91 Nr. 21. Grscheint täglich außer Montags. Abonnements: Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 10 MT, wöchentlich 28 Pfg. frei n's Haus. Einzelne Nummer Pig. Sonntags- Nummer mit Muftr. Sonntags- Beilage, Neue Belt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 30 Mt.pro Quartal. Unter KreuzJand: Deutschland u. DesterreichAngarn 2 Mr., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. n der Post- Zeitungs- Preislifte für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts S 9. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betttzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Somund Festtagen bis 9 1hr Vormittags geöffnet. Sern fprech- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Das Wunder unserer Beit. Dienstag, den 26. Januar 1892. Expedition: Beuth- Straße 3. wäre, die Dienste der Sklaven zu leiſten, wenn jedes Werk- der Schweiz. Die Allgäuer Käſebauern scheinen unter der zeug auf Befehl oder gar den Befehl vorausahnend das Zollära gelernt zu haben, daß Schutzölle unter Umständen ihm zukommende Werk verrichten könnte, wie das der Sage auch eine sehr zweischneidige Waffe werden können. Gerade nach die Bildsäulen des Dädalus thaten, oder die dreifüßigen diese biederen Landbewohner betrieben seiner Zeit die Eine neue Stiefelpuz Maschine ist erfunden Tische des Hephästus, von denen Homer erzählt, daß sie Agitation für Erhöhung des Käsezolles mit aller Macht. und diesmal soll es eine sein, die alle Anforderungen zu aus eigenem Trieb in den Saal eingingen der Götter"" Die Agitation hatte auch Erfolg, das Endergebniß aber befriedigen im Stande ist. Die Tagesblätter find des Lobes wenn ebenso die Webschiffe selbst webten und die war eine gewaltige Steigerung der einheimischen Käsevoll über diesen neuen Fortschritt der Technik". Aber sie Schlägel der Bitherspieler von selbst die Bither schlügen, produktion und infolge dessen eine so starke Ronkurrenz, fassen die Sache schief auf, wenn sie meinen, die neue dann freilich brauchten weder die Werkmeister Gehilfen, daß die Käsepreise seitdem stets zurück gingen und die Lage Maschine würde das Entzücken aller Haus- noch die Herren Sklaven." Nun, Sie wissen Alle, das hier der kleinen Käser dadurch gegen früher fich ganz bedeutend tnechte und Dienstmädchen" sein. Sie wird geschilderte Wunder hat sich zum großen Theil verwirklicht verschlechtert hat. Der Kapitalismus hat sich auch dieses Arbeitskräfte überflüssig machen und wird manchen armen und zwar ohne die Hilfe der Götter auf die natürlichste Geschäftszweiges bemächtigt und die Kleinproduzenten haben Hausdiener in bittere Noth versetzen, namentlich in den Art von der Welt, durch Einsicht in die Naturgeseze das Nachsehen. Daß diese Umwandlung sich aber so rasch vollgroßen Hotels, wo die Maschine mit Dampf betrieben werden und Anspannung der Naturkräfte; was einst dem Weisesten zog, das haben die Allgäuer Käsebauern durch ihre unbedachte soll. Was den Menschen zum Segen werden müßte in einer der Griechen unmöglich schien, vollzieht sich täglich vor Agitation für Schutzölle selbst verschuldet. Ihr jetziger Vertreter freien sozialistischen Gesellschaft, nämlich die Ersparniß an unseren Augen." im Reichstag, der Kaufbeuerer Stadtpfarrer Landes, hat Handarbeit, das wird ein Fluch unter den Verkehrtheiten Also Johann Jacoby und er betont, daß der Erfolg denn gestern auch sein Votum für den Handelsvertrag abdes kapitalistischen Produktionssystems, wo die Produktions- noch nicht eingetreten, den sich Aristoteles von diesem gegeben und damit das Ungeschick seines Vorgängers, des mittel im Besitze einiger Weniger zur Unterdrückung der Wunder versprach, daß es auch moderne Sklaven giebt. verstorbenen Pfarrers von Maria- Brunn, Schelbert, wieder Masse dienen. Die Stiefelputzmaschine ist ein Theil dieses Wunders gut zu machen gesucht. Verhärtete Schutzöllner verbleiben Die Stiefelputz Maschine wird aber nicht nur Die bevorstehende Entwickelung der Technik wird noch weit Sagegen die elsässer und schwäbischen Spinner. Sie ließen materielles Elend mit sich bringen, sie wird auch einen größere Wunder wirken und sie hätte es ohne Zweifel durch den Vertreter für Straßburg das alte Klagelied gegen geistigen Noth st and herbeiführen und zwar bei dem schon gethan, wenn dieselbe mit dem Maße der Gemeindie Konkurrenz der ausländischen Garne wieder vortragen. bürgerlichen Gelehrtenthum vom alten Schlag überhaupt und nüßigkeit gemessen und nicht nur von dem beschränkten Was freilich den Werth dieser Klage anbetrifft, so ist sie bei den zünftigen Professoren der Nationalökonomie in Be Gesichtspunkte des bürgerlichen Erwerbs betrachtet so unbegründet wie möglich. Die deutschen Spinnereien sonderen. Für diese Herren war es doch ein bequemes würde. haben den heimischen Bedarf an feineren Garnnummern Argument gegen den Sozialismus, bei jeder Gelegenheit zu Die lästigen und unangenehmen Arbeiten lassen sich sonach noch nie zu decken vermocht und sie decken denselben auch fragen, wer denn in der sozialistischen Gesellschaft die Stiefeln bei vernünftigen Gesellschaftszuständen auf ein Minimum heute nicht. Die Herren haben zu Beginn der Schutz puzen werde. Nicht als ob die Sozialisten damit jemals reduziren und fallen Niemandem mehr lästig, wenn sie nicht zoll- Aera zwar immer behauptet, die Feinspinnerei in Verlegenheit gebracht worden wären! Aber es gelang unter übermäßiger Anstrengung behufs des Erwerbes oder liege bei uns nur deshalb darnieder, weil sie gegen die immer die Bourgeois damit aufzuregen. Pflastertreter, gegen Lohn verrichtet werden müssen. Allerdings giebt es ausländische Konkurrenz nicht aufzukommen vermöge. Werde höhere Bummler, Kouponsabschneider von Profession, in der heutigen Gesellschaft Leute, die jede Art von ein entsprechender Zoll auf seine Garne erhoben, dann, so Börsenspieler und Ausbeuter aller Art geriethen dann Arbeit fürchten und die ihre literarischen Lohnsklaven immer versicherte damals das parlamentarische Sprachrohr der immer in Furcht, sie möchten in der sozialistischen Gesell wieder anspornen, den alten Lärm darüber zu erheben, daß füddeutschen Spinner, der Exminister von Barnbühler, schaft dazu verdammt werden, Stiefeln zu puzen, und sie vielleicht ein Kaulbach und ein Makart in einer sozialistischen werden nnsere Spinnereien in furzer Zeit so weit sein, daß glauben sich doch zu Besserem berufen, obwohl sie bei ge- Gesellschaft Stiefel putzen müßten. sie die feineren Nummern selbst liefern können. Seitdem nauer Betrachtung nicht verbergen können, daß sie durch Stiefelpußen der Menschheit bessere Dienste leisten würden, als durch ihre gegenwärtige Thätigkeit. 9 Die neue Maschine hat diese Frage nunmehr aus der sind zwölf Jahre ins Land gegangen und unsere Weber Welt geschafft, und es werden ohne Zweifel eine Reihe von find in Bezug auf die feinen Garne nach wie vor noch auf technischen Verbesserungen und Erfindungen nachfolgen, die das Ausland angewiesen. Die Herren Spinner- nebenbei Bellamy läßt in seinem Zukunftsstaat die un- ebenso wie die Stiefelputz- Maschine geeignet sind, die spieß- bemerkt mit die reichsten Leute Deutschlands- haben aber angenehmen Arbeiten von der Jugend des Landes während eines bürgerlichen Legenden von einer sozialistischen Gesellschaft unter dem Schutze hoher Zölle auf grobe und feine Garne, mehrjährigen Dienstes im Arbeitsheer" besorgen, was zu zerstreuen und den Menschen immer eindringlicher zu kolossale Profite gemacht. Die Hausweber und Fabrikvielleicht der beste Gedanke seiner Utopie ist. Aber wir Gemüthe zu führen, daß erst mit der Ueberführung der arbeiter der Textilindustrie mußten sich Lohnkürzungen gewollen auch daran erinnern, was einst Johann Jacoby Produktionsmittel in den gesellschaftlichen Besitz die Grund- fallen lassen und befinden sich thatsächlich an der Hungergrenze über diesen Gegenstand gesagt hat. Es geschah dies in der lage für die wirkliche ökonomische Freiheit weil nur dadurch die künstliche Vertheuerung des HalbRede über„ Das Ziel der Arbeiterbewegung", die der seiner des Individuums gewonnen ist. " un Beit vorauseilende Denker im Jahre 1870, als er sich noch nicht formell von der bürgerlichen Demokratie losgesagt, ge halten hat. Er sprach davon, daß Aristoteles die Sklaverei für nothwendig gehalten hat, gerade wie die Bourgeois- Philosophen die ökonomische Abhängigkeit des Politische Uebersicht.umenten das Fell über die Ohren ziehen konnten. Uebrigens Arbeiters als unentbehrlich für den Bestand der Gesellschaft betrachten. Und doch", fuhr er fort, finden wir gerade Berlin, den 25. Januar. bei Aristoteles eine merkwürdige Aeußerung über die Dent Der Reichstag mußte gestern wieder Stunden lang barkeit eines Gesellschaftszustandes ohne Sklaverei. Wenn", Reden von Zollinteressenten über sich ergehen lassen. Ausagt er, ein unbeseeltes Arbeitswerkzeug im Stande laß dazu bot die zweite Lesung des Handelsvertrages mit Feuilleton. Nadbrud verboten.) Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. ( 21 fabrikates wieder ausgeglichen und die Waare für den Weltmarkt preiswürdig hergestellt werden konnte. Der Nothstand unter der Weberbevölkerung wurde also gesteigert, damit ein paar Dutzend Millionäre und Großindustrielle durch die ausländische Konkurrenz den Konwurde den Spinnern heute auch vom Bundesrathstische aus die Thatsache unter die Nase gehalten, daß sie das Vers sprechen, die Feinspinnerei zu fördern, nicht gehalten haben. Da der Vertrag zum 2. Februar fertig sein muß, so wurde gestern noch eine Abend- Sigung anberaumt. Winterquartieren der Wechselhaft; Herr Abraham Moses emporragenden Auffassungsgabe ein Mitgeschöpf zu beurtheilen Levy im Stande find. Vieles wird Ihnen aber immer ein " Jakob Moses Levy," bemerkte der Jude wie früher, Räthsel bleiben, weil Sie gern in Ihrem Urtheil geistreich und Ihnen zu Diensten, wenn es sich machen läßt." erscheinen wollen, und darum nur die drastischen Punkte „ Herr Kaufmann Mandel, der uns aller Wahrscheinlich- Aeußeres sich in einer langen hageren Gestalt, fast farbauf und zusammenfassen," erwiderte der Philosoph, dessen feit nach morgen verlassen wird. Herr Jwan, vom fernen losem blonden Haar, wasserblauen Augen, regelmäßigen Strand der Newa in dieses liebliche Klima versetzt. Den Zügen, dünnen, bläulichen Lippen und fast lebloser Blässe Herrn Barih kennen Sie so gut wie mich, und Herr des Gesichts charakterisirte. Molinaro hat sich selbst die Ehre gegeben. So erübrigt Ich meinerseits aber glaubte einen Theil dieses mir nur noch, Ihnen Ihren unmittelbaren Vorgänger, Schön," bemerkte Frank kurz, es mag so sein, wie Opfers der Freundschaft nicht besser verwerthen zu in der Reihenfolge der hier eintreffenden ständigen Besucher, Sie sagten. Und nun, meine Herren, darf ich wohl um die tönnen, als indem ich ihn den Leidensgefährten zu Herrn Mensch, vorzustellen, der ebenfalls erst heute ein- Erlaubniß bitten, Ihnen eine Idee vorzutragen, die mir einer Bowle beſtimmte. Die durch Ihre Ankunft getreten ist. Ankunft getreten ist. Wenn ich sage: Herr Mensch, so ist der schon lange Zeit in diesen Räumen Geburtswehen verunterbrochene Tagesordnung nimmt nun ihren weiteren geehrte Herr selbst an diesem seltenen Namen schuld, indem ursacht und die mich täglich mächtiger gefaßt hat? Es Verlauf. Wir mußten sie aber unterbrechen, weil man von er für schweres Geld statt des angeerbten Vaternamens diesen handelt sich nicht um eine wasserblaue Idee, nicht Gerichtswegen es bedenklich findet, uns kleinen Kindern Namen angenommen und die hierzu nöthige Zustimmung um eine schwärmerische Phantasie und nicht um ein umfaß hier länger als bis zehn Uhr das Brennen von Lampen einer hohen Staatsregierung erwirkt hat. Herr Mens ch ift bares Gefühl, sondern um eine lebensfrische That, deren und Lichtern zu gestatten. Dieses Zimmer hier, der Prater" nämlich geborener und erzogener Philosoph, der den Folgen von unendlicher Tragweite sein können und die Kraft oder die„ Esplanade", ist das geeignetste zu solchen Zwecken, unwiderstehlichen Trieb in sich fühlt, ein Normalmensch zu in sich tragen, eine ganze Welt umzugestalten. Ich habe diesen weil erstens darin feine Betten einen störenden Anblick dar- werden, abzuthun von sich Alles, was sonst den einzelnen Bunsch gebraut, um Sie nicht auf dem Trockenen ſizen zu lassen, bieten und zweitens es nur ein Fenster befizt, welches an Menschen an eigenthümlichen Unterscheidungs- Merkmalen wenn meine Worte trocken erscheinen sollten; aber ich hoffe, und für sich schon etwas verdeckt liegt und noch durch Ver- anhängt, Leidenschaften und Neigungen, Liebhabereien und Sie werden finden, daß ich diese Klippe vermeide, wenn hängen leicht unschädlich bezüglich etwaiger Spionage ge- Antipathien. Darum studirt er raftlos Charaktere und Sie sich nur entschließen wollen, zugleich mit offenem Geiste macht werden kann. Jetzt gestatten Sie mir zunächst, Ihnen Gemüther, Situationen und Zustände, ja wir haben und empfänglichem Herzen der Sache zuzuhören, denn mit die verehrliche Gesellschaft vorzustellen. Herr Schuhmacher- ihn im Verdacht, daß er die Wechselhaft nur erleidet, beiden zugleich will sie gefaßt sein. Soll ich das Wort jetzt meifter Draht, ein ehrwürdiger Veteran in der industriellen weil er die Menschheit auch in solcher Lage studiren darüber haben, so machen Sie mir dies bemerklich durch Arbeit, nicht dekorirt, wie sich das von selbst versteht, denn will. Denn dieser Wensch hat Geld und könnte bezahlen, ein vernehmbares Ja!"" " welche Auszeichnung hat der Arbeiter für seine Arbeit im aber er thut es nicht, und ist nun heute schon zum dritten Ich glaube," bemerkte der Philosoph,„ daß Jedermann heutigen Staate zu erwarten? Herr Advokat Streit, jetzt Male hier oben. Habe ich nicht Recht, Herr Mensch?" nur daran liegen kann, statt des Alltagsgeschwätzes der nothgedrungener Weise zu Frieden und Verträglichkeit Sie haben insoweit Recht, als Sie mit Ihrem nicht verurtheilt; Herr Lieutenant Sommer, abkommandirt zu den unerheblichen Scharfblick und Ihrer über das Mittelmäßige Menschen, das nicht viel mehr Bedentung hat, als das Birpen der Grille und das Krähen des Hahnes, etwas Der Die Handelskammer in Osnabrück hat eine Ein- 1 gierungspräsident. Der Jurist, welcher Karriere machen darüber zerbricht, was mit den alten Röcken und Lumpen gabe an das Reichs- Juftizamt gerichtet, in welcher sie nicht will, beginnt beim Staatsanwalt; als Kriminalist braucht zu thun ist, die der Zukunftsstaat aus dem Gegenwartsstaat etwa Maßregelung zur Förderung der Ehrlichkeit im er sich nicht mit zu vielem Wissen zu beschweren; Schneidig zu übernehmen hat- welch letzteren der Vater der bes Handel und Wandel, sondern eine Verschärfung des Preß- keit und kühne Auslegung finden dort eine Würdigung, dauernswerthen„ Spar- Agnes" beiläufig nicht besser kennt, gesetzes verlangt. Die" Post" berichtet hierüber: wie sie die Thätigkeit eines Prozeßrichters schwer findet. als den Zukunftsstaat. Die Handelskammer hatte in einer Eingabe sich an den Die Schneidigkeit läßt ihn auch befähigter als Leiter der Staatssekretär des Reichs- Justizamts mit der Bitte gewendet, Gerichte erscheinen. Es wäre intereffant, eine Statistik aufDer Musterbourgeois Schön(„ Wie die Verantwortlichkeit für Preßerzeugnisse auch auf den zustellen, welche feſtſtellte, wie viele Bräsidenten und Diret- Schön!") von Worm 3 am Rhein hat seinen Ghebruch Correttor u. f. w. einer Druckerei auszudehnen. Der foren der Gerichte aus der Staatsanwaltschaft hervor und die Kugel des betrogenen Ehemannes glücklich über Staatsfetretär des Reichs Justizamts hat darauf erwidert, daß er zur Zeit Anstand nehme, auf eine Ab- gingen! standen, und soll nun wegen Duell's verfolgt werden. änderung des Preßgesetzes in der Seitens der Kammer be Viel wird ihm nicht geschehen. Nach den Moralbegriffen zeichneten Richtung hinzuwirken. Die Dsnabrücker HandelsTheorie und Praxis. Der geheime Chef- Redakteur seiner Standesgenossen", die den Arbeitern so salbungsvoll fammer scheint sich damit nicht begnügen zu können, denn sie der Hamburger Nachrichten" plädirt( ficht in Worten) mit Moral predigen, ist er ja auch nicht schuldig. Dumm blos, hat in Erwägung der neuerdings ergangenen Reichsgerichts- großer Wärme und gutgespieltem Pathos für die Würde daß er sich hat erwischen lassen. Charakteristisch ist, daß die Erkenntniffe in ihrer vor einigen Tagen abgehaltenen Sigung der Volksvertretung,- für die Freiheit der Wahl, für gesammte Bourgeoispresse den Standal todtschweigt Nur befchloffen, sich mit einer entsprechenden Vor- die Abschaffung der widersinnigen Sitte, abhängige Beamte die„ Vossische Zeitung" hat post festum eine fleine Notiz stellung an den Reichstag zu wenden. in den Reichs- oder Landtag zu wählen. Jedes Wort des gebracht. Redakteurs Bismarck ist eine klatschende Dhrfeige( à la Conftans) ins Gesicht des Reichskanzlers Bismard. Was wohl die Osnabrücker Handelskammer zu diesem Borgehen veranlaßt? Verschärfung des Preßgesetzes pflegt man am meisten da zu verlangen, wo man Ursache hat, die Preßfreiheit zu fürchten. Herr von Dieft- Daber, der frühere Freund Bismarc's, der es aber mit diesem verdarb, als er gegen seine Die Politik der Jahre 1867 bis 1877 und 1887 Millionärzüchterei zu Felde zogu. A. hatte er die bis 1890 soll wieder aufgenommen werden, das verlangt Durchstechereien der großen rheinisch- westfälischen Industriedie nationalliberale Börsen- Zeitung". Daß das Börsen- barone, die ihre Söhne vom Militärdienst zu befreien blatt sich sehnt nach der Herrschaft des nationalliberalen wußten, in unliebsamer Weise enthüllt erhielt in den Schwindels und der Hurrah- Kanaille glauben wir gern. fiebziger Jahren infolge einer Broschüre gegen Bismarck den Wir aber ziehen die nackteste Reaktion noch immer der schlichten Abschied als Landwehroffizier. Wenn gegenwärtig schamlosen, heuchlerischen und gemeinen Korruption jener Bismarck in seinem Organ von Landräthen aus früherer Herrschaft vor, die unser ganzes politisches Leben ver- Beit als von festen und unabhängigen Männern spricht, so peftete. war Herr v. Diest- Daber einer der Wenigen, auf die, Und war denn die Reaktion unter Bismarck etwa ver- obwohl er konservativ mar, diese Bezeichnung angewendet schämt und verhüllt? werden konnte, aber eben dadurch zog er sich den Groll Bismarck's zu, der nur von seiner Gunst abhängige Streber als Werkzeuge brauchen konnte. Gegenwärtig ist Herr v. Diest- Daber wenigstens militärisch rehabilitirt, und ist ihm der schlichte Abschied" in einen ehrenvollen Abschied aus seinem militärischen Verhältnisse umgewandelt worden. Haben wir, hat überhaupt irgend ein Bolt jemals eine cynischere und brutalere Reaktion gehabt, als die der Aera Bismarck? Tammelte das Bismarck'sche System nicht aus einem Ausnahmegesetz ins andere, aus einem Attentat gegen Recht und Gesetz ins andere? lieber hat, als Caprivi. Don Also nicht Liebe zur Freiheit, nicht Liberalismus ist es, was die Nationalliberalen zur Opposition gegen die jetzige Der Reichstags- Abgeordnete Menzer, der sich mit Regierung veranlaßt, sondern der Umstand, daß die Reaktion seinem Ausspruch, daß verhungernde Arbeiter nur in Romanen Don heute einen Anflug utopistischer vorkämen, einen Namen nachte, hatte am Sonnabend Ideologie hat, und gern tugendhaft sein möchte, einen lichten Augenblick. Er begann seine Reichstagsrede wohingegen die Reaktion unter Bismard die Schienen mit den Worten:" Fürchten Sie nicht, daß ich mich auf flickerei, die Stempelfälschung, die Millionärzüchtung, das das Gebiet der hohen Politik begebe; ich betrachte die Braffen auf Kosten der Armen, die Ausbeutung und Aus- Sache( schweizerischer Handelsvertrag) vom kaufmännischen plünderung in jeder Form hegte und pflegte. Wunder, daß das nationalliberale Großproßenthum Bismarck rühmten Ausspruch that, auch erwähnt, daß er von dem Kein Standpunkte." Hätte Herr Menzer, als er den obigen beStandpunkte des Großweinhändler 3 spreche, und daß man sich in seiner Berliner Filiale in der LeipzigerDer ewige Zukunftsminister, Herr von Benstraße persönlich überzeugen könne, daß daselbst noch kein nigsen, entdeckte bekanntlich am vorigen Sonnabend verhungernder Arbeiter verkehrt habe, dann hätten die Worte wieder einmal sein liberales Herz. Alle Liberalen müßten des Herrn Menzer weniger Verwunderung erregt. fich gegen die Reaktion zusammenthun." Die Fortschrittler Bamberger und Nichter nahmen wenn auch mit Im hessischen Landtage hat der Abgeordnete Ulrich einigen Verklausulirungen die Bundesgenossenschaft des folgende Interpellation an die Regierung gestellt: abgetakelten Führers der abgetakelten Nationalliberalen anund die Tante Boß" setzte der Komödie wir wollten sagen der Komik die Krone auf, indem sie zur Bundesgenossenschaft feierlich- ernft ihren Segen gab. Wahrhaftig, die Klugen werden nicht alle. Uebrigens soll Herr von Bennigsen sehr fleißig mit Friedrichsruh korrespondiren. Denn er sieht die Reaktion" nur, wenn sie Ea privi heißt. So lange sie Bismarck hieß, war sie ihm staatsmännischer Liberalismus. " " Am 11. Januar d. J. erklärte der Gendarm Rossar von Neu- senburg vor der zweiten Straffammer des Landgerichts Darmstadt auf seinen Gid: er sei vom Kreisamte instruirt und wisse nicht anders, als daß politische Reden unter freiem Himmel nicht gehalten werden dürften. Ich bin nun der Meinung, daß eine derartige Instruktion den in unserem Lande geltenden Bestimmungen über das Vereinsund Versammlungswesen, sowie dem flaren Wortlaute unserer Verfassung widerspricht und erlaube mir die Anfrage: Existirt diese Instruktion und hat die Regierung Renntniß von ihr? Und für den Fall, daß sie existirt: Gedenkt die Regierung, dieselbe, als ungefeßlich erlassen, zu beseitigen? " Wie die österreichische Regierung ihre Ar beiterfreundlichkeit beweist. In der Wiener Arbeiter Beitung" lesen wir: die Arbeitsbücher wider Recht und Gesetz als geheime Stec Wir haben wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß briefe benützt werden, daß die Herren Fabrikanten„ schwarze Listen" führen, ja wir haben ein Formular eines solchen ( nicht in den Arbeitsbüchern zu findenden) Steckbriefes, deffen Autor der berühmte und von dem Herrn Bentral Gewerbe- Inspektor hochgepriesene Herr Krupp in Berns dorf ist, seinerzeit abgedruckt. Aber der Mißbrauch der Arbeitsbücher scheint noch viel weiter zu gehen als wir selbst ahnten, und es ist soweit gekommen, daß sogar die Re gierung nicht länger durch die Finger sehen konnte. Erlaß des Ministeriums des Innern vom 14. November 1891 bestätigt alle unsere Angaben, alle Klagen der Arbeiter, und führte zu folgenden Zirkularen der Statthaltereien an ren ber die Bezirks- Hauptmannschaften: R. t. Statthalterei in Desterreich Ein Bahl 7911 Präs. unter der Enns. Schon seit längerer Zeit wird beobachtet, daß bei einer Reihe von Gewerbszweigen, auf Grund von Vereinbarungen lassung oder des freiwilligen Austrittes eines Arbeiters aus der betreffenden Gewerbsunternehmer anläßlich der Ent dem Arbeitsverband Seitens des Gewerbsunternehmers un zulässige Vermerke in die Arbeitsbücher eingetragen werden. Diese Vermerke bestehen in, für den Uneingeweihten un Diese Vermerke bestehen in, für den Uneingeweihten un getretenen Arbeiters eingetragen werden und durch welche auffälligen Zeichen, welche in das Arbeitsbuch des aus auffälligen Zeichen, welche in das Arbeitsbuch des aus Eigenschaften und das Verhalten des Arbeiters aufmerksam Sie übrigen Unternehmer der einschlägigen Branche auf die gemacht werden. Diese Vermerke beziehen sich hauptsächlich auf die schlechten Eigenschaften und das unbefriedigende Verhalten der Arbeiter. So sollen beispielsweise bei den mechanischen Baumwollspinnereien die folgenden, an einer bestimmten un auffälligen Stelle in das Arbeitsbuch eingesetzten Bahlen und Buchstaben die nachfolgende Bedeutung haben: Die Zahl 1 gut, Bahl 2 lobenswerth, Bahl 8 willig, nicht leistungsfähig. Die lit. a hat nicht ordnungsmäßig gekündet, B " b während der Kündigung sich nicht ordnungsmäßig verhalten, c nachlässig, faul, 8 " d unbeständig, " " e Blaumacher, f unverträglich, » g renitent, h Sozialist, i Trinker, " " k Dieb, " 1 fällt der Krankenkasse zur Last, " " m Materialverwüster. = Der Rückgang der geistigen Kräfte der gebil. deten Jugend der Bourgeoisie macht sich überall geltend. Wie der Staatssekretär Bosse vor einiger Zeit über die Die koloffale Naivität des Herrn Eugen Richter, Unfähigkeit der Kandidaten zum höheren Verwaltungsdienst der nicht über seine kleinbürgerlich manchesterliche Nase tlagte, so thut es jetzt der Bericht des Präsidenten der hinaussehen kann, offenbart sich zwerchfellerschütternd in der Justiz Examinationsfommission Dr. Stößel in Betreff der letzten Nummer seines Blattes, wo er, nach einigen Juristen. Dergleichen Eintragungen stellen sich aber nach§ 80d, Wunder darf es nicht nehmen. Für die Schablonenphrasen über das„ Sparen", das große Wort Abs. 2 der Gewerbegesetz Novelle vom 8. März 1885, farrieremachende streberische studirende Jugend ist Bismard gelassen ausspricht: R.-G.-Bl. Nr. 22 als unzulässig dar. das Jdeal, der ohne Examina Reichskanzler wurde. Und welche Karriere machten seine Söhne! Graf Herbert, von Sches" Deutsch) sich die Sozialdemokratie um die Frage rium des Innern vom 14. November 1891, Bahl 4248/ M. J. Bezeichnend ist die Verlegenheit, wie( Richter- Infolge Erlaffes des Präsidiums des hohen k. t. Ministe dem gegenwärtigen Geh. Legationsrath Kayser, dessen herumzudrücken sucht, was aus den Sparweise ich die t. f. Bezirkshauptmannschaft an, im Falle Ver Judenthum merkwürdigerweise nie zur Zielscheibe ber kapitalien der kleinen Leute im sozial- merle ber gedachten Art zur dortamtlichen Kenntniß Untisemiten diente, schon zum ersten Examen eingepautt, demokratischen Zukunftsstaat werden soll." gebracht werden sollten, gegen die Schuldtragenden nach erstieg im Fluge die höchste Staffel der Beamtenlaufbahn, und Graf William wurde schon als junger Mann Re- die Seutsche Sozialdemokratie sich seit Jahren den Kopf zu handeln. Herr Richter wird wohl nächstens dahinterkommen, daß Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften strenge des Amtes artiges zu hören, wie Sie uns anbieten, und wenn Sie sich nur zutrauen dürfen, das Versprochene erfüllen zu können, werden Sie ohne Zweifel in uns die aufmerksamsten Bu hörer finden." " Ich schließe mich der Ansicht des Herrn Vorredners vollkommen an," erklärte Dr. Lange. Diese Ansicht, mein lieber Herr Draht," bemerkte der giebt, dessen Auffassungsgabe hinter Ihren Anforderungen zurückbliebe. Ich mache Ihnen dafür mein Kompliment." Das stimmt," erwiderte der Advokat Streit. Ich möchte", warf Herr Mensch hier wieder ein, " Nur möchte ich," bemerkte Herr Mensch, daß der wiederholt darauf aufmerksam machen, daß diese als still Redner nicht etwa dahin verstanden würde, als hätte sich schweigend unter den Bewohnern eines Staates abgeschloffen der Staatsgedanke so einfach und rein entwickelt, wie er angesehenen Verträge zumeist sehr einseitiger Weise zu jezt von unseren doktrinären Rechtslehrern entwickelt wird. Stande kamen, d. h. sie wurden von der einen Seite por " Ich auch, ich auch," erscholl es im Kreise. Ebenso wenig würde man Recht haben, die Existenz unserer und von der anderen nicht unterschrieben. Aber es thut im Nun wohl, meine Herren, Sie Alle theilen doch die gedankens zurückzuführen. Bezüglich unserer Staaten giebt Schlußpunkt. modernen Staaten auf die reine Entwicklung des Staats- Uebrigen nichts zur Sache, denn wir kommen zum selben Anficht, daß die menschliche Gesellschaft, wie sie sich in die Zoologie beinahe ebenso viel Anhaltpunkte zur Fests unferen modernen Staatengruppen darstellt, entstanden ist stellung der Entstehungsursachen, wie die Soziologie, und tausendmal um Entschuldigung, es ist, es scheint mir... it " Wenn ich mir eine Frage erlauben dürfte, ich bitte aus der nach und nach um sich greifenden Ueberzeugung, das Zusammenraufen spielte unbedingt eine ebenso große Rolle daß das Zusammenleben und Zusammenwirken vieler wie das Zusammenlaufen. Aber lassen Sie nur Ihrer Auf- Herr" Draht," ermuthigte Frank den alten Schuhmacher " Sprechen und fragen Sie nur immer ganz herzhaft, Menschen das Wohlbefinden der Einzelnen ganz ungemein faffung freien Lauf, Ihre Darstellung erweckt Gedanken und meißter. erhöhen kann. Durch den Austausch der Arbeitsprodukte, hört sich auch gut an." durch das Zusammenschmelzen der Kräfte werden Be " Ich bitte um Entschuldigung, aber es scheint mir dies dürfnisse befriedigt, Werke geschaffen, die der Einzelne in fort, ist aber immer und immer in Auge zu behalten, baß die Gesetze gewissermaßen als von Gott selbst herstammend " Bei allen diesen Verhältnissen", fuhr Frank ermuthigt doch" etwas gar zu revolutionär gesprochen, da wir doch seiner Vereinzelung nicht befriedigen, nicht bewirken könnte. fie auf stillschweigend geschlossenen und festgehaltenen Ver- betrachten sollen." Die Sicherstellung der Einzelnen vor unzähligen Gefahren trägen beruhen, geschlossen zur gegenseitigen Hilfeleistung, ift badurch ermöglicht worden, vor Gefahren, die theils die Erleichterung Förderung uno sum gegenseitigen Schuh. Advokat, kann nur von Jemandem gehegt werden, det Natur für ihn bereit hält, die andererseits dem Menschen Die einzelnen Gesegesbestimmungen sind weiter nichts, als nie mit" benkenden Blicken in die Geſchichte geschaut, durch den Menschen entstanden; denn der einzelne Jäger, die zeitweilig nach Bedürfniß oder erleuchteteren Ansichten Die Gesetzgebung ist seit Moses Zeiten der großen Menge der einen anderen auf dem gewohnten unbegrenzten Jagd- net ausgebrückten Bertragsbestimmungen; und so ist die immer für etwas Göttliches angepriesen worden, und 3, gebiete traf, sah in diesem einen Feind, der seine kümmer- Regierung, die liche Nahrung schmälerte; er suchte ihn zu vertreiben oder die Obrigkeit weiter nichts als zu vernichten, und erlitt, wenn er der Schwächere war, träge zur Ueberwachung und Vertheidigung daffelbe Schicksal. Die Hirten schlugen fich mit anderen mächtigten der Gesellschaft eingesetzten und folcher Ver prudenz oder den Gesetzgebern möglich gewesen wäre, immer bevoll etwas Gottähnliches zu schaffen. Leider aber hat sich die Hirten um die Weideplätze oder mit Räubern um Gesetze fehlen, sind bemnach im eigentlichen Sinne nur dann Schandthaten schuldig gemacht, daß sie nicht nur nichts un Beamten. Diejenigen, welche gegen die Justiz in den verschiedenen Kulturperioden so grauenhafter Die Heerde, der Ackerbauer mußte schüßen, und so ging es fort, bis Verträge die Menschen haben, daß sie die Berträge anerkannt haben und befolgen wieder sogar mußte seine Erndte Berbrecher oder Bertragsbrecher, wenn fie freiwillig erklärt ähnliches, nicht nur etwas Menschliches, sondern hin und vereinigten zu gemeinschaftlicher Arbeit und zu gemeinschaft- wollen. Sonst ist der sogenannte Verbrecher nur ein Mensch, werden konnte. lichem Schuße, und so ist die staatliche Ordnung entstanden der die an der die weitaus größte Mehrzahl der nette Bücher. und der fefte Befits, die Zivilisation und der National Staatsangehörigen festhält, nicht für Recht erkennen will, ein Büchlein über Marterprozeſſe leihen. Das leſen Sie ther Wir Juristen haben darüber recht reichthum, der immer wächst und gewissermaßen als der den anderen dadurch schädlich wird fragen Sie fich dann, Ich will Ihnen, Herr Draht, nur Ueberfluß angesehen werden kann, den die Arbeit einer gen diefelben handelt, Recht der Gewalt, welches die waren: so ein erbarmungsloser Räuberhauptmann oder fefen Generation über den eigenen Verbrauch hinaus erzeugt und mehrzahl best, unschädlich gemacht wird. Folglich kann juristischen Beiniger. Nein, mein lieber Herr Draht, laffen jeder folgenden Generation übermittelt. Ist Ihnen Allen auch bernunftsgemäß nie von Bestrafung, sondern nur von Sie die Jurisprudenz nur immer als eine durchaus mensch das klar und einleuchtend, meine Herren?" Sie sprechen so ohne allen gelehrten Flitter, Herr Gewalt, welche die Mehrzahl über die Minderheit ausübt. dies der Gottheit, die Sie verehren, zu Gute und der Mensch Unschädlichmachung die Rede sein; kraft des Rechts der liche Wissenschaft in Theorie und Praxis bestehen, es kommt Frant," bemerkte der Schriftsteller, daß es wohl Niemanden Stimmt das?" von und nunmehr durch heit auch." was schrecklichere Verbrecher was ( Fortsetzung folgt.) 92 Parlamentariſches. Das Hierzu wird noch beigefügt, daß seitens des Herrn treuen Boltsvereins in Egeln, denen er höllische Dummheit nach Handelsministers, unter Berufung auf die§§ 5 und 6 des gesagt hatte, und wegen Beleidigung des Vorsitzenden des Gesetzes vom 17. Juni 1883, R.-G.-Bl. Nr. 117, im Wege Von der sozialdemokratischen Fraktion ist zu dem An- nationalliberalen Wahlkomitees von Halberstädter Landgericht zu Von der sozialdemokratischen Fraktion ist zu dem An- insgesammt 6 Monaten Gefängniß verurtheilt worden. oes t. t. Bentral Gewerbe Inspektors die besondere Auf- trage Goldschmidt, wonach den Handlungsgehilfen das Recht ge- Reichsgericht hat nun das Urtheil in betreff der zweiten Beleidi merksamkeit der f. t. Gewerbe- Inspektoren auf diesen Gegen- sichert werden soll, ein Abgangszeugniß von ihren Prinzipalen gung und damit hinsichtlich der Gesammtstrafe aufgehoben, da im stand gelenkt und dieselben beauftragt wurden, in geeigneter zu fordern, ein Zufazantrag eingereicht werden, der dahin geht, gung und damit hinsichtlich der Gesammtstrafe aufgehoben, da im letteren Falle das Vorhandensein einer Beleidigung nicht mit Weise die Arbeitsbücher einer sorgfältigen Prüfung zu unter- in den§ 61 des deutschen Handelsgesetzbuches eine Bestimmung letzteren Falle das Vorhandensein einer Beleidigung nicht mit ziehen, wahrgenommene Uebelstände zur Kenntniß der kom- aufzunehmen, wonach im Handelsgewerbe Kündigungsfristen unter logischer Nothwendigkeit dargethan sei. 4 Wochen als ungiltig erklärt werden. Die Kündigungsfrist ist jetzt im - Das Amtsgericht Blothos sprach fünf Genossen petenten Behörden zu bringen, die Gewerbsinhaber bei sich er- Gesez, vorausgeseht daß zwischen Prinzipal und Kommis fein gebenden Gelegenheiten auf das Ungesetzliche der obenerwähnten anderes Abkommen getroffen ist, auf 6 Wochen festgesetzt. Diese Arbeiter!" angeklagt waren. Eintragungen im vertraulichen Wege aufmerksam zu machen, Bestimmung wird aber dadurch hinfällig, daß das Angebot von und über ihre Wahrnehmungen Beit Bericht zu erstatten. Händen auch im Handelsstand so überaus groß ist, daß sich die Wien, den 23. November 1891. Kommis jede Kündigungsfrist gefallen lassen müssen, ja in zahllofen Geschäften eine solche überhaupt gar nicht mehr üblich ist. Rielmansegg m. p. An die t. t. Bezirks- Hauptmannschaft in X. Zu dem Erlaß bemerkt die Arbeiter- Zeitung": Der Erlaß ist in mehrfacher Beziehung intereſſant. Die zarte Rückſicht, die Gewerbsinhaber, welche könnten. tungen" ängstlich geheim. Wenn aber irgendwo auf dem Laude zehn Arbeiter in einem Wirthshause zusammenkommen, so wird diese von der Gendarmerie sofort beobachtete" gefahrdrohende " Bewegung in der Arbeiterschaft" nicht nur dem Bezirkshauptmanne, sondern von diesem auch sofort dem betreffen den Herrn Fabrikanten gemeldet. Jedem das Seine"; den Fabrikanten der vertrauliche Weg", den Arbeitern die Denunziation. frei, welche wegen Verbreitung des Flugblatts" An die ländlichen für die Ortschaft Borna angemeldete sozialdemokratische Versammlung -Der AmtsvorsteherHaase in Bisdorf verbot eine Deshalb, weil der Besizer des betr. Lokals ihm erklärt hätte, daß Der Befizer hatte sich, wie die Halberstädter Sonntagsztg." mitderartige Versammlungen" bei ihm nicht stattfinden dürften. theilt, nur den neben dem Lokal befindlichen Acker vorbehalten. Interessant ist die Begründung, welche die ogique Straftammer in Schweidnig an die Freisprechung des Genoffen Parteinachrichten. Feldmann von der Anklage der Aufreizung zum Klaffenhass " werden fnüpfte: Der Angeklagte Franz Feldmann hat am 14. Ottober das Gesetz übertreten, im vertraulichen Wege aufmerksam die sozialpolitische Konfusion des Herrn Eugen demokratische öffentliche Boltsversammlung, in welcher mehrere hun1891 in Langenbielau im Gasthof zum Schwert" eine sozialzu machen", verdient alle Würdigung. Noch wichtiger ist Richter wirkt unter den besitzenden Klassen wie der Influenza- dert Personen, meistens Anhänger der sozialdemokratischen Richaber die Thatsache, daß dieser Erlaß überhaupt vertraulich" Bazillus. Der Laubaner Anzeiger" theilt als Beichen der behandelt wurde. Eine hohe Regierung muß sich doch Beit" mit, daß" die Landleute ihre Einlagen bei der tung, anwesend waren, und in der die bevorstehenden Wahlen fagen, daß viel wirksamer als Bezirkshauptmannschaft und Sparkasse plötzlich zurückholten, weil sie in den zur Gemeindevertretung besprochen wurden, abgehalten und hat am Schluß unter Bezugnahme auf den damals tagenden sozialGewerbe Juspektoren hier die Arbeiter selbst eingreifen vom Laubaner Tageblatt" verbreiteten Sozialdemokratischen Laubaner Tageblatt" verbreiteten Sozialdemokratischen Eine hohe Regierung hat seit längerer Zeit Bukunftsbildern" Eugen Richter's gelesen hatten, daß der zukünftige demokratischen Kongreß in Erfurt die Anwesenden zu einem Hoch beobachtet", daß die Arbeiter in ihren wichtigsten Interessen Sozialdemokratische Reichstag die Spartafsengelder für Staats- auf die internationale revolutionäre Sozialdemokratie aufgefordert. Er ist angeklagt, hierdurch gegen den§ 130 Str.-G.-B. bedroht werden, daß die Unternehmer dabei das Gesetz mit eigenthum erklären würde. verstoßen zu haben. Da eine Revolution im gewöhnlichen Sinne Füßen treten, sie fieht sich selbst zum Einschreiten gezwungen, Am Tage sollen die Arbeiter ihre Versammtann, so wird unter Umständen in der Aufdes Wortes nur durch Gewaltthätigkeiten durchgeführt werden sie entzieht aber den Benachtheiligten selbst, den Arbeitern, Iungen abhalten. Diesen menschenfreundlichen Rath gab die Möglichkeit sich selbst zu wehren, sie hält ihre Beobach- der Halberstädter Stadtverordneten- Vorsteher Bankier Bogel forderung zu einem Hoch auf die revolutionäre Sozialdemokratie eine Anreizung zu Gewaltdem dortigen sozialdemokratischen Wahlverein auf ein Gesuch, thätigkeiten der verschiebenen Klassen der Be Bersammlungslokal der Halberstädter Arbeiter führende Straße, können. In dem vorliegenden Fall ist aber nicht anzunehmen, daß inhalts dessen die Stadtverordneten gebeten wurden, die zum völkerung gegen einander gefunden welche jetzt in dunklen Nächten kaum pafsirbar ist, angemessen be- der Angeklagte durch die Aufforderung zu jenem Hoch die Anleuchten zu laffen. Die Petenten beriefen sich dabei mit auf den reizung zu Gewaltthätigkeiten der verschiedenen Bevölkerungsdemnächst in Halberstadt vor sich gehenden Gewerkschaftskongreß, reizung zu Gewaltthätigkeiten der verschiedenen Bevölkerungslaffen gegen einander beabsichtigt oder bewirkt habe. Denn aus sowie darauf, daß durch die Gewährung ihres Wunsches den lassen gegen einander beabsichtigt oder bewirkt habe. Denn ausweislich der Bekundung des Zeugen Amtssekretärs Haveland ist Arbeitslosen hochwillkommene Arbeitsgelegenheit geboten, würde. weislich der Bekundung des Zeugen Amtssekretärs Haveland ist in der Versammlung hauptsächlich über die damals bevorstehen Alles half nichts. Wovon man bei einem Bundesschießen, den Gemeindevertreter- Wahlen von Langenbielau verhandelt, über Sängerfest, beim Besuche einer fürstlichen Persönlichkeit vermuth- Revolution und die revolutionären Bestrebungen der Soziallich nicht Abstand nehmen würde, das muß man der SozialNunmehr sind durch unsere Veröffentlichung die Ar- demokratie, trotzdem sie die Mehrheit der Halberstädter Bevölke- demokratie aber gar nichts gesprochen und zu dem Hoch nur beiter in der Lage, auch ihrerseits ihre Arbeitsbücher gründ- rung repräsentirt, natürlich abschlagen, denn die Erfüllung ihres demokratischen Kongresses aufgefordert worden. Bei dieser Sachunter beiläufiger Erwähnung des damals tagenden sozial lich zu prüfen. Das famose Alphabet der Baumwollspinner Wunsches würde zu viel Kosten verursachen. lage tann in dieser Aufforderung nur die Absicht, der Stimming dürfte freilich in allerhand Variationen Anwendung auch in anderen Branchen gefunden haben. Vielleicht läßt sich nach liche Verfahren im Gange, wie aus einer Buschrift des Biele- geben, nicht aber eine Anreizung zu Gewaltthätigkeiten gefunden Gegen den Pastor Jskrant und Genossen ist das gericht- der versammelten Parteigenossen einen allgemeinen Ausdruck zu und nach ein Wörterbuch für den Handgebrauch zusammenfelder Landgerichts erhellt, in welcher dem Redakteur der dortigen die Aufforderung zu dem Hoch und durch dessen Aus werden. Es ist auch in keiner Weise ermittelt worden, daß durch stellen! Volkswacht", Genossen Groth, mitgetheilt wurde, daß ein Schließlich muß aber gesagt werden, daß alle Erlasse gegen ihn wegen Breßvergehens eingeleiteter Prozeß mit der Ver- unter den Anwesenden hervorgerufen oder der öffentliche bringung eine zu Gewaltthätigkeiten geneigte Stimmung und alle Veröffentlichungen nicht gründlich helfen; die Unter- handlung in der strautschen Sache verbunden werden solle. nehmer haben hundert Mittel für Eines, die Arbeitsbücher 201 Frieden irgendwie gefährdet worden wäre. Hiernach hat zur Kennzeichnung der aufrührerischen Böcke nnter ihrer Leipzig ist gemäß einem früheren Beschlusse der dortigen das Gericht endlich auch nicht für erwiesen und für Lohnsklavenheerde zu benußen. Die plumpe Anwendung Sozialdemokratie in fünf Agitationsbezirte eingetheilt thatsächlich festgestellt erachtet: baß der Angeklagte Franz Feldmann zu Langenbielau am 14. Oftober 1891 im Gastvon Buchstaben und Ziffern ist von der„ Wissenschaft" längst worden, über deren jeden ein Vertrauensmann gefegt ist. Die Feldmann zu Langenbielau am 14. Oftober 1891 im Gaftüberholt. Der Geheimbund der Fabrikanten hat weit harm Freitag den Anschluß an die Sozialdemokratie für Pflicht erklärt. den öffentlichen Frieden gefährdenden Weise verschiedene Klaffen hiesigen Buchdruckergehilfen haben in ihrer Versammlung am auf die internationale revolutionäre Sozialdemokratie in einer hof zum Schwert" durch Aufforderung zu einem Hoch losere Mittel. Einzufällig" schief oder verkehrt aufgedrückter Firmastempel, einzufällig" geschehener feiner Nadelstich in der Bevölkerung zu Gewaltthätigkeiten gegen einander öffentlich angereizt habe. irgend ein Blatt des Arbeitsbuches ist, harmloser, schwerer zu konstatiren und ebenso wirksam. Hier hilft nur Eines: 7. Januar eine dreimonatliche Gefängnißftrafe an, die er sich -Genoffe Otto Martens in Staßfurt trat am Weg mit dem Arbeitsbuche! durch eine Rede zugezogen hatte. " * Bei der Wahl des Lahrer Bürgerausschusses ist es, wie sich nachträglich herausgestellt hat, unserer Partei gelungen, drei( anstatt zwei Kandidaten durchzubringen. Diefelben er: hielten insgesammt 1124 Stimmen, durchschnittlich jeder also 374 Stimmen, bei einer Betheiligung von 591 Wählern. * " # irre Der Die Braunschweiger Polizeidirettion In Spanien haben wir richtig die Jacquerie*) d. h. Im Gemeinderathe zu Apolda stellte kürzlich das neu Bersammlungen sofort zu bescheinigen. hat die zuständigen Organe angewiesen, die Anmeldung von einen Bauerntrieg in optima forma. Die Land- gewählte Mitglied, Genosse Baudert, Vertrauensmann unserer bevölkerung des Südens hat sich erhoben Schlösser Bartet, den Antrag, die feit 20 Jahren zur Feier des Geban von der Elberfelder Freien Presse" verübt haben, gewählte Mitglied, Genosse Baudert, Vertrauensmann unserer Bersammlungen sofort zu bescheinigen. Groben Unfug sollte der Redakteur Bingweiler werden geplündert- die Hypothekenbücher verbrannt( das festes u. f. w. bewilligten 300 M. zu streichen. Der Antrag indem er die in London erschienene Broschüre Der Zar war auch der Zweck des sonst unbegreiflichen Handstreichs wurde mit großer Mehrheit angenommen. Im" Apoldaer finnig" besprach und einige Stellen daraus mittheilte. von Xerez) und die kleinbürgerliche Bevölkerung der Städte Moniteur" erschienen darauf verschiedene Inferate, welche zum Staatsanwalt beantragte bei der Verhandlung den Ausschluß der soll mit den Rebellen" sympathisiren. Höchst spaßhaft Theil den Zweck haben sollten, den Ausschluß des Gen. Baudert Deffentlichkeit und wollte den Angeklagten zu 50 M. Geldstrafe nimmt es sich in dieser ernst- kritischen Lage aus, daß die aus dem Verein Turner Apoldas" herbeizuführen. Diese Be verurtheilt wissen, das Schöffengericht lehnte den ersteren Antrag Deffentlichkeit und wollte den Angeklagten zu 50 M. Geldstrafe Regierung die alten Polizeipofsen noch nicht laffen kann, mühungen hatten aber gerade den entgegengesetzten Erfolg. ab und erkannte auf Freisprechung. Das Gericht begründete das Baudert, welcher bisher das Amt des Schriftwarts inne hatte, Urtheil u. A. wie folgt: und ein Bombenattentat" entdeckt hat. Mit solchen wurde zum 2. Vorsitzenden befördert. Jahrmarkts- Kunststückchen rettet man teinen wurmstichigen wackelnden Thron. " Der Wir Wilde find doch bessere Menschen. englische Zivilingenieur Burton, der lange in Afrika gewesen ist, schreibt im Januarheft der Zeitschrift L'Afrique explorée" das erforschte Afrika( zu Genf) über die Verwaltung von Englisch- Westafrika: Die Geißel des Branntweinhandels, bie " worden sei. * * Der Sozialdemokratische Wahlverein in Chemnitz ist polizeilich aufgelöst worden. Der bezügliche Beschluß des Chemnizer Polizei- Amts hat folgenden Wortlaut: An " Herrn Bigarrenfabrikant Franz Hofmann, hier. Bum Thatbestand des groben Unfugs gehöre, daß zwischen der That und der hervorgerufenen Beunruhigung ein ZusammenIn Annaburg bei Halle fand am 22. Januar eine öffent bang bestehe. Es sei aber nicht erwiesen, daß unter den Lesern liche Versammlung der Bauarbeiter statt, zu welcher sich des Artikels eine Beunruhigung hervorgerufen worden sei. Sich Der Tag der Gemeindewahlen soll in auch viele kleine Handwerker eingefunden hatten. Diefelbe nahm von solchen Beunruhigungen fernzuhalten, sei Sache der Beitungs Frankreich nicht verlegt werden. Sie werden also, wie nach einem Referat des Maurers Blaurod aus Berlin eine leser. Ein Leser, der mit der Tendenz eines Blattes wie die ursprünglich festgesetzt war, am 1. Mai stattfinden; und Resolution einstimmig an, in welcher ſie dessen Ausführungen" Freie Presse" nicht einverstanden ist, müsse wissen, daß ihm beim einstimmige die Maifeier der französischen Arbeiter wird sich sonach über die Verkürzung der Arbeitszeit und die Organisation der Freie Presse" nicht einverstanden ist, müsse wissen, daß ihm beim zu einer allgemeinen nationalen Rundgebung im größten Arbeiter vollständig zustimmte und sich auf den Boden des sozial- Halten oder Lesen eines solchen Blattes eine Roft vorgesetzt werde, demokratischen Programms stellte. In der Diskussion theilte ein an der er sich unter Umständen den Magen verderben könne. Diese Stile gestalten. Unsere Genossen drüben haben eine vor- Rürschnermeister mit, daß er bei den letzten Wahlen sozialdemo- Wirkung treffe aber bei den Lesern, die von vornherein durch treffliche Gelegenheit! Wir wünschen ihnen Glück. fratisch gewählt habe und deshalb von den Gegnern boykottirt ihre Parteizugehörigkeit mit der Haltung eines solchen Blattes einverstanden sind, nicht zu. Grober Unfug sei durch Abdruck des Artikels auch nicht verübt worden, weil die Leser der Freien Presse" nicht untereinander im Zusammenhang stehen, also nicht insgesammt beunruhigt werden konnten. Der eine wohne z. B. in Frankfurt, der eine in Köln, der andere hier, der dritte bort. Hier wäre nicht ein einziger grober Unfug zu verzeichnen, fondern Die Beunruhigung der einzelnen Leser stelle je einen einzelnen Fall von grobem Unfug dar, es tönne aber nur eine Gesammt schlechte Verwaltung, die Prügelstrafe, die Der sozialdemokratische Wahlverein zu Chemnitz und Um- beit in Betracht kommen. Zum Thatbestand des groben Unfugs Umgehöre Sinrichtungen, die Tortur und sonstige Grau: gegend wird, da dessen Zweck, wie sich schon früher in den Ver- gehöre aber auch, daß der Artikel öffentlich verbreitet worden sei, amteiten haben den Neger zu der Frage gedrängt fammlungen des Vereins mehrfach nnd insbesondere in der letzten durch die Post und die Boten immer nur einzelnen Abonnenten dies sei bei der Freien Presse" nicht der Fall. Dieselbe werde Woher tommen diese Wilden von weißer Versammlung vom 15. b. M. unzweifelhaft herausgestellt hat, übermittelt und nicht auf den Straßen vertheilt, oder an Anschlag Hautfarbe, wilder als wir?" Die Sklaverei und darauf gerichtet ist, zu Gesetzesübertretungen oder unfittlichen säulen angeschlagen, es sei also nicht die äußere Ruhe und öffentder Sklavenhandel find unter der englischen Regierung Handlungen aufzufordern, oder dazu geneigt zu machen, auf Grund fäulen angeschlagen, es sei also nicht die äußere Ruhe und öffentan der Goldküste wieder auferstanden. liche Ordnung verlegt worden. Grst ganz 20 des Gesetzes vom 22. November 1850, das Vereins- und fürzlich sind 5000 junge Leute beiderlei Geschlechts aus Versammlungsrecht betreffend, hiermit verboten und Ihnen als Neubauer aus Podejuch bei Stettin 20 M. zu zahlen. -Wegen Beleidigung eines Gendarmen hat Genosse Salaga und anderen Orten des Innern nach Attra und erstem Vorsitzenden des Vereins solches mit der Veranlassung ersonstigen britischen Küstenplägen zum Verkauf geschleppt worden. öffnet, die Protokolle, die Rechnungen und sonstigen Schriftstücke, Dieser Handel nimmt, dank der Apathie der Regierung, mehr sowie die Kasse des Vereins binnen drei Tagen bei Vermeidung und mehr zu. Dies wird durch die Thatsache erwiesen, daß in dem Register des Gerichts in Attra unter dem 20. März polizeilicher Wegnahme anher einzureichen. Chemnitz, am 20. Januar 1892. 1890 und im Mai desselben Jahres dieses Uebelstandes Gr Das Polizei- Amt. wähnung gethan wird. Ein intelligentes junges Mädchen, beSiebdrat." freite Sklavin, hat Herrn Burton erzählt, wie man sich der zu Ganz unfaßbare Beschuldigungen werden hier erhoben, die Achtung! Gasanstalts- Arbeiter und Arbeiter der verkaufenden Stlavin bemächtigt. Ein Stamm fällt in das nicht faßbarer werden durch das unzweifelhaft". Daß zu GesetzesElektrizitätsanstalten! Gebiet eines andern ein, nimmt die jungen Männer und übertretungen oder unfittlichen Sandlungen aufgefordert wurde, Wie Ihr wißt, haben die Gasanstalts- Arbeiter Berlins und Mädchen unter einem gewissen Alter gefangen und treibt darauf erscheint uns unzweifelhaft so lange zu bezweifeln, als umgegend einen Fachverein gegründet, um die in den Gasdie Greise, Frauen und Kinder in eine Scheune, welche dann keine Anklage vor dem Strafgericht erhoben ist. Anders steht es anstalten zur Zeit herrschenden unbefriedigenden Zustände abangesteckt wird. mit dem dazu geneigt machen" das ist etwas ganz Subjektives, zuschaffen. Mit welchen Schwierigkeiten ein solches Unternehmen Was von den englischen Kolonien in Afrika gilt, das zumal nicht einmal in der Verfügung angegeben ist, aus welcher zu fämpfen hat, ist Euch bekannt. Das Unternehmerthum wendet gilt auch von den deutschen, französischen und portugiesischen. Handlung oder welcher Rede Herr Polizeirath Siebdrat sein alle Mittel an, um die Organisation der Arbeiter zu verhindern. Ueberall tritt die europäische Zivilisation" in Afrika gleich Urtheil schöpft. Wir leben in einem Polizeistaates ist daher Zu den ungünstigst gestellten Arbeitern gehören nun die Gasbrutal, gleich fittenlos, gleich verdorben und verderbend ein Widersinn, von einem Vereins- und Bersammlungsrecht zu arbeiter, trotzdem die Gasanstalten jährlich sehr hohe Ueberschüsse abwerfen. Dasselbe ist der Fall mit den Arbeitern der ( forrumpirend) auf- überall find die Weißen wilder reden. Elektrizitätsanstalten. Deshalb haben die letzteren alle Ursache, als die Wilden"; und wenn gar die Wilden erst fich den Gasanstalts- Arbeitern anzuschließen und mit ihnen Hand in Hand zu gehen. Zu diesem Zweck hat der Fachverein der eine Versammlung zu heute Dienstag, den 26. d. M., Abends 8/2 Uhr, in das Seefeldt'sche Lokal, Grenadierstr. 33, mit der Tagesordnung einberufen: Wie stellen sich die Arbeiter der Elektrizitätsanstalten den Gasanstalts- Arbeitern gegenüber?"& ist Pflicht eines jeden zielbewußten Gasanstalts- und Elektrizitätsanstalts- Arbeiters, in dieser Versammlung zu erscheinen. Darum Kollegen, fehle Reiner! Vereinzelt sind wir Nichts, vereinigt find wir Alles! Mit kollegialem Gruß Wilh. Schwarze, Memelerstr. 45 Soziale Mebersicht. Ordnungsparteiliches aus Württemberg. Der Guts einmal dazu kommen, die europäischen Zeitungen zu lesen, pächter David Funt hatte in einer Wählerversammlung der namentlich auch die deutschen und wenn sie daraus deutschen Partei ben sozialistischen Redner Kittler von Heilbronn Gasanstalts- Arbeiter und Berufsgenossen Berlins und Umgegend" lernten, wie ihre scheinheiligen Bivilisatoren" sich zu an der Brust gepackt, hinter dem Tisch hervorgezogen und Haus aufführen, dann würde ihre Verachtung gegen die selben noch bergehoch wachsen. Jacquerie( pr. Schackrih) nennt man die französischen _man die Bauernaufstände; von dem Namen Jacques Le Bonhomme ( pr. fchact le bonomm) Jakob Gut- Kerl", den die Bauern fich beilegten. schließlich zur Thür hinausgeworfen. Dieje Rohheit brachte dem Vertreter der Ordnung" laut Urtheil des Dehringer Schöffengerichts 15 M. Geldstrafe ein, auch muß er sämmtliche Kosten bezahlen. Polizeiliches, Gerichtliches ze. -Rebatteur Berg von der Halberstädter Sonn tags- Beitung" war wegen Beleidigung der Mitglieder des reichs Theater. Circus Renz. Stattjeber befonderen Mittheilung! Karlstraße. Dienstag, den 26. Januar 1892, Abends 714 Uhr: ,, Auf Helgoland" ober: Ebbe und Fluth. = Dienstag, den 26. Januar. Opernhaus. Das goldene Kreuz. Vorher: Prometheus. Schauspielhaus. Wohlthätige Frauen. Leffing- Theater. Die Großstadtluft. Deutsches Theater. Kollege Crampton Große hydrologische AusstattungsBerliner Theater. Der Hütten- Pantomime in 2 Abtheilungen mit befizer. National Tänzen( 60 Damen), AufResidenz- Theater. Madame Mon- zügen. Neue Einlage: Die Gardegodin. Vorher: Modebazar Violet. Husaren. Fernere Einlage: TscherWallner- Theater. König Krause. keffen 2c. Dampffchiff- und BootFriedrich- Wilhelmstädt. Theater. fahrten, Wasserfälle, Riefenfontänen mit Das Sonntagskind. allerlei Lichteffekten 2c., arrangirt und Thomas- Theater. Cacao. inszenirt Bellealliance- Theater.' 3 Nullerl. Außerdem: Bal und Concert hippique, vom Direktor E. Renz. Oftend- Theater. Am Altar. von 8 Schimmelhengsten, dressirt und Adolph Ernst Theater. vorgeführt von Herrn Franz Renz. Tanzteufel. 4 Orientalen, dargestellt von 4 Herren Alexanderplah- Theater. Berliner auf arab. Vollblutpferden( PrachtPflaster. Coftüm). Trepido, geritten von der Ferrealaft. Spezialitäten- Vorstellung. Schulreiterin Fräulein Oceana Renz. Gebrüder Richter's Variété. Spe Grosses Hurdle- Rennen, geritten von zialitäten- Vorstellung. Damen und Herren mit 24 Vollblut Theater der Reichshallen. Spe- Springpferden. 4 Gebrüder Briatore, zialitäten- Vorstellung. Der Afrobaten. Sisters Lawerence am fl. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor- Trapez Auftreten der vorzüglichen stellung. Konkordia- Valant- Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Eiskeller. Theater und SpezialitätenVorstellung. 2 Reitkünstlerinnen und Reitkünstler. Komische Entrees und Intermezzos von fämmtl. Klowns 2c. Morgen Gala- Fest- Vorstellung: Auf Helgoland. E. Renz, Direktor. Die glückliche Geburt eines gesunden Töchterchens beehren sich anzuzeigen Charlottenburg, am 24. Januar 1892. Rechtsanwalt Schmilinsky u. Frau Helene geb. Roestel. Unser. Pfropfenbruder Paul Jordan seinem heutigen Wiegenfefte ein dreimal donnerndes Hoch. Der Pfropfenverein Wedding. Paul, das machen wir! 3 1148b Am Sonnabend, den 23. d. M. starb mein innigst geliebter Mann, unfer guter Sohn und Bruder, der Schriftfeger Fritz Deiters im 43. Lebensjahre. Dies zeigen tief betrübt an Berlin, 25. Januar 1892. HOHENZOLLERN- GALERIE an der Moltke- Brücke neben dem Lehrter Bahnhof. 1917L Größtes Historisches Rundgemälde. Brandenburg- Preussen von der Zeit des Grossen Kurfürsten bis zur Gegenwart. Besichtigung 9 hr Vorm. bis 11 Uhr Abends. Die Direktion. Eintritt 1 Mk. Montags 2 M. Große öffentl. Volks- Versammlung am Dienstag, den 26. d. M., Abends 8 Uhr, im Feen- Palast", Burg- und Wolfgangstraßen- Ecke. Tagesordnung: 1. Bericht der Lokalkommission. 2. Der Boykott und beffen Bedeutung für die Arbeiterbewegung. Referent Reichstags- Abgeordneter Um zahlreiches Erscheinen ersucht 11426 J. Auer. 3. Dislussion. Die trauernden Hinterbliebenen. Nachm. 3 U. v. d. Leichenhalle d. neuen Die Beerdig. f. a. Mittwoch, d. 27. d. M., Jakobi- Kirchhofes in Bris aus, statt. ie tonditionslosen Mitglieder des Gefang- Vereins Berliner Typographia" werden ersucht, sich an dem Begräbnisse des Rollegen Fritz Deiters recht zahl- im reich zu betheiligen. Einige Mitglieder. Der Einberufer. W. Lock, Friedrichsbergerstr. 11. 204/4 Grosse Volks- Versammlung Tages Ordnung: Mittwoch, den 27. Januar, Abends 84 Uhr, großen Saale Rosenthalerstraße 38, Quergeb. 1 Tr. 1. Protest gegen den Entwurf des Volksschulgesetzes. Referent: Stadtverordneter Herr E. Vogtherr. 2. Diskussion. Der Einberufer. W. Krause. Allen Freunden und Bekannten zur 88/1 Nachricht, daß meine liebe Frau am Gratweil'sche Circus G. Schumann. Gonntag, den 24. b. M. am kindbettBierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Heute sowie täglich: Auftreten der Hamburger Gaudebrüder Konzert- und Roupletsänger. Anfang Wochentags 71/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochentags 10 Pf., Sonntags 25 Pf. Empfehle meinen berühmten Mittagstisch à la Duval. 3 Kegelbahnen 6 Billards, 2 Gäle. 1169L Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion 3. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks: und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Bazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. 641 Castan's Panopticum Friedrichstr. 165a, Ecke Behrenstr. eu: Die fliegende eigen- Fee. Lebend, ohne Extra- Entree. Neueste musikalische Illusion. Vorstellungen: Schumann. ben 24, M. am Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstr. fieber verstorben ist. Die Beerdigung Sozialdemokratischer Wahlvercin f. den VI. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Der Zirkus ist gut geheizt. findet Mittwoch, d. 27. d. M., NachHeute Abend 71/2 Uhr: Grosse mittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des St. Thomas- Kirchhofes aus, statt. Gala- Damen- Vorstellung. Die erste Abtheilung besteht aus 5 der Wilh. Lange, Stdr. 11456 Waldemarstr. 34. vorüglichen Repertoirnummern und wird nur von Herren aus: Allen Denjenigen, welche an dem Begeführt. Die zweite Abtheilung, eben gräbniß meines lieben Mannes so regen falls aus 5 Nummern, wird nur Antheil genommen haben, sage ich von Damen ausgeführt. Die Damen meinen tiefgefühlten Dank. verrichten in der zweiten Abtheilung 1139b Fr. Wwe. Ruhnke. den Stallmeisterdienst. Zum Schluß der Vorstellung: Dienstag, den 26. Januar 1892, Abends 8 Uhr, im großen Saale der Brauerei Moabit, Thurmstr. 25/26: Versammlung. Tages Ordnung: Reichstags- Abgeordneter Fritz Kunert. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten, 1. Die Sozialdemokratie und der politische Indifferentismus. Referent: Verschiedenes und Fragekasten. Gäste willkommen. Arbeitslose und franke Mitglieder werden ersucht, fich zur Abstempelung ihrer Beiträge an den Vorstand zu wenden. Der Vorstand. Berliner Kinder im Sommer und Winter. Allg. Kranken u. Sterbekasse 423/9 Größe Wasser- und Feuer Panto- der Metallarbeiter( E. H. 29. mime mit großartiger Ausstattung und sensationellen Licht, Wasser- u. FeuerFiliale Berlin 1. Das Mitglied Herrmann Wolf ist Achtung! Maurer! Achtung! Effetten, militärische Evolutionen von am 22. D. 2. verstorben. Die Beerbi- Grosse öffentliche Maurer- Versammlung Damen in Uniform der Rathenower Husaren und des 1. Garderegiments 2c. Morgen: Große Gala- Parade- Vorftellung. Großer Saal ist Sonntags und Wochentags zu vergeben. Bözow- Brauerei, Prenzlauer- Thor. 1832L Sophabezüge! Reste in Rips, Damast, Granit, Plüsch u. bunt. Stoff, pottbillig. Emil Lefèvre, Oranienstr. 158. Proben franko! 12 Uhr u. 1 Uhr. 4, 5, 6, 7, 8 und Jede Uhr& 9- Uhr Nachmittags. Roloffal- Gruppe: Bauern- Aufstand! Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab. PassagePanopticum. zu repariren ( außer Bruch) unter Garantie fostet bei mir gung findet Dienstag, den 26. d. M., Nachmittags 3/ 21hr, von der Leichenhalle des Dreifaltigkeits- Kirchhofes( in der Bergmannstr.) aus statt. 228/ G. Kranken- Unterfügungs- Bund der Schneider. Sonntag, den 31. Januar, Vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Joël, Andreas- Strasse No. 21. Tages- Ordnung: 1. Stellungnahme zum Gewerbe- Schiedsgericht. 2. Diskussion. 8. Ge werkschaftliches. Alle Maurer Berlins find dazu eingeladen. Die Versammlung wird Der Vertrauensmann. pünktlich 10 Uhr eröffnet. 427/6 Wagener, Alt- Moabit Nr. 125. Mitgliederversammlung Allgemeiner Arbeiterinnen- Verein am Dienstag, den 26. Januar, Abends 81/2 Uhr, Kommandantenftr. 20( Gartenhalle r.). Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal 91. Berlins und Umgegend( Filiale Norden). Mittwoch, d. 27. Januar, Abends 8 Uhr, in Knebel's Salon, Badstraße 58: 2. Neuwahl der Herzte. 3. Wie stellen Achtung! Grosse Versammlung. Achtung! fich die Mitglieder zur Weiterbewilli gung des Markenvertriebs an Kollege Roloff. 4. Kaffenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Lokalverwaltung. 1,50 Mk. 274/11 Kleine Reparaturen entsprechend billiger. Uhren, Gold- u. Silberwaaren Naunynstr. 38, Tages Ordnung: 1. Vortrag der Frau Henrich- Wilhelmi über: Der Frauen Natur, Pflicht und Recht. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Herren und Damen als Gäfte haben Zutritt. Mitglieder können ihre Beiträge entrichten. Um recht zahlreichen Besuch ersucht Der Einberuferin. 176/3 Für Kolporteure! Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer C. Wunsch,. b. Oranienplas. Wiederverkäufern 50% Rabatt. Künstliche Zähne 2 Mark. Lebensgrohe Plomben von 1,50 M. an. 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Parteigenossen dürfte sich besonders zur Verbreitung unter denen empfehlen, die wahres Chriſtenthum und Sozialdemokratie für uns vereinbar halten. Sie zeigt einen Weg 427/7 Berlins und Umgegend. Am Donnerstag, den 28. Januar, Abends 8 Uhr: Mitglieder- Versammlung in Orschel's Salon, Sebastianstrasse 31. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1891. 2. Vortrag des Genossen Kessler. 3. Wahl eines Revisors und zweier Ausschußmitglieder. 4. Fragefaften und Gewerkschaftliches. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Große öffentliche Buchdrucker- Versammlung Freitag, den 29. Januar 1892, Abends 8 Uhr, Tages Ordnung: lich. Amts richters a. D., Alte Jakobstrasse 130. Geiffenhafter Rath, Hilfe in allen zur einzig erfolgreichen Bekämpfung im gr. Saale des Böhmischen Brauhauses, Landsberger Allee 11-13. Ungelegenh. Unbemittelten unentgeld alles Nachbetens vou Pfaffen und lich. Sonntags bis 4hr.[ 1856L Antipfaffen und aller Jntoleranz. 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Januar 1892. Abg. Winterer( Elf.) bedauert, daß eine kommissarische Berathung des Handelsvertrages nicht möglich gewesen sei. Die schon geäußerten Befürchtungen, welche im Interesse der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber im Elfaß an den Vertrag zu knüpfen Abg. Schmidt( Elberfeld, dfr.) fordert wie im entsprechenden seien, wären wohl begründet. Der Vertrag werde eine Ausösterreichischen Abkommen auch hier eine Beseitigung des Auswanderung zahlreicher Arbeiter herbeiführen. Der Minister sei führungszwanges von Batenten und vermißt in dem vorliegenden über die Fabrikation der Spinnerei im Elsaß nicht richtig unterVertrage ein Verbot der falschen Ursprungsbezeichnung( con- richtet. currence deloval). Die Abgg. Hammacher( natl.) und Menzer( dfons.) stimmen dem Borredner zu und verlangen einen Aufschub der zweiten Berathung auf morgen. übernommen hätte. Abg. Nuhland( Elsässer) erklärt angesichts der Nachtheile für die elfässische Feingarnspinnerei und Weberei, nicht für den Bertrag stimmen zu können. Abg. Samhammer( freif.) bittet, bei späteren Handeß verträgen mehr Rücksicht auf die kleinen Industrien der thüringischen Staaten, namentlich die Spielwaaren- und Schiefeltafel- Industrie zu nehmen, die unter den gegenwärtigen mißlichen Wirthschafs verhältnissen schwer zu leiden haben. Abg. Adt( natlib.) vermißt im Tarif eine genauere Bezeich nung der zu verzollenden Schuhwaaren und bittet, dieses Ve fäumniß in einem demnächst aufzustellenden Waarenverzeichnß nachzuholen. V 9. Jahrg. Was vor= Abg. Möller: Die Abgg. Petri und Brömel haben jeder die fehlende Zustimmung der Gemeinde kann also ergänzt wer zum Theil Recht. Es handelt sich bei ihren beiden den; in der früheren Vorlage hieß es diese Einrichtung kann Berechnungen darum, daß das eine Mal auch die mehr erfolgen. Die Vorschriften des Gesetzes fordern nicht nur große drähtigen Garne herangezogen find, das 156. Sigung vom 25. Januar. andere Mal Mehrausgaben für die Anstellung von Lehrern, sondern auch für nicht, und ich bedaure, daß auch bei Zollabfertigungen die Errichtung neuer Schulgebäude, und das ist um so bedenktTagesordnung: Patent- und Markenschuh- Absolche Ungleichmäßigkeiten vorkommen. Ich bitte die Regierung licher, als die gutsherrlichen Leistungen zum Theil sehr beschränkt Tommen mit talien. Schweizerischer Handels- darauf hinzuwirken, daß dergleichen nicht mehr vorkommt. Unter worden sind. Die Vorlage zieht allerdings eine Unterstüßung bertrag dem gegenwärtigen Zoll hat sich die Zahl der Spindeln nament- der Gemeinden vor, aber trotzdem werden die Lasten noch sehr Am Tische des Bundesraths: Minister Frhr. v. Berlepsch, lich in Süddeutschland, aber auch in Norddeutschland mehr als erhebliche sein. Im Prinzip bin ich auch Anhänger der KonfessionsStaatssekretär Frhr. v. Marscha II, Unterstaatssekretär verdoppelt. Werden die neuen Konventionalsäge auf Garn an- schule, aber die paritätische Schule ist ein Nothbehelf; der zuv. Schraut ut. A. genommen, so geht diese Industrie zu Grunde und die Arbeiter gelassen werden muß für unsere Verhältnisse im Osten. werden brotlos. Ich bin aus diesem Grunde gezwungen, mich die Kinder bisher in religiöser, fittlicher und patriotischer Begegen diesen Tariftfah zu erklären. ziehung in diesen paritätischen Schulen gelernt haben, steht nicht hinter dem zurück, was die Konfessionsschulen leisten. Sehr zweifelhaft ist aber, ob die Privatschulen, welche jetzt zugelassen werden sollen, dasselbe leisten. Daß die Vorlage eine Ausführung der Verfassung sei, hat nur eine untergeordnete Bedeutung, denn die Verfassungsbestimmungen gewähren einen ziemlich weiten Spielraum, z. B. bezüglich der Leitung des Unterrichts durch die Geistlichkeit. Das Zentrum hat die bisherige Praxis der Regierung in dieser Beziehung getadelt, die Regierung hat dieselbe aber Geheimrath Mofer: Der Herr Minister hat wesentlich trotz der Bestimmungen der Verfassung aufrecht erhalten. darauf hingewiesen, daß bei der Ausführung des Abg. Petri die In Wirklichkeit wird nirgends der Religionsunterricht vollständig mehrdrähtigen Garne mit in den Export einberechnet sind. Im von den Geistlichen ertheilt, sondern nur der konfessionelle Unterübrigen möchte ich Herrn Möller bemerken, daß z. B. Frankreich richt im Katechismus. Sonft ist nur unter ausdrücklicher GeDirektor im Reichsamt des Innern Nieberding erwidert, durch seine hohen Garnzölle nicht hat durchkommen können. nehmigung seitens der Regierung die Ertheilung des Religionsdaß in der italienischen Gesetzgebung schon eine Vorschrift gegen Abg. Menzer: Unter den bisherigen Zollfäßen hat unterrichts den Geistlichen gestattet. Der Lehrer, welchem der falsche Ursprungsbezeichnung vorhanden sei, und daß man daher sich in Deutschland die Roßhaarspinnerei und die weitere Religionsunterricht entzogen wird, verliert das Vertrauen in der durch Aufnahme eines solchen Verbots eine einseitige Verpflichtung Fabrikation dieses Gespinnstes sehr günstig entwickelt. Gemeinde und heilsam wird er in der Schule nicht mehr wirken. Der Schweizerzoll ist aber jetzt so erhöht, daß namentlich die( Sehr richtig! rechts.) Wenn der Minister es zurückweist, daß Die zweite Berathung des Abkommens soll morgen statt- badische Roßhaar- Spinnerei eine erhebliche Einbuße erfahren die Vorlage die Ausführung des Windthorst'schen Antrages entfinden. wird. Das ist mir um so bedauerlicher, als in der freien Kom- hält, so ist das dem Wortlaut nach richtig; der Windthorst'sche In der zweiten Berathung des Handelsmission der Regierungskommissar mir entgegnete, da ich mich be- Geist aber weht durch die Vorlage, denn diese geht dahin, daß dertrages mit der Schweiz beklagt Abgeordneter Siegle flagte, um solche mikroskopische Existenzen könne man sich nicht die kirchliche Behörde allein über den Religionsunterricht ents ( natl.) die Erhöhung der Bölle auf Leinen, Wollen- und Baum- kümmern. Wo ist denn die Grenze zwischen mikroskopischen und scheidet, daß keine weltliche Behörde dabei mitzusprechen hat. wollwaaren, welche den entsprechenden deutschen deutschen In makrokopischen Gristenzen? Die Leute kämpfen den Kampf ums Dadurch bekommt die Voltsschule einen zweiten Herrn; das dustrien empfindlichen Schaden bringen würden. Die Dasein so gut wie jeder andere. Recht des Staates auf die Schule kann durch diese Herrschaft Schweiz habe dagegen durch die Zollermäßigungen Staatssekretär v. Marschall: Die freie Kommission, welche der Kirche verdunkelt werden. Einen Ausweg kann man hier Deutschlands ganz unverhältnißmäßig hohe Vortheile, die auch auf Wunsch des Abg. v. Bennigfen am Sonnabend tagte, und vielleicht finden in der Vorbildung der Lehrer. Es handelt sich für den meistbegünstigten Staaten zu Gute fämen, das sei nament der auch Vertreter der Regierung beiwohnten, sollte nach die katholische Kirche dabei hauptsächlich um die missio canonica. lich in Bezug auf die Feingarnspinnerei der Fall. Dennoch werd: meiner Meinung einen vertraulichen Charakter auch nach außen Daß die Seminare vollständig konfessionell sein sollen, findet er für diesen Konventionaltarif stimmen, weil er immer noch hin haben. Der Abg. Menzer hat diesen vertraulichen Charakter unsere Billigung. Bezüglich der Privatschule muß besser sei, wie der von der Schweiz in Aussicht genommene nicht gewahrt. Wenn dies Verfahren Uebung werden sollte, so fichtig verfahren werden. Privatschulen mit dem Ziele der autonome Tarif. würde es mir kaum möglich sein, in Bukunft solche freien Ver- Volfsschule können nicht das leisten, was die Voltsschule leistet. einigungen stattfinden zu lassen.( Beifall.) Es fehlt der Schulzwang, und wenn die Kinder die Schule nicht Geheimrath Helbich: Die Roßhaar Spinnerei hat in dem regelmäßig besuchen, so kann dagegen erst nach längerer Zeit durch schweizerischen Zollvertrag eine günstigere Position erhalten, als Auflösung der Schule Remedur geschaffen werden. Jedenfalls in dem österreichischen und auch in dem italienischen Zollvertrage. muß bezüglich der Privatschule die Bedürfnißfrage strengstens Die eingetretene Zollherabsehung von etwas mehr als 3 pet. geprüft werden, denn die staatliche Schulaufsicht allein ist hierbei des Werthes kommt nicht in Betracht.( Abg. Menzer: 4 pet. nicht ausreichend. Von der Gespensterfurcht gegenüber den Polen des Werthes soll teine Rolle spielen?) bin ich frei und bin einverstanden mit dem Aufruf des Ministers, Abg. Barth: Abg. Menzer hätte mit seinen Ausführungen die Deutschen möchten auf ihre Kraft vertrauen; aber ich muß von freihändlerischem Standpunkte Recht, da wir aber doch hervorheben, daß trotzdem der Grund und Boden in den der Schweiz nur wenig Konzessionen machten, fonnten wir Händen der Deutschen ist, die Arbeiter erst jetzt anfangen deutsch auch feine größeren Konzessionen verlangen. Abg. Brömel zu lernen, seitdem der Staat die Förderung des Deutschthums in hatte Recht und mehr als Recht damit, daß die hier be die Hand genommen hat. Die Erlernung der deutschen Sprache Abg. Laudes( Centr.) bedauert den Schaden, der dem Allgiu, schlossene Herabsehung des Grenzzolles die Arbeiter durchaus seitens der Polen ist aber nothwendig, um sie für den Militärfeinem Heimathlande, durch die Herabsehung des Käsezolles vernicht brotlos mache. Hätten Sie die Rücksicht auf das Brot des dienst zu befähigen. Aus diesem Grunde wird der Spracherlaß ursacht würde. Arbeiters immer gehabt, so hätten Sie die hohen Kornzölle nicht des Ministers bei uns sehr schmerzlich empfunden. Trotzdem der Geheimer Ober- Regierungsrath v. Huber hebt die 3ll- bewilligen dürfen. Erlaß für Westpreußen nicht gilt, wird infolge der Agitation die pofitionen hervor, welche zur Förderung der einheimischen Arbeit Abg. v. Marquardsen bemerkt, daß er für keinen sämmt- Ginführung desselben vielfach erbeten. Wir sind der Meinung, im schweizerischen Tarif berabgesetzt worden sind und deren licher bestehender Bölle gestimmt habe, aber es sei etwas daß eine gesetzliche Regelung des Volksschulwesens auch ohne gegenüber die deutschen Zölle nur geringe Herabfehungen zeigen. anderes, einen 3oll einen 3oll einzuführen, als einen Boll, auf Regelung des Privatunterrichts möglich ist. Der Auflösung der Abg. Brömel( freis.) führt aus, in vielen Fällen sei die den die Industrie sich einmal eingerichtet habe, wieder Abtheilung für Kirchen- und Schulwesen stimmen wir nur zu, Schweiz garnicht in der Lage gewesen, Konzessionen zu macen, aufzuheben; er und mit ihm die Mehrzahl seiner Freunde aber nur in dem Sinne, weil die veränderten Verhältnisse auch ihr Tarif schon niedriger gewesen sei, als der stimmen für den Vertrag. Die Verhandlungen der freien eine Aenderung der Verwaltung in dieser Beziehung fordern. Wir Deutschlands. Die Schweiz sei bei den Handelsvertrags- Kommission feien allerdings als vertraulich aufzufassen und er erkennen an, daß diese Abtheilung in einer Zeit, wo die Mittel Berhandlungen u. A. auch von zwei Abgeordneten hätte eine vertrauliche Behandlung derselben besonders deshalb nicht so reichlich vorhanden waren, Großes geleistet hat. vertreten worden, in Deutschland sei es garnicht denkbar, daß gewünscht, um auch für ähnliche Fälle in Zukunft eine solche Das Einkommensteuer- Gesetz hat die Ueberschüsse der neuen andere als bureaukratisch geschulte Leute zu Unterhändlern ge- freie Kommission nicht unmöglich zu machen. Redner tritt dann Einkommensteuer fest geregelt für die Ueberweisung der Grundwählt würden. Die deutsche Industrie habe, wie aus allen besonders entgegen den Ausführungen des Abg. Landes für die und Gebäudesteuer bezw. für die Reform der Kommunalsteuern. Handelskammer- Berichten hervorgeht, Konzeffionen gefordert, fich Ermäßigung des Käsezolles ein, erkennt aber an, daß der Antrag Wir sind zweifelhaft, ob die Inanspruchnahme der Ueberschüsse felbst aber jeder Zollherabsetzung widersetzt, so daß die Regierung immerhin noch Mängel mit sich führe, und bittet die Regierung, für dieses Gesetz richtig ist. Im übrigen sind wir nicht Gegner in diesen Kreisen fast gar keine Unterstützung gefunden jabe. mit all ihrem Einfluß dahin zu wirlen, daß die Schweiz in Zu- des Gesetzes an sich. Wir bekämpfen die hierarchischen Tendenzen, Dabei sei z. B. in der Bänderindustrie die Ausfuhr bei Witem funft nicht von ihrem Bruttoverzollungssystem abgehe. welche in den verschiedensten Bestimmungen zu Tage treten, aber größer als die Einfuhr. Die Klagen über die Verluste seier be= Abg. Möller hält seine Behauptungen bezüglich der nicht die religiöse Tendenz der Vorlage; dieser stimmen wir aus sonders in der Baumwollenindustrie übertrieben. 36 000. sei sächsischen Spinnerei gegenüber dem Abgeordneten Barth voll- vollem Herzen zu. Den Beweis dafür haben wir der vorjährigen fein großer Verlust für eine Industrie, in der viele Millonen kommen aufrecht. Vorlage gegenüber erbracht. Wir sind überzeugt, daß die drei festgelegt seien. Der Frhr. v. Stumm habe mit Unrecht dirauf Darauf wird der Art. 2 mit der Anlage der Zolltarife, sowie Faktoren, welche in der Schule in Betracht kommen, der Staat, hingewiesen, daß man ohne den Zolltarif von 1879 niemds zu der Rest des Vertrages angenommen, ebenso das Schlußprotokoll. Die Kirche und die Gemeinde sich friedlich nebeneinander ordnen diesem Vertrage mit der Schweiz gekommen wäre. Er habe ganz Schließlich gelangt folgende Resolution des Abg. Barth nach können.( Beifall bei den Freikonservativen.) vergessen, daß man inzwischen weitere Zollerhöhungen z. B. einer kurzen Begründung des Antragstellers zur Annahme: Abg. von Buch( tons.): Die tonservative Fraktion hat 1885 erlebt habe, die direkt gegen die Schweiz geichtet Da es dem Interesse der vertragschließenden Staaten bereits im vergangenen Jahre anerkannt, daß auf dem Gebiet gewesen seien und sie auf den Irrweg des Schutzzolls gführt entspricht, alle bei der Auslegung und Anwendung der der Bolfsschule thatsächlich die Nothwendigkeit einer Aenderung haben. Von dem vorliegenden Vertrage sei nur zu wünschen daß Handelsverträge etwa entstehenden internationalen Meinungs- der gesetzlichen Vorschriften vorhanden ist, weil den Anforderungen er mit großer Mehrheit angenommen werde und daß diese verschiedenheiten auf friedlichem und freundlichem Wege der gänzlich veränderten Zeitverhältnisse nicht mehr ent Mehrheit die Regierung auf dem betretenen Wege weiterbringen zu begleichen, werden die verbündeten Regierungen die verbündeten Regierungen er sprochen werden kann. Wir waren nur zweifelhaft, ob es erfucht, mit den Regierungen derjenigen Länder, mit denen praktisch gewesen ist, diese Reform damals gleichzeitig mit Abg. Petri( nat.- lib. Elsässer) führt aus, daß durch die Handelsverträge zu Stande kommen, eine Vereinbarung zu treffen ben andern in Angriff zu nehmen. Dieses Bedenken Serabseßung der Garnzölle die elfässische Spinnerei- Industrie dahin gehend, daß alle aus den Handelsverträgen etwa ent- besteht auch heute noch, denn die Landgemeinde Ordschwer geschädigt worden. Die Folge werde sein, daß zahleiche springenden Streitigkeiten durch ein Schiedsgericht zum Austrag nung und die Einkommensteuer sind noch nicht durchgeführt. Arbeitskräfte brotlos und zur Auswanderung genöthigt wirden. gebracht werden. Nachdem durch die vorjährige Vorlage die Fragen in Fluß ge Preußischer Handelsminister Frhr. v. Berlepsch: Mt der Damit ist die Tagesordnung erschöpft. tommen sind, fann die Berathung des Entwurfs nicht länger ver elfäffischen Feinspinnerei hat sich neuerdings auch die niederrhenische Schluß 10/2 Uhr. zögert werden. Die Volksschule tann nur auf der religiösen, Baumwoll- Spinnerei und die Halbseiden- Weberei gegen die Zoll- Nächste Sigung Dienstag 1 Uhr.( Zweite Berathung der konfessionellen Erziehung beruhen. Dem konfessionellen Charakter der herabsegung verbündet, doch sind die Motive der Gegnerchaft Abkommen mit Desterreich Ungarn und mit Italien wegen des Schule ist nicht genügend Rechnung getragen, wenn nur für die verschieden. Die elsässischen Spinnereien fühlen sich direk die Patentmarken- und Musterschußes, dritte Berathung des deutsch- entsprechende Ertheilung des Religionsunterrichts Sorge getragen Weberei sich prinzipiell gegen jeden Einbruch in das Zollyſtem entwurfs, betreffend die Behandlung des Zolls auf Tranfitlager.) muß von dem konfessionellen Gedanken getragen werden. Daß sträubt und für ihre Fabrikate eine Zollrückvergütung ohne die Neu- Errichtung von Simultanschulen ausgeschloffen wird, entIdentitätsnachweis fordert. Die Feinspinnerei hat die Erwatung, spricht durchaus diesem Grundsahe, daß Kinder, welche einer nicht die sie mit dem Zolltarif von 1879 zu erfüllen versprach, diß sie nämlich aus eigener Kraft den heimischen Markt verprgen staatlich anerkannten Religion angehören, an dem Religionsunterricht der Wolfsschule Theil nehmen sollen, sobald nicht anderwerde, nicht gehalten, vielmehr ist sie stetig zurückgegangen der weitig für ihre religiöie Belehrung genügend gesorgt ist, billigen Import hat sich dauernd gesteigert.. Die Zollhöhe wird also wir vollständig. Die Kinder sollen nicht unterrichtet werden von hier keinen Unterschied in den Verhältnissen der FeinLeuten, die prinzipielle Gottesleugner sind.( Widerspruch links.) spinnerei hervorbringen und die düsteren Prophezeimgen Es können Zeiten kommen, wo mancher beten lernt, der heute vom Brotloswerden der Arbeitermassen sind daher hinfillig. nur Worte des Hohns und der Verachtung für die Religion hat. Im Elsaß wird nur für das eigene Land fein gesponnen, nur Abg. Weffel( frk.): Wenn ich mich gegen das Gefeß zum( Beifall rechts; Widerspruch lints.) Die Leitung des Religions ein Etablissement in Bielefeld und einige Fabriken in Schsen Worte gemeldet habe, so will ich damit nicht sagen, daß wir der unterrichts durch die Kirche erfordert, daß die Kirche bei der Ginbeziehen Baumwollgarne aus dem Elsaß, das ist ein neuer Beveis, Vorlage gänzlich ablehnend gegenüberstehen. Herr von Zedlig richtung desselben mitwirken und Anordnungen treffen kann; daher daß die Befürchtungen, welche an die Ermäßigung der Röle ge- bat unseren Standpunkt schon im Allgemeinen gekennzeichnet; die Einwirkung auf die Schulbücher, auf die Prüfungen der Lehrer zc. tnüpft werden, nicht in Erfüllung gehen werden. Daj die ich will dies im Einzelnen ausführen. Durch die strenge Aus Daß der Geistliche den Lehrer sachlich berichtigen kann, halten Baumwollindustrie in einer schlechten Situation fich beindet, bildung des konfessionellen Prinzips werden so große An- wir für nothwendig, ebenso daß der Geistliche den Religionsliegt an den reichen Baumwollernten der letzten Jahre, relche forderungen an die Gemeinden gestellt, daß die Gemeinden des unterricht selbst übernehmen kann. Durch die tonfessionelle Gedie Preise drücken. Auch ist die englische Konkurrenz übermäßig, Oftens nicht reich genug sein werden, die geforderten Leistungen staltung der Seminare wird der bekenntnißtreue Religions= die wir nur durch einen Prohibitivzoll bewältigen könnten, der zu erfüllen. Früher war es möglich, an einer Schule, welche unterricht gesichert. Wie wichtig die gesetzliche Festlegung ist, wieder der Weberei Echaden brächte. Ich glaube aber licht, Kinder verschiedener Konfession enthielt, bei Bildung einer zweiten beweist eine Rundgebung eines rheinischen Schulvereins, welche daß die Herabsetzung der Zölle der Spinnerei überhaupt schdet. Klasse einen Lehrer der Konfession der Minderheit anzustellen ausdrückt, daß mit der Simultanisirung der Seminare die Die weitere Berathung wird um 53/4 Uhr auf Abends 8 Uhr und so für den Religions Unterricht derselben zu sorgen. Das Simultanisirung der Volksschule ohne Weiteres erfolgen würde. bertagt. wird nicht mehr gestattet sein, da an einer Konfessionsschule nur Das wollen wir nicht. Wenn noch weitergehende kirchliche An( Fortsetzung Abends 8 Uhr.) Lehrer derselben Konfession angestellt sein dürfen. Bei 60 Kindern forderungen hervortreten, so werden wir uns dem widersehen Ain Tische des Bundesraths von Marschall, Inter- einer Konfession muß mit der Neubildung einer Kon- und der Minister wird uns an seiner Seite finden. Man wirft staatssekretär von Rottenburg. feffionsschule vorgegangen werden. Bei der Fluktuation der uns vor, daß wir die Voltsschule der Kirche ausliefern wollen. Die zweite Berathung des Handelsvertrages mit der Schweiz Arbeiterbevölkerung wird das zu übereilten Schulgründungen( Sehr richtig! links.) Das ist ein Schlagwort, welches sich in wird im Artikel 2, der die vereinbarten Tarife als Anlage entführen, die nach kurzer Zeit nicht mehr nothwendig sein werden. Werbindung mit Junkerthum, Muckerei u. f. w. bei der Wahlhält, fortgesetzt. Nach der Vorlage haben alle diese Einrichtungen zu erfolgen, agitation ganz gut macht; aber bei der praktischen Berathung weil werde. Abgeordnetenhaus. 5. Sigung vom 25. Januar. 11 Uhr. Am Ministertische Graf von Caprivi, Graf von Zedlig und Kommissarien. Auf der Tagesordnung steht die erste Lesung des Entwurfes eines Voltsschul- Gesezes. eines Gefehentwurfes bedeuten sie nichts.( Beifall rechts.) Durch ist das die reine Heuchelei, wie ein wahrhaft liberaler Mann| Fall; auf den Unterricht in biblischer Geschichte werden die die Mitwirkung der Kirche bei der Prüfung der Lehrer werden das früher ausgesprochen hat. doch die Seminarien nicht der Kirche ausgeliefert. Der Staat hinter Friedericianischen Reglements und weit zurück hinter der Privatunterricht soll zur Verschlechterung der Schule führen. Die Die Vorlage bleibt weit zurück Konfeffionen wohl kein großes Gewicht legen. Der ausgedehnte stellt die Lehrer an, genehmigt die einzuführenden Verwaltungspraxis, welche mit Ausnahme eines einzigen bedeutendsten Erscheinungen auf dem Schulgebiet knüpfen sich an Schulbücher und kann auch den Geiftlichen, der feine Ministers, des liberalen Herrn Fall, gehandhabt worden ist. Männer, welche aus den Privatschulen hervorgegangen find: Befugnisse überschreitet, aus der Schule entfernen. Dem Staate bleiben also alle Machtmittel, die er braucht, um bringt in richtiger Weise eine Regelung der Vorbildung der Daß die Aufsicht des Staats ( Beifall im Zentrum und den Konservativen.) Die Vorlage August Hermann France und Pestalozzi.( Sehr richtig! rechts.) politische oder tirchenpolitische Uebergriffe zu verhindern.( Bei- Lehrer und der verfassungsmäßig gewährleisteten Unterrichts- fortfallen foll, ist unbedenklich. über die Privatschulen fall rechts.) Bezüglich des Privatunterrichts ist die Verfassung freiheit; das ist der Vorzug vor der vorjährigen Goßler schen also gegen die grundsägliche Festlegung der Bedingungen für den Warum wehrt man sich sehr klar; es würde feine Ausführung der Verfaffung sein, die Vorlage. Die Sozialdemokraten rechnen bestehende Verwaltungspraxis einfach gesetzlich festzustellen, denn durch darauf, daß Privatunterricht gegenüber dem Belieben und der Willkür der die Schullehrer immer mehr die für die Bedürfnißfrage läßt die Verfassung feinen Raum. Daß aus Religion Verwaltung. In der Umgegend von Berlin sind eine Menge den Gemüthern der in der Unterrichtsfreiheit gewiffe Gefahren liegen, erkennen wir Die Sozialdemokratie kann nur durch geistige Mächte besiegt fertigt wären, die man hier vorgebracht hat, dann müßten doch die Schüler verdrängt wird. katholischer Privatschulen entstanden. Wenn die Bedenken gerecht an, aber wir folgern daraus nicht die Nothwendigkeit einer Ver- werden; und welche geistige Macht ist dazu imstande, wenn nicht Leiter dieser Privatschulen darauf bedacht sein sie zu konserviren. faffungsänderung. Daß in selbständigen Gutsbezirken der Guts- die Schule in Verbindung mit der Religion?( Beifall rechts und Das Gegentheil ist der Fall. Die Verwaltung wird gezivungen, befizer die Schullasten übernehmen muß, ist eine Meubelastung im Zentrum). Die Unterrichtsfreiheit hat die Verfassung im diese Schule nach und nach zu öffentlichen zu machen. Die derselben, namentlich in den östlichen Provinzen und zwar in weitesten Sinne proflamiren wollen; man hatte damals ein Privatschulen sind keine Gefahr, fie find nothwendig gegenüber einem Augenblick, wo uns unfere früheren Rechte genommen anderes Gefühl gegenüber der Willkür der Verwaltung und der einer gebundenen Staatsschule.( Lebhafter Beifall rechts und im werden. Da wir für die Selbständigkeit der Gutsbezirke ein Polizei. Es sollte kein Staatsmonopol auf die Schule begründet Zentrum.) getreten sind, werden wir uns nicht weigern, diese Lasten zu werden. Der Hinweis des Vorredners auf Belgien ist unzu übernehmen. Bezüglich der Organisation der Schulverwaltung 2c. treffend, denn Belgien hat überhaupt keinen Schulzwang gekannt. diese Rede des Ministers zu antworten die Nationalliberalen Zur Geschäftsordnung stellt Abg. von Eynern fest, daß auf sehen wir mit Freuden, daß das Mißtrauen der vorjährigen Entgegen der Verfassungsvorschrift, welche die konfessionelle durch die Ungunst der Rednerliste verhindert sind, da ihr Redner Vorlage gegen den Kreisausschuß verschwunden ist. Wir möchten Schule als Regel aufstellt, fordert die jüdisch- liberale Presse eine erst an der 26. Stelle kommt. nur anheimgeben, auch die Städte unter 10 000 Einwohner unter Verfassungsänderung, um die Simultanschulen einzuführen, die im den Kreisausschuß zu stellen.( Sehr richtig: rechts.) Die Strafen Grunde genommen nur die religionslose Schule ist. Abg von Jazdzewski weist darauf hin, daß in den für Schulverfäumnisse dürfen nicht durch den Schulinspektor, den jüdisch- liberale Presse verlangt diese Simultanschulen feineswegs Deutsche zu verbreiten, feinen Erfolg gehabt hat; die Kenntniſſe Aber diese polnischen Landestheilen das Bestreben der Regierung, das Geistlichen erlassen werden, denn dadurch wird seine für die jüdischen Schulen, die vielmehr erhalten und sogar ver- im Deutschen sind jetzt viel schlechter als früher. Der Sprachen Stellung erschwert; sie müssen als Polizeiftrafen be mehrt werden sollen. trachtet und vom Amtsvorsteher erlassen werden. Gegen solche Anmaßungen ist der Erlaß des Miniers habe noch feine genügende Wirkung gehabt, dentlich hält die Mehrheit meiner politischen Freunde die spannt und man darf sich nicht wundern, wenn er endlich einmal reißt. Anwendung desselben vielfach widersetzen. Deshalb ist die EinFür be- Geduldsfaden der christlich- germanischen Bevölferung genügend ange- weil die Schulbehörde, namentlich die örtlichen Behörden sich der Bestimmung, daß im Falle der Strafversehung die Regierung Ich will nur daran erinnern, daß in den fünfziger Jahren ich führung eines schulplanmäßigen Unterrichts im Polnischen dringend Lebrer anstellen fann, ohne auf das Borschlagsrecht der Ge- es war, der den schon formulirten Beschluß, den Art. 12 der nothwendig geworden. Wenn der Minister auf der Grundlage meinden zu achten. Eine solche Strafversetzung soll nur dann Verfassungsurkunde, welcher den Juden die bürgerliche Gleichheit der Konfession das Volksschulwesen einrichten will, dann muß auch möglich sein, wenn die Gemeinde keine Vorschläge gemacht hat gewährleistet, zu suspendiren, hintertrieben hat; deshalb erhebe die Kreis- Schulinspektion auf dieser Grundlage aufgerichtet werden. oder mit der Berufung des Lehrers einverstanden ist. Daß den ich meine warnende Stimme gegen dieses jüdisch- liberale Treiben; Auch bezüglich der Simultanschulen müßte noch manches geändert Lehrern ein entsprechendes Diensteinkommen gesichert werden es fönnte sonst ganz anders tommen. Daß die Religions werden; es find allerdings nur 303 folcher Schulen vorhanden, muß, billigen alle Parteien; ob die Feststellung eines Dienst gesellschaften den Religionsunterricht leiten sollen, fagt ganz davon entfallen aber 87 auf Bosen und 110 auf Westpreußen. einkommens von 1000 m. mindestens richtig ist, müssen wir erst deutlich, daß sie alle dafür erforderlichen Anordnungen treffen Die katholischen Kinder bilden dort überall eine sehr große prüfen. Vielleicht ist es zweckmäßiger, das Mindesteinkommen müssen. Ein Bedenken habe ich gegen die Borlage; ich will, daß Minderheit, ja in manchen Schulen sogar die Mehrheit, ohne bezirksweise festzusetzen, aber so muß der Betrag des Dienst- nur Lesen, Schreiben und Rechnen in den Schulplanaufgenommen daß ein katholischer Lehrer angestellt wäre. Auf die Einzelheiten einkommens, welcher aus Dienstländereien erwächst, für jede wird, non multa, sed multum. Stelle festgesetzt werden und nicht freisweise. Eine sehr große Stoff, welchen die Volksschule bewältigen soll, viel zu umfassend gegen die Ausführungen des Abg. von Enneccerus, wonach eine Es scheint mir aber, daß ihr der Vorlage geht Redner nicht ein, sondern wendet sich nur Ueberraschung hat uns der§ 194 gebracht, welcher aus den bemessen ist. Wenn die jungen Leute mit 14 Jahren nicht mit Gefahr des kirchlichen Einflusses sich nur bei der katholischen Ueberschüssen der Einkommensteuer 9 Millionen für die Zwecke einer gewissen Zufriedenheit in ihren Beruf als Lehrlinge und Kirche geltend mache. Dasjenige, was der Kultusminister der dieses Gesetzes in Anspruch nimmt. Eine solche Verwendung ge- Fabritarbeiter treten, dann ist damit der Haken gegeben, an latholischen Kirche eingeräumt hat, entspricht ihren Lehren, bes schieht zum Nachtheil des Grundbesitzes, zumal der Grundbesitz welchen die Sozialdemokraten ihre Agitation inüpfen. durch die Beschränkung der Ueberweisung aus der lex Huene friedigt aber noch nicht vollständig ihre Ansprüche. Eine Be belastet wird, weil die Kreise neue Kreissteuern einführen der Debatte habe ich entnehmen fönnen, daß die Grundlagen der vird dadurch nicht herbeigeführt, sondern eher wird seine Kultusminister Graf Bedlin: Aus dem bisherigen Gange influssung der Freiheit der Stellung des katholischen Lehrers werden.( Sehr richtig! rechts.) Das einfachste wird es Vorlage allgemeiner gebilligt werden, als man bisher annehmen konnte, Stellung sich befestigen, weil er der Aufsicht und Leitung seines sein, den§ 194 zu streichen und die entstehenden Rosten auf daß ferner die Ausstellungen, welche gegen die Vorlage geltend Seelsorgers unterliegt. Redner spricht den Wunsch aus, daß das den allgemeinen Etat zu übernehmen.( Bustimmung rechts.) gemacht sind, in den Kommissionsberathungen beseitigt werden Bolnische etwas mehr berücksichtigt werden möge. Die polnische Aus dem, was ich gesagt habe, werden Sie entnehmen, daß wir lönnen. Allerdings, wenn man in die Sache weiter eingeht, Fraktion werde dem Minister zur Seite stehen bei der Schaffung mit den Grundzügen des Gesetzes einverstanden sind, daß wir dann werden sich Gegenfäße bemerkbar machen, welche nicht zu ines Volksschul- Gesetzes, welches auf christlicher Grundlage auf hoffen, daß die einzelnen Bedenken durch die Kommissions- überbrücken sind. Die Bemängelungen des Herrn Weffel, welche gebaut ist. berathung beseitigt werden.( Lebhafter Beifall rechts.) wohl der besonderen Lage seiner engeren Heimath entsprungen Abg. Enneccerns( ntl.): Die Ausführungen des Vorrebners find, werden vielleicht dadurch hinfällig werden, daß den Selbst tag 11 hr vertagt. Gegen 4 Uhr wird darauf die weitere Debatte bis Diens haben mich überrascht und schwer bedrückt, ich möchte wohl wissen, verwaltungsbehörden ein großes Maß von Mitwirkung einob cr im Namen der ganzen konservativen Partei gesprochen hat. geräumt wird. Das Gefeß enthält teine einzige Bestimmung, ( Ja wohl! rechts.) Die Vorlage opfert die Schule der Kirche welche die Besorgniß rechtfertigt, daß die neue Volksschule etwas und der Politik, denn die Schule wird der jeweiligen Regierungs- anders als eine deutsche Volksschule sein wird. Auch die Bepolitik unterstellt durch die Auflösung der Abtheilung für Schul- mängelung des Herrn von Buch werde ohne Schwierigkeit beund Kirchenwesen. Die Regierung hat die Garantie übernommen, seitigt werden können, ich hoffe aber, daß die Uebertragung der daß die Ueberschüsse der Einkommensteuer zur Reform der Schulstrafen auf den Schulvorstand auch von Herrn von Buch Kommunalsteuer verwendet werden; auch wir haben diese als eine Verbesserung anerkannt wird. Bei dem nationalliberalen Ditsstatut obligatorische Fortbildungsschulen für junge Leute Ueber den Antrag Stadthagen und Genossen, durch ein Garantie übernommen. Man würde es wie einen Bruch eines Herrn Redner sind die Berührungspunkte sehr viel geringer. unter 14 Jahren einzurichten und in den Fortbildungsschulen Versprechens auffaffen, wenn wir davon zurückträten. Der Beiterkeit; Suruf lints: Gar feine). Das will ich nicht und den technischen Unterrichtsanstalten der Stadt Berlin über Kultusminister hat die Vorlage als eine Ausführung der Ver- hoffen. Artikel 112 hat nicht die fassung und als eine Legalisirung der bestehenden Verwaltungs- mungen Verfassungsbestim= de Rechte und Pflichten aus dem Arbeitsvertrag sowie aus dem Unfall, über die Schule aufgehoben; das Gesetz soll Ranken-, Invaliditäts- und Altersversicherungsgesetz unterrichten vorschriften bezeichnet; damit ist die Vorlage aber keineswegs auf diesen verfassungsmäßigen Grundlagen aufgebaut werden. zulassen, ist im Ausschusse der Stadtverordneten berathen. Es wurde gerechtfertigt. Die Verfassungsbestimmungen find noch gar nicht in Wenn ein Minister die Verfassungsbestimmungen mißachtet hätte, bezüglich der Fortbildungsschulen beschlossen, statistisches Material Straft getreten, sondern durch Art. 112 suspendirt; wenn sie was wäre dann wohl geschehen! Ein Minister, der die Ver- von Magistrat zu erfordern. Der zweite Antrag wurde ausgeführt werden sollen, ist es nothwendig, sie genau zu prüfen. fassungsgrundsäße nicht für zweckmäßig hält, müßte eine Wende- einstimmig, mit dem Zusatz, daß der Magistrat auch Wenn die Verwaltungspraxis der Hierarchie nachgiebt, so ist das rung der Verfassung beantragen. Eine Verfassungsänderung ist über andere in das praktische Leben einschneidende Rechtsunbedenklich; denn in jedem Augenblicke kann Remedur ge- immer bedenklich.( Buruf lints: Schon da gewesen!) Das war verhältnisse unterrichten laffen solle, angenommen. schaffen werden. Anders liegt es aber, wenn die Bestimmungen im Kulturkampf. gesetzlich festgestellt werden. Wenn jezt Parteien die Verfassungs- Unterricht über das Arbeitsverhältniß und die VersicherungsDie Vorlage geht aber über bestimmungen für unzweckmäßig halten, müßten sie ihrerseits eine Geptgebung wird voraussichtlich bereits am 1. April, der weiter die Berwaltungspraxis weit hinaus. Die konfeffionelle Schule Aenderung derselben beantragen. Die Vorlage ist eine loyale, gebunde am 1. Oktober eingerichtet werden. Ob das Plenum dem wollen wir auch nach Möglichkeit, aber dadurch die konfessionelle Minderheit nicht benachtheiligt legung der Verwaltungspraxis, die allerdings Herrn Enneccerus soweit folgerichtige Ausführung der Verfassung und eine gesetzliche Fest Antage feiner Kommission zustimmen wird? wird. Das übertriebene Stonfeffionalitätsprinzip fordert besondere nicht gefällt. Die Konfessionalität unter Mitwirkung der Kirche einklassige Volksschulen in Städten für die Minderheiten, wo die ging früher viel weiter als heute( Sehr richtig! im Zentrum) Kinder beffer in einer mehrklassigen Schule erzogen werden und das Schulwesen hat sich so entwickelt, wie es jetzt fodifizirt fönnten. Weber Minister von Ladenberg, noch Herr von Goßler vorliegt und womit die Mehrheit der Bevölkerung zufrieden gelegten die Verfassungsbestimmungen über die Konfeffionalität so wesen ist; jest, wo diese Bestimmungen Gefeß werden sollen, soll engherzig aus wie die Vorlage. Die Vorlage zertrümmert die die Bevölkerung aufgeregt sein. Eine große Zahl der heutigen bestehenden städtischen Schuldeputationen zu Gunsten einer neuen Einwendungen beruhen Aufruf an die Parteigenoffen in Schöneberg! Arbeiter Organisation, mit welcher ein Sprung in das Dunkle gemacht verständlichen Auffassung der Vorschriften. augenscheinlich auf einer miß- und Barteigenoffen Schönebergs! Laut Beschluß der letzten Ber wird. Haben die städtischen Schuldeputationen nicht Vorzügliches Beispiel eine Bestimmung, welche irgend einer anderen Instanz theiligen, richten wir folgende Mahnung an Euch. Wo steht zum fammlung, nach welchem wir uns an den Gemeindewahlen be geleistet und können sie auf ihre Leistungen nicht stolz sein? Das als der staatlichen das Aufsichts- und Bestimmungsrecht ertheilt. Aufgeben der Rechte des Staates zu Gunsten der Kirche hat eine Wenn man den Staat ganz allein wirken lassen will, dann dürfte bis zum 30. Januar von Morgens 8 Uhr bis Nachmittags 8 Uhr Erstens, versäume Niemand, die Wählerlisten, welche nur noch Bedeutung nur für die katholische Kirche, welche von auswärtigen man nicht bloß der Kirche, sondern auch der Gemeinde und den im Gesigen Amtsbureau, Zimmer 14, zu Jedermanns Einsicht Oberen ihre Weisungen empfängt; nur hier liegt eine Gefahr Eltern fein Mitwirkungsrecht geben. Es wird gesagt, daß der ausligen, nachzusehen. Wahlberechtigt ist Jeder, der das bei der evangelischen Kirche nicht in dem Maße. Lehrer zum Heuchler gemacht wird.( Sehr richtig! lints.) Jeder 24. Sebensjahr überschritten, einen eigenen Hausstand besitzt, Daß der kirchliche Kommissar allein das Recht haben soll, einen Beamte muß den ihm ertheilten Instruktionen folgen. Soll der mindstens ein Jahr im Orte wohnhaft ist, und mit einem EinLehrer in Religion nicht bestehen zu laffen, widerspricht allen Lehrer anders gestellt sein? Soll er die Stellung des akademischen kommen von wenigstens 660 M. besteuert ist. bisherigen Vorschriften; selbst Herr Rintelen hat ein solches Recht Professors haben, der nur reine Wissenschaften lehrt nach eigenem der katholischen Kirche nicht in seinem Buche aufgestellt. Die Ermeffen? Sollen dem Lehrer die Kinder ausgeliefert werden? viellecht Arbeiterfreundlichkeit heucheln, irre machen. Denn wir Parteigenossen, laßt Euch nicht von anderen Parteien, welche fleritale Partei verlangt allerdings die missio canonica für die( Lebhafter Beifall rechts und im Zentrum.) Es ist merkwürdig, wolle: selbständige Kandidaten aufstellen, die streng auf Lehrer, aber die Staatsregierung hat niemals dieses Recht an daß man den Unterricht so überschäßt und zugleich so unterschäßt. bem bzialdemokratischen Programm stehen. ertannt. Der§ 112 widerspricht also der Verwaltungspraxis Man glaubt, die Kinder in den Jahren vomt sechsten bis zum und dem ganzen Geifte der preußischen Volksschule. So weit ist vierzehnten Jahre zu reifen Menschen machen zu können. Es wird sich mit der Aufstellung der Kandidaten beschäftigen und Sie nächste Versammlung, welche in fürzester Zeit stattfindet, ber Minister allerdings noch nicht gegangen, daß er der Kirche muß eine Justang geben, welche bestimmt, was gelehrt wird. ersuchen wir um recht zahlreiche Betheiligung. Parteigenossen, auch das Recht giebt, den Lehrer abzusehen. Der Lehrer wird für die Religion kann nur die Kirche die Instanz sein und der Eure Pflicht ist es, daß die uns gesetzlich zustehende geringe Bahl dem Seminar und während seines ganzen Lebens unter die Kon- Staat wird darüber wachen, daß nichts seinen Interessen Wider- der Kandidaten siegreich aus der Urne hervorgehe, trolle feiner Ronfeffion gestellt. Religion soll der Lehrer nach sprechendes hineinkommt. Die Mehrheit des Wolfes will ihre die Ubelstände, welche in unserer Kommune herrschen den Lehren seiner Kirche den Kindern beibringen; aber wie er Kinder in ihrem Bekenntniß erzogen haben, warum sich dagegen feitigt werden. Darum agitire Jeder fleißig unter den uns noch das thut, das ist femme Sache; eine gewisse Freiheit braucht auch sperren, daß der Bolts- Schullehrer.( Widerspruch im Zentrum und bei den wird. dieses in Zukunft gefeßlich festgestellt fernstgenden Arbeitern Schönebergs, damit unser Streben mit Die bestehende Ronservativen.) Die Freiheit des Privatunterrichts wird ebenfalls die bestehende Simultanifirung bleibt also auch bestehen. Wählelisten einzusehen, mögen sich bei dem Wahlkomitee melden, Schulverfassung bleibt erhalten; Erfolg gekrönt wird. Genoffen, welche nicht Zeit haben, die gerade der katholischen Kirche gegenüber bedenklich; für Geld Die Simultanschulen haben sich spärlich entwickelt, es fönnte sich welche sich erbietet, für die Betreffenden die Wählerlisten eins haben wir ja durch das Sperrgelder Gesetz gesorgt. Wohin ist also nur darum handeln, die Möglichkeit ihrer Entstehung auch zusehen. Dor, Kommunales. Lokales. Der Damit be die Schule in Belgien gekommen unter fleritaler Herrschaft! jezt noch zu sichern. Ich halte das nicht für nothwendig, er Bei einer Untersuchung wurde festgestellt, daß 4 pet. überhaupt warte aber die Vorschläge. Es ist immer gesagt worden, ich sei busch, Grunewaldstr. 115. Hermann Köfter, Grunewaldstr. 113. feine Schule besucht hatten, 27 pet. fonnten nicht schreiben; ein mit einer gewissen naiven Ehrlichkeit an die Verfassung heran- Rarl Reier, Grunewaldstr. 121. Gustav Deumig, Bahnhofstr. 9. Th3 Komitee besteht aus folgenden Genossen: Paul Hackel großer Theil wußte nicht, ob Moses oder Christus früher gelebt getreten; ich weiß nicht, ob das ein Vorwurf ist; ich glaube, das Kuhlnei, Sedanstraße. hatte und 54 pt. wußten gar nichts von Noah!( Große Heiter- Gegentheil wäre eigentlich nicht zu rechtfertigen. Wenn man feit.) Die Frage des Privatunterrichts, wenn wir sie später damit hat sagen wollen, daß ich das Gebiet nicht beherrsche, so einmal regeln wollen, werden wir nur regeln können, indem muß ich diesen Vorwurf hinnehmen; ich führe das nur an, um Wohl und Wehe der braven Spandauer eifrigst besorgt. Es ist Sie Polizei von Spandau ist Tag und Nacht um das man den Privatunterricht auf seine eigentliche Bedeutung be- Ihnen zu sagen, daß mich eine andere und viel tiefer gehende ihr apar nicht gelungen, in dem Fall Wegel" Lorbeeren au schränkt. Der Privatunterricht, wie ihn die Klerikalen wünschen, Ueberzeugung geleitet hat. Nach meiner Auffassung muß diese pflücken, trotzdem aber läßt sie in ihren Bemühungen nicht nach, führt schließlich auch zur Gründung der freien Universität für Frage gelöst werden in der nächsten Zeit, wenn nicht die aller- Die Wohlfahrt der Spandauer Bürger zu fördern. In dem LokalDie Afterwissenschaft, die sich jetzt so breit macht, welche das schwersten Nachtheile entstehen sollen für unser preußisches Bater Monieur unserer hervorragenden Nachbarstadt finden wir zufällig Ergebniß der Forschungen aveiß, ehe fie angestellt sind. Es land.( Zustimmung rechts.) Diese Frage fann nur gelöst mer folgewe fleine Notiz: handelt sich um den Kampf für die Zukunft des Staates( Wider den auf einem Boden, der die historischen Verhältnisse festhält spruch rechts und im Zentrum). Trotz der Rede des Herrn und welcher für die Faktoren, welche zur Mitwirkung berufen von Buch will ich noch hoffen, daß das Entgegenkommen des sind, eine volle Heranziehung sichert( Zustimmung rechts und im Ministers zur Nenderung der Vorlage Erfolg haben möge. Ge- Bentrum). Die Religion soll in die Schule hinein, das wird lingt es nicht, die Vorlage umzugestalten, dann werden wir allseitig anerkannt. Wir sind der Meinung, daß die Religion wissen, was unsere Pflicht ist.( Beifall links.) Abg. Reichensperger( Bentr.) spricht sein Bedauern aus mäßige Bustand ist aber nicht von der einen Instanz abhängig, abhängig ist von einem Bekenntniß. Dieser bekenntnißüber die Entartung des alten Liberalismus, wie sie sich aus der sondern wird heutigen Rede des Herrn Borredners ergeben habe. Der Vor- Warum fürchtet man denn, daß einmal ein einzelner Mann, auch stand geltend zu machen. Ein armer Obdachloser vergriff sich von der gesammten Bevölkerung getragen. rebner bemängelt es, daß der kirchliche Kommissar allein über ein Geistlicher einen größeren Einfluß gewinnen tönne? Gind frevenlich insofern an dem Eigenthum eines feiner begüterten die Befähigung des Lehrers zum Religionsunterricht entscheiden denn die Geistlichen nicht auch gleichberechtigt? Ich soll den Mitmnschen, als er unter das Dach der Scheune deffelben soll. Wer soll denn anders die Konfession bei der Lehrerprüfung Windthorst'schen Geist übernommen haben. Was in den Windt froch, am hier wenigstens etwas Schutz vor der furchtbaren Kälte repräsentiren? Wenn der Religionsunterricht von einer anderen horstschen Anträgen richtig war, mußte ich übernehmen; ich habe zu finden. War denn das etwas so Schlimmes? Was sollte Etelle als der Vertretung der betreffenden Konfession geleitet aber das Unrichtige nicht übernommen. Daß die Geistlichen benu der wird, wenn der Staat die Sache selbst in die Hand nimmt, so den Katechismusunterricht übernehmen, ist schon jest vielfach der freiem Felde erfrieren? Die Spandauer aber haben einen arme Kerl sonst thun? Sollte er etwa auf Für die verflossene Nacht hatte ein obdachloser Mann das schützende Dach einer Scheune in der Seeburgerstraße aufgesucht, um vor der Kälte ein erträg liches Unterkommen zu haben. Seine Anwesenheit war aber bemerkt worden, und bevor er sich wieder entfernen fonnte, war Polizei herbeigeholt worden, die den Obdach lofen verhaftete. Aso auch in Spandau scheint sich der landesübliche Noth 94 wacht. " am scharfen Blick für Ungerechtigkeiten aller Art. Kaum hatte zufriedenen Millionären und unzufriedenen Ruinirten, insonderheit gerade für diese Annahme hat die Obduktion des Kindes gewiſſe einer das Beginnen des frechen Eindringlings bemerkt, als er auch der jungen Schaar junger Blafirter und alter Roués und der Symptome ergeben, welche hier nicht weiter angedeutet werden schon schnurstracks zur Polizei lief und um das Einschreiten der Besuch des Lotals wird hingestellt als befte Universal- Regene- tönnen. Sicherem Bernehmen nach wird diese Spur weiter verbewaffneten Macht nachsuchte. Diese wurde ihm denn auch ge rirungs- Kur, besser als Badereisen, Schweizerpillen, Mohrmann's folgt. Zur Zeit ist also die traurige Angelegenheit wieder in das währt, der Strolch" unter dem Scheunendach hervorgelangt und Bandwurm- Mittel und Zuberkulin. So geht es in infinitum, alte Dunkel gehüllt. von dem Schuhmann verhaftet. Damit hat die bittere Noth des Ein Kommentar ist überflüssig. Der biedere Provinziale hat sich Obdachlosen für die nächsten Tage wenigstens ein Ende. Er be- ehrlich darüber ausweisen können, daß er diesen sonderbaren Polizeibericht. Am 28. b. M. Morgens fiel eine Arbeitertommt zu essen, er ist Tag und Nacht in einem leidlich erwärmten Wegweiser" innerhalb drei Tage nur als Belegschaft gesammelt frau vor dem Hause Friedrichstr. 59-60 infolge der Glätte zur Raume, das was er sich als freier Mann" so oft sehnlichst hat, was Ginem in den Straßen Berlins Alles in die Hand ge- Erde und brach einen Arm. Bu derselben Zeit wurde ein herbeigewünscht hat, wird ihm hier geboten. Zudem kann der steckt wird". Ernster ist der Hintergrund dieser Zettel- Wirth- Kutscher auf dem Grundstück Große Frankfurterstr. 137 in seiner Mann ein ganz ruhiges Gewissen haben, was hat er denn schaft, wenn man daran denkt, daß diese Reklamen mit Vorliebe Schlafkammer im Stallgebäude durch Kohlendunst erstickt auf. eigentlich verbrochen? Er hat kein Geld gehabt, um sich ein auch den jungen, kaum flügge gewordenen Leuten zugetheilt gefunden. Er hatte am Abend vother dort einen Topf mit Nachtquartier kaufen zu können, und um nun auf der Landstraße werden und nun die erregte Phantasie auf dieselben einwirkt. glühenden Kohlen zur Erwärmung seiner Rammer aufgestellt. fich nicht zu Tode zu frieren, ist er unter das Dach einer Scheuer Im Hause Neue Jakobftr. 9 fiel Vormittags eine 70jährige Frau gefrochen. Hier glaubte er Stroh oder Heu zu finden, in dem Ein Eisbrecher arbeitet seit gestern Morgen unausgesetzt von der Treppe und verstarb bald darauf anscheinend infolge er sich eine Lagerstätte bereiten würde, so daß ihm die Kälte in dem Schifffahrtskanale am Lehrter Bahnhof, um den Waffer- eines Schädelbruchs. Auf gleiche Weise verunglückte Nachnichts anhaben konnte. Es war zwar nicht so bequem wie in lauf für Fahrzeuge wieder freizumachen. Interessant ist es zu- mittags ein an Krücken gehender obdachloser Arbeiter, indem er einem guten Bett in einem behaglich erwärmten Zimmer, aber es zusehen, wie das etwa zehn Bentimeter starte Eis unter der Wucht im Haufe Mendelssohnstr. 2, wo er gebettelt hatte, von der war wenigstens nicht zum Todtfrieren und das war vorläufig die des Dampfers zusammenbricht. Treppe fiel und eine bedeutende Verlegung am Kopfe erlitt, fo Hauptfache! Das war ein schöner Plan, aber der Mann Auf dem Gesundbrunnen, im Hause Wriezenerstr. 4, ist Friedrichshain erforderlich wurde. daß seine Ueberführung nach dem Krankenhause hatte nicht damit gerechnet, daß das Auge des Gesetzes immer am Sonnabend Abend, so berichten bürgerliche Blätter, eine grobe Brenzlauer Allee Vor dem Hause Allee 95 wurde зи ein derselben Zeit Das Spandauer Lokalblatt, welches mit echt deutsch- frei- Ausschreitung vorgekommen. Ein gewisser Borchert wollte obdachloser Schloffer von einem mit Eis beladenen Arfinniger Genugthuung diese Errettung Spandaus aus den entsetz- rücken" und hatte mehrere Leute angenommen, welche ihm beitswagen überfahren und erlitt einen Bruch des Unterlichen Gefahren berichtet, welche der unter das Scheunendach ge: Da der Vizewirth allein gegen die Leute bei dem Fortschaffen der Sachen behilflich sein sollten. schenkels. Er wurde nach dem Krankenhause am Friedrichshain krochene Obdachsloſe für den Juliusthum bringen konnte, hat richten konnte, bat er auf dem zuständigen Polizeirevier ftraße 31 infolge der Glätte zur Erde und brach das rechte Fußnichts ausgebracht. Abends fiel eine Frau vor dem Hause Neue Hochauch sonst noch seinen Kummer. Das arme Städtchen wird so oft von Bettlern abgeklappert, auch sollen Strolche in verdächtiger um Hilfe, und es wurde ihm auch ein Schuhmann zur Ver- gelent. In der Nacht zum 24. d. M. zerschlug ein Schlächter Weise in den Vorstadtstraßen aufgetaucht sein. Schaudervoll, fügung gestellt. Als dieser aber in das Haus eintrat, drang die Schaufensterscheibe der Schankwirthschaft Prenzlauerstr. 18, höchst schaudervoll! Nun, das Blatt hat wirklich nicht nöthig, Borchert mit mehreren Anderen mit geöffneten Taschenmessern aus der er verwiesen worden war, und verletzte sich dabei das dem Beunruhigungs- Bazillus noch weitere Verbreitung zu ver- auf den Beamten ein, so daß dieser die Angreifer mit gezogenem Handgelenk so bedeutend, daß er nach dem Krankenhause am leihen. In Spandau ist es nicht besser und nicht schlechter wie Säbel sich vom Leibe halten mußte. Der Beamte konnte aber Friedrichshain gebracht werden mußte.-- Am 24. d. M., Vorüberall im Reiche. Der Nothstand bringt aber auch in Spandau gegen die Uebermacht nicht aufkommen und zog sich zurück, als mittags, gerieth in der Fabrik für Gas- und Wasseranlagen von Erscheinungen hervor, die bisher dort unbekannt waren. Troh man sich anschickte, mit Steinen auf ihn zu werfen. Die Rücker Grove, Friedrichstr. 24, der Maschinist Kluth mit dem Kopf der Lamentationen des Anzeigers" können also die Spandauer hatten mittlerweile auch die Gasbeleuchtung im Hause gelöscht, zwischen die Speichen des Schwungrades eines von ihm in Benoch ruhig schlafen, fie werden nicht sammt und fonders ge- entspann sich eine förmliche Schlacht. Borchert und seine Leute Nachmittags wurde ein Dienstmann in seiner Wohnung in der und als der Schuhmann mit noch zwei anderen zurückkehrte, trieb gesetzten Gasmotors und wurde auf der Stelle getödtet. warfen sich mit Knitteln und Messern den Beamten entgegen, Weinmeisterstraße und ein Schuhmacher in seiner Wohnung in Sonntag, den 17. Januar, feierte der Wahl während gleichzeitig ein Hagel von Steinen auf diese niederfiel. Alt- Moabit erhängt vorgefunden. Im Laufe des Tages und perein des dritten Berliner Reichstags- Wahl- Die Schußmänner mußten mit der blanken Waffe auf die An- am darauffolgenden Morgen fanden fünf kleine Brände statt. freises sein erstes Stiftungsfest in den festlich geschmückten greifer einbauen und blieben schließlich Sieger. Borchert und Räumen der Berliner Ressource. Der Besuch war derartig, daß Barton wurden festgenommen und, da sie schwer verlegt waren, er selbst die kühnsten Erwartungen des Festfomitees übertraf, und nach der Charitee gebracht. Borchert hat eine schwere Wunde war der Verlauf der Feier so harmonisch, wie man es nur von durch einen Säbelhieb über den Kopf erhalten. Ein dritter Mann einem wirklichen Arbeiterfeste erwarten kann. Die Gesangs- Namens Lemke wurde gleichfalls verhaftet. wetzelt! vorträge wurden von dem Männer- Gesangverein„ Liedesfreiheit" " Gerichts- Beitung. ausgeführt und wechselte so Gesang mit freiwillig gespendeten Ueber ein Bauernfängerstückchen wird das Folgende beEine alte Geschichte, welche bereits in acht Terminen der Vorträgen ab. Die Festrede wurde von dem Reichstags- Abgeord- richtet: Gin bieberer Pommer traf Donnerstag hier in Berlin gerichtlichen Erörterung unterzogen worden ist, beschäftigte neten Molkenbuhr gehalten, dessen trefflichen Ausführungen reicher ein, um Stellung als Hausdiener zu suchen, und begab sich zu gestern wieder einmal die I. Straftammer des hiesigen LandBeifall lohnte. Den Schluß des Programms bildete die bekannte diesem Zwecke nach einem Vermiethungsbureau. Hier schloß sich gerichts I. in einer sehr umfangreichen Sizung. Es handelte sich Bismarckspende, welche von Genossen und Genossinnen in vor- ihm ein angeblicher Landsmann an, verschleppte" ihn nach einer um eine Anklage wegen gemeinschaftlichen Betruges und Untreue, züglicher Weise zur Darstellung gelangte. Nach der nun folgen- in der Köthenerstraße belegenen Kneipe und später zum Zweck welche sich gegen den Bäckermeister Friedr. Wilhelm Hante, den Verloosung trat der Tanz in seine Rechte und hielt die Fest- des Nachtlogis nach einer Herberge, da es ihm nicht gelungen den Agenten Ferdin. Adolf Köppen und den Kaufmann Hugo theilnehmer in fröhlicher Stimmung bis zum frühen Morgen zu war, den Provinzler in der Kneipe zu einem Spielchen" zu be- Ehrlich richtete. Alle drei sind beschuldigt, durch gemeinsame sammen. Wir glauben, mit Gewißheit annehmen zu dürfen, wegen. Dort beschlossen Beide die Nacht zuzubringen. Am Operationen bei einem Haus- Rauf bezw. Tauschgeschäft die daß jeder Theilnehmer mit Befriedigung an unser Stiftungsfest frühen Morgen war der„ Landsmann" verschwunden und mit verwittwete Frau Geh. Justizräthin Hecker um einen Betrag zurückdenken wird und richten an die Wähler des dritten Wahl ihm die ziemlich bedeutende Baarschaft des Pommern. Bum von 20 000 m. gebracht zu haben. Die letztere befaß nach freises den Appell, sich recht zahlreich als Mitglieder in den Wahl- guten Glück hatte sich letzterer aber den Straßennamen und die dem Tode ihres Mannes in Nieder- Schönhausen eine Villa, verein aufnehmen zu lassen und so zum ferneren Wachsen und Kneipe gemerkt, nach welcher ihn der schlaue Landsmann ver- welche sie gern los fein wollte; sie griff daher mit beiden Gedeihen beizutragen. schleppt. Unter Beistand der Polizei begab er sich dorthin und Händen zu, als ihr der Angeklagte Ehrlich anbot, die Villa ihr es gelang, die Personalien des Spitzbuben festzustellen und seine abzunehmen und ihr dagegen sein eigenes, Bandelstraße 25 be= Spur weiter zu verfolgen. legenes Haus zu überlassen. Die betreffende Bunttation wurde Was man auf einer Reise durch Berlin in 80 Stunden Alles erleben tann, das hat s. 3. Salingré in seiner bekannten dann aber die Miethen Posse so drastisch geschildert; welchen Versuchungen man aber Wahrscheinlich infolge von unglücklicher Liebe hat sich im Juni 1887 abgeschlossen. Ehrlich soll die Billa schleunigst bei einer folchen Reise ausgesetzt ist, deffen ist die Gattin eines ein hoffnungsvoller junger Mann das Leben genommen. Der weiter verkauft und für das Haus Bandelstraße 25 der Frau biederen Provinzler jüngst inne geworden, als sie nach der Heim- 24 Jahre alte Buchhalter einer Firma in der Lindenstraße, Na- Hecker durch Vermittelung des Häuseragenten Köppen in der tehr ihres Gatten von einem breitägigen Aufenthalt in Berlin mens Walther P., Stallschreiberstraße bei seiner Mutter wohn- Person des ganz vermögenslosen Hanke einen angeblich sehr den Rock desselben revidirte. Sie fand in der Tasche ein sonder haft, hatte eine Wienerin kennen gelernt, die dann aber ihrer guten Käufer" zugeführt haben, dem die alte Dame auch das bares Sammelwert, eine Anzahl Kleiner Karten mit schönen Heimath wieder zugereift war. Der junge Mann hat aber von Grundstück ohne Anzahlung und in der Erwartung prompter dem Mädchen scheinbar nicht lassen können und versuchte nun, Ihr Vertrauen foll Binszahlung überließ. Bildern und anmuthigen Verfen und es wäre bald zu einer ehe die Verbindung schriftlich fortzusehen. Gein erster Brief gelangte arg getäuscht worden sein, denn nachdem Hane then lichen Szene gekommen, wenn der verkannte Ehemann nicht bei Beit lang den Hauswirth gespielt und allen Heiligen geschworen hätte, daß es sich nur um eine Samm- jedoch vorgestern früh uneröffnet in die Hände des Absenders eingestrichen hatte, kam das Haus im Jahre 1888 aur lung derjenigen Reklamen handelte, die ihm auf feinen Spaziergängen zurück. P. vernichtete das Schreiben sofort und verfiel von da durch die Straßen Berlins in die Hand gesteckt wurden. Die Samm- ab in ein finsteres Hinbrüten. Als nun am Nachmittag P.'s Subhastation und dabei soll Frau Geh. Rath Hecker beinahe ihr lung umfaßt etwa 40 illustrirte und unillustrirte Reklamen, Mutter und Bruder ausgegangen waren, muß wohl die Ver- ganzes Vermögen eingebüßt haben. Troz energischer Gegenwehr unter denen diejenigen, welche zum Besuche gewisser Restaurants weiflung den jungen Mann übermannt haben, denn er brachte der brei Angeklagten hatte die erste Strafkammer angenommen, auffordern, die verlockendsten und gefährlich sten sind. Was ich, auf dem Sopha liegend, einen Revolverschuß durch das Herz daß die Frau H. das Opfer eines von den drei Angeklagten geauf diesem Gebiete geleistet wird, ist ganz erstaunlich. Gin bei. Als seine Angehörigen heimkehrten, fanden sie den Unglück- meinschaftlich verübten Betruges geworden sei und hatte am 27. Juni 1890 Hante und Köppen zu je 1 Jahr, Ehrlich aber Restaurant am Königsgraben preist„ vier flotte Weiber" an, welche lichen bereits als Leiche vor. zu 1 Jahr 1 Monat Gefängniß verurtheilt und die Angeklagten bei musikalischer Unterhaltung ferviren. Flotte Bedienung " staurant in Alt= Berlin an " theilen. .119 Boziale Uebersicht. von jungen Damen" verspricht auch ein Café in der Charlotten man in ihm den Mörder der Hedwig Nitsche und der Amalie Revision hatte Erfolg; das Reichsgericht hob das erste Gra Der Mann, der in Bochum verhaftet worden ist, weil fofort in Saft genommen. Die von der Vertheidigung eingelegte straße. Recht unschuldig fündigt eine Wirthin in der Zimmer- Mander vermuthete, die am zweiten Weihnachtsfeiertage in Hagen fenntniß aus formellen und materiellen Gründen auf und die straße an:" Bedienung freundlich und fesch," während ein auf dieselbe Weise wie die Nitsche ums Leben gebracht worden Angeklagten wurden nach dreimonatiger Untersuchungshaft auf Restaurant in der Mohrenstraße die Bezeichnung angenehme ist, hat aus der Haft entlassen werden müssen, weil seine Unschuld freien Fuß gefeßt. Nachdem frühere Termine mehrmals auf Bedienung" für erschöpfender hält. Als„ Erste Sehenswürdigkeit erwiesen worden ist. Er ist geistesschwach und scheint ungefähr gehoben werden mußten, gelangte der recht komplizirte Fall, in der Residenz," Wunder à la Tausend und eine Nacht" und lich zu sein. So weit die Ermordung der Mander in Betracht welchem die Angeklagten durch die Rechtsanwälte Levy, Sello Ronzert à la Philharmon- ni" tändigt sich ein Refommt, fann er nicht an der That betheiligt gewesen sein, weil und Friedmann vertreten wurden, gestern abermals zur einund schlägt alle Zweifler er fein Alibi nachgewiesen hat, und der Mörder der Nitsche kann gehendsten Verhandlung. Da sich dieselbe bis zum späten Abend mit der Bemerkung aus dem Felde: Ueberzeugung er nicht sein, weil die Beschreibung, die von diesem Mörder ent- ausdehnte, werden wir den Ausgang des Prozesses morgen mitmacht wahr!" Ein türkisches Café glaubt mit feiner worfen worden ist, auf seine Person nicht zutrifft. Bedienung in Kostüm" den Vogel abzuschießen, während ein Restaurant in der Friedrichstadt in die Welt hinauspofaunt: Verbrannt. Ein entfeßlicher Unglücksfall hat sich am FreiStylvoll, schneidig, pyramidal! Rendez- vous de la jeunesse tag Abend in der Familie des in der Langen Straße wohnenden dorée, Bedienung von 6 internationalen schneidigen Damen!" Malers Gregor ereignet. Die einzige 28jährige Tochter desselben Ein Café mit kolonialpolitischem Namen fündigt an:" Französische, war zum Maskenball eingeladen worden. Als sie alle Vorenglische, schwedische, dänische, ruffische und polnische Konversation bereitungen hierzu getroffen hatte, bemerkte sie zu ihrem Schrecken, unter Negide der Frau Baronin v. H." Der Grand Cafés, welche daß ihre Glaceehandschuhe nicht ganz sauber waren. Um dies befinden sich noch im Ausstand in Friedrichshagen 42, in Burg 11, Bum Handschuhmacher- Streik wird uns geschrieben: G3 mit aufmerksamer Bedienung" locken, ist eine lange Reihe, eins nun schnell bewerkstelligen zu können, wusch sie die Handschuhe in Hameln 8 Handschuhmacher. In Osterwiec, wo eine Einigung derselben stellt neben füffigem Wein, füffigem Wein, angenehmer und mit Benzin aus, streifte fie auf die Hände und trocknete sie dann erzielt ist, haben keine Arbeit erhalten 26 Mann, davon sind sechs liebenswürdiger Bedienung eine internationale Ronversation über der glühend heißen Kochmaschine, von der sie die Ringe ab- als gemaßregelt zu betrachten. Die Zahl der sonst Arbeitslosen, und eine Gallerie außerlesener Schönheiten in Ausnahm. Aber im nächsten Augenblick hatten die Handschuhe auch welche ebenfalls durch die Organisation unterſtüßt werden müssen, sicht". Ein Café Schönhauser Thor führt sogar schon Feuer gefaßt und standen in hellen Flammen. Das arme beläuft sich auf sirka 90 Mann. Diesen Verpflichtungen steht in einem herrlichen Bilde die Damen im eleganten Kostüm" Mädchen, welches vor Schmerz umgesunken war, hatte so ent- nun der Verband mit nur 2000 Mitgliedern gegenüber. Wir vor, welche dort bedienen, in" einem anderen Restaurant der fehliche Brandwunden an den Händen und Armen davon bitten deshalb die Genossen, uns, wenn möglich, in unserem Luisenstadt findet man" bochelegante fesche Bedienung von getragen, daß es auf dem Transport nach der Charitee verschweren Kampf auch ferner zu unterstützen. Geldsendungen find 25 Damen in abwechselnden Kostümen". Ein anderes Restaurant starb. in der Friedrichstadt mit Bedienung von zarter Damenhand" an Ernst Knoesel, Arnstadt i. Th., zu richten. wendet sich an die dürftende Menschheit mit folgendem Ber: nennt und im Hotel Stettiner Sof, Jerufalemerstr. 117, au Ein unbekannter Schwindler, der sich E. Farenhold Mit Gruß sprechen:§ 11! Nach Empfang von 10 Seidel Bier das Gg. Schneider, Borsitzender des Verbandsausschusses. 11. Seidel gratis! Liebe Seel, fei fidel!"- Die Reklame eines wohnen behauptet, hat von Offizieren, denen er Aussicht auf ein Alle Arbeiterblätter sind um Abdruck gebeten. Cafés beim Alexanderplatz zeigt in Riefenlettern die Worte: Darlehn machte, Atzepte zu erlangen versucht. In dem geAchtung, Schneider und Schneiderinnen! Eine am Bier flotte Weiber". Aus derfelben Gegend flattert ein Bettel in nannten Hotel hat nie ein Mann Namens Farenhold gewohnt, Mittwoch, den 20. d. Mts., in den Arminhallen stattgehabte alle Winde, welcher lautet:" Noch nie dagewesen! 6 Schul- wohl aber sind dort Briefe unter dieser Adresse abgeliefert und Schneider- und Schneiderinnen- Versammlung beschloß einstimmig, reiterinnen serviren von heute an! Da dieselben bei Papa Renzen Mann ist festgestellt worden. Er behauptet die Briefe an Faren- nöthige Unterstützung gewähren zu können, lokale Streituntervon einem ehemaligen Restaurateur abgeholt worden. Dieser um eine regere Agitation zu fördern und bei Lohnkämpfen die und Onkel Schumann augenblicklich kein Engagement finden hold nach London, Bigo Street 2, weiter befördert zu haben. ftügungs- und Agitationstarten sowie Marken auszugeben. können, haben diefelben sich entschloffen, in meinem Restaurant Die amtliche Untersuchung dürfte bald mehr Licht in diese An- Gleichzeitig wurde beschlossen, um dieses einheitlich und zur allIn einem Lokal der Friedrichstadt, welches sich gelegenheit bringen und feststellen, in welchen Beziehungen der gemeinen Durchführung zu bringen, am Mittwoch, den 27. d. M., unter dem Motto:„ Hurrah, der Teufel ist da!" einführt, serviren ehemalige Restaurateur zu den Schwindelunternehmungen des Abends 81/2 Uhr, im Restaurant Leopold eine Versammlung der ,, 6 schöne Spreenigen in Kostüm" und die Gäste erwartet ,, von 6 Uhr an großer Klimbim!", ihnen fucht ein Lotal beim Schön- Farenhold steht. Werkstatt und Geschäftsdelegirten abzuhalten. Da außerdem hauser Thor durch 5 fefche Tirolerinnen" den Rang abzulaufen, Die Kroll'sche Mordfache ist jetzt noch weniger aufgeklärt alle Mißstände in den einzelnen Werkstätten und Geschäften während ein Restaurant an der Rosenthalerstraße den höchsten als zuvor. Bekanntlich waren mehrere Substanzen beschlagnahmt gerade hier zur Sprache gelangen, fordern wir die Kollegen und Trumpf ausspielt, indem es ankündigt:" Zum ersten Male in worden, die auf eine Vergiftung hindeuteten. Aber diese An- Kolleginnen aus denjenigen Werkstätten und Geschäften, welche Berlin! Die entflohenen 6 jungen Weiber des Schah von nahme hat keinen thatsächlichen Untergrund. Jedenfalls ist durch noch nicht vertreten sind, auf, einen Vertreter refp. eine VerBerfien serviren in ihren Staatskostümen. Daß die glückliche die Analyse des Gerichtschemikers Dr. Bein nachgewiesen, daß treterin zu entsenden. Gerade die augenblicklichen schlechten Befiherin des betreffenden Etablissements sich auf diese Erfindung die gefundenen Pulver auch nicht die leiseste Spur von Arsenit Erwerbsverhältnisse inachen es Jedem und Jeder zur Pflicht, mit besonders viel einbildet, beweist die auf der Reklame befindliche enthalten. Damit zerfällt die Bedeutung des f. 3. bei Kroll ge- aller Entschiedenheit zu agitiren, damit dieselben sich nicht noch Bemerkung:" Nachdruck verboten!"- Auch der Pegasus wird machten Fundes in sich selbst. Thatsächlich enthält die beschlag- mehr verschlechtern, und deswegen ersuchen wir um zahlreichen zum Lobe der jungen Damen in Kostüm" verschiedentlich ge- nahmte Düte nichts weiter als- Borar, eine weiße Substanz, Besuch der Versammlung. ritten. So greift ein Bierwirth in der Dorotheenstadt in die die in vielen Wirthschaften vorhanden ist und, wie jede HausHarfe und singt:„ Wenn Dich die Frau will plagen, Wenn Dich frau weiß, beim Plätten zum Steifen der Wäsche verwandt wird. die Grillen jagen, Daß alt wird Dein Gesicht, Mensch ärgere Es ist ausgeschlossen, daß dieses Pulver den Tod der kleinen Dich nicht! Ein gut Glas Bier, ein schön Gesicht, Bekommen Amalie Kroll herbeigeführt hat. Weiter waren vier in Papier Echo" die Zahl der gegenwärtig in Hamburg Arbeitslosen. gut und ärgern nicht!" Ein anderes Bierlotal mit schnei- befindliche weiße Bulver einer chemischen Prüfung unterzogen diger Damenbedienung" und dem Motto: Ein gutes Bier, ein worden. Dabei hat sich herausgestellt, daß dieselben nur Kalomel 40 pCt. Dividende, ebenso viel wie im Vorjahr, beschloß tlarer Wein, manch munter minnig Mägdelein" empfiehlt sich( Quecksilber) enthielten, das für gewiffe Kinderkrankheiten von der Aufsichtsrath der Trotha Sennewiger Attien allen erholungsbedürftigen Fremden, lebensmüden Hypochondern, ärztlicher Seite verordnet wird. Im Uebrigen wird andauernd Biegeleigesellschaft der am 5. Februar stattfindenden unglücklichen Chemännern und glücklichen Strohwittwern, allen die Möglichkeit eines Luftmordes nicht außer Acht gelassen, und Hauptversammlung der Aktionäre vorzuschlagen. zu ferviren." Agitations- Kommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins. Auf 40 000 schäßt ein Gingesandt" im Hamburget 0 Vermischkes. In Brandenburg fand vorigen Mittwoch eine Ver vorliegenden Ergebnisse der Revision der Genosse Heindorf, jammlung von über 700 Arbeitslosen statt. Die dem in der Parteiversammlung bei Joel Decharge noch nicht Zahl derjenigen, welche sich als Arbeitslose öffentlich nicht zeigen ertheilt worden war, in jeder Beziehung seinen Verpflichtungen wollen, sowie solcher, die zum Holzholen nach der Haide ge- nachgekommen sei; die Bersammlung ertheilte demselben hierauf Den Dresdener Nachrichten," welche in Nordböhmen gangen waren, wird nach Schäzung gut Unterrichteter auch noch hin Decharge. Mit einem tausendstimmigen Hoch auf die Sozial- fehr stark verbreitet sind, wurde der Postvertrieb für auf 500-600 angegeben. Der hiesige Magistrat glaubt nicht an demokratie ging man auseinander. Desterreich entzogen, das Vorhandensein des Nothstandes, leider war auch kein MaDie Frage, ob die Schulpflicht mit dem gistratsmitglied erschienen, um die Schilderungen des Elends mit Der Bauarbeiter- Verein der Rosenthaler Vor: 14. Lebensjahre ohne weiteres erlischt, hatte das anzuhören, welche in der Versammlung gegeben wurden. Der Stadt hielt am 17. Januar 1892 in Wilte's Cotal, Hochstr. 32a, Schöffengericht in Laasphe bejaht. Die Siegener Straffammer Hunger hat längst die Armen gezwungen, das Letzte zu versetzen. eine Versammlung ab, in welcher zunächst Mittheilung vom Tode war entgegengesetter Meinung. Jezt hat nun das Kammer62 wurden in der Versammlung sehr treffende Ausführungen des Kollegen August Spazier gemacht wurde. Die Anwesenden gericht entschieden, daß ein vierzehnjähriges Kind nur nach gemacht über die Bewilligung städtischer Gelder zu sogenannten ehrten das Andenken des verstorbenen Kollegen durch Erheben vorschrift 3 mäßiger Entlassung der Schule fernpatriotischen Festen, ferner darüber, daß, wer ein hohes Gehalt von den Plägen. Die dann zur Verlesung gekommene Ab- bleiben darf. bezieht, natürlich den Nothstand nicht spürt. Die Versammlung rechnung vom Monat Oktober wurde für richtig befunden. Eine große Zahl Kinderleichen, zum Theil ganz verwest verlangte vom Magistrat die Speisung der dürftigen Schulkinder, Weiter berichteten die Krankenbesucher über die betreffenden wurden in der Wohnung der Privat- Hebamme Josefa Bednaret ferner für die Arbeitslosen unentgeltliche Lieferung von Heiz- Kranken; die Versammlung verfügte hierauf, daß das tranke Mit- in Lodz entdeckt. Das Scheufal ist in Haft. material und Kartoffeln. glied Wilhelm Liebetruth erst nach 6 Monaten wieder Unter- Der hochangesehene Notar Antonio Angeli in Venedig ist entflohen, nachdem er als Vormund einer großen Anzahl von Wittwen und Waisen durch Fälschung von ca. 30 Dokumenten gegen 350 000 Franken sich angeeignet hatte. Die Magdeburger Arbeitslosen faßten in überfüllter Bersammlung folgenden Beschluß: In Erwägung, daß bei den theuren Lebensbedürfnissen ein Familienvater mit dem gezahlten Lohne von 20 Pf. für die Stunde nicht im Stande ist, seine Familie vor Hunger zu schüßen, verurtheilt die Versammlung der Arbeitslosen die Maßnahmen der Stadtverwaltung, besonders die Bergebung der Arbeiten an Unternehmer und die Einführung der Akkordarbeit, und beauftragt die Stadtverordneten Klees und Bremer, soweit es in ihren Kräften steht, im Stadtverordneten Kollegium für erhöhte Lohnzahlung einzutreten." Die Versamm lungen werden fortgesetzt. füßung erhalten solle. Schließlich fam eine Danksagung des Berlefung. Herrn Karl Kunert hinsichtlich seiner letzten Unterstützung zur B Ein achtjähriger Kuabe, Frank Lines in London, hat In der öffentlichen Kistenmacher Versammlung vom von der Royal Humane Society die filberne Rettungs18. Januar wurde mitgetheilt, daß beim Stiftungsfest 140 M. medaille erhalten, weil er einen Kameraden, der beim Spielen 30 Pf. verausgabt und 150 M. 80 Pf. vereinnahmt worden sind, auf dem Gise eingebrochen war, gerettet hatte, während dessen so daß der Ueberschuß 10 M. 50 Pf. beträgt. Die Abrechnung Gespielen die Flucht ergriffen hatten. Der muthige Knabe troch vom IV. Quartal ergab Folgendes: Ausgabe 73 M. 61 Pf., auf der dünnen Eisdecke bis in die Nähe der ertrinkenden Kindes Einnahme 47 M. 80 Pf., Defizit 25 M. 81 Pf.; voriger Bestand und reichte demselben einen Stock zu, mittelst dessen er es dann 81 M. 10 Pf., jeßiger Bestand 55 M. 29 Pf. Die Richtigkeit auch noch über das Eis nach dem Ufer zog. der Abrechnung wurde von den Revisoren bestätigt und hierauf Eine Deputation, welche die Elberfelder Arbeitsbezifferte sich im Vorjahre auf 61. 52 Mitglieder sind aus dein Kassirer Decharge ertheilt. Der Stand der Mitgliederzahl lofen zur Düsseldorfer Regierung abfandten, hat daselbst freund- geschieden, 41 neu eingetreten. Am 29. Februar findet bei Feuerlichere Aufnahme gefunden, als bei den Elberfelder Stadtvätern. stein der Maskenball statt. Billets à 40 Pf. sind bei sämmt Man gab ihr die Versicherung, daß die Düsseldorfer Regierung lichen Vorstandsmitgliedern zu haben. sofort an den Oberpräsidenten zu Coblenz berichten und dann, Soweit thunlich, Abhilfe zur Linderung der Noth geschaffen werden würde. Vom Sparen. Der Wähler" ist in der Lage, folgende Verfügung eines dem Erfurter Direktionsbezirk zugehörigen Eisenbahnamtes mittheilen zu können: J. No. 2. C 568 I. Behufs Erzielung von Ersparnissen werden die Vorsteher der Dienststellen angewiesen, sorgsam zu prüfen, ob nicht zur Zeit mit Rücksicht auf den im allgemeinen schwachen Verkehr Arbeiter entlassen werden können. Ist dies der Fall, so find zuerst die unzufriedenen Elemente zu beseitigen, die vorzugsweise auf Erhöhung der Lohnfäße hinwirken. Schon bejahrte Arbeiter, welche nicht mehr voll leistungsfähig sind, können zwar ihren Leistungen entsprechend weiter beschäftigt werden, es ist jedoch der Lohn demgemäß zu verringern.An sämmtliche Herren Stationsvorsteher und Vorsteher selbständiger Güterund Eilgutabfertigungsstellen." gez.:... Den Lohn erhöht hat die Hamburger Baudeputation den Steinbrüggern um 10 und den Rammern um 13 pet., nachdem dieselben durch ihre Lohnkommission im Monat Oktober des vorigen Jahres darum eingekommen waren. Arbeiter gegen Arbeiter. Jezt fangen auch die Maurer poliere an, schwarze Listen einzuführen. Der Münchener Maurerpolier- Verein hat ein Beschwerdebuch" angelegt, in das u. A. diejenigen Arbeiter eingetragen werden, welche sich beim Prinzipal über ihren Polier beschwert haben. Das Possenspiel, zu welchem die kapitalistische Weltanschauung die Menschen veranlaßt, wird immer blödsinniger. " Die Nürnberger Brauereibesitzer haben noch in letter Stunde den Beschluß aufgehoben, nach welchem jene Gehilfen, die fich am Streit betheiligt hatten, nicht wieder eingestellt werden follten. Der Bergarbeiterstreik in Krain und Steyermark foll beendet sein. Die Behörden untersagen alle Versammlungen, in welcher die Lohnbewegung besprochen werden soll. Versammlungen. Ehingen in den Flammen umgekommen. Drei Fenerwehrmänner sind bei einem Brande in theilt, der Karlsruhe Banfier Leopold Bloch durchMit 700 000 Mark ist, wie der ,, Bad. Landesbote" milgebrannt. Die Passiven des verkrachten Geschäfts sollen 1 Million Mark betragen. In Rigdorf fand am Sonntag eine starkbesuchte Bolts- In Dresden wurde der Buchdrucker E. M. G. Hünig, verfammlung statt, in welcher der Reichstags- Abgeordnete welcher eine geheime Druckerei eingerichtet hatte, wegen fozialdemokratischen Partei hielt. Redner zeigte die Vorzüge des Liederbuches auf Grund des§ 130 Str. G. B.( Aufreizung) W. Schmidt einen Vortrag über" Programm und Taktik der des Drucks der verbotenen Auflage des sozialdemokratischen neuen Programms vor dem alten und erklärte, daß das erstere 31 6 Monaten Gefängniß verurtheilt. die Ziele des Sozialismus sowohl wie die Erkenntniß der heutigen rung der Taktit, durch welche wir so große Erfolge errungen, Gesellschaftsverhältnisse präzis zum Ausdruck bringe. Zur Aendeläge absolut fein Grund vor Nach Ständen wurde bisher noch in Güstrow( Mecklen zweiten der Kausmannsstand, zur dritten der Handwerker- und burg) beer bigt. Bur ersten Klasse gehörten der Adel und die Beamten, zur Seit Neujahr ist es in Jedermanns Belieben gestellt, sich bedurchweg ziemlich hohe waren, stuften sich nach diesen Klassen ab. zur vierten der Arbeiterstand. Die Begräbnißgebühren, welche graben zu lassen, wir er will. Die schwedische Malerin Christine Sundberg ist in Dienstag, den 26. Januar, übends 8 Uhr, bei Herrn Jakob, Grunewaldar. 110. Verband deutscher Zimmerlente Schönebergs und Umgegend. Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekaffe.( E.§. 71.) Bureau: EW., Hollmannstr. 6. Dienstag, den 26. b. M., Abends sy uhr, im Restaurant Norbert( früher May), Beuthfir. 21, Borstandssitzung. Lese- und Diskutirklubs. Dienstag." Proletarier",( Bankowo), Paris gestorben. Borchardt, Schulzenstraße. 28. Hafenelever", Abends 8% Uhr, im Restaurant Scholz, Rafianten Auee 35. Gäste willkommen. Agitationsverein Lassalle", bei Drügemüller, Wienerfir. 31. Lese- und Distutir- klub für Männer und Frauen Johannes Wedde", abends 9 Uhr, im Lokale von 6. Lange, Manteuffelstraße 60. Gäste will fommen. Rothe Flagge", Abends 8½ Uhr, Hornstr. 11 bei Bechlin. Gäste, burch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. bei " " " " " Sprechlaal. Die Gewerkschaftsvorstände bitten wir Vorstehendes zu be Die Streit- Kommission der Berliner Buchdrucker. J. A.: Ph. Schmitt. A. Faber. Der Wahrheit gemäß bestätige ich die obigen Ausführungen. Mathilde Sabat, Kassirerin des Vereins der Arbeiterinnen an Buch- und Steindruckschnellpressen. Depeschen. Auch auf Ersparniß im Verbrauch von Beleuchtungsmaterial ist Bedacht zu nehmen, namentlich darauf zu halten, daß Gasund Petroleumlampen nicht zu zeitig angezündet, und nicht länger als unbedingt brennend gehalten werden. Innerhalb 14 Tagen erwarten wir Bericht, ob und inwiefern dieser Verfügung nachArbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Dienstag, Abends gefcimen ist. Auch ist anzuführen, wie alt der jüngste dort be- br, bungsunde. Aufnahme neuer Mitglieder.- Gefangverein" Freund: Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechfaals, soweit der Raum dafüt fchaft 1", bet Oswald Berliner, Brunnenstraße 114.schäftigte Arbeiter ist, da wir beabsichtigen ein Mindestmaß von monia", Flottwellstr. 5 bet Bartels. Gesangverein„ Har18 Jahren für Arbeiter vorzuschreiben; etwaige Bedenken hier- Buckowerstraße 9 bet Junghans. Arbeiter- Gefangverein Olympia", auzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Gefangverein, childhorn", Usedom Interesses der Verfügung; sie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem gegen find anzugeben. straße 33 bei Miete. Gefangverein Fidelitas", Bergnr. 68 bet teller. Inhalt desselben identifizirt zu werden. Gefangverein Allegro", Raiser Franz Grenadier Platz 7. verein ,, Myrthenblätter", Belforterstr. 15 bei Schneider. Gesang Der Vorsitzende des Interessenvereins der Buchdruckereis Bruderhers", Straußbergerstr. 3 bet Birk. Jhn'scher Gesangverein Gefangverein Hilfsarbeiter, Herr D. Krüger, verbreitet das Gerücht, daß die " Humor", Straußbergerstraße 3 b. Birt.- Gefangverein in verzagta", ifsarbeiter und Hilfsarbeiterinnen in letzter Zeit Moabit, Kronen Braueret. Gefangverein offnung 2", Deutsch eine Unterstützung erhalten hätten. Dem gegen Wilmersdorf, Brandenburgstraße bei Gräz. Gesangverein fapelle 1", Berliner Bockbrauerei.- Gefangverein ,, Arbeiter: Mai28a1b über erklärt die unterzeichnete Kommission, daß die UnterWodurch unterscheidet sich nun noch der Staat vom Manchester- Friedrichsfelde, Wilhelmftr. 10 bei Momber. bund", Nowawes, Wallstraße bei Gärtner. Gefangverein vorwärts 3", tüßung an die Hilfsarbeiter und Hilfsarbeitethum eines Eugen Richter? Lied 2" Friedrichsberg, Frankfurter Allee 165.- Gefangverein Ganger lange die Mittel hierzu vorhanden sind. Sollte Gefangverein reteś rinnen nach wie vor gezahlt werden wird, so leinstraße 6 bet D. Klein. hain", Fichtestr. 29 bei Krösche. Gefangverein ,, Gängertette", Schönstraße 8 bet Schneider. Musik- u. Gesangverein Firmitas" dalbert Herr Krüger dieses Gerücht weiter verbreiten, so ersuchen wir Gefangverein, reuzberg", Lichterfelderstr. 7-8 die Berliner Arbeiterschaft, denselben überall als Ver. Gesangverein Ite in de Mariannenſtr. 31-32 bet Toberstein. bei Winter. Gefangverein" Freiheit 2", Adlershof, bei Albrecht. Gesangverein breiter einer wissentlichen unwahrheit ganz Borwärts 4", Rathenow, Restaurant Walhalla". energisch zurückzuweisen. Unterstüßungen wurden in Gesangverein Alpenglode", Landsbergeritr. 31, bei Musehold. Gefangverein Einig fett 2", den lezten Wochen gezahlt an Hilfsarbeiter 5 M., an Hilfs Landsbergerstraße 31 bet Musehold. Gefangverein Sorgenlos", Röslinerftr. 17 bei Wendt. arbeiterinnen in drei Kategorien in Höhe von 5, 4 und 3 M. Gefangverein der Böttcher, Steineiche", Jüdenftr. 55 bet Trieſchmann, Gesangverein Die organisirten verheiratheten Gehilfen erhielten 15 M. und die " itanta", Köpenickerstr. 191 bei Boge. ,, Kreuzberger harmonie", Lindenstr. 106 bet Poppe.- Gefangverein Ledigen 10 M. Gefangverein, Liedes freiheita", Straußberg, Restaurant Krüger. ,, Liedertafel marwit bei Wilhelm Nölte. Westend", Bülowoftr. 27 bet Gundlach. Gefangverein ,, orwärts 7, achten. Arbeiter Befangverein ,, Vorwärts 2" Schönhauser Allee 28 bet Kuhlmey. Gefangverein Wiederhall", Wrangelfir. 141 bei Schmidt. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Dienstag: Gefelliger Verein Climb im", bei George, Gr. Görschenstr. 16. Theaterverein" taste" bei Seife, Staligerstraße 54. Theater: und Ver gnügungsverein Gich entrang" bei Blöß, Dresdenerstr. 28. Tambour verein Deutsche Eiche" bei Sabeck, Fürbringerstr. 7, Uebungsstunde. verein Alpenveilchen" bei Schirmer, Stoppenstraße 58. Vergnügungsverein, Amor" bei Hämmerle, Bülowstr. 59. BergnügungsTheaterverein Blumeniese" bei Schneider, Adalbertstraße s Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Mufifverein ,, Edelweiß" 9 Uhr im Restaur. Müller, Mariannenstraße 46. Aufnahme neuer Mitglieder. Gesangverein Anatreon", Abends von 9-11 Uhr, bei Reßner, Annen" ftraße 16.- Gefangverein udwig'scher Männerchor, Abends 9 Uhr im Restaurant Poppe, Lindenstraße 106. Quartett- Verein, Wedding", bei Stumfe, Aderstraße 123. Männer Gesangverein" Olympia" bet Gerth, Bringenstraße 106.- Männer- Gefangverein Alt- Dessau" jeden ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Dienstag Abends 9 Uhr Gesangsstunde bet A. Niemann, Görligerstraße 42. Hannover, 25. Januar. Amtliches Wahlergebniß. Bei det Gäste stets willfommen. Berliner Turngen offenfchaft", heutigen Landtagserfahwahl im 4. Wahlbezirk der Provinz Ueber das neue Programm der Sozialdemokratie Straße 63a. 9. Männer Abtheilung. Jeden Dienfiag und Freitag 8-10 Uhr Blumen- Hannover wurde der nationalliberale Kandidat Senator Bau Theater- und Berguügnngs: Verein Bulcania", in fprach am Sonntag in einer großen Bolksversammlung im Meißner's Restaurant, Gartenfir. 162. Gäfte, Damen und Serren, will rath Wallbrecht mit 408 von 409 abgegebenen Stimmen gewählt. Böhmischen Brauhause Reichstags- Abgeordneter May Schippel. Refiaurant, Tempelhofer Ufer 13, Gate der Großbeerenstraße. Theaterflub Selmerding", Abends 9 Uhr, in Hanf's Petersburg, 25. Januar. Großfürst Konstantin Nicolajewitsch, Derfelbe wies darauf hin, daß der Arbeiter früher, als die Theaterverein Georgina", abends 9 Uhr, bet Meißner, Gartenstraße Neffe des jetzigen Kaisers, ist in der vergangenen Nacht um Produktionsmittel mehr oder weniger primitiv waren, Dienstag Sigung mit Damen im Restaurant" Frankfurter Vierhallen", Bergnügungsverein ,, Saturnalia." Jeben Mitternacht verschieden. leicht Eigenthümer derfelben werden und bleiben konnte, dies aber Große Frankfurterstraße Nr. 99, Anfang 9 aufgehört hat, seitdem die Produktionsmittel immer tünstlicher Gäste wiltommen. Uhr. Nachher: Tanz. Bergnügungs- und Theaterverein Romeo", und folossaler geworden sind. Sie gehören nun dem Kapital Berein Nordlicht", abends 8-11 Uhr, bet S. Sperling, Görlizerfir. 37. Abends 9 Uhr, bei Säger, Grüner Weg 29. Gäste willkommen. Vergnügungs und diefem gehört infolge deffen auch das Produkt; Neue Mitglieder werden aufgenommen. der Arbeiter erhält, damit er halbwegs arbeitsfähig bleiben kann, Brüder", Abends 9 Uhr bei Berndt, Perlebergerstr. 17. Säfte willkommen. Bergnügungs- Verein Fidele Briefhaffen der Redaktion. im Durchschnitt nur so viel, als er unbedingt zum Lebensunterhalt Reichsadler, Beuffelstr. 9.- Berein ebmal. 37 er, Abends 9 Uhr, im KönigGeselliger Berein Bruderschaft" N., Abends 9% Uhr, Restaur. Deutscher gebraucht. Schuf er früher, als er noch selbst Eigenthümer der stadt- Kasino, Holzmarktstr.72.- Dilettantenverein, or b", llebungsft. Dienstag in unserem Blatte nur ausnahmsweise Aufnahme finden. Wir Zur Notiz. Bücherbesprechungen konnten bishet Arbeitsmittel war, mehr als er zum Leben nothwendig bedurfte, Abend 8%-10% Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. Tambourverein Frei so konnte er damit seine Lebenshaltung zu einer besseren gestalten: Rauchtiubosenblätter", Abends 8 Uhr, bei Leopoldt, York: u. Mannweg! Dienstag und Freitag Uebungsstunde Weinbergsweg 11 b b. Wenzel. hoffen jedoch, daß wir demnächst in der Lage sein werden, die jetzt kommt das Mehr dem Kapital zu Gute. Daher der Gegen- steinftr.- Ede. Gäste willkommen. saß der Interessen zwischen Kapital und Arbeit, ein Gegensaß, brüder", Abends 8 Uhr, Kleine Martusstraße 10. Gäfte, durch mit mit der durch unsere Aufgabe und den Umfang unseres Blattes Rauchflub humoristische Pfeifen unsere Partei intereffirenden Literatur- Erzeugnisse allerdings der unversöhnbar ist. In diesem Interessengegensatze schlägt glieder eingeführt, willkommen. Rauchtlub Borstg", jeden Dienstag sich der Staat auf die Seite der Unternehmer, denn er Abends 9 Uhr Borsigstr. 10a, bei Noact. Gäfte herzlich willkommen. bedingten Kürze zu besprechen, und alle uns übersandten Reichenberger Rauchtíu b. Jeden Dienstag, Abends 9 Uhr, Reichen hat die bestehende Gesellschaftsordnung zu schützen, und diese bergerftr. 128 im Restaurant Sum Pfeifen- Lange". Gäste, burch Mitglieder Schriften mit vollem Titel aufzuführen. ist eben die fapitalistische. Je mehr aber die Arbeiter eingeführt, willkommen. Rauchklub Portorico". Jeden Dienstag aufgeklärt und infolge dessen zu einer Macht werden, desto wiltommen. Uhr Manteuffel: Straße Mr. Für die Arbeiter- Bildungsschule gingen ein: Von der 119 bet Gremling. Säfte Redaktion der Arbeiterinnen- Zeitung" 25 M. Von Rarklinnis mehr muß der Staat seine die Arbeiter beschränkenden Dämmerwolte" Dienstag Abend Neue Mitglieder werden aufgenommen. Rauchflub Maßnahmen verschieben. 9 Uhr Böchstraße 51. Wenn wir uns daher heute an der Gäste 2 M. Von Robert Flatow 6 M. Von Bredereck 15 M. Von find willkommen. Rauchklub Ginigteit" Abends staatlich politischen Bewegung( Reichstagswahlen 2c.) betheiligen, ieben Dienstag Abends 8 Uhr, Wrangelstraße 32, bet Hoffmann. bet Bater Kubs, Swinemünderstraße 82. um 9 Uhr der Südost- Schule 20 M. In Summa 68 M. Rauchtlub Der Elf Dankend empfangen so geschieht es, um den Staat zu zwingen, die Macht der Arbeiter Ambalema" Abends 8 Uhr, Reichenbergerstraße 73 A bet Faustmann. Rauchklub anzuerkennen. Die Macht selbst können wir aber im Parlament Berein, Iimbim" Abends 9 Uhr bei George, Großgörschenftr. 16. Herren als H. Gumpel, Barnimfir. 42. Gäste willkommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Gefelliger nicht schaffen, sondern hier werden gewissermaßen nur die Macht- Gäste willkommen.- Bergnügungsverein„ Glud auf" Abenbs 8 Uhr im Re- Ausgabe. Die ist nicht theuer. W. P., Görligerstraße. Kaufen Sie sich die Reclam'sche verhältnisse, wie sie sich draußen gestaltet haben, niedergeschrieben. ftaurant Blant, Schönleinftr. 1. Gäste wiüfommen. Redner begründet dann die Streichung des eh ernen Lohng Gefelliger Vergnügungs. verein, Amicitia" Abends 9 Uhr, im Lotal von Marowski, Barnimftr. 47 2. S. Ist uns unbekannt. fetes im Programm unserer Partei und erörtert hierauf die Frage: Wie heben wir die Macht der Arbeiter? In allererster Linie Brüder", jeden Dienstag von 8-11 Uhr Kottbufer Damm 74 bet Silte. wiederverschaffen. Stattlub Fibele schuhe gekommen sind; wir können Ihnen diefelben aber nicht fteht da die Gewerkschaftsbewegung, die naturgemäß niemals Gäste, welche durch Mitglieder eingeführt werden, haben Zutritt. Berein zum Stillstand kommt. Unsere Macht vermehren wir zweitens ehemaliger Schüler der 38. Gemeindeschule. Seute Sigung im Restaurant Gb. 1884. Die Sache mit der Annonce hat ihre Richtig durch ausgiebige Ausnutzung des allgemeinen Wahlrechts, durch 8 Uhr, Sigung mit Damen, bet E. Hedwig, Rosenthalerstr. 45. Bergnügungsverein Esmeralda", heute Abend feit. Alles bewilligt. welches wir unsere Forderungen eher zur Anerkennung zu bringen Tanz. Fidelitas. Gäste willkommen. Gr. Frankfurterstr. 99. Gäste will Bergnügungsverein„ Saturnalia" jeden Dienstag Sigung mit R. Sch- p. Sie tönnen ein solches Leriton auf unserer vermögen, als wenn wir es nicht hätten. Von den Forderungen verein G armen Sylva" Gibung jeben Dienstag, Abends 9 Uhr, DranienRedaktion einsehen. Bergnügungsan den gegenwärtigen Staat streicht Redner die bezüglich des ftraße 183, im Reftaurant Braun. Junge Damen und Herren als Gäfte Schulwesens und bemerkt dann hinsichtlich der stehenden Heere, Rauchklub Bruber bund" tagt jeben Dienstag sich an die Magdeburger Voltsstimme". Dieselbe hat den Fall E. H., Kalbe a. S. Artikel nicht gefunden. Wenden Sie wie der Kapitalismus, je mehr er sich entwickelt, desto mehr auch aus den Fugen geht, so werde es auch mit dem Militarismus beim Neftaurateur Bierrat, Schönhauser Allee und FranfeciftraßenWanderlust" jeben Dienstag Abends Don 9 Uhr ab Sigung ausführlich behandelt. gehen. Je mehr fich letzterer ausbreitet, desto mehr dringt der Baul Kühnel). Dienstags Abends Ihr Uebungsftunde, Aufnahme, neuer lich. Die gewünschte Nummer gestern abgegangen. Sch. war Ecte. Gäste willkommen, A. B., Apolda. Betreffs M. eine Notiznahme nicht räthSozialismus in ihn ein, desto mehr wird er aber auch abhängig Mitglieder, im Restaurant Bubell, Naunynftr. 86. von dem draußen stehenden Proletariat, das die Eisenbahnen duft", jeden Dienstag Abend 9 Uhr Mariannenftr. 48 bet Mölfert Sigung. Preffe" zn erfahren fein. Rauchtlub Tabats: bisher in Elberfeld. Adresse wird wohl durch die dortige Freie baut, die Kohlen erzeugt und die Flinten herstellt. Es folgte Gäfte tufommen. hierauf eine furze Diskussion. Zu Beginn der Bersammlung hatte der Vertrauensmann festgestellt, daß sach dem nunmehr e= tommen. Nr. 162. Gäste willkommen. Abend 9 1 1 11 " Reichert's Restaurant, Müllerstr. 7. Säfte willtommen. Bergnügungsverein Reichstrone", Sigung Abends 9 Ubr, in Martha G- u. Es thut uns Leid, daß Sie um Ihre BallNoll, Andreasstr. 8. tommen. bend 9 Uhr auftgerſtraße Nr. 50, herzlich willkommen. " bei Grande. Musikverein Touristenklub Dr. B., Bromberg. Das ist eine alte Sache. " F. B., Erfurt. Kontrollmarken der Wirkwaaren- Branche find zu beziehen durch Lande, Wirkwaaren- Geschäft, Berlin, Markusstraße. Besten Gruß! Berantwortlicher Redakteur: Auguft Enders in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.