Mr. 272. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags Nummer mir luftrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Pofts Abonnement: 3,80 Mart pro Quartal. Gingetragen in der Post Bettungss Preisliste für 1900 unter Mr. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebüge beträgt für die fechsgespaltene Kotonete geile oder beren Raum 40 fg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Gonns und. Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Mernsprecher: Hmt I, Mr. 1508. Telegramm- Adresse: " Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Des heutigen Feiertags wegen kaun die nächste Nummer des ,, Vorwärts erst Freitagmorgen erscheinen. schlafft. Der zweite Khaki- Tag. Mittwoch, den 21. November 1900. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. tommen, hat anscheinend kein Gefühl dafür, daß in dieſem verbind in Bogeruniform, die gar keine strafbare Handlung lichen, lächelnden Entgegenkommen des geschmeidigen Grafen Bülow begangen hatten, und ließ sie verhaften. Als die chinesische Reeine gröbere Berhöhnung des Reichstags und des Barlamentarismus gierung fie zurückforderte, verlangte v. Ketteler die Hinrichtung überhaupt liegt, als in dem barschen Auftreten eines starten Mannes derselben ohne vorherigen Prozeß. Als die chinesischen Behörden zu finden wäre, der die Indemnitätskomödianten barsch zurückwiese. dem deutschen Gesandten keine befriedigende Antwort gaben, ließ er An dieser leichten, spaßenden Höflichkeit geht der Ernst des deutschen die beiden hinrichten. Dieser Vorgang ist bedauernswert. Barlamentarismus zu Grunde. man über die Ursachen der in V Der Redner bemängelt alsdann die Art der Kriegführung. Es Hätte Eugen Richter nicht dem Kanzler den einen Erfolg er sei versichert worden, der Krieg in China werde nach allen Regeln möglicht, so wäre es um seine heutige Rede, welche auch den Rest des Völkerrechts geführt. Die französische Negierung möge fich über In der lauen Luft des Wallotpalastes, dem die vielen Millionen, von Inhalt, den seine gestrige gehabt hat, sorgfältig beseitigte, übel die berichteten Grausamkeiten der europäischen Truppen äußern, die er foſtete, teine genügende Ventilation verschaffen konnte und in bestellt gewesen. Er war so wundersam ritterlich, dem Fürsten unter denen auch Franzosen seien. Es giebt Beweise für diese dem mun der deutsche Parlamentarismus eingeschläfert wird, hielt Hohenlohe die ganze Verantwortung für die Nichteinberufung des Greuelthaten. Da ist vor allem der Beschluß der deutschen Regieman am Dienstag noch eine Anzahl Reden über den Kreuzzug der Reichstags zuzuschieben. Dafür verteidigte er den Kaiser um so rung...( Thierry: Wir verstehen nicht, daß Sie die Regierung Hunnen. Aeußerlich sah das Haus kaum minder anregend aus als eifriger. Allerdings sprach er mit dem rettenden Schloß des Staats- um Aufklärung ersuchen über Maßregeln, die die deutsche Regierung am ersten Tag, unten war das Interesse beinahe vollständig er- geheimniffes vor dem Munde. Wer hat zuerst Waldersee als getroffen hat.) Die Hauptsächlichsten Greuelthaten wurden bekannt am ersten Tag, unten war das Interesse beinahe vollständig er- Weltmarschall angeboten? Amtlich Rußland. Und thatsäch durch Briefe, die in deutschen Blättern veröffentlicht wurden. Zuerst sprach wieder der Graf Bülow, der diesmal Basser- ich? Bit! Bedeutete die Parole Bardon wird nicht gegeben" Die deutsche Regierung hat zuerst eine Untersuchung angeordnet, mann hieß. Die beiden Herren sind Zwillinge des Geistes, Naffen- für die Truppen die zwingende Weisung des obersten Kriegs- dann den Soldaten verboten, derartige Briefe zu schreiben. genossen des Temperaments. Sie erheben die Höflichkeit der goldenen herrn? Richter hatte diese Frage klipp und klar gestellt, damit Dadurch erkennt die deutsche Regierung die Möglichkeit und die Mitte, die die Mittelmäßigkeit ist, zum leitenden und höchsten schilderten Kriegsführung ins Steine kommen könne. Graf Bülow französischen Blättern Schilderungen von Plünderungen, an denen in den Humenbriefen ge- Wahrscheinlichkeit dieser Thatsachen an. Redner verliest ans Princip der Politik. Herr Bassermann, auch ein Meister der Geläufigkeit auf Gemeinplägen, hielt namens der Nationalliberalen vergaß die Antwort auf die Frage. Im übrigen ist er bereit, die Soldaten aller Nationen teilgenommen hätten und erklärt: Wir dieselbe maßvoll frisierte Rede wie Graf Bülow, nur daß er natür- Verantwortung für die Kaiserreden zu übernehmen, so weit sie vom haben den Uhrendiebstahl durch die Deutschen noch hinlänglich gelich, weil er zufällig nicht am Regierungstisch, sondern unter den Reben Wilhelms II.- im Sinne des Grafen Bülow miß- wöhnen sollten.( Sehr gut! Hints. Millevoye unterbricht: Das ist Bolte nicht mißverstanden werden". Da nun aber sehr viele brandmarkt, daß wir unsre Soldaten nicht an den Diebstahl geBoltsvertretern fist, sich die Verwegenheit etlicher zarter Bedenken verstanden worden find, so ist diese formelle Uebernahme in die Handlungsweise der englischen Soldaten!) leisten darf. Er bewundert in dem derzeitigen Reichstanzler ein Er bewundert in dem derzeitigen Reichskanzler ein Sembat fort Prachtexemplar staatsmännischer Genialität, aber an dem Drum Wahrheit eine Ablehnung der Verantwortlichkeit. Auch sonst übt sich fahrend: Ich ersuche die französische Regierung, nachzuforschen, ob und Dran der Affaire mißfällt dem Herrn mancherlei: Die Nicht Graf Bülow in der Kunst, formell das Gegenteil zu behaupten, was unter dem Vorwand, die Gräber der Ming dynastie zu befeßen, nach einberufung des Reichstags, der Waldersee- Nummel, die Kaiserreden, die Thatsachen erhärten. So redigierte er die diplomatische Nieder- Schäßen gesucht worden ist. Die fränzösischen Truppen sind das leberhaupt alle Barteien bis herab zu der äußersten Rechten lage seiner September- Note in einen Sieg des Princips um; bei beteiligt, weil sie die Wache zu diesen Gräbern gestellt haben. berteidigen aus der melancholischen Stimmung des Kazenjammers auf die Form" der Note sei es ihm nicht angekommen. In Wirl Beifall links.) verteidigen aus der melancholischen Stimmung des Kazenjammers lichkeit bestand diese„ Form" in der allseitig abgelehnten Grundheraus den weltpolitischen Khakirausch. Der Redner hebt sodann namentlich die Greuelthaten der Man hatte ja die taktische bedingung der Note, vor der Auslieferung der„ Schuldigen" an Soldaten des russischen Generals Gribsfy hervor und beantragt, Parole ausgegeben, mit Maßen die offizielle Politit zu bemängeln, die Mächte in feine Verhandlungen mit China einzutreten. Aber daß die französischen Truppen nur dort mitarbeiten, ivo menschlich um der principiellen Opposition den Wind aus den Segeln zu der genügsame Reichstag und die Bülow- Presse entzückt sich an gewirkt werde. Der Redner bedauert, daß Frankreich der Ernennung nehmen. Herr Bassermann polemisierte auch ein wenig gegen die Social- folchen winzigen Künsten des neuen Kanzlers. Es ist ja doch alles des Grafen Waldersee zugestimmt hat, er bedauert es nicht vom demokratie. Er glaubte Eduard Bernstein citieren zu können, um den nur Spaß. Darum braucht man fich auch nicht über die humane nationalistischen oder chauvinistischen Standpunkt aus, sondern weil unwiderstehlichen Zug zum Imperialismus zu beweisen, und er ent- Heiner Finger eines deutschen Musketiers wertvoller, als das ganze gierung hätte erklären sollen, daß Deutschland am meisten beteiligt unwiderstehlichen Zug zum Imperialismus zu beweisen, und er ent- Aeußerung des humanen und christlichen Grafen, ihm sei ein Rußland Frankreich das Beispiel gegeben habe. Die französische Nefesselte auf der Rechten Ausbrüche jenes anmutigen Agrargelächters, Mordgesindel der Boyer, aufzuregen. als er einige fräftige Wendungen aus dem China- Auffay eines andren Mordgesindel der Boxer, aufzuregen. sei, daß dessen Beleidigung zwar eine schwere gewesen, daß aber auch socialistischen Schriftstellers zum besten gab. Besonders freute man Sierauf wird die Erörterung vertagt. Deutschland sich habe Herausforderungen zu Schulden kommen lassen. fich über den Ausdruck sentimentale Bestialität"; die Guten wußten in ihrem Frohsinn offenbar nicht, daß diese Wendung eine Kriminalpsychologen wohlbekannte Mischung mensch allen den Herr Arendt, man handelt es sich um hohe Politit, ergözt uns Herr v. Kardorff, in Die Reichspartei verfügt nur noch über Agenten der Heiterkeit; focialen Dingen äußert sich der brave Nitter des Deutschtums, socialen Dingen äußert sich der brave Nitter des Deutschtums, Am nächsten Tage( Dienstag) führt Sembat seine Nede zu Ende. in Konig eines Ritualmordes Er fagt u. a.: Wenn China eine Entschädigung zahlen solle, müsse licher Dekadenz bezeichnet. Auch manche Ausführungen in auch er sehnte sich nach Indemnität. hinreichend verdächtig halten würde. Heute sprach Kardorff es eine Anleihe machen oder den europäischen Staufleuten Monopole dieser Reichstags- Sigung atmeten bie in diesem Aus Auffällig waren seine groben bewilligen, was die Möglichkeiten eines zukünftigen Konflikts verdruck gekennzeichnete Eigentümlichkeit. Sottifen gegen den Fürsten Hohenlohe der alte Stanzler muß mehren würde. Redner verlangt Verlegung der Gesandt Wenn man sentimental über die Ermordung des einen Ketteler flagt, über frevlen Wölfer- wirklich gefährlich für die Konservativen gewesen sein. In dem ichaften nach Tientiin und Zurückberufung des größeren rechtsbruch entrüstet scheint und andrerseits eine Vervielfachung und Aufsichtsrat der Laurahütte stedt übrigens ein Umstürzler. Er Teils des Expeditions corps; die wirtschaftliche Umgestal Steigerung solcher Vergehen als patriotische und militärische Not predigte heute als tiefstes Gesetz der Geschichte das Recht der Welt- tung Chinas, das mit Europa konkurrieren würde, dürfe nicht wendigkeit preist, so würde auch auf diese Uuvereinbares einigende expropriation. Nüzt ein Volt die Kohlengruben nicht aus, mun so überſtürzt werden. Frankreich müsse auch auf sein Recht des Schutzes Anschauung der belachte Ausdruck durchaus zutreffen. hat eine mit Mordwaffen ausgestattete, also stärkere Nation, das der chinesischen Christen verzichten. v. • China in der französischen Kammer. Die tonservative Anstandsrede über die allen Konservativen im Recht, ihrerseits den fremden Boden zu erschließen. Die Aus- Die Reden der bürgerlichen Deputierten sind, soweit das aus Grunde ihres Herzens gräßliche Chinapolitik lag in den bewährten propriation. Vielleicht ziehen die Chinesen beuter protlamieren die schrankenlose Egben bisher vorliegenden Depeschen möglich ist festzustellen, von nur Händen des alten Herrn v. Leveyzow. Er entledigte sich in Stürze Konsequenzen. So verhindern z. B. unsre Konservativen den Regierung. Vielleicht ziehen die Chinesen einmal die geringem Interesse. Im allgemeinen stellen sie sich auf feiten der feiner Verpflichtung und gefiel sich, gleich den andren, darin, einige Berkehr, indem fie Kanalbauten hartnäckig verweigern. Grund Bedenken zu erheben. Auch die Konservativen mimen in der Ingenug, daß die Chinesen zu uns tommen, und im Namen Kenntnis genommen habe von den Absichten der Regierung. Er Der Minister Delcassé beruft sich darauf, daß die Kammer doch demnitätskomödie mit die Regierung sehnt sich ja heiß nach diesem der höheren Kultur in Deutschland diese Aufgabe zur Lösung erinnert daran, daß, als er am 7. Juli vor den Kammern das Vorschönen Schein einer Opposition. Munterer wurde die Stimmung des Hauses, als Engen Richter bringen. Auch sonst hemmen die Reaktionäre jeden Fortschritt. Herr gehen Frankreichs in China darlegte, er gesagt habe:„ Sie kennen das feine kritischen Ausführungen begann. Der Führer der freisinnigen b. Stardorff darf der Socialdemokratie also nicht mehr die Expro- Biel, laffen Sie uns Freiheit in den Mitteln." Von dieser ihr zupriation dieser rückständigen Elemente verwehren. Bolkspartei, der gespannte Aufmerksamkeit fand, plauderte sehr hübsch gestandenen Freiheit mache die Regierung Gebrauch, nachdem sie die über die Affaire, er fand manche scharf zugespizte und sarkastische Bewilligungseifer manifestiert hatte, vertagte sich das ermüdete Haus sei, den Gesandtschaften zu Hilfe zu kommen oder sie zu rächen. Nachdem noch Herr Ridert tugendjam Kritik geübt und seinen Angst aller geteilt, nachdem sie in die Notwendigkeit versetzt worden Wendungen über die Nebenerscheinungen des chinesischen Abenteuers, auf Donnerstag. Nach der Beendigung der Chinadebatte wird die Die Regierung habe ihre Bestrebungen mit den militärischen und er trieb mit seinen Ausführungen über die Entstehung des chinesischen 12 000 Mart- Affaire zur Erörterung gelangen. Aufstands, die deutsche Politik, die Walderseeposse, die Kaiserreden, diplomatischen Bestrebungen der übrigen Mächte vereint, und sie das persönliche Regiment, das Hunnenwesen, den Verfassungsbruch habe keinen Augenblick aufgehört, zu wiederholen, daß sie den Kanzler wie den Kriegsminister Goßler hart in die Enge aber nicht Krieg gegen China führe, sondern daß sie den durch die dennoch war der Gesamteindruck der Nede matt. Das ist auch gar Bu gleicher Zeit, wie im Deutschen Neichstag, hat auch die Unruhen bedrohten französischen Staatsangehörigen zur Hilfe eilte. nicht anders möglich. Es war eine durchaus ablehnende Kritik, deren franzöfifche Deputiertenkammer ihre Chinadebatte gehabt. Und dort Der Minister kommt dann auf das gemeinsame Wert der Mächte Schluß aber eine tiefe Berbeugung vor dem, was er eben wie hier find es nur die Socialdemokraten, welche der Eroberungs- zu sprechen und sagt, dieses Wert tönne nur unter der Bedingung in Grund und Boden verurteilt hatte. An diesem inneren Wider- politik und dem europäischen Hunnentunt energisch entgegentreten. vollbracht werden, daß keine der Mächte besondere Vorspruch erlahmte die Kraft seiner Rede. Herr Richter tatelte alles, Auch die französische Regierung hatte es unterlassen, die Bolts. teile verfolge. Jetzt stehe man an der Schwelle von Verer stimmte in nichts dem Grafen Bülow zu, aber seine Bevertretung um den Streuzzug nach China zu befragen. Die bürger- handlungen mit China. Mit der Ausbreitung des Handels mit willigung des verfassungsbrüchig unternommenen Abenteuers lichen Deputierten haben dafür leine oder doch nur leise Worte des China müsse die Aufrechthaltung der territorialen verweigerte er nicht; denn Herr Nichter ist auch ein Patriot und Tabels. Sem bat dagegen, der socialistische Redner, dessen Aus- Integrität dieses Reichs Hand in Sand geben. unter den Waffen schweigen die Gesege der Logit. Man fördert, führungen wir bereits gestern nach telegraphischen Meldungen fura Ende au machen, erst müsse aber die Genugthnung erlangt Die Regierung wünsche mit den Opfern Frankreichs bald ein was man verflucht. Hinsichtlich der Kostendeckung schlug Herr Richter mitgeteilt haben, beginnt seine Rede mit der Frage: vor, die Mittel statt durch Anleihen durch Heranziehung der Einzel- Sind wir mit China im Krieg oder nicht? werden, die sie erwarte. Die Regierung habe Vertrauen in die Zu staaten aufzubringen. Wenn ja, soll die Regierung die Verfassung beobachten funft, sie bedürfe aber auch des Bertrauens der Kammer.( Beifall.) Eugen Richter aber hatte auch das Unglüd, auf seine Kosten und die Kammer befragen.( Beifall auf der äußersten Linken.) dem Grafen Bülow zu einem großen Lacherfolg zu verhelfen. Der Eine zweite Frage ist die Befreiung der Gesandtschaften. Da diese Kanzler befolgte den vom Vorwärts" vor einigen Tagen gegebenen erfolgt ist, sollte doch wohl der Hauptzwed des militärischen Rat, er solle den Freifinn daran erinnern, daß Eugen Richters Organ Vorgehens erreicht sein.( Delcaffé nicht zustimmend.) Nun wohl, selbst gegenüber der Forderung der Socialdemokratie im ich gestehe, daß ich das Vorgehen unsrer Diplomaten nicht billigen Sommer sich gegen die Einberufung des Reichstags erklärt habe. kann. Ich hätte gern gesehen, daß Frankreich sich dem RäumungsDem preußischen Kriegsminister Herrn v. Goßler ist ein Herr Bülow exekutierte diesen Hieb mit großer Eleganz, er verlas vorschlag Rußlands angeschloffen hätte. Damit hätte Frankreich schnödes Unrecht widerfahren. Daß er bei seiner undankbaren den schuldigen Artikel und vergebens verwies nachher Richter in flar bewiesen, daß es keinen andren 8wed verfolgte, ale rhetorischen Aufgabe, den Eindruck der großen, von echtem Pathos einer persönlichen Bemerkung auf das Datum des Artikels und die die Befreiung seiner Landsleute.( Minister Delcaffé: Gestatten gefchwellten Anklagerede Bebels durch überlegene Jronie, in Wirk spätere Bekehrung der Freisimmigen Zeitung" hin. Die Argumentation, Sie die Bemerkung, daß in Beting sich nur 1200 Mann französische lichkeit eine Mischung von preußischem Schneid und Berlinischer mit der damals das Blatt die socialdemokratische Forderung be- Soldaten befinden, die gleiche Zahl der Ruffen.) Sembat fährt Schnoddrigkeit, zu entkräften, von der Socialdemokratie einfach austämpft hatte, war das Berschmetternde für den freifiunigen Konsti- fort: Europa hat China herausgefordert, besonders durch die gelacht würde, ist zwar auch kein Erfolg, für einen preußischen tutionalismus; denn sie entsprach genau der Begründung der Thätigkeit der Missionare. Deutschland hat sich rechtswidrig v. Gozler jedoch für seinen genialen Versuch, in das wüste Chaos Minister aber immerhin noch der lebel fleinstes. Daß Herr Thronrede. Schaugtungs bemächtigt und jezt fordert es, daß China selbst von Mezeleien, das die offizielle Geschichtsschreibung für die Weltdie Schuldigen bestrafe. Man verlangt hier, daß eine Macht ihre geschichte ausgiebt, einen moralphilosophischen Busanimenhang hineineignen Unterthanen ausliefere. Frhr. v. Ketteler sah zwei Männer l zubringen, etwas wie einen causalen Conner von Schuld und Sühne, " So wurde die scheinoppofitionelle Indemnitätsfrage völlig aur Pofie. Der Reichstag, so weit die bürgerlichen Parteien in Betracht Politische Uebersicht. Berlin, den 20. November. Die historische Nemesis. finden. = Telbst von den Khaliparteien mur ablehnendes Schütteln des Kopfs| Verfuch Deutschlands, China zu erniedrigen, sei das Resultat der p erntete, das ist bitter. Selbst die nationalliberale Presse nämlich deutschen Politik in den letzten beiden Jahren. Chronik der Majestätsbeleidigung8 Prozeffe. behauptet, daß gerade diese tiefste und originellste Stelle der Rede Ein beliebtes Mittel hungernder, frierender Vagabunden ins des Kriegsministers eine Entgleisung gewesen sei, die auch auf damit den geistreichen Einfall des Kriegsministers aufnimmt, durch in das Arbeitshaus gesteckt zu werden, ist die Begehung von MaDie Untauglichkeit der Volkswehr soll nach der" Post", die Gefängnis zu kommen, statt bei Arbeitslosigkeit und Vagabundage der Rechten lebhaftes Erstaunen hervorgerufen habe. Auch wir, die wir auf dem Boden einer ganz andren Geschichts- die Niederlage der Chinesen bewiesen worden sein. Bekanntlich haben jestätsbeleidigungen. Ein bezeichnender Fall dieser Art beschäftigte auffaffung und Moral stehen, können freilich nicht behaupten, daß tapferer gekämpft, als die durch deutsche Unteroffiziere gedrillten rißmann, feit 1881 nicht weniger als 75 mal bestraft, war im teilweise in China die nur mit Lanze und Messern bewaffneten Borer dieser Tage die Stuttgarter Straffammer. Der 64jährige Buchbinder uns die geschichtsphilosophischen Deduktionen des Kriegsministers überzeugt hätten. Aber wir zollen wenigstens dem Wagemut, der Regulären. Daß fie gegen die mit modernen Schnellfeuerwaffen Arbeitshaus untergebracht, wo er im letzten Frühjahr entwich. Er sich an eine so schwierige Aufgabe herangetraute, unfre Be- ausgerüsteten Deutschen nicht standhalten fonnten, beweist allerdings wurde wegen Bettelns festgenommen und verübte dabei eine wunderung. Auch schätzen wir in Herrn v. Gozler die deutsche Ge- sollten unsre Gamaschenhelden doch noch zuweilen an die Niederlagen Nach Verbüßung dieser Strafe wurde er wieder ins Arbeitsdie Ueberlegenheit des Magazingewehrs über die Lanze. Uebrigens Majestätsbeleidigung, die ihm vier Monate Gefängnis eintrug. wissenhaftigkeit und den deutschen Tiefsinn, der sich zermarterte, denken, die die französischen Revolutionsarmeen der vermeintlich un- haus eingeliefert, entfloh aber bald wieder und wurde abermals am in einem Labyrinth von Widerfinn den logischen Faden aufzu überwindlichen preußischen Armee bereitet haben. Und hätte 1818 wegen Bettelns festgenommen. Im Arbeitshaus hatte er Steine Herr v. Bülow hatte zwar den Reichstag eine Stunde lang ihrem Bedränger zu befreien, so wäre es noch sehr zweifelhaft, ob Greis bei seiner letzten Festnahme eine„ Beleidigung" des Kaisers nicht der Landsturm den Fürsten den Gefallen erwiesen, sie von flopfen müssen; um dieser schweren Arbeit zu entgehen, stieß der über die Chinakreuzfahrt liebenswürdig plaudernd unterhalten. Er hatte alles mögliche aufgezählt, was Deutschland angeblich in China Borer repräsentierten, um wieder auf China zurückzukommen, weder kommen. Die Rechnung stimmte. Der Mann komute nun, vielleicht hatte alles mögliche aufgezählt, was Deutschland angeblich in China heute Hohenzollernsche Weltpolitit getrieben werden fönnte. Die aus in der Berechnung, um ins Gefängnis statt ins Arbeitshaus zu nicht wolle. Aber was in aller Welt es eigentlich mit der eine Volkswehr, noch eine allgemeine Erhebung des chinesischen mit gutem Gewissen, den Richtern versichern, daß er den Kaiser Organisierung des Hunnenkriegs bezwecke, das hatte Bolts. Unire Weltpolitiker sind aber daran, eine solche Volts- achte und ehre er wußte ja, daß die Richter ihre Pflicht zu er der Herr Reichskanzler nicht verraten. Und diese hunnische Kriegs- erhebung zu provozieren. Volks- achte führung hatte Bebel ganz besonders aufs Korn genommen. füllen hatten. Sie erfüllten sie und stedten ihn auf acht Monat Zwar war in Bebels Ausführungen viel von einer Ansprache ins Gefängnis. Das war eine große sociale That, die einzig dem Nochmals der Fall Arenberg. Se. Hoheit der Prinz Aren- Majestätsbeleidigungs- Paragraphen zu danken ist. die Rede gewesen, in der den Truppen das Vorbild der Hunnen berg erhält nach der Berichtigung, die uns fürzlich von der Hannoverunter Attila empfohlen worden sei. Aber Herr v. Goßler erklärte, fchen Gefängnisverwaltung zuging, teine Selbstbeföstigung. daß diese Ansprache gar nicht den ihr zugeschriebenen Sinn Aus einer Buschrift aber, die der Sächsischen Arbeiter- Zeitung" aus gehabt habe und deshalb auch die Art der Kriegsführung Hannover überfandt wird, ist ersichtlich, daß der prinzliche Mörder nicht hätte beeinflussen können. Die Erwähnung der Hummen an die Militärgerichts- Behörde in Berlin ein Gesuch uni in jener Rede und die Hunnenthaten mußten demnach doch eine Bewilligung bon Selbstbeköstigung gerichtet hat. Sollte andre Ursache haben. Diese geheime Ursache glaubte Herr von dem Gesuch entsprochen werden, so heißt es in der bezeichneten Goßler min in der Nemesis der Weltgeschichte entdeckt zuschrift, so würde die Kost für Arenberg aus de dem Hotel zum Kronzu haben. prinz bezogen werden. Wir halten es zunächst noch für ausNicht die Aufforderung, keinen Pardon zu geben, hat unsre geschlossen, daß gerade in diesem Falle, wo es sich um ein ungemein Chinakrieger so scharf gemacht, sondern das Gefühl, die Woll- rohes, adliges Subjekt handelt, von den Vorschriften der Gefängnisstrecker der historischen Nemesis zu sein. Es ist der ordmung abgegangen werde. Immerhin wird man ein wachsames Finger Gottes, der aus den Greueln des Hunnenkriegs spricht: Was Auge für die Entwicklung der Dinge haben müssen, denn, so lange China vor anderthalbtausend Jahren Europa au- in Deutschland anständige Menschen, die häufig nur berechtigte Kritik gethan hat, wird ihm nach dem Gesetz göttlicher Vergeltung jegt an unfren politischen und gesellschaftlichen Zuständen geübt, oft noch wieder heimigezahlt! schlimmer als gemeine Verbrecher behandelt werden, haben wir feine Ursache, Verbrechern, die aus Wollust morden, irgend welche BevorMan wird diese geniale dee nur umsomehr bewundern, wenn man sich vergegenwärtigt, welche Schwierigkeiten ihrer Findung entgegenzugungen zu gönnen. standen. Waren doch die Hunnen, die vor 1500 Jahren in Europa einbrachen und die Stürme der Völkerwanderung entfesselten, gar feine Chinesen, sondern ein Mongolen- Stamm, deffen ursprüngliche Wohnsize sich nördlich von der zum Schutz vor mongolischen Angriffen errichteten chinesischen Mauer be= fanden. Andre Schriftsteller bezweifeln fogar überhaupt die mongolische Abkunft der Hunnen und behaupten, diese seien nur ein o st fürtifcher Stamm gewesen. Wie dem immer sei, jedenfalls waren die Mongolen nicht nur die Gottesgeißel der europäischen Völker, sondern auch die Zuch trute der Chinesen, deren Hauptstadt Dschingis- Chan im 13. Jahrhundert eroberte. Man sieht, daß der Kriegsminister selbst da den Wegen der gerecht rächenden Nemesis zu folgen vermochte, wo gewöhnliche Sterbliche im tiefsten Dunkel tappen. nd " id Sunnenbriefe. Die Bolts- 8tg." ist in der Lage, den Brief eines China- Freis willigen abzudrucken, dem wir folgende Stelle entnehmen: .8061.50 ,, Liebe Eltern! die Tsingtau, 9. 10. 00. einmal Brot bekamen, Es ist uns streng verboten, etwas zu schreiben über. den Krieg.... Ich wußte noch nie, was hunger war, aber jest weiß ich es. Benn war es noch verſchimmelt. Waſſer haben wir getrunken, wo bi wo die Leichen drin geschwommen haben. Und die Hizze dabei, und des Nachts so talt, daß man sich leberzieher anziehen möchte. Bon uns liegt der vierte Teil der Besayung im Lazarett, verschiedene sind tot. Ich habe auch im Lazarett Tientsin gelegen." Eine frühere Nachricht aus unsrem Play an der Sonne teilte ja bereits mit, daß die Soldaten nur noch Postkarten schreiben dürften. Die bescheidenen Gewerkvereinler. Die Welt am Montag" Die Vermutung, daß das nur geschehen sei, um den Soldaten die erhält aus M.- Gladbach vom 18. November folgendes Telegramm: möglich zu machen, findet nun ihre Bestätigung durch die neuerliche Schilderung interessanter Kriegserlebnisse un Die heutige öffentliche Volksversammlung, einberufen von den Mitteilung, daß es streng verboten sei, etwas über den Krieg zu deutschen Gewerkvereinen, faßte auf Antrag des Referenten Pastors Koezschke( eines Nationalsocialen) eine Resolution an den schreiben. Aus Kiautschou war bisher über Hunnenthaten nichts beReichskanzler, daß die deutsche Arbeiterschaft so lange fein Verkannt geworden; das Schweigegebot Tegt jedoch die Vermutung trauen mehr zur Reichsregierung hat, als die Herren Graf nahe, daß selbst dort Dinge geschehen sein mögen, die man der öffentlichen Stritif zu entziehen alle Veranlassung hat. Posadowsky und v. Boedtke noch im Amt sind, weil öffentlichen Kritik zu entziehen alle hunuentanaſſung hat. diefe 12 000 Mark von Industriellen zur Bekämpfung der deutschen Inverfälschtes hunnen tum berichten zwei weitere Arbeiterverbände erbeten haben und dadurch ihre Unparteilichkeit hunnischen Training der Verrohung allerdings schon angetränkeltes Der erste Brief atmet noch einiges, dem berlegt und die nationale Haltung der deutschen Arbeiterschaft un- Menschlichkeitsgefühl, während der zweite die nackten Scheußlichgünstig beeinflußt haben. keiten, ohne irgend eine Mißfallensäußerung erzählt. Vor dem Bekanntwerden der 12 000 Mark- Affaire hatte also die Jahrhunderte lang, erklärte Herr v. Goßler, hätten die Germanen Regierung das volle Vertrauen der Hirsch- Dunckerschen und sie wird unter den Folgen des hunnischen Einbruchs gelitten. Bisher war es wieder haben, sobald Posadowsky und Woedtke gegangen find. die herrschende Auffassung der Geschichtsschreibung, daß infolge der als ob die Reichsregierung nicht schon immer nach den eigenen Zudurch die Hunnen hervorgerufenen Völkerwanderung das alte geständnissen ihrer Mitglieder( Herr v. Bötticher im Reichstag: römische Reich durch die Germanen zertrümmert worden sei, daß die Germanen dadurch mit Kultur und Christentum bekannt und zu den welthistorischen Trägern der christlichen Kultur geworden feien. Es ist also möglich, daß Herr v. Goßler geirrt hat. Aber den Undank der hatiparteien hat er gleichwohl nicht verdient. Denn wenn aus dem Chinakrieg nicht die göttliche Nemesis spricht, so ist es nichts als ein sinnloses Abenteuer, ein ganz gemeiner Sunnentrieg. 魚 Deutsches Reich. Echt militärischen Kadavergehorsam, twie er auch von unsren Soldaten verlangt wird, hat der chinesische Unteroffizier En- hai, der den tödlichen Schuß auf Baron Ketteler abgab, an den Tag gelegt. Das geht ganz deutlich aus dem Protokoll über seine Vernehmung hervor, welches jetzt im „ Reichs- Anzeiger" veröffentlicht wird. En- hai machte im Verhör, dem ihn der kommissarische Civilpräfekt von Deutsch Peting", Herr Cordes, unterzog, u. a. folgende Angaben: Meine Herren, wir arbeiten ja nur für Sie!") nur für die Interessen des Unternehmertums thätig gewesen wäre. Nun, zum Glück sind die Aeußerungen der Gewerkvereinler für die deutsche Arbeiterschaft gänzlich bedeutungslos. Keine Hunnenpaftoren. In dem demokratischen Blatt„ Der In dem demokratischen Blatt„ Der Hohenstaufen" erklärt der Pfarrer Gittinger von Hohenstaufen: " Ich fann Sie versichern, daß für uns Pfarrer die Ereignisse in China durchaus nichts Herz= erhebendes enthalten, sondern vieles, was dem Herzen bitter weh thut und ihm innere Kämpfe bereitet. Fragen Sie aber, warum unfereiner nicht gegen den Chinakrieg polemisiert oder predigt, so verweise ich Sie auf das Beispiel des Jesus, von dem Sie sagen, ihm lag auch nichts ferner, als das Verhalten der Obrigkeit zu kritisieren. Darum dürfen wir das wohl auch andern überlassen und statt dessen das Evangelium Jeſu predigen, so gut wir es verstehen und können." Diese ich wächliche Haltung der Bastoren steht moralisch freilich auf keiner viel höheren Stufe, wie die Haltung der nationalsocialen Humen- Pastoren, die die Hunnenpolitit direkt sanktionieren. Christus erlitt für seine Sache den Martertod, die mit faulen Ausreden sich entschuldigenden Pastoren ristieren, jedoch nicht einmal ihre Pfründe. Ein solches Wadelstrumpf- Christentum der Phrase und der Feigheit spricht sich selbst jede Existenzberechtigung ab. braucht sich fünftig nicht mehr über die wachsende Entkirchlichung der " Am 19. Juni, mittags gegen 1 Uhr, tam der Befehl vom Prinzen, die Straßenecken zu besetzen. Ich bezog mit 30 Mann die Ecke der Shuaifu Hutung. Nachmittags zwischen 4 und 5 Uhr wurde mir der Befehl des Prinzen bekannt gegeben:„ Wenn Fremde Euch zu Gesicht kommen, so schießt sie Massen zu wundern. nieder." An dem Nachmittage habe ich keinen Fremden mehr vorüberkommen gesehen. Wenn Sie, Herr Präfekt. kurz nach von Bayern Luitpold feinen 80. Geburtstagsfeier begehen. Aus Abgeblikte Byzantiner. Demnächst wird der Prinz- Regent 4 Uhr dort vorübergekommen sind, ohne daß auf Sie geschossen Anlaß derselben planen die Oberhäupter der bayrischen Städte eine ist, so ist der Befehl in dem Moment noch nicht zu uns gedrungen gewesen. Wäre dies der Fall gewesen, so würde auf Sie geschossen sein. Ich weiß wirklich nicht, welcher von den Prinzen den Befehl gegeben hat. Prinz Ching war unser Höchstkommandierender, und Prinz Tuan war der Chef des Hu- shen- Ying- Corps. Als der Befehl zu mir fam er wurde mir nur mündlich übermittelt, war ich erst zweifelhaft. Ich ging deshalb noch einmal in das nahe gelegene Lager zurück und ließ mir vom Kommandanten Fuliang die Echtheit der Nachricht bestätigen. Dann ging ich auf meinen Posten zurück. In der Nacht ist kein weiterer Befehl mir zugekommen. Auch am nächsten Morgen habe ich keine weitere Weisung erhalten. Es ist uns nicht besonders befohlen worden, auf einen Gesandten oder gar auf den deutschen Gesandten zu schließen. sondern es hieß in dem Befehl nur schießt auf Fremde!" Als wir am 20. Juni morgens die beiden Sänften vom Süden heraufkommen sahen, machten wir unsre Gewehre fertig und stellten uns auf. Wir nahmen eigentlich keine ordentliche Stellung ein. Ich stand allein ein wenig nach Norden heraus und nahm die vorderste Sänfte auf mich. Meine Leute standen weiter nach Süden. In dem Polizeihause standen wir nicht. Wir gingen wohl hinein, um unsre Pfeifen anzustecken, und plauderten mit den Polizisten. Die leßteren wußten auch, daß auf Fremde geschossen werden sollte. Ich schoß den ersten Schuß und gab meinen Leuten das Zeichen zum Feuern." - Pring Luitpold Landesstiftung zu errichten. Außerdem war für diesen Tag ein Wett Bauchtriechen der OberByzantiner in Aussicht genommen; eine Menge Ehrenbeschenkungen raschungen sind in Betracht gekommen: Reiterstandbilder, Kaffetten, sollten dem Jubilar dargebracht werden. Als solche Extra- lleberBotale, Tafelaufsäge 2c. 2c. Doch von alledem will der Prinzregent nichts wissen, wie einem allerhöchsten Handschreiben folgenden Inhalts 3u entnehmen ist: Mein lieber Staatsminister Frhr. v. Feiligsch! Mehrfachen Mitteilungen in der Presse habe ich entnommen, daß für mein bevorstehendes 80. Geburtsfest Ehrungen verschiedener Art geplant find. So sehr es mich nun erfreut, zu sehen, wie allenthalben im Lande sich das Streben zeigt, mir an diesem Tage besondere Beweise der Liebe und Anhänglichkeit zu geben, widerstreitet es doch meinem Gefühl, denselben mit außer gewöhnlichem äußeren Gepräge zu begehen. Insbesondere ist es mein ausdrücklicher Wunsch, daß von der Darbringung von Geschenken und huldigungen ab. gesehen werde. Dagegen wiederhole ich gern, wie ich die Absicht, zur dauernden Erinnerung an mein 80. Geburtsfest eine allgemeine Landesstiftung für gemeinnügige und wohlthätige Zwede zu er richten, sehr freudig begrüße. Ich beauftrage Sie, Vorstehendes in geeigneter Weise zu veröffentlichen und die Regierungspräsidenten anzuweisen, dahin zu wirken, daß alle Unternehmungen, welche diesen meinen Intentionen nicht entsprechen, unterlassen werden mögen. Mit huldvollsten Gesinnungen bin ich hiebei Ihr sehr geneigter gez. Luitpold, Prinz von Bayern. München, den 17. November 1900." Die Regierungspräsidenten find bereits angewiesen worden, zum Bollzuge der Willensmeinung des Regenten ungesäumt das Weitere zu veranlaffen. Briefe. von = A13 Der Sohn eines Nienburger Bürgers schreibt nach der " Harke" in einem vom 1. Oktober datierten Brief: Es ist wahrlich kein Vergnügen, mit an zusehen, wie die Chinesen bestraft werden, aber fie haben es ja verdient. In Tatu, wo wir ausgeschifft wurden, waren die Häuser in der Vorstadt sämtlich in einen Schutthaufen geschossen worden. Hier lagen Russen, welche sehr freundlich mit uns waren. Die erste Nacht mußten wir unter freiem Hinummel zubringen, am Die andern Mittag fuhren wir per Bahn nach Tientsin. Fahrt ging durch eine öde, baumlose Gegend, in der die Dörfer gleichfalls schwer beschossen zu sein schienen. wir durch die Stadt nach dem Lagerplatz marschierten, famen wir an japanesischen, englischen und russischen Wachen vorbei, vor denen wir im Parademarsch vorbeizogen, das machte einen schönen Eindruck. Aber ach, auch hier sieht es böse aus. Alle die schönen Gebäude liegen in Trümmern. Hier laufen Tausende von Chinesen umher, die kein Obdach haben. Und dann werden diese nicht gerade mit Glacee Handschuhen angefaßt, hauptsächlich nicht von den Russen, von denen sie viel Schläge bekommen. Wenn hier etwas zu thun ist, so werden einige Chinesen von der Straße geholt. und einer von uns geht mit dem Stock hinterdrein, a ber fie haben es ja nicht besser verdient. Wie es hier zugeht, hätte ich gar nicht gedacht. Wir liegen hier in Zelten mitten in der Stadt, vorher lagen die Offiziere mit den Burschen im Universitätsgebäude, doch war dies Quartier gesundheitsschädlich. Das Essen ist hier sehr gut. Die Offiziere esfen in einem Gößentempel, wo auch wir später hinkommen. Doch muß daselbst erst Plaz gemacht werden, denn es liegen min destens noch 500 Leichen drin. Es werden hier bei unsrem Platz jeden Tag 4-5 tote Chinesen verbrannt. Vorige Woche haben die Russen in Tatu einen Offizier begraben, da standen mehrere Chinesen dabei und einer von denen fängt an zu lachen. Da dreht sich ein Russe um und schlägt den Chinesen mit dem Spaten vor den Kopf, er fällt um und bekommt da einen Tritt, daß er in die Grube hineinfällt. Dann wurde Erde draufgeworfen." ( Also lebendig begraben!!) Die Ruffen machen das alles kurz! Und da spricht man von asiatischer Grausamkeit! Unser letztes heutiges Hunnen- Dokument ist der„ Angermünder Beitung und reisblatt" entnommen und vom 5. September datiert: Am 25. 8., dem ersten Sonntag in Peking, hatten wir eine schöne Sonntagsarbeit. Wir wurden alarmiert, weil eine Borerbande in unser Viertel eingefallen war und ein Haus plünderte. Wir rückten aus mit aufgepflanztem Seitengewehr und sahen die Bescherung. Wir nahmen 83 Mann ge fangen. Dieselben wurden mit den Zöpfen zusammengebunden und die Peitschen fauften die immer anf nackten Kerle unbarmherzig nieder. Jezt wurden sie nach dem Lager gebracht, und da mußten sie ihr Grab graben und zwei Pfähle eingraben, daran wurde eine Leine gebunden und die Chinesen in Abteilungen von 2 X 17 und 2 X 20 mit den 3öpfen angebunden und erschossen, so daß fie gleich in ihr Grab fielen; 9 haben wir wieder laufen lassen, weil fie zu jung waren diese mußten erst das Grab zumachen, dann mußten fie Spießruten laufen und zuletzt wurden die Zöpfe abgeschnitten.luster) Rusland. Rusland. Spanien. En hai ist 52 Jahre alt und gehört zur regulären Truppe. Vielleicht war es ein preußischer Unteroffizier, der ihm mit diesen christlich- militärischen Grundsäßen vertraut gemacht hat. Wie konnte er als Soldat anders handeln? Er hatte den Befehl erhalten zu Lehrerelend. Aus Madrid wird berichtet: Zu dem prächtigen. schießen. Hätte er sich diesem Befehl widersetzt, so wäre er immer Was werden die Byzantiner unsrer lieben deutschen Vaterländer Empfang, den die spanische Regierung den südamerikanischen Deledazu sagen? Ihr einziger Troft wird der sein, daß so etwas doch Petition, die jetzt unter den Lehrern Spaniens im Umlauf gierten des spanisch- amerikanischen Kongresses bereitet, bildet eine nach europäisch- militärischen Grundsäßen vor ein Kriegsgericht gestellt und erschossen worden. Jetzt wollen die Europäer den nur in Bayern passieren kann, einem Lande, von dem man schon ist, einen schneidenden Kontrast. Die Lehrer bitten nämlich armen Teufel töpfen, weil er die Befehle seiner Vorgesetzten aus- manche merkwürdigen Dinge gehört hat. darin, vor Hunger und Elend beschützt zu werden. führte. Militärjustiz. Wegen Gehorsamsverweigerung, Die Regierung soll diesen Unglücklichen die Summe bon Achtungsverlegung und Beleidigung hatte sich der 9036 503 Pesetas schulden; die meisten Lehrer haben feit Zur Bülow- Rede trägt der offiziöse Telegraph mit großem Stanonier Schüße vom Artillerie- Regiment Nr. 28 in Pirna vor Jahren tein Gehalt bekommen. Die Gehälter, auf die Fleiß alle Breßstimmen des Auslands zusammen, die sich in den dem Gericht der 3. Division zu verantworten. Am 26. Oftober hatte fie Anspruch haben, sind entsetzlich niedrig: 21 546 Lehrer erhalten höchsten Tönen der Begeisterung für den neuen Reichstanzler ge- der Unteroffizier Mehnert zum Antreten behufs Verlesens vor dem jährlich Gehälter von 60 bis 800 M., 1450 von 800 bis 1600 M. fallen. Jede Aeußerung, die sich auch nur in den mildesten Formen Schlafengehen kommandiert. Diesem Befehl fam Schüße nicht nach, und nur 180 erhalten mehr als 1600 M.! Die Lehrer bitten un gegen die Bülows und deren Politik wendet, wird natürlich ge- und er soll hierbei unziemliche und beleidigende Nedensarten gegen eine Erhöhung ihrer Einkommen und um sofortige Zahlung; sie flisfentlich unterdrückt.. So jagt 3. B." Daily Chronicle", Deutsch den Unteroffizier gebraucht haben. Das Gericht befindet den Ange- drohen, alle öffentlichen Schulen im Lande zu schließen, wenn ihr land habe eine brutale Rolle in China gespielt flagten schuldig nach dem Eröffnungsbeschluß und verurteilt ihn zu Gesuch nicht beachtet wird, so daß die Regierung vielleicht in der und den chinesischen Standpunkt durchaus nicht verstanden. 3 Monaten Gefängnis. nächsten Zeit bor der Thatsache eines Lehrerstreits Morning Leader" drückt sich noch drastischer aus und stehen wird. Einige Lehrer, die sich in der äußersten Not stellt fest, daß alles unheil seit der Besezung Eine Aufhebung der Papierzölle soll, wie sich die Köln. befinden, bitten um die Erlaubnis, beim Publikum betteln Kiautschous datiert und ganz besonders durch die Art und Volkszeitung" aus Berlin forrespondieren läßt, vom Centrum gehen zu dürfen! Nach der Statistik giebt es in Spanien Weise der Besizergreifung hervorgerufen wurde. Der beantragt werden. 3 543 595 schulpflichtige Kinder, aber es sind nur Räumlichkeiten = Es wird unfren Ostelbiern eine besondere Genugthuung sein, wenn sie von diesen Zuständen lesen; stolz tönnen sie sich in die Brust werfen und behaupten, daß Ostpreußens Schulzustände doch noch weit emporragen über die Spaniens. Auch ein Trost! Afrika. = " für 1 104 779 Echulkinder vorhanden, das Zwangsschulbesuch Gesetz Moor Bern führt demgegenüber aus, daß wir in unsrer| Nummer enthaltene Artikel Wahrzeichen der Schmach" zwar cine steht thatsächlich mer auf dem Papier. Die legte Zählung hat fest- Bartei bisher nicht den Radikalismus, sondern den lappschwänzigen Beleidigung der in China kämpfenden deutschen Truppen ents gestellt, daß es in Spanien sechs Millionen Analphabeten giebt, Opportunismus bekämpfen mußten. Er verspottet die Befürchtungen hält, nicht aber den Thatbestand der Majestätsbeleidigung erkennen das sind 33 Prozent der Bevölkerung, die nicht lesen oder schreiben des Referenten und meint, die herrschenden Radikalen würden bei läßt. tönnen! der Revision des Fabrikgesezes den Achtstundentag statt des Elfstundentags aufnehmen, nur um uns mit der Obstruktion in Ver§ 23 Nr. 3 des Preßgefezes ist also nicht anwendbar. legenheit zu bringen.( Allgemeine Heiterkeit.) Im übrigen rede er -Das gefährliche Christentum. Der nachstehende Beschluß nicht vor aller Deffentlichkeit über Taktik, denn das wäre Kinderei. des Stadtrats zu Frankenberg in Sachsen, d. d. 15. Nov. 1900, ist Wullschleger meint zutreffend, der obstruktionistische, negative ohne besondre Einleitung verständlich: Geist sei bereits da und großgezogen durch die stetige Verneinungspolitit der herrschenden Radikalen, sowie durch ihre Rücksichtslosigkeit Einen Boerenerfolg, der allerdings nicht friegerischer Natur ist, gegen die Minderheitsparteien. Notwendig sei, daß wir auch unsermeldet ein Berliner Blatt, das schon wiederholt boerenoffiziöfe Nach- feits die gleiche Rücksichtslosigkeit gegen die Radikalen üben. Man richten gebracht hat. Danach soll es den Boerenrepubliken gelungen werde keinem Gesez mehr zustimmen, das Vertrauen zu den Radikalen fein, nicht nur ihr gesamtes Staatsarchiv, sondern auch den und den Bundesbehörden erfordert, die notwendigen Garantien müssen Staatsschat, bestehend aus vielen Millionen in Barren, gemünztem im Gesez selbst liegen. Wir werden jede Gesetzesvorlage daraufhin Gold, Diamanten und Staatspapieren trotz der Wachsamkeit der prüfen müssen, inwieweit sie den Arbeiterinteressen dient und ob englischen Kriegsschiffe sicher nach einem europäischen Hafen gebracht nicht die andren Kreisen gebotenen Vorteile größer seien als der zu haben. Nugen für die Arbeiter. Wegen einer gebotenen Kleinigkeit, der erhebliche Nachteile gegenüberstehen, werden wir keinem Gesetz zustimmen. Ein Beschluß wurde nicht gefaßt. Parlamentarisches. Es wurden dann noch die Genossen Für Holz- Solothurn und nationale socialdemokratische Parteisekretariat Fauquez- Lausanne in das Komitee für das interFür die streitenden Sticker in Arbon wurden 24 Fr. gesammelt. Anwesend waren 40 Delegierte aus 14 Orten. Die Besteuerung des Saccharins und ähnlicher Süßstoffe verlangt ein Antrag Levetow und Genossen. Genossen. Ein in Brüssel gewählt. nationalliberaler Antrag ersucht um die Einbringung eines Gesezentwurfs, durch den die Steuer für die kleinen und mittleren Brauereien herabgesetzt und für die größeren erhöht wird und der den Gebrauch der Surrogate verbietet. Eine Abänderung des Majestätsbeleidigungs- Paragraphen bezweckt ein von der Freisinnigen Volkspartei eingebrachter Gesezentwurf. Ein nationalliberaler und ultramontaner Antrag wünscht den Ausbau der Gewerbegerichte zu Schiedsgerichten. Eine Interpellation Oriol a wünscht Auskunft über die Militär- Penfions: gesetze, ein Antrag Rißler die Abänderung des Gesetzes betreffend die Gründung und Verwaltung des Reichs- Invalidenfonds. Ein Antrag Oertel schließlich will das Ausverkaufwesens geregelt wissen. Parteitag ** der Partei sind für die schweizerische Socialdemokratie von großer Die Beschlüsse des Parteitags in Bezug auf die Reorganisation Bedeutung. Bisher schwebte sie, da ihr fast jede organisatorische Grundlage fehlte, sozusagen in der Luft. Nun soll der über die ganze Schweiz, bis in die kleinsten Dörfer verbreitete Grütliverein, der seit Jahren formell und thatsächlich auf socialdemokratischem Boden steht, in den Dienst der Partei gestellt, ja, soweit es die organisatorische Seite betrifft, die Partei selbst werden. Gelingt die Berständigung darüber mit dem Grütliverein, woran faum zu zweifeln, so müssen davon für die Zukunft sowohl dieser als auch die Socialdemokratie gewinnen und beide in wünschenswertem Maße erstarken. An der voraussichtlichen Aufregung und Kritik der Gegner wird man ersehen können, daß der Parteitag in Olten das Richtige aussichtsreiche Zukunft eröffnet. der schweizerischen Socialdemokratie. getroffen und daß sich für die schweizerische Socialdemokratie eine Olten, 18. November. Der Parteitag unsrer schweizerischen Genossen wurde heute im Saale des Hotels zum Löwen" um 9 Uhr morgens durch Genosse Lang Zürich namens der Geschäftsleitungs- Kommission mit einer furzen Ansprache eröffnet. Als Präsident wurde sodann Lang, als Sekretär Frech Zürich gewählt. Dem Bericht des Raffierers ist zu entnehmen, daß in den letzten zwei Jahren die Einnahmen 2955,65 Fr. und die Ausgaben 2362,45 Fr. betragen; der Kassenbestand beträgt 593,20 Fr. endete. Der von Lang über die Thätigkeit der GeschäftsprüfungsKommission in den verflossenen zwei Jahren erstattete Bericht erwähnt die Stellungnahme und Agitation derselben zu den verschiedenen und für die Doppelinitiative, die Vermittelung von Referenten für eidgenössischen Geſeßesfragen, insbesondere für die Versicherung die Maifeier, Kundgebungen anläßlich des Ablebens der Genoffen Liebknecht in Berlin und Steck in Bern 2c. An den Bericht knüpfte sich eine kurze Diskussion, die mit der Gutheißung der Berichte Es folgt sodann der Hauptpunkt der Tagesordnung: Revision der Statuten. Diese Frage ist seit Jahren anhängig und der Referent darüber, Genosse Lang, giebt einleitend eine Uebersicht über die Schritte, die feit Jahren diesbezüglich gethan wurden. Dem heutigen Parteitag liegt ein Vorschlag des Genossen Wullschleger nach dem der Grütliverein die orgaeisatorische Grundlage der socialdemokratischen Partei bilden soll. Lang acceptiert diese Vorlage und empfiehlt dem Parteitag die Annahme. Das weitere Vorgehen würde darin bestehen, daß das Parteikomitee mit dem Centralkomitee des Grütlivereins in Verbindung treten und die Sache zu erledigen hätte. vor, Kommt dazu eine entschlossene, selbständige, wahrhaft socialdemokratische Politik mit rüdsichtsloser Kritik und Kampfesluft, welche das Vertrauen der Arbeiter zu erwerben vermögen, so muß es endlich auch mit der schweizerischen Socialdemokratie rascher als bisher vorwärts gehen und so der Parteitag von Olten zum Ausgangspunkt einer neuen Aufschwungperiode der socialdemokratischen Arbeiterbewegung in der Schweiz werden. Partei- Nachrichten. F Die Abhaltung der von Herrn Walter Frenzel für Sonntag, den 18. November d. J., nachmittags 4 Uhr, im Saale des Stadtparts hierselbst anberaumten öffentlichen Volksversammlung, in welcher das Thema„ Christentum und Socialdemokratie" erörtert werden soll, wird hiermit verboten. " Die angekündigte Versammlung ist veranlaßt worden durch die im hiesigen Bezirk verbreitete Flugschrift Paul Göhres: Wie ein Pfarrer Socialdemokrat wurde", und durch eine im Frauten berger Tageblatte" veröffentlichte Erklärung der Frankenberger Pastoralkonferenz, worin diese gegen jene Flugschrift Stellung nimmt. Wie die Person des Einberufers und die bereits früher in der Zeitschrift Bolfsstimme" erfolgte Ankündigung unzweifelhaft darthun, ist die Versammlung eine Veranstaltung der socialdemokratischen Partei. Die socialdemokratische Partei aber hat sich gegen das Christentum stets ablehnend, zumeist sogar feindlich verhalten. Wenn daher diese Partei in einer für ihre Zwecke veranstalteten Versammlung das Christentum zur Erörterung stellt, fann es ihr nur darum zu thun sein, entweder das Christentum als ein ihren Bielen feindliches Element auzugreifen oder aber dasselbe mittels einseitiger Darftellung einzelner Lehren als Agitationsmittel zu benußen. Diese Annahme wird durch die bereits erwähnten Vorgänge, welche die angekündigte Versammlung veranlaßt haben, bestätigt. Während Paul Göhre sich in der genannten Flugschrift als socialdemokratischer Parteigänger bekennt und als solcher durch einseitige Darstellung einzelner christlichen Lehren zu wirken sucht, greift die Volksstimme" die Mitglieder der Frankenberger Bastoralfonferenz persönlich an und verhöhnt diese und alle christlich Gesinnten durch Schimpfworte, wie Schäfchen"." HurraChristen", ohne sich auf eine sachliche Erörterung einzulassen. Hiernach ist es ausgeschlossen, daß die angemeldete Versammlung eine ernsthafte Prüfung des Verhältnisses zwischen Christentum und Socialdemokratie bezweckte. In einer öffentlichen Volksversammlung aber das Christentum zum Gegenstand von Angriffen zu machen, würde das sittliche und religiöse Gefühl weiter Streise der Bevölkerung aufs tiefste verlegen. Gemäß§ 5 des Vereinsgefeges vom 22. November 1850 in der Fassung des Gesetzes vom 21. Juni 1898 war daher die Versammlung zu verbieten. Dr. Mettig, Bürgermeister." P Welch ein Meisterstück polizeilicher Logit! Der Herr Bürgermeister weiß nichts; deswegen vermutet er ganz schlau, daß Göhre das Christentum bekämpfen oder auch nicht bekämpfen werde und hat somit die Garantie, daß eine seiner beiden Vermutungen ganz ficher zutreffen wird. Interessant ist dabei, daß hier polizeilich bescheinigt wird( ein dienen geeignet ist; es müßte danach in Sachsen eigentlich schleunigst Betveis, in Deutschland so gut wie ein Primawechsel), daß das Christentum als Agitationsmittel für die socialistischen Lehren zu verboten werden. Christentum angreifen oder nicht angreifen wird, verbietet er doch Obwohl nun der Bürgermeister noch nicht weiß, ob Göhre das Angriffe auf das Christentum unfittlich find! Außerdem erhielt der Einberufer in derselben Sache noch folgenden liebenswürdigen Brief: Gemeindewahlen. In meisten sächsischen Landgemeinden Die Wahlen gelten auf ſechs Jahre mit Drittelerneuerung, so daß finden in diesem Jahre die Gemeinderats Ergänzungswahlen statt. aller zwei Jahre gewählt wird. Die sächsischen Parteigenossen sind seit Jahren in einer großen Anzahl Landgemeinden in die Gemeindevertretung eingezogen und machen von Wahl zu Wahl erheb liche Fortschritte, die ihre Grenze in der einzelnen Gemeinde freilich die Versammlung, weil an einer vielgestaltig bunten Klaffenteilung der Wähler finden. Vor die Versammlung, weil dem preußischen Gemeinde Wahlrecht hat das sächsische aber wenigstens die geheime Abstimmung voraus, während andrerseits wieder Staatsangehörigkeit und zweijähriger Wohnfiz gefordert wird. Die Vorbereitungen zu den Wahlen sind im Gange und die Parteigenoffen entfalten allenthalben eine rege Agitation. In einzelnen Orten ist die Wahl bereits vollzogen. In Klingenberg bei Freiberg, einem Orte mit sehr viel Bauarbeitern, die sich auf der Uebergangsstufe vom Kleinbauern zum Industrie- Arbeiter befinden, wurde die ganze socialdemokratische Liste: 3 Hausbefizer und 2 Begüterte" gewählt. In Kemniz bei Dresden wurde gleichfalls die socialdemokratische Liste glatt gewählt. " Bet den Stadtverordneten Wahlen in Gera, die gestern stattfanden, wurden, wie uns ein Privattelegramm meldet, fünf Parteigenossen gewählt. Einer der fünf Sige ist neugewonnen, die andren find alter Befisstand der Partei. Sodann wird über die Reorganisation der Partei die Disfussion durch Genosse Wullschleger eröffnet. Er verbreitet sich zunächst über das Wesen und den Stand des Grütlivereins, der in den letzten Jahren infolge des Aufkommens und der Ausbreitung der Gewerkschaftsbewegung an Mitgliedern verloren habe, aber an sehr zahlreichen Orten der einzige Träger der Arbeiterbewegung, insbesondere der politischen ist und so bereits die Geschäfte im Wahlkreise Randow- Greifenhagen waren bei der Ersazwahl zum Freie Wahl. In der Gemeinde Pampow bei Stolzenburg der Partei besorgt. Besondere obligatorische Beiträge für die Barteider Partei besorgt. Besondere obligatorische Beiträge für die Partei: Reichstag 30 socialdemokratische Stimmen abgegeben worden. Nachzwede sollten nicht mehr erhoben werden, da die Genossen ohnehin dem jetzt die Wahl vorüber, ließ der Ortsvorsteher, der zugleich schon start belastet sind mit allen möglichen Beiträgen; dagegen wahl vorsteher gewesen war, diese Kundmachung von Haus zu sollten dann freiwillige Leistungen erfolgen. Es handelt sich heute hauptsächlich um die Feftfegung von organisatorischen Haus gehen: Grundsägen. Nach seiner seiner Auffaffung Auffassung sollten in Zukunft die Parteitage wegfallen und die Partei- Aufgaben auf den alljähr lichen Delegiertenversammlungen des Grütlivereins behandelt werden, wodurch die letzteren erheblich an Bedeutung gewinnen und auch die Parteifache profitieren würde. Betreffend das Wahlergebnis, danke Herrn Wähler der bekannte 30 Stimmen in Andenken behalten. 86 Stimmen für die rege Beteiligung, werde auch die mir wohl Die Holz und Streu Gerechtigkeit ist noch abzuwarten. Kastenbein Orts Vorsteher. = Die folgenden Redner, Braggen- Bern, Greulich- Zürich, Fürholz Solothurn, Thieß- Zürich, Megger- Basel und Nüsperli- Zürich als Der Orts- und Wahlvorsteher scheint die Absicht zu haben, die Vertreter der Landesorganisation der deutschen und öftreichisch- 302ohlbekannten" durch ein Extralos auf Holz- und Streusammeln ungrischen Socialisten in der Schweiz, stimmen ganz oder im wesent- 3u belohnen. lichen dem Vorschlage Wullschlegers zu. zu Herrn Walter Frenzel Hier. Es wird mir foeben offiziell vom Rathaus aus mitgeteilt: Eine für Sonntag angemeldet gewesene Boltsversammlung mit Vortrag im Stadtpark sei behördlich untersagt worden und es folle eine öffentliche Ankündigung im Tageblatt" unterbleiben." Jch teile Ihnen dies mit dem Bemerken mit, daß unter solchen Umständen allerdings von einem diesbezüglichen Inserat abzusehen ist, da die Stadtbehörde jedenfalls aus wohlerwogenen Gründen auch der Tageblatt Expedition die obige Notiz und Anordnung zugehen licß. Hochachtend C. G. Roßberg, Tageblatt- Expedition. Die sächsische Polizei ist eine Musterpolizei! = Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Nachdem die Berliner Personen- Lohufuhrwerks- Innung ins Leben getreten ist und die Wahlen für die verschiedenen Körperschaften derselben( Ausschuß, Schiedsgericht) stattgefunden haben, treten die im Lohufuhrwesen Angestellten energisch für Beseitigung der im Lohnfuhrwesen int allgemeinen und auf Fuhr höfen im besonderen sich fühlbar machenden Mißstände ein. Als ein allgemeiner Mißstand wird es seitens der Angestellten z. B. betrachtet, daß bei Vorführung von Fuhrwerken behufs polizeilicher Prüfung bezi. Abnahme den Führern solcher Fuhrwerke die hierzu erforderlichen Dienstleistungen von den betreffenden Fuhrherren bis Parteiorganisation. In M. Gladbach gründeten die Bartei iegt noch nicht vergütigt werden. Als ein fernerer Weißstand wird zu erwähnen aus der Diskussion ist die Ausführung von genossen, nachdem die Parteibewegung jahrelang geruht, einen es erachtet, daß mit wenigen Ausnahmen auf den Fuhrhöfen noch Thieß über die Neutralität der Gewerkschaft socialdemokratischen Wahlverein für M.- Gladbach und Umgegend". die Einrichtung besteht, daß die Kutscher die von ihnen benutzten bewegung, daß nach seiner Auffaffung der bezügliche Beschluß offentlich wird er zum Träger einer neuen fräftigen Bartei Fuhrwerke nach dem Gebrauch derselben felber reinigen müssen, des legten schweizerischen Gewerkschaftstongreffes sich nur auf den thätigkeit. eine Einrichtung, die bei der bekannten langen Arbeitszeit der Kutscher von diesen recht unangenehm empfunden wird. Gewerkschaftsbund bezieht, während jede einzelne Gewerkschaft sich Der Wille des Volks. In Nürnberg nahm eine außer Es foll nun dahin gestrebt werden, daß das Wagenwaschen in Zuihrerseits verhalten könne wie sie wolle, also auch socialdemokratische ordentlich stark besuchte Versammlung nach einem Vortrag des funft durch besondere Angestellte ausgeführt wird. Auch wird der Parteipolitit treiben tönne. Nisperli wünscht die Ermöglichung Reichstagsabgeordneten Genossen Südefum folgende Resolution an: vielfach vorhandene Mangel eines Raums zur Unterbringung der des Anschlusses der ausländischen Genossen an die schweizerische Die am 18. November 1900 im Saal des Sächsischen Hofes Dienstkleidungsstücke, insbesondere auch behufs Abtrocknung der= Socialdemokratie. zu Nürnberg Versammelten sprechen sich mit aller Entschiedenheit felben nach erfolgter Durchnäffung bei Regen- oder Schnees Wullschleger führt dazu aus, daß dieser Anschluß sehr wohl gegen die bisherige planlose und voltsverderbliche Abenteuer- wetter sehr unliebsam empfunden. Infolge dieses Mangels sind die geschehen könne, nur müßten dann die ausländischen Genossen in politik des Reichs aus, tadeln auf das schärfste die Ver- Kutscher vielfach genötigt, die Kleidungsstücke beim neuen Diensta fpeciellen schweizerischen Fragen( gesetzgeberischer Natur und ähnlicher faffungsverletzung und fordern ein Ministerverantwortlichkeits- antritt in völlig feuchtem Zustande wieder anzulegen. Art) sich passiv verhalten. Die Vorlage wurde schließlich an- gesetz; sie erblicken in der 12 000 Mart Affaire ein Anzeichen Die Antwort auf diese geltend gemachten Wünsche ist von der genommen und lauten ihre wesentlichsten Punkte: fchlimmer Korruption; die Regierung ist jedes Vertrauens verlustig Junung bereits erfolgt, fie lautet: Die Partei setzt sich zusammen aus dem Grütliverein und den gegangen. Kantonalen bezw. lokalen Organisationen. Der Parteitag findet Auf die am 15. d. M. an hiesige Befizer von Leichen- und Es muß Vorsorge getroffen werden, daß nicht bei den bevorLugus Fuhrwert gerichtete Aufforderung verfehlen die Unters alljährlich statt, in der Regel im Anschluß an die Delegierten stehenden handelspolitischen Stämpfen einzelne Interessengruppen zeichneten nicht, Sie zu informieren: versammlung des Grütlivereins. Er besteht aus den Mitgliedern des mit gleichen Mitteln die Regierung ihren Wünschen dienstbar erweiterten Parteifomitees, den Delegierten des Grütlivereins, den machen. H Delegierten der kantonalen bezw. lokalen Organisationen. Die Die Versammelten verlangen eine Fortsetzung der bisherigen Geschäftsleitungskommission wird gebildet aus dem engeren Central Politik langfristiger Handelsverträge und verwerfen insbesondere Tomitee des Grütlivereins, dem 4 bis 6 vom Vororte gewählte jede Verteuerung der notwendigen Lebensmittel und Bedarfsartikel Genossen beigegeben werden. Das Parteifomitee besorgt die des Volkes und jede Erschwerung des Absatzes unserer Industriepolitische Leitung. Es wird gebildet aus dem erweiterten produkte." Da die Lohntommission nicht aus Angehörigen unfres Gewerbes besteht, welche die Eigenart desselben zu würdigen vermögen, selbe auch bereits in andren Fällen bei drohenden Streitausbrüchen in andren Branchen unsres Gewerbes eine mehr ind mehr Arbeitgeber und Arbeitnehmer verheßende, als die gewerb= lichen Gegensäge überbrückende Thätigkeit ausgeübt hat, und damit das Gegenteil von Zufriedenheit vor allem in den Kreisen der Arbeiterschaft gezeitigt hat, Centralfomitee des Grütlivereins, den Vertretern der tanto- Das Internationale socialistische Sekretariat, dessen Ernalen Organisationen und den Redacteuren der Parteipresse. richtung von dem letzten internationalen Kongresse beschlossen wurde, Das erweiterte Parteifomitee tritt jährlich wenigstens einmal, in der wird mit dem 1. Dezember d. J. seine Thätigkeit beginnen. Die so lehnen es die Unterzeichneten ab, mit der sogenannten Lohnkommission in irgend welche Verbindung zu treten, Regel im Anschluß an die Delegiertenversammlung des Grütli- Bureauräume sind im Maison du Peuple" Rue Joseph Stevens in geben aber zugleich ihre Bereitwilligkeit zu erkennen, von Fall zu bereins, zusammen. Die Ausgaben werden durch freiwillige Bei- Brüssel untergebracht. Zum Sekretär ist der Genosse Serwh Fall mit ihren Angestellten die Lohnfrage einer Revision zu träge gededt. gewählt. Von deutscher Seite find bekanntlich die Genossen unterziehen. Als Vorort bis zur Durchführung der Reorganisation der Partei Auer und Singer zu Delegierten in das internationale Stomitee, Die Antwort zeugt von Haß und Geringschäzung gegen die wird Zürich bestätigt, ebenso die Geschäftsleitungskommiffion der Genosse& a utely zunt Schriftführer gewählt. Frankreich ent- Arbeiterorganisationen, wie wir es zur Genüge von den Innunigen daselbst und die Mitglieder des erweiterten Parteifomitees. sendet Jaurès und Vaillant; England: Quelch und Hyndman; die gewöhnt sind. Die Herren täuschen sich aber, wenn sie meinen, mit Schließlich referierte Genosse Seidel Zürich über die Taktik. östreichischen Polen: Jedrzejewski und Wojnarowska. Die von einem derartigen Verhalten Zufriedenheit in den Kreisen der Arbeiter Er wandte sich gegen den Vorschlag, ganz allgemein die Obstruktion belgischer Seite ernannten Genossen Anseele und Vandervelde herbeizuführen, sie werden sehr bald erkennen, daß sie die Hand zu beschließen, da dieselbe wohl leicht in einem Parlament, appellieren an die übrigen Nationen, baldmöglichst ihre Delegierten fchroff zurückgewiesen haben, die zur Verständigung dargeboten schwieriger aber in einer Demokratie mit Initiative und Referendum durchzuführen sei. Die Arbeiterschaft immer zur Verwerfung auf Polizeiliches, Gerichtliches usw. zufordern, fönnte Wirkungen haben, die uns mehr Schaden zufügten Achtung, Buchbinder! Der Tarif ist nunmehr fertig und als den Gegnern. Wir würden geradezu auf die Initiative und die-Die Beschlagnahme des Halleschen Volksblatts" ist gelangt von morgen ab in unserm Bureau, Engelufer 15, zur Offensive verzichten müssen. Die allgemeine und fortgesetzte aufgehoben worden. Der Beschluß des Amtsgerichts Halle vom Ausgabe. Die Lohnfommission. Obstruktion sei daher ein falscher Radikalismus, der zu bekämpfen 17. November lautet: Deutsches Reich. ist. Die Vorlagen sollen jeweilen jede für sich geprüft und so die Die am 15. d. M. erfolgte vorläufige Beschlagnahme der Die Lohndifferenzen in der landwirtschaftlichen Entscheidung von Fall zu Fall getroffen werden. Nr. 267 des„ Volksblatts" wird aufgehoben, da der in dieser Maschinenfabrik A. Lehnig, A.-G., Vetschau, haben nunmehr 0 zu ernennen. wurde. V Sociales. = Der Gesundheitszustand in Peking um Ausstand geführt. In geheimer Abstimmung haben 328 Ar- Die Lage der Postbeamten in Frankreich hat sich seit einigen die bei den letzten Unruhen als beiter für, 18 gegen den Ausstand gestimmt. Ganz dem sonder Jahren etwas verbessert; in früheren Jahren waren die Postbureaus waren Räbelsführer beteiligt baren Verhalten des Bürgermeisters, worüber wir gestern berichteten, an Sonne und Festtagen den ganzen Tag geöffnet; vor einigen langen, festgesetzt sind. und deren Verurteilung zum Tode die Mächte verentspricht der Eifer der Polizei. Im Streiflokal sind sofort drei Jahren erfolgte aber der Schluß um 4 Uhr nachmittags, jetzt soll er erklärte Bei Uebermittelung des Edikts Li- Hung Tichang, Gendarmen stationiert. Das Verhalten der Behörde fann natürlich schon mittags eintreten. die int demselben festgesezten nicht zur Beruhigung der erregten Arbeiter beitragen, sondern weit Strafen seien die äußersten, welche der Hof zu verfügen in der Seit turzem haben sich die Postbeamten unter dem Namen Lage sei. Li- Hung- Tschang wiederholt dabei die stereotype Aus eher die Erbitterung steigern. Eine Pflicht der gesamten Arbeiter- General Association der Unteragenten der Post und Telegraphen" flucht aller chinesischen Unterhändler, ihm und dem Prinzen Tsching schaft ist es, die unter so traurigen Verhältnissen zum Streit ge- organisiert. Am 4. November hielt diese neue Organisation, wie dem sei vom Kaiser strenge Bestrafung angedroht, wenn es ihnen nicht zwungenen Arbeiter vor allem durch Fernhalten des Zuzugs von Storrespondenzblatt der Gewerkschaften" berichtet wird, ihre erste gelinge, die Gesandten zur Annahme dieses Kompromisses zu bewegen. Holz und Metallarbeitern zu unterſtügen. Versammlung in der Arbeitsbörse ab. Fünfzehnhundert Agenten Die verfügten Strafen grenzen ans Lächerliche: Herzog Lan wird In der Druckerei der ,, Leipziger Volkszeitung" find nach Renon, waren anwesend und traten als Redner auf, während sich niedriger gestellt; ein andrer wird dazu verurteilt, in der waren anwesend: Zwei socialistische Abgeordnete: Grouffier und unter Entziehung seines Gehalts in seinem Nang um eine Stufe einer Mitteilung des Korrespondent" Differenzen mit den Segern, andre socialistische und radikale Abgeordnete entschuldigt hatten. Ein 8urüdgezogenheit Drudern und Stereotypeuren entstanden. Die Vertrauensleute der Briefträger wies auf die Notwendigkeit verschiedener Berbesserungen ihaoidhutichiao wird seines anges verlustig erklärt, seine Sünden nachzudenken; Buchdrucker haben für Verbandsmitglieder die Druckerei bis auf hin; hierauf sprach die Versammlung dem Handels- behält aber sein Amt. weiteres geschlossen erklärt. Welcher Art die Differenzen ist uns und Post minister, Millerand, sowie dem Unterunbekannt, noch giebt der„ Korrespondent" darüber Auskunft. Und obendrein wird der Morning Post" aus Beting gemeldet: staatssetretärfür das Post und Telegraphenwesen, Die Prinzen Tuan und Tschwang sind nur nach Mukden ver Die Harmonie des Gewerkvereins gerät ins Wanken. Die Mougeot und den Abgeordneten, welche sich zu bannt, aber nicht zu Gefängnisstrafe verurteilt fchon seit langem bekannt gewordene Spannung der Düsseldorfer Berteidigern ihrer jungen Organisation auf worden. Sie sind jedoch ihres Stanges enttleidet worden. auf- worden. Freunde mit Dr. Max Hirsch und dem Centralrat kam am ber- Bum Schluß verlangten die Briefträger energisch die Erhöhung dem zu größerer Kaltblütigkeit, als die„ Kölnische Zeitung" bekundet, geworfen haben, ihren Dant aus. Hoffentlich zwingen die Verhältnisse den Grafen Waldersee trog floffenen Sonntag in einer stark besuchten Ortsverbandsversammlung ihrer mageren Gehälter und die Beseitigung des Neujahrsgeschenks, die behauptet, es müßten weitere Schritte gethan werden, um den nochmals zur Debatte und man muß das den Düffeldorfer auf welches die Briefträger heute angewiesen find. In früheren ferneren Widerstand zu überwinden" und selbst eine Erpe. Gewerkvereinen lassen sie führten mit ihren Berliner Größen Jahren hätten es diese Beamten nicht wagen dürfen, sich zu organi- bition in das Innere für einen dieser gangbaren Schritte hält! eine Sprache, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig fteren. In Deutschland auch heute noch nicht! ließ. Die Hauptredner, die Herren Kezer, Ziegler und Stoffers betonten übereinstimmend, daß der Centralrat in Berlin die Meinung der Düsseldorfer systematisch unterdrücke, daß giebt nach einem Herold- Telegramm zu ernsten Besorg= andernteils der Centralrat mit dem modernen nissen Veranlassung. Seit deren Besetzung sind zahlreiche Beitgeist nicht voranschreite." Wir sagen nicht Arbeitslosigkeit. In Dresden hat jemand einige Tage hinter- Chinesen an den Boden oder andren anstedenden Krantallem Ja und Amen, was der Centralrat wünscht. Wenn wir einander gezählt, wie viel Arbeitslofe die Arbeitsangebote, die im Hof- nicht mehr beer bigt. Wiele werden einfach in Särge gelegt heiten gestorben. Die meisten Leichen werden gar das freilich gethan, dann wären wir auch lieb Kind beim Centralrat. raum der„ Neuesten Nachrichten" angeschlagen werden, frequentieren. Er und bleiben in den Wohnungen stehen. Nur im englischen Quartier Wir gestatten uns, selbständig zu denken, nicht nur, wie der zählte voriger Woche am Montag 720, Dienstag 630, Mittwoch 790, ist der Zustand ein besserer, da dort der Unrat, der sonst auf der Centralrat will." Der Centralrat jage, die Einrichtung der Arbeiter- Es ist banoch ganz sicher, daß es in Dresden zur Zeit mehrere Straße liegen bleibt, fortgebracht wird. Donnerstag 920, Freitag 1240. Das ist an einer einzigen Stelle. fefretariate sei socialdemokratische Erfindung" und deshalb brauche man keine Arbeitersekretariate. Das sei eine ganz unerhörte tausend Arbeitslose giebt. Amerika gegen Rache- Opfer. rückständige Ansicht vom Centralrat. Wir sollten doch auch Diese Arbeitslosenversammlungen", die das Elend graufig New York, 20. November. Auf wiederholtes sehr dringendes vom Gegner das Gute lernen und nachmachen; die Arbeiter- genug illustrieren, kann die Dresdener Polizei zu ihrem Leidwesen Ersuchen des Gesandten Conger beabsichtigt die amerikasekretariate sind doch wahrlich überaus segensreiche Einrichtungen. nicht verbieten. nische Regierung behufs rascher herbeiführung des Zum Auflösen des Düsseldorfer Ortsverbands, womit der Central- Zum Bauarbeiter- Schutz. Der Magistrat in Gifhorn hat Friedens, den Mächten vorzuschlagen, die Forderung rat drohe, habe er gar kein Recht, doch er möge mur auflösen, die eine Polizeiverordnung erlajien, nach welcher in der Zeit vom der Hinrichtung hoher Beamter fallen zu lassen. Düsseldorfer marschierten, wie sie es für gut befänden. Der Ton, 15. November bis 15. März Stuccateurs, Puz- und Töpferarbeiten den der Centralrat anschlüge, sei einzig. Eine ganz unerhörte in Neubauten nur dann ausgeführt werden, wenn die Räume, in Tehke Nachrichten und Depeschen. Unwiffenheit in focialen Dingen offenbare benen gearbeitet wird, burch Thüren und genster verschlossen find. der Centralrat dadurch, daß er gegen das Arbeiterfekretariat Die nur vorläufige Anbringung derartiger Verschlüsse wird für ge= wie bisher Stellung genommen habe. Und wenn in Berlin an dem nügend erachtet. In Räumen, in denen offene Coatsfeuer ohne berühmten Revers geradezu fanatisch festgehalten werde, so thue Ableitung der entstehenden Gase brennen, darf nicht gearbeitet man das in Rheinland und Westfalen fortan nicht mehr. Wenn man werden. jeden, der in die Gewerkvereine eintreten wolle, frage, ob er auch Minimallöhne als Mittel gegen Kinderausbeutung. Zwei mur ja nicht Socialdemokrat sei, so betreibe man gerade australische Solonien, Victoria und Neuseeland, haben zur Bekämpfung dadurch Politik; dieser Revers müsse fallen, möge der Centralrat der Kinderausbeutung Minimallöhne für Kinder und jugendliche noch so verbohrt für den Nevers agitiren. Wir anerkennen, was Arbeiter festgesetzt. In Victoria ist an Kinder gesetzlich ein Wochen Dr. M. Hirsch geleistet, aber er soll mit voran schreiten und nicht lohn von mindestens 21/2 M. vorgeschrieben und in Neuseeland ist am alten fleben. Wir sind Gewerkvereinler, auch wenn mir mal neuerdings bestimmt worden, daß fein Knabe unter 18 Jahren nicht in ein Hoch auf Dr. H. einstimmen." weniger ivie 5 M. und kein Mädchen weniger wie 4 M. die Woche bekommen darf. " zu Das find so im wesentlichen nahezu die wörtlichen Angriffe der Düsseldorfer gegen den Centralrat. Ju diesem Sinne wurde auch die folgende Resolution einstimmig angenommen: Die außerordentlich zahlreich besuchte Ortsverbands- BerVersammlungen. Byzanz. d versammlung des deutschen Vereins vom heiligen Köln, 20. November.( W. T. B.) In der Generala anoe erstattete Landrat Janssen Bericht über die Gefamtlage des Vereins Boltszeitung" und führte nach der Kölnischen tionsansprüche aus, der Verein habe von solchen Ansprüchen u. a. in Bezug auf die französischen Protef nichts wissen wollen, sondern sich unter deutschen Schuß gestellt. Dann kam die Palästinafahrt des Kaisers, das große Wohlwollen, mit dem Seine Majestät die Vertreter der deutschen Katholiken behandelte, die Erwerbung der Dormition; das änderte die Situation ganz und gar. Die Orientalen, die in unsrem Kaiser eine Art höheres Wesen sehen, erhöhten das Maß ihrer Achtung bedeutend gegen= über den von dem mächtigen Fürsten mit Auszeichnung behandelten Jerusalem und Galiläa sowie infolge zahlreicher Bilgerzüge aus Kolonisten. Deswegen und infolge erheblicher Erwerbungen in Deutschland nennt man die deutschen Katholiken jezt an erster Stelle. Der Redner gedachte sodann der Erwerbung des großen Blazes ein Lehrerseminar und eine Knabenschule errichtet werden sollen und gab dem innigsten Danke Ausdruck, den man dem Kaiser für diese wertvolle Gabe schulde. Weiterhin teilte Landrat Summe von 750 000 M. durch die deutschen Statholiten aufgebracht Jaussen mit, daß für den Kirchenbau bis jetzt eine baulichkeiten solle den deutschen Söhnen des heiligen Benediktus zur worden sei. Die Kirche mit den neben ihr zu errichtenden KlosterPastoration und Administration, selbstredend unter Wahrung der Eigentumsrechte des Vereins überwiesen werden. sammlung erklärt einstimmig, daß sie die Rüge, die der Schöneberg. Am 18. November tagte hier im Lokal von Obst, Centralrat dem Ortsverbande erteilt hat, zurückweist und Grunewaldstr. 110, eine öffentliche Volksversammlung für Frauen über dieselbe zur Tagesordnung übergeht. Sie spricht dem Central- und Männer, die trotz des ungünstigen Wetters ziemlich gut besucht rat das Recht ab, einem Ortsverband Rügen zu erteilen, da ein war. Genossin Dunder aus Leipzig referierte über das Thema: am Damastusthore in Jerusalem, auf welchem ein großes Hospiz, Vorgesetztenverhältnis zum Centralrat nicht besteht. Die Ver- Kohlenwucher, die Arbeiterfrauen und die Socialdemokratie. An der sammlung spricht dem Ortsverbands- Ausschuß und der socialen Diskussion beteiligte sich Schneidt, welcher seine Erlebnisse unter Kommission volles Vertrauen aus und ersucht sie, auf den Bergarbeitern schilderte und dann auch auf den Prozeß Stern dem betretenen Wege zum Wohle der Gesamtorganisation erg hinwies, der ein Brandmal unsrer heutigen Gesellschaftsund zur Reform der Verbandseinrichtungen unentwegt fortzu- ordnung ist. Frau Bäumler schilderte, wie in der Schöneberger schreiten." Gasanstalt Frauen und Kinder stundenlang dem Wind und Wetter Bon Intereffe dürfte auch noch sein, daß die Versammlung ihr ausgesetzt sind, um nur einen Scheffel Asche zu erlangen. Bum bisheriges politisches Organ abgefägt hat. Die ehedem Schluß nahm Frau Dunder noch einmal das Wort und forderte demokratisch redigierte Düsseldorfer Bürgerzeitung" schwimmt die Anwesenden auf, sich in Konjumvereinen zu organisieren; der momentan unter Redaktion des Pastors Közichte im national- Ginzelne vermag nichts, die Einigkeit alles. Hierauf wurde die socialen Fahrwaffer, machte natürlich den tollsten Chinakoller mit, Versammlung mit einem Hoch auf die Frauenbelegung geschlossen. unt später wieder etwas beizudrehen. Die Düsseldorfer Gewerks Die allgemeine Orts- Krankenkasse gewerblicher Arbeiter bereine beschlossen nun folgende Resolution: und Arbeiterinnen hielt am Sonntag eine allgemeine Mitglieder versammlung ab. Auf der Tagesordnung stand: Die in Aussicht gestellte Novelle zum Strantenversicherungs- Gesez. An das Referat schloß sich eine recht rege Diskussion und gelangte alsdann die am 12. September von den Krankenkassen- Vorständen und Verwaltungsbeamten angenommene Resolution ebenfalls zur Annahme. " Die Versammlung erteilt dem Ortsverbands- Ausschuß in Verbindung mit der socialen Kommission den Auftrag, die Bes gründung eines eignen Gewerkvereins- Organs in die Wege zu leiten und dasselbe möglichst vom 1. Januar ab herauszugeben. Gleichzeitig hebt die Versammlung den im vorigen Jahr gefaßten Beschluß, die Bürger- Zeitung" zum offiziellen Organ zu ernennen, auf." Ausland. China. Die Uneinigkeit der Mächte tritt trotz aller Bertuschungsmanöver immer flarer hervor. Jest munfelt man bereits von einem geheimen Bündnis zwischen Rußland und Amerika, das keinen andren Zweck habe, als die Waldersee- Politik lahmzulegen. So läßt sich die Leipziger 8tg." aus London unterm 17. cr. schreiben: : Französische Kammer. in der heutigen Nachmittags- Sigung die Borlage, betreffend die Paris, 20. November.( W. T. B.) Die Deputiertenkammer beriet Reform der Getränkesteuer und lehnte mit 848 gegen 195 Stimmen einen von Vaillant eingebrachten Gegenentwurf ab, welcher sich hauptsächlich mit den Branntweinbrennern beschäftigt. Belgische Deputiertenkammer. Vandervelde Brüffel, 20. November.( W. T. B.) Vandervelde( Soc.) interpelliert über das Bestehen einer belgisch französischen Konvention betreffend die Auslieferung MinderDer Streit der Spihenweber in Calais dauert fort. Die jähriger. Redner erklärt, die Socialisten erkennten an, Unternehmer haben durch Plakate bekannt gemacht, daß die Arbeiter baß die That Sipidos strafbar sei, er bestreitet jedoch, daß der bis zum Donnerstag die Arbeit wieder aufgenommen haben müßten, widrigenfalls sie als entlassen gelten. Die Weber haben beschloffen, angewandte Vertrag zu Recht bestehe, und tadelt die Regierung, zu den alten Bedingungen nicht zurückzukehren. Die Weber haben daß sie die nationale Würde bloßgestellt habe. bedauert, daß sich unter den Mitgliedern des franzöfifchen Kabinetts, eine der besten Organisationen in Frankreich und die Spigenweber speciell find nur sehr schwer durch andre zu ersetzen, so daß zu Die scheinbare Apathie der Regierung und des Volks der Ver- welche für die Auslieferung gestimmt, ein politischer Freund befinde. hoffen ist, die Arbeiter werden siegen. Die Organisation ist in der einigten Staaten bez. Chinas ist eine der sonderbarsten Erscheinungen der gierung sei verpflichtet gewesen, die Anslieferung Sipidos im Justizminister van den Heuvel erwidert, die ReLage, für längere Zeit genügende Streitunterstützung zu zahlen, im ber Ausgang der Präsidentenwahl zweifelhaft war; aber fie macht stehe tein Auslieferungsvertrag, sondern ein einfaches Uebereininternationalen Lage. Diese Gleichgültigkeit war erklärlich, so lange Interesse der gesamten Gesellschaft zu verlangen. Es be= übrigen hat sich der Vorstand an die englischen Maschinenbauer um fich auch jezt noch bemerkbar, nachdem Mac Kinley sich die kommen, welches die Zustimmung der Kammer nicht erforderlich Unterstützung gewandt. Diese hatten von den Spizenwebern feiner Präsidentenwürde von neuem gesichert hat, und ist daher schwerer zu Beit 14 000 r. Unterſtügung erhalten. Barnes, der Sekretär verstehen. Nichtsdestoweniger befinden wir uns der Thatsache gegen geschaffen. Der Minister zählt mehrere ähnliche Auslieferungsfälle machte. Man habe wegen Sipido kein Sonderabkommen der Maschinenbauer, hat Unterstüßungen zugesagt. über, daß die Regierung der nordamerikanischen Republit durch auf und fagt, er hoffe, die öffentliche Meinung werde sich in der Der Streit der Tramway- Bediensteten von Lyon, von aus teinen Eifer bekundet, Genugthuung 3 Angelegenheit Sipidos beruhigen und ein überreiztes Kind dem wir gestern furz berichteten, nimmt eine große Ausdehnung an. fordern und Bürgschaften für die Zukunft zu ber- in Frieden lassen, welches binnen furzem als braver junger Die unmittelbare Ursache ist die Maßregelung des Vorsitzenden und langen. Und die Presse des Lands beobachtet zum großen Mensch in die menschliche des Sekretärs der Organisation der Straßenbahn- Angestellten. Teil Schweigen. Sollte die Erklärung, so muß man fragen, in Janson( Fortschrittler) schließt sich den Ausführungen Vanderveldes an. Gesellschaft zurüdlehren möge. Diese sollen in Versammlungen und in der Presse das Material der gewissen besonderen Beziehungen zu suchen sein, in Nachdem noch mehrere Redner gesprochen, beantragt Vandervelde eine Gesellschaft abfällig kritisiert haben. Außer diesen zwei wurden noch benen die nordamerikanische Regierung zu einer der Tagesordnung, welche das Bedauern über die in Bezug auf Sipido andre 5 Organisierte entlassen. Die Direktion, die schon seit der europäischen Mächte steht? In einer heutigen Drahtmeldung angewandte ungefegliche Maßregel ausdrüdt. 2o e fte(.) beantragt Gründung des Verbands, die vor etwa Jahresfrist vorgenommen von Washington befindet sich die Bemerkung, daß russischer Ein eine Tagesordnung, welche feststellt, daß die Regierung ihre Pflicht wurde, gegen diesen arbeitet, will sich auf nichts einlassen und hat fluß" dort start an der Arbeit ist, und die Behauptung gethan habe. Husman beantragt die einfache Tagesordnung, da die Deputationen der Arbeiter schroff abgewiesen. An den vom flingt keineswegs unwahrscheinlich. Die Thätigkeit russischen Einflusses Telegraph gemeldeten Ruhestörungen sind die Streikenden unbeteiligt. würde jedenfalls erflären, was soust unerklärlich erscheint, denn die diejenige Vanderveldes gegen Frankreich gerichtet fei. Darauf vertagt sich die Kammer auf morgen. St. Petersburger Regierung hat augenscheinlich ein wesentliches Wie Arbeiterdelegationen in Frankreich behandelt werden! Interesse daran, ein freundschaftliches Einverständnis mit den Ber Das Korrespondengblatt der Gewerkschaften" schreibt: einigten Staaten zu pflegen. Rußland hat nicht allein eine eigne Frankfurt a. M., 20. Novbr.( B. H.) Die Eisenbahn- Direktion „ Bekanntlich befindet sich die ganze Tabatindustrie Frankreichs Politit in China, die keineswegs in allen Teilen Frankfurt a. M. hat an die Angehörigen der bei dem D- Bug in den Händen des Staats; er hat das Monopol der ganzen Fabri- mit derjenigen der verbündeten Mächte in Einklang steht, sondern Brande verunglückten Personen die Aufforderung zur Anmeldung kation und des Verkaufs und zieht aus demselben ungeheure es hat auch gewisse finanzielle Bedürfnisse, die vielleicht des Schadens gerichtet, den die Betreffenden etwa durch Verlust ai Summen; ebenso besigt er das Monopol für die Herstellung von leichter auf jener als auf dieser Seite des atlantischen Geld und sonstigem Wert erlitten haben können. Streichhölzern, welche den verdienten Ruf genießen, felten Feuer Meeres Befriedigung finden würden." Warschau, 20. November.( B. H.) Der Schriftsteller Sieros zu fangen. Die Arbeiter und Arbeiterinnen in diesen staat- Die Haltung Amerikas, Japans und Rußlands scheint endlich zewski, der schon einmal nach Sibirien verbannt war, wurde neuerlichen Fabriken, welche sich in verschiedenen Teilen Frank- auch Graf Waldersee aufgefallen zu sein. Wenigstens führen dinge verhaftet. Bei einem andren Schriftsteller namens reichs befinden, haben zwei ganz gute Organisationen. wir auf diese äußere Einwirkung den von Laffans Bureau" ge- Beromsti wurde von der Polizei eine Haussuchung vorgenommen. Kürzlich wollte nun der Generaldirektor Jacquin( dem Finanz- meldeten Entschluß zurüd, Petersburg, 20. November.( W. Z. B.) Der Großfürst- Throne minister unterstellt) seine Macht zeigen und erließ ein Cirkular, durch dem Plündern Einhalt zu thun. folger ist in Begleitung des Obersten Daschkow heute früh aus das die gewerkschaftliche Propaganda eine sehr große Einschränkung erlitt; die Arbeiter saben in ihm eine Bedrohung ihrer Rechte. in der Provinz Betfchili hergestellt zu haben. Das wird Waldersee prozek. Der Generalprokurator Ciocordia hob in seiner gestrigen Graf Walderfee hat nach dieser Meldung erklärt, den Frieden Dänemark in Gatchina angekommen. Delegierte beider Verbände versammelten sich in der Arbeitsbörse in der That in dem Augenblid gethan haben, wo er den Befehl zur Anklagerede den Unterschied zwischen den Studenten Trifanow und und beschlossen, beim Finanzminister um die Zurückziehung der Ber- Einstellung der Menschenjagden gegeben hat. Denn die Borer" " Bukarest, 20. November.( W. T. B.) Mord- und Komplottfügung vorstellig zu werden. Im Fall dies nicht geschähe, sollte in fämpften ja längst nicht mehr, fie wurden wie die Safen ab- Beteff und den übrigen Angeklagten hervor und wies darauf hin, zwei der Staatsbetriebe der Generalstreit proklamiert werden. Der Minister versicherte der Delegation am 25. Oktober, daß das geschossen. Hoffentlich bestätigt sich die erfreuliche Meldung trotz der daß lettere gemeine Mörder seien; die Studenten dagegen seien Cirkular im Interesse der ganzen Arbeiter erlassen sei, konnte aber die geringen Aussicht der Mächte, ihre vornehmste Forderung, Beleine Verbrechernaturen, sondern von Sarafow auf den Weg des Delegierten nicht von den guten Abfichten der Verwaltung überzeugen. strafung der Schuldigen, durchsetzen zu können. Er händigte einem jeden Delegierten ein Exemplar zum besseren Das neueste kaiserliche Edikt Verbrechens gedrängt worden. Das Bestehen eines Komplotts sei auch durch den Brief des Angeklagten Mitew an den nicht erschienenen Ans geklagten Jltonomow bewiesen, in welchem angekündigt wurde, daß Studium ein; ein neues Rendezvous wurde für den kommenden entspricht nämlich ganz und gar nicht den schneidigen Forderungen Bogdanow alles gestanden habe. Da Bogdanow an andren Verbrechen Sonnabend ausgemacht. In dieser zweiten Zusammenkunft erklärte der Walderfee- Politit. nicht beteiligt gewesen sei, habe es sich um das Komplott gegen den der Minister, daß das Cirkular umgeändert worden sei, und zwar Der„ Times" wird aus Peking vom 17. November darüber ge- König Carol handeln müssen, was Bogdanow in der Voruntersuchung in dem gelegentlich der ersten Unterredung angedeuteten Sinne. meldet: Li- Hung- Tichang hat den fremden Gesandten ein aus auch zugegeben habe. Der Generalprofurator hält auch die Auflage Die Delegierten hatten Genugthuung erlangt und erklärten sich mit Singanfu vom 13. November datiertes kaiserliches Editt mitgeteilt, gegen den Feuerwehrhauptmann Trolew aufrecht, der die Rollen für dem Cirkular in dieser Form einverstanden." in welchem die Strafen derjenigen Prinzen und Prinzen und Beamten, das geplante Attentat verteilte. Verantwortl. Redacteur: Dr. Georg Gradnauer in Groß- Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen n. Unterhaltungsblatt. Br. 272. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 21 November 1900. Reichstag. 4. Sizung. Dienstag, den 20. November 1900, 1 5 r. Am Bundesratstische: Reichskanzler Graf Bülow, Staatssekretär v. Tirpik, v. Thielmann, v. Goßler, Graf Posadowsky, Podbielsti. Die erste Beratung des dritten Nachtrags- Etats( ChinaExpedition) wird fortgesetzt. Abg. Baffermann( natl.): W von Dingen haben sich ereignet, die einen theatralischen Anstrich Furcht vor der Kritik Richters? Heute steht ihm ein viel größeres hatten und der deutschen Bescheidenheit nicht entsprechen.( Sehr Material zu Gebote als damals. Die Einberufung war notwendig, richtig! links.) Auch haben manche Ausdrücke in den Neden des weil eine allgemeine Aussprache zwischen der Regierung und Staisers verstimmt. Das muß ausdrücklich konstatiert werden. Reden dem Reichstage über die ganze Frage erfolgt wäre. Das ist die wirkt ansteckend( Heiterkeit) und es hätte ein kleiner Walderfee heraus- Hauptsache, nicht bloß die Bewilligung der Gelder; die Regierung gegeben werden müssen( Erneute Heiterkeit), damit alle bis zum hätte das Urteil des Landes gehört. Als tonstitutionelle Feldwebel herab sich entsprechend äußern konnten. liberale Partei erheben wir gegen die Nichteinberufung des Reichs" Die socialistische Kritik hat in ganz maßloser Weise eingesett. tags entschieden Protest. Eine Politit, die so große finanzielle und Ich habe hier eine Zusammenstellung der starken Ausdrücke, die in militärische Opfer toftet, tann nur mit dem Reichstage gemacht einem Artikel des Borwärts"-Redacteurs Kurt Eisner in den verden.( Sehr wahr! bei den Nationalliberalen.) In der vorigen Socialistischen Monatsheften„ Der goldne Magnetberg" vorkommen. Session haben wir dem Fürsten Hohenlohe unser Vertrauen zu Der Herr Abg. Bebel ist in seinen gestrigen Ausführungen zu Redner verliest aus dem Zusammenhang geriffene Stellen dieses seiner Leitung unsrer auswärtigen Angelegenheiten aus= einem allgemein absprechenden Urteil über die deutsche Politik Artikels:„ Europäischer Kannibalismus der Kulturbestien... unsre gesprochen. Wir erkennen seine großen Verdienste um das Zustandes in China gekommen, dem wir uns nicht anschließen können. epileptische innere Politik( Lärm rechts; fehr richtig bei den Social- kommen der Militär- Prozeßordnung und des Koalitionsverbots In seiner Rede war sehr viel graue Theorie enthalten, die sich mit demokraten) Die tiefste sittliche und intellekte Erniedrigung für politische Vereine an. Wir wissen, daß seine longiliante den realen Machtfaktoren der Weltpolitit nicht verträgt. Der Herr Deutschlands, die fast die Sehnsucht nach einem neuen Jeno erivedt Natur es war, welche die Konfliktsstoffe beseitigt hat. Aber die letzte Abg. Bebel ist uns zu sehr beherrscht von dem Gedanken der Gleich: Oho! oho! rechts)... Der Modergeruch sentimentaler Bestialität( Lachen That Hohenlohes, die Nichteinberufung des Reichstags war feine stellung der chinesischen mit der europäischen Stultur.( Sehr richtig! rechts, Lärm.)... Die Kulturehre Deutschlands zu wahren, hat die politische Meisterthat.( Sehr richtig! links und im Centrum.) Jch bei den Nationalliberalen.) Wir sehen in den Bogern teine Socialdemokratie übernommen".( Lachen rechts, im Centrum und bedauere, daß er nicht seinen vollen Einfluß dafür eingesetzt hat, Freiheitstämpfer, sondern Itur räuberische bei den Nationalliberalen). Nun, ein Kommentar zu diesem Artikel daß der Reichstag im Sommer zusammen fam. Nach der gestrigen Scharen. Jedenfalls wird Herr Bebel nicht aus der Welt schaffen ist überflüffig. Der Parteivorstand scheint aber den vorwärts Erklärung des Herrn Reichskanzlers haben wir die Ueberzeugung, daß können, daß gegen Gewalt Gewalt gesetzt werden muß. Auch in den Tagen drängenden Elementen nicht ganz Rechnung getragen zu haben. In es ganz leicht gegangen wäre. Der Grund, der für die Nichteinberufung der Kommune ist viel Blut geflossen. Ich will turz auf die geschichte Mainz beklagte sich Rosa Luxemburg( Lachen rechts) über die Un- angeführt wird, die Unmöglichkeit einer genauen kalkulatorischen liche Entwicklung der Ereignisse in China eingehen. Die Bachtung thätigkeit des Parteivorstands. Der Redner verliest die betreffende Feststellung der notwendigen Gelder, ist haltlos. Zweifellos ist von Kiaut chou ist seiner Zeit vorgenommen unter Billigung der Stelle aus der Rede. Kollege Singer hat den Vorwurf sehr der Artikel 69 der Verfassung durch die Nichteinberufung verlegt Nation und unter Zustimmung der großen Mehrheit des Reichstags. gemütlich aufgefaßt und hat es als einen Beweis für die Kraft der worden. Gewiß ist die Regierung dort, wo Sie vitalen Der Herr Abg. Lieber sagte damals, im wirtschaftlichen wie im Partei hingestellt, daß die Kritik an den Führern hier so träftig Interessen der Nation in Frage kommen, berechtigt, sofort politischen Interesse war diese Erwerbung eine dankenswerte That. eingesetzt hat.( Lachen rechts. Sehr richtig! bei den Social zu handeln. Das hat auch der Abg. Bebel einmal in der Auch der Herr Abgeordnete Richter hielt es für wünschenswert, demokraten.) Budgetkommission anerkannt. Aber die Regierung hat auch die in China einen festen Stüßpunkt für die Wahrnehmung So ganz sei die Parteileitung in Dornröschenschlaf nicht ver- Pflicht, in solchen Fällen mit thunlichster Beschleunigung das unsrer Interessen in China zu befizen, und Abgeordneter Bebel fallen. Ein ganzes Dornröschen will also Kollege Singer nicht Barlament zu berufen und nachträglich die Genehmigung und führte aus, daß zweifellos der Konkurrenztampf auf wirt- fein.( Große Heiterkeit.) Wohl aber ist er in einen Halbschlummer Indemnität zu beantragen. Einige Staatsrechtslehrer behaupten schaftlichem Gebiet es nötig macht, neue Absatzgebiete zu verfallen; er hat den Wunsch der lebhaften Elemente nach einer zwar, es sei ein Streit mit Worten; nachträgliche Genehmigung schaffen, wenn nicht eine permanente Stockung eintreten soll. fräftigen Agitation gegen die Chinapolitit nicht erfüllt. Auch nach und Indemnitätserteilung seien identisch. Demgegenüber verweise China scheine ein geeignetes Objekt für ein neues dem Parteitage blieb es bei dem Theaterdonner. Die heftigen An- ich auf die Gepflogenheit des Deutschen Reichs. In der ersten Ablagebiet zu fein. Die Erwerbung von Kiautschon liege griffe in der socialdemokratischen Prefse fanden keinen Resonanzboden Session 1884 beantragte die Budgetkommission für die milialso im Interesse der modernen tapitalistischen Gesellschaft. Jusofern in der Bevölkerung. tärischen Bauten und Heeresverstärkungen ant der Grenze, fei das Vorgehen in Deutschland nicht verwunderlich. Zu den Begleiterscheinungen der Chinafrage gehört auch die die ohne Genehmigung des Reichstags vorgenommen waren, Wir erachten auch heute diese Erwerbung als eine politische Absendung Waldersees. Ich kann mir ja denken, daß der Kaiser den ausdrücklich die Indenmitätsforderung aufzunehmen. Die Regierung Notwendigkeit für Deutschland. Diese unsre Auffassung wird be- Wunsch hatte, bei der Uneinigkeit der Mächte einen bewährten hat sich mit dieser Fassung einverstanden erklärt. Nun ist ja die stätigt durch die neuerliche Entwicklung des deutschen Handels; General an der Spitze zu sehen, und diesem Wunsche gegenüber ist Frage der Judemnität ausgeschaltet, nachdem der Reichskanzler, wie denn Deutschland nimmt die zweite Stelle im Handel mit die Erwägung der großen Schwierigkeiten, die damit verbunden Kollege Singer durch einen Zwischenruf festgestellt hat, Indennität China ein. Wir können also unser Urteil über Kiautschou find, zurüdgetreten. Wir halten aber die ungeschickte nachgesucht hat. Auch die Neuformation der Chinatruppen unterliegt nicht durch die jezigen Zustände in China modifizieren. offiziöse Verteidigung der Inscenierung der staatsrechtlichen Bedenken. Ob die Regierung nicht auch hier Herr Abg. Bebel hat uns die ganze Entwicklung in China Abschiedsfeierlichkeiten, die die Kritik herausforderten, Indemnität für die Verlegung des Militärgesezes nachsuchen muß, von seinem Standpunkt aus geschildert. Ich will darauf nicht aus- für unrichtig. Es war überflüssig, den Reichsanzeiger mobil zu machen ist eine Frage, die in der Kommission gründlich erörtert führlich eingehen. Einzelne seiner Ausführungen müssen aber doch und öffentliche Verwahrung einzulegen. Wir sollten uns auch in werden wird. Nach Beendigung des China- Feldzugs können diese ohne weiteres als unhaltbar bezeichnet werden. So erklärte er die Deutschland daran gewöhnen, weniger nervös zu sein. In der Formationen nicht bestehen bleiben. Auch wird sich der Bundesrat Entsendung der Schußtruppe nach Peting als einen politischen Uebertragung des Generalfommandos an Waldersee liegt die Anzu fragen haben, ob es nicht notwendig ist, die finanzielle Stontrolle Fehler. Wir können heute nur bedauern, daß Schußtruppen nicht in erkennung der militärischen Leistungsfähigkeit des Reichstags zu verstärken und ob nicht eine gesetzliche Vorschrift stärkerer Zahl entfandt sind. Weiter hat Herr Bebel die Erstürmung und politischen Unabhängigkeit Deutschlands. Auch ist die Ansicht falsch, erlassen werden muß, wonach in solchen Fällen der Reichstag zu der Zaku- Forts fritisiert. Es war aber zweifellos eine militärische als hätte Waldersee in China nichts mehr zu thun. Seine Ernennung einer bestimmten Frist einzuberufen ist. Auch müssen bestimmte Notwendigkeit, wenn man daran dachte, geordnete Bustände in hat sich durchaus bewährt. Mit Vergnügen habe ich aus den Aus- Vorschriften über die Form der Indemnitätsnachsuchung erlassen Beling herzustellen und sich den Weg nach Peking zu sichern. Daß führungen des Herrn Reichskanzlers ersehen, daß unsere Beziehungen werden. die Erwerbung Kiautschous durch die Deutschen nicht die Ursache der zu Rußland gute seien. Er hat auch die Legende zerstört, als wäre Meine Partei hat die Erwerbung von Kolonien jezigen Wirren ist, ist zweifellos. In den Bogerliedern wird auf die Ernennung Waldersees gegen den Wunsch Rußlands erfolgt. begrüßt, hat die Pachtung Riautichous als eines gerufen zum Kampf zum Kampf gegen die fremden Teufel, da ist Herr Kollege Bebel hat behauptet, ein Feldwebel tönne die wichtigen Stüpuntts für richtig befunden und aber nur von den Russen, Franzosen, Engländern die Rede, Funktionen Waldersees erfüllen, und hat ihn einen Exekutions ist erfreut darüber, daß die Regierung mit" st artem Machtvon den Deutschen überhaupt nicht. Bei der stets freund marschall genannt. Diese Ausführungen sind nicht nach aufgebot die Wahrung deutscher Interessen dort dort überlichen Haltung Deutschlands gegenüber China ist unsrem Geschmade.( Große Heiterkeit bei den Socialdemokraten. nommen hat. Andrerseits verlangen wir, daß eine solche das ja auch nicht verwunderlich. Gegen die Missionen find Vor- Rufe: Natürlich! natürlich!) Wir danken dem hochverdienten Politit gemacht wird in enger Fühlung mit der würfe erhoben worden. Wir erkennen die Verdienste der Missionen, Führer, daß er mit jugendlicher Frische und Energie Nation und unter Heranziehung des Reichstags als des bes natürlich auch der evangelischen, vollkommen an. Der wahre die schwierige Stellung übernommen hat. ( Bravo! rechts.) rufenen Vertreters der Nation und unter der Verantwortlichkeit des Grund für die jetzigen Wirren, der noch gar nicht an- Wenn auch manche verstimmte Moniente vorhanden waren, so sind Reichskanzlers.( Sehr richtig!) Der Abg. Bebel hat mit einem gegeben ist, liegt zweifellos darin, daß die einheimischen wir doch einig in der Anerkennung der Leistungsfähigkeit unsrer Protest gegen die Chinapolitit gefchloffen; wir erklären: wir wollen Reformbestrebungen eine starte Gärung und eine reat Striegs- und Marineverwaltung und der deutschen Reederei.( Bravo! die Wahrung deutscher Ehre, deutschen Rechts und deutscher Interessen tionäre Gegenströmung zur Folge hatten! Die Man- rechts.) Ein freudiges Ereignis war auch die Waffenfreudig- auch über See. Wir verlangen aber auch die Wahrung der Rechte darinen, die sich in ihrer Macht beeinträchtigt glaubten, haben feit, mit der sich die deutsche Jugend zur Teilnahme der deutschen Voltsvertretung.( Lebhafter Beifall bei den Nationaldie Unruhen herbeigeführt.( Sehr richtig bei den National- an dem Zuge nach China gedrängt hat. Was die liberalen.) liberalen.) Es ist ja auch die Frage aufgeworfen, ob solche Er- gute Führung anbelangt, so haben die deutschen Truppen oberungen an sich berechtigt seien. Wenn man auf die Geschichte mit gewohnter Tapferkeit ihre Haut zu Markte getragen, blickt, ist diese Frage unbedingt zu bejahen. Es ist stets und die Truppen Führung selber war energisch. Wir Bestreben kulturell höher stehender Nationen gewesen, wünschen, daß die Krieg führung frei von Sentimen schwer verletzt. Daraus folgt, daß wir mit Gut und Blut für unser ihren Einfluß auszudehnen auf niedriger stehende Wölfer. Auch talität bleibe, es ist blutiger Ernst! Die Goldaten, die da wissen, bewilligen, wenn wir auch erst die Richtigkeit der einzelnen Boften verlegtes Recht eintreten. Wir müssen deshalb die geforderte Summe in socialistischen Streisen herrschen in dieser Beziehung zum welches Schicksal ihnen droht, wenn sie in die Hände der Borer prüfen müssen. Darüber ist keine Frage. Wir find deshalb mit den Teil Ansichten, die sich mit denen des Herrn Bebel durchaus nicht oder Regierungstruppen fallen, find gewiß nicht geneigt, zartfühlend Ausführungen des Herrn Reichskanzlers einverstanden. Auch wir hätten decken. So schreibt im Septemberheft der„ Socialistischen Monats- mit den Feinden umzugehen. Herr Bebel hat hier alle sogenannten es lieber gesehen, wenn der Reichstag einberufen hefte" Herr Eduard Bernstein: Der höheren Kultur steht Hunnenbriefe verlesen( Abg Bebel: Alle nicht!), dagegen hat er worden wäre. Im Sommer wäre bei dem Hochgehen der gegenüber der niederen das größere Recht zu.( Hört, von den Berichten über die Grausamkeit der Boxer geschwiegen. vaterländischen Begeisterung jede Summe in wenigen hört bei den Socialdemokraten.) Das ist etwas andres als die Die Boyer morden nach dem Bericht von Augenzeugen Frauen und Darlegungen des Herrn Bebel.( Abg. Bebel: Sehr richtig!) Bern- Kinder, stellen sich tot, um dann rücklings die deutschen Soldaten zu Unannehmlichkeit ersparen können. Auch wir find nicht einverstanden Tagen bewilligt worden. Die Regierung hätte sich dadurch manche stein fagt weiter, es wäre sinnloser Romanticismus, der Unkultur ermorden. das Recht einzuräumen, als hemmender Teil, die Ausdehnung der mit dem theatralischen In den Kampf- gehen des Gegenüber solchen Greuelthaten ist ein energisches Vorgehen geKultur zu verhindern.( Hört, hört! bei den Socialdemokraten.) boten. Einzelne Grausamkeiten kommen vor und find sehr bebauerlich. Grafen Walderfee. Früher pflegte man still in den Kampf zu In dem Artikel Paris- Mainz in den„ Socialistischen Monatsheften" Das Wort„ Hunnenkrieg" hat allseitig unangenehme Empfindungen gehen und nachher Feste zu feiern. Gegen Bebel sage ich, daß, wenn er gestern macht sich Bernstein luftig über den Bacillus der überlieferten An- erivedt; doch ist zu bedenken, daß im Kriege Uebertreibungen anerkannten christlichen Staat, er wohl an feinen Zukunftsstaat gegemeint hat, wir lebten nicht in einem durch die Verfassung offiziell schauungen innerhalb der socialdemokratischen Partei. Er weist hin und Renommagen sehr gewöhnlich find.( Sehr richtig! rechts.) auf ein Manifest des Fabiervereins, in dem der Saz enthalten ist: Bedauerlich ist nur, daß solche Hunnenbriefe" in Busammenhang dacht hat. Unire Truppen find in China mit die So wenig wie ein Grundbefizer über fein Grundstück ohne Rücksicht gebracht werden mit gewiffen direkten Aussprüchen. Das ist wieder niedergemacht.( Zwischenruf des Abg. Ledebour: Sie find besten gewesen und haben keine Gefangenen auf seine Nachbarn verfügen darf, so wenig verträgt es sich mit dem ein Beweis, wie sorgfältig die Worte und ihre Trag aber dazu aufgefordert worden.) Präsident Graf Ballestrem: Ich internationalen socialistischen Standpunkt, einer Nation das Recht weite erwogen werden müssen. einzuräumen, zu thun was ihr beliebt. Bernstein sagt, aus diesem Satz daß die deutschen Soldaten sich an den Ausschreitungen in habe auch einen Krieg mitgemacht und weiß, wie die deutschen SolEs iſt feſtgeſtellt, bitte teine Zwischenrufe zu machen. Le vetow( fortfahrend): Ich spricht durchaus margistisches Denten. In einem andren Blatte, in der Beting nicht beteiligt haben. Die englischen und französischen " Neuen Zeit" findet sich eine direkte Verteidigung der imperialistischen Gesandten haben erklärt, daß ihr Verhalten im wohlthuenden Gegen- daten sich benehmen. Für Deutschlands Ehre müssen wir eintreten. Politik Englands. Auch der Abg. Ledebour hat auf dem Mainzer jazz zu dem Verhalten andrer Truppenförper gestanden habe. Mit( Bravo 1 rechts.) Parteitag erklärt, daß innerhalb der Socialdemokratie großer Freude haben wir die Erklärung des Kriegsministers beAbg. Richter( frs. p.): eine starte Strömung für den Imperialismus grüßt, daß dort, wo Unthaten gewaltsamer Natur vorkommen, wo Ich will nicht dem Beispiel des Abg. Baffermann folgen und borhanden sei( Lebhafter Widerspruch des Abg. Ledebour.) Dinge geschehen, die vor der Humanität nicht standhalten, die Schuldigen hier eine Socialistendebatte entfachen, vor allem will ich auf alles Aehnliche Ansichten hat auch Herr Schippel, ebenfalls ein hervor- unnachsichtlich bestraft werden sollen. Wir bedauern, daß der das nicht eingehen, was außerhalb dieses Hauses von socialragendes Mitglied der socialdemokratischen Partei, geäußert. Er sagt deutsche Nachrichtendienst aus Ostasien so mangelhaft ist. Es ist ein demokratischer Seite gesagt oder geschrieben worden ist. Ich stehe im Septemberheft der Socialistischen Monatshefte": Auf diese billiges Verlangen, daß Deutschland regelmäßig Nachrichten über nicht allen Ausführungen des Weise kommen wir ganz von selbst dazu, unsre ablehnende die Vorgänge in China erhält. Was die Umgrenzung der Bebel so ablehnend gegenüber wie der AbHaltung gegenüber der Schutzzollfrage, der Kolonialpolitik und Aufgaben der deutschen Politik in China betrifft, so be- geordnete Bassermann, aber ich will nicht unters noch vielen andren Fragen zu untergraben. Abschwächend fügt friedigt uns die Erklärung des Herrn Reichskanzlers außer lassen, gleich von vornherein zu erklären, daß meine Grunder allerdings hinzu: Ich selbst allerdings neige den alten An- ordentlich, daß wir nicht eine Politik der Abenteuer betrieben, anschauung eine total andre ist. Nachdem der deutsche Gesandte in schauungen zu. Aber der Zweifel tönt aus seinen ganzen Aus- sondern nur unsre berechtigten Interessen wahren wollen. Dieses Pro Peking ermordet war, mußte Deutschland zu einer militärischen führungen heraus, ob es der Socialdemokratie möglich sein wird, an gramm der Regierung hat auch die Billigung der freisimmigen Volts- Macht entfaltung schreiten. Die Anerkennung der Notdem Standpunkt, den wir gestern hier in fo temperamentvoller Weise partei gefunden, die am 21. Oftober 1900 in Görlig eine entsprechende wendigkeit diefer Machtentfaltung schließt feine Anerkennung für alle haben vertreten hören, festzuhalten. Resolution auf ihrem Parteitag angenommen hat. Außerordentlich Vorgänge in der Chinapolitik in sich, die vor und nach der MobilWir sind jedenfalls nach wie vor der Ansicht, daß die China- erfreulich ist es, daß die Einigung der Mächte zu einer machung sich ereignet haben. Herr Baffermann hat durch die Vorpolitik der verbündeten Regierungen eine durchaus ruhige Rollettivnote zu stande gekommen ist, und zweitens unser gänge der letzten Zeit das letzte Flottengefeß für gewar und daß fie auch im Interesse der deutschen Arbeiter liegt. Die Abkommen mit England. Es find Stimmen laut geworden, rechtfertigt ertlärt. Der Meinung bin ich nicht, deutschen Arbeiter kämpfen für bessere Lebenshaltung und wir unter die aus diesem Abkommen eine Verschlechterung unsrer Beziehungen denn es sind in China bloß flache Kanonenboote, teine stützen sie darin. Dieser Kampf tann aber nur durchgeführt werden, zu Rußland befürchten. Das Abkommen ist außerordentlich wertvoll Banzertreuzer zur Verwendung gelangt. Was nun die Entwenn es gelingt, die steigende Konjunktur aufrecht zu erhalten und für den Einfluß Deutschlands in Vangtsegebiet. Freudig begrüßen wir sendung der Landmacht anlangt, so war ich von der Notwendigkeit, hierzu ist die Erwerbung neuer Abjazgebiete unbedingt notwendig. die Erklärung des Reichskanzlers, daß wir eine gesunde National Ende August einen zweiten Nachschub vorzunehmen, nicht überzeugt. Viele Bedenken sind durch die gestrige Rede des Reichstanzlers politik treiben wollen, und nicht die Geschäfte andrer Mächte zu Damals war Beting schon entsetzt. Damals hatte es sich schon beiseite geschafft worden. Auch wir wollen nicht, daß wir überall besorgen vorhaben. Daß das Abkommen mit England, das einen gezeigt, wie der Herr Kriegsminister gestern gesagt hatte, wie dabei sein müssen. Die verbündeten Regierungen find von einer Erfolg deutscher Politik vorstellt, abgeschlossen werden konnte, war nur überlegen unsre geringen Streitkräfte den chinesischen Borern sind. Abenteurerpolitik sehr weit entfernt. Das hat die gestrige Rede des möglich durch das Aufgebot starker deutscher Streitkräfte in China Auch alle andren Staaten hatten zu dieser Zeit ihre Rüstungen schon Reichskanzlers deutlich gezeigt. Die Ermordung unsres Gesandten, selber. Böses Blut hat es gemacht, daß die deutsche Anleihe in abgeschlossen. Die zweite Sendung ist für mich nur erklärlich im die Ermordung vieler Missionare und Taufender von Fremden Amerita aufgenommen ist. Die Amerikaner haben das Geschäft zusammenhange mit der Uebernahme des Oberbefehls durch den Grafen zwingt uns zu dem Sühnefeldzug. Hier mußte die Re- gemacht und die kleinen deutschen Sparer find nicht herangezogen Waldersee. Man wollte mit den neuen Truppen dem Oberbefehl ein gierung fraftvoll und energisch einsetzen. Auch die Gefahr, worden. Prestige geben. Die Uebernahme des Oberbefehls war daß die Mächte in China aneinander geraten, tann Die Nichteinberufung des Reichstags gilt uns als meiner Auficht nach ein schwerer politischer Fehler und uns nicht abhalten, unsre nationale Pflicht zu ein schwerer Fehler; im Sommer war der richtige Moment nur durch Zufall find wir bis jezt vor Nachteilen erfüllen. Uebrigens wird die Notwendigkeit unsrer beiden lezten dazu. Eine überwältigende Mehrheit hätte der Regierung die behütet worden. Wir haben den deutschen Oberbefehl den Flottenvorlagen durch die jetzigen Ereignisse vollauf bestätigt.( Sehr erforderliche Summe zur Verfügung gestellt. Weshalb die Ein- andren Völkern aufgedrungen.( Schr richtig! links.) richtig! bei den Nationalliberalen.) In Bezug auf die Inscenierung berufung nicht erfolgt ist, ist auch aus der Rede des Herrn Reichs- Es ist nicht richtig, daß Rußland uns um die Uebernahme erfucht des Chinafeldzugs kann ich mich den gestrigen Worten des Herrn kanzlers nicht flar zu erkennen. War es die Furcht vor der großen hat. Der Reichskanzler hat sich gestern auch sehr vorsichtig ausLieber vollkommen anschließen. Daß bei den Truppen die Herzen leb- Rede Bebels?( Heiterkeit.) Die wäre nun auch schon längst überstanden. gedrückt, um nicht in Konflikt mit der amtlichen russischen Note zu hafter schlagen nnd die Bunge lebendiger wird, ist erklärlich, aber eine Reihe Gestern baben wir sie ja doch hören müssen.( Heiterfeit.) War es die kommen. Er sagt nur, Rußland hätte uns den Oberbefehl überdas " Abg. v. Levetow( f., schiver verständlich): Die Ehre, das Ansehen, die Interessen des Vaterlands find Abgeordneten tragen, er bat nicht gefagt, daß Rußland uns darum ersucht nachweisen könnte. Man hat aber bis jezt noch nichts davon gehört, nicht begriffen, weshalb nicht die Kriegsschiffe, die ganz überhabe.( Seiterkeit.) Deutschland hat in China nicht so große Interessen, daß irgendwie größere Mengen von Gefangenen in Gewahrsam ge flüssig da find, zum Transport verwendet wurden. Bis zum be.( Det Sterbefehl gerechtfertigt wäre. daß diefer Oberbefehl gerechtfertigt wäre. Herr Baffermann sagt halten seien; die Hunnenbriefe widersprechen dem auch, und sie 1. April des nächsten Jahrs müssen 263 Millionen zwar, der deutsche Handel folgt in seiner Bedeutung unmittelbar dem finden sich nicht nur in socialdemokratischen Blättern, sondern auch Anleihe für die Expedition nach China aufge englischen, er hat aber vergessen, hinzuzusetzen, daß der in nationalliberalen und konservativ amtlichen Kreisblättern. Die nommen werden. Hierzu kommen 97 Millionen Anleihe, die der englische Handel 6mal so groß wie der deutsche ist. Uebereinstimmung in den Briefen läßt uns an die Wahrheit der Grenel Etat für 1901 erfordert. Das macht 360 Millionen. Wenn man das, was Herr Baffermann hat schon auf den Auszug des Feldmarschalls thaten glauben. Der Herr Kriegsminister spricht von Renommistereien, China noch fosten wird, auf etwa 140 Millionen schäßt, dann haben wir Grafen Walderfee hingewiesen. Es berührte wirklich eigentümlich, die auch in andren Kriegen vorgekommen seien, aber bei den früheren die halbe Milliarde neuer Reichsschuld voll:( hört, daß in den Telegrammen des Wolfischen Bureaus, das unter der Kriegen ist es nicht vorgekommen, daß der oberste Kriegsherr hört! links.) Jch will hier nicht näher auf diese Frage eingehen. Leitung des Auswärtigen Amts steht, von einem Triumphaug gefagt hat: Bardon wird nicht gegeben.( Sehr richtig 1) Das ist Bei der Etat- Beratung werden wir fragen, ob es richtig ist, diesen die Rede war, von Ovationen, wie sie seit- 1871 nicht dagewesen der Unterschied. Ohne Exzesse mag es im Kriege nicht abgehen, Bedarf durch Anleihe zu decken, oder ob es sich nicht empfiehlt, die feien. Wie soll denn das erst werden, wenn der Feldmarschall darum handelt es sich aber gar nicht, es handelt sich um Einzelstaaten angesichts der großen Ueberschüsse, die manche haben, mit Lorbeeren Lorbeeren heimkehrt!( Sehr richtig! links.) die Befehle der höheren Offiziere.( Sehr richtig!) Es hierbei heranzuziehen. Ein gewiffe bedenkliche Dramatit, wie sie diese militärische Aktion ist nicht ber miles gloriosus, der aus den Briefen Nach der staatsrechtlichen Seite liegt ein flagranter Ver= zeigte, beherricht aber die ganze Politit schon seit längerer Zeit, das spricht, im Gegenteil, die Leute prahlen nicht, faffungsbruch vor.( Sehr richtig! links.) Lieber meinte: Und Theatralische, Dekorative, die Pose herrscht vor.( Sehr richtig sondern es spricht Etel und Etel und Mitleid aus das biete man diesem Reichstag, der die Heeresvermehrung und das links.) Früher war das anders. Bu Zeiten Molttes machte man ihren Erzählungen und sie wünschen, daß je eher je lieber Flottengesetz bewilligt hat. Ich bin der Ansicht, daß gerade felbst nach großen Thaten nur ganz wenig Worte.( Sehr richtig! das Schlachten ein Ende habe.( Sehr richtig! links.) Es handelt dieser Bewilligungseifer die Schuld an der jetzigen Behandlung des bei den Nationalliberalen.) Die Nachteile dieser dramatischen sich für mich um die Frage: Sind die gemeldeten Maffenegekutionen Reichstags trägt.( Lebhaftes: Sehr richtig! links.) Die Regierung Infcenierung haben sich auch in der Haltung des Anslandes be- eine Folge der Parole:" Pardon wird nicht gegeben" oder nicht? hat es nicht notwendig, auf die gute Stimmung des Reichstags Bes merkbar gemacht. Die brüste Art, mit der Rußland plöglich das Gros( Sehr gut! links.) Nun hat der Herr Kriegsminister der Bremer- dacht zu nehmen. Sein Geldbewilligungsrecht hat er selber einfeiner Truppen aus Petschili zurückzog, ohne sich mit Deutschland havener Kaiserrebe einen seltsam historischen Hintergrund gegeben gefchränkt. Da brauchen wir uns nicht zu wundern, daß die zu verständigen, war eine Folge davon. Amerita und Japan( eiterkeit), der aber alle erhobenen Vorwürfe erst recht Regierung weniger Rücksicht auf ihn nimmt. Ich glaube, daß jetzt find diesem Beispiele gefolgt, so daß Waldersee nur Befehls- bestätigt. Er spricht von einer Vergeltung in der Welt in weiten Kreisen das Verständnis dafür aufgegangen ist, weshalb baber in partibus infidelium fein fonnte.( Seiter geschichte! Die Mongolen haben vor 11/2 tausend Jahren bei uns wir so zähe gegen jede Einschränkung des Geldbewilligungsrechts feit, fehr richtig! links.) Ats Waldersee landete, war ja auch die gehauft. Jegt fommen wir und hausen ebenso in Oftaften.( Große gekämpft haben.( Sehr richtig! links.) Das Geldbewilligungsrecht. militärische Aufgabe der Truppen größtenteils geleistet, es blieben Seiterkeit.) Soll nach dem Beispiel Attilas etwa ist der Angelpunkt des Konstitutionalismus. Alles ist vergeblich, nur noch die Treibjagden auf die Boger übrig. jezt Graf Walderfee die die neue Gottesgeißel wenn es beschränkt wird. Der Herr Kriegsminister hat gestern sein Bedauern darüber heißen?( Stürmische Seiterfeit.) Was soll aus der Welt Noch möchte ich mich dagegen verwahren, daß der gute alte ausgesprochen, daß Neden des Staisers hier zur Diskussion gestellt werden, wenn man alles Unrecht, das während der letzten Hohenlohe in dieser Weise verantwortlich gemacht wird für die werden. Ich teile das Bedauern, aber ich bedaure zugleich die Ur 1/2 Tausend Jahre geschehen ist. rächen will? Die Welt würde von Nichteinberufung des Reichstags.( Große allfeitige Heiterkeit.) Forfachen, die diese Erscheinung hervorgerufen hat. Männermorden erfüllt sein und von Kultur, die wir doch um ihrer mell mag es ja richtig sein, nirgends aber ist der Einfluß des Reichs( Lebhaftes Bravo! links.) Woher kommt es denn? Der gegenwärtige felbft willen schägen, könnte nicht mehr gesprochen werden. Wenn fanglers weniger entscheidend gewesen, als hierbei. Er darf nicht Monarch erläßt mehr, als es ein früherer gethan hat, öffentliche einem hohen gebildeten Offizier eine solche Entgleisung als Sündenbock in die Wüfte geschickt werden.( Heiterkeit.) Herr Sundgebungen programmatischer Art, Direktven für die Verwaltung, passiert, dann kann ich nur daraus schließen, wie schwer Lieber hat die Ritterlichkeit Bülows gelobt, aber der Herr Graf von Einleitungen zu Diaßnahmen der Gesetzgebung. Er sucht durch diese es ist, die Verantwortung für jene Bremerhavener Rede Bülow war im Sommer der eigentlich leitende Staatsmann gerade Reden im Bolte Stimmung zu machen für das, was er für richtig zu übernehmen.( Stürmischer Beifall.) Es ist schon darauf in dieser Frage.( Sehr richtig! links.) Wenn Graf Bülow hält. fo Nun, wir sind die Voltsvertretung, follen hingewiesen, daß durch folche Roheit die Manns- ausdrücklich erklärt hätte: Meine auswärtige Politik wird geschädigt, wir dazu schweigen, Vogelstraußpolitit treiben, zucht leiben fönnte. Ich würde eine Demoralisation der wenn der Reichstag nicht einberufen wird, dann hätte der gute alte thun als ob diese Neden nicht für und an das Bolt Truppen umfomehr bedauern, als ich vollkommen die Anerkennung Hohenlohe teinen Augenblick gefäumt, den Reichstag einzuberufen. gehalten find? Sie gehen doch in die größte Oeffentlichkeit, erscheinen für die Tapferkeit der Truppen, der Seefoldaten wir der Landfoldaten( Große Heiterkeit.) Er hat es aber an der nötigen Energie fehlen in authentischer Form im Reichs- Anzeiger. Dazu kommt, daß in diesen teile, die sie vor Tatu und vor Tientsin bewiesen haben. laffen. Nun sagen die einen, nicht Hohenlohe, sondern Graf Bülow trage Neden Angriffe enthalten sind auf einzelne Parteien, manchmal fo- Der Staatssekretär Graf Bülow der Reichskanzler-die Schuld, andre wieder meinen, Herr Tirpig hätte gewollt, aber gar auf die Mehrheit des Reichstags. Echon die Wahrnehmung entschuldigen Sie es ist noch die Macht der Gewohnheit( Große Herr von Bülow nicht. Meine Herren, ich glaube, Sie berechtigter Interessen( Seiterkeit) zwingt ms, dazu nicht zu heiterteit) war sichtlich bemüht, möglichst viel Waffer in den find allzumal Sünder( Lang anhaltende heiterschweigen.( Sehr richtig! links.) Den Herrn Kriegsminister Wein der Kaiserreden zu gießen. Er sagt, die Maffenegelutionen te it). Graf von Bülow ist doch für die hron möchte ich bitten, wenn er diese Erscheinung für bedauerlich widersprechen den civilisatorischen Anschauungen, fie widersprechen rede verantwortlich. Man sucht dort nach Gründen für hält, für parlamentarisch bedenklich, in einer Richtung einzutvirken aber leider nicht dem Worte: Pardon wird nicht gegeben. die Nicht- Einberufung des Reichstags und findet nur solche, die Herr mit seinem weitreichenden Einfluß,( Große Heiterkeit) die geeignet als Vorbedingung für das Eintreten in den diplomatischen Verkehr Lieber mit Recht fadenscheinig genannt hat. Gewiß, ohne ift, manches Bedenkliche zu beseitigen. Der Monarch müßte, mit China war bezeichnet worden die Auslieferung der Haupt- Bögern mußten militärische Maßnahmen getroffen werden. bebor er solche Neden hält, sich über Inhalt und anstifter der jetzigen Wirren, deren Bestrafung dann unsrerseits Man tann auch darüber streiten, ftreiten, ob der Reichstag Form derselben mit den verantwortlichen übernommen werden sollte. Dann ist man aber trotz diefer schon Anfang Juli einberufen werden mußte. In der zweiten Hälfte Ministern verständige n.( Lebhaftes Bravo! links.) Ankündigung mit China in diplomatischen Verkehr ein des Juli aber, als Graf v. Bülow in seiner Cirkularnote an die Der Monarch mag noch arbeitskräftig sein, das getreten und zwar in besonders feierlicher Weise. Es ist einzelnen Regierungen ein vollständiges Programm entwidelte, da öffentliche Leben ist heute so viel gestaltig, daß über- dem Kaiser von China zugesichert worden, wenn er nach war die Einberufung des Reichstags geboten. Das Programm haupt kein Mensch es im ganzen übersehen kann. Unfre Zuständig- Beling zurückkehre, folle er mit allen gebührenden Ehren behandelt dieser Cirkularnote reichte vollkommen zur Erörterung aus. Sicher teit ist ja gegenüber der des Monarchen beschränkt, aber ich frage Sie, werden. GIüdlicherweise ist es ja unserm Kaifer er- lich hätte der Reichstag die erste Truppensendung ohne weiteres wer von uns ist im ftande, auch innerhalb unsrer beschränkten Zu- ipart worden, das Gewehr vor demselben Kaifer bewilligt. Fraglich ist nur, ob Ende August der zweite Nachschub so ständigkeit alles zu übersehen, sich überall anf dem Laufenden zu präsentieren zu lassen, deffen Soldaten er feinen ohne weiteres genehmigt worden wäre. halten und über alles ein Urteil abzugeben.( Bravo! links.) Hente ist Pardon geben wollte.( Heiterfeit.) Jch dedauere, wenn Von allen Seiten wird verurteilt, wie man jetzt die Verant es ganz unvermeidlich, daß unberechtigte Vorwürfe erhoben werden. In die Regierung mildere Saiten aufzieht, denn ich wünsche wortung hinter den Kalkulator verstedt. Man hat jedenfalls bei der Bezug auf die Hamburger Werftarbeiter ist ja gestern der Beweis vor allem nicht, daß fie etwas aufrecht erhält, erhält, worin Chinaexpedition Engagements für die Zukunft geschloffen, die auf geliefert worden, daß die Vorwürfe unberechtigt waren. Ich bin fie nicht von den andren Mächten unterstützt wird. Unfre Jahre hinausreichen. Es sind z. B. Entschädigungen für die Hinter sehr gespannt, ob man es versuchen wird, diesen Beweis zu wider Aufgabe kam es nur ſein, in Reih und Glied mit den andren bliebenen, höherer Sold, für die Mannschaften beege, Dieſe Gelege sich vor solchen Reden mit Mächten zu wirken. Dann sollte man aber doch nicht fügt worden. Für alle diese Fragen hat man Geseze. den Ministern verständigen wollte, manche vorher ein Programm veröffentlichen, das man haben nicht ausgereicht. Auf dem Verordnungswege hat man weitere Aeußerungen fortfallen, die geeignet sind, die öffentliche Meinung nachher nicht aufrechterhalten kann. Der Herr Reichs- Verfügungen getroffen. Das mag materiell richtig sein, aber zu allezu verlegen. Ein Monarch, der ftets in einem engen Kreise von fangler hat gestern gemeint, er tönne die Mitteilungen ergänzen, die dem war die Zustimmung des Reichstags erforderlich. Daß man Bersonen lebt, die nicht berufen find, demgegenüber eine selbständige in den Zeitungen über das Resultat der diplomatischen Verhandlungen darüber kein Wort verliert und auch in dem vorliegenden GeſetzMeinung fund zu geben( Sehr gut! links), wird sehr leicht gemacht feien. Ich habe davon aber nichts wahrgenommen, es sei denn, entwurf keins verliert, beweist mir, wie favaliermäßig man bis zu verführt, etwas für öffentliche Meinung zu halten, was baßenderungen mit den Handelsverträgen vorgenommen werden sollen. diesem Augenblick die ganze Sache behandelt hat.( Lebhafte Bu das Gegenteil davon darstellt.( Sehr richtig! links.) Durch Leider ist nicht gesagt, in welcher Richtung sich diese Aenderungen stinmung links.) Wir haben eine besondere Truppenformation in die Minister würde er bestimmt werden, solche Aeußerungen, bewegen sollen. Was die Ziele der Verhandlungen anlangt, so bin China. Denkt man im Ernst an die Bildung einer kolonialen Armee? Die nachher gegen den Monarchen angeführt werden, zu ich der Meinung, daß das am leichtesten zu erreichen ist, was die( Abg. Bebel: Natürlich!) Aber die jetzigen Erfahrungen beweisen unterlassen. Trotzdem aber heute die Minifter von solchen Mächte selbst in der Hand haben. Ich sage das mit Beziehung auf das ja gerade ihre Ueberflüssigkeit. Ich ertenne gern an, daß das Rundgebungen zum Teil vorher keine Kenntnis haben, bin ich doch Verbot der Waffeneinfuhr in China oder was dasselbe ist, das Verbot Kriegsministerium seine Aufgabe glänzend gelöst hat. Wenn der Meinung, daß sie dafür verantwortlich sind. Wenn sie die der Waffenausfuhr nach China. Es gab eine Zeit, wo das Stichwort aus- die Möglichkeit besteht, solche Truppenmaffen für einen AusnahmeVerantwortung nicht übernehmen wollen, fo gegeben wurde: Völker Europas, wahrt Eure heiligsten Güter. Statt fall, der vielleicht in 100 Jahren nicht wieder vorkommt, müssen sie nach einer solchen Rede ihren Abschied beffen haben sich die Völler Europas vereinigt, un der gelben Staffe( Oho! bei den Socialdemokraten), zuſammenzubringen, wes nehmen. Gestern haben wir ja gesehen, daß der Herr Kriegs- ihre besten Waffen zu geben, fie mit Instrukteuren zu versehen, halb ist denn eine Kolonialarmee erforderlich. Man ist so weit minister die Verantwortung für die sogenannte Sunnenrede damit fie fich recht gut gegen die Europäer wehren könnten. Und gegangen, neue Stellen dauernd zu schaffen. Die Vermehrung des Offizier übernahm so schwer ihm diese Uebernahme auch gefallen ist allen vorau Deutschland. Die Forts von Taku haben so fräftigen und Beamtencorps hat über die China- Expedition hinaus dauernd statt( Heiterkeit). Aber ich hätte wohl in Bremerhaven neben Widerstand mur leisten können, weil sie nach den Vorschlägen gefunden. Was nun die Indemnitatsfrage anlangt, so ist fie dem Grafen Bülow stehen mögen, als das Wort von deutscher Offiziere eingerichtet waren, ausgerüstet mit den besten gewiß von moralischer Bedentung. Aber wenn sie nicht erteilt den Hunnen und Pardon wird nicht gegeben fiel, welche Schnellladekanonen aus den Kruppschen Werkstätten. Es macht einen wird, ist es auch noch so. Viel wichtiger, als die Sithne für Wiene, welche Gefichtsfarbe man an ihm wohl be- eigentümlichen Eindruck, wenn der Kapitän der" Iltis" Lans bei die Vergangenheit scheint mir die Vorkehrung für die haben, daß er diese Rede nicht verantworten könne. Er hat sie daher" Welcher Höhn, alle Geschosse tommen aus der wir doch wenigstens zudecken, in den das Kind hineingefallen war vertrauenerweckend zu vertuschen versucht. Zuerst versuchte er den Abschnitt über die Heimat, es sind alles es Gefchoffe aus modernen ist. Besonders übrigens die Hunnen der Oeffentlichteit vorzuenthalten, das war Schnellladekanonen von Krupp.( hört, hört! links.) flärung des Reichstanzlers nicht. Er sprach ihm nicht möglich, denn die Redacteure der Bremerhavener Blätter Es ist wiederholt von dem Uebereinkommen mit England ge- Indemnitätsnachsuchen, wenn angängig, wenn möglich. Damit waren firer wie er.( Heiterfeit.) Der erste Abschnitt mit den sprochen worden. Ich weiß eigentlich gar nicht, warum es ge- ist nicht viel zu machen. Zudem sind der Reichskanzler und Worten: Pardon wird nicht gegeben, ist durch das Wolffiche Burcan troffen ist. Es enthält mur das, von dem man annehmen sollte, die Minister wie die Blumen auf dem Felde: Wenn der Wind alsbald verbreitet worden. Dann aber hat man erkannt, daß schon alle Mächte darin übereinstimmen. Meines Gerachtens war darüber weht, sind sie dahin. Wir können also nicht auf die daß auch diese Worte nicht recht zu verantworten es der erste Fehler, dessen Begehung ich niemals begriffen habe, Personen, sondern nur auf die Inftitutionen bauen. Wir müssen wären, und noch in der Nacht erschien eine zweite Ausgabe, in der daß man sich mit Rußland, Frankreich, England verband, eine konstitutionelle Verantwortlichkeit des Reichskanzlers fordern man versuchte, auch den ersten Passus: Pardon wird nicht ge- m den Japanern in den Arm zu fallen. Wir hatten und die besteht darin, daß der Monarch sich nicht über den Kopf des gegeben, zu unterdrücken.( Sört, hört! links.) In eine solche gar kein Interesse daran, uns einzumischen, wenn die Reichskanzlers hinweg mit den einzelnen Ressortchefs verständigt. Wie schiefe Lage würden die Minister niemals tommen, wenn der Monarch sich gelbe Rasse fich bekriegt; es müßte 11118 durchaus fern oft aber haben wir es beim Fürsten Hohenlohe erlebt, daß vorher mit ihnen verständigte.( Sehr richtig! links.)- Es ist gestern schon liegen, den Japanern in den Arm zu fallen, die man mit Recht als er von dem Reffortchef vor die vollendete Thatsache gestellt wurde. darauf hingewiesen worden, daß der Feldzug der Mache mit die Preußen in Ostasien bezeichnet. Wir haben ein viel Die Stellung des legten Reichskanzlers tam mir immer vor wie die den christlichen Anschauungen nicht überein größeres Interesse an den Japanern als an den eines verantwortlichen Redacteurs, der den Inhalt der Zeitung stimmt. Allerdings bin ich der Meinung, daß die Betonung Chinesen. Jeder Japaner tauft uns für eine erst fennen lernt, wenn er ihn gedruckt sieht.( Heiterkeit des religiösen Moments ein politischer Fehler war. Bei dem Mart ab, jeder Chinese nur für zehn Pfennige. und sehr richtig.) Auch der Schatzsekretär führt im Deutschen herrschenden religiösen Fanatismus auf jener Seite war diese Be- Sollen wir den englischen Interessen Vorspann- Reich ein geradezu schattenhaftes Dasein.( Heiterkeit.) Man braucht tommg, daß es sich auch für uns um einen Religionsfrieg handelte, dienste leiften? Die find doch viel weitergehend. Wir haben die gar nicht zu wünschen, daher ein deutscher Miquel wird. Der Reichsnicht angebracht, den Wirren ein Ziel zu setzen.( Sehr richtig! links.) Aufgabe, neutral zu bleiben. England will die offene Thür, Ruß fanzler wird ja noch manche Mühe haben, als formeller MinisterBom christlichen Standpunkt hätte man doch allen Anlaß, die land nicht. Im Uebereinkommen ist zwar eine Verwahrung präfident, mit dem thatsächlichen Ministerpräsidenten auszukommen. Miffionen zu fördern. Durch die Befignahme von Kiantschon und gegen neue Landerwerbungen enthalten. Es wird aber Man fagt, der Bundesrat bilde ein Gegengewicht! Ach nein, der die jetzigen Wirren sind aber die Missionen in einer Weise gestört hinzugefügt, wenn ein Staat die Pflicht der Enthalt: Bundesrat hat so wenig zu sagen, daß seine Bedeutung worden, daß es Jahrhunderte dauern wird, bis alles wieder ins alte famfeit nicht übt, dann seien die vertragschließenden beiden fanm weiter herabgedrückt werden kann. Auch er wird Geleise kommen wird.( Sehr richtig! links.) Profeffor Harnack hat auf Staaten auch von ihr entbunden. Ich meine, der Platz an der meist vor die vollendeten Thatsachen gestellt, das mindeste der Versammlung des Evangelischen Bunds eine These des Inhalts auf- Sonne ist heiß genug, wir sollten keine Neigung verspüren, daß ist, daß man dem Reichstage ein Klagerecht vor gestellt, daß alles, was an den Kreuzzug erinnern fömite, zu verdammen unsre Interessensphäre sich noch erweitert. Baffermann hat in seiner obersten Gericht gegen die Minister, gegen den Reichskanzler eins ist und daß das Eintreten der christlichen Großmächte für das Mede darauf hingewiesen, daß ich die Erwerbung von Kiautschou räumt. Bei der Schuldenverwaltung hat man seit 1867 ein wirk Miffionswesen keine Hilfe bedente.( Sehr richtig! links.) Nach allem, günstiger beurteilt hätte, als die Erwerbung unsrer andren liches Verantwortlichkeitsgefez, Klagerecht auf Schadensersatz. An was man bisher darüber gehört hat, find die chinesischen Christen Kolonien. Die Thatsache ist richtig. Ich bekenne aber erster Stelle steht auf all diesen Gesezen der Name des Herrn die besten Brüber überall auch nicht. Bei den meisten sollen offen, nach den Erfahrungen, die mun vorliegen, beurteile v. Miquel. Er muß also damit einverstanden sein, und materielle Gesichtspunkte für die Taufe maßgebend die Taufe maßgebend sein. ich jetzt diese Erwerbung biel weniger günstig, als ich kann doch nicht annehmen, daß er diese VerantwortlichkeitsWeim aber der Staat die Missionen schüßt, dann früher. Graf Bülow hat behauptet, von deutschfeindlicher Seite gewähr zu feinen Jugendthorheiten rechnet. muß er auch das Recht haben, ihrer Thätigkeit Grenzen fei die Besetzung von Kiautschou in Zusammenhang mit dem Ausbruch schon 40 Jahre alt, hatte also das Schivabenalter überzu ziehen, damit sie nicht provocieren. der jetzigen Wirren gebracht worden. Thatsächlich aber hat der Bischof schritten. Das Wort„ eltpolitit" häuft sich jetzt in Run tomme ich zur Aeußerung:" Barbon wird nicht gegeben, Anzer schon zu Anfang dieses Jahrs, bevor noch die Wirren entstanden den Reden aus hohem Munde, und bei der letzten Erbenehmt Euch so, daß kein Chinese in den nächsten 1000 Jahren find, in einem in der Kölnischen Volfzeitung" veröffentlichten öffnung des Reichstags in voriger Woche hat der Sof es wagt, einen Deutschen auch nur scheel anzusehen." Soll man Neujahrsbriefe gejagt, daß die planmäßige Verfolgung der prediger von einer neuen Welte poche und Weltdos wörtlich nehmen, so müßte eigentlich jeder Handel mit Missionare erst feit der Befegung von Riautschou eingetreten sei, die eroberung gesprochen. Wenn ein Hofprediger so etwas China aufhören, denn es ist nicht gut anzunehmen, daß jemand, dem chinesischen Nationalstolz eine tief schmerzliche Wunde beigebracht sagt, so weiß er, daß damit Stimmung und Gefühl, den man so behandelt, zu einem Handelsgeschäft hätte. Er hat die jetzige Entwicklung vorausgefagt; genau dasselbe die oben gehegt werden, entspricht. Der kaiserliche Ansgeneigt fein solle. Ich richte deshalb die Frage an den hat auch ein evangelischer Geistlicher auf einer Streissynode voraus- spruch, daß jenseits des Oceans teine Entscheidung mehr getroffen Herrn Kriegsminister: Ist diese Aeußerung des obersten gefagt. Die Erwerbung von Kiautschon fostet mehr, als der deutsche werden dürfe, ohne daß Deutschland dabei sei, hat doch einen Kriegsherrn als ein Oberbefehl an die Truppen handel an der Einfuhr nach China verdient. Dazu kommen die Inhalt. Die Lehren der deutschen Geschichte, sagt man, Die Frage aufzufassen oder nicht. ist gestern 152 Millionen, die die Expedition nach China bis jetzt kostet. Nun werden bon folchen Eroberungsgelüften fern halten. schon strikt aufgeworfen worden, aber vom Kriegsminister wird zwar von einer Entschädigung geredet, die China zahlen soll. Warum blos die Lehren der deutschen Geschichte, nicht auch nicht beantwortet worden. Bis dahin scheint man noch nicht ges Man würde derartigen Aeuße- Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.( Leb- die der römischen? Bis dahin scheint man rungen zwar nicht folche Bedeutung beimessen, wenn haftes Sehr richtig! links.) Aufgebracht tann die Entschädigung kommen zu sein; trotzdem ist doch auf das römische Reich bei Ges man nicht fürchten müßte, daß fie schwerwiegende Folgen mur durch Erhöhung der chinesischen Einfuhrzölle werden, und legenheit der Saalburg Feier verwiesen worden. Die Saalburg. haben tömten. Der Kriegsminister wäre ja am besten in der Lage, darunter leidet wieder der Handel. Zu diesen 152 Millionen tommen war für diese Neden nicht der richtige Ort, fie steht auf einem die Annahme eines Befehls zu widerlegen, wenn er uns Gefangene noch die Kosten für den Rüdtransport mit 80 Millionen. Ich habe Grenzwall der gegen feindliche Ueberflutungen aufgerichtet ist. uns V er Er bon dem Er war damals Als die Römer die GrenzwäNe überschritten, brach das römische Reich elend zusammen. Frankreich hat mit seiner Weltpolitik die schlimmsten Erfahrungen gemacht; eS hat trotz aller Geldanfwendnngc» nicht viel erreichen können. Deutschlands Handel und Wandel ist jetzt in rück- läufiger Bewegung begriffen. Es unterliegt auch gar keinem Zweifel, dafe daran zum großen Teil der Transvaalkrieg und die chinesischen Wirren die Schuld tragen. Darum sage ich: Die Zukunft Deutschlands liegt wahrhaftig nicht auf den: Wasser, sondern im Inland und im Land selbst sind so schwierige Probleme zu lösen und so viel wichtige Dinge zu be- treiben, daß dagegen alle überseeischen Probleme' in Ostasien gar nicht in Betracht kommen können.(Lebhafter Beifall links.) Reichskanzler Graf Biilow: Ich muß mit einigen Worten auf die Aeußernngen des Herrn Richter eingehen. Er hat meine Erklärung über die Indemnität als nicht besonders vertrauenerweckend bezeichnet. Ich glaube, die Mehrheit des Hauses wird sich über die bona fiass meiner gestrigen Erklärung nicht im Zweifel befinden. Was die Nichtcinbernfung des Reichstags im vergangenen Sommer angeht, so ist die einzig verantwortliche Persönlichkeit der Reichskanzler, und diese Persönlichkeit, die jetzt meine Wenigkeit ist, war damals Fürst Hohenlohe. Ich glaube, daß ihn zur Nichteinbenifung de? Reichstags zunächst die Erwägung veranlaßt hat, daß die Zusammenberufung zur Voraussetzung gehabt hätte die Vorlage eines Ergänzungsetats an Bundesrat und Reichstag, und dafür schienen dem damaligen Herrn Reichskanzler damals die Voraussetzungen noch nicht gegeben. Dazu kam, daß der damalige Herr Reichskanzler aus der Haltung eines Teils der Presse glaubte schließen zu können, daß die Einberufung nicht den Wünschen aller Parteien entspräche (Hört! hortl bei den Socialdemokrateu), und ich glaube mich nicht zu irren, wenn ich sage, daß namentlich ein Blatt in dieser Beziehung den Fürsten Hohen- lohe impressioniert hat, nicht nrir weil es ein überaus geschickt redigiertes Blatt ist(Große Heiterkeit.), sondern auch iveil ihnr Beziehungen nach- gesagt werden zu einem sehr hervorragenden Parlamentarier, dessen Beredsamkeit wir soeben beobachtet haben.(Erneute Heiterk.) Ich spreche natürlich von der �Freisinnigen Zeltung".(Zuruf des Abg.' Richter: Datum!) Sie brachte am 4. Juli, d. h. gerade in dem psychologischen Moment, wo eS sich handelte um Einberufung oder Nicht-Einberufung des Reichstags, den nachstehenden Artikel.— Der Reichskanzler verliest unter fortgesetzter Heiterkeit der Rechten den Artikel, in dem ausgeführt wird, daß die Frage der Einberufimg sich erst entscheiden lasse, wenn ein klarer Thatbestand der in Betracht kommenden Verhältniste vorliege. „Der Reichstag," ciimial einberufen, kann nicht wochenlang unthätig fein."...„Gegenwärtig vermögen auch in andren Parlamente» die Minister die an sie gerichteten Fragen nur damit zu be- antworten, daß sie keine Kenntnis hätten von den thatsächlichen Ver- Hältnissen."... Ich gebe zu, meine Herren, daß dieser Artikel bis zu einem gewissen Grade auf Stelzen gestellt ist, das pflegt aber bei offiz lösen Auslassungen häufig der Fall zu sein. (Stürmische Heiterkeit.) Sicher ist doch, daß derjenige, der diesen Artikel verfaßt respektive inspiriert hat, jedenfalls optima Lcks in diesem Augenblick die Einberufung nicht für geeignet hielt. Ich gehörte allerdings damals zu denjenigen, die meinten, ernste und gewichtige Gründe sprächen für die Einberufung. Aber als ich diesen Artikel las, da sagte ich mir, gegen den Abg. Richter kann ich nicht aufkommen.(Stürmische Heiterkeit.) Jedenfalls kaim ich er- klären, daß wenn sich wieder ein ähnlicher Fall ereignen sollte, was hoffentlich nicht in absehbarer Zeit geschieht, und wenn ich dann noch auf dieser Stelle stehe, was ich auch nicht weiß(Heiterkeit), dann werden Sie einberufen werden, darauf können Sie sich ver- lassen.(Heiterkeit.) Herr Richter hat nun gemeint, die Zurück- berufung der russischen Truppen wäre zurückzuführen auf eine Verstimmung gegen uns. Dies anzunehmen heißt doch die Sachlichkeit und Ruhe unterschätzen, mit der die nlssische Politik ge- leitet wird, die sich ebenso wenig von Stimmungen leiten läßt, wie die unsre.(Na, na! links.) Für die deutsche Politik kann ich das garantieren, aber ich möchte es auch für die russische. Am aller- wenigsten richtet sich dieser Rückzug gegen das Oberkommando, denn ich habe gestern betont, daß dies i» erster Linie vom russischen Kaiser in unsre Hände gelegt ist. Wir haben dem russischen Vor- schlag nicht zugestimml, weil wir nicht glaubten, daß er beitragen würde zu einer raschen Pacifizienmg Chinas, aber wir haben nicht verkannt, daß er bona Läo gemacht war. Die Diskusston darüber ist z wische» u»S und Petersburg in der verbindlichstenForm geführt worden. Was die Entstehung des deutschen Oberkommandos betrifft, so haben wir unsre» Oberbefehlshaber andren nicht aufgedrängt. Die Idee eines deutschen Oberbefehls beruhte auf einer' von außen her auf amtlichem Wege an uns gelangten Anregung. Mehr kann ich nicht sage».(Aha! links.) Es giebt Fälle, wo mir das Staatsinteresse ein Schloß vor den Mund legt.und mir noch höher steht, als mein lebhafter Wunsch, im übrigen auf alle Fragen des Abgeordneten Richter zu antworten.(Große Heiterkeit.) Herr Richter hat dann weiter die Angriffe des Herrn Bebel gegen die Missionare aufgenommen. Herr Bebel hat gestern speciell den katholischen Missionäre» bis zu einem gewissen Grade die Schuld an den Wirren zugeschrieben. Diese Behauptung wird durch die mir zugegange- neu Nachrichten nicht bestätigt. Wir betrachten den Schütz der ka t h o l i sich e n Miss ionare auch in China als eineEhren- Pflicht, der wir uns nicht entziehen werden.(Bravo! im Centrum) — Herr Richter ist auch ins Gericht gegangen mit den Cirkular- noten, die ich im September lanciert habe. Bei diesen Noten kam es mir weniger auf die Form wie auf die Sache an. d. h. auf die Formulierung eines Vorschlags in betreff der Eruierung und Be- strafung derjenigen, die an den greulichen Unthaten in China schuld hatten. Dieser Zweck ist erreicht ivorden. Herr Richter hat iveiter gesagt, daß Kiauffchou nicht die Er- Wartungen realisiert hätte, die er selbst an diese Erlverbung ge- knüpft hätte. Doch erinnere ich mich, daß, als die Engländer Hand auf Hongkong legten, das englische Ministerium auf das heftigste angegriffen wurde von der englischen Opposition. Man warf ihm vor. Hongkong wäre ein elendes Mebenrest, ein nackter Felsen usw. Heute verzeichnet Hongkong einen jährlichen Schiffs- verkehr von 10—12 Millionen Tonnengehalt.(Hört, hört! rechts.) Eine Kolonie kann natürlich nicht aufschießen wie eine Blume in der Nacht! Ich bin aber überzeugt, die große Bedeutung von Kiautschou für Schiffahrt. Handel und' Industrie wird sich mehr und mehr herausstellen. Einen breiten Raum in den AnSführnngen des Herrn Abgeordneten Richter hat ein- genomnien seine Kritik der Reden S. M. des Kaisers. Er hat zu- nächst die Frage aufgclvorfen von der Verantwortlichkeit hinsichtlich dieser Reden. Der Artikel 17 der Verfassung, glaube ich, ist es, der bestimmt, daß der Reichskanzler die Verantwortung trägt für An- ordnungen und Berfügnngeii S. M. des Kaisers. Herr Richter wird aber nicht behaupten wollen, daß Reden Sr. Majestät unter eine dieser beide» Kategorien fallen. Ich möchte aber nicht einen Augen- blick zögern, hier zu erklären, daß ich die volle moralische Ver- antwortung übernehme für Reden Sr. Majestät des Kaisers, ivelche von der Mehrheit der Nation nicht mißverstanden werden.(Große Heiterkeit bei de» Socialdcmokraten.) Meine Herren! Ich habe gestern dem Herrn Abgeordneten Bebel mit der größten Aufmerksamkeit zugehört, ich habe ihn nicht unterbrochen, nicht einnial durch einen Heiterkcits- Ausbruch, ich wäre sehr dankbar, wenn man auch mich aus- reden ließe. Die Rede des Kaisers wurde gehalten in einem Augenblick, wo ollgemein angenommen wurde, daß alle in Peking eingeschlossenen Europäer eines martervollen Tods gestorben wären. Es ist in voller Ordnung, daß der Kaiser in diesem Augenblick als'Soldat sprach und nicht als Diplomat. Daß' die Diplomatie dabei nicht zu kurz kommt. dafür lassen Sie mich sorgen.(Heiterkeit links.) Die Hauptsache war. daß unsre Soldaten wußte», gegen iven sie geschickt wurden und ich muß sagen, mir ist der kleine Finger eines Pom- m er s che ii Musketiers lieber als das ganze Mord- gesindel der Boxer.— In der Rede im Marinekasino in Wilhelmshaven hat der Kaiser die Ziele unsrer Politik gekennzeichnet. Wenn gesagt worden ist, daß wir uns in Zukunft in wichtigen Fragen nicht beiseite schieben lassen werden, so involviert das' nicht'die Tendenz, daß wir uns in Fragen einmischen wollen, die uns nichts angehen. Aber das Recht ebenbürtig andren Nationen mitzusprechen, werden wir uns nicht rauben lassen.(Bravo! rechts.) Wir stehen doch in China nicht allein, andre Mächte sind zum Teil stärker engagiert als wir und ich sehe nicht ein, warum wir nicht übernehmen können, sollen und müssen, was andre Mächte auf ihre Hörner genommen habe». Es gab eine Zeit, wo man Deutschland das Recht der Einigung be- stritt, wir sind aber trotzdem einig geworden, wir sind eine Groß- macht geworden und wollen es mit Gottes Hilfe bleiben.(Bravo! rechts.) Ich bin überzeugt, daß sich die Nation das Recht auf eine verständige und besonnene Weltpolitik weder ausreden noch ver- kürzen lassen wird.(Bravo! rechts und bei den Nationalliberalen.) Abg. v. Kardorff(Rp.): Das Verhalten der offiziösen Presse bei der Nichteinberufung des Reichstags war außerordentlich ungeschickt. Die Verantwortung für die Nichteinberufung trägt ausschließlich der Reichskanzler.' Es ist falsch, wenn die Offiziösen weiter behaupteten, die Nichteinberufung des Reichstags sei im Einverständnis mit hervorragenden Parteiführer» erfolgt. Ich stelle fest, daß nicht ein Mitglied der konservativen, meiner, der national- liberalen Partei oder des Centmms von irgend einer Seite wegen der Einberufung gefragt worden ist. Solche Flunkereien sollten die Offiziösen doch laisen. Es ist weiter von den Offiziösen behauptet worden, der Reichstag sei nicht einberufen worden, weil seine Debatten die Vcrhandlrlngen mit auswärtigen Mächten hätten stören können. Die absolute Monarchie mag ja eine viel bequemere Einrichtung sein als der Reichstag. In der Theorie kann man ja auch streiten, ob eine absolute Monarchie unter einem absoluten Monarchen, der den kategorischen Imperativ der Pflicht befolgt und sich als erster Diener des Staats fühlt, nicht ihre Vorzüge vor dem parlamentarischen System hat. Wir haben aber ein parlamentarisches Regime wie ganz West- Europa, und so lange wir es verfassungsmäßig haben, muß daran fest- gehalten werden. Ich kann auch gar nicht begreifen, warum dieser Reichstag, der mit Zweidrittel« Mehrheit die Flotte bewilligt und die nationale und patriotische Pflicht der Regierung jederzeit unterstützt hat, nicht einberufen worden ist. Vielleicht liegen die Dinge so, daß dem Herrn Reichskanzler Hohenlohe, der durch die Maßregelung der kanal- gegnerischen Beamten und durch die Bedrohung der Abgeordneten bewiesen hat, daß ihn, die Verfassung Preußens nicht mehr ganz gegenwärtig war, auch die Reichsverfassnng nicht mehr gegenwärtig gewesen ist.(Heiterkeit), und daß er die große Ber- äntwortlichkeit nicht ganz begriff, die auf ihm lastete. Solche Verhandlungen, wie die gegenwärtigen im Reichstage, haben großen Wert für die Politik der Regierung dem Ausland gegenüber. Nun zu Herrn Bebel. Er hat von den Hunnen- briefen gesprochen. Ich habe auch einige Erfahrungen aus dem Soldatenleben. 1370 erhielt ich eine Reihe Soldatenbriefe. Ich gewann den Eindruck, daß die Phantasie der Briefsteller außerordentlich erregt sei. Die Leute behaupteten, bei Aktionen zugegen gewesen zu sein, bei denen Tausende gefallen sind, und nachher waren nur ein oder zwei Verwundete. Die Soldaten haben eben das Bedürfnis, ihren Angehörigen ihre Strapazen und Fährlichkeiten in glühenden Farben zu schildern; unbedingt verlassen darf man sich auf diese Berichte nicht. Auch 1370 sind Wehrlose niedergcschoffen worden bei unsren Kämpfen mit den Franktireurs. Ich ivundere mich, daß Herr Bebel so feinfühlig ist. Er findet doch nichts dabei, wenn die Arbeitswilligen bei Streiks gemißhandelt werden. Den Soldaten und Offizieren find solche Aufträge sehr un- angenehm, aber sie müssen erftillt wenden, und Herr Bebel erinnert sich doch noch der Pariser Kommune, da waren seine Partei- genossen nicht zartfühlig. Leute, von denen man vermutete, daß sie im Dienste der Versailler Regierung stünden, wurden einfach an die Wand gestellt und niedergeschoffen.— Herr Bebel hat die Boxerbewegn'ng mit den Freiheitskriegen verglichen. Wann ist denn je in den Freiheitskriegen vorgekommen, daß Ge- sandte ermordet und die Parole ausgegeben wurde, alle Fremden zu töten? Die Boxer entsprechen den Thugs in Indien, mit denen die Engländer auch nur durch drakonische Mittel fertig geworden sind. Herr Bebel hat Herrn v. Ketteler angegriffen, der einen Heldentod gestorben ist. Ich überlasse das seinem Gefühl. Herr v. Ketteler hat in großartigster Weise seine Pflicht erfüllt. Nun zu der Missionssiage! Aeußcre Mission zu treiben ist ein Lebensbedürfnis für jede Kirche; sie erfüllt damit ein Gebot des göttlichen Meisters. Eine Kirche, die keine Propaganda treibt, verdorrt in sich. Das ist bei der griechischen Kirche wohl der Fall. Evangelische Missionen haben stets das Bestreben, sich nicht in Politik zu mischen. Wenn man sagt, die Mission wende. sich nur an schlechte Elemente— nun, unser Herr und Heiland hat sich auch an die Zöllner und Sünder gewandt. In China ist die Kindesaussetzung üblich. Die Missionare sammeln die ausgesetzten Kinder, bringen' sie in Waisenhäuser und erziehen sie zu Christen; schon das allein' zeigt ihre Notwendigkeit. Bebel hat die beachtenswerte Aenßernng get'han, er empfinde große Hoch- achttmg vor dem Neuen Testament und befolge seine Vorschriften. Die andren aber müßten danach eigentlich alle in der Hölle braten. Wenn er sich auf diesen pharisäischen Standpunkt stellt, dann hat er den Geist des Evangeliums nicht begriffen und ich wünschte, daß er in der Lektüre des Neuen Testa- mcnts fleißig fortfährt. Bebel hat gemeint. China gehöre den Chinesen, aber die Welt ist doch nicht bestimmten Nationen eingeräumt. Es ist die Bestimmung des Menschengeschlechts, sich die ewigen Naturkräfte der Welt nutzbar zu machen. In China ist Eisen und Kohle vorhanden. die Chinesen beuten sie nicht aus, weil sie die Erdgeister nicht ent- fesseln wollen. Die Weltgeschichte zeigt, daß stärkere Kräfte und jüngere Nationen kommen, um die Naturkräfte zu exploitieren. In China haben wir ja auch den Chinesen gar nichts fortgenommen, sondern gepachtet.(Heiterkeit.) Bebel hat jeden positiven Vorschlag unterlassen, was nun eigentlich werden soll und wie er sich die Ge- staltnng der Beziehungen der europäischen Machte mit China denkt. Im Gegensatz zu Richter halte ich die Ucbernahme des Ober- befehls durch Deutschland für durchaus richtig. Das deutsche Kontingent mußte in achtunggebietender Stärke hingeschickt werden. Die Absendimg unsrer Kriegsschiffe erster Klasse ist doch wahrscheinlich ans politischen Erivägungen notwendig gcivorden, uni andren Mächten unsre Macht zu zeigen. Unier militärischer Apparat hat vorzüglich funktioniert. Zu dem Talent und der Energie unsres neuen'Reichskanzlers habe ich volles Vertrauen. Er wird die Nnterstützung der nationalgesinnten Parteien finden, wenn er auf der Bahn bleibt, die er setzt betreten hat. Ich lege im Gegensatz zu Herrn v. Levetzoiv hohen Wert auf den Ausdruck Indemnität. Aber an ein Ministerver- antwortlichkeits-Gesetz ist vorläufig nicht zu denken.(Beifall rechts.) Abg. Rickert(freis. Vg.): Wir freuen uns darüber, daß die Regierung eingesehen hat, daß sie Indemnität nötig hat. Aber der Herr Abg. Kardorff geht zu weit, wen» er de» alten Fürsten Hohenlohe verantwortlich für die Nicht- eiilberuftlng des Reichstags machen will. Ich habe schon früher den Standpunkt vertreten, daß die Regierung in derartigen Fällen, wie in dem heutigen, Indemnität nachsuchen muß. In früheren Fällen ivar immer die Rechte dagegen, heute fft der ganze Reichstag in diesem Verlangen einig. Die Regiernng hätte in» Sommer einberufen müssen. Es ist doch lächerlich zu sagen, daß sich die Regierung vor ein paar socialdemokratischen Reden gefürchtet hat, wie das offiziös geschehen ist. Dem Unwesen der offiziösen Presse sollte der neue Reichskanzler steuern, das wäre eine Wohlthat für den Staat. Er sollte auch da« für sorgen, daß einheitliche und korrekte Berichte über kaiser- liche Reden in den Blättern erscheinen. Jeden Patrioten muß es betrüben, wenn den Kaiserreden Mißverständinsse unter- liegen. Herr Richter hat gefragt, ob die kaiserlichen Worte „Pardon wird nicht gegebeil"'als Truppenbefehl aufzufassen sind. Der Knegsminister hat gestern schon diese Frage verneint, wies er auch bestritten hat, daß der Inhalt der sogenannten Hunnenbriefe der Wahrheit entspricht. Die amtlichen Berichte lauten anders. Jinmer- hin müssen die Berichte über die barbarischen Greuelthaten genau geprüft werden. Darin hat Abg. Bebel recht. Auf die Leistungen unsrer Armee und Marine sind wir stolz. Ich bin mit Herrn v. Kardorff einverstanden, daß man um ein paar tausend Mann nicht markten soll. Es galt Deutschlands Ehre und Prestige zu ivahren. Da mögen die Ansichten auseinandergehen, ob dazn ein paar tausend Mann mehr oder ivcniger notwendig sind. In der Kommission wird es hoffentlich zu einer Verständigung kommen und der Regie- rung wird die nachgesuchte Indemnität erteilt werden. Die Regie- rung wird ihrerseits hoffentlich den Schluß daraus ziehen, daß der Reichstag immer hinter ihr steht, wenn es sich um Wahrung der deutschen Ehre, um Civilisation und Humanität handelt.(Beifall.) Ein Vertagungsantrag wird hierauf angenommen. Persönlich bemerkt Abg. Lcdebour(Soc.): Der Abg. Busscrmann hat einen Wider- spruch zwischen mir und meinem Freund Bebel über den Jmperialis- mus zu konstruieren versucht und auf eine Aeußerung von mir auf 1 dem Mainzer Parteitag zurückgegriffen. Das ist eine ganz irrtümliche Auffassung des Abg. Bassermann. Ich habe die von ihm citierten Sätze Eduard Bernsteins in Mainz ebenfalls citiert, sie auf das energischte bekämpft und sie' als Zeichen imperialisti- scher Politik namens der ganzen Partei zurück- gewiesen. Abg. Richter(persönlich): Ich bin dem Reichskanzler dankbar, daß er sich auf meine Autorität berufen hat. Schade nur, daß meine Autorität nur am 4. Juli für ihn gegolten hat, nicht auch für die Folgezeit, wo ich die Einberufung des Reichstags gefordert habe. Noch dankbarer aber würde ich dem Herrn Reichskanzler sein, wenn ihn meine Autorität nicht nur bei Unterlassungen seinerseits, sondern auch bei positiven Maßnahmen etwas gelten würde.(Heiterkeit und Sehr gut! links.) Abg. Basscrmann(natl.): Herr Ledebour hat mich total miß- verstände», ich habe nur gesagt, auch er habe in Mainz zugeben müssen, daß eine imperialistische Strömung in seiner Partei vor- Händen sei. Damit schließt die Sitzung. Nächste Sitzung Donnerstag 1 Uhr.(Tagesordnung: 1. Schleuniger Antrag der Socialdemokrateu auf Einstellung mehrerer Straf- verfahren gegen den Abg. Fischer-Sachsen. 2. Fortsetzung der heutigen Debatte. 3. Interpellation der Socialdemokrateu wegen der 12 000 Mark-Affaire. Schluß b»/. Uhr. Berliner Partei-Angelegenheiten. Achtung, erster Wahlkreis! Die Parteigenossen werden auf die morgen, Donnerstag, abends 8�/» Uhr stattfindende öffentliche Versammlung in den Armüihallen, Kommandantenstraße 20, aufmerksam gemacht. Genosse Paul Göhre, Pastor a. D., spricht über: „Christentum und Socialdemokratie". Näheres siehe heutiges Inserat. Frauen habe» Zutritt. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Erster Berliner ReichStagö- Wahlkreis. Sonntagabend 6 �Ihr findet in Cohns Festsälen, Beuthstraße 20, eine Versammlung statt, in der Genosse Dr. Beutler über die politische Lage spricht. Nachdem gemütliches Beisammensein mit Tanz. Zahlreichen Besuch erwarten Die Vertrauensleute. Am Donnerstag ist Stadtverordnetcn-Wahl in Rixdorf. Die Wahlhandlung währt von vormittags 10 Uhr bis abends 6 Uhr. Ueber die Bedeutung der Wahlen, die unter dem Zeichen des bekannten vom Ober-Verivaltungsgericht gefällten Urteils stehen, ist jeder Einwohner unterrichtet. Parteigenossen, seid Mann für Mann zur Stelle und sorgt dafür, daß die Kandidaten der Socialdemokratie mit imponierender Mehrheit gewählt werden. Gewählt wird in folgenden Bezirken: Bezirk 2, umfassend: Bergstr. 62—03, Bode-, Jonas«, Ilse-, Kirchhofstr. 1— ö und 36—49, Schönweiderstraße. Wahllokal: Holl« machsches Lokal. Bergstr. 07. Kandidat: Max Pohl. Bezirk 3, umfassend: Hohenzollernplatz, Rosen-, Goethe-, Bergstr. 43—60/61 und 110—160. Wahllokal: Deutsches Wirtshaus, Bergstr. 130/137. Kandidat: W i I h. K o n r a d. Bezirk 4, umfassend: Bergstr. 1—42 und 161—103, Mittel- .weg, Steinmetzstr. 1—19 und 08—87, Thomas-, Waßmannsdorfer- straße. Wahllokal: Lauknersches Lokal, Bergstr. 161/162. Kandidat: M a x P o h l. Bezirk 0, umfassend: Berlinerstr. 1—40 und 02—107. Wahllokal: Hildebrandsches Lokal, Berlinerstraße 103. Kandidat: M a x P o h I. Bezirk 8, umfassend: Hermannplatz, Kaiser Friedrichstraße, Kottbuser Damm, Lohmühlenstraße, Maybach- Ufer, Schinkestraße, Harzerstraße, Straße 69, Weserstraße. Wahllokal: Ballivitzsches Lokal, Kottbuser DanNn 02. Kandidat: Dr. R. S i I b e r st e i n. Bezirk 9, umfassend: Hasenhaide, Karlsgarten, Wanzlickstraße, Wißmannstraße. Wahllokal: Sachses Lokal, Haisenhaide 116/110. Kandidat: Emil W n tz k y. Bezirk 13, umfassend: Prinz-Handjcrystraße. Wahllokal: Wittenbcrgsches Lokal, Berlinerstr. 106. Kandidat: Max Pohl. Bezirk 14, umfassend: Kopf-, Steinmetzstr. 20— 07. Wahllokal: Hartmauusches Lokal, Kopfstr. 69. Kandidat: Max Pohl. Bezirk 18, umfassend: Hcrmaunstr. 99—100, Hertha-, Kirch- hofstraße 10—34, Knesebeckstraße, Mariendorfer Weg, Ringbahnstraße, Kranoldplatz, Kranold-, Neinhold-, Edmundstraße. Wahllokal: Graffundersches Lokal, Hcrmannstr. 160. Kandidat: Max Pohl. Wahlberechtigt ist jeder preußische Staatsangehörige, der im Besitz der bürgerliche» Ehrenrechte ist und bis zum 1. Juli d. I. das 24. Lebensjahr erreicht hat sowie mindestens die 2. Steuerstnfe(1,33 M. pro Vierteljahr) bezahlt. Diejenigen Wühler, welche verzogen sind. müssen ihre Stimme in dem Bezirk abgeben, Ivo sie vor dem 1. Juli d. I. gewohnt haben. Das Wahlbureau befindet sich im Apollo- Theater, Hermannstr. 49. Alle auf die Wahl bezüglichen Vorkommnisse sind dort zu melden. Das W a h l- K o m i t e e. Die Parteigenossen, welche bei der Wahlagitation thätig sein wollen, werden ersucht, sich Donnerstag früh 0 Uhr im Wnhlbureau einzufinden. Charlottcnburg. Die Mitglieder des WahlvcreinS für Teltow« BeeSkow-Storkolv-Charlottcnbnrg werden um zahlreichen Besuch der Mitglieder- Versammlung am Donnerstag in der Gambrinns- Brauerei gebeten. Der Vorstand. I« der keilten Lokalliste ist daS Lokal der Schultheiß-Brauerei in N r e d e r s ch ö n e>v e i d e, die frühere Borussia-Branerei, noch verzeichnet. Das Lokal ist geschlossen, da die Brauerei es zu Bureauzwecken braucht. Das andre Lokal der Schnltheiß-Brauerei, der Neue Krug, ist für die Arbeiter gesperrt, so daß hier nur das Lokal des Genossen Franz in der Grünnuerstraße frei ist. In Johannisthal wollen die Genossen darauf achten, daß das Lokal von Rittershaus für die Arbeiterschaft nicht frei ist, da der Wirt erklärte, nur sogenanntes besseres Publikum haben zu wollen, außerdem von dem bekannten Amisvorsteher v. O p p e n bei einer Freigabe seines Lokals schwere Schädigung befürchtet. Es stehen also in Johannisthal nur die Lokale von Senftieben, MertinS und Rau der Arbeiterschaft zur Verfügung. Die Lokalkommission. Briefkasten der Redaktion. Die inrlsiiscbe Sprechstunde findet Montag, DienStag, Tonnerstag und Freitag von 7— S»hr abends statt. G. V. K. 31. Gesuche sind zu richten an die Oderpostdirektion Berlin bez. Eiseubiihndircktwn Verlin. P. Adam. Jinierhalb dreier Monate nach erlangter Kenntnis von der Person des Thälers, längstens jedoch fünf Jahre nach Begehnng der That. 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Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glode in Berlin. Drud und Berlag von Max Bading in Berlin. Mittwog, Nr. 272. 17. Jabrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. two, 21. November 1900. Prozeß Sternberg. Der Vorsitzende Landgerichtsdirektor Müller eröffnet die VerHandlung erst um 11/2 Uhr mittags. Der Angeklagte Luppa ist wiederum nicht erschienen. Bezüglich der weiteren prozesinalen BeHandlung der Sache erklärt Staatsanwalt Braut, daß er seinen Standpunkt geändert habe und nunmehr damit einverstanden sei, daß in Gemäßheit des§ 230 Strafprozeß- Ordnung auch gegen den abwesenden Herrn Zuppa weiter verhandelt werde. Der Gerichtshof beschließt in diesem Sinne, nachdem jezt festgestellt sei, daß der Angeklagte Luppa mit Absicht sich fern halte. Als erster Zeuge erscheint der Landgerichtsdirektor Weinmann, Wohnungen mit Gewerberäumen haben sich nicht mehr erheblich vermindert, und die leer stehenden Geschäftslokale ohne Wohnungen sind sogar noch um etliche vermehrt worden. baren Opfern den Unbequemlichkeiten, die mit der Desinfektion notwendig verknüpft sind auch noch solche zu bringen, welche die Allgemeinheit ihnen abnehmen kann und des wegen von Rechts wegen auch abnehmen sollte: die Das Hauptinteresse beanspruchen hier die Wohnungen ohne Ge Erlegung der Kosten, bezw. den Gang zum Armen werberäume. Die Verminderung der leeren Wohnungen dieser Art oder Bezirtsvorsteher, um die unentgeltlich teit war im letzten Jahre verhältnismäßig am stärksten in den zu erbetteln. Die vollständige unentgeltlich feit vorwiegend von Arbeitern bewohnten äußersten der Desinfektion in allen den Fällen, in welchen ärztlicher- Teilen des Ostens und Nordens der Stadt. Ihre feits die Notwendigkeit anerkannt wird, und eine sachgemäße Auf- Bahl sank im östlichen Teil der Louisenstadt jenseits des Kanals von tlärung der Bevölkerung über die hygienische Be317 auf 68, im östlichen Teil des Stralauer Viertels von 1102 deutung dieser Maßregel werden allein im stande sein, auf 284, in der Königstadt von 727 auf 234, in der Rosenthaler der gegenwärtig noch in weiten Kreisen der Bevölkerung bestehenden Vorstadt von 1210 auf 262, auf dem Wedding von 774 auf 184. Abneigung Herr zu werden. Die äußere westliche Hälfte von Moabit hatte eine verhältnisDer Magistratsbericht lehrt aber noch etwas andres. In mäßig sehr geringe Verminderung, von 157 auf 132; aber in 691 Fällen wurde eine Desinfektion von Krankenwagen vor diesem Stadtteil gab es überhaupt nicht mehr viel zu vermindern, der in der ersten Verhandlung gegen Sternberg den Vorsiz im Gerichtshof genommen. Das ist eine ganz auffallend niedrige Zahl. Es liegen weil sich hier schon in den vorhergehenden Jahren, früher als in führte. Ihm ist seitens des Landgerichts- Präsidenten die Genehmigung zwar noch keine Angaben darüber vor, wie viel an ansteckenden andren Stadtteilen, Wohnungsmangel bemerkbar gemacht hatte. zur Aussage, so weit es sich um Thatsachen handelt, erteilt worden. Strankheiten leidende Personen im Berichtsjahre in öffentliche Aus den angeführten Zahlen, dem starken Auftreten Der Zeuge giebt eine Darstellung von der Aussage. welche die Krankenanstalten verbracht wurden, aber die Zahlen der Vorjahre des Wohnungsmangels gerade in den Arbeiters Frieda Woyda bei der ersten Verhandlung gemacht hat. Dieselbe lassen ja bis zu einem gewissen Grade einen Rückschluß zu. 1897 vierteln, läßt sich von vornherein schließen, daß besonders habe zunächst nur von dem„ Hausarzt" gesprochen, ohne den Namen wurden in die Krankenhäuser allein an Bocken-, Diphtherie-, Schar- die leinen Wohnungen sehr knapp geworden fein zu wissen und erst als sie auf der Polizei das Bild Sternbergs ge: lach, Masern- und Typhuskranten 3738 aufgenommen. Nimmt man müssen. Daß es thatsächlich so ist, das zeigen noch deutlicher die fehen und ihr der Name desselben genannt worden war, habe sie den Prozentsatz derer, die zu Fuß oder unzulässigerweise per folgenden Angaben. Von 1899 bis 1900 jant bezw. stieg die Zahl ihn bei Namen genannt. In der Hauptverhandlung habe Frieda Droschfe, Pferdebahn usw. nach dem Krankenhause transportiert der leerstehenden Wohnungen ohne Zimmer( also nur Küche) Woyda zunächst einen befangenen Eindruck gemacht, das habe sich wurden, noch so hoch an, so bleibt doch die Zahl von 691 desin- von 40 auf 30, mit 1 Bimmer von 4323 auf 1172, mit 2 Zimmern aber bald gegeben und das Mädchen habe ihre Aussagen mit fizierten Wagen gegenüber einer so großen Zahl von Kranten von 1908 auf 562, mit 3 Zimmern von 729 auf 330, mit 4-5 fester und sicherer Stimme gemacht. einer Stelle der transporten eine ganz unglaublich niedrige. Und man kann Zimmern von 828 auf 609, mit 6-7 8immern von 375 auf 296, Aussage habe damals die Angeklagte Wender dem Mädchen nur annehmen, daß die Desinfektion der Krankenwagen mit 8 oder mehr Zimmern von 167 auf 168, ohne Angabe zugerufen Du lügft!", da fei das Mädchen an sie etwas heran- nicht mit der wünschenswerten Regelmäßigkeit vorgenommen der Zimmerzahl von 80 auf 63. Das heißt: die Zahl der getreten und habe der Wender zugernfen: Nein, Du lügst!" wurde. Das wäre auch nicht weiter wunderbar, da man ja leeren Wohnungen verringerte sich( wenn von den Wohnküchen" Auf Befragen des Justizrats Dr. Sello erinnert sich der Zeuge, städtischerseits aus manchesterlichen Rücksichten auch den so wichtigen wegen der Kleinheit der Zahl abgesehen wird) bei 1 Zimmer daß schon in der ersten Verhandlung sich gezeigt habe, daß Unter- hygienischen Stranfentransport nicht in eigne Regie ge- um nahezu drei Viertel, bei 2 Zimmern um ziemlich ebenso viel, schiede in dem polizeilichen und gerichtlichen Protokoll vorhanden nommen hat, sondern ihn privaten Unternehmern als bei 3 Zimmern um reichlich die Hälfte, bei 4-5 Zimmern um rund waren. Der Staatsanwalt macht darauf aufmerksam, daß Frieda Ausbeutungsobjekt überläßt. Für diese bedeutet ein Viertel, bei 6-7 Zimmern um nur ein Fünftel, und bei 8 oder Woyda mit dem Ehepaar Blümke nicht anwesend sei. Er giebt natürlich die Desinfektion trotz der in diesem Falle bewilligten Ge- mehr Zimmern trat überhaupt keine Verminderung ein. Anweisung, sie sofort herbeizuholen. bührenfreiheit eine Erwerbsstörung und sie haben darum kein Interesse daran, auf die jedesmalige Vornahme der Desinfektion zu bringen. Welchen Schaden aber gerade ein undesinfizierter Stranten wagen anrichten kann, das braucht wohl nicht erst auseinandergejezt zu werden. Und so kann man auch in diesem Falle eine Gefährdung der Volksgesundheit durch die Manchester- Gesinnung unsrer städtischen Behörden konstatieren. Landrichter Fritsch, einer der früheren Beifizer, erklärt, daß er aus der Erinnering nur sehr wenig fagen fönne. Frieda Woyda habe damals die Frage, ob der Seriminalschußmann Stierstädter auf sie eingewirkt habe, ganz bestimmt verneint. Sie habe damals alles, was den Angeklagten Sternberg belastete, als richtig zugegeben. Tokales. Landgerichts- Direttor Weinmann ergänzt seine Aussage noch in einzelnen Punkten. Unter anderm habe die Anna Wender damals erzählt: Die Fischer sei in Geldnot gewesen und habe ihrerfeits gehofft, daß sie mit Hilfe der Frieda Woyda etwas aus dem Das Jntereffantefte im Harmlosen- Prozeß anwesenden Herrn Sternberg herausschlagen könnte; zu diesem ist diesmal die Figur des Herrn Hermann Wolff. Ein„ InZwecke sei sie, die Wender, tänzelnd mit der Frieda duſtrieritter", wie ihn die blühendste Phantasie des Dichters" von ins Zimmer gekommen, Herr Sternberg habe sie aber beide sofort Kriminalgedichten nicht charakteristischer malen fann, und ein legitimes wieder aus dem Zimmer gewiesen und es sei mit dem Mädchen Kind der kapitalistischen Gesellschaft. Schon daß er in jungen Jahren nichts passiert. Im Anschluß an diese Geschichte habe sich dann im auf den Weg des Verbrechens fam, verdankt er dieser Gesellschaft, Gerichtssaal die Scene zwischen der Wender und der Woyda mit der die feine Einrichtungen hatte, um einen fast alleinstehenden Jungen gegenseitigen Bezichtigung Du lügst" ereignet. ordnungsmäßig zu erziehen und auf seinen Wegen ins Leben hinaus Die inzwischen herbeigeholte Frieda Woyda wird dem Land zugeleiten: Der Vater war früh gestorben, die Mutter mit neun gerichts- Direktor Weinmann gegenübergestellt und bleibt dabei, daß immündigen Kindern zurücklaffend. Der Junge konnte nur unregelalles, was sie diesmal gesagt habe, wahr sei. Der Zeuge mäßig in minderwertige Schulen geschickt werden. Niemand be= hält ihr im einzelnen jede ihrer vormaligen Aussagen vor, das fümmerte sich recht um ihn, er geriet in schlechte Gesellschaft und als Mädchen giebt zu, daß sie das alles gesagt habe, daß es aber nicht Fünfzehnjähriger hatte er schon seine erste Gefängnisstrafe wegen wahr sei. Bräf.: Du behaupteft, alle diese Einzelheiten seien Diebstahls, der dann eine lange Reihe weiterer Gefängnis- und gelogen gevejen? Frieda W.: Jal- Präs: Frieda, jage Buchthausstrafen folgte. Dann wurde er Photograph und erivarb Soch die Wahrheit! Das kann Dir doch Herr Stierstädter nicht sich auch etwas Geld. alles eingeredet haben. Frieda: Ich habe ja schon gesagt, daß " ich auch etwas zugesetzt habe. Frieda bleibt bei ihren, Sternberg entlastenden Behauptungen. Nach einer Mitteilung des Staatsanwalts ist vom Maler Münchhausen eine Depesche aus Italien eingetroffen, wonach sich derselbe frankheitshalber dort aufhält. Ferner teilt Staatsanwalt Braut mit: Nach einem neuerdings eingetroffenen Telegramm des Generalkonsuls in New York ist die Fischer bereit, zu kommen, vertagt. Es kam die Gründerzeit mit ihrer Jagd nach Geld, mit ihren mühelosen Gewinnen, in der auch so mancher andere, der heute in Reichtum und Würden sigt, das Buchthaus mit dem Aermel streifte, vielleicht auch hineinspazierte. Die tolle Jagd nach dem Dollar" riß auch den damals 25jährigen Wolff in ihren Strudel, und er arbeitete" mit solchem Glück, daß er durch Beteiligung an allerlei Spekulationen jährlich 20 000 Thaler verdiente. " Die Verhältnisse werden sich inzwischen, bis zum diesjährigen Oftoberumzug, schon wieder stark verschoben haben, aber sicherlich nicht zu Gunsten, sondern noch weiter zu Ungunsten der Mieter von fleinen Wohnmgen. Die Veröffentlichung fommt gerade au rechter Beit, um bei den Beratungen über die von der Stadtgemeinde gegen die Wohnungsnot zu ergreifenden Sie zeigt, Maßregeln als wertvolles Material zu dienen. daß die Stadtgemeinde eine schleunige Vermehrung der kleinen Wohnungen herbeizuführen suchen muß eventuell dadurch, daß sie selber den Bau von Häusern mit kleinen Wohnungen ausführt. Den Hausagrariern, die sich jetzt infolge des. Mangels an solchen Wohnungen das einträgliche Vergnügen leisten önnen, die unbemittelte Bevölkerung Berlins durch immer neue ietssteigerungen zu drangialieren, würde dann das Handwerk doch ein ein wenig gelegt werden. und zu " nicht um der von der Jugendschriften Vereinigung des Ber Theateraufführungen für Gemeindefchulkinder. Um die liner Lehrervereins" geplanten Theateraufführungen für Gemeindeschulkinder auch den ärmsten Kindern zugänglich zu machen, hatte der um das Zustandekommen der Unternehmens verdiente Lehrer D. Bautich in der" Päd. 3tg." unter anderm vorhauptstädtischen Bürgerschaft" zu wenden. Hier sei geschlagen, sich an den wohlthätigen Sinn unsrer Gelegenheit geboten, einen, wenn auch nur einen Schritt zur An näherung zwischen Besitzenden" und" Besiglosen" zu thun". Die Lehrerschaft werde es im gegebenen Augenblid nicht vergessen, in den Kinderherzen ein andres Bild als das vom„ ansbentenden Kapitalisten" zu erwecken".( Die Gänsefüßchen der Ausdrücke im Original und stammen von Herrn P.). Besißenden"," Besitzlosen“,„ ausbeutenden Kapitalisten" stehen Dazu bemerkten. wir in unfrer Besprechung des Plans( in Nr. 257):„ Wenn diese Worte überhaupt einen Sinn haben sollen, dann können sie nur den Bekannt genug ist es ja, daß sich an den Raubzügen der haben, daß die Lehrerschaft sich für die ihr von den Besitzenden ge Gründerei auch die adelige Blüte der Nation beteiligte. Durch diese leistete Unterstützung dadurch erkenntlich zeigen werde, daß sie au Gunsten der Besitzenden auf die Schuljugend wenn ihr 200 Dollar zur Einlösung ihrer Sachen gewährt werden Berührung mit den Edelsten und Besten kam Wolff in die aristo- einzu wirten suche". Herr B., fügten wir hinzu, scheine" und sie erfahre, wie viel Reise- und Versäumnistosten ihr vergütigt fratischen Spielerkreise, wo sich die Herren gegenseitig nach Möglich mit dem kleinen Schritt zur Annäherung" eine Ausbeutung werden. Sie sei ganz mittellos. Der Staatsanwalt beantragt, feit um die brannen und blauen Lappen erleichtern. Auch da war der wohlthätigkeits- Bestrebungen z u einer einen Gerichtsbeschluß zu fassen. Der Gerichtshof bleibt auf für einen geschickten Mann etwas zu verdienen. Und als die Agitation gegen die Socialdemokratie" zu meinen feinem Standpunkt stehen, daß er nur gesetzliche Gebühren ge- Gründerei nach dem Krach nichts mehr einbrachte, etablierte sich beabsichtigen. Hiergegen erklärt jetzt Herr P. in währen kann. Er hat diese überschläglich auf höchstens 380 W. ver- Wolff mit dem Spieler Neuter als reifende Firma für Grands Jeus der„ Pädagogischen Zeitung", er habe nicht die Absicht,„ etwaige anschlagt, wobei für sie und ihre Begleiterin 14 Tage Herfahrt, in aristokratischen Kreisen. Sie besuchten die großen Rennen, hielten wohlthätige Ünterstügungen zu einer Agitation gegen die Social 14 Tage Rüdfahrt und ein zehntägiger Aufenthalt auf dem Fest in den wüsten Spielnächten bei Trente et Quarante die Bank und demokratie zu gebrauchen". Er kommt damit einem stillen Wunsche Lande als Unterlage angenommen find. Ferner würde ihr ein wußten auch da immer mit einem hübschen Reingewinn ab- von uns entgegen; denn wir beabsichtigten allerdings Freibillet von New York nach Berlin und ein barer Borschuß von zuschneiden. 100 M. zu gewähren sein. Als der Compagnon endlich gefaßt wurde, verduftete Wolff über sehr gleichgültigen Person des Herrn B., sondern um der uns im Princip sympathischen Sache willen Klarheit über diesen Bunft zu Hierauf wird die weitere Berhandlung auf Donnerstag 91/8 Uhr Baris, wo er noch in den dortigen aristokratischen Klubs eine gewinn fchaffen. Wir nehmen von der Erklärung mit Befriedigung Stenntnis reiche Gastrolle gab, nach Amerika, wo er sich an der Börse ein- und stellen hiermit fest, daß P.( was er zwar in dem zuletzt citierten schreiben ließ und sich wieder aufs Spekulieren warf. Endlich kehrte er nach dem heimatlichen Berlin zurück, 150 000 m. Saze wieder nicht ganz klar zum Ausdruck bringt, aber sichtlich bar in der Tasche nebst einem weit höheren Betrag in allerlei meint) gegebenenfalls den Umstand einer Unterstüßung der Sache durch Wohlthäter nicht als Anlaß zu Unentgeltlichkeit der Desinfektion? Zu unfren gestrigen Papieren, darunter auch einen Wechsel über 180 000 m. auf einen einer antisocialistischen Agitation unter den Mitteilungen über dieses Thema wird uns noch geschrieben: Daß heute noch nicht bezahlt hat. ,, bekannten deutschen Prinzen", die der deutsche Prinz aber bis Schulkindern genommen wissen will. Man wird uns im Interesse der Boltsgesundheit die Ausführung der Desinfektion aber zugeben, daß die zuerst citierten Aeußerungen des manchmal nach jedem Fall einer ansteckenden Erkrankung dringend wünschens- schlecht und recht kravattenmachergeschäfte, nahm nur selten mehr als etwas unflaren Herrn so verstanden werden konnten, trotz des voltswert wäre, wird wohl von niemand bestritten. Wie sehr aber die 20 Proz. und machte auch hin und wieder ein Spielchen, bei denen freundlichen Standpuntts, den er im übrigen einnimmt. Wenn P., Erreichung dieses Ziels durch die gegenwärtigen Bestimmungen über er sich aber mit kleinen Gewinnen bon 600 bis 1500 m. begnügte. wie er jetzt jagt, der Lehrerschaft nur empfehlen wollte, den Wohldie Bezahlung der Desinfektion beeinträchtigt wird, wie namenilich vor allem jedoch packte ihn jezt das Intereſſe für den Aufschwung thätern, in dem Herzen der Jugend ein Denkmal zu die Interessen der Allgemeinheit darunter leiden, das tritt erst flar der deutschen Industrie. Er befruchtete mit seinem Gelde die deuteßen", so hatte er sich mindestens sehr stark im Ausdruck verschen Unternehmungen, auf daß sie den Weltmarkt beherrschen, und zu Tage, wenn man sich vergegenwärtigt, daß für die Allgemeinheit, fein nationales Streben war während des glüdbringenden legten griffen. Statt das einfach zuzugeben, schmückt er seine Antwort mit etlichen Schimpfereien gegen den Vorwärts" von besondren Fällen( Desinfektion der Effekten von Hebeammen, Jahrzehnts durch reiche Gewinne gelohnt. von Krankentransportwagen usw.) abgesehen, nur die Voll: desinfektionen" einen Wert haben, das heißt diejenigen, bei welchen Kur gebrauchten, um gewisse Folgen des Liebeslebens zu überIn Aachen, wo er und eine Reihe jüngerer Aristokraten eine lächelnd zur Tagesordnung übergehen dürfen. Preußischer Bußtag ist heute. Ein recht wunderbarer Tag. gleichzeitig die Wohnungen und die Effekten der Kranken desinfiziert winden, lernte er mehrere der Herren tennen, die später im Harm- Er ist angeordnet worden von den firchlichen Großen evangelischer werden. Die Desinfektion der Effekten allein ist in der großen losen- Klub ihre Rolle spielten. Aber jetzt will Wolff nur noch der Observanz, die von der Vorstellung ausgehen, daß die preußische Mehrzahl der Fälle eine durchaus unzulängliche Maßregel, die wohl liebenswürdige Mäcen gewesen sein, den es amüsierte, mit der Civil- und Militärbevölkerung das ganze Jahr hindurch in Sünden gelegentlich für einzelne von Bedeutung fein kann z. B. wenn aristokratischen Lebejugend zu verfehren. Die ewige Anpumperei wandelt. So beklagenswert dieser Uebelstand an sich sei, so ändere Gesunde Kleidungsstücke von Erkrankten in Benutzung nehmen wollen die aber für die Allgemeinheit ohne wesentliche Bedeutung ist. Was durch die Harmlosen habe sogar sein Vermögen um ein gutes Stück er sich doch schwerlich; fleine Befferungen möchten vielleicht zu er heruntergebracht. warten sein, wenn noch mehr Kirchen gebaut und die focialfann es beispielsweise der Volksgesundheit nügen, wenn nach dem Im übrigen ist Herr Wolff der beste und netteste Kerl von der demokratischen Jerlehren ausgerottet wären, bis dahin sei aber unte Tode eines Tuberkulösen zwar dessen Sachen desinfiziert werden, welt, der mit gewählten Umgangsformen das liebenswürdigste bedingt ein Tag im Jahre zum Zwecke der„ stillen Einkehr" festwährend die Wohnung mit den überall verstreuten Tuberkelbacillen Erzählertalent verbindet. Und es ist nur schade, daß Herr Opper- zufezen. undesinfiziert auf den nachfolgenden Mieter übergeht? Berücksichtigt mann ihm alle Augenblicke in die Parade fährt und ihn an dem man aber das, dann schrumpft die volkshygienische Bedeutung der Ausspinnen der Plaudereien über seine reichen Erfahrungen hindert. Desinfektion in ihrer heutigen Gestalt noch mehr zusammen. Denn man würde sonst noch besser erfahren, wie manche der mit der er dann zeigt sich, daß die Bevölkerung Vollbesinfektionen forderlichen Unternehmer- Intelligenz ausgerüsteten Leute ihr Geld freiwillig fo gut wie gar nicht vornimmt, sondern sich eben nur dem polizeilichen Zwange fügt. Es entfallen nämlich von den 4123 Boll- Der auf der Auflagebant fehlende Herr v. Kröcher scheint sich desinfektionen 3570 auf Bocken und Diphtherie, Krankheiten, bei denen die der rauhen Moabiter Zugluft doch nicht aussehen zu wollen und im Desinfektion unter allen Umständen vorgenommen werden muß und mur 553 auf Typhus, Schwindsucht, Scharlach, Masern, epidemische Genic fomnigen Süden seines Herzklappenfehlers zu warten. starre, Krankheiten, bei denen die Desinfektion nicht unbedingt obligatorisch ist; dabei sind unter den Desinfektionen nach Typhus Kommunales. " verdienen. Er betrieb nun mit seinem Gelde Von der Wohnungsnot. " über die wir Die socialdemokratische Arbeiterschaft weicht von dieser Anschauung bekanntlich in einigen Punkten ab; u. a. meint sie, daß die Männer, Frauen und Kinder des Proletariats eigentlich das ganze Jahr hindurch ein Leben zu führen gezwungen sind, vor dessen Elend und Entbehrungen der bürgerliche Kirchenfromme sich selbst im Zustande tiefster Bertuirschung schönstens bedanken würde. Ein Tag besonderer Buße sei daher kaum am Plaze. So benutzt die Arbeiterschaft den ihr auferlegten Feiertag den vielfach zu Ausflügen in die freie Natur. Allerdings hat es damit auch seinen Haken. Erstmals zwingt der Ausfall eines Tagelohns in der Beit des Brot, Wohnungs- und Kohlenwuchers den Arbeiter, feine paar Pfennige aufs genaueste zusammen zu halten, und dann ist der Umstand im Wege, daß der Buẞtag von dem in Preußen maßgebenden Christentum vor einigen Jahren leider aus der Maienwonne hinaus in den Novembernebel verwiesen worden ist. Aber wie die Bekanntmachungen im Vorwärts" gezeigt haben, läßt die Arbeiterschaft sich selbst durch diesen Umstand nicht von ihrem Aus. flugsziel abhalten. Hoffentlich ist ihr der Wettergott einigermaßen gnädig, so daß der Wahlverein sein ebenso verständiges wie mutiges Unterfangen durch rege Beteiligung gelohnt sieht. ( 199), Schwindjucht( 117). Scharlach( 208) sicher nach eine ganze Zahl Ueber die Zahl der Wohnungen und Geschäftslotale, auf specielle polizeiliche Anweisung vorgenommen. Wie weit gegen die zu Anfang dieses Jahres in Berlin leer gestanden haben, wärtig die Freiwilligkeit geht, das illustriert am besten die Zahl der ist vom Berliner Statistischen Amt in Verbindung mit der GrundDesinfektionen nach Masern, denn für diese Krankheit sieht die steuer- Verwaltung eine Erhebung veranstaltet worden, deren Ergebnis Bolizeiverordnung vom 7. Februar 1887, die für Berlin maßgebend jett veröffentlicht wird. In der ganzen Stadt standen Anfang Januar 1900( bezt. ift, eine obligatorische Desinfektion überhaupt nicht vor. Bei dieser häufigsten aller Infektionskrankheiten wurden nun im Berichtsjahr zu demselben 8eitpunkt 1899) leer: 3230( 8446) 23ohnungen ohne fage und schreibe 27 Vollbesinfektionen vorgenommen. Gewerberäume, darunter 241( 351) wegen Neubau; 538( 686) Woh Wunderbar ist das nicht. Gerade bei Masern erkranten ja meist nungen mit Gewerberäumen, darunter 66( 39)' wegen Neubau; hinter einander alle überhaupt ansteckungsfähigen Familienmitglieder, 3291( 3121) Geschäftslotale ohne Wohnungen, darunter 876( 224) die betreffende Familie hat also ein individuelles Interesse an der wegen Neubau. Im Laufe des letzten Jahres ist also die Bahi Gegen den verschwundenen Bergwerks Direktor Pant Desinfektion nicht mehr. Und darin liegt eben der Fehler, daß man der leer stehenden Wohnungen ohne Gewerbe- Luppa, den Mitangeklagten im Prozeß Sternberg, erläßt den Leuten zumutet, für die Allgemeinheit außer den unvermeid- räume sehr start zurüdgegangen. Die leer stehenden die Staatsanwaltschaft am Landgericht I folgenden Steckbrief: Gegen ben unten beschriebenen Bergwerksdirektor Paul Luppa aus Char- sie dort ins Wasser, um sich dann nach Hause zu begeben und den Fall der Zurückverweisung der Sache an das Landgericht werde Tottenburg, geboren am 19. November 1857 zu Liebenau, Kreis ruhig schlafen zu legen. Als am Sonntagmorgen die Leiche am behauptet, daß die Mitglieder des Vorwärts" zum größten Teil Schwiebus, katholisch, welcher flüchtig ist, ist die Untersuchungshaft Ufer entdeckt wurde, brachte man sie nach dem Glindower Sprigen Mitglieder des Unterstügungsbunds seien, daß also auch in dieser wegen Begünstigung verhängt. Es wird ersucht, denselben zu ver- haufe und verhaftete Reichstein, der noch im Bette schlafend lag. Er Hinsicht engste persönliche Beziehungen beständen. haften und in das nächste Gerichtsgefängnis abzuliefern und hierher ist Familienvater, während von Supinsti ledig ist. Eine Zurüd zu den Akten I. F. L. 21. 00. Nachricht zu geben. verweisung an den Vorderrichter sei aber seines Erachtens überBeschreibung: Alter: 43 Jahre. Größe: 1,70 Meter. Statur: träftig, unterſeßt. ihrer legten Sigung die Vorlage betr. den Bau eines Kranken Schöneberg. Die Stadtverordneten- Versammlung überwies in flüssig, er beantrage deshalb die Verwerfung der Revision der Haare: grau, start gelichtet. Stirn: hoch. Bart: grauer Schnurr- hauses, über die wir am Sonntag das Erforderliche mitgeteilt anwalts Heine und wies das Rechtsmittel mit folgender BeStaatsanwaltschaft. bart und spiger Kinnbart. Augenbrauen: graumeliert. Augen: grau. haben, einem neungliedrigen Ausschuß. Der Straffenat des Kammergerichts folgte dem Antrage des RechtsNase: start. Mund: gewöhnlich. Kinn: gewöhnlich. Gefichtsfarbe: fahl. Sprache: deutsch. Besondere Kennzeichen: Pincenez mit einer früheren Sigung gestellte, von den Stadtverordneten an einen als eine geschlossene Gesellschaft angesehen worden. Eine geſchloſſene Einen unerwarteten Ausgang nahm der von dem Magistrat in gründung zurit d: Der Kranken- Unterstützungsbund sei mit Recht schwachgrauen Gläsern. Ein Zeichen für die übergroße Vergeßlichkeit des reisenden prize in der in Berlin stattfindenden internationalen bindung könne auf persönlichen Beziehungen beruhen, die Ausschuß verwiesene Antrag betr. Ausstellung der Kohlensäure- Geſellſchaft sei ein nach außen abgeschlossener, nach innen miteinander verbundener Personenkreis. Die innere Ver Publikums ist das Fundbureau auf dem Schlesischen Bahnhofe. Ausstellung von Löschgeräten. Der Referent dieses Ausschusses Dasselbe ist momentan total überfüllt. Demgemäß muß in diesem empfahl dem Plenum,„ die vom Magistrat beantragten 1600 Wt. als zwischen den Mitgliedern entweder schon vorher bestanden hätten, Jahre aber auch viel vergessen worden sein. Die Aufzählung der Bauschalsumme für die betr. Ausstellung zu bewilligen mit der Maß- würden; die innere Verbindung könne aber auch beruhen oder welche durch die Vereinigung hergestellt gefundenen Gegenstände würde einen stattlichen Band füllen und gabe, daß die Gassprize in Schöneberg bleibt und mit derselben auf der Gemeinsamkeit des sachlichen Zweds des man fönnte mit dieser Sammlung von Fundstücken aller Art einen wöchentlich Vorführungen stattfinden." ganz ansehnlichen Trödelladen eröffnen. Die Vergeßlichkeit vieler Entgegenkommen unternahm der Dezernent einen nochmaligen feien hier gegeben, denn bei dem Kraufen- Unterstützungsbunde Verlockt durch dieses Vereins. Letzteres sowohl als auch die persönlichen Beziehungen Reisenden geht soweit, daß sie noch nicht einmal ihre Gepäckstüde Vorstoß, um die ganze Magistratsvorlage, welche die Vorführung der Schneider sei die Mitgliedschaft gebunden an die Zugehörigkeit abholen, die sie bei den Bahnhofsportiers 2c. zur Aufbewahrung ab- in Berlin bezweckte, den Stadtverordneten mit dem Hinweis zu gegeben haben. Da diese Sachen schließlich auch in das Fundbureau empfehlen, daß man die Gassprite ruhig auf ſechs Wochen ent- zum Schneiderberufe und die thätige Teilnahme an den Unterwandern, so kann man sich einen ungefähren Begriff von dem dort behren könne. Dies Eingeständnis der Ueberflüssigkeit dieser Sprize Gästen habe die Tanzluftbarkeit dieser geschlossenen Gesellschaft nicht stügungszwecken, sowie an einen Beitrag. Die Einführung von aufgetürmten Koffer, Riften und Taschenbestand machen. Die machte selbst unsre biederen Stadtväter stuhig und mit einer ganz erEisenbahndirektion hat sich nun genötigt gesehen, anzuordnen, daß freulichen Logit zog daraus der Stadtv. Hase die Konsequenz, die Aufbewahrungsfrist für hinterlegte und nicht abgeholte Gepäck- indem er die Streichung dieser ganzen Forderung verlangte, der stüde auf vier Wochen bemessen und bis zum Ablauf dieser Frist dann auch mit großer Mehrheit stattgegeben wurde. Hoffentlich sitzt das tarifmäßige Lagergeld erhoben werden soll. t der Magistrat mit der Sprize nicht ganz auf dem Trocknen. Wieder ein Opfer der ,, Großen". Von der elektrischen Straßenbahn überfahren wurde in Friedenau der in Steglitz wohnende Arbeiter Salzwedel. Der etwa 45 jährige Mann versuchte furz vor einem heransaufenden elektrischen Straßenbahntvagen der Linie Zoologischer Garten- Steglig die Rheinstraße zu überschreiten. Dem Wagenführer gelang es nicht, den schweren Waggon rechtzeitig zum Stehen zu bringen, und so geriet S. unter die Plattform und wurde ettva 10 Meter weit mitgeschleift. Schwer verletzt wurde der Arbeiter dem Kreis- Krankenhause in Groß- Lichterfelde zugeführt. Zu erschießen versuchte sich Montagabend der 25 Jahre alte Kaufmann Dietrich aus Rostock in einem in der Dorotheenstadt beTegenen Hotel. Er wurde in hoffnungslosem Zustande in ein Krankenhaus gebracht. Eine zu einer öffentlichen gemacht. Ebenso wenig mache der Umstand, daß der Gesangverein„ Borwärts" als solcher und im öffentlichen, da nach dem landgerichtlichen Urteile feststehe, daß auch ganzen eingeladen worden sei, das Vergnügen zu einen zwischen dem Verein„ Vorwärts" und dem Unterstützungsbunde perEin Chinafreiwilliger an der Pest gestorben! Potsdamer Korrespondenz berichtet: Der Klempnermeister Michaelis nicht notwendig zwischen allen einzelnen Mit fönliche Beziehungen bestanden. Diese Beziehungen brauchten, in Nowawes hat Ende voriger Woche ein Telegramm erhalten gliedern beider Vereine bestehen. Es sei darum nicht mit der Mitteilung, daß sein Sohn, welcher als Freiwilliger bei dem rechtsirrtümlich, wenn der Vorderrichter annehme, daß die Pionierbataillon mit nach China gegangen war, bortselbst an der Mitglieder des Gesangvereins Gäste des Bunds gewesen Best gestorben sei. Der junge Mann, welcher gleichfalls Klempner feien. war, hatte in Straßburg im Elsaß bei den Pionieren gestanden, bevor er sich als Freiwilliger für das ostasiatische Erpeditionscorps an werben ließ. Gerichts- Beitung. Versammlungen. " Die Allgemeine Orts Krankenkasse für Charlottenburg hat ein neues Kassenstatut erlassen, das von den zuständigen Be- 70 Personen besuchten, in der Berliner Ressource abgehaltenen BoltsHerr Karl Schneidt sprach am Montag vor einer von 60 bis hörden genehmigt ist und am 1. Januar 1901 in Kraft tritt. Danach versammlung. Beitbilder" hieß sein Vortragsthema. Er besprach werden die Mitglieder zweds Bemessung der Beiträge und Unter- hauptsächlich die bei dem Prozeß Sternberg zu Tage getretenen Im Zeichen des Verkehrs. Die elektrisch regulierte Uhr am ſtützungen in fünf Lohntlassen eingeteilt, für welche die Beiträge 63 Erscheinungen, welche die öffentliche Meinung jetzt allgemein Im Zeichen des Verkehrs. Die elektrisch regulierte Uhr am beziv. 54 beziv. 45 bezwv. 36 bezw. 24 Pf. betragen. Als Eintritts beschäftigen. Bahnhof Friedrichstraße, die einzige, den dieser Mittelpunkt des VerFerner zeigte er an der Hand eines Einzeltehrs an der Außenseite hat, ist seit acht Tagen wieder einmal außer zu entrichten. Das Krankengeld beträgt pro Wochentag in der ersten verfahren geistestranter Personen dringend verbesserungsbedürftig ift. geld find in den ersten vier Lohnklassen 1 M., in der fünften 0,60 M. falls, daß das heut zu Recht, daß das heut zu Recht bestehende EntmündigungsBetrieb, nachdem sie im Laufe des Sommers, schon einmal wochen- Lohnklasse 1,75 M., in der zweiten 1,50 m., in der dritten 1,25 M., Herr Schneidt sagte am Anfang seiner Rede, die Versammlungen, lang versagt hatte. Es muß ein gar schwieriges Werk sein, sie in in der vierten 1 M. und in der fünften 0,65 M. Die im Kranken- welche die Socialdemokratie als Protest gegen öffentliche Mißstände Stand zu halten. Um aber zu zeigen, daß man wenigstens etwas haus verpflegten Kaffenmitglieder, welche keine Angehörigen zu abzuhalten pflege, würden schablonenhaft nach einem bestimmten macht, hängt man jeden Tag andre Pappdeckel an die Zifferblätter, unterstützen haben, erhalten für die Dauer der Krankenhausbehand Schema veranstaltet und hätten deshalb nicht die gewünschte Wirkung. nicht, wie früher, stets dieselben. Die erweiterte Zulaffung von Feldpoftfendungen betrifft des Krankengelds zu Grunde liegenden durchschnittlichen Tagelohns. fonders wirksames System für Protestversammlungen entdeckt, der lung einen Verpflegungszuschuß von einem Zehntel des der Berechnung Wer hiernach glauben mochte, Herr Schneidt habe ein neues und beeine Bekanntmachung, die Staatssekretär v. Bobbielsfisoeben Das Sterbegeld ist auf den 25fachen Betrag des durchschnittlichen fah sich getäuscht. erlassen hat. Sie lautet: Zur Beförderung an die mobilen Tagelohns erhöht worden. Die Schneidische Versammlung war durchaus e Landtruppen des Heers und der Marine in Oft- Eine gewonnene Gans ging vorgestern abend in Char- es fehlte ihr der Erfolg, den socialdemokratische Protestversammlungen nach der auch anderwärts üblichen Schablone" zugeschnitten, aber asien find fortan in Privatangelegenheiten der Empfänger Geld- Tottenburg auf eine eigne Art dem Gewinner wieder verloren. noch immer hatten und den Herr Schneidt, falls es ihm mit briefe bis zum Betrage von 1500 M. einschließlich und bis zum Der Mann hatte seinen Gewinn, den er beim Ausspielen in einer der Bekämpfung öffentlicher Mißstände Ernst ist, sich gewiß auch, Gewicht von 250 Gr.num einschließlich zugelaffen. Die Geldbriefe Destillation machte, so gründlich„ begossen", daß er auf dem Heim- wünscht. bis zum Betrage von 150 M. und bis zum Gewicht von 50 Gramm wege auf einem niedrigen Gartenzaun, auf den er sich setzte, um einschließlich sind portofrei. Für die der Portozahlung unterliegenden etwas auszuruhen, alsbald einschlief. Der Bratenvogel, den er am den wir am Sonnabend brachten, teilt uns der Vorsitzende der Zu dem Bericht über die Versammlung der Dekateure, Geldbriefe beträgt das Porto: bei einer Wertangabe bis zu 150 M. Stopfe festhielt, hing so am Zaun herab, daß er mit den Füßen die Dekateur- Vereinigung". Herr Ostar Schönlant, mit, daß die und einem Gewicht von mehr als 50 Gramm 20 Pf., bei Erde berührte. Als der Mann nach geraumer Zeit wieder erwachte, Arbeitgeber gar nicht daran gedacht hätten und denken, provokatorisch 18. höherer Wertangabe ohne Unterschied des 150 bis 300 m. 20 f. über 300 bis 1500 m. 40 ihn so daſizen gesehen hatten, hatten den Vogel dicht unter dem größerem Umfange vorzunehmen. Es herrsche im Gegenteil das Gewichts überhielt er nur noch den Kopf der Gans in der Hand. Liebhaber, die gegen ihre Arbeitnehmer vorzugehen und Arbeiterentlaffungen in Das Porto ist vom Absender zu entrichten. muß denselben Anforderungen entsprechen wie bei den gewöhnlichen daß der glüdliche Gewinner auch nur das geringste davon merkte. Die Aufschrift Kopf abgeschnitten und den wertvolleren Teil mitgenommen, ohne Bestreben, im gegenseitigen Intereffe die Arbeitsverhältnisse nach Feldpostbrieffendungen. Zur Herstellung des Siegelverschlusses ist Möglichkeit friedlich zu gestalten. Was den Betrieb der Firma feiner Lack zu verwenden. Es empfiehlt sich, auf der Siegelseite den Gottschalt u. Laste anbelangt, fo entziehe sich derselbe der Absender namhaft zu machen. Die Beförderung der Geldbriefe erVereinskenntnis. folgt mit den alle 14 Tage abwechselnd von Bremerhaven und Hamburg nach Ostafien abgehenden Reichspostdampfern. In betreff der Centralverband der Konditoren.( Mitgliedschaft Berlin.) Heute Postsendungen an die Besagungen der Kriegsschiffe in Ostasien ver- von polizeiwegen drangi aliert werden, fann unter Umständen Den Arbeitervereinen, die gelegentlich ihrer Vergnügungen Mittwoch, den 21. November, abends 8 Uhr: Mitglieder- Bersammlung bei Schiller, Nosenthalerstraße 57. Gäste willkommen. bleibt es bei den zur Zeit bestehenden Festsetzungen. In der eine vom Kammergericht gefällte Entscheidung zu gute kommen.( Bweigverein Berlin.) Donnerstag, den 22. November, abends 10 Uhr, bei Richtung vom Feldheere nach der Heimat werden nunmehr ebenfalls Geldbriefe bis zum Betrage von 1500 M. behörden, Arbeitervereine nicht als geschlossene Gesellschaften gelten delegierten. Angesichts der Bestrebungen der Polizei und Verwaltungs- Schiller, Rosenthalerstraße 57: Versammlung: Bericht des Gewerkschaftsund bis zum Gewichte von 250 Gramm, femer Post an weisungen zu lassen und ihre Veranstaltungen für öffentliche zu erklären, bis zum Betrage von 800 m. einschließlich befördert. Mit Gift fich zu töten versuchte gestern nachmittag die von Bedeutung. Die Filiale Düsseldorf des Kranten ist nämlich ein dieser Tage vom Kammergericht gefälltes Urteil 29 Jahre alte Frau des Steinfegers D. aus der Tiechstraße. D. hatte Unterstügungsbunds der Schneider hatte am 1. April früher als Meister ein eigenes Geschäft, fonnte es aber nicht halten. ds. Js. ein Fest abgehalten. Es waren dazu Eintrittskarten ansDaher arbeitete er in der letzten Zeit als Gefelle. Kürzlich gelang gegeben worden mit dem Vermerke, daß es aus Konzert, Theater es ihm, für eine ausgeschriebene Arbeit den Zuschlag zu erhalten. und geschlossenem" Tanzkränzchen bestehe. An dem Fest beteiligte Diese Gelegenheit wollte er benußen, sich wieder selbständig zu sich auch der Gesangverein Vorwärts". Die örtlichen Vorstandsmachen. Da er jedoch zur Ausführung der Arbeit eines kleinen mitglieder des Unterstützungsbunds, Hammes und Genossen, wurden Einen Schiffsunfall melden die' ,, Times": Das Rettungsboot Betriebskapitals bedurfte, so wollte er ein Darlehn von 500 Mart demnächst wegen Veranstaltung einer öffentlichen Tanzluft- Nr. 1 von Margate, welches 22 Stunden in heftigem Sturm auf für die Rückzahlung durch Unterschrift mit verpflichtet hätte. Frau nehmigung nicht erteilt worden sei. Sie sollten dadurch eine nachdem es dem Bremer Dampfer„ Duisburg" Hilfe geleistet, welcher D. jedoch, die wohl kein Vertrauen zu dem Unternehmen hatte, Bezirks- Polizeiverordnung vom 23. Mai 1860 übertreten haben. an der östlichsten Sandbank bei Margate gestrandet ist und das weigerte fich und war durch keine Bitten zu bewegen, die Unterschrift Schöffengericht und Landgericht sprachen jedoch die An- Stener und die Schraube verloren hat. Das Rettungsboot brachte zu leisten. Lieber, erklärte sie, wolle sie Gift nehmen, und als nun geflagten frei. Das Landgericht führte begründend aus: drei Mann von seiner Mannschaft an Bord des Dampfers und gestern nachmittag ihr Mann noch einmal in fie drang, führte sie Als der erste Teil des Programms erledigt gewesen schleppte ihn nach Gravesend. die Drohung aus. Sie trant eine giftige Mischung, die sie sich von sei, habe der Vorfigende des Unterstützungsbunds nach den einem Hausgenossen zu verschaffen gewußt hatte, und mußte in ein thatsächlichen Feststellungen die Nicht mitglieder und die nicht Aus Paris tommt darüber folgendes Telegramm bom 19. November: Eine große Fenersbrunft wird aus Valparaiso gemeldet. Krankenhaus gebracht werden. ith eingeführten Fremden aufgefordert, den Saal zu verlassen. Der Betit Temps" veröffentlicht eine Meldung, wonach der Minister Feuerbericht. Ein größerer Kellerbrand erfolgte gestern an der Dieser Aufforderung seien denn auch eine Anzahl Personen nach des Aeußern heute abend von dem französischen Konful in Santiago Spandauer Brücke 10, wo Kisten und waren eingeäschert wurden. gekommen. Es stehe mun feſt, daß der Krankenunterſtützungsbund de Chile ein Telegramm erhalten habe, in welchem es, ohne Angabe Zur felben Zeit war auch Antonstr. 1 ein Kellerbrand zu beseitigen. durch persönliche Beziehungen, durch Standesinteressen und durch zerstört. Die chilenische Gesandtschaft erklärte auf Anfrage, fie habe eine gefchloffene Gesellschaft sei. Die Mitglieder seien von Einzelheiten, heiße, ein gewaltiger Brand habe Valparaiso Rochstr. 54a und 38 brannten Möbel im Zimmer und mußte im Intereffen an der Kasse innerlich" verbunden. Nicht erwiesen feine Nachricht darüber. legteren Fall längere Zeit Waffer gegeben werden. Kirchbachstr. 13 sei, daß nach Erledigung des ersten Programmteils folche Ber- befagt, daß die ganze Safenstadt eingeäschert wurde. Eine weitere Meldung aus London und Borsigstr. 11a gingen Kleider in Flammen auf, während sonen zur Teilnahme an dem Balle im Saal zurüdgeblieben Der Schaden soll sich auf mehrere Millionen Dollar belaufen. Die Blücherstr. 19 Fußboden und Balkenlage durch Feuer beschädigt seien, die we der Mitglieder des Bunds, noch besonders eingeladen Zahl der ums Leben gekommenen Personen ist noch nicht feſtgeſtellt; wurden. Dunderstr. 21 hatte sich Stroh und Kleine Alexanderstr. 18 waren. Es handelt sich somit um die nicht öffentliche Tanzluft- fie beläuft sich, so glaubt man, auf über 100. Jufolge der ZerRuß im Schornstein entzündet. Außerdem tamen in den letzten barkeit einer geschlossenen Gesellschaft. Tagen wiederholt Alarmierungen Verband deutscher Barbiere, Friseure und Perrückenmacher. Centralverein der Bureau- Angestellten Deutschlands.( Mitglied: Demonstrationen). Referent: Herr Dr. Wurm. fchaft Berlin.) Donnerstag, den 21. Novbr., abends 82 Uhr, Stralauerstraße 57 bei Miegel, Vortrag: Die Erhaltung der Sehkraft"( mit " Vermischtes. zurückzuführen waren, erungen vor, die auf niedergebrfickten Rauch Unterſtügungsbund den Gefangverein„ Borwärts", der balb abgeſdniten, to bag bie eingeleitet über dem Pralib tod so daß Brand noch zum Teil aus Mitgliedern des Bunds bestehe, zu der Festlichkeit und fehlen. Orgeltonzert. Statt des wegen des heutigen Bußtags ausfallenden dem Tanzkränzchen eingeladen und auch die Teilnahme andrer Orgelvortrags wird Herr Musikdirektor Otto Dienel einen solchen in Personen, die zur Festlichkeit besonders eingeführt waren, Notwehr gegen Prügelpädagogik. Ein ganz seltener Streit der Marienkirche am Freitag, den 23. November, abends 7, Uhr geduldet habe, sei die Tanzluftbarkeit noch nicht zu einer sollte nach dem Liegn. Tagebl." Montag im Dorfe Roſenig im unter Mitwirkung von Frau Anni John- Roesel( Sopran), Frl. Sonja Beeg öffentlichen geworden, da auch so die Möglichkeit der Teil- Kreiſe Liegnig beginnen. Die Eltern der schulpflichtigen Kinder dort ( Alt), Hrn. Arthur Barth( Baryton), Hrn. Hermann Spöndly( Violine) und Hrn. Hans Genzel halten. Der Eintritt ist frei. Die Thüren werden nahme auf einen ganz bestimmten Streis beschränkt geblieben sei. haben mit der Begründung, daß ihre Kinder von dem Kantor H. um 7 Uhr geöffnet. Die Staatsanwaltschaft legte Revision ein, der sich der Ober- fortgejezt gröblich behandelt würden, sich gegenseitig Einen Franz Schubert Abend veranstaltet heute abend 7 Uhr Einladung und Teilnahme eines ganzen Gesangvereins mehr in die Dorfichule zu schicken. Staatsanwalt am Kammergericht anschloß, indem er besonders die schriftlich berpflichtet, ihre Kinder vom Montag ab nicht Der Kreisschulinspektor ist von im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15, zu Gunsten der Neuen freien bebentlich fand und u. a. bemerkte: Das Ober- Verwaltungs- diesem Beschluß bereits in Kenntnis geſetzt und gebeten worden, Boltsbühne der Franz Schubert- Verein unter der musikalischen Leitung des Herrn August Ludwig. Zum Vortrag gelangen neben Liedern das Trio gericht sehe als eine geschlossene Gesellschaft nur an einen vermöge Anstalten zu treffen, daß die Kinder anderweitigen Schulunterricht B- dur, das große Rondo, Heroischer Marich Nr. 1 und 2 und andre eines inneren Bunds wechselseitiger engerer Beerhalten. Einige Einwohner in Rosenig haben ihre Kinder bereits Klavierstücke. Die Mitwirkenden sind die Damen Albrecht, Ravoth, Dfirme ziehungen in sich abgeschlossenen, nach außen vor längerer Zeit aus demselben Grunde aus der dortigen Schule und Treppe( Geſang), Panteo( Bioline), Will( Klavier) und die Serren begrenzten Personentreis." Im vorliegenden Fall genommen und schicken sie nach Kunzendorf, dem Nachbardorfe, zur Stammermusikus Diestel( Violine), Fr. Borisch( Cello), Dr. Kuhlo und müßte nachgeprüft werden, ob der eingeladene Gesang Schule. Ludwig( Klavier). von Witterungsübersicht vom 20. November 1900, morgens 8 1hr. Stationen Barometer stand mm Wind: Bumppa Windstärte Wetter winemde 768 ONO 4 bedeckt Temp. n. C. 5° C. 4° R. Stationen Barometerstand mm Wind4 Haparanda 766 23 verein eine so lose Organisation habe und ob bei ihm die Mitleicht gliedschaft so zu erwerben Aus den Nachbarorten. sei, daß nicht einem solchen innerlich verbundenen, nach außen abgegrenzten Ein Totschlag ist in der Sonntagnacht in dem großen Ziegelei Perionenkreis gesprochen werden könnte. Würde das fest dorfe Glindow bei Werder a. H. verübt worden. Die Ziegelei gestellt, dann wäre anzunehmen, daß mit der Einladung Arbeiter v. Supinski, Rohde und Reichstein hatten bei dem des Gesangvereins eine unbeschränkte PersonenRestaurateur Fiedler bis spät in die Nacht hinein gezecht und namentlich zahl eingeladen worden sei, und die Tanzluftbarkeit väre viel Schnaps zu sich genommen, so daß sie alle drei start an- bann als eine öffentliche anzusehen, obwohl ihr die getrunken waren. In diesem Zustande suchte Reichstein seine Einladung von Gästen an sich noch nicht den Charakter der Ceffent Wohnung auf, wurde aber von seiner Wirtin gebeten, den eben- lichkeit verliehe. falls dort wohnenden Rohde heimzuholen. In der Dunkelheit wurde Rechtsanwalt Wolfgang Heine, der Verteidiger der Annun Reichstein von dem mehr wie die andren betrunkenen geklagten, trat dieser Auffassung entgegen und machte geltend, nach dem Supinski angerempelt und geriet darüber so in But, daß er Ministerialerlaß, der allen entsprechenden Polizeiverordnungen zuGrunde eine starke mit Nägeln durchfeste Latte ergriff, uni damit fo lange liege, feien engere innere Beziehungen gar nicht ein Erfordernis auf den Kopf des v. Supinski einzuschlagen, bis der Bedrängte mit für die Annahme einer geschlossenen Gesellschaft. Im übrigen begräßlichen Verlegungen tot zusammenbrach. Der rohe Patron stehe hier ein innerer Zusammenhang, sowohl im Unterſtügungsschleppte alsdann die Leiche bis nach dem Glindowversee und warf bunde der Schneider, als auch im Gesangverein„ Bortvärts". Für geringen Niederschlägen und mäßigen östlichen Winden. Hamburg 767 NNO 766 Bunzia Windstärke Wetter 4 bedeckt 767 ONO 3 bedeckt 771SW 1 wolfig 2Nebel 6 Petersburg 3 bedeckt Berlin 5 Gort 2 bedeckt 5 Aberdeen Grantf./. 763 763 SO 3 bedeckt Wien 2 Paris 764 Still Nebel 8 Wetter Prognose für Mittwoch, den 21. November 1900. München Temp. n. C. 15° C.= 4°. 2 63 Ein wenig fälter, zeitweise auftlarend, vorwiegend noch trübe mit Berliner Wetterbureau. Socialdemokratischer Wahlverein für den 1. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Donnerstag, den 22. November, abends 82 Uhr, im Saale der Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Große öffentliche Versammlung Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Paul Göhre, Paftor a. D., über; *** ,, Christentum und Socialdemokratie." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Frauen haben Zutritt. Zahlreichen Besuch erwartet 236/8 Der Vorstand. Volks- Versammlung Donnerstag, den 22. November, abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Raabe, Kolberger- Strasse 23. 1. Vortrag des Redacteurs Gerben über: Der Alkohol in gesund: heitlicher und wirtschaftlicher Beziehung. 2. Diskussion. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden, zu erscheinen. Frauen haben Zutritt. 1160b Zur Dedung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Der Einberufer. Centralverband der Maurer etc. Zwei Zahlstelle Berlin II. Danksagung. Für die überaus zahlreich efn gegangenen herzlichen Glückwünsche aus Anlaß unsrer am 18. d. Mits. stattgefundenen silbernen Hochzeit sagen wir hiermit unsern innigsten. Dant. Aug. Helterhoff und Frau, Arndtstr. 31. [ 11766 wowmobi Orts- Krankenkasse Mitglieder- Versammlungen. der Cigarrenmacher: c. Für den Norden: am Donnerstag, den 22. November 1900, abends 8 Uhr, im Lokale Schwedterstraße 23/24. Die Herren Vertreter zu der am 29. November, abends 8 Uhr, int Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen P. Winzler über:„ Die Bedeutung der Gewerkschafts: Restaurant Pohl, Rosenthalerstr. 11/12 bewegung und ihre natürlichen Gegner." 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. stattfindenden Für Osten und Südosten: im okale des Herrn Stechert, Andreasstraße 21. am Freitag, den 23. November 1900, abends 8 Uhr, General- Versammlung 190/15 nod Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen H. Silberschmidt über:" Die Arbeiterforderungen hiermit eingeladen. im deutschen Reichstage." 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. Regen Besuch dieser Versammlungen erwartet Die Verbandsleitung. Verein Schöneberger Wohnungsmieter. Freitag, den 23. November, abends 8 Uhr, im großen Saal des Klubhauses zu Schöneberg, Hauptstr. 5 u. 6: Grosse Tagesordnung: Bericht des Vorstands. Bericht des Rendanten. Neuwahl für sechs Orts Krankenkasse ausscheidende Borstandsmitglieder. der Gürtler. ber am S Wahl der Kommission zur Vorprüfung der Jahresrechnung. Erhöhung der Zu der am Sonntag, den Beiträge resp. 25. d. Mts., vormittags 10 Uhr, Leistungen. 11576] Herabsetzung der Berichte. Anträge. Der Vorstand. J. A.: J. Palis öffentl. Mieter- Versammlung. Naunynstr. 27, stattfindenden Ordentlichen Tages- Orbus Bortrag des Herrn Dr. M. Maurenbrecher: General- Versammlung Orts- Krankenkaffe J. A: O. Stegemann, Gartenstr. 72. Mietssteigerungen und Mieterverein. Darauf: Freie Diskussion. Alle Interessenten sind eingeladen. Central- Verband der Handels-, Transport- und 79/6 Verkehrsarbeiter Deutschlands. Telephon: Amt VII, 3348 Ortsverwaltung Berlin. Engel- Ufer 15, II, Z. 16. Hente, Mittwoch, den 21. November, in Kellers Festfälen, Koppenstr. 29: Humoristischer Familien- Abend. Konzert. Ball. Humoristische Vorträge, Theater- Vorstellung von der Steinmetzschen Quartett- Sänger: und Humoristen- Gesellschaft. Nach der Vorstellung: Tanz. Herren, die daran teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Anfang 6 Uhr. 68/9 Das Komitee. Billets a 25 Pf. find in allen Zahlstellen zu haben. Achtung! Der Vorstand. Lichtbilder- Frauenvortrag von Otto Grundmann und Frau, prakt. Naturheilkundige, Freitag, 23. November, Andreasstr. 21, abends 82 Uhr: Entstehung u. Verhütung der Ghebedenklichkeiten in Brücken, Schwangerschaft, socialen Verhältniffen. Für 20 Bf. Broschüre. Aufnahme neuer Mitglieder im Bortrag und in der Raturbil: 72 Köpnickerstraße 72, Neanderfir. Naturärztl. Sprechst. f. Frauenleiden v. Fran Grundmann 11-12, 6-8. Der Vorstand des großen Berliner Naturheilvereins. Berliner Anstalt 1652* Achtung! Genossenschafts- Bäckerei Charlottenburger Kollegen! Die zu heute angesagte Versammlung in der Gambrinus Brauerei Tann leider nicht abgehalten werden, da die Polizei die Genehmigung hierzu nicht gegeben hat. Die Ortsverwaltung. Sektion für Leichen- und Chaisenkutscher. Freitag, den 23. November, abends 9 Uhr: Grosse Versammlung in der Ressource, Kommandantenstraße 57. Tagesordnung: 1. Der Stand unsrer Lohnbewegung.( Die Ant: wort der Fuhrherrn auf unsre Forderungen.) 2. Diskussion und Beschlußfaffung. Das Erscheinen eines jeden Kollegen ist Ehrenpflicht. Die Lohnkommission. Achtung! Achtung! Maler, Anstreicher und Berufsgenossen. Donnerstag, den 22. November, abends 8½½ Uhr: 3 große öffentliche Versammlungen in folgenden Berirken und Lokalen: Für Centrum, Norden, Moabit, Weißensee und Pankow bei Nümanu, Brunnenstraße 188. Für Rigdorf, Süden und Often bei. Wilke, Andreasstr. 26. Für Charlottenburg, Friedenau, Schöneberg und Westen bei Obst, Grunewaldstr. 110. Tages- Ordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. Pflicht eines jeden Kollegen ist es, zu erscheinen. Die Agitationsfommission der Gewerkschaft. Verein deutscher Schuhmacher. Mittwoch, den 21. November( Bußtag), abends 71/2 Uhr, im Lokal Englischer Garten, Alexanderstrasse 27c: Kombinierte Mitglieder- Versammlung Tämtlicher Branchen. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten E. Rosenow über: Aus der Entwicklungsgeschichte des Menschengeschlechts". 2. Diskussion. 3. Be richt der Kommission über die Angelegenheit Lange. 4. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwartet 171/12 Die Ortsverwaltung. Achtung, Bauanschläger! Freitag, den 23. November, abends 8 1hr, Neue Hochstr. 18. Plan- fer 32. Reinickendorferstr. 65. Erklärung. II gefagt wird, was man von einer Genofenſwait erwartet, beten werden die Herren Vertreter der für die in den Kaffenmitglieder und Arbeitgeber hier: Geschäftsbetrieben der Anwalte, mit ergebenst eingeladen.( Arbeit- Notare und Gerichtsvollzieher, geber im fleinen Saal, Arbeitnehmer der Krankenkassen, Berufs- Ge im großen Saal.) nossenschaften und Versicherungs Tagesordnung: 1. Neuwahl des Anstalten beschäftigten Personen Vorstands. 2. Wahl einer Kom zu Berlin. Bekanntmachung. mission zur Prüfung der Rechnungen des laufenden Jahrs. 3. Geneh Am 30. November cr., migung des Vertrags mit dem Verein im Restaurant Buske, Berliner Kaffenärzte mit freier ArztGrenadierstr. 33, wahl. 4. Verschiedenes. 43/13 von 81/ 2-834 Uhr abends: Wahl von 3 Borstandsmitgliedern, Abteilung Arbeitgeber ( eines Arbeitgebers für die Zeit: 1901-1902 und finder daselbst eine Nach Schluß dieser Versammlung General-Versammlung zweier Arbeitgeber bis Ablauf des für die Mitglieder der Invaliden: taffe der Gürtler statt. Tagesordnung: 1. Neuwahl des Vorstands. 2. Wahl Jahrs 1901). Darauf um 9 Uhr: Ordentliche einer Kommiffion zur Prüfung der Generalversammlung. Rechnungen des laufenden Jahrs. Berlin, den 20. November 1900. Der Vorstand. G. Kneiff, Vorsitzender. + Herren- Vortrag [ 11586 Baderet i Sr. 282 des„ Borwärts" und auf Wunsch vieler Freunde und Bezugnehmend auf die Ausführungen der Nenen Berliner GenossenschaftsGenossen erklären wir, daß es uns nie in den Sinn gekommen ist, arbeiter: Carl Bruckhoff, Friedrichstr. 10, feindlich zu handeln, aber auch nie Fünfe gerade gehen zu lassen. Wenn in über:„ Sogenannte unheilbare Männerleiden" in, Feuersteins Festsälen", Alte Mitglieder auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehen, so er- Jafobstraße 75, am Donnerstag, den einer andren Tattit sich befleißigen. Bei der letzten Erklärung ist nur der Herren! Eintritt frei! Keine Teller Gedanke vorhanden, es bleibt etwas hängen. Was uns zum Vorwurf ge warten wir und mit uns die gesamte Arbeiterschaft, daß organisierte Arbeiter 22. Novbr., abends 8 Uhr. Nur sammlung. macht wird, werden sich die Herren von der Neuen bald selber vorwerfen. Dividendenjägerei, 500 m. auszahlen, 5 M. eingezahlt, das hört sich sehr schön an; aber fein Wort davon, daß die Berliner Genossenschafts- Bäckerei längst weit mehr bewilligt hat, als die Forderungen der Bäckerei Arbeiter, die sie im Frühjahr gestellt hatten. Oder haben die Herren bei dem Ge danken an die 500 m. vergessen, daß sie reden, schreiben und reisen konnten im Interesse der kämpfenden Bäckerei- Arbeiter? Daß einem Autscher ge artige Streiche unterlassen, kann uns nicht zum Vorwurf gemacht werden. Jeder Mensch hat seine Schuldigkeit zu thun oder er muß die Folgen tragen. Nebenbei bemerkt, ist es kein bejahrter Mann, sondern er steht im fündigt wurde, nachdem ihm wiederholt gesagt worden war, er sollte der Möbel für 1. Wahl des Ausschusses für die Brüfung der Rechnung des laufenden Jahrs. 2. Statutenabänderungs Anträge. 3. Verwaltungsangelegenheiten. 4. Regelung der Krankenkontrolle. 5. Wahl zweier Arbeitnehmer- Ver treter in den Vorstand für die Zeit 1901-1902. [ 11636 Berlin, den 17. November 1900. Der Vorstand. Julius Cohn, Vorf., Schwedterstr. 256. Anzüge für Herren Knaben 11. Größte Auswahl in in: und aus: ländischen Stoffen für Paletots, Special- Geschäft fur[ Anzüge, Beinkleider 2c. werden bürgerliche Einrichtungen zu überaus billigen Preisen unter Garantie des guten Sites Fr. C. Schulz vorm. A. Rienz, fuelftens angefertigt im Tuchgeschäft bet A. Karle, Waldemarstr. 66. Landsbergerstr. 41, I. Teilzahlung. 黃 Chronische Kranke, bes. Lungen-, Herz-, Magen-, Leber-, Darm-, Nieren-, Blasen-, Geschlechts-, Nerven-, Frauenleiden, Blutarmut, Bleichsucht, Gicht u. Rheumatismus werden mit best. Erfolge behandelt in. Remeles Naturheilanstalt 12L* ,, Drachenkopf", Eberswalde. Pension inkl. vollständiger Behandlung von 25 M. pro Woche an während der Herbst- und Wintermonate. Aerztl. Leitung. Alles Weitere sagt der Prospekt, welcher frei versendet wird. Meine mit allem Komfort der Neuzeit eingerichtete 57992* für Dampf-, WannenBade- Anstalt original- neippſde besten Mannesalter. Betreffs des franken Arbeiters sei bemerkt, daß nicht der zur Aushilfe eingestellte Arbeiter 3 M. weniger erhielt, sondern die gezahlt wird. Erst nach dem uns mitgeteilt wurde, der franfe Arbeiter werde ersten 5 Wochen pro Tag 5 M.; welcher Satz bei uns für Aushilfe stets wohl überhaupt nicht mehr in Arbeit treten, wurde der zur Aushilfe ein: gestellte als fest für den üblichen Lohn von 24 M. eingestellt. Als nun nach weiteren 5 Wochen der frante Arbeiter doch wieder in Arbeit trat, erhielt derselbe seinen Lohn wie vorher, 27 M. In den 10 Wochen seiner Krankheit find dem Arbeiter pro Woche 15 M., also 150 M. Unterstügung ausgezahlt als Zuschuß zu seinem Krankengelde. In der Lohnsteigung wurden die 10 Wochen zurück gerechnet, der betreffende Arbeiter ist also erst nach Ablauf von 1 Jahr und 81/2 Monaten in die höhere Lohnklasse gekommen, wohingegen bei zwei wöchiger Krankheit nichts in Abrechnung gebracht wird und der Arbeiter Dieses wurde vom Gewerbegericht bestätigt. Der Arbeiter hatte das Ge wäre nach 1 Jahr und 6 Monaten in die höhere Lohnklasse gekommen. schäft daraufhin verklagt, wurde aber abgewiesen, 10 Wochen Strankheit ist feine vorübergehende mehr. Wie viel nun hierbei, das Geschäft gespart hat, wie viel Dividende nun die Mitglieder mehr bekommen werden, überlassen wir ruhig jeder unparteiischen Beurteilung. Doch diesen Sachverhalt wissen die Herren von der Neuen ebenfalls, es soll nur etwas hängen bleiben. Die Arbeitsordnung. Wie schwer es fällt, eine solche für jedermann angenehm zu schaffen, weiß wohl ein jeder. 12-14 Stunden Arbeit in einem Institut von Arbeitern verwaltet, das ist unerhört; doch wer will den Kutschern vorschreiben, wann sie zu Hause fein sollen? So wurde die höchste Stundenzahl angenommen. Für die Bäcker ist so wie so die Schicht arbeit eingeführt, die sich nach Schoß regelt; es kommt die Stundenzahl gar nicht in Betracht. Das Gesetz schreibt eine Arbeitsordnung vor, dem soll sie genügen. Unfre Arbeiter haben ihre Gewerkschaften, ihre Organi fationen, an die mögen sie sich wenden; wir sind gern bereit, der Gewerkschafte tommission Rebe und Antwort zu stehen. Es wäre mindestens nicht mehr für Mechaniker, Bildhaner, Maler, Schlosser, Schlächter, Konditoren, Friseure wie Pflicht gewesen, an die Gewerkschaftskommission heran zu treten, um bekannt. Damit schließen wir ein für allemal diese Auseinandersegung über diese Angelegenheit. Unfren werten Freunden und Genossen empfehlen wir nach wie vor unser aus reinem Roggenmehl hergestelltes Brot und werden wir stets bemüht sein, unsren werten Abnehmern weitgehendst entgegen zu fommen. Der Vorstand. im Berliner Gewerkschaftshause, Saal I, Engel- fer 15: ihre gerechten Forderungen durchzusehen; uns ist aber derartiges nicht Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Mar iesel über Zwed und Nutzen unsrer Organisation. 2. Bericht des Delegierten. 3. Neuwahl des Delegierten. 4. Berschiedenes. 34/ 8** 0. Fendius, Berlin N., Seestr. 66. Centralverband der Töpfer Deutschlands ( Filiale Berlin, Zahlstelle Rixdorf). Donnerstag, den 22. November, abends 6 Uhr, im Lokal des Herrn Mercier in Rigdorf, Steinmetzstraße: Derlammlung Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Wahl der Bezirksleitung. 3. Gewerkschaftliches.. 196/14 Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein für TeltowBeeskow- Storkow- Charlottenburg. Donnerstag, den 27. Nov.. abends 8% Uhr, in der Gambrinus: Brauerei, Wallstraße 94: Mitglieder- Versammlung. Tages: Ordnung: Grünau. ,, Zur Grünen Ecke" Köpniderstraße 89. Bußtag: Wurstessen, wozu ergebenſt einladet A. Gerke. fowie sämtliche medizinischen Bäder ist eröffnet. Brunnenstrasse 120, F. Günzel, vis a vis der Demminerstr., Lieferant für alle Krankenkassen. Dienstag und Freitagvormittag Dampfbäder für Damen. Arbeits- Bekleidung En gros Detail. D. Wurzel& Co., 5617L Wrangel- Strasse 17, Ecke Manteuffel- Strasse. zur Damen1109 Reste Konfektion und Kinder- Garderobe. Fertige Mänkel. C. Pelz, Rottbuser- Straße Nr. 4. Wohlfahrts- Geld- Lotterie zu Zwecken der Deutschen Schutzgebiete. Sämmtliche Gewinne in Baar ohne jeglichen Abzug zahlbar. Die Hauptgewinne sind: 100,000,50,000. 25.000 Mark etc. Originalloose à 3,30 Mark( Porto u. Liste 30 Pf.) empfehlen u. versenden prompt Bank. Oscar Bräuer& Co. Nachf. Geschäft Berlin W., Friedrichstr. 181. Filiale: NW. Wilsnackerstr. 63. Gleichzeitig empfehlen die beliebten Rote Kreuz- Loose à 3,30( Porto u. Liste 30 Pf.) Ziehung 29. November u. folgende Tage. 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Mar Schippet:„ Wandfungen der deutschen Handelspolitik im 19. Jahrhundert." 2. Diskussion. 3. Bereinsangelegenheiten. 250/16 Gäste willkommen. Der Vorstand. Plaidstoff 2.25 Mt. 1 Robe 6 Mtr. waschechten seidener Blusen- Rest, Mtr. 3,75 Mt. 1 Robe 6 Mtr. Gingham 2,25 Mt. 1 Robe 6 Mtr. reinwollenen Ballcrêpe 2,25 Mt. Weiße Bettlaken ohne Naht, fertig gefäumt 85 Pf. Leinene Drelltischtücher, schöne Muster 40 Pf. Damen Hemden aus Renforce mit Handlanguette 1,50 Mt. Fertige Kostümröde, ganz auf Futter 3,00 Mt. 1 Robe 6 Mtr. reinwollenen Cheviot 3.00 Mt. Seidene Unterröcke mit Fanellfutter 3,00 Mr. Chaiselongue- Decken, 3 Mtr. lang 3,00 Mt. 1 reinDer Gipfel der Billigkeit. Sehr billige Ein: läufe sind ein besonderes Ereignis für die Damenwelt. Ein solcher Fall ist wieder einmal da. 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Schachtmeher nach mit Spielern in Berührung gekommen und der Spielleiden- bekämpft werden. Die Arbeiterfrau schuftet nicht in der Fabrik, um schaft völlig verfallen. Er habe sich durch Bankhalten ein erfleck- mit dem verdienten Gelde Lurus zu treiben und Bergnügungen zu liches Vermögen erworben, mit dem er gemeinschaftlich mit einem Be- fröhnen, wie es Dr. Bolle glauben zu machen versucht; sie arbeitet. tannten andre Städte, Bäder und auch die Nennplätze besuchte. Sie auch nicht, wie ein großer Teil der Beamtenfrauen und-Töchter, um hätten die Arbeit so eingeteilt, daß der Socius die Staffe führte, ihrer Puzzsucht zu genügen, sondern die bitterste Not, weil der während er die Bank hielt. Im Jahre 1883 jei gegen beide ein Ver- Mann bei den erbärmlichen Lohn- und Arbeitsbedingungen fahren wegen gewerbsmäßigen Glücksspiels eingeleitet worden. nicht im stande ist, allein eine Familie nur einigermaßen Er habe es besonders mit Rüdsicht auf seine Vorstrafen vorgezogen, zu ernähren, treibt die Arbeiterfrau und die Kinder, wie mit seiner Ehefrau nach Amerika zu gehen, wo er sich zuerst als von den Fabrikinspektoren allgemein festgestellt worden ist, Makler und dann als Geschäftsteilhaber ernährt habe. Im Jahre 1888 in die Lohnstlaverei. Ganz unzutreffend ist anderseits auch die feien 5 Jahre verstrichen gewesen. Er habe geglaubt, daß die Straf- Behauptung, daß durch ein Verbot der Fabrikarbeit verheirateter jache wegen gewerbsmäßigen Glücksspiels verjährt sei und sei des- Frauen infolge des dadurch verminderten Angebots die Löhne der halb nach Berlin zurückgekehrt. Seine Annahme betreffs der Ver- männlichen Arbeiter erheblich steigen würden. Obwohl gegenwärtig jährung habe sich aber als irrig erwiesen. Er habe sich der Polizei eine stattliche Zahl verheirateter Frauen in den Fabriken beschäftigt selbst gestellt und sei wegen gewerbsmäßigen Glückspiels zu vier ist, so ist deren Zahl doch nicht so groß, um auf die Lohn- und Monaten Gefängnis und 3000 M. Geldstrafe verurteilt worden. Arbeitsbedingungen der männlichen Fabritarbeiter einen wesentlichen Als er aus Amerika zurückkehrte, habe er ein Barvermögen Einfluß auszuüben, abgesehen davon, daß die Männer dieser Frauen von 150 000 m. gehabt, sowie ferner noch Außenstände in Höhe von in andren Berufen beschäftigt sind und erst recht von einer Steigerung etwa 180 000 m., aber von so zweifelhaftem Wert, daß er fie als der Löhne nichts merken würden. Die Folge eines solchen einen Vermögensbestand kaum gerechnet habe. Durch Berlesung des Verbots würde lediglich die sein, daß die aus den Fabriken Urteils wird festgestellt, daß die beiden damaligen Angeklagten das gedrängten Frauen sich eine andre Beschäftigung suchen und suchen Banthaltergeschäft in der umfangreichsten Weise betrieben und dabei müssen, insbesondere wenn der Mann arbeitslos oder durch irgendfolossale Gewinne erzielt haben. Der Verdacht, daß auch zum welche Umstände arbeitsunfähig ist und schließlich würden sie in der Falschipiel gegriffen worden sei, hat sich nicht bestätigt und noch viel schlimmeren, die sittlichen und die gesundheitlichen Zustände deswegen sind sie freigesprochen worden. Ebenso wurde festgestellt, der gesamten Familie noch weit mehr schädigenden Hausindustrie ein daß der Angeklagte und sein Socius in Baden- Baden den übrigen Unterkommen finden. Also kein Verbot der Fabrik. Mitspielern etwa arbeit können die Frauen wollen, sondern einen wirt400 000 m. abgenommen lichen, durchgreifenden Schutz aller Arbeite denn ge 1. Absolutes Verbot der Nachtarbeit für Arbeiterinnen. 2. Verbot der Verwendung von Arbeiterinnen bei allen Beschäf tigungsarten, welche dem weiblichen Organismus besonders schädlich sind. Landgerichts Direktor Oppermann seht nach Eröffnung der Sigung die Vernehmung mit dem Angeklagten v. Kayser fort. Um darzuthun, daß der Klub nach bestimmten Grundsägen organisiert war, stellt der Präsident fest, daß besonders darauf gehalten wurde, daß die im Spiel verlorenen Beträge, die nicht sofort bezahlt werden fonnten, schleunigst reguliert wurden. Der Umfaß, der während der Spielzeit im Minerva Hotel erzielt wurde, wird von dem Angeklagten v. Kaiser auf etwa 120-130 000 m. geschägt. Es hatten einzelne Mitglieder Verluste von 10-, 12, 1520- und 30 000 m. zu beklagen. Der Angeklagte giebt an, daß seine Mutter ihm monatlich einen Zuschuß von 2-300 M. gegeben, außer dem seine Schneiderrechnungen und seine Reisen bezahlt habe. Im Jahre 1896 habe er seiner Mutter eine größere Schuld gebeichtet. Seine Einkünfte aus gelegentlichen amtlichen Dienstleistungen könnten taum in Betracht kommen. Er habe ein Liebesverhältnis mit einer geschiedenen Frau Voigt unterhalten, für die er in der Mittelstraße eine Wohnung zum Preise von monat lich 100 Mart gemietet habe. Ende August habe er fie von Baden- Baden geholt und sie nach Lübeck gebracht, wo fie beim Stadttheater Engagement erhalten hatte. Etwa ein Jahr später habe er der Frau Boigt eine Wohnung im Hause Lüneburger straße 4 gemietet, sei im Februar 1897 zu ihr gezogen und habe die gemeinschaftlichen Unterhaltungskosten mit monatlich 500 m. beftritten. Um seiner Mutter das Verhältnis mit der Frau Voigt zu verbergen, habe er sich gleichzeitig ein möbliertes Zimmer in der Werftstraße gemietet. Geschenke habe er der Frau hatte, wogegen es allerdings auch vortam, daß die Banthalter mit rinnen und vor allen Dingen fordern fie die völlige Voigt nur felten gemacht, darunter einmal einen Brillantring einem Verlust von 50 000 m. abschnitten. Nach Verbügung der Koalitionsfreiheit, um sich durch die Macht der Organisation zum Werte von 400 und eine Brosche zum Werte von 200 M. Der letzten Strafe hat der Angeklagte Geld gegen Wechsel verliehen und bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen erkämpfen zu können und um Angeklagte bestreitet, daß seine persönlichen Bedürfnisse größere geständlich 20 Broz. Zinsen genommen. Nach und nach sei er mit dem Unternehmertum in der Ausbeutung der Arbeitskraft Schranken Summen verschlungen hätten, wenn er auch in den besten Hotels den Mitgliedern des Klubs der Harmlosen bekannt und in ihre zu sehen. verkehrte. Der Präsident läßt dem Angeklagten eine Rechnung vom Kreise hineingezogen worden. Die alte Leidenschaft sei wieder er- Gerade jetzt, wo die Abwärtsbewegung der Konjunktur ihren Jahre 1897 vorlegen, wonach er vom Mai bis Dezember für 700 M. wacht, er habe sich lebhaft an dem Spiel beteiligt. Aber es sei nicht Anfang nimmt und die Unternehmer, die ihren hohen Profit nach Kleidungsstücke hat anfertigen lassen. zutreffend, daß er jedem, der den Wunsch aussprach, mit Darlehnen wie vor in Anspruch nehmen wollen, darauf bedacht sind, die unter die Arme gegriffen habe. Dazu würde sein nicht bedeutendes Produktionskosten durch Reducierung der Löhne, Verlängerung der Vermögen keineswegs ausgereicht haben. Er könne den Zinsertrag Arbeitszeit 2c. noch mehr zu verbilligen, müßten die Forderungen feines Vermögens auf taum 5000 M. angeben. Der Präsident der Arbeiterinnen von der Gesetzgebung berücksichtigt werden. Allerhält dem Angeklagten vor, daß er doch fast alle Rennpläße des In- dings werden die Unternehmer und ihre Vertreter kein Mittel unund Auslands besucht habe. Ferner sei der Angeklagte in den versucht laffen, jedwede Beschränkung ihrer Ausbeutungsgelüfte letzten Jahren noch einmal in New York gewesen, von dort zu verhindern, sie werden wie immer nach bekanntem Muster nach St. Frincisco gereist und über Yokohama, Ceylon und Port- Said im Parlament und der Presse schreien, daß die Industrie nach Europa zurüdgekehrt. Es liege der Verdacht bor, daß der zu Grunde geht usw., das wird aber die Socialdemokratie, bie Angeklagte auch auf dieser Weltreise dem gewerbsmäßigen Spiel einzige wahre Vertreterin der Arbeiterklasse, nicht abhalten, wie fiber. Er ist zum erstenmal zum Spiele gekommen, als er 1897 bei obgelegen habe. Der Angeflagte stellt dies in Abrede, wenn er bisher so auch in Zukunft die Forderungen der Arbeiterinnen energisch einem Aufenthalte in Aachen seinen früheren Vorgesetzten Herrn auch zugeben wolle, daß er auf dem Dampfer mit andren Herren zu vertreten. b. Kröcher traf. Er spielte mit mehre ren jüngeren Offizieren und Baccarat gespielt und dabei 600 M. gewonnen habe. Der In ihren weiteren Ansführungen kritisierte die Rednerin, der Herrn Wolf, der gleichfalls in der Gesellschaft sich befand, zuerst Gewinn sei aber nur ein scheinbarer gewesen, ein gut gesichtetes, reichhaltiges Material, namentlich aus den Roulette und später Baccarat. Zu den Mitspielern gehörte auch der auf der Reise habe er einen Offizier tennen Berichten der Fabritinspektion zu Gebote stand, die gegenwärtigen, verstorbene Lieutenant v. Schrader, den seine Spielleidenschaft lernt, der ihm 1000 Mart abgepumpt und trog feines völlig unzulänglichen Arbeiterschutz- Gesetze und deren Handhabung schließlich zum Ruin gebracht hat. Er hat sich in Ostende vergiftet. Versprechens nicht zurückgezahlt habe. Er habe nicht den Klageweg und begründete im Anschluß hieran die einzelnen von den In Aachen beim Baccarat hat Herr v. Ströcher 13 500 M. unbar gegen ihn beschritten, weil er befürchten mußte, daß dabei seine Ver- Arbeiterinnen als notwendig erachteten Forderungen. Der Vortrag gewonnen, der Lieutenant v. Bancat 20 000 m. verloren. Der An- gangenheit zur Sprache, tommen würde. Ferner räumt der Angeklagte wurde von den Versammelten mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Nach einer kurzen Diskussion, an der sich u. a. Frau Ihrer geklagte, der dann als billig abgeschnitten, hatte Geschmack an dem ein, daß er zweimal im Jahre 1896 nach Nürnberg gereist sei und dort Spiel gefunden und ist durch Herrn v. Kröcher in Berlin in Spieler- gespielt habe, zuletzt mit einem Herrn Lewin, der ihm später als im Sinne des Referats beteiligte und in der die Meinung zum treise eingeführt worden und hat in dessen Gesellschaft auch in gewerbsmäßiger Spieler bezeichnet worden sei. In Nürnberg sei Ausdruck kam, daß die Arbeiterinnen von der bürgerlichen FrauenWiesbaden einmal gespielt. Auch dort befand sich Wolf mit in" Poker" und Baccarat gespielt worden, wobei er gegen 600 m. ge- bewegung nichts zu erwarten haben, sondern sich nur im gemeinder Gesellschaft der jungen Offiziere. Die Herren spielten wonnen habe. Der Angeklagte bestreitet, daß er wie behauptet famen Kampf mit der männlichen Arbeiterschaft aus der socialen Baccarat in dem Salon, der zu dem Kröcher- Schachtnieherschen Logis wird die Karten mitgebracht habe. Von Nürnberg und wirtschaftlichen Knechtschaft befreien können, gelangte eine Reim Hotel Kaiserhof gehörte. Der Angeklagte hatte etwa 400 m. feien fie nach München gereift, dort hätten sie aber nicht gefolution einstimmig zur Annahme, in der ausführlich begründet zuverloren, kam dadurch in Verlegenheit und borgte sich zur Rückreise spielt. In Aachen habe der Angeklagte die Herren v. Kröcher nächst folgende Forderungen aufgestellt werden: nach Berlin 200 M. von Wolf. In Berlin hat er dann in den ver- und v. Schachtmeher durch den dort ebenfalls anwesenden Lieutenant schiedenen Lokalen am Spiel teilgenommen und größere Summen v. Schrader fennen gelernt. Mit dem legteren habe er früher häufig verloren, u. a. einmal 8000 m. an den Grafen Münster. Auch Billard gespielt und ihm auch einmal ein Darlehn in Höhe von während des Bestehens des Klubs im Centralhotel und im Hotel 1000 m. gewährt, er tönne aber nicht mehr angeben, unter welchen Minerva hat er täglich dort verkehrt und einige Gewinne eingeheimst. Bedingungen. In Aachen habe man mehrere Male in dem Zimmer Er behauptet, daß diese die Summe von 3000 m. oder 4000 M. an des Herrn v. Schachtmeyer das Roulette benutzt und als dies zu cinem Abend nicht überschritten haben. Per Saldo will er 15 000 m. langweilig wurde, Baccarat gespielt. Hieran habe sich auch der gewonnen haben. Die Klubpapiere, die er nach dem Erscheinen des Lieutenant Benkart, ebenfalls ein Aachener Kurgast, beteiligt. Wolff Zeitungsartitels zu sich genommen hatte, habe er verbrannt, Dieser habe gegen 20 000 m. an ihn verloren, Wolff weil viele der jungen Offiziere und 13 500 m. an und v. Kröcher v. Schachtmeher sonstigen Mitglieder wiederum des Klubs feien und habe 300 m, in bar von Wolff gewonnen. Die genannten großen gekommen ihn dringend gebeten hätten, die Belege 2c. zu verbrennen. Summen seien gegenseitig als Schuld übertragen worden. Er hat dies auch gethan, zu seiner eignen Sicherheit, wie er sagt, Damit vertagt der Präsident die Verhandlung bis Donnerstagaber die Mitgliederliste 2c. zurückbeh alten. In einzelnen Fällen hat vormittag 9/2 Uhr. Die Vernehmung des Angeklagten Wolff soll er Spielern, die in Verlust waren, Geld zum Weiterspielen geborgt. dann fortgesezt werden. Der Angeklagte Wolf trat in der Gesellschaft der Spieler als feiner, sehr wohlhabender Mann auf, der nie in Geldverlegenheit war und Aus Wien wird berichtet, daß dort der Haftbefehl gegen Herrn bereitwillig andren aus der Verlegenheit half. v. Schachtmeher hat v. Kröcher zu spät an die dortige Bolizeidirektion gelangt ist. Herr mit Wolf mehrere Male zusammen die Bank gehalten. Als der v. Kröcher ist bereits am Freitagabend ohne Angabe seines Biels Slub aufgeflogen war, zeigte Wolf dem Angeklagten v. Kayser an, von dort abgereist. Er hatte in Wien ein sehr zurückgezogenes daß er ins Ausland gereist sei, sich aber zum Termin stellen würde. Leben geführt und war alltäglich vor 10 Uhr abends zu Hause. Er Aus dieser Thatsache schließt die Anklage auf ein Schuldbewußt hatte im siebenten Bezirk eine luguriös ausgestattete Wohnung, für sein der übrigen Gründer des Klubs. b. Schacht die er 1500 Kronen Miete zahlte. meher giebt über seine Bermögensverhältnisse an, daß er im Jahre 1898 bei seiner Großjährigkeit ein Kapital bon 33 000 m. ausbezahlt erhalten habe. Mit diesem Gelde habe er an der Börse spekuliert, aber ohne Glück, denn im Jahre 1897, als er seine Spielerthätigkeit begann, habe er nur noch 20 000 m. Das Verbot der industriellen Frauenarbeit ein Ausbesessen. Bu damaliger Zeit habe er ein Verhältnis mit einer nahmegesetz gegen die Arbeiterinnen lautete das Thema, das jungen Dame" angeknüpft. Er habe eine Wohnung in Wilmers- Frau Käthe Dunder- Leipzig am Montag in einer Boltsdorf gemietet und mit Möbeln auf Abzahlung ausgestattet. Er versammlung in den„ Arminiushallen" Moabit behandelte. Die hatte monatlich 300 M. Abzahlung zu leisten, als Wirtschaftsgeld Rednerin verwies eingangs darauf, daß sich die gesetzgebenden Körpergab er monatlich 150 M. und die Miete betrug jährlich 1000 m. fchaften voraussichtlich in nächster Zeit mit der von der Gewerbe- Inspektion Wenn man ferner erwägt, daß die Geliebte des Angeklagten außer vorgenommenen Enquete über die Ursachen und Folgen der Fabrikarbeit in Zukunft Berichte mit Tinte und nicht mit Bleistift zu schreiben. Gerade ordentlich nobel auftrat, teure Equipagen benutzte u. dergl., so scheint verheirateter Frauen beschäftigen werden und daß es darauf ankommt, Arbeiter sollten den Seßern nicht zumuteu, verwiſchte Bleistiftnotizen in der Verdacht, daß v. Schachtmeyer diese Ausgabe durch Spielgewinn flar und deutlich ihre Wünsche zum Ausdruck bringen, zumal von licht vorzeitig zu ruinieren. als die Hauptbeteiligten rechtzeitig später Nachtstunde bei künstlicher Beleuchtung zu entziffern und so ihr angenbestritt, begründet. Klub 68. 1. Er ist nicht verpflichtet, die Ablehnung kann aber unter Auf Befragen des Oberstaatsanwalts Dr. Jfenbiel giebt An- verschiedenen Seiten Mittel angeblich zur Beseitigung der Uebelgeklagter v. Schachtmeyer bezüglich seines jezigen Vermögensstands stände in Borschlag gebracht werden, gegen die sich die Arbeiterinnen Umständen eine Beleidigung darstellen. 2. Ja, wenn er es dem Gaft vor Annahme der Bestellung mitteilt, sonst nur den angemessenen. A. Z. Ja. mit aller Entschiedenheit wenden müssen. an, daß er teils geschäftlich, teils infolge dieses Prozesses alles ver- aber ihre Forderungen immer wieder zu erkennen geben, damit die oder Innungs- Schiedsgericht erfolgt, beantragen Sie die Vornahme der Sie müssen anderseits Schliemannstr. 31. 1. Ist die Berurteilung durch das Gewerbegericht loren habe und sich nach verschiedenen Beschäftigungen ungesehen bürgerlichen Parteien und die Regierung die von der social- Zwangsvollstreckung in der Gerichtsschreiberei des betreffenden Gerichts, habe. Fräulein Ulrich sei eine Bar in der Kanonierstraße ein- demokratischen Fraktion gestellten Anträge im Reichstage nicht handelt es sich um ein Urteil des Amts: oder Landgerichts, dann beantragen 6000 M. Hergab. Die Bar ist nach einem halben Jahre wieder Arbeiterinnen wollen ja gar feine weitere Ausdehnung der Schutz- die Verteilungsstelle des Amtsgerichts. 2. Der Arbeitgeber hat die Eingerichtet worden, zu der er 2000 M. und seine Großmutter mit dem alten abgedroschenen Vorwande bekämpfen können: Die Sie Erteilung einer vollstreckbaren Ausfertigung des Urteils und senden Sie diese dann zur Zustellung und Vornahme der Zwangsvollstreckung an eingegangen. Auf Befragen der Verteidiger erklärt der Angeklagte, daß sich Wolff mit seiner Bereitwilligkeit, gesetze. den zahlung zu veranlassen.- A. 3. 22. 1. Wenn Ihnen teine betrügerischen Die Rednerin schildert hierauf die überaus traurige Lage Vorspiegelungen über die Qualität der Ware gemacht sind, find Sie an den Spielern Darlehne zu geben, keineswegs aufgedrängt habe. insbesondere der verheirateten Arbeiterin, die durch die viel zu lange Bertrag gebunden. 2. Sie haben eine angemessene Rate zu zahlen. Als Als Herr v. Recum sich eines Abends vergeblich bemühte, etwas und anstrengende Thätigkeit in der Fabrit schon ausgemergelt genug, Geld zu erhalten und ausrief: Ist denn niemand da, der R. A. 44. 1. Der Gerichtsdem Freiherrn v. Recum lumpige 200 Mart pumpt?" auch dann noch mit der eine volle Kraft beanspruchenden häuslichen vollzieher ist berechtigt, das Spind zu öffnen und das Portemonnaie zu habe ihm Wolff das Geld geliehen. Auf Ersuchen des Rechtsanwalts Arbeit und den Pflichten der Mutter belastet ist. Unter den gegen untersuchen. 2. Er ist auch befugt, zu fiegeln, Ihre Frau muß dann interLeonhard Friedmann giebt der Angeklagte v. Stayfer an, daß das wärtigen Umständen ist es der Arbeiterin ganz unmöglich, ihren benieren. 3. Ist unverständlich. 4. Nein, die Untersuchung ist nicht notwendig. 64. Sie müssen zunächst zahlen, können aber, wenn die Krankheit und Bermögen seiner Mutter 300 000 m. betrage, fein Stiefvater habe Pflichten als Hausfrau und Mutter in dem notwendigen Maße zu arbeitslosigkeit längere Zeit hindurch gewährt hat, bei der Steuerein Gehalt von 15 000 m. und freie Dienstwohnung. genügen. Die Folge davon ist, die körperliche und geistige Ver- deputation unter Angabe der Gründe teilweise Rückerstattung beantragen. Es folgt die Vernehmung des fümmerung vieler Kinder, insbesondere die ungemein hohe Kinder-. R. 100. Beleidigend nicht, wohl aber völlig verworren. sterblichkeitsziffer, die sich nachweislich, trotzdem keine der früheren Rein. A. D. 4. Die Abhebung kann ohne Anwalt erfolgen. Ste Epidemien in den letzten 25 Jahren zu verzeichnen ist, müssen aber einen Erbschein haben. Wegen Ausstellung eines solchen Er giebt an, daß sein Vater ein kleiner Bürstenwaren- Fabrikant beständig erhöht hat und zwar in demselben Maße, als die Frauen- wenden Sie sich an das Gericht des letzten Wohnsizes des Erblaffers. gewesen und gestorben sei, als der Angeklagte 5 Jahre alt war. arbeit in der Industrie fortschreitet. Natürlich zetert die bürgerliche 1901. Sie können also vorher nicht gesteigert werden. A. G. 10. Nein. Droschkenkutscher. Der Kontraft gilt bis 1. 10. feine in bedrängten Verhältnissen lebende Mutter zu ent- laffe über die angebliche Verrohung der Arbeiterjugend und sie Sie in Stunden- oder Tagelohn stehen, nein, andernfalls ja. lasten, habe man ihn zu Verwandten nach Hamburg geschickt. selbst ist es, die nicht nur den Vater, sondern auch die Mutter, ja G., Heidingsfeld. 1. Sie können sowohl gegen A. wie gegen W. Dort sei er bis zum 12. Jahre gewesen und dann nach Berlin zurück- sogar das zarte Kind in die Lohnknechtschaft drängt, das Familien- Privatflage wegen Beleidigung erheben. 2. Der Staatstaffe haften auch gekehrt. Er habe eine minderwertige Schnule besucht, niemand habe leben zerstört und die notwendige Pflege und Erziehung der Jugend Sie für die Kosten. M. O. Ja, der Ring ist zurückzugeben. A. R. T. fich unt ihn gefümmert und da sei er denn auf Abwege und schließ in jeder Weise verhindert. Kommen Sie in die Sprechstunde. Wette. Wenn das Kind im laufenden lich ins 8uchthaus geraten. Nach Verbüßung dieser Strafe habe Sehr eingehend polemisiert die Referentin sodann gegen den Jahre geboren ist: ja, wenn vorher: nein. 1838. Ein Abzug für die er das Photographieren erlernt und sich dabei ein kleines Ver- Vorschlag, den Dr. Bolle in seiner jüngst erschienenen Schrift ge- 4 Tage sowie von Strafgeldern ist unzulässig. M. G. Die MitgliedMr. B. Die Kaffe hat die mögen erworben. Dann kamen die Gründerjahre, er habe sich macht hat: Das Arbeiten verheirateter Frauen in der Fabrit schaft bei einer Strantentaffe genügt nicht. an Grundstücksspetulationen beteiligt und mit solchem überhaupt zu verbieten. Kosten zu tragen. Sandstraße. 1. Ja, die Lohnpfändung ist auch zu Die Schäden feien von dem Ver- Gunsten vor dem Jahre 1897 außerehelich geborener Kinder zuläffig. Glück, daß er jährlich gegen 20 000 Thaler verdiente. fasser wohl richtig anerkannt worden, aber die Mittel, die 2. Das zum notwendigen Unterhalt Erforderliche muß dem Schuldner Durch seinen Verkehr mit angesehenen reichen Leuten sei er nach und er zur Beseitigung vorschlägt, müssen mit aller Entschiedenheit belaffen werden. 3. Die Entscheidung ist bindend. Um händeringend zu ihm Angeklagten Wolff. Aus der Frauenbewegung. die Arbeiterinnen 3. Einführung des gesetzlichen Achtstundentags für Arbeiterinnen. 4. Freigabe des Sonnabendnachmittags für die Arbeiterinnen. 5. Aufrechterhaltung der gefeßlich festgelegten Schutzzeit für er werbsthätige Schwangere und Wöchnerinnen von 4 Wochen vor bis 6 Wochen nach der Niederkunft. Beseitigung der Ausnahmebewilligungen zu früherer Wiederaufnahme der Arbeit auf Grund eines ärztlichen Zeugnisses. Erhöhung des Krankengelds für Schwangere bezw. Wöchnerinnen auf die volle Höhe des durchschnittlichen Tagelohns. Obligatorische Ausdehnung der Krantenunterstützung der Wöchnerinnen auf die Frauen der Krankenkassen- Mitglieder. 6. Ausdehnung der gesetzlichen Schutzbestimmungen auf die Hausindustrie. 7. Anstellung weiblicher Fabrikinspektoren. 8. Sicherung völliger Stoalitionsfreiheit für die Arbeiterinnen. 9. Attives und passives Wahlrecht der Arbeiterinnen zu den Gewerbegerichten. Ein socialistischer Frauenkongreß wird am 27. Januar 1901 in Gent( Belgien) abgehalten werden. Zur Beratung gelangen u. a. Gründung eines nationalen Bunds der Frauenvereine; Berichte über die Frauenbewegung in Belgien; Beteiligung der Frauen an den Gewerbegerichten und Arbeitskammern. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Wettende. Es sind lebende Personen. Vertrauensperson in Schöneberg und andere. Wir bitten, doch solche dürften 50 Pf. anzusehen sein. M. N. 100. A.. 101. Wenn 888. Ja. D. Nein. NO BAER SOHN Chausseestrasse 24a- 25 Zwischen Invalidenstr. u. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. 11 Brückenstrasse 11 Gr. Frankfurterstrasse 20 C41 nud Zwischen Jannowitzbrücke u. Köpenickerstr.( Ecke Rungestr.) Ecke Koppenstrasse, am Bürger- Hospital. Fabrikation u. Maass- Anfertigung guter Herren- u. 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Zuzug ist streng fernzuhalten. 5706 108/10 Die Ortsverwaltung.