Nr. 284. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illuftrierter Sonntagss Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft- 8eitungs Preisliste für 1900 unter Br. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. Vorwärts 11: 6 Berliner Dolksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühe beträgt für die fechsgespaltene kolonets zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. " Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: But I, Mr. 1508, Telegramm- Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Gewissensfreiheit. Alle Jahr Jesuiten, das wird für die vom Centrum geführten Massen langweilig. Man muß Abwechslung bieten und es ist wahr: das Centrum versteht sich nicht übel auf das, was agitatorische Wirkungen verspricht. Es geschehen Wunder und Zeichen, da die Jünger der alleinseligmachenden Kirche sich plöglich als Vortämpfer der Geistesfreiheit, als Befreier der Gewissensbedrückung und Rezerverfolgung erheben. Donnerstag, den 6. Dezember 1900. Troßdem, so führte Bollmar aus, verlangt die Socialdemokratie Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Ein Desaven der Bülow- Politik. die volle Freiheit der Kirche, denn sie fürchtet sich nicht vor dem In der Absicht, die Chinapolitik Deutschlands gegen ihre Kritiker Kampfe mit den Dunkelmännern. Aber die Socialdemokratie zu verteidigen, bringen die halboffiziösen Blätter feit einiger Zeit geht weiter und berlangt, daß auch der Staat von der Artikel, in denen sie nachweisen, daß man Deutschland keinen BorKirche befreit, daß der Kirche nicht weltliche Macht zur Nieder- wurf daraus machen könne, wenn es in seiner Chinapolitik sich von dem Grundsatz einer weisen, zurückhaltenden Mäßigung drückung und Verfinsterung der Geister belassen werde. leiten lasse. Nachdem die„ Kölnische Zeitung" fürzlich eine derartige Ansicht vertreten, wird derselbe Gedantengang heute von der„ Post" in einem langen Artikel auseinander gesezt, hauptsächlich in folgender Stelle: Schließlich wies v. Vollmar auf den ungeheuren Widerspruch des Centrumsantrags hin, der in§ 1 religiöse Freiheit für jeden Reichsangehörigen fordert, aber in§ 5 die Ausübung der Religionsfreiheit nur den vom Staate anerkannten Religionsgemeinfchaften gewährt. v. Vollmar schilderte die Bedrängnis der Dissidenten und kündigte an, daß seine Partei dem Entwurf nur zustimmen werde, wenn der Grundsatz der Religionsfreiheit für alle Staatsbürger zur Geltung gelangt. " Am auf Dr. Pichlers Politische Nebersicht. Berlin, den 5. Dezember. Güstrow. " Der Hauptangriff der pessimistischen Kritiker richtet sich hauptsächlich gegen den Punkt, daß man angeblich die Todesstrafe, welche nach den Beschlüssen der Gesandten die Haupträdelsführer treffen sollte, aus der Liste der an China zu richtenden Forderungen streichen wolle. In Wirklichkeit wird die Berechtigung der Koaliton, die Hinrichtung der Schuldigen zu fordern, bon feiner Macht bestritten, auch von Amerika nicht; man will diese Forderung nur zunächst noch nicht zum Bestandteil einer unwiderruflichen Entscheidung machen. Der deutschen Reichsregierung wird man es jedenfalls nicht zum Tabel auslegen fönnen, wenn sie den von einzelnen ihrer Koalierten ge= äußerten Bedenken zunächst Rechnung trug. Diese Bedenken waren durchaus nicht etwa in Form einer bestimmten Gegenforderung, sondern auf dem Wege vertrauter, mündlicher Aussprache, gleichsam als Fühler, an die leitenden deutschen Kreise herangetreten und zwar nicht bloß von amerikanischer Seite. Es ist nur weise und politisch einsichtsvoll, wenn sich das Deutsche Reich, das mit in erster Linie Sühne von China zu fordern hat, nicht dem Vorwurf aussegen will, durch unerbittliches Bestehen auf einem einzelnen Punkte das Friedenswert zu gefährden. Ob die Todesstrafe als Teil der décision irrévocable zu verlangen sei, fonnte felbstverständlich für für die die Reichsregierung nicht, so sehr in Betracht kommen, als der Gesichtspunkt, unter allen Umständen im vollsten Einvernehmen mit sämt lichen Verbündeten zu handeln. Eine entgegen tommende Haltung war ohne große Schwierigkeiten möglich, da, wie gesagt, die gegen die Anwendung der Todesstrafe Bedenken hegenden Mächte bis heute mit einem festen Vorschlag noch gar nicht hervorgetreten sind. Sollte im übrigen die Fertigstellung der Kollektivnote im ungünstigsten Falle fich noch einige Zeit verzögern, so ist ein solcher Verzug immer noch besser als eine Gefährdung des ganzen Werks." Das Centrum hat für den ersten Schwerinstag dieser Session als ersten seiner Initiativanträge auf die Tagesordnung des Reichstags den Entwurf eines Reichsgefeßes betreffend die Freiheit der Religionsübung" gebracht, dessen grundlegender§1 erklärt: Jedem Reichsangehörigen steht volle Freiheit Der Centrumsredner Dr. Pichler, der nach Vollmar sprach, wußte des religiösen Bekenntnisses, der Vereinigung zu Religionsgemeinschaften, sowie der gemeinsamen häuslichen und öffentlichen der scharfen Kritik der Centrumsscheinheiligkeit so gut wie nichts Religionsübung zu." zu entgegnen und erkannte in einer unfreiwilligen Wendung an, daß Das Centrum, das den freien Gedanken mit Haß verfolgt, das Bollmar seiner Partei vielerlei Wahrheiten" gesagt füngst die freie Kunst dem Büttel und dem Strafrichter überliefern abe. Die Freitonservativen und National liberalen wollte, es begeistert sich plöglich für die uneingeschränkte Freiheit ließen durch ihre Redner einige Bedenken gegen den Antrag vorder Religionsübung. Was doch ein bißchen Unterdrückung, empfunden bringen. Herr Richter und Herr Ridert folgten im allgemeinen den Anschauungen des socialdemokratischen Redners. am eignen Leibe, nicht alles zuwege bringt! Dieselbe Partei, die das Versammlungs- und Vereinsrecht der Arbeiter hundertmal Schluß der sehr langen Sigung entfesselten drei Bundesdie ratsbevollmächtigte, nach einander schnöde berriet, sie kämpft um Freiheit und Gleichheit vor dem Gesez, Angriffe bezüglich gewisser Vorkommnisse in Sachsen, Mecklenburg da sie selbst durch die protestantische Staatsgewalt sich zurückgesezt sieht. und Braunschweig erwiderten, durch die Naivetät ihrer BeschönigungsSie, deren innerstes Wesen die Intoleranz ist, kämpft um Toleranz. versuche wahrhafte Heiterkeitsstürme im Hause. Die ernste Debatte Die Sigung begann mit einer lleberraschung. War es schon auf- fand einen humoristischen Schluß. Der Entwurf geht an eine 28er fallend und ein besonderer Beweis des Bemühens der Regierung. Kommission. dem Centrum Liebenswürdigkeiten zu beweisen, daß entgegen sonstigen Gepflogenheiten bei Initiativanträgen aus dem Hause eine stattliche Zahl von Regierungsvertretern erschienen war, an der Spize der Reichskanzler, so war es noch tveit auffallender, daß der Reichskanzler selbst vor den Antragstellern das Wort nahm, um sich zu dem Centrumsantrag zu erklären. Dieser Vorgang gab später Herrn Richter günstige Gelegenheit, für die Man erinnert sich noch des Aufsehen erregenden Prozesses vor bei der Chinadebatte ihm durch den Reichskanzler bereitete erger- dem Schwurgericht in Güstrow, in dem der Händler Holst in lichkeit originelle Vergeltung zu üben, indem er unter großer Heiter- Wismar am 17. März d. J. wegen Meineids zu 3 Jahren Zuchtkeit des Hauses dem Reichskanzler sagte: Sein ungewöhnliches haus und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt wurde. Der Prozeß hatte Berhalten habe die Meinung erweckt, er wolle eine Erklärung der einen politischen Hintergrund. In Wismar hielt am 6. August 1899 Regierung ob ihres Verhaltens zum Präsidenten eine Gewerkschaft ein Tanzvergnügen ab, das sich der besondren AufKrüger abgeben! merksamkeit der Polizei erfreute. Nach Beendigung des Festes tam es zu einigen Hänfeleien gegenüber den aufpassenden Polizisten. Insbesondere sollen die Tischler Wollenberg und Steinbrügger beleidigende Aeußerungen über den Polizisten Schütt gemacht haben. Deswegen wurde gegen diese Anklage erhoben und Holst als Zeuge vernommen. Holst, der Mitglied des Bürgerausschusses war, hatte sich bei Schluß des Festes auf der Straße vor dem Lokal befunden und zur Ruhe gemahnt. Wir haben die einzelnen Phasen dieser Draufgänger- Politit, Er beschwor nun, er habe zwar gehört, daß Steinbrügger beleidigende die ebensoviel Blamagen darstellen, oft genug Revue passieren Aeußerungen über Schütt gemacht habe, von Wollenberg habe er laffen. Ganz kurz sei hier nur wieder daran erinnert, daß aber nichts gehört. Die Polizisten jedoch sagten aus, daß beide Deutschland seiner Zeit überhaupt Die Polizisten jedoch sagten aus, daß beide Handlungen eintreten wollte, als an den Haupträdelsführern Tischler solche Aeußerungen gethan hätten. die Todesstrafe vollzogen sei. Die, décision irrévocable" begnügte sich dann damit, die Todesstrafe der Hauptschuldigen zu einem Punkt des Friedensvertrags selbst zu machen. Jetzt aber soll diese Hauptfühne aus dem eigentlichen Friedens vertrag überhaupt ausgeschieden werden! Das ist eine Niederlage der Bülow- Politit, wie sie schwerer nicht gedacht werden kann. Daß Deutschland nun endlich mit Rücksicht auf das technung tragen will, soll unsre Seritit zuletzt herausfordern, nur " Friedenswerk" den Bedenken von Rußland, Amerika und Japan verlange man nicht von uns, daß wir diese erzwungene Nachgiebigkeit für eine weise" und" politisch einsichtsvolle" Handlung ausgeben. " Graf Bülow erwies sich wiederum als der glatte Vermittler, der nach allen Seiten angenehme Komplimente austeilt und es mit niemand verderben will. Er erklärte sich durchaus für Gleich berechtigung der Religionsgemeinschaften", aber er fann nichts für die Durchführung seiner Anschauung thun, denn die Ordnung dieser Angelegenheiten unterstehe ausschließlich der Kompetenz der Bundesstaaten und nicht des Reichs. der Minderheit find, einiges au schmecken. In der That eine originelle Art, die Bülow- Politik gegen Angriffe in Schuß zu nehmen. Als ob wir je die Besonnenheit und versichert, getadelt hätten, und nicht gerade das rücksichts- und Mäßigung, die sich erst des Einvernehmens mit den andren Mächten besimmungslose Draufgängertum, das auf eigne Fauft den übrigen; Mächten vorausstürmt und eine Politit der Nache proklamiert, die schlechterdings nicht realisiert werden kann. nicht eher in UnterDeutsches Reich. Hunnenbriefe. Der Aachener Boltsfreund", ein Centrumsblatt, veröffentlicht Für das Centrum sprachen Dr. Lieber und Dr. Pichler. Herr 2ieber befaßte sich fast ausschließlich mit dem Nachweis der Zuständigkeit des Reichs. Er mußte dabei gestehen, daß seine Partei früher stets in umgekehrter Richtung für die Er- Holst wurde noch während der Verhandlung dieses Prozesses vor weiterung der Rechte der Einzelstaaten gewirkt habe. Jetzt aber der Berufungskammer verhaftet, wegen Meineids unter Anklage müsse das Reich gegen das offenkundige Unrecht, das in einzelnen gestellt und, trotzdem es sich nur darum handelte, daß er in dem Bundesstaaten gegen die Anhänger der katholischen Kirche geübt Menschengewühl nach Schluß des Festes etwas nicht gehört zu werde, einschreiten. Wir, die wir so oft in unsrer Beschwerde haben behauptete, was die Polizisten gehört haben wollen, zu der über getränkte Rechte der Arbeiter durch die Erhebung furchtbaren Strafe verurteilt. Als Motiv für den Meineid nahm das der Kompetenzfrage abgewiesen wurden, werden genug Gelegen Gericht an, daß der Socialdemokrat Holst den Socialdemokraten heit finden, das Vorgehen des Centrums gründlich auszunügen. Wollenberg vor einer Bestrafung retten wollte, also das bekannte Herr Dr. Pichler, der pfäffisch verbissene und streitbare Dom- Blutmärchen, daß Socialdemokraten im Parteiinteresse Meincide tapitular von Passau, brachte in langer Aufzählung mannigfaltige schwören. Beschwerden über Verlegung der religiösen Gefühle der Katholiken Dieses Urteil wurde sowohl bei uns wie auch in der„ Mecklen fowie auch Andersgläubiger in verschiedenen Bundesstaaten zum Vor- burgischen Volkszeitung" scharf fritisiert und die gesamte Parteipresse trag. Was an Gewissensbedrückung durch Verwaltungsbehörden und wie auch eine große Zahl bürgerlicher Blätter gaben ihrem Erstaunen Polizeichikanen den Dissidenten und den staatlich nicht an über das auffallende Urteil unverhohlen Ausdruck. Es wurde beerkannten fleinen religiösen Selten in hundertfachem Maße zugemutet fonders darauf hingewiesen, wie bedenklich das Urteil, abgesehen von wird, davon bekommen hier und da auch die Katholiken, wo sie in allen sonstigen Umständen schon deswegen sei, weil ja Solst gar einen Brief aus Beting, den 14. September. In ihm heißt es: nicht gesagt habe, daß Wollenberg die beleidigende Aeußerung nicht Genoffe v. Vollmar erklärte das Einverständnis der Social- gethan habe, sondern nur, daß er, Holst, sie nicht gehört bemokratie zu dem Grundgebanten des Gesetzes und mußte die Ge- habe; eine Behauptung, die durch die begleitenden Umstände Tegenheit, um in scharfgespitzter Rede die Zweideutigkeiten und die Menschengewühl, Aufregung, vielfache Ausrufe von verschiedenen widerspruchsvolle unwahrhaftigkeit der Centrumspolitik in den Seiten sehr wahrscheinlich werde und deren etwaige unrichtigkeit Wohl Geistesfragen zu enthüllen. waren die Ablehnungs- jebenfalls niemand nachweisen tönne. gründe des Reichskanzlers nur Berlegenheitsausflüchte, aber John sowohl wie Schmidt sollen mun durch ihre Kritik den hat nicht gerade das Centrum, gegen socialdemokratische Vorsitzenden des gegen Holst urteilenden Gerichts, LandgerichtsAnträge genau die gleichen Einwände gemacht. direktor Schmidt, sowie den die Anklage vertretenden ersten StaatsDas Centrum will behördliche Beeinträchtigung seiner Glaubens- anwalt Dr. Kerstenhann beleidigt haben. Die Anklage findet in den genossen in Mecklenburg durch Reichsgesetz hindern, aber hat uns Artikeln die Behauptung, Holst sei nicht verurteilt worden, weil ihm nicht das Centrum im Stich gelaffen, als wir die seine Schuld bewiesen, sondern weil er Socialdemokrat sei. Ueberdies elenden Verfassungszustände, die völlige Rechtlosigkeit nahm die Anklage sogar an, daß die Angeklagten wider besseres des arbeitenden Volks in Mecklenburg von Reichswegen zu be- iffen gehandelt hätten. feitigen bemüht waren? Das Centrum fordert Duldsamkeit, aber ist nicht die tatholische Kirche der In begriff dogmatif teterrichterlicher Unduld famteit? Der Staatsanwalt beantragte gegen Schmidt 7 Monate, Den Höhepunkt der Vollmarschen Rede bildete eine überaus eindringliche und eindrucksvolle Untersuchung über das gegen John 3 Monate Gefängnis. Das Gericht verurteilte eigentliche Wesen des Katholicismus und der Centrumspartei: Sie Schmidt zu 250 M., John zu 100 M. Geldstrafe. Der Schutz tennen mir ein festes Princip, die tonfeffionell firch- bes§ 193 wurde den Angeklagten nicht zuerkannt, weil die gemeinlichen Interessen; der Dienst dieser Interessen beherrscht die same Parteizugehörigkeit die Angeklagten nicht genügend legitimiere, gesamte tleritale Politit, und gemäß diesem Jntereffe werden alle die Interessen Holsts zu vertreten. Die Verhandlung nahm zwei Tage in Anspruch. Ein ausführ licher Verhandlungsbericht liegt uns noch nicht vor. Ueber den Ausgang meldet uns ein Privattelegramm: Grundsäge beliebig gewandelt. Toleranz und Eine volle Würdigung dieses Urteils, das so erheblich von den Centrum eine verblüffende Zusammenstellung! Die latholische Anträgen des Staatsanwalts abweicht, ist uns erst möglich, wenn Kirche glaubt sich in ausschließlichen Besitz der Wahrheit und Duldung uns der ausführliche Bericht vorliegen wird. Soviel scheint gewiß, der„ Keyzer" gilt ihr Wahnwig und Verbrechen. Begeistert fie fich daß die Behauptungen der Anklagefchrift, die Angeklagten hätten jezt für Toleranz, so nicht aus Ueberzeugung, sondern nur den Richtern Holſts bewußte Rechtsbeugung vorgeworfen, dem weil sie als Minorität davon Vorteil für sich erwartet. Sie fordert jezigen Gericht nicht als Unterlage für sein Urteil gedient haben. die Duldung der Unduldsamkeit! ... . B Am 10. September um 12 Uhr mittags wurde der Befehl zum Abmarsch gegeben. Bis abends 6 ühr wurde im Sturm schritt marschiert; dann tamen wir an eine Festung. Um 5 Uhr morgens marschierten wir in aller Gile weiter und machten um 9 Uhr Salt, um etwas auszuruhen. Da ertönte plötzlich der erste Kanonenschuß und manchem von uns wurde es anders zu Mute. An die Gewehre!" lautete das Kommando. Es wurde geladen, die Fahne wurde enthüllt, und dann ging's durch ein drei Meter Als wir aus diesem hohes Maisfeld. großen Feld heraustraten, lag vor uns eine große chinesische Festung. Wir waren 1000 Mann und hatten 6 Geschüße und zwei Maschinengewehre. Unfre Compagnie hatte einen Sturmangriff auf die Festung zu machen. Derselbe gelang sehr gut. Nachdem wir ein Thor in die Luft gefprengt hatten, marschierten wir mit aufgepflanztem Seitengewehr unter Hurrarufen in die Stadt. Alles, was uns in den Weg kam, wurde niedergeschossen, die ganzen Straßen waren mit Leichen bedeckt. Wir hatten einen Toten und 18 Verwundete, darunter 2 Offiziere. Um 12 Uhr hatten wir die ganze Stadt eingenommen; 200 Gefangene wurden vor der Stadt erschoffen. Von 1-4 Uhr biwatierten wir, nm 5 Uhr wurde die Stadt in Brand geschoffen und wir marschierten wieder nach Peking zurück, wo wir fiegreich empfangen wurden. Liebe Eltern und Geschwister! Das war das erste Gefecht, aus dem ich durch Gottes Fügung unverlegt zurückgekommen bin. Betet zu Gott, daß er auch in den Gefechten, die uns noch bevorstehen, mir beistehen möge, damit ich gesund zu Euch zurüdtehre" Der Volksfreund" macht bekannt, daß der Chinakrieger ein Sohn der Familie Klein, Aachen, Jakobstraße, iſt. Die„ Sächsische Arbeiter Beitung" veröffentlicht zwei weitere Briefe. Dem einen vom 8. Juli aus Tatu entnehmen wir Idie folgenden Stellen: Es sieht hier am Lande schrecklich au Wir begraben unsere Leute teils auf Land, teils kommen sie ins Wasser/ Dies ist daS beste Grab. Die toten Chinesen, welche zu Dutzenden herumliegen, birgt niemand. Da kommen die Hunde und fressen sie. Schon manchen Chinesen habe ich gesehen, dem sämtliches Fleisch bon den Beinen und dem Körper gefressen war. Was diese Wirtschaft für einen pestialischen lpestilenzialischen) Gestank giebt, kann sich jeder denken. Heute ist hier an Bord wieder ein großer Trupp Verwundete gekommen. Einem fehlt der Arm, andren ein halbes Bein. Wenn ich daran denke, wie ich mit ihnen lustig und fidel an Land gesetzt wurde. und sie jetzt schon nach so kurzer Zeit als Krüppel wiederkommen. dann schaudert'S einem vor der Morderei. Ist man aber im Gefecht, so kann man nicht? denken, man stürmt blast vorwärts und kalten Bluts mordet man alles, was einem in die Hände kommt." Der andre Brief, der auS Taku vom 16. September datiert ist, berichtet u. a.: .Ich bin körperlich gesund. Ob man eS unter den jetzigen Umständen geistig sei» kann, daö ist eine andre Frage. Augenblicklich ist hier dieRuhe wiederhergestellt. Sämtliche chinesischen Stellungen sind jetzt im Besitze der' modernen Eroberer. Vor« läufig ist dem grausamen Blutvergiehen Einhalt gethan. Trotzdem werden noch fortwährend deutsche Soldaten der Armee ausgeschifft. Diese armen Kerls sind zu bedauern. An Leben und Klima nicht gclvöhnt, klappen sie bei wie die Fliegen, trotzdem die heiße Zeit vorüber tst. Alle Mann kamen sie hier an in der Erwartung, sofort ins Feuer gehen zu können! und statt dessen dienen sie gegenwärtig nur dazu, die von Matrosen des Geschwaders ge- nommenen Forts und die Städte zu besetzen. Es mag wohl dem und jenem nochmal vergönnt sein, zu schießen, aber höchstens auf einen räudigen Hund, der im Begriff ist, eine stinkige Chinesen leiche aufzufressen." Eine uns zur Verfügung gestellte Feldpostkarte auS Peking vom 7. September spiegelt die große Enttäuschung des KhakUManuS: »Am Donnerstag sind wir hungrig und müde eingerückt und als wir reinkamen, fanden wir alle Herrlichkeiten der Erde in einem großen Dreckloch aufgestapelt; wir schlafen in guter Seide und kostbarenPelzen und hungern aber wie die Kirchenmäuse."_ Das neueste Mittel gegen den „Umsturz" Das Blatt wird von der hat ein feines r e u z- Z t g." eifrig angepriesen. Gefühl dafür, daß der moralisch- intellektuelle E r-fo l g der Reichstags-Berhandlungen nur der Socialdemokrätie zu gute kommt, und sie empfiehlt deshalb, auf die socialistischen Reden wenig oder gar nicht zu reagieren. Dies Verfahren habe sich bei der Beratung der 12 000 Mark-Affaire trefflich bewährt: »Ein andres Mittel als das des Schweigens oder kurzer Er- klärungen, wie sie bei jener Gelegenheit abgegeben worden sind kennen wir nicht. Nur so kann der Zeit- und Kraft Verschwendung des Hauses, wie sie die Socialdemokratie in ihrem„einseitigen" Partei-Jnteresse will, wirksam vorgebeugt werden." Die„Kreuz-Zeitung" wünscht,„daß die Mehrheit sich fich endlich ermannt, dem Unfuge zu steuern, daß eine staatsfeind liche Partei sich herausnehmen darf, das Ansehen des Reichstags z u ihren hetzerischen Sonder- zwecken zu mißbrauchen. Ein Anfang... ist damit ja gemacht. Nun gilt eS aber auch, fest bei der Stange zu bleiben, zum Grundsatze werden zu lassen, was bis jetzt nur als vereinzelter Fall erscheint. Wenn daS durchgeführt werden könnte, würde man die ernüchternde Wirkung auf die Massen. natürlich nicht sofort, aber doch in absehbarer Zeit, sicherlich spüren. An UNS Konservativen wird es nicht liegen, wenn es nicht dazu kommt. Wir haben von jeher die Auffassung ver treten, daß eine revolutionäre Partei keinen Anspruch hat, auf dem Fuße der Gleichheit behandelt zu werden. Um so mehr sind wir natürlich dafür, daß ihr keine praktische Vorzugs- stellung eingeräumt werde." Wir geben der„Kreuz-Zeitung" zu. daß die Reden der Social- dcmokraten, nach den psychologischen Gesetzen des Kontrastes, an Wirkung gewinnen, wenn sie sich abheben von den geistigen Erzeng nissen der Konservativen. In solchem Kontrast steckt gleichsam eine Verdoppelung der Agitation, weil ja unsre Feinde unsre Vorzug lichsten Agitatoren sind. Andrerseits wird dem Volk dadurch eine erhebliche Erleichterung und der Presse erwünschte Raum ersparnisse verschafft, wenn keine Nötigung mehr vorliegt, der Konservativen Jdeenfülle zu verbreiten und zu genicßeii. Wir werden eS daher mit Würde ertragen, tvenn die Herren Frege, Klinckowström, Stöcker, Kardorff sich entschließen sollten, uns mit stummer Verachtung zu strafen. Um so niehr Zeit können wir uns für unsre Darlegungen nehmen. Die einzige Wirknng, die die Kon- servativen im Reichstag noch zu erzielen rm stände sind, liegt ja ohnehin nicht auf dem Gebiet der Rede: Herr Kropatschek mag fürderhin im Namen seiner Partei in Ersatz aller rednerischen Bc mühungen dreimal so oft und dreimal so laut— niesen, wie bisher. Gegen die Kraft dieses Arguments ist jeder Widerstand unmöglich.— Monarchische« Eeelenbeben. Der Fall Krüger hat selbst in loyalen Gemütern Wallungen hervorgerufen, die sich durch das Oel der offiziösen Presse durchaus nicht' beruhigen lassen wollen. lesen ww im„R e i ch S b o t e n": „ES sind uns aus verschiedenen Städten Briefe zugegangen. ans denen eine sehr tiefgehende, schmerzvolle Verstimmung/ ja Er bitterung über den Nichtcmpfang KrügerS spricht. Wir müsse» auf den Abdruck derselben verzichte», aber das können ivir der ofsiziöseu Presse versichern, daß die Regierung vielen der bestgesinnten Kreise hart vor den Kopf gestoßen und viele Sympa thien stark erschüttert hat. In einem Brief heißt es:„Wenn Sie wüßten, wie bitter daS übel genonmien wird." Ein andrer Brief fängt an:„Die Hand erbebt mir in dem Augenblick, wo ich die Feder zu diesen Zeilen ergreife;— mein konservatives Herz krampst sich zusammen, noch stets war ich fürKönig und für die Erhaltung und entsprechende Vermehrung der deutschen HeereSmacht zu Waffer und zu Lande; nichts hat mich bisher in meiner vaterländischen Ge- sinnung zu erschüttern vermocht— aber"— und nun konmien heftige Ausbrüche des ZornS und Unwillens. In einer längeren Zuschrift heißt eS:„Viel fach herrscht der Eindruck der Liebedienerei und Schleppern trägerei England gegenüber vor, und zwar heute mehr denn je." Außerdem sind uns Gedichte in dem Tone der„geharnischten Sonette" zugegangen voll Zorn und Entrüstung über den Krieg in Südafttka und über das Verhalten der Mächte gegenüber dem Unrecht, das alle Kulturvölker verurteilen. Wir haben den Ein- druck, daß unsre Regierung gut thun wird, sobald als möglich im Reichstage Gelegenheit zu nehmen, die Zurückweisung Krügers zu rechtfertigen, denn die in der Presse vorgebrachten Gründe wirken wenig überzeugend." Wie man sieht, nehmen Sr. Majestät loyalste Unterthanen das Recht des temperamentvollsten Protestes unter Umständen auch für sich in Anspruch.— Heil Kröger Dir! Aus Köln wird gemeldet: Eine nach Tausenden zählende Menschenmenge bereitete am Montagabend dein Präsidenten Krüger vor dem Domhotel eine geivaltige Ehrung. Nachdem bekannt geworden war. daß die Gesangvereine mit Musik- kapellen eine Serenade darbringen ivolltcn, ivar von den Bc- Hörden ein öffentliches Auftreten nicht gestattet worden. Die Boeren- freunde wußten indessen Rat: alsbald erschollen aus den Fenstern des dem Donrhotel gegenüber liegenden Palasthotels dick weihevollen Weisen der Deutzer Kürassterkapclle. Während die Menge daS „Heil dir im Siegerkranz" anstimmte, als Krüger auf der Estrade erschien, brach ein Jubel los. wie ihn Köln noch nicht erlebt hat. Krüger, überaus gerührt, grüßte nach allen Seiten und.erklärte seiner Umgebung, daß das heute Erlebte ihm tief zu Herzen gehe Noch zu später Swnde hielt die Menge die Umgebung des Dom Hotel besetzt. Die dem Präsidenten eines Freistaats gesungene Monarchen Hymne muß im ersten Augenblick als eine etwas seltene Ovation erscheinen. Aber für die Masse handelte eS sich nur um die sungene Form für einen spontanen GefühlsauSbrnch. Hymne erhielt in dieser Situation fast den Charakter eines Schelmen- IiedeS.— Krupp und Stumm sollen einem Gerücht zufolge, das die „Franks. Ztg." wiedergiebt, nicht nur, wie bisher, patriotische Compagniegeschäfte treiben, sondern vollständig eins werden. Knipp soll mit Stumm in Unterhandlung stehen, um daS Stnmmsche Werk zu kaufen.— Frhr. v. Stumm ist' krank und hinterläßt keinen mann» lichen Erben.— Bon der elsässischcn Kaiserburg. Der kaiserliche Staats rat für Elsaß-Lothringen hat, wie unS ans Straßburg berichtet wirb, in der Frage der staatlichen Subvention für den Wiederaufbau der im Privatbesitz des Kaisers befindlichen Ruine Hohkönigs bürg sich auf den Standpunkt der Regierung gestellt und die zu diesem Zweck auS Landesmitteln geforderte erste Rate von 1S0000 M. bewilligt. Im Landesausschuß wird die Entscheidung in der demnächst beginnenden außerordentlichen Wintersession fallen, zu der er eigens wegen dieser Angelegenheiten zusammenberufen worden ist. Vor drei Jahren hat sich die reichSländische Volksvertretung in einem ähnlichen Falle im Gegensatz zum kaiserlichen Staatsrat' au einen ablehnenden Standpunkt gestellt und den damals geforderten Landesznschuß zu den Kosten eines kaiserlichen Jagdschlosses im Breuschihale verweigert. Man darf nunmehr gespannt darauf sei». ob das Straßburger Biirgenueister- Parlament auch diesmal de» Mut dazu finden wird, den der vorliegenden Forderung zu Grunde liegenden kaiserlichen Wünschen einen entschiedenen Wiederstand e»1 gegen zu setzen.— An Herrn von Enbev, von besten sonderbaren Thaten wir neulich erzählten, hat das militärische Ehrengericht kein Fehl entdeckt; wenigstens soll es sich dahin geäußert haben, daß es keinen Anlaß zum Einschreiten finde. Zwischen militärischen und civilen Ehrbegriffen ist nicht selten ein Unterschied.— Amtliche Wahlbeeinflussnng. Die„Nordh. Zeitung" berichtet aus Bleicherode am Harz einen krassen Fall von amtlicher Wahl- beeinflnsstiiig. Die dortige Berginspektion hatte bei den Stadtver- ordnetenivahlen für die dritte Abteilung zwei Bergwerksbeamten als Kandidaten aufgestellt, und zu ihrer Unterstützung erging an die Wähler der 3. Abteilung das folgende Schreiben: „Königliche Bergiiispcktion' Bleicherode. Bleichcrode, 24. No vcmber 1000. Wir ricbten an Sie die Bitte, zu der am 26. d. M. ..... stattfindende» Stadtverordnetenwahl der dritten Abteilimg erscheinen und in der Ergänznngswahl an Stelle der beiden aus- sck'eidende» Herren Stadtverordneten WilhelinjReinhold und Hirsch selb... Herrn Gastwirt Friedrich Wille und unsren Kandidaten. Herrn Schichtmeister Ziechert, sowie in der Ersatzivahl für den ver- storbenen Herrn Stadtverordlieten Wieinan» unsren Kandidaten, Herrn Obersteiger Giesemann, wählen zu wollen. t I. A.: Hornung. Weiter läßt sich die amtliche Beeinflnssiing bei Wahlen nicht gut treiben. Die Wähler werde» hier geradezu wie durch einen Regiments befehl kommandiert.— Gegen den Brottvucher fand in Königsberg i. P. am Montag. den 3. ds. MtS., eine imposante Kundgebung statt. Die freisinnige Volkspartei hatte eine öffentliche Volksversammlung einberufen, die zur Frage der Handelsverträge Stellung nehmen sollte. Die nationalliberale Partei und die fteisinnige Vereinigung waren besonders aufgefordert worden, Redner zn stellen. Die National- liberalen gingen nicht darauf ein. An die Socialdemolratie wendete man sich nicht, trotzdem aus Inseraten hervorging, daß man auf das Konimcu nnsrer Genossen rechnete. Zu einer formellen Einladung fehlte den Freisinnigen offenbar der Mut. Da nnsre Genossen seit Jahren keine großen Versammlungen mehr in Königsberg abhalten können, wurde der Besuch der Versammlung von der Porieileitung beschlossen, nachdem ans eine Anfrage hin die Ver- anstalter völlig freie Diskussion zugestanden und sich bereit erklärt hatten, den Sprecher der Socialdemokratie als Dritten zum Wort kommen zu lassen. Die Herren sind diesmal bis ans Ende der Versammlung, die mindestens zn Dreivierteln ans Socialdcmokratcn bestand, loyal geblieben. Reichstags- Abgeordneter F i s ch b e ck besprach die Schädigung der Interessen des' gesamten Volks durch die von den Agrariern erstrebte Zollpolitik. Für die Freisinnige Bereinigung erörterte der Stadtverordnete Posselt die Vorteile der Handelsverträge für Königsberg. Der stnrniisch begrüßte Reichstags« Abgeordnete Genosse H a a s e erklärte im Eingang seiner ungemein ivirkmigsvollen Ausführungen, daß die Socialdemokratie in der Frage der Handelsvertrags» Politik Schulter an Schulter mit den bürgerlichen Parteien känipf«, unbeschadet ihrer onstigen Stellung zu denselbe». Sodann schilderte uiiser Genosse die unermeßlichen Schädigungen, welche dem Volke durch die Ver« t-uerung der Lebensmittel zugefügt würden, besonders in der bevor- stehende» Periode wirtscdastlichen Niedergangs. Die Diskussion drehte sich darum, ob in einer Resolution nur die Erhöhung der Getreidezölle verurteilt werde» sollte oder ob zum Ausdruck gebracht iverde, daß alle Zölle auf Lebensmittel ver- warfen werden. Das Resultat war die einstimmige Annahme nach- 'tehender Resolution: „Die heute in Königsberg tagende öffentliche Volksversammlung, an der die verschiedensten Klassen der Bevölkerung teilnahmen. pricht sich dahin a»S, daß die bisherige Handelsvertragspoliiik fortgesetzt, das System der Maximal- und Minimaltarife abgelehnt und jede Erhöhung der Zölle auf die notwendigen Lebensmittel und Verbrauchsgegcnstände verworfen werde, ohne damit über- Haupt Zölle auf notwendige Lebensmittel als gerechtfertigt anzu- erkennen." Ruch ei» Beitrag zum Toleranzantrag deö CextrumS. In einem Dorfe in der Nähe von Köln giiyg die Tochter eines Wirts, der zu unsrer Partei gehört, zur Beichte. Der Geistliche glaubte ein Dienstmädchen vor sich zu haben und fragte:„Bei wem bist Du?" „Bei X." war die Antwort. „Du wirst sofort dieses Haus verlassen." „Das kann ich nicht." „Du ivirst dieses HauS Verlaffen, eher gebe ich keine Ab- ölntion." „Ich kann es aber nicht." „Warum kannst Du daS nicht?" „Es sind meine Eltern." Eine Bemerkung zu dieser Begebenheit, die sich vor etwa drei Wochen zugetragen hat, ist wohl überflüssig.— Wer sind die Hunnen in Ehina? Diese Frage zu lösen hat der„Kölner Bolksfreund", ein besonders erleuchtetes Glied der Eentrnmspresse, unternommen. DaS Blatt hat zunächst entdeckt, daß der„VorivärtS" sich nenerdingS mit besonderem Eifer auf die Ber- öffentlichung von„Huniienbricfen" verlegt,„weil die Beratungen im Reichstag über die deutsche China-Expcdition der socialdemokratischen Agitation alle sachlichen Einwände a»S der Hand geschlagen haben". Dann bespricht das Blatt den in Nummer 277 des„Vor- lvärts" veröffentlichten Brief eines ChinakriegerS und meint dazu: .Dieser Brief ist dem„Vorwärts" im Original zugängia ge- macht worden, was darauf schließen läßt, daß der Verfasser'— worauf ja auch die ernsthafte Verwertung des Schreibens schließen läßt— in der Klientel deS socialdemokratischen Eentralorgans selbst zu suchen ist. Betrachtet man unter diesem Gesichtspunkt die weiteren Thaten, wovon dieser„Held" vermeldet, so liegt die Vermutung mehr als nahe, daß er in China die Endziele des socialdemokratischen Pro- g r a m m s, die Expropriation der besitzenden Klassen und die all- gemeiye Güterteilnug auf seine Art in Anwendung zu bringen sich für berechtigt gehalten hat. Und so besagt folgerichtig der Brief unter Wahrung der„originalen" Schreibweise:„Alles, was nur hier in China ist, gehört unsere. Gold ist nicht da aber Silber und Seide; wir gehen in die Häuser mit Gewehr, nehmen, was uns gefällt und gehen wieder; brummt der Chinese, so bekommt er noch eine mit dem Kolben auf den Balg, daß er uns- wegen in 24 Stunden stirbt." Das ist eine der markantesten Stellen, die das focialdemokratische Organ durch Fettdruck hervorhebt, indem es den Namen des sich also verratenden und bramarbasierenden Banditen unter seinen Schlitz nimmt. Und da kann er auch bleiben. Denn weder die bürgerliche Gesellschaft noch daS Heer dulden derartige Individuen in ihrer Mitte." Wer die Centrumspresse niederen Rangs nicht kennt, der könnte geneigt sein, die angeführten Sätze für scherzhaft gemeint zu halten. DaS ist aber nicht der Fall, es ist dem Blatt bitterer Ernst mit seinen Ausführungen. Es ist nur zu verwundern, daß es nicht die Socialdemokratie beschuldigt, daß s i e die Welt- und Chinapolitik insceniert habe, um auf diese Weise die Weltpolitik zu diskreditieren. Aber nur Geduld— wenn der ultramontane Khakitaumel»och ein bißchen anhält, kriegen wir auch das noch zn hören.— Der Rekord deS LakaientnmS. Man schreibt uns anS Köln: Anläßlich der europäischen Reise des Präsidenten Krüger nimmt die„Kölnische Zeitung" wohl in der ganzen deutschen Presse die schofelste Haltung ein.' Das zeigt sich auch, in folgendem: Während das Blatt von der schaulustigen Menge, die sich bei patriotischen Gelegenheiten, bei Fiirsteiibestichen, beiin Torpedoboot- rummel anzusaninieln pflegt, mit den Ausdrücken größter Hoch- achtung redet, behandelt es die Mafien, die sich bei der Ankunft des Präsidenten Krüger auf dem Bahnhof und nachher vor seiner Wohnung ansaminelten, wie die Kanaille. Was sonst ein„pniriotiiitz erregtes Volk" ist, das war diesmal eine rücksichtslos drängende und stoßende Menge", daS waren„zum Teil Radnnlnstige"; wen» sonst ein von oben befohlener Spektakel verübt wird, dann hören wir, daß die .Begeisterung" die fröhliche Menge bis in später Nachtstunde wach- gehalten habe, diesmal aber, so lesen wir in der„Kölnischen Zeitimg", zogen bis 2>/« Uhr„Banden, teils Scharen, unter denen sich zum Teil Leute befanden, die stark angetrimlen waren und metnteu, den Karneval vorweg nehme» zu'müssen, durch die Hauptstraßen der Stadt." Die so Geschmähten»rüsten warten, bis wieder eine patriotische Veranstaltung stattfindet oder ein Torpedoboot-Besuch kommt, dann sind sie wieder das„in edler Begeisterimg aufgehende Voll", dann sind sie wieder die Stützen von Thron und Altar, von Ordnung und Sitte. Die Leute, die Ohm Paul bei seiner Ankunft auf dem Kölner Bahn- Hof einen so lärmenden und fast lebensgefährlichen Empfang bc- reileten und die dann später vor seinem Fenster Kundgebungen ver- anstalteten, sind gewiß keine andern Elemente, als die sich bei onstigen Anlässen'zusamnienfindcn, deshalb soll man den Wert ihrer -ympathiebezengmigen nicht überschätzen. Aber sie heute, wenn eS von Oben gern gesehen wird, als die Blüte der Nation und morgen. wenn sich die Gnadensonn« in Berlin umwölkt, als die Kanaille be- handeln, das bringt doch nur ein Blatt fertig, das fich jeder Ueber- zeugung entäußert hat. Allerdings darf es zu seiner Entschuldigung ragen, weshalb sich Kölns Bevölkerung eine solche Behandlung geallen läßt.—_ Deutsche Gif«»- und Stahlproduktion in 189». Auf Grund von Angaben dcS Statistischen Amt» veröffentlicht der Verein deutscher Eisen- und Stahlindustrieller eine statistische Znsanimenstellimg der deutschen Eisen- und Stahlerzeugung(mtt Einschluß Luxemburgs) im vergangenen Jahr. Zumeist be- ruhen die Zahlen ans amtlichen Ermittelungen, doch mußte für 98 Eisenqießercie» sowie für 11 Schwcißeisen- und Flußeisen-Werke, die mit ihren Angaben im Rückstände geblieben waren, die Erzeugung von Sachverständigen abgeschätzt werden. Im Eisenerz-Vergban stieg die Menge der Erzförderung von 13,16 Millionen Tonnen in 1807 und 13,00 Millionen Tonnen in 1808 auf 17,00 Millionen in 1808. Zugleich erhöhte sich der Wert dieser Förderung von 60,00 und 60,82 auf 70,17 Millionen Mark; es stellte sich' also die einzelne Tonne Erz 1807 auf 3.88. 1808 auf 3,82. 1890 auf 3,00 M. Die Zahl der Werke, die in 1808 um 36 auf 330 zurückgegangen war. hat sich wieder auf 363 erhöht, während die Arbciterzahl von 38 320 auf 40 917 stieg. Die Roheisen-Produktion betrug 1807=- 6,88, 1898— 7,31 1890— 8,14 Millionen Tonnen, der Wert derselben 1897---- 360, 1898--- 379, 1899— 456 Millionen Mark. Es hat also nicht nur der Wert der Gesamterzeugung, sondern auch der Wert der einzelnen Tonnen recht beträchtlich zugenommen. 1897 kostete die Tonne 50.83 M., 1898— 51,79 M.. 1899--- 55,08 M.: eine Folge der 'teigenden Nachfrage nach Roheisen in 1899. ' Von dieser Gesamtproduktion entfallen auf die einzelnen Sorten:__ Gießerei. Roh- eisen...... Bess. u. Schorn.« Roheisen.... Puddel- Roheisen Gußw. I. Schmelzung...... Bruch- u. Wascheisen....... Interessant i 1897 1898 »IUI. Tonn. 1,09 4,48 1,26 0,04 0,01 Wert Mia. M. Mtll. Wert pro Tonn.ll jornt. M. Wirt Mtll. M. 33.6 221 65,3 4.3 0.3 33,78 1,23 67,7 49,38 4,85 244 51,00 1,17 62,3 104! 0,05 43,62! 0,01 4,2 0,5 wert pro Tonn. M. 54,93 30,32 33,08 93,22 40,19 Mtll. Tonn. 1899 1,88 5,48 1,22 0,05 0,01 Wert Mtll. M. 81.4 300 68,3 6.7 0.6 Wer, pro Tonn. M. 38,78 34,79 53.84 116 48,71 't, daß auch im vergangenen Jahre wieder die Tendenz zur Betriebskoncentration deutlich hervortritt; obgleich die Produltionsmeiige beträchtlich' zugenommen hat und die Zahl der Arbeiter von 30 778 auf 36L34 stieg, hat doch die Zahl der Werke 'ich nicht vermehrt, sondern von 109 auf 108 vermindert. Ueber die Erzengnng von Eisen- und Stahlwaren bringt die �uftmmenstKlun���ende�ngalw������ Gußeisen.... Schweißeisen u. Schweißstahl. Flußcisen und Flußstahl... zusammen 1897 Tonnen- zahl 1 316 134 1 1II 384 5 136 338 Wert in Mill. M. 1898 Tonnen- zahl 257,09 Wert in Mill. M. 1 642 874 149.361 160 274 284,23 157,55 1809 Tonnen- zahl Wert in Mill. t 823 330 1 203 839 709,39; 8 328 666 886,26 186,26 839,14 9 3ö8 075| 1361,65 613,33 5 781 004 764 276j 1019,77/8 584 152;1151.3ö Bei dieser Aufstellung ist unberücksichtigt gelassen, daß die mit in Berechnung gezogenen verkauften Halbfabrikate(Rohluppen, Roh- schienen, Plalincn zc.) in den Ganzfabrikatcn andrer Werke wieder- erscheinen. Zieht man dies in Betracht und bringt dementsprechend mir die Fertigfabrikate sowie die Ausfuhr an Halbfabrikanten in Ansatz, so stellt sich die Erzeugung folgendermaßen: Menge Wert in Wert in Tonnen Mill. Mark p, Tonne M. 6 431 084 908,9 140.9 7 108 032 1024,9 144.2 7 703 890 1217,0 136.2 4807 1808 1390 Krüger und Cecil Rhodes. Einen Säurtenstrei" nannte in einer Besprechung des Krüger- Telegramms Anno 1896 die " ned Partei- Nachrichten. Partei- Organisation. Der focialdemokratische Wahlverein in Kategorien von Arbeiterinnen erstrecken, ſtehen die Wäschentähele, bie Den statistischen Erhebungen Betrieben bestätigten und ergänzten der Stadt Berlin zufolge so bemerkte Trinks die sich auf 31 von dem ungekrönten König von Südafrika Cecil Rhodes insceniert Brandenburg zählt jegt, wie in der letzten Mitglieder mit einem Jahresverdienst von 486 Mt. an der 21. Stelle, die worden war. Jameson war nur der Bravo, der zur Meuchelthat versammlung mitgeteilt wurde, 1000 Mitglieder. Handknopflocharbeiterinnen mit 354 Mt. au 30. Stelle; das ist also gedungen worden war, Cecil Rhodes der Mobile, der seine Guesde- Jaurès. Wir berichteten fürzlich über das Rede- eine amtliche Bestätigung der überaus schlechten Lage der ArbeiteZechinen hatte springen lassen. Schurkenstreich" war turnier, das die beiden franzöfifchen Führer Guesde und Jaurès in rinnen der Wäschebranche und für die Arbeiterinnen eine Mahnung, von dem Diamantenfönig Kimberley verlibt worden. Lille ausgefochten haben. Diese zwei Reden, in welchen beide mit aller Kraft für Verbesserung ihrer Verhältnisse zu sorgen. und seinem Anstifter galt nach der Ordnungspresse die Entrüstung ihren Standpunkt in Bezug auf die socialistische Tattit, insbesondere In einer öffentlichen, leider sehr schwach besuchten Verund der Glückwunsch des Telegramms Wilhelmi II. an den Präsidenten ihre Anschauungen über den Eintritt Millerands in das Ministerium sammlung für das Hanspersonal, die am Dienstag in der der Transvaal- Republik. und das Zusammengehen mit den bürgerlichen Parteien vertraten, Berliner Ressource tagte, wurde nach einem Referat des Herrn Gleichwohl wurde dem Präsidenten Krüger, dem Empfänger sollen in Broschürenform erscheinen. Die socialistische Föderation Redacteur Perlmann über die Entwicklung der Dienstboten- Bewegung jenes Entrüftung und freundschaftliche Versicherungen enthaltenden des Nordens hat es unternommen, ein Stenogramm von beiden eine Resolution beschlossen, in der der Erwartung Ausdrud gegeben Glückwunsch- Telegramms, schon an des Reichs Grenze der frostige aufnehmen zu lassen, um sie nun in Massen zu verbreiten. wird, daß der Reichstag bald Mittel und Wege findet, um die aller Bescheid, daß er nicht empfangen werden könne und daß man wünsche, daß er überhaupt nicht nach Berlin komme. Dem„ Friedensstörer" Kultur hohnsprechende Gefinde- Ordnung zu beseitigen. Ferner wurde Cecil Rhodes dagegen war bereits im Jahre vorher, drei Jahre nach Wegen Beleidigung eines Gendarmen wurde der frühere gefordert: Gesunde Wohn- und Schlafräume, gute Belöſtigung und dem Krüger- Telegramm, die Ehre zu teil geworden, in Berlin verantwortliche Redacteur des„ Voltsblatts für Anhalt", Genoffe menschenwürdige Behandlung, Festsetzung einer Maximalarbeitszeit, die Freigabe eines halben Ruhetags in jeder Woche in kaiserlicher Audienz huidvollst empfangen zu Hermann Günther in Dessau, zu 50 M. Geldstrafe verurteilt. fowie überhaupt die gesetzliche Gleichstellung der dienenden mit den werden. Ja, wie man sich damals in parlamentarischen Kreisen gewerblichen Arbeitern. Alle diese Forderungen wurden recht einerzählte, war Cecil Rhodes sogar zur Audienz zugelassen worden, gehend begründet und hierbei die traurigen Verhältnisse geschildert, unter welchen die Dienstboten im allgemeinen zu leiden haben. trobem er, ganz gegen die sonst so streng geübte Etikette, in einer Art von Sportanzug erschienen war. Polizeiliches, Gerichtliches univ. Aus der Frauenbewegung. Im Verein der Mädchen und Franen der Arbeiterklaffe Man darf sich nicht wundern, daß namentlich auch in der französischen Preffe der eigenartige Empfang Cecil Rhodes und der prach Legien über„ Die Frau in der Gewerkschaft". In klarer und nicht minder eigenartige Nichtempfang Krügers mit einander ver- her die stärkere Beteiligung der Frau an der Gewerkschaftsbewegung verlichtvoller Weise führte der Vortragende die Gründe an, welche bisglichen werden. gehindert hatten. Aber recht bedenklich muß erscheinen, daß dieselben Redner, die sich gegen eine gemeinsame Organisation der Dienstherrschaften gemeinschaft zwischen beiden Teilen nicht gebe und die Herrschaften und des dienenden Hauspersonals wandten, weil es eine Interessensich nur an die Spitze der Organisation zu stellen versuchen, um die Als im Jahre 1848 der Beginn der Gewerkschaftsbetvegung mit ganze Bewegung illusorisch zu machen, den privaten Stellen beztv. Es giebt keine chriftlichen Nationen der Arbeiterverbrüderung eingeleitet wurde, forderte Luise Otto im Gesindevermittlern ein wahres Loblied sangen und die Vereins- und -so flagt im Oftoberheft der japanischen Revue Tokyo Maisch n Namen der Frauen das Recht auf Beteiligung der Schwestern" an fommunalen Arbeitsnachweise mit allerlei nichtigen Gründen be Shinsi ein Japaner. Hie und da begegnet man ein paar Rechten und Pflichten der Brüder. Aber die Arbeiterschaft war das lämpften. Die Stellenvermittler männlichen und weiblichen GeChristen christliche Staaten giebt es nicht, hat es niemals gegeben, mals noch in dem alten Vorurteil gegen Frauenarbeit befangen, in schlechts und diejenigen, die es noch werden wollen, dürften wohl jetzt noch weniger, denn je. Man braucht nur die Handlungen der der sie lediglich unwillkommene Konkurrenz erblickte. Die alten die einzigen sein, die mit dem Verlauf dieser Versammlung vollchristlichen und der sogenannten heidnischen Diplomatie mit einander Gewerkschaften nahmen grundsätzlich keine Frau auf; die socialdemo- ständig zufrieden sein können. Es wäre im Interesse der so sehr zu vergleichen; die Moral der legteren wiegt vom Standpunkt der fratischen so wenig als die Hirsch- Dunckerfchen. Ind wenn bedrückten Hausfflavinnen wirklich recht wünschenswert, daß die Leiter Moral aus vielleicht noch mehr, als die der ersteren: ou auch die ersteren allmählich, angesichts der wachsenden Zahlen der Dienstboten- Organisation die Stellenvermittelungsfrage mal recht dual Seht was in China vorgeht. Die christlichen Russen begehen der weiblichen Arbeiter, ihre Reihen den Kolleginnen öffneten, brach eingehend studieren, wozu ihnen genügend Gelegenheit auch in da Verbrechen, die uns heidnischen Japaner erröten machen... mit dem Socialistengefeß die verhängnisvollste Katastrophe herein, andren Berufen gegeben ist. ( Bu jener Zeit waren die deutschen Hunnenthaten noch nicht bekannt. welche die Beteiligung der Frauen einfach vernichtete. Wie von Herrn Perlmann noch mitgeteilt wurde, soll in Red. d.„ V.") Die Scheufäligkeiten in China werden begangen im Erst im Jahre 1889 fingen die Unterdrückten an, sich zu regen. nächster Zeit auch ein Verein für die gewerblichen Arbeiterinnen des Namen der Religion, im Namen einer höheren Civili- Eine Agitationsfommission wurde gewählt, um die Aufnahme der Haushalts, wie Wasch- und Reinmachefrauen, Aufwärterinnen 2c. fation. Angesichts dieser Grausamkeiten, die Ihr im Namen Frauen in die Gewerkschaften zu betreiben. Der Erfolg dieses mit verschiedenen Unterstützungseinrichtungen gegründet werden, der Eures Heilands begeht, wagt Ihr es noch, die Glocken Eurer Kirchen Schrittes zeigte sich bereits bei der nächsten Konferenz, bei welcher mit dem bestehenden Verein gemeinsam die Jutereffen des Hauszu läuten, um uns zum Gebete einzuladen?! Geht und predigt 10 Frauen als Delegierte der Nährinnen, Schuhmacherinnen, Kon- personals vertreten soll. Zu diesem Zweck soll im Monat Januar den Christen, die so nötig haben, fich zur Religion der Vernunft fektions-, Textil- und Tabalarbeiterinnen erschienen. In die General- eine große Versammlung veranstaltet werden. und der Güte zu bekehren. Und wenn Ihr aus ihnen( den kommission trat eine Frau als Mitglied. ein, und nur einem Zufall Gegen die höhere Mädchenschule sollte am Dienstagabend Christen) humane Wesen gemacht, dann aber auch nur dann muß man es zuschreiben, daß nach zehn Jahren, 1899 ihre wieder in einer Versammlung referiert werden, die Frl. Dr. Augspurg tehrt zu uns zurüd." wahl nicht erfolgte. Dieser günstige Umschwung der Dinge für die auf Veranlassung des Vereins für Frauenbildung nach der BeuthFerner wird der Ausspruch des chinesischen Gesandten in Frauen beruht auf der raschen Zunahme der weiblichen Fabrikarbeit, straße 20 cinberufen hatte, und die, wie es schien, zum größten Teil Washington citiert, in welchem es heißt: welche alle Beteiligten zu einer andren Stellungnahme zwang. Nachdem ich von den schrecklichen Verfolgungen gelesen habe, Aber auch jetzt blieb die Beteiligung der Frauen, der min kein von Lehrern und Lehrerinnen besucht war. Frl. Augsburg wandte sich in ihrem Referat hauptsächlich die im Mittelalter im Namen der Religion begangen wurden, zittere Hemmis mehr entgegenstand, eine sehr mäßige. Die 4855 Organis ich für mein wolf. Wir haben bisher niemals ähnliches in China fierten von 1892 find bis 1899 nur auf 19 280 gestiegen. Freilich gegen den Bosseschen Erlaß vom Mai 1894, der das Ziel der höheren Mädchenschule in der Erringung der Erringung einer vorwiegend gehabt. Unser Bolt glaubt an Buddha, an Confucius, Mohamed, scheint dieser Erfolg gering, verglichen mit den Hoffnungen und gesellschaftlichen Allgemeinbildung auf religiös ethischer GrundJuda, und alle diefe Bekenntnisse existierten freundschaftlich neben Wünschen, welche die Bewegung begleiteten; die vorurteilslose Belage fieht und selbst anerkennt, daß die Schule das einander. Die christlichen Missionare haben diese Harmonie zerstört; trachtung jedoch muß den darin enthaltenen Fortschritt mit Freuden Mädchen nur nicht zum Besuch des Lehrerinnenseminars, feit ihrem Aufenthalt im Lande zerfleischen Haß und Zwietracht die anerkennen, weil sie sich der großen Schwierigkeiten bewußt ist, aber für andre Fachschulen vorbereite. Es werde in der Töchterehemals Friedlichen. mit welchen die Frau noch immer zu kämpfen hat, wenn sie schule fein sociales Verständnis gepflegt. Wie in andren Ländern, Der japanische Schriftsteller schließt sich diesem Urteil des sich gewerkschaftlich bethätigen will. In den zehn Jahren so müssen auch in Deutschland Frauen Mitglieder der Schulhinesischen Gesandten an:" Wir machen diefelben Erfahrungen." ihres Bestehens hat die Bewegung noch nicht einen Stab älterer, beputationen werden, wozu sie nach dem noch fezt gültigen Gesetz erfahrener Mitglieder heranbilden fönnen, deren Thätigkeit bei jeder vom Jahre 1811 auch berechtigt sind. Außerdem dürfe die höhere Organisation das erfolgreich werbende Element darstellt. Ueberbies mädchenschule nicht wie bisher fast durchgängig Privatunternehmen gehen die meisten jungen Arbeiterinnen in die Fabrik mit dem Be- und Mittel zum Gelderwerb bleiben, vielmehr habe Staat und wußtsein, daß dies nur eine furze Uebergangszeit zwischen Schule Kommune die Pflicht, auch höhere Mädchenschulen in genügender und Ehe für sie bedeute; eine eifrige Teilnahme am Ausbau der Zahl zu erhalten. Amfterdam, 8. Dezember.( Eig. Ber.) Das Parlament hat Organisation ist bei solcher Anschauung unmöglich. Erst wenn die die Beratung des letzten Etats vor den kommenden Wahlen be Frau weiß und fühlt, daß nur die wirtschaftliche Unabhängigkeit ihr schule ein, da erst nach besserer Ausbildung fich die geistige Befähigung Auch Privatdozent Bergemann tritt für Reform der Mädchengonnen. Die Debatte ist eröffnet durch Herrn Nerdyt, den Führer die volle Menschenwürde zu geben vermag, erst dann wird fie fich des Weibs flar beurteilen lasse. Jetzt sei nach der ministeriellen der freifinnigen, teils der liberalen Partei. Er hat sich von dem mit voller Hingabe an der Hebung ihrer Stellung als Arbeiterin Anffaffung religiös fittliche Erziehung zur echten Weiblichkeit" die tonservativen Teil seiner Partei losgesagt und erklärt, daß er im beteiligen. nächsten Sommer mit den Socialdemokraten für Verfassungsreform Aufgabe der Mädchenschule; es fehle der Hinweis auf die Erringung behufs des allgemeinen Wahlrechts fämpfen wird. Heldt, der Vorsigende des Allg. Niederl. Arbeiterbunds, welcher fich erstreben; bas sociale Empfinden müsse ausgebildet werden. Dazu Der Herr positiver Kenntniffe, auf die Erziehung zur Mitarbeit an der Kulturentwicklung. Nicht religiöser, sondern ethischer Unterricht sei zu bisher geweigert hatte, für das allgemeine Wahlrecht mit bedürfe es im Lehrplan auch der Gesellschaftstunde", die jetzt völlig zulämpfen, wird nun wohl bald folgen, denn er ift ein politischer Freund des Herrn Kerdyt. Troelstra hat darauf einen lung dieser Branche beleuchtet, die am Dienstag in Wernans Saal heraus, daß Politik über den Horizont des Weibes hinausgehe. Die Lage der Wäschenäherinnen wurde in einer Verfamm- fehle, aus dem altüberkommenen, aber ganz verfehlten Gefichtspunkt Angriff gethan auf die christlichen Parteien; der protestantisch- christtagte und ziemlich gut besucht war. Nachdem im Frühjahr ds. Js. Ats dritte Rednerin trat Fräulein stud. phil. Beeter auf. liche Arbeiterbund„ Patrimonium" hat eine Formel angenommen, die Blätterinnen einen erfolgreichen Vorstoß zur Verbesserung ihrer Ihr Vortrag bestand aus einem ziemlich zusammenhanglofen wobei das Wahlrecht gefordert wird für alle Hausväter. wie die Referentin Sammelsurium persönlicher Erfahrungen aus ihrer Schulzeit in weiter für alle Arbeiter. Troelstra hat den christlichen Herren die Lage unternommen haben, handelt es sich jetzt Frage gestellt, was sie davon denken. Der Führer der protestantisch- branche, nämlich die Näherinnen, ebenfalls für eine Bewegung zum Zwved fand auch dieser Vortrag, wie sämtliche andre, aus der Versammlung Frau Tie ausführte darum, eine andre Kategorie der Wäsche Verbindung mit einer Stritit einzelner Unterrichtsfächer. llebrigens chriftlichen Bartei, Dr. Knyper, hat in seinem Blatt, den" Stander Aufbesserung ihrer Lohn- und Arbeitsbedingungen zu interessieren. heraus lebhaften Beifall. daard", ein Kompromiß angeboten, um zu gleicher Zeit für während die Berliner Wäschefabrikation einen bedeutenden Aufschwung das allgemeine Wahlrecht und für die freie Schule Verfassungs- genommen hat, find die Arbeitslöhne der Näherinnen, obgleich sich reform zu fordern. Die Debatte wird in den nächsten Tagen fortgesetzt. die Lebenshaltung seit Jahren ständig verteuert hat, fast unverändert geblieben. Sie stehen im allgemeinen heut noch auf demselben Niveau, wie vor 15-20 Jahren. enis enisngam Ausland. 29091 Holland. Frankreich. op dri und In der kurzen Diskussion, welche dem ebenso interessanten als Arbeiterin im Sinne des Vortragenden, welcher im Schlußwort noch belehrenden Vortrag folgte, sprach außer Fräulein Imde noch eine eine turze Mahnung an die Arbeiterinnen richtete. In der Diskussion, die mun folgte, wandte sich die Volksschullehrerin Fräulein ager, eine der wenigen Rednerinnen, die etwas flares, sociales Verständnis bewiesen, sehr berechtigterweise gegen Fräulein Augspurg, die in ihrer Stritit nur die höhere Töchterschule berührt habe, statt sich lieber gegen das gesamte Unterrichtssystem der heutigen Schule überhaupt zu wenden. Die Hauptforderung miffe die Einführung der Einheitsschule sein, die Gründung einer wirklichen Bolts schule und nicht einer Ausnahmefchule für einzelne Klassen. บ Einer der größten Mißstände in der Wäschebranche ist die HeimGeneral Mercier hat am Dienstag im Senat den Verfuch arbeit, die in diesem Beruf eine ebenso große Ausdehnung hat, gemacht, seine Befähigung zu einem Theatergeneral vom Schlage wie in der Konfektions- Industrie. Dadurch wird natür Boulangers nachzuweisen. Nur mit dem Unterschied, daß Mercier lich der ungeheuren Ausbeutung der Arbeiterinnen Vor die durch Krügers Besuch hervorgerufene Boerenbegeisterung durch schub geleistet und ihr Zusammenschluß behufs gemeinsamen Endlich erstanden der armen, geschmähten Töchterschule zwei plumpe Drohungen gegen England für seine Zwede ein- Vorgehens erschwert. Der Brauch, daß die in der Fabrik beschäf- Berteidiger in Herrn Schulvorsteher Böhm und Herrn fangen zu können glaubte. Es handelte sich um eine Beratung tigten Näherinnen nach Schluß der Fabrit noch stundenlang zu Hause Hottinger, welch' letterer fie für ein im Grunde genommen der Flottenvorlage. weiterarbeiten, hat sich so eingebürgert, daß ihn die meisten Arbeite- ganz herrliches Justitut hält. In dem Religionsunterricht, den er Combes hielt die Vorlage für unzureichend, da sie der Marine rinnen gar nicht mehr als Mißstand empfinden, sondern diefes Uebel felbst erteilt hat, habe er sich oft an den leuchtenden Blicken der feine Straft zur Offensive verleihen werde. Unter den gegenwärtigen als etwas Selbstverständliches betrachten. Troß ausgedehnter Arbeits- Mädchen erfreut. Ueberhaupt gebe Religionsunterricht, wo die Verhältnissen bliebe der französischen Flotte in einem Striege nichts zeit, trog raftlosen Schaffens ist aber der Verdienst der Wäsche richtigen Lehrer ihn leiten, die höchste Weihe. Viel mißfälliger übrig, als sich in einen Hafen zurückzuziehen, um dort eine günstige näherinnen ein sehr geringer, ja in vielen Fällen in vielen Fällen ein so als die Töchterschule beurteilt dagegen Herr Hottinger- Häckel und Gelegenheit zur Aktion abzuwarten. General Mercier sprach niedriger, daß er zur Befriedigung auch der bescheidensten seine Welträtsel", die er rundweg für Afterwissenschaft" erklärt. fich darauf gleichfalls für die Notwendigkeit der Offensive Lebensansprüche nicht ausreicht. Die Referentin begründete diese Auch ein Fräulein Freitag, die sehr gegen das Schwärmen" sowohl im Landkrieg wie im Seekrieg aus. Redner meinte, Thatsache an der Hand des Materials einer Erhebung, welche von der Mädchen für die Lehrer eingenommen ist und deshalb das männ bei der übrigens wenig wünschenswerten Möglichkeit eines den organisierten Arbeiterinnen vorgenommen worden ist. Obgleich liche Geschlecht aus der Mädchenschule grundsätzlich verbannt wissen Konflikts mit England misse man an die Landung von sich die Erhebungen nur auf einige der am besten zahlenden Firmen will, Frau Cauer und Frl. Dr. Hacker beteiligten sich noch an Truppen jenseits des Kanals denken; er beantragte, die Re- erfiredten es wird fast nur im Accord gearbeitet- so erscheint der Diskussion. gierung möge aufgefordert werden, alles für die Einschiffung danach doch die Lage der Näherinnen in einem äußerst trüben inbalts, bag ble höhere Mädchenschule in ihrer jetzigen Form den Schluß nahm die Versammlung eine Resolution au des eines Landungscorps vorzubereiten.( Mehrfache Unter- Bei der Firma, welche die höchsten Accordpreise zahlt, verdienen daß die brechungen.) Der Präsident bemerkte dem Redner, sein Antrag fei bie tüchtigsten Näherimen auf Stragen bei täglich zehnftündiger Arbeits- Ansprüchen nicht genüge, die sie zu erfüllen hat. Sie bedürfe durchbei der Besprechung der Regierungsvorlage nicht am Playz. Er zeit wöchentlich 15-16, mittlere Arbeiterinnen 12-18 M., während greifender Reformen. Der Unterricht sei mit Ausnahme des werde denselben jedenfalls nicht zulassen.( Beifall.) Hierauf die Näherinnen auf Oberhemden bei einer täglichen Arbeitszeit von Elementarunterrichts durch Fachkräfte zu erteilen und die Mädchenwurde die Sigung geschlossen. 18 Stunden mur 12 M. in der Woche erzielen. Bei einer andren schulen der staatlichen oder kommunalen Verwaltung zu unterstellen. Die Blätter der Linken weisen die lächerliche Brovokation Firma erreichen die Kragenmäherinnen, wenn fie neben der Fabrik Diese Resolution hat, wie man sieht, fraglos den Vorzug, daß Merciers mit scharfem Spott zurück. bor: Gewerkschaftliches. " arbeit noch regelmäßig zu Hause arbeiten, einen Wochenverdienst sie eigentlich jeder unterschreiben faim, gleichviel welcher politischen, von 12-15 m., und so geht es, je nach den gezahlten Accordpreifen socialen oder religiösen Ueberzeugung er sonst auch sein möge. Sie Afrika.dano 913 und nach der Beschaffenheit des Materials herunter bis zu ist jedenfalls höchst charakteristisch für die ängstliche Halbheit, mit der Vom Kriegsschauplatz liegt heute mur die folgende Meldung Wochenlöhnen von 12-13 M. für tüchtige, und 7-8. unsre Frauenrechtlerinnen auch den von ihnen selbst erkannten gefellfür mittlere Arbeiterinnen anf Kragen, wobei die Voraus- schaftlichen Schäden zu Leibe zu gehen pflegen, wie denn die ganze London, 5. Dezember. Die Abendblätter melden aus Pretoria fegung ist, daß neben der Fabrikarbeit noch eine nicht Bersammlung wieder einmal ein recht deutliches Bild des socialen vom 3. Dezember, es verlaute, daß die Kommandanten Erasmus zu furze Heimarbeit geleistet wird. Zu den am schlechtesten Verständnisses der bürgerlichen Kreise entroute. und Viljoen bei Bronkhorstspruit eingeschlossen seien. gestellten Arbeiterinnen gehören diejenigen, welche welche KnopfVorläufig handelt es sich also um ein Gericht. löcher mit der Hand machen. Sie verdienen bei angeftrengter, langNach der letzten amtlichen Verlustliste verloren die Eng dauernder Arbeit höchftens 8 M. wöchentlich. Unter anderm wurde länder bis jetzt 49 728 Tote, Verwundete und Gefangene. Außerdem eine Firma angeführt, die für ein Gros( 144 Stüd) Knopflöcher mit Achtung, Bühnenarbeiter! Im Friedrich Wilhelm. soll die Zahl der in den Hofpitälern liegenden, nicht mitge.der Hand zu machen mur 32 Bf. zahlt. städtischen Theater hat das technische Bühnenpersonal am zählten Kranten 40-50 000 betragen. Wenn einerseits der gänzlich unzureichende Verdienst die Wäsche. 30. November die Arbeit niedergelegt. Sämtliche Arbeiter gehören Ueber die Aussichten des Kriegs äußerte sich Dr. Leyds Arbeiterinnen zu mancherlei Entbehrungen verurteilt, so hat andrer dem technischen Bühnenarbeiter- Berband an und haben die Direktion in Köln einem Interviewer gegenüber: feits die Beschäftigungsart eine Reihe von Gefundheitsschädigungen um eine Lohnerhöhung von 10 Proz., Bezahlung der Ueberstunden Wir sind weit davon entfernt, unsre Sache zur Folge. Durch das unansgefeßte Treten der Nähmaschine ent- und einen wöchentlichen Ruhetag ersucht. Diese Forderungen find berloren zu geben. Ein Briüiffeler Blatt légt ben Bräffbeuten ſtehen unterleibsleiden, das hinschen auf den blenbend weißen Stoff im Schiller- Theater, Neuen Theater, Theater des Westens, Berliner Krliger die Worte in den Mund: tout est perdu! Es ist schädigt die Augen, und der durch die Arbeit verursachte Staub giebt Theater usw. anstandslos bewilligt worden. unwahr, daß der Präsident diese Worte ge- Anlaß zu Zungenleiden. Eine Aufbefferung der Lohn- und Arbeits sprochen hat! Es ist das schon aus dem einfachen Grunde uns bedingungen der Wäschenäherinnen ist demnach so schloß die möglich, weil sie in vollständigem Gegensatz zu der Anschauung Referentin dringend notwendig, und um das zu erreichen, stehen würden, die der Präsident auf Grund ruhiger Erwägung von müffen sich die Näherinnen gut organifieren. unfrer Lage hat. Wir setzen den Kampf fort!" Dem beifällig aufgenommenen Referat folgte eine längere Aussprache, in der mehrere Redner und Rednerinnen die Darlegungen 1001 sider Referentin durch Hinweis auf die Verhältniffe in einzelnen Herr Direktor Fritsche hat es nicht für notwendig gehalten, mit feinen Arbeitern zu unterhandeln. Es ist also für jeden, der dem technischen BühnenarbeiterVerband angehört und mit unfrer Sache sympathifiert, das FriedrichWilhelmstädtische Theater gesperrt. Der Vorstand des Verbands bes technischen Bühnenperfonals. Vergewaltigung der Arbeiter! Das scheint immer mehr die schleunigst in die Wege zu leiten und vor allem entweder selbst den Bau und bei befferer Konjunktur auch ausgeführt werden. Um mun Barole der hiesigen Tischler-( Zwangs- Junung zu werden. Diese einer dem Bedürfnis entsprechenden Anzahl fleiner billiger Wohnungen jedoch für zukünftige Fälle jederzeit gewappnet dazustehen, gebot sich Innung beabsichtigt, für das gesamte Berliner Tischlergewerbe in die Hand zu nehmen oder die Gründung einer zu diesem Zwed zu die Erhöhung des Streitfonds auf 20 Bf. ein einheitliches sogenanntes on trollbuch" einzuführen, welches bildenden gemeinnügigen Baugesellschaft anzuregen und dieser spätestens bis 1. Januar 1901 sämtlichen bei Innungsmeistern mit einem Betrage von mindestens einer Million Mark beizutreten. " " " Im Auftrage des Bureaus: Karl Liebe. China. Die Bestrafung Tungfuhsiangs, beschäftigten Berfonen zur Unterschrift vorgelegt werden soll. Das Weiter erklärt die Versammlung: Der teilweise Erlaß der Straßen- Nichtigstellung. Mit Bezug auf unfren Bericht über den Vorfelbe enthält einen für Arbeiter sehr ungünstigen Arbeitsvertrag" baukosten für Fabrikwohnungen bauende Unternehmer ist eine Unter- trag, der am 28. November in Staabes Salon gegen die„ Bivi mit folgenden vier Hauptpunkten: 1. Kündigung ist ausgeschloffen, stügung der legteren, nicht aber der Arbeiter. Wie an zahlreichen ieftion" stattgefunden hat, schreibt uns der damalige Referent Accord muß vollendet werden; 2. bei Lohnarbeit wird nicht mehr Beispielen aus der Pragis nachweisbar ist, dienen die Fabril. Hermann etenz das folgende: Ich habe, als man mich fragte, Wochen sondern Stundenlohn bezahlt; 3. Befreiung der Arbeitgeber wohnungen dem Unternehmer nicht selten als Mittel zum Drud auf durch welche Mittel und Wege die furchtbare Vivisektion( wissenvon den ihnen durch die Bestimmungen des§ 616 des Bürger bie Arbeiterlöhne, zur Kontrollierung der Arbeiter auch außerhalb schaftliche Folterung) der Tiere denn erfegt werden tönne, nicht ge= lichen Gesetzbuchs auferlegten Verpflichtungen; der Fabrik und zur Behinderung der Arbeiter in der Ausübung ihrer fagt:„ daß die 150 Millionen, die der Krieg in China tofte, beffer 4. der Betrag für verdorbene Arbeit kann vom Lohn gekürzt werden. politischen und Koalitionsrechte. Die Versammlung bedauert daher auf das Wohl der Kranten und Aerzte angewandt wären", sondern Dieses Kontrollbuch" foll zwangsweise in allen Betrieben der diesen Beschluß des Stadtverordneten- Kollegiums." ich habe ausgeführt: daß man in erster Linie alles nur mögliche Innungsmitglieder, soweit diese Arbeiter beschäftigen, zur Einführung thun müßte, um Krankheiten zu verhüten, das Krankwerden übergelangen. Wer sich weigert, dies Buch in feirer Werkstatt einzu Bädermeistervereinigung, Karl Philgus in Frankfurt a. M., verjendet liche Belehrung des Volks bereits in der Schule, die Verbesserung Zur Bäckerei Verordnung. Der Vorstand der Deutschen haupt möglichst zu verhindern. Hier fäme in Frage die gesundheitführen, wird, wie der Vorstand durch Cirkular anzeigt, auf Grund ein Cirkular an Vorstände der Genossenschaften und Innungen, der gesundheitlichen Verhältnisse in Wohnungen, Fabriken, Sallungen. des§ 10 des Innungsstatuts mit einer Ordnungsstrafe bis zu 20 Mart belegt. worin es heißt: Die Babe Anstalten müßten unentgeltlich sein, überall müßten Ferner erließ der Innungsvorstand folgendes Defret: Die welch schweres Unrecht die Bundesrats- Berordnung vom 4. März 1896 werden. Endlich scheint die Regierung in Berlin eingefehen zu haben. Sonnen und Lichtbäder zur unentgeltlichen Benutzung errichtet augenblidliche geschäftliche Lage berüdfichtigend, Seftimmen wir, daß über die Arbeitszeit in den Bädereien dem Bäderhandwerk zugefügt fchaffen werden, die jezt der thörichte Krieg gegen China verschlingt! Wie viel Gutes tönnte da mit den 150 Millionen ge analog dem Beschluffe der Freien Vereinigung der Holz- Industriellen" fowie des Centralverbands der Bautischlermeister Berlins und Um- bat. Eine neue Verordnung steht in Aussicht und soll eine RuheDieses führte ich dann weiter aus. gegend" fein Mitglied der Tischler Innung einen Arbeiter einstellen eit son 10 Stunden eingeführt werden mit dem Recht, die Verband deutscher Barbiere, Friseure und Perrückenmacher. darf, bevor er nicht beim legten Arbeitgeber Grundigungen behnen zu dürfen, wenn sie am nächsten Tag nur 18 Stunden Schiller, Rosenthalerstraße 57: Versammlung. Arbeitszeit an einem Tag bis 15 Stunden aus-( 8weigveren Berlin; Donnerstag, den 6 Dezember, abends 10 Uhr, bet über Abgang, Leistung und Verdienst des einzustellenden Arbeiters eingezogen hat. Bu dem Bwved legen wir dem Stontrollbuch beträgt. Wir können mit diesem Vorschlag des Herrn HandelsFragebogen bei, welche unsre Kollegen nicht nur bei Annahme eines ministers wohl zufrieden sein, aber um ihn durchzusetzen, müssen wir neuen Arbeiters zu benußen, sondern auf gestellte Anfragen auch jezt nochmals und energisch in die Agitation eintreten. Wir bitten sofort zu beantworten haben. Außerdem find sämtliche Kollegen sich sofort an den Bundesrat und den Herrn Reichskanzler und daher dringend unsre Vorstände der Genossenschaften und Inmungen, herpflichtet, jeben Kontrakt bruch der Arbeiter nach dem Handelsminister mit einer Petition zu wenden, die mit kurzer Andes Oberstkommandierenden während der Belagerung Belings und Innungsbureau zu melden. Diele Meldungen werden alphabetisch führung die Gründe der Aenderung der Bundesrats- Verordnung vom jezigen Kommandeurs der aus Mohamedanern bestehenden geordnet und jedem Innungsmitglied halbjährlich ge 4. März 1896 verlangt." brudt zugestellt." Kanjutruppen, wird wieder einmal aus Einganfu gemeldet." Das Cirkular enthüllt die Absichten, die für den Bäckerschutz be- Die Morning Post" und der" Standard" melden aus Schlimmer als hier seitens des Innungsvorstands fann wohl stehen. Arbeiterschutz kann man es aber doch wohl nicht mehr nennen, Shanghai bom 4. Dezember: Hier ist ein faiserliches der Terrorismus faum geübt werden. Statt mit der Organisation der Arbeiter einen Arbeitsvertrag zu bereinbaren, will man den wenn eine 12stündige Maximalarbeitszeit in eine 14- und 15stündige Edift vom 3. Dezember eingetroffen, in welchem zwar die Arbeitern einzeln die Unterschrift für das famose Kontrollbuch umgewandelt werden soll, von der vermutlich auch noch für eine von Tungfuhsiang während des mohamedanischen Aufstands abzwingen. Einführung schwarzer Listen und Bestrafung anDie Gründe für dieses Vorgehen baldigit zu erfahren, wird all über dessen Reihe von Tagen im Jahre Ausnahmen zugelassen werden dürften. geleisteten Dienste anerkannt werden, zugleich aber dem Bedauern Unkenntnis internationaler Gebräuche Ausdruck ständiger Arbeitgeber, die sich fich weigern, sich dem Terrorismus des Vorstands zu beugen, das find die Segnungen gemein interessant fein und wir sind deshalb derselben Meinung wie gegeben wird, wodurch Chinas freundliche Beziehungen zu den Sie Bädermeister, daß man sie bekannt geben möge. Mächten gefährdet worden seien. Tungfuhsiang werde daher der neuen Tischler( 8 wangs) Jnnung. Die Bäckerei Arbeiter sollten aber nicht zögern, alle Mittel in seines Rangs und seiner Titel verlustig erklärt, werde es Bewegung zu sehen, um ihre Interessen gegen die Unternehmer noch doch ihm gestattet, auf seinem Posten Befehlshaber der Truppen bon Kansu zu bleiben. möglichst zur Geltung zu bringen. find Befehle gegeben worden zur gegeben worden zur Entlassung 5000 mann seiner Truppen, Tungfubfiang selbst ist an= gewiesen worden, den Befehl über die übrigen zu übernehmen und jich nach Kansu zurückzuziehen. Der Korrespondent des Standard" fügt hinzu, es gehe hieraus flar hervor, daß die Kaiserin- Witte nicht beabsichtige, Tungfuhsiang ernstlich zu bestrafen Sie wolle offenbar einzig und allein ihn von Singanfu entfernen, selbst für den Fall, daß ihm dies ermögliche, einen Aufstand herbeizuführen, wenn er einen solchen beabsichtigen sollte. Die ferner daran geknüpfte Vermutung, daß die Kaiserin nach Abschüttelung der beiden Berater Tuan und Tungfubfiang, nach Beking zurückzukehren beabsichtige, hat nicht allzuviel Wahrscheinlich für sich. Weitere Expeditionen in Aussicht? Zum Konflikt in der ,, Leipziger Volkszeitung". Das gegenwärtig in der Offizin der Leipziger Volkszeitung" stehende Bersonal erläßt folgende Erklärung. Städte Wachstum. 1 Die Stadt München hatte nach der borläufigen Zusammenstellung der Zählungs- Ergebnisse vom 1. De 1895. Jm Jahr 1801 hatte München mur 40 500 Einwohner. zember dieses Jahrs 498 503 Einwohner gegen 407 436 im Jahr Für Elberfeld ergiebt sich nach den vorläufigen Feststellungen eine Bevölkerungszahl von 156 503, gegen 1895 ein Mehr von Am Anfang des 19. Jahrhunderts hatte die Stadt Gegen das jetzt in der Buchdruckerei der Voltszeitung" thätige Personal wird von den Verbands Reipziger buchdruckern in allen möglichen Variationen der völlig unberechtigte und lächerliche Vorwurf des Streitbruchs erhoben. Der Kampf der Verbändler gegen die Leipziger Volkszeitung" foll so lange fort: 17 166. gesetzt werden, bis die jetzigen Streifbrecher" durch organisierte 17 500 Einwohner. Gehilfen" ersetzt seien. " Dersammlungen. " " Ueber eine Explosion in Paotingfu als Es bont Maßnahmen gegen die Plünderer. nus 618 ergreifen energische Maßregeln, um ihre Leute bom Das Bureau Laffan" meldet aus Peking, die Deutschen plündern abzuhalten. Sie haben bereits in Tientsin einen Soldaten erschossen, der trotz strengster Befehle plünderte. Letzte Meldungen.n Da die Verbändler mit ihrer Darstellung ihres wahnwißigen Streits überall trebsen, sei hiermit festgestellt, das sämtliche Buchdrucker, die gegenwärtig die Leipziger Voltszeitung" herstellen, nicht nur Mitglieder der Gewerkschaft der Buchdrucker, Schriftgießer Dienstag wieder einmal versammelt, um die Mißstände und LohnDie Luguspapier- Arbeiter und Arbeiterinnen waren am 11. verw. Berufsgenossen sind, sondern auch Mitglieder der politischen verhältnisse in der Luruspapierbranche zu erörtern. Zunächst hielt der Provinz Schausi sollen stärkere reguläre Truppen unter General Feldmarschall Graf Waldersee meldet am 4. aus Beting: In Partei- Organisation. Die Behauptung, es seinen Gutenbergbündler Bergmann einen einleitenden Vortrag über den Verlauf der zu Gewerkschaftsmitgliedern gemacht worden, um in der Leipziger Buchbinderbewegung. Im Anschluß baran schilderte cher wat die ma ſtehen und die Pässe im Gebirge an der Grenze von Tschili Boltszeitung" beschäftigt werden zu können, ist eine Erfindung. Bei Einleitung des Verbändlerstreits wurde unsre Organisation, agelberg und Sala. Obwohl der Direktor bei Hagelberg, in jüngster Beit entstandenen Lohnstreitigkeiten in den Fabriken von besetzt haben. obwohl schon früher 22 Gewerkschaftsmitglieder in der Druckerei der Herr Dr. Herschel, als Gewerbegerichtsbeisiger den Arbeitern wird gemeldet: Hier hat beim Räumen eines Bulvermagazins eine " Zeipziger Boltszeitung" thätig waren, selbstverständlich nicht nur die Ausübung des Koalitionsrechts stets anerkannte, find die Explosion stattgefunden; tot 1 Pionier, verwundet Lieute völlig ignoriert, sondern das ganze frevelhafte und hochmütige 2e bei dieser Firma beschäftigten organisierten Arbeiter und nani Wolfgramm, 4 Pioniere. ginnen der Verbändler richtete fich eigentlich überhaupt gegen die Arbeiterinnen, wenn fie Lohnaufbefferungen 2c. verlangten, stets abKleine Buchdruckergewertschaft. gewiesen und entlassen worden. Infolgedessen sind auch alle übrigen Arbeiter, insbesondere die Arbeiterinnen, vollständig eingeschüchtert. In der Arbeitsordnung ist eine elfstündige Arbeitszeit vorgesehen; bei alle dem werden aber vielfach Ueberstunden ohne Bezahlung verlangt. Man werde, wenn Herr Dr. Herschel von seiner Reise zurückkehrt, vorstellig werden. Bei der Firma Sala hatte der größte Teil der wegen Beseitigung dieser und einer Anzahl andrer Uebelstände nochmals Peking, 4. Dezember.( Meldung der„ Agenzia Stefani".) Die Arbeiter ac., weil die geforderten Lohnaufbefferungen abgelehnt deutsch- italienische Kolonne, welche die Expedition nach Kalgan aus. wurden, die Arbeit niedergelegt. Durch Einschüchterungen und falsche geführt hat, ist heute wieder in Beting eingetroffen. Der GesundVorspiegelungen wurde leider der Ausstand vereitelt, indem die heitszustand der Truppen ist ausgezeichnet. ausharrenden Arbeiter entlassen und dafür Streitbrecher eingestellt Wir wissen uns frei von dem Streben der Streitbrecher, fich in personal ein Girfular zur Unterschrift vorgelegt, wonach ein Tehte Nachrichten und Depelthen. wurden. Bei der Firma Jakobi, Grünstr. 4, wurde dem Arbeitseinem berechtigten Kampfe gegen das Unternehmertum in die von jeder sich bereit erklärt, auf die neuen, im Bürgerlichen ernsthaften Arbeitern verlaffenen Stellungen zu brängen. Nur drei Gesetzbuch vorgesehenen Bedingungen zu verzichten 2c. Landtagswahl in Württemberg. von den neuen Arbeitern der Leipziger Volkszeitung" waren der Buchbinderei in furzer Zeit bedeutende Verbesserungen Stuttgart, 5. Dezember.( Privatdepesche des„ Vorwärts".) arbeitslos, alle übrigen haben ihre bisherigen Stellungen erst auf erzielt wurden, werde man auch in der Luxuspapierbranche versuchen, Bei der der heutigen Landtagswahl erhielten in Stuttgart- Stadt den an sie ergangenen Ruf verlassen und fast alle werden noch der großen Zahl der darin beschäftigten Personen Aufbefferung der Karl Kloß( Soc.) 11 026, Gießler( natl.) 8183, Ehni( Dem.) 2103, beim Umzuge ihrer Familien nicht unerhebliche Opfer zu tragen göhne 2c. und Abhilfe gegen die Mißstände zu verschaffen. In diesem Groeber( C.) 1069 Stimmen. Stichwahl zwischen Kloß und haben. Für uns handelte es sich darum, einen beispiellofen und un- Sinne wurde empfohlen, sich dem Deutschen Buch binder Ber- Gießler( natl.) Ulm- Stadt: Stichwahl zwischen Demokraten und geheuerlichen Mißbrauch der Organisationsmacht gegen band anzuschließen und die von demselben verausgabten Frage Rationalliberalen. ein socialdemokratisches Unternehmen zu vereiteln, das alle bebogen zur Ermittelung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse genau Stichwahl zwischen Demokraten und Nationalliberalen. Tübingen: Reutlingen: Payer gewählt. Heilbronn: rechtigten gewerkschaftlichen Forderungen erfüllt und den Vergleich auszufüllen. mit jedem Parteibetriebe aushält. Bis zur letzten Stunde mußte daran gezweifelt werden, daß es die Verbändler soweit treiben könnten, ohne ernsthafte Gründe und aus purem llebermut der Welt ein Schauspiel zu bieten, an dem nur das Unternehmertum und sonstige verbohrte Feinde der Social demokratie Freude haben können. Die nun neu in die Druderei der Leipziger Boltszeitung" eingetretenen Gewerkschaftsmitglieder haben es für ihre Pflicht gehalten, der von den Verbändlern auf's tiefste gehaßten und mit den unflätigsten Angriffen verfolgten Leipziger Boltszeitung" zu Hilfe zu fonimen und deren pünktliche Herstellung zu sichern. Das war ihre Pflicht gegen sich selbst wie gegen das Leipziger Parteiorgan. " Auch trifft es unsre Arbeiterehre nicht, wenn uns die Verbändler deshalb Streitbrecher nennen, weil wir es ablehnten, ruhig stillau halten, als die Verbändler einen übermütigen Gewaltatt zur Vernichtung unsrer Organisation unternahmen. Wir bitten die Partei- und Gewerkschaftspresse um Abdrud dieser Erklärung. Leipzig, den 3. Dezember 1900. Das Personal der Leipziger Boltszeitung". Die Geschäftsleitung( G. Heinisch) verwahrt sich in einer Erklärung gegen den Vorwurf, sie habe schon vor der allgemeinen Kündigung Engagementsbriefe versandt. Am 16. November, abends, fei die Kündigung ausgesprochen worden, erst am 19. November habe die Geschäftsleitung die ersten drei Engagements getroffen. Bezugnehmend auf den in Nr. 49 der Buchbruder- Wadit" enthaltenen Artikel:" Der lezte Trumpf zur Vernichtung der Gewerfschaft" erklären wir die darin aufgeftelte Behauptung: So wie in Die Mehlfutscher hatten an die Bäder Jnnungen die Forderung gestellt, für das Abtragen des Mehls pro Sad 5 Pf. zu erhalten. In der Versammlung vom 2. Dezember, einberufen vom Verband der Transportarbeiter, wurde berichtet, daß die Innungen diese Forderungen abgelehnt haben. Es wurde beschloffen, sich noch mals an die Mehlhändler und die Fuhrherren um Vermittelung zu wenden. Sollte fein Einverständnis erzielt werden, dann soll vom Montag, den 10. Dezember ab, die zu leistende Arbeit bei den Bädern verweigert werden. Stichwahl zwischen Demokraten und Nationalliberalen. Schorns borf: Stichwahl zwischen Konservativen und Demokraten. Stutt gart- Amt: Sieg wahrscheinlich. = Eine weitere Depesche meldet: Welzheim: Hieber( nat.) ge wählt. Ludwigsburg- Stadt: Kleemann( nat.) gewählt. Ludwigsburg- Land: Stichwahl zwischen Keil( Soc.) und Megger( nat.). Göppingen: Stichwahl zwischen Blumhardt( Soc.) und Fezzer( nat.). Tuttlingen: Stichwahl zwischen Hildenbrand( Soc.) und Schneckenburger( Dem.). Heidenheim: Stichwahl zwischen Dietrich( Soc.) in der Versammlung vom 26. November einen Vortrag des Genossen( Soc.) und Weiß( nat.). Verband der Möbelpoliere. Die Zahlstelle Süd- Ost hörte und Hähnle( Dem.). Neuenburg: Stichwahl zwischen Wasner Heilbronn- Amt: Stichwahl zwischent Grempe. Sodann wurde Mitschte als Bevollmächtigter, Sauer Scheffler( Soc.) und Münzing( nat.) Stuttgart Amt: Silden zum Schriftführer, Siebert und Sandtte als Staffierer gebrand( Soc.) gewählt. Backnang: Käß( Dem.) gewählt. Cann wählt. In die Fachkommission werden Schendler und Mahlo, zum ftatt: Tauscher( Soc.) gewählt. Balingen: Stichwahl zwischen Bibliothekar Bohl gewählt. Hildenbrand und Hausmann( Dem.) Calw: Kraut( tons.) gewählt. Bei den Gold- und Silberarbeitern sprach am 27. November Herr Dr. We hl über: Der Alkoholismus und die moderne ArbeiterSogar in der Vorwärts" Druderei wurde, wie mir au bewegung. Lebhafter Beifall folgte feinen Ausführungen. Die Dis Paderborn, 5. Dezember.( W. T. B.) Bei der heutigen Ohren gekommen ist, die Geschäftsleitung von Verbandsfeite an fuffion war eine sehr lebhafte, da sich eine ganze Anzahl Abstinenzler Reichstagserfahwahl im Wahlkreise Paderborn- Büren wurde, wie gegangen, doch die Gewerkschaftler zu entlassen. Aber nicht erst jezt, nein, eingefunden hatte, welche fich daran beteiligten. Unter andern be- das Westfälische Volksblatt" meldet, bei schwacher Beteiligung schon vor Jahren. Zum Glüd denft die Gefchäftsleitung im Vor- fchwerten sich diese Herren über die Verwaltung des Gewerkschafts- v. Savigny( C.) gewählt. Ein Gegenkandidat war nicht aufgestellt. wärts" anders, als die Verbands Heißsporne. Der oder die An- hauses. Es sei ihnen der Saal verweigert worden. Herr Dr. Leo suchenden wurden abgewiesen, daß sie das Wiederkommen unter Arons, an welchen sie sich in dieser Sache wandten, habe eine belaffen"." friedigende Antwort nicht gegeben. Zu Verschiedenem bemerkt als in allen ihren Worten für vollständig unwahr. Weber Brüdner, daß Haspel bei der Firma Freund gemaßregelt worden von unfrer Seite, noch auf Veranlassung durch Verbandsfunktionäre fei. Derselbe sei zu unterſtüßen. oder sonst eine andre Person ist jemals ein derartiges Anfinnen an die Geschäftsleitung gestellt worden. Die Verbandsmitglieder der Buchdruckerei M. Bading. " Die Handelsbeziehungen mit Kanada. Montreal, 5. Dezember.( Telegramm des Reuterichen Bureaus".) Die kommerziellen Körperschaften Kanadas organisieren eine Agitation, um bessere Tariffäße im Verkehr mit DeutschDie Barbiere und Friseure( Geschäftsinhaber) von Rigdorf land zu erzielen. Die Getreidebörse, die Handelskammer und haben in einer Versammlung beschlossen, den Geschäftsschlug andre törperschaften haben Beschlußanträge angenommen, in denen um 9 Uhr abends eintreten zu lassen; die Sonnabende und die die Regierung ersucht wird, alles in ihren Kräften Stehende zu thun, Tage vor den Festtagen sind davon ausgenommen. Die Friseure um die britische Reichsregierung zu bewegen, jezt, wo der neue Auf Vorstehendes bezugnehmend, erkläre ich namens der Geersuchen das Bublifum, diesem Beschluß Rechnung zu tragen. Die Handelsvertrag mit Deutschland zur Beratung stehe, ihren ganzen fchäftsleitung der Buchdruckerei Mag Bading, Mitglieder der Friseur- Innung haben sich an diesem Beschluß Einfluß geltend zu machen, um Kanada wieder günstigere Tariffäge daß weder von irgend einem Verbandsmitgliede noch Funktionär nicht beteiligt. Bur Sonntagsruhe nahm die Versammlung zu verschaffen. an die in Frage kommenden Herren oder mich das Anfinnen gestellt den Beschluß an, die Geschäfte um 2 Uhr zu schließen. Eine Kontrollist, ein Mitglied oder die Mitglieder der Buchdrucker- Gewerkschaft zu tommission soll die pünktliche Schließung der Geschäfte überwachen. entlassen. Es wurde allgemein der Wunsch nach geseglicher Regelung laut. Budapest, 5. Dezember. Der" Bester Lloyd" meldet: Neue Berlin, 5. Dezember 1900. aus geschmiedeter Stahlbronze angefertigte Feldgeschütze und zwar Berichtigung. Jn Bezug auf den in Nr. 283 des Vorwärts" drei Feldbatterien zu je sechs 7,5 Centimeter talibrigen Geschützen. erschienenen Bericht über die öffentliche Versammlung der Stod, find an die Truppen in Budapest, Graz und Przemysl verteilt Schirm- und Celluloidarbeiter bitte ich um folgende Richtigstellung. worden. Bei den Manövern im nächsten Jahre werden auch Versuche Zur Wohnungsfrage beschloß in Köln eine Volksverfamm- Eine Lohnbewegung hat in der Branche nicht stattgefunden, dieselbe mit Nidelstahl- Kanonen gemacht werden. Erst dann wird eine endIung nach einem Referat des Parteigenoffen ofrichter eine von war zum nächsten Frühjahr in Aussicht genommen. Nachdem sich gültige Entscheidung gefällt werden, ob Kanonen aus Schmiedediesem verfaßte Resolution, worin die Versammlung die Verwaltung jedoch in der Branche selbst ein Niedergang der Konjunktur bemerkbar bronze oder Nickelstahl hergestellt werden sollen. Die erste Rate für und das Stadtverordneten- Kollegium der Stadt Köln ersucht: Durch gemacht hat, berbietet sich auch die Lohnbewegung für nächstes Früh die neue Feldartillerie wird mit dem Heeres- Voranschlag für 1901 greifende Maßnahmen zur Linderung der Arbeiter- Wohnungsnot jahr von selbst. Indessen wird dieselbe trotzdem im Auge behalten von den Delegationen gefordert werden. Sociales. Carl Rosen. " Berantwortl. Rebacteur: Robert Schmidt in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Max Bading in Berlin. Neue Kanonen. D Sierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 284. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 6. Dezember 1900. Za sprullik pon Reichstag. 13. Sigung. Mittwoch, den 5. Dezember 1900, 1 Am Bundesratstische: Reichskanzler Graf Bülow, Posadowsky. Reichskanzler Graf v. Bülow: Abg. Dr. Lieber( C.): von Ge= alls nicht erivartet, aber wir hätten doch wohl verlangen können, daß das erklärt sich wohl auch der Angriff, den ein katholisches Münchener Centrum in feiner Agitation gegen uns etwas mehr Rücksicht auf Blatt wegen dieses Antrags auf das Centrum gerichtet hat.( Stufe eine wichtige Bestimmung des Dekalogs( zehn Gebote) genommen und im Centrum: Sigl!) Ja, m. H., glauben denn Sie, Sie find hr. nicht fortgesetzt die Unwahrheit verbreitet hätte, wir Socialdemokraten allein fatholisch?( Große Heiterfeit.) Der Artifel foll Geistlichen herrühren. Er Graf feien Verfolger der Kirche. Indessen wir denten christ einem wirft dem Centrum licher als das Centrum.( Heiterkeit in der Mitte.) Wir verleugnung der katholischen Principien vor. ob denn die Auf der Tagesordnung steht die erste Beratung des Toleranz: wissen, daß die Nutzbarmachung religiöser Motive zu politischen und Er fragt, Theologen und Juristen des antrags Dr. Lieber u. Genossen, der reichsgefegliche Parteizwecken das Wesen des Centrums so ausmachen, daß es darauf Centrumis ihre Studienjahre verschlafen, verkneipt oder sonstwie Regelung der Religionsfreiheit der einzelnen nicht verzichten kann, und zwar um so schwerer, je schwieriger die verbummelt hätten( Gelächter links), daß fie gar nicht wüßten, was Staatsangehörigen und der anerkannten Religions. Stellung des Centrums sich mit seiner fortschreitenden Entwickelung das katholische Princip eigentlich verlange. Eigentlich wäre das gemeinschaften erstrebt. ist den Wählermassen gegenüber gestaltet. Da wir ausschließlich nach ganze Centrum wegen dieses Antrags ohne jede NachGrundsägen handeln, so kann das, was uns das Centrum gethan ficht dem Kirchenbann verfallen.( Große Heiterkeit.) Das hat, in dieser Frage nicht entscheidend sein und kann uns nicht glaube ich nun nicht ganz. Der Verfasser steht nicht auf Im Namen der verbündeten Regierungen habe ich nachfolgende hindern, denen Gutes zu thun, die und haffen.( Heiterkeit.) der richtigen Höhe der firchlichen Distinktionskunst. Auch wenn hier Erklärung abzugeben: Obwohl sich die verbündeten Regierungen Unter den Einwendungen, die in der Presse dem Centrumsantrag wirklich eine Sünde mit unterlaufen sein sollte, wird bei den römischen über die gesetzgeberischen Anträge, die aus dem Reichstag hervor- gegenüber gemacht sind, sind eine ganze Reihe ohne weiteres hinfällig. Konnegionen des Centrums die Geschichte nicht so schlimm werden. gehen, erst schlüffig zu machen pflegen, nachdem der Reichstag o z. B. der Vorwurf, der Antrag sei lediglich agitatorisch. Jede Aus dem Gesagten geht hervor, daß das Centrum allerfeinerseits Stellung genommen hat, halte ich es im vorliegenden Partei, die im Volte nicht jede Wurzel verloren hat, muß sich auch dings ein mehr als zweifelhafter Vertreter der GewissensFalle doch für notwendig, in einer so ernsten und das Gewissen des in ihrer parlamentarischen Thätigkeit an das Volk wenden und ihre und Religionsfreiheit ist. da es nur deswegen dafür deutschen Volks berührenden Frage mich alsbald auszusprechen. Anträge müssen um so agitatorischer aussehen und wirken, je mehr eintritt, weil es einen Rußen für sich und die Kirche daraus erhofft. Die verbündeten Regierungen achten die Ueber Widerstand sie bei der Regierung und den andren Parteien finden. Wenn man nun deswegen auch den Herren gebührend auf die Finger zeugung und Gefühle, welche dem Antrag des Außerdem hat das Centrum derartige agitatorische Anträge in dem sieht, so bleibt doch die Thatsache bestehen, daß im Deutschen Reiche Herrn Abgeordneten Lieber und Genossen zu Maße, wie es sich aus einer Oppositionspartei in eine Bolts- das Centrum durch eigne Jnteressen auf die Gewissensfreiheit hincine Grunde liegen, sie sehen sich jedoch außer stande, diesem partei verwandelt, nötig, um den Widerspruch der Wähler gewiesen wird. Wem das nicht schön erscheinen mag, den will ich Antrag zuzuftimmen, welcher die verfassungsmäßige Selbständigkeit draußen zu beschwichtigen. Der Einwurf, der Antrag könne schon baran erinnern, daß in politischen Dingen sehr häufig das Interesse der Bundesstaaten auf einem Gebiete beschränken will, das der darum nicht ernst gemeint fein, weil die Regierungen nie der Eigensucht fester und unverläßlicher ist, als die schönsten GrundZuständigkeit ihrer Landesgesetzgebung vorbehalten ist. darauf eingehen, ist ebenso zurüdzuweisen. Der ganze säge. Deshalb nehmen wir Socialdemokraten den Antrag als Die aus alter Beit überkommene Gesetzgebung dieser oder jener Barlamentarismus wäre eine Farce, wenn nur Anträge durchaus ernst gemeint. Wir sind grundfäßlich Vertreter der Bundesstaaten mag Vorschriften enthalten, die mit dem im größten eingebracht würden, deren Annahme seitens der verbündeten vollen Gewissens- und Glaubensfreiheit, die wir konſequent Teil des Reichs anerkannten Grundfaz freier Religionsübung nicht Regierungen von vornherein sicher ist.( Sehr wahr! links.) dahin entwickeln, daß der Staat sich überhaupt in die fiberall im Einklang stehen. Wenn ich für meine Berion Deshalb fann auch die Erklärung des Reichskanzlers auf uns Meinung des Einzelnen, in Kirche und Religion in keiner hoffe, daß derartige landesgesegliche Disparitäten teinen Eindrud machen. Dergleichen Gründe find eben nur Weise einzumengen hat. Die religiöse Gefimmung und ihre Aeußerung verschwinden werden ich bin durchaus für Gleich Verlegenheitsgründe, die zeigen, daß der Antrag der betreffenden Partei, in irgend welcher Gestalt ist lediglich Privatangelegenheit der berechtigung der Religionsgemeinschaften so muß ich als Reichs- die den Einwand erhob, unbequem ist. Aber ich muß dem Centrum einzelnen Menschen, bezw. auch der Konfessionen, der kanzler mir doch vor allem vor Augen halten, daß meine den Vorwurf machen, daß es gegen Anträge meiner Partei dieselben Religionsgemeinschaften. Nach unsrer Ansicht sind alle Dinge der erste Aufgabe dahin geht, den bundesstaatlichen Charakter Gründe vorgebracht hat.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Religion und Kirche lediglich den Einzelnen und ihren religiösen des Reichs und die Autonomie der Bundesmitglieder, soweit die Eine andre Reihe von Einwendungen sind dagegen nicht Gemeinschaften zu überlassen. Wir stehen, kurz gesagt, auf Reichsgesetzgebung dieselbe gewährleistet, nicht ohne willige Zu- ohne Bedeutung. An der Spitze steht der Einwand, daß das dem Standpunkt der Trennung zwischen Kirche und Staat. Bir stiminung der einzelnen Staaten beeinträchtigen zu laffen. Centrum, das sich sonst stets als Verteidiger der föderativen Grund haben das Unglück, von den Herren der Centrums in religiösen ( Bravo! rechts und bei den Nationalliberalen. Hört! hört! im lagen des Reichs erklärt hat, mit seinen Anträgen, namentlich, wenn Dingen schr häufig mißverstanden zu werden. Man bemüht sich, aus Centrum.) isla Darin wurzelt das Vertrauen, auf welches die Reichsgewalt man noch den Antrag über den Staatsgerichtshof hinzufügt, hier der großen Menge unsrer Litteratur, unsrer Reden hier und einen weiteren Schritt zum Einheitssta at thut. da eine Aeußerung heraus zu fischen die nach ihrer Meibei den Bundesstaaten zählen muß. Dies Vertrauen ungeschmälert Der Herr Kollege Dr. Lieber hat sich in seiner Rede wesentlich nung oder in Wirklichkeit diesem Grundsaß nicht entspricht. zu erhalten, ist meine vornehmste Pflicht, und ich bin damit beschäftigt, die Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit, und zwar Dann wirft man uns regelmäßig das gesammelte Bündel an den überzeugt, daß das hohe Haus mir in dieser Auffassung beistimmen an der Reichskompetenz zurüdautveisen. Er hat das mit einem Kopf, um zu beweisen, daß es uns mit dem Satz: Religion ist wird.( Bravo! rechts, bei den Nationalliberalen und links.) Aufwande von funstvollen Interpretationen gemacht, daß man Privatsache, nicht ernst sei. Das ist ein ganz vergebliches Best Das Wort zur Begründung erhält fagen kann, auf solche Art läßt sich jeder einzelne Punkt des mühen, die Socialdemokratie ist eine große Partei, fie hat deutschen Volkslebens unter die Kompetenz des Reichs bringen. Hunderttausende bont Mitgliedern, welche bie verschieden Serr Dr. Lieber hat mit Vorliebe bei einem Saz verteilt, den er artigfien Gesinnungen auf religiösem Gebiete haben, In der soeben gehörten Verlesung haben wir zwei Dinge zu wohl als ausschlaggebend angesehen hat, indem er meinte, es sei fiumungen, die mit unfren politischen Bestrebungen nichts unterscheiden, die Erklärung des Herrn Reichskanzlers für seine eine alte Gepflogenheit seiner Partei, das Reich solle zuständig fein zu thun haben, mit ihnen in gar keinem Zusammenhange stehen Person und die Erklärung des Bundesrats. Dankbar find meine für die Freiheit, aber nicht zuständig für die Sklaverei. Das und infolgedeffen auch aus dem politischen Kampfe weg bleiben Freunde dem Herrn Reichskanzler besonders dafür, daß er sich für ist schön, stimmt aber nicht mit den Thatsachen. Herr Dr. Lieber sollen. Wenn das hier und da bei einem Einzelnen nicht immer geschieht, volle Gleichberechtigung der Religionsgesellschaften ausgesprochen hat auf das Gesetz von 1869 hingewiesen. Ich will nur erwidern, fann man das bedauern. Dann aber mögen sie die Schuld derjenigen hat. Was die Erklärung des hohen Bundesrats anlangt, so sieht daß ihm entgangen zu sein scheint, daß das Gesetz gegen den nicht vergessen, die dadurch, daß sie Politik und Religion tonsequent meine Person darin einen Fortschritt. Denn Anträge aus dem Widerspruch des Herrn Dr. Windthorst angenommen worden ist. Es miteinander verquicken und die Religion für ganz gewöhnliche, weltSchoße des Reichstags wurden meist überhaupt nicht von ist wiederholt der Antrag von uns gekommen, in Mecklenburg ver- liche, staatliche und Partei- Interessen anspannen, von selbst die Ge ihm gewürdigt. Jezt haben wir die erfreuliche That faffungsmäßige Zustände mit allgemeinem Wahlrecht einzuführen, fahr herbeiführen, daß man die Sache nicht mehr genau unterscheiden fache gesehen, daß der Bundesrat nicht einmal die Begründung zweifellos eine Sache, die sich gegen die Stllaverei" und für die taun und daß es dann natürlich nicht an dem nötigen Rückschlag fehlt. des Reichstags hat erwarten wollen. Die Welt ist ein Fortschritt," Freiheit" ins Zeug legte. Troßdem aber hat das Centrum jedes- Ich will nur ein Beispiel anführen der Indienststellung religiöser fagt Herr v. Bolmar. Ich sage es mit ihm. Der Bundesrat hat mal eine ablehnende Saltung eingenommen, weil man die Motive für Parteizwvede. Das ist die Schwächung der Arbeitersich bisher so gar nicht um uns gefümmert, daß wir uns auch über Kompetenz der Einzelstaaten nicht einschränken dürfe bewegung durch Spaltung nach Konfeffionen. Mein Freund diefen Fortschritt freuen. ( Heiterkeit und Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Auer hat schon bei einer andren Gelegenheit darauf hingewiesen, und Wir hoffen aber, daß auch nach der gehörten Erklärung des und jetzt macht macht diefe ganze Partei sich nichts daraus, Herr Dr. Lieber hat darauf erklärt, die preußischen Bischöfe hätten der Reichskanzlers bezw. des hohen Bundesrats das hohe Haus heute den Einzelstaaten mit einem Federstrich einen ziemlichen Teil des christlich- internationalen Gewerkvereinsbildung nichts in den Weg die Gelegenheit wahrnehmen wird, die Einzelheiten, soweit sie gesamten Kirchenwesens wegzunehmen. Hier will ich nicht weiter gelegt. In Wahrheit sind die entsprechenden Erklärungen einfach ein religiöfe Beschtverden betreffen, eingehend zu behandeln. Bururteilen, aber mit meinen bahrischen Landsleuten aus dem Centrum Ausiveg, den man gewählt hat, um die selbstbewußt gewordenen tveiteren Untersuchung schlage ich Ihnen vor, den Antrag einer werde ich noch an andrer Stelle über diese Sache zu reden haben. fatholischen Arbeiter zu beschwichtigen. Wenige Tage nachher ist in Kommission von 28 Mitgliedern zu überweisen. Wir kennen eine derartige Haltung des Centrums nicht von heute. Mainz eine Schrift mit dem bischöflichen Imprimatus erschienen von Ich hoffe, daß die Verhandlungen ohne jede persönliche und wir wissen, daß es nur ein einziges festes Princip Dr. Stemper, in der festgestellt wird, daß fich die Bischöfe gegen tonfeffionelle Härte geführt werden. Wir richten unfre Angriffe tennt: die tonfeffionellen tirchlichen Interessen. das internationale Gewerkschaftswesen gewendet hätten und nur nicht etwa gegen irgend welche Regenten oder Minister, wir erheben Sobald das irgendwie etwas erfordert, ist es bereit, jeden Augen- die kleinen katholischen Vereine dulden wollen, von denen fie nichts nur Klagen gegen Zustände, gegen Verwaltungsgrundfäße, die wir blid beliebig die Grundsäße umzumodeln oder fallen zu laffen. zu fürchten haben. Die Arbeiter seien aber nicht gewillt, auf der als völlig veraltet bezeichnen müssen. Solche Zustände bestehen vor Es ist ferner dem Centrum einhellig der Borwurf gemacht Dauer fich in dieser Weise gängeln zu lassen. Doch das nur allem in Mecklenburg, Braunschweig und im König worden, der Antrag sei nicht ehrlich gemeint, er sei nur eine Maste nebenbei. Ich wollte mur sagen: Was der einzelne Socialdemokrat, reich Sachsen. Im einzelnen wird dies ein späterer oder, wie ich gestern in einem hiesigen Konservativen Blatt gelesen durch diese und ähnliche Dinge von Ihrer Seite veranlaßt, über die Redner unsrer Partei begründen. Wir würden unsern Antrag habe, das von Pastoren bedient wird und eine Orgie innerer Religion äußert, ist mir eine persönliche subjektive Aeußerung, die aber auch eingebracht haben, wenn nicht so viele Beschwerden über unwahrhaftigkeit und Kirchenpolitischer Hencheleien. Ich will mit der Partei nichts zu thun hat und sie so wenig bindet, wie das, die Beschränkung der freien Religionsübung insbesondere des nicht lengnen, daß die Zusammenstellung:„ Toleranz" und" Centrum" was der einzelne Klerifer von Ihnen oder gar der einzelne Katholik fatholischen Teils der Bevölkerung in der Presse erhoben wären. auf den ersten Blid etwas verblüffendes hat( Gr. Heiterfeit), ein eigen- äußert, Ihre Kirche binden kann. Die Partei befaßt sich ausVor allem war maßgebend für die Einbringung unfres Antrags die artiger Meiz für den politischen Feinschmecker. Aber die Art, wie diese schließlich mit weltlichen Dingen, mit dem wirtschaftlichen und Entwicklung der Reichs- Gesetzgebung. Wir haben im Juni Borivürfe erhoben worden sind, zeigt, daß die Grundfäße der Kirche auf focialen Emancipationslampf. Sie ist gegenüber der Religion dieses Jahres einen Antrag angenommen, der lautet: An diesem Gebiet ziemlich wenig bekannt sind. Auf gewisse vergangene vollkommen neutral und ich möchte doch die Herren, die gehörigen der in Deutschland anerkannten Religionsgemeinschaften Ereignisse werde ich nicht zurückgreifen, darüber braucht Kollege Lieber immer so beleidigt thun, sobald man ihnen nicht aufs Wort werden in den Schutzgebieten Gewissensfreiheit und religiöse Duldung nicht besorgt zu sein. Man müßte dabei auch andren entgegenstehen- glaubt, bitten, sich das endlich einmal zu merken. Die Socialgewährleistet." Dieser Antrag ist bereits im Reichs- Gesezblatt verden Kirchen gegenüber dasselbe zur Last legen. Aber sagen muß demokraten find principielle Anhänger der unbeschränkten Gewissensöffentlicht. Wir hofften auch, der hohe Bundesrat würde ein Gefühl ich: Nichts liegt der katholischen Kirche ferner nach ihrer Tra- und Meinungsfreihett, und wir sind so entschiedene und überzeugte für das Beschämende der Thatsache haben, daß im Deutschen bition als Toleranz, geschweige denn Gewissens- und Glaubens- Anhänger davon, daß wir uns um den Gebrauch, den die einzelne Reiche nicht erlaubt ist, was in den Schuhgebieten den freiheit. Es ist ja bekannt, daß die Ausstellung des Ideals einer Religionsgemeinschaft später von dieser Freiheit machen wird, nicht Reichsangehörigen gestattet ist.( Sehr richtig! im Centrum.) derartigen Freiheit als eines Menschenrechts als ein 28 ahnwiz und im allergeringsten fümmern. Was die Zuständigkeit des Reichs anlangt, die der Herr Reichskanzler Verbrechen erklärt worden ist. Nach der Kirche giebt es eine Es wird darauf hingewiesen, welch ungeheure Vorteile der Teugnete, jo erinnere ich daran, daß der Reichstag erst vor kurzem berechtigte Freiheit gegenüber göttlichen Wahrheitsnormen überhaupt Papst und die katholische Kirche aus diesem Antrage, falls er Gesetz das Verbindungsverbot politischer Vereine aufgehoben hat. Wie sich nicht, die die katholische Kirche ausschließlich befizt. Sie ist die allein wird, ziehen würden. Ich kenne sehr freisinnige Leute inner die Reichsgesetzgebung dieser Materie bemächtigt hat, so könnte es feligmachende, alle andren Religionsgemeinschaften find Härefien halb und außerhalb dieses Hauses, die schon mit Schaudern natürlich auch hier geschehen. Wir beabsichtigen nicht etwa die Ein-( Seßereien), Rebellionen gegen die firchliche Autorität, Irr- und an die Invasionen von Mönchen und Nommen, von Missionen, führung einer positiven Reichs- Kirchenhoheit, wir wollen nur die Kirchen Unglauben, Setten- und Verbrecherwesen. Also ist die dog- Brüderschaften, Kongregationen usw. denten, ja, Herr Kollege Ridert, hoheit der Einzelstaaten beseitigen. Der Einwand der Nichtzuständigkeit matische Toleranz verwerflich und unsittlich, von an die Jesuiten sogar!( Heiterkeit.). Und die möchten sie sich gern des Reichs beweist auch ein recht turzes Gedächtnis. Schon 1869 der Kollege Lieber gesprochen hat. Ich citiere der vom Reibe halten. Gewiß, ich bin fest überzeugt, daß die Kirche, hat der Norddeutsche Bundestag ein Gesez beraten, das für alle im Sicherheit wegen nach dem Kardinal Hergenrother in seinen bekannten wenn dieses Gesetz durchgeht, alle Möglichkeiten benutzen wird, Norddeutschen Bunde vereinigten Staaten die Ausübung staats- werken. Die dogmatische Intoleranz allen andren Kirchen gegenüber um ihre Herrschaft auszudehnen. Aber wird denn diese bürgerlicher Rechte für unabhängig vom religiösen Bekenntnis wird von ihm direkt als Pflicht erklärt. Aber die Kirche fordert auch Möglichkeit nur der katholischen Kirche gegeben? Nein, fie erflärt.( Sehr gut im Centrum.) Nach Nach Gründung des principiell politische Intoleranz. Im Staate der katholischen wird auch allen andren gegeben, und die andern müßten Deutschen Reichs wurde dies Gesez auch auf das Reich Glaubensfreiheit fordert sie auch die politische Unterdrüdung wahrlich sehr erbärmlich und schwächlich sein, ausgedehnt. infer Antrag ist nur eine Konsequenz dieses andrer Religionsmeinungen und wehrt sich gegen jedes Sugeständnis. fürchten sollten, von dem, was die katholische Stirche neben ihnen beGesetzes. Und weiter: Ist die Ausweisung 3st doch gegenüber allen Verfassungen von feiten der Kirche Protest tennt, einen Nachteil zu haben.( Sehr gut! im Centrum.) Sehen des Jesuitenordens durch Reichsgesetz erfolgt!( Sehr richtig! im erhoben worden, durch welche Gewiffens- und Glaubensfreiheit fest- denn die Herren nicht, die diese Zwirnsfäden beibehalten wollen, daß Centrum.) Diese Berufung auf die Zuständigkeit gestellt ist. Die meuschheitliche Entwicklung hat sich stärker gezeigt fie genau auf demselben Standpunkt des Zwangs und der Inwirft wirklich nicht sehr imponierend. Bei Bildung als die Kirchensagungen. Ganze Länder sind von der Kirche ab- toleranz stehen, den sie dem Katholicismus und dem Centrum zum der freiwilligen oftafiatischen Armee hat man es doch gefallen. In andren sind abweichende Kirchen so erstartt, daß man Vorwurf machen? Welches Zeugnis heißt es, dem Protestantismus nicht für nötig gehalten, diefe Zuständigkeit des Reichs gegenüber sie beachten muß. Kardinal Hergenröther führt u. a. die Duldung und der Auftlärung in allen Schattierungen ausstellen, wenn man den Bundesstaaten in Frage zu stellen. Der Bundesrat ist dabei auf die große Zahl von Religionsparteien, den luglauben, die durch glaubt, daß dieje ohne derartige Polizei- 3wangsmaßregeln rettungsgar nicht gefragt worden. Wenn die Regierung immer da fich Striege herbeigeführte Erschlaffung, die Vermehrung der Verkehrs- los verloren feien. Ein schlimmeres Zeugnis mangelnden Verfür zuständig hält, wo es sich um unfre Stlaverei handelt, so mittel und das leberwiegen der materiellen Interessen zurück. trauens in die Macht der eignen Ueberzeugung läßt sich gar nicht müssen wir verlangen, daß diese Zuständigkeit auch anerkannt wird, Nicht also der Einsicht der Kirche, die ihre Meinung hierin ver- denten. tvo es sich um unsre Freiheit handelt.( Sehr gut! im Centrum). ändert hatte, ist die Toleranz zu danken, sondern den Umständen, Wir Socialdemokraten sind wahrhaftig die ersten, welche der die diese Toleranz der Stirche aufgezwungen haben. Die Kirche paßt Stirche alle weltlichen Macht- und Zwangsmittel nehmen wollen, taquigni Abg. Stolberg- Wernigerode( L.): Gegen den Antrag des Centrums liegen erhebliche sachliche und sich nur den gegen ihren Willen eingetretenen Veränderungen an, und wir laden diejenigen, die es angeht, dazu ein, uns dabei sie duldet, wie der Ausdruck Toleranz an sich sagt, ein lebel, weil an dieser und an andrer Stelle gründlich zu unterstützen. staatsrechtliche Bedenten vor. Auch wir widerstreben einer so weit sie es nun einmal nicht ändern kann. Unter dieser Voraus- Aber auf dem geistigen Gebiete find wir der Meinung, daß der gehenden Erweiterung der Reichskompetenz. Dem Antrag auf Kommiffionsüberweisung widersprechen wir indes nicht. Die Stom- egung kann und darf auch eine fatholische Partei für die Toleranz Kampf der Geister mit allen dazu gehörigen Mitteln frei sein muß miffion wird alle Punkte herauszuschälen haben, die vielleicht doch eintreten, ja fie muß es, sobald sie hoffen darf, daß die Kirche dabei für jeden unter uns, auch für die katholische Stirche. Wir sehen also gewinnt, wie das in nicht katholischen Staaten in der Regel der diesen Antrag keineswegs als zu weitgehend an. Er muß der Kompetenz des Reichs unterstehen. 3 Fall sein wird; und sie fordert in jenen Staaten, also in einem vielmehr noch weiter ausgedehnt werden.( Segr richtig! bei Lande, wie Deutschland, wo die Katholiken sich in der Minderheit den Socialdemokraten.) Der Antrag darüber ist kein Zweifel Der Antrag des Centrums ist in den Parteien und in der befinden, für die Minorität eine Toleranz, die fie. befreit die Kirche vom Staat, aber der Staat wird nicht Breffe im wesentlichen abfällig beurteilt worden. Das Centrum wenn sie in der Majorität ist, selbst nicht giebt.( Sehr richtig! von der Kirche befreit.( Sehr richtig! lints.) Die Herren fordern wäre wohl überhaupt ganz allein geblieben, wenn nicht wir bei den Socialdemokraten. Widerspruch im Centrum.) gleiche Rechte und gleiche Freiheiten mit allen andren, und dabei wollen Socialdemokraten in alter Treue in dieser Sache zu ihm ge= Das Centrum hat also das Recht zu diesem Antrag. Freilich fie noch alle Vorrechte behalten, die sie jetzt haben. Sie wollen halten hätten.( Große Seiterfeit.) Ja wohl, in alter Treue, denn meinen katholische Kirchenschriftsteller, daß die Gewissensfreiheit für vollkommen frei sein, wollen aber das Gelb der Einzelstaaten haben wir Socialdemokraten find wohl die einzige Partei, die den wüsten andre Kirchen und Setten mur notgedrungen zugelassen werden dürfe, und die Macht und das Geld des einzelnen Staats für die Kirche Traum des Kulturkampfs nicht mitgemacht hat. Wir haben eigentlich daß fie aber nicht aus eigner Initiative und durch guthun des tatho- in der Schule und in der Verwaltung weiter für ihre Zwecke bewenig Dank dafür geerntet, haben ihn als gute Realpolitiker auch lischen Gesetzgebers herbeigeführt werden dürfe. Aus diesem Say müßen. Das ist ein innerlich unhaltbarer Zwitterzustand. Es ist Abg. v. Vollmar( Soc.): " STATY wenn fie Prozeß Sternberg. zwischen dem Princip des Zwangs und dem der Freiheit zu wählen, Der§ 2, Absatz 2 des Antrags lautet:„ Nach beendetem zwölften wenn Sie folchen Antrag einbringen. Die richtige Konsequenz des Lebensjahr steht dem Kinde die Entscheidung über sein Religions28. Verhandlungstag. 489 Centrumsantrags wäre, wenn der unhaltbar gewordene Zustand, das bekenntnis zu." Wir halten diese Bestimmung für absolut unvöllig veraltete Verhältnis zwischen Staat und Kirche, endlich beseitigt annehmbar, sie paßt auch nicht zu dem Grundsatz des Bürgerlichen Nach Eröffnung der Sigung wird Zengin Frl. Platho noch würde, wenn getrennt würde, wie das in Nord- Amerika geschehen Gesetzbuchs über die Handlungsfähigkeit Minorenner. Was den zweiten mals befragt, ob sie ihrer gestrigen Aussage noch etwas hinzuist. Vor nicht langer Zeit habe ich in der Centrumspresse ein Lob der Teil des Antrags:„ Die Religionsfreiheit der Religionsgemeinschaften" zusetzen habe. Sie berneint es. Auf Befragen des Justizrats nordamerikanischen Religionsverhältnisse gefunden. Warum geben anlangt, so fönnen wir da nicht mitmachen. Wir stehen nicht Dr. Sello bestreitet die Zeugin, dem Zeugen Arndt gesagt zu Sie uns denn nicht die Möglichkeit, diesen musterhaften Zustand ein- auf dem Standpunkt des Herrn v. Bollmar. Wir halten die Kirche haben, daß die von ihr unternommenen Reisen nach Kissingen und zuführen? Warum trennen Sie nicht, was sich Jahrhunderte lang für öffentliche Korporation mit staatlichen Privilegien, und diese nach Homburg mit dem Prozeß Sternberg in Verbindung standen, gerauft hat, Kirche und Staat, natürlich stets auf Kosten des große ideelle Gemeinschaft soll nicht in die Stellung von Privat- was auch nicht der Fall war. Landgerichts Direktor Miller Bolts, das inimer alles bezahlen muß? Nirgends wo hat jegt die bereinen herabgedrückt werden. hält sich für verpflichtet, die Frage an die Zeugin zu richten, ob etiva katholische Kirche einen solchen Aufschwung genommen und auch Der§ 7, Abs. 2 des Antrags erklärt:„ Landesrechtliche Verbote durch häufigen auf dem politischen Gebiet freie Meinungen angenommen wie oder Beschränkungen der Verwendung auswärtiger Religionsdiener zu ste Morphiumgenuk dort. Freilich, Sie können das gar nicht, Sie haben ja eine lehr- einer feelsorgerischen Thätigkeit finden keine Anwendung auf die ihr Erimmerungsvermögen gelitten habe. Es sei doch aufamtliche Entscheidung, die sich dagegen wendet. Auf einen voll- Religionsdiener anerkannter Religionsgemeinschaften." Wenn ich den fällig, daß in einzelnen Punkten ihre Bekundungen un kommen freien Zustand werden Sie so nicht kommen, sondern so ganzen Sinn der weiteren Bestimmung richtig verstanden habe, so soll sicher und unbestimmt seien und daß sie beispielsweise über lange werden Sie bei dem Alten hängen bleiben, bis Zeit und Um- fedes staatliche Aufsichtsrecht über die religiöse Erziehung der Kinder die Provenienz des Briefs teine ausreichende Erklärung stände Sie zu dieser Konsequenz genau so zwingen, wie sie Sie zur ausgeschloffen werden. Beides erscheint uns im hohen Grade bedenklich zu geben vermochte. Die Zeugin bekundet, daß sie wegen NervenAnnahme der Toleranz gezwungen habe. Auf alle Fälle muß wir wollen gut national- gesinnte Staatsbürger erzogen haben. Wir schmerzen hin und wieder eine Dosis Morphium nehme, aber in folgendes geschehen: In§ 1 Ihres Antrags steht: wünschen nicht, daß durch solche weitgehenden Bestimmungen die ihrem Erinnerungsvermögen nicht geschwächt sei.- Rechtsanwalt Jedem Reichsangehörigen gehört volle Freiheit der Propaganda ausländischer Elemente erleichtert wird, die für ihre Fuchs I sucht durch Befragen der Zeugin festzustellen, daß der Religionsübung" und in§ 5 heißt es: die anerkannten Nationalität Propaganda treiben. Gegen die Kommissionsberatung Beuge Arndt teinen Pfennig Vermögen, sondern Schulden befize, Religionsgemeinschaften".( Lebhafte Bewegung.) Wenn schon haben wir nichts einzuwenden. Auf der einen Seite werden wir manifestiert habe, die Exekution bei ihm fruchtlos ausgefallen sei die Beschränkung des Rechts der Gewissensfreiheit Gewissensfreiheit auf die den Grundsaß hochhalten, daß jeder Mensch nach seiner Façon felig und weder Miete noch Steuern zahle. Rechtsanwalt Fuchs stellt Reichsangehörigen falsch ist das Recht ist ein ein werden kann; auf der andern Seite werden wir eintreten für die noch eine ganze Reihe von Fragen an die Zengin, die sich auf den fach bürgerliches und menschliches Recht, welches volle Wahrung der Kirchenhoheit des Staats.( Brovo! bei den in der Staatsbürger- Beitung" abgedruckten Brief der Zeugin an jedem, der auf deutschem Boden weilt, zu teil Nationalliberalen.) Herrn Arndt beziehen. Sie erklärt, nichts davon zu wiffen, fie werden muß dann noch mehr Ihre Unterscheidung zwischen Abg. Richter( frs. Vp.): habe keinen Schimmer. Sie wisse nur, daß davon die Nede anerkannten und nicht anerkannten Religions Die heutige Erklärung des Reichskanzlers hat die Enthaltsamkeit war, daß das Reichsgericht auch Gnade ausüben tönne und daß gemeinschaften. Welchen Sinn hat es denn, die Reichskompetenz durchbrochen, die sich die Regierung seit den letzten Jahren der Herr Arndt davon gesprochen habe, man müßte danach trachten, daß auszudehnen, einen großen Teil des Kirchenrechts den Einzelstaaten Herrschaft Bismards Juitiativanträgen des Reichstags gegenüber die Begnadigung in dem Tenor des Reichsgerichts- Urteils auszu nehmen und dem Reich zu geben, damit die Gewissens- und auferlegt hatte. Diese Enthaltsamkeit entsprach nicht dem natürlichen gesprochen werde. Sie bleibt dabei, daß, soweit sie sich erinnern Religionsfreiheit nicht von der Gnade der Einzelstaaten abhängt, Verhältnis zwischen Bundesrat und Reichstag als Faktoren für die könne, der Brief von Arndt diftiert worden war und den Zwed und dann gleichzeitig diesen Einzelstaaten dadurch, daß man ihnen Fortbildung der Gesetzgebung. Nun hat sich aber der Reichskanzler hatte, Herrn Behrens vorgelegt zu werden. das Recht der Anerkennung und Nichtanerkennung giebt, doch wiederum an der Diskussion beteiligt mit einer Erklärung. noch bevor der Reichsgerichtsräte habe ihr Herr Luppa gegeben, fie babe fie auf das Recht zu lassen, die volle Religionsfreiheit zu beeinträchtigen. Antrag begründet war. Ich finde das nicht ganz richtig. einem besondren Bettel gehabt und in den Brief hineingesetzt. Nach welchen Gesichtspunkten soll denn diese Anerkennung und NichtDas Auftreten des Reichskanzlers fam heute so unerwartet, Der Zeuge Arndt wird vom Vorsitzenden nochmals nach der anerkennung stattfinden? Sie geben das nirgends an. In den dat die Meinung sich verbreitete, er wolle eine Erklärung Visitenkarte der Frau v. Gräfe für den Staatsanwaltschaftsrat einzelnen Bundesstaaten wird das durchaus verschieden gehandhabt. wegen der Aufnahme des Präsidenten Krüger abgeben. Dr. Romen befragt. Er bleibt dabei, daß er eine solche Visitenkarte Wer bürgt denn, falls dieser Antrag wörtlich so angenommen( Stürmische, lang anhaltende Heiterfeit.) gesehen habe, Frl. Platho bestreitet diese Möglichkeit entschieden. würde, dem Centrum dafür, daß sich nicht ein Bundesstaat Wir müssen unterscheiden zwischen der formellen Seite und dem Der Gerichtsarzt über Fräulein Platho. in Deutschland fände, der vielleicht die katholische Kirche materiellen Inhalt des Antrags. Was die Einwendungen wegen Auf Wunsch des Vorsitzenden äußert sich Gerichtsarzt Dr. Puppe nicht öffentlich anerkennt.( Widerspruch im Centrum.) Dann der Erweiterung der Buständigleit des Reichs anlangt, zu der Frage, ob das Erinnerungsvermögen durch habituellen figen Sie ja wiederum auf dem Trocknen. Dann haben Sie jo tann man sagen, rechter Hand, linker Hand, alles Morphiumgebrauch geschwächt werden kann. Dr. Puppe stellt auf auf dem Papier die volle Gewissens- und Religionsfreiheit, während vertauscht.( Heiterfeit.) Früher eiferte das Centrum Sie in Wirklichkeit in der forporativen Ausübung dieses Rechts gestört jede Erweiterung der Zuständigkeit des Reichs, während die und wieder sich Einsprißungen gegen Schlaflosigkeit und Nervengegen Befragen fest, daß die Zeugin eine Morphiumsprige besitzt und hin werden. Und dann ist dies Gesetz ja nicht für Sie gemacht, Nationalliberalen für Erweiterung dieser Zuständigkeit eintraten, schmerzen macht. Das Morphium hat sie nicht vom Arzt verfondern für alle Reichsangehörigen. Dies allgemeine heute ergreift Herr Lieber die Initiative zu einer erheblichen Erwei- fchrieben bekommen, sondern sich von ihrem Bruder aus Baris mitGesetz in§ 1, worauf Sie so stolz find, wird voll- terung, während Herr Baffermann sich schwierig erweist und eigentlich bringen lassen. Hypothetisch giebt der Sachverständige sein Urteil ständig durchbrochen und vernichtet, sobald sobald man den nur fromme Wünsche für die Landesgesetzgebung hat. Was die dahin ab, daß allerdings bei habituellem Morphiumgenuß eine GedächtBegriff der anerkannten Religionsgemeinschaft wiederum in Frage anlangt, ob eine Verfassungsänderung vorliegt, so nehmen wir nisschwäche die Folge sein fönnte und daß die Zeugin auf ihn einen etwas Absatz 5 hineinbringt.( Sehr richtig! links.) Die absolute diese sehr ernst, und sind stets der Meinung gewesen, daß, sobald sonderbaren schläfrigen Eindruck gemacht habe.- Sachverst. Dr. Moll Relionsfreiheit bedingt, daß die Religionsgefinnung und ihre Aus eine solche erfolgt, dies ausdrücklich in dem Gesetz ausgesprochen erklärt, daß im konkreten Fall er ohne nähere Feststellungen ein Urteil übung von dem Staate und seinen Organen feinen Organen gänzlich werden muß. Materiell mache ich einen scharfen Unterschied nicht abgeben möchte. Zu der unabhängig gemacht wird!( Sehr richtig! links.) Ich zwischen dem ersten und zweiten Abschnitt des Antrags. Dem ersten sezen widerspricht. diniert. Die Namen der habe vergeblich versucht, wie sich dieser Widerspruch erklären Teile stehen wir durchaus freundlich gegenüber, in dem zweiten Entstehung des Briefs ließe. Die einzige Erklärung, die ich in firchlichen Schrift- Teile dagegen fönnen wir keine Toleranz, sondern nur Intoleranz bekundet Zeuge Arndt noch: Die Ursache, den Brief zu schreiben, stellern habe finden können, ist die, daß, wenn man volle, erblicken, weil in ihm nur für die anerkannten Kirchen Freiheit sei die gewesen, daß Herr Behrens nach Paris und dann in die Nordunbeschränkte Freiheit gäbe, dann schließlich Kirchenlehrer und Kirchen- gefordert wird. Gerade die nicht anerkannten Religionsgemeinschaften seebäder reiste und das Gnadengesuch noch vorher haben wollte. gemeinschaften auftauchen könnten, die Ungefeglichkeiten lehren. bedürfen der Freiheit am meisten. Werden doch in Preußen die Statt des Gnadengesuchs habe er dann von Frl. Platho zu seinem Hergenrother meint, es könnten Kulte fommen, welche Menschen- Kinder der Diffidenten gezwungen, dem Religionsunterricht einer Erstaunen am nächsten Tag den betreffenden Brief erhalten. Er habe opfer, Witwenverbrennung, Bielweiberei usw. predigten. Diefer Konfeffion beizuwohnen, die ihre Eltern verabschenen.( Sehr wahr ihr sofort gesagt, derartige Mumpitsachen seien ganz undenkbar Grund ist hinfällig, weil die Religionsausübung selbstverständ- lints.) Wir wollen nicht nur Freiheit für die Religionen, die den und da habe sie sich dann mit Frau v. Gräfe in Verbindung lich unter die allgemeinen Strafgesetze fällt, und weil teine Lehre Stempel der Behörden erhalten, sondern wir fordern gleiches Recht gefeßt.-Die Zeugin giebt die Möglichkeit zu, daß der Brief etwas enthalten und kein Mensch etwas thun darf, was diesen Ge- für alle.( Bravo! links.) Wir verlangen das Recht der juristischen in der geschilderten Art entstanden sei, bestreitet aber das Bersönlichkeit für alle religiösen Gemeinschaften, die gewiffe Be- übrige. Beuge Arndt behauptet, daß auch Herr Behrens dingungen, welche durch den Geist der Toleranz vorgeschrieben find, gleich bei der ersten Unterredung dem Fräulein Platho gefagt habe: erfüllen. Wir wünschen auch keinerlei staatliche Zuwendung für irgend deutsche Richter zu bestechen sei ganz unmöglich und Wahnsinn. eine religiöse Gemeinschaft.( Bravo! links.) Zeuge Arndt: Fräulein Platho hat mir auch erzählt: fie habe mit Herrn Dr. Jfenbiel, Herrn Dr. Romen und andren im Hotel Bristol Vors.: Glaubten Sie denn das? 8euge: Warum nicht? Fräulein Platho dinierte öfter bei Bristol, ühl und in solchen Lokalen. Präs.: Zeugin Frl. Platho, haben Sie vielleicht doch etwas renommiert oder so etwas unter dem Einfluß des Morphiums gesagt?- 8eugin: Ich weiß nicht, daß ich so etwas dem unter Einflusse gesagt habe, ich verstehe es gar nicht; vielleicht erzählte Herr Arndt etwas bin seiner Phantafie. Ich doch nicht frank, Arndt fondern Herr ist frant. Beuge Arndt erklärt, daß er nur Blutspeien gehabt habe. In einem eingegangenen anonymen Briefe werde jogar behauptet, daß er geistestrank sei. Bräs.: Sind Sie etwa einmal in einer Anstalt gewesen? 8euge: Keine Idee! Staatsanwalt Braut erbittet sich eine kleine Bause zu einer Nechtsanwalt Dr. Werthauer von der Pflicht der anwalt an den Angeklagten Sternberg die Frage, ob er den dienstlichen Obliegenheit. Nach der Pause richtet der StaatsNechtsanwalt Dr. Werthauer von der Pflicht der Wir stimmen Herrn Dr. Lieber vollkommen bei, daß es sehr traurig ist, wenn in einem gewissen Staat er hat den Namen nicht genannt der katholische Geistliche, wenn er eine Messe lefen will, erst um die Erlaubnis dazu nachsuchen muß. Aber glauben Abg. Fürst v. Radziwill( Bole): Wir begreifen den Antrag als Sie denn, daß es den Diffidenten wohler thut, wenn man sie, wie ein vielverheißendes legislatorisches Vorgehen. Den Einwand der es in einem großen Staat der Fall ist, zwingt, daß ihre stinder dem Unterricht in einer Religion beiwohnen, dem weder sie noch Inkompetenz des Reichs können wir nicht anerkennen. Wir Polen haben ihre Eltern angehören.( Sehr richtig! links.) Wenn Sie das eine ein besondres Interesse an der Freiheit der Religionsübung, denn fie fann am ehesten zur Ueberbrückung der nationalen Gegensäße bei uns führen. Die Staatsregierung verquidt in Bolen religiöse mit staatlichen Fragen. Wird der Antrag angenommen, so wird diesem Zustande ein Ende gemacht.( Beifall im Centrum und bei den Polen.) wie das andre wollen, dann soll volle Gleichheit fein. al Staatssekretär Graf v. Posadowsky: Bir betrachten es weiter als etwas Selbstverständliches, daß. wenn dieser Antrag des Centrums Gesetzestraft bekommen wird, bis dahin auch Vorsorge dahin getroffen wird, daß nicht etwa durch Scherereien polizeilicher oder geistlicher Art die Rechte, welche im§ 1 gegeben werden, wieder beeinträchtigt werden. Ich will heute auf Die preußische Regierung thut nichts andres als dafür zu sorgen, Einzelheiten nicht eingehen, aber nur darauf hinweisen, daß z. B. in daß Ruhe und Frieden in der Provinz Posen herrscht.( Lachen bei Sachsen meines Wissens eine Tage von 5 M. besteht oder bestanden den Polen, im Centrum und links.) hat auf den Austritt aus einer Kirche. Es ist doch ganz natürlich, Abg. Rickert( frs. Bgg.): daß, wenn ich ein Recht habe, etwas zu thun, ich dieses durch eine Tage nicht noch besteuern darf und es giebt Leute genug, welchen diese 4 oder 5 M. als Steuer sehr unangenehm find. in München ist es Abg. Dr. Pichler( C.): Amtsverschwiegenheit entbinde. Angell. Sternberg erwidert, daß er nicht wisse, welche Konsequenzen dies haben tönne und ob er damit nicht etwa Leuten, die es gut mit ihm meinten, Unannehmlichkeiten bereiten könne. Er Das Geständnis des Kommiffare Thiel. der Staatsbürger als gleichberechtigt angesehen werden müssen.( Beifall Meine Freunde vertreten den Standpunkt, daß die polnischen In Bayern ist nach der Verfassung Religionsfreiheit vorhanden, bei den Polen.) Der Antrag felbft fommt uns ganz erwünscht. Wir die Berfaffung fagt nichts darüber, in welcher Weise Austritte aus sehen in dem Antrag einen Fortschritt. Ein Fehler des Antrags ist, einer Kirche zu erfolgen haben. Gleichwohl haben sich gerade die daß er nicht auch den nicht anerkannten Religionsgesellschaften volle Freiheit geben will. katholischen Geistlichen zusammengethan wenigstens gelegentlich des Falls Lenbach zu Tage getreten um Abg. Stockmann( Rp.): Dem Grundgedanken des Antrags stehen die Austrittszeugnisse aus der Kirche nur solchen auszuliefern, wir sympathisch gegenüber. Aber gerade das Centrum hat sich immer entbinde daher den Rechtsanwalt Dr. Werthauer nicht von der welche beweisen, daß sie in eine andre Kirchengemeinschaft eintreten gegen eine Kompetenzerweiterung des Reichs ausgesprochen. So sehr Amtsverschwiegenheit. ( Hört! hört!), obwohl davon in der Verfassung nicht die Rede ist. wir das patriotische Verhalten des Centrums in den letzten Jahren Mit der Kommissionsberatung sind wir selbstverständlich ein- anerkennen, so wissen wir doch, daß es die kirchlichen Interessen Staatsanwalt Braut: Dann richte ich an Dr. Werthanter die verstanden. Ich erkläre aber heute schon, daß wir auf alle Fälle zu den nationalen vorangehen läßt. Für den Antrag ist die Zuständig Frage: Sind in seinen Atten etwa Abschriften der Berichte, welche § 5 einen Abänderungsantrag stellen werden, der dahin geht: nicht feit des Reichs nicht vorhanden, es müßte für seine Durchführung Kriminalkommissar Thiel zugestanden hat, als bestochener Beamter Religionsgemeinschaften, welche anerkannt sind", sondern den die Reichsverfassung geändert werden. Das aber erscheint uns nicht Religionsgemeinschaften" wird die Freiheit der der Ausübung richtig. Wir können dem Antrag nicht zustimmen, doch wollen wir an Zuppa erstattet zu haben? Thiel hat ein vollständiges Geständnis abgelegt, daß er von Zuppa durch Summen, deren Höhe noch nicht gewährt. Haben Sie fich( zum Centrum) schon einmal bis nicht gegen Kommissionsberatung stimmen. zur gewiffen Religionsfreiheit aufgeschwungen, dann werden feststeht, bestochen sei. Er hat zugestanden, daß alles, was Herr Sie uns an Ihrer Seite finden, und vir wollen uns Wir find jederzeit für volle Gewissensfreiheit eingetreten, und Stierstädter von ihm behauptet hat, die Geschichte von auch nicht daran stoßen, wenn Kulturkämpfer, Pfaffen wir meinen, daß das Reich auf diesem Gebiete zuständig ist. Villa am Genfer See und dergleichen, wahr sei und er hat fresser, Jesuitenriecher und andre ähnliche furzsichtige Leute Herr v. Vollmar hat uns vorgeworfen, daß wir seine Partei falsch die Ansicht ausgesprochen, daß Abschrift der Berichte, die er an Luppa uns etwa das alte Wort von der Schwarz roten Inter- beschuldigen, und betonte, für seine Partei sei Religion Privatsache. erstattet hat, auch in die Aften des Dr. Werthauer gekommen seien. nationale" wieder an den Kopf werfen. An unfrem Ruf Die Auslegung des Herrn v. Vollmar, die er dieser Stellung seiner Rechtsanwalt Dr. Werthauer: Das ist ganz ausgeschlossen. ist überhaupt nichts mehr au berderben!( Heiterkeit) Bartei gab, ist aber doch ganz subjektiv, lesen Sie die offiziellen Wenn mich der Angeklagte Sternberg nicht von der Amtsverschwiegenund hoffentlich wird es auch dem verehrlichen Parteitags Protokolle, da steht gerade das Gegenteil von dem, heit entbindet, so will ich meinerseits doch alles sagen: Es ist gänzlich Centrum bei Hofe nicht schaden.( Heiterkeit und Beifall was Herr v. Wollmar gesagt hat.( Lebhafter Widerspruch bei den unmöglich, ich habe Thiel nicht gesprochen, weder direkt noch indirekt Socialdemokraten.) Herr v. Bollmar hat auch die Gewerkschaftsfrage Abg. Baffermann( natl.): berührt. Er hat sich auf das Imprimatur eines Bischofs berufen. mit ihm zu thun gehabt und ihn nicht gekannt. In der Preffe find lebertreibungen vorgekommen. Man sprach Ich möchte ihm da eine kleine Belehrung zu teil werden laffen. Er Braut: Stellen Sie Ihre Handakten zur Verfügung? schon von einer Katholisirung Deutschlands. Ich muß sagen, wird mir das nicht übel nehmen, nachdem er uns heute so viele Dr. Werthauer: Ich stelle gern alles zur Verfügung, was ich die Kraft des evangelischen Glaubens wird bei einer Wahrheiten gesagt hat.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten. habe. Der Staatsanwalt beantragt hierauf, sofort durch solchen Bezeichnung erheblich unterschätzt. Aber wollen Große Heiterkeit.) Das bischöfliche Imprimatur auf einem Buche einen beauftragten Richter eine Durchsuchung bei Dr. Werthauer teinen neuen Kulturkampf entfeffeln, sondern den Religionsfrieden bedeutet nichts andres, als daß das betreffende Buch nichts enthält, vorzunehmen. fördern, und es ist uns zweifelhaft, ob der Antrag dazu dient. Die was dem christlichen Glauben und der Sittenlehre widerspräche. Rechtsanwalt Dr. Werthauer: Er sei damit ganz einvers Freiheit der Religionsübung ist ein ethisch schöner Grundsay, dem Redner legt an einer großen Anzahl von Fällen die Mißstände wir immer zugestimmt haben.( Buruf aus dem Centrum: Immer?) in Mecklenburg, Braunschweig und Sachfen dar. Auf die Mängel standen, er erkläre sich bereit, alles herauszugeben, ob es gefeglich Wir sind der Ansicht, daß es sich bei diesem Antrage um eine Er- unfres Antrags, von denen man gesprochen hat, gehe ich nicht ein; zulässig sei oder nicht. Er habe von der weiterung der Reichsverfassung handelt. Gegen die reichsverfaßliche darüber zu verhandeln, wird Sache der Kommission sein. Festlegung der Grundsäße des Abschnitts I des Antrags: Neligions freiheit der Reichsangehörigen, haben wir nichts einzuwenden; wir stoßen uns auch nicht an dem formalen Bedenken, daß die Reichslinks.) Königl. sächsischer Bundesbevollmächtigter Graf Hohenthal geht auf einzelne von dem Vorreduer erwähnte Fälle ein. Bundesbevollmächtigter für Mecklenburg- Schwerin v. Dergen bestätigt, daß der Bau katholischer Kirchen von der Genehmigung des Ministeriums abhängig sei. Im Bedürfnisfall sei diese Genehmigung aber nie versagt worden.( Lachen im Centrum.) Herzoglich Braunschweigischer Bundesbevollmächtigter v. Cramm Burgdorf behauptet, daß das braunschweiger Gesetz vom 10. Mai 1867 durchaus paritätisch gemeint sei. Staatsanwalt Existenz Thiels keine Ahnung gehabt, alle Berichte, die aus dem Luppafchen Bureau eingingen, habe er gesammelt, Thielsche Berichte seien ihm seines Wissens nicht verfassung entsprechend erweitert werden muß. Wo Intoleranz in in die Hände gekommen. Es seien von Luppa auch viele Detektivden Einzelstaaten besteht, da müssen die veralteten Grundfäße sobald als berichte ohne Unterschrift eingesandt worden, die Möglichkeit, daß er den einen oder den andren nicht gelesen, sei immerhin vorhanden, möglich fallen. Das gilt z. B. für Mecklenburg. Diese Staaten brauchen sich daher nicht zu wundern, wenn das Reich angerufen wird. wenn auch nicht wahrscheinlich. Vorf.: Waren auch Berichte in Im Gegensatz zu dem Centrumsantrag müffen wir aber auch die der Form von Protokollen dabei?- Dr. Werthauer: Das ist Religionsfreiheit für Dissidenten, Alttatholiken, fura gänzlich ausgeschlossen. Wenn ein verdächtiger Bericht darunter gefür Angehörige auch nicht staatlich anerkannter Religionsgemein wesen wäre, würde ich sicher ihn sofort dem Justizrat Dr. Sello schaften fordern. Die formale, aber doch wichtige Seite der Frage wird die Kommiffion zu beschäftigen haben. Kann im Wege eines ein- Nächste Sigung Donnerstag 2 Uhr.( 1. Schleuniger Antrag unterbreitet haben. Rechtsanwalt Dr. Werthauer erklärt fachen Reichsgefeßes eine verfassungsmäßige Aenderung erfolgen, Ibrecht u. Gen.( Soc.) betreffs Einstellung eines Ber- wiederholt nachdrücklichst, daß er bereit sei, über alles, was mit wenn der Bundesrat in seiner Majorität zustimmt. oder muß ausfahrens gegen den Abg. Thiele( Soc.) 2. Fortfegung der Sache in Verbindung stehe, sofort und glatt Auskunft zu geben drücklich die Veränderung beschlossen werden? Wir felber find der der Besprechung der Interpellation Dr. Heim( C.) wegen und bitte, ihn in diese Lage zu versetzen. Der Gerichtshof zieht legten Ansicht und für diese Ansicht sprechen auch eine Reihe der Kohlentenerung.) fich zur Beratung zurück und beschließt, die beantragte Durchsuchung Präcedenzfälle. Schluß 7 Uhr. nicht vorzunehmen, da sie gesetzlich nicht zulässig sei. Damit ichließt die Diskussion. Der Antrag wird einer Kommiffion von 28 Mitgliedern überwiesen. Die Ehlert gegen Stierstädter. medizinischen Sachverständigen über den Geisteszustand des Zeugen Anträge und befürwortet besonders die völlige Aufklärung des Falls Wieder wird die Zengin Ehlert vorgerufen. Der Präsident zu befragen, da es doch fast so scheine, als ob der Zeuge teine Dr. Werthauer- Arndt. Es sei höchst wichtig, festzustellen, wer die richtet an die Zeugin die Frage, ob es wahr sei, daß fie am Sonntag Borstellung von der Bedeutung des Eids habe. Der Gerichtshof Wahrheit gesprochen habe. Derselbe Staatsanwalt, der vor drei den Besuch ihres Bruders in der Erziehungsanstalt zu Blögensee erhält eine Borlegung des Kassabuchs nicht für notwendig und nimmt Tagen derfelben Ansicht war, hatte die Entscheidung dieser Frage halten habe. Die Frage wird bejaht. Auf weiteres Befragen stellt dem Zeugen Wohl den Eid ab, nachdem der Vorsitzende in mühe- nach drei Tagen der Verhandlung, in denen die erschütterndsten die Zengin entschieden in Abrede, daß von ihrem Bruder auf sie voller Weise und durch zahlreiche Fragen, die der Zenge sehr lang Bwischenfälle vortamen, für unwesentlich. Er bitte, seine sämtlichen eingewirkt worden sei. Bei dem Gespräch sei die Schwester sam und teiltveise unter Thränen beantwortet, festgestellt hat, daß Anträge anzunehmen. Lydia zugegen gewesen. Ihr Bruder habe ihr geraten, den dieser seine Aussage nicht abändern will. Beuge Niebies! er- Der Gerichtshof behält sich die Beschlußfaffung vor. Herrn Stierstädter wegen feiner Frechheit und seiner Lügen lärt auf Befragen des Vorsitzenden, daß auch Direktor Schulze, Gegen 4 Uhr wird die Verhandlung bis Donnerstag 9/2 Uht anzuzeigen. Weiter hätten sie über den Prozeß nichts gesprochen. Jänice, Wolf mehrmals im Bureau gewesen sind. Der Zeuge hält vertagt. Staatsanwalt Braut weist darauf hin, daß die Zeugin foeben es auf Befragen des Rechtsanwalts Heinemann für völlig auswieder grobe Beleidigungen gegen den Herrn Stierstädter ausgestoßen geschloffen, daß er in der ganzen Sternberg- Affaire an irgend jemand habe. Beugin Ehlert: Jawohl, und ich halte die Beleidigung Gelder gezahlt habe, ohne eine Anweisung des Rechtsanwalts aufrecht. Der Präsident beläßt es noch einmal bei einer Straf Dr. Werthaner zu haben. androhung. Sie bleibt dabei, daß Stierstädter sie zu der ersten falschen Aussage angestiftet hat. Er habe gesagt, sie solle bei der belastenden Aussage bleiben und wenn man sie auch mit einem Jahre Gefängniß bedrohe, ausgeführt werde die Drohung doch nicht. Beuge Stierstädter erklärt ebenso entschieden, daß dies alles unwahr sei, er habe die Ehlert seit der letzten Verhandlung nicht wieder gefeben. Hierauf wird der Bureauvorsteher des Rechtsanwalts Dr. Werthauer, Beuge Niebiest, vernommen. Er erklärt auf Befragen, daß er niemals an Herrn Hofmeier Gelder bezahlt habe( wie es Beuge Wohl behauptet hat). Ein Bote sei einmal mit einem verschloffenen Briefe erschienen und als er ihn geöffnet, habe er fofort gesehen, daß er für Luppa bestimmt gewesen sei. Herr Luppa sei häufig in dent Bureau gewesen und habe vielfach Konferenzen mit Dr. Werthauer abgehalten. Den 8eugen Wohl hat Benge niemals im Bureau gesehen. Manchmal sei es wohl vorgekommen, daß Herr Luppa, wenn er auf eine Konferenz mit dem Rechtsanwalt Dr. Werthauer wartete, selbst mit Leuten verhandelte, doch seien das immer Leute, die zum Sternbergschen Bureau gehörten und mit Herrn Luppa zu reden hatten. Der Beuge bestreitet die Behauptung eines anonymen Briefs, wonach er fast täglich etwa 200 m. für die Sternbergsche Sache ausgebe und die Gelder fich täglich aus der Sternbergschen Staffe holen lasse. Dies sei nicht wahr. Er habe vor einiger Zeit einmal 200 m. aus der Stern: bergschen Staffe holen lassen, die für Ueberstunden und dergleichen aufgebraucht worden seien. Der Beuge erklärt unter seinem Eide, daß er Berichte, die die Unterschrift des Kommissars Thiel getragen oder auf Verwendung amtlichen Materials hindeuteten, nie gelesen habe, dagegen dagegen wohl Be richte des Herrn Direktors Schulze und des Herrn Wolf. Es sei ganz ausgeschlossen, daß er dem Zeugen Wohl die von diesem behaupteten zweimaligen Zahlungen geleistet habe. Beuge wohl weiß nicht, wer ihm das Geld für Hofmeier gegeben, woher basfelbe genommen wurde und wie es überhaupt in den Werthauerschen Bureau aussieht. Einige Fragen des Rechtsanwalts Dr. Mendel weisen darauf hin, daß der Zeuge von andren Stellen auch für Hofmeier Geld geholt hat und daß er sich vielleicht täuschen kann, das heißt das Geld irgendwo anders hergeholt habe. Der Zeuge, der einen fonderbar Eine Leporello- Lifte von Beweisanträgen. Briefkasten der Redaktion. Die furistische Sprechstunde findet Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 7-9 1hr abends statt. R. 2. 47. Die Stadt Allenstein hatte nach der Zählung von 1890: Auf eine Anfrage des Vorsitzenden, ob und welche neuen Be- 19 375 Einwohner. Neuere Angaben fehlen uns. weisanträge die Verteidigung etwa noch zu stellen gedente, trägt Harz. Ein Amalienheim in Berlin tennen wir nicht. Jedoch ist in Rechtsanwalt Fuchs I. umfangreiche Beweisanträge vor. Die Berlin W., Moßstr. 11, bas Amalienhaus, worin junge Mädchen gegen Verteidiger beantragen: 1. Das Fräulein Pfeffer unter Gegenüber- 15 Mart monatliches Koftgeld für den Haushalt ausgebildet werden. Ebenstellung mit dem Zeugen Arndt darüber zu hören, daß bei falls enthält das Haus Logierräume für Mädchen sowie einen Kinderhort ihrem Besuche im Bureau für 30 evangelische Schülerinnen. bes Dr. Werthauer niemand, C. R. Tilsiter 0.55. Sie haben vergessen anzugeben, als was Ihre weder Dr. Werthauer noch irgend eine andre Person das An- Tochter angefiellt ist( Gewerbegehilfin? Wertmeister? Handlungsgehilfin? finnen an sie gestellt habe, auf die Frieda Woyda und die Clara Gesinde?). Ift fte Handlungsgehilfin, so ist ihr ihr Gehalt unverkürzt( ohne Fischer dahin einzuwirken, daß fie ihre Aussage an Gunsten Stern Abzug der Krankengelder) auch für den November zu zahlen. Befindet sie bergs ändere. 2. Vernehmung mehrerer Personen darüber, daß sich in einer andren Stellung, so wiederholen Sie Ihre Anfrage unter Er9. P. 100. 1. Die Klage geht weiter. Frau Blümte cine durchaus zuverlässige und anständige Berson ist. gänzung des Gewünschten. 3. Bernehmung der Clara Fischer darüber, daß die Modellaunoncen oder in der betreffenden Branche üblich ist und deshalb als stillschweigend 2. Bei Ausschluß jeder Kündigungsfrist ist, falls nichts andres vereinbart nicht von Margarete Fischer geschrieben, Vernehmung von Schreib- vereinbart gilt, fann nach der zutreffenden, vom hiesigen Gewerbegericht fachverständigen darüber, daß die Modellannoncen nicht von fiändig bethätigten Ansicht, auch vor fertiggestellter Accordarbeit der Vertrag einer Frau, sondern von einem Manne geschrieben und der aufgehoben und für das bis babin fertig Gestellte Lohn begehrt werden. Angeklagte Sternberg dieser Mann nicht fei. 4. Bernehmung S. L. 1. Der Kauf geht nicht rückgängig zu machen. 2. Die Hundesteuer wird von Zeugen darüber, daß Frieda Woyda schon seit Jahren nicht erniedrigt. A. B. Arndtstraße. Für die Aufbewahrungspflicht von jungen Leuten nachgelaufen sei, daß sie ungezogen und unglaub- Pfandgegenständen, die vom Vermieter einbehalten sind, giebt es teine Frist. würdig sei. 5. Ueberreichung eines Briefs vom 26. November und Sie können die Sachen nur dadurch los werden, daß Sie entweder Ihre Forderung einflagen und dann die einbehaltenen Sachen verkaufen lassen Ersuchen an die Staatsanwaltschaft, den Brieffchreiber zu ermitteln, oder daß Sie die Sachen in öffentlicher Bersteigerung verkaufen laffen. Der um daraus zu beweisen, daß noch jetzt Erpressungsversuche gegen lektere Weg ist der weniger tostspielige. Sie finden ihn näher Seite 205 Sternberg unternommen werden. Es handle fich darum, daß in des dem Arbeiterrecht angehängten Führers durch das Bürgerliche Geſetzdem Briefe 10 000 m. verlangt werden unter der Drohung, daß buch beschrieben. 2. Z., Brik. Kommen Sie in unsre Sprechstunde. sonst noch mehr Kinder gegen den Angeklagten Sternberg ins Gefecht M. 2. 100. Die Unfallrente ist umpfändbar. Es kann alfo dieselbe 2. C. p. B. Nach geführt werden würden. 6. Bernehmung der Schuyleute Sarge und wegen Mietzins nicht mit Beschlag belegt werden. ordan darüber, daß Stierstädter gesagt habe, die Sache Sternberg hließlich im eignen Haushalt des Befibers verwendet werden soll, die $ 2 des Fleischbeschau: Gesetzes darf bei Schlachttieren, deren Fleisch aushabe ihm schon 300 W. gekostet und wenn sie ihm noch 1000 m. kosten untersuchung vor und nach der Schlachtung unterbleiben, sofern die Tiere würde, so müsse der Jude doch hinein". 7. Vorladung von Beugen feine Merkmale einer die Genußtauglichkeit des Fleisches ausschließende Gr feine einer bie emendung( aljo Berlauf usw.) über die Glaubwürdigkeit der Bengin Ehlert, die Dinge abjonder- frankung zeigen. lichster Art behauptet haben soll, so z. B. daß ihr Vater die Mutter folch ununterfuchten Fleisches ist verboten. Als eigener Haushalt gilt der erstochen habe". Ferner soll sie u. a. einen Lehrer wider befferes Haushalt von Speiseanstalten, der Schlächter, Fleischhändler, Gaft-, SchankUeberbies tann nach dem Fleischbeschau Gesetz Wissen eines Sittlichkeits- Verbrechens beschuldigt haben. 8. Ver- und Speisewirte nicht. Uel nehmung weiterer Zeugen über die moralische Qualität der Zeugin diese Ausnahme vom Untersuchungszwang landesgefeßlich( in Preußen genügt nach der Rechtsprechung eine Polizeiderordnung) aufgehoben, also Trichinenschau Schnörwange. Darunter befinden sich die Prediger Giese und auch für Haushaltungsschweine eingeführt werden. Ob für Ihren Bezirk solche Diestelkamp, die bekunden sollen, daß die Schnörwange wegen Un- Bolizeiverordnung ergangen ist, ist uns unbekannt, aber wahrscheinlich. fittlichkeit und Verdorbenheit nicht eingesegnet sei, daß fie die Kirchen- Agitatorisch läßt sich das Vorgehen in dem von Ihnen beabsichtigten Sinne tasse erbrochen habe 2c. 9. Bernehmung von Zeugen darüber, daß der Angeklagte Sternberg nie solche Unterwäsche beseffen, wie einige Benginnen bemerkt haben wollen, daß er auch nie einen schwarzen Mantel mit grauem Belz und feinen grauen Cylinder getragen habe. 10. Borladung eines Manns ans Sangerhausen, der sich gemeldet macht und sich fast jedes Wort von dem Vorsitzenden herausholen habe, um eine Aeußerung Stierstädters dahin zu bekunden: Der läßt, bleibt dabei, daß er im Bureau des Rechtsanwalts Dr. Werthauer Woyda habe ich alles schön eingepakt, bei der zweiten Auflage gewesen sei. Staatsanwalt Braut regt an, vor der Vereidigung des Prozesses wird es noch beffer." 11. Bernehmung einer Anzahl bes Zeugen erst einmal das Kaffabuch des Dr. Werthauer einzusehen, von Zeugen darüber, daß der Zeuge Arndt ein unglaubwürdiger, wenn es zur Verfügung gestellt würde. Rechtsanwalt eine ganz vermögenstofer Mann fei, der den Offenbarungseid geleistet mann fließt fich diesem Antrage namens der Verteidigung an habe und weder seine Miete noch seine Schulden bezahle. und versichert, daß es derselben nur lieb sein könne, wenn alle Be- Staatsanwalt Braut erklärt, daß er im Princip nicht gegen weise, die den Rechtsanwalt Werthauer betreffen, in vollem Um die Betveisanträge sei, sich aber doch in einigen Bunften dagegen fange erhoben würden. Rechtsanwalt Mendel giebt anheim, die erklären müsse. Rechtsanwalt Sello begründet noch einmal die zurückhaltenden Eindruck würde. wohl nicht anwenden. Die Ausnahme zu Gunsten der Hausschlachtungen ift wesentlich mit Rücksicht darauf zugelassen, daß die zuziehung eines leischbeschauers in Gegenden mit dünner Bevölkerung und ohne ge fchloffene Ortschaften namentlich auf dem platten Lande sehr lästig sein wir ab. Sie fönnen zur Zahlung gezwungen werden. W. S., Westerwald. Schriftliche Antwort zu erteilen, lehnen E. G. 100. In beiden Fällen würden Sie haftbar sein. Wer ein Tier hält, haftet für jeden Schaden, den das Tier anrichtet. Stiehlt Ihr Hund eine Wurst, so haben Sie diefelbe zu bezahlen. Bewirkt Ihr und Glatteis, so haben Sie gleichfalls für den etwaigen Schaden aufzukommen ohne Rücksicht darauf, ob Ihr Sund bolos oder nur fahrlässig gehandelt hat. jährung ist nicht eingetreten. Friedrichshagen I. 1. Die Kündigungs frist der nicht nur aushilfsweise und nicht gegen Accordlohn angestellten Bertmeister ist, falls nichts andres vereinbart ist, 6 Wochen zum Quartals ersten. Das Nähere finden Sie im Arbeiterrecht" S. 225 und im ersten Nachtrag S. 104. 2. Nein. 6. Sch., Nieder: Schöneweide. Nein W. A. Ber: 1910220 BC o. stof 00002,000 001: O notiek sumpit It Adrehbuch nopiesnA enisl re regase.bbro eint nou squi für Berlin und Vororte sluliina 1901 $ 22889 asguutsin 19V ist erschienen und wird in der Haupt Expedition des Berliner Lokal Anzeiger" SW. Zimmerstr. 40-41 zu den bekannten Preisen ausgegeben. spiesnA sidom August Scherl. Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, 6. Dezember. Opernhaus. Die Afrikanerin. Au fang 7 Uhr. Schiller Theater uld( Wallyer Theater). Donnerstag, abends 8 115r: Ephraims Breite. Schauspiel in 5 Att. v. Karl Hauptmann. reitag, abends 8 Uhr: Faust. II. Teil.( 2. Abend.) Sonnabend, abends 8 1hr: Breite. Schauspielhaus. Die Welt in der Sonntag th man sich langweilt. Anfang 7 Uhr. tadiu Deutsches. Fuhrmann Henschel. Anfang 7 Uhr. Leffing. Johannisfeuer. 7½ 115. Anfang Berliner. Die strengen Serren. An fang 7% hr. Residenz. Die Dame von Marim. Anfang 7% Uhr. Nenes. Die Liebesprobe. Anfang 7 Uhr. Westen. Hoffmanns Erzählungen. Anfang 8 Uhr. Central. Der Brautvater. Hierauf: Die Fledermaus.( 2. Aft.) An fang 71 Uhr. Secessionsbühne. Der Leibalte. Anfang 72 Uhr. Schiller. Ephraims Breite. Anfang 8 Uhr. nachmittags 3 Uhr: Das Glück im Winkel. Sonntag, abends 8 Uhr: RANIA** Taubenstr. 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: ,, Die Weltausstellung in Paris". Im Hörsaal: ,, Unedle und doch wertvon Nass. lad Cirkus Busch Donnerstag, 6. Dezbr., abbs. 7% Uhr: Elite- Gala- Abend. Zum achtenmal: volle Metaller for Dr. ,, Die eiserne Maske" abo Invalidenstr. 57/62. ( Le masque de fer). Großes hiftor. Manegen- Schauftüd in 4 Aften und 2 Hauptbildern, arrangiert Die Welt in der man sich. Tägl. Sternwarte. und in Scene gefest vom Direktor langwellt. Thalia- Theater Heute und folgende Tage: Amor von heute. Dresdenerstr. 72,61 Gr. Ausstattungspoffe mit Gefang mud Tanz von Jean Seren u. Alfr. Schön feld. Mufit von Wanda. Herren: Thomas, Thielscher, Helmer: bing, Sunfermann, Bantmüller. Milton, Milani, Boje, Damen: Wanovins, Wehling, Junter- Schatz. Anfang 7 Uhr. Thalia. Amor von heute. Anfang Carl Weiss- Theater 71/2 Uhr. Luifen. Wilhelm Tell. Anfang 8Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die Strohwitwe. Anf. 71/2 Uhr. Carl Weiß. Lenore, die Grabes: braut. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Almenrausch und Edelweiß. Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Eine tolle Nacht. Anfang 72 Uhr. Apollo. Specialitäten- Borstellung. Gr. Frankfurterstr. 132. Lenore, die Grabesbraut. Schauspiel mit Gesang in 3 Atten von K. v. Holtei. Anfang 8 1hr Morgen: Dieselbe Vorstellung. Montag: Bum erstenmal: Die Veilchenprinzessin. Ein Märchenspiel mit Gesang und Tanz in 5 Aften von Willy Lang. Für diese Vorstellungen ist jeder Erwachsene berechtigt, zwei Kinder auf einen Plat frei einzuführen. Fräulein Loreley. Anfang 8 Uhr Palast. Specialitäten: Borstellung. Der Säugling. Anfang 72 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Sonnabend, nachmittags 4 Uhr: Anfang 8 Uhr. 1 Kindervorstellung: Schneewittchen Paffage Panoptikum. Specialis und die fieben Zwerge. täten D Borstellung. Anfang mittags 12 Uhr. = Urania. Taubenstr. 48/49.( m Theatersaal) Abends 8 Uhr: Die Weltausstellung in Paris. Im Hörsaal: Unedle und doch wertvolle Metalle, von Dr. Naß. Invalidenstr. 57/62.. Tägl. abends bou 5-10 Uhr: Sternwarte. Central Theater Anfang 7 Uhr. Beute und folgende Tage: 001 Der Brautvater. Gesangspoffe in 3 Atten von Adolf Rosée. Musit von H. Blagbeder. Hierauf: Die Fledermaus.( 2. Aft.) Adele- Grabiz, Rosalinde Delma, Or lofski- Hagen, Eisenstein- Schütz, Frant Anders, Falte- Kleemann. Sonnabend, 8. Dezember, nachm. 4 Uhr: Kindervorstellung. Gastspiel des Märchen- Ensemble Hänsel und Gretel. Märchenspiel mit Gesang in 4 Atten. Preise der Plätze: Logen 2,10 M., Apollo- Theater. Vollständig neues Specialitäten- Programm. Mlle. Brescina Pariser Excentrique. Horence Esdaik. do that François Gerari. François Milli Capell Original- Sporting- Act 8 Debuts. 8 Debuts. CASTANS PANOPTICUM Friedrichstr. 165. Neu! Dahomey- Dorf. Neu Nachmittags 5-10 Uhr. Paul Busch und Herrn BurkhardtFoottit. Balletts arrangiert und einstudiert vom Hofballettmeister Severini. 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Dezbr., nachmittags 4 11hr: Berliner Landpartien. Cirkus Gertrude Barrison Schumann. Jenseits der krummen Lanke. 2. Seebataillon 3. Compagnie. 16 Nummern. Eintr.( soweit der Raum 50Pf. reicht) inkl. Panopticum Passage- Panopticum. Berlin. Neu! China in Krao, Bindeglied zwischen Mensch und Affe. Liza, das 12jähr. Riesenmädchen. Eintritt einschließt. Theater 50 Pf. Palast- Theater friiber Feen- Palast, Burgstr. 22. pyramidale Dezember und Das Fräulein Loreley. Anfang 8 Uhr. Barquet 1,10 W., I. Hang'80 Sanssouci II. Rang 55 Pf. Sonntag, nachmittags 3 Uhr, zu halben Preisen: Die Geisha. Abends 71/2 Uhr: Der Brautvater. Hierauf: Die Fledermaus.( 2. Aft.) Kottbuserstrasse. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag: Hoffmanns Nordd. Sänger. W. Noacks Theater. Theater. Anfang Sonntags Uhr. Brunnenstraße 16. Die Blinde von Paris. Schauspiel in 5 Aften v. F. Hermann. Nach der Vorstellung: Entree 50 Pf. Von 5-7: Unterhaltungs- Musik. Wochentags 8 ühr. Entree 30 Nach jeder Soiree: Tanzkränzchen. 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Dezbr., abends 8 Uhr: Elite Vorstellung. ( Großartiges Gala- Programm.) 19 Achtung! Besselung des Maschinenbauers und Schloffermeisters Herra Heinrich Nethel aus Schöneberg, Bahnstraße 17, durch Herrn Cirnoc Herr Cirnoc zahlt Herrn Rethel 1000 Mark wenn er sich befreit. Herr Nethel bringt sich eigne Schlöffer mif. 6nAußerdem: Auftreten des großartigen Künstlerpersonals. Vor: führung der besten Schule und Freiheitspferde.sid dad Theater Grand- Hotel Alexander- Platz. Pummels Roman oder: Berliner Leben.89 Gr. Berliner Gesangspoffe in 5 Bildern. ன்பட் Reichshallen. 12. Täglich: 10 Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Borher: Konzert. 3d un 100 sdnd 19 4 ausländische Kapellen 4 sted slink Madion sid turo sin FEST Gr. Theater- Vorstellung. abends präciſe 7%, Uhr: Cohns Festsäle, Cohns Festsäle, Benthstr. 20. Gala- Elite- Abend. Niesen- Erfolg des neuen fenfa tionellen Dezember- Programme. Gastspiel des berühmten Kunstreiters Mr. Alfons Althoff seinem musikalischen Akte stehend zu Pferde. ?? 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Zu der einen Partei gehörten alle, die sich an den holden beratung der Vorlage betreffend die Bewilligung von Ruhe geld Brauer, Schlächter, Gastwirte und in erster Linie die Eiswerke, die mählich bildeten sich in Berlin aber zwei Parteien für und wider diese Hinterbliebenen Versorgung für die ohne Seen Eis entnehmen wollen, werden nach dem Umfang ihrer zur Schwestern satt gesehen hatten und allmählich anfingen, die Pensionsberechtigung im Dienste der Stadt dauernd beschäftigten Personen, gelang es unsren Vertretern, durchzusetzen, daß für die Eislagerung bestimmten Räume durch Beamte der Strompolizei Sache langweilig zu finden. Naturgemäß erhielt diese Partei aus Berechnung des Ruhegelds der Arbeitsverdienst der lezten 10 und eingeschätzt und müssen für das Kubikmeter 10 Pf. zahlen. Nach dem gegnerischen Lager jeden Tag Zuzug und sie wurde bald so nicht, wie die Magistratsvorlage wollte, der legten 2 Kalenderjahre Erstattung des Betrags, der für diesen Winter gegenwärtig ein- start, daß sie ristieren konnte, den Moralischen herauszukehren und maßgebend ist. Eine lebhafte und lange Diskussion entspann sich gezogen wird, erfolgt die Zustellung des Eisscheins. Größere Eis- auf die Unfittlichkeiten der Barrisons zu schimpfen. Ihr kam dabei Eine lebhafte und lange Diskussion entspann sich abnehmer haben mehrere Hundert Mart zu entrichten; dazu kommen zu statten, daß unter der Lebewelt damals Verfrommung und Sittüber den Antrag unsrer Vertreter, den§ 4 der Magistratsvorlage zu noch die beträchtlichen Ausgaben für Arbeitslohn( Eishauen) und lichkeitsheuchelei als besonders chic galten; weiter aber begingen die streichen. Dieser besagt, daß Freiheitsstrafen, welche mit Verlust der bürgerfive sisters bie Ungeschicklichkeit, stabil zu bleiben. Hätten die lichen Ehrenrechte verbunden sind, die Fortzahlung des Nuhegelds Transport.p Das Berliner Adrehbuch für 1901 ist erschienen und ge- ihre Zötchen pikant ausschließen und daß andre Freiheitsstrafen, sofern sie einen Monat Damen rechtzeitig einen erfonnen, neuen Tric etwa den, unter übersteigen, zur Folge haben sollen, daß die Zahlung während der langt von heute ab bis einschließlich Sonnabend, den 8. Dezember mantel hervorschimmern zu lassen, einem ganz andren Tugendim Gewand der Wohl. Dauer derselben ruht. Es gelang nicht, den ganzen Paragraphen dieses Jahres, in der Hauptexpedition Bimmerftr. 40/41, und zwar anständigkeit schamlos zu Fall zu bringen, doch wurde schließlich ein Beschluß angenommen, täglich von 9 Uhr vormittags bis 4 Uhr nachmittags, zur Ausgabe. alten Gewande Gesänge erbaulichen und patriotischen Inhalts zum zu fein, oder hätten sie etwa im nach welchem den Familien solcher Personen, die mehrmonatliche, mit Von den Vorbestellern kann das Adreßbuch aber nur gegen Aus- besten gegeben, so wäre ihnen die Gunft der Lebewelt am Ende Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte nicht verbundene händigung der ihnen zugegangenen Legitimationstarte in Empfang weiter hold geblieben. So aber zerstoben sie, wurden gemieden und Freiheitsstrafen zu verbüßen haben, während der Strafbauer genommen werden. Von Montag, den 10. b. M. ab erfolgt die zu vergessen. Auch die Dame Gertrud, die als einzige Säule jekt von die Bezüge gewährt werden, welche sie erhalten würden, wenn das ftellung der nicht abgeholten Exemplare durch besondere Boten gegen verschwundener Pracht zeugt, vermag, eben weil sie sich selber treu Familienoberhaupt gestorben wäre. Der Antrag unfrer Vertreter, eine lebermittelungsgebühr von 10 Bf. pro Exemplar für Berlin nach dem Tode des Ernährers der hinterbliebenen Familie zur und von 20 Pf. pro Exemplar für die benachbarten Vororte. Der geblieben, kaum hervorragend zu interessieren. Im übrigen ist Deckung der durch die Krankheit usw. entstandenen Kosten Verkauf nicht vorbestellter Exemplare zum Ladenpreis von 10 Mart das umfangreiche Programm des Passage- Theaters fo abwechslungsreich wie nur möglich. Die Schwestern Lionell, die Soubrette Anna als die statutenmäßige Hinterbliebenen- Unterstützung zu gewähren, Sauptegpedition statt. Das Namenverzeichnis enthält die Adressen manche andre Artistinnen tragen neben der männlichen Künstlerschaft mindestens für die Dauer von zwei Monaten höhere Bezüge( für die Ausgabe in zwei Bänden) findet nur in der vorgenannten reich wie nur möglich. Die Schwestern Lionell, die Soubrette Anna Müller, die Juſtrumentalsängerin Bacharetta, die Brazil Girl und fand allseitige Zustimmung. Die genaue Formulierung wurde für der Einwohner von Berlin, der drei Nachbarstädte Charlottenburg, manche andre Artiſtinnen tragen neben der männlichen Künſtlerschaft die zweite Lesung vorbehalten. Die Festsetzung von 250 Mt. als Rigdorf und Schöneberg und weiterer 26 Vororte, die insgesamt dazu bei, daß das Programm zu einem erstklassigen" wird. Minimalgrenze für das Witwengeld wurde abgelehnt und die eine Bevölkerung von rund 21/2 Millionen aufweisen. Im GewerbeSigung darauf wegen vorgerüdter Stunde vertagt. nachweis sind in den etwa 1700 verschiedenen Branchen nahezu 55 000 größere Firmen vertreten. Der Gesamtinhalt hat gegen den Jahrgang 1900 um 128 Seiten zugenommen, so daß der Jahrgang 1900 er öffentliche Arbeitsnachweis der Stadt Nixdorf nunmehr 225 Doppelbogen gleich 3600 Seiten enthält. wurde im November von 77 Arbeitgebern in Anspruch genommen, Freie Volksbühne. Sonntagnachmittag sind 2 Borstellungen im 10 000 Steckbriefe. Annähernd 10 000 Personen werden die 112 Personen zur Beschäftigung verlangten. Berlangt wurden Lessing Theater 23/4 Uhr: Bund der Jugend für die II. A b- gegenwärtig steckbrieflich gesucht. Das amtliche Steckbriefregister 32 Handwerter, O Fabritarbeiter, 61 sogenannte gewöhnliche Arbeiter teilung, im Carl Weiß Theater: Ueber unsre Kraft verzeichnet diese Sünder aufs genaueste und mutet den Gendarmen der verschiedensten Kategorien, 8 Dienstmädchen, 6 Fabrikarbeiterinnen, ( II. Teil) 21/2 Uhr für die IV. Abteilung. und Polizisten ein kolossales Gedächtnis zu, denn jede Neueintragung 5 andre Arbeiterinnen. Der Nachfrage nach 112 Arbeitskräften stand Der Vorstand. J. A.: G. Winkler. wird ihnen durch Rundbefehl behufs Fahndung bekannt gegeben. gegenüber das Arbeitsgesuch von 248 Perfonen. Davon waren Die für die Ermittelungen ausgesetzten Belohnungen belaufen sich 41 qualifizierte Arbeiter( Handwerker), O Fabrikarbeiter, 207 unqualiArbeiter- Bildungsschule. Heute abend fällt der Unterricht auf insgesamt etwa 80 000 m., ausschließlich der auf die Ermittelung fizierte Arbeiter, 9 Dienstmädchen, 6 Fabrikarbeiterinnen, 17 andre in Rebe- lebung aus. Der Herr Vortragende ist plöglich am der Mörder des Ernst Winter- Konig amtlich ausgesetzten Belohnung Arbeiterinnen, sowie 18 Arbeiter unter 16 Jahren.- Arbeit nachErscheinen verhindert. Nächster Unterrichtsabend in Rede- Uebung am von 20 000 m. Donnerstag, den 13. d. M. Nachholung beim Schluß der Kurse. Bibliothek 8-9 Uhr geöffnet. = " Tokales. D HID Aus den Nachbarorten. doe gewiesen erhielten 29 Handwerker, 60 ungelernte Arbeiter, 6 Dienstmädchen, 6 Fabritarbeiterinnen, 4 andre Arbeiteriunen, tein jugendlicher Arbeiter. Insgesamt wurde alfo 105 Personen Arbeit nachgewiesen. Das Telephon wurde 95 mal benutzt. Der Vorstand. Ju der Charité Kapelle hat gestern vormittag die Trauerfeier für den Geh. Ober- Regierungsrat Spinola unter großer BeDie Abschlußprüfung. Große Freude herrscht unter den Pri- teiligung stattbefunden. Die Leiche wurde auf dem Invalidenmanern der höheren Schulen. Infolge des neuesten Schulreform- Kirchhof beigesetzt. Von kühnem Wagemut beseelt war ein fleiner Boerenfreund, Erlasses hegen sie die begründete Hoffnung, fortan ohne besondere der gestern nachmittag mit einem Berliner Vorortzuge in Spandau Abiturienten- Prüfung auf die Universität fommen zu fönnen. Die wehr in legter Nacht. Gegen Mitternacht wurde fie nach Alexander Fahrkarte nach Hamburg. Auf Befragen nach seinem eigentlichen Zwei Personen aus gefährlicher Lage befreit hat die Feuer eintraf. Der Dreiläsehoch, etwa sieben Jahre alt, verlangte eine Schüler werden dieser von dem Direktor des Joachimsthalschen Gym- straße 44, Ede Landsbergerstraße, gerufen, wo das im obersten Stod Reiseziel erzählte er, er fei unterwegs nach dem Boerenlande; jetzt nafiums, Meierotto, im vorigen Jahrhundert zuerst in Preußen ein- belegene Photographische Atelier von C. Zielsdorff in Flammen sei es noch Zeit, denn der Krieg ginge von neuem ordentlich los. geführten Prüfung teine Thräne nachweinen, viele Lehrer, fland. Gleichzeitig aber drangen Hilferufe von Dach herab, die von Der unternehmungsluftige Junge war der Sohn eines Kaufmanns bie nicht gerade höher strebten" und daher dem Besuch den dorthin geflüchteten gielsdorfffchen Eheleuten herrührten. Beide in Berlin, Rathenowerstraße wohnhaft. des Schulrats mit Wonne entgegensahen, wohl auch kaum. befanden sich in bedenklicher Lage. Das Abiturienteneramen spielt sich als eine ganz außerhalb des breitung des Feuers hatte ihnen den Rückweg über die Treppen abDie anfänglich schnelle VerRebellion unter der Jugendwehr in Spandau. Im vorigen regelmäßigen Schulbetriebs stehende Schaustellung vor dem ge- geschnitten, so daß nur die Flucht durch eine Lucke nach dem Dach Jahre wurde auch in unsrer Nachbarstadt Spandau von dem Leiter strengen Herrn Schulrat ab, der nach einem guten Imbiß beim übrig blieb. Sier aber befanden sie sich inmitten dicken Qualms, der Berliner Jugendwehr, Hauptmann a. D. Friedmann, ein Verein Der lürzlich ver- und da außerdem ein Durchbruch der Flammen durch das Dach Jugendwehr ins Leben gerufen, der unter der eifrigsten Fürsorge storbene Ernst Edstein erzählte, daß bei ihm ein schrecklicher erfolgen konnte, so ließ der die Ablöschung leitende Offizier über von militärischen und Civilbehörden es bald zu mehreren Hundert Traum oft wiederkehre, der ihm jedesmal starken Angst eine mechanische Leiter, sowie über die Treppe mit Schlauchleitungen Mitgliedern brachte. Zwistigkeiten, die sich besonders gegen die Person schweiß auspreſſe, daß er nämlich das Abiturientenexamen vorgehen, während einige Wehrmänner den Bedrängten auf dem des Leiters der Spandauer Jugendwehr, einen Herrn Scheffler, von Dache zur Hilfe eilten und sie durch eine zweite Bodenlude in Sicher- richteten, ließ die große Mehrzahl der Mitglieder dem Verein wieder abtrümnig werden, sodaß von den früheren sechs Compagnien jetzt Hauptmann Friedmann an Stelle des Herrn Scheffler Herr Stadtmir noch faum eine Kompagnie existiert. Am Sonntag ist von dem baumeister Clareu als Leiter des Vereins eingesetzt worden. Wir bedauern, daß sich auch manche Arbeiter in Spandau finden, welche ihr saner verdientes Geld der kostspieligen Spielerei ihrer Herren Jungen opfern. Schon oft ist betont worden, daß die Jugendwehr keineswegs besonders vorteilhaft für die Erziehung der Jugend ist. Direktor abends wieder von dannen fuhr. haben. noch einmal zu machen habe. Hervorragende Männer selbständiger Denkweise bezeugen, daß ihnen diefes Examen wegen heit brachten. der Ueberhäufung mit vielfach später ganz wertlosem Gedächtnisballast stets als die schwerste Prüfung", erschienen sei. Nicht nur die Kaufmann Wilhelm Unger, der in einem Stahlwarengeschäft in der In feiner Wohnung erschoffen hat sich der 27 Jahre alte " Faulpelze" fuchten sich bei den achttägigen schriftlichen Arbeiten der Abiturienten durch Mogeln" zu helfen. Von Primanern, die ihre Schüßenstraße als Korrespondent angestellt war und seit einem Jahre ganze Existenz auf der Stufenleiter des Mandarinentums von dieser in der Gneisenauftr. 96 ein möbliertes Binimer bewohnte. Er soll Brüfung abhängig sahen, find, um die Themata vorher zu erfahren, über seine Verhältnisse hinaus gelebt haben. selbst durch Bestechungen und, wie durch Gerichtsverhandlungen erwiesen Zeugen gesucht. Die Personen, welche am 21. August in der ist, Einbrüche nicht gescheut worden. Das Pensionsunwesen der Ober- im Gewerkschaftshause der Auflösung verfallenen Anarchistenversamm lehrer und manches andre hierher gehörige Kapitel von den Gym- lung anwesend waren, werden gebeten, bei Karl Hennig, Schöneberg, nasien, bei denen jeder durchkommt", hat ebenfalls schon die Sedanstr. 70, 1 Tr. ihre Adresse abzugeben. Lichtenberg. Die Beschaffung von elettrischer Kraft Oeffentlichkeit beschäftigt. Einstweilen erbauen sich die Fortgeschrittenen macht der hiesigen Gemeinde besondere Schwierigkeiten. Während an der Beſtürzung der Stock- Philologen, die ob der geplanten Be- Markstücke im Verkehr auf. Die falschen Stüde, von denen bereits berg, auf dem größere industrielle Anlagen sich befinden oder noch Seit einiger Zeit tauchen wieder falsche filberne Fünf- bas jüngst einverleibte Gebiet des ehemaligen Ritterguts Lichten seitigung eines ihrer Lieblingszöpfe vollständig die Sprache verloren einige angehalten worden find, tragen sämtlich das Bildnis Kaiser errichtet werden, auf 40 Jahre durch Vertrag mit den Berliner Vom Wirken des Berliner Polizeipräsidenten. Zwischen Die Prägung ist ausgezeichnet gelungen; nur am Klange bemerkt versehen wird, beliebt die genannte Geſellſchaft ein weniger Wilhelms I. und außer dem Münzzeichen B die Jahreszahl 1875. Elektricitätswerken mit elektrischer Kraft zu einem bestimmten Preise dem Bolizeipräsidenten und dem Verein für Feuerbestattung ist ein man, daß das Geldstid nicht echt ist. Augenscheinlich befindet sich coulantes Verfahren der Gemeinde gegenüber einzuschlagen. Bei Konflitt entstanden, der jetzt im verwaltungsrechtlichen Streit die Falschmünze in Berlin. der Preisfestsetzung will die Gesellschaft der Gemeinde keinerlei verfahren gelöst wird. Der Polizeipräsident hatte gegen die EinMitbestimmungsrecht einräumen. Auch bezüglich der Verlegung der tragung des Vereins Einspruch erhoben, weil er religiöse und poli Unglücksfall. In der vergangenen Nacht zwischen 3 und 4 Uhr Leitungskabel will die Gesellschaft nur nach einem von ihr vortische Zwecke verfolge. Der Vorstand erkannte diesen Einspruch nicht fippte der Thurmmontagewagen der Firma Siemens it. Halste, auf geschriebenen Grundsatz vorgehen, der die Legung von dem zu er als berechtigt an und flagte auf Aufhebung beim Bezirksausschuß. dem zur Zeit 3 Personen am Bahnhof Zoologischer Garten am wartenden Gewinn abhängig machen will. Es wurde in der letzten Dieser erkannte dahin, daß der Verein weder als ein religiöser, noch Schnittpunkt der Joachimsthaler und Hardenbergstraße die Ober- Sigung der Gemeindevertretung denn auch wiederum Ablehnung als ein politischer zu erachten sei und hob den Einspruch des leitungsdrähte der Straßenbahn reparierten, um und stürzten alle des vorgelegten Vertragsentwurfs beschlossen. Durch Erkenntnis Polizeipräsidenten auf. Die Angelegenheit schwebt jegt 3.Berfonen aus einer Höhe von 6 Meter auf das Straßenpflaster. der zweiten Civiltammer föniglichen Landgerichts Berlin Berlin ist beim Ober- Verwaltungsgericht, da der Polizeipräsident vom Recht Der Monteur Heptner in Groß- Lichterfelde wohnhaft brach hierbei den die Gemeinde zur Herausgabe von 10 929.50. verurteilt worden, der Berufung Gebrauch gemacht hat. rechten Fuß und drang ihm außerdem ein Leitungsdraht von unten welche von der Frankfurter Chauffee Terraingesellschaft Der Weihnachts- Päckereiverkehr hat in diesem Jahre außer nach oben durch den Fuß. Derfelbe wurde nach Anlegung eines Notver- angeblich für Legung von Gas- und Wasserröhren bei Regulierung ordentlich zeitig eingesetzt und ist zur Zeit schon so bedeutend, daß befördert. Der Arbeiter Beutel trug anscheinend schwere innere Ver- worden sind. Es soll gegen die Verurteilung, welche sich auf uns bands, den er auf der Unfallstation erhielt, per Droschte nach Hause der auf ihrem Terrain belegenen Straßenzüge zu viel erhoben die Postverwaltung Möbelwagen gemietet und für den Bahnhofsverkehr in Betrieb genommen hat. Wegen des Weihnachtsverkehrsetzungen davon. Der Schlosser Höher, Rosinenstraße 12, brach sich genaue Formulierung des feiner Zeit vom Gemeindevorsteher werden am Sonntag, 23. Dezember, bei allen Bostanstalten den kleinen Finger der linken Hand. Alle drei erlitten außerdem be- öder mit genannter Gesellschaft abgeschlossenen Vertrags stüßt, im Bezirk der Oberpostdirektion Berlin die Patetannahme und die deutende Hautabschürfungen. Die Schuld an dem Unfall soll dem Berufung eingelegt werden. Die von der Gemeinde beim Batetausgabestellen, sowie am ersten Weihnachtsfeiertag die Bafet- Umstand zuzuschreiben sein, daß das Untergestell dieses Wagens zu Konfiftorium beantragte Uebertragung des bisher vom Rittergutsbefizer ausgabestellen zu denselben Zeiten wie an den Wochentagen für den leicht ist, das wohl dadurch bewiesen sein dürfte, daß derfelbe im Röder ausgeübten Kirchenpatronats ist abgelehnt worden, Verkehr mit dem Publikum geöffnet sein. Am zweiten Feiertag Gegensatz zu andren Wagen schou mehreremale umgestürzt ist. Un so lange die Gemeinde nicht bindende Erklärungen über die von ihr verwerden die Schalter allgemein wie an den Sonntagen offen gehalten diesen Arbeiten sehr oft Verwundungen vorkommen, keinerlei Ver- pflichtungen abgiebt. Wir meinen, man solle mit Rücksicht auf die liebjam empfunden wurde, daß sich bei dem Wagen, obgleich bei langten Rechte und den Umfang der zu übernehmenden Ver werden. Ferner wird am 23. fowie am 25. Dezember vormittags bandzeug befindet. ottomm eine zweite Briefbestellung stattfinden. 480 ficher zu übernehmende Kirchenbaupflicht das Patronat ruhig Batronat sein lassen; die Gemeinde kann die Gelder zu andren Zwecken besser berwerten. Von Grauer( Soc.) wurden zur bevorstehenden Zu dem Unglück vor dem Hause Kastanienallee 84, to nach raubt wurde gestern, Mittwochnachmittag um 5 Uhr eine unbekannte Auf der Straße vom Schlage gerührt und der Sprache bedem Bericht in Nr. 281 unfres Blatts der Tischler H. Wenig aus Dame von etwa 50 bis 55 Jahren. Sie brach beim Durchschreiten Etatsberatung verschiedene Wünsche vorgebracht, fo berlangte er die der Schliemannſtr. 3 von einem Straßenbahnwagen schwer verletzt bes Brandenburger Thors plöglich zusammen. Ein Schußmann des Errichtung einer Bedürfnisanſtalt für Frauen, die Regulierung und wurde, erhalten wir noch eine Mitteilung, in der es heißt, daß der 3. Reviers, der dort Posten stand, bemühte sich vergeblich, sie wieder Pflasterung der Gürtelstraße, auch wünschte er der Bauluſt mehr AnVerletzte den auf ihn zueilenden Pferden in die Bügel fiel, weil er nicht mehr ausweichen konnte. Die Pferde kamen dadurch zu Fall, aufzurichten und brachte sie mit einer Droschte nach der Charité. regung zu geben und die Wohnungsnot zu lindern. Es wurde die fodaß das Fuhrwert zum Stehen gebracht wurde. Nach Ansicht des Hier war es bis gestern abend noch nicht möglich, die Persönlichkeit Erbauung einer Bolls- Badeanstalt, einer Turnhalle, sowie die Here Tischlers Wenig war der Straßenbahnwagen in diesem Augenblick noch der Erkrankten festzustellen. Die Dame hat den rechten Fuß gefchient. richtung eines öffentlichen Spielplates angeregt und vom Gemeinde Tischlers Wenig war der Straßenbahnwagen in diesem Augenblick noch Sie war sehr fein gekleidet und trug eine schwarze seidene Bluse, vorsteher wohlwollende Berücksichtigung zugesagt, aber die sehr knapp weit genug entfernt, um dem Führer ein erfolgreiches Bremsen zu ermög- einen schwarzen Creperod, einen Kapothut mit blauer Schleife und bemeffenen Mittel laffen wenig Hoffnung auf Erfüllung der AnLichen. Dem Verlegten find nicht beide Beine abgefahren, wie es zuerst den einen echten Berfianerumhang. In der Tasche fand man mehrere regungen. Es müssen andre notwendige Bauten in Angriff ges Anschein hatte; vielmehr ist ihm das rechte Bein zweimal gebrochen, Adressen, u. a. ein Schreiben eines Rechtsanwalts aus der Mohren- nommen werden, so z. B. Schul- und Krankenhausbau, auch erweist während das linke aus der Hüfte ausgerenkt ist. Wenig wird durch straße, und eine Bisitenkarte mit dem Namen Marie Bretz, Neander- fich die Erweiterung der Kanalisation unbedingt als notwendig. das Unglid insoweit noch besonders schwer betroffen, als auch seine Straße 25. Die Unbekannte tam anscheinend von der Hauptkasse der Frau fich wegen eines Leidens, das sie sich bei der Entbindung zu preußischen Renten- Versicherungsanstalt. Schöneberg. In der Sigung der Stadtverordneten gezogen, feit längerer Zeit im Krankenhause befindet. Es wird Versammlung wurde über den Einspruch gegen die Wahl dringend gebeten, daß die 8eugen dieses tragischen Vorgangs dem Verlaufen. Der elfjährige Gymnafiaft Helmuth Ortman, bes Dr. med. e yl verhandelt. Herr Heyl ist Schularzt und besigt Verlegten bei Verfolgung seiner Rechtsansprüche deffen Verschwinden gemeldet wurde, ist am Dienstagabend in als solcher Beamtenqualität. Der Ausschuß für Vorprüfung der zur Seite stehen und zu diesem Zweck bei dem Schloffer Herrn frantem Zustand in Wannsee aufgefunden und dem elterlichen Hause Gültigkeit der Stadtverordneten- Wahlen hatte sich in einer Sizung Hermann May, Dunderstraße 18, Quergebäude 3 Treppen, ihre wieder zugeführt worden. Der Knabe ist nach Ansicht des be- klärung der ungültigteit zu empfehlen. Inzwischen hatte Herr Der Knabe ist nach Ansicht des be- mit dieser Sache beschäftigt und beschlossen, dem Plenum die ErAdressen abgeben. handelnden Arztes bereits am Montag leidend gewesen und mag bezirt Potsdam, soweit sie der töniglichen Wasserbauverwaltung auch in Weißensee ist ein etwa zwei Jahre altes Mädchen am letzten Amt Von der Eisernte auf den Flüssen und Seen im Regierungs. in diesem Zustand gänzlich ohne Grund planlos umbergeirrt sein. Dr. Hey I dem Magistrat davon Mitteilung gemacht, daß er fein unterstellt find, hat der Fiskus neuerdings eine beträchtliche Gin- Sonntag auf der Straße umherirrend aufgefunden. Es gelang bis- damit einverstanden, trotzdem in dem betreffenden Vertrage nahme. Früher durfte jedermann von den öffentlichen Gewässern her nicht, die Eltern des Kindes zu ermitteln. Etwaige Mitteilungen eine vierteljährliche Kündigung vorgeschrieben wird. Diese bolldas Eis unentgeltlich in beliebigen Mengen einfahren. Da erhob über das Kind wolle man an den Amtsvorsteher von Weißensee ge- 80gene Thatsache bestimmte die Kommiffion in einer zweiten Sigung, ihren Standpuntt zu ändern und nunmehr die Gültigkeit zu empfehlen. der Fiskus vor einigen Jahren Anspruch auf eine Gebühr für die langen lassen. Es gelangte jedoch neben diesem ein Antrag zur Annahme, der im Brincip den Schulärzten die Beamtenqualität zuspricht und sie daher von der Teilnahme als Stadtverordnete ausschließt.- Recht humoristisch gestaltete sich die Beratung einer Magistratsvorlage Erlaubnis zur Eisgewinnung und behielt in einem Prozeß, Das Paffage- Theater hat für den Dezembermonat in Gertrude er gegen einige Brauereien anstrengte, die Oberhand. Barrison eine erinnerungsreiche Attraktion engagiert. Sechs Seitdem wurden alljährlich zum Beginn des Winters Eis. Jahre mögen es ja wohl her jein, daß die five sisters, die man be Vermischtes. Betreffend die Anbringung des Stadtwappens am Rathause. Tantvalts Dr. Heinemann, auf Freisprechung des An Troz der warmen Befürwortung durch den Stadtrat Jaffé und geklagten, da bie betreffende Versammlung eine öffentliche trotz des Geständnisses des Stadtv. Hecht, daß er auf seinen nicht war, die Polizeiverordnung fich aber nur auf öffentliche Vervielen Reisen das Vorhandensein eines derartigen Schmuds an sammlungen erstreckt. den Rathäusern usw. wahrgenommen, konnte sich die Mehrheit der Stadtverordneten nicht zur Annahme der Vorlage aufschwingen. Necht profaisch betonte der sonst ziemlich poetisch veranlagte Stadtv. Hafe, daß man sich doch mit dem Gedanken des Verkaufs des Nathauses an die Polizeidirektion trage; diese werde jedenfalls als Simmbild an Stelle des Stadtwappens einen rettenden Schuhmann" oder dergl. wählen. Im übrigen habe er die Ueberzeugung, daß die Bürger viel eher den 11 Ratsteller als das Stadtwappen fuchen werden. Nachdem noch Genosse Obst die Verwendung von Geldern für derartige Lurusgegenstände gerügt, turde die Vorlage mit großer Mehrheit abgelehnt. " " Sammel und Schafe( Werzfcafe) 44-48, d) Holsteiner Niederungsfchafe( Debendgewicht) 00-00. Schweine: a) vollfleischige der feineren Rassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1 Jahren 220-280$ fd. schwer, 54-55, b) schwere, 280 Pfd. und darüber( Käfer) 56, c) fleischige 51-53, d) gering entwickelte 47-50, e) Sauen 48-49. Für 100 Pfd. mit 20 Proz. Tara. Marktpreise von Berlin am 4. Dezember 1900 Aus Breslau, 5. Dezember, meldet die Schlesische Zeitung": nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. Ein ortanartiger Sturm, der gestern nachmittag das Eulen- Weizen, gut D.- Ctr. gebirge heimsuchte, richtete besonders in den Forsten erheblichen Schaden an. Vielfach werden Verlegungen von Menschen gemeldet. " Kartoffeln, nene, D- Ctr. Rindfleisch, Reule 1 kg bo. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch " mittel gering " 6,-4, 1,60 120 1,30 1 " " Roggen, gut 1,60 10 " " mittel gering gut 1,80 1" " 1,60 0,90 " " 15,40 14,60 Butter 2,80 2, Safer, gut mittel gering 14,50 13,70 " 13,60 12,90 " Gier Karpfen 60 Stit 5.1kg 16,- 15,10 Male mittel gering 15,- 14,20 Bander 14,10 13,30 Hechie 1,80 1, 6,82 6,32 7,60 5,20 40,- 25, Barsche 1,60 0,80 45, 25, Schleie Bleie Krebse 3,- 1,20 1,40 0,70 per Sajot 12, 2,50 70, 30, Ein gräfliches Verbrechen, vermutlich die That eines Wahnfinnigen, ist gestern in Paris entdeckt worden. Dort wurde in der Nähe des Friedhofs Père Lachaise auf der Straße ein Paket ge- t) Gerfte, Das neue Thierasyl des Deutschen Thierschutzvereins in Groß eines jungen Menschen enthielt. Etwas später fand man in einem Groß- funden, welches den stalpierten Stopf und den verstümmelten Rumpf Lichterfelde ist jetzt im Rohbau fertig, so daß es im Frühjahr feiner Hause des Faubourg St. Denis die übrigen, zum Rumpfe geBestimmung übergeben werden kann. Der stattliche Bau erhebt sich im nordöstlichen Teile des Vororts und grenzt unmittelbar an freies hörigen Leichenteile. Die Untersuchung ergab, daß das Verbrechen erst wenige Stunden vorher verübt worden war. Der Thäter ist nichtstroh Feld. Gerichts- Beifung. Welch' untlofe Schwierigkeiten Arbeiterversammlungen bisweilen bereitet werden, bewies eine Verhandlung vor dem föniglichen Schöffengericht hier am 4. Dezember d. J. Der Schlosser Groß war angeklagt, am 15. Oftober d. 3. im Lotale des Restaurateurs Eweft zu Tegel bei einer öffentlichen Versamm Sung eine Tellersammlung, veranstaltet zu haben, ohne im Besize einer polizeilichen Genehmigung gewesen zu sein, Uebertretung der Polizeiverordnung vom 7. Januar 1891 für Tegel. Das Resultat der Beweisaufnahme war mun folgendes: Der Polizeibeamte gab zu, daß es lediglich die Schlosser der„ Germania" waren, welche die betreffende Versammlung abhielten. Daß irgend eine andre Person in der Versammlung anwesend war oder Zutritt haben konnte, wurde von dem Polizeibeamten ausdrücklich verneint. Das Gericht erkannte hierauf in Uebereinstimmung mit dem Antrage des Staatsanwalts und des Verteidigers, des RechtsIII. Wahlkreis. Freitag, den 7. Dezember 1900, abends 8 Uhr, im Lokale Buggenhagen, Morigplak: Volks- Versammlung Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Wolfgang Heine über: Aufgaben und Kämpfe der Socialdemokratie im Reichstage." 2. Diskussion. 212/5] Zahlreichen Besuch erwartet Achtung! Der Vertrauensmann. Verband der Bau-, Erd- und gewerbl. Hilfsarbeiter Deutschl. Zahlstelle Mariendorf. Achtung! Sonntag, den 9. Dezember cr., mittags 1 1hr: unbekannt. DE Bullen: Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 5. Dezember 1900. Amt: licher Bericht der Direktion. Zum Verkauf standen: 720 Minder 1638 Rälber, 310 Schafe, 10 396 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Pfund oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mart( beziehungsweise für 1 Pfund n Pf.): Ochsen: a) bollfleischige, ausgemäßtete, höchsten Schlachtwertes, höchstens 7 Jahre alt 00-00, b) junge fleischige, nicht aus gemästete und ältere ausgemäßtete 00-00; c) mäßig genährte junge und gut a) vollfleischige höchften Schlachtwerts 00-00; b) mäßig genährte jüngere genährte ältere 00-00; d) gering genährte jeden Alters 00-00. und gut genährte ältere 00-00; e) gering genährte 47-52. Färsen und Kühe: a) vollfleischige, ausgemästete Färfen höchsten Schlachtwerts 00-00; b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren 00-00; c) ältere ausgemäftete Kühe und wenig gut entwidelte jüngere Kühe und Färsen 00-00; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 44-47; tálber( Bollmilch mast) und beste Sangkälber 78-82, b) mittlere Mastfälber e) gering genährte Kühe und Färsen 41-43. Stälber: a) feinste Mafts und gute Saugfälber 68-72, c) geringe Sangfälber 48-52, d) ältere, gering genährte( Fresser) 35-42. Schafe: a) Maftlämmer und jüngere Mast Hammel 62-66, b) ältere Masthammel 50-57, c) mäßig genährte Hen Grüfen Speiſebohnen Linjen 1,20 2,20 1, 2,50 2.60 1,20 †) frei Wagen und ab Bahn. *) frei Wagen und ab Bahn. Produktenmarkt vom 5. Dezember. Getreide. Das warme Wetter und ein weiter fallender Barometerstand drückte anfangs auf die Preise und rief größere Realisationslust hervor. Später hielten sich die Abgeber mehr die Hauffiers eher noch Kaufluft zeigten. zurück, da von Nordamerita aus Breissteigerungen gemeldet wurden, während Lieferungspreise für Weizen er höhten fich um 0,25 M., für Mai um 0,50 m. Roggen erreichte nach Schwächerem Beginn den gestrigen Schlußturs wieder. Hafer blieb behauptet, Nüböl lag still. Spiritus. 70er Bocospiritus notierte unverändert 45,40 m. Wetter: Prognose für Donnerstag, den 6. Dezember 1900. Ein wenig fühler, zeitweise heiter, vorherrschend wolkig mit leichten Regenfällen und mäßigen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Gunt ene reie Bolksbühne Preie Volksbühne. Sonntag, den 9. Dezember, abends 6 1hr, in der Berliner Ressource, Kommandantenstraße 57: KONZERT der Berliner Kammermusik- Vereinigung. Mitwirkende: Martha Hornig, Klavier. G. Lenzewski, Bratsche. 0. Hutschenreuter, Bioloncell. M. Skibicki, Kontrabaß. A. Kurth, Flöte. F. Flemming, Oboe.-P. Moeffert, Horn. Nach dem Konzert: Tanz- Kränzchen. Billets für Mitglieder a 40 Pf., für Gäste a 50 Bf. find in allen ZahlAußerordentliche Generalversammlung ellen fowie beim Raffierer H. Neft, Georgenkirchstr. 47, I. zu haben. im Lokale des Herrn Setzefand, Mariendorf, Feldstr. 14. Tages- Ordnung: 1. In Sachen Teubert gegen Hufche. 2. Wahl eines Delegierten zum 6. Verbandstag in Braunschweig. 3. Konferenzbericht. Die geehrten Kollegen werden ersucht, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Spätestens 4 Uhr muß Schluß der Versammlung sein, da dann der Saal anderweitig gebraucht wird. Mitgliedsbuch legitimiert. 1436b Die Ortsverwaltung. Konsum- Verein Berlin- Rixdorf. Am felben Tage, nachmittags 22 Uhr, in der Secessions Bühne ( am Meganderplat): Extra- Vorstellung. Die Bildschniger. Hockenjos oder: Die Lügenkomödie in 2 Atten - von Jakob Wassermann. Eine Tragödie braver Leute von Karl Schönherr. Starten für Mitglieder a 80 Pf, für Gäste a 1 M.( inkl. Garderobe) find in nachstehenden Bahlstellen sowie beim Raffierer zu haben: V Norden: E. Senapp, Reft., Grünthalerstraße 3. G. Schmidt, Rest., Trescowstr. 22. Ad. Löhr, Ackerstr. 38, II. Nord West: Hermann geschäft, Möckernstr. 120. Süden: Hermann Bobsien, Cigarrengeschäft, Kommandantenstraße 62. Süd- Ost: Th. Stampehl, Cigarrengeschäft, Am Freitag, den 14. Dezember, abends 8 Uhr, im Lokal Becker, Cigarrengeschäft, Gozłowstystr. 9. Süd West: J. Pech, SchuhSanssouci, Rottbuserstr. 4a: General- Versammlung. Mariannenſtr. 26. S. Stöön, eft, amunt. obf. 16, 151 D. Naunynftr. 85. S. Kaufhold, Wrangel Tages Ordnung: 1. Bericht für das Geschäftsjahr 1899/1900. 2. Kaffenbericht. 3. Verteilung des Reingewinns resp. Festsetzung der Dividende. 4. Ergänzungswahl des Vorstands und Aufsichtsrats. 5. Anträge und Verschiedenes. Die Mitglieder werden ersucht, spätestens bis 8. Dezember 1900 in den Verkaufsstellen ihre Mitgliedsbücher einzuliefern. Als Ausweis für die Generalversammlung dient die Legitimationstarte. Gleichzeitig machen wir unsre Mitglieder darauf aufmerksam, daß wir in diesem Jahr wiederum als Christbaumschmuck die Lauschaer Glassachen eingeführt haben. 14416 Der Vorstand. Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag, den 9. Dezember, abends 7 Uhr, in Cohns Festsälen, Beuthstr. 19: Vortrag des Herrn Dr. Franz Oppenheimer über: Kunst und Wirtschaft". 33 5/ 10* Eintritt inkl. Garderobe 20 Pf. Nach dem Vortrag: Gemütliches Beisammensein u. Tanz. Berufs- Bekleidung aller Arten. D. Wurzel& Co., Wrangel- Strasse 17, Ecke Manteuffel- Strasse. Lichtbilder- Frauen- Vortrag über: Das Geschlechtsleben des Weibs von D. Grundmann u. Frau, O. praktische Naturheilkundige, abends 81/2 heute Donnerst., Andreasstr. 21, 20 Mitglieder- Aufnahme in der Naturheil- Anstalt Brücken, Neanderstr. Köpnickerstr. 72 aturärztl. Spr. 11-2, 6-8. Freitag am Wedding Müllerstraße 178: Vortrag für Männer und Frauen. J. Brünn ( Bahnhof Börse) Hackescher Markt Nr. 4. Billige Weihnachts- Geschenke. Nach beendeter Engros Saison gelangen nunmehr große Lagerbestände meiner Teppiche! Gardinen! Steppdecken! Portieren! su außergewöhnlich billigen Preisen sum Ausverkauf! Einzelne fehlerhafte Exemplare für die Hälfte des Wertes. straße 52. Osten: P. Gees, Rest., Rüdersdorferstr. 18. Am Mittwoch, den 26. Dezember( 2. Weihnachts- Feiertag), nachmittags 22 Uhr, im Thalia- Theater: Sonntag, den 9. Dezember, nachmittags 2%, Uhr, II. Abteilung, im Lessing- Theater: Der Bund der Jugend von Henrik Ibsen ( die folgenden Abteilungen am 16., 23., 30. Dezember, 1. und 6. Januar 1901); gleichzeitig im Carl Weiss- Theater nachmittags 2% Uhr: IV. Abteilung: Ueber unsre Kraft.( II. Teil.) Die Mitglieder sind verpflichtet pünktlich zu erscheinen und dürfen nur die Vorstellung ihrer Abteilung besuchen. Nachzügler haben kein Anrecht auf einen Platz im Theater. 234/19 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. 10 Jahre Garantie. 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