlungen enthalte, welche die Beziehungen der Schweiz apostel, der Buchbindermeister und Kommerzienrat Mar Ragler geübten Ausbeutung ein Ende zu machen, den Kohlenreichtum des zum Auslaude schädigen fönnten. Es ist hierbei zu erinnern, daß die gegen zwei Kollegen angestrengt hatte. Endete die Geschichte, auch heimischen Bodens aus einer Quelle der Knechtung und des Elends Ausweisung seiner Zeit damit begründet worden ist, daß Bernstein mit einem höchst faulen Bergleich, nachdem die Angeklagten] erklärt in eine Quelle des Wohlstands für alle zu verwandeln." Diefe Barlegungen, die auf die Notwendigkeit hinweisen, vor der demokrat" die Rücksichten auf die Beziehungen der Schweiz zum treten wollten, so ist der Prozeß doch nach zwei Richtungen hin durch die Schreibweise des für Deutschland bestimmten Social- hatten, daß fie der persönlichen Ehrenhaftigkeit Naglers nicht zu nahe endgültigen Expropriation die Macht der Kohlenmagnaten auszu Auslande grob verlegt hätte. Es handelt sich also offenbar für die interessant. Einmal zeigte er, wie fehr den zünstlerischen Schreihöhlen, entsprechen den Bedenken gegen eine sofortige Berstaatlichung. Schweizer Behörde nur um eine formale Sicherung gegen Mißbälsen jede organisatorische Fähigkeit abgeht und zweitens wurde mit wie sie auch in den Berliner Protestversammlungen gegen den Kohlen beutungen seitens der deutschen Regierung und durchaus nicht um bemerkenswerter Ungeniertheit eine der bayrischen Regierung offenbar wucher teilweise zum Ausdrud gelangten. dr Bedingungen des Wohlverhaltens", unter denen Bernstein die Er höchst unangenehme Erörterung abgeschnitten. laubnis zur Rückkehr nicht hätte annehmen können und nicht angenommen hätte. Bezüglich des ersten Punkts wurde im der Beweisaufnahme. Rechte und Verwaltungspragte in Elfah- Lothringen. zunächst festgestellt, daß die von Nagler im Jahre 1892 troy aller Schon des öfteren hatten wir Beranlassung, auf den Widerspruch der Parteitag des westlichen Westfalens, der am Sonntag Warnungen Einsichtiger gegründete Krankenkasse der Buchbinderhinzuweisen, der in Elsaß- Lothringen hinsichtlich der Behandlung der in Herne stattfand, war von 60 Delegierten beschicht. Nach dem Innung von vornherein ein totgeborenes Kind war und bereits nach Gewerkschaftsbewegung zwischen ber Bragis der Ver- Kaffenbericht des Agitation@ tomitees betrug die Jahreseinnahme dem ersten Jahre ihres Bestehens zweimal hintereinander die Beiträge waltungsbehörden und den von den einheimischen Gerichten in dieser intl. des Stassenbestands von 195,95 M. und 600 M. Zuschuß vom erhöhen mußte. Da es nicht gelang, die von N. in Gemeinschaft Sache gefällten Erkenntnissen besteht. Bereits in mehreren Fällen Barteivorstand 1534 M., der eine Gesamtausgabe von 1260,98 m. mit dem Mendanten Eckel in höchst autokratischer Weise verwaltete haben sie letzteren dahin entschieden, daß durch den die Koalitions Kaffe zu sanieren, griff man nicht nur zu dem sehr bedenklichen freiheit der Arbeiter garantierenden§ 152 der Reichs- Gewerbe- gegenüberstand. Ordnung Nh- Westf. Arbeiterztg" möglichst bald eine Rotationsmaschine an Ordner alle entgegenſtehenden landesgefeßlichen Beſtimmungen„ Mh. Att der Erörterung des guintes effe motionsmaging die man ließ, fich von den Aerzten und Apothekern auch noch Bei Preffe" wurde betont, daß Mittel der Pränumerando- Erhebung der Beiträge, sondern aufgehoben und damit auch in Elsaß- Lothringen für gewerk- fchaffen müffe, um das Format der Zeitung zu vergrößern und die beren Rechnungen auf Jahre hinaus stunden, ohne in den schaftliche Vereinigungen das Erfordernis der polizeilichen Genehmigung hinfällig geworden borgängigen in Dortmund hergestellten vier Kopfblätter schneller liefern brechungen in der vorgeschriebenen Rubrik" Ungedeckte Forderungen" sei. Diese forrette Interpretation & a wurde beschloffen, daß das Dortmunder einen entsprechenden Eintrag zu machen. Diese Manipulationen gaben Ordnung suchte das Barteigeichäft den in Frage kommenden Kreisen die Kopfblätter den Angeklagten den Anlaß, in einer Innungsversammlung von der Gewerbe können. zu reaktionäre Verwaltungsregime des Reichslands der ihm uns zum Selbsttostenpreise liefern solle, die Central Breßkommnission falschen Bilancen zu reden, woraus die Beleidigungsflage entstand. erwischen freiheitlichen Wirkungen dadurch zu entziehen, daß foll jährlich einmal zu den Revifionen des Dortmunder Geschäftsverborgen Natürlich konnten diese Zustände auch der Aufsichtsbehörde nicht die gewerkschaftlichen Organisationen der elfaß lothringischen herangezogen werden. Endlich möge der Parteivorstand darauf hin- verborgen bleiben, und der städtische Rechtsrat Haindl hat wiedereilerschaft, ohne den Nachweis der Berechtigung hierzu auch wirken, daß das„ Bochumer Volksblatt" und der Effener„ Wedruf" holt ben Stläger aufgefordert, entweder durch weitere Erhöhung der du versuchen, für Bereinigungen politischen Charakters baldigit selbständig erscheinen. Unter andern wurde noch befchloffen, Beiträge die Staffel zu fanieren oder was noch besser set- fie erklärte und sie dadurch allen Nachteilen der polizeilichen Erlaubnis- einen Agitations- Kalender zu verbreiten; ferner wurde das Agitations- aufzulösen. Die Aufsichtsbehörde ließ sich jedoch eine Reihe von erteilung, Ueberwachung ac. unterwarf, wie fie die franzöftich fomitee beauftragt, dem nächsten Provinzial- Barteitag den Entwurf der Zwangsinnung vertrösten. Verschiedene Bengen äußerten sich, Jahren mit dem Hiniveis auf die bevorstehende Gründung eines Stommunalprogramms dieser Art vorsahen. Auf eine Beschwerde hin, die vor einiger Zeit Wahlkreise des Agitationsbezirks demnächst zusammentreten, um die nach ihrer festen Ueberzeugung sei die Begründung der Zwangs4 von den Holzarbeitern des Industrie Orts Schiltigheim gegen Vorarbeiten einzuleiten. eine die Genehmigung zur Gründung einer Bahlstelle des Deutschen Holzarbeiter Verbands verjagende Verfügung des Die bestenerte Agitation. Der Genoffe Normann in dortigen Kreisdirektors eingereicht worden war, traten sowohl der Weißenfels hatte gegen die Beranlagung zur Einkommensteuer Be Bezirkspräsident wie das Ministerium der von der rufung eingelegt, da die Einschätzungskommission es in der Ab unteren Verwaltungsbehörde vertretenen Auffassung bei, die wirtschätzung feiner Einfünfte zu gut mit ihm gemeint hatte. In dem fchaftlichen Bestrebungen jenes Verbands seien lediglich der Deck Berufungsbescheid wurde mm unserm Genossen zu seiner Uebermantel, unter dem die politischen soll natürlich heißen: focial raichung eine Einnahmequelle nachgewiesen, von deren Existenz er demokratischen Tendenzen verborgen werden sollen. bisher felbst noch keine Ahnung gehabt hatte. Es wurde ihm näm er glaubte, damit die in Grund und Boden gewirtschaftete Stasse vor dem schimpflichen Bankrott bewahren zu können. Wit andren Worten: er wollte die durch eine reaktionäre Gefeggebung zu Jummgsmitgliedern Gepreßten zwingen, die in solcher Weise entstandene Ueberschuldung von über 4000 m. zu beden. Die ganze faubere Geschichte kam erst dadurch auf, daß bei der Wahl der Vorstandschaft in der neuen Zwangsinnung zur größten leberraschung Naglers die Liste der Innungsgegner durchging. Als Die totale Unhaltbarkeit dieser juristischen Konstruktion ist neuerlich mitgeteilt, daß bei seiner Einkommenseinschätzung das in nun der neue Obermeister, erschreckt durch den Einblick in seine Erbdings wiederum nachgewiesen worden durch ein Urteil, das die Straf- Höhe von 400 Mart angenommene Einkommen schaft, sich auf dem Nathans Verhaltungsmaßregeln erbat, wurde kammer des Landgerichts Straßburg in der Anklageiache gegen zwei des Cenfiten als socialdemokratischer Agitator mit in Be- ihm vom Rechtsrat Dr. Menzinger empfohlen: er folle zu Maurergesellen aus Hagenau wegen Vergebens gegen das Vereins- rechung gebracht worden sei. Die Einschätzungskommission, die einem namentlich bezeichneten Ministerialrat gefe dieser Tage gefällt hat. Die beiden Maurer hatten zum jebenfalls gehört hat, wie glänzend den Hülle, Schweinburg und gehen, der ihm aus einem Geheimfonds der Regierung Zivecke der Gründung einer Bahlstelle des deutschen Maurerverbands Stonforten ihre Bemühungen vergütet werden, hat mit ihrer Be- die zur Dedung der Schulden nötige Summe geben ohite polizeiliche Genehmigung eine Versammlung von Berufsgenoffen steuerung der agitatorischen Thätigteit Herrn Miquel entschieden einen werde! veranstaltet, die im Auftrag des Kreisdirektors der polizeilichen Auf- beachtenswerten Fingerzeig gegeben. Töfuig verfiel und die strafrechtliche Verfolgung der Einberufer nach fich gog, weil mit der Gründung der erwähnten Zahlstelle socialsbeamteatische Interessen hätten verfolgt werden sollen, die Vereinigung - Staatsretterisches and Bayern. Die Polizei von Fürth also eine politische sei und als solche der polizeilichen Anmeldung verbot das Austeilen von Handzetteln, durch die zu einer focial und Genehmigung bedürfe. Das Gericht gelangte jedoch, in lleberein- demokratischen Versammlung mit dem Thema:" Die Handelspolitik" ffümmung eingeladen werden sollte, weil auf den Betteln nicht bemerkt war, fluir nung mit einer von ihm in ähnlicher Sache bereits früher gefällten bak Minderjährige zur Versammlung nicht Zutritt hätten. Es blieb Escheibung und einer solchen des Landgerichts Meh, nach eingehender daß Beratung zu einem freisprechenden Urteil mit der Begründung, nichts audres fibrig, als andre Zettel drucken zu laffen, auf denen der Zweck der Versammlung sei offenbar tein politischer ge die Minderjährigen darauf aufmerksam gemacht werden, daß der wesen, da lediglich die Gründung eines Zweigvereins des Central Staat erschüttert werden könnte, wenn sie einen Handelspolitischen verbands der Maurer Deutschlands beabsichtigt war, beffen Bortrag auhören würden. Früher hat man wenigstens so lange geStatuten jebe Bolitit ausi töffen; eine behörb wartet, ob Winderjährige auch wirklich an den politischen Versamim liche Genehmigung sei für die Versammlung also nicht er- lungen teilnahmen, um sie dann auszuweisen. forderlich gewesen. Polizeilichen, Gerichtliches usiv. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. W Der Rechtsrat Dr. Menzinger war nun in der Verhandlung als Beuge geladen, erklärte jedoch sofort, daß seine Aussagen für teinen der beiden Teile von Belang sein könnten und wurde deshalb ohne weiteres entlassen. So tam man um eine Erörterung der intereffanten Geheimfonds Affaire herum, was verschiedenen Leuten offenbar sehr angenehm sein wird. Blätter über diesen Vorgang völlig aus. Ju höchst bezeichnender Weise schweigen sich die bürgerlichen Bielleicht wird sich aber die Regierung veranlaßt sehen, im nächsten Landtage dieſe dunkle Geschichte authentisch zu erklären. günftigen geschäftlichen Lage hat sich die Bevölkerungszahl der Bevölkerungsrückgang infolge der Krise. Infolge der unStadt Meerane nicht unerheblich vermindert und zwar von 24 852 Einwohnern am 31. Januar d. Js. auf 24 858 Einwohner am 31. Oftober. Auch aus Krimmitschau wird ein derartiger Rüdgang der Einwohnerzahl, in dem die Herrschende Krisis in der Textil- Industrie zum Ausdruck gelangt, gemeldet. Dieser und einer Reihe gleich lautender gerichtlicher Ente scheidungen zum Trog werden Sie reichsländischen Verwaltungsbehörden zweifeltos fortfahren, den gewerkschaftlichen Vereinigungen ber Arbeiterschaft auch fernerhin politische Tendenzen zu unterschieben An die organisierte Arbeiterschaft Berlind und der Um: bei Bochum eingeführt worden, so daß die Woche 1-2 Tage gefeiert und damit neben der politischen auch deren wirtschaftliche Bewegungsgegend. Wie schon genügsam bekannt, find die Berliner Laden werden muß. Infolge des Mangels an Aufträgen ist ferner fünfzig Betriebseinschränkungen sind auch auf dem Stahlwerk Werne freiheit zu unterdrücken. Nach Graf Poiadowsky nennt man das schlachtergesellen im Oktober d. J. in eine Lohnbewegung eingetreten, Arbeitern gekündigt worden, weitere Arbeiterentlaffungen sollen beste Rechtsgarantien"! um so eine Verkürzung und Regelung der Arbeitszeit, sowie die Abfchaffung der Sonntagstündigung und Entlaffung zu erzielen. Die bevorstehen. Auch auf den andren Werken in Werne wird über Die Kulis als Retter der deutschen Kolonien. Die Forderungen der Gesellen wurden den Meistertorporationen, der Arbeitsmangel geklagt. Rheinisch- Westfälische Zeitung" verlangt von der Regierung, daß sie nuung und der Freien Vereinigung, mittels Schreiben der Lohn- Die Arbeitslosigkeit macht sich, wie in vielen andren Orten, für die afrikanischen Stolonien tulis aniverbe und an die Kolonialgesell- fommission unterbreitet. Während mun die Innung das Schreiben auch bereits in Starlsruhe bemerkbar. Nach einer Mitteilung fchaften abgebe. Die Regierung sei dazu in der Lage durch die der Kommission beantwortete und auch eine Befferung der Lage der des dortigen Arbeitsamts fomiten von 3669 Arbeitsuchenden nur 1047 Siaut schou Erwerbungen". Die Eingebornen in unfren Kolonien seien Gesellen versprach, hat die freie Bereinigung felbeingestellt werden; die Zahl der Arbeitslofen hat sich gegen die Schlimme Aussichten. Auf der Generalversammlung der Aktionäre der Baroper Walzwerte erklärte, wie unser Dort munder Bruderorgan mitteilt, der Direktor Schmieding, daß er sich einer solchen Geschäftsflaue, wie sie gegenwärtig herrsche, nicht zu entsinnen vermöge. Aus dem Inlande fämen überhaupt keine Aufträge und die wenigen Aufträge aus dem Auslande deckten kaum die Selbstkosten. Da die Unternehmer fich bei flauerem Geschäftsgang durch Lohnreduktionen der Arbeiter schadlos zu halten pflegen, können die Arbeiter nicht oft und dringend genug zum Beitritt in die Organisationen ermahnt werden. China. Die ,, Einigkeit" der Mächte. Die fleineren gletche Zeit des Jahrs 1899 um 888 vermehrt. Der Vorsitzende des durch die Gesellen bei dem jezigen Mangel an Gesellen für richtiger| Vereinsverbands ermahnte angesichts dieser Situation, daß die hielt. Die Versammlung erklärte fich dann durch Annahme einer Arbeiter nicht eher eine Stelle verlassen möchten, bis ihnen eine Resolution für die Einführung eines tostenfreen Stellennachweises andre bestimmt zugesichert sei. Diese Mahnung ergehe namentlich von seiten der Organisation der Gesellen und übertriq die Vorarbeiten Wiewohl die Gesandten erklären, daß bei ihren Konferenzen an die Bauschlosser, Maschinenschlosser, Eisendreher, Schmiede, hierzu dem Vorstand der Verwaltungsstelle des Centralverbands und vollkommenes Einvernehmen herrschte und sie über alle erörterten Schreiner, Maler, Wagner, Fabrikarbeiter und Tagelöhner. Der der Lohnkommission, die in einer der nächsten Versammlungen Buntte so gut wie einig seien, so liegt doch aller Grund zu der Aus Vorsitzende äußert zugleich die Ansicht, daß die Arbeitslosigkeit Bericht erstatten sollen. Aus den Ausführungen der Schläätergefellen nahme vor, daß die Besprechungen nicht über die elementarsten voraussichtlich noch längere Zeit andauern werde. ging aber unzweideutig hervor, daß sie der ausbeuterischen pivaten Fragen hinausgegangen sind und die Indemnitätsfrage noch und auch der Innungs- Stellenvermittelung überdrüffig sind Sie nicht erörtert worden ist. Aller Wahrscheinlichkeit nach dürften die Vermittelung einer Stelle mit einer Mark bezahlen läßt. digten fich sei noch erwähnt, daß, wie Keslinte berichtete, auch die Innung Yout fpäteren Verhandlungen mit den chinesischen BevollGeldmangel soll man vom Gesellen sogar die Hinterlegung eines zieher. Jest türmen fich neue Schwierigkeiten auf. auf unberechenbare Zeit in die Länge Pfandes verlangen. Vor einigen Jahren soll es selbst vorgekommen lächte haben nämlich die Forderung aufgestellt, den Verhandlungen sein, daß ein privater Vermittler für eine Stelle einmal 75 Mart beiwohne zu dürfen. Diese Mächte sind: Belgien, Däneberlangt und auch erhalten haben soll, und dies könne sogar schwarz mart, holland und Spanien. Die Mehrheit der Großauf weiß bewiesen werden. mächte wil aber diesem Verlangen der kleinen Mächte nicht Folge Lohnbewegung doch Vorteile, wenn auch nur geringer Art, gebracht zugeeignet. Bei den ferneren Tagesordnungspunkten wurde betont, daß die leisten. Belgen hat sich auch, wie Rußland, eine„ Niederlassung" habe, da ja die Meister hierdurch aus ihrer Gleichgültigkeit auf gerüttelt worden sind und die Behörden der Lage der Gesellen jezt Die Mandschurei, eine russische Provinz. mehr Aufmerksamkeit widmen. Betreffs der Unterzeichnung der von London, 12. November. Den„ Times" wird aus Beting in den Meistern in Umlauf gesetzten Fragebogen zweds Ergründung der einer am 10. November in Tatu aufgegebenen Depesche berichtet: Arbeitsverhältnisse der Gesellen wurde allseitig empfohlen, diese Li- Hung Tihat.g, der erst Instruktionen aus Singaufu abFragebogen nur dann zu unterzeichnen, wenn sie auch wahrheits- wartet, hat auf die Mitteilung des russischen Admirals Alerejeff, getreue Angaben enthalten, da ja die Meister durch ihre Umfrage in welcher China aufgefordert wird, nur die Erhebungen der Gesellen entträften wollen. Diese Ver- Mandschurei unter Rußlands Brotettorat wieder zu übernehmen, fammlung legte wiederum Zeugnis davon ab, daß es bei den Schlächter noch nicht geantwortet. Bußland stellt die Bedingung, daß die gefellen trotz aller Quertreibereien doch vorwärts geht. Die Organi. Wahl der chinesischen Beamen für diese Civilverwaltung der Gesation thut ihre Dienste. nehmigung Rußlands unterliegen soll, das zum Schutz der Eisens bahn und seiner sonstigen Jrteressen eine Truppenmacht in der Mandschurei unterhalten will. Derartige Bedingungen, wonach Rußland das Recht erhielte, etwa 40000 Mann zum Schutz der Eisenbahn in der Mandschurei zu unterhalten, sind gleichbedeutend mit einer endgültigen militärischen Offupation. Seche Tage unter freiem Himmel mußte in Oberschlesien die Familie eines bei der Arbeit verunglückten Arbeiters zubringen, ba fie von dem Fabrikanten, der dem Verunglückten Stellung und Wohnung im Fabrikwohnhause gekündigt hatte, ermittiert worden war und feine anderweitige Unterkunft hatte finden können. Die Wohnung des Ermittierten hat noch mehrere Wochen leer geftanden. Das Dorf Suchau, mit dem die Ziegelei, in der der Verunglückte zu Schaden gekommen war, nur in losem Zusammenhang steht, hätte sich geweigert, sich der subsistenz- und obdachlosen Familie anzunehmen. = " Die Bestrafung der Schuldigen" dürfte den Verbündeten noch mancherlei Schwierigkeiten bereiten. Denn auch in China hängt man feinen, ehe man ihn nicht hat. Der chinesische General Tung fub- siang soll auf Wunsch der Mächte Zur Reform des Krankenversicherungs- Gesetzes. Eine von Die Gas-, Waffer: und Heizungs- Rohrleger und Helfer den Vorständen der verschiedenen Orts- Krantenfaffen, Betriebs- hielten am 11. eine gut besuchte Versammlung ab, in der Reichs Krankenkassen und Freien Hilfskaffen einberufene Berfanimlung in tags- Abgeordneter Rosenow über wirtschaftliche Krisen sprach. Aachen nahm Stellung zu den bekannten Vorschlägen des Sodann gelangte unter Vereinsangelegenheiten folgender Antrag zur Dr. Hoffmann. Nach einem instruktiven Vortrag eines Herrn Otten Annahme: In allen Werkstätten sind sofort Versammlungen einzu wurde folgende Resolution angenommen: berufen und die Wahl von Vertrauensmännern vorzunehmen, welche " Die am 7. November im Saale des Herrn Houben tagende verpflichtet sind, an den Vertrauensmänner- Konferenzen teilzunehmen. Versammlung von Mitgliedern der Orts- und Freien Hilfskaffen von Aachen und Burtscheid erhebt entschieden Protest gegen die vom Der Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter tagte am Herrn Regierungsrat Dr. Hoffmann angeregten Menderungen des 5. November. Auf der Tagesordnung stand ein Vortrag des Reichs- getöpft werden. Er befindet sich jetzt au Urlaub und hat dem kaiserStrankenversicherungs- Gesezes, soweit dabei eine Beschränkung tags- Abgeordneten E. Rosenow über: Die Verteuerung des Lebens- lichen Hofe mitteilen lassen, daß, wenn der Hof etwa gedenke, sich der Rechte der Arbeiter in Frage tommt. Die Versammlung erblickt unterhalts, der genossenschaftliche Konsum und die Arbeiterklasse. der Forderung der Mächte zu fügen und ihn enthaupten lassen in den Vorschlägen des Herrn Dr. Hoffmann eine weitere Ent- An den beifällig aufgenommenen Vortrag schloß fich eine rege Dis- wolle, er sich genötigt sehen würde, au rebellieren. Die ganze rechtung der in den Orts- Krankenkaffen versicherten und versicherungs- fussion, in der sich mehrere Redner für und gegen die Konsumvereine Broving Kansu soll auf seiner Seite stehen. Der Hof darf es mit pflichtigen Arbeiter und Stellung derselben unter gemeindebehördliche und Genossenschaften aussprachen. dem gefürchteten General nicht verderben, weshalb auch die nachVormundschaft. stehende Meldung des Reuterschen Bureaus" sehr glaubhaft erscheint. Danach hat Li- Hung- Tichang eine Note des Kaisers von China erhalten, in welcher der staiser es ablehne, in die Bestrafung ungfuh- fiangs zu willigen. Der Kaiser wolle nur die Vers Note sei den Gesandten noch nicht formell mitgeteilt. bannung des Gouverneurs von Schansi Yuksien zugestehen. Die Ferner protestiert die Versammlung gegen die Entrechtung der dem§ 75 genügenden Hilfskaffen und erwartet bie Versammlung von der Vertretung des Volts im deutschen Reichstag, daß sie jene, die Entrechtung der Arbeiter betreffenden Vorschläge energisch zurückweist." Diese Resolution soll dem Vertreter Aachens im Reichstag, Herrn Dr. Hille, übermittelt werden. Grubenexplosionen. Im Oberbergamtsbezirk Dortmund kamen im Jahre 1899 35 Grubenerlosionen vor. Davon waren 32 reine Schlagwetter- Explosionen, 3 hatten Kohlenstaub- Entzündungen zur Folge. Da sich in dem Bezirk 1897 61 und 1898 42 Explosionen ereigneten, so ist allerdings eine Verminderung der Explosionen zu berzeichnen. Durch eine schärfere und ständige Kontrolle der Wetterführung dürften aber jedenfalls die Explosionen in noch weit höherem Grade verhütet werden können. Der Verein der Tischler( Vertrauensmänner- Centralisation) hielt am 6. November seine regelmäßige Vertrauensmänner- Verfammlung ab. Zur Verlesung famen diejenigen Mitglieder, welche länger als sechs Wochen mit ihren Beiträgen restieren, und werden die Vertrauensmänner ersucht, die betreffenden Kollegen an ihre Verben in letzter Zeit viel genannten§ 616 des Bürgerlichen Gesezpflichtungen zu erinnern. Eine längere Debatte entspann sich über buchs. Die Unternehmer suchen durch Paragraphen in den Arbeitsordningen den§ 616 zu umgehen, und werden die Kollegen ersucht, falls fie folche Arbeitsordnung unterschreiben sollen, sich an den Vorstand oder die Agitationskommiffion zu wenden. Ferner wurde beschlossen, daß jeden letzten Freitag im Monat eine Sigung der gesamten Verwaltung bei Frante, Pallisadenstraße 9, stattfindet, und auch auf die am Sonntag, den 18. November, bei Thiel, Fruchtstraße 36a, stattfindende außerordentliche Generalversammlung hin- d gewiesen. Aus der jüdischen Arbeiterbewegung in Rußland. Mit Centralverband der Maurer. In der Zahlstelle II sprach dem stetigen Wachstum der jüdischen Arbeiterbewegung wächst auch am 9. d. Mts. das Mitglied Winzler über die Bestrebungen der die litterarische Thätigkeit sowohl des Centrallomitees des Allgem. modernen Arbeiterbewegung. Unier gewerkschaftlichen Angelegen Jüdischen Arbeiterbunds in Rußland und Polen", wie auch seiner heiten äußerten mehrere Redner ihre Unzufriedenheit mit dem östlichen Komitees, der Komitees in verschiedenen Städten. In der System der Ueberstunden. Wie behauptet wurde, sollen auf dem legten Zeit find wiederum zwei neue Organe erschienen. So giebt Erweiterungsbau der Firma Herzog Maurer bis zu 18 Stunden pro jezt das Homeler Komitee des Allgem. Jüdischen Arbeiterbunds" Tag gearbeitet haben. Man war der Meinung, daß wenn die fein eignes Organ heraus den„ Kampf" und das Minstaer Komitee Arbeiten so eilig gefördert werden sollen, die Einlegung von zwei die Arbeiter- Blätter"( zwei Nummern erschienen); im ganzen giebt Schichten zu empfehlen wäre. Die Angelegenheit soll näher unteraljo jetzt der Allgem. Jüdische Arbeiterbund" acht Beitungen heraus: fucht werden. zwei Centralorgane, ein Gewerkschaftsorgan für die Bürstenarbeiter und je eines für Wilna, Warschau, Belostok, Minst und Homel. Die Verhaftungen unter den jüdischen Arbeitern hören nicht auf. In diesen Tagen wurden in Oricha 8 Mann verhaftet, in Kowno ausgegeben werden. drei Bürstenarbeiter, in Mohilew und Schulow fanden viele Haussuchungen statt. Ebenfalls wurden in den Städteu Minst, Warschau und Lodz Verhaftungen vorgenommen. " Die Konditoren hielten am 7. November ihre regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Es wurde beschlossen, das UeberstundenGs umvejen statistisch festzustellen; zu dem zwed werden Fragebogen des jog. 1875er Konditorgehilfen- Vereins zwang die Organisation, in Die Fahnenflucht des Hirsch- Dunderschen und dem Arbeitsnachweis etwas mehr Sparsamteit walten zu lassen. Darum wurde, nachdem nunmehr die Verlegung noch GormannTextilmaschinen in den Vereinigten Staaten von Amerika. Straße 28, part., vollzogen ist, beschlossen, vom 1. Dezember an die The Tertile World" hat eine Uebersicht über die in den ver- täglich nachmittags von 2-8 Uhr Bureaustunden einzurichten. Unter Sonntags- Bureaustunden in Fortfall tommen zu lassen und nur noch schiedenen Zweigen der Textilindustrie in den Vereinigten Staaten Verschiedenem wurde u. a. noch angeregt, Schritte einzuleiten, um benuzten Maschinen veröffentlicht. Die Zahlen lassen die Ent- einen besoldeten Verbandsvorsitzenden anzustellen. widlung feit 1890 erkennen. In den letzten Jahren ist diese Entwicklung eine besonders schnelle gewesen. Es waren vorhanden: Baumwollspindeln Baumwollwebstühle Wollgarn- Kämmmaschinen Säße Wollkragen Wollwebstühle und Kammgarnwebstühle Strickmaschinen Seidenspinnmaschinen und Drehspindeln. 1900 21 057 983 1890 14 188 103 324 866 Bunahme Proz. 48,4 50,9 855 7245 76,6 7,9 490 398 1510 7 806 80 759 75721 1426 245 48 246 19 107,6 67 817 36 462 718 360 98,5 20 822 131,7 Im Jahre 1900 waren in den Bereinigten Staaten vorhanden: 21 057 983 Baumwollspindeln, 490 898 Baumwollwebstühle, 1 426 245 Seidenspindeln, 48 246 Seidenwebstühle. Seidenivebstühle. Derlammlungen. der Arbeiterklasse. " Die Verbreitung des Schreckens wird von den abendländischen Hunnen als das beste Mittel erachtet, die Chinesen für deren Kultur zu begeistern. Es wird gemeldet: Die Hinrichtung der drei Beamten in Pagtingfu, des Provinzial- Schazmeisters Tiengjang, des Miarommandanten Wangschangu und des Kavallerie- Obersten Kiu, joue die darauffolgende Ausstellung der Köpfe auf Pfählen maten auf die Eingeborenen des Bezirks Baotingfu einen tiefen Gindrud. Zündstoff für den Weltkriegsdia Einer bietet, wie wir schon mehrfach betont haben, schön ollen der Umstand, daß bei der Jagd auf Borer so verschiedene Misionen beteiligt find. Eine Soldatenkeilerei, wie fie unter dejolden Verhältniffen nicht selten ist, tann den Anlas geben zu ernſten internationalen Berwickelungen. Eine soldje nal firzlich in Shanghai stattgefunden. Einem hiesigen Blatt wird hieriiber von dort gemeldet: Große Aufregung herrscht hier über folgenden Vorfall: Bwei deutsche Soldaten wurden in ein Theehaus durch eine englische Polizistenwache gelockt und dort überfallen. erhielt einen Schuß in den Rücken, der andre wurde gefnebelt und durch Hiebe auf den Kopf und Fußtritte mißhandelt nachrichtigt wurde, befreite ihn. Angeblich soll von beiden Seiten und ins Bellengefängnis gebracht. Der Hauptmann, der bes versucht worden sein, die Sache zu vertuschen. Es wird behauptet, bie Soldaten seien betrunten gewesen. Diese Behauptung hat sich als unwahr erwiesen. Das wahrscheinliche Motiv der That ist Rache. Lehte Nachrichten und Depeschen. abend um 814 Uhr der Gementarbeiter H. Hilbrecht, Dunderstr. 17. Selbstmord. In Abwesenheit seiner Frau erhängte sich Montag Nahrungsjorgen sollen ihn in den Tod getrieben haben. Der Verband der Bau-, Erd- und gewerblichen Hilfearbeiter Deutschlands( Bahlstelle I) hielt am 4. d. Mts. seine Der Vormarsch der Socialdemokratie. regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Zum ersten Punkt der Stettin, 12. November.( Privatdepesche des„ Vorwärts) Bet Tagesordnung hielt Reichstags- Abgeordneter Rosenow einen mit der heutigen Stadtverordnetenwahl wurden vier Socialdemo großem Beifall aufgenommenen Vortrag über das Thema: Der traten gewählt: Herbert, Kitappe, Schmidt, Möws. Ferner find Kapitalismus am Ende der Prosperitätsperiode und die Aufgaben wir an drei Stichwahlen beteiligt.( Im Stettiner Rathaus war bie Von einer Diskussion wurde Abstand ge= den Spe- Socialdemokratie bisher nicht vertreten, der diesmalige Sieg ist also Unter Verbandsangelegenheiten wurde diteuren die Entschädigung von 10 auf 15 Mark er- besonders bedeutsam. Red. des„ V.") höht. Zum Schluß brachte Bukow noch die Arbeitsweise auf dem Bau Bellevuestraße beim Kolonnenführer Zimmer zur Sprache und drückte sein Bedauern darüber aus, daß die Kollegen, welche dort arbeiten, schon früh 51/2 Uhr anfangen. sta nommen. Hildesheim, 12. September.( Privat- Depesche des„ Vorwärts".) Bei der heutigen Gewerbegerichtswahl erzielten die freien Gewerkschaften 1067, die„ chriftliche" Liste 537 Stimmen. Französische Kammer. mit Rixdorf. In der Versammlung des Rigdorfer GewerkschaftsStartells, welche am 31. v. M. stattfand, gab zunächst der Obmann den Kassenbericht für das dritte Quartal. Derselbe lautet: Paris, 12. November.( W. T. B.) Gerville- Réache beantragt, Einnahme 147,28 M., Ausgabe 48,67 m., Bestand am die Veranstalter und alle Mitarbeiter der Ausstellung u 1. Ottober 103,61 M. Nachdem wurde über die am hiesigen ihrem Erfolge zu beglückwünschen. Der Antrag wird einOrt herrschende Wohnungsnot diskutiert und nach längerer stimmig angenommen. Hierauf beschließt die Kammer Auf Einladung der neu gebildeten Personen Lohnfuhr- daß es eine vornehmste Aufgabe eines Kommunalverbands ist, flir mittags und Nachmittags Sigungen zu halten; am Vormittag wird Debatte folgende Resolution einstimmig angenommen: In Anbetracht, 395 gegen 154 Stimmen, an vier Tagen der Woche des Vorwerks- Innung fand in der vorigen Woche im„ Prälaten" eine feine Mitglieder für ausreichende Wohnungsgelegenheit zu forgen, über das Budget, am Nachmittag über die Reformvorlagen, in der Versammlung von bei Mitgliedern der Innung beschäftigten Arbeitern ersucht die am 31. Oktober tagende Versammlung des Gewerkschafts- von der Regierung vorgeschlagenen Reihenfolge, beraten werden. und Kutschern zwecks Wahl von zwei Beifißern und zwei Stell- fartelle von Nigdorf, welches etwa 3500 Arbeiter in 19 Gemert- Ausgenommen ist hiervon der Freitagnachmittag, an welchem Intervertretern, zum Jnnungsschiedsgericht statt. Die gut besuchte Ver- fchaften vertritt, den Magistrat von Rigdorf, schleunigft Maßnahmen pellationen auf der Tagesordnung stehen sollen. sammlung wurde um 10 11hr abends vom Obermeister Herrn Haase in die Wege zu leiten, um der hier am Ort herrschenden Wohnungseröffnet. Die Verhandlungen leitete der Altgehilfe Mag Beijing, not entgegenzutreten. Die Versammlung hält es für erforderlich, pruler welcher zunächst sich über die vorzunehmende Wahl verbreitete, die daß schnellstens der Bau von Arbeiterwohnungen in Angriff ge= Pest. por dit Wähler ermahnte, nur solche Personen zu wählen, welche gewillt nommen wird, die gegen eine angemessene Miete finderreichen Allegandrien, 11. November.( W. T. B.) Heute sind hierghei und geeignet seien, die Interessen ihrer Kollegen mit allem Nachdrud Familien, welche namentlich von der Wohnungsnot betroffen werden, neue Bestfälle festgestellt worden. zu vertreten und veranlaßte nach einer kurzen Aussprache den Vollzug zu überlassen sind. Es folgte nun die Wahl von zwei Ausschuß10. di des Wahlafts. Das Ergebnis der stattgehabten Wahlen war, daß Mitgliedern; gewählt wurden Winkler( Textilarbeiter), Heinze teilte der Präsident des Prager Civil- Landgerichts sämtlichen Bor Prag, 12. November.( B. H.) Der„ Narodni Listhugitfolhe durch Stimmenmehrheit zu Beifizern Prüfer und Nehen, zu Stell-( Steinfeger). Unter Verschiedenem" wurde zur Sprache ges vertretern Köhler und Müller gewählt wurden. Nachdem brachten bracht, daß der Fabrikant Herr Laborenz sich nicht scheut, ent- ſizenden des Senats mit, daß nunmehr bei allen weiteren verschiedene Redner verschiedene Mißstände auf Fuhrhöfen zur gegen den Abmachungen vor dem Berliner Gewerbegericht, zur handlungen einzig und allein die deutsche Sprache als interite Sprache und legten es dem Innungsvorstande nahe, für eine Be- Zeit des Holzarbeiter- Ausstands im Frühjahr dieses Jahrs, die Amtssprache angewendet werden müsse. Kein Senatsvorsitzender soll seitigung der Uebelstände Sorge zu tragen. Möbelpolierer, die bei ihm eingestellt werden, einen Revers unter- Protest erhoben haben. schreiben zu lassen, wonach dieselben nicht organisiert sein dürfen. Eine öffentliche Versammlung der Schlächtergesellen, die Außerdem wurde das Submissionswesen einer herben Stritit unteram Sonntag in den Arminhallen tagte, beschäftigte sich in der zogen und mitgeteilt, daß Tischlermeister, welche die Tischlerarbeit Hauptsache mit dem Problem: Gründung einer to stenlofen Stellenbermittelung". Das einleitende Referat Breise bieten, weil sie den Gesellen äußerst minimale, d. h. nicht auf den städtischen Bauten übernommen haben, nur deshalb billige zu diesem Punkt hielt Genoffe Rein. Er geißelte vor allem das tarifmäßige Löhne zahlen. Gefehlt haben in der Versammlung die oftmals recht lichtscheue Treiben der Stellenvermittler und ihrer Zu- Delegierten der Bäcker und Töpfer. treiber und verwies im Anschluß hieran auf die Vorteile der unentgeltlichen Arbeitsnachweise. Weiter beleuchtete der Redner die Wilmersdorf. In einer gut besuchten Versammlung, die am Verschiedenartigkeit der bestehenden Stellenvermittelungen und 7. d. M. in Wittes Volksgarten tagte, hielt da Altmann einen empfahl die Einführung eines von den Gesellen verwalteten interessanten lehrreichen Vortrag, in dem sie besonders die Brots fostenlosen Arbeitsnachweises. Die Diskussionsredner Arndt, wucherpolitik der Agrarier kritisierte. Die Diskussion bewegte sich im Steslinke, Meyer, Sidert, Kielewiz und Kalließ gingen in Sinne der Vortragenden. Als Delegierte zur Kreistonferenz wurden ihren Ansichten hierüber verschiedentlich auseinander. Einesteils sodann Jda Altmann, Kraft und Giebler gewählt. Hierauf erfolgte befürworte te man den Anschluß an den paritätischen Arbeitsnachweis, die Abrechnung der Vertrauensperson und wurde bei der Neuwahl während man andrerseits die selbständige Vermittelung der Arbeit Gen. Behrendt mit dem Amt betraut. " 1 Paris, 12. November.( B. H.) Die Regierung verfügte die ftrengfte Ueberwachung aller aus Spanien kommender politischer Flüchtlinge und wies die Grenzbehörden an, keine karlistischen Bersammlungen auf französischem Gebiet zu dulden. Bukarest, 12. November.( B. H.) Heute begann die Schlußverhandlung in der bulgarisch macedonischen Mordaffaire. Das Präsidium führt der Appellationsgerichts- Nat Djuvafi. Das gesamte diplomatische Corps, sowie viele ausländische ZeitungsBerichterstatter haben Pläge reserviert. New- York, 12. November.( B. H.) Wie es heißt, list Brijan entschlossen, an allen Versuchen teilzunehmen, die zum Zwecke der Reorganisation der demokratischen Partei unternommen werden. Seine Anhänger erklären, er habe die Absicht, ein drittes Mal seine Handidatur für die Präsidentschaftswahl aufzustellen. Wie verlautes, wird der Staatssekretär Hay Botschafter in London und durch Choate oder Rood ersetzt werden. Berantwortl. Redacteur: Dr. Georg Graduauer in Groß- Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Babing in Berlin. Hierzu 2 Beilagen n. Unterhalturigsblatt. r. 265. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 13. November 1900. Oktober. " " " Unterm neuesten Kurs. wegen Beleidigung von Polizeibeamten. 10 6. Magdeburg. 1 Monat Gefängnis Genoffe Haupt wegen Beleidigung eines Offiziers. Halle. Genoffe Thiele 25 m. Geldstrafe wegen Be leidigung eines Gendarmen. Finsterwalde. 6 Arbeiter wegen Beleidigung von Streit at brechern Gefängnisstrafen von 1 Tag bis zu 2 Wochen. 8. Düsseldorf. 4 Wochen Gefängnis je 2 Arbeiter wegen Bebrohung von Streifbrechern. Saalfeld. Ein Maurer wegen Beleidigung eines Streit " brechers 15 M. Geldstrafe. 9. Altenburg. Genosse Stüdlen 2 Wochen Gefängnis wegen Beleidigung des Ministeriums. Frankfurt a. O. etwa fälschlich in die Sache verwickelt werden würde. Denunziantenbriefs dente darauf hin, daß ein Mann die Hand dabei Bald darauf sei jene Freundin ihrer Schwester, ein Frl. Suchart, mit im Spiele gehabt habe. Wenn er wirklich etwas begangen hätte, Herrn Sternberg zu ihr gekommen, lekterer habe gefragt, ob sie dann würde er, der nach der aufgestellten Behauptung später 1. Bremerhaven. 300 M. Geldstrafe Genoffe Dittmann Schwester sei, habe sie die Antwort erhalten:" Die ist in Sicher ausgegeben haben soll, nach dieser Unterredung, bei welcher er an etwas gegen ihn unternehmen wolle, und auf ihre Frage, wo ihre Hunderttausende für Rechercheu 3. Zittan. Wegen Beleidigung eines Steinbruchsbesitzers Ge- Schwester in Amerika sei. Sie hat dann eines Tags den Besuch geblich erbleicht" sein soll, sich getviß schleunigst mit der Zeugin 3. Zittan. Wegen Beleidigung eines Steinbruchsbesizers Ge- heit." Auf weiteres Befragen habe man ihr gesagt, daß die ausgegeben haben soll, nach dieser Unterredung, bei welcher er annofse Fischer 150 M. Geldstrafe. Greiz. Genosse Feustel wegen Beleidigung eines Pastors sie wisse, wo ihre Schwester fei. Dann sei ein Brief ihrer Schwester die fälligen 800 M. ausgezahlt. In dem Denunziationsbriefe stehe des Herrn Stierstädter erhalten, der sich erkundigte, ob 14 Tagen auf sein Bureau bestellt und dort ganz ordnungsmäßig verständigt haben. Statt dessen habe er die Zeugin erst nach " 50 M. Geldstrafe. 5. Hamburg. 200 M. Geldstrafe Genosse Moltenbuhr aus Amerifa gekommen, worin die Schwester schrieb, daß es ihr jehr auch wieder, daß er wegen folcher Sachen schon vorbestraft" sei; wegen Offiziersbeleidigung.- Ein Werftarbeiter wegen Beläglich dort gehe und fie zu darben habe. Sie fei deshalb mit dem das sei grundfalsch, thatsächlich sei er innerhalb 20 Jahre zweimal Brief zu Herrn Sternberg gegangen, dieser sei sehr erschrocken ge- in so unangenehme Sachen verwidelt worden, es stehe aber fest, drohung eines Streitbrechers 5 Monate Gefängnis. Genosse Wabersky wegen Richterbeleidigung 50 M. Geld- wesen, habe gesagt, die Grete dürfe เก ษ adaß er beide Male durchaus gerechtfertigt aus denselben hervordmitrafe. unter keine Umständen Dresden. Wegen Beleidigung des Zittauer Stadtrats Genosse zurückkehren und habe sofort 200 M. zur Uebersendung an die Fischer baß er sich doch gegangen fei. Der Vorfiyende hält dagegen dem Angeklagten vor, Fleißner 50 M. Geldstrafe. angewiesen. Als dann die Zeitungsnotizen weiter erschienen, habe sie sich hingesetzt und der Kriminalpolizei mitgeteilt, daß sie den fühlen solle; es seien doch in der Verhandlung schon viele Dinge nicht so ganz makellos Mann, den sie suche, fenne und wiffe, daß es Herr Sternberg fei. vorgekommen, die auf einen verheirateten Mann ein böses Licht Auf die Frage des Präsidenten, ob Herr Stierstädter mit diesem werfen müffen. Angell. Sternberg: Er gebe zu, die Gebote Briefe das allergeringste zu thun hatte, erklärt die Beugin, daß sie der Tugend und der Ehe nicht ime gehalten und sich in dieser den Brief ohne Zuthun des Herrn Stierstädter geschrieben habe. Beziehung vergangen zu haben, der Gerichtshof werde aber doch Sie habe dann an ihre Schwester geschrieben, ihr Borwürfe genacht einen Unterschied machen zwischen Fehltritten und strafbaren Handund sie gefragt, was denn an den Zeitungsnotizen wahr sei. Als Antwort fam der bei den Aften befindliche und schon verlesene Brief lungen. ohne Datum, von welchem ein Couvert nicht mit bei den Aften ist. erregten Auseinandersetzungen. Die Zeugin bleibt dabei, daß sie die Zwischen dem Angeklagten und der Zengin kommt es noch zu Dann sei Herr Sternberg in ihre Wohnung gekommen und sie habe Wahrheit gesagt habe. Sie fei auf Grund der Zeitungsnotizen frei ihm gefagt, daß er doch nicht immer von Dantbarkeit sprechen willig aus England zurückgekehrt, damit nicht auf ihr oder Herrn, solle, daß das, was er an der Grete thue, doch nur seine Pflicht Schneider etwas fizen bleibe. Der Angeklagte führt noch eine große fei. Herr Sternberg habe dies zuerst entschieden geleugnet, sie habe Reihe von Momenten an, um seine Behauptung zu unterstützen, daß aber gesagt, daß die Grete doch weniger schuldig sei, als er und die Aussage dieser Zengin voll innerer Unwahrscheinlichkeit sei und als sie den Brief der Grete und das, was darin stand, erwähnte, teinen Glauben verdiene. Er bleibt dabei, daß die Zeugin mit der 254 Pfeffer Hand in Hand arbeite und daß beide von intensiver Feindvom Zuchthaus schaft gegen ihn, verbunden mit praktischen Erwägungen", getrieben babe so wie so beabsichtigt, der Grete von Zeit zu Zeit fallen ließ, sei er sehr erschrocken gewesen und habe gesagt, er würben. Die Verteidigung stellt noch durch eine Reihe von Fragen fest, etwas zu fchiden. Herr Sternberg habe ihr dann noch einma daß Herr Schneider, der jetzt in Ehescheidung liege, Haus, Fran 800 m. gegeben, die fie mit versichertem Brief an ihre Schwester und Kinder verlassen habe und mit der Zeugin nach England geWorfizenden, daß fie teine Ahnung davon gehabt habe, baß in der nach Amerika geschickt habe. Die Beugin erklärt auf Befragen des gangen sei. Es wird dann noch einmal der Brief verlesen, den die unfittlichteiten stattfanden, obgleich fie mehrfach unangemeldet In demselben ist von einem zwölfjährigen Mädchen die Rede, die Wohnung ihrer Schwester, mit der sie nicht gerade sehr intim verkehrte, Margarete Fischer aus Amerika an ihre Schwester geschrieben hat. dieser der Maler aus Frankfurt a. O." sei, fei gänzlich hinfällig. daß die Stelle diefes Briefes fich gar nicht auf die Frieda Woyda dort erschien. Der gegen Herrn Schneider erhobene Berdacht, daß Berteidigung sucht aber aus bestimmten Momenten nachzuweisen, Sie selbst habe gar kein Interesse daran, was hier aus beziehen könne, sondern wahrscheinlich auf die damals schon 14 jährige die Margarete Fischer verheft zu haben, gebe aber zu, daß diesem Prozeß werde, sie bestreite auch, in ihren Briefen Ehlert. Die Beweisaufnahme greift hierauf nochmals auf die Er 19. Hamburg. Die gleiche Strafe Genoffe Moltenbuhr Ausdrud diesen Briefen hier und da ein umparlamentarischer zählungen zurück, die die Frieda Woyda über ihre Erlebnisse mit über wegen Aufforderung zum Ungehorsam gegen die Gefeße. Herrn Sternberg untergelaufen sein mag. dem" Waler" ihren Mitschülerinnen gemacht haben soll. Die Kleine Neu- Ruppin. 6 Wochen Gefängnis Genofie Schulze- gemeinsam mit Frl. Pfeffer einen verheßenden Brief nach Amerifa weiß nur, daß Frieda, als sie gefragt worden, warum sie Die Angeflagte Wender behauptet, daß die geugin Clara Krause Charlottenburg wegen Beleidigung eines Polizeibeamten. geschickt habe. Die Zeugin bestreitet dies und setzt auf Befragen 20. Berlin. Genosse knüpfer 14 Tage Gefängnis wegen Ver- hinzu, daß Frl. Pfeffer über ihr Verhältnis zu Herrn Sternberg und denn aus der Schule so oft abgeholt werde, gefagt habe: ste Ribniz. 2 Arbeiter je 6 M. Geldstrafe wegen Bergehens hier vor Gericht befundete. Die Thatsache, daß die Briefe ihrer dessen Verhalten ihr gegenüber genau dasselbe gesagt habe, was sie gegen die Verordnungen betr. die Sonntagsheilighaltung. Hamburg. In der Revisionsinstanz Genosse Päplow Herrn Sternberg zurückzuführen, der die Benutzung einer Schwester hier bei der Pfeffer eingingen, sei auf einen Wunsch des 30 M. Geldstrafe wegen Uebertretung des Preßgefeges. 22. Sorau. Wegen Beleidigung eines Fabrikanten Genosse 3 appey Forst 100 M. Geldstrafe. " Halle. Wegen Beleidigung eines Lehrers Genosse Thiele 300 M. Geldstrafe. Dresden. Die gleiche Strafe Genosse Fischer wegen Beteidigung eines Buchdruckereibesizers. Augsburg. Ebenso 300 M. Geldstrafe Genosse Rollwagen wegen Offiziersbeleidigung. München. Wegen Nötigung der Maurer Riedl 20 m. Geldstrafe. 10. Stettin. Genosse Faber wegen zweier Beleidigungen 300 M. Geldstrafe. 11. Magdeburg. Die gleiche Strafe Genoffe Albrecht Halle wegen Beleidigung des Bürgermeisters in Staßfurt. Genoffe aupt wegen Majestätsbeleidigung 6 Monate Gefängnis. Görlig. Wegen Verübung groben Unfugs Genosse SIB 100 M. Geldstrafe. 16. Dortmund. 100 Mark Geldstrafe Genosse Bredenbed wegen Beleidigung des Verlegers des ultramontanen Blatts " Tremonia". " " " gehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung. D . Duisburg. Maurer Lösche wegen Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung 1 Monat Gefängnis. Leipzig. In der Revisionsinstanz Genosse ThielhornHannover 3 Monate Gefängnis wegen Beleidigung eines Polizeibeamten. " 25. Galle. 6 Eage Haft Genosse Swienty wegen Berübung groben Unfugs. 26. Zwickau. In der Berufungsinstanz Genosse Sachse eine Woche Gefängnis wegen Bergehens gegen§ 153 der GewerbeOrdnung. " Saalfeld. 21 M. Geldstrafe Genosse Lewy wegen Beleidigung eines Fabrikanten. 27, Dortmund. Genosse Leinpeters Ebing 1 Monat Ge fanguis wegen Beleidigung von Polizeibeamten und Genbarmen. Aschersleben. Wegen Verübung groben Unfugs Genoffe Greiner 10 M. Geldstrafe. 11. Zwickau. 200 M. Geldstrafe Genosse Albert wegen Be leidigung des Professors Johnson. " " . 29. Effen. Der Genosse Lübbering wegen Bergehens gegen § 153 der Gewerbe- Ordnung 40 M. Geldstrafe. 31. Roftock. Sechs Arbeiter wegen Beleidigung von Streifbrechern Geldstrafen von 10 bis 30 Rönigsberg. Wegen zwei Beleidigungen Genoffe Hennig 80 M. Geldstrafe. Elbing. Die Maurer No st und Kriese je ein Jahr Zuchthaus wegen Verleitung zum Meineid. Insgesamt wurde erkannt auf 2 Jahre Zuchthaus, 1 Jahr 5 Monate 8 Wochen und 6 Tage Gefängnis, sowie 3273 M. Geldstrafe. Berlin, den 10. November 1900. " Der Parteivorstand. Prozeß Sternberg. Der heutigen Sigung, die Landgerichts Direktor Miller um 91/2 Uhr eröffnet, wohnt der Oberstaatsanwalt Dr. Wahler bei. Unter den aufgerufenen Zengen befindet sich auch die bisher nicht in Berlin weilende unverehelichte& I ara Fischer, ebenso der mehrfach genannte Herr Schneider. Beide sind in London zum Beweise dafür geladen worden, daß es nicht richtig fei, daß Herr Schneider der Modellmaler" gewesen oder daß die Denunziation im Falle Woyda von diesen beiden Zeugen eingereicht worden sei. Einige andre neu geladenen Zeugen sollen über die Bergangenheit beziehungsweise die Glaubwürdigkeit des Schugmanns Stierstädter vernommen werden. und etwas in Deckadresse anempfahl. Auf weiteres Befragen erzählt die Zeugin, baß eines Tags ein Herr zu ihr gekommen und ihr nahe gelegt habe, doch nicht zu ungünstig für Sternberg auszusagen, der doch unschuldig sei und ihr ewig dankbar sein würde. Sie habe geant wortet, sie halte Herrn Sternberg doch nicht für so unschuldig und werde nur die Wahrheit sagen. Die weiteren Aussagen der Zeugin betreffen Mitteilungen, die ihr die Pfeffer vor Jahren über die Neigungen des Angeklagten Sternberg gemacht haben soll. Justizrat Dr. Sello macht darauf aufmerksam, daß der Antrag, die fogenannten Erpresserbriefe unter den Stripturen des Angeflagten herauszusuchen, noch nicht erledigt sei. Der Präsident teilt mit, daß dies am Mittwoch, wo teine Verhandlung stattfinde, geschehen solle. Zeugin Fischer holt noch noch, daß der betreffende Herr, der sie beeinflussen wollte, noch ein zweites Mal bei ihr gewesen sei, daß sie ihm aber die Thür gewiesen habe, nachdem sie gehört, daß er gleich zeitig einen Fräulein Bieber 1000 Mark dafür geboten habe, wenn diese ihm Ungünstiges über die Zengin " Termin habe sie erfahren, daß ihre Schwester den Verdacht aus mitteilen fönnte. Außerdem führt die Zeugin noch an: im vorigen gesprochen haben solle, der Maler aus Frankfurt a./O." fei Herr Schneider. Sie habe deshalb aus England an ihre Schwester ge schrieben, wie sie denn zu einer so ungeheuerlichen Lüge fomme, die Schwester habe geantwortet, daß sie diesen Verdacht durchaus nicht ausgesprochen habe. Justizrat Dr. Sello stellt fest, daß dieser Verdacht auch nicht von der Verteidigung, sondern von der Polizei eine Staffelei in den Zimmern der Schwester nie gesehen, daß diese angeregt worden sei. Auf Befragen befundet die Zengin, daß fie fich auch nie Vögel gehalten habe. Die Schwester habe allerdings ihr Möbelarrangement öfter umgeändert. 89-982284 " nichts von Unfittlichkeiten mitgeteilt. Frieda Woyda bestreitet, daß habe bei einem Herrn Modell stehen müssen und sie sei gemalt worden. Frieda habe aber nichts Näheres erzählt, namentlich auch fie vom Modellstehen" gesprochen habe. Sie wußte ja gar nicht, nichts von Unfittlichkeiten mitgeteilt. Klara Krause bleibt ihrerseits bei ihrer Bekundung und weiß auf Befragen des Vorsitzenden recht anschaulich darzulegen, was sie unter dem Begriff Modell" versteht. Justizrat Dr. Sello hält der Frieda Woyda vor, daß sie dieser Zengin gegenüber wieder etwas andres erzählt habe, wie andren. was ein Modell sei." Eine andre Mitschülerin, Grete Lorenz, hat von Frieda Wohda selbst auch nur vom Modellstehen" gehört; alle sonstigen Einzelheiten, die fie andern Freundinnen mitgeteilt haben soll, tvill sie von andern Schülerinnen gehört haben. Woher die letzteren ihre Kenntnisse hatten, wisse sie nicht. Frieda oyda bleibt dabei, daß fie das alles nicht erzählt habe; sie habe gar nicht gewußt, was Modellstehen ist, dagegen habe Grete Lorenz erzählt, daß ihre Schwester schon Modell gestanden habe. Die Zeugin erklärt dies für unwahr. Nach kurzer Pause wird auf Antrag der Verteidigung und des Staatsanwalts beschlossen, noch einige neue Zeugen zu laden. Der Zeuge Redacteur Nud. Cuno von der„ Berl. 8tg." war als Zeuge darüber vorgeschlagen worden. daß Herr Sternberg ihm gegenüber zugestanden haben soll, etivas mit der Woyda vorgehabt zu haben. Zeuge erklärt, daß dies nicht Redaktion gewesen, um gegenüber den aggreffiven Zeitungsder Fall sei. Herr Sternberg sei nur ein einziges Mal auf der artikeln ihm Informationen zu erteilen. Der Zenge hat die Entgegennahme jolcher Informationen abgelehnt, darauf hat Herr Sternberg mit dem Verleger gesprochen und diesem die Versicherung abgegeben, daß er fein Verbrechen begangen habe. Thema vorgeladenen Zeugen Redacteure Dr. Brehmer und Genau so negativ fallen die Bekundungen der über dasselbe an die Staatsanwaltschaft gelangten Postkarten auf diese Zengen Wolter aus. Wer sich nun veranlaßt gesehen hat, in 3ivei anonymen, hinzuweisen, bleibt eine offene Frage. Die alsdann bernommene alte Frau Blümke, Angeklagter Sternberg erklärt, daß die geugin sich in manchen Punkten geirrt habe und die Mutter des Beugen Blümle weiß zur Sache nicht viel mit zwar immer zu seinen Ungunsten. Außerdem stehe fest, daß Fräu zuteilen, namentlich nicht, ob auf das Kind Frieda eingewirkt worden lein Margarete Fischer zuerst zu Protokoll gegeben habe, daß der ist. Sie hat der letteren eingeschärft, die Wahrheit zu Maler" ein Herr aus Frankfurt a. O. sei, der in der Richtstraße fagen; das Kind habe ihr gesagt, sie habe das erste Mal die wohne. Nun wohne Herr Schneider in der Richtstraße, es sei unwahrheit gefagt und sage diesmal die Wahrheit. Auf Befragen also eine unbegreifliche unwahrheit, wenn Fräulein Grete Fischer des Staatsanwalts erklärt die Zeugin! fie habe wohl manchmal der Zeugin schreibe, daß sie den Verdacht gar nicht auf Herrn fremde Leute bei ihrem Sohn gesehen, wisse aber nicht, was diese Schneider gelenkt habe. Der Angeflagte bestreitet alle belastenden mit ihm gesprochen. Sie habe ihren Kindern gesagt, sie seien zwar Aussagen der Zeugin. Er behauptet, daß er gar nicht aus eigenem arm, aber sie sollten ehrlich bleiben, sich auf nichts einAntriebe zu der Zeugin gekommen sei, sondern auf eine Aufforderung laffen und die Frieda zur Wahrheit ermahnen. Auch Stierstädter des Frl. Suchart, die er vorher gar nicht gekannt habe, während sie sei mehrmals in der Wohnung gewesen. Frau Blümte schildert ihren eine Bekannte des Frl. Fischer war. Bei dieser Unterredung mit Sohn als einen guten und ordentlichen Menschen, der ein ruhiges, der Zeugin sei es durchaus anders zugegangen, als diese geschildert geordnetes Eheleben führe. habe. Die Zeugin habe ihm bei dieser Unterredung direkt gedroht, sie würde einen angeblich von ihr ermittelten Fall eines angeblich begangenen Sittlichkeitsverbrechens an einem kleinen Mädchen zur 10 000 M. gebe. Der Zeuge Ehlert. Vater der 16jährigen Ehlert, schildert feine Tochter als ein schon jung verdorbenes Mädchen. Ehe die Beweisaufnahme fortgesetzt wird, tritt der Zeuge Schindler bor, um nochmals auf die Aeußerung, die Frieda Woyda eines Tags Anzeige bringen, wenn er nicht zu dem Barbiergehilfen gemacht haben soll, zurückzukommen. Er habe sie züchtigen müssen, sie habe sich umhergetrieben, gelogen, Der Zeuge sowohl, wie seine Ehefrau halten es für möglich, daß Schulden auf den Namen der Eltern gemacht und er habe sie auch das Mädchen nur den Aufpasser für den Gehilfen gespielt habe, fie wegen Erpressung anzeigen, darauf habe die Zeugin klein bei die Thatsache der Polizei mitgeteilt. Der Schuhmann Stier Er habe darauf gefagt, sie solle den Fall nur anzeigen, er werde beshalb züchtigen müssen. Sie sei dann weggelaufen und er habe irgend etwas Bestimmtes darüber kann aber nicht festgestellt werden. gegeben und er habe ihr gesagt, daß er das Geld, welches er für städter habe ihm gefagt, er solle doch mal nach der AlexandrinenAls Zeugin wird bie Grete Fischer ausgesetzt habe, dieser auch zu den festgesetzten straße 1b gehen und sehen, ob das Mädchen etwa bei der Fischer Klara Fischer Terminen schicken werde. Darauf habe er der Zeugin anheim sei. Er habe dies auch gethan, aber ohne Erfolg. Infolge dessen bernommen. Sie ist 35 Jahre alt. Beugin bestreitet, daß sie das gegeben, nach 14 Tagen auf sein Bureau zu kommen und da habe habe er der Staatsanwaltschaft angezeigt, daß das Mädchen Verfahren im Falle Woyda veranlaßt habe. Sie habe Herrn Stern- er ihr dann die 800 M. zur Uebersendung an die Schwester aus vagabondiere und habe dann den Bescheid erhalten, daß das berg jahrelang nicht gesehen, bis eines Tags ihre Schwester mit der gezahlt. Er bedaure jezt, daß er damals nicht seinem ersten Mädchen ergriffen sei und als krant nach der Charité ge Angeklagten Wender bei ihr erschienen und ihr den in der Impuls gefolgt sei und die Anzeige erstattet habe, denn dann bracht werden mußte. Der Zenge hat dann die Frau Schnör Morgenpost" erschienenen Artikel zeigte, in welchem von der fäße die Beugin auf der Anklagebank und er würde als Beuge gegen iv ange, bei der das Mädchen sich aufgehalten hatte, wegen geFournaçon, von dem Maler aus Frankfurt a. D." und Unfittlich fie aussagen. keiten die Rede war. Auf die Frage der Zeugin, ob denn das alles werbsmäßiger Kuppelei angezeigt. In dieser Sache habe die Tochter Die 8eugin widerspricht dieser Darstellung mit großer Ent- einmal längere Zeit auf dem Gerichtsforridor gewartet und nachdem er wahr sei, habe die Schwester gesagt, es sei vieles erlogen, auf die schiedenheit. Sie habe nun und nimmermehr eine Erpressung eine Zeit lang mit ihr gesprochen, habe der Schußmann Stierstädter ihn weitere Frage, wer denn der in dem Artikel bezeichnete Mann sei, beabsichtigt, sondern nur aus Mitleid für ihre Schwester gehandelt. gebeten, fie auf furze Zeit mit ihm allein zu lassen. Der Schutzhabe sie den Namen des Herrn Sternberg genannt. Die Schwester Sie habe nicht nötig, von dem Angeklagten Geld anzunehmen, mann Stierstädter habe dann fet fehr erregt gewesen und habe gemeint, fie müsse so schnell wie sie habe sogar bei der Absendung der 800 Mart noch Beit gesprochen und mit dem Mädchen längere möglich weg. Sie sei denn auch aus Berlin verschwunden und ließ etwas Geld aus ihrer Tasche zugelegt. Der Angeklagte hält der dem Kopf geschüttelt. das Mädchen habe wiederholt mit längere Zeit nichts von sich hören. Als die Zeugin nun weiter die Beugin mit gleicher Entschiedenheito feine Behauptungen entgegen brieflich mitgeteilt, daß sie sich mit dem Schußmann noch sehr geAm nächsten Tage habe das Mädchen Beitungsartifel las, in welchen immer die Rede von einem Herrn und sucht innere unwahrscheinlichkeiten in der Aussage der Zeugin zantt, er habe auf fie eingeredet, ob sie denn nicht bei dem Frl. aus Frankfurt a. D. war, habe sie sich an eine Freundin ihrer festzunageln. Diese bleibt dabei, daß alles, was sie gesagt habe, Fischer in der Alexandrinenstraße way und nicht mit dem Maler aus Schwester gewandt, um sie zu fragen, ob sie wiffe, wo Margarete wahr sei. Angell. Sternberg bleibt dabei, daß die Zengin voll Frankfurt a. D. verkehrt habe. Der Zeuge hat seine Tochter dann Fischer sei. Bei dieser Gelegenheit habe sie erklärt, daß sie wisse, Haß gegen ihn erfüllt und mit der Pfeffer innig befreundet gewefen auch im Krankenhause besucht, sie sagte aber immer, ein Maler aus wer der betreffende Mann sei, und es sagen würde, wenn der Herr aus sei. Die ganze Form des angeblich von der Reugin geschriebenen Frankfurt a. D. sei ihr gar nicht bekannt, ebenso kenne fie auch die Fischer nicht. Der Präs. Wenn Sie nun sei. hören, daß Ihre Tochter hier auf eindringliches Befragen wirkliche Wahrheit, früher habe sie nur aus Furcht vor ihrem Vater -Die geugin erklärt: ihre vorgestrige Aussage sei die] Hierauf wird die Verhandlung um 5 Uhr vertagt. Des Staatsanwalts endlich gesagt hat, daß Von morgen an wird die Verhandlung im fleinen Sigungsste in Alexandrinenstr. 1B bei der Fischer mit Sternberg verkehrt habe. gesagt. Im weiteren Verlauf seiner Aussage, bei welcher die vom Schwurgericht des Landgerichts I, der kleine Schwurgerichtsfaal der und auf Grund der Instruktionen des Herrn Ebstein die unwahrheit zimmer Nr. 55/56 fortgesetzt werden, da der große Schwurgerichtssaal Zenge Ehlert: Entweder hat sie den Staatsanwalt belogen oder Rechtsanwalte Dr. Sello, Heinemann, Dr. Werthauer vom Schwurgericht Berlin II in Anspruch genommen wird. mich. Präf.: Hedwig Ehlert, haben Sie uns hier vorgestern die und Fuchs I zahlreiche Zwischenfragen stellen, bestätigt der Zeuge reine Wahrheit gefagt? Zeugin Ehlert: Jawohl!- Der auf Anregung des Staatsanwalts, daß er sich nach seinem Besuche Zeuge schildert seine Tochter als ganz unglaubwürdig. Sie habe in Brandenburg die Bekenntnisse seiner Tochter von dieser habe Eingegangene Druckschriften. Das erste Mal zugestandenermaßen ihre belastenden Aussagen schriftlich geben lassen. Diese schriftlichen Aufzeichnungen habe er einem Bon der Neuen Zeit"( Stuttgart, Dies' Verlag) ist soeben das gemacht, um zum Termin aus Kottbus entlassen zu werden. Manne ohne Entgelt überlassen, der sich eines Tags bei ihm nach der 6. Heft des 19. Jahrgangs erschienen. Aus den Inhalt heben wir hervor: Nach einem Brief des Anstaltsdirektors habe sich seine Tochter Tochter erkundigt und den er für einen Kriminalbeamten gehalten Rohlenwucher Zwei Prozesse. Kommunale Wohnungspolitik. Von Paul Hirsch. so betragen, daß es sich mit Worten nicht sagen lasse, sie sei arbeits- habe. und die Verstaatlichung des Kohlenbergbaus. Von scheu, böswillig, zerschlagene Fensterscheiben, zerbrochene Kannen 2c. Brandenburger Anstalt vorgeladen werden, die Zeugin materialistischen Geschichtstheorie. Auf Antrag der Verteidigung soll die Oberin der A. Kautsky. Arbeitsteilung und Frauenrecht. Zugleich ein Beitrag zur Von Heinrich Cunow.( Schluß.) wären ihr Werf gewesen. Der Zeuge beruft sich auf die Oberin der Ehlert regt an, auch zwei Aufseherinnen des Moabiter Berliner Theater.- Notizen: Kosten der Kohlenproduktion in verschiedenen Anstalt in Brandenburg dafür, daß die Tochter auch dieser gegenüber Untersuchungsgefängnisses zu vernehmen, denen fie bei Ländern. Von P. M. Grempe. Die Handelsflotten der wichtigsten der ersten Verhandlung die ganze Wahrheit gefagt habe. Staatsanwalt Braut hält es für ganz unverständlich, Frizz Skowronnet.( Schluß.) daß der Beuge am 8. November schon eingehende schrift seiner Tochter in Händen hatte und dennoch 4 Monate später einen Strafantrag gegen Herrn Sternberg wegen Verführung seiner ,, unbescholtenen" Tochter erflärt habe, mit Herrn Sternberg nichts zu thun liche Nationen. Feuilleton: Wie die Heimat stirbt! Bilder aus dem Osten von Dr. Franz Oppenheimer:„ Das Bevölkerungsgesetz des T. R. Malthus und der neueren Nationalökonomie." Darstellung und Kritik. Berlin 1901. Akademischer Verlag für sociale Wissenschaften. Dr. John Ebel heim. Preis 4 M. 1100 gehabt zu haben. Er sei selbst in Brandenburg gewesen und habe das Mädchen unter Hinweis auf das achte Gebot zur strengften Wahrheit ermahnt. Vor 5-6 Wochen habe er einen Brief von dem Mädchen erhalten, in welchem sie erklärte, daß sie nie mit einem R. E. May: Die Wirtschaft in Vergangenheit, Gegenwart und ZuSternberg zusammen gewesen sei. Das Mädchen habe auch ihm funft." Mit 130 Tabellen und vergleichenden Uebersichten. Berlin 1901. selbst und ihrer Stiefmutter allerlei böse Dinge nachgesagt. stellte. Rechtsantvalt Fuchs I flärt diesen Widerspruch dahin auf: Breis 10 M. Akademischer Verlag für sociale Wissenschaften. Dr. John Edelheim. Auf eingehendes Befragen des Staatsanwalts erklärt der Zeuge, Hedwig Ehlert habe bei ihrer ersten Vernehmung Herrn KriminalEd. Sacher:„ Die Maffenarmut. Ihre Ursache und Beseitigung." daß von keiner Seite auf ihn eingewirkt worden sei und daß der fommissar v. Trescow gesagt, ihre erste Begegnung mit Sternberg Berlin 1901. Atademischer Verlag für sociale Wissenschaften. Dr. John Schußmann Stierstädter vier- bis fünfmal bei ihm gewesen sei. habe im Sommer 1899 stattgefunden, diese Aussage habe dem Edelheim. Preis 1,50 M. Auf Befragen des Justizrats Dr. Sello bestätigt der Zeuge, daß Beugen vorgelegen und er mochte wohl der Ansicht gewesen sein, feine Tochter leicht Thränen bei der Hand habe und auch ihm daß seine Tochter zu jener Zeit noch unbescholten war. Zeuge gegenüber mit Thränen in den Augen Lügen als Wahrheiten be- Ehlert giebt noch an, daß einmal ein Herr zu ihm teuert habe. Der Zeuge wird nochmals hin- und hergefragt. gekommen sei und ihm gesagt habe, wenn er in der Sternbergob er irgendwie beeinflußt sei oder direkt oder indirekt mit schen Sache thätig sein wolle, Sternberg in Verbindung stehe. Der Zeuge verneint dies bestimmt. könne er fich Honorar verdienen. Auf weiteres Befragen giebt er an, daß er bis vor kurzem in einer Versicherungsanstalt thätig war, diese Stellung aufgegeben habe, weil er seinen Namen durch diesen Prozeß geschändet sah und fich jetzt mit privaten schriftlichen Arbeiten beschäftige. Ueber Einzelheiten seiner Aussage tommt es zwischen ihm und dem Schuhmann Stierstädter Er habe dies aber abgelehnt. Justizrat Dr. Sello stellt durch Befragen des Schußmanns Stierstädter fest, daß die Zeugin Woyda diesem mal gesagt habe, sie habe einmal bei einer bestimmten Gelegenheit das Kattunkleid der Angeklagten Wender angehabt, eine Angabe, deren Unwahrheit sich schon aus der grundverschiedenen Körpergröße der Angeklagten Wender ergebe. Auf Antrag des Staatsanwalts wird die Aussage des Zeugen zu lebhaften Auseinandersezungen, in deren Verlauf Ehlert, soweit sie sich auf etwaige Beeinflussungsversuche der Beuge ausruft: Herr Stierstädter, Sie werden mich doch hier bezieht, protokolliert. Die Rechtsanwälte Dr. Mendel und nicht zum Lügner stempeln wollen, ich stehe unter meinem Heinemann betonen, daß sich die Verteidigung auf diesen Zeugen Eide!"- Der Präsident dringt nochmals sehr ernstlich darauf, nicht berufen habe, derselbe vielmehr mitten in der Verhandlung vom daß Hedwig Ehlert ihm sagen möge, was denn nun die Wahrheit| Staatsanwalt herbeigeholt worden sei. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, den 13. November. Opernhaus. Cavalleria rusticana. Bajazzi. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Der wilde Reut: lingen. Anfang 72 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). Die Fledermaus. Anf. 72 Uhr. Deutsches. Die Macht der Finsternis. Anfang 7/2 Uhr. Leffing. Die Mission. Anf. 71/2 Uhr. Berliner. Ueber unsre Kraft. Anfang 7 Uhr. Residenz. Die Dame von Marim. Anfang 72 Uhr. Neues. Gerda Mohr. Anfang 72 Uhr. Westen. Boccaccio. Anfang 71/2 Uhr. Schiller. Faust. Anfang 8 Uhr. Secessionsbühne. Der Tod des Tintagiles. Ein Heiratsantrag Anfang 7/2 Uhr. Central. Die Geisha. Anfang 71/2 Uhr. Thalia. Der Biebeßschlüssel. Anfang 71/2 Uhr. Luisen. Meine Tochter. Vorher: Mein Stern. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Zigeunerbaron. Anf. 71/2 Uhr. Carl Weiß. Fauftrecht und Landfriedensbruch. Anfang 7 Uhr Belle Alliance. Grad' a Todsünd mert. Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Die verkehrte Welt. Anfang 72 Uhr. Apollo. Specialitäten- Vorstellung. Fräulein Loreley. Anf. 7 Uhr. Palast. Specialitäten: Vorstellung. Central Theater Die Geisha. Operette in 3 Atten von S. Jones. Anfang 72 Uhr: Mittwoch, Donnerstag, Freitag: Die Geisha. Sonnabend, den 17. November zum erstenmal: Der Brautvater. Gesangspoffe in 3 Aften von Adolf Rosée und H Plazbecker." Thalia Theater Dresdenerftr 72. Der Liebesschlüssel. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz. Anfang 7 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Apollo- Theater. Um 9 Uhr: Fräulein Loreley Chavita. Ferner: Madge Ellis. 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November, abends 8, 1hr, im Gewerkschafts: hause, Engel- Ufer 15: Charlottenburg. Rezept. Todesanzeige. Am 10. November 1900, vormittags 1182* 1 Orig. Flasche echte Jamaica: 9 Uhr, verstarb unser Mitglied, der Beingeift( Spiritus vini) Hermann Wolfram. Num- Basis für 75 Pf. 1 Liter Schnittarbeiter Vertrauensmänner- Versammlung Donnerstag, 15. Nov., abds. 8 Uhr, in der Gambrinusbrauerei, 1,40 wt und 1 Biter affer. sämtlicher Bezirke und Branchen. Tages Ordnung: 1. Die socialpolitischen Aufgaben der Gewerkschaften. Ref.: Kollege Robert Schmidt. 2. Werkstattstreits und Differenzen. Verbands angelegenheiten. 284/ 1* Verbandsbuch nebst Mitgliedsbuch legitimiert. Jede Werkstatt ist verpflichtet, einen Bertranensmann zu ent Die Ortsverwaltung. fenden. Vereinigung der Maler etc. Dienstag, den 13. November cr., abends 82 Uhr, in den Armin: hallen, Kommandantenstraße Nr. 20/21: Wallstrasse 94: Volks- Versammlung für Frauen und Männer. Tages: Ordnung: Referentin Frau Dunker- Leipzig. 2. Diskussion. Der Kohlenwucher, die Arbeiterfrauen und die Socialdemokratie. 204/16 Zahlreichen Besuch erwartet Der Vertrauensmann. Tanzlehrerverein Solidarität". Dienstag, den 20. November 1900: Mitglieder= Versammlung 8. Stiftungsfest Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Anträge. Die regelmäßigen Mitgliederversammlungen finden jeden zweiten Diens tag im Monat statt. Die Ortsverwaltung. J. A.: Joh. Plum. 125/13 Agtung! Decateure. Achtung! Mittwoch, den 14. November, abends 7/2 Uhr: Oeffentl. Derlammlung im Lokale des Herrn Feuerstein, Alte Jakobstr. 75. Tages Ordnung: in Kliems feftsälen, Hasenheide 13-15. Um 10 Uhr: Pause, nach derselben große Festpolonaise, verbunden mit verschiedenen Ueberraschungen. Zur Aufführung gelangen die neuesten Rund- und Gesellschaftstänze, u. a.: Huldigungs- Neigen, Gavotte Louis XIV., Rokoko Rhein Anfang 9 Uhr. Hierzu ladet ergebenst ein Der Vorstand. länder. 200/ 2* Die Mischung ergiebt einen feinen, fräftigen Num von wundervollem Aroma und köft: lichem Geschmack, eine natur: getreue Wiedergabe des echten Jamaica- Nums mit den eigen: artigen Vorzügen und Merk: malen desselben, vorzugsweise geeignet zur Thee: und Grog: bereitung. Ein Man prüfe selbst! Versuch wird es beweisen! Combinierte Original- Reichel- Essenzen ( gef. gefch.) Echt Allein Reine Naturecht! produkte. Ab- Original! folut nicht trübend, zur Selbst: bereitung v Cognac, Branntweinen und fämtl. Liqueuren von wundervollem Aroma und köst lichem Geschmad. EliteKolton: 7 Drig.& fortiert 4,50 Feinster Weingeist Str. 1,40 exkl. franco Deutschl. Zusendung auch einzelner Flaschen frei Haus durch meine Gespanne! Nachnahme Einzig echt und mit meinem Namenszuge! Orts- Krankenkasse| Orts- Krankenkasse Bersand gegen Boreinfendung oder 1. Die Maßregelungen in unfrer Filiale und der Beschluß des Bor: des Maurergewerbes. der Kupferschmiede. garantiert nur in Originalflaschen stands der Arbeitgeber. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 197/10 Es ist Pflicht eines jeden Berufskollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Einladung. Dienstag, 20. Novbr., abends Mittwoch, den 21. November 1900, vormittags 11 Uhr: 8% Uhr, findet in den Arminhallen, General- Versammlung Kommandantenftr. 20, gemäß§ 52 des eine Achtung! Kistenmacher. Atung! Raffenſtatuts, elné Heute, Dienstag, den 13. November, abends 8½ Uhr: Große öffentliche Versammlung im Lokale von Stechert, Andreasstraße 21. Tages Ordnung: 95/20 1. Abrechnung vom Streit. 2. Verschiedenes. Das Erscheinen aller Kollegen, der wichtigen Tagesordnung wegen, ist Ehrensache. Der Einberufer: Karl Jude I, Rummelsburg, Kantstr. 49. Verein aller Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäsche- und Kravattenbranche Berlins und Umgegend. ( Zuschneider, Zuschneiderinnen, Näherinnen, Plätterinnen, Wäscherinnen, Stemplerinnen, Einstemmerinnen usw.) Mittwoch, den 14. November, abends 8½ 11hr, Im Grand Hotel Alexanderplat, Blauer Saal, Eingang Neue Königstr.: Versammlung. Tagesordnung: im Rosenthaler Hof", Rosenthaler Straße Nr. 11-12. Die Arbeitgeber werden ersucht, Wahl um Ordentl.Generalversammlung aur Bab 10 Uhr zu erscheinen. der Vertreter der Arbeitgeber Tagesordnung siehe übersandte Einund Kaffenmitglieder ladung des Vorstands. 274/3 statt. Tagesordnung: 1009b Salonteppich, extragroßes Prachteremplar 26,00, wunderschöne Zimmerteppiche 8,00, prachtvoller Säulentrumeau 30,00, 1. Bericht über die Thätigkeit des Vorstands. 2. Ergänzungswahl zum Vorstande für die Jahre 1901 und 1902 für die ausscheidenden Vor standsmitglieder, und zwar aus der wundervolle, gestickte Uebergardinen, Gruppe der Arbeitgeber die Herren Portieren, Spachtelstores, Salon teltbinger und Schmidt, auühren, Muschelspiegel, Sofaftoffbezüge, der Gruppe der Kaffenmitglieder die Steppdecken, Remontoiruhren, Salon Hrn. Dähne, Simanowski, Trill, bilder, Plüschbecken 5,00, gediegene Lehmpfuhl und Hähnel 3. Wahl Nußbaummöbel, Paneelsofas, Plüsch des Rechnungsausschusses. 4. Mit garnituren, ganzeEinrichtungen werden fchiedenes. teilungen des Vorstands. 5. Ver: beim Auktionator, Möckernstr. 137 ( Anhalter Bahnhof), nachmittags zwei bis acht Uhr spottbillig verfauft. Ueber nehme ganze Warenlager, Wirtschaften, Nachlässe zum Verkauf und zur Ver: steigerung. Gefaufte Möbel fönnen in meinen großen Lagerspeichereien unentgeltlich lagern. Berlin, den 9. November 1900. Der Vorstand. A. Dähne, Vorsitzender. A. Kelpin, Schriftführer. Ordentliche 1. Vortrag des Genossen Walded Manasse über„ Allerlei Not in General- Versammlung Staat und Gemeinde". 2. Diskussion. 3. Antrag des Vorstands. 4. Ver: schiedenes. Zahlreichen Befuch erwartet 251/12 Der Vorstand. Die Zahlstellen bes Vereins befinden sich bei: M. Stano w sty, der Orts- Krankenkasse der Dachdecker Berlins abends 8 Uhr, [ 57359* Musikwerke, felbstspielend, mit auswechselbaren 55802* Otto Reichel, Berlin SO., Eisenbahnstr. 4. Fernip. IV. 3190. Größte Fabrit Dentschlands im Berkehr mit Konsumenten. Man verlange Prospekte mit wert: vollen Rezepten tostenfrei. Tausende ehrenvoller Anerkennungen! den miserablen Vorsicht Nachahmungen!!! Verkaufsstellen für den Norden: Ackerstr. 69 bei W. Wohlgemuth; Aderstr. 139 bei G. Zobel; Brunnen= straße 41 bei C. Kenne; Demminer straße 5 bei Hugo Lubowsky; Febr bellinerstr. 80 bei F. Sonnenberg; Invalidenstr. 128 bei P. Würfling; Invalidenstr. 139 bei A. Buhr; Müllerstr. 40 bet F. Kröber; PrinzenAllee 29 bei Friedr. Thiele; teinidendorferstr. 26 a bei Paul Recollin; Reinickendorferstr. 56 b bei G. Leisegang; Reinickendorferstr. 70 bei Paul Trapp; Rheinsbergerstr. 55 bei Alex Howitz; Weinbergsweg bei W.Zaremba. Bankow. Florastr. 35 bei C. Buchmann; Brehmestr. 65 bei R. Rosemann. Reinickendorf- 2Best. Scharnweberstr. 117 bei A. Zobel. Weitere Berkaufsstellen werden noch Blatten, schönste Familienunters belannt gegeben. Stanowsky, werden nur geringer NO, Höchftestr. 48; C. ergt, NO, Landwehrstr. 1; W. Eue, O, Weißbachstr. 5; A. Leopold, N, Invalidenstr. 15; Frau E. Reiß, N, am Freitag, den 16. November, Teilzahlung vergeben. Chorinerstr. 3; Frau E. Sill, N, Reinidendorferstr. 60; Frau A. Budow, SW, Arndtstr. 11, Laden; Frl. A. Seiler, SO, Biegnitzer straße 11; in Weißensee bei Spedmann, Königs- Chauffee; Staffierer P. Keller, Straßburgstr. 51; in Steglitz bei Frl. H. A ster, Adolfstr. 10. Fliesenleger! im Lokale des Herrn Feind, Weinstr. 11. Tagesordnung: 1. Wahl von 3 Vorstandsmitgliedern ( 1 Arbeitgeber, 2 Arbeitnehmer). 2. Wahl des Rechnungs PrüfungsAusschusses 1900. 3. Abänderung 1. Nachtrag§ 12. des§18( Erhöhung Donnerstag, den 15. November, allends 8 1hr, bei Sch uI3, 4. Grenadierstraße Nr. 33, Mitglieder- Versammlung des Vereins der Mosaik- Fliesenleger Berlins und Umgegend. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Ad. Hoffmann über: Weltpolitit, der Krieg in China. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 63/15 Der Verstand. Enorm billig! des Sterbegelds). 5. Abänderung des§ 39. 6. Gehaltszulage des Rendanten. 7. Verschiedenes. Nur die Delegierten haben zu dieser Bersammlung Zutritt. Karte legitimiert. [ 1007b J. Kurzberg, NO. parterre, Landsbergerstr. 13 tein Saben. Gardinen Specialität: Seceffions: und Jugend Stil. 250 Muster. Neste von 2-4 Fenstern selten billig. Katalog( 450 Jllustrat.) gratis und franco. [ 112* G. Krebs, 1. Borfzender. Emil Lefèvre, Berlin S., 150 Bergstr. 28, I Oranienstraße Kaffee! Kaffee! 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November 1900( Schluß). Nur bie Gewinne über 280 Wort find den betreffenden Nummern in Parentheje beigefügt. ( Obue Gemdr.) 7376 605 880 6 24[ 300] 383 485 518 818 95 990 1087 376 505 839 66[ 500] 2094[ 500] 130 233 604 79 841 46[ 3000] 3070 85 97 117 32.90 369 409 513 80 4140 594 022 844 5482 558 615 778 880 996 6091 145 421 646 851 7009 23 38 339 498 515 8241[ 3000] 440 513 43 74172 804 700123335 339 10327 85 418 733 65 11442 591[ 10 000] 654 780 12358 482 935[ 3000] 55 13011 277 412 56 88 761 861 14390 15139 213 92[ 800] 422 510 69[ 3000] 70 685 16241 665 814 53 949 17038 82 186 266[ 300] 339 54 462 591 639 58 707 18027 286 354 452 506 978 19426 664 824[ 5000] 20114 97 655 81 955 21295 365 747 873 22025 420 554 754 869 23069[ 300] 285 629 735 847 24214 592[ 3000] 641 [ 1000] 25582 642 868 903 26297 538 27137 392 434 890 97 984 24 42 28741[ 3000] 84 29096 378 617 713 729330104 245 429 31 679 860 913 88 31145 82022 94 247 308 59 490 788 871 33626 29 92 34017 97 404 640 55 740 [ 300] 804 7 45 35384 91 571 974 36297 818[ 300] 47 37051 228 35[ 1000] 523[ 1000] 928 38180 281[ 300] 447 517 70 630 891 39375 575 861 40337[ 1000] 586 648 41077 129 342 75 561 748 42131 76 313[ 1800] 35 586[ 8000] 724 812[ 1000] 72 75 99 43023 159 74 80 422 756 94 44012 167 697 45010 159 224 362 957 [ 3000] 78 46621 77 771 968[ 1000] 47088 301 94 565 635 859 963 48578[ 500] 637 768 839 49049 355 462 518 768 50256 857 80 915 74[ 1000] 51009 22 27 73 104 350 503 856 927 52153 432 712 809[ 300] 69 934 53006 158 231 [ 1000] 361[ 5001 603 707 927 54235 769 85[ 500] 55151 79 285 446 546 827 56058 142 388 57083 340 80 558 845 72 58301 62 617 50 849 954 58 95 97 59210 17 324 431 509 931 60343[ 300] 66 83 523 61476[ 300] 675[ 3000] 62194 218 347 56[ 300] 481[ 3000] 63022 78 175 404[ 1000] 775 865 909 28 41 64194 203 39 401 564[ 1000] 839[ 500] 913 65089 276 344 639 66150 323 524 67041 64[ 300] 132 61 302 499 546 762 69 68228 53 450 69022 264 78 454 526[ 1000] 57 70178 278 344 450 517 71027 76 311 90 581 631 63 793 912 17 72131 293 302 91 798 825[ 3000] 984[ 3000] 7124 269 520[ 506] 73 706 19 57 995 74109 31 851[ 3000] 972[ 3000] 75061 75 118 442 543[ 800] 832 71 927 82[ 1000] 76041 233 350 61[ 300] 488 89 91 508 770 77236 468 517 857 90[ 1000] 78612[ 500] 80 918 79247 508 752 831 83 912 26 35 80083 227 395 453 641 72 847 81193 478 82244 581 887 38 969[ 300] 83131 211 300 465 84123 43 253 68 371 489 500 57 823 93 85098 303 16 423 627 60 966 86047 329 69 445 521 41 852 87061 134 42 911 88139 45 402 536[ 500] 89103 237 59 354( 1000] 586 881321 34 90045 80 385 512[ 300] 91111 34 510 92336 846[ 500] 969 93017 172 289[ 500] 302 687[ 500] 760 945 72 94022 138 303[ 500] 37 630 851 985 95739 927 96010 677 955 97189 749 98052 133 545 720[ 300] 62 949 99254 415 74 768 897 100067 434[ 3000] 541 616 57 730 51 101012 636 102468 82 556 844 909[ 300] 103426[ 1000] 529 50 104038 258 59 571 86 606[ 3000] 80 897[ 300] 105086 177 216 484 [ 300] 608 982 106840 452 58 582 702 846 107091 403 4 26 56 912 108586 609 45 883 100124[ 800] 48 237 343 471 687 110312 634 111177 231 48 420 602[ 300] 54 935 112132 [ 300] 241 46 758 113332 409 90 806 957 63 114006 115001 718 95 116180 205 486 626[ 300] 854 74 117397 500 847 77[ 300] 936 118167 290 119035 196 265 921 70 Kleine Anzeigen. 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In der Liste vom 2. November vormittage lies 94 651 6s 65 flatt 94 451 63 65, 140 621 m 1000 Mt., in Lifte vom 8. November nachmittags 9741 mit 8000 Mt., in Bifte som 9. November vormittags 13 120 flatt 18 122 and 100 692 ftatt 100662, in Line vom 9. November nachmittags ift 38398 nicht gezegen, in Bifte vom 10. November vormittags les 181 880 flatb 181400, in Lifle vom 10. November nachmittags Hes 22 292 mit 300 3, 25801 mit 220 Rt., 203 941 mit 1000 t, 204 026 mit 220 t, ferner 168260 flatt 168 360. Die Bichung der ersten Staffe der 204. Königlich Preagi When allenlotterie findet ftatt am 8., 9. und 10. Januar 1991. für die nachste Anzeigen Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, in der Haupiexpedition Beuthstr.3 bis 4 Uhr angenommen. Freundlich möbliertes Zimmer für| Achtung! 1 Herrn( als Mitbewohner) sofort zu vermieten Forsterstraße 54, Seitenflügel III, bei Witwe Rosenthal. Zimmer mit Pianino, eventuell zur Bahlstelle, zu vergeben. A. 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Steiner einen Vortrag über:„ Ernst Haeckels Welträtsel". Treptow Baumschulenweg. Der socialdemokratische Verein „ Vorwärts" hält seine diesmonatliche Versammlung schon morgen bei Michler, Ernst- und Marienthalerstraßen- Ecke ab. Genosse Baul Jahn spricht über Humanität und Weltpolitik. Unentgeltliche Aus gabe der Parteitags- Protokolle in dieser Versammlung. Friedrichsfelde. Dienstag bei Bube Versammlung des Social demokratischen Wahlvereins. Wichtige Tagesordnung; außerdem Vortrag des Genossen Schubert aus Schöneberg. Lokales. Zu wenig Heilanstalten. darin ihren Grund, daß wir nicht am Als man Zustimmung der Stadtverordneten Versammlung zum Bau eines, Anschlußgeleises zwischen dem neuen Gefängnis an der Stadtbahn und den Straßenbahn Geleisen in der Schidlerstraße zweds bequemeren Gefangenentransports nachgesucht wird, ist die besondere ersucht, zu der heute stattfindenden Versammlung in Hellenbrands Amtlichen Nachrichten zufolge sind in der ersten Hälfte diefes Bedingung vorbehalten worden, daß der Stadtgemeinde sowohl die Festsälen, Hasenheide 52/53, recht zahlreich zu erscheinen. Auf der Jahrs bei der Landes- Versicherungsanstalt Berlin 1691 Anträge auf unbeschränkte Mitbemuzung der neuen Geleisanlage, als auch Tagesordnung steht ein Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Richard Webernahme des Heilverfahrens gestellt worden. Nur 745 Antrag nach Wahl des Magistrats das Recht des jederzeitigen entgeltFischer über das zeitgemäße Thema Polizeimoral und Re- steller konnten an Heilanstalten überwiesen werden, während 946 lichen Eriverbs derselben gegen Zahlung der Herstellungskosten( bei gierungsmoral. Der Vorstand. Krante zurückgewiesen wurden. Also weit über die Hälfte jener kranten Zusicherung fernerer Mitbenutzung für den Gefangenentransport) Proletarier und Proletarierinnen- es handelt sich zumeist um Lungen- eingeräumt werde. Die Stadtgemeinde hat bekanntlich in Aussicht Proletarier und Proletarierinnen leidende die fich in der Hoffnung, fachgemäße Pflege und Behandlung in genommen, eine eigne städtische Linie durch die Straße An der einer Heilstätte zu finden, an die Landes- Versicherungsanstalt ge- Stadtbahn zu führen. Und warum wandt hatten, fanden keine Hilfe in ihrem Leiden. Sind dazu die Soldaten da? Soldaten werden jetzt bei den mußten allein in einem halben Jahr fast tausend Hilfesuchende abKöpenick. Am 15., 16. und 19. November finden die dies- gewiesen werden? Abgesehen davon, daß ein Teil dieser Krankheits- Regulierungsarbeiten vor der im Rohbau nunmehr vollständig jährigen Stadtverordneten Wahlen der dritten Abteilung fälle wohl keine Aussicht auf Heilung oder wesentliche Besserung verwendet. Sie sind gemeinsam mit den Civilarbeitern bei der Auffertigen neuen Kaserne des Alexander- Regiments am Kupfergraben statt. Es sind zu wählen: a) fünf Stadtverordnete auf 6 Jahre und mehr bieten mag, hat die Zuriidweisung einer so großen schüttung des Bodens, der Herstellung der Bürgersteige sowie der ein Stadtverordneter auf 2 Jahre; davon müssen zwei Hausbefizer Zahl von Patienten fein; b) für die vom Ober- Verwaltungsgericht für ungültig erklärten jenigen Kranten, die in Behandlung genommen werden, monate- früher vollständiges Riveauverhältnis erhalten hat, ihrem Ende ent genug heilstätten haben. Müssen doch selbst die- Planierung des Exercierplazes thätig. Unter ihrer Beihilfe geht jetzt die Neuregulierung der Straße Am Kupfergraben", die ein gegen Wahlen der bürgerlichen Vertreter vier Stadtverordnete auf 4 Jahre, lang warten, ehe sie Aufnahme finden, da alle Plätze, welche davon müssen drei Hausbesizer sein. Die Stimmabgabe findet an der Landesversicherungs- Anstalt in den Heilstätten zur Verfügung werden kann. allen drei angegebenen Tagen von vormittags 10 bis 12 Uhr und stehen, besetzt sind. Wird es beffer werden, wenn erst die Heilstätte, der Landesversicherungs- Anstalt in den Heilstätten zur Verfügung gegen, so daß die Straße in furzer Zeit dem Verkehr übergeben nachmittags 3 bis 7 Uhr statt, und zwar für die unter a) angegebenen welche die Berliner Versicherungsanstalt in Beelis baut, fertig den Steuergroschen der Staatsbürger erhalten werden? Man darf wohl fragen, ob die Soldaten zu diesem Zweck aus Wahlen im großen Saal des Hotel Klein und für gestellt ist? Gewiß werden dann viel mehr Kranke Unterkommen die unter b) bezeichneten Wahlen im kleinen Saale des finden als jetzt. Andrerseits ist aber zu bedenken, daß Ein nächtliches Drama. Ein lauter Wortwechsel erregte am Hotel Klein. Parteigenossen, es ist Pflicht eines jeden, die wenigen fähige Versicherte giebt, ale zur Beit um Uebernahme des Heil- brücke noch viel mehr heilungsbedürftige und auch heilungs- Sonntag früh furz nach 4 Uhr in der Gegend der WaldemarTage noch nach Kräften auszunuzen, damit die Lauen und Lässigen verfahrens nachsuchen. Erstens ist es einem großen Teil der kranten wenigen Passanten. die Aufmerksamkeit der Luisenstädtischen Kanal Bald darauf rief ein Mann mehrmals aufgerüttelt werden und von ihrem Stimmrecht Gebrauch machen. Proletarier noch gar nicht bekannt, daß ihre Behandlung von der hintereinander: Hedwig! Hedwig!" und fast im selben AugenGleichzeitig sei hierbei nochmals auf die heute( Dienstag), abends Invaliditäts- und Altersversicherungs- Anstalt übernommen werden blid schwang sich zwischen der Waldemar- und Königinbrücke vom 62 Uhr stattfindende Flugblatt- Verbreitung aufmerksam kann, und ferner fönnen sich sehr viele franke Familienväter nicht Elisabethufer eine Frauensperson über das Geländer und stürzte sich gemacht; die Genossen werden ersucht, dieser Angelegenheit wegen entschließen, monatelang in einer Heilanstalt zu weilen, da in den Kanal hinab. Ein Brückenaufzieher, der den Vorgang fah, recht zahlreich bei A. Rochlitz zu erscheinen. doch die Familie boit dem geringen Krankengelde nicht warf der Lebensmüden einen Rettungsball zu, sie nahm ihn aber Das Wahlkomitee. leben kann. Ja, in vielen Fällen, wo die Krankheit schon nicht und ging unter. Schiffer von Obstkähnen, die in der Nähe vor längere Zeit andauert, hat der Patient überhaupt kein Kranken- Anter lagen, tamen mit ihren Booten zu Hilfe, aber es war schon geld mehr zu beanspruchen. So schleppt sich denn der Arbeiter, der zu spät. Die Untergegangene tauchte zwar bald wieder auf und es nicht selten so lange hin, bis Heilung überhaupt nicht mehr möglich aber auf der nahegelegenen Unfallstation III, wohin man sie auf im Dienste des Kapitalismus die tödliche Krankheit erworben hat, gelang auch, sie in ein Boot zu ziehen und zu landen. ist. Die 946 hilfefuchenden Stranken, welche die Landes- Versicherungs- einer Tragbahre brachte, um Wiederbelebungsversuche zu machen, anstalt Berlin in einem halben Jahre zurückgewiesen hat, bilden somit mit ihr antam, stellte sich heraus, daß sie schon tot war. Der Mann, nur einen Teil der hilfsbedürftigen Versicherten. Diese Zahl stellt also der ihr nachgerufen hatte, war davon gegangen und ließ nichts mehr bei weitem noch nicht die ganze Größe des Glends dar, welches die von sich sehen. Proletarierkrankheit in den Reihen der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen verursacht hat. Unter doch ist schon der Umstand, daß in einem christlichen Staate, in dem die sociale Fürsorge angeblich Leidenden vergeblich Hilfe sucht, eine furchtbare Auflage gegen die auf so auf einer ungeahnten Söhe stehen soll, eine fo große Bahl von heutige Gesellschaft. Man möge nicht einwenden, der Bau von Heilanstalten lasse sich nicht so schnell bewerkstelligen. Wenn Staat und Gemeinden sich verpflichtet fühlten, die Linderung des Proletarierelends, so weit es durch Krankheit, namentlich durch die Schwindsucht verursacht wird, nach Kräften zu betreiben, dann hätte in diefer Hinsicht schon viel mehr geschehen können. Es sei nur daran erinnert, wie schnell seiner Zeit die von privater Seite er richtete Lungenheilstätte am Grabowsee entstanden ist. Für der artige humanitäre Einrichtungen, die Kulturwerke im wahren Sinne des Worts sind, hat der christliche Staat allerdings kaum Geld übrig. Wenn es aber gilt, neue Waffen zur Vernichtung von Menschenleben Daß die Frequenz des städtischen Obdachs bereits anzuschaffen, oder wenn die sogenannte europäische Kultur durch im vorigen Jahr bedenklich zu steigen aufing, darauf haben wir moderne Hmmenscharen nach dem fernen Afien getragen werden damals und noch in den letzten Monaten wiederholt hingewiesen. foll, dann werfen wir Hunderte von Millionen hinaus, noch ehe sie Der jetzt vorliegende Bericht der Obdachverwaltung über das von den berufenen Faftoren bewilligt sind. Jahr 1899/1900 verbreitet sich mit keinem Wort über die Ursachen dieser Erscheinung, ja sie wird darin gar nicht einmal erwähnt. Ueber den Besuch der öffentlichen Spielplätze Berlins Es werden lediglich die Frequenzzahlen mit- findet sich eine Angabe in bent jetzt erschienenen Bericht der all- umfassendes Geſtändnis abgelegt, in 25 Fällen Betrügereien verübt geteilt, die allerdings auch so eine hinreichend deutliche Sprache gemeinen Verwaltung des Magistrats im Jahre 1898/99. Die neun reden. Das Familieno bdach nahm 1899/1900( bezw. 1898/99) Spielplätze, die der Schuljugend zu Bewegungsspielen unter Aufsicht Zwei Revolverschüsse feuerte, wie der Polizeibericht meldet, 1229( 1155) Familien mit 4172( 3840) Köpfen und außerdem 2379 von Lehrern überlassen werden, wurden in den Sommermonaten in der Schwedterstraße gestern nacht der Gerichtsassistent Fritz H. ( 2450) Einzelpersonen, also im ganzen 6551( 6290) Obdachlose auf. des Schuljahrs 1898/99 an den Mittwoch und Sonnabend- nach einem thätlichen Angriff auf einen Tischler ohne jede Ber252( 250) Familien sowie 510( 533) Einzelpersonen wurden in dem- nachmittagen von durchschnittlich jedesmal 2500 Gemeindeſchülern anlassung ab, von denen der eine den Zimmerpolier August Vogel felben Jahr 2 mal, 3 mal oder noch öfter aufgenommen. 269( 235) besucht. Familien bestanden aus Ehemännern mit ihren Frauen und Kindern, straße und der Exerzierplatz vor dem Schlesischen Thor, durchschnitt- mann Braun am rechten Fuß traf. Den stärksten Besuch hatten der Plaz an der Wilms- in den rechten Vorderarm und der andre den herbeigeeilten SchutzDie Verwundungen waren 28( 46) aus Witwen mit Kindern, 462( 425) aus Ehefrauen lich jedesmal 471 bezw. 436 Knaben, den schwächsten der Blay an nur leicht. Der Thäter wurde verhaftet. mit Kindern( die Männer wurden hier nicht mit auf der Wiesen- und Pantstraße, der Ererzierplatz hinter der Ulanen= genommen), 98( 94) aus Witwen oder geschiedenen Frauen mit faserne in Moabit und der Ererzierplaz Bur einsamen Bappel" an gestern abend eine Festlichkeit, die der katholische Gesellenverein zum Bom Tanz in den Tod. Einen traurigen Abschluß fand Kindern, 69( 62) aus Männern mit Frauen ohne Kinder, 308( 293) der Schönhauser Allee, durchschnittlich jedesmal 160 bezp. 150 md Besten seiner Waisenpflege in den Arminhallen in der Kommandantenaus Unverehelichten mit unehelichen Kindern. Unter den 828( 768) 150 naben. mitaufgenommenen Männern waren 348( 328) Arbeiter, 424( 397) erfahrungsgemäß in verhältnismäßig viel größerer Zahl an den nahm auch der Schlossergeselle Eberhard Wessel teil, ein junger Neber die Schüler der höheren Lehranstalten, die straße Nr. 20 veranstaltete. An dem Tanze, der dem Konzert folgte, Handwerker und Gehilfen, 24( 16) Kaufleute, 3( 2) Beamte, 29( 25) Bewegungsspielen teilnehmen, macht der Bericht keine bestimmten Mann von 21 Jahren, der vor sieben Wochen aus Westfalen nach dienende Personen. Unter 1724( 1787) männlichen Einzelpersonen Zahlenangaben. waren 487( 531) Arbeiter, 955( 988) Handwerker und Gehilfen, Berlin kam und im katholischen Gesellenheim in der Niederwallstr. 32 Nachdem er seine Dame zu ihrem Play geleitet hatte, wollte er sich wohnte. Kurz nach 101/2 Uhr wurde Wessel bei einem Walzer unwohl. sezen, brach aber auf dem Stuhle zusammen und starb nach wenigen Minuten. Zivei Aerzte bemühten sich vergeblich, ihn ins Leben zurückzurufen. Das Fest wurde sofort abgebrochen und erschüttert traten der Todesurfache nach dem Schauhause gebracht. Wahrscheinlich ist die Teilnehmer den Heimweg an. Die Leiche wurde zur Feststellung der junge Mann einem Herzschlag erlegen. Groß- Lichterfelde. Am Mittwochabend 8 Uhr findet in Pagels Saal, Chauffeestr. 104, eine Mitgliederversammlung des socialdemokratischen Vereins statt. Stadtv. Genosse Wach- Rigdorf spricht über " Die Voraussetzungen des Socialismus". Die Mitglieder werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. Gäste willkommen. Der Vorstand. Kommunales. Aus der Herberge des Elends. D Von der Universität. Auf die Borstellungen des Präsidiums der Finkenschaft hat der Rektor Prof. Harnack sein Verbot des Auslegens der„ Berliner Hochschulzeitung im Universitätsgebäude für das daß jedesmal zu Beginn jedes Halbjahrs die Genehmigung von neuem Winterhalbjahr zurückgezogen und für später die Bedingung gestellt, daß jedesmal zu Beginn jedes Halbjahrs die Genehmigung von neuem nachgesucht werde. Tas rücksichtslose Wegwerfen eines Obftreftes hat gestern wieder einmal unheil angerichtet. Das 20jährige Dienstmädchen Anna Hayjeck, das am Alexanderufer Nr. 5 in Stellung ist, trat vor dem Hause Nr. 3 auf eine Birnenschale, die jemand auf den Bürgersteig geworfen hatte, glitt aus, fiel hin und zog sich einen Unterarmbruch zu. Der Wohnungsschwindler Willy Ecke, der, wie wir ges meldet, eine große Anzahl Wohnungssuchender unter der Vorgabe, Hausbefizerssohn und Hausverwalter zu sein und unter Vorlegung. gefälschter Mietskontrakte um erhebliche Geldbeträge, die er sich als ist von der hiesigen Kriminalpolizei in Bantow festgenommen und Anzahlungen auf gemietete Wohnungen bezahlen ließ, geprellt hatte, nach dem Untersuchungsgefängnis in Moabit gebracht worden. Ede hat alsbald bei seiner erften Bernehmung im Polizeipräsidium ein zu haben. 120( 147) Kaufleute, 34( 14) Beamte, 128( 145) Dienende. 3028 1. Jammar b. J. aus dem städtischen Dienst ausscheidenden StadtDie Erteilung des Ehrenbürgerrechts ant den zum ( 2747) aller Aufgenommenen waren in Berlin geboren. Kindesalter standen 2521( 2298) Aufgenommene, Im Schulrat Dr. Bertram ist nun doch von den Stadtverordneten darunter waren 525( 485) Säuglinge, 1006( 928) Kinder von 1-6 Jahren, Stadtverordneten beantragt worden! Dr. Virchow, Dr. Neumann und Dr. Langerhans und 80 andren 990( 885) von 6-14 Jahren. Von den Säuglingen starben im Obdach 38( 21), darunter 20( 11) an Lebensschwäche. Das FamilienWer ist Normann? Diese Frage beschäftigte bekanntlich den obdach hatte im ganzen 114 132( 75 654) Verpflegungstage zu leisten. Gerichtshof in der Sache Sternberg, als Herr v. Meerscheidt Im Jahresdurchschnitt waren täglich 313( 269) Personen zu ver- Hüllessem erklärte, daß er auf einen Brief eines anscheinend ihm pflegen. Eine Betrachtung der Monatsdurchschnitte zeigt, wie der unbekannten Norman sich zu Schritten gegen den Kriminalschußmann woch, den 14. November, mittags 12 Uhr, bringt Orgelstücke, Quartetts, Orgelkonzert. Der Orgelvortrag in der Marienkirche am Mitt Andrang im Laufe des Verwaltungsjahrs 1899/1900 allerdings Stierstädter veranlaßt sah. unter mehrfachen Schwankungen gewachsen ist. Der Durch Ist der Briefschreiber am Ende der Duetts, Arien und Violinkompofitionen von Bach, Grell, Schumann, Thiele, schnitt der täglich zn verpflegenden Personen war 1899 in berüchtigte Normann- Schumann, der im Tausch- Prozeß und Bruch und Dienel, ausgeführt von Frl. Gertrud Mautsch, Frl. Botte Dienet, April 214, Mai 198, Juni 231, Juli 279, August 274, Sep- auch sonst eine so zweideutige Rolle spielte? Dessen Handschrift Herrn Alex Curth, Herrn Carl Raché, Herrn Hans Buffenins, Violinist, tember 362, Oftober 343, November 306, Dezember 389, 1900 im ist Herrn v. Meerscheidt- Hüllessem aber doch sehr bekannt, und da derrn Ad. Bolte und Herrn Musikdirektor Oito Dienel. ist frei. " " Der Eintritt Januar 384, Februar 382, März 395. Jm Vorjahre war der Durch- Normann- Schumann bei der Kriminal- und politischen Polizei ein schnitt von April 1898 bis März 1899 nur von 183 auf 269 gestiegen. Hans Dampf in allen Gaffen war, so ist sehr wahrscheinlich, daß er 8 Uhr, Herr Dr. Naß einen Vortrag halten Wie soll man heizen?" Im Hörsaal der Urania, Taubenstraße, wird heute, abends Die Abteilung für männliche Obdachlose nahm auch seine Finger in der Sternbergiache hatte. Legt der Gerichtshof an interessanten Experimenten und an der Hand zahlreicher Licht1899/1900( bezw. 1898/99) 359 590( 294 992) männliche Per auf die Feststellung der Persönlichkeit des Normann Gewicht, so bilder wird Herr Dr. Naß auf die verschiedenen Heizmethoden und sonen, darunter 45( 43) Knaben, 12 061( 11 377) weibliche, fönnte eine nochmalige Befragung des Herrn v. Meerscheidt- Materialien eingehen. barunter 40( 46) Mädchen, überhaupt 371 651( 306 369) Personen auf. Die Frequenzsteigerung gegenüber dem Vorjahre beträgt hier Güllefsem möglicherweise Aufklärung schaffen. Nächsten Sonntag, den 18. November, findet im Schau über 21 Proz. Von den Monaten des letzten Jahres hatten den Ein weißer Rabe ist in einer Versammlung der Unersätt. fpielhause eine Matinee zu Gunsten der Unterstützungsschwächsten Besuch der August 1899 mit 14 881 Personen, den stärksten lichen schön angekommen. Heftige Auseinanderiebungen gab es tassen des Vereins Berliner Preffe" statt, bei welcher neben der Januar 1900 mit 56 995. Die geringste Tagesfrequenz hatte der nämlich in der letzten Versammlung des Bunds der Berliner aus einer lange nicht mehr in Berlin gegebenen Operette von 8. Auguſt 1899 mit 340, die höchste der 25. Dezember 1899 mit befiger, als dort die„ Generalschußliste" zur Debatte stand. Offenbach und humoristischen Vorträgen eine der 2094 Personen. Im ganzen ging die Frequenz an neun Tagen über Gegen die in der Versammlung laut werdenden Angriffe auf die Hauptattraktionen der Pariser Weltausstellung, die Pantomime 2000 hinaus( im Vorjahr an teinem Tage). Wiederholt anwesend Mieter trat ein Hausbefizer Namens Mewes energisch auf. Er la main von Berenyi aur mur einmaligen Aufführung waren 354 951( 290 105) männliche, 11 671( 11 154) weibliche betonte u. a., daß das Geld für die schwarze Liste den Zwed voll- gelangen wird. Frau Prasch Grävenberg, Herr OberBersonen, zum erstenmal 4639( 4887) männliche, 390( 223) weib- ständig verfehle, und daß die Wohnungsnot zum Teil Schuld regisieur Mag Grube und der tgl. Hofschauspieler Herr Böttcher liche. 1609( 3050) männliche und 72( 69) weibliche Besucher wurden der Hausbefizer sei. Es entstand eine große Unruhe in der haben die drei Rollen dieses Melodramas übernommen. Wegen des wegen zu häufiger Inanspruchnahme des Obdachs dem Amtsanwalt Versammlung. Zwischenrufe aller Art ertönten, und der Redner Billetverkaufs, des Beginns der Vorstellung usw. wird näheres noch zur Bestrafung übergeben. Der beträchtliche Rückgang der Zahl der wurde schließlich zur Ordnung gerufen. Der Antrag, eine General- bekannt gemacht werden. bestraften Männer erklärt sich daraus, daß im letzten Jahre in dieser schußliste, welche die Namen jämtlicher nicht genehmer Mieter Oeffentliche Bibliothek und Lesehalle zu unentgeltlicher Beziehung erfreulicherweise eine mildere Praris bei der Obdach- enthalten soll, herzustellen und dafür 2000 M. auszuwerfen, wurde Benuhung für jedermann. Berlin, Alexandrinenstr. 26, Gartenverwaltung Plaz gegriffen hat. angenommen. An die Hausbesitzervereine der Vororte will haus. Geöffnet werktäglich von 51/ 2-10 Uhr abends, an Sonn- und man herangehen, um diese zum Anschluß an die Generalschutzliste zu Feiertagen von 9-1 und 8-6 Uhr. Reichhaltige Bibliothek und bewegen. nahezu 400 Zeitungen und Zeitschriften jeder Art und Richtung. Berlin betrug am 31. März 1899 395 011 624 M., das bewegliche Also noch mehr Drangsalierungen sollen feige aus dem Hinter. Das Garl Weiß- Theater scheint jetzt den Lauff- Stil fultivieren halt an den Mietern verübt werden! zu wollen, nachdem Boerenkrieg" und Weltausstellungs- Abenteuer" Die Kirchenwahlen haben vorgestern in Berlin stattgefunden. ihre dramatische Wirkung allgemach eingebüßt haben. In einem Der Besißstand der beiden bürgerlichen Parteien Bofitive und Schauspiel Faust recht und Landfriedensbruch" spüren hat sich kaum verändert. Von den 34 Wahlen, worüber wir das wirken des Großen Kurfürsten" als Kriegshelden und berichtet wird, sind 19 zu Gunsten der Positiven und 13 zu Gunsten Retter der bedrängten Tugend. Ein gräßlicher Ausbund rebelliert der Liberalen ausgefallen. Ferner fand eine Kompromißwahl der nämlich gegen seinen Landesherrn und entführt überdies mit Gewalt beiden Parteien statt, endlich blieb in St. Simon durch den an die Tochter des Köpenicker Bürgermeisters in feine starke Beste. Der gemeldeten Proteft die Wahl unentschieden. Es braucht wohl taum Surfürst belagert die Burg des Frondeurs, besiegt den Unhold nach hervorgehoben werden, daß die Arbeiterschaft Berlins keinerlei An- allen Regeln Hohenzollernscher Tapferkeit und befreit bei der teil an den Wahlen nimmt. Gelegenheit auch die holde Jungfrau, die derweil große Das gesamte unbewegliche Gemeindevermögen der Stadt Gemeindevermögen 182 411 336 M. Mithin betrug das gesamte Aktivvermögen der Stadt Berlin am 31. März 1899 577 423 960 m., das sind 8 738 064 M. mehr als im Jahr zuvor. Die Passiva beTiefen sich am 31. März 1899 auf 287 589 737 M. Das Rein- Liberale vermögen der Stadt Berlin belief sich am 31. März 1899 auf 289 834 223 M. und hat sich gegen das vorausgegangene Jahr um 414 585 m. vermindert. 2 Die Stadt Berlin hatte im Mittel des Etatsjahrs 1898/99 eine Bevölkerung von 1 788 636 Einwohnern einschließlich des Militärs. Sie hat sich vermehrt: gegen das Jahr 1897/98 um 44 848, gegen das Ergebnis der Volkszählung vom 2. Dezember 1895 um 111 882 Bewohner. " Der Magiftrat wird vorsichtig nämlich der Großen Not hatte, ihre Tugend bor dem Austurm des gräflichen Berliner Straßenbahn gegenüber. In der Vorlage, in welcher die Entführers zu retten. Das Stüd bot den ersten Kräften des Carl Weiß- Theaters reichlich Gelegenheit, im martialischen Kostüm| Der Straffenat des Kammergerichts verwarf aber die Maschine faß zwischen ihnen fest. Mein Glüd war mein ihre Talente zu entfalten. Auch der Direktor Weiß spielte die wirt Revision der Staatsanwaltschaft mit folgender Begründung: Aufenthalt im Korridor, die Maschine hatte ihn abgesplittert. Ich fame Rolle eines Obergesellen und wurde selbstverständlich nach Das Landgericht habe mit Recht den Inhalt nach- stürzte zuerst hinunter unter die Trümmer, neben mir die Räder der Gebühr mit Beifall überschüttet. geprüft und sei nicht an die Auffaffung des fauchenden Maschine, auf mir der Schaffner, der sich nicht Feuerbericht. Bei einer Gasäther Explosion erheblich verlegt ftimmungen im Schlußabsatz des§ 56 der Gewerbe- Ordnung Du siehst Deine Frau nie wieder! Als ich aber bei den Ver Herrn Polizeipräsidenten gebunden gewesen. Denn die Berührte. Im Augenblick, als es hinunterging, sagte ich mir: wurde Sonntagnachmittag der Schriftseter Bayer, Solmsstr. 30. Als er die Lampe fillen wollte, fing die Flüffigkeit Feuer und setzte betreffend das Schriftenverzeichnis und die Gesuchen, mich zu bewegen, die Bemerkung machte, daß ich das Bett in Brand. Außerdem erlitt Bayer im Gesicht und an den nehmigung durch die Verwaltungsbehörde seien wohl das eine Bein gebrochen hatte, sonst aber nicht behindert Händen Brandwunden, so daß er nach Anlegung eines Notverbands nur anzuwenden auf den Gewerbebetrieb im Umber- war, außer durch den noch immer sich nicht regenden Schaffner ,. er= feitens der Samariter der Feuerwehr sich in ärzliche Pflege begeben oder das Feilbieten von Haus zu Haus im Gemeindebezirk des mit in die Höhe, um mich zu befreien, was mir endlich gelang. Ju ziehen, nicht aber auf das öffentliche Feilbieten wachte sofort die Thatkraft wieder in mir. Ich hob den Schaffner mußte. Das Feuer wurde von Nachbarn noch im Keim erstickt. Kura Wohnorts oder der gewerblichen Niederlaffung des Betreffenden zwischen war die Explosion erfolgt, mit Bligesschnelle standen darauf war Hirtenstr. 14 ein Kellerbrand abzulöschen, der allerlei In den letteren Fällen habe bei Anwendung des§ 42a und der die beiden legten Wagen in Flammen und nun galt es nochmals Hausgerät zerstörte. Bülowstr. 80 brannten Kolonialwaren und entsprechenden Strafbestimmungen der Nichter das Recht weitgehender um das Leben. Als Turner hatte ich vielmals das Ziehklimmen ge Hausgerät zerstörte. Bülowstr. 80 brannten Kolonialwaren und Betroleum in einem Keller, und hatte die Wehr längere Zeit Wasser Nachprüfung und selbständiger Beurteilung des Inhalts. Da nun übt, es half mir, trotz des verlegten Beins. Ich schwang mich auf zu geben, um die Gefahr zu beseitigen. Zimmerbrände, die Möbel das Landgericht selbständig festgestellt habe, daß die Nummer 19 des den noch stehenden Teil des Wagens und sprang zum Fenster hinund Kleider beschädigten, riefen die Wehr nach Rykestr. 48 und Satyr" bie Sittlichkeit nicht bedroht habe, so scheitere die Revision aus, fiel auf die Böschung und kletterte über den einfachen Stachelzaun, an den thatsächlichen Feststellungen.. um mich vor den immer mehr überhand nehmenden Flammen zu retten. Stallschreiberstr. 62. Aus den Nachbarorten. leitende Frau Sera antamen." halben Gas alsbald mit Gewalt entströmte, sich an der Lokomotive ent ausbrannte. Eine wichtige Entscheidung hat das Hanseatische Ober- Landes- Dort blieb ich im nassen Feld liegen. Ein Herr, den ich um Hilfe Aus Weißensee wird uns berichtet: Sonnabendnachmittag rozeß gefällt. Der vierte Civilsenat des hanseatischen Ober- daß er, gänzlich geistesabwesend, mich gar nicht anfah, gericht zu Hamburg in dem bekannten ost assistenten bat, leistete mir feine, er war wohl durch den Schreck so bestürzt, 4 Uhr stürzte der Maurer Ludwig Harbach vom ersten Stock des landesgerichts verkündete gestern im Prozeß der Poſt- und sondern sich nur damit beschäftigte, sein Plaid wiederholt zusammenNeubaus an der Faltenbergerstraße in Weißensee ab. Er wurde in Telegraphenassistenten gegen den Reichs- Pofifistus wegen Nach andren Seite des Wagens abspielten, habe ich nichts gesehen, ich besinnungslosem Zustande nach dem neuen Krankenhause Nach- andren und aufzulegen. Von den schrecklichen Scenen, die fich auf der unfres Orts gebracht. Einigen Kollegen, welche den Verunglückten dahlung des während der Probedienstzeit zu wenig gezahlten Gehalts hörte nur das I am merges rei der dem Lode verbald nach der Einlieferung sprechen wollten, wurde bedeutet, daß den eingetlagten Betrag zu zahlen nebst 6 Broz. beztu. Stunde, tamen auf mein Hilferufen zwei Schweden, Bater folgenden Urteilsspruch: Der Reichs- Postfiskus hat den lägern fallenen Passagiere. Iammergeschreiber Endlich, nach einer folches unmöglich sei, doch erhielten sie die merkwürdige Bu- 4 Proz. Binsen feit 1900. Außerdem hat der Reichs- Postfiskus die und Sohn, die mir Tücher gaben, um das aus meinen, wie fich sicherung, Harbach werde nach Hauſe tommen, wenn er Kosten zu tragen. seinen Rausch ausgeschlafen habe. Zur größten Verspäter herausstellte, glüdlicherweise nicht bedeutenden Kopfwunden wunderung der Angehörigeng wurde der Verunglüdte in der herauslaufende Blut einigermaßen zu stillen. That Niemand vom Zugam felben Abend Aus der Frauenbewegung. gegen neun Uhr auf einer Tragbahre in seine Wohnung gebracht. Ein Arzt, so wurde Der Verein der Dienstherrschaften und Dienstangestellten, meiner an und brachten mich in den Gepäckwagen. Auch hier wußte personal, das sonst doch keinem zu helfen hatte, fümmerte sich um den Angehörigen bedeutet, brauche am Abend nicht mehr geholt der vor kurzem gegründet worden ist, hatte am Freitag im Friedrich niemand vom Zugpersonal, das ganz den Kopf verloren hatte, daß mich, erst andre, inzwischen herbeigeholte Personen nahmen sich zu werden, am Sonntagmorgen fönne der Verlegte aber selber einen städtischen Rafino zum erstenmal eine öffentliche Versammlung in dem Wagen Verbandstaften vorhanden sind, und so mußte folchen aufsuchen. Der augenscheinlich recht bedenkliche Zustand, in für Hausfrauen und Dienende veranstaltet. Erschienen waren bürger welchem sich Harbach befand, ließ seiner Frau aber feine Ruhe, fie liche Frauen und Dienstmädchen in annähernb gleich großer Bahl. ich wie leicht hätte ich verbluten können!- liegen, bis der ließ den Arzt Dr. Leiſer holen, der den Verletzten eingehend unter- Die Bersammlung war gerade nicht sonderlich start besucht, es Offenbacher Bahnarzt kam, der sich in liebevoller Weise meiner anfuchte. Auf die Frage nach dem Zustand ihres Gatten erhielt Frau mögen wohl in der Mehrzahl Vereinsmitglieder zur Stelle nahm und mich nach Frankfurt begleitete, wo wir gegen 12 Uhr Harbach eine ausweichende Antwort von dem Arzt und die Zu- gewesen sein. sicherung, daß er am kommenden Morgen wieder vorsprechen werde. Prölẞ. die das ein Dies war nicht mehr nötig, denn nachts zwei Uhr war Dienstbotenbewegung mehr vom Standpunkt der Frauenbewegung, Nachr." mit, daß die Behauptung, daß der Gasbehälter an dem Referat hielt, bertrat die Ansicht, Ansicht, daß Offiziös wird konstatiert, daß keinen der beteiligten Beamten die eine Schuld an dem Unglück trifft. Dann teilen die„ Berl. Polit. Harbach eine Leiche. Ein Mordversuch ist in der Nacht zum Sonntag in Sie hält eine höhere Wertschätzung der häuslichen Frauenarbeit, solvie Behälter von der Lokomotive des Personenzugs ein Loch gestoßen als von dem der Lohnarbeiterbewegung behandelt werden müsse. Unglückswagen explodiert sei, nicht zutreffe. Vielmehr sei in diefen Spandau ausgeführt worden. Der Fuhrherr Marzahn hat Hebung des Bildungsniveaus der Dienstmädchen und Verbreitung Arbeiten beim Bau des Abzugsgrabens der Charlottenburger Riesel- focialen Dentens unter den Hausfrauen für die notwendige Voraus worden, durch welches das unter 6 Atmosphären Druck gehaltene felder übernommen und Sonnabendabend im Altendorfschen Gast sezung der Befferung des Lofes der Dienenden. Mein Jdeal- so hof, der außerhalb der Stadt in den Weinbergen liegt, Lohn gezahlt. fchloß die Bortragende ist eine Häuslichkeit, in der die gebildete zündete und in wenigen Minuten den betreffenden Wagen gänzlich Unter den Gästen befand sich auch der Pächter Muth aus Amaliens Hausfrau als Regentin waltet, und ihr zur Seite als treue Gehilfin hof, ber mit ihm in Feindschaft lebt. Wuth versuchte schon im die gebildete Angestellte. Der zweite Referent, Herr v. Gerlach, Kaum daß das Offenbacher Eisenbahnunglück vorüber, hat Schanklokal mit Marzahn Streit anzufangen, es gelang ihm kennzeichnete die Rechtlosigkeit der Dienstangestellten unter der sich schon wieder ein furchtbarer Unfall ereignet, über den aus aber nicht und er entfernte sich dann. Als nun Marzahn Herrschaft der Gefinde- Ordnung. Er machte den Vorschlag, daß eine Krefeld folgendes berichtet wird: Auf der im Bau begriffenen gegen 12 Uhr nachts den Heimweg nach der Stadt antrat, gemeinsame Deputation von Hausfrauen und Dienstangestellten beim Bahnstrede Kaldenkirchen- Brüggen stürzte, wie der Niederrheinisch. stellte sich ihm Muth, der ihm draußen aufgelauert hatte, auf Minister des Innern wegen Abschaffung der Gefinde- Ordnung vor Boltszeitung" gemeldet wird, heute früh infolge einer Erd. der Landstraße entgegen und griff ihn an. Marzahn wehrte einen stellig werden möge. Die nächste Forderung der Dienenden ein rutschung ein Arbeitertransportzug, als er an einer Sandgrube mit einem Knüppel gegen ihn geführten Hieb ab und entwand ihn halber freier Tag in jeder Woche sei so maßvoll, daß vorbeifuhr, um. Sechs Arbeiter tamen ums Leben, dem Gegner. Darauf schoß Muth zweimal mit einem Revolver jede social dentende Hausfrau dieselbe unterstügen müßte. mehrere erlitten Verlegungen. auf Marzahn und sprang dann zurüd. Marzahn, der glücklicherweise Wenn die Hausfrauen sich an dieser Bewegung nicht beteiligen, Ein schweres Eisenbahnunglück wird aus Frankreich genicht getroffen war, warf sich jetzt dem Angreifer entgegen, der aus dann könnte fie leicht werden, was sie nicht werden solle: ein meldet: Auf dem Bahnhof von Chosy- le- Roy( Departement rief: Bier Schliffe habe ich noch drin, Du Hund, tomm nicht ran." Selaffentampf. Die Hausfrauen follten deshalb helfen, daß an die Seine- et- Marne) stieß am Sonntag ein nach Nantes gehender Unter dem Schutz der Dunkelheit ist Muth dann verschwunden. In Stelle des Gefinde- Ordnungs- Unrechts das Recht der Gewerbefeiner Begleitung fand sich noch sein erwachsener Sohn, der abseits Ordnung trete. In der Diskussion sprach Fräulein tau, die gestanden hatte. Vertreterin eines Vereins, der nur weibliche Dienstangestellte auf Gefährdung eines Eisenbahn- Transports. Die Bereitelung nimmt, gegen die Beteiligung der Herrschaften. Nachdem noch eines Eisenbahn- Attentats, das ernste Folgen hätte zeitigen können, mehrere Redner und Rednerinnen sich über die Dienstbotenfrage im ist der Aufmerksamkeit eines Zugführers gelungen. Der Kleinbahn allgemeinen ausgelassen hatten, hatten, nahm Frau Ihrer das zug Rigdorf Mittenwalde hatte vorgestern morgen 642 die Wort. Sie sagte, ein Busammengehen der Herrschaften mit Station Selchow passiert, als der Zugführer Backhaus an der nächsten den Angestellten set nicht bedenklich. Sie nehme an, daß die AngeEin feiner Tropfen! Aus Paris wird der Chemifer Chauffee- Ueberführung trotz des dichten Nebels ein Hindernis aufstellten, die natürlich die berufensten Vertreter ihrer eignen Interessen den Schienen bemerkte und fofort mit aller Energie die Bremse in feien, die Mehrheit im Verein bilden, und je größer deren Zahl sei, Beitung" berichtet: Demnächst beginnt ein großer Prozeß, der ben Thätigkeit feste. Trotzdem fuhr der 8ug noch das Hindernis an, um so weniger würde ein etwaiger Versuch der Hausfrauen, den Weinproduzenten D. betrifft, der Jahre hindurch außerordentlich ohne jedoch Schaden zu nehmen. Die Untersuchung ergab, daß im weiteren vertrat die Rednerin ebenso fachlich wie entschieden von 85. Fr. angeblich eine Qualität abzusehen, die von reellen WeinInteressen ber Angestellten entgegenzuwirken, aufkommen tönnen. große Quantitäten gefälschter Weine dem Konsum zuführte. Gr Eisenbahn- Bohlen quer über die Schienen gelegt und mit großen, wendete große Reklamekosten auf, um als„ Naturwein" zum Preise schweren Feldsteinen beschwert worben waren; bie Steine wurden Frauenbewegung aufzufassen fei, sondern als ein Teil der händlern nicht unter 105 Fr. abgegeben werden komite. Es iſt era Standpunkt, daß die Dienstbotenbewegung nicht als splittert. Es ist unzweifelhaft, daß die Absicht vorgelegen hat, den der Hausangestelten Hand in Hand gehen mit den Jutereffen der 2000 Proben bei dem„ Weinfabrikanten" in seinen Magazinen sowie burch den Schienenräumer beiseite geschoben, eine Bohle wurde zer- Arbeiterbewegung angesehen werden müsse, da die Interessen wiesen, baß D. täglich 250 Fäffer feines Kunstprodukts als Bug zur Entgleisung zu bringen. Die fofort durch den Amtsvorstand in Selchow angeordnete Untersuchung hat bisher den Thäter nicht ohnarbeiter. Dem Borschlage des Herrn v. Gerlach, eine gemein- bei seinen Kunden, Weinhändlern und Privaten. Das Ergebnis ermitteln können. fame Deputation zum Minister zu senden, stimmt die Sednerin aller in dem Laboratorium ausgeführten Analysen war folgendes: nicht zu. Die Angestellten selber müssen ihre Rechte fordern, nur Alle von D. unter dem Namen" Naturwein" verkauften Sorten find Unter dem Verdacht des Raubs und Mordverfuchs wurde durch fie selber könne ihre Befreiung erfolgen. Nachdem Herr der Gärtnergehilfe B. aus Woltersdorf bei Ertner festgenommen v. Gerlach hierauf erividert hatte, daß er sich gerade davon, daß Quantität von Breßrückstand Flüssigkeit, die für den menschgefälscht. Ihre Herstellungsweise ist folgende: Eine gewiffe und dem Gerichtsgefängnis in Rüdersdorf zugeführt. Wie verlautet, auch die Hausfrauen die Abschaffung der Gesinde- Ordnung fordern, Quantität von Preßrückstand- Flitsfigkeit, soll der Verhaftete verdächtig sein, Ende vorigen Monats den Besitzer eine gute Wirkung verspreche, bemerkte der Leiter der Versammlung, lichen Konsum absolut unzulässig ist, wird mit einer des Schützenhauses zu Nowawes- Neuendorf, Restaurateur Siegmund, Herr Weinhausen, der Vereinsvorstand werde zu dem Vorschlag ben Geschmad zu imitieren. Es werden sobann bis zu 40 Prozent ganz geringen Menge eines Naturweins gemischt, unt während der Nachtzeit überfallen und durch mehrere Schüsse schwer des Herrn v. Gerlach Stellung nehmen. berlegt zu haben. In dem Besiz des Verhafteten wurde ein Armeerevolver nebft einer größeren Menge scharfer Patronen vorgefunden. Außer einigen Diebstählen wird dem Beschuldigten auch noch ein Ueberfall auf eine Frau in der Nähe von Alt- Buchhorst zur Last gelegt. Die Untersuchung dürfte das Weitere ergeben. Auf eigentümliche Weise ist in Nowawes ein Schweinedieb entdeckt worden. Sonnabendabend ward von dem Restaurateur Schuster in der Lindenstraße die linthat bemerkt. Der Gauner wurde von einigen Leuten überrascht, als er mit seiner Beute den Wald erreicht hatte, wo er jedoch entfloh. Am nächsten Tage stellte sich das brave Tier von selber wieder vor dem Stalle ein, wo man nunmehr die Militärpapiere und die Invalidenfarte des Diebes fand. Am nächsten Tage wurde der Mann verhaftet. Gerichts- Beifung. " ben Vermischtes. Schnellzug mit einem Lokalzug zusammen. Acht Personen, darunter der Zugführer und der Heizer, find tot, 16 find verwundet. Die Lokomotive des Schnellzugs stürzte um, mehrere Eisenbahnwagen sind zerstört und das Geleise ist gesperrt. Sechs Leichen wurden heute Nachmittag nach Paris gebracht. Der Zusammenstoß scheint durch ein falsches Signal herbeigeführt zu sein. Der Minister der öffentlichen Arbeiten ist nach der Unglücksstelle abgereift. Naturwein absegte. Das städtische Laboratorium entnahm etwa Waffer zugesetzt. Die bei der Analyfe gefundenen Mengen von Botafche, Kalk und Barht werden zugesetzt, um dem Gemenge die widerliche Säure verdorbener Weinsorten zu benehmen. Die Rekonstituierung der durch den großen Wasserzusatz zu schwach gewordenen Flüssigkeit wird mittels Weinsäure, Citronensäure und PhosphorDas Eisenbahn- Unglück bei Offenbach beschäftigt die Deffent- fäure bewirkt. Auch schweflige Säure konnte barin nachgewiefen lichkeit noch lebhaft. Schwere Vorwürfe, die nur zu berechtigt sein werden, sowie in einzelnen Fällen Tannin und sogar fünstliche mögen, werden namentlich in solchen Blättern erhoben, deren Leser- Beilcheneffenz! schaft sich den Lurus einer Fahrt in D- Zügen leisten kann und die daher an einer Beseitigung der vorhandenen Uebel besonders inter- Der Dampfer ,, City of Manticello", von Yarmouth( Neueistert sind. So gern wir die erhobenen Silagen nachdrücklich unter- Schottland) nach Halifax unterwegs, ist in der Fundy- Bai gefunten; stügen, liegt uns bei dieser Gelegenheit doch die Pflicht ob, überdies 40 Personen find ertrunken. darauf hinzuweisen, daß die Bauart der Wagen vierter Klaffe, In der Provinz Oran find wollenbruchartige Regengüffe die bekanntlich nicht entfernt so folide ist, wie die der schweren Durch- niedergegangen. Mehrere Frauen und Kinder sind in der Gegend gangswagen, ein ähnliches Unglück wie das Offenbacher nur zu leicht von Mascara ertrunken. In Tunis ist die Eisenbahnverbindung bei ermöglicht und daß in Bezug auf diefe Wagen ebenfalls der Biserta unterbrochen. Sparpolitit unfrer Eisenbahnverwaltung ein entschiedenes alt geboten werden muß. elgen, gut Marktpreise von Berlin am 10. November 1900 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. D.- Ctr. Kartoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg dp. Bauch Schweinefleisch mittel gering *) Bloggen, gut " mittel gering erfte, gut. mittel gering Safer, gut mittel Michistroh Hel Grifeu " 14,50 14,47 14,44 14,41 14,38 14,35 Kalbfleisch Hammelfleisch Butter Gier Karpfen Aale Bander 15,40 14,70 14,60 14, 13,90 13,30 16,20 15,20 15,10 14,20 14,10 13,20 Hechte 7,16 6,82 Barsche 7,60 5,- Schleie 6, 1,00 1,20 1,30 1,4 " " 1,60 1,10 2,80 60 sina 1 kg 2,50 1,80 1, 1,60 4,80 3, 2,20 1,20 1,40 2,00 1, 1,80 1, 1,60 1, 3,-1,20 1,40 0,80 Ein ,, Satyr- Prozeß" vor dem Kammergericht. Nach§ 56 Die Zahl der Opfer bei der Eisenbahnkatastrophe wächst leider Nr. 12 der Gewerbe- Ordmmg find vom Feilbieten im Umherziehen noch immer. Wie mitgeteilt wird, hat der Kellner des Speisesolche Druckschriften ausgeschlossen, die in sittlicher oder wagens, welcher sich in dem verunglückten Zuge befand, folgendes religiöser Beziehung ergernis zu geben geeignet sind. befundet: Hierzu bestimmt§ 56 ferner in seinem letzten Abfag: Wer Drud- Er habe den sämtlichen Verbrannten eine halbe Stunde vor der fchriften, andre Schriften oder Bildwerke im Umherziehen feil- Ratastrophe das Souper im Speisewagen serviert, und er wisse daher, bieten will, hat ein Verzeichnis derselben der zuständigen baß sich furz vor dem Unglüd noch vier Ruffen in dem Speisewagen Verwaltungs Behörde seines Wohnorts zur Genehmigung befunden hätten; drei von diesen hatten sich nach dem Essen bereits vorzulegen. Die Genehmigung ist nur zu versagen, soweit nach dem legten Wagen begeben, während der vierte, ein älterer das Verzeichnis Druckschriften 2c. der vorbezeichneten Art Herr, im Begriff war, dies zu thun, und bis in den vorlegten enthält." und endlich dürfen nach§ 42a u. a. berartige vom Feil- Wagen gekommen war, als der Zusammenstoß erfolgte. Die brei bieten im Umherziehen ausgeschloffene Druckschriften zc. auch Ruffen, die bereits im legten Wagen waren, find sämtlich ver innerhalb des Gemeindebezirks des Wohnorts brannt; es find also mindestens dreizehn Tote. oder der gewerblichen Niederlaffung von Haus zu Haus Eine sehr lebendige Schilderung des schredlichen Unfalls, aus oder auf öffentlichen Straßen und Blägen nicht feilgeboten ber zugleich die eigentliche Ursache tlar hervorgeht, hat Herr werden. a. M. Mardy, Befiger einer Frankfurter Großweinhandlung, ge Gegen diese Bestimmungen follte fich der Händler Pinkus liefert. Diefer einzige gerettete Insasse bes letzten Wagens in dem dadurch vergangen haben, daß er in ber Friedrichstraße am verunglüdten D- guge schreibt: 19. Februar 1900 die Nummer 19 des Satyr" feilbot. Der Polizei-" Ich kam von einer längeren Reise aus Schweden zurück und Produktenmarkt vom 10. November. Der Getreidemarkt verkehrte in präsident von Berlin hatte nämlich diese Nummer der Zeitschrift war einige Nächte durchgereift, um rasch nach Frankfurt zurück fefter Saltung. Infolge der rauheren Witterung machte sich regerer Warewegen zweier Artikel für geeignet erklärt, in fittlicher Beziehung zukommen. Durch die lange Reise ruhelos geworden, verließ ich begehr bei schwacher Zufuhr bemerkbar. Weiterhin trat noch größere KaufWergernis zu erregen, und wollte deshalb nicht dulden, daß sie in meinen Blaz und ging, die Reisetasche in der Hand, in den Lieferungsofferten waren heute weniger dringlich. Die Lieferungspreise für luft hervor auf höhere nordamerikanische Weizenpreise. Die ruffischen den Straßen Berlins feilgeboten werde. Pinkus rief die Gerichte Sorridor, gleichzeitig in der Absicht, bei der baldigen Ankunft in Weizen notierten durchschnittlich 1,25, für Roggen 0,75 Mt. höher. Hafer an und erzielte in zweiter Instanz seine Freisprechung. Das Frankfurt so schnell wie möglich aus dem Wagen heraus- war wenig verändert. Rüböl auf Realisationen 0,20 m. nachlassend, ba Landgericht hatte den Inhalt des Blatts felber nachzulommen, um meine auf dem Bahnhof mich erwartende Frau Baris verfiimmte. geprüft und war zu der Ueberzeugung gekommen, möglichst rasch begrüßen zu können. Mit mir hielt sich ein Spiritus. 70er Locospiritus 46,10, mithin 0,10 m, niedriger. daß die beanstandeten Artikel die Sittlichkeit nicht ge- Schaffner in dem Korridor auf. Wir gingen eben auf die Glas: Speifebohnen Linsent *) 40, 50, 70, 25, Bleie 20,- Krebse 30, per Shot 12- 2,50 ab Bahn und frei Haus. f) frei Wagen und ab Bahn. Briefkasten der Redaktion. fährdeten. Die Staatsanwaltschaft legte Revision thüre zu, die den Abschluß des D- Wagens am hinteren Ausgang ein und machte geltend, das Gericht fei mit der bildet, als plöglich der vor mir gehende Schaffner sich totenbleich selbständigen Prüfung und Beurteilung des umwandte ich werde das Gesicht in meinem Leben nicht verJuhalts der Drudschrift über feine Befugnisse gessen und mir zurief: Um Gottes willen, der 8ug hinausgegangen. Die Frage, ob diese Nummer des Satyr" fährt auf uns!" Ich sah noch die beiden hell leuchtenden in fittlicher Beziehung ergernis zu erregen geeignet fet, wäre Laternen des heranbraufenden Zugs der Nebel war also doch lediglich von der Verwaltungsbehörde zu ent nicht so sehr dicht im nächsten Augenblic schon erfolgte ein don fcheiben gewefen. Der Oberstaatsanwalt schloß sich dem an. nerndes Krachen, unser Wagen war in zwei Teile geteilt, die Berantwortlicher Redacteur: Dr. Georg Gradnaner in Groß- Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mar Bading in Berlin. Dienstag, Donnerstag und Freitag von 7-9 1hr abends statt. Die juristische Sprechstunde findet Montag, M. H. 78. Leroy Beaulieu, Die chinesische Frage", Leipzig bei Migand. S. 26. Wenden Sie sich an Karl Rühle, Plantagenstr. 10, Keller. R. Sch., Weinstraße. Leider nichts frei.