Jr. 283. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Beitungss Preisliste für 1900 unter Dr. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. dande sch17. Jahrg. Norwärts Berliner Volksblatt. 19 da ste Die Insertions- Gebühr betrag für die fechsgespaltene Rofonel selle oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Grpcdition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: Rmt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: „ Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Der China- Etat W Mittwoch, den 5. Dezember 1900. In China " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Abg. Singer die Heeresverwaltung um genaue Aufklärung über von dort zu erfahren, ob von dort derartige Befehle ergangen die Verpflegung des ostasiatischen Corps. Es liegen mir Nachrichten find. Abg. Eidhoff( frs. Wp.) weist auf den in Beitungen abge vor, wonach direkt Mangel geherrscht hat und die Verpflegung der brudten Garnisonbefehl aus Tientsin gea. v. Kettler hin, der jenes Truppen im allgemeinen schlecht war." Generalmajor v. Heeringen Verbot ausspreche. Der Kriegsminister erklärt, auch davon wurde am Dienstag in einer Doppelfizung der Budgetkommission erwidert: Die Berichte, die wir erhalten haben, lauten durchaus günstig. amtlich nichts zu wissen. Abg. Richter erklärt, es handle fich doch beraten. Die Beratung entbehrte jeder besonderen Spannung, da Auf der Fahrt nach China war die Verpflegung an die Schiffahrtsgesell- um gewisse bestimmte Vorgänge, wie z. B. daß reihenweise das Schicksal der Vorlage bis in ihre Einzelheiten völlig entschieden schaften übertragen. Diese waren verpflichtet für 150 Tage Ver- 50 Chinesen erschossen worden sind. Das jeten Dinge, die sich ist. Das Centrum, das im vorigen Winter bei der Beratung des pflegung mit zu führen. Für China waren für jeden einzelnen Mann feststellen lassen müßten. Der Kriegsminister vermist vorgesehen: drei eiserne Portionen, ferner Verpflegung für in jenen Briefen genaue Verpflegung für in jenen Briefen genaue Datum und Ortsangaben, sodaß großen Marineprogramms wenigstens noch zeitweilig den Schein einer 4 Monate, Konserven und Dauerfleisch, so dann Buthaten, es unmöglich sei, festzustellen, um welchen Aft es fich eigenen Meinung vorzutäuschen versuchte, ist nun völlig Handlanger Bucker, Chokolade usw. Jede Compagnie führt mindestens handle. Er glaube nicht, daß derartige Dinge vorgekommen sein und Mitsünder der weltpolitischen Reaktion. Auch die Opposition einen Wasser Kochapparat zur Reinigung des verseuchten fönnen. In seinen Berichten jei allenthalben erflärt, daß nur nach der freisinnigen Volkspartei ist trop einiger Nichterscher Wassers mit sich. behielt der Kommandeur dem Gefeß verfahren werde. Staatssekretär bes Reichs- Marine- Amts Abänderungs- und Abschwächungsanträge zur Lächerlichkeit geworden. freie Hand, zu und wirtschaften, besorgte vielfach Admiral v. Tirpiz giebt die gleiche Erklärung für die SeeDie meisten Kapitel des China Etats wurden debattelos ge- frisches Fleisch. Kriegsminister v. Go ßler fügt hinzu, es sei aus- bataillone ab. Abg. Bebel: Es sei fein Zweifel, daß Erceffe begangen billigt und die Regierung ist ihrer ersten Chinarate sicher. geschlossen, daß Not bestanden habe. Es mag an einigen Tagen die wurden und die Frage ist nur, wie weit einzelne Personen, Offiziere ver Verpflegung weniger gut gewesen sein, das sei unter solchen Um- antwortlich zu machen seien. Der bekannte" Tafu Brief" existiert, Auch die Anregungen Richters, wenigstens jetzt endlich eine, wenn ständen nicht zu verbiten. Abg. Bebel: Sicherlich ist alles ge- in dem es heißt, daß Weiber, Kinder usw. wiedergemacht worden auch nur mäßige Schwenkung zur Vermmft in der Chinapolitik durch schehen, um die Verpflegung so gut wie möglich zu machen, denn das sind, und daß die Soldaten damit die Parole des Staiſers befolgt Burückziehung des nicht nur gänzlich überflüssigen, sondern geradezu liege ja im Interesse der Militärverwaltung felbft. Es fragt fich hätten. Der Brief ist in meinen Händen! Dutzende von schädlichen Aufgebots an Marine und Landtruppen in Ostasien zu mir, ob die Vorkehrungen genügten. Die Klagen in den Briefen haben diesen Vorgang bestätigt. Sonft war man sehr bewirken, blieben ohne jeden Erfolg. Und nachdem die Regierungs- Soldatenbriefen waren doch überaus lebhaft, auch bezüglich der Ver- empfindlich bei Vorwürfen gegenüber Militärpersonen und stellte Bei den jezigen schwerwiegenden Vorvertreter ihr übliches Sprüchlein: Wir dürfen keine Schwäche zeigen! pflegung auf der Reise. Viele Leute beschweren sich, daß sie that sofort Strafantrag. gesprochen, tuidte Herr Richter selbst um, verzichtete auf Ab- fächlich gehungert hätten. Reduer fragt weiter an, wie es mit den würfen, die in der Presse und nicht in den socialdemokratischen stimmung über seine Anregungen und wollte diese nur gegeben Liebesgaben sich verhalte. Die Mannschaften hatten wohl viel er- Blättern zuerst, fondern in bürgerlichen und Amtsblättern wartet infolge der Verichte in den Zeitungen, die viel veröffentlich worden sind, versagt der ganze Apparat. Bei alledem haben, um der Regierung Gelegenheit zu Aufklärungen zu bieten. Wesens über die Liebesgaben machten. Nun bellagen sich befinden wir uns zivar nach den Ausführungen des Kriegsministers Nur in einer Hinsicht wies die Kommission allzu dreisten die Soldaten, sie hätten nichts davon zu sehen bekommen. im Krieg, aber die rechtlichen und verfassungsmäßigen Bestimmungen Uebermut der Regierung gelinde zurück. Den nach China aus- Ginige sogar behaupten, nur die Vorgesetzten hätten bekommen, was über den Kriegsfall, betreffend Kriegserklärung, Kriegstoften 2c., marschierenden Soldaten hat eine Kabinettsordre des Kaisers für faum glaubhaft sei. Beffer wäre es gewesen, wenn die Heeres- werden vollständig außer acht gelaffen. Der Kriegsminister den Fall ihrer Invalididät und im Todesfall für die Hinterbliebenen verwaltung diefe ganze Liebesgabengeschichte sich vom Leibe gehalten wiederholt, die Beschuldigungen seien zu allgemein, als daß er etwas besondere Zuschüsse über die gesetzlich feststehenden Pensionsfäße aus hätte. Es sind nicht immer die besten Motive bei den Gebern vorhanden. unternehmen könne. Was das friegsrechtliche Verhältnis betrifft, so seien dem Dispositionsfonds augesichert. Jetzt wollte die Regierung Man sucht alte Ladenhüter anzubringen, um sich dabei ein patriotisches die eigenartigen Verhältnisse in China schuld daran, wo die Bevölkerung fich Mäntelchen umzuhängen. Der Kriegsminister erwidert: Die im Aufstande befindet, während die chinesische Gesandtschaft in dem Reichstag zumuten, jene außergewöhnliche Maßnahme Militärverwaltung hat als solche nichts mit den Liebesgaben zu Berlin verbleibe. Abg. Graf Klintowström( f) fordert Bebel nur für das laufende Etatsjahr gutzuheißen, aber für thun. Die freiwillige Strankenpflege" hatte die Sache übernommen auf, die Briefschreiber zu nennen, sonst verfolge er nur den Zwed, die Zukunft den unstatthaften Zustand zu belassen, daß und ihr war die Verteilung der Liebesgaben, die ja besonders für die Oeffentlichkeit aufzuregen. Abg. Eidhoff( frs. Bp.) verliest weiterhin der Dispositionsfonds nach Belieben der Regierung Refonvalescenten und Krante bestimmt sind, überlassen. Es mag einen Soldatenbrief aus einem amtlichen Kreisblatt, welcher genau zu jenen Zwecken benutzt werde, während eine gefeßliche fein, daß auf dem Transport in einigen Fällen nicht richtig verfahren Datum und Ort der von den Soldaten angeblich begangenen Grausame Regelung sowohl behufs Wahrung der Rechte der Volksvertretung worden ist. Auf einem Schiff hat der Vertreter der freiwilligen feiten angiebt. Da fönne der Kriegsminister alles erfahren, was nötig sei. als auch im Interesse der in China verwundeten Soldaten und der Krankenpflege" alles aufgeteilt, was wider die Bestimmung gewesen ist. Abg. Bebel: Ich habe die Blätter genannt, aus denen ich meine Hinterbliebenen der Getöteten unbedingtes Erfordernis ist. Troß Prinz Arenberg( C.) meint, die Liebesgaben kämen den China- Angaben entnommen habe. Sie fömiten durch einen Strafantrag soldaten doch sehr zu gute. Abg. Richter wundert sich, daß die gegen die betreffenden bürgerlichen Blätter ohne Zweifel Klars des Umfalls der regierungsfreudigen Centrumsjuristen Bach e m und Inspektion für die freiwillige Krantenpflege über die Verwendung heit schaffen, aber man habe offenbar Gründe, diese Untersuchung zu Gröber nötigte die Kommission das Reichsschazzamt zur schleunigen bisher nichts veröffentlicht hat. Daher sei das Miß fürchten. Borlegung einer Gesezesbestimmung, durch die der etatswidrige Bus trauen entstanden. Abg. BebeI: Es ist ganz neu, daß Beim Kapitel„ Verschiedene Ausgaben" erklärt Abg. stand beseitigt und die Ansprüche der China Invaliden gesichert die Liebesgaben besonders den Kranten zu gute kommen sollen. Be bel: Hier werden u. a. Summmen verlangt für Verpflegung, Warum hat man das nicht vorher bekannt gemacht? Dann wären von Kriegsgefangenen. Ein genauer Betrag ist nicht feftFerner bemühten sich die socialbemotratischen Mit die Klagen der Soldaten ausgeblieben und andrerseits wären feine gefetzt. Aber wo find denn überhaupt diefe Kriegsgefangenen. glieder der Kommission um die Klarstellung einiger Vorkommnisse unnügen Dinge gestiftet worden. Kriegsminister v. Goßler Dieser Bosten muß abgesetzt werden. Wenn überhaupt ein Straf des Chinafeldzugs, die in der Oeffentlichkeit Aufsehen und größeste erklärt, daß seines Wissens die Organisation der Liebesgaben in verfahren gegen Kriegsgefangene ordnungsmäßig stattgefunden hat, abgemacht zu sein. Erregung verursacht hatten. Singer behandelte die Frage der Singer behandelte die Frage der mehreren Beitungen publiziert worden sei. Abg. Singer bringt so scheint dies vielfach überaus furz Fall ist ja bekannt, wo man zur Sprache, daß auf der Seereise ein starker Mangel an gutem Der die Chinesen Truppenverpflegung, Bebel die auffälligen Neubestellungen Trinkwasser vorhanden gewesen ist, worunter die Leute schwer zu ihre eigenen Gräber schaufeln ließ, fie niederschoß und voit Winterkleidung grauer Farbe, bie auf die Absicht leiden hatten. Abgeordneter Müller- Fulda( C.): Die Schiff andre Chinesen Erde über sie schütten ließ. Von einem der Schaffung einer Kolonialarmee zu deuten scheinen. Der fahrtsgesellschaften werden so gut bezahlt, daß sie allerdings Gutes Verfahren nach den Regeln des Kriegsrechts hat man nicht das geKriegsminister suchte Bebels eindringliche Befragung mit der leisten sollten. Freilich seien die Soldaten bei ihrer Fahrt bis zur ringste gehört. Der Striegsminister erwidert: Gine bestimmte Wendung zu entkräften: Solche Konsequenzen sind zunächst nicht zu Einschiffung vom Bublifum so verwöhnt worden, daß nachher auf Auskunft über diesen Fall kann ich nicht geben, sicher ist ziehen! 8unächſt! den Schiffen ihnen die Verpflegung minder gut erschien. Ein allenthalben das regelrechte Verfahren beobachtet worden. werden. It " Eine In noch tadeloserer Tugendreinheit zeigte sich der Kriegsminister, Regierungsvertreter erklärt, daß den Transportgesellschaften größere Bahl von Gefangenen wird allerdings nicht vorhanden ats Bebel ihm das Verbot der Soldatenbriefe und die Greuel- bem Rapitän offiziell berichtet worden ist, bestätigt, daß die Ver- befohlen, die Chinesen nach ihrer Entwaffnung in ihre Heimat au ein genauer Verpflegungszettel vorgeschrieben worden sei. Was von sein, denn man läßt sie einfach laufen. Das Oberkommando hat meldungen aus China vorhielt. Herr v. Goßler weiß von nichts. pflegung durchaus ordnungsmäßig geliefert wurde. entlaffen. Wenn sie erneut zu den Waffen greifen, so werden sie Abg. Eickhoff erinnerte an den Tientsiner Garnisonbefehl, geBei Kapitel 12 Bekleidung und Ausrüstung" weist erschossen. Abg. Bebel: Von solchen Entlassungen hat man noch zeichnet Generalmajor v. Kettler, durch den geschlossene Briefe ver- Bebel darauf hin, daß bei Fabriken Winterkleidung bestellt worden nicht viel gehört, nur von Erschießung. Es scheint also festzuboten wurden. Der Kriegsminister weiß nichts davon. Bebel verwies fei, obschon, wie auch in der Begründung der Vorlage zu lesen ist, stehen, daß Kriegsgefangene überhaupt nicht existieren. auf die übereinstimmenden Schilderungen barbarischer Kriegsführung. die in China stehenden Truppen bereits mit genügender Winterkleidung Auf Anfrage des Abg. Gröber( Centrum), was das für ges Der Kriegsminister hat davon nichts in seinen amtlichen Berichten ausgestattet worden waren. Diefe Anfertigung von doppelter heime Ausgaben find, für die eine halbe Million angefegt ist, er gelefen. Bebel fragt, warum die Regierung Verpflegungs- Kleidung scheint darauf hinzudeuten, daß man bereits für widert ein Regierungsvertreter, es handle fich zum Teil um Nach einen zweiten Winter in China Vorbereitungen richtendienst, teils um Gelder, die nötig sind, um Mandarinen gelder für Gefangene" fordere, da doch Gefangene nicht gemacht trifft. Es scheine sich also um eine definitive Einrichtung zu zu bestechen, wie es in China gang und gäbe feil( Seiterkeit.) und Bardon nicht gegeben wird, da von den Maffenerschießungen handeln. Wolle man etwa für eine fünftige Kolonialarmee von Eine lange Debatte entspinnt sich weiter über die Frage chinesischer Gefangene berichtet wird. Der Kriegsminister weiß von großem Umfang bereits jetzt Sleidung in neuen Farben her- der Pensionen" für die Verwundeten und die Annichts! Wochen und Monate hindurch empört sich das deutsche stellen lassen? Bebel beflagt ferner, daß, daß, wie ihm von gehörigen und Hinterbliebenen der getöteten China- Soldaten". Volksgewissen wo ein Gewissen bei uns noch sich regt und der Berliner Schneidern mitgeteilt worden fei, Schneider Der Staatssekretär des Reichs- Schaamts, Freiherr v. ThielEmpörung fähig ist ob der Entsetzlichkeiten, die aus China ge- selbst mur 3,50 Mark für die Anfertigung eines Mantels bekommen maun, stellte fest, daß eine Kabinettsorder ergangen sei, in der bea meldet werden. Der Kriegsminister erklärt mit vollendetem Gleich- haben, während die Militärverwaltung 5 Mart zahle, so daß der fondereẞuschüsse aus dem Dispositionsfonds, bis zu einer anderweitigen mut: Er habe jetzt Anfragen über diese Dinge an das Ober- Zwischenhändler nur für die Ausrichtung der Bestellung einen geseglichen Regelung" den nach China gehenden Truppen angefagt reinen Profit bon 1,50 Mark pro Mantel beziehe. Es fei worden sei. Bon verschiedenen Seiten aus der Kommission wird kommando in China gerichtet! wünschenswert, möglichst direkt die Aufträge zu vergeben. das Verfahren der Regierung, Summen zu bewilligen, die der Mita Die feifte Gemächlichkeit, in der eine christliche Regierung und Kriegsminister v. Goẞler erklärt, an den Ausführungen Bebels bewilligung des Reichstags unterliegen, scharf getadelt. Schließlich die Führer der Parteien für Religion, Ordnung und Sitte" die fei etwas Richtiges. Da es nötig war, die Expedition sofort beschließt die Kommission diese Materie in einem besonderen hunnischen Unthaten in China behandeln, erscheint noch beschämender auszurüften, so wurde den Soldaten schnell alles gegeben, Baragraphen des Gesetzes ordnungsmäßig zu erledigen und das als jene Unthaten selbst. alim was vorrätig war. Das war aber nur eine notdürftige Aushilfe. Gefeß nicht vor Erledigung dieser Angelegenheit zu verabschieden. Es mußten Ersaßvorbereitungen getroffen werden und hierzu Hiermit erklärt sich die Regierung einverstanden. wurde eine Stofffarbe gewählt, die der Abgeordnete Bebel Bei dem Etat für die Marineabteilung fommt ein Antrag Nachfolgend unser Bericht aus der Kommission: selbst früher als richtig für den Kriegsfall befürwortet Richter zur Beratung, den Reichskanzler zu ersuchen, die vier in Die Budget- Kommission begann am Dienstagvormittag 10 Uhr hat. Große Bestellungen feien nicht gemacht worden. Es Ostasien stationierten Linienschiffe zurückzuziehen. Staatssekretär die Beratung des China- Etats. Die Gesamtsumme für die Expedition handle sich nur um Versuche für Winter- und Sommerkleider zum Freiherr v. Richthofen erklärt, auch das Auswärtige Amt wünsche nach Ostasien beträgt 152 770 000 Mart. Die Beratung Racherias für die verschiedenen Truppenteile. Generalmajor die baldige Rückkehr dieser Division, augenblicklich sei es aber nicht begann mit den mit den Einmaligen Kosten", in Summa: b. eeringin fügt hinzu, den vom Abg. Bebel bezeichneten Fall angängig. Es würde auf die chinesische Regierung übel wirken, 52 Millionen. Bei Titel 11 Ausstattung der Sanitäts- in Bezug auf die Fabritation der neuen Mäntel fenne er nicht. wenn Deutschland den Anschein erweckte, als wollte es jetzt die Sache formation" entspinnt sich eine Besprechung über die GeJedenfalls versuche die Heeresverwaltung immer, alles aus erster im Stich lassen. Abg. Prinz v. Arenberg( C.) unterstützt die sundheitsverhältnisse ber Truppen in Ostasien. Der Hand zu erhalten. Wenn eine Abweichung vorgekommen sei, so sei bas Regierung; es sei eine häßliche Sache, wenn der Reichstag die Res Seriegsminister erklärt, die ungünstigen Nachrichten Aber die infolge der Kürze der Zeit, die uns nur zur Verfügung stand, gefchehen. gierung drängen wollte, ibre Striegsmacht in Ostasien zu verringern, schlechten Gefundheitsverhältnisse feien erfreulicherweise übertrieben. Abg. Bebel erklärt, daß er die betreffenden Firmen später be- Abg. Stichter zieht hierauf seinen Antrag zurild. In Anknüpfung hieran Allerdings haben wir in Tientsin Ruhr und in Beting Typhus anzeichnen werde. Er ersucht den Kriegsminister um flare Auskunft, wird ein Antrag Richter, betreffend die Rücksendung der erst vont getroffen. Jetzt aber haben sich die Verhältnisse gebeffert. Die Ge- ob es sich um voraussichtliche spätere Bestellungen größeren Umfangs 31. August bis 7. September abgegangenen Verstärkungen, verhandelt. famtziffer der Verluste bis Ende November betrug 3 Offiziere, handle, ob also die Bildung einer Kolonialarmee zu erwarten sei. Abg. Richter meint, es täme so, daß andre Staaten uns in China Der 60 Mann. Krant waren, soweit uns Nachrichten vorliegen, im Kriegsminister v. Goßler erwidert, diese Konsequenzen feien zu die Hauptlast überlassen und sich selber zurückziehen. ganzen 591 Maun. Zur Beunruhigung ist kein Anlaß. nächst nicht zu ziehen. Hierauf tritt Frühstückspause ein. Kriegsminister erwidert, daß für die Regierung hier dieselben Bei Kapitel 18: Alle übrigen Ausgaben, 141/2 Millionen", be In der Nachmittagssigung wurde beim Stapitel" Feldpost Gegengründe maßgebend feien, die beim vorigen Antrag Staatsmängelt Abg. Richter die Größe dieses Dispositionsfonds und anstalten die Angelegenheit des Verbots von Soldaten fetretär v. Richthofen geltend gemacht habe. Abg. Richter ver verlangt Specialisierung. Ein Regierungsvertreter giebt briefen aus China zur Sprache gebracht. Es wurde angefragt, ob sichtet hierauf auf eine Abstimmung. Ein weiterer Antrag Richter eine specialisierte Aufstellung dieses Kapitels, beffen größter Betrag es richtig fei, daß die Soldaten nur noch Feldpostkarten schreiben auf Absetzung eines Postens für Beschaffung und Hinaussendung ca. 8 Millionen für die Herstellung von Unterkunftsräumen in Ost- dürften, so daß man alle ihre Mitteilungen fontrollieren tönne. von Reservemunition wird abgelehnt. Asien bestimmt ist. Der Kriegsminister erklärt: Von uns aus ist nicht Die Beratung wird hier abgebrochen, bie weiteren BerhandDie Beratung wendet sich nun den Laufenden Kosten" die geringste Anordnung in diefer Richtung ergangen. Ich lungen werden auf Donnerstagvormittag vertagt. sem Kapitel" Naturalverpflegung ersucht habe die betreffenden Beitungsmeldungen nach China geschickt, um Schluß 43/4 Uhr. 811. Mei " . " 2009 Politische Ueberlicht. Berlin, den 4. Dezember. Die Hohkönigsburg. Die dem Kaiser gehörige Ruine Hohkönigsburg foll, wie bekannt, auf Reichskosten ausgebaut werden. Daß der Reichstag leinen Anlaß hat, für die privaten Bedürfnisse des Kaisers Geld zu bewilligen, haben wir wiederholt dargelegt. Jezt veröffentlicht nun ein Fach mann auf dem Gebiet der Burgenfunde, Otto Piper, eine Broschüre,*) die auf den Nachweis hinausläuft, daß es aus dem Gesichtspunkt der Denkmalspflege vielmehr nur wohlgerechtfertigt sein würde, nötigen falls Staatsmittel dafür zu bewilligen, daß die Ausführung des Restaurationsprojekts von der architektonisch besonders wertvollen Ruine abgewendet werde. Im Herbst 1899 var Piper von dem Statthalter der ReichsTande beauftragt worden, über die Restaurierung der Burg eine Denkschrift auszuarbeiten. Es wurde aber nichts daraus, weil Piper mit seinem Gutachten nicht den Wünschen des Besitzers entsprach. Piper schreibt darüber in recht pikant wirkenden Andeutungen: Nachklänge zum Fall Krüger. 4. Adolf Schiff( in Elsfleth; die Mannschaft ist leider gerettet"). 5. P. van Rensen( in Emden, Aufsichtsrat der Gesellschaft„ Ems"). 6. Preuß. 7. Wilhelm Maack in Rostock. Der Berliner Berichterstatter der Frankfurter 8tg." will von holländischer Seite zuverlässig erfahren haben, daß der Kaiser durch den Gesandten v. Tschirschckky Krüger nicht nur habe mitteilen laffen, daß er ihn jetzt nicht empfangen könne, sondern daß er ihm Nationalliberale Brotwucherer. Der Reichstags- Abgeordnete auch ausdrücklich habe sagen lassen, daß er wünsche, Bassermann hat auf dem am 2. Dezember in Zittau stattdaß er von seiner Reise nach Berlin Abstand nehme. Mit gefundenen nationalliberalen Parteitag für die Laufiz ausdrücklich dieser Meldung stände jene Meldung eines andren Blatts in Ein- erklärt, daß die nationalliberale Partei für einen flang, der zufolge Krüger nach Empfang der Kaiserlichen Botschaft höheren Schutz der Landwirtschaft durch Erhöhung des Geäußerst niedergeschlagen gewesen sei. treidezolls eintrete. " Sehr mangelhaft muß demgegenüber der Hofprediger Die ,, Kölnische Zeitung" beruft sich für ihre Behauptung, Kriginger inspiriert gewesen sein, der bei seiner Adventspredigt im Dom auch des Krügerbesuchs in folgender Weise gedachte: daß die Hanlinakademie in Beting nicht von den Kulturträgern", Er fühle sich gedrungen, Strüger die herzlichsten fondern von den Chinesen niedergebrannt sei, auf drei andre, nicht Glück und Segenswünsche zuzurufen, dem tief- englische, Quellen. Diese Zeugnisse sind aber wertlos, weil sie nur gebeugten Mann, der als Chrift zu einer Christengemeinde komme, Variationen der gleichen unter den Belagerten anscheinend kolporvon höchstem Gottvertrauen beseelt fei, und auf den er den letzten tierten Legende darstellen und nichts enthalten als die bloße BeVers des Lutherliedes„ Ein feste Burg ist unser Gott" anwende: hauptung. Die Köln. 8tg." verschweigt in ihrer noblen Manier, daß Nehmen Sie uns den Leib, Gut, Ehre, Kind und Weib, Laß fahren das Zeugnis, auf das wir uns beriefen, gegenüber jenen leeren Be dahin, sie haben kein Gewinn, das Reich muß uns doch bleiben." Hauptungen die Schilderung von Einzelheiten bringt, Der barmherzige Gott möge ihm und seinem die auf der Darstellung eines Augenzeugen beruhen. Außer" Dasselbe( das Werk) wird, was meine auf den baulichen Volte ein Errefter und helfer in der Not sein und sich dem ist unser Gewährsmann jener amerikanische Missionar Arthur Teil bezügliche Mitarbeit betrifft, nicht erscheinen, ba, nach: an ihm offenbaren als wunderbar, Rat, Araft, Wels,&. Smith, der der Verfasser eines auch in Deutschland bekannten dem ich diese im Manuskript fast zu Ende geführt, ewiges Leben, Friedefür st, wie Jesaias vor der Geburt Werks über China ist. Die Kölnische Zeitung" befigt einen großen Mangel an des Messias prophezeit. im Mai d. J. ,, Allerhöchstem Auftrage zufolge Se. Durchlaucht Auch Herr v. Wildenbruch bewies mit einem poetischen fritischer Urteilsfähigkeit wie an Ehrlichkeit, wenn sie gegen dieses ( der Statthalter) genötigt war", den mir erteilten Auftrag zurüd- Willkommengruß, daß er alt geworden ist und nicht mehr mit der aus inneren und äußeren Gründen durchaus glaubwürdige Zeugnis zuziehen. Ich hatte freilich kein Hehr daraus gemacht, daß ich Zeit fortzuschreiten vermag. Der Dichtermajor Lauff, der die Musen ein paar belanglose Tagebuchnotizen ausspielt. den inzwischen geplanten Neuaufbau der Burg aus dem doch sonst zu jeder litterarischen Sünde zu kommandieren vermag., Wie man in Peking plündert erzählt sehr anschaulich in der Gefichtspunkte der Denkmalspflege überhaupt nicht für hat als gefchidterer Mann diesmal seine poetischen Anwandlungen Westminster Gazette" Jasper Whiting. Da der Verfasser keine wünschenswert, und auch das bezügliche vom Architekten niederzukämpfen verstanden. Nation, auch nicht die eigne, schont und manche Einzelheiten des ErB. Ebhardt aufgestellte Bauprojekt nicht für gut erachten fönne." Eine kleine historische Parallele zieht die" Rh. Westf. 8tg.", in- zählten auch auffallend mit dem übereinstimmen, was aus deutschen the Piper hatte in dieser Angelegenheit an einer im Berliner Schlosse dem fie Krügers Rundreise mit der Rundreise Thiers im Soldatenbriefen hervorgeht, hat man keine Ursache, ihn grober Uebertreibungen zu zeihen. Es wäre auch ganz wunderbar, wenn bom Raiser abgehaltenen Konferenz teilgenommen, wo eine Denkschrift Jahre 1870 vergleicht: Sollten die Herren in der Londoner„ Downing Street" wirk- Leute, die kein Bedenken tragen, den schligängigen Hallunken" Ebhardts zur Verteilung gelangte. Piper kritisiert nun diese Denklich so zarte Nerven haben und sich durch einen freundlichen Empfang dugendweise das Lebenslicht auszublasen, die völlig jenseits von schrift, die in einem sehr erbaulichen Stil gehalten ist und führt des Präsidenten Krüger den deutschen Reichskanzler in ihren Gut und Böse der Civilisations- und Humanitätsbegriffe stehen, interessante Stellen an: Ebhardt schreibt auf S. 11 der Denkschrift: heiligsten Gefühlen beleidigt dünken, nun, so fönnte die deutsche mit dem Eigentum der gelben Kanaille besonders penibel umgehen Regierung, falls Sie überhaupt das Bedürfnis einer Rechtfertigung sollten. Für das umgekehrte Verhalten sprächen weit mehr empfinden sollte, mit der größten Leichtigkeit eine schlagende Ant Wahrscheinlichkeitsgründe. Berichtet Jasper Whiting aber die Wahrwort erteilen. Sie brauchte ja nur darauf hinzuweisen, daß, als heit, so thäte man gut, aus den Geschichtswerken, die von den Thiers im September 1870 seine berühmte Rundreise genau Blut- und Golddurstorgien der Cortez und Pizarro berichten, alles zu demselben 3wed, den gegenwärtig Präfi fritisch- sentimentale Beiwerk zu beseitigen. Whiting schreibt: Bent Krüger verfolgt, an die Höfe der Großmächte unternahm, um fie zu einer Intervention für Frankreich zu veranlassen, dieser Staatsmann, der damals noch nicht das Oberhaupt Frankreichs, sondern mir eine Privatperson war, also ohne Schwierigkeit abgewiesen werden komite, nicht nur bei der englischen Regierung die freundlichste Aufnahme fand. sondern auch von der Königin Victoria, die sich durch berwandtschaftliche Gefühle für ihren Schwiegersohn, den Kronprinzen Friedrich Wilhelm, nicht abhalten ließ, empfangen wurde. Die Hohtönigsburg als Befiz seiner Majestät hat naturgemäß die Augen von Tausenden auf sich gezogen, und erwartungsvoll blickt nicht nur die umwohnende Bevölkerung auf die Zukunft des altberühmten und allen teueren Baudenkmals, sondern auch alle die Scharen von Wanderern, welche seit langen Jahren Sommer und Winter diesen berühmten Ausflugspunkt in den Vogesen aufsuchen, und die zahllosen Freunde unsrer deutschen Burgbauten hoffen, daß mit ihr auch eine der Höhenburgen des südlichen Deutschlands einmal eine Wiederherstellung erleben möge, die vorbildlich für dieses ganze Gebiet werde." id sided misi Dazu bemerkt Piper troden: Die umwohnende Bevölkerung" hat noch im März dieses Jahres vielmehr so dringend gewünscht, die Ruine unverändert als solche erhalten zu sehen, daß, wie nicht mir allein bekannt ist, ein durch seine Stellung am ersten dazu berufener Vertreter jener sogar die weite Reise nach Berlin nicht gefcheut hat, um sich dafür zu verwenden. Wenn sie zur Zeit durchaus mit dem Neubau ausgeföhnt ist, so wird mir mit Grund niemand bestreiten können, daß das mit einem fentimentalen oder sonstigen Interesse für ein allen teueres Baudenkmal" nicht das geringste zu thun hat, sondern lediglich mit dem guten Verdienst, welchen die Arbeiten und der Is vermehrte, durch eine eifrige Beitungsreflame genährte Fremden zufluß angeblich über 30 000 im verflossenen Sommer ihr jezt verschafft. Sollte dereinst das fertige Museum", zu welchem die neue Burg benutzt werden soll, nach gestillter Neugierde nur noch wenig besucht werden, so werden die Leute sich wieder nach ihrer alten Ruine zurüdsehnen. " " 1 " 8wei Reden, die Ohm Paul in Köln gehalten hat, berühren durchaus sympathisch. In der ersten Rede, die eine Erwiderung auf die Begeisterungsansprache einer Studententruppe darstellte, be= tonte Krüger fein Interesse für die Sache des Unterrichts. Infolge der Verhältnisse Südafrikas seien noch viele seiner Wünsche in dieser Hinsicht unerfüllt geblieben, er sei aber gerade barum zu dem Bestreben gelangt, für die Zukunft sein größtes Interesse den Bildungszweden zu widmen. Schon jetzt fönne sich Transvaal jedem in ähnlicher Lage befindlichen Staat an die Seite stellen; bies beweise die Gründung von Mittelschulen und Gymnasien, die Einrichtung der Minenichule in Pretoria, sowie der infolge des Kriegs vorläufig unausgeführte Plan der Gründung der Universität. Auf die Ansprache der Delegation des Aldeutschen Verbands antwortete Krüger, daß er gern das Gefühl der Stamm= verwandtschaft mit den Niederdeutschen und dem deutschen Volte im besonderen bekenne. Aber in Südafrika habe sich außer deutschem und niederländischem Blut auch französisches Blut in Eintracht zusammengefunden. Eine ebenso würdige wie gefchickte Art, etwaige deutschtümelnde Geschmacklosigkeiten in die Schranken zu weisen. Was dann die Scharen von Wanderern" betrifft, so bin ich ja von ihren Gedanken nicht unterrichtet, darf aber wohl an nehmen, daß sie sich bisher vor allem gleichfalls der schönen und großartigen, ihnen unbeschränkt offenstehenden Ruine gefreut haben, ohne eine Aenderung zu wünschen, und wenn endlich versichert wird, daß die zahllosen Freunde unsrer Burgbauten" hier cine borbildliche Widerherstellung hofften, so scheint mir das in cinem gewissen Widerspruche damit zu stehen, daß wenige Zeilen weiterhin fonstatiert wird, wie mit Recht die Kunstfreunde für schem Wiche den Präsidenten in Köln zu begrüßen. Die Bonner Studentenschaft beabsichtigte, in studentiAls sie auf je de alte Burg, die baulichen Veränderungen entgegengeht, dem Bahnhof Bonn zur Abfahrt bereit standen, wurde ihnen vom Schlimmes fürchten". Sollten nicht da die Burgenfreunde, Rettor nach Rücksprache mit den Polizeibehörden mitgeteilt, daß wenigstens solveit sie sich mit den Kunstfreunden decken, auch viel- biese offizielle Begrüßung von der Polizei nicht mehr gewünscht haben und noch wünschen, daß man die Hoh geduldet wurde. Sie mußten daher nach Hause eilen und tönigsburg damit verschonen möge?" erschienen verspätet in schwarzen Anzügen vor dem Präsidenten. Die Polizei hat natürlich die Gelegenheit nicht unbenutt vorübergehen lassen, der Boerenmission einen Begriff von deutscher Freiheit beizubringen. Wir versagen es uns, weitere Einzelheiten aus der Broschüre mitzuteilen, die obwohl es sich um eine verhältnismäßig geringfügige Angelegenheit handelt in ihrer Art ein außerordentlich lehrreiches und scharfes Miniaturbild unserer politischen Zustände bietet. In dem kleinen Spiegel dieser Affaire kann man das innerste Wesen unsrer Verhältnisse schauen. Man kann sehen, wie Einfluß gewonnen und Aktionen insceniert werden. Allerdings liegt hier der Fall insofern günstiger, als eine Persönlichkeit mitgewirkt hat, die auf ihrer eignen Meinung beharrt und sich den maßgebenden Wünschen nicht beugt. In der großen" Politik kommen solche Ungehörigkeiten" nicht vor. 9001 pi Deutsches Reich. Ein Boerenstammtisch in Balast- Hotel zu Köln wollte einen Fadelzug und eine Senenade für den Präsidenten ins Werf fezen. keinerlei Aufzüge, Umzüge, Ovationen, Ständchen u. dergl. zulassen Die Polizei teilte jedoch kurzerhand den Herren mit, daß sie werde. Krüger und seine Lente werden nun um so mehr begreifen fönnen, warum unsre braven Spießer so für die südafrikanischen Freiheitskämpfer schwärmen. Der Knecht fingt gern ein Freiheitslied Des Abends in der Schänke, Das fördert die Verdauungskraft Und würzet die Getränke. Das Konterfei des deutschen Spießers, das Heine vor fünfzig Jahren gezeichnet hat, ist noch heute verblüffend ähnlich. 119 " " Es sind jekt zwei Monate her, seit die verbündeten Truppen nach Peking marschierten und die Befreiung der Gesandten be= werkstelligten. Die Atmosphäre in der Stadt wird flarer, Läden werden geöffnet, die Truppen einiger Mächte rüden ab und die Chinesen selbst kommen in beträchtlicher Anzahl in die Eingeborenenstadt zurück. Aber unter den Fremden hat die Begierde na ch Beute" nicht im geringsten nachgelassen. Beute ist das einzige Ge fprächsthema an jedem Frühstücstisch, in den Straßen, in den Häusern, in den Läden. Am Nachmittag besucht jedermann die Auktion erbenteter Artitel bei der Gesandtschaft und am Abend werden selbst noch häufig fleine„ Exkursionen" internommen, um das Land auf Meilen im Umkreise zu plündern. Leute, die noch vor einem Monat dieses Treiben aufs entschiedenste verurteilten, sind jetzt die Tollsten, dem wilden Drängen nach den kostbarsten Schäßen, die man für nichts oder sozusagen nichts belommen, tann. Die Epidemie ist jo austeckend, wie die Poden. Die Soldaten wurden zuerst von ihr ergriffen und sie ging bald! nicht nur auf Offiziere und Civilisten, fondern auch auf Missionare und hohe Beamte der Gesandschaft über. Nur sehr wenige haben der Versuchung wiederstanden, zu plündern, und diese wenigen rebellieren im Innern, weil ihr Gewissen ihnen nicht gestattet, sich an der Ernte zu beteiligen. Zwar haben verschiedente der Mächte, besonders Großbritannien und Amerika, das Treiben amtlich verurteilt, indem sie ihren Truppen verboten, ohne Bezahlung von einem Chinesen oder auf einem chinesischen Gebäude irgend einen Gegenstand zu nehmen, doch das Verbot fann so leicht umgangen werden, daß es that fächlich wirkungslos ist. Jezt werden die Sachen, getauft" ind eine Bescheinigung wird entgegengenommen. Ein Offizier oder Soldat, der einen Chinesen mit einem Gegenstand entdeckt, der ihm gefällt, nimmt sich den Gegenstand, giebt dem Manne eine kleine Münze dafür und bittet ihn mit dem nötigen Nachdruck, eine schon fertiggestellte Quittung zu zeichnen. Der Chinese thut das, nicht weil er mit dem Handel einverstanden ist, sondern weil die Erfahrung ihm gelehrt hat, daß es so am flügſten ist. Ein wohl bekannter Offizier einer gewiffen Nationalität lam vor einigen Tagen mit zwei Belgröden, einem großen Sad sehr tostbarer Stickerei und verschiedenen wertvollen Schnigwerken in sein Quartier zurück und sagte, daß er das alles für 20 Cents gekauft habe. Wie haben Sie das angestellt?" wurde er gefragt. " Run", gab er zur Antwort, ich gab dem Manne, dem die Sachen gehörten, außer den Cents die Gelegenheit, sich die Mündung meines Revolvers aus der Nähe an zusehen." Die Behörden drücken, so fährt der Vers fasser fort, ein Auge zu, da die Epidemie bis zu den hösten Beamtes gelangt sei. Ein Sekretär bei einer der Gesandtschaften hätte feinen Freunden Eingang zu dem kaiserlichen Balast verschafft, damit diese dort plündern könnten. Ein andrer nicht sehr bemittelter Mann in hoher Stellung hätte sein Haus mit den foftbarsten Schäßen angefüllt, und ein hoher Konsular beamter einer der Mächte habe dadurch, daß er sich offen Geld geliehen, dann von Soldaten Beute angekauft und diese mit über 5000 2. Proz. wieder verkauft habe, den Ruf des Lands, das ihn zur Wahrung feiner Ehre und feines guten Namens nach China gesandt, in den Staub gezogen. Nicht nur Männer, sondern auch Damen beteiligten sich an der Plünderung. Aus den Tempeln nähmen sie sich in eigens mitgebrachten Wagen fleine„ Souvenirs", wie schwere Vasen, Bronzesachen usw. mit." Daß Japan ganz offiziell im größten Maßstab geplündert hat, ist bekannt.), sed do Die ausländische Presse fährt fort, die Abweisung Krügers je nach ihrem Standpunkt zu kommentieren. Die franZur Verhaftung des Genoffen Swienty. zösische Preise, deren tadelnde Aeußerungen sich der Wiedergabe Unser Hallesches Partei- Organ schreibt: Die unter dem 30. Nov. entziehen, sonnt sich mit Genugthuung im Glange ihrer eignen Die englische Presse dagegen ist entzückt von dem veröffentlichte Mitteilung von unsrem Korrespondenten in Halle, das Höflichkeit. politisch flugen Verhalten der deutschen Regierung. Die Weigerung, Und wie wir schon bemerkten, erzählten auch deutsche Gericht habe den Fluchtverdacht auch damit begründet,„ daß Krüger zu empfangen, schreiben Times", sei ein Kaltwasser- Soldatenbriefe von der reichen Beute, die bei diesem heiligen Kriege Swienth die nach der erfolgten Beschlagnahme veröffentlichte Nummer strahl auf das ganze Gebahren Krügers. gemacht werde. Einem dieser Briefe lag sogar eine prachtvolle nicht mehr verantwortlich zeichnete", entspricht nicht den Thatsachen. Ein Mißverständnis hat die Lesart hervorgerufen, die Seidenstickerei bei, über deren Erwerb allerdings keine näheren MitDiese Darstellung ist auf eine irrtümliche Information zurück einzelne Blätter von der Absage des Kaisers verbreitet hatten. teilungen gemacht waren. zuführen. Auffällig muß es erscheinen, daß der nunmehr Man hatte nämlich der Erklärung, daß der Kaiser wegen früher lebrigens lafen wir in einigen Blättern, daß Graf Warderschriftlich vorliegende Beschluß für die Verhaftung unsres Genoffen sogar eingegangener Verbindlichkeiten Strüger nicht empfangen fe e feine Einwilligung dazu gegeben habe, daß eine Anzahl a stro noch einen früher veröffentlichten Artikel:„ Wahrzeichen der Schmach" fönne, einen historischen Sinn beigelegt. Man forrigiert die Lesart no mischer Instrumente, die feiner Zeit von jesuitischen mit aufführt. Die wegen dieses Artikels beschlagnahmten jetzt dahin, daß in der Motivierung von früher getroffenen Dis- Missionaren vor 200 Jahren auf den Mauern Pelings aufgestellt worden waren, als Kriegstrophäen nach Deutschland geschickt wurden. Boltsblätter wurden seiner Zeit wieder freigegeben, um so sonder- pofitionen die Rede gewesen sei. Ein Blatt bemerkte zu dieser Nachricht, daß die Instrumente nur den barer erscheint es jetzt, daß zur Aufrechterhaltung der UntersuchungsWert von Kuriositäten hätten und die Transportkosten gar nicht wert haft dieser Artifel mit herangezogen wird. wären. Daran, daß es sich doch auch um chinesisches Eigentum handelte, glaubte kein Blatt erinnern zu sollen. Es giebt ein Wiedersehn! Ueber englandfeindliche Ausschreitungen wird aus Köln vom 4. Dezember berichtet: rein Gestern abend 11 1hr kam es leider zu Ausschreitungen bor dem englischen Konsulat. Eine Anzahl Personen stießen englandfeindliche Rufe aus, und versuchten das Schild an dem Konsulat herunter zu reißen. Durch das Hinzukommen berittener Schußleute wurde die Ausführung des Borhabens verhindert. Mehrere Personen wurden verhaftet. V Große und fleine Rache. Eine der Polit. Corresp." aus Man schreibt uns: Die Strafversegung des etwas eigentümNom zugehenden Mitteilung giebt ihrer lebhaften Genugthuung lichen" Ministerialdirektors v. Woedtte soll nach Mitteilung der darüber Ausdrud, daß Graf Walderjee, bei seinen militärischen " Deutschen Versicherungs- Zeitung" darin bestehen, daß er zum Operationen in China d as italienische Truppenton Präsidenten des neu zu gründenden Aufsichtsamts für Privat tingent besonders bevorzuge. Man sei davon überzeugt, daß die der Italiener Italiener in solchem Umfange nicht versicherung ernannt wird. Wenn sich diese Nachricht bestätigen sollte, Bahrscheinlich handelt es sich nur um den gutgemeinten, aber Heranziehung Umstände, sous wird das edle Paar Bued- Woedtke sicherlich sehr zufrieden sein. Der äußerst deplacierten Thatenbrang eines etwas angesäufelten Haufens, bloß auf augenblidliche äußere Umstände, dern hauptsächlich auf die freundschaftlichen Ge. famose Generalsekretär der Industriellen macht" nämlich auch in dem nationale Phrasen den Kopf verdreht haben. sinnungen des deutschen Feldmarschalls zurückzuführen Versicherung und bezieht aus seinem Boften als Generalsekretär Mundus vult decipi. Der famose Brief der See- fei, und man wisse ihm in politischen wie in militärischen eines großen Verbands von Versicherungsgesellschaften ein bescheidenes Berufsgenossenschaft, in welchem gesagt wird, daß die Kreisen dafür Dant, daß er Italien auf diese Weise GeRebeneintommen. So giebt also die Reichsregierung in ihrer un- Unfallverhütungs- Vorschriften nur als Dekoration dienen, um den legenheit bietet, die Einbuße an Ansehen wette endlichen Güte den braven Männern auch fernerhin wenn auch Behörden und der Oeffentlichkeit Sand in die Augen zu streuen, trägt zu machen, die es in Ostasien durch das verlegende Verhalten auf andrem Gebiete Gelegenheit, Hand in Hand" zu arbeiten. der chinesischen Regierung anläßlich der Verhandlungen über Sanmun erlitten hat. Soll die Hohtönigsburg neu aufgebaut werden? Eine fritische Studie von Otto Biper. München 1900( Sarl Haushalter, Verlagsbuchhandlung). folgende Unterschriften: 1. G. Ferdinand Laeisz. 2. Direktor John Meyer( von der Hamburg- Amerika- Linie; jett verstorben). 3. J. F. Wessels( Senator in Bremen, Vorsitzender im Aufsichtsrat des Instituts für Schiffsklassifikation- Germanischer Lloyd). Graf Waldersee würde sich danach nicht nur als der Vollstrecker der großen Rache für gels Thaten, sondern auch der tleinen Egtrarache Italiens für seine durch die Verhand lungen über Sammun getränkte Ehre betrachten müssen. Kammerad bei Lieber Kammerad. And Eine Krüger- Interpellation. Jm Reichstag sollen Erwägungen im Gange fein, ob eine Anfrage an den Reichstanzler wegen des amilichen Verhaltens gegenüber dem Präsidenten Krüger zu richten sei. unit Wasdillou Ob die Allteutschen wirklich die Courage haben werden? Juuten tints and stadion Ausland.d Bureau": beugen. Belgien. Aerzten besteht, und es ließe sich daher auch von seiten ber Merate oblongGewerkschaftliches. wolle und werde. Eine Eine Feldpostkarte. Unser Straßburger Parteiblatt veröffent- Arztwahl auf Grund freier Vereinbarung zwischen Kaffen und licht die folgende Feldpostkarte: Berlin und Umgegend. Tienzien den 5. 10. 1900. gegen die gesetzliche Verallgemeinerung nicht der geringste Grund Lanführen. stDie Landschaftsgärtner Berlins und der Vororte sind seit Lieber Kammerad ich will dir schreiben das ich Krank bin Ich vertrete auch die Ansicht, daß die Verwendung eines solchen einiger Zeit in eine Lohnbewegung eingetreten. Veranlassung aber es ist nicht so schlimm ich komme bald wieder heraus Lieber Arguments( Beweismittels) gerade Socialdemokraten sehr schlecht dazu haben die noch immer sehr ungeregelten Arbeitszeiten und die 4. Gebäude und die liegen ganz voll Lieber Kammerad weil in allerjüngster Zeit die Leipziger Volkszeitung" in ganz der versandten Cirkular heißt, in gar keinem Verhältnis stehen zu den wenn ich noch mahl zu Thun hätte so dähte ich selben Weise vorgegangen ist und weil der betreffende Auffah dann heutigen Lebensmittelpreifen. Den gegenwärtigen Jahresdurchschnittsmich nicht mehr melden nach China aber das Schades wieder von Mitgliedern der Buchdruckerorganisation als Kampfmittel verdienst eines Berliner( und der Vororte) Landschaftsgärtners giebt jetzt nichts es ist jetzt einmahl so und nicht anders gegen die Einführung der freien Arztwahl" bei der D. K. K. für das Cirkular, welches von der Märkischen Gauvereinigung des AllLieber Kammerad wir bekommen einen strengen Winter aber es das Buchdruckgewerbe verwandt wurde. Die Socialdemokratie hat gemeinen deutschen Gärtnervereins und der Freien Vereinigung der wird auch nicht so streng sein wie bei uns zu Haus Lieber doch bisher durch ihre Handlungen stets befundet, daß nach ihrer Landschaftsgärtner Berlins und Umgegend( beides ArbeitnehmerKammerad wir haben jetzt noch 9. Monate zu dienen und dann Ansicht gegenwärtig für die große Maffe der Bevölkerung, Organisationen) unterzeichnet ist, auf 840 M. an. Es ist hierbei das hat Reserive Ruh dann fahren wir wieder nach Deutschland zurück insbesondere aber für das Proletariat ein zuviel an ärzt- Jahr zu 300 Arbeitstagen a 3,50 M., mit einem Ausfall von und gehn nach Hause Weitere Neuigkeiten weiß ich fein zu schreiben licher Fürsorge feinesfalls besteht, sondern daß viel 60 Arbeitstagen gerechnet, die wohl angenommen werden ich grüße und füsse dich viehl Tausend mahl. Einen gruß an mehr auch auf diesem Gebiete die allerschlimm ste tönnen, da der landschaftsgärtnerische Beruf mehr oder weniger deine Mutter und an dein Schat. Einnen gruß an die F. und bedauerlichste Unterkonsumtion herrscht. Darum den Gärtnergehilfen nur Saisonbeschäftigung bietet. In einer Ema und sie soll dem... auch einen Gruß ausrichten. steht im Programm schon unter den zunächst" gestellten Montag, den 3. Dezember im Königshof", Berlin tagenden, von Am Rande sind mit zitternder Hand noch die Worte geschrieben: Forderungen die unentgeltlichkeit der ärztlichen etwa 400 Gärtnern( Prinzipalen und Gehilfen) besuchten öffentlichen Lebe wohl aufs Wiedersehn. Lebe wohl aufs Wiedersehn. Baldige Hilfeleistung", die doch auch dem Staffenmitgliede so- Versammlung wurden die Verhältnisse durchgesprochen und die von Antwort." Als Absender zeichnet Pionier Wehrle, 1. Comp. Oft wohl als dem Kaffenarzte es ermöglichen würde, jeden der vorbereitenden Kommission vorgelegten Forderingen einasiatisches Pionier- Bataillon in Tientsin. Schnupfen soviel zu behandeln, als einem der Beteiligten stimmig gutgeheißen. Es wird gefordert: 10 stündige tägDer Mann wird die Heimat nicht wiedersehen; er ist im Lazarett beliebt. Darum fordern unfre Vertreter in Reich und Staatliche Magimalarbeitszeit, pro Stunde 45 Pfennig gestorben. gled ärztliche Fabrikinspektoren, Medizinalbeamte im Hauptamt ec. Darum minimallohn, Bezahlung der Ueberstunden und notwendigen lab fordern unsre Gemeindevertreter die Ernennung von Schulärzten, Sonntagsarbeiten mit 50 Pfg. pro Stunde, Mitanrechnung der von Gesundheitsinspektoren, die Vermehrung der Anstaltsärzte usw. Beit, die auf den Weg von dem Unternehmer zur Arbeitsstelle Wem diesen Bestrebungen unsrer Genossen von den bürgerlichen zu verwenden ist und Vergütung des Fahrgelds für EntVertretern Widerstand entgegengesezt wird, wenn somit von dieser fernungen, bei denen man sich eines Verkehrsmittels bedienen Seite der vorhandene Notstand, die Unterkonsumtion ärztlicher Hilfe- muß. Von allen Seiten wurde ausdrücklich betont, daß man leistung, nicht voll anerkannt wird, ja, dann sind wir sehr entrüstet. Die Durchdrückung der Forderungen Arbeitsniederohne Aber dann darf auch von unsrer Seite nicht lehnliches geschehen. legung erreichen einzusehende Dann darf auch nicht, soweit die Kassen in Frage fommen, Tariffommission( bestehend zu gleichen Teilen aus Arbeitgebern und die Gefahr 13 einer ärztlichen Polypragmajie als besonders Arbeitnehmern) soll die näheren Unterhandlingen pflegen. Für die drohende und besonders große hingestellt werden. Soweit sind wir Arbeitgeber sprach der Chef der Firma Körner u. Brodersen, Stegliz, ficher noch nicht, ja soweit, fürchte ich, kommen wir in der heutigen der die Art des Vorgehens belobt und von den Unterhandlungen der sad Brüffel, 4. Dezember.( B. 5.) Die Linke der Kammer und des Gesellschaft überhaupt nicht, daß in irgend erheblichem und begemeinsamen Stommission sich für beide Teile befriedigende Resultate Senats beschloß in einer heutigen Berjanımlung, eine geschloffene drohlichem Umfange den Arbeitern zu viel ärztliche Silfe zu teil verspricht. Noch ist zu bemerken, daß die Gehilfen der Kunst- und parlamentarische Oppofitionsgruppe gegen die flerifalen Barteien zu werden könnte. Noch dazu, da eine solche Wielgeschäftigkeit ja Handelsgärtnerbranche gleichfalls in eine Bewegung einzutreten beabbilden. Ihr Programm betrifft: Einführung der persönlichen Wehr- fchließlich immer mindestens die Beteiligung zweier Personen fichtigen, und richten sich deren Forderungen vorzugsweise auf Einpflicht, Schulzwang und verhältnismäßige Wahlen für die Parlamente voraussetzt: einen Arzt, der zu viel behandeln will, und einen führung der täglichen elfstündigen Marimalarbeitszeit, Wochenlohu an und die Kommunen. In betreff des allgemeinen gleichen Stimm- Kranken, der sich das gefallen läßt. Stelle der vielfach noch üblichen Monatslöhnung und Festsetzung von rechts ist ein Ausschuß von 8 Mitgliedern ernannt worden, welcher Weiter scheint mir die Behauptung nicht einwandsfrei, daß Minimalwochenlöhnen. diese Frage einem eingehenden Studium unterziehen wird. nous nach Verwirklichung der ärztlichen Forderungen die Arbeiter des Deutsches Reich. sich in dem schönen Bewußtsein trösten fönnten, wenn auch Manrer- Ausstand. Am Sonnabend wurden 36 Maurer auf Afrika. nicht für sich, so doch für das Aerzteproletariat die sociale Frage 000 Die Schwierigkeiten der Engländer scheinen sich zu mehren. am Ende gelöst zu haben." Gerade wir sollten uns hüten, folche dem Kafernenbau in Neu- Ruppin, Unternehmer Bäthge aus Die Betreffenden Der große Verlust der Engländer in dem gestern gemeldeten Gefecht trügerischen Hoffnungen bei den Aerzten noch zu fördern, Spandau, wegen Lohndifferenzen ausständig. bei Broathorstspruit beweist, daß die Boeren jetzt wieder an- deren stärkste Seite ohnehin die socialwissenschaftliche Erkenntnis forderten 45 Pf. Stundenlohn, ein Lohn, der schon im vergangenen fangen, den Engländern förmliche kleine Schlachten zu liefern. Die nicht zu sein pflegt. Alle gefeggeberischen Maßregeln, welche die Winter auf denselben Bauten von einem andren Unternehmer aus habent, unter den Rapho Händern eine derartige Griferia Herbors wenige, Jabre Erfolge der Boeren und die Barbarei der englischen Kriegsführung Aerzte anstreben, würden wohl vorübergehend- d. H. auf Spandau gezahlt wurde. Buzug ist streng fernzuhalten. Um Abdruck eine Linderung der Not des Stands bewirken, in Arbeiterblättern wird gebeten. gerufen, daß England im Begriff steht, auch für die Kapkolonie den niemals aber aber die sociale Frage für den Stand endgültig Annäherung der christlichen an die modernen Gewerk Kriegszustand zu erklären. So meldet heute wieder das„ Reuterſche lösen können. Denn ein solcher Eingriff in das Wirtschaftsleben zu schaften. Eine Münchener Arbeitgeber Vereinigung Gunsten eines einzelnen Berufsstands würde einen solchen Zustrom hat den dortigen Magistrat kürzlich ersucht, den sogenannten StreitDa die antibritische Bewegung energifch fort- zu diesem Beruf zur Folge haben, daß gar bald wieder die alten paragraph aus dem Statut für das städtische Arbeitsamt zu streichen. gefezt wird, hoffen alle loyalen Bürger, daß wirk- oder womöglich noch schlimmere Verhältnisse vorhanden sein würden. Am vergangenen Sonntag hielten die christlichen Gewerkschaften in fame Maßregeln ergriffen werden, um den Schrecken Es sei denn, daß man gleichzeitig mit diesen Veränderungen auch diefer Angelegenheit eine Versammlung ab, in der man den Beeines Bürgerkriegs in der Kaptolonie vorzu- den numerus clausus, die Zulaffung nur einer beschränkten schluß faßte, in diefer rein wirtschaftlichen Frage zunächst mit den Bahl von Herzten einführte, womit man dann ja allerdings freien Gewerkschaften Fühlung zu suchen". Das ist bereits der Heber das angebliche Attentat wird heute gemeldet: Jene wieder vollständig bei der alten Zunftverfaffung angekommen wäre. zweite Bersuch, den die Christlichen in München unternehmen, um mit 11 Mann, welche in Johannesburg verhaftet worden waren, weil fie Curt Freudenberg. den modernen Gewerkschaften in Kontakt zu kommen. Das erste eines Mordanschlags gegen Lord Roberts verdächtig waren, Diefer Bufchrift sind einige andre zu derfelben Sache gefolgt. Mal geschah dies anläßlich der vorjährigen Gewerbegerichtswahl; follen weggebracht werden, da die vorhandenen Be- die einen ähnlichen Standpunkt vertreten und gleichfalls von Aerzten doch wurden die Verhandlungen damals so spät eingeleitet, daß eine weismittel die Einleitung eines gerichtlichen uns zugefandt wurden. Wir hätten nur gewünicht, daß aus den Stellungnahme nicht mehr möglich war. Bei der gegenwärtig vorVerfahrens nicht rechtfertigen. Es sind eine Streifen der Aerzte sich mehr die Opposition gegen die Verdächtigungen liegenden Angelegenheit scheint eher Aussicht für das Zustandekommen Bomben aufgefunden worden. Die Festgenommenen find der Verwaltungen der Ortsfrankenfassen in der bürgerlichen einer gemeinsamen Aktion vorhanden zu sein. größtenteils Italiener. Presse geregt hätte. Seit der Regierungsrat Hoffmann feine Ausland. Feldmarschall Roberts hat einen Abschiedsbefehl an feine bekannten Pläne zur Reform des Krankenversicherungs- Gesetzes Truppen erlassen, in welchem er diesen für ihre trefflichen Leistungen dankt veröffentlichte, ist mit Hochdruck gegen die Verwaltungen In Bordeaux ist nach achttägiger Dauer ein Streit der Nollund ihrem Mut, ihrer Ausdauer und Menschlichkeit(!?) das beste Beugnis der Ortstrankenfaffen und für die„ Reform" des Herrn futscher zu Gunsten derselben beendet worden. Die Unternehmer ausstellt. Die von ihnen geleisteten Dienste ständen feiner Ansicht nach Hoffmann in der bürgerlichen Bresse gearbeitet worden, ohne mußten fich dazu bequemen, ein gut Teil der Forderungen der einzig in der Geschichte da(?), denn sie hätten fast ein ganzes daß sich in der bürgerlichen Breffe ein ruhiges, objektives Arbeiter zu bewilligen. Jahr lang ohne Unterbrechung Krieg geführt und hätten nicht, wie Urteil über diese Hege aus Aerztefreisen bemerkbar gemacht es in andern langen Feldzügen geschehe, Winterquartiere aufgesucht. hätte. Keine Antwort bedeutet auch eine Antwort, und deshalb sind Noberts jagt schließlich, er habe während des Kriegs viel wir allerdings etwas mißtrauisch gegen die Agitation der Aerzte gelernt: die gewonnenen Erfahrungen würde er bei der ihm mun- geworden. Warum richten sich die Angriffe ohne Ausnahme gegen Kohlenlesen. Wer hat nicht schon beobachtet, wie arme Leute, mehr obliegenden Arbeit der Vervollkommnung des die Ortskaffen? Weil die Aerzte, die mit der bürgerlichen Bresse am häufigsten aber Kinder armer Leute, hinter einem Kohlenwagen britischen Heers verwerten. Beziehungen unterhalten, wissen, daß gegen die Innungs- Kranten- hergehen und eifrig die herabgefallenen Kohlenstückchen auflesen? fassen und die Betriebskaffen die Sprache nicht geführt werden er, als Kind armer Leute, hat es nicht einst selbst gelegentlich gedarf. Die letteren beidenstaffenarten find in Händen der Unternehmer, than? So ein Junge freut sich, wenn er der Mutter eine Handvoll zu denen man das gute Verhältnis nicht trüben will, während die Kohlen mit nach Hause bringen kann, die nichts koſten; er glaubt Ortstassen in Händen der Arbeiter sind. Da genügt es nach der ein gutes Werk zu thun. Und die Mutter? Nun, die Kohlen sind Methode des Dr. Joachim, zu behaupten, die Verwaltung wird zu teuer, das wirtschaftsgeld langt nicht zum nötigsten; jeden Pfennig focialdemokratischen Zwecken mißbraucht und jofort hat muß fie zehnmal umdrehen, ehe fie ihn ausgiebt. Sie läßt es sich man die Sympathie des entrüfteten Bürgertums auf seiner gefallen, daß der Junge einige Stückchen Kohle in den Kasten wirft. Seite. Gehen doch einige der Herren Aerzte soweit, ihre Diebstahl und Hehlerei? Gefängnis, Buchthaus unter UmParteilitteratur. Die Reichstags- Debatten über die Hunnen politit find soeben unter dem Titel: Chinapolitik und Social- erhöhten Ansprüche nur für die Orts Krantentassen zu ständen? Sie deuft in ihrer Not um den Pfennig nicht daran. Sind demokratie" im Verlag der Buchhandlung Vorwärts in Broschürenempfehlen, um nicht nach der andren Seite anzustoßen. Wer aber es doch nur Lesekohlen". Könnte sie immer in den vollen Beutel form erschienen. Die 80 Seiten starte Schrift( zu dem billigen Preis die Verhältnisse in den Strantenlaffen fennt, weiß, daß die Stellung greifen und den Steller mit Kohlen füllen, sie würde es gewiß nicht form erschienen. Die 80 Seiten starke Schrift( zu dem billigen Preis der Aerate in allen drei Kategorien eine gleichmäßige ist. bulden, daß ihr Kind Kohlenlesen geht. von 20 Pf.) enthält als Einleitung zum besseren Verständnis die verschiedenen in den Debatten viel citierten Kaiser- Reden im Wort: Berlin macht sogar in der Hinsicht eine Ausnahme, da hier die laut, und zwar übersichtlich zusammengestellt je nach ihren ver- freie Arztwahl in den Orts- Krankenkassen weit mehr eingeführt ist, fchiedenen korrigierten offiziellen, offigiösen und unkorrigierten ur tönnen also den Wünschen der Aerzte weit mehr entgegenkommen. als in den Betriebs- und Innungstassen, die Orts- Krantenfaffen sprünglichen Fassungen.# 53 Was Genoffe Freudenberg gegen unsre Argumentation einPolizeiliches, Gerichtliches usiv. wendet, ist zum Teil mißverstanden. Heute bezahlen die Kassen, soIn Münchenbernsdorf( S.- Weimar) wurde eine Gewerk- weit fie freie Arztwahl eingeführt haben, fast durchweg drei Mart schaftsversammlung verboten, weil 1. der Einberufer ein social- Arzthonorar pro Mitglied und Jahr. Der Stassenverwaltung ist die demokratischer Agitator sei; 2. der Referent ein socialdemokratischer Bahl der Konfultationen gleichgültig, eine große Zahl überflüssiger Agitator sei und 3. daher von der Behandlung des angesezten Konsultationen tönnte nur beteiligten Aerzten schaden, weil ihre Themas eine dringende Gefahr für die öffentliche Ordnung zu Einzelleistung damit bedeutend herabgefeßt würde. Für die Staffe fäme mehr in Betracht, ob dabei auch große Quantitäten Medizin Es wäre doch viel richtiger, wenn man einfach erklärte, Social- zwedklos verwendet werden. Der Vater und der Sohn wurden zu je 2 Monaten Gefängnis demokraten dürfen sich in Weimar nicht versammeln. Wozu denn Anders gestaltet sich das Verhältnis bei der freien Arztwah! verurteilt und die Mutter zu einem Jahre Zuchthaus. Die Umivege! mit Honorierung nach der Tage. Die Honorierung nach Unser Greizer Parteiblatt, dem wir diese Thatsache entnehmen, der Tage heißt, daß der Arzt, fagen wir am Quartalsschluß der bemerkt dazu:„ Das wird die Frau niemals gedacht haben, daß Kaffe feine Rechnung einschickt über die Zahl der Konfultationen in fie durch ihre Dulding fich eines Verbrechens schuldig macht, das ber Sprechstunde und im Saufe des Batienten. Eine Kontrolle mit Zuchthaus bestraft wird. Der fürstlichen Staatsanwalts über die Notwendigkeit der ärztlichen Hilfe hört dann auf, jeder schaft selbst ist es schwer gefallen, ihre Anträge zu stellen, Zu den unter vorstehendem Titel veröffentlichten Ausführungen turiert soviel er tann, je mehr, je beffer für ihn, denn jeder Befuch fie betonte es ausdrücklich, daß es ihr sehr leid thue. Auch wird uns geichrieben: eines Patienten, der mit dem Schnupfen behaftet ist, um dem Gerichtshof wird es schiver gefallen sein, das Urteil zu Der Vorwärts" unterwirft in seiner Nr. 279 die gegenwärtig unser Beispiel wieder aufzunehmen, kostet der Kaffe mindestens fällen, das zeugte wohl die 1/2 stündige Beratung, aber er urteilt von seiten der Berliner Aerztefchaft unternommenen Versuche, die eine Mart Arzthonorar. Die freie Arztivahl mit der Honorierung nach bestem Wissen und Gewissen, und wenn er zu der Uebermaterielle Lage des Stands zu verbessern, einer zum größten Teil nach der Tare bedeutet für die Aerzte eine uneingeschränkte Anweisung zeugung tommt, daß sich die Frau der gewohnheitsmäßigen Hehlerei fachlich durchaus begründeten Kritif. auf die Krantentaffe. Wie hier Einschränkungen möglich find, darüber schuldig gemacht hat, so tennt das Strafgesetz als geringste Strafe Einige Punkte sollen indessen doch nicht unwidersprochen bleiben. haben die Aerzte bisher keine Vorschläge unterbreitet. Gewiß haben ein Jahr Zuchthaus. Hoffentlich wird der Frau die fürchterliche Auch ich teile, obwohl ich als Arzt wie ale Polititer, wir im allgemeinen lein Zuviel an ärztlicher Behandlung bei der Strafe im Gnadenwege erlaffen, da der Staatsanwalt in seinem oder vielleicht besser gesagt als Mensch unbedingter Anhänger der ärmeren Bevölkerung, aber es fragt sich nur, wie man die Kon- Plaidoyer selbst seine Vermittelung zugesagt hat." freien Arztwahl" bin, die Bedenten gegen die gesegliche Fest fumtion heben will; bei diesen Vorschlägen geschieht es mit unlegung derselben. Ich habe die Gründe für diese Stellungnahme tauglichen Mitteln. Das wäre ein Idealzustand für die Aerzte, wiederholt unter anderm im Vorjahre auf dem Krantentassen aber, wir möchten doch bezweifeln, daß diefe Maffentonfumtion auf Stougreß ausgeführt, und beabsichtige nicht, heute darauf zurück diesem Gebiet mit der gehörigen Portion Medizin für die Kranken zukommen. Aber einer der Gründe, welche in dem betreffenden tassen- Mitglieder von besonderem Nußen wäre. mdi ve Vorwärts"-Artikel gegen die gesetzliche Festlegung usw." angeführt Was wir an hygienischen Maßnahmen fordern, sowie auch die werden, erscheint mir doch recht wenig stichhaltig, und jedenfalls bin ich unentgeltliche ärztliche Hilfeleistung für alle Staatsangehörige, der Meinung, daß mit solchen Gründen gerade die Socialdemokratie liegt auf andrem Gebiet; die Aufgabe Tann die Krankenkaffe nicht nicht operieren dürfte. erfüllen. Gerade die Berliner Orts- Krankenkassen haben in den Ich meine die Behauptung, die gesegliche Einführung der freien letzten Jahren die Arzthonorare um ein Bedeutendes erhöht, das Arztwahl. würde bedeuten, daß der Arzt herumdoktoren kann sollte von den Aerzten auch anerkannt werden. Wir bestreiten an dem Kaffenmitglied, das etwa wegen eines Schnupfens au ihm nicht, daß trotzdem die Honorierung noch mangelhaft ist; hier wird geht, so viel als ihm beliebt." Ich halte das nicht für richtig, denn sich mit der Zeit auch noch eine Befferung möglich machen, und nach wenn überhaupt eine solche gesetzliche Festlegung der freien Arzt der Richtung mögen die Aerate in ihren Korporationen wirken und wahl" denkbar wäre wie sie es meines Erachtens nicht ist ihren Ansprüchen auch den gehörigen Nachdruck verleihen. Aber noch dann würden sicher, wahrscheinlich schon im Gesetze und sicher wohl einmal, nicht nur bei den Orts- Krantentassen, sondern auch bei auch mit Zustimmung der Aerzte, Vorkehrungen gegen eine solche ben übrigen. Polypragmafie"( zu große Geschäftigkeit) der Aerzte geschaffen werden. Solche Vorkehrungen bestehen ja schon überall da, wo freieered 2 mos u jedin In der That kehrt Lord Roberts allem Anschein nach nur zu dem Zweck nach London zurück, um das sich strändende England in den Kommißrock der Militärstaaten zu pressen. 916 erivarten sei. Partei- Machrichten. " бии Die denunzierende Aerztezunft. 7100 Sociales. Besonders häufig fann man es beobachten, wie an Kohlenumladeplägen, die Kinder der Armen felbft mit Gefahr thres Lebens nach ein paar Kohlenstückchen haschen. Die Bahnverwaltung hat es allerdings verboten. Aber Lesekohlen! Wer denkt sich dabei etwas gar so Schlimmes? Vor der Strafkammer des Landgerichts Greiz fizen Vater, Mutter und der 12 Jahre alte Sohn. Der Knabe hatte an der Haltestelle Aubachthal öfter herabgefallene Kohlen aufgelesen und nach Hause gebracht. Behn Pfennige sollen sie nach der Anklageschrift jemals wert geivesen sein. Dafür ist nun der Junge an geklagt des Diebstahls, der Vater der Hehlerei und die Mutter der gewohnheitsmäßigen" Hehlerei. Wenn es richtig ist, daß auf die Handlungsweise der Mutter deren Strafbarkeit wir an sich durchaus nicht bestreiten wollen der Begriff der gewohnheitsmäßigen Hehlerei ohne Rechtsirrtum angewandt werden konnte, dann enthält der in Frage kommende 260 des Strafgefeßbuchs eine große Härte. Er kennt mir Zuchthausstrafe und läßt feine mildernden Umstände zu, auch wenn der Hehler noch nicht vorbestraft ist. Dagegen läßt der folgende§ 261, der von der Hehlerei im wiederholten Rückfalle also nach mindestens zweimaliger Bestrafung wegen Hehlerei handelt, mildernde Umstände und Gefängnisstrafe von drei Monaten zu. Das sollten die Gesetzgeber nicht unbeachtet lassen. bach a. M. haben eine erhebliche Geldsumme zum Ankauf von Kohlen Zur Kohlennot. Die städtischen Körperschaften in Offent bewilligt, die dann in kleinen Mengen zum Selbstkostenpreise an die Einwohner abgegeben werden sollen. Banarbeiterschuh. Das bahrische Ministerium des Innern hat den Entwurf für Borschriften zur Verhütung von Bauunfällen 2c. ausgearbeitet und der Baugewerks- Berufsgenossenschaft zur Begut achtung überwiesen. An der Beratung der Berufsgenossenschaft zum Vertrauensmann ernannt wird; Philipp und Pihl als Revisoren. Ineuten Ausbruch des Fremdenhaffes aufmerksam gemacht. Es heißt, nehmen auch Bauarbeiter teil. Mit dem Wunsch des Vorfizenden Ostrowski, daß die Arbeiter in ganz China sei die Bildung von Freiwilligens Gegen die Konsumvereine. Gegen den dort neu gegründeten Radfahrer auch fernerhin ein reges Interesse für die gewerkschaftliche corps im Gange, die von der chinesischen Regierung Beamten Konsumverein hat der Handels- und Gewerbeverein in u..d politische Arbeiterbewegung bethätigen, erfolgte lange nach mit Waffen und Munition versehen würden, sich aber Mitternacht Schluß der Versammlung. Di. Adressen der neu im übrigen selbst unterhielten. Hameln folgende Resolution angenommen: „ 1. Allen Agenten, Reisenden und Grossisten werden Be- gewählten Personen sind wie folgt: Franz Stödel, Berlin SO., stellungen von jetzt an nur dann erteilt, wenn sie an Konsumvereine Bienerftr. 24, I; Bibl, Rirdorf, Lessingstr. 27, III; 51: pp, nicht liefern. Charlottenburg, Schillerstr. 76, III. 2. Die Preise des Vereins werden fortlaufend kontrolliert und möglichst von den hiesigen Handeltreibenden unterboten. 3. Alle Geschäfte, welche den Mitgliedern der Konsumvereine Rabattmarken geben oder sonstige Vorteile einräumen, werden öffentlich bekannt gemacht. 4. Allen Interessenten wird die Mitgliederliste bekannt gegeben, um den Geschäften diejenigen namhaft zu machen, welche ihren Kredit ungerechtfertigt in Anspruch nehmen. 5. Alle Verkäufe des Vereins an Nichtmitglieder werden zur Anzeige gebracht. 6. Söhne und Töchter von Mitgliedern dieses Vereins werden als Lehrlinge oder Angestellte von hiesigen Kaufleuten nicht mehr angenommen." Die Krämer in Hameln haben offenbar noch keinen Konsum verein kennen gelernt und unterschätzen deshalb seine Macht, sonst würden sie nicht so leichtfertig beschließen, die Vereinspreise zu unterbieten. Sie werden das bald wieder bleiben lassen. Arbeitslosenstatistik in Frankreich. Der Handelsminister hat an die Präfekten ein Cirkular erlaffen, in welchem er sie anweist, ihren Berichten regelmäßig Arbeitsstatistiken beizufügen. Sie haben die Zahl der Arbeitslosen, die Anzahl der beschäftigungslosen Tage festzustellen; ferner sollen sie darüber Auskunft geben, ob und welche Mittel seitens der Kommunen angewandt werden, die Härten der Arbeitslosigkeit zu mildern. Vorläufig handelt es sich jedenfalls um englische Schwindeleien, wenn Graf Waldersee aber noch sehr lange Lorbeeren sammelt, fönnte China schließlich doch noch einmal der Geduldsfaden reißen. Ein Reiseprojekt des Bischofs Anzer. Der Kaiserliche Gesandte in Peking meldet, er habe den Bischof Anzer, der zu einer Rücksprache mit dem Generalgouverneur Quanschitai nach Tsinanfu reisen wolle, auf die Gefahren dieser Reise aufmertjam gemacht und den Generalgouverneur durch ein Teles gramm um Maßnahmen zu einem ausreichenden Schutze des Bischofs ersucht. Quanschikai übernehme in einem sehr entgegenkommenden Antwort- Telegramm die volle Verantwortung für die Sicherheit Bischof Anzers, der am 30. November von Tsingtau abzufahren gedenkt.Die Arbeiter und Arbeiterinnen der Berliner Velvett fabrik hielten am 27. November im Lokal von Graumann eine Versammlung ab. In derselben referierte Kater über das Thema: Die wirtschaftliche Lage der Arbeiter und wie verbessern wir die felbe." Der Vortrag fand viel Beifall. In der Diskussion teilte ein Redner die Thatsache mit, daß ein Inspektor der Firma 7200 mt. Jahresgehalt beziehe. Wie verhält sich das zu dem winzigen Lohn der Arbeiter? aigua por Berichtigung. Der Name des in der Versammlung der irrtümlich bekannt gemacht,&. Fritsch sondern H. Fritsche. Bühnenarbeiter ausgeschlossenen Mitgliedes ist nicht, wie Geradezu vichische Bestialitäten werden über die Thaten der Russen in dem chinesischen Civilisationskrieg gemeldet. Sie bes Charlottenburg. In einer öffentlichen Gewerkschafts- treffen die Grenel von Blagoweftschenst, über die schon früher Bersammlung, die am 29. v. Mts. im großen Saale der schauerliche Einzelheiten gemeldet worden waren. Diese Mitteilungen Gambrinus- Brauerei, der bis auf den letzten Blaz gefüllt war, über diese Vorgänge, die jetzt in der Londoner Westminster Gazette ein tagte, referierte Genosse L. Arons Berlin über das Thema belgischer Journalist Charles Pythat macht, der aus der Mandschurei „ Konsumvereine und ihr Verhältnis zu den Gewerkschaften". In der zurückgekehrt ist, find indes so haarsträubender Natur, daß sie die Gründung eines Konsumvereins, besprach dann den hiesigen Bythat schildert, wie nach dem Beginn der Unruhen sämtliche chinesische darauf folgenden Diskussion beleuchtete Genosse Dr. Borchardt in der Geschichte menschlicher Scheusäligkeiten ihresgleichen suchent. schon bestehenden Konsumverein und forderte die Beteiligung an Einwohner der Stadt, an die 6000 aufgegriffen wurden. Und diese demselben. Die Verlaufsstelle befindet sich Wilmersdorferstraße 27. Arbeit wurde so gewissenhaft vollführt, daß augenblicklich in Blago In einem furzen Schlußwort ergänzte der Referent noch die Aus- westschenst nur noch 54 I'e bende Chinesen sind. Als die Jagd führungen Borchardts. Es wurde folgende Resolution einstimmig beendet war, wurden die Gefangenen in Trupps abgeteilt und 6 Werst angenommen: Die Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen von der Stadt geführt. Die Koiaken trugen nicht einmal ihre Flinten. des Genossen Dr. Arons einverstanden und empfiehlt den in Char- Sie nahmen nur ihre kleinen Handbeile mit. Einer nach dem andren lottenburg bestehenden Konsumverein durch Beitritt und Entnahme wurden die Chinesen entkleidet und in Gruppen zu drei oder von Waren nach Kräften zu unterstützen, sowie für den Beitritt vier mit den langen 8öpfen zusammengebunden Eine Generalversammlung der Riftenmacher tagte am weiterer Mitglieder zu agitieren. Beim dritten Punkt Gewerk- Dann stürzte man sie in den Fluß; Männer, Frauen, Kinder Montag, den 26. d. Mts., bei Stechert, Andreasstr. 21. Vor Eintrittschaftliches" gab der Vorsitzende bekannt, daß die organisierten und Greise erlitten dasselbe Schidial; nicht ein geben wurde gein die Tagesordnung teilte der Vorsitzende Kollege Juckel der Barbier- und Friseurgehilfen den 9 Uhr Geschäftsschluß rettet. Der Anur bot ein gräßliches Schauspiel. Nicht alle Opfe Versammlung einige Beschlüsse des Vorstands mit, welche von der zur Ausführung bringen wollen und wünscht, daß die Arbeiterschaft waren sogleich tot. Einigen gelang es, ans Ufer zu kommen und felben sanktioniert wurden. Kollege Haute gab alsdann die Ab- biefelbe darin moralisch unterstützen möge. Arnold regt die bevor die Kojalen mußten sie mit Beilhieben zurücktreiben. stehenden Wahlen zu den Schiedsgerichten des Unfallrechnung vom ersten und zweiten Quartal. Die Gesamteinnahme versicherungsgefeßes an. Damit wird sich nächstens die Gewerkschafts- Leichen schwammen langsam, wie eine schwimmende Insel, den Vier Tage später fiel der Fluß und die zusammengebundenen in den beiden letzten Quartalen betrug 2301,04 M., die Ausgabe Kommission zu befassen haben. Strom hinab. 2281,40 m. Mit dem alten Bestand betrug der Gesamtbestand 550,44 M. An Marken sind vorhanden 752 M. Daraufhin Charlottenburg. In der Gambrinus- Brauerei" fand am wurde dem Kassierer einstimmig die Decharge erteilt. Als- 27. November eine gut besuchte öffentliche Versammlung der Maler dann erfolgten die Wahlen des Vorstands und der Lohnkommission, und Anstreicher statt. Ein Vortrag von Fräulein Jmle über die welche folgendes Ergebnis hatten: 1. Borsigender: Judel, Geschichte der deutschen Gewerkschaftsbewegung wurde mit großem 2. Vorsitzender: Wolter, 1. Kassierer: Haute, 1. Schriftführer: Beifall entgegengenommen. Alsdann erläuterte Flemming die Hunger, 2. Schriftführer: Sultewig. Bu Revisoren wurden aufgestellten Forderungen an die Meister und berichtete über die bis Martin, Scherbe und Opiz jun., in die Lohukommission jetzt eingelaufenen Antworten derselben. Zu demselben Bunk Zu demselben Punkt Forssier, Martin, Beitsch, Muchinsti, Gillert, iprachen noch Gries meyer und Matte. Unter Verschiedenes" Sultewig, Tiede, Schwanherz und Trom nau gewählt. wurde die Stellungnahme des Altgehilfen Opis zu unsrem Lohn Die Statutenänderung wurde wegen der vorgerückten Zeit bis zur tarif einer scharfen Kritik unterzogen. nächsten Versammlung vertagt. Alsdann wurde noch beschlossen, den Extrabeitrag von 30 Pf. die Woche fallen zu lassen. Versammlungen. " Rigdorf. In einer Wanderversammlung, welche am 27. b. M. Was ich drei Tage später gesehen habe, ist noch schrecklicher, als das zu Blagowestschenst. 2000 Menschen hat man zu Margo er tränkt, 2000 zu Rabe(?), 3000 in dem violen Thal" und 5000 zu Blagowestschenst, im ganzen 12000 Leichen, die den Fluß hinuntertrieben und unter denen sich Tausende von Frauen und fleinen Kindern befanden. Letzte Meldungen. New York, 4. Dezbr.( Meldung des Neuterschen Bureaus".) Eine Depesche aus Peking vom 3. Dez. meldet: Alle Gesandten haben von ihren Regierungen Mitteilungen über die gemeinsame Note erhalten. Morgen werden die Gesandten eine Sigung abhalten. Die Gesandten wollen feinerlei Auskunft erteilen, jedoch was bezüglich der Einwände der Regierungen bekannt geworden ist, genügt, um es zweifelhaft erscheinen zu lassen, daß man in einer Sigung zu einem befriedigenden Abschluß gelangen wird. Tiching und Li- Hung- Tichang erklären, daß sie begierig find, die Forderungen der Mächte zu er fahren China wünsche um jeden Preis einen Frieden, laffe. Aber je länger das große ausländische Heer die Provinz Tichili besetzt halte, desto schwerer sei das vorliegende Problem zu lösen. Die Missionare und andre Leute, welche die Belagerung der Gesandtschaften mitgemacht haben, sind ents Sie dringen besonders darauf, schieden gegen jede Milde. daß die hohen Beamten, welche für die Ausschreitungen verantwortlich find, bingerichtet werden, auch müsse ihrer Auficht nach eine genügend starte Truppenmacht in China verbleiben, um die Aufrechterhaltung der Ordnung zu sichern, da sonst ein Wiederausbruch der Wirren sicher sei. Die letzten Wochen ist die Schiffahrt fast unmöglich geworden. Die Boote stießen jede Minute an Leichen. Die beiden Ufer waren mit Toten bedeckt. Und auf dem Wasserspiegel schwammen Gruppen von 5, 6 und 7 Leichen. Die Russen haben zweifellos am entsetzlichsten gebauft, aber auch die übrigen Nationen haben ein sehr summarisches Verfahren bei Hollbach, Hermannstr. 120, vom Deutschen ho13- beliebt. So berichtet ein Korrespondent, welcher Kettlers Die Zahlstelle Berlin II. des Deutschen Maurerverbands arbeiter- Berband abgehalten wurde, nahm derselbe einen stol on ne nach Baoting fu begleitete, daß den Borern gegenHielt am 29. November im großen Saale des Gewerkschaftshauses Vortrag Dr. Silbersteins über:" Tuberkulose" entgegen. Eine sehr über ungewöhnliche Methoden angewendet wurden. Drei eine Mitglieder- Versammlung ab. Der Reichstags- Abgeordnete rege Diskussion schloß sich dem Vortrag an. Die Abrechnung vom Tagemärsche von Peking entfernt tam die Kolonne in ein Dorf, Albrecht referierte über: Die neueste Politit der Reichsregierung. diesjährigen Stiftungsfest ergiebt einen lleberschuß von 16,21 m. wo ein zum Statholicismus bekehrter chinesischer Knabe aus Zum Ausarbeiten der Anträge zum Gautag wurde eine fünf gab, daß im Dorfe Boxer wohnten. Er führte die Truppen zu ges Der Redner besprach die Forderung der 153 Millionen Mark für den China- Feldzug und die Annahme der 12 000 M. vom Industriellen- gliedrige Kommission gewählt, zu Delegierten die Kollegen Weiland wiffen Wohnungen und bezeichnete 22 Personen als Boyer und Berband von seiten des Ministeriums des Innern. Unter Verbands- und Henning. vier davon als Anführer. Auf seine Anzeige allein hin wurde sofort Angelegenheiten berichtet Panser über die Verhandlungen in der Baumschulenweg. Am 28. November sprach Reichstags- das Todesurteil ausgesprochen. Achtzehnerkommission. Auf Antrag des Vorstands wird sodann den Abgeordneter Genosse Rosenow vor einer auch von Frauen zahlreich Generalmajor v. Kettler ist derselbe Offizier, welcher als LagerKollegen Martin Schicht, Friz Mövert und Merkaste einstimmig eine besuchten Volksversammlung über:" Wohnungsnot, Kohlen- Kommandant von Tientsin den Befehl erließ, nach dem die BriefRüge erteilt, weil diese 14 Tage in Accord gearbeitet haben. Hierauf wucher und Lebensmittelpreise". Der Referent ent- ich reiber dafür bestraft werden sollten, wenn die Brief. Schluß der Versammlung. ledigte sich seiner Aufgabe in durchaus fesselnder und treffender Weise, empfänger von dem Inhalt des Briefs etwas an die DeffentDie Stock und Schirmarbeiter hielten am Mittwoch eine wofür ihm lebhafter Beifall wurde. In der Diskussion sprach Genoffe lichkeit gelangen ließen. gut besuchte Versammlung ab. A d. Hoffmann referierte unter Bost über Konsumgenossenschaften und forderte zur Gründung bezw. reichem Beifall über: Wann beginnt die Revolution?" Ueber den zum Anschluß an bestehende Genossenschaften auf. Im weiteren zweiten Punkt der Tagesordnung: Wie gestalten wir unsern Streit Verlauf der Debatte, welche sich sehr lebhaft entwickelte, wurde von fonds?" gab Flude eine ausführliche und übersichtliche Darstellung andren Reduern, so von Gerisch und Karo, darauf hingewiesen, die fiber die verflossene Lohnbewegung. Nach den gemachten Er Angelegenheit reiflichst zu prüfen. Im Princip erklärten fich sämtliche fahrungen, auch in Aubetracht der kommenden Verhältnisse sei es ere Redner mit einverstanden. Es wurden dann folgende Refolutionen forderlich, schon frühzeitig Mittel für spätere Lohnfämpfe einstimmig angenommen: zu beschaffen, weshalb " Die heute am 28. November im Lokale des Herrn Ader eine Erhöhung der Beiträge zum Streitfonds erforderlich sei. Auch feien für das Getvert mann stattfindende zahlreich besuchte Boltsversammlung mit der schafts- Kartell noch die auf die Stockarbeiter entfallenden Tagesordnung: Wohnungsnot, Kohlentvucher und Lebensmittelpreise Unterstützungen für andre Gewerkschaften zu leisten. Ehlert, erflärt sich mit den Ausführungen des Referenten Reichstage. Sildebrandt, Klose u. a. tönnen sich mit der vom Kartell Abgeordneten Rosenow einverstanden und protestiert ganz energisch aufgestellten Berechnung nicht befreunden, da die Stodarbeiter im gegen die rapide Steigerung der Wohnungsmieten, der Preise der der sich mit der Würde eines unabhängigen Staats vereinen Berhältnis zu ihren Löhnen zu hoch für die Beiträge eingeschäßt Lebensmittel und gegen den Kohlenwucher. Die Versammlung ist feien. Beffer wäre es, den Streitfonds zunächst für eigne als für überzeugt, daß die Ausbeutung des arbeitenden Bolts durch die andre Unterstügung zu erhöhen, da möglicherweise im tommenden Kapitalistenklasse mur durch eine radikale Aenderung der herrschenden Bon mehreren Produktionsweise gründlich beseitigt werden kann und verpflichtet. Frühjahr eine Lohnbewegung zu erwarten sei. Rednern wurden die Verhältnisse in einigen Werkstätten, sich die Anwesenden mit allen scräften dahin zu wirken, daß die bei Rezlaff, wie auch insbesondere vieler einzige Bertretung der Arbeiterklasse: die Socialdemokratie, in den das Berhalten Arbeiter lebhaft besprochen und getadelt. Schließlich gelangte Reichstag und in die Kommmen immer mehr eindringe, um wo ein Antrag zur Annahme, wonach alle Stock-, Schirm- und Celluloid- irgend möglich schon in der heutigen Gesellschaft der herrschende arbeiter verpflichtet sind, vom 1. Januar 1901 ab 20 Pf. pro Woche tapitalistischen Ausbeutung auf gesetzlichem Wege entgegentreten z.. zum Streiffonds beizusteuern; von diesen Beiträgen verbleiben aber fönnen." is zost In einer zweiten Refolution spricht die Versammlung der Re 60 Broz. zur eignen Verwendung, die übrigen 40 Broz. für das Kartell. Die auf die Stodarbeiter entfallende Summe von 195 W. gierung wegen ihres Verhaltens in der 12000 Mart- Affaire ihr Lehte Nachrichten und Depelthen. als rädständige Unterstügung wird bewilligt. Ferner werden den tiefstes Wißtrauen aus. Köpenick. Am Dienstag, den 27. November, hielt der Social Güstrow. 4. Dezember.( Privattelegramm des„ Vorwärts".) streitenden Maurern in Halle 50 M. pro Woche bis auf weiteres als Worschuß gewährt. Zum Kassierer für den Streiffonds wurde Rau bemokratische Arbeiterberein feine Monatsversammlung ab. Herr Dr. Ratkowski hielt einen Vortrag über Wie können wir Sente stand bier gegen den Redacteur des Vorwärts", Paul John, wiedergewählt. Der Verband der Buchbinder hielt am Mittwoch, den uns billig und gut ernähren?" Der fehr gut gehaltene Vortrag des und dem Redacteur der Medlenburger Bolts Zeitung". Julius 28. November, eine außerordentliche Generalversammlung ab. Die Referenten fand guten Beifall. Inter Vereinsangelegenheiten frägt Schmidt, eine Anklage wegen Beleidigung des Güstrower Abrechnung stellt sich: Urania- Besuch Einnahme 414 M. Ausgabe Silliges, wie der Vorstand fich zu der Frage der Accordmaurer stellt. Schwurgerichts und des ersten Staatsanwalts zur Verhandlung. 855 W., lieberschutz 59 M. Herbstvergnügen: Einnahme 608,90 m., welche aus ihrer Organisation wegen Streifbruchs ausgeschlossen Die Beleidigung sollte begangen sein, durch die Kritit des gegen Ausgabe 354,40 W., Ueberschuß 154,50 M. Dem Staffierer wird worden find. Sierüber wurde nach langer lebhafter Diskussion Decharge erteilt. Bum 1. Bunlt teilt Schuhmacher mit, daß der folgender von Woid gestellter Antrag angenommen. Sämtliche als den Händler Holz am 17. März in Giftrow gefällten Urteils wegen Verbandsvorstand nur eine Frage und zwar die, foll die Extra Streifbrecher bekannte Personen sind aus dem Verein auszuschließen. Meineids. In beiden Zeitungen war die Anschauung vertreten, daß steuer bestehen bleiben oder nicht?" zur Urabstimmung zugelassen Des weiteren wurde nach langer Debatte der Vorstand beauftragt. bier ein Justizirrtum vorgelegen habe und Holz zu Unrecht verurteilt habe. In das Tarif Schiedsgericht werden gewählt Bergmann, sämtliche Wähler des Vereins, welche bei der stattgefundenen Stadt fei. Budem entbehrte die Berhandlung damals nicht eines politischen Schade, Thielemann, Sommer, Engel und Fräulein Liebenow. Unter berordneten- Wahl ihr Wahlrecht nicht ausgeübt haben, in der Hintergrundes. Verbandsangelegenheiten werden die Kosten für einen in Berlin ab. nächsten Verfammlung bekannt zu geben. Nachdem der Vorsitzende In der heutigen Verhandlung gegen die Genossen John und noch bekannt gegeben, daß die nächste Versammlung am 18. Dezember Schmidt brachte die Beweisaufnahme einige sehr intereffante zuhaltenden Gautag bewilligt. Die Generalversammlung der Orts. Krankenkaffe der stattfindet, wurde die Bersammlung geschlossen. dior is apt Momente, die Berhandlung währte von 9 1hr vormittags bis 9 Uhr instrol 1 Trabends und werden morgen erst die Plaidoyers stattfinden. Möbelpolierer schloß sich der Proteftresolution der Central- Stomissario and the Idhu China, ilunded, sodbo mission der Krankenkaffen einstimmig an und war einer Meinung darüber, daß die Hoffmannschen Vorschläge zu einer Novelle zum Waffenmaterialien- Einfuhrverbot. Bom Kriegsschauplah in Transvaal. Strankenversicherungs- Gefeß nur darauf hinausgehen, den Versicherten jeder Arbeiter und Arbeiterin Front machen muß. Prefprozek in Güstrow. " " $ Das Konsularcorps in Shanghai hat den einstimmigen London, 4. Dezember.( W. T. B.) Eine Depesche Lord noch das bißchen Recht der Selbstverwaltung zu nehmen, wogegen Beschluß gefaßt, das Verbot der Waffen- und Munitions Einfuhr Kitcheners aus Bloemfontein vom 8. Dezember meldet: Die unter dahin zu erweitern, daß den betreffenden Staatsangehorigen auch die General Knog stehenden berittenen Truppen waren hente den ganzen Einfuhr von Waterial verboten wird, das zur Fabritation von Tag über bei Goddehoop drei Meilen nördlich von Bethulie Waffen und Munition bestimmt ist. Nachträglich teilt der an der Straße von Smithfield, in ein Gefecht verwickelt. japanite Generaltonful indeffen mit, feine Regierung Die Boeren, welche von einem großen Konvoi begleitet waren, habe ihm auf seine Meldung bie Instruktion erteilt, die wurden aufgehalten und mußten fich zurückziehen. Die Engländer Ausführung des erwähnten Beschlusses aufzaschieben. blieben mit denselben in Füblung. General Settle erreichte nach einigen Scharmügeln, bei denen er 30 Gefangene machte und emiges Vieh Eine neue Expedition. erbeutete, General Baget hat den Feind in der Nähe von Leeuw fontein zurückgedrängt. Der Gesundheitszustand der im Komatipoort befindlichen Truppen bessert sich. Die Arbeiter: Nadfahrer hielten am Donnerstag eine öffent liche Versammlung ab, in der Paul Jaha über" Humanität und Gewaltpolitit" unter reichem Beifall der Anwesenden referierte. Hierauf erstattete der bisherige Vertrauensmann Friese den Be richt über seine bezw. die Thätigkeit des Radfahrer- Bunds. Die Teilnahme an der Partei- Agitation fonnte sich zumeist nur auf die Bet Hilfe an den Stadtverordnetenwahlen erstrecken. Eine Anzahl neuer Feldmarschall Graf Balderfee meldet am 3. d. M. aus Bereine haben sich dem Bund angeschlossen. Nach Berlesung bes Kassenberichts, dessen Nichtigteit Nichtigkeit die Revisoren die Revisoren be Beling: Stärfere reguläre Truppen unter einem funden, stellt Redner die Frage, ob es nach Aufhebung General stehen bei Bhsang. 95 Kilometer südlich Tientsin; gegen des Verbindungsverbots noch erforderlich sei, für die nächste Zeit dieselben gehen von Tientsin zivet Detachements unter Oberst einen Vertrauensmann zu wählen. Ostcowsti und Fisee. Rohrscheidt und Major v. Falkenhayn auf beiden Seiten erflären fich gegen eine Neuwahl, da der Gauvorstand das Geschäft des Kaiserkanals vor. des Vertrauensmanns übernehmen tönne. Stödel und Friefe Statt von dem Fortschritt der Friedensverhandlungen hört man nur von neuen Straferpeditionen! Englischer Schwindel. Rom, 4. Dezember.( B. H.) Die rechte ferstraße zwischen der Garibaldi und der Ceftino- Brücke ist heute früh in einer Länge von 11 Metern in den Liber gestürzt. Die Straße mußte von Truppen abgesperrt werden. Eine ungeheure Voltsmenge verfolgt mit großer Bewegung das unheimliche Schauspiel. Paris, 4. Dezember.( B. S.) Von der hiefigen Polizei find heute zwei gräßliche Morde entdeckt worden. In zwei verschiedenen Stadtvierteln find Leichenteile eines Manns und einer in derselben Weise verstümmelten Frau aufgefunden worden. sprechen für Beibehaltung des Vertrauensmanns, indem die Behörde und das Gericht bekanntlich einen Berliner Verein für politisch er. flärten, während andre Vereine auch Damen als Mitglieder haben. Nach längerer, oft recht lebhafter Erörterung, erklärt sich die Versammlung Der Standard" meldet aus Tientsin vom 2. d. Mis.: Neuermit allen gegen 6 Stimmen für Neuwahl, worauf Stödel einstimmig dings wird hier durch öffentliche Anschläge auf einen drohenden er Berantwortl. Redacteur: Robert Schmidt in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Br. 283. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittoos, 5. Dezember 1900. Prozeß Sternberg. 27. Verhandlungstag. Mach Eröffnung der Sigung durch den Landgerichtsdirektor Müller erbittet sich Staatsanwalt Braut das Wort zu folgender Erklärung: Bei der Besprechung der Broschüre des Rechtsanwalts Dr. Halpert habe ich den Standpunkt vertreten, den die Staatsanwaltschaft zur Sache einnahm und habe dabei ein scharfes Urteil abgegeben, indem ich sagte, Herr Dr. Halpert habe sich sein schwarzes Ehrenkleid beſchmutzt. Es ist mir zu Ohren gekommen, daß Herr Rechtsanwalt Dr. Halpert sich durch diesen Ausdruck persönlich verlezt fühlt. Das hat nicht sein sollen. Ich nehme deshalb feinen Anstand, rückhaltlos zu erklären, daß ich mich im Ausdrud vergriffen habe und mir jede Absicht, Herrn Dr. Halpert bei dieser Gelegenheit persönlich zu beleidigen, fern gelegen hat. Die Zeugin Ehlert widerruft. über die weiteren Betveisanträge bor. Bur rl. Platho zu vernehmen und behält sich die Beschlußfassung Ab wechslung". wie er fagt, bringt der Staatsanwalt wieder einmal einen fleinen Zwischenfall zur Sprache. Es sei der Bruder des flüchtigen Angeklagten uppa in den Verdacht gekommen, er der Kapitän Wilson zn sein. Dr. " beispielsweise 3 Mir Nach einer furzen Pause erklärt sich der Staatsanwalt müßte. Von dem Bestehen dieser Idee habe er erst jetzt auf seine gegen die Vernehmung des Frl. Platho und der Frau v. Gräfe. Recherchen erfahren, die er infolge des Staatsbürger 8tg."- Artikels Damit würde man doch zu sehr aus dem Nahmen dieses Prozesses angestellt habe. Uebrigens habe nach diesen Ermittelungen heraustreten und in den Rahmen eines andren schwebenden Prozesses Fräulein Blatho die Namen der Reichsgerichtsräte gar nicht hineingreifen. Es genüge die Vernehmung des Zeugen Arndt und richtig festgestellt und des Rechtsanwalts Dr. Werthauer. den wichtigen Refe Der Staatsanwalt giebt renten Herrn Heinemann gar nicht erwähnt. Die Staatsb. 3tg." die Vernehmung des Hilfstransporteurs anheim und bittet um Ab- babe nun einen Brief des Frl. Platho veröffentlicht, der lautet: Der Gerichtshof beschließt, Lieber Herr Arndt! Können Sie morgen früh ermitteln, ob Herr lehnung der übrigen Beweisanträge. F. B. einen der folgenden Reichsgerichtsräte kennt und mir eventuell eine Empfehlung an einen derselben mitgiebt: Vors. v. Bülow, Schmalz, Böttrich, Hosten, Miltnes, Dummreicher, Peters. sind Reisespesen für eine Unterredung 2 Mille zugesagt. Besten Gruß H. Plath o. Oder wissen Sie einen andren?" Dazu habe er zu erklären: Fräulein Platho habe jetzt auf Befragen an gegeben, Luppa habe für denjenigen, der nach Leipzig reift, Er beantrage, den betreffenden Herrn Luppa sofort mit einigen 2 Mille in Aussicht gestellt. Als Fräulein Platho zu ihm( Dr. Zeugen zu fonfrontieren. Die Callis erklärt, Herrn Luppa nicht werthauer) hingekommen, habe sie gejagt, fie bekomme für die ganze zu erkennen. Die Zeugin Ehlert behauptet, in Herrn Luppa wordener Meldung habe die Zeugin Ehlert, als sie neulich abgeführt Sache zwischen Fräulein Platho und Herrn Luppa ihm gegenüber wordener Meldung habe die Zeugin Ehlert, als sie neulich abgeführt Juli d. I. auf dem Potsdamer- Platz zu ihr herangetreten sei und ihr geheim gehalten. Von jenem Briefe an Arndt habe er nicht das Hierauf teilt Rechtsanwalt Heinemann mit: Nach ihm ge-" Herrn Wilson" wieder zu erkennen. Es sei derselbe Herr, der im Sache nicht einen Pfennig, sie habe also offenbar diese ganze interne wurde, mehreren Beuginnen erklärte, sie wolle nun die Wahrheit fagen, es sei nicht wahr, daß sie den Angeklagten Sternberg fenne, gesagt habe: fie sei ja wohl die kleine Ehlert. Er habe sie darauf geheim gehalten. Von jenem Briefe an Arndt habe er nicht das dem Artikel der Staatsbürger- Beitung" vom Hörensagen er fie habe ihn fälschlich beschuldigt.( Die Zeugin Ehlert ist diejenige, gefragt, ob sie Herrn Luppa tenne, und habe ihre diesbezüg- geringste gekannt. Was er darüber gehört, habe er alles erst nach lichen Bemerkungen aufnotiert. Sie habe 20 M. dafür erhalten. dem Artikel der die ursprünglich gesagt hatte, Sternberg fei der Mann, mit dem sie Er sei in Begleitung eines andern Herrn gewesen, dieser sei aber fahren. Bräsident: Nachdem Sie nun den Brief tennen, ob Sie bei Ihrem neulich bekundeten zu thun gehabt habe, während sie dann in der jetzigen Haupt nicht Thiel gewesen. Ein zweites Mal sei der Herr Luppa mit muß ich fragen, sehr günstigen verhandlung zuerst das Gegenteil behauptet und endlich auf den einem andern Herrn am Brandenburger Thor mit ihr zusammen Urteil über verbleiben? Fräulein Platho ernsten Vorhalt des Staatsanwalts plöglich unter Thränen erklärte, getroffen und habe sie nach der Schnörwange, Herrn Sternberg 2c. Werthauer: Urteil Ich muß danach das getroffen und habe sie nach der Schnörwange, Herrn Sternberg 2c. natürlich modifizieren.- Präs.: Nach Bekundung des daß Sternberg der Mann doch sei.) ausgefragt. Sie habe ihm auf seine Frage unwahre Auskunft er Zeugin Ehlert, vorgerufen, erklärt jetzt: Was ich zuletzt geteilt, weil sie hoffte, dadurch etwas Geld zu bekommen. Der Herr Beugen Arndt sollen Sie in Ihrem Bureau auch zu dem Frl. Pfeffer fagt habe, ist nicht wahr; was ich früher gesagt habe, ist wahr habe sich bei dieser Gelegenheit ihr als„ Kapitän Wilson" vor- gesagt haben:„ Herr Sternberg würde gewiß unbegrenzt dankbar I tenne Herrn Sternberg nicht, ich habe mit ihm ein, wenn Sie von Ihrer Gehälligkeit abhießen." Rechtsanwalt nichts zu thun gehabt. Der Vorsitzende hält der Zengin gestellt und ihr 15 Mart gegeben. Die Zengin Ehlert bleibt Dr. 2.: Nach dem was Frl. Pfeffer selbst hier ausgesagt hat, ist es nichts zu thun gehabt. Der Vorsitzende hält der Zengin dabei, daß sie den jetzt mit ihr konfrontierten Herrn Zuppa ganz ausgeschlossen, daß ich so etwas gesagt habe. Staatsanwalt vor, daß es doch ungeheuerlich sei, wenn sie nun wieder gerade das mit Bestimmtheit als den Kapitän Wilson" wiedererkenne Braut: Es ist auch einmal zur Sprache gekommen, daß Sie, Herr Gegenteil von dem fage, was fie früher behauptete. Beugin Die Zengin Callis bleibt ebenso bestimmt dabei, daß der Kapitän Dr. Werthauer, dem Frl. Pfeffer n Ehtert behauptet, sie hätte die Beschuldigung gegen Sternberg Wilson ganz anders ausgesehen habe. Wiederholte Vorhaltungen auch nicht erhoben, wenn nicht Herr Stierstädter gesagt hätte des Vorsitzenden beantwortet die Ehlert mit Lächeln. Vors.: 1000 m. für die Herausgabe gewisser Briefe fie solle nur sagen, Sternberg sei es. Präs: Wie sollte denn Sie lachen wieder. Das ist immer das Endresultat ihrer Aussagen, geboten haben sollen. Herr Sen Stierſtäbter bazu gekommen fein? Beugin: Er hat daß sie lachen.- Die zu diesem Butt vorgerufene Beute nicht der Zeuge modifiziert ſeine frühere Aussage, bah in het vereinzelt 8euge: Das ist gänzlich ausgeschlossen. Punkt Zeugin Hausgefagt, daß seinem Bureau mann erklärt mit Bestimmtheit, daß Herr Luppa entschieden teine Gnadengesuche angefertigt seien, dahin, daß dies der Kapitän Wilson sei, mit dem sie seiner Zeit im Gerichts- doch vorgekommen sein mag, daß er aber solche Gesuche seinerseits Präf.: Das glauben Sie doch wohl selber nicht. Herr Stierstädter gebäude zusammengetroffen sei und sich bei Peter Becker Brüderschaft nicht unterzeichnet habe. Im vorliegenden Falle wisse er von dem ist ein doch nicht übermäßig besoldeter Beamter und der Staat getrunken habe. Herr Luppa, der erklärte, daß er Staffierer in der Gnadengesuch absolut nichts. Er habe seinen Bureauvorsteher gemacht es doch nicht so, wie andre Leute, daß er Leuten für ihre Radeberger Brauerei sei, wird hierauf entlassen. Aussagen Geld verspricht. Wir leben doch in Preußen! fragt, wie er sich denn zu der Sache stelle; seinem Vorsteher schwebe Beugin: Herr Stierstädter hat mir gesagt, er würde in eine es so vor, als ob er( Dr. Werthauer) feiner Zeit das Gnadengesuch diftiert höhere Stelle tommen und mir dann von seinen größeren Einkünften Alsdann wird der 16jährige Zeuge Wohl noch einmal darüber habe, nach der ganzen Form und dem Inhalt desselben könne Geld geben. Präs. Das wollen Sie uns glauben machen? bernommen, ob und unter welchen Umständen er wie er am er aber bestimmt erklären, daß er es nicht diftiert haben kann. Im Beugin: Ich sage jetzt die Wahrheit: Herr Sternberg ist nie mit Sonnabend behauptete vom Zeugen Hofmeier zum Dr. Werthauer übrigen müsse er wiederholen, daß er sich das Gehirn zermartere, mir zufammen gewesen und hat nie Unzüchtigkeiten mit mir begangen. geschickt worden sei und dort 25 und 50 M. in Empfang genommen um zu ergründen, wie Zeuge Arndt zu den falschen Behauptungen -Präf.: Da müßten Sie also früher den Gerichtshof direkt dreist in habe. Im Gegensatz zu seiner ganz bestimmten Aussage vom über ihn gekommen sei. Er könne mur annehmen, daß der Zeuge das Geficht gelogen haben! Beugin: Meine Mutter war ja Sonnabend stellt der Zeuge heute alles ins Nichtwissen. Er feindlich gegen ihn gesinnt sei, weil er auf seine Offerten nicht einauch noch dabei, als Herr Stierstädter mir zuredete. Bräf wil jeẞt nicht wissen, ob der Brief, den ihm Herr Hof- gegangen sei. Zeuge Arndt bestreitet entschieden, feind Ihre Mutter foll geiftestrank sein, diese können wir also nicht ver- meier gegeben, an Herrn Sternberg oder an Dr. Werthauer liche Gesinnung gegen Dr. Werthauer zu haben. nehmen. Warum haben Sie das, was Sie heute gegen Herrn Stier- adressiert war. Er behauptet auch längere Zeit hindurch, Er bleibe voll und ganz bei seiner ersten Aussage und sei bereit, städter behaupten, Zeugin: Ich wollte nicht zu wissen, ob in dem Couvert, welches er Herrn Hof sie mit dem Eid zu bekräftigen. Ihm habe jede BeHerrn Stierstädter früher ausgefagt? Herrn Stierstädter feine Unannehmlichkeiten bereiten. Zeuge meier zurüdbrachte Beuge meier zurückbrachte, Geld gewesen sei. Erst als der Vor- leidigung fern gelegen und seine Schritte nur aus Interesse, Licht in Stierstädter erklärt die Behauptungen der Zeugin für absolut ftgende sein höchstes Erstaunen darüber ausdrückte, wie er jegt plößlich die Sache zu bringen, unternommen. Falsch sei auch die Befalsch und erfunden, die Zeugin Ehlert behauptet mit erhobener ganz etwas andres aussage wie am Sonnabend, und auf ihn ein- hauptung des Dr. Werthauer, daß er( Beuge) dem Fräulein Platho Stimme und besonderem Nachdruck: ist doch wahr redete, sich nicht durch einen Meineid unglücklich zu machen, den Brief diftiert habe. Herr Dr. Werthauer habe an den ersten Sie haben ja auch gesagt, ich solle meinen Vater aufheben, kommt der Zeuge zögernd damit heraus, daß er doch gesehen habe, Verhandlungstagen immer so gethan, als ob die Beamten hier in Das habe ihn zu daß er den Strafantrag stellt. Beuge Stierstädter: Das ist wie in das eine Couvert 50 M. und in das andre 25 m. hinein- diesem Prozeß übereifrig aufgetreten seien. -nicht wahr! Beugin Ehlert( sehr laut): Es ist doch wahr! gesteckt worden seien. Aus dem Zeugen ist trotz aller Mühen des seinem Vorgehen bewogen. Er bedauere, daß er nicht gleich ans Der Vorsitzende betont ferner: es sei sehr auffallend, daß dies Ulm Vorsitzenden nichts herauszubringen, aus welchem Grunde er Gericht gegangen sei. Dr. Werthauer: Der Zeuge habe fallen der Zengin mit der Thatsache zusammenfalle, daß ein an eigentlich heute versucht habe, die unwahrheit zu sagen. Er schon im Auguft anonym an Herrn Staatsanwaltschaftsrat jenem Tage thätig gewesener Hilfstransporteur mit der Ehlert verneint mit Bestimmtheit, daß in der Zwischenzeit irgend jemand Dr. Romen gefrieben, das heißt zu einer Zeit, wo ich noch wie festgestellt worden Beuge: Frl. Platho hatte Beuge Hofmeier erklärt, daß er den gar nicht eingegriffen haben konnte. nach der Sigung vorübergehend in einem auf ihn eingewirkt habe. Restaurationslokal gewesen ist. Die Beugin bestreitet, daß dieser Zeugen Wohl nicht für ganz normal halte. Beuge Berg- schon gewußt, daß Dr. Romen versetzt werden würde. Da er seinen Hilfstransporteur irgendwie auf sie eingewirkt habe. mann, der mit Wohl während dessen Lehrlingszeit bei Belmonte Namen nicht in die Oeffentlichkeit bringen wollte, habe er den Ein Geheimnis. zu thun hatte, bestreitet, daß derselbe nicht ganz weg der Anonymität normal fei. Wohl sei vielmehr sehr schlau und dreist. Alle jetzt? ich kriege Geld, wenn ich so aussage. Zwischenfall o Es viel Noch ein Widerruf. Tein Blatho? Auf weiteren Vorhalt der Verteidiger erklärt die Zeugin aus drücklich auch die Behauptungen über denjenigen Mann, von dem sie Fragen, wie der Mann ausgesehen hat, der ihm im gewählt. Er habe seiner Zeit Fräulein Blatho geraten, die Finger Sie hatte schon eine zum erstenmale verdorben worden sei, für unwahr. Auch dies sei uni angeblich im Bureau des Rechtsanwalts Dr. Werthauer das von der ganzen Angelegenheit zu lassen. an Dr. Nomen im Besiz, Herr Sternberg nicht gewesen.-Präs.: Wer war es denn? Nur kann er auch nicht nähere Angaben über die Lokalverhältnisse des bat Geld gegeben, bermag Zeuge Wohl nicht zu beantworten, ebenso Visitenkarte von Frau v. Gräfe von derselben dann aber feinen Gebrauch gemacht. heraus mit der Sprache! Zeugin: Ich möchte den Namen nicht nennen. Präsident: Das geht nicht! Wo ist der Werthauerschen Bureaus machen. Die Erklärungen des Zeugen Hofe Staatsanwalt Bra ut: Warum haben Sie sich nicht dem Staats8euge: Ich bedauere Wanniegt? Bengin: Ich glaube, in Amerika.( Seiter hingestellt. Während der Zeuge Wohl am Sonnabend flipp und sehr, es nicht gethan, sondern den Weg der Anonymität gewählt zu meier zu diesem Punkt werden vom Zeugen Bergmann als unrichtig anwalt Romen gegenüber offenbart? teit.) Präsident: Und wie ist sein Name? Zeugin: flar gefagt hatte, auf Er hieß Müller( Heiterkeit.)- Präsident: Also auf diese der beiden Briefen habe Name haben, aber ich wollte vermeiden, in die Oeffentlichkeit zu kommen. vollen Angaben beschränkt sich Ihre Kenntnis von der Persönlich Briefe der Name„ Dr. Werthauer" gestanden habe und er nicht wisse, Standen Sie damals noch in geschäftlicher Verbindung mit FräuPersönlich- Sternberg" gestanden, behauptet er jetzt, daß auf dem einen Justizrat Sello: Dieser Brief ist im August geschrieben. teit? 8eugin: Der junge Mann war im Hause Händelstr. 19 Beugin: Der junge Mann war im Hause Händelstr. 19 was auf dem zweiten Briefe gestanden. Der Zenge vermag den 8euge: Nein. Präs. Herr Arndt, der in einem Geschäft thätig. Justizrat Dr. Sello stellt durch Befragen fest, daß das Mädchen schon im Dezember v. J., als der Fall wiespalt in den Aussagen nicht aufzuklären: was er heute aus Benge Dr. Werthauer hat gesagt, daß er Sie bei der ersten Fournaçon aufgerollt worden war, ihrer Mutter gesagt habe, daß gesagt, sei wahr. Derselbe Herr, dem er den Brief des Hofmeier Verhandlung schlecht behandelt hat und Sie deshalb unfreundlich gegen ihn gesinnt sind. gegeben, habe auch die 50 und 25 M. eingepackt. fie feinen Verkehr mit Herrn Sternberg gehabt habe. Zeuge Arndt: Das ist nicht wahr. Beuge Dr. Werthauer: Dann hat der Zeuge vielleicht nichts davon beEhlert, der Vater des Mädchens, bestätigt dies. Seine Tochter Rechtsanwalt Dr. Werthauer merkt. Beisiger Landgerichtsrat Sämpfe: Wenn der Zeuge habe ihm dasselbe auch schriftlich gegeben. Er habe seiner Beit schon erklärt hierzu: Ich habe am Sonnabend erklärt, daß ich von diesem nichts davon bemerkt hat, kann er sich auch nicht beeinflußt fühlen. festgestellt, daß seine Tochter überhaupt nicht bei der Fischer ganzen angeblichen Vorgang nichts weiß. Die Staatsbürger- Zeuge Arndt: Ich habe nur die Empfindung gehabt, gewesen ist und sie in dieser Beziehung gelogen hatte. Der Beuge Beitung" hat dies moniert und gesagt, das wäre eine allgemeine daß Dr. Werthauer die Sache so oberflächlich behandelte, meint, daß Herr Stierstädter auch ihm gegenüber den Versuch ge- Redensart. Ich erkläre deshalb ausdrücklich und bündig: es er that, als wisse er gar nichts von meinem Kommen macht habe, ihm etwas zu fuggerieren. Die nun wieder bor niemals von mir an Herrn Hofmeier oder einem seiner Boten in der und dem 8wed desselben, obgleich Fräulein Blatho gerufene Zengin Snörwange bleibt auf Befragen dabei, daß Sternbergschen Sache ein Pfennig Geld gezahlt worden. Mein ihn doch davon unterrichtet hatte. Beifizer Landgerichtsfie mit Herrn Sternberg bei der Fischer zu thun gehabt habe. Bureauvorsteher, der zuverlässig und treu ist, versichert, daß nach Rat Kämpfe: Herr Dr. Werthauer, am Sonnabend Die weitere Beweisaufnahme wird durch einen seinem besten Wissen tein Pfennig gezahlt worden haben Sie so besonders betont, Sie hätten den Zeugen Arndt so fei. Was Herr Wohl hier gesagt hat, ist nach den Behauptungen des schlecht behandelt, gewissermaßen die Thür gewiesen. Heute meinen unterbrochen, zu deffen Aufklärung eine geraume Zeit in Anspruch Bureauvorstehers nur zu einem kleinen Teil richtig. Der Bureauvorsteher Sie nun, der Zeuge Arndt, der mir übrigens gar nicht so vorgenommen wird. Dem Staatsanwalt war gemeldet worden, daß erinnert sich genau, daß einmal ein junger Mann mit einem Brief tommt, habe die Shroffheit dieser Behandlung der Zeuge Ehlert beim Burücktreten vom Beugentisch halblaut geäußert weichend vom Zeugen Hofmeier erinnert gekommen fei. Dieser habe wie sich der Bureauvorsteher ab- gar nicht bemertt. Dr. Werthauer: Ich bin natürlich nicht haben soll:„ Der( d. h. Stierstädter) lügt ja! Verfluchter Schivindel!" oben gar keine Adresse ungezogen gewesen, habe aber das Gefühl, daß ich ihn höchst schroff Als Ohrenzeugen dieser Aeußerung treten auf: der Kriminal- getragen, als das oberste Couvert aber geöffnet worden, habe sich behandelte. Die Zeugen Dr. Werthauer und Arndt müssen noch Kommiffarius Karl Krüger, Gerichts.Affeffor Gerber und die weitere Adreffe ergeben:" Herrn Luppa. In Sachen Sternberg einmal ihre erste Unterhaltung wiederholen, sie bleiben bei ihren Referendar Marggraff. Der Beuge Ehlert bestreitet, den abzugeben." Da Herr Luppa nicht da war, habe er den Boten abweichenden Darstellungen und besonders betont Arndt, daß er dawarten lassen und als Luppa fam, sei ihm der Brief übergeben mals noch nicht den Namen des Bankiers Behrend genannt habe. Beugen Stierstädter haben beleidigen zu wollen und behauptet, worden. Dann habe Luppa mit dem Boten verhandelt, ob dieser Dr. Werthauer verweist demgegenüber darauf hin, daß er natürlich daß er nur die Schwindeleien seiner Tochter gemeint habe. Er dem Boten Geld gegeben, wisse er nicht, er glaube es aber nicht. bittet, darüber noch den Zeugen Hoffmeier und den Rechts- Wie ich vermutet hatte, wird jetzt der Brief des Frl. Platho an Besuch so nur aus seiner Erinnerung schöpfen fönne, er habe dem so wenig anwalt Dr. Schöps, die die Aeußerung jedenfalls auch gehört Arndt gegen mich ins Gefecht geführt. Ich erfuhr von der Existenz Arndt Wert beigelegt, daß daß er den Zeugen bei einem zweiten Begegnen faum wiedererkannt haben müssen, zu vernehmen. Der Gerichtshof lehnt eine Beweiswürde. Der Zeuge Arndt habe sich auch aufnahme nach dieser Richtung hin ab, hält für erwiesen, daß der dieses Briefs erst, nachdem der erste Artikel in der Staatsb.- 8tg." haben Beuge Ehlert den Beugen Stierstädter beleidigt hat, und nimmt ihn Abend schickte ich einen Freund nach der Redaktion der Staatsb. ihm gemeldet hätten, damit gerühmt, daß er ein großes Geschäft erschienen war. Am Sonnabend wurde ich hier vernommen. Am schiedenen Personen, die sich nach der Sonnabend- Sizung bei in eine fofort zu vollstreckende Ordnungsstrafe von drei Tagen Beitung", um dort vor dem Erscheinen weiterer Artikel mit Fräulein Platho vorhabe, das ihm viel Geld einbringe. Um Haft. zu warnen, wenn nicht vorher genaue Was wird noch kommen? Erkundigungen sicher zu gehen, habe er( Dr. Werthauer) den Rechtsanwalt Morris Auf eine Frage des Vorsitzenden giebt Justizrat Dr. Sello allem mir bekannten Material zur Verfügung stehen zu wollen. Ich meldet hatten, zu Papier bringen laffen. eingezogen worden wären. Ich bot auch an, der Redaction mit hinzugezogen und durch ihn die Angaben der Personen, die sich geeine lebersicht der von der Vorteidigung vorläufig noch zu stellenden tann nur nochmals beteuern, daß ich meine Aussage nach bestem also Vernehmungen angestellt? Präs.: Dann haben Sie Beweisanträge. Es soll ein Zeuge darüber vernommen werden, daß Wissen und Gewissen abgegeben habe. Zeuge Dr. W.: Vernehmungen der mehrerwähnte Maler", der bei der Fischer verkehrte, eine andre Ihrer Bernehmung behauptet, daß Fräulein Platho aus uneigennügigfter gebracht wurde. Bräf.: Beuge Arndt, Sie haben in den Präs. Sie hatten bei wohl gerade nicht, ich habe nur fixiert, was zu meiner Kenntnis Persönlichkeit als der Angeklagte Sternberg sei. Ferner beantragt die Berteidigung die Vorladung des Hilfs- Trans- Freundschaft eingetreten sei. 3euge: Ja, fo batte sie mir anonymen Briefen rundweg behauptet, daß Dr. W. das Frl. Pfeffer porteurs Stremel, der mit der Ehlert in ein Schantlokal wenigstens versichert, fie erklärte mir, daß sie nichts bekomme, Arndt beeinflußt habe. Wollen Sie einräumen, daß Sie aus der Thatsache, daß Sie Frl. Pfeffer unerwartet beim Dr. Werthauer trafen, gegangen sein soll, ferner der Mutter der Ehlert, außer dagegen 50 000 Mt. erhalte. Dem der gleichfalls schon mehrfach genannten Marie Erhardt erklärt dieser, daß er natürlich von den internen Abmachungen, die In der weiteren Vernehmung des Rechtsanwalts Dr. Werthaner diese etwas Retztere foll befunden, daß der Mann, mit dem boreilige Schlußfolgerung fie bei zwischen Frl. Platho und Arndt stattgefunden hätten, nichts wisse. der Krüger verkehrte, eine so große Aehnlichkeit mit Sternberg hatte, daß sie ihn in der Photographie des legteren wiederzuerkennen räf.: Sie sehen aber aus dem Briefe, daß die Dame fich für die gezogen haben? Benge Arndt: Ja, das will ich einräumen. daß sie ihn in der Photographie des letteren wiederzuerkennen eine Reise nach Leipzig 2000 Mart hatte versprechen laffen, es ist auf weiteres Befragen wiederholt der Beuge seine Gespräche glaubte, während es thatsächlich Sternberg nicht war. nennt die Berteidigung eine Beugin, der der Zeuge Stierstädter in dies doch eine Mahnung, nicht jede Erklärung für bare Münze zu bürger- 8eitung". Dent legteren habe er besonders gesagt, Rechtsanwalt Dr. Werthauer: Er habe schon am es liege ihm fern, irgend jemand beleidigen zu wollen, er gehe bergangener Woche angedroht habe, fie unter Sitte" zu bringen, Sonnabend erwähnt, daß die Idee bei Frl. Platho aufgetaucht lediglich deshalb vor, weil er über die Angriffe und Ver wenn sie nicht gegen den Angeklagten Sternberg aussage. Endlich dächtigungen der Beamten empört sei. Der Zeuge beantragt die Berteidigung zum Beweise dafür, daß die Behauptungen gewesen, daß man auf die Mitglieder des des Zeugen Arndt unwahr feien, die Vorladung des Frl. Blatho erklärt des weiteren, daß Frl. Platho ihm erzählt habe, habe fönnte, daß sie in dem Tenor ihres Urteils zugleich auf Begnadigung fie für ihre und der Frau v. Gräfe. Ermittelungen in Sachen Sternberg erkennen möchten und daß Frl. Platho wohl der Ansicht gewesen sei, im Bureau des Rechtsanwalts Dr. Werthauer 2000 m. ausbezahlt daß man bei den Reichsgerichtsräten Begnadigungsbesuche machen erhalten. Sie habe aber davon an vier Herren abgeben müssen. " Sodann Nach der hierauf eintretenden Bause sollen die Zeugen Arndt und Dr. Werthauer noch einmal vernommen werden. nehmen. Reichsgerichts vielleicht einwirken mit den Redacteuren des„ Vorwärts" und der ver: Staats Auf den Hinweis des Rechtsanwalts Werthauer, daß er gegen Arndt Jes spät abends zu Herrn Friz Behrend gebracht; das Haus sei vom Strafantrag gestellt habe, erwidert der lettere, daß er dies erst heute Portier zu diesem Zweck schon offen gelassen worden. Richtig sei es, mittag erfahren habe. daß sie Herrn Arndt gesagt habe, für die Bemühungen sollten Darauf wird Fräulein Harriet Platho, 50 000 M. gezahlt die Sache tot zu machen. bied dishon ordentlich, einmal dort gewesen zu sein. Frau v. G. fei in die ganze Sache überhaupt nicht hineingezogen worden, fie habe diese auch nie beauftragt oder ihr nahe gelegt, bei den Oberstaatsanwälten Wachler und Dr. Isenbiel ein gutes Wort für Sternberg einzulegen. Sie habe der Frau v. G. keinerlei Bewerden. Wer von der Geldzahlung angefangen, wiffe fie nicht; für Tohmung zugesagt oder in Aussicht gestellt, auch von ihr nicht gehört, 35 Jahre alt, evangelisch, vernommen. Sie giebt an, daß sie mit fie sei es selbstverständlich gewesen, daß Arndt, der doch Agent sei, baß sie sich bei dem Oberstaatsanwalt Dr. Jfenbiel verwendet habe. Sternberg seit 13 Jahren bekannt sei und seit vielen Jahren in viele Mühe und Arbeit ohne Geld aufwenden würde. Luppa habe Es sei ihr auch absolut nichts davon erinnerlich, daß ihr Frau v. G. deffen Familie verkehre. Sie und die ihrigen seien Sternberg gesagt, daß das Geld keine Rolle spiele. Richtig sei es auch, daß eine Visitenkarte mit einer Empfehlung an Herrn Staatsanwalt zu großem Dank verpflichtet. Mit Arndt stche sie feit zwischen ihr und Herrn Arndt davon die Rede gewesen sei, die Dr. Nomen gegeben habe. langer Zeit in Geschäftsverkehr, der sich auf Grundstücks- Angelegen 50 000 m. zu teilen, sie habe aber Herrn Luppa sowohl wie Herrn Zeuge Arndt bleibt nach wie vor bei seiner Aussage. Er erinnert heiten beschränke. Durch ihn habe sie von dem Bankier Behrend Dr. Werthauer gesagt, daß sie keinen Pfennig für ihre Bemühungen die Beugin u. a. daran, daß dieselbe ihm davon erzählt habe: gehört, der gewöhnlich" Prioritäten- Behrend" genannt werde. Da beanspruche. Es sei eine falsche Behauptung von Herrn Arndt, daß sie Sternberg sei vor 20 Jahren schon einmal in eine solche Sache verfie von Frau Sternberg gehört habe, ihr Mann habe ihr auf Ehren- für eine Reise nach Leipzig 2000 m. erhalten habe; fie habe für widelt gewesen, ihr Bapa sei damals mit dem Justizminister Friedwort versichert, daß er unschuldig fei, so habe sie auch an dessen Unschuld diesen Zwed nie einen Pfennig erhalten, sei auch in der Sternberg- berg bekannt gewesen und es habe nur eines Winkes von seiten des geglaubt und diese Ansicht überall verfochten. Als mum Arndt Sache nie in Leipzig gewesen. Was den in der Staatsbürger legteren bedurft, um so viel von dem Einflusse des Herrn Behrend erzählt habe, der an- Beitung" veröffentlichten Brief betrifft, fo erklärt die Zengin, daß geblich den Jerufalem- Orden und noch andre Orden besitzen, auch sie von der Existenz eines solchen keine Ahnung von der Kaiserin empfangen werden solle, da sei ihr der Gedanke gehabt habe, bis ihr beim Untersuchungsrichter Podewils der gekommen, diesem Herrn fich zu nähern, ชน ein felbe vorgelegt worden sei. Sie könne Beſtinimtes darüber nicht anGnadengefu ch zu Gunsten Sternbergs durchgeben, es schwebe ihr aber so vor, als ob ihr derselbe von zubringen. Sie habe hierüber mit Arndt und bann Herrn Arndt selbst diktiert mit Luppa Rücksprache genommen. Arndt habe bald darauf den Bescheid gebracht, daß er selbst und der Bankier Behrend sich worden sei. Nach ihrer Meinung habe es sich darum gehandelt, daß mur mit der Sache befaffen würden, wenn sie von der Unschuld ein Gnadengesuch für Sternberg beim Reichsgericht unterzeichnet Sternbergs überzeugt wären. Sie sei dann zu Dr. Wert werden sollte. Was Frau v. Gräfe betrifft, so erklärt die hauer gegangen und habe ihm die Sache vorgestellt. Der Zeugin auf Befragen: Frau v. G. sei eine Nachbarin von ihr und felbe babe sich aber nicht geneigt gezeigt, darauf einzugehen. habe mit dieser Sternberg- Affaire nichts zu thum. Als Herr Behrend Dies habe sie Herrn Arndt mitgeteilt und ihm anheim gegeben, in die Bäder gereist war, habe sie, die Zeugin, zu Herrn Arndt gefelbst zu Dr. Werthauer zu gehen. Herr Arndt habe ihr berichtet, sagt, daß vielleicht Frau v. G. etwas für die Begnadigung thun daß Dr. Werthauer nicht geneigt zu der Sache sei, wahrscheinlich, tönne, da sie aus Gesprächen mit derselben entnehmen zu fönnen weil Dr. Werthauer befürchtete, daß im Falle einer Begnadigung glaubte, daß dieselbe infolge ihrer Thätigkeit auf Bazaren mit feine Thätigkeit als Verteidiger in dieser Sache überflüssig werden Ministern bekannt sei. Sie habe gesprächsweise wohl auch hier und wilrde. Sie habe übrigens dasselbe Gefühl gehabt. Das Gnaden- da beim Zusammentreffen mit Frau v. G. den Fall Sternberg berührt, gesuch sei ihr dann abends per Rohrpost zugestellt worden und sie habe sie sei aber sehr ablehnend gewesen und habe gesagt, ste geniere sich Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, den 5. Dezember. Opernhaus. Figaros Hochzeit. An fang 7 Uhr. Schauspielhaus. Des Meeres und der Liebe Wellen. Anfang 72 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). Wohlthätigkeits- Vorstellung. Anfang 72 Uhr. Deutsches. Rosenmontag, Anfang 72 Uhr. Leffing. Morituri. Anfang 7 Uhr. Berliner. Ueber unsre Kraft. Anfang 72 Uhr. Mesidenz. Die Dame von Marim. Anfang 7/2 Uhr. Neues. Nachmittags 2 Uhr: Die Sixtina. Abends 72 Uhr: Die Liebesprobe. Weiten. La Traviata. Anfang 71 Uhr. Central. Der Brautvater. Anfang 7 lthr. Secessionsbühne. Der Leibalte. Anfang 72 Uhr. Schiller. Die Welt, in der man fich langweilt. Anfang 8 Uhr. Thalia. Amor von heute. Anfang 72 Uhr. Luisen. Die guten Freunde. An: fang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die Strohwitwe. Anf. 72 Uhr. 11111 Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Lenore, die Grabesbraut. Schauspiel mit Gesang in 3 Atten von K. v. Holtet. Anfang S Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Montag: Zum erstenmal: Die Veilchenprinzessin. Ein Märchenspiel mit Gefang und Tanz in 5 Aften von Willy Lang. Für dieje Vorstellungen zwei Kinder auf einen Plat ist jeder Erwachsene berechtigt, frei einzuführen. RANIA** Taubenstr. 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Aufden Wegen des Oceans. 99 Im Hörsaal: Wanderungen durch die Millionenstadt Canton" von Marinepfarrer Wangemann. inbernorte angewiTägl. Kindervorstellung: Schneewittchen und die fieben Zwerge. Seceffionsbühne. Alexanderstr. 40. Der Leibalte. Komödie in 3 Aften v. Lothar Schmidt. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Thalia- Theater Dresdenerstr. 72. Heute und folgende Tage: Amor von heute. Gr. Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz von Jean keren u. Alfr. Schönfeld. Musik von Wanda. Herren: Thomas, Thielscher, Helvierding, Junkermann, Paulmiller. Damen: Milton, Milani, Boje, Wanovius, Wehling, Junter- Schatz. Anfang 72 Uhr. Carl Weißt. Lenore, die Brabes: Passage- Panopticum. braut. Anfang 72 Uhr. Belle Alliance. Der Geigenmacher von Mittenwald. Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Gine tolle Nacht. Anfang 7/2 Uhr. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Anfang 72 Uhr. Walast. Specialitäten Borstellung. Der Säugling. Anfang 7 Uhr. Meichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Paffage Panoptikum. Specialis täten D Borstellung. Anfang mittags 12 Uhr. Neu! China in Berlin. Krao, Bindeglied zwischen Mensch und Affe. Liza, das 12jähr. Riesenmädchen. Eintritt einschließt. Theater 50 Pf. Cirkus Busch Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Mittwoch, 5. Dezember, abbs. 71 Uhr: Theatersaal) Abends 8 Uhr: Auf den Wogen des Oceans". Im Hörsaal: Wanderungen durch die Millionenstadt Canton." Mas rinepfarrer Wüngemann. Juval idenstr. 57/62.„ Die Welt der Flysterne." R. Groff. Elite- Abend. Bum fiebentenmal: Invalidenstr. 57/62. Die Zengin bestreitet dies. Auch sei es nicht wahr, daß fie in der Sternbergfache verschiedene größere Reisen gemacht habe. Sie sei nur einmal auf Wunsch Luppas nach Kissingen gefahren, um womöglich Frau Sternberg zu sprechen. Herr Luppa habe gesagt, Frau Sternberg wolle sich scheiden lassen, das würde einen schlechten Eindrnd machen, sie möge deshalb Frau Sternberg von ihrer Absicht abbringen. Die Bengin hat aber, wie sie bekundet, Frau Sternberg in Kissingen nicht mehr angetroffen und ist nach Berlin zurückgefehrt. Für die Reise habe sie von Luppa 100 m. erhalten. Staatsanwalt Braut erklärt: Was den Herrn Behrend betrifft, so könne er mir sagen, daß, soweit er unterrichtet ist, derselbe weder dem Justizminister noch einem der vortragenden Räte des Justizministeriums bekannt ist. Hierauf wird die Sizung um 43/4 Uhr bis Mittwoch 9/2 Uhr vertagt. Die Vernehmung des Fel. Platho wird noch fortgesetzt werden. Socialdemokratischer Wahlverein Palast- Theater fir den 1. Berliner Reichstags- Wahlkreis. früher Feen- Palast, Burgstr. 22. Das pyramidale Programm. Nen! für Mittwoch, den 5. Dezember, abends 81/2 Uhr, Dezember im Lofale von E. Kannengiesser& Co., Brücken- Allee 18: 812 thr: L Neu! Der Säugling. Poffe mit Gefang von D. Nichter. Nickel, Rentier: Direktor Richard Winkler. Bum erstenmal in Berlin: Reinhold- Truppe, Afrobaten ersten Rangs. Miss Claire it. Mr. Richard, Sternwarte. ergleichliche Trapez- Selinſtler. Nachmittags 5-10 Uhr. CASTANS PANOPTICUM Friedrichstr. 165. Neu! Dahomey- Dorf. Neu 38 wilde Weiber von der Leibgarde des Königs Behanzin. Kriegs- u. Gefechts- Scenen, Exercitien, Nationaltänze. Vorstellung.: 12 Uhr mittags, nachm. von 3-10 Uhr stündl. ,.Allerseelen", neue Illusion! Russ. Damenkapelle Zarina. Entree 50 Pf. Militär u. Kinder 25 Pf. Passage- Theater Unter den Linden 22. Vorstellung ( Nachmittags 3 Uhr bis abends 11 Uhrs. Tägl. Auftreten Gertrude Barrison Jenseits der krummen Lanke. 2. Seebataillon 3 Compagnie. 14 Debuts. Eintr.( soweit der Raum reicht) inkl. Panopticum 50Pf Cirkus Die eiserne Maske" Schumann. ( Le masque de fer). Großes histor. Włanegen- Schauftück in Heute, Mittwoch, den 5. Dezember, abends präcise 71 Uhr: Jung u. Johnny, afrob. Clowns. The 3 Heltons, judendliche Athleten. 14 Riesen- Schannummern! Wochentags 7½ Uhr. Anfang: Sonntags 7 Uhr. Entree 50 f. Metropol- Theater. Behrenstr. 55/57. Mittwoch, den 5. Dezember: Henry Bender als Debüt. Mit vollständig neuer Ausstattung Versammlung. 1 of Tagesordnung: 236/9 1. Vortrag des Genossen Agster: Die letzten 14 Tage im deutschen Reichstag". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Bahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Centralverband der Töpfer. Sandino mors301( Filiale Berlin). Bezirksversammlung für den Westen und Schöneberg am Freitag, den 7. Dezember er., abends 7 Uhr, bei Marsch, 196/17 Hold Steinmetzstraße 5. Wahl der Bezirksleitung, Gewerkschaftliches. Der Vorstand. Maler und Berufsgenossen! Donnerstag, den 6. Dezember, abends 8 Uhr, im großen Saale des Gewerkschaftshauses, Engel- fer 15: Versammlung der Maler und Berufsgenoffen Berlins, Nixdorfs und Charlottenburgs. Tagesordnung: Unser Lohutarif. Das Erscheinen sämt licher Kollegen ist geboten. 125/15 Der Gehilfenausschuß. J. A.: M. Märtens, Altgehilfe, Stephanstr 50. Orts- Krankenkasse Fine tolle Nacht für das Gewerbe der Tischler u. Pianoforte- Arbeiter Große Berliner Ausstattungs Posse in 5 Bildern von Julius Freund u. W. Mannstädt. Musit von Julius Ginödshofer. Vorher: das vollständig neue Dezember Special. Programm. Brüder Pantzer. Renard. Mile. Bacha. Anfang der Specialitäten 1/28 Uhr, Anfang der, tollen Nacht" 1/29 Uhr. Rauchen überall gestattet. Morgen u. d. folgenden Tage: Eine tolle Nacht. Apollo- Theater. Vollständig neues Specialitäten- Programm. Täglich abends von 5-10 Uhr: 7 aften und 2 Hauptbildern, arrangiert Brillante Vorstellung. Mlle. Breseina Sternwarte. Schiller Theater ( Wallner Theater). Mittwoch, abends 8 Uhr: Die Welt in der man sich langweilt. Luftspiel in 3 Aufzügen von Eduard Bailleron. Deutsch von A. Tuthen und Karl Friedrich Wittmann. Donnerstag, abends 8 Uhr: Ephraims Breite. Freitag, abends 8 Uhr: Faust. II. Teil.( 2. Abend.) Sonnabend, abends 8 Uhr: Ephraims Breite. Central- Theater Anfang 7 Uhr. und in Scene gefest vom Direktor Paul Busch und Herrn BurkhardtFoottit. Balletts arrangiert und einstudiert vom Hofballettmeister Severini. Mufit vom Kapellmeister Taubert. Kostüme angefertigt von Hoflieferanten Baruch& Co., 600 mitwirkende Personen. 120 ferde. I. Att: Ludwig XIV. als AlleinHerrscher. II. Att: Belle in der Bastille. III. Aft: Einnahme von Straßburg. IV. Aft: Der Staats: streich. V. Att: Eine Falkenjagd bei Fontainebleau. VI. Att: Der Mann mit der eisernen Maske. VII. Aft: Das letzte Fest im Schloffe Baug le Comte. Großes Reiter- Potpourri ausgeführt von The little Toney", Mons. Delborg," Sign. Bedini und Mr. Charles Clarke. diesen- Erfolg des neuen Dezember Programms. Non plus ultra. Auftreten des berühmten Kunstreiters Mr. Alfons Althoff in feinem musikalischen Acte stehend zu Pferde. Außerdem: Rawsone u. June. Dir. Albert Schumanns anerfannt unerreicht dastehende Originaldresfuren. Um 92 Uhr: CHINA. Das größte u. fenfationenfte ManegenAusstattungsstück mit wunderbaren Wasser- und Lichteffekten. Mitwirkend ca. 600 Personen. Neue Einlage: Der Brautvater. it feinen vor Erſtürmung der 20 uk hohen Gesangspoffe in 3 Aften von Adolf Rosée. Mufit von H. Platzbecker. Morgen und folgende Tage: Der Brantvater. züglichen Meisterdreffuren. Die vorzüglichsten Clowns! Borzüglichste Programmnummern! Avis! Sonntag, 9. Dezbr., nachmittags 4 Uhr: Sonnabend, 8. Dezember, nach Berliner Landpartien. 4 Uhr: Kindervorstellung. Gastspiel des Märchen- Ensemble Hänsel und Gretel. Märchenspiel mit Gesang in 4 Atten. Preise der Plätze: Logen 2,10 m., Parquet 1,10 M., I. Rang 80 Pf., II. Rang 55 Pf. Sonntag, nachmittags 3 Uhr, zu halben Preisen: Die Geisha. Abends 72 Uhr: Der Brautvater. W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Kyrik- Pyrih. Poffe mit Gesang in 3 Att.( 5 Bildern) von Wilfen und Justinus. Musit von Michaelis. Donnerstag: Die Blinde von Paris. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Vorher: Konzert. glatten chinesischen Mauer. Hiffung der deutschen Flagge. Donnerstag, 6. Dezember, abends 722 Uhr: Gala- Abend. Cirkus Jansly. Schöneberg, Hauptstrasse. vis- a- vis dem Rathaus. Mittwoch, 5. Dezemben nachm. 4 Uhr: Schüler-, KinderPariser Excentrique. Horence Esdaik. François Gerari. Milli Capell Original- Sporting- Act und 8 Debuts. zu Berlin. Mittwoch, 12. Dezember, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal 7: Fortsetzung der General- Versammlung der Vertreter der Kassenmitglieder und Arbeitgeber vom 22. November. Tagesordnung: Antrag des Vorstands betreffs Abschließung eines Dienstvertrags mit den von der Kaffe beschäftigten Beamten. 1421b Achtung! Der Vorstand. Verband der Bau, Erd- und gewerbl. Hilfearbeiter Deutschl. Zahlstelle Mariendorf. Achtung! Sonntag, den 9. Dezember cr., mittags 1 Uhr: Außerordentliche Generalversammlung im Lokale des Herrn Setzefand, Mariendorf, Feldstr. 14. Tages- Ordnung: 1. In Sachen Teubert gegen Husche. 2. Wahl eines Delegierten zum 6. Verbandstag in Braunschweig. 3. Konferenzbericht. 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Die Firma ist demnach für die Kollegen bis auf weiteres gesperrt Die Lohnkommission. 100 50 033 6 Mittwoch, Nr. 283. 17. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mito, 5. Dezember 1900. 330 2130 das Militär gesperrt ist. Die militärische Boykottliste soll uns eine Verkaufsraume eine Gastrone abzudrehen. Als er diese Arbeit beMahnung sein, ebenfalls mit Energie den Kampf um die Versamm- endet hatte und die Krone auf die Erde stellen wollte, glitt ihm dies lungslokale weiterzuführen. felbe aus der Hand und ein an dem Gestänge befindlicher Haten Berliner Partei- Angelegenheiten. Die Kreiskonferenz des Reichstags- Wahlkreises Teltow Belohnung von 8 Mark erhält in Berlin bekanntlich, wer auerft von etwa vier Centimetern aufgerissen wurde. In der Aufregung Vom Fenermelden. Das Polizeipräsidium teilt mit: Ginebrang ibm in den linken Unterarm, dessen Fleisch in einer Länge Beeskow= Storlow- Charlottenburg findet am Sonntag, ein Feuer meldet, vorausgesezt, daß er nicht selbst von den Feuer vergaß, U., das Gasrohr zu verschließen. Er begab sich nach ber den 9. Dezember, nachmittags 1 Uhr, im Gewerkschaftshause( Saal 5). betroffen ist oder zu dem Hausstand oder zu den nächsten Ange- ihm ein Verband angelegt worden, wieder nach seiner Arbeitsstelle nächsten Unfallstation und kehrte eine halbe Stunde später, nachdem Engel- llfer 15, mit folgender Tagesordnung ftatt: 1. Die Centra hörigen des Betroffenen gehört. Für die Erlangung dieser Be- zurüd. In dem Glauben, daß er das Gasrohr durch einen lisation der Wahl- und Bildungsvereine des Kreises. 2. Statuten lohnung ist also Folgendes zu bemerken: Erfolgt die Feuermeldung Storten verschlossen, wollte er sich auch davon überzeugen, daß der beratung und Wahl des provisorischen Vorstands. 8. Bericht und auf einem Bolizeirevier ober einer generwache, Berichluß feine„ Mebenluft habe und zündete zu diesem Bwed ein Abrechnung des Kreisvertrauensmanns. 4. Bericht der Preß-, so erhält der Meldende, der Anspruch auf diese Belohnung machen Streichholz an. In demselben Augenblick explodierte das aus der Agitations und Lokalkommissionen. 5. Streisangelegenheiten. Gleichzeitig mache ich auf§ 3 des Organisationsstatuts des meldung durch einen öffentlichen oder privaten Feuermelder, einer Zeiter stehende U. wurde zu Boden geschleudert und durch den will, dort gleich eine entsprechende Ausweistarts. Orfolgt die Feuer- Leitung ausgeströmte Gas mit einem gewaltigen Knall, und der auf Kreises aufmerksam: Jeder Ort fann bis 3 Delegierte zur Kreisfonferenz entsenden; die Wahl findet in öffentlichen Parteiverfamm- ben von der Meldende muß die Ankunft der Feuerwehr an ihm enormen Luftdruck wurden die Balfonthüren zertrümmert, der erwarten benutzten Feuermelder Ingen statt, jedoch müssen die Delegierten politisch organisiert sein.den Stuck von den Wänden und der Decke herabgerissen und auch eine in erfolgte Meldung Anträge, welche auf der Sereiskonferenz ihre Erledigung finden sollen, nehmen. Erfolgt die Feuermeldung mit dem Fernsprecher, so muß domicilierenden Firma zertrümmert. 1. hatte schwere Brandwunden Empfang Anzahl Fensterscheiben einer im gegenüberliegenden Seitenflügel milfsen bis spätestens 5. Dezember in Händen des Unterzeichneten sich der Meldende, um den Ausweis zu erhalten, unmittelbar nach in Geficht und an den Armen erlitten und mußte, nachdem ihm auf fein. Die Kreistonferenz wird pünktlich eröffnet. Der Kreisvertrauens- Abgabe der Meldung auf die Brandstelle begeben, sich dort an den der Unfallstation die erste Hilfe zu teil geworden, nach einem Strankenmann: Wilhelm Eberhardt, Charlottenburg, Wilmersdorfer Oberleitenden der Feuerwehr wenden und die Nummer der benutzten haus übergeführt werden.sid sam odisti u pod Straße 38a. Fernsprechstelle angeben. Die Auszahlung der Belohnung erfolgt fo Ausweis über die und Dort Achtung, erster Wahlkreis. Die Parteigenoffen werden auf gegen Quittung und Rückgabe der Ausweisfarte auf jeder Feuerwache die heute im Lokale von E. Kannengießer u. Co., Brücken- Allee 18, in der Zeit von 7 Uhr vormittags bis 2 Uhr und von 4 bis 8 Uhr stattfindende Wahlvereins Versammlung hingewiesen. nachmittags. Meldet sich der Berechtigte jedoch nicht innerhalb von Zahlreiches Erscheinen ist erwünscht. Der Vorstand. 8 Tagen zur Empfangnahme des Geldes, so verliert er das Anrecht auf Zahlung. Dritter Wahlkreis. Am Freitagabend 8 Uhr findet im großen Saal von Buggenhagen am Morizplatz eine VolksVersammlung statt, in der Genosse Reichstags- Abgeordneter Wolfgang Heine über:" Aufgaben und Kämpfe der Socialdemofratie im Reichstag" sprechen wird. Um rege Beteiligung der Genosfinnen und Genossen ersucht Johannisthal Nieder Schöneweide. In einer öffentlichen Bersammlung am Donnerstagabend 8 Uhr bei Senftleben spricht Frau Mesch über die Pflicht der Frau, am Klaffenfampf teilzunehmen. Außerdem steht die Organisationsfrage auf der Tagesordnung. Die Parteigenossen wollen sich heute, Mittwochabend 7 ühr, zu einer Flugblatt- Verbreitung zahlreich im Lokal von Senft leben in Johannisthal einfinden. V Tokales. Ein schweres Unglück ereignete fich auf dem Bau des Straßenbahndepots in der Huttenstraße. Um das Grundstück wird eine umfassungsmauer aufgeführt, die jetzt die Höhe von etwa fünf Meter erreicht haben mag. 8wei Arbeiter waren damit beschäftigt, in Lowries Steine und Mörtel auf die Rüstung zu schaffen, als diese Auf der Tagesordnung für die Sihung der Stadtverord: plößlich in einer Länge von etwa fünf Meter unter ihnen zu neten- Versammlung am Donnerstag, den 6. Dezember, nach fammenbrach. Einer der Arbeiter tam zum Glück mit geringen mittags 5 Uhr, stehen u. a. folgende Gegenstände: Vorlagen be- Hautabschürfungen davon, der andere hingegen, F. Gurski, Strome treffend der Erhöhung des Tagelohn's der bei der städtischen straße 28 wohnhaft. wurde so schwer verlegt, daß er zunächst auf Der Vertrauensmann. Straßenreinigung anshilfsweise beschäftigten Arbeiter. Bericht die Unfallstation und von da in ein Krankenhaus gebracht werden Werderschen Gymnasiums nach Moabit sowie über den Antrag von als er mehrere Wochen lang arbeitslos war; die Frau befindet sich erstattung über die Vorlage betreffend die Verlegung des Friedrich mußte. Das Unglüc trifft Gurski und seine Familie um so härter, Mitgliedern der Versammlung betreffend die Errichtung einer höheren mit ihren fünf Kindern, von denen das älteste neun Jahre alt ist, & ehranstalt( Vollgymnafium) in den Bezirken vor dem in bitterster Notlage. Das Unglück soll dadurch entstanden sein, daß besuchten Gymnasiums aus einem andren Stadttheile in die Durch vorzeitiges Absteigen Halleschen Thore bezw. die Verlegung eines schwach die sechs gebrochenen Negriegel zu morsch waren. genannten Bezirfe. Vorlagen betreffend: Abstandnahme von Straßenbahnwagen find zwei Bersonen schwer verunglückt. den bisher mit Militäramvärtern getroffenen Vereinbarungen bezüg- Das 23jährige Dienstmädchen Auguste Manuigel aus der Pestalozzi lich der Pensionierung. Berichterstattung über die Borlage, betreffend die Festsetzung von Einheitspreisen für die Erstattung der Straße 26 zog sich vorgestern auf diese Weise in der Invalidenstraße Waisenpfleget often im Beitabschnitt 1. April 1900/1903, sowie mannsfrau Wilhelmine Vallentin aus der Wilsnackerstraße sprang einen Armbruch und schwere innere Verlegungen zu. Die Zimmer über den Antrag von Mitgliedern der Versammlung, an den preußi- gestern morgen auf dem Wege zur Arbeit in der Müllerstraße ab schen Landtag das Ersuchen zu richten, daß bei der Abänderung und zog sich außer mehreren äußeren Verlegungen eine Gehirngemeinen gleichen und geheimen Wahlrechts auch für die Gemeinde- erschütterung zu. des Kommunal- Wahlgefeßes die Einführung des allBertrams Nachfolger. Schon gleich nachdem Stadtschulrat Bertram sein Benfionierungsgesuch eingereicht hatte, tauchte die Nach- wahlen beschlossen werden möge. Antrag von Mitgliedern der richt auf, die ausschlaggebenden Fraktionen der Stadtverordneten Versammlung, betreffend die Lebensmittelaölle. Borlage, Bersammlung hätten sich bereits über die Person seines Nachfolgers betreffend die unentgeltliche Lieferung von Waffer zum Betrieb der geeinigt. Stadtverordneter Gerstenberg, der jezige Direktor vier am Bismarckdenkmal zu errichtenden Fontainen. des Friedrichs- Realgymnasiums, sollte dazu ausersehen sein, künftig unser Volksschulivesen zu leiten. Der erste Schnee. Gestern morgen schien es, als ob es bei Später wurden noch der Direktor uns Winter werden sollte; gegen 9 Uhr setzte ein Schneefall ein, den des Dorotheenstädtischen Realgymnasiums, Stadtverordneter optimistische Winterfreunde als Schneegestöber begrüßen zu dürfen Schwalbe und der Schulinspektor 8 wid als nicht aussichtslose glaubten. Aber der vorgestrige Frost, der die stehenden Gewässer in Bewerber genannt. Der zur Vorbereitung der Stadtschulrats- Wahl der Umgebung Berlins bereits mit einer Gisdecke überzogen hat, eingesezte Ausschuß hat jetzt beschlossen, der Stadtverordneten- Ver- hatte in Berlin noch nicht seine Schuldigkeit gethan. Das Berliner sammlung die Ausschreibung der Stelle zu empfehlen. Ob sich dabei Pflaster erwies sich für diesen ersten Schnee als zu heiß"; er noch andre Bewerber finden werden? wurde sofort zu Wasser. Da auch in den oberen Regionen bald Welche Aufgaben des neuen eine mildere Richtung zum Durchbruch fam, wurde aus dem SchneeStadtschulrats harren, und welche Eigenschaften er mitbringen fall plätschernder Regen. Mit dem Winter war es also zum Glüid muß, darüber haben sich inzwischen verschiedene Berliner vieder einmal nichts. Blätter ausgesprochen. Auch das Organ des Berliner Lehrervereins hat einen langen Wunschzettel veröffentlicht. Einen besonderen Erfolg wird sich wohl niemand von solchen Stilübungen versprechen. Die meisten Aussichten, gewählt zu werden, dürfte nicht derjenige Bewerber haben, der am entschiedensten für eine Um- und Ausgestaltung des Berliner Volksschulwesens im modernen Sinne eintritt. Die Stadtverordneten- Mehrheit wird sich hätten, die Berliner Volksschule einem Manne mit so bedenklichen Neigungen anzuvertrauen. Nach Lage der Sache ist leider zu erwarten, daß gerade der harmloseste und darum ungefährlichste Bewerber die meisten Aussichten hat. Auch wenn sich neben den drei eingangs genannten Männern niemand weiter zu dem Bertramschen Bosten melden sollte, wird die Stadtverordneten Mehrheit, die über das Wohl und Wehe unfrer Volksschule zu entscheiden hat, doch nicht in Wohl und Wehe unfrer Volksschule zu entscheiden hat, doch nicht in Berlegenheit sein, wo sie einen hinreichend ungefährlichen Stadtschulrat hernehmen soll. dient D thaler Borstadt wird sich auch die Staatsanwaltschaft beschäftigen. Mit dem Zusammenbruch des Rabatt- Sparvereins RofenAbgesehen von dem Verfahren gegen den flüchtigen Vorfigenden Sopfer dürfte sich die Untersuchung auch noch auf andre ehemalige Vorstandsmitglieder ausdehnen. Die Bücher des Vereins, die von der Behörde beschlagnahmt worden, sind in der letzten Beit so unüber sichtlich geführt, daß eine genaue Feststellung des Sollvermögens nicht möglich ist. Zwangsinnung. Das Polizeipräsidium macht bekannt: Die Schneider- 3.wangsinnung zu Berlin hat befchloffen, die jenigen hiesigen Hausgewerbetreibenden des Schneider- Handwerks, welche der Regel nach Gesellen oder Lehrlinge halten, in ihren Mitaliederkreis einzubeziehen. Gemäß§ 100f Absatz 2 der GewerbeOrdnung fordere ich die vorbezeichneten Hausgewerbetreibenden auf, sich hierüber zu äußern. Die Abgabe der Aeußerung hat schriftlich bis zum 20. Dezember d. J. oder mündlich in der Zeit vom 10. bis 20. Dezember d. J. bei dem diesseitigen Gewerbe- Stommiffariat, Kraufenstr. 29, in den Wochentagen während der Dienststunden von " bon einem elektrischen In der Angelegenheit des dreijährigen Knaben Gadegast, der feine 11/ ajährige Schwester erschlagen hat, geht uns folgende Dar stellung zu:" Gegen 12 Uhr mittags tam eine Freundin der Fraut Gadegast und brachte eine bestellte Bluse in die Küche, wo die beiden Kinder unter Aufsicht des Dienstmädchens spielten. Nachdem sie die Bluse in Abwesenheit der Herrschaft dem Dienstmädchen abgegeben hatte, fagte sie zum dreijährigen Knaben, den sie näher fannte, Adien!" Darauf machte der Knabe, der beim Spielen war und nicht gestört sein wollte, eine abwehrende Bewegung. Die Dame entfernte sich, ohne dem Kinde Adieu zu fagen. Demnächst Dienstmädchen die Bluse über einen fleinen brachte das Korridor nach dem andren Zimmer. Kurz nach Verlassen der Küche hörte sie einen Aufschrei der kleinen Gay. Sie eilte fofort in die Riche zurück und sah eine Verlegung am Schädel des Kindes. Nach ärztlichem Gutachten muß die Verlegung von einem Nagel herrühren. Es stellte sich heraus, daß unter den Spielsachen Nagel eingetrieben wvar. Nicht böse Absicht des fleinen Knaben, der Kinder ein längliches Klößchen war, in dem ein umgebogener sondern lediglich ein unglücklicher Bufall hat die Verlegung herbei geführt. Der Knabe wird im Spiel mit dem Klößchen nach der fleinen Schwester geschlagen haben. Die Kinder haben sich stets gut vertragen und auch an dem Unglückstage in aller Freundschaft miteinander gespielt. Der Knabe ist keineswegs reizbar oder sonst anormal veranlagt, im Gegenteil ein gutartiges und guterzogenes Kind. Das betreffende Dienstmädchen ist bereits seit 21/2 Jahren bei der Familie in Stellung. Der Haushalt ist ein durchaus ge ordneter. Bei der Arbeit auf der Leiter wurde vorgestern der 49 Jahre alte Schmiedegefelle Emil Söhne aus der Fennstr. 21 vom Schlag gerührt. Der Mann war im Cyclop" in der Bankstr. 15 beschäftigt und arbeitete am Bau der elektrischen Hochbahn in der Warschauer ftraße. Oben auf einer Leiter stehend, betam er einen Schlaganfall, fiel hilflos herunter und zog sich einen Schädelbruch zu. Mitarbeiter brachten ihn nach der Unfallstation 16 in der Warschauerstraße. Der Berunglückte starb aber schon bei der Aufnahme. witweten Frau Bankdirektor A. Grünenvald, Friedrichstr. 30, verübt Ein großer Juwelendiebstahl ist in der Wohnung der verworden. Die gestohlenen Wertsachen, die die Diebe haben mitgehen heißen, repräsentieren einen Wert von ungefähr 8000 bis 10 000 m. Durch Absturz ist gestern, Dienstagvormittag, der Maurer Bodin auf dem Neubau der Wilhelma" in der Taubenstraße 16 schwer verunglückt. Bodin war damit beschäftigt, in der Höhe des ersten Stocks die Richtschnur anzuschlagen, glitt infolge der Glätte, die der Schneefall mit sich brachte, aus und fiel fünf Meter tief hinab. Unglücklicherweise schlug er gerade mit dem Kopf auf einen Berlegungen zu. Der Verunglückte wurde nach der kgl. Klinik gebracht unten liegenden Sandsteinblock auf und zog sich einen schweren Schädelbruch, eine Bertrümmerung des Unterfiefers und innere und hier sofort operiert. Der Rangierer. Schwer, anstrengend und lebensgefährlich ist der Dienst der Rangierer bei der Eisenbahn- Berwaltung. 10 bis 12 Uhr zu erfolgen. Jedem Witterungswechsel sind diese Leute ausgefegt, denn, ob es Die Eröffnung der Wärmehalle am Alexanderplat wird falt oder warm ist, ob es regnet oder schneit, rangiert muß doch in den nächsten Tagen erfolgen. Die Räume werden einer gründ werden. Außerdem qualifiziert fich nicht ein jeder zum Rangierer. lichen Renovierung unterzogen. Außer über eiserne Gesundheit und körperliche Gewandtheit müssen die Leute über gutes Seh- und Hörvermögen verfügen und mit einer Die elektrischen Züge auf der Wannseebahn werden in Leichten Auffaffungsgabe bedacht sein. Die Ausrüstungsgegenstände der dieser Woche wieder in den Betrieb eingestellt werden, nachdem die Rangierer bestehen aus einer Mundpfeife, einem Bremstnippel, den Motoren im vorigen Monat in den Werkstätten von Siemens Bremsschuhen, den Geleisvorlagen und eventuell einer Handlaterne.. Halste einer gründlichen Prüfung und Ausbesserung unterzogen Wird ein Beamter von einer Station zur andren versetzt, so erhält worden sind. er zur Orientierung der Anlagen 2e. eine vierzehntägige Ausbildung. Detailhandel mit denaturiertem Spiritus. Wir werden Was num den Dienst selbst anbetrifft, so wird hier den Leuten oft ersucht, darauf aufmerksam zu machen, daß im Detailhandel mit Unglaubliches zugemutet. Nach dem bestehenden Reglement darf denaturiertem Spiritus eine gleichmäßige Preisfeststellung erfolgt ist, und muß bei unebenem Terrain noch vermindert werden. nur zu einem auf den aushängenden Plakaten angegebenen Preise ein Rangierzug bei geraden Anlagen nur 16 Achsen start sein so daß dasselbe Produkt in den Vororten sowohl wie in der Stadt Da aber die Eisenbahn- Verwaltung sich nicht mit Ueberfluß an verkauft werden darf. Personal brüsten kann, so find Verlegungen dieser Vorschrift nichts Seltenes. Es gehört an den Berliner Bahnhöfen durchaus nicht zu 4 1hr in der Gräfestr. 35 aus unbekannter Ursache zum Ausbruch. außer dem Fräulein Loreley eine Anzahl neuer zugkräftiger Speciali Ein großer Dachstuhlbrand kam in der vorlegten Nacht nach Apollo- Theater. Das Dezember Programm bringt den Seltenheiten, daß mit 60, ja sogar mit 100 Achsen rangiert Das Feuer wurde erst bemerkt, als es schon weit vorgeschritten war täten. Als Muskel- Virtuos tritt François Gerard auf, der mit den wird und dieser Zug von einem einzigen Rangierer und aus Mangel an einem solchen vom Rangiermeister selbst be- und die Dachkonstruktion, sowie allerlei Brennmaterialien und Hausrat Armen Leistungen verrichtet, zu denen sonst eine umständliche beder Mieter ergriffen hatte. Die Feuerwehr hatte längere Zeit zu mechanisch- maschinelle Fabrikanlage benötigt wird. Der Miß Helene wird. Nicht unintereffant ist die Beobachtung eines thun, um die Flammen zu löschen. Rangierbahnhofs während der Dunkelheit. Einem Unbeteiligten made to add macht es ein außerordentliches Vergnügen, mit den Zähnen ein ist es rätselhaft, wie das Bahnpersonal in diesem Chaos von Lichtern In seinem Wanderwagen wurde Montagmorgen der 28 Jahre Drahtseil zu halten, auf dem ihr Partner spazieren geht. Anmutig fich zurecht findet und man spricht wohl seine Verwunderung darüber alte Artist Edmund Wilde mit einer brennenden Hand tot und Humorvoll gugleich wirken bie Tierdressuren von aus, daß so selten Versehen vorkommen, da die kleinste Unaufmert aufgefunden. Wilde erreichte schon mit jungen Jahren ein Milli Capell Ensemble von Hunden und einem famkeit unabsehbares Unglück herbeiführen kann. Im Dienste selbst Körpergewicht, das ihm jede Arbeit sehr erschwerte. Daber zog er Pferd. Der Serpentintang findet eine neue, nicht verfeinerte, nimmt das Abstoßen der Wagen am meisten die physischen Kräfte der es vor, sich als Fettkind zur Schau zu stellen, um auf diese Weise Variation in den Produktionen einer Chamäleon- Dame. Drei jugendLeute in Anspruch: Eine 6-7stündige tägliche Arbeitszeit würde den Lebensunterhalt zu erwerben. Mit seinem Wanderwagen zog er liche Mädchen zeichnen sich in Instrumentalfünften aus, während die genügen, um auch den stärksten Mann in absehbarer Zeit von Ort zu Ort und ließ fich für Geld sehen. Seit fünf Wochen von mehr oder minder Unsinn begleitete Bokalmusit von einer start" faput" zu machen. Wenn man nun bedenkt, daß der Rangierer war er in Weimanns Boltsgarten auf dem Gesundbrunnen. Nachdem er stimmigen australischen Konzertfängerin, einer gaminfröhlichen Bariser täglich 12 Stunden Dienst thun muß und oft noch nicht einmal geit sich dort am Sonntagnachmittag an einigen Ringkämpfen beteiligt Chansonnette und der Hausdame des Apollo- Theaters, Frl. Carola, hat, sein von Hause mitgebrachtes Brot zu verzehren und dafür einen hatte, erschien er abends auch auf dem Tanzboden, tanzte aber nur beigesteuert wird; letztere mußte ihre temperamentvolle Munterfeit Verdienst von 2,50 bis 3,20 m. täglich erhält, so muß man doch wenig, da er einen Schwindelanfall bekam. Um 2a Uhr morgens an ödem Khalitum verschwenden. Stürmisch applaudiert wurde das unwiatürlich zu dem Ergebnis kommen, daß die Rangierer der fönig fuchte er mit einem Arbeiter, der ihm Handreichungen leiftete, feinen Bild des Kosmographen Anfunft Strügers in Marseille". Es lichen Eisenbahn Verwaltung ein überaus idyllisches Dasein führen Wagen auf, in dem sich beide zu Bett legten. Wilde wollte noch mußte ja die verhinderte Darstellung seiner Ankunft in Berlin Der Militärboykott wird vom Gouvernement Berlin den lesen und ließ daher die Petroleumlampe, die er vor dem Bett auf erfeßen. Soldaten mit regem Eifer eingeprägt. In Berlin sind 72 Lokale einen niedrigen Tisch gestellt hatte, brennen. Um 5 Uhr morgens Feuerbericht. In der Nacht zum Dienstag wurde die Wehr verboten, in Charlottenburg 10, in Spandau 13, in Schöneberg 4. erwachte der Arbeiter und fand den ganzen Wagen mit Qualm von der noch brennenden Lampe angefüllt. Als er gelüftet hatte zwei Stunden in Anspruch genommen wegen eines Balkenbrandes, Selbstverständlich fallen unter das Verbot fast ausschließlich solche der Spreestr. 16 ausgekommen war. Auch Neue Promenade 3 hatte Gastwirtschaften, von denen die Militärbehörde annimmt, daß sie und sich näher unijah, entdeckte er, daß Wilde tot in feinem Bette das Bivischengebält zur felben Zeit Feuer gefangen. Ein Alarm nach lag. Seine rechte Hand lag auf dem Cylinder der Lampe Tegelerstr. 51 war auf brennende Coatstörbe in einem Neubau zurückvornehmlich von socialdemokratischen Arbeitern besucht werden. Unter den in der Bartei bekannten Gastwirten fehlt wohl und brannte. Wiederbelebungsversuche, die ein sofort gerufener zuführen. Bimmerbrände waren Reinickendorferstr. 19, Lorgingstr. 43 tein einziger in dem Berzeichnis. Selbst ein Institut wie das Gewar der junge Mann infolge Herzverfettung einem Schlaganfall er- lampe explodiert, ohne indes wesentlichen Schaden zu verursachen. Arzt anstellte, blieben ohne Erfolg. Nach dem Gutachten des Arztes und Großbeerenstr. 39 zu beseitigen. Kochstr. 36 war eine Betroleumwertschaftshaus, dessen Gemeinnügigkeit auch auf bürger- war licher Seite Anerkennung findet, bleibt vom Boykott nicht verschont, legen. Die rechte Hand war ihm langsam auf die Lampe herab- lampe explodiert, ohne indes wesentlichen Schaden zu verursachen. Wegen einer kleinen Gasexplosion, bei der ein Mann Brandwunden ebenso steht das Bootshaus des Ruderklubs Vorwärts in Stralau gesunken. an den Händen davontrug, wurde die Wehr nach Unter den Linden 14 gerufen, wo aber bei ihrer Ankunft die Gefahr bereits beseitigt war. Kleinere Brände wurden außerdem noch Oranienstr. 182, Leipzigerftraße 118, und Schlesischestr. 20 gemeldet. auf der Liste. In Spandau ist sogar eine Barbierstube boykottiert. Von der Unfallstation zur Unfallstation tam gestern nach Recht schlimm ist der Gastwirt Lindenhahn in Grünau daran, dessen mittag ein Klempner U., der in dem Kunst Auktionslokale von Lokal sowohl von der focialdemokratischen Arbeiterschaft als auch für Schweder, Unter den Linden 14, beschäftigt war. U. hatte in einem ein Spiritus. 70er Cocofpiritus notierte unverändert 45,50 m. 50er Aus den Nachbarorten. fich nun die Stadtverordneten dahin schlüssig geworden, von der Charakter- Verleihung. Den Polizei- Direktoren Steifensand Wiederbesetzung dieser Stadtratsstelle, sowie von der Neuanstellung 64,90. In Charlottenburg, Hammacher in Schöneberg und von der Groeben in Rirdorf ist vom König der Charakter als Polizei- Präsident verliehen worden. eines Bau- Inspektors, welche vom Magistrat gefordert wird, ab= zusehen und dafür mit Rücksicht auf das hohe bauliche Interesse Spandaus bei der bevorstehenden Entfestigung noch einen zweiten Stadtbaurat anzustellen. Gerichts- Beifung. ber 1900-1 Marktpreise von Verlin am 3. Dezember 1900 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. Weizen, gut D.- Ctr.| 15,10 15,08 Kartoffeln, neue, D- Ctr.. Rindfleisch, Keule 1 kg Bauch AP 6,- 4, mittel gering **) Roggen, gut mittel " " 15,0615,04 15,02 15, 14,05 14,04 1,60 1,20 do. Schweinefleisch 1,30 1, " " 1,60 1,10 # Kalbfleisch 14,03 14,02 1,80 1, gering 14,01 14, " Hammelfleisch 1,60 0,90 " 15,40 14,60 Butter 2,80 2, mittel gering 14,50 13,70 Gier 60 Stüd 5- 3, 13,60 12,90 Karpfen 1 kg 2,20 1, +) Hafer, gut mittel gering 16, 15,10 Aale 2,50 1,20 15. 14,20 Bander 2,60 1,20 " 14,10 13,30 Hechte " 1,80 1, Nichtstroh Hen 7- 6,32 Barsche 1,60 0,80 " 7,60 5,10 Schleie 40, 25,- Blete 45, 25, 70, 30, 3, 1,20 " Krebse *) ab Bahn und frei Mühle. **) ab Bahn. †) frei Wagen und ab Bahn. 1,40 0,70 per Schot 12,- 2,50 Briefkasten der Redaktion. Der Charlottenburger Magiftrat beantragt bei der StadtAuf dem Auswandererbahnhof Ruhleben ist ein junger verordneten- Versammlung die Bewilligung von 5000 m. aus dem Dispositionsfonds zur Deckung der feit Ende September durch die Ruffe, der sich in Begleitung seiner Mutter auf der Reise nach über das gewöhnliche Maß hinausgehende Unterbringung Hamburg befand, am Typhus schwer erkrankt und mußte die Weiterobdachloser Familien entstandenen und bis zum Schluß des fahrt aufgeben; er ist in der Krankenbaracke untergebracht. Auch f) Gerle, aut Rechnungsjahrs noch entstehenden Kosten. Der Begründung dieser feine Mutter wurde von der Weiterfahrt ausgeschloffen und auf dem Vorlage sind einige Daten beigegeben, die von hoher Bedeutung Bahnhof isoliert. Der Zustand des Russen ist bedenklich. für die Allgemeinheit sind; es wird darin von neuem der Beweis erbracht, daß die Gemeinden in ihrem eignen Interesse etwas zur Linderung der Wohnungsnot thun müssen, da der Mangel on kleinen Wohnungen und die dadurch bedingte Schwierigkeit für finderreiche Familien, eine Wohnung zu erlangen, der Armenverwaltung große Um den Schluß des Wahlakts bei Stadtverordneten Größen Kosten verursacht. Die Armenverwaltungen müffen teils zur Ab- Wahlen handelt es sich bei einer wichtigen Entscheidung des Ober- Speisebohnen wendung der Ermission, teils zur Unterbringung bereits obdachlos Verwaltungsgerichts. In Ohligs waren zwei Stadtverordnete Linsen gewordener Familien größere Aufwendungen machen. in der Stich wahl gewählt worden. Der Beigeordnete Killing Was speciell Charlottenburg betrifft, so find die zur Unterbringung focht die Gültigkeit der Wahlen an und machte geltend, bei der obdachloser Familien bestimmten Räume im Familienhause und Hauptwahl sei der Wahlvorsteher nicht richtig den Wohnbaracken schon seit längerer Zeit dauernd völlig gefüllt. fahren. Der Bürgermeister habe nämlich um 5 Uhr nachAus diesem Grund hat die Armendirektion weitere fünf betwegliche mittags, dem amtlich als Endtermin der Wahlhandlung festBaracen auf dem Grundstück des Familienhauses aufstellen lassen, geſetzten Beitpunkte, die Wahl gefchlossen, ohne eine Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag, darunter auch die beiden Baraden, die den Sommer hindurch in der Anzahl bis dahin erschienener Wähler zur Stimm Jungfernheide als Aufenthalt für Kaffentrante benutzt worden find. abgabe zuzulassen. Stadtverordneten- Versammlung und Donnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Auch diese Räume sind bereits völlig gefüllt, so daß weitere Bezirksausschuß erklärten deshalb die Wahlen für ungültig. Das H. K. 6. Der Kreis Niederbarnim gehört zur Gewerbe- Inspektion Obdachlose im Augenblick nicht mehr unter Ober- Verwaltungsgericht als Berufungsinstanz hat nunmehr das Berlin II, Gewerbe- Inspektor Dr. Hölzer, Berlin NW., Hessischestr. 12. gebracht werden können. Am 19. November befanden sich in Urteil des Bezirksausschusses mit folgender bedeutsamen Begründung Die Stadt Spandau gehört zur Gewerbe- Inspektion Potsdam, Gewerbeden verschiedenen Räumen insgesamt 49 Familien, bestehend aus bestätigt: Nach der rheinischen Städteordnung die in der be- Inspektor Dr. Löwenstein, Potsdam, Französischestr. 16. Königsberg. Friedhof der Freien Gemeinde. 18 Männern, 49 Frauen, 170 Rindern. Abgewiesen wurden noch treffenden Bestimmung mit der Städteordnung 2. 23. Derartige Vereine giebt es eine ganze Reihe. Allerdings sind 26 Familien, die mangels eines Unterkommens teilweise nur vor- für die östlichen Provinzen von 1853 wörtlich über ihre Mittel beschränkt, so daß es zweifelhaft ist, ob ein Gesuch irgendwo Täufig bei Bekannten untergebracht sind. Daß es sich nicht etwa um einstimmt sei bei der amtlichen Zeitbestimmung der Wahlin der Redaktion einsehen. Die Frage, welches stenographische Systein Tagediebe und Faulenzer handelt, geht daraus hervor, daß handlung das wesentliche die Festsetung des Beginns Erfolg haben wird. Ein Verzeichnis können Sie vormittags von 10-12 Uhr ein Teil der Aufgenommenen ständige Arbeit mit Lohnfäßen der Wahl. Werde außerdem ein Endtermin angegeben, sich am besten bewährt hat, läßt sich nicht beantworten, da man es bei bis zu 30 M. die Woche hatte; darunter befand sich ein Arbeiter, dann habe das nur die Bedeutung, daß dann unter allen Um- uebung und Ausdauer in jedem zur Fertigkeit bringen faun. Stenographische Liebknechts Fremdwörterbuch ist in der seit 3 Jahren in der Gasanstalt II, ein andrer, der seit mehr ständen der Wahlvorstand sich bis zu diesem Endzeitpunkt bereit halten Vereine finden Sie im Adreßbuch. als 11 Jahren bei Siemens u. Halste thätig war. Der Grund der müsse, etwaige Stimmen entgegen zu nehmen. Darin liege die der Erpedition des„ Borwärts" gebunden für 3 M. 20 Pf. oder in 13 Heften Obdachlosigkeit ist teils Mietssteigerung, teils große Kinderzahl, teils Verpflichtung, keinen zurückzuweisen, der bis a 20 Pf. zu haben. M., Oderbergerstraße. Soll bei Gelegenheit verwendet werden. Differenzen mit dem Wirt, Abbruch der Häuser u. a. Neben der dahin erscheine. Im vorliegenden Falle hätte deshalb der A. S. Die Geschäftsstelle der Deutschen Gesellschaft für Voltsbäder ist Unterbringung hat die Armenverwaltung in vielen Fällen Sonder- Wahlvorsteher alle Wahlberechtigten, die bis 5 Uhr erschienen Berlin NW, Karlstr. 19. B. K. 5764. Der zweite Teil Ihrer Frage ist bereits beantwortet. unterſtügungen zur Verhütung der Ermission oder zur Zahlung der waren, zur Wahl zulassen müssen, selbst wenn dadurch die WahlM. S. Nein. ersten Miete für ein neues Ünterkommen gewährt. Wie start im handlung über 5 Uhr hinaus andauerte. Da nun hier mögübrigen die Zunahme der Obdachlosigkeit gegen das Vorjahr ge- licherweise andre Kandidaten, als die Gewählten, hätten in die wesen ist, zeigt die Thatsache, daß sich im Oktober 1899 nur Stichwahl tommen können, wenn alle bis 5 Uhr er 12 Personen als obdachlos bei der Polizei gemeldet schienenen Wähler gestimmt hätten, so sei nicht ausgeschlossen, haben, im Oktober d. J. hingegen 73. Nach Ansicht des Magistrats daß das fehlerhafte Verfahren des Bürgermeisters bei der handelt es sich dabei zum größten Teil um Männer und Frauen, die Hauptwahl das Endergebnis der Stichwahl ihre Kinder bei Bekannten untergebracht haben. Am Schluß der einflußt habe. Aus diesem Grunde müßten die Wahlen Begründung macht der Magistrat darauf aufmerksam, daß er dem- beiden Stadtverordneten für ungültig erklärt werden. nächst in einer besonderen Vorlage weitere Anträge stellen wird. dlanid ja des Da wenig Aussicht bestehe, daß ein größerer Teil der Obdachlosen ASO in nächster Zeit Wohnung findet, werden weitere Maßnahmen inspi Auge zu fassen sein, um so mehr, da sich fortgesetzt einzelne neue Familien als obdachlos melden, jedenfalls aber zum 1. Januar mit weiteren Eymisfionen gerechnet werden muß. Versammlungen. N. E. Schriftliche Antwort zu erteilen lehnen wir ab. Sie würden sich nur dann firafbar machen, wenn Sie etwa den Verkauf vornehmen wollen, um Ihrem Gläubiger Objekte für seine Befriedigung zu entziehen. Piesch. Die Heimatsbehörde bleibt unterstügungspflichtig. Diese Pflicht Unterstützte zwei Jahre lang in der neuen Gemeinde gewohnt hat, ohne be- hört erst dann auf und geht auf die neue Wohnsisgemeinde über, wenn der N. N. Die Kündigung an nur der Armenunterstützung genoffen zu haben. einen der Ehegatten wäre gültig. C. B. 25. Nein, aber die Unbrauch barkeit müßten Sie beweisen. Im allgemeinen ist von Prozessen, deren Ausgang von dem schließlichen Sachverständigen- Gutachten abhängt, abzuraten. Dümmler. Schriftliche Antwort erteilen wir nicht. Soweit sich dies aus Ihrer Darstellung ersehen läßt, liegt Verjährung vor, da nach dem in Betracht kommenden älteren Recht die Verjährungsfrist für Ansprüche aus In einer Parteiversammlung in Stralau am Sonntag unerlaubten, betrügerischen Handlungen innerhalb drei Jahren von der nachmittag referierte Paul Jahn Berlin über:" Handelspolitit Kenntnis der Handlung ab beträgt. Im übrigen läßt sich über den ber und Handelsverträge". Krumm besprach noch in einigen Worten mutlichen Ausfall eines in zweiter Instanz schwebenden Prozesses ohne Der Vertrag zwischen der Stadt Nixdorf und den Berliner die 80 Millionen Anleihe in Amerika. Hierauf erstattete der Ver- Kenntnis der Aften nicht urteilen. Ungerecht. 1. Ohne Rücksprache Elektricitätswerken enthält u. a. folgende grundlegende Bestim- trauensmann Schorf den Jahresbericht, der mit dem früheren Be- nicht zu beantworten. 2. Soweit ersichtlich: nein. 3. Der Lehrer erbt mit, mungen: Die Zuführung elektrischen Stroms hat vom Werke„ Ober- stand eine Einnahme von 566,03 M., bei einer Ausgabe von 479,15 W., muß sich aber das bereits Empfangene auf seinen Anteil anrechnen laffen. 4. Die Witwe hat die Wahl, die Hälfte der aus ihrem und ihres Manns Spree" aus unterirdisch zu erfolgen. Der Preis darf für die Kilowatt einen Bestand von 86,88 M. ergiebt. Im Intereſſe der Agitation bestehenden Gesamtwaffe zu erben oder ein Biertel des Nachlaffes. 5. Nein, fiunde 16 Pfennig nicht überschreiten und darf jedenfalls nicht höher haben noch etwa 10 Versammlungen stattgefunden. Auf Antrag fie thut es aber. 6. Beide Wege sind möglich. 7. Das hängt von der Art fein, als der Preis, den Berlin oder einer der Berliner Vororte den der Revisoren wird dem Bertrauensmann Entlastung. er der Klage- Einstellung, dem Umstande, ob Beweis erhoben wird und davon Berliner Elettricitätswerken für die öffentliche Beleuchtung zahlt. teilt. Beutling erstattet den Bericht namens der Lokal- ab, wie viel Instanzen beschritten werden. Zur befferen Aufklärung würde An Behörden, Korporationen und Privatpersonen, welche die Zu- kommission und bemerkt, daß in Stralau, mit Ausnahme des Lokals es sich empfehlen, Ihre Sache in der juristischen Sprechstunde vorzutragen. führung von Elektricität zum Zwecke der Beleuchtung, zum Antriebe von Abraham, alle Lokale zur Verfügung stehen und in denselben Matthes. Sie sind verpflichtet, weiter zu zahlen, und können, falls von Motoren oder zu andren Zwecken verlangen, und welche sich auch der" Vorwärts" ausliegt. Im Gegensatz zu Krumm, welcher Sie es nicht thun, civilrechtlich belangt und zur Zahlung verurteilt werden. Strafbar machen Sie sich durch die Nichtzahlung jedoch nicht. zur tarifmäßigen Abnahme für mindestens ein Jahr verpflichten, der Meinung ist, das Lokal von Abraham freizugeben, wird nach B. K. 5764. 1. Nächtliche Nuheſtörungen, die sich auf das Haus behaben die Berliner Elettricitätswerke Strom zu liefern, längerer Besprechung die Angelegenheit der Lokalkommission über schränken, gehen die Polizei nichts an, sie berechtigen 2. den Wirt aber unter und zwar für Beleuchtung zum Preise von 50 Pfennig pro wiesen. Ueber die Frage, ob nach Aufhebung des Koalitionsverbots Umständen zur Ermissionsflage. 3. Im Klavierspielen nach 11 Uhr abends Kilowattstunde, für alle andern Zwecke zu dem jeweiligen Tarif für auf Grund des vom Niederbarnimer Kreis aufgestellten Organisations- dürfte in der Regel eine allgemeine Störung der Nachtruhe im Hause zu Kraftstrom des Elektricitätswerks Oberspree" mit einem Aufschlag statuts die Agitation dem Wahlverein zu überlassen sei, wurde be- finden sein.- R. K. Wiederholen Sie Ihre Frage vollständig. von 2 Pf.( der der Stadt gehören soll). Der Tariffat beträgt zur schlossen, vorläufig den Vertrauensmann beizubehalten. Nachdem Ja, wenn Ihnen zum 1. Januar gekündigt ist, müssen Sie an diesem Tag ziehen. . 101. Es ist nichts mehr zu machen. J. 2. 72. Sie müssen Zeit 11 Pf. pro Kilowattstunde. Der Preis für Kraftstrom muß bei 3 ander das neue Statut ausführlich erläutert, wird Gen. Schoof eventueller Erhöhung des Grundpreises, der nur bei erheblicher als Vertrauensmann wiedergewählt. Dieser hat mit der aus den sich nach dem Bezirkskommando begeben und dort unter Vorlegung der Steigerung der Produktionskosten eintreten darf, mindestens um 2 Pf. Genoffen Heinrich Krumm, Otto Krumm, Hartmann abung um Entbindung von der Teilnahme an der Kontrollversammlung bitten, P. R. 120. Die Sachen werden Eigentum Ihrer Frau. Eine hinter dem jeweilig in Berlin geltenden Preis zurückbleiben. Die und Shift bestehenden Kommission, die Vorarbeiten zur Grün- Zwangsvollstreckung in dieselben wegen Ihrer Schulden ist ausgeschloffen Berliner Elettricitätswerte haben der Stadtgemeinde jährlich eine dung eines Wahlvereins für Stralau zu veranlassen. Als Mitglieder B. 34. Der letzte Herenprozeß in Berlin fand im Jahr 1728 stat t.Die Abgabe zu entrichten a) für jede zu Beleuchtungszwecken gelieferte der Lokalkommission werden Beutling, Frost und Kaufholt; Müllerstochter Dorothea Steffin war angeschuldigt, mit dem Teufel einen und bezahlte Stilowattstunde 6 Pf.; b) für jede zu andern Zwecken als Revisoren Ziegler, Halwas und Breons ernannt. Vertrag geschloffen zu haben. Sie gab das zu und beschrieb genan. in gelieferte und bezahlte Kilowattstunde 2 Pf. Die Lieferung von Stroman 3 ander wünscht unter„ Verschiedenes", daß die für die Stralaner welcher Weise Beelzebub sich ihr genähert und unter der Maste eines die Stadtgemeinde zur Beleuchtung von Straßen, sowie die Lieferung von Boltsbibliothek geltende Ausgleichsfrist von 14 Tagen verlängert und feinen Kavaliers mit ihr verkehrt habe. Das Kriminalstollegium nahm zu Strom zum Betriebe elektrischer Bahnen bleibt von der Abgabe frei. eine dementsprechende Anregung in der Gemeindevertretung gegeben treffend an, das Eingeständnis sei auf hysterische Einbildung( oder wie es Eine jährliche Abgabe von 25 Pf. ist zu zahlen pro laufendes Meter werde. Zum Schluß ersucht der Vorsitzende Kaufholt, in ZuStabelgraben für solche im Rigdorfer Stadtgebiet verlegte Kabel, funft die Versammlungen besser zu besuchen und für die Agitation durch welche außerhalb Nixdorfs liegende Gebiete mit Strom ver- wie auch für Verbreitung des Borwärts" rege thätig zu sein. sorgt werden. Der Vertrag ist vorläufig auf 10 Jahre geschlossen; Centralverband der Konditoren.( Mitgliedschaft Berlin.) Heute er kann 2 Jahre vorher gekündigt werden und läuft im Fall der Mittwoch, den 5. Dezember, abends 8 Uhr: Mitglieder- Versammlung bei Nichtkündigung immer um 3 Jahre weiter. Wird der Vertrag von Schiller, Rosenthalerstr. 57. Gäste willkommen. der Gesellschaft gekündigt, dann hat die Stadt das Recht, das für sie Lichtenberg! Am Mittwoch, den 5. Dezember, abends 8 Uhr, findet bestimmte Leitungsneg innerhalb ihres Gebiets mit den Haus im Lokale von Höflich eine Voltsversammlung statt, in der Reichstags: anschlüffen, Zählern 2c. zum Buchtvert zu übernehmen. Die Stadt Abgeordneter G. Ledebour spricht.( Siehe Inserat.) ist dazu verpflichtet, wenn sie kündigt. Vermischtes. G. J. damals hieß, Schwermutsbefallenheit) zurückzuführen, verurteilte die Here nicht, sperrte fie aber mangels eines Irrenhauses in das damalige Spandauer Bucht- und Spinnhaus ein. Weltpolitit. Die geflicten Stroh dächer hat der Abgeordnete Graf Raniß nicht befungen, sondern von ihnen im Parlament gesprochen. Es liegt hrerseits wohl eine Verwechselung mit dem märkischen Dichter von Kanitz vor. Dieser, anfangs des 18. Jahrhunderts Er wendete sich in Besizer von Blumberg, sang von den Strohdächern. In dem Gedicht einem seiner Gedichte gegen ablige Scheu vor Arbeit. heißt es u. a.:" Sieh' unsren Nachbar, der mit ritterlicher Hand sein altes Strohdach flickt. Was hilft Dir Adelstand, wenn Dich die Schulden mahnen? Willst Du um Deinen Sohn im hohen Stift zu sehen, indessen weil Du Tebst, großmütig betteln gehen?" Hierbei dachte Kanig nicht an den Bettel zu Gunsten Wohlhabender durch indirekte Steuern. 253/13 Freie Vereinigung der Stereotypeure n. Galvanoplastiker Berlins und Umg. Den Mitgliedern hierdurch zur Nachricht, daß unser Kollege und Tangjähriges Mitglied[ 14286 Stadtverordneten- Wahlen in Rigdorf. Nachdem der Partei$ 111. 1. Ob, falls Ihre Verurteilung erfolgen sollte, zu einer Berufung zu raten ist, ist ohne Kenntnis des Urteils und insbesondere seiner genosse Schantwirt Mag Pohl, der letzthin in 6 Berzirken als Hausbesizer gewählt worden ist, das Mandat für den 4. Wahlbezirk an- Ein schneidiger Jüngling. Ueber einen unerhörten Borfall Gründe nicht anzugeben. 2. Der Wirt geht vor. 3. In der Regel werden genommen hat, müssen in den übrigen 5 Bezirken Nachwahlen am Gymnasium zu Ansbach berichtet die Fränkische Zeitung": Bertito o der Kleiderspind für pfändbar, die übrigen Sachen für unpfändbar wendungen gegen die Zulässigkeit der Zwangsvollstreckung sind an das Amts: stattfinden. Außerdem muß für den Stadtverordneten Dohr- In der vierten Klasse des Gymnasiums sollte dieser Tage der Schüler erachtet, vorausgefeßt, daß das Sofa die Stelle eines Betts vertritt. 4. Ginmani( Soc.), der aus Gesundheitsrücksichten sein Amt niedergelegt Georg Güllich, Sohn des verstorbenen Amtsrichters Güllich in gericht zu richten und werden von diesem entschieden. 5. Da die Frau einB. B. 1. 1. Der München, zur Strafe von der Bank sich herausstellen. Als er der verstanden war, ist dagegen jegt nichts mehr zu machen. hat, ein Ersatzmann gewählt werden. Die Wahlen sind auf Aufforderung des Gymnasiallehrers Dr. Fritz hierzu nicht nachkam, Mann hat nichts zu verlangen. 2. Nein. R. F. 74. 1. Ja. 2. 15% Dienstag, den 18. Dezember, festgefegt worden. In Betracht kommen ging dieser auf ihn zu und faßte ihn an der Schulter, um Millionen. 3. Uns unbekannt. 4. Die Verjährungsfrist für Vergehen, deren der 2., der 6., der 11, der 13., der 14. und der 15. Bezirk. Mit den Widerspenstigen herauszubringen. Der Schüler brachte Begehung im Höchstfalle mit mehr als 3 Monaten bedroht wird, beträgt 5, Ausnahme des 11. Bezirks muß der Gewählte in allen übrigen Be- mun plöglich einen Revolver aus seiner Tasche die für andre Bergehen 3 Jahre. Die Verjährungsfrist für Uebertretungen zirken aus befizer sein. hervor und feuerte einen Schuß auf Dr. Frizz ab, beträgt 3 Monate. dem es aber gelungen war, den Arm des Schülers noch im letzten Ein ,, Arbeitervergnügen". Ein schlimmes Abenteuer hatten Augenblid feitwärts zu stoßen. Die Kugel verfehlte daher ihr Biel, Central- Kranken- u. Sterbedie Mitglieder des Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer bohrte sich neben einem Fenster ziemlich tief in die Mauer, prallte in Friedrichsberg zu bestehen, als sie am Sonnabend im Lokal von zurück und fiel zu Boden, ohne daß jemand verlegt worden wäre. kassed.dentsch. Wagenbauer Giersch an der Frankfurter Chaussee eine Versammlung mit Nun wurde dem erst 14jährigen Schüler der Revolver entriffen.( E.H.) Filiale Berlin- Moabit. Am 1. Dezember cr. verstarb nach darauf folgendem Tanzvergnügen abhielten. Kurz vor Mitter- Der Bursche wurde zunächst im Gymnasium in Gewahrsam genommen nacht erschienen fünf Gendarmen und teilten dem Vor- und feine in Nürnberg wohnhaften Verwandten von dem Vorfall längerem Leiden unser Mitglied, der fizzenden des Vereins mit, daß das Kränzchen Bunft 12 Uhr zu telegraphisch in Kenntnis gesetzt. Welch eine Verrohung herrscht Schloffer Ende sein müsse. Der Vorsitzende erhob gegen diese Anordnung doch unter der Jugend der niederen Volksschichten: sehr entschieden Protest, da das Bergnügen in einer geschlossenen Eine internationale wissenschaftliche Ballonfahrt erfolgt Ehre feinem Andenken. Gesellschaft stattfindet. Er verlangte ferner, daß ihm ein schriftlicher Die Beerdigung findet am Mitt Befehl oder Anordnung der Polizeibehörde vorgelegt werde. Dem am 6. Dezember von Straßburg i. Elsaß aus. Der Finder Beamten eines jeden unbenannten Ballons erhält die bei jedem Ballon in den woch, den 5. Dezember, nachin. 1 Uhr, Verlangen Folge zu leisten weigerten sich die und erklärten, Anweisung nicht nach- Instruktionen angegebene Belohnung, wenn er den Ballon mit dem vom Krankenhaus Charlottenburg nach wenn man ihrer komme, würden sie eventuell mit der blanken Waffe den Saal anhängenden Instrumentenkorb gut birgt, die Jnstrumente unbe: dem Kirchhof Westend, Fürstenbrunner räumen. Hierüber entstand eine rege Auseinandersetzung, in deren rührt läßt und sofort an die angegebene Adresse telegraphische Weg statt. Verlauf die Beamten den Vorsitzenden für verhaftet erklärten. Als Nachricht sendet. die Beamten, in der Mitte den Arrestanten, zum Saal hinaus schritten, In Konstantinopel herrschte in der Nacht zum Sonntag ein goß ein Unbekannter Bier auf die Gruppe, die um den Vorfizenden heftiger Sturm, durch welchen zahlreiche Unfälle verursacht wurden. sich versammelt hatte. Dies war für die Gendarmen ein Signal, Eine Anzahl Segelschiffe und Barten sowie ein türkischer und ein blank zu ziehen und auf einige Personen mit dem Säbel einzuschlagen. griechischer Dampfer sind gescheitert. Menschenverluste sind nicht zu Zwei Personen wurden bis zur Arbeitsunfähigkeit verwundet. Unter beklagen. In den Vorstädten Yenikapu und Kumkapu stürzten allgemeiner Bestürzung verlies die Gesellschaft den Saal und auch mehrere Häuser ein. Eine Anzahl Personen wurde verschüttet, jedoch der Vorsitzende wurde nunmehr von den Beamten freigelaffen. Es sämtlich gerettet. liegt dringend im öffentlichen Interesse, daß die Zeugen und Beuginnen der geschilderten Vorgänge sich bei Grauer, Frankfurter Allee 181, melden. Alexius Karge. Die Ortsverwaltung. Tischler- Verein zu Berlin. Den Kollegen die betrübende Nachricht, daß unser Mitglied Gustav Kläring am Sonntag früh verstorben ift. Die Beerdigung findet heute( Mittwoch), nachmittags 3 Uhr von der Leichenhalle des Hl. Krenz- Kirchhofs in Mariendorf aus statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. Danksagung. Allen Freunden und Bekannten, insbesondere dem Gefangverein„ Gerechtigkeit" für die liebevolle Teil: nahme bei der Beerdigung meiner sagen hiermit den besten Dank[ 14306 August Knaack nebst Kindern.t Gust. Klietzschmüller lieben Frau Minna Knaack verstorben ist. Die Beerdigung findet statt heute( Mittwoch), nachm. 4 Uhr, von der Leichen: halle des Kreuz- Kirchhofs in Zahn- Klinik Vr. beliebige Produktenmarkt vom 4. Dezember. Getreide sette heute auf beffere amerikanische Notierungen etwas höher ein. Bald trat indes eine schwächere Tendenz ein auf das Regemvetter und auf günstigere argentinische Ernte: Spandan. Zum 1. Januar scheidet aus der hiesigen städtischen meldungen. Weizen- und Roggenlieferungen behaupteten schließlich nach Verwaltung definitiv der Stadtrat Martins aus, welcher zur Militär- etwas höheren anfänglichen Notierungen die gestrigen Schlußpreise. Hafer gerichtsbarkeit übergetreten ist. In einer vertraulichen Sizung sind war gefchäftslos. Rüböl war unverändert bei stillem Geschäft. Verantwortlicher Redacteur: Robert Schmidt in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Teilzhlg. Maviendorf. Um rege Beteiligung Fran Olga Jacobson, Dent, erfucht[ 199/16] Der Vorstand. 85/ 14*] nvalidenkr. 145.