Nr. 268. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntagss Nummer mit lufttetter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Pofts Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post Bettungss Preisliste für 1900 unter Er. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebaye beträgt für die fechsgespaltene fotonet geile oder deren Raum 40 ẞfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Aleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bte nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der& rpebitton abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: Amt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Aut I, Nr. 1508. Die Politik des Unsinns. Freitag, den 16. November 1900. bahnen, Landstraßen, Posten, Telegraphen, kurz an nichts weniger als allem fehlt! " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. der seit der legten Session verstorbenen Mitglieder, an erster Stelle unfres Führers Liebknecht. Dann sette er die TagesAuch über das Blutgericht, das die Mächte an den ordnung für die nächste Sigung feft. Vier Wochen lang haben die Vertreter der Mächte über Schuldigen" vollzogen wissen wollen, denkt Amerika sehr skeptisch. Die nächste Sigung findet erst Montag statt. Auf der dem Windei gebrütet, das als ,, décision irrevocable" endlich Selbst die Münchener Allgemeine Zeitung" glaubt, daß Tagesordnung steht an erster Stelle die focialdemo pomphaft der Oeffentlichkeit fundgethan worden ist. Diese China sich gerade gegen die Hinrichtung der Haupt- tratische Interpellation über die 12 000- Martunwiderrufliche Entscheidung" stellt Grundsäge für die schuldigen" Tuan und Tungfufiang aufs äußerste Affaire des Grafen Posadowsky, an zweiter Friedensbedingungen auf, deren Undurchführbarkeit sofort sträuben werde. Gleichwohl rät das Blatt nicht dazu, die Stelle der Nachtragsetat für den Chinafelbzug. Zu jedem einleuchten mußte, der sich infolge des Chinatriegs auch Forderungen zu mäßigen, sondern empfiehlt im Gegenteil einer Besprechung der Interpellation wird es indessen nicht nur ein wenig mit den chinesischen Zuständen vertraut ge- freundschaftliches Zureden durch die gepanzerte Faust: kommen, denn die Regierung wird, die Beantwortung erst für macht hatte. Daß unsre ganze bürgerliche Presse einEs ist also, was die Mächte betrifft, mit der Aufstellung der einen späteren Termin man spricht von acht Tagen- zuschließlich der freisinnigen Blätter, den diplomatischen ,.décision irrévocable" nicht allein gethan, es wird vielmehr sagen. So wird denn bald nach Beginn der Sigung eine noch sehr nachdrüdlicher praktischer Maßnahmen bedürfen, um khaki- Debatte einsehen und cine ausgiebige Kritik der HunnenFaschingstreich des Friedensvertrags als eine ganz China zur Einwilligung zu nötigen; und weiter werden auch maßvolle" und verständige Aktion bezeichnete, beleuchtet Vorkehrungen ins Auge zu faffen sein, um der chinesischen Me thaten ermöglicht werden. bligartig ihre völlige Khakiverranntheit, die sie nicht nur gierung die Erfüllung der eingegangenen Bedingungen au nichts lernen, sondern auch das vergessen ließ, was sie noch ermöglichen und zu erleichtern und sie dabei selbst zu fürzlich gewußt hatten. schüßen. Der Schwerpunkt der Situation wird also auch weiterhin noch immer auf and rem als auf politischem Gebiete liegen, wenn auch der Fortschritt, der mit der Aufstellung des gemeinsamen Friedensprogramms gemacht worden, nicht gering geachtet werden soll." Sunnentrant ihrer Politit der Demütigung fehr viel In der That, wenn die Mächte nicht in den schäumenden Wasser gießen wollen, wird für sie in China noch sehr viel praktische Arbeit" zu thun sein. Was ist dabei! Die durch die Anschauungen des Frhrn. v. Bedlig, ihres Hauptbearbeiters, allerdings start abgehärtete" Post" beweist heute, daß es ganz in der Ordnung sei, wenn die Regierung von Jntereffenten gruppen Geld nehme, und sie beruft sich zur Erhärtung dieser auf Bismard. Meinung in recht zutreffender Weise auf den Vater aller Korruption, Die" Post" erinnert daran, daß Bismard 1881, nachdem der Reichstag die Schaffung eines Vollswirtschaftsrats abgelehnt hatte, die geforderten 16 000 m. amtlich von Privatpersonen entnahm. " Der erste Stanzler des Deutschen Reichs und Verfasser der Reichsverfassung" so verkündigt die" Post"-bielt sich hiernach für durchaus berechtigt, private Mittel für staatliche Bwvede in Anspruch zu nehmen." Wozu hätte sich Bismarck der„ Redacteur" der Emser Depefche nicht für berechtigt geglaubt! Einzig die amerikanische Regierung behandelt die Friedensbedingungen der Khakimächte, wie sie behandelt zu werden berdienen, mit überlegenem Sartasmus. Ob Amerika wirklich die Absicht hegt, zu Gunsten des gesunden Menschenverstands und der handelspolitischen Erschließung Chinas ernsthaft zu intervenieren, ist noch nicht recht ersicht lich. Amerika tann auch einstweilen das Khatifeuer der Hunnenmächte ruhig zu Kohlen werden lassen. Wenn aber jekt behauptet werden soll, daß auch die Bereinigten Staaten" der décision irrevocable" im großen und gangen ihre Billigung erteilt hätten, so ist das eine kindische Flunkerei. Das Reutersche Bureau meldet zwar, daß auf eine Frage an zuständiger Stelle in Washington die Antwort erteilt worden sei, daß die amerikanische Regierung nicht daran denke, dem Vorgehen der verbündeten Mächte Hindernisse in den Weg der Berfassung in Uebereinstimmung zu bringen ist, doch wesentlich Judessen liegt das Verfahren Bismarcks, so wenig es sonst mit zu legen. Sie habe ja nicht einmal gegenüber den Mächten ihre Meinung über über die Zweckmäßigkeit des Chinaanders als der Fall Bosabowsky. Das Reichsamt des Junern hat Sinnlos, wie man sich in das Kriegsabenteuer gestürzt Agitationsgelder zu Gunsten einer Vorlage gefordert und erhalten, Kreuzzugs zum Ausdruck gebracht als ob die hat, verfährt man auch bei den sog. Friedensverhandlungen. bie einseitig den Interessen einer Stapitalistenclique diente. Die BeZurückziehung ihrer Truppen nicht eine viel deut Fast erweckt es den Anschein, als ob die unerfüllbaren bentung dieser Angelegenheit liegt nicht in erster Linie in dem amta lichere Meinungstundgebung gewesen wäre! Das Reuter Friedensbedingungen nur deshalb ausgeheckt worden seien, lichen Bettel um private Gelder, sondern vielmehr darin, daß das Telegramm meldet dann weiter folgende Sarkasmen der um den Hunnenkrieg in Permanenz zu er- Reichsamt der Socialreform damit geständigermaßen sich zu intervietten zuständigen Stelle": einem Ausschuß des Unternehmertums erniebrigt hat. Der Marschallstab und der Hunnensäbel scheinen aber auch noch nicht entfernt daran zu denken, zu Gunsten der Diplomatie abdanken zu wollen. Noch scheint man sich der Denk münze nicht würdig zu fühlen. Wie ein Herold- Telegramm meldet, beabsichtigt Waldersee nämlich, außer der am Sonntag nach Norden abgegangenen Expedition noch weitere Expeditionen abzusenden. Kein Wunder, daß die Kaiserin im höchsten Grade darüber aufgebracht sein soll, daß noch immer des Schlachtens kein Ende abzusehen ist. tlären. Politische Nebersicht. Berlin, den 1.5 November. Reichstag. " Die Regierung der Vereinigten Staaten befindet sich im Einverständnis mit den Mächten hinsichtlich der Forderung einer entsprechenden, ernsten Bestrafung der Hauptübelthäter, hinsichtlich der Entschädigung und schließlich auch hinsichtlich der Sicherheit für die Zukunft. Sie traut es fich jedoch auf die weite Entfernung nicht zu, au entscheiden, wer am schuldigsten ist, welche Strafe in jedem besonderen Fall verhängt werden muß, und die Eretution welcher Urteile im Bereiche der Mög Beichen der Bettelwahl. Die Präsidentenwahl wurde vor Die heutige Sigung des Reichstags stand unter dem lich leit liegt. Diese Fragen, wie die Entschädigungsfrage find den Unterhändlern zu überlassen. Man fann ohne genommen. Die Wiederwahl des Grafen Ballestrem zum weiteres annehmen, daß diese teine Genugthuung, weder Präsidenten und des Herrn von Frege stand außer Frage. persönlicher noch petuniärer Natur beanspruchen Aber die Wiederwahl des Abg. Schmidt- Elberfeld zum zweiten werden, die zu leisten China nicht die Macht hat." Sehr naiv sind dann die weiteren Ausführungen der„ Post"; sie stellt sich nämlich auf den socialdemokratischen Standpunkt, daß die Kosten von Veranstaltungen, welche nur ein Interesse für bestimmte Kreise der Bevölkerung hätten, auch allein von diesen Interessentenfreisen getragen würden". Wir quittieren dankend über dies Eingeständnis, daß die Buchthausvorlage eine Liebesgabe für bestimmte langen als solche offene Beichte. tapitalistische Interessenten war. Mehr fönnen wir gar nicht verSchließlich erklärt noch die" Post", daß die Agitation, die Graf Caprivi 1898 für die Militärvorlage entfaltet habe, nicht ohne Inanspruchnahme finanzieller Beihilfe seitens vermögender Patrioten" Vicepräsidenten war mehr als unsicher geworden, da die geführt worden sei. So sehr wir das Bemühen der" Post" an Amerika ist also der Meinung, daß von China jede Nationalliberalen, die an Stärke den Freisinnigen überlegen erkennen, dem Grafen Posadowsky aus der Vergangenheit MitGenugthuung verlangt werden müsse die es leisten sind, Anspruch auf diesen Poften machten und den Abg. Büsing schuldige zu gefellen, so sehr wir uns über diesen Gifer freuen, das fönne. als Kandidaten präsentierten. Graf von Ballestrem wurde volt über die Geheimnisse patriotischer Agitation aufzuklären, das Aus den Erklärungen Amerikas über das China gegen mit 268 Stimmen wiedergewählt. 294 Abgeordnete hatten Reichsamt des Innern wird dadurch nicht entlastet, zumal gegenüber über zu Erreichende spricht unbegrenzter Stepticis gestimmt, aber 26 hatten weiße Bettel abgegeben. Sie feinem Fall die andren von der" Post" erwähnten Angelegenheiten mus, während die Vergewaltigungsafte der Mächte un- stammten wohl in der Mehrzahl aus der freisinnigen wie lautere Tugend wirken. begrenzte Progigkeit atmet. Volkspartei, die damit gegen den Abfall des Centrums Wenn der neue Handelsvertragsverein flug ist, so verdoppelt er Da ist zunächst die Forderung:" China muß den vom Vicepräsidenten Schmidt sich revanchieren wollten. In fchleunigft feinen 200 000 Mart- Fonds und stellt diese Summe dem Mächten für Staat und Private entsprechende Ent- warmen, würdigen Worten dankte der Präsident für das ihm Reichsamt des Innern zur Bekämpfung des Agrariertums zur Verschädigung leisten." Da die Entschädigung an Private bewiesene Vertrauen. Mit einer deutlichen Wendung nach fügung. Die" Post" würde in solchem Handel, wie wir annehmen, sich sogar, wie ausdrücklich bemerkt, auf geschädigte Chinesen unsren Genossen versprach er, sein Amt unparteiisch ohne An- nichts anstößiges finden. bezieht, ist anzunehmen, daß man unter der entsprechenden sehen der Partei und der Person zu führen. Entschädigung an den Staat" doch zum mindeſten die Erstattung der Kriegskosten der Mächte versteht. Diese Ent fchädigung würde sich aber auf Milliarden belaufen, zumal das Ende des Kulturkreuzzugs noch gar nicht abzu. sehen ist. " " Während des Wahlatts hatte Herr von Frege den Vorsitz geführt. Natürlich ging es bei ihm nicht ohne Malheur ab. Is die Schriftführer zweifelhaft waren, ob der Abg. FörsterSachsen feinen Stimmzettel abgegeben habe, fragte er mit größter Unbefangenheit, ob und wie" der Abg. Förster Wie soll denn aber China diese Summen aufbringen? Sachsen) gestimmt habe. Diefe merkwürdige Neugierde und der Chinas Einkünfte belaufen sich auf insgesamt 250 Millionen verfassungswidrige Versuch, das Wahlgeheimnis zu durchbrechen, Mart. Die Seezölle betragen ca. 80 Millionen Mark und trug Herrn b. Frege natürlich eine schallende Heiterkeitssalve ein. find obendrein für Anleihen verpfändet. Eine Erhöhung Herr v. Frege aber wollte zeigen, daß ihn das nicht genierte und der Seezölle würde aber den Einfuhrhandel schädigen, deffent daß er trok seiner Unfähigkeit, die Geschäfte des Hauses zu willen der ganze Kulturerschließungstrieg geführt wird. Es führen, den Präsidentenposten liebgewonnen habe. Er war, bliebe also die Erhöhung der Grundsteuer, der Litinsteuer und der nachdem Graf Ballestrem bereits gewählt war, taum zu be Salzsteuer übrig. Eine Erhöhung dieser Steuern würde aber wegen, den Präsidentenstuhl zu verlassen, und der Präsident alles eher als ein Mittel sein, das ohnehin mußte zu diesem Behufe fanfte Gewalt anwenden, was mächtig aufgewühlte Reich zu pacificieren. natürlich zu neuen Heiterteitsausbrüchen im Saale führte. Von den 290 Stimmen, die im zweiten Wahlgang für Hier hat freilich ein japanischer Weitarbeiter des ,, Hamb. Storrefp." entdeckt, daß man die Einfünfte der chinesischen den ersten Vicepräsidenten abgegeben wurden, erhielt Herr Regierung erhöhen könne, ohne die Steuerschraube anzuziehen. b. Frege nur 190. 90 Bettel waren unbeschrieben, 10 zerMan müsse einfach dem Beamtenunfug steuern, den Löwen- splittert. Die Wahl zeigte, daß es im Reichsparlament doch anteil der eingezogenen Steuern für sich zu behalten. Man noch 190 vertrauensselige Mitglieder giebt. müßte eine gründliche Reorganisation des Bum zweiten Vicepräsidenten wurde Herr Büsing mit Beamten und Steuerapparats vornehmen, und 181 Stimmen gewählt, während auf den bisherigen Vicezwar unter Kontrolle eines fremden Beamten präsidenten Schmidt 55 und auf unfren Genossen Singer stabs, der nach Art der Seezollverwaltung die Finanzen 50 Stimmen entfielen. Ein Abgeordneter, vielleicht war es überwache. Herr Ahlwardt oder Herr Liebermann von Sonnenberg, Das Projekt erscheint von wahrhaft schwindelnder Rühn- leistete sich bei dieser Gelegenheit den Bierult, den Generalissimus heit, wenn man an die ganze Organisation des Vierder chinesischen Nordarmee Herrn Li Hung Tschang die hundertmillionenreichs dentt., Es fegt eine Stimme zu geben. Die Verlesung dieses Namens erweckte Centralisation der Verwaltung, eine Stärkung der Regierung eine nicht endenwollende Heiterkeit. Man weiß, wie bescheiden boraus, die zu schaffen eine vollige Umwälzung der der Reichstag in seinen Ansprüchen an gute Wize ist. politischen Einrichtungen nötig wäre. Und nicht Nachdem noch die Schriftführerwahl vorgenommen war, nur das denn wie fönnte ein Reich centralistisch regiert deren Ergebnis aber erst in nächster Sigung bekannt gegeben werden, dem es an allen Kommunikationsmitteln, an Eisen- wird, war der Reichstag konstituiert. Der Präsident gedachte Deutsches Reich. Wir haufen wie die Wilden. Soldaten aus Beling entnehmen wir die folgenden Stellen: Einem uns zur Verfügung gestellten Briefe eines deutschen Soldaten aus Beling entnehmen wir die folgenden Stellen: „ Etliche Todesfälle sind schon vorgekommen an Tyfus und ein Kamerad ist im Gefecht gefallen das war was für uns wir geben kein Pardon unser erstes Gefecht( Ling Schankrie) das ist so start befestigt das wenn eine fultibirte Macht drin ist es un einnehmbar ist aber wir haben es mit zwei Batallione genommen und den gehaust wie die Wilden. Unser Leutnant sagte nach dem Abkochen rüden wir nochmals zurück um das Dorf zu zerstören Beiber und Kinder lasset leben das thaten wir auch wie wir wieder einrückten geplündet und mit genommen was an Lebensmittel und Bich da war sämmt liche Männer erschossen und in die Häuser geschlept und verbrannt da haben wir unsere Wut gekühlt unsere Komp. war die erste im Forts drinn das Forts liegt 1/2 Tagereise hinter Beting. Hier in Pefing ist alles ruhig und ihr braucht euch nicht zu ängstigen über die Lage hier die Chinesen müssen hier tüchtig arbeiten und wer nicht will bekommt mit den Kolben Er frischung. Der Chinese ist dreckig spedig und faul aber Ausnahmen sind immer bei. Die Mandarinen das find Steuerbeamte den wird alles geplündert denn der hatt massenhaft Geld. Silber und Seide das wird immer gleich verkauft ( Folgt eine Bemerkung über die Offiziere. Neb.) Je mehr Hunnenbriefe bekannt werden, desto graufiger wird der Eindruck. Die Briefe lauten sämtlich so erschredend übereinstimmend, daß lein 8weifel mehr möglich ist: das wesentliche ist sicher nicht übertrieben. Der Ehrgeiz des Gemütsmenschen sei hiermit erfüllt. Kriegstropenkoller in gemäßigter Zone nennt, unsres Bedünkens noch ein wenig euphemistisch, der Kriegsberichterstatter der Köln. 8tg." den Gemütszustand unsrer oft asiatischen Kriegshelden, der sie die in zahllosen Briefen geschilderten Hunnenthaten begehen ließ. Wir lesen: " Ein Reichs Versicherungsgeseh Preßhunnen. Die Rhein.- Westf. Zeitung" knüpft an die Die ,, Voffische Zeitung" und der Mädchenhandel. Als vor Reproduktion eines dem„ Borwärts" entnommenen Hunnenbriefs die wenigen Jahren ein paar Hundert deutscher Mädchen nach Windhoek der Meinung, Wilhelm II. verfolge eine handelsvertragsfreundliche, Nationalsociale Unzurechnungsfähigkeit. Die Hilfe" ist Bemerkung: exportiert" wurden, um von dort aus nach den verschiedensten antiagrarische Politit und sie rät demzufolge der Socialdemokratie Es läßt sich ja nicht kontrollieren, was an den Briefen Orten Südwestafrikas als Dienstmädchen verschickt zu werden, mit eine neue wunderbare Tattit an: Wahrheit und was Dichtung ist. Uebertrieben find fie jeden- der angenehmen Aussicht auf baldige Verheiratung an Unter- ,, Will man eine neue Schicht an die Stelle der absterbenden falls. Angenommen aber, sie waren nur eine aus menschlicher beamte und Unteroffiziere, da erhob sich auch noch in der feßen, will man den Umschwung vom alten Agrarstaat zum Schwäche verzeihliche Ausmalung und Aufpugung wahrer liberalen Presse gegen diese Art Menschenvermittelung, die Industrialismus wirklich herbeiführen, so darf man gegen die notThatsachen, so braucht man durchaus nicht entsegt zu sein. bei Lichte besehen und unter den gegebenen Verhältnissen große Denn dieser Krieg ist ohne besondere Strenge undentbar Aehnlichkeit mit der Stlaverei hatte, eine wenn auch sehr laue wendigen Begleiterscheinungen dieses Umschwungs nicht mit berbiffener Erbitterung opponieren. Will die Arbeiterschaft die und andrerseits darf man das kulturell tiefstehende, millionentöpfige Opposition. Auch die Voff. 3tg." äußerte damals ihre Mißbilligung. Handelsverträge, so muß fie auch das persönliche Regiment Chinesenvolt, das von seiner eignen Regierung in tiefer Mittlerweile sind wieder mehrere Jahre ins Land gegangen, und die wollen, durch das jene allein möglich find." Friedensruh zerschlagen, getöpft, zerschnitten, ge- Beichen und Wunder der Weltmachtpolitit haben natürlich auch auf Die Nationalsocialen verwechseln hartnäckig die Politik eines hängt wird, nicht mit der milderen Kriegshand Europas die" Boff. 8tg.", das Organ der Berliner Stammtisch- Politiker, wie Kammerdieners oder Hofpredigers mit der Politik einer ernsthaften anfaffen. Darum ist es nicht nötig, sich an der focialdemokratischen eine Offenbarung gewirkt. Höchstens daß die Tante mit einigen Kleinig- Partei. Aber sie wagen nicht einmal Kammerbiener- und Hofprediger Ausbeutung der Hunnenbriefe zu ärgern und einzugreifen, wie es feiten nicht einverstanden ist. In diesem Blatte veröffentlicht jetzt der Konsequenz zu zeigen. Wenn der Kaiser für eine industriefreundliche die Regierung zu beabsichtigen scheint. wegen feiner anekdotenhaften Reisebeschreibungen so berühmte Welt- Politik ist und der Reichstag- wie es jetzt der Fall ist eine Die Hauptsache ist und bleibt die schärfste Unter- reisende" Ernst von Hesse- Wartegg eine Reisebeschreibung über, Deutsch- stramm- agrarische Mehrheit hat, so müßten die Nationalsocialen noch. drückung des Aufruhrs. Unter dem Gesichtspunkte des hohen lands neueste Kolonie", Samoa, in welcher er die Erwartung ausspricht, ganz etwas andres wollen als das persönliche Regiment, das Preises, der auf dem Spiele steht- Nichtwiederkehr der unerhörten daß bald einmal statt eines Kriegsschiffs boll Ma- allein gar nichts ausrichten kann, sie müßten um der HandelsGreuel- find die angewandten Mittel auch feines trofen ein Kriegsfchiff voll gesunder, netter verträge willen die Aufhebung der Verfassung und die Beseitigung wegs übertrieben. Man kann dem Vorwärts" und denen, deutscher Mädchen an diesen idyllischen Küsten des Reichstags fordern. die sich gern gruselig machen lassen, ruhig das Vergnügen landen" möge, damit Apia endlich ein Zur Zeit Ludwig XIV. hätten die Pastoren der Hilfe" mit dieses Sports überlassen, auf die Gefahr hin, von mal weiße Damen Gesellschaft erhält, die dieser Philosophie viel Antlang gefunden. unfren bezopften Kulturwächtern selbst als Sunne" les fich angelegen fein läßt, ebenso blond lofophie viel Antlang gebrandmarkt zu werden. töpfigen, pausbadigen, weißen Jungen das Aus Ostpreußen.( Eig. Ber.) Eine Germanisierung Leben zu schenken." Herr von Hesse- Wartegg erklärt sich ohne Anwendung von irgend welchen Zwangs= zu weiteren Auskünften bereit." Da in dem wird, daß etwa das Reich diese Heiratsvermittlung nicht verlangt mitteln vollzieht sich bei den Litauern. Trotzdem in den Schulen en gros über- und Kirchen die litauische Sprache gepflegt wird und die weitnehmen soll, und da im übrigen die V. 8." als unverfälschtes gehendsten Wünsche der Litauer auf Erhaltung ihrer Nationalität von Manchesterblatt auch dem Staate eine solche Thätigkeit principiell der Regierung erfüllt sind, nimmt das Litauertum zusehends ab. Die nicht zumuten darf, so würde sie sich vielleicht große Verdienste um litanischen Gottesdienste sind an manchen Stellen sehr schwach beunsre neuste Stolonie" erwerben, wenn sie diesen Mädchenerport sucht; an manchen Stellen hat man sie mehrfach ausfallen lassen selbst in die Hand nehmen würde, um so mehr, Pos müffen. Die jungen Leute hatten faſt ausschließlich zum Deutſchtum. ste auf dem Gebiete der Heiratsvermittlung unzweifelhaft Bei Anwendung von Zwangsmaßregeln wie gegenüber den Polen, " Ich habe von Fällen abgekürzten Gerichtsverfahrens und eine Autorität ist. Wenn die Boff. 8tg." alle liebebedürftigen würde dieses Resultat sicher nicht erzielt sein. Maffenerschießungen gehört von den befehlhabenden Offizieren Jungfrauen", die in ihren Spalten einen älteren reichen Herrn" felbst gehört die bei ruhiger Ueberlegung wohl einen als Ehegemahl suchen, nur einige Monate hindurch nach Samoa andren Ausgang gefanden hätten. Aber es scheint, als ob dirigieren könnte, so wäre sicherlich dem Frauenmangel dort gründdie unerhörte Verwüstung Tungtschous, die Tientsin und alles licht abzuhelfen. Beffer wäre es freilich schon, wenn jene Leute, die zu schaffen, wird zu den Aufgaben des foeben zusammengetretenen andre weit, weit hinter fich läßt, nicht ohne bedenklichen Einfluß derartiges schreiben und aufnehmen, exportiert werden könnten. Reichstags gehören. Dem Reichstag ist soeben der Entwurf zu einem auf den Seelenzustand derer bliebe, die in dieser grauenvollen solchen Gesetz zugegangen, das allerdings angesichts der gegenUmgebung leben müssen. Wer auf Anruf sei es mun ruffifch. Als einzige Vertreter der Oeffentlichkeit waren bei der wärtigen Lage des Versicherungsgeschäfts dringend nötig ist. Die on deutsch, französisch, hindustanisch oder japanisch Reichstags- Eröffnung im Schloß zwei Damen eingeladen worden, in den einzelnen deutschen Staaten bestehenden Versicherungsgesell-nicht steht, wird angeschossen. Was davon einen Zopf trägt, die Reichskanzlerin und Bülows Schwiegermama, Donna Laura fchaften bedürfen heute, außer der Konzession in ihrem Heimatsitaat, wird den Bogern auf die Lifte gefekt. Der tägliche Anblick Minghetti. in jedem andren deutschen Bundesstaat einer speciellen Erlaubnis verwesender, aufgedunsener Menschenleichen, die auf offener Straße zum Geschäftsbetrieb, sofern sie dort thätig sein wollen. Trotz der von Ungeziefer zerfreffen und von wildernden Hunden zerfest Ein Urteil von 1780 über foloniale Brutalitäten. schon vor dreißig Jahren eingerichteten deutschen Einheit", werden, kann natürlich auf die Dauer nur abftumpfend und ver rohend wirken, und die Gelegenheit, Möglichkeit oder( durch teidiger der Unterdrückten, der so mutig das Recht des Kinds auf ber Chr. Gotthilf Salzmann, der berühmte Pädagoge, der Ver- betrachtet jeder Bundesstaat die Verficherungs Gefellschaften andern als ,, ausländische", und doch bedarf kein Befehl gegebene) Notwendigkeit, auf wehrlose Menschen an- freiheitliche Erziehung vertreten hat, leitet sein 1780 erschienenes Geschäftszweig Bu zulegen, wird nur Ausnahmemenschen feelisch unbeschädigt Buch: Krebsbüchlein oder Anweisung zu einer unvernünftigen Er- Versicherungswesen. Denn je größer das Gebiet ist, auf dem eine einem rationellen Betriebe so dringend möglichst großen Thätigkeitsgebiets, wie gerade das laffen." Also wer eines Khakimanns Weg kreuzt und auf den ziehung der Kinder" mit folgenden Worten ein: natürlich unverständlichen Zuruf hin nicht sofort steht, wird eine" Gesellschaft christlicher Europäer, die sich, der gegen die versichert wird, aus und je sicherere statistische Grundlagen " Ich erinnere mich, irgendwo gelesen zu haben, daß einmal Versicherungsanstalt thätig ist, je mehr gleichen sich die Gefahren, niedergeknallt. Ist er mur angefchoffen, aber ein 8opf- Handlung wegen( b. h. als Kaufleute), in einer bengalischen können geschaffen werden. Da ist es also durchaus zu billigen, vor. träger, so wird er als Bbger angesehen und vollständig talt Stadt niedergelassen hatten, an einem Freudentag, unter Trompeten allem im Interesse der Versicherten selbst, wenn die VersicherungsAuch die bei ruhiger Ueberlegung ungefchehen gebliebenen- sprungen habe, unterdessen daß die braune Bürgerschaft von werden sollen. Sehr zu bedauern ist es jedoch, daß der neue Geſetzund Bautenschall, geschmauset, getrunken, gescherzet, gelacht und ge- anstalten des Deutschen Reichs unter ein einheitliches Gesetz gebracht Maffenmezeleien werden von dem als Berichterstatter eines Teuerung und Hunger gepeinigt wurde, Scharen halber Leichen in entwurf nur die Regelung der öffentlich- rechtlichen Seite erstrebt, nationalliberalen Blatts gewiß unverdächtigen Zeugen gemeldet. Endlich wird auch der vertierende Einfluß des Hunnenmilieus hauses niederfielen, röchelten und starben, ohne daß nur einer von sie ihr Verhältnis und ihre Verpflichtungen zum Publikum ge den Gassen umherwantten, zum Teil an der Schwelle des Frenden- den Gesellschaften jedoch fast vollständig überläßt, in welcher Weise und Hunnenhandwerks auf Durchschnittsmenschen zugestanden. Die der fröhlichen Gesellschaft elementarsten Gebote der Sittlichkeit sollten die Nation zwingen, blid den geringsten Eindruck diesem jämmerlichen Anstalten wollen. Gerade auf diesem Gebiet hätte sehr nüglich unfre Soldaten sofort ihres gräßlichen Schergendienstes zu ent- hätte. auf sein Herz empfunden gewirkt werden können. Es ist beispielsweise bekannt, Bei die dieser Gelegenheit wurde heben. Frage auf- fehr viele Personen kommen hierdurch zu Schaden, daß die geworfen, woher es doch kommen müsse, daß der Europäer, Versicherungsgesellschaften, besonders auch solche, die die Bollsjobald er auf Ostindiens heißen Boden fäme, seine Natur so ver versicherung betreiben, wenn der Versicherte später nicht weiter zahleit Im Seniorenkonvent tam gestern die Beſegung des Präsidiums ändern und die zärtliche Teilnehmung an seiner Rebenmenschen kann, die gezahlten Beiträge für verfallen erklären und, wenn die zur Sprache. Abg. Singer beanspruchte namens der focial- Leiden, die er insgemein mit aus seinem Vaterlande brächte, mit Versicherung nicht schon eine bestimmte Anzahl von Jahren besteht, demokratischen Fraktion entsprechend ihrer Stärke den Poften des barbarischer Fühllosigkeit vertausche? Der Grund hier- sogar noch Nachzahlungen fordern. In die Bestimmungen, wie die zweiten Vicepräsidenten sowie einen Schriftführer. von ist so schwer nicht zu finden. Boden und Himmelsstrich find Gesellschaften in allen solchen Punkten mit dem Bublifum verfahren Abg. Lieber erklärte, das Centrum würde dem Princip der hieran unschuldig. Das Vorurteil vielmehr, diese furchtbare Mutter wollen, wird das neue Gesetz, wie es von der Regierung vorMehrheit gemäß handeln und den Vorschlag der socialdemokratischen des mehrsten Jammers, gebiert auch diese Fühllosigkeit. Wenn geschlagen wird, nicht eingreifen. Es wird den Gesellschaften mur Fraktion annehmen, wenn der präsentierte Abgeordnete sich ver- einmal durch ein bei der Nation herrschendes Vorurteil eine aufgegeben, welche Punkte sie in ihren Versicherungsbedingungen pflichte, die dem konstitutionellen Gebrauch entsprechenden Re- gewiffe Klasse Menschen zur Unterjochung verdammt zu regeln haben, aber nicht, wie sie sie zu regeln haben. präsentationspflichten zu übernehmen. ift und die Vorrechte Vorrechte der Menschheit ihr entriffen Die Vorlage bleibt auf dem Boden des Konzessionierungss Abg. Singer erwiderte, daß er keine andre Erklärung abgeben find: dann nimmt in furzer Zeit das Herz eines zwangs stehen und in der Begründung werden ausführlich die Tönne, als daß der von der Fraktion vorgeschlagene Vicepräfident- jeden Bürgers eine solche Särte an, dak es dem Gründe, die gegen ein vollständiges Sichselbstüberlassen der Verwenn gewählt alle Aufgaben, welche die Geschäftsordnung ihm 28inseln, den Thränen und Konvulfionen dieser Menschenart sicherungsgesellschaften sprechen, dargelegt. Im einzelnen werden geauferlegt, erfüllen werde. Hierzu gehöre die Pflege Höfifcher Be- zusehen kann, ohne dabei viel mehr, als bei den Verzuckungen werden Vorschriften erlassen über die zu fordernden Garantien für regelt die Bedingungen für Zulassung zum Geschäftsbetrieb, es ziehungen nicht. eines gewürgten Stiers zn empfinden. In den Ländern, die Der Seniorenkonvent verständigte sich im weiteren darüber, daß wir nur in der Abficht besuchen, um uns mit ihren Schätzen Sicherheit, die Rechnungslegung 2c. Zu erwähnen ist, daß, im Gegen der Vorsitz in den Abteilungen und in den ständigen Kommissionen zu bereichern, find nun einmal durch ein die Menschheit entfag zum jezigen Zustande, die Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb wie in der vorigen Session besetzt werden soll. Der durch den Tod ehrendes Vorurteil den Landesbewohnern die Rechte der nicht willkürlich versagt werden kann, sondern nur dann, des Abg. Kruse erledigte Vorsitz in der Petitionsfommission soll dem Menschheit entwunden, und den Europäern das unumschränkte wenn nach dem Geschäftsplane die Jutereffen der Versicherten nicht Centrum zugestanden werden. Recht, fie zu mishandeln, zugestanden worden. Dieses hinreichend gewahrt sind oder wenn die dauernde Erfüllbarkeit der auf das Land fest, und fühlt bald die Wirkung davon an seinem nügend dargethan oder eine Gefährdung des Gemeinwohls durch Vorurteil atmet der Europäer ein, sobald er seinen Fuß vom Schiffe aus den Versicherungen fich ergebenden Verpflichtungen nicht geHerzen. den Geschäftsbetrieb zu besorgen ist." gemacht! ihm bon # Unnötige Angst. Die Manchesterleute des Roten Freifinne haufes hegen große Besorgnisse, daß ihre den Wohnungswucher schügende Wirksamkeit durch höhere Gewalt eingeschränkt werden tönne. Die Freifinnige Zeitung" bringt folgende Alarmnachricht: In der Umgebung der Kaiserin scheint eine Aftion gegen Breßverein ist an die ultramontane Bresse die Weisung er Ultramontanes Schweigegebot. Vom Augustinus die Berliner Kommunalverwaltung geplant zu sein. Wie wir er- gangen, über die Erlasse der Bischöfe über die Ges fahren, hält der nationalsociale Agitator und Vertreter der Ber- werlichaften und die sich daran anknüpfenden Auseinanderliner Bodenreformer, Damaschte, am Donnerstag, den fegungen fich fünftig aus zu schweigen. Man begreift, daß dem 15. d. M., bei der Oberhofmeisterin der Kaiserin, Centrum die das Centrumsproletariat immer mehr aufregende ErGräfin von Brockdorff, im Schlosse einen Vortrag örterung der fißlichen Gewerkschaftsfrage äußerst unangenehm ist. über die Wohnungsnot in Berlin und die Bodenreform. Bekanntlich gefällt sich dieser Herr Schreiben und vor allen Dingen den katholischen Arbeitern das Leider fann man der nichtultramontanen Presse nicht gleichfalls das Damaschte in überaus gehäffigen Angriffen gegen Denten nicht verbieten.die Berliner Kommunalverwaltung, er ist freilich bei der legten Stadtverordnetenwahl im Centrum Berlins trotz aller An- Chinakämpfer gesucht! Bei den jetzt stattfindenden Herbststrengungen glatt durchgefallen. Dem Hofstaat der Kaiserin Kontrollversammlungen wird den Reservisten bekannt gegeben, daß gehört auch der Oberhofmeister Graf Mirbach an. Die Ein- Freiwillige als Erfaßmannschaften nach China gesucht werden. Neu ladung des Agitators Damaschte zu einem Vortrag im Schloffe formationen beztv. Truppenverstärkungen seien vorläufig nicht beabüber Berliner Kommunalverhältnisse kennzeichnet die Stimmung in fichtigt.- Demnach scheint eine Beendigung des Kriegs noch in der Umgebung der Kaiserin gegen die Berliner Stadt- weite Ferne gerüdt. Nach Berichten aus zahlreichen Orten, in denen vertretung." fich nicht ein einziger Freiwilliger meldete, scheint der Khalirausch 911915 In den allgemeinen Versicherungsbedingungen sollen diejenigen Bestimmungen enthalten sein, welche getroffen werden: 1. über die Ereigniffe, bei deren Eintritt der Versicherer zu einer Leistung verpflichtet ist, und über die Fälle, in denen ans besonderen Gründen diese Verpflichtung ausgeschlossen oder aufs gehoben sein soll( wegen unrichtiger Angaben im Antrage, wegen Aenderungen während der Vertragsdauer usw.); 2. über die Feststellung des Umfangs und der Art der dem Ber ficherer im Versicherungsfall obliegenden Leistung, sowie über den Zeitpunkt ihrer Fälligkeit; 3. über die Feststellung und Leistung des vom Versicherten an den Verficherer zu entrichtenden Entgelts und über die Rechtsfolgen eines Verzugs in der Entrichtung des Entgelts; 4. über die Dauer, insbesondere eine stillschweigende Verlänge rung, über die Kündigung sowie über die sonstige gänzliche oder teilweise Aufhebung des Versicherungsvertrags und die Verpflichtungen des Versicherers in den Fällen der letteren Art( Storni, Rüdtauf, Umwandlung der Versicherung, Reduktion und dergleichen); 5. über den Verlust des Anspruchs aus dem Versicherungs vertrag infolge der Versäumung von Fristen; 6. über das Verfahren im Falle von Streitigkeiten aus dem Versicherungsvertrag, über das zuständige Gericht und die Bestellung eines Schiedsgerichts; 7. über die Grundsäße und Maßstäbe, nach denen die Ver ficherten an den Ueberschüssen teilnehmen; Die Freifinnige Beitung" regt sich umsonst auf und überschäßt aber vollständig verflogen zu sein. zudem gewaltig die sociale Einsicht der Umgebung der Kaiferin. In dieser Umgebung interessiert man sich nur für Gottes-, nicht für Die Behandlung des Prinzen Arenberg follte sich nach Menschenhäuser. Wie man uns berichtet, handelt es sich um einen der Mitteilung des Hann. Courier" durch eine für einen Mörder Bortrag bei einer adligen Dame, die fich für die Wohnungsfrage ungewöhnliche Milde auszeichnen. Die Direktion des Hannoverschen intereffiert, die aber mit der Hofgesellschaft nicht das mindeste zu Gerichtsgefängnis ersucht uns demgegenüber um Aufnahme folgender thun hat. Einstweilen leuchtet den Nationalsocialen die ersehnte Berichtigung der auch von uns übernommenen Mitteilung: Sonne des persönlichen Regiments noch nicht persönlich, und die Hannover, den 14. November 1900. Mannen Eugen Richters brauchen nicht zu zittern, daß ihrem An die Redaktion des Vorwärts" in Berlin. Manchestertum von dieser Seite eine Gefahr drohe. Beklagen dürften Die Ausgabe Ihres Blatts vom 9. d. M. bringt einen Artikel, fie fich übrigens auch dann nicht, wenn die Umgebung der Kaiserin welcher über die Internierung des Prinzen Prosper von Arenberg fichtsamt für Privatversicherung mit dem Size in Berlin er Als aufsichtführende Reichsbehörde wird ein faiserliches Aufwirklich suchen würde, sich im Volt beliebt zu machen, indem sie die und seine Behandlung im hiesigen Gerichtsgefängnis Mitteilungen richtet. Es besteht aus einem Vorfigenden und der erforderlichen Fehler des Freisinns ausnügte. enthält. Die Angaben diefes Artikels über Beköstigung, Beschäftigung, Bahl von ständigen und nichtständigen Mitgliedern. Der Vorsitzende vom Kaiser ernannt, die nichtständigen Mitglieder vom Bundesrat und die ständigen Mitglieder werden auf Vorschlag des Bundesrats om Kaiser ernannt, die nichtständigen Mitglieder vom Bundesrat " " stattgefunden. Khaki Freifinn. Die Kruppschen Berliner Neuesten fächlich unrichtig. Bei der Behandlung des Prinzen von Arenberg Khaki Freifinn. Die Kruppschen Berliner Neuesten Anrede und Beaufsichtigung des Gefangenen find burchweg that Nachrichten" freuen sich über eine Notiz der Freifinnigen finden irgend welche Abweichungen von den Vorschriften der 8eitung", die also beginnt: " Für die Socialdemokratie caratteristisch ist Gefängnisordnung nicht statt, auch haben solche nicht etwa bisher ein Artikel des Vorw." in welchem die sehr gemäßigten For derungen, über welche fich die Vertreter in China geeinigt wiedergabe des Borstehenden eine Berichtigung in Ihrem Blatt Ich ersuche, auf Grund der Bestimmungen des Preßgesezes unter haben, als eine Vergewaltigung Chinas" bezeichnet alsbald erfolgen zu lassen. Der Direktor des Königlichen Gerichtsgefängnisses. Thikötter. werden." = 0 Gewiß, jene Notiz ist ebenso charakteristisch für uns, wie die Bemerkung charakteristisch für den Freifinn ist. Die Freifinnige Beitung" hat in der ganzen China- Affaire eine sehr traurige Rolle Reichstags Erfahwahl. Bei der Neichstags- Ersagwahl im gespielt. Sie hat sich zuerst gegen die Einberufung des Reichstags Wahlfreis Mejeriz Bomst erhielten v. Gersdorff( f.) 5980, Bruhn erklärt, sie hat der Reihe nach alle Bülow- Thaten bewundert und( deutschsociale Reformpartei) 3645, v. Chrzanowski( Pole) 7131, alle Senfationsschwindeleien fritillos nachgebetet. So findet fie v. Krzesinsli( deutsch fath.) 551, Mig( Soc.) 40 Stimmen. Es zer natürlich auch jetzt die Forderungen der Mächte sehr gemäßigt" splitterten fich 12 Stimmen. 7 fleine Landbezirke stehen noch aus. Ameritas fluge Chinapolitit ist allerdings dieser freisinnigen Ansicht Es ist demnach Stichwahl zwischen dem Konservativen und dem nicht. Bolen.8. bei Lebensversicherungen über Voraussetzungen und Umfang von Vorauszahlungen oder der Gewährung von Darlehen gegen Verpfändung der Versicherungsscheine( Bolicen). gewählt. Bur Mitwirkung bei der Aufsicht wird bei dem Amte ein aus gebildet, dessen Witglieder Sachverständigen des Versicherungswesens bestehender Beirat Bundesrats dessen Mitglieder auf Vorschlag des vom Kaiser auf fünf Jahre ernannt werden. Diese letteren sollen ihr Amt als unentgeltliches Ehrenamt verwalten. An Strafen für falsche Angaben beim Stonzeffionsgesuch, der Rechnungslegung 2c. werden Gefängnisstrafe bis zu 6 Monaten und Geldstrafen bis 20 000 M. vorgesehen. Zu wünschen wäre, daß der Reichstag den Entwurf dahin ausgestaltete, daß die Materie nicht mir formell geregelt, sondern daß den Gesellschaften auch Vorschriften über die Art der Versicherungsbedingungen gemacht würden. Mancher unerfahrene Arbeiter oder sonstige fleine Mann hat im Verkehr mit Versicherungsgesellschaften schon schweren Schaden erlitten. Ausland. Afrika. Eine Tataren- Nachricht ist es jedenfalls, wenn„ Daily Mail" meldet, daß Botha aus Pretoria Lord Roberts mitgeteilt habe, unter welchen Bedingungen er bereit sei, fich zu ergeben. Bothas Stellung war bisher eine derartige, daß er gegen den Verdacht, nicht bis zum legten Augenblick mit den Kameraden auszuhalten, in Schutz genommen zu werden verdient. gemeldet: Eine zweite Nachricht meldet nur die bekannte rege Thätigkeit der Boerenstreifcorps. Aus Standerton wird vom 15. November General Boyes ist mit einem Konvoi aus Ladysmith hier eingetroffen. Der Konvoi war den ganzen Weg über von den Boeren belästigt. Der Verlust betrug drei Tote und sieben Ver wundete. Gestern wurden 65 Frauen und Kinder von hier nach Natal gesandt. Die Kolonne des Obersten Bewide- Copley, welche füdlich des Vaal operiert, hat fünf Boerenfamilien, 3000 Etüd Rinder und Schafe, 350 Pferde und 5 Wagenladungen Nahrungsmittel hierher gesandt. Amerika. Als ein sehr interessantes Aftenstüd dieser Art, in dem die sich in das Gewühl unfres Straßenverkehrs begebe. Sier Bolizei ganz unverhüllt ihre politische Parteinahme ausdrüdt, darf könnte die Unterweisung in der Schule vorbeugend wirken, wohl der nachfolgende Bescheid der Prenzlauer Polizei angesehen noch mehr würde erreicht, wenn man den Kindern endlich zur Erwerden: holung die Schulhöfe öffnete, die doch nicht als Sanatorien für die Polizei- Verwaltung Rektoren allein gedacht seien. J.-Nr. 5355. Martens. Die Prenzlau, 18. Oftober 1900. Stadtbaurat Krause: Es existieren allein 900 amerikanische Auf Ihr Gesuch vom 15. d. W. erwidern wir Ihnen, daß es und etwa 100 deutsche Batente für Schugvorrichtungen an den Wagen; abgelehnt wird, Ihnen eine Polizeistunden Verlängerung zu dennoch ist noch nichts Brauchbares gefunden worden. In neuester gewähren. Zeit hat sich in Hamburg der Ingenieurverein der Sache angenommen, Wie Sie richtig vermuten, ist die Kürzung erfolgt, weil Sie aber eine fehlerfreie Veranstaltung besteht noch heute nicht. In einem hr Lokal der socialdemokratischen Partei zu früheren ähnlichen Fall hat uns das Polizeipräsidium schon geVereins- Sizungen und öffentlichen Versammantivortet, daß es hinsichtlich der Schutzvorrichtungen an den Wagen Iungen und damit zur Agitation für deren als staatsumstürzlerisch allein zuständig ist und also nicht mit uns in Verhandlung treten geltende Bestrebungen hergegeben haben. tann. Die Gesellschaft selbst schreibt uns, daß im laufenden Jahr Für den Kaisergarten eine ähnliche Beschränkung eintreten zu im ganzen( mit Einschluß der Westlichen Vorortbahn) 25 Personen lassen, hat bisher ein Anlaß noch nicht vorgelegen. getötet worden sind, darunter 9 Kinder im Alter von 21/ 2-7 Jahren und 4 Taubstumme oder Betrunkene. In diesen 13 Fällen liege An Frau Lydia Bohne hier. Selbstverschuldung vor, aber auch in den andren 12 Fällen treffe die Fahrer keine Schuld. Die Gesellschaft Vom Erfurter Kurs. Zwei Strafen an einem Tage 30g bedauere lebhaft die und vorgekommenen Unfälle fet sich der frühere verantwortliche Redacteur der Thür. Tribüne", Ge- unausgesezt bemüht, die Schuzvorrichtungen zu verbessern. noise Pappe, gu. Er hatte in einer Nummer des Blatts die Der beste Schutz sei der Selbstschutz des Publikums Ueber die Lage auf Kuba macht der„ Temps" einige orien Arretierung eines Bierkutschers gemeldet, bei der die Beamten nach( Große Heiterkeit); andrerseits sei seitens der Verwaltung zun fierende Mitteilungen. Durch den gemeinsamen Beschluß der beiden eigener Beugenaussage etwas herzhaft zugriffen. Pappe hatte Schuße des Publikums alles Nötige und Mögliche geschehen, und Häuser des Uniontongreffes hat sich Amerika verpflichtet, teine porfichtig bemerkt, es scheine dem Bierfahrer recht übel ergangen zu werde jeder Vorwurf nach dieser Nichtung zurückgewiesen. Herrschaft, Gerichtsbarkeit oder Oberhoheit auf der Insel aus sein. Diese Bemerkung erschien dem Gericht so beleidigend, Unfallstatistik in andren Städten ergebe fein für Berlin ungünstiges zuüben, es sei denn für die Herstellung des Friedens." baß es Pappe deswegen zu zwei Monaten Gefängnis Verhältnis. 1900 sei die Zahl der Unfälle gegen 1899 nur unt Nachdem dann der Friede hergestellt war, hatten die verurteilte, der Bierfahrer erhielt als Urheber der Notiz sogar drei 30 Broz. gestiegen, die Betriebsgefahr habe aber 82 Proz. Steigerung Amerikaner die Wahlen auf Stuba angeordnet und in der Verordnung Monat Gefängnis! Die zweite Verhandlungsfache, eine Privat erfahren. Diese Entschuldigung der Straßenbahn habe ich der Verangegeben, daß die Versammlung, die der Insel eine Verfassung beleidigung, welche der Staatsanwalt im öffentlichen Interesse versammlung nicht vorenthalten wollen. geben solle, durch die Verfassung auch die Beziehungen Kubas zu folgte, brachte Pappe noch vier Wochen Gefängnis. Diese der Union feststellen sollten. Die Hoffnung der Amerilaner, daß bei Verhandlung hatte infofern interessante Momente, als der Verleger, schutzes ist ja außerordentlich billig; wir wissen aber, daß der GesellStadtv. Wurm( Soc.): Das vorgeschlagene Mittel des Selbstder Wahl der konstituierenden Versammlung eine Majorität zu stande Genoffe Reißhaus, ebenfalls an der Beleidigung teilgenommen haben schaft ein großer Teil der Schuld zufällt, daß fie ein ungeübtes, kommen werde, die durch den Beschluß einer freiwilligen An- follte. Seine Verlegereigenschaft hatte ihn auf die Anklagebant geführt. überangestrengtes Fahrpersonal beschäftigt. Verwunderlich ist das gliederung an Amerika den Beschluß des Kongressen aufheben Der erste Staatsanwalt bekannte gleich zu Anfang der Ber aber nicht, und man darf nicht bloß der Berliner Gesellschaft einen werde, hat sich durch den Ausfall der Wahlen nicht erfüllt. Denn handlung, St. zu Unrecht angeklagt zu haben, da er inzwischen Vorwurf machen, wenn man bedenkt, daß der Direktor der die tubanische Nationalpartei unter Führung von Marimo Gomez ermittelt habe, daß N. mit den Zeitungsgeschäften gar keine Be Hamburger Straßenbahn, Röhl, in Wiesbaden auf dem Kongreß der hat von den 31 Sigen zwei Drittel erobert, während die übrigen rührung habe. Der Verteidiger wollte deshalb die notwendigen Straßenbahngesellschaften ausführte, daß ein Führer eines elektrischen Size den etwas nachgiebigeren„ Republikanern" und dem Demo- Auslagen der Staatskaffe aufgebürdet haben. Er hatte damit aber wagens fratischen Verband" zugefallen find, bei denen man amerikanische teinen Erfolg. Genosse Reißhaus mußte sich mit der einfachen Freifeine Lohnerhöhung Sympathien voraussetzt. Ein Teil der amerikanischen Bresse giebt fprechung begnügen. feiner Enttäuschung über diesen Wahlausfall unverblümten Ausdruc und fordert die Regierung dazu auf, gegen die Wahl Protest einzulegen, da die Wahlbeteiligung nur 15 Prozent betragen habe, die gewählte Versammlung also nicht als Willensvollstrederin des kubanischen Volts anerkannt zu werden brauche. Vermutlich werden 81. Sigung vom Donnerstag, 15. November 1900 es einstweilen die Amerikaner mit einer Bearbeitung der Delegierten versuchen. nachmittags 5 Uhr. Kommunales. Stadtverordneten Versammlung. 1 Das Ende fagt der franzöfifche Berichterstatter wie folgt voraus: wahlen vorgenommen. In den Ausschuß zur Borbereitung der Die Abteilungen haben vor der Sigung eine Reihe von AusschußDie Bereinigten Staaten haben teine Eile, Sie werden die Unab- Neuwahl eines Stadtschulrats find u. a. die Stadtvv. Singer und hängigkeitsverfassung verkünden lassen; sie werden die Regierung To Its dorf gewählt. In dem Ausschuß für die Reform der Ver. der Insel unterstützen, indem sie, um die Ruhe zu wahren, die bewaltung der offenen Armenpflege figt u. a. Stadtv. Stadthagen, festigten und strategischen Punkte besezen. Dann wird der Tag in demjenigen für die Vorlage wegen der Versorgung der städtischen kommen, wo die Kubaner ganz aus freier Anregung, aber der Not Arbeiter und ihrer Neliften Stadtv. Singer, dem Ausschuß für wendigkeit gehorchend, die Bollschranken niederzulegen, ihre politische die Feststellung der Einheitsfäge für die Erstattung von Waisen Vereinigung mit den Vereinigten Staaten verlangen. In dieser Vor- pflegekosten gehört auch Stadtv. Dr. Freudenberg an. aussicht wird der Tabak aus Connecticut, Kentuch und Virginia fowie der Zucker aus Louisiana den Kubanern dasselbe Schicksal wie Für die Vorlage wegen anderweiter Regelung der den Bewohnern Portoricos bereiten. Parlamentarisches. Gehaltsverhältnisse der Zeichenlehrer an den städtischen höheren Schulen war schon vor den Sommerferien ein Ausschuß niedergesetzt worden. Derselbe ist nach ein gehender Beratung zu dem Ergebnis gekommen, der Versammlung Freifinnige Anträge. Die Freifinnige Volkspartei hat den zeitig der Magistrat um eine neue Vorlage ersucht werden soll, durch die Aussetzung der Beschlußfassung zu empfehlen, während gleich nachfolgenden Antrag zur Aufhebung der Theatercenfur geftellt: welche die Gehaltsregelung auf der Grundlage der Erhöhung der Der§ 32 der eichs- Gewerbe- Ordnung erhält den wöchentlichen Pflichtstunden von 16 auf 24 vorgeschlagen wird. nachfolgenden Zusatz: Für die einzelnen theatralischen Vorstellungen Stadtschulrat Fürstenau legt ausführlich die technischen und ist eine vorgängige Erlaubnis nicht erforderlich. Organisationsschwierigkeiten dar, die dem Wunsche des Ausschusses dasselbe gilt auch bezüglich der nicht gewerbsmäßigen Veranstaltung entgegenstehen. solcher Vorstellungen. Ein weiterer Antrag richtet sich gegen den fliegenden Gerichtsstand der Preffe. Dem§ 7 der Reichs- Strafprozeß- Ordnung soll folgender zweiter Absatz beigefügt werden: vor dem Führer eines Pferdebahnwagens verdiene, weil er feine geistige Arbeit zu leisten habe( Hört! und Heiterkeit.) Die Berliner Gefellschaft bezieht sich aber doch, wie wir eben hören, ausdrücklich auf die Zunahme der Betriebsgefahr. Natürlich hat der Führer des währen, denn ein Pferd läßt sich doch noch leichter bändigen elektrischen Wagens mehr Umficht und Aufmerksamkeit zu bes als ein elektrischer Wagen( Widerspruch). Das Pferd bildet Seite gerissen und der Wagen schlimmsten Falls aus dem Geleise geja eine Art Schuhvorrichtung vor dem Wagen, es kann event. zur bracht werden. Personal nicht geübt ist. In Hannover haben wir ja freilich erDie beste Schutzvorrichtung versagt, wenn das lebt, daß die Polizeidirektion bei dem Streit ungelernten Leuten die Fahrerlaubnis Prüfung vor dem Ingenieur der Gesellschaft anstatt vor dem zugab, nachdem sie eine ständigen Polizeibeamten abgelegt hatten! Daß die Berliner Gesellschaft sich unausgefegt mit der Verbesserung der Schutzvorrichtungen beschäftige, ist uns nicht glaubhaft gemacht worden. Unleugbar ist eine Ursache der häufigen Unfälle der angel, der darin liegt, daß das Personal zu turze Zeit eingestellt ist. Den Radfahrverkehr wird niemand von uns wesentlich eingeräumt werden, läßt es sich nicht vermeiden, daß Kinder auf der schränken wollen, und auch wenn alle Schulhöfe den Kindern einStraße spielen. Es sind ja auch Kinder von 21/2 oder 3 Jahren ver unglückt, die also gar nicht auf die Schulhöfe gelassen worden wären. Schutzvorrichtungen für die Fahrer selbst haben ja unsre Wagen noch immer nicht, fein Schutzbach, Glasvorban oder der gleichen.( Unruhe und Lachen.) Bedauerlicherweise haben wir bloß den Zehnstundentag in den Vertrag hineinbringen können; in andren Kommunen, wo unser Einfluß weiter reicht, ist es damit besser bestellt. Die Bewohnerschaft Berlins tann verlangen, daß die Polizei dem einmütigen Wunsche nachgiebt, daß gegen die Gesellschaft endlich energisch eingeschritten Der§ 33a erhält den nachfolgenden Zusatz: Für die einzelnen empfohlen, wird derselbe angenommen. Nachdem Stadtv. Gerstenberg den Ausschußantrag furz Singspiele, Gesangs- und deklamatorischen Vorträge, Schaustellungen von Personen, Vorstellungen, ist eine vorgängige Erten Linken" ist folgender Antrag eingebracht: Vom Stadtv. Kalisch und einer Anzahl von Mitgliedern der laubnis nicht erforderlich. Dasselbe gilt auch bezüglich der nicht gewerbsmäßigen Veranstaltung solcher Vorstellungen. Die Versammlung ersucht den Magistrat, mit ihr gemeins schaftlich durch geeignete Maßnahmen auf schleunige Abänderung wird. Man ist heute, wenn man sich auf der Straße befindet, in der durch die neue Gerichtsvollzieher- Ordnung für die Rechts-( Berlin seines Lebens nicht sicher. An den Haltestellen fahren die pflege in Berlin hervorgerufenen Uebelstände hinzuwirken." entgegenkommenden Wagen mit solcher Schnelligkeit vorüber, daß Der Antragsteller nimmt auf die vorjährigen Verhand gerade hier durch das Absteigen nach der falschen Seite zahlreiche lungen über die anderweite Gerichtsorganisation in Berlin Bezug. Unfälle herbeigeführt werden.( 8urufe.) Eine Belehrung darüber, erinnert daran, daß die Einsprüche der städtischen Behörden vergeblich nach welcher Seite abzusteigen ist, genügt hier nicht; es muß an gewefen sind, und sucht auszuführen, daß durch die plötzlich durch geordnet werden, selbst auf die Gefahr hin, den Betrieb ein wenig den Justizminister verfügte Nenordnung des Gerichtsvollzieherweiens zu verlangsamen, daß die forrespondierenden Wagen an diesen Stellen die auf dem Gebiete der Rechtspflege in Berlin bestehenden Miß langsamer zu fahren haben. stände ganz außerordentlich verschärft worden sind. Die Vollstreckung der Urteile und die sonstige Inanspruchnahme der Gerichtsvollzieher sei durch die Einteilung Berlins in 142 Vollzieherbezirke ganz unverhältnismäßig verteuert, ja in manchen Beziehungen, so bei den Wechselprotesten, fast unthunlich geworden; auch feien dadurch 300 Angestellte der Gerichtsvollzieher plöglich brotlos geBegründet der Inhalt einer im Julande erschienenen Drud schrift den Thatbestand einer strafbaren Handlung, so ist der Gerichtsstand der begangenen That ausschließlich bei demjenigen Gerichte begründet, in dessen Bezirk die Druckschrift erschienen ist. Diejenigen Fälle, in welchen die strafbare Handlung in der selbständigen weiteren Verbreitung einer Druckschrift besteht, werden durch diese Vorschrift nicht berührt. Ein dritter Antrag wendet sich gegen den groben Unfug des Groben Unfug Paragraphen. Der§ 360 Nr. 11 des Straf gefezbuchs soll fünftig lauten: 11 11= wer durch Erregung von Lärm oder ähnliche, mittelbar in die Sinne fallende Handlungen die öffentliche Ruhe ungebürlicherweise stört. Deutsche Handelskammern im Ausland beantragen die $ 2ationalliberalen im Reichstag. Partei- Nachrichten. Bel der Stadtverordnetenwahl in Ronneberg( SachsenAltenburg) wurden die von unsrer Partei aufgestellten Kandidaten mit großer Majorität gewählt. macht worden. Stadty Spinola teilt mit, daß der Minister bereits Erhebungen über die behaupteten Mißstände angeordnet habe. Der Antrag wird darauf angenommen. Stadtv. Dr. Friedemann und die„ Neue Linke" legen folgenden Antrag vor: Kompetenzbedenken die Verhandlung mit der Stadt ablehnen wird. Stadtv. Spinola hofft, daß der Polizeipräsident nicht aus Er weist ferner als Charité direktor darauf hin, daß ein großer Teil der Ueberfahrenen, die in die Anstalt eingeliefert werden, als betrunken erkannt wurden. Man solle also bei den Berhandlungen auch auf Maßnahmen sinnen, welche geeimet sind, dem Mißbrauch geistiger Getränke entgegen zu wirken.( Seiterkeit). Stadtv. Dinse fonstatiert, daß seine Zahlen den amtlichen Daten der Polizei entnommen find. einstimmig zum Beschluß. Die Verjanimilung erhebt darauf den Antrag Friedmann fast Die Versammlung ersucht den Magistrat, mit dem föniglichen zum Bau eines Anschlußgeleises zwischen dem neuen GeDer Großen Berliner Straßenbahn soll die Zustimmung Polizeipräsidium schleunigst in Verhandlung zu treten zivecs Maßfängnis in der Straße An der Stadtbahn 14/15 und den Geleisen nahmen, die eine Verhütung der auf den Strecken der in der Schicklerstraße behufs Ausführung des Gefangenentransports unter der besonderen Bedingung erteilt worden, daß der Stadt sowohl die unbeschränkte Whitbennigung der neuen Anlage, als auch nach Wahl des Magistrats das Recht des jederzeitigen entgeltlichen Griverbs derselben gegen Zahlung der Herstellungskosten bei Zuficherung fernerer Mitbenugung für die Gefangenentransporte ein geräumt wird. Die Versammlung stimmt ohne Debatte zu.. Nach Erledigung einiger weiterer Vorlagen von untergeordnetem Interesse schließt die öffentliche Sigung um 7 Uhr. Auf der Tagesordnung der geheimen Sigung steht u. a. der Antrag Virchow auf Verleihung des Ehrenbürgerrechts an den bisherigen Stadtschulrat Berliner Straßenbahn vorkommenden häufigen Unfälle herbeizuführen geeignet sind und der Versammlung darüber Mitteilung zu machen. Die socialistische Partet Nuffisch- Polens hielt vor kurzem Stadtv. Dinse hat für den Antragsteller die Vertretung überihren fünften Parteitag ab. Selbstverständlich war der Partei- nommen und führt zur Begründung aus, daß in den legten tag geheim. Die legten Bluturteile des Warschauer Kriegs- 4 Monaten auf der Straßenbahn nicht weniger als 28 Menschen gerichts und die unerhörte Brutalität der russischen Regierung gegen totgefahren und 54 schwer verlegt worden sind. Diese Ericheinung bie socialistische Bewegung haben die Partei wiederum vor die Frage weise unbedingt auf schwere Schäden im Betriebe der Straßenbahn gestellt, wie man die Gewaltakte der russischen Regierung beantworten hin, welche von der Stadt nicht gleichgültig übersehen werden dürften. follte. Die auf dem Parteitag gepflogenen Debatten führten zu dem Die Stadt habe ja leider nicht selbst die Wohlfahrtspolizei zu handErgebnis, daß man die bisherige Lattik beibehalten wird. Der haben, man müsse fich also an die Polizeibehörde wenden. fogenannte Terrorismus" wurde auch diesmal, als nicht zu bemängeln sei die Konstruktion der Wagen; die Schienen Bertram. zweckentsprechend, verworfen. Das Centralfomitee der Partei wurde räumer feien ganz unpraktisch eingerichtet. Das Personal beauftragt, von Zeit zu Zeit Konferenzen der Agitatoren aus dem sei auch nicht durchweg für die Bedienung der elektrischen Wagen Gewerkschaftliches. ganzen Lande zur Besprechung der Parteiverhältnisse einzuberufen. geeignet; jedenfalls befinde fich darunter eine Anzahl unfähiger Die Agitation auf dem Lande soll in Zukunft energischer als bisher elemente, was gar nicht zu verwundern fei, wenn man bedente, wie Berlin und Umgegend. getrieben werden. Der 1. Mai soll auch fernerhin durch öffentliche die Ausbildung der Mannschaften für diesen Betrieb sich auf einige Achtung, Holzarbeiter! Seit einigen Wochen befinden sich Demonstrationen gefeiert werden. Die weiteren Beschlüffe wenige Wochen beschränkt habe. Für einen so anstrengenden, große die Arbeiter der Anhalter Holzindustrie in Dessau( Attiengesellschaft) Da die Betriebsleitung sich Agitationsschriften. Ein großer Teil der gefaßten Befchlüffe hat tönne man mur vollständig geschulte Leute verwenden. Bei Mühe giebt, Ersatzkräfte heranzuziehen, so ist nach dieser Fabrik tonspiratorischen Charakter und darf deshalb nicht veröffentlicht dem Umwandlungsvertrage fei, zur Freude der socialdemo- Buzug fernzuhalten. Desgleichen nach Betschau, Maschinenfabrik tratischen Kollegen, für die Wagenführer der Polizeiliches, Gerichtliches usw. Normal- Arbeitstag werden. " Medaille besprochen wird. ( Aktiengesellschaft), vormals Lehnigt. Dort ist den 500 beschäftigten Holz- und Metallarbeitern durch Anschlag bekannt gegeben, daß die - Konfisciert wurde die gestern erschienene Nummer unfres eingeführt worden; jetzt stelle sich heraus, daß auch diese Bestimmung Arbeitszeit von 11 auf 7 Stunden festgelegt wird, außerdem, um Halleschen Parteiblatts. Wie uns telephonisch gemeldet wird, ist ein nicht wirklichkeit geworden ist; die Fahrer seien überangestrengt eintreten muß. Da nun bei einem Wochenverdienst von 9-12 M. fonkurrenzfähig zu sein, eine Lohnreduzierung von 10-25 Proz. Artikel inkriminiert, in dem die Forderung für die China- worden, ihre Leistungsfähigkeit habe dadurch erlahmen müssen, und fein Arbeiter bestehen kann, so werden die Arbeiter allerorts erso sei eine Anzahl der stattgehabten Unfälle zu erklären. Die Vers waltung habe tein Reservepersonal und fein genügendes Reserve- iucht, nach Vetschau teine Arbeit anzunehmen. J. A.: Der Gau Eine offene Antwort. Als im Reichstag in der vorigen material. Hieraus erwachie ihr aber kein Vorwurf, da es vorstand des Holzarbeiter- Verbands. Session von socialdemokratischen Abgeordneten bei Beratung einer sich bloß um ein lebergangsstadium handle, nachdem sich Nachwehen vom Maurerstreik in Spandau. Im Sommer Novelle zur Getverbe- Ordnung darauf hingewiesen wurde, daß bei bie Verwaltung bemüht habe, dem Wunsche des Publikums dieses Jahres hatten die Maurer in Spandau einen Streit. Neben Handhabung der Polizeistunde seitens der Behörde diejenigen Wirte entsprechend den elektrischen Betrieb möglichst rasch durchzuführen. einigen italienischen Maurern und Streitbrechern hatten auch eine benachteiligt werden, die ihre Räume den Socialdemokraten zur Ver- Andrerfeits liege bei den Zusammenstößen vielfach die Schuld auch Anzahl Accordmaurer aus Berlin während des Streits gearbeitet. fügung stellen, widerstritt man vom Regierungstisch auf das ent- auf seiten der Kutscher der mit den Straßenbahnwagen Zwei von diesen, nämlich die Maurer Frizz Meding und Gustav fchiedenste dieser Behauptung. Wir sind deshalb eines andern nicht farambolierenden Fuhrwerke; die Kutscher legten es oft aus Bos- Wade, hatten sich am Mittwoch vor dem Spandauer Schöffengericht belehrt worden, denn das Material ist sehr reichlich, um den Beweis haftigkeit darauf an, die Straßenbahn zu chifanieren.(?) Eine Ge- wegen Beleidigung des Maurermeisters Hamann zu verantworten. zu führen, wie diese Polizeibefugnis vielfach in einseitiger Weise an- fahr für den Verkehr und eine häufige Ursache zu Zusammenstößen Der Antlage lag folgender Thatbestand zu Grunde: Am 14. Juli, gewandt und vielen Wirten schwere wirtschaftliche Schädigung zu feien auch die Nadler, zumal die Anfänger unter ihnen. Auch bei der Lohnauszahlung hatte der Maurermeister ca. 100 m. gefügt wurde. die Schuljugend führe häufig Unglüdsfälle herbei, wenn sie zu wenig geschickt. Die Accordmaurer waren darüber ungehalten Wir China. Amerikas vernünftige Haltung and verlangten ihren Lohn. Besonders lärmend benahmen Linte müsse in dieser Frage eintreten für das Volt, gegen den Brot- 1 In der Abteilung Z der Allgemeinen Elektricitätsgesellschaft hatte die sich die beiden Angeklagten. Sie schlugen anhaltend in der Baubude wucher.( Lebhafter Beifall.) Direktion Lohnreduktionen vorgenommen, so daß die gesamten auf den Tisch und schimpften auf den Meister. Nach der Anklage In der Diskussion nahm zuerst der Abg. Dr. Barth von der Elektromonteure am Freitag die Arbeit niederlegten. Durch die Vers jon Meding gesagt haben:„ Wenn wir nicht bald unfren Lohn er freisinnigen Vereinigung das Wort. Er betonte, es liege auf der mittelung des Vorsitzenden des Gewerbegerichts, Herrn Assessor halten, dann gehen wir hin und schlagen den Meister auf den dicen Hand, daß in der Zollfrage das Bürgertum mit den Arbeitern aus v. Schula, sowie der Berliner Gewerkschaftskommission wurde die Wanst! Wade soll gesagt haben: Wenn der Klamottenmeister nicht fammengehen müsse.( Beifall.) Alle Gegenfäße, die zwischen beiden Arbeitsniederlegung nach dreitägiger Dauer durch Vergleich beendet. bald Geld bringt, dann ziehen wir uns die Mieten ein; der muß bestehen, müßten wenigstens für die Dauer dieses Kampfs aus Ein Beschluß des Ausschusses, von mun ab die Rechenschaftsnicht denken, er hat es mit Spandauern zu thun, wir sind Berliner geschaltet werden. Die alten Freihändler aus der Manscheſterschule berichte an die Gewerkschaften unentgeltlich zu verteilen, wurde anJungens, wir schlagen ihm die dicke Plauze ein." und die Socialdemokraten mit ihren kollektivistischen Jdealen müßten genommen. In der Versammlung fehlten die Delegierten der Diese Aeußerungen wurden durch das Zeugnis der noch bei in dieser Frage zusammenhalten, ja, wenn es möglich sei, müßten Bäcker, Dachdecker, Eisenformer, Fabrik- und Landarbeiter, Ladierer, Hamann arbeitenden Personen bestätigt. Interessant ist die Aussage, selbst die geheimen Kommerzienräte bis weit nach rechts Steinfeger, Stereotypeure. welche der Maurermeister Hamann macht. Er gab zu, daß er ca. 100 M. für den Kampf gegen das Junfertum gewonnen werden. zu wenig Lohn nach dem Bau geschickt habe, daß wäre aber einbehalten müssen dagegen protestieren, daß die Gesetzgebung den Agrariern zu worden zu feiner Sicherheit, gewissermaßen als Kaution. Außerdem Willen ist. Darum auf, in den Kampf gegen die Agrarier als gute hätte der Buchhalter auch nicht genau mit den Maurern abrechnen deutsche Männer.( Lebhafter Beifall.) können, da diese sich schon den ganzen Tag in der Kneipe umher- Dr. Bernstein Charlottenburg von der freisimmigen Volts- gegenüber der Vergewaltigung Chinas durch die Mächte erregt trieben und keine Lust zur Arbeit hatten. Die Angeklagten bestritten partei sprach sich gleichfalls im Sinne der Vorredner aus. Die natürlich den Unmut der Mächte. So lassen sich die„ Times" aus die Berechtigung des Abzugs. Sie hätten den fehlenden Betrag Bewegung gegen die Kornzölle müsse vor allen Dingen dahin geNew York telegraphieren: auch heute noch zu fordern. Gearbeitet hätten sie am Sonnabend tragen werden, wo die agrarische Agitation uns gefährlich wird, Was bei der Politik des Präsidenten Mac Kinley heraustam, deshalb nicht, weil schon mit dem Polier wegen der Anzahl nämlich auf das Land. In Berlin bestehe ja leine Gefahr, daß ein Junker ist, daß China und Europa überzeugt find, in der zwischen der verarbeiteten Steine Differenzen an dem Tage entstanden gewählt wird. Aber die ländliche Bevölkerung müsse aufgeklärt China und der Christenheit schwebenden Frage ständen die wären. Der Amtsanwalt Göhring beantragte gegen jeden werden über den Gegensatz zwischen Rittergütern und fleinen Be- Vereinigten Staaten auf seiten Chinas oder wenigstens doch, der Angeklagten 2 Wochen Gefängnis. Wochen Gefängnis. Das Gericht hielt figern, damit die Linte mehr Reichstags- Wahlkreise bekomme. Es fie stellten sich abseits vom europäischen Konzert. Die gegen das Auftreten der Angeklagten für roh und ungebildet, berücksichtigte würde bebauerlich sein, wenn diese Bersammlung nichts weiter wärtige art nädigteit Chinas ist vielleicht zum Teil aber zu ihren Gunsten, daß sie wohl erregt gewesen sind, weil sie erreichte, als die Anwesenden zu begeistern, und diese darauf zurückzuführen, daß China überzeugt ist, es hätte die zu wenig Lohn erhalten sollten, und verurteilte jeden zu 20 M. Geld: dann, wie es im Bürgertum leider üblich fei, begeistert Bereinigten Staaten von dem ein mütigen Civili. strafe. Hoffentlich sind nun beide Teile kuriert. Die Gesellen, in- nach Hause gingen mit dem Entschluß, nichts weiter aufationswerte losgelöst. Daß die amerikanische Regierung dem sie nicht mehr den streikenden Kollegen in den Rüden fallen, thun. Wir sollten uns entschließen, den den Kampf auf- für den Frieden um jeden Preis wäre, ist nicht anzunehmen; aber und der Meister wird beffer thun, fünftig die bescheidenen Forde zunehmen, den Junker und Klerisei den Junker und Klerifei uns angeboten haben. die Opfer an Intereffen der Christenheit, die sie im rungen der Arbeiter zu bewilligen. Die Einwirkung auf die Regierung, von der Pfarrer Naumann Interesse Chinas oder der Vereinigten Staaten zu bringen bereit sprach, fei nur so zu denken, daß, wenn die Regierung fich den schien, find zahlreich und groß gewesen; sie hat die Sympathie Wünschen der Agrarier gefügig zeige, ein Sturm der Entrüstung im ber Chinesen gewonnen; daß sie auch diejenige Europas Wolfe angefacht werde.( Lebhafter Beifall.) Fräul. Dr. jur. Anita gewonnen hätte, fann fie faum erwarten." Augspurg führte aus, daß die erwerbsthätigen Frauen, vor allem Das Geschwäß von dem einmütigen Civilisations. aber die Hausfrauen, an der Zollfrage ein großes Interesse haben, vert" und den Interessen der Christenheit" wirkt geradezu und daß deshalb auch die Stimme der deutschen Frau in dieser turril. Die Times" scheinen Angst zu haben, Deutschland tönne Angelegenheit gehört werden müsse. Die deutsche Frauc.bewegung durch Amerikas vernünftiges Verhalten ebenfalls zur Vernunft werde in Berlin demnächst eine Versammlung einberufen, die gegen zurüdgeführt werden. Die Befürchtung ist grundlos. den Getreidezoll Stellung nehmen solle.( Beifall.) Eine russische Schießübung. Deutsches Reich. Während des Deuziger Maurerstreiks wollte der Maurer Emil Otto aus Langfuhr bei Danzig auf dem Kasernenbau in Langfuhr an die dort beschäftigten italienischen Streitbrecher italienisch geschriebene Blätter verteilen. Als Otto den Bau betrat, fam ihm ein Bolier entgegen, vor dem Otto gehört hatte, er habe fich geäußert, wer bon den Streitenden den Bau betrete, müsse mal ordentlich bearbeitet werden. Otto behauptet, er sei von dem Polier angerempelt und da er sich in Gefahr glaubte, habe er zugeschlagen. Die Danziger Straffammer hat ihn wegen Mißhandlung des Boliers zu drei Monaten Gefängnis verurteilt und die sofortige Verhaftung angeordnet, weil Otto angeblich fluchtverdächtig ist. Hagen- Eckesah. In der Eisengießerei Tüfing sind ernstliche Differenzen ausgebrochen, die wahrscheinlich eine größere Ausfperrung zur Folge haben werden. Die Firma fordert den Austritt aus der Organisation sp. fündigte den Formern wegen Zugehörig teit zur Organisation. Die Situation ist für die Former günstig, da bei dem nicht besonders guten Ruf der Firma auf Zuzug nicht groß zu rechnen ist. Auf keinen Fall werden sich die Arbeiter das Koalitionsrecht rairen laffen. Was ein Fabrikantenwort wert ist, zeigt das Verhalten des Schuhfabrikanten Strauß in Oberrab, der fürzlich seinen Arbeitern die Freigabe der Fournituren zusagte, sie aber dann durch angeblichen Arbeitsmangel hinauszugraulen suchte. Die darauf vor dem Frankfurter Gewerbegericht stattgefundenen zwei Verhandlungen, welche die Arbeiter veranlaßt hatten, fielen zu Ungunsten des Fabrikanten aus. Jedoch kam es durch die gerichtliche Bermittes Lung zu einer Einigung, bei der Herr Strauß ausdrücklich zugestand, Maßregelungen aus Anlaß dieser Klagen nicht vornehmen zu wollen. Als die Arbeiter aber ihrer Beschäftigung wieder nachgingen, fündigte der Fabrikant doch mehreren der Arbeiter und speciell auch deren Vertrauensmann. Die Kündigung des letteren wurde wohl wieder zurückgezogen, jedoch die der andren in Mitleidenschaft Gezogenen nicht, so daß die Sache noch schwebt und aller Zuzug möglichst vermieden werden muß. Als tonische Person in einer ernsthaften Kundgebung trat ein Vegetarier Namens Mann auf, der darzulegen versuchte, daß ein Kornzoll, der den einzelnen Arbeiter jährlich mit 29 m. belastet, noch nicht das schlimmste wäre, denn der Arbeiter gebe ja bedeutende Summen für Bier und das ganz überflüssige Fleisch aus. Mit großer Aufmerksamkeit nahm die Versammlung die Ausführungen der folgenden Rednerin, Fräulein Freitag entgegen, die an einzelnen Beispielen, die sie in ihrer posenschen Heimat beobachtet hat, die Lotterwirtschaft tennzeichnete, welche die Junter auf ihren Gütern führen. Hierauf trat ein Herr Bangemann dem Vegetarier entgegen, dem er unter andrem sagte: Wieviel ein Arbeiter für Bier von seinem Verdienst ausgiebt, das ist seine Sache. Aber den Junkern wollen wir von unsrem Verdienst nichts in den Hals werfen.( Bravo.) Nach einem Schlußwort des Herrn Naumann wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: Die Versammlung erklärt, daß sie vom Neichstag und der Reichsregierung verlangt, daß den für das ganze Bolt schädlichen Bestrebungen der Agrarier bei den Verhandlungen über die Er neuerung der Handelsverträge in feiner Weise nachgegeben werde, daß vielmehr die vom Grafen Caprivi begonnene Politit der Handelsberträge mit aller Energie und Stonfequenz, fortgesetzt werde, da sie sich bis jetzt als durchaus segensreich erwiesen hat. 4 Geschüßen unter dem Befehl des Hauptmanns Nrazoffsty ging am Eine russische Truppenabteilung in Stärke von 330 Mann und 4. d. M. ab und fehrte am 9. b. M. zurüd. Die Russen berichten, daß sich nichts von Belang ereignete, bis sie fiatsang erreichten, wo sie erfuhren, daß kaiserlich chinesische Truppen aus Lutai die Ortschaft plünderten. Die Chinesen forderten dann die Stussen auf, den Ort 31 betreten. Zeptere weigerten sich jedoch und fandten das Ultimatum, daß, wenn die Chinesen( nicht binnen einer Stunde aba gezogen wären, die Russen das Feuer eröffnen würden. Nachdem die Zeit verstrichen war, begann das Feuer. Die Chinesen, welche 2100 Mann und 19 Geschüße zählten, flohen mit den Geschützen, nachdem sie 200 Mann verloren hatten. Die Ruffen, welche feine Verluste hatten, fanden bei der Durchsuchung ein Magazin mit Munitionsvorrat sowie 200 modernen Gewehren und sprengten das Magazin in die Luft. Kriegstropenkoller. Das Herold- Bureau" meldet: Aus allen Städten, wo sich deutsche oder französische Bost en befinden, laufen täglich Beschwerden beim chinesischen Hofe ein wegen Plünderungen und Ermordung alter und harmloser Personen. Diese Beschwerden find jedenfalls der Grund, weshalb der Hof nicht nach Beling zurüdlehrt." Neue Gärung. Keine Pestgefahr. Bremen, 15. November.( W. T. B.) Das Medizinalamt macht bekannt, daß seit dem Tode des hier an der Best verstorbenen See manns Kunze 10 Tage verflossen find, ohne daß eine neue Er. frantung an Best oder der Verdacht einer solchen hier vorgekommen ist, und daß daher jede Gefahr einer Verbreitung der Best in Bremen Der" Standard" erfährt aus Shanghai, daß die dortigen waren am Mittwochabend im Gewerkschaftshause versammelt, um moha me baner unter der Führung Tungfubftangs in der ProDie Delegierten der Berliner Gewerkschaftstommiffion chinesischen Beamten für die nächste Beit einen Aufstand der Lohnabzüge bis zu 50 Prozent werden in der Schuhfabrit von Referent Herr Dr. Jastrow behandelte das Thema in ausgiebigster zur Frage der Arbeitslosen- Bählung" Stellung zu nehmen. Der ving Schensi erwarten. Eugen Stern in Bodenheim bei Frankfurt a. M. angekündigt. Da fich die Arbeiter dagegen wehren werden, so wird wegen der eife. Er führte etwa folgendes aus: Der wirtschaftliche Aufschwung Lehte Nachrichten und Depelihen. bevorstehenden Differenzen um Fernhaltung des Zuzugs dringend ahnen können, und doch waren trotz des guten Geschäftsgangs in in den Jahren 1895-1898 ivar ein derartiger, wie ihn niemand hätte ersucht. Verrufserklärung oder nicht? Das Amtsgericht in Pforzheim einzelnen Industriezweigen Krisen vorhanden, d. h. die Arbeitslofigs feit war in einzelnen Industriezweigen ungemein start. Für einen hatte vor einiger Zeit über mehrere Arbeiter, die im" Tageblatt" und im„ Anzeiger" zweimal Annoncen veröffentlichten, in denen über aufmerkſamen Beobachter war es intereffant wahrzunehmen, wie die die Dosenmacherfirma Kling u. Schmidt die Sperre verhängt und Börsenberichte 1899, obwohl noch immer rofig angehaucht, dennoch vor Zuzug gewarnt wurde, wegen Berrufserklärung Gefängnisstrafen gegen 1898 bedeutend gefallen waren. Aber niemand glaubte an eine von 8 bezw. 5 Tagen verhängt. Das Schöffengericht bestätigte als vorhandene Strife. Gift als am 7. Juni der große Kursstura an als ausgeschloffen gelten tann. Erst der Börse kam, da sah man, daß man bereits in der Krise sei. Ja Berufungsinstanz in der Hauptsache die Strafverfügung des Amitsgerichts und verurteilte die Angeklagten zu je 5 Tagen Gefängnis. daß man sich in stark besuchten Arbeitslosenversammlungen mit der Frage an einigen Orten sei die Arbeitslosigkeit in einzelnen Berufen so groß, Auch gegen dieses Urteil wollen die Arbeiter, welche die Absicht von Notstandsarbeiten an die Kommunalbehörden gewandt hat. So einte der Beschlagnahme von 30 Kisten Gold aus dem Dampfer einer Berrufserklärung entschieden in Abrede stellen, Berufung in Güstrow, Krefeld usw. Während in einzelnen Biveigen der Metall branche namentlich im Januar d. J. Entlassungen über Entlassungen Aus der Schweiz. In der schweizerischen Stickerei Industrie stattfanden, wurde in andren Zweigen Ueberstunden gearbeitet. Die Aus der Schweiz. In der schweizerischen Stickerei Industrie Gewerkschaft beschloß die lleberstundenarbeit zu bekämpfen, da dadurch ftehen Lohnreduktionen auf der Tagesordnung, insbesondere an verschiedenen Orten der Kantone St. Gallen und Thurgau. In Arbon nur die schrecklichen Folgen der Arbeitslosigkeit vermindert werden streiken deswegen die Arbeiter der Stickerei- Fabriten von Heine schon fönnen. Je mehr nun die Arbeiterorganisationen, die städtischen Vers feit einiger Zeit und in einer Reihe von Stickerei- Fabriken waltungen und die parlamentarischen Körperschaften genötigt sein an andern Orten ist die Ankündigung der Lohnreduktion mit der fühlbarer wird sich der Mangel von Arbeitslosen- Zählungen bemerkbar fundheitszustand des Kaifers von Rußland heute vormittag um 10 Uhr " Ausland. Versammlungen. gewöhnliche machen. " Das Transvaal.Gold. Hamburg, 15. November.( W. T. B.) In der Angelegenheit Bundesrat" hat das Hanseatische Oberlandesgericht die Berfügung des Landgerichts aufgehoben und die Fortnahme Adressatin, der hiesigen Handelsfirma Arndt u. Cohn ausgeliefert. des Goldes rückgängig gemacht. Das Gold wird somit der Adressatin, der hiesigen Handelsfirma Arndt u. Cohn ausgeliefert. Der Zar. vollkommen flar." Labiau, 15. November.( W. T.B.) Der Königsberger Dampfer Adler" ist mit 15 Passagieren und der Befagung des Königsberger Dampfers Cito" hier eingetroffen, welcher im Kurischen Haff bei Tonne 1 auf einen Steinblod geraten und gesunken ist. Petersburg, 15. November.( W. T. B.) Das über den GeAuffündigung der Arbeit beantwortet worden. Der Fabrikant Heine veröffentlicht eine Lohnstatistik, wonach den gestrigen Sticker bisher 1500 Fr., tüchtige 2100 Fr. Aus diesem Grunde empfehle es sich, daß die örtlichen Gewerk- Tag gut zu. 7 1hr abends war die Temperatur 39,2, der Puls 76; berdient hätten und für sie 10 Uhr abends Temperatur 38,8, der Puls 68. Nachts schliefen Jahr schaftslartelle fich mit diefer Sache befaffen und Arbeitslosen- Bäh Majestät gut. Morgens war die Temperatur 88,2, der Puls 72. daher eine Reduktion 18 Prozent wohl erträglich sei. Diese Lohnangaben sind aber lungen seitens der Arbeiterorganisationen vorgenommen werden. offenbar zu hoch. Diefelbe Firma hat den in ihren Häusern Er( Redner) berweist namentlich auf den Artikel Arbeitslosigkeit und Das Allgemeinbefinden ist gut. Der Stopf schmerzt nicht und ist wohnenden streitenden Arbeitern sofort auf 14 Tage die Wohnungen Arbeitslosen- Zählung" in Nr. 3 der Zeitschrift" Arbeitsmarkt" vom 1. November. gekündigt. Ein neuer Beweis für die Gemeinschädlichkeit solcher Mord- und Komplottprozek. fogen. Wohlfahrts- Einrichtungen". In der mun folgenden Diskussion sprach Rörsten im Sinne des Referats und wies namentlich darauf hin, daß bereits Bukarest, 15. November.( W. T. B.) Heute wurde der wegen Arbeitslofigkeit in der Schweiz. Betriebseinschränkungen der Centralverein für Arbeitsnachweis sich mit der Frage der Arbeits- Mitschuld an der Ermordung Fitowstis angeklagte Student Alexander und Betriebseinstellungen mit Arbeiterentlaffungen und fortwährender losenzählung beschäftigt hat und zu diesem Zwed bereits Bählkarten Trifanoff verhört. Derselbe erklärt, er habe dem Komitee in Sofia Bermehrung der Arbeitslosen in den verschiedenen Industrien stehen auch an die einzelnen Gewerkschaften gesandt hat. Er sei aber der die Gründung einer Gesellschaft in Bukarest vorgeschlagen, um in der Schweiz an der Tagesordnung. In Zürich sah sich deshalb Meinung, daß dieses nicht Sache des Centralvereins allein sei, viel- die Revolution in Sofia borzubereiten. Sarafow habe die socialdemokratische Fraktion. des Großen Stadtrats veranlaßt, mehr haben hier die Gewerkschaften die Sache zu behandeln und die dies Echreiben gebilligt. Der Präsident verlieft ein Schreiben folgende Interpellation einzureichen: Welche Vorkehrungen hat der Gewerkschaftskommission die Initiative zu ergreifen. Döblin ist Sarafows, in welchem von der Ausführung des großen Plans" die Stadtrat getroffen, um Arbeitsgelegenheit für die Arbeitslosen zu mit dem Referenten einverstanden, jedoch um den vom Referenten Rede ist und befragt Trifanoff, was dieser Plan bezweckte. Derselbe beschaffen, oder welche Schritte gedenkt er angesichts der schon verfolgten 8wed zu erreichen, fei borhandenen und noch stärker zu gewärtigenden Arbeitslosigkeit starte Organisationen der Arbeiter es notwendig, daß antwortet:" Die Ermordung des Königs Karol." Arbeiter bestehen. Nur wenn zu thun?" das Unterstützungswesen in den Organisationen besser durch geführt ist, kann man fich an derartige Aufgaben heran wagen. Massini äußert sich in ähnlicher Weise, glaubt aber, daß der Zweck weit beffer durch die Bekanntgabe des Ab- und Zugangs Eine Kundgebung gegen den Brotwucher. Am Mittwoch in den Krankenkassen erreicht wird. Lü cf stellt sich auf den Stand- Paris, 15. November.( W. T. B.) Heute abend fand im fand eine von den Nationalsocialen einberufene Boltsversammlung punkt des Referenten. Zweifellos wird die Arbeitslosenzählung Hotel Kontinental ein von den fremden Ausstellungs- Kommissaren in der Tonhalle statt. Saal und Galerien waren bis auf den legten Schwierigkeiten bereiten, hier und da wird es an dem nötigen Ver- veranstaltetes Abschiedsbankett statt, welchem die Minister, die Blaß von einem größtenteils bürgerlichen Publikum besetzt. Das ständnis fehlen. Aber machen wir einmal den Anfang und wenn es leitenden französischen Ausstellungsbehörden und sonstige zahlreiche Lokal wurde bald nach Beginn der Versammlung polizeilich abs vor der Hand auch unvollkommen ist, im Laufe der Zeit werden zu Bersönlichkeiten der offiziellen Welt beiwohnten. Der deutsche Reichs. gesperrt. Der Referent, Pfarrer Naumann, prach sehr ent- treffende Ziffern die Arbeit lohnen. Redner ist auch der Ansicht, daß fommissar, Geheimrat Richter, der bei dem Baukett den Vorsiz schieben gegen die von den Agrariern befürwortete Schutzzollpolitit. die Verarbeitung des Materials nicht Sache der Centralverbände, führte, hielt eine Rede, in welcher er die Pariser Weltausstellung Er legte bar, daß die Getreidezölle nicht der Landwirt sondern Sache der örtlichen Gewerkschaftskommission sei. Im Schluß- pries, welche nach innerer Bedeutung und fachlichem Werte ihre schaft, sondern nur der verhältnismäßig fleinen Bahl wort faßte der Referent nochmals alle Gefichtspunkte zusammen europäischen und außereuropäischen Vorgängerinnen bei weitem von Großgrundbefizern zu gute fommen, und daß die und meint, immerhin fei eine schlechte Bählung beffer als überragt habe. Mit besonderer Dankbarkeit gedachte Redner der große Masse der Industrie- Arbeiter, und damit die Industrie selbst teine. Durch Annahme folgender Resolution fand der Punkt seine gastlichen Aufnahme und der schmeichelhaften Aufmerksamkeit, welche burch die Brotverteuerung schwer geschädigt wird. Die fonservativ. Erledigung. den fremden ausländischen Kommissaren seitens des Präsidenten Loubet Meritale Mehrheit des Reichstags fei ja für die Zollerhöhung. Aber Die Delegierten der Berliner Gewerkschaftskommission erflären und feiner Gemahlin zu teil geworden. Er erhob sein Glas auf das wir seien in der Bollfrage nicht allein von der Reichstagsmehrheit, sich mit dem Referenten einverstanden. Sie sehen in der Arbeits- Wohl des Präsidenten und der Madame Loubet. sondern auch von der Reichsregierung abhängig, und die stärksten losenzählung eine socialpolitische Notwendigkeit, um die zeitweisen Bayonne, 15. November.( W. T. B.) Vergangene Nacht ist inneren Motive sprechen dafür, daß, wenn auch Miquel und wirtschaftlichen Niedergänge besser feststellen zu können. Sie ber der Süderpreßaug unweit von Dag zwischen Saint- Geours und Posadowsth mit der agrarischen Reichstags Mehrheit pflichten sich deshalb, zu dieser Frage innerhalb ihrer Gewerkschaft Sanbuffe entgleift. Es sollen Berfonen getötet und verlegt worden gehen, die Reichsregierung doch nicht agrarisch sei. Da, wie Stellung zu nehmen und das Ergebnis an die Berliner Gewerkschafts- fein; von hier find 7 Aerate nach der Unfallftelle gerufen worden. wir aus der Thronrede gehört haben, eine Tarifvorlage erst tommission gelangen zu lassen. Ueber das Ergebnis der Arbeitslosen Der Verkehr ist gestört. dem Bundesrat augehen soll, so sei es noch Beit, Voll und Regierung zählung hat das Bureau der Berliner Gewerkschaftskommission laufend Bei der Entgleisung des Süd- Expreßaugs unweit Dag wurden aufzurütteln gegen die Rückwärtsrevidierung der Wirtschaftspolitik, Statistit au führen." nach soviel bisher belannt ist, etwa 12 Perfonen getötet und welche von der Reichstagsmehrheit befürwortet wird. Diese An Sierauf giebt Liere namens der Barbiere bekannt, daß die ungefähr 20 verleht. Der Unfall soll zu große Fahrgeschwindigkeit gelegenheit dürfe nicht in den engen Rahmen der Partei- Agitation Agitation für den Neunuhr Ladenschluß jezt endlich Erfolg herbeigefühet haben. gezwängt werden. Was die Parteien der Linken auch sonst trennen gehabt hat. Er bittet nun namentlich die Arbeiter, daß fie Port Said, 15. November.( W. T. B.) Die Gelderland ist möge, fie müßten zusammenstehen für die Handelsvertragspolitit, die Geschäfte, die um 9 Uhr nicht schließen, meiden. Den heute Nachmittag mit dem Präsident Krüger an Bord in See ge die sich ohne die Socialdemokratie nicht machen laffe. Die gesamte Bericht über den Ausstand der Elettromonteure giebt äsner. gangen. $ # Berantwortl. Redacteur: Dr. Georg Gradnauer in Groß- Lichterfelbe. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Br. 268. 17. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 16. November 1900. Reichstag. 2. Sizung. Donnerstag, den 15. November 1900. Am Bundesratstische: Niemand. etwa 100 m. gehabt, das Geld habe sie für sich verbraucht. Die der Hausmann gewesen sein und nach deren Wunsch bald unwahrZeugin hat, wie sich aus der weiteren Vernehmung ergiebt, auch die heiten, bald Wahrheiten bekundet haben sollte. Die Zeugin wiederholt, Mädchen Teichert und Schnörwange zu der Masseuse Fischer gebracht. daß sie jetzt die Wahrheit gesagt habe. Auf Befragen des JustizSie will mit dem betreffenden Herrn, der der Angeklagte Sternberg rats Dr. Sello bestätigt Beuge v. Trescow, daß es öfter vor: Präsident Graf Ballestrem eröffnet die Sigung nach 2/4 Uhr. zu Frau Hausmann gezogen. nicht sei, auch bei einer Frau Krüger verkehrt haben. Später ist sie tomme, daß fich Rekognitionen auf Grund von Photographien nachher Die focialdemokratische Fraktion hat folgende Inter- vormittags auf dem Polizeipräsidium vernommen worden, der Anbetont, daß seiner Beit gleichzeitig zwei Stuppelsachen gegen eine Da sei eines Tags, an welchem sie als unzuverlässig erweisen. Stechtsanwalt Dr. Werthauer bellation eingebracht: Welche Maßregeln gedenkt der Herr geklagte Luppa mit noch zwei Herren erschienen und Frau Krüger und die Frau Hausmann schwebten und die beiden Reichstanzler gegen die Beamten des Reichsamts des Innern zu hätten sie befragt, was sie ausgesagt habe. ergreifen, welche von einer Interessentengruppe, dem Centralverbande geschienen, Es habe ihr Frauen sich durch alle möglichen Behauptungen hineinzulegen suchten. deutscher Industrieller, die Summe von zwölftausend Mark gefordert wußten, als ob die Herren schon ziemlich genau und erhalten haben, um damit die Agitation für den vom Bundes- Herr half ihr bei der Aussage aus, wie ihre Aussage Aussage ausgefallen sei. Weitere Entlastungen Sternbergs. Der eine der andre steno rat dem Reichstage am 26. Mai 1899 vorgelegten Entwurf eines graphierte alles und Herr Luppa habe sie ermahnt, die Gesetzes zum Schutze des gewerblichen Arbeitsverhältnisses zu be- Wahrheit zu sagen. Eine Beeinflussung habe seitens Luppas nicht stattgefunden. Einer der Herren habe auf Sternbergs Millionen Auf der Tagesordnung steht die Wahl des Präsidenten, der hingewiesen und gesagt, derfelbe könnte viel Geld hinauswerfen, und Vicepräsidenten und der Schriftführer. Nach§ 9 der Geschäfts- da habe sie gesagt:„ Na, dann könnte er ja' mal ordnung sind die Wahlen Zettelwahlen. treiben." fidenten fragt Während der Ermittelung des Resultats der Wahl des PräVicepräsident v. Frege: Die Herren Schriftführer sind sich nicht einig darüber, ob und wie der Herr Abg. Förster- Sachsen gestimmt hat.( Stürmische Heiterkeit.) ein paar braune Lappen schmeißen", Die Zeugin Ehlert wird mit der Zeugin Callis konfrontiert, die Konfrontation ergiebt wesentliche Widersprüche nicht, die Zengin Ehlert erklärt, daß die Callis ihr gegenüber den Namen Sternberg nicht genannt habe. Da die Ehlert auch noch zwei andre jetzt in Blößensee sizende Mädchen als solche benennt, die mit dem reichen Maler" zu thun gehabt haben, sollen diese beiden Mädchen vorgeladen werden. die Herren hätten aber gesagt, das ginge nicht, das wäre Be- habe, der in dem Kuppeleiprozeß Krüger als Zeuge aufzutreten Justizrat Dr. Sello und Rechtsanwalt Dr. Werthauer wünschen Auskunft, wie der Mann ausgesehen stechung". Bräs.: Sie hatten aber vielleicht das Gefühl, daß hatte? Zeuge v. Tresdow erklärt, daß dieser Mann, der ein der Goldstrom fich später über Sie ergießen könnte? Beugin: funger favaliermäßig auftreter Mann gewesen, ganz anders ausJa. Präf.: Wirkt das vielleicht auf Sie ein, jetzt hier die Un- gefehen habe. Die Verteidigung beantragt die Vorlegung der wahrheit zu sagen?- 8eugin: Nein. Präs: Der Goldstrom Aften in der Sache Krüger. ist aber nicht gekommen, dagegen wissen Sie noch von andern Be- feinerseits eine ganze Reihe von Fragen an die Zeugin Callis, um Justizrat Dr. Sello richtet auch einflussungen, die Sie nun erzählen müffen. Die geugin erzählt, zu erfahren, wie der Belz ausgesehen hat, den der reiche Maler" daß als sie und Frau Hausmann vor dem Untersuchungsrichter getragen. Durch diese Fragen wird festgestellt, daß der Zeugin vernommen worden, ein Herr, der sich als Kapitän Wilson" bie fragliche Photographie nur vorgestellt, mit ihnen in Verbindung gesezt und ihnen gefagt habe, worden und zwar erst eine geraume Zeit später, als sie mit ein einziges Mal vorgelegt sie sollten doch nicht so ungünstig gegen Sternberg dem Maler" verkehrte. Justizrat Dr. Sello: Hat jemand bei aussagen. Nachdem sie ihre Aussage vor dem Untersuchungs- Beginn der jetzigen Verhandlungen Sie schon einmal gefragt, ob Graf richter gemacht, habe Kapitän Wilson mit ihnen im Zimmer für Sternberg der betreffende Mann sei?- 8 eugin: Ja, am ersten angeschuldigte ein Glas Bier getrunken und dabei einen Tage hat mich Herr v. Trescow danach gefragt. Justizrat Revolver hervorgezogen, mit der Drohung, Dr. Sello: Und was war Ihre Antwort?- Zeugin: Ich habe sofort gesagt, daß Herr Sternberg der Mann nicht sei. Dr. Werthauer stellt durch Fragen fest, daß der Zeuge StierBeuge v. Tresckow bestätigt dies durch Kopfnicken. Rechtsanwalt städter der Callis einmal geraten habe, bei der Frau Hausmann zu bleiben, daß der Mann, den die Beugin meint, in den dreißiger Jahren sei, während sie Herrn Sternberg auf 45 bis iegt Sternberg ihr nicht persönlich vorgestellt worden sei. 46 Jahre schätzt, und daß in der ganzen Untersuchung bis Oberin des Nach einer kurzen Bause wird Frl. Katharina Maher, die Magdalenenhauses Zur Wahl des Präsidenten werden 294 Bettel abgegeben, davon 26 weiße, die übrigen lauten auf den bisherigen Präsidenten Grafen Ballestrem. Vicepräsident v. Frege: Ich frage den Herrn Abgeordneten Grafen Ballestrem, ob er die Wahl annimmt? Abg. Graf Ballestrem: Ich nehme die Wahl an.( Bravo! links.) Vicepräsident v. Frege: ( Große Seiterkeit). Ballestrem nimmt etwas gewaltsam den Präsidentensiz ein. Wir fommen nunmehr neute große Heiterkeit.) Präsident Graf Ballestrem: ( ErFrau Handmann niederzuschießen, Auftrage des Herrn Luppa- mit ihnen zum Mittagessen zu Peter wenn sie ihn verraten würde. Dann sei erwie er sagte, im Beder gegangen und habe dort wieder gesagt. Sie sollten doch nicht gar so ungünstig aussagen.-Präs.: War denn der Revolver des Kapitän Wilson ein wirklicher Revolver oder etwa nur ein solcher von Chokolade? 3eugin: Es war ein wirklicher Revolver. Auf Befragen des Vorsitzenden erzählt die Zeugen weiter: Kapitän Wilson habe sie und Frau Hausmann am nächsten Tag nach einer Konditorei beim Anhalter Bahnhof bestellt und dort im Lauf des Gesprächs der Frau Hausmann 300 W. auf einen Schuldschein gegeben, wobei er durchblicken ließ, daß noch etwa 1500 M. zur Ver- in Brandenburg a. 5. vernommen. Die Beugin Ehlert ist seit dem fügung ständen, wenn sie ihre Aussagen gemacht haben würden. Die 17. September d. J. in diesem Erziehungshaus, fie hat jedoch der daß das Geld doch wohl von Herrn Luppa herrühre. Zum Als der Vater Ehlert nach Brandenburg kam und der Tochter auf Zeugin will der Frau Hausmann ihre Vermutung ausgedrückt haben, Oberin nichts von ihren Abenteuern mit dem„ reichen Maler" erwähnt. nächsten Vormittag hatten sie wieder ein Rendezvous mit Kapitän gab, ihm ihre Beichte schriftlich zu firieren, hat er die Tochter als Wilson am Anhalter Bahnhof verabredet und da habe Frau Haus- ungehorsam und lügnerisch geschildert. Beisiger Landgerichtsrat nehmen und ihr den Schuldschein zurückgeben, denn sie wolle das flatterhaft ist, doch die Erfahrung gemacht, daß diese ernster Zusprache mann dem Kapitän gesagt, er solle doch die 300 m. lieber zurück- Lauterius: Hat die Zengin, trotzdem die Ehlert leichtsinnig und Geld doch lieber nicht haben. En demselben Abend ist dann wie zugänglich ist? Die Beugin fann nicht sagen, daß die Ehlert beschon an einem früheren Verhandlungstag zur Sprache gebracht fonders lügenhaft oder erfindungsreich ſei; fie sei wohl ungezogen worden und leichtsinnig, aber weniger verlogen. Auf Vorhalt des Rechtsanwalts Heinemann giebt die Zeugin die Möglichkeit zu, daß die Ehlert, wenn ihr etwas Bestimmtes in Frageform vorgelegt wird, so daß fie annehmen kann, daß eine bestimmte Antwort von ihr erwartet wird, zuerst etwas sagt, was sie nachher nicht aufrecht erhalten kann. Beifizer Landgerichtsrat Lauterius: Wenn ste aber fort und fort bei ihrer Aussage bleibt? Zengin erklärt, daß sie darauf keine Antwort geben kann. Auf zahlreiche Fragen der Rechtsanwalts Dr. Werthauer erklärt die Zeugin u. a., daß die Ehlert unter andren Unarten auch häufig mit dem Essen um sich schleudere. Einen Eid würde ihr die Zeugin nicht anvertrauen, da sie sie dazu für zu leichtfinnig hält. Nach weiteren Fragen des Rechtsanwalts Fuchs I, die sich auf den Charakter der Ehlert beziehen, wird die Beugin Mayer enlaffen. Meine Herren! Sie haben mir wieder die große Ehre erwiesen, mich zum Präsidenten des deutschen Reichstags zu wählen. Sie haben mir nicht nur eine große Ehre hierdurch erwiesen, sondern auch eine besondere Genugthuung bereitet. Diesmal haben Sie mich nicht als einen Unbekannten gewählt, wie das lezte Mal, sondern Sie haben mich gewählt, nachdem ich zwei Jahre die Geschäfte das Präsidiums geführt habe. Ich glaube daher aus Ihrer Wahl entnehmen zu dürfen, daß Sie im großen und ganzen mit meiner Meine Herren! Diese erneute Wahl wird mir ein Ansporn sein, auch in dieser Session diejenigen Principien hochzuhalten, welche mich bei meiner ersten Wahl geleitet haben. Auch in dieser Session will ich die Würde des Reichstags nach jeder Richtung wahren.( Bravo!) Ich will ferner die größte Unpartei lichkeit walten lassen; weder auf Partei noch auf Person geben, wenn ich meine Präsidialbefugnisse ausübe. Endlich will ich mir Mühe geben, die Geschäfte, mit denen der Reichstag befaßt wird, möglichst zu fördern. Um aber dies zu erreichen, dazu bedarf ich Ihrer Mithilfe, nur dann wird es mir möglich, dies zu erreichen. Die große Zahl der Stimmen, die sich auf mich vereint hat, läßt mich hoffen, daß mir diese Mitwirkung auf teiner Seite des Hauses fehlen wird. Nochmals meinen herzlichsten Dank für den Vertrauensbeweis, den Sie mir gegeben in der Wohnung der Frau Hausmann gewesen und diesem hat fie, haben.( Bravo!) wie auch schon erwähnt worden, die 300 m. mit dem Bemerken überEs folgt die Wahl zum ersten Vicepräsidenten. Abgegeben geben: sie wolle das Sündengeld nicht!" Angeklagter 2uppa werden 290 Bettel, davon 90 unbeschrieben. Von den gültigen erklärt, daß Kapitän Wilson, den er nicht näher kenne, das Geld von 200 Stimmen lauten auf den Abg. v. Frege( t.) 190 Stimmen. ihm nicht habe. Auf Vorhalten des Präsidenten, daß doch die Derselbe ist somit gewählt und nimmt die Wahl dankend an. Wahrscheinlichkeit dafür spreche, deutet Angeklagter Luppa an, daß Außerdem waren gefallen auf den Abg. v. Treuenfels( L.) 3, das Geld der Frau Hausmann vielleicht von andrer Seite zugesteckt auf den Abg. Singer( foc.) 2, den Abg. Dr. v. Levesow( L.) 1, fein tönnte, um zu ungunsten Sternberg verwertet zu den Abg. Schrempf( f.) 1( Seiterkeit), den Abg. Graf Bismard- werden. Er mache darauf aufmerksam, daß Frau Hausmann eine Bohlen( f.) 1, den Abg. Schmidt- Elberfeld( frs. Wp.) 1, den Abg. Beit vorher bei ihm gewesen sei und Geld von ihm haben wollte, Dr. Schoenlant( foc.) 1 Stimme. daß er dies aber direkt abgelehnt habe. Wie sollte er mun dazu fommen, später auf Umwegen der Frau Hausmann Geld zu geben, welches er ihr ja direkt hätte geben können. Die Zeugin Callis wird wiederum vom Vorsitzenden befragt, ob sie beschwören wolle, daß sie diesmal die Wahrheit gesagt habe, und sie Bei der Wahl zum 2. Vicepräsidenten werden 293 Bettel abgegeben. Unter 3 ungültigen lautet einer auf Li- hung ichang.( Große Heiterkeit.) 4 Bettel sind unbeschrieben. Bon den 286 gültigen lauten 181 auf den Abg. Büsing( natl.), 55 auf den Abg. Schmidt- Elberfeld( frs. p.), 50 auf den Abg. Singer ( Soc.). Der Abg. Büsing( natl.) ist somit zum 2. Vicepräsidenten gewählt; er nimmt die Wahl mit Dant an. der Schuhmann Stierstädter erklärt sich zum Schwur bereit. Nächste Zengin ist die 16jährige Elisabeth Sauermann. Sie hat von der Callis gehört, daß bei der Fischer ein Maler aus Frankfurt a. O. sei, der junge Mädchen zum Modellstehen gebrauche und die Mädchen viel Geld verdienen lasse. Sie habe dann anch eines Tags zur Fischer hingehen wollen, diese aber nicht angetroffen Die Zeugin behauptet ferner: In dem Gespräch, welches die drei und sie habe deshalb die Fischersche Wohnung überhaupt nicht kennen Es folgt die Wahl der Schriftführer Präf. Graf Ballestrem fann ja Sternberg gar nicht sein. Als sie dann auf Befragen die fenne letzteren überaupt nicht.( Die Ehlert dagegen hatte bekundet, daß Männer mit ihr gehabt haben, habe Herr Luppa zuerst gesagt: das gelernt. Die Callis habe ihr nichts von Herrn Sternberg erzählt, fie selbst schlägt vor, das Ergebnis der Wahl erst nach Schluß der Sigung zu Kleidung des betreffenden Herrn beschrieben, habe Herr Luppa die Sauermann eine von den Mädchen gewesen sei, die ihr von dem eruieren und in der nächsten Sizung bekannt zu machen. Zu geäußert:„ Die Kleidung würde stimmen." Angell. Luppa bestreitet Verkehr mit dem Maler erzählt haben.) Quästoren werden die Abgg. Dr. Rintelen( C.) und Münch- Ferber( natl.) bies; er habe im Gegenteil von Anfang an auf dem Standpunkt giebt auf Befragen noch die Namen verschiedener Mädchen an, die Die Zeugin Ehlert ernannt. Damit ist der Reichstag konstituiert. Hierauf gedenkt der gestanden, daß die ganze Sache Schwindel sei. Beisiger Land- ihr von einem Modellmaler aus Frankfurt a. D. erzählt haben sollen, Präsident in der üblichen Weise der verstorbenen Abgg. Liebknecht gerichtsrat Lauterius wünscht vom Angell. Luppa eine bestimmte mit dem sie bei einer Frau Krüger verkehrt habe. ( foc.), v. Dziem bowsky- Bomst( np.), v. Manteuffel( fons.). Antwort darauf, ob er den„ Kapitän Wilson" überhaupt nicht fenne. Dr. Sello betont, daß Frau Krüger in der ersten Verhandlung - Justizrat Die Abgeordneten erheben sich von ihren Sigen. Schließlich wird der schleunige Antrag auf Einstellung von einem Kapitän Wilson gehört. Angell. uppa: Er keine den Mann nicht und habe erst später unter ihrem Gide bestritten hat, daß Sternberg bei ihr verkehrte, so des Verfahrens gegen den Abg. Dr. Heim( C.) debattelos hält das für nicht glaubhaft, da nach der Bekundung der Callis Landgerichtsrat Lauterius daß der betreffende Mann ein andrer gewesen sein müßte. genehmigt. Damit ist die Tagesordnung erledigt. Die Krankheit des Detektiv- Direktors. Nächste Sigung Montag, den 19. November, 2 Uhr. Lages- den Kapitän Wilson begrüßt habe. der Angeklagte bei der Begegnung auf dem Gerichtskorridor Auch dies erklärt Staatsanwalt Braut teilt hierauf folgendes mit: Nach einer - 2. Schulze, welcher heute wegen angeblicher Krankheit beurlaubt ordnung: 1. Einstellung eines Strafverfahrens gegen den Abgeordneten Angell. Zuppa für unrichtig; er habe den betreffenden Mann Mitteilung des Kriminalschußmanns Tietz fize der Detektiv- Direktor Fischer Sachsen( Soc.) 2. Juterpellation Albrecht und Genoffen zufällig auf dem Gerichtskorridor getroffen und mit ihm einige worden ist, in der Weinstube von Peter Beder, er habe die Zeugin wegen der 12 000 M.- Affaire. 3. Nachtrags- Etat für die China- Worte gesprochen. expedition. Hausmann dorthin kommen lassen, sei dann aber mit ihr verschließt die Vernehmung des Schutzmanns Tiez und der Frau Hausschwunden, als der Kriminalbeamte nahte.- Der Gerichtshof beSchluß der Sigung 5% Uhr. Prozeß Sternberg. habe." mann. Zweifel des Staatsanwalts. Staatsanwalt Braut richtet noch viele und eindringliche Fragen an die geugin, die teils auf etwaige Beeinflussungen, teils auf ünwahrscheinlichkeiten in der Aussage der Zeugin Bezug haben. Gegen diese Fragestellung erhebt die Verteidigung Einspruch, der Vorsitzende Mädchen von einem Herrn aus der Wilhelmstraße" gesprochen Die Zeugin Ehlert erklärt auf Befragen, daß ein andres läßt sie aber zu, da es auch ihm so erscheine, als ob die Beugin mit habe. Nach Eröffnung der Sigung teilt Landgerichtsdirektor Müller der Wahrheit zurüchielt. Der Staatsanwalt wünscht insbesondere ein Mädchen Namens Erhardt ihr einmal gesagt habe: sie habe Die Zeugin Sauermann seht ihrerseits hinzu, daß mit, daß wieder eine ganze Anzahl anonymer Briefe ein die Feststellung, ob die Zeugin, nachdem sie bei Herrn v. Tresckow mit Sternberg nicht verkehrt, fie fage es aber, denn derselbe müsse gegangen sei, die er ad acta gelegt habe, da sie ganz unzutreffende die Photographie des Angeklagten gesehen, zu der Frau Hausmann hineinfallen. Minna Teichert, ein groß gewachsenes, jetzt Urteile und schwere Beleidigungen einzelner an der Ver: gesagt habe: sie habe befundet, daß sie Herrn Sternberg" handlung beteiligter Faktoren enthalten. Justizrat Dr. Sello( also unter specieller Namensnennung) wieder erkannt 14jähriges Mädchen, ist seiner Zeit einmal ihren Eltern weggelaufen teilt mit, daß auch ihm anonyme Buschriften zugegangen sind. Die Zeugin weiß nicht, ob sie sie dabei den Namen Stern Was dort mit einem anwesenden Herrn vorgefallen, schildert die und in jener Zeit mit der Callis einmal bei der Fischer gewesen. Ferner teilt der Vorsitzende mit: Er habe sich auf Grund des berg genannt habe; jedenfalls habe Frau Hausmann Antrags der Verteidigung, die Landgerichtsräte Regen jagt:" Das hättest Du nicht sagen sollen, ges Beugin wesentlich anders, als die Gallis, beide Mädchen werfen sich berg und Kämpfe als 8eugen zu vernehmen, an den ja im guten einigen können." wir hätten uns gegenseitig unwahrheiten vor. Minna Teichert giebt zu, daß sie ihr Auf weiteres Befragen des Staats- Alter dem Herrn gegenüber fälschlich als über 14 Jahre angegeben habe. Landgerichtspräsidenten gewandt, um die erforderliche Genehmigung anwalts giebt die Zeugin zu, daß später eine Frau Stabs einmal Der betreffende Herr sei viel jünger gewesen wie Herr Sternberg, zur Bernehmung dieser Richter herbeizuführen. Der Herr Landgerichts- an sie herangetreten sei und ihr vorgehalten habe: fie habe doch er sei etwa 24 Jahre alt gewesen und mit Herrn Sternberg nicht präfident Braun habe darauf erwidert: Die Genehmigung zur Ver mancherlei Unwahres ausgefagt und wenn fie etwas widerrufen identisch. Auf Befragen, ob jemand auf sie eingewirkt habe, ernehmung der beiden genannten Richter über Umstände und Eindrücke, wolle, dann solle sie es nur thun. Darauf habe sie sich auch bereit flärt die Zeugin: Herr Stierstädter sei mehrmals bei ihr und ihren welche sie bei der früheren, unter Ausschluß der Oeffentlichkeit erklärt, die unwahrheiten zu widerrufen und habe dies auch einem Eltern gewesen und habe auf sie eingewirkt. Herr Stierstädter habe stattgefundenen Verhandlung derselben Straffache gewonnen, werde Herrn Wolf gegenüber gethan. Der Beugin wird nochmals das fie einmal aus der Schule geholt und auf dem Wege auf sie einberjagt, weil die Ablegung des Zeuguiffes diese beiden Richter Bild Sternbergs vorgelegt; fie bleibt dabei, daß dieser der Mann, geredet, daß der Mann, den er ihr zeigen werde, Herr Sternberg in eine derartige Kollision der richterlichen Pflichten bringen würde, mit dem sie verkehrte, nicht sei, dieser auch ganz anders spreche. fei und daß dies für das Wohl des Deutschen Reichs und des Bundesstaats Angeklagter Sternberg meint, die polizeiliche Photographie, bei der Fischer verkehrt. es sein müsse, denn es habe sonst kein Herr Preußen schädlich sein könnte. Auf dem Polizeipräsidium habe nach der er von der Beugin erkannt fein ſon, Hierauf wird die am Dienstag abgebrochene Vernehmung der fo fei Herr Stierstädter erst Waffer in das Waschbecken gegossen wenig ähnlich, daß er sich bei jetzt 16jährigen Callis fortgefegt. Sie bleibt trop der einbring Photographen freiwillig nicht photographieren laffen würde. Bahl fo verweint aussehe. Als ihr das Bild zuerst vorgelegt worden, dem betreffenden und ihr gesagt, fie folle sich erst das Geficht waschen, damit sie nicht lichten Verwarnungen des Vorsitzenden vor dem Meineid dabei, daß reiche weitere Fragen des Staatsanwalts Braut haben die Tendenz, will die Zengin in demselben Herrn Sternberg nicht mit der Be fie am Dienstag die reine Wahrheit gesagt habe, ohne von irgend aus der Beugin herauszubekommen, wie sie nur dazu gekommen sei, stimmtheit erkannt haben, wie das Protokoll behauptet. Beuge einer Seite beeinflußt worden zu sein. Es sei richtig, daß fie früher angeblich so furchtbare unwahrheiten gegen den Angeklagten Stier städter tritt den Behauptungen des Mädchens entschieden früher das strikte Gegenteil gesagt habe, doch sei dies auf Sternberg auszusagen. Die Zeugin bleibt dabei, daß Frau Haus entgegen, die Teichert bleibt aber dabei und fügt hinzu, daß Anregung der Frau Hausmann geschehen, bei der fie da- mann eines Tags zu dem Angeklagten Luppa gegangen und von mals gewohnt habe. Frau H. habe versucht, von Herrn Sternberg diesem im Groll geschieden sei; darauf habe sie der Zeugin gesagt, Stierstädter ihr gedroht habe: Geld zu erhalten, und da fie solches nicht bekam, habe fie fie folle nur Sternberg recht hineinlegen, das könne gar nichts sie werde in ein Erziehungshaus gebracht werden, wenn sie nicht ihr gesagt, es tönne gar nicht schaden, wenn sie schlecht gegen St. schaden. Sie habe dies so aufgefaßt, daß sie ihn durch unwahrheiten fagte, daß fie Herrn Sternberg kenne. Auch dies bestreitet Zeuge aussage, ihr könne nichts paffieren. Thatsächlich sei Sternberg nicht hineinlegen solle. Frau Hausmann habe hinzugefegt, daß alsdann Stierstädter entschieden, auch als ihm die Teichert auf Verlangen des der Mann, mit dem sie bei der Fischer zusammen gewesen sei. Sie schon die Freunde des Herrn Sternberg von selbst mit An Staatsanwalts es ins Gesicht sagt. Weiter ergiebt sich, daß die habe zwar früher erklärt, daß sie St. nach der Photographie erkenne, erbietungen tommen würden.- Präs.: Sind denn mun die Callis über das Stelldichein, das die Zeichert in der Fischerschen Dies sei aber nicht richtig, denn thatsächlich habe sie Herrn St. früher Freunde mit solchen Anerbietungen gekommen?-2engin: Wohnung mit dem Herrn gehabt hat, Einzelheiten angegeben hat, nicht gesehen. Sie bleibt dabei, daß dies nun die reine Wahrheit Nein. Der Staatsanwalt hält es für wenig wahrscheinlich, die sie jetzt als blanke Erfindungen selbst bezeichnet. Auf Befragen Tei. Aus ihren Besuchen bei der Fischer habe sie einen Vorteil von daß die geugin ein einfacher Spielball in der Hand des Justizrats Dr. Sello giebt Kriminalkommissar v. Tres do tb zu, daß den betreffenden Mädchen zur Refognition mur| fommen, wenn sie nicht die Wahrheit fage. Einfegnungsanzug erhalten. war. 91/2 Uhr. Der Präsident vertagt darauf die Sigung bis Freitagvormittag Erster deutscher Handwerks- und Gewerbekammertag. % zu das Bild des Herrn Sternberg, nicht aber auch noch hat sie vielleicht gefagt, daß sie zu Gunsten Sternbergs" zu veranlassen, auch die Prüfung derjenigen Lehrlinge ihrer oder Bräf.aufgestellten Entwurf zu Grunde zu legen; 6. die Zwangsimmungen die Bilder andrer Männer vorgelegt worden seien. Das aussagen follte?" 8eugin: Nein. Die Beugin bestreitet ent- berwandter Gewerbe zu übernehmen, welche von solchen GewerbeProtokoll über die Aussage der Teichert habe er ganz gewissenhaft schieden, daß sie aus irgend welchen materiellen Gesichtspunkten die treibenden gehalten werden, die ihrer Innung nicht angehören; aufgenommen.-Auf weiteres Befragen des Rechtsanwalts Callis dazu bestimmt habe, zu Ungunsten von Sternberg auszufagen. 7. freien Innungen die Ermächtigung zur Abnahme der Ge Heinemann wiederholt die Teichert ihre Befchuldigungen gegen Herr Stierstädter habe ihr einmal gefagt, fie folle bie Callis bei sellenprüfungen nur unter Borbehalt des Widerrufs Herrn Stierstädter. Sie behauptet fogar noch: Herr Stierstädter fich behalten, bis der Sternbergsche Prozeß beendet fei. Sie habe sie erteilen und nur dann, wenn sie: a) Vorschriften für das Lehrlings habe von seiner Schwester gesprochen, die in einem Verein fei, und aber vorzugsweise aus dem Grunde bei sich behalten, weil sie diefelbe wesen, gemäß dem von der Handwerkskammer aufgestellten Entwurf, wenn sie( Teichert) sage, daß sie Sternberg kenne, dann würden ihre als Belastungszeugin gegen die Frau Krüger gebrauchte, von der eingeführt habe und streng auf deren Befolgung derselben, ins Eltern Bezüge, Laken und dergl. und sie selbst einen fie angezeigt worden sei. Die Seugin behauptet, daß fie der Callis besondere auch auf den regelmäßigen Besuch der Fortbildungs- oder fogar zuerst als ihr die Photographie vorgelegt worden gesagt Junungsschule halten; b) die für ihr Gewerbe erlassene PrüfungsDie Teichert beruft sich auf die Callis, die auch dabei gewesen ihn ja nicht hineinzulegen. Als ihr die Photographie vorgelegt Gesellenprüfung hinsichtlich derjenigen Lehrlinge ihres Gewerbs habe sie brauche den Mann ja nicht wieder zu erkennen, fie brauche ordnung angenommen haben; c) sich bereit erklärt haben, auch die sei; leytere kann sich nur erinnern, daß Herr Stierstädter von seiner worden sei, habe sie gesagt, fie glaube nicht, daß fie den wahrzunehmen, welche von solchen Gewerbetreibenden gehalten reichen Schwefter" gesprochen habe. Rechtsanwalt Fuchs I Herrn fenne. stellt fest, daß die Zeugin Teichert sofort bei ihrer Vernehmung der Callis beendet Sie habe dann gewartet, bis die Bernehmung werden, die ihrer Innung nicht angehören; 8. bei Errichtung vor dem Untersuchungsrichter, wo ihr Herr Sternberg gezeigt worden, die Zengin die vorher gemachte Aeußerung, Auf weiteres Befragen widerruft von Gesellen- Prüfungsausschüssen für diejenigen Gewerbe, für angegeben hat, daß dies der Mann nicht fei.- Beuge Stier Beeinflussung der Callis zu Gunsten Sternbergs ausgelegt werben verfahren, daß für alle Gewerbe, in welchen eine größere Bahl von Die wie eine welche Prüfungs- Innungsausschüsse nicht bestehen, in der Weise zu städter erklärt, daß er gar keine reiche Schwester befize und von fonnte, fie meint mißverstanden worden zu sein. Sie habe ihr ge- Lehrlingen gehalten wird, eigne Prüfungsausschüsse, für die kleineren einer solchen nicht gesprochen habe. Er habe nur einmal der Mutter raten, nur in die Sache Krüger einzugehen und sich auf die Be Gewerbe aber ein gemeinsamer Prüfungsausschuß gebildet werden; Teichert gefagt, daß sich vielmehr Leute an sie herandrängen würden, antwortung andrer Fragen nicht einzulaffen. daß fie fich auf nichts einlaffe, und wenn sie bedürftig wäre, fich 9. die Handhabung des Lehrlingswesens seitens der Junungen und lieber an ein Stift wenden und um Unterstügung einkommen sollte. der einzelnen Gewerbetreibenden durch einen Ausschuß für das Er habe eine Schwägerin, die barmherzige Schwester in einem Lehrlingswesen überwachen zu lassen. Dagegen ist zur Zeit solchen Stift fei. Der Beuge Stierstädter entwirft von dem noch von einer Festsetzung der Zahl der Lehrlinge Charakter der beiden geuginnen Teichert und Callis ein sehr ab. und der Dauer der Lehrzeit für die einzelnen stoßendes Bild, führt eine große Anzahl von Einzelheiten auf, Gewerbe, soweit nicht offenbar ebelstände zu wird aber von den beiden Mädchen wiederholt sehr lebhaft mit den Tage treten, seitens der einzelnen Kammern ab Worten: Das ist nicht wahr!" unterbrochen, die Callis ruft ihm Berlin, den 15. November 1900. zusehen, bis Erfahrungen auf diesem Gebiete gesammelt und die fogar höchst erregt zu:" Ich habe Sie noch nicht belogen, In den Germania- Sälen( Chauffeeftr. 108) begannen hente vor- Innungsverbände gehört sind." Diese Borschläge riefen eine sehr jekt lügen Sie!" mittag die Verhandlungen des ersten deutschen Handwerks- und lange Erörterung hervor, die damit endete, daß dieselben mit großer Gewerbekammertags. -eine Bemerkung, die ihr eine Rüge des Vorsitzenden einträgt. Es waren etwa 150 Delegierte von Hand- Mehrheit zur Annahme gelangten. werker und Gewerbekammern ans allen Zeilen Deutschlands an Gewerbekammer- Sekretär Nollfach- Zittau befürwortete alsdann Es wird sodann der Kriminalschußmann Tieg über das Inter- wefend. Von Regierungsvertretern waren erschienen: Geheimer den Entwurf einer Meisterprüfungs- Ordnung. mezzo bei Peter Becker vernommen. Er will bemerkt haben, Regierungsrat Graf v. Dönhoff und Regierungsaffeffor zur Nieder Danach hat sich laut§ 9 die theoretische Prüfung zu erftreden: auf daß die Zeugin Hausmann in die Bederfche Weinhandlung gegangen vom preußischen Handelsministerium, Geheimer Regierungsrat 1. die Fachkenntnisse, 2. die Buch- und Rechnungsführung, 3. die sei, wo Direttor Schulze gefessen habe. Als er selbst( der Zeuge) in Dr. Fischer von der Sächsischen Regierung, Ministerialrat gesetzlichen Vorschriften über das Gewerbewesen. Im weiteren besagt die Weinhandlung gekommen fei, habe er gefragt, ob nicht noch ein Dr. Stegemann von der Mecklenburgischen Regierung, Geheim: Die vorgelegte Prüfungsordnung:„ Ist die Prüfung nicht beftanden, andres Zimmer vorhanden sei, der Kellner habe dies aber verneint. Rat Laute von der Anhalt Dessauischen Regierung, Re- so kann dieselbe vor Ablauf eines halben Jahrs nicht wiederholt Thatsächlich habe er aber festgestellt, daß noch ein Hinterzimmer vor- gierungsrat] Börne von der Schaumburg- Lippeschen Regierung, werden. Mehr als zweimal fann die Prüfung nicht abgelegt werden. handen sei, welches noch einen Ausgang nach der Werftstraße habe. Regierungsrat Dr. Usinger von der Darmstädtischen Regierung. Der Meistertitel in Verbindung mit der Bezeichnung eines HandFrau Hausmann habe erst in einer Stonditorei gesessen, dann fei Regierungsrat Dr. Stegemann von der Braunschweigischen, Rat werks darf auch nach bestandener Prüfung von einem Handwerker Herr Wolf gekommen, habe mit ihr gesprochen und sie sei dann Dr. Blefing von der Lübedischen, Syndikus Dr. Schaefer von der nur dann geführt werden, wenn er die Befugnis zur Anleitung von fortgegangen. Sie habe in der Konditorei auch von 20 000 m. ge- Hamburgischen Regierung, Regierungs- Assessor Dr. Brauer vom Lehrlingen in dem Gewerbe erworben hat." Der Berichterstatter teilte mit, sprochen. Berliner Polizeipräsidium, Regierungsrat Dr. Stalle im Auftrage daß diese Prüfungsordnung von einer vom 15. deutschen GewerbeWeitere Bestechungsversuche. des Oberpräsidenten der Proving Brandenburg. Der Oberbürger- tammertage eingesetzten Kommission ausgearbeitet worden sei; er Frau Valesta Hausmann bestätigt, daß sie in der Konditorei meister der Stadt Berlin hatte den Vorfizenden der Berliner Gewerbe- empfehle dieselbe zur Annahme. Die Versammlung stimmte der von einem Kellner der Beckerschen Weinhandlung herausgerufen Deputation Stadtv. Carl Goldschmidt entsandt. Der Präsident der vorgelegten Prüfungsordnung sogleich ohne Besprechung einworden sei, da sie ein Herr zu sprechen wünsche. Sie habe aller- übedischen Gewerbekammer, Schorer- Lübed, eröffnete den Hand- stimmig zu. werks- und Gewerbekammertag, indem er ganz besonders die Ver dings gesagt, daß sie sich um 20 000 m. nicht mehr laufen lasse, treter der Regierungen begrüßte. Geheimer Regierungsrat Graf banach eine Reihe von Leitsägen, in denen die Aufgaben der Beauf Gewerbekammer- Sekretär Dr. Michaelis- Bremen befürwortete sondern die Wahrheit fagen werde, daß fie die Callis nicht. Dönhoff: Von meinem Chef, dem preußischen Herrn Handels- tragten, die die Handwerksbetriebe zu beaufsichtigen haben, geregelt zu ihrer Aussage beeinflußt habe. Ms sie auf die Straße gekommen fei, habe sie dort einen ihr der Person nach minister, ist mir der ehrenvolle Auftrag geworden, den ersten werden. Die Leitfäße gelangten ohne Besprechung einstimmig zur bekannten, dem Namen nach aber unbekannten Mann getroffen, der deutschen Handwerks und Gewerbekammertag zu begrüßen. Sie Annahme.- Präsident der Arnsberger Handwerkskammer befür fie die Werftstraße entlang in eine Querstraße und dort in eine Wein wissen, welch' großen Anteil die preußische Regierung an der deutschen wortete einen Antrag: den Herrn Handelsminister zu ersuchen, die ſtube geführt habe. Dort haben sie über die Callisfche Aussage ge- Handwerks- Gesetzgebung hat. Die preußische Regierung hat daher Verfügung, daß die Kosten der Handwerkskammern in Preußen sprochen, fie habe gefagt, daß sie jetzt die reine Wahrheit fagen werde, den sehnlichsten Wunsch, daß es dem deutschen Handwerk gelingen von den Gemeinden aufzubringen sind, wieder aufzuheben worauf der Herr ihr vorgeschlagen habe: es würde das beste sein, möge, die Handwerkskammern so auszubauen, daß dadurch wieder und zu bestimmen, daß die Kosten der Handwerkskammern von wenn fie verschwände; sie sollte sich heute dispensieren lassen und bessere Verhältnisse für das deutsche Handwerk geschaffen werden. den weiteren Kommunalverbänden aufgebracht werden, wenigstens dann nach Holland abreifen. Ueber die näheren Bedingungen sollten Die königlich preußische Staatsregierung nimmt daher an Ihren so lange, als bis durch die Handwerkskammern wirtschaftliche Erfolge mündliche Besprechungen folgen und der Herr hatte ihr gefagt, es baß Ihre Verhandlungen dem deutschen Handwerk zum Wohl und beffischen Handwerkerkammer bemerkte: Die hessische Regierung sei Berhandlungen das regste Interesse und hegt den sehnlichsten Wunsch, für den Handwerkerſtand erzielt worden sind."--Der Präsident der würde bei ihr nachmittags 4 Uhr ein Telegramm eintreffen, in Segen gereichen mögen.( Lebhaftes Bravo.) In ähnlicher Weise ben Handwerkern in beachtenswerter Weise entgegengekommen, indem Der Gerichtshof beschließt, sofort durch einen Schutzmann in der äußerte sich Geh. Regierungsrat Dr. Fischer. sie die Kosten der Kammer auf die Kreise des Lands übertragen habe. Wohnung der Beugin nach dem Telegramm recherchieren und das Getverbekammertag im Namen des Berliner Oberbürgermeisters. Es sei pro Kopf der Bevölkerung jährlich 1 Bf. auf die Streisbudgets Stadtv. Goldschmidt Berlin begrüßte den Handwerks- und Eine Verlegung auf die einzelnen Handwerksbetriebe finde nicht statt. Frau ausmann, weiter zur Sache befragt, erklärt, daß Es wurden alsdann Gewerbekammer- Präfident Schorer- Lübed, Ober- eingestellt, dies ergebe einen Betrag von 10 000 m. jährlich. Bei der die Callis nach ihrer Bernehmung auf der Polizei ihr aus eignem meister Faster- Berlin, Obermeister Nagler- München und Obermeister Abstimmung erhielt keiner der Anträge die erforderliche Mehrheit. Antriebe alles erzählt habe, was ihr bei der Fischer passiert sei. Mezner Neustadt D.-S. zu Vorsitzenden gewählt. Den ersten Gewerbekammer- Syndikus Dr. Brehmer Lübeck befürwortete Sie habe ihr auch gefagt: in der ihr vorgelegten Photographie Gegenstand der Tagesordnung bildeten Sie Aufgaben der einen längeren Antrag betreffend die Organisation des glaube" fie Herrn Sternberg wieder zu erkennen. Sie ist dann andwerkskammern auf dem Gebiete des Lehr- deutschen Handwerks- und Gewerbelammertags. sofort zu Herrn Luppa gegangen, um ihm mitzuteilen, daß die Callis lingswesens. Der Antrag besagt u. a.: Der deutsche Handwerks- und Gewerbezu Ungunsten Sternbergs ausgefagt habe. Sie habe den Erfolg eine Reihe von Leitfäßen, in denen empfohlen wird, die Beteiligten Gewerbekammern. Seine Aufgabe ist, die gemeinsamen Jutereffen Gewerbelammer- Syndikus Dr. Brehmer Lübed befürwortete, fammertag ist eine Bereinigung der deutschen Handwerks- und bieſer Mitteilung abgewartet, der Erfolg sei aber ein negativer ge- auf die Wichtigkeit des Abschlusses eines schriftlichen Lehrvertrags des deutschen Handwerkerſtands zu wahren, insbesondere eine mög wesen, denn Herr Luppa habe fein Gelb gegeben. aufmerksam zu machen und denselben durch Aufstellung und Ver- lichst einheitliche Durchführung das Handwerk betreffender Be breitung angemessener Lehrverträge zu erleichtern, 2. den Innungen Stimmungen der Gewerbe- Ordnung anzubahnen und die Bedürfnisse Sie bestreitet, daß fie unfriedfertig mit Herrn Luppa aus den Erlaß von ihren Mitgliedern zu beobachtender Vorschriften für und Wünsche des deutschen Handwerkerstands durch gemeinsame einander gegangen fei. Nachher sei Herr Luppa zu ihr gekommen, das Lehrlingswesen durch Entwurf oder Mitteilung solcher zu ler- Beratung zum Ausdrud, sowie durch Eingaben zur Kenntnis der um einmal mit der Callis selbst zu sprechen, da er deren Aus- leichtern, 3. Verzeichnisse derjenigen Personen innerhalb ihres Organe des Reichs und der Bundesregierungen zu bringen. Die fagen für Lügen halte. Die Callis Die Callis habe aber ihre Be- Sanimerbezirks anzulegen, welchen die Berechtigung zum Halten Bertretung und Leitung liegt dem Vorort ob, der alle zwei Jahre schuldigungen wiederholt und den Mann, mit dem fie oder Anleiten von Lehrlingen abgeht und darauf zu halten, gewählt wird. Der Vorort wird ersucht, gemeinsam mit dem Auszu thun gehabt, beschrieben. Herr Luppa habe dabei immer daß Lehrlinge von Personen, welche dazu nicht berechtigt ichuß die Herausgabe einer eigenen Beitschrift in Erwägung zu mit dem Kopf geschüttelt, weil er der Callis nicht glaubte; irgend find, nicht gehalten oder angeleitet werden; 4. Register ziehen und dem nächsten Handelstage Vorschläge zu unterbreiten." welche Versprechungen habe Herr Luppa nicht gemacht. Denselben über die bei den Innungen eingeschriebenen und von Einzel- Nach kurzer Besprechung gelangte dieser Antrag zur Annahme. Abend sei Herr Luppa mit zwei andren Herren wiedergekommen und handwerkern gehaltenen Lehrlinge soweit thunlich zu führen, die über Danach wurde die Verhandlung auf Freitag, vormittags 9 Uhr, die beiden Herren hätten mit der Callis allein verhandelt. Nach die Lehrverhältnisse geschlossenen Verträge zu prüfen und die er vertagt. der Mitteilung der Callis soll der eine Herr zu ihr gefagt forderlichen Aenderungen zu veranlassen; 5. für die Gesellenprüfungshaben: sie könnte unter Sittenkontrolle und ins Arbeitshaus ordnung den auf Veranlassung des deutschen Gewerbekammertags welchem weiteres mitgeteilt würde. felbe event. fofort herbeiholen zu lassen. Gentral- Kranken- n. Sterbe-| Arbeiter- Radfahrer- Verein kaffe der deutschen Wagenbauer ,, Berlin". ( Berlin III).[ 253/12 Um Dienstag, den 13. b. M., ver: starb nach langen, schweren Leiden unser Mitglied, der Steuermann August Schorin an Lungenfatarrh. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 16. b. M., nachmittags 3 Uhr, von der Charité aus nach deni Charité- Kirchhof statt. Um rege Beteiligung bittet Die Ortsverwaltung Berlin III. Achtung! Allgemeine Orts Krankenkaffe 4 Gewerkschaftshaus An der Adalbert- Brücke. Engel- Ufer 15. An der Adalbert- Brücke. Sonnabend, 17. November, Sonntag 12% Uhr: in den Gesamträumen des Etablissemen Schlesische Brüde nach Bermstdorf. Bujitag: Winter- Fest ents: " Central- Kranken- u. Sterbe-| Allgem. Kranken- u. Sterbetasse der Tischler ( E. H.-K. Nr. 3 Hamburg.) Oertliche Verwaltung Rixdorf. Sonntag, 18. Novbr., vorm. 10 Uhr: Mitglieder- Versammlung röplin, 8 Uhr Nachmittagstour der Berliner Gürtler und Bronceure bei Herrn Lautner, Bergstr. 151/152. nach Nowawes( Witwe Simon), 12 Uhr. Start für beide Touren: Kaiser Wilhelm- Gedächtniskirche". Donnerstag, den 22. November, Versammlung bei Ra a be, Kolbergerstraße 23. Tages Ordnung: Bericht des Gaudelegierten.- Ausgabe der neuen Vereinsstatuten. bestehend in 10755 Tagesordnung: gr. Vokal- und Instrumental- Konzert( Civil: Berufsmufiter 1. Kaffenbericht vom 3. Quartal 1900. Doppel- Quartetts Harmonie und des beliebten Berliner Ulk- Trio. Während fchiedenes. unter Leitung des Herrn Rud. Tietz) unter gütiger Mitwirkung des Berl. 2. Kaffenangelegenheiten. 3. Ver: 185/5 und nach der Borstellung gr. Ball. Anfang 812 Uhr. Programm 30 Pf. Es ist Pflicht eines jeden Mitglieds Hente abend 8 Uhr Andreasstr. 21:( Gäste 20 Pf.) zu erscheinen. Männer- Vortrag+ NB. In dieser Bersammlung geüber: Schwangerschaft, bemonstriert an großen Bichtbilbern vom langen die Billets zum Herren- Abend sowie die Spiegel zur Ausgabe. praft. Naturheilt. Grundmann. Aufnahme neuer Mitglieder im Vortrag und in der Die Ortsverwaltung. tasse der Metallarbeiter ( E. H. 29, Hamburg.) Filiale Berlin 4. Sonnabend, den 17. November, abends 8 Uhr, bei Fris witte, Andreasstr. 26: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Kassenbericht. 2. Vortrag des Kollegen Karl Mude über: Das Invalidenversiche rungs- Gesetz. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Ers Die Ortsverwaltung. Orts- Krankenkasse scheinen unfrer Mitglieder ersucht der zu Bildhauer, und Uhr, sehen vel tag: Stunft, 1. Steigen Staturbell 72 Köpnickerstraße 72 Bräden und verw. Gewerbe i Berlin. Freitag: Kunst- u. gewerblicher Arbeiterteiligung erwünscht. Gäste will und Arbeiterinnen Berlin. Am Sonntag, 18. Novbr., vormittags 10 Uhr, Mitglieder Versammlung In den ,, Arminhallen" Kommandanten straße 20. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Kurt Freudenberg über Krankenkassen und Juvalibengeset". 2. Dis tuffion. [ 10616 Der wichtigen Tagesordnung und der bevorstehenden Krankenkaffengesetz: Novelle wegen, ist es Pflicht eines jeden Mitglieds, dafür zu sorgen, daß die Versammlung gut besucht wird. fahren bei Ra be. Zahlreiche Be tommen. [ 28/11 Anstalt Allgem. Kranken- u. Sterbe- Allg. tasse der Metallarbeiter ( E. H. 29, Hamburg.) Filiale 7. Sonnabend, den 17. November, Basewalterstr. 3: abends 81, Uhr, bei Herrn Bergemann, Mitglieder- Versammlung Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Kaffenbericht. 3. Verschiedenes. 119/6 Die Ortsverwaltung. J. A.: E. Warnft, Bevollmächtigter. Verband deutscher Gastwirtsgehilfen ( Ortsverwaltung Berlin). Bom heutigen Tage ist unsre Telephon- Nummer Amt 1, 8386. 278/19 Neanderstr. Sprechstunden für Strante 11-2, 6-8, Sonntags 11-12. Grosser Berliner Naturheilverein. ++ 10266] Montag, 26. Novbr., abbs. 8½ ur, Gr. Frankfurterstraße 39. im Lokal Aunenstr. 16: Ordentliche Tagesordnung: Kranken- u. Sterbe- Herren- Vortrag Generalversammlung. tasse der Metallarbeiter, aber Sogenannte unbeltbare Männer Brüfung der Jahresrechnung pro 1900. Filiale Berlin 6. Carl Bruckhoff, Friedrichstr. 10, 1. Wahl des Ausschusses für die leiben" in den Insel- Hallen", Infel: 2. Wahl von drei Vorstandsmit Sonnabend, 17. Nov., abends 9 Uhr, ftraße 10 I, Freitag, den 16. Novbr., gliedern( 1 Arbeitgeber, 2 Arbeitbei Diede, Aderftr. 123: abends 81 Uhr. Nur Herren! Ein nehmer). 3. Beschlußfaffung über den Vertrag mit unsren Kassenbeamten und die hierdurch notwendig werdenden Mitglieder- Versammlung. tritt fret! keine Tellerfantilung. Tages Ordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Vortrag des Kollegen R. Assmann. 3. 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CASTANS PANOPTICUM Friedrichstr. 165. Neu! Dahomey- Dorf. Neu! 38 wilde Welber von der Lelbgarde des Königs Behanzin. Kriegs- u. Gefechts- Scenen, Exercitien, Nationaltänze. Vorstellung.: 12 Uhr mittags, nachm. von 3-10 Uhr stündl. ,.Allerseelen", neue Illusion! Russ. Damenkapelle Zarina. Entree 50 Pf. Militär u. Kinder 25 Pf. Cirkus Belle- Alliance.ang 8 110r S wert. Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Der Bauberer am Nil. Anfang 8 Uhr. Apollo. Specialitäten- Vorstellung. Fräulein Loreley. Anf. 8 Uhr. Palast. Specialitäten Borstellung. Die Regimentsnummer. Anfang 712 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Paffage Panoptikum. Specialis täten: Vorstellung. China in Berlin. Anfang mittags 12 Uhr. Ironia. Taubenstr. 48/49. Im Theatersaal) Abends 8 Uhr: Auf den Wogen des Oceans. Jm Hörsaal: Die Bakterien und ihre Reinzüchtung". Von Prof. Dr. Müller. Invalidenstr. 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Stern: warte. Schiller Theater ( Wallner Theater). Freitag, abends 8 Uhr: Die Welt in der man sich langweilt. Busch Freitag, 16. November, abds. 7½ Uhr: Humorist. Gala- Abend. Beginn der Pantomime 10 Uhr. Berliner Landpartien ult über unt. Tolle Streiche zu Wasser und zu Lande in 2 Aften. Besonders hervorzuheben: Die angelwitige Bulldogge. Charivari von 100 Clowns, männliche und weibliche. Miss Rosa Bonnet und der kleine Willi, Ringturner. Horley- Trio, Mufit- Exentric- Att. Außerdem: 12 erstklassige Schaunummern. Anfang: Wochent. 72, Sonnt. 6 Uhr. Entree: 50 Pf. Passage- Theater Unter den Linden 22. -Vorstellung ( Daner- Vorstellung) täglich 12 Uhr mittags bis 11 Uhr nachts. Novität! Jenseits der krum men Lanke. Novität! 3. Seebataillon 2. Compagnie. Novität! Die Katze u. d. Engel. Kolossaler Success der Specialitäten: Großes theatralisch- ethnographisch. Schaustück in 11 Bildern. Entree einschließlich Theater 50 f. Kinder die Hälfte. Deutsche Konzerthallen Spandauer Brücke. 4 Täglich ausländische Kapellen 4 Gr. Theater- Vorstellung. Reichshallen. und der Werkstatt- Kontrollkommission. Achtung! Einsetzer. Atung! Sonntag, den 18. November, vormittags 10 Uhr: Derlammlung im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer Nr. 15. Tages Ordnung: 1. Abrechnung der Listen- Einnahme und Ausgabe. 2. Bericht über ben Stand unfrer Arbeitsangelegenheiten. 3. Verbandsangelegenheiten und das Beitungswesen. Die Kommission. 284/3 Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- llfer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Beute, reitag, abends 8, 1hr, im„ Gewerkschaftshaus", Engel- Ufer 15: Sitzung der Orts- Verwaltung. Sonnabend, den 17. November, abends 81/2 Uhr: Täglig: Stettiner Sänger. Vertrauensmänner- Konferenz für Moabit Zum Schluß:( zum ftebentlegtenmal!) Excellenz kommt! Anfang 8 Uhr. Borger: Stonzert. The Brazil girl 1912 Creolische Extravaganza. Zavan der fabelhafte Laternenmann und 12 Debuts. Sensationeller Erfolg der Auftreten der neu engagierten-Vorstellungen. D Reitfünstler: Mr. Clarke, Szedo: glavits, Bedini sowie der Neit fünftlerinnen: Miß Clarke, Artiselli und Andalusia. Herr Oskar Renz, Schulreiter. Europäische Kavallerien auf 16 Schulpferden. Auftreten der berühmten Gebrüder Beldeman als Komponist Rubinstein. Die vorzüglichsten Programm nummern! Cirkus Schumann. Theater täglich ausverkauft. Entree 50 Pf. W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Dorf und Stadt. Schauspiel in 5 Atten von Charlotte Birch- Pfeiffer. Sonnabend: Wegen Privat feftlichkeit teine Vorstellung. im Lokal des Herrn Fischer, Waldstraße 8. Sonntag, den 18. November, vormittage 10 Uhr: Ordentliche General- Versammlung im Etablissement Buggenhagen, Oranienftr. 147, am Morigplatz. Tages Ordnung: 1. Raffenbericht und Bericht der Revisoren. 2. Neuwahl des 1. und 2. Bevollmächtigten, des Rendanten und des Sekretärs. 3. An die Vers waltung gelangte Anträge. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt! Die Vertrauensleute sind verpflichtet, den Kollegen die Mitgliedsbücher auszuhändigen. Die Bibliothek befindet sich im Verbands- Bureau, Engel- Ufer 15 1, und ist täglich während der Bureaustunden von 9-1 Uhr vormittags und 4-7 Uhr nachmittags geöffnet; Dienstags und Donnerstags außerdem bon 7-9 Uhr abends. Sonnabend nachmittags ist die Bibliothek ge121/13 Die Ortsverwaltung. Sanssouci offen Kottbuserstrasse. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag: Hoffmanns Nordd. Såänger. Anfang Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pf. Von 5-7: Unterhaltungs- Musik. Wochentags 8 Uhr. Entree 30 Pf Nach jeder Soiree: Tanzkränzchen. Wochentags Tanz frei. Vereins- und Borzugsbillets wochentags gültig. Säle zu Festlicht. u. Versammlungen. Luftspiel in 3 Aufzügen von Eduard Seute, Freitag, den 16. November, Cirkus Renz- Konzert- Tunnel Pailleron. Deutsch von A. Tuthen und Karl Friedrich Wittmann. Sonnabend, abends 8 Uhr: Die Welt in der man sich langweilt. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Die Ehre. Sonntag, abends 8 Uhr: Die goldene Eva. Central Theater Die Geisha. Operette in 3 Aften von S. Jones. Anfang 72 Uhr: Morgen, Sonnabend, zum erstenmal: Der Brantvater. Gesangspoffe in 3 Aften von Abolf Rosée. Musik von H. Plazbecker. Sonntag, nachmittags 3 Uhr, zu halben Preisen: Die Geisha. Abends 72 Uhr: Der Brautvater. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Faustrecht und Landfriedensbruch. Gr. historisch- romant. Schauspiel in abends präc. 712 Uhr: Gala- Novitäten- Abend. Erstes Auftreten der beiden Amerikaner Rawsone und June". 59 Neu und sensationell! Dirett. Alb. Schumanns anerkannt unerreicht dastehende Original: dreffuren. Auftreten des Löwen- Baron. Auftreten d. Schulreiterin Fri. Kasprzakow. Um 9 Uhr: CHINA. Ausstattungsstück mit wunderbaren Größtes und sensationellstes Manegen: Wasser und Lichteffekten. Neueste Einlage: Staunenerregende Produktion! Wochentags 7 Uhr. Karlstrasse. Nur erstklassige Direktion: Sonntags 5 Uhr. Specialitäten. J. M. Hütt. Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tanz ohne Nachzahlung. Centralverband der Maurer etc. Bezirk Süden. Sonntag, den 18. November, abends 5 Uhr: Verband der Sattler und verw. Berufsgen. Branchenversammlungen der Berliner Mitglieder: Filiale I( Geschirr- und Galanterie- Sattler) Sonnabend, den 17. November, abends 81/2 Uhr, im Lokal Englischer Hof, Neue Rofstr. 3. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Gen. Paul Jahn über: Handelsberträge und Bolltarife". 2. Diskussion. 3. Beschlußfassung über die Lokal taffe. 4. Verschiedenes. Filiale II( Treibriemen- Sattler) am Sonnabend, den 17. November, abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Buske, Grenadierstraße 33. Filiale III( Taschen- und Kofferbranche) Dienstag, den 20. d. M., abends 9 Uhr, im Gewerkschaftslinhaus, Engel- Ufer 15, Seitenfi. 1 Tr. Filiale IV( Militäreffekten- Sattler) am Sonnabend, den 17. November, abends 81/2 Uhr, im Lokal Arminhallen, Kommandantenstraße Nr. 20. Tages- Ordnung: 1. Bezirkskonferenz der Provinz Brandenburg und Wahl der Delegierten. 2. Die Verschmelzung der Berliner Filialen. 3. Verschiedenes. Filiale V( Teppich- und Linoleumleger) Versammlung mit Frauen ieben Montag nach dem 1. und 15. eines jeben Monats abends im Lokale Schönleinstraße Nr. 6. Tages Ordnung: Vortrag der Genoffin Frau Mesch über: Hat die Frau die Pflicht, am sich am proletarischen Klassenkampf zu beteiligen?" 190/14 Nach dem Vortrag: Gemütliches Beisammensein mit Tanz. Um rege Beteiligung bittet Die Verbandsleitung. Achtung! Maurer. ( Vertrauensmänner- Centralisation.) Die Ertürmung der 20 Fuß hohen glatten chinesischen Die Giffung der deutschen Flagge. Maner. Worgen, Com 71, 17. Sovember, Mitglieder abends 71/2 Uhr: Grande Soirée High- Life. 3 Aften( 7 Bildern) von E. Ritterfeldt. Rawsone u. June.- LöwenAnfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonnabend, nachm. 4 Uhr: KinderBorstellung: Nübezahl u. Schneider Benedict. Ein neues Kindermär chen von J. Dill. Thalia- Theater Dresdenerstr. 72. Nur noch bis intl. 20. November: Der Liebesschlüssel. Bußtag: Oratorium Paulus". Donnerstag, 22. November: Zum erstenmal: Amor von hente. Seceffionsbühne. Alexanderstr. 40. Der Tod des Tintagiles. Ein Heiratsantrag. Morgen: Die Bildschnitzer. Daheim. Der Bär. Apollo- Theater. Um 9 Uhr: Fräulein Loreley Ferner: Chavita. Madge Ellis. Um 8% Uhr: Baron. Achtung! Sonntag, den 18. Movember, vormittags 10 Uhr: Mitglieder- Versammlung China etc. Sonntag, 18. November, 312 Uhr und 7/2 Uhr: 2 große Vorstellungen. 130/3 Metropol Theater. Behrenstr. 55/57. Der Zauberer am Nil mit dem originellen Mumien- Ballett. Vorher: Das brillante vollständig neue NovemberSpecialitäten- Programm. Bonhair- Truppe. Brüder Pantzer. Alice Berley Beginn der Vorstellung 8 Uhr, ber Operette 9 Uhr. Rauchen überall gestattet. Cirkus Jansly. Schöneberg, Hauptstrasse, vis- a- vis dem Rathaus. The Josephis Freitag, den 16. November, unerreichte Fesselsprenger. Cäcilie Carola. abends 8 Uhr: 2. GalaSulivan u. Aranka. Eröffnungs- Vorstellung. 10 Specialitäten. Anfang 8 Uhr. in den Boruffia- Sälen, Ackerstraße 6-7. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Die Versammlung wird Punkt 10 Uhr eröffnet. Der Vorstand. Verein der Zimmerer Berlins und Umgegend. Am Sonntag, den 18. November, vormittags 10 Uhr, bei Cohn, Beuthstr. 20( gr. Saal): Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Kameraden E. Frommelt über: Streiflichter von 257/14 der Pariser Weltausstellung". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Gewerkschaftliches. Es erwartet vollzähliges und pünktliches Erscheinen der Mitglieder Der Vorstand. Bretterträger und Brettschneider! Sonntag, den 18. November, vorm. 10 Uhr, im KönigstadtRafino, Alexanderstr. 20, Ecke Holzmarktstraße: 8 Uhr in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20. Filiale VI( Wagen- Sattler) Dienstag, den 20. November, abends 81/2 Uhr, im Lokal des Herrn Mörschel, Jüdenstraße Nr. 35-37. Tages Ordnung: 1. Die Notwendigkeit der Organisation. Referent Rollege Sassenbach. 2. Diskussion. 3. Bezirkskonferenz für Brandenburg. 4. Verschiedenes. Gäste willkommen. Neuaufnahmen finden überall in den Versamm lungen statt. Um zahlreiches Erscheinen ersuchen 160/16 Die Vorstände. Verband des technischen Bühnenpersonals Sonnabend, den 17. November, abends 11 Uhr, Neue Noßstraße Nr. 3: Verlammlung. Tagesordnung: 1. Antrag auswärtiger Kollegen. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Verbandsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. 278/20 Mitgliedsbuch legitimiert. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Orts- Krankenkasse der Maschinenbau- Arbeiter und verwandten Gewerbe zu Berlin. Sonntag, den 18. November 1900, vormittags 9 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: Große allgemeine Mitglieder- Versammlung. T Tages Ordnung: 1. Wie stellen sich die Mitglieder zu der zu erwartenden Kranten: Versicherungsgesetz- Novelle? Referent: Kollege R. Assmann. 2. Bericht über die internationale Konferenz für Arbeiterschutz- Gesetzgebung auf ber Pariser Weltausstellung. Referent: Kongreßdelegierter Kollege C. Gutheit. 3. Aufstellung der Vertreter zur Generalversammlung für 1901. 4. Verschiebenes. Pflicht eines jeden Mitglieds ist es, in der Versammlung zu erscheinen. Bur Deckung der Kosten findet Tellersammlung statt. 1073b Die Elfer- Kommission. J. A.: Karl Geisler, Röpniderftr. 123. Kombinierte Mitglieder Versammlung Berliner Genossenschafts- Bäckerei beider Vereine. Tagesordnung: 1. Besprechung über den fünftigen Ausbau bes Vereins zwecks Verschmelzung beider Vereine. 2. Vorlegung der neuen Statuten. 3. Gewerkschaftliches. Pünktliches und zahlreiches Erscheinen ist Telephon: Amt III, 2931 Pflicht. Die Kommission. 84/16 Tischler- Verein zu Berlin. Sonnabend, den 17. November 1900, abends 8½ Uhr, Melchior: straße 15 bei Lipke: Versammlung. Tages Ordnung: ( E. G. m. b. H.) ( Schutzmarke) Telephon: Amt III, 2931 Neue Hochftr. 18. Plan- fer 33. Reinickendorferstr. 65, Sonnabend, den 1. Dezember, abends 82 Uhr: General- Dersammlung Neue Hochstraße 18, Hof parterre im Comptoir. Tagesordnung: 1. Vorlegung der Bilanz pro Geschäftsjahr 1899/1900 und Beschlußs 4. Vereins- An- faffung über dieselbe. 2. Neuwahl des Vorstands und des Aufsichtsrats. 199/13 3. Statutenänderung. 4. Anträge und Berschiedenes. 1. Bortrag des Schriftstellers Herrn Max Schütte über Robespierre. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom Besuch der Urania. Näheres die Anschlagfäulen gelegenheiten. und Auslagezettel. Gäste( auch Frauen) haben Zutritt. Der Vorstand. Der Vorstand. Die beliebten Wohlfahrts ( Porto und Loose à Mk. 3.30 Liste 30 Pf. zu Zwecken der extra) Deutschen Schutzgebiete. Ziehung 29. November u. folg. Tage zu Berlin. 16 870 Geldgewinne, zahlbar ohne Abzug im Betrage von M. 575,000 HauptGewinn M. HauptGewinn 0° Haupt100,000 50,000 Gewinn 16. 25,000 HauptGewinn 15,000 = 2 a 10 000 20 000 4 à 5000 20 000 10 a 1000-10000 100& 500-50 000 150 a 100-15000 600 à 50-30 000 16000 à 15 240 000 Loosanzahl 500000.- Versand geg. Postanweisung oder Nachnahme durch General- Debit: Bankgeschäft Lud. 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Gläser, Muladftraße 27.* tirchstraße 14a, I. 10496 108/10 Die Ortsverwaltung. Berantwortlicher Redacteur: Dr. Georg Gradnauer in Groß- Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Maurerfilze stets vorrätig Hut geschäft nur Pots damerstraße 61. 1017b Bautischler! Rixdorf! Nr. 268. 17. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Berliner Partei- Angelegenheiten. Moabit: Wedding. Am Montag, den 19. November, abends 8 1hr, findet in den Arminius- Hallen, Bremerstr. 70/71, eine öffent liche Versammlung statt, in welcher Frau Käthe Dunder referieren wird über: Das Verbot der industriellen Frauenarbeit, ein Ausnahmegesek für die Arbeiterin"." Die Vertrauensperson. Die Adlershofer Lokalkommission ersucht die Berliner Partei: genossen, bei den bevorstehenden Herrenpartien am Bußtage auch Sen Gastwirt Schmauser in Adlershof berüdfichtigen zu wollen. Bei den vielen Berichten, welche unfrem Blatte über die Drang falierungen desselben durch den Amtsvorsteher v. Oppen zugehen, mögen diejenigen Vereine und Gesellschaften, welche ihren Ausflug in südöstlicher Richtung von Berlin nehmen, die Bitte beachten, Jeder Barteigenoffe tann sich wohl denken, daß unter den obwaltenden Umständen die Adlershofer Parteigenoffen nicht in der Lage sind, das Lokal der Partei- Agitation allein zu erhalten. $ Weißensee. Heute, Freitag, findet im Lokale des Herrn Sent beil, Königs Chaussee 49, eine Volksversammlung statt. Frau Käthe Dunder Leipzig hält einen Vortrag über Kohlennot". Ferner Berichterstattung und Neuwahl der Vertrauensperson. Bahlreiches Erscheinen, hauptsächlich der Frauen, ist erwünscht. Der focialdemokratische Verein Johannisthal und Nieder: Schöneweide hält feine Mitgliederversammlung am 17. November, abends 82 Uhr, im Lotale von Senftleben ab. Genosse Haseloph spricht über Gesellenausschüsse und Handwerkerkammern. Kommunales. Freitag, 16. November 1900. sollen, sondern daß in dieser Beziehung eine gewisse Abwechslung aber leider sehr zutreffend ausdrückten. Unter einem Bostkolli ver stattfinden soll. Dadurch, daß die Vorträge an zwei Wochen steht man allgemein wohl ein Baket, das einschließlich Verpackung tagen stattfinden im Vorjahr war nur der Donnerstag gewählt- 10 Bfund wiegt. Als ich die Kiste auf dem Zollamt öffnete, fand soll jedem, der einen Ueberblid über das gesamte behandelte Gebiet ich nur 6 Bfd. Butter darin; die Kiste hatte ein Gewicht von zu erhalten wünscht und deshalb alle Vorträge besuchen will, die 21/2 Pfd., fodaß das ganze Batet 81/2 Pfd. wog. Für die Kiste habe Möglichkeit dazu geboten werden. In den Rahmen der Kurse sollen ich 1 Mart zahlen müssen; das Porto betrug 1. 15 Bfg., der neu aufgenommen werden Vorträge über die hygienische Bedeutung Boll 45 Pfg.. fodaß das Pfund galizischer Butter mir auf 1 M. 35 f. der Fabritinspektion, die zu halten die Gewerbe Inspettoren, zu stehen tommt. Hoffentlich dient diese Mitteilung anderen aur welche ebenfalls in der Versammlung vertreten waren, sich erboten Warnung. haben, sowie Vorträge über Frauenkrankheiten; für einige andre Themata soll durch Teilung eine eingehendere Behandlung ermöglicht Bersonen nehmen sich vielleicht den folgenden aus Magdeburg Die für die städtische Straßenreinigung verantwortlichen werden. In der anschließenden sehr lebhaften Diskussion wurden von den berichteten Borfall zur Notiz: Der Kaufmann V. beabsichtigte am Aerzten, insbesondere von solchen, die schon an dem ersten Versuch Neujahrstage dieses Jahres früh etwa um 9 Uhr von der Himmelals Vortragende teilgenommen hatten, noch eine Reihe wertvoller reichsstraße über den Breitenweg hinweg nach der Bärstraße zu Anregungen geäußert. Die Aerzte wählten schließlich eine fieben reiten. Es herrschte nebliges Frostwetter, so daß das Asphaltpflaster gliedrige Kommission, die gemeinsam mit der Centralkommission des Breitenwegs überaus glatt war. Gleichwohl war an der leberüber den endgültigen Plan beraten soll. Wir werden seiner Beit das gangsstelle in leiner Weise durch Bestreuen Fürsorge getroffen, um heute die Teilnahme an diesen Vortragskursen warm empfehlen unter Qualen nach 24 Stunden verendete. Herr B. flagte nun Ergebnis dieser Beratungen unsren Lesern mitteilen, denen wir schon die Bassage zu sichern. Jufolge dessen stürzte das Pferd des B., und zwar so unglüdlich, daß es einen Schädelbruch erlitt und wollen. gegen die Stadt Magdeburg auf Ersatz des Wertes des Tieres mit 2000 M. Er behauptete, wenn die Stadt die zum Ber Neu- Eröffnung des Märkischen Provinzial- Museums. Durch den Abbruch des alten Stöllnischen Rathauses in der Winter so gefährlichen Luruspflaster, wie Stampfasphalt, belege, tehr für Fuhrwert und Reiter bestimmte Fahrstraße mit einem im Breitenstraße ist das Märkische Provinzial- Museum, das lange Jahre habe sie auch die Verpflichtung, die Pferdebefizer durch Bestreuen darin untergebracht war, bekanntlich zum Umzug genötigt worden. gegen Gefährdung ihres Eigentums zu sichern. Darin, daß die Da aber die Vollendung des Neubaus, den man dem Museum am Organe der Stadt diese Pflicht vernachlässigt hätten, fand er grobes Märkischen Platz bei der Waisenbrüde errichtet, eine Reihe von Verschulden derselben. Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuche hafte die Jahren auf sich warten laffen wird, so hat man die für die Geschichte Stadt für dessen Folgen. Die Beklagte versuchte demgegenüber der Stadt Berlin und der Mark Brandenburg so interessanten darzulegen, daß gestreut gewesen sei. Ihre Behauptung wurde aber Sammlungen unterdes in dem Markthallen- Gebäude Zimmerstr. 91/92 durch die Beweisaufnahme widerlegt und die Stadt Magde Für die höheren Lehranstalten leistete die Stadt Berlin in untergebracht, in dem sich auch vorläufig das Gewerbegericht und burg verurteilt, Herrn 2. 2000 M. zu zahlen und ben 10 Jahren von 1889/90 bis 1898/99 folgende 8uschüsse pro die Magistratsbibliothek befinden. sämtliche Sosten zu tragen. Schüler: 94,50 W., 99,90 m., 111,20 m., 114,00 m., 115,30 M., Museums wieder eröffnet worden, und zwar die Abteilungen für die Am gestrigen Donnerstag ist nun ein Teil des Märkischen 129,50.,( 1895/96) 111,50 m., 117,00 m., 132,90 m., 142,90 M. Gegenstände aus mittelalterlicher und neuerer Zeit. In den Sälen Das plögliche Herabgehen des Zuschusses im Jahre 1895/96 auf 111,50 m. für die vorgeschichtlichen und die naturwissenschaftlichen Sammlungen hatte seinen Grund in der am 1. April 1895 eingetretenen Erhöhung ist die Aufstellung noch nicht beendet, so daß diese noch nicht zugänglich des Schulgelds. Die Wirkung dieser Maßregel war aber nur vorüber- find. Dem Besucher ist zu raten, zuerst die ganze Zimmerflucht bis gebend. Der Zuschuß ist in den nächsten drei Jahren bereits wieder zum letzten Raum zu durchschreiten und dann langsam zurüdzu um 31,40 m. gestiegen. Die erneute Steigerung ist allerdings wandern, da man auf diese Weise von den früheren Geschichtsnicht allein darauf zurückzuführen, daß inzwischen größere Aufwendungen epochen zur Neuzeit vorschreitet, was praktischer und belehrender ist. für die höheren Lehranstalten geltend gemacht worden sind. Sie erklärt sich vielmehr im wesentlichen daraus, daß die Schülerzahl mittelalterliche Waffen, Rüstungen, Werkzeuge und Hausgeräte dar Auf diese Weise beginnt der Besucher mit dem Zimmer, in dem der höheren Lehranstalten seit längerer Beit nebenbei bemerft: gestellt sind. Es folgt ein Naum für die mittelalterliche firchliche nicht erst, wie vielfach angenommen wird, seit der Schulgeld unst, der allerdings weder vom kunsthistorischen noch vom Schulgeldent erhöhung- start zurüdgegangen ist, so daß die Ausgaben sich geschichtlichen Standpunkt sehr Hervorragendes bietet auf eine immer geringere Bahl von Köpfen verteilen. verteilen. Der wenig bedeutenden Stellung der Mark in der kunstDer Zuschuß pro kopf beträgt jest weit über das geschichtlichen Doppelte desjenigen, den die Stadt pro Gemeinde- Perioden allerdings auch nicht bieten kann. Von den frommen verEntwidlung der romanischen und gotifchen schultind leistet. Die Gemeindeschulen erforderten 1898/99 einen goldeten Engeln, den Weihwasserbecken und Abendmahlstelchen gleich Buschuß von rund 64,25 m. pro Kind. Zwar bleibt der Zuschuß für in den Raum für Folterwerkzeuge und Inquisition. Das ist die städtischen höheren Mädchenschulen weit hinter diesen Zahlen zurüid. eine sehr sachgemäße Aufeinanderfolge. Hier find all die grausamen Aber selbst wenn man die höheren Lehranstalten für Knaben und die Geräte aufbewahrt, mit deren Hilfe geistliche und weltliche Herren für Mädchen ebenso als ein Ganzes behandelt, wie das bei den ben armen Sündern Geständnisse abzupressen wußten. Wir finden Bollsschulen geschieht, so ergiebt sich bei den höheren Lehranstalten für Daumenschrauben, spanische Stiefel, spanische Mäntel und vieles der 1898/99 immer noch ein Zuschuß von rund 116 M. pro Kopf, also gleichen. Auch ein fürstlicher Erfinder ist mit einem seiner Werke ungefähr doppelt so viel wie bei den Gemeindeschulen. Stellt hier vertreten. Fürst Leopold von Anhalt- Desjau tam nämlich Anno man übrigens diese Zahlen, 116 Mart für jeden Schüler oder 1760 auf den ingeniösen Einfall, daß man einen Menschen verjede Schülerin der höheren Lehranstalten und 64,25 M. für jedes hältnismäßig schnell zum Geständnis seiner Sünden bewegen könne, Gemeindeschulkind, neben einander, dann springt es so recht deutlich wenn man ihm nichts zu essen und zu trinken gäbe, sondern ihn, an in die Augen, wie unberechtigt das Geschrei des Händen und Füßen gefesselt, in einen hölzernen Trog schnallte und Berliner Freisinns über die hohen Stoften diesen in ein heißes Zimmer stellte. Nach wenigen Tagen hatte unferes Gemeindeschulwesens iſt. Selbst wenn man dann schon seine Geständnisse. Auch geschichtlich denkwürdige heute mit einem Schlage was natürlich fein vernünftiger Stücke finden wir. So das Rad, mit dem noch 1887 auf dem GartenMensch verlangen wird die Frequenz in sämtlichen Gemeinde- play in Berlin eine Hinrichtung durch Rädern, an einer Witwe schultlaffen auf beinabe die Hälfte herabgejezt würde, also die 8ahl Meyer vollstreckt, stattfand. der Schulen, der Klassen, der Lehrkräfte usw. beinahe verdoppelt finnige Hödel 1878 hingerichtet wurde, ist vorhanden. Auch das Beil, mit dem der wahnwürde, dann käme der Zuschuß pro Gemeindeschulkind immer erst demjenigen gleich, den die Stadt für die Schüler und Schülerinnen der höheren Lehranstalten zahlen muß. Lokales. " bei 18. und 19. Jahrhundert aufgespeichert. Erinnerungen aus der Zeit Im folgenden Zimmer find denkwürdige Gegenstände aus dem der Herrschaft Napoleons in Preußen, z. B. das Plakat, das nach der Schlacht bei Jena, in der das preußische Juntertum zusammen gebauen wurde, in Berlin angeschlagen wurde:" Der König hat eine Bataille verloren. Jetzt ist Ruhe die erste Bürgerpflicht." 11-1/ 2 und Montag und Donnerstag von 11-22 Uhr. Das Museum ist für das Publikum geöffnet Sonntags von Vertreter von 59 bürgerlichen Bereinen zu einer Konferenz erschienen, die fich auf die folgende, dem Polizeipräsidenten vorzulegende Resolution einigte: Aus der Stadtverordneten- Versammlung. In den folgenden Räumen finden wir dann funst- und haus. Mit Rücksicht auf die erschreckend hohe Bahl von gewerbliche Gegenstände aus den letzten beiden Jahrhunderten, BeBerunglüdungen, die in den legten Monaten im Berlinerleidungsartikel, Schmuck, Wirtschaftsgegenstände und vieles andere Straßenbahn- Betriebe vorgekommen find, hat eine An für die kulturgeschichtliche Entwicklung der Mark Brandenburg und zahl von Stadtverordneten den Antrag eingebracht, den Stadtpläne und Abbildungen vorhanden, die uns Kunde bringen von der Stadt Berlin Interessante. Selbstverständlich sind auch viele Magistrat au eriudhen, aweds geeigneter Maß dem alten Berlin, das bis auf wenige Reste schon längst der Spitznahmen zur Berhütung solcher Unfälle schleunigst mit dem Polizeipräsidium Verhandlungen anzufnüpfen. hacke zum Opfer gefallen ist. Der Antrag wurde von der Bersammlung, so weit wir gefehen haben, einstimmig angenommen. Das kann der Straßenbahn- Direktion und dem zum Schutz gegen fie angerufenen Magistrat wie dem Polizeipräsidium als Beweis dafür dienen, wie allgemein Die Agitation gegen den Straßenhandel wird jetzt besonders die durch die Straßenbahn geschaffenen Bustände als unhaltbar an- lebhaft betrieben. Gestern waren in Kellers Neuer Philharmonie die gesehen werden. Auch die gesamte Bevölkerung Berlins -mit Ausnahme hoffentlich nur der Straßenbahn Direktion, der Aktionäre und sonstiger Interessenten dürfte dem Beschluß der Stadt verordneten- Versammlung zustimmen. Wir denken, daß er auch den Beifall ber Straßenbahn- Angestellten finden wird wenigstens aber derjenigen, die Einsicht genug befizen, um zu erkennen, daß ihre Interessen nicht von der Direktion am besten gewahrt werden. Der Stadtverordnete Dinse, der den Antrag begründete, und unser Genosse Stadtverordneter Wurm wiesen darauf hin, daß ein großer Teil der Schuld an den zahlreichen Unfällen auf die lange Arbeitszeit des Personals zurückzuführen ist. Namens des Magistrats machte Stadtbauraut Krause den schwachen Versuch, die Straßenbahn etwas zu entlasten. Er verlas ein Schreiben der Direktion, das die ganze Schuld auf das Publikum schiebt und in dem im Saale wie auf der Tribine mit schallender geiterfeit aufgenommenen Sage gipfelt:„ Der beste Schuß ist der Selbstichuz des Publikums". Im übrigen merkte man es Herrn Krause an, daß ihm seine Ausführungen nicht sehr von Herzen tamen. Der Magiftrat dürfte fich der Pflicht, dem Beschluß der StadtverordnetenVersammlung Folge zu geben, schwerlich entziehen. Hygienische Vortragskurse. Die vom Centralverband der Vereine felbständiger Gewerbe treibender einberufene Straßenhandels- Konferenz erblickt angesichts der statistischen Feststellungen im Straßenhandel eine dauernde und nachdrückliche Schädigung des seßhaften Handelsgewerbes und Grundbesizes, sowie eine Gefahr für die Gesundheit, Verkehrs ficherheit und Sittlichkeit der Bevölkerung und fordert deshalb eine Beschränkung des Straßenhandels." Der Straßenhandel mit Lebensmitteln muß überhaupt, der mit andren Waren nach 9 Uhr abends verboten werden. Ebenso soll die Benutzung von Wagen und Karren sowie das Einnehmen fester Verkaufsstellen den Händlern untersagt sein. Der Straßenhandel barf nur erwachsenen, sonst erwerbsunfähigen Personen, und zwar nur für eigne Rechnung gestattet bleiben und nur unter Benuzung von bon einer einzelnen Person tragbaren Behältern ausgeübt werden." denunciert. Dreißig Auserkorene aus dem Rechtsanwaltsstande Berlins hat der Präsident des Reichs- Militärgerichts als Ver teidiger vor diesem Gericht zugelassen. Bekanntlich stellt die famose neue Militärgerichts- Ordnung die Zulassung der Berteidiger bei Militärgerichten völlig in das Belieben der Militärbehörden. präsident eine Bekanntmachung, der wir den Hinweis entnehmen, Zu der Volkszählung am 1. Dezember erläßt der Polizeis daß die Haushaltungsvorstände nur die Zählpapiere in Empfang zu geeignete Vertreter ausfüllen laffen müssen. Vom 1. Dezember, nehmen haben und sie gemäß der Anleitung ausfüllen oder durch mittage 12 Uhr ab, find die Bapiere zur Abholung durch den Zähler bereit zu halten. Die Viehe und Obstbaumzählung wird nicht nach Haushaltungen, sondern nach Gehöften vorgenommen, und die Befizer fönnen die gählung, namentlich der Bäume, dadurch sehr er Bäume, nach den vier Hauptforten getrennt, vergewissern, um sie leichtern, daß fie schon vor dem Dezember fich über die Zahl der dann später in die Bählfarte einzutragen. Die durch die Zählung gewonnenen Nachrichten über einzelne Personen und deren Befizz werden niemals veröffentlicht oder für andre als statistische, besonders auch nicht für steuerliche oder fistalische Zwede benutzt. Die Zählpapiere selbst werden nach beendigter Arbeit ein⚫ gest ampft, jedermann darf danach insbesondere auch sicher sein, daß die Angaben seiner Zähllarte über Alter, Bekenntnis, Staatsangehörigkeit, Militärverhältnis, Beruf und Erwerb, etwaige Mängel und Gebrechen usw. niemals vor unberufene Augen kommen oder an die Oeffentlichkeit gelangen werden. Verständnis für die hohe Bedeutung der Volkszählung Bei der Arbeiterschaft Berlins darf wohl entsprechendes vorausgesezt werden, und es steht wohl außer Frage, daß sie den Bählern ihre schwierige Arbeit nach besten Kräften er leichtern wird. Die Schule im Dienste der Volkszählung. Zur Erleichte rung der Boltszählungsarbeit ist vor fünf Jahren von Berliner Ges die Zählbriefe mit den Kindern durchzusprechen und diese in der meindeschullehrern der Versuch gemacht worden, in den oberen Klaffen Ausfüllung der Starten zu unterweisen. Die Kinder mußten in ihren Diarien die ihnen diktierten Fragen der Karten für sich und ihre Familienangehörigen beantworten und das Ganze bis zum Bählungstag aufbewahren. Das Verfahren hat sich damals gut bewährt. Die Kinder haben ihre Sachkenntnis nicht nur in der eignen Familie, sondern auch bei den Nachbarn verwertet, und die von ihnen ausgefüllten Karten waren meist einwandfrei. In Lehrerkreisen ist an geregt worden, jenen Versuch bei der diesjährigen Zählung zu wiederholen. Bergangenheit werden in den Münchener Neuesten Nachrichten" Wie Sternberg zu feinen Millionen kam. Aus Sternbergs find, aber angesichts des gegenwärtigen Prozesses doch eine Auf allerlei interessante Dinge veröffentlicht, die zwar nicht alle ganz neu frischung verdienen. Seit mehr als 20 Jahren macht Sternberg schon von sich reden, bald in der Welt oder Halbwelt, in der man sich nicht langweilt, bald an dem Ort, an dem er feine Millionen zusammenraffte, an der Börse. Er hat viele Opfer auf dem Gewissen, denn es war das unabwendbare Echidial der Sternbergschen Unternehmungen, fie gingen zu Grunde und die Aktionäre verloren ihr Kapital. Eine der ersten Gründungen" August Sternbergs war die Vereinsbant. Sie wurde 1881 ins Leben gerufen und schien fich entwideln zu wollen, denn sie verteilte im ersten Jahr 12,75 Broz. Dividende. Sie entwickelte sich auch ganz im Intereffe Sternbergs. Die Dividenden sanken und langten schließlich auf dem Nullpunkt an. Die Aktien wurden an der Börse gar nicht mehr notiert und konnten höchstens als Tapeten Verwendung finden. Die Aktionäre jammerten, aber bei der Liquidation schien ihnen wenigstens ein fleiner Teil ihres Vermögens gerettet werden zu sollen- man bot ihnen 40 Proz. Das war an und für sich schon mehr als eine Bleite erster Güte; zu einem Hervorragend skandalösen Betrug wurde fie aber erst dadurch gesteigert, daß man den Aktionären die 40 Proz. nicht in Bar gab.. Wenn Sternberg jemand die Taschen leeren wollte, so besorgte er das Geschäft gründlich, und so gab er ihnen die 40 Prozent in Aktien der Skastaer Rohlenwerte. Das war eine ber vielen Gruben, die er andern gegraben hat. Sternberg ist ein Meifter der Schiebungen gewesen. Er gründet Banten, diefe gründen wieder andre Unternehmungen, und nun werden die Millionen zwischen diesen verwandten Instituten hin und hergeschoben, daß kein Mensch mehr flug daraus wird. Nur über den schließlichen Verbleib ist man sich flar, fie gelangen alle in den Arnheim Stern Weimarer Bant. Das Gesamikapital dieser Bank wurde bergs. Das Schieben war auch ein Charakteristikum ber burch 11 720 Stimmen repräsentiert, und von diesen gehörten 8000 die fich rühmen tann, auch von Sternberg gegründet au fein. Die der Häuser und Grundbesizer- Attiengesellschaft", tum der Weimarer Bant, die von der Aktiengesellschaft ein Kapital Attien dieser Gesellschaft aber befanden sich hinwiederum im Eigen von 9 Millionen Mart zu fordern hatte. Der Mitarbeiter der Münch. aller Attien der Weimarer Bant sich in deren eignem Befiz befanden. In der Bilanz vom 15. Januar 1894 waren Kontokorrent Debitoren mit nicht weniger als 17 111 490 m. aufgeführt. Die Grundbesitzmit nicht weniger als 17 111 490 m. aufgeführt. Die Grundbesitzattiengesellschaft hatte im Jahre 1892 auch Kreditoren für 9 392 651 M., und das bei einem Aktienkapital von 500 000 W. Zwei Jahre später arbeitete dieses herrliche Unternehmen schon mit einer Unterbilanz von zwei Dritteln des Grundfapitals... Die Agitation gegen den Straßenhandel wird außer von Innungsleuten und Personen, die die Mittelstandsrettung als ge legentliche Profeffion betreiben, namentlich von Hausbefizer- Vereinen gepflegt, deren Sitglieder sich von der Ansicht leiten lassen, daß fie nach Unterdrückung des Straßenhandels die Ladenmieten noch ärger Die, Centralkommission der Krantentassen als bisher steigern fönnen. Bemerkenswert war eine Mitteilung der Berlins beabsichtigt die unentgeltlichen hygienischen Vortrags- Straßenhändler dieses Berufszweigs aus Angestellten großer Bürstenmacher und Korbmacher Innung, wonach die Mehrzahl der furse, welche zum erstenmal im letzten Winter unter Mitwirtung Firmen besteht. vieler Aerzte und unter zahlreicher Beteiligung der Arbeiterschaft stattfanden, im ersten Quartal 1901 zu wiederholen. Bur Vor- Stadtverordneter Marggraff wegen Majestätsbeleidigung beratung des Plans fand am Montag, den 12. November, im Gewerkschaftshause eine Besprechung statt, zu welcher die Berliner Byzantinismus obenauf ist, find selbst die parlamentarischen Körper Vor dem Lumpengefindel, das in der Aera des Aerzteschaft eingeladen war." Der Besprechung voraus ging eine Besichtigung der hygienischen Einrichtungen des Gewerkschaftsschaften schon nicht mehr sicher. So ist gegen den der Neuen Fraktion hauses, insbesondere der Arbeiter Serberge, seitens der der Linken angehörenden Stadtverordneten Marggraff eine Denun- N. Nachr." präcisiert dieses Verhältnis furz dahin, daß zwei Drittel erschienenen Aerzte, die mit größter Aufmerksamkeit den Erläute- ziation wegen Majeftätsbeleidigung bei der Staatsanwaltschaft einrungen der Herren Saffenbach und Busse folgten, und gereicht worden, weil Marggraff angeblich bei einem Hoch auf den durch zahlreiche eingehende Fragen ihr lebhaftes Intereffe befundeten. Staiser, daß in der ersten Stadtverordneten- Sigung dieses Jahres Die Besprechung über den Organisationsplan der neuen Kurse wurde gewohnheitsmäßig ausgebracht wurde, figen geblieben ist! von der Centraltommission eingeleitet durch ein Referat des Herrn Dr. Lennhoff, der das günstige Ergebnis des erstmaligen Ver Bor galizischen Schwindlern mußten wir schon häufig warnen. fuchs hervorhob und die Abänderungen erläuterte, welche die Central- Bu diesem Thema schreibt uns ein Leser: Bor furzem annoncierte tommiffion auf Grund der bisherigen Erfahrungen in Aussicht ge ein Herr Joczes, Probuzna via Myelowig in hiesigen Blättern, daß nommen hat. Als wichtigste Abweichung heben wir die hervor, daß er ein Posttolli Butter für 5. 50 Bf. liefere. Ich war fünftig nicht durchweg in sämtlichen 8 Vortragslurfen im Vor fo thöricht, mich durch diese Annonce verleiten zu laffen und auf den jahre waren es nur 7- die gleichen Gegenstände behandelt werden Leim zu gehen, wie sich die Beamten im Zollspeicher zwar hart, abends 8 Uhr, finden zur Agitation für den Ach tuhr BadenZur Agitation für den Achtuhrschluk. Am heutigen Freitag, ich I uß zwei Bersammlungen statt. Im Friedrichstadt- Safino, Friedrichstr. 286, spricht Berr Döring Hamburg, in den Boroussia Sälen, Aderftr. 6-7, unfer Parteigenoffe, der Reichstags- Abgeordnete und aus fleinen Anfängen heraus sich zu großem Wohlstand emporEmil Nosenow. Der Kartenbrief geht in feiner Verwendung immer mehr gurid. Während im Jahre 1898, dem ersten vollen Kalenderjahre nach seiner Einführung, noch über 8 Millionen abgesezt worden waren, wurden im Jahre 1899 nach Ausweis der amtlichen Statistit nur noch 4299 136 Stück, also nicht viel mehr als die Hälfte, abgefeßt. Was das heißt, wird flar, wenn man bedenkt, daß der Verbrauch von Fünfpfennig- Postkarten in den beiden Jahren von 588 auf 653 Millionen gestiegen ist. Zum Studium der Pariser Untergrundbahn wird die städtische Verkehrsdeputation mehrere Mitglieder nach der Hauptstadt Frankreichs entfenden. Die Herren werden Mitte Dezember in Paris eintreffen. Versammlungen. gearbeitet hat, war schon seit längerer Zeit sehr nervös. Am 26. September teilte er seinem Geschäftsvertreter mit, daß er für Köpenick. Am 14. November cr. fand hier wieder eine gut einige Zeit nach Helgoland und von dort nach der Pariser Welt- befuchte öffentliche Voltsversammlung zum Zweck der Stadtverordneten ausstellung fahren werde. Danach entfernte er sich, und man hat wahl statt. Nachdem die Versammlung beschlossen hatte, von der Aufstellung des Kandidaten Adolf Schulz Abstand zu nehmen, feither nichts von ihm vernommen. Die für Sonntag, den 18. d. M., im Königlichen Schauspielhause an: da sein Verhalten gegenüber der socialdemokratischen Partei dazu des Vereins„ Berliner Presse" muß um 14 Tage verschoben werden, da die Beifall aufgenommenen Vortrag über Was fordern wir von unsrer gekündigte Mittagsvorstellung zu Gunsten der Unterstüßungsfaffen zwingt, hielt Genoffe Theodor Megner einen mit großem Vorbereitungen zu der Pantomine la main" mit fo großen Schwierig Kommunevertretung?" Da der überwachende Beamte um 10 Uhr teiten verbunden sind, daß sie in dieser kurzen Zeit nicht zu Ende geführt die Versammlung der Polizeistunde" wegen auflöfte, konnte die werden können. weitere Tagesordnung nicht erledigt werden. Gegen den Beamten Cirkus Busch. Ganz unheimliche Künste waren es, in denen foll unter Hinweis auf den Beschluß des Ober- Verwaltungsgerichts Herr Rösner sich gestern im Eirtus vor einer geladenen Gesell- Strafantrag eingereicht werden. schaft produzierte. Das Fesselsprengen ist zur Zeit im Artistenleben Friedrichshagen. Am Sonnabend, den 10. d. Mts., tagte in Die erste Probefahrt auf der elektrischen Hochbahn ist erst etwas so gewöhnliches wie das Schwören gewagter Gide in am Mittwoch unternommen worden, da die Firma Siemens u. Halske forensischen Sensationsdramen; aber das, was unser Bauberkünstler Ilges Gesellschaftshaus hierselbst eine sehr gut besuchte Boltsvervon der anfänglichen Abficht, schon zu Anfang dieses Monats Probe- geuten, bei denen von abgekartetem Spiel auch nicht entfernt die Der Referent erntete nach seinem zweistündigen Vortrage reichen zu wege brachte, übersteigt alle Begriffe. Herr Rösner ließ sich von sammlung. Fri 8ubeil referierte über: Die politische Lage." fahrten anzustellen, aus betriebstechnischen Gründen hatte abjehen Rede sein konnte, nicht allein Hände und Füße umständlich ver- Beifall. In der Diskussion appellierte Sonnenburg an die Anmüssen. Nachdem die schon fertigen Hauptanlagen der Bahn schnüren und versiegeln, sondern auch an Hals und Rumpf wesenden, der politischen Organisation beizutreten. Die Beschlußdurch den Polizeipräsidenten v. Windheim und einige höhere Be anten des Polizeipräsidiums eingehend besichtigt worden waren, Beschränkung mit Kunst- fassung über die Gründung einer Parteispedition wurde vertagt. Die nahmen diese Herren an der Probefahrt teil. Es wurde im Beisein fertigkeiten auf, die gewöhnliche Sterbliche mit ihren zehn Debatte über Gründung eines Gewerkschaftshauses mußte der vordes bauleitenden Oberingenieurs mit einem Motorwagen auf der Freiheit dreffierten Fingern faum auszuführen im ftande gerüdten Zeit halber ebenfalls abgebrochen werden. sind. Unser Künstler gab im gebundenen Zustande u. a. auf drei Hochbahn vom Schlesischen Thor über das Kottbuser Thor bis oder vier Instrumenten ein in Wagnerscher Richtung empfundenes zur Haltestelle Prinzenstraße gefahren. Das Ergebnis war durchaus befriedigend. Bei einer Fahrgeschwindigkeit von 15 Kilometer in Stonzert zum Besten und kompletierte ebenfalls recht erfolgreich der Stunde entstand feinerlei Henimnis. Auch das Geräusch ist, dank seine Toilette. Diese Kunstfertigkeit machte einen wahrhaft herzder Kiesbettung, auf der die Geleise ruhen, nur sehr gering. Die erquickenden Eindruck und weďte in uns aufs neue den freudigen vember, abends 81/4 Uhr, im Lesesaal, Unter den Linden 16( Gartenhaus): Zuführung der Kraft ebenso wie des elektrischen Lichts zur Be- Glauben an die Unbesiegbarkeit des menschlichen Geistes. Denn, leuchtung des Motorwagens erfolgt zur Zeit von der inmitten der fallulierten wir, mag die Menschheit auch noch so arg von den Geleispaare angeordneten Zuführungsschiene durch einen seitlichen Mächten der Finsternis in Ketten geschlagen werden; es finden sich Stromabnehmer, der provisorisch im Wagen selbst angebracht worden doch immer gescheidte Leute, die ihr aus schlimmster Bedrängnis ift. Später, bei ordnungsmäßigem Betriebe, wird der Stromabnehmer die Hypnotisierungen, die Herr Rösner an einigen Mitgliedern der einen Ausweg sichern. Einen verblüffenden Eindruck machten auch dem Drehgestell angefügt werden. Die Probefahrten werden nunmehr planmäßig fortgefegt werden. Gesellschaft vornahm. fesseln, und und wartete in dieser in Aus den Nachbarorten. = Brandenburger Haufes, Sonntagvormittag 10% Uhr, Herr Dr. Rudolf Humanistische Gemeinde, Mohrenstr. 47, im oberen Saale des Der Weg zum Glüd." Benzig: Sechster Vortrag seines Bortragscyklus Hindernisse des Glücks. Damen und Herren haben freien Zutritt. Deutsche Gesellschaft für ethische Kultur. Freitag, den 16. NoHerr Justizrat Hermann Stern über: Kolonialwesen und ethische Kultur." Nach dem Vortrag: Diskussion. Berliner Kranken Unterstütungs- und Begräbnis- Verein für Frauen und Mädchen, gegr. 1892. Heute abend 9 Uhr in den Armina hallen, Kommandantenstr. 20: Geschäftliche Sigung. Tischlerverein zu Berlin. Sonnabend, den 17. November, abends 812 Uhr, Melchiorstraße 15: Versammlung. Vortrag des Schriftstellers Herrn M. Schütte. Vermischkes. Ein Hausdieb, der seit Jahren in einem hiesigen Warenhaus angestellt war, ist in der Person eines Hausdieners Wiese verhaftet worden. Die Verwaltung des Hauses nahm seit langer Zeit wahr, programm des städtischen Krankenhauses endgültig genehmigt. Der Schöneberg. In der letzten Magistratsfizung wurde das Baudaß fleinere aber wertvolle Sachen, wie kostbare Operngläser, Uhren Anlauf des Pfarrgrundstüds ist noch immer nicht zu stande gekommen; Nachricht: Eine neue Spur wird in der Winterschen Aus Konit erhalten antisemitische Blätter folgende feltfame und dergleichen abhanden famen. Alle Nachforschungen führten zu jedenfalls glauben die Bekenner der Entfagungs Religion mit Morbangelegenheit feit einigen Tagen von hier anivefenden feinem Ergebnis, auf den den langjährigen Hausdiener Wiese bem Verkauf ein gutes Geschäft zu machen. Um aber eine Ver Brivatbeteftibes verfolgt. Die tönigliche Staatsanwaltschaft aber, der im Badkraum beschäftigt war, hatte niemand Verdacht. zögerung der Vorarbeiten mit Rücksicht auf den festgestellten ArbeitsEin Zufall entlarvte ihn schließlich. Ein andrer plan und den für Anfang Herbst 1901 in Aussicht genommenen Bau- unterstützt die privaten Bestrebungen, die wirklich Schuldigen zu Hausdiener fand einen Pfandschein über ein Opernglas beginn durch diese Weigerung nicht herbeizuführen, beschränkte sich ermitteln. Als Ausgangspunkt der neuen Recherchen dient der mit Perlmuttereinfaffung, das für zehn Mark verfekt worden war, die Stadtverwaltung auf die Aufstellung eines Projekts für das von Schneidermeister Plathsche Sad nebst Backpapier, in welchem der und übergab ihn der Polizei. Wenn der Schein auch auf einen ihr bereits erworbene Terrain. Dieses ist für eine Anlage mit etwas Leichnam Winters gefunden wurde. Es ist jetzt eine Richtung geLeichnam Winters gefunden wurde. Es ist jetzt eine Richtung geandren Namen lautete, fo ermittelte man durch die Personal- verminderter Bettenzahl zureichend. Die Ausführung des Baus sont funden worden, wo die Packleinewand geblieben sein kann. Ueber beschreibung doch bald, daß Wiese der Pfandgeber war. Nach seiner zunächst nur in einem Teil erfolgen und zwar ist nach Maß schweigen gewahrt. Auch in Berlin finden dieferhalb Nachforschungen Berhaftung förderte eine Haussuchung noch mehr derartige Scheine gabe der gefaßten Beschlüsse ein Krankenhaus für 300 Betten vor statt. In den nächsten Tagen wird ein Haus, welches in der Nähe Maß- ben gegenwärtigen Stand der Ermittelungen wird größtes Still, zu Tage. Trozdem leugnete Wiese anfangs, später aber gestand er, gesehen. daß er die Diebereien schon längere Zeit betrieben hatte. Er wurde der Winterschen Wohnung liegt, einer gründlichen Durchsuchung daraufhin dem Untersuchungsrichter zugeführt. Der Dieb hatte es Adlershof. Nach einer Bekanntmachung des Gemeinde Vor- unterzogen werden; man spricht auch schon von Nachgrabungen usw. verstanden, die Sachen umbemerkt vom Badkraum wegzuschaffen und stehers soll am Sonnabend die Einweihung der neuerbauten Kirche Hier hat sich ein Stomitee gebildet, welches Detektives engagieren Sie dann sofort bei verschiedenen Pfandleihern versetzt. in Anwesenheit der Kaiserin erfolgen. Hoffentlich wird dem Grafen will, denen weitere Ermittelungen beziv. Aufklärungen übertragen Mirbach, der sich unter der Begleitung befinden wird, die Freude werden sollen." Von dem Wirken der Detektivinstitute haben ber Ein Finanzgenie im kleinen. Der Fleischer Karl Schmidt, an der Einweihung nicht verleidet, wenn er erfährt, daß die Adlers- fchiedene Gerichtsverhandlungen und neuerdings erst die Sternberg. der in der Usedomstr. 10 ein Solonialwarengeschäft betrieb, hat zahl- hofer Einwohnerschaft zu zwei Dritteln aus Socialdemokraten Affaire ein recht appetitliches Bild gegeben. Man muß der Nach reiche Kunden um ihre Ersparnisse betrogen. Schmidt hatte längere besteht, welche von ihm so geschmackvoll als Rhinozerosie bezeichnet richt, daß ein Staatsanwalt das Treiben solcher Gesellschaften unterBeit eine Umtauschstelle des Spar- und Rabattvereins Norden. Dieser worden sind. Wie bei der Grundsteinlegung, so wird auch diesmal ftügt, trog allem wohl einige Zweifel entgegen bringen. Verein giebt Sparmarken aus, die an verschiedenen Stellen gegen Wert die Arbeiterschaft Gelegenheit nehmen, über die Zweckmäßigkeit der marten umgetauscht werden. Die Wertmarken werden am Jahresschluß. Kirchenbauten sich zu äußern und es findet daher am Sonntag Das Reisegepäck einer Theaterprinzessin. Man schreibt der vor Weihnachten, von der Geschäftsstelle eingelöst. Schmidt gab nun nachmittag 4 Uhr im Schmauserschen Saale. Bismardstraße 16, eine Boff. 8tg." aus Paris: Sarah Bernhardt hat eine Gastden Leuten, die bei ihm Wertmarken eintauschen wollten, nicht solche, Voltsversammlung statt. Bekanntlich haben nach der Grund- spielreise nach Amerita angetreten, nachdem sie mit dem„ Aiglon" fondern Papierstücke, die er mit der Aufschrift 1 Mark Rabatt" oder steinlegung fofort an 80 Einwohner ihren Austritt aus der die Sahne der Theatereinnahmen während der Ausstellungszeit abhöheren Beträgen und seinem Geschäftsstempel versah. Er schützte Kirchengemeinde erklärt. geschöpft hat( rund 2 100 000 Fr. in sechs Monaten!). Ehe fie sich immer vor, daß er keine Beit gehabt habe, die richtigen Wertmarken Die Errichtung eines Elektricitätswerks in Potsdam einschiffte, ließ fie nach ihrer majestätischen Gewohnheit ihren Leib von der Geschäftsstelle zu holen. In Wirklichkeit aber hatte er die scheiterte bisher an dem Widerspruch des magnetisch- meteorologischen Interviewer fommen, eröffnete ihm nachlässig, daß fie hinübergehe", um Wertmarken für sich verwendet und die Leute um ihre Ersparnisse Instituts auf dem Brauhausberge, welches eine Störung der Magnet- fich andre 2 Millionen zu holen, und diktierte ein Verzeichnis der wichtigsten gebracht. Als dem Vorstand das Verhalten Schmidts verdächtig zu nabel durch die Elektricität befürchtete. Wie nunmehr der Ober- Toiletteſtücke, die sie mitnimmt. Die Liste ist stattlich genug, um werden begann, nahm er ihm die Tauſchſtelle ab. Schmidt aber bürgermeister Jähne in einer Versammlung des Haus- und Grund- auch den verwöhnteren Landsleuten der Frau Gould und Frau Aſtor verkaufte schleunigst ſein Geschäft und verzog unbekannt". Bei besigervereins in Potsdam erklärt hat, wird sich der Widerspruch durch an imponieren. Hier ist fie: 16 Hüte, 9 Pelzmügen, 60 Kleider, der Staatsanwaltschaft wurde jetzt die Strafanzeige gegen ihn er ein besonderes System beseitigen lassen, indem eine doppelte Ober: 120 Paar Schuhe. Ein Koffer Parfümerie, ein Koffer Hausmittel, stattet. leitung für Zu- und Rückführung des elektrischen Stroms eingeführt 28 Straßenmäntel, 48 Regenschirme, 229 Baar Handschuhe, 8 Belz Ein ausgedehntes Syftem von Omnibuslinien beabsichtigt werden soll. Es steht hiernach zu erwarten, daß die Potsdamer anzüge, 25 Schlafröde. Wohlgemerkt: die Theaterkostüme find nicht eine neue Gesellschaft herzustellen. Es handelt sich um die Herstellung städtischen Behörden mmmehr mit etwas mehr Eile die Einführung mitgerechnet. Die sind eine Welt für sich, die mit der andren Welt, der von Fünfpfennig Linien, welche, fich untereinander verbirdend, ein der Elektricität für Licht- und Kraftzwecke fördern werden, zumal die einer Dame der Geſellſchaft und ihrer Garderobe, nichts gemein vollkommenes Berkehrsnez bilden sollen. Straßenbahn, eine Vorortsbahn und die städtische Klärstation die hat. 58 ungeheure Koffer verschiedener Form, doch gleich fräftiger Bauart, find bestimmt, diese Kostbarkeiten aufzunehmen. Für die Sache rentabel machen würden. Stücke, die Sarah Bernhardt mitnimmt, um fie drüben zu spielen, genügt dagegen ein winziges Kästchen. Es sind ihrer nämlich wohl. gezählt vier. Die Schauspielerin läßt sich von einem Masseur bes gleiten, einem Künstler feines Fachs, den die Theaterprinzessinnen einander streitig machen. Zulegt hatte die Réjane ihn geangelt und Sarah Bernhardt war boshaft genug, ihn ihr wegzufifchen. Was die Nebenbuhlerin ihr wünscht, ist leichter gedacht als gesagt. Eine zweistündige Verkehrsstörung auf der Stadtbahn erfolgte gestern früh. Gegen 6 Uhr versagte die elektrische Block- Aus Rigdorf. Wegen Sittlichkeitsverbrechen, be einrichtung auf dem Schlesischen Bahnhof, wodurch die Bedienung gangen an einem Schulmädchen, wurde der wohnungslose Arbeiter der gesamten Signalanlagen der Stadtbahn für die Fahrtrichtung Otto Rutsch gestern verhaftet und in das Amtsgerichts- Gefängnis Charlottenburg- Schlesischer Bahnhof unterbunden wurde. Es mußte eingeliefert Die Omnibuslinie Rigdorf- Rofen infolgedessen bis zu der bald nach 8 Uhr erfolgten Beseitigung der thaler Thor geht mit dem 15. d. M. ein, angeblich, weil die Störung jeder Zug dieser Fahrtrichtung vor jedem Bahnhof und Gesellschaft der Konkurrenz der Straßenbahn nicht mehr gewachsen jeder Blodstation halten, bis er Auftrag zur Weiterfahrt erhielt. Hier ist. Mit einem gestohlenen Fuhrwerk wurde der Arbeiter Rudolf burch traten schließlich Verspätungen bis zu einer Stunde ein, was Richter aus Berlin hier festgehalten. St. hatte das Fuhrwerk in der namentlich von den Scharen der die Bahn benußenden Arbeiter un- Waldemarstraße gestohlen, wo es der Befizer, Handelsmann May angenehm empfunden wurde. Leichter fanden sich die Schüler der aus der Brigerstr. 21, kurze Zeit ohne Aufsicht hatte stehen lassen. verschiedenen Lehranstalten mit der Bahnstörung ab. Sie bestanden Ein Freund des May erkannte das Fuhrwert und veranlaßte die auf Ausstellung einer Bescheinigung durch den Bahnhofsvorsteher Verhaftung des Spizbuben. und beeilten sich dann zumeist nicht sonderlich, die verloren ge- Straßenverfrommung. In Wilmersdorf hat die frühere gangene Zeit nachzuholen. Wie vieles andre, so ist auch diese lange Hagenauerstraße seit dem 1. Oktober die Bezeichnung Ludwigskirchanhaltende Störung auf den Bureaukratismus unsrer Eisenbahn- ftraße erhalten. Um zu verhüten, daß Rohrpostsendungen, welche verwaltung zurückzuführen. Sobald früher die elektrische Leitung die alte Bezeichnung Hagenauerstraße tragen, auf das Bostamt 58 Berfte, gut irgend einer Blodjtation nicht funktionierte, hatte der Vorsteher des( Danzigerstraße) geleitet werden, wird amtlicher Stelle nächstgelegenen Bahnhofs die Befugnis, den Apparat zu öffnen und, empfohlen, bei Rohrpostsendungen sich der neuen Straßenbezeichnung wenn möglich, die Fehler zu beseitigen. Längere Störungen auf zu bedienen.- Bekanntlich liegt an dieser Straße die Ludwig weiten Streden gehörten daher auch zu den größten Seltenheiten. Windthorstkirche. Durch eine neuerdings erlassene Verfügung ist nun, wie das„ Berl. Egbl." meldet, aber den Stationsbeamten jeder Eingriff in den Betrieb der Blodstation untersagt. Sollte das ein Fortschritt sein? von Gerichts- Bettung. Leimkühler und Genossen 6,-4, 1,60 1,20 1,30 1, Marktpreise von Berlin am 14. November 1900 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. *) Welgen, gut D.-tr.| 15,20) 15,18 Startoffeln, nene, D- Ctr. mittel 15,16 15,14 Rindfleisch, Keule 1 kg gering 15,12 15,10 do. Bauch 14,30 14,28 Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter Eier Starpfen Aale " *) oggen, gut " " mittel " " 14,26 14,24 gering " mittel gering +) bafer, gut mittel gering Nichtfroh " Hen Erbsen Speifebohnen Linsen 14,22 14,20 15,40 14,70 14,60 14, 13,90 13,30 16,20 15,20 15,10 14,20 14,10 13,20 " 1,60 1,10 " 1,80 1, " 1,60 1, " 2,80 2, 60 Sint 4.80 3.1 kg 2,20 1,20 2,50 1,40 " Bander 2,60 1,20 Hechte 1,80 1, 6,82 5,82 Barsche 1,60 0,80 Schleie 2,80 1,20 40, 25,- Bleie 45, 20, 70, 30, Krebse per Shot 12, 1,40 0,80 2,50 7,20 5, **) ab Bahn und frei Mühle. +) frei Wagen und ab Bahn. Produktenmarkt vom 15. November. Der Berkehr auf dem Getreides martt hielt sich heute in sehr engen Grenzen bei schwacher Tendenz. Die Ausdauer der milden Witterung, niedrigere amerikanische Rotierungen, sowie auch ruffifche Offerten bewirkten zu Beginn einen Preisbrud. Später vers anlaßten höhere Notierungen, die von den östreichisch- ungrischen Märkten einTiefen, eine Erholung für Weizen und Roggen. Hafer war behauptet. Rüböt stellte sich auf die gestrige Berflauung in Paris 0,20 m. niedriger. Die preußische Polizei- Allmacht. Gelegentlich des Färber Zwei falsche Sittenbeamte sind festgenommen worden. Frauen streits in Krefeld wurden vier Streitposten von Polizeibei denen unter Kontrolle stehende Mädchen wohnen, erhielten beamten aufgefordert, sich aus der Umgegend der beobachteten Fabrit mehrfach den Besuch von zwei Männern, die sich für Sittenbeamte zu entfernen. Die Arbeiter bestritten, hierzu verpflichtet zu sein, und Es fezte deshalb Anklagen ausgaben und auch eine Metallmarke vorzeigten. Sie drohten den famen der Aufforderung nicht nach. Bermieterinnen sowohl wie den Mädchen mit Anzeigen, ließen aber gegen wegen Uebertretung der durchblicken, daß es in ihrer Hand liege, auch davon Abstand zu Straßen Polizeiverordnung für Strefeld, worin es nehmen, wenn sie auf Erkenntlichkeit rechnen könnten. In mehreren heißt, daß sich derjenige strafbar mache, der Anordnungen von PolizeiFällen gelang es ihnen, Geld zu erpressen. An einer Stelle aber beamten, welche zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe, gab man vor, augenblicklich nichts zu befizen, und bat die angeb- Ordnung und Sicherheit ergehen, nicht Folge leistet. In zweiter lichen Beamten, am nächsten Tage wiederzukommen. Unterdessen Instanz wurden die Angeklagten zu Geldstrafen verurteilt. Das machte man Anzeige bei der Sittenpolizei und diese nahm mun die Landgericht führte begründend aus: Nach dem Ergebnis der Beweis Erpresser fest. Es sind zwei Kaufleute, die einst bessere Tage gesehen aufnahme hätten die Polizeibeamten davon Kenntnis erhalten, haben und die jetzt offenbar durch die Vorgänge, welche im Sternberg, daß sich die in der Fabrit beschäftigten Lehrlinge vor den Prozeß aufgedeckt wurden, auf ihr neuestes Metier gebracht Streifposten gefürchtet und Bedenken gehabt hätten, in die worden find. Fabrik zu gehen. Ebenso sei den Beamten bekannt geworden, daß auch die Arbeiter, die dem Fabrikherrn von einem befreundeten Ein ungetreuer Postbeamter ist gestern in der Person des Boten Arbeitgeber zur Verfügung gestellt wurden, sich durch die Streikposten Gustav Günther vom Bostamt 18 in der Landsbergerstraße festgeniert fühlten. Somit hätten die Beamten ein Recht gehabt, die genommen worden. Günther beſtellte Briefe in der Lands often wegzuweisen, und diese hätten ihrem Verlangen folgen Swinembe. 756 SO 3 Nebel berger und Katharinenstraße. Aus seinem Bestellbezirk wurden Aus seinem Bestellbezirk wurden müffen. Die Angeklagten legten Revision ein und betonten, Hamburg mehrfach Klagen laut, daß Sendungen nicht angekommen Spiritus. 70er Locospiritus notierte 45,60 m. oder 20 Pf. niedriger. Witterungsübersicht vom 15. November 1900, morgens 8 Uhr. Stationen waren. Bei Beobachtungen, die man anstellte, erregte es Berdacht, daß fie fich durchaus ruhig verhalten hätten und zu irgend Bertin welchen Befürchtungen hinsichtlich der öffentlichen Ordnung Grantf./M. Wetter Stationen 755 SS 1Mebel 756 SSW 1Regen 758 S 760 23 760 Still 2 bedeckt 3 Regen Nebel Wetter 6 Regen 2 bedeckt-4 1 9 7 5 Haparanda 760'S 6 Petersburg 7695 5 Cort 747 WNW 4h1b.bed. 7 Aberdeen 744 S0 5 bedeckt 5 Baris Berliner Wetterbureau. daß Günther, der in der Linienstraße wohnte, häufig bei absolut kein Anlaß gewesen sei. gewesen sei. Das Kammergerichtchen Wien der Rüdkehr von seinem Bestellgange sofort den Abort auffuchte. wies aber die Revision mit folgender Begründung zurüd: Als das auch gestern wieder geschah, schritt man zu einer Durch Der Vorderrichter habe die Straßen- Bolizeiverordnung vom 26. März Wetter- Prognose für Freitag, den 16. November 1900. suchung und fand 83 Briefe, die der ungetreue Bote beiseite ge- 1900 in Verbindung mit§ 366 Nr. 10 des Strafgesetzbuchs richtig ziemlich frischen südwestlichen Winden. Mild und zeitweise aufklarend, vorwiegend trübe mit Regenfällen und schafft hatte. Nur die eingeschriebenen Briefe hatte er bestellt. angewendet, denn er habe festgestellt, daß die Beamten die öffent Günther wurde sofort feines Amts enthoben und in Untersuchungs- liche Ruhe beeinträchtigt glaubten" und deshalb die haft genommen. Ob er auch den Inhalt von Briefen, etwa eingelegte Angeklagten zum Weitergehen aufforderten. Ob die Beamten von Briefkasten der Redaktion. Marken, unterschlagen hat, bedarf noch der Untersuchung. zutreffenden Voraussetzungen ausgingen, darauf lomme Viel Aufsehen erregt das spurlose Verschwinden des Delikateß es nicht an. Maßgebend sei ihr pflichtgemäßes subDie juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag, warenhändlers und gerichtlichen Sachverständigen Friz& a pigte, jettives Ermessen. Sei hier nun die Aufforderung zum Donnerstag und Freitag von 7-9 1hr abends statt. Lüzowstr. 50, der seit dem 26. September d. J. von Berlin abwesend Weitergehen im Interesse der öffentlichen Ruhe berechtigt gewesen, J. H. Berlin. Reichstagskarten lönnen Sie nur im Reichstag ers ist. K., der seit dem Jahre 1880 in der Königstraße etabliert war so seien die Angeklagten wegen der Nichtbefolgung strafbar. halten. Verantwortlicher Redacteur: Dr. Georg Gradnauer in Groß- Lichterfelbe. Für den Injeratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. bus