Nr. 300. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mir illuftrierter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Pofts bonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft Bettungss Preisliste für 1900 unter Dr. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebays beträgt für die fechsgespaltene Rolonet zetle ober beren Raum 40 fg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Jernsprecher: Bmt 1, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Borialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Nach 1900 Jahren. Dienstag, den 25. Dezember 1900. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Sollte man aber angesichts einer solchen Entwicklung nicht nur Jedenfalls, so erklärt das Münchener Blatt weiter, würden dies an der Mission des Christentums, sondern auch an der aller Kultur jenigen falsch rechnen, die mit dem Abgang des Grafen Posadowsky überhaupt verzweifeln? Wir haben anläßlich der deprimierenden einen Systemwechsel in den Fragen der Zollpolitik erwarten. Zwar Vorgänge des legten Jahrs Verzweiflungsausbrüche dieser Art er droht die Deutsche Tageszeitung" wiederholt mit dem üblen Einlebt, und es waren nicht die schlechtesten Männer der Bourgeoisie, brud, den der Rücktritt des Grafen Bosadowsky im Lande" machen die dieser trostlosen Stepsis verfielen. Virchow erklärte die Un- würde, und bekundet damit ihre Befürchtung einer Schädigung möglichkeit, dem Dichaggernaut des Weltunrechts in die Speichen zu der agrarischen Brotwucherer- Interessen. Aber die Socialdemokratie, fallen, und Karl Jentsch konstatierte mit ähnlicher Resignation welche die schnöde Affaire aufgedeckt hat, war stets weit entfernt die verbrecherische Sinnlosigkeit der Geschichte. Und doch liegt zu irgend welche Hoffnungen für die Regelung der Handelspolitik aus dieser Stepsis keinerlei Anlaß vor. dem Rücktritt eines Staatssekretärs zu ziehen. Wir werden sicherlich den Nachfolger des Grafen Posadowsky gleichermaßen zu bekämpfen haben wie ihn selbst. Nicht unsre Partei- Interessen fordern die Befeitigung eines bis auf die Knochen kompromittierten Ministers. wir hatten mur einige Zweifel, ob das Interesse der eignen Reinlichfeit oder doch des Scheins der Reinlichkeit die Regierung zur Abstoßung des wunden Glieds veranlassen würde. Geschieht dies nicht, uns bleibt es recht. gewagt, daß die Masse der sog. civilisierten Staaten wahrer Kultur bereits gewonnen wären, daß, wie die Theologen das von ihren christlichen Idealen behaupteten, sittliche Ideale die Handlungen der Menschen, die Aktionen der Staaten bestimmten? Eine höhere Geisteskultur ist heute noch ein seltener ZugusBegenstand, aber nichts weniger als Gemeingut des Bolts. Wie fann man aber an der Wirksamkeit eines Mittels verzweifeln, das man ernstlich noch gar nicht hat erproben können? Wie mit der unentrinnbaren Regelmäßigkeit einer periodischen Naturerscheinung hat der Zeitungsleser zu Weihnachten mit den obligaten Weihnachtsartikeln zu rechnen. Die Blätter, die an drei hundertundzehn Erscheinungstagen des Jahrs die Realpolitik priesen, die im Abstreifen aller Sentiments von Humanität, Völkerrechtsbegriffen, patriotischem Tatt, Treue, und im im ausgiebigsten und rücksichtsosesten Gebrauch des Achtmillimetrigen und Denn welcher echte Kulturfreund hätte je schon zu behaupten des Bajonnets besteht, gefallen sich an den drei großen Feſten des Jahrs ganz unvermittelt in religiöser Stimmungsmache. Und namentlich das Weihnachtsfest veranlaßt Leute, die das ganze Jahr über für Hunnentum, Brotwucher und Zuchthausgefege geschwärmt haben, auf dem Altar der Menschenverbrüderung und Nächstenliebe einige beizende Räucherkerzen anzuzünden. Und die Junter, Fabrikanten, Affefforen, kurz all die honetten Leser dieser Breffe, nehmen an dieser Stilwibrigkeit nicht ben geringsten Anstoß. Sie, die dem Familienglüd im Herzen einen Tempel errichtet und baneben einem fleinen Mäbel ein lauschiges Boudoir gemietet haben, die einige hunderttausend Mart zu Kirchenbaufonds steuern, um tausende armer Witwen und invalider Handwerker um Millionen auszuplündern, die für die tapferen stammverwandten Boeren schwärmen, um ihren Feinden Geschüße zu liefern, finden an dem grotesken Wechsel nichts Auffälliges und Anstößiges. Wer freilich noch so sehr an philosophischen und ästhetischen Schrullen hängt, daß er solch einen Verwandlungstünstler nicht für die feinste Blüte des Menschentums hält, sondern in harmonischer Einheitlichkeit des Denkens und Fühlens das Bildungsideal erblickt, der wird angesichts dieser Dinge von heftigen Kulturschmerzen befallen. Die Note der Mächte, Die ungeheure Mehrheit der Bevölkerung der Kultur"-Nationen deren Inhalt wir nach der Köln. 8tg." bereits am Frei befindet sich in materiell so trostloser Lage, ist der Gewinnung der tag telegraphisch brachten, ist noch immer nicht bon nadtesten Notdurft wegen zu so aufreibender förperlicher Fron ber Amerita unterzeichnet worden. dammt, daß ihr die geistige Eutwvidlung absolut verschlossen ist. Aber man bilde fich auch nicht ein, daß alle die Befferfituierten, die die leitung vorausgeschickt worden. Sie beginnt mit pathetischen Den Bedingungen selbst war eine stimmungsvolle Einhöheren Bildungsinstitute absolvieren durften, nun auch die Deklamationen über die chinesischen Unthaten, die entsprechende intellektuelle und moralische Reife erlangt hätten. als in der Geschichte der Menschheit unerhörte Diese Bildungsanstalten dienen nicht idealen Bildungszwecken, erbrechen" bezeichnet werden, als Verbrechen gegen sondern in erster Linie der Züchtung brauchbarer Werkzeuge das Völkerrecht, die Menschlichkeit und die für den Klassenstaat. Es muß also schon eine glüd- Civilisation. Die Note beschuldigt beschuldigt weiter die liche Anlage oder eine besondere anderweitige Anregung chinesische Regierung des Verrats, da fie Das Wort vom Frieden auf Erden" wird auch diesmal aus den hinzutreten, um am Baum der Wissenschaft die Früchte der Kultur durch ihre Vertreter im Ausland erklärte, sie beschütze die Gesandtschaften, während sie dieselben thatsächlich beUnfre Kultur ist nichts als eine gleißende Scheinkultur. In Iagern ließ; fie erhebt Anklage wegen der Er. wenig bewegten Zeiten mag die schimmernde Oberschicht den Schlamm m or dung des japanischen Kanzlers Sugiyama Schlamma der Tiefe verbergen, es bedarf aber nur einer Erschütterung, um die durch kaiserliche Soldaten, wegen der Folterung und Schmugwellen aufschäumen zu lassen. Ist das aber ein ewig un- Ermordung von Ausländern in Peking und in abänderlicher Zustand? Weihnachtsbetrachtungen nicht völlig ausgemerzt werden können, so schwer es auch den Festleitartiklern werden mag, das Jonglieren mit diefer frohen Botschaft" nicht als blutige Sottise erscheinen zu lassen. Denn die Politit dieses Jahrs war die krasseste Verhöhnung des Weihnachtsevangeliums, die der boshafteste Geist antichristlicher Negation hätte ausdenten tönnen. Haben sich doch die christlichen" Nationen gerade in diesem Jahre mit untilgbarer Schmach bedeckt. Die Thaten, die im verflossenen Jahre in Afrika und Asien verübt wurden, waren derart, derart, daß selbst ihre glühendsten Verteidiger und Verherrlicher nicht umhin fonnten, zu erklären, daß sie allerdings mit dem Maß stab des Christentums und der Moral nicht gemeijen werden dürften. Das war die Bankrottertärung der Moral und des offiziellen Christentums, die Ausschaltung dieser Fattoren für das reale Wölferleben, die Emancipation der Bestieninstinkte. Und gerade diese rohen Instinkte des Tiermenschen gebändigt zu haben, war bisher der höchste Ruhmestitel des Christentums! völlig ausreifen zu lassen. stillen Winkel vergraben wird. nisse für abgeschlossen hält, wenn stets nur einer fleinen Minderheit Burch Borer und kaiserliche Soldaten. Wenn man die Entwicklung unsrer heutigen Produktionsverhält höfen der Ausländer und der Schändung der Leichen Wenn man die Entwicklung unsrer heutigen Produktionsverhält vielen Provinzen und wegen der Entweihung von Frieddie Emporentwicklung zur Kultur gegeben sein soll, dann allerdings. Die Massen werden dann ewig das Werkzeug strupelloser Real- Geschmack, sich trotz der Verübung der unerhörten Die Mächte besigen also noch immer den zweifelhaften politiker bleiben, während die Handvoll gesitteter Menschen ewig Sunnenthaten durch ihre Truppen, trok des vergeblich gegen den Strom zu schwimmen versuchen, oder, der ver- Mordens, Sengens und Plünderns im Dienste geblichen Anstrengungen müde, sich angewidert in irgend einen der europäischen Civilisation und des Christentums als Vertreter der Kultur und des vergewaltigten Völkerechts aufAber zum Glück haben bereits Millionen die heutige Gesell- zuspielen. Die Moral, die doch nach Herrn v. Bülow in der schaftsordnung als Hindernis der ferneren Kulturentwicklung erkannt. Bolitik nichts zu suchen hat, spreizt sich gewaltig in diesen Ihre Empörung über die schmachvolle Preisgabe alles dessen, was Motiven der Note, freilich eine Moral, für die kein Philosoph die moderne Stultur als ihre vornehmsten Errungenschaften die Verantwortung übernehmen würde. betrachtet, verpufft nicht in Seufzern der Resignation oder zornigen Die Anhänger und Vertreter des historischen Christentums, der Anklagen, sondern entflammt sie zum zielbewußten, unabläffigen, über Völkerrecht, Menschlichkeit und Civilisation zu halten, Wie wenig die Mächte Ursache haben, China Vorlesungen chriftlichen Kirche selbst waren es, die ihr diesen tödlichsten Schlag nachdrücklichsten Stampfe gegen jenes Reservoir urältester Barbarei, das haben wir seit Monaten Tag für Tag erörtern müssen. bersetzt haben, von dem sie nie mehr genesen wird. Gerade die Anbeter der neuen Hunnenmoral waren es, die bisher gegen die kapitalistische Gesellschaftsordnung. so verächtlich über die materialistische Geschichtsauffassung aburteilten, Menschen, das Erbteil seiner Abstammung, verflossen. Religiöse Völkerrecht mit Füßen getreten. Neunzehnhundert Jahre sind im Kampfe gegen die Bestie im Räubereien und Vergewaltigungen China gegenüber das Neunzehnhundert Jahre sind im Kampfe gegen die Bestie im Seit Jahrzehnten haben die„ chriftlichen" Mächte durch ihre Und als der lange die den Entwicklungsgang der Geschichte, den Fortschritt der Kultur Naturen haben sich vergeblich an der fittlichen Hebung der Mensch genährte Groll der mißhandelten Nation sich endlich von den Veränderungen der ökonomischen Struktur ableite und damit heit versucht. Ein Fortschritt wurde durch jahrhundertelanges Ringen Luft zu machen drohte, da thaten die Legationen der dem menschlichen Geiste, dem göttlichen Funken in der Menschenbrust zwar immerhin erzielt, allein wie winzig war er im Vergleich zu Mächte alles, und der religlösen Erziehung den bestimmenden Einfluß bestreite. den Absichten und Erwartungen dieser Initiatoren. Die Bourgehen den Funken in das Pulverfaß zu werfen. Das um durch ihr anmaßendes VorNeunzehnhundert Jahre bereits wirkt diese vis major der geoisie hat jezt im Kampfe gegen die Barbarei Bombardement der Tatuforts durch die Mächte chriftlichen Erziehung und das Resultat? Der christlich erzogene endgültig die Waffen geftredt. Der Socialismus gab das Signal zur allgemeinen Erhebung. Die Ermordung Europäer braucht nur mit dem Träger einer geringeren oder anders jedoch iegt den Kampf fort, mit dem Eifer der früheren des deutschen Gesandten und die Belagerung der übrigen gearteten Kultur zusammenzustoßen und alle Nähte der christlichen Stämpfer, aber mit ungleich besseren Waffen. Der Moral plagen und heraus springt der nackte Tiermensch mit all feinen Sumpf soll ausgetrocknet werden, dem die Miasmen entbrutalen Instinkten. steigen, die den furchtbaren Wahnsinn in den Hirnen er zeugen. Und auf jedem Fußbreit trockenen Bodens, der gewonnen wird, wachsen neue Kämpfer empor, die frei sind von dem Fieber wahn, die Menschen müßten sich bestien- zeugt ebenso sehr von der bekannten diplomatischen Klugheit Daß man die Regierung des Verrats beschuldigt, gleich gegenseitig gerfleischen, so wolle es ein ewiges wie von grenzenloser Heuchelei. Konnte denn der Hof, Naturgeset". der sich in der Gewalt der Leiter der Erhebung befand, anders handeln? Hätte er aber, die Möglichkeit vorausgesezt, anders gehandelt, so hätte er sich des schnödesten Berrats am eignen Volt schuldig gemacht. Welch ein Erfolg neunzehnhundertjähriger Erziehung! Und die offiziellen Vertreter des Christentums schlagen nicht etwa entsegt an ihre Brust, um zu bekennen, daß das Christentum, das sie schon für den Sauerteig des gesellschaftlichen Lebens gehalten, noch immer ein toter Fremdkörper sei, der die Lebensfunktionen des socialen Organismus völlig unbeeinflußt gelassen habe. Auch das wäre ja schon eine Bankrotterklärung des Christentums gewesen, aber der ehrliche Glaube an seine Wunderkraft wäre doch gerettet worden. Nein, man bollzieht nunmehr eine reinliche Scheidung zwischen Christentum und Politit. Das Christentum ist gut genug, um Individuen im verwahrlosten eignen Gesellschaftskörper Scheu vor Leben und Eigentum einzuflößen, gut genug, um die besiglose Masse vor„ Begehrlichkeit" zu bewahren. Im Völferleben So tann die ringende Menschheit trotz alledem die frohe Botschaft des Weihnachts- Evangeliums hoffnungsfreudig vernehmen! Politische Uebersicht. Berlin, den 24. Dezember. Die Posadowsky- Krise Legationen war die Folge dieses eklatanten Bruches des Völkerrechts. Und dann folgten die einzelnen Stadien des in der Geschichte des Jahrhunderts unerhörten Hunnenkriegs. Noch steht also Amerikas Einwilligung aus. Außerdem find die Hauptforderungen( ,, allerstrengste Bestrafung" der Hauptschuldigen, entsprechende" Entschädigung) derart unbestimmt auch den abgefaßt, daß dadurch sowohl China als dissentierenden Mächten vollauf Gelegenheit zu den aber scheidet die christliche Moral aus: hier ist Begehrlichkeit wird so lange dauern, als der Herr Graf im Amte ist, der im prächtigsten Winkelzügen geboten ist. nach des Nächsten Land und habe eine nationale 12 000 Mart- Bettel nichts als eine Folge übergroßer bureaukratischer Auf China wird allerdings dadurch eine Pression ausTugend, hier gilt das Recht des Stärkeren, hier gilt engstlichkeit erblickt. Die Stellung des Grafen ist erneut erschüttert geübt, daß man die Occupation Petschilis so lange aufrecht nicht das Gebot der Nächstenliebe, sondern der alte heidnische worden durch die Feststellung, daß Herr v. Woedtke nur vorgeschobene erhalten will, bis den Bedingungen entsprochen ist. Aber Grundsatz der Rta che, nur mit dem Unterschied, daß dies Gebot des Person war und daß der Staatssekretär selbst der eigentlich diese Occupation kann auch für die Mächte auf die Dauer ein sehr teures Vergnügen werden. Die UnterRächens heute in die Potenz erhoben ist, daß für einen er Schuldige ist. schlagenen Miffionar tausend Boyer vertilgt werden. Die Münchener Allgemeine Zeitung" behandelt in langen Aus- haltung der Militärstationen und einer stärkeren Die Weltpolitik, die neben dem Segen protestantischer Flotten- führungen und zwiefachen Korrespondenzen ihrer Berliner Mitarbeiter, Schuhwa che in Peting wird ohnehin an die Mächte pastoren auch den des Papstes erhalten hat, sanktioniert nicht die zu den Wissenden" gezählt werden wollen, von neuem die ganz bedeutende finanzielle Anforderungen nur die Politik des Weltraubs und ewiger Welthändel, Bosadowsky- Angelegenheit. Das Blatt singt das Lob des Grafen in stellen. Jedenfalls sind wir noch lange nicht beim Schlußakt des fie rehabilitiert nicht nur den eine Zeitlang doch bereits verpönten hohen Tönen und würde sein Amtsende schwer bedauern. Aber es Eroberungstrieg, sondern sie führt auch den legitimen glaubt dieses Ende in sichere Aussicht stellen zu müssen. chinesischen Abenteuers angelangt. Massenmord, der im Laufe der Jahrhunderte doch immerhin durch Einer der Berliner Korrespondenten, ein Parlamentarier, erklärt: Ausbildung friegs- und völkerrechtlicher Stipulationen eine mildere Daß Graf Bosadowsky gehen wird, gilt in Form angenommen hatte, wieder zu seinem niedrigsten Ausgangs- parlamentarischen Kreisen als nahezu gewiß. Wer hat England in eine fieberhafte Aufregung versetzt. Man hatte sich punkt zurück, zum wüsten Gemegel, in dem Pardon nicht gegeben an seine Stelle tommt, ob Herr v. Rheinbaben, ob Herr v. Bitter schon der schönen Zuversicht hingegeben, daß der Krieg zu Ende sei wird. Welch ein Fortschritt während der neunzehnhundert Jahre aus Posen, darüber streiten sich die Habitués des Asphalts der und Lord Kitchener nur noch einige flüchtig umherirrende Boerenchriftlicher Zeitrechnung! Wilhelmstraße..." häuflein abzufangen hätte. Lord Roberts, der als„ Sieger" heim" Der drohende Afrikanderaufftand ehrte, sollte eine große firchliche Dankfeier veranstaltet werden. Die! englischen Kapitalisten und tausend zweifelhafte Existenzen harrten auf den Augenblick, in mit eisernem Besen ausdas gefegte Boerenland gleich einem Heuschreckenheer rasch zu er werbende Reichtümer zusammenraffend, einfallen zu können. Und durch all diese schönen Jllusionen und Kalkulationen haben die Boeren einen dicken Strich zu ziehen sich erfrecht. Fast scheint es, als hätten ste eine Zeitlang freiwillige Zurückhaltung geübt, um England in lässige Sicherheit einzulullen, um den fähigsten englischen Feldherrn Lord Roberts erst feine Triumphreise nach der Heimat antreten zu lassen, um dann um so sicherer den Krieg von neuem zu beginnen. Denn der Krieg hat von neuem begonnen. An die Stelle der kleinen Ueberfälle, Brüdensprengungen und Geleisezerstörungen, furz an die Stelle des Bandenkriegs ist jetzt wieder der bittere ernste Krieg getreten. Grüße alle vielmal von mir auch Familie... und sonstige Bekannte fage Ihnen mir geht es soweit noch ganz gut und die Chinesen hätten es noch nicht fertig gebracht zu treffen denn die Gesellschaft schießt schlecht. Mit vielen Gruß Auf chinesisch heiße ich... Euer Bruder Beting, Oftober 1900. Liebe Schwester und Schwager! Teile Euch mit daß ich seit... erkrankt bin befinde mich im Larareth nach zwei bis drei Tage komme ich wieder heraus bin hier bald verhungert drin meine Kameraden sind 45 Klomtr. von Beting im Kampfe. Roftbarkeiten find in Peking nicht mehr zu erobern haben alles in Sicherung gebracht... hat allein 1 ganzes Gebäude voll kostbarkeiten bestehend aus Uhren Schmuckfachen Seide Seidenstickerei Seidene Kleider kostbare Belze usw. uns ist alles verboten wir dürfen nichts restieren sonst giebt Arest den Arest verbüßt man indem man an Baum ge= bunden wird hier ist alles tener Flasche Bier toftet 1 Dollar nach Deutsch 2,50 m. was bei Euch mit Pfenige bezahlt wird hier mit Marken bezahlt. Nun wünsche ich Euch recht frohe Feiertage ein frohes neuhs Jahr. Seid beide herzlich gegrüßt Grüßt auch Eltern von mir. von Eurn Schwager Hier ist kein schreibzeug zu haben man mus fehn von wo man ein Stüd Papier her kriegt das tower ist Chinesisch. Und den Menschen ein Wohlgefallen! Nach einem großangelegten Plane gingen in allen Teilen der beiden Boerenrepubliken die zu stattlicher Stärke vereinigten Boerens kommandos zur Offensive über. Den wuchtigsten Vorstoß aber unternahmen die renommiertesten Führer im Süden des Orange- Frei staats, um den Krieg wieder auf englisches Gebiet hinliberzuspielen und das gährende Afrikandertum zum Anschluß an den heldenhaften Freiheitskampf zu bewegen. Und bei der Empörung, die die barbarische Kriegsführung der Engländer, das Niederbrennen der Farmen, die Gefangennahme und Deportation von Vierzehnjährigen und andre Brutalitäten mehr unter den Kapholländern hervorgerufen hat, ist die Hoffnung der Boeren, das zu erreichen, was ihnen zu Beginn des Kriegs nur in geringem Umfange gelungen war, eine teineswegs allzu verwegene. Wie das ReuterMirbach, Sanden und die obersten Staatsbehörden. Bureau am Sonntag aus Kapstadt meldet, sieht man dort die Lage In einer Herzbewegenden Auslaffung des Kleinen Journals", als sehr ernst an. Bereits haben die Afrikander des von den des Leibblatts des Frhrn. v. Mirbach, sucht der Kammerherr der Boeren besetzten Diftritte der Boerenfache allen Borschub geleistet, Raiferin den Nachweis zu führen, daß er sich von dem frommen und wenn es den Engländern nicht bald gelingt, die Boeren, denen über die Grenze fortwährend Verstärkungen zuströmen, über Stommerzienrat Sanden selber habe gründlich reinlegen lassen, also den Oranjefluß zurückzutreiben, so könnte die Flamme des sozusagen in der freiherrlichen Sprache ein Rhinoceros" gewesen sei. Jm„ Kl. J." wird ausgeführt: Aufruhrs leicht lichterloh emporschlagen. Und es hat den Anschein, als ob es den Engländern nicht gelingen sollte, die fühnen Eindringlinge aus der Kapkolonie hinauszuwerfen. Die Bewegungen der Truppen sind erschwert, weil die Eisenbahnlinten teils durch die Boeren unterbrochen, teils durch Regengüffe fortgespült find. Auch fehlt es an genügender Kavallerie, um den beweglichen Boerenabteilungen folgen zu können. Lord Kitchener äußert sich deshalb nur mit großer Vorficht über die Lage, damit etwaige Hiobsbotschaften nicht zu unvermittelt kommen. Eine aus Pretoria abgesandte Depesche vom 22. Dezember meldet: " „ So weit es möglich ist, eine Ansicht zu bilben, glaube ich, daß die Vorwärtsbewegung der Boeren in der Kapkolonie gescheitert ist. Unfre Truppen haben beide Boerenkommandos umgangen. Eine weitere Abteilung ist in Bildung begriffen, welche sofort abgesandt werden soll. Die Boeren finden nicht viel Unterstügung in der Kapkolonie.(?) Dewet befindet sich in der Nähe von Senetal. General French meldet, er sei mit den Kommandos von Beyer und Delarey an den letzten zwei Tageu füdlich. von Magaliesberg zusammengetroffen und in Verfolgung des Feinds begriffen, der große Verlu ft e erlitten(?). Kommandant Kreuse und einige andre Boeren wurden gefangen genommen." oder bei Ankunft eines Ministers sich zu einem Festessen ver. einigen... Der Alldeutsche Verband hat nämlich die schwere Schuld auf fich geladen, nicht mehr unbedingt jeden Minister, den Kaiser Wilhelm II, ernennt, als einen von Gott gesandten Berater und Führer des deutschen Volts zu betrachten, und sogar an den Grafen Bülow das Anfinnen zu richten, statt seiner vielen buntfchillernden Reden lieber einmal Thaten folgen zu lassen, welche das Wert des Fürsten Bismard weiter fortsetzen. Reden hören wir ja zur Beit schon genug, und wenn sie auch anscheinend hoch im Kurs stehen und sogar Feldmarschälle ihr Schwergewicht auf Dinertoaste verlegen, so ist man in nationalen Kreisen nicht minder wie in demokratischen allmählich der Ansicht geworden, daß dieses neue Nedendiluvium dem Deutschen Reiche nicht eine geit fruchtbarer Entwicklung ist, daß vielmehr Deutschland vor allen Wölfern lächerlich gemacht wird und sein Ansehen von Stunde zu Stunde heruntersintt. Hinter den Reichsfangler drängt sich neben dem Breßbureau des Auswärtigen Amts, welches nun unter demselben Leiter bereits vier gänzlich verschiedenen Reichskanzlern wacker gedient hat, eine Nadau gesellschaft, welche foeben mit nicht weniger als acht Millionen Mark britischer Münze gespeist ist und daher anßerordentlich lungenfräftig ist. Diefe ganze Gesellschaft wirft zusammen, um den Reichskanzler, welcher zweifellos das Talent einer flüssigen Beredsamfeit entfaltet, mit Bismard gleichzustellen, ja, weit über ihn zu erheben Sogar die Kreisblätter werden von oben herunter mit Artikeln überschwemmt; sie brachten noch in den letzten Tagen einen unsäglich albernen Aufsatz, in welchem Graf Bülow mit den englischen Staatsmännern verglichen wird, und aus dem wir belehrt werden, daß die englischen Staatsmänner versuchen, ihre praktische Politik stets mit einer gewiffen Heuchelei zu umkleiden, während der biedere deutsche Reichstanzler das verschmähe und Realpolitit" treibe. Realpolitik! Das ist ja heute das Schlagwort, welches vom Reichskanzler bis zum legten Schusterjungeu jedermann im Munde hat... Die unabhängigen nationalen Männer im Lande wiffen heute, daß er nicht zu den großen Staatsmännern gehört, sondern lediglich ein gewandter Partettdiplomat ist, ohne höhere Ziele, als das, sich zu halten. Er fand am Hofe die englische Strömung vor und machte eine englische Politit nach, wie er eine russische oder eine tatarische gemacht haben würde... Der nunmehr in Haft befindliche Kommerzienrat Sanden hat es allerdings verstanden, alle Personen, welche Beziehungen zu ihm unterhielten, in Bezug auf seinen wirtlichen Charakter und die Lage der von ihm geleiteten Unternehmungen auf das gründlichste zu täuschen. Diese Thatsache wird treffend dadurch illustriert, daß, als er sich im vorigen Jahre bereit finden ließ, Im weiteren bespricht das westfälische Blatt in Anlehnung an ein Mandat für die Gemeindevertretung Potsdams anzunehmen, unfren früheren Nach: eis die unlösbaren Widersprüche, in die sich die dortigen Behörden, die Geistlichkeit, die Beamten und die Graf Bülow bei der Behandlung der Krügerangelegenheit verwickelt ganze Bürgerschaft sich zu diesem Schritte des geachteten" Manns hat. Das Blatt fordert mit Recht, daß Graf Bülow endlich fämtbeglückwünschten und den Eintritt Sandens in das öffentliche Leben liche Attenstücke, Telegramme und Noten, die in der Transvaalmit freudiger Genugthing, ja mit wahrem Jubel begrüßten. Was Angelegenheit gewechselt worden sind, veröffentliche. Herrn von Mirbach anbelangt, so ist dieser schon im Januar d. J. von privater Seite vor der Preußischen Hypothekenbank gewarnt Weitgehende Misstimmung. worden. Er erachtete es daher damals als Schatzmeister ver- Aus Bochum wird uns geschrieben: Vor einiger Zeit fonnten schiedener Kirchenbaufonds für seine Pflicht, bei den wir über weitgehende Mißstimmung in hiesigen industriellen Kreisen, oberften Behörden Preußens Erkundigungen einzuziehen. hervorgerufen durch die erfolgreiche" deutsche Chinapolitik, berichten. Von diesen Stellen erhielt er die Auskunft, daß die Pfandbriefe Die Unzufriedenheit mit unfrer auswärtigen Politit ist mittlerweile der Preußischen Hypothekenbank ebenso gut und sicher feten, nicht etiva geschwunden, im Gegenteil, sie hat durch die Haltung der wie die deutsche Reichsanleihe. Unter diefen Umständen Regierung in der Transvaalfrage noch zugenomnien. Besonders der Unter diesen Umständen Nichtempfang Krügers hat außerordentlich verstimmt. Man verlangte, war es erklärlich, daß die Einwohner Potsdams ihre Er- daß mindestens die Höflichkeitsformen beobachtet werden sollten. sparnisse in den Pfandbriefen der genannten Gesellschaft Durch diese Unterlassung befürchtet man schwere Schädigung für die anzulegen pflegten, so daß durch den nunmehr erfolgten 8u hiesige Industrie. Die Regierung ist an dem derzeitigen Niedergang sammenbruch alle Beteiligte-die höchsten Würdenträger der Industrie sowie an späteren Schädigungen allein schuld, das ist ebenso wie die einfachsten Bürger schwere Einbußen an der Refrain, der aus den Unterhaltungen heraustönt. Wie weit die Wenn Lord Kitchener behauptet, daß die Boeren bei den Mißstimmung geht, kann man zur Zeit sogar in einem großen Afrikandern nur wenig Unterstützung fänden, so widerspricht dem threm Vermögen erleiden." Variététheater in Essen( Kolosseum) allabendlich beobachten. Von eine andre Kapstädter Meldung, wonach im Distrikt Vittoria noch keine Ahnung von dem Stand der Hypothekenbanken, fie erAlso die obersten Behörden Preußens hatten im Januar d. I. den Humoristen werden jezt mit Vorliebe Couplets, in welchen die Wat die Afrikander sich den Boeren anschließen. Nach einer Boeren und Ohm Paul gefeiert werden, zum Vortrag gebracht. flärten die Papiere für„ totsicher", und dies, obwohl bereits vor Auch aus dem ein Kinematograph bringt Scenen jüd= weiteren Meldung hatte Oberst Sosville ein Gefecht mit den Bei solchen Gelegenheiten durchbraust Boeren in der Nähe von Bladfontein, in welchem die Boeren Jahr und Tag ihre Mündelficherheit auch seitens der preußischen Regierung bekämpft wurde. Merkwürdig ist es auch, daß sich der jedesmal stürmischer Beifall, der nicht den Dar große Verluste erlitten. Auf englischer Seite wurden mur Frhr. v. Mirbach, obwohl er gewarnt war, sich darauf kaprizierte, stellungen, sondern den Boeren gilt, das Haus. Vor einigen Tagen brei Mann verwundet. Oberst Kosville wurde später von drei Mann verwundet. Oberst Kosville wurde später von die Kapitalion gerade in Sandens Papieren anzulegen. verlangte das aus über 2000 Personen bestehende Publikum demons den Boeren bei Modderfontein wiederum anWeiter wird dem„ Märchen" entgegen getreten, als ob Sanden strativ von einem Humoristen die Darstellung Ohm Paul's als gegriffen, jedoch zogen sich die Boeren nach 31stündigem Ge- für Kirchenbauzwecke gewaltige" Gummen gespendet hatte. Seine Anfläger wider England. Nun bringt der Stinematograph aber auch Scenen vom letzten Kaiserbesuch in Barmen und in Essen. Wenn diefe Bilder vorgeführt werden, herrscht eisige Ruhe, teine Hand rührt sich, fein Beifallston ist vernehmbar. fecht schließlich zurück. " Die Morgenblätter beschäftigen sich mit der Lage in Südafrika. Daily Expreß" beklagt sich über den Mangel an Vorsicht seitens des Kriegsamts und wirft demselben vor, sich die notwendige Verstärkung an Pferdematerial nicht gesichert zu haben, obgleich das Kriegsamt längst erkannt hätte, daß die Vorteile der Boeren einzig und allein ihrer größeren Beweglichkeit zuzuschreiben sind. aus Kapstadt seit drei Tagen ausgeblieben ist. Die Unruhe Eine Meldung aus Bloemfontein besagt, daß die Poſt wächst immer mehr. Deutsches Reich. Friede auf Erden! Die germanischen Christenmenschen fassen ihre Mission, die Lehre bes Nazareners den Heiden einzuschärfen, recht gründlich auf. Deß zeugen wieder ein paar Soldatenbriefe aus China die Origi nale haben wir geprüft!-, die gerade in diesen Tagen mit Andacht gelesen werden sollten, da die Glocken, welche die herrschenden Klassen läuten, den Frieden und die allgemeine Menschenliebe tünden. Mag auch Einiges in den Briefen übertrieben sein, der Grundzug fürchterlichster Grausamkeit entspricht den Thatsachen. Tsimo den... 9. 00. freiwilligen Beiträge für die gemeinnüßigen Inſtitute" Potsdams hätten im Jahre" wenige tausend Mark" niemals überschritten. In den letzten Jahren habe er auch diese Beiträge zum Erstannen der Beteiligten" fiftiert, welche darin aber keinen Anlaß fanden, den Verfehr mit dem Knaufer abzubrechen. An der Geschichte mit den 300 000 m. ist doch etwas Wahres. baufonds: afrikanischen Kriege. Militarismus und Kulturintereffen. Aus Straßburg i. E. schreibt man uns vom 21. Dezember: ur hat Herr Sanden diefe Summe nicht zum Kirchenbaufonds instimmung des Landesausschusses ist die Ausrodung von Durch die gestrige bereits bereits telegraphisch telegraphisch fura erwähnte Ab seinen Papieren gestiftet, sondern Frhr. v. Mirbach hat sie in diesen diesen Betrug des Himmels und die Schädigung des Kirchen in der Nähe von Bitsch beschloffene Sache geworden. fandbriefen angelegt. Das Kleine Journal" berichtet über nicht weniger als 2500 Hektaren des schönsten Hochwalds zum Zwede der Aulage eines Truppenübungsplanes militärfiskus zahlt die Summe von 5/2 Millionen Mart an die Als nun Freiherr v. Mirbach zum Jahresende für Bauzwecke Landestaffe und erwirbt dadurch neben dem Grund und Boden den 800 000 m. flüffig zu machen hatte, griff er den entsprechenden gesamten derzeitigen Holzbestand der umfangreichen Waldfläche, dessen Betrag in Spielhagen- Pfandbriefen heraus und fandte dieselben Einschlag gleichmäßig auf die nächsten 10 Jahre verteilt werden soll, furzer Hand an Direktor Eduard Sanden zum Inkasso. Herr Sanden aber schützte Knappheit an Barmitteln vor und gab um die Holzpreise im Lande nicht allzu sehr zu drücken. Hand in fchließlich im Austausche gegen die Pfandbriefe eine Sypothet, die sich jedoch zur peinlichen leberraschung des Kirchenbau- Vereins auch als unterwertig er wiefen hat." and mit der Vernichtung des herrlichen Bitscher Forstes geht die teilweise Enteignung der in das Gebiet des geplanten lebungsplages fallenden Gemeinde Haspelscheid, deren Bewohner durch die Wegnahme ihrer Wiesen und Ackerländereien gezwungen werden, entweder zu einem andern Erwerbszweig zu greifen oder sich anderIn dieser von dem Freiherrn v. Mirbach geschriebenen oder an- wärts anzusiedeln. Der Mehrheit des Landesausschusses machte die geregten Reinigungs- Kundgebung werden gerade die wichtigsten Regierung die Zustimmung zu dem nicht weniger als kulturfördernden Fragen nicht beantwortet. Hat der edle Freiherr den gerissenen Werke durch die Erklärung etwas leichter, die Militärverwaltung Gauner, obwohl er in den letzten Jahren zum Erstaunen der Be- werde durch die Anlage des neuen Truppenübungsplatzes in den teiligten nicht einmal mehr Almosen für Kirchenzwecke spendete, Stand gesetzt, die übrigen Teile des Landes in Zukunft mit den neuerdings zur Verleihung des Adels vorgeschlagen? Ist es ferner bisher als so außerordentlich lästig empfundenen häufigen und wahr, daß durch Vermittlung des Frhrn. v. Mirbach und des Hof- maffenhaften Einquartierungen zu verschonen. bankiers der Kaiferin gewiffe große Bosten in Sanden- Papieren recht Ich ziehe jetzt nur immer in China herum, d. h. wo Aufzeitig ohne Verlust abgestoßen worden sind? ruhr ist, da müssen wir hin und Ruhe schaffen Die Gerichtsverhandlungen, die einen wahren Abgrund von und unsere deutschen Landsleute und chinesische Christen kapitalistischer Korruption enthüllen dürften, werden hoffentlich über beschützen natürlich geht dabei die Sache nicht ohne Blut alle diese und andre Fragen Aufklärung geben. bergießen ab. Jezt augenblicklich befinde ich mich in Tsimo Liebe Schwester! Deinen lieben Brief habe ich erhalten. wir leben hier in einer ganz grausamen Zeit. Wielen Opfer von den vereinigten Mächten find den Heldentod gestorben( auch Freunde) dafür auch die Rache groß. wvo vor 8 Jahren der Matrose Schulz ermordet wurde. In dieses Thor marschierte ich mit 10 chinesischen Soldaten( natürlich unsere Der glückliche Bülow. Reichstanzler Graf Bülow hat nach Soldaten) vor 10 Tagen hier ein. Heute war hier ein graufiges seiner Rückkehr von der Rundreise bei den deutschen Höfen den Bild mit anzusehen, vor 3 Tagen wurde ein( Da Dauhiu) deutsch Schwarzen Adler- Orden, den höchsten preußischen Orden, erhalten. Borer enthauptet durch das Schwert natürlich nicht ein Schlag Für die Erfolgspolitik der Mißerfolge, der sich Graf Bülow sondern 34 Mal gehauhen. unter dem Jubel des Parlaments eifrig hingiebt, mag diese AusHeute wurden zwei Borer gehängt, d. h. in ein Holzgeftellzeichnung wenn nicht ein Ansporn, so doch ein Troft sein. geftelt oben ein Brett darin ein Loch wo der Kopf durchgesteckt dann langsam die Unterstützung unter den Füßen weggenommen Die Alldeutschen und Graf Bülow. Eine alldeutsche General und dann langsam verendet, dem andren wurden mehrere abrechnung mit dem Reichskanzler unternimmt die Nth. Westf. 8tg." tausend Siebe auf das Gefäß. Dann nachdem auf der Dieses Blatt sieht seine weltpolitischen Hoffnungen durch die vervorderen Seite so lange geschlagen bis er den Geift auf- fehlte Art, in der die jetzige Regierung Weltpolitik treibt, schwer gab. Ich sage nur sowas ist grauenhaft mit anzusehen. Ich enttäuscht. So in Opposition gegen den jezigen Kurs getrieben, ist will die Sache nicht weiter schildern sonst würdet ihr schauerlich ihr das Auge für die Schwächen der Bülowschen Staatskunft gezu Mute werden, geschrieben habe ich dies nur damit ihr seht wo schärft und sie gelangt trop falschen eignen Standpunkts zu oft wir leben und so gehts fort. treffender Kritik. Einige Auslese aus dieser alldeutsch- staatserhaltendpatriotischen Kritik dürfte sich lohnen: Sonst geht es mir gut und bin so leidlich bei Gesundheit. trotz alledem haben wir immer unfern alten deutschen Mut nud fürchten niemand als Gott. Die andern Sachen erfahrt Ihr ja den Zeitungen früher als wenn ich es schreibe auch hat man nicht so viel Zeit denn es giebt furchtbar hier viel zu thun. Liebe Agnes schicke dann den Brief nach dem Du gelesen zu nimm nicht übel die attrige Schrift denn mir graubt es jezt noch. habe schon viel gesehen aber sowas doch noch nicht. Das Rededuell zwischen dem Grafen Bülow und dem Abg. Sasse flärt die Sachlage, es enthüllt den Reichskanzler in seiner ganzen Eigenart und wird beitragen, die unabhängigen nationalen Elemente abzusondern von jener gemischten Gesellschaft, welche, nach Titeln und Orden strebend, als gedankenlose Masse durchs Lebentrottelnd, oder nach britischem Gelde langend ihren Patriotismus dadurch beweisen, daß sie einmal oder zweimal im Jahre, am 27. Januar Die wahre Ursache der Beschlußunfähigkeit des Reichs" tags hat die Bost" entdeckt: Es werden im Reichstag zu viel das Volk interessierende Neden gehalten, und zwar von den Socialdemokraten.„ Die Broschürenreden der Socialdemokraten und andre auf agitatorische Wirkung nach außen berechnete rednerische Leistungen dauernd anzuhören geht über die Kraft von Männern, welche ihre Zeit nicht gestohlen haben". Besagte Kraftmänner würden zwar im Reichstag erscheinen, wenn sie sicher wären, nur die tieffinnigen Untersuchungen eines Kardorff, Arendt, Schwerin- Löwitz das könne ihnen nieoder Sattler zu hören, aber Bebels Reden? mand zumuten. Zwar stimmt diese Behauptung nicht ganz mit der allgemein bekannten Thatsache, daß die anwesenden Abgeordneten während einer Rede Bebels fich vollzählig im Saale befinden, während sie den Kardorff und den Schwerin- Löwiz im Restaurant oder der Wandelhalle genießen das hindert aber die" Post", die ein Vers brechen darin sieht, dem Volfe zu gefallen, nicht, hieraus auf die Notwendigkeit einer Aenderung des Wahlrechts zu schließen. „ Wer daher in Wirklichkeit und nicht bloß zum Schein für eine ausreichende Besetzung des Reichstags forgen will, wird die Hand dazu bieten müssen, daß Hand in Hand mit ber etwaigen Gewährung von Diäten diejenige Storrektur des Reichswahlrechts geht, welche geeignet ist, der bisherigen demagogischen Wirkung desselben zu steuern. In der Presse sind verschiedene Die einen Vorschläge nach dieser Richtung hin gemacht worden. wollen das Reichswahlrecht durch Einführung von Pluralstimmen berichtigen, die andren das Alter der Wahlfähigkeit heraufrücken und Seßhaftigkeit zur Bedingung derselben machen, wieder andre bie Wahlpflicht einführen. Eine Diskussion des einen oder andren dieser Vorschläge erscheint zur Zeit aber verfrüht. ES genügt, für jetzt festziistellen, dcih, wer in Wirklichkeit die chronische Beschluhunfähigkeit des Reichstags beseitigen will, nicht einseitig mit der Aufhebung der Diätenlosigkeit vor» gehen darf, sondern zugleich die in dem bestehenden Reichs» Wahlrecht liegenden tieferen Ursachen dieser bedauerlichen Er- scheinung unsres öffentlichen Lebens beseitigen helfen mutz." Die.Post' wünscht also die Partei aus dem Reichstag zu be- seitigen. deren Vertreter allein regelmähig und mit annähernder Vollzähligkeit die Sitzungen besuchen, und dies, um den Besuch des Parlaments zu— heben. Die.Post' mag sich gedulden: ES giebt ein einfaches, unfehlbares Mittel, eine glänzende Besetzung des Hauses herbeizufübren. Die Socialdemokratie braucht nur erst die ausschlaggebende Partei zu sein— dann wird eS keine Klage mehr über die chronische Beschluhunfähigkeit geben.— Zur Rettung Posadowökys kramt der.Rh. Courier' aus seiner Aktenmappe einen Fall aus. der beweisen soll, daß die Social- demokratie, die die 12 000 Mark-Affaire so scharf verurteilt habe, in einem ähnlichen Fall, sofern es sie selbst betreffe, gar nichts Arges sehe. Lassen wir das Blatt unsre Korruption entlarven: „Wenn es aber in den Augen der socialdeinokratischen Partei ein so schweres Vergehen ist. daß Herr v. Woedtke jene Summe Geldes von einem industriellen Verband zu einem erlaubten Zweck angenommen hat, welche strengen Grundsätze muß jene Partei bei ihrer eignen Agitation und der Aufbringung der hierzu erforder- lichen Mittel anlegen? Hierfür können wir aber mit Beweisen auf- warten. Denn als vor zwei Jahren in Berlin vor der 4. Strafkammer des Landgerichts l ein Erpressungsprozeß gegen zwei Maurer verbandelt wurde, die einige Maurer, welche keine Lust hatten, sich für die Streikkasse mit Wochenbeiträgen besteuern zu lassen, mit Gewalt- thätigkeilen bedroht hatten, wurde'in diesem Strafprozeß, wie der .Vorwärts'vartet Der Vorstand. Charlottenbnrg. Freitagabend 8Vs Uhr findet eine Volks- Versammlung für Männer und Frauen in der Gambrinus- Brauerei, Wallstraße 94, statt. Tagesordnung: Tie Absichten des Centrums im Reichstage mit dem eingebrachten Toleranzantrag, Referent ReichstagSabgeordneter Fritz Z u b e i l. Bericht der Ver- tranenspersonen und Neuwahl der weiblichen Vertrauensperson. Genossen, da mit dem 1. Januar das neue Organisations-Statut in Kraft tritt, so erscheint alle in der Versammlung. Die Vertrauenspersonen. Vo-kktle-s. Unterm Weihnachtsbaum. Vor Jahren, als ich noch nicht selber einen Weihnachtsbaum für die Meinen anzuzünden hatte, erschien es mir immer als ein aparteS Weihnachtsvergnügen, am„Heiligabend" durch die Straßen zu schlendern und den Spuren des Weihnachtsbaums nachzugehen. Es hatte für mich einen ganz eignen Reiz, dabei zu beobachten, wie all- überall an einem Weihnachtsbaum nach dem andern die Kerzen auf- flammten. Ich bin da so manches Mal durch halb Berlin gewandert. In den Villenstraßen des vornehmen Westens fing ich an; denn hier beginnen sie zeitig mit der Bescherung. Durch kostbare Vor- hänge hindurch sah ich im Vorbeigehen manch prächtige Tanne— Bäume, die vom Fußboden bis an die reich verzierte Decke aufstiegen und ein Meer von Licht um ssich verbreiteten. Mein Weg führte mich dann nach den inneren Stadtteilen und über sie hinaus nach den Außenbezirken des Oftens oder des Nordens. Dabei änderte sich daS Bild, je weiter ich kam, desto mehr. Die Bäume wurden kleiner und kleiner, und der Kerzenglanz verlor immer mehr von seiner Helligkeit. Wenn ich in der neunten Stunde draußen in den Arbeitervierteln ankam und auch hier den Spuren des Weihnachtsbaums nachging, dann bemerkte ich hinter den Fenstern der vier« und fünfstöckigen Mietskasernen nur mehr einen matten Schimmer von wenigen Lichten. Aber ich sah ihn zu gleicher Zeit hinter zehn, hinter zwanzig Fenstern des Steinkolosses. In jedem Stockwerk erblickte ich zwei. drei, vier brennende Weihnachts- bäume oder doch den flimmernden Schein, der von ihnen ausging— und so war es Haus bei Haus! Das Bild war bei weitem nicht so großartig wie das andre, das sich mir in den Villenstraßen des Tiergartenviertels geboten hatte, aber eS war um vieles an- ziehender, und ich konnte eS— ich gestehe es offen— manchmal nicht ohne tiefe Bewegung sehen. Obwohl die„frohe Botschaft" des„Friede auf Erden"! hinter den schwach erleuchteten Fenstern dieser Mietskasernen vor der dürftigen Fichte oder Kiefer, die hier als Weihnachtsbaum dient, dieselben Empfindungen wach rufen wird wie in den strahlenden Salons der Tiergarten-Villen unter der stolzen Tanne? Um eine solche Wirkung zu haben, dazu fällt Weihnachten eigentlich doch in eine zu ungünstige Jahreszeit. Wenn eine Arbeiter- familie unterm Weihnachtsbaum zusammenkommt, dann gehen dem Vater und der Mutter in der Regel ganz andre Dinge durch den Kopf als der Gedanke an den„Frieden auf Erden". Ich weiß: die ihr ihn predigt, ihr meint einen andren „Frieden", aber wollt ihr's einem Arbeiter, einer Arbeiterfrau ver- denken, wen» ihnen bei eurem Predigen nur der friedlose Kampf einfällt, den sie um ihre und ihrer Kinder Existenz führen müssen? Durch den Schimmer des Weihnachtsbaums hindurch sieht manches Eltcrnpaar in bedrohlicher Nähe das Gespenst der Arbeits- losig keit. Gerade in diesem Jahr dürften besonders viele Arbeiterfamilie» ein recht trübes Weihnachtsfest haben. Die Arbeits- losigkeit fordert ja in jedem Winter ihre Opfer, aber in diesem Winter wird sie allem Anschein nach größere Opfer als sonst fordern. Diesmal kommt dazu noch die Steigerung der Wohnungs- mieten und die Teuerung der Brennmaterialien. Da soll einer unterm Weihnachtsbaum sich noch von fröhlichen, friedlichen Gedanken erfüllen lassen! Wer die ganze grausame Ironie, die in dem weihnachtlichen „Friede auf Erden!" liegt, auskosten will, vergehe hin zu der Weih- nachtsfcier jener Unglücklichen, die in dem Existenzkanipf bereits unterlegen sind, zu den Arbeits- und Obdachlosen, denen in der „Schrippenkirche" der Weihnachtsbaum angezündet wird. Diesmal haben sie ihre Weihnachtsfeier bereits am Sonntagmorgen gehabt. Ein halbes Tausend zerlumpter, frierender, ausgehungerter Knaben, Männer und Greise waren in den» Predigtsaal des Stadtmissions- Hauses am Johannistisch unterm Weihnachtsbaum zusammengekommen. Die Feier machte sichtlich Zruf viele dieser Ausgestoßenen einen starken Eindruck, aber die meisten hat sie wohl nur das Elend, in dem sie sich befinden, um so tiefer empfinden lassen. Als nach Ab- singung des Schlußlicds die Teilnehmer entlassen wurden mit der Mahnung, in Ruhe und Ordnung den Saal zu räumen und auf der Straße nicht stehen zu bleiben, sondern gleich weiterzugehen, da mag es über manchen wie eine jähe Ernüchterung nach kurzem Rausch gekommmen sein. Die Saalthüren öffneten sich, das harte, fahle Licht des beginnenden Tags drang herein und mischte sich in den milden Glanz der heruntergebrannten Weihnnchtskerzen, das halbe Tausend obdachloser Knaben, Männer und Greise trat aus dem behaglich erwärmten Raum erschauernd in den kalten, grauen Motgen hinaus, und jeder zog seine Straße. Sie zogen hinein in die„fröh- liche, selige, gnadenbringende Weihnachtszeit"! DaS„Christkind" ist'S und nicht der„Weihnachtsmann", meint die„Märkische Volks-Zeitnng", das„Christkind" beschert den „artigen Kindern" zu Weihnachten, niemand anders. Das Blatt beklagt in einem langen Artikel, daß die Kinder heutzutage das eine wie das andre nickt mehr recht glauben wolle». Schlimm sei es, daß der nüchterne Protestantismus das liebliche„Christkindlein" der Katholiken durch den alten, häßlichen„Weihnachtsniann" ersetzt habe — noch schlimmer aber, daß der„Vorwärts" den Kindern auch diesen Rest von Weihnachtspoesie zu rauben sucke, indem er den„Weihnachtsmann" und in ihm zugleich das „Christkind" einfach als das Porreuionndie der Eltern hinstelle.— Wir haben den Entrüstungsansbruch des Blatts nicht ohne Lächeln zu Ende gelesen. Er darf aber leider keineswegs als Sckerz be- handelt werden; er ist durchaus e r n st gemeint. Der Verfasser des krausen Geschreibsels leistet sich, nebenbei bemerkt, eine kleine Verdrehung. Wir haben uns lediglich darauf beschränkt, die Th at- fache f e st z u st e l l e n, daß das Märchen vom„Weihnachts- mann", wenn eS sechs- und siebenjährigen Voiksschülern vorgetragen wird, hier deshalb keinen Eindruck mehr machen kann, weil diese Kinder durch die wirtschaftlichen Verhältnisse, in denen sie leben, längst eines andren belehrt sind. Nicht w i r reißen den Kindern die Weihnachtspoesie aus dem Herzen: die N o t thut es! Die Not zerstört den Kindern der Annen nicht nur frühzeitig den Glauben an den„Weihnachtsmann"(oder, wenn's denn durchaus sein soll, auch an das„Christkindlein"), dessen Schwinden wir in der That nicht bedaueni; sie raubt ihnen leider auch manche andre Poesie, die wir höher stellen und den Kindern so lange wie möglich erhalten sehen möchten. DaS Jubiläum der Berliner Armenküchen. Die Armen- küche» boten am Sonntag ein ungewöhnliches Bild. Tannenbäume und Gnirlanden vorn am Hauseingang— Tannenbäume und Guirlanden hinten im Hofe? l Das halte doch etwas zu bedeuten!— Schutzleute, die auf der Straße und auf dem Hofe postiert waren. wiesen die neugierige Jugend und andre Unberufene zurück. Sie hielten den Weg frei für eine Anzahl Männer und Feauen, die sich in Feiertagskleidung und mit feierlich ernsten Mienen hinten nach dem Hofe begaben,' um sich in und vor der dampfigen Küche zu ver- sammeln. Da war der zuständige Herr Bezirksvorsteher, da waren die Herren aus der Armcnkommission, die Herren uno Damen ans dem Waisenrat. und schließlich erschien sogar ein Mitglied des hockwohl- löblichen Magistrats. Als sich um 12 Uhr die Armen mit ihrem Geschirr einfanden und den grünen Schmuck, die blanken Helmfpitzeii und die frisch gebügelten Cylinderhüte sahen, da machten sie große Augen. Ein altes, lahmes Mütterchen brach bei diesem Anblick in den Ruf aus:„O je, das ist ja W or'ntliche Dekoration! Was ist denn heut' los?" Wir waren in der Lage, sie zu belehren:„Es sind heute hundert Jahre, daß die Armenküchen bestehen".—„Hundert Jahre?! O je, o je! Da haben sich wohl schon sehr viele hier shr Mittagessen geholt? Aber die meisten davon sind doch wohl schon tot!" setzte sie nachdenNich hinzu.„Ja. die meisten sind längst tot", versicherte ein alter Mann, der sich in das Gespräch mischte;„aber die Armen werden nicht weniger, die wachsen immer wieder nach".— Wir näherten uns der Kstcke;' denn schon erklang von drinnen die Stimme eines Redners.„Hoch I hoch! hoch I" schallte eS uns bereits entgegen, als wir die Schwelle überschritten. Da hatten wir richtig die schöne Rede verpaßt, aus der wir gewiß erfahren hätten, wie herrlich weit man es in de» hundert Jahren gebrocht hat. Schade! Schon verließen die Herrschaften die Küche, während von draußen her der längst wartende Zug der Annen sich in Bewegung setzte und an dem Suppenkessel vordeizudefilieren begann. Auf dem Hofe waltete schnell noch der Photograph seines Amts, um die prächtige Gruppe festzuhalten und auch die Leser gewisser illustrierter Blätter an dem erhebenden Anblick teilnehmen lasten zu könne». Tann be- gaben sich die festlich gekleideten Männer und Frauen wieder nach Hause, und hinter ihnen her zogen die Armen mit ihren gefüllten Töpfen und Kannen. Grost-Berlin. Nachdem aus den meisten Vororten nunmehr die vorläufigen Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember vor- liegen, ist endlich ein ungefähres Bild von dem gewaltigen An- wachsen Groß-Berlins zu geben. Den Löwenanteil aus dem Ab- zug der Bevölkerung aus dem Weichbilde der Reichshauptstadt haben naturgemäß diejenigen Vororte davongetragen, welche in innigster Verbindung mit Berlin stehen, resp. deren geographische Grenzen ineinandergreifen. Es sind dieselben Ortschaften. welche nach dem neuen Posttarif als zu Berlin gehörig mit diesem das OrtSporto gemein haben. ES find dies die Ortschaften Pankow, Nieder-Schönhausen, Schönholz, Heiners- dorf. Hohen-Schönhausen, Weißensee. Lichtenberg, Rummelsburg, Stralau, Treptow, Rixdorf, Tempelhof, Schöneberg. Friedenau, Wilmersdorf, Schmargendorf, Grunewald(Kolonie), Charlottenbnrg, Plötzensee und Reinickendorf. Mit diesen Städten und Dörfern zählt das engere Groß-Berlin 2 469 676 gegen 2 076 946 Einwohner bei der Volkszählung 1896. Von den genannten Ortschaften stebt mit der Einwohnerzahl an der Spitze Charlotten bürg mit 189 300(140 601). Dann folgt Schöneberg mit 9ö 939 (62 69ö), Rixdorf nnt 90 314(39 937) Einwohnern. Lichten- berg zählt jetzt 42 770, Weißensee 32 883, Deutsch» Wilmersdorf 30 982 und Pankow 21504(11932) Seelen. Prozentual die bedeutendste Zunahme zeigt Kolonie Grunewald, das mit 203V, Proz. 3230 gegen 1064 Einwohner aufweist. Tempelhof mit dem Ortsteil Hascnheide ist von 6320 auf 9882, Treptow mit Kolonie Baumjchulenmeg von 2836 auf 5346, Schmargendorf von 2223 auf 3178 Bewohner gestiegen. Reinickendorf hat genau 4000 Einwohner mehr als 1893; es zählt jetzt 14 722 Seelen. Friedenau hat 11162(7832) und Hohen-Schönhausen 2438(1893) Ortsangehörige Rechnet man zu der obigen Statistik noch diejenigen Vororre, welche durch Straßenbahnen, Stadtbahn und Vorortzüge mit 10 Minuten-Verkehr mit der Reichshauptstadt verbunden sind und deren Bevölkerung zum größten Teil geschäftlich ze. zu Berlin gehört, so überschreitet die Bevölkerungszahl 2Vs Millionen. Genau sind es dann 2 538474 gegen 2 133 440 im Jahre 1895. Die in Frage kommenden Ortschaften sind Groß-Lichterfelde, Steglitz. Zehlcndorf, Tegel. Dalldorf, Hernisdorf, Schöneweide, Adlershof und Grünau. Von diesen hat prozentual Ober-Schöne- weide am meisten zugenommen. Das Emporblühen dieses Orts gleicht derjenigen einer amerikanischen Minenstadt. 1896 noch 626 Einwohner zählend, besitzt es jetzt 3826 Seelen, die Zunahme beträgt somit 935 Prozent. Diese Erscheinung erklärt sich durch Verlegung großer Fabrikanlagen aus Berlin, wie Elektricitätswerke usw. Eine Vergrößerung um 164 Proz. kann Tegel nachweisen, welches 7023 gegen 2633 Be- ivohner besitzt, Groß-Lichterfelde hat 23 327(13 926), Steglitz 21 423(16 322), Z e h l e n d o r f 8839(6034) Einivohner. Unter Hinzuziehung der hier nickt angeführten Vororte, zu denen auch Köpenick, Friedrichshagen, Spandau usw. gehören, deren Be- völkerung zum großen Teil täglich geschäftlich in Berlin zu thun hat, steigert sich die Bevölkerungsziffer von Groß-Berlin nach einer allgemeinen Schätzung auf ca. 2 800 000 Einwohner. Genaue Zahlen hierüber anzugeben ist jedoch noch nicht möglich, weil aus einer ganzen Reihe von Vororten noch die definitiven Resultate fehlen. Der„Milchtopf" bleibt. Unter den Taxameter- Droschen- kutschern ist seit längerer Zeit eine Bewegung im Gange, welche die Beseitigung der weißlackierten Kopfbedeckung und Ersatz desselben durch den schwarzen Hut zum Endziel hat. Motiviert wird diese gewünschte Aendening mit der Thatsache, daß heute die Taxa- metcrdroschkcn keiner besonderen Kennzeichnung mehr bedürfen, da heute Droschken ohne Fahrpreisanzeiger zu den Ausnahmen gehören, sowie mit dem Umstand, daß die„Weißlackierten" unpraktischer als die„Schwarzlackierten" sind. Verschiedene öffent- liche Versammlungen von Interessenten haben sich gegen den«Weiß- lackierten" erklärt und den Vorstand des Vereins Berliner Droschken» kutscher beauftragt, eine entsprechende Eingabe an das Polizei- Präsidium zu richten. Diesem Austrage ist der Vorstand nach- gekommen. Auf die betreffende Eingabe hat derselbe einen ab« lehnenden Bescheid erhalten. Von diesem Bescheid sind die Kutscher begreiflicherweise wenig erbaut. Sie haben ihre Sache noch keineswegs aufgegeben, um so weniger, als sie sich zutrauen, die Behandlung der„Weißlackierten" ivohl zu verstehe» und als praktische Fachleute das beste Urteil über ihn abgeben zu können. Der Geschäftsverkehr während der Weihnachtsfeiertage. Am 23. Dezember, dem ersten Feiertage, darf der Gewerbebetrreb in offenen Verkaufsstellen nicht stattfinden. ebensowenig dürfen Ge- bilfen, Lehrlinge und Arbeiter im Handelsgewerbe an diesem Tage beschäftigt werden. Von diesem allgemeinen Verbot sind aus- genommen: der Handel mit Milch, mit Brot und Konditorwaren, sowie mit Konfitüren während der Zeit von 5—10 Uhr vormittags und 12—2 Uhr nachmittags, ferner der Handel mit Fleischwaren während der Zeit von 3—10 Uhr vormittags, der Handel nüt Kolonialtvaren, mit Vorkoftwaren, mit Brennmaterialien, mit Bier und Wein, mit Tabak und Cigarren während der Zeit von 8 bis 10 Uhr vormittags. Der Handel mit Blumen darf während der Zeit von 7 bis 10 Uhr vormittags und von 12 bis 2 Uhr� nachmittags. der Handel mit Druckschriften auf den Bahnhöfen während der Zeit von 7Vs bis 10 Uhr vormittags stattfinden. Zeitungs- spedinonen dürfen am ersten WcihnachtSfeiertage von 4 bis 9 Uhr vormittags geöffnet sein. Am 26. Dezember, dem zweiten Weihnachts- feiertage, finden lediglich die allgemeinen Vorschriften über die Fest- stellung der Zeit zur Beschäftigung von Gehilfen. Lehrlingen und Arbeitern im Handelsgewerbe an Sonntagen Anwendung. Eine Konferenz über die v-Zug-Wagen hat am 13. Dezember aus Anlaß des Offcnbacher Eisenbahnunglücks getagt. Die sehr ein- gehende Erörterung führte, wie amtlich berichtet wird, zu einer voll- ständigen Klarstellung und übereinstimmenden Anschauung über die wichtigsten Punkte.'ES ist nunmehr in Aussicht genommen, die als zweckmäßig erkannten Aenderungen zunächst an einem Zuge auS- führen zu lasten, um auch dem Publikum Gelegenheit zu bieten, sich über die neuen Einrichtungen ein Urteil zu bilden. Mit den ebenfaNs sehr gefährlichen Wagen der vierten Klasse sich zu beschäftigen, scheint es der Konferenz an Zeit ge- mangelt zu haben. Die neueste Kircheneinwcihung. Die alte Garnison- kirche in der Neuen Friedrichstraße ist am Sonntag wieder er- öffnet worden. In einem stimmungsvollen Bericht teilt daS „Kleine Journal" mit, daß die Kaiserin in einem schwarzen Sammetpaletot mit Silberfuchs und einem gleichen Kapothut und die Prinzessintochter an ihrer Hand ganz in Weiß zur RenovierungS- feier erschienen sei. Der Kaiser habe äußerst ernst ausgesehen und sei allein gekommen und die Söhne des Kaiserpaars hätten sämtlich Uniform mit dem Bande des Adlerordens getragen. Bei der Feier sind dem genannten Blatt zufolge neun Orden und Ehrenzeichen und ein paar Manschettenknöpfe verteilt worden. Die Berliner Friedhöfe waren gestern das Ziel vieler Tausende von Besuchern, welche aus die Gräber ihrer dahin- geschiedenen Lieben ein Weihnachtsbäumchen pflanzten oder sie weih- nachtlich schmückten. Besonders auf den Kindcrgräbern sah man solche grüne Bäume, deren Zweige bunte Papierblunren trugen oder mit aiidrem Christbaumschmuck wie Glaskugeln, Lametta, aus Watte gefertigtem Schnee u. dergl. behängt waren. Was alles während der Weihnachtszeit in den Berliner Droschke» liegen gclaffen wird, davon giebt eine Nachwcisung derjenigen Gegenstände Kenntnis, die in der Zeit vom 7. bis 20. Dezember von Droschkenkutschern gefunden und abgeliefert worden sind. So manches Weihnachtsgeschenk wäre verschwunden geblieben oder hätte erneuert werden müssen, wenn es nicht durch die Ehrlichkeit der Berliner Droschkenkutscher doch noch an seine richtige Adresse gelangt wäre. Unter den gefundenen Sachen sind zunächst 21 Schirme verzeichnet, die in der Zeit vor Weih- nachten, wo alle Welt mit Paketen beladen ist, mehr denn je„in Gedanken" stehen gelösten werden. Sehr bunt ist die Reihe der übrigen in den Droschken vergessenen Gegenstände. Es befinden sich darunter gefüllte Mappen, Handtaschen, Pakete und Körbe, ferner mehrere Paare Schuhe, 2 Kartons mit Damenhllten, 1 Aichbecher, 1 gesticktes Kissen, 1 Säbel, 2 Albums, 1 Gabel- und Messerputzer, 1 Boa, 1 Mantel' 1 Pompadour usw. Sehr gering ist diesmal die Zahl der gefundenen Operngläser, die sonst während der Winter- monate in großen Mengen in Droschken liegen bleiben. Dies erklärt sich daraus, daß im Dezember die Theater erfahrungSinäßig nur einen schwachen Besuch aufzuweisen haben. Der gestrige„goldene" Sonntag hat seinem Namen Ehre gemacht. Der Verkehr in den Hauptstraßen der Stadt erreichte namentlich in den Stunden von 3 bis 8 Uhr ganz gewaltige Aus- dehnung. Nicht nur die Großbazare, sondern auch die übrigen Geschäfte konnten, wie eS heißt, im allgemeinen mit dem Geschäft zufrieden sein. werden. Die die " " bis In Sachen der für Berlin projektierten Fahr- und Fach-| war, so erhielt er einen Anzug und einen Ueberzieher mit auf den Zurüdverweisung der Vorlage an die Kommission wurde durch die schule wird mitgeteilt, daß die Annahme, die Gründung der Fahr- Weg. Der Ueberzieher war mun zwar sehr gut, aber ein wenig zu Bersammlung entsprochen. schule sei vorläufig aufgegeben, nicht stichhaltig sei. Im Januar groß. Aus diesen beiden Eigenschaften erwuchsen seinem Träger am Die Stadtverordneten hatten vor einigen Wochen auf den von das städtische nächsten Jahrs soll eine Versammlung der Herren, die bis jetzt Sonntag empfindliche Unannehmlichkeiten. 3. besuchte eine Gast- nufren Genossen gestellten Antrag beschlossen, Anteilscheine gezeichnet haben, stattfinden, der ein neuer Organisations wirtschaft, um nach langer Zeit wieder einmal ein Glas Arbeiter von den städtischen Beamten nicht zu privaten entwurf unterbreitet werden wird. Danach soll die Fahrschule Bier zu trinken. Sein Ueberzieher aber war für das Lokal, das er 3weden beschäftigt werden dürfen. Diesem selbstver= zunächst in kleinerem Maßstab, als bisher beabsichtigt war, begründet auswählte, zu fein, und da er außerdem nicht ganz paßte, weder in ständlichen Beschluß hatte der Magistrat nicht zugestimmt, weil der den Maßen noch zu der sonstigen Erscheimmg des Manns, so unter Beschluß in dieser Form nicht durchzuführen sei." Nach längerer Debatte, Die Verteidigung hat gegen das Urteil im letzten Stern- lag es teinem Zweifel, daß sein Träger ihn nicht ehrlich erworben in welcher unfre Genossen Scholz und Rieger dem Magistrat gelangte ein Antrag des haben konnte. 3. mußte ein Paletotmarder sein und es dauerte mur manche Schmeicheleien gesagt hatten, berg- Prozeß die Revision beim Reichsgericht angemeldet. Nachricht, daß auch die Staatsanwaltschaft die Revision gegen das noch kurze Zeit, da war er auch schon eingesperrt. Nachdem Inspektor Stadtv. Grätschel fast einstimmig zur Annahme, wonach( wohl D., von dem er die Sachen aus den Beständen der Anstalt erhalten zum erst en mal die Entscheidung des Bezirts- Ausschusses Urteil eingeleitet habe, bestätigt sich bis jetzt nicht. Babatte, auf Nachfrage die Angelegenheit aufgeklärt, wurde der ver- in dieser Frage angerufen wird. Der Entfestigungsplan wurde von der Versammlung einstimmig angenommen. Eine Deputation Recht eigentümlich nimmt sich in diesem Winter die Bege- meintliche Marder am Montag früh wieder in Freiheit gesetzt. tation draußen in der freien Natur aus. Noch immer blühen nämDas Kunstgewerbe- Museum, Prinz Albrechtstr. 7, veranstaltet foll den Plan dem Kriegsminister überreichen. Zur Entwicklung Spandaus. Der Stadtteil Spandaus lich in den Gärten in geschüßter Lage Veilchen, Primeln, Gänse- in den Monaten Januar- März die nachstehenden öffentlichen Vorblümchen und Stiefmütterchen, was zur Weihnachtszeit wohl selten träge:" Die Schmiedekunst." Direttorialassistent Dr. Adolf außerhalb der Festung, in dem das von der„ Grundrenten- Gesellder Fall gewesen ist. Brüning. 10 Vorträge, Montag, abends 812-91/ 2 Uhr. Beginn: schaft" angetaufte umfangreiche Terrain liegt, wird ein völlig neues Den Menschen ein Wohlgefallen. Sehr traurige Montag, den 7. Januar.-„ Die Aufgaben der Wohnungs- Gepräge erhalten. Wie wir schon berichteten, dürfen auf diesem Diretor Dr. Peter Terrain, laut dem mit der Stadt Spandau, geſchloſſenen Vertrag Weihnachten hat diesmal eine arme Asyliſtenfamilie. Das tunst"( für Tapezierer und Dekorateure). Haupt derselben, der Arbeiter P. hatte zum 1. Oftober d. Je. mit Jeſſen. 10 Vorträge, Dienstag, abends 812-91/ 2 Uhr. Beginn: lediglich Fabriken erbaut werden. Die Gesellschaft hat nun weitere Terrains von Privatbefizern angekauft, auf seiner Frau und seinen sechs Kindern eine Wohnung nicht finden Dienstag, den 8. Januar. Der künstlerische Bucheinband in noch nach einer den Stadtverordneten zugegangenen können, so daß ihm nichts weiter übrig blieb, als das Asyl für alter und neuer Zeit." Direktorialassistent Dr. Jean Loubier. denen Obdachlose aufzusuchen. Dort erkrankten nach und nach drei 6 Vorträge, Donnerstag, abends 812-91/ 2 Uhr. Beginn: Donners- Vorlage 65 Wohnhäuser errichtet werden sollen. Die Gesellschaft seiner Kinder und mußten nach dem Krankenhaus ge- tag, den 10. Januar. Die Vorträge- finden im Hörsaal des Museums wird ferner für den Bau einer neuen Schule einen Komplex von bracht werden, wo sie noch jetzt liegen. Nach vielen Mühen war es statt und werden durch ausgestellte Gegenstände und Abbildungen 4500 Quadratmetern der Stadt aufzulassen haben. Die gesamten dem Manne endlich gelungen, zum 1. Dezember eine passende sowie durch Lichtbilden mittels des elektrischen Bildwerfers erläutert. Baulichkeiten sollen an die städtische Gas- und Wasserleitung sowie an die städtische Kanalisation( letztere nach getrenntem System) ans Wohnung zu erhalten und zwar wurde dem Hauswirt die Miete für Der Zutritt ist unentgeltlich. geschlossen werden. Da das neu hinzugekaufte Areal außer diesen Monat im Betrage von 21,50 M. von der städtischen ArmenDie Preisaufgabe für den besten Vortrag über Volks halb desjenigen Festungsrayons liegt, in welchem feine direktion zugesandt. Kaum hatte P., der ein fleißiger Arbeiter ist, bäder hat viel Anflang gefunden. Aus allen Teilen des Deutschen massiven Bauten errichtet werden dürfen, so ist es möglich, daß schon das neue Quartier bezogen, als er selbst derartig erkrankte, daß er Reichs laufen Anfragen und Anmeldungen namentlich von In in kommenden Frühjahr mit dem Bau der Wohnhäuser begonnen nach dem Urban gebracht werden mußte. Infolgedessen hat der genieuren und Technikern, besonders auch von Medizinern und wird. Gegenwärtig wird der Bau eines Stichtanals betrieben. Hauswirt dem Manne den nur auf einen Monat lautenden Kontrakt andren Gelehrten ein. Es sind Preise von 300 und 200 M. aus Auf dem gesamten Komplex follen nach dem vom städtischen Bauamt zum 1. Januar gekündigt, so daß die arme Frau mit ihren drei gefeßt. Die Einlieferung an die Geschäftsstelle der Deutschen GesellSort bestehende gegenwärtig Streitftraße" anf Kindern jedenfalls von diesem Zeitpunkte ab wieder im Asyl Unter- schaft für Volksbäder, Berlin NW., Karlstraße 19, von wo auch die aufgestellten Plan insgesamt sechs neue Straßen angelegt, auch soll funft suchen muß. Bedingungen unentgeltlich zu beziehen sind, hat bis zum 1. März 30 Meter verbreitert und gepflastert werden; für Diese Straße ift auch eine sechs Meter breite Mittelpromenade Die Große. Ein Mangel an Stromzuführung macht zu erfolgen. Der am Sonnabend im Saale des Handwerker- Vereine in Aussicht genommen. Ob die jeßige Streitbride", die den fich in letzter Zeit im Straßenbahnverkehr unangenehm bemerkbar und hat schon zu mehrfachen größeren Verkehrsstörungen Ver: von den Physikern Clausen und v. Bronk veranstaltete Experimental Festungsgraben überbrückt, zu einer befahrbaren Brücke umgebaut anlaffung gegeben. Die Stromzuführung ist so gering, daß bei er- Vortrag über Neue Wunder- Elektricität" war wohl infolge des oder ganz beseitigt wird, ist zur Zeit noch nicht entschieden, da es weitertem Betriebe die vorhandene Kraft nicht ausreicht und infolge bevorstehenden Weihnachtsfestes leider nur von ungefähr 120 Per- am Ende nicht ausgeschlossen ist, daß der ganze eftungsgraben im Fall die Entfestigung, Spandaus zur Wirklichkeit wird dessen mitunter in den Einschaltern der Strom gänzlich versagt. So fonen, darunter eine Anzahl von Fachmännern, besucht. Durch zahlblieb am Sonnabendabend in den Kraftleitungen am Spittelmarkt reiche interessante Experimente führte der Vortragende Herr Clausen zugeschüttet werden wird. Andrerseits besteht aber der Plan, den der Strom gänzlich aus, und da es wohl eine halbe Stunde dauerte, dem Auditorium die neuen Erfindungen auf dem Gebiete der draht- oberen Teil des Festungsgrabens bis zum Fehrbelliner Thor zu ehe fich die Zeitung erholte, entstand eine Wagenanstauung in einem lofen Telegraphie vor, erläuterte die Systeme nach Marconi, Bider einem Hafen auszubauen. Allenthalben regt sich in und um und erkannte dem letzteren den Vorzug Umfange, wie sie Berlin seit langer Zeit nicht mehr gesehen hat. und Schäfer, vor Spandau die Spekulation, den Augenblick sehnlichst erwartend, wo Vom Spittelmarkt bis zum Rathaus einerseits, andrerseits die den übrigen zu. Ueberraschend waren die Demonstrationen die Festungsmauern endlich fallen. Leipzigerstraße entlang, in der Beuth- und Seydelstraße sammelten mit dem laut sprechenden Telephon und die Resultate mit Zur Charakteristik der Militärdisciplin. Der auf Wache fich wohl mehrere hundert Motorwaggons und Pferdebahnwagen an Poulsons Telegraphen. Diese Erfindung hat den Zweck, ein bei dem Kriegspulvermagazin in Nieder- Neuendorf erschossene und es währte wohl nahezu anderthalb Stunden, ehe der Betrieb telephonisches Gespräch z. B. für den Fall der Abwesenheit des Grenadier Mentus vom Garde- Grenadierregiment Nr. 5 in Spandau wieder ordnungsgemäß funktionierte. Angerufenen festzuhalten und nach Belieben zu reproduzieren. Die ift gestern mit allen militärischen Ehren beerdigt worden. Die vorUebertragung des Gesprächs erfolgt auf einen feinen Stahldraht, der her stattgehabte Obduktion hat ergeben, daß der Tod durch Geheime Controleure bei der Straßenbahn. Controleure fich um eine Metallwalze windet. Die Wiedergabe des Gesprächs innere Verblutung, die infolge der Schußwunde entstand, in bürgerlicher Kleidung hat die Große Berliner Straßenbahn für durch den Telegraphen ist von außerordentlicher Klarheit und herbeigeführt worden ist. Der unglückliche Schüße, Grenadier ihre Linien, sowie die der Westlichen und der Südlichen Berliner frei von jenen Nebengeräuschen, die bei unfren gewöhnt Gille, hat, einem hiesigen Blatt zufolge, bei dem Vorortbahn neuerdings eingestellt. Die Beamten lösen ihren Fahrlichen Telephon- Apparaten stets vorhanden find. Die Haupt- traurigen Vorfall auch noch ein Wachtvergehen verübt. Als schein wie jeder andre Fahrgast. Damit sie von den Schaffnern und leistung des Abends bildete jedoch die sprechende er den verhängnisvollen Schuß abgefeuert und sich überzeugt hatte, Wagenführern nicht erkannt werden, versehen Beamte von entfernt Bogenlampe. Wir trauten unfern Ohren taum, aber das daß seine Stugel einen Kameraden getroffen, geriet er vor Schmerz liegenden Bahnhöfen diesen Dienst. Ihr Zweck dürfte u. a. sein, fast unmöglich scheinende ward zur Thatsache: Die elektrische Flamme über seine That derart in Verwirrung, daß er, der Instruktion zu darauf zu achten, daß die Angestellten über die direktionellen reproduzierte zuerst ein Musikstück, dann das bekannte Lied Gute wider, feinen Posten verließ und zu dem 10 Minuten vom Dorf Drangfalierungen, die sie auszustehen haben, dem Publikum nichts Nacht Du mein herziges Kind", wenn auch nicht in originaler Stärte, entfernt liegenden Wachthaus lief, um den Vorfall zu melden. Ihn aber doch im ganzen Saal deutlich vernehmbar. Herr Clausen schloß leitete bei dieser Handlungsweise instinktiv der Gedanke, daß dem Die Weihnachtsgratifikationen der Großen Berliner feinen mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag mit Verwundeten noch rechtzeitig Hilfe gebracht werden könnte. Gille Straßenbahn- Gesellschaft sind gestern zur Verteilung gelangt. der Erklärung, daß er mit Rücksicht auf den Erfinder sich vorläufig stammt aus Magdeburg und ist der Sohn eines Arbeiters. Seine Während alle wagenführer und Schaffner, welche noch nicht drei verjagen müsse, öffentlich auf die Details dieses phänomenalen Borgesezten stellen ihm das Zeugnis eines tüchtigen Soldaten aus. Jahre bei der Großen Berliner thätig sind, leer ausgingen, Experiments einzugehen. Wir sprechen zum Schluß die Hoffnung erhielten die drei bis fünf Jahre im Dienste der Gesellschaft aus, bald wieder einen Vortrag der beiden Elektotechniker beiwohnen stehenden Beamten 20 bis 40 m. als Gratifikation. Die Angestellten, zu können und verbinden damit den Wunsch, daß ihre Mühe durch welche auf eine Dienstzeit von fünf bis zu zehn Jahren zurück- einen vollen Saal belohnt werde. bliden, bekommen 50 bis 75 M. und die noch länger Thätigen bis 100 m. Die von der Weihnachtsgratifitation ausgeschloffenen Fahrer und Schaffner, von denen viele schon nahezu drei Jahre im Betriebe thätig sind, waren begreiflicherweise sehr unzufrieden. mitteilen. Direktor Berthold Warsinski ist nicht, wie erst berichtet wurde, vor einigen Tagen in Meran verhaftet, sondern hat sich gestern, von der Reise zurückgekehrt, freiwillig der Staatsanwaltschaft gestellt und ist darauf in Haft genommen worden. " " Johannisthal. Eine wohlverdiente Abfertigung erhielten am Sonnabend vor dem Schöffengericht in Köpenick der Gemeindevorsteher Herr Schulz von Johannisthal, der Schöffe Knape und fünf Gemeindevertreter. Die Genannten hatten gegen den Baron Die Raubvogel Galerie des 8oologischen Garten& hat eine wertvolle Bereicherung durch mehrere feltene Arten aus dent Altai in rüschler von Falkenstein Strafantrag wegen Beleidigungen Süd Sibirien erfahren. Da sind zunächst zwei fübfibirische Steppenadler gestellt, welche in einer öffentlichen Versammlung gefallen sein ( Aquila mogilnik Pall.), Vögel, die dem Schelladler und Schreiabler sollen. In dieser Versammlung hatte der Gemeindevertreter Genosse ähnlich find, aber durch die länglich schrägen Nasenlöcher und bedeuten dere Mann in einem einleitenden Referat die Thätigkeit der GemeindeGröße des Körpers fich von ihnen unterscheiden. Ferner hat der Garten vertretung und des Vorstehers im besonderen einer Kritik unterzogen. durch Hagenbed zwei südsibirische Staiserabler( Aquila melanaetus Ga.) In der Diskussion ging auch der Baron von Trüßschler mit dem erhalten, etwas größere, sehr schön gezeichnete Adler mit sehr weit gespaltenem Gemeindevorsteher und dem Schöffen Knape scharf ins Gericht, Schnabel und gerade abgeschnittenem Schwanz. Der Kaiseradler ist überall namentlich kritisierte er das Verhalten der Betreffenden in der da, wo große Biesel- Kolonien vorhanden sind, sehr häufig und zeigt gerade kanalisationsfrage. Die Folge hiervon war ein Straf im Gebiet des Altai ein ziemlich feces Wesen. Der Steppenadler lebt ähnDer Einbrecher Hamann. Wegen Straßenraubs in wieder- lich wie unser deutscher Schreiadler. antrag der Genannten wegen Beleidigung. Der Gemeindevorsteher Holten Fällen wird sich der berüchtigte Einbrecher Karl Hamann aus sagte aus: Herr v. Trüßichler erklärte mich für unfähig zum Fichtenau zu verantworten haben, der mit seiner Ehefrau in der schiedenen Abteilungen, von den Häusern der Warmblüter bis zu den Becken Das Berliner Aquarium hat während der letzten Tage feine ver: Amt eines Gemeindevorstehers, ich käme ihm vor wie der Kaiser vergangenen Woche in Haft genommen wurde. Anfang August d. J. der niederen, ben Uebergang zum Pflanzenreich vermittelnden Tierwelt, von China und mein Freund, der Meister Knape, wie die wurde eine Frau Sichling aus Rahnsdorf auf dem Wege vom Bahn- burch neue und feltene Arten und Gattungen der Tiere ergänzen können. Kaiſerin von China, und das kann ich mir doch nicht hof nach Rahnsdorf in der Nacht überfallen und ihrer Barschaft Der Hauptteil tommt der Sammlung der Meeresfische zu gute, der nicht gefallen lassen. Der Zeuge Knape bekundete ähnliches, verweigerte beraubt. Als der Räuber kann nur der verhaftete Hamann in weniger als 18 Arten zugeführt wurden. Infolge glücklicher Fänge der aber auf einige weitere Fragen die Antwort. Nach Vernehmung von Betracht kommen, wenn er bislang diese That auch noch so hartnäckig Adria- Station Rovigno wurde die höchst merkwürdige Ordnung der Quer: zwei Entlastungszeugen, des Schöffen Mitsching und des Droguisten ableugnet; weiter ist Hamann bei seiner legten Vorführung von der mäuler, welche die Hai- und Rochenfische umfaßt, um die Vertreter fünf Stockhausen, wurde die Beweisaufnahme geschlossen. Der AmtsKriminalpolizei überführt worden, in der Nacht zum 4. August verschiedener Gattungen vermehrt. anwalt beantragte die Freisprechung des Angeklagten, der d. Js. den Gärtner Martin G. im Tiergarten zu Berlin, Feuerbericht. Montagabend 6 Uhr wurde ein großes Lösch Verteidiger, Rechtsanwalt Preuß, schloß sich diesem Antrag an als er dort auf einer Bank eingeschlafen war, überfallen und seiner aufgebot nach Neue Jakobfir. 8 gerufen, das aber bis auf einen und forderte die Erstattung der baren Auslagen für den AnUhr mit Kette gewaltsam beraubt zu haben. Als Leichenfledderer Zug bald wieder abrücken konnte. Im Maschinenraum einer geklagten. Nach längerer Beratung sprach der Gerichtshof den Anmuß Hamann nach dem bisherigen Ergebnisse der Untersuchung eine Badeanstalt war ein großer Haufe Kohlen in Brand geraten, geklagten kostenlos frei: Dem Antrag der Verteidigung auf Erumfassende Thätigkeit in Berlin und den Vororten entwickelt haben. der zwar bald abgelöscht wurde, doch mußte der ganze Haufe ftattung der baren Auslagen wurde indes nicht stattgegeben. Wenn Juwieweit seine Frau auch an diesen nächtlichen Raubzügen be- umgeschaufelt werden. Vorher waren Langestr. 102 und Born- nun auch der Ausgang des Prozesses allgemein befriedigt, so trifft teiligt gewesen ist, wird noch festzustellen sein. Wie schon gemeldet, dorferstr. 8 Zimmerbrände zu beseitigen, die Möbel beschädigten. dies auf die Beweisaufnahme nicht zu, da durch eine ausgedehnte find es bisher 60 Einbruchsdiebstähle, die Hamann mit seiner Frau Chausseestraße wurden Korkmaterialien eingeäschert. Am Beweisaufnahme dem Herrn v. Trüßschler die Gelegenheit zur Ergemeinsam ausgeführt hatten. Diese Zahl wird aber noch steigen, Sonntag hatte die Wehr längere Zeit zu thun, um Liefenſtr. 4 in bringung des Wahrheitsbeweises für seine Behauptung gegeben worden denn außer Berlin hatte das Einbrecher- Ehepaar, das bis zu seiner einer Tischlerei einen Brand zu dämpfen, der Hölzer und Spähne wäre, wodurch dann am Ende ein für die Gemeinde vorteilhafter Verhaftung auf großem Fuße zu leben verstand, noch Charlotten: ergriffen hatte. Die Gefahr konnte noch beseitigt werden, bevor die Wechsel in den leitenden Personen ermöglicht worden wäre. burg, Schöneberg, Potsdam, Nigdorf und Nummeisburg besonders Flammen die in der Nähe lagernden großen Holzvorräte ergriffen. start heimgesucht. ablaufen Aus den Nachbarorten. Ein furchtbares Brandunglück hat in der Nacht zum 23. Dezember das Dorf Hohenbruch im Kreise Niederbarnim, Vom Mietswucher. Eine nette Weihnachtsfreude hat der Innahe bei Oranienburg, heimgesucht. Gegen 4 Uhr morgens brach haber eines bekannten Cafés im fleinen Tiergarten, der neben seinem in einem Arbeiterwohnhause, das zur Befizung des Landwirts Carl Lotal ein start bewohntes Haus befißt, seinen Mietern bereitet. Am tümlichen socialpolitischen Standpunkt entwickelte vor wenigen Tagen griff, daß drei Personen den Flammentod fanden und zwei andre Keine Wohnungsuot in Schöneberg? Einen recht eigen- Johow gehört, Feuer aus, das mit solcher Geschwindigkeit um fich Sonnabend erhielten sämtliche Mieter, deren Verträge am 1. April in dem Haus- und Grundbefizer Verein Schönebergs der Herr Personen anscheinend lebensgefährlich verletzt wurden. Bis zur Un und das sind fast alle den bekannten Einschreibebrief, in denen ihnen angezeigt wurde, daß sie sich eine Miets- Stadtverordneten- Vorsteher Gustav Müller, jedenfalls, wie wir fenntlichkeit verbrannt sind der Arbeiter Polinsky, dessen Mutter und steigerung gefallen lassen oder am 1. April ziehen müßten. Die gleich hervorheben möchten, in seiner Eigenschaft als Vorsitzender sein ein Jahr altes Kind. Die schwer Verlegten find eine Witwe Steigerungen betragen bei den größeren Wohnungen des tommunalen Aufgaben im kommenden Jahre, fam er auf die Wohnungs- wird gezweifelt. Nach einer Stizzierung der wichtigsten Schulz und deren 14 jähriger Sohn; an dem Aufkommen der ersteren Borderhauses 100 m., bei den winzig kleinen Hofwohnungen verhältnisse zu sprechen, wobei er folgenden Gedankengang entwickelte: durchweg 60 M. pro Jahr. Eine arme alte Witwe, die bisher nur unter den äußersten Entbehrungen die Mieten Schöneberg gäbe es keine Wohnungsnot. Sollte sie eintreten, so würde er zu ihrer Beseitigung nicht einen zusammenbringen konnte, muß jezt statt 19 M. 25 M. Pfennig bewilligen. Es sei Sache des Staats, dafür zu pro Monat zahlen. Die Gesamtsteigerungen betragen nahe an 1000 M., so daß sich der Verkaufswert des Hauses mit einem Feder- sorgen, daß seine Arbeiter, welche einen Lohn von nur 2 Mart erstrich um 15-20 000 m. erhöht hat. Dabei hat der freundliche halten, Wohnung finden. Wirt eine Wohnung auf den Hofe als Laboratorium an einen in Schöneberg eine Wohnungsnot vorhanden ist und daß daher vor Für die Arbeiterschaft unsrer Nachbarstadt ist es klar, daß auch*) Noggen, gut Chemiker vermietet, der mit Tiertadavern experimentiert, die zum allen Dingen die Vertreter der Bürgerschaft verpflichtet) Gerfte, gut Himmel stinten, so daß alle Hofwohnungen verpestet werden und die find, für eine Linderung bei Zeiten Sorge zu tragen. Dieser Pflicht Polizei schon wiederholt um Hilfe angegangen werden mußte. kann sich auch der Herr Stadtverordneten- Vorsteher Müller nicht entziehen, will er seinen so oft betonten Standpuntt, stets für das t) Bafer, gut mittel Interesse der Allgemeinheit einzutreten", nicht verlassen. gering " " mittel " gering Marktpreise von Berlin am 22. Dezember 1900 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. Weizen, gut D.- Ctr.| 15,- 14,96 Kartoffeln, neue, D- Ctr. mittel 14,92 14,88 Rindfleisch, Keule 1 kg gering 14,84 14,80 do. Bauch Schweinefleisch 13,90 13,88 13,86 13,84 Kalbfleisch 13,82 13,80 Hammelfleisch Butter 15,40 14,70 6. 1,60 120 1,30 1 " " 1,60 1,10 1,80 " 1,60 90 2,80 2, 60 Sina 1 kg 5, 2,20 1,20 2,50 1,40 " mittel gering Linfen 14,60 13,90 Fier Karpfen 13,80 13,10 16, 15,20 Aale 15,10 14,30 Bander 14,20 13,40 6,82 6,32 Hechte Barsche 7,60 5,30 Schleie 40, 25, Bleie 45, 25, Krebse 70, 30, 2,50 1,20 2, 1, 1,60 0,80 3,- 1,20 1,40 0,70 per Scjot 12,- 2,50 Zu erschießen versuchte sich Sonntagnachmittag der Ingenieur Alf Thiene aus Christiania in einem Hotel der Dorotheenstadt. Thjene, ein Mann in den vierziger Jahren, soll sehr reich sein. Spandau. Zu einer recht heftigen Aussprache führte Richistroh Gestern nachmittag zechte er mit dem ihm befreundeten Ingenieur in der letzten Sigung der Stadtverordneten Versammlung die den St. auf seinem Binimer, ging dann auf den Abort und schoß sich Magistratsvorlage betr. Bewilligung von 1000 M. für die Ein- Erbsen eine Kugel in die linke Schläfe. Das Geschoß zerstörte auch das linke Auge. Man brachte den Schwerverwundeten in ein Kranken- richtung eines Sigungszimmers. Von allen Seiten wurde die Höhe Speisebohnen des geforderten Betrags bemängelt. Dann aber tam zur Sprache, haus, wo er gestern abend um. 111/2 Uhr seinen Verlegungen erlag. Daß erst im Mai dieses Jahrs für eine Bureau- Einrichtung"*) ab Bahn. †) frei Wagen und ab Bahn. Die Veranlassung zu dem Selbstmordversuch ist nicht bekannt, man 3000 m. bewilligt worden find, über deren Verwendung bisher Produktenmarkt am 24. Dezember. Der Getreidemarkt verkehrte bermutet sie in Familiengwist. nichts bekannt geworden ist, und daß schließlich der Magistrat heute in schwacher Tendenz auf die milder: Witterung, vermehrtes ins Daß selbst ein Weihnachtsgeschenk verhängnisvoll werden wiederum, ohne erst die Zustimmung der Stadtverordneten ländisches Warenangebot und willigere nordrussische Roggenofferten. Die fann, mußte gestern ein Arbeiter 8. erfahren. Dieser hatte längere abzuwarten, die Einrichtung ohne diese gemäß den gefaßten Be- befferen nordamerikanischen Notterungen blieben einflußlos. Weizen- und Roggenlieferungen waren auf spekulative Platzverkäufe 0,50 M. niedriger. Zeit in der Charité frant gelegen und wurde am Sonnabend entschlüssen auch nur auszuschreiben, nach außerhalb in Bestellung wet Segler Walla Walla- Weizen wurden nach hier über Barität gehandelt. laffen, um am Montag seine filberne Hochzeit zu feiern. Da er gegeben hat. Namens unsrer Fraktion erhob Genosse Rieger Safer war wenig verändert. Nüböl blieb behauptet. 70er Locospiritus burch Arbeitslosigkeit und Krankheit wirtschaftlich zurückgekommen Protest gegen eine solche Wirtschaftsmethode. Unfrem Antrage auf wurde zu 44,50. ober 10 Pf. niedriger gehandelt " III. Wahlkreis. Centralverband der Handels-, Transport- und Verkehrsarbeiter Donnerstag, den 27. Dezember( 3. Weihnachtsfeiertag), abends 6 Uhr, bei Möhring ,,, Märkischer Hof", Admiralstr. 18 c: Gemütliches Beisammensein. Eintritt inkl. Garderobe 20 f. 241/6 Deutschlands. Bureau und Arbeitsnachweis Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Telephon Amt VII No. 3348. Montag, den 31. Dezember 1900, in Louis Kellers Festsälen, Koppenstrasse 29: Adtung! IV. Wahlkreis Adtung! Gr. Silvester- Vergnügen ( Süd- Osten.) Mittwoch, den 26. Dezember 1900( 2. Weihnachtsfeiertag), im Konzerthaus Sanssouci, Kottbuserstr. 4a: Matinee veranstaltet von den Parteigenossen. verbunden mit Tanz und humoristischen Vorträgen. De Allen Freunden und Bekannten die betrübende Mitteilung, daß meine liebe Frau 17236 Anna Gohlke, geb. Baumgarten, am 20. d., 2 Uhr, nach kurzent, schwerem Leiden fanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet am 25. d., nachm. 2 Uhr, von dem Markus- Kirchhof ( Wilhelmsberg) aus statt. Der trauernde Gatte Oskar Gohlke, Grünerweg 99. Deutscher Holzarbeiter Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß [ 285/13 Billets im Vorverkauf für Herren 50 Pf., Damen 30 Pf.; an der Kasse Herren 60 Pf., Damen 40 Pf. Der Stoflege, Tischler 68/12 Anfang abends 9 Uhr. Billets sind in allen Zahlstellen zu haben. Einen recht zahlreichen Besuch der Kollegen und aller Freunde unsrer Sache erwartet Die Ortsverwaltung. Adolf Streblad Auftreten der Hoffmannschen Norddeutschen Sänger. Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. Restaur. Zum weißen Wolf mittags 3 uhr, von der Leichenhalle Kaffen Eröffnung 11 Uhr. Anfang präcise 12 Uhr. Um zahlreichen Besuch bittet Billet 30 Pf. Programm gratis. Adtung! 6. Wahlkreis. [ 215/15 Das Komitee. Achtung! Schönhauser Vorstadt. Mittwoch, den 26. Dezember 1900( 2. Weihnachtsfeiertag), in Puhlmanns Vaudeville- Theater, Schönhauser. Allee 148: Große Matinee, veranstaltet von den socialdemokrat. Parteigenossen der Schönhauser Vorstadt. Auftreten der Norddeutschen Sänger Führmann, Horst, Walde usw.( 8 Herren). Reichhaltiges Programm. Entree 30 Pf. Anfang vünftlich 12 Uhr. Bahlreiche Beteiligung erwartet Das Komitee. [ 221/ 8* Achtung! 6. Wahlkreis. Atung! Rosenthaler Vorstadt und Gesundbrunnen. Zwei grosse Matinees am Mittwoch, den 26. Dezember 1900 ( 2. Weihnachts- Feiertag). 1. In den Borussia- Sälen, Ackerstr. 6-7: [ 221/ 6* Auftreten der Norddeutschen Sänger ( Biegler, Wolff, Paulsen, Rissmann, Hohenberg und Bär.) 2. In Ballschmieders Kastanienwäldchen: Am 3. Weihnachts- Feiertag, Donnerstag, den 27. Dezember, nachmittags 5 Uhr, in Schnegelberge Festfälen( Inhaber Schindler), Hafenheide 21: Großes Weihnachts- Vergnügen mit Kinderbescherung. Billets a 25 Pf. find zu haben beim Kollegen Böttcher, Melchiorstr. 7, und bei sämtlichen Vorstandsmitgliedern. Tanz und Garderobe frei. Am 1. Weihnachts- Feiertag, nachm. 4 Uhr: I Sondervorstellung in der Urania, Taubenstr. 48/49. Auf den Wogen des Oceans. Mauerstr. 50 ( unweit der Urania). Empfehle allen Freunden und Be fannten mein neu eröffnetes Restaurant am 23. d. m. verstorben ist. Die Be erdigung findet am 26. d. M., nachdes Auferstehungs- Kirchhofs aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. mit reichhaltigem Frühſtück, Mittag Socialdemokrat. Wahlverein und Abendtisch zu fl. Preisen. Vorzügliches Weißbier, hell und dunkles Lagerbier. [ 1696b* Um geneigten Zuspruch bittet Otto Wolf, ( früher Schönhauser Alee 178). NB. Mein Lokal ist von der Urania nur einige Sekunden entfernt. „ Kreuzberger Harmonie" Harmonie" ladet Freunde und Bekannte zum Frühschoppen am 2. Feiertag, vormittags 10 Uhr, ergebenst ein. 66/12 Den Rixdorfer Kollegen zur Nachricht, daß sich die Zahlstelle vom bet Möhring, Admiralstr. 18 c, 1. Januar 1901 ab bet Babenschneider, Hermannstr. 197, befindet. Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Elysium. Landsberger Allee 40-41. Charlottenburg. Den Mitgliedern hiermit zur Nachs richt, daß am 20. Dezember unser alter Genosse Karl Engelhardt ins Jenseits verschieden ist. Die Beerdigung findet am ersten ethnachtsfeiertag, mittags 12 11ör, vom Siechenhaus Fröbelstraße aus statt. Treffpunkt bei Prill, Goethe, Ece Grollmannstraße. 250/19 Danksagung. [ 17486 Allen Freunden und Bekannten, die unfrem lieben Sohn Mag Schönauer die letzte Ehre erwiesen, namentlich der Freien Turnerschaft Nixdorf- Brit, dem Deutschen Holzarbetter- Berband sowie den Kollegen der Werkstatt Gebr. Schüße, für die rege Beteiligung und die vielen schönen Stranzspenden sagen wir hiedurch unsren herzlichsten Dant. Hugo Schönauer und Frau. Branche der Bügel- und Büstenmacher. Am 2. n. 3. Feiertag: fun to prisimen Cast Donnerstag, 27. Dez.( 3. Feiertag), bei Wilke, Andreasstr. 26: Versammlung. Tagesordnung: Vortrag des Stollegen Hofstädt. Diskussion. Ver: schiedenes. Die Kollegen der Werkstellen Heptner, Sendelstraße, Baschwitz, Seydelstraße und Bräuer, Breslauerstraße sind besonders eingeladen. Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein. Die Branchenfommission. A. Kohl. 285/12 Groke öffentliche Schuhmacher- Versammlung Auftreten von Kummers Quartett und Humoristen der in Maßgeschäften u. Besohlanſtalten besch. Schuhmacher. ( Kummer, Probst, Muhs, Wegener, Kappel, Regelsky u. Nitschke.) Entree 30 Pf, Anfang pünktlich 12 Uhr. Zahlreiches Erscheinen erwartet Das Komitee. 6. Wahlkreis. Donnerstag, den 27. Dezember( 3. Weihnachtsfeiertag), vorm. 9 Uhr, im großen Saal des Herrn Cohn, Beuthstraße 19. Gr. Ball. Anfang 5 Uhr. Entree 20 Pf. Urania Wrangelstrasse 10/11. 2. Weihnachts- Feiertag: Grosser Ball. 3. Feiertag: Weihnachts- Bescherung und Ball. Das Nähere die Anschlagsäulen. Achtung! Achtung! Danksagung. Allen Freunden, Berwandten und Bekannten, den Arbeitern der Hoppe schen Fabrit, dem Gesangverein ,, Nord", sowie den Genossen des 650. Bezirks, und Herrn Walded Manasse für die rege Beteiligung und trostreichen Worte bei der Beerdigung unfres 17526 Onkels und Bruders August Schilling fagen wir hiermit unfren aufrichtigsten Dant! Im Auftrage: Veronika Schilling. * Kohlen billiger! Qualität. 100 Stück 6 Zoll lang 7 • [ 4170 Vereine. Tages Ordnung: Mein Saal mit Parkettboden, 1. Der Krieg und seine Begleiterscheinungen. Referent: Herr David: 150 pers. nebst anschließ. Vereins- Briketts in vorzüglicher sohu. 2. Die Lohnbewegung der Schoßarbeiter zum Frühjahr 1901. zimmer, 70 Bers. fassend, ist noch an 3. Wahl einer Tariftommission für die Kollegen der Besohlanstalten. 4. Ber- mehreren Sonnabenden, Wochen und 171/4 Sonntagen zu vergeben. [ 2989 100 Zahlreichen Besuch erwartet Der Einberufer. Jeden Sonntag: Familienkränzchen. Entree und Tanz fret. Gleichzeitig empfehle vorzüg: Freitag, den 28. Dezember cr., abends 8 Uhr, in der liche Weihnachts, Mus- und Dauer: 1 Centner Nuß II Aepfel zu Engrospreisen. Wedding u. Oranienburger Vorstadt. fchiedenes. Mittwoch, den 26. Dezember 1900( 2. Weihnachtsfeiertag), im Restaurant Eisteller, Chausseestr. 88: Charlottenburg! 75 Pf. 90" 1 Ctr. von beiden Sorten 1 M. Oberschlesische Steinkohlen. 1 Scheffel Nuß II 1,20 M. 1,45 verkauft ab Play Kohlengroßhdig. Fritz Wilke, Andreasstr.26. J. Fischer, Brombergerstr. 14. Gr. Matinee. Große Bolts- Bersammlung Ballschmieders Fest- sale. Unter Mitwirkung des Blobelschen Musik- Konservatoriums, der Gesangvereine Nordwacht und Maiglöckchen, sowie des Genossen W. Kiefel Kaffeneröffnung 11 Uhr. ( Potsdam). Um zahlreichen Besuch bittet Achtung! für Männer und Frauen. Tagesordnung: 1. Die Absichten des Centrums im Reichstag mit dem eingebrachten 7 Badstrasse 16. Dienstag, den 25. Dezember( 1. Weihnachts- Feiertag): 221/7 Toleranzantrag. Referent: Reichstags Abgeordneter Fritz Zubell. Grosse Gesangs Aufführung Eintritt 30 Pf. 2. Distusfion. 3. Bericht der Vertrauensperson und Neuwahl der weiblichen Vertrauensperson. Anfang präcise 12 Uhr. Das Komitee. Achtung! Wilmersdorf. Mittwoch, den 26. Dezember( 2. Weihnachtsfeiertag), in Wittes Wolfsgarten, Berlinerstr. 40: Grosse Matinee veranstaltet vom Socialdemokratisch. Verein Wilmersdorf. Auftreten der Gesellschaft Strzelewicz. Anfang 11, Uhr. Programm 30 Pf. [ 13/1] Geschäftsführer. Konsum Verein Berlin- Nixdorf fucht zum baldmöglichsten Eintritt einen im Genossenschaftswesen erfahrenen tüchtigen Geschäftsführer. 287/15 Der Verein zählt gegenwärtig 1200 Mitglieder. Gefl. Offerten sind bis spätestens 18. Januar 1901 zu richten unter Angabe bisheriger Thätigkeit und Gehaltsansprüche an den Vorsitzenden des Aufsichtsrats Franz Baberske, Berlin SO., Grünauerstr. 15. 17396 Genossen! Da mit dem 1. Januar das neue Organisationsstatut in Kraft tritt, erscheint alle in der Versammlung. Die Vertrauensperson. Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag, 27. Dezember( 3. Feiertag), abends 7 Uhr, im Lokal ,, Englischer Garten", Alexanderstr. 27c: Vortrag des Fräulein Imle über: Karl Marx und seine Lehren. Nach dem Vortrag gemütl. Beisammensein und Tanz. 5/11 Einlass 20 Pf. inkl. Garderobe. ,, Elektra", Prinzenstraße 55. Grosser Neujahr- Eröffnungs- Kursus für Montenre am 8. Januar, abends 8 Uhr. Braktische und theoretische Ausbildung in der Elektrotechnik. Für alle Metallgewerbe Anmeldungen täglich, auch Sonntags. Prospekte gratis. veranstaltet vom Männer- Gesangverein„ Schildhorn" Dirigent: P. Kurz und unter Mitwirtung einer Künstler Kapelle. Dirigent: F. Blume, Anfang 6 Uhr. Eintritt 40 Pf. Geschäftsverlegung. Beige hierdurch an, daß ich mein ,, Restaurant zum Erlanger" von Orantenstraße 108 nach Oranienstraße 113 114 verlegt habe. Die Eröffnung meines neuen Familien- Restaurants und Cafés verbunden mit Weinhandlung erfolgt ant [ 4572 1. Feiertag, mittags 12 hr. 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Glocke in Berlin. Drud und Verlag von War Bading in Berlin. Pr. 800. 17. 2. WM Ks„Uswiirls" Kkrlmr MIKsM w«-- Das kesetz betressend die Bildung der Wählerabteilnugeu bei den Cenleindmahleu. Am 1. Januar 1901 tritt das preußische Gesetz vom 80. Juni 1900 betreffend die Bildung der Wählerabteilungen bei den Gemeinde- Wahlen in Kraft. Die Bestimmungen dieses Flickgesctzes beziehen sich auf zwei Materien. Die eine, minder wichtige, belrifft die Ein- richtung der Abstimmungsbezirke im Bereich der Städte-Ordnungen. Durch Rechtsprechung des Ober-Verwallungs- gerichts war im Gegensatz zu einer fast fünfzigjährigen Praxis in den letzten Jahren der insbesondere für größere Städte außerordentlich unpraktische Zustand geschaffen,' daß sämtliche Wähler eines Wahlbezirks, und mochten es noch so viele sein, in einem Lokale wählen mußten. Die mit diesem Wahlniodus verbundenen Unzuträglichkeiten, die Uebersüllung des Wahllokals, die Schwierigkeit, hinreichend große Wahllokale für einzelne Wahlbezirke zu finden, die Erschwerung der Ausübung des Wahlrechts besonders für diejenigen Wähler, ivelchen wenig freie Zeit zur Verfügung steht, waren krasser Art. Zudem zeigten die Berliner Arbeiier bei der Stadtverordneten- wähl im Jahre 1899, bei denen diese Wahlquälerei zum erstenmal in Berlin praktisch durchgeführt werden mußte, daß sie solcher ver- waltungsrechtlicher, die Ausübung des Wahlrechts erschwerender Hindernisse spielend Herr wurden. Dies führte selbst das preußische Abgeordnetenhaus dazu, den verwaltungsrechtlichen, vom Ober-Ver- waltungsgericht in mühsamer Arbeit gedrehten Zwirnsfaden zu be- seitigen. Nach Z 6 des angeführten Gesetzes ist der Magistrat(be- ziehentlich da, wo an Stelle des Magistrats der Bürgermeister fungiert) fortan befugt,„an Stelle oder innerhalb der Wahlbezirke, in denen je eine bestimmte Anzahl Stadtverordneter zu wählen ist, Bezirke zum Zwecke der Stimmenabgabe(Abstimmungsbezirke) zu bilden oder die Wähler in andrer Weise in Gruppen zu teilen und für jeden Abstimmungs- bezirk, beziehungsweise jede Gruppe einen eignen Wahlvorstand zu bilden.' Wichtiger ist der andre Teil des Gesetzes. Er ändert die Bil- dung der Wählerabteilungen bei den Gemeindcwahlen in denjenigen Landgemeinden und Städten, in denen die Bildung der Wühlerabteilungen für die Wahlen zur Gemeinde- Vertretung nach dem Maßstäbe direkter Steuern staltfindet. Das Gesetz bezieht sich also auf die städtischen und ländlichen Gemeinde- Vertretungen aller preußischen Landcstcile, mit Ausnahme der Provinz Hannover, des Regierungsbezirks Sigmaringen, der Städte in den Regierungsbezirken Stralsund und Schleswig, der Stadtgemeinde Frankfurt a. M. und der Landgemeinde Helgoland. Für die an- geführten Gebiete gilt nicht das Dreiklassen-Stfftcm, sondern, soweit sich dies übersehen läßt, ein von der Bildung von Wähler- abteilungen unabhängiges Gemeinde-Wahlrecht. Das Gesetz selbst und seine Wirkung ist ohne einen kurzen Rückblick auf die Geschichte des Drciklassen- Wahlrechts für die preußischen Gemeinden nicht verständlich. Das an sich un- gerechte, plutokratische Dreiklassen-Wahlrecht beruht auf dem System, daß sämtliche Wahlberechtigte nicht nach der Zahl der Wähler, sondern unter Berücksichtigung ihrer Steuerleistungen in 3 Klassen geteilt werden, deren jede ebenso viel Rechte besitzt. Werden beispiels- weise von einer Gemeinde 999 999 M. Steuern jährlich aufgebracht, werden die Wähler derart in 3 Klassen geteilt, daß jede der Klassen ebensoviel Steuern aufbringt. In die 1. Klasse rangieren die Höchst- besteuerten, die zusammen 333 333 M. zahlen, die 2. Klasse faßt die Wahlberechtigte» zusammen, die die nächst hohe Steuerstufe zahlen und zusammen 333 333 Mark aufbringen, die dritte Klasse umschließt den Rest der Wahlberechtigten. Jede dieser drei Klassen wählt eben soviel Gcmeiudevertrcter oder Stadtverordnete. Danach hat also der Wohlhabende mehr Rechte als der minder Begüterte. Als dies Dreiklaffen-Wahlsystem Eingang fand, war der Höchstbctrag der Steueni 432 Mark. Durch das Gesetz von 18b1 wurde der Höchftbetrag der Steuer auf 21 600 Mark gesteigert. DaS Gesetz vom 25. Mai 1873 beseitigte jede Maximalgrenze. Durch diese Aenderung der Steuergesetze und durch die Konzentration der Vermögen wurde die Wirkung des Dreiklassenwahl- systemS immer plutokratifcher: die Rechte der Wohlhabenden wurden vermehrt, die der Minderwohlhabenden verringert: die Zahl der Wähler I. und II. Klaffe sank, die der Wähler III. Klasse stieg fort- dauernd. Die Fälle, in denen mir ein Wähler die erste Klasse bildete und die Stadtverordneten oder Gcmeindevertreter ernannte, vermehrten sich. Zu Beginn der neunziger Jahre inaugurierte Miquel die bekannt« Steuerreform. Die Steuerreform ohne gleich- zeitige Aenderung des Wahlgesetzes mußte abermals plutok'ratisch wirken. Die Parole:„Ohne Wahlrechtsreform keine Multawlis Millionenstndic». Seit vorigem Jahr giebt Wilhelm Spohr bei I. C. C. BninS in Mtnden i. W. sein Multatuli- Werk heraus, eine Reihe ausgewählter Arbeiteu des holländischen Dichters und Denkers Eduard' Douwes (spr.: DaueS) Detter. Ich habe schon früher die ersten drei Bände enthaltend: 1. Lebensbeschreibung und Auswahl aus W. S. Werken, 2. den Roman Max Havelaar und 3. die Liebesbriefe im„Vor- wärtS' angezeigt und besprochen. Der jetzt vorliegende Band ent- hält die„Millionenstudien'; ihm soll weiter die Uebersetzueig des DramaS.Fürstenschule' folgen, dann zwei weitere Bände:„Ge- schichte des kleinen Walther', den Schluß sollen„Briefe und Dokumentarisches von Multatuli' bilden. Multatuli gehört ohne Zweifel zu den Sternen erster Größe der modernen Weltlitterawr. Ich wiederhole aus meinen Anzeigen der früher veröffentlichten Bände der Spohrschen Uebersetzung, daß er auS innerem Notdrang seines menschenliebenden Herzens, aus brennendem Mitleid mit den armen Eingeborenen der ostindischen Kolonien Hollands und aus feuriger Wahrheitsliebe und heiligen, Ingrimm über das System von Gewaltmißbrauch, Raub und Mord zum Schriftsteller ward und seinen Roman„Max Havelaar oder die Kaffeeauktionen der niederländischen Handelsgesellschaft' schrieb. Er that die? erst, nachdem alle Klagen bei den zuständigen Stellen bis zum König der Niederlande hinauf gänzlich vergebens verhallt waren. Weiter wiederhole ich, wie Multatuli nach der traurigen Erfah- rung, daß man mit dem schärfsten Stahl aus dem Filz einer ver- logenen und korrumpierten Gesellschaft keine Funken schlagen kann, der ganzen Gesellschaft, die fich die.gute' nennt, den Krieg erklärt und die meisten ihrer Einrichwngen als wurmstichig und faul an den Pranger stellte. Die.Millionenstudien' begannen 1870 als Feuilleton des Tage- blattS„Het Noorden' zu erscheinen; ihr Abdruck wurde aber ein- gestellt,„weil die Leser dieses Blatts, nach Versicherung der Redaktion, nichts davon begriffen', wie Multatuli im Borwort zu der Buch- ausgab« von 1873 mitteilt. Die geniale Mischung von Romantik und Realistik in diesem Werke macht uns dieses Philisterurteil bc- greiflich, ebenso die radikale Kritik und Satire, welche Multatuli nach allen Seiten spielen läßt.• So ist denn auch der Inhalt der.Millionenstudien' schwer kurz zu berichten. Ganz romantisch ist gleich im Eingang die prächtige Schilderung de? Kokettierens der Mosel mit dem Rheinstrom und die prächtige Natur- und Landschaftsschilderung. Politisch« satirisch wird die Geschichte, sowie der Wandrer Multatuli auf die Ruine Sonnenberg bei Wiesbaden kommt und darüber staunt,„wie dick die Mauern sein mußten, um ihn(den einstigen Erbauer der Burg) zu schützen gegen die allzu unbescheidene Liebe seiner Unterthanen". Steuerreform' wurde als unumstößliche Forderung von mehreren Parteien aufgestellt. Die Parole würde siegreich geworden sein, wenn der Forderung entsprechend gehandelt wäre. Indessen es kam anders. Tie konservative Partei des preußischen Landtags drang auf Durchführung des Teils der Steuerreform, der dem Junker, insbesondere dem ostpreußischen, Riesenvorteile ohne entsprechende Gegenleistungen verhieß und schließlich auch brachte. Insbesondere gehört dahin die Entschädigung der ehemals Reichsunmittelbaren dafür, daß sie bis dahin— st e u e r- frei geblieben waren, und die Aufhebung der Grundsteuer. Der rheinisch-westsälischen Großindustrie lag nicht ein Deut an einer Wahlrechtsreforn,— im Gegenteil, die durch die Steuerreform ohne gleichzeitige Wahlreform den reichen Schlotbaronen zugeführten Vorteile betrachteten sie als eine wohlerworbene Entschädigung für die Erhöhung der Steuern bis auf 4 Proz. und für die Minderung der Mogelciunmöglickikeit durch Einführung der Deklarationspflicht. Die ultramontane Partei lamentierte zwar gewaltig darüber, daß das Wahlrecht des Mittelstands und der Einfluß des Geldsack- Nationalliberalismus in den rheinischen Gemeinden gesteigert würde. Aber zwei Seelen wohnten wie stets in ihrer Brust. Ist doch gerade im preußischen Centrum der Einfluß der Großindustriellen und der Großgrundbesitzer ein gewaltiger. Sie verkoppelte nicht Steuer« und Wahlresonn, begnügte sich mit Bersprechungen und trug dann ein erstauntes Gesicht zur Schau, als das Herrenhaus eine Flickerei, die im Jahre 1893 dem Dreiklassen-System angesonnen wurde, kurzer Hand über den Haufen warf. Die Beharrlichkeit und Zähigkeit der preußischen Junker und die zweideutige Stellung des Centrums hatten den Reichen Befreiung von der Grundsteuer und vermehrte Rechte bescheert, den Mittelstand und die arbeitenden Klassen noch mehr entrechtet. Der im System des Dreittaffen-WahlrechtS liegende plutokratische Charakter des Dreiklassen- Wahlsystems wurde von Jahr zu Jahr sinnensälliger. Das einzige verständige Mittel, die Begünstigung der Reichen und die Entrechtung der andren Klassen der Be- völkcrung zu beseitigen, ist die Einführung des allgemeinen, gleichen direkten Wahlrechts für Preußen und für Preußens Gemeinden. Davor schaudern aber die bürgerlichen Parteien zurück. Soll doch der Landtag und die Gemeinden nicht den Interessen der Allgemein- heit, sondern der Befestigung der Macht der Wohlhabenden und deren Interessen dienen. Eine Aenderung dieses kulturschädlichen Wahlunrechts läßt sich wohl nur auf dem Wege der Reichs- Gesetzgebung herbeiführen. Preußens bürgerliche Parteien und Gesctzgebungskörper sind längst für der Allgemeinheit dienliche Reformen untauglich geivorden. Es kann daher nicht über- rasche», daß die nun zum Gesetz erhobene Wahlrechtsreform nur Pfusch- und Stückwerk ist. DaS Kunststück, ein Pferd, mit dem er in einen Sumpf geraten ist, au dem Schwanz aus dem Sumpf zu ziehen, hat bislang auch die ultramontane Partei noch nicht fertig gebracht. Auch sie wird sich bei derlei Versuchen immer niehr in den Sumpf hineinarbeiten. Ihren Wähler» wird allmälig die Lust, sie herauszuziehen, vergehen. Dafür, wie die neue Wahlrechts-Entrechtung wirke, genüge die Erinnerung an einige Zahlen. Die Gemcindewähler- Liste von Berlin wies Wahlberechtigte ans in der Im Jahre I. Abteilung II. Abteilung HI. Abteilung 1891 3555(= 1,36 Sßvoz.) 18 030(= 6,92 PtOJ.) 239 132(= 91,72 Proz.) 1893 2005(=0,69 Proz.) 12 984(= 4,47 Proz.) 275 219(= 94,84 Proz.) 1895 1469(= 0,49 Proz.) 9 372(= 3,12 Proz.) 289 973(= 96,40 Proz.) Das neue Gesetz verheißt für die größeren Gemeinden ungefähr den Stand von vor 1891 wieder herzustellen. Es unterscheidet zwischen solchen Gemeinden, welche bei der letzten Volkszählung mehr als 10(XX) Einwohner aufwiesen, und zwischen den kleineren Gemeinden. Für a lle Gemeinden, ans die das Gesetz Anwendnng findet, gelten vom 1. Januar ab folgende Vorschriften: Die Wähler werden nach den von ihnen zu entrichtenden diretten Staats-, Gemeinde«, Kreis«, Bezirks- und Provinzialsteuern in drei Abteilungen geteilt, und zivar in der Art, daß auf jede Abteilung ein Drittel der Gesamtsumnie der Stcucrbeträge aller Wähler fällt. Für jede nicht zur Staatseinkommensteuer veranlagte Person ist an Stelle dieser Steuer ein Betrag von 3 M. zum Äusatz zu dringen. Steuern, die für Grundbesitz oder Gewerbebetrieb in einer andren Gemeinde entrichtet werden, sowie Steuern für die im Umherziehen betriebenen Gewerbe sind bei Bildung der Abteilungen nicht an- zurechnen. Wo direkte Gemeindesteuern nicht erhoben werden. tritt an deren Stelle die vom Staate veranlagte Grund-, Gebäude- und Gewerbesteuer. Personen, welche vom Staate zu einer Steuer nicht veranlagt sind(die sog. Dreimark-Männer, die in kleinen Ge- meinden bislang auch hier und da in die erste und zweite Klasse ge« raten konnten), wählen stets in der dritten Abteilung. Verringert sich infolgedessen die auf die erste und zweite Abteilung entfallende Romantisch ist auch des Dichters Besuch bei dem alten deutschen Kaiser Adolf von Nassau in der Tiefe des Erdinnern, wohin ihn Fancy, sein Genius, seine Muse, seine Phantasie schleudert. Wie weiland Heinrich Heine mit dem alten Barbarossa, pflegt Multatuli politisch-philosophische Zwiesprach mit dem alten Nassauer, der den Kaiserberuf an den Nagel gehängt hat und auf Geheiß des Schicksals. Gottes, der Notwendigkeit, der Weltvernunft oder wie man sonst Logos übersetzen will')— hier Meister der Erze und Krhstalle schaffenden Gnonien und Erdgeister geworden ist. Multatuli will von dem Herrn, der sich hier kurzweg Adolf oder Meister, nicht Majestät nennen läßt, Millionär, steinreich werden, um Macht zu erlangen. Denn: „Dort oben ist nicht alles so gut, wie es unter ehrlicher An- Wendung der Gesetze der lieben Natur sein könnte. Die gütige Erde liefert Nahrung genug, und doch wird da Mangel ausgestanden von derMenschheit.... Es würde Nahrung im Ueberfluß sein, und doch haben viele nicht das Nötige. Es ist dort oben Kenntnis genug zu sammeln, und doch schwindet ein sehr großer Teil der Menschheit in greulichster Unwissenheit dahin. ES ist Stoff genug da zu allgemeiner Freude, zu Genuß, zu Glück... und doch bleiben Leid und Jammer Hauptton in der Geschichte dieses armen Menschentums.... „Ich bin fünfzig Jahre auf dieser Erde herumgeirrt und habe selbst viel gelitten(lateinisch: mult«, tuli), doch seitdem ich die Gabe empfing, mein Fühlen zu Denken zu machen und Verstand auS dem Herzen zu schöpfen, war mir nichts so bitter, wie das Anschauen des allgemeinen Elends, da« fortdauernd den Platz möglichen allgemeinen Glücks einnimnit.... „Ich suchte Macht, um gut zu thun.' Echt Multatuli! WaS er mit Reichtum und Macht anfangen will, spricht er näher aus: „Ich muß mir einen Platz kaufen in der Volksvertretung.. von dem aus ich Minister die Wahrheit hören lassen kann... einen Ministerplatz auch, um die Wahrheit Königen sagen zu können. Geld Hab ich nötig, um selbst König zu sein, damit ich daS Recht und die Macht besitze, Gutes zu thun am Volke.... Geld für Volks- bibliotheken... daß daS Volk in den Stand gesetzt würde, lesen zu lernen, eine Kunst, die noch in ihrer Kindschaft ist... Geld für die Besoldung von Lehrern in der Naturkunde, Geld für allgemeine Hygiene, Geld zum Wegräumen von Flußdeichen, dieser verfluchten Ursache von Ueberschwemmung und Hafenversandung; Geld zum Auswischen von Grenzen, Geld für Fruchtbäume längs den Wegen, Geld für den Scharfticbter—(um ihn zu pensionieren I). Geld zur Unter- stiitzung ohne Entehrung für invalide Bürger, Geld zur Be- zahlung von Arbeit derjenigen, die Arm wurden; Geld für wahre d. i. ') In einer Fußnote heißt eS:.Evangelium Johannis 1, 1 nach meinert(MuItatuliS) Uebersetzung lautend:„Im Anfang war die Vernunft, und die Vernunft war bei Gott, und die Vernunft war Gott'. Gesamtsteuer-Summe, so findet die Bildung dieser Ab- teilungen in der Art statt, daß von der verbleibenden Summe auf die erste und zweite Abteilung je die Hälfte entfällt. Demnach ändert das neue Gesetz für die meisten kleineren, unter 10 000 Einwohner zählenden Gemeinden im wesentlichen nur. daß erstens die Dreimark-Männer stets in der dritten Abteilung zu wählen haben, und daß ferner, was jetzt schon für die sieben öst- lichen Provinzen Ostpreuße», Westpreußcn. Brandenburg. Pommern, Posen. Schlesien, Sachsen Rechtens ist, sämtliche direkten Steuern den Maßstab für die Bildung der Abteilungen abgeben. Eine größere Aenderung ist für die nach der jedesmaligen letzten Volkszählung mehr als 10 000 Einwohner zählenden Gemeinde» (gleichviel, ob es städtische oder ländliche Gemeinden sind) eingeführt. Für diese Gemeinden ist das sogenannte Turchschuittsprineip ein« geführt. Danach muß jeder Wähler, dessen Steuerbetrag den Durchschnitt der auf den einzelnen Wähler treffenden Stcucrbeträge übersteigt, stets der zweiten oder ersten Abteilung zugewiesen iverden. Bei Be- rechnung des Durchschnittsbetrags sind die Wähler, welche zur Staatseinkommensteuer nicht veranlagt sind, und Ivo daS Wahlrecht an einen Einkommensteuersatz von 0 M. geknüpft ist, auch die zu diesem Satz veranlagten Wähler, sowie die Steuer, mit welcher die- selben in die Wählerliste eingetragen sind, außer Betracht zu lassen. Erhöht oder verringert sich infolgedessen die auf die erste oder zweite Abteilung entfallende Gesamtsumme, so findet die Bildung dieser beiden Abteilungen in der Art statt, daß von jener Summe auf die erste und zweite Abteilung je die Hälfte fällt. Eine höhere Abteilung darf niemals mehr Wähler zählen als die niedere. Ferner kann in Gemeinden mit über 10000 Einwohnern durch OrtSstatut noch eine Aenderung eingeführt werden. Zu diesem OrtS- ftatut ist Zustimmung von zwei Dritteln der abstimmenden Gemeinde- Vertreter und Bestätigung durch den Kreisausschuß in Landgemeinden und durch den Bezirksausschuß in Stadtgemeinden erforderlich. Das Ortsstatut kann bestimmen: 1. daß bei der Bildung der Wähler- abteilungen an Stelle des Durchschnittsbettags ein den Durchschnitt bis zur Hälfte desselben übersteigender Betrag tritt, 2. daß auf die erste Wählerabtcilung 6/i2, auf die zweite Vie und auf die dritte 3/i2 aller Stcuerbeträge fallen, eine höhere Abteilung aber nicht mehr Wähler zählen darf als eine niedere. Durch Einführung dieser ortsstatutarischen Regelung soll die Möglichkeit geschaffen werden, die kleine Wirkung des Gesetzes(durch den Zuschlag von 50 Proz.) abzuschwächen oder(durch die Zwölftelung) zu erhöhen. Welche Wirkung das neue Gesetz haben wird, mögen einige Zahlen auS den amtlichen Materialien illustrieren. Die Wähler würden in folgenden Städten auf die erste, zweite und dritte Ab- tcilung in Tausendtcilen der Einwohner verteilt werden: I. Abt. II. Abt. III. Abt. Berlin: Nach den Wählerlisten 1831..... 2,25 11,42 151,40 „ dem Zustand von 1899..... 0,57 5,01 181,34 . dem künftigen Durchschnittsprincip. 1,21 17,43 168,29 . der Zwölftelung....... 1,13 7,82 177,98 . dem 50 Proz. Zuschlag..... 1,10 13,94 171,88 Magdeburg: Nach den Wählerlisten 1891... �. 2,22 10,67 93,58 . dem Zustand von 1839..... 1,20 7,02 98,06 . dem künftigen Durchschnittsprincip. 1,95 15,75 88,57 „ der Zwölftelung....... 2,11 10,60 93,56 . dem 50 Proz. Zuschlag..... 1,64 11,51 93,12 Düsseldorf: Nach den Wählerlisten 1891...:. 2,62 9,37 42,10 „ dem Zustand von 1839..... 1,10 6,71 86,98 „ dem künftigen Durchschnittsprincip. 1,82 15,19 77,73 . der Zwölftelung....... 1,94 10,18 82,66 , dem 50 Proz. Zuschlag..... 1,64 11,51 93,12 Brandenburg: Nach den Wählerlisten 1891..... 3,91 12,24 76,76 „ dem Zustand von 1839..... 0,63 6,68 75,87 , dem künftigen Durchschnittsprincip. 1,12 13,54 68,52 , der Zwölftelung....... 1,31 10,28 71,58 „ dem 50 Proz. Zuschlag..... 0,84 9,18 73,16 Das neue Quacksalbergesetzlein wird also im großen und ganzen in den größeren Städten die Zahl der Wähler der 2. Klasse etwas vermehren, die der 3. Klasse etwas vermindern. Einer Reihe von Ministern, Hauseigentümern. Beamten wird die Gelegenheit genommen, das Wahlrecht der dritten Klasse zu beengen. In den ersten Jahren der Geltung des Gesetzes werden also die minder wohlhabenden Klassen eine außerordentlich geringfügige Besserung erfahren, die der arbeitenden Klasse ihren Wahlkampf insbesondere bei Stichwahlen hier und da, so auch in Berlin, erleichtern wird. Im übrigen: Bliw et ar es was! veredelnde Kunst, Geld für Gesittung, Geld für Genuß, Geld für Glück, Geld für Tugend. So viel Geld, daß, nachdem ich dies alles und noch mehr gethan hatte, noch etwas übrig wäre, um meine liebe Familie vor Elend zu slbiitzen...' Diese gewünschten Reichtümer will der Dichter durch Spiel am Roulett zu Wiesbaden gewinnen, nachdem er von dem Gnomen die Wahrscheinlichkeitsrechnung und den Zusammenhang aller Dinge gelernt und das rechte, allsiegende Gewinnsystem darauf bc- gründet hat. Multatuli selbst hatte in tiefster Not im Winter 1865/66 ein paar Wochen lang, in Hamburg spielend. Glück gehabt, das freilich dann umschlug und ihm, dem leidenschaftlichen Freund der Mathemathik, die Lehre gab, daß es ein allzeit zuverlälsigcs Sieg- und Gewinnsystem nicht giebt. Der Theorie des Spiels ist denn auch ein großer Teil der.Millionenstudien" gewidmet. Am interessantesten waren mir die geschichtsphilosophisch-politisch» satirischen Unterhaltungen des Dichters mit dem„Unter der Erde- Kaiser" Adolf von Nassau, zur Zeit im Auftrag des Logos Meister der Gnomen im Erdinnern. Uns Deutsche interessieren am meisten die Bezugnahmen auf das glorreiche Jahr 1866 unsrer neuesten Ge« schichte. Diesbezüglich heißt es einmal: „Ich gebe ohne Preiserhöhung diese« Feuilleton?... die Auf« lösung der Annexionspolitik: die ganze Echauffierung von 1666 hatte keinen andern Zweck, als„civilversorgungSberechttgten" preußischen Unteroffizieren zu einem Aenttchen zu verheffen. Man jagt einen König oder Herzog, davon, nimmt daS Land, kauft die alten Türme, läßt sie mit Gips ausschmieren und weißen, setzt einen verfloffenen Sergeanten hinein, et lo tour est k»it(und die Geschichte ist fettig!)* An andrer Stelle legt Multawli Adolf v. Nassau eine andre Erklärung von 66 in den Mund. Da heißt es: Nassau sei„meist- bietend' zugeschlagen worden durch Logos(Gott, Weltvernunft, Schicksal),„der es nicht verttagen konnte, daß sie da Herzog spielten und nicht Herzog(Heeranführer, erster in Waffen) waren, als es darauf ankam, es der wirklichen Bedeutimg nach zu sein. Wie! Seit Jahrhunderten dynastierten sie und ließen sich behand- küssen und beHoheiten und bedurchlauchten und bedomünen l Und sie ließen fechten... und das Volk focht! Und wenn sie wieder fechten ließen... focht das Volk und blutete. Und wieder wurde gefochten, und das Volk, fechtend und blutend, bezahlte. Und wenn sie heirateten— mit'ner Cousine stets I— zahlte das Volk für Würzereien und Morgengabe. Und wenn eine Cousine im Wochen» bctt lag. genesen von einem Prinzlein, dann lieferte das Volk Kindbettwein und Zinnsoldaten und Apanage. Und wenn der Landes- Herr nach etwas Abwechslung im Eheglück Verlangen kriegte, dann bezahlte das Volk Schmerzensgeld, Wittum, Ablaß und Prozeß- kosten, nicht ohne einige Aussteuer an die neue Passion, die ge- wöhnlich drei, vier Schlösser oder.Auen' nötig hatte für'n Unter- röckchen.... Und so ein Herzog zierte sich mit einer Perlen» Theater. " befonderen gesanglichen Können fragt man hier am besten nicht. I Eine Versammlung der Droschkenkutscher fand für den Doch traten bei Mia Werber die mehrmals erwähnten Mängel Südosten im Vereinshaus Südost", Waldemarstr. 75, statt. Bur Schauspielhaus. Der Compagnon", von 2'Arronge. ihres Gesangs diesmal hinter die Vorzüge Vorzüge zurüd; ihre Debatte standen die Forderungen der Kutscher: Gewährung eines Die Orestie" wurde in Berlin bekanntlich von den Studenten sympathische Organfarbe, ihre deutliche Aussprache, dazu verschließbaren Raums auf den Fuhrhöfen seitens der Fuhrherren, gegeben. Damals meinte man, daß es im Grunde die Pflicht des einige schöne Töne der höchsten Höhe und endlich die ganze sowie Vergütung der aufgewendeten Zeit für Vorstellung von Schauspielhauses sei, die unvergänglichen Schäße des Altertums aus- Lieblichkeit ihres Ausdrucks hoben sie auch diesmal, so wenig fte sich Droschten an die betreffenden Kutscher. Nachdem der Vorsitzende des zugraben. Darüber darf man sich jegt beruhigen. Das Schauspiel- vordrängte, über die Genossen hinaus. Schade, daß Emil Sonder- Vereins Berliner Droschkentutscher, Knütter, in einem einleitenden haus gräbt zwar nicht Aeschylos, aber doch L'Arronge aus. mann und Mary Hagen( die bei der Sonntagsvorstellung wohl Vortrage die Bedeutung der Innung im Lohnfuhrwerkswesen für die Aeschylos ist groß, aber schließlich ist ja auch L'Arronge nicht zu auch indisponiert war) teine für sie so ganz eigentünstlerische Angestellten erläutert hatte, erklärte auch diese Bezirksversammlung verachten und zum Spielplan des Schauspielhauses stimmt er ohne Stollen hatten. ihr volles Einverständnis mit den genannten Forderungen und Zweifel besser als der Grieche. Die Leitung hat durch die neue Gin fleines Ballett- Intermezzo von dem freilich berühmteren beauftragte den Gehilfenausschuß, dieselben dem Innungsvorstande Ausgrabung ihre fünstlerische Haltung vollkommen richtig Komponisten Leoncavallo stach nicht mur melodisch, sondern vorzulegen und energisch zu vertreten. eingeschäzt und das war schließlich δας einzig Inter ganz besonders auch durch seine Instrumentierungskunst hervor. effante des Abends. Freuen fann ich mich über das Und nun zwei Bitten an die Direktion: erstens die zum Veralte Stück von L'Arronge nicht, aufregen fann ich mich freilich zweifeln langen Baufen zu fürzen und zweitens den voraussichtlichen darüber noch weniger. Es ift ein glattes bürgerliches äußeren Erfolg dieser Novität für Werte zu benügen, die auch einen Lustspiel. Es kommt darin ein zärtlicher Schwiegerpapa vor, der inneren Erfolg verbürgen. von seiner einzigen Tochter nicht lassen will, dann ein betrunkener Hausdiener, ein vorlautes Dienstmädchen mit ostpreußischem Dialekt, ein fnifflicher verärgerter Kanzleirat usw. Ich kenne diese ehrwürdigen Lustspielherrschaften schon geraume Zeit, und so nahm ich frühzeitig Abschied. Wer sie noch nicht fennt und überflüssige Betanntschaften liebt, mag das Schauspielhaus aufsuchen. Er kommt auf seine Rechnung. E. S. Versammlungen. = SZ. willkommen. = Ge= In der Deutschen Gesellschaft für ethische Kultur wird, wie allfährlich zur Jahreswende, Herr Geheimrat Prof. Dr. Förster, Direktor der königlichen Sternwarte, einen Vortrag halten, und zwar über: meinschaftsleben und Weltanschauung". Derselbe findet am 29. Dezember, abends 81 Uhr, im Bürgersaal des Rathauses statt. Teilnahme von Gästen ist erwünscht! glieber werben nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß unser WeihnachtsBergnügen heute abend 6 Uhr in der Dresdenerstr. 46 stattfindet. Gäste willkommen. Bur Berlosung wird gebeten eine feleinigkeit mitzubringen. Die Samariter Kursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Die Mits Eingegangene Druckschriften. Rigdorf. Am 19. d. M. tagte das hiesige Gewerkschaftskartell bei Mercier, Steinmegstraße 118. Zunächst wurde über die Arbeitslosenzählung diskutiert. Die zu diesem Zwed herausgegebenen Fragebogen waren zum großen Teil beantwortet, jedoch können einige Gewerkschaften ihre Arbeitslosen nicht zählen, weil sie zur Bahlstelle Berlin gehören und infolgedessen auch die Arbeitslosenzählung von Berlin aus besorgt werden wird. Ueberhaupt war Dentscher Holzarbeiter- Verband. Mit der von der Tischler man sich darüber flar, daß eine derartige von den Gewerkschaften 8wangsinnung geplanten Einführung der sogenannten Kontrollbücher und nicht vom Staate ausgebende Zählung niemals ein genaues beschäftigte sich am 19. dieses Monats eine Vertrauens Bild der herrschenden Arbeitslosigkeit giebt. Nach einem Bericht des männer Versammlung bes Holzarbeiter Ver- Obmanns erfolgte die einstimmige Wiederwahl desselben. Den in bands. Kellers großer Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. Betschau ausständigen Metallarbeitern wurden 50 M. überwiesent. Central Theater. Troz manchen Mergers geht unsereiner Glocke begründete in einem mit Beifall aufgenommenen Referat Beim Verlesen der Präsenzliste fehlten wieder die Bäcker. immer wieder gern ins Central Theater. Es ist ja doch die Stellung, die der Verband zu dem Vorgehen der Jnnung einnehmen Landsmannschaft der Schleswig Holsteiner. Mittwoch, den unfre eigentliche Operettenbühne und allem Anschein nach maß- müsse. Schon vor einem Vierteljahr, als die Meister ihren Innungs- 26. Dezember( 2. Feiertag), abends 6 Uhr in G. Feuersteins Festfälen, Alte gebend für das Operettenrepertoire mit einem weiten geographischen verbandstag abgehalten hatten, wurden vom Holzarbeiter- Verband Jakobstr. 75, Weihnachtsfeier: Vorträge, Bescheerung, Tanz. Gäste find Umkreis sowie schließlich geeignet, den jeweiligen Stand der Operetten- die Pläne der Jnnungsmänner beraten, jedoch konnte in dieser Sache litteratur einigermaßen erkennen zu lassen. Seit Jahren schon hat es in ein Beschluß nicht gefaßt werden, weil man noch nichts Greifbares dieser Beziehung viel geleistet( im vorigen Sommer sogar durch drei hatte. Sofort nach dem Bekanntwerden des Cirkulars wurden die Berliner Sommerstationen), und es befigt eine Künstlerschar, mit Vorstände der Innung und der Freien Vereinigung zur Rede gestellt. der sich sozusagen durch alles artistische Dick und Dünn gehen In weitere Unterhandlung wurde nicht getreten, da die genannten Täßt. Boran die feine leine Spielerin von Soubrettenrollen, Borstände erklärten, daß sie in ihrem Borhaben nicht solche Absichten die herzenswarme Künstlerin Mia Werber, deren freund- verwirklichen wollten, wie sie der Holzarbeiter- Verband wittere. lich heitre Leistungen einen so tiefen Bug des Echten und Jedoch wollten sie ihren Beschluß zur Durchführung bringen. Ernsten tragen, daß sie selbst das daß sie selbst das gemeinste Operetten- Die Meinung einiger Kollegen, es feien öffentliche Versammlungen blech mit ihrem Künstlertum vergoldet. Neben ihr jetzt Gerda einzuberufen, um die Pläne der Innung zu geißeln und dagegen zu Walde, die Virtuosin des burlest Komischen, unerschöpflich in protestieren, könne fich der Verband nicht zu eigen machen; durch mimischen und tangartigen Bewegungen. Dann die gemessenere einige radikale Reden und Protestresolutionen wird dem UnternehmerDarstellerin üppiger Frauengestalten, Theresa Delma, tum noch kein Haar gekrümmt. Beschließen könne eine öffentliche die speciell in Tanzgefängen hervorragende Mary Hagen, Versammlung nichts, weil ihr die Mittel und das Gros der Kollegen die durch eine sonore Altstimme auch im Sprechen wirk- zur Durchführung der Beschlüsse fehlen. Nimmt jedoch die Organisame uise Albes. Unter den Herren wohl obenan& mil fation Stellung, so übernimmt sie gleichzeitig die Verpflichtung, die Sondermann, auch ein Virtuose der Bewegungen, der eigen von ihr gefaßten Beschlüsse zur Durchführung zu bringen. Der artige Darsteller eingebildeter Künstler; unter den übrigen trot teferent verliest dann das vom Innungsvorstand versandte Schrift eines etwas einförmig poffenhaften und derben Zuges bemerkenstück und Fragezettel. Er beleuchtete die Ziele, die die Innung durch wert Rudolf Ander mit feinen grotesten Grimassen. ihr Vorgehen erreichen will. Besonders seien die Fragebogen, durch Mag da auch das Theater des Westens in feinen welche die Unternehmer sich gegenseitig über Leistung 2c. des ArOperetten Aufführungen manche bessere Gesangsstimme und beiters unterrichten wollen, geeignet, das System der Kühnean Reinhold Wellhoff einen ganz besonders bewegungs- männer, die schwarzen Listen, auf unfren Beruf zu übertragen. gewandten Augenblicstomiter befizen; mag am Friedrich- Wilhelm- Der Referent weist sodann auf mehrere Wege hin, die man bestädtischen Theater Joseph Josephh mit feiner Darstellungskunst in fchreiten könne, um die Machenschaften der Inmung zu vereiteln. einer sonst nicht häufigen Weise eine reiche Gesangskunst und am Er begründet die einzelnen Vorschläge, führt der Versammlung vor Thaliatheater Emil Thomas eine befferer Dinge würdige Geschicklichkeit Augen wie die Situation liegt und welche Schritte jest mit Aussicht Stationen Der Mimit entfalten: jene Künstlerschar des Centraltheaters bleibt doch auf Erfolg unternommen werden können. Ihre schwarzen Pläne ein vorzüglich gestimmtes Operettenensemble- oder könnte es wenigstens werden die Innungsmeister nicht verwirklichen, dafür werden die bleiben. Denn noch viele solche Stücke wie„ Die Schöne von organisierten Kollegen forgen. New York", Burlest- Operette von Benno Jacobson mit Die Diskussionsredner sprechen sich teils für den ersten, teile für Mufit von Gustab Kerter und wir haben schließlich nur den zweiten Vorschlag des Referenten aus. Alle find sich darin wieder ein Ausstattungs- und Possentheater mehr. Bierthalbstunden einig, daß man den Unternehmern allen möglichen Widerstand ein Sammelsurium von Kostümen und Couplets, von Aufzügen und entgegensehen werde. Einige Redner find der Ansicht, daß die Auftritten und Abgängen, von Beleuchtungseffekten und Brettl- Brattiken Innung durch ihr Vorgehen bezüglich der Kontrollbücher zu sehen, gegen das ein Geschäftswert wie„ Tata- Toto" noch ein dramati- an den jezigen Arbeitsverhältnissen nichts Wesentliches ändern können. sches Meisterstück ist: das geht denn doch über die Bühnenfreiheit, die der Alles was sie einführen wollen, werde jetzt schon von den ScharfName Operette" gestattet. Eine Handlung wiederzuerzählen ist bei machern und Junungsschwärmern streng ausgeführt und die Mehrdiesem Durcheinander von Millionärsschicksalen, von Ehen im Hand- zahl der Meister werde sich nach wie vor wenig um die Beschlüsse umdrehen, von Chinesentum und Berlinertum schon gar nicht mehr der Innung fümmern. Das Hauptaugenmerk sei auf die Fragemöglich. Und die Musik zu beurteilen ist erst recht eine bogen zu richten. Nach langer eingehender Diskussion wird beschwere Sache. Sie steht großenteils beträchtlich über dem, schloffen, am Sonntag, den 30. Dezember, noch eine Vertrauenswas wir z. B. neulich im Friedrich Wilhelmstädtischen Theater männer- Bersammlung abzuhalten. Bis dahin sollen die Vertrauensvorgesezt bekamen; sie besitzt manches Barte, Graziöfe, wie z. B. männer allen Kollegen die Vorschläge unterbreiten und eine Die nächsten juristischen Sprechstunden finden am Donnerstag, das Kußlied im ersten, ein Duett und ein Lied( Du reizendes Abstimmung vornehmen. Das Resultat ist am 30. Dezember den 27. und Freitag, den 28. Dezember, von 7-9 Uhr abends, Ding") im zweiten Aft; sie hat auch manches specifisch Burleske schriftlich abzugeben. sowie am Montag, den 31. Dezember, von 3-5 1hr nachmittags und D 5 schlagen von hundert Menschen vor allem wenn sie nicht in Eisen gekleidet find. Und mit solchen fochten unsre Ritter am liebsten, fagen auch davon Eure Balladen nichts". " 1 " Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Dieg' Berlag) ist soeben bas 12. Heft des 19. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Ein König als Lodipizel. Geist in der Kunst. Unmaßgebliche Be trachtungen über die Kunstsammlungen der Pariser Weltausstellung. Bon Joachim Moll. Probleme der jüdisch- proletarischen Bewegung. Von Max Betterbaum( Lemberg).( Schluß.) Konsumvereinliches. Von Fris Litterarische Rundschau: Dr. Gerolamo Gatti, Herbert Stettin. Staatslerifon. Thomas Campanella, Der Agricoltura e Socialismo. Sonnenstaat. Feuilleton: Im Lande der Mayas. Bon Julius Schwarten.( Schluß.) V Witterungsübersicht vom 24. Dezember 1900, morgens 8 1hr. Barometers stand mm Wind= richtung Windstärke Wetter Swinembe 763 S 2bebedt Hamburg 763 2 Nebel Berlin 764 2 Nebel Frautf./m. 764 O München Wien Temp. n. G. Stationen Barometer= ftand mm Wind richtung Windstarte 3 Haparanda 743 N Wetter 66ebedt 1 bedeckt 2 bedeckt 765 Still Regen 767 SSW 1 Nebel 0 Petersburg 743 SW 1 Cort 2 Aberbeen 758 2 Baris 761 SSW 5bebedt 25eiter -2 Temp. n. T. IACO 6° E.-4° R. 10 4 Wetter- Prognose für Dienstag, den 25. Dezember 1900. Ziemlich trübe und nebelig mit geringen Niederschlägen und mäßigen südwestlichen Winden, Temperatur langsam steigend. Berliner Wetterbureau. Briefkasten der Redaktion. wie in der Ouverture und in dem Lied am Anfang des dritten Die au Holzbearbeitungsmaschinen beschäftigten Arbeiter statt. Atts. Aber zu einer eigentlichen Charakterisierung des Burlesken hielten am 20. d. M. eine außergewöhnliche Generalversammlung S. 5. 100. Fränkische Tagespost", Nünberg. erhebt sie sich nicht einmal so wie der olle„ Mikado", im Gewerkschaftshaus ab. Als einziger Punkt der Tagesordnung Hinterthür. 1. Nein. 2. Sie befinden sich zweifellos im Irrtum. Es die Hoffnung, zu einer höheren Charakteristik diefer lautete: Das Schreiben des Vorstands der Berliner Tischler- Innung ist unmöglich, daß irgend eine ortsstatutarische Bestimmung vorschreibt, daß Art durch einen neuen Reichtum wechselvoller Rhythmik zu gelangen, an feine Mitglieder. Hofmann führte in einem vortrefflichen die Gewerbe- Ordnung in ihrem§ 133a geändert werde.§ 2 des Orts: wird sofort schon in dem Tattgestampfe der Ouverture zu nichte. Referat die Absichten der Innung der Versammlung flar vor Augen statuts betreffend das Berliner Gewerbegericht bestimmt lediglich, daß Auch die ofterwähnten Anläufe früherer, sonst nicht eben be- und gab der Meinung Ausdruck, daß es den Mitgliedern unmöglich Ordnung sowie Betriebsbeamte, Werkmeister und mit höheren Dienft: als Arbeiter im Sinne des Ortsstatuts Arbeiter im Sinne der Gewerbe deutender Operetten zu einer musikalischen Dramatit, wenigstens im fei, das Verlangen der Innung zu unterschreiben. Ganz besonders leistungen betraute Angestellte anzusehen sind, deren Jahresverdienst an Dialog, fucht man hier wieder vergebens. Und was man nicht hier, sondern der§ 4: Betrag für verpfuschte Arbeit wird in Abzug gebracht, der Lohn oder Gehalt 2000 m. nicht übersteigt. Durch diese bem Gewerbe in dem Motivenschaz andrer Operetten sucht, das findet man hier gegen§ 394 des Bürgerlichen Gesetzbuche verstoße, sei ent- gerichtsnefes entsprechende Vorschrift wird lediglich die Zuständigkeit für die in einer Art wieder, für die der Ausdruck„ Reminiscenzen" noch viel ichieben abzuweisen; ebenso, daß bei Einstellung eines Arbeiters die lagen der angeführten Kategorien begründet, feineswegs irgend etwas in zu gut ist. Arbeitgeber verpflichtet sind, sich im Bureau der Tischler Zwangs- ihren Rechten geändert. Diefelbe Auskunft ist Ihnen in der juristischen Sprech Gespielt wurde von den obenerwähnten Künstlern in der bereits Innung Information einzuholen. In der Diskussion schlossen sich stunde erteilt und wurden Sie ersucht, das Erkenntnis, das Ihre Ansicht be gründen soll, doch mitzuteilen. Dies Ersuchen fann nur wieberholt werden. allgemein besprochenen Weise, wozu noch to b. Walton als tech- fämtliche Redner dem Urteil des Referenten an. Die Abstimmung Für die Betriebsbeamten, Zeichner usw. gilt§ 133a in vollem Umfang. nisch und ausdrucksvoll geschulter Pfeif Gigerl tam. Nach einem ergab, gegen 2 Stimmen, die Unterschrift zu verweigern. Allerdings giebt es auch Zeichner, Betriebsbeamte ufm., auf die§ 133a nach feinem eignen Wortlaut nicht Anwendung findet, das sind diejenigen, die schnur von Ministern, Hofräten, Geheimräten, Oberkammerräten, meisten gefochten, die einen Abschen vorm Arbeiten hatten. Fechten nur vorübergehend oder gegen Accordlohn beschäftigt werden. 3. Daz Hofmarschällen, Ceremonienmeistern, Kammerjunkern, Obergeheim- ist minder ermüdend als lange graben. Das Bearbeiten eines Arb. enthält die einzelnen Ortsstatuten deshalb nicht, weil sie für die Hofbettjunkern und das Bolt bezahlte all den fleinen Ackers erfordert mehr Anspannung als nötig ist zum Tot- Rechtsverhältnisse unerheblich sind und ihr Abbruck etwa 12 Bogen Druc erfordern würde. M. Sch., Weißensee. 1. und 2. Nein. 3. Ja. Schmud, der ihm den Hals blutig ich und wie eine R. R. 20. Spielfragen fönnen wir nicht beantworten. Hundekette. Und wenn so ein Herzog starb, heulte das Volk O. Böttcher. Wir vermögen darüber keine Auskunft zu geben. allergehorsamst und bat Gott in den Kirchen um ein bißchen Selig2. H. 273. Die neuen Fachschul Kurse beginnen Mitte Jannar. feit für solchen heimgegangenen Geheimherzog. Und wenn ein neuer Verseschuster", und die Pfaffen halten auch mit!" Das Karten zu einem fechs Abende umfassenden Kursus sind zum Preise von auf den Thron tam, dann dankte es seinem Gott für solche Gunst Schmeicheln und Kazbuckeln vor jedem, der ein Piäzchen an einer 1. in der Centralfielle für Arbeiter- Wohlfahrtseinrichtungen zu haben. und mit einer Junigkeit, als sei Erschöpfung des himmlischen Gnaden gedeckten Tafel zu vergeben hatte hat einen falschen Abel in die Ueber die Kurse geben wir in der nächsten Zeit das Erforderliche bekannt. 84. Wer in den ersten 2 Jahren nach seinem Zuzug Armenunterborns zu befürchten, der dann und wann in freigebiger Laune zwei Welt gebracht, der viel Uebles anrichtete." stügung erhält, erwirbt nicht den neuen, sondern den alten UnterstügungsHerzöge zugleich bescherte mit etwas Bürgerkrieg, die Tunke zum Doch stehe es Bürgersleuten, die sich vor dem Mammon zur wohnsiz. Wenn die betreffenden Personen also aus Sachsen hierher gezogen Schmaus. Und inzwischen, bittend, blutend, heulend, dankend, Erde niederwerfen, ganz albern, daß sie so herabfehen auf die sind und in den 14 Jahren ihres Sierseins dauernd hier unterstügt find, jo tirchend, bürgerkriegend das Volk bezahlte! Welche Aus- Anbeter des droit divin( das göttliche Mecht der Monarchen ist der sächsische Unterstützungswohnsiz geblieben. Berlin verauslagt zunächst gabe, meinst Du, war die größte? Verlust von Männlich von Gottesgnaden")." Ihr Demokraten redet stets übel von das für die Unterstützung Erforderliche und zieht es dann von der fächsischen feit, Menschsein, Charakter, Würde, gesundeni Verstand." den Fürsten, und ich gebe zu, daß darunter viele sind, die es ver- Unterstützungsgemeinde ein. Johannisthal. Das von Ihnen geschilderte Das sieht fast aus wie eine Verteidigung des 1866er Bruder- dienen. Aber liegt die Schuld nicht an den Völkern Vorgehen der Schulbehörde wäre ungefeßlich. Sprechen Sie mit der Ber friegs, ist aber nur ein Ergebnis des Sages: Was ist, muß selbst? Kannst Du Dir vorstellen, daß die Domitiane oder fügung und etwa sonst vorhandenem Material gelegentlich in der juristischen Sprechstunde vor. 5. S., Große Frankfurterstraße. 1. Ja. 2. Nein. Caracallus nur einen Monat ihre blutigen Späße hätten fort- 2. W., Schöneberg. Die Unfallversicherung tritt in Ihrem Falle In einer besonderen Schrift:„ Das Eine und Andre über Preußen segen tönnen, wenn da keine Sandlanger gewesen wären, die nicht ein. Es wird sich auch eine selage gegen den Bater des minder und Niederland" hat sich Multatuli dafür ausgesprochen, daß man ihre Befehle ausführten, teine Unterthanen, die diese jährigen Kutschers schwerlich mit Aussicht auf Erfolg anstrengen lassen. ein Bollwert gegen das eroberungsfüchtige" Preußen und seinen Sandlanger duldeten?... Wo ein Stier grafen fann, muß Sprechen Sie jedoch gelegentlich in der juristischen Sprechstunde vor, um Bismard errichten müsse. Gras gewesen sein. Neben und unter diesen Fürsten bestanden den Fall selbst in seinen Einzelheiten darzulegen. Erst dann läßt sich Ihnen M. Frese. Sie Bölter, die das Terrain bergaben, worauf tönig- fagen, ob wenigstens zu einem Klageversuch zu raten ist. licher Wahnwig sich austoben tonnte". sind durchaus torrekt vorgegangen, nur empfiehlt es sich, nochmals den Man sieht, Multatuli nimmt sich kein Blatt vor den Mund und Sicherheit dafür haben, daß der Wirt vom Verwalter in Kenntnis gefest ift. Wirt selbst aufzufordern und ihm eine Frist zu segen, ba Ste feinerlei geht aufs Ganze!" Die Reparatur laffen Sie nach fruchtloser Fristfestsetzung ausführen und ziehen den Betrag der Reparaturrechnung von der Miete ab oder klagen ben Betrag ein. 5. M. 26. 1. Nein. 2. Ja. 3. Nein. Alter Abonnent. Nicht das Vermieten, wohl aber das Gestatten vorehelichen Beiwohnens würde Gratifikation. schwere Kuppelei bestraft werden können. Ueber den geschichtskundigen Berkauf hessischer Landestinder und 3. Nein. 2. Dadurch erledigt. durch ihren Angeftammten" heißt es: Was ist schändlicher, das of hat in folchen Fällen von Fall zu Fall eine Entscheidung über Haft: entlaffung zu treffen. Bieregg. 1. und 2. Dr. Heinemann, Kronens Verkaufen selbst oder die Lahmlendigkeit, womit man sich verkaufen straße 8. 3. Die Berufungsfrist in Civilsachen beträgt einen ließ? Mit einem Kleinen Teil von der Männlichkeit, die mun gegen Monat, von Zustellung des Urteils an den Anwalt ab gerechnet. die amerikanischen Freiheitshelden angewendet wurde, hätte man Die Berufungsfrist in Strafsachen beträgt eine Woche, vom Tage des zehn Kurfürsten wegjagen tönnen." der Verkündung Urteils ab gerechnet. 23. 23. Nein. Ich habe mir bei diesem geschichtsphilosophisch- politisch- satirischen Die 12 000 Mart- Sache ist sowohl von gewerkschaftlicher wie von politischer Aufklärung Priegnit. 1. Eine solche Unterscheidung ist unmöglich. Teil des Werks ausführlichere Auszüge erlaubt, einmal, weil mir Seite für die gesamte Arbeiterklasse von Bedeutung. 2. Nein. 3. a. diese Betrachtungen eben in unsrer augenblidlichen Invalide, Taehrstraße. Ja. Zwei Wettende. Wegen Wuchers wird Gegenwart im höchsten Grabe altuell" erscheinen, mit Strafe bebroht, wer unter Ausbeutung der Notlage, des Leichtsinns und zweitens, weil sie mir geeignet erscheinen, recht deutlich oder der unerfahrenheit eines andern mit Bezug auf ein Darlehen oder auf Multatulis' erstaunliche Schärfe des kritischen Verstands und die die Stundung einer Geldforderung oder auf ein andres zweiseitiges Rechts fühne, rücksichtslose Konsequenz feines Dentens zu veranschaulichen. geschäft, welches denselben wirtschaftlichen Zweden dienen soll, fich oder Es liegt etwas von Niezicheschem Gögendämmerungsgrimm in einem Dritten Vermögensvorteile versprechen oder gewähren läßt, welche ben diesen Darlegungen des holländischen Dichter Denters, und er verbie Vermögensvorteile in auffälligem Mißverhältnis zu der Leistung stehen, üblichen Binsfuß dergestalt übersteigen, daß nach den Umständen des Falls dient in hohem Grad auch in Deutschland heimisch und bekannt zu Eine Bucherangebots- Annonce fann als Wucherverfuch betrachtet werben. werden, wozu die treffliche Spohrsche Uebersetzung mächtig beitragen April 1901. Das von Ihnen angedeutete Recht würde als chitanöfer dürfte. Spartacus, Mißbrauch eines Rechts aufgefaßt werden und zum Schadensersatz verpflichten. sein! Adolf schließt seine" Monarchologie"( Lehre von den Monarchen) mit der Sentenz: Logos( die Weltvernunft, das Schicksal, die Not wendigkeit, Gott oder wie man es sonst übersetzen mag) gab den Menschen so viel schlechte Fürsten, weil sie die guten nicht verdienten. Wenn die Menschen selbst etwas mehr taugten, hätten sie überhaupt feine Könige nötig, aber so weit seid Ihr noch lange nicht. Also beffert Euch!" Die patriotische und humanisierte Kriegspolitik der Neuzeit er scheint Multatuli eine Halbheit und ein Unding: Sei, was du bist, König, Dieb, Annettierer, fei Autor, in Gottes Namen, wenn es sein muß; aber: fei, was Dubist! Das Halbmartern, das Beinahtotkneifen, das Anstandskleid der Brutalität, das ist mir zuwider. Freundlich reden und brutal handeln, ist sittlich ungereimt, ist Schlecht."*) Juteressant sind die geschichtsphilosophischen Expektorationen des geheimen Kaisers" über Entstehung des Adels, der Monarchie und über das Rittertum. Die hochgeborene Ritterschaft des Mittelalters erklärt der gute Kaiser Adolf für eine feige, gemeine, rohe und also un ritterliche Banditengesellschaft". An andrer Stelle belehrt Kaiser Adolf seinen Gast folgendermaßen: Es wurde zu allen Zeiten von denen am *) Ich kann mir nicht helfen dagegen, daß mir, während ich dies schreibe, die Reichstags- Verhandlungen vom 20. November d. J. fort während in den Ohren klingen. " Ihr meint zu Unrecht, daß Politik hauptsächlich besteht im Studium von Gefeßen und Regierungssystemen. Bessert Euch selbst, dann wird kein verkehrtes Gesez, tein mangelhaftes System standhalten.... " d als 2 Wettende. 1. Der Gerichts Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, 25. Dezember. Freie Volksbühne. Carl WeißTheater. 7. Abteilung( weiße Karten). Ueber unsre Kraft. ( II. Teil.) Anfang 22 Uhr. Mittwoch: Carl Weiß- Theater. I. Abteilung( rote Karten): Lumpacivagabundus. 23 Uhr. Opernhaus. 71 Uhr. Lohengrin. Anfang Mittwoch: Der Barbier von Bag: dad. Die roten Schuhe. Donnerstag: Die Meistersinger von Nürnberg. Schauspielhaus. Agnes Bernauer. Anfang 72 Uhr. Mittwoch: Der Compagnon. Donnerstag: lingen. Der wilde Reut Neues Opern Theater( Kroll). Faust Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Wie Klein- Else das Christkind suchen ging. Mittwoch: Narziß. Nachm. 3 Uhr: Wie Klein- Else das Christkind suchen ging. Donnerstag: Die Fledermaus. Nachm. 3 Uhr: Wie Klein- Else da Christkind suchen ging. Apollo. Specialitäten- Borstellung. Fräulein Loreley. Anf. 71/2 Uhr. Mittwoch: Dieselbe Vorstellung. Donnerstag: Dieselbe Vorstellung. Palast. Specialitäten: Borstellung. Der Säugling. Anfang 72 Uhr. Mittwoch: Dieselbe Vorstellung. Donnerstag: Dieselbe Vorstellung. RANIA** Taubenstr. 48/49. Im Theater Dienstagabend 8 Uhr: Reichshallen. Stettiner Sänger. Auf den Wogen des Oceans. Anfang 8 Uhr. Invalidenstr. 57/62: Passage Panoptikum. Speciali- ,, Die Weltausstellung in V A Anfang täten D Vorstellung. nachmittags 3 Uhr. Mittwoch: Dieselbe Vorstellung. Donnerstag: Dieselbe Vorstellung. Urania. Zaubenstr. 48/49.( m ,, Die Theatersaal) Abends 8 Uhr: Auf den Wogen des Oceans". Mittwoch: Dieselbe Vorstellung. Donnerstag: Dieselbe Vorstellung. Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Paris". Mittwochabend 8 Uhr: Anfden Wogen des Oceans. Invalidenstr. 57/62: Weltausstellung in Paris." Donnerstagabend 8 Uhr: Auf den Wegen des Oceans. Invalidenstr. 57/62: Von Schantung bis Peking. Invalidenstr. 57/62. Abends 8 Uhr:„ Weltausstellung Tägl. Sternwarte. in Paris." Mittwoch: Dieselbe Vorstellung. Donnerstag:" Von Schantung bis Beting". Nachmittags 5-10 Uhr. Edhiller Theater Berliner Aquarium ( Wallner Theater). Dienstag, nach m. 3 Uhr: Ephraims Breite. Schauspiel in 5 Att. v.Karl Hauptmann. Dienstag, abends 8 Uhr: Die Ehre. Unter den Linden 68 a. Eingang Schadowstr. 14. Am 1., 2. und 3. Weihnachtsfeiertag Eintrittspreis: 50 Pf. Cirkus Preie Volksbühne. Schumann. Heute am 1. Weihnachts- Feiertag im Carl Weiss- Theater VII. Abteilung, Unachmittags 2½ Uhr: Ueber unsre Kraft.( II. Teil.) Am zweiten Feiertag, Mittwoch, 26. Dezember, 2% Uhr, im Carl Weiss- Theater: L., Abteilung: Lumpacivagabundus. II. III. 37 17 Sonntag, den 30. Dezember. Dienstag, den 1. Januar 1901. Lumpacivagabundus. E Im Lessing- Theater sind während der Weihnachtsfeiertage keine Vereins- Vorstellungen. Die Mitglieder sind verpflichtet, pünktlich zu erscheinen und dürfen nur die Vorstellung ihrer Abteilung besuchen. Nachzügler haben kein Anrecht auf einen Platz im Theater. 235/ 6* Achtung! Ordner! Montag, 31. Dezember, abends 81/2 Uhr, findet im Restaurant von Sticher, Dresdenerstrasse 119, ein gemütliches Silvester- Vergnügen statt ,, zu welchem die Ordner mit ihren Angehörigen eingeladen sind. Der Vorstand, I. A.: G. Winkler. Reichhaltigste Ausstellung Max Kliems Festsäle Schauspiel in 3 Atten v. H. Sudermann. der Welt an lebenden Seetieren, Mittwoch, nach m. 3 Uhr: Deutsches. Michael Kramer. An: So fang 7 Uhr. Nachm. 22 Uhr: Die versunkene Glode. Mittwoch: Michael Kramer. Nachm. 22 Uhr: fandidat. Der Probe: Donnerstag: Rosenmontag. Nachm. 21/2 Uhr: Faust. Leffing. Flachsmann als Erzieher. Anfang 7/2 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Ehre. Mittwoch: Flachsmann als Er: zieher. Nachm. 3 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Donnerstag: Flachsmann als Erzieher. Berliner. Ueber unsre Straft. Anfang 7 Uhr. Nachm. 21 Uhr: Maria Stuart. Mittwoch: Die beiden Leonoren. Nachm. 22 Uhr: Die Räuber. Donnerstag: Frauenherrschaft. Nachm. 22 Uhr: Habakuk im Wetterhäuschen. Residenz. Die Dame von Maxim. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der SchlafwagenControleur. Mittwoch: Die Dame von Marim. Nachm. 3 Uhr: Fernande. Donnerstag: Die Dame von Marim. Nachm. 3 Uhr: Jugend. Neues. Liebesprobe. Hierauf: Die Die Hand. Anfang 7½ Uhr. Nachm. 3 Uhr: Im Eril." Mittwoch: Liebesprobe. Hierauf: Die Hand. Nachm. 3 Uhr: Im Eril. Donnerstag: Liebesprobe. Hierauf: Die Hand. Nachm. 3 Uhr: Im Eril. Westen. Der Bettelstudent. Anfang 7 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die weiße Dame. Mittwoch: Hoffmanns Erzählungen. Nachm. 3 Uhr: Undine. Donnerstag: Der Zigeunerbaron. Maria Stuart. Mittwoch, abends 8 Uhr: Die Welt in der man sich langweilt. Donnerstag, nach m. 3 Uhr: Die Tochter des Herrn Fabricius. Donnerstag, abends 8 Uhr: Das Glück im Winkel. Secessionsbühne. Alexanderstr. 40. Dienstag, nachmittags 3 Uhr: Der gnädige Herr. Abds. z. 25. Male: Der Leibalte. Mittwoch, nachmittags 3 Uhr: Die Bildschnitzer. Ein Heiratsantrag. Der Bär. Abends: Der Leibalte. Donnerstag, nachmittags 3 Uhr: Der gnädige Herr. Abends: Der Leibalte. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Täglich: Der Herenmeister vom Teufelsfee Berliner Sensationsstück mit Gesang in 4 Atten( 8 Bildern) von 2. Fernau. Musik von Lehner. Hierauf: Die talte Hand. Parodist. Krim.- Burleste mit Gesang in 1 Att von Carlo Blanto. Musik von Wicher. Anfang 7/2 Uhr, Am 3. Feiertag, nachm. 3½ Uhr: Kinder Vorstellung, tleine Preise: Die Veilchenprinzessin. V Reptilien etc. Passage- Theater Unter den Linden 22. -Vorstellung ( Nachmittags 3 Uhr bis abends 11 Uhr. Tägl. Auftreten The brazil Girl 2. Seebataillon 3 Compagnie 16 Nummern. Eintr.( soweit der Raum reicht) inkl. Panopticum 50Pf. CASTANS PANOPTICUM Friedrichstr. 165. Grosse WeihnachtsAusstellung! Die Trinklust" der Germanen, sensationelle plastische Gruppen aus Deutschlands Vorzeiten! Kriegstrophäen aus Transvaal. Damenkapelle Zarina. Die wilden Weiber aus Dahomey u. vieles andre mehr! Thalia Theater Palast- Theater Dresdenerstr. 72. Heute und folgende Tage: Amor von heute. Große Ausstattungspoffe mit Gefang früher Feen- Palast, Burgstr. 22. 1., 2., 3. Feiertag: Gr. Extra- Gala- Vorstellung! und Tanz in 3 Atten von J. Stren 81/2 Uhr: Roloff. Lacherfolg! 812 Uhr: Nachm. 3 ühr: Sneewittchen und felt helicer, gelmer: bie 7 Zwerge. Central. Die Schöne von New York. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Geisha. Mittwoch: Die Schöne von NewYork. Nachm. 3 Uhr: Die Geisha. Donnerstag: New York. Herren: Thomas. Der Säugling. ding, Junkermann, Paulmüller. Familienbild in 1 Att. Damen: Milton, Milani, Boje, Nickel, Stentier: Dir. Rich. Winkler. Wannovius, Wehling, Junter- Schatz. 12 Attraktions- Nummern Anfang 72 Uhr. Central- Theater Die Schöne von Dienstag, nachm. 3 Uhr, zu halb. Breifen Die Geisha. Abends 7/2 Uhr: Nachm. 3 Uhr: Die Geisha. Seceffionsbühne. Der Leibalte. Anfang 72 Uhr. Nach. 3 Uhr: Der gnädige Herr. Mittwoch: Der Leibalte. Nachm. 3 Uhr: Die Bildschnizer. Ein Heiratsantrag. Der Bär. Donnerstag: Der Leibalte. Nachm. 3 Uhr: Der gnädige Herr. Schiller. Die Ehre. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Ephraims Breite. Mittwoch: Die Welt in der man fich langweilt. Nachm. 3 Uhr: Maria Stuart. Donnerstag: Das Glück im Winkel. Die Schöne von New York. Burleste- Operette in 3 Atten v. Benno Jacobson. Musik von Gustav Kerfer. Mittwoch, nachmittags 3 Uhr, zu halben Preisen: Die Geisha. Abends 72 Uhr: Die Schöne von New York. Donnerstag, nachmittags 3 Uhr, zu halben Preisen: Die Geisha. Abends 71/2 Uhr: Die Schöne von New York. Freitag und Sonnabend: Dieselbe Vorstellung. Nachm. 3 ühr: Die Tochter bes Passage- Panopticum. Herrn Fabricius. Thalia. Amor von heute. Anfang 712 Uhr. Mittwoch: Diefelbe Borstellung. Donnerstag: Diefelbe Borstellung. Luisen. Der Roland von Berlin. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Räuber. Mittwoch: Der Roland von Berlin. Nachm. 3 Uhr: Der Kaufmann von Benedig. Donnerstag: Der Roland von Berlin. Nachm. 3 Uhr: Minna von Barnhelm. Friedrich Wilhelmstädtisches. Tata Toto. Anfang 71/2 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Obersteiger. Mittwoch: Tata: Toto. Nachm. 3 Uhr: Die Fledermaus. Donnerstag: Tata- Toto. Carl Weiß. Der Herenmeister vom Teufelssee. Hierauf: Die falte Hand oder der Prozeß ohne Ende. Anfang 8 Uhr. Mittwoch: Dieselbe Vorstellung. Donnerstag: Dieselbe Vorstellung. Berlin. Neu! China in Krao, Bindeglied zwischen Mensch und Affe. Liza, das 12jähr. Riesenmädchen. Eintritt einschließl. Theater 50 ẞf. Apollo- Theater. An den drei Weihnachtsfeiertagen um 7 Uhr: Sisters Emilia François Gerard Mile. Bresina Helene u. Emilon* Fritzi Arco Cäcilie Carola Florence Esdalle Milli Capell Der Kosmograph: Neue Bilder- Serie. Um 9 Uhr: Fräulein Loreley. Nachm. 31% Uhr: Die Veilchen Kasseneröffn. 6 Uhr. Anfang 71 Uhr. prinzeffin. Belle- Alliance. Die Baffions: Sanssouci spieler von Oberammergau. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Geigenmacher von Mittenwald. Mittwoch: Der Dorfbader. Nachm. 3 Uhr: Almenrausch und Edelweiß. Donnerstag: Der Dorfbader. An allen drei Feiertagen: Hoffmanns Nordd. Sänger. Gewähltes Programm. Eine WeihnachtsBescherung. Nachm. 3 Uhr: Der Prozeßanar. Lustige Vagabonden Metropol. Specialitätenvorstellung. usw. Nachher: TANZ. Eine tolle Nacht. Anfang 72 Uhr. Mittwoch: Dieselbe Borstellung. Donnerstag: Dieselbe Vorstellung. Anfang: 1. Feiertag 7 Uhr, 2. Fetertag 6/2 Uhr, 3. Feiertag 7 Uhr. I. Rangs. Hasenheide 13-15. Im neuen Geftfaat Gr. Militär- Streich- Konzert. Jeden Sonntag: Anfang 6 Uhr. An den 3 Weihnachtsfeiertagen, Dienstag, den 25., Mittwoch, den 26., und Donnerstag, den 27. Dezember: Je 2 2 große aukerordentl. GalaFest- Borstellungen, nachm. 3 Uhr und abends 7 Uhr. In beiden Vorstellungen: Auftreten der besten Kunstträfte, Damen und Herren in ihren Glanzleistungen, somie Vorführung der anerkannt unerreicht dastehenden Original- Schul: und Freiheitsdreffuren des Direktors Albert Schumann. In beiden Vorstellungen gleich reichhaltiges ab wechselndes Programm. Auftreten fämtl. neu engagierten Specialitäten u. Neue Debuts. An allen 3 Feiertagen in den Nach mittags- Vorstellungen z. Schluß: Neu! Neu! Extra einstudiert: Das Märchen von Goliath und David in 3 Atten, dargestellt von 150 Kindern und dem übrigen Personal, glänzende Balletts von 120 Damen. Ein studiert vom Ballettmeister Pratest, auf das glänzendste insceniert vom Direktor Alb. Schumann. Reizende Miniatur- Equipagen. Turniere, dargestellt von Kindern 2c. Kostüme u. Requisiten sind von der Firma Hugo Baruch u. Co., Hoflieferanten Seiner Majestät des Kaisers und Königs. Nach dem Konzert: Kränzchen. In den alten Sälen von 4 Uhr ab: Ball. An aften 3 Feiertagen Ein Kind frei Jeden Donnerstag: Norddeutsche Sänger. ( Bimmermann, Steinhardt, Stangenberg 2c.) Anfang 7 Uhr. Empfehle meine Säle, 1200, 1010 und 560 Personen fassend, Vereinen und Gesellschaften. Max Kliem. [ 463L*] Wo amüsiert man sich grossartig? Hasenhelde 21 und Jahnstr. 8 in Schnegelsbergs Festsälen, Inb.: Max Schindler.- Telephon: Amt IV Nr. 1132. Heute: Grosser Ball, als Specialität:* Cigarren- und echten Weichselspitzen- Regen verbunden mit Schlangen- u. Bonbon- Regen u. diversen Ueberraschungen. Täglich: Specialitäten Vorstellung. Entree frei. Montag, den 31. Dezember: Großer Silvester- Ball!!! Um 12 Uhr: Einzug der Prinzessin Karneval und deren Hofdamen auf einem Ponny- Gespann. Verteilung von Präsenten! Entree frei! M. Schindler. Entree fret! Meinen werten Gästen zur gefälligen Kenntnißnahme, daß vom 1. Januar ab außer Sonntag und Mittwoch auch Donnerstag [ 57419* großer Ball stattfindet. Cirkus Renz- Konzert- Tunnel Wochentags 7 Uhr. Karlstrasse. Nur erstklassige Sonntags 5 Uhr. Specialitäten. Direktion: J. M. Hütt. Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Lanz ohne Nachzahlung. W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Am ersten Weihnachts- Feiertag: König Allgold Original- Schauspiel in vier Aufzügen ober: Die drei Thränen. von Rud. Kneisel. Am zweiten Weihnachts Feiertag: Die Ehrenfarten haben bis inklusive Am Weihnachtsabend. 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Gemeindevertreter Die Konferenz der socialdemokratischen Gemeindevertreter der Provinz Brandenburg tritt am Donnerstagmorgen, 10 Uhr, im Gewertschaftshaufe, Engelufer 15, zusammen. Wir heißen die Delegierten zu dieser wichtigen Zusammenkunft im Namen der Berliner Parteigenossenschaft von Herzen willkommen und sind überzeugt, daß die Konferenz sich ihrer Aufgaben im vollen Maße gewachsen zeigen wird. weiterer Abzug von 15 Prozent auf neue Feilen be- Werkzeugen in erheblichem Maße besteht, find eigete Schutzgerüste anzubringen. fchloffen ist. Da Herr Stohn für die am 22. cr. bei ihm austretenden Sind die letzteren lediglich zum Schuße der unterhalb arbeitenden Arbeiter bereits Erfaz gefunden hat, so verbittet er sich hiermit Personen, dagegen nicht für den Verkehr von solchen bestimmt, so jeden weiteren Besuch der diesbezüglichen Kommission der Sektion sollen diefelben so konstruiert werden, daß sie nicht ohne weiteres beSer Feilenhauer. treten werden können. Hochachtend! gez. H. Wildschütz. Die organisierten Arbeiter find die Antwort nicht schuldig geblieben. Friede auf Erden!" Ansland. Sicherheitsgürtel. § 17. Zur Ausführung von Arbeiten an steilen Dächern und an andern gefährlichen Gebäudestellen sind, sofern hierzu nicht genügend fichere Schutzgerüste hergestellt sind, Sicherheitsgürtel und starte Leinen vorrätig zu halten, und die Arbeiter auf den Gebrauch derselben aufmerksam zu machen. Drängender denn je treten die von der großen Masse der Bebölferung zu erhebenden Forderungen heute an die socialdemokratischen Im Antwerpener Hafen ist es leider zu Ruhestörungen geGemeindevertreter heran. Denn zwei Ereignisse haben eine un tommen. Inwieweit die Schuld den Streifenden beizumessen ist, Jm oldenburgischen Landtage tam am 18. De mittelbare Gefahr geschaffen: die Wohnungsnot und tann heute noch nicht festgestellt werden; soviel ist jedenfalls sicher, das Urteil des Ober- Verwaltungsgerichts in Bezug auf daß in jeder Versammlung seitens der Streifleiter die Mahnung gember eine Petition der baugewerblichen Arbeiter des Herzogtums Oldenburg zur Beratung. In der Petition, die der Abdie Hausbesizer. Sowohl in Berlin und seinen zahlreichen an die Ausständigen ergangen ist, sich keinen Ausschreitungen geordnete Genosse Hug eingehend begründete, wird eine Reform geordnete Genosse Hug eingehend begründete, wird eine Reform Nachbarorten als auch in der Provinz macht sich die Wohnungsnot hinzugeben. In einem Fall hat es die Polizei auch verstanden, der Baupolizei Berordnung nach der Nichtung verlangt, daß nicht solche zu vermeiden. Der Brüsseler Reform" wird darüber aus nur ein solideres Bauen garantiert wird, sondern auch Maßnahmen um so furchtbarer fühlbar, als die Geldjackmehrheit in den Gemeinde- Antwerpen gemeldet: Auf einem Glasgower Schiff wurde getroffen werden, welche Leben und Gesundheit der im Baugewerbe vertretungen entweder mit völlig verschränkten Armen dem Jammer zu- gearbeitet und aus den Reihen der Streikenden, die sich, beschäftigten Arbeiter beffer als bisher schützen. Es werden heizbare, sehen oder dort, wo sie sich den Anschein geben, einzuspringen, ihre Thätig etwa 2000 Mann start, dort eingefunden hatten, flogen einige Steine dichte Baubuden, ordentliche Aborte, sichere Gerüste usw. verlangt, teit auf lächerlich ungenügende Maßnahmen beschränken. gegen die Arbeitswilligen. Die Polizei gestattete die Absendung einer sowie die Ausübung der Kontrolle durch Arbeiter. Der Landtag Hier gilt es für unsre Parteigenossen, eine möglichst einheitliche, Deputation der Streifenden an die Arbeitenden. Diese erklärten sich nahm nach längerer Diskussion einen Antrag des Verwaltungsausenergische Aktion zu unternehmen und der von Obdachlosigkeit und nach kurzer Besprechung mit den Streikenden solidarisch und schlossen schusses an, welcher lautet: Der Landtag wolle die Petition der Wohnungswucher gepeinigten Bevölkerung zu zeigen, daß nur sich den Manifestanten an. Hier hatte also die Polizei durch ihr Staatsregierung als Material zur Benutzung bei der Aufstellung die socialdemokratische Partei, als die einzige, deren unparteiisches Verhalten, indem sie nämlich die ruhige Aus von Normalstatuten überweisen." Bemerkt sei noch, daß der sprache zwischen den Arbeitern ermöglichte, Schlimmes verhütet. Regierungskommissar im Ausschuß den Arbeiterkontrolleur zuge Interessenten aus dem Notstand feine Wucherzinsen Dagegen ist es an andren Stellen zu ernsten Ausschreitungen standen und erklärt hat, daß im Ministerium ein Normalstatut ausziehen, zu energischer Hilfe bereit ist. gekommen. Die Polizei hat es in mehreren Fällen für nötig geWie zum Hohn tritt zu dem auf das schlimmste zugespitzten funden, mit der blanken Waffe bezw. mit dem Revolver einzuschreiten. gearbeitet werde. Wohnungselend die neue Bevorrechtung hinzu, welche Auf feiten der Streifenden wie auf der der Polizei soll es eine für die Hausbefizer das bekannte Urteil des Oberverwaltungs- Anzahl Verwundete gegeben haben; ein Streifender soll einen gerichts eingeführt hat. Eine neue Stärkung erfährt der Grundbesiz Arbeitswilligen durch einen Messerstich getötet haben. Die Polizei in seiner rüdsichtslos durchgeführten Interessenwirtschaft, als ob es im Hafen ist verstärkt worden. der Ausnuzung und des Elends der ärmeren Bevölkerung nicht genug wäre. Die Entwicklung der Zustände in Rigdorf hat gezeigt, wie schwierig es für die unterdrückten Bevölkerungsschichten ist, den neuen Schlag abzuwehren und die an sich schon spärlichen Rechte fich weiter nugbar zu machen. Ein schweres Problem, vor dem unsre Parteigenossen stehen; möge es der Konferenz gelingen, trotz alledem die Interessen der Unterdrückten zu wahren! Die geschilderten Ereignisse beziehen fich auf den Sonnabend, die für Sonntag in Aussicht genommenen Manifestationen beschlossen die Streifenden nicht stattfinden zu lassen. Im übrigen droht der Streit auch auf andre Branchen überzugreifen; die Führer der hydraulischen Kräne und die der Frachtwagen beabsichtigen sich ihm anzuschließen. Die Unternehmer ihrerseits haben beschlossen, an der Weigerung festzuhalten. er Der Ausstand in Genna dauert noch fort. Der Minister, Eine Anzahl andrer Fragen, so die der Gesundheits- präsident Saracco empfing am Sonnabend zwei Delegierte der pflege und der Ausnutzung der Landgemeinde- Ordnung Ausständigen und erklärte denselben, er hätte das Dekret, durch find ebenfalls von hoher Bedeutung. Hoffentlich wird der prole- welches die Arbeitskammer in Genua aufgelöst wird, tarische Gedanke in den Kommunen allen Feinden zum Troß aufs nicht zurückgezogen, werde indessen die Bildung einer Letztere soll morgen fon= neuen Arbeitsfammer gestatten. neue durch die Konferenz gestärkt, neuen Siegen entgegengeführt! stituiert werden. Man glaubt, daß infolgedessen die Ausständigen die Arbeit wieder aufnehmen werden. Die Ausständigen Jin Gemua, Sampierdarena, Sestri und Nivarolo bewahren vollkommene Ruhe. Einer späteren Meldung zufolge ist der Streit infolge der Erlaubnis der Behörde zur Bildung einer neuen Arbeitstammer nunmehr bereits beendet. Parket- Machrichten. Sociales. Für den Achtstundentag plädierte jüngst in Görlig ein katholischer Kaplan. Er sprach in einer Versammlung des katholischen Arbeitervereins und sagte dabei nach einem Bericht des freisinnigen ,, N. Görl. Anz.": „ Er wies eingehend in populärer Darstellung die schädlichen Folgen nach, welche die übermäßige Arbeitsbauer, welche man als Raubbau bezeichnen kann, in gesundheitlicher Beziehung hat. Er tonnte seine Beweisführung auf zahlreiche Erfahrungen in der feelsorgerischen Wirksamkeit stügen, berücksichtigte in seinen Darlegungen sowohl die törperliche als auch die geistige Arbeit und kam nach einer eingehenden Erörterung des Mißbrauchs des Alkohols zu dem Endergebnis, daß das Verlangen nach einer nicht zu langen Arbeitszeit gerechtfertigt ist und daß auch der Achtſtunden- Arbeitstag für den Einzelnen und das Menschengeschlecht von Vorteil sein würde." Da die katholischen Arbeitervereine alles wollen, was ihre Kapläne wollen, jo dürfte sich auch der Verein damit einverstanden erklärt haben. Das Centrum ist bekanntlich nicht für den Achtstundentag zu haben. Kapitalistische Expropriation. Als Anwendung des Rechts des Stärkeren fomint es nach einem Artikel der St. Peterburgstija Wjedomofti" regelmäßig vor, daß Private( Stapitalisten) ohne Um Totenliste der Partet. In Karlsruhe starb nach langem, stände den Baschkiren gehöriges Land in ihren Besitz nehmen. schweren Leiden der Genosse Stefan Ihle, Tischler von Beruf. Der Er zählt eine Reihe solcher Räuber auf, nennt u. a. die UralVerstorbene war in gesunden Tagen mit einer der thätigsten und Wolgaiche metallurgische Gesellschaft, die Herren Balaschew als aufopferndsten Kämpfer in der politischen und gewerkschaftlichen ArBesizer der Ssimster Fabriken, die Juserster montanindustrielle Gesellschaft und die Aktiengesellschaft der Bjelorezker montan beiterbewegung. In seiner Gewerkschaft war Genosse Jole lange Wer Stücke Jahre mit in der Verwaltung thätig und er hat sich hier als ein Bauarbeiterschuh. Das bayrische Staatsministerium er industriellen Etablissements im Südural Gebiet. ebenso fleißiger als treuer und gewissenhafter Kämpfer erwiesen. läßt eine Verordnung über Anwendung von Schugmaßregeln für von den Ländereien der Baschkiren braucht, nimmt sie sich ohne viel Aber auch in der politischen Bewegung stand er mit in den vordersten Bauarbeiter. Es werden darin Vorschriften gegeben über Be- Federlesens. Die Baichiren werden gegen die Landräuber allerReihen. Die Parteigenossen werden ihm ein treues Andenken beschaffung von Unterkunftsräumen, Aborten, Winterfenstern und über dings vor den Gerichten klagbar und erhalten natürlich Recht.„ Aber Bis die gerichtliche Entscheidung die Coatsfeuer. Diese Vorschriften sind jedoch insofern außerordente das schreckt die Herren nicht. lich mangelhaft, als sie jede näbere Bestimmung über die Beschaffen erfolgt ist, haben die Angeklagten das Land, besonders die heit dieser Einrichtungen vollständig vermissen lassen. Dagegen Wälder exploitiert, und erreichen demnach ihren Zwed. Man werden ausführlichere Vorschriften erlassen über die Beschaffen weiß auch immer die Entscheidung des Gerichts hinzuhalten. heit der Gerüste, überhaupt in Bezug auf Unfall fällt das Urteil des Gerichts so aus, daß die eigenmächtigen Landund Walderploitatoren das an sich gerissene Eigentum gegen Zahlung berhütung. einer bestimmten Summe behalten dürfen, da die Baschkiren darauf nicht mehr reflektieren, so ist ihnen auch das ganz recht. Sie brauchen die Ländereien und zahlen gern(?) den geforderten Preis. Und das auf solche Weise erworbene Eigentum ist dann heilig. wahren. Polizeiliches, Gerichtliches usw. Einen Geistlichen und einen Kantor soll der Redacteur des Saalfelder Boltsblatt", Genosse Bietsch, beleidigt haben. Er wurde deshalb au 150 M. Geldstrafe verurteilt. Wegen Tragens einer roten Schleife bei einer Beerdigung war ein Parteigenosse in Schönebeck vom dortigen Schöffengericht zu 3 Tagen Haft verurteilt worden. Das Schöffengericht hatte in seiner Handlung groben Unfug erblickt. Das Landgericht Magdeburg sprach ihn frei. Wie das Schöffengericht zur Feststellung des groben Unfugs gekommen ist, ersieht man aus einer Stelle in der Begründung des freisprechenden Urteils des Landgerichts. Es heißt darin: ,, Nicht nur der Polizeisergeant Söder selbst will daran Anstoß genommen haben, daß der Angeklagte Schüße und dessen Genossen bei Gelegenheit einer Beerdigung durch das Tragen eines Kranzes mit roter Schleife ihrer Zugehöriteit zur Socialdemokratie Ausdrud gegeben haben, sondern auch wahrgenommen haben, daß Leute aus zur Linde nimmt an, daß die roten Schleifen beim Publikum Mergernis erregt haben, weil er bemerkt haben will, daß die Leute, wenn Kränze mit roten Schleifen angebracht wurden, die Köpfe zusammengestedt und gemurmelt haben." Wir vermuten, sie werden sich gegenseitig ihre Bewunderung über die schönen roten Schleifen zugemurmelt haben. Ob sich ernst liche Richter nicht manchmal Gedanken darüber machen, daß sie ihre tostbare Zeit mit solchen Sachen vertrödeln müssen? In Gotha sollen zwei Genossen Geldstrafen in Höhe von 12,50 M. bezahlen, weil sie den Boltskalender unentgeltlich verbreitet haben. Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. Das Es wird z. B. vorgeschrieben: detone Dermischkes. § 4. Die zum Gerüstbelag verwendeten Bretter müffen eine ihrer Belastung entsprechende Stärke haben, ferner müssen sie dicht aneinander und so gelegt werden, daß das sogenannte Wippen, das heißt Aufschnappen der Bretter vermieden wird. Alle Gerüstgeschosse find, um den Absturz von Menschen sowie das Abfallen von Bau materialien zu verhindern, mit gehörig befestigten Brustwehren und an den Bretterbelag dicht anschließenden Bordbrettern zu versehen. Das böse Beispiel von Oben. Einen Beitrag zu dem Kapitel § 5. Gegen Längens und Seitenverschiebungen der Gerüste müssen genügend starke Verschwartungen müssen genügend starte Verschwartungen- Diagonalverstrebungen- bon dem Duellunfug liefert die Münchener Aug. 8tg." Sie berichtet aus Deggendorf, 21. Dezember: Vorgestern fand zwischen angebracht werden. § 6. Die Gerüstleitern, Bäume wie Sprossen, müssen aus ge- zwei hiesigen Bäderlehrlingen ein Pistolenduell mit fundem Holz bestehen und nach ihrer Aufstellung so befestigt werden, bösem Ausgang statt. Mit geladenen Kinderpistolen traten die daß sie weder unten abrutschen, noch oben überschlagen können. Duellanten sich gegenüber. Sekundanten sollen nicht hinzugezogen Ferner müssen die Leitern den Austritt entsprechend überragen, was worden sein. Gleich nach dem ersten Kugelwechsel war der eine der eventuell durch anzubindende Stangen zu bewirken ist, und bei ver- Duellanten kampfunfähig geworden, denn es ging ihm der Schuß hältnismäßig weit von einander liegenden Gerüstetagen gegen das des Gegners in den Mund, so daß ihm zwei Zähne eingedrückt Durchbiegen und seitliche Schwanken fest, eventuell freuzweise, ab- wurden, die sich gleich dem Geschoß in das Fleisch der Zunge eingegraben hatten, von wo sie auf operativem Wege entfernt werden gesteift werden. § 7. Alle Teile des Gerüsts, das zu demselben verwendete Bindes mußten. zeug, dann die Aufzugsvorrichtungen mit ihrem Tauwerk und sonstigen Zubehör müssen in entsprechenden Zwischenräumen regelmäßig unter sucht werden. Ungleichmäßige und übermäßige Belastungen der Gerüste find unter allen Umständen zu verhindern. Den Arbeitern ist jede eigenmächtige Aenderung an den Gerüsten, das Herausnehmen von Klammern, Hölzern, das Entfernen von Schußbrettern, Dielen 2c. zu berbieten. Es ist Sorge zu tragen, daß beim Abbruch der Gerüste, Entfernen von Absteifen 2c. ein umnüges Verweilen von Arbeitern unter denselben nicht stattfindet. Lauftreppen und Steigleitern. Die Direktion des Breslauer Konsumvereins, der sich in bürgerlichen Händen befindet, hatte, wie wir bereits mitgeteilt, drei Bäckergesellen wegen ihrer Verbandsthätigkeit gemaßregelt. Breslauer Gewerkschaftsfartell hat sich nun mit dieser Angelegen-§ 11. Lauftreppen find in einer solchen Breite anzulegen, daß heit beschäftigt und folgenden Beschluß angenommen: Das fie das Ausweichen zweier Personen gestatten, und mit einem festen Gewerkschaftskartell Breslau, die Vertretung von 45 organi- Gelände zu versehen. Steigleitern müssen den Bestimmungen in fierten Berufen spricht seine Verwunderung und schärfste§ 6 entsprechen. Mißbilligung darüber aus, daß eine aus dem liberalen Zeitgeist hervorgegangene Gesellschaft, wie der Breslauer Konsumverein, dem Stoalitionsrecht der Arbeiter in so feindlicher§12. Die Deffnungen der Treppen, der Lichtschächte, Auf28eise gegenüber steht. Die Leitung des Konsumvereins, welche drei Bäckergesellen maßregelte und 17 andre dem Verbande entfremdete, hat damit bewiesen, daß sie eine Sonderstellung gegen über allen andren Konsumenten Organisationen Deutschlands ein nimmt und sich den ärgsten Scharfmachern an die Seite stellt. Bei der Gewerbegerichtswahl in Jena siegten in der Klaffe der Arbeitnehmer die Kandidaten des Gewerkschaftskartells. Der zweite Teil der Krefelder Gewerbegerichts: Wahl, die Wahl der Beifizer für die gemischten Berufe, hat auch mit einem Sieg der in den freien Gewerkschaften organisierten Arbeiter geendet. Die verbündete Koalition, Christliche. Hirsch Dundersche Gewerkvereine usw., brachten es auf 377 Stimmen, während die Liste des Gewerkschaftstartells 722 Stimmen erhielt. Abschluß und Ueberdeckung der Oeffnungen. züge 2c. in den Balfenlagen und Gewölbedecken, sowie auf Saltgruben und andre beim Verkehr der Bauarbeiter in Betracht kommende Vertiefungen der Baustelle sind mit hinreichend festem Brustgeländer einzufriedigen oder mit Brettern fest zu überdeden. Alle Baltenlagen, auf oder über welchen gearbeitet wird, müssen mit Brettern abgedeckt werden. Aufbringen der Balken. § 13. Während des Aufbringens der Balfen oder der Dachverbandhölzer hat, wenn nicht genügende Vorkehrungen zur Sicherheit getroffen sind, jede Beschäftigung unter diesen Arbeitsstellen zu ruhen. Sandstreuen. § 14. Bei Glatteis und Frostwetter müssen die Gerüstbretter, Ein Weihnachtsgeschenk! In der Düsseldorfer Feilenfabrik Treppen und Laufbahnen mit Sand bestreut werden, dasselbe muß von Stohn, Bachstraße daselbst, ist den Arbeitern ein Lohnabzug an den oberen Mauerflächen beim Aufbringen von Baltenlagen 2c. bon 10 Broz. angekündigt worden. Die Verwaltung des deutschen geschehen. Metallarbeiter- Verbands wandte sich daraufhin brieflich an Herrn St., den Lohnabzug rückgängig zu machen. Antwort erfolgte nicht von Herrn Stohn, sondern vom Verband der Feilen- Industriellen RheinLand und Westfalens: An Herrn... Hier! Abschluß nicht genügend erleuchteter Baustellen. § 15. Das Betreten von nicht genügend erleuchteten Rohbauten ist den Arbeitern nach Eintritt der Dunkelheit zu untersagen und soweit thunlich durch Abschließen der Zugänge zu verhindern. Schutzgerüfte. § 16. Bei allen Arbeiten, bei denen die Gefahr des Absturzes Auf das an Herrn Stohn hier am 20. cr. gerichtete Schreiben erwidere Ihnen, daß der Abzug beschlossen bleibt und ein beschäftigter Personen oder des Herunterfallens von Bauteilen, Mehrere Eisenbahn Unglücksfälle werden vom Sonntag gemeldet. In der Station Neubau auf der Strede Schwandorf Fürth im Wald entgleisten gestern von dem start besezten Personenzug 1116 einige Wagen. Ein Reisender wurde getötet, drei Personen wurden schwer und sechs leicht verlegt. Aerzte waren alsbald mit einer Hilfsmaschine an der Unfallstelle. Die Beschädigungen der Fahrbahn und des Geleises sind verhältnismäßig gering. Die Verkehrsstörung war um 1 Uhr behoben. Die Ursache der Entgleifung war vorzeitige Umstellung der Weichen. Auf der Strecke Amsterdam- Rheine fand bei Twello ein Zusammen stoß zweier Züge statt, bei welchem zwei Reisende getötet und einige zwanzig verwundet wurden. " Schiffsunfälle. Aus Hamburg wird vom 24. Dezember gemeldet: Der von Newport News tommende Hamburger Dampfer Milano" rannte in der letzten Nacht gegen das bei Altenbruch ankernde englische Vollschiff Biscombe Bart", von Hamburg nach Sidney bestimmt, und beschädigte dieses schwer. Die Biscombe Bart" wurde etwas leck, mußte die Anker schlippen und im Schlepptan zweier Dampfer nach Hamburg zurückkehren. Die Milano" stieß dann noch mit der etwas weiter elbaufwärts anfernden Bart Wejer", von Hamburg nach Hongkong bestimmt, zusammen; die ,, Wefer" wurde schwer leck und fant nach dreiviertel Stunden. Die Später lief Mannschaft wurde durch Boote der Milano" gerettet. der elbabwärts gehende Leither Dampfer North Star" auf das Wrack der Weser" und nahm die Laternen, den Großmast und den Besanmast der Weser" mit. Das in Malmö beheimatete Segelschiff, Sperre" ist am Freitag während eines Sturms unweit Göteborg gestrandet und gesunken. Sieben Mann sind er trunken, drei retteten sich auf eine unbewohnte kleine Insel, wo zwei gestorben sind, während der dritte heute noch lebend aufgefunden wurde. Bei der Herstellung von Fenerwerkskörpern ereignete sich Sonntag in Darmstadt in der Wohnung eines Papierwaren Sändlers eine Explosion, durch welche die ganze Wohmmg sofort in Flammen gesetzt wurde. Die Frau des Papierwaren- Händlers fand bei dem Brande den Tod, der Mann selbst, seine Schwester und ein Kind erlitten schwere Verlegungen. Der Brand wurde bald gelöscht. Diebstahl im Dom zu Trier. Telegraphisch wird gemeldet: In der letzten Nacht wurden aus dem Trierer Dom ein Kelch im Werte von 1500 M., die goldenen Fransen der Tubadecke sowie der Oberteil eines aus dem 13. Jahrhundert stammenden Bischofsstabs gestohlen. Von dem Diebe, der sich zur Ausführung der That in den Dom hatte einschließen lassen, hat man noch feine Spur. Berliner Schneider- Akademie Gegr. 1871. Don Rudolf Maurer Keine Filialen. nur Berlin W. 8, Friedrichstr. 65a. Ich mache hiermit bekannt, daß das auf beiden Berliner Gewerbe- Ausstellungen 1879 und 1896 mit der höchsten Aus: zeichnung und Krefeld 1900 mit der goldenen Medaille prämiierte Karree- System nur auf meiner Akademie gelehrt wird und werde ich jede Nachahmung strafrechtlich verfolgen. Stellennachweis fostenlos. 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