Nr. 282. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft Beitungs Preisliste für 1900 unter Br. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. to a sud 12 siderio is the lid muted debut 17. Jahrg. Vorwürts And 3 210 Berliner Volksblatt. Die And they ate Insertions Gebaye 16 beträgt für ote fechsgespaltene Rotonel zeile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Bereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derGrpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Gonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: Bmt I, Dr. 1508. Telegramm- Adresse: " Bocialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Betrüger. Gieb her die Larb', ich will mich jetzt mastieren! Heine. Dienstag, den 4. Dezember 1900. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. denkt und sorgt, ihnen die Mühe des eignen Nachdenkens ab bon unter 1000 M. Der Vertreter der Hamburg- Amerikanimmt und sie in jeder Weise bevormundet. Von diesem Linie aber entschuldigte das Verhalten seiner Gesellschaft mit Gesichtspunkte aus, meine ich, sollten wir jede auf der seltsamen Ausrede, die veröffentlichten falschen Lohnlisten tauchende Frage durch eine hübsche Unfall- wären nur irrtümlich" als Lohnlisten der Kohlenarbeiter berhütungs- Vorschrift zu lösen trachten, je und Schauerleute bezeichnet worden. harmloser, desto beffet. Mundus vult decipi. Hamburg, 18. Februar 1896. Es ist doch immer dasselbe Rezept, nach dem die„ anftändige" Presse sich räuspert und spukt, sobald ihren ehrenwerten zahlungsfähigen Gönnern unsanft auf die unsauberen gez. Laeisz." Finger geflopft wird. Als die Leipziger Volkszeitung" den Unter dem Brief befinden sich sechs weitere Unterschriften, Bued Brief veröffentlichte, da hieß es in fener Preſſe, die trotz seiner Ansicht, daß ehrliche Leute nichts zu verder Brief müsse unbedingt eine Fälschung fein, tuschen und zu verhehlen haben", der Hamb. Korrespondent" denn daß hohe preußische Beamte den angedeuteten vorsichtigerweise nicht mitteilt, da sie nach seiner Versicherung Schritt unternommen haben fönnten, vermöge nur der zu glauben, der die strengen Traditionen des preußischen Beamten tums nicht tenne. Raum hatte sich jedoch die Echtheit des Briefs bestätigt, als auch schon Schmod geschwind sich neu mastierte. Nun war das, was geschehen, moralisch eigentlich unanfechtbar, beinahe selbstverständlich,-nur die Form, die Form gäbe allenfalls zu Bedenken Anlaß. Von niedrigster Gesinnung aber zeuge die Veröffentlichung eines solchen Briefs, da doch dieser nur gestohlen sein könne. 0 " " Und heute? Nun jezt publiziert der Hamburg. Kor. respondent" im Auftrage seiner Hintermänner den, angeblichen Brief" selbst und findet an ihm nur einen Formfehler. Inzwischen haben nämlich die Beteiligten herausgefunden, daß der vom Abgeordneten Raab im Reichstag erwähnte Brief sich nicht gut ableugnen läßt und, geriebener als die Leiter des Reichsamts des Innern, kommen sie der drohenden Enthüllung zuvor, publizieren den Brief selbst und hüllen sich in die Toga strenger Ehrlichkeit, die vor der Oeffentlichkeit nichts zu verbergen hat. Leider nur hält die Mache mit dem guten Willen nicht Schritt: die Absicht tritt allzu aufdringlich hervor, zumal das specielle Organ für Anstand und fittliches Empfinden", das vor einigen Tagen die Redaktion des„ Hamb. Korrespondenten" an ihrem Leibe entdeckt hat, manchmal schlecht zu funktionieren scheint, denn nicht gegen die Frivolität des Briefschreibers richtet sich sein sittliches Empfinden", sondern gegen die Veröffentlichung des Bekenntnisses der schönen Seele des Herrn Laeisz. " 21 Auch die Lügen der Reederpresse über die neuliche Werftarbeiter- Aussperrung und der fälschliche Bericht, den man von dieser dem Kaiser hinterbracht hat, liefern Beweise dafür, wie leicht das Reedertum sich, wenn es in seinem Interesse liegt, zu„ irren" geneigt ist. it der Politische Mebersicht.is bom Berlin, den 3. Dezember. Wie es scheint, soll auch jetzt wieder eine Täuschung versucht werden. Man will nachzuweisen suchen, daß die Profite der nicht von Mitverfassern, sondern von Adressaten des Briefes Reedereien eine stärkere Belastung zu Gunsten von Maßnahmen; herrühren, die durch die Unterzeichnung nur ihre Zustimmung für die Seeleute nicht vertragen. Die Dividenden Durchschnittszu dessen sachlichen Vorschlag, selbstverständlich aber nicht zur berechnung Posadowstys ist anscheinend nur erst das VorForm des Briefes hätten ausdrücken wollen. spiel, allerdings so ziemlich das ungeschickteste, das erWas diese Form anbelangt, fo fann man sie natürlich nicht sonnen werden konnte. Ist doch jedem bekannt, der auch nur verteidigen; wer mit den in Betracht kommenden Persönlichkeiten und eigermaßen mit der in Reedereien üblichen Buchungsmethode Verhältnissen irgend vertraut ist, wird sie sich aber leicht erflären und vertraut ist, daß nicht nur vielfach zur Verdeckung der hohen nicht in die Gefahr kommen, Schlüsse daraus zu thun, wie sie der in der Wahl seiner Kampfmittel sehr wenig skrupulöse agitatorische Einnahmen ganz ungerechtfertigte Abschreibungen Nach gleichem Schema verfährt jetzt der Hamburgische Eifer des Herrn Raab als erlaubt und notwendig anfieht. Um Schiffsconto vorgenommen werden, so daß der sogenannte einigermaßen billig und gerecht urteilen zu fönnen, muß man vor Buchwert Schiffe tief unter ihrem effektiven Rorrespondent", das mit einem ganz besonderen Aufwand allem die Thatsache im Auge behalten, daß die Unfallverhütungs- Werth steht, sondern daß auch ertra neue Specialconten gefelbstgefälliger Moralität redigierte Organ der Hamburger Vorschriften der See- Berufsgenossenschaft, deren social- fürsorgende schaffen und reich dotiert werden, sowie daß ferner bedeutende Reeder und Börsenspekulanten. Am Mittwochabend noch Wirkung ebenso anerkannt ist, wie ihre finanzielle Bedeutung für Ausgaben für Neuanlagen( Schuppen, Lagerhäuser, Brücken 2c.), spöttelte es in der Charaktermaste biederer Respektabilität die Reeder, von A bis 8 das persönlichste Werk des Herrn die eine Wertsteigerung des Betriebs involvieren, einfach über die, neueste Reklame", die der Abgeordnete Raab C. Ferd. Laeisz find, daß er mit unermüdlichem Eifer an ihrem unter den laufenden Ausgaben mit verrechnet werden. sich mit seinem angeblichen Brief der See Berufs- Ausbau gearbeitet und sich mit vielbewunderter Energie und genossenschaft" leiste, und lobte den Hamburger Senator Gründlichkeit in das kleinste technische Detail der zu lösenden Die Reeder verfahren also, wie ein Hauseigentümer, ber seine hohe Miete Einnahme darauf verwendet, das Dr. Burchard, daß er er gegenüber der Fragen versenkt hat." strupellosen Agitation gegen die See Berufsgenossenschaft" die Ge- und mit köstlicher Naivetät fragt dann der Hamburgische eine Jahr auf sein Haus ein weiteres Stockwert aufsetzen und legenheit benutt habe, für die Persönlichkeit und Korrespondent", nachdem eben erst in dem publizierten das nächste Jahr ein Hintergebäude errichten zu lassen, und den Charakter nufres C. Ferd. Laeisz einzutreten," ,, für Schreiben der Leiter der See- Berufsgenossenschaft mit der dann behauptet, er habe seit zwei Jahren aus seinem den hervorragenden Mann, der nichts um seiner Person, höhnischer Offenheit ausgesprochen hat, daß er die ganzen Haus nicht den geringsten Nutzen gezogen. Ein flares Bild der Geschäftslage der Reedereien läßt sondern alles um der Sache willen that, der er in unermüd. Unfallverhütungs- Vorschriften nur als dekorativen Aufpuz zur licher Pflichterfüllung alle seine Kräfte widmete." Frreführung des Publikumms betrachtet: sich nur aus den vollständigen Jahresabschlüssen entUnd das alles follte C. Ferd. Laeisz lediglich zu dekorativen nehmen, und auch nur dann, wenn diese mit den Abschlüssen Bweden gethan, er follte mit die beste Straft feines großer englischer und französischer Betriebe bergleichen und Lebens und zahllose loftbare Stunden einem Werk ge- die Abschreibungen und Bestände der verschiedenen Conten, weiht haben, das er gar nicht ernst meinte, er, dessen sowie Alter und Wert des Schiffsmaterials mit in Betracht ganzes Wirken mit unvergleichlicher Klarheit des Wollens gezogen werden. Die famose Durchschnittsberechnung des auf unmittelbar praktische Biele gerichtet war? Diese Annahme Grafen Posadowsky ist absolut wertlos; wer sie auch ist so sinnlos, daß fie einer Widerlegung gar nicht bedarf. 3 bleibt vielmehr lediglich die Frage: wie tommt C. Ferb. Laeisz nur halbwegs ernst nimmt, verdient unbedingt die Censur: dazu, sich so ironisch über ein Werk zu äußern, an dem er selbst Religion gut, Kopfrechnen schwach.an in allererster Linie beteiligt war? Aber auch darauf ist die Antwort nicht schwer zu finden. Es tann feinem gweifel unterliegen, daß der Begründer und erste Leiter der See- Berufsgenossenschaft die Entwicklung des Unfallverhütungswesens mit einigem Miß- paashid name behagen verfolgte, weil er darin die Uebertreibung eines id and dejt Der Reichstag hosts mul an fich richtigen Gedankens erkannte. Ihm, dem durch wird in dieser Woche der Schauplay zweier parlamentarischer und durch selbständigen. jeder bureaukratischen Bevor Aftionen der Centrumspartei. Die Unzufriedenheit unter den mundung ein abgeneigten Mann mußte Zustand 1111 sympathisch und bedenklich erscheinen, der die Reedereien mehr fatholischen Massen über den Flotten- Bewilligungseifer und den und mehr des eignen Denkens und Sorgens überhob und ihnen Sthali- Aurs ihrer Politiker muß einen hohen Grad erreicht haben, das eigne fittliche und rechtliche Verantwortlichkeitsgefühl ab- wenn die Partei es für notwendig erachtet, gleich bei Beginn der gewöhnte, um au dessen Stelle die allein seligmachende Reglemen- neuen Reichstagsfeffion mit volkstümlich schillernden Thaten vor ihr tierung zu ſeßen." Bublifum zu treten. Der Toleranz- Antrag der Ultramontanen, Sonderbare Logit! Eben erst erzählt der Hamburgische der am Mittwoch verhandelt werden soll, ist mehr fürs Gemüt. Korrespondent", daß alle Unfallverhütungs- Vorschriften der Ihre Interpellation über die Kohlenteuerung, deren Besprechung See- Berufsgenossenschaft das persönliche Wert" des heute begonnen, aber noch nicht abgeschlossen wurde, soll den kleinen Herrn Laiesz gewesen seien, daß er der Berufsgenossenschaft Wählern zeigen, daß auch ihre wirtschaftlichen Interessen vom sozusagen Inhalt und Richtung gegeben habe, und nun hinter- Centrum am besten gefördert werden. her vermutet er, daß unser Laeisz" diese von ihm Herr Dr. Heim, der bayrische Centrumsführer, der heute die Der Abg. Raab hat in der Reichstagsfizung vom 27. v. m. selbst geleitete Entwicklung des Unfallverhütungswesens mit Interpellation begründete, machte anfangs den Mund weit auf. Er einen Brief des verstorbenen Herrn C. Ferd. Laeisz erwähnt, der fich in den Alten der See- Berufsgenossenschaft finde und das einigem Mißbehagen" verfolgt hätte, und daß er, weil er schalt auf das Stohlenfyndifat, dem er die Schuld an der Teuerung er schalt auf den preußischen Handelsminister, der Mißtrauen des Reichstags gegen die Tendenzen der Genoffen ein Feind der alleinseligmachenden Reglementierung war, beimaß, schaft rechtfertige. Er hat hinzugefügt, wenn dieses Schreiben gerade in dem Brief für eine Reglementierung eintritt und der Kohlennot bisher mit verschränkten Armen angeschaut habe, er fich in den Alten nicht mehr finden sollte, fei er bereit, feine fich für das Princip erklärt, jede auftauchende verlangte ein Verbot des Kohlenerports und die Verbilligung der Mitteilungen darüber außerhalb des Reichstags zu wiederholen Frage durch eine hübsche Unfallverhütungs- Einfuhr- Tarife, er forderte eine Steigerung der staatlichen Pround so die Herren zu einer Klage zu zwingen, in deren vorschrift zu lösen". duktion und erinnerte an einen vergessenen Paragraphen des preußiVerlauf er durch Zeugenaussagen beweisen würde, daß das Es scheint wirklich, als wenn in seiner Erregung über die schen Berggefezes, wonach es der Staat in der Hand hat, den PrivatSchreiben fich thatsächlich unter den Atten befunden habe.„ Skrupellosigkeit" des Herrn Laeisz- pardon des Herrn zechenbefizer zur Erweiterung seiner Produktion zu zwingen. Zum Es ist überaus bezeichnend, wie Herr Raab sich in die An- Naab dem Hamburger Korrespondent" nicht nur fein ge- Schluß aber befann er sich, daß all das, was er gegen das Kohlensyndikat schauungsweise der ehrlichen Leute hineingelebt hat, die ihm das rühmtes Organ für Anstand und sittliches Empfinden", vorgebracht hatte, mit viel größerem Recht noch auf das Brotwuchergestohlene Gut, die veruntreuten Briefe zutragen. Der Gedanke, baß es auch ehrliche Leute geben könne, die nichts zu vertuschen sondern mehr noch fein Organ für Denkthätigkeit defekt ge- Syndikat gehört, dem er selber angehört, und so versicherte er denn, und zu verhehlen haben, scheint ihm in der sauberen Gesellschaft worden ist. daß er im Grunde seines Herzens gar kein Gegner der Syndikate dieser Buträger, aber die man hoffentlich eines Tages Mundus vult decipi"( Die Welt will betrogen sei und dem Kohlensyndikat auch nicht zu scharf auf den Leib habe noch Näheres erfahren wird, gar nicht gekommen zu sein. Das sein)! Der Grundsatz ist nicht nur außerordentlich charafte- rüden wollen. Er hatte diese Versicherung gar nicht nötig gehabt, ift nicht zu verwundern, aber es ist sehr charakteristisch. In ristisch für den Brieffchreiber, für ,, unsren Laeisz"; er denn der Gesamteindruck dieser Rede war doch: Hier soll wieder Wirklichkeit hat niemand auch nur einen Augenblid charakterisiert treffend die ganzen Maßnahmen und Ver- einmal der Pelz gewaschen werden, ohne ihn naß zu machen. baran gedacht, den fraglichen Brief abzuleugnen öffentlichungen, mit denen seit Jahren der Reederklängel Während die Centrumspresse mit dem Gedanken der Verstaatlichung oder verschwinden zu laffen, und wir sind heute in der Lage, ihn seine Fürsorge für die von ihm beschäftigten Arbeiter zu er- des Bergbaus wenigstens gespielt und ihn zur Drohung gegen die unfren Lesern im Wortlaut mitzuteilen. Der Brief, dem eine Afte von 63 Seiten über einen Unfall mit dem Dampfkochapparat weisen sucht. Erinnert sei nur an die gefälschten Lohn- Bechenbefizer verwandt hatte, war in der Rede des Herrn Heim auch und ein den Erlaß einer Unfallverhütungs- Vorschrift widerratendes liften zur Zeit des Hamburger Hafenarbeiterstreits, in denen nicht eine Hindeutung darauf zu finden. Schreiben des Germanischen Lloyd beilagen, lautete folgender- nicht nur die Löhne von Vizen, Stauern, Bunkerleuten In der Beautwortung der Interpellation teilten sich der maßen: für jene der Schauerleute ausgegeben, sondern auch ganz un- preußische Handelsminister und der Eisenbahnminister. Herr „ Die Afte Dampfkochapparate sete ich mit dem Gutachten geniert den Löhnen der Bunkerarbeiter noch die ihrer Ersatz- Brefeld leitete seine Rede sofort stimmungsvoll durch den Hindes Germanischen Lloyd in Cirkulation zur gefl. Kenntnisnahme männer hinzugerechnet wurden. Und auf Grund dieser Listen weis ein, daß die Streits im sächsischen und böhmischen Kohlenrevier und Aeußerung. Aus dem Umstand, daß die Reedereien, die und gleichwertiger ähnlicher Informationen verkündigte dann den Ausfall in der Kohlenproduktion mit herbeigeführt hätten. eine größere Zahl von Bersonen auf längeren Reisen befördern, die Zierde des damaligen Ministeriums, Herr v. Bötticher im Dazu sei eine erfreuliche Steigerung des Kohlenbedarfs in der die vorgeschlagenen Einrichtungen bereits haben, und daß solche Reichstage, die Hamburger Schauerleute verdienten 2000 m. Industrie getreten. Die inländischen Produzenten aber hätten alles bei Neuanlagen von jetzt ab immer vorgesehen werden dürften, und darüber. gethan, um den gesteigerten Anforderungen gerecht zu werden. Wenn zieht der Germanische Lloyd den Schluß, daß es einer Bestimmung Später, als dann unter Vorsiz der Senatoren O'Swald, man über die wucherische Höhe der Kohlenpreise flage, so treffe in den Unfallverhütungs- Vorschriften nicht bedarf. Dieser Herz und Holthusen in Hamburg eine Senatskommission zur die Schuld den Zwischenhandel. Die Frage: was soll ge Folgerung fann ich nicht beistimmen. Die Unfallverhütungs- Prüfung der Hafenverhältnisse eingesetzt wurde, stellte sich fchehen? beantwortete der Minifter im allgemeinen damit, daß Vorschriften haben m. E. weniger einen direkten prak- heraus, daß unter 24 529 Hafenarbeitern mur 183 mehr als nichts zu geschehen habe. Die Steigerung der Produktion tischen Zweck, als daß fie zur Dekoration dienen, um 2000 m. verdient hatten( meist Vorarbeiter), dagegen 17 609 jei weiter zu erwarten, eine Beschränkung der Ausfuhr sei bedenklich der Behörde und dem Publikum zu zeigen, wie vortrefflich weniger als 1000 M. jährlich. Also noch nicht 1 Broz. hatte und eine Aufhebung der Ausfuhrtarife für Sohle eine ganz unwirtdie See- Berufsgenossenschaft alles geregelt hat, für die Reeder einen Lohn von 2000 m., wohl aber 69 Proz. einen Lohn schaftliche Maßreael. Auch Ausfuhrzölle könnten nichts helfen. Obgleich erst am Mittwoch der„ Hambg. Korrespondent" über den vom Abgeordneten Raab erwähnten angeb Ii chen" Brief gespöttelt hat, bringt er es doch fertig, bereits am Sonnabendabend seinen„ Herr Raab und sein gestohlener Brief" betitelten Leitartikel mit folgender unverfrorenen Einleitung zu beginnen: 99 " " 4 Natürlich hat uns die Tageskomödie des Krüger- Nichtempfangs wieder zu moralischen Eroberungen im Ausland verholfen. wird aus Paris gemeldet: Die ganze Presse bespricht Kaiser Wilhelms Drahtung an Krüger mit einer Heftigkeit, die selbst Andeutungen über Form und Inhalt der betreffenden Aufsäze bedenklich macht. Das einzige, was sich thun Yaffe, sei eine Einschränkung| Markt zu wenig aufnahmefähig ist. Die ganze Mehreinnahme aus des Kleinhandels, sei der Versuch, durch eine Organisation der Käufer Böllen und Verbrauchssteuern ist nur auf 20,6 Millionen Mark anden Zwischenhandel auszuschalten. In dieser Hinsicht hat sich auch die gegeben, für Zölle allein gar nur auf 5,76 Millionen. Die Mehr- So einzige pofitive Maßnahme der Regierung bewegt: ein bestimmter erträge rühren hauptsächlich von der Zuckersteuer her, die mit Betrag der Produktion in staatlichen Bergwerken soll reserviert und 9,37 Mill. höher veranschlagt ist als im Vorjahre. Sind diese Mehrden Genossenschaften vorbehalten werden. Auch denft der Minister erträge nach dem Voranschlag für 1901 im Vergleich mit der an eine Art Beschwerde- Instanz, die diejenigen Großhändler, die zu Steigerung der fortlaufenden Ausgaben unbedeutend, so werden ste unverschämt verdienen wollen, vom Geschäft ausschließt. in den Jahren des Niedergangs noch weiter zurückgehen. Deutsches Reich. Herr b. Thielen gab einige ganz geringfügige Er Wachsenden Ausgaben steht eine Stagnation der Einnahmequellen gänzungen zu den Ausführungen seines Kollegen und verficherte nur gegenüber. Dieser zunehmende Gegensatz in den Einnahmen Zu dem Zusammenbruch der Spielhagenschen Banken mit dem schönsten Bruftton, der ihm eigen ist, daß die ganze und Ausgaben muß ausgeglichen werden. Da an eine( Preußische Hypotheken- Aktienbant, Deutsche Grundschuld- Bank usw.) Roblenkalamität in verhältnismäßig furzer Zeit verschwinden werde. grundsägliche Aenderung des Reichssteuer- Systems gegenwärtig nicht wird uns als verbürgt gemeldet, daß der Direktor Buchmüller vor In der Debatte sprach der Vertrauensmann des rheinisch west- zu denken ist, so giebt es nur zwei Wege zu einem folchen Aus einigen Jahren ein sehr großes Terrain in Charlottenburg für 700 M. pro Quadratrute gekauft hat. fälischen Kohlensyndikats, der Bergwerksdirektor il bd, an gleich. Entweder die Einzelstaaten werden in höherem Grade zu erster Stelle. Er wurde seinen Auftraggebern gerecht und ver- den Ausgaben des Reichs herangezogen, oder aber die vorhandenen Es wird Sache der Untersuchung sein, festzustellen, zu welchem Preise Dieses Terrain ist in Besitz der Aktiengesellschaft übergegangen. teidigte ihre Organisation. Daß Waren an das Ausland billiger Ginnahmequellen müssen ergiebiger ausgestaltet werden. Den ersten Direktor Puchmüller das Terrain seiner Gesellschaft aufgelassen hat. als an das Inland abgegeben werden, stellte er als allgemein Weg sträubt sich der Bundesrat zu betreten, um so näher Thatsache ist, daß die beiden Direktoren Sanden und Buchmüller gültigen kaufmännischen Grundsatz hin. Die ganze Schuld an der liegt ihm dagegen der zweite: eine Erhöhung der Ein- während ihrer Amtsführung große Reichtümer man spricht von Das Kohlennot tragen nach ihm der Zwischenhändler und mehr noch der nahmen aus den Zöllen anzustreben. finanzpolitische Millionen erworben haben, während die ihrer Leitung unters Grubenarbeiter. Und nun schildert Herr Hilbe so enthustiastisch, als Interesse, das die Reichsregierung an höheren Zolleinnahmen stehende Aktiengesellschaft nach Ausweis der Bilanzen mit Verlust feine trodne Geschäftsmannsnatur es ihm nur erlaubte, die Seg- hat, ist um so stärker, je schneller die Ausgaben für Heeres- und gearbeitet hat. nungen, die den Kohlengräbern in den letzten Jahren zu Teil geworden Marinezwecke im Anwachsen begriffen find. Die Annahme des find. Der ganze Gewinn, der toloffale Aufschlag in den Preisen ist Flottengesetzes, die Chinawirren erfordern Kredite in einem Um die fortdauernden Ausgaben rapide in worden. Ja, die Zechen haben eigentlich ein schlechtes Geschäft ge- treiben. Als einzige Nettung in der finanzpolitischen Not winken macht, denn die Löhne der Bergarbeiter sind um 10 Proz. höher höhere Einnahmen aus Zöllen. Das finanzpolitische Interesse der gestiegen als die Kohlenpreise. Von den herrlichen Arbeiterwohnungen Reichsregierung trifft also mit den Bestrebungen der Hochschutzöllner Der Grubenproletarier, von den prächtigen Einrichtungen, die zur zusammen und macht eine Aera handelspolitischer Reaktion um so Wahrung ihrer Gesundheit und ihrer Sicherheit von den Bechen ge- wahrscheinlicher. troffen find, wußte Herr Hilbe so viel zu erzählen, daß es seinen eignen Parteigenossen langweilig wurde, und sie in Scharen den Saal verließen. Krüger hat sich in Köln anders besonnen, er wird nicht nach Dem schwer angegriffenen Handel erstand in Herrn Eugen Berlin kommen, sondern sich vermutlich von Köln aus direkt nach Richter ein Verteidiger. Natürlich benuzte der freifinnige Führer Holland begeben. Nur schweren Herzens wird sich Krüger zu dieser Gelegenheit, um den Agrariern und Hochschutzöllern, die hier in Unser Staatsgerichtshofs- Antrag, der die bisher papierene Verantwortlichkeit des Reichstanzlers ernsthaft durchführen will, verwütet also: hiernach von den Grubenlords ausschließlich in höheren Löhnen ausgezahlt fange, die einzige Nettung in der finanzpolitischen Not Höhe setzt die„ Kreuz- Zeitung" in einen Anfall wahrhafter Tobsucht. Sie on sidd Er kommt nicht! trauter Eintracht gegen die einseitige Begünstigung einer bestimmten wärtigen Amt toeiseprojekts entschlossen haben, aber vom Aus9301 Ben Produzentengruppe donnerten und Konsumenteninteressen vertraten, aus uremburg in Köln eingetroffenen Gesandten v. Tschirsty und zuzurufen, er hoffe, fie würden sich nicht nur gegen die Steigerung Bögendorff war ihm erklärt worden, daß der Kaiser zu feinem Bedauern nach seinen bereits getroffenen Disder Kohlenpreise, sondern auch gegen jede Erhöhung der positionen jest nicht in der Lage sei, ihn Lebensmittelpreise erklären. empfangen zu können. Damit war Krüger an der Thür bereits höflichst aus dem Hause herauskomplimentiert. Was hätte er auch in Berlin noch thun sollen? Vielleicht wäre es ihm noch geglidi, Herrn Bernhard v. Bülow zu einigen unverbindlichen VerbindlichMann billig Verzicht leisten. Und das Vergnügen, angehocht zu feiten zu nötigen, aber auf diesen Erfolg konnte Krüger als ernsthafter werden, hatte Krüger ja in Frankreich bis zur Neige durchkosten tönnen. Aufrichtig Trauernde fuchen aufdringlichen Beleidsbeteuerungen 21 " dem Antrage der Socialdemokratie, der in seiner plump Herausfordernden Fassung, bei Licht besehen, geradezu be leidigend ist. Wofür hält man denn die Vertretung der deutschen Nation und die Regierung, daß man ihnen die Errichtung eines förmlichen Revolutions tribunals vorzuschlagen wagt? Der Vorwärts" freilich stellt sich so findlich naiv, daß er behauptet, unsre liberalen Verfassungen enthielten eigentlich schon alles, was der socialdemokratische Antrag verlangt. Nur deshalb aber darf er sich das unterfangen, weil er den Bildungsgrad feiner Leser, denen man allerdings das Ungeheuerste zumuten fann, richtig schäßt. Ob er sich vor der„ reaktionären Masse" mit folchen Albernheiten bloß stellt, kümmert das Blatt bei seinem ausgepichten Chuismus nicht. Ihm tommt es nur darauf an, unter den Genossen" Stimmung zu machen, und da glaubt er bürgerlich liberaler Verfassungen noch bezieht, statt fich ausdrückwohl wunder wie maßvoll zu sein, wenn er fich auf den Inhalt lich zu den Idealen" der franzöfifchen Schreckenszeit zu bekennen, und aus dem Oberhaupt des Deutschen Reichs schlechtweg einen„ Mr. Veto" zu machen... Neben dem Wohlfahrtsausschus" hat allezeit das Fallbeil gestanden und wird es immer stehen. Der Fortschritt menschlicher Verfeinerung iſt bei revolutionären Parteien nichts als eine lächerliche Frage, die dem Medusenhaupt blutdürstiger Leidenschaft unter allen Umständen weicht. Wir brauchen bei dem Gegenstande nicht länger zu verweilen so aberwißig ist die deutsche Nationalvertretung nicht, daß sie den socialdemokratischen Staatsgerichtshof" unter einem andren Gesichtspunkte anzusehen vermöchte, als dem einer Heze, die nur deshalb nicht völlig" hirnverbrannt" erscheint, weil die Maffen, au die sie sich wendet, vom Standpunkt politischer Urteilsfähigkeit jammervoll hilflos erscheinen." " Der letzte Redner war Graf Kanig. Er machte den originellen Vorschlag, den Gewinn der Händler durch staatliche Maßnahmen auf eine bestimmte Höhe festzuseßen. Er war ehrlich genug, Herrn Hilbes Behauptung zu widersprechen, daß die Zechen den ganzen Gewinn in erhöhten Arbeiterlöhnen ausgegeben hätten. Er erinnerte an die außerordentlich geftiegenen Dividenden, die einzelne Bergwerte verteilt haben. Der Kohlenmangel stört ihn weniger am liebsten auszuweichen. als die Leutenot, und die Leutenot schreibt er in erster In unfrem Sonntagsartikel haben wir den Umschlag der thatenLinie dem Wachstum der Kohlenindustrie zu. Aus diesem Grunde frohen Stimmung zur frostigen diplomatischen Zugeknöpftheit, der I erklärte er sich für die Aufhebung der Exporttarife. Als er zum Schluß sich in unsren Regierungstreifen seit 1896 vollzogen hat, zu würdigen feierlich erklärte, daß das Allgemeinwohl stets hinter Sonderinteressen versucht. So draftisch die historischen Dokumente auch wirken; der gestellt werden müsse, rief die Linke ironisch Bravo! und lautes Ge- Umschlag der Stimmung der Preise erregt förmlich physische llebelleit. Die allteutfchen Schreier, die 1896 der Regierung ihre GratuTächter begleitete ihn, als er die Stufen der Tribüne herabstieg. lation zu dem ,, feften Eingreifen" zum ,, Schutze des vergewaltigten Transvaal" aufdrängten, find jest trog ihrer Boerenbegeisterung erheitert durch den Wutausbruch des Junterblatts, das den Rechtsspruch Vermittelst unsres ausgepichten Cynismus" find wir lebhaft und ihres wütenden Englandhaffes derart von der Allweisheit eines Staatsgerichtshofs ebenso fürchtet, wie es sich für den der Regierung überzeugt, daß sie ihr nicht das geringste Anliegen Rechtsbruch des Staatsstreichs begeistert. Wir erwarten aber, zu unterbreiten wagen. So schreibt Dr. Friedrich Lange in seiner daß die konservative Partei nunmehr schleunigst eine vollständige Deutschen Zeitung" in unübertrefflicher Entfagungsfeligkeit: rof und gründliche Reform des gesamten Voltsschulwesens sowie die Die Haltung unfrer offiziellen Kreise tann aber Möglichkeit umfassender politischer Diskussion in Vereinen und Vervon vornherein, und dauernd außer Betracht sammlungen veranlassen wird, auf daß die jammervolle Hilfebleiben, wenn wir niemand gestatten, aus unfrer losigkeit und Urteilsunfähigkeit der Massen, der wir die Erfolge Rundgebung ein Anliegen an unsre Regierenden zu machen, unfrer" Heße" verdanken, endlich beseitigt werde und die irrees sei denn, daß unire verantwortliche Regierung geleiteten Massen sich zu jener Staatsform belehren, in der die felbft es für Deutschland niglich fände, aus der Wärme der Regierung nach der Pfeife des Junkertums tanzen niuß. ill Kundgebung politische Folgerungen zu ziehen." Nach dieser Rede vertagte das mäßig besetzte Haus die Debatte auf einen späteren Termin. Von unsrer Seite wird Genoffe Sachse sprechen. Am Dienstag fällt die Sigung aus, weil die Budgettommiffion den ganzen Tag für die Beratung des China- Etats haben soll. Am Mittwoch fommt der Toleranzantrag des Centrums zunächst an die Reihe. don Siem Söhere Zölle für die Reichskaffe.ht In der nationalliberalen Preffe kann man lesen, daß jeden, der des Reiches Fortschreiten wolle, der Reichshaushalts- Etat für 1901 mit Befriedigung erfüllen müsse. In der nämlichen Nummer des " nationalliberalen Blatts, das ein solches Loblied auf die günstige ingreifen Deutschlands zu Gunsten Transvaals Herren Graf Bülow und v. Goßler haben im Reichstag mit nicht Finanzlage des Reichs anstimmt, lesen wir auch die Verhandlungen über die Interpellation des nationalliberalen Grafen Oriola, die ergeben, daß das große Deutsche Reich nicht einmal die kleine Summe Gelds beschaffen kann, die nötig ist, um seinen alten Kriegsveteranen einen bescheidenen Dantesfold in ihrem Alter zu gewähren. Das spricht nicht für eine besonders günstige Finanzlage. In der That, alle Einnahmen werden rücksichtslos für militaristische Zwecke verwendet; andre Ausgaben kommen diesen gegenüber faum in Betracht und können nicht befriedigt werden, da die Ergiebigkeit der vorhandenen Einnahmequellen taum, jedenfalls nicht mehr allzu lange hinreicht, die Kosten der Weltpolitik und ihrer Mittel zu decken. Die Einnahmen aus den hauptsächlichsten Quellen fließen feineswegs reichlich. Es sind im Voranschlag eingestellt: 2 in Millionen Mark mehr gegen das Vorjahr 20,6 47,54 26,95 0,26 # 7,50 Zölle und Verbrauchssteuern:: 810,33 new Reichs- Stempelabgaben 114,02 Post- und Telegraphenverwaltung 420,16 Reichsdruckerei 7,78 Eisenbahnverwaltung 93,68 Bankwesen. 14,71 <-0,14 Verschiedene Verwaltungseinnahmen 26,46 7,91 Aus dem Reichs- Invalidenfonds 29,33 0,75 Aus der Veräußerung ehemaliger Festungs grundstücke.. 0,39 0,18 39 32,61 1,88 16,79 570,93 Ueberschüsse aus früheren Jahren Ausgleichungsbeträge Matrikularbeiträge Außerordentliche Deckungsmittel 103,75 1,20 43,27 17,89 Die Einnahmen aus Matrikularbeiträgen kommen nicht in Betracht, da sie den Einzelstaaten in voller Höhe wieder überwiesen werden. Die Einnahmen aus der Post- und Telegraphenverwaltung, aus der Reichsdruckerei und Eisenbahnverwaltung werden durch die Ausgaben in diesen Ressorts so stark in Anspruch genommen, daß die Ueberschüsse relativ unbedeutend find; so bleiben als die Haupt einnahmequellen die Zölle und Berbrauchssteuern und die ReichsStempelabgaben: fie bilden die finanzielle Bafis des Reichs. Die Berliner Neuesten Nachrichten" erklären, daß von einem eine Rebe fein tönne, trotzdem die deutschen Intereffen in Südafrika heute nicht nur die nämlichen seien, die 1895 eine so starke amtliche Betonung gefunden hätten, sondern eher noch größere. Strüger sei ein warmer Empfang zu gönnen. viel Ero ft tönne ihm dieser Empfang freilich nicht bieten. Uns widerstrebt es, ihm in dem Augenblick, da er, mit schweren Sorgen beladen, Hilfe suchend unter uns weilt, mit der in Paris an ihn gerichteten banalen Phrase entgegenzutreten, er möge Trost finden in den Aeußerungen warmer Sympathie, deren Beuge er fei. Wir möchten ihn vielmehr an das Dichterwort erinnern, daß sich jede Schuld auf Erden rächt. Sein festes Vertrauen zur Vorsehung wird ihn in der Zuversicht bestärken, daß dereinst mit der Bergeltung der an seinem Volfe begangenen Schuld die Wendung in dem Schicksal feines Volks Tommen werde." D Die befreundete Nation" weist also die vergewaltigten Blutsverwandten an den lieben Gott, der ja, wie Herr v. Goßler meint, noch nach 1500 Jahren die Sünden der Ahnen an den Ur- Urenkeln heimfucht. Wie man Kaiserreden mißversteht und aufklärt! Die fehr großem Geschick fich an der verzweifelten Aufgabe versucht, die mißverstandenen" Kaiserreden richtig zu erläutern. Wie man fo etwas leicht und sicher macht, das können die Herren von der Märkischen Radfahrerzeitung" lernen, in der folgendes zu lesen ist: Ein angebliches Kaiserwort. Zu unsrem Artikel in Nr. 41 schreibt uns ein Freund unfres Blatts: Betreffend den bewußten verhängnisvollen Ausspruch des Kaisers über das Radfahren der Damen ist es meinen Bemühungen nun endlich gelungen, herauszubekommen, daß nur ein Mißverständnis vorliegt. Wie es ja eigentlich auch gar nicht anders sein kann, hat Se. Majestät so ziemlich gerade das Gegenteil gesagt und besteht nur noch die Frage, ob sich die Damen verhört haben oder ob der falschen Wiedergabe( denkbar wäre das auch!) eine tendenziöse Abficht zu Grunde gelegen hat. Der Kaifer hat nicht gesagt:" Ich bitte Sie, meine Damen, steigen Sie nicht aufs Rad!", sondern:„ Ich bitte Sie, meine Damen, steigen Sie nicht aufs Rad?". Se. Majestät hat damit aber wohl dem Wunsche Ausdruck geben wollen, die schmucken, schneidigen Ehrenjungfrauen gleichfalls auf dem Rade bewundern zu können." Also eine Frage und eine Aufforderung statt einer Abmahnung Auch die Münchener Allgemeine Zeitung" warnt den Gast vor trügerischen Erwartungen". Immerhin versteht das Blatt nicht, Wir glauben, daß es dem Grafen Bülow durch eine Veränderung warum die leitenden Kreise Deutschlands Krüger nicht der Betonung und den Gebrauch von Fragezeichen mit größerem diefelbe Ehre erweisen könnten, die dem Berbannten im Elisé au Erfolg gelingen wird, Mißverständnisse zu beseitigen. Fragen klingen teil geworden feien. Namentlich die deutsche Diplomatie fete sich damit nicht den geringsten Mißverständnissen aus. Das ja viel milder als Ausrufe. stimmt in der That, auch andre Leute als die Redacteure des Fall Endell. Der ftellvertretende Borfißende der Posener Münchener Blatts werden sich über die ungewöhnliche Landwirtschaftskammer, Stammerherr v. Born- Fallois, Feinfühligteit wundern, die unfre leitenden Kreise plötzlich veröffentlicht zum Fall Endell nachstehende Erklärung: bekunden. Für feines Vorgängers Handlungen pflegt sich Herr v. Bülow doch sonst nicht verantwortlich zu fühlen. Begreiflicher ist es schon, daß andre Personen die Erinnerung an Geschehenes nicht aufgefrischt sehen mögen. Die Rechnungen und die Kasse der Landwirtschaftskammer wurden seitens der zuständigen Kommission geprüft, revidiert und in Ordnung befunden. Vorschüsse auf seine Kompe tenzen, die sich der Vorsigende aus der Kaise zahlen ließ, wurden sofort gedeckt und das Conto des Vors fizenden ausgeglichen, als Zweifel entstanden, ob das eingeschlagene Verfahren der Kaffenordnung entspräche." Am grotestesten ist die Haltung der Köln. 3tg.". Während fie 1896 erklärte, daß die Kaiserworte nur der Ausdruck der zum Handeln entschloffenen Boltsstimmung seien, daß die kaiserliche Kundgebung als das noch fehlende Glied einer Rette von Handlungen bezeichnete, die bewiesen, wie ernst es Deutschland nicht nur mit Worten, sondern auch mit Thaten meine, erklärt jezt ganz brüst: Deutschland kann und wird heutzutage nicht mehr Landsknechtsdienste in fremdem Interesse leisten; thäte es das, so würde es alsbald in die Rolle des Allerweltsprügel- Am 1. Juni 1884 wurde Ohm Krüger nebst dem Kriegsfuaben zurückfinten. Das ist so flar und deutlich und so oft als minister General N. J. Smit und dem Minister du Toit von Meinung und Wille der Regierung und der aufgeklärten Wilhelm I. in feierlicher Audienz im Beisein des Fürsten BisSchichten des Volks in Deutschland hervorgefehrt worden, mard empfangen. Krüger hielt hierbei folgende Ansprache: daß die Kunde davon selbst bis nach Südafrika gedrungen fein muß." Das ist die Bestätigung der von uns veröffentlichten fleinen Hammersteiniade. Herr Endell ist mittlerweile genötigt worden, vom Vorsitz der Posener Landwirtschaftskammer zurüdQU treten. Nur die Rheinisch- Westfälische Zeitung" findet wieder einmal dem lichten Moment einer oppofitionellen Anwandlung das Die Einnahme aus diesen beiden Bosten ergiebt nun allerdings im Voranschlag immerhin ein Mehr gegenüber dem Vorjahr von rund 68 Millionen Mark, übrigens noch nicht einmal so viel wie das Mehr der Ausgaben für Heeres- und Marineztvede beträgt. Diese Mehreinnahmen find indes auf recht unsicheren Voraussetzungen aufgebaut. Die Stempelabgaben allein find mit 47,54 Millionen Mehreinnahme angesetzt. Man erhofft diese Millionen von der neuen Besteuerung der Börsengeschäfte. Nun ist zu erwägen, in daß einmal dieser neuen Besteuerung der Börsengeschäfte sofort richtige Wort: eine hemmende Wirkung auf die Umsätze an der Börse prophezeit worden ist. Dazu aber tommt, daß auch ohne dieses Moment das Börsengeschäft im nächsten Jahre unter dem Druck der schlechteren Geschäftslage erlahmen wird. Ob unter diesen Umständen die auf Grund der bisherigen Umfäße geschätzten Mehreinnahmen eintreten werden, ist noch sehr die Frage. Ebenso un günstig wie bei den Stempelabgaben liegen die Aussichten für die Einnahmen aus Zöllen und Verbrauchssteuern. Nach vielen Jahren des wirtschaftlichen Aufschwungs find wir in eine Periode der ge fchäftlichen Flaue eingetreten, die feineswegs nur vorübergehender Natur ist, sondern der notwendige Rückschlag auf die gewaltige der Steigerung der Produktivkräfte, für deren Erzeugung „ Es ist ein unerfreuliches Schauspiel zu sehen, wie durch Zeitungsartikel, die ihren Ursprung unverken it bar in der Berliner Wilhelmstraße haben, dahin gewirkt wird, daß die Sympathiekundgebungen für den Bräsidenten Krüger möglichst lau und mertlos ausfallen. Wenn es nach dem Sinne der Offiziösen ginge, dann müßte Präfident Krüger in Deutschland überall mit einem nassen und einem heiteren Auge empfangen werden, dann müßte der Empfang etwa auf den Grundton gestimmt sein: Armer alter Mann, du thust uns leid, das Schicksal hat dich hart getroffen, wir freuen uns, daß du gesund bist, aber mach nur schnell, daß du wieder weiter tomm st, sonst nehmen unsre Vettern überm Kanal es übel." 60 indo Mout 1884 1900. Majestät! Es ist mir eine Ehre und eine wahre Freude, von Ew. Majestät in so freundschaftlicher Weise empfangen worden zu sein. Dies um so mehr, als ein großer Teil der Be völkerung der südafrikanischen Republik und von ganz Südafrika deutschen Ursprungs ist. Ich selbst bin stolz darauf, einem germanischen Voltsstamme entsproffen zu sein, obwohl ich bedauere, daß ich nicht im stande bin, Ew. Majestät in der Sprache meiner eigenen Vorfahren anzureden. Es ist meine Hoffnung und mein Wunsch, daß das Verhältnis zwischen Deutschland und ganz Südafrika stets ein freundschaftliches bleiben möge und daß die Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern zunehmen mögen zur Förderung der beiderseitigen Wohlfahrt, und es soll mir eine wahre Freude sein, wenn mein und der anderen Vertreter der füdafrikanischen Republik gegenwärtiger Besuch dazu beizutragen bermöchte." Die Antwort Wilhelms I. lautete: " Ich freue mich sehr, in Ihnen, Serr Präsident, den Vertreter eines durch alte Stammesgenossenschaft mit Deutsch lanb verbundenen Gemeinwesens zu begrüßen. Ich habe an dem Aufblühen und Gedeihen Ihres Staates von jeher lebhaften Anteil genominen und freue mich um so mehr, daß die freundschaftlichen Beziehungen Deutschlands zur Transvaal-Nepublik nunmehr auch einen v e r trags müßige ii Ausdruck finden sollen. Ich bin Über zeugt.daß der wachsende Verkehr zwischen Deutschland und JhremLande dazu beitragen wird, die Gefühle der Freundschaft und Sympathie, welche zwischen beiden bluts- verwandten Bevölkerungen bestehen, zu steigern, mnd werde meinerseits dieses Ziel nur fördern Helsen.-—_ Abg. Frhr. d. Hehl zu Herrnsheim ist aus d e nationalliberalen Fraktion ausgeschieden, und zwar, wie man sagt, ans verletzter Eitelkeit, weil die Fraktion vor ihm den Abg. Hilbck in der Kohlenfrage zu Worte gelassen hatte. Krüger in Köln. Man schreibt uns aus Köln: Präsident Krüger kam am Sonnabend, kurz vor Mitter »acht, mit dem Nord-Expreßzug von Paris an. Wie sehr die ver- gewaltigten Boeren die Sympathie des Volks genießen, beweist wieder der Empfang, den die Kölner Einwohnerschaft dem Präsi- deuten Krüger in der Nacht zum Sonntag bereitet hat. Eine solche be- geisterte und unübersehbare Masse hat Köln noch nie gesehen, wie sie den zwischen dem Bahnhof und dem Hotel liegenden Raum füllte, So hat die rheinische Hauptstadt noch keinen Kaiser begrü ß t, Ein Empfang durch die Behörden hat nicht stattgefunden, und auch die Kreise, ans die sich die„Kölnische Zeitung- stützt, haben Herrn Krüger unbeachtet gelassen, die nämlichen Kreise, die vor mehreren Jahren den chinesischen Bicekönig L i- H u n g-T s ch a n g bei seinem Kölner Besuch fast in den Himmel hoben und ihn als den„Bismarck des Ostens" feierten, was bei diesen Leuten etwas heißen will. Der schlitzäugige Li hatte allerdings reiche Bestellungen zu vergeben, Ohm Paul aber kommt wie ein Flüchtling, der keinen Gewinn in Aussicht zu stellen vermag. Wie gesagt, die Be- geistenmg, die sich in Köln für das Boerenvolk und semen Präsi- deuten in Kundgebungen äußerte, war unbeschreiblich, und erst nach 2 Uhr nachts zog die Masse zum Teil in geschlossenem Zuge ab, ein improvisiertes Lied auf die�Boeren singend, um bald nachher durch die Polizei auseinandergetrieben zu werden. Auch am Sonntag war das Hotel bis in die Nacht von einer tausendköpfigen Menschenmenge umlagert, die immer wieder in Hochrufe ausbrach und„patriotische" Gesänge anstimmte.— Von einer Niederlage deS Dorlschen Corps liefen in der englischen Presse bekanntlich allerlei Gerüchte um. In einer uns zugegangenen Mitteilung wird nun behauptet, daß diese Gerüchte eines thatsächlichen Kerns nicht entbehrten, daß die Expedition that- fächlich gescheitert sei nud daß der Tod ihres Führers mit dem Miß- liugen seiner Aufgabe in ursächlichem Zusammenhang stehe. Wir geben dieser Mitteilung, die wir als unkontrollierbar mit allem Vor- behalt wiedergeben, deshalb Raum, um eine offizielle Erklärung zu veranlassen.— Nene Mansernng. München, den 28. November. sEig. 53er., Trotz der erst vor kurzem erfolgten Erklärung des katholischen Arbeiterführers und Landtags- Abgeordneten Schirm er, die 120 Mark-Affaire bedeute auch nach Ansicht der An- gehörigen der christlichen Organisationen eine „ flagrante Verletzung des Gerechtigkeitsgefühls der Arbeiter- und sei nur geeignet, die letzteren der Socialdemokratie zuzuführen(stehe Nr. 263 des „Vorwärts"), nimmt die«Neue Bahr. Ztg." eine höchst bezeichnende Stellung zu der ReichstagS-Debatte über die Trinkgeldgeschichte ein. Sie begrüßt es freudig. daß eS nicht gelungen sei.„den Grafen Posadowsky, den warmen Freund der Landwirtschaft. der die Vorbereitung der Handelsverträge in der Hand hat und dabei die Bedürfnisse d'er Landwirtschaft berücksichtigen will", zu stürzen. Der Buccksche Brief habe keine politische Be- dcutuug. Am Schlüsse eines dreispaltigen Artikels wird dann noch dem Grasen Bülow das fadenscheinige Kompliment gemacht, er habe sich„wieder aus der vollen Höhe der Situation gezeigt". Wenn sich das führende bayrische Centrumsorgan in solcher Art in einem so auffälligen Widerspruch zu der Meinung der katholischen Arbeiterschaft setzt, so hat das seinen triftigen Grund. Ge- wisse Leute im Centrum trauen der Zuverlässigkeit der christlichen Arbeiterorganisationen nicht mehr über den Weg.' Ganz abgesehen von den wirtschaftlichen Forderungen, die sie erheben, verlangen die Arbeiter in politischen Dingen einen Einfluß, der den Unternehmern in der Partei, die ebenso wie die Liberalen„Herr im Hause" sein wollen, nicht in den Kram paßt. Dazu kommt noch, daß die christlichen Gewerkschaften ein Fachblatt nach dem andren gründen und dabei daS am schmerzlichsten Abonnentenmangel kränkelnde Parteiorgan links liegen lassen. Wenn gewisse ultramontaue Häuptlinge des Abends in ihrem ge wohnten Bräuhaus sich das nötige Quantum Flüssigkeit zw geführt haben, versteigen sie sich sogar zu der kühnen Behauptung. die katholischen Arbeiter seien heimliche Abonnenten der socialdemo- Erotischen jjresse. Diese Bierbankpolitiker sind nun nach zuver- lässigen Mitteilungen ernstlich am Werke, den Einfluß der Arbeiterorganisationen in der Partei gänzlich zu untergraben. üiid zu diesem Zweck betreibt man gegenwärtig die Gründung eines b a y ri f ch- ch ristli ch e n BürgerbundS, der in Gemeinschaft mit dem christlichen Bnuerubunde die Forderungen der christlichen Arbeiterschaft energisch bekämpfen soll. Die„Neue Bayrische" wittert in dieser neuen Gründung die so sehr ersehnten Lbonnenten und Jnseratenaufträge und mausert sich eben ein wenig nach rechts. Und das wird ihr erleichtert durch den famosen Eier tanz Liebers im Reichstage. Aber noch ein andrer Wolf hat sich in den Schafstall der katholischen„Groschen"-mandl-Vereine eingeschlichen: Der Antisemit Weng. Sein Einfluß auf die biederen Bierphilister muß schon ein ganz beängstigender geworden sein, derart beängstigend, daß man sich zu einer energischen That gegen ihn aufraffen will. Nur weiß man noch nicht recht, worin diese„That" bestehen soll. Der Vorschlag eines durch feine„prächtige Bürgergestalt" und seine Anlage für unfrei- willige Komik bekannten Landtags-Abgeordneten, man solle in allen katholischen Vereinen eine Warnungstafel gegen Weng auf- hängen, wurde dieser Tage in einer Ausschußsitzung des Wahl- Vereins der Centrumspartei nach eingehender Beratung als un- durchführbar abgelehnt. Auch der Versuch, den Herrn aus den fünf katholischen Männcrvereinen und Kasinos, denen er als Mitglied an- gehört, auszuschließen, war erfolglos und lustig treibt er seine Agitation weiter. Jetzt denkt man, wie gesagt, über eine neue That nach und jammert über die schweren Zeiten, so den bayrischen Patrioten beschert wurden.— Denkschriften-WeiSheit. Aus Straßburg i. E. wird uns geschrieben: Neuerdings hat man im Reichsamt des Innern wieder einmal das Bedürfnis gefühlt, eine schwächlich begründete Vorlage auf dem schwierigen Wege durch das Reichsparlament mit dem Rüstzeug einer jener famosen„Denkschriften" auszustatten. An Stelle der amtlichen Socialpolitiker sind dabei zur Abwechslung einmal die offiziellen H i st o r i k e r an der Arbeit gewesen, um der leider gar so nüchtern denkenden Volksvertretung den Millionenaufwaud für des Kaisers neue Besitzung im Elsaß, die Ruine H ohkönigsburg etwas handgerechter zu macheu. Man appellierte dabei an das national- historische Empfinden der deutscheu Steuerzahler, indem man auf die„vielfachen Erinnerungen an die deutsche Kaiserzeit" hinweist, die sich in der Geschichte des deutschen Volks angeblich an jene Burg knüpfen, und verstieg sich bis zu der kühnen Behauptung, die Hohenstaufen leiteten ihren Namen von dem Besitze der Höh- kouigsburg ab. die damals Estuph in. Stuphingin geheißen habe. Diesem etwas allzu dienstfertigen Versuche der höfischen Ge- schichtsklitterer sind einige in etwas freierer Luft atmende GeschichtS- forscher entgegengetreten. Sie wiesen nach, daß die behauptete Herkunft der Hohenstaufen von der nunmehr kaiserlichen Hohkönigs- bürg ins Reich der historischen Fabeln gehöre und der Arbeit eines Dilettanten entnommen sei, der vor etwa zehn Jabren erschienenen! Broschüre»Do Cbateau de Hohkönigsburg" von Georg Erb, die1 wegen ihrer totalen Wertlosigkeit in den Kreisen der Historiker völlig unbeachtet geblieben ist. Der Name„Swphingin habe sich überhaupt niemals auf die Hohkönigsburg bezogen, und die Bezeichnung„Estuphia" komme für die Gegend der Burg erst um das Jahr 1150 urkundlich vor, also zu einer Zeit, nach- dem die Hohenstaufen bereits seit 10 Jahren den deuffchen Kaiserthron bestiegen hatten. Zudem beziehe sich auch dieser sName nicht auf die Burg'selbst, sondern auf den Berg, der von jener gekrönt ist, erhöbe seinen Ursprung im romanischen Patois und heiße zu deutsch Stephansberg.' Ein Blick ins Konversationslexikon zeige, daß die Herkunft der Hohenstaufen aus Schwaben längst urkundlich nach gewiesen ist. Der Reinfall unsrer reichsamtlichen Denkschriftgelehrten ist, wie man steht, in diesem Fall, ein gründlicher.-- Koloniales. Die Angelegenheit des Hauptmann? von Besser, gegen den wegen Ausschreitungen seiner Expedition in Nordwest'-Kamerun Anklagen mehrererOffiziere der Schutztruppe beim Gouvernement eingegangen waren, hat, wie verschiedenen Blättern ge- 'schrieben wird, einen ganz andren Verlauf genommen, als man ursprünglich annahm. Der Hauptmann hat' den Befehl erhalten, zurückzukehren, und die ganze Sache ist dem Militärgericht übergeben worden. Das Material ist daher der Kölonialabteilung entzogen; zunächst soll aber nichts über die Vorgänge bekannt ge- geben werden. «» * Zum Gouverneur von Deutsch-Slldwestafrika soll der„Deutschen Zeitung" zufolge Hauptmann Graf Götzen anserschen sein. Graf Götzen hat sich durch eine Durchquerung Afrikas und die Entdeckung des Kivusees bekannt gemacht. Ausland. England. London, 3. Dezember. Das Parlament trat heute zu- s a m m e u. Nach den üblichen Ceremouien wurde Gully zum Sprecher wiedergewählt. Morgen werden die Mitglieder den Eid leisten, und am Donnerstag wird die Thronrede verlesen werden. Afrika. Der Krieg. London, 3. Dezember. Nach einem Telegramm de§ Generals Lord Kitchener aus Bloemfontein vom 1. Dezember meldet ein weiterer Bericht des Generals Paget über das Gefecht nordöstlich von Bronkhorstspruit am 23. November: Die Truppen rückten gegen Abend näher an die feindliche Stellung heran. Die Boeren er- hielten gegen 6>/s nachmittags Verstärkungen, brachten drei neue Geschütze in Stellung und machten darauf einen kräftigen Angriff auf die englische Schlachtlinie, wurden jedoch nach enistem Kamps mit schweren Verlusten zurückgeworfen. Der Feind tvartete den für Tagesanbruch geplanten Angriff der Engländer nicht ab. sondern zog sich während der Nacht zurück. Oberstlieutenant Lloyd ist ge- fallen. 10 Offiziere sind verwundet, von den Mannschaften sind 13 tot, und 59 verwundet. Paget rückte gestem morgen in die feindliche Stellung ein, die Reiterei verfolgt die nach Nordosten zurückweichenden Boeren. Kapstadt, 2. Dezember. In halbamtlichen Kreisen verlautet, in kurzem werde das Kriegsrecht proklamiert werden. Die Regierung lehnt jede Mitteilung über diesen Gegenstand ab. ParkVi-HlAchvichten« Gemeiudewahlen. In Reichen Hain(Königreich Sachsen) wurde» die socialdemokratischen Kandidaten bei den Ansässigen und bei den Unansässigen gewählt. Ferner wurden socialdemokratische Kandidaten gewählt in den sächsischen Gemeinden Marienthal, Altenhain, Hohenkirchen, Schedewitz, Rotschau und L e i s n i g. Aus Anhalt kommt die Meldung von einem Siege in der Gemeinde I o n i tz. Totenliste der Partei. In Görlitz starb vor wenigen Tagen ein alter Parteigenosse, der Schneider Wilhelm Schmidt. Der Verstorbeue gehörte bereits dem Allgemeinen deutschen Arbeiter- verein an und hat seit dieser Zeit rechtschaffen für die Partei gewirkt. bis ihn vor einigen Jahren Krankheit zwang, sich von öffentlichen Angelegenheiten fernzuhalten. Der„Robotnik"(Arbeiter), daS in der Warschauer Geheimdruckerei herausgegebene Organ der„Socialistischen Partei Polens". ist wieder erschienen. Es ist die dritte Nummer, seitdem die Gendannen die frühere Druckerei des Blatts, die sich in Lodz be- fand,„ausgeholt" haben. Das uns vorliegende 12 fettige Blatt ist inhaltlich und technisch recht gut ausgestattet. Der Leitartikel der Nummer befaßt sich mit den bekannten sieben Todesurteilen, von denen seiner Zeit der„Vorwärts" berichtet hat. Dem Leitartikel folgt der Bericht vom V. Kongreß der„S. P. P.", dessen Beschlüsse erläutert worden.sind. Dann folgt ein Nachruf für Wilhelm Liebknecht. Den Schluß der Nummer bilden die zahl- reichen Korrespondenzen aus dem ganzen Lande und die üblichen Warnungen vor Spitzeln. AuS der L o d z e r Korrespondenz ersehen wir, daß in der polnischen Textilcentrale die Arbeiter sibwer unter der in der Textilindustrie herrschenden Krisis leiden. In Widzew— einer Vorstadt von Lodz— hat man bereits 1600 Arbeiter entlassen. Durch Abzüge und Feierschichten erhalten die andren wahre H u n g e r l ö h n e. In der Fabrik von Poznanski wollje mau die Arbeitszeit um 3>/s Stunden und den Lohn um 23 Proz. verkürzen. Sofort brach ein großer Streik aus. Die unausbleiblichen Gendarmen und Kosaken griffen unverzüglich ein, das Volk mit der Knute auseinanderzu- treiben. Es kam zu einer förmlichen Schlacht zwischen den Arbeitern und den Kosaken. Wieder wurden etliche Arbeiier verhaftet, man ließ sie aber bald wieder heraus. Die Arbeitcnmicn haben am Streik tapfer teilgenommen. Das Ergebnis des Streiks war, daß etzt an fünf Tagen zu lltts Stunden gearbeitet wird. In einer andren Fabrik waren auch Lohnreduktionen beabsichtigt, unter dem Eindruck des Streiks aber ließ man alles beim alten. GenDevkf-ltzttfkli�vs. Berlin und Umgegend. Spandan. Die Firma Franc Söhne(nicht wie wir irrtümlich berichteten Meyer Söhne) hat es vernünftigerweise vorgezogen, die von ihr vorgenommene Kürzung der Löhne ihrer Arbeiter wieder zurückzunehmen, nachdem zwischen ihr und den Bevoll- mächttgten des Fabrikarbeiter-Verbands Verhandlungen stattgefunden hatten. Dadurch sind die drohenden Differenzen durch die Geschlossen- heit der von der Firma beschäftigten Arbeiter noch rechtzeitig ver- hütet worden. Deutsches Reich. Banherren-Protzentnm. Der Bauarbeitgeberbund von Halle hat es abgelehnt, mit den streikenden Maurern in Unterhand- lungen wegen Wiederaufnahme der Arbeit einzutreten.„Bevor nicht die Ausständigen von selbst und zwar bedingungslos zu einem .''Mohn von 45 Pf. pro Stunde die Arbeit wieder aufnehmen, öll das Weitere in Ruhe abgewartet werden." Diese Antwort ist ür die Streikenden ein Schlag ins Gesicht. Sie werden es jeden- älls an der entsprechenden Antwort nicht fehlen lassen. Ein Streiksiinder. Der Maurer Z u m p e wurde am Sonn- abend vor dem Dresdner Schöffengericht zu drei Wochen Ge- s ä n g n i s verurteilt, weil er einen Arbeitswilligen, der eben feine Tbät'igkeit auf einem gesperrten Bau beginnen wollte, in den Nacken gefaßt und so geschüttelt haben soll, daß der Arbeitswillige feinen Werkzeugkasten verlor. Christliche Kampfesweise. Vor einiger Zeit stand in einer Versammlung derZahlstelleEffen deS Deutschen Holzarbeiter- Verbands die Frage der Neutralität der Gewerk- sch ästen zur Tagesordnung. Die Versammlung sprach sich dahin aus. daß zu einer erfolgreichen Führung wirtschaftlicher Kämpfe der Zusammenschluß aller Arbeiter notwendig sei; unbedingt müßten aber die verschiedenen gewerkschaftlichen Organisationen zusammen-> stehen. Wohl unter dem Einfluß der sachlichen Verhandlungen' regte ein anwesendes Mitglied des Christlichen ArbeiterverbandS die Ein- setzung einer aus Mitgliedern beider Verbände bestehenden Kommission an. welche über gemeinsame wirtschaftliche Aktionen beraten sollte. Dieser Anregung stimmte die Versanunlung rückhaltlos ohne Ausnahme zu. Dieser Vorfall, der die Wünsche der Arbeiter, die zwischen ihnen künstlich geschobene Schranke der Sonderorganisation zu durchbrechen, recht eklatant zu Tage treten ließ, muß den christlichen Führern aber wohl sehr wider den Strich gegangen sein. Es war gerade zu der Zeit, als die bekannten Hirtenschreiben die Runde durch die Presse machten. Man suchte nach einer Gelegenheit, um schleunigst einen Keil in die in Anregung gebrachte Einigung zu treiben. Und die Gelegenheit fand sich bald. In einer' späteren Versammlung der Zahlstelle des Verbands beschäftigte man sich niit der Kandidaten- frage zur Gewerbegerichtswahl. Sämtliche Berufe, mit Ausnahme der Holzarbeiter, halten bereits in einer öffentlichen Versammlung die Kandidatin nominiert. Wegen ungenügenden Besuchs der öffent- lichen Holzarbeiter-Verfammlung hatte man hier von der Aufstellung eines Kandidaten Abstand genommen. Der Einberusung einer weiteren Versammlung standen Schwierigkeiten entgegen, weshalb beantragt war, die Nomierung deS Kandidaten in der Mitgliederver- sammluug vorzunehmen. Es' wurde nun die Frage aufgeworfen, ob es nicht angebracht sei, behufs Ausstellung des Kandidaten mit der christlichen Organffation in Verbindung zu treten. Der anwesende Vorsitzende des Gewerkschaftskartells Gen. Düwell bemerkte zu dieser Angelegenheit: Die Einberufung einer zweiten öffentlichen Versammlung habe keinen Zweck, die Erfahrung habe gelehrt, daß zu solchen Versammlungen doch nur organisierte Arbeiter er- scheinen. Im Grunde genommen stände diesen auch die Aufstellung der Kandidaten zu, weshalb man ohne weiteres Bedenken die Nominierung deS Kandidaten der Holzarbeiter in der Mitglieder- Versammlung vornehmen könne. Mit der christlichen Organisation in Verbindung zu treten, sei leider ganz zweckloS; die christ- lichen Organisationen hätten, wie auch in den Vorjahren, bereit S mit den Hirsch-Dunckerfchen Getverkvereinen ein gemeinsames Vorgehen gegen die Kandidaten der freie» Gelverk- schaften beschlossen.— AuS diesem Grund bedeute der Versuch, mit der christlichen Organisation betreffs gemeiusamerÄufstellung eines Kandidaten in Verbindung zu treten, im Effcst weiter nichts,- als nutzlose Arbeit und Zeitvergeudung. weshalb inan ruhig davon ab- stehen könne. Was machen nun die christlichen Arbeiterfreunde auS diesen gewiß sachlichen und unanfechtbaren Ausführungen? In„christ- lichen" Organen, z. B.„Holzarbeiter"(Verbandsorgan der christlichen Holzarbeiter),„Westdeutsche Arbeiter- Zeitting" iGieSbcrts), wird zum abschreckenden Beispiel für die christlichen Gewerkschaftler mit« geteilt,„der Redacteur deS socialdemokratischen„Weckruf" hübe den Vorstand des Holzarbeiter-VerbandS ersucht, in keiner Weise mit den christlichen Organisationen in Ver- bindung zutrete n." Während also thatsächlich sehr die christlichen Führer die Mitglieder ihrer Organisationen bei jeder Gelegenheit den freien Verbänden als Gegner gegenüberstellen, wird jenen weisgemacht, diese wollten den gegenseitigen Kampf.— sind allcS daS nennt sich— christlich. Die Hungerstrafe. In Erlangen haben die Buchbinder vor einiger Zeit mehrere bescheidene Forderungen durchgesetzt, die die Unternehmer im Hinblick auf die Geschäftslage bewilligen mußten. Die Strafe für dieses verbrecherische Unterfangen schoben sie für später auf. und jetzt, nach dem Eintritt der ruhigen Geschäfts« zeit, halten sie die günstige Gelegenheit für gekommen, um Ver- aeltung zu üben. Den Arbeitern soll die Begehrlichkeit durch den Hunger ausgetrieben werden. Sämtliche Inhaber von Buchbindereien haben sich durch Kontrakte verpflichtet, keinen Arbeiter, der aus einem Betriebe entlassen wurde oder freiwillig ausgetreten ist, vor Ablauf eines halben JahrS in einem andren Betriebe wieder einzustellen. Auf diese Weise will man mißliebige Arbeiter oder solche, die ihre Stellung verändern wollen, mit einer Halbjährigen Hungerkur bestrafen. Ob aber der schöne Zweck erreicht wird, steht noch' in Frage, denn die Arbeiter haben auch eine Organisation, die derartigen Scharfmacherkünsten zu begegnen wissen wird. Ausland. In PariS streiken etwa 1500 Droschkenkutscher der Großen Pariser Droschken-Gesellschaft. Ihre Forderungen gehen dahin, den hohen Durchschnittssatz von 15 Franks, welchen jeder Droschken- kutscher pro Tag an die Direktton zu zahlen hat, herabzusetzen. Der Streik der Spitzcnwrber in Calais dauert unverändert fort. Die gutfundierte Organisation zahlt jede Woche etwa 32 000 Franken Streikunterstützung aus. Die Spitzenweber von Nottingham haben beschlossen, ihren Kollegen von Calais 25 000 Franks vorzuschießen, ferner sie während der Dauer deS Streiks pro Woche mit 1250 Franks zu unterstützen. lieber eine schamlose Provokation organisierter Arbeiter wird dem„Berliner Börsen-Courier" aus New Kork geschrieben: „Es bestehen große Befürchtungen, daß der Fnbriksort MingS Junction bei Stoubenville. Ohio, bald der Schauplatz von Arbeiter« unruhen sein werde, wie sie vor Jahren in Homestead, Pennsylvania. vorgekommen sind. Der„Stahl-Tncst", die„National Steel Co. hat der„Amalgamated Association", der Vereinigung der Eisen- und Stahlarbeiter, den Fehdehandschuh hingeworfen. Der genannte Trust ließ vor einigen Tagen den Arbeitern in der dort von dem- selben betriebenen' Stahlsabrik eine Lohnreducierung von 33 Proz. ankündigen. Auf den Protest der Leute kam der Bescheid, daß von dem genannten Tage an nur mehr N i ch t- U n i o n- I e u t e in der erwähnten Fabrik zugelassen werden würden. Nach dem Plane des Trustes sollen farbige Nicht-Unionleute auS seinen Fabriken in Bellaire, die dort mit Erfolg als Streik- brecher verwendet worden waren, zu gleichem Zweck nach MingS Junction gebracht werden. Wenn nötig, sollen auch auS den andren Nicht-Unionfabrikcn deS StahltrustcS Leute herangezogen werden. Die National Steel Co. hat den Kampf offenbar schon seit längerer Zeit vorbereitet, den Ausbruch desselben aber mit Rücksicht auf die Präsidentenwahl bis nach dem 6. November verschoben. Die Fabrikanlagen in Mings Junction sind mit einem Stacheldrahtzaune umgeben, der im Notfalle mit Elektricität ge- laden werden kann. Auf dem Hofe bat man große Gebäude zur Unterbringung neuer Arbeiter errichten lassen, und alles auf eine lange Belagerung vorbereitet. Die Absicht der Gesellschaft, Neger zu importieren, hat die Arbeiter auf das höchste erbittert, und sind dieselben entschlossen, die farbigen Streikbrecher unter keinen Umständen zuzulassen."_ Aus der Fraurnvemrgung. Franenstimmrecht. Die socialistische Agitation für das Frauen« stimmrecht in Belgien wird lebhaft betrieben und gewinnt immer weitere Kreise der arbeitenden Bevölkerung für die Forderung der polittschen Gleichberechtigung des weiblichen Geschlechts. In hervorragender Weise wirkt Genossin Gatti de Gainoud, eine frühere,' sehr verdienstvolle Schulvorsteherin, für das Fraueuwahlrecht. In fast allen größeren Städten und Jndustriecentren hat sie während der letzten Monate Versammlungen abgehalten. in denen sie die einschlägige Forderung begründete. So sprach Geuossiin Gatti de Gamoud z. B. in Brüssel, Lüttich. Verviers, Gent, Molenbeck, La Louviöre, Lodelinsart usw. Die Versammlung in dem letztgenannten Orte war besonders interessant, weil die Zuhörerschaft zur großen Mehrzahl aus den weiblichen Zamilienaugehörigen der streikenden Glasardeiter bestand. In Ver- viers und den umliegenden Ortschaften agitiert Genossin Delsante für das Frauenstimmrecht; in Lttttich und Umgegend Genossin Wasson; im Bezirk von Charleroi Genossin Lothier; m Gent, Alost, Gram« mont und andren vlämischen Jndustriecentren Genossin Foulon. Die Frauenwahlrecht ein. Die Vorfämpferinnen und Vorkämpfer für das lebhaft erörtert wurde und auch bereits zwei Ortsverwaltungs- Shanghai melden läßt: Standard" sich vom 2. Dezember aus " Agitation wird sehr wirksam von den Arbeiterinnen- Organisationen, Derlammlungen.( bisher York) in einzelnen Kolonnen über Bangfang, Shahotshöng, fowie von den Vereinen der Jungen Garde" unterſtügt, Tangshan, Niulanshan( sämtlich etwa einen Tagemarsch nördlich von jener Parteigruppierung, welche besondes den Kampf gegen Der Metallarbeiter Verband( Ortsverwaltung Berlin) hielt Peking) nach Peking zurück, ben Militarismus führt. Auch die bekanntesten Führer am Sonntag eine Generalversammlung ab, die im Feenpalast tagte Ein müßiges Gerücht der socialistischen Arbeiterpartei, allen voran Genosse Vander- und sehr stark besucht war. Auf der Tagesordnung stand eine Anvelde, treten in Wort und Schrift rückhaltlos für das gelegenheit, die schon seit Wochen unter den Verbandsmitgliedern scheint es zu sein, das der volle Bürgerrecht der Frau finden überall eine zahlreiche, oft auch Sigungen beschäftigt hat. Wie aus der am Sonntag gepflogenen eine begeistert zustimmende Zuhörerschaft. Besondere Erwähnung ver- Debatte hervorging, handelt es sich um folgendes: Der erste Bevofl. pesche aus Singanfu, in welcher die Einstellung der Entsendung weiterer das Frauenwahlrecht erklärt, sondern daß die Forderung auch bei im September zu einer Reise nach Paris benutzt. Während die Kaiferin- Witwe werde ihm folgen, wenn der Empfang ein ders dient, daß nicht nur das socialistische industrielle Proletariat sich für mächtigte näther und der Rendant Bät old haben ihren Urlaub Lebensmittel nach Schenfi angeordnet wird. Es geht das Gerücht, der der bäuerlichen Bevölkerung lebhaften Anklang findet. ihrer Anwesenheit in Paris fand daselbst der internationale Die Wähler des Kreises Arapahoe der nordamerikanischen Metallarbeiter- Kongreß und der internationale focialistische Arbeiter- artiger sei, daß er sie beruhigen werde. Das Gerücht scheint inUnion wählten Mrs. Evangeline Hearts in das Unterhaus von Colorado. Kongreß statt. In den Zeitungsberichten über die Kongresse wurden dessen seinen Ursprung in einer Aufforderung zu haben, welche der Staffer neuerdings an die Bicefönige gelangen ließ und in welcher er Frau Hearts war die Kandidatin der vereinigten demokratischen Nät her und Päsold als Delegierte zu diesen beiden Kongressen Kaiser neuerdings an die Vicekönige gelangen ließ und in welcher er dieselbe ersuchte, der Kaiserin- Witive vorzustellen, daß es das tatKleinbürgerlichen Parteien. Als Abgeordnete zog Mrs. Elizabeth genannt. Dies erregte das Befremden der hiesigen Verbands- dieselbe ersuchte, der Kaiſerin- Witive vorzustellen, daß es das tatCohen in das Barlament des Staates Utah ein; fie wurde in Salt mitglieder, da die beiden genannten Berbandsbeamten Mandate famfte fei, er fehre nach Beling zurüd. Lake City gewählt. seitens der Organisation nicht erhalten hatten. Später stellte sich Zerstörte Bogerdörfer. dann heraus, daß ihnen Mandate zum Metallarbeiter- Kongreß durch Eine Meldung des Deutschen Flottenvereins" besagt: Die Einführung des Frauenstimmrechts in der Kolonie Vittoria den zweiten Bevollmächtigten Schlegel und den Sekretär Stalsli Das gorliche Corps, welches jetzt unter dem Befehl des General ( Australien), die im Juli dieses Jahre mit einer Majorität von ausgestellt worden sind. Diese Art, Mandate zu erlangen, wird seitens major v. Gahl steht, hat am 80. November in der Nähe der Ming31 Stimmen vom Unterhaus beschlossen wurde, ist vom Oberhaus der Mitglieder als teine ordnungsmäßige, sondern als eine Mandats- gräber fünf Bogerdörfer erobert und gänzlich zerstört. Die Borer abgelehnt worden. Von Einfluß auf die Entscheidung des Oberhauses erschleichung angesehen, da nur durch Wehrheitsbeschluß der Kollegen hatten 23 Lote. Man erwartet die Eröffnung der Eisenbahnlinie war die reaktionäre Haltung breiter Frauenkreise, welche gegen die Mandate vergeben werden könnten, und wie einige Redner be- Beting- Yangtfun in den nächsten Tagen; voraussichtlich schon am beantragte Reform energisch protestierten und eine erfolgreiche Antis merkten man den genannten Verbandsbeamten Mandate über- fommenden Montag früh. Frauenstimmrechts- Bewegung ins Leben riefen. Binnen furzer Zeit tragen haben würde, wenn den Mitgliedern gegenüber die Ver Rußland in der Mandschurei. erhielt eine Petition gegen das Frauenstimmrecht nicht weniger als tretung auf dem Kongreß als notwendig oder wünschenswert be. Ein Petersburger Generalstabsbericht vom Sonnabend besagt: 27 000 Unterschriften. Die Frauen der deutschen Ansiedler gehören gründet worden wäre. Nät her erklärte sein und Päpolds An der östlichen Mandschurei haben die Chinesen wiederholt ruffifche ihren großen Mehrzahl nach zu den Gegnerinnen der politischen Verhalten, indem er ausführte: Als er in der Ortsverwaltungs- In der östlichen Mandschurei haben die Chinesen wiederholt russische Bosten angegriffen. Unter andrem wurde ein russisches Kommando Gleichberechtigung der Geschlechter. Aeußerst bezeichnend ist es, daß Sigung, welche den Urlaub bewilligte, gesagt habe, daß er und Bosten angegriffen. Unter andrem wurde ein russisches Kommando sehr viele reiche Damen die materielle Abhängigkeit ihrer Dienst Bägold natürlich auch ein Interesse hätten, am metallarbeiter von 10 Stosaken während einer Raft von Borern angegriffen; mädchen, Angestellten ze. dazu mißbrauchten, diefelben zu zwingen, Stongreß teilzunehmen, da sei feine Einwendung dagegen ge- alle zehn wurden getötet, Chinesische Christen überbrachten die Da friber internationale Benifstongreſſe die Nachricht. gegen ihre Ueberzeugung die erwähnte Petition zu unterzeichnen.macht worden. Die Regierung will gegen die Entscheidung des Oberhauses eine Leiter von Organisationen sowie Redacteure von Gewerkschafts- Lekte Meldungen. Boltsabstimmung herbeiführen. blättern ohne weiteres als zur Vertretung legitimiert erachtet Tientsin, 2. Dezember.( Meldung des Reuterschen Bureaus".) hätten, so habe er in gutem Glouben gehandelt, wenn er die von Auf Grund eines fategorischen Befehls des Kaisers von Rußland den Ortsverwaltungs- Mitgliedern unterzeichneten Mandate für aus- werden die Russen die Bahn von Schanhaifwan nach Beling den reichend hielt. Im übrigen seien doch die Mitglieder durch die Aus- Deutschen übergeben. Die Urkunden, welche die Uebergabe betreffen, übung der beiden Mandate in feiner Weise geschädigt. Wenn Näther sind heute vormittag unterzeichnet worden. sid und Bäzold auch in den Berichten über den internationalen SocialistenKongreß als Delegierte aufgeführt worden seien, so treffe sie dafür kein Frauen und Mädchen- Bildungsverein zu Nixdorf. Heute, Dienstag, abends 81 Uhr, bei Thomas, Hermannstr. 48/50: Wer fammlung. Vortrag des Herrn Dr. Natkowski über das Thema: Wie nährt man sich gut und billig?" Gäste willkommen. Der Vorstand. Sociales. Zur Kohlennot. Die Stadtverordneten in Darmstadt beschlossen in Anbetracht der Kohlenteuerung auf Vorschlag des Bürger meisters einstimmig, an Minderbemittelte, d. H. an Einwohner, die ein Einkommen von nicht über 1500 m2, versteuern, aus den städtischen Kohlenvorräten Quanten bis zu zwei Bentnern wöchentlich für jede Haushaltung zum Selbstkostenpreis abzugeben. In Mainz wurde diese von Socialdemokraten gestellte Forde rung unter ultramontaner Assistenz abgelehnt. Gerichts- Beitung. Annahme Verschulden, denn sie hätten diesen Kongreß zwar auf furze Zeit besucht, Tehke Nachrichten und Depelihen. aber auf eine Frage der deutschen Mandatsprüfungskommiffion ausdrücklich erklärt, daß fie fein Mandat hätten. Alle übrigen Redner, die Die Reise des Präsidenten Krüger. n spit an der Debatte teilnahmen, verurteilten es, daß Schlegel und Köln, 3. Dezember.( W. T. B.) Heute nachmittag wurde der falsti die Mandate ausgestellt, sowie daß Räther und Gesandte v. Tichirschky und Bögendorff von dem Präsidenten Krüger Bäold diefe Mandate ausgeübt haben. Die zum Teil fehr ent empfangen, um demselben im Auftrag des Kaisers persönlich für schiedene Mißbilligung fehrte fich namentlich gegen Näther. Besonders das Telegramm zu danken, welches Präsident Krüger von Herbesthai aus scharf brachte Wiesenthal dieselbe zum Ausdrud, indem er aus- an Se. Majestät gerichtet hatte. Präsident Krüger erwiderte: Ich führte: Die Handlungsweise Näthers sei die naturgemäße Folge des bitte, meinen verbindlichsten Dank für die durch Eure Excellenz mitSystems, welches in der Ortsverwaltung herrsche und darin bestehe, geteilte Botschaft Sr. Majestät zu übermitteln, für allerhöchstivelche daß man dem diktatorischen Auftreten Mäthers zu viel Spielraum ich seit der vor Jahren stattgehabten Begegnung stets die freundgelaffen habe. Man müsse mit diefem System brechen und Männer schaftlichsten Gefühle und besten Wünsche hegte und Gottes Segen mit der Leitung betrauen, welche den Willen der Kollegen respektieren. herabflehte. Auf fächsisch verurteilt. Eine seltsame Lieutenantsbeleidigung eine wollte den vier Beamien nur eine Rüge erteilen ,, fie aber im Im Laufe der Debatte waren mehrere Anträge eingegangen. Der tourde dem derzeitigen verantwortlichen Redacteur der Sach Amt belassen, ein andrer verlangte die Abfegung, ein dritter die Die Botschaft des Präsidenten Kinley. Arbeiterzeitung", dem Genoffen Riem, zur Laft gelegt. Sündigung der Betreffenden. Beschlossen wurde mit großer Mehr- Bräsidenten Mac Reinley an den Kongreß behandelt die chinesische Washington, 3. Dezember.( W. T. B.) Die Botschaft des Vor einigen Wochen brachte die genannte Bettung eine Notiz aus Radebeul, wonach ein Major im Vorbeigehen einen bayrischen unter- heit: Mäther, Päzold, Schlegel und Stalsti zu fündigen, Frage in großer Ausführlichkeit. Die Politik Ameritas besteht darin, offizier mit„ bayrischer Mops" betitelt haben sollte, weil ihn dieser daß ihre Amtsbauer am 31. März 1901 abläuft. Nach bie chinesische territoriale und administrative Wesenheit zu erhalten, die dieses Beschlusses sollte Durch diese Notiz fühlte sich nun nicht nunmehr vakanten Aemter vorgenommen werden. nicht gegrüßt habe. die Neuwahl für Es entstand die Rechte der Mächte zu schützen und den Handel für die ganze etwa ein Major sondern der Lieutenant von Rostiz eine längere, lebhafte Geschäftsordnungs Debatte über Jenkendorf beleidigt, den Welt in gleichmäßiger und unparteiischer Weise zu sichern. Amerita meil er ant demselben Tage auf Wahlmodus und die vorgefchlagenen Kandidaturen. derfelben Straße geritten war und einem Soldaten, der aber Für den hat den russischen Vorschlag auf Wiederherstellung der Kaiserlichen weder bayrischer Unteroffizier war, noch einem solchen ähnlich sah weder bayrischer Unteroffizier war, noch einem solchen ähnlich fab, Poften des ersten Bevollmächtigten erklärten sich von den vielen Gewalt in Beting, als am besten geeignet, eine dauernde Regelung Borstellungen wegen mangelhafter Ehrenerweisung gemacht, dabei Borgeschlagenen nur Nät her und Wiesenthal zur Uebernahme zu bewirken, angenommen. Der Präsident verlangt eine exemplarische Vorstellungen wegen mangelhafter Ehrenerweisung gemacht, dabei des Amtes bereit. Gegen die Kandidatur Wiesenthals wurden und abschreckende Bestrafung der wirklich Schuldigen inner aber nicht bayrischer Mops" gesagt hatte. Genosse Reim, der einige protestierende Bemerkungen laut. Da die Abstimmung durch keinen Lieutenant sondern einen Major kritisiert und dem es niemals Sandaufheben kein zweifelloses Resultat ergab, so soll die Wahl des balb der rationellen Grenzen vergeltender Gerechtigkeit. Er haupten, er habe„ bayrischer Mops" gesagt, wunderte sich ersten Bevollmächtigten in der nächsten Generalversammlung durch betrachtet dies als erste Bedingung und deutet an, daß eine mit Recht, wvie Als zweiter Bevollmäch Entschädigung geleistet werden könne teils durch erhöhte Bürgschaften man ihm wegen Lieutenantsbeleidigung Bettel vorgenommen werden. in Anklagezustand versetzen könne. Es lägen, so führte igter an Stelle Echlegels wurde Pawlowitsch gewählt. Mit für Sicherung der Rechte der Ausländer und dafür, daß China dem er vor dem Dresdener Schöffengericht aus, doch offenbar Die Wahl des Sekretärs an Stelle Etalefis fiel auf eine. dann für den russischen Vorschlag aus, daß alle weitergehenden übergroßer Mehrheit wurde Pätzold als Rendant wiedergewählt. Handel der ganzen Welt geöffnet werden. Mac Kinley spricht sich awei ganz verschiedene Fälle vor. Das Gericht entschied jedoch, daß beide Vorfälle, von denen die Rede sei, identisch wären, ftellung eines sechsten Bureaubeamten. Die Versammlung Saager Schiedsgericht unterbreitet werden sollen. Die Beziehungen -Hierauf empfahl Cohen namens der Ortsverwaltung die An Meinungsverschiedenheiten bezüglich der Entschädigungen dem weil sie beide zu ein und derselben geit Sonntag vormittag!! vor sich gegangen seien, und verurteilte den Ge- stimmte dem zu und betraute Henning mit diesem Posten.zu Frankreich, heißt es in der Botschaft weiter, find freundliche, nossen Reim wegen Lieutenantsbeleidigung zu 200 Mart Geld. Die Bauarbeiter Berlins und Umgegend( centrale Richtung) in den Beziehungen zu Deutschland herrscht guter Wille trafe. Wenn die Sache sich nicht vor einem sächsischen Ge- hielten am Sonntag, den 25. d. Mts., eine Zahlstellen Borstands- vor. Nach Erwähnung der freundschaftlichen Regelung der richt abgespielt hätte, würde man sie für unglaublich halten müffen. tonferenz ab. Zunächst wurde in derselben auf Antrag Pranztat Frage der Versicherungs- Gesellschaften und des Samoa Einen neuen Vorsitzenden hat die erste Straffammer des die Verlegung der Neuwahlen für die Ortsverwaltungen und die abkommens erwähnt Mac Kinley das Fleischbeschaugesek und sagt, Lohnkommission im April beschlossen. Die Entschädigung der Landgerichts I in der Person des fürzlich zum Landgerichts. Beitragjammler wurde abgelehnt, da dieses Ant als ein Ehrenamt es herrsche noch große Ungewißheit, ob Amerikas fast vernichteter Direktor ernannten früheren Landgerichtsrats ad mann erhalten, welcher eine Reihe von Jahren hindurch bei derselben 3 betrachten sei. Weiter wurde auf Antrag ieiau beschlossen, Handel mit Deutschland in Fleischprodukten unter den neuen Lasten Kammer als Beifizer fungierte. Der Vorgänger desselben war der die brei ständigen Lohnkommissions Mitglieder als Delegierte zum wieder aufleben fann, Mac Rinley hofft auversichtlich, daß die Kammer als Beifizer fungierte. Der Vorgänger desselben war der Verbandstage nicht zu wählen. Die Angelegenheit des aus- neuen Bestimmungen frei sein werden von Differenzierungen, welche zum Wirkt. Admiralitätsrat ernannte frühere Landgerichts- Direttor Dr. Felisch und dessen Vorgänger wiederum der inzwischen ver- geschlossenen Kollegen to belt erklärte sich der Ausschuß bereit, zu die Durchführung der alten Verordnungen im Gefolge hatten. Bei regeln. Auf Veranlassung der Lohnkommission wurde beschloffen, der Besprechung der Beziehungen zu Deutschland finden schließlich storbene Langerichts- Direktor Schmidt. lole anisa das Kleben der Kartenerneuerung wegen in der legten Woche dieses noch das neue deutsch- amerikanische Kabel und der bei seiner Er Wegen Nebertretung des ar und Scha de angeklagt feßen. Nach Erledigung einiger interner Angelegenheiten erreichte § 10 öffnung erfolgte Austausch von Glückwünschen mit dem deutsche Kaiser Erwähnung. Bezüglich der Beziehungen zu England wird in eingefallen war, bom Leutnant v. Nostiz- Jenkendorf zu be die Versammlung ihr Ende. # worden, weil Saar im Auftrage Schades in der am 1. Mai 1900 in Salle stattgehabten focialdemokratischen Volksversammlung, also Zimmerer Versammlung. In der am Sonntag in den Armin- der Botschaft ausgeführt, daß dieselben fortgefezt freundliche sind. an einem öffentlichen Orte, Drudschriften, nämlich Maifest hallen tagenden Bersammlung des Centralverbands der Zimmerer Der Krieg in Südafrika habe zu peinlichen Fragen bezüglich der Beitungen" verkauft habe, ohne im Besize einer be bördlichen sprach eingangs der Reichstagsabgeordnete Genosse Antrid über Neutralitätsgejeze Anlaß gegeben, die in einer für die unmittelbar Erlaubnis zu sein. Die Angeklagten wurden aber in erster und Die Wohnungsnot". In der an den beifällig aufgenommenen Beteiligten befriedigenden Weise geregelt feien, aber leider ohne volle zweiter Instanz freigesprochen. Das Landgericht zu Halle hielt Bortrag fich anschließenden Diskussion sprachen Petereit, ChaRegelung der Frage des Rechts der Neutralen, Waren, die nicht an sich für entscheidend, daß nach den gerichtlichen Feststellungen Saar an bigli und Reimann, letterer u. a. auch auf die Wohnungs Stonterbande sind, zu verfenden. Die Botschaft betont fodann, daß Versammlungsteilnehmer nur Festzeitungen, die von ihnen inspektion verweisend. Im weiteren trat der Referent noch der der Einfluß Japans als eines die allgemeinen Intereffen des vorher bei Schade bestellt waren, abgegeben habe. Er führte unter den Zimmerern verbreiteten Ansicht entgegen, daß in Friedens, der Ordnung und des Handels fördernden Faktors nicht aus; daß hiernach von einem Verkauf in der Versammlung, zu der folge der eine erhöhte Jedermann Zutritt hatte, nicht die Rede sein könne und einstelle und einstellen müsse, weil die Grund- und Boden überschätzt werden könne, erwähnt die Konvention mit England ebensowenig von einem unentgeltlichen Verteilen. Ein Verkauf sei befizer ihren Befsiz beffer verzinien, wenn sie diesen bis hinsichtlich des Baus des Isthmus- Kanals und befürwortet zu stande gekommen, aber nicht in der Versammlung zur geeigneten Beit liegen laffen. Hohmann ersucht darauf um den Anschluß eines Handelsvertrags mit Spanien. Die von sondern vorher in der Form eines Kaufvertrags. Dieser Auskunft betreffs der Obstschen Streiftlaufel- Angelegenheit, was eine Amerika an die Türkei gestellten Forderungen, heißt es Vertrag fei vollzogen worden mit der Bestellung furze Diskussion zeitigte, die mit der Annahme eines Antrags endete, dann weiter, dürften bald in befriedigender Weise erledigt werden. der betreffenden Nummern und der Verpflichtung der der diese Angelegenheit dem Vorstand zum weiteren Verfolg über Sollten in der Frage der Handelsverträge in einigen Ländern die Räufer, fie anzunehmen und zu bezahlen. Ein weist. Der Vorsitzende giebt dann das sich bis jetzt ergebende Erfüllungsgeschäft liege hier bor. Der Staatsanwalt legte Resultat der Karten- Erneuerung und Abstempelung belannt. Hiernach Forderungen nach einer Amerika feindlichen Gesetzgebung fortdauern, Revision ein und machte geltend, es müßte eventuell§ 43 Absa 1 find 2813 neue Karten ausgestellt worden und haben 1944 den Schluß- so werde Mac Kinley dem Kongreß eine den Erfordernissen der Lage der Gewerbe Ordnung angewendet werden. Danach bedürfe einer stempel erhalten. gerecht werdende Gesetzgebung anraten. Die Botschaft befürwortet behördlichen Erlaubnis auch der, welcher an öffentlichen Orten Drud fchriften gewerbsmäßig verteilen wolle. Auf jeden Fall Arbeiterinnen Deutschlands( Bahlstelle Berlin) hielt am Mittwoch, und weist hinsichtlich der Philippinen darauf hin, daß Amerika be Der Verband der Fabrik-, Land-, Hilfsarbeiter und sodann noch die Beibehaltung der Barität zwischen Gold und Silber handele es sich hier um ein gewerbsmäßiges Verteilen. Der Straffenat des Kammergerichts berwarf die Rebifion mit der den 28. Rovember, in Raabes Salon, eine Mitgliederversammlung strebt sei, den Filipinos die Wohlthaten der Freiheit und einer guten Begründung, dem Angeklagten Saar tönne weder ein Verkaufen, ab. Herr Stenz hielt einen Vortrag über„ Vivisektion". In der Regierung zu sichern. noch ein gewerbsmäßiges Verteilen im Sinne des§ 43 der GewerbeOrdnung vorgeworfen werden. Man fönne lediglich von der Erfüllung eines vorber mündlich geschlossenen Kaufvertrags reden. Sei Saar freizusprechen gewesen, fo natürlich auch der der Anstiftung beschuldigte Schade. = urteilte den Privatschreiber Paul Orda Diskussion stellte N. die Frage an den Referenten, uns doch Mittel und Wege vorschlagen zu wollen, wie dieser Unfitte entgegen zu treten sei. Der Referent führte nun an, daß die 150 Millionen, die der Krieg in China toftet, besser auf das Wohl der Kranten und Aerzte angewandt wäre, und so führte Redner noch verschiedene Mittel und Wege an. Königsberg i. Pr., 3. Dezember.( W. T. B.) Das ztvei hundertjährige Krönungs Jubiläum wird, wie die„ Ost preußische Zeitung" meldet, von dem Königlichen Hofe nur in Berlin gefeiert und zwar soll die Feier mit dem am 18. Januar regel mäßig stattfindenden Ordensfeste verbunden werden. Bern, 3. Dezember.( W. T. B.) Der Ständerat genehmigte von den auf der Haager Konferenz abgeschloffenen Konventionen nationaler Streitigkeiten, die Konvention betr. die Ausdehnung die folgenden: Die Konvention zur friedlichen Schlichtung inters der Genfer Konvention auf den Seekrieg, die Erklärung betreffend das Werfen von Geschossen und Explosivstoffen aus Luftballons, die Erklärung betreffend die Verwendung von Geschossen, die erstidende 場 oder giftige Gase verbreiten, endlich die Erklärung betreffend den da uson Gebrauch von Kugeln, die sich leicht im menschlichen Körper auss breiten oder abplatten. Im Zusammenhang mit dem Koniher Morde steht eine Die Graveure und Giselenre hielten am 28. November in Berurteilung wegen Meineibs, die gestern vor dem Schwur- der Brunnenstraße eine öffentliche Bersammlung für die im Norden gericht in Beuthen( Oberschlesien) erfolgte. Das Gericht ver- Berlins wohnenden Kollegen ab. Bri din er schilderte die Lage im aus Stattowi Gewerbe und forderte zum Schluß die Anwesenden auf, sich dem wegen wissentlichen Meineids zu fünfjähriger 8ucht Verband anzuschließen. In der Distuffion legte einer der Streifenden hausstrafe und zehnjährigem Ehrverlust. Orda hatte in einem an die Koniger Staatsanwaltschaft gerichteten Schreiben von der Werkstatt ismer den Grund des dortigen Streils bar. Israelski der Ermordung des Gymnasiasten Winter befchuldigt. Als er hierauf in Rattowiz eidlich vernommen wurde, befundete er, er sei am 11. März in Konig gewesen und habe geChina. sehen, wie Winter von zwei Männern, anscheinend Juden, überfallen Rom, 3. Dezember.( B. H.) Der Tiber ist um einen halben und in einen Wagen geschoben wurde, der dann schnell davongefahren Deutsche Strafegpeditionen. Meter gesunken. Die Gefahr für die Stadt ist vorbei. Die Nach sei. Einer der Männer hätte den andren Israelati" gerufen. Die Berlin, 3. Dezember. Feldmarschall Graf Balderfee richten aus der Campagna lauten beruhigend. Die Rettungss angestellten Ermittelungen ergaben, daß die Angaben Ordas er meldet aus Beling, den 2. Dezember: Nach Hissen der deutschen arbeiten forderten mehrere Opfer. Ein Soldat und zwei Schiffer funden waren, da er am 11. März in Bawodzie bei Kattowiz fich Flagge auf den Ming- Gräbern und Bestrafung mehrerer find bei der Bergung einer Familie aus einem Bauernhause er aufgehalten hatte. dredite dha vin nahegelegener Dörfer wegen Christenmords lehrt Detachement Gayl trunken. Berantwortl. Redacteur: Robert Schmidt in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. «>« aidtn» iLltilnje d» Jimärts" fttlinet PMM»<� cw.,°i» Neichsksg. 12. Sitzung. Montag, den 3. Dezember 19lZ0. 2 U h r. Am Bundesratstische: Brefeld, Graf Posadowskh, von Thielen. ' Auf der Tagesordnung steht die Beratung der folgenden Jnter- pcllation Dr. Heim, Müller- Fulda(C.) l Was gedenken die verbündeten Regierungen zu thun, um der bestehenden, weite Volkskreise schwer bedrückenden Kohlenteuerung wirksam abzuhelfen und für die Zukunft die Wiederkehr solcher Mitz- stände zu verhüten? Graf Posadowsky erklärt, die Regierung sei bereit, die Jnter- pellatiou sofort zu beantworten. Das Wort zur Begründung der Jnterpellvtion erhält Abg. Dr. Heim(C.): . Wir haben bereits vor langer Zeit, als das Publikum sich noch ziemlich indifferent verhielt, auf die drohende Kohlennot aufmerksam gemacht. Herr v. Thielen erklärte bei der letzten Etatsberatung, ersehe die Kohlcnnot nicht so schwarz an, und wenn die streikenden Arbeiter zur Vernunft känien, würde es besser werden. Nun, die Arbeiter sind zur Ver- mmst gekommen, ohne daß es besser wurde, die Unvemunft scheint doch also auf einer andren Seite gelegen zu haben. Die Schuld an der Teuerung trägt jedenfalls das rheinisch-tvest- fälische Kohlensyndikat, das sich in der letzten Campagne schwere Fehler hat zu Schulden kommen lassen. Verträge auf längere Zeit werden von dem Syndikat nicht abgeschlossen, es bindet sich nicht auf die Lieferung bestimmter Kohlensorten; ferner ist die Konkurrenz der Grossisten unter sich beseitigt. Die Wirkung der Preissteigerung auf das ganze Land brauche ich nicht zu schildern. Verkehr, Industrie sowie kleine Verbraucher haben darunter gelitten, und die wirtschaftlich Schwächsten litten immer am meisten. Noch nie ist der Kohlenhandel so chikanvs gewesen wie in diesem Jahre. Es ist vorgekommen, daß in der Schweiz deutsche Kohle» billiger waren alS in Deutschland, weil die Frachten billiger waren und das Syndikat dem Ausland billigere Preise machte.(HörtI hört!) Das Syndikat will die Schuld an der Teuerung auf die Grossisten abwälzen. Es hat aber noch nicht den Namen eines Grossisten veröffentlicht, der von der Lieferung durch das Syndikat wegen unreeller Preistreiberei ausgeschlossen wäre. Dagegen steht eS fest, daß die Kohlenauöfuhr nach dem Ausland durch das Syndikat in den ersten S Monaten dieses JahrS gegen 18VS um 12V» Millionen Tonnen gestiegen ist. (Hört, hört l) Diese Ausfuhr erfolgte in derselben Zeit, in � der man wegen Mangel an Kohlen die Abgabe an inländische Verbraucher einschränken zu müssen behauptete. Mit einem bedauernden Achselzucken streichen die Syndikate 768 Millionen Mark ein, die sie durch ihre Manipulationen über den normalen Preis hinaus im Jahre gewonnen haben. Und da schreien die Herren über die A g r a r i e r, die doch nur eine kleine Erhöhung der Getreidezölle wollen. Nun hat die Regierung sich dazu verstanden..Erwägungen und Erhebungen" anzustellen. Nun, man weiß, solche Erhebungen dauern so lange, bis nichts mehr zu helfen ist. In Preußen haben wir einen Minister für Handel und Gewerbe. Ja, aber während die gesamte Handelspreffe und gewerbliche Fachpresse über die Kohlennot jammerte, blieb der Herr Mini st er für Handel und Gewerbe stumm, er rührte sich nicht. Man leugnet ja gern, daß eine Kohlennot besteht. Dieser Begriff ist sehr relativ. Kohlen giebt es wohl noch, aber sie sind für den nicht glänzend gestellten Mann einfach unerschwinglich. Wie ist mm diese Kohlennot entstanden? Nun, die Syndikate haben den Grossisten mitgeteilt, die Bezüge seien um 27 Proz. zu kürzen, die Grossisten haben diese ihren Kunden gegenüber auf SO Proz. gekürzt. Gleichzeitig aber ist nicht etwa der Export ins AiiSlaud verkürzt worden, sondern im Gegenteil. - Es entstand eine ordentliche Kohlenangst im Publikum, die nicht unberechtigt war angesichts der Haltung des Syndikats/ Veröffent- lichte doch die„Kölnische Volkszeitung" eine Nachricht, wonach auf das Ersuchen einer mit Namen genannten Zeche um Förderung von dem Syndikat keine Antwort ergangen sei. Diese Nachricht ist nichts widerrufen worden. Bezeichnend für die herrschenden Zustände ist auch, daß das XVIll. Armeecorps sich gezwungen sah, für das nächste Jahr seinen Kohlenbedarf in England zu decken. (HörtI HörtI) Was ist nun zu thun? Es hat Leute gegeben, die vorschlugen, kleine Wohlthätigkeitsvereine zu gründen, die den armen Leuten Kohlen billig abgeben, also WohlfahrtSeinrichtungen zu Gunsten der Herren vom Syndikat I Man hat gemeint, der Reichstag könne nichts thun, er sei der Kohlennot gegenüber ohnmächtig. Nun, der Reichstag könnte ja in die neuen Handelsverttäge unter den Artikeln, die vom Export ausgeschlossen sind, auch die Kohle aufzunehmen. Das wäre eine sehr praktikable Maßregel. Ebenso hätte es der Reichstag in seiner Macht, eine Exportzone für Kohlen einzuführen. Vorläufig hat man sich auf eine Verbilligung der Jmporttarife beschränkt. Das war eine ziemlich wirkungslose Matzregel. Einschneidender wäre Aufhebung der Gxporttarife zum mindesten vorläufig auf zwei Jahre. Eine weitere Maßnahme gegen die Teuerung wäre Steige- rnng der Produktion in den staatlichen Bergwerken, wie das in Preußen zum Teil geschehen ist. Der Z 65 des preußischen Berggesetzes giebt übrigens dem Staat die Handhabe, dem Besitzer eines Bergwerks zu sage», die Produttion deines Betriebs ist nicht ganz entwickelt und ihn zur Steigerung der Produktton zu zwingen. Warum wird von dieser Befugnis nicht Gebrauch gemacht? Ich bin kein principieller Gegner der Syndikate, sie können dazu dienen, Schleuderkonkurrenzen zu beseitigen. Aber alle menschlichen Einrichtungen sind mangelhast, und wir müssen mit allem Nachdruck verlangen, daß die Syndikate unter Aufsicht gestellt werden. Wenn man heute den Syndikaten Extra- Prämien zukommen läßt, so ist das eine ganz einseittge kapitalistische Bevorzugung. Ich bin weit davon entfernt, wie gesagt, die Syndikate beseitigen zu wollen. Aber wenn schon eine zukünftige Getreidezollcrhöhnng eS fertig gebracht hat, den Ausdruck Brotwucher zu schaffen, so kann man angesichts der gegenwärtigen Kohlcnnot nicht umhin, auch einmal einen scharfen Ausdruck zu gebrauchen. Und so können wir unsrer Entrüstung wohl Ausdruck geben in einer scharfen Verurteilung des heutigen Kohlenwuchers. (Beifall.) Handelsminister Brefeld: , Ich kann in Beantwortung der Interpellation selbstverständlich nur für den preußischen Staat sprechen. Die Interpellation fragt nach den Mitteln zur Abhilfe der jetzigen Teuerung und zur Ver- hülung ähnlicher Zustände in der Zukunft. In der Begründung sind eine Menge von Einzelheiten vorgetragen, die sich zum großen Teil auf das Gebühren des Kohlensyndikats, zum großen Teil auf die Verteuerung der Kohlenpreise im Zwischenhandel beziehen. Ich bin natürlich nicht im stände, diese Einzelheiten zu konttollieren. Mir steht auch keine Einwirkung auf das geschäftliche Gebahren de? Syndikats und des 8 wischenhandels zu. Ich kann hier nur das Ergebnis derjenigen jahrnehmungen vortrage», die ,ch in meiner amtlichen Stellung über die hier beklagten Mißstände während deS verflossenen JahrS innerhalb Preußens gemacht habe.— Zunächst einige Mitteilungen über die Ursache und das Maß der Ausdehnung der Kohlenteuerung. Die Ursachen sind ja bekannt. Sie liegen in dem Ausfall der englischen während eines Teils des Jahrs, ferner in dem Ausfall der sächsischen und böhmischen Kohlenproduktion infolge von Ausständen und endlich in dem gesteigerten Bedarf unsrer Industrie, wie sie ihn bis zur Mitte dieses JahrS hatte. Der Import der englischen Kohle betrug 105 Millionen Tonnen. Diese Kohlen kamen bis nach Berlin, und infolge deS Ausbleibens dieser Zuwhr mußten natürlich diejenigen, die sie bisher bezogen hatten, sich an die in- ländischen Gruben wenden. Diese berücksichttgten natur- gemäß zunächst ihre bisherigen Kunden.— Die sächsische Produktion beziffert sich auf 5—6 Millionen Tonnen, die böhmische Einfuhr 1899 auf 8,6 Millionen. Diese geht teils nach Bayern, teils nach Norddeutschland. In Berlin allein werden 800 000 Tonnen böhmischer Briquetts verbraucht. Daß infolge des Ausfalls einer so bedeutenden Zufuhr während einer bestimmten Zeit und in einem eng umgrenzten Gebiet innerhalb dieses Gebiets Notstände entstanden, darüber kann man sich nicht wundern. Unter solchen Umständen war eS Aufgabe der inländischen Kohlen- Produktion, alles aufzubieten, um den Ausfall zu ersetzen, und daS hat sie— ich muß das offen anerkennen— redlich und mit allen Kräften gcthan. Es sind über 10 Millionen Tonnen in diesem Jahr mehr gefördert und dem Konsum zugeführt worden. Nun einiges über die Höhe der Preise. Man mutz unterscheiden zwischen Gruben- und Großhändler- Preisen einerseits und den Preisen der Zwischen- und Kleinhändler andrerseits. Daß diese letzten bedeutend höher sich stellen, ist selbstverständlich. In der That find die Kohlen in vielen Gegenden über das Matz eines an- gemessenen verhältnismäßigen Gewinns bis zu wucherischer Höhe gesteigert. Zunächst natürlich in den Gegenden, die von der Zufuhr ausländischer Kohle abgeschlossen, ferner in den großen Industrie- gebieten, eigentümlicherweise auch in allernächster Nähe der Gruben. Es ist bekanntlich Gewohnheit der Grubenbesitzer, in ihrer aller- nächsten Nähe an die Konsumenten direkt Kohlen abzugeben, und mm ist beobachtet worden, daß die Händler, speciell in Oberschlesien, Fuhrleute für sich engagiert haben, die die Kohlen direkt nach den Bahngeleisen wegfuhren, wo diese dann in entferntere Gegenden, sogar ins Ausland verladen wurden. Auf diese Weise sind in Oberschlesien 360 000 Tonnen dem Gebiet in der Nähe der Gruben entzogen worden. Wie sollte man das verhindern? Auf den Gruben wußte man ja gar nicht, wohin die Kohlenffgingen. Der Herr Eisenbahnminister erklärte nur, er könnte dagegen auch nichts thun. Die thatsächlich vorhandene wucherische Ueberteuernng der Kohlen ist nun nicht unwesentlich auch dadurch gesteigert worden. daß infolge der Zeitungsnachrichten über die Kohlennot eine Panik eintrat, daß sich jeder möglichst schnell mit Kohlen zu ver- sorgen suchte.— Was nun die Kohlenpreise selbst anlangt, so haben sich weder an der Ruhr, noch an der Saar, noch in Oberschlesien die Gruben- und Großhändler- preise um nicht mehr als 2,50—2,60 M. pro Tonne gesteigert. Wenn man dagegen die Steigerung der Preise im Auslande betrachtet, so mutz zugegeben werden, daß die inländischen Preise das gc- bührende Mast nicht überschritten haben. In England betrug die Steigerung bei einer Kohlensorte 1898/99 8 Sh., für eine andre 20 Sh. usw.. in Böhmen für Braunkohle 1899 4,50 M. und stieg 1900 auf 8 M. Allerdings sind beiin Klein- und Zwischen- Handel die Preise über das gebührende Maß hinausgegangen. Nun erhebt sich die Frage, was ist solchen unerwünschten Zustanden gegenüber zu thun? Es handelt sich bei der Abhilfe zu nächst um die Steigerung der Produktion. dann Be- schränkung der Ausfuhr, drittens Einschränkung des Kleinhandels, dadurch, daß man die Kohlen in größerer Menge den Konsumenten direkt zuführt, und viertens um die Kontrolle des Zwischenhandels. Zunächst ist die Produktion in diesem Jahre auf über 100Mill. gestiegen, d. h. um 10 Proz., und nach den von mir angestellten Erhebungen steht es fest, daß die Steigerung auch in Zukunft 7,8 Millionen im Durchschnitt erreichen wird, zumal da 72 Neu- anlagen in preußischen Gruben begriffen sind, die sämtlich im Laufe der nächsten vier bis fünf Jahre zur Förderung kommen. Zweitens die Frage der Beschränkung der Ausfuhr. Da mutz ich zunächst konstatieren, daß die Ausfuhr allerdings in diesem Jahr nicht unbeträchtlich zugenommen hat. wenigstens in den letzten 10 Monaten, im Jahr 1899 um 1 Million. Es sind ein- geführt 1899 12,8 Millionen, ausgeführt 13,3 Millionen-, im Lauf dieses JahrS eingeführt 13 Millionen, ausgeführt 10,6 Millionen. dabei ist zu berücksichtigen, daß die Einfuhr fremder Kohle während mehrerer Monate aufgehört hatte. Also ist die Steigerung gar nicht so befremdlich. Ist es da nun angebracht, mit einem Einfuhr- oder Ans- fuhr-Verbot vorzugehen?" Ich kann das nicht für richtig halten. Die Produktionsgebiet'e sind im In- wie im Auslände so gelegen, daß wir, wenn der Vertrieb der Kohle rationell stattfinden soll, er sich nicht auf das Inland beschränken kann. Die oberschlesischen Gruben, die an der Ruhr liegen dicht an der Grenze, die englischen dicht an der Küste. Wenn keine englische, keine böhmische Kohle mehr herein kommt, so würde die Kohlenversorgung ganz unwirtschaftlich vor sich gehen. Bayern versorgt sich jetzt vorzugsweise mit böhmischer Kohle, sollte es seine Kohlen vom Ruhrgebiet oder von der Saar beziehen, und die schweren Frachtsätze tragen, so würde eS uns wenig dankbar sein. Ich glaube also, es wäre wirtschaftlich verkehrt, wenn man Ausfuhr verböte eintteten lassen würde. Dasselbe gilt auch für die Ausfuhr zölle. Zur Frage der Einschränkung' des Kleinhandels meine ich, daß der Kohlenhandel für die Gruben nicht zu entbehren ist. Das hängt mit der Eigenart der Kohlenbetriebe zusammen. Der ganze Kohlenbetrieb ist schon vorher für daS ganze Jahr geregelt. ES ist»un natürlich, daß die Händler, die verdienen ivollen, häufig den Bedarf überschätzen. In der Regel tritt das Gegenteil von Kohlenmangel auf diese Weise«in. Bei der Kohlen-Abundanz, die viel häufiger vorkommt, ist es geboten, daß die Kohle in ihrer Hauptmasse von der Grube in den Eisenbahnwagen geschafft wird, und von da an Ort und Stelle. Eine Lagerung verursacht Kosten. Der Handel hat die Aufgabe, die Gruben aufzusuchen und An- gebot und Nachftage zu regeln und größere Verträge ab- zuschließen. Es sind also erhebliche Verdienste, die der Handel sich um die Entwicklung der Kohlenproduktion erwirbt. Aber doch ist es erwünscht, die Kohlen soweit als möglich direkt in die Hände der Konsumenten zu bringen. Ich halte eine verständige Organi- sation der Käufer und Verkäufer für wünschenswert, weil dadurch ein geregelter Preis erzielt wird. Der Zusammenschluß der Ver- käufer hat eS zu Wege gebracht, daß die Preise im Inland in den letzten Jahren viel ruhiger waren, als im Ausland. Auch für eine Organisation der Käufer bin ich. Aber die Unterbringung der Köhlen ist häufig für Genossenschaften nicht gerade leicht, da die persönlichen Vorteile hier auch mitsprechen. Ich habe mich entschloffen, einen bestimmten Betrag von Kohlen zu reservieren, sie dem Handel zu streichen(Sehr gut I recht«) und sie den Genossenschaften zu gute kommen zu lassen. Bewährt sich das, dann werde ich weiter gehen. Aber ich kann nur etappemveise vorgehen. Viertens wurde vorgeschlagen, den Zwischenhandel zu kontrollieren. In der Beziehung sind schon Versuche gemacht worden, so am Rhein beispielsweise. ES ist das aber sehr schwer, da das eine Mal die Kosten für Lagerung größer sind und das andre Mal kleiner, je nach der Zeit, die die Kohlen lagern. Da ist denn das Syndikat auf den Ausweg gekommen, festzustellen, daß die Händler, die zu große Gewinne sich sichern, ausgeschlossen werden sollen. Die Handelskammern sollen über die zu hohen Gewinne entscheiden. Das ist ein Versuch, aber man kann ihn ja machen. Es wäre vielleicht wünschenswert, Stellen zu gründen, bei der die Beschwerden einlaufen und die dann die Aus- schaltung der �betreffenden Händler vornehmen. Ich habe nicht unter- lassen, einen derartigen Vorschlag in Oberschlefien zu machen. Hoffentlich haben meine Worte dazu beigetragen, in den Kreisen der Bevölkerung Beruhigung und Vertrauen zur Regierung herzustellen. Eisenbahnminister Thielen: Solange eS Eisenbahnen giebt, hat eS auch KohlenauSfuhr-Tarife gegeben für diejenigen Eisenbahnen, die Kohlenproduktion innerhalb ihres Gebiets hatten. Dieser Tarif galt sowohl für private wie für Staatsbahnen. Ganz natürlich. sie waren davon überzeugt, daß sie dabei nicht nur ihre eignen finanziellen Jnter- essen wahrten, sondern auch dadurch beitrugen. die Köhlen- Produktion des Lands erheblich zu fördern. Auf der andern Seite ist es von jeher als eine Aufgabe von Privat- und Staatsbahnen betrachtet worden, eine thunlich st«Stabilität in der Be- förderung dieses wichtigstenArtikels herbeizuführen. Das ist auch von den verschiedenen Eisenbahnleittingen als ihre Aufgabe betrachtet worden. Ermäßigte Ausfuhrtarife bestehen nach einzelnen Stationen hin, aber nur in ganz geringer Höhe. So giebt es nach einzelnen Teilen von Böhmen eine Ermäßigung von 35 Pf. pro Tonne, nach einer einzigen Station aus ganz besondrenGründen eine solche von65 Pf. Was die Ausfuhrtarife für'das Ruhr- und Saargebiet anlangt, so hat man bei den letzten Etats-Verhandlungen im Reichstag behauptet, das Saar- Gebiet verkaufe nach öer Schweiz und Italien erheblich billiger als im Inland. Beides ist nicht richtig. Die Ausfuhr nach Italien ist überhaupt sehr gering, sie betrug 1899 nur 36 000 Tonnen. Wir hätten sie gern im Interesse unsrer heimatlichen Produttion, und auch, um unsren Einfluß auf die Gotthard-Bahn zu verstärken, vergrößert; allein das war nicht möglich. Die Gotthard-Bahn ist bekanntlich mit deutschen Subsidien gebaut worden. Sie sollte in erster Linie deutschen Interessen dienen und die deutsche Ausfuhr fördern. Daher ivurden Tarifermäßigungen vorgesehen, und diese Ermäßigungen hat die Bahn ihrerseits_ benutzt, um auf Grund derselben ihre Dienstkohlen zu befördern. Diese Kon- Zessionen mußten wir machen. Die Schweiz hat keine. Ermäßigungen, außer auf den Stationen, wo die Gotthard- Bahn Eemäßigungeu genießt. Nach Frankreich bestehen AuSnahmetarise von der Saar und von der Ruhr. Die Saar hat da« dringendste Interesse an diesen Ausnahme- Tarifen, weil sie einen großen Teil ihrer geringwerttgen kleinen Kohle nach Frankreich sendet. Die Ruhr ist beteiligt mit kleinen Quantitäten Cooks für die ftanzösischen Hochöfen dicht an der Grenze. Wenn ich das Facit heraus ziehen soll, so geht meine feste Ucberzcugung dahin, daß die Aufhebung der Ausfuhrtarife niemand nützen, dagegen weite Kreise auf das enipfindlichste schädigen würde. Auf den Antrag de? Abg. F r'i tz e n(Centtum) wird einstimmig Besprechung der Interpellation beschlossen. Abg. Hilbck(uatl.): Das Syndikat ist hier von Herrn Dr. Heim sehr angegriffen worden, zum Teil mit Unrecht, denn auch in Schlesien und im Saar- gebiet sind die Preise gestiegen ohne die Mitwirkung des Syndikats. Auch in England sind ja die' Köhlenpreise noch viel mehr gestiegen, als in Deutschland. Die Preissteigerung muß also noch andre Ur- fachen haben. Die Produktion m Westfalen ist in den letzten Jahren ganz unverhältnismäßig gegen frühere Jahre gesteigert worden. Es ist nicht richtig, daß daL Syndikat der Förderung bestimmter Zechen Einhalt geboten hat. Das Syndikat bestimmt die Leistung der Zechen ganz genau nach der Förderungs- Möglichkeit und eine ganze Anzahl Zechen hat das verlangte Quantum gar nicht liefern können. Auch der Vorwurf, daß das Kohlensyndikat im Ausland billiger verkaufe, ist erhoben worden. Ware er richtig, so entspräche ein solches Verfahren nur allgemein gültigen kaufmännischen Grundsätzen. Die Preise in den Niederlanden und Belgien bestimmt das westfälische Syndikat nicht. es muß eventuell im Preise nachlassen und es ist besser, dieser Fall tritt ein. als daß Arbeiter entlassen werden und die Förderung verringert wird. Die Eisenbahntarife sind nicht schuld an der Ausfuhr nach Holland. Schon ehe die erste Eisenbahn gebaut war. schwammen die Kohlcnkähne den Rhein hinunter. Die Kohlcnnot ist durch den gesteigerten Verbranch in der Eisenindustrie hervorgerufen ivorden. Grade diesen Aufschwung hat die Eisenindustne dem'Syndikat und dem von ihm auf längere Frist festgesetzten Preise mit zu verdanken. Diese festen Preise gaben der Eisenindustrie die Sicherheit.(Sehr richtta! b. d. Nattonalliberalen.) Daß die Preise enorm gestiegen sind, steht fest. Daß daran nicht die Syndikate, sondern die Zwischenhändler schuld sind, geht ja schon aus den Worten des Herrn Vorredners hervor. Die Syndikate gehen nun gegen diese Herren vor. Es sind z. B. durch die Handels- kammer in Effen schon zwei Händler ausgeschlossen worden. Ich gebe zu. daß die Syndikate hin und wieder an einzelne Händler zu große Mengen Kohlen gegeben haben. Aber bei solchen Mengen, wo es sich um Millionen von Tonnen handelt, kann man, wie wohl jeder einsehen mutz, den Zwischenhandel absolut nicht entbehren. Die Hauptsache ist, daß ihm das Syndikat scharf auf die Finger patzt. An der Hand einer Tabelle sucht der Redner im weiteren nachzuweisen, daß die Löhne für die Bergarbeiter seir 1889 um 10 Prozent mehr gesttegen sind als die Kohlen- preise. Auch im Jahre 1900 hat sich die Steigerung im selben Maße fortgesetzt. Also sind die Selbstkosten mehr gesttegen als der Verkaufspreis.(Lachen bei den Socialdemo- kraten.) Dazu kommt, daß noch Ausgaben zum Wohle der Arbeiter gemacht worden sind. Die Arbeiterwohnungen sind verbessert worden. (Lachen bei den Socialdemokraten.) Ja, meine Herren, es ist so, kommen Sie nur in meine Gegend. Ich werde Ihnen Thür und Thor öffnen und Sie iverdcn sich mit mir über die Woh- nungen freuen.(Fortgesetzte Unruhe und Gelächter bei den Socialdemokraten.) Sehr gestiegen sind ferner die Anforde- rungen an Maßnahmen zur Sicherung und Gesundheit der Arbeiter in den Betrieben. Redner sucht des weiteren in längeren Aus- führungen, die iin einzelnen unverständlich bleiben, zahlenmäßig nachzuweisen, daß der Verdienst der Bergwerke bei den Fördeningen ein sehr geringer sei. Einzelne Gewerkschaften sollen auf jede ge- förderte Tonne imr 0,77 Mark verdienen. Wenn Sie keine Kohlennot haben wollen, dann sorgen Sie da- für, daß Sie neben den Eisenbahnen auch Wasserstraßen haben. (Aha I rechts.) Abg. Richter(fts. Vp.): Die Rede des Herrn Heim war eine Anklage gegen das Kohlen« Syndikat, die des Herrn Vorredners eine Verteidigung desselben. (Sehr richtig! bei den Freisinnigen.) Die Klagen kommen aber nicht allein aus Westfalen, sie koiiimeii auch aus dem Saargebiet und aus Schlesien. Die Kohlenfrage interessiert' ganz Deutschland. Ich bedauere, daß man seitens der preußischen Regierung, als die ersten Klagen auftauchten, so zurückhaltend war. Man hat sich auf eine kurze Erklärung in der Berliner und der Schweinburgsche» Korrespondenz im September beschränkt. Wenn der Herr Minister damals so ausführlich gesprochen hätte wie heute, dann wäre das. was er mit Recht Panik nennt, vermieden worden.(Sehr richtig I links.) Es wäre sehr wünschenswert, wenn mehr statistisches Material über die Kohlenproduktion geliefert würde. Fest steht das eine, daß das Verhältnis von Angebot und Nachfrage sich verschoben hat. Die Nachfrage hat sich gesteigert in- fosge der erhöhten Anforderungen der Eisenindustrie, infolge des letzten harten Winters und durch den Transvaalkrieg. Nebenbei find auch 40 000 Tonnen nach Kiautschou gegangen. Das Angebot hat sich vermindert durch die Streiks in Böhmen und Sachsen, und zum andren Teil vermehrt durch 10 Proz. Produktionssteigerung. Dieses ist aber nicht ausreichend gegenüber der erhöhten Nachftage. Was mm die Maßnahmen gegen die Kohlcnteuerung anlangt, so stellt der Handelsminister an die Spitze die Erhöhung der Pro- dnktion. Es sind aber in der„Schlesischen Zeitung" Vorwürfe er- hoben worden dahingehend, daß �/i des schlesischen Kohlengebiets noch unbebaut sind und daß der Fiskus noch soviel unbebaute Kohlen- felder hat, wie der ganze Kohlenbergbau, der augenblicklich im Abbau begriffen ist.(HörtI hörtl) Auch soll z. B. der Fürst v. Pleß kolossale Kohlenfclder von riesigem Umfange besitzen, die er unbebaut läßt, daß auch die Maßnahmen der Bergpolizei den Abbau zum Teil verhindern infolge der Vorschriften zum Quellenschntz. Was die einzelnen Maßnahmen der preußischen Regierung anlangt, so ist man sich wohl darüber einig, daß sie prakttsch keine Bedeutung ge- habt haben. Es sind nicht die Ausfuhrtarife ins Ausland, die auf Wahlrechts auch für die Gemeindewahlen beschloffen werden| Realisierungen gweds Glattstellung von Dezemberengagements. Weizen die Kohlenpreise steigernd wirken, sondern die Ausnahmetarife in s möge. In dem vorberatenden Ausschusse, dem der Antrag über- für vordere Lieferungen gaben 0,25 Proz., Mai blieb unverändert. Roggen Inland, die die ausländische Konkurrenz aus dem Jnlande verwiesen worden war, wurde u. a. darauf hingewiesen, daß die breiten wich vorn 1 M., Mai um 0,50 M. Weiterhin waren beide Brotfrüchte erdrängen sollen. Sehr erwünscht wäre uns eine Uebersicht über die Massen der Bevölkerung zu den großen Einnahmen, welche die holt auf höhere öftreichisch- ungrische Notierungen. Hafer war unverändert. Rüböl gab um 0,60 m. nach. bestehenden Ausnahmetarife, wie sie 1892 gegeben wurden. Stadt aus den Gas- und Wasserwerken, der und Wafferwerfen, der Elektricitäts- Spiritus. 70er Locospiritus notierte unverändert 45,40 m. Herr Heim bat mun gegen den Ring des Kohlensyndikats ge- gesellschaft, den Straßenbahnen 2c. erzielen, beitrage, außereifert. Ich möchte nur wünschen, daß die Herren bom Centrum dem aber die Gemeinde ihr Wohl und Gedeihen zum großen und von der Rechten auch gegen alle sonstigen Ringe z. B. gegen Teil auch der werktätigen Beschäftigung und Briefkasten der Redaktion. der fleißigen ( Sehr Arbeit derjenigen verdanke, denen diese Arbeit Zuder und Spiritus Ring vorgehen möchten.( Sehr Arbeit Teider Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag, gut! lints.) Den Kohlenhändlern wird eine große Schuld an der nicht so viel einbringe, daß sie von diesem Verdienste zu einer Donnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Kohlenverteuerung zugeschrieben. Die ganze Sache ist die, Steuer veranlagt werden könnten. Es könne daher nicht für Recht O. V. Carlshafen. 1. Ihre Veranstaltung ist keiner Genehmigung daß die Kohlendecke gegenwärtg zu kurz geworden ist. Nun zerrt erachtet werden, aus letzterem Grunde ca. 500 000 Personen von bedürftig oder Anmeldungspflicht unterworfen, wenn die Gäste in bestimmter man an allen Ecken und Enden, und wer die kräftigsten Hände dem Rechte der Wahl und der Wählbarkeit auszuschließen. Auch Weise je persönlich eingeladen find, also nicht jedes Nicht- Verbandsmitglied hat, dem gelingt es, ein größeres Stück für sich zu erlangen, während würden die breiten Massen ohne Rücksicht auf Steuerzahlung wie obne Schwierigkeiten Zutritt findet; m. a. 2.: es muß sich um eine wahr die schwächeren Hände int Nachteil sind und mehr zahlen müssen. beim Reiche zum Militär, so in der Gemeinde zur kommunalen haft geschlossene, abgegrenzte Gesellschaft handeln. Eine Cenfur tommt nicht in Frage. 2. Der Vorsitzende darf sofort Diese schwächeren Hände müssen sich daher zu Genossenschaften ver- Mitarbeit herangezogen, fie nähmen mit demselben Interesse an der einigen. Das Genossenschaftsprincip ist überall da angebracht, um Verwaltung teil wie die besigenden Klaffen. Werde das Wahlrecht wie mitstimmen. Die fragliche Vorschrift besagt: daß von zwei an Bahl gleichen alle Fehler und Mängel des gewerbsmäßigen Handels zu forrigieren. bisher an eine bestimmte Stenerstufe geknüpft, dann höre es auf, ein Abstimmungsparteien diejenige das Uebergewicht besitzt, für welche der Vorsigende gestimmt hat. Der einen Stimme des Vorsitzenden wird also ein Dann mögen die Herren von der Rechten aber auch für alle Ge- allgemeines Wahlrecht zu sein. Im Ausschuß vertrat die Mehrheit die etwas höheres Gewicht beigelegt, als jeber der andrer. Stimmen. Wenn nossenschaften und alle konsumvereine, auch Ansicht, daß das Klassen Wahlsystem nicht gerechtfertigt sei, das Wahl- eine Partei mit der Stimme des Borsigenden die Majorität hat, so liegt wenn es sich nicht um Kohlen handelt, eintreten. recht in der Gemeinde aber echt freifinnig!- gebunden werden eben feine Stimmengleichheit vor. 2. N. 10. Nein. 9. 809. Ja. Der Handelsminister hat versprochen, daß er eine gemeinschaftliche müsse an eine bestimmte Zeitdauer des Wohnsizes in der Gemeinde N. B. 91. Genehmigung durch den Regierungspräsidenten, für Berlin Stelle einrichten wolle für den Bezug von Kohlen und zur Entgegen- und an eine Steuerleistung, damit dem Wahlrecht auch eine Beitrags- durch den Oberpräsidenten in Potsdam ist nötig. R. 2. 32. 1. Nein. nahme von Beschwerden. Nach der Schles. 8tg." Hat Herr v. Berlepsch pflicht an den städtischen Steuerlasten gegenüber stehe und damit Sie haben keinen Anspruch auf die Differenz. 2. Nein, Sie haften für die eine ähnliche Einrichtung im Saarrevier geplant, sie ist aber unter- nicht Personen, die nur vorübergehend in der Gemeinde sich auf Schuld Ihrer Ehefrau nicht, müssen sich aber die Zwangsvollstreckung in 1. Entlastung, nachträgliche Es dürfe Billigung. 2. In einem Stüd Barbier 20. Nein. 1977. Un blieben, als er wegging. Es wird behauptet, daß dies gemeinschaft- halten, auf die Geschicke derselben bestimmend einwirken. Es dürfe deren Sache gefallen laffen. Eynarstr. 3. liche Bureau im stande sei, die Kohlenlieferung zu verteilen. Das ferner nicht ein Bustand eintreten, daß diejenigen, welche keine verständlich. Kommen Sie in die Sprechstunde.- 88. Ja, Sie find zur rheinisch- westfälische Syndikat aber hat den Kleinhandel vollständig Steuern zahlen, denen, welche die Stenerlast zu tragen haben, vor- Bahlung verpflichtet. in der Hand. Wenn das so ist, so tritt die Unnatur der Bildung schreiben, wie groß diese Last sein muß! A. B. N. Eine solche Offerte tönnen wir Ihnen leider nicht angeben. dieses Syndikats noch deutlicher hervor. Die Handelskammer in Essen Der Antrag des Ausschusses geht dahin: mit Rüdsicht darauf, H. B. Kopenhagen. Nein. Ihr Verwandter gleichen Namens be entscheidet nach dem Statut darüber, was der angemessene Preis daß eine Betition an den preußischen Landtag zur Zeit völlig ausfindet sich noch in Kiel. ist, den die Händler zu fordern haben und diese Handels- iichtslos erscheint, über den Antrag Singer zur Lagestammer ist ganz vom Kohlenring besetzt. Das Haupt- ordnung überzugehen, gleichzeitig aber zu erklären, daß die mittel gegen die Syndikate ist die öffentliche Kritit, Versammlung eine Abänderung des Gemeindewahlrechts zwede Einund die Hauptsache ist, daß Synditate und Ringe nicht führung des gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts unter bon Staatswegen begünstigt werden.( Sehr richtig! lints.) Bindung desselben an die Seßhaftigkeit in der Gemeinde und an Die Herren von der Rechten und vom Centrum find in der eine Steuerleistung für notwendig erachtet. Kohlenfrage durch die Logit der Thatsachen dazu gedrängt worden, gang andre wirtschaftliche Anschauungen hier zu bertreten, als Sie sonst thun.( Sehr gut links.) Sie, die sonst den Buder- und Spiritusring verteidigen, fie die die Wirksamkeit der Konsumvereine einschränken möchten, Ob der Kommunal- Freifinn in der Stadtverordneten- Sigung billigen Kaufs davonkommen wird, wenn er durch seine Mannen diese Stellung verteidigen läßt? Berliner Partei- Angelegenheiten. Achtung. 1. Wahlkreis. fie müssen fich in diesem Falle mit uns gegen das protektionistische System wenden, das sie sonst verteidigen.( Sehr Achtung. 1. Wahlkreis. Den Parteigenoffen zur Nachricht, richtig! links.) Heute treten sie hier als Vertreter der Konsumenten auf, von denen sie sonst nicht wissen wollen. Sonst heißt es immer daß am Mittwoch, abends 8½ Uhr, bei E. Kannengießer u. Co., bei ihnen: Die Sammelpolitik muß die erwerbenden Brücken- Allee 18, eine Wahlvereins- Versammlung stattStande zusammenfaffen. Auf den Konsumenten tommt es findet. Näheres siehe Inserat am Mittwoch. nicht an. Jeßt fühlen Sie( nach rechts) einmal, wie es ist, wenn Nixdorf. Heute abend 82 Uhr hält der socialdemokratische der Produzent staatlich begünstigt wird. Ich kann nur mit dem Verein Vorwärts" im Lokal von Lautner, Bergstr. 152/53, feine Wunsche schließen, daß Sie nicht nur für billige Sohlenpreise, Mitgliederversammlung ab. Tagesordnung: Die Umsondern überhaupt für billige Nahrungsmittel eintreten werden gestaltung der Organisationsform der Wahl- und Bildungsvereine ( Sehr gut! links.) und ich hoffe, daß Sie mit uns zusammentreten zur Centralisation." werden, um jede Steigerung der Lebensmittelpreise zu verhindern. In Pankow wird Mittwochabend 81/2 Uhr bei Billwod, Linden ( Bravo! links.) Abg. Graf Kanik( f.): straße 43, eine Voltsversammlung abgehalten, in der Genosse Rosenow über Kohlenteuerung und Wohnungsnot" spricht. Der Lese- Abend fällt Dienstag aus. Eingegangene Druckschriften. K. 2. 2. Jm Abreßbuch werden Sie eine ganze Anzahl solcher Kaffen genannt finden. Da uns die Verhältnisse derselben unbekannt sind, können wir Ihnen keine besonders empfehlen. 2. K. 5764. Das Manuskript war nicht verwendbar und ist daher vernichtet worden., D. 8. Biel. 1. Mindestens 5 Jahre. 2. Innerhalb 3 Monaten nach erlangter Kenntnis von der Person des Thäters, jedoch nicht länger als 5 Jahre. 3. Läßt sich bei der allgemeinen Darstellung des Sachverhalts M. B. Görlik. Gar nichts. H. W. 18. Sie nicht beantworten. müssen nachzahlen. Heintreter. 1. und 2. Nein. R. B. 10. Kommen Sie in die Sprechstunde. Richard 999. 1. Sie werden nicht zugelassen. 2. Die Strafe ist entehrend. Hr. K. Rig. Seit 1. Januar dieses Jahrs. 2. R. 48. Es kommt darauf an, ob eine Dienst beschädigung vorlag, d. h. ob die Krankheit und der Tod Ihres Sohns durch den militärischen Dienst verursacht ist. Ob Dienstbeschädigung vorliegt, entscheiden die Militärbehörden unanfechtbar; über die Höhe der Entschädigung wird im Brozeßwege entschieden. Wird Dienstbeschädigung verneint, to tann aus F. 2. 10 a. Die Billigkeit eine geringe Entschädigung gewährt werden. Bestimmungen hierüber sind in den verschiedenen Bezirken und für jeden einzelnen Fall verschieden. Unfres Wissens wird das Recht, Civilkleidung zu tragen, auch einzelnen Gendarmen besonders verliehen. Daß Gendarmen in Civil amtlich verwendet werden, halten wir nach den geltenden Bestimmungen nicht für unzuläffig. Ja, tömmen Anselm. Jbrer grau iſt gültig; fie muß auch die refilichen 18 M. M. 23. 978. Nein. Schwindel 101. Der Vertrag mit zahlen. Sie sind zu nichts verpflichtet. Den Reisenden tönnen Sie der Staatsanwaltschaft beim Königl. Landgericht II wegen Urkundenfälschung D. Ja. B. W. Die einzelnen Mitglieder müssen flagen. anzeigen. Berein Berliner Buchdruck- Maschinenmeister. Den Mitgliedern die traurige Nach richt, daß unser langjähriges Mitglied Schon im Jahr 1898 richteten die Socialdemokraten scharfe Angriffe gegen das Kohlensyndilat als eine neue Trustbildung. Ich verteidigte damals das Kohlensyndikat und meinte, man müsse ihm Treptow Baumschulenweg. Mittwoch, abends 8½½ Uhr, eine wolllwollende Neutralität entgegenbringen, und abwarten, ob es fommt in der Versammlung des Vereins Vorwärts bei Michler, als Verkaufsorganisation nicht fegensreich wirken würde. Seitdem Ede Marienthaler- und Erujistraße, der Centralisations- Entwurf zur find sieben Jahre vergangen. Es ist richtig, daß das Kohlensyndikat Beratung. Breisschwankungen verhindert hat. Die Preise sind aber stetig in Köpenick. Der socialdemokratische Arbeiterverein hat heute die Höhe gegangen und vielleicht doch zu hoch gestiegen; abend 8 Uhr bei Stippekohl Versammlung. Tagesordnung: Organibesonders werfe ich ihm vor, daß es keinen regulierenden fationsform. Einfluß auf die Marktlage dort, wo der Konsumennt bezabit, ausübt, daß es den Machinationen der Händler nicht borgebeugt und so gut wie machtlos in den Händen der Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Diez' Verlag) ist soeben das Händler ist. Ein bezeichnender Vorgang für das Kohlensyndikat war, 9. Seft des 19. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: daß am 31. Januar plöglich 12 feiner Beamten entlassen wurden. Christentum und Socialdemokratie. Kohlenversorgung und Gruben: Ver: Die Kölnische Boltszeitung" gab als Grund an, daß diese Beamten staatlichung. Von Otto Qué. Arbeitsteilung und Frauenrecht. Bugleich Von Heinrich Nebengeschäfte in Kohlenlieferungen getrieben hatten. Die Beamten haben ein Beitrag zur materialistischen Geschichtsauffassung. Cunow.( Schluß.). Delle Graziens neues Drama. Bon D. Bach. danach die Kohlen von den Großhändlern zurückgekauft und sie an Seleinhändler und an Werte gegen einen Aufschlag weiter gegeben, Litterarische Rundschau: Dr. Karl Grünberg, Der socialpolitische Gehalt Feuilleton: Der Tod. Von 35/6 der östreichischen Civilprozeß- Gesetzgebung. in den sie sich teilten. Die Reflektanten auf Stohlen wissen sich Gustav Wieb. Autorisierte Uebersezung aus dem Dänischen von Mathilde bei dem Kohlensyndikat nicht zu helfen; sie erreichen dort nichts, sie Wann.( Schluß.) milffen die Beamten des Syndikats um Auskunft fragen und Von der Gleichheit", Zeitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen benzen die günstige Gelegenheit, um nebenbei zu verdienen.( Stuttgart, Diet' Verlag) ist uns soeben die Nr. 25 des 10. Jahrgangs zu: " Witterungsübersicht vom 3. Dezember 1900, morgens 8 Uhr. க Joseph Hoppner schieden ist. Die ant am Sonnabend, 1. Dezember, früh 4 Uhr, nach turzer Krankheit verfindet Beerdigung Dienstagnachmittag 3 Uhr von der Leichenhalle des St. Sebastian- Kirch hofs, Müllerstraße, aus statt. Uin rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Deutscher Größte schönste Weihnachtsmeffe und Ausstellung im Messpalast Alexandrinenstr. 110. Täglich Konzert v. 5 Kapellen. Illusionen. Variétés. Mysterium des 20. Jahrhunderts. Erscheinung aus der überfinnlichen Welt. Kaiser: Panorama. Hölle u. Nordpol. Höllens Variété. Sonntags: Gr. Ball bei Entree 20 Mann starfer Stapelle. frei und 10, 20, 30 f. Dir. Kranz. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Manns und unfres guten Baters Gustav Hartleib изи sagen wir hierdurch unfren herzlichsten Dant, insbesondere der Familie Quandt, dem socialdemokratischen tags: Wahlkreifes und dessen Genoffen, Den Mitgliedern zur Nachricht, daß dem Verb. d. Bau, Erd- u. gewerbl. der Kollege, Tischler Franz Kleusberg am 2. Dezember gestorben ist. Die Beerdigung findet am Mittwoch, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle der Parochial- Gemeinde, Bor 284/15 hagenerstraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Todes- Anzeige. Am 2. Dezember verschieb unser Rollege Hilfsarb. Deutschl., dem Gesangverein Kreuzberger Harmonie und allen an bren werten Freunden und Bekannten, deren liebevolle Teilnahme uns in unfrem Schmerz sehr wohlgethan hat. Die trauernden Hinterbliebenen Frau Louise Hartleib und Kinder. Danksagung. Allen Freunden und Bekannten, insbesondere dem Gesangverein Dranten: burger Vorstadt für die liebevolle Teil: nahme bei der Beerdigung meines unvergeßlichen Mannes Paul Auras jagen hierniit den besten Dank.( 14195 Die trauernde Witwe Anna Auras nebst Ontel. Gustav Klitzschmüller. Die Beerdigung findet Mittwoch, Kranz- und Blumenbinderei der Leichenhalle des Heilig- Kreuzkirch Don Robert Meyer, d Die Arbeiter der Pianofabrik uur Mariannen- Straße 2. den 5. d. Mts., nachmittags 4 Uhr, von hofs in Mariendorf statt. Görs& Kallmann. 1412b Nun soll die Effener Handelskammer über das Syndikat entscheiden. gegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Abſteigenbe Holzarbeiter- Verband. aber bites been beteren, Aus der Bei den nahen Verwandtschaftsverhältnissen der Essener Handels- nnd aufsteigende Kultur. Wandlungen." Von Lily Braun. fammer mit dem Syndikat kann da nicht viel herauskommen. Ich möchte Bewegung. Feuilleton: Howa- Frauen. Nach„ La Fronde" von Eugenie Ein verhängnisvoller Augenblic. Von Eugenie Jacobi. dem Eisenbahnminister einen praktischen Vorschlag machen. Jacobi. Ich rate dem Minister, die billigen Tarife nur für diejenige Kohle Notizenteil von Lily Braun und Klara Bettin: Arbeitsbedingungen der Arbeiterinnen. Socialistische Frauenbewegung im Auslande.- Kellnerinnen- to zu gewähren, wo nachgewiesen ist, daß der Gewinn thatsächlich nicht frage.- Frauenstimmrecht.- Frauenbewegung. mehr als 10 Proz. beträgt. Als Kontrolle empfehle ich einen Im Verlag von J. H. W. Die Nachf. ift soeben erschienen Heft 13 Vermerk auf dem Frachtbrief, von welcher Zeche die Kohle und 14 des Lieferungswerks: Gesundheitsschus in Staat, Gemeinde stammt und welcher Preis von ihr berechnet ist, so daß der Empfänger und Familie, herausgegeben unter Mitwirtung von Aerzten und Fachals Konsument aus dem ihm gemachten Preise die Gewinndifferenz gelehrten von Emanuel Wurm. Aus dem Inhalt heben wir hervor: feststellen kann. Wenn diesen Rat der Eisenbahn Minister befolgt, Die Haut und ihre Pflege. Nägel und Haare. Nerven und Gehirn, Die Geistes: find wir in einem Jahre die Kohlennot los.( Heiterfeit.) Im übrigen lasse ich sowie die vorkommenden Erkrankungen dieser Organe. mit mir reden, ob mehr als 10 Broz. zu bewilligen sind.( Große Heiterfeit.) frankheiten. Das Wert wird in Lieferungen von je 32 Seiten a 20 Pf. erscheinen Gegen die kolossale Steigerung der Kohlenförderung habe ich an sich und in 25 Seften tomplett vorliegen. Bestellungen nehmen alle Buchnichts einzuwenden. Aber es ist ein Haken dabei: 280 Alle bierzehn Tage erscheint handlungen und Kolporteure entgegen. tommen die Arbeiter her? Die Belegschaften sind ein Seft. jest doppelt so start. Die Abwanderung der Arbeiter " Der wahre Jakob" Nr. 25 behandelt ben Krieg in China, die vom Lande hat einen Hauptgrund in dem starken Reichstags: Debatten über China, sowie über die Affaire Posadowsty Verbrauch an Arbeitskräften im Kohlenbetrieb. Die Landwirt Woedtfe Bued und den Prozeß Sternberg. Preis der Nummer 10 Pf. schaft tann die hohen Löhne der Zechen nicht zahlen. Herr Hilbd hat uns ja erzählt, daß 1886 der Durchschnittsverdienst während eines Rechenarbeiters 770 Mark betrug, er jett 1481 Mart beträgt.( Lachen bei den Socialdemokraten.) Es ist viel über die Tarife gesprochen worden. Derselbe Minister, der die Tarife festseßt, hat auch die Wasserstraßen unter sich. Auf dem Dortmund- Ems- Kanal wird jezt englische Kohle eingeführt, aber keine deutsche Kohle ausgeführt. Die Ausfuhr geschieht auf den Bahnen. Es wäre beffer, man führte lieber Fabritate, als Roh- Sivinembe. 766 stoffe aus. Rohstoffe sollte man im Lande behalten. Deshalb hätte Hamburg ich gegen die Aufhebung der Exporttarife nichts einzuwenden. Berlin Die Befürchtung, daß bei Aufhebung der Exporttarife die Kohle auf Frautf./m. 764 NO den Wafferweg gedrängt werden würde, teile ich nicht. Aber das München Ausfuhrquantum wird durch die Aufhebung der Ausnahmetarife nicht beeinträchtigt, denn das Ausland braucht unfre Kohle. Also ich persönlich bin nicht gegen eine Aufhebung der Ausnahmetarife, eine folche Aufhebung würde auch einen guten Eindruck im Lande machen. Herr Hilbek hat bestritten, daß die Bechen große Ueberschüsse machen. Das Gegenteil beweisen s schon die fast durchgängig sehr hohen Kursstände. Die Gelsenkirchener Beche hatte 1899 9 Millionen Ueberschuß. Die Hibernia 7 Millionen. Ich schließe mit dem nochmaligen Hinweis darauf, daß die Ausschreitungen im Zwischenhandel beseitigt werden. Das Allgemeinwohl muß über dem Sonderintereffe stehen.( Sehr gut! links; Abg. Nichter: auch in der Landwirtschaft.) Ich hoffe also, daß die Regierung für fich den Grundfaß wird maßgebend sein laffen; publica salus suprema lex( das öffentliche Wohl ist das höchste Gesez).( Lebhaftes Bravo bei den Socialdemokraten und Freifinnigen.) Hierauf wird ein Antrag auf Vertagung angenommen. Nächste Sigung: Mittwoch 1 Uhr.( Antrag Lieber(.) Toleranzantrag.) Schluß 68/4 Uhr. Kommunales. = Stationen Barometer richtung ftand mm WindWindstärke Wetter Temp. n. 6. 5° 4°. Stationen Barometers 1 heiter -1 Haparanda 757 2 765 O 766 SD 1Nebel Wind Bunja Windstärke Wetter Temp.n.. -17 -8 9 4 2bebed -3 Petersburg 760 NM 2bebedt 2wolfen!.-3 Cort 753SSO 7 Regen 2wolfent. 0 Aberdeen 755 SSW 3woltig 2 bedeckt 1 Paris 2 bedeckt Wetter. Prognose für Dienstag, den 4. Dezember 1900. Beitweise nebelig, vorwiegend heiter und trocken bei mäßigen füblichen Winden, Nachtfrost und steigender Tagestemperatur. Wien 763 SO 765 Berliner Wetterbureau. Marktpreise von Berlin am 1. Dezember 1900 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. Welzen, gut D.- Ctr. 9 mittel gering Roggen, gut mittel gering t) erfte, gut mittel gering tafer, gut mittel gering Nichtfroh Heu Erbsen Speisebohnen Linsen 11111198811118111 Kartoffeln, nene, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg bo. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Sammelfellch Butter " 15,40 14,60 14,50 13,70 " 13,60 12,90 " 16, 15,10 15, Eier Karpfen Male 14,10 Bander 60 Std 1 kg 14, 13,20 Hechte 7, 7,60 5,10 6,32 Barsche Schleie 40, 25, Bleie 70, 45, 25 Krebse 30, +) frei Wagen und ab Bahn. Vereins- Kränze, Palmen- u. Blumen Am Sonnabend, früh 5% Uhr, Arrangements, Bouquets, Guirlanden verschied nach langem, schwerem Leiden usw. werden fein u. preiswert geliefert. meine geliebte Frau, unfre gute Außerordentliche Mutter, Schwester und Schwägerin Emma Zeidler geb. Nichter im 37. Lebensjahre. Dies zeigen tiefbetrübt an Morik Zeidler 2778 nebst Kindern. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 4. Dezember, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Lichtenberger Kirchhofs, Krugstege, aus statt. Nachruf. Sterdurch allen Freunden und Be: tannten die traurige Nachricht, daß unser Sangesbruder 130 Heinr. Marquardt 6-4, 1,60 1,20 1, 1,60 1,10 1,80 1, am 30. November nach schwerem 1,60 0,90 Strantenlager fanft entschlafen ist. Wir bewahren ihm ein treues An 2,80 2, 14166 denken. 5,- 3, 2,20 1,20 Der Männer- Gesangverein 2,50 1,40 ,, Namenlos". 2,60 1,20 Empfehle meine diesjährigen 180080Edel- Kanarien, 3,-1,20 vorzügl. geh. in Sohl, Klingel, Knorre, 1,40 0,80 Schodel u. leifer Pfeife, a St. 6, 7, per Shot 12-2,50 8, 9. 10 wt., 2bch. a 1,50 wt. Garantie für fleißige Sänger u. für gesundes Eintreffen. Etwa nicht Gefallendes zahle Betrag zurück oder 7846 Umtausch. Frau Bertha Gorges, Thale( Harz). Die Stadtverordneten Versammlung wird sich in ihrer nächsten Sigung mit dem Antrag Singer zu beschäftigen haben, Produktenmarkt vom 3. Dezember. Der heutige Getreidemarkt ver: der dahin ging: an den Landtag das Ersuchen zu richten, daß bei kehrte vorwiegend in schwacher Tendenz. Veranlassung gaben dazu das der Abänderung des Kommunalwahl Gesetzes die Ein- regere inländische Angebot, fehlende Anregung von den auswärtigen führung des allgemeinen, gleichen und geheimen! Getreidemärkten, Mangel an Aufnahmefähigkeit angekündigter Ware, sowie % General- Versammlung fämtlicher Mitglieder der Orts- Krankenkaffe der Dachdecker Berlins am Freitag, den 7. Dez., abends 8 Uhr, im Lotale des Hrn. Köhler, Wienerstraße Tages- Ordnung: 1. Um 8 Uhr: Wahl von 25 Ver tretern der Arbeitgeber zu Delegierten für 1901/2. Um 812 Uhr: Wahl von 50 Vertretern der Arbeitnehmer zu Delegierten für 1901/2.( Die Wahl findet nach§ 46 des Statuts statt.) 2. Berschiedenes. 1405b Georg Krebs, 1. Vorf., Bergstr. 28. Orts- Krantentaffe der Schuhmacher. Dienstag, den 4. Dez., im Englischen Garten, Alexanderstr. 27 c: I. Abends 8 Uhr: Generalversammlung ber Arbeitgeber. Tagesordnung: Wahl von 88 Ver: tretern pro 1901/1902. II. Abends 9 Uhr: Generalversammlung der Kaffenmitglieder, welche großs jährig sind und sich im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte befinden. Tagesordnung: Wahl von 176 Vertretern pro 1901/1902. 14136 Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. III. Wahlkreis. Freitag, den 7. Dezember 1900, abends 8 Uhr, im Lokale Buggenhagen, Morigplak: Volks- Versammlung Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Wolfgang Heine über: " Aufgaben und Kämpfe der Socialdemokratie im Reichstage." 2. Diskussion. Zahlreichen Bejuch envartet Der Vertrauensmann. 212/5] Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin). Mittwoch, den 5. Dezember, abends 8% Uhr: Achtung! MAURER. Achtung! ( Dertrauensmänner- Centralisation.) Mittwoch, den 5. Dezember 1900, abends Punkt 8 Uhr, bei Stechert, Andreasstraße 21: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Dr. Weyl über: Stranken- und Unfallversicherungs Gesetz. 2. Diskussion. 3. Beschlußfaffung über den Endtermin der diesjährigen Sammlungen zum Streit und Agitationsfonds. 4. Ver einsangelegenheiten. Der Vorstand. Die Mitglieder werden ersucht, rechtzeitig zu erscheinen, da die Versammlung punkt 8 Uhr eröffnet wird. D. D. 130/5 Arbeitervertreter- Verein. Jede Dame lese Am Donnerstag, den 6. Dezember, abends 8½ Uhr, im Reisemuster, ausschl. Modelle. Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: Vertrauensmänner- Versammlungen Mitglieder- Versammlung Süden: bei Krieger, Wafferthorstraße 68. Tages Ordnung: 1. Unser Verhalten zu den Ueberstunden. 2. Bericht der Kommission. 3. Verbandsangelegenheiten. Zu dieser Versammlung sind die Kollegen aus folgenden Werkstellen eingelaben: Strigle, Ropnicerftr. 56; upper, Baschwitz, Seydelftr. 25; Schreiber, Wafferthorstraße 19; elles, Engel- Ufer 1c. Tellerbaswnon Südoften: bei C. Behrend, Mantenffelstr. 95, Tages Ordnung: 1. Werkstattangelegenheiten. 2. Berschiedenes. Sierzu sind die Kollegen der Wertstätten von Trempenau, Mus fauerstraße 34; Witt, Mustauerstr. 34; inte, Manteuffelstraße 13; Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Segitz über: Arbeiter Sekretariate". 2. Diskussion. 3. Die Ergänzungswahlen zu den Schiebs: gerichten der Arbeiterversicherung, die durch das neue Unfallversicherungs: Gesetz bedingt werden. 4. Berschiedenes. 53/11 Der Vorstand. J. A.: Ed. Warnst, Schriftführer. Achtung! Luxuspapier- Arbeiter und-Arbeiterinnen. Achtung! 1021813 Heute, Dienstag, den 4. Dezember 1900, abends 8 Uhr: Gr. öffentliche Versammlung Jackets, schwarz u. farbig, b. M. 6,00 Jackets a.Sde, eleg.berarb., v. Mt. 10,50 Sackpaletots m. u. o. Futt. v. M. 7,50 Frauencapes, 90-100cm I. v. m. 12,00 Abendmäntel, schw.u.farb. v. M. 6,50 gros Damen- Mäntel- Fabrik Seydelstr. 2, 1 Tr. am Spittelmarkt. Abends bis 9 Uhr, Sonntags 8-10 unb 12-8 geöffnet. 2149* 5½ BD. Brot 50 Big. 2 H. Albrechts Bäckerei Wrangelfir.9, Krantstr. 19. Falckensteinstr. 28, Lausitzerstr. 2. Me ft er, Manteuſſelſtr. 56/57; Dehm, Naunynſtr. 5; Müller, Gifen aller in Luruspapier- Fabriken beschäftigten Bruch- Pollmann bahnstraße 12; Rux, Eisenbahnstr. 11; Schüße, Stalizerstraße 10; Ludatu. Weißelberg, Cuvrystr. 46; und Holmelin, Adalbert: straße 20 besonders, fowie Schröpp u. Ritter, Elisabeth- Ufer 5/6 auch eingeladen. 088 bei Mann, mo Often und Nordosten: Strausbergerstr. 3. Tages Ordnung: 1. Bericht der Kontrollkommission. 2. Werkstattangelegenheiten. 3. Ber: bandsangelegenheiten und Berſchiebenes. Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt: bei Wernau, Schwesterstr. 23. Tages: Ordnung: 1. Bericht der Werkstatt- Kontrollkommission. 2. Berbands: und Werk: ftattangelegenheiten. 3. Verschiedenes. bei Herrn Raabe, Wedding und Gesundbrunnen: Rolbergerstr. 23. Tages Ordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Verbands- und Werkstattangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Die Vertrauensmänner der Möbelbranche werden gebeten, zahlreich zu erscheinen. Moabit: im totale des Herrn Jocksch, Turmir. 84. Tages Ordnung: 1. Bericht der Werkstatt- Kontrollkommission. 2. Verschiedenes. Weften und Süd- Westen: in Habels Brauerel, Tagesordnung: Bergmannstr. 5-7. 45/4 Arbeiter und Arbeiterinnen im ,, Englischen Garten", Alexanderstraße 270. BAS.201 Vortrag bon Der Einberufer. roeletto Geradehalter, empfiehlt sein Lager in Bruchbandagen, Leibbinden, Spritzen, Suspensors, fowie sämtl Artikel zur Krankenpflege. Eigene Werkstatt. Lieferant [ 52992* für Orts: und Hilfe- Krankenkassen.. Berlin C., 30. Tinien- Straße 30. von Zur gefl. Kenntnissnahme. eppich286L* Specialhaus Emil Lefèvre BERLIN S. Oranienstr. 158. Meine werten auswär tigen Kunden bitte im eignen Interesse um möglichst frühzeitige Erteilung ihrer für Weihnachtsgeschenke bestimmten Aufträge, um deren Auswahl mit gewohnter Sorgfalt treffen zu können, ausserdem später verschiedene für den Weihnachtsverkauf bestimmte Artikel vergriffen sein werden. eihnachtsWKatalog Katalog 1911611182200 ( mit circa 450 Illustrationen) künstlerisch ausgestattet gratis, und portofrei. Weihnachts- Geschenke. zu Biel Uhren. Goldwaren bi Friedrich Naumann, Pfarrer a. D. GinzelVerkauf heute, Dienstag, abends 8 Uhr in der Philharmonie ( Bernburgerstraße): Die Politik des Socialismus. Nach dem Vortrag zwanglose Aussprache! Numerierter Platz 2 Mart, einfacher Sitzplatz 1 Mark. 279/16 1. Bericht der Kommission. 2. Werkstattangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Reftaurant Seydelstraße 30 neu eröffnet habe. Empfehle meine Modell- und Fabrittischler, sowie Modelldrechsler bei Dieke, Ackerstraße 123. Tagesordnung: 1. Bericht der Werkstatt Kontrollkommission. 2. Werkstattangelegen heiten. 3. Verschiedenes. Die Kollegen werden bringend ersucht, in ihren Werkstätten Vertrauensmänner zu wählen und dieselben aufzufordern, in den Vertrauens. männer- Sigungen zu erscheinen. Der Obmann. Branche der Musikinstrumenten- Arbeiter bei Herrn Nowack, Manteuffelstr. 9. Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Jede Wertftatt muß vertreten sein. Drechsler. Ost und Nord- Ost: Roppenstr. 41 bei Matthes. Norden: Brunnenstraße 150 bei Neumann. Süd- Ost und Süd- West Admiralstraße 18c bei Möhring. Tages Ordnung: Teile allen Freunden und Bekannten hierdurch mit, daß ich das bekannte Vereinszimmer von 20-60 Personen zu Situngen und Festlich: teiten jeder Art. Kegelbahn, franz. Billard. Fernsprecher: Amt I, 4565. Angenehmer Familienaufenthalt. 13586 eto W. Thiede, Seydelstr. 30. Uhren Berlin SO. Aug. Stein Gold- und Silberwaren Ringe 177 Oranienstrasse 177. Ecke Adalbertstr. els Weihnachts- Geschenke. 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Dezember, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus ( großer Saal), Engel- Ufer 15: Versammlung Jede Flasche oder Schachtel soll die eingeschriebene Fabrikmarke schwarz von der Unterschrift: Sirolamo Zagliana 44/ 19* Sendungen werden von der Niederlage in München 2016 franco nach ganz Deutschland abgeliefert. Großes Lager Gediegene Möbel und Polsterwaren. We per der Mechaniker, Optiker und Uhrmacher. Zähne 2 M., Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten A. Agster über:„ Welt: schöpfung und Weltuntergang." 2. Diskussion. 3. Die gegenwärtige Geschäftslage und die Verhältnisse in verschiedenen Werkstätten. 4. Neuwahl der Agitationskommission. 5. Verbandsangelegenheiten. 121/20 Angesichts der außerordentlich wichtigen Tagesordnung ersuchen wir die Kollegen, zahlreich zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. Lichtenberg. Friedrichsberg. Mittwoch, den 5. Dezember, abends 8 1hr, im Bokal des Herrn Höflich( Schwarzer Adler), Frankfurter Chauffee 120: au außergewöhnlich billigen Preisen aum Ausverkauf! Einzelne fehlerhafte Exemplare für die Hälfte des Wertes. Herrn ca Bekleidung, elegante Ausführung Arbeit, äußerst binige A. Schulz, tadellofer it, werden bei nur Preise, empfiehlt geringer Teilzahlung vergeben. Reichenbergerstr. 5. Auch Teilzahlung!*) J. Kurzberg, 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzl. Zahnmeb mu Freunden eines wirklich guten und sehr wohlbekömmlichen Trauben weins empfehle ich meinen garantiert unverfälschten[ 44/ 1* 1898er Rotwein. ziehen 1 Mk. Plomben 1,50 Mk. Tellzahlung wöchentl. NO., Landsbergerstr. 13, Derfelbe foftet in Fäffern v. 30 2tr. an 1 Mk. Zahn- Arzt Wolf, Leipzigerstr. 130. Spr. 9-7.* 55790*] part.( tein Laden). Begründung des Geschäfts 1878. M. Schulmeister en gros Schneidermeister en detail 56948* Dresdenerftrahe 4, am Kottbuser Thor. Volks- Versammlung Herren- und Knaben- Hohenzollern- Mäntel. für Männer und Frauen. Tages Ordnung: 1. Aus dem Reichstage Um 153 Millionen Mart Referent: Reichstags- Abgeordneter G. Ledebour. 2. Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen ersucht und Krimmer Herbst- und Winter- Paletots in Gstimo, Cheviot Gehrock- Anzüge Um 12 000 Mart. 233/9 Der Vertrauensmann. Rock- Anzüge Jackett- Anzüge.. Beinkleider. Berichtigung. Die Speisewagen der Großen Berliner Gentraltüche berkehren nicht, wie es irrtümlich in dem Inserat in der Sonntagnummer heißt, mittags von 11-12 Uhr, sondern von 11-2 Uhr. bon 16,50-42*. . von Mr. 27 an Winter- Joppen.. von Mr. 5 an n 23. Schlafröcke " " 15 " n Jünglings- Anzüge " 8,50, " " 12" 5. Knaben- Joppen, einzelne Hosen. Knaben- Anzüge zu außergewöhnlich billigen Preisen. Bestellungen nach Maß von englischen. französischen und deutschen Stoffen werden in eigner Werkstatt unter meiner persönlichen Leitung gut u. billig ausgeführt. Streng reelle Bedienung. 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Fruchtschalen mit Fuss 62, 85 Zuckerschalen, Fuss gepresst, 17,23 Citronenpressen mit Ausguss 12 Sturzflaschen mit Schliff.45 Pf. 48. Käseglocken mit Schliff Kristall- Weingläser 15. Kristall- Madeiragläser: 12. Kristall- Likörgläser... 10. Kristall- Bowlengläser.. 17 17. Kaffeetassen Porzellan. bunt, 8 PL Kaffeekannen::. 20, 25. Kaffeetassen Goldrand 20, 25. Kaffeetassen, m. Gold 15, 25. 35. Eierservice mit Tablett. mit 38. Pfeffer- und Salzmenagen Tablett Kaffeebecher mit Weihnachts- 12 Pf. Kinder- Ess- Service decoriert bunt, 75. Kaffeeservice, s. 125, 165. 8 Teile, 225, 275 Kaffeeservice, Kaffeeservice, für 6 Pers. f. 6 Pers. 9 Teile. 335 mit Bild und 33. Thonwandteller mit Bild und Landschaft Porzellan- Tafelgeschirr mit Goldrand! Speiseteller, flach und tief. Dessertteller Kompotteller Grätenteller Neu angekommen! 33 Pf. 20,23 17 15. Bratenschüsseln, rund • 155 Pf. 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December a, c., denjenigen Käufern, die in den 12 Uhrplz red Vormittagsstunden von: 8 Uhr bis präcise 12 Uhre ihre Einkäufe besorgen, 0006 Gratis- Visit- Photographien luxnedoh- nede All TON bei einem Gesammteinkauf von: -00.01 5 Mark 1/4 Dtzd. 10 ingrid 1/2 Dtzd. Mark 15 3/4 Dtzd. Mark 20 Mark 1 Dtzd. zu liefern, -Bei Bezahlung bitten wir an der betreffenden Zähl- Casse einen Photographie- Bon zu verlangen. Trotz dieser ausserordentlichen Vergünstigung bleibt unser beliebtes Rabatt- Spar- System in Kraft. Berantwortliche Rebacter: Robert Schmidt in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Mer Bading in Berlin. Fr. 282. 17. Jabrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 4. Dezember 1900. Lokales. agrul gerichtet hat. Der Brief lautet: Lieber Herr Arndt! Können Sie Schwer verunglückt ist gestern morgen auf dem Bau Leipziger morgen früh ermitteln, ob Herr F. B. einen folgender Reichsgerichtsstraße 50a der Glajer Karl Thieme aus Groß- Lichterfelde. Während Die öffentliche Bibliothek und Lesehalle, Alexandrinenstr. 26 Räte fennt und mir event. eine Empfehlung an einen derselben der Arbeit glitt er auf einem eisernen Träger aus und stürzte durch im Gartenhaus, über deren erfreuliche Entwicklung wir fürzlich be- mitgiebt: Bori. v. Billow, Schmalz, Böttrich, Soften, Miltnes, ein Glasdach ins Parterre hinunter. Im schwerverletzten Zustand richten konnten, hat dem Publikum der Ausleihbibliothet zwei neue Dummreicher, Peters. Mir sind Reifefpeien für eine Unterredung wurde er zunächst nach der Unfallstation in der Kronenstraße und von Wissensgebiete, die Biographie und Gewerbetunde, er: 2 Mille zugesagt. Besten Gruß H. Platho. Oder wissen Sie da in ein Krankenhaus gebracht. öffnet. Bei der starken Benutzung des Instituts durch gewerbliche einen andren?" Arbeiter läßt sich erwarten, daß beide Abteilungen, namentlich die Das Blatt frägt, wie diefer Brief mit der Beugenausiage des Studium und die Kenntnis derartiger Werke ist geeignet, dem Ar- Blatho rein aus Menschenfreundlichkeit Feuer und Flamme für Herrn technologische, viel in Anspruch genommen sein werden; denn das Herrn Rechtsanwalt erthauer übereinstimme, wonach Fräulein beiter tiefere Einsicht in seinen Arbeitsprozeß und dadurch mittelbar Sternberg gewesen sei. Bermutlich kommt auch diese Sache in der praktische Förderung zu gewähren. Die Kataloge der neuen Ab- Gerichtsverhandlung, die heute wieder beginnt, zur Sprache. teilungen liegen in mehreren übersichtlich mit der Schreibmaschine hergestellten Exemplaren zur Benutzung aus. leberfallen und schwer mißhandelt wurden in der Nacht Charlottenburg liegen. Die beiden Männer hatten in einer Wirtschaft zum Montag der Schiffer Julins Hartmann und der Schiffsführer August Schreiber, die mit ihrem Fahrzeug an der Schloßbrücke au in der Tauroggenerstraße gesessen, ohne daß sie sich um jemand oder andre fich um fte gefümmert hätten. Als sie zwischen 12 und 1 Uhr Daß das Ergebnis der Volkszählung troz der peinlichsten den Heimweg antraten, fielen draußen mehrere Personen ohne Vorbereitungen fleine unrichtigkeiten enthalten fann, geht aus weiteres über sie her und stachen mit Messern auf sie ein. Schreiber Von dem Grundsatz ausgehend, daß eine Bücherfammlung folgender Thatsache hervor: Die Beamten, welche im Kriminal erhielt einen Stich in die rechte Schulter und wurde lebensgefährlich an fich nur totes Material ist, und daß die darin gerichts- Gebäude Wohnung haben, d. h. zwei Kastellane, ein Maschinist, verlegt, Hartmann wurde die Arm durchbohrt und der Kopf mehr. enthaltenen Schäße der Menge der Leser nur durch einen wirklich zwei Pförtner und zwei Hausdiener, sämtlich verheiratet, find bei fach verlegt. Beide erhielten durch die Rettungswache in der' guten und fachgemäßen Katalog zugängig und mußbar gemacht der gählung übergangen worden. werden können, läßt die Bibliotheksverwaltung es sich angelegen gählfarte erhalten. Keiner von ihnen hat eine Wilmersdorferstraße die erste Hilfe. Schußmänner, die dazu kamen, Ob diese Bergeßlichkeit, bei der ungefähr nahmen mehrere Personen fest; diese bestreiten jedoch, an der Mißfein, ihre Kataloge zu einem wirklichen Schlüssel und Leitfaden der 50 Köpfe in Betracht kommen, noch nachträglich gut zu machen ist? handlung beteiligt zu sein. Bibliotek, auch für unfundigere Leser, zu machen. In das alphabetisch geordnete Nachschlageregister sind die Bücher sämtlich sowohl unter dem Namen des Verfaffers, als auch unter dem Hauptwort des Titels eingefügt; die gewerbliche Abteilung bringt ihre Bücher aber meist an drei oder vier Stellen. Wir haben Stichproben gemacht und die verschiedensten Industrien gleich sorgfältig behandelt gefunden. Besonders erwähnen möchten wir das Bestreben, unter den Schlagworten der einzelnen Gewerbe auf die Auffäße und Abhandlungen hinzuweisen, die in großen Sammelwerken verstreut find, hos fie sonst nur zu häufig für die praktische Benutzung verloren gehen. Auch die Frage der Aufführung von Werfen, die mehreren Wiffensgebieten zugleich angehören, ist in diesem Katalog gut gelöst. Die Abteilung Gewerbefunde greift naturgemäß häufig in die fönnten. tünstlerische, mediziniſche, naturwissenschaftliche über. An feiner Stelle fehlen hier die Hinweise auf Bücher, die in andren Abteilungen eingestellt für Leser der technologischen von Interesse sein Wie wertvoll folche eingehende Katalogifierung ist, fann jeder ermeffen, der als fleißiger Lefer in die Lage fommt, fich über einen Gegenstand unterrichten zu wollen, dessen Litteratur ihm nicht genau bekannt ist. Darum werden auch die Arbeiter, die in der öffentlichen Bibliothek und Lesehalle die große Mehrheit der Leser stellen, die die popular- wissenschaftlichen Bücher immer schon viel gelesen worden, so darf man jetzt erwarten, daß die Nachfrage nach Werken aus der Abteilung Gewerbekunde" besonders rege fein wird. Im Interesse der Bibliothek und ihrer Leser bleibt nur eins zu wünschen: daß die umfangreiche Arbeit des Katalogifierens so ungestörten Fortgang nehmen möge, daß wir bald einen gedruckten, verkäuflichen Katalog der Bücherbestände erhalten. Ein solcher wird erst die Ausnügung des Instituts in vollem Maße ermöglichen, denn die geschriebenen, nur in den Räumen der Bibliothet einzusehenden Bücherverzeichnisse können nur als Notbehelf gelten. " Der Verwaltungsdirektor der Charité, Stadtverordneter Spinola ist am Sonntag im Alter von 64 Jahren plöglich gestorben. Er litt feit längerer Zeit an Asthma und hatte deshalb um feine Benfionierung zum April nächsten Jahrs gebeten. Einem Anfall dieses Leidens ist er erlegen, bevor er in den Ruhestand treten konnte. Der Kampf um Grünenthals Nachlak. In dem bekannten Prozeß der Reichsbant wider Fräulein Ella Golz auf Herausgabe der ihr von Grünenthal angeblich geschenkten Wert papiere hat, wie wir seiner Beit berichtet haben, Fräulein Golz, welche in erster Instanz durch den Rechtsanwalt Werthauer, in zweiter Justanz durch den Rechtsanwalt Dr. Heinemann ver freten war, in beiden Instanzen ein obfiegendes Urteil erftritten. Es ist vom Kammergericht auf einen Eid für Fräul. Golg erkannt worden, nach dessen Leistung die Reichsbant verpflichtet ist, die beschlagnahmten Wertpapiere an Fräulein Golh herauszugeben. Gegen dieses Urteil hat jezt die Reichsbant Revision eingelegt. Der Termin vor dem 5. Civilsenat des Reichsgerichts steht am 2. Februar 1901 an. Durch einen Sturz aus dem Fenster versuchte in der Nacht zum Montag um 11 Uhr die 35 Jahr alte Ehefrau des Pferdebahn-. fchaffners 2. aus der Flemmingstraße, fich zu töten. Am Sonntag abend fam ihr Mann eine Stunde später nach Hause, als er sonst au tommen pflegte, weil er mit Stameraden zusammen gewesen war. Seine eifersüchtige Frau hatte sich in die Wohnstube eingeschlossen und ihm fein Abendbrot gemacht. Als er ihr erklärte, daß er die Thür von der Küche aus mit dem Beil sprengen werde und auch wirklich einschlug, sprang die Frau aus dem dritten Stock auf den asphaltierten Hof hinab und brach sich beide Beine. Dem AusIm Metropol Theater hat am Sonnabend die Wiederaufführung der Ausstattungspoffe, Eine tolle Nacht" einen hübschen Erfolg gehabt. Seine Wirkung verdankt das Stück vielleicht weniger dem Frau en scheinen noch Schwierigkeiten zu begegnen, wenn sich britten Aft, der die Frenden und Leiden einer Berliner Bolizeivache Der gelehrte Zopf. Die medizinischen Prüfungen der bunten Ballettflitter, von dem es umgeben ist, als dem urdrolligen folgende Mitteilung der Frauenbewegung" bestätigt. Der Erlaß des mit überzeugender Realistik veranschaulicht. In einigen Einzelheiten Bundesrats vom 28. Juni, der die Zulassung der Frauen zu den mochte das Stück vor fünf Jahren besser dargestellt sein als heute; Reifezeugnisses und einer im Ausland abgelegten Staatsprüfung Teil mehr geleistet. Der Held des Stücks, Jufettenpulverfabrikant medizinischen Staatsprüfungen auch auf Grund eines ausländischen durchweg war jedoch derselbe Humor losgelassen wie damals, und an Tänzen und Ausstattungspracht wurde jezt fogar noch ein gutes betretiert, sofern sie vor 1900 datieren, ist durch das Belieben Bieper, wurde diesmal von Herrn Bender gespielt; mit all der Ausder Universitätsbehörden in Gefahr, regel zu bleiben. in Gefahr, eine papierne Maß derselben zwei deutsche, in der Schweiz approbierte Aerztinnen stattungsstück geht ein vorzügliches Specialitätenprogramm voran. Es haben sich wenigstens nach Maßgabe gelaffenheit, die wir an diesem Komiter gewohnt sind. Den PolizeiBachtmeister gab Herr Summer überaus drafts. August§. Js. Bu den im medizinischen Prüfungen bei der Universität Berlin gemeldet, Herbst stattfindenden ohne bisher zur Ablegung citiert worden zu sein. Ein Student, der mit einer der Damen befreundet ist und in der Kanzlei des Rätsels Lösung suchte, erfuhr vom Bedell, daß diefer sich bei der Abneigung des derzeitigen Dekans gegen das Frauenstudium gar nicht getraue, die betr. Zulassungsbewerbungen vorzulegen, sondern auf einen Amtswechsel warte. Daraufhin find die Herbstprüfungen vorfibergegangen und die beiden Kandidatinnen haben wiederum ein halbes Jahr verloren. Es handelt sich, wie auch uns bekannt ist, um die ärztliche Borprüfung, das sogenannte tentamen physicum, zu dem sich die beiden Damen gemeldet haben. Rechtsanwalt Tr. Halpert, der Verfasser einer Broschüre über den Prozeß Sternberg, hat nach der Mitteilung der Korrespondenz Beitungsdienst" mit Rücksicht auf die Aeußerung des Staatsanwalts Braut, er habe sein schwarzes Kleid beschmugt", die Disciplinar Untersuchung gegen sich selbst beantragt. Kaum Die Befreiung vom Galgen, an der so mancher arme Sünder vergeblich arbeitet, führen jetzt die beiden Cirnocs im Cirkus Jans In zu Schöneberg spielend in wenigen Minuten aus. Herr an sly nämlich, der so led als dritter im Bunde sich in die Konkurrenz mit den Riefemunternehmungen Busch und Schu mann fürgte, bietet dem Publikum ebenfalls den neuesten Trick des Kettensprengens, und zwar mit einer neuen, die Sache erschwerenden Variante. Einer der beiden Herren Cirnoe läßt sich mit Handschellen, einem eisernen Gürtel, Fußund Halseisen an ein aus solidem Holz hergestelltes galgenartiges Instrument anschließen, während gleicherzeit der Leib des An geschlossenen mit Ketten umgeben wird. Zum Anschließen der Eisen und Ketten werden sogenannte Vorlegeschlösser verwandt, die sich Herr Cirnoc aus dem Publikum ausbittet. Jeder ist bes rechtigt, das von ihm mitgebrachte Schloß selbst anzulegen und als bann den Schlüssel an sich zu nehmen. Ueber den Artisten wird dann ein aus Leinen und einigen Latten verfertigtes Die Arbeiterbebölterung Berlins wird dem Ver- Eine die Privatdetektive betreffende Entscheidung des Ober- nne Zeinewand hört man das Rasseln und Knacken der Ketten. schilderhausartiges Gehäuse gesenkt, die Musik spielt, und durch die storbenen leider tein fehr freundliches Andenken be- Verwaltungsgerichts, welche in der neuesten Nummer der Deutschen wahren können. Herr Spinola, der von Hause aus Jurist war und Juristenzeitung" erwähnt wird, hat eine recht aktuelle Bedeutung. hang noch einmal und nach einer halben Minute hebt sich der Vorman erblickt den Artisten schon auch eine Zeit lang als Staatsanwalt fungierte, hat in der über 3m§ 35 der Gewerbe- Ordnung werden die Gewerbebetriebe auf in einer völlig andern Stellung als beim Anschluß, wenn er ein Bierteljahrhundert von ihm bekleideten Stellung des Charité geführt, welche untersagt werden können, wenn Thatsachen vorliegen fich nach etwa zwei Minuten völlig hebt, steht der junge Mann frei direktors wenig zur Beseitigung der Mißstände gethan, die in welche die Unzuverlässigkeit des Gewerbetreibenden in Bezug auf und feffellos, alle Schlösser aber erweisen sich als völlig unverlegt diesen Gewerbebetrieb darthun. Dazu sind nach dem Erkenntnis des dieser Austalt von Alters her herrschten. Sie wurden in den auf Ober- Verwaltungsgerichts auch die sogenannten Privat betektivs und anscheinend unberührt. Am unerklärlichsten ist daber die That die Strankenhausverpflegung angewiesenen Streifen der Bevölkerung zu rechnen, da sie das Gewerbe eines Rechtskonsulenten im Sinne sache, daß der Artist auch das Halseisen abzustreifen vermochte, das so drückend empfunden, daß es schließlich zu jenem Charité des§ 35 Abs. 3 der Reichs- Gewerbe- Ordnung betreiben. Es komme über den Kopf abgestreift werden kann. Der ältere Herr Cirnoc nach einem vorher von Unparteiischen angestellten Versuch unmöglich bontott tommen mußte, der noch in aller Erinnerung fein wird. nicht darauf an, unter welcher Bezeichnung( Privatdetektiv) die erklärte humoristisch, daß er jedem nicht nur 24 Stunden, sondern In der Stadtverordneten Versammlung hat Herr gesamte gewerbliche Beschäftigung eines solchen zusammengefaßt Spinola noch weniger segensreich gewirkt. Er hatte seinen Platz bei wird, sondern worin die lettere im einzelnen besteht. Erftredt fle auch 24 Jahre Zeit gebe, fich gleich seinem Sohne aus den eisernen der äußersten Rechten und war als Führer der reaktionärsten sich auf Erledigung von Geschäften, welche unter den Begriff der Beffeln zu befreien. Troß der angebotenen Belohnung von 5000 m. Fraktion der Bersammlung ein eifriger Förderer jeglicher Mid- Besorgung frember Rechtsangelegenheiten und bei Behörden wahr machte aber niemand den Versuch dazu. Auch sämtliche übrigen wärtserei. Die socialdemokratische Frattion hatte in ihm einen betrieb dieser Art vorhanden. Da es unter den Leitern der Detektivzunehmender Geschäfte fallen, fo ist insoweit auch ein Getverbe Nummern find des Interesses wert. recht schwer gemacht, ihn ernst zu nehmen. Die Form, in der bald deren legtes Stündlein geschlagen haben, wenn fie nicht auf ihrer erbittertſten Gegner, doch wurde es einem oft durch ihn selber Institute nur wenige unbescholtene Personen geben dürfte, müßte Spinola arbeiterfreundliche Forderungen zu bekämpfen liebte, Auswege verfielen. war nicht immer ganz einwandfrei. Er hatte überhaupt eine gewiffe impulsiv- unparlamentarische Art, drücken, die zu seinem Aeußern und seiner Stellung nicht recht passen wollte. Int Jit den ben legten Wochen machte er noch einmal in unliebsamer Weise von sich reden durch die Störung, die er bei der Einführung des Bürgermeisters Brinkmann verursachte, indem er feinem Aerger über die von einigem Verständnis für die focialen Aufgaben der Kommune zeugende, ihm und seinen Leuten focialen Aufgaben der Kommune zeugende, ihm und seinen Leuten unbequeme Ansprache Brinkmanns burch Zwischenrufe Luft zu machen fuchte. Das Vorkommnis wurde sehr peinlich empfunden, aber es entsprach ganz den Gepflogenheiten Spinolas. = Orgelfouzert. Frl. Betsy Schot, Frl. Kathi Bridner, Frt. Emmy Otto Dienel in der Marienkirche am Mittwoch, ben 5. Dezember, mittags Abler, Herr Sans Shen( Biolinist), Herr Oskar Liebt( Celliſt) und Herr Albert Werfenthin unterstützen den Orgelvortrag des Musikdirektor 12 Uhr. Der Eintritt ist fret. Aus den Nachbarorten, Kaum ist die Verhandlung gegen die„ Harmlosen" beendet, Art, sich auszu so steht wieder ein neuer Spielerprozeß in Sicht. In diesem Falle handelt es sich, wie die Allgemeine Fleischer Beitung" mitteilt, nicht um gewerbsmäßiges Glücksspiel, die Teilnehmer haben vielmehr zu Reinickendorf. In der letzten Sigung der Gemeinde- Bertretung ihrem Vergnügen gespielt. Indessen wurden dabei Summen um teilte der Vorsitzende mit, daß bei der Wahl zur Gemeinde- Vertretung von gesetzt, die hinter denen beim Spiel der harmlofen" nicht sehr 1400 eingetragenen Wählern 98 Stimmen abgegeben wurden, wovon zurückgeblieben sind. Hauptsächlich waren es junge Söhne bekannter 71 Stimmen auf den Maschinenfabrikanten Stoff und 22 Stimmen teiligten. Die Untersuchung richtet sich gegen den Wirt bes be borfs hatten von einer Beteiligung an der Gemeindevertreter- Wahl Berliner Persönlichkeiten, Künstler usw., die sich an dem Spiel bes auf den Kaufmann Graat entfielen. Die Parteigenossen Steinickentreffenden Cafés, in bem gefpielt worden ist, wegen Dulbung von abgesehen, da kein geeigneter Standibat aufgeftellt werden konnte. Glidsspiel und ist auf die Anzeige eines Mitspielers eingeleitet. Zu den Verhandlungen in Sachen des Berliner Nordianals gab der Vorsitzende bekannt, daß das Komitee über die Ausführung des Ueber den Lebensgang Spinolas ist folgendes zu berichten: Eine Weihnachtsmeffe ist, wie in früheren Jahren, so auch Projekts in einer Dentschrift ausführlich berichtet und zur weiteren Bernhard Spinola wurde am 18. Februar 1886 als der Sohn am Sonnabend in Meßpalast. Alexandrinenstraße 110, eröffnet Propaganda des Unternehmens die Gemeinde- Bertretung um Here des Professors Spinola von der Tierärztlichen Hochschule zu Berlin worden. gabe von Mitteln ersucht habe. Rach längerer Diskussion geboren. Nach Absolvierung des Friedrich Werderschen Gymnafiums studierte er die Rechtswissenschaften. Im Jahre 1867 wurde er 14 Monate alte Knabe Mag Buthlig, der Sohn eines Schloffers aus das aufgenommene Darlehn in Söhe von 850 000 Mart bei der Durch Verbrühen tödlich verunglückt ist vorgestern abend der beschloß die Vertretung dem Komitee 400 m. gut bem ge dachten Zwecke zu überweisen. Ferner wurde beschlossent, Staatsantvalt, zunächst beim Kreisgericht in Riel. Von dort der Stettinerstraße. Der Knabe war seit dem Tode seiner Mutter, tam er 1872 zum Stammergericht und erhielt zugleich bie bie im September d. 3. starb, in Pflege bei den Arbeiter Niederbarnimer Streis- Sparkasse in eine dauernde Schuld umBestallung eines Justitiars der königlichen Charité- Direktion, Binkowskischen Eheleuten in der Hussitenstraße 44. Am Sonnabend zuwandeln, die mit 4 Prozent zu verginfen und mit 1 Prozent da diese Stellung mit dem staatsanwaltschaftlichen Haupt nachmittag um 5/4 Uhr hatte Frau Bintowsti in einem Theekeffet 3 amortifteren ist. Da in lepterer Zeit bei dem enormen guzug Amt ant Stammergericht früher vereinigt war. As im Waffer getocht, während der Kleine in der Stiche auf dem Fußboden die cullaffen fortgefest überfüllt find, wird beschlossen, folgenden Jahre die Stellungen des ärztlichen Leiters und des Verfaß. Als eine Frau tam und sie um etwas beißes Waffer bat, bas eine weitere Klaffe bei der zweiten Gemeindeschule zum 1. April waltungsdirettors der Charité zu gleicher Zeit frei wurden, wurde sie zum Scheuern der Treppe gebrauchen wollte, nahm ste ben Thee 1901 einzurichten und eine neue Lehrkraft einzustellen. Mehlhausen in die erstere und Spinola in die lettere berufen. Im tessel und drehte sich um nach dem Eimer, in den sie das Waffer Nowawes. Am Sonnabend wurde der mutmaßliche Einbrecher Jahre 1875 wurde der neue Verwaltungsdirektor zum Geheimen gießen wollte. Nun lösten sich zwei Nieten des Henkels, der Steffel im Schüyenhaus zu Rowawes- Neuendorf, feinem Opfer, dem Gast Regierungsrat und im Mai 1888 zum Geheimen Oberregierungsrat fiel zu Boden, das kochende Waffer floß aus und verbrühte dem wirt Siegmund gegenübergestellt. Siegmund liegt im Oberlin Knaben die Füße und das rechte Bein bis zum Oberschenkel. Erst frankenhaus schwer erkrankt danieder. Als Siegmund den EinAm 1. Januar 1881 trat Spinola als Vertreter bes 14. Stom- am nächsten Morgen holten die Leute einen Arzt; als er mun um brecher erblickte, erklärte er auf das bestimmteste, daß er derfelbe sei, munal- Wahlkreises der ersten Abteilung in die Stadtverordneten 10/8 Uhr fam, war der ftleine schon tot. der auf ihn in der verhängnisvollen Nacht die drei Schiffe abgegeben Bersammlung ein und wurde seitdem jedesmal wiedergewählt. Sehr gut war Spinola bei o fe angeschrieben, dessen Inter- Ein aufregender Vorfall ereignete sich gestern morgen 6 Uhr habe. Der Einbrecher leugnete die That begangen zu haben. effen an ihm einen warmen Befürworter fanden, wenn sie in der in der Adalbertstr. 94, in welchem Hause das Bostamt 26 fich be Stadtverordneten- Bersammlung zur Sprache famen. Die Kaiserin findet. Als die Briefträger, die im Quergebände ihre gimmer Derlammlungen. wie die Großherzogin von Baden haben der Witte des Verstorbenen haben, gegen 6 Uhr morgens durch das Portal des Borderhauses Beileibstelegramme gesandt. Die Beerdigung erfolgt am Mittwoch fich zum Dienst begeben wollten, sprang aus einem Fenster des Der Centralverband der Handlungsgehilfen hat in seiner ernannt. von der Charité aus. Versammlung vom 1. Dezember folgenden Beschluß gefaßt: Der Centralverband der Handlungsgehilfen und Gehilfinnen Deutschlands ist der Meinung, daß die Darstellung des Falls Bacher- Leon, wie fie in der Nr. 277 des Vorwärts" gegeben worden ist, den Thatsachen entspricht, die im Artikel gemachten Angaben ihrem sachlichen Juhalt nach richtig sind, entgegen der Erflärung in Nr. 280. Verein Berliner Wohnung mieter. Oeffentliche Mieter Berfammlung am Dienstag, abends 8 Uhr, im Saaie der Brauerei Königs tabt, Schönhauser Allee 10-11: Die Wohnungsnot und die Berliner Stabtberordneten Bersammlung". Oeffentliche Volksversammlung. Am Dienstag, den 4. d. M., dritten Stockwerts ein Mann herab. Er schlug gerade auf den aus dem Portal tretenden Briefträger Bergemann auf, einem älteren Für die Erstattung der Waisenpflegefoften hatte die Waisen Beamten, der bewußtlos zusammenbrach. Die erschreckten Haus verwaltung neue Einheitsfäße festgestellt, die über die bisher bewohner alarmierten die nahe Rettungswache in der Adalbertstraße, gültigen meist sehr erheblich hinausgingen. Der zur Prüfung dieser die sofort Arzt und Heilgehilfen entsandte. Der Mann, ber aus Angelegenheit eingefegte Stadtverordneten- Ausschuß hat sich in seiner bem dritten Stockwerk den Sprung gethan hatte, war der 84 jährige, Mehrheit mit den Grundsägen, die die Waisenverwaltung dabei be- von seiner Frau getrennt lebende, in Schlafstelle wohnende Tischler folgt hat, nicht einverstanden erklärt. Er empfiehlt der Stadtver D. Er ist, wie von seiner Umgebung mitgeteilt wurde, dem Trunt ordneten Versammlung, an den bisherigen Einheitssägen feftau- ergeben unb leibet an Wahnvorstellungen. Schwerverlegt wurde er halten. nach dem Krankenhaus am Urban geschafft. Der Briefträger BergeDie Staatsbürger Zeitung" kommt in der Sternbergmann wurde nach seiner Wohnung gebracht. Er hat erhebliche Berabends 8%, Uhr, wird in der„ Berliner Ressource", Kommandantenstr. 57, Sache abermals mit Enthüllungen". U. a. veröffentlicht fie ein legungen nicht erlitten, ist jedoch infolge des furchtbaren Schreckens Derr Redacteur Perlmann einen Vortrag über Wohin führt dié Schreiben, welches Fräulein Platho am 27. Juni an Herrn Arndt dienstunfähig. Dienstbotenbewegung" halten. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, den 4. Dezember. Opernhaus. Der Ring des Nibe = lungen. Vierter Abend. Götter: dämmerung. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Der wilde Reutlingen. Anfang 72 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). Die Fledermaus. Anfang 7% Uhr. Deutsches. Die Macht der Finsternis. Anfang 7 Uhr. Leffing. Wie die Blätter... An: fang 7 Uhr. Berliner. Die Räuber. Anfang 72 Uhr. Residenz. Die Dame von Marim. Anfang 72 Uhr. Neues. Die Liebesprobe. Anfang 7 Uhr. Westen. Die Hugenotten. Anfang 712 Uhr. Central. Der Brautvater. Anfang 7 Uhr. Secessionsbühne. Anfang 72 Uhr. Der Leibalte. Schiller. Faust. II. Teil, erster Abend. Das Reich der Mütter. Anfang 8 Uhr. Thalia. Amor von heute. Anfang 72 Uhr. Luifen. Alexandra. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die Strohwitwe. Anf. 72 Uhr. Carl Weiß. Der rechte Schlüffel. Anfang 7 Uhr. Belle Alliance. Der Geigenmacher von Mittenwald. Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Eine tolle Nacht. Anfang 7/2 Uhr. Apollo. Specialitäten- Vorstellung. Anfang 71/2 Uhr. Palast. Specialitäten: Vorstellung. Der Säugling. Anfang 7 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 7 Uhr. V RANIA Taubenstr. 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: ,, Die Weltausstellung in Paris". 99 99 Im Hörsaal: , Röntgenstrahlen"( Neuere Versuche) von Dr. Donath. Invalidenstr. 57/62. , Die Welt der Fixsterne" von K. Graff. Tägl. Sternwarte. Nachmittags 5-10 Uhr. Thalia Theater Dresdenerstr. 72. Heute und folgende Tage: Amor von heute. Ausstattungspoffe mit Gesang u. Tanz. Herren: Thomas, Thielscher, Helmerbing, Juntermann, Paulmüller. Damen: Milton, Milani, Boje, Wanovius. Anfang Metropol Theater. Behrenstr. 55/57, Dienstag, den 4. Dezember: Henry Bender als Debüt. Mit vollständig neuer Ausstattung Carl Weiss- Theater ine tolle Nacht. Gr. Frankfurterstr. 132. Der rechte Schlüssel. Volksstück in 4 Aften v. Francis Stahl. Anfang 8 Uhr. Innual Morgen: Auf allgem. Verlangen: Leonore. Sonnabend, nachmittags 4 Uhr: Kindervorstellung: Schneewittchen Passage- Panopticum. und die fieben Zwerge. Neu: Krao, das Bindeglied zwischen Mensch u. Affe( lebend). Liza, bas 12jährige Riesentind ( 336 Pfund schwer). China in Berlin. Großes theatralisch- ethnographisch. Schauftück in 11 Bildern. Entree einschließlich Theater 50 Pf. Kinder die Hälfte. Passage- Theater Unter den Linden 22. D- Vorstellung. Tägl. Auftreten Gertrude Barrison und das grosse Dezember- Programm. Eintr. inkl. Panopticum 50 Pf. CASTANS Speciali PANOPTICUM Paffage Panoptikum. Specialitäten D Vorstellung. Anfang mittags 12 Uhr. Urania. Taubenstr. 48/49..( Im Theatersaal) Abends 8 Uhr: Die Weltausstellung in Paris." Im Hörsaal: Röntgenstrahlen." ( Neuere Versuche.) Dr. Donath. Juval idenstr. 57/62.„ Die Welt der Flysterne." K. Groff. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Schiller Theater ( Wallner Thenter). Dienstag, abends 8 Uhr: Faust bon Goethe, der Tragödie II. Teil. ( 1. Abend. Das Reich der Mütter.) Mittwoch, abends 8 Uhr: Friedrichstr. 165. Neu! Dahomey- Dorf. Neu 38 wilde Weiber von der Leibgarde des Königs Behanzin. Kriegs- u. Gefechts- Scenen, Exercitien, Nationaltänze. Vorstellung.: 12 Uhr mittags, nachm. von 3-10 Uhr stündl. Allerseelen", neue Illusion! Russ. Damenkapelle Zarina. Entree 50 Pf. Militär u. Kinder 25 Pf. Palast- Theater Dezember: In Vorbereitung: Die Veilchenprinzessin. Ein Märchenspiel mit Gefang und Tanz in 5 Aften von Willy Lang. Für diese Vorstellungen ift jeder Erwachsene berechtigt zwei Kinder auf einen Plak frei einzuführen. Apollo- Theater. Vollständig neues Specialitäten- Programm. Mlle. Brescina Pariser Excentrique. Horence Esdaik. Große Berliner Ausstattungs Posse in 5 Bildern von Julius Freund u. W. Mannstädt. Mufit von Julius Einödshofer. Borher: das vollständig neue Dezember: Special. Programm. Brüder Pantzer. Renard. Mile. Bacha. Anfang der Specialitäten 1/28 Uhr, Anfang der, tollen Nacht" 1/29 Uhr. Rauchen überall gestattet. Morgen u. d. folgenden Tage: Eine tolle Nacht. Cirkus Busch Dienstag, 4. Dezember, abbs. 71/2 Uhr: Gala- Sports- Abend. Bum sechstenmal: François Gerari. Die eiserne Maske" Milli Capell Original- Sporting- Act und 8 Debuts. Fräulein Loreley. Anfang 8 Uhr. ( Le masque de fer). Großes histor. Manegen- Schauftüd in 7 Aften und 2 Hauptbilbern, arrangiert und in Scene gefest vom Direttor Paul Busch und Herrn BurkhardtFoottit. 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