Nr. 278. us to be side and bland Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit fluftrierter Sonntagss Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft Zeitungs Preisliste für 1900 unter Br. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für bas übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montage. 1 tumped Alba 17. Jahrg. od Vorwürts 01916 Berliner Volksblatt. Die Insertions- Gebütye en beträgt für die fechsgespaltene Rolonet zeile oder deren Raum 40 Pfg., für 1 politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: Rmt I, nr. 1508. Telegramm- Abresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Donnerstag, den 29. November 1900. die der Es Kinder Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. amtliche Statiftit soviel Streits, wie Branchen; die Gewerkschafts- fißenden des Bunds der Landwirte in Bosen eine Ehrenerklärung ausDie amtliche Streifstatistik. statistit dagegen registriert den Streit als einen einheitlichen, sofern stellen zu lassen. Nachdem die in Posen versammelten Herren- einige alle Berufe derselben Organisation angehören. Ohne weiteres wird zwanzig an der Bahl- dies gethan hatten, wurde das Ereignis durch „ Streits und Aussperrungen, wie sie infolge von Streitigkeiten man zugeben müffen, daß die Gewerkschaftsstatistik das richtigere ein fröhliches Champagnerfest gefeiert. Uns scheint es, daß der Bund aus dem Arbeitsverhältnis zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern Bild entwirft; sie weist für 1899 an Streits und Aussperrungen 976 der Landwirte besser gethan hätte, nicht in solcher Weise dem Erdurchgeführt werden, find von so erheblicher Bedeutung für das wirt mit 100 769 Beteiligten auf; die gleichen Zahlen der amtlichen der Landwirte besser gethan hätte, nicht in solcher Weise dem Erschaftliche Leben geworden, daß ihre nähere Erforschung dringend Statistit lauten 1336 und 106 001. Rechnet man die von den gebnis der eingeleiteten Untersuchung vorzugreifen. Unparteiisch geführte geboten erscheint." Mit diesem Satz führt sich die amtliche Gewerkschaften nicht verzeichneten Streits im Baugewerbe hinzu und Untersuchungen sind beweiskräftiger als noch so viele Flaschen Streifstatistit ein, die im Band 134 der Reichsstatistit soeben er zieht der amtlichen Statistit die doppelt gezählten Streits ab, dann Champagner. schienen ist. Es hat nur etwas lange gedauert, bis das dürfte man so ziemlich auf das gleiche Resultat gelangen. Der Fall bildet in Posen das Tagesgespräch und in sehr weiten Reich sich entschloß, diese wichtige Erscheinung des Wirtschaftslebens, Ganz bedeutungslos und gleichgültig scheint es zu sein, die Streisen wird folgendes erzählt: Die Thatsache, daß Herr v. Endell aus in der sich das ganze Elend und das mühselige Ringen der arbeitenden Höchstzahl der während der Dauer des Streits der ihm unterstellten Stasse der Landwirtschaftskammer 5000 M. entKlasse um ihre Existenz wiederspiegelt, in möglichst unparteiischer gleichzeitig streitenden Personen festzustellen. Form registrieren zu lassen. In andrer Beziehung haben die„ maß- hat doch nur ein Intereffe, die Gesamtzahl aller in einem nominen habe, sei nicht anzufechten. Daß eine solche„ Vorschußgebenden Kreise" den wirtschaftlichen Kämpfen zwischen Arbeitgebern Streit Beteiligten kennen zu lernen, zumal sie meistens nahme" erfolgt ist, wird auch von den von Herrn v. Endell mit Nachund Arbeitnehmern schon lange ihre Aufmerksamkeit zugewendet und größer ist, als die Höchstzahl der gleichzeitig Streifenden. Die amt- richten versehenen Blättern nicht bestritten, nur über die Berechtigung dabei eine liebevolle Fürsorge für die Arbeitgeber entfaltet, die liche Statistik begnügt sich aber mit Feststellung der Höchstzahl, die dieses Vorschusses" gehen die Ansichten auseinander. Die Freunde in der Zuchthausvorlage und der mit 12 000 m. bezahlten Pro- in vielen Fällen ein schiefes Bild von dem Verlauf und Umfang des Herrn Endell sagen, es sei das eine ganz harmlose Sache und wenn paganda ihren Höhepunkt erreicht zu haben scheint. des Streits geben muß. Daß man das im Statistischen Amt nicht schließlich noch Zweifel aufgestiegen seien über die formelle Berechtigung, Die amtliche Statistit hat etwas lange auf sich warten lassen. einzusehen scheint, ist eigentlich wunderbar, man müßte denn an- so sei doch jede mala fides( böse Absicht) ausgeschlossen. Von andrer Die Schuld daran muß dem bureaukratischen Schnedengang bei- nehmen, daß das Schema für die Nachweisungen aus dem Seite wird dagegen die Ansicht vertreten, daß es nach allen Regeln gemessen werden, über den das Statistische Amt selbst mit feiner Ste i chsamt des Innern stammt, das bei den Er- der Kaffenführung verboten sei, Gelder einer Kaffe zu entnehmen Fronie Klage führt. Bedächtig, ohne Uebereilung macht sich die Orts- hebungen über gewerbliche Beschäftigung Polizeibehörde, wie in der bundesrätlichen Verordnung vorgeschrieben seine Unfähigkeit zur Vorbereitung von Umfragen überzeugend und durch Gutscheine zu ersetzen. Man fügt hinzu, daß das doppelt bedenklich sei, wenn die Person, die den Gutschein ausstellt, feine unwird, an die Ausfüllung der Nachweisung über den beendeten Streit. dargethan hat. Was die Angabe des Herrn Gewissenhaft holt sie, wie ihr in einer zweiten Verordnung Man thut überhaupt gut daran, dieser Statistik ein recht gründ- bedingte finanzielle Garantie biete. eingeschärft wird, bei beiden Parteien Erkundigungen ein, um ein liches Mißtrauen entgegenzubringen. Das gilt namentlich für Hünerasti anlangt, wonach bei den Revisionen alles stets in Ordnung möglichst objektives Bild des Sachverhältnisses zu erlangen."" Ist Biffer 7 der Nachweisungen, in denen die Frage beantwortet wird, gewesen sei, so wird dies als richtig bezeichnet. Dagegen habe das geschehen, dann tritt die Nachweisung ihre Reise zum Statisti- wie viel Arbeiter zur fofortigen Arbeitsniederlegung sowohl vor wie nach der Revision etwas nicht gestimmt schen Amt auf dem Dienst wege" an. Des Bureaukratismus berechtigt oder kontrattbrüchig waren. In dankenswerter und man fügt hinzu, daß wenir bei der Revision das Geld ganzer Jammer spricht aus diesem Worte. Schon auf der Offenheit weist das Statistische Amt darauf hin, daß bei den mit dagetvesen sei, dies darin seinen Grund habe, daß Herr Hüneraski ersten Etappe giebt's längeren Aufenthalt. Denn die obere der Erhebung des Urmaterials betrauten Behörden vielfach biefes Geld vorübergehend hergegeben habe. Man erzählt weiter, Berwaltungsbehörde", unter der in Preußen jedenfalls die irrige Auffassungen zu Tage getreten find. Landräte zu verstehen find, müssen zunächst die Nach Statistische Amt immer in der Lage gewesen, die irrigen Auf daß eine Herrn Endell, nächststehende Person sich an weisungen nachprüfen", wobei die Gewerbe Aufsichtsbeamten faffungen der lokalen Polizeibehörden zu erkennen und auf dem in Bojen allgemein bekannte und hochstehende Persönlichin thunlichst weitem Umfange" beteiligt werden sollen. Dann reist Dienstieg den wirklichen Thatbestand zu ermitteln? Die Antwort feit gewendet habe, mit der Bitte, Herrn Endell dazu der Kaffe fehlenden 5000 M. die Nachweisung auf dem Dienstwege also wohl über Regierungs- darauf ist ein flares, entschiedenes„ Nein!". Die Erläuterungen behilflich zu sein, die in präsidenten, Oberpräsidenten, Ministerium ins Statistische Amt. geben darüber selbst die beste Auskunft; sie lassen sich also ver- zu verschaffen, da Herr v. Endell sonst in die allerWird sie dort als unvollständig befunden, dann reist die Anweisung nehmen: fchlimmste 2age täme. Die betreffende Persönlichkeit hat das nochmals den ganzen Dienstweg zurück, und es mag eine ganze Die Entscheidung darüber, ob im tonkreten Falle überhaupt Geld nicht auftreiben können, es scheint aber, daß man später von Weile dauern, bis sie wieder im Statistischen Amt erscheint. eine Kündigungsfrist bestanden habe, ist allerdings nicht immer einDas Vertrauen dieser Reichsbehörde in die Zuverlässigkeit der Orts- fach zu treffen; fie ist mit um fo größeren Echwierigkeiten verandrer unbekannter Seite eingesprungen ist, so daß das fehlende polizeibehörden scheint nicht sehr groß zu sein, denn sie hat, um inipft, wenn sich die die Grundlage für die Beurteilung dieser Frage Geld thatsächlich zur Stelle geschafft und die Kasse der Landeiner zu befürchtenden Unvollständigkeit vorzubeugen", wie die Er- abgebenden Feststellungen der Behörden, wie dies vielfach der Fall wirtschaftskammer vor effektiver Schädigung bewahrt worden ist. läuterungen sich milde ausdrücken, noch 44 Blätter abonniert, die sein wird, ausschließlich auf mündliche Informa sich vornehmlich oder ausschließlich mit der Arbeiterfrage be- tionen untergeordneter Polizei Organe stügen." schäftigen, und sammelt daraus das Streifmaterial, um die Wo die polizeiliche Nachweisung zu Bedenken Anlaß gab, er Nachweisungen der Polizei zu kontrollieren. Auf diese Weise folgten Rüdfragen, aber sie halfen wenig oder nichts. Das wird ist vielfach eine unvollständigkeit des amtlichen sehr deutlich in folgendem Satz der Erläuterungen ausgesprochen: Materials nachgewiesen und die Lücke ausgefüllt worden." Daß das Amt in letzter Linie an die Feststellungen der OrtsOb die Statistik völlig erschöpfend und objektiv ausgefallen ist, polizeibehörden gebunden ist, sofern die Nachprüfung die Notwendig läßt sich schwer ergründen, da die von den Gewerkschaften auf teit einer Abänderung( der Nachweisung) nicht ergeben hat, liegt auf gemachte Streitftatistit sich zu Vergleichen nicht heranziehen läßt, der Hand; irgend ein Urteil darüber abzugeben, ob im Einzelfall weil sie nach andren Grundsäßen gewonnen und angeordnet ist. Es das Verhalten der im rechtlichen Sinne unter Kontraktbruch in den bleibt fast nur übrig, an den in der Erläuterung des Berichts nieder- Streit eingetretenen Arbeiter mit Rücksicht auf die obwaltenden Vergelegten Grundsäßen und Gesichtspunkten für die Anordnung des hältnisse mehr oder minder entschuldbar gewesen, kann nicht die Aufgabe amtlichen Materials Kritik zu üben. Und dazu ist allerdings reich der Statistik sein." licher Anlaß vorhanden. " " " thunlichst" 81 5 Ist das M eine er= Ein fernerer Gegenstand des Tagesgesprächs ist der angeblich bevorstehende Verkauf des Endellschen Guts Kietrz an die tönigliche Ansiedlungskommission. Herr Endell ist zwar Provinzialvorsitzender des Bundes der Landwirte, gilt aber unter feinen Berufsgenossen nicht eben für einen folgreichen Landwirt und man glaubt, daß ein zu hohem Preise erfolgender Ankauf durch die königliche Ansiedlungskommission ihm über die aus der Bewirtschaftung von Kiekrz erwachsenden Schwierig feiten hinweghelfen würde, aber man glaubt vielfach nicht, daß es zu diesem Verkauf kommen werde, weil dann gegen die Ansiedlungskommission der Vorwurf erhoben werden könnte, daß das Gut weniger des Guts halber, als vielmehr deshalb angekauft worden sei, um dem Besiger unter die Arme zu greifen. Krieges". " " " " " Sehr richtig! Die Statistit hat keine Sentiments zu liefern, am Schon die Definition der Begriffe Streit und Aussperrung aber fie müßte versuchen, fich wenigstens in solchen wichtigen Fällen giebt zu erheblichen Bedenken Anlaß. Zufolge einer ausdrücklichen von dem Dienstweg zu emancipieren und die Nachweisungen der Das Militär- Wochenblatt" versucht in seiner legten Vorschrift des Bundesrats sollen nur die Arbeitseinstellungen, ge- unteren Polizeibehörden, deren Verständnis für diese Frage sein scheint, durch direktes Be Nummer die Hunnengreuel nach dem Rezept der Kölnischen werblicher Arbeiter in den Rahmen dieser Statistik fallen. Die völlig unzureichend Vielleicht Beitung" als notwendig zu beweisen. Das militärische Arbeiter staatlicher oder kommunaler Betriebe können streiken soviel sie fragen der beiden beteiligten Parteien fontrollieren. wollen, ihre wirtschaftlichen Konflikte gehen die Statistit nichts an, tönnten auch die Gewerbe Aufsichtsbeamten, die Fachorgan bedient sich dabei der zweischentligen VerteidigungsEs spricht einerseits von angeblichen" Grausamschon Nach- methode. der ant wenn nicht zufällig Staat oder Kommune mit dem Betrieb die Er- ja Nachprüfung der werden sollen, mit zielung von Gewinn verfolgt, wie das bei Bergwerfen und Gas- weisungen beteiligt der Untersuchung feiten, um sich für alle Fälle den Rücken zu decken, dann aber will anstalten zu geschehen pflegt. dieser Frage, in zweifelhaften Fällen wenigstens, betrant werden. es die Grenel, an denen doch wieder nicht gezweifelt wird, nicht Geradezu komisch wirkt es, daß die amtliche Statistit sich einen Gar so schwer ist es doch nicht zu entscheiden, welche Arbeiter zur Grausamkeiten" genannt wissen, sondern" harter Zwang des neuen Begriff Mitstreit" gebildet hat. Sie meint damit die sofortigen Niederlegung der Arbeit beim Ausbruche des Streits beDieses allgemeine Gewäsch ist ganz wertlos. In den Hummen Arbeitseinstellungen, die von Arbeitern zu Gunsten bereits aus rechtigt waren, und welche nicht. Dazu berechtigt find alle dieständiger Genoffen beschlossen und durchgeführt werden. Mit spig- jenigen, für die überhaupt keinerlei Sündigungsfrist bestand, briefen werden übereinstimmend gewisse Artenvon Grausamkeiten genau findiger Deduktion wird dargelegt, daß solche Arbeitseinstellungen so daß sie jederzeit ohne weiteres zu arbeiten aufhören konnten. bezeichnet. Das Militär Wochenblatt" follte statt des haltlosen trop des gewöhnlichen Sprachgebrauchs" gar keine Streits find. Ferner diejenigen, die zwar an eine vertragsmäßige oder an die Geredes lieber flipp und flar bezeichnen, welche dieser Handlungen Auch wenn Arbeitgeber, um den Streifenden die Unterstügung der im§ 122 der Getverbe- Ordnung festgefegte gefeßliche Kündigungsfrist es bezweifelt, welche es für Ausschreitungen erklärt und welche es Wir fragen das Berufsgenossen abzuschneiden, ohne jede Ursache ihre eignen gebunden waren, die aber durch ordnungsmäßige Auffündigung ihr als barten Zwang des Kriegs" entschuldigt. Arbeiter aussperren, dann ist das nach Ansicht des Geheimrats, der Arbeitsverhältnis so rechtzeitig gelöst hatten, daß sie beim Ansbruch Militär- Wochenblatt", um ein präcises Beispiel zu wählen: Hält den Begriff„ Mitstreit" erfunden hat, teine Aussperrung. des Streits ohne weiteres die Arbeit einstellen fonnten. Auch die im es die in Duzenden von Briefen geschilderte Hinschlachtung von Man kann sich leicht vorstellen, zu welchen Konsequenzen der Accord beschäftigten Arbeiter, die ihre für festen Preis über einigen 70 oder 80 wehrlosen gefangenen Chinesen, die am heiligen die Opfer wurden mit den Zöpfen bis artige fpisfindige Deduktionen führen müßten, wenn man sie logisch nommene Accordarbeit zum Beginn des Streits fertig- Sonntag vorgenommen wurde hatten, gehören au den weiter entwidein und die Mitstreits von der Statistit ausschließen gestellt Personen, die zur aneinander gebunden und mußten sich vorher ihr eignes Grab der Arbeit G8 graben berechtigt waren. für erfunden? Wenn nicht, hält das Blatt diese scheußDann sofortigen Niederlegung oder wenigstens in eine eigne Rubrik verweisen wollte. fönnten gewaltige Streits zu fleinen Arbeitseinstellungen ein- wird sich niemand darüber wundern, daß es den unteren Polizei- liche Handlung mit uns für eine durch nichts zu entschuldigende schrumpfen, Tausende streikender Arbeiter würden sich spurlos bebörden nicht immer gelingt, diesen einfachen Thatbestand festzu- Grausamkeit oder für eine durch die Kriegsnotwendigkeiten in allen berfrümeln, blog weil ein Geheimrat den schönen Bestellen. Da aber die Frage nach dem Kontraktbruch der Arbeiter bei Einzelheiten gebotene und erlaubte Handlung? Wir fordern griff Mitstreit" erfunden hat. Glücklicherweise hat man eintretenden Streits nicht nur in den Organen der Scharfmacherpresse, eine flare, unzweideutige Antwort. im Statistischen Amt ein menschliches Rühren gefühlt und dem sondern auch in den Kreisen der Regierung eine sehr große Rolle spielt, gewöhnlichen Sprachgebrauch" zuliebe, die„ Mitstreits" noch gnädig so ist es aufs dringendste geboten, diese Rubrik der amtlichen in das Tabellenwert aufgenommen. Statistit recht genau zu prüfen. Zu ihrer Beurteilung genügt wohl So lange es sich nur um Zweckmäßigkeitsfragen hierbei handelt, wie das, was das Statistische Amt selbst darüber gesagt hat. die, ob Streits und Aussperrungen zusammenzuzählen sind, mag das Alles in allem genommen: die amtliche Streifstatistik ist ein auf Statistische Amt feinen Räten folche Haarspaltereien gönnen. schiantem Grunde ruhender, von bureaukratischer Engherzigkeit und punkte zu falschen Resultaten führt. Das ist 3. B. der Fall, wenn nommener Versuch, ein Bild der bedeutsamſten wirtschaftlichen Anders aber liegt die Sache, wenn die Anwendung falscher Gefichts- Beschränktheit eingeschnürter, mit unzureichenden Mitteln unterdie Reichsstatistit die Streits nach Verwaltungsbezirten Kämpfe zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu entwerfen. zählt. Dann wird ein Streit, der sich über mehrere folcher Beairte erstrect, was in Berlin und seinen Vororten sehr leicht und oft vorkommen tann, zwei und dreimal gezählt. Es ist ein dider bureaukratischer Bopf, der hierbei zum Vorschein kommt. Jeder Polizist zählt natürlich den Streit, der in seinem Bezirk stattgefunden hat. Und er tann nach seiner Justruktion ja auch gar nicht anders Politische Uebersicht. Berlin, den 28. November. Ein agrarischer Führer. handeln; daß aber das Statistische Amt nicht im stande sein sollte, Herr v. Endell, der Führer des Bunds der Landwirte in Bosen die doppelte oder dreifache Meldung eines Streits und Westpreußen, beschäftigt seit einiger Zeit die Oeffentlichkeit. zu einer zu verschmelzen, das ist doch wunderbar. Die Herren Man hat ihn beschuldigt, kraft eigner Autorisation aus der Kaffe der Räte haben wohl zu viel mit der Definition von„ Mitstreits" und Bosener Landwirtschaftskammer 5000 Mt. entnommen zu haben, und „ Gruppenstreits zu thun. Der amtlichen Statistit scheint es überhaupt schwer zu fallen, die Berichtigungen, die der Beschuldigte in seine Breffe lancierte, den inneren Zusammenhang bon Arbeitseinstellungen fest- waren nicht geeignet, den Mann zu entlasten. zustellen. Wenn zum Beispiel ein Tischlerstreit die Möbel-, Ueber die Angelegenheit wird aus Posen berichtet, daß Herr Bau, Modell, Parkett- und sonstigen Branchen umfaßt, so zählt die v. Endell das Bedürfnis empfunden hat, sich von den Kreisvors " " Khaki- Korruption. Eine größere Anzahl von Blättern, unter andern Tägliche Rundschau" und die Deutsche Tageszeitung", bringen es wirklich fertig, aus der Waldersee- Order vom 12. Otto ber die Unechtheit der Hunnenbriefe zu behaupten, die von den Ereignissen im Juli, August und September handeln. Die licht wurden, die von den aus Kiautschou nach Tientsin abkommanOrder ist offenbar von Berlin aus bestellte Arbeit. Es sei daran erinnert, daß schon Ende August einzelne Hunnenbriefe veröffentdierten Soldaten geschrieben sind und die Geschehnisse von Anfang Juli schilderten. Diese ersten Veröffentlichungen haben wohl die Order Walderfees und zugleich das Verbot weiterer Publikationen zur Folge gehabt. Die Preß Leute, die, trop des flaren Sachverhalts, sich an den Vertuschungsversuchen beteiligt haben, übertreffen an Dreiftigkeit erheblich die Agenten Sternbergs. Selbst Frieda Boyda vermöchte nicht so faltblütig zu lügen. 0 Die China- Medaille. Aus Halle a. G., 28. November, wird uns geschrieben: Wegen der China Medaille hat der Staatsanwalt wiederum gestern abend die Räume des„ Volksblatts" burchsuchen lassen. Es sollte die am Sonnabend erschienente Nummer, in der ein dem Hamburger Echo" mit Quellenangabe entnommenes Gedicht:„ Die Humnen- Medaille", enthalten ist, beschlagnahmt werden. Zwei Kriminalbeamte gaben sich beim Suchen red Besonders während ihrer ersten Hälfte wurde man wie im Sturm mitgerissen. Das war ein elementarer Ausbruch der Feuerfeele, die in diesem Manne lebt und die in einer so ge= flammte und lohte. Man empfand die macht das ſprühte und liche Mühe, gefunden wurde aber nichts. Man vermutet in 1 Einen Auftrag hat der Reichskanzler der Kommission zugehen die Rede Bebels gesagt haben. So schreibt die freistnnige„ Bres. dem Gedicht abermals Majestätsbeleidigungen und Beleidigung laffen. Am 23. Mai d. J. nahm der Reichstag folgende Ste- lauer geitung" beispielsweise: der Chinakrieger. Wer das Gedicht ohne Voreingenommenheit folution an: lieft, fann unmöglich darin eine Majestätsbeleidigung noch eine Beleidigung der in China befindlichen Soldaten vermuten. Es steht zu erwarten, daß der bezüglich der Beschlagnahme gefaßte Beschluß ebenso, wie eine erst fürzlich erfolgte Beschlagnahme für nicht gerechtfertigt erklärt wurde, wieder aufgehoben wird. Der für Breßangelegenheiten erst neuerdings eingesezte Staatsanwalt scheint etivas allzu voreilig zu sein. to Der Redakteur Genosse With. Swienty, der die betreffende Nummer verantwortlich gezeichnet hatte, wurde heute früh zum Erstaunen aller Parteigenoffen verhaftet. Man hielt es einfach nicht für möglich, daß wegen dieses Gedichts eine Berhaftung erfolgen konnte und steht vor den Verfolgungen unfrer Redacteure wie vor einem unlösbaren Rätsel. Genosse Swienty wird von der Verhaftung um so schwerer betroffen, da seine Frau erst am Sonntag von einem Knaben entbunden worden ist und schwer krant im Bochenbett liegt. Gesundheit und Leben der schwer aufgeregte Frau können hierdurch gefährdet werden. Selbstverständlich wird seitens der Partei alles aufgeboten werden, um den Genossen jetzt in der Not wieder seiner Familie zuzuführen. Die verbündeten Regierungen zu ersuchen, Erhebungen durch die Kommission für Arbeiterstatistik über die Arbeitszeit der Gehilfen, Gehilfinnen, Lehrlinge und Arbeiter in Comptoiren und solchen kaufmännischen Betrieben, die nicht mit offenen Verkaufsstellen verbunden sind und für das in den Verkehrsgewerben beschäftigte Silfspersonal anzustellen." Dieser Resolution soll in seinem ersten Teile jetzt entsprochen werden. Um die nötigen Vorarbeiten und Entwürfe zu machen, wurde Der Ausschuß besteht aus ein Ausschuß von 5 Berfonen gewählt. arteten Beredsamkeit liegt. Und man empfand, wie heiß dem Redner,' was er vorbrachte, auf dem eignen Herzen brennt. Während er sich mit den Kaiserreden beschäftigte, herrschte am Ministertische Bewegung und Unruhe. Die Mitglieder der Rechten und des Centrums faßen bei seinen leidenschaftlichen Vorhaltungen meistens mudsmäuschenstill; es mochte ihnen doch etwas flau ums Gewissen werden. Mitunter suchten sich die Konservativen damit zu helfen, daß sie krampfhaft lachten." dem Vorfizenden der Kommission, Unterstaatssekretär led, dem Direktor des Statistischen Amts Dr. v. Scheel, dem sächsischen Geheimrat Dr. Fischer, sowie den Reichstags- Abgeordneten Wahrhaftig, wir bedauern die armseligen Krämerseelen ein wenig, Dr. Size und Moltenbuhr. Diese Erhebungen follen ähnlich die bei der schwärmenden Betrachtung eines durch die ungewöhnlich wie die früheren Erhebungen über die in offenen Verkaufsstellen be- wirksame Rede Bebels ergriffenen Zuhörers an nichts andres zu schäftigten Bersonen durch eine bermittelst Fragebogen veranstalteten denken vermögen, als an offiziöse Bülowreklamen, heuchlerischbyzantinischen Personenkult und vielleicht auch an die erkünftelteit Statistit eingeleitet werben. Hymnen, die abhängige Journalisten ihren Chefs widmen müssen. Dr. b. Frege Chronie der Majestätsbeleidigungs. Prozesse. Wegen Majestätsbeleidigung und Beleidigung eines Straßenbahn- Angestellten wurde in Hannover der Maler E. zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt. Der Genanute hatte die fraglichen Auebride, die sich auf den Straßenbahner- Strelt be30gen, am 20. Juni d. J. in einem Straßenbahn- Wagen gebraucht. Ausland. Titjitet nach der Schlacht." Cine Storrespondenz berichtet: Der Präsident des Reichstags, Graf Die Audienz des Reichstage: Präsidiums beim Kaiser. Belgien und Büsing, wurden am Mittwoch vom Kaiser im Neuen Palais empfangen. Der Kaiser wies in der Unterhaltung Der charmante Bülow und das entzückte Centrum. Die darauf hin, daß auch der gegenwärtigen Tagung des Reichstags wieber bedeutungsvolle Aufgaben gestellt feien. Besonders erwähnte ber Köln. Volts- 8tg." verrät den innersten Grund, warum das Centrum der Regierung den Verfassungsbruch des China- Abenteuers und die Monarch die Forderungen für die China Expedition. Gern hätte er den Reichstag beim Ausbruch der wirren um sich ver. schimpfliche 12 000 Mart- Affaire so über alle Maßen glimpflich durch sammelt. Das sei aber nicht angängig gewesen, weil fich die au gehen ließ. Nicht nur der beiden Zauberwörtchen„ Indemnität" lösenden Aufgaben und die finanziellen Konsequenzen zunächst nicht und„ Mißgriff" wegen, sondern vor allen Dingen wegen der übersehen ließen. Er vertraue, daß die patriotische Gesinnung des New York, 14. November. tio New York, 14. November.( Eig. Ber.) Nachdem die Enthevaleresten Ronchalance, mit denen der elegante deutschen Reichstags fich auch diesmal bewähren würde. Caufeur( Blauderer) diese Wörtchen dem Gehege seiner Zähne ent Die Nichteinberufung des Reichstags wird hier vom Kaiser mit scheidung gefallen und Mac Kinley mit überwältigender Majorität schlüpfen ließ. Das„ demokratische" Centrumsorgan schreibt nämlich denselben Gründen motiviert, die auch die Thronrede angab. Es gewählt worden ist, bleibt uns nur übrig, die Moral aus der Geschichte zu ziehen. Angesichts der verschiedenen sich durchkreuzenden Aber Graf Bülow hat seine Entschuldigung in einer Weise ist im Reichstag von allen Seiten darauf hingewiesen worden und widersprechenden Intereffen, welche dieses Resultat gezeitigt borgebracht und das ist der springende Punkt! nicht besonders scharf von Dr. Lieber daß ß die Bolksvertretung diesen haben, ist das nicht ganz leicht. Aber einen Leitfaden dazu giebt wie ein zu Rad und Galgen verurteilter Delinquent, sondern wie Gründen nicht beizutreten vermöge.jun ilmot of mom studie Anzahl der Stimmen, welche beide Präsidentschafts- Kandidaten ein Rabalier, der aus Versehen einer vornehmen Dame ein wenig auf den leidersaum getreten Die Restaurierung der Hohkönigsburg soll nach der der in den verschiedenen Staaten erhalten haben. Zunächst ist festhat. Er machte das fo graziös und liebenswürdig Forderung der ersten Rate von 150 000 m. beigefügten Denkschrift zustellen, daß das Volksvotum diesmal, gegen alle Erwartung, Mac ab, als wenn er sagen wollte: Mille fois pardon!" und im ganzen 1 400 000. foften, welcher Betrag fich auf fünf Jahre Stinley eine noch größere Majorität gegeben hat, als vor enttäuschte so diejenigen, die sich auf den Anblick eines Kanzlers verteilen soll. Die Burg foll nach ihrer Wiederherstellung zu einem bier Jahren. Damals erhielt er bei einem Gesamtvotum von gespitzt hatten, der, feuchend und stöhnend die Worte seiner Brust Museum geschichtlicher und kulturhistorischer deutscher und nament- circa 14 Millionen eine Mehrheit von rund 600 000, in diesem Jahr erpreffend, tief zerfuirscht das caudinische Joch passiert. Was er lich elsässischer Altertümer gemacht werden. Für Wohnzwecke bei mehr als 15 Millionen eine Mehrheit von 800 000. Das Wahlmänner-( Elektoren) Verhältnis war im Jahre 1896 271 zu fagte, war einwandfrei, aber durch die überaus gefchickte Art, wie solle die Burg nicht hergerichtet werden. er es fagte, rief er den Eindruck hervor, der statt, auf der Armensünderbank stehend, um eine gnädige von dem Unverhältnismäßigen dieser Zahlen, wenn man sie mit dem Strafe" zu bitten." bijes sjöof she also so od Boltsvotum vergleicht, kann man das Absurde unsres Elektoralsystems Also nicht deshalb, weil der Reichskanzler für die unerhörten wieder daraus ersehen, daß 75 000 Stimmen, auf 12 verschiedene Staaten, Berstöße der Regierung die lächerliche Genugthuung des Um welche eine verhältnismäßig schwache Mehrheit für Mac Stinley abgegeben Vergebung- Bittens bot, erteilte ihm das Centrum gerührt Absolution, haben, verteilt und statt für legteren für Bryan abgegeben, genügt sondern weil es in der unwiderstehlichen Attitude des Salonlöwen hätten, um diese Staaten und ihr Elektoral- Votum und damit die Präsidentschaft an Bryan zu überliefern. Dieser hätte also in einent geschah, durch die das" Pardon" förmlich zu einer Herablassung solchen Fall über 700 000 Stimmen weniger als Mac Kinley wurde. Lakaienhafter fann man nicht gut sein. Dabei vertritt die " Kölnische Volts- Zeitung" im Gegensatz zu der höfifchen„ Germania" statt, auf der Armensünderbank stehend, um eger zu sein, Die Burg ist Wilhelm II. bekanntlich im Mai 1899 bon der 176, diesmal ist es 295 für Mac Kinley und 152 für Bryan. Abgesehen die demokratische Richtung des Centrums! EQUITY Stadt Schlettstadt geschenkt worden. Die ersten Freilegungsarbeiten find denn auch der kaiserlichen Schatulle auferlegt worden. Nachdem die Kosten der Restaurierung sich als so beträchtliche herausgestellt haben, sollen sie in der stattlichen Höhe von faft 1/2 Millionen Mart dem, Reiche auferlegt werden. Der Reichstag hat natürlich teinerlei Veranlassung, diesem Wunsche zu entsprechen, namentlich zur Zeit der nodagras wachsenden Finanzklemme. gehabt und würde doch erwählt worden sein. tvie ne Durchbrechung des Flottengesetes. Aus dem neuen Etat ergiebt sich, daß die Baukosten für die bewilligten Striegsschiffe weit Die Verschiebung der Stärke des Volksvotums gegen früher erheblicher find, als sie im Flottengeset veranschlagt waren. Jedes stellt sich nun folgendermaßen dar: In den Neu- England- Staaten, in Bau zu nehmende Linienschiff soll uns allein 21/2 Millionen mit Massachusetts an der Spize, hat Mac Kinley bedeutend verloren, Er macht's nicht lange das ist die allgemeine Meinung, mart mehr kosten. Wenn man bedenkt, daß in den letzten ebenso im Staate New York( hier über 100 000 St). Dagegen haben die man über die Amtsdauer des Grafen Bülow hat. Er ist so sehr 10 Jahren die Kosten für unfre Schlachtschiffe um 8 Millionen für seine Majoritäten im mittleren und fernen Westen enorm zu bemüht, es allen recht zu machen, daß er es schließlich mit allen verderben wird. Bisher hat lein Kanzler eine solche tompakte jedes Schiff gestiegen find, wird man sich die noch folgende genommen und Bryans alte Majoritäten in den südlichen Staaten, Majorität im Reichstag hinter fich gehabt, niemals war die Organi Panzerfreuzern und den kleinen Kreuzern macht sich bereits eine be- bas? Nichts andres als daß die Anti- Imperialisten weitere Preissteigerung ausmalen können. Auch bei den mit einer einzigen Ausnahme, abgenommen. Was bedeutet fation der Claque so umfangreich und todesmutig und gerade deshalb glauben wir die Prophezeiung wagen zu dürfen: Graf trächtliche Preissteigerung bemerkbar. 2 chillzit and pounasi in diesen Korrespondengen schon früher hervorgehoben wurde faft Bülow wird auch derjenige sein, der einst die ungünstigsten, Die„ Oeffentlichkeit" bei den Militärgerichten. Vor dem ausschließlich dort figen, wo fie, wegen des überwältigenden bittersten und boshaftesten Nachrufe von allen Seiten erhalten wird, Kriegsgericht der 11. Division( Breslau) wurde dieser Tage gegen republikanischen Charakters dieser Distrikte, Bryan doch nichts helfen wenn seine Uhr abgelaufen sein wird. Wir werden vielleicht in einen Hauptmann verhandelt. Als Zeugen traten auf ein Bahl- founten, wenn sie auch Mae Kinleys Majoritäten verringerten, nämlich nicht allzu langer Zeit die Kritiken" konfrontieren können, die in meister, ein Sergeant, ein Militäranwärter mund ein Civilist. Auf in den Neu- England- Staaten; daß ferner im Staate New York der den ersten und die nach den letzten Tagen seiner Kanzlerschaft Antrag des Vertreters der Anklagebehörde wurde größte Teil der Demokraten, welche sich vor vier Jahren vor dem geschrieben. während der Dauer der Verhandlung die Oeffentlichkeit aus- Silbergespenst in die Aume der republikanischen Partei flüchteten, zu Wir hatten schon in der Sonntagsnummer darauf hingewiesen, geschlossen, da, wie der Vorsitzende des Gerichtshofs verkündete, feiner alten Liebe zurückgefehrt ist, daß der Westen auf das allerdaß die Erklärung des Kanglers in der 12 000 Mart Affaire der in der Verhandlung Dinge zur Sprache kommen entschiedenste für Imperialismus und Expansion eintritt und schließMehrheit des Reichstags bei weitem nicht so start gefallen hat, wie tönnten, welche geeignet seien, in der Oeffentlichteitlich und das ist beinahe das wichtigste Moment der - daß der Süden, der, solange bes sie sich den Anschein gab. Die Redner der Rechten strenten der das Ansehen des Offizierstands und speciell ganzen Wahl Erklärung mur deshalb Rosen, weil sie mit scharfen Dornen behaftet der Compagnie chefs herabzusezen Die Verhandlung eine Regerfrage giebt, von seinem Standpunkt ausge waren. Jest regt sich in der Industricpresse bereits ganz deutlich dauerte nahezu vier Stunden. Der Angeklagte wurde der Unter- nötigt ist, für jeden von den Demokraten aufgestellten der Widerspruch. Warum hat Graf Bülow den Centralverband der fchlagung in sechs Fällen und der Urkunden Präsidentschafts- Kandidaten zu stimmen und sei derselbe auch, wie Industriellen nicht verteidigt, ruft die, Rheinisch Westfälische fälschung, verbunden mit Betrug in drei Fällen für man sich hier auszudrücken beliebt, ein gelber Hund" daß dieser 8eitung" entrüstet aus: schuldig befunden. Das Urteil lautete auf Entfernung aus Süden ebenfalls sich für Expansion und Imperialismus ent Warum nahm fich nicht Graf Bülow dieses Verbands an, dem Heere, fünf Jahre Gefängnis und fünfahre schieden hat und von dem Augenblick an nicht mehr der„ solide warum fand er fein Wort der Verteidigung für diesen ganz un- hrverlust. Bei der Urteilsbegründung wurde die Oeffentlichkeit Süden" für die Demokratie fein wird, der er seit dem Bürgerkriege war, da die Regerfrage im Sinne des Südens gelöst ift. Und sie gerechtfertigterweise verunglimpften Verband, wieder ausgeschlossen, aus denselben Gründen wie oben angeführt. ps wird in diesem Sinne gelöst werden. Denn sofort nach der Wahl deffen Generalsekretär selbst ja den vom Direktor v. Woedtke ans em gedrückten Wunsch ein etwas eigentümliches Bergh ji shin Die Frankfurter Zeitung" do zlom sinal haben die republikanischen Politiker, welche jetzt die Präsidentschaft Tangen" genannt hat? Diese Unterlassungssünde des ist uns gram, wohl deshalb, weil wir wiederholt feststellen mußten, und den Kongreß in beiden Häufern mit ftarten Majoritäten unliebsam empfunden werden. Erst zerrt man den der China- Frage bis zur völligen Ausschaltung nicht nur der wie die Konstitution sie infolge der Verminderung der Wähler( durch neuen Reichskanzlers wird gewiß in den beteiligten Kreisen sehr daß ihr durch Informationen honoriertes Bülow- Offiziöfentum in in ihrer Gewalt haben, die Parole ausgegeben, daß von einer Vermir minderung der Kongreß- und Elektoral- Repräsentation des Südens, Berband gegen dessen willen und Wunsch in Demokratie, sondern auch der normal- menfchlichen Urteilsfähigkeit ge politische Entrechtung der Neger) eigentlich vorschreibt, aus tiefer diese Sache und dann verteidigt man ihn nicht diehen ist. Es wäre amüsant, einmal die Berliner Urteile des einmal gegen ungerechte Angriffe! demokratischen Blatts über die diplomatischen Heldenthaten des liegenden Gründen nicht die Rede fein werde. Grafen Bülow, die zufammen einen einzigen Rüdzug darstellen, der und so find wir 37 Jahre nach Abschaffung der Sklaverei, wenn Reihe nach attenmäßig darzustellen. Indessen, so weit brauchte ihr auch in andrer Form, da wieder angekommen, wo wir damals Bülowtum doch nicht zu gehen, daß fie jetzt auch zu dem Brincip standen: eine aller politischen und gesellschaftlichen Rechte entblößte des Rachezugs fchwört und mun blutdürftig gegen uns, die wir doch Rasse wird binnen lurzem in der Hauptsache die Arbeiterschaft des Südens bilden, wie es damals der Fall war. Nur das Besizrecht mur Thatsachen berichten, loszieht. Es wird dem Grafen Bülow schwer werden, mit einem feiner Späße den sehr gefährlichen Unwillen der Krupp- Leute genügend zu dämpfen. " Alle Traditionen, welche noch aus Die Kommiffion für Arbeiterstatistik hatte sich am Mittwochmorgen zu einer Sigung im Reichsamt des Aus diesem Rachebedürfnis allein läßt sich nur erklären, daß mit seiner Verantwortlichkeit fehlt zum Vorteil der Ausbeuter. Innern versammelt. Die Beschlußfassung über die Erhebungen betr. das Hauptorgan der Demokratie zur großen Freude der Kon- Der Ausfall der Wahl bedeutet also im großen und ganzen ben überwältigenden Sieg des Großlapitalismus und seines Die Sonntagsruhe bei der Binnenschiffahrt mußte fervativen Korrespondenz" und ähnlicher Preßerzeugnisfees wagt, einen sehr mageren Antrag zeitigen, weil der Reichstag durch seinen die feilen, unehrlichen und zugleich albernen Reklamen der Bülow- politischen Zwillingsbruders, des Imperialismus. Wer Beschluß vom 4. Mai 1895 die Erhebungen auf das enge Gebiet der Trabanten für ihren Herrn auf eine Stufe zu stellen mit der aus fortan die Politik der Vereinigten Staaten verstehen will, Sonntagsarbeit begrenzt hatte. Sierüber brauchten die Erhebungen persönlichen Eindrücken geformten Charakteristit, die der Vorwärts" muß das festhalten. Enquete von 1885 Die Frage ziemlich aufgeklärt ist. Die Er- meint, daß zu solcher Charakteristik nicht viel Geist oder teine große noch in einzelnen Distrikten. Niemals ist die Stonstitution, niemals aber auch nicht sehr eingehend zu sein, weil durch die allgemeine der letzten Rede Bebels gewidmet hat. Wenn die Frankfurter 3tg." den Beiten der Unabhängigkeits- Erklärung ihrem Nahrung ichöpfen, treten in den Hintergrund und vegetieren mit hebungen bildeten daher nur eine Ergänzung jener Enquete. Portion felbständigen Urteils gehören, so ist dieses Selbstbekenntnis noch in einzelnen Distrikten. Niemals ist die Konstitution, niemals Die Kommission macht dem Reichsfangler folgenden Borschlag: individuellen Gefa mads nicht zu widerlegen. Wenn das Blatt aber find die republikanischen Grundsäge so oft verhöhnt worden, als " Es sei dafür zu sorgen, daß in den Betrieben der Binnen- diefes freie, uubeeinflußte Stimmungsurteil mit der Mache der Bülow- bei der diesmaligen Wahlcampagne. Und die Majorität des Volks hat Ja und Amen dazu gesagt. Der kapitalistische Stolok, dem schiffahrt zur Personenbeförderung, einschließlich der Fährbetriebe, Garde zu vergleichen wagt, so ist das unanständig. Wir verstehen es hat Ja und Amen dazu gesagt. der Schiffsmannschaft im Winterhalbjahe an jedem zweiten, im ia, daß Journalisten, die in den bürgerlichen Zeitungsgeschäften ab- diese Majorität sich jetzt unterworfen hat, wird von teiner kleins Sommerhalbjahr an jedem dritten Sonntag bis 12 hr mittags gestumpft worden sind, sich nicht mehr vorstellen können, daß jemand bürgerlichen Betvegung mehr gestürzt werden. Darüber soll man arbeitsfreie Zeit gewährt werde." ehrlich ohne jeden interessierten Nebengedanken" sich nur teinerlei Illusionen machen. Die bis zur nächsten PräsidentenBei Beratung des Berichts wurde mitgeteilt, daß die auf begeistert sein könne, wenn es sich weder um Lobhudeleien für einen wahl vor uns liegenden 4 Jahre werden die Machthaber dazu besächsischen Dampfern beschäftigten Personen, sich in einer Eingabe Minister, einen einflußreichen Zeitungsverleger oder ähnliche maß- nußen, ihre Position nach jeder Nichtung hin so zu festigen, daß nur ein an die Kommission für Arbeiterstatistik über übermäßig lange Ar- gebende Personen handelt. Uns aber wird das Blatt schon noch die wahrhaft revolutionärer, proletarischer Ansturm sie erobern kann. Und beitszeit beschiveren. Eine Betition mit ähnlichem Inhalt ist von Gunst eines Träftigeren Empfindungslebens zugestehen müssen, das das ist die Moral von der Geschichte. Glücklicherweise haben die Elemente, welche dazu bestimmt sind, Mannheim an den Reichskanzler gelangt. Jekt ist man im Reichs- feine Eindrücke unbekümmert in Worte faßt. Mögen andre sich nur in dieser revolutionären Entwicklung die führende oder, wenn man Kauzleramt damit beschäftigt, zu untersuchen, inwieweit die in entzücken, wenn Gegendienste zu erwarten find. Die Socialdemo- will, die drängende Rolle zu übernehmen, bei dieser Wahl einen diesen Petitionen vorgetragenen Klagen begründet sind. Sollte fratie übt die freieste fachliche Kritik auch unter Freunden, sie hat sich ergeben, daß die Klagen begründet sind, dann soll durch eine also auch das Recht, anzuerkennen, was des Nuhms würdig ist. Es erfolgreichen Vorstoß gemacht. Novelle zum Binnenschiffahrtsgesetz, gleichzeitig mit der Regelung ist ja auch gar nicht die Person, der wir huldigen, bei aller Liebe, Das socialistische Botum beider Fraktionen, welches im vorigen so weit fich bis jetzt fiberder Sonntagsruhe, eine Bekämpfung der gerügten Mißstände versucht die man zu dem Menschen und aller Freude, die man an dem Jahre nicht ganz 90 000 betrug, ift feben läßt auf rund 160 000 Stimmen gestiegen, Meister haben mag, sondern im Grunde dech immer nur die hohe wovon die„ Social Democratic Party" mit ihren Kandidaten Debs In Bezug auf die Erhebungen über die Verhältnisse im Fleischer Sache, die erhabene Anschauung, und für die uns zu begeistern und Harriman etwas drei Viertel, die Ueberbleibsel der alten gewerbe wurde beschlossen, den Reichskanzler zu ersuchen, werden wir uns trop der„ Frf. 3tg." nicht nehmen laſſen, besonders" Socialistischen Arbeiterpartei" ein Viertel erhalten haben. Das die Kommission für Arbeiterstatistit zu beauftragen die bezüglichen nicht, wenn sie durch einen würdigen Vertreter zu uns spricht. Erhebungen zu machen. Es ist das die Einstellung einer bureau- Die Frf. Btg." pendet dem Genossen Bebel dann das jetzt bedeutet ein vernichtendes Urteit über die verkehrte Gewerkschaftstratifchen Formalität. Selbständig fann und darf die Kommiffion recht anrüchige Lob, daß Bebel zeitlebens ein guter Demokrat sei und politik der letzteren. Jin Staate New Yort hat sich außerdem die feine Arbeiten in Angriff nehmen. Sie hat mir Aufträge des Reichs- deshalb nach dem schönen Muster der demokratischen Maßgebenden Social Democratic Party" den Platz auf dem offiziellen Stimuna zettel erfämpft, ebenso in Massachusetts. Die Zeit, Geld und Kraft fanzlers auszuführen. Mit der Bearbeitung diefer Materie tann daher in Frankfurt folden Huldigungen abgold fein müsse: erst begonnen werden, wenn ein Auftrag des Reichskanzlers vorliegt. raubende Arbeit des Unterschriften- Sammelns fällt aljo fortan weg. Weitere Einzelheiten, über welche heute noch nicht in guver Wie solche Aufträge ausgeführt werden sollen, ob durch schriftliche Grhebungen oder mündliche Bernehmungen, darüber beschließt die Komlässiger Weise berichtet werden kann, mögen einem späteren Brief vorbehalten bleiben. not a tim mission. Ein ähnliches Ersuchen wurde auch infolge des Antragspitze, beAfrika. treffend die Erhebungen über die Verhältnisse der im Transport- Genosse Bebel müßte sehr pervers geartet sein, wenn ein folches gewerbe befchäftigten Personen, gestellt, Da sich auch nach Ansicht Stimmungsbild in ihm ein andres Empfinden hervorrufen würde, Ein Komplett foll wieder einmal gegen 2ord Roberts Size diese Erhebungen auf den Kreis beschränken sollen, soweit die als das bescheiden- beglückende Bewußtsein, daß es ihm bergönnt geplant worden sein. Dieser selbst berichtet darüber: Da wahrscheinlich das Gerücht von einem Komplott gegen mein Betriebe der Gewerbe- Ordnung unterstellt sind, so tommen die bei gewefen, Menschen für eine große Ueberzeugung zu begeiffern. Eisenbahnen,( wozu auch Straßen und Pferdebahnen gehören) Die Frantf. 8tg." wird uns zum mindesten das Recht ein- Leben nach London gedrungen ist, so halte ich es für meine Pflicht, beschäftigten Arbeiter nicht in Frage. I räumen müssen, auszusprechen, was selbst bürgerliche Blätter über die Thatsachen mitzuteilen. Die Polizei hatte seit einiger Zeit werden. 2ẞie muß ihm wohl sein," ruft die Frff. 8tg." in rührendem Schuß Bebels aus, wenn ihm diese Böe von fosenden, schmlidenden, lobenden und vergötternden Beiworten in das offene Angesicht hagelt?!" w 1dadf sdad Y Die Geschichte flingt äußerst unwahrscheinlich und soll wahr scheinlich nur schärfere Maßnahmen gegen die Boeren und nicht englandfreundlichen Uitländer rechtfertigen. Ein Telegramm aus Kapstadt meldet: Die Entfremdung zwischen Holländern und Engländern in der Kapkolonie nimmt zu und eine lebhafte gegen die Engländer gerichtete Propaganda ruft überall Unruhe hervor. Das lebel wird noch dadurch verschlimmert, daß in den Distrikten, welche von Holländern bewohnt sind, sich noch Boeren niederlassen, welche auf Ehrenwort freigelassen sind. Diese Leute werden zu thätigen Agenten der Unzufriedenheit, und die zwischen beiden Teilen der Bevölkerung bestehenden Bezichungen werden immer gespannter. Kenntnis davon, daß eine Verschwörung existiere. Man herbeizuführen. Das glauben beide Richtungen nummehr darin ge- Umfragen bei den Berufsgenossenschaften fowie auch bei den einzelnen nahm am 16. November fünf Italiener, vier Griechen funden zu haben, daß sie die Verständigungsversuche schon beim Beisigern der Versicherten, um mit vollständigen Vorschlagslisten an und einen Franzosen fest; dieselben werden dem Gericht über- Unterbau beginnen. die Ausschüsse der Landes- Versicherungsanstalten, geben werden. Ihre Absicht war, am 19. November während Die Ortsgruppen bezw. in großen Städten wie Paris welche die Wahlen der Schiedsgerichts- Beisiger vorzunehmen haben, des Morgen Gottesdienstes in der Marienkirche die Bezirksgruppen, bas sollen die Bellen der heranzutreten. Zu was für Vertreter mitunter bei solchen Vorum 11 Uhr eine Mine springen zu lassen. Föderationen sein. Diese müssen einander näher gebracht werden. schlägen, die von seiten der Behörden gemacht werden, gegriffen wird, Folgen wir in Nachstehendem dem Organisationsentwurf der Gruppe brauchen wir wohl nicht des weiteren auszuführen. Jaurès, von dem der der Guesdisten nicht allzusehr abweicht: Es muß daher Aufgabe aller der am Kopfe diefes Schriftfazes Die socialistische Partei Frankreichs soll auf der aufgeführten Korporationen sein, so bald wie möglich hierzu Stellung Basis folgender Principien errichtet werden: zu nehmen, sich mit den arbeitnehmenden Mitgliedern der Aus" Juternationale Berständigung und Gesamtaktion der Arbeiter- schüsse der betreffenden Landes- Versicherungsanstalten in Verbindung flaffe; politische und gewerkschaftliche Organisation des Proletariats zu sehen und mit ihnen zu beraten, um dann zur bestimmten Zeit in einer Klasse zur Erringung der politischen Macht und zur Ver- die geeigneten Kandidaten für diese Posten in Vorschlag bringen zu gesellschaftung der Produktions- und Verkehrsmittel, d. h. die Um fönnen. Sollten Einzelne glauben, es ist dieses noch verfrüht, es ist wandelung der kapitalistischen in eine socialistische oder kom- noch nichts hiervon bekannt gegeben, es wäre noch Zeit, wenn die munistische Gesellschaft." Wahlen ausgeschrieben werden, so ist dieses nicht richtig. Kollegen! Der Artikel II bestimmt: Die Gruppen eines Orts oder eines Dann ist es bereits zu spät, die Wahlen müssen dann wieder in acht Bezirts formieren einen kommunalen Verband, sämtliche Gruppen bis zehn Tagen vollzogen sein, und da läßt sich in dieser kurzen Zeit eines Wahlkreises bilden eine Vereinigte Settion. eine größere Agitation nicht entfalten. Die Die Gruppen einer Provinz( Departement) wiederum bilden Es gewinnt überhaupt den Anschein, als wolle man die Wähler zusammen eine geeinte und einzige Föderation. überraschen. Wir wollen da nur an die Wahlen der Beisiger zur Die Delegierten der Gruppen vereinigen sich jedes Jahr unteren Verwaltungsbehörde im vorigen Jahre erinnern, wie diese und wählen ein Bundeskomitee( föderal). Die Gruppen von Baris zu stande gekommen sind! Kollegen, das darf nicht wieder vorkommen, Bartelitteratur. Berlin, hat foeben ein neues socialpolitisches Theaterstück er- und Umgegend bilden mehrere Föderationen; diesen soll das daß die Behörde fich ihre Leute aussucht, dieselben auf einer Liste Die Buchhandlung Vorwärts, Berlin, hat soeben ein neues focialpolitisches Theaterstück er- Recht zustehen, das interföderale Komitee zu konstituieren. den Wählern präsentiert und diese diefelben anerkennen. Kollegen, fcheinen lassen: Der verlorene Sohn von E. Precgang. Die Wahlen der Delegierten zum Bundeskomitee und zu dem das ist keine Wahl! Die Arbeiterschaft Deutschlands muß sich ihre ( Preis 1 M., die 7 zur Aufführung nötigen Rollen- Exemplare 3,50 m.). Kommunalverbande werden durch Listen vorgenommen und nach dem Vertreter allein aus sich herans wählen können, fie braucht sich nicht Ohne in der Tendenz aufdringlich zu sein, führt das Stück in ein Princip der proportionellen Vertretung. facher Scenerie und scharfer Charakterisierung uns ein Stück aus von den Behörden bevornmunden zu lassen. Soviel Selbständigkeit dem Kleinbürgerleben vor Augen: Der Sohn des immungsstolzen die heute an einem Ort nebeneinander bestehen und den verschiedenen zutrauen. Die Vertreter der Arbeiter in dem Ausschuß der beDieser Unterbau ist das entscheidende. Die einzelnen Gruppen, haben die Arbeiter felbst umd sollte man ihnen diese auch andrerseits Tischlermeisters wird in der Fremde zum Socialdemokraten und Klassenbewußten Gewerkschaftler und sieht sich sofort nach der Heim- in einer Stadt existieren heute Gruppen der französischen Arbeiter- merksam gemacht werden, daß, wenn man ihnen mit Vorschlagslisten flossenbewußten Gewerkschaftler und sieht sich sofort nach der Heim- Richtungen angehören, sind jezt regional zufammengefaßt. 3. B. treffenden Landes Versicherungsanstalten müssen daher darauf auftehr vom Vater vor die Entscheidung gestellt: entweder die Ueberzeugung verleugnen oder die Heimat verlassen. Für Arbeiterpartei"( Guesde), der„ Unabhängigen Socialisten"( Jaurès), der von andrer Seite kommt, sie dieselben zurückweisen.allah Blanquisten"( Vaillant) usw., die ihrer bezüglichen nationalen Wir wollen es nicht unterlassen, auf folgende auszugsweise fefte, Stiftungsfefte von Gewerkschaften und Vereinen Föderation angeschlossen sind, die sich aber am Ort gegenseitig be- Gefeßesbestimmungen aus dem Invalidenversicherungs- Gesez sowie dürfte sich das Stück besonders eignen. fämpften oder sich doch nicht genügend im gemeinsamen Kampf unter- aus dem Unfallversicherungs- Gesetz, welche auf die Wahlen Bezug stügten.is haben, hinzuweisen: Partei- Nachrichten. Die Lübecker Streifverordnung wird mun doch auch in Brandenburg der Beurteilung durch die Gerichte zugeführt werden. Genosse Huth erhielt die Mitteilung, daß die Straffammer des Landgerichts Potsdam die Erhebung der Anklage angeordnet und dem Schöffengericht Brandenburg zur Verhandlung überwiesen hat. Der Termin zur Hauptverhandlung ist auf den 6. Dezember angesetzt. Es wird also so, wie wir seiner Zeit schon angedeutet haben: Von der Hamburgischen Straffammer kommt der Fall vor's Neichsgericht und vom brandenburgischen Schöffengericht fommt ste vor's Stammergericht. Man kann neugierig darauf sein, wie sich diese beiden, von einander durchaus umabhängigen Obergerichte, deren Entscheidungen für die ihnen nachgeordneten Gerichte bestimmend wirken, zur Sache stellen werden. Daß sie beide gleichmäßig zu der Entscheidung kommen werden, daß die Lübecker Verordnung un gefeblich ist, ist trop der in dieser Richtung übereinstimmenden Urteile vieler hervorragender Juristen durchaus noch nicht gewiß.50 Bis zur Aufhebung all' dieser Gruppen der bestehenden waltenden Meinungsverschiedenheiten zunächst natürlich nicht gehen, Nationalföderationen fonnte man angesichts der obaber sie sollen nach dem obigen Projekt losgerissen von ihren nationalen Verbänden, zusammengeführt werden zu Kommunal, Kreis- und Provinzialverbänden. Der Nationalverband fehlt; die Leitung der Geschäfte der Gesamtpartei übernimmt diese selbst d. h. der alljährlich zusammentretende Nationalfongreß. Die Delegierten zum Nationalfongreß werden nach dem Listen- und Proportional- Wahlsystem gewählt, so daß auch die Minoritäten vertreten find. Comité général, dessen Funktionen ganz denen des deutschen Der Nationalkongreß wählt ein Parteivorstands entsprechen. Der Hauptwert des neuen Projekts liegt, wie schon bemerkt, in der Ausschaltung der großen nationalen Föderation. Das Ganze, die Gesamtpartei, ist mir noch provinzial und örtlich gegliedert. Sind auch die einzelnen Glieder noch nach Barteirichtungen getrennt, so fehlt ihnen doch das Rückgrat, das sie in den ehemaligen Föderationen fanden. Die Verständigung im kleinen, in den Ortsverbänden, wird leichter herbeigeführt werden; von der Verständigung zur Verschmelzung ist nur ein weiterer Schritt. Die Frankfurter Zeitung" fährt fort, sich als socialdemofratisches Barteigewiffen gegenüber dem Verhalten unsrer Frankfurter Genoffen bei der Stadtverordnetenwahl aufzuspielen. Das ist wirf lich verlorene Liebesmüh' und die Frankfurterin könnte sich die Tinte dafür sparen. Aber vielleicht gestattet sie uns, ihr einige gute Rate Der Umstand, daß in ben eben bezeichneten Punkten sich der schläge zu geben. Organisationsentwurf der Gues disten mit dem Entwurf der Sie fagt, die Darstellung über die Bündnisbereitschaft der Jaurèsisten fast vollkommen bedt, berechtigt zu der Hoffnung, Socialdemokratie mit der Demokratie( für die dortigen Stadt- daß er auch von allen Fraktionen angenommen werden wird. verordnetenwahlen), die in unsrer Notiz in Nr. 275 gegeben ist, fei falsch. Die Demokraten sähen es sehr gern, wenn ein paar Social Polizeiliches, Gerichtliches usw. demokraten in die Stadtverordnetenversammlung einzögen. Die Social- Schaufsperre. Der Wirt Albert Siegmann in Schanze im demokraten seien nur diesmal zu spät mit ihrem Bündnisantrag ge- Amte Kirchhörde, Dortmunder Reichstags- Wahlkreis, erhielt folgendes tommen, als alle Vorbereitungen schon getroffen waren. Schön. Schreiben: Dann mögen die Demokraten das nächste Mal auf diesen ihnen ja nun bekannten Wunsch der Socialdemokraten Rücksicht nehmen. Es wird dann noch nicht zu spät sein. Weiter sagt die Frantf. 8tg.", es sei nicht richtig, daß sich bei der Abstimmung über die herabsetzung des Census demokratische Stadtverordnete gedrückt hätten, um den Antrag zu Fall zu bringen. Es sei im Hochsommer gewesen, wo eine Anzahl Stadtverordnete in den Ferien waren und es wäre ein taktischer Fehler gewesen, die Aktion in die politisch toe et zu verlegen. Da die Demokraten und Fortschrittler immer die Mehrheit im Stadtverordneten Kollegium haben, die Ehrlichkeit ihrer voltsfreundlichen Absichten durch nichts besser be weisen, als daß fie die Aktion für die Erweiterung des Gemeindewahlrechts schleunigst selbst in die Hand nehmen, ehe die Ferien wieder beginnen. Der Unterstügung unfres Genossen Quard werden fie sicher sein. = Kirchhörde, den 24. November 1900. Zu der am 25. d. M. in Ihrem Lokale stattfindenden öffentlichen Volksversammlung wird für Ihr Lokal von 3 Uhr nachmittags bis zwei Stunden nach Beendigung der Versammlung die Echantiperre verhängt. Während der angegebenen Zeit wird es Ihnen streng unter fagt, irgend welche Getränke zu verschänken. Jede llebertretung zieht Bestrafung nach sich. Die Polizei- Berivaltung: Kunze. so könnten fie Solche höchst charakteristische amtliche Schriftstücke stellen fich in dortiger Gegend außerordentlich häufig bei den Wahlen ein, sobald in einem Lokal eine focialdemo fratische Versammlung abgehalten wird. Die Folge davon ist regelmäßig, daß der Wirt die Hergabe des Lokals zu der Ver ampalast stand ammlung verweigert und die socialdemokratische Versammlung un Gemeindewahlen. möglich wird. In Groisch bei Leipzig erfolgten die Stadtverordnetenwahlen zum erstenmal unter dem Dreiflaffenwahl system( das in Sachsen durch Gemeindeſtatut eingeführt werden kann). In der dritten Klasse wurde der socialdemokratische Kandidat mit übergroßer Mehrheit gewählt, während in der zweiten Klasse die beiden gegnerischen Kandidaten mit knapper Mehrheit gewählt wurden. Die socialdemokratischen Kandidaten wurden ferner gewählt in den Dörfern Seidau bei Bauzen, Thekla bei Leipzig und Langenberg bei Gera. 13772 Partei Organisation. Die Parteigenossen in Köln and haben beschloffen, an Stelle des Vertrauensmännerfystems eine feste Organisation zu schaffen und die Parteigeschäfte dem nengegründeten Wolfsverein für Köln- Land zu übertragen. and time d 1. Wählbar zu Vertretern der Arbeitgeber und der Versicherten find nur Deutsche, männliche, bolljährige, im Bezirk der Verficherungsanstalt wohnende Personen. Nicht wählbar ist, wer zum Amt eines Schöffen unfähig ist. 2. Wählbar zu Vertretern der Versicherten sind die auf Grund dieses Gesetzes versicherten Personen. 8. Die Wahl erfolgt auf fünf Jahre. 4. Für den Bezirk einer Versicherungsanstalt wird mindestens ein Schiedsgericht errichtet. nur Die Zahl, die Bezirke und die Siße der Schiedsgerichte werden von der Centralbehörde des Bundesstaats, in dessen Gebiet die Versicherungsanstalt ihren Siz hat, bestimmt. Für gemeinsame Versicherungsanstalten wird diese Bestimmung, fofern ein Einverständnis unter den beteiligten Landesregierungen nicht erzielt wird, vom Reichskanzler getroffen. 5. Die Beisiger werden in der durch das Statut bestimmten Zahl von dem Ausschuß der Versicherungsanstalt, und zwar zu gleichen Teilen in getrennter Wahlhandlung von den Arbeitgebern und den Bersicherten, nach einfacher Stimmenmehrheit gewählt. 6. Die Mitglieder des Schiedsgerichts dürfen nicht Mitglieder des Vorstands, Vertreter der Arbeitgeber und der Versicherten bei einer unteren Verwaltungsbehörde oder Beifizer einer Rentensielle sein. 7. Die Zahl der Beifizer der Schiedsgerichte(§ 104 Abs. 8 bes Invalidenversicherungs- Gesezes) kaum von der Centralbehörde des Bundesstaats, in welchem der Siz des Schiedsgerichts belegen ist, oder von der durch sie bestimmten andren Behörde erhöht werden; wie viel Beisiger am Siz des Schiedsgerichts oder in dessen naher Umgebung wohnen oder beschäftigt sein müssen. Die Zahl der Beisiger muß aus der Klasse der Arbeitgeber und der Versicherten mindestens je zwanzig betragen. 8. Die für den Sitz des Schiedsgerichts zuständige LandesCentralbehörde oder die durch sie bestimmte andre Behörde entscheidet, wie viel Beifizer von dem Ausschusse der Versicherungsanstalt(§ 104 Abi. 3 d. J.-V.-G.) aus solchen Berufsgenossenschaften oder Ausführungsbehörden zu wählen sind, die im Bezirke des Schiedsgerichts vertreten sind. 9. Die zur Bertretung der Versicherten bestimmten Beisiger find aus den Personen zu wählen, welche in einem der Genossenschaft zugehörenden oder der Ausführungsbehörde unterstehenden Betriebe beschäftigt sind. D 10. So lange und so weit die festgesezte Zahl von Beifizern nicht gewählt ist, oder die Gewählten ihre Dienstleistung verweigern, hat die untere Verwaltungsbehörde, in deren Bezirk sich der Siz des Schiedsgerichts befindet, die fehlenden Beisitzer aus der Zahl der wählbaren Personen zu berufen. Straffammer in Dortmund zur Sprache kommen, da vor diesem Ge- beachten sind, und teilen wir dieselben mit, um die verschieden Eine ganze Reihe solcher Vorfälle werden demnächst vor der Dieses sind die nötigsten Bestimmungen, die bei den Wahlen zu richt ein Prozeß gegen den Genossen Bredenbeck anhängig ist wegen artigen Anfragen in dieser Angelegenheit zu ersparen. Nachdem die Beleidigung der verschiedensten Polizeibehörden. nämlich aus Anlaß der vielen Schantsperren der Polizei böswillige Resultat derselben an den Unterzeichneten Mitteilung zu machen. Bredenbeck Hat Wahlen allerorts vollzogen find, bitten wir, umgehend von dem Absichten gegen die Socialdemokratie unterstellt. Es ist erklärlich, Und mum thue jeder seine Pflicht! leidigt fühlt. daß sich die Polizei durch solche böswillige Unterstellungen be- Kollegen! Das Schiedsgericht ist die erste Instanz, welche über das Wohl und Wehe derjenigen Arbeitsgenossen zu entscheiden hat, Wir berichteten schon vor einiger Zeit, daß Genosse Bredenbeck welche auf dem Schlachtfelde der Arbeit ihre Gesundheit und ihre zur Führung des Beweises die Ladung vieler Zeugen meistens Gliedmaßen laffen. Aber nicht nur über diese, sondern auch über Polizeibeamte beantragt, das Gericht aber die ganze Beweis die Angehörigen derer, die dort ihr Leben gelaffen. Darum auf zur erhebung abgelehnt hatte, Neuerdings ist jedoch der angebotene Arbeit, auf zur Wahl! Sorgt daffir, daß in ganz Deutschland Männer Wahrheitsbeweis für zulässig erklärt und die Zeugen, gegen 40, ge gewählt werden, die den Mut und das Verständnis haben, die armen laben worden. Der Prozeß dürfte für die Geschichte des Kampfs Berunglückten zu ihrem Rechte zu verhelfen. um die Ausübung des Versammlungsrechts nicht ohne Juteresse sein. Der Vorstand des Berliner Arbeitervertreter- Bereins. - Der verantwortliche Redacteur der ,, Brandenburger J. A.: Eugen Simanowsti. Vorsitzender, Hochstraße 46, III. Zeitung", Genosse Thiele, wurde zu 4 Wochen Gefängnis verurteilt. Er soll mehrere Lehrer der Schule in Velten beleidigt haben durch einen Artikel, der sich mit einer Prügelscene in dieser Schule beschäftigte. Zur Einigung der französischen Socialdemokratie. Schon seit mehreren Jahren ist die französische Socialdemokratie Bemüht, eine Einigung aller Gruppen und Fraktionen herbeizuführen. Da aber alle Fraktionen an ihren alten Traditionen mit großer Bäbig leit festhalten, find die Einigingsbestrebungen mit großen Schwierig feiten verknüpft. War auf dem Nationalfongreß des Vorjahrs durch die Straffammer zu je 3 M. Geldstrafe verurteilt, weil sie ein Flugblatt Vier Genossen aus Ottensen wurden von der BerufungsEinsetzung des Verständigungsfomitees( comité d'entente) ein fleiner und den„ Norddeutschen Volkskalender" eines Sonntags in einer Echritt nach vorwärts gethan, so scheiterte die endgültige Einigung Weise verteilt haben, die geeignet gewesen sein soll, Aufsehen zu auf dem legten Stongreß abermals, wohl in allererster Linie an den erregen. Daß fie Aufsehen erregt hat, wurde nicht einmal festgestellt. weit auseinandergehenden Meinungen in Bezug auf den Eintritt Bom Schöffengericht waren die vier freigesprochen worden. Millerands in das Ministerium, Wie bekannt, trennten sich die Guesdisten und einige andre Gruppen von den übrigen Richtungen und organisierten einen Sonder An die Gewerkschaftskartelle, Arbeitervertreter- Vereine, Ausschüsse und Schiedsgerichts- Beißiger, Tongreß. Beide Kongresse aber votierten Resolutionen zu Gunsten der Einigung. Beide Kongreffe beauftragten Komitees, Organisations Gewerkschaftliches. Deutsches Neich. Leipziger Boltszeitung" werden wir um Aufnahme nachZu dem Streit der Buchdrucker mit dem Verlag der ftehender Zeilen erfucht: der Leipziger Buchbrucer, der im Vorwärts" Nr. 277 abgedrudt ist, In dem Bericht, betreffend die Verfammlung des Ortsvereins heißt es in der Rede des Vorfizenden des Ortsvereins, Herrn Engelbrecht: Das Parteivorstandsmitglied Auer habe sich erst nicht geneigt gezeigt, hier einzugreifen und habe feine Leipziger Parteigenoffen dahin gekennzeichnet, daß doch die Leipziger bekannt sind und sich nicht werden hineinreden lassen. Bebel habe die Sache richtiger aufgefaßt nach seiner Weinning war ein sofortiges Gingreifen Pflicht des Parteivorstands." Diese Darstellung könnte, und soll wohl auch, den Eindruck erwecken, als ob ich gegen den Verfuch, eine Verständigung herbeizuführen, gewesen sei. Eine folche Annahme wäre durchaus falsch. Bon der Notwendigkeit einer Berständigung war niemand mehr durchbrungen als ich und meinerseits ist auch alles geschehen, um diefelbe herbeizuführen. Bei meiner Kenntnis der persönlichen und fachlichen Verhältnisse Leipzig hielt ich es aber für notwendig, auf die Schwierig leiten hinzuweisen, die sich gerade in Leipzig finden werben, und vor allem ber laut gewordenen Annahme meine Zweifel entgegen zusetzen, daß es nur der Intervention des Parteivorstands bedürfe, um die Differenzen beizulegen. ſtatute auszuarbeiten, Umfragen bei den örtlichen Organisationen zu sowie Beifizer in den unteren Verwaltungsbehörden, der halten, um deren Meinung über die Notwendigkeit der Einigung und über die Form, unter der dieselbe vor sich gehen könne, zu der Landesversicherungs- Austalten, ferner au die Beisiger der hören. Die Resultate der Arbeiten dieser Komitees liegen jezt vor. Unfall- Schiedsgerichte und an ähnliche Korporationen im Auf dem Nationalfongreß wurde, nachdem die Anhänger Jules Deutschen Reiche. Guesdes( französische Arbeiterpartei) fich zurückgezogen hatten, der Wie Ihnen allen bekannt sein dürfte, find die neuen UnfallBeschluß gefaßt, daß die Einigungsbestrebungen mit aller Energie versicherungs- Gefeße vom 30. Juni 1900 bereits feit dem 1. Oktober weitergeführt werden sollten und daß in spätestens sechs Monaten d. J. in Kraft getreten. ein neuer allgemeiner Kongreß einzuberufen fei. Das von dem Diese neuen Gesetze bringen auch Neuerungen für die einzelnen Jaurèsschen Komitee ausgearbeitete Organisationsstatut sucht die Organe der Rechtsprechungen bei Streitigkeiten, welche zwischen Ber- in Schwächen der früheren Projekte und Versuche zu vermeiden. Das ehe- sicherten und Berufsgenossenschaften sowie auch im umgekehrten Fall malige Verständigungsfomitee" war zusammengefeßt aus Delegierten aus dem Vorgehen der einzelnen Parteien fich ergeben. aller Föderationen, die sich auch im Komitee scharf von einander schieden. In erster Linie kommen hier die Schiedsgerichte in Betracht. Da alle Beschlüsse einstimmig gefaßt werden mußten, blieb die Auf Grund des§ 8 bes Gefeßes, betreffend die Abänderung Ginigung aus. Der erste Kongreß schuf dann die Central- der Unfallversicherungsgesetze, follen die Entscheidungen über Ent Union, in der noch fieben Föderationen anerkannt waren, fodann schädigungen nicht mehr wie bisher von den Schiedsgerichten für errichtete er das Generalfomitee, dessen Entscheidungen durch Unfallversicherung entschieden, sondern den Schiedsgerichten für In Stimmenmehrheit herbeigeführt wurden. Aber auch diefe, Central- Union validenversicherung fibertragen werden. Diefe follen von um ab Tonnte nicht von Dauer sein, da sie nur von den Gesamtföderationen Schiedsgericht für Arbeiterversicherung" heißen. Die Schieds gebildet war. Die einzelnen Richtungen hielten nach wie vor viel gerichte treten mit dem 1. Janur 1901 in Kraft. zu sehr an ihren Sonderstrebungen und Meinungen feft; es fehlte Es müssen denmach die Ergänzungswahlen hierfür noch in Bas Mittel, die Verständigung und Verschmelzung der Gruppen diesem Jahre vorgenommen werden. Die Behörden hatten eifrigft " Daß diese Zweifel vollberechtigt waren, hat der bisherige Verlauf der Angelegenheit gezeigt, die einen so unleidlichen Charakter angenommen, trotzdem von unsrer Seite brieflich und mündlich alles gethan wurde, um dieselbe friedlich beizulegen. J. Auer. Der Danziger Maurerstreit hat eine ganze Reihe von Prozeffen gegen Streifende im Gefolge. Gegen den Maurer Schmiede, der während des Streits in Haft genommen, aber wieder freigelassen war, schwebten mehrere Verfahren. Durch eine Anzahl von Termine ist schließlich festgestellt, daß gegen Schmiede nicht einmal Anklage erhoben werden kann. Dieser Tage ging ihm ein Schreibe» z», daß auch das letzte Verfahren gegen ihn eingestellt sei. Durch die Behauptung, daß er im IDanziger Polizeigefängnis Ungeziefer bekommen habe, sollte die Polizei beleidigt sein. Schmiede hat aber den Beweis für die Richtigkeit seiner Behauptung erbracht. Drei weitere Maurer hatten Strafmandate erhalten und zwar der Maurer Rost, der kürzlich schon zn drei Monaten Gefängnis verurteilt ist, ein solches in Höhe von 136 M.— 100 M. wegen Uebertretung des Preßgesetzes durch Verbreitung eines Flugblatts, 10 M. wegen Hausfriedensbruchs und den Rest wegen Vergehens gegen das Feld- und Forst-Polizeigesetz. Die Maurer Clessin und David sollten wegen Verletzung des letztern Gesetzes je 10 M. zahlen. Die Strafthaten sollen am 30. Juli auf dem Kasernenbau zu Hoch- strieß begangen sein. Die Verhandlung vor dem Schöffengericht endete damrt, daß die Strafe für Clessin aufrechterhalten wurde. Dem Rost sowohl wie dem David konnte nichts Strafbares nach- gewiesen werden. Wegen des von dem ersteren angeblich verübten Hausfriedensbruchs soll ein weiterer Zeuge vernommen werden, im übrigen erfolgte Freisprechung. Festgestellt wurde in der Verhandlung. daß der Strafantrag vom kommandierenden General v. L e n tz e in Danzig am S. November gestellt ist. Der Ver- teidiger des Angeklagten wies deshalb darauf hin, daß das ganze Strafverfahren auf ungesetzlicher Grundlage beruhe. Der Wert gewerkschaftlicher Thätigkeit und Zusammen» schlusseS erwies sich auch bei den von uns gemeldeten Differenzen bei der Firma Stern in Bockenheim bei Frankfurt recht deutlich. Diese Schuhfabrik hatte Lohnreduktionen bis zu fünfzig Prozent angekündigt. Durch die sofortige Intervention des Vorsitzenden des Vereins deutscher Schuhmacher, Genossen Simon-Nllrnberg, die vom Dienstag bis zum Freitag voriger Woche dauerte, und das ge- schlossene Vorgehen der betreffenden Arbeiter wurde die drohende Gefahr völlig beseitigt und die Fabrikleitung zur Zurücknahme der Reduktionen veranlaßt. Wäre diesem Ansinnen nicht sofort mit dem nötigen Nachdruck begegnet worden, so hätten die Arbeiter der übrigen benachbarten' Fabriken sicher die Folgen bald davon zu spüren bekommen. Politische Bevormundung. In Aschersleben haben am 13. November die Stadtverordnetenwahlcn stattgefunden, denen am 30. November die nötigen Stichwahlen folgen. Bei der Hauptwahl hatten nun die bei dem Steinsetzermeister Wännicke daselbst beschäftigten Steinsetzer für die socialdemokratischen Kandidaten gestimmt. Ge- nanntem Herrn scheint nun aber ungemein viel daran gelegen zu sein, daß in der Stichwahl kein Socialdemokrat gewählt wird und bedeutete deshalb„seinen" Steinsetzern, daß sie die sofortige Entlassung zu gewärtigen hätten, wenn sie bei der Stichwahl ebenso stimmen würden, wie bei der Hauptwahl. Ein Steinsetzer, der dem Herrn sofort erklärte, daß er sich eine der- artige Bevormundung nicht gefallen lasse, wurde auf der Stelle ent- lassen. Aber auch die übrigen erklärten dem Herrn Steinsetzer- meister, daß sie genau so stimmen würden, wie ihr entlassener Kollege und forderten gleichzeitig auch die Wiedereinstellnng desselben. Er- folgt dieselbe nicht, so kommt es jedenfalls zur allgemeinen Arbeits- einstellung. Herr im Hause. In der Seidenstoffweberei Ernst Engländer in Krefeld wurden sämtliche Arbeiter und Arbeiterinneiu circa 140 Personen, entlassen. Die Veranlassung dazu war folgende: Der ArbeiterauSschuß wurde infolge eine's Auftrags sämtlicher Arbeiter am 26. November beim Direktor vorstellig, um denselben wegen fortgesetzter Lohnrednzierungen zu interpellieren. Kurz, ohne näher auf die Beschwerde einzugehen, erklärte der Direktor im Auf trage des Chefs, er werde sofort die Maschinen stehen lassen, die Papiere sollten sich die Arbeiter im Comptoir holen, denn Vorschriften laffe er sich nicht machen. Seitens der organisierten Textilarbeiter ist sofort die Sperre über die Fabrik verhängt, In Gerresheim bei Düsseldorf gährt es unter den Arbeitern aller Organisationen ganz gewaltig. Die Polizeiverwaltung hatte den christlichen, Hirsch- Dunckerschen wie den socialdemokratischen Organisationen die Stiftungsfeste nicht gestattet und darüber sind die Arbeiter nun so in Aufregung geraten, daß sie am Sonntag eine Prote st-Versammlung aller Organisationen einberiefen mit der Tagesordnung:„Der Bürgermeister und die organisierten Arbeiter." Nachdem einige Redner das Ungesetzliche des polizeilichen Verbots der Stiftungsfeste kritisiert hatten, löste der Polizeikonmiissar die Versammlung auf. Die Arbeitermassen, über 1000, gingen in Reihe auseinander, sie werden dem Bürgermeister aber am Donnerstag in einer neuen Protest- Versammlung die Wahrheit sagen. Polizei-Aufgebot war am Sonntag in Menge vorhanden; man' be- komnit jedoch das richtige Bild von dem Göhren unter der Arbeiter- schaft Gerresheims, wen» wir mitteilen, daß am vorverflossenen Sonntag leider ein arger Tumult vorkam und 17 Verhaftungen vorgenommen wurden wegen aller- dings unüberlegter Ausschreitungen vor einem Lokal, das dem Glas- könig Heye gehört. Die Zurücksetzung der Arbeiter hat eine Stimmung hervor- gerufen, die man noch vor kurzem für unmöglich gehaiten hatte. Wer da weiß, daß in Gerresheim noch vor*/* Jahr ein fast beispiellos„patriarchalisches" Verhältnis zwischen Arbeitgebern und Arbeitern bestand, und nunmehr der seit Jahresfrist von Heye auf das schärfste mit Maßregelnngen bekämpfte Glasarbeiter-Verband heute rund 900 Mitglieder zählt, dem kommt zum Bewußtsein, daß die Arbeiter aus ihrer Gleichgültigkeit aufgerüttelt sind. Ausland. Ei» dänischer Polizeikommissar über die Gewerkschaften. Der Polizeikommissar(Politifuldmägtig) Aug. G o l l hat zwei sehr interessante Abhandinngen über:„Verbrechen und deren Ursachen" und über:„Verbrechen und deren Ver- h ü t u n g" geschrieben, die zuerst in der„Danfl Tidsskrift" erschienen, nun in einem Sonderabdruck vorliegen. Von der Thatsache ausgehend, daß gute wirtschaftliche und sociale Verhältnisse, ausreichende Wohnung und gute Erziehung, vor allem ein gntcs„Heim" das wichtigste Mittel zur Verhütung von Verbrechen ist. fährt der Verfasser fort: „Der Zusammenschluß der Standesgenossen schafft diesen ein Heim, wo sie sich als Herren fühlen und ihren Jnteresien dienen können. Durch den Zusammenschluß wird die gegenseitige Kontrolle geschaffen, die den Schwachen stützt, die gegenseitige Hilfe in schwierigen Situationen und die gegenseitige Achtung, die für jeden Einzelnen ein Schatz ist, der ihm nötiger ist als ninncheS andre. Das waren die besten Seiten der wohl- bekannten Organisationen der alten Zeit, das ist der sociale Nutzen der großen Fachorganisationen der Jetztzeit, dieser Organi- sationen, die allmählich mächtige Gesellschaftsschichtcn unter ihre die Gesellschaft beschützenden Flügel gebracht haben, Bevölkerungsschichteu, die, wenn ihre Bestandteile isoliert sind, einen großen Prozentsatz von Verbrechen liefern. Daß diese Organisationen hier eine Mission haben und im stände sind, diese durchzuführen, hat die gesetzmäßige Haltung der fachorganisierten Arbeiter während der große» Aussperrung 1899 bewiesen, beweist ihr ruhiges Auftreten überall, wo sie korporationsweise vorgehen, und daß sie auf einem wichtigen a n t i- kriminellen Gebiet, dem der Kindererziehimg. in der rechten Weise arbeiten, beiveist die Thatsache. daß deren Mitglieder vor allem dafür sorgen, daß ihre Kinder regelmäßig den Unterricht besuchen, den ihnen die Gesellschaft bietet, uiid dahin wirken, daß derselbe ver- mehrt und verbessert wird."_ „Die VoUszahl ist insbesondere maßgebend für die Ver tretung der bayrischen Bevölkerung im deutschen Reichstag." Das bayrische Ministerium des Innern sollte wissen, daß dieser Znstand erst eintreten wird, wenn das in der Reichsverfassung an gekündigte Gesetz zu dem Gegenstande erlaffen sein wird. Bis dahin hat es jedoch noch gute Weite so lange dahin gilt die Wahlkreis Einteilung, die für die ersten Wahlen zum Reichstag festgestellt worden ist._ Berichtigung. In dem Artikel„Verstaatlichung der Kohlenwerke" in gestriger Nummer muß der zweite Satz richtig heißen: KautSky hatte, wie'erinnerlich, die Erfüllung gewisser Vor- bedingungen für die Verstaatlichung für nötig erklärt und dann auf die Forderung von Maximal p r e i's e n für Kohle und von Minimal löhnen bei achtstündiger Arbeitszeit für die Bergarbeiter verwiesen._ Vevsammlungett. Sscinles. Das kgl. bayrische Ministerium deS Innern zeigt sich recht mangelhaft unterrichtet über den gesetzlichen Zustand hinsichtlich deS ReichStagS-Wahlrechts. In der von dieser Behörde verfaßten An- leitung für die Volkszählung, die den Zählbogcn für Bayern aufgedruckt ist, findet sich, wie die„Fränkische Tagespost" berichtet, der Satz: Eine Partciverfammlung des sechsten Wahlkreises tagte am Dienstag im Kösliner Hof. Auf der Tagesordnung stand die wegen der ReichstagSwahl bis jetzt zurückgestellte Abrechnung der Vertrauensleute. Dieselbe erstattete Genosse P f a r r für Moabit: Einschließlich eines Bestands am 1. April von 1672,81 M. betrugen die Einnahmen 3434,82 M. An den Parteivorstand sind 2834,63 M abgeliefert. Genosse Raschle, Vertrauensmann für Gesundbrunnen und Rosenthaler Vorstadt, hatte eine Einnahme von 7449.04 M.(dar unter 1 083.90 M. Bestand am I.April), eine Ausgabe von 7380,08 M. sdar- unter 64S0 M. abgeliefert). Der gegenwärtige Bestand beträgt 68,98 M. Genosse Wünsch verzeichnet für die Schönhauser Vorstadt eine Ein- nähme von 6485,73 M. sBestand am 1. April 1408,45 M.), eine Ausgabe von 6484,71 M. sabgeliefert 6050 M.), bleibt Bestand 1,02 M Genosse E r n st. Vertrauensmann für Wcdding und Oranienburger Vorstadt, hatte eine Einnahme von 8682,03 M. lBestand am I.April 1945.28 M.), die Ausgaben betrugen 8184,30 M. sabgeliefert sind 7294 M.), der Bestand' beträgt 497,18 M. Ernst gab einen kurzen Ueberblick über die Parteigeschäfte des ganze» Kreises und teilte mit, daß der Wahlverein im verflossenen Halbjahr einen Zuschuß von 6600 M. gegeben habe, die für die Agitation und die ReichStagsivahl verwandt tvorden seien.— Ohne Debatte wurde den Vertrauensleuten einstinimig Decharge erteilt. Zu Revisoren wurden gewühlt: Freythaler', Kunz und R H.P p. Nachdem hierauf G r a s h o l d über die Thätigkeit der Agitntionskomnnssion für die Provinz Brandenburg Bericht erstattet hätte, erteilte ihm die Versanmilung Decharge. An den Bericht der Lokalkommission, den Genosse Kaiser er- stattete, knüpfte sich eine Diskussion über einzelne Lokale deS Kreises. Genosse Leid berichtete über die Thätigkeit der Preß kommission. Er schloß mit der Bemerkung: Mit der Haltung des „Vorwärts" könne man im großen und ganzen zufrieden sein. Der erste Diskussionsredner sprach sich unter allgemeiner Zustimmung unßbilligend darüber ans, daß der„Vorwärts" mehr als irgend eine andre Zeitung Frenidivörter und fremdsprachliche Citatc anwende, ohne dieselben zu verdeutschen. Ein andrer Redner hielt die Ver- öffentlichnng von Lotterielisten und-Anzeigen durch den„Vorwärts" nicht für angebracht, ferner meinte er, daß die Annoncen im„Arbeits markt" die Arbeitsnachweise der Gewerkschaften schädigen und deshalb zurückgewiesen werden müßten. Kiesel meinte, daß die Wünsche des Vor redners, wie die Verbältnisse heute nun einmal liegen, nicht verwirklicht werden können. Ein fernerer Redner beklagte sich darüber, daß der Plan, den„Vorwärts" in Parteiregie drucken zu lassen, den Genossen nicht zur Beratung unterbreitet worden sei. Er» st enviderte darauf, das werde geschehen, sobald der Plan greifbare Gestalt angenommen habe. Nach einem Schlußwort des Genossen Leid war die Bericht erstattung erledigt. Dann wurden folgende Wahlen vollzogen: Vertrauensleute: Wünsch(Schönhauser Vorstadt), Raschke(Rosenthaler Vorstadt und Gesnndbrnnnen), August Hinze(Wedding und Oranienburger Vorstadt), Pfarr(Moabit). Ag it a ti o n s- K o m mi s s i o n: Kiesel und Schmidt. L o k a l- K o m m i s s i o n: R i ß m a n n, W i tz e l, W e g n e r, Dargatz. Preß-Kom Mission: Freythaler und Leid. Hierauf hielt Reichstagsabgeordneter Ledebour einen beifällig aufgenommenen Vorirag. Er beleuchtete daS Auftreten des Grafen Bülow im Reichstag bei Gelegenheit der Chinadebatte und der Be- sprcchung der 12 000 Mark-Affaire. Zwischen diesen beiden Vor- gängen— so schloß der Redner—: der unberechtigten Ausgabe von 153 Millionen für das volksschädliche China-Abentener und der un- berechtigten Einnahnie von 12 000 Mark, die heimlich zu einer arbeiterfeindlichen Agitation seitens einer Rcichsbehörde ausgegeben worden sind, bestehe ein Zusamnienhang. Beide Vorgänge seien ein Ausdruck des heutigen Systenis: Begünstigung der wirtschaftlichen Ausbeutung der Arbeiter und politische Entrechtung des Volks, eines Systems, gegen das nur allein die Socialdemokratie den Kampf führt. Die Bäcker hielten am Dienstagnachmittag eine gut besuchte öffentliche Versammlung in der Wcberstr. 17 ab. Der Referent Schneider beleuchtete die Lage im Bäckergewcrbe, sowie die Bestrebungen zur Verschlechterung des Maximolarbeitstags. Ter Redner faßte seine Ausführungen in folgender Resolution zusammen: Die Bäcker von Berlin und Unigegend erblicken in der Umwandlung des Maximalarbeitstags in eine zehnstündige Maximalruhezeit eine schwere Schädigung ihrer Interessen, da eine solche Umwandlung derAuf- Hebung des Maximalarbeitstags gleichkommt. Die Versammlung ist der Meinung, daß seit dem Bestehen der Bundesrats- Verordnung voin 4. März 1896 eine Schädigung sowohl des gesamten Gewerbes, als auch einzelner Betriebe sich nirgends ergeben hat. Dagegen hat sich die Zahl der selbständigen Bäckermeister in den letzten 4'/z Jahren ständig vermehrt und ist der Wohlstand des gcsanilen Stands ge- stiegen. Für eine Verlängerung der täglichen Arbeitszeit� liegt um so weniger Veranlassung vor, als dieselbe nur allein den Großbetrieben zu gute konnut. die kleinen Betriebe, besonders aber die Anfänger, dadurch schwer geschädigt werden würden. Die Versammlung ist der Ansicht. daß die tägliche Arbeitszeit nicht verlängert, sondern verkürzt werden muß, sowie, daß Vorschriften erlassen werden, welche die Gesundheit und Reinlichkeit in den Bäckereien gewährleisten. Die Versammlung erklärt es als Pflicht der Lohnkonnniision sowie der Organisationen, alle Vorbereitungen zn treffen, um auf alle Fälle gerüsiet zu sein. Ferner fordert die Versammlung die Innungen auf. ihre vor dem EinigungSamt am 13. Juni gegebenen Versprechungen zu erfüllen und sofort mit den GesellcnouSschüssen deshalb in Verhandlung zu treten.— Ter letzte PassuS bezieht sich auf das Versprechen. Erhebungen über die Abschaffung des Kost- und Logisivesens zu veranstalten, was— wie der Referent ausführte— �rrotz Anregung seitens der Gesellen bis jetzt nicht geschehen ist. geladenen beiden Obermeister waren Diskussion, die sich im Sinne des Siesolution einstimmig angenomnien. Charlottenburg. In einer gut besuchten Mitglicderversamm- lung des socialdemokratischen Wahlvereins für Teltow-Beeskow- Storkow-Charlottenburg sprach Donnerstagabend der Reichstags- Abgeordnete Schippe! unter großem Beifall über:„Die Wand- lun'gen der deutschen Handelspolitik im 19. Jahrhundert". In der sich an den Vortrag anschließende» Diskussion richtete B a a t e an den Referenten die Frage, was für Gründe wohl dafür maßgebend waren, daß die kleinen süddeutschen Bauern die Fordeningen de§ Bunds der Landwirte zu den ihrigen machten. Schipp el meint, die kleinen Bauern wären von jeher schutzzöllnerisch gewesen und daher wohl ihr Anschluß zu erklären. Görke fordert die Genossen auf, den Kampf gegen die schutzzöllnerischen Be- strebungen durchzuführen bis zum Sieg. In der Landagitation haben wir die Erfahrung gemacht, daß gerade die kleine» Leute, welche ihre Kuh oder ihr Schwein haben, vielfach den Anhang des Bunds der Landwirte bilden. Wir müßten dahin streben, daß wir diese Leute für uns zu gewinnen suchen. Weiter sprachen noch Vogel und P a g e l zur Diskussion. Unter VereinSangelegeuheiten teilte der Kassierer H e n s ch k e mit. daß leider 1S4 Mit- Die zur Versammlung ein« nicht erschienen. Nach kurzer Referats bewegte, wurde die glieder, größtenteils wegen Reste. gestrichen werden mußten. Der jetzige Mitgliederstand beziffert sich auf ca. 830 Mit- glieder, wozu seit' der letzten Generalversammlung noch 88 Neu- aufnahmen gekommen sind. Fenchel bringt noch die für Char- lottenburg brennend gewordene Lokalfrage zur Sprache. Vaake erklärt dazu, daß eine Versammlung staltgefunden hätte, in welcher beschlossen wurde, daß der Vertrauensmann und die Gewerkschaften in dieser Sache in Verbindung treten sollten. Ober-Schöneweide. Am 20. November tagte hier eine von ca. 700 Personen besuchte Volksversammlung. Reichstags-Abgeordneter Rosenow referierte über:„Wohnungsnot und Kohlenwucher". Hierauf hielt Genosse T o st aus Rixdorf einen Vortrag über Konsum- genossenschaftcn. In der sehr heftig sich gestaltenden Diskussion suchten niehrere Redner die Arbeiter vor der Gründung von Konsum- genossenschaften zu warnen. John und T o st traten den Warnern entgegen. Ersterer wandte sich speciell gegen den Ausspruch, daß dann verschiedene Parteigenossen nicht mehr in der Lage seien, sich eine eigene Existenz zu gründen. Schließlich ivurde eine Kommission von zehn Personen gewählt, welche die Agitation für die geplante Gründung betreiben soll._ China. Die Nachgiebigkeit der Khakimächte wird auch durch«ine Korrespondenz des„Morning Leader" anS Washington gemeldet: Sämtliche Großmächte hätten, so heißt eS in dem Berichte, Staatssekretär Hay ihre Zustimmung zu den amerikanischen Vorschlägen zugesagt und mitgeteilt, daß sie kein Ultimatum an China stellen und die Hinrichtung der hohen Würden- tröger nicht verlange ir werden. Auch die von ihnen geforderten Entschädigungssummen würden nicht un erschwing- l i ch sein. Ferner hat nach einem Telegramm aus Ti ent sin die dortige provisorische Regierung, in der Deutschland, Rußland, England, Frankreich, Amerika und Japan vertreten sind, mit Stinnneneiuhcit die S ch I e i f u n g der Stadtmauer und die Ausfüllung des B e s e st i g u n g s g r a b e n s von Tientsi» beschlossen. Eine kleine französische Pachtung melden Londoner Blätter unterm 27. aus Peking. Die Franzosen hätten in Tientsin Besitz von einem Gebiet ergriffen, welches drei- mal so groß sei. als die gegenwärtige Konzession, und hätten durch öffentlichen Anschlag bekannt gemacht, daß sie dies Gebiet dauernd ihrer Jurisdiktion unterwürfen und daß alle Besitzveränderungen seit dem 17. Juni ungültig seien. Ueber den französisch-englischen Zusammenstoß wird den„Daily News" weiter gemeldet: Dreißig französische Sol- daten haben, wie es heißt, ans Rache für eine frühere Thällichkeit englischer Soldaten gegen einen ihrer Kameraden,� eine An- zahl Engländer angegriffen. Sie forderten die städtische Polizei heraus und griffen Civilpersonen an, wobei sie sich ihrer Bajonnette bedienten und mehrere Personen verwundeten. Es wnrdcn einige Verhaftungen vorgenommen, die militärische Untersuchung ist eingeleitet. Den„TirncS" wird aus Shanghai gemeldet, daß die französischen und englischen Truppen angewiesen sind, sich nicht aus der fran- zöfischen bezw. englischen Niederlassung zu entfernen, bis die schwebenden Unterhandlungen über einen moäus vivendi abgeschlossen sind. Englands Verstimmung gegen Rußland kommt in einem Artikel der„Morning Post" zu äußerst scharfem Ausdruck: Die mit britischem Kapital gebaute Eisenbahn in N o r d- C h i n a, die eine legitime Konzession seitens der chinesischen Regierung und der Gegenstand eines Abkommens mit der russischen' Regierung sei, sei von russischen Truppen als russische Bahn in Besitz genommen worden. ES sei zu wünschen, daß beim Zusammentritt deS Parla- meuts darüber Aufklärung erteilt werde. Das russische Vorgehen sei eine ebenso flagrante Ver- letz u' ng des Völkerrechts wie die der Chinesen. die die Truppen zu rächen hätte», und es sei kein ersichtlicher Grund vorhanden, weshalb die britischen Truppen die Russen gegen die Chinesen nnd nicht die Chinesen gegen die' Russen unterstützten. Jedenfalls müsse bei dikser Gelegenheit reiner Tisch gemacht werden. Die prächtige Einigkeit!— Letzte Meldungen. Berlin, 23. November.(W. T. B.) Feldmarschall Graf Waldersee meldet au§ Peking vom 27. November:„Die zahlreichen von allen Rationen unternommenen Streifzüge scheinen allmählich die gewünschte Beruhigung des Landes herbeizuführen. Häufig bitten abgelegene Dörfer um Schutz der Truppen gegen Boxer. Peking, 27. November. Eine deutsche Militärbehörde hatte die Beschlagnahme des mit angeblich chinesischem Tclegraphenmaterial bcladencn, unter englischer Flagge fahrenden Dampfers„Irene" der China Merchant Line veranlaßt und dem Gencralfeldmarschall Grafen Waldersee Meldung davon erstattet. Der Feldmarschall hat aber die Maßregel sofort amtlich rückgängig gemacht. Uetztv Ms�xvirszkett und Vrpep�en» Solingen, 28. November.(Privatdepesche des„Vorwärts".) Bei der heutigen Statdverordneten-Wahl erzielten in der dritten Ab- teilung unsere Genoffen die höchste Stimmenzahl. Es hat Stichwahl mit der Bürgcrpartei stattzufinden. Schumacher und seine Freunde erlitten Niederlage._ Krüger. PariS, 28. November. BonapartiSmus und zur bürgerlichen Republik ver- halfen haben, so haben die Franzosen vor uns, die wir in einem Mischmasch von Halbfeudalismus und vonapartis- mus stecken, den Vorteil, die Form bereits zu besitzen, in der der Kampf ausgekämpft werden muß. und die wir unS erst erobern müssen. Sie sind uns um eine ganze Epoche politisch voraus. Eine monarchische Restauration in Frank- reich müßte also zur Folge haben, daß der Kampf um die Wider- Herstellung der bürgerlichen Republik wieder auf die Tages- ordnung käme; Fortdauer der Republik bedeutet dagegen steigende Verschärfung des direkten unverhüllten Klassenkanipfs von Prole- tariat und Bourgeoisie bis zur Krisis." Fr. Engels. »« » Soweit die Briefausziige, wie in der französichen Ausgabe, so sehe auch hier von jedem weiteren Kommentar zu ihnen ab. Daß ich nicht alle Folgerungen unterschreibe, die Engels aus den Grund- anschauungen zog. auf denen die obigen Entwickelungen beruhen, ist bekannt. Es erscheint mir daher ebenso wenig nötig wie passend, dies hier noch im einzelnen festzustellen. Die Grundanschanungen selbst aber bedürfen keiner Erläuterung. So bleibe eS den Lesern über- laffen, daS bleibend Wertvolle dieser Briefe aus ihnen selbst zu würdigen. Cd. Bernstein. Mendel hat sich durchaus nicht immer der Presse gegenüber so ablehnend verhalten, wie gestern, er hat es vielmehr nicht verschmäht. höchstselbst direkt und indirekt an hiesige Blätter heranzutreten und um Aufnahme von Artikeln zu bitten, hie im Geiste.wohlwollender Objektivität" gehalten sein sollten. Auch von der Dankbarkeit, die Herr Sternberg für die geringste ihm erwiesene Frcnndlichkeit fühle, hat er gesprochen— immer in Bezug auf Zeitungsartikel." Die Enthiillunget», welche im Verlauf des Verfahren? gegen Sternbcrg über das M a s s e n s e n iv e s e n gemacht worden sind, haben die Polizei angeblich zu energischen Maßregeln gegen die Auswüchse dieses GcwerbS veranlaßt. Es ist eigens ein Kommissariat zur Uebcrwachung und zur Kontrolle der Masseusen eingerichtet worden, denn die Behörde ist der lleberzeugung, daß in sehr vielen Fällen das von weiblichen Personen ausgeübte Massieren nur als Deckmantel für gewcrbs- niäßige � Unzucht und Kuppelei benutzt ivird. Porläufig steht dieser neugeschaffenen Abteilung ein Krimiualwachtmeister vor. Später wird dieselbe wahrscheinlich Herrn v. Tresckolv unterstellt. Namentlich will man jene berüchtigten Schlepperinnen, die, oft in sehr ehrbarem Gewände, niiuderjährige Mädchen anlocken und an verrufene Orte führen, systematisch verfolgen. Das er- Siebigste Arbeitsfeld dieser Personen ist bekanntlich die Friedrich- a d t. Da solche Siblepperiiinen. wenn sie sich beobachtet glauben, erfahrungsmäßig in die nächste Droschke springen und nach einer längere» Kreuz- und Oucrfahrt in einem andren Stadtteil aus- steigen, so werden, wie ein Berichterstatter mitteilt, um die Ver- folgung zu erleichtern, der„Masscusen-Abteilung" einige radelnde Beamte beigegeben werden. Eilte Zurechtweisung. Daß nicht all« Hausbesitzer nach den Grundsätzen handeln, welche in der kindermörderischen Poesie des Grundbesitzer-BereiuS„Fraukfurterthor-Bezirk" festgelegt sind, be- weist eine Mitteilung des Hauswirts H. am Weidenweg. Dieser Herr hat an die„Allg. Haus- und Gruudbesitzer-Zcituug" folgendes Schreiben gerichtet: .Geehrter Herr Nedacteur I In Bezug auf die Kritik, die der „Vorwärts" und andre Blätter— �hrer Angabe nach— an dem Festlicde geübt haben, welches auf dem Stiftuugs- feste des Grundbesitzer-VereinS„Frankfurtcrthor-Bczirk" am 18. d. M. gesungen ist, haben Sie sich in Ihrer Nr. 22S erlaubt, zu Gericht zu sitzen. Sie glauben dieses Lied und seine Sänger freisprechen zu können, wenn Sie der Sache den Mantel der Harmlosigkeit um- hangen? Nein— hier giebt es nichts zu bemänteln. Wer sind hier die Hetzer?— Nur diejenigen, die solche in Verse gekleidete Niederträchtigkeiten zu Tage fördern und die'sie gut heißen. Das Publikum hat für solche Auslassungen ein feines Gefühl und weiß sehr wohl, daß, weS das Herz voll ist, der Mund überläuft; es kennt auch den alten Spruch:„in vinv veritas*. .Wenn also Zeitungen in bezug auf einen VerS qu. Lieds von Gemütsroheit, Gemeinheit, Boxerpoesie zc. sprechen, so find diese Bezeichnungen für solches.Dichtwerk" nur am Platze.— Ich selbst bin Mitglied dieses Vereins, habe aber aus gewissen Gründen dem Fest nicht heigewohnt, andernfalls ich sicher gegen Kundgebungen so bodenlos intoleranter Natur Einspruch erhoben Hütte. Indem ich Ihnen hiermit zu wissen thun wollte, daß nicht alle Hausbesitzer in dasselbe Horn blasen, zeichne zc."— Uns soll verlangen, ob dieS Schreiben in der„Grundbesitzer- Zeitung" abgedruckt wird und ob in diesem Fall der Absender den in solchen Fällen üblichen Nüffel wegen Verletzung der Standes- iuteressen appliziert erhält. Die Mitglieder der städtischen VerikehrS-Depntatton be- sichtigten am heutigen Mittwoch die Baustellen der elektrischen H o ch- un d U n t e rg run d b a h n. Auch Bürgermeister Brink- mann war erschienen, dem bekanntlich das Decernat der städtischen Berkehrs-Angelegenheiten zugeteilt Iverdcn soll. Zunächst wurden die interessanten FundieruugSarbeitcn auf dem Potsdamer Platz so- wie die Unterpflasterbahn-Strccke in der Kötyencrstraße mit der an- schließenden Rampe besichtigt. Die aus 23 Personen bestehende Ge- fellschaft machte später vom Schlesischen Bahnhof nach der Haltestelle Prinzenstraße eine Probefahrt auf der Hochbahn. Ueber den ehemaligen RegierungSreferendar Dr. Tchrödcr, dessen Name im Harmloseuprozeß auftauchte, berichtet das„Kleine Journal": Zuerst begann seine Thätiqkeit, als die„Harmlosen" nach im Victoria-Hotel tagten; dies war Mitte der Wer Jahre, und dort wurde er auch eines Tages vom Fürsten S. lind einem Herrn v. Z. beim Betrügen abgefaßt. Er gestand alles ein und mußt« einen Revers unterschreiben, in dem er sein Ehrenwort gab, n i e mehr zuspiele». Rur unter dieser Bedingung verzichteten die Herren auf weitere Schritte, und so blieb Herr Schröder nach außen hin Ehrenmann und Reserveoffizier. Das Ehrenwort genierte den Reserveoffizier jedoch wenig, denn wie das Blatt weiter bcrickitet, hat er in den vornehmen Klubs vou Heiligcndamm, Badeu-Baden und Homburg seine Standesgenossen tapfer weiter gerupft. Auch alS Dr. Schröder ein zweites Mal abgefaßt wurde, hat man ihn laufe» lassen. Jetzt soll er in Amerika sein. Der Polizeipräsident hat die städtische Schul deputation ersucht, folgende Mahnung durch Lehrer und Lehrerinnen an die Berliner Schuljugend richten zu lassen:„Mit Rücksicht auf die vielfachen S t r a ß e nb a h n- ll u f ä I l e, die sich besonder« in den Monaten Juli und August d. I. während der Ferien ereignet haben, wird ersucht, die Kinder eindringlichst auf die Gefahren deS elektrischen Betriebs aufmerksam zu machen. Da die schweren Motor- wagen sich naturgemäß nicht so leicht bremsen lasten wie die Pferde- bahnwagen, so muß beim Uebcrschreiten der Geleise eine erhöhte Vorsicht' beobachtet werden, und namentlich darf nicht außer acht ge- lassen Iverden, daß entgegenkommende Wagen leicht durch andre verdeckt werden. Vor dem Ans- und Abspringe» während der Fahrt, dem leichtsinnigen Laufen über die Schienen angesichts der herannahenden Motorwage» und vor dem Nebenher» laufen ist ganz besonders dringlich zu warnen. Es ist vorgekommen, daß Kinder dabei zu Falle kamen, unter die Wagen gerieten und schwere Verletzungen erlitten, die in mehreren Fällen den qualvollen Tod der Betroffenen herbeiführten." Zur Beruhigung der Bevölkerung würde es wesentlich beitragen, wenn der Polizeipräsident in der Lage wäre, auch einmal eine Per- fügung an die S t r a ß e n b ajh n- D i r ek t i o n bekannt zu geben, in der er diese anweist, durch Einstellung kundiger Fahrer, Ein- fchränlung der weit über das Maß des Verantwortlichen hinaus» Hebenden Ausnutzung des Personals, Ausschaltung der„Mordlvagen" und ähnliche Maßnahmen den Charakter der Gemcingefährlichkeit von ihrem Unternehmen abzustreifen. Abermals ein Opfer der..Großen". Vom einem elektri- scheu Straßenbahnwagen totgefahren wurde in der vergangenen Nacht im Tiergarten der Kaufmann Max Kalbow aus der Pfalz- lburgerstr. B zu Wilmersdorf. Kalbow wollte gegen Mitternacht an der Ecke der Klopft ockftraße die Charlottenburger Chanssee über- schreiten und glaubte vor dem Straßenbahnwagen Nr. 21 der Linie Charlottenburg— Kupfergraben, der nach Charlottenburg zu fuhr, noch vorüberkommen zu können. Dieser Versuch mißlang, da die Wagen im Tiergarten sehr schnell zu fahren pflegen. Der Führer gab wiederholt mit der Glocke das Warnungszeichen und bremste auch, konnte aber den Wagen nicht mehr rechtzeitig zum Stehen bringen. Kalbow erhielt einen heftigen Stoß, flog beiseite und konnte sich nicht mehr erheb en. Nach kurzer Zeit war er tot. TaS Jubiläum des 125jährigen Bestehens feierte bekanntlich vorgestern die Eisenwarenfirma Ravens Söhne. Hierzu schreibt man uns von getverkschaftlicher Seite: Anläßlich des Jubiläums heben bürgerliche Blätter in langen Tiraden hervor, daß der Chef der Firma die Summe von 150(XX) M. als Unterstützungsfonds für die Angestellten seines Geschäfts gespendet und außerdem jedem An- gestellten ein volles Monatsgehalt ausgezahlt habe. Nur schade, daß der Revers der Medaille etwas anders aussieht. Tie bei der Firma in Arbeit tretenden Hausdiener erhalten einen Wochenlohn von 18 M. bei 12- bis llstündiger Arbeitszeit. Wie mag eS dem finischer-Veteran Lindemeyer zu Mute gewesen sein, als ihn, den Mann, der 42 Jahre der Firma treu gedient, auf dem Jubiläumsfest die Frau Kommerzienrat Ravens zum Tanz engagierte und er dabei an seinen nach 42jähriger Thätigkeit errungenen Wochenlohn von 21 M. dachte? Für den Nennuhr-GeschäftSschlnst haben sich in einer kürzlich abgehaltenen Versammlung auch die Barbiere des 15. Jnmmgs- bezirks sSüdosten) erklärt. Ans akademischen Kreise« eichalten wir folgenden Aufnif Am 7. Dezember beginnen die Wahlen zum Direktorium der akademischen Lesehalle. Wahlberechtigt ist jeder im- matrikulierte Student, der bis Freitagabend 8! Uhr Semester- resp. Jahresmitglied der Lesehalle geworden ist. Alle Studenten von energisch freiheitlicher und socialer Gesinnung werden dringend ersucht, sofort beizutreten. Kommilitonen, benutzt diese bedeutsamste Gelegenheit im studentischen Leben, um gegen jegliche Verhetzung und Gesinnungs- schwäche Protest einzulegen I Die Generale. Minister und höheren Beamten sind bei der Stadtvcrordnetenwahl am DienStag den Einschüchterungsversiichen des„RcichSboten" zum Trotz mannhaft geblieben. Bei der Stich- wähl im vierten Wahlbezirk II. Abteilung haben die Konservativen den Ausschlag zu Gunsten des Kandidaten der rechtsliberalen Parteien gegeben. Für diesen stimmten 42 höhere Beamte, Oberste, Generale:c. Auch Herr Kultusmiiiister a. D. Bosse gab seine Stimme für Kühl- mann ab. Für K. stimmten auch fast alle in jenem Bezirk wohnenden Börsenbesucher, die in der vorigen Wahl für Kampffmeyer oder Cohn ihre Stimme abgegeben hatten. Das elektrische Signalsystem der Stadtbahn, das schon seit sechs Jahren in Anwendung ist und sich in dieser Zeit ganz vor- züglich bewährt hat, hat in dieiem Monat kurz hintereinander zwei- mal den Dien st versagt und dadurch zu bedeutenden Be- triebsstörnngen Beranlassnng gegeben. In dem ersteren Falle am 15. d. Mts. versagte auf dem Schlesischen Bahnhof die Signal- Vorrichtung insofern, als beim Umschatten der Weichen daS„Halt- zeichen" sich nicht veränderte und das Einfahrtsgeleise freigab. Infolge- dessen war der gesamte Stadtbahnvcrkehr in der Richtung Westend- Scklesischer Bahnhof für eine Stunde völlig unterbrochen. Der vor- gestrige Unglücksfall am Bahnhof Tiergarten wurde dadurch hervor- gerufen, daß trotz ordnungsgemäßer Umschaltung auf der Block- ftation des Bahnhofs das an der Altonaerstraße befindliche Signal auf„Geleise frei" stehen blieb. Eine sorgfältige Untersuchung der Kraftkabel hat einen Defekt an diesen nicht ergeben, und es ist daher nur anzunehmen, daß das Versagen des elektrischen SignalsysteniS durch unbekannte elektro-magnetifche Einflüsse hervorgerufen worden ist. Einen Beamten trifft bei diesem Vorlomimus keine Schuld. Die Große Berliner soll in der gestrigen DireftionSfitzung daS»M o natsabonnement vom 1. Januar ab auf S M. festgesetzt haben. Ein Abonnement für alle Linien, das bisher auf 26 M. zn stehen kam, soll fortan 15 M. kosten. Tie Missionarin. Eine unliebsame Bcgegmmg hatte vor einigen Tagen eine junge Dame, Fräulein P., als sie Unter den Linden spazieren ging. Ein ihr entgegenkommender Herr faßte sie scharf ins Auge und rief dann einen Schutzmann herbei, den er ersuchte, sie zu verhaften. Die junge Dame habe vor zwei Jahren in einem Hotel in Magdeburg, in ivclchem er damals Oberkellner tvar, logiert und sei damals mit Hinterlassung einer nicht mibe- trächtlichcn Schuld heimlich davon gegangen. Auf der Wache gab die Sistierte zu, mit der bezeichneten Person identisch zu sein, worauf sie ins UntersnchuiigSgcfängniS überführt wurde. Sie hat den Rechtsanwalt Dr. Schwindt mit ihrer Verteidigung beauftragt und will unter Beweis stellen, baß sie damals vor ihrer Einberufung nach Südafrika als M i s s i o n a r i n stand. Wäre diese erfolgt, so würde sie auch die Mittel erhalten haben, um ihren Berpflichtnngen nachzukommen. Leider habe sie sich in beiden Punkten verrechnet. Eine betrügerische Abficht habe ihr fem gelegen. Eine neue städtische Lesehalle, die sechste, wird Anfang Dezember eröffnet. Sie ist in dem Erdgeschoß des Lehrer-Wohn- Hauses der Doppel-Gemeindeschnle in der Rostockerstraße untergebracht. Mit der Lesehalle wird eine neu zu eröffnende Voltsbibliothek, die 28., verbunden. Eine neue städtische Volksbibliothek war seit 8 Jahren nicht mehr errichtet worden. Die letzte wnrde im Februar 1892 eröffnet. Pom Feiiermelder der Reichöbank aus wnrde die Feuer- wehr Mittlvochabcnd 5 Uhr alarmiert, was zu dem Gerüchte Anlaß gab, daß dort größeres Feuer ausgebrochen sein müsse, da durch eine zweite Meldung Dampsspritzen nachbcordcrt wurden. In Wirklichkeit aber war in dem der Reichsbank gegenüberliegende» Koiifektions-Kaufhanse von D. Levin Fcuemff laut geworden, worauf ein Angestellter nach der Reichsbank stürmte und den dortigen Feuermelder zog. Die Wehr fand jedoch keine Veranlassung zum Eingreifen, da keine Gefahr vorlog. Angeblich soll ein An- gestellter des Geschäfts in dem oberen Verkaufsraum ein»och glimmendes Streichholz weggeworfen haben, und darauf der Feuer- ruf zurückzuführen sein. Die ziveite Alarmienina war undeutlich ge- wesrn, weshalb sämtliche Melder der Linie durch die Züge 17 und 18 abgefahren werden mußten.— Ein größerer Fabritbrand tvar Mittwoch ftüh Pctcrsburgcrftr. 86 in einer Tischlerei ausgebrochen, zu dessen Bewältigung zwei Rohre längere Zeit Wasser zu geben hatten. Et» durchgehendes Droschkenpfcrd richtete am Mittwoch- nachmittag auf dem Alexanderplatz Unheil an. Als der Kutscher dem Pferde auf dem Halteplatz den Fnttersack un, hängte, scheute es und ging durch. Vor dem Hause Alcxanderstr. 63 lief das Tier mit dem Wagen auf den Biirgersteig. Eine Frau, die gerade an jener Stelle war, rettete sich»och, indem sie in den Thorweg eines Hauses sprang, ein zwölfjähriger ArbcitSbursche dagegen geriet unter das Pferd und zog sich mehrere Verletzungen und eine leichte Gehirn- erschütterung zu. Er mußte durch die Unfallstation X in der Alten Schützcnstraße in ein Krankenhaus gebracht werden. Ei» doppeltes Unglück hat den 62 Jahre alten Kaufmann Albert B r ä ck aus der Memclerstr. 23 in den Tod getrieben. Der Mann kam vor zwei Jahren auS Pommern nach Berlin und machte in der Frankfurter Allee 73a ein Cigarrengefchäft auf. Damit hatte er jedoch kein Glück. Im Juli dieses Jahres mußte er das Geschäft wieder schließen, nachdem er darin sein Geld zugesetzt hatte. Zu diesem Mißerfolg kam»och. daß der 20 Jahre alte Sohn schwer ver« unglückte. Der junge Mann wurde am zweiten Pfingstfeiertage auf dem Alexanderplatz von einem elektrischen Straßenbahnwagen überfahren und schwer verletzt. Ein Arm mußte ihm im Kranken- hause abgenommen werden. Der Verunglückte hat nun auch keinen Erwerb»icbr und liegt wegen der Entschädigung mit der Straßen- bahn-Geselltchaft noch in Klage. Diese Berhältnisse haben den alten Mann wohl zur Verzweiflung gebracht. AI« der Sohn gestern abend um 8>/4 Uhr von einem Ausgange nach Hause kam, fand er seinen Vater tot auf dem Sofa liegen. Er hatte Gift ge- nommen. Gaslicht»der elektrisches Licht 1 Der elektrotechnische Verein verhandelte am Dienstagabend unter Vorsitz des Staatssekretärs v. PodbielSki über die Einführung elektrischer Beleuchtung in den Eisenbahnwagen nach einem Vortrag des Ingenieurs Max Büttner. Dieser knüpfte an daS Offenbachcr große Unglück an und gab dabei der Fettgasbelenchtung schuld an der Furchtbarkeit der Katastrophe, und zwar im Anschluß an die bisherigen Berichte, ohne der Untersuchung irgendwie vorgreifen zu wollen. Deutschland habe in der Entwicklung der elektrischen Beleuchtung auf den Eisenbahnen so gut wie gar nichts getban, während in andren Ländern daS elektrisch« Licht längst eingeführt 'ei. Die preußische Eisenbahnverwaltimg sei durch die von Jul. Pintsch erfundene Beleuchtmig durch Mischgas(25 Proz. Acetylen mit Fettgas), das eine dreifache Helligkeit des Fettgases biete, wahrschein- lich von weiteren Versuchen mit elektrischem Licht abgelenkt worden. WaS die Kostenfrage angehe, so stelle sich elektrisches Licht auch gleichwertig neben die'Mischgasbeleuchtung, es ergebe sich mit Amortisations-, Anlage-, Unterhaltungskosten die Lampenstunde, wie bei Mischgas, auf 2,55 Pf. Es komme also nur die erste Anlage mit etwa 25 Millionen Mark in Frage, was gegenüber der Frage der Sicherheit nicht zu hoch erscheine. Die vom Borsitzenden ans- gesprochene Bitte, das Offenbacher Eisenbahnunglück und die Stellung der preußischen Eisenhahnverwaltung zu der Frage aus der Dis- kussion fernzuhalten, konnten die Redner, wie sich zeigte nicht erfüllen; immer blieb jenes mit im Vordergründe der Besprechung. Eisenbahndirektor Garbe und ein andrer äugen- scheiulich gleichfalls der preußischen Eisenbahnverwallung zn- gehörender' Redner vertraten entschieden die.Ungcfährlichkeit des Mischgases, was ausgedehnte Versuche mizweiselhaft dargethan hätten. Der erste Redner schob die Schuld vornehmlich auf die Lokomotivgase und die Gegenwart der in kleinste Teilchen zcr- splitterten' und zerrissenen Materialien, aus denen die v- Wagen hergestellt seien. Der zweite Redner rechtfertigte auch nach der technischen und wirtschaftlichen Seite die Misch- gasbeleuchtung. Ingenieur G e r d e s von der Firma Pintsch trat ebenfalls dafür ein und stellte die elektrische Waggonbeleuchtung als noch nicht reif zur allgemeinen Einführung hin. Sehr drastisch trat auch Geh.-Rath Pintsch selbst für Mischgas ein, das er ebenfalls ans Grund eingehender Persuche als völlig ungefährlich hinstellte, indem er hinzufügte,„das Mischgas explodiere allein im Gehirn der Reporter", Für das elektrische Licht erklärte sich Prof. Wedding, indem er meinte, er sitze bei 60-70 Kilometer Geschivindigkeit lieber auf Accnmulatoren als auf Gasbehältern mit 6 Atmosphären Spannung. Staatssekretär v. P o d b i e lö ki erklärte, die Reichs- Postvcrwaltung habe mit der Accumulatorenbeleuchtung seit 1392 nur gute Erfahrungen gemacht. Im CirknS Busch wird heute daS Manegeschaustück„Die eiserne Maske" zum erstenmal aufgeführt. Infolge anonymer Denunziationeu war die Aufführung des Stücks von einem Polizei- lichen Verbot bedroht. Eine Falkenjagd, die zur Darstellung kommt, sollte gefährlich sein. In einer Probevorstcllung überzeugte die Polizei' sich davon, daß die Denunziation grundlos war. Theater. Das Schiller-Theater bringt heute die erste Auffüh- nmg von„Ephraims Breite" Schauspiel m b Akten von Carl Haupt- mann.— Im Specialitätenprogramm des Apollo-Theaters tritt mit dem 1. Dezember ein völliger Programmwechsel ein.— Im Passage- Theater wird vom 1. Dezember ab Gertrud Barrison auftreten.— Das Thalia-Theater bleibt heute Donnerstag geschlossen. Morgen Freitag geht ntmmebr die neue Ansstattungsposte„Amor von Heute" in Scene._ Gevichks Leitung. Der Prozeß v. KriegShelm beschäftigt in der neuen Auflage seit Montag die 3. Straflammer des Landgerichts I. Der Hauptangeklagte ist der ehemalige Bank- direktor Erich Gottfried Leo v. K r i e g s h e i m, der sich seit dem 1. Juli 1898 in IliitersnchnngShast befindet. Neben ihm haben sich noch der Agent Arthur Johannes W i ß m a n n und in einem Falle der Beihilfe der Versicherungsagent Gustav Jacob zu verantworten. Da letzterer mir in einem Falle in Frage kommt, ist er bis zur Ver« Handlung dieses Falles beurlaubt worden. Den Vorsitz führt Landgenchtsdircktor R ö S l e r, die Anklage vertritt Staats- anwalt E l l e» d, die Verteidigung führen die Rechtsanwälte Dr. Schwindt, Leonh. Fried mann und Morris. Die Dinge, um welche es sich bei diesem langatmigen Prozeß handelt, dürsten im allgemeinen»och bekannt sein. Im wesentlichen stehen die Transaktionen in Frage, die der Angeklagte v. Kriegsheim. mit Hilfe der von ihm begründeten„Internationalen Diskontobank- Gesellschaft mit beschränkter Haftung"« ausgeführt hat. Ueber die Rechtslage, in welche der Prozeß durch das Reichsgerichts-Erkeimtnis gekommen ist, haben wir schon kurz berichtet. In den ersten beiden Tagen drehte sich die Verhandlung im wesentlichen um die allgemeine Ver- nehmnng der Angeklagtelt und um die Erörterung eine? ogenaimten„Kavaltec-FallS". Der Angeklagte hatte zur Behebung der Geldverlegenheit eincS Lieutenants Hennings seine Beihilfe gewährt und soll sich dabei der Un» treue schuldig gemacht haben. Das Reichsgericht hat diesen Teil des Urteile aufgehoben, weil die Thätigkeit deS Angeklagten den- selben als Bevollmächtigten im gesetzlichen Sinne nicht er- scheinen lasse. Die Beweisaufnahme über diesen Punkt fiel nicht zu Ungunsten des Angeklagten aus. Sehr viel Zeit nimmt der Fall Eglofs st ein in Anspruch, der bei der vorigen Verhandlung ztiriickgestellt Wördens ist. Der jetzt 28jährige Graf Claus von und zu Egl offstein, der z. Z. de» Rest einer ihm in einer andren Sache zudiktierten Gefängnis- strafe in Plötzcnsce verbüßt, hat früher einmal zwei Semester Jura in Grcifswald studiert, ist Offizier beim 10. Ulanen-Regiment in Züllichau gewesen und durch allzu flotten Lebenswandel tief in Schulden geraten. Letztere bezifferten sich schließlich auf 150 EOO Mark. Er war damals mit einer vermögenden Dame verlobt und es war sein höchstes Streben, gegenüber den ihn bedrückenden Schuldverbindlichkeiten, sich bis zu seiner Verheiratung über Waffer zu halten. Da schien ihm die Rettung durch Herrn v. KriegSheim z» kommen. Dieser schrieb ihm eines TagS, oaß er zufällig von der verzweifelten Lage des Grafen gehört habe und bot ihm unter HiMvciS auf die Kameradschaft und StandeSgenoflenschast seine Hilfe an. Graf Egloffstein faßte dieses Anerbieten als«ine große Liebensivürdigkeit und als eine Bekundung kameradschaftlichen Jnter» esses mts. Er war damals im Manöver und war sehr dankbar, daß sich jemand mit seinen Angelegenheiten beschäftigte; er hielt es für ein besondres Glück, daß ihm gerade ein Bankdirektor die Hilfe brockte, zumal sich dieser auf seine ähnlichen früheren Ersah- rungen als Offizier berief. Der Zeuge Graf Egloffstein behauptet, daß er ein solches Vertrauen zu v. Kriegsheim gefaßt hatte, daß er sich blindlings alle den Schritten gefügt habe, die dieser bei der Regelung seiner Finanzen für notwendig hielt. Er erteilte ihm eine generelle Vollmacht in der Hoffnung, daß eS dem jenergischen Eingreifen v. Kriegsheiins gelingen würde, durch ein schnelles Anbieten von Barmitteln von der sehr großen Schuldenlast be» deutende Summen herabzudrücken. Für die Ltegulternng der An- gelegenheit sollte er eine Provision von 7500 M. erhalten, wofür ihm Graf Egloffstein Wechsel ausstellte. Außerdem erklärte er sich. da der«ngeilagte ihm in Aussicht stellte, daß seine Geldangelegen- heften schneller und besser erledigt iverden könnten, wenn er M i t- glicd der Internationalen Diskontobank wäre, zu dieser Mitglied» schaff bereit und erwarb 10000 M. Bankanteilscheine gegen Hingabe von Aeeepren in gleicher Höhe. Er behauptet, daß diese ganze Mitglied- schaft mir eine Formsache sein sollte und die Accepte im Depot be- halten werden sollten. Dem Angeklagten wird nun vorgeworfen, daß er nicht nur die 7500 M. ProvisionS-Wechsel schon vor der vollendeten Regulierung, sondern auch die Depotwechsel in KurS ge- setzt habe und dem Grafen daraus unendliche Schwierigkeiten entstanden seien, da die Wechsel gegen ihn eingeklagt wurden, der Arrest auS- gebracht wurde zc. Graf Egloffstein hat dem Angeklagten außerdem 6050 M. bar zur Abfindung von Gläubigern und eine große Meng« von Wechseln, die zum Arrangement verwandt werden sollten, übergeben und behauptet, daß davon mir ganz minimale Beträge zur Ab« tragunq der Schulden Verwendung gefunden hätten. Schließlich ist es zu siarken Differenzen zwischen dem Angeklagten und dem Grafen v. Egloffstein gekommen, ersterer drohte mit Anzeige beim Regimentskommandeur, bezm. dem Militär- Kabinett, dies veranlaßte den Grafen v. Egloffstein. wie er behauptet. seinen Abschied zu nehme» und die Strafanzeige gegen den An» geklagten zu erstatten. Letzterer tritt den Beschuldigungen deS Grafen Egloffstein mit großer Entschiedenheit entgegen und sucht nachzu- weisen, daß er zu allen Transaktionen, die er unternommen habe. voll berechtigt gewesen sei und das Jntercffe des Grafen so gewahrt zu haben meine, wie es bei den überaus verwickelten Perhält- »issen überhaupt möglich war. Die Anllage behauptet, daß er, um nach Erstattung der' Anzeige eine Entschuldigung zu finden, das Debetkonto des Grafen willkürlich mit sehr hohen Posten für Spesen und Unkosten belastet habe. Auch gegen diese Vermutung kämpft der Angeklagte, der ein eminentes advokatorischeS Talents befundet, mit großer Energie. Graf Egloffftein vermag den Schaden,| Brozesses auch noch die notwendigen Auslagen des wafferliebenden| genährte ältere 00-00; d) gering genährte jeben etters 00-00.- Bullen: den er durch den Angeklagten erlitten, ziffernmäßig nicht anzugeben, Pferdefnechts zu bezahlen. a) bollfleischige höchsten Schlachtwerts 00-00; b) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 00-00; c) gering genährte 47-50. Färsen und er steht aber u. a. auch auf dem Standpunkte, daß er ohne das Ver- Fünfzig Bergarbeiter durch schlagende Wetter getötet. Rühe: a) vollfleischige, ausgemästete Härfen höchsten Schlachtwerts 00-00; halten des Angeklagten und ohne seine Drohungen nicht in die Aus Aniche 3( Departement Nord) meldet ein Telegramm: In b) vollfleischige, ausgemäßtete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren Lage gekommen wäre, seinen Abschied zu nehmen. Auch diese Be- dem St. Louis- Schachte der hiesigen Kohlengruben erfolgte eine Gr- 00-00; e) ältere ausgemäftete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere hauptung weist der Angeflagie als irrig zurück und Rechtsanwalt plosion schlagender Wetter, bei der fünfzig Grubenarbeiter ühe mind Färfen 00-00; d) mäßig genährte Kühe und Färfen 47-50; Morris weist darauf hin, daß der Graf inzwischen ja wegen getötet wurden. e) gering genährte Kühe und Färsen 42-45. Stälber: a) feinste Masts Eigentumsvergehens in einer ganz andern Sache zu mehreren tälber( Bollmilchmast) und beste Saugfälber 78-80, b) mittlere Mastfälber Monaten Gefängnis verurteilt worden sei und von seinem und gute Saugfälber 68-72, c) geringe Sangfälber 50-56, d) ältere, gering Schafe: a) Dastlämmer und jüngere Mast: Verbleiben in der Armee schon aus diesem Grund keine Rede sein genährte( Fresser) 38-42. fonnte. Der Graf behauptet dagegen, daß er erst nach dem Scheitern Hammel 62-66, b) ältere Masthammel 50-57, c) mäßig genährte Schafe( Merzscafe) 44-48, d) Colsteiner Niederungsfeiner Hoffnungen, die er auf v. Kriegsheim gesezt hatte, in die Hammel und schafe( Lebendgewicht) 00-00. Schweine: a) vollfleischige der feineren Verhältnisse hineingedrängt worden sei, die ihm seine Strafe einRassen und beren Kreuzungen im Alter bis zut 11 Jahren 55, gebracht haben. Der Fall Egloffftein wird den Gerichtshof noch b) schwerere, 280 Pfd. und darüber( Käfer) 57, c) fleischige 51-53, d) gering entwickelte 46-50, e) Smen 48-50. Für 100 Pfd. mit mehrere Tage beschäftigen. Im ganzen find 50 Zeugen zu vernehmen. Als Sachverständiger wird der gerichtliche Bücherrevisor 20 Proz. Tara. Herr Dört gehört werden, als medizinischer Sachverständiger indah Eingegangene Druckschriften. dem Fall Korb ist von dem Angeklagten der Gerichtsphysikus Dr. Störmer angerufen worden. Donnerstag fällt die Sigung aus. Versammlungen. Aus Pittsburg( Nordamerika) werden heftige, für die jetzige Jahreszeit ganz außergewöhnliche e gengüsse gemeldet, durch welche die Flüsse aus ihren Ufern getreten sind und das Land überschwemmt wurde. Eine ganze Reihe industrieller Betriebe mußte infolgedessen den Betrieb einstellen. Tausende von Arbeitern sind ohne Arbeit und mehrere hundert Familien obdachlos. Der Sachschaden wird auf mehrere hunderttausend Dollar geschätzt. Die Buchbinder nahmen am Montag in einer öffentlichen Wet- Bernstein: Der Londoner Sooliganismus und feine Ursachen. Die Socialistischen Monatshefte"( Administration: Berlin W., Lügowfir. 85a) haben soeben das Dezember Heft ihres 6. Jahrgangs erscheinen lassen. Aus dem Inhalt desselben heben wir hervor: Georg von Vollmar: Zum Fall Millerand.- Mar Schippel: Konsument nnd Produzent. Dr. Conrad Schmidt: Nochmals die Moral. Bölsche: über den Naturalismus- Eduard Ver Dr. Curt Grottewiz: Darwinistische Mythen. Prof. Emile fammlung die Abrechnung vom Streit entgegen. Nach dem von Vandervelde: Staat und Verwaltung. Dr. Georg Müller: Bytomski gegebenen Bericht betrugen die Einnahmen 31 937,96 M., Die deutsche Studentenschaft an der Jahrhundertwende. Anton Asch: die Ausgaben 28 595,56. Es bleibt demnach ein Kassenbestand terz: Die Kohlengräber. Rundschau.( Gewerkschaftsbewegung. von 3642,40 M. An den Bericht knüpfte sich eine lebhafte Debatte. Genossenschaftsbewegung. Rappaport: Lawrows Socialphilofophie. Carring: Das Ge: Mehrere Redner erklärten, daß sie mit den Ergebnissen der Lohn- Oppenheimer: Das Malthussche Bevölkerungsgesetz. wiffen. Goethe im 20. Jahr: Bölfche: Das Liebesleben in der Natur. bewegung, besonders bezüglich der Accordpreife, nicht zufrieden seien. hundert. Ostwald: Vagabonden.)- Der Preis des elegant ausgestatteten Der zweite Punkt der Tagesordnung: Wahl der Vertreter zum Heftes beträgt 50 Pf.; pro Quartal 1,50 m. Bu beziehen durch alle Buch: Tarif- Schiedsgericht, wird auf Beschluß der Versammlung der General- handlungen, Kolporteure und Postanstalten( Post- Beitungs- Katalog Nr. 6961), ferner durch die Expedition der Socialistischen Monatshefte", Berlin W. 35. berfammlung der Zahlstelle überwiesen. ( Bugesandt in offenem oder geschlossenem Couvert.) Darauf giebt M. Hoffmann den Bericht vom Widerstands fonds, dem zu entnehmen ist, daß von den Kollegen aller Branchen in reichlicher Weise beigefteuert worden ist und daß der Fonds eine ansehnliche Höhe erreicht hat. Ein Antrag, 3500 M. der Ortsverwaltung zu überweisen, wird einer nächsten öffentlichen Buch binder Versammlung überwiesen. Marktpreise von Berlin am 27. November 1900 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. D.- Cir. Welzen, gutt 11111182 mittel gering Roggen, gut mittel " " " gering " 15,40 14,60 " 14,50 Potsdam. Eine Volksversammlung, die hier am 22. November tagte, beschäftigte sich mit dem„ Kohlenwucher". Der Referent, Reichstagsabgeordneter Sachse, erntete für seinen instruktiven, von großer Sachkenntnis zeugenden Vortrag reichen Beifall, der sich nach †) Gerfte, gut bem träftigen Schlußwort desselben wiederholte. i wiederholte.eing " Verein für gesundheitsgemäße Erziehung der Jugend. Donbaser, gut nerstag, ben 29. November, abends 81/2 Uhr, im Saale der Ahrendtschen Brauerei, Turmstraße( Moabit), Vortrag des Herrn Dr. Munter über: Die Bedeutung des Badens für die Pflege des Kindes. Dentsche Gesellschaft für ethische Kultur. Freitag, 30. November, abends 8 Uhr, im Bürgerfaal des Rathauses: Vortragsabend. Herr Dr. Jastrow wird über das Thema:" Die gegenwärtige Wohnungsnot und die Mittel zur Abhilfe" sprechen. edoelbaslens asilegs Dermischtes. Mecklenburg! Ein Prozeß, wie er nur in mecklenburgischen Gefilden heranreifen kann, beschäftigte dieser Tage die Straffammer zu Güstrow. Das Büzower Amtsgericht hatte den Knecht Wagner aus Berendshagen wegen Dienstvergehens zu 2 M. Geldstrafe verurteilt, weil er man falle nicht auf den Rüden! trot Verbots mit seinen beiden Pferden so weit in den Teich geritten sei, daß der Bauch der Tiere naß wurde". Selbstverständlich war gegen dies sonderbare Urteil Berufung eingelegt worden und der Verurteilte hatte die Genugthuung, daß das Landgericht die Berufung für begründet er achtete, weil die Handlungsweise des Angeklagten nicht als Dienst vergehen angesehen werden könne. Bater Staat hat nun das zweifelhafte Vergnügen, außer den Kosten dieses denkwürdigen mittel gering Kartoffeln, nette, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg bo. Bauch 1,30 # Schweinefleisch 6,-4, 1,60 1,20 1. 1,60 1,10 Kalbfleisch 1,80 1, " Hammelfleisch 1,60 1, " 2,80 2, 60 Slid 4,80 3, 1 bg 2,20 1, Butter 13,70 Gier 13,60 12,90 Karpfen 15,10 Aale 15, 14,10 16, 1111| 1988||| 29|| I Bander 14,- 13,20 Hechte Nichtstroh Бен 1919 1919-07.32 6,66 Barsche 7,40 5,20 Schleie Erbsen Speisebohnen Linsen 40, 25, 45, 20 Bleie Strebse 70, 30, adlaw Berlauf und Tendenz. Vom Ninderauftrieb blieben ungefähr 40 Stück unverkauft. Der Kälberhandel gestaltete fich ruhig, in geringer Ware schleppend. Bei den Schafen fanden ungefähr 500 Stitch Absatz. Der Schweinemarkt verlief schleppend und wird voraussichtlich nicht ganz geräumt. Witterungsübersicht vom 28. November 1900, morgens 8 the. Stationen Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 5° C. 4° N Stallonen Barometerstand mm Windrigtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 2 bedeckt-13 1 Nebel 251b.bed. 4 aparanda 7639 6 Petersburg 763, 3 Cort 2 bedeckt 3 heiter 758 SSO 2ebel 8 Aberdeen -4 Paris 7409 749 20 1 bedeckt 4woltig 1516. bed. Svinembe. 756 SSO 4Dunst Hamburg 753 SO Berlin 755 SSO Frankf./M. 756 S Mfinchen 752 Wien 3250 Wetter- Proguofe für Donnerstag, den 29. November 1900. Biemlich warm, zeitweise heiter, vielfach wolkig mit etwas Regen und mäßigen südlichen Winden. Berliner Wetterbureaut. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Donnerstag und Freitag von 7-9 1hr abends statt. Dienblag Friedrichsberg. Sie werden die Baugenossenschaft Freie Scholle" meinen, deren Zweck in Bau, Erwerb und Verwaltung von EinfamilienHäusern besteht. Der Geschäftsanteil eines Genossen beträgt 50 M. und fann in wöchentlichen Zahlungen von 50 Pf. erworben werden. Vorsitzender 2,50 140 ift Baumeister Lilienthal, Groß- Lichterfelde, Marthastr. 5. Einen ähnlichen 2,60 1,20 Zweck verfolgt die Berliner Baugenossenschaft" in der die Geschäftsanteile 1,80 1auf 200 M. Lauten. Das Bureau, Steglitzerstr. 19, II, ist vormittags von 1,60 0.80 9-1 Uhr geöffnet. 3,-1,20 1,40 0,80 Hohenzo G. 9. 125. Hohenzollern. M. N. Bevor wir auf Ihre Angelegenheit eingehen, müffen Sie mit per Shot 12, 2,50 Ihrem Namen hervortreten. Anonymnus. Nicht verwendbar. N. L., Hannover. Wir haben Ihre Zuschrift der Fraktion übers mittelt. B. 5. In dieser Allgemeinheit ist es unmöglich, eine Antwort zit wollen. †) frei Wagen und ab Bahn. Produktenmarkt vom 28. November. Auf dem Getreidemarkt war die Haltung anfangs unentschieden. Die Kaufluft wurde gehemmt durch schwache amerikanische Notierungen und durch günstige argentinische Saaten geben und etwas Bestimmtes zu empfehlen. Sie müssen genauer angeben, Hauptet. Roggen wurde etwas billiger angeboten. Späterhin befestigten standsberichte. Weizenlieferungen waren infolgedeffen nur schwach be- über welche Besonderheit, eventuell zu welchem Zwecke Sie sich unterrichten 2. 5. Die Simon und Ella Böhm- Stiftung wird von einem Kirasich beide Brotfrüchte auf Dedungen per Dezember und infolge der Betorium verwaltet, dessen Vorsitzender Stadtrat Mamroth, Rathaus, fürchtung fälteren Wetters. Roggen stellte sich schließlich um 0,50 M. höher Bimmer 50, ist. als gestern, auch Weizen überschritt den gestrigen Schlußstand etwas. Hafer B., Pankow. In Moabit ist Stephanstraße 12 eine Realschule. war fester. Rüböl geschäftslos. 6. S. 12. Solche Adressen können im Briefkasten nicht sämtlich auf: Spiritus. 70er Locofpiritus 30g um 0,10 m. auf 45,70 M. an. geführt werden. Geben Sie an, zu welchem besonderen Zweck fie dienen Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 28. November 1900. Amt sollen. 2232 Kälber, 768 Schafe, 13 026 Echiveine. Bezahlt wurden für 100 Pfund licher Bericht der Direktion. Zum Verkauf standen: 612 Rinder Zwei Dumme. Davon wissen wir nichts. oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mark( beziehungsweise für 1 Pfund in Pf.): Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwertes, höchstens 6 Jahre alt 00-00, b) junge fleischige, nicht aus: gemäftete und ältere ausgemäßtete 00-00; c) mäßig genährte junge und gut Dranienburger- Borkabt. Centralverband der Töpfer Deutschlands Männer- Gesangverein Oranienburger- Borstadt. Todes- Anzeige. Am 27. November, morgens 1 Uhr, starb nach schweren Leiden, unser Vor sigender, der Zimmerer 1 Paul Auras. .0 Ehre seinem Andenken! 190Die Beerdigung findet Sonntag, den 2. Dezember, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Kirchhofs der Sebastian Gemeinde in Reinickendorf aus ftatt. [ 66/8 Der Vorstand. Todes Anzeige. Allen Berwandten, Freunden unb Bekannten die traurige Nachricht, daß unsre liebe Mutter, Schwieger, Groß und Urgroßmutter gun3 anam( Filiale Berlin). Bezirks- Versammlungen: Freitag, den 30. November 1900, abends 6 Uhr, bei Schmidt, Sonntag, den 2. Dezember, nachmittags 2 Uhr, in Weissensee bei Kitzke, Schönstr. 6. Tages Ordnung: Wahl der Bezirksleitung, Gewerkschaftliches. Der Vorstand. M30% Ramler und Swinemünderstraßen- Ece, 196/16 Adtung! Glasschleifer Adtung! Briefkasten der Expedition. 415 Glasmacher. Guido Müller junior, Lauscha. Partei- Speditionen: Gerichtliche Versteigerung. amt Im Auftrage des Konkursverwalters Berlin vierter Wahlkreis O.: Robert Wengels, Große: Herrn Böhme, werde ich Frankfurterstr. 133, of part.-SO.: Frip Thiet, Staligerstr. 35 v. part. Donnerstag, den 29. November 1900, Sechster Wahlkreis( Moabit): Karl Salzwedeler: vorm. 11 Uhr, hierfelbst, Weiden: flrate 8, part, in Vaben. Wedding Oranienburger weg 64, die Bestände der Vorstadt: Gmil Stolzenburg, Wiesenstraße 41/42. Gesund: Otto Kümmelschen Konbrennen: Wilhelm Gaßmann, Grünthalerstr. 65. Rosenthaler Vorstadt und Schönhauser Vorstadt: Kari Mars, Blovekursmasse Acftanien- Alle: 95/96. Charlottenburg: Gustav Scharnberg, Sefenheimerstr. 1, Gde Goethestr., v. 1 Treppe. Deutsch- Wilmers- als: Eisenwaren, Werkzeuge, dorf: Th. filler, Berlinerstr. 132/133, rechter Seitenfl. und W. Nickel Bau- u. Möbelbeschläge, Drechs Augustastr. 3, v. I. Friedrichsberg- Friedrichsfelde: Carl Welt, lerwaren, Regale zc. öffentlich meist Berlin O., Frankfurter Allee 177. Grünan: Engel, Dahmestr. 6. bietend gegen Barzahlung versteigern. Wilh. Bäumler, Apostel Paulusftr. 13, Quergebäude Hochp. Rixdorf: Ofer it ann, Ertſtr. 6.- Schöneberg: Bilb, Baude: Fortschung der Bersteigerung Otto John, Wilhelminenhofstraße 18. Nieder- Schöneweide: findet event, am Freitag, den und alle in den Glasschleifereien beschäft. Personen. Adlershof: Emil Bollmann, Selchowstr. 14. 3. November, vorm. 9 Whr.. Karleber, Freitag, den 30. November, abends 71/2 Uhr: Grosse öffentliche Versammlung für Männer und Frauen Elisabeth Lorenz, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten E. Rosenow über: Die nach schweren Beiden im 78. Lebens: jahr verstorben ist. Tages: Ordnung: politischen Parteien, der Reichstag und die Arbeiterklasse. 2. Das Lohntarif. 3. Verschiedenes. no ben 30. b. 92, nachmittags 3½ lbs. Entgegenkommen des Bunds der Berliner Glasschleiferetbefizer auf unsern Die Beerdigung findet am Freitag, M., Uhr, von der Charité aus, nach dem Charité: firchhof in der Müllerstraße statt. Um stille Teilnahme bittet 0 Otto Bachgänger, im Namen der trauernden Hinterbliebenen.[ 13326 Orts- Krankenkaffe der Sattler und verw. Gewerbe zu Berlin. Montag, den 26. November 1900, berstarb das Mitglied Gustav Zimmer. ( werkstelle Zimmer.) Die Beerdigung findet am Freitag, ben 30. November 1900, nachmittags 31/2 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Luisen- Kirchhofs in Rirdorf aus ftatt. 274/15 anillo G. A ßmann, Rendant. Nachruf. Dienstag, den 27. November, verstarb plöglich unser langjähriges Mitglied der Bahlstelle Friedenau Christian Krüger. Sein Andenken hält in Ehren Vereinigung deutscher Maler. ( Filiale Berlin I.) Die Beerdigung findet Donnerstag, 29, nachm. 2 Uhr, vom Trauerhause, Steglts, Schildhornstr. 86, aus ftatt. Rege Beteiligung erwünscht.[ 125/14 Der Vorstand. J. A.: Joh. Plum. Danksagung. Allen Freunden, Verwandten und Bekannten forte dem Gefangverein Norbwacht" für die rege Beteiligung Bet der Beerotgung unfrer Mutter Groß- und Schrotegermutter 13246 Henriette Abendroth hiermit unfren herzlichen Dank. Adolf, Karl und Paul Abendroth, Stollegen, agitiert für diese Versammlung, erscheine ein jeder, ins besondere die Frauen.d Die Werffiellen von Mathes, Ovik, Bruhns, Grüns, welcher, Krummdeutsch und Hellenthal sind hiermit besonders eingeladen. 13156 Der Einberufer. 110 760 An die Arbeiterschaft Berlins. Grosse Berliner Central- Küche. Unter diesem Titel veröffentlicht Herr L. Höhnke, Greifs: walderstr. 71, die Anzeige, daß es ihm gelungen sei,„ Herrn Balduin Franke, befannt aus seinen Unternehmungen ähn licher Art in der Großen Frankfurterstr. 73, Rosenthaler. ftraße 60 und Neue Grünftr. 39, als Leiter des Betriebs zu gewinnen." Indem ich Herrn 2. Höhnle für sein Unternehmen bestens Glüd wünsche, will ich nur bemerken, daß die Unternehmungen ähnlicher Art" in der Großen Frankfurterstr. 73 und Rosenthalerstr. 60 von meinem fürzlich verstorbenen Manne und mir gegründet und erst später von Herrn Balduin Frante übernommen worden sind. Meine Speise- Halle für Volksernährung., Vorwärts" befindet sich nach wie vor Grosse Frankfurterstr. 40. Die Zahl meiner täglichen Gäfte, 800-1000 im täglichen Durchschnitt, spricht für die Güte und Bekömmlichkeit der von mir gelieferten Speisen. 13206 Frau Minna Schultz, Gr. Frankfurterstr. 40. Arbeits- Bekleidung für Mechaniker, Bildhauer, Maler, Schloffer, Schlächter, Konditoren, Friseure En gros- Detail. 5617L* D. Wurzel& Co., Wrangel- Strasse 17, Ecke Manteuffel- Strasse. guide to me ghit dan built shot.02 Johannisthal: Paul Mann, Friedrichstr. 39, I. Köpenick: Franz Weber, Cigarren- Handlung, Grünauerstr. 1. Friedenau- Steglitz: S. Berntsee, Kirchstraße 15 in Friedenau. ftatt. eingen nehmen entgegen in Steglitz: S. Mohr, Düppelſtraße s 13296 8, Wuckold, Gerichtsvollzieher, und Fr. Schellhase, Ahornstraße 15a. Baumschulenweg: Berlin, Petersburgerstraße Nr. 60. Stod, Ernststr. 2 II. Neu- Weissensee:$ einrich Bach: in ann, Lehderstr. 1, part. links. Rummelsburg: Forgbert, Prinz Außerdem ist sämtliche Parteilitteratur sowie alle wissenschaftlichen libert. 5a. werke bort zu haben. Auch werden Inserate für den„ Vorwärts" entgegengenommen. Es wird dringend ersucht, dem bisherigen Speditent rechtzeitig von der Wohnungsveränderung Mitteilung zu machen, da die Spediteure verpflichtet sind, die Adressen cn die zuständigen Bezirke abzugeben. Konsum- Verein für Schöneberg und Umgegend. E. G. m. b. H. Donnerstag, den 6. Dezember, abends 81/2 1hr, im Saale des Klubhauses, Sauptstr. 5-6: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht des Vorstands und Genehmigung der Bilanz. 2. Neuwahl der ausgeloften Vorstands- und Aufsichtsrats: mitglieder. Mitgliedsbuch legitimiert. 279/10 Der Vorstand: Hermann Meiling. Friedrich Masuch. Vortrag- Nervenkranke für Männer und Frauen vom prakt. Naturheilkundigen Grundmann + abends morgen, Freitag, Andreasstr. 21, 20 Mitglieber- Aufnahme in der Naturheil- Anstalt Brücken, Neanderstr. 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Die zur Premiere am 26 gültig gewefenen grünen Billets in üssen gegen Freitag 3- Billets umgetauscht werden. 0 Cirkus Busch Donnerstag, 29 November, abends 7 Uhr: Gala- Premiere!!! Stettiner Sänger. Zum erstenmal: Paffage Panoptikum. Speciali täten D Vorstellung. Anfang mittags 12 Uhr. Hrania. Taubenstr. 48/49.( Im 99 Theatersaal) Abends 8 Uhr: Auf den Wogen des Oceans". Im Hörsaal: Die Metalle der Erden". Von Dr. Naß. Invalidenstr. 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Stern: warte. Schiller Theater ( Wallner Theater). Donnerstag, abends 8 Uhr: Zum erstenmal: Ephraims Breite." Schauspiel in 5 Att. v. Karl Hauptmann. Freitag, abends 8 Uhr: Ephraims Breite. Sonnabend, abends 8 Uhr: Ephraims Breite. Apollo- Theater. Um 9 Uhr: Fräulein Loreley Die vorzügl. November- Specialitäten. Chavita. Carola. Miss Madge Ellis. Pannonia. Sulivan u.Aranka. Riccardo u. Benedetto. Anfang 8 Uhr. Jedes Wort: 5 Die eiserne Maske 66 ( Le masque de fer). Großes hiftor. 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Abteilung, im Lessing- Theater: Der Bund der Jugend von Henrik Ibsen ( die folgenden Abteilungen am 9, 16, 23., 30. Dezember, 1. und 6. Januar 1901); gleichzeitig im Carl Weiss- Theater nachmittags 2% Uhr: III. Abteilung: Ueber unsre Kraft.( II. Teil.) Die Mitglieder sind verpflichtet pünktlich zu erscheinen und dürfen nur die Vorstellung ihrer Abteilung besuchen. Nachzügler haben kein Anrecht auf einen Platz im Theater. 234/19 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Mitwirkende: Damen: Albes, Grabis, CHINA. Max Kliems Festsäle, Hasenheide 13–15. Walde. Herren: Albes, Ander, Kunstadt, Morway, Schulz, Sondermann. Morgen und folgende Tage: Der Brautvater. Sonntag, nachmittags 3 Uhr, zu halben Preisen: Der Vogelhändler. ( Briefchristel": Mia Werber.) Passage- Theater Unter den Linden 22. D- Vorstellung. Letzte Woche des sensationellen November- Programms Eintr. inkl. Panopticum 50 Pf. CASTANS PANOPTICUM Friedrichstr. 165. Neu! Dahomey- Dorf. 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