Nr. 294. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mir illuftrierter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Pofts Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Bettungs Preisliste für 1900 unter r. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 17. Jahrg. Dte Insertions- Gebüge beträgt für die fechsgefpaltene Kolonet. geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in berExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Gonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Mernsprecher: Amt I, Mr. 1508. Telegramm Abreffe: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Englisches Gold. In diesen Tagen, da aus dem Kapitalismus hundertfältige Korruption aufwuchert und der Unbestochene in der bürgerlichen Gesellschaft ein Ausnahmemensch erscheint, fann eine neue höchst sen fationellen Nachricht, welche die„ Leipz. Neuest. Nachr." verbreiten, nicht furzer Hand abgethan werden, so unklar Grund und Verlauf der Angelegenheit sein mag. Das genannte Blatt, das fortdauernd im Bismardfultus verharrend, Gegner der Regierungsepigonen ist, berichtet: Die goldene hand. " Berlin, 14. Dezember. In einer Berliner Korrespondenz des Daily Telegraph" war vor einigen Tagen zu lesen, daß ein ungeheurer Betrag von Bestechung und Korruption aufgewandt wurde durch den Leiter von Krügers Rundreise, um den Boltsenthusiasmus zu Gunsten der Boeren zu erregen". Die für diesen Zwed benutzten Agenten seien bis Köln gebracht worden. Der Artikel schließt mit den Worten: Herrn Krüger wird es bald aufdämmern, daß thatsächlich alles für ihn in Europa verloren ist, einschließlich des größeren Teils des Gelds, das er und seine Agenten zu Beste chungen ausgegeben haben." Dienstag, den 18. Dezember 1900. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. fonnten sich die englischen Interessenten schon etwas tosten lassen. In dieser mehr als merkwürdigen Enunciation( Sat) widerlegt ber. Reichliche Zahlung aus goldener Hand wäre noch der einzig mildernde Herr Senatspräsident zunächst etwas, was niemals behauptet worden Umstand für jene Perfidien und Niederträchtigkeiten. ist: es ist unsres Wissens niemals behauptet worden, daß das Wer hat die englischen Bestechungsmillionen empfangen? Nur die Presse? Oder höher Stehende? Bleiben die im Geschäftsbericht der De Beers- Gesellschaft auf gestellten Behauptungen unwiderlegt, so offenbart sich die modische Engländerei unsrer maßgebenden Kreise als Spottgeburt der schändlichsten Verderbnis. : Aber nicht nur Journalisten und Zeitungsredacteure können Rammergericht das Streitposten stehen an sich für strafbar geeignete Objekte zur Speisung aus„ Specialfonds für Agitations- erklärt hätte; das fonnte schon niemand behaupten, weil das zwede" sein. Der Sternberg- Prozeß und die Affaire Bofadows ty- Kammergericht, dessen Rechtsprechung auf Preußen oberstinstanzlich Woedtte haben enthüllt, wie weit die Macht des gleißenden beschränkt ist, als oberste Instanz über eine reichs gesetzliche Frage Golds reicht. Solche Erscheinungen reizen die Neigung zum Miß- überhaupt nicht entscheiden kann. Andrerseits hat aber das trauen und nötigen dringlichst dazu, die Möglichkeit offen zu halten, Reichsgericht mehr als einmal entschieden, daß das Streifdaß nicht nur Breßorgane englisches Gold lieben. Für die Gold- poftenstehen an sich, ohne offensichtliche Störung der Ruhe und geber war es weit wichtiger, einflußreiche Zwischenträger und Ohren Ordnung, durch die Reichs Gewerbe Ordnung als integrierender bläser in höheren Kreisen zu beeinflussen, als armselige Journalisten Bestandteil der Koalitionsrechts Ausübung straflos gewährleistet ist. zu englandfreundlichen Artikeln zu stacheln. Und damit kommen wir auf das Entscheidende: daß das Rammergericht überhaupt nicht, wie geschehen, und wie Herr Groschuff in seiner Aufklärung" lediglich wiederholt, und wie jedermann bekannt ist, hätte entscheiden dürfen, weil es durch diese Entscheidung einer beliebigen städtischen Polizeiverordnung in Bosemudel frei giebt, ein Gesetz des Reichs zu durchbrechen! Indem das Kammergericht sich damit über die Verfassung, Art. 2, hinwegfett, folgt es zwar mur größeren Mustern, zeigt aber zugleich aufs neue, wie weit das Koalitionsrecht, wie es in der Gewerbe- Ordnung gewährleistet ist, noch von einem wirklichen Recht der Koalition der Arbeiter und ihrer Ausübung entfernt ist! Ueber das objektive, flar gefaßte Recht des Reichs hinweg gestattet es jedem subalternen Bolizeihirn, rein subjektiv einen wesentlichen Bestandteil des reichsgefeßlich gewährleisteten Koalitionsrechts für unvereinbar mit der bekannten„ Ruhe" und„ Ordnung" zu erklären und damit gerade, wenn der betreffende Streikposten diesem Eingriff in ein Reichsgesetz nicht Gehorsam leistet, ihn straffällig zu machen. Wahrlich, wir haben es herrlich weit gebracht im„ Einheits-" und Rechts" staat des Deutschen Reichs! Die Socialdemokratie befürwortet wie stets das Bestreben nach guten Beziehungen mit England. Jedoch die Englandneigungen der gegenwärtigen Machthaber, die aus den tollen Unsinnigkeiten der Welt Gegenüber diesem unverschämten Versuch, den deutschen politik geboren in der Zurückweisung Krügers zur Verhärtung gegen jede Jdealismus, der in der Boerensache so rein und selbstlos zu Tage menschliche Regung und, wie nun der Anschein lehrt, zum entsegenden trat, auf die niedrigsten Motive zurückzuführen und die Freunde Bestechungspanama geführt haben diese Englandneigungen bleiben der Boeren als bestochene Subjekte des ehrwürdigen Präsidenten uns fremd. Es ist ein beklagenswertes Verhängnis, daß Deutschland Krüger hinzustellen, begnügen wir uns mit folgender Feststellung: sich um Englands Freundschaft bemüht, nicht um seiner freiheitlich „ Die De Beers Companie, zu deren Häuptern Herr ruhmvollen Institutionen willen, sondern im Banne des englischen Cecil Rhodes gehört und die eine Schwestergesellschaft Kapitalismus, da er den Gipfel der Schändlichkeiten ersteigt. der berüchtigten Chartered Comp. bildet, hat für das Jahr 1899, 2. Semester, einen Geschäftsbericht verfaßt, der allerdings nur einigen wenigen Personen zugänglich gemacht wurde. Darin findet sich folgender Passus: Special agitating purposes Cologne 60 000 Lstrl. Berlin 350 000 Lstrl. Bu deutsch: Specialfonds für Agitationswede: in Köln 1 200 000 m. in Berlin 7 000 000 m. Sicherlich ist nicht Köln bei Meißen, sondern Köln am Rhein, und nicht Berlin am Grand- River in Kanada, sondern Berlin an der Spree gemeint. Der Reichstags- Abgeordnete asse scheint bereits in seiner Rede vom 12. d. M. im Reichstag auf dieselben Vorgänge, welche die 2. N. N." andeuten, gezielt zu haben, als er, von der, Köln. 8tg." sprechend, sagte: Politische Uebersicht. Berlin, den 17. Dezember. Die Strafbarkeit des Streikpostenstehend. Am 9. Dezember hatten wir zulegt von einer höchft bemerkenswerten Entscheidung des Kammergerichts berichtet, die einem Verbot des Streitpostenstehens in ganz Preußen gleich tommt. Das Kammergericht hatte über die Revision gegen ein landgerichtliches Urteil zu verhandeln, das an unvereinbaren Widersprüchen krankte. Dies landgerichtliche Urteil( aus Erfurt) hatte nämlich zunächst festgestellt, daß bei dem betreffenden Fall von Streitpostenstehen von einer Störung der Ruhe und Ordnung teine Rede sein könne, hatte aber in demselben Atemzuge andrerseits erkannt, daß die Wegweisung des Streitpostens durch einen Polizeibeamten auf Grund einer städtischen Polizeiverordnung zum Zweck der Er " Ich bedauere nur, daß der Herr Reichskanzler diefes wetter- baltung der Ruhe und Ordnung ergangen sei und deshalb hätte wendische Blatt auch heute noch zur Aufnahme offiziöser Erklärungen befolgt werden müssen. Die Revision hatte auf diesen Widerspruch zu benutzen scheint, ein Blatt, welches gleichzeitig seine Spalten hinweisend geltend gemacht, daß, wenn Ruhe und Ordnung den Einflüssen der de Beers Company und andrer geherrscht habe, wie festgestellt sei, der Polizeibeamte den Streittapitalistischer Gesellschaften Südafrika posten doch nicht habe wegweisen dürfen. öffnet, die doch, weiß Gott, nicht an unsrem Strange ziehen, sondern am entgegengesetzten Strange." in Das Kammergericht aber hatte die Revision ver worfen und dies, wie folgt, begründet: Die betreffende städtische Die jeßigen Angaben der„ Leipziger Neuesten Nachrichten" er- Bolizeiverordnung sei ohne Rechtsirrtum angewendet worden. Es Mordern dringlichst weitere Aufklärung. Der Berliner Korrespondent sei festgestellt, daß die polizeiliche Wegweisung des Angeklagten im ShesBlatts, ein bekannter Besucher der Journalistentribüne des Interesse der Ruhe, Ordnung und Sicherheit ergangen sei, Meichstags, wenn auch mancherlei Seltsamkeiten an seinem politi- und daß der Angeklagte nicht Folge leistete. Dies genüge, die fifchen Borleben haften, fann unmöglich die Mitteilung aus jenem Bestrafung zu rechtfertigen. Dazu sei nicht erforderlich, daß eine Geschäftsbericht frei erfunden haben. Er hat aber die politische Störung der Ruhe und Ordnung wirklich stattgefunden Pflicht, mehr zu sagen, wenn er mehr weiß. habe. Die meisten Berliner Blätter schweigen die Enthüllung bisher tot. Einige erklären sie für völlig unglaubwürdig und verstehen nicht, aus welchen Gründen und zu welchen Zweden derartige gewaltige Summen von englischer Hand in Deutschland aufgewendet sein sollen. Durch dieses öffentliche Aufsehen, das die Kammergerichts- Ents scheidung hervorgerufen hatte, gezwungen, erläßt nunmehr der Senatspräsident beim Kammergericht, der Geheime Ober- Justizrat Herr Groschuff Berlin, soeben in der Deutschen Juristen Zeitung" folgende merkwürdige Erklärung: W Diese Entscheidung hat begreiflicherweise sehr großes Aufsehen erregt und nicht nur in unsrer Presse, denn auf Grund dieser Ent scheidung kann das Streikpostenstehen, das wiederholt gerichtlicherseits, sofern es ohne Störung der Ruhe und Ordnung vor sich gehe, als reichsgefeßlich durch das Koalitionsrecht in der Reichsgewerbeordnung Wir glauben die Angelegenheit ernster nehmen zu müssen. Die gewährleistet und straflos erklärt worden ist, jegt in Preußen durch Verausgabung von mehr als acht Millionen Mart ist allerdings nicht jeden beliebigen Polizisten auf Grund irgend einer allgemeinen denkbar, wenn es sich nur um die Erreichung untergeordneter städtischen Polizeiverordnung verboten und im Widersetzungsfalle Zwecke gehandelt hätte. Thatsächlich aber handelte es sich für die bestraft werden. großen füdafrikanischen Kapitalistengesellschaften, hinter denen die Spigen der englischen Regierung standen, in der Zeit, von welcher der Geschäftsbericht handelt, um 2ebensfragen nicht nur jener Gesellschaften selbst, sondern des Regiments Chamberlain. Seit März 1899 war Chamberlain entschlossen, es zum Kriege mit der südafrikanischen Republik zu treiben; in der folgenden Zeit bis zum Beginn des Kriegss zustands am 11. Oftober wurde die Situation zwischen England und den Republiken von Monat zu Monat gespannter. In Deutschland regten sich lebhafte Sympathien für die Boeren und steigerten sich in dem Maße, als die englischen Raubinstinkte stets bösartiger bgewaltthätiger in die Erscheinung traten. Da fonnte es auch em rechnenden Geschäftsmann eine vollauf lohnende Ausgabe er heinen, wenn ein Gegenstrom zu Englands Gunsten entfesselt wurde. Der Geschäftsbericht der De Beers- Compagnie muß nicht bedeuten, daß die Gesellschaft nur aus ihrer eignen Tasche und nur für ihre besonderen Gesellschaftszwede 8 Millionen aufgewendet hat. Es liegt nur allzu nahe, nach Hintermännern zu fragen, die zu der großen Bestechungssumme beitrugen und deren allgemeine politische Ziele gefördert werden sollten. " Thatsächlich wurde im zweiten Semester 1899 der für die Engländer so erwünschte Widerstand gegen die Boerensympathien mächtig entfacht. Voran die Kölnische Zeitung" und von Berliner Blättern die„ Berliner Neuesten Nachr." legten sich mit wahrhaft verdächtigem Eifer für England und gegen die südafrikanische Republik ein. Kaum je schrieb ein deutsches Blatt schmutzigere Artikel als die Köln. 3tg." für den tugendreinen Chamberlain, wider den bösartig verstodten Krüger. Eine solche Preßtampagne * Deutsches Reich. Auf die agrarische Barrikade steigt wieder einmal die„ Deutsche Tageszeitung". Sie bezeichnet die agrarische Erhöhung der Getreidezölle als die Haupt- und Lebensfrage, hinter der alle andren Dinge zurücktreten müßten. Die Landwirtschaft halte ein weiteres Jahrzehnt Caprivischer Handelsvertragspolitit nicht mehr aus. Giebt es teinen Brotwucher, dann fällt das deutsche Voltstum, das deutsche Reich ,, das deutsche Fürstentum, die deutsche Machtstellung, die deutsche Zukunft. Läßt man die Landwirtschaft zu Grunde gehen, so wird man vielleicht eine kurze Zeit innerlich fauler, glänzend übertünchter Scheinblüte erleben; aber dann kommt mit unerbittlicher δας Notwendigkeit Ende. Krankhaft gesteigerte AusfuhrIndustrie ohne einen taufträftigen, heimischen, landwirtschaftlichen Markt trägt, wie alle hypertrophische Entwicklung, den Keim der Zersetzung, der innerlichen Verzehrung, des Tods in sich. Ohne den landwirtschaftlichen und kleinbürgerlichen Mittelstand find die Fürstenthrone nicht zu halten. Ihre Füße stehen nur in dem gewachsenen Boden dieses Mittelstands fest. ,, Noch ist die Landwirtschaft die festeste Stütze des Staates, die kraftvollste Trägerin des Volkstums und seines nationalen Organismus. Unterwühlt man diese Säule, so muß das nach stürzen, was von ihr getragen wird. Man täusche sich darüber nicht: es gärt ganz gewaltig unter den Bauern, die sonst still waren und still hielten. Werden sie nochmals in ihren berechtigten Hoffnungen getäuscht, dann be fürchten wir das Schlimmste. An die Stelle der jetzigen Bewegung, die troß ihrer Entschiedenheit durchaus loyal, trog ihres Freimuts fönigstren bis in die Knochen ist, wird eine andre treten, die ihre Führer zu grundsätzlicher Oppofition treiben und zwingen wird. Was dann werden wird, läßt sich voraussehen; wir brauchen's nicht zu schildern. Die Verschiebung der Parteien wird gewaltiger sein, als man jezt vielleicht noch glaubt. Man wähne ja nicht, daß die Landwirtschaft sich noch einmal mit einer Kleinigkeit abspeisen und beschwichtigen lassen werde. Die Zeit ist vorbei. Entweder- oder! Die deutsche Landwirtschaft hat den dringenden und berech tigten Wunsch, sobald als möglich zu erfahren, woran sie ist, damit sie sich danach einrichten kami. Wird fie gefördert, gelingt es, fie lebenskräftig zu erhalten, dann bleibt das Deutsche Reich politisch und wirtschaftlich unüberwindlich, dann gehört ihm die Bukunft, dann ist auch die allein sichere Grundlage für eine fieghafte Weltpolitit gegeben, die im andern Falle ein kurzer, in Kazenjanimer endender Traum sein muß." Das ist brüllender Kanonenschuß gegen die berühmte Wolfe, die fich zwischen dem Thron und den Junkern, die sich im Bündlerjargon Bauern nennen, gelagert hat. Es ist wieder jener Ton der Drohung und Erpressung, jenes psychologisch wohl berechnete Mittel, mit dem die Camarilla einst Friedrich Wilhelm IV. für die Konterrevolution scharf machte. das bekennt Die agrarische monarchische Gesinnung ist lediglich eine 8ollfrage. Wird das Volk nicht Herr Oertel gefchröpft, damit die Standesgemäßen erhalten bleiben, so erklärt man den Umsturz, den Untergang der Monarchie. Erhält man aber die gewünschte Liebesgabe, so verspricht man als Gegenleistung, alle weltpolitischen Liebhabereien zu unterstügen. Der Artikel ist geflissentlich so stilisiert, daß er an einer gewissen Stelle gelesen werden und wirfen soll. Er beweist aber auch, daß man anscheinend nicht geneigt ist, die Industrie den Agrariern zu opfern. „ Die Tageszeitungen brachten in letzter Zeit wiederholt Berichte über Urteile des Straffenats des Kammergerichts, wonach das Streit postenstehen strafbar sei. Demgegenüber muß hervorgehoben werden, daß das Kammergericht stets anerkannt hat, daß das Streitpostenstehen an sich eine strafbare Handlung nicht sei. In allen diesen Fällen handelt es sich vielmehr lediglich um Ueber tretung von Straßenpolizei Verordnungen, welche bestimmen, daß derjenige strafbar sei, welcher der zur Erhaltung der öffentlichen Ordnung, Ruhe und Sicherheit auf der Straße erlassenen Anordnungen der Aufsichtsbeamten keine Folge leistet. Diese Bestimmung ist wiederholt auf Personen angewendet worden, welche bei ausgebrochenem Streit Bosten standen. In solchen Fällen find die Polizeibeamten davon ausgegangen, daß das Stehen der Posten geeignet sei, die öffentliche Ordnung Die ,, Germania" spendet uns eine zweite Strafpredigt, weil zu stören und haben deshalb die Posten aufgefordert, sich aus der wir ernsthaft den Grundsatz vertreten: Religionist Privatbetreffenden Straße zu entfernen. Haben die Boften teine Folge ia che." Man sollte glauben, das katholische Organ müßte Freude geleistet, so find sie wegen Uebertretung der betreffenden Straßen- empfinden, daß wir intolerantes Schmähen wahrer Religion und polizei- Verordnung verurteilt. In solchen Fällen find die be- aufrichtigen Christentums streng zurüdweisen. Thatsächlich aber ist die„ Germania" höchst verärgert über unsre Haltung und wäre über treffenden Personen nicht deshalb bestraft, weil sie Streitposten nichts mehr erfreut, als wenn wir Kampf gegen das Christentum auf gestanden haben, sondern weil sie der aus dieser Veranlassung an unsre Fahne schreiben würden. Wenn es ebenso wahr wäre wie es un fie gerichteten Aufforderung des Polizeibeamten teine Folge wahr ist, daß die socialdemokratische Partei früber eine geleistet haben." ganz audre Stellung in Religionsfragen eingenommen habe- so " 1 behauptet das Centrumsblatt so sollte uns die Germania" als reuige Sünder annehmen; statt dessen schäumt sie geradezu in Wut, daß wir und die Socialdemokratie uns nicht zu dem Saz bekennen wollen:„ Der Atheismus ist Parteisache." Sie will uns in Leitartikeln foltern, bis wir gestehen, Feinde des Christentums zu sein. Wir vermögen dieses Sehnen der„ Germania" nicht zu erfüllen. Uebrigens erklärt zugleich die Germania" den Bankrott ihrer Bolemit, indem sie den Unterschied zwischen Religion und Kirche bestreitet. Wenn das Centrumsblatt nur das Bekenntnis von uns hören wollte, daß wir die Kirche bekämpfen, sobald sie mit weltlichen Machtmitteln die Unterdrückung der Geister betreibt und die Lehre des Christentums zur Beschönigung niedrigster Ausbeutungsgelüfte herabwürdigt, so dürfte es sich den gesamten doppelten Leitartikelaufwand an Entstellungen und unwahrheiten ersparen. Zur Bekämpfung des Mißbrauchs der Religion haben wir uns alle Zeit gern bekannt. Wenn die„ Germania" endlich einige Aussprüche Bebels als im Widerspruch zu unsrer Auffassung stehend bezeichnet und eine Antwort Bebels auf ihre Anfragen fordert, so bezweifeln wir fehr, daß unser Parteigenosse Bebel Veranlassung hat, auf Citate, die völlig aus dem Zusammenhang gerissen sind und deren Sinn als Nicht- Chrift stets, wie es selbstverständlich sein gutes Recht ist, als Nicht- Christ erklärt; gerade deshalb aber und weil er Duldung für jedes Be= Tenntnis fordert, steht er in gleichem Maße wie der Vorwärts" zum Grundsatz unfres Programms: Religion ist Privatsache. " dem Reichs Marineamt und dem Regierungs- 1 Breitenau entwichen war, als des Anarchismus verdächtig im Park präsidenten in Danzig berichtet die„ Danz. 8tg.": von Wilhelmshöhe verhaftet worden, gerade als der Kaiser sich dort Der Regierungspräsident hat der Reichsaufhielt, und hatte bei seiner Verhaftung beleidigende Aeußerungen Marineverwaltung den Konsens zum Bau des neuen gegen den Kaiser ausgestoßen, jvie er vor Gericht sagte, in der AbKriegsschiffbassins auf dem Holm für jetzt versagt, ficht, in das Gefängnis zu kommen, da es dort besser sei als in der weil der bisherige Schiffahrtsweg dadurch er- Korrektionsanstalt. heblich beeinträchtigt werden würde, und ein Eriaz für denselben noch nicht vorhanden sei, ein solcher vielmehr erst geschaffen werden müßte. Die gegen diese Ablehnung von der Marineverwaltung erhobene Beschwerde ist jetzt vom Oberpräsidenten abgewiesen worden. Es bleibt nun der Marineverwaltung noch der Weg der Klage beim Oberverwaltungsgericht offen." Die Marine- Bresse nennt es ein Schauspiel für Götter", daß der Regierungspräsident der Rücksichtslosigkeit des Marinismus gegenüber die Handelsintereffen Danzigs wahrzunehmen sich für verpflichtet gehalten hat! Khakiraserei. Unfre Notiz " Ausland. Spanien. Vorgehen gegen die Preffe. Die Behörden haben in der legten Beit eine Anzahl von Blättern beschlagnahmt, resp. das Erscheinen derselben verboten. In Pamplona wurde das daselbst erscheinende Blatt" Porvenir" vom Civilgouverneur verboten, nachdem dasselbe vom Bischof von Pamplona bereits in den großen Kirchenbann gethan worden war. Das Blatt hatte den Zorn des Kirchenfürsten dadurch hervorgerufen, daß es gerichtlich festgestellte Unsittlichkeiten dortiger Mönche an den Branger gestellt hatte. Eine Boger Ehrung" hat die Münchener Neuesten Nachrichten" ganz aus dem Häuschen Auch der in Madrid erscheinende Heraldo" wurde wegen eines harmlosen Artikels über die bevorstehende Vermählung der gebracht. Sie pöbelt den Vorwärts" folgendermaßen an: So lange es in Deutschland noch Menschen giebt, die einen Prinzessin von Asturien beschlagnahmit. Die Austräger des Blatts Begriff haben von vaterländischem Enpfinden und nationaler Ehre, wurden mit Säbelhieben traftiert. Troßdem der Republikaner wird man der Heldengestalt Schills, dem hoffnungslosen, aber Blasco Jbanez in der Kammer diese Maßnahmen in der schärfsten darum nicht minder heroischen Kampf, in dem er unterging, ein Weise als absolutistische geißelte, erfolgten bereits weitere Beschlagehrendes Gedächtnis bewahren. Der tragische konflitt, nahmen. So wurde der Madrider" Sibsel" beschlagnahmt und der daß sein König sich gegen ihn erklären mußte, ver- Direktor des" Paris" verhaftet. tieft nur das Gefühl der Bewunderung für den tapferen Husarenführer und seine kleine Heldenschaar. Wenn wir den schamlosen Gassenbubenstreich des immer noch, besonders bei uns in Bayern, gute Menschen und schlechte Politiker giebt, die meinen, man könne mit den Socialdemokraten von heute gehen, ohne seine gute deutsche Gefinnung aufgeben zu müssen." " 1 Rußland. Nene Presverfolgungen in Finnland. Ein wahrer Ver So haben in folgungsregen trifft wiederum die finnische Presse. diesen Tagen nicht weniger als fünf Beitungen Verwarnungen er halten und zwar folgende:„ Vasa Posten"," Kristinestadstidning", Jakobstaſtidning"," Ostra Nyland" und" Karjalatar". flärt in einem Cirkulare, daß an der Entfernung des Buches von Gefährliche Schriften. Das russische Kultusministerium er Farrara„ das Leben Jesu Christi" aus den Schülerbibliotheken nach wie vor festgehalten werden soll. " Afrika. „ Reichsbankrott" das ist der Welt am Montag" ein peinfiches Wort. Sie widmet einen vollen Leitartikel dem Nachweise der funfelnagelneuen Thatsache, daß das Nationalvermögen in Deutschland gewaltig gestiegen sei, und der noch funkelnagelneueren Ent- Vorwärts" überhaupt erwähnen, so geschieht es, weil es deckung, daß von einem Bankrott erst dann die Rede sein kann, wenn der Staat überhaupt keine Steuerquelle mehr hat." Wir könnten vielleicht bedauern, behufs leichterer Erkenntnis unfrer Meinung feitens Schwerhöriger nicht voni Bankrott des herrschenden ReichsLente, die ohnehin nicht übermäßig begabt find, sollten sich finanzsystems gesprochen zu haben. Doch hätten wir hierdurch der " W. a. M." den Anlaß einer journalistischen Spielerei genommen davor hüten, in einen Wutkoller zu geraten, da ihnen dann das letzte und es wäre grausam, die Herren Nationalsocialen des Spielzeugs bißchen Vernunft flöten geht. Denn wenn das Blatt ein paar zu berauben, da es scheint, daß sie Ernstes nicht zu thun haben. Beilen darauf selbst erklärt, daß nach Ansicht von Bebel und Singer der für die Freiheit Chinas tämpfende Borer eine Ein Bankheiliger. Der durch seine Reichstagsgebete und Respettsperson sei, so wird jener normale Mensch in unsrer Die Boeren- Erfolge haben in England große Bestürzung und Buderinteressen bekannte Profeffor Paasche ist in den Aufsichtsrat der Notiz wohl eine satirische Verurteilung der Khatibrutalität, nimmer Niedergeschlagenheit hervorgerufen. Solcher Niederlagen hatte man Breslauer Diskonto- Bant eingetreten. Herr Paasche ist bisher ein mehr aber eine Verächtlichmachung Schills sehen. Und wenn das sich nicht mehr versehen. Wie der Magd. 3tg." aus London ge großer Börsenfeind gewesen; er wird hinfort nun die mühelosen Blatt sich schließlich gar auf den„ Borerdichter Schiller" beruft, der meldet wird, ordnete auf die Meldung von der Niederlage bei Börsengewinne in der Weise bekämpfen, daß er sie als Tantiemen in einem feiner Bogerdramen ausgesprochen hat: Nichtswürdig ist Barberton und der allgemeinen Offensive der Boeren der plötzlich in die eignen Taschen steckt. die Nation, die nicht ihr alles freudig setzt an ihre Ehre", und sich ein berufene Kabinettsrat, dem mit einer einzigen AusWer in diefer Wandlung einen Widerspruch sieht, der kennt nicht damit unire Ironie zu eigen macht, so bezichtigt es sich dadurch nahme alle Minister beiwohnten, die sofortige Bereitstellung die Vielseitigkeit dieses typischen Nationalliberalen, der es ſeit jeher selbst des„ ichamlofen Gassenbubenstreichs", den der Vorwärts" aller verfügbaren Reserven, befonders an Kavallerie, an. als die Mission seines Lebens erkannt hat, sich befehren zu laffen. berübt haben soll. als aliudan Die Aufregung in den maßgebenden Kreisen erinnert an die während Wie er sich zum Schußzoll, zur Kirche befehrt hat, so hat er sich auch in den höchst selig machenden Schoß der Stirche begeben. der schlimmsten Tage der Belagerung von Ladysmith. Seitdem auch die Die Breslauer Bant hat auch gar nicht so unklug gehandelt, Angriffe auf Petrusberg und Riverton, die Bedrohung von Komatials sie sich Herrn Baasche wählte. Nach seinem Uebertritt wird der poort, Bloemfontein und Kimberley bekannt geworden sind, wurden Professor die Interessen dieser Bank sicher mit demselben Gifer veralle auf dem Heimwege begriffenen Kolonial, treten wie bisher die Zuckerindustrie, mit der er in einem geradezu und Yeomanry Truppen in die Front zurüdehelich intimen Verhältnis lebt. beordert. Man nimmt jetzt allgemein an, daß die letzten Aktionen der Zu dieser Art von Pflichterfüllung gehört es auch, daß, wie Boeren nach einem einheitlichen Operationsplan erich voriges Jahr in den Artikeln über Segualjustiz erwähnt folgt find. habe, bei gewissen Sittlichkeitsprozessen mir die Die Berstörung der Delagaobahn wurde durch Rupplerinnen auf die Antlagebant tommen, die General Botha eingeleitet, während De Wet durch eigentlich Schuldigen, die Savaliere", nur als einen Marsch nach Süden die besten eng 8eugen geladen werden, und daß außer den Gerichtsbeamten lischen Truppen hinter sich her und so von der niemand die Namen dieser Zeugen erfährt, Delagoabahn fortioďte. Ein Generalangriff fämtlicher Boerenkommandos auf alle wichtigen bie hinter verſchloffenen Thüren vernommen Punkte der Eisenbahnen endete mit deren Ber störung. Durch Aufreißen der Schienen auf langen Streden, Sprengungen und Zerstörung der Stationen sind sämtliche Eisenbahnverbindungen mit der Kapkolonie und Natal, sowie die Verbindungen der englischen Hauptcorps unter einander unterbrochen. Bethlehem, Vrede, Vryheid, Mafeting, Standerton und Kimberley sind gleichzeitig von den Boeren angegriffen worden." Einem Londoner Blatt entringt sich der Stoßseufzer: Hätten wir nur einen De Wet. Wenn uns die Geschichte nicht Eine nützliche Beschäftigung für Gaffer. Die" Post" hat ein menschliches Rühren für die Müßiggänger, die bei patriotischen Anlässen an den Straßen stehen und stundenlang auf eine vor überfahrende fürstliche Erscheinung warten. Sollte sich diese vergeudete Zeit nicht einigermaßen erfpricßlich verwenden lassen! Gewiß, das ist möglich. Das Bublifum braucht sich nur als frei. willige Polizei zur V ur Verhinderung von Attentaten zu bethätigen! Würde das Bublifum auf diese Weise sich nüglich machen, so hätte, meint die" Post", die verrückte Schnapta in Breslau ihr Beil nicht haben werfen fönnen. Und auch früher wären solche Dinge nicht paffiert: Auffallende Diskretion. Auch der bekannte Publizist Karl entsch beschäftigt sich in der Wiener Zeit" mit dem SternbergProzeß. Ans seinen interessanten Auslaffungen verdient namentlich eine Stelle wiedergegeben zu werden, die sich mit der auf fallenden Schonung befaßt, die die Gerichte gewöhnlich aristokratischen 8eugen gegenüber wallen lassen, die in unsauberen Prozessen ihre Bekundungen zu machen haben. werden. einem Gummischläuchen. Alle Aufmerksamkeit hat jedweder gespannt auf 5. Dezember festgesetzt; später wurde ihnen die Uebersendung läßt sich noch er mit seiner Truppe so schnell dorthin gelangt ist, " bis Das Kolonialamt hegt also, woran wir von allem Anfang nicht Ein antisemitisches Urteil über den Dreschgrafen. In zweifelten, starte Bedenken, der Boerenauswanderung die Grenzen dem Blatt Eugen Dührings" Der Personalist und Emancipator" unsrer südwestafrikanischen Kolonie zu öffnen. Wie weit englische findet sich folgendes Urteil über den Nachfolger Ahlwärbts: So Einflüsse diese Bedenken vermehrt haben, vermögen wir nicht zu beein 3 witter von Narretei und Streberet war in urteilen. Aber vielleicht ist das Bandern des Kolonialamts schon fozusagen idealster Ausprägung bisher noch nicht auf den Zweifel zurückzuführen, ob die Boeren, die sich doch nicht erreicht. einmal in das fauftere englische Joch fügen wollten, auf die Dauer das schneidige deutsche Militärregiment ertragen würden. Und diese Zweifel erscheinen uns allerdings nicht unbegründet. " 1 Das Kolonialamt und die Boeren- Einwanderung. Aus Es ist bekannt, daß auch das Hödelsche Attentat hätte vers dem Boerentrett nach Deutsch Südwestafrita, so lesen hütet werden können, wenn die Umstehenden ihre Aufmerksamkeit wir in einem bürgerlichen Blatte, scheint nach den neuesten Nach zwischen der Person des Kaisers und dem Publikum geteilt richten nichts zu werden. Wir haben bereits bemerkt, daß es ein hätten. In unmittelbarer Nähe des Attentäters Hauben bitart, übertreibender Optimismus jein müſſe, an die 15 000 Beeren zwei fräftige pommersche Gutsbefizer, ausgerüftet mit starken zu glauben, welche angeblich entschlossen sein sollten, auf deutsches Stöcken, denen es, wenn fie Hödel beobachtet hätten, leicht aus dem Stap lande, die augenblicklich in Holland weilen und mit ein so unsinniges Geld foſtete, so wäre es recht erwünſcht, deahrenen Gebiet überzusiedeln. Greifbar waren nur etwa fünfzig Boeren gewesen wäre, das Attentat zu verhüten." Wenn diese starten Stöcke aus Pommern in Funktion getreten dem Deutschen Reiche Unterhandlungen wegen Ueberfiedelung nach Offiziere, Kitchener nicht ausgeschlossen, wären, hätten wir schließlich auch nicht das Socialistengeset be- Damara oder Ramaland angeknüpft haben. Wie min Holländische Kenner der Ars Bellonae Lettionen in der Taktik erhielten. Am kommen, wäre das wirklich nach dem Wunsch der" Post" gewesen, Quellen ergeben, drohen diese Unterhandlungen an dem Zögern des 25. Oktober überschritt De Wet, aus der Gegend von Pretoria kommend, die ja doch an allen Attentaten innerlich ihre helle Freude hat. Kolonialamis in Berlin zu scheitern. Seit vielen Wochen bei Parjis den Baal, nachdem er die Engländer in mehreren Gefechten Immerhin wird es, wenn die Anregung des Stummschen Organs warten diese Leute auf die ihnen vom Kolonial- zerstreut hatte, und traf, nach verschiedenen Querzügen, am 3. Noausgeführt wird, eine bedeutsame, anregende, aber auch sehr ge- amt gegebene Versicherung, die für die Ueber- vember in der Stadt Frankfort ein. Am 5. November aber lieferte er gefährliche Beschäftigung sein, patriotisch jauchzendes Publikum siedelung benötigten Papiere würden ihnen den Engländern bei Bothaville, 150 Kilometer von Frankfort, ein zu spielen. Man erscheint bewaffnet mit Stöcken, Totschlägern, baldigst zukommenit. Anfänglich war die Abreise auf den Gefecht." er feine Nachbarschaft zu richten. Greift jemand verdächtig in die Rock der Papiere Z 15. Dezember in Aussicht gestellt, weise benützt haben. Nun begann er einen zwei Wochen währenden tasche, vielleicht um eine Schnapsflasche zu ziehen, fuchtelt er aus so daß die Abreise am 5. Januar hätte erfolgen können. Zug von Norden nach Süden, von Westen nach Osten; er lieferte purer Begeisterung mit den Armen, hat er vielleicht nur melancholisch Da nun aber diese Papiere noch nicht eingetroffen sind, den englischen Truppen eine Reihe von Gefechten und zog sie düstere Augen, flugs erregt er die Besorgnis der freiwilligen Bolizei vermögen die Führer des Treffs", Kommandant Steenkamp, hinter sich her, was dem Feind schweren Schaden, namentlich an und die Stöcke fausen. So wird es möglicherweise teine Attentate Friedensrichter Smeer, das frühere Mitglied des Volksrats seinem Pferdematerial zufügte. Er traf auf starte britische Truppen Thabanchu im Osten von Bloemfontein, ber mehr geben, aber auch keinen Patrioten mehr, der ohne Beulen die van der Westhuizen u. a. m., die Teilnehmer nicht mehr zusammen bei dem Orte Wahlstatt verläßt. Graf Büdler wird hinfort seine innigste Freude zuhalten, deren größter Teil fich für die Auswanderung nach Amerita trieb sie und besiegte eine andre Truppe bei Dewetsdorp, die er entschlossen hat. an den patriotischen Straßenteilereien haben. am 21. November zur Kapitulation zwvang. Die Verhältnisse ge statteten ihm nicht, die Gefangenen, über 500 Mann, neben Offizieren, in haft bringen zu lassen; er ließ fie nach Wegnate der Waffen laufen. Schon am 27. November lieferte er denisin verfolgenden Reitern des General Knor bei Helvetia abermalsen Gefecht, am 30. bei Shmitfield und am 2. Dezember bei Springfontein am Caledonfluß. Sein Erscheinen vor der Grenzstadt Bethulie am Oranjefluß erregte großen Schreden. Man schrieb De Wet die Absicht, er wolle den Vaal treuzen, in das Kapland einDie Echtheit der Hunnenbriefe ist, wie die Hamburger brechen und die holländischen Blutsverwundten zur Erhebung aufNachrichten" fonstatieren, von allen Leuten der am Sonntag in fordern. Da am 6. Dezember der große Afrikander Tag in Berlin empfangenen Ostafientruppe bestätigt worden. Das heißt, die Aus Heffen, 15. Dezember.( Eig. Ber.) Auch der Hessische Worcester abgehalten werden sollte, schien ein solcher Plan, Richtigkeit der in den Hunnenbriefen erzählten Greuel- Landtag hat sich nunmehr den Lugus einer eingehenden Debatte der den Enthusiasmus der Kapholländer angefeuert hätte, thaten ist von feinem der heimgekehrten Augenzeugen in Abrede über die Warenhausbesteuerung, gestattet. Bom Centrum war nicht unwahrscheinlich und umsomehr bemühten sich die engeine diesbezügliche Interpellation eingebracht worden. Die Antwort lischen Generale, die Boerentruppe abzufangen. De Wet dürfte der Regierung lief darauf hinaus, daß man zwar Erhebungen in die die ihm zugeschriebene Absicht aber kaum gehabt haben; der CaledonWege geleitet habe, der Nüglichkeit einer solchen Steuer aber sehr fluß und der Oranjestrom find zur Zeit so hoch geschwollen, daß skeptisch gegenüberstehe. Zum mindesten solle man zunächst den Er eine Ueberschreitung nur auf Brücken die zerstört find- oder in folg des preußischen Verfuchs abwarten. Außer dem Centrum traten großen Bontons die De Wet nicht befigt möglich wäre. Er noch die antisemitischen Mittelstandsretter" als warme Befürworter begnügte fich damit, den von der englischen Kapgrenzstadt Aliwal der Warenhaussteuer auf. Die Nationalliberalen waren, wie immer, North Herbeieilenden General Macdonald zurückzudrängen, trieb die unter sich nicht einig, wie sie sich zu der Sache stellen sollten. Von Kavallerietruppe des Obersten Williams über Sourville hinaus, ließ socialdemokratischer Seite griffen die Abgeordneten Haas, David den General Knox hinter sich her marschieren und Ulrich ein, indem sie die wirtschaftliche Verfehltheit einer so schließlich trotz aller ihm entgegengestellten Truppen den Durchund erzwang sich op einseitigen Strafbesteuerung nachwiesen und statt dessen den, Mittelgang bei Thaban chu! Vom Plündern in China. Die Khalipresse druckt in ihrer standsrettern" die Erhöhung der Progreffion der allgemeinen EinUeber diese legten Gefechte wird aus Maseru vom 16. DeNaivetät ein Telegramm ab, das besagt, daß der ehrliche Ver Eine weitere Interpellation des Centrums betraf das Offentommens und Vermögenssteuer empfahlen. zember gemeldet: General De Wet ist mit 2000 bis 3000 Mann wieder in der such, den die Militärbehörden gemacht hätten, bacher Bahnunglück. Die Auskunft, welche die Regierung zu umgegend von Tha bandhu erschienen und hat Lapberg d machen, bereits in dem von den Deutschen befesten mit denen sich die preußisch- hessische Eisenbahnverwaltung über der entschlossene Angriffe erteilen hatte, ging nicht über die nichtssagende Redensart hinaus, Warringhams Store angegriffen. Er unternahm i Stadtteil gute Erfolge erzielt habe. Die Läden würden artige Folgen ihres berüchtigten Sparsystems hinwegzusezen versucht. Den dritten Sturm auf die britischen 2. wieder geöffnet und die Chinesen fehrten zurück. Die Amerikaner Namens der Interpellanten gab der Abg. v. Brentano der Ent persönlich leitete General De Whit und drang mit dem Reste seiner berpflegten täglich über 1000 Sungrige." rüstung des Publitums über die Schäden der Bahnverwaltung Aus. Truppen durch. Die Engländler erbeuteten einen 15- Pfinder Dieses Telegramm, weit davon entfernt. Die Meldungen von brud. Seine Hoffmmg, daß die hefftsche Regierung energisch auf und 15 Wagen, welche mit Munition, Dynamit und Lebensmitteln dem ungeheuerlichen Umfang des Plünderns der Abhilfe dringen werde, teilen wir nicht, wie der Abg. I rich hervor- beladen waren. internationalen Streusfahrer zu entfräften, bestätigt nur die ber hob, der in schärffter Weise gegen den Eisenbahnminister v. Thielen Thabandhupaß nehmen wollte, wurde geschlagen. Kommandant Ein andres Boerenkommando, welches den wegensten Schilderungen. Denn wenn erst jest der ehrliche als den Hauptschuldigen vorging. Seine Rede war ein flammendera a 3 broet, welcher mit feinem Kommando durch Versuch" also die Ehrlichkeit dieses Versuchs" muß noch extra protest dagegen, daß man in Berlin fistalische Interessen höher stellt Springtantspaß bei Thabanchu fich freie Bahn erzwingen wollte und betont werden!- bem Blindern Einhalt zu thun, den minimalen Erfolg hat, daß wenigstens die deutschen Truppen nicht mehr als das Wienschenleben. Die Regierung wußte darauf nichts Besseres 2 Geschüge mit sich führte, wurde ebenfalls geschlagen und plündern, so darf man wohl annehmen, daß selbst die ver- 34 thun, als zu schweigen. wegenften Schilderungen englischer und italienischer Korrefpondenten nicht übertrieben waren. gestellt worden. sipit Einstweilen freilich wird man über die Chinagreuel von den der Kultur Burüdgegebenen nicht viel Neues erfahren, ist doch, wie der Frankf. 8tg." aus Hamburg gemeldet wird, den Mannschaften streng verboten worden, irgend etwas auf den Krieg Bezügliches den Zeitungs- Berichterstattern zu erzählen. Ein Wort, das sich jedenfalls auch auf andre Austünfte beziehen wird. Auf die Dauer wird sich freilich die Befolgung dieses Schweigegebots nicht erzwingen lassen. unt der Plündertschen Soldaten unmöglich 8u Auch eine Antwort! d Chronik der Majestätsbeleidigungs: Prozeffe. Den verlor 40 Mann. De Wet hat also den um ihn gezogenen Kordon abermals durch brochen und befindet sich in Sicherheit. Zwei andre kleinere Kom mandos sollen zwar geschlagen" sein, aber daß sie ungingelt und zur Waffenftredung genötigt worden wären, wird nicht gemeldet. Nicht einmal die beiden Geschütze sind genommen worden. Ueber die Kämpfe bei Vryheid meldet ein Telegramm Nach Kiel Danzig. Nachdem, wie wir fürzlich berichtet, der wegen Majestätsbeleidigung und wegen Diebstahls Marinismus den Kieler Handelshafen mit der Sperre bedroht hat, in wiederholtem Rückfall ist in Marburg ein Tagelöhner zu 1 Jahr bedroht er nunmehr den Handel Danzigs mit der gleichen Ge vier Monaten Zuchthaus verurteilt worden. Er war im August fahr. Ueber einen in dieser Sache ausgebrochenen Streit zwischen mit einem Gefährten, mit dem er aus der Korrektionsanstalt Lord Kitcheners: Partei- Nachrichten. Ausland. " Eine besonders Bei dem Angriff auf Vryheid am 10. d. M. hatten die Boeren Vereine mit 929 Stimmen in der Majorität blieben. Die Nied er- dürfen zu andren, mit dem ordnungsmäßigen Betriebe nicht zu ver100 Tote und Verwundete, die Engländer 6 Tote lage der Gewerkschaften muß um so schmerzlicher empfunden werden, einbarenden Zwecken, insbesondere als Wasch, Schlaf- oder Wohnund 19 schwer Verlegte; 30 Mann, darunter ein als bei der Wahl von 1897 die Gewerkschaftsliste eine räume nicht benutzt werden.§ 15. In jedem Arbeitsraum ist ein Offizier, werden vermißt. Am 13. d. M. schlugen die Majorität von etwa 200 Stimmen hatte. Uebrigens war von der Orts- Polizeibehörde zur Bestätigung der Richtigkeit seines Engländer bei Scheepersnet 600 Boeren zurück und erbeuteten Waffen. es interessant au sehen, wie die christlichen Gewerkvereine" Inhalts unterzeichneter Aushang anzubringen, aus dem ersichtlich Die Boeren erlitten empfindliche Verluste. In einem Engpaß im Hand in Hand mit den un organisierten„ Evangelischen" und ist: a) die Länge, Breite und Höhe des Raums; b) der Inhalt Laftron- Distrikt nahmen die Boeren kürzlich 120 Mann, den Hirsch- Dunderschen" gingen. Bei politischen Wahlen bekämpfen des Luftraums in Kubikmetern; c) die Zahl der Personen, die nach Kavallerie gefangen. Von den gefangen genommenen Northumber sie sich im Namen tonfessioneller Gegensäge mit aller Schärfe.§ 6 in den Arbeitsräumen beschäftigt werden darf.§ 16. Die lond- filteren find 31, barunter& Offiziere, freigelassen Diesmal war das Kartell unter Kontrolle des Unter. Schlafräume der Gehilfen und Lehrlinge dürfen nicht in solcher Nähe Rustenburg eingetroffen. nehmertums geschlossen, das alles vereinbart" hatte. Die zum Backofen liegen, daß in ihnen eine übermäßige Size(!) Alfo auch hier haben die Engländer schwere Verluste er- Niederlage wird den Dortmunder Gewerkschaften eine Mahnung sein, herrscht. Auch dürfen sie nicht in unmittelbarer Verbindung mit den litten, während die Angaben über die Boerenverluste mit allen Zweifeln in Zukunft die Agitation energischer und systematischer zu gestalten, Bedürfnisanstalten stehen. aufgenommen werden müssen. als es bei der jezigen Wahl der Fall war. Es dürfte sich um die für Preußen zu erlafsenden hygienischen Der deutsche Seemannsverband hält von 4. bis 7. Februar viel zu hoch und die Vorschrift für den Schlafraum ist durchaus umVorschriften handeln. Die Maximaltemperatur im Arbeitsraum ist in Hamburg feine zweite Generalversammlung ab. Auf Die Landtagswahlen in Lippe- Detmold bedeuten einen der Tagesordnung steht außer den geschäftlichen Angelegenheiten u. a.: zulänglich. Im Schlafraum soll nicht nur teine übermäßige, sondern außerordentlichen Erfolg unsrer dortigen Parteigenoffen. Wir konnten sie hat die Gefeßgebung in den letzten drei Jahren für den Schiff überhaupt keine Hige herrschen, er soll, vielmehr fühl sein. schon telegraphisch mitteilen, daß vier Socialdemokraten in die fahrtsbetrieb gewirkt und welche diesbezüglichen Wünsche der see- Die Zahl der Großstädte, das heißt der Städte mit 100 000 Einwohnern und darüber, die 1895 im Deutschen Reiche nur Stichwahl kommen. Bei der vorigen Wahl, 1896, waren mur zwei männischen Arbeiter sind noch nicht erfüllt? socialdemokratische Kandidaten aufgestellt worden, von denen einer 28 betrug, beträgt nach der lezten Zählung 33. Darunter find 13, in eine von vornherein aussichtslose Stichwahl tam. die über 200 000 Einwohner haben, darunter 7 über 300 000 und Diesmal Der befürchtete Ausstand der Antwerpener Dockarbeiter barimter 5 über 400 000. tommen von 5 aufgestellten Kandidaten 4 in Stichwahl und alle vier ist erfolgt. Die Docker hatten für die Löschungsarbeiten am Sonnmit den höchsten Stimmenzahlen. Wie riesig die Partei gewachsen tag und in der Nacht einen Zuschlag von 100 roz. verlangt, die Das Welt- Petroleummonopol. Die Standard- Oil- Companh ijt, zeigen einige Zahlen. So wurden im 1. Wahlkreise 1896 Reeder wollen mur 50 Proz. bewilligen. Die zwei großen Verbände, hat in lezter Zeit ihre Bestrebungen, nicht bloß das nordnur 15 socialdemokratische Stimmen abgegeben, diesmal aber die Internationalen und die Unabhängigen( chriftliche amerikanische, sondern auch das internationale Petroleumgeschäft zu wahl 1898 wurden im ganzen Fürstentum nur 1973 focialdemokratische schloffen. Sie fandten 9 Delegierte an den Bürgermeister, der sich günstige Gelegenheit boten ihr die ungünstigen Verhältnisse, Stimmen abgegeben, diesmal bei der Landtagswahl, wo gar nicht als Schiedsrichter angeboten hatte. Am Sonntag hatten sich die unter welchen gegenwärtig einerseits die rumänische Be alle Reichstagswähler stimmberechtigt find, 2173 Stimmen. Den beiden Vereinigungen in ihren Verkehrslokalen versammelt und be- troleumindustrie, andrerseits die rumänische Finanzwirtschaft Eines Berlust trägt ausschließlich die freijinnige Partei. Die Zahl der gaben sich in geordnetem Zuge, 8000 Mann start, nach dem leidet. der größten Hindernisse für die Ent bürgerlichen Stimmen in den 5 Wahlkreisen, in denen sich die Partei Grand Place", wo sich das Stadthaus befindet. Hier begaben einer Pipe- Line( Oelleitung) von den Delrevieren in den Vorder rumänischen Petroleumindustrie ist der Mangel beteiligte, beträgt 4157. fich die Führer beider Organisationen zum Bürgermeister, während Klassen von den 25 Jahre alten lippischen Staatsbürgern direkt in lungen arrangierte. Der lippische Landtag besteht aus 21 Mitgliedern, die in drei welcher Zeit der Zug auf dem Plage wartete und einige Versamme bergen der Karpathen nach Konstanza, da das rumänische BetroBon feiten der Reeder wohnte niemand der Teum ohne die mittels einer Delleitung erreichbare Ermäßigung der geheimer Wahl gewählt werden. Jede Klasse wählt 7 Abgeordnete. Besprechung bei. Nachdem der Bürgermeister erklärt hatte, er werde Transportkosten nur in beschränktem Maß auf dem Weltmarkt konIn die 3. Klasse, um die es sich bei den vorliegenden Mitteilungen versuchen, auf dem Wege des Schiedsgerichts zu einer für beide Teile furrenzfähig ist. Aber bei dem gegenwärtigen Ausmaße der Petrohandelt, gehören alle Wähler bis zu 36 M. Einkommensteuer. zufriedenstellenden Lösung zu gelangen, unterbreiteten die Abgesandten leumproduktion des Lands von ca. 30 000 Waggons jährlich wäre Gemeindewahlen. In Bradel in Westfalen wurde der ihm folgenden Vorschlag: Eine Wartefrist von fünf Tagen, welche faum die Amortisation und noch weniger eine angemessene Versocialdemokratische Kandidat in der dritten Klasse einstimmig gewählt. dazu dienen foll, zu einer Verständigung mit den Reedern zu gezinsung des großen Kapitals aufzubringen, das für den Bau der In folgenden fächsischen Gemeinden wurden Kandidaten der langen. Inzwischen solle keinenfalls Rachtarbeit gemacht werden. Pipe- Line erforderlich ist. Partei gewählt: Neugersdorf 3, Dorf Behlen 2, Der Bürgermeister gab die Zusicherung, er werde fein Möglichstes Die Standard- Dil- Company wollte nun von der rumänischen Ottenbain 1, Langenhursdorf 2 und 2 Erjaßmänner, thun, in diesen fünf Tagen ein Entgegenkommen der Reeder zu Regierung deren große Petroleumterrains pachten unter der BeNeukirchen i. E. 1 und 1 Ersatzmann, Limbach 4 und erlangen. dingung, daß ihr die Errichtung einer Delleitung bedingungslos 2 Ersagmänner, Mühlau 3. Ein Telegramm von Montag, den 17. Dezember, lautet: Heute Tonzessioniert werde. Die Verhandlungen, die von Vertretern des In den württembergischen Gemeinden Bothnang und früh versuchten die Schiffsreeder die Hafenarbeiter zu zwingen, bis amerikanischen Petroleum- Trusts und der mit ihm verbündeten Baihingen wurden je 3 socialdemokratische Bürgerausschuß- um 6 Uhr abends statt bis um 5 Uhr zu arbeiten. Jufolge deffen Berliner Diskonto- Gesellschaft geführt wurden, sollen sich aber zerMitglieder gewählt. legten sämtliche Hafenarbeiter die Arbeit nieder. schlagen haben. In Siebleben( Koburg- Gotha) wurden sämtliche 3 auf- Am Nachmittag fand eine Versammlung statt, in welcher die Reeder Von besserem Erfolge war das Vorgehen der Standard- Oilgestellten socialdemokratischen Kandidaten gewählt. die Forderungen der Hafenarbeiter und den Vorschlag des Bürger- Company in Japan begleitet. Dort bemühte sie sich, die im Distrifte Hokubetsu( Provinz Echigo, Konferenz der socialdemokratischen Bürgerausschuh- Mit- meisters, auf dem Wege des Schiedsgerichts zur einer für beide Teile Petroleumquellen befriedigenden Lösung zu gelangen, ablehnten. nordwestlich von Tokio) un 20 Millionen en auzulaufen, glieder Badens. Am letzten Sonntag fand in Karlsruhe die zweite wobei sie von der bekannten großen ostasiatischen Petroleumfirma Stonferenz der socialdemokratischen Bürgerausschuß- Mitglieder Mit dem Streit der Spihenweber von Calais hat sich Samuel, Samuel u. Comp. unterstützt wurde.. Zur Abwehr dieser Badens statt. Die Konferenz war von 160 Bürgerausschuß- Mit- nun auch der Ministerpräsident Waldeck Rousseau beschäftigt; Bestrebungen suchte ein japanisches Konsortium, dem einige der begliedern, die 33 Orte vertraten, beschickt. Der Vorsigende fonnte er hat Delegierte des Unternehmerverbands und solche des Verbands deutendsten Firmen des Lands angehörten, die einzelnen Deleingangs der Verhandlungen konstatieren, daß in Baden zur Zeit der sogenannten Freien Arbeiter" empfangen. Diese lettere Ver- produzenten in ein Syndikat mit dem Kapital von 10 Millionen in 40 Gemeinden über 500 socialdemokratische Bürgerausschuß einigung ist von dem Unternehmerverband gegründet worden und gen zusammenzufassen. Um aber den Widerstand abzuschwächen, Mitglieder thätig find. Der Konferenz lagen drei Programmi- wird von ihm unterstützt, um die Freiheit der Arbeit" aufrecht hat die Standard Oil- Company dem Bezirke, in welchem sich die entwürfe vor. Als Referent der von der ersten Konferenz gewählten zu erhalten. Der Gewerkschaft der Spizenweber hat der Präfeft Deldiftritte befinden, ein zu 6 Proz. verzinsliches Darlehen von Kommission besprach Radpat und Abg. Genosse Drees bach Mamm- ebenfalls Mitteilung gemacht, daß der Ministerpräsident fie empfangen 14 Millionen en gewährt und auf solche Weise die Sache zu ihren beim die grundsäßliche Stellung, welche die socialdemokratischen werde. Nachdem er alle Teile gehört, werde er Vorschläge zwecks Gunsten entschieden. Vertreter in den Gemeinden einzunehmen haben. Ein focial- Herbeiführung einer Einigung machen. Die Situation ist den Semokratisches Gemeindeprogramm müsse selbstverständlich in Streikenden dauernd günstig. Die Unterstützungen, namentlich von feinen Grundzügen dem focialdemokratischen Parteiprogramm England, laufen reichlich ein, auf der andren Seite liegen trog des entsprechen. Dabei dürfe man allerdings allerdings die specifischen Abstreitens der Unternehmer viel Bestellungen vor. Verhältnisse eines dürfe Lands bei Aufstellung der einzelnen Welcher Art die oben genannte Vereinigung der Beschützer der Forderungen nicht unberücksichtigt zu lassen. Eine zu große Spe= Arbeitsfreiheit" ist, geht recht deutlich aus einem Manifest cialisierung der einzelnen Forderungen müsse aber vermieden hervor, das diese kürzlich erlassen hat. Diese Kundgebung, die sich werden. Das Programm müffe den Genossen eines Lands mit dem Streit von Calais beschäftigt, hat nach der Meldung als Grundlage ihrer Thätigkeit dienen und dürfe deshalb des" Temps" einen vortrefflichen Eindruc" Gindr nicht auf die Berhältnisse einer einzelnen Stadt oder macht( bei Ivem verrät sie nicht); auch Gemeinde zugeschnitten sein. Der Redner präcifiert nun die Stellung Beitung" hat ihre Freude an dem Machivert und unterbreitet es der Socialdemokratie in den Gemeinden auf Grund der vorliegenden ihren Lesern; auch wir wollen den unfren eine Probe davon Entwürfe. Vor allem müsse in Baden darauf hingewirkt werden, geben. Die Taktik des kollektivischen Socialismus", heißt es dort, daß der Bürgerausschuß mit größeren Machtvollkommenheiten aus- besteht darin, den Arbeitern durch unablässige Ausstände zu entgestattet werde. Der Stadtrat dürfe nicht eine mitbeschließende, sondern nerven und im Elend untergehen zu lassen, zu dem Zweck, in ihm nur eine vollzugsberechtigte Körperschaft sein. Die Stadträte müßten subversive Wünsche zu erregen und die so erwünschte Revolution zu besoldet werden, damit diese Körperschaft nicht in der Hauptsache durch beschleunigen, infolge deren dann die Apostel von heute unsre Herren Rentiers zusammengesezt sei, wie dies in Baden besonders in den von morgen sein würden." Als ehrgeizige Parafiten" werden die großen Städten, thatsächlich sei. Redner bespricht sodann die Führer des Ausstands bezeichnet, die unter socialistischer Flagge die einzelnen Programmpunkte und kommt zu dem Schluß, daß in Arbeiter ausbeuten und von ihren Beiträgen leben. der heutigen Konferenz ein endgültiges Programm nicht festgesetzt werden könnte. Man solle die drei Programmentwürfe an die Kom mission zurückverweisen. Die Kommission soll dann in Bereinigung mit den Verfassern des Programms ein endgültiges Programm entwerfen, welches aber unbedingt der im Februar stattfindenden Landesversammlung der socialdemokratischen Partei Badens vorgelegt werden müßte. Das Resultat der Konferenz gipfelte in dem Beschluß, die drei vorgelegten Brogrammentwürfe an die bestehende Kommission zurückzuverweisen. Die Kommission hat den neuen Programmentwurf dem im Februar stattfindenden badischen Parteitag[ frieden sein. borzulegen. # Totenliste der Partet. In Darmstadt ist der alte Genoffe Adam Weber, Orts- Krankenkassen- Beamter, schwerem Leiden verstorben. Er kämpfte seit einem vollen Menschenalter trotz seines Leidens mit in unsren Reihen; sein gerader und ehrlicher Charakter machte ihn überall beliebt. " Apotheker und Krankenkaffen. Der Regierungspräsident zu Arnsberg hat an die Landratsämter und Bürgermeister feines Bezirks folgende Verfügung erlassen:„ Bei der Revision der Krankenkassen hat sich ergeben, daß die Apotheker vielfach einen unzureichenden Rabatt auf die Kassenmitgliedern verabreichten Apothekerwaren und Mit Rücksicht auf die hohen Ge: vinne, Medikamente gewähren. welche die Apotheker aus dem Massenverbrauch der Krankenkassen erzielen, halte ich die Gewährung eines Rabatts von mindestens 10 Nationals bis 15 Prozent für angemessen. Ich ersuche, in ihrer Eigenschaft als Aufsichtsbehörde der Krankenkassen darauf hinzuwirken, daß ein Rabatt in dieser Höhe gewährt wird. Sollten einzelne Apotheker denselben verweigern, so ersuche ich um Anzeige." ge= „ Kameraden", schließt der Aufruf, feit fünfundzwanzig Jahren verspricht man uns die Emancipation und diejenigen, die sie ver sprechen, sind in der That emancipiert. Was uns betrifft, so bringt jeder Ausstand größeres Elend an unsren Herd. Kameraden, laßt Euch nicht durch diese Afterpolitik nechten und terrorisieren; geben wir nicht auf, was uns das Theuerste ist, indem wir unsre Freiheit diesen Renegaten der Arbeit ausliefern, die nur von ihren Agitationen und unfrem Elend und Ruine leben." Mit dieser Leistung werden ihre Auftraggeber gewiß zu Zur Nachahmung empfohlen. Freie Lehrmittel. Der Magistrat der Stadt Fürth hat die Einführung der Lehrmittelfreiheit an den Volksschulen beschlossen. Die Kosten werden auf 40 000 m2. geschätzt. Praktisch soll der Beschluß zunächst nur für die beiden untersten selassen und zwar bei Beginn des nächsten Schuljahrs werden. Die Zustimmung des Gemeindekollegiums gilt als sicher. Der Untergang des Schulschiffs ,, Gneisenau". Am Sonntagmorgen, während das offizielle Berlin zu dem Schauspiel des Empfangs der Chinakrieger die umfassenden Vorbereitungen traf, hatten fern im mittelländischen Meer, im Anblick der Reede bon Malaga, hunderte unsrer zur Marine eingezogenen Brüder einen furchtbaren und Der Streik der Straßenbahner von St. Etienne( Frank leider vergeblichen Kampf mit den Elementen auszufämpfen. reich) dauert noch immer fort. Wie wir bereits mitteilten, hat der Das Schulschiff„ Gneisenau" ist in einem Orkan an der der elektrischen Wagen durch die Arbeitswilligen für das Publikum spanischen Küste gescheitert und untergegangen, mit dem gefährlich erschien. Die Streifenden haben in einer start besuchten Kommandanten Kapitän 3. S. Kretschmann find anscheinend Bersammlung am Sonntag beschlossen, den Bürgermeister und den weit über hundert Mann der im ganzen 450 Mann starten BePräfetten zu ersuchen, bei dieser Weigerung( den Betrieb freizugeben) sagung ertrunken; vicle der aus dem Schiffbruch Geretteten liegen zu verharren. Sie haben den socialistischen Abgeordneten Coutant zum Teil entsetzlich verstümmelt im Spital. mit dieser Mission betraut; außerdem soll ein neuer Versuch gemacht werden, Verhandlungen mit der Direktion anzubahnen. In Parts find, nachdem die Kutscher der Allgemeinen Compagnie" die Arbeit wieder aufgenommen haben, die einer andren Compagnie in den Streit getreten. Sie verlangen eine Berabfegung des Durchschnitts" auf täglich 14 Frank. 10 Zur Warnung! Die„ Straßburger Post" berichtete fürzlich von einem angeblich echten Boer, der anfangs dieses Monats in verschiedenen Orten Elsaß- Lothringens auftauchte und dort mancherlei aus dem Boerenkrieg erzählt habe. Dasselbe Individuum fand sich dieser Tage auch bei unsrem Straßburger Vertrauensmann Böhle ein, stellte sich ihm als Socialdemokrat vor und beanspruchte Unterstügung. Er erzählte, er habe den Boerenkrieg mitgemacht, fei jetzt aber zu alt, um noch in den Bergen Transvaals herumzufteigen; in der letzten Zeit habe er in einem Pariser Krankenhause gelegen. Böhle prüfte einige Zeugnisse des Boerenkriegers", von denen ihm einige bekannt vorkamen, und fragte den„ Boer" denn, ob er vor einigen Jahren nicht schon einmal in Straßburg war, was der gute Mann zugeben mußte. Als er sich erkannt sah, verduftete Den Entwurf einer neuen Bäckereiverordnung, der angeb er schleunigst ohne Unterstützung. Zur Aufklärung sei noch lich dem Bundesrat unterbreitet werden soll, veröffentlicht die mitgeteilt, daß derselbe Herr fich bor einigen Jahren Bäder- Zeitung". Es sei daraus folgendes mitgeteilt: " Sociales. Ueber die näheren Umstände des Unglücks, dem an furchtbarer Größe nur der Untergang des Großen Kurfürsten" am 31. Mai 1878 gleichkommt, besagt eine Depesche aus Madrid folgendes: Madrid, 16. Dezember. Nach Depeschen aus Malaga war das deutsche Schulichiff„ Gneisenau", von Mogador tommend, wohin es die deutsche Gesandtschaft aus Tanger gebracht hatte, in der Bucht von Malaga eingetroffen und hier mit Schießübungen beschäftigt. Sente früh 10 Uhr erhob sich, während der Kommandant eine Parade über die Seekadetten abnahm, ein heftiger Sturm. Der Kommandant gab darauf Befehl, so schnell als möglich die Kessel zu heizen. Die wütende See riß aber die Anter fort, die Gneisenau verlor Auker und Die " als gemaßregelter holländischer Socialdemokrat ausgab, was sich§ 1. Der Fußboden der Arbeitsräume darf nicht tiefer als Ankertane und strandete gegen den Hafeneingang. nachträglich ebenfalls als Schwindel herausstellte. 1 Besatzung stürzte sich ins Meer und klammerte sich an die Schiffstrümmer, wurde aber von den Wogen bedeckt und verschwand zum größeren Teil. Das Schiff blieb bis zur Mitte des Mastwerks unter Wasser. Viele Seckadetten und Offiziere, anch der Kommandant der Gneifenan", Kapitän zur See, Kretschmann, tamen ums Leben. Eine mit Seeleuten aus Gneisenau" " 12 Mann " au ein halbes Meter unter dem ihn umgebenden Erdboden liegen. § 2. Die Arbeitsräume müssen mindestens drei Meter hoch Polizeiliches, Gerichtliches usw. und mit Fenstern versehen sein, welche nach Zahl und Größe Wegen Beleidigung hatte sich der Redacteur Ehrler des genügen, um für alle Teile der Räume Licht und Luft in aus Mühlhauser Volksblatts" vor dem Schöffengericht in Mühlhausen reichendem Maße zu gewähren. Die Fenster müssen so eingerichtet ( Thüringen) zu verantworten. Der Profurist Hohner der Schreiber sein, daß sie zum Zweck der Lüftung ausreichend geöffnet werden schen Schuhfabrit soll durch Bemerkungen in einem Bericht über die tönnen.§ 4. Die Arbeitsräume dürfen nicht in unmittelbarer VerLetzte Aussperrung der Arbeiter daselbst beleidigt worden sein. Des bindung mit den Bedürfnisanstalten stehen. Die Abzugsrohre ber Malaga bemannte Schuluppe eilte eilte der gleichen die Richter der Straftammer I des Landgerichts Erfurt Ausgüsse und Klosets dürfen nicht durch die Arbeitsräume geführt ilfe; aber als es ihr nach Heldenmütigen Anstrengungen Burch eine Kritif des Urteils im Levy- Prozeß. Das Gericht verwerden.§ 6. Die Zahl der in jedem Arbeitsraum be urteilte E. im ersten Falle zu 100 M. Geldstrafe; im zweiten Falleschäftigten Personen muß so bemessen sein, daß auf jede gelungen war, 15 Schiffbritchige ait Bord zu nehmen, zu 1 Monat Gefängnis. und In schlug ste um wenigstens fünfzehn Rubikmeter Luftraum entfallen. viele ertranten, während Fällen weitergebenden außerordentlichen Bedarfs und an den andre gerettet wurden. Den von den Marinebehörben aufgebotenen Vorabenden der Sonn- und Festtage ist eine dichtere Belegung der Mannschaften gelang es, viele der Schiffbrüchigen au Arbeitsräume gestattet, jedoch mit der Maßgabe, daß wenigstens retten. Die Marinebehörden begaben sich an Bord bes Dampfers 10 Rubikmeter Luftraum auf die Person entfallen müffen. Die Cabo de Ortegal" nach der Strandungsstelle. Der Bürgermeister Mit einer Niederlage der Gewerkschaften endeten die Temperatur in den Arbeitsräumen darf 35 Grad Celsius nicht über ließ die geretteten Seekabetten nach dem Nathanse bringen und sie Wahlen zum Dortmunder Gewerbegericht, die am Freitag statt steigen. In jedem Arbeitsraum, mit Ausnahme der Mehlkammer, ist mit Kleidung und Bettzeug versehen. fanden. Von 8516 eingetragenen Arbeitnehmern übten mir ein Thermometer anzubringen.§ 8. Den Arbeitern muß Gelegenheit ge 1820 ihr Wahlrecht aus. Die Liste der Gewerkschaften vereinigte geben werden, sich umzukleiden und zu waschen. Die hierfür bestimmten Privatnachrichten geben noch folgende Einzelheiten wieder: Der 876 Stimmen auf sich, während die vereinigten christlichen Räumlichkeiten müffen für die Zahl der beschäftigten Arbeiter genügend Rapitän mit 20 Mann in einem Rettungsboot, das von einer Gewerkvereine, der evangelische Arbeiterverein, die irsch groß, von den Arbeitsräumen aus augfrei zu erreichen sowie wäh- ungeheueren Woge bedeckt wurde, ertranfen. Verschiedene Dunderschen Gewerkvereine; der Verband der katholischen rend der falten Jahreszeit geheizt sein.§ 11. Die Arbeitsräume spanische Seeleute, die sich an den Rettungsarbeiten beteiligten, Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. " ertranfen ebenfalls. An Dielen und Balten geflammert Vertreter des Angeklagten Pollad, Rechtsanwalt Dr. Halpert, wies| gewählt. Bu Revisoren wurden Günther, Tornow und retteten sich viele deutsche Seeleute, doch viele zerschellten an darauf hin, daß die Klage durchaus verfehlt sei. Pollack habe nur Bitterhoff ernannt; die Lokalkommission wurde aus den Genossen Felsen. Ein Rettungsboot nahm 12 Mann auf, doch tippte es um den Namen des Fabrikanten Hempel ausfindig gemacht und das Big, Bröfer und Nitschte gebildet. und die Insassen ertranten. Durch von der Mole herabgeworfene tönne unmöglich als ein Verrat eines Geschäftsgeheimnisses der Taue retteten sich viele. Ergreifend war es, mit ansehen zu müssen, wie sich eine Anzahl junger Matrosen an den aus dem Wasser hervorragenden Teil des Mastes geklammert hatten, ohne daß man ihnen bei dem herrschenden Ortan Hilfe teisten konnte. fälle, darunter Kommandant Kretschmann." " " flägerischen Firma angesehen werden. Aber selbst wenn man dies annehmen sollte, so fönne der Beklagte schon um deswillen nicht bestraft werden, weil er nicht, wie das Gesetz erheische, als„ Angestellter" einer Firma ein Geschäftsgeheimnis verraten habe. Der Gerichtshof trat diesen Ausführungen bet und wies die tlägerische Firma fostenpflichtig ab. bom 15. November 1898 das " China. Ein englisches Gefecht. Eine englische Kolonne unter Oberst Tulloch nahm ein 18 Meilen von Beting entferntes Derf; die Verluste der Boger waren dabei beträchtlich. Eine chinesische Armee. Nachstehende amtliche Meldungen sind über die Strandung der Gneisenau" an den Staatssekretär des Reichs- Marineamts gelangt: Die Bußtagskonzerte und das Ober- Verwaltungsgericht. Deutscher Konsul Pries, Malaga, telegraphiert 16. Dezember: Die Direktion des Schiller Theaters wollte am Bußtag 1898 Von Paoting fu wird ein Vorrücken von zehntausend Mann Erfülle traurige Pflicht mitzuteilen, daß Schulschiff Gneisenau", ein geistliches Konzert beranſtalten. in der Richtung auf die kaiserliche Stadt durch die Franzosen ge Auf dem Programm welches wegen Schießübungen außerhalb des Hafens weilte, heute vormittag 11 Uhr infolge heftigen Sturms gegen Ostmole des standen u. a. drei Arien aus den Oratorien„ Elias" von meldet. Da 15 Meilen westlich von Beting entfernt eine fran Christus" ösische Garnison durch die Vorhut jener Truppen an. Außenhafens geschmettert worden ist. Ich befürchte zahlreiche Un- Mendelssohn- Bartholdy. Messias" von Händel und bon Kiel. Der Polizeipräsident berbot durch Berfügung aegriffen wurde, wandte man sich an i- hung- Tichang ganze Konzert, weil mit dem Ansuchen, den Weitermarsch der chinesischen Der Kapitänlieutenant Werner, anscheinend der älteste übernach der Berliner Verordnung über die die äußere Heilig Truppen zu verhindern, nachdem die Friedensverhandlungen lebende Offizier, meldet: Gneisenau" Bucht von Malaga gestrandet; haltung der Sonns und Schiff total verloren. Befagung zum größten Teil gerettet. Feiertage vom 19. März 1898 bereits eingeleitet wären. vollständige Oratorien aufgeführt werden Die Nachricht Klingt nicht sehr glaubhaft. Höchst sonderbar be Rettungsarbeiten werden fortgesetzt." Der Kapitänlieutenant Werner ist sofort aufgefordert, die dürften. Auf die Klage der Direktion des Schiller- Theaters entschied rührt übrigens der Hinweis auf die Friedensverhandlungen. Wenn Namen der Verunglückten telegraphisch zu melden. sich der Bezirksausschuß zu Gunsten der polizeilichen Auf die Khatitruppen ihre Schießübungen auf angebliche Boger munter Der Präfeft von Malaga telegraphierte Hente( Montag) faiiung. Die Bestimmung im§ 12 Biffer 1 Abfas 2 der Ber- fortiegen, so vermag man nicht einzusehen, warum die Chinesen aus Madrid: Der deutsche Konsul hat heute die Ueber- Bußtage Der Präfeft von Malaga telegraphierte hente( Montag) ordnung, auf die man sich stigt, verbietet für die Charfreitage und sich ihrerseits durch die eingeleiteten Friedensverhandlungen gebunden lebenden aus dem Schiffbruch der Gneisenau" aufgerufen. Bußtage alle öffentlichen Luftbarkeiten mit Einschluß der Gesangs fühlen sollten. Auch ein Telegramm der„ Times" berichtet von erneuter und theatralischen Vorträge und sagt dann wörtlich:" Nur Die Behörden haben Quartier für 120 Verlegte und mehr als 100 Betten im Hospital für Stranke zur Verfügung gestellt. In geistliche Musitaufführungen( Oratorien) find ge- Thätigkeit der Borer in der Nähe von Beling und Tientsin. Man glaubt, daß gewisse Ausländer den heimlichen Handel mit Waffen stattet." Privatwohnungen sind mehr als hundert Personen untergebracht. Man rechnet, daß 100 Mann ertrunken sind. Die Sanitätsrat Rüfter legten Berufung ein, worauf sich der erste Senat fortsetzen. Die lagenden Direktoren Raphael Löwenfeld und Geheimer in stillschweigendem Einverständnis mit dem Taotat von Shanghai Behörden sprachen dem deutschen Konsul ihr Beileid aus. Die Vor- des Ober- Verwaltungsgerichts in seiner letzten Sigung mit der Ein russisch- deutscher Zwischenfall. stellungen in den Theatern wurden abgesagt. Sache beschäftigte. " Malaga, 17. Dezember. Die Gneisenau" hatte 450 Mann Besatzung. 39 Verwundete sind in den Hofpitälern intergebracht, von den übrigen Geretteten haben 125 Mann in der Militärkaserne, 150 Mann im Rathause Aufnahme gefunden. Die ganze Bevölkerung wetteifert mit der deutschen Kolonie in Bemühungen um die Pflege der Mannschaften. Alle Konsulate haben Halbmast geflaggt. Arndt. Pfarrer Kramm. " * Der Frankf. 8tg." wird aus Tientsin gemeldet: Das Hauptquartier des fünften Regiments, welches vom 13. bis zum 20. Oftober von einem deutschen Posten besetzt war, ist niedergebrannt. Das Regiment befand sich auf einer Expedition. Auf der Station Tongka stablen russische Soldaten 25 Kisten mit ebensmitteln. Ein Russe wurde von einer deutschen Wache erschossen. Neue Vollmachten. Das Ober- Verwaltungsgericht wies die Klage als unbe gründet ab. Präsident Berfius führte aus: Der Zusas Oratorien) im§ 12 Ziffer 1 Abjay 2 der rechtsgültig erlassenen Bolizeiverordnung vom 19. März 1898 sei dahin auszulegen, daß er den allgemeinen Begriff„ geistliche Musikaufführungen" habe näher Die Namen der Offiziere sind folgende: Kommandant Kapt. z. S. begrenzen und einschränken wollen. Danach habe die ganze Vorschrift die Bedeutung, daß am Bußtag nur solche Kretschmann, 1. Offizier Kaptlt. Berninghaus. Kaptlt. Werner. christliche Musitaufführungen gestattet seien, die Der„ Daily News" wird aus Shanghai telegraphiert: Der Oblt. z. S. Lüdecke, Kad. Offiz. Die Oblts. z. S. Boland( May). Brehmer. Die Form von Oratorien haben. Und Oratorien Kaiser hat die Anfertigung neuer Bollmachten für Krah. v. Koch. Die Lts. 3. S. Bundt. Habedand. Dietert( Bruno). feien nicht unbedingt zugelassen, sondern nur insofern, als sie i Hung- Tichang und Tiching als stommiffare Chinas Wehner. Möller und Lt. Niemöller, v. II. Erſ. S. V. Ferner Marine- geist liche Musif enthielten. Die Worte geistliche Mujit" und angeordnet, sodaß ste mit den Verbündeten verhandeln können Ing. Prüfer. St.- Arzt Dr. Raz. Ob.- Affist.- Arzt Dr. Ebers. Zahlm." Oratorien" sollten sich in der Bestimmung gegenseitig ergänzen. mit der Berechtigung, sein Siegel zu verwenden, das in Peking Die Gneisenau" ist 74,5 Meter lang, im Hauptspant 13,75 Meter Buzugeben sei, daß die Fassung der Verordnung die ihr zu Grunde zurückgelassen wurde. liegenden Gedanken nur unvolltommen zum Ausdruck bringe. Es Die östreichische Gesellschaft der Friedensfreunde breit und verdrängt bei einem Tiefgang von 5,8 Meter 2856 Tonnen sei nicht recht verständlich, warum man nicht gesagt habe: Orotorien, veröffentlicht folgende Erklärung: Bezugnehmend auf die im deutschen Wasser. Sie war als Vollschiff getakelt und besaß außerdem eine bei denen der geistliche Charakter der Musik gewahrt sei. Bweifellos Reichstage vom Grafen v. Bülow abgegebene Erklärung, Krüger Maschine von 2500 indicierten Pferdestärken, mit der sie eine Maximalgeschwindigkeit von 14 Knoten entwickelte. In der Batterie unterliege indessen der Bestimmung der Sinn, daß nur voll- habe eine Schiedsgerichts- Vermittlung zurückgewiesen, sind wir in ständige geistliche Oratorien zur Aufführung zugelassen der Lage, nachstehende authentische Korrespondenz in Erinnerung zu führte das Schiff 14 15 Centimetergeschüße; außerdem waren zwei sein sollten. Eine unerwünschte Konsequenz sei allerdings, daß bringen: Am 23. September 1899, also 14 Tage vor Ausbruch 3,8 Centimeter Schnelllade- Kanonen und zwei 8 Millimeter- Maschinen- nach der Verordnung, wie sie nun einmal ist, auch das Singen des Kriegs, hat das internationale Friedensbureau in Bern sowohl gewehre an Bord. an Präsident Krüger, als auch an die britische Regierung eine Depesche Der Hafen von Malaga wird durch zwei Molen gebildet, bon Choralen am Bußtage nicht gestattet werden könne! geschickt, worin die südafrikanischen Republiken und England beschworen von denen die östliche bei der Vatterie San Nicolas beginnend, sich Der Beleidigungsprozeß Dasbach- Haubrich hat gestern vor wurden, die Feindseligkeiten zu vermeiden und sich gemäß dem Beschlusse zunächst in südöstlicher Richtung, dann unbiegend in südwestlicher der Straffammer des Landgerichts Trier in der Berufungsinstanz der Haager Konferenz einem Schiedsgericht zu unterwerfen. Während die Richtung etwa 700 Meter weit in die See erstreckt. Die westliche begonnen. Es handelt sich bekanntlich um die ehrenrührigen Be- britische Regierung sich auf die einfache Empfangsbestätigung beMole beginnt an der Mündung des Flüßchens Guadamedina und hauptungen, die dem bekannten katholischen Geschäftsmann, Reichstagsschränkte, antwortete Krüger in folgendem Telegramm: Pretoria, verläuft in südöstlicher Richtung gegen die Mitte der Ostmole. Die und Landtags- Abgeordneten Dasbach von seinem Glaubens- und 25. September 1899. Ich danke für Ihre Depesche. Wir haben Hafeneinfahrt ist nur 300 Meter breit. Beim Einlaufen in den Hafen Barteigenossen, Redacteur Haubrich, nachgesagt worden find. immer auf das Schiedsgericht der neutralen Mächte gedrungen und müssen die Schiffe eine scharfe Kurve beschreiben. Wenn die Anzeichen nicht trügen, so dürften die Verhandlungen wünschen nichts andres als ein solches Schiedsgericht. gez. Krüger. diesmal einen sehr erheblichen Umfang annehmen, da eute Das Berner Bureau hat diese Depesche umgehend zur Kenntnis der Die Tranerkunde von dem Untergang des Schulschiffs Gneisenau" ganze Reihe neuer Beweismomente beiden Parteien in britischen Regierung gebracht. berbreitete sich gestern morgen wie ein Lauffeuer durch die ganze die Erörterung gezogen werden sollen. Neue sensationelle Wendungen Stadt. Ihre Wirkung war um so tiefer, als sie dem an Aufwand find deshalb dem Berl. Tagebl." zufolge ziemlich wahrscheinlich. Tehte Nachrichten und Depelchen. reichen Einzug der aus China heimgekehrten Marinemannschaften Vorläufig find sechs Verhandlungstage in Aussicht genommen, doch unmittelbar folgte. Das Admiralitätsgebäude in der Königgräger- ist es nicht ausgeschlossen, daß sich die Verhandlungen bis in die Die Amnestievorlage in der französischen Kammer. straße 132 und das Reichs- Marineamt am Leipziger Plaz 13 Festtage hinein ausdehnen. Kaplan Dasbach vertritt den Trierschen Paris, 17. Dezember.( W. T. B.) Heute nachmittag wirde die wurde alsbald von in Berlin lebenden Angehörigen bestürmt. Wahlkreis im Reichstag, er ist Leiter der Bauernvereine, Eigen Beratung der Amnestievorlage fortgefeßt. Es herrscht große Unruhe. Jeder fürchtete für die ihm Nahestehenden das schlimmste und tümer der Paulinusdruckerei und der„ Trierschen Landeszeitung". Das Haus und die Tribünen sind dicht befezt. Der Deputierte schon die Ungewißheit führte zu ergreifenden Scenen. Nach 9 Uhr Sein Einfluß ist im Bistum dominierend. Er hat sich durch seine Bazeille verteidigt den von ihm gestellten Busazantrag, von der lief das mitgeteilte Telegramm mit der Meldung ein, daß der größte Geschäftsunternehmen ein großes Vermögen erworben, das auf Amnestie alle diejenigen auszuschließen, welche in der Dreyfus- AngeTeil der Besatzung gerettet und die Bergung noch im Gange fei. etwa 800 000 m. geschätzt wird. Andrerseits hat ihm gerade legenheit falsches Zeugnis abgelegt oder Handschriften gefälscht haben. Es ergab sich weiter, daß außer dem Kapitän Kretschmann der Kom- in Centrumskreisen sein schroffes persönliches und geschäftliches Auf- Redner verwahrt sich gegen den Vorwurf, daß er die Dreyfus mandant der„ Gneisenau", und der 1. Offizier, Kapitänlieutenant treten zahlreiche Feinde verschafft. Die Verhandlungen erregen hier Sache von neuem aufrollen wolle, man müsse aber freie Hand Berninghaus, nicht mehr unter den Lebenden sind. Der Vor- ein ganz gewaltiges Aufsehen. Der Andrang zum Sigungssaal ist ſteher des Nachrichtenbureaus des Reichs- Marine- Amts, Kapitän- außerordentlich start. Insgesamt sind siebzig Beugen geladen, haben, wenn sich ein neues Gattunt ergeben sollte. Der Ministerlieutenant Hollweg, erteilte den angstvoll Harrenden Auskunft, so darunter eine Reihe katholischer Geistlicher; man bemerkte präsident Waldeck- Rouſſeau entgegnet: Der Antrag Vazeille werde eine Wiedereröffnung des ganzen Dreyfus- Prozesses ermöglichen; die Res weit es ihm nur möglich war. Es wurde telegraphisch Auftrag unter ihnen besonders den Centrumsabgeordneten Kammergerichtsrat gierung glaube nicht, daß dies zweckmäßig fei, fie werde es vielgegeben, so schleunig wie möglich genane Nachrichten über die Verlust- Roeren und den Direktor von der Zeitung„ Germania", Herrn mehr unverzeihlich halten, das zu thun.( Beifall.) Er wolle seinen zahl und auch die Namen hierher gelangen zu lassen. Gegnern nicht das Spiel in die Hand geben, noch wolle er ihnen Gelegenheit verschaffen, zu wiederholen, daß die Regierung die Agitation neu beleben wolle, welche fie vorgeblich erdrüden wolle. Waldeck- Rousseau legt den Republikanern ans Herz, nicht ihre Stimmen mit denen der schlimmsten Feinde der Demokratie zu ver einigen, und stellt schließlich die Vertrauensfrage.( Wiederholter stürmischer Beifall.) Breton weist darauf hin, daß der italienische Bots schafter seiner Zeit Méline von der Fälschung Henrys Mits teilung gemacht habe. Meline erwidert hierauf, daß es in allen Ländern als Regel gelte, sich hinsichtlich Spionage Angelegenheiten nicht mit der Versicherung eines fremden Botschafters zu begnügen. Der Centralverband der Töpfer hielt am Mittwoch den Meline rechtfertigt es sodann, daß sein Kabinett nicht die Revision 12. Dezentber bei Dräsel, Neue Friedrichstraße, eine Versammlung des Dreyfus- Prozesses in Angriff genommen habe. Die Durchsicht ab. Krämer aus Leipzig berichtete über den dortigen Streit. Er der Alten seitens des Generals Billot habe ergeben, das Dreyfus Nachstehende amtliche Depesche ist im Marineamt eingegangen: As Gneisenau" bei schwerem Südost den Ankerplay verließ, ver- führte aus, daß man jest nach 6 Wochen aus dem Generalstreit in schuldig sei.( Zwischenrufe.) Die Debatte wird hierauf geschlossen sagte die Maschine, Batbord- Anker war geschlippt, der Steuerbord- den partiellen Streit eingetreten sei. 14 Unternehmer haben bis und der Zufazantrag Bazeilles mit 341 gegen 90 Stimmen abgelehnt. Anter wurde fallen gelassen, hielt aber nicht; das Schiff trieb schnell jetzt die Forderungen bewilligt. Von 218 verbleiben noch 90 Kollegen auf die Ostmole, stieß mehrmals auf und ging unter. Vermißt: im Streit. Zur Unterſtügung wurden den Leipzigern 2000 m. aus dem Lokalfonds überwiesen. London, 17. Dezember.( W. T. B.) Dem„ Evening Standard Kapt. z. S. Kretschmann, Kapt.-Lt. Berninghaus, Ingenieur Prüfer, Nachdem noch einige interne Angelegenheiten erledigt waren, zufolge soll in London eine Depesche eingetroffen sein, welche besagt: Maschinist Scher, Seekadett Berndt, Maschinistenmaat Grewe, FeuerHeute hat ein mehrere Stunden dauerndes Gefecht stattgefunden meistermaate Marten, Rühe, Vierling, Heizer Werchoer, Wigler, schloß der Vorsitzende die sehr starke besuchte Versammlung. Schiffsjungen Riemer, Heisel, Richard, Jeserich, Schreck, Hawert, Die Buchbinder hielten am 12. d. Mts. im Gewerkschaftshaus gegen eine Boerenmacht von etwa 1500-2000 Mann, die fürzlich Becker, Bez, Deliz, Philippien, Johannson, Möller, Friedrich, Beehs, eine Mitgliederversammlung ab. Zunächst ehrte man das Andenken auf ihrem Marsche nach dem Süden aufgehalten worden waren. Scharf, Kahl, von Sperl, Groll, Matrosen Herwagen, Meyer, Weiß. des verstorbenen Mitgliedes Haffner in der üblichen Weise. Es Der Feind wurde am Oranjefluß umzingelt und vollständig Giese, Vimmermannsgast Deflassen, Verwaltersapplitant Nappe, wurde sodann beschlossen, zu dem am zweiten Feiertag stattfindenden geschlagen. Die Verluste der Boeren an Toten und Verwundeten Steward Schröder, Barbier Rudloff. Mannschaft von Behörden gut Gautag drei Delegierte zu entfenden. Gewählt wurden Eckert, sind sehr schwer. Eine große Anzahl Boeren wurde gefangen geuntergebracht. Werner. Krause und Scherwart, als Erjazmann Bytomski. Nachdem noch nommen. Es ist nicht ausgeschlossen, daß einzelne Namen nicht richtig auf das Eilvestervergnügen hingewiesen war, erfolgt Schluß der buchstabirt sind. schwach besuchten Versammlung. In der legten öffentlichen Berfammlung wurde der Buchbinder Emil Ermler ausgeschlossen, weil er während des Streits gearbeitet hatte. Die Depesche bis 7 Uhr abends lautet, daß sich von der 452 Mann zählenden Besatzung 314 an Bord befinden. Hiernach muß man leider mit dem Verlust von 138 Mann rechnen. Wie von zuständiger Seite gemeldet wird, ist dem deutschen Schulschiff Charlotte", das sich gegenwärtig im Hafen von Korfu befindet, telegraphisch der Befehl zugegangen, fich sofort von dort nach Malaga zu begeben, um bei den Rettungsarbeiten Hilfe zu leisten. Die gerettete Mannschaft der„ Gneisenau" wird mit dem nächsten erreichbaren Dampfer in die Heimat geschickt werden. Gerichts- Beifung. Müller. Versammlungen. Eine Branchenversammlung der Parkettleger tagte am 11. Dezember im Gewertschaftshauie. Danger hielt einen intereffanten Vortrag über: die Organisation der Arbeitgeber und die organisierten Arbeiter, an den sich eine lebhafte Distussion anschloß. Es wurde dann noch das Verhalten eines Mitglieds gerügt, das mit Umgehung des Arbeitsnachweises einen Kollegen eigenmächtig eingestellt hat. Ein englischer Erfolg. M Bei den Der Bootsführer Stralsund, 17. Dezember.( W. T. B.) Benjamin lintenberg wurde heute von der Straffammer zu einem Jahre Gefängnis verurtheilt, weil er das Selliner Der Centralverband der Maurer hielt am Mittwoch, den Bootsunglück verschuldet hat, auch wurde die sofortige Verhaftung des Verurtheilten beschlossen. Eine interessante Anklage wegen unlauteren Wettbewerbe 12. Dezember, im Gewerkschaftshaus eine große Versammlung für Wien, 17. Dezember.( W. T. B.) Bei den heutigen Landund Anstiftung dazu gelangte vor dem Amtsgericht II zur Ver- alle zum Streifgebiet Berlin und Umgegend gehörigen Zahlstellen gemeindewahlen in Galizien wurden 15 Mitglieder des Polenhandlung. Die Firma Wilhelm Kanser u. Co., welche in Charlottenab. Zum 1. Punkt der Tagesordnung: Beschlußfassung über burg ein Hüttenwert besitzt, hatte an ihrem Schmelzofen eine Ein- die weitere Zahlung zum Streitfonds wurde eine von der Verbands- lubs, 7 Ruthenen, 3 Mitglieder der Volkspartei und zwei Anhänger Stojalowskis gewählt. Stojalowski selbst ist richtung anbringen lassen, wodurch dem Uebelstande einer allzu leitung empfohlene Resolution angenommen, in der es heißt: Die feinem Gegenfandidaten unterlegen. Der Polenklub gewann vier großen Erhizung mit Erfolg abgeholfen wurde. Damals war der Zahlung zum Streiffonds für das Jahr 1900 erreicht ihr Ende am Mandate und die Nuthenen gewannen ein Mandat. Arbeiter Wilhelm Bollad in der Fabrik angestellt. Derfelbe Sonnabend, den 15. Dezember. Wie alljährlich erhalten alle trat einige Monate später in den Dienst der Konkurrenzfirma Moritz Sammelfarten, welche in Ordnung waren, voni Montag, den Wahlen der allgemeinen Wählerklaffe in Dalmatien wurden die beiden bisherigen Abgeordneten wiedergewählt. Cohn. Hier hatte man unter demselben Nebelstand zu leiden, 17. Dezember ab, den Schlußstempel. Die Karten der arbeitenden worauf Pollack ſeinen Arbeitgeber auf die Einrichtung hinwies, Koliegen find Bautenweise durch die Baudeputierten im Bureau zur den Hafenarbeitern eine Erhöhung des Lohns um 50 Proz. Antwerpen, 17. Dezember.( W. T. B.) Die Reeder schlagen entfallen sei, an dem Ofen seiner früheren Chefs, angebracht hatte. mit der Ausstellung der Sammelkarten für das Jahr 1901 schon im für die Nachtarbeit vor. Wenn die Arbeiter diesen Vorschlag im Er wollte sich bemühen, den Namen des Fabrikanten zu erfahren. Januar zu beginnen. Das Anfangsdatum der Ausstellung ist durch des Lohns für die Arbeit am Tage fortsetzen. Außerdem be Princip annehmen, werden die Reeder die Verhandlungen wegen Seine jezigen Arbeitgeber ließen es zu und Pollack entledigte sich Annonce im„ Vorwärts" bekannt zu geben. Den Anfang der feiner Aufgabe in der Weise, daß er sich an einen seiner früheren Sammlung zum Streiffonds 1901 beschließt eine spätere Versamm abfichtigen die Reeder, die Sonntagsarbeit abzuschaffen. Brüssel, 17. Dezember.( W. T. B.) Der Gemeinderat nahm Arbeitsgenossen wandte. Er erfuhr den Namen des Fabrikanten, teilte denselben seinen Chefs mit und diese ließen dann an ihrem ng. Am Schluß der Versammlung hielt Adolf Hoffmann einstimmig eine von Rochetie( Soc.) eingebrachte Tagesordmmg an, Ofen eine gleiche Einrichtung anbringen. Als die Firma Wilhelm einen mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag über: ann welche sich zu Gunsten der Boeren ausspricht und in der gleichzeitig die Einsetzung eines Schiedsgerichts befürwortet wird. Kayser u. Co. dies erfuhr, ließ sie durch den Rechtsanwalt beginnt die wirtschaftliche Revolution?" New York, 17. Dezember. Rummelsburg. Eine gutbesuchte Parteiversammlung tagte gegen ( Telegramm des Reuterschen Lipmann- Wulf Anklage wegen unlauteren Wettbewerbs Bollad und wegen Anstiftung dazu gegen dessen Arbeit hier am 28. November. Göhre als Referent geißelte mit scharfen Bureaus.) Aus Peking wird unter dem gestrigen Datum gemeldet: befundete Im Termine der als geber anstrengen. Beuge Hieben die deutsche Weltmachtspolitik. Der Vertrauensmann Ge- Der englische Gesandte Satow verlangt die Abänderung eines bernommene Fabrikant Hempel, der die Einrichtungen an den bauer konstatierte in seinem Bericht ein erfreuliches Fortschreiten Punkts der gemeinsamen Note an China, den die Gesandten als Defen angebracht hatte, daß er ein offenes Geschäft betreibe der Bewegung am Orte. Die Einnahme betrug 781,67 W., die wichtig betrachten. Dies bedeutet einen weiteren Verzug, da die und durchaus kein Geheimnis aus seiner Fabrikation mache. Der Ausgabe 744,80 M. Gebauer wurde als Vertrauensmann wieder- Gesandten sich mit ihren Regierungen ins Benehmen segen müssen Berantwort. Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag pon Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen n. Unterhaltungsblatt. Br. 294. 17. Jabrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 18. Dezember 1900. Der Sang an Bülow's. Das deutsche Reichskanzlerpaar ist bereits in die Litteratur geraten. Adolf Wilbrandt, der Dichter, entwirft aus feiner persönlichen Freundschaft für Graf und Gräfin Bülow ein wundersam gefärbtes Diptychon( Doppelbild). Man lese: Wunderbar verschiedene Menschen, wenn man nur auf den Stempel sah, den die Natur ihnen aufgedrüdt! Sie, die Italienerin, auf Sicilien geboren, an spanische Augen und Gefichter erinnernd, von höchster Beweglichkeit des Mienenspiels, der Glieder, zumal in der ersten Frauenjugend einer reizenden, welthungrigen Flamme gleich, aber cine auch ganz Musit, am Klavier echter rin; er bom Musiksinn fast verlassen, sonst ein Deutscher, Arbeiter, Denter, Lerner, mit dem lebensfrohen Humor des Niedersachsen, aber auch mit der tiefen, verhaltenen Leidenschaft, die in den großen Deutschen wohnt. War in ihr, der Principessa di Camporeale, das Vaterlandsgefühl vor ihren seelischen und geistigen Trieben fo zurüdgetreten, daß ste, schon früh für Schiller und Wagner begeistert, sich von Jahr zu Jahr inniger zu uns gefellte und in deutscher Musik, deutscher Philosophie, Kunst und Dentart fast wie unsereins lebte, so brannte dagegen in ihm eine patriotische Flamme, die auch heute brennt: ein Ehrtrieb, ein Wesenstrieb, für die Erhöhung des deutschen Namens, die Ausbreitung der deutschen Kraft zu leben. Wie viel er auch von den andern Völkern lernen und sich in ihre Werte vertiefen mochte auch darin grunddeutsch ich glaube, ihm fonnte nie ein andrer Gedanke fommen, als so bereichert und erweitert seinem Volt, seinem Staat zu dienen. " Graf Bülow ist im stande, mit ernsthaftem Gesicht zu sagen, was in ihm Gutes fei, verdant' er seiner Frau; und die Gräfin, in der einft jener Welthunger brannte, die alles erfragen, alles erleben, alles enträtseln wollte, die sich als reizend ungeberbiges Jch in heißer, unbefriedigter Entwicklung zu verzehren schien, fie Tebt jezt für das eine, den einen, als fönnt es nicht anders fein; fie, die geborene Poefie", ist sein Finanzminister geworden, fein Unter- Staatssekretär, in ihrer Künstlerseele blüht feine Politit. Das wuchs so von Jahr zu Jahr, wie er an seinen Aufgaben wuchs. Als ich die beiden vor bald vier Jahren in Rom als Botschafter und Botschafterin sah, war Frau v. Bülow nur erst sein Finanzminister", mit Hilfe eines italienischen Gelehrten und alten Freundes das Haus im großen Stil ver waltend. das Heim des Paars geführt, in seine große Bibliothek, wo die großen Cigarren brennen": " Dann blüht in diesem Sohn der Elbe die goldenste germanische Heiterfeit auf, die auch noch das ernsteste Gespräch verklärt, auch zwischen den sorgendsten Gedanken aufbligt. Dann wird sein Humor wohl plöglich zum Dichter: von einer politischen Tagesfrage sprechend, hält er auf einmal eine Rede gegen sich selbst ,, wenn ich der und der wäre, da würd ich dem Bülow und mit der ganzen Diefer grimmigen Beredsamkeit eines dieser scharfen Oppositionsmänner schleudert er sich eine Philippika ins Geficht; jedes Wort lebendig. Oder er verläßt auch die Politik und sein leichtgeweckter Wiz flattert wie ein harmloser Schmetterling umber. Donna Maria" oder" Mariechen" hört stillglücklich zu; ich tenne teine Frau, die reizender zuhört als fie. Ich tenne auch keine Frau, von der ein so wunderbarer, zusammenfchmelzender Doppelduft ausginge: der Duft der vollkommensten Edeldame und der reinsten Menschengüte. Lassen Sie mich's nur sagen, Donna Maria. Ich kenne auch keine vornehmer und rührender unveränderliche, unfordernde, immer gleiche Freundin als Sie." Um so innerlichst frei zu sein, muß man wohl auch eine Fülle von Gegensägen in sich haben, die sich unter derselben Schädeldede wie unter einer unsichtbaren Oberlenkung vertragen, und die durch ihr Dasein stets daran erinnern, daß ebenso auch die Welt aus gottgewollten Gegensätzen besteht. Wie sich in ihm norddeutscher, phantasievoller Humor mit fast romantisch zu nennender Grazie zusammenfand, tiefgründiges und nach Menschenmöglichkeit objektives Denken mit selbstverständlich schneidiger Thatkraft, und die Härte des Thatmenschen mit der edlen Weichheit eines menschenfreundlichen Jdealismus, fo sah er außerhalb seines Ich die naturgeschaffenen feindlichen Elemente, die sich ewig bekämpfen, ewig einseitig und darum unzulänglich, und doch ewig berechtigt sind. Wer als Staatsmann auf fie einwirken, mit ihnen auskommen, fie leiten und führen will, muß sie also zuerst verstehen lernen; er muß ihren Daseinswert begreifen, muß sie aus der Vergangenheit hervorwachsen und in die Zukunft hinausdeuten sehen. Das wird oft dem Thatmenschen schwer, in dem der Wille das Mächtigste ift. Napoleon dachte alles durch Gewalt zu können, die unsichtbare Macht der deutschen Ideologen" begriff er nicht. Auch Bismarc hat mitunter zu wenig an die elementare Kraft der Imponderabilien So fingt Adolf Wilbrandt, der diesmal nicht etwa eine und zu viel an die Faust des Staats geglaubt. Von solchen Satire schreiben wollte. Und dieser Sang Irrtümern sich frei zu halten, ist dem Grafen aristophanische Bülow gleichsam das erste Gebot." tommt gerade recht. Wir werden sehend! In welcher furchtKaum Dann steigt Graf Bülow zum Träger der Weltpolitik auf: baren Täuschung haben wir uns doch befunden! Alles Kleine und Große in uns, unsre Kleinheimatsliebe, unsre jemals glaubten wir so viel Flachheit, so viel aufgeputzte Landsmannschaften, unser Fraktionsgeist, unfre ehrenhafte Sittlich Armut in dem Geist der verantwortlichen Politik zu teit, unser Gerechtigkeitssinn, alles widerspricht gern dem Ruf, den doch kennen, wie unter dem Grafen Bülow, dessen gespreizte höfliche die Weltgeschichte uns zuruft: Werdet, war Jhr werden sollt, unbedeutendheit auf jeden tieferen Menschen geradezu niederHeil, daß uns das in schönem Wahnein großes, ein welterleuchtendes Volt! Vielleicht das Volk aller brüdend; wirkte. Völker! Ich glaube, Graf Bülow hat diesen Ruf ganz sinn rollende Dichterauge richtig sehen lehrt! Wir wir leben und gedeihen unter der so start und so laut wie ich: mein vaterländisches Herz schlägt eine glückliche Nation, allemal beffer, wenn ich an ihn denke. Aber Entfagung!" oder verantwortlichen Regierung des edelsten höchsten Menschenpaars der Beschränkung!" steht gleichsam vor ihm auf die Luft ge- Weltgeschichte. Was für ein wundervoller Charakter ist doch dieser schrieben, wo er geht und steht. Wie viele Menschen Graf Bülow: eine Mischung von Goethe, Michel Angelo, Bismarck, mag er wohl in Deutschland temnen, die so feurig, Richard Wagner, Heine, Beethoven, Faust mit einer liebenswürdigen er ist von allem das Feinste, so ganz vom Herzen a m deutschen Weltberuf Dosis vom jüngsten Lieutenant " er= find hängen wie ich? oder wie die junge Dame, von ein märchenhafter Auszug der verschiedensten größten Menschenseelen. der ich dieser Tage die Worte hörte: ,, Ich möcht' Die Initialen Bernhard) v. B( low) deutete ja neulich schon Friz ein großes Panzer Kriegsschiff sein, damit ich meinem Friedmann berlinisch- französisch- amerikanisch- belgischen Angedenkens Vaterland nähen könnt In der heranreifenden als das Beste vom Besten". Jugend, hoff' ich, giebt es schon viel so warmes Blut; aber der Reichskanzler von heute muß mit den Deutschen von heute leben. Uferlose Pläne!" Er dürfte keine haben, auch wenn er wollte; sie stürben in der deutschen Luft. Wie oft mag er wohl, die Un geduld einer großen Seele bezähmend, sagen:" Nicht Trab! Im Schritt!" Des weiteren preist Adolf Wilbrandt den Grafen Bülow als Von der Weltpolitif kommt dann Wilbrandt wieder zum Mensch„ einen der Freiesten". Einen„ vorurteilsloseren Menschen" hat er lichen, von der jungen Dame, die gern ein Panzerschiff sein nie gesehen. Dabei ist dieser merkwürdige Reichskanzler ein famoser möchte ob sie sich diesen Wunsch nicht bereits aus dem KorsettSalat delikater Widersprüche: laden erfüllt hat?, zur Frau Reichskanzlerin: Wir werden in Socialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Südost). Dienstag, den 18. Dezember, abends 8 Uhr, ini Saale des Herrn Graumann, Naunyn- Straße Nr. 27: 244/3 Versammlung. Tagesordnung: 1. Bortrag über: Aus dem Reiche des Eisenbahnministers Thielen." Referent: Reichstags- Abgeordneter Fritz Zubeil. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin, Morgen, Mittwoch, den 19. Dezember, abends 84 Uhr, bet Keller, Koppenstrasse 29: Vertrauensmänner- Versammlung sämtlicher Bezirke. Tages- Ordnung: 1. Das Kontrollbuch und die schwarzen Listen der Tischler Jnnung und die Stellungnahme des Verbands hierzu. 2. Die augenblickliche Lage in unsrem Gewerbe. 3. Werkstatt- Differenzen. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Nach dem seinerzeit gefaßten Beschluß sind Delegierte zu entfenden: für Werkstellen bis 10 Kollegen 1 Delegierter, von 10-20 2 Delegierte, von 20-30 3 Delegierte usw. 285/7 Mitgliedsbuch nebst Vertrauensmännerkarte legitimiert. Die Ortsverwaltung. Verein der Bauanschläger. Dienstag, abends 71/2 Uhr, Außerordentliche Versammlung im Gewerkschaftshaus", Engel- Ufer 15( Saal IV). 36/2 " Tages Ordnung: 1. Antrag und Bericht der 21er Kommission. 2. Verschiedenes. Der Vorstand. Verband deutscher Schneider u. Schneiderinnen ( Filiale Berlin). Dienstag, den 18. November, abends 81/2 Uhr: Mitglieder= Versammlung in den Arminhallen, Rommandantenstr. 20. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Täterow über: Eindrücke von der Pariser Weltausstellung. 2. Diskussion. 3. Mitteilungen der Ortsverwaltung. Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht Die Ortsverwaltung. 162/17 Deutscher Textilarbeiter- Verband( Filiale Berlin). Am Dienstag, den 25. Dezember( 1. Weihnachts- Feiertag): Großes Weihnachts- Vergnügen unter geft. Mitwirkung des Gesangvereins ,, Textilia"( M. d. A-S.:B.) und der Gesellschaft Strzelewitz im Lofal Königsbank, Gr. Frankfurterstrasse 117. Reichhaltiges Programm. Anfang 5 Uhr. Nach 12 Uhr: TANZ. Um zahlreichen Besuch ersucht Entree 25 Pf. 197/12 Der Vorstand. Für den Weihnachtstisch. W Wir laden unsre Genossen zwecks Beschaffung ihres Weihnachtsbedarfs ein zur Besichtigung unsres Reichen Lagers von Büchern zu Festgeschenken Bilderbücher Märchenbücher Gedichtlammlungen Billige Klassiker- Ausgaben, Geschichtliche und naturwissenschaftliche Werke. Jugendfchriften in allen Preislagen von 15 Pfg. bis Mr. 5. Vereine, Klubs u.f.w. machen wir für ihre Weihnachtsverlosung hierauf speciell aufmerksam. Besonders geeignete Festgeschenke bilden unfre Kunftblätter in Kupfer- Radierung Bebel, Liebknecht, Singer, a Mt. 1,50, in Rahmen 5 u. 6 Mr. Größe 53:40 Centimeter. Als besondere Weihnachtsgabe für die Lefer des„ Borwärts" bieten wir wie im Vorjahre Kunftblätter Marx n. Engels in Kupfer- Radierung Größe 85:65 Centimeter zum Vorzugspreise von Mt. 5,-. Expedition und Buchhandlung Vorwärts, Beuthstraße 2/3. Verein der Lithographen, Steindrucker Lichtbilderund Berufsgenossen Deutschlands, Filiale( 1) Berlin. Mittwoch, den 19. Dezember, abends 8% Uhr: Mitglieder- Versammlung in Buskes Salon, Grenadierstraße 33. Tages Ordnung: 1. Geschäfiliches. 2. Bortrag über das Thema:" Der Mensch vor der Erfindung der Schrift." Referent: Herr Dr. Rudolf Steiner. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Die Kollegen find gebeten, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Die Verwaltung. J. A.: C. Borisch. 96/13 Hermann Howe& Co. 3252* Berlin NO., Gr. Frankfurterstr. 39 empfiehlt sein reichhaltiges Lager aller Instrumente. Musikwerke, selbstBeste Guitarr- Zither spielend und zum drehen, in allen Preislagen. Leierkästen von M. 1,50. Harmonikas von 3,25. M. 12, Geigen mit Kasten und Bogen von M. 10. Mundharmonikas, Trommeln, Glockenspiele usw. in nur bester Qualität. Eigne Fabrikation und Reparatur- Werkstätte. Naturheilkd. Grundmann Eintritt 20 Pf. 1 Broschüre. 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Lothar Schmidt. Mittwoch, den 26. Dezember 1900( 2. Weihnachtsfeiertag), traurige Mitteilung, daß mein lieber Im Theater abends 8 Uhr: ,, Die Weltausstellung in Paris". Invalidenstr. 57/62. Nachmittags 5-10 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. im Restaurant Eiskeller, Chausseestr. 88: Palast- Theater Gr. Matinee. früher Feen- Palast, Burgstr. 22. Unter Mitwirkung des Opernhaus. Der Freischütz. Anfang Tägl. Sternwarte. großartige Dezember- Programm. Blobelschen Musik- Konservatoriums, der Gesangvereine -8 Uhr: Koloffaler Lacherfolg!-Nordwacht und Maiglöckchen, sowie des Genossen W. Riesel Der Säugling. Anfang 7 Uhr. い Neues Opern Theater( Kroll). Geschlossen. Deutsches. Der Biberpelz. Anfang 72 Uhr. Lessing. Johannisfeuer. 7½ Uhr. Anfang Berliner. Frauenherrschaft. Anfang 72 1hr Residenz. Die Dame von Maxim. Anfang 72 Uhr. Neues. Die Liebesprobe. Anfang 712 Uhr. Weften. Romeo und Julia. Anfang 72 Uhr. Central. 712 Uhr. Die Geisha. Secessionsbühne. Anfang 72 Uhr. Anfang Der Leibalte. Schiller. Faust.( 2. Teil, 2. Abend.) Fausts Tod und Erlösung. Anfang 8 Uhr. Thalia. Amor von heute. Anfang 72 Uhr. Luisen. Der Roland von Berlin. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Tugendring. Anf. 72 Uhr. Carl Weiß. Die Beilchenprinzessin. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Anfang 8 Uhr. Der Dorfbader. Metropol. Specialitätenvorstellung. Eine tolle Nacht. Anfang 71/2 Uhr. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Fräulein Loreley. Anf. 8 Uhr. Palast. Specialitäten Borstelling. Der Säugling. Anfang 712 Uhr. Deichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Speciali CASTANS PANOPTICUM Friedrichstr. 165. Neu! Dahomey- Dorf. Neu! 38 wilde Weiber von der Leibgarde des Königs Behanzin. Kriegs- u. Gefechts- Scenen, Exercitien, Nationaltänze. Vorstellung.: 12 Uhr mittags, nachm. von 3-10 Uhr stündl. ,.Allerseelen", neue Illusion! Russ. Damenkapelle Zarina. Entree 50 Pf. Militär u. Kinder 25 Pf. Passage- Theater Unter den Linden 22. D -Vorstellung ( Nachmittags 3 Uhr bis abends 11 Uhr. Tägl. Auftreten The brazil Girl Jenseits der krummen Lanke. 2. Seebataillon 3 Compagnie 16 Nummern. Eintr.( soweit der Raum 50Pf. reicht) inkl.Panopticum Passage- Panopticum. Passage Banoptikum. Specialis Passage- Panopticum. = täten D Vorstellung. nachmittags 3 Uhr. Anfang Hrania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal) Abends 8 Uhr: Die Weltausstellung in Paris." Invalidenstraße 57/62. Berlin. Neu! China in Krao, Bindeglied zwischen Mensch und Affe. Liza, das 12jähr. Riesenmädchen. Eintritt einschließt. Theater 50 Pf. Täglich abends von 5-10 1hr Carl Weiss- Theater Sternwarte. Schiller Theater ( Wallner Theater). Dienstag, abends 8 Uhr: Faust von Goethe, der Tragödie II. Teil. ( 2. Abend: Fausts Tod und Erlösung.) Mittwoch, abends 8 Uhr: Ephraims Breite. Donnerstag, abends 8 Uhr: Die Maschinenbauer. Freitag, abends 8 Uhr: Bum erstenmale: Die Tochter des Herrn Fabricius. Central Theater Heute, Dienstag, abends 71/2 Uhr: Die Geisha. Mimosa: Mia Werber. Der Brautvater. Gr. Frankfurterstr. 132. Die Veilchenprinzessin. Anfang 8 Uhr. Mittwoch: Dieselbe Vorstellung. Donnerstag und Freitag geschlossen. Sonnabendnachmittag 4 Uhr: KinderBorstellung( fl. Breise), zum letzten: male: Sneewittchen und die fieben Zwerge. Sonnabendabend geschloffen. Sonntag, den 23. Dezember, zum erstenmale: Der Herenmeister vom Teufelssee. Berliner Sittenbild mit Gesang in 4 Aften von W. Fernau Mufit von Fr. Lehne.. Hierauf: Die kalte Hand. Kriminal Burleste mit Gesang in 1 Aft. Cirkus Busch ..Die eiserne Maske Morgen, Mittwoch, abends 7 Uhr: Dienstag, 18. Dezember, 72 Uhr: Elite Abend. Zum 20, Male: Mittwoch, den 19., Donnerstag, den 20., Freitag, den 21. Dezember, nachmittags Uhr zu sehr fleinen Breisen Weihnachts- Vorstellung: Hänsel und Gretel. Hierauf: Im Zauberbann der Weihnacht. Sonnabend, den 22. Dezember, zum erstenmale: Die Schöne von New York( The belle of New York). Burleste Operette in 3 Aften von Benno Jacobson, Musik von Gustav Starter. Sonntag, den 23. Dezember, nachm. 3 Uhr: Die Geisha. Abds. 72 Uhr: Die Schöne von New York. An allen 3 Festtagen, nachm. 3 Uhr: Die Geisha. V Großes histor. Manegen Schaustück in 4 Aften und 3 Hauptbildern. Europäische Kavallerien. Große Quadrille, geritten in Original uniform fämtl, Staaten Europas auf 16 Schulpferden. Direttor Busch mit seinen vor züglichen Meisterdreffuren. Sonntag, den 23. Dezember, nach: mittags 4' Uhr: Bertiner Land: partien, wozu jeder Erwachsene auf allen Sitzplägen 1 sind frei hat, weitere Kinder die Hälfte. Freitag, den 21. d. M., abds. 7 Uhr: Thalia- Theater eftvorstellung zum Besten des InDresdenerstr. 72. Heute und folgende Tage: V validenheims der Kaiser WilhelmStiftung bei Neu- Babelsberg. Amor von heute. Sanssouci Große Ausstattungspoffe mit Gefang und Tanz in 3 Atten von J. Kren u. A. Schönfeldt. Musik v. G. Wanda. Herren: Thomas. Thielscher, Helmerding, Junkermann, Baulmüller und die Damen: Milton, Milani, Boje, Wannovius, Wehling, Junker- Schatz. Anfang 7/2 Uhr. Apollo- Theater. Täglich um 8 Uhr: Fräulein Loreley. Horence Esdaik, Cäcilie Carola, Milli Capell, Miss Bresina, 10 Specialitäten. Neueste Aufnahme des Mesterschen Kosmograph: Einzug unsrer Chinatruppen in Berlin am 16. Dezember. Gröhte Weihnachtsmesse und schönste Ausstellung im Messpalast Alexandrinenftr. 110. Täglich Konzert v. 5 Kapellen. Sonntag, Montag und Donnerstag: Hoffmanns Nordd. Sänger. Anfang Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pf. Bon 5-7: Unterhaltungs- Musik. Wochentags 8 Uhr. Entree 30 Pf. Nach jed. Soiree: Tanzkränzchen. Wochentags Tanz frei. Vereins- und Vorzugsbilles wochen: tags gültig. Säle zu Festlichkeiten und Versammlungen. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Vorher: Konzert. Posse mit Gefang in 1 Aft. 12 Attraktions Nummern la! Wochentags 7½ Uhr. Anfang: Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pf. Mittwoch, den 19. Dezember 1900: Letzte Vorstellung vor Weihnachten. Wieder- Eröffnung Dienstag, den 25. Dezember 1900. Feiertags- Programm! Metropol Theater. 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Die Beerdigung findet am Mittwoch, nachm. 22 Uhr, vom Trauerhause 169b Stalizzerstr. 69 ans statt. Die trauernde Witwe Anna Sinke. Socialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichst.- Wahlkreis( Südost). Todes: Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Genosse, Restaurateur Ernst Sinke nach langer Krankheit verstorben ist. Wir verlieren in ihm einen braven Genoffen, der allezeit bereit war, für die Interessen der Partei zu wirken. Die Beerdigung findet am Mittwoch nachmittag 22 Uhr vom Trauerhause Staligerstr. 69 aus nach dem Städt. Centralfriedhof in Friedrichsfelde statt. Um Der Vorstand. 244/4 Verein socialdemokratischer zahlreiche Beteiligung ersucht 4178 uur Mariannen- Straße 2. Gaft- und Schankwirte 75 Pf. Vereins- Kränze, Balmen- u. Blumen90" Arrangements, Bouquets, Guirlanden 1 M. usw. werden fein u. preiswert geliefert. Oberschlesische Steinkohlen. 1 Scheffel Nuß II. 1 Centner Nuß II 1,20 m. 1,45 " verkauft ab Plaz Kohlengroßhdlg. 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Gentralverband der Maurer Deutschlands Zahlstelle Rixdorf. Am Montag, den 10. d. M., bers starb plöglich unser Kollege Limil Lefèvre Emil Schäfer Berlin S., Teppich: im Alter von 32 Jahren. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 18. Dezember, nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des Rirdorfer KirchUm rege Beteiligung ersucht 190/18 Der Vorstand. Sciathaus Oranienst. 158. bofs, stubowerstraße, aus statt. Wallstr. 29( Flur- Eing.): Nur Gardinen u. Stores. Jede Dame lese! Klub- Pfeifen, eisemuster, ausschl. Modelle. Jackets, schwarz u. farbig, v. t. 6,00 Jagd-, Turner, Jackets a.Sde, eleg.verarb., v. Mr. 10,50 Marsch- Pfeifen Sackpaletots m. u. o. Futt. v. M. 7,50 Feine Wiener Frauencapes, 90-100cm I. b. t. 12,00 Meerschaum- Spitzen. Abendmäntel.schw.u.farb.v. m. 6,50 Spazierstöcke. Damen- Mäntel- Fabrik Schachspiele. Damenbretter etc. Danksagung. 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Gerlach ist als Genauigkeit der Fortschreibung ist großenteils dem Umstand zu Zeuge vor dem ersuchten Nichter wegen des Artikels vernonimen danken, daß seit der Zählung von 1895 die alljährlich von worden, den Rechtsanwalt Mendel der Welt am Montag", anDer Magistrat wird der Stadtverordneten- Versammlung eine der Steuerbehörde bewirkte Bevölkerungsaufnahme mit geboten hat. Es handelt sich um die Einleitung einer DisciplinarVorlage zugehen lassen bezüglich Aenderung der rechtlichen Stellung zur Prüfung und Berichtigung der Fortschreibung benutzt wird. untersuchung. und der Besoldungsverhältnisse einer großen Zahl von Nach der Zählung von 1895 war der Zuschlag, der zu den gemeldeten städtischen Beamten und Angestellten. Zunächst sollen, Fortzügen wegen Unvollständigkeit der Meldungen gemacht werden im Anschluß an einen Artikel über den Sternberg- Prozeß folgende Aus einem Rechtsanwaltsbureau. Im Al. J." findet sich um die Etatsberatungen nicht mit Einzelfragen allzusehr zu belasten, muß, zunächst auf 22,297 Broz, für das männliche und 16,067 Proz. erbauliche Geschichte mitgeteilt: Wenn Herr Staatsanwalt Braut die Verhältnisse der bei den städtischen Betriebsverwaltungen be- für das weibliche Geschlecht festgesetzt worden. Es wurde dann aber weiter die Ansicht vertrat, daß das Bureau eines Anwalts teine schäftigten Beamten und Angestellten neu geregelt werden. Es ist nach der Bevölkerungsaufnahme von 1896 in 20 Proz. bezw. 14 Proz.. Heimstätte für Agenten und Detektivs ist die Anstellung der überwiegenden Mehrheit der in Frage kommenden nach der von 1897 in 18 Proz. bezw. 13 Proz., nach der von 1899 völlig auf seinem Standpunkt; aber, wie es scheint, nicht auf dem - so stehen wir damit Personen als Beamte in den städtischen Betriebsverwaltungen in 19 Broz. bezw. 133/4 Proz. abgeändert. Die monatliche im Sinne des Kommunalbeamten- Gesetzes vorbehaltlich der Fortschreibung der Berliner Bevölkerung besteht übrigens jetzt gerade der Berliner Anwaltskammer. Vor einiger Zeit spielte sich ein Zustimmung der Stadtverordneten und eine Aufbesserung der ein Vierteljahrhundert. Prozeß vor einer andren Kammer des Landgerichts ab, und Herr Sie wurde nach der Zählung von 1875 Rechtsanwalt Dr. Rosenstod war, vertreten von dem braven Bezüge beschlossen worden. in dieser Weise angestellten eingeführt, nachdem man sich bis dahin mit einer jährlichen Fort- Hüter des öffentlichen Wohls- Herrn Justizrat Mundel, der Beaniten erlangen damit im wesentlichen alle Rechte schreibung begnügt hatte. der Kommunalbeamten im engeren Sinne, namentlich Anspruch auf Kläger. Damals handelte es sich sogar um eine Agentin, welche in Ruhegehalt und Hinterbliebenenversorgung sowie die Steuervorrechte Der Einzug der Chinakrieger vollzog sich am Sonntagmittag einer Ehescheidungsfache so thatkräftig eingegriffen hatte, daß die der Beamten. Ihr Beamtenverhältnis ist nur dem Gesetze entsprechend, nach dem vorher aufgestellten Programm. Gegen 1/21 Uhr traf Scheidung der Parteien dadurch ermöglicht wurde. Diese„ Dame" ebenso wie bei dem ausnahmsweise auf Kündigung angestellten der 60 Achsen starte Zug auf dem Lehrter Bahnhof ein, wo eine hatte die Mandantin des Herrn Rechtsanwalts Rosenstock auch in und der Herr Rechtsanwalt tannte Kommunalbeamten der allgemeinen Verwaltung, einer Kündigung Compagnie des 2. Garde- Regiments zur Begrüßung bereit stand. Im dessen Bureau tennen gelernt unterworfen, die indes nach§ 9 des Kommunalbeamten- Gesezes nur ganzen entstiegen 930 Mann, in vier Compagnien formiert, dem Zug. Die die törperlichen und geistigen Vorzüge der Agentin nach allen auf Grund eines Kollegialbeschlusses des Magistrats erfolgen darf. Mannschaften sahen recht angegriffen und abgemagert aus; Richtungen hin. Das hat damals in jenem Verfahren die BeweisDie Bureau- und Stassenbeamten beabsichtigt der Magistrat ent- die Freude, eine lange Reihe von schweren Leiden überstanden zu haben, aufnahme ergeben und es steht im Urteile auch zu lesen. sprechend dem Beschlusse der Stadtverordneten- Versammlung vom war selbstverständlich groß. Die Seesoldaten Förster, Günther, Der Prozeß Sternberg erinnert, wie die„ Deutsche Tages17. Dezember 1896 lebenslänglich anzustellen. Ebenso sollen Reinhardt, Edgards, Klaus, Wirths und Seiffert, welche die Bedie Bureau- und Kassendiener als Gemeindebeamte der allge= lagerung der Gesandtschaft in Beling mitgemacht haben, bekamen zeitung" schreibt, an einen Vorgang Mitte der neunziger Jahre, der ebenfalls großes Aufsehen erregte. Auch damals waren gering meinen Verwaltung jedoch gemäß§ 2 des Orts- das Militär- Ehrenzeichen 1. Klasse, etwa fünfzig Mann, darunter befoldete Beamte in großer Zahl vom Gelde verblendet worden, so statuts auf Kündigung weil ihr Dienst die Leute von der Jltis" und die Matrosen, die sich in den Kämpfen daß sie von der Pflicht abwichen. Es handelte sich um den soangestellt werden, fich von dem der Diener in der allgemeinen Verwaltung von Tientsin besonders hervorgethan haben, das Militär- Ehrenzeichen genannten Schaffnerprozeß, der über mehr als dreißig Unterbeamte nicht wesentlich unterscheidet und es im allgemeinen dienstlichen 2. Klasse. Interesse wünschenswert ist, daß eine Berſegung in die verschiedenen Um halb zwei wurde nach dem Brandenburger Thor ab. Strafe und Schande brachte. In diesem Prozeß tam zu Tage, daß fast alle Schaffner und mehrere Zugführer, sowie andre Bahnbedienstete Mit den Personen, die in marschiert. Verwaltungszweige stattfinden kann. Boran schritt die vom 2. Garde- Regiment gestellte auf den Strecken Berlin- Hamburg und Wittenberge- Lüneburg Stellen thätig sind, für die eine hervorragende technische Befähigung Stapelle. Darauf folgte die Bootsflagge, die bei der Erſtürmung der einen ausgedehnten Handel mit bereits benutzten Fahrkarten beoder eine streng wissenschaftliche Ausbildung entscheidend ist, ohne Lakuforts den deutschen Truppen den Weg gewiesen, und dann eine trieben hatten. Besonders Viehhändler hatten zu den„ Kunden" daß sie obrigkeitliche Befugnisse ausüben, beabsichtigt der Magistrat gelb- weiß- rot- blaue mit chinesischen Schriftzeichen gezierte Bogerder Schaffner gehört. Die Strafen waren schwer, zum Teil so fahne, die bei dieser Gelegenheit genommen worden ist. Daran Privatdienstverträge abzuschließen. Durch die Anstellung als Beamte und der damit verbundenen schlossen sich die Matrosen und Seesoldaten unter Befehl des schwer, daß die öffentliche Meinung den armen Teufeln menschliches Empfinden und Mitleid nicht versagte. Anders stand es um Rechte, insbesondere Ruhegehalt und Hinterbliebenen- Versorgung Korvettenkapitans Koch, und an sie reihten sich die den Chinesen ab- die Polizei, die den Ruhm beanspruchte, das„ Verbrecherneft" wird die wirtschaftliche Lage der beteiligten Beamten an sich etwas genommenen, wenn wir nicht irren, von Krupp gelieferten Geschütze, ausgenommen zu haben. Ihr Verhalten wurde nirgends gebilligt und verbessert, gleichwohl ist in zahlreichen Fällen eine weitere Verbesserung für die das 2. Garde- Feldartillerie- Regiment die Bespannung und mitunter scharf verurteilt. In der Verhandlung stellte es sich heraus, des Diensteinkommens für angezeigt erachtet worden. In erster die Fahrer gestellt hatte. Linie kommen die Beamten der Gasanstalten, der Wasserwerke, der Am Brandenburger Thor hielt der Oberbürgermeister daß der leitende Kriminalbeamte unter der Maste eines Viehhändlers Kanalisation und Riefelfelder, der Markthallen- Verwaltung sowie der Kirschner eine Rede an die Kämpfer, in der viel von deutscher direkt die Aufforderung zum Vergehen an die Schaffner gerichtet des Viehhofs, des Schlachthofs und der Fleischschau, der öffentlichen Treue, deutscher Tapferkeit und andren, in den internationalen hatte, ja noch mehr: er hatte Schaffner mit Bier und Grog bes Desinfektionsanstalt, für das Märkische Provinzialmuseum und für Stämpfen hervorgetretenen Eigenschaften die Rede war. Der Korvetten- wirtet, um sie zur Herausgabe falscher Karten zu verleiten. Leider die Park- und Gartenverwaltung in Betracht. tapitän och dankte dem Oberbürgermeister in gemessenen Worten. erreichte er fein Ziel nur zu gut, und stolz über sein triminalistisches Talent schaute er im Sigungssaale um sich. Dieser Ehrenmann Nach einer Weile marschierten die Truppen die Linden entlang zum war der Kriminalkommissar Thiel, der im Prozesse 8eughaus, wo der Kaiser sie mit folgender Rede begrüßte: Mit banger Ahmung und schwerem Herzen sah Euch das Sternberg an den Pranger gestellt worden ist. Vaterland scheiden. Die Anstrengungen, die Euer warteten, ließen sich voraussehen. Ich spreche Euch für das, was ihr geleistet, im Namen des gesamten Vaterlands und des ganzen deutschen Volks meinen Dant aus. Ihr habt vor allen Dingen euren Fahneneid gehalten, und ich bin fest überzeugt, daß ein jeder in schwerer Stunde seine Schuldigkeit gethan hat. Das Ange hat nicht gezuckt und die Hand nicht gezittert, und so wurden die Siege errungen. Niemand unter Euch kann wissen, mit welch' hoher Freude die Nachricht von Euren Siegen aufgenommen wurde, an denen Armee und Marine gemeinsam beteiligt gewesen. Die Augen des großen Kaisers und des Königs, au dessen Denkmal Ihr heute vorbeimarschiert seid, werden heute auf Euch herabsehen. Und Gottes Hilfe, die bisher mit uns gewesen, wird uns auch ferner beistehen." Zum Bau einer Gemeinde- Doppelschule in der Straße 48B vor dem Frankfurter Thore ist die Erwerbung eines passenden Grundstücks erforderlich. Der Magistrat ersucht nunmehr die Stadtverordneten, sich mit dem Ankauf eines 5752 Quadratmeter großen dort belegenen Grundstücks zum Preise von 521/2 M. pro Quadratmeter gleich 301 980 m. einverstanden zu erklären. nahmen 3 Beschlagnahmt wurde am Sonnabend die StaatsbürgerBeitung" wegen eines Berichts über die Rede, die Graf Büdler am Freitagabend hielt. Die Staatsanwaltschaft erblickt in der Nede einen Verstoß, gegen§ 130 des Strafgesetzbuchs( Aufreizung zum laffenhaß). Der Neunuhr- Ladenschluß ist bis jetzt in 1500 Barbier stuben eingeführt. 2400 kommen insgesamt in Berlin in Betracht. " Alte märkische Rechtsurkunden. Der Präsident der JustizPrüfungskommission, Geh. Rat Dr. Stölzel, hat in Erfahrung gebracht, daß das Amtsgericht und der Magistrat zu Brandenburg a. H. Aften mit etwa 15 000 Sprüchen des ehemaligen dortigen Schöffengerichts, cinst des ältesten Hauptgerichts der Mart, aus der Großfeuer in der Chokoladenfabrik von Theodor HildeZeit von 1432 bis 1806 besigen. In diesen Akten ist ein überaus brandu. Sohn in der Pantstraße 17 beschäftigte am Sonntag reiches Material für die märkische Geschichte enteinen großen Teil der Berliner Feuerwehr von Mittag an bis in die halten, in einer Vollständigkeit, wie sie sich kaum irgendwo sonst in Preußen Abendstunden hinein. Gegen 11 Uhr mittags drang dicker Rauch finden lassen dürfte. Der Genannte hat darum den Entschluß gefaßt, fich durch das Dach, der in wenigen Minuten das umfangreiche Etablisseder Bearbeitung dieses Materials zu widmen. Der Justizminister ment derart einhüllte, daß ein Verweilen auf den Höfen fast unim Verein mit dem Minister der geistlichen Angelegenheiten und der Auch soll der Kaiser davon gesprochen haben, daß dort, wo möglich wurde. Die in fünf Zügen herbeigeeilte Feuerwehr fand Minister des Innern haben dem Unternehmen dadurch eine Förderung seine blauen Jungens" sich hinsetzen, niemand anders sich setze. bei ihrer Ankunft eine schwierige Situation vor, da anfangs bei der Selbstver- enormen Berqualmung der Siz des Brandherds nicht festzustellen zu teil werden lassen, daß die märkischen Stadtmagistrate und Staats- Beschlossen wurde die Feier mit einem Parademarsch. archive veranlaßt worden sind, hilfreiche Hand zu leisten. Die Durch ständlich hatten sich zu dem Einzug zahlreiche Schauluftige ein- burch Einschlagen der Fenster und des Dachs zunächst Luft zu Auf Satenleitern drangen die Löschmannschaften vor, um Durch- ständlich war. ficht usw. der 108 Folianten naht jetzt ihrem Ende. Während dieser gefunden. machen. Die ausbrechenden Flammen wurden durch den Durchsicht hat sich der Plan der in Aussicht zu nehmenden Aus dem städtischen Waisenhause in der Alten Jakob- Sturm voll entfacht, doch ließ sich auch sofort erkennen, Beröffentlichung dahin gestaltet, den überreichen Stoff in einer auf straße plaudert eine Magistratsvorlage, die soeben der daß der gesamte Lagerboden nicht zu halten war, weshalb die zwei Bände berechneten Geschichte der Entwicklung der ge- Stadtverordneten- Versammlung zugegangen ist, einige wenig Hauptaufgabe der Wehr darin bestand, das Fener zu isolieren. lehrten Rechtsprechung auf Grundlage der Alten des Branden erbauliche Dinge aus. Es ist bereits eine Erweiterung dieser Brandmeister Dannehl, der mit drei Leuten des 13. Löschzugs fich burgischen Schöffenstuhls" zusammenzufassen. Um den Wert zu erhöhen, will man die für die Geschichte der Mark besonders wichtigen, Anstalt beschlossen, aber die Zustände, die augenblicklich darin zu weit in das brennende Gebäude vorgewagt hatte, wurde dabei zahlreichen Urkunden in einem Urkunden bu che zusammenfassen. herrschen, nötigen noch vor Ausführung des Erweiterungsbaus zu Julius schleunigst einen Steckleitergang herstellen lassen mußte, um derart von Rauch und Flammen bedrängt, daß Brandinspektor Hierfür beabsichtigt der Magistrat von Berlin einen( jährlichen) Bu- mehreren nicht länger aufschiebbaren Aenderungen. Einer einzigen die Gefährdeten zu befreien, denen durch die Explosion von Mehlschuß von insgesamt 3000 m. vorbehaltlich der Zustimmung der Aufseherin unterstehen gegenwärtig außer der Säuglingsstation staub der Rückzug abgeschnitten war. Oberfeuermann Suchland Stadtverordneten zu bewilligen. noch drei andre Abteilungen( Quarantäne, Krankenstation usw.) hatte sich bei dem Vordringen zum Brandherde eine starke RauchDie städtischen Markthallen haben im letzten Jahre weniger Die Kräfte dieser einen Aufseherin", sagt die Vorlage, vergiftung zugezogen, so daß ihm sofort reiner Sauerstoff zugeführt Ueberschuß als im Vorjahre gebracht. Für das Rechnungsjahr reichen nicht aus, alle diese Stationen so zu beaufsichtigen, werden mußte, worauf er fich wieder erholte. Ganze Berge von 1. April 1899 bis 31. März 1900 schloß der Etat in Einnahme und wie es im Interesse gerade der jungen und häufig franken Serienbildern, die teilweise noch gut erhalten. waren, wurden auf Ausgabe mit 2 727 920,59 M. ab. Als Ueberschuß wurden an dem Kinder dringend erforderlich ist." Die Säuglingsstation den Hof hinabgeworfen zur Freude der Schuljugend, die hier ein Erneuerungs- und Ergänzungsfonds 201 480,70 m. abgegeben, um soll daher abgezweigt und einer besonderen Aufseherin übertragen reiches Beutefeld witterte. 30 456,36. weniger als im Vorjahre. Zwar wurden im letzten werden. Sie bedarf auch„ dringend der Erweiterung", damit sie für Dr. M. Wilhelm Meher, der bekannte Astronom, Begründer Jahre aus der Vermietung von Ständen, Kellern und Kühlräumen die täglich 24-40 zu verpflegenden Säuglinge genügt. Neu zu und ehemalige Direktor der, Urania", hat Berlin verlassen und sowie von Restaurationen, Läden und Wohnungen höhere Einnahmen erzielt, in noch stärkerem Maße haben aber die Abschreibungen für schaffen ist ferner ein folierzimmer für Kinder, die einer ansteckenden sich ins Ausland gewendet. Nachdem Dr. Meyer wegen MeinungsMaschinen erhöht werden müssen. Die Standgeld Ein Krankheit verdächtig sind. In den letzten Monaten ist es wiederholt differenzen mit dem Aufsichtsrat der Aktiengesellschaft Urania" die eitung des Justituts niedergelegt hatte, widmete er sich ganz diesmal mit vorgekommen, daß ganze Stationen lediglich deshalb desinfiziert schriftstellerisch wissenschaftlichen Arbeiten. Allerlei Umstände führten waren an der Gesamt Einnahme werden mußten, weil ein Isolierzimmer in der Anstalt fehlte! Das aber eine Erschütterung seiner Verhältnisse herbei, so daß sich find in der That eigenartige Bustände! Es fehlt weiter an einem Dr. Meyer entschloß, seinen Haushalt hier aufzugeben und DeutschAmtszimmer für den Erziehungsdirektor. Zur Zeit ist er im Saal land zu verlassen. untergebracht, aber sobald der gebraucht wird, muß der Direktor das Wie schon mitgeteilt, hat sich die Gewerbebeputation Arbeitszimmer der Expedition benutzen und hier mit den im Dienst dieser Tage mit den Mißständen in einer Lehrlingszüchterei befindlichen Waisenmädchen über Dinge verhandeln, die nicht immer beschäftigt. Ein Herr 2. Hennig hat in der vierten Etage des Die Magistratsvorlage betreffend die Verwaltung der die Gegenwart männlicher Zeugen vertragen. Arg ist auch, daß der Hauses Neue Friedrichstr. 37 eine Werkstatt zur Herstellung offenen Armenpflege wird die Stadtverordneten- Versammlung in Nachtportier bisher keinen eignen Schlafraum hat. Er schläft in mechanischer und elektrotechnischer Apparate usw. etabliert, in ihrer nächsten Sigung noch einmal beschäftigen. Der zur Vorwelcher bis bor furzem wohl 26 Lehrlinge, aber tein beratung eingesetzte Ausschuß hat sich im wesentlichen mit der demselben Raum, in dem der Tagportier sich aufhält. Gehilfe beschäftigt wurden. Er treibt sein Geschäft Borlage einverstanden erklärt. Einige Aenderungen, die er Der gestrige filberne Sonntag hat, wie es heißt, die Hoff- unter der Firma:" Berufs- Lehrwerkstätten für Elektrotechnik der Versammlung vorschlägt, bezwecken nur eine flarere Faffung des unngen der Geschäftswelt im allgemeinen nicht so befriedigt, wie und Mechanik". Jufolge einer Anregung des hiesigen GewerbeWortlauts. Aus den Erörterungen, die dem Beschluß des Ausschusses der vorige Sonntag. Am Vormittag ließ das regnerische gerichts hat die Gewerbe Deputation die Geschäftspraktik des boraufgegangen find, ist zu erwähnen, daß von einer Seite be- Wetter eine regere Kauflust nicht aufkommen und hielt auch viele Herrn Hennig einer genaueren Kontrolle durch berufene Sach- und antragt wurde, die Zuordnung von Frauen zu den Armen: Landleute von der Fahrt nach Berlin ab. In den ersten Nachmittags- Fachverständige unterziehen lassen, wobei festgestellt wurde, daß hier tommiffionen abhängig zu machen von dem Einverständnis der be- stunden lenkte dann der Empfang der Chinatrieger manche Leute eine Lehrlingszüchterei schlimmster Art vorliegt. Nachtreffenden Kommissionen. Auch solle die Zahl der zuzulassenden ab und ließ das Geschäft in den Hauptverkehrsstraßen der Vorstädte dem Herr Hennig wohl Unheil gewittert, stellte er noch einen Frauen auf ein Drittel der Mitglieder beschränkt oder die Fest- später als sonst zur Entwicklung tommen. Auch in der Leipziger Werfführer" ein, welcher nun gemeinschaftlich mit dem Chef die setzung der Armendirektion überlassen werden. Der Antrag wurde und Friedrichstraße verteilte sich der Verkehr mehr über den ganzen" Ausbildung" der Lehrlinge, deren Zahl inzwischen auf 28 anabgelehnt, nachdem der Magistratskommissar Stadtrat Münsterberg Nachmittag und erreichte zu keiner Zeit die gewaltige Höhe, die man gewachsen sein soll, unternimmt. Bei dieser Art der Lehrlingserklärt hatte, der Magistrat werde in dieser Sache am vorigen Sonntag in den späteren Nachmittagsstunden hatte be- züchterei scheint Herr Hennig übrigens ein recht gutes Geschäft langsam und nur nach und nach vorgehen und sei beobachten können. zu machen, da er sich von den Lehrlingen( beziehungsweise von den weit davon entfernt, gleich für jede Kommission die Wahl von Bum Sternberg- Prozeß. Die Rechtsanwälte Justigrat Dr. Angehörigen derselben) bei dreijähriger Lehrzeit ein Lehrgeld" Frauen zu beantragen. Sello und Dr. Berthauer werden, so weit bis jetzt feststeht, bon 1600 Mart zahlen läßt, das bei denen, die nur zu einer Die städtische Deputation für das Krankenwesen hat den im Sternberg- Prozeß nicht plä dieren, nachdem, wie wir mit- ehrzeit von zwei Jahren fich verpflichten, fogar 1000 Mart beträgt. Magistrat ersucht, mit der Verwaltung des Kaiser und teilten, der Gerichtshof ihre Bereidigung wegen mutmaßlicher Be Lehrlinge absolut nicht die Rede sein kann, liegt klar auf der Hand Daß unter diesen Umständen von einer gediegenen Ausbildung der Kaiferin Friedrich Kinderkrantenhauses wegen günstigung des Angeklagten abgelehnt hat. An Stelle der beiden Uebernahme des Krankenhauses zu unterhandeln und der Stadt Berteidiger wird Rechtsanwalt Fuchs I das Plaidoyer halten. Sachverständigen vollauf bestätigt. Die Gewerbe- Deputation beschloß und wurde von den seitens der Gewerbe Deputation beauftragten verordneten- Versammlung eine Vorlage zugehen zu laffen, weil Die Angeklagte Wender wird der Berliner Zeitung" zufolge deshalb, zum erstenmal von den Bestimmungen des§ 128, Absatz 1 für eine Erhöhung der städtischen Zuschüsse wenig Aussicht vor- durch Rechtsanwalt Heinemann, die Angeklagte Scheding der Gewerbe- Ordnung Gebrauch zu machen; Herrn Hennig, falls er handen ist. vom Rechtsanwalt Wronker verteidigt werden. Die Plaidoyers dürften Donnerstagnachmittag zu Ende geführt werden, Iingen zu gestatten, aber die Entlassung aller übrigen den Wertführer behält, die Ausbildung von nur sechs Lehr so daß dann in später Stunde das Urteil zu erwarten Lokales. ift. Im Verfahren wider Wolff und Genoffen Lehrlinge des Hennigschen Betriebs anzuordnen. Von der Fortschreibung der Berliner Bevölkernng. Die das Sternbergfche Comptoir Personal als Zeugen ber- Deputation durchaus einverstanden erklären und wünschen, daß sie Wir können uns mit diesem Beschluß der Gewerbes Bevölkerungszahl Berlins belief sich am 1. Dezember 1900 nach dem nommen. Bei der neuerdings in Untersuchungshaft genommenen vom Statistischen Amt der Stadt jetzt veröffentlichten Ergebnis der Angeklagten Auta Wender, die in der Wilsnaderstraße wohnt, der Lehrlingszüchterei, welche auch in vielen andren Gewerbebetrieben Fortschreibung auf 1885 779 Personen( 911 642 männliche, wurde vorgestern eine aussuchung nach Briefschaften ab- recht bedenkliche Mißstände herbeigeführt hat, ebenso energisch ent974 187 weibliche), während die Volkszählung nach den bisherigen gehalten; dieselbe ist, wie es heißt, ergebnislos verlaufen. Die gegentreten möge. 2005 452,56 m. beteiligt. Sie sind gegen das Vorjahr in 8 Hallen um 35 380,82 m. gestiegen und in 6 Hallen um 12 634,99 m. gefunfen, also im ganzen um 22 695,83 M. gestiegen. Die beiden Central Markthallen brachten allein fast die Hälfte der gesamten Standgeld- Einnahmen, 940 710,83 m. Von der Steigerung gegen über dem Vorjahr tamen auf diese beiden Hallen 25 751,17 M. # " wurde 3 : Feststellungen 1884 345 Personen ergeben hat. Danach weicht das Gerichtstoften im Sternberg- Prozeß, nicht eingerechnet Honorar Ein aufregender Vorfall ereignete sich Sonntagnachmittag Fortschreibungsergebnis diesmal nur um 1434 von dem Bolts- und besondere Aufwendungen des Angeklagten, werden bis heute auf gegen 13 Uhr vor dem Einmarsch der Chinatrieger auf der Nord feite der Straße Unter den Linden. An der Friedrichstraße war das Der elektrische Omnibusbetrieb hat eine bedeutende Einschränkung erfahren müssen, da von den acht auf der Strecke Anhalter Bahnhof Stettiner Bahnhof verkehrenden Accumulatorentvagen fünf betriebsunfähig geworden sind. " " Arbeiter- Naucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen Eine Zunahme der Obdachlosigkeit ist in Charlottenburg Pferd eines berittenen Schußmanns scheu geworden und raste, da zu erwarten. Der Magistrat beantragt bei der Stadtverordneten im Vereinskalender sind zu richten an Albert Liebetreu, Berlin, Butbufer: Straße 44, IV. Dienstag: Rauchtl. Eldorado", Grüner Weg 120, der Reiter die Gewalt über das Tier verloren hatte, in wilder Versammlung die Bewilligung von 8000 M. aus dem Dispositions Bluhur.- Grüne Eiche", Urbanstr. 51, Pech. Ambalema", Forster: Carriére den Fahrdamm entlang nach dem Friedrichsdenkmal zu, fonds zur Errichtung zunächst einer Wohnbarade zur Unter- ftraße 19, Udel. Neuer Berl. Rauchflub", Reichenbergerstr. 146, Anklam. wo dichtgedrängte Menschenmassen standen. An der Ecke der Char- bringung obdachloser Familien. Sollte diese Barade nicht ausreichen, Phönix", Schöneberg, Hauptstr. 97, Rut." Domingo", Waldemarstr. 16, Tottenstraße lief das Tier mit voller Wucht gegen das Pferd einer Tauchert. Roflegia", Reichenbergerstr. 157, Bergner. ,, Ginigfeit I", die„ Linden" kreuzenden Droschte, so daß die Deichsel zerbrach und so will der Magistrat so schnell als möglich weitere herstellen, ohne Brinz Sandjeryfir. 72, Zum Ambos. Korea", Weidenweg 45, Schumta. Freie Männer", Gr.:Lichterfelde, Dürerstr. 42, Kuzner. Neuer Hain", der Schuhmann topfüber zur Erde stürzte, wo er mit verrenkter nachher die Versammlung zu befragen, indem er sich, der Lage der Langenbedstr. 4, Techtmeter." Bruderbund", Schulter liegen blieb. Auch das Pferd kam zu Fall und zog sich Dinge entsprechend, für dieſen Fall die Einholung der nachträglichen but Cotheniustr. 1, Geotte. –„ Ruhiga", Brißerſtiaße 46, Herzog, Berlegungen zu. and stod Genehmigung der Ausgaben vorbehält. Aus der Begründung der Blütenduft", Fedtfe. Pfeifentopf", Falkensteinstr. 5, Gonell, ,, Gemütlichkeit I", Wiener " Diana", Schöz, Breuterstr. 71.„ Immergrün", Borlage entnehmen wir, daß sich der Magistrat, da die Zahl der Straße 7, Glajer. Kairo", Buttmannstr. 9, Engler. Blaue Obdachlosen keine Abnahme zeigt und alle vorhandenen Hecht, Beughofstr. 9. Putbuserfir. 30, Reimann." Kein Streit", Weidenweg 63, Räume gefüllt sind, mit dem Deutschen Central- Komitee olte IV", Höhn. Veilchenblau", Winsstraße 56, Dinike. Veronika", Stalizer vom Roten Kreuz in Verbindung gesezt hat, um, wenn ftvaße 22, Nau.„ Kräftiger Bug", Manteuffelstr. 69, Geride.„ Eldorado I", Granium", Zorndorferstr 8, Müller. Doppeltes Unglück hatte am Sonnabendnachmittag der Dach- möglich weitere Baracken leibweise zu erhalten. Hierzu haben sich Rüdersdorferstr. 11, Neumann. " Seegras", Liegnigerstr. 18, decker Otto Dittner aus der Sidingenstraße 3, 1. Quergeb. 1 Tr. jedoch die leitenden Persönlichkeiten außer stande erklärt und Weichselduft II", Stöslinerstr. 3, Krabbenhöft. Manegold. Felsenfeft", Lettestr. 2, Meier. Volldampf", Zorndorfer Als er gegen 5 Uhr vor dem Amtsgerichtsgebäude in Rigdorf sich zugleich vorbehalten, an die Weiterbelassung der bisher zur Verstraße 8, Schulz. Lustige Brüder", Neu Weißensee, Heinersdorfer auf den nach Moabit fahrenden Pferdebahnwagen sprang, stieß er fügung gestellten Baracken Bedingungen zu knüpfen, da sie bei der Weg 38, Helute. Fidele Brüder II", Graudenzerstr. 2, Drefoll so unglüdlich mit dem Knie gegen das Schutzblech des Wagens, daß Hergabe der Meinung gewesen seien, es handle fich nur um eine Fidele Brüder III", Fidinger, Putbuserstr. 19. Bittoria", Heiler, er ohnmächtig wurde und von den mit ihm fahrenden Kollegen in Benutzung auf ganz kurze Zeit. Jufolgedessen müssen Vor- Borhagenerstr. 21. Weiße Lilie", Kreft, Seeftr. 25. Alter Berliner" eine Seitenstraße getragen werden mußte. Hier kam Dittner all- fehrungen getroffen werden, um für den zum 1. Januar zu ge Gräfestr. 5, Riesling. Edelweiß", Rirdorf, Ringbahnstraße 24, Faustner, mählich wieder zu sich, zu seinem Schrecken wurde er jedoch gewahr, wärtigenden neuen Andrang gerüstet zu sein. Während die be" Einsiedler", Neu- Weißensee, Langhansstr. 136. Steegemann. Central- Naucherbund. Zuschriften an Max Koch, Rirdorf, Hermanndaß ihm auf dem Transport das Portemonnaie mit dem Wochen Dienstag:" Florida", Nixdorf, Schüttfe, Bergstr. 31. John von 26 M. 30 Pf. verloren gegangen war. Trozdem die kannten Döckerschen Baraden nur aus je einem Raum bestehen, straße 34. Morgenrot", Rigdorf, Heidhaus, Hermannstr. 52. Concordia", Nixdorf, Strede sofort abgesucht wurde, konnte das Bortemonnaie nicht auf- sollen in der neu aufzustellenden Baracke vier Einzelräume für Neumann, Karlsgartenstr. 19. Alpenhöhe", Nixdorf, Köpfe, Karlsgarten: gefunden werden. Vielleicht hat ein ehrlicher Mann es gefunden, Familien und ein Raum zur gemeinsamen Unterbringung eingerichtet ftraße 1. Starte Raucher", Rirdorf, Blaue Starte Raucher", Rirdorf, Schent, Hermannstr. 42. der es dem bedürftigen Eigentümer wieder zustellt. opthi werden. Wolfe", Steglitz, Schimrod, Düppelstr. 7." Helgoland", Stegliz, Thieme, Rugeftr. 6. Deutsche Eiche", Steglitz, Aliemann, Düppelstr. 26. Nachdem der ortsübliche Tagelohn für Droschkenkutscher, Charlottenburg. Die Mitglieder des Wahlvereins, welche noch Grüne Linde", Friedenau, Segebt, Raiser- Allee 85. Kanafter", Marien welche in Berlin fahren, vom Oberpräsidenten der Provinz Branden- mit Beiträgen im Rückstande find, werden ersucht, die Nefte möglichst felde, Betsch.„ Brasil", Nowawes", Schmidt, Wilhelmstr. 3. burg auf 3,20 m. pro Tag festgesetzt worden ist, tritt mit dem umgehend zu bezahlen, um dem Kassierer bis zum 1. Januar, wo Germania", Lichtenrade, Reisel. Nordpol", Berlin, Neumann, Lieben: 1. Januar 1901 für die betreffenden Kutscher ein höherer Ver- unser Anschluß an den Central- Wahlverein des Kreises stattfinden walderstr. 43. Hand in Hand", Briz, Schrammer, Chauffeeſtr. 27. Gesang, Zurn: und gesellige Vereine. Dienstag: Gesangverein ficherungsbeitrag zur Alters- und Invalidenversicherung in Kraft. foll, eine Abrechnung zu ermöglichen. Maiglädchen Nord", Ramlow, Schönhauser Allee. Neuer Berl. Schachklub Von dem genannten Zeitpunkte ab sind für die Versicherten nur noch Stralauerstr. 3-6. Musikverein Frisch- Auf", Lehmann, Reichenberger 30 Pf.- Marten zu kleben. Die Kutscher haben dies wohl zu beachten, straße 19. da die höhere Beitragszahlung die Vorbedingung für eine entsprechend v. Blauen i. B. u. Umg. zu Berlin", M. Köhler, Alte Jakobfir. 83. Gefangverein Thnscher Humor", Mann, Landsbergerstr. 3b. Theaterverein Othello I", Nowack, Manteuffelstr. 9. Landsm. Verein höhere Rente ist. Musikverein„ Corging", Vogel, Schlesischestr. 44. Bitherverein„ Einigkeit", Richter, Mariannenstr. 41. Landmannschaftl. Verein Fürstenberg a. D." Restaurant Wellisch, Alexanderstr. 24, am 1. u. 3. Dienstag jedes Monats. Arbeiter Turnerbund. Dienstag: Turuv. Fichte", Berlin, abds. 8-10 Uhr: 2. Männerabt.: Stalizerstr. 55/56; 4. Männerabt.: Moabit, Siemensstr. 20; 5. Männerabt.: Ackerftr. 67; 6. Männerabt.: Stallfchreiberstraße 54; 9. Männerabt.: Müllerstr. 158, Ede Triftstraße; 1. Lehrlingsabt.: Friedenstr. 37; 3. Lehrlingsabt.: Boechstr. 17/20; 6. Lehrlings abt.: Reichenbergerstr. 67/70; 1. Damenabteilung: Mariannenufer la. Turn.„ Eiche", Köpenid, Männer: u. Jugendabteilung: Scheer, Wilhelmsgarten, abends 7/ 2-92 Uhr: Uebungsst. Freie Turnerschaft Rirdorf: Briz", Bethge, Briz, Chauffeestr. 39, 61/2 bis 82 Uhr: 2. Schülerinnen- Abteilung, 8 bis 10 Uhr: 2. FrauenAbteilung." Turnerschaft d. V. Nereus"( gegründet 1882), Männerabt., Reichenbergerstr. 131/132, abbs. 8-10 Uhr., Damenabt. Manteuffelstr. 7, abds. 8-10 Uhr. Turno. Froh und Frei", Groß- Lichterfelde, Bagel, Chauffeestr. 104, abends 81/2 bis 10 Uhr." Freie Turnerschaft" in Dienstag: Schwimmklub„ Neptun"( Weißensee), abends 7½ Uhr, VolksFriedrichsfelde, abends 8-10 Uhr, bei Bube, Prinzen- Allee 30. Arbeiter Schwimmerbund. Anfragen an E. Bratke, Schulstr. 24. Badeanstalt Moabit, Turmftr. 85 a. Durch einen Sturz mit dem Pferd verunglückte am Sonnabend abend um 6 1hr der berittene Schußmann Martin Wollschläger, als er am Alexanderplatz auf Posten stand. Das Pferd glitt, als er es bewegte, auf dem nassen Asphaltpflaster aus und begrub feinen Reiter unter sich. Wollschläger brach sich den linken Unterschenkel und mußte von Kameraden nach der Unfallstation X in der Alten Schützenstraße getragen werden. Von dort brachte man ihn mit einem Strankenvagen auf seinen Wunsch nach seiner Wohnung in der Lichterfelderstr. 11. Bei der Arbeit schwer verunglückt ist am Sonnabendabend der 24 Jahre alte Hausdiener Karl Borte aus der Müllerstr. 6a, der im Warenhause von Goldstein in der Kastanien- Allee beschäftigt war. Der junge Mann wischte abends nach Geschäftsschluß im Laden auf, dachte nicht daran, daß die Kellerthür aufstand, und stürzte rüdlings zwölf Stufen hinab. Er zog sich außer andren Berlegungen mehrere Rippenbrüche zu und mußte, nachdem er auf der nächsten Unfallstation einen Verband erhalten hatte, mit einem Lückschen Rettungswagen nach dem Paul Gerhardt- Stift gebracht werden. Staaten. Eingegangene Druckschriften. von der„ Neuen Zeit"( Stuttgart, Diek' Verlag) ist soeben das 11. Heft des 19. Jahrgangs erschienen. Aus dem Juhalt heben wir hervor: Noch ein Nackenschlag. Probleme der jüdisch proletarischen Bewegung. Von Mar Betterbaum( Lemberg). Bom Realismus zum Mysticismus. Der Streit der Kohlengräber in den Vereinigten Hon H. Ströbel. Arbeiter. Von Gustav Hoch. Von J. L. Franz. Zwangsmaßregeln gegen minderjährige Julius Schwarten. Feuilleton: Im Lande der Mayas. Von Von der Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen ( Stuttgart, Die Verlag) ist uns soeben die Nr. 26 des 10. Jahrgangs zu gegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Einladung Weihnachten. Die Frau in der Gewerkschaft. Von Aus der Bewegung. Fenilleton: Friede auf Erden. Der Seiland. Von Klara Müller.( Gedicht.) Notizenteil von Lily Braun und Klara Zetkin: Gewerkschaftliche Arbeiterinnenorganisation. Arbeits: Sociale Gesetzgebung. Arbeitsnachweise bedingungen der Arbeiterinnen. Kellnerinnenfrage. Dienstbotenfür Arbeiterinnen und Kellnerinnen. frage. Vermischtes. Socialistische Frauenbewegung im Auslande. Frauenbewegung. zum Abonnement. A. N. 10 Bf., durch die Post bezogen( eingetragen in der Reichspost- Zeitungsliste Die„ Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer für 1900 unter Nr 3122) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgeld 55 Pf; unter Kreuzband 85 Pf. do Vermischtes. " 1 " Socialwissenschaftlicher Studentenverein. Dienstagabend 8%, Uhr spricht Fräulein A. Salomon über Arbeiterinnenschutz". Studenten und Studentinnen find willkommen. " and tusditance Marktpreise von Berlin am 15. Dezember 1900 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. Kartoffeln, neue, D- Ctr. Belzen, gut D. tr.| 15,- 14,96 Rindfleisch, Keule 1 kg Von seinem eignen Wagen geschlendert und schwer verlegt wurde gestern, Montagnachmittag um 5 Uhr der Fuhrherr Gleich aus der Marienburgerstr. 7. Bei dem Versuche, vor dem Hause Linienstr. 34 zwischen zwei Wagen hindurchzufahren, stieß er mit Ueber ein neues Eisenbahn- Unglück liegt aus Altena einem Petroleumwagen zusammen, flog vom Bock und wurde am folgende amtliche Meldung vor: Am 16. Dezember, abends gegen Kopf und innerlich so schwer verletzt, daß man ihn mit einem Lüd- 7 Uhr fuhr der Personenzug 1351 bei der Einfahrt in Station Rothemühle( Endstation der Strede Finnetrop- Rothemühle) iber den schen Rettungswagen nach der Unfallstation X bringen mußte. am Ende des Geleises befindlichen Prellbock hinaus. Lokomotive und Backwagen fielen die hinter dem Prellbock vorhandene Böschung herunter. Lokomotivführer getötet. Heizer leicht vers lezt; Lokomotive erheblich, Backwagen unerheblich beschädigt. Gerste, gut mittel Ursache: Versagen der Heberleinbremse. gering Feuerbericht. Nach Neu- Weißensee wurde die Berliner Feuerwehr am Sonntag gerufen, um dort bei einem DachstuhlBrand behilflich zu sein, der Heinersdorferstr. 48 zum Ausbruch gekommen war. Abends waren Kommandantenstr. 35, Burgstr. 30 und Beuffelstr. 22 Schaufensterbrände zu beseitigen. Seydelstr. 7 erfolgte im Arbeitsraum einer Stickerei eine Benzinerplosion, bei welcher die Geschäftsinhaberin Brandwunden an den Händen davontrug. Außer dem wurde von Friedrichstr. 127 noch ein kleiner Dachstuhlbrand gemeldet. bo. Bauch Schweinefleisch. Kalbfleisch Hammelfleisch Butter mittel gering 14,92 14,88 " " * Roggen, gut mittel gering " " " 14,84 14,80 13,90 13,88 13,86 13,84 13,82 13,80 15,40 14,70 14,60 13,90 13,80 13,10 " 16, 15,20 Aale 15,10 14,30 Bander " Brand einer Spinnerei. In der Spinerei Unterhausen bei Reutlingen brach am Sonnabend Feuer aus, durch welches ein großer afer, gur Teil der Gebäude in Asche gelegt wurden. Ueber einen Mord wird aus Lunzenau im Königreich Sachsen berichtet: Die auf dem benachbarten Rittergut Slein Schlaifdorf bedienstete 18jährige Marie Kohl, aus Ofchatz ge Aus den Nachbarorten. bürtig, die jeden Morgen auf einem kleinen Wagen Milch nach Rigdorf. Die Parteigenossen werden darauf aufmerksam ge- ungenau brachte, ist Sonntag früh 7 Uhr in der Sandgrube des Der Mörder ist entmacht, daß die Stadtverordneten- Ersagwahlen heute, Dienstag, in Biesigwalds ermordet aufgefunden worden. der Zeit von morgens 10 Uhr bis abends 6 Uhr stattfinden. Ge- kommen. Seit Anfang Oktober ist dies der dritte Mädchenüberfall wählt wird in folgenden 6 Bezirken: Bezirk 2, umfassend: Berg- in derselben Gegend. Während zwei der Opfer unter den Händen straße 52-68, Bodestraße, Ilsestraße, Jonasstraße, Kirchhofstr. 1-9 anscheinend ein und desselben Thäters ihr Leben lassen mußten, fam und 35-49, Schöneweiderstraße, Sellestraße, Warthestraße. Wahl- das eine mit einem nicht lebensgefährlichen Stich in die Brust davon. Total: Hollmachsches Lokal, Bergstr. 67. Bezirk 6, umfassend: Bei allen drei Blutthaten ist der Thäter entkommen. Berlinerstr. 1-40 und 62-107. Wahllokal: Hildebrandtsches Lokal, Der Hungertyphus ist in Ungarn in der Zips ausgebrochen; Berlinerstr. 105. Bezirk 11, umfassend: Allerstraße, Bober- in Lublo und Krompasch hat die Krankheit bereits erschreckende straße, von Tauestraße, Herrfurthstraße, Jägerstr. 41-64, Löwe Dimensionen angenommen. straße, Lessingstraße, Lichtenraderstraße, Mahlowerstraße, Neiße straße, Oderstraße, Selchowerstraße, Weiseftraße. Wahllokal: Ju New York ist am Sonnabend der Herausgeber der„ New Nowickisches Lokal, Selchowerstr, 6.- Bezirk 13, umfassend: Bring Yorker Staatszeitung". Oswald Ottendorfer, gestorben. Er Handjernstraße. Wahllokal: Wittenbergsches Lokal, Prinz Handjerystr. 69. hat ein Alter von 74 Jahren erreicht und war von Geburt ein Bezirk 14, umfassend: Kopfstraße, Steinmetzstr. 20-67. Wahl- Mähre( 3wittau). Als Student der Rechte beteiligte er sich an dem Total: Hartmannsches Lokal, Kopfstr. 59. Bezirk 15, umfassend: Aufstand des Jahrs 1848 in Wien, Dresden und Baden und flüchtete Dort erhielt er eine bescheidene Stelle im Edmundstraße, Hermannstr. 99-166, Herthastraße, Kirchhofstr. 10 bis dann nach Amerika. 34, Knesebecstraße, Stranoldstraße, Kranoldplay. Mariendorfer Weg, Bureau der„ New Yorker Staatszeitung", welche im Jahre 1845 in Reinholdstraße, Ringbahnstraße. Wahllokal: Graffundersches Lokal, den Besiz von Jakob Uhl übergegangen war. Ottendorfer heiratete Hermannstr. 156. im Jahre 1859 Frau Anua Uhl, die Witwe des verstorbenen EigenDiejenigen Wähler, welche verzogen sind, müssen ihre Stimme tümers der Zeitung, erhielt damit die Kontrolle über das Blatt, in dem Bezirk abgeben, wo sie vor dem 1. Juli d. J. gewohnt haben, welches sich unter seiner Leitung zu dem größten deutschen Blatt in Das Bureau des Wahlkomitees befindet sich im Apollo- Theater, den Vereinigten Staaten entwickelt hat. Hermannstr. 48/49. Alle auf die Wahl bezüglichen Vorkommunisse find dort zu melden. laffen bleiben. tbin sid Vereinskalender. soll der Entscheidung der Armenverwaltung im einzelnen Fall über- Bimmermann, Grüner Weg 29. Manteuffelstr. 88. Streuzberg", Heinze, Bergmannstr. 70 Edelweiß", Den Antrag Wöllmer und Gen. betreffend eine gemein- ppte, Welchiorſtraße 15. fame Eingabe an das preußische Staatsministerium gegen die Erhöhung der bestehenden Getreidezölle will der StadtverordnetenBorsteher anscheinend nicht zur Beratung zulassen, da er ihn nicht auf die Tagesordnung der nächsten Sigung gestellt hat. mittel gering Nichtstroh en Erbsen Speisebohnen Linien Eier Starpfen 14,20 13,40 Hechte 6,82 6,16 Barsche 7,80 5,40 Schleie 40,- 25,- Bleie 45, 25,- Strebje 70,- 30, 6,-4, 1,60 1,20 1,30 1" 1,60 1,10 " 1,801, " 1,60 0,90 " 2,80 2, 60 Sind 1 kg 5, 3, 2,20 1,20 2,50 1,40 2,50 1,20 1,80 1, 1,60 0,80 3,-1,20 1,40 0,70 per Shot 12,- 2,50 *) ab Bahn. †) frei Wagen und ab Bahn. Produktenmarkt am 17. Dezember. Der Getreidemarkt zeigte heute behauptete Tendenz bei vollständiger Geschäftslosigkeit, Lieferungspreise für Weizen waren nominell 0,25 M. Höher, Roggen ebenso viel niedriger. Weitere Rückgänge wurden burch festere amerikanische Notierungen und etwas höhere östreichisch- ungrische Preismeldungen verhindert. Hafer war ohne Umsatz. Rüböl gab um 0,10 M. nach. 50 er Loco Spiritus notierte 64,10 m., 70 er 44,60 m. oder 0,10 M niedriger. $ 2 = Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dicudtag, Donnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Sp. 100. 1.„ Neue Zeit". 2. Socialistische Monatshefte". Beides in der Buchhandlung Vorwärts oder durch jedes Postamt zu bestellen. K. T. 1. Zwangsweise. 2. Unverständlich. 3-4. An andrer Stelle unter den juristischen Antworten. Bäckerei 85. Die der Gewerbefreiheit entgegenstehenden Schranken sind 1869 mit Einführung der Gewerbe Ordnung für das Norddeutsche Bundesgebiet gefallen. Der Einsturz des Hauses Jagowftr. 30/31 erfolgte am 5. Mai 1898 abends 113 Uhr. = K., Mekerstraße. 1. u. 2. Lassen Sie sich vom Vormundschaftsgericht Abschrift der Erbteilungsverhandlung geben und sprechen Sie mit derselben : in der juristischen Sprechstunde vor. Wenn Ihr Erbteil auf dem Grundstück eingetragen ist, fann es nicht verjähren, wohl aber verjähren die Zinsen. 3. Wer Ihren Bruder beerbt, hängt davon ab, ob er mit Hinterlassung eines Testaments verstorben ist, verheiratet war, Kinder hatte und wo sein G. S. 77. 1. Ja, Ste fömmen Charlottenburg. Der Magistrat sucht bei der Stadtverordneten- Oeffentliche Bibliothek und Lesehalle zu unentgeltlicher We Wohnfig zur Zeit seines Tods war. Versammlung die Ermächtigung nach, die für städtische Kostnnkung für jedermann. Berlin, Alexandrinenstr. 26, Gartenhaus. Geöffnet aber den Einwand versuchen, daß Sie nur das für Sie und Ihre Familie pflegefinder von den Unterhaltungspflichtigen z. B. gezahlten werftäglich von 5-10 Uhr abends, an Sonn- und Feiertagen von 9-1 zum Lebensunterhalt Erforderliche verdienen. 2. Wenn der Prozeß zu Ihren Beiträge bis zur Höhe von 300 M. für jedes sind als Sparanlage und 3-6 Uhr. Reichhaltige Bibliothek und nahezu 400 Zeitungen und Beit- Ungunjten entschieden wird, ja. 3. Die Zahlungen müssen gebracht werden. 23 ilhelm 36. Der von Ihnen konstruierte Fall ist für Deutschland für die Kinder aufzusammeln und nach Lage des einzelnen Falls fchriften jeder Art und Richtung. Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Vorsitzender: Rich. unmöglich in Deutschland darf keine kirchliche Trauung vor vollzogener später im Interesse der Kinder zu ihrem besseren Fortkommen zu Thate, Schöneberg, Grunewaldstr. 99. Erster Kassierer: Seifrit standesamtlicher vorgenommen werden. Wird eine kirchliche Trauung dieser verwenden. Zu welchem Zeitpunkt und in welcher Weise die Ver- Fibicinftr. 16. Alle Aenderungen im Vereinskalender sind zu richten Vorschrift entgegen vorgenommen, so macht sich der Geistliche strafbar und wendung der aufgesammelten Beträge für ein Kind zu erfolgen haben an Otto Rasche, Reichenbergerstr. 115 a. Dienstag, Uebungsstunde abends die Trauung selbst hat feinerlei Effekt: die nur firchlich Getrauten sind nicht " Olympia", verheiratet. „ Gerechtigkeit"( Westen), Werner, Bülowstr. 59. Die Heirat erfolgt in Deutschland nur durch ein vor deut wird, auch ob sie aus besondren Gründen einmal unterbleiben soll, 9-11 Uhr. " Hand in Hand I", Schneider, Standesbeamten erklärten Willen der Verlobten, die Ehe mit einander ein gehen zu wollen. Fort. 1-4. Wenden Sie sich an die Postdirektion. Echo", Mündner, Linienstr. 19. 5-8. Die rechtliche Alimentationspflicht eines Kinds seinen vermögenslosen Wiederhall", Schnieber, Admiralftr. 21. Freiheit II", Schmaufer, und erwerbsunfähigen Eltern gegenüber liegt seit dem 1. Januar nur dann Adlershof, Bismardstraße 16. Myrthenblätter", Spät, Georgenfirch vor, wenn das Kind bei Berücksichtigung seiner sonstigen Verpflichtungen im ftraße 65.„ Unverzagt II" Bachstein, Salzwedelerstr. 16. ftande ist, ohne Gefährdung des standesmäßigen Unterhalts, den das Kind Bruderbund", Oranienstr. 69, Restaurant.- Rote Nelte II", Rofin, und feine Familie bedarf, den Unterhalt den Eltern zu gewähren. Wie Borwärts IV", Schulze, Rathenow, Jägerstr. alt das Kind ist, ob es minderjährig oder großjährig ist usw., ist unerheblich. Ruppinerstr. 42. Alpenglode", Gold, Große Frankfurterstr. 133. Weddinger Harmonie", 2. W. 00. Ihnen steht ein Anspruch auf Rückerstattung der Hälfte Der Antrag ist mündlich oder schriftlich an den Wilbrodt, Müllerstr. 7. Borwärts VIII", Schurbaum, Marwizz in der Klebemarten zu. der Mart. Sangesluft II", Bergmann, Basewalterstr. 3. Weiße Magistrat, Abteilung für Alters: und Invaliditätsversicherungsfachen, Rose I", Buffe, Reinidendorf, Gesellschaftsstraße. Arbeiter- Mai: Klosterstraße 55, zu richten. Das Recht, die Hälfte der Beitragsmarten er Glasarbeiter", Stöpenid, ftattet zu verlangen, steht der Witwe, und wenn eine solche nicht vorhanden bund", Siemte, Nowawes, Wallstraße 55. Müggelheimerstr. 29. Esmeralda", Bastowsty, Warschauerstraße 13. ist, den hinterlassenen ehelichen Stindern unter 15 Jahren zu, wenn der Ehe Kreuzberger Harmonie", Möhring, Admiralstr. 18 c. Nord- Ost", Göbel, mann geftorben ist, nachdem mindestens 200 Wochen hindurch Beiträge für Landsberger Allee 156. Freie Feldblume", Schmidt, Stalizer- ihn entrichtet waren und bevor ihm eine Invaliden- oder Altersrente durch Die Rückerstattung der „ Einig", Schulz, Blumenstr. 38. Morgenroth", Rummels- eine ihm zugestellte Entscheidung bewilligt war. Die Gefährlichkeit des Rangierbetriebs. Von einem burg, Müller, Türrschmidtstr. 37. Cäcilia", Brandenburg a./H., Bettermann, Beiträge erfolgt insoweit nicht, als den Hinterbliebenen aus Anlaß des Wilhelmsdorferstraße 111. Schneeglöckchen II", Potsdam, Glaser, Tods des Versicherten eine Unfallrente auf Grund des UnfallversicherungsGüterzug totgefahren wurde in der Nacht zum Sonntag auf dem Brandenburger Kommunikation 16. Textilia", Wegel, Wrangel: Gesezes gewährt ist. In der Regel fällt also, da die Unfallrente höher als Güterbahnhof in Potsdam der Rangierer Augennadel aus Born- ftraße 136." Froh- Hoffnung", Wagas, Pallasstr. 16. ,, Verband Deutscher der eventuell zu erstattende Betrag ist, für die Witwen und Waisen, die stedt. Wie der Unfall passiert ist, läßt sich genau nicht feststellen, Gastwirthsgehilfen", Mörschel, Jüdenstr. 35. Vereinte Sänger Wilmers eine Unfallrente beziehen, das Recht auf Rückerstattung der Marken fort. Rofenrot", Pornich, Schweden- 2., Beusselstraße. Das Amtsgericht Ihres Wohnorts. S. N. D. da Augennadel mit zerschmettertem Kopf und Brustkasten erst gegen dorf", Wilmersdorf, Witte, Berlinerstr. 40. Alpenröslein", Silgenfeld, Bergstr. 60. Senefelder I", Dagegen giebt es kein Mittel, das trifft für jeden Prozeß zu. 1/3 Uhr morgens auf dem Bahnkörper aufgefunden wurde. Man ftraße 11 a. Kupferschmiede", Feind, Weinstraße 11. A. B. 15. Ja. I- l. Das Bürgerliche Gesetzbuch hat in den nimmt an, daß derselbe beim Abspringen von einem rangierenden Gieste, Schillingſtr. 36. Borwärts VII", Rummels von Ihnen geschilderten Berhältnissen nichts geändert. M. W. 9. Ja. Güterzug unter die Räder geraten ist. Die Getötete ist Familien- burg, Beutling, Göthe- und Kantstraßen- Ede. " Schuhmacher", Weigmann, Andreasstr. 32. " Frohsinn I", Rummels vater und trug noch seinen Lohn im Betrage von 36 M., den er am burg, Beutling, Göthe und Kantstraßen: Ede. Atazie"( gem. Chor), Sonnabend erst erhalten hatte, um ihn nach Beendigung des Dienstes Dalg, Stalizerstr. 94b.„ Septime", Harmel, Görligerstr. 75. Liedes mit nach Hause zu nehmen, bei sich. Echo", Liebehenschel, Mariannenfir. 48. Arbeiterverein von Pankow und Umgegend. Heute, Dienstag, abends 8 Uhr, 2ese Abend bei Großfurt, Mit dem Bau des Teltow- Kanals wird am nächsten Sonnabend begonnen werden. Der erste Spatenstich wird in Gegenwart von behördlichen und kommunalen Vertretern aus den umliegenden Ortschaften um 10 Uhr vormittags bei Alt- Glienede gethan. Straße 51/52. " Wetter- Prognose für Dienstag, den 18. Dezember 1900. Zunächst etwas kühler, zeitweise auftlarend bei mäßigen südwestlichen Winden; später neue Erwärmung, Trübung und etwas Regen. Berantwortlicher Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin.