A 23 T Nr. 1. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Postbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Beitungs Preisliste für 190) unter Br. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für bas übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. tia ad sigst du Comp sile53 aldadilour allegato in on 18. Jahrg. Vorwärts Berliner Dolksblatt. s Die Insertions- Gebühe beträgt für die fechsgespaltene Rolonet zetle ober deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in berExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Zelegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" 49) the of a g Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Ferusprecher: Amt I, Nr. 1508. Des Neujahrstags wegen erscheint die nächste Nummer des ,, Vorwärts erst am Donnerstagmorgen. Das Jahr des Zerfalls. 2 Die offizielle Reichspolitik war nicht gut beraten, als fie, im Widerspruch mit dem Einmaleins, das Ende des 19. Jahrhunderts auf den Silvestertag des vorigen Jahrs festsette. Hätte sie das eben verflossene Jahr noch mit zu dem scheidenden Jahrhundert geschlagen, so wäre es ein Aufwaschen gewesen, während sich heute die erprobtesten Patrioten nicht ohne ein bängliches Borgefühl sagen werden: das neue Jahrhundert hat gut angefangen. Wir wissen alle, daß sich die Liquidation der modernen bürgerlichen Gesellschaft nicht so schnell vollzieht, wie das klassenbewußte Proletariat, ja wie auch die großen Denker des Socialismus vor einem Menschenalter glaubten. Daraus schöpft die Bourgeoisie den schnell fertigen Trost, daß sich diese Liquidation überhaupt nicht vollziehe, und selbst bis in Arbeiterkreise ist die prüfende Frage gedrungen, ob die bürgerliche Gesellschaftsordnung in ihrem Stern nicht doch noch gesund sei, ob es nicht flüger fei, sich mit ihr zu vertragen, als sich mit ihr zu schlagen. Auf diese Frage giebt das eben verflossene Jahr eine schlagende Antwort: jedes Blatt seiner Geschichte ist bedeckt mit den Spuren eines unaufhaltsamen Niedergangs. Dienstag, den 1. Januar 1901. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Armut von der großen Powerteh herkommt. Hinge es von dem Während der Bausen darf den jugendlichen Arbeitern eine Bewillen ber Staatsmänner ab, ob innere Strifen entſtehen oder nicht, schäftigung im Werkstattbetrieb nicht gestattet werden. so wäre die Welt davon allerdings für immer befreit. In einer auf dem Klaffengegensatz basierten Gesellschaft kommen die Krisen mit der unwiderstehlichen Gewalt von Naturereignissen, und die verhängnisvollste dieser Krisen, der große ökonomische Krach. flopft schon an die Thür. Er ist länger ausgeblieben, als feine Gewohnheit war, aber es scheint, daß er nun um so gründlicher daherfegen wird; der Zusammenbruch der Hypothekenbanken, der freilich zunächst den Gaunereien frommer Kirchenbauer geschuldet ist, giebt einen Vorgeschmad von dem, was wir sehen werden, wenn einmal ein ökonomischer Sturmwind die Dächer von den Heimlichkeiten der kapitalistischen Wirtschaft bläst. Von allen diesen Vorschriften, soweit sie die Dauer der Beschäftigung und die Pausen betreffen, find in Beziehung auf männliche Personen befreit die Handwerksbetriebe, in denen weniger als 10 Personen beschäftigt sind, auch wenn sie Motore anwenden. Diesem Sturm wird aber das innere Gerüst des Deutschen Reichs schwer erschüttern, trotz aller Grafen Bülows. Proben davon hat das verflossene Jahr im voraus reichlich genug geliefert. Der Prozeß Sternberg hat gezeigt, wie tief die bürgerliche Polizei von der fapitalistischen Korruption zerfressen ist und wie die bürgerliche Justiz schon die krampfbaftesten Anstrengungen aufbieten muß, um sich ihrer noch zu erwehren. Die Zwölftausendmarkgeschichte kompromittiert die deutsche Bureaukratie womöglich noch mehr, als die deutsche Heeresmacht durch die Vorschußlorbeerkronen ihres ersten Offiziers und die deutsche Diplomatie durch die berühmten„ Erfolge" des Grafen Bülow kompromittiert wird. Es knistert und kracht überall im Reichsgebälte. Das heißt nicht, daß morgen oder daß überhaupt Wunder geschehen werden, aber wenn das historische Facit des verflossenen Jahres gezogen werden soll, so lautet es einfach: Es geht bergab mit den Unterdrückern. Als Handwerksbetriebe in diesem Sinne gelten: die Betriebe der Bandagisten, Bandwirker, Böttcher, Buchbinder, Büchsenmacher, Bürsten- und Binselmacher, Drahtflechter, Drechsler, Steins, gint, Kupfer, und Stahldruder, Färber und Zeugdruder, Feilenhauer, Feinmechaniker, Gerber, Glaser, Gold- und Silberarbeiter, Graveure, Kupferschmiede, Messerschmiede, Metallgießer, Metzger( Fleischer), Handschuhmacher, Hutmacher, Kammmacher, Klempner, Kürschner, Mühlenbauer, Musikinstrumentenmacher, Posamentiere, Sattler ( Niemer, Täschner), Schiffbauer, Schloffer, Grob- und Hufschmiede, Schneider, Schreiner( Tischler), Schuhmacher, Seifensieder, Seiler, Stellmacher( Wagner, Nadmacher), Tapezierer, Töpfer, Tuchmacher, Uhrmacher, Weber. Für weibliche Personen gelten auch in diesen Betrieben dieselben Bestimmungen. Schulpflichtige Kinder und Kinder unter 13 Jahren dürfen auch in diesen Betrieben nicht beschäftigt werden. Die folgenden Bestimmungen gelten wieder für die Handwerksbetriebe mit: An Sonn- und Festtagen, sowie während der von dem ordent lichen Seelsorger von den Katechumenen- und Konfirmanden-, Beichtund Kommunion- Unterricht bestimmten Stunden dürfen jugendliche Arbeiter nicht beschäftigt werden. werden. Arbeiterinnen dürfen nicht in der Nachtzeit von 81/2 Uhr abends bis 5/2 Uhr morgens und am Sonnabend sowie an Vorabenden Und deshalb geht es bergauf mit den Unterdrückten. Die deutsche der Festtage nicht nach fünfeinhalb Uhr nachmittags beschäftigt Bunächst zeigte die Entscheidung in der Flottenfrage, daß die Socialdemokratie hat im verflossenen Jahre neue Kräfte gesammelt, Die Beschäftigung von Arbeiterinnen über sechzehn Jahr darf herrschenden Klassen der deutschen Nation nicht mehr den untrüg- neue Gebiete erobert, neue Truppen geworben; fie hat die Dauer von elf Stunden täglich, an den Vorabenden der Sonnlichen Instinkt befizzen, der allemal den genauesten Gradmesser dafür sich in ihrem revolutionären Vormarsch keinen Augenblick und Festtage von zehn Stunden, nicht überschreiten. bildet, wie sicher sie sich ihres Lebens und ihrer Zukunft fühlen. Es aufhalten lassen durch zaghafte Bedenken darüber, ob die bürgerliche Zwischen den Arbeitsstunden muß den Arbeiterinnen eine ist selbst schon zu viel behauptet, wenn man fagt, daß sie sich von Herrlichkeit wenn auch nicht von Ewigkeit, so doch für die Ewigkeit mindestens einstündige Mittagspause gewährt werden. einem gleißenden Phantom hätten blenden lassen, denn ein heim- fei. Unbeirrt durch Lochungen wie Drohungen, hat sie die politische besorgen haben, sind auf ihren Antrag eine halbe Stunde vor Arbeiterinnen über sechzehn Jahr, welche ein Hauswesen zu liches Grauen ängstigte alle Barteien, als sie auf die neue Flotte Entwidelung immer nur an der Höhe ihres Brincips gemessen, wohl ber Mittagspause zu entfaffen, fofern diese nicht mindestens ein und besorgen haben, sind auf ihren Antrag eine halbe Stunde vor ins uferlose Meer ihrer sogenannten Weltpolitik schifften. Ihnen wissend, daß diefe principielle Politit ihr allein praktische Früchte eine halbe Stunde beträgt. fehlte num allesamt, was allein eine Klasse und eine Partei wider- reifen kann. Nicht mit frivoler Schadenfreude begrüßt sie die herauf- Wöchnerinnen dürfen während vier Wochen nach ihrer Niederstandsfähig macht: das feste und klare Princip. Längst im politischen ziehenden Stürme, die am ärgsten die Arbeiterklasse treffen werden, funft überhaupt nicht und während der folgenden zwei Wochen nur Geschäftemachen verkommen, hofften die einen auf diesen und die aber mit dem festen Entschluß, in diesen Stürmen ihre welt- beschäftigt werden, wenn das Zeugnis eines approbierten Arztes andren auf jenen Vorteil, wenn sie sich auf den Flottenschwindel geschichtliche Pflicht zu erfüllen, als Vorkämpferin einer neuen Welt, dies für zulässig erklärt. einließen, trotz aller unheimlichen Ahnungen, und beseelt von dem die jene inneren Krisen nicht mehr fennt, an denen die bürgerlichereitung der Bäder und der Bedienung des Publikums beschäftigt Trostsprüchlein der Madame Pompadour: Nach uns die Sündflut! Welt zu Grunde gehen muß, in all ihrer ohumächtigen Prahlerei. Nur vergessen sie darüber das weisere Wort Goethes, daß der Und so denn allen Topferen und Treuen des proletarischen werden, gelten die Beschränkungen der täglichen Arbeitszeit nicht. An 40 Tagen im Jahre darf die elfstündige Arbeitszeit ohne liebe Gott nicht an jedem Wochenschlusse die Zeche macht, und die Emancipationstampfs ein tampf und siegesfrohes Glückauf zum weiteres bis zu 18 Stunden ausgedehnt werden, aber nicht Sündflut tam schneller, als sie in ihres Sinnes Thorheit gemeint neuen Jahre! über 10 Uhr hinaus. hatten. Der deutsche Hunnenzug nach China hat den merikanischen Für Arbeiterinnen in Bade- Anstalten, die mit der BeDie untere Verwaltungsbehörde fann erlauben, daß an noch für Saisonbetriebe in Frage, in denen zu Zeiten schlechten GeschäftsMit dem 1. Januar des neuen Jahres werden die für Argangs nur wenige Stunden am Tage gearbeitet wird. beiterinnen und jugendliche Arbeiter geltenden Schutzvorschriften auf eine Reihe von Betrieben anwendbar, für die fie bisher nicht galten. Es sind das die Werkstätten mit Motorbetrieb, gleich viel, wieviel Arbeiter sie beschäftigen nnd gleichviel, welcher Art der Motorbetrieb ist. ni Feldzug des falschen Bonaparte um den traurigen Ruhm gebracht. Die neuen Arbeiterschutz- Bestimmungen. mehreren Tagen bis zu 18 Stunden gearbeitet wird. Dies kommnt das um in der parlamentarischen Sprechweise zu bleiben verkehrteste und verhängnisvollste Abenteuer der modernen Geschichte zu sein; man muß bis in die Tage der römischen Cäsaren zurückgehen, um ähnliche Tragikomödien zu entdecken, die hin und herschwanken zwischen den blutigsten Greueln und den nichtigsten Operettenscenen. Und welche Diplomatie, die am Anfang des Jahrs dem Reichstag zuraunte, eine Riesenflotte müsse Ausgenommen von den nachfolgenden Vorschriften find jedoch gebaut werden, um der englischen Flotte die Spitze zu bieten, und die Wertstätten der Kleider- und wäichetonfettion, die am Ende des Jahrs so sehr der Dupe der englischen Politik ist, auch wenn sie Motorenbetrieb haben. Für sie bleiben die Vordaß sie nicht einmal eine harmlose Pflicht internationaler Höflichkeit schriften vom 31. Mai 1897 bestehen. gegen einen hilflosen Greis zu erfüllen wagt, aus Angst vor Englands Stirnrungeln. So sehr war Graf Haugwiß in den Tagen vor Austerlitz nicht der Dupe der französischen, so sehr v. Manteuffel nicht in den Tagen von Olmüz der Dupe der östreichischen Politik, wie Graf Bülow im verflossenen Jahre der Dupe der englischen Bolitik gewesen ist. soweit sie nicht als Fabrifen gelten. Es bleiben für sie die VorAusgenommen find ferner die Bäckereien und Konditoreien schriften vom 4. März 1896 bestehen.. Es find weiter ausgenommen die mit Motoren arbeitenden Getreidemühlen, soweit sie nicht als Fabriken gelten und teine Dampfkraft verwenden. Für sie gelten die Vorschriften vom 26. April 1899. Mit diesen Ausnahmen gelten nunmehr folgende BeStimmungen: Werkstätten mit zehn oder mehr Arbeitern. 1. In Werkstätten mit Wotorbetrieb, in welchen in der Regel zehn oder mehr Arbeiter beschäftigt werden, dürfen Kinder zwischen dreizehn und vierzehn Jahren, welche nicht mehr zum Besuche der Volksschule verpflichtet sind, zehn Stunden täglich beschäftigt werden; in Schleifer und Boliererwertstätten der Glass, Stein- und Metallbearbeitung jedoch und Metallbearbeitung jedoch nur sechs Stunden täglich. Im übrigen gelten für diese Betriebe nunmehr die Vorschriften ber§§ 135 bis 189b der Reichs- Gewerbe Ordnung ohne Einschränkung. Werkstätten mit weniger als zehn Arbeitern. Kinder unter 13 Jahren dürfen nicht beschäftigt werden. Kinder zwischen 18 und 14 Jahren dürfen beschäftigt werden, wenn sie nicht mehr schulpflichtig sind. haben und keine Fortbildungsschule besuchen, können auch an SonnSechzehnjährige Arbeiterinnen, die fein Hauswesen zu besorgen abenden und Vorabenden von Festtagen mit Genehmigung der unteren Verwaltungsbehörde mit Reinigungs-, Bewachungs- und Vorbereitungsarbeiten bis 1/2 9 Uhr beschäftigt werden. Bei Naturereigniffen oder Unglücksfällen fönnen Ausnahmen von den Vorschriften über die Dauer der Arbeitszeit sowohl der Arbeiterinnen wie der Jugendlichen zugelassen werden. Schließlich kann durch die Behörden diese ganze Regelung der vorgenommen werden, wenn die Natur des Betriebs Arbeitszeit über den Haufen geworfen und eine andre Regelung oder Rücksichten auf die Arbeiter in einzelnen Wertstätten es erwünscht erscheinen lassen": Und damit das Tohuwabohu vollständig und die Gesetzgeberei völlig zu einem bloßen Schein wird, gelten endlich noch besondere Ausnahmen für Werkstätten mit Wasserbetrieb. Für Betriebe, die ausschließlich oder vorwiegend mit unregelmäßiger Wasserkraft arbeiten jedoch mit Ausnahme der Schleiferund Bolierwerkstätten der Glass, Stein- und Metallbearbeitung gelten folgende Borschriften: Kinder unter 13 Jahren dürfen nicht beschäftigt werden, Kinder über 13 Jahre dürfen nur beschäftigt werden, wenn sie nicht mehr zum Besuche der Volksschule verpflichtet sind. Die Arbeitsstunden der jugendlichen Arbeiter und der Arbeiterinnen dürfen nicht vor fünfeinhalb Uhr morgens beginnen und nicht über achteinhalb Uhr abends dauern. ( Das ist der 15stündige Normalarbeitstag für Kinder.) An Sonn- und Festtagen sowie während der von dem ordent lichen Seelsorger für den Katechumenen- und Konfirmanden-, Beichtund Kommunionunterricht bestimmten Stunden dürfen jugendliche Arbeiter nicht beschäftigt werden. Es gehört aber zur ganzen deutschen Reichsgeschichte, daß dieser geniale Diplomat dafür zum leitenden Staatsmann avanciert ist und von den herrschenden Klassen bejubelt wird, als fei nun endlich der Heiland da, der das bürgerliche Geschäft noch einmal auf den Trumpf bringen werde. Bei dieser Zukunftsmusit auf der Kindertrompete braucht man sich keinen Augenblick aufzuhalten. Die einzige Fähigkeit, die der neue Neichskanzler bisher bewiesen hat, ist ein glückliches Selbstbewußtsein, das ihm über seine diplomatischen Niederlagen hinwegzutänzeln gestattet, mit einem glüd feligen Lächeln, das in dieser Art den Haugwiz und den Manteuffel allerdings nicht gegeben war. Die pflegten trübselige Mienen aufzustecken, wenn ihnen der Rücken brannte. Jedoch wenn diese Begabung des Grafen Bülow nicht besonders erhebend ist, so darf man nicht verkennen, daß ihre Wirksamkeit durch die gegenwärtigen Zeitläufte allerdings verdoppelt und verdreifacht wird. In ihrer fazenjämmerlichen Stimmung lechzen die bürgerlichen Parteien nach einem gewandten Faiseur, der Kinder und junge Leute bis zu 16 Jahren dürfen nur zehn ihnen mit allerlei anmutigen Trümpfen beweist, daß sie eigentlich Stunden täglich beschäftigt werden. gar feinen Grund zur Besorgnis haben. Dies Spiel versteht Graf In Schleifer und Polierwerkstätten der Glass, Stein und Wöchnerinnen dürfen während vier Wochen nach ihrer NiederBülow aus dem Grunde, und deshalb heben ihn alle bürgerlichen Metallbearbeitung dürfen Kinder unter 14 Jahren nur sechs funft überhaupt nicht und während der folgenden zwei Wochen nur Stunden täglich beschäftigt werden. Parteien triumphierend auf den Schild. Er hat den Reichstag um Die Arbeitsstunden der jugendlichen Arbeiter dürfen nicht vor beschäftigt werden, wenn das Zeugnis eines approbierten Arztes dies den Finger gewickelt, nicht weil er ein Riese ist, sondern weil die fünfeinhalb Uhr morgens beginnen und nicht über a cht für zulässig erklärt. bürgerliche Mehrheit des Reichstags nichts sehnlicher wünscht, als einhalb Uhr abends dauern. Zwischen den Arbeitsstunden In Wasserwerkstätten, die in der Regel weniger als zehn Arbeiter um den Finger gewickelt zu werden. Zum Gaudium dieser braven müssen an jedem Arbeitstage regelmäßige Baufen getvährt werden. beschäftigen, dürfen Arbeiterinnen, die über 18 Jahre alt find, an Patrioten baut der neue Reichskanzler seine bunten Kartenhäuser Für jugendliche Arbeiter, welche nur sechs Stunden täglich beschäftigt 40 Tagen im Jahre sogar bis 10 Uhr abends, also 162 Stunden auf, die wirklich sehr nett anzusehen sind und nur an der kleinen werden, muß die Bause mindestens eine halbe Stunde täglich, beschäftigt werden. Für mehr Tage im Jahre kann die Schwäche leiden, sie beim ersten rauhen Windstoß samt und betragen. Den übrigen jugendlichen Arbeitern muß mindestens Behörde noch eine besondere Erlaubnis erteilen. fonders zusammenpurzeln werden. entweder mittags eine einstündige sowie vormittags und nach- Für dieselben Werkstätten kann jede Beschränkung der Allerdings will Graf Bülow, wenn feine Bewunderer recht haben, mittags je eine halbstündige, oder mittags eine einundeinhalbstündige Arbeitszeit aufgehoben werden bei Unglücksfällen oder Pause gewährt werden. Eine Vor- und Nachmittagspause braucht Naturereignissen, oder wenn die Natur des Betriebs oder auch ein Beherrscher der Winde sein; als Parole seiner inneren nicht gewährt zu werden, sofern die jugendlichen Arbeiter täglich Südsichten auf die Arbeiter es erwünscht erscheinen Politik soll er ausgegeben haben: Reine inneren Strifen! Wir glauben nicht länger als acht Stunden beschäftigt werden und die Dauer laffen. inigern an dies geflügelte Wort, das sich an staatsmännischem Tief- ihrer durch eine Bause nicht unterbrochenen Arbeitszeit am VorHandwerksbetriebe mit Wasserkraft( siehe die finu mit Onkel Bräfigs Behauptung messen könnte, wonach die große und Nachmittag je vier Stunden nicht übersteigt. Aufzählung der Handwerksbetriebe) sind hinsichtlich der män n Arbeiterinnen über sechzehn Jahre, welche ein Hauswesen zu beforgen haben, sind auf ihren Antrag eine halbe Stunde vor der Mittagspause zu entlassen, sofern diese nicht mindestens ein und eine halbe Stunde beträgt. lichen jugendlichen Arbeiter überhaupt keinen Beschränkungen in] der täglichen Arbeitszeit unterworfen, wenn sie in der Regel weniger wie 10 Arbeiter beschäftigen. Kinder unter 13 Jahren dürfen in solchen Werkstätten überhaupt nicht, Kinder über 13 Jahre nur dann beschäftigt werden, wenn sie nicht mehr zum Besuche der Boltsschule verpflichtet sind. Arbeiterinnen über 18 Jahre, die ein Hauswesen zu besorgen haben, find auf ihren Antrag eine halbe Stunde vor der Mittags: pause zu entlassen, sofern diese nicht mindestens ein und eine halbe Stunde beträgt. Wöchnerinnen dürfen während vier Wochen nach ihrer Niederkunft überhaupt nicht und während der folgenden zwei Wochen nur be schäftigt werden, wenn das Zeugnis eines approbierten Arztes dies für zulässig erklärt. Unberührt von allen genannten Vorschriften bleiben außerdem alle Betriebe der genannten Art, soweit lediglich Familienaugehörige des Unternehmers darin beschäftigt werden. Politische Mebericht. jatup Berlin, den 31. Dezember. Posadowskys Ende? wiesen, ging nach Lourenço Marques und fette dort seint sauberes Geschäft für England fort." " Deutsches Reich. Wie fich die Kreuzfahrer chriftlich amüsieren! Noch weit reizvoller ist folgende Mitteilung, welche die„ Tägliche Für die oben genannten, von den sonstigen hier aufgezählten Rundschau" aus dem Reichs- Anzeiger" vom 13. Dezember Eine am 16. Oftober aus Tientsin datierte Feldpostkarte eines Vorschriften ausgenommenen Bädereien, Konditoreien dieses Jahrs ausgräbt. - das Original haben wir in Händen Dort hieß es unter Neu- Er- deutschen Kulturpioniers und Getreidemühlen treten überdies noch folgende Be- dieses Jahrs ausgräbt. gehabt enthält die folgenden Säge: ald stimmungen neu in Kraft: werbungen der königlichen Museen": Die Chinesinnen find greuliche Bestien, mit denen „ Eine Schenkung des Herrn Julius Wernher in fch, ebenso wenig jeder andre, nichts zu thun haben möchte. Nicht London, der der Gemälde- Galerie schon wiederholt mit Mostrich zu genießen. Wir verwenden sie nur zum Sachen wertvolle Zuwendungen gemacht hat, bereicherte diese Sammnähen. Anch muß sich mitunter so ein Bieft auf einen Esel lung mit einem für die Geschichte der deutschen Malerei außer setzen und einen kleinen Todesritt machen, bis sie zuleşt ordentlich wichtigen Monument: acht Tafeln runterfällt, das größte Vergnügen für uns. Auch must fo mit Darstellungen aus dem Marienleben und der Passion mancher Langzopf sein Leben lassen, wenn er nicht thun Christi, die 1437 von Hans Multscher ausgeführt worden sind... will wie ihm befohlen. Privatvergnügen jeder Art giebt Die acht fürzlich im Londoner Kunsthandel aufgetauchten acht fürzlich es alle Lage, doch wagt sich teiner von ihnen und nun für die Berliner Galerie gewonnenen Tafeln bildeten auszurüden, da überall often stehen.... a ursprünglich zwei, auf beiden Seiten mit je zwei Darstellungen Die germanische Sittlichkeit und die christliche Nächstenliebe übereinander geschmückte Altarflügel. Heine biefe Cammlung bas Meine Herrn Alfred Beit verdankt die Sammlung das fleine diefes freiwilligen Musterpatrioten sind derart, daß wir mit Entin dem Us vorstellen können, welche Sträfte" in dem vlämische Porträt eines jüngeren Manns, das schon der Tracht lezen nach offenbar aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts stammt europäischen Militarismus fchlummern. Es ist keine Uebertreibung, und in der tiefen und harmonischen Färbung den Bildnissen des es ist blutige Wahrheit: Die Beiten des dreißigjährigen Kriegs sind Jan van End sehr nahe steht, so daß es für die schwierige Frage Jan van Eyd ſehr nahe ſteht, jo baß es für die schwierige noge zurüidgekehrt, ba, man es auch unter die üöjligſten Brivatnach den Künstlern, die noch gleichzeitig mit ihm in den Nieder- vergnügungen rechnete, Weiber schimpflich zu quälen und Männer zu morden, wenn sie nicht thun wollten, was sie die„ Neutter" zu landen thätig waren, von Wert ist." Eine Berliner Montagszeitung fündigt heute in aller rühmlichen De Beers Company. Es ist wahrhaft er Die Herren Wernher und Beit sind die Direktoren der thun hießen. Wenn man die Thaten der Peters, Leist, Arenberg vertausendForm den Rücktritt des Grafen Posadowsty als freulich, daß die Herren inmitten ihrer füdafrikanischen Goldminen facht, so hat man in einem schwachen Abriß den chinesischen Feldzug. unmittelbar bevorstehend an. Das mag schon sein. Aber be forgen noch genug Muße fanden, sich für Kunstbinge au begeistern Das Kulturgewissen des Volts wird Rechenschaft von denen stimmt irrt sich das Blatt in den Ursachen des etwaigen und der Kunst erhebliche Geldopfer zu bringen. Es ist noch erfreulicher, fordern, die für diese Missethaten einer grauenhaften Berrohung verantwortlich sind, auch wenn Herr v. Goßler, der preußische Striegsdaß die englischen Goldkönige ihre Liebe zur Kunst gerade auf berantwortlich sind, auch wenn Herr v. Goßler, der preußische Striegsdes Innern und dem Centralverband würde es sein, die den Museen durch wertvolle Zuwendungen bereicherten. Wie haben wir Beugnissen gen Himmel ſchreit. 180 31 Nicht die korrupte Intimität zwischen dem Staatssekretär deutsche Kunstsammlungen ausströmen ließ, daß sie unsre Berliner minister, immer noch nichts amtlich von dem weiß, was in zahllosen Grafen Posadowsky unmöglich gemacht hat, nicht über die die geriebenen englischen Geldmänuer unterschäßt, die sich nun als 12000 Mart Affaire würde er stürzen, sondern gerade das uninteressierte Schüger geistiger Güter selbst im Ausland entpuppen! Gegenteil hätte zur Beseitigung Pojadowskys geführt. Weil ria ispalidad bildniin ol er bei den Bued- Leuten aus persönlichen Motiven und aus Gründen des großinduſtriellen, handels- und socialpolitischen wie die spanischen Abenteurer bei der Entdeckung Amerikas, geeignet war, den Stampf mit einer widerwilligen aning Der Widerstand der gelben Naffe.dand Interesses in Ungnade gefallen ist, darum muß Graf Posa- haben sich die Sthafimächte in Oftasten blindlings in ein Welt- heit aufzunehmen, so dürfte die Zeit der bevorstehenden Tagung dowsky gehen. Er ist nicht zu intim, er ist nicht mehr eroberungs- Abenteuer hineingestürzt. Hier wie dort war unerfätliche des Landtags das noch viel weniger fein entſproffen, if intim genug mit dem Centralverband. Gold- und Herrschgier das treibende Motiv. Hier wie dort wurde Die neue Kanalvorlage, die aus Miquels Hirn ist Die Berliner Neueste Nachrichten" bestätigen heute in wiistes Mordbrennertum mit christlichem Belehrungseifer mastiert. ia auch nur dazu da, um allseitig abgelehnt zu werden. einem zum Schein arrangierten Rückzugsgefecht, daß Graf Aber der Ausgang dieses Welteroberungs- Abenteuers wird nicht der oder weltpolitische Neujahrskater. Nachdem die Welt Pojadowsky ein Mann von gestern ist. Sie behaupten heute, gleiche fein wie vor 500 Jahren, China und Japan find nicht Mexiko am Montag" das ganze Jahr über fich nationalsocial für sie hätten den Grafen Posadowsky gar nicht angegriffen, im und Peru, die gelbe Rasse ist nicht die rote. Mag der Koloß China Panzertähne, Weltpolitik, Imperialismus und Hummenkurs begeistert Gegenteil schäzten gerade die industriellen Kreise die Arbeits- momentan auch allen Mißhandlungen der modernen Conquistadoren hat, zieht sie am Schluß das Ergebnis der neuen Weltwende- Politik fraft und Sachfenntnis des Herrn Grafen Posadowsth viel wehrlos preisgegeben fein, in seiner riesigen Boltsmaffe, feiner alten wie folgt: zu hoch, um zu einem Angriff" gegen ihn überzugehen Berührung mit den centralistischen Militärstaaten des Westens ausStultur schlummern latente Kräfte des Widerstands, die durch die oder feine Beseitigung anzustreben." furchtbar an den Schuldigen gerächt werden. and day sinc gelöst werden müssen. Und dann könnte das oftastatische Verbrechen Aber auch Japan wird nicht dulden, daß die Mächte China als Beute- Objekt in die Tasche stecken werden. Japans Rasseverwandtschaft und seine fapitalistischen Interessen werden das nicht zulaffen. Und ist auch Japan zu schwach, um den vereinigten Westmächten Widerstand zu leisten, so wird doch die Rivalität der Mächte seinen Einfluß potenzieren. der Ministerwechsels. Nachdem der Centralverband offenbar glaubt, fein Biel er reichen und die Entfernung des Grafen Posadowsky zur vollendeten Thatsache machen zu können, mag ihm aus triftigen Gründen daran liegen, von dem von ihm angestrebten Werke abzu rücken. Sie möchten nicht gern als Ministerstürzer erscheinen, um nicht die notwendige Folgerung in politisch denkenden Köpfen zu veranlassen, daß die Centralverbändler auch die Ministermacher feien. Die Berliner Neuesten Nachrichten" haben diesen listigen Rückzug in den Hintergrund aber nicht allzu geschickt aus geführt. Der enge Zusammenhang zwischen der etwa bevorstehenden inneren Krisis und der Kriegserklärung des Herrn Bueck gegen den Grafen Posadowsky ist zu offensichtlich. Vielleicht erwirkt der Centralverband, um die Ungeschicklichkeit wieder gut zu machen, dem Grafen Posadowsky noch eine furze Gnadenfrist, damit die Welt erst wieder vergessen Ternt, daß Herr Bueck der Dirigent des Herrn v. Lucanus ist. Das englische Gold. In der berüchtigten Angelegenheit der 8 Millionen, welche im Geschäftsbericht der britisch- südafrikanischen De Beers- Company als in Köln und Berlin verausgabt gebucht worden sind, nimmt nunmehr der Urheber der ersten Mitteilung in den„ Leipziger Neuesten Nachrichten", Dr. Liman, persönlich das Wort. Der Berliner Korrespondent des Leipziger Blatts schreibt: " Ich erkläre, daß die in den Leipziger Neuesten Nachrichten", Nr. 346 und 351, veröffentlichten Mitteilungen über gewisse Posten in dem Geschäftsbericht der De Beers- Company von 1899 von mir herrühren. Die Kölnische Zeitung" hat diese Mitteilungen als eine Berleumdung bezeichnet. Ich fordere hiermit die" Kölnische Beitung" auf, mich wegen dieser angeblichen Verleumbung gerichtlich zu belangen, wenn anders sie nicht in den Augen jedes anständigen Menschen dauernd gerichtet erscheinen will. Ich bin bereit, alsdann eine Reihe von Bengen zu nennen, die den betreffenden Bericht gelesen und auch Kenntnis von weiteren, mit der Angelegenheit zusammenhängenden Vorgängen gewonnen haben." Herr Liman thut das möglichste, um eine Aufklärung der Sunkelen Angelegenheit zu hindern. Seine Aufforderung an die Stöln. Big.", ihn gerichtlich zu belangen, ist in feiner Weise ernst zu nehmen, da die„ Köln. 8tg." als Verleumdung nur die Behauptung bezeichnet hat, sie die„ Kölnische Zeitung"-sei sei durch das englische Gold bestochen worden, nicht aber die Mitteilung Limans, daß im Bericht der De Beers Company die Verausgabung von 1/2 Millionen Mark in Köln verzeichnet Aeußerst intereffant für Japans Stimmung dem Hunnenkrieg in Petersburg, der offen die Rechte der gelben Rasse auf Begegenüber ist die Auslaffung eines japanischen Diplomaten herrschung des Großen Oceans proflamiert. Der Diplomat erklärte u. a.: feine Angst vor der starken Regierung und dem unbengjamen Der Kanal 1k. Die agrarische Deutsche Tageszeitung" hat Billen. Sie meint: tel Wenn die Zeit der Ablehnung der früheren Kanalvorlage nicht MehrAm Iäglichst en aber ist das Ereignis verlaufen, das die frenetischte Begrüßung erfuhr: der Gang nach Peking. Wie diese Attion fast dem gesamten politischen Leben des verfloffenen Jahrs den Stempel aufgedrüdt hat, so ist es auch von ausschlaggebender Bedeutung für unser wirtschaftliches Leben geworden: es hat den Rückgang besiegelt. Die dadurch hervorgerufene Geldmarktsgestaltung, die Furcht vor den neuen Anleihen, die Arbeitseinstellungen im Rheinland, sind die einzelnen Etappen des Rückgangs geworden. Und heute ist sich wohl jeder Verständige darüber klar, daß weite Gebiete unfres Außenhandels eine dauernde Schädigung durch die Art unfres Vorgehens in Ostasien davontragen werden." Diese Anschauung, welche lediglich die fritischen Boraussagungen der socialdemokratischen Presse bestätigt, findet sich allerdings in dem bernünftigen Teile der 2. a. M." daß in der völlig planlosen Anhäufung von Menschen in den Großstädten und in dem dadurch herbeigeführten Zusammens fluß arbeitsloser und bedenklicher Elemente, die durch die socialdemokratischen Lehren ihres legten moralischen Halts beraubt werden, erst der Sumpfboden geschaffen worden ist, auf dem eine so efelerregende Pflanze gedeihen und ihre widerliche Nahrung finden konnte. Wir wissen nicht, ob die„ Deutsche Tageszeitung" meint, daß Herr Sternberg oder die Woyda oder die Ehlert durch die socialdemokratischen Lehren ihres moralischen Halts beraubt worden sind. Oder etwa die Kavaliere, die den Agrariern recht nahe stehen, die Kinderstube besucht haben! Oder ist jene ländliche Pastorfrau etwa von socialdemokratischen Lehren verdorben worden, von der nenlich gerichtlich festgestellt wurde, daß sie mit allen männlichen Mitgliedern der Gemeinde liebevoll verkehrt und selbst die Bassanten nicht verschonte, die dafür aber auch den einzigen, der ihr widerftand, unterm Gide fälschlich beschuldigte? Oder sind die Hunnen in China unsre Schüler? " Japan wird zunächst mit den verbündeten Mächten gemeinsam vorgehen. Aber nur zunächst. Eine Aufteilung Die Tartüffes vom Dreschflegel. Die bündlerische Deutsche Chinas wird Japan nicht zulaffen. Sie haben den Tageszeitung" hat die Frechheit, für die im Sternberg- Prozeß entSie mir der gelben Rasse den Großen Ocean. lich zu machen. Sie bemerkt, Atlantischen und den Indischen Ocean. leberlassen hüllte„ Kinderprostitution" die Socialdemokratie verantwort Sie wollen das nicht. Um so schlimmer. Wir werden ihn uns sichern. Und wir Gelben werden uns in dem Maße wehren, als man uns bedrängt. Sie verbieten die Einfuhr von Waffen nach China. Wir werden China Waffen liefern, denn schließlich werden wir uns mit den Chinesen bereinen und eine starte Nation bilden, die ihre Selbständigkeit zu wahren wiffen wird. Wo ist das nationale Selbstbewußtsein der Chinesen besonders deutlich erwacht? In Schantung. Warum gerade dort? Weil dort die Deutschen wirtschafteten, die mit ihrer rüdsichts losen Gradheit sich daran machten, wie eine Nivellierungsmaschine in den Chinesen alles sehr zahlreich den Sternberg- Lastern huldigen; foll doch sogar nach das zu erbrücken, was diese im Laufe von den Prozeßverhandlungen ein Offizier in Uniform die Fischersche vielen Jahrhunderten verehrt haben. Die deutsche Politit ist aber die typische Politik der Europäer. Die Europäer verachten alles nicht Europäische Ihrer Meinung nach stud die Gelben, die Schwarzen, die Not häute Geschöpfe niedersten Ranges. Wan dressiert sie wie Affen, aber man will sie sich nicht assimilieren Ihre civilisatorische Mission in China ist im Grunde nur ein tommerzielles Unternehmen. Sie leiden an Ueberproduktion in Das Zusammendrängen, wenn nicht in der Großstadt, so doch Europa. Ihre Finanziers machen eine Kapitalfrisis durch in engen Mietstasernen, ist gewiß ein beklagenswertes Uebel, gegen und entsenden ihre Handlungsreisenden in fremde Länder das aber niemand energischer anfämpft, als gerade die Socialdemokratie. Mit Revolvern in den Händen zwingen fie die Länder, Weit schlimmer jedoch ist die„ Anhäufung" in den ostelbischen Wohneuropäische Waren zu kaufen, die Sie loswerden wollen, weil palästen für das agrarische Proletariat. Hat doch erst fürzlich ein Sie würden siegen? Niemals. Alle Ihre Rechte. Ihre Kind, Verheiratete und Ledige durcheinander schlafen, als länd Sie nicht wissen. wohin mit ihnen. Und Sie glauben, Arzt die Schnitterhäuser, in denen Alt und Jung, Mann, Weib und jetzigen und die, welche Sie nach neuen Verträgen erwerben liche Bordelle bezeichnet! mil had a d werden, werden fiktive sein. Das gelbe Wolf wird Sie Eine eigentliche Kinderprostitution mag es ja im Paradies der stets baisen, und was Sie heute erreichten, Junker nicht geben. Daß es aber dort überhaupt Kinder giebt, die werden Sie morgen verlieren. Ich habe in Amerika meine noch unberührt von den Geheimnissen des geschlechtlichen Lebens Erziehung erhalten, habe lange in China gelebt, lebe in Europa find, leugnet sehr entschieden jenes große Sammelwert über die Sitt und habe Ihre Gesellschaft gründlich tennen gelernt und studiert. lichkeit auf dem Lande, das von evangelischen Pastoren abgefaßt ist. Ihre Civilisation- ich spreche nicht von der materiellen, sondern Also wozu das heuchlerische Gerede über die Tugend auf dem von der moralischen Civilisation wird weder von uns, noch von Lande und die Sünde in der Stadt! Das heißt Herrn Sternberg von Kenschheit oder Herrn Sanden von Ehrlichkeit reden hören. Die anschauung tann durch Eisenbahnen und Geschüße nicht vernichtet Beschuldigung der Socialdemokratie gar ist ebenso nichtsnugig wie dumm. Die Kriminalstatistik lehrt, daß die Noheit und Unfittlichkeit Der Japaner empfiehlt den Mächten schließlich, dem Beispiel dort am üppigsten wuchert, wo das tonservativ- agrarische Reich der Rußlands zu folgen und sich jeder zubringlichen Ein Bucht und frommen Sitte noch durch keine socialdemokratische mischung in die chinesischen Verhältnisse zu entnfeftion erschüttert ist. Der Siegeszug des Socialismus ist zugleich halten. Das sei zwar ein Berzicht auf die erhofften Erfolge, aber der Zug der Kultur und Sittlichkeit. Wenn die wahren Schulbigen es fei ja das Geschäft der Diplomaten, sich mit guter Miene in's der Voltsverderbnis uns für ihr Werl verantwortlich machen jo st das der alte Kniff derer, die„ Haltet den Dieb schreien! nabänderliche zu finden. ſei. Wenn Herr Liman nicht nur Zeugen für die Richtigkeit seiner den Chinesen jemals angenommen werden. Unfre sittliche Welt Angabe hat, wenn er auch noch weitere Kenntnis von unsauberen Vorgängen befigt, so wäre es feine Pflicht, offen damit herauszukommen. Das Versteckspiel, das er bisher betreibt, erleichtert die Verwischung von Spuren, die zur völligen Aufhellung dieser Korruption führen könnten. Andrerseits haben wir allen Anlaß, nach wie vor an der That fache des mächtigen Waltens der goldenen Hand in der Stellung nahme einflußreicher Kreise Deutschlands zu den füdafrikanischen Angelegenheiten festzuhalten. Die De Beers Company würde, wenn sie es fönnte, längst entweder die 8 Millionen- Ausgabe bestritten oder mindestens den Versuch gemacht haben, die Harmlosigkeit der Verwendung des Gelds zu beweisen. In einer Standalaffaire, welche die Oeffentlichkeit von ganz Europa beschäftigt und in der die deutschen Helfershelfer der englischen Kapitalistenwelt fchiver kompromittiert erscheinen, kann man nicht schweigen ohne zuzugestehen, daß man Schmutz am Steden hat. werden." = „ Europa hat Millionen ausgegeben, aber es wird fie Professor Laband, einer der deutschen Hofjuristen, die alles nie von China zurüd betommen. Europa ist einem beweisen, was gefällt, befaßt sich in der Deutschen Juristenzeitung" Spieler gleich, der, um seinen ersten Einsatz zurüid zu gewinnen, mit den im Reichstag eingebrachten Anträgen des Centrums und mögen auf eine Karte segt, dabei aber vergißt, daß er im günstigsten der Socialdemokratie, welche die Schaffung einer wirklichen Verantwortlichfeit des Reichskanzler beabsichtigen. Der Herr Fall doch nur kaum den Einsatz zurückgewinnt. Stellen Sie den Brofessor gesteht dem socialdemokratischen Antrag den Vorzug der Chinesen teine schweren Friedensbedingungen, sie werden sich ihnen nicht unterwerfen und können sie folgerichtigkeit vor den Centrumsanträgen zu, um ihn m nicht annehmen. Sie aber werden in einen Stampf so erregter abzulehnen. Der Sinn des Antrags sei der, den Kaiser zu einer Marionette des Reichstanzlers und den Reichstanzler zu hineingezogen, der über Ihre Kräfte hinaus geht." Auch einige interessante Kleinigkeiten tommen jetzt an den Tag, die das wirken der goldnen Hand verspüren laffen. So hat ein wir überzeugt, eine Illusion sein. Alles, was die Khakimächte im Draht unverantwortlicher Minister mutwillig in blutige Striege ver Die Aufteilung des chinesischen Stuchens" wird, davon sind auch einer Marionette der Reichstag majorität herabzuivürdigen". Daß die Voltsvertretung und das ganze deutsche Volt am Deutscher aus Pretoria, der zur Zeit in Mecklenburg weilt, in einer wesentlichen erringen werden, wird das Zugeständnis der offenen Draht unverantwortlicher Minister mutwillig in blutige Striege verZuschrift an den„ Nostoder Anzeiger" über den südafrikanischen Thür sein. Diese offene Thür würden die Mächte aber auch stridt wird, zahllofe Millionen durch Schuld Einzelner zahlen, die schlimmste Korruption in höchsten Reichsämtern dulden muß Korrespondenten der„ Köln. 8tg.", Herrn Gehl, folgendes mit- ohne die Verschleuderung der Hunderte von Millionen und ohne dagegen hat Herr Laband nicht das geringste einzuwenden! geteilt: die Schmach des Humentriegs auf sich zu laden, zugestanden er " Ich kenne den Herrn, der sich bei Anfang des halten haben, wenn sie die Moral nicht so vollständig aus ihrer Kriegs als boerenfreundlich zeigte und als Kriegs: Chinapolitit ausgeschaltet haben würden. Run, der japanische Kollege hat aus der Schule geplaudert: die Diplomaten der Khatimächte korrespondent in unfrem Corps fungierte. Es stellte sich aber werden selbst den jämmerlichsten Mißerfolg in den grandiosesten Er bald heraus, daß er ein Spion war. Er wurde verhaftet, genau folg umzudeuten und namentlich unser Bülow wird Arm in Arm vor 12 Monaten, vor ein Kriegsgericht gestellt und kam nur durch mit Waldersee das neue Jahrhundert in die Schranken zu fordern allzu große Großmut der Bocren frei. Er wurde des Lands verswiffen. pists in sms rid of gottimale dms " Zu dem Löbtauer Zuchthandurteil, dessen Gedächtnis ja foeben durch die Entlassung zweier der Opfer wieder aufgefrischt worden ist, wird uns von gut unterrichteter Seite die überraschende Mitteilung gemacht, daß jezt einer der beteiligt gevejenen Ge schwornen ein ausführlich begründetes Gnaden Besuch gemacht hat. Das Gesuch ist mit einer Ausnahme von den sämtlichen beteiligt gewesenen Geschwornen( zwei find unterdes berstorben) unterzeichnet worden. GILLE Ueber den Inhalt des Gesuchs erfährt man, daß es mehr als eine Bitte um Gnade enthalten dürfte. Das Gesuch soll von der sächsischen Regierung abschlägig beWie dem auch sein mag, fobiel ist gewiß, daß auch die sächsische Regierung diesem Urteil gegenüber nicht auf dem Standpunkt ihres Generalstaatsanwalts Rieger steht. fchieden worden sein. England. sid is der britische Bosten in Helvetia, einer starten Stellung General Colvile gegen Lord Roberts. General Colvile an der Bahn von Machadodorp nach Lydenburg, von den war feiner Beit vom füdafrikanischen Kriegsschauplatz abberufen Boeren genommen. Dabei sind 50 Engländer gefallen oder worden, weil er durch sein Verhalten verursacht habe, daß bei verwundet worden und 200 in Gefangenschaft geraten. Oberst Kitchener meldet, er folge dem Feinde mit einer Lindley 500 Mann Yeomanrh vor den Boeren die Waffen streden einen Abteilung auf dem Fuße. Die Wiederbejegung von Helvetia So mußten. Colvile äußerte sich nun unlängst gegenüber einem Ver- leinen Abteilung auf dem Fuße. Endlich also erhalten wir wieder einmal eine Meldung vom treter des Reuterschen Bureaus über die mit seiner Abberufung werde durch Verstärkungen von Belfast ausgeführt. zusammenhängenden Vorgänge. Er sagte, an der Uebergabe von Lindley sei nicht er schuld, sondern die unzureichendheit der ihm vom nordöstlichen Teil des Kriegsschauplazes aber auch diese Nachricht Generalstab zugegangenen Informationen sowie das Verhalten des wird die trübe Weihnachtsstimmung in England schwerlich in eine Kommandanten Spragge der 500 Mann Yeomanry, die bei Lindley heitere Silvesterstimmung verwandeln. Sind auch die Niederlagen, auf Die Samburger Handelskammer hat den Jahresbericht für tapituliert haben. Er, Colvile, habe von Lord Roberts bestimmten die England an der diesmaligen Jahreswende zurückblickt, mit den Nieder1900 erstattet. In der Versammlung eines Ehrbaren Kaufmanns", der Befehl gehabt, Heilbron zur festgesetzten Beit zu erreichen, und er lagen am Modderfluß, bei Magersfontein und bei Colenso, der Bericht vorgelegt wurde, ist bezüglich der Handelsverträge fönne nicht zugeben, daß die sicherheit der 800 Mann Yeomanry, die ihm die vorige Neujahrsfeier vergällten, nicht zu vergleichen, geomanrio bie nachstehende Resolution beschlossen worden: obgleich mehrere Millionäre darunter waren, wichtiger gewesen sei, o liegt die Beendigung des Kriegs doch auch heuer noch in min" Die Blüte und Weiterentwidelung des auswärtigen Handels als die Sicherheit der bon ihm befehligten destens ebenso grauer Ferne. Vielleicht sieht man in England die find erforderlich für das wirtschaftliche Gedeihen und insbesondere 4000 Mann fchottischer Truppen oder als der Erfolg Lage noch als trofilofer an, als vor 12 Monaten. Damals konnte für die Weltmachtstellung Deutschlands. Der auswärtige Handel einer bedeutenden allgemeinen Bewegung. Der General bemerkte, man doch, nachdem Buller die auf ihn gesezten Hoffnungen so bitter bedarf stetiger Verhältnisse, wie sie durch I angfristige meister gebe sich nicht zum Sündenbod des General stabs enttäuscht hatte, von dem Nachschub der gewaltigen Truppenmassen, die man mobilisierte, der Genialität der noch begünstigungs- und Tarifverträge nach Art der her, dem er auch noch in andren Puntten scharfe unverbrauchten Feldherrn eine Wende erwarten. Heute jedoch hat bewährten jezigen Handelsverträge gewährleistet orwürfe macht. dig werden fönnen. Eine Erhöhung der 8ollsäge über den Wenn die Herren Generäle fich gegenseitig den Belz waschen, England alles, was es an Truppen zusammenbringen konnte, nach Südafrika geworfen, hat es seine besten Strategen versucht, um als jezigen Vertragstarif hinaus würde den Abschluß günstiger fönnen am Ende ganz erbauliche Dinge zu Tage gefördert werden. Endergebnis ein Wiederaufflackern des Widerstandes an allen Enden, Handelsverträge erschweren, wenn nicht uns möglich machen. Die Erhöhung der industriellen Bölle würden ja eine neue Juvafion der Kapkolonie zu erleben. Frankreich. bei dem hohen Stand unsrer immer mehr auf den Export an- Einen Schlag gegen die Gewerkschaften hat die nationa- Angesichts dieser Lage ist es nur zu erklärlich, daß man in London gewiesenen Industrie unnötig und schädlich sein. Die Erlistische Majorität des Pariser Stadtrats geführt. Mit 43 gegen nach andren tröstlichen Momenten sucht. Diesem Hunger nach Nachrichten öhung der landwirtschaftligen 8ölle würde 32 Stimmen wurde in der Sonnabendsigung die Weiterzahlung der ist wohl auch die Londoner Meldung entsprungen, daß Louis der Landwirtschaft feinen dauernden Nutzen Subvention von 110 000 Fr., die bisher die Stadt Baris jährlich der Botha den Kommandanten Spruigt benachrichtigt habe, daß bringen, dagegen die Industrie und die un- Arbeiterbörse zabite, abgelehnt. Die ferital- nationalistische Präsident Krüger Informationen gesandt habe, nach welchen die bemittelte Bevölkerung schwer fchädigen und Mehrheit stügte sich, um ihr arbeiterfeindliches Borgehen zu be- Boeren entweder die Waffen niederlegen oder den Kampf ganz die focialen Gegensäge verschärfen." mänteln, in heuchlerischer Weise auf das Dekret vom 17. Juli 1900, allein fortsetzen müßten, da jede Hoffnung auf Hilfe durch welches die Arbeitsbörsen von der Vormundschaft der Präfekten ausgeschlossen sei. befreit werden. Man stellte sich so, als ob man der Arbeitsbörse ihre volle Freiheit" gebe.adiding dagiste dusting Ueberschnkwirtschaft und Arbeitsüberbürdung bet ben Reiche Eisenbahnen. und von Es ist faum anzunehmen, daß Krüger eine derartige Information gerade in einem Augenblick nach Südafrika gesandt habe, in dem bas Kriegsglück die Boeren wieder einmal so außerordentlich be günstigt. Aber selbst wenn die Londoner Nachricht auf Wahrheit beruhte, böte sie England nur einen mageren Trost, da die Boeren ihre Zuversicht doch bereits seit geraumer Zeit nur auf ihre eigne raft zu feßen. Das Disciplinargericht, welches über die Angelegenheit Aus Straßburg i. E. wird uns geschrieben: mit Recht Cuignet entscheiden foll, trat Montagvormittag in dem Fort nimmt die Presse jeden einzelnen der gerade in der letzten Zeit Mont Valerien zusammen und vernahm mehrere Zeugen, darunter fich wieder gewaltig häufenden Eisenbahn- Unfälle zum Anlaß, die Generäle Galliffet, Burlinden, Boisdeffre, Luzac, Roger fowie die staatlichen Eisenbahn Verwaltungen auf die ver- Cavaignac, Sämtliche Zeugen gaben ihre Aussagen persönlich ab Die Lage in der Kapkolonie ist nach einem Telegramm derblichen Folgen der Ueberbürdung des Fahrpersonals durch mit Ausnahme des Generals Chanoine und Freycinets, welche ihre Lord Kitcheners wenig verändert". übermäßig lange Dienstdauer und ungenügende Nuhepausen Beugenausfagen telegraphisch übermittelten und des Generals Fabre, hinzuweisen. Trotz alledem hat man sich bis jetzt an den maß- welcher nicht zeitig genug erscheinen konnte. Das Disciplinargericht gebenden Stellen noch nicht bewogen gefühlt, in der erwähnten wird seinen Bericht dem Striegsminister übermitteln. Richtung mittels durchgreifender Reformen Wandel zu schaffen. Das sisie isonal Ueberschüsse herauszuwirtschaften, ist nach wie vor das leitende Italien. Die östliche der in die Kolonie eingedrungenen Boerenabteilungen habe sich, wie es scheine, in tleine Teile gespalten, die westliche Abteilung rüde auf Carnarvon, scharf verfolgt von Delisle und Thorneycroft. French habe Ventersdorp bejezt. Clements meldet, er sei auf der Straße nach Nustenburg auf Widerstand gestoßen. Die nach Osten führende Bestreben, aus dem staatlichen Eisenbahn- Betriebe möglichst große Der Prozek De Felice- Cobroucht ist beendet und hat einen Bahnlinie sei in der Nähe von Ban in die Luft geBrincip der Verwaltungen geblieben, und erst in zweiter Linie fommt Berlauf genommen, wie das in Italien vorauszusehen war: De sprengt; auf der Linie nach Standerton fei heut morgen in der dann die Rücksicht auf die Wohlfahrt des Betriebspersonals und Felice und der„ Avanti" find verdonnert worden. Der Prozeß bot Nähe von Vaal- Station ein Bug aufgehalten worden. Die damit auf die Sicherheit des Berkehrs. ein erschreckendes Kulturbild von den herrschenden Zuständen der Abteilung Whites ist in Senekal eingetroffen. Die Generale Snor den die Reich seisenbahnen in Elsaße 20thringen in der Wahlzeit aus dem Gefängnis_beurlaubt, und auf die Nicht weniger als 25 764 379 m. beträgt der Reingewinn, Infel: Räuber, Diebe und Mörder wurden während und Boyes verhinderten De Wet an einem Durchbruch nach Südes. Enthält dies Telegramm Kitcheners wenig Günstiges für die Kandidaten losgelaffen. dem mit dem 1. Ottober abgelaufenen Betriebsjahr 1899/1900 ab- oppofitionellen In der Urteils Engländer, so lautet die aus Burgersdorf nach London gelangte geworfen haben, während er noch im Jahre 1873 fich nur auf begründung wird zwar anerkamit, daß fast für alle Angaben, Nachricht, daß ein neues Boerentommando in die kaprund 2,2 Millionen belaufen hatte. Welch' riesige Anforderungen die De Felice aufgeführt hat, um zu beweisen, daß die kolonie eingefallen sei und ein weiteres Kommando von man an die Leistungsfähigkeit der unteren Eisenbahnbediensteten Regierung sich der Maffia zu ablzweden bedient Stenburg her erivartet werde, direkt ungünstig. id n12 Amerika. stellt, um nachher vor dem Lande mit solch glänzenden" Er- hat, der Wahrheitsbeweis erbracht worden ist, aber es gebnissen paradieren zu lönnen, das zeigt ein Blick in den wird nicht als erwiesen erachtet, daß für jene Regierungshandlungen Codronchi( der damalige fönigl. Kommissar in Sicilien) verantwort- Ankauf Dänisch Westindiens durch die Union. Der mit dem 1. Oktober in Kraft getretenen Dienstplan für das sei. De Felice hatte folgende Thefen behauptet:" Da die That- amerikanische Gesandte in Kopenhagen hat ber 8ugbegleitungsperfonal der Reichseisenbahnen so ist es logisch, Regierungsvertreter der in Elsaß Lothringen". Derselbe bestimmt an erster Stelle, als Journalist wie als Politiker anneb ich sowohl dänischen Regierung mitgeteilt, Amerifa wünsche die höchste anszuüben." Insel, daß der west indischen Inseln zu taufen, wenn Dänemark dieder Civikommiffarielben für zwölf Millionen Kronen verkaufen wolle; mehr flis 10000 ihrer Camorinereien der Bande Casale und gewählt. Seit etwa daß jeder Beamte und Arbeiter monatlich mindestens zwei ganze freie Tage erhält, von denen einer auf einen Sonntag fallen foll. Cobronchi, von den Umtrieben gewußt haben müßte und ich werde Amerika in keinem Fall geben. Genügt schon diese Bestimmung nicht im geringsten den Anforderungen, die man an die Fürsorge einer staatlichen Verwaltung für die Wohlfahrt ihm für einen Teil derfelben die Verantwortlichkeit aufbürdete. Und di ihrer Beamten und deren Familien zu stellen berechtigt ist, so zeigen hierbei betrachtete ich den Codronchi nicht als Privatmann, sondern die im einzelnen von dem Unterbeamtenpersonal verlangten Arbeits- als öffentlichen Beamten und that nichts andres, als in ehrenhafter il Partei- Machrichten. leistungen bollends ein Bild der Kräfte- Ausnügung, wie sie selbst der und loyaler Weise eine Kritik zum Besten meines geliebten Sicilien Noch einer. In den lippischen Landtag ziehen nicht raffgierigste Privatunternehmer nicht höher schrauben kann. Greifen wir als Beispiel den Dienst heraus, wie er sich nach Diefes Raisonnement war logisch und gerecht, aber das Tribunal mur 3, sondern 4 Socialdemokraten ein. Bei der Stichwahl im jenem Plan für die 8ugführer und Schaffner der ließ die These von der Trennung des öffentlichen Beamten von der 2. Wahlkreis, die am letzten Tage des alten Jahrs vorgenommen Station Straßburg gestaltet! Der Beamte fährt in Straß- Privatperson und verurteilte De Felice wegen Verleumdung zu wurde, erhielt der socialdemokratische Kandidat Genosse Schmuc burg ab um 9,57 Uhr vormittags, kommt in Basel( 141 Kilometer) 18 Monaten Gefängnis und unfern Avanti!" zu Schadenersatz und 961 Stimmen, der parteilose Gegenkandidat Jede 718 Stimmen. an 3,37 Uhr nachmittags, verläßt Basel zur Stückfahrt 4,50 Uhr. Sosten. Vier von 21, das ist für den Anfang wirklich ganz anerkennenstommt in Straßburg wieder an 7,07 Uhr nachmittags und hat Die Richter mit der einzigen Ausnahme von Neapel find wert. Hoffentlich werden es in 4 Jahren noch mehr. es wieder au berlaffen 10,13 Uhr abends zu einer Fahrt der Regierung gleichwertig. In den legten Tagen hat die Pro- Gemeindewahlen. In der sächsischen Gemeinde Herold zu nach Mülhausen( 109 Kilometer), wo er nachts 12,49 Uhr antommt. Er berläßt Mülhausen dann am andren Vormittag pa ganda von Neapel die offiziellen Rapporte der beiden Er wurde ein Socialdemokrat in den Gemeinderat gewählt. 11 Uhr, trifft in Straßburg wieder ein Ju Württemberg ging in Geislingen und Deißlingen um 1,58 Uhr präfetten von Neapel, Alfazio und Lenije an die Regierung nachm., berläßt Straßburg wieder um 5 Uhr, um über Molsheim publiziert. Aus diesen geht hervor, daß seit langen Jahren den der socialdemokratisch volksparteiliche Bettel glatt durch. Socialnach Schlettstadt zu fahren( 58 Kilometer), tvo er um 6,50 Uhr abds. verschiedenen Ministern am Ruder, den Giolitti, Crispi, Nudini. demokraten wurden im ersten Orte einer und im zweiten drei antommt. Die Rüdreise nach Straßburg erfolgt 8,45 Uhr, die Anbekannt waren, aber daß keiner der funft in Straßburg 10,42 Uhr abds. In Groß- Borstel( Hamburg) wurden 2 focialdemokratische Jedermann, der die Verhältnisse im Eisenbahndienste kenut, weiß, erlauchten Excellenzen die Courage hatte, die Art an die Wurzeln Genteindevertreter gewählt. daß die etwa zehnstündige Unterbrechung dieser zweitägigen zu legen. 20 Jahren haben die verschiedenen Von der Agitation. Der medlenburgische Voltskalender für Tour durch auf einander folgenden Regierungen ante bie bepause" in Milthausen keineswegs eine promiß mit der Abgeordnetenichaft von Neapel und bem 1901 ist am Donnerstag in den Dörfern der sieben mecklenburgischen genügende Erholung für den Beamten bedeutet. Nur allzu oft haben die Rüge Berspätungen, dann braucht der Mann Süden geschloffen, und als Entgelt für die circa 50 Re- Reichstags- Wahlkreise in einer Auflage von 95 000 Exemplaren ver auch einige geit, um durch Einnahme von Speise und Trant gierungsstimmen, die jene im Partamente abgaben, haben die teilt worden. Die Berteilung ging glatt von statten. wieder zu Kräften zu kommen, und endlich kann auch von Regierungen ein Auge zugedrückt, wenn jene Herren Vertreter mit einer ordentlichen Erholung in den Uebernachtlokalen des Ber- und egoistischen Bräfetten begriffen bald das Spiel und ließen den Der Versammlung der Pfandbriefgläubiger der den erbärmlichsten Mitteln ihre Provinzen tyrannisierten. Die schlauen ni jonals, wo jede Bequemlichkeit fehlt, faum die Rede fein. Gleichwohl muß in veit Karren laufen wie er wollte und wenn einmal ein ehrenhafter vorliegenden Fall der der lokalen S Beamte, wenn der Abschluß der zweitägigen Tour in Straßburg Größen die Stinn bot, so erließ zwar die Central- Regierung einige dur und würdiger Präfekt auftrat und den Angriffen der lofalen Breußischen Hypothekenbank da auf einen Donnerstag, Sonn- oder Feiertag fällt, am gleichen jesuitische Berweise- aber der anständige Beamte wurde am Montagvormittag lag ein Bericht des Aktionär Abend schon um 11 Uhr( die Ankunft erfolgte 10,42 Uhr) nach Muzig( 21 Kilometer) fahren, um erst um 1/21 Uhr nachts von seinem Boften fleunigst verfest; das geschab Ausschusses vor, der seit Sonnabend publit ist. Der Ausschuß der wieder in Straßburg zu sein. dem Präfekten Lenise und paffierte Cavasola. Bei den letzten Pfandbriefinhaber selbst( Schutzvereinigung) ift merkwürdig zurückAls eine anstrengende Leistung ähnlicher Art erweist sich auch der Wahlen nun und zwar gerade im Wahlkreis des Camorristeu Cajale baltend mit feinem gedruckten Bericht; man hält mit der Verteilung Dienst der in Straßburg stationierten Badmeister. Sie fahren hat die Regierung Saracco es nur ihren Vorgängern nachgemacht. zurüd bis unmittelbar vor Eröffnung der Versammlung, anstatt die 5,55 Uhr vormittags ab, find 10,40 Uhr in Basel, den Abfahrt von Druckfache am Eingange zu verteilen. dort erfolgt 2,45 Uhr nachmittags nach Schlettstadt, wo der Beamte Der Bericht des Aktionär- Ausschusses, giebt in Verbindung In Kiew find wieder Studenten- Unruhen. Der nächst mit dem Bericht an die Grundschuld- Obligationäre einigermaßen einen 5,51 Uhr eintrifft und Nachtruhe" hat. Er verläßt Schlettstadt liegende Vorwand war der, daß den Studenten ein Ehrengericht Einblick in die Umstände. Allerdings giebt er Beranlassung zu mancher wieder andern Morgens 5,10 Uhr, kommt in Straßburg über einen ihrer Kameraden vom Universitäts- Juspektor untersagt Frage. Die begeert werden, ist faft wertlos; für die Ver 7,07 1hr an, verläßt es wieder 8,50 Uhr, umin Lauterburg 10,43 Uhr einzutreffen. Die Rückfahrt nach Straß- wurde aufgelöst; am nächsten Tage versammelten sich die Studenten fammelten hätte eine Uebersicht der Namen aller verantwortlichen worden. Eine Studentenversammlung, die deswegen einberufen war. Dezember zusammengefekt werden, ist faft wertlos; für die Verburg erfolgt 12,26 Uhr, die Ankunft in Straßburg 2,31 Uhr nach dessen ungeachtet abermals und wurden in ihren Verhandlungen Personen seit 1896 vorgelegt werden sollen. Anfang Dezember beder nicht gestört; letztere zur Fahrt nach Mülhausen, wo er 4,40 Uhr vormittags eintritt. Chorgesang durch die Flurgänge der Universität. Der Universitäts- tanden die Banfleitungen nur noch in fläglichen Ueberresten. Rach furzer Ruhe geht die Fahrt um 8,10 Uhr vormittags nach vorstand erließ darauf eine Verfügung, der zufolge& der sogenannten fälschungen, Bilanzverschleierungen und Verstöße gegen das HypothekenDer Aktionärbericht giebt ferner einige Uebersichten der EtatStraßburg zurück, Ankunft dort 11,40 Uhr vormittags. Aehnlich liegen die Dienstverhältnisse auch bei den Bremsern Universität verlaffen oder sich auf 3 Tage in den Karzer einsperren beiden Eduarden, Schmidt und Sanden, zur Last. Anführer und Aufwiegler der Studenten entweder auf 3 Jahre die bankgesez. Persönliche Betrügereien fallen anscheinend nur den und Wagenwärtern. laffen sollen. Ats am folgenden Tage die Studenten Daß durch derartige, am grünen Tisch der betriebstechnischen versammlung den Inspektor berief, wollte letterer nicht erscheinen. als Ursache vieler Mißstände bellagen geht die neu gewählte Obwohl die Berichte selbst die Personalunionen des Klüngels Bureaus fein säuberlich aufgestellte„ Dienstpläne" das Normalmaß Darauf wurde die Einstellung der Vorlesungen beantragt und an- Vertretung dieselben Wege- im einzelnen verfährt man so: Herr Emil fann ein Zweifel nicht bestehen. Die Folgen treten dann in den genommen; eine darauf folgende Versammlung bat den Juspektor Salomon ist sowohl im Ausschuß der Pfandbriefinhaber als in dem der Leistungsfähigkeit des Personals weit überschritten wird, darüber als Ursache vieler Mißstände beklagen geht die neu gewählte zahlreichen Eisenbahnunfällen zu Tage. Im Interesse der Eisen- um zweitenmal zu erscheinen, um mit einer Studentendeputation zu ber Attionäre. Der Versuch des Borsitzenden- wieder Justizrat bahnangestellten selbst wie in demjenigen der Sicherheit des reisenden welche Unterredungen einzugehen, befchloß die Versammlung vor migung seitens der Versammelten zu erhalten, erfährt widerspruch, bahnangestellten felbft wie in demjenigen der Sicherheit des reisenden fonferieren; als Letzterer sich zum zweitenmal weigerte, auf irgend Stempner für dieses Doppelmandat eine nachträgliche Geneh Publikums muß daher immer wieder die Forderung einer durch seinem Erscheinen die Universität nicht zu verlaffen. Um 7 Uhr worauf Herr Salomon auf diese Genehmigung zunächst verzichtet; greifenden Bertürzung der Dienstbauer im Eisenabends füllten sich die Säle der Univerfität mit Sofaten; General am Schluß wird Herr Salomon in den Ausschuß wiedergewählt. bahnbetriebe erhoben werden. 187 Ausland. ( Schweden. 218 edno Rußland. Novikth an ihrer Spize. Das ganze Gebäude wurde von Truppen Vertreten sind 3051/2 Millionen Mark, davon vertritt die Schutzumzingelt; nach einer Reihe von erfolglofen Drohungen riet der vereinigung 3800 Millionen. Die Diskussion ist also nur von formeller Gendarmen- Oberst und der herbeigeeilte Gouverneur, die Forderungen Bedeutung. Einige Rabiate aus der Proving werden von einem andren der Studenten anzuhören; der Inspektor und der Rettor hörten Rebner leicht überwältigt, der den olympischen Mächten der Treuhand zwar die Forderungen des Präsidenten der Versammlung an, ein überströmendes Dantopfer bringt. Die Versammlung giebt Der Entwurf der neuen Militärvorlage fordert eine jährlehnten fie aber kurzweg ab. Der Bräfident erklärte angesichts der ber Treuhand Gesellschaft die Ermächtigung zur Wahrnehmung der fiche Mehrausgabe von 22 350 000 Stronen. Die Mehrausgaben Einstellung der Vorlesungen für begonnen. Die Namen der demon durch die Einzelnen aus; fie genehmigt ferner die Stundung der liche Mehrausgabe von 22 350 000 stronen. Die Mehrausgaben ganzen Gendarmerie, der Truppen und der höheren Beamten die Rechte aller Pfandbriefgläubiger und schließt die Geltendmachung follen durch eine Erhöhung der Steuer auf Grundeigentum, eine Einstellung der Vorlesungen für begonnen. Erhöhung der Einkommensteuer, eine Wehrsteuer, ferner durch in strierenden Studenten wurden einregistriert; das Urteil soll in diesen Januar und April fälligen Zinsen bis auf weiteres". Dieser Antrag dirette Steuern, nämlich eine Besteuerung der Gerstenprodukte sowie Tagen gefällt werden. Näheres ist noch nicht bekannt. Nächstens wird mit allen gegen die von Rechtsanwalt Stettiner vertretenen eine Erhöhung der Branntweinsteuer aufgebracht werden. Sollten Sollten mehr. diese Steuern zur Deckung nicht ausreichen, so gedenkt man auch den Kaffee, den Tabat und den Wein zu versteuern. Der Moloch Militarismus faugt also auch in Schweden gleich einem Riesen polypen am Marte des Rolts. 2000 M. angenommen. But Afrika. Die Treuhand Gesellschaft, die sich bisher die Direktiven des Eine nene englische Niederlage ist alles, was der englische Ausschusses der Gläubiger hat gefallen lassen, erklärt, daß sie jetzt Telegraph vom Kriegsschauplatz in Südafrika zu melden weiß. Nach mit den Vollmachten über 300 Millionen in der Tasche- zivar mit dem einer Depesche des Lord Kitchener wurde am 30. Dezember Ausschuß in Fühlung bleiben, aber sich nicht kommandieren lassen wolle. Ausland. " In der Debatte giebt der fgl. Bankinspektor Hartmann einen Uebers| entsprechend, die Ausdehnung der Gewerbegerichte auf den kauf- 1„ Die ganze Gegend von Peking bis zur Küfte in einer Ausblick über die Prüfung der Hypotheken. Von den 358 Millionen find männischen Beruf. Bei den bestehenden Gewerbegerichten sollen dehnung von ungefähr 115 Weilen längs der Straße ist von den 831 Millionen geprüft und davon nur 26 Millionen zu beanstanden. besondere Kammern für Kaufleute eingerichtet und gleichzeitig die Verbündeten verwüstet worden. Jedes Haus ist ausgeplündert Diese sind aber feineswegs als wertlos anzusehen und insgesamt Berufungssummen auf 300 Mark erhöht werden. und eine große Anzahl derselben sind zerstört worden. Tempel also große Verluste für die Pfandbriefgläubiger nicht zu besorgen. und Paläste, wie das Haus des Mandarinen die Hütte Die Sammlungen zum Streifabwehr- Fonds der Bäcker: des Bauern- alle Diese Töne gefallen der Versammlung außerordentlich, ebenso wie find in gleicher Weise behandelt die Rede des Geheimrats Stier von der Mitteldeutschen Bodenfredit- meiſter find, auf Vorstandsbeschluß des Centralverbands deutscher worden. Zwischen Peking und der Küste bin ich an vielen Dörfern Bäderinnungen, eingestellt worden. Bisher find etwa bank in Greiz, der zur Klärung der Verhältnisse berufen worden ist. 25 000 M. zusammen gekommen. Obwohl der Beitrag zum Streit vorbeigezogen, kleine, zuſammengedrängte Städte, alle ausgeplündert, Er rühmt den gefunden Stamm des Hypothekenbaums; nur abwehr- Fonds nur 50 Pfennig betrug, gingen die Gelder unregel- folchen Kulis, die von den Verbündeten ergriffen und unter Be still und leer die Ruinen von Babylon oder Nineveh. Außer die Peripherie fei an einigen Stellen morsch, die inneren Jahres- mäßig ein. Verschiedene Jumumgen weigerten sich die Sammlungen wachung zu arbeiten gezwungen worden sind, nicht ein einziger Einfeer tie bi es geborener in einer sonst von menschlichen Wesen wimmelnden Gegend. ringe feien regelmäßig angesetzt und gesund. Nach diesen Reben lacht es wie Sonnenschein über die Versammlung, und fortzusehen, so daß der geschäftsführende Vorstand sich genötigt fah, wachung zu arbeiten gezwungen worden sind, nicht ein einziger Einfelbst einige in wollenen Halstüchern erschienene Bauersleute laffen auf weitere Beiträge zu dem erwähnten Zwede zu verzichten. Das heißt, feine Eingeborenen außerhalb der großen Städte Tientsin ihre fummierbeschwerten Mienen fahren. Bei der Gewerbegerichtswahl in Speyer ging die Liste des und Peking, sie haben vielleicht nur noch ein Sechotel ihrer Ein Herr Schwarz gönnt der beleidigten Moral eine biedere Gewerkschaftskartells mit 262 Stimmen glatt durch. früheren Bevölkerung. Tausende find brutal ermordet Satisfattion Augiasstall, Schmutz und dergleichen vor allem und es sind viel mutwillige Zerstörungen und andre Ausaber sei es schmählich, daß der segnende Chriftus von Sandens Grabdenkmal in diesen Schmutz gezogen sei. Redner empfiehlt aber Ueber einen Aerzteftreit, der in Strata u in der Neujahrs- schreitungen gegen wehrlose Leute verübt worden. Ich hoffe und dringend, auch jenen in die Negreßpflicht einzuziehen. nacht, genau an der Schwelle des neuen Jahrhunderts zum Ausbruch glaube, daß die Angelsachsen weniger grausam und brutal als die Wegen der Negreßansprüche ist die Versammlung leicht be- kommen soll, wird der Wiener Arbeiter Beitung" berichtet: Am andren gewefen find, aber sie haben auch ihren Anteil an Beute in jetzt der friedigt. Keine Namen! bitten der Vorsitzende und Herr Serakau die angekündigte Versammlung der Aerzte statt, in der überhöheren Rasse" oder ihrer fin de siècle- Civilisation zur Ehre." Salomon find fie find fie odios? Gegenüber der Grundschuld- die Streiffrage verhandelt wurde. Da die Meinung über die unhaltbare nach den von den Chinesen versteckten Silberbarren gesucht Der Briefschreiber schildert dann, wie die Soldaten hauptsächlich bank wollen die Herren von der Treuhand und vom Ausschuß behaupten, was sie durch Sandens Betrug an der Grundschuld- Lage der Sekundärärzte und Praktikanten eine ungeteilte war, wurde nach den von den Chinesen versteckten Silberbarren gesucht bant- haben: bie 481/2 Millionen befferer Hypotheken; fie ver- nach kurzer Debatte einstimmig beschlossen, mit dem Schlag der haben, deren Gesamtgewicht an einzelnen Stellen tausende von wahren fich gegen jede Imputation 2c. Wie der Vergleich" wohl zwölften Stunde in der Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar Pfunden betragen habe. Die Engländer hätten das Plündern in ein förmliches System gebracht, indem das Geraubte zu ausfallen mag?" Auch hier lautet die von der hohen Bank aus ihre Wohnung im Allgemeinen Krankenhause haben, werden mit dem wurde. Die amerikanische Armee habe dergleichen früher nie den Dienst einzustellen und in den Streit zu treten. Jene Aerzte, die den Regiments- Hauptquartieren gebracht und dort versteigert gegebene Losung: Reden wir nicht davon- und alles schweigt bezw. Salomon teilt mit, daß Unregelmäßigkeiten auf Seiten der Aufsichts- Tage des Beginns des Ausstands ihre Wohnungen verlassen. gefannt, aber jegt täme folches auch dort täglich vor. räte festgestellt seien, insbesondere haben keine Revisionen stattDer Ausstand im Antwerpener Hafen dauert fort. Die in Peking hätten die Amerikaner sich eines Gebäudes, das eine gefunden oder nur sehr oberflächliche. Weshalb also zögert man, Arbeitgeber und Arbeitnehmer bestehen auf ihren Forderungen. Die ungeheure Sammlung faiserlicher Garderobestücke enthielt, bemächtigt, fich der verantwortlichen Vermögen zu versichern? Arbeitgeber wollen erst dann verhandeln, wenn die Arbeiter ihre und Soldaten wie Offiziere hätten ganze Kisten Sanden und Buchmüller haben das Geständnis abgelegt, daß sie neuen Lohnfäße angenommen haben. Die Streikenden erklärten aber voll weggefchleppt. Das Ganze habe eine sehr demoetiva 74 Millionen Hypotheken dem Treuhänder abgelodt3u einstimmig, erst dann zur Arbeit zurückzukehren, wenn die Arbeitgeber ralisierende wirtung gehabt. Es ist erschreckend", schließt weitergehendem Gebrauch", nach§ 31 des Bankgesetzes- aber dann darin willigen, 14 Tage lang die alten Lohnsäge zu zahlen. Die er, wie schnell die Instinkte der grannei, das schlimmste versetzt haben. Der Wert ist aber in die Kasse der Gesellschaft ge- mehrere tausend Mitglieder zählende unabhängige Bereini Kennzeichen des Sklaventreibers, in dem Durch flossen. gung der Auslader hat in einem Manifest angekündigt, schnittsmenschen entwidelt werden, wenn er seine Bemerkenswert ist, daß die Vertretung der Pfandbriefgläubiger baß 14 000 organisierte Arbeiter entschlossen feien, den Ausstand fort- Mitmenschen unter seiner unbeschränkten Kontrolle findet." in ihrem Bericht das Hypothekenbankgesetz, insbesondere die Be- zusetzen, bis die Forderungen der Ausständigen erfüllt find. Leider ftimmungen über die Rechte und Pflichten des Treuhänders als un gelingt es den Unternehmern, Hilfe vom Ausland zu bekommen, ,, Gründliche Arbeit." zulänglich bezeichnet und eine schleunige Revision fordert. namentlich sind viele Deutsche aus der Kölner Gegend, aber auch fordert. namentlich sind viele Deutsche aus der Kölner Gegend, aber auch Der„ Kölnischen Volkszeitung" wird aus Tsingtau vom 21. NoAber ebenso bemerkenswert ist auch, daß der Ausschuß be- aus Hamburg vorhanden. Ungefähr an 20 Schiffen wird gearbeitet, am vember geschrieben: In Schantung ist mit Ausnahme der Präfektur tlagt, daß das Gesez feinen Verzicht auf Kapital- Sonnabend mußte aber ein Schiff der„ Red Star Line", das von Kaumi Ruhe eingetreten. Viele Borer wurden durch die Mandarinen ansprüche durch einen Mehrheitsbeschluß der Pfandbriefbefizer ge- Arbeitswilligen verstaut worden war, in den Hafen zurück. Die gefangen und geföpft. In Kaumi haben unsre Soldaten stattet. Man sieht daraus, daß einen solchen Verzicht herbeizuführen Ladung war so schlecht verstaut worden, daß die Mannschaft fich gründliche Arbeit thun müssen. Eine Patrouille unter im Plane der Deutschen Bank gelegen hat. Herr Justizrat Kempner weigerte, mit dem Schiff die Fahrt über den Kanal nach England Lieutenant v. Grumbkow wurde angegriffen, fie schlug aber die Anhat zwar in der Versammlung erklärt, daß die Aktionäre erst etwas anzutreten. Das Brüsseler Maison du Peuple" fendet dieser Tage greifer zurück und tötete 25 Chinesen. Am folgenden Tage zog bekommen dürften, nachdem die Pfandbriefgläubiger befriedigt feien; 10 000 Brote zur Verteilung unter die Streifenden nach Antwerpen. Hauptmann Conradi mit einer größeren Truppenzahl gegen die das ist offenbar richtig, aber die Aktionäre behalten ihre Attien, und Die Spikenweber von Calais haben in geheimer Ab- Dörfer, die sich feindlich gestellt hatten. Die Chinesen verteidigten nach Jahr und Tag und einigen Opfern der Pfandbriefgläubiger stimmung die Vorschläge der Fabrikanten verworfen. 1785 Bettel fich zwar, mußten aber weichen; bei der Erſtürmung der Dörfer werden diese Attien wieder pari stehen. lauteten auf Verwerfung, nur 124 Stimmen hatten fich für wurden etwa 300 Chinesen getötet. Auf deutscher Seite waren Annahme der Bedingungen der Unternehmer ausgesprochen; nur einige tleine Verwundungen zu verzeichnen. 24 Bettel waren unbeschrieben. Diese Abstimmung ist um so bemerkenswerter, als seitens des Komitees tein Zweifel darüber gelassen war, daß die Organisation am Ende ihrer Kraft angelangt sei, sodaß die Unterstützung der Ausständigen in den nächsten Wochen sehr schmal ausfallen dürfte. Die„ Petite Republique" und andre socialistische Blätter haben Sammlungen zu Gunsten der Streifenden eröffnet. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. " Sociales. " Die bescheidenen Missionare.. # Die Frankf. 8tg." meldet aus Tientsin: Unter den Friedensbedingungen, die Li- Hung- Tichang und Prinz Tsching dem Kaiser von China übermittelten, befinden sich auch, wie der Specialberichterstatter der Frautf. 3tg." meldet, folgende Bestimmungen: Schleifung der Forts von Peitang und Shanhaitwan, fremde Berwaltung der früher von den Chinesen verwalteten Einfünfte aus dem Salz-, Opium- und Tabak- Litin. Die einzige Schwierigkeit bildet die Entschädigungsfrage. Die französischen Missionare allein verlangen 50 Millionen Frant. Letzte Meldungen. Washington, 81. Dezember.( Meldung des Reuterschen Bureaus." Butingfang ist sehr erstaunt über die Meldung, Li- Hung- Tschang und Tsching hätten Befehl erhalten, die in der gemeinsamen Note der Mächte gestellten Bedingungen zu unterzeichnen. Er neigt der Ansicht zu, die Direktive, welche der Kaiser gegeben habe, sei, daß die Bevollmächtigten in freundlicher Weise die einzelnen Artikel des Abkommens mit den Gesandten erörtern follten, um möglichst günstige Bedingungen in genau bestimmten Punkten, und in andren, welche in dem Telegramm nicht aufgeführt werden, zu erlangen. An die Stuccateure Berlins und Umgegend! Kollegen! Die Freie Vereinigung der Unternehmer hat von neuem versucht, das ihr so verhaßte System der Lohnarbeit abzuschütteln und dafür Accordarbeit einzuführen. Die jezt vorgeschobenen Firmen sind Jäckel und Hänska. Die Kollegen in den betreffenden Firmen haben die Arbeit einmütig niedergelegt und dadurch die Antwort auf den Angriff der Unternehmer gegeben. Daß die Unternehmer Stadtverordnete und städtische Arbeiten. Der Rat der den so oft abgeschlagenen Angriff jezt von neuem wieder versuchen, Stadt Dresden hatte eine Vorlage gemacht, wonach die Mitbeweist, daß sie mit Hilfe der für sie jetzt etwas günstigen Kon- glieder der gemischten Ausschüsse beider städtischer Kollegien von der junktur die Kollegenschaft zu tnebeln gedenken. Kollegen! Ihr habt Bewerbung um städtische Arbeiten von vornherein ausgeschlossen sein den Kampf aufgenommen; an Eurer Ueberzeugung und an dem sollen. Die Stadtverordneten hatten die Vorlage ihrem RechtsSolidaritätsgefühl der Berliner Kollegenschaft wird es liegen, den- ausschusse überwiesen und dieser gab ein Mehrheitsgutachten auf felben zum fiegreichen Ende zu führen. Verwerfung und ein Minderheitsgutachten auf Annahme der Vorlage Kollegen! Die Berliner Stuccateure sind unter den Baugruppen ab. Das Minderheitsgutachten wurde schließlich an eine der ersten gewesen, welche den Beschluß des Bauarbeiterschutz genommen und damit die Ratsvorlage genehmigt. Kongresses, Abschaffung der Accordarbeit zur Ausführung In der sehr erregten Debatte tamen einige" recht erbauliche gebracht haben. Ihr habt im verflossenen Jahre zur Genüge be: Dinge zur Sprache. So wurde ein Fall mitgeteilt, wo ein jetziger wiesen, daß es Euch ernst ist mit der Einführung des Lohnsystems. Stadtrat feiner Zeit als Stadtverordneter für eine städtische Arbeit, Am Donnerstag findet eine Bersammlung statt. Die Kollegen die er im Submiffionswege als Mindestfordernder bekommen hatte, werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. Die gesperrten Firmen und 6000 Mt. Nachzahlung gefordert und erhalten hatte. Bauten find als ständige Annoncen im Vorwärts" einzusehen. Alle Dann mußte der Oberbürgermeister einen Fall zugeben, wo auf Vorkommnisse und Maßregelungen find sofort beim Vertrauensmann städtische Lieferung in Submission ausgeschrieben wurde, obwohl ein zu melden. Stadtverordneter die Arbeit bereits geliefert hatte. Ein. Stadtverordneter führte aus, wenn der Rat bestimmte Fälle nicht atten- Tekte Nachrichten und Depelthen. mäßig festgestellt habe, so tönne man ihm für diese zarte Rücksichtnahme nur dankbar sein. Ein andrer, der die Vorlage auch für Kundgebung der Dockarbeiter in Antwerpen.bo nötig hielt, wollte zum Beweise ihrer Notwendigkeit einen Brief Antwerpen, 31. Dezember.( W. T. B.) Die Liguen der berverlesen. Man rief geheime Sigung und der Vorsteher einigten Dodarbeiter veranstalteten heute nachmittag eine Kundverhinderte ihn an der Vorlesung! gebung. Sie drangen im Zuge auf die oberen Galerien der Börse, welche die Bürgergarde jedoch räumen ließ. Die Docs arbeiter haben ein Manifeft erlassen, in welchem sie die Vers antwortung für die gegenwärtige Lage der Unversöhnlichkeit der Reeder zuschreiben, Widerstand bis zum äußersten ankündigen und die Abhaltung einer Versammlung aller Reeder und Großtaufleute in der Börse verlangen, zu welcher der Minister der öffentlichen Arbeiten, die Senatoren und die Deputierten, sowie die " Deutsches Reich. Einen Schlag gegen das Koalitionsrecht versucht die Firma Liebmann u. Kiesewetter in Arnstadt auszuführen. Sie will den dort beschäftigten Handschuhmachern und Lederarbeitern folgenden Vertrag zur Unterschrift vorlegen: Vertrag. Zwischen den Herren Liebmann und tiefemetter einerseits und dem Färber... andrerseits wird heute folgendes vereinbart und durch Unterschrift als zu Recht bestehend anerkannt. Der Färber erhält einen Wochenlohn von... Mart und willigt darin ein, daß ihm hiervon wöchentlich 1 Mart gekürzt wird. Bon diesen Abzügen wird zunächst eine Raution in Höhe von 30 Mart gebildet, der überschießende Betrag am 24. Dezember eines jeden Jahres an ausgezahlt. mit 4 Broz. pro anno, also mit wet. 1,20 zu verzinsen und diese Die Herren Liebmann und Kiesewetter verpflichten sich, Mr. 30 Zinsen ebenfalls am 24. Dezember auszuzahlen. Verläßt der Färber ohne gefegliche Kündigung seine Arbeit, oder tritt er dem Leder- Verbande bei, verfällt der bis dahin angesammelte Betrag nebst Zinsen zu Gunsten der Krankenkasse für die Fabrit Liebmann u. Kiejewetter. Der bei dem Austritt des Färbers über Mart 30 hinausgekürzte Betrag tann dagegen nicht zurückbehalten, sondern muß von den Herren Liebmann und Kiesewetter ausgezahlt werden, gleichviel ob die Kündigung ordnungsmäßig oder nicht erfolgte. Arnstadt, den 19. Die Arbeiter werden sich gegen den Versuch, das Koalitionsrecht zu erdrosseln, energisch zur Wehre setzen müssen. Es ist dies das Kollegium, deffen bisheriger Bicevorsteher Hartwig das Wort geprägt hat: In Bansachen giebt es teine Moral" und an dessen jüngst gekennzeichnetem Berhalten die Mehrheit nichts auszusetzen fand. China. sil der dogs Der Kaiser und die Note. chilijions du D mächtigt habe, die Friedensverhandlungen so rasch wie möglich zu arbeiter auseinander. die chinesischen Unterhändler Prinz Tsching und Li- Hung- Tichang er- werden sollen. Nach der Kundgebung in der Börse gingen die DockBon mehreren Seiten wird berichtet, daß der Kaiser Kwangfü Mitglieder der Provinzialräte und der Gemeinderäte eingeladen betreiben. So haben nach der„ Agence Havas" die beiden chinesischen Bevollmächtigten den Gesandten ein kaiserliches Edikt mitgeteilt, Vom afrikanischen Kriegsschauplah. wonach der Kaiser erklärt, daß China die Note der Mächte annehme, er ermächtige Tiching und Li- Hung- Tichang, die Vereinem Telegramm aus Prätoria von gestern über die leberrumpelung London, 31. Dezember.( W. T. B.) Lord Kitchener meldet in handlungen zu eröffnen und bitte um Einstellung der des Postens in Helvetia folgende Einzelheiten: Der Posten Feindseligkeiten. Ferner soll er die Absicht haben, im Februar wurde nach Beling zurüdzukehren. Auch Laffans Bureau" be fich zuerst auf das 4,7 mm- Geschütz des Poftens. In der Morgenum 2/2 Uhr nachts überrascht. Der Feind stürzte richtet damit übereinstimmend aus Beting: Die chinesischen Friedens- dämmerung fandte der Offizier, welcher den Posten in den bermitter haben den Vertretern der Mächte mitgeteilt, das ihre Stes Swartkopjes tommandiert, eine Abteilung aus, vertrieb die Boeren sierung die Borschläge der Verbündeten annimmt durch Geschüßfeuer aus Helvetia und nötigte sie, vorübergehend und daß sie bereit sind, den vorläufigen Frieden das Geschüß zu verlassen. Die Boeren jedoch formierten die fofort au unterzeichnen." Daily News" bestätigen aus englischen Gefangenen um das Geschüß herum und führten es fort. Aus Halle a. S. wird uns unterm 30. Dezember berichtet: Shanghai, Li Hung Tichang habe an Tsching, telegraphiert, er möglicherweise haben sie keine zu dem Geschüß gehörende Munition Der Maurerstreit dauert unverändert fort, so ent- sei von seiner Regierung ermächtigt, die Friedensbedingungen erbeutet. Vier englische Offiziere sind verwundet, 11 Mann find schied die heute im großen Saale des„ Neuen Theater" stattgehabte, zu unterzeichnen. Auch der„ Times" Korrespondent in Peking tot und 22 verwundet. Von Machadodorp wurde eine englische Abbis auf den letzten Platz besucht gewesene Maurerversammlung. meldet seinem Blatt, China habe die von den Mächten unterbreiteten teilung ausgeschickt, die aber auf den schlechten Wegen nicht mehr Das Streitfomitee hatte beantragt, daß bei denjenigen Unter: Friedensbedingungen angenommen. Die Regierung stehe im Begriff, rechtzeitig herantam. nehmern, die den für dieses Jahr vereinbarten Lohn( 50 Pf. pro Stunde) die Annahme durch einen Special Gesandten nach Peking zu zahlen, die Arbeit wieder aufgenommen werden sollte; die übrigen melden und ersuche die Mächte, die militärischen Operationen ein Wien, 31. Dezember.( W. T. B.) Bezüglich der Nachricht, daß Maurer sollten weiter unterstützt werden. Der Vertreter des Central- zustellen. Präsident Krüger mit dem Kaiser von Rußland an der Riviera eine berbands, Silberschmidt- Berlin, sprach entschieden gegen den Antrag Aus allen diesen Nachrichten geht hervor, daß der Kaifer fich Busammenkunft haben werde, wird der Politischen Korrespondenz" und für energische Weiterführung des Streits, Kater- Berlin, Bertreter bereit erklärt, durch möglichstes Entgegenkommen die Einstellung der aus Petersburg gemeldet, daß dort nicht der geringste Anhaltspunkt der Lokal oder Vertrauensmänner- Organisation, sprach gegen die Feindseligkeiten zu erreichen. Er erklärt, im Princip die Friedens- für die Eventualität einer Reise des Kaisers nach dem Süden vorWeiterführung des Streits. Der Antrag des Streitfomitees wurde bedingungen acceptieren, aber feineswegs sich allen Einzel- liege, und daß ebenso wenig etwas von dem Plane einer Bumit großer Majorität abg lehnt. bestimmungen derselben unterwerfen zu wollen. Eine in Newyor! fammenkunft des Monarchen mit dem Präsidenten Krüger weder in 10 Drechsler der Holzbearbeitungsfabrik von F. Bendix eingetroffene Depesche aus Pefing besagt denn auch ausdrücklich, daß der Rußland noch anderswo bekannt sei. Wunsch des Kaifers dahin gehe, eine möglichste Milderung Söhne, Posen- Wilda, haben infolge fortwährender ungerecht der Friedensbedingungen zu erreichen. Paris, 81. Dezember.( W. T. B.) Die Deputiertentan mer nahm die an Stelle des früheren Octrois in Paris geschaffenen neuen fertigter Lohnabzüge die Arbeit niedergelegt. Die Fabrit, die eigens An den Mächten wird es also nach diesen Meldungen liegen, ob städtischen Abgaben mit den vom Senat beschlossenen Abänderungen der billigen Arbeitsträfte wegen in Bosen vor etwa einem Jahre den Menschenjagden nun endlich Einhalt gethan werden foll an. Die Session wurde sodann geschlossen. gegründet wurde, hat bereits ein eigentümliches Renommee oder nicht. Auch wäre es jedenfalls flüger von den Mächten, an den unter den Arbeitern erlangt. London, 31. Dezember.( W. T. B.) Stürme und leberBerlangt jemand höheren Lohn, so Bedingungen der Note gegenwärtig freiwillig dies oder jenes schwemmungen richteten großen Schaden an und verursachten Ver wird er entlassen; eine Folge der fortwährend neu eintretenden nachzulaffen, als später auf diese Forderungen unter dem Drud der fehrsstörungen auf den Eisenbahn Linien in West England. Die Arbeiter find eatürlich alle Augenblid Unfälle. Buzug zu der ge- Verhältnisse verzichten zu müssen. Denn daß mit schneidigem Flüffe Avon und Sherbourne traten über ihre Ufer. Viele Distrikte von nannten Fabrit ist bis auf weiteres streng fernzuhalten. Draufgängertum China Unmögliches abgetrost werden könne, be- Cheshire wurden überschwemmt, auch viele niedrig liegende Häuser Gegen die Errichtung kaufmännischer Schiedsgerichte bei streitet auch der gestern bereits erwähnte Sir Robert Hart auf von Northwich. Der Birmingham Kanal durchbrach seine Ufer bei den Amtsgerichten, wie sie der Antrag der Abg. Baffermann und das entschiedenste. Oldhill( Staffordshire); die niedrig liegenden Ländereien von Genoffen verlangt, hat der Generalrat des Vereins deutNorthamptonshire wurden überschwemmt. scher Kaufleute eine Petition an den Reichstag ge= Rom, 31. Dezember.( W. T. B.) In Acqui und Savona richtet. Die Betenten ersuchen darin um Ablehnung des genannten schildert ein hervorragender amerikanischer Offizier wurden leichte Erderschütterungen verspürt; Schaden wurde nicht Antrags und empfehlen, einer früheren Entschließung des Reichstags in einem den„ Times" zur Verfügung gestellten Brief wie folgt: angerichtet. Berantwortl. Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mar Badina in Berlin. Sierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Die Kulturthaten in China 3 gh " Ht.l. 18. ->>->»» 1. KtW il» Lmiirls" KM» WksM w«» �»»..«i VolkstvirtfÄiaftliihe Nu»LdfiHctu. Beitrnae znr neuesten HandelSpoNti» TeutfchlandS. Srster Band. Herausgegeben vom Verein für Social« Politik. Leipzig IRK), Duncker und Humblot. IX u. 336 S. 8°, Tie HandrlSvertriige des JahrS ISVS. Betrachtungen und Vorschläge von Dr. vosberg-Rekow. Heft 14 der.Schriften der Centralstelle für Vorbereitung von Handelsverträgen.' Berlin 1900. I. Guttentag. 128 S. 6°. Wie zur Zeit der Vorbereitung der Handelsverträge von 1892�94 i tritt auch jetzt wieder der.Verein für Socialpolitik' mit einer Reihe Publikationen hervor, die den Entwicklungsgang der Handels- Politik in den größeren Kulturstaaten während des letzten Jahrzehnts zu schildern unternehmen, um dadurch ein zuverlässiges Material für die Erörterung der wichtigeren handelspolitischen Einzelfragen zu liefern, welche die bevorstehende Erneuerung der Handelsverträge aufgewirbelt hat. Anfangs war beabsichtigt, nicht nur das Handels- politische Verhältnis Deutschland zu den bedeutenderen europäischen Handelsländern, sondern auch zu Nord-, Central- und Südamerika. sowie zu den deutschen Kolonien in den Kreis der Darstellung zu ziehen: die unzureichenden finanziellen Mittel wie die Kürze der Zeit zwangen jedoch zur Beschränkung der Untersuchungen. Nach dem im soeben erschienenen ersten Band der Publikation von Professor Schmoller mitgeteilten Plan werden sich die Arbeiten im wesentlichen auf die Darlegung der Handelsbeziehungen des Deutschen Reichs zu den Vereinigten Staaten, zu England und seinen Kolonien, zu Rußland, Oestreich und zum ostasiatischen Markt de- schränken. Daneben sollen einzelne Zweige und Fragen der deutschen tandelspolitik näher untersucht werden, z. B. die Frage, wie iveit eutschland zum Industriestaat geworden ist. welche Zölle zu Gunsten der Landwirtschaft bei den abzuschließenden Handelsverträgen von deutscher Seite zu verlangen sind, ob Aussicht vorhanden ist. daß bald eine Art Zollunion Mittel-Europas zu stände kommt« ganzen ist die Publikation auf drei»bis vier Bände berechnet. Der erste Band ist, wie schon gesagt, bereits vor kurzem erschienen, der zweite soll noch im Laufe deS Januar folgen. Auf einen der im ersten Band erschienenen Aufsätze, auf 3- Conrads Abhandlung über»die Stellung der landwirtslbaftliche» � Zolle in den 1903 zu schließenden Handelsverträgen Deutschlands" hat kürzlich schon der.Vorwärts'(Nr. 287 und 292) hingewiesen. Ilnziveifelhaft ist diese Arbeit unter den vier im ersten Band enthaltenen die bedeutendste, doch haben auch die andren entschieden ein Recht auf Beachtung; handelt es sich doch um handelspolitische �erhaltnisie, die für die fernere Gestaltung unsreS Wirtschaftslebens und damit auch für das wirtschaftliche Wohl und Wehe unsrer Arbeiter von größter Wichtigkeit sind. Eingeleitet wird der Band von einem Aufsatz deS früheren iiweiten Sekretärs der amerikanischen Botschaft in Berlin, jetzigen ProfcstorS am Tome Institute, Port Deposit. Dr. George M. Fisk über.Die Handelspolitik der Vereinigten Staaten 1890—1900". Da die Arbeit zuerst eingeliefert worden ist, beginnt sie den Reigen, hinfichtlich ihres Werts steht fie jedoch unbedingt an letzter Stelle. Es ist selbstverständlich, daß Herr Fisk als Anierikaner die amerikanische Handelspolitik von seinem nationalen Standpunkt beurteilt, daß ihm das als angebracht erscheint, was der wirtschaftlichen Entwicklung der»ord- amerikanischen Union nützt. Aber es ist nicht nur dieser nationale Standpunkt, der in der FiSkschen Arbeit zum Ausdruck kommt; der Verfasser zeigt sich darin vielmehr als einseitiger Anhänger deS imperialistischen Republikanismus, der sich trotz aller äußeren gc- spreizten Vornehmheit völlig die Betrachtungslveise und Argnmen- tation der leitenden politischen Organe dieser Richtung zu eigen ge- macht hat und sich mit deutscher professoraler Aengstlichkcit hütet, den republikanischen Machthabern in ihre zusammen- gebraute theoretische Suppe zu spucken. Jedenfalls ge- wmnt, gemessen an der Fislschen Abhandlung, der von Professor Schmoller in der Vorrede erhobene Anspruch. daß die Aufsätze der fremden Gelehrten gegenüber den Entstellungen der Presse für die Aufklärung als besonders wertvoll zu betrachten seien. da die Verfasser»nicht als bezahlte Agenten großer Interessen- grnppen, sondern als unabhängige, aber vollendet unterrichtete Kenner ihrer Nation" redeten, einen eigentümlich ironischen Bei- geschmack. Möglich, daß Herrn Prof. Schmoller die Gruppe der imperialistisch-republikanische» Expansionspolitiker nicht als Interessen- gruppe gilt. Dazu kommt noch, daß die Arbeit sich recht wenig mit den Fragen beschäftigt, um die es sich bei der Erneuerung der Handels- Verträge in erster Linie handelt. Von der Entwicklung der amerikanischen Industrie, ihren Eigentümlichkeiten, dem Einfluß des Trnstwesens, den besonderen Handelsbeziehungen der Vereinigten Staaten zu Deutschland, dem Umfang des amerikanisch-deutschen Handels in seinen einzelnen Zweigen erfahren wir fast nichts. Die Arbeit charakterisiert sich, wenigstens in ihrem Hanptteil, als eine Erörterung der amerikanischen Tarifänderungen und Zollmaßnahmcn ini letzten Jahrzehnt mit gelegentlichen Exkursen auf das Gebiet des Handels- und Völkerrechts. Fisk giebt zunächst einen Abriß der Zoll- tarifs-Gcschichte, der Maßnahmen der Zollverwaltung, schildert dann die auf Grund der Abschnitte 3 und 4 der Dingley-Bill unternommenen Versuche zur Abschließung von Handelsverträgen, verteidigt die Ver« einigten Staaten gegen den speciell von deutscher Seite' erhobenen Vorwurf der Verletzung des MeistbegünstignnqSrcchts. giebt eine kurze llebersicht der neueren amerikanischen Schiffahrts-Gesetzgebung und leistet sich dann ein Extra-Plaidoyer für die heutigen ExpansionS- bestrebungen. Daß dabei Mr. Fisk die amerikanischen Zollmaßnahmen und -Fonnalicn, die konsnlare Nachprüfung und Beglaubigung der Fakturen, die Nachabschätznng der Appraisers, das System der Straf« Zuschlagszölle ec. als etwas beinahe Selbstverständliches ansieht, wird nach Vorstehendem niemand wundern. Wer, wie der Schreiber dieses, ge« schäftlich selbst die amerikanischen Zollplackereien kennen gelernt bat, ist andrer Meinung. Thatsächlich bilden denn auch i» den Handelekammerberichten der großen deutschen Seehäfen die Klagen über die amerikanischen Zollscherereien eine stehende Rubrik, und selbst der dritte der in dem vorliegenden Band zu Worte gekommenen Referenten, Herr Professor E. Francke, früher Chefredacteur deS „Hamburg. Korrespond.', spricht von einer»nicht nur rigorosen, sondern chikanöscn Handhabung des Tarifs'(S. 219).»... die Auslegungen der AppraiserS, die eidesstattlichen Wertdeklarationen der deutsche» Exporteure, die Konttolle der amerikanischen Konsuln Deutschland das alles sind Maßregeln, die äußerst lästig deutsche Schiffe steht er keine Verletzung der MeistbegünstlgrmgS- klausel. wohl aber in der am 24. Juli 1899 vom RegierungS- Präsidenten v. Rheinbaben in Düsseldorf erlassenen Verfügung, die den Verwaltungsbeamten verbietet, den amerikanischen Konsuln statistische Angaben über Verletzungen des Nahrungsmittel- Gesetzes und der dazu erlassenen ErgänzungSgesetze, besonder, aber über die Herstellung und den Verkauf gesundheirsschädlicher Nahrungsmittel zu liefern. Nun ist keineswegs daS Verhalten der deutschen Regierung gegenüber den Vereinigten Staaten, speciell soweit die Fleischeinfuhr in Betracht kommt, absolut einwandssrei, und wenn Fisk in der genannten Verfügung einen Beweis finden würde, daß die Beschränkung der Fleischeinfuhr durchaus nicht nur aus sanitären Gründen erfolgt ist. sondern sich als Matzregel zum Schutz der Viehzucht des ostelbischen AgrariertumS darstellt, könnte man ihm nur beistimmen: aber angesichts der klaren Vertragsbestimmungen zu behaupten, in den vorhin erwähnten beiden Maßregeln der amerikanischen Regierung liege keine Vertragsverletzung, dagegen aber allein schon in der Rheinbabenschen Verfügung, das ist denn doch eine gar zu starke Zumutung. JndeS mit Herrn Fisk ist schlecht rechten, er sieht alle Vorgänge durch seine republikanisch-imperialistische Parteibrille; versteigt er sich doch S. 56 sogar zu der Behauptung, nach der Beendigung des Kriegs mit Spanien hätten»die Ver- einigten Staaten sich unerwarteter- und un- b ea b sich ti g ter w eis e im Besitz neuer Gebiete" gesehen. Jedenfalls ist erforderlich, daß dem Referat des amerikanischen Politikers ein Gegenreferat gegenübergestellt wird, schon um des- wegen, weil Fisk eine Reihe der wichtigsten Gesichtspunkte gar nicht berücksichtigt hat. Wie Professor Schmoller mitteilt, war Dr. v. Halle zum Korreferenten bestimmt, mußte aber infolge einer Wissenschaft lichen Reise verzichten. Ein Ersatzmann ist noch nicht gefunden. Wenn es jedoch verkehtt ist. die schädlichen Wirkungen der amerikanischen Zollgesetzgebung und Zollbehandlung auf den deutsch- amerikanische» Handel und die deutsche Industrie zu unterschätzen, so ist es nicht minder verkehrt, sich aus Anger über das»unqualisizier- bare handelspolitische Vcrbaltcn" der Bereinigten Staaten zur Be- fürwortnng zollpolitischer Repressivnioßregeln bewegen zu lassen, die bei der Eigenart unsrer Handelsbeziehungen zur Union notwendig zweischneidig wirken müssen. In diesen Fehler verfällt meines Er- achtens der Verfasser des zweiten oben angezeiglen, sachkundigen, aber von einer gewissen Vorcingenoinmenheit für die russische Wirt- schaftSentwicklung zeugenden Buchs, Tr. VoSbcrg-Rekow. Er fordert Aufhebung der Meistbegünstigung und diffcrcnzielle Zollbehandlung der Einfuhr ans den Vereinigten Staaten, speciell der Einfuhr amerikani- i schcn Getreides. Allerdings so weit zu gehen, wie unsre Agrarier, die am! liebsten recht bald einen'frisch-fröhlichen Zollkrieg mit Amerika vom Zaun brächen, daran verhindert ihn denn doch seine bessere Sach- kcnutniS. Er verlangt, das Deutsche Reich solle sich vorher, ehe es sich auf einen dcrarligen Zolliampf einläßt, durch ein System mittel- cnropäischcr Handelsverträge, vornehmlich aber durch einen engeren Vertrag mit Rußland, eine» gewissen Rückhalt sichern. „Haben wir." sagt er S. 82.„uns Rückendeckung in Europa verschafft, so wird sicherlich zunächst die Meistbegünstigung für Amerika ausgeschaltet werden müssen und vielleichr dürfte eine Reihe weiterer Maßregeln folgen, die sich aus der ersten ergeben iverdcn. Ich wiederhole ausdrücklich, daß es frivol und unerhört wäre, wollten wir eine solche Aktion ohne die oben besprochene Rückendeckung vornehmen.' An eine» eigentlichen Zollkrieg mit der nordamerikanischen Union glaubt Wosberg-Rekow nicht— einmal nicht deshalb, weil schon heute drüben die deutschen Importe zolllechnisch so ungünstig behandelt werden, daß sie thatsächlich einen differenziellen Zollzuschlag weil den Amerikanern als praktischen Geschäfts� und beschwerlich fallen. Zum Dritten aber hat Nordamerika dem Recht der Meistbegünstigung, das ihm Deutschland stets eingeräumt bat. seinerseits wiederholt eine Deutung und Drohung gegeben, die in Deutschland als eine Verletzung und Minderung der uns zu- flehenden Ansprüche aufgefaßt werden mußte." Mr. FiSk ist allerdings auch in Bezug auf die Meistbegünstigung gerade enlgcgeucjesctzter Ansicht. In dem Zuschlagszoll auf deutschen Prämicnzucker, in der Wiedcrauferleguug der durch Proklamation des Präsidenten vom 26. Januar 1883 erlassenen Tonnengelder auf trägen, dann aber leulcn der Vorteil ihres hochentivickelten, stetig steigenden Exports nach Deutschland gar zu deutlich in die Augen springt.»Es(Amerika) wird uns seine Baumwolle, sein Kupfer und sein Pelroleum mit Ver- gütigen weiter verkaufen, und wir haben es gegebenenfalls in der Hand, uns durch Vergeltnngsmatzregcln für eine etwa eintretende ganz un- gerechtfertigte Differenzierung unsrer Einsilhr schadlos zu halten." Das stimmt: wir würden die amerikanischen Rohstoffe doch er- halten nnd sicherlich auch zum Teil das amerikanische Getreide— wenn nicht direkt, dann auf dem Umwege über den Getreidemarkt von London, Amsterdam, Anlwerpen. Und selbst wenn auch die über England und Holland-Belgien eingehenden amerikanischen Getreidesorlen differenziell behandelt und dadurch vom deutschen Markt nahezu ausgelchloffen würden, könnte die Schädigung des onierikanischen Getreide-Expotts keine beträchtliche sein. Denn wir würden gezwungen sein, da unsre Eigenproduklion nun einmal den Bedarf nicht deckt, dafür nissisches, ungrisches, argenti- nisches Getreide ec. einzuführen: wir würden also dadurch die be- treffenden Getreidemärtte von diesen Sorten entlasten und dort ihre Konkurrenz gegenüber dem amerikanischen Getreide schwächen. Das Resultat würde schließlich sei», daß wir zwar de» Amerikanern viele Ungelegenheiten bereiten, sie teilweiie zur Aufsuchung andrer Absatz- märtte zwingen, daß sie aber ihr Getreide_ und ihre Rohstoffe doch los werden; während wir für das Getreide und für die amerikanischen Rohstoffe, die wie z. B. Baumwolle, Kupfer, feine Nutzhölzer von der deutschen Industrie gar nicht ent- behrt werden können, höhere Preise zu zahlen genötigt sein würden. Unsren Arbeitern würde also ein Teil der notwendigsten Lebensmittel verteuert werden und der Industrie ein Teil ihrer Rohstoffe. Deutschlands Handelslage gegenüber den Vereinigten Staaten ist eben eine ganz andre wie gegenüber Rußland, das mit seinem Roggen, seiner Gerste geringerer Qualität(Futtergerste), seineni Hafer, seiner Produttion von Gänsen, Eiern K. größtenteils direkt auf den deutschen Markt angewiesen ist. Ungleich höher wie die FiSksche Arbeit steht die Abhandlung deS Professors I. Conrad-Halle über landwirtschaftliche Zölle. Da jedoch der»Vorwärts" aus dieser Arbeit bereits verschiedene Auszüge mit- geteilt bat(Nummern 287 und 292), die Ausführungen über die preissteigernde Wirkung der Getreidezölle fast zu denselben Er- gebnissen gelangen, wie der kürzlich in Nr. 281(2. Dezember) des �.Vorwärts" veröffentlichte Artikel»Einfluß des GetteidezollS auf die Getreidepreise", während andre Partten sich an die Darlegungen des Verfassers im 4. Band seines„Handwörterbuchs der Staatswissen- schaften" anlehnen, so glaube ich auf ein näheres Eingehen auf einzelne Punlte verzichten zu dürfen. Die Schlußfolgerungen, zu denen Profesior Conrad gelangt, gehen dahin, daß sich für die nächste Zeit eine Beibehalttmg der bisherigen Zollsätze für das Brotgetteide empfiehlt, vorläufig für 10 Jahre, doch mit allmählicher Herabsetzung des Zolls, jährlich etwa pro 100 Kilogramm um 23 bis 50 Pf., um einer weiteren Steigerung der Grundpreise vorzubeugen. Dagegen tritt der Verfasser für eine Erhöbuna des Ger st enzolls— speciell auf Brau'« g e r st e— und �e�M allz�olDs�i n, ferner für Erhöhung des Zolls auf eingeführte Pferde, auf Rindvieh und Schweine, auf Butter und Käse. »Eine Erhöhung der Zölle(Getreidezölle)', meint er in einem RefumS, S. 183,»scheint nicht unbedingt geboten und daher unzu« lässig. Am ersten wäre sie zu rechtfertigen bei der Gerste, auf da» entschiedenste verwerflich dagegen bei dem Roggen, wodurch die große Masse der unteren Klassen noch mehr belastet würde. Eine Erhöhung des Haferzolls dürfte kaum beabsichtigt sein. Eine Herab« setzung oder womöglich Beseitigung wäre im Interesse der Viehzucht sehr zu wünschen. Bei der Eigentümlichkeit der Agrarzölle stehe zu befürchten, daß eine Erhöhung derselben im jetzigen Moment nur zu einer künstlichen Steigerung des Grundwerts führen würde, ohne zur Gefundung der Landwirtschaft beizutragen, so daß nach Ablauf der jetzt zu schließenden Handelsverträge die Klagen der Landwirte die« selben sein würden und Forderungen weiterer Zollerhöhuug zu be- fürchten wären. Wie ebenso jetzt die Ansprüche auf eine weitere Er- höhung genau die gleichen sein würden, wenn Aufaug der neunziger Jahre die Ermäßigung der Zölle nicht stattgefunden hätte." Wie schon hieraus hervorgeht, ist auch die Stellungnahme Conrads eine durchaus einseitige. Er untersucht z. B. nur. inwieweit die Masse der deutschen Konsumenten eine Erhöhung des Zolls ohne ernstliche Beeinträchtigung ihres Lebensunterhalls zu vertragen vermag und wie solche Erhöhung auf die landwirtschaft- lichen und industriellen Verhältnisse zurückwirkt; die Frage dageg�. inwieweit diese Erhöhungen de» Abschluß von Handelsverträgen erfchweren oder vielleicht ganz unmöglich machen, ob sie auf der Seite per jetzigen Vertragsländer zu Gegenmatzregel» führen werden, diese Frage bleibt ganz unbeachtet, und doch kommt sie gerade für den Ziveck der vorliegenden Publikation deS Vereins für Socialpolitik vornehmlich in Betracht. Hätte Conrad diese Frage mit in Berücksichtigung gezogen, er■ würde schwerlich eine Erhöhung des Gersten-, Malz- und Viehzoll» empfehlen; denn seit das engere Oestreich, Böhmen und Mähren sich inmicr mehr industriell entivickeln, nimmt die Ausfuhr von Brot- getreide aus der habsburgischen Monarchie nach Deutschland rapide ab, während zugleich die Ausfuhr von Braugerste, Malz und Rindern steigt. In den letzten drei Jahren bezog z. B. Deutschland au» Oeftteich-Ungam:____ 1897 1898 1899 an Gerste 64,1 Mill. M. 47.8 Mill. M. 63.0 Mill. M. , Malz 24.0„» 22,2»„ 23,0„» » Rindern 29,6»» 35.1„» 41,1„„ 107,7 Mill. M. 105,1 Mill. M. 121,7 Mill. M. Da die Einfuhr aus Oestreich-Ungarn in den letzten drei Jahren nach Abzug deS Werts der Edelmetalle 682,7— 627,2 und 715,6 Millionen Mark betrug, entfällt auf die vorgenannten Artikel über ein S e ch st e I. Daß Oestreich, wenn ihm dieser wichtige. Export beschnitten wird, kaum auf andren Gebieten zu großem Ent-! gegenkommen geneigt sein wird, braucht nicht erst bewiesen zus werden. Sehr richtig sagt in dieser Hinsicht Vosberg-Rekow(S. 22): „Leslreichs Brotgetreide bedarf umres Markts nicht mehr im früheren Umfange. Dafür aber hat sich die östreichische Landwirt- schaft in erster Linie auf den Anbau der Gerste verlegt und ihn so gewinnbringend gefunden, daß sich an dieser Stelle ihre Interessen konzentrieren, soweit es den Körnerbau angeht. Der Hauptniarkt für die östreichische Gerste ist in Deutschland; unsre gewaltige Branindustrie ist ihr Hauptabnehmer. Wollte man diesen Absatz stören oder einschränken, hätte man sofort die ganze land« wirtschaftliche Phalanx der habsburgischen Monarchie gegen sich." Ter dritte Artikel der»Beiträge zur ueuesten Handelspolitik'� verfaßt von E. Francke-Berlin bringt etwas Zukunftsmusik: er be-' bandelt die in den verschiedenen europäischen Staaten aufgetretenen Bestrebungen nach Abschluß eines uiittelenropäischen Zollbüiidnisses zur Abwehr der drohenden amerikanischen Kondirrenz. Wichtiger ist> die vierte Abhandlung vom Privatdocenten Karl Ballod-Berlin. über„Die deutsch-russischen Handelsbeziehungen". Auf die Geschichte der russischen Handelspolitik läßt Ballod sich nicht ein, ehenso wenig auf eine nähere Erörterung der Zollfragen: er beschränkt sich auf eine Darlegung der zwischen Deutschland und Rußland bestehenden Handels- und Konkurrenzverhältnisse; innerhalb dieses engeren Rahmens aber sind seine Ausführungen außerordentlich instruktiv, besonders feine Betrachtungen über die heutige russische Industrie» und Agrarproduktion. Ausführlich wird die Wirkung des deutsch« russischen Handelsvertrags auf die Handelsbeziehungen beider Länder— wobei übrigens meine? Erachten? Ballod den Einfluß des Vertrags auf die Entwicklung der deutschen Industrie zu gering ansetzt— sowie der jetzige Stand der Landwirtschaft und Industrie untersucht und die Aussichten ihres weiteren Fortschritt» erörtert. Das Resultat der Untersuchung ist, daß Ballod vor einer Ueber« schätzung der russischen Eisen- und Baumwollindustrie warnt; wenn er auch ihre von der Regierung geförderten Fortschritte zugesteht und annimmt, daß sie unter den hohen Schutzzöllen in den nächsten Jahren sicher noch anwachsen werden. Vor der nissischen Eisen-, ausfuhr braucht„der westeuropäischen Industrie noch lauge nicht bange zu sein", wenigsten»� nicht in den nächsten Jahrzehnten, denn wenn auch die Erz». gewinnung eine leichte und der Eisengehalt des Erze» ei»1 reicher ist, so sind doch andrerseits wieder eine ganze Reihos hemmender und hindernder Umstände vorhanden. Kleine Partten Qualitätsware mögen wohl aus dem Ural, da mittels der dort ver«! wendeten Holzkohle sich ein sehr reines Roheisen und ein vorzüglicher� Stahl erzielen läßt, ihren Weg nach Westen finden, nicht aber' größere Wkassen. Noch auffälliger ist Ballods Urteil über die nissische Landwirt» schaft. Daß Rußland überhaupt so dedeutende LebenSmittelmengeir auszuführen vermag, verdankt es nur seinem geringen Eigen- konsum, d. h. dem ständigen Unterkonsum der ärmeren Bevölkerung., „Im ollgemeinen", heißt es S. 317,„ist es zweifellos richtig,. daß die gegenwärtige gewaltige Ausfuhr von Nahrungsmitteln nicht- aus den'lleberschüssen stammt, wie in Nordamerika, sondern der eignen Volkscrnährung entzogen wird. Zwar wurden in Rußland außer den genannten vier Hnuptgctreidearte» noch bedeutende Mengen von Buchweizen, Hirse, Mais, Spelz angebaut, die ca. 4 Millionen Tons ergaben und somit das Endresultat etwa» verbessert haben, trotzdem bleibt die eigene Ernährung dürftig genug.. Deutschland könnte, wenn seine Bevölkerung sich gleich dürftig er« nähren wollte, wie die russische, ebenfalls(ca. 1—2 Millionen Stons) Getreide ausführen." Folgerungen au» seinen interessanten Darlegungen zu ziehen,' überlaßt Ballod dem Leser. Ich möchte sie in den Sätzen zusammen« fassen: die russische Agrarkonkurrcnz ist zum großen Teil keine. natürliche, sondern eine künstliche; sie beruht auf dem Hunger und Elend des russischen Bauern; zweitens, trotz seiner unleugbaren industriellen Fortschritte und seiner schlechten Finanzverbältuiffe ist! Rußland immerhin noch ein relativ günstiges Absatzgebiet für deutsche- Jndustric-Erzeugniffe— wenn e« die deutsche Regierung versteht,. die russischen Zollsätze bei den.Vertragsverhandluugenenergisch herunter-- zudrücken. H, C. Die Pläne der Berliner Tischler- Junung. " Aber auch unter Witterungsübersicht vom 31. Dezember 1900, morgens 8 1hr. Stationen Barometer: stand mm Wind: richtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 5°. 4° R Stationen Barometer: stand mm Wind richtung aparanda 771 Windstärke Wetter || Zemp. n. G. NN 15°.= 4° R. 2 wollent.- 28 einen Arbeitsvertrag" aufzwingen wolle. Wenn ein Vertrag geschlossen und Reise- Unterstützungswesen heute geregelt habe, würde es von werden solle, so müsse vorher eine Verhandlung zwischen beiden den Gesellen mit Recht als eine Entwürdigung desselben aufgefaßt Holzarbeiter- Verband. Am Sonntag fand in Kellers Saal bertragschließenden Parteien, in diesem Falle also zwischen Junung und und bekämpft werden. Nach längerer Debatte, in welche Tuyauer eine start besuchte Vertrauensmänner- Versammlung statt. Auf der Holzarbeiter- Verband, stattfinden, andernfalls könne von einem Ver- noch wiederholt eingriff, wurde schließlich, wie nicht anders zu erTagesordnung stand die Fortsetzung der Diskussion über die Stellung- trage überhaupt nicht die Rede sein. Innung und Holzarbeiter warten, die Einführung des Kontrollbuchs von der Versammlung Verband seien zwei gleichberechtige Faktoren und legterer müsse als gutgeheißen. nahme zu der von der Tischler- Innung verfügten Einführung der solcher auch von der Innung anerkannt werden. Das Kontrollbuch Kontrollbücher( Arbeitsordnungen). Glock e teilte unter andrem mit, sei die erste" That", mit der die Jmmung an die Oeffentlichkeit trete in der am Sonnabend abgehaltenen Innungsmeister Verſanımlung und könne er( Redner) diese That nur als eine unglüdliche sei festgestellt worden, daß von 1500 Meistern 250 die ihnen vom bezeichnen, welche geeignet sei, Streitigkeiten zwischen Arbeit. Innungsvorstand zugestellten Kontrollbücher nicht angenommen, gebern und Arbeitnehmern herbeizuführen. fich also mit der Maßnahme der Innung nicht einverstanden den Innungsmitgliedern würde dadurch Unfrieden geschaffen, erklärt haben. Die weitere Folge diefes Proteſtes aus den Kreisen da sich viele weigern würden, das Kontrollbuch in ihrer der Meister werde sein, daß sich die Aufsichtsbehörde mit dem Vor: Werkstatt einzuführen. Ein nicht unbeträchtlicher Teil hätte ja schon gehen der Innung zu befaffen habe. Nachdem in der weiteren Dis- jezt die Annahme und Bezahlung des übersandten Kontrollbuchs Swinembe. 76200 better kussion die Frage erörtert worden war, ob man die Unterschrift verweigert. Aber auch nicht alle, die es bezahlt hätten, würden die Hamburg 757 759 ONO unter die sogenannten Kontrollbücher verweigern folle oder nicht, Einführung desselben erzwingen wollen. Jedenfalls würde man bei Frankf./M. 7490 wurde das Resultat der Werkstatt- Abstimmungen festgestellt, die in zwar bis in die höchste München den zuständigen Behörden und 752 Still der Zeit zwischen der vorigen und dieser Versammlung stattgefunden Instanz, unbekümmert um die Strafandrohung die Strafandrohung des Vor- Wien 757ONO haben. Es ergab sich, daß sich nahezu drei Viertel der Abstimmenden stands,' die Rechtsgültigkeit des aufoctrohierten Kontraktbruchs Wetter Prognose für Dienstag, den 1. Januar 1901. für Verweigerung der Unterschrift erklärt hatten. anfechten. Schon der Umstand, daß die Juristen selbst Biemlich trübes, nebeliges Frostwetter mit Schneefällen und scharfen Verkündigung dieses Resultats wurde mit lebhaften Bravorufen die Rechtsverbindlichkeit des sogenannten„ Arbeitsvertrags" an- östlichen Winden. aufgenommen. Es wurde mun darum ersucht, daß alle Fälle von Maßregelungen, die wegen der Verweigerung der Unterschrift vor- zweifelten, hätte den Vorstand davon abhalten müssen, das Kontrollbuch zwangsweise einführen zu wollen. genommen werden, sofort dem Verbandsbureau zu melden sind. Soweit die Mitglieder der Freien Vereinigung der Holzindustriellen und des Vereins der Bautischlermeister hierbei in Frage kommen, foll die Angelegenheit am 8. Januar in der Sigung der AchtzehnerKommission zur Sprache gebracht werden. Am 9. Januar findet wieder eine Vertrauensmänner- Versammlung statt, die über die weiteren Schritte, welche in der vorliegenden Angelegenheit zu thun find, Beschluß zu fassen hat. Die Ueber die Versammlung der Tischlerinmung, die sich mit der Einführung der Kontrollbücher beschäftigte, geht uns folgender Bericht zu: Berlin -3 Petersburg 770 NNO 1hlb. bed.- 26 761 NA -4 Sort 4 heiter 5 Aberdeen 75900 5 bededt -5 6 bedeckt 4 bedeckt 2 Regen bedeckt 1 bebedt 1 Paris 4 Berliner Wetterbureau. Briefkasten der Redaktion. G. N. 26. Diese Ausführungen Zuzauers, die anfänglich mehrfache Unterbrechungen durch Schlußrufe seitens der verbissensten Anhänger der Wenden Sie sich an das Bureau der Metallarbeiter, Zwangsinnung hervorgerufen hatten, unsren Parteigenossen aber nicht veranlassen konnten, mit seiner Meinung zurüd Engel: Ufer 15. Hornberg i. B. Artikel erst sehen, dann antworten. nun eine ganze Reihe von Vorstands Oskar Jäncke. Zur Alimentation des Betreffenden sind Sie nicht R. M. 72. Ja. zu halten, riefen Besonders die Herren Mitsch verpflichtet. Ebenso wenig ist er erbberechtigt. mitgliedern auf den Kampfplag. und Meißner, einst eifrige Kämpen für die Forderungen der Gesellen, B. T. 1. Die Frau ist keineswegs verpflichtet, voreheliche Schulden ihres als sie selbst noch Gesellen waren, traten den Ausführungen Tuyauers Manns zu bezahlen. 2. hat sie, nachdem sie das 21. Lebensjahr vollendet entgegen, dabei die heftigsten Angriffe gegen die Organisation der hatte, die Verpflichtung zur Zahlung schriftlich übernommen, so ist sie auf Die Sendung müßte Gesellen schleudernd. Bezeichnenderweise waren es nur Mitglieder Grund dieser Verpflichtung zur Zahlung verbunden. portofrei erfolgen. S. E. 78. Die Klage der Mutter hätte Aussicht des Vorstands, die Tubauer entgegentraten und die Einführung des auf Erfolg, weil das frühere Gesetz in Anwendung zu kommen hat. Kontrollbuchs empfahlen; diese sei übrigens nicht die erste That, Daste. Es ist die Miete an den gerichtlichen Berivalter zu zahlen. P. S. 101. Die Kündigung ist E. B. 54. 1. 6 Wochen lang. 2. Ja. Die Immmgsmeister hatten ziemlich zahlreich der Einladung die die Innung im Interesse des Handwerks vollbracht habe Folge geleistet, um den Plänen des Innungsvorstands die letzte so führten sie aus- von dem sonstigen Wirken der Innung sei rechtsgültig. Wenn im Vertrage 3 Monate 3 Tage als Frist eingesetzt sind, so nicht viel in die Oeffentlichkeit gekommen. Dies ist eine frühere Kündigung als am 28. 12. gültig, nur teine spätere. Weihe zu geben. Obermeister Rahardt legte seinen Getreuen nur dar, daß jetzt die günstige Zeit sei, um den Gesellen den nötigen veranlaßte Tugauer, auch die sonstigen Heldenthaten der Zwangs- Auflamerstr. 39. 1. Muß frantiert sein. 2. Preußen fordert für VerRespekt einzuflößen. innung etwas näher zu beleuchten: Man habe den Gesellen zu pflegung und Behandlung in einem Gefängnis oder Zuchthaus pro Tag O. 3. 36. Nauer. Nein. E. Kerber. Ihre Anfragen 80 Pfg. Obgleich die zu Rate gezogenen Juristen geteilter Meinung gemutet, ihre bewährte Herberge im Gewerkschaftshause aufzugeben find bereits in der 2. Beilage des„ Vorwärts" vom 12. Dezember be darüber waren, ob die Bestimmungen des Kontrollbuchs sämtlich ge- und dafür die Herberge zur Heimat zur Junungsherberge gemacht. antwortet. Sie sind auf Ihre Wiederholung hin bereits in der des„ Vorwärts" vom 16. Dezember darauf hin: setzlich unanfechtbar seien, besonders darüber, ob sie nicht im Wider- Dies mußten die Gesellen als einen Schlag ins Gesicht empfinden. 4. Beilage fpruch mit§ 394 des Bürgerlichen Gesetzbuchs stehen, empfehle er Hiergegen sich zu wehren, sei ihr Recht und ihre Pflicht. Auf diese gewiesen. Eine nochmalige Beantwortung wird nicht mehr stattfinden. Seige. Der durch die höhere Verwaltungsbehörde festgesette durchdie allgemeine Einführung des Kontrollbuchs im Interesse aller Heldenthat könne dieJnnung also nicht stolz sein. Dasselbe gelte in Bezug Meister. auf die Einführung der Reise- Unterstüßung für wandernde Gesellen. schnittliche Jahresarbeitsverdienst ist bei Berechnung der Unfallrente für 2. B. Sie sind im Recht. Wenn Nachdem sich trotz wiederholter Aufforderung des Vorsitzenden Etatt denselben eine Marke auszuhändigen, welche in der Herberge ländliche Arbeiter zu Grunde zu legen. Das Nähere finden Sie S. 45 des kein Redner zur Diskussion gemeldet hatte, meldete sich unser zur Heimat allein in Zahlung genommen wird, sollte man, wenn ersten Nachtrags zum Arbeiterrecht. Kündigung, um rechtzeitig zu sein, spätestens am 28. Dezember in den Parteigenoffe Tuz auer, welcher das Vorgehen des Vorstands die Inmung nun einmal auf die Zahlung dieser Unterstützung be- eine Kündigungsfrist von 3 Monaten und 3 Tagen feſtgeſetzt ist, muß die R. F. 1. Das ist für und die diesbezüglichen Beschlüsse der Delegierten- Versammlung stehe, den Betrag in bar zahlen und den Gesellen überlassen, wo Händen bessen sein, dem gefündigt werden soll. einer scharfen Kritik unterzog. Er bekämpfte vor allem das ein- fie dies Geld verzehren wollen.( Buruf: Damit sie es dem Holz- die verschiedenen Orte durch Polizeiverordnung und daher nicht einheitlich So wie man seitige, willkürliche Vorgehen des Vorstands, welcher den Gesellen arbeiter Verband zutragen.") das Herbergs- und gleichmäßig geregelt. 2. Die Strafe ist Geldstrafe. 3. Nachschidung ist zulässig Deutscher Holzarbeiter Verband. Morgen, Mittwoch, ab. 81/2 Uhr, im Gewerkschaftshaus. Engel- Ufer 15: Sitzung der Ortsverwaltung. Centralverband der Maurer etc. ( Zahlstelle Berlin II.) Am Donnerstag, den 3. Januar, abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Fischer, Waldstraße S: D " Verband deutscher Gastwirts- Gehilfen. ( Ortsverwaltung Berlin.) Die Mitgliedskarte für das I. Quartal 1901 ist weil ei mit blauem Querbalken. Todes- Anzeige. Allen unfren lieben Freunden und Kranz- und Blumenbinderei Bekannten die traurige Nachricht, daß von Robert Meyer, unfre liebe Tochter und Schweier uur Mariannen- Straße 2. am 30. Dezember, vorm. 1/2 Uhr, 63/1 Witwe Klara Magerl geborene Vogel nach furzen und schweren Vereins- Kränze, Palmen- u. Blumen Leiden fanft entschlafen ist. Arrangements, Bouquets, Guirlanden Die Beerdigung findet am Mitt- usw. werden fein u. preiswert geliefert. woch, 2 Louis Kellers Festsäle, ber Qaligen Kreuz- Gemeinde in Koppenstrasse 29. Heute, Neujahrstag: Mitgliederversammlung für Moabit. Humoristischer Abend Tages Ordnung: 1. Verbandsangelegenheiten. 2. Neuwahl des Obmanns. 3. Verschiedenes. Um regen Besuch bittet Die Verbandsleitung. Tertilarbeiter- Verband. Berlin III( Dekateure). 136/1 Donnerstag, den 3. Januar, abends 8 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75: General- Versammlung. Tages: Ordnung: 1. Bericht des Vorstands. 2. Bericht der Kassierer und der Revisoren. 3. Neuwahl des gesamten Vorstands. 4. Vereinsangelegenheiten. Pünktliches Erscheinen sämtlicher Mitglieder ist Pflicht. Mitgliedsbuch legitimiert. der renommiertesten Leipziger Sänger- Quartett u. Humoristen Herren Pauly, Müller, Hoffmann, Oppermann, Schmitz, Antonius, Cröning. Neues decentes humoristisches Programm. Gr. Instrumental- Konzert des Berliner Konzert- Orchesters unter Beitung feines Dirigenten Herrn Rud. Tietz. Grosser Ball. Zwei Orchester. Vor und während des Konzerts im Nebensaale Ball. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. Reserviert 50 Pf. Diese Vorstellungen finden jeden Sonntag und Mittwoch statt. 197/1 1140* Der Vorstand. Achtung! Sattler, Täschner, Linoleumleger und Buchbinder Berlins. Donnerstag, 3. Januar, abends 8½ Uhr, im Gewerkschaftshaus ( großer Saal): Oeffentliche Versammlung. Tagesordnung: 1. Die Maßregelung unsrer Kollegen bei der Firma Golembiewsky u. Co., Markgrafenstr. 13. 3. Verschiedenes. 1833b Lokalkommission. Filiale III. Verband der Möbelpolierer. Morgen, den 2. Januar, adends 8½ Uhr, Engel- Ufer 15: Ausserordentliche General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Was bedeuten die Kontrollbücher für uns Möbel: polierer. 2. Wahl. 3. Verschiedenes. 145/1 Die Sigung der Vertrauensmänner fällt aus. Der Vorstand. Wahl der Gemeinde- Vertretung in Lichtenberg. Donnerstag, den 3. Jannar, abends 8 Uhr: Oeffentliche 2 Gemeinde- Wählerversammlung Höflichs ,, Schwarzem Adler", Frankfurter Ghaussee 120. in Tagesordnung: 1. Die Anfgaben der Socialdemokratie in der Kommune. Referent Reichstags- Abgeordneter und Stadtverordneter Wilh. Pfannkuch. 2. Bekanntgabe der vom socialdemokratischen Wahlverein aufgestellten Kandidaten. 3. Freie Diskussion. Das Wahlkomitee. Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Am Sonnabend, den 12. Januar, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Wiener Maskenball. 12 Uhr: Demaskierung.-1 Uhr: Kaffeepause, während derselben humoristische Vorträge. Anfang 81/2 Uhr. Billet 50 Pf. Billets sind zu haben: Norden: Frau Panzeram, Pappel- Allee 128, Frau Müller, Wiesenstr. 30, Quergeb. II. Nord- West: Frau Bauschke, Rostockerstr. 47, Hof II. Osten: Frau Klotzsch, Koppenstr. 81. Frau Förster, M. d. V., Friedenstr. 80, empfiehlt ihre Damen- MaskenGarderobe zu billigen Preisen. 55/1 Louis Keller. Partei- Speditionen: Halle Mariendorf aus statt. Die trauernden Hinterbliebenen. Witwe Vogel nebst Töchtern. Gestern abend 72 Uhr verschied nach turzem, schwerem Leiden unsre gute Mutter, Schwieger: und Großmutter, Tochter, Schwester und Tante, die Witwe Fran Jda Lüttke, [ 18466 geb. Bunar, im 46. Lebensjahre. Dies zeigt tiefbetrübt an Im Namen der Hinterbliebenen Oskar Persky. Die Beerdigung findet am 1. Januar, 312 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Luisen- Kirchhofs aus statt. Rum Liter 1,20 bis 5,00 Mark Glühwein- und PunschExtrakt Berlin vierter Wahlkreis O.: Robert Wengels, Große Flasche( 3, Liter) 1,20-4,00 M. Frankfurterstr. 133, of part.- SO.: Friz Thiel, Staligerstr. 35 v. part. Sechster Wahlkreis( Moabit): Start& nders, Salzwebeler: F. Willumeit, RosenAlexanderstr. 62, Potsdamerstr. 48 ( Eing. Kurfürst.) * Kohlen billiger! • straße 8, part. im Laden. Wedding und Oranienburger Vorstadt: Emil Stolzenburg, Wiesenstraße 41/42. Gesund- Skalitzerstr. 135, Reichenbergerst. 87. brunnen: Wilhelm Gaßmann, Grünthalerstr. 65. thaler Vorstadt und Schönhauser Vorstadt: Karl Mars, Kastanien Allee 95/96. Charlottenburg: Gustav Scharnberg, Sesenheimerstr. 1, Ece Goethestr., v. 1 Treppe.- Deutsch- Wilmersdorf: Th. Müller, Berlinerftr. 132/133, rechter Seitenfl. und W. Nidel, Briketts in vorzüglicher Auguftaftr. 3, v. I. Friedrichsberg- Friedrichsfelde: Carl Welt, Qualität. [ 4178 Berlin O., Frankfurter Allee 177. Grünau: Engel, Dahmestr. 6. 100 Stüd 6 Boll lang 75 Pf. Rixdorf: Ostermann, Griftr. 6.- Schöneberg: Wilh. Bäumler, 100 7 90 Apostel Paulusstr. 13, Quergebäude Hochp. Ober- Schöneweide: 1 Ctr. von beiden Sorten 1 M. Nieder- Schöneweide: Otto John, Wilhelminenhofstraße 18. Karl Weber, Cigarrengeschäft. Oberschlesische Steinkohlen. Johannisthal: Paul Mann, 1.20 M. 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Invalidenstr. 57/62: Von Schantung bis Peking. Mittwochabend 8 Uhr: Auf den Wogen des Oceans. Um 4 Uhr zu ermäss. Preisen: Von Schantung bis Peking. Invalidenstr. 57/62. Apollo- Theater. Dienstag, den 1. Januar 1901: Vollständig neues Programm. Emmy Palmey Liedersängerin. Die 4 Legays Excentrique- Tänzer. Valentine Petit ( Vision de rêve). Opernhaus, Zar und Zimmermann. Tägl. Sternwarte. Die Rachettas The Salambos 7 Uhr. Mittwoch: Siegfried. Schauspielhaus. Iphigenie auf Tauris. Anfang 72 11hr Mittwoch: Das schwache Geschlecht. Das Pulverfaß. Der neue Vor mund. Neues Opern Theater( Kroll). Der wilde Reutlingen. Anfang 72 Uhr. Mittwoch: Geschlossen. Deutsches. Rosenmontag. Anfang 72 116r. Nachi. 1/23 Uhr: Cyrano von Bergerac. Mittwoch: Die Macht der Finster: nis. Leffing. Flachsmann als Erzieher. Anfang 72 Uhr. Mittwoch: Silvesternacht. Berliner. Die beiden Leonoren. Anfang 72 Uhr. Nachm. 22 Uhr: Habakut im Wetterhäuschen. Mittwoch: Frauenherrschaft. Residenz. Frauen von heute. Anfang 7 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Jugend. Mittwoch: Frauen von heute. Menes. Liebesprobe. Hierauf: Die Hand. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der weiße Hirsch. Mittwoch: Liebesprobe. Hierauf: Die Hand. Westen. Der Bettelstudent. Anfang 72 Uhr. Nachin. 3 Uhr: Undine. Mittwoch: Der Troubadour. Central. Die Schöne von New York. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Geisha. Mittwoch: Die Schöne von New York. Seceffionsbühne. Nachmittags 5-10 Uhr. Berliner Aquarium Unter den Linden 68 a. Eingang Schadowstr. 14. Heute am Neujahrstage Eintrittspreis: 25 Pf. Reichhaltigste Ausstellung der Welt an lebenden Seetieren, Reptilien etc. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Abends 72 Uhr: Der Herenmeister vom Teufelsfee Hierauf: Die falte Hand, oder: Der Prozei ohne Ende. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Mittwoch, nachmittags 4 Uhr: KinderVorstellung, kleine Preise: Rotkäppchen. E Thalia- Theater Dresdenerstr. 72. Heute und folgende Tage; Gr. Ausstattungspoffe m. Ges. u. Tanz. Amor von Heute. Anfang 72 Uhr. 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Der Noland von Berlin. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Maria Stuart. Mittwoch: Der Roland von Berlin. Belle Alliance. Drei Tage aus bem Kölner Leben. Anfang 8 Uhr. Mittwoch: Dieselbe Vorstellung. Metropol. Specialitätenvorstellung. Eine tolle Nacht. Anfang 72 Uhr. Mittwoch: Dieselbe Vorstellung. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Des Löwen Erwachen. Anfang 72 Uhr. 8 Mittwoch: Dieselbe Vorstellung. Nachm. 4 Uhr( zu halben Preisen): Ben Ali- Bey. Palaft. Specialitäten Vorstellung. Wo ist die Mutter??? Anfang 7 Uhr. Mittwoch: Dieselbe Borstellung. Stettiner Sänger. Meichshallen. Anfang 7 Uhr. Paffage Panoptikum. Specialis täten: D: Borstellung. Anfang nachmittags 3 Uhr. Mittwoch: Dieselbe Vorstellung. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal) Abends 8 Uhr: Auf den Wogen des Oceans". Mittwoch: Dieselbe Vorstellung. Nachm. 4 Uhr( zu ermäßigten Breifen): Von Schantung bis Beting". " Juval idenstraße 57/62. Bon Schantung bis Beting". Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Han Entree 50 Pf. 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Gala Parforce- Vorstellung, mit einem aus 30 Nummern be= stehenden Riefenprogramm. Morgen Mittwoch, 2. Januar, abends 8 Uhr: Erste Aufführung der neuen Wafferpantomime. Näheres die Tageszettel. Reichshallen Stettiner Sänger. Grosse Neujahrs- Soiree. Anfang 7 Uhr. Vorher: Militär- Konzert 9 Akrobatische Fassspringer. Elektrische Demonstration. Helene Gerard in ihrem grossartigen Sportakt. Miss Zelia Equestrische Marmorbilder. Absolute Novität. Les Minstrels parisien Pariser Strassen sänger. RF Messters Kosmograph. ( Neue Bilderserie.) Mit vollständig neuer Ausstattung: Des Löwen Erwachen. Operette in 1 Akt von J. Brandl. A- 2 Kassenöffnung 6½ Uhr. Anfang 7% Uhr. Mittwoch, den 2. Januar, nachmittags 4 Uhr halbe Preise: Ben- Ali- Bey. Grosse orientalische Zaubervorstellung. Max Kliems Festsäle, Hasenheide 13-15. Jeden Donnerstag: 3m neuen Festsaat: Große Soiree der ,, Norddeutschen Sänger" Zimmermann, Steinhardt, Stangenberg 2c. Kasseneröffnung 7 Uhr. Nach der Soiree: Tanzkränzchen. 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Verantwortlicher Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drid und Berlag von Mag Bading in Berlin. Lindenstraße 37. 1845b Patentanwalt Dammann, Ora nienstraße 57, Morigplatz. Erfindern fostenfreier Rat abends bis neun Unfallfachen, Klagen, Eingaben, Reklamationen. Pugger, Steglizers straße 65. 1654b Unfalltlagen fertigt Schulze, Bergmannstraße 107. 18096 Buchbinder- Arbeit jeder ArSchlafstellen. und Eisenbahnstraße: Bau Garbe. 179/ 17*] Die Lohnkommission. 18086 110 Adhtung! 18246 st. 1. 18. mm. 2. SeillM iles„jotroitto" Keüim Wldslllsü. S'Ww. l. Im°r 1SV1. ?5okAles. Der historische Kalender für 1301 ist der heutigen Nummer uiisreS Blatts beigefügt. Unsre Leier werden mit einigem Erstaunen wahrnehmen, daß er seine Gestalt gewechselt hat und nicht mehr als Wandkalender, sondern in Buchform erscheint. Es war ein zwingender Grund, der zu dieser Aendcrung führte; man kann von einer Principienfrage reden. In seiner Eigenschaft als Wandkalender war unser Freund nicht ganz ehrlich. Nicht daß etwa der Tag, an welchem Ludwig XVI. hingerichtet worden oder ein andres vom Scharfmachertum in schnurriger Gewohnheit als Popanz auf- gegriffenes Rcvolutions» Datum gefälscht gewesen wäre. Was Fälschen und Betrügen betrifft, so müßte ihm, wie erst die Ereignisse des letzten Monats gezeigt haben, im Wettlauf mit beschnittenen und unbeschnittenen Christen/ mit solchen, welche Kirchen bauen lassen und solchen, welche Millionen ergaunern, bloß um das Problem der Arbeitslosigkeit zu lösen, doch gar bald die Puste ausgehen. Die Unehrlichkeit unsres historischen Kalenders lag in seiner G e st a I t. Einen rechtschaffenen Wandkalender kann man nicht anders gelten lassen als wenn er neben den Monatstagen noch Raum frei läßt zum Notieren von Geburtstagen, Schneidcrrcchnungen und ähnlichen frohen Familienereignissen. Dieser Raum aber wurde in unsrem Kalender, ganz seiner Natur gemäß, völlig von den weltgeschichtlichen Daten mit Beschlag belegt. Und der Raum wurde, jemehr sich die wahrhaft welterschiitternden Ereignisse drängten, enger und enger; und wollte der Kalender hinfort seiner Pflicht genügen, so konnte er es nur, wenn er entweder ganz Wandkalender oder ganz historisch wurde. Er entschied sich für die letztere Gestalt— schon in Rücksicht ans die unsrcr Partei so notwendigen und förderlichen Gegner, die erfahrungsgemäß ohne ein bißchen Aerger über die Revolutions- und Attentatsdaten ihre Silvesterpfannkuchen nicht ver- dauen können. Aber auch seinen Freunden ist der historische Kalender in seiner neuen Gestalt hoffentlich noch willkommener als in früheren Jahren. Er wird so seinem Zweck besser gerecht als bisher, und das ist doch das Entscheidende!_ Nenjahrsstimmung. Es giebt Leute, die sich am Silvesterabend in der größten Gemütsruhe pünktlich, wie immer, um 10 oder 11 Uhr ins Bett legen und ebenso pünktlich schon fünf Minuten nachher schnarchen. Wenn sie um 12 Uhr durch das„Prosit Neujahr!", das von der Straße tausendfältig zu ihnen heraufdringt, aus ihrem Schlummer aufgeschreckt werden, dann drehen sie sich brummend auf die andre Seite, um weiterzuschlafen. Die Silvesterschwärmer da unten, die um Mitternacht auf die Straßen hinaus eilen, um einander mit ihrem„Prosit Neu- jahrl" zu grüßen, würden so etivas„einfach unverständlich" finden. „Den Kerl müßte man doch gleich ans dem Bette herausholen I" Ich möchte nun beileibe nicht in den Verdacht kommen, ein gram- licher Spielverderber zu sein; aber— ich kann mir nicht helfen— mir fallen bei dem alljährlich wiederkehrenden Silvestertrnbel immer die Worte eines dieser„Unverständlichen" ein, der mir einmal in bissigem Tone bemerkte:„Den„Jahreswechsel" sollte ich feiern? I Merken S i e etwas von„Wechsel"? I ch nicht!"— „Merken S i e etwas von„Wechsel"?" Wenn man den Hundert- taufenden, die in Berlin— den Millionen, die draußen im Reich gestern abend in ausgelassener Fröhlichkeit Silvester gefeiert haben, diese Frage vorgelegt hätte: was würden sie geantwortet haben? Ob da wohl sehr viele auf das boshafte„Merken S i e etwas von „Wechsel" das so gar nicht in die übermütige Silvesterstimmung hineinpassen will, eine andre Antwort gewußt hätten als ein klein- lautes, klägliches„Ich nicht I" Z Ich sagte schon, daß ich mich nicht gern Spielverderber schelten lasten mag. Aber heute, wo der Silvestertrubel vorbei ist, wo gerade die übermütigsten Silvesterschwärmer am ehesten geneigt sein werden, sich ernsteren Betrachtungen hinzugeben, da darf vielleicht doch daran erinnert werden, daß weite Kreise der Bevölkerung in der That keinen Anlaß haben, die Jahreswende zu„feiern" und in de» bei dieser Gelegenheit üblichen Jubel miteinzufallen. Das neue Jahr beginnt für sie genau ebenso trübselig, wie das alte trübselig geendet hat.„Merken Sie etwas von„Wechsel"? Ich nicht!" Man begreift die Frage, man begreift auch die Antwort.— Das ist eine trostlose Neujahrs st immung, nicht wahr? Sie ist nicht nach dem Geschmack der Silvesterschwärmer, aber nach dem Geschmack jenes bissigen Fragers, an dessen Worte ich allemal beim Jahreswechsel denken muß, wäre sie eigentlich auch nicht. Es ist wahr, auch er hatte die Schrulle, sich am Silvesterabend um 10 Uhr ins Bett zu legen und sich um 12 Uhr, lvenn ihn die„Prosit Neujahr T-Rufe aufweckten, brummend auf die andre Seite zu drehen, um weiter zu schlafen. Er wußte, daß es ihm vorerst auch im neuen Jahre nicht besser gehen würde als im alten; daran konnten alle„Prosits" der Welt nichts ändern. Allein ein Kopfhänger war er nicht. Er hatte gelernt, über sich und die Seinen hinauszublicken, sich als Mitglied seiner Klasse zu fühlen und Schulter an Schulter mit seinen Klässengenossen zu kämpfen. Die „Jahreswende" ließ ihn gleichgültig, aber auf die Zeitenwende hoffte er mit der starken Zuversicht, wie sie nur aus dem Bewußtsein, für eine gute Sache zu kämpfen erwächst. Die Hoffnung auf die Zeitenwende— ist sie nicht die wahre„Ncujahrsstimmung" der arbeitenden Klaffe? Bier Jahrzehnte sind morgen verflossen, seitdem der Prcutzenkönig Friedrich Wik« h e l m IV. im Wahnsinn verstorben ist. Am 2. Januar 1861 ver« kündeten die Glocken vom Dom, daß der Tod den Monarchen von seinen langwierigen Leiden erlöst hatte. Ungeahnte Thaten und Eni- deckungen des Menschengeistes haben mehr noch als solche Ereignisse, die man insgemein als Weltgeschichte bezeichnet, seit diesem Tage die Welt verändert. Und doch mutet uns manches aus dem Leben Friedrich Wilhelms IV. keineswegs so weltentlegen an. Friedrich Wilhelm IV. starb, wie gesagt, im Wahnsinn. Halb hatte ihn die Erinnerung an die Revolutionszeit krank gemacht, halb trug er den Keim zur Geisteskrankheit schon seit jungen Jahren in sich. Varnhagen von Ense erzählt schon aus der ersten Regentenzeit die kuriosesten Geschichten von der wunderlichen Geistesverfassung des Königs. Der scharfe Beobachter konstatiert von dem Monarchen, dem es schmeichelte, mit seinem Esprit zu brillieren, eigentümliche Symptome. „Daß der König überall Reden hält und sogar in Er- örterungen sich einläßt, macht seinem Talent alle Ehre und zeigt seine Persönlichkeit vorteilhaft, aber es ist ein gefährlicher Glanz, der leicht zum Schaden ausschlagen kann." sVarnhagen, Bd. 2 S. 208.) „Der König reiste gern und viel, es Ivar, als ob die innere Rastlosigkeit seiner Natur, die Hitze des raschen Bluts, das Drängen und Treiben dieser unstäten Phantasie sich einen Augenblick Ausdruck zu verschaffen suchte in diesem königlichen Pomp, den er dabei zu entwickeln beliebte."(Prutz I, S. 542.) „Die Baulust des König? ist ungeheuer', doch fast nur auf Kirchen, Schlösser und Kunstgebäude gestellt, auf Bauten des Prunks."(Varnhagen 2, 321.) Bekannt war auch die krampfhast hervorgekehrte Kirchen- frömmigkeit dieses Fürsten, die innig mit einer erschreckenden Grau- samkeit und Roheit des Gemüts vcrschwistert war. Als Friedrich Wilhelm IV. zum letztenmale der Sitzung seines Staatsmiuisteriums präsidierte, war seine letzte RegierungShandlung die B e st ä t i g u n g vonelfTodesurteilen. Nach dem Tode dieses Königs setzte unter Bismarck die Blut- und Eisenpolitik ein. Sie erreicht zehn Jahre später, als die deutschen Heere vor Paris, der„Stadt voll Blut und Wunden", lagen, ihre Apotheose. Deutschland jubelt. Noch tobt der Krieg, aber an dem endgültigen Siege über das Volk, das nach dem Dichterwort mit uns Deutschen vereint die Welt befreien könnte, zweifelt niemand mehr in unsrem Vaterlande. Nur wenige ahnen in den Schrecknissen, daß schon ein neuer Gott geboren, nur wenige beachten die Dichterstimme: Germania, mir graut vor Dir! ........ Ich glaube fast, Daß Du in argen Wahn versunken Und daß Du gottesgnadentrunken Das Menschenrecht vergessen hast. Weitere zehn Jahre sind vergangen. Das Menschenrecht scheint vergessen. Eine Fülle von Enttäuschungen haben die erlebt, die vom wiedererstandenen Deutschen Reich das goldene Zeitalter erhofften. Milliardensegen, Kulturkampf, GründungSschwindcl, Krise, Zollpolitik und S o c i a l i st e n g e s e tz hat es gebracht. Hunderttausende haben sich schon zur neuen Lehre bekannt; mit der Macht der rohen Gewalt glaubt aber Bismarck als der Erste in der absterbenden Welt den jungen Niesen erwürgen zu können. Der Geist spottet der Schcrgentücke. Abermals nach zehn Jahren liegt der Blut- und Eiscnmensch zerschmettert am Boden, zerschmettert von seinem Todfeinde, dem S o c i a l i s m u s. Und heute, am ersten Tage des zwanzigsten Jahrhunderts zweifelt unter Freund und Feind kein Denkender mehr daran, daß dieses Jahrhundert dem SocialismnS gehören muß. Unser die Welt trotz alledem heißt eS im Proletariat aller Kulturländer. Welch ein Wechsel, namentlich bei uns in Berlin, wenn wir einige Jahre zurückdenken. Damals die Maffcn stumpf trotz Acht- undvicrzig, nirgendwo ein Zweifel an der„monarchischen Zu- verlässigkeit" der Bevölkerung. Heute bekennt sich die er- drückende Mehrheit der Berliner E i n Iv o h n e r s ch a f t zur Socialdemokratiel Zirar ist dem Riesen Proletariat das wunderliche Geschick beschieden, daß er außer dem Hauptfeind, dem Kapitalismus, noch allerhand romantisches Gespcustervolk, noch ein erkleckliches Stück tollsten linttclalterlichen Aberglaubens von Cäsarenallmacht, und wie das Zeug sich nennen mag, bekämpfen muß. Aber schon leuchtet ein purpurner Streifen im Osten. Bald muß der Spuk in blauen Dunst zerstieben. Der Morgen dieses neuen Jahrhunderts sieigt herauf, der Morgen des Söcia- l i s m u s l Die Wohnungsnot hat zur Folge gehabt, daß die weiten, den Bötzow scheu Erben gehörigen Grundflächen im Nordosten Berlins endlich der Bebauung erschlossen werden. Man berichtet darüber aus dem Rathause: Zur Aufschließung und Bebauung der Gegend zlvischcn dem Friedrichshain, der Greifswaldcrstraße. dem Bahnhof Weißensee, der Elbingerstraße und dem„Verlorenen Wege" haben Verhandlungen zwischen dem Magistrat und den Bötzowschen Erben, denen das dortige Terrain gehört, stattgefunden, die von Erfolg gewesen sind. Die Gegend soll durch drei neue Straßen auf- geschlossen und die Elbingerstraße, um deren Regulierung schon mehrfach petitioniert ist. wie die anschließenden Ringstraßen: Danziger-, St. Petersburger-, Warschauerstraße reguliert werden. Die Bötzowschen Erben haben sich bereit erklärt, ein an den beiden neuen Straßen IX und B belegenes zu Schulzwecken geeignetes Grundstück zum Preise von 35 M. für den Quadrat meter dem Magistrat zur Verfügung zu stellen. Die Stadtverordneteu-Ver- sam'mlung wird ersucht, das Abkommen mit den Bötzowschen Erben zu genehmigen, alsdann soll die Genehmigung des Kaisers zur An- läge der neuen Straßen nachgesucht werden.' Mit der Regulierung der Elbingerstraße und dem Durchbrnch der Bcrnaucrstraßc nach dem Stettiner Bahnhof wird eine direkte Verbindung zwischen diesem und dem Central-Vichhof geschaffen. Gleich nach Fertigstellung dieser Straßen soll mit dem Bau einer zweiten Ringbahn durch die Bernauer-. Danziger-, Elbingcr-, Petersburger-, Warichauer-, Skalitzer-, Gneiseuau-, Dork-, Bülow-, Tauenzienstraße, Zoologischer Garten begonnen worden, die später durch die Kant- straße, Charlottenburg, Plötzenscc, nach dem neuen Krankenhause an der Seestraße durch diese und die Christianiastraße nach dem Bahn- Hof Gesundbrunnen weitergeführt werden soll. Von dort erhält diese Ringbahn dann durch die Swinemünderstraße Anschluß an die Bahn in der Bernauerstraße. Die Bötzowschen Erben, die warten konnten, haben den richtigen Augenblick abgepaßt, um mit ungeheurem Gewinn nunmehr ihre Becker zu veräußern. Eine wüste Terrainspelulation wird vermutlich anheben und das Ende der Geschichte wird wahrscheinlich sein, daß, wenn endlich Häuser gebaut werden, deren Mietspreis von kleinen Leuten nicht zu erschwingen ist. Denn irgend eine Handhabe, welche die Wuckierer zwingen könnte, bei der Spekulation etwa dringende Bedürfnisse zu berücksichtigen, ist den Gemeinden im preußischen Musterstaat nicht gegeben. Wäre solche Handhabe vorhanden, so würde sie vermutlich von einer Gemeindevertretung, die gesetzlich mindestens zur Hälfte aus HauSagrariern zusammengesetzt sein muß, auch wohl kaum angelvendet werden. Nur nicht selber bauen! DaS ist in Berlin kommunale Parole. Zur Beförderung der Bestrebungen der Berliner gemeinnützigen Bau« gesellschast, der statutenmäßig die Verpflichtung zum Bau' billiger. kleinerer Wohnungen obliegt, beabsichtigt der Magistrat nun wenigstens die auch im allgemeinen Vcrkehrsinteresse liegende Anlegung bezw. Weiterführung der G n e i st st r a ß e bis zur P a p p e l- A l I e e. Die Stadtverordneten-Versammlung wird ersucht, das Abkommen mit der Baugesellschaft zu genehmigen und der Regulierung der Straße auf städtische Kosten zuzustimmen. Unter den heutigen Zuständen ist eine solche Konzession schon viel und man wird sich darauf gefaßt machen müssen, daß in der Stadtverordneten-Versammlung schwere Bedenken laut werden darüber, daß bei einer Förderung der Baugenossenschaften das Interesse der armen Hausbesitzer Schaden nehmen könnte. Die Verkehrsdeputation hat beschloffen, unter Mitwirkung des anzustellenden Direktors der städtischen Straßenbahnen, zu deren Leitung sich schon Bewerber gemeldet haben, eine Anzahl von Jngemeuren, Technikern, Zeichnern und andren Hilfskrästen anzustellen; auch sollen die nötigen Bureauräume beschafft und mit Inventar ausgestattet werden. Die Honorierung der ärztliche« Gutachteu, die für Ver- sicherungSpflichtige zur Begründung ihres Anspruchs auf Invaliden- rente ausgestellt werden, rst für Berlin neu geordnet worden. Die Neuordnung ist das Ergebnis von Verhandlungen zwischen dem Vorstande der Laude's-Versicherungsanstalt Berlin und den Mitgliedern des Acrztekammer- Vorstands. Geheimen Sanitätsräten Dr. Siegbert Marcuse und Dr. Braehmer. Die Landcs-Versicherungsanstalt erklärt sich damit einverstanden, daß die ..Kosten für die von' den Rentenbewerbern beizubringenden ärztlichen Gutachten von der Versicherungsanstalt getragen werden. Maßgebend ist dabei folgendes: 1. das ärztliche Gutachten wird nur dann honoriert, wenn es auf dem amtlichen Formulare der Landes-Versicherungsanstalt Berlin ausgestellt wird. Dieses Formular wird den Versicherten durch die untere Verwaltungsbehörde(Magistrats- bureau für JnvaliditätS- und Alters- Versicherung) in einem ver- schlossencn Briefumschlag verabfolgt, nachdem diese Behörde Fest- stellungen über das Vorhandensein der formalen Voraussetzungen für den Jnvalidenrentenanspruch vorgenommen hat. 2. Nur derjenige Arzt hat auf Honorierung des Gutachtens zu rechnen, der den Ver- sicherten bereits vorher in Behandlung gehabt hat. Hat der Versicherte nicht in Behandlung eines Arztes gestanden oder will er sich nicht an den behandelnden Arzt wegen Ausstellung deS Gutachtens wenden, so wird er auf seinen Antrag von dem Magistratsbureau für JnvaliditätS- und Alters- Versicherung einem Vertrauensarzt der Landesversicherungsauftalt Berlin zur kostenlosen ärztlichen Untersuchung überwiesen werden. 3. Die Fragen des Formulars sind vollständig und genau in beut- licher Schrift zu beantworten; für etwa erforderlich werdende Rück- fragen wird ein besondres Honorar nicht gewährt. Das Gutachten ist vom Arzt portofrei an das Magistratsbureau für Juvaliditäts- und Altersversicherung zu übersenden. 4. Das Honorar für jedes Gutachten beträgt 5 M. Die Vereinbarung tritt am 15. Januar 1301 in Kraft. Durch ein Rundschreiben werden die Aerzte über die Einzelheiten der Neuerung, die einen wesentlichen Fortschritt bedeutet. unterrichtet werden. Der Winter ist hereingebrochen. Zwar nicht gleich in seiner schlimmsten Gestalt; manchem waren die vier Grad Kälte und der schneidende Ostwind sogar eine willkommene Erlösung von dem ab- schculichcn„Matsch", den das Regenwetter der letzten Tage mit sich brachte. Die Eisbahnpächter reiben sich die Hände, weniger vor Kälte als vor Freude. Die ärmere Bevölkerung aber sieht unter der Last des Kohlenwuchers einem wirklichen Winter mit schweren Sorgen entgegen; und wenig Trost mag es ihr gewähren, daß wir gegen Königsberg in Preußen, wo gestern 18 Grad Kälte waren und gegen Harp'aranda, wo das Thermometer gar 31 Grad anzeigte, immernoch günstig gestellt sind. Das Kuratorium für das städtische Turn- und Badewese» hat in seiner letzten Sitzung am Sonnabend, auf Antrag des Stadt- verordneten B o r g m a n n, beschloffen, vom 1. Oktober 1301 ab gleichwie in den Fluß- Bade-Anstaltcn auch in den Volks-Bade-An- stalten Moabit, Schillingsbriicke, Värwaldstraße, Dennewitzstraße und Odcrbergcrstraße Freikarten an unbemittelte Schüler und Schülerinnen der Gemcindeschulen auszugeben. Die Ausgabe der Karten soll so wie bisher durch die Rektoren der Gemeindeschulen erfolgen.— Als Zeit für die Benutzung der Karten find für die Mädchen die Stunden von 2—4 Uhr und für die Knaben die Stunden von 4—6 Uhr nachmittags festgesetzt worden. Die seiner Zeit beim Magistrat in Vorschlag gebrachte Lohnskala für die Angestellten, welche sich nach dem Dienstalter regelt, soll nunmehr am 1. April 1301 in Kraft treten. DaS frühere EniPfanaSgcbände des Stettiner Bahnhofs, das neben dem jetzigen Empfangsgebäude liegt und, seiner ursprüng- licheu Bestimmung schon seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr dienend, nur noch als Dienstwohngebäude benutzt wird, soll im Jahre 1801 abgebrochen werden. Das öffentliche Angebots- perfahren zum Zweck des Verkaufs auf Abbruch ist bereits aus- geschrieben worden. Das Gebäude wurde im Jahre 1842 bei Eröffnung der zuerst fertiggestellten, bis Eberswalde reichenden Stecke der Stettiner Bahn' in Benutzung genommen. Es ist das älteste noch erhaltene Bahnhofs- Empfangsgebäude in Berlin und zeigt, wie bescheiden in den Abmessungen und schmucklos in der Ausstattung die Baulichkeiten der Berliner Bahnhöfe damals ge- halten würden. Nach Beseitigung dieses Gebäudes wird das älteste Bahnhoss-Empfangsgebäude das der Hamburger Bahn sein, das in den Jahre» 1846—47 erbaut wurde und bereits als eine für damalige Verhältnisse großartige Anlage gelten konnte. Die jetzige Empfangshalle der Stettiner Bahn wurde im Jahre 1876 vollendet. Die Berliner Markthallen sind am NeujahrStage nur von 7— S Uhr morgens für das Publikum geöffnet. Wird eS nun besser werden? Wenn man im Publikum über die zahlreichen Unglücksfälle reden hörte, die durch die Schuld der„Großen" im Straßenbahnbetriebe verursacht werden, dann hieß es, daß nicht früher an ernsthafte Besserung zu denken sei, als bis einmal ein Mitglied des Hofs oder sonst irgend eine Standesperson der„Großen" zum Opfer falle. Ein solcher trauriger Fall ist nun- mehr eingetreten. Der Generallieutenant z. D. Otto v. Poch- Hammer ist Sonntagabend von einem elektrischen Wagen der Linie Wilmersdorf-Zoologischcr Gärten überfahren und so schwer verletzt worden, daß er wenige Stunden darauf verschied. Das Unglück trug sich vor dem Hause des Verstorbenen, Uhlandstr. 27, gegen sieben Uhr zu. Der General war im Begriff, sich mit seiner Tochter nach der Stadt zu begeben, und trat gerade aus dem Hause, als ein Wagen in der Richtung zum Zoologischen Garten vorüberführ. Er rief den Wagen an und lief hinter ihm her. Da er sich zugleich nach seiner Tochter umschaute, nahm er einen in entgegengesetzter Richtung kommenden Wagen nicht mehr wahr, wurde umgerissen und eine ganze Strecke' weit geschleift. Sein einer Arm tvar so fest unter dem Schntzbrette eingeklemmt, daß die Feuerwehr gerufen werden mußte, um den Wagen zu heben und den Verunglückten zu befreien. In seiner Wohnung starb er dann um V»ll Uhr an einem schweren Schädelbruch, ohne wieder zum Bewußtsein gekommen zu sein. Der Verstorbene war vor 56 Jahren in Neisse geboren und wurde in voller Rüstigkeit als Generallieutenant 1333 zur Disposition gestellt. Er hinterläßt eine Witwe mit mehreren Kindern. Die Zahl der Opfer der Großen Berliner Straßenbahn ist im Monat Dezember wieder gestiegen. Es wurden von Straßen- bahnwagen totgefahren der Arbeiter Töning in der Brunnenstraße. der aus Görlitz zugereiste Kaufmann Schmock, der Rentier St. in der Müllerstraße, am Heiligabend in der Krautstraße ein Arbeits- mann. dessen Person noch nicht festgestellt ist. und Sonntag der General Pochhammer, insgesamt 5 Personen gegen 3 Tote im Bonnonat. Auch die Zahl der Schwer- verletzten ist von 8 im Monat November auf 10 angewachsen, unter denen sich allerdings auch einer befindet, der sich in selbst- mörderischer Absicht auf' die Geleise warf. Im letzten Vierteljahr wurden durch Straßenbahnwagen nicht weniger als 16 Personen tot- gefahren und 28 schwer verletzt. Die Zahl der Leichtverletzten ist noch bedeutend größer, doch läßt sie sich nur schwer mit Genauig- keit feststellen, da von den Leichtverletzten nur wenige ihren Unfall bei der Polizei melden oder die Unfall- stationen aufsuchen. Wie wenig die Schutzvorrichtungen der Straßenbahnwagen genügen, beweist ein Unglücksfall, der sich kürzlich in Friedenau zutrug. Hier stürzte der Kutscher Haning vor einem Straßenbahnwagen nieder. Der Wagen- ftihrer bremste sofort und H. wurde nur eine kurze Strecke mitgeschleift. Dessen ungeachtet blieb der Bedauernswerte nicht vor dem Schutzblech liegen, sondern geriet zwischen dieses und die Vorder- räder und zog sich so schwere Verletzungen zu, daß er für Lebenszeit zum Krüppel wurde. " 1 urdu golizeis Schwarze Pocken? Der elfjährige Schiller Liers madh aus bedarf noch der Aufklärung, ebenso der Verbleib von Ueberzieher ziehen, daß er behauptete, die geschilderte mündliche Unterhaltung fet eine so undeutliche, daß leicht ein Mißverständnis vor der Schönhauser Allee, dessen Vater auf den Allgemeinen Elettricitäts- und Uhr. werken beschäftigt ist, flagte am Freitag über Mattigkeit in den GeDas Schiedsgericht in Versicherungsfachen. Staatsantvalt Liebenow schlug vor, daß der Polizei- liegen fönne. dem Untersuchungsgefängnis Tenten, Fieber und Kopfweh. Dieser Zustand dauerte auch den präsidium teilt mit: Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis ge- gesamte Gerichtshof fich Da aber Sonnabend über an. Am Sonntagmorgen fahen die Mutter und bracht, daß vom 1. Januar 1901 ab zur Entscheidung von Streitige begeben folle, um persönlich Proben anzustellen. eine Flurnachbarin, daß der Knabe Pideln am Körper und auf dem feiten aus der Invaliden- und der Unfallversicherung ein Gefangenenaufseher bekundete, daß man sich durch VerStopfe hatte. Sie glaubten, daß es gewöhnlicher Ausschlag fei und für den Stadtkreis Berlin das Schiedsgericht für Arbeiterversicherung mittelung der Röhrenleitung fehr deutlich unterhalten könne, hieft gingen mit dem Kranten auf die Unfallstation II in der Schönhauser Stadtlreis Berlin" und für den Regierungsbezirk Potsdam das der Gerichtshof den Vorschlag des Staatsanwalts nicht für not Allee. Hier stellte jedoch der Arzt die Diagnose auf Bocken und ließ Schiedsgericht für Arbeiterversicherung Regierungsbezirk Potsdam" wendig, sondern den Angeklagten der versuchten Verleitung zum den Knaben schleunigst nach der Charité überführen, wo er sofort in bestehen. Beide Schiedsgerichte haben ihren Sitz in Berlin Lützow- Meineide für überführt. Da der Angeklagte inzwischen zu 4 Jahren einer jolierbarade untergebracht wurde. Obwohl am Sonntag nochstraße 11. jo subsplin Gefängnis verurteilt worden ist und wegen der neuen Strafthot gu nicht zweifellos festgestellt werden konnte, daß es sich um echte Mit Chankali vergiftet hat sich Sonntag der 39 Jahre alte 1/2 Jahren Buchthaus verurteilt wurde, so mußte auch die Gefängnis Boden handelt, so wurden doch schleunigst alle Vorkehrungen ge- Kaufmann Philipp G., der in der Mauerstraße bei dem Invaliden strafe in Zuchthaus umgewandelt werden. Es wurde insgesamt auf troffen, um einer etwaigen Weiterverbreitung der Krankheit vorzu Strumrei ein möbliertes Zimmer bewohnte. G. zeigte in der letzten Jahre 6 Monate Zuchthaus und 5 jährigen Ehrverluft erkannt. beugen. Eine Gefahr besteht also nach dieser Richtung nicht, zumal Beit ein sehr niedergeschlagenes Wesen, deutete an, daß er Geld verd da fich auch in früheren Fällen diese Schutzvorkehrungen stets als foren habe und ohne Stellung sei, ließ sich aber bei seinem ver wirksam erwiesen haben. schlagenen Wejen nicht weiter darüber aus. Gestern fand ihn sein Wirt furz nach Mittag in seinem Zimmer tot am Tische figen; er hatte Chantali genommen. Orgelkonzert. Der Orgelvortrag in der Marienkirche am Mittwoch, den 2. Januar, mittags 12 Uhr, wird von Herrn Mufitdirektor Otto Dienet, Fräulein Johanna Haade, Fräulein Gertrud Richter, Herrn Martin Jacobi, Herrn Hans Buffenius, Violinist, Herrn Karl Wendt und Herrn Hans Genzel ausgeführt. Der Eintritt ist frei 10 Uhr- Ladenschluß im Jahre 1901. Nach einer Mitteilung des Polizeipräsidenten dürfen offene Verkaufsstellen im Jahre 1901 an folgenden Tagen bis 10 Uhr abends geöffnet bleiben: Am 9., 16., 23., 30. März, 3., 4., 6., 13., 20., 27. April, 4., 11., 15., 23., 24. Mai, 5., 12., 19., 26. Oftober, 9., 16., 22., 23., 30. November und am 7., 13., 14., 16. bis 21., 23., 30. und 31. Dezember. " " dull vaja Eingegangene Druckschriften. Bon der Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen ( Stuttgart, Dies' Verlag) ist uns foeben die Nr. 1 des 11. Jahrgangs zu gegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Einladung zum Abonnement. Sociale Fäulnis. Zur Lage der Arbeiterinnen in Die Wäschenäherinnen rühren sich! Von Mülhausen i. E. Von A. L. Aus der Bewegung. Feuilleton: Bet' und arbeit! Bon A. N. Notizenteil von Lily Braun und Klara Betfin: G. Herwegh.( Gedicht.) Frauenarbeit auf den Gebiete ber Industrie, des Handels- und Verkehrswefens. Sociale Gesetzgebung.- Frauenbewegung. Adressenverzeichnis. Ein außerordentlich raffiniertes Betrugsmanöver, das am Feuerbericht. Nur unbedeutende Brände sind aus der-Quittung. ang oras sa nabij de nelle nound Weihnachts- Heiligabend in einem hiesigen Weißwaren- und Tricotagen- Zwischenzeit zu verzeichnen. Oranienstraße 64 waren Montag Bon der„ Neuen Zeit"( Stuttgart, Diet' Verlag) ist soeben das Geschäft versucht wurde, möge Geschäftsleuten als Warnung dienen. nachmittag Preßkohlen im Keller in Brand geraten und mußten 13. Heft des 19. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Der Laden war von Käufern angefüllt, der Geschäftsinhaber, seine umgeschichtet werden. Feldzeugmeisterstr. 8 und Bücklerstr. 32 hatte Weihnachtsskandale. Das Wachstum des internationalen Socialismus. Ehefrau und deren erwachsene Tochter hatten alle Hände voll zu Papier und Gerümpel Feuer gefangen. Sonntagnachmittag wurden Von E. Bandervelde( Brüssel). Uebersetzt von Julian Borchardt( Harburg). thun. Da betritt eine neue Kundin den Laden, eine noch recht Quizzowstr. 128 und Waßmannstr. 10 Betten und Kleider durch Landwirtschaft und Militarismus in Schweden. Von Grit Brunte. Von Karl hübsche, ansehnliche Frau. Ohne weiteres steuert sie auf den Kauf- Fener beschädigt. Forsterstr. 50, Graunstr. 24 und Wollinerstr. 64 Bevölkerung und induſtrielle Gutwickelung in Frankreich Kautsly. mann zu, reicht ihm die Hand und sagt mit vertraulichem Augen waren kleine Wohnungsbrände zu beseitigen. Berliner Theater. Gustav Litterarische Rundschau: zwinkern: Guten Abend, Herr M. Sie kennen mich doch? F. Steffen, England als Weltmacht und Kulturstaat. Dr. M. Schorr, Ich war vor einigen Tagen hier und machte Einkäufe." Der Organisacza Zydow w Polsce od najdawniyszych czosów az do r. 1772.1- Feuilleton: Aus den Memoiren eines Posener Lehrers. Von Kaufmann fann sich der Frau allerdings feineswegs entsinnen, Jad Aus deu Nachbarorten. Henryk Sienkiewicz. will der angeblichen Kundin gegenüber seine Gedächtnisschwäche aber Nigdorf. Die Vorstände der Gewerkschaften werden ersucht, Die Socialistischen Monatshefte"( Administration: Berlin W., nicht eingestehen und erwidert mit verlegenem Lächeln Ach so, ja, am Dienstag, den 8. Januar, keine Bersammlung einzuberufen, da cüßowfir. 85a) haben soeben das erste Heft ihres 7. Jahrgangs erscheinen jetzt entsinne ich mich. Was wünschen Sie?" Die Frau beugt sich an diesem Tag die Generalversammlung des socialdemokratischen laffen. Aus dem Inhalt desselben heben wir hervor: Richard Calwer: zu ihm herüber:" Herr M., heute gebrauche ich eine recht schöne Bereins Vorwärts" stattfindet. Dieselbe ist auch zugleich die Gloffen zum Sternberg- Prozeß. zu ihm herüber:„ Herr M., heute gebrauche ich ei Sie haben." tonftituierende für den Wahlverein. Maurice Maeterlind: Welt: Tricotjade für mein Töchterchen. Die können J. A.: Der Vorstand. grdnung und Sittlichkeit. Dr. Ch. Schittowsky: Die historio: Der Frau werden mehrere Jaden vorgelegt. Was tostet diese fophische Endzielphilosophie. Eduard Bernstein: Englische Gewert: Waidmannsluft. Nächsten Sonntag findet bei A. Kuhn eine Bolts- pret. Apolph von Elm: Die Brobe aufs Grempel! hier? Zwei Mart. Ich werde Ihnen 75 Pf. geben. Aber Frau, Kurt Eisner: Nas: ivas denken Sie denn, ich habe feste Preise. versammlung statt. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Arthur Robert Schmidt: Die Kohlenteuerung. folnikow. Rundschau: Politit, von R. Calver. Wirtschaft, von Mar Neulich, wie Sie mit mir allein im Laden waren, Sie wissen doch Stadthagen über: Soldat werden, Steuern zahlen, Maul halten. Schippel. Socialistische Bewegung, von D. Petersson. Gewerkschafts haben Sie mir doch auch einen Extrapreis bewilligt. Diefe Die Nachforschungen der Kriminalpolizet wegen der zahl bewegung, von 5. Bürger. Genossenschaftsbewegung, von G. David. in etivas lauterem Tone gesprochenen Worte erregen die Aufmerk- lofen Einbrüche des Hamannschen Ehepaars fördern immer noch Sociale Kommunalpolitit, von E. Hugo. Naturwissenschaften, von Dr. famkeit der Ehefrau des Geschäftsinhabers. Während sie fort- nene Sachen zu Tage. In Fichtenau ist neuerdings ein Warenlager Borchardt und Dr. Curt Grottewig. Socialwissenschaften, von Dr. Schitfährt, die Kunden zu bedienen, wirft fie ihrem Manne und der ihr entdeckt worden, das besonders seidene Kleider, Wäsche, Brillantringe lowsky. Technik, von Dr. Lur. Bildende Kunst, von D. Bernhard. Littefremden Frau vielfagende Blicke zu. Ihr Gesicht bekommt einen und einige goldene Damenuhren mit langen, um den Hals zu ratur, von J. Häny Lug. Theater, von D. Bernhard. Bücher, von P. strengen Ausdruck, fie versucht, so viel wie möglich von der Unter- tragenden Schieberketten enthielt. Hamann hatte ein besonderes Kampffmeyer, J. Häny- Lux und 2. Stern. Revuen, von J. Säny- Lux. Als wertvolle fünstlerische Beigabe bringt das Heft das von élir haltung zu erlaufchen. Herr M., laffen Sie mir die Jacke, auch Stallgebäude gemietet und dieses zum Lager für feine Diebes- Ballpton gezeichnete Porträt von Fedor Dostojewstij nicht für eine Mart? Unter feinen Umständen. Neulich beute eingerichtet. Aus den Wäschestücken entfernte das Ehepaar Das Heft, das in neuer eleganter Ausstattung und vergrößertem Umfange waren Sie bedeutend liebenswürdiger! Der Kaufmann sinnt sofort alle Zeichen, dann wusch es sie auf, so daß sie wie erschienen ist, fostet einzeln 50 Pf.; der Preis eines Quartals beträgt und finnt, er vermag, sich eines früheren Zusammentreffens neu aussahen. Die seidenen Kleider wurden durch Umänderung fast 1,50 m. Bu beziehen durch alle Buchhandlungen, Kolporteure und Poft mit der Frau nicht zu erinnern. Plötzlich geht ihm ein Licht auf unkenntlich gemacht, so daß ihr Absatz weniger gefährlich war. Das anstalten( Post- Bettungs- Katalog Nr. 6961), sowie direkt durch die Expedition Die Frau will ihn durch die versteckten Anspielungen vor seiner Lager enthielt u. a. auch eine ganze Menge Operngläser, Krimstecher der„ Socialistischen Monatshefte", Berlin W. 35.( Busendung in offenem Ehefrau verdächtigen und bloßstellen, er soll ihr die Ware für jeden und Reißzenge, die von den Eigentümern noch nicht erkannt sind. oder gefchloffenem Couvert.) Probehefte gratis und franco. Preis überlassen, nur um sie loszuwerden. Nun ergreift ihn die Ein wichtiger Fund wurde auch noch in der Hamannschen Wohnung Die Neujahrs- Nummer des ,, Wahren Jakob ist erschienen. Auf But, er fagt ihr auf den Kopf zu, was sie beabsichtigt, packt sie am gemacht. Hier entdeckte man ein Paket Pfandscheine, die wohl noch der ersten Seite„ beehrt sich die Weltgeschichte, die jüngsten Kinder threr Laune vorzustellen". Gleichzeitig mit dieser Nummer wird der bekannte Arm und führt sie zur Thür hinaus. Seine Ehefrau atmet auf und über weitere Einbrüche Auskunft geben werden, und unter den Almanach ausgegeben, der in bekannter humorvoller Weise die Greignisse twirft ihm freundliche Blicke zu. Ob die Schwindlerin wohl in Pfandscheinen auch drei Tausendmark Scheine, die Hamann wohl des vergangenen Jahrs gloffiert. manchen Fällen ihr Ziel erreicht? nur vorläufig beiseite gelegt hatte. * " 3 " Ju Berlag von J. H. W. Die Nachf. ist soeben erschienen: Baterlandslose Gesellen". Kurze Biographien der verstorbenen hervor ragenden Socialisten des 19. Jahrhunderts. 106 Seiten. Elegant geheftet. Preis 50 Pf. Ju dem Vorwort heißt es u. a.: Das neunzehnte Jahrhundert ist vollendet Schil und da geziemt es wohl dem Proletariat, der Toten zu gebenken, die durch die That, durch Wort Gedanken des Socialismus zu glänzender Entwicklung gebracht haben. Und das Bolt ist dankbar! Es ehrt seine großen Toten mit bemt zähen Geund Schrift die Sache des Volts unerschroden vertreten und den großen Dermischtes. " Die 1082 isd Peinliches Aufsehen erregte in militärischen Kreisen ein Mordverfuch und Selbstmord. Gestern morgen 8 Uhr hat Borgang, der sich kürzlich zugetragen und mit leberweisung des der Kaufmann Engel im Hause Berlinerstraße 57 zu CharlottenUrhebers der Angelegenheit in eine Heilanstalt seinen vorläufigen burg seine Braut, Frl. Gertrud Griebe, durch zwei RevolverAbschluß gefunden hat. Der Zeuglieutenant N., der eine Beit lang schüsse schwer verletzt und sich dann durch einen Schuß in die dem Artilleriedepot in Spandau angehörte und feit kurzem zu Schläfe getötet. Frl. Gertrud Griebe führte im Hause Berlinerderselben Behörde in Berlin versezt war, erhob plötzlich schwere straße 57 ein Krawatten- und Herrenartikel- Geschäft. Sie wohnte Verdächtigungen gegen seine Kollegen vom Spandauer Artillerie bei ihren Eltern in der Schillerstraße, während ihr Bräutigam, der depot. Er behauptete, unter Namhaftmachung ziveter Zengoffiziere, daß aus dem Depot Waffen und Materialen heimlich verfanfi Mitinhaber des Geschäfts war, in einem Berliner Zimmer hinter denten, das keine Verfolgung aus seinem Herzen reißen kann. Lebendig worden seien, und schließlich verbreitete er die Meldung, daß dem Laden wohnte. Engel war sehr schwindsüchtig, kam aber troy- regt sich in ihm der Wunsch, in dem Leben der toten Führer die Geschichte eines Jahrhundertfampfs an sich vorüberziehen zu lassen, in ihren Leben zwei Personen wegen solcher Handlungsweise verhaftet wären. dem jeden abend sehr spät nach Hause. Frl. Griebe hatte vor die Beit seiner gewaltigen Rämpfe um die Freiheit wieder einmal zu durchDurch ihn fand diefes Gerücht, das jeder Begründung furzem die Verlobung aufgelöst. Als sie heute vormittag gegen 8 Uhr leben. Dazu soll ihm dies Büchlein Helfer und Führer sein. Soweit Por entbehrte, auch in einige Zeitungen Eingang. Mehrere Tage in das Geschäft tam, wurde sie von Engel gefragt, ob sie die Verträts zu erlangen waren, find solche den Biographien beigefügt. hindurch wußten die beteiligten Behörden nicht, wer Im Berlag von J. H. W. Die Nach f. ist soeben erschienen Heft 15 der lobung wieder herstellen wolle. Auf ihre verneinende Antwort gab und 16 des Lieferungswerts: Gesundheitsschny in Staat, Gemeinde Urheber der grundlosen Verdächtigungen gewesen. Als dieser dann Engel drei Schiffe auf sie ab, von denen einer dicht neben der und Familie, herausgegeben unter Mitwirtung von Aerzten und Fachendlich in dem Zeuglieutenant N., der in Charlottenburg wohnt, Aus dem Inhalt heben wir hervor: ermittelt wurde, war er aus seiner Wohnung verschwunden. Nur rechten Schläfe in den Kopf, der andre in die linke Brust unterhalb gelehrten von manuel Wurm. Der Altoholismus und seine Bekämpfung. mit geringen Mitteln versehen, hatte er eine Reise angetreten, deren der Schulter eindrang. Der dritte Schuß ging fehl. Fräulein Die Geisteskrankheiten. Kleidung. Wohnung und Werfstatt. Die Wohnungsfrage. Biel nicht einmal seiner Familie bekannt war. Bald darauf ist er Griebe mußte, da Engel alle Thüren verschlossen hatte, durch ein Das Wert wird in Lieferungen von je 32 Seiten a 20 Pf. erscheinen in Hamburg getroffen worden; der Offizier machte indes den Ein- Fenster auf den Hof flüchten, wo sie von dem Hausverwalter auf- und in 25 Seften fomplett vorliegen. Bestellungen nehmen alle Buch Alle vierzehn Tage erscheint druck eines Geistesgestörten, und lediglich auf geistige Umnachtung genommen wurde. Herr Dr. Schmilinsty leistete der Verlegten die handlungen und Kolporteure entgegen. ein Heft. ist seine unbegreifliche Handlungsweise gegen die Kollegen zurück- erste Hilfe. Fräulein Griebe wird mit dem Leben davonkommen, zuführen. Der Unglückliche befindet sich jetzt in einer Privat- peil- aber das rechte Auge verlieren. Engel wurde, nachdem die Polizei anstalt. die Thür durch einen Schloffer hatte öffnen lassen, im Zimmer Feuer in der ,, Maison de Santé" in Schöneberg berurfachte unter dem Tisch liegend mit einer Schußwunde in der rechten Bergungsarbeiten an der Gueisenau". Aus Malaga Sonntagnachmittag große Aufregung, zumal neben der Schöneberger Schläfe in den letzten Zügen aufgefunden. Herr Dr. Badekow konnte ivird telegraphiert: Die Taucher haben die Arbeiten zur Hebung auch die Berliner Feuerwehr herbeigerufen war. In einer folier- nach einigen Minuten den eingetretenen Tod feststellen.quid der Geschütze der Gneisenau" begonnen. Die neuaufgefundenen zelle der weiblichen Abteilung hatte eine Geistestranke ihr Bett in Brand gesteckt. Woher sie sich dazu die Streichhölzer verschafft Arge Mikstände wurden der„ Potsd. Korr." zufolge bei der Zeichen des ersten Offiziers Berninghaus, des Matrosen Meier fowie des Schiffsjungen Johannsen wurden feierlich bestattet. Der Rumpf hatte, ist nicht ermittelt. Nun ist aber merkwürdigerweise das Lüdeckeschen Maschinenfabrik in Werder a. H. aufgedeckt. Seit des Schiffs soll mittels Dynamit gesprengt werden, da es unmöglich Institut telephonisch an die Berliner Feuerwache( 8wölfapostel- zwei Jahren ist der Besitzer des Fabriketabliſſements verstorben, ist, denselben zu heben.- Kapitänlieutenant Werner hat die Getirche), nicht aber an die weit näher liegende Ortswache in der doch führte die Witwe dasselbe unter der techniſchen Leitung eines schäfte der Bergungsarbeiten an Korvettentapitän Mandt abgegeben. Fenrichstraße angeschlossen, was Anlaß zu dem Gerücht gab, daß die Ingenieurs und der kaufmännischen Leitung eines Buchhalters fort. Der Sturm, der den ganzen Freitag über im Kanal und Berliner Wehr infolge Großfeuers" von Schöneberg um Hilfe an- Jetzt hat sich nun berausgestellt, daß im Lauf dieser Jahre ganz gegangen sei. Die nächste Berliner Wehr hat bis zur Maison" at erhörte Veruntreuungen in der Fabrik vorgekommen find. Auf über England rafte, war einer der schlimmsten, die seit langer Minuten Fahrzeit, die Schöneberger dagegen nur zwei Minuten. Grund gefälschter Lohnlisten sind fortgesezt Löhne auf Namen von Zeit beobachtet worden sind. An verschiedenen Teilen der SüdBei legterer war das Feuer mündlich gemeldet, doch gelangte Arbeitern, die gar nicht existierten, gezahlt worden. Der Buchhalter hat üste Englands follen die Wellen buchstäblich berghoch gewesen sein, fie noch vor der Berliner am Brandherde an und löschte unter unter Mitnahme der Lohnlisten bereits das Weite gesucht und soll sich nach so doß der Verkehr auf dem Kanal wiederholt unterbrochen wurde. Leitung des Brandinspektors Floeter das Feuer mit einer Rußland zu Verwandten begeben haben. Der Ingenieur Martin Viele Schiffe find gestrandet oder famen in den unSchlauchleitung ab. Die franke Brandstifterin wurde gerettet, war von dem Kuratorium der Fabrik aufgefordert worden, zur gebeuren Wellen zum Kentern, und der Verlust an Menschenleben da das Fener rechtzeitig bemerkt war. Sie verfiel jedoch Sicherheit die Summe von 60 000 Mart zu deponieren. Er reifte cheint ein sehr bedeutender gewesen zu sein. Auch auf dem Lande in Krämpfe, die erst erst nach längeren Bemühungen der nach Leipzig und schrieb von dort, daß er nicht im stande sei, diese sind Häuser abgedeckt worden und Mauern eingestürzt; die Anstaltsärzte schwanden. Die übrigen Kranken wurden durch Summe aufzubringen, schaffte aber, als man mit gerichtlicher Anzeige Telegraphenleitungen und sogar die Eisenbahn- Verbindungen wurden Bei Holyhead strandete der das Vorkommuis und durch den Anblick der Löschmannschaften drohte, dieselbe herbei. Jn Werder wird deshalb die geschäftliche teilweise ernstlich unterbrochen. in große Aufregung versetzt und konnten nur langjam beruhigt Lage als recht trübe angejeben, zumal auch in dem benachbarten Liverpooler Dampfer Primrose Sill", und die ganze Befagung Phoben der Ziegeleibefizer Wendt in Konkurs geraten ist fagung bestand aus 40 Wann. An der Küste von Cornwall er. wurde bis auf einen Mann in den Wellen begraben. Die Betranken vier Mann und vier im Kanal von Bristol. Eine große Gerichts- Beitung. Anzahl kleinerer Unglüidsfälle ist bereits gemeldet, und viele werden. nicht gemeldet worden sein, weil die Telegraphen Das Telephon der Untersuchungsgefangenen. Unter der leitungen unterbrochen waren. Der zwiſchen Calais und Dover In einem Tobsuchtsanfall getötet hat sich der 30 Jahre alte Anklage der versuchten Verleitung zum Weineide wurde gestern der verkehrende Passagierdampfer„ Victoria" wurde durch den Sturm Kaufmann Hermann Vogel aus der Strafhaft der sechsten Strafvom Bier fortgeriffen, als erst ein Teil der Passagiere und des Schneider Otto Gabel. Seit einigen Tagen zeigte er Spuren von fammer des Landgerichts I vorgeführt. Im Oftober v. 3. befand Gepädes an Bord war. Er konnte sich im Hafen nicht halten und Geistesgestörtheit, so daß die Eltern ihn überwachten. Am Sonn abendabend aber belam er plöglich einen Tobsuchtsanfall, ergriff, che fich Vogel im Untersuchungsgefängnis. Er war der Unterschlagung ftach deshalb in See. Bis Freitagabend spät hatte man noch nichts die Eltern es verhindern konnten, ein Küchenmesser und stieß es sich erheblicher Beträge zum Nachteile der Gesellschaft Bictoria" be von ihm wieder gesehen oder gehört. Das Schiff„ Capricorno" ist mehrmals in die Brust. Ein Arzt ließ ihn in ein Stranfenhaus fchuldigt. Es ist eine festgestellte Thatsache, daß Bellennachbarn im bei Bude an der Südlüfte Englands mit zwölf Mann unterUntersuchungsgefängnis in mündlichen Verkehr treten können, wenn gegangen; die Brigg Croisine" ist an der franzöfifchen Küste ges bringen. Dort erlag er bald feinen Verlegungen. singe sofie den Mund dem Heizungsrohre nähern und in halblauter Weise scheitert, acht Mann find ertrunken; die Bart Ragna" ist bei St Ein geheimnisvoller Vorgang wurde durch den Handlungs- prechen. Dies war auch dem vielfach vorbestraften Bogel be- Davids gefunken, vier Personen find verunglückt. reifenden Gustav Herzroth zur Anzeige gebracht. Dieser nahm fannt. In der anstoßenden Belle befand sich der Kaufmann Ueber ein Liebesbrama meldet man aus Breslau: In am Freitagabend in einem Fremdenlogis in der Breslauerstraße, in Bordato. Die beiden Gefangenen unterhielten sich in der bes Die beiden Gefangenen unterhielten sich in der bes einem hiesigen Gafthans erschoß der Kaufmannssohn Max dem er schon öfter gewohnt hat und daher bekannt ist, ein Zimmer schriebensten Weise fleißig und erzählten fich eingehend über den stämpfer aus Hirschberg feine Gelieate Emma Schöneich und begab sich alsbald zur Ruhe. Am nächsten Morgen fühlte er Grund ihrer Verhaftung und ihre Aussichten. Bogel bat feinen und dann sich selbst. Auf einem hinterlassenen Bettel stand: Da fich unwohl, nachdem er schon abends ziemlich gedrückt ausgesehen Nachbarn, für ihn als Entlastungszeugen aufzutreten und im Termin wir im Leben nicht vereint sein konnten, wollen wir es wenigstens hatte, während er sonst immer heiter und luftig gewesen war. Er auszufagen, er habe gesehen, wie Bogel dem inzwischen verstorbenen wir im Leben nicht vereint sein konnten, wollen wir es wenigstens im Tode fein." blieb im Bett liegen. Abends um 6 Uhr hatte sich sein Zustand so Büreauvorsteher Haafe von der Victoria 500 M. in Gold ausgezahlt Eisenbahnunfall. Aus Köln wird amtlich gemeldet: Der von bedenklich gestaltet, daß der Wirt ihn mit einer Droichte nach der habe. Dadurch wollte Bogel den Verdacht der Unterschlagung auf Charité bringen ließ. So lautet die Darstellung das Wirts, anders den Verstorbenen lenten. Für diese Gefälligkeit wolle Bogel den Opladen tommende Personenzug stieß heute früh 7 Uhr 18 Minuten die des Reisenden. Dieser giebt an, am Sonnabendmorgen nach Bordato gebührend belohnen, da er noch mehrere tausend Mark an bei der Einfahrt in den Hauptbahnhof auf eine leere Lokomotive. dem Kaffee sei ihm so schlecht geworden, daß er die Befinnung ver- einem verborgenen Ort aufbewahrt habe. Bordado verhielt sich ab- Durch den Anprall wurden ein Reisender und der Lokomotivführer Loren habe. Erst abends um 6 Uhr sei er wieder zu sich gelommen lebnend, erhielt trotzdem aber bald nach seiner Ueberführung nach leicht verlegt. Kein Materialschaden, Betrieb ungestört. und habe seinen Ueberzieher und seine Uhr vermißt. Seine Wirts- Blößensee eine Vorladung zum Vogelschen Termin. In der Ver- Brandkatastrophe in Baku. Durch einen großen Brand Teute hätten ihn in eine Droschte gepackt und nach der Charité ge- handlung offenbarte er den wahren Sachverhalt. Der Angeklagte wurden 25 Naphthafontänen in Baku zerstört und drei Magazine bracht. Hier stellte man eine Vergiftung fest. Woher diese stammt, Bogel fuchte sich in der Verhandlung dadurch aus der Schlinge zu leingeäfchert. Der Schaden ist bedeutend. werden. Für die Krankenhaus Berwaltung dürfte aber diefer Borgang Veranlassung geben, unverzüglich telephonischen Anschluß mit der Ortsfeuerwehr zu suchen, da bei Bränden in solchen Instituten die Löschhilfe nicht schnell genug herbeigerufen werden kann. Bilgolop sid of sd su brollednim " Berantwortlicher Redacteur: Waul John in Berlin. Für den Inferatenteil verantwortlich: Th. Glode in Berlin. Drud und Rerlaa non Mar Nahina in Berlin.