Nr. 20. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Prets für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mt, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mr.pr.Monat. Eingetr. In der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Sern( predy- Anschluk: amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Reine Reffung. Für das Kleingewerbe, den Kleingrundbesiz, überhaupt den Kleinbetrieb giebt es teine Rettung in der fapitalistischen Gesellschaftso hat die Sozialdemokratie offen und ehrlich gesagt, als sie in die politische Arena einrückte. Hört es, Ihr Kleinbürger und Kleinbaue riefen da die Hohepriester und Soldknechte des Geiosacks-, hört es, die Sozialdemokraten wollen Euren Untergang wendet Euch ab von einer Partei, die selber sagt, daß es für Euch teine Rettung giebt,- fommt zu uns, fommt zu den Feinden der Sozialisten, kommt zu den Ordnungsparteien, wir wollen Euch retten!" " Und Hunderttausende, ja Millionen von Kleinbürgern und Kleinbauern haben sich bethören lassen und sind in das Lager der Ordnungsparteien gegangen, die mit ihrem richtigen Namen von uns tapitalistische Parteien" genannt werden. Die Schafe hatten sich zu den Wölfen geflüchtet - und die Wölfe verrichteten ihre Wolfsarbeit. Die Schafe wurden zerrissen und aufgefressen Tag für Tag, Woche für Woche, Jahr für Jahr- so lange das Geschäft der Rettung" dauert. Und nach allerhand Versuchen die Kreuz und die Quer wird das Rettungswert seit mun gut zwölf Jahren planmäßig betrieben. Und der Erfolg? Die Innungen und der Zunftz opf sollten den Handwertern helfen. Wie Vielen ist geholfen worden? Nicht einem in all diesen zwölf Jahren. Und wie Viele sind zu Grunde gegangen, d. h. vom Wolf Kapital gefressen worden? Hunderttausende. Die Korn und sonstigen Schutzölle sollten den Kleinbauern, Kleinkrämern und Kleinindustriellen helfen. Wie Vielen haben fie geholfen? Nicht eine m. Wie Viele sind zu Grunde ges gangen begraben worden im Bauche des nimmersatten Wolfs Kapital? Hunderttausende! Weit mehr, als ohne die Korn- und sonstigen Schutzölle zu Grunde gegangen wären, denn diese, ausschließlich im Interesse der Großindustrie und des Großgrundbesitzes auferlegt, bereicherten die Großindustrie und den Großgrundbesitz in maßloser Weise und setzten sie in Stand, die kleinen Leute in Stadt und Land noch rascher zu Grunde zu richten, oder zu expropriiren, als es ohne dic Bölle geschehen wäre. So rettet das Großkapital die Handwerker, Kleinbürger und Kleinbauern. Ehrliche Gegner gestehen es auch bereits ein, daß die Versuche zur Rettung des Mittelstandes" gescheitert find. So schreibt( wohl nach der„ Konservativen Korrespondenz") die Kreuz- Zeitung" unter dem Titel:" Der Niedergang des Mittelstandes": " Sonntag, den 24. Januar 1892. Expedition: Beuth- Straße 3. Staaten; aber schon, wenn man beispielsweise die Ergebnisse der regeln zur Erhaltung des Mittelstandes" und„ Bruch mit sächsischen und badischen Steuern in Betracht zieht, gewissen in Regierungskreisen noch herrschenden Anso kann man aus den betreffenden Riffern sichere Schlüsse auf schauungen", welche gewisse Anschauungen" die sind, daß den fortschreitenden Schwund des Mittelstandes machen. In es im Staat auch noch andere Menschen giebt als Junker, Baden betrug im Jahre 1885 die Zahl der Steuerpflichtigen und daß der Krug der junkerlichen Großkornwucherer nicht 317 196 Personen; davon versteuerten 42 144 ein Einkommen von 1500-3000. und 11 635 ein solches von 3000-5000 m. lange zum Brunnen gehen kann, wenn allzu unvorsichtig Im Jahre 1889 wuchsen die Steuerpflichtigen auf 355 578, und unverschämt mit ihm geschöpft wird. also um rund 40 000 Personen, an; die Zahl der Was für schleunige Maßregeln" hat die„ KreuzBenfiten mit einem Einkommen von 1500-3000 m. aber Beitung" im Auge? Die Maßregeln, deren Fiasto sie betrug nicht mehr als 48 385, mit einem Ein- felber in dem obenstehenden Artikel hat zugeben müssen, wird tommen von 3000-5000. nur 12 882 Personen. Sie doch nicht nochmals vorschlagen wollen. Also was will Während also die Vermehrung der niedrigeren Steuerklaffenfie? Will sie den Kapitalismus mit der Bibel todtschlagen? mit Ausnahme der niedrigsten unter 500 M., welche auf faft Die Großindustrie, den Großgrundbesitz zu Gunsten des 10 pet. abnahm ziemlich erheblich war, nämlich rund 21 und 18 pt. betrug, war der Zuwachs der den Mittelstand um- Handwerks und der Kleinbauern vernichten? Eben so gut faffenden Klassen nur unbedeutend, nämlich 14 und 10 pct., fönnte man mit Aladin's Wunderlampe die soziale Frage wogegen wiederum die höheren Vermögensklassen einen Zuwachs lösen. Und forderte die„ Kreuz Zeitung" jenes ernsthaft, von rund 17 pet. zu verzeichnen hatten. Noch augenfälliger ihre Leute würden von den eigenen Leuten ins Narrentritt diese Erscheinung bei einem Vergleich der Einkommensteuer- haus gesteckt. Da bleibt nichts, als die Fieberphantasien des Ergebnisse Sachfens in den Jahren 1882 und 1888 hervor. fächsischen Krautjunkers von Friesen. Im Jahre 1882( bei 1 158 945 Steuerpflichtigen) versteuerten 66 855 Personen eine Einnahme von 1600 bis 3300, 14 480 Nein, es giebt feine Rettung. Und die elektrischen eine solche von 3300 bis 4800 t.; im Jahre 1888( bei maschinen, in denen ein paar überschwängliche 1 322 650 Steuerpflichtigen) betrug die Anzahl der Zensiten mit Enthusiasten das Heil jetzt entdeckt zu haben glauben, werden dem erſterwähnten Einkommen 81 618, die der anderen Kategorie ebenso wenig dem wirthschaftlichen Massenruin steuern, wie 17 874. Hier hatten also die Steuerpflichtigen um rund 220 000 weiland die Nähmaschinen, vermittelst deren vor etlichen zugenommen, und während die Zunahme der Einkommen von Jahrzehnten die soziale Frage" gelöst werden sollte. Die 500-1600 M. um rund 27, bez. 46 pet. gestiegen, die Zahl rettenden Nähmaschinen wurden Futter für den Moloch, der Steuerpflichtigen mit einem Einkommen unter 500 M. und auch die elektrischen Kraftmaschinen kleine wie aber um fast 4 pet abgenommen hatte, war der Zuwachs der beiden den Mittelstand umfassenden Klaffen nur um rund 23 pGt große werden Wasser auf seine Mühle sein. gewachsen. Dagegen betrug der Zuwachs der höher Besteuerten Es giebt keine Rettung. Die Kleinen werden von den 27-40 p& t. Aus diesen Zahlen ist flar ersichtlich, einmal, Großen verschlungen. Und rackert der Kleine sich auch noch daß die Lage der Arbeiter sich in den bezeichneten Jahren be- so sehr ab, schnallt er den Hungerriemen noch so eng, ist deutend gebessert hat, und ferner, daß die Ansammlung noch so zufrieden" und" genügsam" er kann das Vers größerer Vermögen in steigender Progression hängniß nicht abwenden. fich befindet. Hieraus geht wiederum hervor, daß der Mittelstand, welcher sich nach obigen Angaben in einem zu sächsischen Haus- und Handweberei. Sie hungert Man betrachte nur den hoffnungslosen Todeskampf der geräth, zwischen Arbeiterschaft und Groß- so virtuos, und hat so endlose Arbeitszeit, daß sie Jahrfapitalismus zerrieben zu werden. Wenn der zehnte mit der Maschine konkurrirte. Allein es geht nicht Deutschfreifinn diese Entwickelung begünstigt, so handelt er nur mehr. Das Ende naht. Der wohlgeölte, fohlengefütterte im Interesse des Großtapitals; aber er handelt kurzfichtig. Stahl ist stärker als das magere, kartoffelgenährte Menschen Konfequenter handeln dagegen die Sozialdemokraten, welche fleisch. Man lese nur, was uns aus Meerane ebenfalls auf den Schwnnd des Mittelstandes hinarbeiten. Sie Sachsen geschrieben wird: handeln zwar nicht im Interesse der Arbeiter, aber genau im Sinne des Programms und ihrer Anschauungen, nach denen die Expropriation der Expropriateure um so leichter und einfacher von statten geht, je mehr das Rapital sich in einigen wenigen Händen tonzentrirt hat. So die Kreuz- Zeitung". Wahr ist, was sie vom Schwund des Mittelstandes" schreibt. Wahr auch, daß der Mittelstand zwischen Proletariat und Großkapital„ zerWie die Thatsache, daß der Mittelstand in den letzten rieben" wird falsch aber ist, was sie von der verbesserten Jahren nicht allein an Ansehen, sondern auch numerisch stark Lage der Arbeiter sagt. Der zerriebene" Mittelstand fällt aurüdgegangen ist, feinem, felbst nicht dem oberflächlichen in das Proletariat hinunter, dessen Lage hierdurch nur Beobachter verborgen bleiben fann, so prägt sich die bedauer- insofern verbessert wird, als seine Zahl und damit seine liche Erscheinung auch in den Ergebnissen der Ein Macht sich vermehrt. tommensbesteuerung aus. Wir haben hierüber zwar genaue statistische Nachweise nur aus wenigen deutschen Feuilleton. Nachdrud verboten.] Am Webstuhl der Zeit. ( 20 Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. Die Kreuz- Zeitung" verlangt schleunige Maß" Die Hausweberei oder die Weberei auf Handstühlen, die hierorts und im benachbarten Glauchau immer noch als Hausindustrie neben der mechanischen Weberei in großen Fabriken, zahlreich betrieben wird, steht nichtsdestoweniger auf dem Aussterbe Etat, und erklärt sich nur dadurch, daß der Handweber billiger arbeitet als der Fabrifweber und daß infolge dessen die Waare auf dem Dampfstuhl, durchschnittlich berechnet, dem Fabrikanten theurer im Lohne zu stehen kommt, als wenn die Waare außerhalb der Fabrik auf dem Handstuhl gefertigt wird. Infolge der komplizirten Buntweberei der modernen halb- und ganzwollenen DamenKleiderstoffe ändert die Mode den Muster- und Farbenwechsel allzu ost; der Handweber erhält aber alles Vorrichten und Warten auf die Materialien Garne nicht bezahlt, muß auch den Webstuhl und sonstiges Handwerkszeug selbst erhalten und in der Regel, oder doch häufig auch weniger gutes und Schon während des letzten Theiles dieser im Finstern gehaltenen Standrede war es lebendig geworden im ,, Spielzimmer", nunmehr öffnete sich die Thüre und eine feierliche, grabähnliche Stimme rief: muß vor das hohe Forum zitirt werden. Die Häscher ziehen Gläubiger zu der allerhöchsten Gnade veranlaßt wird, mich aus, um ihn zu fahen. Indeß, er ist nicht da, er ist ver vorläufig gehen zu lassen, wohin es mir gefällt. Mein reist oder nicht zu sprechen; die Sache muß zum größten Freund kommt zurück, übernimmt natürlich für mich die Bedauern des würdigen Inhabers dieses Wechsels und viel Ratenzahlung; ich kümmere mich die ersten Male darum, leicht unter der stillen Theilnahme eines für die Leiden ob die Sache richtig ist, und vergesse schließlich den ganzen des Geldsacks empfänglichen Assessors verschoben werden. Krempel. Da mag nun einmal ein Termin nicht eingehalten Doch nein; auf diesem verhängnißvollen Streifen Papier worden sein, und, statt mich zu benachrichtigen, macht sich steht ja noch der Name eines anderen Malefikanten, steht der Gläubiger das Vergnügen, mich wegfangen zu laffen. noch der des Dr. Friedrich Lange! Da muß vor allen Warum auch nicht? es tostet mich doch mein Geld, und Dingen dieser Bursche heran. Große Umstände braucht welch' föstlichen Spaß hat er dafür! So werde ich denn " Eine himmlische Einrichtung," murmelte unser Freund, man mit einem deutschen Schriftsteller nicht zu machen, kurzer Hand weggefangen, und an was für einem Abend! als er, seinen Betrachtungen allein überlassen, im dunklen denn es sind gewöhnlich arme Teufel und wollen trotzdem Aber das Recht hat seinen Lauf, und wenn's nicht so recht Bimmerchen stand, welches er mit Gott weiß welchem an eine Rolle spielen. Eine Rolle in dieser Welt spielen, ohne wäre, würde es nicht so sein. Einfache Logik, köstliches deren Erdensohne unbekannter Weise theilen sollte. Ich die nöthigen Rollen in der Tasche. Lächerlich! Ich war Selbstbewußtsein!" habe aus Gefälligkeit einen Wechsel girirt, das ist wahr; allerdings gewarnt, insofern ein Advokat einige Tage vorher der Wechsel ist nicht honorirt worden; honorirt, reizendes und während meiner Abwesenheit in meine Wohnung geWort, tommt her vom lateinischen honos, die Ehre, tommen war, um„ Mangels Zahlung" Protest zu erheben. honoriren, einen Ehrensold für eine vaterländische That Dafür wurden beinahe zwei Thaler Kosten auf den Wechsel gewidmen, wo eine gewöhnliche Bezahlung nicht am Blaze schlagen; ein hübscher Anfang! Es ist wahr, dieser Kostensein würde. Aber einen Wechsel honoriren, so etwas kann zuschlag ist für viele Leute empfindlich, aber ein Advokat blos unser durch die Anbetung des Geldes blöd hat damit beinahe eine Stunde Zeit verloren; eine Stunde finnig gewordenes Zeitalter an Stelle von bezahlen, aus eines Advokaten ist eine kostbare Sache, und jedenfalls lösen thun. Doch gleichviel; mein Freund bezahlt den müssen diese Leute leben, müssen sogar sehr gut leben, es Wechsel nicht am Berfalltage; ich habe schon längst mag herkommen, woher es will, denn- großer Gott jede Spur von einer Ahnung verloren, daß überhaupt ein was follte aus der Welt werden, wenn wir keine Advokaten Wechsel mit meiner Unterschrift oder Querschrift einmal hätten? Nun schön, ich werde zitirt; ich komme; soll zahlen, fällig werden könnte. Da seßen sich der Gläubiger zunächst kann aber nicht, und zwar aus einem sehr einfachem Grunde. selbst und dann ein wohllöbliches Handelsgericht in Be- Man trägt auf Haft an, die Sache ist in der Ordnung. wegung; der Elende, der es gewagt, solch Pfand und Ich nehme mir einen gerichtlich bestellten Begleiter, obwohl Kleinod uneingelöst zu lassen, statt mit Wilhelm Tell zu ich den Weg ganz allein finden könnte, fammele etwas Geld fagen: zusammen, gebe eine Abschlagszahlung und verpflichte mich ' S ist eine heilige Schuld, ich will sie zahlen! zu Ratenzahlungen am ersten jedes Monats, wodurch der Stehet auf von den Todten!" Zwei dunkle Gestalten traten herein, und im nächsten Augenblicke sprang der schlafende Zimmergenoffe des neuen Antömmlings, wie von einer Feder geschnellt, in die Höhe. Die eine von jenen zwei Gestalten aber trat an de. jungen Schriftsteller heran und sprach mit noch feierlicherer Stimme: Frembling, wer Du auch seieft, folge uns!" Unmittelbar darauf öffnete sich die entgegengesetzte Thüre und heller Lichterschein drängte mit einem Male die bisher herrschende Dunkelheit bis in die fernsten Ecken des Bimmers zurück. Im Prater" faß eine Gesellschaft im einfachsten Hauks festes Material verarbeiten, das in den Fabriken mitunter liberalen ist also der Meinung, daß das fatte, zahlungs-| Kultur eine freie Fortentwickelung; um sich felbft zu bes gar nicht verarbeitet werden kann, so daß besseres und theueres fähige Bürgerthum sich bei dent Getreidezoll von 3,50 m. haupten, bedarf er aller Machtmittel. Die Bekämpfung des Material für den Dampffiuhl stets geliefert werden muß. Auch beruhigen, und für die Stabilität dieses Zustandes ein- Klaffenstaates als solchen ist das einzige Mittel zur allzufurze Stücke und komplizirte Muster verursachen auf dem treten soll! In einer trefflichen Rede trat unser Genosse kulturellen Entwickelung der Menschheit. Dampfstuhl mehr Kosten. Darum wird der Hausweber immer lich Weber find es, noch viel berücksichtigt von den Fabritanten, nur aus Schippel diesen Ausführungen des nationalliberalen Führers Der Kampf, der sich zwischen den einzelnen Parteien Zweckmäßigkeitsgründen. Gehilfen, Gefellen werden jähr entgegen. Schippel wies auf den Interessengegensatz zwischen des Klassenstaates abspielt, berührt uns wenig; es ist nur weniger, Wertstellen mit mehr als 1 Webstuhl Agrarier und Industriellen hin und zeigte, wie die legteren für uns ein interessantes Schauspiel, fie einander bekämpfen werden feltener in der Hausweberei. Meistens ältere auf die Dauer unmöglich die hohen Getreidezölle bewilligen zu sehen, alle zugleich mehr oder weniger auch in diesem die dem Handstuhl treu und zu demselben zurückkehren. Dennoch wird die Zahl der lich war, die durch die hohen Lebensmittelpreise bedingten demokratie. bleiben können. Schon bisher sei dies nur geschehen, weil es mög- Kampfe an einander gekettet durch die Furcht vor der SozialHandweber allmälig geringer hier wie in der Umgegend. Es höheren Produktionskosten ausschließlich auf die Arbeiter werden in Meerane gegenwärtig noch über 1300 Handwebstühle Bei der Vereidigung der Marinerekruten in Riel beschäftigt sein. Die Zahl der aufgestellten mechanischen Web- abzuwälzen. Daß dies dauernd möglich, sei ausgeschlossen, hielt der Kaiser eine Ansprache, in der es u. A. heißt: stühle in Dampfbetrieben dürfte etwas über 1500 betragen, besonders da so niedrige Getreidepreise, wie wir sie hatten," Unsere Marine ist noch klein unsern auswärtigen die aber nie voll im Gange find. Noch im Jahre 1862 gab sobald nicht wieder kämen. Würden aber die hohen einden gegenüber." Für unsere europäischen Zustände es hier 1738 Webermeister mit 1300 Gefellen und 400 Lehr- Produktionstoften eine wesentliche Verringerung des Unter- ist diese Bemerkung bezeichnend. Wir leben im vollen lingen, neben einer einzigen großen Dampfweberei. Gegen nehmerprofits im Gefolge haben, dann würde das künstlich Frieden und find so gerüstet, als ob wir alle anderen wärtig aber giebt es nur noch 13-1400 Handwebstühle im zusammengefügte Bollkartell gesprengt, und die Tage des Staaten als Feinde anfähen, obwohl der freundschaftGetreidezolles seien gezählt. Der Plan Bennigsen's, eine Stadt Weichbilde Meerane's. = -OW Ja, die Handweberei ist auf dem Aus- große liberale Partei unter Ignorirung der wirthschaftlichen lichte offizielle Verkehr mit ihnen gepflogen wird. Unser fterbe Etat. Und die ganze Kleinpro- Fragen und Interessengegensäge sei nichts als eine politische Leben alle europäischen Staaten im Kriegszustande. Friede ist eben nur ein Waffenstillstand thatsächlich duktion ist auf dem Aussterbe Etat Seifenblase. Geradezu vernichtend war Schippel'sKritik des Ver Handwerk, Kleinbit rgerthum, Kleinbauernthum- Alles. haltensBennigsen's gegenüber den Getreidezöllen. War das Ein- Die preußischen Standesherren sind zu vornehm, Für den Klein betrieb giebt es keine Rettung, allein treten für dieselben, bei den billigen Preisen, vielleicht blos leicht- Steuern zu bezahlen; das überlassen sie dem gemeinen den Menschen, die darin beschäftigt sind, muß und fertig, so sei es bei dem derzeitigen Preisstand geradezu Mann. Schulden macht man in vornehmen und hohen tann geholfen werden. Nur der Sozialismus aber ist's, frevelhaft. Für unsere Partei gab Schippel die Erklärung Kreisen auch; aber gegen das Bezahlen wird man sicher der die Rettung will, und der sie zu bringen vermag. ab, daß wir den Kampf gegen die Lebensmittel- Zölle bis gestellt durch Majorate, Fideikommisse u. f. 1. So wird Wir Sozialdemokraten empfehlen keine Pfuschkuren, zu deren vollständiger Beseitigung unermüdlich fortsetzen über den verkrachten preußischen Standeswir versprechen keine unmöglichen Heilwunder. Wir sind werden. Von den Abgeordneten Bamberger und Richter herrn Durchlaucht Fürsten zu Salm- Kyr nicht Schwindler und Charlatane, wie die Hohepriester wurde dann ebenfalls der nationalliberale Bündnißantrag burg auf Schloß Renneberg am Rhein im„ Kurier für und Soldknechte des Kapitalismus. Wir sagen den Hand- auf Grund der Stabilisirung der Getreidezölle abgelehnt. Niederbayern" geschrieben: werkern, Kleinbürgern und Kleinbauern die Wahrheit. Der Traum des Herrn von Bennigsen wird also bis auf Wir sagen ihnen: Weiteres noch nicht in Erfüllung gehen. Die Gantschulden betragen etwas über 1 200 000 m., wozu die vom Staate Preußen der fürstlich Salm'schen Standes herrschaft alljährlich auszubezahlenden Ablösungsgelder im Betrage von 40 000 m. als Deckung dienen. Die Liegenschaften find um eine Bagatelle( glaublich 15 000 m. per Jahr) an die Frau Fürstin(!) verpachtet, welche mit den Renten aus Millionen und ihrem verganteten Herrn Gemahl auf dem herrlichen Residenzschlosse Renneberg ihr gutes Auskommen hat. Die Frau Fürstin Durchlaucht, Tochter eines Generals Couruls, Schloßgebäulichkeiten übernommen, was natürlich der Maſſenhat als Bächterin ihres Schloffes auch die Unterhaltung der verwaltung fehr lieb war, dem durchlauchtigsten Ganthause aber nur nüßen fann. Die Gant ist nämlich mit dem Tode des Fürsten aus; deffen Erbpring( prince hereditaire, wie Sahn die Afzepte auf seinen Pariser Wechseln schrieb) tritt aber in den ungeschmälerten Genuß der Standesherrschaft. Was also in dieser aufgewendet wurde, geschah im höchst eigenen Intereffe; jedenfalls steht aber diese Gant so ziemlich vereinzelt in der Geschichte der adeligen Konturfe da! Eure Feinde hetzen Euch gegen uns. Laßt Euch nicht täuschen. Nicht der Sozialismus ist's, der den Kleinbetrieb Der Bundesrath hat dem Uebereinkommen zum Tode verurtheilt hat, es ist der Kapitalismus. Die mit Italien über den gegenseitigen Patents, Hohepriester und Soldknechte des Kapitalismus reden Euch Muster- und Martenschuß zugestimmt. vor, Eure Noth sei nur vorübergehend, und sie würden auch Hilfe bringen Die Opposition gegen das Volksschul- Gesek, die inzwischen frißt Euch der Kapitalis im preußischen Abgeordnetenhause bereits in der Generalmus das Mark und frißt weiter, bis er Euch mit Haut debatte zum Etat ihre ersten Anläufe begann, wird sicher und Haar aufgefressen hat. Der Kapitalismus tödtet Euch im Sande verlaufen. Graf Caprivi hat gestern einen zollweise. Er ist der Feind. Ihr könnt nicht leben, weil Trumpf ausgespielt, vor dem jeder Widerstand zurückbebt, er Euch die Lebensbedingungen vorenthält und raubt. Der die Sozialdemokratie. Bur Bekämpfung der SozialRapitalismus hat die Produktionsmittel an sich gerissen-das Bischen, was Euch geblieben ist, reicht nicht aus für der Neligion. Braucht die Schule die Religion, so braucht demokratie sei die Schule berufen und diese bedürfe dazu den Konkurrenzkampf und auch dieses Bischen wird Euch sie das Christenthum, welches nicht aufgefaßt werden kann bis auf den letzten Rest bald genommen sein. Denn der ohne Konfession, und dazu bedarf der Staat des Zusammen Rapitalismus macht reinen Tisch und gründliche Arbeit er lebt vom Expropriiren, d. h. von der Aneignung" folgerung, die gar nicht anzufechten ist." Die Angriffe hangs mit der Konfession. Das ist eine logische SchlußDas Blatt bezeichnet das Vorkommniß als nur so fremden Eigenthums von Eurem und unserem ziemlich vereinzelt", selten ist es jedenfalls nicht. Wer gegen das Voltsschul Gesez könne er Eigenthum. Er ruht nicht, so lange es noch etwas zu wen nur verstehen, rauben giebt. Wir müssen ihm das Handwerk legen, indem Diese Konsequenz zu ziehen, sind die freifinnigen behagen gesichert ist durch Fideikommisse 2c., die hierdurch man die Schule religionslos machen wolle. Schüßt nun die Bürger vor solchen den glänzendsten Lebenswir ihm die Produktionsmittel wieder entreißen, Wadelstrümpfler am wenigsten gewillt. Rickert Wenn Herr den Schein der Wohlhabenheit erregen und dadurch so uns, für Alle zurückerobern. Das ist die Rettung! " Produktionsmittel gehören Euch, uns, Allen nicht einen Bruch mit dem alten bewährten Friedricianischen manchen Bürger um das Seine bringen? Was unterscheidet einer Klasse. Und wir wollen sie gemeinsam für Euch, für System," so kennzeichnet dieses die ganze reaktionäre und solche Schuldenmacher von ganz gewöhnlichen Betrügern? feige Taktik der Freifinnigen, die jeden neuen ihnen ver- Zu viel verlangt. Die Vosfische Zeitung" be festen Schlag damit abzuwehren glauben, daß sie die bisher schäftigt sich mit der Haltung des preußischen Finanz empfangenen Schläge mit dem höchsten Nimbus der Frei- ministers Miquel in Sachen des Volksschul- Gesezes. finnigkeit umgeben. Das neue Volksschul- Gesetz ändert Sie meint, auch wenn es sich bestätigen sollte, daß Miquel thatsächlich wenig von dem, was heute bereits gilt; im Staatsministerium gegen den Entwurf gestimmt hat, Politische Leberlicht. von einem Bruch mit dem herrschenden System kann keine so wäre das Rede sein, und nur Rickert'sche Windbeutelei bringt es zu Stande, dieses mit dem Märchen eines Friedricianischen Systems zu verherrlichen und die Vorgänger des Herrn D. Beblitz, die Goßler, Buttkamer, Falt, Mühler, Raumer, Eichhorn als Freisinns Helden darzustellen. Auch den freikonservativen und nationalliberalen Kulturkämpfern, den Zuhältern Bismarcks, die ihren Herrn und Gebieter zurückerjehnen, diente Graf Caprivi treffend, indem er ihnen zu verstehen gab, daß seine Regierung den Kulturfampf nicht geführt habe, und der Gang nach Kanossa schon das Werk Bismarcks sei und er nur auf dem von diesem eingeschlagenen Wege weiter gehe. Berlin, den 23. Januar. Der Reichstag brachte gestern die erste Lesung des Handelsvertrags mit der Schweiz zum Abschluß. Da die Annahme des Vertrags von vorne herein feststand, so haben die bei der Gelegenheit gepflogenen Debatten mehr Intereffe in dem Theile, welcher sich nicht auf den Gegenstand der Tagesordnung bezieht. Hier verdienen nun vor Allem die Rede des ewigen Ministerkandidaten von Bennigsen und die auf dieselbe von den Linksliberalen gegebene Antwort einige Beachtung. Herr v. Bennigsen, der den Einfluß der wirth schaftlichen Verhältnisse auf die politischen Parteien nie genügend zu würdigen verstanden hat, gab der naiven Die Regierung Caprivi's ist vollständig in dem alten Meinung Ausdruck, daß nun durch die Handelsverträge ein Surse; gefallen ist nur ein Stück der Heuchelei, und gewisser Abschluß für die zollpolitischen Kämpfe herbeigeführt die Spiegelfechtereien, die man mit Hilfe der Liberalen sei. und daß deshalb die Streitagt zwischen den ver- zeitweise aufführte, um über den Weg der Reaktion zu fchiedenen liberalen Gruppen begraben und dieselben täuschen. Den Fortfall der Heuchelei halten wir für einen zu der schon so lange ersehnten großen liberalen Partei" Gewinn. zufammentreten könnten. Der Führer der National- Der Klassenstaat verträgt auf keinem Gebiete der = nicht ausreichend, um Herrn' Miquel von der Verantwortung für den Entwurf zu entbinden. Herr Miquel ist nicht nur Finanzminister, fondern auch Staatsminister. Beschließt das Staatsministerium eine Vorlage, welche geraden Wegs gegen die Grundsäge des Liberalismus verstößt, so bleibt einem liberalen Minister nichts übrig, als feinen Abschied zu nehmen. Andernfalls kompro mittirt er durch seine Haltung ben Liberalis mus, zumal wenn er, wie in dem Schulgesete geschieht, auch noch durch seine Vorschläge die Möglichkeit schafft, das reaktionäre Gefes finanziell durchzuführen. Es ist anzunehmen, daß Herr Miquel einen Nachfolger erhielte, der noch weit weniger liberal ist, als der jeßige Finanzminister. Aber das wäre kein Schaden. Dann würde das Regiment nur um so schneller abwirthschaften, und die liberale Partei bliebe von diesem Treiben unberührt, statt daß man nun ihr einen Theil der Schuld an den Rückschritten aufbürden kann. Es wäre nichts trauriger, als wenn man einst sagen dürfte, der Führer der nationalliberalen Partei habe sich dazu herbeigelaffen, durch feine Finanzmaßregeln eine Politit zu stügen, welche im Gegens faße zu allen Programmen steht, welche jemals selbst die ges mäßigtsten Gruppen der liberalen Partei vertreten haben. kostüm versammelt um zwei zusammengerückte Tische, die schäzenswerth nur für den Glücklichen, und der Schmerz nicht das mögliche, das Menschenmögliche, sondern das somit eine längliche Tafel bildeten; und auf dem Tische weint gleichmäßig auf sonnenheller Höhe, wie in den dunklen Möglichste. Anerkennung von so einem Manne errungen erblickte man eine dampfende Punsch Terrine mit den Räumen des Kerkers. Dr. Lange, welcher von den weiteren zu haben, wie sollte das mich nicht zu dem Ausrufe begeistern, dazu gehörigen Gläsern von allerlei Formen und Größen. Schicksalsschlägen seines Bekannten nichts erfahren hatte, den Körner im Bring" seinen Soliman sagen läßt: Wünsche guten Abend, meine Herren," ließ sich nun sah denselben verwundert und fragend an; doch der Mime mehr Frant's Stimme vernehmen; bitte, bleiben Sie figen, stellte sich jetzt vor und begann mit feierlicher Stimme: " Ich hab' gelebt, ich fühl's für alle Zeiten!" es bedarf der Zeremonien nicht. Der Hausdrache und die Herr Doktor, ein Glas vom Frischesten oder vielmehr Hausdrachin haben sich wieder auf eines ihrer ansehnlichen Antlig in Erinnerung geblieben sein; aber Sie werden sich sich freuen, daß unsere kleine, aber immer gewählter Geehrtester Herr Doftor, schwerlich wird Ihnen mein vom Heißesten," rief Frank, und Sie, meine Herren, bie Ohren gelegt ind ergößen sich wahrscheinlich durch ein gegen- meiner erinnern, wenn ich Ihnen meinen Namen, Moli- werdende Gesellschaft durch so ein hervorragendes Glied der feitig gewidmetes Schlummer- Konzert; fie haben uns aber mit naro, in das Gedächtniß zurückrufe, den Ihre verehrte Hand menschlichen Gesellschaft geehrt und vermehrt wird, stoßen dem Besuche eines ohne Zweifel höchst liebenswürdigen Leidens- einstmals mit höchst anerkennendem, fast zu schmeichelhaften Sie Alle mit an und stimmen Sie Alle mit mir ein in bet gefährten beehrt. Treten Sie näher, verehrter Herr, wer Worten begleitet, niedergeschrieben. Ich kann mit Recht Ruf: Herr Dr. Friedrich Lange soll leben in alle Ewigkeit Sie auch fein mögen; Sie sind ohne Zweifel ein Glücks- mich zu den Menschen zählen, die mit den Worten Tiedge's oder bis er's satt hat!" find, denn nicht Jedem passirt es, daß er Nachts um 11 Uhr in seiner göttlichen Urania" von sich sagen können: Mir in Wechselarrest gebracht wird und zu dieser Stunde nicht auch Die Gläser erflangen, und Lange, angemuthet durch mur eine muntere Gesellschaft, sondern auch noch ein Glas den freien, frischen Ton, der in diesen sonst so freudlosen des besten und wärmsten Rothweinpunsches vorfindet. Aber, mehrere Stimmen rasch einfallend. War ein Leben aufgegangen!" riefen hier zugleich Näumen herrschte, nahm einen von dem Mimen ihm darwas fehen meine Augen? Ist es Wirklichkeit, ist's nur ein gebotenen Platz an und fragte dann: Der alte Schauspieler nahm eine grimmige Miene an toller Traum? Herr Doktor Lange? Deutschlands Hoff- und sagte, indem er die Unterbrecher mit strengen Blicken ob wohl eine feierliche Gelegenheit diese Punschterrine auf Bunächst, meine Herren, drängt sich mir die Frage auf nung, des Vaterlandes und unserer guten Stadt holdeste musterte: Bierde? Sie find es selbst, und mich verlangt's zu fragen: den Tisch gebracht hat. Es ist nicht Neugier, die mich Wie fommt folder Glanz in unsere niedere Hütte?" Herren, daß Sie mir so gewissermaßen das Wort aus dem wußtsein an der festlichen Gelegenheit Theil zu nehmen." " Ich finde es durchaus nicht schön von Ihnen, meine fragen läßt, sondern lediglich der Wunsch, auch mit Be Ich wünsche Ihnen allseitig einen guten Abend," rief Munde nehmen. Sie werden immer schlimmer; früher Dr. Lange, fich vor der Gesellschaft mit nachlässiger Elegans ließen Sie mich doch wenigstens die erste Beile vollenden. auffallender Weise ich," erwiderte Frank, und das Feſt iſt Der Spender bin diesmal ganz ungewöhnlicher und verneigend, ich brauche wohl nicht wegen der späten Doch, um Bergebung, Herr Doktor, ich wollte diesen feier- so recht eigentlich ein Freundschaftsfest, weil treue FreundStörung um Entschuldigung zu bitten, da es nicht meine lichen Augenblick benutzen, um Ihnen meinen Dank für schaft es ermöglicht hat. Ich war nämlich Stammgaft im Wahl gewesen. Seien Sie bestens gegrüßt, Herr Frank; die herzlichen und anerkennenden Worte, die Sie einst Gold'nen Faß seit langer Zeit und werde bort no noch es thut einem wohl, auf solchen Lebenswegen einen alten mals bezüglich meiner Wenigkeit niedergeschrieben, aus immer vermißt, seitdem des dunkeln Schicksals Hand Bekannten zu treffen. Aber Sie werden leider nicht der zusprechen." Einzige sein, den ich hier zu grüßen habe; denn, wie mir mich hier zu fneipen zwingt. Da eines Tages er schon vorher bekannt geworden und wie ich jetzt sehe, be- Herr" Molinaro. 3war Thres Namens erinnere ich mich, mir einen Beweis treuer Anhänglichkeit in der hier en Aber ich weiß wirklich nicht, von was Sie sprechen, wacht in Der Seele meiner Freunde die Idee, findet sich mein geschäßter Geschäftsfreund, Herr Barth, jedoch gleichfalls in diesen Räu en. Wir haben heute von Ihnen gemessensten Form zu liefern, indem sie sich entschließen, und über Sie gesprochen, und ich kann Ihnen versichern, daß eine" niedergetretene Geele ihrem Befreier schuldet. In- trinken, und den Betrag für das Ersparte zu sammeln, bie O, Sie wollen nur den Dank von sich abwenden, den jeden Abend ein Glas Bier weniger als gewöhnlich au viele vereinte skräfte thätig sind, um Sie recht bald dem beſſen hier in der„ Abeubpoft" ſteht's gebrudt, ich habe eine anbietungswerthe Summe zusammengekommen fei, te bie goldenen Lichte der Freiheit wieder zuzuführen. Der junge Buchdrucker hatte sich bei der Begrüßung einer Rezension über das Blatt seitdem immer bei mir getragen; ba steyt's in man mir zur Erleichterung meiner gegenwärtigen Lage heute erhoben und erfaßte die dargebotene Hand. Aber nur mit Räuber", unterzeichnet von Friedrich Lange: die Aufführung von Schiller's im Betrage von zehn Thalern eingesendet hat ein in einem hörbaren Seufzer beantwortete er die Ankündigung," Herr Molinaro leistete in seiner fleinen Rolle( Ge- nachahmungswürdiges Beispiel. unserem egoistischen Zeitalter gewiß ebenso seltenes wie seiner baldigen Befreiung. Denn ach, die Freiheit ist richtsperson) das Möglichste.""" Hören Sie, meine Herren, ( Fortfehung folgt.) " " " " u Ei, ei! Hat Tante Voß denn seit 1867 geschlafen? Sie glaubt also noch an deu Liberalismus im Allgemeinen und den Liberalismus des Herrn Miquel im Besonderen— an parlamentarisches Regiment, mit der Verpflichtung für jedes Regierungsmitglied, nur so lange in der Regierung zu bleiben, als es in der Regierung oder in der Volks- Vertretung mit seiner Ansicht durchdringen kann? Die „Vossische Zeitung" scheint vergesien zu haben, daß in Preußen und Deutschland ein gewisser Bismarck 27 Jahre lang Hausmeier war, und mit Liberalen und Liberalismus, sowie parlamentarischem Regiment und parlamentarischen Traditionen gründlich aufgeräumt hat. Oder sollte sie gar den„neuen Kurs" für ernst, und den Eintritt Miquel's in's preußische Ministerium für einen Sieg des parlamentarischen Regiments genommen haben? Bedanernswerthe Tante!— Das englische Parlament samnien.— tritt am 9. Februar zu- Für die Neuwahlen in England, die jedenfalls im Laufe dieses Jahres und beinahe sicher in der ersten Hälfte desselben stattfinden werden, rüsten sich alle Parteien. Wir wollen uns jetzt nicht in allgemeinen Betrachtungen er- gehen und uns nur mit der Tyätigkeit und den Aussichten der Arbeiter kurz beschäftigen. Wie man uns mittheilt, bestehen in England bereits 70 feste„Arbeiterkandidaturen" — in Schottland 10—; und in sehr vielen anderen Wahl- kreisen werden außerdem noch Kandidaten ausgestellt werden. Leider ist der Begriff einer Arbeiterkandidatur in England sehr dehnbar. Die bisherigen Arbeiterkandidaten waren, mck verschwindenden Ausnahmen— im Augenblick fällt uns als Ausnahnie nur unser braver Kamerad Cuninghame Graham ein— zwar„Ar- beiter" von Haus aus, aber ihres Zeichens ge- werkvereinliche Größen, die die Sympathie der liberalen Bourgeoisie verdient hatten, und von ihr in das Parla- ment geschickt wurden, um dort, nicht für die Arbeiter, sondern für die liberale Bourgeoisie thätig zu sein. Ter größere Theil der jetzt aufgestellten Arbeiter-Kandidaturen fällt in diese Kategorie. Es ist aber auch ein ziemlich beträcht- licher Prozentsatz von Sozialisten unter den Kandidaten. Und wie die Tinge liegen, wird dos sozialistische Element bei den kommenden Wahlen in England jedenfalls eine be- deutendere Rolle spielen, als bei der letzten allgemeinen Wahl. Leider bildet die Kostspieligkeit englischer Wahlen, nebst der noch sehr unvollkommenen Organisation ein schwer übersteigbares Hinderniß.— Suchet de« Spitzel! muß es stets heißen, wenn von irgendwo ein„anarchistisches Attentat" gemeldet wird. Und: suchet so werdet ihr finden! heißt's in der Bibel. Wir erinnern uns keines einzigen Falles, in welchem wir . vergeblich nach dem Spitzel gesucht hätten. In Bezug auf die„Bombenverschwörung von Walsall"(bei London) hat sich, wie wir gestern schon andeuteten. Alles haarklein be- stätigt, was wir geschrieben. Es ist bestellte Arbeit — Spitzelarbeit. Ter Sekretär des unschuldigen „Anarchistenklubs," der für die Arbeit benutzt worden ist, ein ehrsamer Herr Namens Teakin, der für„radikale' Phrasen schwärmt, hat ein zerknirschtes schriftliches Ge ständniß abgelegt. Ein Mr. Charles, der„Radikalste" von Allen, habe die Bonibengeschichte in Szene gesetzt— und dieser Mr. Charles sei, wie er— Teakin— nun wisse, von der Polizei geschickt. Betreffs des Mr. Charles hat Teakin unzweifelhaft Recht,— wir haben den Bericht der Verhandlungen vor dem Polizei-Magistrat gelesen—, aber Mr. Charles war nicht der einzige Spitzel. Cailes, was wir schon früher erwähnt, war sein Gehilfe, und noch ein dritter der sechs Verhafteten hat aller Wahrschein- lichkeit uach bei der Lockspitzelei geholfen. Und nun kommt nach ein intereffantes Moment: von Teakin wurde ans- gesagt, die Bomben seien für das Ausland bestimmt ge- wesen. Aber für welches Land? Hier weichen die Berichte von einander ab. Nach dem einen hat Teakin gesagt: kor?ru8sia— für Preußen; nach der anderen: kor Russi»— für Rußland. Nun ist nicht blas£ r in Schrift und Druck von U schwer zu unterscheiden, so daß unzählige Verwechselungen vorkommen, sondern es ist auch eine notorische und sehr erklärliche füruns allerdings sehr wenig schmeichelhafte Thatsache, daß von der Masse der Engländer zwischen Pnissia und Russia— Preuß n und Rußland— kein Unterschied gemacht wird. Unter solchen Verhältnissen halten wir eS für durchaus möglich, daß Prussia— Preußen— von Teakin genieint war. Uns dünkt dies um so wahrscheinlicher, als die Horde der zeitweilig verab- schiedeten Lockspitzel des Trifoliums B i s m a r ck-K r ü g e r- P u t t k a m e r, seit ihr Futlertrog nicht mehr aus dem Reptilienfouds gefüllt wird, eine unheimliche Thätigkeit ent- wickelt, um ihre Uncntbehrlichkcit zu beweisen. Wir bitten unsere englischen Freunde, den Gang des Prozesses scharf zu verfolgen.— Tie italienische Kammer hat die Handelsver- träge mit Deutschland und Oesterreich nach längerer Debatte a ng e n o m m e n. Der Sieg der Re- gierung wurde thatsächlich— wie wir vermuthet hatten— durch Herrn C r i s p i herbeigeführt. Dieser demaaogische Radaubruder, der— gleich seinem deutschen Glücks- und Unglückskollegen— vor Wuth gegen seinen Nachfolger platzt, setzt Himmel und Hölle in Bewegung, um diesem ern Bein zu stellen. In seinem blinden Neidgrimme hieb er sogar auf den Dreibund, sein eigenstes Werk, los,— nur weil der- selbe den Handelsverträgen zur politischen Grundlage dient. Herr Crispi ist aber— wiederum gleich seinem deutschen Glücks- und Unglückskollegen— so verrufen und so verhaßt. daß die Majorität der Kammer, um ihm nicht zu einem Siege zu verhelfen, lieber für das neue Ministerium und die Handelsverträge stimmte. Em solcher Sieg ist freilich nicht viel werth. Und die Thatsache bleibt bestehen, und wird von unseren Politikern m Rechnung zu stellen sein, daß der Dreibund in Italien sehr mipopular ist, und durch jeden Versuch, ihm die von BtsmarÄ-Crispi beabsichtigte Spitze zu geben, unfehlbar gesprengt wurde. Zu einem dynastischen Krieg gegen die Republik Fraiu- reich lassen die Italiener sich nicht mißbrauchen.— Marx' Misörs de la Philosophie—„Elend der Philosophie" gegen„die Philosophie deS Elends von P r o u d h o n"— ist von unserem spanischen Freund und Genossen I o s e M i s a in's Spanische übersetzt ivorden.— DarlsmenkÄrtfitzes. Die Wahlprllfunaskommission beschloß in ihrer letzten Sitzung die Wahl des Abgeordneten v. Reden(S. hannöverscher Wahlkreis) mit S gegen 8 Stimmen für ailtig zu erklären. Für Herrn von Reden war besonders der Oberbergrath von Detten mit einem ganz unqualifizirbaren Flugblatt bei der Stichwahl eingetreten. In dem Flugblatte hieß es neben anderem:„Seid gewärmt im letzten Augenblick, Ihr Bergleute, Euere Arbeit, Euer Lohn, Ihr Invaliden, Euere Unterstützungskassen stehen auf dem Spiele, wenn die Sozialdemokratie ihren Einzug hält durch Eure Unterstützung." Die Minorität in der Kommission stimmte für Ungiltigerklärung der Wahl. In der Budgetkommissio« des Reichstages wurde Freitag Abend der Gesetzentwurf, betreffend die Unterstützung der zu Uebungen einberufenen Reservisten und Landwehrmänner be- rathen. Die Regierung hatte beantragt, den Frauen der Einberufenen in den Sommermonaten 20 Pf., im Winter 30 Pf. täglich zu zahlen und für jedes Kind 10 Pf. pro Tag zuzulegen; diese Unterstützung war an den Nachweis der Bedürftigkeit geknüpft und sollte zur Hälfte vom Reich, zur Hälfte von den Kreisen und Gemeinden getragen werden. In der Kommission fand sich keine Neigung, den Spuren der Regierung zu folgen, und der Entwurf kommt mit vollständig verändertem Gesicht an den Reichstag zurück. Zuerst hat die Kommission beschloffen, die Unterstützung nicht von der„Bedürftigkeit" abhängig zu machen, sondern die be- treffende Bestimmung dahin abgeändert, daß die Unterstützung auf„Verlangen" gezahlt werden muß. Die Unterstützung selbst ist auf einen Antrag Singer's der ortsübliche Tagelohn zu Grunde gelegt worden, und zwar soll die Frau 30 pCt. und jedes Kind 10 pCt. des ortsüblichen Tagelohns als Unterstützung erhalten; es sind dies dieselben Sätze, welche auf Grund des Unfallversicherungs-Gesetzes gezahlt werden. Außerdem hat die Kommission ebenfalls auf Antrag Singers einen neuen Paragraphen in das Gesetz aufgenommen, in dem ausgesprochen ist, daß die auf Grund dieses Gesetzes gezahlten Unterstützungen nicht den Charakter der Armenunterslützung tragen. Weiter ist beschloffen, daß daS Reich alle aus diesem Gesetz entstehenden Lasten zu übernehmen hat. Da die Konimission einstimmig in ihrem Votum war, so ist zu hoffen, daß die Borlage im Plenum des Reichstages an- genommen wird. Die Regierungsvertteter hielten in Rücksicht auf die ent- stehenden Mehrkosten an ihrem Entwurf fest; man glaubte die von allen Parteien empfohlene Sparsamkeit gerade auf diesem Gebiet ausgiebig fruktifiziren zu sollen; vielleicht sucht sich die Regierung bis zur zweiten Berathung des Gesetzentwurfs angemesfenere und würdigere Objekte für ihre Sparsamkeit. Nach dem soeben erschienenen Verzeichniß der Mitglieder deS Reichstags gehören 66 Mitglieder zur Fraktion der Deutsch- konservativen, 10 zur Fraktion der Reichspartei, 100 zur Fraktion des Zentrums, 16 zur Fraktion der Polen, 42 zur Fraktion der Nationalliberalen, 67 zur deutschfreisinnigen Partei, 85 zur sozial- demokratischen Partei und 10 zur Volkspartei; 80 Mitglieder sind bei keiner Partei. Erledigt sind zur Zeit drei Mandate (7. Oppeln, 22. Sachsen und Mecklenburg-Strelitz). Z?«rkeinr»lktrickzren. Wie eS bei den Wahlen in unseren östlichen Provinzen zngeht, dafür haben wir schon öfters, und besonders auch wieder aus Anlaß der Wahl deS Grafen von Stollderg im Kreise Rasten- bürg, recht erbauliche Vorkommnisse anfiihren können. Daß liberale oder sozialdemokratische Stimmzettelvertheiler mit Hunden von den Höfen gehetzt werden, ist noch eine der geringsten Ün- annehmlichkeiten der Wahlagitation in jenen Gegenden, aus welchen der preußische Kartoffel- Fusel stammt und die Herren Landräthe und Junker in das Parlament gesandt werden. Eine dieser Junkerwahlen wurde auch im 3. Wahlkreise des Reaierungs- bezirkes Stettin vollzogen, wo Herr v. d. Osten in der Stichwahl gegen den sozialdemokratischen Kandidaten, Former Körsten- Berlin, den Sieg errang. Gegen diese Wahl war seinerzeit ein Protest eingegangen und jetzt liegt das Resultat der daraufhin beschlossenen Erhebungen dem Reichstage vor. Welcher Art dasselbe ist, ergiebt sich aus dem Antrag der Wahlprüsungs- kommission, welcher dahin geht, der königlichen Staatsanwalt- schaft zu Stettin Kennlniß von dem Sachverhältniß durch Mit- theilung der Akten zu machen zur Erwägung, ob nach den Feststellungen gegen den Bürgermeister von Fiddichow Albert Podlas uud den Polizeisergeanten August Wolter daselbst der Thatbestand des Z 340 bez. 341 des R.-St.-G.-B.(vorsätzliche Körperverletzung in Ausübung des Amtes bezw. vorsätzliche un- berechtigte Festnahme) vorliegt. Da es sich bei den Thatsachen. auf Grund deren die Kommission ihre Beschlüsse faßte, um unter Eid festgestellte Handlungen dreht, so kann dem Herrn Bürger- meister nebst seinem Ausführungsorgan dieses Nachspiel noch recht unangenehm werden. »« Die„Germania" tritt der Meinung der„Tremonla" bei, daß der wegen Einbruchsdiebstahls inhaftirte Bergmann Höh- mann-Steele ein„Sozialdemokrat" gewesen sei. Die„Tremonia" belegt das durch Redensarten, welche wie Gründe wirken sollen, und die„Germania" will auf dieses beweislose Gerede hin„ab- warten", ob der„Vorwärts" widerruft. Der„Vorwärts" hat .��"ufen. Erstlich ist ihm die sozialdemokratische „Westfälische Freie Presse", der die Nachricht entnommen war, als Quelle zuverlässiger denn alle katholischen Blätter zusammen- genommen; zweitens war unsere Polemik einfach Folge des von ultramontaner Seite gemachte» Versuchs, den Einbrecher Hohniann zu einem Sozialdemokraten aufzupolstern und durch ihn unser« erhabene Sache in Verruf zu bringen, was wir begreiflicherweise nur als„Jesuitenkniff der Illttamontanen" bezeichnen konnten; drittens ist die Enthüllung der„Westfäl. Freien Presse", daß„es gerade Hohmann war, der im Interesse der Ultramontanen und zu Gunsten des Verbandes„Glück-Auf" auf Zeche Eintracht-Tiefbau bei Steele den letzten Streik pro- vozirte", in der von der„Germania" versuchten Widerlegung mit keiner Silbe auch nur erwähnt. Der Geschmacklosigkeit, die darin liegt, daß die fromme„Tremonia" und die noch frömmere „Germania" es fertig bringen, die Begriffe„Einbrecher" und „Sozialdemokrat" gewissermaßen zu identifiziren, mag zur Illustration der Moral beider Blätter nebenbei erwähnt sein. ** Eine geistige Konkursmasse des Herrn Eugen Richter, die unter dem Eindruck der allgemeinen Pleite losgeschlagen wird. so bezeichnete Rittergutsbesitzer Dr. Röder in einer Gubener Versammlung die„Sozialdemokratischen Zukunftsbilder" des Führers des„freisinnigen" BürgerthumS. »* Ein nener Arbeiterverein wurde in Grimmen (Pommern) begründet. «» Heber den Sieg, welchen die Laufaner Sozialdemo- kratie mit der Wahl Fauquez', des Redakteurs des in sran- zösischer Sprache erscheinenden„Grütli", zum Mitglied des Großen Raths errang, berichtet der„Basier Arbeiterfreund" Näheres. Danach erhielt Fauquez bereits im ersten Wahlgange etwa 200 Stimmen mehr als bei der Nationalrathswahl(im Herbst 1800) und war gegenüber seinen zwei Konkurrenten im Vorsprung. In den drei, binnen vier Tagen auf einander folgenden Wahlgängen war das Stimmeiwerhältniß folgendes i Fauquez: Der Radikale: Der Liberalkonserv.: 1. Wahlgang 1622 1270 ivvl 2., 2050 1300 945* 8., 2192 1152 704 Trotzdem im letzten Wahlgang da? relative Mehr genügt hätte, überschritt Fauquez doch das absolute Mehr. „Mögen auch einzelne Gegner", sagt das genannte Schweitzer Blatt,„aus Gründen der Billigkeft, d. h. im Interesse der Minoritätenvertretung, die Wahl Fauquez' haben ermöglichen helfen dadurch, daß sie sich der Wahl fernhielten oder ihm gar die Stimme gaben, unverkennbar ist ein mächtiges Anwachsen der Arbeiterpartei. Ihrem energischen Vorgehen ist dieser Sieg zu verdanken." »» Polizeiliches, Gerichtliches ee. — Genosse Pens, gegen den das Versahren wegen Vor« bereitung des Hochverraths und wegen Majestätsbeleidigung ein- geleitet, und dem beinahe jede Lektüre und sonstige geistige Be- schäftigung bis zur Uebernahme der Vertheidiguug durch Stadthagen unmöglich gemacht war, ist nach einigen von seinem Vertheidiger gemachten Klarlegungcn der Rechte der Untersuchungsgefangenen nunmehr in den Stand gesetzt, den„Vorwärts," das„Anhalter Volksblatt," die„neue Zeit," eine italienische Grammatik, Tolstoi's „Was ist mein Glaube?" und mehrere andere von seinem Ver- theidiger ihm übersandte Broschüren und Bücher unbehindert zu lesen und sich nach seiner Wahl geistig zu beschäftigen. Ueberdies ist nach Einreichung einer Schutzschrift durch den Vettheidiger die Anklage, soweit sie Vorbereitung zum Hochverrath behauptete, fallen gelassen und nur noch die wegen Majestätsbeleidigung aufrecht erhalten. Trotzdem haben die Behörden eine Entlassung unseres Genossen aus der Hast ab- gelehnt, weil er zu mittellos ist. um aus eigenen Mitteln eine Kaution zu stellen. Daß eine aus anderen Mitteln gestellte Kaution mehr Sicherheit bietet, will die Behörde nicht wahr haben. Hoffentlich wird die baldige Freisprechung endlich unserem Genossen die Kerkerthüren öffnen. Daß Pens am I.Jan. Vater geworden und daß Frau Peus schwer kraul darniederliegt, erachten die Behörden gleichfalls für keinen Grund, um den„Ver- dacht der Flucht" zu beseitigen. — KurtBaale, Redakteur der„Neuen Welt", tritt am 25. Januar im Gefängniß zu G l ü ck st a d t die viermonatige Ge- sängnißstrafe an, die ihm als früherem Redakteur des„Vorwärts" wegen Abdrucks eines Maigedichts auferlegt worden war. Dieses Ge- dicht soll den Thatbestand eines„Vergehens wider die öffentliche Ordnung" enthalten. — In SanderSleben wurde der Parteigenosse W t l- Helm Rokohl von der Anklage, den Geheimen Bergrath Leufchner durch Behauptung unwahrer Thatsachen beleidigt zu haben, vom Schöffengericht freigesprochen. — In Altenburg war der Expedient der dortigen Ausgabe des„Wählers," Genosse B u ch w a l d, wegen Beleidi- gnng der Braukommission deshalb angeklagt, weil er die Rum- wer, in welcher der betreffende Artikel stand, verbreitet hatte. Der in Leipzig wohnende Redakteur blieb unbehelligt. Nach- dem über ein Jahr vergangen, fand am 11. Januar in dieser Sache Verhandlung vorm Altenburger Schöffengericht statt, welche mit der Freisprechung Buchwald's endete. In dieser Ver- Handlung hatte sich Buchwald noch wegen einer zweiten Anklage zu veravtworten. Derselbe hatte im Sommer vor. Js. als stell- vertretender Redakteur des Altenburger„Wählers" gezeichnet. In Nr. 84 jenes Blattes fand sich eine Plauderei, durch die sich der Polizei-Jnspektor Beckert beleidigt suhlte. Die zweite Ver- Handlung hatte einen ungünstigen Ausgang— Buchwald wurde zu 14 Tage Gefängniß verurtheilt. Soztale XtclTcrltrfi.f. Achtung Tischler! Der Streik in der Nähmaschinen-Möbel- fabrik von Laborenz, Rixdorf, Knesebeckstr. 71, dauert unver- ändert fort, da eine Einigung bis jetzt nicht erzielt werden konnte. Herr Laborenz sucht bereits indifferente Arbeiter heran zu ziehen, deshalb bitten wir, vor Zuzug zu warnen! Die Werkstatt-Kontrollkommission des Fachvereins der Tischler Berlins und Umgegend. Der schon 2Z Wochen währende Streik der Hand- schuhmacher in Friedrichshagen ist unverändert. Die Streikenden stehen in ungetrübter Einigkeit fest zu einander. Siegen oder ehrlich fallen ist ihre Parole. Im letzteren Falle werden sie jedenfalls lieber den Ort verlassen, wie es schon von 60 Kollegen geschehen ist. als sich bedingungslos dem Fabrikanten Hopp zu ergeben. Alle Arbeiter werden ersucht, die streikenden Handschuhmacher auch des Weiteren materiell zu unterstützen. Mit Gruß Die Lohnkommtfston der G l a c e e- H an d s ch u h ma ch er in Frieorichshagen. Fast sämmtliche Arbeiter des Eisenstein-BergwerkS Ecke- selb bei Adorf in W a l d e ck streiken seit Mittwoch, weil ihnen der Lohn um fünfzehn Prozent gekürzt werden sollte. Selbst nach dem nationalliberalen„Hannöver. Kourier" arbeiten nur diejenigen Bergleute vorläufig weiter, welche keinerlei Subsistenzmiltel haben. Aus der benachbarten preußischen Grube„Wartcnberg" stehen seit Dienstag sämmtliche Bergleute aus. Das Amtcölatt des„sozialreformatorischen" Deutschen Reichs macht dazu die naive Benierkung:„Die Ausständigen ver- halten sich bis jetzt völlig ruhig." 400 Bergleute des Schmiederschachts bei Z a b r z e hatten nach einer Mittheilung der„Schlesischen Zeitung" die Arbeit eingestellt. Nach der„Breslauer Ztg." soll der Streik wieder beigelegt sein. DaS Koalitionsrecht, das den Arbeitern nach dem Gesetz garantirt ivird, wird nicht nur von den Privatunternehmern, sondern auch von den Staatsbetrieben lustig weiter angetastet. Den Gasarbeilern in Hamburg, welche unlängst einen Zentral- verein gegründet haben, wird von der Direktion der Gaswerke, welche Staatsbetrieb sind, durchaus nicht der Spielraum gelassen, welchen ihnen das Gesetz in Bezug auf die Organisation giebt. Die Mitglieder einer Kommission, welche vor kurzem sich be- schwerdesührend an die maßgebenden Behörden wandten, weil einzelne Mißstände nicht beseitigt wurden, sowie diejenigen, welche hervorragend für den Verein agitirt haben, wurden in ben letzten Tagen gemaßregelt. Der Verband ist noch nicht kräftig genug, um auf diese Maßregelung mit einer Arbeitseinstellung antworten zu können. Es muß deshalb Aufgabe der Arbeiter dieses Betriebes sein, unablässig für die Organisation zu agitiren, um ein derartiges Vorgehen für die Zukunft zu verhindern. Jedenfalls aber können wir auch hier wieder sehen, daß es mit dem Wort, daß die Staatsbetriebe Musteranstalten sein müßten, sein Bewenden hat. Musteranstalten, vielleicht nach der Richtung, daß man die Arbeiter möglichst abhängig macht. Zur Verstnatlichuna deS Apothekenwesens. Nach der „Franks. Ztg." wurde die Förch heimer Stadtapotheke kürzlich um 70—80 000 M. höher verkaust, als vor 23/i Jahren der Kaufpreis bemessen war. Theater. Sonntag, den 24. Januar. Opernhaus. Cavalleria rusticana. Borher: Die Verlobung bei der Laterne. Hierauf: Coppelia. Montag: Der fliegende Holländer. Schauspielhaus. Der eingebildete Kranke. Montag: Das Räthchen von Heilbronn oder: Die Feuerprobe. Leffing- Theater. Die Großstadtluft. Montag: Die Großstadtluft. Deutsches Theater. Rollege Grampton Montag: Das Wintermärchen. Berliner Theater. Othello. Montag: Die Journalisten. Residenz- Theater. Madame Mongodin. Vorher: Modebazar Violet. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wallner- Theater. König Krause. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmntädt. Theater. Das Sonntagskind. Montag: Diefelbe Borstellung. Thomas- Theater. Cacao. Montag: Dieselbe Vorstellung. Bellealliance- Theater. 3 Mullerl. Montag: Der Meineid- Bauer, Ottend- Theater. Am Altar. Montag: König Lear. Adolph Ernst Theater. Tanzteufel. 20 Der Montag: Dieselbe Vorstellung. Alevanderplay- Theater. Schwarze Brüder. Montag: Dieselbe Vorstellung. Feenpalaft. Spezialitäten- Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spe zialitäten Vorstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorftellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorstellung. Konkordin- Palast- Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Circus Renz. Circus G. Schumann. Karlstraße. Sonntag, den 24. Januar 1892: 2 große Vorstellungen. Nachmittags 4 Uhr( 1 Kind frei). Auf viels. Verlangen: Die Touristen." Gr. Ausstattungs- Pantomime mit Tänzen und Gruppirungen. Neu arrangirt and inszenirt vom Direktor E. Renz.: Abends 7/2 Uhr: Friedrich- Karl- Ufer, Eke Karlstr. Sonntag, den 24. Januar 1892, Der Zirkus ist gut geheizt. Nachmittag 31/2 Uhr: Große öffentl. Volks- Versammlung am Dienstag, den 26. d. M., Abends 8 Uhr, 00 Tagesordnung: 1. Bericht der Lokalkommission. 2. Der Boykott und deffen Bedeutung für die Arbeiterbewegung. Referent Reichstags- Abgeordneter J. Auer. 3. Disluffton. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. W. Lock, Friedrichsbergerstr. 11. 204/4 Extra arrangirte Kinder- Vorstellung im Feen Palast", Burg- und Wolfgangstraßen- Ecke. mit eigens zur Beluftigung der Jugend gewähltem Programm. Billetpreise für Kinder: Logenfiz 1,50. Sperrsih und Tribüne 1 M. 1. Platz 60 Pfg., 2. Pl. 40 Pf., ,, Auf Helgoland" 3. PI. 20 Pf. oder: Ebbe und Fluth. Abends 72 Uhr: Gr. BrillantGroße hydrologische Ausstattungs- Vorstellung mit neuem vorzüglich Pantomime in 2 Abtheilungen mit gewähltem Programm. National Tänzen( 60 Damen), Auf- fämmtl. Reitkünstlerinnen sowie Reitzügen. Neue Einlage: Die Garde- tünstler. Heiten und Verführen der Husaren. Fernere Einlage: Die bestdressirten Schul- u. Freiheitspferde. lanen 2c. Dampfschiff und Boot Romische Entrees sämmtlicher Klowns. allerlei Lichteffekten zc., arrangirt und inszenirt vom Direktor E. Renz. Ji beiden Vorstellungen Auftreten sämmtl. Künstler- Specialitäten, sowie Reiten und Vorführen der bestdressirten Schul und Freiheitspferde. Komische Entrees und Intermezzos von sämmtl. Klowns. Täglich: Auf Helgoland. E. Renz, Direktor. Auftreten Zum Schluß der Vorstellung: = Berliner Kinder im Sommer und Winter im Große sensationelle Waffer- und Feuer Pantomime mit großartiger Ausstattung, Licht-, Waffer- u. FeuerEffekten, großem Ballet und militärischen Evolutionen von ca. 40 Damen. Morgen: Große Vorstellung. Neues Programm. Berliner Kinder im Sommer und Winter. HOHENZOLLERN- GALERIE an der Moltke- Brücke neben dem Lehrter Bahnhof. Größtes Historisches Rundgemälde. Brandenburg- Preusser von der Zeit des Grossen Kurfürsten bis zur Gegenwart. 1917L Besichtigung 9 Uhr Vorm. bis 11 Uhr Abends. Die Direktion. Eintritt bis 25. Januar 2 Mk. Achtung! 4. Wahlkreis. Große Volks- Versammlung Kaufmann's Variété. Spezialitäten- am Sonntag, den 24. Januar, Vormittags 10% Uhr, Vorstellung. Eiskeller. Theater und SpezialitätenVorstellung. im Böhmischen Brauhause, Landsberger Allee 11-13. Tages Ordnung: Grosse Volks- Versammlung großen Saale der Berliner Bockbrauerei". Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Th. Mehner über Anarchismus und Sozialismus. 2. Diskussion. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vertrauensmann. Große öffentliche Buchdrucker- Versammlung Freitag, den 29. Januar 1892, Abends 8 Uhr, im gr. Saale des Böhmischen Brauhauses, Landsberger Allee 11-13. Tages- Ordnung: 252/9 1. Gewerkschaften und Streifs. Referent: Reichstags- Abgeordneter Wilhelm Liebknecht. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Alle Kollegen und Arbeiter sind hierzu eingeladen. Der Einberufer: C. Tenfert. Verein zur Regelung der gewerbl. Verhältnisse der Töpfer Berlins u. Umgegend. Dienstag, den 26. Januar 1892, Abends 5½ hr: General- Versammlung Ordentliche 391/14 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Max Schippel über: Das Gratweil'sche neue Programm der Partei. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Bierhallen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Kommandantenstr. 77-79. Auftreten der Der Einberufer. Sente sowie täglich: Sozialdemokratischer Wahlverein f. den Hamburger Gaudebrüder VI. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Konzert- und Roupletsänger. Anfang Wochentags 71/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochentags 10 Pf., Sonntags 25 Pf. Empfehle meinen berühmten Mittags3 Dienstag, den 26. Januar 1892, Abends 8 Uhr, im großen Saale der Brauerei Moabit, Thurmftr. 25/26: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die Sozialdemokratie und der politische Indifferentismus. in Gratweil's Bierhallen, Kommandanten- Straße 77-79. Tages- Ordnung: 1. Jahresbericht des Vorstandes: a) des Vorsitzenden, b) des Raffirers und Revisoren. 2. Anträge Thieme und Pierow. 3. Statutenberathung. 4. Neuwahl des Gesammtvorstandes, der Revisoren und eines Mitgliedes zur Rechtsschutz- Kommission. 5. Verschiedenes. 448/1 Quittungsbuch legitimirt. Zahlreiches Erscheinen der Mitglieder erwartet Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung tisch à la Duval. 8 Regelbahnen Reichstags- Abgeordneter Fritz Kunert. 2. Distuffton. 3. Vereinsangelegenheiten; der Mechaniker und Berufsgenossen Berlins 1169L Verschiedenes und Fragekasten. 6 Billards, 2 Säle. Etablissement Buggenhagen fich aur abstempelung ihrer Beiträge an den Borstand zu wenden. am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Paßenhofer 641 Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. 423/9 Gäste willkommen. Arbeitslose und kranke Mitglieder werden ersucht, Der Vorstand. Fachverein der Tischler. Montag, 25. Jan., Ab. 81/2 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77/79, General- Versammlung Tages Ordnung: 324/12 1. Kaffenbericht des Rendanten. Bericht des Vorstandes, der Bevoll mächtigten, der Werkstatt- Kontrollkommission und des Arbeitsvermittlers. 2. Wahl des Arbeitsvermittlers und Bestätigung der in den Bezirken Castan's Panopticum vorgeschlagenen Mitglieder für die Kontrollkommiſſion. Friedrichstr. 165a, Ecke Behrenstr. Aleu: 3. Antrag, betr. Unterstützung der streikenden Kollegen bei Laborenz in Rigdorf. Vereinsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreichen Besuch ersucht Der Vorstand. Nog. Die flegende Verband Bimmerlen". Geigen- Fee. Verband deutscher Zimmerlente.( Lokalvorband Lebend, ohne Extra- Entree. Neueste Versammlung Berlin.) musikalische Illusion. Vorstellungen: am Montag, den 25. Januar, Abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Herzog, 12 Uhr u. 1 Uhr. 4, 5, 6, 7, 8 und 9 Uhr Nachmittags. Kolossal- Gruppe: Bauern- Aufstand! Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab. PassagePanopticum. Lebensgrohe Wachsfiguren und Gruppen, Dioramen. Sündfluth Panorama mit Gewitter. = Jm Theater- Saal( ohne Extra- Entree): Täglich v. 6 Uhr ab Vorstellung von Spezial. I. Rang. Entree 50 Pf. Viel neue Spezialitäten. Stromstr. 28( Moabit). Tages Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Theodor Mehner, über Gewerbe- Schiedsgerichte. 2. Stellungnahme zur Arbeitsvermittelung. 3. Aufnahme neuer Mitglieder und Verschiedenes. am Montag, den 25. Januar 1892, Abends 8½ Uhr, in den Armin Hallen, Kommandanten- Strasse No. 20. Tages- Ordnung: 1. Der Streit bei der Firma H. Michaelis vorm. Häntschel um den neunstündigen Arbeitstag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Pflicht jedes Kollegen ist es, in dieser Versammlung zu erscheinen, Der Einberufer. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 24. Januar 1892, Abends 6 Uhr: F 2 Versammlungen. 1) Grenadierstraße 33 bei Seefeldt: Vortrag des Herrn Henning Ein Vorkämpfer vor 2300 Jahren." 2) Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Vortrag des Herrn Pinn: Alte und neue Religion." Nach beiden Versammlungen: Gesellige Unterhaltung und Tanz. Gäste, Damen und Herren, willkommen. Achtung! Achtung! 437/8 Hente, Sonntag, in der Berliner Refsource, Kommandantenstr. 57: Zweites Stiftungsfest der Militärschneider, bestehend aus Jeder Zimmerer hat Zutritt. Kameraden zeigt, daß der Reim der Vokal- u. Instrumentalkonzert, Zukunft in Euch wächst, und erscheint in der Versammlung. 359/12 Achtung! Oeffentliche Der Vorstand. Achtung! Versammlung für Männer u. Frauen am Sonntag, den 24. Januar, Nachmittags 4 Uhr, im Restaurant Klein, Schönleinstraße 6. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Fried. Joseph über: Die Sklaverei in Deutschland." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Diskutirklub ,, Vereinte Kraft" mit Familie und Freunden. Nachdem Gemüthliches Beisammensein veranstaltet, vom Lese- und Um zahlreichen Besuch bittet Der Einberufer. 433/4 ausgeführt von der verstärkten Hauskapelle, und unter Mitwirkung bes Männer- Gefangvereins Vorwärts I( M. d. A.-S.-B.) und der beiden Zither Klubs ,, Legabile" und ,, Amateur." Festrede und Prolog. Nach dem Konzert Tanzkränzchen. Eröffnung 5 Uhr. Anfang präzise 6 Uhr. Billets à 30 Pf. Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pfg. nach. Billets sind zu haben bei Roloff, Mittenwalderstraße 56, Hof 3 Tr.; Schulze, Seydelstr. 24, Hof 4 Tr.; Müller, Teltowerstr. 23, Hof 4 Tr.; Noos, Mariendorferstr. 3 bei Gerlach; Blankenfeld, Reichenbergerstr. 155; Buchholz, Melanchthonstr. 23, und im Arbeitsnachweis, Markgrafenftr. 88 bei Leopold; legten Handlungen. Stramm, Schneider- Herberge, Ritterstraße 123, und in allen mit Plakaten be Um zahlreichen Besuch bittet 419/4 Der Vorkand. La belle Irene, Fachverein der Lederarbeiter. Großer Wiener Maskenball tätowirte in Präuscher's anatomischem Museum nur noch kurze Zeit Rommandantenstr. Täglich für erwachsene Herren. Dienstag und Damen. Freitag für AUER FRIEDRICHSHAIN AktienBrauerei Montag, den 25. Januar, Abends 8½ Uhr, im ,, Louisenstädtischen Klubhaus", Annenstrasse No. 16: Ordentliche Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Raffen- und Geschäftsbericht. 2. Stellungnahme zu unserem Beschluß vom 30. November. 3. Vereinsangelegenheiten. Um zahlreiches Erscheinen bittet Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. 202/14 Friedrichs Bentralfranken- und Sterbekasse der Tapezirer u. s. w. ( Verwaltungsstelle Berlin). Heute, Sonntag: Montag, den 25. Januar er., Abends pünktlich 8 Uhr, im Lokale hain des Herrn Feuerstein, Alte Jakobftr. 75: Instrumental- Haupt- Versammlung. Tagesordnung: Konzert Arnold. fung. 3. Wahl der Delegirten für die Generalversammlung. 4. Innere 1. Kaffenbericht pro 4. Quartal 1891. 2. Anträge zur GeneralversammAnfang 4 Uhr. Rassenangelegenheiten. Duittungsbuch legitimirt. Um zahlreiches ErEintritt 30 Pf. scheinen ersucht Programm unentgeltlich. 1922L 383/13 Die Ortsverwaltung. am Sonnabend, 30. Januar, im Königshof, Bülowstr. 37, veranstaltet vom Unterstützungsverein der Maurer im Westen Berlins. Gäste willkommen. Anfang 8 Uhr. Billets à 50 Pf. sind bei folgenden Herren zu haben: Hentze, Göbens straße 4, Sof 4 Tr.; Callöwe, Bülowstr. 93, of 3 Tr.; Rotter, Kurfürstenstraße 49, Hof im Keller; Erpel, Steinmeßstr. 65, Hof 4 Tr.; Heym, Steinmetz straße 64, Sof 1 Tr. bei Teichert.[ 239/16] Das Comité. IF Tempelhof. Arbeiter- Gesang- Verein„ Harmonie". Gr. Wiener Masken- Ball ( M. d. A.-S.-B.). Sonnabend, den 30. Januar 1892: in ,, Reinhardt's Gesellschaftshaus," Hasenhaide No. 57. Anfang 82 Uhr. Ende??? Billets à 50 Pfg. sind in den mit Plakaten versehenen Verkaufsstellen zu haben. Wir appelliren an die Mitglieder des Arbeiter- Sängerbundes wegen des wohlthätigen Zweckes. Verantwortlicher Redakteur: Angust Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. f e163/19 Hierzu zwei Beilagen. A 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 20. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 155. Sigung vom 28. Januar, 1 Uhr. Auf der Tagesordnung steht die Fortsetzung der ersten Lefung des Handels- und Zollvertrages zwischen sem Reich und der Schweiz. Sonntag, den 24. Januar 1892. 9. Jahrg. bedeuten würde, laden wir lieber nicht auf uns, sondern über- system feine Umtehr, sondern höchstens ein Stillstand eins lassen das Anderen. Wenn man schon dem Schutzzoll irgend getreten ist, würde es bedenklich sein, den Kampf aufwelchen Einfluß auf die finanziellen Verhältnisse eines Landes zugeben. Der Ermäßigung der Getreidezölle werden andere einräumt, so gilt dies vor allen Dingen von den Zollermäßigungen folgen( Hört!), ich betrachte alle Schutzölle agrarischen Zöllen; denn Am Tische des Bundesrathes: Graf von Caprivi, ein solcher Einfluß geltend, bei diesen allein macht sich als ungerechtes Gut und nehme sie weg, wo ich sie finde. oon Marschall, von Berlepsch. während die Industriezölle Daß die Trennung der nationalliberalen Partei nur wegen der wesentlich auf Umgestaltung u. dergl. wirken, ohne ein so großes finanzielles Ergebniß, wie politische Gründe maßgebend; wir fahen die schutzöllnerisch von Konkurrenzverhältniffen Schutzölle entstanden ist, muß ich bestreiten; es waren dabei auch die agrarischen Zölle zu erzielen. Die agrarischen Zölle haben agrarisch- sozialistische Politik des Fürsten Bismarck voraus, welche feinen anderen Zweck, keine andere Absicht, keine andere Folge, darauf gerichtet war, den Liberalismus zu vernichten. Herrn Abg. Winterer( Elsässer) weist darauf hin, daß die elfäffische als daß sie die Ernährung des Volkes vertheuern. Textilindustrie unter dem Handelsvertrage erheblich leiden werde. zwei Möglichkeiten: entweder wird diese Brotvertheuerung um- haus jezt 5 Jahre fist, während es vielleicht anders wäre, wenn Da giebt es v. Bennigsen haben wir es zu verdanken, daß das AbgeordnetenSchon die Vereinigung der Reichslande mit Deutschland hat für gesetzt in eine Rohnerhöhung, und sie wird getragen von den be- jetzt die Wahlen stattgefunden hätten. Dann hätten die liberalen die Feinspinnerei des Elsasses erhebliche Nachtheile gebracht, die fizenden Klassen, dann wäre das Band zwischen den Agrariern Parteien sich vielleicht zum gemeinsamen Vorgehen vereinigen durch den Zolltarif von 1879 nicht beseitigt werden konnten, und und Industriellen zerrissen, denn die höheren Produktionskosten können. der Schuß, welcher in diesem Tarif lag, wird nun der Fein- vermindern die Konkurrenzfähigkeit mit anderen Staaten; oder Spinnerei entzogen, und zwar nicht nur der Schweiz, sondern auch aber das Band besteht weiter, dann zeigt das ganz deutlich, daß die Zölle trag stimmen werden und wendet sich dann gegen Herrn Abg. Fürst Nadziwill erklärt, daß die Polen für den VerEngland gegenüber. Je feiner das Garn ist, desto mehr Arbeits- auf die arbeitenden Klassen abgewälzt sind, ohne daß eine Lohn- v. Bennigsen, dem er vorhält, daß die Liberalen sich immer lohn liegt darauf und der Rückgang der Feinspinnerei ist ein Schaden erhöhung stattgefunden hat. Wir haben eine Ueberschwemmung mehr von ihrem ideellen, vom wahren Liberalismus abgewendet für die Arbeiter. Die Baumwollenspinner haben auch schon be- mit amerikanischem Getreide erlebt, wir hatten früher sehr niedrige haben. schlossen, eine Reduktion der Produktion um 25 pCt. eintreten zu Getreidepreise; aber trotzdem jezt wieder eine sehr gute Ernte in lassen. Ich denke mit Schmerzen an die Folgen, die das für die Amerika war, haben wir doch äußerst hohe Lebensmittelpreise. stimmen müsse, wenn er auch den anderen Verträgen aus Abg. v. Münch( wild) erklärt, daß er gegen diesen Vertrag Arbeiter haben wird. Die Handelsverträge sollen den Export Dabei haben wir durchaus keine wesentliche Erhöhung der Löhne politischen Gründen zugestimmt habe; denn die Zollfäße, welche erleichtern. Für Elsaß- Lothringen wird der Vertrag mit der zu konstatiren, und in Bezug auf weitere Lohnerhöhungen stehen die Schweiz aufgestellt hat für die hauptsächlichsten Ausfuhrartikel Schweiz diese Folge nicht haben; er wird uns nicht neue Absah- wir vor schweren Kämpfen, vor einer schweren Krisis. Deutschlands find so hoch, daß sie fast prohibitiv wirken. gebiete schaffen, sondern der auswärtigen Konkurrenz Thor und Die Arbeiter haben infolge der Zölle schon große Lasten Thür öffnen. Abg. Menzer( dk): Daß die süddeutsche Industrie beunruhigt zu tragen, ohne daß diese durch Lohnerhöhungen wett- wird, haben sie aus den verschiedenen Petitionen ersehen, welche Unterstaatssekretär von Schraut: Die Vertreter der gemacht sind. In diesem Moment ist der Vorschlag des Abg. an den Reichstag gekommen sind. elfäffischen Spinnerei sind vor dem Abschluß des Handelsvertrages von Bennigsen, die Zölle stabil zu erhalten, ein direkter jetzt an der Schweizergrenze Tag und Nacht gearbeitet wird, um Es ist eine Thatsache, daß gehört worden, aber bei der Schlußentscheidung mußten diese Frevel an den Arbeitern, von denen ein großer Theil, nämlich die Arbeit vor dem Inkrafttreten der neuen erhöhten Zollsäte Intereffen gegenüber den allgemeinen Interessen zurücktreten, die vielen ländlichen Arbeiter, nicht einmal das Roalitionsrecht fertigzustellen und nach der Schweiz einzuführen. zumal die Interessen der Weber am Niederrhein ihnen entgegen hat. Wir müssen also im Gegentheil nicht für die Stabilität der standen. Die elsässische Textilindustrie hat sich unter dem Schutz Bölle, sondern für ihre völlige Beseitigung eintreten. Durch die sehen, daß unter Abg. Richter( dfr.): Herr von Bennigsen hat überdem 3oll ganz erfreulich entwickelt, aber die Feingarnspinnerei hat Bollverträge selber, welche ganz widerstrebende Jntereffen zu ver- tarifs die Wahlen liberaler ausgefallen sind als vorher. ungünstigen Eindruck des Zollfeine so erhebliche Bedeutung erlangt, wie es immer dargestellt einigen streben, treten die Kämpfe zwischen den einzelnen be- Es handelt sich nicht blos um den Gegensatz zwischen wird. Es handelt sich also nur darum, ob durch die Herab- fitzenden Klassen unter sich schärfer hervor, und das kann uns Freihandel und Schutzzoll, fehung der Bölle auf Feingarn die weitere Entwickelung der nur angenehm sein. Wir stimmen unter diesen Umständen für sich vertieft auf das politische und auf das sozialpolitische Gebiet sondern die Gegensätze haben Feingarnspinnerei gehemmt wird. Es wird immer auf die hohen diese Verträge nur, weil wir im gegenwärtigen Augenblick nichts und schließlich auf die Verfassungspolitik. französischen Zölle für das Feingarn hingewiesen; aber in Besferes erlangen tönnen. Wir werden ihre Wirkung aber immer ist es Insbesondere Frankreich besteht auch die admission temporaire noch immer mehr zu erweitern suchen. es das Heidelberger Programm von 1884, welches zu Recht, wodurch für die Industrien, welche Feinbaumwollgarn einen tiefen Graben zwischen uns und den Nationalliberalen zog. Abg. v. Huene( Bentr.): Aus den Ausführungen des Vor: Fürst Bismarck hat ein großes Interesse, die liberalen Gruppen verbrauchen, eine große Erleichterung geschaffen wird. Wenn die redners tönnte man schließen, daß die Zollverträge bestimmt gegen einander aufzubringen. Fürst Bismarck hat aufgehört, ein Feingarnfpinnerei wirklich etwas zurückgeht, so ist damit noch feien, die landwirthschaftlichen Zölle zu erhöhen, während doch politischer Machtjaktor zu sein. Dadurch ist ein persönliches lange nicht die ganze elfässische Textilindustrie ruinirt. geradezu die Landwirthschaft allein hier erhebliche Opfer zu Moment der Scheidung weggefallen, aber die sachlichen Gegenbringen hat.( Zustimmung rechts.) Gegen den Vertrag mit der fäße wirken fort und kommen zum Ausdruck bei Fragen, die Schweiz haben erhebliche Kreise der Industriellen Widerspruch er noch heute im Vordergrund des politischen Lebens stehen. Die hoben. Ein Theil meiner süddeutschen Freunde hat so große Be- Bollfragen für neutrale zu erklären, ist unmöglich; da hat Herr denken gegen den Vertrag, daß sie noch nicht wissen, was sie bei von Bennigsen vollständig die Stellung unserer Partei verkannt. der Schlußabstimmung thun werden. Ich trete in dieser Be- Die Handelsverträge sind keine Erfüllung unseres Programms, ziehung den Ausführungen des Herrn von Stumm bei. sondern nur eine Siftirung der Weiterführung des SchutzzollHerr von Bennigfen hat die Liberalen zur wirthschaftlichen Ver- systems. Der Getreidezoll, der jest nach der Ermäßigung besteht, ständigung aufgefordert. Die Konservativen, das heißt alle die- ist noch fiebenmal so hoch als der, welchen Herr von Bennigsen jenigen, die nicht zu den Sozialdemokraten und Liberalen ge- für nothwendig hielt. Bei Fragen der nebensächlichen, technischen hören, haben sich schon längst zusammengefunden zur Vertretung Bölle tann man neutral sein, aber die Frage der Lebensmittelihrer gemeinsamen idealen Interessen( Zustimmung rechts); nach zölle ist eine solche Lebensfrage die Nation, daß für einem solchen Appell werden sie erst recht zusammenhalten.( Leb man dabei nicht neutral bleiben fann. Es giebt Fragen, hafter Beifall rechts.) in welchen wir den Nationalliberalen sehr nahe stehen. Das ist vielleicht mehr der Fall im Abgeordnetenhaus als hier. Jm Abgeordnetenhaus sollten wir in den Fragen des kommunalen Lebens und des Unterrichtswesens miteinander gehen. Wenn Herr v. Bennigsen darauf hat hinweisen wollen, so wird seine Rede nicht pro nihilo gewesen sein. Ich gehe noch weiter als Herr v. Bennigsen: Das Bürgerthum hat in Deutschland lange nicht den Einfluß, der ihm gebührt; wenn Herr v. Bennigsen darauf hinwirken will, in feinen Kreisen diesen Einfluß zu verstärken, so werden wir ihm dafür sehr dankbar sein. Abg. Graf Stolberg: Die Stellung der Elsaß- Lothringer zu diesem Vertrag fann nur eine sehr relative Bedeutung haben; denn es ist bekannt, daß die Baumwollengarn- Zölle zum Theil unter Einfluß gewisser politischer Rücksichten so hoch festgestellt find, wie dies im Jahre 1879 geschehen ist. Redner erklärt sich vollständig einverstanden mit den Ausführungen des Herrn von Bennigsen, der die Bildung des Zollvereins verglichen hat mit dem Zusammenschluß der mitteleuropäischen Staaten durch Handelsverträge. Dadurch werde die Stabilität der Zölle gefichert und Ruhe für die Industrie- herbeigeführt werden, die so nothwendig sei. Lothringens erheblich geschädigt werden. Gerade gegenüber der Schweiz mit ihren billigen Wasserkräften und niedrigen Löhnen und gegenüber England mit feinen Maffenprodukten und niedrigen Stohlenpreisen bedarf die elfässische Textilindustrie des Schutzes. wird der Schuß durch den Handelsvertrag gehindert, so muß die Feinspinnerei eingestellt werden. Vorläufig fann ich nicht für den Vertrag stimmen; vielleicht beseitigen die Verhandlungen in der freien Kommission meine Bedenten. Abg. Schippel( Soz.): Die Schweiz war von Hause aus freihändlerisch; die Schußzollbewegung hat sich dort nur allmälig Bahn gebrochen. Der völlige Umschwung war erst eine Kon- Abg. Petri( Elfäffer): Der Vertrag mit der Schweiz hat fequenz der Schußzollpolitik der mitteleuropäischen Staaten. Das nicht wie die anderen Verträge mit Desterreich und Italien eine schweizerische Bolt hat mit dem Referendum den Generaltarif politische Bedeutung; er fann daher lediglich vom wirthschaft angenommen; er war also als etwas fest Gegebenes zu betrachlichen, vom merkantilen Standpunkt aus betrachtet werden. Da ten, worauf man weiter bauen und die Vertragsverhandlungen muß ich nun anerkennen, daß die industriellen Interessen Elsaß beginnen mußte. Die Schweiz hat übrigens eine ganze Reihe von Bollfäßen erniedrigt, und wo sie Erhöhungen hat eintreten laffen, find sie zum Theil doch immer noch niedriger, als was Deutschland der Schweiz bewilligt hat; die Ermäßigungen, die wir der Schweiz gegen über haben eintreten lassen, gehen meistens noch nicht auf das Niveau der Ermäßigungen herunter, die die Schweiz uns gewelche die Wollenindustrie im schweizerischen Handelsvertrage ein Abg. Hartmann- Blauen( dt.) bemängelt die schlechte Stellung, währt. Die internationalen Verhandlungen können sich doch nicht nimmt. Wenn wieder einmal mit der Schweiz verhandelt wird, nach dem Grundfah vollziehen, daß man sagt: ich bin mächtiger als Du, darum mußt Du thun, was ich will. Wenn man sagt, ( Zuruf rechts: Nach 12 Jahren!) dann sollte man die StickereiAbg. Bamberger( dfr.): Die Schweiz hat sich in ihrer Be- Industrie besser behandeln. Die Vortheile des Handelsvertrages die Schweiz ist mehr auf den Export nach Deutschland an- völkerung lange genug gegen die schutzölnerische Tendenz ge- find aber höher anzuschlagen als die Nachtheile. Die Annahme gewiesen als umgekehrt, so kann man das nicht so wehrt und erst unter dem Eindruck des deutschen Beispiels und dieses Handelsvertrages ist besser als ein vertragsloser Zustand, unbedingt behaupten. Unser Export nach der Schweiz der Anfechtung seitens Deutschlands hat der Schutzzoll gefiegt. besser als die Unterwerfung unter den autonomen Generaltarif beschränkt sich auf Produkte der süd- und westdeutschen Ebenso liegt es in Italien. In Italien herrscht ein Ratheder der Schweiz. Landestheile, aber für diese ist der Export auch von fozialismus, der nur vom deutschen Kathedersozialismus groß großer Bedeutung. Wenn die Schweiz sich in einen Boll- gezogen worden ist, so steht es auch mit dem italienischen Schuß- Bennigsen, daß die Zollgegensäge allein die Spaltung innerhalb Damit schließt die Diskussion. Persönlich bemerkt Abgeordneter frieg einläßt, z. B. mit Frankreich, dann hätten wir die günstigen zoll. Herr von Bennigsen hat im Interesse gemeinsamer ideeller des Liberalismus herbeigeführt hätten, habe er auch nicht beErfolge für uns, denn wir stehen mit der Schweiz auf dem Fuß Tendenzen die Liberalen aufgefordert, die Zollpolitik ruhen zu hauptet; es feien auch andere gegenfäßliche Meinungen vorder meistbegünstigten Nation. Aber das Odium eines solchen lassen und den status quo anzuerkennen. Auf diesen Vorschlag handen gewefen. Aber die künstliche Bedeutung, welche die Boll Vorgehens, das ja nur eine Vergewaltigung der kleinen Schweiz fönnen wir nicht eingehen. Jetzt, wo in dem Schutzzoll- fragen gewonnen hätten, habe er bedauert. Wenn Herr Richter Sonntagsplauderei. dieser Welt die Flucht, fie ziehen sich aus den vielgenannten Harmonie zu beobachten, die in den gut bürgerlichen Gesundheitsrücksichten in gesunde Gegenden zurück und über- Familien herrscht. Liegt der Herr des Hauses Abends ruhig R. C. Ein besonders schlauer und geistreicher Mann lassen das Sterben Denjenigen, die an ihre Scholle gefesselt im Bett und überfliegt noch einmal die Zeitung, so handelt hat gefunden, daß die Cholera grüne Augen hat. Wenig- find. Bei der Influenza hilft unglücklicherweise auch das er gut und vorsichtig, wenn er auch die geheimsten Fächer stens spricht man im Sommer, wenn die regelmäßigen Fliehen nicht vor ihr ist Alles gleich, was Menschen- seines Nachttisches untersucht, denn dem Familienvater Nachrichten über das Auftauchen der Cholera durch die Antlig trägt. Blätter schwirren, stets von einem grünäugigen Scheufal mag er sonst auch noch so tolerant sein dürfte es in Ist die Influenza also danach angethan, dem Spieß- feinem Falle angenehm sein, gänzlich unvorbereitet und man würde für ungebildet gehalten werden, wenn man bürger, der am Leben hängt, eine leise Gänsehaut über den einem bis an die Zähne bewaffneten Schwager in nicht wüßte, daß die Cholera grüne Kazenaugen hat. Den Rücken zu jagen, so giebt es andererseits aber doch viele die Hände zu fallen. Durch die Einführung von Handäußeren Habitus der Influenza dagegen hat bisher noch Dinge zwischen Himmel und Erde, an denen man eine Feuerwaffen in den Familienverkehr wird letterer in geNiemand feststellen wollen oder können, und namentlich mit nachhaltige und aufrichtige Freude erleben kann. Wem wissem Sinne seines poetischen Nimbus entkleidet, und ein Bezug auf die Farbe ihrer Augen tappen selbst die pro- die Rechtsbelehrungen des Herrn Brausewetter nicht Erfinder von tugelsicheren Betten würde sich ohne Frage fundesten Gelehrten im nebelhaftesten Dunkel. Ift sie blau- zu Herzen gehen, der muß einen Stein im Busen tragen, den Dank der gesammten Bourgeoisie erwerben. ängig und blondlockig, mild wie der Sonne Licht oder und wer nicht helles Vergnügen über das schneidige Auf- Aber die bürgerliche Familie ist die Grundlage des schwarzäugig und schwarzlockig, wie eine Tanne schlank treten des Großinquisitors empfindet, der ist kein richtiges fapitalistischen Staates- neben dem Militarismus. oder gar braunäugig und braunlodig, leichtschreitend Kind seiner Zeit. Nicht Jedermann ist es gegeben, die ge- Es ist daher gut, wenn man sich auch am häus wie ein Reh? Diese Fragen müffen vorläufig als heimsten Falten im Gemüthe des Verbrechers aufzudecken, lichen Heerd auf die Wechselfälle des Krieges voroffene betrachtet werden, und über die äußere Erscheinung aber wer diesen durchdringenden Blick besitzt, der bereitet, und statt der Gardinenpredigten wird man wahr der Influenza bleibt der Phantasie der allerweiteste Spiel verdient heute, Recht zu sprechen, und er erfreut scheinlich zwischen nahestehenden Familienmitgliedern ein raum. Wie es aber in unserer heutigen Zeit nicht anders sich des Beifalls aller Wohlgesinnten. Der falsche wohlunterhaltenes Schnellfeuer einführen. Des trockenen zu erwarten war, hat man mit größerer Leichtigkeit ihren Bart der Frau Prager macht der Justiz viel Kopfzerbrechen, Tones ist man in den Kreisen des Herrn Dr. Prager und Bazillus entdeckt, und mit diesem müssen wir unsere Neu- und es ist heutzutage ziemlich leicht, in den Ruf einer klugen seiner bildschönen und klugen Gattin satt man geht zu gier hinzuhalten oder zu befriedigen versuchen. Frau zu gerathen. Ein Anderer, der nie einen falschen Bart Thaten über, da wird das fruchtlose Parlamentiren von Die Influenza ist entschieden gemüthlicher wie die benutzt, geräth dagegen nur allzu leicht in den Verdacht selbst überflüssig. Cholera. Sie erregt keine Banit, fie flößt weder Schrecken allzu großer Dämlichkeit. Troß der aufregenden Gerichtsverhandlungen der letzten noch Entsetzen ein, mit leisem Finger tippt sie den, der Aber Alles, was die Feder führt, hat augenblicklich alle Beit ist die Einschätzung ruhig und in aller Stille vor ihr verfallen soll, auf die Schulter und fie ver- Hände voll zu thun, um über die Gesellschaft" zu schreiben und sich gegangen. schwindet mit ihrem Opfer ohne viel Aufsehen zu tiefsinnige Betrachtungen darüber anzustellen, was man viel Geld doch thatsächlich in der Welt existirt Man soll erstaunt gewesen sein, wieerregen, die Zurückbleibenden sehen sich verwundert an, als unter" fin de siècle" versteht, und daß ein Theilchen einer die Bertheilung ist eine wenig harmonische. fönnten sie nicht verstehen, wie man ohne Zeremonien gewissen Gesellschaft etwas wurmstichig angefault fagt des großen Geldes, so deduzirte noch neulich ein mit den besten Freunden verschwindet. Sie arbeitet sehr man auf Deutsch wäre. Das stimmt schon, nur ist es scharfsinniger Freund, brauchte sich Niemand aus der ficher, die Influenza, ganz geräuschlos, unter ihren Sammet merkwürdig, daß es immer eines eklatanten Falles misera plebs Kopfschmerzen zu machen, das wäre in festen handschuhen merkt man die Kazenkrallen kaum. Und dabei bedarf, um diesen Hellsehern die Augen zu öffnen, Händen, es könnte sich nur um das kleine Geld handeln. giebt es bei ihr keinen Unterschied der Person, fie macht und daß man nie von der Gesellschaft spricht, Auch dieser Artikel wird immer rarer, und hätte der nur Wegen teinen Halt vor den Palästen gekrönter Häupter und wenn die Oberfläche des Sees glatt ist und das Magistrat nicht zwei Wärmehallen errichtet: man wüßte schmuggelt sich in die ärmlichen Hütten der Kirchenfürsten Uebel in den Tiefen wüthet. Lustig gelebt und wirklich nicht, wie dem allgemeinen Elend gesteuert werden ein, und wenn nicht Alles täuscht, wird sogar der Stell- felig geftorben ein Revolverschuß zur richtigen Zeit hilft sollte. oertreter Chrifti auf Erden sich selbst die letzte Delung über manches Uebel dieser Welt hinweg, und auch für den geben müssen. Vor der Cholera ergreifen die Mächtigen harmlosen Unbetheiligten ist es nicht ohne Nuzen, die und Bamberger darin einverstanden sind, daß gemeinsame Gebiete vorhanden, so sei zu hoffen, daß ein gemeinsames Borgehen unter Vermeidung aller Stämpfe herbeigeführt wird. Damit ist die erste Lesung beendet. Schluß gegen 5 Uhr. Nächste Sigung Montag 2 Uhr. ( Erste Lesung des Abkommens mit Italien wegen des Patent, Mufter und Martenschutzes und zweite Lesung des Handelsvertrages mit der Schweiz.) Tokales. " Hier waren der Wohnungsinhaber und der 22 Jahre alte Schmied| hätten, das Jahrmarktstreiben in Trier zu geißeln. Der AnJulius Schewitz damit beschäftigt, Gipsformen zur Herstellung geklagte Deter gab zwar zu, das Bild vor dem Druck gesehen zu von Markstücken zu bereiten und derart in ihre Arbeit vertieft, haben, bestritt aber, erkannt zu haben, daß demselben eine solche fofort isolirt und es begann die Durchsuchung der Räume, than. daß sie ohne Mühe überrumpelt werden konnten. Sie wurden Auslegung gegeben werden könne, wie es der Staatsanwalt ge Der Staatsanwalt hielt es an und für sich nicht welche ein überraschendes Ergebnis lieferte. Zinndeckel von für schön, Gefühle, die für einen Theil der Bevölkerung heilig Bierfeideln, abgebrochene Britannialöffel, Blei und ver- feien, zum Gegenstande des Hohnes und Spottes zu machen. fchiedene andere Metalle hatten den Verbrechern zur Anferti- Der Staatsanwalt gab zu, daß die Bestimmung des§ 166 fich gung des Geldes gedient. Dicht an dem Kachelofen befand sich auf allgemeine Einrichtungen und Gebräuche als solche und eine Kleine eiferne Feuerung, welche als Schmelzofen diente. nicht auf einzelne Vorgänge beziehe, die Verehrung von Feilen, Grabstichel, Meißel und Bohrer bildeten das Handwerk- Reliquien gehöre aber zu solchen allgemeinen Einrichtungen zeug in der Falschmünzerwerkstatt. Wenn nun auch nur ein und zu den von der fatholischen Kirche als verehrungs einziges Falschstück den Beamten in die Hände fiel, so dürfte würdig anerkannten Gegenständen. Das Wallfahren zu solchen es feinem Zweifel unterliegen daß Meyer und Schewiß schon verehrungswürdigen Gegenständen sei in katholischen Ländern lange Geld angefertigt und durch Helfershelfer in den Verkehr eine allgemeine Einrichtung. Die Angeklagten hätten diese EinDie nothleidende Landwirthschaft" ist in den letzten gebracht haben. Schewig, welcher noch unbestraft ist, giebt die richtung geradezu beschimpft und müßten dafür bestraft werden. Tagen in den Parlamenten wieder der Gegenstand der liebens- Berfertigung zu, bestreitet aber die Berausgabung, da die Her Was den Angeklagten Deter betrifft, so liege objektiv eine strafwürdigsten Fürsorge unserer nimmersatten Agrarier gewesen. Die ftellung nicht genügend gelungen gewesen sei. Diesem widerspricht bare Beihilfe vor und derselbe müsse die Tragweite des Bildes Herren Grafen, Barone und sonstigen Herren„ von" stellten sich indeß das Falschstück und die in vorzüglicher Güte vorhandenen auch erkannt haben. Wenn Jemand bei einer Schlägerei einen immer so an, als ob sie des nächsten Tages Hungers sterben Formen. Die Verbrecher wurden sofort hinter Schloß und Stock hinreicht, mit welchem eine Körperverlegung verursacht müßten, wenn sie den hohen Getreidezoll nicht mehr einfädeln Siegel gebracht und dürften schon jetzt in das Untersuchungs- werde, so sei er wegen Beihilfe strafbar, dasselbe müsse in der tönnen. Einer diefer Gemüthsmenschen brachte es fogar jüngst Gefängniß übergeführt worden sein. Presse bei Jedem der Fall sein, der seinen Arm und feine Kraft im Abgeordnetenhause fertig, dem Eisenbahnminister den Vorwurf zu machen, daß die Bahnverwaltung ihren Arbeitern zu hohe für eine ftrafbare Handlung hergiebt. In dem Augenblicke, wo Ein räthselhafter Selbstmord in einem Hotel nimmt seit er die Strafbarkeit erkennt, dürfe er eben nicht mehr mitthun. Löhne bezahle. Durch die Gewährung dieser fürstlichen Löhne vorgestern die Thätigkeit der Kriminalpolizei in Anspruch. Am Der Staatsanwalt beantragte gegen Trojan 1 Woche, gegen würden die in den landwirthschaftlichen Betrieben beschäftigten 21. b. M. fehrte um die Mittagszeit eine etwa 35 Jahre alte üttner 5 Tage und gegen Deter 3 Tage Ge Heloten veranlaßt, die Mistgabel mit der Bahnarbeiter- Müze Dame in das Hotel Deutscher Kaiser", Königgrägerstr. 25, ein fängniß. zu vertauschen, und deshalb trage der Eisenbahnminister die und schrieb in das ihr vorgelegte Fremdenbuch den Namen: Rechtsanwalt Dr. Sello: Der Staatsanwalt schaffe durch Schuld, wenn der Landwirthschaft diese so nothwendigen Arbeits- Martha Rosenbaum aus Leipzig, ein. Da sie teinerlei Gepäck diese Antlage ein nach zwei Richtungen hin aufregendes Präze träfte entzogen würden. Nun, den Lohn der Bahnarbeiter fennt mit fich führte, so mußte sie das Zimmer im Voraus bezahlen benz. Was den Angeklagten Deter betrifft, so sei die Antlage Jedermann, wir haben noch nicht gesehen, daß sich einer der- und beglich auch ihre sonstigen Rechnungen sofort. An dem gegen diefen nur eine Fortsetzung der neuerdings vielfach in die selben ein Rittergut gespart hätte. Wenn der Bahnlohn den felben Abend beauftragte sie den Bimmerfellner, sie am nächsten Erscheinung tretenden Bestrebungen zur Ausdehnung der preßLandwirthschaftlichen Arbeitern schon verlockend hoch erscheint, Morgen frühzeitig zu wecken, da sie eine wichtige Unterredung gefeßlichen Bestimmungen in pejus der an der Herstellung der wie niedrig müssen da erst die Letzteren bezahlt werden! mit einem Dottor um 9/2 Uhr vornehmen müsse. Um 71/2 Uhr Preßerzeugnisse Betheiligten. Die Rechtsausführungen des Die Fabel von der„ nothleidenden Landwirthschaft" glaubt nun am nächsten Morgen flopfte der Hausdiener Mroczynski an Staatsanwalts bezüglich bes Deter feien in hohem Grade rechts heute Niemand mehr, als die Landbarone selber und die die Zimmerthür und wiederholte dies später, ohne indeß Ant- irrthümlich, denn es sei unmöglich, einem Maschinenmeister eines wissen auch, weshalb sie daran festzuhalten haben. Die Groß- wort zu erhalten. Jetzt wurde der Wirth Herr Hoffmann Welt blattes einen Dolus nachzuweisen, wenn er sich auf das Amt grundbesitzer führen heute bei uns noch ein Leben wie Gott in herbeigerufen, welcher von einer Beiter aus durch ein über der beschränkt, zu welchem er angestellt ist, nämlich, die Druckform mecha Frankreich, wenn sie in Schulden steden bis über beide Ohren, Bimmerthür befindliches Fenster' sah. In dem Zimmer am nisch zurecht zu stellen. Die Freisprechung des Angeklagten So sind sie selbst baran schuld. Selbst den Gutsbesikern mittleren Fensterfreuze hatte sich die Fremde mittelst eines Handtuches er- Deter ergebe sich von selbst. Weit wichtiger sei der weitere Schlages muß es noch ganz leidlich ergehen; als wir wenigstens hängt. Obgleich die Unbekannte Alles, was auf ihre Person Anklagepunkt, und ein großer Theil des evangelischen und auch folgende Notis lafen, tonnten wir uns von einer nothleidenden Bezug haben konnte, beseitigt hatte, so trug doch noch ein Taschen- des fatholischen Deutschlands sehe mit Spannung auf diese BerLandwirthschaft keinen so rechten Begriff machen: tuch die Buchstaben P. F. Hiernach scheint der Name Rosen handlung. Die Angeklagten haben nicht die Inftition der Re Mit welchem Auswande und Lurus noch immer die baum erdichtet zu sein und es ist noch nicht gelungen, das Dunkel liquienverehrung als solche geißeln wollen, sondern den Betrug und Bauernhochzeiten gefeiert werden, konnte man vor aufzuklären. die Ausbeutung, die dort wahre Orgien feierte. Wenn selbst einigen Tagen in dem benachbarten Hermsdorf be obachten. Eine Tochter des dortigen Gemeindevorstehers als Abgötterei und Aberglauben bezeichnen und verurtheilen, fo orthodoxe katholische Schriftsteller die Verehrung falscher Reliquien verheirathete sich an einen Besitzer des Nachbarortes wird's doch wohl in einem evangelischen Lande und einem Echönfließ. Es waren zu dieser Hochzeit 170 Personen evangelischen Christen gestattet sein, die Ausstellung des heiligen geladen. Damit diese nicht Noth leiden sollten, hatte der Rockes als" Humbug" zu bezeichnen. Der Staatsanwalt habe Brautvater außer einem kleinen Hühnerhof und mit seinen" Ausführungen die uralten Rechte der Satyre, einigen Beutnern Karpfen ein Rind, einige bis zum Kladderadatsch es als ihre besondere Aufgabe halten des Spottes und des Wiges verkannt, welche von Aristophanes Kälber, zwei Schweine und vierzig Gänse schwarzen Anzug. schlachten lassen. Der Wein floß in Strömen, und die Toiletten der Damen setten durch ihren Reich: ,, ridendo dicere verum". Gerade dieser Fall sei besonders dazu thum in Erstaunen. Siedender Kalk wurde vorgestern in der Leipzigerstraße angethan, und die Wallfahrt zum heiligen Rock nach Trier könne Diese Notiz macht jetzt die Runde durch die gesammte bicht vor den Spittel- Kolonaden war etwas defeft geworden, und züglich dieses eklatanten Falles der Reliquienverehrung habe sich zum Aufthauen des Erdbodens benutzt. An der elektrischen Leitung unmöglich unter§ 166 des Strafgesetzbuches fallen. Gerade be bürgerliche Presse, und sie wird den Neid aller Derer erwecken, ba man bei dem starken Frost die Erde mit Spaten nicht öffnen im Laufe der Jahrhunderte die Literatur zu einem toloffalen die es dem wohlhabenden Bauern nicht gleich thun können. tonnte, mußte man zu obigem Mittel die Zuflucht nehmen. Das Umfange angehäuft. Die Trierer Heiligthumsfahrt vom Jahre Eine Hochzeit mit 170 Personen, das ist doch noch etwas! Wir überlassen es unseren Lesern, fich auszumalen, wie es hat sich im vorliegenden Falle bewährt. selbe ist von der chemischen Versuchsanstalt empfohlen worden und 1844 habe nicht nur zur eingehendsten Untersuchung über den bei dieser Schwelgerei zugegangen sein mag. Während Tausende heiligen Rock geführt, sondern so weitgehende Wellen geschlagen, von Arbeitslosen die deutschen Gaue durchziehen, während der daß ein noch jetzt allgemein bekanntes Boltslied daraus entstanden In der Poliklinik des Profeffors Dr. Litten, Dorotheen- ist. Es sei erstaunlich, warum der Staatsanwalt von seinem Aufenthalt in einer Wärmehalle und ein Napf Erbsenbrühe straße 8, werden wochentäglich von 12-2 Uhr innerlich Kranke Standpunkte aus nicht jedes einzelne Exemplar des Rommers Hunderten von Darbenden als ein göttlicher Genuß erscheint, unentgeltlich behandelt. Auch sind daselbst Vorrichtungen ge- buches, in welchem das schöne Lied von der Freifrau von Drostewährend allseitig fonstatirt wird, daß der Nothstand immer troffen zur mechanischen Behandlung chronischer Lungenkrank Bischering steht und jeden Studenten, der in fröhlicher Kneiplaune größeren Umfang annimmt, während von allen Stüßen der heiten.. dieses Lied fingt, unter Anklage stellt. Dies erkläre sich nur das heutigen Gesellschaftsordnung unter Berufung auf christliche durch, daß jenes Lied eben nicht die Institution der Reliquien Nächstenliebe und christliche Barmherzigkeit der Klingelbeutel im Polizeibericht. Am 22. d. M. Bormittags fiel ein Herr verehrung als solche treffen sollte, sondern jene standalösen Bor Lande nmbergefchickt wird, um die schlimmste Noth abzu- vor dem Haufe Acterstraße 70 infolge eines Fehltritts zur Erde gänge, welche damals, wie heute, nicht nur die evangelische Bes wenden, amüsirt man sich in Hermsdorf in so vorzüglicher und brach ein Bein. Er wurde nach dem Lazarus- Krankenhause völkerung empörten, sondern auch die katholische. Ganz genau Weise. gebracht. Zu derfelben Zeit versuchte ein Arbeiter in der so verhalte es sich mit den inkriminirten Artikeln, welche lediglich Wohnung einer Wittwe in der Schwedterstraße sich mittelst Salz- den Betrug und die Ausbeutung treffen wollten. Selbst ein so gut fäure zu vergiften, so daß er innerlich schwer verletzt nach der katholischer Herrscher, wie Napoleon I. habe s. 3. die Wallfahrt Charitee gebracht werden mußte. In einem Hotel wurde nach Trier nur unter der Bedingung gestattet, Nachmittags eine dort wohnende, etwa 50jährige Frau erhängt Heilung dafelbst stattfinde". Luther habe die Ausstellung des „ daß keine vorgefunden. Im Laufe des Tages fanden vier fleine heiligen Roces einen Betrug genannt, der auf dem Jahrmarkt Brände statt. -www Ach, wer doch auch zu dieser„ nothleidenden Landwirthschaft" gehören möchte! Verschwunden ist seit dem 18. d. M. der Schuhmacher meister Rudolf Mühlau aus Weißensee. Derselbe, ein 63 Jahre alter Mann, hatte sich an diesem Tage nach Berlin begeben, um Einkäufe zu machen, ist aber nicht nach Hause zurückgekehrt und Spurlos verschwunden. Zu der Annahme eines Selbstmordes liegt nächst noch räthselhaft. Mühlau trug bei seinem Fortgehen einen feine ersichtliche Beranlassung vor, und der Vorfall ist daher zu Gerichts- Beitung. des Teufels getrieben werde". Zahlreiche Broschüren sind auch im vorigen Jahre erschienen, welche den geschäftlichen Spekulations geist, der die Wallfahrer rupfte, an den Pranger stellten, und die in Trier feilgebotenen Geschäftserzeugnisse hätten flar gezeigt, wie daselbst der geschäftliche Egoismus und Spekulations geist es verstanden haben, ihr Schäfchen ins Trockene zu bringen. Er erinnere nur an die ausgebotenen " Jesu Oblaten" welche auch noch nach dem Feste mit Der über Nacht eingetretene starke Schneefall hat zahlreiche Verkehrsstörungen zur Folge gehabt. In erster Linie hatten die von den Vorarten nach Berlin führenden Pferdebahnlinien darunter zu leiden. Von den alltäglich mit Lebensmitteln von außerhalb zu Markte kommenden Bauern und Händlern war das gleiche Faktum der Verspätung zu verzeichnen. In der Stadt felbst hatten namentlich die Omnibusse einen schweren Stand. Eine Zugentgleisung fand vorgestern Nachmittag auf dem Stettiner Bahnhof statt. Auf den Strängen der Nordbahn entgleisten infolge falscher Weichenstellung die letzten drei Wagen eines von Oranienburg einlaufenden Personenzuges und wurden der verantwortliche Maschinenmeister"- darum handelte zu nennen, fei das gute Recht der Angeklagten und man sollte Der heilige Rock zu Trier, der Kladderadatsch und Erfolg genossen werden können." Solche Erscheinungen Humbug" start beschädigt. Die Zunge der Weiche wurde erheblich verbogen es sich bei einer Anklage wegen Verspottung von Einrichtungen benfelben bafür dankbar sein, daß sie das rechte Wort zur rechten und die Handhabe derselben erlitt einen größeren Schaden, fodaß der katholischen Religion, welche gestern die VII. Straf- Beit ausgesprochen haben. Man dürfe doch nicht vergessen, welche fie einer umfassenden Reparatur unterzogen werden mußte. In fammer des Landgerichts I gegen den verantwortlichen Redakteur Auffaffung die Angeklagten über die Echtheit gerade biefer folgedeffen trat eine Betriebsstörung ein und erlitten hierdurch des Kladderadatsch", Johannes Trojan, den Zeichner Franz Reliquie haben. Die Züge beträchtliche Verspätungen. 1/45 Uhr vom Bahnhof abgehende Bug erst um 3/46 Uhr zur Ab- verhandeln hatte. Trojan und Jüttner sollen durch ein in Trier habe es selbst ausgesprochen, daß bei den Reliquien von So gelangte der um Albert Jüttner und den Maschinenmeister Franz Deter zu anders, wie der Staatsanwalt. Der Hirtenbrief des Bischofs von Die Kurie selbst stehe dazu doch wesentlich fahrt, während der um 73/4 Uhr abgehende Bug erst 8 Uhr zehn Nr. 33 des Kladderabatsch" veröffentlichtes Bild unter der einem Glaubensfaye nicht die Rede sein könne und daß, wenn Minuten abdampfen konnte. Ueberschrift Der große Gimpelfang in Trier", fowie durch es sich im Einzelnen um die Echtheit einer Reliquie Von einem Eisenbahnzuge überfahren und auf der Stelle getödtet wurde am gestrigen Abend in Spandau ein Grenadier der 3. Rompagnie des 4. Garde- Regiments 8. F. Namens Hilmers. Als derfelbe sich auf einem Eisenbahnüber gange befand, wurde er von einem Güterzuge derart erfaßt, daß Der Körper bis zur Unkenntlichkeit zermaimt wurde. Ob ein Un glücksfall vorliegt, oder ob H. vielleicht freiwillig in den Tod gegangen ist, das hat noch nicht Klargestellt werden können. " Durch die Umsicht der Aufsichtsbeamten ist am 20. d. m. zwei Artikel unter der Ueberschrift Aus Trier" und handelt, es Jedem urbenommen sein müsse, nach vers ein Eisenbahnunglück verhütet worden, das traurige Folgen Höhere Politit" Einrichtungen und Gebräuche der fatholischen nünftigen Gründen sein Urtheil zu fällen. Wenn der katholische hätte nach sich ziehen können. Der 7 Uhr früh aus Friedrichs Stirche beschimpft zu haben, während Deter den beiden an Oberhirt felbst folchen Standpunkt einnehme, dann solle es einem berg abfahrende Sonderzug war eben in den Bahnhof Rummels- deren wissentlich Hilfe geleistet haben foll, indem er Bild und evangelischen Christen, der ein humoristisch- satyrisches Blatt burg eingefahren, als der planmäßige Zug von Berlin( Nord- Artikel zum Abdruck brachte. Den Vorstß führte Landgerichts- herausgiebt, als ein ftraswürdiges Vergehen angerechnet werden, ring) auch schon in den Bahnhof einfuhr. Die Passagiere waren rath Kannenberg, die Anklage vertrat Assessor Dr. wenn er ein vollgerüttelt Maß der Satyre über den heiligen gerade im Begriff umzusteigen, eine Anzahl waren schon aus den Strähler, die Vertheidigung führte Rechtsanwalt Dr. Sello. Rock von Trier gießt?! Nun und nimmermehr tönne bie Rupee's geftiegen, da ertönten plöhlich durchdringende Warnungs Der Artifel„ Aus Trier" berichtet über das bei der Wallfahrt Anbetung einer falschen Reliquie ein Glaubensfah der katho rufe, die Beamten stürzten, heftig geftitulirend, von allen Seiten nach Trier herrschende Treiben. Es wird u. 2. erzählt, daß lischen Kirche sein und er berufe sich auf die Wissenschaft, speziell auf herbei und nur mit der größten Haft war es den Ausgestiegenen unter dem Gefange des alten Studentenliedes„ Freifrau von Droste- Eybel und Gildemeister darüber, daß der heilige Rock in Trier nun möglich, von den Geleisen herunter zu kommen. Da brauste auch Bischering" die Pilger in die Stadt einziehen und daß in Trier selbst und nimmermehr das irdische Gewand von Christus sein könne. schon der Berliner Zug heran. Eine Minute später und derselbe zahlreiche Buden aufgeschlagen feien, in welchen Fettdamen, unter ernſten Männern der Wissenschaft und Geschichtskunde befuhr mitten durch die Ausgestiegenen hindurch.... Seejungfern, Zwerge, Raferlafen, elektrische Mädchen, zweitöpfige stehe über die Unechtheit des heiligen Rockes feinerlei Zweifel Kälber und andere Meerwunder zu sehen seien. Der fliegende Wurst und wenn selbst in einer Broschüre katholischer Geistlicher bie handel habe einen Umjang angenommen, der für den Pferdebant el Berehrung unechter Reliquen als ein Aberglaube hingestellt der Broving befürchten lasse. In den Wirthshäusern feien 581 Krüden werbe, jo sei ein evangelischer Christ gewiß berechtigt, bezüglich zurückgelassen worden, so daß es den Anschein habe, als ob des heiligen Roces von einem Humbug" zu sprechen. Der An Heilungen vorgekommen wären. Großes Aussehen habe ein getlagte Trojan habe eine Fülle dankender Buschriften gerade Blinder erregt, welcher einen Lahmen auf der Schulter trug und aus der Trierer Gegend erhalten und er zweifle nicht daran, daß in diesem Zustande von Gumbinnen nach Trier gewallt fet. der Gerichtshof durch Freisprechung der Angeklagten anerkennen Nach dem Genuffe einiger Schoppen hätten sie einander ver- werde, daß diefelben hier einem Falle gegenüber standen, von wechselt und der Lahme habe den Blinden bis zur nächsten dem vollauf das Wort gelte:„ Difficile est, satyram non Falschmünzer bei der Arbeit aufzuheben, ist der Krimi- Ausstellung des heiligen Roces als Bumbug" bezeichnet, den die Kneipe getragen. In dem Artikel Höhere Politit" wird die scribere!" nalpolizei in Charlottenburg gelungen. Seit längerer Zeit, fo fchwachen Köpfe der Katholiken fehen müßten, um ihn begreifen hinzu: Er fei fich nicht bewußt gewesen, Einrichtungen ber Der Angeklagte Trojan fügte felbft noch einige Worte schreibt ein Berichterstatter, wurden in Berlin falsche Ein- und au lernen. Zweimarkstücke in den Bertehr gebracht, ohne daß es der Kriminal- Bild zerfällt in drei Abschnitte. Der erste Abschnitt zeigt unter Anklage gestellten Satyre fei ein sehr unheiliger und Das gleichzeitig unter Antlage gestellte fatholischen Kirche zu beschimpfen, denn der Gegenstand der polizei gelingen wollte, die Verfertiger oder Berbreiter zu ermitteln. Das Eintreffen der Wallfahrer in Am Donnerstag Vormittag ging nun bei der Kriminalpolizei in der Trier. Ein mit irreligiöser. Die schnöde Habsucht und den Aberglauben au zu Charlottenburg die Mittheilung ein, daß in dem Hause Mehl" als Gimpel dargestellt sind, zum Eintritt ein. Auf dem zweiten Ausfluß der öffentlichen Meinung und des gesunden Menschen Stola bekleideter Vogel ladet die Wallfahrer, die geißeln sei die Pflicht und das Recht eines Blattes, welches der auf der Nonnenwiese, und zwar in der Wohnung des Gürtlers Bilde werden diese Gimpel gerupft und in Käfige gesperrt, auf verstandes sein wolle. Julius Meyer ein eigenthümliches Treiben sich entwickele. Abends denen sich Kirchenkreuze befinden. Die Federn werden in Säcke darstellungen noch weit hinter der Wirklichkeit zurück und unter Das Bild bleibe mit seinen Einzel bei eintretender Dunkelheit werde es in einem hofwärts belegenen gepact, welche bezeichnet sind als Gasthof zur ewigen Lampe", den verständigen Bürgern von Trier habe berechtigte Gnts Bimmer abwechselnd plöglich hell und wieder dunkel, es habe den Hotel zum Kirchenlicht" zc. zc. Auf dem dritten Bilde steht rüstung geherrscht über das Jahrmarktstreiben, bei welchem Anschein, als ob sich daselbst eine ganz fonderbare Feuerungsanlage man wiederum einen mit einer Stola belleideten Vogel, welcher von Andacht teine Rede gewesen sei. befinde. Da Meyer ein vielfach, auch mit Buchthaus vor- fegnend seine Hände über die betrübt von dannen ziehenden auch mitgetheilt, Es sei ihm bestrafter Mensch ift, so bligte in der Kriminalpolizei plöglich der Gimpel breitet. Angeflagter Trojan bekannte fich als beutung des Publikums in Konturrenz mit den Gastwirthen ge daß einzelne Geistliche in der Aus Gebante auf, es möchte sich hier um die langgesuchte Falsch- Verfasser des Artikels Aus Trier" und übernahm die Vertreten feien. Zu dem Ausdruck Humbug" halte er sich diesem müngerei handeln. Mit einem Aufgebot von Kriminal Schuß- antwortung für den Artikel Höhere Politit", dessen Ber- Treiben gegenüber vollkommen berechtigt. Luther habe viel männern umstellte der Kriminalkommissar Krause bereits zur faffer zu nennen Mittagszeit das Grundstück und begab sich bald nachher mit üttner hat bas betreffende Bild gezeichnet. er jetoch jet och ablehnte. Der Angeklagte fchärfere Ausbrücke gebraucht. Wenn im 16. Jahrhundert, in einem Schutzmann vor die Meyer'sche Wohnung, fand die bestritten die Absicht einer Berspottung der Einrichtungen der freiheit geherrscht hätte, wie heute, dann würden Männer, wie Beide welchem fo viele Streitschriften erschienen, ebenso wenig Preß Korridorthür offen und betrat sofort das geheimnisvolle Zimmer. fatholischen Kirche und betonten, daß sie nur den Zweck verfolgt Vischer wahrscheinlich niemals aus dem Gefängniß heraus 89 Satobftraße 120. Michel" Koppenfiraße 43c. Privat Theatergesellschaft Stern", Altb am Sonntag, abends von 6-8 Uhr, 2. Lehrlingsabtheilung: am Montag, Abenbi Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. übed'scher Zurnverei 1. Lehrlings- Abtheilung turnt Montag von 8-10% Uhr Bant str. 9-10 in Don 8-10 Uhr, Männerabtheilung. Berliner Turngenossenschaft" effing- Gymnasium. von 8-10 Turnvereinsten", Lehrlingsabtheilung, Montag 8-10 Uhr Abends, Blumenstr. 63a. Männer- efangverein Fausimann, Reichenbergerfir, 73 a. Gäste willkommen. Neue Mitglieder Tyrolienne". Montag und Sonnabend 9 Uhr Uebungsstunde bet werden aufgenommen. gefommen sein, Luther hätte in einer ähnlichen Gefahr Gemeinde überhaupt Vertretung hätten, so würde die Bahloffnung" bet Schneider, Adalbertstr. 8.- Rauchflub Deutscher gestanden und die ganze Reformation wäre in einer unserer Vertreter sich auch vermehren. Genoffe Schilling Unzahl von Prozessen erstickt. Gerade die Trierer Vor- führte an, in Reinickendorf seien die Verhälnisse günstiger als in gänge hatten gezeigt, daß die Zeit der Aufklärung hinter Pommern; wenn wir alle thatkräftig für die Betheiligung an uns liege und die Finsterniß der Geister wieder überhand nehme. den Gemeindewahlen einträten, so würde der Sieg nicht aus Dagegen mit den Waffen der Satyre anzufämpfen, tönne un- bleiben. Genoffe Glaß nahm darauf Bezug, daß von den bis möglich ftrafbar sein. Der Gerichtshof sprach nach turzer herigen Vertretern noch feiner in einer Versammlung über feine Berathung die brei Angeklagten frei, weil es nicht Thätigkeit Bericht erstattet hat; wenn die Sozialdemokratie in die zur Ueberzeugung des Gerichtshofes gelangt war, daß die Ange- Gemeindevertretung eingezogen sei, würde das anders werden. flagten das Bewußtsein gehabt haben, durch die Artikel und das Nachdem folgende Resolution des Genossen Thal: Bild öffentliche Einrichtungen und Gebräuche der katholischen Kirche zu beschimpfen; ihr Einwand, wonach sie nur die jahrs marttsähnlichen Zustände geißeln wollten, vielmehr nicht widerlegt erscheine. Da teine strafbare Handlung vorlag, mußte auch der Angeklagte Deter von der Anklage der Beihilfe frei gefprochen werden. " Raucht lub Weiße Wolte". Montag Abends von 9-11 Uhr, Montag Abend von 8%-10% Uhr bet jöneburg," Grüner Beg Nr. 9. Streltzerstraße Nr. 16, bet Becker. Rauchklub Deutscher Michel" Rauchtlub, Freiheit", jeben Montag um 9 Uhr bei Wuttte, Friedrichsbergerftraße 4.- Rauchflub, Blaue Quaste", Abends 9 Uhr Pflugftraße 16 bet willy Schmidt, Wrangelftr. 141: Sigung. Gäste willkommen. Dudeck. Rauchflub ,, Brüderlichtett" jeden Montag von 9-11 Uhr bei Straße 34. Die heutige Versammlung erklärt sich mit den Aus: führungen des Referenten einverstanden und verspricht mit allen Kräften für die Gemeindewahlen einzutreten und bei denfelben für die sozialdemokratischen Kandidaten zu stimmen" Berein der Oberlausiber", Montag, Abends 9 Uhr im Restaurant einstimmig angenommen war, wählte die Versammlung ein Wahl- Hedwig, Rosenthalerftr. 45.- Verein der Goldiner". Jeden Sonntag komitee, das aus folgenden sechs Genossen besteht: Thal, gefelliger Abend, Görligerstr. 38, beim Landsmann Wuttke. Friedrichs= Discherto, Klingmann, Beiße, Hammer und erein", ehemal. Schüler des Friedrichs- Waisenhauses, Montag, OranienFunte. Als Vertrauensmann wurde Genoffe GI a ß, nachdem Bergnügungsverein, Freundestreue", suhr, im Restaurant& er th, ihm Decharge ertheilt worden, einstimmig wiedergewählt. Burim Restaurant„ Sum Reichsgarten", Drantenftr. 108. Damen und Herren als Prinzenstraße 106. Bergnügungsverein Fidel to", Montag Abends 9 Uhr Neuwahl der Lokalfommission theilte Genosse Discherto mit, Gäste willkommen. Bergnügungsflub Mephisto", Montag Abend daß in Reinickendorf die große Mehrzahl der Wirthe uns ihre 8% Uhr bei Wolff, Brunnenstr. 35a. Bergnügungsverein Edelweiß 2" BergnügungsLokale zu Versammlungen hergiebt. In die Lokalkommission jeden Montag im Restaurant Reichsgarten, Drantenstr. 108. Arbeiter Berein, Amicitia", Sigung Sonntags um 3 Uhr im Bereinshaus, Wilhelmwurden hierauf die Genossen Tha 1, Discherto und Richter ftraße 118. Damen und Herren willkommen. Privat- Theatergesellschaft, offgewählt. nung", Sonntag, Abends 8 Uhr, bei Krebs, Ohmgaffe 2. Gäfte, Damen und Herren, willkommen. Privattheater- Gesellschaft Augusta- Victoria", Sonntag 3 Uhr im Bittoria- Saal, Perlebergerstr. 13. Gäste willtommen. Versammlungen. Im Fachverein der in Buchbindereien und ver wandten Betrieben beschäftigten sprach am 18. Januar Herr Joseph über den Werth der Berufsstatistit. Der Redner hob hervor, daß, wenn man durch Aufnahme einer Berufsstatistik wirklich etwas erzielen " wolle, man vor allem die soziale Lage der Kollegen berücksichtigen versammlung statt, in welcher der Reichstags- Abgeordnete Pollac- Club„ Eintracht", bet Gustav Schulze, Wienerftr. 68. Gäste will 0 tommen. -PO " Dermischtes: In Charlottenburg fand am 20. Januar eine Bolts müffe, was gerade bei amtlich aufgenommenen Statistiken außer Tuyauer über die tommen. Geselliger Bergnügungsverein Nord" Sonntag NachGewerbe Gerichte" Acht gelassen würde, während durch die von den Arbeitern ſelbſt Redner erörterte in flarer und fesselnder Weise die Entwickelung Dhmgaffe 2. sprach. mittag 4 Uhr bei Rade, Müllerstr. 161. Gäste, Herren und Damen, willTheater- und Pantomimenverein, tbeler Geist" bet Krebs, aufgenommenen Statistiken in vielen Fällen die menschen- der Gewerbegerichts- Materie und hob von den Schattenseiten des ham, Straßburgerstr. 5. Gäfte, burch Mitglieder eingeführt, willkommen. Geselliger Klub ,, Namenlos. Jeden Montag bei Abraunwürdigen Zustände ans Tageslicht gekommen sind. So z. B. jetzigen Gefeßes besonders die zu hoch gesteckte Altersgrenze der Theater und Bergnügungs- Verein„ Amor", Sigung Montag, 9½ tbr, bet tomme im Regierungsbezirk Potsdam mehrfach eine Arbeitszeit Beiniger hervor, wonach z. B. ein Reichstags- Abgeordneter Kummer, Ackerfir. 18 Aufnahme." Herren und Damen dazu willkommen. von 16 bis 17 Stunden, im Regierungsbezirk Frankfurt a. D.( Münch) wohl in der Lage war, das Gesez als solches schaffen Sizung jeben Sonntag Nachmittag 5 Uhr im Restaurant von Frit Zeniter, Nach der Sigung Fidelitas. Bergnügungsverein and in Hand". eine solche von 18 bis 19 Stunden vor. Der Redner zu helfen, aber seines geringeren Alters halber selber als Beisitzer nicht Rosenthalerstr. 36. Gäste willkommen." Psyche", Theater- und Ver empfahl, bei Aufnahme von Statistiken das Augenmerk hauptächlich wählbar war. Demnach erscheint das neue Gesetz schon heute gnügungs- Berein. Sigung jeden Sonntag, Abends& uhr, Königstadt- Kasino auf die Arbeitszeit, die Behandlung seitens der Unternehmer, die verbesserungsbedürftig. Abgesehen von den Mängeln des Gesetzes literatur, Damen nicht unter 16, Herren über 20 Jahre, willkommen. Holzmarktstr., part. Lese- Uebungen. Fidelitas. Gäste mit Verständniß für Gesundheitseinrichtungen und die Perioden guten und schlechten habe aber natürlich die Arbeiterschaft das lebhafteste Interesse daran, Frete Bereinigung der Kaufleute. Jeben Montag Abend: Ge Geschäftsganges zu richten. Der Deffentlichkeit könne man dann daß die Gewerbe- Gerichte ihren Wünschen entsprechend zusammen- fellige Busammenfunft der Mitglieder bei Bodenburg. KommandantenForderungen der Arbeiterschaft sind. Herr Joseph schloß und Durchführung der Wahl im Arbeiterfinne ein Komitee aus auf Grund der Thatsachen beweisen, wie gerecht die bezüglichen gesetzt sind. Die Versammlung wählte sodann zur Vorbereitung ftraße 10-11. Daselbst Ausgabe der Bibliotheksbücher. feinen beifällig aufgenommenen Vortrag mit der Aufforderung, folgenden Personen: Maurer Schulze, Anstreicher Leubhold, es möge jeder sein Theil dazu beitragen, daß die aufzunehmende Schmied Berbe, Maurer Schneider, Zimmerer Fritsche, Berufsstatistit so vollkommen wie möglich wird, damit wir Klempner Fiebig, Schlosser Steinberg. Ferner wurde unserem Ziele wieder um einen Schritt näher rücken. Nach dem durch eine Resolution der Wunsch ausgesprochen, daß die Wahl Vortrage wählte die Versammlung in die Kommission, welche der Beifizer aus der Klasse der Arbeiter an einem Sonntag stattdie Berufsstatistik aufzunehmen hat, die Kollegen G. Schulz, finden möge. Wie find die Geburtstage zu zählen? Ist der Tag, an Radtke, Gabs, Deter, Krause, Herlein und Seidel welchem das Kind ein Jahr alt wird, dessen erster oder zweiter Dann hob man den Beschluß der Versammlung vom 4. Januar Geburtstag? Das Reichsgericht hat sich hierüber ausgesprochen. In einer Volksverfammlung zu Adlershof sprach dieser Es war gegen ein Schwurgerichtsurtheil Revision eingelegt, weil auf, wonach die Kollegen 5 pet. des Arbeitsverdienstes zur Lage Herr Gustav Kesler unter großem Beifall über das eine Zeugin, welche am Tage ihrer Vernehmung und Bereidigung Unterstügung der Buchdrucker zahlen sollten, und beschloß statt Thema" Anarchismus und Sozialismus". Der Redner definirte 16 Jahre alt geworden war, noch nicht eidesmündig sei. Das dessen für die ausgesperrten Buchdrucker auf Listen zu sammeln. beide Begriffe dahin, daß beim Anarchismus der Einzelne dar- Reichsgericht erklärt, daß die Beugin mit Beginn des TerminBedauert wurde hierbei, daß gerade Kollegen, welche die höchsten über entscheidet, was der Gesammtheit nüßlich oder schäblich, tages ihres 17. Geburtstages" die Eidesmündigkeit erlangt Löhne erhalten, dem oben erwähnten Beschlusse bis jetzt un- während beim Sozialismus die Gesammtheit bestimmt, was der habe. 3 ist hiermit also die alte Streitfrage durch höchsten genügend nachgekommen find, während minder gut bezahlte Ginzelne im allgemeinen Intereffe zu thun oder zu laffen hat. Richterspruch des Reiches dahin erledigt, daß man mit BollenKollegen größere Opferwilligkeit zeigten. Ehrenfache eines Jeden Das Vorhandensein eines gewiffen Anarchismus tonstatirte der dung des 16. Lebensjahres den 17. Geburtstag begeht, daß also sei es, Beschlüssen, welche die Gesammtheit faßt auch nach Redner an dem Schalten und Walten der Kohlen- und Eisenringe, der Tag, an welchem das Kind ein Jahr alt wird, sein zweiter zukommen. Gleichzeitig fei hier noch mitgetheilt, daß die und forderte zum Schluß feiner Ausführungen die Anwesenden in Geburtstag ist. Säumigen unbedingt ihrer Pflicht nachkommen müssen. warmen Worten zur gemeinsamen, fleißigen Thätigkeit für die Ziele Ein Erdbeben richtete in der Nacht zum 28. Januar in Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend.( Aus- darunter einer, welcher sich direkt als Anarchist bekannte, gegen Auch sind dabei Menschen ums Leben gekommen. der Sozialdemokratie auf. In der Debatte sprachen mehrere Redner, Rom und namentlich in dessen Umgegend großen Schaden an. schußsizung am 10. Januar). Der erste Punkt der Tagesordnung den Referenten, theilweise unter großer Unruhe. Genoffe Reßler wurde durch die Aufnahme von 3 Vereinen erledigt. Die Ab- widerlegte die Einwendungen der Gegner unterm Beifall der zu Wyszki( Rußland) wurden 42 Personen erschlagen und Durch den Einsturz des Chors in der katholischen Kirche rechnung vom Stiftungsfest ergab ein wenig erfreuliches Resultat, Versammlung, welche dann eine Resolution mit großer Mehrheit 60 schwer verletzt. Auf dem Chor hatten sich mehr Kirchendenn es stand einer Einnahme von 3105,50 M., eine Ausgabe ablehnte, in der zur Propaganda für den Anarchismus auf besucher befunden, als es tragen fonnte. von 8059,85 m. gegenüber. Der Berichterstatter der Vergnügungs- gejordert wurde, und dem entgegen in ihrer großen Majorität sich fommission führte hierzu aus, daß die hohe Ziffer der Ausgabe mit der bisherigen Taktik unserer Partei einverstanden erklärte. prinzen) zu Brüssel brach durch achtloses Wegwerfen eines Im Palais des Herzogs von Arenberg( des belgischen Krondurch die enormen Unkosten entstand, welche das Fest in den Aus der hierauf vorgenommenen Wahl eines Vertrauensmannes brennenden Streichhölzchens ein Brand aus, welcher u. A. das 6 Lokalen erforderte, um es fo großartig wie geschehen durch für Adlershof ging Genosse Bötert als gewählt hervor. Der Rabinet des Grafen v. Egmont vollständig vernichtete, das Jahr zuführen. Der Arbeiter- Bildungsschule wurden auf Antrag Vertrauensmann für Glienice, Gieseler, legte sein Amt hunderte hindurch in demselben Zustande erhalten worden war, 300 M. überwiesen. Ein Antrag, den Buchdruckern 200 M. zu nieder. bewilligen, konnte fonnte nicht berücksichtigt werden, da ber in dem es sich bei der im Jahre 1567 auf Herzog Alba's Befehl Arbeiter- Sängerbund als solcher sich nicht mit öffentlichen hält Gemälde und sonstige Kunstgegenstände von europäischem erfolgten Verhaftung Egmont's befunden hatte. Das Palais entAngelegenheiten beschäftigen darf. Es bleibt jedoch jedem einzelnen Ruse. Bei dem Brande wurden 3 Mitglieder der Feuerwehr Mitglied überlassen, die Buchdrucker nachkräften zu unterstüßen. Zwei Vereine, welche angeflagt waren, trotz des Verbots gelang es nur mit Mühe, sich und ihre Kinder zu retten. und ein Gärtner verlegt. Dem Prinzen und der Prinzessin eines Gendarmen, Grabgefänge ausgeführt zu haben, und denen feitens des Bundes ein Rechtsbeistand zur Seite stand, haben durch diesen ein freisprechendes Urtheil erzielt. Der Ausschuß beschloß auf Antrag des Vorstandes, am 18. März eine Harmonie Pastor Müller zu Goldenstedt verübt hat, theilt die WeserUeber den Umfang der Unterschlagungen, welche der zu veranstalten und zwar in Anbetracht der großen Mitglieder zahl nur Mitgliedern von Vereinen, welche dem Bunde angehören, Verein ehemaliger Schüler der 99. Gemeindeschule. Sonntag, ben Beitung" noch folgendes mit; Der Pastor hat, wie sich jetzt 24. Januar, Abends 6 Uhr: Damenabend. Gäfte herzlich willkommen. gegen ein Entgelt von 10 Pfennigen Einlaß zu gewähren. Als Verband der Zimmerleute( Coralverband Berlin). Montag, den 25. Jan., durch die vorläufige gerichtliche Untersuchung herausgestellt hat, Lotal hierzu ist der Saal Brauerei Friedrichshain" in Aus- Abends 8 Uhr, Versammlung bei Herzog, Stromftr. 28. Tagesordnung: Bor seine Gemeinde im vollsten Sinne des Wortes ausgefogen oder ficht genommen. Seitens einiger Ausschußmitglieder wurde leb- trag über Gewerbe- Schiedsgerichte und Arbeitsvermittlung" arm gemacht. Fast jeder der Gemeinde- Interessenten ist betheiligt, haft darüber Klage geführt, daß Gewerkschaften und sonstige Ver- Montag, den 25. Januar, Abends 8 Uhr, bei Herrn Seefeldt, Grenadierstr. 33. felbst besorgten. Unter den letzteren fallen ein paar Leute aber Verein Berliner Wohnungsmiether. Allg. Miether- Bersammlung am ausgenommen einige größere Besizer, die ihre Geldgeschäfte bindungen, welche Arbeiterorganisationen nahe stehen, zu ihren Gäste haben Zutritt. Vergnügungen 2c. Gesang- Vereine engagiren, welche nichtmäßig Montage, wie feither. Arbeiter- Bildungsschule. In der Nordschule Nationalökonomie reget- mit ziemlich bedeutenden Summen hinein und das sind diezum Arbeiter- Sängerbund gehören und nichts weniger verfolgen jenigen, die er seine besten Freunde nannte. BedauerlicherRauchhlub Slaue Quafte". Alle Montag Abend von bis 11 Uhr als Arbeiter- Sängerinteressen. Sigung Pflugstraße 16 bet Dubect. Mitglieber werden aufgenommen. Gäfte meiſe toftet dem Gemeindevorsteher Brunthorst zu Goldenstedt Weiter wurde den Vereinen der Inhalt eines Schreibens zur willtomnien. seine Vertrauensseligkeit und Gutmüthigkeit fast sein ganzes VerBerücksichtigung überwiesen, laut welchem in einem Lokal Partei- ilfe bei Unglücksfällen( männliche Abtheilung). Montag, den 25. Januar, Lehrkursus der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen ur ersten mögen. Pastor Müller hat sich nämlich von ihm die Untergenoffen gemißhandelt worden sind. Das Andenken des ver- Abends 8 Uhr, bet Feuerstein, Alte Jakobftr. 75, Bortrag des pratt. Arztes schriften von Kirchenrathsmitgliedern beglaubigen lassen. In ftorbenen Dirigenten Spiegel, welcher in der Uebungsstunde eines Gerrn Dr. Christeller. Behrstunde. Männer als Gäfte haben Zutritt. dem Aktenstück handelt es sich um die Anleihe einer größeren Vereins beim Dirigiren des Liedes„ Ein Sohn des Volkes" vom Abends 8 Uhr, bet Bolzmann, Andreasfir. 26, Generalversammlung. Eages meindevorsteher nicht erst bei den Personen, die unterzeichnet Verein deutscher Schuhmacher( Filiale Berlin). Montag, 25, Januar, Summe für Kirchenzwecke. Wie es oft üblich ist, fragte der Ge Zode ereilt wurde, ehrte der Ausschuß durch Erheben von den ordnung: Siehe Inseratentheil. Plägen. Buchbinder- Männerchor, Serlin. Sonntag, den 24. Januar, und von hatten, nach, ob sie ihre Namensunterschrift vollzogen hätten, da da ab alle vierzehn Tage in Feuerstein's Tunnel, Alte Jatobfir. 75: Geselliger der Pastor eine schleunige Abreise vorgab. Die unterzeichneten Ueber die Abhängigkeit der Frau in geistiger und Abend, verbunden mit Zanz und Vorträgen. Anfang 6 Uhr. materieller Beziehung sprach am 18. Januar im Allgemeinen in den Arminhallen, Kommandantenftr. 20: Großer geselliger Abend, bestehend Bankinstitut besteht natürlich beim Gemeindevorsteher auf Verein Serliner Hansdiener. Dienstag, den 26. b. M., Abends 9 uhr, Namen der Kirchenrathsmitglieder waren gefälscht, das betr. Arbeiterinnen Berein an Stelle der erkrankten Frau in humoristischen Vorträgen und Tanz. Gäne willtommen. Schabloshaltung. Rohrlack Herr Hildebrandt. Derselbe schilderte die doppelte montag, den 25. Januar, Abends 8% Uhr, bet Geefeldt, Grenadierftr. 88. Filzschuh- Arbeiter Berlins, und Umgegend. Berfammlung am Der Erfinder der Mähmaschine, Walter Abbott Abhängigkeit der Frau vom Gatten und vom Unternehmer, Lese- und Biskutirklube. Sele- und Distutirklub„ May Kayfer" Wood, ist am 15. Januar in Hoosick Falls im Staate Newempfahl dem weiblichen Geschlecht, jede Gelegenheit zu benugen, Sonntag Nachmittag 3 Uhr, im Restaurant zur„ Schneetoppe", Noftizgitr. 29. York gestorben. um sich aufzuklären, und erklärte dessen Betheiligung am politischen abends 8 Uhr, bei Soffmann, Wrangelfraße 32. Sozialdem. Lese- und Diskutirklub Spinoza". Jeden Montag, und wirthschaftlichen Kampfe für eine Nothwendigkeit, um die Serren, willtommen. Befetlub ,, Sozialdemokrat", Sigung Montag Frau in ihren Rechten und Pflichten dem Mann gleichzustellen. Abends 9 Uhr bei Behrend, Blumenthalftr. 5. Gäfte, durch Mitglieder einAn der Disfuffion betheiligten fich Frau Dmoch, Frau Frohgeführt, baben Zutritt. mann und Frl. Rieger. Am 16. Februar findet die General 2-4 uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag von versammlung des Vereins statt. Gehilfen. Montag, den 25. Januar er., Abends 10 Uhr, Bersammlung im Kollegenschaft Gemüthlichkeit", Berliner Barbier- und FriseurRestaurant Hohenzollern", Seydelser. 30, parterre. Gäfte sind herzlich will tommen. am Dienstag, den 26. Januar cr., Abends 8 Uhr, in den Arminhallen" Kranken- Unterstütungsbund der Schneider. Mitglieder Bersammlung Kommandantenstr. 20( Gartenhalle rechts). Mitgliedsbuch legitimirt. Näheres am Dienstag im Inferatentheil. Der hochwichtigen Tagesordnung wegen ist es dringend nöthig, daß ein jedes Mitglied erscheint. Privat- Theater- Gesellschaft und Artisten- Klub ,, Belle- Alliance". Sonntag, den 24. Jan., Nachmittags 6 Uhr, Sigung im Restaurant Lehmann. Nachdem: Fidelitas. Gäste wiütommen. " Gäste, Damen und Gefangverein Der Jnfluenza wegen mußten in Sachsen mehrere Seminarien geschlossen werden. Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Madrid, 23. Januar. Der Ausstand in Bilbao dauert fort. Man befürchtet Ruhestörungen. yra 2", Charlottenburg, Charlottenburger Ufer 8 bei Pengin. Besfangs perein ber Glasarbeiter zu Stralau Vorwärts 7" Rummelsburg, bei Borg In Reinickendorf fand am 18. Januar unter Vorsiz des Vertrauensmannes Glaß im Lokale des Herrn Böttcher eine Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder.- Gefangverein, or d Arbeiter- Sängerbund Berline und Umgegend. Montag, Abends Voltsversammlung mit der Tagesordnung statt: Wie stellen beutsche Schleife", Naunynftr. 88 bei Bubeil. Gesangverein„ Esme= sich die Arbeiter Reinickendorfs zu den tom- ralda", Koppenftr. 35 bet Steller.- Männer- Gefangverein Steber luft", Fichteftr. 29 bet trösche. Genoffe Otto Knauf Trischmann. Gefangverein Senefelder", Jüdenstr. 55 bei menden Gemeindewahlen? Briefkaffen der Redaktion. Siebertafel der Maler und verwandten Berufsgenoffen als Referent legte zunächst flar, wer nach der neuen Städte Statfer- Franz- Grenadier- Blas 7, bei Berg. Moabiter Siebertafer", Berichtigung. In der gestrigen Nummer im Wilmers Ordnung Wähler ist, und führte dann aus, daß bei dem gelten ilhelmshavenerstr. 25 b. Brosch. Gefangverein armonie", Meyer Dorfer Aufruf( unter Soziales") Beile 7 v. u. muß es heißen: beeritr. 9 bet Dornblatt. Gefangverein Tonblüthe", Görligerstr. 58 den Wahlmodus der Arme dem Reichen gegenüber in sehr bei Zoltsdorf. Gesangverein Blüthe"," Prenzlauer- Allee 26 bet tebel. vier Heuchler". Jm Bericht über die Feen- Palast- Bersammgroßem Nachtheile sich befindet. Trotzdem die Kirche fagt: Sängerchor der Chirurgifchen Branche", Alte Schönhaufer- lung ist anstatt Frau Grohmann zu lesen: Frau Frohmann. Armuth schändet nicht, so sei das bei der Gesetzgebung doch der Straße Nr. 43 bet Reimann. Gefangverein ,, Morgenroth" 2, Char: In der Warnung unter Parteinachrichten" ist anstatt Krampfa lottenburg, Bismarckhöhe, Wilmersdorferstr. 80.- Gefangverein Gängers Fall, denn Derjenige, der wenig oder gar feine Steuern jahlt, grus" Friebrichshagen bet Blank. Gefangverein roh hoffnung" au lesen: Kampta. darf nicht wählen. Wenn nun auch bei der Wahl für jetzt ber Simmerer Berlin Weft. Gesangverein Gleichheit", Pappel E. K. Jm Kriege von 1866 wurden keine eisernen Kreuze pofitive Erfolge nicht erzielt würden, so sei doch in Anbetracht allee 3-4 bei Strufe. vertheilt. der Pflicht, daß wir hier festen Fuß faffen und demgemäß für Sonntag: Privat- theatergesellschaft und Artiftentlub„ Humor", Nachmittag F. G., Halle. Wir können Ihrem Wunsche nicht nachunsere Jdeen Propaganda machen müßten, die Betheiligung der Uhr, bet Heinrich, Blücherstraße 61. Montag: kollegienfchaft tommen. Das uns zugehende Material wird von uns im Arbeiter Reinickendorfs an der Gemeindewahl zu empfehlen. In de altfel, Gefelliger Berein der Berliner Barbier- und Friseur.„ Vorwärts" veröffentlicht und wir können Ihnen daher nur der Diskussion meinte Genosse Thal, wenn wir erst in der elfen, 14 Abends 10 Uhr, Seydelstraße 30. Proletariat" bei Hoffmann, Waldemarstraße 61. Theaterverein empfehlen, sich Ausschnitte zu machen und dieselben zu sammeln. " Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend, Theaterverein 19 Herren- n. Knaben- Garderobe, Arbeitssachen, Bestellungen nach Maaß, empfiehlt wie bekannt in reelster Ausführung und allerbilligsten Preisen J. BAER, Berlin N., Gesundbrunnen, Badstrasse 18, Ede der Stettinerstraße. " Künstliche Zähne 2 Mark. Plomben von 1,50 M. an. Schmerz1915L loses Zahnziehen 1 M. 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Grosser Wiener Maskenball am Donnerstag, den 11. Februar 1892, En gros. Sämmtliche En detail. 19232 Unserem Freunde und Genoffen Karl Kandale nebft Frau zu ihrem sozialistische Schriften, Hanssegen, Bilder berühmter Wiegenfefte ein dreimal donnerndes Hoch, daß die ganzen Steine wackeln. Volksvertreter. Nach Auswärts nur gegen Nachnahine oder vorherige Karl, merkst Du was? Einsendung des Betrages( in Briefmarken). B. G. 3. Heute, den 21. d. M., Abends 9 Uhr, verschied plöglich in unserer Mitte am Herzschlag der Restaurateur[ 1111 b Frik Ruhnke 1110 b in seinem 35. Lebensjahre. Th. Mayhofer Nachf., Sozialdemokratische Buchhandlung, Berlin N., Weinbergsweg 15b. Emil Tiersch, Uhrmacher, Brunnenstr.21-22@reifenhagen) Alle, die ihn fannten und lieb gewonnen hatten, werden stets seiner in Grosses Lager aller Arten Uhren, Goldwaaren und Ketten Liebe gedenken. zu soliden Preisen. Reparaturen unter Garantie! 1816 L im Böhmischen Brauhaus, Landsberger Allee No. 11-13. 24. d. M., Nachmittags 3 Uhr, von der Die Beerdigung findet Sonntag, den Meerschaum-, Bernstein- und Elfenbein- Waaren. Arrangirt von der Leichenhalle des St. Jakobi- Kirchhofs Spezialität: Porträts bewährter sozialistischer Führer( Laffalle, aus statt. Mare u. A.) in Bigarrenspihen, Pfeifenköpfen, Shlipsnadeln, Manschettenknöpfen, Stöcken und Brochen. Büsten. En gros. En détail. B. Günzel, Brunnenstr. 157, am Rosenthaler Thor. Zahlstelle Berlin I( Buzer) des Zentral- Verbandes deutscher Maurer etc. Anfang Abends 82 Uhr. Ende???. Danksagung. 1860 L Um 11% Uhr: Der berühmte räuberische Neberfall von Atanas u. Co. herzlichen Beweise der Teilnahme bei G. Superczynski, fünftliche Zähne, Invalidenstr. 105, II. in der Türkei. Billets sind bei sämmtlichen Mitgliedern der Lokalverwaltung, sowie bei folgenden Herren zu haben: F. Gräschte, Lübbenerstr. 26; H. Gräschte, Stephanfix. 38. Schulz, Fürstenbergerstr. 10; A. Mathes, Diedenhofener straße 5; 2. Simanofsky, Ackerstr. 57; G. Arndt, Landsberger Platz 1; F. Kuhring, Solmsstr. 31; F. Lücke, Dresdenerstr. 130; H. Thielike, Schöne berg, Maftr. 2. Bei Bedarf von Maskengarderobe werden die Theilnehmer ersucht, das Geschäft von Banknin, Oranienstr. 178, II., Ecke der Adalbertstraße, zu berücksichtigen, derselbe gewährt 10 pet. Rabatt. Achtung! -247/15 Für die außerordentlich vielen und Beerdigung Mannes Albert Müller sage ich allen Freunden und Bekannten, den Mitgliedern der Wirker und Wirkerinnen der Filiale Berlins, sowie den Vergoldern und Vergolderinnen der Goldleiftenfabrik von Adolf Werkmeister meinen herzlichsten Dank. Augufte Müller. 1118b Uhren und Goldwaaren vormals zu den denkbar billigsten Preisen. Musikwerke. Reparaturen ftreng Wilh. Wegner, A. Th. Zech. reell unter Garantie. Invalidenstraße106. 93L 11905 W. Gründel's Gathans, 4 Pfd.- Brot 50 f Danksagung. Achtung! Für die außerordentlich vielen und Gesellschafts- Abend am Sonntag, den 24. Januar ds. Js., in ,, Schneider's Gesellschaftshaus," Proskauerstrasse No. 37-38( Ecke der Frankfurter Allee), arrangirt vom geselligen Verein ,, Waldesgrün"( Mitglied des Bundes der geselligen Arbeitervereine), verbunden mit Tang und Vorträgen zu Gunsten unferer gemassregelten Buchdrucker. Anfang 6 Uhr. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. herzlichen Beweise der Theilnahme bei der Beerdigung meines lieben Sohnes Theodor Görsch, sage ich allen Freunden und Kollegen, insbesondere dem Herrn Prediger Röster, meinen herzlichsten Dank. Frau Görseh. Kranzbinderei n. Blumenhdlg. Billets sind zu haben beim Genossen Böhl, Frankfurter Allee 74 von J. Meyer, Wienerstr. 1, Berlin. im Restaurant. Wagenbaner. 1116b Grosser Wiener Masken- Ball am Sonnabend, den 30. Januar, in Mohrmann's Salon, Große Frankfurterstraße 117. TF Anfang 8 Uhr. Nur hier in der Ecke bei der Manteuffelstraße. Guirlanden Meter von 15 Pf. an, Bouquets von 1 Mt. per Dutzend an. 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Gäste willkommen. 1109b Montag, den 25. Jan. 1892, Abends 81/2 Uhr bei Guadt, Brunnenstr. 38. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1891. 2. Berschiedene Rassenangelegenheiten. Um zahl: reiches Erscheinen ersucht 305/6 Die Ortsverwaltung. Die rühmlichst bekannte Masken- Garderobe Gr. Frankfurterstr. 57( Gegr. 1862.) von Otto Runge, Buß' Salon, Gr. Frankfurterstr. 85. Sonnabend, der 5. März, ist freigeworden und noch zum Maskenballe zu vergeben. 1113 b vermiethen: Per fofort: 1 Laden mit Wohnstube und großem Lagerkeller für 180 Thlr. Per 1. April: Div. Hofw. mit Doppelf., trocken, für 64-100 Thlr. Näheres beim Wirth daselbst. Gerichtsstr. 39 u. 42 sind kleine und miethen. Näheres durch die betreff. mittl. Wohnungen preiswerth zu verVizewirthe zu erfahren. 18992 Feldstr. 11, 12 u. 13 sind kleine und mittl. Wohnungen preiswerth zu vermiethen. Näheres durch die betreff. Vizewirthe zu erfahren. 19012 Sorauerstr. 15 ist eine tl. Wohnung mit Hausreinigung zu vermiethen. 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Januar, Abends 81/2 Uhr, bei Seefeldt, Grenadierstr. 38, Zagesordnung: 1. Vierteljahres- Bericht. 2. Vortrag. 3. Statistischer Bericht der Arbeits losigkeit in unserem Gewerbe, 4. Verschiedenes. 184/4 Der Vorstand. Arbeiter- Sängerbund 1b Spandauer Brücke 1b Gegr. 1870 verkauft streng reell Neue Bettfedernpfd.0,50bis zu den vorzüglich füllend allerbest, nur 3, prima Halbdaunen 1,10 1,50 M. Chinesische von vorzüglicher Daunen Füllkraft 2,50, 3,- Mk., allerfeinste Schwanen- Daunen 4,50, 6,- Mk. Complette Betten, grosse neue: Oberbett, Unterbett, 2 Kopfkissen in guter Federfüllung 12, 15, 20 Mk. bis zu den allerfeinsten Brautbetten, enorm billig. Theilzahlung gestattet. Matratzen Rosshaar, Indiafaser, Seegrasmatratzen nur 3,75M., Bettstellen 4,50, Feldbetten nur 8,50 Mk. Läuferstoff- Neste von 4-12 Mtr. in allen Breiten, spottbillig. Mufter frto. Teppiche mit fl. Webefehlern 5, 8, 10, 20 bis 30 Mark. Waarenkatalog gratis u. franko. Versand treng reell gegen Nachnahme. 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Näheres Sieversdorfer Georgenkirchstr. 25 bei Fri.[ 1097 b Mühle, bei Dahmsdorf- Müncheberg. Orts- Krankenkasse der Tapezirer Berlins. Am 1. März d. J. ist die Kassirer stelle zu besetzen. Rautionsfähige hierzu sich eignende Mitglieder dieser Kasse, welche darauf reflektiren, mögen fich schriftlich bis zum 3. Februar an den Vorsitzenden derselben, Herrn May Dest, Kl. Alexanderstr. Nr. 6, wenden. 1084 b Der Vorstand. Die Beleidigung gegen Herrn Otto Schlee nehme ich hiermit zurück. 1136b F. Hortian. ampel. Möbl. Schlafft. f. H., sep. Eing., zu verm. Laufiberstr. 40, v. 3 Tr. r. bei Lange. 1098 b Eine möbl. Schlafstelle f. 1 Herrn b. Wwe Golembiewski, Rottbuser Ufer 59, 1. Quergeb. 2 Tr. 1094 b Möbl.Schlafft.f.25.Kottbuserst.9, v.3L 2 frol. Schlafft. Brizerstr. 22, v. 2 Tr. I. Frdl. Schlafft. b. Thomas, Draniens straße 38, v. 4 Tr. 1105b . frol. Schlafft. Ritterstr. 89, H. 2 Tr.. 2 Herren finden frol. Schlafstelle bei Holtscheck, Lübeckerstr. 4, 1. Stfl. 4% r.x Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 90 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 20. enisulis Lokal- Lifte für Berlin.11 Die Lokalkommission veröffentlicht von nun ab die Liste der Wirthe, die ihre Säle zu Bersammlungen nicht bergeben. Von Seiten der Lokalkommission wird zum Dienstag, den 26. d. M., im Feen- Palast eine Volksversammlung einberufen, in welcher dieselbe über ihre Thätigkeit Bericht erstatten wird. Sämmtliche Vorstände, Kommissionen, Vertrauensleute 2c. werden ersucht, in dieser Versammlung zu erscheinen. Etwaige Auskunft in Sachen der Lokalfrage ertheilen die Genossen Julius Wernau, Rosenstraße 30, Wilhelm Lock, Friedrichsbergerstr. 11, Otto 3 abel, Frankfurter Allee 90. Die Liste ist bis auf Weiteres folgende: 1. Wahlkreis. Kroll's Etablissement, Sommerstr.( für keine Partei). Belt No. 1. doneiquaH Dräsel, Neue Friedrichstr. 85. Brandenburger Haus, Mohrenstr. 47. 11. Wahlkreis. Friedrichstädtisches Casino, Friedrichstr. 286. Heinrich's Festsäle, Blücherstr. 61. Schröder, Steglitzerstr. 18. Märtens, Sonntag, den 24. Januar 1892. 9. Jahrg, A. Röstel. E. Peznic. E. Wandrey. E. Magde burg. M. Berenstech er. W. Kurfis. A. Rakow. Damis. E. Jones( Ravenstein). 3 a demek. Prinzen- Allee 9. Lichtenberg: Schwarz' Konzert- Garten. Kirch ba ch, Liebenthal: Gastwirth Thiele. Hohen Schönhausen: Rich. Schiele's Restaurant. a enide, Reſtaurant. zu empfehlen: Weber, Kuß, Großmann, Sommer. Restaurant. Hohen Neuendorf( an der Nordbahn): Schmohl's Malchow: Lindecke. diesen Beschluß voll und ganz durchzuführen, machen wir es jedem Kollegen sowie jeder Kollegin zut Ehrenpflicht, sich recht rege an dem Vertrieb der Marken zu betheiligen. Wir hoffen, nicht vergebens an das Solidaritätsgefühl der Kollegen und Kolleginnen appellirt zu haben. Mit follegialem Gruß A. Schwarzburger, Suſſitenstraße 7a. Bertha Artelt, Höchstestraße 50. Nieder- Schönhausen:„ Elysium"( Grosjean), Linden- Versammlungen: straße 25. Noch zu empfehlen: Hempel, Restaurant, Buchholzerstraße 8. In der ordentlichen Versammlung des Interessen Oranienburg: Restaurant„ Waldhaus". vereins der Buchdruckerei- Hilfsarbeiter Berlins und Pankow: Hermann Sander, Kaiser Friedrichstr. 50/51 Um gegend, welche am 17. Januar in Gratweil's Bierhallen ( nahe der Brauerei E. Willmer). Noch zu empfehlen: W. abgehalten wurde, gelangte u. 2. zur Mittheilung, daß die Borchardt, Schulzestr. 27, an der Nordbahn. Kunert, Kollegen Heinrich Dids und Otto Görlitz an der MaSchönholzerstr. 10. Milte, Raiser Friedrichstr. 70/71. Broschine verunglückt sind. Hierauf berichtete der Vorsitzende, daß brod, Kreuzftr. 7. Blauermel, Mühlen straße( Ecke Florastraße). Frau Schröder, Wollantstr. 122. " infolge der Machinationen der Prinzipale, sowie der behördlichen Maßnahmen der Streit leider zu Ungunsten der Arbeiter verRummelsburg: Weigel's Ballsalon, Thürschmidtstraße. laufen sei. Von den Kollegen haben an demselben 107 theilWw. Spörer, Hauptstraße. Müller, Neue Prinz Albert genommen, den anderen war theils bewilligt worden, theils straße. Borch in ann, Hauptstraße. Rummel,( Weg nach walteten in deren Arbeitsstätten Umstände ob, welche eine Betheiligung am Streit aussichtslos erscheinen ließen. Anhaltische Ressource, W. Süßer, Mödern- der Köpnicker Haide). G. Wolter, Hauptstr. 15, Von Den wurden 107 streitenden Kollegen Rüdersdorf( Kaltberge): Gasthof Zur Berghalle." 69 nach Straße 114. Reinickendorf: Böttcher's Seeschlößchen, Markstr. 1/2. und nach die Forderungen bewilligt In den ersten Lüdicke, Amendestraße 1. Budewiß, Hausotterstraße 4. Wochen waren 55 Kollegen( Vereins- und Nichtvereins- Mitglieder) enzelau, Hausotterstr. 81. Bente, Nordbahnstraße 1. zu unterstützen. Im Ganzen find 2159 M. an Unterfügung Caro, Residenzitr. 101. Gebet er, Provinzftr. 45. Teichert, ausgezahlt worden, 84 Kollegen bedürfen noch der Unterstügung. sentral- Schüßenhaus, Scharnweberfir. 4. Mart's Restaurant Zum Schluß ersuchte Kollege Krüger, recht fleißig gewertzum Feuerwerfer, Scharnweberstraße. Gorde's Waldschlößschaftliche Versammlungen zu besuchen und für die Buchdruckereis chen, Wald- und Eichhornstraßen- Ecke. Hilfsarbeiter zu agitiren. 6 Kollegen wurden als neue MitRothacker, Bellealliancestr. 5. 01 Philharmonie, Bernburgerstr.io e dos de III. Wahlkreis. Keller, Röpnickerstr. 96/97. Buggenhagen, am Morigplatz. IV. Wahlkreis. a1enied 1- all: s@ Schmidt, Waldemarstr. 74. Heiße, Stalizerstr. 54. Fiebig, Gr. Frankfurtersir. 27/28, Steffen, Landsberger Allee 150. Wenzel, Gr. Frankfurterstr. 99( früher Krüger). Schambree, Wallner- Theaterstr. 26. Bech's Säle, Alexanderstr. 27C. Königsstadt Kasino, Holzmarktstr. 72. V. Wahlkreis. Schweizergarten. Brühning, Grand- Hotel. Siemund, 9. Stralau: Gräfl. Reischach'sche Brauerei. Wilh. Gaste glieder aufgenommen. Die noch gemaßregelten Kollegen ersuchte iun., Restaurant. Alte Taverne. Schönholz: Schloß Schönholz. Schöneiche: C. Pedal. man, wenn möglich vorläufig andere Arbeit anzunehmen. Des Weiteren wurde befürwortet, daß Mitte Februar zum Besten der Gemaßregelten in Gratweil's Bierhallen eine Matinee abgehalten Kollegen. Dann beschloß man für den schon längere Zeit franken Tegel: Schulz's Restaurant( früher Lindenberg), Schloß- Kollegen Emil Wolff, dessen Sohn neulich durch die Hand eines Straße 7-8. Gauners das schon an und für sich nicht sehr auskömmliche Weißensee: Weichert, Gustav- Adolfstr. 142. Hähling, Krankengeld entrissen wurde, eine Tellersammlung au verLanghansstr. 106. Erhardt, Langhansstr. 126. Duse anstalten. dann, Charlottenburgerstraße 150. Glebs, Charlottenburger und Tasdorf( 15 Minuten vom Bahnhof Rüdersdorf): Gasthof wird. Es folgte eine Verhandlung über den Ausschluß zweier " Bum deutschen Hause." Siem un b, Sinenftr. 1999Dewein's Gesellschaftshaus, Ronigs- Chauffee. Sternecker's Neumann, Ahrens, Weinmeisterstr. 9. Lindner, Rosenthalerstr. 12. Heinrich, Ballsalon, Joachimstr. 21, Tonhalle, Friedrichstr. 112. VI. Wahlkreis. Buhlmann, Schönhauser Allee. Kalbo, Berliner Prater, Schönhauser Allee. Vorstädtisches Kasino, Ackerstr. 144, Artushof, Perlebergerstr. 23. Wilhelmshof, Alt- Moabit. Brauerei. Wilhelmsberg: Restaurant„ Wilhelmsberg"( Trinkau 3) Schölzel's Seeschlößchen( früher Zum Fürsten Wolfgang" an der Landsberger Chauffee. Voigt. Ferner zu empfehlen: Franz, Restaurant. Wolf, Restaurant. 800 Schwarh, Hohenzollern- Saal, Bandelstr. 85, Schulz, Stettinerstr. 57, Ww. Schirm, Badftr. 19. Gottschalk, Badsty. 23. Germania Festsäle,( Inhaber Stein). Kreis Ober- Barnim. Biesenthal: Restaurant Wernigt. Eberswalde: Restaurant zur Mühle". Freienwalde: Gasthof" Bum goldenen Anker". Strausberg: Restaurant Fr. Krüger. feiner legten Monatsversammlung den Kollegen Nagel zum ersten Vorsißenden und nahm dann einen wissenschaftlichen Vortrag des Herrn offmann entgegen. An den Vortrag, in der u. A. Die Kollegen Nagel, Oberdeck und Bertram welcher lebhaften Beifall fand, knüpfte sich eine rege Diskussion, das Wort nahmen. Nachdem der Vorsitzende noch den Mitgliedern ans Herz gelegt hatte, den Verein fräftig zu unterstüßen und auch die Versammlungen besser zu besuchen, ging man mit einem Hoch auf das Gedeihen des Vereins auseinander. In Schöneberg wurde am Donnerstag Abend im Saale der Schloßbrauerei eine zahlreich besuchte öffentliche Wählerversammlung abgehalten, welche Stellung zu den Landgemeindes Wahlen zu nehmen hatte. Der Referent Th. Meyner zeigte, wie fehr das Recht der Arbeiter in der neuen Landist, rieth aber, trotzdem von dem geringen, der Arbeiterklasse theilung sozialdemokratische Kandidaten aufzustellen und zu wählen, da von der besitzenden Klasse die Interessen des Proletariats nicht gefördert werden, was der Redner an einer Reihe von Beispielen nachwies. In der Diskussion über das Referat meinte Rentier Müller, man dürfe sich bei Gemeinde- Angelegenheiten nicht von politischen Gefichtspunkten leiten lassen, und suchte darzuthun, daß die gegenwärtige Gemeindeverwaltung von Schöneberg eine ganz vortreffliche sei. Die übrigen Redner, die Herren Gertich, Behrens und Antrick betonten dagegen, es sei eine bloße Phrase, wenn man unter den heutigen Verhältnissen von den Interessen der Allgemeinheit rede; thatsächlich ständen den Interessen der Besitzenden die Arbeiterintereffen schroff gegen Nieder- Schönweide: Borussia- Brauerei. Bu empfehlen: über. Im weiteren Verlaufe der Versammlung wurde ein WahlSiebenbaum, Restaurant. tomitee gewählt, das aus den Herren Däum ich, Rester, Rigdorf: Bergschloß Brauerei, Hafenhaide. Vereins- Ruhlmey, Sadebusch und Meier besteht. Herr Gertich brauerei, Jägerstraße. Maue's Variété- Theater, Hermann- ermahnte dann die Anwesenden, sich davon zu überzeugen, ob sie ftraße 18. Kummer's Salon, Berlinerstr. 186. off in die nur bis zum 30. Januar ausliegenden Wählerlisten einAdlershof: Wiedemann und Manofsky. Albrecht. mann's Festsäle, Bergstr. 133. Niesegt's Salon, Berg- getragen sind und der Vorsitzende erbot sich, für Diejenigen, Reller. Bu empfehlen: Miserra( Restaurant). Kuhle straße 129. arta, Deutsches Wirthshaus, Bergstraße 120. welche nicht Zeit dazu haben, das Nachsehen zu übernehmen. ( Restaurant). Stolzenburg's Raiser Wilhelmsbad, Canner Chauffee. Gin anderer Redner wies noch darauf hin, daß zur Anfertigung Wiersing's Salon, Knesebecstr. 77, Würschmidt's der Wahllisten Soldaten verwendet worden sind; als ob es nicht genug beschäftigungslose Lohnschreiber gäbe! Salon, Knesebeckstr. 16. Nudow: Kein Lokal. Kreis Potsdam- Ofthavelland. Potsdam: Brandenburger Kommunikation 16, Velten: W. Grunow, Wilhelmstr. 19. G. Schröder, Breitestr. 7. Ferner liegt der Vorwärts" und das Voltsblatt" gemeinde- Ordnung beschnitten und die besitzende Klasse begünstigt aus bei E. Kiesand, H. 3emlien, J. Müller Gleichzeitig weifen wir nochmals darauf hin, daß Veröffent. Rettner, 2. Schulz, 2. Arendt, G. Wendland, gelaffenen Rechte Gebrauch zu machen und in der dritten Ablichungen über Streitigkeiten mit Wirthen 2c., welche die Lofalfrage R. Stümer. Spandan: Spandauer Bock. Der Vorwärts liegt aus bei betreffen, immer nur von der Lokalkommission unterzeichnet wer- Unglaube, den; alle anderen Veröffentlichungen ersuchen wir unbedingt zu unglaube, Neuendorferstr. 12, Hoppe, Schönwalderstr. 48, unterlassen, da die Kommission erst alle Streitfragen prüfen muß, abte, Neunerstr. 5. um die Verantwortung übernehmen zu können. J. Wernau. Lock. 3abel Lokallifte für die Umgegend Berlins. Um den Parteigenossen der Umgegend Berlins eine leichtere und bessere Agitation für unsere Partei- Interessen zu ermög lichen, halten wir es für angebracht, den Berliner Parteigen offen bei Ausflügen, Partien 2c. folgende Lokalitäten zu empfehlen und zu ersuchen, daß diese Inhaber unbedingt berücksichtigt werden, damit durch den Druck der Verhältnisse alle noch hartnäckig sich weigernden Wirthe in Zukunft ihre Lokale den Arbeitern zu Versammlungen öffnen. Kreis Teltow- Beeskow- Charlottenburg. Brit: Gebr. Walter's Rosen- Seeterrasse, ChauffeeStraße 69/70. Rudolf's Restaurant( Ww. Müller), Chaussee Straße 89. Chymerks Restaurant( Bum alten Gasthof), Chauffeestr. 18. Adam's Restaurant( Buschkrug). Güldner's Restaurant, Rudower Chauffee 66. Charlottenburg: Bismarckhöhe, Wilmersdorferstraße, Ecke Bismardstraße. Kaiser Brauerei, Sophie Charlottenstraße, Gambrinus- Brauerei, Wallstraße. Bären- Brauerei, Spreestr. 3. Brauerei Spandauer Berg. Friedenau: Spremberg( Kurhaus). " 1 Nauen: Der Vorwärts" liegt aus bei Ernst Demuth Mariendorf: zu empfehlen: Hilgert, Rockel, Stolzenburg, Schramm, Graf. Groß Lichterfelde: Ferner zu empfehlen: A. Hamm, Restaur. A. Abraham, Stestaur. Nowawes: Kein Lokal. Zu empfehlen: H. Bathe, Friedrichstr. 1. Reinickel, Wallstraße. Gärtner, Wallstraße. Schmöckwitz: Restaurant„ Seglerschlößchen". Restaurant " Bur Palme"( Kurras). Schmargendorf: Wirthshaus Schmargendorf, Paul Rü bler, Warnemünderstr. 6. Steglig: Restaurant Zur Börse", Schloßstr. 66a. Schöneberg: Schloßbrauerei Schöneberg, Hauptstr. 64-65. Tempelhof: Rein Lokal. " Treptow: 8ornow's Restaurant Bender's Restaurant. Jacob's Restaurant. Nitsch's Restaurant. Henze, Rümpel, Alter Treptower Weg. H. Sprechfaal. Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechfaals, soweit der Raum dafür auzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses der Verfügung; sie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt deffelben identifizirt zu werben. Berichtigung. Auf den Sprechsaal- Artikel in der Beilage des Vorwärts" Weiße, Wilke und Blaurock, erwidere ich: Grünan: Rob. Schmidt, Köpenickerstr. 108( Grünauer Volksgarten). Rathshalle"( G. Hecker), Friedrichstr. 1. Johannisthal- Nieder- Schönweide: A. Senftleben Reſtaurant zum Karpfenteich. Bade' 3 Volksgarten. Nr. 18, eingesandt von den Herren Kaufmann, Gerte, ( Boroussia- Brauerei)." Vorwärts" und Boltsblatt" liegen aus bei folgenden Wirthen: Siebenbaum, Strecker, Thiele, Hinze. Köpenick: Kein Saal. Klein, Gerisch, Kautsch find feri erhin nicht als gesperrt zu betrachten. Wir verweisen die Genonen auf den letzten Lokalbericht im Volfsblatt", sowie auf die Lokale in Adlershof und den anderen Nachbarsorten. Kreis Nieder- Barnim. " Wannsee: Wirthshaus Wannsee( Beelitzhof), Schröder Wilmersdorf: Die Lokalkommission macht die Genossen von Berlin und Umgegend, welche Wilmersdorf besuchen, darauf aufmerksam, daß folgende Wirthe ihre Säle unentgeltlich zu Versammlungen hergeben. Mölter's Vollsgarten, Berlinerstr. 40, Schulze's Restaurant, Berliner und Augustastraßen- Ecke, Vittoria Garten, Wilhelmsane, Pietsch's Volksgarten. Volksblatt" und Vorwärts" liegen bei genannten Wirthen aus; ferner liegt das"" Volksblatt" und" Vorwärts" bei Gräs, Brandenburgischestr." 106, aus. S Bernan: Richter, Elysium. Junker, Schüßenhaus. Bu empfehlen: Feder, Berlinerstraße," Zum Kronprinzen". Kluge, Kronenstraße. Tonn, Berlinerstraße. 3ernitow, Zehlendorf: Kein Saal vorhanden. Zu empfehlen: Königstraße, am Markt. A. Gars, Wallstr. 2. Buckow, Potsdamerstraße. Tuchmacherstraße. Wagner, Königstraße 146. G. Beeger, Warnite, Teltowerstr. 23. Kähte, Hauptstraße. Haupt, Weinbergstr. 16. Hering, Mühlenstr. 4. Die Lokalkommissionen der Umgegend von Berlin werden Friedrichsberg: Spizig's Ballsalon, Franks. Allee 198. ersucht, bei etwaigen Neuerungen resp. Veränderungen dieser Liste Müller's Kronprinzen Garten, Chaussee Nr. 3. West dieses sofort den Unterzeichneten mitzutheilen. pha hl's Schwarzer Adler, Frantjurter Chauffee. Susott's Salon, Frankf. Allee 176. Friedrichsfelde: Kein Saal. Bu empfehlen: Momber, Wilhelmstraße. Kamerun, Frankfurter Chauffee. Müller, Berlinerstraße, Ecke Schloßstraße. ध J. A.: Die Lokalkommission. J. Wernau. W. Loc. O. 3abel, Soziale Uebersicht. Meine Ausführungen im Bericht über die Versammlung der Maurer und Buzzer sind nicht wörtlich, sondern nur im Auszuge wiedergegeben, sonst wäre es verwunderlich, daß die Herren Blaurock und Wilfe, welche nach mir gesprochen haben, nicht gleich darauf antworteten. Der größte Theil der Versammlungsbesucher wird meine Ausführungen so aufgefaßt haben, wie es richtig ist, daß die Maurer Berlins viel zu wenig gethan haben, als daß sie bei einem Kampfe die Mittel besäßen, um denselben durchführen zu können. Des halb habe ich die Zentralisation in festem Verbande als die richtigere Organisationsform empfohlen. Die Ausführungen der Herren über die Streits der Maurer von 1885 und 1889 sind in so vielen Versammlungen besprochen worden, daß ich es für unnöthig halte, darauf einzugehen. Sollten die Einsender aber doch so großen Werth auf die Worte: Sobald es zum Kampfe gehe, seien die Berliner Maurer nicht zu haben, legen, so möchte ich mir doch die Frage erlauben: Sind nur die Freunde der Herren als die Maurer Berlins betrachtet oder werden sämmtliche in Berlin arbeitende Maurer als solche bezeichnet? Sollte Ersteres der Fall sein, so will ich gerne Abbitte thun. Friedrichshagen: Waldhaus( G. Schmidt). Gesellschaftshaus( F. Rest in). Restaurant A. Blanke. Eisfeller( R. Richter. Restaurant E. Conrad. Brauerei Ausschank F. Ist Letzteres aber der Fall, so glaube ich keinem zu nahe Aufruf an alle in der Kartonbranche beschäftigten getreten zu sein, denn es sind sehr Wenige, die ihre Pflicht in Wolf. Bad Bellevue( F. Wulff). Seeschlößchen( E. Schule). Arbeiter und Arbeiterinnen! dem Maße gethan haben, wie fie dieselben hätten than tönnen. Fischerhütte( Remperling). Restaurant G. Wöhlert. Kollegen und Kolleginnen! In der am 19. Januar stattRestaurant Bandelow. Müggelschlößchen( Bibolsky). Auf die weiteren Ausführungen der Herren einzugehen, halte Restaurant Waldfater"( Kautsch). Kaiserhof( W. Schmidt). gehabten Bersammlung unserer Branche wurde der Beschluß ge- ich für unnöthig. Wilhelmsbad( Schönknecht und Zimmermann). Fris faßt, behufs besserer Agitation Sammelmarken auszugeben, und Lerche, Am Rundtheil. Bertha Schulze, G. Böttcher. mit der Ausgabe derselben die Unterzeichneten betraut. Um nun Wilhelm Buchholz, Ackerftr. 69, III, Kein Feilschen fein Handeln, fondern streng fefte, sehr billige Preise. Geschäfts- Häuser Anfertigung nach Maaß zu ſehr ermäßigten Preisen. Baer Sohn BERLIN. 24a. Chauffeestraße 24a. 8. Brückenstraße 8. 16. Gr. Frankfurterstraße 16. Ausverkauf Faller Winterbestände. Folgende Vorräthe unter Preis, soweit Lager reicht: Schwere Loden- Joppe 4 Mk. Schwere hose 4 Mk. 1905 L Winter- Paletot 14 M. u. 12 M. Werktags- Anzug 12 M. u. 10 M. Winter- Paletot 20 M. u. 18 M. Winter- Anzug 20 M. u. 14 M. Winter- Paletot 24 M. u. 21 M. Kammgarn Anzug 30 M. und Winter Paletot 36 M. u. 27. Winter- Havelock 28 M. 50 12 M. 50 Kammg.- Anzug 39 M. u. 36 M. Loden- Paletot 20 M. u. 18 m. Gehroch- Anzug 48 M. u. 40 M. Knaben- Paletot 7 M. und 5 M. Knaben- Anzüge 5 M. u. 2 M. 80 Gestrickte Welten 2 M. 50 Werktags- Hose 2 M. 75 Weiße Westen 4 M. u. 2 M. 50 Winter- Beinkleid 6 M.50 u. 4. Engl. Lederhosen 4 M. 50 und Rammgarn- Beinkleid 9 M. 50 2 M. 35 und 6 M. 50 Winter- Unterhosen 1 M. 20 u. Burschen- Hosen 2 M. 10 u.1.80 90 Pf. Normal- Hemden 2 M. u. 1 M. 35 Herren- u. KnabenBekleidung Solachdruck verboten. So Marke Control Gesetzlich 0000000000 Arbeiter 100000 deutscher geschützt Ausgegeben VON Hutmacher der Arbeiter Control Commission In Berlin Jean Holze Markenfabrik Hamburg Solidarität! Arbeiter! Nur Hüte, welche nebenstehende Marke unter dem Schweißleber tra gen, bieten Garantie, daß ben Berfertigern gerechter Bohn wurde! Rauft nur Hüte mit diefer Marke! In fölgenden Geschäften sind Hüte mit Kontrollmarken zu haben: H. Aortsens, Prinzenstr. 28. 0. Arnold, Dresdnerstr. 116. Rud. Beisse, Chausseestr. 70. A. Becker, Reinickendorferstr.. 14a, 0. Böttcher, Lichtenbergerstr. 1. A. Bracklow, Schönhauser Allee 29. Alb. Binn, Landsbergersir. 43. W. Böhm, Blücherstr. 11.. 99 Dresdenerstr. 128, L. Cohn, Andreasstr. 67. H. Diederich, Oranienstr. 9. Mariannenstr. 43. G. Dunsing, Dresdenerstr. 6. Ernst Nauen, Oppelnerstr. 45. A. Nauen, Wrangelstr. 99. Ch. Otto, Chausseestr. 22. C. Polvoigt, Frobenstr. 28. C. Pimpel, Landsbergerstr. 103, P. Pohle, Schwerinstr. 12. Böhme, Potsdamerstr. 104. W. Rother, Arndtstr. 31, vis- à- vis der Schenckendorffstraße. E. Rieck, Badstr. 64. C. Schulz, Swinemünderstr. 145. A. Schlegel, Brunnenstr. 33. Carl Stark, Neue Königstr. 73. Paul Drenske Nachflg., Oranienstr. 172. H. J. Stoboy, Oranienstr. 170. A. Ernst, Barnimstr. 17. P. Fraude, Müllerstr. 183. A. Fuchs, Manteuffelstr. 35/36. Staligerstr. 39. Th. Gerlach, Linienstr. 39. Gust. Gross, Frankfurter Allee 167. G. Gottmann, Frankfurterjir. 130. R. Haase, Kastanien- Allee 36. Pr. Haupt, Große Frankfurterstr. 145. W. Hildebrandt, Schönhauser Allee 4. 0. Jörs, Pantstr. 5a. A. Kehr, Röpniderstr. 126. W. Kliem, Bernauerstr. 108. G. Köpke, Prinzenstr. 60. Potsdamerstr. 126a. J. Kock, Rastanien- Allee 80. Kriegshammer, Bellealliancefir. 91. G. Knaake, Andreasstr. 24. G. Kuhlee, Waldemarstr. 28. P. Kunz, Brinzen- Allee 87. Emil Kunze, Brunnenstr: 87. Ph. Krull, Rheinsbergerstr. 30. Franz Köppen, Müllerstr. 14a. 0. Liskow, Oranienstr. 47a. Arnold Lange, Brunnenstr. 136/137. 0. Schulze, Ruppinerstr. 27. H. Meissner, Neue Hochstr. 43. Stresemann, Neue Königstr. 11. F. Sporreuter, Poststr. 16. W. Sy, Brunnenstr. 139. Carl Wolter, Münzstr. 8. A. Wittenbecher, Moabit, Lübeckerstr. 4. Rud. Wegener, Stromstr. 59. " W. Zapel, Staligerstr. 131( neben Frister u. Roßmann). A. Zechelius, Eisenbahnstr. 10. C. Rättig, Fehrbellinerstr. 88. E. Bergmann, Markgrafenstr. 100. C. Sarsch, Fehrbellinerstr. 56. W. Benecke, Potsdam, Jägerstt. 36. C. Böttcher, Friedrichshagen. Bosselmann, Charlottenburg, Scharrenstr. 11a. T. Koschel, Charlottenburg, Sophie Charlottenstr. 27. E. Radow, Charlottenburg, Berlinerstraße. F. Julow, Bantow, Breitestr. 24. G. Schaudt, Neu- Weißensee, Langhansstr. 71. C. Schmidt, Röpenid, Riegerstr. 41. A. Klinge, Röpenick, Grünftr. 38. C. Wanke, Rixdorf, Bergstr. 9. R. Weidner, Dresdenerstr. 100. Von Seiten der Händler wird sehr oft der Kuiff angewendet, indem sie sagen: Für diese Sorte Hüte giebt es keine Marken. Wir machen darauf aufmerkjam, daß es Hüte mit Marken in allen Preislagen und Qualitäten giebt und die Ausrede nur gemacht wird, um den Käufer irre zu führen. Indem wir die Genossen bitten, nur die von uns veröffentlichten Geschäfte zu berücksichtigen, ist es auch hier nöthig, fich zu über zeugen, daß die Marke schon vorher im Hute flebt. Jedes Einkleben der Marke beim Kauf ist Betrug. Alle Unregelmäßigkeiten bitten wir an uns zu berichten. 172/20 Jeder Preis ift mit Zahlen an den Waaren aus gezeichnet. Eigene Werkstätten Anfertigung nach Maaß zu ſehr ermäßigten Preisen. Patent in allen Staaten angemeldet. Patent. In mehreren Ländern schon ertheilt. 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