Nr. 274. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 wt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mir tlluftrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft- Bettungs Preisliste für 1900 unter Br. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montage. Vorwärts Berliner Volksblatt. 17. Jahrg. Dte Inserttons- Gebühe beträgt für die fechsgespaltene Rolonet. getle oder deren Raum 40 ẞfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs: Anzeigen 20 Pfg. Bleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bte nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpcottton ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Xernsprecher: Bmt 1, Mr. 1508. Telegramm Adresse: „ Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I. Nr. 1508. Sonnabend, den 24. November 1900. in " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Von der Berufung sind ausgeschlossen: 1. Die in§§ 32, 33, 34 Nr. 1 bis 6 und 9 des Gerichtsverfassungs- Gesetzes bezeichneten Personen; mächtigen Redekunst konnte man endlich wieder erlöst aufatmen. Der Artikel 17 b. Wenn der Reichstag den Reichskanzler für schuldig Der Sieger. gute Genius der Menschheit und des Deutschtums sprach aus der hält, durch eine von ihm zu verantwortende Handlung oder UnterDie viertägige Debatte über die Chinafahrt ist am Freitag ab- Stede, man konnte wieder glauben und hoffen, nach all dem Kleinen, laffung vorfäßlich oder grob fahrlässig seine AmtsDie viertägige Debatte über die Chinafahrt ist am Freitag ab- Niedrigen, Verächtlichen und Läppischen. Die Zukunft leuchtete auf! pflichten verlegt, namentlich verfassungswidrig gegeschlossen worden. Die 153 Millionen- Vorlage wird in die Budget- Niedrigen, Bebel sezte mit einem scharfen Angriff auf die Donnerstag handelt oder sonst das Wohl des Reichs geschädigt zu kommission gehen, in der nun die Einzelfragen, insbesondere auch die Ausführungen des bayrischen Bundesratsbevollmächtigten, Grafen haben, so kann der Reichstag gegen den Reichskanzler Anklage in der Generaldebatte nur flüchtig gestreifte Frage der Kostendeckung, Lerchenfeld, ein, der den Verfassungsbruch gerechtfertigt habe. erheben. zur Diskussion gelangen werden. atied Dann rechnete er mit dem Centrum ab, das nach dem Geständnis Mit dieser Anklage kann der Reichstag die Anklage wegen solcher Was aber ist das Ergebnis der Generaldebatte? Vergebens Liebers um der Regierungsfähigkeit willen den Lugus einer selb- Handlungen des Reichskanzlers verbinden, welche unter das allgewird man in den Reden der Minister und der bürgerlichen Parteien ständigen Boltitit drangegeben hat und zum Schleppenträger der meine Strafgesetz fallen, soweit sie mit den öffentlichen Obliegennach irgend einer wirklichen Aufklärung suchen. Niemals ist eine so herrschenden Politik geworden. folgenschwere Vorlage unter völligem Verzicht auf Vernunftsgründe in ministers zerpflückte Bebel Die Ausführungen des Kriegs- heiten des Reichskanzlers zusammenhängen. Er solcher Rebelstimmung verteidigt worden. Wer kann sagen, aus welchem wies auf die Verlogenheit der Berichte über unbarmherziger Weise. Artikel 17c. Die Verhandlung und Entscheidung über die vom Grunde, der vernünftiger Einsicht entspringt, der Kreuzzug unternommen greuel hin, die von dem China- Korrespondenten der Kreuz- Staatsgerichtshof für das Deutsche Reich zu. die Borer Reichstag gegen den Reichskanzler erhobene Anklage steht den ist, wer weiß jest, was die Regierung in China will, was sie von Beitung in klassischer Weise erwiesen worden ist. Nach der Der Reichstag ernennt bei Beginn jeder Legislaturperiode die diesen furchtbaren Opfern an materiellen und moralischen Gütern Aussage des östreichischen Gesandtschaftssekretärs haben die Be- 24 Mitglieder des Staatsgerichtshofs. Die Berufung in den Staatserwartet? Die Expedition konnte nicht der Rettung der Befinger lagerten" erst Angst bekommen, als sie in der europäischen Presse gerichtshof darf nicht abgelehnt werden. Fremden dienen; hätte man einen solchen, vom Standpunkt der von ihren erstaunlichen Leiden lafen. Dagegen sind die HumenRegierung verständlichen Zweck verfolgt, so hätte man Japan mit briefe im wesentlichen sicher nicht übertrieben. Bebel verlas einen der Mission betrauen müssen. Wie für die Gegenwart durch die erst eben bekannt gewordenen Brief dieser Art, in dem der Absender deutsche Expedition nichts zu retten war, so verspricht sie auch für ausdrücklich auf des Kaisers Befehl Bardon wird nicht gegeben" die Zukunft keinerlei Vorteil. Große Biele, fchwor Graf Bülow, Bezug genommen hat. Bergebens bemühte sich die Rechte, durch verfolgt die maßvolle Regierung keineswegs; sie will China Zwischenrufe die Beweiskraft dieser Zeugnisse zu erschüttern, der nicht aufteilen, teine Landteile rauben, die Integrität des Kriegsminister ließ sich den Zeitungsausschnitt zur weiteren Unterchinesischen Reichs aufrecht erhalten. Was sucht sie also dort, fuchung geben. warum macht sie durch hunnische Kriegsführung uns die Chinesen Das Eintreten des Grafen Bülow für die Kaiserreden prüfte zum Todfeind, der für Jahrzehnte hinaus keinen deutschen Kauf- Bebel auf seinen sachlichen Wert, und mit weiterem Beweismaterial fizenden aus ihrer Mitte. mann freundlich anzusehen bereit sein wird? Bleibt als einziges rechtfertigte er die socialdemokratischen Anschauungen über das Artikel 17 e. Auf das Verfahren vor dem Staatsgerichtshof Motiv die Nache für die Ermordung des Herrn v. Ketteler übrig, Missionswesen, die Natur der Boxerrevolution, die Verkehrtheit der finden die Bestimmungen des Gerichtsverfassungs- Gesezes mit Ausfür dessen persönliche Sicherheit übrigens die chinesische Regierung deutschen Politit. Er geißelte die Heuchelei des heutigen Christen- nahme von§ 24 und der Strafprozeß- Ordnung sinngemäße Anvölkerrechtmäßig teine Verantwortung mehr trug, nachdem sich die tums, das nichts vom Wesen des wirklichen Christentums enthält, wendung. Gesandten geweigert hatten, der Weisung der chinesischen Regierung dessen Bekenner selbst einen internationalen Gott anbeten, aber die zu folgen und Beting zu verlaffen. Allein um der nationalen socialistischen Anhänger der Internationalitätsidee der Vaterlands „ Ehre" willen also wird das Volt in dies sinnlose grauenhafte losigkeit beschuldigen. Abenteuer geführt, dieser Ehre, die eine wahre Duellehre ist, wo das Gottesgericht es fügt, daß der Beleidiger den Beleidigten niederknallt. Die Chinafahrt ist unberechtigt nach ihren Ursachen, verfassungs: widrig in ihren Begleiterscheinungen, fulturveriüstend in der Ausführung, unflar und planlos in den Zwecken das ist der Eindruck, den die viertägige Verteidigung in jedem Unbefangenen hinterlassen muß. Unter der Last ihres äußeren Erfolgs zu Boden gedrückt, verlaffen die Männer der verantwortlichen Regierung den Saal. Eine besonders eindrucksvolle Episode bildete die Darstellung der Kommune, zu der Bebel durch die Stöckersche Rede veranlaßt worden war, der sich zum Verbreiter der schmutzigsten Verleumdungen über diese heroische Boltserhebung hergegeben hatte. Aneinanderreihung der Thatsachen wirkte in dem leidenschaftlich anschaulichen Vortrag wie ein erschütterndes Drama. Diese Erinnerungen an die Wahrheit kommen gerade recht; denn wie auf ein allgemeines Kommando frischt jetzt plötzlich die gesamte reaktionäre Preffe die alten Lügen auf. 2. Mitglieder des Bundesrats und des Reichstags. Artikel 17 d. Der angeklagte Reichskanzler hat das Recht, bis zu zwölf Mitglieder des Staatsgerichtshofs ohne Angabe von Gründen abzulehnen. Macht er von diesem Rechte nicht Ge brauch, so ist durch Auslosung die Zahl der Mitglieder auf zwölf zu bringen. Diese bilden den Gerichtshof und wählen den VorDer Reichstag fann vor Erhebung der Anklage eine Voruntersuchung anordnen und die Untersuchungsrichter ernennen. Der Reichstag ernennt die Vertreter der Anklage vor dem StaatsGerichtshofe. Der Beschluß des Reichstags, den Reichskanzler in Anklage zu versetzen, gilt als Beschluß über die Eröffnung des Hauptverfahrens.(§ 201 Str.-Pr.-D.) Artikel 17f. Von der Beschlußfassung des Reichstags über die Erhebung der Anklage bis zur Beendigung des Verfahrens ist der angeklagte Reichskanzler vom Amte suspendiert. Artikel 17 g. Im Fall der Verurteilung ist stets der Reichstanzler seines Amts verlnftig zu erklären. Außerdem kann nach Beschaffenheit der Umstände auf zeitliche oder dauernde Unfähigkeit zur Bekleidung eines öffentlichen Amts erkannt werden. Abseits von dem großen und bunten Haufen der Khakileute steht die Socialdemokratie, völlig isoliert, von allen andren Parteien Die Rede Bebels veranlaßte den Reichskanzler und den Kriegsscharf geschieden, ohnmächtig, den Lauf des Verderbens und des Un- minister zu ein paar schwächlichen Bemerkungen, die völlig wirkungsfinns aufzuhalten, und doch aufrecht, entschlossen, zukunftssicher los verpufften. Sie nahmen sich wie das gleichgültige Garderoben Fällt dem angeklagten Reichskanzler auch eine im allgemeinen der wahre Sieger vor der Geschichte. Die bürgerliche geplauder nach beendigtem Schauspiel aus. Graf Bülow ließ heute, Strafgesetz vorgesehene Handlung zur Last, so hat der StaatsZerfahrenheit, die Armseligkeit ihrer grundfaglosen Realpolitit", wo er seine Pointen nicht vorbereitet hatte wie im Falle Richter, gerichtshof außerdem die Bestimmungen dieses Gesetzes gegen ihn die um augenblicklicher parteitaktischer Rücksichten willen Leib und nichts von seiner gerühmten Schlagfertigkeit merken. Seine Späße anzuwenden. Seele verschachert, diese Entartung, die von Unwahrhaftigkeiten wirkten nach dem hohen zwingenden Ernst der Bebelschen Rede Artikel 17 h. Das Recht der Begnadigung oder aller Art sich nährt und die niedrigste Gemeinheit propagiert das fad und seine ernst beabsichtigten Bemerkungen spaßhaft. Graf Bülow, Strafmilderung zu Gunsten des Verurteilten ist das Bild der herrschenden Klassen, die sich von einer Regierung ber feine Stopf, hatte nämlich den feltiamen Geschmack, sich für die darf nur auf Antrag des Reichstags ausgeübt leiten lassen, die ihrerseits nicht in einer inneren großen und einwerden. heitlichen Anschauung ihre Leitung findet, sondern nur in einem äußeren schwankenden Ungefähr. Auf der andren Seite die Socialdemokratie, die unbeirrt ihren Weg der Wahrheit und Gerechtigkeit geht, der allein zur Erlösung der Menschen und Völker führt. Artikel 17i. Der Reichskanzler kann vor den ordentlichen Gerichten auf Ersatz des Schadens belangt werden, den er 1. durch Anweisung einer vom Reichstag nicht genehmigten Ausgabe oder durch eine mit den Beschlüssen des Reichstags nicht übereinstimmende Verwendung einer genehmigten Ausgabe dem Reiche oder 2. durch eine vom Staatsgerichtshof für strafbar erkannte Handlung dem Reiche oder Privaten zugefügt hat. Die Entscheidung des Staatsgerichtshofs über die Pflichtwidrig keit der Handlung ist für die ordentlichen Gerichte bindend. Politische Mebersicht. Humanität der deutschen Politik auf ein Anerkennungsschreiben des chinesischen Gesandten in Berlin zu berufen, der mit jener den Chinesen eignen, dem Grafen Bülow aber auscheinend nicht zu gänglichen Feinheit dem deutschen Kanzler dankte, weil er erklärt habe, China nicht aufteilen zu wollen. Darin sieht der bescheidene In einer Scene, in der sich der freie Zeuge von einem Hauch Graf Bülow eine Billigung deffen, was Deutschland gethan hat. weltgeschichtlichen Lebens gepadt fühlen mußte, tam an diesem Der Reichskanzler braucht sich da nicht mit der Anerkennung Tezten Tage der China- Debatte der gewaltige Gegensatz der ver- des chinesischen Gesandten zu begnügen. Er darf sich getrost auch fallenden und der aufsteigenden Welt zur eindringlichen Anschauung. auf die Billigung seitens der Socialdemokratie berufen; denu auch Zuerst zwar schien die Reichstags- Sigung die Ueberflüssigkeit selbst wir finden es löblich, daß der Herr Graf China nicht aufteilen will. zu sein. Professor Hasse, der Aldeutsche, nahm für sich die Vater- Der Kriegsminister, von dem man nach seinem Gesicht fchaft der Weltpolitik in Anspruch. In der That, die Ehre gebührt einen heftigen Zusammenstoß mit Bebel erwaret hatte, war durch ihm, er hat schon seit Jahren auf seinem Atlas mit einem die reichliche Wafferzufuhr zu dem flugen Gedanken beruhigt, in Hihnen Blauftift die Erde aufgeteilt; Karl Peters, Friedrich seiner Antwort lieber gar nichts zu sagen. Sehr be Lange, Haffe, Theobald Fischer und andre, δας find deutsam war, daß Herr v. Goßler auf die abermals dringend die ersten Propheten des Imperialismus gewesen, über den vor gestellte Frage Bebels, ob die Parole Bardon wird nicht gegeben" einem Jahrzehnt, ja vor einem Jahrfünft noch alles lachte, während maßgebend für die Kriegsführung sei, schwieg. Das stellte Bebel in Die Regierung des Centralverbands. jene Phantasten heute das gefährlichste Mode- Element der Politik einer nochmaligen Schlußbemerkung ausdrücklich fest. Damit ist In seiner Session von 1896/97 hatte der Reichstag eine geworden sind. Herr Hasse forderte gebieterisch eine Kolonial- dargethan, daß wir über die Hunnenbriefe nicht zu erstaunen Novelle zum Unfallversicherungs- Gesez und zum Invaliditätsarmee, die auch kommen wird. Nachdem der Staatssekretär brauchen. Die Soldaten durften gar nicht anders handeln. Uner- und Altersversicherungs- Gesez beraten und dabei eine Reihe von Richthofen Auskunft über die Entschädigung der aus flärlich freilich ist es, wie der Herr Kriegsminister noch die Zuverlässig von Beschlüssen gefaßt u. a. über die Buziehung von Ar Transvaal ausgewiesenen Deutschen gegeben und Herr Schrader teit der Soldatenbriefe bezweifeln konnte, da sie doch für ihn beitervertretern bei Bestimmung des Heilverfahrens(§ 7), mnötigerweise noch einmal den freisinnigen Bewilligungseifer felb ft nichts Ueberraschendes enthalten. bei der Feststellung der Rente(§§ 58 und 65), bei den Entbeteuert hatte, tam Bebel zu Wort. Und ihm gelang ein Graf Bülow und Herr v. Goßler fonnten heute in dem Be- scheidungen der Schiedsgerichte(§ 46) 2c., die nicht nach Wunder: das chinasatte Haus folgte dieser großen und gewaltigen wußtsein nach Hause gehen, daß die überwältigende Mehrheit des dem Wunsche der Herren vom Centralverbande deutscher Schlußrede Bebels mit einer fast feierlichen Stille, niemand Reichstags hinter ihnen steht. Wenn sie aber sich selbst ehrlich die Industrieller ausgefallen waren. Der Geheimrat Jende widerstand dieser aus der Tiefe einer starken und reinen Frage vorgelegt haben sollten, wer der wirkliche, der moralische erklärte bei einer Versammlung des Ceniralverbands Bersönlichkeit glühend stürmenden Beredsamkeit, der durch die Fülle Sieger geblieben ist, so dürfte die Antwort jedes Triumphgefühl in am 22. und 23. September 1897 in Wiesbaden unter der Beweise vernichtenden Anklage, dem idealistischen Appell an ihnen erstickt haben. " anderm: Berlin, den 23. November. Ich bin der Ansicht, meine Herren, daß Reichstags- Session gemacht haben, uns dahin aussprechen sollen, daß wir nicht den Wunsch haben, daß die Novelle zum Unfallversicherungs- Gesez wieder eingebracht werde.( Sehr das flare Denken und das sittliche Empfinden. Die Worte strömten Am Sonnabend aber steht die innere Weltpolitit" vor Gericht: wir auf Grund der Erfahrungen, die wir in der legten dem Redner mühelos zu, die Gedanken formten sich wie von selbst die 12 000 Mark- Affaire. zu dramatisch wuchtigen Säßen, ein liebenswürdiger Humor brach bisweilen mildernd durch den schweren Ernst. Die Tribünenbesucher lauschten gespannt, selbst das spottfrohe Volk der Journalisten ward Die Verantwortlichkeit des Reichs- richtig!) Ich bin der Ansicht, daß abfolut kein Grund für kanzlers. andächtig, Graf Bülow saß still auf seinem Sessel, das Gesicht ein wenig gerötet, während der Kriegsminister in mühsam beherrschter Nervosität, in einer der Verewigung durch die Woche" würdigen Antrag der socialdemokratischen Fraktion auf Pose des Explodierens aufrecht stand ein Glas Wasser nach dem andern auf seine Erregung gießend. Verfassungsänderung. I. Jm Artikel 17 werden die Worte:" welcher dadurch die Verantwortlichkeit übernimmt" gestrichen. Wie verschwanden doch vor der Beredsamkeit, wie sie die Ueberzeugung verleiht, die kleinen Kniffe der Diplomaten, die II. Hinter Artikel 17 sind folgende Bestimmungen einzufügen: Schelmenstückchen der Parteispetulanten, die erzwungenen Tüfte- Artikel 17a. Der Reichskanzler ist für seine Amtsführung dem Teien des berufsmäßigen Advokatentums! Versunken und vergessen Reichstag verantwortlich. Diese Verantwortlichkeit erstreckt der ganze muffige Stram! In der Luft dieses freien und flaren sich auf alle politischen Handlungen und unter Denteus, dieses großen und sittlichen Empfindens, dieser edlen und lassungen des Kaisers. uns vorliegt, eine Remedur der Unfallversicherung nach der einen oder andren Richtung zu wünschen.( Sehr richtig!) Principielle Gesichtspunkte, von denen aus wir eine Abänderung wünschen könnten, existieren nicht."( Verhandlungen des Centralverbands, Heft 77, Seite 15.) data, no masy Gewisse Bemühungen hatten inzwischen den Erfolg gehabt, daß im Reichsamt des Innern, refpeftive im preußischen Ministerium bald nacheinander eine Reihe Personenveränderungen eintraten, die einen Stillstand, respektive einen Rückschritt auf dem Gebiet der Gewerbegesezgebung zur Folge hatten. An Stelle der Herren von B o t tl ch er, von Rottenburg, von Bödicker und von der Recke wnrcn die Herren Graf von Posa- dowsky, von Woedtke und von Brefeld getreten. Vom 21. Dezeinber 1897 datiert der am 15. Januar 1898 vom„Vorwärts" veröffentlichte Geheimerlab des Herrn Grafen von Posadowsky gegen die KoalitionS- freiheit, und am 18. und 16. Dezember 1897 sprach sich Graf von PosadowSky im Reichstage über die derzeitige Stellung der Regierung zur Gewerbe- Gesetzgebung auS. In der ersten Rede, in der er dem Abg. Bebel entgegentrat, behauptete Graf Posadowsky, baß in keinem Lande der Welt so viel für die Arbeiter- bcvölkerung geschieht, wie im Deutschen Reiche, daß es noch keinem Lande möglich gewesen sei, in dieser Beziehung dem Deutschen Reiche auch nur nahe zu kommen, daß die b e- sitzenden Klassen große niaterielle Opfer dafür bringen ohne zu klagen, daß aber die social« politischen Maßnahmen auf dem Gebiete der Ge werbe- Gesetzgebung eine Grenze haben müßten, wenn sie vom Lande ertragen werde» sollte. ES müsse auf diesem Gebiete der deutschen Nation eine Schon zeit gewährt werden. Bei der Gesetzmacherei müsse überhaupt ei» etwas langsameres Tempo eingesetzt werden. Des halb verzichte die Regierung darauf, die in der letzten Session nahezu zum Abschluß gebrachten Novellen znm Unfall versichernngs- und zum Jnvaliditäts- und Alters verficherungs- Gesetz oder etwaige neue socialpoli tische Gesetze vorzulegen. weil„die freudige Mit Wirkung der Unternehmcrklasse fehle". Den Dank für diese Rede blieb das Unternehmertum nicht schuldig. In der darauf folgenden Delegiertenversammlung des Centralverbands im Frühjahr 1898 sagte darüber Herr Vueck:„Meine Herren, es lag nahe, daß dieses mannhafte Auftreten von allen den Parteien und Parteiangehörigen aufs schärfste angegriffen und verurteilt werden würde, die in socialistischer Beziehung für ein überstürztes Vorgehen arbeiten und stets gearbeitet haben. Ich glaube aber, meine Herreu daß sich der Herr Staatssekretär des Innern Graf von Posa dowsky um das Allgemeinwohl und spcciell um die enteressen der deutschen Industrie durch eine derartige tellungnahme in hohem Maße verdient gemacht hat."(Zu stimmung und Beifall.)(Verh. der C.°V. Heft 79©. 1 Seite 86 sagt Herr Bueck dann:„Nun, meine Herren, die Vorlagen sind nicht wieder im Reichstag � erschienen. Herr Graf von Posadowsky hat in einer großen Rede. die ich schon mehrmals citiert habe, gute Gründe dafür angegeben. Er hat hingewiesen auf den Gegensatz der An schaumigen, die im Reichstage und außerhalb des Reichstags in dieser Frage vorhanden sind, und hat besonders hervorgehoben. daß die Regierungen sich mit den Vorständen der Berufsgcnossenschaften in einen akuten Widerspruch gesetzt haben würden, wenn die Vorlage in der vom Reichstage beschlossenen Weise in dieser laufenden Saison wieder eingebracht worden wäre." In Heft 89, Seite 34 sagt Herr Bueck noch hierüber:„Ich darf wohl die Vermutung aussprechen, daß unsre eingehend begründeten Bedenken, über die ich nur noch in der letzten Sitzung der Delegierten zu be richten die Ehre hatte, wohl dazu beigetragen haben mögen, daß diese Materie in der letzten Sitzungs Periode des Reichstags geruht hat." Prozent- Patrioten. Im Reichstage sind bei der großen chinesischen Wäsche unire patriotischen Schsffsreeder der Gegenstand allgemeiner Belobigung gewesen. Der lächelnde Neichskanzlcr. der derbe drnffgehende Kriegs- minister, der elegant schwätzende Basiermann, der klobige Eugen und alle die andren flössen über vom Lobe der Reeder. Die„Siblag- sertigkeit der Armee und Marine", die„L e i st u n g s f ä h i g k ei t « n sr e r Reedereien", das war die Oase des Trostes mitten in den blutigen Greueln der Chinesen-Massakrcs, welche die social- demokratische Kritik enthüllte. Die Prozent- Patrioten der Reederei wissen, warum sie die geschäftige Eile an den Tag legen, dem Khakiruhm des deutschen Militarismus die Bahn zu ebnen. Wir haben schon früher aus die Profite des Reedertunis an der romantischen Chinafahrt hingewiesen: die Herren lassen sich ihre„patriotische Leistungsfähigkeit", für welche die Werftarbeiter im Schweiße ihres Angesichts Ucberstunden machen mußten, von den deutschen Steuerzahlern mit Gold aufwiegen. Im Reichstage ist darauf bei der ersten Lesung noch nicht hingewiesen worden, um so nachdrücklicher kann eS zur zweiten und dritten Lesung geschehen. Bis zum 25. Oktober haben die patriotischen Reeder aus den Trnppen- und Materialientransporten 27 282 30V Mark eingestrichen. Diesen Profit schlucken die Firmen Hamburg-Amerika-Linie, Norddeutscher Lloyd, H. Diederichsen. Da letztere f irma nur an den Matcrialientransporten beteiligt ist, bleibt der berwiegend größere Teil des Millionenprofits in den Händen der Aktionäre jener beiden großen Gesellschaften hängen. Man kann sich vorstellen, welche patriotische Begeisterung das Gemüt dieser Herren bewegt. Die Firma Diederichsen hat an Materialientransporten, bei welchen der Raumgehalt der Schiffe nur teilweise in Anspruch genommen war, 8 908 000 M. verdient, 2 279 000 M. hat die Hamburg- Amerika-Linie von den Transportkosten eingesteckt.. Für das Vorkommando berechnet sich der Norddeutsche Lloyd an Transportkosten 34 000 M., für de» Transport des Welt- F e l d m a r s ch a l ls nebst Gefolge ab Genna 108 000 M., für 18 Truppendampfer des Lloyd und die Hamburg-Amerika-Linie 20 829 000 M.. außerdem noch für Personal- und Ausrüstung«. tranSport, ohne die obige Summe, an der auch die Firma Diederichsen beteiligt ist, 04 500 M. Das sind die Kosten bis zum 26. Oktober! Die Profite werden durch die Materialnachschiibe und RücktranSporte sich»och mehr als verdoppeln. Dabei sind ein besonders feines Geschäft der Reeder»och die.Liegegelder". Für jeden Tag, während welchem die Schiffe an der ostasiatischen Küste liegen, bis es dem Armee- Oberkommando gefällt, sie zu entlassen, lassen sich die Herren Reeder„Liegegelder" bezahlen, die pro Tag und pro Schiff zwischen 3000 und 8500 M. schwanken I Die n i e d r i g st e Summe, die dergestalt die Reeder an Liegegeldern erhielte», betrug bei der„Sardinia" 84 000 M.. sie stieg aber auch auf 212 000 M. bei der„Rhein" und 229 500 M. bei der„Batavia". Dabei waren vier Schiffe am 25. Oktober noch nicht entlassen, so daß die Summe der Liegegelder, die bereit« an jenem Tage 1 391 000 M. der Totalsumme ausmachte, noch»m ei» Beträchtliches steigen wird. Die Reeder sind gegenwärtig die leuchtenden Vorbilder kapita- listischen Patriotismus, uniwallt vom Weihrauch des Lob« der Re- giening und der Parteien. Wenn die rückgratlose Biilow-Mehrheit ans Geldbewilligen geht, werden die proletarischen Steuerzahler zu schmecken bekommen, was der Prozent-PatriolismuS der herrschenden Klasse» ihnen kostet._ Eine Komödie. Dem fluchtigen Präsidenten der annektierten TranSvaal-Republik ist in Frankreich der Empfang cinc« Triuniphator« bereitet worden. Senatoren, Deputierte, Maires haben ihn huldigend umdrängt und selbst die Spitzen der Staatsbehörde beabsichtigen, ihm die Ehren eines SonverainS zu bereiten. Und nicht nur in Frankreich bildet Ohm Krüger den Gegenstand der Huldigung, auch die deutsche Presse widmet dem Verbannten lange, von Sympathiebezeugungen über- strömende Begrüßungsartikel. Leider mischt sich in die Krüger« und Boerenbegeisterung diesseits und jenseit» de« Rhein« viel bewußte und unbewußte politische Heuchelei. In Frankreich, aber auch in Deutschland bildet der chauvinistische Haß gegen England ein starkes Motiv für den gegen Englands Ranbpolitik zur Schau getragenen Abscheu. Es ist nicht der Abscheu vor der Vergewaltigung fremder Nationen an sich, der der Krüger- Demonstration die starke Resonanz in den Bonrgeoiskreisen und BourgeoiSblältern verleiht, sondern der spcclfische Aerger über die e n g l i s ch e ExpanfionS Politik, die den übrigen Machten trotz deren Anstrengungen noch immer um mehrere Nasenlängen voran« ist. Die tönenden Phrasen von dem tapferen, biederen Boerem völlchen, das mit beispiellosem Heroismus seine heiligsten Güter. seine nationale Selbständigkeit und seine heimische Sitte gegen den englischen Kapitalistenklüngel verteidigt, können uns nicht beirren Frankreich hat vor diesen heiligsten. Gütern ftemder Nationen selbst nie allzu großen Respekt bewiesen. Und die unglaublich brutale Ueberhebung, mit der von derselben Presse, die jetzt über das Schicksal des Boerenvölkchen sentimentale Thränen vergießt, bei uns in Deutschland über die nationalen Rechte Chinas zur Tages ordmtng übergegangen worden ist, kennzeichnet zur Genüge die ab grundtiefe Heuchelei dieser Boerenanwälte. Bisher hat niemand den südafrikanischen Raubkrieg schärfer ver urteilt, als die Socialdemokratie, ivle auch niemand dem Helden mutigen Volkskrieg der Voerenrepublikcn eine gerechtere Beurteilung hat zu teil werden lassen. Aber gegenüber dem verlogenen Kriegs kult. der sich jetzt in Frankreich und Deutschland austobt, ist eine nüchterne Beurteilung der Dinge doppelt geboten. Wenn man einmal, wie das nnsre Khakipatrioten, zu denen auch der Freisinn sei» starkes Kontingent stellt, bei der Chinadebatte gc than haben, die Interessen des anlagehungrigen Kapitals als das höchste Kulturgebot proklamiert, so wird man auch Englands Raub krieg unter diesem Gesichtspunkt beurteilen müssen. Denn für die Profitwut des englischen Chinakapitals war die Boerenregierung thatfächlich ei» Hindernis. Sträubte sich doch Transvaal gegen die Herabsetzung der Frachtfätze der Eisenbahnen, dieAilfhebimg der Dynamit abgäbe, die Erleichterung der Einfuhr fremder Kaffeniarbeiter usw. Auch lehnten es die Boeren ja ab, den Ausländern die Bürgerrechte ein- zuräumen. Allerdings konnten ja die Boeren den englischen Kapitalisten diese Zugeständnisse nicht machen, ohne ihre Herrschaft zu gefährden und den Agrarstaat der fremde» Industrie auSzuliefeni. Aber dieser Agrar- und Vichznchtcr-Staat war ja entschieden die niedrigere Staatsform, folglich hatte England nach der Khakilogik das gute Recht, die Boerenstaaten als Kulturhemmnisse hinwegzufegen Auch bestand die Boerenaristokratie keineswegs aus solch würdigen Patriarchen, als welche man sie- verherrlicht hat. Die Boerenbcamten, mit Krüger an der Spitze, waren ganz geriebene Geschäftsleute mit dem Einkommen reicher Kapitalisten. Alles das hindert uns natürlich nicht, Englands Raub Politik trotzdem zu brandmarken— die Khaki- Patrioten dw gegen haben nicht das mindeste Recht, sich über Englands Ranfr Politik sittlich zu entrüsten, während sie sich auf der andren Seite für die genau so zu qnalifiziernde Chinapolitik begeistern. ES ist deshalb auch eine bittere Selbsttäuschung, wenn die „Frankfurter Zeitung' meint, die durch die Boeren-Demonstrationen geäußerte Verurteilung der englischen Politik beweise, daß sich das Gewissen der Menschen zu regen beginne. Es handelt sich hier nur wieder, soweit die Bourgeoisie in Frage kommt, um eine Komödie des politischen Pharisäertums, das durch den Spott über den Splitter im Auge des Nächsten den dicken Balken im eignen Ange vergessen machen will.— Deutsches Weich. Als einen der einflußreichsten Kanalgegner bezeichnete enator Walbrecht im nationalliberalen Verein in Hamiover den F i n a n z m i n i st e r Miguel: „Er hoffe, daß jetzt endlich einmal Klarheit hinsichtlich des Kanalbaus geschaffen werde: die Zukunft hänge vom neuen Reichskanzler ab. Hoffentlich habe Graf Bülow, der Mann mit dem klaren Blick für die äußere Politik, auch für die innere Politik den richtigen Blick und setze den Kanal durch trotz zahl- reicher Gegner, zu deren einflußreichsten der Finanz- minister von Miguel zähle." Die Kanalgegnerschaft Miguels war ja nach MiqnelS Kanalreden kein Geheimnis mehr. Daß die Nattonalliberale» ihr ehemaliges Fraktionsmitglied so scharf angreifen, beweist, lote sehr sie ihn von agrarischen Ketten umstrickt glauben.— Unter die Boxer ist, nach Stöcker und Bülow, auch die„Ethische Kultur" gegangen, die sich über die Heldenthaten in China, von denen die Hunnenbriefe singen und sagen, folgendermaßen äußert: „Wir sind überzeugt, daß auch die Regierung dem Morden in China mit schwerem Gewissensdruck gegenübersteht. Aber sie sagt mit Macbeth: Ich bin einmal so tief in Blut gestiegen Daß, wollt' ich nun im Waten stille stehen Rückkehr so schwierig wär als durchzugehn. Und das deutsche Volk selbst? Wird es dies alles weiter ruhig geschehen lassen? Werden nicht alle diejenigen, ivelche sich erinner», daß Deutschland auch ein Lessing, Goethe, Kant erstanden ist, endlich, endlich fich erheben gegen die Schän- dnng de« deutschen Namens, die Berwüstung des Volks- gewiffens? Nach dem Buchstaben und Geist der Wehrverfassnng haben alle waffenfähigen Bürger das Vaterland gegen jede Be- drohung seiner Integrität zu schützen— dürfen'sie auch als Schiiiderknechte benutzt werden? Vielleicht belvahrt sich ein Teil unsrer Soldaten, dem das Schaudern als der Menschheit besserer Teil noch nicht verloren ging, inmitten aller Greuel dennoch sein besseres Selbst— aber ist nicht mit Sicherheit anzunehmen, daß bei andren, vielleicht beim größten Teil jeder Rest von sitt- lichem Empfinden verloren gehen wird, verloren gehen muß? Und man male sich aus, wie jeder von diesen, weiin er zurückgekehrt ist, in seinem Kreise, als Bruder, als Kamerad, vielleicht später als Gatte, Vater und„Erzieher" seiner Kinder den in ihm erlveckten Hlinnengeist weiter wirksam werden läßt, wie jeder von diesey gleichsam«inen sittlichen Seuchenherd schafft, dessen lonta- giösc Wirkung unbegrenzt ist!" Die China-Debatte im Reichstage wird dem Fragesteller un- Iveifelhaft eine erschöpfende Antwort auf seine Fragen gegeben haben.— GtimmnngSmache. Seit dem Tage, da der neue Reichskanzler seine viel- oder nichtssagende Rede hielt, überschwemmt daS Wolffsche Bureau die Presse mit Lobeshyinnen anS den auS- ländischen Blättern, und noch hat sich die Flut nickt verlaufen. Natürlich werden stets nur die Stimmen gesammelt, die dem Kanzler günstig sind. Die Wiener Blätter, die sich in ihren Schmeicheleien schier nberpurzeln, werden alle direkt von Berlin bedient. Ob die verbindlichsten Stellen dann erst wieder von Wien hertelegraphiert werden, oder ob man der Einfachheit halber dem offiziösen Telegraph so- gleich eine Abschrift der Telegramme zustellt, entzieht sich unsrer Kenntnis. Wie die Sache gemacht wird, wird recht drastisch gekennzeichnet durch eine Sammlung französischer Preßstimmen zur Bülow-Rede, ivelche die„Kreuz-Ztg." veröffentlicht. Sie citiert die„Röpublique franyaise",„Libre Parole",„Echo de Paris" usw., alles nationa- listische Blätter, die bei ihrer ministerfeindlichen Stellung natürlich das Bestreben haben, dem französischen Ministerium möglichst viel Schwierigkeiten zu bereiten, seine Politik gegenüber der deutschen anzugreifen.— Unternehmer und Arbeiter im Zeiche» des wirtschaftlichen Niedergangs. Zur Zeit werden die Geschäftsberichte der mit dem 30. Juni abschließenden Unternehmungen bekannt. Die Coupon- s ch n c i d« r dürfen mit den Resultaten zufrieden sein. Obivohl man mit Rücksicht der bereits begonnenen Flaue zur Vorsorge die Abschreibungen besonder» hoch ansetzte, dürfen die Emvfänger der Entbehrunastöhne doch noch befriedigt auf das Resultat der Thälig- keit— andrer zurückschauen. Es stoßen zum Beispiel Dividenden ab pro 1899/1900:„Baroper Walzwerk" 24 Proz.,„Westfälische Stahl- werke" 17 Proz.,„Friedrich Wilhelni-Hütte" 14 Proz.(7 Proz. i.V.) «Ranbacher Hütte" 20 Proz.(15 Proz. i. B.) usw. Anders sieht es zur Zeit für den Arbeiter aus. Auf ihn sausen die Schläge der Krise bereits hageldicht hernieder. Arbeit?- ruhe und Lohnreduktionen, das ist die Schlnßnote für den Arbeiter aus der abgeschlossenen Proiperiintsepoche. Große Werke, wie.Ge- werkschaft deutscher Kaiser",„Westfälische Stahlwerke".„Baroper Walzwerk" usw. legen regelmäßige Feierschichten ein. Vielfach ist die tägliche Arbeitszeit verkürzt worden. Hand in Hand hiermit gehen die L o h n r e d u k t i o n e n. Die Schwüle des wirtschaftlichen Rückgangs hat bereits eine so gedrückte Stimmung unter den Arbeitern hervorgerufen, daß man Lohnrcdnktionen als etwas Unabänderliches annimmt. Und wie rücksichtslos die Lage von den Herren der Situation, den Kohlengniben- Feudalen, ans- genutzt wird, geht daraus hervor, daß auf den Gruben zur Zeit das Verfahren von Ueberschichten verlangt wird, gleichzeitig aber auch Lohnabzüge gemacht werden. Auf einer Grube der Gewerkschaft „Deutscher Kaiser"'mußten in den letzten Wochen je V2 Ueberschicht gemacht werden, dabei kürzte man die Accordpreise um 10 und 15 Pf. pro Wagen, ferner das Metergeld um 2 M. Das Unternehmertum arbeitete damit nach einem zwar brutalen, für ihn aber erfolgreichen System. Man kalkuliert: wenn der Arbeiter durch Ucbcrstunden den event. Ausfall infolge Lohnkürzinig wieder ausgleichen kann, dann giebt er sich zufrieden, besonder« wenn er Gefahr läuft, infolge der Konkurrenz auf dem vrbeiieniarkt leicht arbeitslos zu werden. Und für die Ueberfüllung de« rheinisch- westfälischen Arbeitsmarkts wird gesorgt. Trotz der vielfachen Arbeitslosigkeit werden immer noch fremde Arbeitkräfte herangeholt. Auf der be— rühmten Wohlfahrtsfabrik in Essen bleibt man auch ruhig bei dem bereit« gezeichneten System— Arbeiterentlassnng und Ueberschichten. Und nicht etwa, daß nur vielleicht in einem Be- triebe Arbeiter abgelegt werden, während in andren Werkstätten Ueberzcit gearbeitet wird, nein, in ein und demselben Betriebe er- folgen Arbeiterkündigungen und werden Ueberschichten gemacht.— Fürwahr ein köstliches Bild aus unsrer herrlichen Gesellschafts- Ordnung.— Eine päpstliche Encyklica soll demnächst erscheinen: die Blätter verbreiten Auszüge aus derselben. Der Inhalt beschäftigt sich mit der christlichen Demo« k r a t i e und zerfällt in zwei Teile. Der erste Teil handelt darüber. was die christliche Demokratie nicht sein soll; darin wird ihr jede Tendenz der politischen Demokratie untersagt. Sie schulde auch nichtdemokratischen Regierungen Achtung und habe jedes Zusammen- gehen mit dem revolutionären SocialiSmus zu ver- meiden und streng festzuhalten an den Grundsätzen der Encyklica Rerum Novarum bezüglich des persönlichen Eigentums und der gesellschaftlichen Ordnung. Der zweite Teil, der darüber handelt, was die christliche Demokratie sein soll, verlangt, daß die katholischen Parteien im Zusammenhang mit dem Volk stehen und eine Gesamtheit von Einrichtungen zur Hebung und Unterstützung der VolkSklassen schaffen. Der Papst ergänze damit die Encyklica Renim Novarum und warne ferner die verschiedenen socialen Parteien vor Uebertreibungen und Ausschreitungen. Der KatholiciSmuS und das Papsttum haben sich schon vielen neuen Zcitstrvmnngen angepaßt, so z.B. mit dem NcpublikanismnS: hat doch die ftanzösische Republik den Oberschutz über alle katho- liscken Missionen in Asien; die Zeit wird auch noch kommen, da die katholische Kirche sich gern dem SocialiSmus anpassen möchte.— Die gelbe Gefahr. Oft schon haben wir ans die w i rts ch a ftli ch en Gefahren der Erschließung Chinas hingewiesen, ans die furchtbare Kon- kurrenz, die durch die Explottierung der chinesischen KuliS durch ausländische Unternehmcr der deutschen Industrie und in erster Linie dem Proletariat der gegenwärtigen Industriestaaten er- wachsen könnte. Ans diese keineswegs zu unterschätzende Gefahr weist auch der Jahresbericht des niederländischen Generalkonsuls in Hongkong hin. In demselben heißt es: „Wenn es nach den Wünschen der Kansleute geht, dann muß so viel als möglich ganz China mit Eisenbahnen bedeckt werden, ans allen Flüssen und Kanälen sollen Dampfer unter europäischen Flaggcn die Erzeugnisse Europas bis in die entlegensten Gegenden des Reichs bringen, und endlick sollen an günstig gelegenen Stellen Fabriken errichtet werden, die mit europäischem Kapital und den wohl- feilen chinesischen Arbeitskräften ungeheuren Gewinn abwerfen müssen. Für den Kaufmann»nd den Kapitalisten sind diese Aussichten allerdings sehr verführerisch und fast alle Handels- kammern der Welt verlangen die Erschließung Chinas als ein europäisches Recht... Welcher Art würde nun der Zustand sein, wenn innerhalb kurzer Zeit die Idee der Erschließung Chinas verwirklicht werden würde und wenn das ganze Binnenland fortan zugänglich wäre? Man kann annehmen, daß das ganze chinesische Reich mindestens 100 Millionen Männer in der Kraft deö Lebens stellen kann, ans denen tüchttge Arbeiter gemacht werden können. Für Handwerker, für die Arbeiter in den Bergwerken oder im Ackerbau beträgt der Arbeitslohn durchschnitt- lich im Monat höchstens 7 mexikanische Dollar, was einem Wochenverdicnst von etwa 3'/e Mark gleichkäme. Was würde nun der Einfluß auf den Ivirlschaftlichen Ziistand in Europa sein, wenn jene Millionen starker, gesunder und geschickter Arbeiter, natürlich unter sachverständiger europäischer Leitung, zu s o niedrigem Arbeitslohn einen riesenhaften Ueberfluß von Erzeugnissen aller Art hervor- bringen und auf den Weltmarkt werfen? Würde dir europäische Industrie einen solchen Mit- b« w e r b ohne Krisis über sich ergehen lassen können? Und vor allem würde derZustandder arbeitenden Klassen in Europa nicht ein furchtbarer werden?"—_ Die bayrische BanernbnndSbewegnng. Die endgültige Einigung— die wievielte wurde nicht gesagt— der bayrischen Bauernbündler verkündeten in diesen Tagen triumphierend die Bündlervlätter. Am 3. November fand in Würz- bürg die Einigung statt in einer Versammlung, zu der angeblich 1300 Bauern aus allen Teilen Bayerns erschienen waren. Als spiritus rector der ganzen Aktion wirkte der alte schlaue Fuchs M e m m i n g e r, unerfreulichen Nürnberger socialdemokratischen An- denkenS. Und weil für ihn nicht nur sachliche, sondern vielleicht auch recht tristige persönliche Interessen in Frage kamen, hatte der be- währte Organisator die Verhandlungen wohl vorbereitet. Im Gegen- 'atz zu fniheren Bündlcrkongrcffen merkte man deutlich, daß die ganze Sache ein festes Rückgrat hatte. Die Gnindlinie freilich, auf der die Einigung zu stände kam, t die denkbar reaktionärste. Wohl leistete man sich eine feierliche Absage an den norddeutschen Bund der Landwirte, aber das geschah eben nur, � weil die Junker für einen hohen Gerste- und Hafcrzoll nicht das von den bayrischen Bauern gewünschte Interesse zeigen. Außerdem aber ist Anton Mcniiiiinaer der Intimus'des Frhrn. v. Th ü n g e n- R o ß b a ch, de« Hauptagenren des Bundes der Landwirte in Bayern. Ist also schon diese Absage mit einem wohl- berechtigten Mißtrauen aufzunehmen, so entpuppt sich-daS bekanitte bombastische Mißtrauensvotum an die Reichsregierung und ben neuen Sanzler als vollendeter Schwindel. Diesem After- Radikalismus in der Reichspolitik stehen entgegen die erzreaktionärsten Pläne und Gejinnungen in innerpolitischen Dingen. Schon allein der Umstand, daß man das Centrum der Bewegung nach dem reaktionären Franken berlegt hat, müßte zu den schwersten Bedenken Anlaß geben. Und die Reden, die auf dem Bundestage gehalten wurden, rechtfertigen diese Bedenken durchaus. So wetterte 8. B. der Rittergutsbesiger und ehemalige Kavallerie Offizier Brieger gegen die Socialdemokratie, weil sie im Landtage die Einführung des achtstündigen Normalarbeitstags für die Bergleute verlangte. Auch die Absichten in Bezug auf die Reichs- Versicherungsgesetze bewegen sich durchaus in der Richtung, die der Buecksche Centralverband der Scharfmacher eingeschlagen hat: jedes wahrhaft demokratische Element ist aus diesem geeinigten Bauernbund aus geschaltet. Das hat auch unfre bayrischen Parteiblätter zu einer eingehenden Betrachtung dieser nunmehr durchaus veränderten Verhältnisse veranlaßt. Der bekannte Bearbeiter des speciell bayrisch- politischen Teils unsrer bayrischen Bresse faßt am Schlusse einer Artikelferie, in die er die Entwicklung der bayrischen Bauernbewegung schildert, feine Meinung dahin zusammen, daß er sagt: Den ruhigen Beobachter haben wir lange genug gespielt, und da Gefahr im Verzuge ist für die Sache der Arbeiter, wird man uns bald überall dort, wo es angängig und nötig ist, in der Offensive sehen müssen." Abseits von dieser durch den geeinigten Bauernbund" gebildeten neuen Gruppe des allgemeinen Ordnungsbreies steht jezt nur noch der oberbayrische Waldbauernbund unter der Führung des namentlich sein, wenn Sie uns bis zum 28. November d. J. eine vor| Stellenvermittlung wünschen. An dritter Stelle wird sich die Komläufige veertrauliche Antivort zukommen ließen. Mit br. Gruß d. d. u. h. Z. Die Große Loge von Preußen, genannt Royal York zur Freundschaft. gez. Wagner, gez. Knorr, Großmeister. zugeord. Großmeister. gez. Hartung, I. Großauffeher. gez. Leisering, II. Großauffeher. Vorstehende Abschrift wird den Bbrn. Vertretern zur gefälligen Kenntnisnahme br. ergebenst mitgeteilt. Mizlaff, Großschriftführer. " Uns ist nicht recht verständlich, wie das Ansehen der Logenbrilder durch eine so hochpatriotische That aufs Empfindlichste geschädigt" werden könnte? Daß sie eine gottesfürchtige und patriotische Gesellschaft sind, ist doch hinlänglich bekannt. Allerdings sollen sie nach ihren Sagungen bie Tugenden üben ohne Furcht und Soffnung". Neue Chinamode. Unfre Chinakrieger follen eine neue Uniform erhalten, die diesmal feldgrau statt thatifarben sein wird. In Hersfelder Tuchfabriken wird bereits mit großem Eifer an der Herstellung dieses Uniformtuchs gearbeitet. Leider wird dieser Uniformwechsel am Charakter der Khaki politik nichts ändern. Wir werden deshalb trotz der Einkleidung unsrer Chinatruppen in ein schönes Modegrau, welches schöner ist, als die mehr der Lehmfarbe ähnelnde hakifarbe" des Khakitum nach wie vor bei dem bezeichnenden Namen nennen. miffion mit einem Antrag ihres' Mitglieds, des Centrumsabgeord neten Dr. Hige befassen, der Erhebungen über die Arbeitszeit, Sonntagsruhe, Beschäftigungsverhältnisse 2c. der im privaten Verkehrsgewerbe( Pferdebahnen, Omnibusse, Droschten 2c.) beschäftigten Personen wünscht. Achte General- Versammlung der Vereinigung der deutschen Maler. Würzburg, den 22. November 1900. Unterstügung eingetreten. Nach längerer Debatte wird folgender Es wird in die Diskussion über die Einführung der ArbeitslosenAntrag angenommen: Auf tausend Mit27,77 40,56 46,30 " 40,36 Bimmerer 58,68 W Maler Maurer Bimmerer. laia si 5,90 16,89 140,95 Töpfer 39,56 " bei den Malern 1896: 69,52 Maler 1896: 8,94 1898: 5,70 " 1899: " 7,35 " statistisches Material zu sammeln und eine Person damit zu beaufDie Generalversammlung beauftragt den Vorstand, auch fernerhin tragen, welche das Material zu bearbeiten hat. Ueber den nächsten Punkt: „ Der Bauarbeiterschutz in unsrem Gewerbe" referierte Link- Berlin. Der Redner führte etiva folgendes aus: Bisher ist in unfrem Gewerbe der Schuß für Leben und Gesundheit der Arbeiter arg vernachlässigt worden, die Zahl der Unfälle und Berufskrankheiten hat sich fortDeutschen Reich feit 1890 von 24,70 auf 21,80 pro Tausend Eingesezt vermehrt. Während die Durchschnittsziffer der Gestorbenen im wohner gesunken ist, bewegt sich die Sterblichkeitsziffer der baugewerblichen Arbeiter in aufsteigender Linie. glieder der Krankenkassen bei den Malern tamen 1891 6,70, 1894 7,80, 1896 7,30, 1898 8,17, 1899 9,44 Sterbefälle. Interessant ist um die Forstrechte der Bauern sehr verdienten Dr. Se l'eitner. Arbeiter- Zeitung" läßt sich aus dem Reichstag eine fleine, aber für frankheiten, wie Rheumatismus, Magen- und Darmleiden, ErWir hauen ja doch alle in eine Kerbe. Die Sächsische auch eine Gegenüberstellung der Erkrankungsfälle. Die BerufsBorsigender dieser Organisation ist der Bürgermeister von Ruhpolding, Huber, der durch die unchriftlichen Treibereien und Rickert behufs Eintragung in die Rednerliste die ihm vom Schrift nehmen einen sehr hohen Prozentsatz ein. In den Central- Krankenden Wadelstrumpf- Freifinn bezeichnende Episode berichten. Als Herr frankung der Atmungsorgane und die Bleifolik bei den Malern Heßereien gewiffer Centrums- Geistlicher und seines ehemaligen Bundesbruders Eisenberger veranlaßt wurde, von seinem Amt zurück- führer dargereichte Lifte durchsah, habe er etwa gefagt: Na ja, taffen zählte man auf 1000 Mitglieder an zurüd- tragen zutreten. tragen Sie mich nur hinter Kardorff ein. Wir hauen ja doch Berufskrankheiten Erkrankte: infolge von Betriebsunfällen: Der Waldbauernbund hielt nun in voriger Woche eben alle in eine Serbe." Ueber die freisinnige Stellungnahme Dachdecker 1894: Dachdecker falls eine Delegierten- Versammlung ab, in der man sich mit dem zu dem Verfassungsbruch der Regierung und der Hunnenschmach hat Maler eventuellen Anschluß an den Memmingerschen Bund beschäftigte. Herr Rickert damit in seiner finnigen Weise das treffendste Urteil Maurer Dieser wurde mit 113 gegen 1 Stimme abgelehnt, weil man die formuliert. Sie haben als Opposition definitiv abgedankt. in Würzburg erfolgte Stellumgnahme gegen die für Bayern und ganz Süddeutschland schädlichen und berAusland. derblichen Bestrebungen des Bunds der LandDänemark. wirte" nicht ernst nahm. Entschieden getadelt wurde auch die Forderung der gänzlichen Grenzsperre, wodurch der uralte und überDer von der Steuerkommission ausgearbeitete Steuer- Das sind Ziffern, die das Glend in unfrem Berufe bloßlegen, aus einträgliche Zwischenhandel, den die Bewohner der Grenz- reform- Antrag ist vom Foltething ziemlich einſtinunig angenommen da muß mit aller Energie seitens der baugewerblichen Arbeiter eindistrikte mit Jungs, Mager- und Nuzvieh aus den Alpenländern und dem Landes thing überwiesen worden. Und nun kommt die gegriffen werden. Es muß einmal unsren Kollegen gesagt werden, treiben, sofort vernichtet und den Gebirgsbauern ein schwerer Schaden Regierung fehr post festum mit ihrem Antrag! Und der ist daß wir nicht nur die Pflicht haben, für höhere Löhne und Verentstehen würde. Weiterhin erteilten die Delegierten ihrem früheren, danach. So enthält er eine Erhöhung der Branntwein steuer, türzung der Arbeitszeit einzutreten, sondern auch für unser höchstes sehr radikalen Führer Eisenberger von Ruhpolding, der ohne die die bisherige Abgabe von 36 Deren per Pot Branntwein auf Gut, unser Leben, unsre Gesundheit müssen wir Schuß fordern. Mandat der Würzburger Versammlung beigewohnt und seinen Bei- 80 Dere ſteigert. Sie bringt jest napp 3 Millionen ein, Ich schlage Ihnen folgende Resolution vor und bitte um einstimmige tritt zum Memminger- Bund erklärt hatte, ein Mißtrauensvotum, und soll, nach der Berechnung, später bis 61/2 Millionen Annahme derselben: infolgedessen Eisenberger seinen Austritt aus dem Waldbauernbund einbringen. 3/5 bleiben dem Staat, die Hälfte des Rests soll den Kommunen überwiesen, der Rest zu einem Versicherungsfonds für Unbemittelte gegen Invalidität und Altersversorgung verwandt werden. Diese Bestimmung soll der Köder sein, auf den der Folkething anbeißen soll. Die Kommunal- Ueberführungen kommen hauptsächlich den Großgrundbefizer zu gute, so daß die Arbeiter nichts davon haben, aber die riesige Branntweinsteuer hauptsächlich zahlen müssen. Da die Gemeinden auch Anteil an den Solleinnahmen erhalten, werden fie Gegner der 38ollreform werden. Das Gesez ist also eine Verhinderung der notwendigen Zollreform. Auch die Vermögens Der ganze Antrag soll nur verhindern, daß der der Steuerund Einkommensteuer hat weniger steigende Stala als jetzt. tommiffion angenommen wird, der dem konservativen Ministerium nicht paßt, wie die scharfen Angriffe des Finanzministers Scharling im Landesthing gegen den vom Foltething angenommenen Antrag be weisen. Nimmt aber der Landesthing den Regierungsantrag an, kommt wieder keine Steuerreform zu stande. berkündete. zu Ob letterer auf die Dauer lebensfähig ist, wird sich ja mit der Zeit herausstellen. Arbeit für ihn ist noch genug vorhanden, da in Bezug auf die Fischereirechte dieselben Kalamitäten bestehen, wie bei den Forstrechten, deren sich der Bund so außerordentlich er folgreich angenommen hat. Es ist auch durchaus nicht aus geschlossen, daß die Waldbauern bei den nächsten Wahlen ein entfcheibendes Wörtlein mitzuredeu haben, vorausgesezt natürlich, daß es Herr Dr. Kleitner dann nicht wiederum vor sieht, auf Forsgungsreifen nach Rußland 3 geben! Abgesehen also von diesem verhältnismäßig einen Säuflein, das sich um das Banner Dr. Kleitners schart, bilden die geeinigten Bauernbünde Bayerns in Gemeinschaft mit dem Liberalismus, der feinerseits wiederum mit dem Bund der Landwirte kartelliert ist, einen einzigen reattionären Urbrei. Und in den Landesteilen, in denen unsre Parteigenossen aus politischen Gründen bisher wohlwollende Schonung übten, wird man den Herren Agrariern. ohne Rücksicht auf das Mäntelchen, das sie sich umhängen, gehörig auf die Näte gehen" müssen.Penfioniert wurden in der deutschen Armee vom 1. Oftober bis 15. November cr.: 2 Generallieutenants, 3 Generalmajore, 6 Oberste, 5 Oberstlieutenants, 16 Majore, 20 Hauptleute, 8 Oberlieutenants, 4 Lieutenants. In Summa 64 Offiziere. Kosten pro Jahr 225 000 M. Kopenhagen, 23. November. Jufolge von Meinungsverschieden heiten bezüglich der Steuerreform- Borlagen sind heute neun Mitglieder, welche für die vom Folfething angenommenen Steuerreform vorlagen stimmen wollen, aus der Partei der Rechten des Landesthings ausgetreten. Frankreich. Die Deputiertenkammer nahm in ihrer heutigen( Freitags-) Vormittagssigung das Budget des Innern an, nachdem sie den von Walded- Rousseau bekämpften Abänderungsantrag auf AbAußerdem wurden ohne Pension verabschiedet 3 preußische verworfen hatte. Die Kammer nahm sodann das Kultus budget schaffung der geheimen Fonds mit 391 gegen 131 Stimmen Lieutenants. Ausgeschieden sind 4 preußische Oberlieutenants, an, nach Ablehnung eines von Waldeck- Rousseau bekämpften Ab6 preußische und 1 württembergischer Lieutenant, so daß der änderungsantrags auf Abschaffung dieses Budgets mit 366 gegen Gesamtverbrauch an Offizieren in oben genanntem Zeitraum 78 189 Stimmen. Hierauf wurde die Sigung aufgehoben. beträgt. Bon den Pensionierten treffen auf Breußen 1 General- Präfident Krüger wohnte dem ihm zu Ehren veranstalteten lieutenant, 2 Generalmajore, 5 Oberste, 4 Oberftlieutenants, Bankett nicht bei. Die Gelderland" ist wieder nach Niederländisch12 Majore, 15 Hauptleute, 7 Oberlieutenants, 2 Lieutenants( Summa 48); auf Bayern 1 Generallieutenant, 1 Generalmajor, 1 Oberst, 1 Oberstlieutenant, 3 Majore, 3 Hauptleute, 1 Lieutenant( Summa 11); auf Sachsen 1 Hauptmann( Summa 1); auf Württemberg 1 Major, i Hauptmann, 1 Oberlieutenant, 1 Lieutenant( Summa 4). Die Freimaurer von Byzanz. Abschrift. Vertraulich! An sämtliche Johannis- Tochterlogen. Berlin, 5. November 1900. Ehrw. Meister vom Stuhl! Geliebter Bruder! Innerhalb der 3 altpreußischen Großlogen ist die Jdee an geregt worden, gelegentlich der bevorstehenden Feier des 200jährigen Bestehens des Königreichs Preußen, Seiner Majestät dem Könige als Zeichen ihrer Dankbarkeit für die zahlreichen Beweise Aller höchster Huld und Gnade und den ihnen erst neuerdings wieder durch Verleihung der Rechte juristischer Personen an die Tochter Togen bethätigten Allergnädigsten Schutz in höchst kritischer Lage, sowie als Ausdruck unwandelbarer Treue und Anhänglichkeit an das erlauchte Haus Hohenzollern, eine Huldigung darzubringen. Diese Idee ist an den leitenden Stellen nicht nur freudig begrüßt, sondern auch beschlossen worden, sie in die That um zufezen. Indien abgefahren. Am 22. beförderte das Telegraphenamt in Marseille 15 000 Zeitungs- Telegramme mit 200 000 28orten. Dr. Heymans erflärte in einer Unterredung, daß Krüger fich nicht nur an Frankreich wenden will, sondern Aufruf an einen Aufruf ganz Europa und an Amerika richten wird. Der Präsident wollte Marseille heute früh 9 20 Uhr verlassen. Sein nächster Aufenthaltsort ist Dijon. Von dort reist er am Sonnabend mittels Specialzugs nach Baris weiter. Sein Aufenthalt in der französischen Hauptstadt ist auf 4 Tage berechnet. Bon Paris begiebt sich Strüger über Brüffel nach dem Haag. Es ist noch nicht sicher, ob er in Brüssel Aufenthalt nehmen wird. Italien. Die Deputiertenkammer trat mit 190 gegen 61 Stimmen dem Vorschlage des Ministerpräsidenten Saracco bei, die Begründung der Interpellation Ferri und Genossen betreffend die Aufhebung der 8ölle auf Getreide bis nach der Beratung des Budgets zurückzustellen. Afien. Daily Mail" meldet aus Yokohama: Japan modernisiert fich mit unheimlicher Geschwindigkeit. Repräsentantenhauses Hoshi ist angeklagt, große Geldsummen als Der Minister für Kommunikationen und frühere Präsident des Beste chung angenommen zu haben; feine Verhaftung ist wahr. Das Beamten- Kollegium der Großen Loge hat in seiner Angelegenheit sein Amt bereits niedergelegt. Man hält es für scheinlich. Der Kriegsminister hat infolge der Aufsehen erregenden Sigung am 3. d. M. dieselbe ebenfalls zu der feinigen gemacht wahrscheinlich, daß durch den Vorfall der Sturz des gesamten und, in Uebereinstimmung mit den maßgebenden Faftoren der Ministeriums herbeigeführt wird. beiden andren Großlogen, die Form dieser Huldigung darin zu finden geglaubt, daß Seiner Majestät eine größere Geldspende für doch nicht, wenn es wegen folch eines fleinen Banamas noch Ganz auf der Höhe der Zeit befindet sich Japan allerdings wohlthätige Zwede zu Allerhöchstseiner persönlichen Verfügung zu Ministerien stürzt.Füßen gelegt werde. Afrika. 1898: 62,60 1899: 53,72 Resolution für den Bauarbeiterschuh. Gemäß den Beschlüssen des Berliner BauarbeiterschußKongresses haben die baugewerblichen Arbeiter da die Neichsregierung es abgelehnt hat, ein Reichsbauarbeiterschutzgesetz zu erlassen, dieselbe vielmehr durch ihren Vertreter, v. Posadowsky, die Erklärung abgab, daß die Regelung der Bauarbeiterschutzbestimmungen Sache der einzelnen Bundesstaaten sei die Pflicht, bei allen zuständigen Behörden durch Eingaben, Petitionen usw. dahin zu wirken, daß die Regierungen geawungen werden, Gesetze zum Schuße des Lebens und der Gesimdheit der baugewerblichen Arbeiter zu erlaffen. Die Generalversammlung der Vereinigung deutscher Maler zu Würzburg beschließt daher: Jn Erwägung, daß im Malergewerbe bie Berufskrankheiten in schredenerregender Weise gestiegen find, hält es die Generalversammlung für unbedingt notwendig, daß bei Lohntämpfen folgende Forderungen aufgestellt werden: 1. Ankleide räume, die nur für den Aufenthalt der Arbeiter bezw. deren Kleider dienen. Farben usw. dürfen in dem Ankleideraum nicht aufbewahrt werden. 2. Der Unternehmer hat für genügende Waschvorrichtungen auf den Arbeitsstellen zu forgen, und find vor jeder Essenspause dem Arbeiter 5 Minuten Zeit zum Reinigen der Hände von dem Farbenschmutz zu gewähren." Hierzu sind wir umsomehr berechtigt, als diese Forderungen dem Unternehmer bereits durch die Reichsgewerbeordnung § 120a, c, d und e zur Erfüllung obliegen. Es spottet jeder Beschreibung vom hygienischen sowohl wie vom fanitären Standpunkt, wenn wir uns heut die sogenannten„ Buden" der im Malergewerbe beschäftigten Personen betrachten. Faft ohne Ausnahme sind es Farbenräume, bestimmt zur Aufbewahrung von Materialien für den Unternehmer. Meistens sind diese Räume im Keller belegen. Daß die Kleider, die den Tag über in solchen Räumen hängen, durch und durch von den giftigen, gesundheitsschädlichen Dünsten durchfeucht sind, ist klar; daß diese schädlichen Einflüsse in dem erhigten und schweißigen Körper beim Anziehen einen nur zu geeigneten Boden finden, um die Gesundheit zu untergraben und die Berufskrankheiten zu fördern, bedarf keiner weiteren Erwähnung. In fernerer Erwägung, daß, so weit von einem Bauarbeiterfchutz sei es in Landesgesetzen, sei es in sogenannten Polizeiverordnungen ausgedrückt gesprochen werden kann, diese Bestimmungen sich lediglich auf Rohbauten beztv. Maurer, Zimmerer, Dachdecker, Klempner beziehen; auf die Ausbau- oder Innenarbeiter( Buzzer, Töpfer, Stuccateure und Maler) finden die event. Verordnungen feine Anwendung. Deshalb haben die Maler die Pflicht, im Verein mit den gesamten baugewerblichen Arbeitern bei den zuständigen Behörden dahin zu wirken, daß die Verordnungen auf das gesamte Baugewerbe Anwendung finden. Desgleichen muß unsrerseits dahin gewirkt werden, daß vom 1. Oktober bis 1. April nur bei geschlossenen Fenstern und Thüren gearbeitet werden darf. Ebenso ist das Arbeiten bei offenen Coatstörben zu berbieten. An Stelle derselben treten sogenannte Kanonenöfen mit Abzugsröhren. Damit diese Polizeiverordnungen und Unfallverhütungsvorschriften, so weit dieselben in§§ 78-82 des 11.-G. 6./7. 1884 ausgedrückt sind, für den Arbeiter wirklich praktischen Nugen haben, müssen wir bei den städtischen und staatlichen Behörden energisch darauf dringen, daß Baugewerbe Inspektionen ernannt werden. Diese Inspektionen haben die Pflicht, die Betriebe der Unternehmer bezw. deren Arbeitsstellen zu kontrollieren, in wie weit den PolizeiVerordnungen bezw. Unfallverhütungs Vorschriften nachgekommen wird. Die Bauinspektionen sind zur Hälfte aus technisch geschulten Baubeamten vom Staat und zur Hälfte aus den Organisationen der baugewerblichen Arbeiter zu entnehmen. nommen. 1 Nach längerer Debatte, die sich im Sinne des Referats bewegte, wird die vom Referenten vorgeschlagene Resolution einstimmig angeHierauf wird zur Beratung der Statuten und Anträge geDer§ 1 des Statuts bleibt bestehen. Als wichtigster Fortschritt Wir bitten Sie, Ehrw. Meister, infolgedessen nunmehr br. ergebenst, der Förderung und Verwirklichung der beregten Jdee Hunnentum in Südafrika. Der wegen feiner Brutalitäten Ihre gütige Hilfe leihen zu wollen, indem Sie die geliebten im Sudan verschriene Lord Kitchener, der„ Schlächter von schritten. Bor. Mitglieder Ihrer Ehrw. Loge in angemessener Weise um Omdurman", beabsichtigt nach der„ Dail Expreß den Guerillakrieg ist die Erhöhung des Beitrags im Sommer von 25 Pf. auf 35 Pf. Beiträge angehen. Mit Bezug hierauf stellen wir Ihrem br. Er- durch potenzierte Brutalitäten zu erstiden. Um seine Hunnenarbeit messen anheim, ob, im Hinblick auf das wohlberechtigte Bestreben, nicht durch Sentimentalitäten stören zu lassen, sollten alle Kriegs- pro Woche zu verzeichnen, der Winterbeitrag beträgt wie bisher eine möglichst ansehnliche Summe zusammenzubringen, es nicht torrespondenten zum Berlaffen Transvaals gezwungen 15 f. pro Woche, der obligatorische Streitfonds fällt weg. Der empfehlenswert erscheine, einzelnen, wohlhabenden, durch ihren be- werden. Auch die Soldatenbriefe aus Südafrika sollen unter Antrag wird in namentlicher Abstimmung mit 56 gegen 17 Stimmen währten Wohlthätigkeitsfinn hervorragenden Brüdern persönlich drückt werden. Das System der Kulturverbreitung ist in Südafrika angenommen. Ebenso ein Antrag, daß der Vorstand im Verein mit und in vertraulicher Form die Förderung des Gedankens also dasselbe wie in China. dem Ausschuß in außergewöhnlichen Fällen, wo es die Jutereffen ganz besonders warm ans Herz zu legen. der Organisation erfordern, eine Ertrasteuer ausschreiben kann. Den Filialen verbleiben 25 Broz. und 75 Broz. gehen der Hauptkasse zu. Partei- Nachrichten. Parlamentarisches. Des weiteren bitten wir den gel. Bbr. Mitgliedern unberbrüchliches Schweigen über die ganze Angelegenheit zur unabweisbaren Pflicht zu machen. Ein vorzeitiges Bekanntwerden Die Reichskommission für Arbeiterstatistik wird, wie die„ h. in der Oeffentlichkeit, namentlich durch die Presse- gleichbiel ob Westf. 3tg." erfährt, am 28. d. M. zusammentreten. Sie wird sich die Jdee zur That wird oder nicht- würde nicht nur die Sache in erster Linie mit der Frage der Sonntagsruhe in der Binnen- Ein schnurrige Debatte, die uns aber höchst überflüssig ers selbst, sondern auch das Ansehen der Brüderschaft der drei be- fchiffahrt zu beschäftigen haben. An zweiter Stelle stehen die scheint, hat sich in einigen Parteiblättern angesponnen aus Anlaß teiligten Großlogen aufs Empfindlichste zu schädigen geeignet fein. Eingaben des Verbands der Schlächtergesellen Berlins und der Konftituierung des Reichstags. Bekanntlich machte unfre ReichsEndlich ist zu betonen, daß höchstmögliche Beschleunigung Umgegend vom 8. April 1900 und des Verbands der deutschen tagsfraktion entsprechend ihrer Stärke Anspruch auf den Poften des erforderlich erscheint, da dem Bernehmen nach die Feier bereits Fleischergesellen, die Maßnahmen gegen die Mißstände in der Arbeits- zweiten Bicepräsidenten und eines Schriftführers. Der Anspruch am 2. Januar 1901 stattfinden soll. Wir würden Ihnen dankbar zeit, der Sonntagsruhe, den Betriebs- und Schlafräumen und der wurde, aenau wie in der vorigen Seffion, so auch in dieser, vom Genossen Singer im Seniorentonvent geltend gemacht. Man hat von Centrumsfeite die Bedingung daran geknüpft, daß unfre Genossen auch die konstitutionellen Repräsentationspflichten" erfüllen müßten. Singer hat darauf erwidert, daß der socialdemokratische Vicepräsident alle geschäftsordnungsmäßigen Pflichten erfüllen werde. Daß die Pflege höfischer Beziehungen nicht zu diesen Pflichten gehört, darüber hat er aber gleichfalls feinen Zweifel ge= laffen.( Siehe Vorwärts" Nr. 268, 16. November.) Trotzdem wurden die von unsrer Fraktion präsentierten Kandidaten nicht gewählt. " Dies der einfache und flare Thatbestand, über den, soweit das Verhalten unsrer Fraktion in Frage kommt, unsres Erachtens kein Wort weiter zu verlieren wäre; sie hat durchaus forrett gehandelt: fie macht Anspruch auf die Rechte, die ihr nach dem Brauche des Reichstags zustehen, sie verspricht alle Pflichten zu erfüllen, die ihr daraus geschäftsordnungsmäßig erwachsen. einer Da erging fich unser Karlsruher Parteiblatt, der„ Volksfreund", in Betrachtungen darüber, daß doch unsre Genoffen um Ceremonie willen nicht auf ein wichtiges Recht verzichten dürften, es wäre doch ganz interessant, Singer mit Wilhelm II. zusammen zu sehen; im badischen Landtag würde der in Frage kommende socialdemokratische Kandidat nicht zögern, das Amt im Präsidium mit allen Verpflichtungen" zu übernehmen usw. Als ihm darauf vom demokratischen badischen Landesboten" vorgehalten wurde, daß er winsche, socialdemokratische Führer sollten beim Kaiser in Audienz gehen, erklärte das Parteiblatt, daß davon gar keine Rede sein fönne; es handle fich nicht um höfifche Pflichten, Audienzen und Hofbälle, sondern um die Ausführung staatsrechtlicher Afte, Ueberreichung von Adressen usw." Worten. schreiten. " In der Mannheimer Boltsstimme" hielt nun ein Genoffe St. den Zeitpunkt zu einem großen Entrüstungsartikel gegen den Volksfreund" für gekommen und der„ Volksfreund" antwortete darauf in einem noch größeren Artikel mit Aufwand von noch mehr großen Auch das„ Volksblatt für Halle" findet bereits Grund zum EinAll die viele Tinte hätte nicht vergossen zu werden brauchen, wenn die Artikelschreiber genau gelesen hätten, wie sich die Sache verhält. Es ist ein reiner Streit um des Kaisers Bart. Der Volksfreund" will, daß die socialdemokratische Reichstags- Fraktion alle Rechte wahrnehmen soll, die ihr zukommen: das thut fie; er will, daß fie alle daraus erwachsenden Pflichten( staatsrechtliche Alte", sagt er) erfüllen soll: dazu hat sie sich auch bereit erklärt. Der Boltsfreund" will so wenig wie seine Kritiker, daß die Fraktion höfische Pflichten" übernimmt. Daß die Fraktion daran nicht denkt, hat Singer mit aller Deutlichkeit erklärt. Wozu also der ganze Streit? Wir fügen noch hinzu, daß leider ein geschriebenes Recht, nach welchem die Präfidialposten nach der Stärke der Fraktionen zu verteilen find, nicht besteht; es ist nur parlamentarischer Brauch. Die bürgerlichen Barteien haben der Socialdemokratie gegenüber diesen parlamentarischen Brauch um höfischen Brauches willen gebrochen. Nur um der Möglichkeit einer Legendenbildung vorzubeugen, als hätte die Fraktion leichtfertig auf ein wichtiges geschäftsordnungsmäßiges Recht verzichtet, haben wir das Wort hierzu ergriffen. Gemeindewahlen. In Breslau fanden Ersatzwahlen zum Stadiverordneten- Kollegium in 10 Bezirken statt, an denen sich die Parteigenossen beteiligten. In 6 Bezirken, die für die Arbeiter sehr ungünstig sind, wurden nur Zählkandidaten aufgestellt, die ohne jede Agitation ganz beachtliche Stimmenzahlen erhielten. In den vier andren Bezirken vermehrten sich die socialdemokratischen Stimmen/ recht beträchtlich. Gewählt wurde zwar kein Parteigenosse, doch fommen in einem Bezirk Aus diesem Grunde und da uns das Wohl und Wehe aller| Fälle eine Gesamtstrafe bon givei Wochen Mittelarrest. unsrer Arbeiter und Angestellten, ohne Ansehen der Personen, am Der Gerichtshof erkannte auf fünf Tage Mittelarrest wegen Herzen liegt, wir auch die Hoffnung für die Zukunft nicht sinken vorschriftswidriger Behandlung eines Untergebenen, bon der ließen, also bessere Zeiten erwarteten, haben wir uns zu Anklage der Mißhandlung sei. freizusprechen. Der Verden letztens getroffenen Maßnahmen entschlossen, in denselben die urteilte erklärte jedoch, sich bei diesem Richterspruch nicht zu beeinzige Möglichkeit fonstatierend, feinen unsrer Arbeiter entlassen ruhigen und will Berufung einlegen. zu müssen, wo dies sonst aber bei fast allen Werken geschehen. Die Staatsanwaltschaft hat gegen das freisprechende Urteil Leider sind die Verhältnisse stärker, als unser auf das allge in der Straffache gegen Graf Bückler, Redacteur Dr. Bötticher und meine Wohl hinzielende gute Wille und besten Absichten; wir Schriftsteller Heinrich Böckler Revision eingelegt. Bekanntsehen uns nun gezwungen, das eintreten zu lassen, was wir mit lich sind die Genannten von der Anklage der Aufreizung verunsern Absichten zu verhindern beabsichtigten. Hierdurch ersuchen wir also alle diejenigen Arbeiter, welche schiedener Bevölkerungsklassen gegen einander freigesprochen worden. mit den jetzt gültigen Löhnen 2c. troß unsrer Zusage, daß wir Härten vermeiden wollen und wo angängig unsre Unterstügung werden angedeihen lassen, demnach nicht glauben, sich über die schlechte Zeit hinweghelfen zu können, ihre Entlassung entgegenzunehmen und wünschen wir denselben hierdurch anderwärts bestes Wohlergehen. Wer dagegen mit uns solidarisch auch die gegenwärtig fehr ungünstige Zeit durchzufämpfen bereit ist, nehme die Versicherung entgegen, daß wir seiner auch in besseren Zeiten gedenken werden. Doch wie Gott will! Betschau, den 20. November 1900. Betschau Weissagter Landwirtschaftliche Maschinenfabrik und Eisengießerei A. Lehnigk Akt.- Ges. = China. Eine deutsche Schlappe? Die Morning Post" meldet das Gerücht, daß die deutsche Expedition der Kolonne Port, welche nach Stalgan vorstoßen sollte, auf starten Widerstand gestoßen nnd zurückgeschlagen worden sei. Das Gerücht erhält durch den Umstand eine ge: visse Wahrscheinlichkeit, daß Waldersee Verstärkungen abgesendet hatte mit der Weisung, fich auf dem Rückweg mit der Kolonne York zu vereinigen. Die Morning Post" meldet ferner, daß das] Konzert der Mächte In diesem Aufruf wird zunächst behauptet, daß gute Beiten bisher für das Betschauer Wert nicht dagewesen seien. 6-8 Proz. in eine starke Disharmonie geraten sei. Die Friedensverhandlungen Dividende für die Aktionäre Ueberstunden für die Arbeiter hätten einen feineswegs befriedigenden Verlauf genommen, so daß - für die Arbeiter, jedoch eine vollständige Erschütterung des internatio nalen Konzerts durch nicht unmöglich sei. Auch eine Einigung. ändern. Die chinesischen Diplomaten werden sich völlig zerschmettert Englische Schmerzen. das sind freilich keine guten Zeiten für die Unternehmer läßt sich das Uebel wohl ertragen. Es wäre auch zu fragen, ob die Dirittion gleichfalls ihre Bezüge herabgesetzt hat, was wohl eher möglich gewesen wäre, als bei den Arbeitern, die so schon jämmerlich entlohnt werden. Darüber schweigt sich die Entgegen den obigen Nachrichten melden die„ Times", daß die große Erklärung der Direktion aus, und es nimmt sich etwas Gesandten sich wenigstens in einem wichtigen Punkte geeinigt hätten. fonderbar aus, wenn zum Schluß der Wille Gottes angerufen wird. Sie seien nämlich übereingekommen, daß die offenbare unWenn so fromme Herren in der Direktion thätig sind, dann wäre aufrichtigkeit, welche die Chinesen dadurch bewiesen, daß sie ihnen das Studium des alten Testaments sehr zu empfehlen, ihre im Auslande tendenziöse Nachrichten verbreiteten, in der gemeinHandlungsweise gegen die Arbeiter müßte sich dann aber sehr ia men Note, deren Ueberreichung sich infolge der auseinandergehenden Interessen der europäischen Mächte verzögert hat, ErMittlerweile haben nun doch Verhandlungen mit den Aus- wähnung finden soll. ständigen stattgefunden, und zwar im Beisein des Bürgermeisters. Es wurde ein Schriftstück aufgesezt, nach welchem die fühlen! Kommiffionsmitglieder sich verpflichten sollten, für die Wiederaufnahme der Arbeit einzutreten, die Direktion sich aber verpflichtete, wenn die Konjunktur günstiger sich gestaltet, d. h. wenn wie bisher wieder 10/2 Stunde gearbeitet wird, die früheren Löhne wieder gezahlt werden. Die Kommission hatte dieses Schriftstück unterzeichnet. Als jedoch die Arbeiterschaft Kenntnis davon erhielt, machte sich allgemein eine Mißbilligung geltend. Schließlich wurde auf abermalige Vorstellung beim Direktor zugebilligt, daß die Stundenangabe in dem Schriftstück gestrichen wird. Die Arbeiter verlangten einzufügen:" Wenn mehr als acht Stunden gearbeitet wird." In diesem Fall sollten die alten Löhne gezahlt werden. Das Verlangen wurde von dem Direktor abgelehnt und darauf mit 252 gegen 11 Stimmen die Fortsetzung des Streits beschlossen. mit den Vertretern der Organisation verhandelt hätte. Durch das Wahrscheinlich wäre eine Verständigung erzielt, wenn die Direktion Eingreifen des Landrats und Bürgermeisters ist die Situation nur verwirrt, weil die Herren von den Dingen keine Kenntnis haben. Der Kampf dauert also fort. Bemerkt sei, daß in Oestreich und Böhmen Metallarbeiter zu Den„ Times" wird aus Peking vom 20. d. M. telegraphiert: Li- hung- Tichang habe geäußert, die Ernennung Jüchangs zum Gouverneur von Hupe sei infolge des energischen Widerspruchs des englischen Gesandten rückgängig gemacht worden; an seiner Stelle fei Ching Hsing, der Schazbeamte von Honan, ernannt worden. Diese Ernennung, besagt die Meldung der" Times" weiter, ſei ebenso unerwünscht, wie die Yüchangs. Unwahrscheinlich flingt, was sich die Frankfurter Zeitung" aus New York melden läßt: Die" Saa" sagt, der deutsche Vertreter in Peking verlange Enthauptung des Prinzen Tuan und andrer Würden. träger, bevor weitere Verhandlungen mit den chinesischen Friedenstommiffären erfolgen. inzwischen längst aufgegebenen Standpunkt der famosen Bülow- Note Wir können nicht glauben, daß Deutschland sich wieder auf den stellen könnte. So unintelligent ist die deutsche Diplomatie denn doch nicht. Letzte Meldungen. Berlin, 23. November.( W. T. B.) Feldmarschall Graf hohem Lohn nach Vetschau gesucht werden. Mögen diese walderje e meldet aus Beting: Detachement Mühlenfels hat am zwei Parteigenossen gegen zwei Beilen zur Warnung für die dortigen Arbeiter gelten. 20. November stärkere Borerbanden nach kurzem Gefecht aus Streifvergehen. Der Maurer Julius Zierepp aus Potsdam Antiatschwang vertrieben. Boyer haben 50 Tote, 8 Geſchüße wurde wegen Nötigung und Beleidigung, begangen an dem Maurer verloren. Die Eskadron der Kolonne Yord, Rittmeister Rusche, Nähring aus Werder a. H., zu drei Monaten Gefängnis hat die Nachhut der von Hsüenhwa auf Hwaian zurückgehenden verurteilt. Der Angeklagte hatte den Nähring nach seinen Verbands- Truppen angegriffen und 8 Gepäckwagen mit Geld, Munition und papieren gefragt, und da derselbe keine besaß. ließ sich Bierepp hin- Ausrüstung erbeutet. Chinesen hatten 30 Tote und scheinen unter reißen und gebrauchte in der Aufregung einige beleidigende Aus- General Majütun und Hochentai in Auflösung nach der Provinz drücke. Schanst zu fliehen. Konservative in Stichwahl. Die beiden Konservativen erhielten 578 und 567 und die Socialdemokraten 454 und 453 Stimmen. Den Ausschlag werden die Liberalen bezw. Freifinnigen geben, die 142 und 133 Stimmen erzielten. Es wird den Freifinnigen, deren Kandidaten bei der Landtagsnachwahl nur durch socialdemokratische Hilfe gewählt wurden, gewiß lieb sein, daß fie sobald Gelegenheit finden zu zeigen, daß ihre politische Einsicht und Charakterfestigkeit nicht hinter der der Socialdemokratie zurücksteht. gegeben. wird. Franzöfifche Kammer. Redner Bei der Gemeinderatswahl in Gera wurden, wie wir bereits einen Arbeitsnachweis errichtet, der in der Verwaltung eine Der Holzarbeiter Verband hat für seinen Gau in Thüringen turz berichteten, 5 Parteigenossen gewählt. Zu besetzen waren vollkommen nnparteiische Stellung einnehmen soll. Von diesem Ge- Lehte Nachrichten und Depelihen. 18 Mandate, so daß die bürgerliche Liste 8 Mandate errang. Nach fichtspunkt aus wurde in Verhandlung mit der Tischlerinnung in den Gesamtstimmenzahlen kämen der bürgerlichen Liste mur 6, der Erfurt getreten, die ihr Einverständnis mit der neuen Einrichtung socialdemokratischen.7 Mandate zu; wurden doch im ganzen befundete. Es ist darauf die Verständigung erzielt, daß die Leitung Paris, 23. November.( W. T. B.) In der Nachmittags25 502 bürgerliche und 25 902 socialdemokratische Stimmen ab- und Verwaltung des Arbeitsnachweises dem Holzarbeiter- Verband Sigung interpellierte Vigne über das Drama von Zinder. In Siegmar bei Chemnitz wurde der socialdemokratische verbleibt, der Tischlerinnung aber eine Kontrolle zugestanden erinnert daran, daß er in einem Buche die schwersten Anklagen gegen gewiffe Offiziere und Beamte im Sudan erhoben Kandidat gewählt und ebenso in Sedlingen( Anhalt). erwartet habe, wegen dieses Buches an= In Gottesberg in Schlesien, im Kreise Waldenburg, wo des Verbands Meldestellen vor, welche die Aufgabe haben, die Ver- geflagt zu werden. Die Organisation des Arbeitsnachweises sieht in allen Filialen und vergeblich Er schildert sodann die von der Kolonne fich die Barteigenoffen zum erstenmale an den Stadtverordneten- mittelung von Arbeitsstellen möglichst mit Kräften vom Orte selbst Boulet- Chanoine begangenen Greuelthaten. Oberst Klobb sei ausWahlen beteiligten, wurde ihr Kandidat mit großer Mehrheit gewählt. auszuführen und nur, wenn geeignete Arbeitskräfte am Ort nicht gesandt worden, um diese Kolonne an der Fortführung der VerEinen Achtungserfolg erzielten auch unsre Genossen in Konstanz vorhanden sind, der Centrale, die in Erfurt ihren Siz erhalten hat, wüstungen und Mezeleien zu verhindern. Redner verlangt, daß an in Baden bei ihrer erstmaligen Beteiligung. Sie erzielten 236 Stimmen Meldung zu machen. Durch die Centrale soll dann der Austausch den Verübern von Verbrechen Justiz geübt werde und ſpricht dann gegen 549 bürgerliche. Konstanz ist eine Hochburg des National- von Arbeitskräften über den ganzen Bezirk erfolgen. Die Arbeits über den Sklavenhandel im Sudan sowie über Grausamkeiten, die vermittelung geschieht für die Verbandsmitglieder kostenlos, die in Madagaskar begangen find. Lasies findet die Erzählungen, die Arbeitgeber haben, da fie die Zahlung einer festen Bauschalsumme Vigne vorgebracht habe, übertrieben. Redner hält der Regierung vor, ablehnten, für jede stattgefundene Vermittelung eine mäßige Gebühr daß sie zu übereilt gegen Boulet und Chanoine gehandelt habe und zu entrichten. daß sie bloß auf die Denunziation des Lieutenants Beteau hin den Oberst Klobb ausgesandt habe, um beide verhaften zu lassen. Guillain, der frühere Minister der Kolonien, rechtfertigt die Absendung des Obersten Klobb und gedenkt in rühmenden Worten Klobbs und Galienis.( Beifall.) Die Sigung wird hierauf aufgehoben. liberalismus vom alten Schlage. Eine Wahlkreiskonferenz des Wahlkreises Grünberg Freystadt beschloß, entsprechend dem Parteitagsbeschlusse. sich nun mehr an den preußischen Landtagswahlen zu beteiligen. Man hofft bei einer eventuellen Wahl das Bünglein an der Wage zu bilden und will dann eins der beiden in Frage kommenden Mandate für sich in Anspruch nehmen. Die Errichtung eines Partei- und Gewerkschaftshauses beschlossen Socialdemokraten und Gewerkschaften in Elberfeld. Zu diesem Zweck sollen die„ Wilhelmshöhe" und zwei Nachbargrundstücke zum Preise von 145 000 M. angekauft werden. Berichtigung. Bei den Stadtverordnetenwahlen in Deffau er zielten unsre Genossen nicht 1000, sondern 1600 eigene Stimmen. Polizeiliches, Gerichtliches uho. Wegen Beleidigung des Stadtrats von Zittau wurde der Redacteur der„ Chemnitzer Boltsstimme", Genosse Schöpflin, zu 120 M. Geldstrafe verurteilt. Der Ausstand der Schiffchensticker in Blauen i. 2. erstreckt sich zur Zeit auf 23 Betriebe mit 92 Arbeitern. In 25 Betrieben mit 152 Arbeitern ist der geforderte Tarif bewilligt. Gegenwärtig schweben Verhandlungen vor dem Gewerbegericht. Ausland. Den streikenden Straßenbahnern von Lyon haben sich auch die Omnibuskutscher und Schaffner angeschlossen. Der socialistische Bürgermeister versucht zu vermitteln und empfängt täglich Deputationen der Arbeiter. Die Direktion der Gesellschaft, welche ebenfalls täglich Sizungen abhält, hat noch keine be friedigende Buſage gemacht. Die Streitenden befürchten, daß man versuchen werde, den Betrieb mit Hilfe von Soldaten und der Polizei aufrecht zu erhalten. Dies würde leicht Anlaß zu größeren Ruhestörungen geben. Echon jetzt sucht das Publikum, das ganz auf feiten der Streifenden steht, die Ausfahrt von Wagen in jedem In St. Etienne streiten ebenfalls die all zu verhindern. Straßenbahn- Angestellten. Gerichts- Bettung. Boeren- Kämpfe. London, 23. November.( W. T. B.) Die Abendblätter ver öffentlichen ein Telegramm aus Middelburg, in welchem Einzelheiten mitgeteilt werden über die Kämpfe, die in der Nähe der Station Balmoral und der Wilge Niver Station stattgefunden haben. Aus dem Telegramm geht hervor, daß die Boeren bei dem Angriff auf diese Posten an Toten und Verwundeten insgesamt 180 Mann verloren haben. End Paris, 23. November.( W. T. B.) Der Senat nahm die Genoffe Paul Jahn- Berlin erhielt gestern vom Schöffen Amnestievorlage an, welche alle wegen Breßvergehen und wegen gericht in Finsterwalde wegen Ungebühr vor Gericht" eine fofort zu vollstreckende Haftstrafe von 48 Stunden. Er stand unter Anklage Berstöße gegen das Versammlungsrecht sowie während der antisemitischen Unruhen in Algier verhängten Strafen umfaßt. wegen Bürgermeister Beleidigung, begangen in einer Ver jammlung während des Tabalarbeiter- Streits, wegen welcher drei Dijon, 23. November.( W. T. B.) Präsident Krüger traf heute nachmittag 54 Uhr hier ein. Schon auf den verschiedenen Monate Gefängnis beantragt waren. Auf die wiederholte zurechtWegen Mikhandlung und vorschriftswidriger Behandlung Stationen, die der Eisenbahnzug passiert hatte, so in Avignon, weisung des Gerichtsvorsitzenden, sich in den Schranken der er eines untergebenen hatte sich am gestrigen Freitag der Unteroffizier Tarascon, Valence und besonders in Lyon waren dem Präsidenten teidigung zu halten, da er sonst wisse, was ihm passiere, äußerte Kühne von der 12. Compagnie des Garde- Füfilier- Regiments vor stürmische Ovationen dargebracht worden; verschiedene Maires hatten Jahn: Das weiß ich; ich weiß aber auch, daß es noch höhere dem Kriegsgericht der ersten Garde- Infanterie- Division zu ver- den Präsidenten in Ansprachen begrüßt; man hatte ihm Adressen Instanzen giebt, als das Schöffengericht. Darin wurde die Ungebühr antworten. K., einem jungen Unteroffizier, war in seiner Korporal- und Blumen überreicht. Auch der Empfang in Dijon gestaltete sich zu schaft auch der Füsilier Arndt zugeteilt. Mitte Oktober soll St. nun einer enthusiastischen Kundgebung für Krüger. Auf die Begrüßungsdem betreffenden Soldaten beim Bettbauen gestoßen und eine Wasch ansprache des Maires antwortete Krüger mit Dankesworten für den schüffel mit schmußigem Waffer über den Kopf gegoffen haben. Im ihm in Frankreich bereiteten Empfang und sprach die Ueberzeugung zweiten alle, anfangs November, habe der Unteroffizier dem A. aus, daß seine Sache, da sie eine gerechte sei, doch triumphieren einen Stoß verfest, als er einem Befehl zu langsam nachgekommen werde. erblickt. " Palut Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. Der Streik der Arbeiter der landwirtschaftlichen Maschinen- sei. Bum gestrigen Termin waren eine Reihe Füsiliere der Washington, 23. November.( Telegramm des„ Reuterschen fabrik- Aktiengesellschaft in Vetschau dauert unverändert fort. Die betreffenden Korporalschaft als Zeugen erschienen. Zwei der Bureaus".) Staatssekretär Hay hat an die Mächte eine gleichArbeitseinstellung ist einhellig, es arbeiten nur noch die Lehrlinge. selben bekundeten, daß der Unteroffizier in der That im ersten lautende Note gerichtet, in welcher er die Ziele darlegt, welche die Streifbrecher sind bisher noch nicht vorhanden. Der Streit ist be: Fall sich an Arndt vergangen habe, der Rest der Zeugen Bereinigten Staaten bezüglich Chinas berfolgen, und auseinanderzeichnend für das Verhalten der Unternehmer bei dem wirtschafts will von beiden Vorgängen nichts gesehen haben, trotzdem fie fich fegt, wie fich die Ziele, welche allen Mächten gemeinsam wären, am lichen Niedergang. Die Direktion erließ im„ Vetschauer Anzeiger" zur Zeit in der Etube befanden. Arndt behauptete, daß er infolge besten erreichen lassen würden. die nachstehende Bekanntmachung: des Schlags noch nachträglich Schmerzen gehabt habe. Unteroffizier New York, 23. November.( W. T. B.) Ein aus Colon in Die Industrie unterliegt wie alle Einrichtungen, an denen fich St. bat das Kriegsgericht um die Gestellung eines Verteidigers; der Kingston( Jamaica) eingetroffener Dampfer bringt die Meldung, daß Menschenhände und Menschengeist bethätigen, dem Wechsel der Füfilier sei ihm feindlich gefinnt, weil er ihn vorher wegen Lüderlich- am Montag und Dienstag bei Culebra( Columbia) heftige Kämpfe Zeiten und der Verhältnisse; den guten Jahren folgen ungünstige feit beim Compagniechef angezeigt habe und weil A. infolge dessen zwischen den Aufständischen und den Regierungstruppen stattgefunden und umgekehrt. Wir haben mit unserm Arbeiterstamm die legten nicht in eine Cirkusvorstellung gehen durfte. Der Angeklagte will hätten. Die Regierungstruppen hätten schwere Verluste gehabt. ungünstigen Jahre, von guten konnte bei unsrem Werte nicht die von dem ersten Fall überhaupt nichts wissen, im zweiten Fall habe eine andre Truppe der Aufständischen solle jetzt mit Regierungstruppen Rede sein, da dasselbe sich erst Bahn brechen muß, durchgearbeitet er den A. nur ganz leise geschuppst". Der Gerichtshof lehnte die in der Nähe von Panama in einen Kampf verwickelt sein. n und hofften auch die so plötzlich über die gesamte Judustrie ge- Bestellung eines Verteidigers ab. Der Vertreter der Anklage- Colon und Panama jei das Geschäftsleben gänzlich unterbunden, in tommene magere Zeit uns durchzukämpfen. behörde, Gerichtsaffeffor. Dr. Ullmann, beantragte für beide beiden Städten herrsche Banit. Berantwortlicher Nebacteur: Dr. Georg Gradnauer in Groß- Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. Br. 274. 17. Jabrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt, Sonnabend, 24. November 1900. Reichstag. dann ist dieser Zustand beseitigt. Und dann folgten die abfälligen Sehr richtig! Heiterkeit bei den Socialdemokraten.) Der KriegsBemerkungen über das Wort Indemnität! Wenn das wahr ist, was Graf minister wünschte die Verfasser der Hunnenbriefe tennen zu lernen. Lerchenfeld gesagt hat, so tönnen wir es erleben, daß einmal der Sie zu nemmen habe ich gar keinen Grund( Lachen rechts), um dessent6. Sizung. Freitag, den 23. November 1900, 1 Uhr. gange Etat aufgestellt und eine ganz neue Armeereorganisation durch willen keinen Grund, meine Herren von der Rechten, weil die Am Bundesratstische: Reichskanzler Graf v. Bülow, Graf geführt wird, ohne daß wir auch nur befragt werden. Lassen Sie Briefe allesamt bereits in der deutschen Presse erschienen sind. Posadowsky, v. Goßler. sich derartige moralische Ohrfeigen gefallen, so ist es Ihre Sache! Wenn der Herr Kriegsminister glaubte, daß diese Briefe die UnDie erste Beratung des dritten Nachtrags- Etats( China- Wir laffen fie uns nicht gefallen und wehren uns wahrheit enthielten, so hätte er die Staatsanwaltschaft instruiert und Expedition) wird fortgefekt. fo träftig wir tönnen dagegen!( Sehr gut! bei den die Veröffentlicher dieser Hunnenbriefe zur Berantwortung ziehen lassen. Socialdemokraten.) Davon ist bis heute nichts verlautet. Das Kriegsministerium hat eine eigne Abg. Haffe( natl.): Herr Bachem hat ja Verwahrung gegen die Auffassung des Grafen Breßabteilung, die alle Erscheinungen der Presse auf das sorgfältigste Die Debatte der letzten Tage hat im ganzen ein durchaus be- Lerchenfeld eingelegt, aber auch nur sehr mäßig und dazu zwang ihn verfolgt, aber weder der Kriegsminister, noch irgend ein Staatsanwalt friedigendes Resultat gehabt, da verschiedene Spannungen, die ja die ganze Haltung feiner Partei. Hat doch der Führer dieser hat bisher Strafantrag gestellt, während sie doch wissen mußten, vorhin bestanden, durch dieselbe gelöst worden sind. So dürfen Partei, Herr ieber, auf dem legten Katholikentage bie wünschens- daß, falls diese Briefe unwahr wären, ihre Veröffentlichung die wir mit Befriedigung feststellen, daß uns die Indemnitätswerte Klarheit über die Stellung des Centrums zur Regierung ge- blutigste Beleidigung der deutschen Armee bedeutete.( Sehr gut! nachfuchung feitens des Herrn Reichskanzlers und auch für schaffen. Er hat dort ausgeführt, vollkommen einig in politischer bei den Socialdemokraten.) Aber fie alle batten das Ge Bayern durch Graf Lerchenfeld zugestanden ist. Erfreulich Beziehung mit der Regierung zu fein, sei nicht möglich und fühl, daß das, was in den Hunnenbriefen berichtet war es auch, daß Graf Bülow freundliche Beziehungen zu werde niemals möglich sein; und doch hat das Centrum es ver- wird, so schauderhaft es klingt, doch leider wahr sein müsse. Rugland nachweisen konnte und feststellte, daß unfre Politit in China standen, die maßgebende Partei zu bleiben. Freilich den Lugus- Der Herr Kriegsminister hat weiter erklärt, der Kaiser; nur dahin geht, mit Festigkeit und Entschiedenheit die Rechte und einer selbständigen Politit hat es erst dran geben fönne in feiner Weise für diese Greuelthaten verantwort Interessen des deutschen Volks zu wahren. Nicht minder erfreulich müssen.( Lebhaftes hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Also lich gemacht werden. Ich wiederhole meine Frage: war für uns zu sehen, daß der Reichstag mehr und mehr auch das ist das politische Glaubensbekenntnis des Centrums. Den Lurus Ift von seiten der deutschen feiten der deutschen Heeresverwaltung oder Interesse und Verständnis für die auswärtige Politit, die sogenannte einer selbständigen Politik hat es erst dran geben müssen, dagegen des Oberkommandos in China an die deutschen Soldaten deutsche Weltpolitik, zeigt. Herr v. Wangenheim behauptete, das ist es nichts weiter als der Schleppträger der Politit des Reichs- der Befehl gegeben worden: Pardon wird nicht gegeben. deutsche Volk sei in feiner Mehrheit gegen eine Weltpolitit. tanglers.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Unter solchen Gefangene werden nicht gemacht? Das wollen wir wissen, das Demgegenüber muß festgestellt werden, daß die einzelnen Atte der Umständen kann von einer ernsthaften Opposition des Centrums nicht müssen wir wissen.( Lachen rechts; lebhaftes Bravo! links.) Wenn Weltpolitik bisher immer die Zustimmung der großen Mehrheit des die Rede sein. Das Centrum war einftmals eine Oppofitionspartei, der Herr Kriegsminister diese Frage nicht klipp und Klar beantwortet, Reichstags gefunden haben. So war es früher bei den ersten damit ist es jetzt für immer vorbei.( Lachen in Centrum! Sehr so ziehe ich den Schluß daraus, daß ein solcher Befehl gegeben Dampferfubventionen, so noch zuletzt bei der Besetzung Kiautschons. richtig! bei den Socialdemokraten.) Es war nicht nur ein lapsus worden ist.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Der Herr Allerdings halte ich eine Weltpolitik nur für möglich auf der Grund- linguae, als Herr Bachem gestern sagte, daß die Regierung dem Kriegsminister meinte, so weit dürfe die Verantwortung des Kaisers lage einer gefunden Heimatspolitik, insofern gebe ich Herrn Centrum die Indemnität auf dem Präsentierteller entgegenbringt, nicht gehen. Run, wir haben wie immer ein Schweineglück. Gestern b. Wangenheim rect. Vor allem dürfen wir in diesem Augenblid sondern das entspricht nur seinen innersten Gedanken.( Sehr gut! b. d. Soc.) tommit mir ein in der„ Fränkischen Tagespoft" veröffentlichter Hunnenjedoch nicht vetgeffen, unserm Kaiser den Dant dar Wenn das Centrum sich mit der Regierung au berständigen versteht, brief au: zubringen, denn seiner Initiative, seiner 8ähig- dann ist alles gut, dann herrscht über allen Wipfeln Ruh'.( Sehr feit und dem Schwung seiner Beredsamteit ist der Sieg gut! bei den Soc.) der Jdee der Weltpolitit im deutschen Wolfe vor Ich komme nun zu den Ausführungen des Herrn Kriegsministers allem zu verdanken. Die vornehmste Aufgabe des neuen Herrn gegenüber meiner ersten Rede. Er sagte, dieselbe zeichnete sich mehr Reichskanzlers wird es sein, den Kaiser genau über die wirkliche Stimmung burch Länge als durch Tiefe aus. Es find das fast wörtlich dieselben des deutschen Volts, wie sie sich in den letzten Debatten gezeigt Worte, die der Herr Kriegsminister jedesmal anvendet, sobald ich an ut, zu unterrichten. Bei dieser Gelegenheit möchte ich den Herrn dieser Stelle eine meiner sogenannten Anklagereden gegen ihn halte. Reichskanzler um Schutz für die Deutschen in Südafrika, die in Ich glaube, das ist doch mehr eine Verlegenheitsphrase Massen von den Engländern ausgewiesen werden, bitten. Anders von ihn.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Welche, ob als die Haltung der bürgerlichen Parteien ist ja allerdings meine oder seine Rede wertvoller war, das überlasse ich dem Urteil die der Socialdemokratie. Der Leitartikel des Vorwärts über des Hauses. Ich habe ja teinen Grund, das Lob meiner eignen die erste Sigung der China Debatte sprach von den„ reinigenden Rede zu singen, aber aus der Thatsache, daß sich alle mir nach Gewittern" der Rede Bebels und verherrlichte diesen Redner in einer folgenden Redner bemüht haben, meine Ausführungen zu widerWeise, die sich mit der Ablehnung des Personentultus seitens der legen, schon geht doch hervor, daß daß sie Socialdemokratie schlecht verträgt. Mit dem Hinweis auf den ganz gleichgültig gewesen ihnen nicht Hier haben Sie in optima forma bon einem unbefangenen nicht offiziellen Charakter der von Baffermann angeführten Socia- minister meinte, mich als einen Anhänger des Voltsheers hätten Briefschreiber, wie die Befehle des Kaisers aufgefaßt worden liftischen Monatshefte" find die Ausführungen meines Freundes nicht die Erfahrungen des Bogerkriegs wenig befriedigen müffen. Nun, find. Daß Weiber und Kinder gemordet werden sollen, das hat der widerlegt. Herr Singer hat nicht bestritten, daß Bernstein Social- biefe Worte kann der Herr Kriegsminister nur an die Leute gerichtet aifer nicht befohlen, er hat im Gegenteil gesagt: Schonet die haben, die nicht alle werden.( Sehr gut! bei den Socialdemokraten.) Weiber und Kinder. Aber das ist von den Soldaten so Die Angaben des Herrn Singer über die Verhältnisse der Sollte er damit wirklich einen Eindruck auf irgend einen urteils- ausgeführt worden, wie es in den Briefen beWerftarbeiter des„ Bultans" in Stettin waren auch nicht richtig. fähigen Menschen haben machen wollen, so würde das feiner richtet ist und daß die Vorgänge sich in der That Nach einer mir zugegangenen Depesche sind die Löhne der Arbeiter Urteilskraft dort durchschnittlich gestiegen. Herr Singer hat die Nhe inisch- Haufen, ein sehr wenig rühmliches Zeugnis ausstellen. so abgespielt haben, das ist außer Zweifel, sonst wären berwie sie jetzt in China in China zusammengerannt sind, artige Briefe ganz unmöglich. In diesem Brief, den ich eben vorWestfälische Zeitung" citiert. Dies Organ ist aber vollständig un- die nur mit Speeren und Lanzen bewaffnet find, gelesen habe, hat nicht der miles gloriosus dem Mann die Feder geabhängig und durchaus nicht offiziell. Ueberhaupt hat die kann man natürlich niemals als ein Voltsheer bezeichnen; das führt, Herr Stöcker, denn aus dem Brief geht hervor, daß ber Rebe des Herrn Singer mit ihren wenig geschmackvollen versteht sich von selbst. Vielleicht haben sie einige Aehnlichkeit mit Schreiber selbst die Vorgänge aufs tiefste bedauert. Ich bitte also Wendungen nur geringen Eindrud gemacht. Sie hat nur wieder den alten Landstürmern von 1818, bie ja auch einige ähnliche Auf- den Herrn Kriegsminister, die nötigen Recherchen anzustellen. deutlich gezeigt, daß die Socialdemokratie stets auf der Seite der gabe gegen Napoleon zu erfüllen hatten, wie die Borer in China.( Rufe rechts: die Briefe sind noch kein Beweis.) Es ist fürwahr Gegner des Deutschen Steichs, und hier der Borer, steht. Herr( Unruhe rechts.) Gewig! Sie( nach rechts) sind ebenso als Er- genug Beweis, daß derartige Briefe überhaupt veröffentlicht werden Richter hat sich gegen die Notwendigkeit einer deutschen Kolonial- oberer in das chinesische Land eingedrungen, wie Napoleon tönnen. Die„ Fränkische Tagespost" würde niemals wagen, fie abarmee ausgesprochen. Wir sind der gegenteiligen Ansicht und in das Deutsche Reich, und die die Boyer haben das zudruden, wenn sie nicht bon der Richtigkeit überzeugt wäre. Sie meinen, daß die Ereignisse ber legten 8eit volle Recht, Sie aus ihrem Lande herauszufordern von uns den Beweis für die Echtheit der Briefe. Führen die Notwendigkeit einer solchen Armee geradezu bewerfen.( Unruhe rechts.) Nennen Sie mich hundertmal Sie doch selbst den Beweis, daß die Briefe falsch sind, wiesen haben. Wir werden uns ja jedenfalls in nicht einen Verteidiger der Boyer, ich bin ein Verteidiger der geben Sie zum Staatsanwalt und machen Sie Anzeige. Der Staatsdiefer Angelegenheit zu beschäftigen Wahrheit.( Lachen rechts, lebhaftes Bravo bei den Socialdemokraten.) antvalt wird dann die Untersuchung anstellen und da wird sich heraushaben. Die Weltpolitik stellt uns bor neue große Ich werde die Dinge stets so darstellen, wie sie sind, und ich weise stellen, was wahr ist.( Große Unruhe und Zwischenrufe rechts. Glode Fragen, an deren Lösung wir uns mit Eifer machen müssen. es entschieden zurüd, wenn man in einseitigster und parteigehässigster des Präsidenten.) ( Bravo! bei den Nationalliberalen.) Weise alle Schuld auf jene Seite schiebt.( Lebhaftes Bravo bei den Socialdemokraten.) zu demokrat ist. Forderung auf 300 M. als Reisekosten.( Heiterkeit.) ſein tann. De Der Herr Kriegs" Ich vertraue auf Gott und bete jedesmal, wenn wir ins Gefecht ziehen, er möge mich vor feindlichen Kugeln bewahren. Ich will Dir mir etwas schreiben: Wie es bei uns zugeht, davon hast Du keine Ahnung. Es ist gar kein richtiger Krieg, nur ein gegenseitiges Morden! Wie wir die erste Schlacht gewonnen hatten, da hättest Du sehen sollen, wie wir in die Stadt einrückten. Alles, was uns in den Weg kam, ob Mann, Frau oder Kind, alles wurde abgeschlachtet.( Sört! hört! bei den Socialdemokraten.) Nur wie da die Weiber schrien! Aber des Kaisers Befehl lautet: ,, Kein Pardon geben," und wir haben Trene und Gehorsam geschworen, und das halten mir auch...( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Ich will weiter nichts schreiben, denn es ist ja gräßlich, wie es da zugeht..." Präsident Graf Ballestrem: Ich bitte, den Herrn Redner nicht minifters au den Neuformationen. Ich habe and ſeinen und verzettelt bie Diskussion. Wenn Remedur einzutreten hat, so Sehr interessiert hat mich die Stellung des Herrn Kriegs- 8u unterbrechen, das führt zu nichts. Das filhrt zu Einzelgesprächen Ausführungen entnommen, daß die Regierung in nicht allzulanger werde ich dafür sorgen, daß sie eintritt. man eine Staatssekretär des Auswärtigen Amts Frhr. v. Richthofen: Die englische Regierung hat zugefagt, daß die unrechtmäßig aus Transvaal ausgewiesenen Deutschen entschädigt werden. Ueber den Modus der Entschädigung schweben zur Zeit Verhandlungen zwischen den Regierungen. Die Feststellung der Entschädigung ist natürlich leichter, ist ja auch ganz selbstverständlich, daß man die jetzt geschaffenen Rotwendigkeit gesprochen, daß ein Krieg ab und zu eintreten müſſe, Zeit mit der Forderung einer Kolonialarmee kommen wird. Es Abg. Bebel( fortfahrend): Der Kriegsminister hat von der wenn Belege da sind. Wir werden uns aber auch solcher Fälle an: Formationen als Brücke benutzt, um den Reichstag in die Zwangs- das wäre ein Glüd für die Armee, damit sie den nehmen, in denen Belege fehlen.( Bravo 1 bei den Nationalliberalen.) lage zu verfeßen, fie, nachdem sie einmal geschaffen sind, zur Bildung Ernst des Kriegs tennen lernen. Wie Wie schwer die Entschädigungen im einzelnen Fall festzustellen find, ber Kolonialarmee zu benutzen.( Lachen rechts. Sehr richtig! bei den folche Auffassung mit dem Bekenntnis des Christentums dafür nur ein Beispiel. Ein Mann, der arm nach Transvaal ging Socialdemokraten.) und arm anrückkehrte, forderte eine Entschädigung von 10 000 m. Da tommen Sie nicht herum. Sobald die vereinigen kann, das verstehe ich nicht.( Sehr gut! 300 ermäßigte bei der Untersuchung auf dem Polizeipräsidium ſeine dann wird die Boru Ende find, werden wir uns weitersprechen; bei den Socialdemokraten.) Auf der einen Seite redet man der NotVorlage fommen. wendigkeit des Kriegs das Wort und auf der andren Seite betont Der Herr Kriegsminister hat von der Ermordung der Enropäer man, daß man sich anstrengt, daß der Friede erhalten werde. Abg. Schrader( frs. Vgg.) gesprochen, die der Ermordung von Chinesen vorausgegangen sind doch Widersprüche, die sich nicht vereinigen lassen. Und ist der ( bei der großen Unruhe im Hause schwer verständlich) verbreitet sich feien. Meine Behauptung ist aber bisher nicht widerlegt, Krieg ein Glück für die Armee, so muß man doch daran die ganze über das Missionswesen in China. Die Missionen in China haben daß so lange gegen Europäer feine Verbrechen begangen Armee teilnehmen lassen( Bewegung), so darf man sich nicht damit sehr bedeutende Schwierigkeiten au überwinden. Sie sind nicht worden sind," als nicht von deutscher Seite die begnügen, daß nur ein so kleiner Teil der Armee dieses Glück beliebt beim chinesischen Mandarinentum. Das ist auch der ersten Gewaltthaten ausgeübt wurden. Ich habe genießt, wie die 20 000 Mann, die nach China gefchickt sind. Das Grund, weshalb die Diplomatie den Missionen nicht sehr die Thatsachen angeführt, die Quellen angegeben wäre doch die notwendige Folge.( Sehr richtig bei den Socialgeneigt ist. Graf Lerchenfeld hat es so hingestellt, als und von keiner Seite, weder von Herrn v. Levezow, noch von Herrn demokraten.) Ist das aber nicht richtig, darf man das nicht, so ob es völlig gleichgültig wäre, об in die Vorlage das Stöcker, noch von den andern Herren, noch von der Regierung ist der sollte man es auch unterlassen, derartige zweideutige Wort Indemnität hineinkomme oder nicht. Der Meinung allermindeste Versuch gemacht, zu beweisen, daß vor der Eroberung Reden zu führen.( Lebhafte Bustimmung links und bei den bin ich nicht. Es entspricht nur den verfaffungsmäßigen Grund- von Tafu, bevor deutsche Soldaten chinesische Unterthanen ermordet, Socialdemokraten.) sägen, wenn ausdrücklich Indemnität nachgesucht wird. Wir erschossen haben, Angriffe auf Deutsche erfolgt find. Das kann Ich komme dann mit einer furzen Bemerkung zu den Ausfind ja alle bereit, zu bewilligen, vielleicht mit Ausnahme auch von niemand widerlegt werden. Wenn wir nun aber das Ver- führungen des Herrn Reichstanzlers. Der Herr Reichskanzler ciner fleinen Gruppe.( Abg. Bebel ruft: Unire fahren der deutschen Kriegführung auf das schärfste tadeln, dann hat erklärt, er übernähme die Verantwortung für die Kaiserrede in Gruppe ift viermal jo groß wie Ihre Gruppe! geschieht es deshalb, weil wir meinen, daß wir eine Nache für un- Bremerhaven, in Bremerhaven sind zwei Kaiserreden gehalten Heiterfeit.) Jawohl, aber alle zusammen sind wir doch mehr wie angebracht halten, die sich gegen die wendet, welche die Verbrechen worden; ich nehme an, daß der Reichskanzler die vom 3. Juli meint, Sie.( Lachen bei den Socialdemokraten.) Interessant waren die begangen haben, sondern Tausende von Unschuldigen mitleiden läßt in welcher die Stellen vorkommen von der Brandfackel des Kriegs Ausführungen des Herrn Wangenheim über die Um für das, was einzelne gethan haben. Es ist Thatsache, daß in un- und die Vorgänge in China bezeichnet werden als unerhört in ihrer gebung des Kaifers. Wir haben doch immer eine Kamarilla verantwortlichster Weise die vorgeblichen Mißhandlungen der Boyer Frechheit, schauderregend in ihrer Grausamkeit. Man meint die Rede gehabt. Sie fegte fich meift aus Gesinnungsgenossen übertrieben sind.( Oho! rechts. Sehr richtig! links.) Ich erinnere dadurch erklären zu können, daß der Kaiser, als er sprach, nicht des Herrn von Wangenheim zufammen, wenn jegt Herr besonders an die Berichte über die Belagerung der Gesandtschaften gewußt habe, daß nur sein Gesandter ermordet war, sondern daß v. Wangenheim von dem Treiben der Kamarilla be in Beking. Man bewundert, daß sich da überhaupt jemand hat er annahm, auch die übrigen Gesandten seien ermordet worden. unruhigt wird, so hoffen wir. daß er seinen Einfluß aufwenden wird, retten tönnen. Das geht aber aus der Rede nicht hervor, denn der Kaiser sagt: dieses Treiben zu verhindern.( Sehr gut!( ints.) Wie übertrieben diese Berichte sind, dafür ist Beweis ein Auch die andren Gesandten schweben in Lebensgefahr, vielleicht Artikel in der Neuen deutschen Zeitung", die von unfrem Kollegen haben sie heute schon den letzten Stampf geführt." Dann fordert er Stropatiched in seinen Privatstunden redigiert wird. In einer Bei- auf zur Rache und zum Eintreten für die Religion. Es wurde Ich will zunächst auf die Rede des bayrischen Bevollmächtigten lage zu derselben erschien ein großer Artikel, der einen großen gefagt, der Kaiser habe diese Nebe gehalten als Soldat, nicht Grafen Lerchenfeld zurückkommen, gegen den niemand, weder von Bericht über die Belagerung von Beting, brachte als Diplomat Der Kaifer spricht nie als Soldat und er spricht der Rechten, noch vom Centrum, noch mein lester Herr Vorredner auf Grund der Aussagen des östreichischen Gesandt nie als Diplomat, er spricht immer mur als Kaifer. Wenn der Kaiser irgend etwas vorgebracht hat. Die Rede war doch nur der Versuch schaftssetretärs und seiner Gemahlin. Hier wird ausgeführt, wie es als Soldat spräche, dann brauchten wir nicht zu verlangen, daß seine einer Rechtfertigung eines Verfassungsbruch 8, während der Belagerung der Gesandtschaften in Beting zugegangen Reben im Reichs- Anzeiger" veröffentlicht werden, dann hätten wir der offen vorliegt. Gerade von dem bayrischen Bevollmächtigten, ist Jch will Sie hier nicht mit der Verlefung des Berichts behelligen, das Recht freier ritit wie über jede andre Soldem Vertreter des bisher konstitutionellsten Staates, hätte ich der sondern ich begnüge mich mit der Anführung einer charakteristischen Datenrede. Der Kaiser ist eine viel zu ausgeprägte und selbstartiges am wenigsten erwartet. Graf Lerchenfeld fagte, man könnte Erklärung, die der China- Korrespondent der Kreuz- Beitung" an jenen bewußte Persönlichkeit, als daß er einen Augenblick anders wie als nicht mit einer Vorlage kommen, in der nichts steht. Es handelte Artikel knüpft, indem er beleuchtet, in welch unerhörter und nn Kaiser vor das Volk träte. Er ist ein ganzer Mann. Das sage fich gar nicht darum, eine Vorlage einzubringen, in der die Summen, verschämter Weise die europäische Preffe gegen die ich, der ich nicht kaiserlich gefinnt bin.( Bewegung. Sehr gut! bei die jetzt bewilligt werden sollen, standen. Es hätte eine Vorlage Chinesen Es hätte eine Vorlage Chinesen gehezt hat. Er sagt: Der östreichische Ges den Socialdemokraten.) Noch ein andres, meine Herren. Der Kaiser genügt, in der schägungsweise die Mittel, welche notwendig fandtschafts- Sekretär und feine Gemahlin ftellen enthat so leidenschaftlich am 3. Juli gesprochen. Er hat dann aber am erschienen, gefordert wurden. Was die Neuformationen ungefähr ichieden in Abrede, daß die Belagerung fo blutig 27. Juli, als die Situation eine andre war, noch viel schlimmer foften würden, wußte man. Gerade diese Neuformationen und so verzweifelt war, wie es die Presse der gesprochen. Da fielen die Worte: Pardon wird ergeben einen eklatanten Verfaffungsbruch( Sehr richtig! ganzen Welt geschildert hat. Sie sagen, daß Sie erst hente, wo nicht gegeben, Gefangene werden nicht gemacht. Führt Links.) und es ist keine Entschuldigung, zu sagen, man hätte sich nicht fie die Schilderung ihrer Leiden lesen, eigentlich Angst be- Gure Waffen So, daß anf Jahrtausende fein Chinese anders helfen können. tommen haben.( Heiterkeit. Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) mehr wagt, einen Deutschen scheel anzusehen." Das ist die bekannte Graf Lerchenfeld fagte. die Reichsleitung hätte sich der Bus Sie feien empört über die unverschämten Lügen( hört! hört!) Sunnenrede. Damals wußte man, daß es sich allein um den stimmung des Bundesrats versichert gehalten. Der Bundesrat und hoffen, daß bei fünftigen Berwicklungen die Preffe ihre deutschen Gesandten handelte. Drei eine halbe Woche hatte hat aber gar teine verfassungsrechtliche Verant- Dienste sorgfältiger thun werde. Ich meine, ein stärkeres der Kaiser von seiner essen Rebe Beit, seiner wortlichkeit, und alles, was der bayrische Bevollmächtigte in Desaveu der Berichte konnte nicht gegeben werden, wie Leidenschaft herr zu werden Da war's nicht mehr an der der Richtung gesagt hat, waren nur nichtssagende Redensarten. Er hier bon dem Berichterstatter der Kreuz- Zeit, in einem Tone zu reden, der alles überbot, was die Rede vom Jagte, Ausgaben find so lange ungefeßlich, so lange sie nicht vom Beitung", einem doch fürwahr durchaus fönigstreuen Blatt, was 3. Juli zum Ausdruck gebracht hatte.( Unruhe rechts. Sehr gut! links.) Reichstag genehmigt sind. Erfolgt die nachträgliche Genehmigung Herr Kropatscheck nicht bestreiten wird.( Herr Kropatscheck: Der Herr Reichskanzler sagt, Deutschland werde sich seine MachtAbg. Bebel( Soc.): " " Stellung nicht verfimmern laffen. Der Meinung find wir auch. Es Sie es heute sind, so sind Sie es nur, weil sie es müssen, weil die Versailler erschossen werden sollte. Auch wir haben im deutschtommt nur darauf an, was man unter dieser Machtstellung versteht. Stultur eine andre geworden ist, weil materielle Interessen heute im französischen Kriege Geiseln erschossen; das ist aber KriegsWenn Deutschland es als seine Aufgabe ansieht, den Frieden Vordergrunde stehen. Ich selbst erinnere mich an einen Fall von branch. Als mu von Tag zu Tag derartige Er= zu erhalten und die Kultur zu verbreiten, dann firchlicher Intoleranz, als ich noch als Handwerksbursche durch schießungen von Kommunards vorkamen, da haben sie die folgen auch tvi r. Aber mit der Art und Weise, Freiburg im Breisgau zog. Es Ivar am Fronleichnamstag Geiseln nicht erschossen, nicht erschossen, nein, sie haben es bei der wie bei ung die Weltpolitik definiert wird, tvie wir und irgend einer von den Zuschauern hat beim Anblick der Drohung belassen. Eine Anzahl katholischer Priester, an China herangetreten sind, damit sind wir nicht ein- Prozession den Hut auf dem Kopf behalten. In der unter ihnen der Erzbischof, wurden als GeiseIn ververstanden. Wir meinen, daß es unsre Aufgabe sei, europäische Prozession war jemand, der eine Stange mit dem Kruzifig haftet; die Kommune erbot sich zweimal gegen Auslieferung Kultur überall dorthin zu tragen, wo sie fehlt. Das ist eine große in der Hand trug; der ging auf den Mann los und schlug ihm mit andrer Geifeln die Geistlichen freizugeben. Die fran und schöne Aufgabe. Es kommt aber auf die Art und Weise an, der Stange den Hut vom Kopf. Am Münchner Hoftheater wurde zösische Regierung lehnte es jedesmal ab. Ihr wie man zu fremden Völkern kommt. Ueber diese unsre Stellung ein Drama Buddha" aufgeführt. Die Herren vom war der tote Erzbischof mehr wert als der lebende.( Sehr läßt auch die Resolution zur Weltpolitik, die wir in Mainz gefaßt bayrischen Centrum haben sich damals furchtbar auf gut! bei den Socialdemokraten.) Als nun nach vollen drei Wochen haben, in ihrem zweiten Absatz keinen Zweifel. In knappen Sägen find geregt, erklärten, das Drama bedeute eine Verhöhnung der die Versailler Regierung den größten Teil von Paris beherrschte da die Anschauungen meiner Partei über die Kulturaufgaben Deutschlands christlichen Kultur und wollten es vom Spielplan ver- und die Kommune alles aufbieten mußte, um sich zu wehren, da niedergelegt. Sie sind die einzig wahren und richtigen, drängen. Erst neulich ist im Interesse des christlichen löfte sich der Kommunerat auf. Von jest ab gab es keine Regierung die einzigen, die eines civilifierten Menschen würdig find. Bußtags hier die Aufführung einer Szene aus dem in Paris mehr, und die Kommune kann für die folgenden Ereignisse ( Lachen rechts.) Der Reichskanzler hat weiter gemeint, er werde sich Parzival" verboten worden. In Oestreich nicht mehr verantwortlich gemacht werden. Am 23. Mai ging das durch mich nicht zu einer ungünstigeren Behandlung der katholischen macht sich die Regierung auf Drängen der katholischen Geistlichkeit Hotel de ville in Flammen auf, fast ganz Paris wurde erobert, alle Missionen verleiten lassen, und Herr Bachem hat ihm aus- zum Büttel und weist deutsche protestantische Geistliche aus. Andrer- Frauen, Männer, Kinder wurden rücksichtslos niedergeschossen. drücklich für diese Erklärung gedankt. Das ist ein un feits erinnere ich Sie daran, was die protestantische Geistlichkeit zu Da endlich, empört über die fürchterlichen Abschlachtungen, die die begreifliches Mißverständnis meiner Worte, ich habe gar nicht den Reden des Prinzen Mor von Sachsen gesagt hat. Das ist alles Versailler Regierung ausübte, faßte man am 24., vormittags, den verlangt, daß die katholischen Missionare anders behandelt würden höchste Intoleranz. In Berlin ist die Muckerei und Stöckerei Beschluß, die Geiseln zu erschießen. als die evangelischen; ich habe auch nicht gesagt, daß die Missionen( Große Heiterkeit.) Trumpf.( Widerspruch des Abg. Stöder.)- Oder Wie über jede Revolutionsbewegung, so haben auch über die unterdrückt werden sollten. Ich habe darauf hingewiesen, daß in wollen Sie bestreiten, Herr Stöder, daß auf Ihr und Ihrer Kommune die Gegner Verleumdungen ausgestreut, und diese Ber Bezug auf die Missionsfrage zwei Mächte den richtigen Standpunkt Glaubensgenossen Betreiben die Polizei herum- leumdungen sind jetzt in Ihnen festgewachsen. Es giebt ein einnehmen, Rußland und Japan, die bis heute feinen Versuch schnüffelt, ob sie irgendwo Bilder findet, die an- Wert über die Geschichte der Kommune, das zwar von einent gemacht haben, Convertiten zu gewinnen und Missionare nach geblich das chriftliche Gefühl beleidigen?( Abg. Stöder: Das ge- Kommunard selbst verfaßt, also nicht unparteiisch geschrieben ist, China zu schicken. Ich habe aber hinzugefügt habe aber hinzugefügt und darauf hört nicht zur Sache!) Ach, was Ihnen unangenehm ist, Herr aber doch nach dem einstimmigen Urteil aller Parteien mache ich Herrn Stöcker aufmerksam: Aber Missionare einmal ihre Thätigkeit in wenn die Stöcker, das gehört nicht zur Sache.( Große Heiterkeit.) Sie( nach als das einzige klassische Wert über die Kommune hingestellt einem Lande ent rechts) sind chinesischer als die Chinesen, und wenn Sie ist, das Werk von Lissagaray, in dem alles Material zusammenfalten, weil sie es aus innerer Ueberzeugung für notwendig vom Aberglauben sprechen- was ist in Konig an Aberglauben zu getragen ist. Da wird gesagt: als die katholischen Briefter erschossen halten, dann müffen sie als Privatpersonen gelten, die die volle Tage gefördert worden, was für ein Aberglaube macht sich in Alt- werden sollten, da forderte der Offizier auf, daß sich Freiwillige Berantwortung für ihre Thätigkeit tragen, die der Staat nicht in bayern breit! Ich kann überhaupt keinen Glauben anerkennen, es ist melden sollten. Eine ganze Anzahl trat vor; der eine jagte: ich feinen besonderen Schutz nehmen darf, die nur durch ihr Beispiel immer Aberglaube.( Große Heiterkeit und Sehr richtig! bei den Social- will meinen Vater rächen, der andre: ihr habt meine Frau und ihre Lehren wirken und sich nicht in Widerspruch zu den demokraten.) Ich komme nun speciell zu Herrn Stöcker.( Große Heiterkeit.) erfchoffen. Der Offizier erklärte, bevor er das Kommando zum ErSitten, Geſetzen und religiösen Ueberzeugungen der Bevölkerung Herr Stöder hat gesagt, eine so vaterlandslose Rede, schießen gab: nicht uns dürfen sie einen Vorwurf machen, sondern Denn es ist das denkbar verkehrteste, wenn wie ich fie gehalten habe, wäre in einem andern Parladen Versaillern, die unfre Angehörigen erschossen der Staat seine Neutralität aufgiebt. Es entspricht mente nicht möglich gewesen. Nun, nicht dem Wesen und wir haben das haben. Diese Erschießung war nur ein einfacher Vergeltungsder Idee des heutigen Wort von den vaterlandslosen Gesellen wirklich schon bis zum aft gegenüber tausend ähnlichen Aften, die in diesen Tagen beStaats, wenn man die Missionare gewissermaßen Ueberdruß seit 30 Jahren gehört, so daß wir es allmählich satt be- gangen waren. Fürst Bismarck erklärte selbst, in der Kommune ſtect als politische Agenten benut. Charakteristisch war das kommen haben, daß wir abgeftumpft sind dagegen und sagen: redet ein berechtigter Stern, fie tämpft um etwas Aehnliches wie unsre Wort Stöckers: Was sollen denn die Kolonialmächte machen ohne doch, was Ihr wollt, Ihr wißt ja nicht, was Ihr fagt.( Sehr gut! Städteverwaltungen. Missionare, d. H. wir sind eure Werkzeuge.( Sehr richtig! links.) bei den Socialdemokraten.) Vaterlandelose Gesellen waren Schütteln Sie noch so sehr den Kopf, Herr Stöder, es stimmit doch auch Ich kann auch heute nach circa dreißig Jahren nicht das geringste die ersten Chriften, vaterlandslos war der zurücknehmen von dem, was ich damals gesagt habe. Ich bin weit ( Heiterkeit.) Es ist bisher stets die Politit des Deutschen Reichs Stifter Ihrer Religion im Sinne der herrschenden Ge- entfernt davon, die Kommune zu verteidigen, ich will sie nur rechtgewesen und es wird bestätigt durch die Erklärung des Reichskanzlers, walten von damals.( ehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Ihr fertigen.-er werde sich nicht durch mich verleiten lassen, die katholischen Gott, meine Herren, ist ein internationaler, kein deutscher, kein Missionare anders zu behandeln. Er ist so sehr auf die Unter- französischer Gott und wenn Sie in einem Kriegsfall allesamt zu Präsident Graf Ballestrem: Jetzt können wir wohl die stügung des Centrums angewiesen, und das Centrum hat es so not- demselben Gott beten, so mögen Sie das mit Ihrem Gewissen auswendig, die Kolonialpolitik seinen Wählern verdaulich und genießbar machen, ein sonderbarer Widerspruch ist es jedenfalls.( Sehr richtig! Abg. Bebel: Nun zu Herrn Bassermann( Rufe rechts: zu machen, daß er gezwungen ist, das Hauptgewicht auf den Schutz bei den Socialdemokraten.) Wir wollen das, was Sie feit 1800 Aha!) Nur Geduld! Sie kommen auch noch dran. ( Heiterkeit.) der Missionare zu legen. Sie reichen sich eben die Hände, der Herr Jahren vergeblich erstreben, die Verwirklichung der allgemeinen Er hat gesagt, die Boxer seien sehr blutdürftig. Nun, die Reichskanzler braucht das Centrum und das Centrum das braucht den Menschenliebe. Ich bestreite auf das aller entschiedenste, daß unser Körnerlieder sind auch blutdürftig, und nach dem deutschHerrn Reichskanzler!( Große Heiterkeit.) Es ist die Politit Standpunkt irgendwie etwas mit vaterlands- feind französischen Krieg wurde das Lied gesungen, das„ König Wilhelm des Handelsgeschäfts, nichts andres, und alle Reden und lichen Tendenzen zu thun hätte. Proteste können daran nichts hindern. Ich habe mich saß ganz heiter", in dem es heißt: Haut sie, daß die Lappen mur ehrlich bemüht, gerecht zu sein. Etwas näher möchte ich auf das Missionswesen eingehen. Herr wiederholt dazu aufgefordert und von Ihnen nichts verlangt Das ist gerade genug gesagt. Ich habe auch Sie fliegen, daß sie all die Kränke friegen in das schlotternde Gebein." Und erinnern Sie sich, wie in Stöcker und Herr Bachem haben behauptet, ich hätte mir meine An- als: Seien Sie gerecht, urteilen Sie auf Grund der Thatsachen Friedenszeiten der Dresch graf Püdler gegen die Juden schauungen darüber aus den Fingern gesogen. Nun, ich verweise und nicht auf Grund Ihrer Leidenschaften und Vorurteile. spricht, ein Wann, der allerdings vielmehr ins Jrren auf den genauen Kenner Chinas Sir Robert Hart. Nur nach Brüfung der Thatsachen sind wir zu unsrer Beurteilung aus als ins Gefängnis gehört. Er wurde frei= Gr vertritt genau dieselbe Ansicht wie ich über die der gegenwärtigen Weltpolitik in China gekommen. Auch der Abg. gesprochen, und der überwachende Polizeilieutenant fagte als Rolle, wie sie speciell die katholischen Missionare gespielt haben. v. Levezow hat in seiner kurzen Rede ein Wort gebraucht, das mich Zeuge, daß sich in seiner Versammlung die feinste GesellNebenbei bemerkt, Herr Anzer ist nach dem Geständnis des Herrn sehr geärgert hat. Er erwähnte das bekannte Wort von dem schaft, die besten Kreise befunden hätten.( Rufe Bachem so chinesisiert, daß er die deutsche Sprache verlernt hat. Bogel, der sein Nest beschmugt.( Sehr richtig! rechts.) Sie sind eben nicht bei den Socialdemokraten: Die Harmlosen!) Ja wohl, das ist wieder Ist denn das nationale Politit, wenn die Leute schon in der ersten gewöhnt, daß im deutschen Parlament deutsch gesprochen wird, Sie sind ein Beweis, wo die Roheit fist. Herr Baffermann hat es für richtig Generation Deutsch verlernen und Chinesen werden? Hart fagt nicht gewöhnt, Männer zu finden, die rückhaltlos die Wahrheit sagen, gehalten, angeblich die Chinesen verherrlichende Stellen aus dem ausdrücklich, daß die hohen Beamten, die heute auf seiten nicht gewöhnt, dasselbe zu hören, was in andren Parla" Vorwärts" zu verlesen, und zwar gänzlich aus dem der Borer stehen, durch ihre Kenntnis und ihre menten als ganz selbstverständlich gehört wird. Busammenhang gerissen. E2 ist auch nicht des Lands Dienste im Lande großes geleistet haben. Und nach( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten. Lachen rechts.) Ich werde Brauch, wenigstens nicht der einer gestern gestern aus Amerika eingetroffenen Depesche Brauch anständiger Leute, die Union, sie sei nicht bereit, den besten Männern Chinas hauptungen mit Beweisen zu belegen. erklärt Ihnen Beispiele bringen, wie ich es immer liebe, meine Be- den Namen des Verfassers anzugeben, den man nur auf dem Zunächst ein paar Wege des Vertrauens erfahren haben kann.( Lärm bei den Nationalden Kopf vor die Füße zu legen. Wenn Hart so urteilt, dann Aeußerungen über die deutsche Politik aus der konservativen liberalen. Abg. Bassermann: Ich bitte ums Wort. Eisner haben wir doch auch alle Vorgänge in China fachlich zu prüfen. Partei. In der Juli- Nummer des tonservativen Deutschen Wochen hat den Artikel ja unterzeichnet!) Weiter hat Herr Baffermann be Und ich weise noch auf die Neue bayrische Landes- blatts", auf das Herr v. Levezow gewiß abonniert sein wird, findet hauptet, die Chinapolitit fomme den deutschen Arbeitern zeitung" hin, in der es heißt: Wenn es unter den Missionaren fich folgende Beurteilung der deutschen Politik. Da heißt es, daß zu demokraten.) " kommune verlassen. Was haben Sie denn bis jezt erreicht? = viele achtenswerte Elemente giebt, so sind unter den Bekehrten mit dem denkbar größten Aufwand von Koften im letzten Das bißchen Chinahandel hat ganz auf: nur wenige vorhanden, die wirklich Achtung verdienen. Augenblick alles bei der Expedition der Truppen zur Stelle ge- gehört. Die Kosten betragen 153 Millionen. Es ist unsicher, Die Miffionare nehmen jeden Taugenichts in Schuß, der sich ein Christ bracht sei. Dieses Unvorbereitetsein beweise alles mehr als daß Sie auch nur einen Pfennig wieder bekommen; und was wird nennt, und das erregt dann die größte Empörung der Bevölkerung. ftaatsmännischen Blick. Nun, schärfer haben wir auch nicht pole- nach dem Kriege aus dem Handel werden? Ein chinesischer Die Neue bayrische Landeszeitung" ist das offizielle Fraktionsorgan misiert. Nun zu auswärtigen Barlamenten. In der Morgen Diplomat in Berlin hat gesagt, man wird China alle möglichen des bayrischen Centrums. Sezen Sie sich doch einmal mit Ihren ausgabe der Kreuz- Zeitung" vom 10. Oktober dieses Jahres Laften auflegen, aber zur Liebe und zum Handel mit Deutschland Organen auseinander, bevor Sie mit mir anbinden! Herr Bachem steht ein großer Artikel über die auswärtige Politik der kann man es nicht zwingen. Das ist die Wirkung dieses Kriegs meint, daß das Märtyrerblut am besten das Land befruchte, aus Woche. Dort wird die Rede eines englischen der chinesisch deutsche Handel beträgt nicht einmal dem das Christentum hervorwachse. Ist dem so, dann ereifern Sie Oppositionsredners angeführt, deren erster Satz gleich lautet: 1 roz. des deutschen Gesamthandels. Wir sind sich doch nicht so sehr, wenn solch' Kulturdünger geschaffen wird. Ich brauche teinen Augenblick zu verlieren, um die Sünden der überall bereit, den deutschen Handel auf ehrenhafte und civilisatorische Verlangen Sie da nicht, daß der letzte Mann und Groschen mobil Minister aufzuzählen. Ihre eigenen Freunde schreien es in die Welt, Weise zu fördern. Haben Sie denn vergeffen, daß unsre Stimmen gemacht wird zum Schutz der Missionare, die in dem Bewußt- eine wie elende Bande das ist."( Sehr gut! bei den Social- den russischen Handelsvertrag ermöglicht haben? Sie scheinen auch fein hinausgehen, daß sie mit ihrem Blut ihre Lehren bezahlen demokraten.) In der Einverleibung Transvaals sieht er ein nicht zu wissen, daß wir wieder die Retter neuer Handelsverträge müssen. Gerade dieser Satz zeigt die Gefährlichkeit der ganzen haffenswertes Ereignis, den schlimmsten Fehler der englischen fein können.( Lebhafter Beifall links.) Sie find bereit, durch eine Sachlage. Wenn wir weiter Missionswesen und auswärtigen Politif. Wenn sich ein socialdemokratischer Erhöhung der Getreidezölle und der Fleischzölle dem deutschen Kolonialpolitit verquiden, so werden die Missions- Redacteur einem deutschen Ministerium gegenüber eine so Arbeiter das Brot und das Leben zu verteuern. Wenn Sie den Zoll megeleien nicht aufhören. Mit blutiger Schrift wird sich scharfe Stritit erlaubte, würde er sich sofort eine Anklage wegen von 3/2 M. auf 5 M. erhöhen, fließen 55 Millionen mehr in die die Zukunft einschreiben. Ich gratuliere der Reichsregierung zu den Beleidigung zuziehen.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Bolltasse. In einem einzigen Jahr wird dem deutschen Aussichten, die ihre chinesische Politik für Deutschland bringt. Eine und diesen Artikel druckt die Kreuz- Zeitung" mit folgender Arbeiter dadurch unendlich mehr abgenommen, derartige Politit machen wir nicht mit.( Bravo! bei den Social- zu stimmen der Erklärung ab:" Das Verhängnis der im als sein Arbeitslohn für Exportprodukte nach perialistischen Politit liegt eben darin, daß sie nicht China beträgt, selbst wenn der ganze Handel mit China Ich habe dem Bischof Anzer vorgeworfen, daß er die stehen bleiben tann, daß es fie rubelos weiter dreimal fo start wäre, als er ist. Wird der Zoll gar auf Heiligen Gefühle der Chinesen verlegt hat. Herr Bachem hat das treibt, wie es einst den großen Napoleon nicht ruhen ließ. 6 Mark erhöht, so fließen 91 millionen Mart jährlich mehr in die bestritten. Ich muß meine Behauptung aufrecht erhalten. Bischof( hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Wie passen diese Worte Zolltasse, und hierzu fommt die Steigerung der InlandsAnzer ist in der Kapelle des Confucius erschienen als chinesischer auf unfre gegenwärtige Politik!( Sehr richtig! bei den Social- preise für Getreide. Tas ift Ihre ArbeiterfreundWürdenträger im Mandarinenkleid, das dem Bischofs: demokraten.) So spricht die Kreuz- Zeitung" über einen lichkeit.( Bravo! bei den Socialdemokraten.) Sie haben Kleid bei dieser Gelegenheit Play machen mußte. Er ließ sich dort englischen Oppositionsredner. der die englische das Fleischbeschau Gesetz bewilligt, Sie gewähren Liebesvon den Chinesen förmlich begrüßen. Das war eine Regierung eine Baude genannt hat, ein Ausdruck, den ich gaben auf Branntwein und Zucker, Sie haben die kleinen Leute, die Verhöhnung alles religiösen Gefühls, ein furchtbarer Affront. mir in diesem Parlament nicht erlauben würde, denn er Armen damit unerhört ausgebeutet!( Sehr wahr! bei den Social( Sehr richtig bei den Socialdemokraten.) Herr Bachem fragte, was würde mir selbstverständlich einen Ordnungsruf des Herrn Präsidenten demokraten. Lachen bei den Nationalliberalen.) Und dazu können wäre Li- Hung- Tschang passiert, wenn er auf seiner Reise es war zuziehen.( Große Seiterkeit.) Sie lachen?! Es ist bedauerlich, daß noch immer deutsche Arbeiter die bekannte Triumphreise, bei der er von der„ Kölnischen Zeitung" Herr Stöcker ist dann auch auf die Pariser Kommune zu Ihnen die Stimmen geben. Die deutschen Arbeiter, die Sie wählen, als Bismarck des Ostens gefeiert wurde, den Kölner Dom besucht fprechen gekommen. Er hat eine Reihe von Citaten vorgebracht aus denen mögen die Götter ihre Dummheit verzeihen!( Große Heiterhätte! Gewiß, es wäre ihm nichts passiert. Es wäre ihm gegangen Broschüren und speciell aus Reden, die ich in den Jahren 1871/72 feit und lebhafter Beifall bei den Socialdem.) Die machen Sie, die wie mir, man hätte ihm den Klingelbeutel unter die Naje gehalten hier gehalten habe. Ich habe schon gestern erklärt, daß ich von dem, Böcke, zu Gärtnern!( Sehr gut! bei den Socialdemokraten. Große ( Stürmische Heiterkeit) und hätte ihn sonst in Ruhe gelaffen. Der was ich damals gejagt habe, nicht ein Jota zurückseiterfeit.) Die Verteidigung der Arbeiter- Interessen überlassen Sie Bergleich stimmt aber nicht. Denken Sie sich den Fall, Li- Hung- zunehmen brauche, weil es genau den Informationen ent- nur uns!( Widerspruch rechts, im Centrum und bei den NationalTschang würde von der preußischen Regierung das Amt eines Ober- sprach, die ich über das Wesen und die Ziele der Kommune hatte. Es liberalen.) Sie sind eine fallende, wir sind eine aufsteigende Partei. präsidenten erhalten haben und hätte als solcher einen Empfang ging damals zu, wie immer bei Revolutionen. Auch in Wien ist 1848( Lärm bei den Nationalliberalen.) Unfre Wählerstimmen wachsen, der Regierungsbeamten im Kölner Dom veranstalten wollen und der Kriegsminister an einem Laternenpfahl er hre finken! Wir schreiten ruhig unsren großen dazu die katholische Geistlichkeit befohlen. Es wäre hängt, andrerseits hat aber die Reaktion nachher auch Männer Bielen entgegen und werden eines Tags au ch ihm gewiß noch übler ergangen als Herrn Anzer in China. wie Sobert Blum als Verbrecher erschießen lassen. über Sie zur Tagesordnung schreiten.( Bravo! bei Oder denken Sie sich den Fall in Bayern in einer altbayrischen Also es ging damals genau so zu, wie heute in China. Die den Socialdemokraten.) Kirche, in der Li Hung Tschang als bayrischer Regierungsbeamter Sommune ist entstanden nicht nur aus der Opposition Auch Herrn v. Kardorff muß ich noch einige Worte gönnen. Er erscheinen würde, ich möchte die alibayrischen Bauern der Arbeiter, sondern der Opposition des gesamten nahm für die deutschen Kapitalisten China gegenüber das Recht auf sehen, wie sie sich benehmen würden.( Große Heiter- Pariser Kleinbürgertums. Die Pariser Bevölkerung hat Expropriation in Anspruch. Nun, wir werden auch einmal feit und Sehr richtig! links.) So müssen Sie vergleichen, Herr damals 250 000 Mann start ihre Stimme abgegeben für die dieses Recht für uns in Anspruch nehmen.( Heiterfeit.) Sie haben Bachem!( Sehr richtig! links.) Ich bleibe dabei, das Auftreten des Proklamierung der Kommune. Die große Mehrheit der gar kein Stecht auf Naturkräfte. Wenn Sie als Christen, als wirtHerrn Anzer bedeutete eine Provotation, eine Verlegung der heiligen Parijer Bevölkerung hatte zu kämpfen gegen die Versailler liche Christen nach China gingen, dann würde sich China mit ihnen Gefühle der Chinesen, die ebenso heilige Gefühle haben wie Sie, Regierung, der Bismard die gefangenen französischen Offiziere verständigen, aber als Barbaren, wie Sie find, erreichen Sie nichts. meine Herren. Ich muß auch dabei bleiben, daß in dem Neujahrs- zur Verfügung stellte. Am 2. Mai wurde vor den Thoren Die Zukunft wird ja zeigen, wer recht hat. Herr Kardorff verwunsch des Bischofs Anzer flipp und klar ausgeführt ist, daß von Paris gefämpft und eine Anzahl Führer der Kommunards mißte in meiner Rede bestimmte Vorschläge. Nun, wenn die Besignahme von Kiautschou der Grund der Wirren in wurde gefangen genommen. Darunter ein besonders beeinmal das Reichskanzleramt in unsren Händen ist( Große HeiterChina sei. Da beißt keine Maus einen Faden ab.( Seiterkeit.) Liebter Oberst. Ein Versailler Offizier war ehrlos genug, feit) Sie wissen ja gar nicht, wie lange das noch dauern wird Natürlich ist das nicht der alleinige Grund. Ich habe selbst in diesem wehrlofen Gefangenen mit einem Säbel den Kopf zu spalten. ich auch nicht unter Umständen kann es aber recht rasch meiner ersten Rede gesagt, seit 60 Jahren gärt es im chinesischen Ein andrer Gefangener wurde auf Befehl eines französischen kommen dann überlassen Sie es uns nur, welche Richtung wir Bolte infolge der gewaltthätigen Eingriffe der europäischen Welt Obersten erschossen, der, als er in deutsche Gefangenschaft der deutschen Politik geben werden. mächte in China. Jede Religion ist ihrem Wesen nach geraten war und sein Ehrenvort gegeben hatte, nicht Herr v. Wangenheim behauptete, wenn deutsche Soldaten intolerant, weil jede Religion in den Andersgläubigen Falich zu fliehen, als er aber in Freiheit tam, sein Ehrenvort in China Roheiten begingen, dann seien wir daran schuld. gläubige sieht; daher die Religionskriege. Deshalb reden Sie gebrochen hatte. In diesen Tagen wurde von der Kommune Ja, meine Herren, erziehen wir denn die Armee? hier nicht von christlicher Toleranz. Die Kirchengeschichte be- der Beschluß gefaßt, daß jeder, der des Einverständ( Sehr gut! bei den Socialdemokraten.) Bedenken Sie denn weist das Gegenteil. Niemand war intoleranter wie Luther, nisses mit der Versailler Regierung überführt nicht, daß Sie durch solche Behauptung den Kriegsminister Melanchthon, Zwingli, Calvin und die andren Reformatoren; wenn wurde, als Geisel festgenommen und bei erfolgten Füfiladen der anklagen, er fülle sein Amt nicht aus? Wir haben der Armee M • Reichskanzler Graf Bülow: " nicht die Parole gegeben: Pardon wird nicht gegeben, schon Trauergottesdienste für den englischen Gesandten abgehalten. I die Anficht des Grafen Lerchenfeld wiederholen, vielleicht Gefangene werden nicht gemacht. Das Wort rührt Aber vielleicht hatte Herr Bebel beffere Nachrichten, vielleicht hatte teilt es heute der Vorwärts" seinen Lesern mit. Herr Bebel kann nicht von uns her. Der Mann, der es ausgesprochen hat, trägt die er seine eignen Verbindungen mit China.( Große Heiterkeit.) Die mit seiner atheistischen Weltanschauung der Thätigkeit der Missionare Berantwortung, wir nicht!( Sehr gut! bei den Socialdemokraten.) zweite Rede in Wilhelmshaven hat Kaiser Wilhelm gehalten, nachdem nicht gerecht werden. Die Missionare gehen für ihre lleberMit einem andren Wort des Herrn v. Wangenheim war ich außer ihm kurz vorher der Tod seines Gesandten, des Herrn v. Ketteler, zeugung in den Tod. Unfre Kultur ist der chinesischen ordentlich einverstanden, mit seinem Saze, daß es Kreise giebt, die mitgeteilt worden war. Wir hatten zehn Minuten vor überlegen. Unfre Kultur ist eine christliche Kultur. Darauf grundsäglich den Kaiser mit falschen Berichten ver- Beginn der Rede die Nachricht von dem Tod er tommt e8 an, nicht darauf, ob unser Staat ein sehen. Wir haben schon lange den Verdacht, daß bestimmte Heger vor- halten, und ich meine, es ist nur natürlich, daß dem Kaiser bei der Nach christlicher oder nicht. Unfre christliche Kultur ist über die handen sind, auf deren Berichte sich der Kaiser verlassen muß, da er richt von dieser Unthat das Blut etwas rascher durch die Adern gerollt ist. barbarische der Chinesen weit erhaben. Herr Bebel sieht aber nur ja unmöglich alles selbst prüfen kann, und die die Schuld daran Außer Herrn Bebel wird darüber jeder im deutschen Boll mit mir einig den Splitter bei uns, den Balken bei den Chinesen sieht er nicht. tragen, wenn gewisse Reden gegen uns gehalten werden. Ich hoffe, sein. Mit tiefem Bedauern habe ich die Vorwürfe des Abg. Bebel( Sehr richtig! im Centrum.) Die christliche Kultur ist eine sieghafte daß die Worte des Herrn v. Wangenheim da gehört werden, wo mit angehört, die er gegen unsre Soldaten und unfre Armee ge- Kultur, fie wird auch die Socialdemokratie überwinden und übermeine Worte nicht gehört werden.( Sehr gut! bei den Social- richtet hat. Von den angeblichen Unthaten, die er vorgebracht hat, ist dauern.( Beifall im Centrum.) demokraten.) Geschieht es nicht, untergräbt dieses System alle noch kein einziger Fall bewiesen. Bis jetzt ist noch nicht monarchische Autorität und gießt nur Wasser auf unsre festgestellt, daß sich auch nur ein Soldat des guten Rufs, den die Abg. Bebel( Soc.): Mühlen.( Lebhafter Beifall und Händeklatschen bei den Social- deutsche Armee und das deutsche Voll genießt, unwürdig gezeigt hat. total misverstanden haben. Ich habe niemals den Missionen das Herr Bachem muß das, was ich über die Missionen gesagt habe, demokraten.) Sollte ein solcher Fall erwiesen werden, so wird die strengste Ahndung und die strengste Bestrafung nicht ausbleiben. Recht abgesprochen, ihre Thätigkeit in China auszuüben. Was ich Ich habe nicht die Intention, den Schluß dieser Diskussion Jeder wird mir zugeben und auch Herr Bebel wird verlange, ist nur eine strenge Trennung der Politit durch eine lange Rede hinauszuziehen. Wenn ich eingehend ant- mir das unter vier Augen zugeben( Widerspruch des und Missionswesen. Ich, der ich selbst weiß, was in unsrer worten wollte, dann würde ich leicht in die Gefahr der Wiederholung Abg. Bebel); Herr Bebel, Sie wissen ja noch gar nicht, was ich Partei Tausende von Leuten für ihre Ueberzeugung gelitten und kommen, eine Gefahr, der auch Herr Bebel nicht entgangen ist, fagen will!( Große Heiterfeit.) Ich meine, auch Sie werden mir erduldet haben, habe gewiß auch ein Gefühl dafür, daß Missionare trotz seines Temperaments, das ich allen Vertretern einer besseren Sache unter vier Augen zugeben, daß bei jeder größeren Ansammlung von aus religiöser lleberzeugung zu großen Opfern und Leiden bereit wünschen möchte.( Sehr gut! und Heiterkeit.) Nur drei Punkte Menschen auch räubige Schafe darunter sein werden, und daß infolge- find. Ich hoffe, Herr Bachem wird mich nun bald begriffen haben! möchte ich herausgreifen. Erstens hat Herr Bebel behauptet, unsre dessen Grausamkeiten verübt werden, aber daraus allgemeine Schlüsse zu( Heiterkeit links.) Politik fei China gegenüber grausam und hart. Diese Vorwürfe ziehen, ist der Gipfelpunkt der Ungerechtigkeit, das Gegenteil vom bon sens. Nun hat der Herr Reichskanzler wieder gesagt, ich hätte treffen mich ganz persönlich als früheren Staatssekretär. Als Beweis Die Manneszucht und Disciplin der deutschen Armee, das sage ich unsre Armee vor dem Auslande diskreditiren wollen. Das ist für das Gegenteil berufe ich mich auf einen Brief, der hier vor mir nicht nur hier vor der Nation sondern auch, damit es das Ausland dieselbe Berdächtigung, anders fann ich es nicht bezeichnen, liegt. Ich habe im allgemeinen nicht die Gewohnheit, mit Briefen hört, wird von keiner andern Armee der Welt übertroffen. Die die der Kriegsminister mir immer entgegenschleudert, wenn mir zu operieren.( Heiterkeit und Sehr gut! rechts.) Ich will aber deutschen Soldaten werden immer Humanität und Kriegstüchtigkeit mit ich erlaube, aus den einzelnen Mängeln in einmal von dieser Gewohnheit abgehen und dasselbe Mittel einander zu verbinden wissen.( Lebhaftes Bravo! rechts, Bischen links.) der Heeresverwaltung gewisse Institutionen anzugreifen. Dann wie Herr Bebel anwenden. Freilich handelt es sich nicht heißt es immer, ich setze die Armee herunter, ich liefere dem Kriegsminister v. Goßler: um einen Hunnen-, sondern um einen Chinesenbrief.( HeiterAusland gegen das Vaterland Waffen. Allen diesen Aeußerungen keit.) In dem, was Herr Bebel heute gesagt hat, war kein werde ich ihm immer mit besonderer Freude entgegentreten. Er hat habe in feiner Weise die Armee angegriffen, ganz abgesehen davon, So lange Herr Bebel bei seinen jeßigen Aeußerungen beharrt, tanu ich deshalb gar keine Bedeutung mehr zugestehen. Ich einziger Sag, mit dem ich mich ganz einverstanden erklären könnte. Heute gesagt, daß sein Voltsheer mit den Bogern in China daß in China nur ein ganz kleiner Teil der Armee beteiligt ist. ( Heiterkeit bei den Socialdemokraten.) Und ich glaube, es wird feinen Bergleich aushalten könne. vielen Mitgliedern des Hauses ähnlich ergangen sein. Aber in der Broschüre. Er vergißt da seine eigne Der Herr Kriegsminister will auch heute nicht Rede des. Herrn Bebel vom vorigen Montag war wirklich ein 81/2 Millionen Milizen vorhanden sein. Daß eine wirkliche schwere Pflichtverletzung, daß er seine Macht als Kriegsminister seiner Schrift würden ja in Deutschland auf die Hunnenbriefe eingehen. Ich halte es für eine Bassus, mit dem ich mich ganz einverstanden erklären fann; Ausbildung solch großer Massen nicht möglich ist, ist klar. Deshalb bei den Civilbehörden nicht benugt hatte, um die Wahrheit es ist das, was er über den hiesigen chinesischen Gehalte ich die Boyer noch immer für gefährlicher als ein Milizheer bes in den Hunnenbriefen Berichteten untersuchen zu lassen. fandten gesagt hat. Das ift wirftig, ein febr netter hatte ich die geb 3 germ Bebel, das nur eine Bereitstellung von Der legte Brief ist in Mann( Heiterkeit), ein unterrichteter, ein wißbegieriger Mann und Kanonenfutter für den Feind sein würde.- Herr Bebel hat heute veröffentlicht worden. Gegen den Briefschreiber tann mau erst vore der Fränkischen Tagespost" zweifellos ein kompetenter Beurteiler chinesischer Verhältnisse und wieder sogenannte Hunnen briefe verlesen. Ich hatte geglaubt, gehen, wenn man ihn kennt. Durch eine Untersuchung gegen den Redacteur unfres Borgehens gegen China. Ja, er ist noch tompetenter er würde mir Beweise für die Richtigkeit der Angaben bringen, aber er der betreffenden Zeitung ist aber die Bersönlichkeit dieses Briefschreibers als der Herr Abg. Bebel, denn er ist doch ein gefügt sich heute wieder nur auf Beitungsnachrichten und verlangt von festzustellen. Zu jeder andren Zeit, behaupte ich, würde wegen solcher borener Chinese( Stürmische Heiterkeit), während Herr Bebel mir, daß ich auf Grund dieser Zeitungsmeldungen eine Untersuchung ein- Dinge Klage erhoben werden. Diesmal geschieht es nicht. Ich habe nur ein freiwillig gouvernementaler Chinese ist. leiten soll. Er glaubt an diese Anklagen in den Beitungen, ich nicht. feineswegs gesagt, der Brief sei in Tatu geschrieben worden, er ist ( Erneute Heiterkeit rechts.) Vor mehreren Tagen erhielt Speciell der letzte Brief, der in Tatu am 5. Oftober geschrieben sein soll, dort nur abgeschickt. Wo die Grenelthaten passiert sind, läßt sich erst ich also einen Brief des chinesischen Gesandten voller Anerkennung ist mir in seinem Werte höchst zweifelhaft. Die Kämpfe um Tatu nach Ermittelung des Briefschreibers fagen. für unsre Politik gegen China. In dem Briefe heißt es u. a. und Tientsin haben im Juni stattgefunden, bei Tatu kann also der minister hat auch auf meine Frage noch nicht geantwortet, ob Der KriegsWährend der vergangenen Jahre haben Deutschland und China Briefschreiber nicht mitgefämpft haben, es ist aus dem Brief gar die Parole: Pardon wird nicht gegeben, Gefangene werden immer die freundschaftlichsten Beziehungen gepflegt. nicht zu ersehen, wo die Greuel paffiert sind. Die Borer find Aufrührer, nicht gemacht, als direkter Kriegsbefehl aufzufassen ist. Da er China ist Deutschland zum allergrößten Dank verpflichtet, sie werden von der chinesischen Regierung nicht als reguläre Truppen uns diese Antwort nicht erteilt hat, ziehen wir unsre Schlüsse daraus. auch dafür, daß durch dessen Vermittelung nach dem japanischen anerkannt und von uns demgemäß behandelt. Kriege die Provinz Schantung China erhalten blieb. Aus diesem Dant- Bevölkerung wird geschont, den Aufrührer trifft der Tod. Danach da bis jetzt auch noch nicht einmal der Nachweis gebracht ist, daß Die ruhige Wir nehmen an, daß es sich hier wirklich um einen Befehl handelt, gefühl heraus hat China bei der Pachtung Kiantschons wird verfahren, das ist gesetzlich. Unfre Armee hat sich in China thatsächlich irgendwo Gefangene gemacht worden sind. den deutschen Wünschen Rechnung getragen. Seit Ab- durchaus bewährt, sie ist ja auch nicht nur für den Frieden, Ich bleibe Nach schluß des Pachtvertrags über Kiautschou find alle Meinungs- sondern auch für den Ernstfall des Kriegs da. Die Diskussion schließt hiermit. " verschiedenheiten zwischen der deutschen und der chinesischen Re- bei meiner Behauptung, die Soldaten werden aus China Abg. v. Levehow( persönlich): Herr Bebel fragt mich, ob ich gierung geschwunden.( Lachen b. d. Soc.) Num kommt der Gesandte mit größerem Ernst und größerer Reife Reife zurüdfommen, das Deutsche Wochenblatt" lese. Ich habe erfahren, daß es früher auf meine Cirkularnote, die bei Herrn Bebel eine wenig freundliche als sie hingekommen sind. Wie Herr Bebel Armee und Christentum bestanden hat, und heute als" Alldeutsche Zeitung" fortgeführt wird. Beurteilung gefunden hat. Er schreibt:„ Es wurde von Ew. Excellenza in Gegensatz bringen kann, verstehe ich nicht. So lange das Christen- Ich habe es heute zum erstenmal zu Geficht bekommen. Mit der die Erklärung abgegeben, daß die Befreiung der Gesandtschaften und tum auf der Welt erschienen ist, hat es Armeen gegeben.( Stür- fonservativen Partei hat das Blatt früher und jetzt nie etwas die Unterdrüdung des Aufstands die Hauptsache der Expedition sei misches Lachen links.) Es ist mir gut, daß die Soldaten von zu thun gehabt. und daß die Aufteilung Chinas nicht in der Absicht der Regierungen christlichen Moralgrundsägen erfüllt sind. Herr Bebel scheint Abg. Baffermann( natl.) persönlich: Herr Bebel hat hier gejagt, liegt. Ueberall ist in China ein hohes Daufgefühl der zu glauben, daß der Kaiser nicht auch als oberster Kriegsherr sprechen ich hätte Säße aus dem Zusammenhang des Vorwärts" entlehnt Beamten und der Bevölkerung gegenüber diefer dürfe. Das ist eine ganz falsche Voraussetzung des Herrn Ab- und mache hintenrum Bemühungen, den Namen des betreffenden Stellungnahme vorhanden.( Lachen bei den Social- geordneten. So bleibt das einzige, was ich von der Rede des Herrn Redacteurs ausfindig zu machen. Das ist gänzlich unrichtig. Ich demokraten.) Also, meine Herren, unsre Politik gegenüber China Bebel unterschreiben kann, der Sag: Unser Kaiser ist ein ganzer habe überhaupt den Vorwärts" mit feinem Gay citiert. Ich habe Säße ist teineswegs unfreundlich und grausam gewesen. Das beweist dieser Mann.( Lebhaftes Bravo! rechts. Lachen links.) aus einem Artikel, der in der Revue Socialistische Monatshefte" Brief des chinesischen Gesandten. Er ist, um die Worte Bebels zu erschienen ist, vorgelesen, und dieser Artikel war nicht anonym ergebrauchen, das allerschärfste Desaven für ihn.( Sehr richtig! rechts.) schienen, sondern trug deutlich als Verfasser den Namen Herr Bebel hat sich nun mit meinen Aeußerungen über die Kaiser: Ich habe mich gestern sofort gegen die Anschauungen des Grafen des Vorwärts"-Redakteurs Kurt Eisner. Ich muß mich also dafür reden beschäftigt. Er ist dabei von irrtümlichen Voraussetzungen Lerchenfeld gewandt, die dieser über die Indemnität geäußert hat. bedanken, daß mir Herr Bebel Belehrungen über politischen Anstand ausgegangen. Ich habe nur von zwei Kaiserreden gesprochen. Ich wollte Herrn Bebel aus dem Vorwärts" widerlegen, aber zu teil werden läßt. Einmal von der Rede in Bremerhaven und dann von der zweiten gerade diese Stelle hat der Vorwärts in seinem Bericht völlig wegRede im Militärkasino in Wilhelmshaven. Es ist ein Jrttum des gelassen.*) Ich will deshalb heute meinen Protest gegen mission überwiesen. Auf Antrag des Abg. Lieber wird der Etat der Budget- Kom *) Des Stoffandrangs halber sind redaktionelle Kürzungen an Die Sigung wird hier abgebrochen. Nächste Sigung Sonnabend dem Bericht vorgenommen worden, eine Praxis, die auch Centrums- 1 Uhr. Interpellation wegen der 12 000 Mt.- Affaire. blätter des öfteren üben. Schluß der Situng 5 Uhr. Abg. Bebel, daß der Kaiser, als er die Bremerhavener Rede hielt, bereits wußte, daß die Gesandtschaften befreit seien. Wir wußten das damals noch nicht und auch im Ausland war man allgemein der Ansicht, die Gesandten wären ermordet und in London halte man Achtung: Abg. Bachem( C.): Achtung! Deutsch. Metallarbeiter- Verband Buchbinder u. verwandte Berufsgenossen. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Dienstag, den 27. November, abends 8½ Uhr; Konferenz der Vertrauensleute der chirurgischen Branche im Lokal des Herrn Hammel, Sophienstraße Nr. 5. Dienstag, den 27. November er., abends 82 Uhr. im Lokale von Mercier, Steinmetzstraße 113: Versammlung für Rixdorf. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. R. Steiner über: Die Menschheit vor der Entdeckung des Eisens. 2. Diskussion. 3. Neuwahlen zur Bezirksleitung. 4. Verbandsangelegenheiten. 284/7 Die Kollegen werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. Montag, den 26. November, abends 8 Uhr: Großze öffentl. Versammlung aller in Buchbindereien, Kontobuch-, Ledergalantericwaren-, Luruspapier-, Etnis- und Kartonfabriken beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen im Gewerkschaftshaus( großer Saal), Engel- Ufer 15. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom Streit. 2. Wahl eines Tarif- Schiedsgerichts. 3. Ab rechnung vom Widerstandsfonds. 4. Verschiedenes. Das Erscheinen aller Berufsangehörigen ist dringend notwendig. Der Accordtarif gelangt von heute ab im Bureau zur Ausgabe. Die Lohnkommiffion. 45/1 Am Mittwoch, den 21. d. M., 4 Uhr morgens, verschieb nach furzen, schweren Leiden mein lieber Mann, Onkel und Schwa ger, der Schriftsetzer Reinhold Gärtner, im 34. Lebensjahr. Die tieftrauernden Hinterbliebenen Klara Gärtner, geb Listemann. Die Beerdigung findet Sonn: tag, den 25. November, nachmittags 1 Uhr, von der Leichen: Halle des Neuen Luisentirchhofs in Nixdorf, Hermannstraße, aus statt. 11876 Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß ich ein [ 1782 Weiß- u. Bairisch- Bierlokal Orts- Krankenkaffe Ortskrankenkasse der Gürtler. Achtung! Rixdorf. Achtung! Hermann Berlin, der Maler. Mittwoch, den 28. November 1900, abends 8 Uhr, in den Bekanntmachung. Sechste Abänderung zu dem Statut § 28. Die wöchentlichen Staffenbeiträge be Armin Hallen, Kommandantenstr. 20 tragen: 1. für männliche Kaffenmitglieder General- Versammlung über 16 Jahre, ausschließlich der Lehrder Delegierten. Tagesordnung: linge 2. für weibliche Raffenmitglieder über 16 Jahre 30 Pf. .20, Prinz Eugenst.20, früher Drechsler. Ein Profit! ein Profit! zum heutigen Fest unserm Freund! Mazanke. Immunitas. 1798 Todes- Anzeige. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß meine liebe Frau, Schwester und Schwägerin Margarethe Wabersky nach langem Leiden verstorben ist. Die Beerdigung findet morgen, Sonntag, nachm. 22 Uhr, von der Halle des Neuen Rixdorfer Kirchhofs, Rudowerstraße, aus statt.[ 1191b Der trauernde Gatte nebst Tochter. Franz Wabersky, Heizungsmonteur. 41 10 10 Ren- Gröffnung Gross- Destillation 6. Blücherstraße 6. Specialität: Französischer Cognac, Bierschnitt Glas 5 Pf. Vorwärts", " Bolts- Zeitung" liegen aus. Um recht zahlreichen Besuch bittet[ 48/17 G. Dürr, Blücherstr. 6. Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. Verband der Möbelpolierer. Am Sonntag, den 25. November 1900, vormittags 10 Uhr, bei Herrn Laukner, Bergstraße 51-52: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: Neuwahl von 6 Vorstands- Mit3. für männliche Kaffenmitglieder 1. Vortrag des Genoffen Retzerau über: Menschenrechte." gliedern( 4 Arbeitnehmer, 2 Arbeit: geber) 1901/1902. Griagwahl von 2 unter 16 Jahren und für Lehr- 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. linge Borstandsmitgliedern( 2Arbeitnehmer) 27 Pf. Die Kollegen werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. für 1901. Erfazwahl von Kranten: besuchern. Verschiedenes. 11816] niein Der Vorstand. Achtung! 4. für weibliche Kaffenmitglieder 142/20 unter 16 Jahren § 13 Biffer 3. 21 Pf. Im Falle der Erwerbsunfähigkeit vom ersten Tage nach dem Tage der Erfrantung ab für jeden Tag die 58262* lohns(§ 12) als Krankengeld. Der Vorstand. Unternehmungsluftigem Gastwirt Montag, den 26. November, abends 82 Uhr, im großen Saal Admiralstraße 18c: IF Verlammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen P. Grempe über die Lebensverhältnisse beim Bau der Jungfraubahn. 2. Diskussion. 3. Aufstellung von Delegierten zu der Innungs- Krantentaffe. 4. Verschiedenes. Heute abend in sämtlichen Zahlstellen Entgegennahme von Beiträgen und Ausgabe von Fragebogen und Urania: Billets a 60 Pf. zu der Sonder 148/5 vorstellung am 27. Dezember, nachmittags 4 Uhr. Der Vorstand. Freunden und Genoffen empfehle Sälfte des burchschnittlichen Lage ist mit dem Erwerb eines Grundstücs, verbunden mit Restau. Centralverband der Glaser und verwandt. Berufsgen. Weiß- u. Bayrisch- Bier- Lokal mit Vereinszimmer. Karl Risch, Koppenstr. 13. Vorstehende Abänderung tritt mit rant und Saal, der sich zu Versammlungen eignet und zu dem 26. b. M. in Kraft. 43/16 diesem Zwecke von der Arbeiterschaft einer industriereichen Berlin, den 24. November 1900. Der Vorstand. mittleren Stadt Sachsens unterstützt würde, G. Kneiff, Vorsitzender. Ein Posten Kinder- Anzüge, Allen Freunden und Bekannten Deutschlands, Zahlstelle Berlin. Sonntag, den 25. November, vormittags Punkt 10 Uhr: Gelegenheit zur ficheren Eristenz Mitglieder- Versammlung 57630* geboten. Kaufpreis 68 000 M., Anzahlung 10-12000 m. Stoffhosen aller Größen für Weih: empfehle mein Weiß- und Bayrischnachtsgeschenke billig zu verkaufen. 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Die Frage des Vorsitzenden, ob nicht auf eine Anzahl unwesentlicher Zeugen der- zichtet werden kann, wird vom Staatsanwalt Braut verneint. Der Vorsitzende teilt mit, daß eine Anzahl eingegangerier Briefe Teile der Akten geworden sind in der Untersuchungssache gegen den Kriminalkoinmissarius Thiel, der in der Nacht verhaftet worden sei. Ferner teilt der Vorsitzende die Beschlüsse des Gerichtshofs ans einige noch offenstehende Anträge der Verteidigung mit, die sich auf das Protokoll beziehen. Staatsanwalt Braut erklärt: Er halte es für seine Pflicht mitzuteilen, daß die Verdachtsgrllnde gegen den Kriminal- kommissarius Thiel wegen Verbrechens gegen die ZZ 346 und 332 St.-G-B. sich inzwischen derartig verdichtet haben, daß er i n dieser Nacht verhaftet und' die Voruntersuchung wegen Verbrechens gegen ihn eröffnet worden ist. Die betreffenden Paragraphen setzen Gefängns- und Zuchthaus- strafe für einen Beamten fest, der sich bestechen läßt oder Handlungen unternimmt, jemanden der gesetzlichen Strafe rechtswidrig zu ent- ziehen. Die Sachverständigen Dr. S t ö r m e r und Dr. Moll richten an Frau Huth und Frau Blümke eine große Anzahl von Fragen, die sich auf den Gesundheitszustand der Woydaschen Familie, ins- besondere der verstorbenen Mutter der Frieda Woyda beziehen. Bezüglich der Lektüre der Frieda erklärt Frau Blümke, daß ihre Schwester mit Vorliebe fromme Bücher, wie„Es giebt noch Wunder" und dergleichen, lese. Frau Huth erinnert sich nicht, daß Frieda wesentlich etwas andres gelesen habe, als die Zeitungen.— Präs.: Was hat sie da besonders gelesen?— Zeugin: Sie las nur die Heiratsannoncen durch, um eine passende Partie für ihre Schwester herauszufinden.(Heiterkeit.) Da der Staatsanwalt eine andre notwendige dienstliche An- gelegenheit zu erledigen hat, wird eine längere Pause gemacht. Zeugin Margarete Woyda, die noch nicht 16 jährige Schwester der Frieda, äußerte sich über den Besuch, den die Angeklagte Scheding ihr eines Tags gemacht hat, um sich nach der Frieda zu erkundigen. Frieda habe ihr auf wieder« Haltes Befragen immer gesagt, daß es ihr bei der Massense Fischer recht gut gefalle. Was bei der Fischer vorging, habe Frieda nie erzählt. Die Angeklagte Scheding habe ihr angedeuter, daß sie dafür sorge» möge, daß Frieda die Wahrheit sage.' Beim Weggehen habe die Scheding noch gefragt, ob sie sie einmal allein sprechen könne, worauf die Zeugin antwortete, sie habe keine Zeit.— Die Angeklagte Scheding bestreitet, den Wunsch ausgedrückt zu haben, die Zeugin einmal„allein" zu sprechen. — Ihr Vormund, der Zeuge Huth bringt einen Vorfall zur Sprache, aus dem er folgert, daß auf das Mädchen eingewirkt sein könnte. Dasselbe habe einmal einem Herrn Häuseler gegenüber geäußert, daß es nächstens eine Erbschaft machen werde. Die Zeugin bestreitet, so etwas geäußert zu haben, sie verneint auch, daß ihr von irgend einer Seite Geld gegeben oder versprochen worden sei.— Frieda Woyda be- hauptet, daß sie auf die Frage der Schwester dieser nicht gesagt habe „das kann ich Dir nicht sagen", sondern:„ach, laß mich in Friedenl" Die Schwester bestreitet dies.— Der Gerichtshof beschließt die Ladung des Herrn Häuseler und zweier andrer Zeugen, nachdem der Staats- anwalt mit der Bemerkung:„Wir haben ja so viel Zeit" sich damit einverstanden erklärt hatte. Frau Elise Schönfeld hat von einem kleinen Mädchen, Helene Nüse, über das sittliche Verhalten der Frieda Woyda ganz oberflächliche Mitteilungen erhalten, die ganz ohne Belang sind. Der Staatsanwalt hält dies für auffallend, daß die Zeugin angeblich nur aus Interesse für die„nun berühmt gewordene" Frieda Woyda ein- mal aufs Gericht gekommen sei und die kleine Mise dazu mit- genommen habe, um ihr die Frieda zu zeigen. Die Zeugin ist, tvie sich alsdann ergiebt, eine Bekannte des Herrn Direktor Schulze, der sich auch Aufzeichnungen über die Mitteilung der Nüse gemacht habe. Während dieser Zeugenaussage erscheint— wie vorher schon einmal— Oberstaatsanwalt I s e n b i e l im Saale und spricht ein- gehend mit dem Staatsanwalt Braut. Dieser erbittet sich darauf eine kurze Pause zur Erledigung einer dringlichen Angelegenheit. Nach Beendigung der Pause giebt Staatsanwalt Braut folgende Erklärung ab: Nach den Berichten der Presse über die Aus- sage des Rechtsanwalts Dr. Möhring kann die Auffassung Raum gewinnen, als habe Herr Dr. Möhring ge-. sagt: nach dem auf Dienstentlassung lautenden Disciplinarurieil habe ihm der Justizminister seine Wiederanstellung im Richteramt angeboten. Gesprochen kann vom„Staatsdienst" sein. Um Zweifeln in dieser Beziehung vorzubeugen, sei er zu der Erklärung ermächtigt: Nachdem durch Urteil des großen DiSciPlinarhofs auf Dienstentlassung erkannt worden war, hat Dr. Möhring am 31. August 1897 eine Immediateingabe an Se. Majestät gerichtet und um Aufhebung des Disciplinar-UrteilS gebeten. Dies Gesuch ist am 26. Februar 1898 abgelehnt und am 11. März 1398 ist dem Rechtsanwalt Dr. Möhring im Justiz- Ministerium durch den Decernenten mündlich eröffnet worden, daß der Justizminister geneigt wäre, ihn im Subaltern- dienst wieder zu beschästigen. Herr Dr. Möhring hat sich auf diesen Borschlag Bedenkzeit erbeten und ist nicht weiter darauf zurückgekommen.— Nun wird Frau Schönfeld noch einmal vorgerufen und be- fragt, wie sie dazu gekommen ist, in einen, dem Gerichtsgebäude benachbarten Lokal die Erzählungen der Nüse durch den Direttor Schulze auffchreiben zu lassen. Es stellt sich heraus, daß bei dieser Gelegenheit auch der Detektivbureau-Jnhaber Voigt zugegen war. Die Zeugin ist, wie sie auf Befragen zu- giebt, in dem Bureau Voigt thättg, sie will aber in der Sternbergschcn Sache selbst keine Recherchen angestellt haben. Helene N L s e bekundet, daß ihr andre Mädchen angebliche kleine Unanständigkeiten von der Frieda Woyda erzählt haben, die noch in letzter Zeit passiert sein sollen. Rechtsanwalt Dr. Werthauer beanttagt die Vorladung der drei betreffenden Mädchen als Zeuginnen.— Staatsanwalt Braut widerspricht diesem Antrage. Schließlich lade man noch die ganze Schule vor. Man habe doch schon das erschütterndste Beispiel hier gehabt, was aus solcher Lawine herauskommt, wenn das eme Mädchen von einem andern und dieses wieder von einem dritten etwas gehört hat.— Rechtsanwalt Dr. Wertbauer: Es handelt sich hier doch um Feststellungen, die in mockias res führen. Diese Feststellungen seien doch wichtiger, als die Frage, ob Herr Schulze oder ein Referendar Obst dies und jenes gemacht habe. Wenn irgend ettvas weggelassen' werden könnte, dann wäre es vielleicht auf diesem Gebiete.— Staatsanwalt Braut: Wenn wirklich Frieda Woyda nach dem ersten Sternberg- Prozeß un- anständige Redensarten gemacht haben sollte, so wäre das ja kein Wunder. Ein Mädchen, welches solche Verhandlung mit anhört, muß ja verdorben werden. — Rechtsanwalt Dr. Werthauer: Dann muß festgestellt werden, ob die Aeußerungen nach oder vor dem Sternberg- Prozeß gefallen sind.— Der Gerichtshof behält sich den Beschluß über den Antrag vor.— Frieda Woyda bestreitet entschieden, die behaupteten unanständigen Redensarten gemacht zu haben. Die nächste Zeugin, die 16jährige Flöter, ist von der C a l I i s mit zur Fischer genommen worden. um sich zum Modellstehen zu melden. Sie haben dort einen Herrn des„Wmirls" angetroffen, der ihnen 2 M. zur Fahrt gegeben und bemerkt habe: er habe keine Zeit. Dieser Herr sei, wie die Zeugin bestimmt be- hauptet, Herr Sternberg gewesen. Sie sei mit dem Mädchen Sauermann noch ein zweites Mal bei der Fischer gewesen, habe den Herrn aber nicht angetroffen.— Der Angeklagte Sternberg macht darauf aufmerksam, daß die Zeugin mit der Ehlen bekannt sei, mit ihr in einem Stift zusammensitze und sich naturgemäß viel mit ihr über diese Dinge unterhalten. Daß die Ehlen dabei auch seinen Namen nenne, sei doch eben- sowenig wunderbar, denn diese habe ihn, ja in der ersten Ver- Handlung 14 Tage lang gegenüber gesessen. Der Angeklagte be- hauptet ferner, daß die Aussage der Zeugin doch ganz unlogisch sei. Sie behaupte, daß der betreffende Mann, auf den sie etwa zwei Stunden gewartet haben will, extra zu der Fischer hingekommen sei. und es sei doch ganz unlogisch, daß derselbe Mann sich einige Zeit dort aufgehalten, um dann den Mädchen zu sagen, er habe keine Zeit. Jedenfalls sei er der angebliche Mann nicht.— Die Zeugin wird vereidigt. Sie erklärt, daß sie bei ihrem Besuch bei der Fischer schon über 14 Jahr all war. Als Belastungszeugin wird die 16jährige Elise Ludwig vernommen. Sie erklärt, daß sie von keiner Seite beeinflußt, ihr auch von keiner Seite Geld gegeben oder geboten worden sei. Sie soll in der Photographie Sternbergs diesen als einen Mann wieder- erkannt haben, mit dem sie mehrfach verkehtte. Sie bekundet be- stimmt, daß sie mit Herrn Sternberg n i e etwas zu thun gehabt und nie mit ihm unsittlich verkehrt habe. Sie bleibt dabei trotz ernster Vorhaltungen, auch nachdem Herr Sttcrstädter ihr vorgehalten, daß sie in der Ph'otograghic ja den Mann wieder erkannt habe, der bei den Mädchen den Namen„Nuttenjäger" trage. Die Zeugin behauptet, nur gesagt zu haben, das Bild könnte vielleicht den'„Nuttenjäger" darstellen, der gleichfalls einen Spitzbart und ein Pincenez trage und in der Passage herumzuflanieren pflege. Die Zeugin wird vereidigt und die Sitzung bis auf Sonnabend. 9lli Uhr, vertagt. Die Verhandlung wird von morgen an wieder im großen Schwurgerichtssaal stattfinden. Das Gerücht, daß v. Meerscheidt-Hüllessem verhaftet sein soll, i st nach der Versicherung des Staatsanwalts falsch. Ott Prozetz gegen die Harmlosen 4. Tag. Der Präsident, Landgerichtsdirektor Oppermann, eröffnet die Sitzung um 9�/2 Uhr. Die Beweisaufnahme wird sortgesetzt. Zeuge G i e s e n g, Kaufmann und Fabrikbesitzer, kennt den An- geklagten Wolff von der Zeit her, als dieser als Bankhalter von einem Ort zum andern reiste. Der Zeuge hat ihn dann erst nach 16 Jahren iviedergesehen und da er ihn in der besten Gesellschaft verkehren sah, hat er keinen Anstand genommen, ebenfalls in oberflächlichen Verkehr mit ihm zu treten. In den Jahren 1896 bis 1397 habe der Zeuge flotter gelebt, als seine Verhältnisse gestatteten: er habe sich an Wolff ge- ivandt, der ihm auch bereitivillig ein Darlehen von 10(XX) M. ge- geben habe. Wolff habe nur 4 Proz. Zinsen verlangt, der Zeuge aber darauf bestanden, daß er 8 Proz. bezahlen wolle.' Das Kapital ist längst zurückbezahlt worden. Der Zeuge hat zweimal bei Hecht, dann auch in den andren Lokalen gespielt; Wolff habe ihm aus alter Freundschaft geraten.' vom Spiele zu lassen und die ganze Gesellschaft lieber ganz zu meiden. Tafeldecker Schneider, der folgende Zeuge, ist im Jahre 1897 Ober- kellner im Hotel Victoria gewesen und wurde ihm die Bedienung des Spiclerklubs in den oberen Räumen übertragen. Er erhielt von der Gesellschaft dafür ein festes Gehalt von 19 Mk. für den Abend. Der Klub mochte abwechselnd von etiva 200 Herren besucht worden sein. Am Sonnabend sei der Haupt- Spielabend gewesen, dann wurde die sogenannte„große Bank" aufgelegt, wobei 16— 2()(X)V Mk. umgesetzt wurden. Der Zeuge habe den Herren, die ihre ganze Barschaft verloren hatten, mehrfach mit einigen hundert Mark aushelfen müssen. Generaldirektor Otto vom Central-Hotel hat mit den Angeklagten v. Kayser und v. Kröcher bctteffs Vermietung der Klubräume(ein Saal und zwei Nebenräume) verhandelt. Die Monatsmiete betrug anfänglich KXX) M. Di» Zeche, die von den Herren gemacht tvurde, habe sich auf etiva IlX) M. pro Abend belaufen. Schon nach kurzer Zeit habe die Hotelverwaltung Bedenken gehabt, den Klub weiter zu dulden, da das Gerücht aufgetaucht war, daß dort hoch gespielt werde und daß dort Herren hinkämen, die nicht dotthin gehörten. Auf Ansuchen der Hotelverwallung habe hie Klubdirektion sich sofort bereit erklärt, den Vertrag zu lösen. Es wird dann zum Nürnberger Fall übergegangen. Die Zeugen bekunden, daß sie sämtlich Stammgäste im Grand-Hotel in Nürnberg waren. Dort habe Wolff Ende 1396 in einem Zimmer die Bank gehalten. Die Beweisaufnahme wendet sich dann wieder den Angeklagten v. Kayser und v. Schachtmeyer zu. Zeuge Student v. S t o s ch, der mehrfach die Spielabende im Savoy-Hotel besucht hat. kann nicht behaupten, daß v. Kayser in deni Rufe stand, ein„unangenehmer" Spieler zu sein. Es folgt der Zeuge Graf KönigSmarck. Er ist bei Hecht und im Victoria-Hotel gewesen, dann auch Mitglied des Klubs im Central- Hotel geworden. Um sich unliebsamer Elemente, die sich bei Hecht eingenistet hatten, zu entledigen, sei man zu dem Beschluß gekommen,' einen organi- sierten Klub zu gründen. In der Villa des Zeugen in Lichterfelde habe eine Vorbesprechung stattgefunden. Der Zeuge hat nach dem Zustandekommen des KlubS an einem der erste» Spielabeude den« selben besucht und dabei gegen StXX) M. verloren. Er habe das bare Geld nicht gehabt und Herrn v. Kroch er seine Not geklagt, der ihn an Herrn Wolff v e r>v i e s e n habe. Er habe sich dann auch an Wolff gewendet, aus dem Geschäft sei aber nichts geivorden. Der Zeuge ist bald wieder aus dem Klub ausgeschieden, wie er behauptet' aus eignem An- triebe und nicht wie v. Kayser angebe, weil sein Austreten gewünscht wurde. Bald darauf habe er, ärgerlich über den Verlust, an von Kröcher einen Brief geschrieben, worin er ihm den Vorwurf machte, daß er ein gewerbsmäßiger Spieler sei, er habe hier- durch aber nur einen Sckerz machen wollen. Darauf habe er so. wohl von Herrn v. Kröcher wie von Herrn v. Kayser grobe Briefe erhalten. Er habe sich zwecks Aussprache zu letzterem begeben, ihn aber nicht zu Hanse getroffen. Da er dann eine Reise nach Italien habe antreten müssen, habe er die Sache auf sich be- ruhen lassen. Der Präsident macht den Zeugen darauf aufmerksam, daß er sich jedenfalls einen höchst„eigentümlichen" Scherz geleistet habe. Es folgen eine ganze Reihe von Zeugen, welche Spiel und Bank- halten der Angeklagten kennzeichnen, sowie über das Verhältnis Aus- kunft geben sollen, welches zwischen denAngeklagteu bestand. Es wird bekundet, daß die Angeschuldigten häufig gemeinschaftlich die Bant hielten und zumeist vom Glück begünstigt wurden. Wölfs sei durch v. Kröcher in den Spielerkreis eingeführt worden. Ueber die Lebens- weise deS Angeklagten v. Kayser in Frankfurt a. O. wird von einem Zeugen bekundet, daß derselbe als ein tüchtiger Beamter galt, der seine Dienstobliegenheiten pünktlich er- füllte. Es tritt noch ein Zeuge auf, der bekundet, daß v. Kayser eine Spielschuld-Forderung in Höhe von IlXX) M. an ihn hatte und daß derselbe ihm schon nach einigen Tagen einen Brief geschrieben habe mit der Drohung, daß er sich im Falle nicht pünktlicher Zahlung an den Kommandeur des Schuldners wenden »volle. Darauf wird die Verhandlung bis Sonnabendvormittag 9Vz Uhr vertagt. Zouulidrnd, Zl.ilmmdtt 1900. Berliner Partei-Angelegenheiten. Erster Berliner Reichstags- Wahlkreis. Sonntag, den 26. November, abends 6 Uhr, findet in Cohns Festsälen, Beuth- straße 20, eine Versammlung statt, in welcher der Genosse Dr. Beutler über die politische Lage spricht. Nachdem gemüt- lichcs Beismmnensein. Um recht zahlreichen Besuch wird gebeten. Die Vertrauensleute. Socialdemokratischer Wahlverein für den dritte» Berliner Reichstags- Wahlkreis. Sonntagabend 6 Uhr bei Möhring. Admiralstr. 13o, Märkischer Hof: Gemütliches Beisammensein. Um recht zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. Treptow-Baumschulcnweg. Mittwoch findet bei Ackermann, Bauinschulenstr. 78, eine Volksversammlung statt, in welcher der Reichstags-Abgeordnete Emil R o s e n o w über„Wohnungs- not, Kohlenwucher und Lebensmittelpreise" sprechen wird. Ferner werden die Genossen dringend ersucht, sich am Sonntagmorgen 8Va Uhr im Lokal des Herrn Staffeldt zur Flugblatt-Ver- breitung zahlreich einzufinden. Ober-Tchöneweide. Heute abend 8V2 Uhr findet bei John die Mitgliederversammlung des Arbeiter-BildungSvereinS statt. Uoksles. Towett ist eS gekommen! Oberbürgermeister Kirschner und die Magistratsmehrhett empfangen jetzt für ihre reaktionäre Stellung zur Wohnungsfrage vom— Schweinburg ein Belobigungs- attest: „Bei Betrachtung der Verhandlungen der Berliner Stadt- verordneten-Versammlung über die Wohnungsfrage wird man der Auffassung des Oberbürgermeisters Kirschner durchaus beistimmen müssen. ES kann in der That die Aufgabe der Gemeinde auf diesem Gebiete nur sein, helfend und fördernd zur Lösung dieser Frage und zur Beseitigung von Mißständen in den Wohnungs- Verhältnissen beizutragen. Sie kann sich aber nicht die Aufgabe stelle», für zweckmäßige und billige Wohnungen für die ganzen breiten Massen der' Bewohnerschaft selbst zu sorgen." Wie man sieht, wird das Lob verklausuliert erteilt. Schweinburg macht sich den Scherz, es so hinzustellen, als ob der socialdemokratische Antrag dahiuging, urplötzlich für etwa anderthalb Millionen Menschen Magistratswohnungen zu errichten, wogegen dem Oberbürgermeister insinuiert wird, daß' er, der wie ein Haus besitz er sprach, im Namen der Magistratsmehrheit das wollte, was der socialde in akratische Antrag eben bezweckte, nämlich helfend und fördernd zur Lösung der Wohnungsfrage, soweit dies unter der gegenwärtigen Gesellschaftsordnung möglich, und zur Beseitigung von Mißständen im Wohnungswesen beizutragen. So weit ist es also mit der manchesterlichen Verbohrtheit im Roten Hause schon gekommen, daß ein Schweinburg als Anstands- dame auftreten und dem Oberbürgermeister Gedanken zuschreiben muß, die seinem manchcsterlichen Gemüt himmelweit fern lagen. Bemerkt sei noch, daß Schweinburgs„Berl. Pol. Nachr." sich über das Schicksal, das der B a u p l a tz st e u e r in Berlin beschieden lvar, auslassen:„Angesichts der Dringlichkeit der Erschließung der im Berliner Stadtbezirk noch vorhandenen Bauterrains für die Be- bauung wird es sich aber sicher empfehlen, in eine erneute Prüfung der Frage der Einführung einer wirksamen Bauplatz st euer einzutreten. Sollte sich dabei ergeben, daß jene einschränkende Aus- legnng des Ober-Verwaltungsgerichts in der That ein unüberwind- liches Hindeniis für die Einführung einer Bauplatzsteuer bildet, so ivird zu erwägen sein, ob nicht dusch eine Fassungsänderung der betreffenden Gesetzesstelle dafür gesorgt werden kann, daß der von dem Gesetzgeber gewollte Zweck(Nutzbarmachung des Geländes zur Herstellung' kleinerer Wohnungen. D. R.) auch In Berlin erreicht wird." In der Sternberg-Affaire erregt die in der Nacht zu gestern erfolgre Verhaftung des Kriminalkommissars Thiel erklärliches Aufsehen. Es ist aus den ersten Tagen der Verhandlung erinnerlich, wie der Kriminalschntzmann Stierstädter unter seinem Eide bekundete, daß sein Vorgesetzter. Kommissar Thiel, wiederholt versucht habe, zu Gunsten Sterubergs auf ihn einzuwirken. Thiel, der sich zur Ausklärung eines großen Postdiebstahls in der Provinz befand, wurde sofort nach Berlin berufen, um vor Gericht auf die Anschuldigung seines Untergebenen zu antworten. Die Aussagen auf beiden Seiten sind in ihren Einzelheiten wohl noch in der Erinnerung der Leser. Die beiden Beamten wurden ebenso wie Polizeidirektor v. Meerscheidt-Hüllessem einstweilen vom Dienst enthoben. Im weiteren Verlaufe des Prozesses wurde nur einmal auch erwähnt, der Kapitän Wilson, der bei den Be- mühungen zu Gunsten Sternbergs eine große Rolle spielte, habe in seinem Aeußeren eine gewisse Aehnlichkeit mit dem Kommissar Thiel gehabt. Hieraus entstand das Gerücht, daß Thiel und Kapitän Wilson zum Teil eine und dieselbe Persönlichkeit seien. Ob das zutrifft, bleibe einstlveilen dahingestellt. Im Zusammenhange mit diesem Gerücht aber entstand wohl das andre, dem auch Staats- anwalt Dr. Nomen Ausdruck gab, Thiel habe ebenso wie Direktor Luppa das Weite gesucht. Dieses Gerücht erwies sich jedoch als faffch. Während es hieß, daß er nicht mehr iutrs, muros weile, wurde Kommissar Thiel Donnerstag auf dem Polizei- Präsidium in der.Sterubergschen Sache eingehend ver- n 0 m m e n. Die Vernehmungen zogen sich bis spät abends hin. Dann wurde über das Ergebnis sofort die Staatsanwaltschaft be- nachrichtigt und weiter im Einverständnis dieser mit den andren in Betracht komniende» Faktoren die Verhaftung des Angeschuldigten angeordnet. Kriminaliilspektor Liß, der die Ermittelungen leitete, vollzog die Verhaftung noch in der Nacht zu gestern in der Wohnung des Kommissars in der Turmstr. 46. Gestem morgen wurde der Gefangene in das Untersuchungsgefängnis übergeführt. Polizeidirektor v. M e e r s ch e i d t- H ü l i e s s e m ist noch immer mit seinem„Nervenchoc" behaftet. Interessant ist ferner die Mit- teilung eines Lokalblatts, wonach auch Fritz F r i e d m a n n in der Sternverg-Sache thättg sein soll. Das„gehetzte Edelwild" hält sich zur Zeit in Brüssel auf, wo er demnächst eine internationale Börsen- zeitung herausgeben will. Woher hat Friedmann das Geld dazu? Diese Frage wird in dem Lokalblatt wie folgt beantwortet:„Herr Friedmann hat Herrn Sternberg seinen juristischen Scharfsinn und dieser ihm dafür seine Banknotentasche zur Verfügung gestellt. Der ehemalige Anwalt hat schon nach der ersten Verhandlung bei Ab- faffung einer der vier Revisionsschriften sachverständigen Beistand geleistet, und als er vor einiger Zeit hier in Berlin weilte, geschah es zur Abhaltung einer Konferenz mit den Freunden des An- geklagten. Der Rat, den er in dieser Konferenz erteilte, foll ihm nun in fürstlicher Weise belohnt worden sein, wie Friedmann selbst voll Stolz herumerzählt." Kohlenplätze anstatt Spielplätze. So lange der Stadtteil Gesundbrunnen keine Markthalle hatte, fanden dessen Wochemnärkte auf dem freien Platz zivischen Prinzen-Allee und der Panke statt. Später ging es in die Markthalle und eS wurde der Platz gern von der spielenden Jugend eingenommen, die von rigorosen Hausivirten auf die Straße gedrängt wird. Als die Markthalle ihrer ungünstigen Lage wegen von Händlern und Publikum zu schwach besucht und daher geschloffen wurde, zog man nicht wieder zum alten Marktplatz zurück, sondern der Markt wurde auf das Grundstück des Restaurateurs Schniidt, Prinzeuallee, verlegt, dicht neben dem alten Platz, und Herr Schmidt zieht als Privatmann von den Händlern die Standgelder ein. Ob das richtig oder nicht, soll hier nicht weiter geprüft werden, Den Kindern war dadurch doch wenigstens ihr einziger Spielplatz geblieben, d. h. sofern sie nicht etiva den Humboldthain, der für die meisten zu entfernt liegt, als solche» rechnen wollen. Mehrfach heißt es nun, es sollten für die fleinen Spielgefährten noch Sandtaften gestellt werden, doch wer daran geglaubt, hat sich in unsrem Magistrat start getäuscht. Dieser vermietete es ist faum glaublich- ben Marktplatz als Kohlenplag. Der ganze Blas ist nun bis auf einen Durchgang zur Brücke über die Bante mit einem hohen Bretterzaun umgeben und es sind auch bereits große Mengen Steinfohlen angefahren worden. Nicht allein ist den Kindern der Spielplatz genommen, sondern auch den vielen Arbeitern, die dicht um den Plaß herum zur Arbeit nach den Fabriken müssen, die Beleuchtung. Sämtliche Laternen des Blazes befinden sich innerhalb des Zannes und find bis jetzt vom Stohlenhändler abends nicht angezündet worden. Gewiß ein un erhörter Zustand. Mit demselben Recht fann schließlich der Magistrat den Gendarmenmarkt oder andre Bläge famt ihrer Laternen zu öffentlichen Kohlenplägen vermieten. Ein gefährliches Mittel, aus der Einzelhaft heraus.| Krieg im Frieben. Bei einer dieser Tage awischen den zukommen, wandte der jugendliche Sträfling Mag Breitag aus bayrischen Ortschaften Bödeldorf und Lizendorf bei Bamder Selchowstraße zu Rigdorf im Gefängnis zu Blößensee an. berg abgehaltenen Felddienstübung des 2. Bataillons bont Breitag wurde vor ungefähr drei Jahren wegen wiederholten Dieb- 5. Infanterie- Regiment, zu der auch eine Abteilung des 1. Ulanenstahls und Taschendiebstahls zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt Regiments zugezogen war, erlaubten sich zwei zum Patrouillenund war seitdem in der Strafanstalt zu Blößensee in dienst verwendete Soldaten grobe Ausschreitungen Einzelhaft mit Maschinenstriderei beschäftigt. Um eine Aende- gegenüber rung in seiner Lage herbeizuführen, verschluckte er zwei ge- Bürgermeister Hümmer der Ortschaft Lizendorf wegen Mißder ländlichen Bevölkerung, weil sie von dem bogene Stricknadeln, wie sie auf der wie sie auf der Maschine gebraucht handlung ihrer Pferde zur Rede gestellt worden waren. werden, und erreichte auch fein Ziel. Dem Anstaltsarat gelang Hümmer und dessen Knecht, der seinem Herrn Hilfe bringen wollte, es zwar, eine der Nadeln sogleich wieder herauszuholen, die mußten, so berichten die Münch. N. Nachr.", in ein Haus der Ortandre aber hat sich so festgefeßt, daß ein größerer ärztlicher Eingriff, fchaft Bödeldorf flüchten. Ein andrer des Wegs tommender Dorfder in der Strafanstalt nicht gemacht werden kann, notwendig bewohner wurde von einem der Ulanen durch einen gefährlichen ist. Breitag wurde daher heute morgen nach der Charité über Schlag auf den Kopf start verlegt. Die Soldaten ritten schließlich Baugenossenschaft der städtischen Arbetter. Eine sehr gut geführt. vor das Haus, in dem sich der Bürgermeister mit seinem Knecht berbesuchte Versammlung der städtischen Arbeiter und Angestellten, Im Dienst schwer verunglückt ist gestern morgen der Wagen- borgen hielt, und begehrten laut fluchend und schimpfend Einlaẞ. welche am Bußtag stattfand, erklärte sich einstimmig gegen die führer Eduard Haase aus der Stargarderstraße 39 auf dem Straßen- als den beiden Helden ihr Wunsch nicht erfüllt wurde, zertrümmerten eventuelle Errichtung von kommunalen Wohnhäusern für die bahnhof an der Schönhauser Allee. Haase hatte, bevor er seine fie die Fenster und rannten die Thür ein. Durch dieses Vorgehen städtischen Arbeiter. Man ging hierbei von der Ansicht aus, daß Fahrt antrat, am Puffer feines Wagens noch etwas zu thun. Nun veranlaßt, nahmen die Dorfbewohner eine drohende Haltung durch die Errichtung solcher Wohnhäuser nur ihr Abhängigkeits- fam der nächste Wagen, der hinter dem feinigen stand und an dem gegen die Ulanen an. Die aus Ligendorf herbeigerufene verhältnis zu den Behörden vergrößert und die Bewegungsfreiheit fich auf irgend einer Weise die Bremse gelöst haben muß, heran- Gendarmerie vermochte gegen die Soldaten nichts auszurichten. eingeschränkt werden würde. Um jedoch der Wohnungsnot entgegen- gerollt, ohne daß er es merkte, und drückte ihn gegen seinen Wagen. Mittlerweile hatte man in Böbeldorf die Feuerwehr alarmiert. zutreten, wurde der Beschluß gefaßt, sofort eine Bau- und Spar- Haase erlitt außer einem Bruch des rechten Oberschenkels schwere Der kleine Plaz bot das Bild einer alten Landsturmscene. Der verGenossenschaft ins Leben zu rufen. 180 Personen erklärten hierauf innere Verlegungen und mußte, nachdem ein Arzt ihm die erste Hilfe einten Macht gelang es schließlich, die Ulanenpatrouille in die Flucht ihren Beitritt zu derselben. geleistet hatte, mit einem Lüdichen Rettungswagen in ein Kranten zu schlagen. Der eine der Reiter mußte feine Lanze auf dem KampfIn Sachen des Frühstücks- Bestellgelds hat eine gemeinsame 4 Kindern. haus gebracht werden. Der Mann ist verheiratet und Vater von plaz zurüdlaffen. Das militärgerichtliche Verfahren dürfte weitere Versammlung der Bäckermeister, Milch- und Backwarenhändler der Aufklärung über den Vorfall bringen. Friedrichstadt und des Südwestens stattgefunden. Nach eingehender der Jannowigbrüde gerufen, wo durch Kurzschluß ein Raften an Feuerbericht. Freitagnachmittag 3 Uhr wurde die Wehr nach Beratung gelangte folgende Resolution einstimmig zur Annahme: einem Maste in Brand geraten war und dadurch eine längere Ber westens erklären, mit Südsicht auf die schwierigen wirtschaftlichen Verein Kellerbrand abzulöschen, der Badmaterial einäscherte. Bei einem Die Bädermeister und Milchhändler der Friedrichstadt und des Süd- kehrsstörung herbeigeführt wurde. Borher war Staligerstraße 129 hältnisse, 1. die Abschaffung der Zugabe bei Backware und Milch, Stellerbrande in der Waldstraße 33 wurde Brennmaterial eingeäschert, 2. die Einführung eines Frühstücks- Bestellgelbs für dringend not- während Weinstraße 16 die Einrichtung einer Werkstatt durch Feuer wendig und beauftragen ihre Vorstände, die geeigneten Schritte zur beschädigt wurde. Kleine Zimmerbrände verursachten ein Ausrüden Durchführung dieses Beschlusses zu unternehmen. der Wehr nach Rylestraße 25 und Lychenerstraße 4. Donnerstag abend war durch Unvorsichtigkeit in der Fruchtstraße ein mit Holzwolle beladenes Fuhrwerk in Brand geraten, mit dessen Ablöschung die Wehr längere Zeit zu thun hatte." Ein Brillantenkollier im Werte von 40 000 M. ist dieser Tage der Frau eines hier weilenden höheren russischen Offiziers im Hotel gestohlen worden. Von dem Diebe weiß man noch nichts. Von ihrem dreijährigen Bruder erschlagen wurde die 11/8 Jahre alte Elly der Kurbelstepper Gadegastschen Eheleute aus der Fischerstraße 25. Der fleine Junge Namens Arthur ist ein fehr reizbares Kind und gerät oft über die geringste Kleinigkeit in Wut. Vor vierzehn Tagen war nun bei den Leuten ein Tischler gewesen, um Möbel auszubeffern. Dieser hatte nach Beendigung der Arbeit am Kleiderschrank in der Küche eine Latte stehen lassen, aus der ein Ragel mit der Spize hervorragte. Nun tam am Montagvormittag eine Schneiderin und lieferte Frau Gadegaft eine Taille ab. Als Dienstmädchen, das in Abwesenheit der Frau die Lieferung abfie wegging, reichte sie dem genommen hatte, die Hand, nicht aber den Kindern. Darüber wurde der Junge wütend;„ Die olle Tante," schrie er, fagt nicht Adieu". Dabei ergriff er die Latte, schlug nach dem Dienstmädchen, traf aber fein Schwefterchen und zwar so unglücklich auf den Kopf. daß der Nagel den Schädel durchbohrte und in das Gehirn einbrang. Die Verlegte wurde zwei Tage in der Wohnung der Eltern ärztlich behandelt und am Mittwochmorgen in ein Krankenhaus gebracht. Dort starb sie noch am selben Tage. Die Leiche wurde zur gerichtsärztlichen Oeffnung beschlagnahmt. Eine langbanernde Verkehrsstörung ereignete sich gestern nachmittags 3/42 Uhr an der Jannowigbrüde. Dort war an einem der zur Aufnahme des elektrischen Leitungsdrahts dienenden Masten der dort angebrachte Eisenkasten in Brand geraten. Infolgedessen wurde die Stromzuführung für die Straßenbahn unterbrochen und die Wagen stauten fich auf beiden Seiten in langer Kette auf. Die Feuerwehr wurde alarmiert und löschte nach längerer Arbeit den Brand. Rach 1/23 Uhr konnte der gewöhnliche Verkehr wieder auf genommen werden. Infolge eines Brandes tobfüchtig geworden ist die 54 Jahre alte Zimmervermieterin Frau Stöhr aus der Kochstr. 54a. Als die Frau am vergangenen Sonnabend um 11 Uhr abends nach Hause fam, warf fie in einem Zustande Hochgradiger Nervosität, in dem fie fich schon länger befand, ein brennendes Licht um und verursachte dadurch in der Wohnung einen Brand, zu dessen Ablöschung die Feuerwehr gerufen werden mußte. Der größte Teil ihrer Einrichtung verbrannte, an den Räumen, die der Komiker Emil Thomas von ihr gemietet hat, brannte eine Thür an. Die unglückliche Frau geriet über das Vorkommnis in eine große Aufregung und verfiel schließlich in Tobsucht, so daß sie gestern auf Veranlassung der Revierpolizei in die Frrenanstalt zu Dalldorf gebracht werden mußte. Aus den Nachbarorten. 7 mulosti, nach Durchfägung der Eisensprossen mit Hilfe einer selbstUhr zwei schwere Verbrecher Franz Woiczichowski und Martin Aus dem Graudenzer Zuchthaus sind am Donnerstagabend am Rhein meldet die R. Boltsatg.": Eine Lehrerin ber an der gefertigten Leifer entwichen. Holweiderstraße gelegenen Schule hatte ein Kind, weil es nicht schön Zur Warnung für Prügelpädagogen. Aus Mülheim geschrieben, an den se opf geschlagen, so daß es der Kleinen wohl schickten die Eltern das Kind zur Schule, wo aber der Kopf. übel wurde und sie zu Hause über Kopfschmerzen flagte. Gleichschmerz so heftig wurde, daß das Mädchen bat, nach Hause gehen zu dürfen. Die Lehrerin schlug das Kind wieder an den Kopf mit dem Bemerken:„ Du sollst schöner schreiben!" Die Kleine wurde ohn mächtig und mußte nach Hause geb racht werben, wo sie das Bewußt sein nicht wieder erlangte, vielmehr nach furzer Zeit starb. Die gerichtliche Obduktion derselben statt. Das Ergebnis ist noch nicht Polizei unterfagte die Beerdigung der Leiche, und fürzlich fand die Straßenbahnen in eigner Regie zu erbauen, will auch Dem Beschluß des Berliner Magistrats, in Zukunft die der Rigdorfer Magiftrat beitreten. Auf eine Anfrage des Berbekannt. liner Magistrats ist die Antwort ergangen, daß die Stadtgemeinde Nigdorf zu einer Beteiligung am Regiebetrieb von Straßenbahnen, die Berliner und Rigdorfer Gebiet durchfahren, unter der Voraus am Gewinn eingeräumt wird, durchaus geneigt ist. Nach Rigdorf setzung, daß ihr ein angemessener Anteil an der Verwaltung und find und im nächsten Jahre zur Ausführung kommen solleit. führen jest acht Straßenbahnlinien, während zwei weitere projektiert Hand von Londoner und Pariser Depeschen berichteten, hat fich als Der Brand von Valparaiso, über den wir kürzlich an der eine grobe Mystifikation der europäischen Breffe Herausgestellt. Wie allzu lafonisches Telegramm des französischen Konsuls in Valparaiso, jetzt aus London geschrieben wird, ist die falsche Meldung durch ein das den Brand des französischen Konsulats meldete, hervorgerufen worden. Aus dem Telegramm des Konsuls fabrizierte dann eine strupellose englische Telegraphen- Agentur die Nachricht vom Brande der ganzen Stadt Balparaiso, und diese prächtige" Sensation" wurde darauf munter in alle Welt hinausgedrahtet. 83%, Uhr, in der Aula der 69. Gemeindeschule, Kleine GrantFreireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 25. November, vormittags vormittags ebendaselbst: Bortrag des Frl. Ida Altmann: Tod und Leben. furtersir 6: Versammlung. Freireligiöse Vorlesung." Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Um 10 Uhr Johannisthal. Die Gemeindevertretung beschäftigte sich in ihrer lesten Sigung mit der Wasserversorgung des Orts. Die Charlottenburger Wafferwerte haben einen auf 50 Jahre abzuschließenden Vertrag vorgelegt. Diese Gesellschaft will die Leitung ve unentgeltlich legen und fordert für Wassermengen bis zu täglich 100 Subitmeter 30 Pfg., bis 300 Kubikmeter 15 Pfg. toften. Die 40 Stubikmeter vierteljährlich 12 M.. darüber hinaus sollen bis Gesellschaft gewährt der Gemeinde eine Rente von 5 Broz., sobald der Betrag für das gelieferte Wasser die Summe von 6000 M. über- An die Mitglieder der Orts- Krankenkaffe ber Schneiber und steigt. Es foll versucht werden, mit den Berliner Wasserwerken Schneiderinnen. Die Mitglieder genannter Staffe werden auf die am einen günſtigeren Vertrag abzuschließen, doch wären hier wegen Dienstag, den 27. November, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, KomUeberführung der Leitung über die Görliger Bahn große Schwierig- G8 gilt die wenigen von der Arbeiterschaft errungenen Rechte aufs neue mandantenstr. 20, stattfindenden Delegiertenwahlen aufmerksam gemacht. feiten zu überwinden. auf den Besuch dieser Versammlung hinzuweisen. 31 verteidigen, weshalb die Parteigenossen ersucht werden, in ihren Streisen Gegen den Protest unsrer Parteigenossen beschloß die Gemeindevertretung, die disponible Summe von 20 000 m., welche von der Invaliditäts- und Alters- Versicherungsanstalt Berlin entliehen find, dem Schöffen Knape gegen 4 Broz. Binsen zu überweisen, der den Betrag seinem Schwiegersohn zu Bauspekulationsweden) Wetzen, gut D.- Str. 15,20| 15,16 macht dieser Herr somit ein feines Geschäft. Es rührte die bürger-) oggen, gut überlassen will. Bei der gegenwärtigen Höhe der Hypothekenzinsen mittel " lichen Vertreter nicht besonders, als der socialdemokratische Gemeindegering vertreter Mann von Betfernwirtschaft sprach. " 1 die 6,-4, 1,60 1,20 1,30 1Marktpreise von Berlin am 22. November 1900 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. Kartoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Kenle 1 kg do. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter 1,80 " 15,12 15,08 " 15,04 15, " 14,20 14,18 " 1,60 1,10 mittel " " 14,16 14,14 gering " 14,12 14,10 1,60 " 15,40 14,60 2,80 2, mittel 14,50 13,80 " gering " +) Bafer, gut mittel " gering 40, 45, Eier 13,70 13,- Karpfen 16,20 15,20 Aale 15,10 14,20 Bander 14,10 13,20 Hechte 7,16 6,50 Barsche 7.- 4,80 Schleie 25, Bleie 20, Krebse 60 sind 4,80 3, 1kg 70, 30, Nach Verübung von Wechselfälschungen hat, wie aus terte, gut Eberswalde gemeldet wird, der Verleger der dortigen liberalen Eberswalder Zeitung". Buchdruckereibefizer Adolf Lemme, Barteifreunde geschädigt. Seine Baffiva betragen 43 000 M.; hierDer Flüchtling hat viele Geschäftsleute und von find 21 000 m. gedeckt, während der Rest verloren geht. Lemme Nichtstrob war Stadtverordneter und spielte auch sonst im öffentlichen Hen eben eine gewisse Rolle. Bon fich reden machte er im verflossenen Erbsen Jahre, ale ihm vom„ Märkischen Sängerbund die Ehrenmitglied- onen fchaft entzogen wurde, worauf unter seiner Leitung der Märkische Sängerbund Franz Müde" gegründet wurde. Frau Marie Göße, die Altistin unfres töniglichen Opernhauses, ist an einer Gasvergiftung schwer erkrankt. Als am Dienstagmorgen ihr Mädchen das Schlafzimmer betrat, bemerkte fie, daß moni die Sängerin besinnungslos im Bette lag. Durch ein Versehen waren am abend zuvor die Hähne der Gastrone nicht völlig ge= schlossen worden. Dem Arzt gelang es, die Künstlerin ins Leben zurlidzurufen. Frau Göze befindet sich erfreulicherweise zur Zeit auf dem Wege der Besserung. Vermischtes. " 4400 2,20 1 ,: 2,50 1,40 2,60 1,20 1,801, 1,60 0,80 3,- 1,20 1,40 0,80 per Schot 12-2,50 *) ab Bahn und frei Mühle.+) frei Wagen und ab Bahn. Produktenmarkt vom 23. November. Der Getreibeverkehr zeigte wiederum matte Tendenz. Die milde Witterung, die einen nahen Schluß ber Schiffahrt unwahrscheinlich macht, startes inländisches und ausanlaßten Realisierungen. Insbesondere waren Roggenlieferungen durch ländisches Warenangebot und günstige argentinische Erntenachrichten ver rentable nordrussische Offerten per Februar- und Märzablabung durchweg veränderte fich nur wenig. 1 Mart weichend. Weizen war 0,50 Mart niedriger angeboten. Hafer Rüböl schwächte fich um 0,20 Mart ab. niedriger gehandelt. Spiritus. 70 er Locospiritus wurde zu 46 Mark oder um 0,10 Mark vom 1. Januar 1901 ab wird auf Grund getroffener Vereinbarung Portitage für Zeitungen nach und von Oestreich- Ungarn. die Versendungsgebühr für im Poftwege abonnierte Beitungen im Verkehr zwischen Oestreich- Ungarn und Deutschland derart geregelt, Herr Buchdruckereibefizer Ebmeier teilt uns zu dem gestern daß die Gebühr nicht wie bisher nach Prozenten des Abonnementsvon uns gemeldeten Unfall in seinem Betriebe mit, daß der bei dem- preises der Zeitungen bemessen, sondern nach dem Durchschnittsfelben hinzugezogene Arzt felbft mit Verbandszeug versehen war gewicht und der Häufigkeit des Erscheinens der Zeitungen berechnet und dieferhalb nach solchem gar nicht verlangte. Außerdem jedoch ist wird. Die östreichische Versendungsgebühr für die nach Deutschland das Verbandszeug in der vorgeschriebenen" Form in der Druderei zu liefernden, durch Vermittlung ber reichsdeutschen Bostanstalten zu, vorhanden. Ein Abzug vom Lohne ist dem betroffenen Lehrling aus beziehenden Beitungen beträgt für je 100 Gramm des Durchschnitte mäßigen südöstlichen Winden; keine erheblichen Niederschläge. Anlaß des Unfalls weber gemacht, noch bestand die Absicht eines gewichts jeder Nummer einen Heller bei wöchentlich mehrmals und solchen Lohnabzugs.- Dieser Berichtigung gegenfiber beharren zwei Heller bei wöchentlich einmal oder feltener erscheinenden Beit Briefkasten der Redaktion. unfre Gewährsmäimer bei ihren gestern von uns veröffentlichten tungen mit einer Mindestgebühr von jährlich 40 Heller für jedes Mitteilungen. Abonnement. Wetter- Prognose für Sonnabend, den 24. November 1900. Nachts etwas fälter, am Tage ziemlich warm und vielfach heiter bei Efsrarg III. Wir können Ihnen leider darüber nichts fagen; die Adresse des Herrn Dr. D. ist Berlin, Kaiser- Allee 119. 00000000 Wieder- Eröffnung eee des Partie- Waren- Hauses Hermann Flatauer Ecke Alexander- Strasse, 32 Prenzlauer Strasse 32, Ecke Alexander- Strasse. Meiner werten Kundschaft zur gefl. Kenntniss, dass ich nach beendetem Umbau, unter Hinzunahme der ersten Etage, meine sämtlichen Abteilungen bedeutend vergrössert habe. Empfehle bedeutend unter Preis: Ein Partie- Posten garnierter und ungarnierter Damen- Filz- Hüte, Stück 50 Pfennig. Ein Partie- Posten Unterröcke in Seide, Moiré und Velour.*** Ein Partie- Posten Blusen in Barchent, Wolle und Seide. Neu aufgenommen: uis Teppiche, Portieren, sämtliche Kurzwaren sowie Schneider- Bedarfsartikel. Eröffnung: Heute Sonnabend, den 24. November, nachmittags 4 Uhr. 0000 Neu! Jeder Käufer erhält am Eröffnungstage ein Geschenk! Eignes Rabatt- Sparsystem. Neu! 0000 Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. RANIA** Taubenstr. 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Sonnabend, den 24. November. Auf den Wogen des Oceans. Opernhaus. Die Afrikanerin. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Johannisnacht. Turandot, Prinzessin von China. Anfang 71/2 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). H Im Hörsaal: ,, Wirken und Schaffen der Pflanzenwelt" v. Prof. Müller. Invalidenstr. 57/62. Die Fledermaus. Anfang 7. Tägl. Sternwarte. Deutsches. Die Macht der Finster: nis. Anfang 72 Uhr. Leffing. Die Ehre. Anfang 71/2 Uhr. Berliner. Die strengen Herren. Anfang 72 Uhr. Nesidenz. Die Dame von Marim. Anfang 7 Uhr. Neues. Die Liebesprobe. Anfang 72 Uhr Westen. La Traviata. 71 Uhr. Anfang Central. Der Brautvater. Anfang 712 Uhr. Seceffionsbühne. Königssöhne. Anfang 72 Uhr. Schiller. Die Welt in der man sich langweilt. Anfang 8 Uhr. Thalia. Der Liebesschlüffel. Anfang 71/2 Uhr. Luisen. König Klause. Anfang 8 Uhr. Friedrich- Wilhelmstädtisches. Der Tugendring. Anf. 72 Uhr. Carl Weik. Berlin wie es meint und lacht. Anfang 8 Uhr. Belle- Alliance. Dem Ahnl fein Geift. Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Der Zauberer am Nil. Anfang 8 Uhr. Apollo. Specialitäten- Vorstellung. Fräulein Loreley. Anf. 8 Uhr. Palaft. Specialitäten Vorstellung. Die Regimentsnummer. Anfang 72 Uhr. Meichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Passage Panoptikum. Specialis China in täten Vorstellung. Berlin. Anfang mittags 12 Uhr. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal) Abends 8 Uhr: Auf den Wogen des Oceans." Im Hörsaal: Wirken und Schaffen der Pflanzenwelt, von Pofessor Müller. Invalidenftr. 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte, Schiller- Theater ( Wallner Thenter). Sonnabend, abends 8 Uhr: Die Welt in der man sich langweilt. Luftspiel in 3 Aufzügen von Eduard Pailleron. Deutsch von A. Luthen und Karl Friedrich Wittmann. Sonntag, abends 8 Uhr: Faust bon Goethe, der Tragödie II. Teil. ( 2. Abend: Fausts Tod und Erlösung). Montag, abends 8 Uhr: Faust. II. Teil. ( 1. Abend. Das Reich der Mütter.) Dienstag, abends 8 Uhr: Faust. II. Teil. ( 2: Abend: Fausts Tod und Erlösung.) Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Berlin wie es weint und lacht. Voltsstück mit Gesang in 3 Atten von Kalisch. Anfang 8 Uhr. Ferdinand: Direktor Carl Weiß. Seut nachm. 4 Uhr: Kindervorstellung: Rübezahl u. Schneider Benedict. Ein neues Kindermärchen mit Gefang von J. Dill. Sonntag: Fauftrecht und Land: friedensbruch. Mittwoch: Zum erstenmal: Der rechte Schlüssel. Schauspiel von Francis Stahl. Apollo- Theater. Um 9 Uhr: Nachmittags 5-10 Uhr. Passage- Theater Unter den Linden 22. D- Vorstellung. Kolossaler Erfolg: Jenseits der krummen Lanke 3. Seebataillon 2. Comp. 12 Specialitäten- Debüts. Eintr. inkl. Panoptikum 50 Pf. CASTANS Seceffionsbühne. Palast- Theater Alexanderstr. 40. Königssöhne. Schauspiel in 4 Atten v. Helge Rode. Morgen: Dieselbe Vorstellung. früher Feen- Palast, Burgstr. 22. Riesen: November: Programm. 8½ Uhr: Theater Grand- Hotel Die Regimentsnummer Alexander- Platz. Pummels Noman ober: Berliner Leben. Schladebach, Schlächtermstr.: Direktor Richard Winkler. Sonntag, 25. November: Nur einmalige Aufführung: Die Seemannsbraut oder: Die Rück Gr. Berliner Gesangspoffe in 5 Bildern.tehr aus China. Volksstück mit Cirkus Schumann. Heute, Sonnabend, den 24. November, abends präcise 72 Uhr: VII. Grande Soirée High- Life, for Gala: Programm. Gesang in 4 Bildern. Anfang: Wochent. 72, Sonnt. 7 Uhr. Entree: 50 Pf. Cirkus Busch 1. a.: Die reizende Miß Mabel Sonnabend, 24. Novbr., abbs. 72 Uhr: O'Brien, Welle. Alda, Weiß Datsey, Prunk- u. Parade- Abend. Beginn der Pantomime 10 Uhr. Mlle. Antoinette, Mlle. Eugenie, Miz Victoria, Mlle. Etienne, Parforce: Retterinnen. öwen Baront. Die anerkannt, unerreicht dastehenden Originaldreffuren des Direktors Alb. Schumann. PANOPTICUM Gerner Auftreten der neu Friedrichstr. 165. Neu! Dahomey- Dorf. Nen 38 wilde Welber von der Leibgarde des Königs Behanzin. Kriegs- u. Gefechts- Scenen, Exercitien, Nationaltänze. Vorstellung.: 12 Uhr mittags, nachm. von 3-10 Uhr stünd Allerseelen", neue Illusion! Russ. Damenkapelle Zarina. Entree 50 Pf. Militär u. Kinder 25 Pf. engagierten Specialitäten. Zum Schluß zum 62. mal: Das größte Manregen- und Wafferſchauftück der Gegenwart: CHINA. Bilder aus der Gegenwart in brei Abteilungen vom Hofballettmeister A. Siems. J Scene gefeßt mit nie gesehener Pracht, insceniert und mit ganz neuen Wassereffekten versehen vom Direktor Alb. Schumann. Neue Einlage: Unübertroffene Bravour- Biece: Berliner Landpartien ur über uit. Tolle Streiche su Waffer und zu Lande in 2 Aften. Besonders hervorzuheben: Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Vorher: Konzert. Sanssouci Kottbuserstrasse. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag: Hoffmanns Nordd. Sänger. Anfang Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pf. Von 5-7: Unterhaltungs- Musik. Wochentags 8 Uhr. Entree 30 Pf. 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Suggestion? oder Spiritismus??? des berühmten Hoffünstlers Direktor M. Roesner. „ Die weisse Dame", bargeftellt " von Fräulein Martha Mohnke. Europäische Kavallerien auf 16 Schulpferden. Ararat", arabischer Vollblut Schimmelhengst, in der hohen Schule geritten von Herrn Burkhardt- Foottit. Auftreten der berühmten Passage- Panoptikum. Ertürmung der 20 Fuk hohen Gebr. Beldeman als: Komponist Neu: Krao, das Bindeglieb zwischen Mensch u. Affe( lebend). Liza, das 12jährige Riesentind ( 336 Pfund schwer). China in Berlin. Großes theatralisch- ethnographisch. Schaustüd in 11 Bildern. Entree einschließlich Theater 50 Pf.. Kinder die Hälfte. Central Theater Der Brautvater. Gesangsposse in 3 Aften von Adolf Rosée. Musik von H. Plazbecker. Mitwirkende: Damen: Albes, Grabik, Walde. Herren: Albes, Ander, Run stadt, Morway, Schulz, Sondermann. Morgen( Totensonntag), 7% Uhr: Die Glocken v. Corneville. Romant. Oper t. 3 Att. v. R. Planquette. Montag und folgende Tage: Der Brantvater. Thalia- Theater Dresdenerstr. 72. Sonnabend zum letztenmale: Der Liebesfchlüssel. Sonntag: Gastspiel Residenz- Thea ter Jugend" von Max Halbe. Montag: Zum erstenmal: Ausstattungspoffe mit Gefang u. Tanz. Amor von heute. Metropol Theater. Der Zauberer am Nil mit dem originellen Mumien- Ballett sowie dem brillant. vollständ. neuen November Special.- Programm. Anf. 8 Uhr. Beginn der Operette 9 Uhr. Rauchen überall gestattet. Sonntag, 25. Nov.( Totensonntag) Einmal. Ensemble- Gastspiel des Leffing- Theaters. Die Ehre. Fräulein Loreley W. Noacks Theater. Pannonia. Sulivanu.Aranka. The Josephis unerreichte Fesselkünstler. Chavita. Cäcilie Carola. Anfang 8 Uhr. Brunnenstraße 16. Kurth- yrit. Bofie mit Gesang in 3 Aft.( 5 Bildern) on Bilten und Justinus. von Michaelis.111 Sonntag: Die Blinde von Paris. # Rubinstein. unt glatten chinesischen Mauer. Siffung der deutschen Flagge. 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Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mar Bading in Berlin. 5706 1172b* Hoffmann, Hampel und Vogt. Achtung! Achtung! Bautischler! Rixdorf!