Mr. 288. Abonnements- Bedingungen: dus si Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatt. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftrterter Sonntags Beilage ,, Die, Neue Welt" 10 Pfg. Poft: Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Gingetragen in der Post- Beitungss Preisliste für 1900 unter Dr. 7971. Vorwärts Unter Kreuzband für Deutschland und hald Defterreich- Ungarn 2 Mart, für bas übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. No R Berliner Volksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebaye beträgt für die fechsgespaltene Kolonels geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in ber@ rpedition abgegeben werben. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Mernsprecher: mt I, nr. 1508. Telegramm- Adresse: Burialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Unter Führung des Centrums. Dienstag, den 11. Dezember 1900. Expedition: SW. 19, Beuty- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. dankbar sein muß. Die Kommission geht über zur Frage gehalten; es find nur Verzögerungen eingetreten, und zwar im Eins der Finanzierung. verständnis mit den Einzelstaaten, wodurch diesen keinerlei Verluste Abg. Dr. Bachem( C.) wiederholt seine Anfrage, woher die entstehen. Die Chinakommission beendete am Montag ihre Beratungen bis Regierung die für China ausgegebenen Mittel genommen habe. Abg. Müller( Fulda) zieht seinen Antrag betreffend Fristauf den Titel betreffend Pensionen, Witweu- und Waisengelder; diese Staatssekretär v. Thielmann: Diese Summen sind aus den bestimmung der Schazanweisungen zurück und Angelegenheit wird in besonderem Gesetz geregelt werden, das bie allgemeinen Beständen der Reichshauptkasse, d. h. aus polemisiert gegen Bebel; seit das Centrum ausschlaggebende Partei Regierung nach Neujahr vorlegen wird. Mit der Erledigung dieses Ge- Matrikularbeiträgen, Steuern, Böllen entnommen. Die amerikanische fei, sei die Schuldenwirtschaft nicht vermehrt worden, sondern viel Anleihe haben wir nicht zu diesem Zweck aufnehmen müssen. geringer als in früheren Jahren. Er hätte nichts gegen die Absetzes sollen nach Neujahr die Centrumsresolution, die weitesten Schutz Anleihe haben wir nicht zu diesem Bwed aufnehmen müssen. Abg. Dr. Paasche( natl.): Die trostlose Schilderung der Finanz- fchaffung der Zuckerprämien, auch die Regierung sei dafir; es fehle der Missionen in China fordert, sowie Anträge Richters behandelt werden, lage durch den Staatssekretär in der vorigen sigung hat mich einiger nur an Frankreich und dem Ministerium Millerand. Die Socialwelche die Befugnisse der Regierung in außeretatsmäßigen Ausmaßen erschreckt. Wohin sollen wir kommen? Run sagte der Staatssekretär demokraten sollten sich überhaupt nicht über das Centrum beschweren; gaben einschränken und der Kontrolle des Reichstags unterwerfen auch, von China sei überhaupt nichts wiederzubekommen. Da muß sie hätten ja die recht unnötigen Brachtbauten des Herrn v. Podbielsky wollen. irgend etwas Gründliches geschehen! Aber bei dieser Gelegenheit unterstützt. läßt sich das nicht so nebenher machen! Die Einzelstaaten fann man nicht schärfer heranziehen, denn sie haben vielfach selbst eine schlechte Finanzlage. Die lette Sigung der Budgetkommission bestätigte durchaus den Sieg der Chinareaktion unter Führung des Centrums. Staatssekretär v. Thielmann: Ich kann nicht behaupten, daß wir von China nichts bekommen werden. Ich habe nur erklärt, ich fönne nicht wiffen, ob und wie viel zu erhalten sei. Es ist zu unterscheiden zwischen dem Stand der Reichs- Hauptkasse und der ReichsFinanzlage. Ein ungünstiger Stand der ersteren bedingt nicht zu gleich einen ungünftigen Stand der letzteren. Gegenwärtig aller Dinge stehen beide schlecht! Unterstaatssekretär v. Aschenborn: Es liege wohl ein Mißverständnis vor, wenn der Abg. Dr. Bachem eine doppelte Etatswidrigkeit konstruieren zu müssen glaube, statt einer, die nur vor liegt. Die 80 Millionen- Amerika- Anleihe mußten wir ohne Zweifel auch aufnehmen, abgesehen von der China- Expedition. In der munmehr folgenden Abstimmung wird§ 1 der Ste. gierungsvorlage, der den Wortlaut hat: Der diesem Gesez als Anlage beigefügte dritte Nachtrag zum Reichshaushalts- Etat für das Rechnungsjahr 1900 wird in Aus gaben auf 152 770 000. an einmaligen Ausgaben des außer ordentlichen Etats und in Einnahmen auf 152 770 000. festgestellt und tritt dem Reichshaushalts- Etat für das Rechnungsjahr 1900 hinzu, Die zukünftige Rolonialarmee wurde bereits jetzt in Keim ficher gestellt. Die bürgerlichen Parteien find beglückt, ihren verfassungsmäßigen Anteil am Chinawahn seitens der Regierung zu gestanden zu sehen, und sofort find fie bereit, Hand in Hand mit der Regierung Vorbereitungen neuen weltpolitischen Unfinns zu treffen. Sie haben schon jetzt ihre Zustimmung ausgesprochen, daß ein Teil der verfaffungswidrig in China stehenden Truppenformationen aum8wed bauernder oder vorüber- Schaganweisungen nur auf fürzere Beitftist auszugeben uid Abg. Müller- Fulda( C.) begründet von neuem seinen Vorschlag, gehender Befeßung chinesischen Gebiets" auf eine gefeßliche Bafis gestellt werden sollen. Man weiß nun, wozu das schlägt die baldige Schaffung einer Saccharin- und SchaumCentrum den ohrenbetäubenden Indemnitätslärm erschallen ließ. Es Unterstaatssekretär im Reichs- Schazamt v. Aschenborn wendet sollte so nebei möglichst unbemerkt eine neue Militärvorlage gesichert sich gegen den Vorschlag des Abg. Müller betreffs furzfristige Schaye werden. Das übersprudelnde Lob, das der Staatssekretär des Reichsanweisungen. Wenn wir eine flare Bufunft vor uns hätten, 10 Socialdemokraten Marineamts heute dem Abgeordneten Müller Fulda ob feiner Ver- fönnte man Schazzanweisungen mit Frist annehmbar finden. Aber dienste um die Marine spendete, tennzeichnet mit erfreulicher Deute allein die Flottenvorlage erfordert für die nächste Beit mehrere lichkeit die Entwicklung des Centrums zur führenden Militärreaktions- 100 millionen Anleihen. Es ist sicher, daß wir 1904/5 neue große Partei. Die Herren vom Centrum mußten sich von Genossen Bebel widerspruchslos sagen lassen, daß fie an Bewilligungseifer selbst die Nationalliberalen weit überholt haben. weinsteuer vor. Anleihen aufnehmen müssen. Was hat es für einen Sinn, das Reich zu zivingen, in jenen Jahren 150 Millionen Schulden zu tilgen, wenn dies nur durch neue Schuldenmachung möglich ist? Wir haben deshalb schon bei der Aufnahme der amerikanischen An Auch in der Finanzierungsfrage wurden die Regierungs- leihe den inländischen Martt schonen wollen, da wir bald mit viel wünsche allenthalben erfüllt. Zwar find die Kassandrarufe des fräftigeren Anleihen vorgehen müssen. Ich bitte, die FinanzverReichs- Schatzfekretärs den bürgerlichen Parteien schwer in die Glieder waltung in diefer Beziehung nicht zu binden. Bei den 2 Milliarden gefahren und Abg. Baafche gab seinem Schred ob der trostlosen Schulden haben Sie uns freie hand gelassen, überlassen Sie es auch Finanzlage lebhaften Ausdruck. Dennoch ermannten sich die Herren Abgg. Graf Limburg- Stirum( f.) und Hug( C.) sprechen gegen jetzt uns, wie wir das Geld aufbringen wollen! zu keinerlei Abhilfe. Weder will man den unsinnigen Ausgaben Ein- bie Heranziehung der Bundesstaaten. halt gebieten, noch will man wenigstens zur ungeheuerlich wachsenden Steuerlast diejenigen Kreise heranziehen, die zahlungsfähig sind und in deren Auftrag die Chinapolitik geführt wird. Genosse Bebel gab eine großzügige Kritik der ReichsfinanzPolitit, der wahnsinnigen Pumpwirtschaft, der wir immer mehr verfallen und die in wenigen Jahren zum finanziellen Bufammenbruch führen muß. Die kleinen Aushilfssteuern, die das Zentrum vor geschlagen, Saccharin und Schaumweinsteuer, feien ein Tropfen auf den heißen Stein der Militär und Weltpolitik. Bebel forderte die Verwendung der 75 Millionen Branntwein- Liebesgabe und Zuckerprämie für Neichszwecke und vor allem die Einführung einer progressiven Einkommens- und Vermögensstener, auf daß die lauten Hurrapatrioten Gelegenheit finden, ihre Chinabegeisterung finanziell zu bethätigen. Alle diese Vorschläge, desgleichen die Heranziehung der EinzelStaaten zur Zahlung der Chinazeche wurden kurzer Hand abgelehnt. Das Centrum, das noch im letzten Winter mit aller Entrüstung gegen Vermehrung der Anleihen wetterte, duckt sich auch in dieser Frage volksverräterisch dem Gebote der Regierungsfähigkeit. Es wird fortgepumpt. Mit Riesenschritten eilen wir von der zweiten zur dritten Schulden Milliarde, für die das Wolt die Zinsmillionen aufbringen muß. Abg. Bebel( Soc.): Die Ausführungen des Staatssekretärs Thielmann über die ungünstige Finanzlage scheint einen Angst und Notschret zu bedeuten, der an den Neichstag gerichtet ist und uns fagt: Seid vorsichtig. Dem Drängen an getvissen Stellen nach bestimmten neuen, weitschichtigen Unternehmungen vermögen die Aufgabe, diesen Widerstand zu leisten. Es ist ganz falfch, bas Regierungsstellen schwer zu widerstehen. Der Reichstag hat die Reichs- Schagamit wegen der ungünstigen Finanzlage zu beschuldigen. Der Reichstag allein trägt die Schuld, daß wir rapide dem Bankrott entgegengehen. In 5 und 6 Jahren werden wir nicht mehr aus noch ein wissen. Die 80 Millionenanleihe ist doch nur durch das China- Abenteuer nötig geworden, das durch die laufenden Einnahmen nicht bezahlt werden könnte. Es liegt auch in dieser Beziehung ein Reichs Finanzverwaltung vor. Aber die maßgebenden durch aus verfassungswidriges Verfahren der Barteien schließen hier die Augen, während in Wirklichkeit hier ebenso, wie in den andern von uns behandelten Fragen eine Indemnitätserteilung nötig wäre. Wenn Sie eine Saccharine und Schaumweine steuer machen, so wäre das ein Tropfen auf dem heißen Stein. Greifen Sie doch zur Brauntwein Liebesgabe, zu den 8uderprämien, da haben Sie gleich 75 Millionen, welche das Bolk lieber dann an das Reich gezahlt sieht, als an die privaten ugnießer. Ferner sind wir durchaus der Meinung, daß, da Entschädigungen von China gar nicht oder nur wenig einkommen, die neuen Summen durch eine besondere Kriegssteuer aufgebracht werden müffen. Nachstehend unser Bericht aus der Kommission: Diejenigen Kreise müssen getroffen werden, die sich am Die Budgetkommission erledigte am Montag zunächst die Frage lautesten für den Chinazug begeistert haben. Es muß eine ber Auflösung der Chinatruppen. Folgender Antrag Tiede: progessive Einkommensteuer in Verbindung mit einer mann( Np.) fand Annahme gegen die Stimmen der freisinnigen Vermögenssteuer geschaffen werden. Das Neich wird von Volkspartei und Socialdemokraten: selbst zur Einkommensteuer schließlich greifen müssen, wenn unter Aussetzung der Summe von 243 000 m. für Pensions, Witwen und Waifengelder sowie Zuschüsse zu denselben an Unter stügungen mit sämtlichen Stimmen gegen die der genehmigt. Einstimmig allgenommen wird der Antrag Richter als 82 der Vorlage: Berkaufserlöse für die aus den Mitteln dieses Etats beschafften Gegenstände, die entbehrlich sind oder nach der Rückkehr des Erpeditionscorps in Heer und Marine sowie der Verstärkung der ostasiatischen Flottenstationen entbehrlich werden, kommen auf die Ausgaben dieses Etats in Anrechnung. Dasselbe ist der Fall in betreff des Tagwerts derjenigen Gegenstände, welche aus den Mitteln dieses Etats ans Armees und Marinebeständen gegen Werterstattung entnommen oder sonst beschafft find, und den Bes ständen der Armee und Marine wieder zugeführt werden. Ebenfalls fommen auf die Ausgaben dieses Etats in Ana rechnung Einnahmen aus Verpflegungsgeldern für die Ollupations truppen aus der Veräußerung von Kriegsbeute und aus örtlichen Rontributionen. § 2 der Regierungsvorlage, jetzt als§ 8 bezeichnet, der besagt: Der Reichetangler wird ermächtigt, zur Beftreitung einmaliger außerordentlicher Ausgaben die Summe von 152 770 000 m. im Wege des Kredits flüssig zu machen wird im Princip angenommen unter Vorbehaltung der Höhe der Summie. angenommen werden ferner Absay 1 und 3 des Richterien Antrags 2a: Entschädigungen, welche fir die Kosten der Expedition oder allgemeine Benachteiligungen des Reichs gezahlt werden, sind zur Verminderung der Reichsschuld zu verwenden. Die Verminderung der Reichsschuld erfolgt durch entsprechende Absezung vom Anleihefoll; soweit geeignete Anleihekredite nicht mehr offen stehen, wird über die Art der Schuldentilgung durch den Reichshaushalts- Etat Bestimmung getroffen. Abia 2 des Richterschen Antrags, betreffend die Neber weisungen an die Bundesstaaten wird mit allen gegen die Stimmen der freisinnigen Volkspartei und der Socialdemokraten abgelehnt. Abgelehnt wird der Antrag Nichter 2d, ber lautete: Soweit durch die Expedition nach Ostasien nach dem Rechnungsjahr 1900 noch Kosten entstehen, sind dieselben für jedes Jahr im voraus zu veranschlagen und auf den Reichshaushaltsetat zu bringen derart, daß dieselben noch vor Beginn des Etatsjahrs durch Gesetz festgestellt werden können. Die ferneren Anträge des Abg. Nichter zu Nr. 4 betreffend allgemeine Bestimmungen bezüglich möglichst scharfer Kontrolle des Etats fowie die folgende Resolution des Centrums: Die verbündeten Regierungen zu erfuchen, darauf hinzuwirken, daß in dem die Wirren in China abschließenden Staatsvertrag die Freiheit der christlichen Neligionsübung in China ausbedungen und unter den Schutz der bei dem Vertrag beteiligten Staaten gestellt werde, werden bis nach Neujahr zurüidgestellt, wo sie zugleich mit dem von der Regierung vorzulegenden Pensionsgesetz beraten werden sollen. Damit vertogt sich bie Stommiſſion auf unbestimmte Zeit. Die nach China entsandten Truppenkörper, für die eine gesetz- bas Versprechen des Centrums verwirklicht werden soll, liche Basis nicht besteht oder nicht zum 8wed dauernder daß die 311 erwartenden höheren Einnahmen aus der oder vorübergehender Befezung chinesischen Bollgefeßgebung für Arbeiter Wohlfahrtszwede verwendet werden Gebiets geschaffen wird, find, sobald sie ihre Aufgaben sollen. Ich mache insbesondere die Centrumspartet verantwort in China erfüllt haben werden, aufzulösen. Die nach Deutschland lich für die ganze gegenwärtige Finanzwirtschaft. Man kann zurückkehrenden Offiziere, Unteroffiziere, Kapitulanten, Mannschaften beinahe Respekt bekommen vor den Nationalliberalen. So schlimm und Beamten des Expeditionscorps werden, soweit sie nicht sofort haben diese es denn doch nicht getrieben wie jetzt das Centrum; in offene etatsmäßige Stellen einrücken können, zunächst überetats. allerdings machen sie jetzt mit dem Centrum alle diese Ungeheuern mäßig verpflegt und rücken beim Freiwerden von etatsmäßigen lichkeiten mit. Sehr üble Folgen werden aus der jezigen FinanzStellen ohne weiteres in solche ein." Damit ist der weitergehende Antrag Nichter erledigt. Dagegen wird folgender Antrag Richter angenommen: Stellen im Expeditionscorps in Heer und Marine, die nicht zugleich im Reichshaushalts- Etat für den Friedensstand vorgesehen find, dürfen nach Inkrafttreten dieses Gesetzes nur besetzt werden mit dem Vorbehalt, daß die betreffenden Personen nach Beendigung der Expedition in diejenigen etatsmäßigen Stellen einrüden, auf welche sie auch beim Berbleiben im Friedensstand Anspruch haben würden." lage erwachsen beim Abschluß der Handelsverträge. Man wird versuchen, möglichst viel aus Böllen für das Reich hereinzu bringen und hierdurch wird die wirtschaftliche Entwicklung wiederumi in bohem Maße gehemmt und damit auch die Reichsfinanzen weiter erschwert werden. Politische Webericht. Berlin, den 10. Dezember. Der Reichstag begann heute die erste Lesung des Etats. Die Tribünen waren überfüllt, die Bänke der Abgeordneten aber Abg. Richter( frf. Bp.): Es ist klar, man hat Geld zu Dingen wiefen erhebliche Lücken auf. Die großen Debatten über verwendet, für die sie nicht bewilligt worden waren. Der Centruuns die Weltpolitik, die an die Nachtragsforderung für die China. vorschlag scheint mir unannehmbar. Wir würden uns selbst eine Expedition angeknüpft hatten, schienen den Rahm von der 8wangslage schaffen, die Reformen verhindert. Wenn die Zahlung Milch abgeschöpft zu haben. Bis tief in die Sigung dieser ganzen Summe nach wenigen Jahren geschehen soll, so muß hinein kamen die Zuhörer nicht auf ihre Kosten. Es In einer Zwischenbemerkung erklärt Staatssekretär v. Tirpit: der Reichstag alles bewilligen, denn wir kommen der Regierung ist wirklich kein Vergnügen, den Frhin. v. Thielmann Ich habe mittlerweile den Namen des Beamten erfahren, gegen den nicht Summen verweigern, auf die die Gläubiger flagbare Rechte das übliche Finanzerpose geben zu hören. An der Wiege sich der Vorwurf des Abg. Müller Fulda in der vorigen Sigung haben. Der Kommission richtete. Ich wünsche die völlige Klarstellung der Abg. Dr. Bachem( E.): Die Finanzwirtschaft der letzten Monate dieses Redners standen nicht die Grazien und zudem spricht Angelegenheit und habe deshalb das Disciplinarverfahren wird mir immer fehlerhafter, wenn sich die Verhältnisse der Haupt- er noch so leise, daß selbst der Präsident die Hand ans Ohr gegen den betreffenden Herrn verfügt. Wie weit faise so sehr verschlechtert haben, woher hat man denn das Geld legen mußte, wenn er auch nur etwas von den Worten erMißverständnisse bei dieser Angelegenheit mitspielen, entzieht sich für China genommen? Entweder hat man die leberweisungen an lauschen wollte. Der Reichs- Schatsekretär hat sein sorgenschweres meiner Beurteilung. Von den 58 Seiten des Müllerschen Berichts die Bundesstaaten zurückgehalten oder man hat die amerikanische Herz auch schon in der Budgetkommission ausgeschüttet und so decken sich 4 bis 5 Seiten mit dem Referat, das das Wolffsche Anleihe zur Stopfung der Löcher benutt. Beides wäre eine weit seine abgerissenen Säge verständlich waren, wiederholte er Telegraphenbureau verbreitet hat; aber hier handelt es sich lediglich etlatante Gefegesverlegung; den Gelder dürfen nur heute, was er dort gesagt hatte. Der wirtschaftliche Umum Wiedergabe der Regierungserklärungen. Im übrigen haben zu den Zweden benutzt werden, für die sie bewilligt sind. weder Beamte noch Offiziere irgend welchen Anteil am Referat. Ich Staatssekretär v. Thielmann: Der Herr Abg. Dr. Bachem schwung ist gekommen, an die Stelle der fatten Behaglichkeit bedauere das Vorkommnis um so mehr, als die Marine dem übersieht vollständig den laufenden Schatamweisungscredit, der seit ist die nerböse Unruhe getreten, und die Reichseinnahmen Abg. Müller und seiner Partei für das Zustande. Jahren zum Stopfen der Löcher in der Reichstaffe benugt wird. gehen zurück. In der Reichskasse herrscht gähnende tommen des Flottengefeges in höchstem Maße Wir haben die Ueberweisungen an die Bundesstaaten nicht zurück- Beere. Die Betriebsmittel des Reichs langen nicht aus. Daß das Hauptloch in den Finanzen durch die taumelnde Marinebegeisterung der Reichstagsmehrheit gerissen worden ist, verschwieg der Redner sorglich. Um so länger verweilte er bei den Mindereinnahmen der Post, die mit den Eni- schädigungen für die Privatposten zusammen 80 Millionen be- tragen. Noch aus der Zeit des Flottengesetzes her stammen zwei Vorschläge der Finanzpolitiker des Centrums, der Champagnerzoll und die Saccharinsteuer, die bisher noch nicht verwirklicht worden sind. Dem Schaumwein soll es unmittel- bar nach Weihnachten an den Kragen gehen, wie aber das Saccharin gefaßt werden soll, ist noch nicht klar, die steuer- technischen Vorbereitungen sind da noch im Gange. Aufrichtig betrübt war hierüber der Etatsredner des Centrums, Herr Mülle r- Fulda, dessen gekränkten Verdiensten seine Partei eine Genugthuung schuldig war. Herr Müller, dessen lange Gestalt bequem zwischen zwei Vertikallinien eines Riesen- kassabuchs geschoben werden könnte, ohne daß auch nur ein Teilchen hinüberragte, ist ein noch undeutlicherer Redner als Freiherr v. Thielmann. Zum Glück versagte er sich so gut wie jeden Ausflug ins Allgemeine und blieb ganz auf dem Gebiete trockener Dahlen. Er hofft, daß sich die Reichsfinanzen durchwursteln können, und denkt, wenn es doch nicht geht, an eine Erhöhung der Matrikularbeiträge der Einzelstaaten. Sehr grotesk nahm sich in seinem Munde die Aufforderung zu strenger Sparsamkeit aus. die er an alle Instanzen richtete. Schade nur, daß er nicht schon beim Flottengesetz auf diesen Gedanken gekommen ist. Herr Müller erkundigte sich höflichst beim Reichs- kanzler, ob er nicht zufällig in der Lage sei, die Quadratur des Cirkels zu lösen. Er will nämlich stärkeren Schutz der Landwirtschaft— d. h. aus dem Agrarischen ins Deutsche übertragen: unverschämte Erhöhungen der Getreidezölle— und gleichzeitig Wahrung der Exportinteressen der Industrie. Den Arbeitern soll die Erhöhung der Lebens- mittel-Zölle dadurch schmackhafter gemacht werden, daß die Mehreinnahmen aus den Reichszöllen zur Durchführung der Witwen- und Waisenversorgung benutzt werden. Das ist ein Preis, der viel zu hoch ist. Von den Nationalliberalen sprach Dr. Sattler. Auch er gefiel sich in einer sehr verspäteten Sparsamkeitspredigt. Dabei hat seine Partei den tiefen Flottengriff doch mit der- selben Begeisterung wie das Centrum gcthan. Immerhin führte dieser Redner die Diskussion auf ein allgemeines Gebiet. Er fragte den Reichskanzler, wie er zu den Fragen der inneren Politikstände, imbesonderenzurFortführung derSocialpolittk, die er nach Posadowskys Muster weiter geführt haben will. Dann verlangte er die alsbaldige Veröffentlichung des Zoll- tarifs, dessen Vorlegung der Schatzsekretär recht sybillinisch für den Frühling oder für den Herbst versprochen hatte. Auch die Polenfrage berührte der Redner mit einigen hakatistischen Redensarten. Die Hauptsache aber schien ihm doch die Erledigung eines Auftrags zu sein: er brachte den Nicht- empfang Krügers in Berlin zur Sprache. Graf Limburg- Stirum, der Redner der Konservatien, wiederholte diese Frage und annoncierte dabei nochmals, daß die Agrarier kein allzu großes Gefallen an der Weltpolitik hätten. Für die innere Politik ist das Programm der Kon- scrvativen das alte geblieben: Kanalgegnerschaft, hohe Getreidezölle und energische Bekämpfung des Umsturzes. In sehr später Stunde nahm Graf Bülow das Wort, um sich über die deutsche Politik in der Trans- vaalfrage zu äußern. Man schien auf seine Rede für heme nicht mehr gerechnet zu haben, denn die Hofloge, in der der Hausminister Graf v. Wedel- Piesdorf und Fürst Radziwil gesessen, war schon lange leer. Der alte Hausminister war bei der Rede des Schatzsekretärs in ein gesundes Schläfchen gesunken, aus dem ihn erst die laute Stimme des national- liberalen Redners geschreckt hatte; dann aber hatte er auch sogleich die Flucht ergriffen. Graf Bülows Rede fand Beifall bis weit in die liberale Linke hinein. Sie betonte für die deutsche Politik den Grundsatz der Nichteinmischung trotz aller Sympathie für die Boeren. Bemerkenswert war die Mitteilung, daß Deutsch- land alles gethan hat, um den Ausbruch des Kriegs mit seinem ungeheuren und entsetzlichen Blutvergießen, wie der Reichskanzler sich ausdrückte, zu verhüten. Der Reichskanzler suchte den Eindruck zu erwecken, als habe Präsident Krüger den richtigen Zeitpunkt verpaßt, wo eine Vermittelung Aussicht auf Erfolg hatte. Im August 1899 verlangte er die Vermittelung, aber da war es nach Bülows Erklärung zu spät;„wir konnten nicht mehr den Finger zwischen Thür und Angel legen, um das Zuschlagen der Thür zu verhindern". Nun ist die Thür zugeschlagen und die Sache der Boeren ist aussichtslos. Höchst sonderbar ist nur, warum Graf Bülow erst so verspätet von dem Anerbieten der deutschen Vermittelung Mitteilung macht! Den Richtempfang Krügers verteidigte Graf Bülow mit der Frage, was denn dem Präsidenten nun der Empfang in Paris genützt habe? Mehr als die unverbindlichen und höflichen Redens- arten Delcasses hätte man ihm auch in Berlin nicht sagen können. Sein Empfang aber hätte unsre internationalen Beziehungen verschoben und dem Deutschen Reiche die dauemde Gegner- schaft Englands zugezogen. Die Grundsätze, die der Reichskanzler heute für die äußere Politik aufgestellt hat. bedeuten eine scharfe Kritik jenes impulsiven 1896er Telegramms nach dem Iamesonschen Einfall und gleichzeitig stehen sie im thatsächlichen Wider- fpruch zu den thatsächlich vorhandenen abenteuerlichen Tendenzen unsrer Weltpolitik, die uns außerordentlich leicht Konflikte auf den Hals ziehen können. Dienstag wird die Debatte fortgesetzt. Als erster Redner wird voraussichtlich Bebel sprechen. Amerikanisch- deutscher Konflikt in China. Wir hatten kürzlich bereits auf den Widerspruch in der Haltung unsrer Chinaleitung hingewiesen, die in demselben Augenblick, wo sie den Soldaten das Plündern verbot, sich nach den überein- stimmenden Nachrichten des Auslands anschickte, selbst ch i n e s i s ck e s Eigentum als Siegestrophäen nach der Heimat zu schicken. Gegen dies Beutemachen hat nun Amerika energischen Protest erhoben. Eine Pekinger Drahtung der„Morning Post' besagt, General C h a f f e e beschwerte sich schriftlich beim Grafen Waldersee über die Beseitigung der Instrumente von der Sternwarte seitens der Deutschen und Franzosen. Der Brief wurde wegen seines schroffen Tons zurückgesandt. Ein andres Telegramm aus Peking lautet: In dem hiesigen Observatorium waren deutsche und stanzöstsche Offiziere bekanntlich damit beschäftigt, zehn vorzügliche alte astronomische Instrumente von ihrem Platze zu nehmen, wovon fünf nach Berlin und fünf nach Paris als hoch- interessante Beutestücke gesandt werden sollten. Jetzt hörten die Franzosen plötzlich mit dieser schwierigen Arbeit auf, vermutlich auf direkte Anweisung aus Paris. Die DeutschensetzendieHerabnahmederJnstrumente unter Leitung des Pionier-OberlieutenantS Gündell ohne Unterbrechung fort. Zweifellos hat Amerika ein Recht, dagegen zu protestieren, daß sich in einem Augenblick, wo die Friedensverhandlungen mit China bereits in vollem Gange sind, eine Macht an dem chinesischen Eigen- tum vergreift. Wenn Graf Waldersee seinen zweiten Triumphzug durch Mitführung von Beutestücken nach römischem Muster einen dekorativen Charakter verleihen zu müssen glaubt, so mag er er- beutete Kanonen oder Boxerlanzen dazu benutzen, nicht aber astronomische Instrumente, die nicht im Gefecht erbeutet wurden, auf die Deutschland also selbst nach Kriegsrecht nicht den mindesten Anspruch erheben kann. Frankreich scheint denn auch infolge der amerikanischen Vor- Haltungen sein Unrecht eingesehen zu haben, während Deutschland sich offenbar nichts dreinreden lassen will. Wir hoffen indes, daß man von Berlin aus dem Grafen Waldersee die strikte Anweisung giebt, allcS zu unterlassen, was den übrigen Mächten Gnmd zu berechtigten Interventionen geben könnte.— Deutsches Meich. Bald so- bald so. Wenn unser Graf Bülow, der bewährteste Heiterkeitserreger des Reichstags seit Alexander MeyerS Ausscheiden, vor einem Jahrfünft Kanzler gewesen wäre, so würden wir keine Rede gegen die Donquixoterie der Interventionen gehört haben, sondern er würde mit edler Begeisterung solche Eiiigrifse gepriesen haben. Denn da- mals war die Blütezeit der gegen England gerichteten Jnter- ventionen, von denen man so wenig einen Weltkrieg befürchtete, daß man sie im Gegenteil für eine Garantie deS Weltfriedens erklärte. Wir begreifen es schon, daß die deutsche Regierung sich scheut, dem alten Krüger ins Auge zu sehen, dem sie damals werlthätige Hilfe zusicherte, als sich die Boeren allein helfen konnten. Die Transvaal-Jnterpellation war zu jener Zeit nicht die einzige. Deutschland hatte sich auch in den chinesisch-japanischen Krieg in höchst thörichter Weise eingemischt. Am 2. Januar 18% brachte die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung" einen hochoffiziösen Artikel über das deutsche Programm der auswärtigen Politik. Das war ein großer Hymnus auf die Weisheit der Jntcrventionspolitik gegenüber England. Ein britisch-japanischer Zweibund sei in Sicht gewesen. Durch eine solche Eventualität sei in erster Linie Ruß- lands legitime Machtentfaltung bedroht. In der Erkenntnis dieser Gefahr habe Deutschland mit Rußland und Frankreich gemeinsam Einspruch erhoben. Durch solche Intervention— so führte der Artikel auS, und würde damals auch Graf Bülow aus tiefster Ueber- zeugung ausgeflihrt haben— habe die Spannung der europäischen Lage bedeutend nachgelassen. Dieser neue Bund sei eine Ver- einigung gegenseitiger Unterstützung, wo russische oder französische Interessen auf dem Spiel ständen. Der Artikel schließt: „Da diese Interessen aber fast ganz außerhalb Europas liegen und überall nur auf englischen Gegensatz stoßen, so können wir nach menschlicher Berechnung einer längeren Zeit «»gestörten Friedens entgegensehen". „Nur" englischer Gegensatz— dieses„nur" wirkt heute mit prächtiger Satire, wo die Rücksicht auf England nicht einmal den Empfang einer mit England verfeindeten Persönlichkeit gestattet. Damals aber war der englische Gegensatz so gering zu achten, daß dessen Verschärsting geradezu den Weltfrieden sicherte. Nichtsdesto- weniger werden die Beteuerungen der Diplomatie, diese wichtig- thuerischen Narrcnspossen von den bürgerlichen Parteien ernst genommen. Wie heute alles den Grafen Bülow preist, weil er dem Präsidenten Krüger nicht einmal die Thüre öffnet, so entzückte man sich Anfang 18% über eine Intervention, die doch nichts war als eine gänzlich unnötige Provokation. Am 7. Februar wurde der Freiherr v. Marschall, der damalige Staatssekretär des Auswärtigen, über die Transvaalfrage inter- pelliert. Herr v. Marschall erklärte— ganz wie jetzt im entgegen- gesetzten Fall—, die volle Verantwortlichkeit für das Telegramm des Kaisers an den Präsidenten Krüger zu übernehmen, obwohl dieses Telegramm ja eine gegen England gerichtete Intervention in der schroffsten Form darstellte. Am 13. Februar erörterte das Plenum des Reichstags die An- gelegenheit. Vielleicht liest man bei den gegenwärtigen Etats- beratungen von den Ministem und bürgerlichen Abgeordneten vor, wie sie vor fünf Jahren eine durchaus zweckwidrige unnötige Interpellation verherrlichten. Der nationalliberale Abgeordnete Hammacher war entzückt, daß das Auswärtige Aint nnt„Entschlossenheit und Energie"„die Rechte Deutschlands in der gefährdeten südafrikanischen Republik zu wahren verstanden hat." Ausgang und Endpunkt der deutschen Politik in Südafrika sei der Schutz der deutschen Interessen und im Zusammenhang damit die Aufrechterhal- tung der Selbständigkeit der südafrikanischen Republik.„Alle Deutschen waren stolz darauf", rief Herr Hammacher aus,„in dieser Enunciation Seiner Majestät des deutschen Kaisers einen Akt echt deutschen Selbst- bewußts eins neben dem Ausdruck der lebhaften Gefühle des deutschen Volks zu erkennen." Frhr. v. Marschall erklärte darauf, daß jede Veränderung der staatsrechtlichen Stellung Transvaals die deutschen Rechte schwer beeinträchtige.„Diese legitimen Interessen zu schützen... dieser Pflicht kann und wird das Deutsche Reich sich nicht entziehen." Der Vorgänger des Grafen Bülow war also in dessen Sinn ein Don Quixote; denn er trat„in einen ganz scharfen Gegensatz"„zu jenen Bestrebungen, welche in Südafrika ganze Arbeit machen ivollen, welche aufräumen wollen mit den selbständigen Staatengebilden und dem Besitzstand andrer europäischen Mächte, welche ganz Südafrika ver- einigen wollen zu einem einheitlichen Wirtschasts- und Staatengebiet... In dem Sieg dieser Beziehungen würden wir allerdings eine schwere Schädigung«nsrer Jntereffc» erblicken." Heute steht dieser Sieg und diese schwere Schädigung unmittelbar bevor— doch Graf Bülow sieht darin keine Gefahr, sondern nur in dem Versuch. dagegen anzukämpfen. Deutschland suche, so schloß der Herr v. Marschall, keine Händel— aber: „Die Freiheit beanspruchen wir auch für uns, daß wir offenkundiges Unrecht, welches unser Interesse bedroht, als solches bezeichnen, und daß wir unsrer Genugthuung darüber, daß das Unrecht unterlegen und Recht doch Recht geblieben ist, in der Form Ausdruck geben, wie es dem Empfinden der ganzen Nation entspricht." Inzwischen hat daS Unrecht gesiegt, aber der Nachfolger des Freiherrn v. Marschall beweist, daß wir nicht einmal die Freiheit für uns beanspruchen dürfen, gegen dieses Unrecht ein Wort des Be- dauern? zu äutzem. Nach dem Frhrn. v. Marschall kam Herr Lieber; er sprach— wie jetzt bei genau entgegengesetzter Sachlage— dem Leiter der auswärtigen Politik sein„volles und unbedingtes Vertrauen" aus und bramarbasierte: „Auch wir wünschen die Erhaltung... guter Beziehungen zu England, aber niemals auf Kosten desRechts und der Großmacht st ellung des Deutschen Reichs". � Auch Herr Lieber war damals ein Don Quixote. Weiter war der konservative Frhr. v. Mantenffel stolz darauf, daß der Staatssekretär des Auswärtigen Aints„in keinem Punkt die. Ehre Deutschlands auch nur um eines Haars Breite preisgegeben hat, und daß er das Recht nach keiner Richtung hat beugen lassen". Und Herr von Kardorff pries die„feste und energische Führung" der aus- wärtigen Politik. Als Genosse Bebel damals zwar die Stellungnahme Deutsch- lands gegenüber dem Einfall Jamesons billigte, aber das gegen England gerichtete Kaisertelegramm mißbilligte, da äußerte das hohe HauS lebhaften Widerspruch und verfiel in große Unruhe. Denn das hohe Haus war eben von einem wahren Intervention»- Rausch befallen, in dem Herr Liebermann v. Sonnenberg poetisch lallte: Nun ist die Kette wieder voll— Weh dem, der daran rühren sollt Mit Gott und unsrem Kaiser Ein Volk, ein HauS, ein Heer! In den fünf Jahren ist die auswärtige Politik von dem einen Extrem in das andre getaumelt, aber die bürgerlichen Parteien huldigen wieder mit vollstem Vertrauen der Weisheit der Leitung der auswärtigen Angelegenheiten, je nach Wunsch und Kommando. Wie man in China Krieg führt. Ueber die berühmte Expedition nach Paotingfu, die von zwei starken Kolonnen ausgeführt wurde, läßt sich die „Franks. Ztg." von ihrem Specialkorrespondent ans Tschifu von, 31. Okt. berichten: „Daß zwei Armeen, die weit von einander entfernt sind, einem Ziel zustreben, das kannte die Kriegsgeschichte bereits vor Moltke. Allerdings wird nur eine besonders wichtige Ver- anlassnng zu einer derartigen gemeinsamen Operation führen, wenn es sich nämlich darum' handelt, einen wirklich großen Wider- stand zu brechen. Lag eine solche Veranlassung vor? Meiner Ansicht nach nicht. Allerdings waren v e r st r e u t e B o x e r h a u f e n in der Nähe von Paotingfu gemeldet, aber zu ihrer Bekämpfung hätte vielleicht ein Bataillon reichlich genügt.„Wen wollen Sie denn schlagen?" fragte ich den Herrn, der mir vorz,„Vereintschlagen" sprach.„Nun, die Boxers."„Glauben Sie, daß diese Leute,' die nicht einmal die Gesandtschaften zu nehmen vermochten. Ihren Armeen Widerstand leisten werden?" Darauf erhielt ich keine Antwort, aber die Antwort war die kämpf- und bedingungslose Uebergabe Paotingfus. Heute behaupte» viele Offiziere, daß die ganze Unternehmung nur deshalb stattgefunden habe, weil man„den Leuten zu Hause zu liebe" etwas habe unternehmen müssen. Diese Nachricht bestätigt glänzend unsre Auffassung von Walder- seeS großartigen strategischen Leistungen. Man mutz„d enLeutcn zu Hause zu liebe" doch ein wenig Krieg spielen. Der neue Gouverneur von Deutschostafrika. Nach einer offiziösen Meldung der„Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" ist an Stelle des Generalmajors v. L i e b e r t, der wegen seiner bevor- stehenden Ernennung zum Divisions-Kominandcur um Enthebung von seinem Posten nachgesucht hat, Graf Götzen für denselben in Aussicht genommen. Graf' Götzen, der erst 8S Jahr zählt, hat von 1831/1887 in Paris, Berlin und Kiel Staatswisienschafte» studiert, war 1890/91 in Rom als Botschafts-Attachö und unternahm während dieser Zeit seine erste Reise nach dem Kilimandscharo. Während er 1892 als Offizier zur Kriegsakademie kommandiert war, unternahm er eine Reise nach Kleinasicn mit Major von Diest zu topographischen Aufnahmen. 1893 machte er seine große Reise durch Afrika, die er 1893 in seinem Werk beschrieb. In den Jahren 1896/98 in Washington als Militär- und Marine- Attachs. lvar ihm Gelegenheit' gegeben, neben seiner militärischen Funktion auch über die wirtschaftlichen Verhältnisse der Vereinigten Staaten zu unterrichten. Während des spanisch-amerikanischen Kriegs war er dem amerikanischen Oberbefehlshaber als deutscher Militär-Attnchö beigegeben. Seit vielen Jahren ist Graf Götzen Mitglied des Aus- schusses der deutschen Kolonialgcsellschaft und des kolonialwirtschaft- lichen Komitees: er hat sich als solches auch an einer Reihe von wirtschaftliche» Fragen beteiligt. Ob Graf Götzen, der danach mehr Diplomat und WirtschaftS- Politiker ist, seine Aufgabe von einem wesentlich andren Gesichtspunkt aus auffassen wird, als der nichtS-als-soldatische Herr von Liebert, mutz abgewartet werden. Die einseitige militärische Art der Verwaltung unsrer afrikanischen Kolonien. die ihre Erfolge lediglich nach der Zahl schneidig ausgeführter Straf- expeditionen bcmaß, hat ja selbst in unsrer nationallibcralen Presse eine große Erbitterung hervorgerufen und die laute Forderung er- tönen lassen, au die Stelle des nach Auszeichnung und kriegerischen Bravourthaten lüsternen militärischen Elements Beamte aus den Kreisen der Handelsinteressenten treten zu lassen.— Genügt die Aufklärung? Die„Hamb. Nachr." sind aufs äußerste entrüstet über die offiziöse Darstellung, daß Deutschland mit Rücksicht auf England und den lieben Frieden dem alten Ohm Krüger gegenüber selbst von einem Akte der Höflichkeit habe Abstand nehmen müssen. „Das heißt aber doch mit andren Worten: Deutsch- land ist nicht einmal mehr soweit Herr im eignen Hause, daß es frei darüber bestimmen kann, wen es bei sich empfangen will und wen nicht, darüber hat England.�u entscheide»! Wir müssen offen gestchen, daß diese Sachlage für unser deutsches Natioiialgefühl nicht sehr erhebend, politisch genommen aber ganz unbegreiflich ist, vorausgesetzt, daß nicht Dinge vorliegen. die wir nicht kennen und die geheim gehalten werden. Wenn wir nicht wagen dürfen. Krüger auch nur in unpolitischer Audienz zu empfangen, um England nicht zu verletzen, so hat daS deutsche Volk jedenfalls ein Recht darauf, zu erfahren, woran es liegt, daß wir uns England gegenüber in einer derart unfreien und demütigenden Lage befinden. Haben tvir uns in China derart verfahren, daß wir ganz tzla marvi von Eng- land gestellt sind und daß es nur von dieser Macht abhängt, unsrer dortigen Position und Expedition ein Ende mit Schrecken zu bereiten oder uns zum Bruch mit Rußland zu treiben? Die„Hamb. Nachr." werden nun zu erklären haben, ob ihnen Bülows„Aufklärung" genügt.— Halle a. S.» 10. Dezember.(Eig.©er.) Die Beschwerde über die Verhaftung Swientys wurde auch vom Ober- landeSgericht abschläglich beschieden. In dem Beschluß heißt es: Weder die vom Beschwerdeführer glaubhaft geltend ge- machten häuslichen Umstände, noch die Thatsache. daß er anläßlich der früher gegen ihn anhängig gemachten Untersuchungen in Straf- fachen von geringerer Erheblichkeit nicht versucht haben mag. sich der Verfolgung durch die Flucht zu entziehen, noch das Anerbieten einer Sicherheitsleistung erscheinen geeignet, den durch die Höhe der Strafe begründeten Fluchtverdacht zu beseitigen, welche der Beschwerdeführer in der zur Zeit gegen ihn anhängigen Straffache wegen Majestätsbeleidigung in mehreren Fällen zu erwarten hat. • Socialdemokratische Redacteure, denen sehr hohe Gefängnis- strafen drohten, haben sich nicht durch Flucht dem Gericht entzogen. Sie nahmen die Strafe auf sich als Verlvundete im Klassenkampf. Wir erinnern nur an den Fall unsreS Genossen Reichstags-Abgeordneten Schmidt, der in der Voraussicht langjähriger Gefängnisstrafe tapfer ausharrte und wirklich mit drei Jahren Gefänguis bestrast wurde, die er jetzt gerade im Gefängnis zu Halle verbüßt. Wir tonnten zahllose ähnliche Fälle anführen und müssen fit der Annahme des Fluchtverdachts gegenüber Swienty eine vollständige Ver- kenimng der socialdemolratischen Redacteuren erfahrungsgemäß eignen Gesinnungen erblicken. Ein Mann, der mit all seiner Ueber- Zeugung und all seinem Wesen an der politischen Thätigleit hängt, die er hierzulande ausübt, sollte selbst als überaus socialistenfeindlich bekannten Juristen des Naumburger Oberlandesgerichts nicht als Fluchtverdächtiger gelten. Es kommt hinzu, daß dem Laienverstand die Annahme mehrfacher Majestätsbeleidigungen in den betreffenden Notizen des »Halleschen Volksblatts', die die Chinamedaille behandelten, völlig unverständlich ist. Sollte wirklich dieses MajestätsbeleidigungS- verfahren weiter durchgeführt werden, so würde es sich denjenigen Majestätsbeleidigungs-Prozessen würdig anreihen, die in den weitesten Kreisen des deutschen Volks größte Erregung und das dringende Verlangen nach Beseitigung des Ausnahmegesetzes der MajestätS- beleidigung hervorgerufen haben.— Haager TchledSgerichtöburcau. Zu der von dem ständigen Bureau für das internationale Schiedsgerichtsverfahren im Haag zu führenden S ch i e d S ri ch t e r l i st e sind als deutsche Mitglieder Dr. Bingner, Senatspräsident vom Reichsgericht Legationsrat v. F r a n tz i u s. vortragender Rat im Auswärtigen Amt. Dr. v. Mörtitz, Professor der Rechte an der Universität Berlin, und v. Bar, Professor der Rechte an der Universität Göttingen, angemeldet worden. Die Veröffentlichung der deutschen Mitglieder für die Haager SSiedsgerichts-Liste kommt gerade zur guten Stunde, da Graf Bülow die elende Treulosigteit der Staaten des europäischen Kontinents, voran Deutschlands, gegenüber den Boeren mit der Unmöglichkeit eines Schiedsgerichts« Verfahrens zu recht- fertigen versucht. Die Mitglieder der Haager Schiedsgerichts-Liste bleiben stumm angesichts der Vergewaltigungen in Südafrika. Sie werden erst in Thätigkeit treten, wann es gilt, einem internationalen Unrecht das Rcchtsmäntelchen umzuhängen.— Ausland. Französische Kolonialgreuel. Dout cotnmö chez nous— genau wie bei unS—, daS ist der Eindruck, den man gewinnt, wenn man die Verhandlungen der fran- zösischen Kammer in der Sitzung vom Sonnabend verfolgt. Der Deputierte Vigns d'Octon erhebt furchtbare Anklagen gegen die französischen Soldaten im Sudan und auf Madagaskar! er zählt eine lange Liste von Scbeusäligkeiten auf, begangen durch sogenannte christliche Civilis atoren an den„Wilden". Und es sind nicht gemeine Soldaten, sondern durchweg Offiziere, die hier beschuldigt werden, in der bestialischten Weise gegen die Eingebornen gewütet zu haben. Im Sudan, so berichtet V i g n ö. haben Offiziere sderen Namen er auch nennt) sich am Sklavenhandel beteiligt. Ein Lieutenant, besten Grausamkeiten ruchbar geworden, sei nach Frank- reich zurückberufen und für verrückt erklärt worden; heute sei er aber wieder in einer höheren Stellung in der Armee. Viel schlimmeres wurde aber von Madagaskar berichtet; dort habe der Lieutenant Lav«rdure in der scheußlichsten Weise gehaust. Die Eingeborenen seien ins Wasser geworfen»der, ein- gehüllt in Stroh, das mit Petroleum getränkt war, lebend ver- b r a n n t worden. Geschlechtliche Verstümmelungen, wie sie znr Zeit der Inquisition angewandt, wurden von den französischen Kulturträgern verübt. In Djibouti habe ein Richter einem Angeklagten, um ihm ein Geständnis abznpresten, die Hoden verstümmeln lassen. Unter wachsender Unruhe des Hauses schildert der Redner weitere schamlose Grausamkeiten; Raub. Mord, Plünderung ist demnach in den Kolonien an der TagcS- ordnung; er verlangt am Schluste seiner Rede die Einsetzung einer parlamentarischen Untersuchungskommission. Der Minister verspricht die peinlichste Untersuchung der vor- Sebrachten Fälle, die p a r l a m e n t a r i sv e s e n. sich zu unterwerfen. Steijn habe den Sitz der Regiening in FourieSburg aufgeschlagen, die Thätigkeit der Behörden funktioniere wie gewöhnlich. Die moralische Wirkung der Verwaltung verbreite sich mehr und mehr in der Kapkolonie unter der Afrikander-Bevölkerung. Die von englischen Soldaten verübten Grausamkeilen empörten die öffentliche Meinung. Die Boeren seien entschlossen, sich nur auf einen Frieden einzulassen, welcher die Unabhängigkeit und die Autonomie beider Republiken gewährleiste man wolle ein stehendes Heer beibehalten; werde dies verweigert, so würde man bis zum Tode kämpfen. Caserta erklärte schließlich, der dem Präsidenten Krüger bewilligte Urlaub werde sich höchstens auf 6 Monate erstrecken. Caserta begiebt sich von hier nach Paris, wo er von Krüger Weisungen erwartet.— 5. Bayrischer Parteitag. Fürth, 9. Dezember. Gestern nachmittag nach 4 Uhr begannen im kleinen Saale des Saalbaus die Verhandlungen des 5.'bayrischen Parteitags. Ver- treten sind 50 Orte durch 89 Delegierte, außerdem sind eine Anzahl Abgeordnete und Gäste anwesend. Nach Erledigung der Bureauwahl und Aufstellung der ver- schiedenen Kommissionen erstattete Genosse S ch e r m den Bericht des Landesvorstands, worin er besonders hervorhebt, daß die auf dem Würzburger Parteitag beschlossene Umwandlung der Partei- Organisation im großen und ganzen sich in zufriedenstellender Weise vollzogen und die Anstände, die sich anfangs ergaben, nur gering- fügige'r Natur waren. Die drei Gauvcrbände' zählen gegenwärtig 102 sociäldemokratische Vereine mit zusammen über 16 000 Mitgliedern. Die Gesamteinnahmen der Gauverbände pro 1899 betragen 9800 M., diese bilden ein Viertel der von den Organisationen erhobenen Bei- träge, so daß man die Einnahmen auf ca. 39 000 M. schätzen darf; in Wirklichkeit aber sind sie noch größer, da manche Vereine mit ihren statutarischen Leistungen noch im Rückstände sind. Die finanziellen Verhältnisse haben sich nach diesen Zahlen bedeutend gebessert und es soll nun der Anfang damit gemacht werden, daß ein fester Prozentsatz der Einnahmen an die Parteikasse nach Berlin ab- geführt wird. Auch in Bezug auf die Agitation sind Fortschritte zu verzeichnen. Die vorjährigen LandtagSwahlen haben ergeben, daß die Zahl unsrer Wahlmänner' sich seit 1893 fast verdppelt hat, während die Zahl der Abgeordneten von 5 auf 11 stieg. Die Zahl der socialdemolratischen Urivähler läßt sich leider nicht feststellen, da die amtliche Statistik in dieser Beziehung sehr mangelhast ist. Bezüglich der Kompromisse bemerkt Scherm, daß diese, obwohl sie von einzelnen Genossen im Reiche als schädlich bezeichnet worden seien, uns, wie der Erfolg ge- zeigt habe, durchaus nicht geschadet hätten. Daß daS Centrum mit uns Kompromisse suchte, zeuge von der Stärke und dem Einfluß unsrer Partei. Bei den Gemeinde wählen wurde außer in Fürth und in der Pfalz ein nennenswerter Erfolg nicht erzielt, die Ursache liegt in den reaktionären Bestimmungen der Gemeinde-Ordnung. die Ge- meindcn selbst suchen die Möglichkeit zur Erlangung des Gemeinde- Ivahlrechts noch zu erschweren. Es ist auch nicht zn erwarten, daß in dieser Hinsicht in nächster Zeit Besserung eintritt. Erfreuliche Erfolge erzielte dagegen die Arbeiterschaft, soweit sie nicht den bürgerlichen Parteien HcercSfolge leistet, bei den Gclverbegerichts- ivahlen, und als besonders erfreulich ist es zu bezeichnen, daß sie in einigen schwarzen Domänen den Sieg erfocht. Mit diesem Referat wurden zugleich die unter den Punkt Agitation und Organisation fallenden Anträge zur Diskussion gestellt, die sich sehr rege gestaltete und, nachdem ivegen vor- gerückter Zeit die Verhandlungen abgebrochen werden mußten, am andren Morgen fortgesetzt wurde. Beschlossen wurde, daß der Vorsitzende des GauvorstandS auf dem Gautag zn wählen ist, daß über Neugründungen von Zeitungen der bayrische Partei- vorstand entscheidet, daß der Ausschluß aus der Partei nach den Bc- stimmungen des allgemeinen deutschen Statuts zu regeln ist und daß bei längerer Arbeitslosigkeit, in Notfällen oder Krankheit die Bei- träge auf Verlangen gestundet oder erlassen werden können. Den Landesvorstand bildet die sociäldemokratische Land- tagsfraktio»(bisher Landtags- und Neichstags-Abgeordnete). Bezüglich des Prozentsatzes der Beiträge, der an die Parteikasse in Berlin' abgeliefert werden soll, liegen drei Anträge vor.(Infolge eines Schreibfehlers in unsrem Bericht können wir nicht feststelle», ob 20 Proz. oder 33�s Proz. abgeliefert werden. Red. d.„V.".) Annahme finden ferner die Nürnberger Anträge auf Aendemng des Statuts bezüglich der rechtlichen Stellung der Mitglieder(analog dem Mainzer Beschluß). Endlich wird noch beschlossen, den Landesvorstand zu beanf- trogen, von 1902 ab einen Parteikalender herauszugeben. ZAKvtei-'MÄchvichtett. DaS Versammlungsrecht in Sachsen- Weimar. Die von Professor Abbe in Jena jüngst durch einen Vortrag so lvirkungSvoll verteidigte Versammlungsfreiheit scheint nunmehr langsam auch wieder von den Polizeibehörden anerkannt zu werden." Am Freitagabend fand in Wenigenjena eine öffentliche Versamm- lnng statt, in der Genosse Heinrich Schulz aus Erfurt(in der bisher gewohnten Polizeidefinition ein„gewerbsmäßiger Agitator, der für seine aufreizende Sprechweise hinlänglich bekannt" ist) einen Vortrag über daS Thema:„Warum müssen wir uns am politischen Leben beteiligen?" hielt. Das Thema war also staatsgefährlich genug. Trotzdem ist von der Versammlung„eine Gefahr für die öffentliche Ordnung und Sicherheit" nicht ausgegangen. Die Angst der Polizei ist stets unbegründet. Gcmrindewahlen. In Dresden beteiligten sich unsre Ge- nossen nach längerer Pause wieder einmal an den Gemeindewahlen; sie erlangten zwar etwa 900 Stimmen, doppelt so viel wie früher, haben aber danach noch lange keine Aussicht, einen Vertreter in das Stadtverordneten-Äollegium zu bringen. Ein Bauspekulant Hartwig, der in Bausachen keine' Moral kennt, ist der Dresdener Bevölkerung lieber, wie ein ehrlicher Vertreter der Vollsinteressen. In den sächsischen Ortschaften Wüstenbrand und Göppersdorf wurden ein bezw. drei Socialdemokraten gewählt und in Pausa zwei. In Mürzzuschlag(Steiermark) errangen unsre Genossen bei erstmaliger Beteiligung sofort drei Mandate. Eine Kreiskonferellz Heß Wahlkreises Teltow-Veeskaw.Charlattenbmg tagte am Sonntag im Gewerkschaftshause. Anivesend waren 57 Delegierte aus 21 Orten. Der erste Punkt der Tagesordnung lautete: Centralisation der Wahl« und BildungS- vereine des Kreises. Hierzu lag ein von einer Kommission aus- gearbeiteter Statutenentwurf vor. den Genosse Zu b e i l begründete. Dann wurde» die einzelnen Paragraphen des Entwurfs nacheinander diskutiert. Die wesentlichsten Bestimmungen des angenommenen Statuts sind folgende:§ 1. Alle im ReichstagS-Wahlkreise Teltow- Beeskow- Storkow-Charlottcnburg bestehenden Arbeiter- zc. Vereine bilden einen über den ganzen Wahlkreis sich erstreckenden Central- Wahlverein unter dem Namen:„Socialdemokrati scher Central-Wahlverein für den ReichStagS-Wahl- kreis Teltow-Beesk ow-Storkow-Charlotte nburg." Sitz des Vereins ist der Sitz des Centralvorstands.— Nach§ 3 besteht der Central-Vorstand aus einem Vorsitzenden, dessen Stellvertreter, einem Kassirer. einem Schriftführer und einem B e i- itzer, der zugleich als Kreis- Vertrauensmann ungiert.— Nach§ 4 wird der Centrai-Vorstand durch 3 Revisoren kontrolliert, die alle Beschwerden über den Vorstand entgegen- zunehmen haben und auch mit diesem zusammen das S ch i e d S- g e r r ch t bei parteischädigenden Streitigkeiten in den einzelnen Orten bilden.—§ 6 sagt: Die den Centralverein bildenden Vereine 'ühren den Namen:„Socialdemokratischer Wahlverein für... (Name des OrtS.)"— 8 9 bestimmt: Die Wahlvereine übernehmen die Parteigeschäfte ihres Orts und teilen den letzteren in Bezirke ein, denen ein vom Vorstande zu er- nennender Bezirksführer vorsteht. Diese haben Unterbezirke mit je einem Obmann zu bilden, der Hilfskräfte für die Partei-Arbeiten heranzuziehen hat.§ 10 sagt: In Orten, wo die Bildung eines Wahlvereins nicht angängig ist, ernennt der Centralvorstand Beitragsammler, die den Verkehr mit den Genossen dcZ Orts zu pflegen haben.— Zu den Generalversammlungen des Central- vereinS entsendet laut§ 11 jeder Ort, in dem ein Wahlvcrein besteht oder BeitragSsannnler ernannt sind, bis zu drei Delegierten. Nach§ 13 haben der Centralvorstand. die Vertreter der Preß-, Agitations- und Lokalkommission, sowie die Revisoren all» jährlich in einer Generalversammlung Bericht zn erstatten und sind neu zu wählen.— Der Centralvorstand hat nach 8 15»lle gemein« samen Unkosten zu bestreite». Die lokalen Wahlvereine sowie Bei- tragsammler dürfen ein Drittel ihrer Gesamteinnahme für örtliche Parteigeschäfte verwenden und müssen den Rest der Einnahme an den Centralvorstand abführen.— Der Centralvorstand giebt an die lokalen Vorstände und Beitragssammler BonS a 10 Pf. aus, die zur Erhöhung der Einnahmen zu vertreiben sind.— Der Central« vorstand gewährt'RechtSschutzinsolchenFällen, woMitglieder wegen ihrer Parteithätigkeit unter Anklage gestellt sind.— Nachdem die Statuten« beratung erledigt war, wurde Charlottenburg als Sitz des Centralvorstands bestimmt und provisorisch in denselben gewählt: Görke erster. Dr. Borchardt zweiter Vorsitzender. Hirsch Schriftführer. Eberhard Kassierer. Schnell Beisitzer und Kreis-Vertrauensmann.— Die Neuorganisation soll am 1. Januar in Kraft treten. Um auch den Frauen die Teilnahme an den Parteigeschäften zu ermöglichen, beantragte Z u b e i l folgende Resolution, die gegen zwei Stimmen angenommen wurde:„Delegationen zu Partei-, Provinzial- und Arbeitcrkongressen dürfen nicht in General« Versammlungen des Ccntral-WahlvereinS vorgenommen werden, sondern nur von öffentlichen Kreiskonferenzen, zu denen jeder Ort bis drei Delegierte in öffentlichen Partei- Versammlungen zu wählen hat."— Nunmehr erstattete der bisherige Kreisvertrauensmann Eber- h u>. d den Geschäfts- und Kassenbericht: Im ab- gelaufenen Jahre fanden 3 Kreiskonferenzen statt und 3 AgitationS- touren, bei denen 76 000 Broschüren. 40 000 Kalender und mehrere Tausend polnische Flugschriften und Zeitungen verteilt worden sind. Die Gesamt- Einnahmen beliefen sich auf 13 613,37 M., die Ausgaben auf 9040,09 M., der Bestand beträgt 4573,28 M. Von dieser Summe wurden auf Beschluß der Konferenz, nachdem dem Ver« trauensmann Decharge erteilt worden war, 1000 M. an den Parteivorstand und 500 M. an die Agitationskommission überwiesen. Hierauf erstatteten die Vertreter der Preß-, der Agitations- und der Lokalkommission Berichte über ihre Thätigkeit, die zu keiner er- heblichen Diskussion führten. Die Vertreter der genannten Körper- schaften wurden bis zur Generalversammlung des Central- Wahl- vereinS in ihren Aemtern belassen. GemeMschafkliltzes. Deutsches Reich. Der Leipziger Döpferstrcik ist im Niedergang begriffen. DaS neue Arbeitsnachweis-Statut ist von einer Reihe der größeren Firmen anerkannt worden; die Innung hatte es abgelehnt. Die Zahl der Streikenden hat sich in den letzten Tagen um 60 vermindert. Weitere Bewilligungen von Meistern werden erwartet. Der Streik in Vetschau dauert unverändert fort. Es sind seitens der Streitkommission mehrfach Versuche zur Unter« Handlung gemacht worden, doch ohne jeden Erfolg. Arbeitswillige ans den Reihen der Streikenden sind bisher nur'etwa 11 Mann zu verzeichnen. Die Direktion des Werks macht freUich alle möglichen Versuche, von außerhalb Arbeitswillige heranzuziehen. Daß daS Unternehmertum dabei die denkbar größte Hilfe leistet, ist selbst« redend. Doch auch die Arbeiter sind nicht lässig, so daß es gelungen ist, die weitaus größte Zahl der Zugereisten abzuschieben. Die Bügerschaft sympathisiert mit den Streikenden, waS freilich nur zn erklärlich ist, denn wenn diese Lohnabzüge bestehen bleiben sollen. wird die Kaufkraft der Arbeiter dermaßen geschwächt, daß die sämt- lichen Geschäftsleute schwer darunter leiden würden. Wie groß diese Sympathien der Bürgertums sind, beweist der Unistand, daß am vergangenen Sonntag ein Wohlthätigkeits-Konzert zu Gunsten der Familien der streikenden Arbeiter veranstaltet wurde. Noch eine andre Kuriosität ist zu berichten. Am Sonnabend fand eine Versammlung der Arbeitswilligen, von der Direktion einberufen, statt. Vorher tagte eine Versammlung der Streikenden. In derselben wurde beschlossen, mit 340 gegen 11 Stimmen. bei 3 Stimmenthaltungen, den Streik fortzusetzen. Die Versammlung der Arbeitswilligen sah dagegen recht traurig aus I Diese Elemente, junge Burschen, sind nicht nur nicht leistungsfähig bei der Arbeit, sondern auch zweifellos in Un- kenntnis über das' Verwerfliche ihrer Handlungsweise. Achtung Schuhmacher! Nach uns zugegangenen Mitteilungen aus München ist m der dortigen Schuhwarenfabrik von P. Wenz wegen Lohnreduktionen ein Streik ausgebrochen. Der Fabrikant soll nach Berlin oder Hamburg gereist fein, um Arbeitswillige an- zuwerben. Wir ersuchen die Kollegen, den Zuzug nach München fernzuhalten und diese Mtteilung in den weitesten Kreisen der in Schuhwaren-Fabriken thätigen Kollegen bekannt zu geben. Ausland. Internationale Solidarität. Im Streik der Spitzenlveber in Calais ist eine Aenderung noch nicht eingetreten. Dieser Tage war eine große Versammlung, in welcher der Führer der englischen Textilarbeiter, David HolmeZ, anwesend war und den Streiken- den 10 000 Fr. als erste Rate überbrachte. Das englische Parlamen- tarische Komitee hat beschlossen, den Streikenden möglichst unter die Arme zu greifen; eS hat eine centrale Sammelstelle errichtet, an welche die englischen Trade Unions ihre Unterstlltznngsgelder für Calais einsenden. Der Mut der Ausständigen ist durch diese Stellung« nähme der englischen Arbeiter begreiflicherweise sehr gehoben. Sociales- Znm KrankenvcrsichcrnngS-Gcsctz hat das sächsische Landes» Medizinalkollegium in seiner letzten Plenarversammlung beschlossen. zu verlangen, daß als ärztliche Behandlung im Sinne des Gesetzes nur die Behandlung durch approbierte Aerzte gelten soll. Ein An- trag, die Versammlung wolle sich für Einführung der freien Arztwahl erklären, ward gegen 5 Stimmen abgelehnt. Doch soll die sächsische Regierung ersucht werden, dahin zu wirken, daß in Zukunft die Anstellung der Kassenärzte im Einvernehmen mit der Aussichtsbehörde und der ärztlichen Standesvertretung zu er- folgen habe. Die Frage, ob es sich empfehle, daß die Kassen die vollen Unterstützungen' auch bei Krankheiten, die durch gcschlccht- liche Ausschweifungen entstanden sind, gewähren, wurde bejaht. Englands Kohlenlager. Wie es mit den Kohlenbeständen Englands und Schottlands bestellt ist, geht aus einer Rede hervor, die Mr. I. A. Longden im Mai 1899 in der Institution vk irnning Engineers in London hielt, in der er erklärte, daß die durchschnitt- liche Tiefe, aus welcher im Jahre 1374 die Steinkohle in Schottland u Tage gefördert wurde. 420 Fuß betrug; im Jahre 1892 war äese Tiefe bereits 580 Fuß. Es hatte also in 18 Jahren eine Zu- nähme der Tiefe um etwa 38 Proz. stattgefunden. Schottland ver- braucht gegenwärtig ungefähr 30 Millionen Tonnen Stein« kohlen iin Jahre. wovon eS mehr als die Hälfte, nämlich 16 Millionen Tonnen aus den Kohlenfeldern von Lanarkshire bezieht. Herr R. T. Moore in Glasgow berechnet, daß im Jahre 1893 schon 668 Millionen Tonnen abgebaut waren und daß nur noch 265 Millionen Tonnen übrig bleiben. Seitdem ist der letztere Vorrat bereits um 70 Millionen Tonnen verringert worden, so daß nur noch etwa 200 Millionen Tonnen zu fördern sind. Dieser Rest würde aber, wenn der gegenwärtige Verbrauch anhielte, in etwa 12 Jahren erschöpft sein. Herr Moore stellt fest, daß nach Erschöpfung der oberen Lager von Lanarkshire man in Schottland keine billige Steinkohle mehr würde erhalten können. Dann werden die Engländer, die jetzt noch so viel Kohle exportieren, in die Kund« schast der Amerikaner gehen müssen. Aus der Frauenbewegung. reland seinem Zeugnen. Der Vertreter der Anklagebehörde, Amtsgerichtsrat die aufgewandten Kosten nicht ankommen. Es wäre eine große Sünde, Südafrikanische Frauen gegen die Kriegsgrenel. Wie uns aus Stapstadt vom 21. November geschrieben wird, veranstalteten die Frauen der Kapkolonie eine großartige Demonstration gegen die mordbrennerische Striegführung der Engländer in Südafrita wie gegen den südafrikanischen Strieg überhaupt. Mehr als 1500 Frauen holländischer, deutscher und englischer Abstammung versammelten sich unter dem Vorsitze der Frau Roos aus Kapstadt dort selbst und faßten folgende Beichlüsse: Erster Beschluß. Beantragt von Frau Koopmans, unterfügt von Fräulein Molteno. Diese Versammlung füdafrikanischer Frauen erhebt in feierlicher Weise Protest gegen die Gefangennahme und Deportation schuldloser Brauen und Kinder ohne jegliche vorhergehende Untersuchungen, eine Handlungsweise, die in direttem Widerspruch mit den Gesezen und Gebräuchen moderner Kriegsführung steht. 8 weiter Beschluß. Beantragt von Frau A. B. de Villiers, unterstützt von Frau J. W. Sauer und Frau de Beer. Diese Versammlung erhebt in feierlicher Weife Protest gegen das Niederbrennen, Plündern und Zerstören privaten Eigentums, wodurch Frauen und Kinder obdachlos und dem Elend preisgegeben werden. Diese Handlungsweise widerspricht der Haager Konfereng, deren Beschlüsse von England unterstützt und unterschrieben sind. Dritter Beschluß. Beantragt von Frau A. J. Steytler, unterstützt von Fräulein van Velden und Fräulein Green. Diese Versammlung verlangt von neuem, daß diesem un gerechten Kriege ein Ende gesezt werde und daß die beiden Republiken ihre unbeschränkte Unabhängigkeit behalten. Hierdurch allein kann ein bleibender Frieden in Südafrika hergestellt werden. Bierter Beschluß. Beantragt von Frau Malan, unterstützt bon Frau du Plessis. Disee Vertammlung beschließt, obige Beschlüsse möglichst weit burch die ganze civilisierte Welt zu verbreiten. Der Versammlung waren Sympathie- Erklärungen und Be grüßungstelegramme aus allen Teilen der Kapkolonie zugegangen. Evers, beantragte fechs Wochen Mittelarrest und Verseßung in die wenn wir jetzt nicht mit dieser Einrichtung vorgehen würden, wo zweite Klasse des Soldatenstands. Der Gerichtshof jedoch ging noch weit über den Antrag des Staatsanwalts hinaus und verurteilte den Angeschuldigten wegen seiner bodenlosen Verstocktheit und Frechheit zu vier Wochen, strengem Arrest und Versegung in die zweite Klaffe des Soldatenstands. Inn Dersammlungen. Der Bund deutscher Bodenreformer uns das Zugeständnis des Präsidenten gemacht worden ist. Nach Schluß der Diskussion wurde ein Antrag anges nommen, der dem Vorstand des Arbeitervertreter- Vereins den Auftrag giebt, in Verbindung mit der Gewerkschaftskommission die weiteren Schritte in dieser Angelegenheit zu thun. Der zweite Punkt der Tagesordnung: Besprechung der Wahlen zu den Schiedsgerichten, wurde durch einen Beschluß erledigt, der den Vorstand ermächtigt, Borschläge für die Kandidaturen bon den Gewertschaften entgegenzunehmen. Hierauf ers Die Ueberreichung der Kollektivnote R hielt am Sonnabend im Bürgerfaal des Rathauses seine elfte Haupt- ledigte die Versammlung verschiedene geschäftliche Angelegenheiten. bersammlung ab. In seiner Eröffnungsrede betonte der Bundes Bum Schluß teilte Huhnfleisch mit, daß ein Teil der Vereinsvosißende Herr Damaschte mit besonderem Nachdruck, daß das mitglieder der von der Holz- Berufsgenossenschaft eingerichteten Seil Programm der Bodenreformer in der Landordnung von Niautschou stätte in Neu- Nahnsdorf am Bußtag einen Besuch abstatten wollten, verwirklicht sei. Es soll dies gewiß weiß man es allerdings daß die Besucher aber unverrichteter Sache wieder umlehren mußten, nicht auf die Initiative des deutschen Kaisers zurückzuführen sein, weil ihnen der Eintritt in die Anstalt nicht gestattet worden ist. Es der die Bestrebungen der Bodenreformer begünstige. Damit fam fei dies das erstemal, daß dem Arbeitervertreter- Verein eine solche Herr Damaschte zu einem Kaiserhoch. Nachdem die geschäftlichen Burüdweisung zu teil wurde, und müsse dieselbe entschieden gemißAngelegenheiten erledigt waren, hielt Herr Fabrikbefizer Heinrich billigt werden. & reefe einen Vortrag über den gesetzlichen Schutz der For Mit dem Streit im Friedrich- Wilhelmstädtischen Theater derungen der Bauhandwerker. Er empfahl eine ein- beschäftigte sich am Freitag eine Versammlung der Bühnenarbeiter. stimmig angenommene Resolution, welche im Zwangsvollstreckungs- Die Streifenden fordern an Stelle des bisherigen Monatsgehalts verfahren eine getrennte Abschäzung der Baustelle von 90 m. jetzt 100 m., außerdem 50 Pf. pro Ueberstunde und jede und des Gebäudes verlangt. Der bei der Zwangsversteigerung Woche einen freien Tag. Herr Direktor Frische lehnte jede Ber erzielte Gefamterlös soll dergestalt verhältnismäßig verteilt werden, handlung ab. Als die Streifenden am 1. d. M. den rückständigen daß der auf die Baustelle entfallende Teil des Erlöses den vor Ein- Lohn abheben wollten, wurden sie schon vom Portier zurückgehalten tragung des Bauvermerts eingetragenen Hypothetengläubigern, da- und auf den Klageweg verwiesen. Die Versammlung beschloß, den gegen der auf das Gebäude entfallende Teil ausschließlich dem Bau- Ausständigen pro Woche 15 M. Streitgeld zu gewähren, außerdem geld- Darleiher und den Baugläubigern zufällt. für jedes Kind 1 M. extra. doreg Professor Adolf Wagner, der soeben zum EhrenAdolf Bagner, Centralverein der Bildhaner Dentschlands. Verwaltung Berlin. mitgliede des Bunds ernannt worden war, sprach über das heute( Dienstag), abends 8 Uhr, in großen Saale des Gewerkschafts. Thema: Wohnungsnot und städtische Bodenfrage. hauses, Engelufer 15. Vortrag des Herrn Direktor Dr. P. Jessen vom Der Redner kennzeichnete die Bodenspekulation als verwerflich. Kunstgewerbemuseum:„ Gedanken über die Bildhauerkunft nach der Pariser Mit dem extremen Eigentumsbegriff muß gebrochen werden. Weltausstellung."- sland Das ist nicht Socialismus, es entzieht vielmehr der Social demokratie den Boden in viel höherem Maße als andre Maßregeln mit tanolio China. gegen dieselbe. Ueber die akute Wohnungsnot sagte der Redner tein Wort, dagegen verlangte er zur Beseitigung des chronischen Mißstands, daß den Gemeinden und den Baugen offenfchaften foll nach einer Shanghaier Meldung bereits am 9. Dezember statt. das Recht der Enteignung des für die von ihnen zu errichtenden Gebäude notwendigen Bodens gestattet werde. Die Gemeinden sollen außerdem gefunden haben. Demgegenüber wird vom gleichen Tag aus Peking die gemeinnützigen Baugenossenschaften unterstützen und das gemeldet: Alle Gesandten mit Ausnahme des englischen, haben Ineigene Grundeigentum nach Möglichkeit erhalten und erenisse weitern. Grund- und Gemeindesteuer sollen nach dem so- struktionen ihrer Regierungen erhalten, in welchen der in der genannten gemeinen Wert statt nach dem Nutzungswert erhoben werden. Außerdem empfiehlt Redner die Einführung einer Bauplatsteuer. Alle diese und noch einige weniger bemerkenswerte Forderungen legte Redner in einer Refolution nieder, welche von den Versammelten einstimmig angenommen wurde. Zu dem folgenden Bunft der Tagesordnung: Staat oder Gesellschaft in uniren Kolonien, verlas an Stelle des ehemaligen Landeshauptmanns von Deutsch- Südwest- Afrika, Majors v. François, ein Ver- Prinz Tiching äußerte, der Kaiser wang- sü sei bereit, wandter von ihm, Lieutenant v. François eine vom Referenten ver- nach Beting zurüdautebren, sobald er gewiß sei, daß die fakte Arbeit. Das Referat bezeichnet unfre Kolonien als entwicklungs- Verhandlungen ihm mit Würde und in Sicherheit dahin zurüd fähig, hält die Entwicklung aber dadurch für beeinträchtigt, daß Land- zukommen gestatten. Die Entfernung Tungfubfiangs vom Obertouzeffionen, wie bisher, an Privatgesellschaften vergeben werden. befehl über die Truppen, die die Umgebung des Hofs bilden, wird Es müßten Rechtsnormen geschaffen werden, die ermöglichen, von den Gesandten als ein bedeutungsvoller Schritt angesehen, der daß die Kolonien ein Siedelungsgebiet werden für deutsche Acker- den Wunsch der Regierung beweist, sich mit den Gesandten zu ver bauer. Hierauf referierte ein Holländer Jan Stoffel über die ständigen. Den Times" wird aus Peking vom 6. d. M. gemeldet, nach Bodenreformarbeit in holland. Nach den Darstellungen des Redners haben die Bodenreformer in Holland sehr wenig Erfolg der Versicherung eines bekannten chinesischen Beamten beginne die gehabt. Redner konnte jedoch mitteilen, daß mit der Nationalisierung, Staiserin- Witwe sich die ernste Gefahr klar zu machen, welche des Bodens ein Anfang gemacht sei, indem die Gemeinde Het Bild den Hofe und dem Reiche drohe, wenn sie nicht schleunig eine Grundbesitz angekauft hat, um denselben in kleinen Parzellen an entgegenkommende Haltung einnehme und die fremden Mächte zu versöhnen ftrebe. Das Edikt, durch welches Landarbeiter zur Bewirtschaftung zu überlassen. Tungfubjiang degradirt wurde, sei auf die lebhafte in die die Kaiserin Verein Frauen und Mädchen Schönebergs hält am 12. Dezember, abends 81/2 Uhr, im Klubhause Hauptstraße 5 und 6, seine regelmäßige Versammlung ab. Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. Der Vorstand. Kommunales. Stadt- Schulrat Dr. Fürstenau hat nun offiziell seine VerStadt- Schulrat Dr. Fürstenau hat nun offiziell seine Verfegung in den Ruhestand zum 1. April 1901 bei dem Magistrat nachgesucht. Schulrat Fürstenau begann am 8. Juni 1847 feine Lehrthätigkeit, fungierte an verschiedenen Gymnasien als Oberlehrer, wurde am 8. Februar 1878 zum Direktor des Real Gymnasiums in Wiesbaden ernannt, und am 22. November 1876 zum Provinzial Schulrat der Provinz Brandenburg in Berlin befördert. Aus dieser Stelle schied er infolge feiner Wahl zum Stadt- Schulrat für das höhere Schulwesen am 24. Mai 1882 aus. Dr. Fürstenau steht jest im 75. Lebensjahre. Der Magistrat hat abermals eine glänzende Probe feines focialreformerischen Talents abgelegt. Dem Beschluß der Stadtverordneten Versammlung vom 6. Dezember, den Tagelohn der Hilfsarbeiter bei der Straßenreinigung auf 2,80 M2. zu erhöhen, ist Der Magistrat nicht beigetreten. Die Zustimmung wurde darum nicht ausgesprochen, weil die ständigen Arbeiter einen Tagelohn von 2,75 M. beziehen und es nicht angängig erscheint, die anzunehmenden Hilfskräfte höher oder ebenso hoch wie ständige Arbeiter zu lohnen. Andrerseits ist eine Erhöhung der Löhne dieser Arbeiter im nächsten Etat in Aussicht genommen und es wird vorgeschlagen, den Hilfsarbeitern 2,60 M. Tagelohn zu zahlen. Merkwürdig, daß die Sorge um die Gerechtigkeit ben Magistrat namentlich da padt, wo es sich um Lohnerhöhungen handelt. Der Magistrat hat befchloffen, aus Anlaß des 50jährigen Beſtehens der Berliner Feuerwehr fidh an ser im Sung 1001 stattfindenden internationalen Ausstellung für Feuerschutz- und Feuerrettungswesen insofern zu beteiligen, als die Stadt für die Berliner Feuerwehr die Miete mit 4500 und zu der Künstlerischen Gruppierung 1000 M., vorbehaltlich der Genehmigung der Stadtverordneten Versammlung, zur Verfügung stellt. tostenpflichtig ab. Gerichts- Beitung. wenn ihm ein legten Zusammenkunft feſtgeſtellten gemeinsamen Note zugestimmt wird. Wahrscheinlich werden die Gesandten Dienstag wieder ufammentommen, falls bis dahin der englische Gesandte die Instruktion erhalten hat, die gemeinsame Note zu unterzeichnen. Alsdann werde wohl sofort der Verkehr mit den hinesischen Bevollmächtigten eröffnet werden. Vom chinesischen Hofe. = Aus der Mandschuret. Nähe von Janschumenz mit dem Feinde, der große Verluste erlitt. Auf russischer Seite 2 Schüßen, 1 Stojat und 1 Offizier tot. Eine Abteilung, welche die Tungusenbanden nordwärts von Tieling bertreiben sollte, begegnete 33 Werst von dieser Stadt einer Bande von 800 Mann, welche sich bei einem befestigten Dorfe verschanzt hatten. Die Verschanzungen wurden von zwei Compagnien gestürmt Der Arbeiter Vertreterverein hielt am Donnerstag eine Beunruhigung zurückzuführen, Sigung ab, au ber auch ber Gewerkschaftsausschuß sowie die Mit- durch Dentschriften der gangtfe Bicetönige verfest glieder der Gewerkschaftskommission eingeladen und zahlreich er- wurde, welche ihr mitteilten, daß durch die Expeditionen schienen waren. Auf der Tagesordnung stand die Frage, ob und in den gangtfe und die Han- Flüsse hinauf dem welcher Weise ein Arbeiterfekretariat in Berlin zu ofe die Zufuhren abgeignitten werden sollen. Der errichten sei. Den einleitenden Vortrag zu diesem Punkt hielt der Nürn- erwähnte chinesische Beamte meint, der Hof sei bereit, Jühfien zum berger Arbeisersekretär Reichstags- Abgeordneter Segit. Redner Sündenbock zu machen und dessen Hinrichtung fönne jeden Tag er schildert eingehend die Thätigkeit der Arbeiterfekretariate und empfahl folgen; von der Rückkehr Tungfubfiangs nach Kansu und der, wie dann die Errichtung einer Centralstelle für Deutschland. es heißt, in dem Editt gleichfalls angedrohten Auflösung eines Diese hätte den jüngeren, noch nicht eingearbeiteten Instituten mit Rat 5500 Mann starken Teils seiner Mohamedaner Truppe Stadtausschuß und Prügelmeister. Der Stadtausschuß be an die Hand zu gehen, fie hätte ie von auswärts an das Reichs befürchtet er ein Anwachsen der stets vorhandenen schäftigte sich in seiner letzten Sitzung zum erstenmale mit einer versicherungs Amt eingehenden Klagen zu prüfen, aussichtslose Gefahr eines Mohamedaner- Aufstands in China. Verwaltungsstreitfache aus dem Gebiet des Lehrlingswesens. Sachen zurückzuweisen, bei den Erfolg versprechenden Klagen Militärischer Rapport Walderfeed. notwendige Verbesserungen an der Begründung 2C. Ein hiesiger Gewerbetreibender war vom Schöffengericht mit einer etwa Feldmarschall Graf Walderfee meldet unter dem 8. b. M.: Geldstrafe belegt worden, weil er durch wiederholte übermäßige vorzunehmen, vor allen Dingen aber müßte die CentralTsiang ist am 4. ohne Widerstand besetzt, da Chinesen zur rechten die Büchtigung feines Lehrlings die gefeßmäßigen Pflichten gegen den stelle be mündliche Bertretung vor dem Reich- Zeit nach Süboft abgezogen. Gerade das ist von ihm anvertrauten Lehrling verlegt habe. Auf Grund dessen entzog versicherungs Amt übernehmen. Kolonnen Rohrscheidt und Falkenhayn fehren nach Tientsin nach§ 126a der Gewerbe- Ordnung die untere Verwaltungsbehörde, der größten Wichtigkeit, denn nicht selten treten in der Berdie Gewerbebeputation des Magistrats, dem Gewerbetreibenden auf handlung neue Momente hervor, die zu Gunsten des Klägers aus- urid. Große Kälte macht bald Schließung der Rhede Tatu wahr die Dauer eines Jahrs die Befugnis zum Halten und Anleiten von genugt werden könnten, fachkundiger Ber- scheinlich. Lehrlingen. Hiergegen erhob der Meister Klage im Verwaltungs- treter zur Seite stände. Unbedingt notwendig wäre fürs erste In einem Petersburger Generalstabsbericht vom 8. Dezember streitverfahren und behauptete, das ihm zustehende Büchtigungsrecht ein Beamter, der diese mündliche Vertretung übernimmt. Daneben nicht überschritten zu haben. Der Stadtausschuß wies auf wäre eine zweite Person für die Bureau- Arbeiten nötig. Vielleicht wird mitgeteilt: Am 7. b. M. sind die Festungsmauern von Janditogenky von Grund der im Strafverfahren getroffenen Feststellungen die Klage werden. Die Rosten für die ganze Einrichtung veranschlagt der den russischen Truppen zerstört worden. Eine Compagnie des 20. ofte tönnte auch von vornherein für einen ärztlichen Beirat gesorgt Redner auf eine einmalige Ausgabe von etwa 1800 m. für Beschaffung fibirischen Schüßen- Regiments batte am 5. d. M. ein Gefecht in der der notwendigen Utensilien, Bibliothek ze. und auf eine fortlaufende Ausgabe von rund 10 000 m. jährlich. Zur Deckung dieser Kosten Unter der Anklage, die preußische Heeresverwaltung und die wären heranzuziehen: Mit einem Drittel die örtlichen Arbeiter sekretariate. Das zweite Drittel könnte recht wohl die Generalhöheren preußischen Offiziere beleidigt zu haben, stand gestern unser tommission der Gewerkschaften Deutschlands aufbringen, und für das Barteigenoffe Morawski bor der I. Straftammer des Land- letzte Drittel hätten die Berliner zu sorgen, wenn ihnen auch gerichts I. Der Angeklagte hat hier die Nr. 5 der in polnischer diese Einrichtung nicht unmittelbar nußen würde. Wollten die Berliner und ein Angriff der Chinesen zurückgeschlagen. Bei Tagesanbruch Sprache abgefaßten Broschüre Laternia", die in Krakau erscheint, Arbeiter selber Nutzen von dieser Einrichtung haben, dann bliebe flohen die Chinesen; die Russen erbeuteten zwei Geschütze und eine vertrieben. In dieser Broschüre befindet sich ein gegen die stehenden ihnen nichts übrig, als noch einen besonderen Beamten für die Anzahl Gewehre. Russischerseits keine Verluste. Heere gerichteter Artikel unter der Ueberschrift Fort mit dem Militarismus!" Die Tendenz geht dahin, die Schäden des Militarismus Erledigung der Berliner Angelegenheiten anzustellen. und die Vorzüge des Milizſyſtems flarzulegen. Die Abhandlung ist in der Form einer Interpellation gehalten, die ein öftreichiſcher Abgeordneter im Reichsrat an einen Minister richtet, die Betrachtungen greifen in einzelnen Punkten, beispielsweise bei der Betrachtung Haag, 10. Dezember.( W. T. B.) Präsident Krüger empfing der Selbstmorde in der Armee, bei der Schilderung des Drills, der An den Vortrag schloß sich eine längere Aussprache. In der heute eine Deputation des Alldeutschen Verbands unter Führung militärischen Pädagogik, der Anlagen und der Leistungsfähigkeit der höheren Offiziere ufw. auch auf deutsche und preußische Verhältnisse Hauptsache waren alle Redner mit den Vorschlägen des Genoffen des Professors Dr. Haffe, der Krüger eine Adreffe und eine Krone Der Präsident sprach seinen Dank hinüber und der Staatsanwalt hält diese Stellen für beleidigend für egit einverstanden. Nur über die Art der Einrichtung und die aus Edelweiß überreichte. die preußische Heeresverwaltung und die höheren preußischen Offiziere. Stoftendedung gingen die Ansichten etwas auseinander. Inter andrem für die ihm von den deutschen Stammesgenossen befundete Sympathie die preußische Heeresverwaltung und die höheren preußischen Offiziere. bemerkte& or sten, der angeregte Gedanke sei auch für Berlin aus. Auch eine Abordnung des Centralkomitees des niederländischen Der Angeklagte bestritt, daß die ganz allgemein gehaltenen Betrach nicht neu, und wenn er bisher nicht verwirklicht worden sei, so liege Bereins vom Roten Kreuz wurde vom Präsidenten empfangen. tungen über den Militarismus auf preußische Verhältnisse gemingt bas baran, daß das Reichs- Versicherungsamt wohl die Vertreter der Strüger stattete später dem Miniſter des Aeußern de Beaufort im feien; aus der Broschüre gehe flar hervor, daß fie fich auf öftreichische Berufsgenossenschaften zuließ, gegen die Vertreter der Arbeiter aber Ministerium einen Besuch ab. Zustände beziehen. Der Staatsanwalt beantragte 8 Monat Ge- große Abneigung zeigte. In dieser Hinsicht scheine es aber in der fängnis, der Gerichtshof erkannte jedoch auf Freisprechung. Aus der Kaserne. Die„ Belehrung eines Refruten ist dem Simanowski stimmte dem zu und sagte, der Präsident des London, 10. Dezember.( W. T. B.) Barthley( fons.) bringt bei der Gefreiten Garzylewsti von der 2. Compagnie des 3. Eisenbahn Reichs Versicherungsamts habe auf eine dahingehende Anfrage Adreßdebatte einen Bufazantrag ein, in welchem dem Bedauern darüber Regiments, welcher am geftrigen Montag vor dem Kriegsgericht der erwidert: Die Senats Borsigenden würden nicht gegen einen Ausdrud gegeben wird, daß so viele Mitglieder der Familie Salis 2. Garde- Infanterie- Division stand, teuer zu stehen gekommen. Der An- Vertreter der Arbeiter bei den mündlichen Verhandlungen ein burys in dem jezigen Minifterium Aemter erhalten hätten, da dies getlagte war bei seiner Compagnie Netrutengefreiter und Stubenältefter. wenden, wenn derselbe eine Person sei, der streng sachlich verhandeln sich mit den Interessen des öffentlichen Dienstes nicht ver Der erste Lord erste Lord des Schatzes, Balfour, Am 5. v.m. morgens bemerkte G., der sich allein auf der Stube befand, daß fönne. Dähne meinte, die Errichtung der geplanten Centralftelle einbaren lasse. das Spind des Rekruten Büttner unverschlossen war. Er eignete sich die sei ohne Frage notwendig. Unfre Presse, und besonders der Vor- erwiderte, es sei mur ein Mitglied der Familie Salisburys daselbst liegende Uhr des Rekruten an und so wäre der Diebstahl wärts", bringe von den Entscheidungen der Schiedsgerichte gar nichts in dem jezigen Ministerium, welcher nicht in dem vorher nie entdeckt worden, um so mehr, als Büttner von der Weldung an und von denen des Reichs- Versicherungsamts sehr wenig. gehenden war. Das Land habe viermal Salisbury mit der Aufgabe Dies zeige, daß das den Storporalschaftsführer Abstand nahm. Durch Zufall bemerkte Demgegenüber bemerkte Woldersty, nach Lage der Ver- betraut, die Regierung zusammenzufegen. der Geschädigte nach etwa 14 Tagen, daß sein Refrutengefreiter die hältnisse könne sich der Vorwärts" nicht eingehender mit diesen Land Vertrauen zu der Fähigkeit Salisburys habe, diese verant Uhr trug. Er selbst aber wagte nicht, den Vorgefekten hiervon Dingen beschäftigen. Im übrigen sei Redner der Ansicht, daß der wortungsvolle Aufgabe durchzuführen. Der Zufazantrag wird sodann etwas zu sagen, sondern er ersuchte den Luftschiffer Cots, einen im hier angeregte Gedanke bei den Arbeitern mit der Zeit immer größere mit 220 gegen 128 Stimmen verworfen. zweiten Jahrgang, dienenden Soldaten, dieferhalb bei dem G. Sympathie finden werde. Hoffmann äußerte Bedenken Jetzt erst gab der Gefreite die Uhr gegen die Einrichtung der mindlichen Vertretung, denn die- Bremen, 10. Dezember.( W. T. B.) vorstellig zu werden. Die Rettungsftation tönnte Im gestrigen Termin versuchte G., dem Gerichts- felbe heraus. doch hinweggefegt werden. sobald es dem Mellneraggen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffhof glaublich zu machen, daß er die Uhr nur weggenommen, jeweiligen Präsidenten des Reichs Versicherungsamts beliebe, brüchiger telegraphiert am 10. Dezember: Von dem deutichen um den Rekruten an Ordnung zu gewöhnen und blieb auch troß und dann wären die Kosten bergebens aufgewandt. Dagegen Seeleichter Correspondent", Kapitän Meyer- Leer, von Flensburg mehrfachen Vorhaltens des Verhandlungsführers, Kriegsgerichtsrats meinte försten: Selbst wenn man fürchte, die Einrichtung könne nach Memel bestimmt, fünf Personen durch das Rettungsboot der Höbel, daß dies doch eine gar zu phantafievolle Ausrede sei, bei durch eine höhere Justang hinweggefegt werden, dann dürfe es auf Station gerettet. Berantwortl. Redacteur: Robert Schmidt in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glode in Berlin. Drud und Berlag von May Bading in Berlin. 3 Vielleicht würden diese Vorschläge, wie alle neuen Einrichtungen, bei manchen auf Widerspruch ſtoßen, dann gelte es, die wider strebenden allmählich zu gewinnen. Diese außerordentlich wichtige Sache müsse geprüft und ihre Verwirklichung ernstlich in die Hand genommen werden. legten Beit beffer geworden zu fein. う # 1 Lehte Nachrichten und Depeschen. " Die Alldeutschen bei Krüger. Aus dem englischen Unterhause. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. b. Br. 288. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. 16. Sigung. Montag, den 10. Dezember 1900, 2 Uhr. Am Bundesratstische: Reichskanzler Graf Bülow, Freiherr Thielmann, Graf Posadowsty, b. Goßler, b. Tirpig. Auf der Tagesordnung steht die erste Lesung des Etats für 1901. = Ge Tragweite sehr beschränkter Antrag, der aus diesem hohen Haus Abg. Dr. Sattler( natl.): 273 Dienstag, 11. Dezember 1900. Abg. Müller- Fulda( C.)[ auf der Tribüne fast unverständlich]: Andrerseits aber ist es Pflicht der deutschen Wenn wir uns den Etat ansehen, dann finden wir, daß sich Regierung, sich bei der Behandlung solcher zwar die Einnahmen vermehrt haben, daß die Ausgaben Fragen nicht durch diese Gefühle der Sym aber in ungleich höherem Maße gewachsen sind. pathie und der Ethit leiten zu lassen, sondern zu fragen: Was darf ich thun, ohne die Interessen Darum müssen wir die Aufstellung sehr sorgfältig prüfen. Nament- nur lich müssen wir beim Postetat dafür sorgen, daß er nicht den des deutschen Wolfs zu verlegen; was muß ich thun, um Charafter eines Bauschquantums annimmt. Daß die Vorlage diese Interessen zu fördern. Theodor Mommsen hat jüngst geschrieben, betreffs der neuen Süßstoff- und Saccharinsteuer dem Reichstag eine Großmacht ist heute noch mehr geniert in der Bethätigung ihrer Sie muß sich mehr Zurüd Staatssekretär des Reichsschazamts Frhr. v. Thielmann: voraussichtlich in dieser Session nicht mehr zugehen soll, bedaure ich Sympathien, als eine fleine Macht. Das deutsche Volt sollte die Bor zwei Jahren und im vergangenen Jahre, als ich die Ueber- fehr. Es ist aber unsre Pflicht, auf der baldigen Einbringung zu haltung auferlegen. sicht über die Reichseinnahmen und-Ausgaben zu geben hatte, wurde bestehen, damit sie nicht ad calendas graecas vertagt wird.( Sehr Stellung seiner Regierung nicht erschweren, es sicht über die Reichseinnahmen und Ausgaben zu geben hatte, wurde richtig! im Centrum.) Es ergiebt sich aus den Angaben auf dem sollte nicht stürmen und nicht heben, sondern der Reich gefragt, ob der Aufschwung fortdauere oder ob bereits der Zeit- Gebiet des Auswärtigen Amts eine Mehrausgabe gegen das Vorjahr gierung freie hand lassen. Dieser Standpunkt ist auch der punkt des Niedergangs erschienen sei. Ich erklärte damals, daß von rund 6 Millionen Mark. wenn auch an eine unbegrenzte Dauer des Aufschwungs nicht Eisenbahnen in den Kolonien einbegriffen, die man bei einem Ver- auswärtigen Politik auch Es sind darin aber Ausgaben für unsre, in der Erkenntnis, daß der einzige Leitstern unsrer in dieser das Herz des deutschen zu denken sei, doch sicher angenommen werden könnte, daß wir uns noch in einer Periode befinden, in der zwar weitere Steigerung icheinen die Ausgaben niedriger als im Vorjahr. gleich nicht mitrechnen darf. Läßt man sie weg, dann er- Volts berührenden Frage fein muß: Was nützt es dem deutschen Auch die Wolfe?( Sehr richtig bei den Nationalliberalen.) Wir kennen den nicht zu erwarten sei, aber auch kein besonderer Niedergang. In- scheinen die Ausgaben niedriger als im Vorjahr. Pensionen sind um 3 Millionen gewachsen. Wir haben fürzlich Grafen Bülow bisher als Minister des Auswärtigen, wir kennen zwischen ist aber im Sommer dieses Jahrs der Umschwung hier eine Debatte gehabt, die sich mit den Pensionen ihn als denjenigen Minister, der im Auftrag seines Kaisers Deutschgekommen. Eine Reihe von Jahren werden wir damit der Kriegsinvaliden beschäftigte. Auf andren Gebieten wollen land zuerst in die Weltpolitik hineingeführt hat. Er hat es rechnen müssen, daß der Aufschwung zurückgehen wird, um einer nervöseren Stimmung Platz zu machen. An den Reichs: wir die Regierung gewiß nicht zu größeren Ausgaben drängen; aber gethan mit unsrer Zustimmung. Wir faffen die Weltpolitik nicht finanzen kann ein solcher Umschwung nicht ummerklich vorüber- hier, wo es sich um die Kriegsinvaliden handelt, dürfen wir nicht auf als die Politit, überall dabei zu sein und in Naubhändel sparen.( Sehr richtig!) Redner kritisiert hierauf die Anleihe, mit fremden Staaten zu geraten, sondern wir sagen, daß die gehen. Wir hatten fast ein halbes Jahrzehnt immer Mehreinnahmen die schon in die Hunderte von Millionen ge- Jutereffen des deutschen Volts in der ganzen Welt vorhanden sind zu verzeichnen gehabt. Jetzt ist es anders auf einigen Gebieten des tommen seien. Den Löwenanteil an den Mehrausgaben hat die und auch in der ganzen Welt Schutz finden müſſen. Reichs- Haushaltsetats. Ich hoffe jedoch, daß der Ausfall keinen Marine. Aber diese Mehrkosten find durch die in der Eine Frage noch ist von Wichtigkeit: Wie steht der Reichsgroßen Umfang einnehmen wird, denn der Unischwung hat sich nicht vorigen Session beschlossenen ( Links wird" Socialdemokratie" Steuern vollständig gebedt fangler zur Socialpolitik... so schlimm vollzogen wie früher. The ich auf das eigentliche Thema worden. Auf dem Gebiet der Einnahmen ist mancher Ausfall verstanden, und es entsteht Heiterkeit und Unruhe. Redner des heutigen Tages übergehe, möchte ich noch einige allgemeine Be- worden. ( Heiterkeit.) Schon merkungen machen, die schon im Schoße Ihrer Budgetfommission u verzeichnen. Wenn dieser Ausfall in Bufunft noch weiter wachsen wiederholt sehr laut:) zur Socialpolitik. zwei Jahren haben wird, dann wird uns nichts weiter übrig bleiben, als die Bundes- bor wir den Wunsch ausgesprochen, am Dienstag erörtert sind, von denen ich aber möchte, daß sie auch staaten mehr heranzuziehen, als die Matrikularbeiträge zu erhöhen. daß die Regierung auf die Durchführung der Witwen- und an das Ohr des hohen Hauses gelangen. Es ist die Frage der wir müssen mehr als bisher iparen und zur alten Waifenversorgung Bedacht nehmen möchte. Diesem Wunsch ist der Betriebsmittel des Reichs. Die Reichs Hauptkasse besit Sparsamteit zurüdlehren.( Bebel: Bergangene Reichstag später in seiner Gesamtheit beigetreten. Graf Posadowsky keine erheblichen Betriebskapitalien. Die Summe der Bestände ist nicht entfernt so groß, als daß Beiten!) Die unnügen Ausgaben sollen möglichst verhindert werden. aber erklärte, daß zunächst die Reform der Unfall-, Invaliden- und damit dem laufenden Dienst genügt werden könnte. Meine politischen Freunde haben bei der Flottenvorlage bereits er- Krankenversicherung erfolgen müsse, bevor man weitergehen könne. Und Der laufende Dienst wird ganz erheblich beeinflußt durch die An- lärt, daß die Mehreinnahmen, die bei dem Abschluß neuer wir haben bei den Reformen der Unfall- und der Invalidenversicherung Handelsverträge aus der Erhöhung der Getreidezölle anerkannt, daß Graf Posadowsty mit großem Interesse und Ernst forderungen, welche die Versicherungsgeseze an die Reichs- kommen werden, zum Wohle der arbeitenden Klassen und Herz und Liebe diese Reform gefördert hat, zugleich aber finanzen in Gestalt von Vorschüssen stellen. Diese Vorschüsse sind mit jener Bedächtigkeit, die notwendig ist, um die sehr erheblich und haben im verflossenen Jahr weit über 100 millionen verwandt werden. Wir denken dabei in erster Linie an die auch Lasten dem Unternehmer nicht zu fühlbar zu betragen und die Zeit ist nicht mehr fern, wo sie sich vielleicht auf Reichskanzler hat seiner Beit im Namen des Staatsministeriums er- machen. Witwen und Waisenversorgung. Der vorige Herr neuen ( Sehr richtig! richtig! bei den Nationalliberalen.) Und 150 Millionen Mark stellen werden. Im Interesse einer gefunden klärt, daß bei dem Abschluß neuer Handelsverträge für einen er diese Bedächtigkeit war um so mehr geboten, als wir vielleicht in Finanzwirtschaft können solche Zustände auf die Dauer nicht ertragen höhten Schuß der Landwirtschaft gesorgt werden wird. die Zeit der Depression eintreten. Diese beiden Reformen find erwerden und Abhilfe ist daher dringend not. verschiedene 68 in Wir möchten den neuen Herrn Reichskanzler an diese Busage erinnern. folgt im Zusammenarbeiten des Reichstags und der Regierung und Vorschläge gemacht worden, das Betriebstapital Gleichzeitig aber muß nach unsrer Ansicht bei dem Abschluß neuer auch unter der Zustimmung der Socialdemokratie. Wir hatten nunZu verstärken. Es geschah dies zuerst in stalt eines Gesezes, welches nicht Ihren Beifall fand. Handelsverträge dafür gesorgt werden, daß unsre mächtig entwickelte mehr aber erwartet, in der Thronrede die Reform der Es geschah sodann im Wege einer Zusatzbestimmung in der Ver- Industrie den Export nicht einbüßt( Hört! hört! links). Das sind Krankenversicherung angekündigt zu sehen. Von vorficherungsnovelle der verflossenen Session. Aber auch dieser Vor- die Gesichtspunkte, von denen aus wir an die Beratung des Etats bereitenden Maßnahmen haben wir gehört, aber die Thronrede schweigt. Ein Stillstand auf dem Gebiet der Socialpolitik ist nicht angebracht, schlag fand nicht Ihre Billigung. Ein dritter, allerdings in seiner herantreten.( Bravo! lints.) sondern ein bedächtiges Vorwärtsschreiten. Die Ausgestaltung der Socialpolitik ist auch das beste Mittel, um die Socialdemokraten in kam, wurde endlich zum Gesez erhoben und es werden diejenigen Der Gegenstand, der die politische Welt im Augenblic am ihrer Mauferung zu Socialpolitikern zu fördern. Weiter muß die Mehrerträge, welche die Erhöhung gewisser Stempelabgaben im meisten beschäftigt, ist von dem Reichstag bereits gründlich ver- Regierung auch die Führung übernehmen in dem Ausgleich der verLauf des Jahrs dem Reichsetat bringen wird, in Form einer Erhö- handelt worden, es ist deshalb die Vermutung ausgesprochen schiedenen Interessen innerhalb der Unternehmerkreise. Die Gegenfäße hung des Betriebskapitals der Reichshauptfasse zufließen. Die Initiative worden, daß die gegenwärtige erste Lesung des Etats teinen allzu zwischen Landwirtschaft und Industrie dürfen nicht überwuchern. Die des hohen Hauses ist sehr dankenswert, freilich wird die Summe des großen Umfang annehmen werde und der Herr Vorredner hat sich Thatsache aber, daß von einer Vorlegung des Bolltarifs noch nicht Zuschusses gerade mit Rüdsicht auf den Rückgang der wirtschaftlichen ja allerdings ganz erhebliche Beschränkung auferlegt und sich nur an die Rede ist, hat in einem Teile des Landes die Befürchtung erregt, Verhältnisse teine erhebliche sein. Wenn wir in den letzten Jahren den Etat gehalten. Ich bin jedoch der Meinung, daß wir dazu man wolle die Sache auch auf die lange Bank schieben( Sehr richtig!), trotz dieses Mangels ohne große Schwierigkeiten durchgekommen nicht in der Lage- find. Die erste Lesung des Etats hat immer um dann gewissermaßen eine Ueberrumpelungspolitik zu treiben. find, so liegt das daran, daß jedes Jahr sehr erfreuliche die beste Gelegenheit geboten, um sich mit den Vertretern der ver- Für die Ausdehnung der Rechte des Reichs gegenüber den Einzelstaaten Ueberschüsse aus andren Steuern vorhanden gewesen sind; bündeten Regierungen über die allgemeine politische Lage auseinander habe ich ja heute nicht mehr einzutreten; diese Aufgabe hat uns ja und dieser Zustand hat jest aufgehört. zusetzen. Wir können mit dem Herrn Vorredner darin übereinstimmen, jetzt das Centrum abgenommen. Aber es muß auch allen ungerechtWir werden jetzt mit Fehlbeträgen rechnen werden, deshalb mußte daß die uns vorgelegte llebersicht den besten Beweis für die Not- fertigten partikularistischen Strömungen Widerstand geleistet werden. Vor ich diesen Punkt heute berühren. Wenn ich nun zu der üblichen Ueber- wendigkeit und Richtigkeit der Steuerpolitik der letzten Session einigen Jahren war hier vielfach die Rede von Reichsverdrossenheit. ficht über den Etat des verflossenen, des laufenden und des kommenden liefert. Die mitgeteilten Ziffern müssen für den Reichstag Das hat Gottlob jezt aufgehört, deswegen, weil das deutsche Bolt Jahres übergehe, so fann ich mich kurz faffen. Die Verhältnisse des eine Mahnung bilden, sparsam zu sein und alle Anforde- jetzt vor neue große Aufgaben gestellt ist. Ungerechtfertigten partiku verfloffenen Jahres find bereits in den letzten Wochen hier mehrfach rungen, welche die Verbündeten Regierungen an den Reichstag faristischen Strömungen muß aber, wie gesagt, entgegengetreten werden, besprochen worden. Ich will mich auf einige Hauptziffern beschränken. richten, genau zu prüfen. Der eigentliche Sig dieser Sparsamkeit wenn z. B. einige Staaten den Versuch machen, Ersparnisse aus dem Bei den Reichseinnahmen ergab sich ein Ueberschuß von etwa wird in der Budgetkonimission liegen müssen angesichts der wenig Militärkontingent für sich zu behalten. Auch die nationalen Ziele 321/2 Millionen. Dieser entspricht genau der Schäßung, die selbständigen Organisation der Reichsfinanzverwaltung. Herr Müller müssen nicht nur in der Weltpolitik, sondern auch in der inneren ich vor einem Jahre machte. Die Ueberweisungssteuern wird aber hoffentlich seinen großen Einfluß in der Budgetfommission Politit verfolgt werden. Preußen ist ja gewiß Manns genug, sich ergaben im verflossenen Jahr 1899 einen Mehrertrag von in diesem Sinne geltend machen. In einem Punkte befinde ich gegen die Gefahren des Vordringens der polnischen Nationalität zu rund 31 Millionen und givar Zölle und Tabalsteuern mich dagegen mit dem Herrn Vorredner im Widerspruch wahren, aber das Reich hat doch Ursache einzuschreiten, wenn ein etwas über 19 Millionen, Branntweinverbrauchs- Abgaben über insofern, als ich die Voraussetzung der Matrikularbeiträge preußischer Erzbischof so weit geht, daß er einem deutschen katholischen 7 Millionen, Stempelabgaben über 4 Millionen. Allein von diesem für eine sehr heifle Sache halte. Preußen kann diese Propst, der von den deutschen Katholiken in Meseriz- Bomst Ueberschuß von 31 Millionen ist den Bundesstaaten so gut wie nichts wohl vertragen, nicht aber die kleinen thüringischen Staaten. aufgestellt ist, vor den Wahlen erklärt, sein Verhalten wäre zugeflossen, denu mehr als 30 Millionen mußten auf Grund des In dem diesmaligen Etat wäre die Gelegenheit gewesen, die gesetz- bedauerlich. Das ist ein Eingriff in die Wahlfreiheit, welche Schuldentilgungs- Gesetzes von 1897, der ersten lex Lieber, verwendet liche Pflicht zur Schuldentilgung auszusprechen. Die Regierung wir im Deutschen Reiche haben müssen, der nicht geduldet werden zur Deckung der Anleihe, die für einmalige Ausgaben aus hätte nur eine Summe zur Tilgung einzustellen brauchen. Durch die werden kann. Derartige nationale Aspirationen müssen gehörig der Aenderung der Heeresorganisation gemacht wurde. Es find also Einstellung einer bestimmten Summe zum gwed der Schuldentilgung zurüdgewiesen werden. Wenn die Weltpolitit, die ja nur eine nur wenig mehr als 100 000 m. übrig geblieben. Ich komme würde auch die Stellung der Reichsfinanzverwaltung gegenüber den Konsequenz der Idee des Fürsten Bismard ist, Erfolg haben soll, so zu den Ausgaben und Einnahmen des laufenden Jahres. Bei drei andern Ressorts gekräftigt werden. müssen alle Kräfte des deutschen Volks zusammenwirken unter Leitung Verwaltungen werden im laufenden Jahre voraussichtlich MehrausWir können mur mit dem Abg. Müller- Fulda sagen, es ist dringend gaben zu erwarten fein, im Auswärtigen Amt, im Reichs- notwendig, den Etat genau zu prüfen und die Ausgaben nach den amit des Innern und in der Reichs Marineverwaltung. Regeln der Sparsamkeit, die meine Partei immer betont, möglichst Diese Mehrausgaben betragen ungefähr 8 Millionen und werden einzuschränken.( Lachen bei den Socialdemokraten. Nufe: Flotte!) hauptsächlich verursacht durch Ausgaben der Alters- und Invaliden- Man fann auch, wenn man folche großen Aufgaben in die Hand berficherung, 12 Millionen, und des Schiffsbaues der kaiserlichen nimmt, sparen, wenn man nur die finanziellen Gesichtspunkte auch Marine, 5/2 Millionen. Die letzte Summe zerfällt aber in zwei in der Vorbereitung schon richtig zur Geltung kommen läßt und Teile von ungleicher wirtschaftlicher Bedeutung. Sie entstanden dem Finanzressort den nötigen Einfluß auf die übrigen Ressorts dadurch, daß Schiffsbauten Schiffsbauten schneller gefördert gewährt. Das ist ja die Ursache, daß die Ausgaben im Reiche so Beim Kanalamt haben wir Sparsamkeit üben wollen. Statt worden sind. Die übrigen 2/2 Millionen fallen auf höhere in die Höhe gehen, daß wir im Reich nicht einen so mächtigen der kostspieligen Verwaltung wollten wir dieselbe an Preußen abKosten fertiggestellter Schiffe. Der eigentliche Verlust Finanzminister haben wie zum Beispiel in Preußen.( Sehr richtig! geben. Die Einnahmen decken sich heute noch nicht einmal mit den für das Reich beträgt also nur 21/2 Millionen Mart. Mehr bei den Nationalliberalen.) Ausgaben. Ich führe das hauptsächlich an, um zur Vorsicht beim ( Sehr richtig! rechts.) ausgaben find schließlich auch zu erwarten auf dem Mit großer Freude haben wir es begrüßt, daß in den Etat des Bau neuer Wasserstraßen zu mahnen. Gebiet der Heeresverwaltung. Ich gehe über zu Reichsamts des Innern 2 Millionen Mark eingestellt sind zur Beim Militäretat sind wieder Prämien für Unteroffiziere aus den Einnahmen. Es sind bei einer Stempelsteuer ca. 15 Millionen Linderung des Wohnungselends der Arbeiter. Dankenswert erscheinen geworfen. Dabei möchte ich die Frage anregen, ob wir auf Mehreinnahme zu erwarten. Die Zuckersteuer ist erheblich gestiegen, uns auch die Aufwendungen für die Errichtung von Seemannsheimen die Dauer mit der zweijährigen Dienstzeit von 105 Millionen auf 121 Millionen. Das ist ein erfreuliches im Auslande. Unsern Beifall haben auch die Ansätze für das werden austommen können oder ob es sich nicht Zeichen. Salz und Braufteuer werden voraussichtlich 11/2 Millionen, orientalische Seminar, für das Institut zur Erforschung der Tropen empfehlen dürfte, wieder zur dreijährigen Dienstzeit Wechselstempelsteuer voraussichtlich 1%. Banknotenftener 1 die frankheiten und für die biologische Abteilung des Reichs- zurüdtehren. Was den Kolonialetat anlangt, so missen Reichs- Eisenbahnverwaltung eine Million Ueberschuß ergeben. Das Gesundheitsamts. Der Gedanke, 150 000 Mark für die Wieder- wir auf eine größere wirtschaftliche Entwicklung der Kolonien mehr ist uns der Hohkönigsburg auszuwerfen, ist ja ganz erfreulich; aber bei der Reichspost werden wir mit einem herstellung sehr bedacht sein. Ohne neue Bahnen werden wir dort nicht sehr starken Minderüberschuß zu rechnen haben, der sich auf rund sympathisch. Wir müssen verlangen, daß das Reichs- Marine- Amt a ustommen. In Bezug auf China dürfen wir nicht 80 Millionen beläuft. Hierdurch werden fast alle Mehreinnahmen den notwendigen Einfluß der Finanzverwaltung anerkennt und übertriebene Hoffnungen begen. Es darf nicht außer Militäretat aus den einzelnen Steuern verschlungen. Im Die Hälfte diefer Etatsüberschreitungen unterläßt. foll im Rechnung gelassen werden, daß in China so billig produciert werden Export aus China unsre ein 80 Millionen einmaliger Ausfall entstand durch die Entschädigung Wege der Detachementsverlegung sozusagen ein ganz neues tann, daß ein In den Kolonien treten heimische Produktion nur schädigen könnte.( hört! der aufgehobenen Privatpostanstalten, die andre Hälfte ist verursacht Kavallerieregiment gebildet werden. immer mehr in den hört! links und rechts.) Wir wollen auch unfren Platz an der Sonne haben, durch Herabsetzung verschiedener Portosäge und Verbilligung der jetzt die wirtschaftlichen Aufgaben Fernsprech- Gebühren. Vordergrund, und der Charakter der bureaukratisch- militärischen aber Vorsicht ist am Blaze und von weiteren Erwerbungen muß einigermaßen zurücktreten. Der Ich komme nun zu den neuen Steuervorlagen. Die Vorlage Verwaltung Bau in China bitte ich die Regierungborläufig dringend, des Schaumweinzoll- Gesezes wird dem Hause nach Weihnachten zu von Bahnen wird jezt akut, aber wir werden uns mit der schon im abzusehen. Wir wollen nicht, daß Deutschland überall dabei ist, wo gehen. Schwieriger liegt die Sache bei der Steuer auf Süßstoffe vorigen Jahre angeschnittenen Frage der Centralbahn in diesem der Handel festen Fuß fassen kann; denn diese Wirtschaftspolitik ist teuer und Saccharin. Es haben sich bei den Vorarbeiten so große Jahre beschäftigen müssen. Eigentümlich berührt es auch beim und auch unsicher. An der sogenannten Weltpolitit haben wir keinen Schwierigkeiten herausgestellt, daß wir noch nicht zu einem end- Kolonialamt, daß die Voranschläge so unverhältnismäßig start allzugroßen Gefallen. Militärisch find wir ihr zwar vollständig gewachsen. Aber wirtschaftlich können wir geschädigt werden, wenn andre gültigen Abschluß gekommen sind und ich Ihnen den näheren Termin überschritten sind. der Einbringung nicht bestimmt fagen fann. Ich komme nun zu einer Frage, die das Herz des ganzen Nationen die Thore unfrem Export verschließen. Gegenüber Bei den Ueberweisungssteuern des laufenden Jahrs werden die deutschen Volts bewegt, zu den Boeren. Schon im vorigen Jahre Amerita haben wir es an der nötigen Schärfe und Stärke Bölle voraussichtlich den Etatsanschlag nicht erreichen.( hört! hört!) habe ich gesagt: Unser Herz, das Herz des größten Teils der deutschen fehlen laffen. Wir haben da den Kürzeren gezogen.( Sehr Bei der Tabatsteuer wird sich voraussichtlich ein Minderertrag von Bevölkerung steht auf seiten der Boeren.( Sehr richtig! rechts und richtig! rechts.) Wir müssen weiter verlangen, daß die Landwirt31/2 Millionen Mark ergeben. Demgegenüber sind nur wenig Mehr- links.) Es sieht in dem Transvaaltriege den unberechtigten schaft mehr berücksichtigt werde als bisher.( Schrrichtig, einnahmen zu erwarten. Die Branntweinverbrauchs- Abgaben werden Angriff( Sehr richtig! rechts und links) einer gewaltigen Macht rechts.) In den letzten zwei Jahren hat die Industrie von der vermutlich ein Mehr von 4 Millionen bringen. gegenüber einer fleinen ihr Recht tapfer verteidigenden Gesetzgebung den ausschließlichen Vorteil gehabt,( Sehr richtig! Redner giebt sodann eine Uebersicht über die für den fommenden Minderheit.( Sehr richtig!) Und es ist natürlich, daß sich auch rechts.) Unfre Gegner werfen uns wegen dieser Forderung agrarische ( Sehr richtig! links.) Das ist gut für die Etat zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben, wobei er, wie er für den Führer des tapferen fleinen Volts im Stampf gegen eine Begehrlichkeit vor. fagte, weder schwarz noch rosig malen wollte. Weltmacht das Herz des deutschen Volks aufthut, daß ein jeder ihm Agitation, aber der Schutz der Landwirtschaft muß eben erfolgen, alles zu Liebe thun möchte.( Sehr wahr) So spricht das Herz, wenn sie nicht bankrott werden soll. Eine Hinausschiebung des das Gefühl des deutschen Volks. Es ist deshalb gewiß nicht gefchickt, wenn Bolltarifs wünsche ich nicht, aber eine vorzeitige Veröffentlichung von seiten der Polizei, wie es in Köln geschehen ist, unnötige& in- tann ich nicht gutheißen, wie es Herr Sattler zu wünschen schien. schränkungen und Quengeleien( Lebh. Zustimmung) erfolgen. Das wäre nur Wasser auf die Mühle der Agitatoren. Es ist nicht abzusehen, warum der alte Ohm Krüger nicht Studenten( Aha! links.) Herr Dr. Siemens( Rufe rechts: v. Siemens!) deputationen empfangen soll, warum es einen Unterschied bildet, ob hat fürzlich einmal ausgeführt, die Landwirtschaft vertrete fie in Wichs oder ohne Wichs vor ihm erscheinen.( Sehr richtig.) nur 15 Prozent des Nationalvermögens, Industriehandel 2c, Die Ausführungen bleiben im einzelnen vollkommen un verständlich. Sie scheinen nicht mal am Präsidententisch gehört zu werden, denn der Präsident Graf Ballestrem beugt sich mit der Hand am Ohr zum Redner hinüber. Redner scheint dabei anzufündigen, das der neue Bolltarif dem Hause in nächster Zeit, vielleicht schon im Frühling, sicher lich aber im nächsten Herbst zugehen werde. I einer einheitlichen energischen Regierung.( Bravo 1 bei den Nationallib.) Abg. Graf zu Limburg Stirnm( f.): Herr Dr. Sattler mahnte zur Sparsamkeit. Der einzige Weg wäre vorläufig, daß die Einzelstaaten zu erhöhten Matrikularbeiträgen herangezogen werden können. Auf die Dauer ist das aber nicht möglich; eine wirkliche Sparsamkeit wäre nur zu erreichen auf dem Wege einer Reichs- Finanzreform. Reichskanzler Graf v. Bülow: er 1,60 1.20 Startoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Kente 1 kg do. Banch 1,30 Schweinefleisch Butter Gier 1,60 Kalbfleisch 1,80 1." Hammelfleisch 1,60 0,90 2,80 60 Stit 51 Starpfen 1 kg 2,20 1,20 2,50 1,40 2,60 1,20 1,80 1, Weizen, gut D.- Cir. mittel gering " Roggen, gut " " Geißte, gut mittel gering " " es mittel gering 15,40 14,60 14,50 13,70 13,60 12,90 16,- 15,20 mittel 15,10 14,30 Bander gering 14,20 13,40 Hechte Nichtstroh Hen 7, 6,50 Barsche 7,40 5,30 Schleie 40, 45, 25, 25, Bleie Krebse per Schot 12,- 2,50 70, 30, Erbfen Speisebohnen 3500 +) frei Wagen und ab Bahn. Aale 1,60 0,80 3,-1,20 1,40 0,70 Witterungsübersicht vom 10. Dezember 1900, morgens 8 1hr. dilut Stationen Barometer= Wind: Bunipa Windstärke Wetter Temp. n. C. 6°. 4° R. Stallonen Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Wetter 4 paparanda 739 Still wolfig 2Nebel 3 Nebel 1Regen wolfent- 5 5 Petersburg 3 Cort -1 Aberbeen Paris 77123 2hlb. bed. 763 SSW 2516.bed. Temp. n. C. 1 0 8 4 Wetter: Prognose für Dienstag, den 11. Dezember 1900. Mild, ziemlich trübe und nebelig mit leichten Regenfällen und mäßigen Berliner Betterbureau. westlichen Winden. Ein strammer Socialdemokrat ist angekommen. Familie Otto Gierce, Ober- Schöneweide. Todes- Anzeige. Am 8. d. M. verschied nach langer und schwerer Krankheit mein lieber Mann und unser guter Vater, der 15376 Wilhelm Schockel Am 8. d. M. verstarb nach kurzem Leiden mein lieber Gatte, unfer guter Vater, der Cigarrenfabrikant Rudolf Geselle. Die Beerdigung findet heute Diens Lazarus Krankenhaus, Bernauer: firchhof, Nieder- Schönhausen, statt. Amalie Gefelle geb. Nöder 1528b] und Kinder. tag, den 11., nachmittags 2 Uhr, vom fraße 116, aus nach deur Friedens85 Broz. und hat daraus gefolgert, daß die Industrie auch einen Ein Einschreiten gegen den Willen eines der Beteiligten nennt| schen Notierungen. Weizenlieferungen für Mai notierten 0,75 M., Roggen: größeren Schutz verdiene. Die Landwirtschaft verdient deshalb den das Wölferrecht Intervention. Eine solche pflegt, wenn sie nicht lieferungen 0,25 M. niedriger. Weiterhin übten spekulative Verkäufe einen Chuz, weil auf dem Lande bei größeren weitem mehr zu einer diplomatischen Niederlage führt, die Einleitung zu weiteren Preisbrud aus. Hafer veränderte fich taum, Mai wich weiler um fleine und mittlere Eriverbsstände Spiritus. Locospiritus war mit 45,20 M. unverändert. und Vermögen existieren fein zu einem bewaffneten Konflikt. Wenn wir auf einer 0,50 M. Rüböl fchwächte sich leicht ab. als in der Stadt. Gerade diese Elemente aber sind besonders wertvoll folchen Basis in einen solchen Konflikt hinein gegangen oder hinein für den Staat.( Sehr gut rechts und im Centrum.) Die ganze geglitten wären, dann hätte es uns wohl gehen können wie dem Marktpreise von Berlin am 8. Dezember 1900 Diesem nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. Rechnung des Herrn v. Siemens stimmt aber nicht, denn er erlangt die Jüngling in einem schönen Schillerschen Gedicht. 15 Proz. nur dadurch, daß er die Schulden vom Vermögen abzieht. Bei der von seinen Idealen vorwärts getriebenen Jüngling geht es dort heißt: Ach, schon in des Weges Mitte Landwirtschaft kann man mit einer solchen Rechnung nicht aus wie es tommen, hier muß man die Schulden im Gegenteil zu ließen die Begleiter mich, wandten seitwärts ihre Schritte, einer denn gerade aus zählen( Große Heiterkeit), Sem Boden nach dem andern wich."( Große Heiterkeit. Bravo!) Jn eine solche entsprießt die schaffende Kraft.( Sehr richtig! rechts.) Was Situation haben wir das deutsche Volt nicht bringen wollen, nicht die Boerenfrage und und den Besuch Krügers in Deutschland bringen können.( Bravo!) Was nun die Reise des Präsidenten Krüger und den betrifft, so bin ich überzeugt, daß die Ausführungen des Land hierüber beruhigen werden. Reichskanzlers das Jch Empfang durch seine Majestät angeht, so kommt bedauere nur, find. daß sie noch nicht erfolgt Jeden dabei nicht auf das Beiwerk, nicht auf nebensächliche Be- thafer, gut falls wünschen wir, daß das Deutsche Reich so fraftvoll und macht gleiterscheinungen an, nicht auf bedauerliche polizeiliche Under Sache. Die boll dasteht, daß es Rücksicht auf andre Länder, die im geschicklichkeiten, sondern auf den Kern Widerspruch Gefühlen steht, zu feinen nicht mehr zu Frage war, ob diese Reise des Präsidenten nach Deutschland nehmen braucht.( Bravo! rechts.) Wir wollen eine starke und fein Empfang durch Se. Majestät dem Präsidenten oder uns die und feste Regierung, die Mächte des Umsturzes irgend etwas genügt hätte. Diese Frage beantworte ich mit einem fräftig und energisch bekämpft.( Hu! Hu! bei den Socialdemo- entschiedenen Nein. Eine Audienz bei Se, Majestät, alle Ovationen, Linsen fraten.) Wir wollen eine Regierung, die dem Wert der landwirt- alle Demonstrationen konnten dem Manne gar nichts geschaftlichen Bevölkerung volle Rechnung trägt.( Bravo! rechts.) holfen haben. Was haben denn dem Präsidenten Krüger die Bariser Ovationen genugt!( Hört! hört! lints.) Was hat ihm fein Empfang im Elysée genugt? Ich habe hier eine Auf alle von Herrn Sattler soeben aufgeworfenen, besprochenen telegraphische Mitteilung über die letzte, also wohl entscheidende und angeregten Fragen werden wir heute nicht mehr eingehen Unterredung des Präsidenten Krüger mit dem Minister Delcassé. tönnen, so schmeichelhaft mir auch das Interesse ist, das der Herr Es heißt da: Krüger beschränkte sich darauf, zu erfahren, wie Abgeordnete an meinem wirtschaftlichen und socialpolitischen Seelen- sich die französische Regierung gewissen Eventualitäten gegenüber sich aus den Schritten ergeben winemde 76723 zustand nimmt. Alle diese Fragen zu beantworten, würde auch nicht leicht verhalten würde, welche sich aus Die Unter768 WSM Hamburg fein. Einzelnen dieser Fragen gegenüber hatte ich etwa das Gefühl wie könnten, die in Europa gethan werden sollten. 769 SSW 2 Regen Fauft, als Gretchen ihn fragt, was hältst du eigentlich von der Religion? redung bewegte sich in allgemeinen, unbestimmten Ausdrücken. Berlin ( Heiterkeit.) Ich bin aber dem Herrn Abg. Sattler und dem Herrn Delcassé gab zu verstehen, das fich an das Halten Franks./M. 772 S Vorredner sehr dankbar, daß sie mir Gelegenheit bieten, mich auszu- werde, was er gelegentlich der Interpellation über die Transvaal- München 774 Still sprechen über die Reise des Präsidenten Krüger und über unsre frage im März dargelegt habe; er gab weiter zu verstehen, daß Wien Haltung gegenüber dem füdafrikanischen Kriege. Im Interesse Frankreich keinerlei Initiative ergreifen werde, daß es jedoch der Klarstellung dieser das deutsche Volt tief bewegenden Frage möchte einer solchen nicht entgegentrete, ihr vielmehr sich anschließen werde, ich etwas weiter ausgreifen. Daß es zwischen den füdafrikanischen wenn dieselbe unter einer Gestalt zu Tage träte, welche die Republiken und England zum Striege gefommen ist, haben wir Billigung Frankreichs zu verdienen geeignet sei.( heiterkeit.) 18 aufrichtig beklagt. Wir beklagten, daß ein solcher Krieg möglich war Krüger ließ nicht durchblicken, was er zu thun beabsichtige. zwischen Chriften, zwischen Weißen, zwischen Angehörigen derselben Nun frage ich Sie, ob nach dieser Unterredung großen germanischen Rasse. Das mußte auch, nebenbei Präsident Krüger nicht ebenso flug war wie vor gefagt, eine Mahmmg für uns sein uns sein und ist es gewesen, he r.( Große Heiterkeit und Sehr gut!) die Augen offen zu halten, uns nicht Sand in die Augen streuen Ich betone ausdrücklich, daß der französische Herr Minister bes zu lassen, sondern fest zu halten an der alten Wahrheit, daß Auswärtigen so verständig wie möglich geantwortet hat, wie das auf der eigenen Kraft die einzig sichere Bürgschaft ruht für von einem so ausgezeichneten und erfahrenen Staatsmann nicht den Frieden und die Behauptung des eignen Rechts zu Wasser anders zu erwarten war, wie dies Herr Delcassé ist. Ich selbst Schriftsetzer und zu Lande.( Bravo!) Wir beklagen den Ausbruch des Kriegs aber auch würde es eintretenden Falls gar nicht schöner haben machen können. deshalb, weil durch denselben gewichtige deutsche wirtschaftliche und( Große Heiterkeit.) Bei allem menschlichen Mitgefühl für sein im 39. Lebensjahre. Schicksal, bei allem persönlichen und mensch- Mit der Bitte um stilles Beileid politische Jutereffen in Mitleidenschaft gezogen wurden. Mehrere tragisches Tausende von deutschen Staatsangehörigen sind in Südafrika lichen Verständnis für sein Gottvertrauen, sind in Südafrika lichen Verständnis für sein Gottvertrauen, für seine schlichte zeigen dies schmerzerfüllt an angefeffen. Tausende haben dort große industrielle und Bank Größe, würde ich als Minister des Auswärtigen, als Reichs- Die trauernden Hinterbliebenen. Wwe. Schockel nebst Kindern. Etablissements ins Leben gerufen, das in den füdafrikanischen tanzler, dem Präsidenten auch nur haben sagen können, was Die Beerdigung findet am Mittwoch, Republiken investierte deutsche Kapital beziffert sich auf Hunderte ihm in Paris gesagt worden ist und was der Boerendeputation bon der Leichenhalle des Neuen von Millionen, der Handelsverkehr zwischen Deutschland und schon im vergangenen Frühjahr in Paris, in Petersburg usw. geantwortet den 12. d. Mr., nachmittags 3 Uhr, der südafrikanischen Küste ist ein sehr reger. Wir sind also wirt worden ist, nämlich, daß wir ein Ende des ungeheuren, entsetzlichen Friedhofs am Kommunikationswege schaftlich in hohem Grade an der Zukunft Südafrikas interessiert und Blutvergießens in Südafrika lebhaft wünschen, daß aber eine aus statt. politisch hatten wir die Pflicht, dafür Sorge zu tragen, daß dieser Intervention gegen England nicht in Aussicht genommen Strieg teine schädliche Rücivirkung ausübe auf unfren füdafrikanischen set. Die Reise des Präsidenten nach Berlin würde unsrer Besißstand. Darum haben wir gethan, was für uns als Stellung in der Welt sicher nichts genutzt haben. Denn entneutrale Macht und ohne Gefährdung direkter deutscher Interessen weder würden alle Ovationen für ihn zwecklos gewesen sein, möglich war, um den Ausbruch dieses Striegs zu verhüten. nichts als verpufftes Feuerwerk, oder es wären dadurch unsre Wir haben insbesondere gegenüber den Regierungen der beiden internationalen Beziehungen verschoben worden füdafrikanischen Staaten insofern ganz loyal gehandelt, als zum Nachteil des Lands. Diese Beziehungen zu schützen wir von vornherein rechtzeitig und unzweidentig feinen gegen jede Trübung sei es durch Intrigue, sei es durch De ( Sehr richtig! links.) Zweifel ließen hinsichtlich der Lage der Dinge in Europa, monstrationen, ist Pflicht der Regierung. wie hinsichtlich nnfrer eignen Neutralität im Falle Und diese Pflicht hat die Regierung gerade in unfren Tagen, eines Kriegs in Süd- Afrika, insofern, als wir den wo Kriege viel leichter entfesselt werden durch elementare reinen Wein einschenkten. füdafrikanischen Regierungen reinen Intereffe Ich Volksleidenschaft und durch die öffentliche Meinung als in habe hier eine Aufzeichnung vor mir liegen, welche diese unfre den Tagen der Kabinettspolitik durch den Ehrgeiz der Haltung vor dem Ausbruch des Kriegs beleuchtet. Im Mai und Monarchie oder die Ränke der Minister, die sich seitdem sehr Anfang Juni 1899 haben wir im Verein mit der niederländischen gebeffert haben.( Große langanhaltende heiterfeit.) Regierung dem Präsidenten Krüger zur Mäßigung In der Presse, sogar in Boltsversammlungen ist unser Ver geraten. Ich beziehe mich dabei auf das niederländische hältnis zu England diskutiert worden. Sich über die Beziehungen Gelbbuch. zwischen zwei großen und selbstbewußten Völkern auszusprechen, ist In einer Depesche an den Generalfonsul in Pretoria heißt es: nicht so ganz leicht, wenigstens nicht für mich in meiner verantwort Die neuesten Nachrichten lassen mich glauben, daß eine unmittelbar lichen Stellung. Ich nehme aber keinen Anstand folgendes zu sagen: bevorstehende gewaltsame Lösung des Konflits zu befürchten ist. Wir stehen England gegenüber vollständig unabhängig da, Ich bitte Sie, dem Präsidenten mitzuteilen, daß ich als aufrichtiger wir sind nicht um eines Haars Breite mehr auf England an Freund rate, fich so verbindlich und mäßig als möglich zu zeigen. gewiesen, als England auf uns.( Sehr richtig!) Aber wir sind bereit, Ich weiß aus ganz ficherer Quelle, daß die deutsche Regierung diese auf der Basis gegenseitiger Rücksichtnahme und Gleichheit über diese Meinung durchaus teilt. Voraussetzungen haben wir niemals eine Großmacht im Zweifel gelassen Als damals der Vermittelungsgebante nicht aussichtslos erschien,- mit England in Frieden, Eintracht und Freundschaft zu da die Frage eines Schiedsspruchs seitens der Vereinigten Staaten von leben. Aber wir wollen nicht England gegenüber den Don Amerita und England in der englischen Bresse sogar erörtert wurde, haben nigote spielen, der mit eingelegter Lanze auftürmt, Pankow und Umgegend. eine fich irgendwo auch wir durch die niederländische Regierung im Jahre 1899 dem wo englische Windmühle dreht. Am 8. d. M. verschied nach langem lints! und im Centrum.) Unser und schwerem Leiden unser Mitglied Präsidenten Krüger die Anrufung einer Bermittelung( Lebhafter Beifall empfehlen lassen. In Erwiderung hierauf teilte der Vertreter Juteresse ist es, mit allen denjenigen Mächten auf gutem Fuße zu der niederländischen Gesandtschaft mit, der Präsident halte im Augen stehen, die mit uns in Frieden zu leben wünschen. Uns unüß mit blick die Anrufung einer Vermittelung für noch nicht angebracht. der dauernden Gegnerschaft einer Großmacht zu belasten, wäre ein Derselbe war Mitbegründer des Unser Geschäftsträger im Haag schickte uns am 22. Juni 1899 eine politischer Fehler, eine politische Dummheit, für welche Depesche, dieses Juhalts. Als dann nach einiger Zeit Präsident ich die Verantwortung nicht übernehme.( Sehr gut! links.) Arbeitervereins und hat denselben, so Krüger den Verfuch machte, eine Bermittelung. Wir werden wie überall jo auch in Eüdafrika die deutschen zu viel in ſeinen Kräften Hand, in Central- Kranken- u. Sterbeso zu d. h. ein beiderseitiges Eingehen auf einen Schiedsspruch zu erlangen, tereffen, die politischen, wie die wirtschaftlichen wahren. Wir rechnen fördern gesucht. Wir werden ihm ein waren die Gemüter schon zu sehr erhitzt. Herr Krüger flagte im August mit Bestimmtheit darauf, daß der Ausgang des südafrikanischen allzeit ehrendes Andenken bewahren. Die Beerdigung findet am Mittwoch, der niederländischen Regierung, daß te in Schiedsspruch zu er: Striegs unsre dortigen legitimen wirtschaftlichen Interessen nicht den 12. b. M., nachmittags um 3 Uhr, der Leichenhalle des Neuen reichen sei. Daraufhin haben wir nun noch einmal, und zwar dauernd beeinträchtigen wird und sind voll bereit, anzunehmen, von zum letztenmal, einen Nat erteilt, dessen Inhalt im niederländischen daß dieser Krieg teine schädlichen Rückwirkungen auf unfren Friedhofs am Kommunikationswege Das aus statt. 15366 Gelbbuch folgendermaßen wiedergegeben ist: Sie wollen dem zukunftsreichen afrikanischen Besitzstand nehmen wird. nicht ein Um zahlreiche Beteiligung ersucht Präsidenten Krüger mitteilen, daß die deutsche Regierung ist daß die deutsche Regierung ist unser gutes Recht und unser gutes Recht und davon gehen wir Der Vorstand. Aber andren die Kastanien aus dem Feuer die in meiner Depesche vom 4. d. M. ausgesprochene Ansicht, den Titelchen ab. englischen Vorschlag nicht abzulehnen vollständig teilt." Ich glaube, zu holen und uns von andern vorschieben zu lassen, das wäre Am 8. Dezember 1900 ver schied nach langem, schwerem Leiden unser lieber Kollege und Freund Wilhelm Schockel im 39. Lebensjahr. Sein follegiales Wesen und feine langjährige Thätigkeit im der Organisation fichern ihm ein bleibendes Andenken. Die Kollegen Feisterschen Buchdruckerei. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 12. Dezember, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Pankower Kirchhofs aus statt. der Arbeiter- Verein für Wilhelm Schockel. der trüben und das Berl. Gürtler u. Bronzeure. So Tange ich ( G. H. 60.) Die Beerdigung des am 9. Dez. verstorbenen Mitglieds, Gürtlers Adolf Heintze Unser lieber Kollege, der Photograph Hermann Schuchardt wurde uns ant 8. Dezember nach schwerem Leiden durch den Tod entrissen. Wir verlieren in ihm einen liebenswürdigen, hilfs: bereiten und gewissenhaften Kollegen, der uns immer ein Vorbild in Pflichttreue gewesen ist und dessen Andenken wir hoch in Ehren halten werden. Das technische Personal der Kunstanstalt Karl Schütte. Hermann Schuchardt+ Tiefbetrübt stehe ich an der Bahre dieses langjährigen be: währten Mitarbeiters, der in schweren Zeiten auf seinem Posten ausgeharrt und mir jeder zeit treu zur Seite gestanden hat. Ich werde ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Berlin, Leipzigerstr. 13. 1529b Karl Schütte. Am Sonnabend, den 8. d. Mts., abends 7 1hr, verschied unser hoffnungsvoller lieber Sohn Hermann Räder er von 19 Jahren. Diek im Alter zeigen tiefbetrübt † 71 Eltern und Geschwister Rheinsbergerstr. 62. Die Beerdigung findet am Mitte woch, den 12. d. Mts., nacht. 3 Uhr, von der Halle der Freireligiösen Ges meinde, Pappel- Allee 15 // 17, statt. fasse der Tischler u. andrer gewerblicher Arbeiter. ( Oertliche Verwaltung Berlin H.) Am 8. d. Mts. verschied nach langent Leiden das Mitglied unsrer Kasse, der Tischler Hermann Siegmund im Alter von 54 Jahren. Die Beerdigung findet heute nach: vom Trauerhause Schlesischestr. 2 aus statt. Die Ortsverwaltung. 185/6 ВБУГІЙ CHECH daß aus diesen Publikationen unzweideutig hervorgeht, daß uns an nicht unsre Aufgabe, das wäre ein großer Fehler.( Sehr richtig! Kranken- und Begräbniskasse mittag 2hr dem Ausbruch des Kriegs keine Schuld trifft. So weit links.) Ich kenne sehr wohl die Empfindung der deutschen und weiß fie fie zu würdigen, aber den poli durften wir nicht gehen, daß wir, um das Zuschlagen der Thüren Volksseele zu verhindern, die eignen Finger zwischen Thür und Angel klemmten. tischen Blick darf ich mir dadurch nicht Damit hätten wir den Boeren nichts genügt und uns nur ge- politische Augenmaß nicht verrücken lassen. schadet.( Sehr wahr) Nachdem der Krieg ausgebrochen war, an dieser Stelle stehe, darf ich mich nicht von Gefühlen fonnten wir im Hinblick auf die gesamte Notlage wie vom Stand des deutschen Volts hinreißen lassen, sondern muß mich vom Interesse des deutschen Volks. Dies punkt der deutschen Gesamtinteressen aus teine andre Haltung leiten lassen vom einnehmen als eine solche ftrifter Neutralität.( Sehr schreibt aber die selbständige, ruhige, unabhängige Haltung vor, richtig!) Daran konnte auch die Sympathie nichts ändern, welche die wir gegenüber den afrikanischen Wirren eingenommen haben. wie in andern Ländern so auch bei uns für Männer bestand,( Lebhaftes Bravo!) die für ihre Ideen, für ihre Regierung, ihre Freiheit mutig ihr Leben in die Schanze geschlagen haben, die in schwerem Kampfe tag 1 Uhr. heldenhaft ausgehalten haben. Denn die Politik eines großzen Lands darf in fritischer Stunde nicht von Eingebungen des Gefühls beherrscht werden, sondern sie muß lediglich geleitet werden durch ruhige und nüchterne Erwägungen im Intereffe des Lands.( Bravo!) Der Präsident vertagt hierauf die Weiterberatung auf Diens. Eingegangene Druckschriften. nou findet am Mittwochnachmittag 3 Uhr von der Leichenhalle des Alten Jakobi Kirchhofs am Ronkrug aus statt. Um rege Beteiligung bittet Der Vorstand. 1527b] Kranz- und Blumenbinderei von Robert Meyer, Macedonien. Von Zivoin Balugdgitsch. Die Berfſtaatlichung der Kohlen nur Mariannen- Straße 2. Von der„ Nenen Zeit"( Stuttgart, Diek' Verlag) ist soeben das 10. Heft des 19. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Der erste Nackenschlag. Die ökonomischen Ursachen der Gährung in Was nun die Möglichkeit einer friedlichen Vermittlung Vom Wiener Voltsstück. Von D. Bach. angeht, so wäre die Voraussetzung einer solchen, daß sie von beiden bergwerke. Von K. Kautsky. Die Volksgesetzgebung in der Schweiz. Von Dr. J. Herb in Herisau. streitenden Zeilen acceptiert würde. Das wäre eine Mediation, Berliner Theater. Litterarische Rundschau: Dr. M. Freuden ( Schluß.) Notizen: Statistik der sonst würde es sich um eine Intervention gehandelt haben berger, Beiträge zur Naturgeschichte der Sprache. mit eventuellem Zwange behufs Einstellung der Feindseligkeiten. Stohlen- und Eisenproduktion. Eine solche Intervention wäre für uns durch die generellen Welt-" In Freien Stunden", Illufirierte Romanbibliothek für das arbeitende verhältnisse wie durch unsre speciellen deutschen Interessen aus- Volt in Wochenheften a 10 Pf. Soeben erschienen die Hefte 49 und 50. geschlossen. Uebrigens ist eine andre als eine ganz friedliche Mit dem neuen Jahrgange tritt in der Erscheinungs und freundschaftliche Mediation von von keiner Macht jemals in weise eine Aenderung ein. In jedem Heft gelangen 2 Romane Erwägung gezogen worden. Niemand hat den Gedanken gehabt, gleichzeitig zum Abdruck und das kleine Feuilleton wird dem Text einverleibt. England gegen seinen Willen zum Frieden nötigen zu wollen. Jeder Kolporteur, jeder Buchhändler( auch die Post zum Vierteljahrs: ( Hört, hört!) Als nun der Gedante einer solchen friedlichen preis von 1,20 m.), nimmt Bestellungen auf diese 10 Pfennig- Hefte an. Mediation von Amerika angeregt wurde, wurde er von der englischen Getreide. Auf dem Regierung in kategorischer und ganz bestimmter Weise abgelehnt. Produktenmarkt vom 10. Dezember. Daher war die Möglichkeit einer friedlichen Mediation, deren Getreidemartte entwidelte sich mattere Tendenz; der Verkehr bewegte sich Boraussetzung die Uebereinstimmung beider streitenden Teile ist, in sehr engen Grenzen auf die günstigen statistischen Ausweise über die ausgeschlossen. legle Ernte Preußens, auf das mildere Wetter und die niedrigeren nordamerikani350 Vereins- Kränze, Palmen- u. BlumenArrangements, Bouquets, Guirlanden usw. werden fein u. preiswert geliefert. Specialgeschäft für fertige Wäsche Emil Vogt 3352* Berlin SO., Oranienstr. 169, zwischen der Adalbertstraße und dem Oranienplatz. Oberhemden, Serviteurs.Kragen, Manschetten, Krawatten, Damen und Kinder- Wäsche, Gardinen, Schürzen, Bettwäsche. Nur gute Ware zu billigen Preisen. Eigene Wäschenäherei im Hause. 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Berliner Reichstags- Wahlkreis( Osten). Heute, Dienstag, den 11. Dezember, präcise 72 Uhr: Außerordentliche Vorstellung. Ganz Berlin spricht von dem fenfa: tionellen Dezember- Programm. Mons. Alfons Althoff. Dienstag, den 11. Dezember, abends 8 Uhr, Gr. Frankfurterftr. 117: 2012 9 Versammlung. elb seb Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen May Kiesel über: Erwin Markhams Gedicht: von K. Graff. Gastspiel des berühmten Kunstreiters Der Mann mit der Hacke. 2. Diskussion. 3. Bericht der Kommission. 4. Verschiedenes. Turandot, Prinzessin von China. Tägl. Sternwarte. Anfang 72 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). Geschlossen. Deutsches. Die Macht der Finsternis. Anfang 72 Uhr. Lessing. Wie die Blätter. Anfang 72 Uhr. Berliner. Ueber unsre Kraft. An: fang 72 Uhr. Residenz. Die Dame von Maxim. Anfang 72 Uhr. Neues. Die Liebesprobe. Anfang 71 Uhr. Westen. Hoffmanus Erzählungen. Anfang 8 Uhr. Central. Die Geisha. 71/2 Uhr. Secessionsbühne. Anfang 71/2 Uhr. Anfang Der Leibalte Schiller. 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Elm über: Wie schützen wir uns vor Kohlenwucher und Lebensmittel- Berteuerung und sonstige Uebervorteilung"? 2. Vortrag der Genossin Frau Steinbach aus Hamburg über:" Muß das Proletariat das Parafitentum ernähren"? 3. Diskussion. 287/3 Der Einberufer. Centralverband der Maurer etc. ( Zahlstellen Berlins und Umgegend.) ( gr. Saal): Mittwoch, 12. Dezember, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus( gr. BW DIOGrosse Versammlung aller zum Streikgebiet Berlin und Umgegend gehörigen Verbandszahlstellen. Streitgebiet Berlin und Umgegend gehörigen Berbauszahlstellen. Tages Ordnung: = 190/17 1. Beschlußfaffung über die weitere Zahlung zum Streitfonds? 2. Verschiedenes. 3. Vortrag des Genoffen A. Hoffmann über: Wann beginnt die wirtschaftliche Revolution"? Um regen Besuch bittet bastaiqatino Die Verbandsleitung. Der Bettelndent von Berlin Achtung! Bosse mit Att.( 5 von Braun u. Buffe. Musit v. Franke. Tischler. Achtung! ieW edo Mittwoch: Am Weihnachtsabend. Donnerstag, den 13. d. 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Mit der Herabfegung des Leuchtgas- die Wolff als seine Frau auszugeben pflegte, Leuchtgas- worden. Gleich den beiden ersteren soll auch die Saul, Revolution. Und auch jetzt habe das Lied noch seine Stelle im Nach der Abwicklung des überreich ausgestatteten Programms worden. Der Zuspruch der Obdachlosen, die mit Kaffee und warmer Bunds für die Berliner Arbeiterschaft hingewiesen. Der Festsaal Suppe gelabt wurden, war ziemlich groß. war reich geschmückt und von seiten des vorbereitenden Komitees Die Große Berliner Straßenbahn- Gesellschaft beabsichtigt, alles geschehen, um den in hellen Haufen herbeiströmenden Scharen die durch die Hasenheide( Fichtestraße) gehende Linie Müllerstraße- einen genußreichen Abend zu verschaffen. Der Saal war schon dicht Winterfeldtplag in eine Straßen tingbahn umzuwandeln. gefüllt, als das Neue Berliner Konzert Orchester" Die Linie soll vom Winterfeldtplag über Moabit nach dem Wedding mit dem Krönungsmarsch aus dem Propheten" einsetzte, woran sich durch die Fennstraße bis zur Gerichtstraße verlängert werden. Diese dann eine Reihe weiterer Konzertstüde schloß. Man kann dieser nene Ringbahn, die hauptsächlich die Außenbezirke verbinden soll, Stapelle die Anerkennung nicht versagen, daß sie ihr Versprechen, der würde folgenden Weg einschlagen: Gericht, Garten, Ader, In Arbeiterschaft gute Wufit zu ihren Festen zu stellen, validen, Brunnen, Nosenthaler, Weinmeister, Müng, Alerander, füllt. Den Hauptanteil an den fünstlerischen Darbietungen Kaiser, Große Frankfurter, Andreasstraße, Engel- Ulfer, Stöpenider, hatten natürlich die Sänger. März bei Gelegenheit der Etatberatung den Wunsch, es möge Friedrich- Plaz, Gneisenau-, York, Göben-, Pallasstraße, Winterfeldt Blobel mit Verve dirigiert wurde. wenigstens vom 1. April nächsten Jahres ab ein Einheitspreis play, Moabit durch die Fennstraße nach dem Wedding und Ge- oder Kleinere Vereine zeigten sich in ihren Leistungen. Vorträge eines gutgeschulten Damenchors litten unter dem Mangel eingeführt werden. Hiermit hat sich der Magistrat einverstanden er richtstraße, womit der Ring geschlossen ist. tlärt. Die städtische Gasdeputation macht jetzt bekannt, daß die Der Sternberg- Prozeß geht seinem Ende entgegen. Die an Sopranstimmen, doch ragte eine Altiftin, die über des Basses Einführung am 1. April 1901 erfolgen wird, und fündigt die gestern unterbrochenen Verhandlungen werden heute wieder auf Grundgewalt verfügt, mit prächtiger Stimme hervor. Herr Gent machte sich verdient durch das Arrangement lebender Bilder, unter mit den Abnehmern zu den bisherigen Preisen geschloffenen Ber- genommen und es sind dann noch 12 Zeugen zu vernehmen, deren machte sich verdient durch das Arrangement lebender Bilder, unter träge. Die Höhe des neuen, einheitlichen Preises ist noch einer be- hat sich bekanntlich die Berteidigung für die Vorbereitung ber auch Wilhelm Liebknecht erschien auf hohem Poſtament, umgeben Verhör etwa am Donnerstag beendet sein dürfte. Zwei Tage Beit denen wir eine dem Volkslied dargebrachte Huldigung hervorheben. sonderen Beschlußfassung vorbehalten. Die Wünsche der Abnehmer Blaidoyers erbeten, diese dürften also am nächsten Montag ge von allegorischen Figuren. gingen bekanntlich stets auf 10 Pfennig pro Kubikmeter, halten werden und vielleicht wird schon an demselben Tage das Ur- Gründungsgeschichte des Bunds zurückging, welche bis in die vor Eine furze, fernige Ansprache hielt Fri 8ubeil, der auf die aber die Stadtverordneten- Versammlung hat sich im Januar wie im teil gesprochen. Unter dem Verdachte der Begünstigung in Sachen focialistengefegliche Zeit hinaufreicht. Sehr hübsch wies er darauf März für 12 Pfennig erklärt. Bei 12 Pfennig wird der Preis für Sternberg ist nach Frau Stabs und dem Agenten Wolff nunmehr hin, welche große Rolle das Freiheitslied schon in der Geschichte geLeuchtgas( jetzt 16 Pfennig) ermäßigt, aber der für Koch, Heiz- 2c. auch Wolffs Wolffs Geliebte, Fräulein Saul, verhaftet spielt hat, unter anderm die Marseillaise in der französischen preises bringen die städtischen Gaswerte fein Opfer. Der beträcht haben, die Zeugin Callis zum Meineide zu verleiten. versucht Klaffenkampf der modernen Arbeiter. liche Ueberschuß, den sie in den letzten Jahren erzielt haben, erlaubt Die Margarete Fischer ist, wie berichtet wird, eine solche Herabsetzung, und was dabei von dem Ueberschuß zunächst bereits bei ihrer Ankunft in Cherbourg von Kriminalbeamten in eilte die jüngere Belt nach altem Brauche zum Tanz. Doch kam in draufgeht, das wird durch eine Steigerung des Konsums bald wieder Empfang genommen und von ihnen nach Berlin begleitet worden. es hierzu erst sehr spät, weil sich infolge der fortwährenden langen eingebracht werden. Zur Begründung der Preiserhöhung für Koch- 2c. Diese Maßregel hatte den Zweck, eine Beeinflussung der Zengin zu des fünstlerischen Teils bis tief in die Nacht hinein verzögerte. Das Bausen zwischen den einzelnen Programmnummern die Ausführung Gas läßt sich nur das eine auführen, daß sie dem Gedanken des verhindern. Da der Fischer freies Geleit zugefagt worden ist, so ist die Lehre, die Arrangeure von Arbeiterfesten hier gewinnen Einheitspreises zu Liebe geschieht. Von denen, die so lange die Ein- fann fie nicht wegen Suppelei 2c. in Untersuchungshaft genommen konnten, daß die einzelnen Vorführungen Schlag auf Schlag einander führung eines Einheitspreises gefordert haben, dürften aber mit werden. Die Witteilung, daß gegen Rechtsanwalt Sello eine folgen müiffen, um die Stimmung und das Interesse der Teilnehmer Disciplinaruntersuchung schwebt, wird von diesem dementiert. dieser Lösung der Frage nicht viele zufrieden sein. bis zum letzten Augenblick zu erhalten. Der in Untersuchungshaft befindliche Kriminalkommissar Die Liebesgabe der Berliner Hausagrarier. Um Herab- Thiel hat angegeben, daß er aus seiner Lieutenantszeit her noch segung der Kanalisationsabgabe von 11/2 Prozent 30 000 Mark Schulden habe. Dies sei wesentlich der Grund geauf 1 Prozent hatte der Bund der Berliner Grundbesigervereine wesen, weshalb er sich in der Sternbergsache habe bestechen lassen. im Februar dieses Jahrs bei den städtischen Behörden petitioniert. Die Bestechungssumme soll sich auf etwas über 7000 m. belaufen. Die Petition wurde indes nicht berücksichtigt, weil die Arbeiten zur Eine nur kurze Frende hatten die Pächter künstlicher Aufstellung des diesjährigen Etats damals schon zu weit vor- Gisbahnen, die zum Teil in der Nacht zum Sonntag und vor geschritten waren. Der Bund hat die Petition jetzt dem Magistrat gestern morgen fleißig gegossen hatten, um ihre Gisbahnen Sonntag in empfehlende Erinnerung gebracht. Die Berliner Hausbesitzer leisten 3 eröffnen. Die Bahnen waren vormittags zwar sehr gut besucht, mit der ihnen auferlegten Abgabe gegenwärtig zu den Kosten der sch: vunden. Die Hoffnung der Bächter auf eine Reihe talter Tage aber nachmittags war fast überall die Eisdecke schon wieder verStanalisation einen Beitrag von jährlich etwa 5 Millionen Mart. ist durch den über Nacht eingetretenen Witterungsumschlag hinfällig Wenn die Petition berücksichtigt und die Abgabe auf 1 Prozent, also geworden. um ein Drittel des bisherigen Betrags herabgesetzt wird, so Eine große Verkehrsstörung gab es am Sonnabendabend wird damit den Hausagrariern ein Geschent von etwa von 1/28 bis 1/29 Uhr. In den Elektricitätswerken an der Volta 1/3 Millionen Mart gemacht. Das könnte ihnen so passen! und Brunnenstraße versagte eine Straftmaschine. Die Folge war, Zum Bevölkerungsrückgang im Innern Berlins. Die dies- daß die Straßenbahnwagen im Norden der Stadt keinen Strom er hielten und liegen blieben, zuerst in der Brunnenstraße, am Rosenjährige Bolkszählung hat ergeben, daß im letzten Jahrfünft die Bethaler Thor, dann auch auf den Linien nach Moabit, dem Vineta völkerung in den inneren Stadtteilen Berlins wiederum beträchtlich auridgegangen ist, besonders in der Altstadt von 49 606 um 6107 plag und der Ringbahn. ( 12.31 Broz.) auf 43 499 und in der Friedrichstadt von 62 037 um nachmittag un 5 Uhr ber 34 Jahre alte Schmiedegefelle Karl Buſch Mit dem Verlufte der rechten Hand büßte am Sonntag 5238( 8,44 Proz.) auf 56 804. Eine Betrachtung der einzelnen um Stadtbezirke zeigt, daß in der Altstadt mehr als ein Fünftel aus der Falckensteinstraße den Versuch, an der Ecke der Lange- und der für diesen Stadtteil festgestellten Bevölkerungsabnahme allein auf Andreasstraße auf einen Ringbahnwagen, der in voller Fahrt war, Stadtbezirk I( Umgebung des Rathauses) tommt. Die Bevölkerung aufzuspringen. Er rutschte von der Border- Plattform ab und geriet fant hier von 3409 um 1285( 36,23 Proz. der Bevölkerung dieses mit der rechten Hand unter ein Vorderrad. Die Hand wurde ihm Bezirks) auf 2174. Jn Bezirk I haben in den letzten Jahren soweit abgequetscht, daß sie im Krankenhause, dem der Verunglückte mehrere Dugend Kleiner Häuser dem Erweiterungsbau des Hauptpost- von der Unfallstation am Grünen Weg zugeführt wurde, vollständig amts in der Heiligegeiftstraße und den Geschäftshausbauten in der abgenommen werden mußte. Spandauerstraße weichen müssen. Ein ähnlich starter Bevölkerungs- Der Königliche Opernfänger Nud. Krasa ist Sonntag rückgang, von 3938 um 1120( 28,48 Broz.) auf 2813, wurde nur noch in Bezirk 12( Kupfergraben, Weidendamm und Umgebung) festgestellt, doch handelt es sich hier wohl nur um eine vorübergehende Abnahme, hervorgerufen durch den Kasernenneubau. In der Friedrichstadt hatte den verhältnismäßig stärksten Ridgang, von 2158 um 529( 24,51 Broz.) auf 1629, der Bezirt 16( Teil der Leipzigerstraße und Umgebung), wo in diesem Jahre ein acht Grundstüde um fassendes Warenhaus eröffnet wurde. Auch in der inneren LuifenDienstag ein neuer aftueller, von zahlreichen Original- Lichtbildern begleiteter Im wissenschaftlichen Theater der Urania, Taubenstraße, wird am Bortrag,„ Bon Schantung bis Beting" gehalten werden. Der Text ist von Herrn Generalkonsul v. Hesse- Wartegg verfaßt und nimmt besonders auf biejenigen Gebiete Rücksicht, in denen sich gegenwärtig die kriegerischen Greig nisse abspielen. den 12. Dezember, mittags 12 Uhr, wird ausgeführt von Herrn Musikdirektor Orgelfonzert. Der Orgelvortrag in der Marienkirche am Mittwoch, Otto Dienel, Erl. Betry Schot,' Fri. Kathi Brückner, Frl. Emmy Adler, Serrn Hans Strey, Violinist, Herrn Ostar Tiedt, Geist, und Herrn Albert einem Trio von Dienel. Adagio von Mozart, Konzertfatz von Thiele ic. Bertenthin. Advents- und Weihnachts- Duette und Arien. Andante aus Der Eintritt ist frei. Aus den Nachbarorten. Wilmersdorf. Morgen, Mittwochabend 81/2 Uhr, findet bei Witte, Berlinerstr. 40, eine außerordentliche Versammlung des Socialdemokratischen Vereins statt, in welcher der Bericht von der Kreistonferenz gegeben und wichtige Gemeinde Angelegenheiten besprochen werden. Da diese Versammlung die letzte des selbs ständigen Vereins ist, bittet um zahlreiches und pünktliches Erscheinen Der Vorstand. 28 And der Gemeindevertretung von Lichtenberg. In der letzten Sigung dieser Körperschaft wurde eine Forderung des Gemeindevorstands um Gewährung von 350 M. zur Abänderung der Uniformen der Gemeinde- Bolizeibeamten, wie fie vom Minister angeordnet worden ist, abgelehnt. Graner( Soc.) er tlärte, daß er und feine politischen Freunde für die Bewilligung eins treten würden, da bei Ablehnung die Kosten der Uniformänderung von den betreffenden Beamten selbst getragen werden müßten. Grauer hätte es lieber gesehen, wenn das sehr knappe Gehalt der Beamten um die geforderte Sumune erhöht worden wäre. Der Redner richtete nunmehr an den Gemeindevorsteher( zugleich Amtsvorsteher) die Anfrage, wie weit sein Einfluß auf die Instruktionen der Polizeibeamten, den Waffengebrauch betreffend, reiche. Bu dieser Anfrage werde er veranlaßt durch den in Nr. 288 des Vorw. geschilderten Borfall, der einem von Arbeitern veranstalteten Vergnügen ein trauriges Ende bereitete, indem die Gendarmen von der blanken Waffe so ausgiebigen Gebrauch machten, daß mehrere Personen bis aur Arbeitsunfähigkeit verlegt worden sind. Grauer wies auf die gnügungen hin, und betonte, daß es z. B. dem socialdemokratischen Wahlverein fonsequent verweigert wird, mit Frauen gemeinsam ein Bergnügen abzuhalten, während die bürgerlichen Vereine, deren politische Tendenz ohne weiteres feststeht, dieser Befchränkung nicht unterliegen; es müsse die gleichmäßige Behandlung aller politischen Vereine gefordert werden, vor allem müsse aber die Sicherung der Bürger vor den Beamten eine der größten Sorgen bes Amtsvorstehers sein. Als Antwort mußte unfren Genoffen ges nügen, daß nach dem Wissen des Amtsvorstehers eine ungleiche Behandlung der einzelnen Vereine nicht stattfindet; was den Waffengebrauch anlange, so unterständen die Gendarmen einer besonderen Behörde, und der Gebrauch der blanken Waffe sei burch ministerielle Berfügung geregelt. Bezeichnend ist es, daß tein einziger der 27 bürgerlichen Vertreter Gelegenheit nahm, in die von unsren Ges noffen recht lebhaft geführte Debatte einzugreifen! nachmittag in schrecklicher Weise verunglückt. Der Künstler reinigte in feiner Wohnung einige Waffen. Darunter befand sich ein Revolver, deffen Lauf verrostet war; beim Buzen explodierte eine Blakpatrone, die in der Waffe geblieben war, die Hülfe der Patrone flog Herrn rafa ins Gesicht und zerstörte das rechte Auge. In der Augenlinit des Profeffors Dr. Fröhlich, wohin der Patient gebracht worden war, mußte das Auge herausgenommen werden. Der Kellner Kranfit aus der Oranienstraße 161, der seine ſtadt mit Neukölln, deren Bevölkerung von 120 061 um 851( 0,07 Bros.) frühere Wirtin Frau Groundte in der Oranienstraße 44 zu erauf 119 210 fant, fallen einzelne Bezirke mit neu errichteten großen schießen versuchte und sich selbst durch einen Streifschuß am Stopfe Geschäftshäusern durch verhältnismäßig viel stärkeren Rückgang auf. verwundete, wurde heute geheilt aus dem Krankenhaus entlassen und Der geftrige„ kupferne" Sonntag brachte, vom prächtigſten von Kriminalbeamten nach Moabit in das Untersuchungsgefängnis trocknen Wetter begünstigt, den Berliner Straßen ein Maffenaufgebot gebracht. von Spaziergängern und Spaziergängerinnen. In den Haupt Ein Brand, bei dem eine Berson in großer Gefahr schwebte, verkehrsgegenden staute sich die Menge vor den hell erleuchteten, tam Montag früh gegen 8 Uhr in der Knopffabrit von Baul Hübener, bereits im Weihnachtsschmuck prangenden Schaufenstern der großen Markusstr. 5, zum Ausbruch. Die Fabrik beschäftigt über 50 Arbeiter Geschäfte. Wiewohl aus erklärlichen Gründen die Zahl der Kauf- und befaßt sich auch mit Färberei und dem Reinigen von Metallen. lustigen in keinem Verhältnis zur Zahl der Schaulustigen stand, Bu legterem Zweck hat sie auf dem zweiten Hofe in einem Holzhatten dennoch die Geschäfte in der Leipziger, Rosenthaler, Friedrich, Schuppen eine sogenannte Brennerei eingerichtet, in welcher die vorher Botsdamer, König- und Oranien Straße erhebliche Einnahmen. mit Säuren behandelten Metalle durch Feuer gereinigt werden. Ein Zwei Großbazare mußten fogar wegen allzu großen Andrangs für fleiner, rund nur durch Blech abgeschloffener Teil dieses Schuppens einige Beit polizeilich geschlossen werden. Dagegen enthielt einen Ballon Bengin, der in der vergangenen Nacht ge brachten die für den Verkauf freigegebenen Stunden den Geschäfts- plagt war, so daß der Inhalt den Boden tränkte und größtenteils leuten in den weniger verkehrsreichen Straßen und an der Peripherie durch einen in der Mitte des Schuppens befindlichen Gully in wenig Vorteil. Die Ladenbefizer tommen hier nur ganz vereinzelt die Kanalisationsleitung geführt wurde. Gestern früh zündete un auf ihre Rechnung, viele zogen es vor, bereits um 6 bezw. 7 Uhr ein 15 jähriger Lehrling ahnungslos den Gashahn im Schuppen an, fammer an den Minister für öffentliche Arbeiten eine Eingabe geAuläßlich der Kohlennot hat auch die Potsdamer Handelsihre Geschäfte zu schließen. als im Nu eine Explosion erfolgte und die eine Hälfte des Schuppens Sur Kennzeichnung des Berliner Polizeiwesens. Polizei- auch sofort ein Flammenmeer bildete. Auf die Hilferufe des be- richtet, in welcher um gänzliche Aufhebung der Specialtarife für die lich notiert wurden am Sonntagabend zahlreiche Geschäftsleute aus drängten Lehrlings, dem der Ausweg durch die Flammen ab- Stohlenausfuhr, und falls dies unthunlich erscheint, um allgemeine einer eigenartigen Beranlassung. Als um 8 Uhr die Läden ge- geschnitten war, eilten Arbeiter herbei, erbrachen eine zweite ver Ausdehnung der Specialtarife, wie sie gegenwärtig für die Kohlenschlossen wurden, gingen Kriminalbeamte durch die Straßen und schloffene Ausgangsthür und retteten den Lehrling. Die schnell ausfuhr bestehen, auf die Kohlenberfrachtung ersucht wird. Ferner schrieben die Namen aller derjenigen Geschäftsinhaber auf, die es herbeigerufene Feuerwehr löschte das Fener, noch bevor es auf das ersucht die Handelskammer bei dem direkten Kohlenbezug von fiskaverabsäumt hatten, die Jalousien vor den Schaufenstern herabzu: an den brennenden Schuppen anstoßende große Holzlager einer lischen Gruben Kleinere Verbraucher in größerem Umfange als bisher laffen oder diese in andrer Weise zu verdecken. Die Geschäftsleute Tischlerei überspringen fonnte, andernfalls wäre die Gefahr umab- zu berücksichtigen. waren der Meinung, daß eine derartige Verhüllung der Echau- febbar gewesen. Es erscheint geradezu unbegreiflich, wie Benzin in Das vorläufige Ergebnis der Volkszählung für Schöne fenster, die ja sonft für die Sonntage vorgeschrieben ist, gestern nach einem Glasballon in der Nähe eines Gießofens aufbewahrt berg liegt vor. Danach zählte die Nachbarstadt am 1. Dezember an Einwohnern 95 939 Personen mit Militär und 92 396 Personen Schluß der Geschäfte nicht nötig war, da die Läden bis 8 Uhr abends werden kann, offen gehalten werden durften. ohne Militär. au Dermilchkes. Gine Gasexplosion erfolgte Montagnachmittag 4 Uhr in Der frühere Landrat des Kreises Teltow, Prinz Handjerg, Unternehmer- Poefie. Im Grand Hotel de Nome hat der der Memelerstr. 47. Hier waren in der im zweiten Stod belegenen Juternationale Verein der Gasthofsbejizer, der zur Zeit in Wohnung des Dr. A. Pflug neue Gasleitungsröhren eingezogen, als ist 64 Jahre alt in Dresden gestorben. Die Landratsstelle verBerlin tagt, ein großes Festessen abgehalten. Dabei wurde ein sich nach Schluß der Arbeit starter Gasgeruch bemerkbar machte. Der tauschte er 1885 mit der eines Regierungspräsidenten von Liegniz. Tafellied gesungen, aus dem wir folgende Verse herausziehen: Arbeiter H. fontrollierte die Gasuhr und stellte dabei feft, daß irgendwo Bor furzem ließ er sich frankheitshalber penfionieren. Daß die Gehilfen schlafen fein Nach ihrer Arbeitslaft, Gas entwiche. Die schabhafte Stelle mußte im Fremdenzimmer liegen, Muß hell und groß der Schlafraum sein Wie sichs für Herren da dasselbe start mit Gas angefüllt war. Während nun Frau Pflug ein Und daß am Kochherd nicht mehr schwigt Der Fenster öffnete, bestieg H. eine Leiter, um mit einem Streichholz die Chef, wenn er was brät- Wirb Elektricität benügt, Gana Detonation, S. flog von der Leiter und flirrend fielen die Fenster Dede abzuleuchten. Im selben Augenblick erfolgte eine heftige -Trinkgelder werden abgeschafft- Weil gegen die Moral, scheiben auf den Hof hinab. Bugleich schlugen Stichflammen aus - Wer die Gehälter dann beschafft, Das bleibt sich ganz den Fenstern und nur mit genauer Not konnten sich die im Zimmer egal, Wenn'n Hausknecht noch die Stiefel pugt, Das wär befindlichen Personen retten. S. trug schmerzhafte Brandwunden im fchon ganz enorm Der Zustand, der uns soviel nutt ,. Gesicht und an den Händen davon. Seißt Socialreform. paßt, gleich, ob es gerät. 8 Berglente verschüttet, 7 sind geborgen, 1 ift tot. In der Grube ,, Alle Dreisbach" bei Siegen wurden Das Hochwasser des Rheins. Aus Köln wird berichtet: Einzelne oberrheinische Stationen melden zwar ein langjames Burückgehen des Wasserstands, indessen steht durch das gestern er neut eingetretene Regenwetter für das gesamte Rheingebiet dennoch Hochwasser zu erwarten. Auch aus dem Wefergebiet und den Gebieten der Fulda und der Lenne wird fortgesettes Steigen ge meldet. Feuerbericht. Bei Plößensee, Ede Buchstraße, brannte Montag Ihr Lieben seid drum frohen Muts, Noch sind wir nicht am früh eine Holzbarade nieder. Später waren Gerhardstr. 15 und Schluß; Wir wollen schaffen nur was Gut's Berwerfen das, Manteuffelstr. 77 Kleine Wohnungsbrände zu beseitigen. Andreaswas Stuß. straße 63 war Feuer in einem Cigarrenladen entstanden, das aber Leider ist das, was die Herren Gasthofsbestzer hier schönes im Reime erstickt wurde. Ein Alarm nach Unter den Linden 25 gesungen haben, tein Stub". Die 12 000 Mart- affaire hat gezeigt, war auf einen Kellerbrand zurückzuführen. Wegen eines Ballen bas Unternehmerville im Deutschen Reiche Trumpf ist und daher brands wurde die Wehr nach Hoher Steinweg 15 und wegen eines auch die Gasthofsbesiger sich selbst über das bißchen Socialreform. Werkstattbrands nach Brunnenstr. 112 gerufen, wo Luchstoffe in Eisenbahnzusammenstoß auf der Linie Córdoba- Belmez das die grauenhaftesten Bustände in ihren Betrieben beseitigen will, Flammen aufgingen. forgenlos bei Seft und Austern lustig machen können. Das zehnte Stiftungsfest des Arbeiter- Sängerbunds wurde Die Wärmehalle am Alexanderplatz ist gestern um 7 Uhr früh am Sonnabend in der Brauerei Friedrichshain gefeiert. Wir in Gegenwart von Vertretern der städtischen Verwaltung eröffnet haben in der Sonntag- Nummer schon auf die Bedeutung dieses Durch Manereinsturz beim Brande eines Lagerraums an der Wandsbeder Chauffee zu Hamburg wurden in legter Nacht vier Fenerwehrleute zum Teil schwer verletzt. Aus Madrid wird berichtet: Bei dem bereits gemeldeten find, wie jest festgestellt, sechszehn Personen verlegt worden; man glaubt, daß unter den Trümmern sich auch noch Tote befinden. le getöteten und verlegten Personen waren bei der Ausbesserung der Bahnlinie beschäftigte Arbeiter. A. 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