Nr. 3. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Summer mit illuftrierter SonntageBeilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poftbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft- Bettungss Preisliste für 1901 unter Mr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebaye beträgt für die sechsgespaltene Kolonet. zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Zelegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Das Ausland im Jahre 1900. II. Spanien Freitag, den 4. Januar 1901. " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. A Umschwung der amerikanischen Politit fordert schwere Opfer, zahllose Fengtien, die südlichste und wichtigste Provinz der Mandschurei, hinaus. auf den Philippinen, nicht geringe in China; in Kuba hat man mit Dieser Schritt Rußlands verlege die Integrität Chinas und großer Unzufriedenheit der unruhigen Bevölkerung zu rechnen; der Bau nötige die Mächte zu einer Teilung Chinas. bon 70 Kriegsschiffen zeigt, wohin der Weg geht. Die Riesenbevölkerung Die im dritten Artikel des deutsch englischen 76 295 220 Einwohner wurden bei der Volkszählung festgestelltist Abkommens vorhergesehene Lage scheine jetzt, nachdem Rußland hatte ein sehr unruhiges Jahr. Die neuen Steuern riefen einen innerlich noch nicht zu einer Nation zusammengeschmolzen, wie die folche Vorteile erlangt habe, eintreten zu wollen. Die Times" fuchen also Deutschland durch die im Grunde ja haarsträubenden Negerverfolgungen in New Orleans beweisen. Unter großartig organisierten passiven Widerstand hervor, der sein Centrum einer fürchterlichen Katastrophe hatte die blühende Hafenstadt am nicht unrichtige Auslegung des russisch- englischen Abkommens zur in Barcelona, dem Sitze der katalonischen Bewegung hatte. Die Regierung antwortete mit der Verhängung des Belagerungszustands Golf von Mexico, Galveston, und ihre weitere Umgebung durch Aufteilung Chinas scharf zu machen! einen Wirbelsturm zu leiden. Unter dem Brandunglück in Hoboken Deutschland hat um so weniger Ursache, sich von der Nervosität und mit der zwangsweisen Eintreibung der Steuern. Als bald nach litten zumeist deutsche Schiffe. Ein riesiger Kohlenarbeiter- Ausstand, Englands ansteden zu lassen, als dasselbe englische Blatt her ein Karlistenaufstand ausbrach, der schnell unterdrückt war, der mit einigem Erfolg für die Arbeiter endete, hielt das ganze einige Tage vorher bereits deutlich bewiesen hat, in welcher wurde der Belagerungszustand über das ganze Land ausgedehnt. Die Ernennung Weylers, des Bluthunds von Kuba, zum General- beren landwirtschaftlicher Konkurrenz jetzt auch die industrielle zu englischen Ratschläge abzustatten gedenkt. In einem Telegramm vom and knapp vor der Präsidentenwahl in Atem. Die Union, zu Weise es Deutschland den Dank für dessen Befolgung der fapitän von Madrid, führte zu einer Miniſterkrisis. Das neue treten beginnt, hatte in diesem Jahre zur Zeit der Kohlennot 28. Dezember erhebt nämlich der Pekinger Times"-Korrespondent Kabinett unter dem Präsidium des Generals Azcarraga hatte schwere bis nach Süddeutschland konkurrenzfähige Sohlen zu liefern ver- unerhört scharfe Anklagen gegen die deutsche Kriegführung Kämpfe im Parlament, feine Flottenvorlage wurde abgelehnt, gegen mocht; seine Riesenkapitalmacht bewies es durch das Anlehen von in Ostasien. Das Telegramm lautet: die Heirat der präsumtiven Thronfolgerin mit einem nahen Ber- 80 Millionen Mart, das Deutschland dort leicht aufnahm. wandten des Don Carlos sprach sich eine große Minderheit der Cortes aus. Schreckliche Ueberschwemmungen verheerten die Provinzen Murcia und Almeria. Einige fleine Gebietsabtretungen wurden von Marotto erzielt. Portugal hat seine Neutralität sehr eigenartig aufgefaßt, jedenfalls war Eng land mit derselben sehr zufrieden. Freundschaftskundgebungen wurden zwischen Portugal und England mehrfach ausgetauscht. Die Niederlande brachen dagegen wegen der Behandlung ihres Vertreters in Laurenço Marques die diplomatischen Beziehungen ab. Der Schiedsspruch über die Delagoa- Bahn fiel für Portugal lange nicht so ungünstig aus, als man ertvartet hatte, Portugal zahlte Sie Entschädigung, so daß es mit der Teilung des portugiesischen Kolonialbefizes, auf die sich ein geheimes englisch- deutsches Abkommen beziehen soll, seine guten Wege hat. Italien In Südamerika sucht man sich durch engeren Aneinanderschluß gegen den steigenden Einfluß der Union zu sichern; sehr intim gestalteten sich die Beziehungen zwischen Brasilien und der Argentinischen Republik. Der drohende Krieg zwischen Peru und Chile ist zwar nicht ausgebrochen, doch sind auch keine Garantien für den Frieden geschaffen. Der französisch- brasilianische Grenzstreit ist durch einen Schiedsspruch der Schweiz zu Gunsten Brasiliens entschieden worden. Valparaiso, Chiles wichtigste Stadt, der bedeutendste Hafenplatz an der Westküste Südamerikas, wurde von einem schweren Brandunglück heimgesucht. Australiens Kolonien haben sich zu einem großen Staatswesen vereinigt. Der australische Bund ist, wie kaum zu zweifeln ist, der Vorläufer der völligen Unabhängigkeit von England. In Australien sind alle Vorbedingungen für die Errichtung eines freien und social gerecht verwalteten Staatswesens gegeben. Auf Afrika hatte Thron, Ministerium und Parlamentswechsel zu verzeichnen. König Humbert war das Opfer eines, Attentats, das zahllose VerHaftungen wirklicher und vermeintlicher Anarchisten und die Anregung zu einer internationalen Anarchistenkonferenz zur Folge waren die Blicke der ganzen Welt gerichtet, Transvaals und der hatte. Die Obstruktion gegen die neue Maulforb- Geschäftsordnung Oranjerepublik Kampf um die Eristenz hatte alle Sympathien für unter Führung der Socialisten hatte Erfolg, und die Auflösung fich gewonnen, felbst bei denjenigen, welche fich frei wissen von Engder Kammer hatte mir zur Folge, daß die socialdemokratische landhaß und Englandfurcht. Das offizielle England hat eine außer Fraktion an Stimmen und Mandaten stärker ins Parlament zurück- ordentliche Einbuße an Ansehen!! erleiden gehabt. Das tehrte. Bedeutungsvoll war der Kampf der Socialisten gegen die große Projekt der Eisenbahn Kacro- Kapstadt konnte unter Korruption vor allem in Neapel, die ganze öffentliche Meinung stand diesen Umständen nicht gut gefördert werden. Im Sudan ist hinter unfren Genossen. Der Kampf gegen die Maffia wurde es nach der Eroberung Chartums durch die Engländer ruhiger gewieder einmal energisch aufgenommen, ob er aber diesmal zu Ende worden, in Aegypten soll aber die Unzufriedenheit groß sein, geführt wird, findet wenig Glauben. Die Ueberschwemmung Roms Marocco fam nicht zur Ruhe. Das steigende Interesse der europäischen zeigte, wie wenig solide die als Weltwunder verschrienen Ufer Staaten und der Union an der Entwicklung der Dinge in Marocco bauten waren. Riesige Pilgerscharen waren anläßlich der Feier des läßt die Befürchtung wach werden, daß nach der Beendigung des heiligen Jahrs zum Dom von St. Peter und zum Papste ge- chinesischen Geschäfts Marocco den Zantapfel der Großmächte bilden wallfahret. Afien Auf der Balkanhalbinsel werde. fertigkeit bei allen Militärstaaten gewonnen hat. Indien litt schwer unter der Hungersnot und der Best. Das ausgesogene Persien hatte eine außerordentlich kostspielige Luftreise seines Schah durch Europa zu zahlen gehabt. Politische Meberlicht. 31 " Jezt, nachdem die gemeinsame Note überreicht worden ist, drückt man die Hoffnung aus, die englische Regierung werde in Erwägung ziehen, welche Wirkung die deutsche Art, die Operationen zu führen, gehabt hat. Obwohl gegenwärtig nominell Friede ist, durchstreifen deutsche Ab teilungen das Land, opfern viel unschuldiges Leben, legen den friedlichen Städten und Dörfern Geldstrafen auf, vernichten die Autorität der lokalen Beamten und rufen Anarchie in den friedlichen Distrikten hervor. Die Deutschen nehmen Rache an Unschuldigen und begehen ernste Vertrauensbrüche, welche den Ruf der Civilisierten der Mächte beschmutzen. In 8ungtsching, wo im Juni die englischen Missionare Norman und Robinson von Boyern ermordet wurden, zog im Oftober eine englische Truppe unter General Richardson ein, welche der Stadt eine Strafe von 6000 Pfund Sterling auferlegte. General Richardson gab dann dem chinesischen Beamten daselbst die schriftliche Garantie, daß die Stadt bon weiterer Strafe befreit sein solle. Der Beamte, welcher den Ausländern stets freundlich gewesen war, bers pflichtete sich, die des Mords schuldigen Borer zu verhaften und hielt sein Wort. Plöglich am 15. Dezember zog eine deutsche Abteilung in die Stadt, bemächtigte sich des freundlich gesinnten Beamten, band ihn, bis er Lösegeld bezahlte, plünderte die Stadt, mishandelte die Franen, tötete 77 wehr lose Polizisten und Dorfbewohner, Darunter einen sechzigjährigen chinesischen Christen und befreite sechs des Mordes schuldige Borer, welche im Gefängnisse der Hinrichtung entgensahen. Der Distrift, welcher damals pacifiziert war, geriet in Unruhe. Während also die verbündeten Mächte Unterhands Iungen mit den Chinesen eröffnen, um freundliche Beziehungen aufzunehmen, find die Deutschen dabei, die heiligen Prüfungsgebäude zu zerstören, um Brennmaterial zu gewinnen und aus den Steinen Polizeibaracken zu bauen. Während der deutsche Kaiser zu wünschen scheint, daß der Hof nach Beting zurückkehren solle, bereiten die Denta schen eine Expedition nach Singanfu für den nächsten Frühling vor, welche die sichere Wirkung haben wird, den Hof nach Kaschgar zu vertreiben. Während der deutsche Kaiser den akademischen Wunsch ausdrückt, die Integrität Chinas zu erhalten und die Central autorität zu unterstüßen, rufen die Deutschen durch ihr Vorgehen in Tschili Unruhen im Yangtsethale hervor, welche ein militärisches Eingreifen dort ebenso wie in Tichili nötig machen könnten. Unglüdlicherweisel schadet dieses harte Vorgehen auch den Engländern, welche überall als Untergebene des Grafen Waldersee angekündigt werden, obwohl kein britischer Offizier zu seinem Rate zugelassen ist und sein eigentlicher Stab rein deutsch ist. Auf die indischen Truppen und Chinesen macht das den Eindruck der Subordination unter Deutschland, während England dadurch zugleich, ohne es zu wollen, einer russisch- japanischen Annäherung Vorschub leistet. Die Frage ergiebt sich: Sollte nicht eine baldige Gelegenheit ergriffen werden, um die englischen Truppen vom Oberkommando des Grafen Waldersee zu trennen, welches die Position Englands in China schon genügend geschädigt hat?" des " Diese Kritik der Waldersee- Politik fehlte wirklich noch! Jetzt tönt also selbst ein tolles Schauspiel- aus Englands Mund ein warnen= Los von Deutschland". Und wenn Waldersee nicht von Berlin aus ein energisches Halt" zugerufen wird, können wir es am Ende noch erleben, daß auch England gleich Rußland, Amerika und Japan feine Gefolgschaft kündigt und seine Truppen zurückzieht! Daß England in dieser Weise Deutschland seine Dienste Ostasien lohnen würde, hat bor ja wenigen fehlte es nicht an pikanten und politischen Abenteuern. Der hier und bildet heute den Angelpunkt der Weltpolitik. Die Wirren in China da auch ehrliche Name der Jungtürken wurde zu zahlreichen Erhaben ein Zusammenwirken der Großmächte Europas mit der Union preffungen beim Sultan ausgenugt, man stopft den unbequemen und Japan herbeigeführt, das weit weniger auf gemeinsames InterKritikern im Auslande mit Gold und Ehrenstellen den Mund und effe, wie auf gegenseitiges Mißtrauen schließen läßt. Wie die Dinge rührt nicht an der Korruption, den Verwaltungsmißbräuchen und in Ostasien enden werden, welche nene Gruppirungen der Mächte nach dem tiefen Elend der muselmännischen und christlichen Bevölkerung, man dem Friedensschlusse eintreten werden, fann noch niemand ahnen. zahlt den Beamten ihre Gehälter nicht aus und errichtet Prachtbauten. Bedeutungsvoll ist der Respekt, den Japan durch seine SchlagDiese Zustände in der Türkei haben die Großmächte nicht gehindert, die wärmsten Freundschaftskundgebungen durch Specialgesandtschaften dem Sultan anläßlich seines Regierungsjubiläums zugehen zu lassen. Rumänien hat unter einem schweren finanziellen Defizit zu Leiden; man entschloß sich sogar, das Militärbudget zu beschneiden. Carp, einer der wenigen modernen Staatsmänner des Lands, über- So haben wir im Fluge die Hauptereignisse des verflossenen nahm die Leitung des Ministeriums. Ein Zeichen der Not war die Jahrs vorüberziehen lassen, eines uns nur auf den Schluß veraußerordentlich starke Auswanderung der Juden. Ernste Ber- sparend: die große internationale Kundgebung des Proletariats in widlungen mit Bulgarien drohten wegen der Thätigkeit des Paris. Hat fie auch noch nicht zu dem von uns allen so sehnlichst macedonischen Komitees in Sofia auf rumänischem Boden. Der erwarteten Ziele der Einigung der französischen Socialdemokratie Profeffor Michaileano wurde auf Befehl des Präsidenten dieses geführt, so hat sie doch schon durch Gründung des internationalen Komitees ermordet, in dem Prozeß wurden zahlreiche, der bulga- Bureaus die socialdemokratischen Parteien enger verbunden und uns rischen Regierung sehr unbequeme Enthüllungen zu Tage gefördert. noch näher gebracht. Destreich und Rußland erzwangen einen friedlichen Ausgleich zwischen den beiden Staatswesen an der unteren Donau. Auch Bulgarien hatte schwere finanzielle Sorgen, die neuerliche schwere Belastung der Bauern führte fogar zu Aufstandsversuchen. In Serbien Berlin, den 3. Januar. ist wieder einmal ein völliger Umschwung zu verzeichnen. KleinAlexander freite eine Dame von angeblich nicht ganz tadellojem Rufe, Englische Scharfmachertricks. sein fittenstrenger Vater, der dicke Milan, legte deshalb seine Stelle England hat Deutschland unaufhörlich durch Scharfmachernach in als Generalissimus der Armee nieder und blieb außer Lands. Das richten zum forschen Draufgängertum in China provoziert. In Tagen bereits der Geh. Hofrat Bälz aus Tokio frühere Ministerium entließ der König, einen seiner Ratgeber ließ er seiner durch den Transvaalkrieg verschuldeten militärischen Ohn- angekündigt, der ausführte, England werde Deutschland nach vegen Majestätsbeleidigung" auf fieben Jahre einsperren. macht brauchte es einen Verbündeten, der ihm in Ostasien Agent provocateur- Art zu den verwegenſten Ausschreitungen ver Ein Teil der Strafen wegen Hochberrats, die in dem die Kastanien aus dem Feuer holte. Verbrannte sich dieser leiten, um ihm nachher alle Verantwortlichkeit aufzubürden. Abstandalösen Prozesse vom Jahre 1899 ausgesprochen wurden, Berbündete bei diesem Liebesdienst gründlich die Finger, so gefehen davon aber verdienen die Enthüllungen des" Times"-Korerließ der junge Ehemann, andre wurden abgemindert. Für den konnte das England um so angenehmer fein, es war dann wenigstens respondenten, sofern sie auch nur zum Teil der Wahrheit entsprechen, Auschluß Kretas an Griechenland wurde vom Prinzen Georg nicht als Rivale zu fürchten, denn in der moralfreien Politit ist alle Beachtung. Eine Rechtfertigung der Regierung ist unauf einer Reise durch die europäischen Hauptstädte emsig gewirkt, auch dem besten Freund nicht unbedingt zu trauen. Die englische abweislich. Es genügt nicht, daß der Berliner Korrespondent des anscheinend ohne Erfolg. Scharfmacherei mußte deshalb bewirken, daß Deutschland nicht nur Daily Telegraph", ein Herr Bashford, auf Grund autoritativer In den Vereinigten Staaten Englands Geschäfte besorgte, sondern sie auch so besorgte, daß Eng- Mitteilungen" die gegen Waldersee erhobenen Anklagen desavoniert. ist die Herrschaft der Republikaner geeinter als je. Mac Kinley land am Ende statt des zu Dant verpflichteten Schuldners den Herr Bashford mag zwar in hohen Kreisen persona gratissima bei den Leuten, die ihn sonst fennen, ist er persona inwurde, mit einer unerwartet großen Mehrheit als Präsident be Entrüsteten spielen konnte. So will es die diplomatische sein stätigt, der Kongreß und der Senat haben starfe republikanische Klugheit. gratissima er mag, wie die Märk. Volksztg." mitteilt, das Mehrheiten, so daß die Hoffnungen der Goldwährungsgegner auf Und während England noch fortgesetzt Deutschland scharf zu Recht für sich in Anspruch nehmen dürfen, die Beamten des Berliner den Eispunkt gesunken sind. Der Entschluß, den Nicaraguakanal machen sucht, macht es auf der andren Seite bereits Anstalten, die Haupttelegraphenamts als persönliche Bedienstete zu entanaillieren, unter Garantie der Vereinigten Staaten zu bauen, ist nicht nur nur zu hilfsbereite gepanzerte deutsche Faust mit gut gespieltem aber schließlich ist er doch nicht der berufene Vertreter der Ne überaus bedeutungsvoll als Schaffung einer der größten, den Welt- Abscheu nach gethaner Arbeit von sich zu stoßen. gierung. verkehr in andre Bahnen leitenden Handelsstraße, sondern auch als Bu einer neuen Scharfmacher- Fanfare veranlaßt England Um so weniger, als die ,, Times" die Behauptungen ihres Pekinger eine Stärkung der panamerikanischen Politik, als eine Festsetzung das russisch chinesische Abkommen bezüglich der Korrespondenten gegen das Desaveu des Herrn Bashford als streng der Union in Central- Amerika. Mandschurei. Diesem Vertrage gemäß hält Rußland einen zuverlässig energisch in Schuß nehmen. Immer stärker wird das Gewicht der Vereinigten Staaten in Minister Residenten in Mukden mit allgemeiner Die deutsche Regierung wird sich also gegen die erhobenen Ans allen Welthändeln, in China, auf den Philippinen sind fie engagiert, Sontrolle Befugnis, wie sie der russische Resident schuldigungen in ausreichender Weise zu verteidigen haben! von Marolto und von der Türkei haben sie Zahlung von Ents in Bokhara hat. Alle Befestigungen sind zu schleifen, Niutschwang schädigungen erzwungen für Unbillen gegen ihre Staatsangehörigen, und andre occupierte Bläge an die chinesische Administration zurüd bei der Revolution in Columbien sind sie eingeschritten, mit Däne zugeben, wenn die russische Regierung die Pacifi- fieht die Lage Englands in Südafrika verzweifelt ähnlich. mart haben sie verhandelt wegen der Abtretung der west- tation der Provinz für vollständig hält. indischen Inseln, sie waren auch der einzige Großstaat, der Ein Leitartikel der Times" führt nun aus, daß dies auch heute weiß der offiziöse Telegraph nicht den kleinsten Erfolg Es über die Boeren zu berichten, dagegen läuft eine Hiobspoft nach der einen schüchternen Versuch einer einer Intervention zu Gunsten Abkommen die Mächte vor ein sehr eruftes Problem stelle. Einer Katastrophe der Boeren bei England wagte. Freilich dieser völlige laufe auf nichts andres als das Protettorat Rußlands über andren ein. Ein Reuter- Telegramm muß eingestehen:„ Die Lage ' n der Kaptolonie gestaltet sich düster", und die in London eingelaufenen Privattelegramme, die freilich auch das Wolffsche Depeschenbureau ignoriert, malen die Situation vollends in schwarzen Farben. So wird aus Kapstadt dem Herold Bureau" zufolge ge: meldet, daß bereits 10 000 Kapholländer sich den Boeren tommandos angeschlossen haben und daß der Präsident Stejn die Invasion in der Kapkolonie persönlich leite. Ferner melden die Londoner Blätter, daß in den nächsten Tagen der Belagerungszustand über die gesamte Kapkolonie verhängt werden solle, da der Aufstand täglich zu nehme. Ein andres Telegramm meldet gar bom 3. Januar aus Kapstadt: = " Das englische Kriegsfiff, monarch" wird morgen eine Anzahl Geschüße ans Land segen, um jeder Eventualität vorzubeugen." Danach müßte man selbst Kapstadt durch die Ausbreitung des Aufstands und das unaufhaltsame Vordringen der Boeren für gefährdet halten! " Geändert hat sich aber nichts an dem, was Marg über die " Thätigkeit" der Aufsichtsräte fagt. Die Verhandlungen vor dem Bankrottgericht zeigen, daß dieser Aufsichtslohn in der Regel im umgefehrten Verhältnis steht zu der von diesen nominellen Direktoren wirklich ausgeübten Aufsicht." Die so hoch bezahlte Nichtaufsicht" hat freilich mitunter auch ein unangenehmes Nachspiel, wie es das bei dem jezigen Strach der Spielhagen Banten für die Schriftsteller und Juristen ist, die ihren Namen auf die Liste der Aufsichtsräte fegen ließen! Aber deswegen wird der Schwindel nicht aufhören, den Mary so richtig gekennzeichnet hat. Mirbach nud Sanden. Der gute Frhr. v. Mirbach scheint doch in sehr eigenartiger Weise von dem frommen Sanden hineingelegt worden zu sein. Neulich versicherte das Kleine Hofjournal", Herr v. Mirbach habe deshalb 300 000 m. des Kirchenfonds in Sandenschen Papieren angelegt, weil ihm auf seine Erkundigungen, die er über die Pfandbriefe bei den obersten Behörden Preußens" eingezogen hatte, die Auskunft erteilt worden wäre, daß diese Pfandbriefe ebenso gut seien, als deutsche Reichs anleihe. Freilich thun die Engländer mur gut, sich auf jede Eventualität Den obersten Behörden Preußens scheint nun diese Angabe unvorzubereiten, da die Boeren jetzt mit Siebenmeilenstiefeln nach angenehm gewesen zu sein und man hat offenbar den Freiherrn Süden vorrücken, während vor etlichen Tagen noch Kitchener zu v. Mirbach veranlaßt, fich ein wenig zu forrigieren. Jetzt wird nan melden wagte, daß der Vormarsch der Boeren nach Süden über erzählt, das absolute Butrauen des Herrn v. Mirbach zu den Burghersdorp und de Aar hinaus gehemmt sei. Jetzt muß das Hypothekenpfandb.efen erilärte sich dadurch, daß dieselben allgemein und gern vielfach auch von hohen Staatsbeamten gekauft worden Reuterſche Bureau melden, daß die Boeren unter Herzog, find, und daß man auch in den Vorständen der Vereine, in denen Wessels, Pretorius und Nieuwenhut ihren Marsch nach Fraserburg ebenfalls viele höhere Beamte sich befinden, an der Sicherheit der fortsetzen. Fraserburg liegt aber 300 Kilometer weiter füdwestlich Pfandbriefe niemals Zweifel hegte. auf der geraden Route nach Kapstadt! Da die Verbindung zwischen Carnarvon( 100 Kilometer nördlich von Fraserburg) und Fraserburg unterbrochen ist, müssen die Boeren bereits dicht vor diesem letzteren Ort stehen. Klarheit gewinnt man durch diese neue Auslegung keineswegs. Das Gericht wird wohl den Freiherrn als Zeugen laden müssen, um einen Einblick in diese Beziehungen und Verhältnisse zu gewinnen. Die goldene Hand. Das„ Kleine Journal" erklärt, es habe Dieser Teil des Kriegsschauplages ist aber von englischen sich die zwei letzten Geschäftsberichte der De Beers Company verTruppen entblößt, und die Bahnlinien nach Norden, wo ichafft, der eine für das am 30. Juni 98, der andre für das am die englischen Truppen stehen, sind zum großen Teil abgeschnitten! 30. Juni 99 endende Geschäftsjahr. In beiden Berichten seien feine Nach alledem sagt man nicht zuviel, wenn man behauptet, daß derartigen Specialfonds für Agitationsausgaben" verzeichnet, wie die Chancen der Boeren, die Kap holländer zu einer allge- fie durch Dr. Liman in den Leipz. N. Nachr." behauptet wurden. meinen Erhebung mitfortzureißen, heute günstiger Ein späterer Jahresbericht, so sagt das genannte Blatt weiter, find, als vor einem Jahre zur Zeit der Boerensiege. fönne noch nicht existieren und Semestralberichte gebe die De Beers Company überhaupt nicht heraus. " Deutsches Reich. F Alle diese Feststellungen widerlegen aber keineswegs die Mitteilung Dr. Limans, in der es hieß:„ Die De Beers Company hat für das Jahr 1899, zweites Semester, einen Geschäftsbericht verfaßt, der allerdings nur einigen wenigen Personen zugänglich gemacht wurde". Ferner erklärt heute die Rhein- Westf. 8tg.": die Fürsorgezöglinge unter Beobachtung besonderer Bedingungen auch in Arbeits- und Landarmenhäusern unterbringen. Vor Ablauf des schulpflichtigen Alters ist rechtzeitig für eine den Fähigkeiten und Verhältnissen des göglings angemessene Dienstoder Lehrstelle zu sorgen. Für jeden in einer Familie untergebrachten Zögling ist von dem verpflichteten Kommunalverbande ein ehrenamtlicher Fürsorger zu bestellen, der sowohl die Führung als auch die Erziehung und Behandlung der ihm zugewiesenen 8öglinge zu überwachen hat. Für Mädchen und Kinder unter 12 Jahren sind vorzugs= weise Frauen als Fürsorger zu bestellen. Die oftafiatische Erbschaft. Die Geichichte von dem bösen, heimtüdischen China und den braven Mächten, wie sie auch von Herrn von Bülow im Reichstag erzählt wurde, ist fattsam bekannt. Die braven Mächte hatte ihr gutes Herz getrieben, die heidnischen zopfigen Chinesen mit den Güteri bes Christentums und der Kultur zu beglücken. Der chinesische Mob. der die guten Absichten der Mächte schnöde verkannte, hatte zwar etliche Missionare, ermordet, aber die einfichtigere Regierung hatte diese Schandthat dadurch wieder gut gemacht, daß sie Deutschland die Leimstadt Kiautschou auf 99 Jahre in Bacht gab, ohne einen Pfennig Pachtzins dafür zu nehmen. Außerdem erteilte die Regierung eine Reihe von Eisenbahn- Konzessionen, und dem Massenimport von Kultur und Christentum schien nichts mehr im Wege zu stehen, als plöglich die von der hinterliftigen Regierung begünstigten Boger sich zur Fremdenvertilgung erhoben. Um diesen gemeinen, tüdiſchen Aufstand niederzuwerfen und China bei dieser Gelegenheit einen gehörigen Denkzettel zu geben, inscenierten dann die Mächte unter Deutschlands Führung den Hunnentrieg. Diese offizielle Darstellung hatte sich bislang auch die offiziöse Köln. 8tg." zu eigen gemacht. In einem Leitartikel jedoch, in dem sie beim Jahreswechsel einen Rückblick auf die Vorgänge in China wirft, giebt sie auf einmal eine ganz andre Darstellung ber Entstehung der chinesischen Wirren. Von der Beglückung Chinas mit Kultur und Christentum ist da gar keine Rede, wohl aber von den Eroberungsgelüften der Mächte. Der Kanonendonner des japanischchinesischen Kriegs 1894/95 habe den fernen Often aus seinem DornröschenSchlummer aufgescheucht. Er habe die militärische Ohnmacht Chinas bewiesen und dem Tongtinesen Ferry recht ge geben, der China in militärischer Beziehung als quantité négligeable bezeichnet habe. Diese Erkenntnis ,, weďte alsbald den Trieb, sich beizeiten ein Stück des Erbes dieses neuen politischen Kranken zu sichern. Der ostasiatische Dreibund, Deutschland, Rußland und Frankreich, fiel Japan in den siegreichen Arm, verhinderte das Jufelvolt, auf dem Festland Asiens festen Fuß an fassen, zwang es die Halbinsel Liaotong zu räumen und sich mit Formosa, den Pescadores und einer Geldentschädigung zu begnügen." " Gnadenfrist: Die Drohungen der Konservativen und der Wunsch der Centralverbändler, nicht als unmittelbare Urheber des Ministersturzes erkannt fein zu wollen, sollen nun dem Grafen Posadowsth doch noch eine Amtsfrist aus Gnade und BarmNach einer uns von ganz andrer Seite aus München zuherzigkeit gewährt haben. Die„ National- Zeitung" erklärt, nach ihren gegangenen Nachricht ist die Behauptung Dr. Liman& zutreffend. Der Bericht existiert und ist unterzeichnet Informationen habe sich im Stande der„ Pojadowsky Frage" feit Die Eroberungen hätten nunmehr in beschleunigtem von Lionel Philipps. Auch das stimmt überein mit den Schrittma" begonnen." Deutschland nahm Kiautichou" den Reichstags- Verhandlungen über die 12 000 m. nichts geändert. Thatsachen. Lionel Philipps, der Freund von Rhodes und Beit und Nußland, England und Frankreich folgten dem Beispiel DeutschUnd die Deutsche Tageszeitung", die gestern noch eifervoll und Hauptverschwörer im Jamesoneinfall in Pretoria, ist Chaiman, lands. Durch Eicherung sogenannter Interessensphären" die Rettung des Ministerwrads betrieb, erklärt heut das d. h. Borsitzender der De Beersgesellschaft" nahm man einstweilen eine papierne Aufteilung des lede Schifflein des 12 000 Mark Grafen für heil und tüchtig gegen alle intriganten Winde. Ueberhaupt, jubelt das vom Belohnt. Professor Dr. Elster, der 1897 als Personal- Reichs der Mitte" vor und befchwor damit die Gefahr herauf.„ daß Alp befreite Agrarierblatt, herrsche, das denkbar beste Ver- referent in Universitätsangelegenheiten in das Kultusministerium diese Theorie einmal früher oder später von dem einen oder hältnis zwischen dem Reichskanzler und seinen Vertretern im berufen wurde, hat jetzt bereits weiteren Lohn seiner Strebsamkeit andren in die Wirklichkeit übertragen werden und sich daran Reiche und Breußen; der Reichskanzler weiß, daß im gegenwärtigen der Räte 2. Klasse ernannt worden. Profeffor Elster ist der würdige Märchen gegenüber verhilft diesmal die„ Köln. Ztg." ber historischen geerntet. Er ist zum Geheimen Ober- Regierungsrat mit dem Nange der Weltkrieg entzünden könnte." Man sieht, dem auf sentimentale Gemüter zugeschnittenen Augenblick beide Männer( die Agrarierlieblinge Bofabowsky und Vertreter deutscher Wissenschaft, der die Auflage" im Maßregelungs Wahrheit zu ihrem Recht. Nicht um die Kulturerschließung Chinas Miquel) für ihn fast unerfeßlich sind." verfahren gegen Dr. Arons führte, fich durch besondere Untenutnis in diesem Fall hätte man Japan gewähren lassen Wir, die wir nicht am Quell der Informationen" sigen, wissen der Geschichte und des Wesens des Socialismus auszeichnete und sich handelte es fich nicht, wie nahe oder wie fern das ministerielle Ende des Grafen von Profeffor Schmoller sagen lassen mußte: Lieber mit Helmholz müssen sondern um sich bei Zeit ein Stüd des Erbes" zu sichern. gegenseitige Eifersucht zwvang die Pojadowsky ist. Uns bleibt es angenehm, wenn die Regierung den unterliegen als mit Elſter ſiegen. Weitere ſolche Siege werden Herrn Mächte, es einstweilen bei der„ papiernen Aufteilung" schimpflichen Makel des 12 000 Mart- Standals fortzutragen den Elster sicherlich noch zu höchsten Ehrungen emporführen. Mut hat. " Der Spreepräfekt. Die bevorstehende Einrichtung eines neuen Oberpräsidiums Berlin soll, wie wiederholt offiziös versichert wird, nur verwaltungstechnische, aber feine politischen Zwecke verfolgen. Dagegen erklärt die " Kreuz- Zeitung": " Daß ein lediglich für Berlin bestimmter Oberpräsident die bereits bestehenden Aufsichtsrechte des Staats gegenüber der Stadtgemeinde intensiver zu handhaben in der Lage ist, als ein Beamter, der zugleich die Aufsicht über die ganze Provinz Branden burg zu führen hat, liegt auf der Hand. In diesem Sinne können wir die geplante Maßregel nur mit Genugthuung begrüßen. Denn bei den Berliner Stadtverordneten hat mehr und mehr der Gedanke Plaz gegriffen, daß die gefeßlichen Bestimmungen des staatlichen Aufsichtsrechts gegenüber den Gemeinden für Berlin nicht vorhanden sind. Es ist deshalb hohe Zeit, daß mit dieser Anschauung gründlich aufgeräumt wird." Danach wird man allerdings der kommenden Vorlage mit dem größten Mißtrauen entgegen sehen müssen. Die politische Ent mündigung, die Bernichtung der schon ohnehin arg beschränkten Selbstverwaltung des roten Berlin das ist nach den Andeutungen der Kreuz- Zeitung" der Zweck der„ Reform"! Während jeder bornierte brutale Junker als Beherrscher seines Gutsbezirts fast unumschränkte Gewalt ausüben darf, soll die intelligente Millionen- Bevölkerung der Reichshauptstadt unter die Bormundschlaft eines reaktionären Beamten gestellt werden. Berlin ist heute schon nicht Herrin seiner selbst man denke an die über den Kopf der Stadt hinweg dekretierten Maßnahmen der Straßenbahn tünftig soll es von der Gnade fremder Elemente abhängig sein." Der Kultusminister hat, offenbar veranlaßt durch den Fall Reißer, folgende Verfügung erlassen: 1. Die Vorsteher der Kliniken, Polikliniken und sonstigen Krantenanstalten weise ich darauf hin, daß medizinische Eingriffe zu andren als diagnostischen, Heil- und Immunisierungszweden, auch wenn die sonstigen Voraussetzungen für die rechtliche und sittliche Zulässigkeit vorliegen, doch unter allen Umständen ausgeschlossen find, wenn 1. es sich um eine Person handelt, die noch minderjährig oder aus audren Gründen nicht vollkommen geschäftsfähig ist; 2. die betreffende Person nicht ihre Zustimmung zu dem Eingriffe in unzweideutiger Weise erklärt hat; 3. dieser Erklärung nicht eine sachgemäße Belchrung über die aus dem Eingriffe möglicherweise hervorgehenden nachteiligen Folgen vorausgegangen ist. II. Zugleich bestimme ich, daß 1. Eingriffe dieser Art nur von dem Vorsteher selbst oder mit besonderer Ermächtigung desselben vorgenommen werden dürfen; Und nur bewenden zu lassen. Mit der Legende von den braven Mächten zerstört die„ Kölnische Beitung" zugleich auch die von dem bösen, heimtückischen China: China machte zu diesem bösen Spiel so gute Miene, daß niemand(?) auch nur abnte, es fönne sich einer der furchtbarsten Ausbrüche vorbereiten, den die chinesische Geschichte gesehen hat." Daß eine Nation einen geplanten Freiheitskampf ihren Unterdrückern ein Jahr vorher anzeigt, ist unfres Wissens noch niemals Brauch gewesen. Arminius, dessen Nationaldenkmal im Teutoburger Wald steht, hat das auch nicht gethan, In den Stil der findlichen Geschichtsbetrachtung fällt die„ Köln. 8tg." allerdings sofort wieder zurück, sobald sie über die Liquidierung der chinesischen Erbschaft Vermutungen anstellt. Wagt sie doch von der günstigen Vorbedeutung des neuen Einklangs im So it 3 ert der Mächte" zu sprechen. Erbschaftsstreitigkeiten pflegen oft die bösartigsten Streitigkeiten hervorzurufen. Dieser Erblaßstreit ist aber ein Spiel mit dem Feuer, das den Weltkrieg nur zu leicht entfachen könnte. Ein afrikanischer Kulturpionier. Der Hauptmann v. Beffer, 2. bei jedem derartigen Eingriffe die Erfüllung der Voraus- der vor einigen Monaten von der Schuztruppe in Kamerun absegungen zu I. Nr. 1-3 und II. Nr. 1 sowie alle näheren berufen wurde, befindet sich seit etwa 14 Tagen im MilitärUmstände des Falls auf dem Krankenblatte zu vermerken sind. arrest hause in der Lehrter Straße in Untersuchungshaft. III. Die bestehenden Bestimmungen über medizinische Eingriffe Schon Mitte November war seine Ankunft in Deutschland erfolgt. zu diagnostischen, Heil und Immunisierungszwecken werden burch Ihm werden viele schwere mißhandlungen zur Laft gelegt. biese Anweisung nicht berührt. Eile mit Weile. Die Zahlstelle des Schuhmacherverbands in Zu dem Gesetze über die Zwangserziehung Minder- Posen hatte am 13. Juli beim Oberpräsidenten Beschwerde geführt jähriger hat das preußische Ministerium des Innern Ausführungs- über eine Handlung der Unterbehörden. Auf wiederholtes Ersuchen bestimmungen erlassen. Es wird angeordnet, daß die Kommunal- um Bescheid erhielt der Beschwerdeführer unterm Datum des verbände, denen die Ausführung der Zwangserziehung obliegt, mit 24. Dezember einen Bescheid des Oberpräsidenten, worin es geeigneten Anstalten rechtzeitig Bereinbarungen über die Aufnahme heißt, daß ihm die Beschwerde, erst bor turze m" vorgelegt von Zwangszöglingen zu treffen haben, wobei darauf zu achten ist, worden sei und nun weitere Erörterungen im Gange seien. Wegen daß der Minderjährige sich nicht aus eignem Antriebe oder durch der verspäteten Vorlegung der Beschwerde sei das Erforderliche verVermittelung seiner Angehörigen dem vormundschaftsgerichtlichen fügt" worden. Verfahren entzieht. Gefängnisse dürfen keinesfalls zur Unterbringung benutzt werden. noch der Zögling ivenn Alter Die Unterbeamten der Posener Provinzialregierung scheinen danach selbst ein wenig Oberpräsident gespielt zu haben. Mit Straf verfügungen ist man in der Regel ſchneller bei der Hand. ,, Ein neuer Schwindel." Jm I. Teil des dritten Bandes des Kapital" von Karl Marx giebt dieser eine Schilderung des ,, neuen Schwindels", der zur Zeit der Abfassung des Werks( zwischen Die Stommunalverbände haben darüber zu entscheiden, ob An1863 und 1867) in England sich ausbreitete, und der gegenwärtig staltserziehung oder Familienerziehung eintreten soll. Der letzteren Der bischöflich verfehmte Verein katholischer Geistlicher ein alter Schwindel geworden, der aber ewig neu bleibt. Marr ist, wie es in den Mitteilungen der„ Berliner Korrespondenz für Bayern, gegen den sich außer dem Erzbischof von Bamschreibt am Schlusse des 23. Kapitels:" Bins und Unternehmer- darüber heißt, entschieden Ser Vorzug zu geben, zumal gewinn" auf Seite 376: im schulpflichtigen steht berg auch die Bischöfe von Regensburg, Eichstätt und ,, Auf Basis der kapitalistischen Produktion entwidelt sich bei und in geringerem Maße verderbt ist. Die Auswahl der Bassan erklärt haben, veröffentlicht auf einen Artikel der ultraAftienunternehmungen ein neuer Schwindel mit dem Ber- Familien wird freilich in jedem Fall mit Vorsicht und Bedacht ge- montanen Nürnb. Volksztg." folgende Erklärung im Fränk. waltungslohn, indem neben und über dem wirklichen mäß den Anleitungen der Ausführungsbestimmungen erfolgen Courier": Dirigenten eine Anzahl Verwaltungs: nud Aufsichtsräte auftritt, müssen. So soll darauf geachtet werden, daß die Familie dem bisbei denen in der That Verwaltung und Aufsicht herigen Aufenthaltsorte des Böglings nicht zu nahe wohnt, bloßer Vorwand zur Plünderung der Aktionäre und zur Selbst- und daß nicht mehrere göglinge in derselben Familie untergebracht bereicherung wird." werden. gu # Der Vorstandschaft des Katholischen Seelsorger- Vereins für Bayern liegt es ferne, an den amtlichen Erlassen der bischöflichen Generalvicariate Regensburg und Eichstätt gegen den genannten Verein öffentliche Kritik zu üben. Dagegen muß fie bedauern, daß sich eine katholische Tageszeitung dazu hergiebt, einen Verein als ,, verwerflich und mit göttlichen und firchlichen Bestimmungen in unverträglichem und unversöhnlichem Gegensatz stehend" zu be= zeichnen, dem der hochwürdigste Bischof von Speyer und dessen Ordinariat nach Prüfung der Statuten mit den besten Wünschen zugestimmt haben, zu dessen Mitgliedern und Mitbegründern ehrwürdige Greise gehören, die in treuer, ehrenvoller Verwaltung ihres Amits bereits das 70. Lebensjahr überschritten haben, dem auch eine Zierde des Bamberger Klerus, Herr Lycealreftor und erzbischöflicher geistlicher Rat Dr. Kaspar HartDer Verein mischt tung, als Ehrenmitglied beigetreten ist. fich nicht in Fragen des kirchlichen Lebens und der kirchlichen Disciplin, er erstrebt die Sicherung der socialen Stellung seiner Mitglieder. In diesem Streben wird er sich durch nichts irre machen lassen, sondern un= entwegt, sei es in dieser, sei es in einer andern Form, fortfahren. Volsbach, 26. Dezember 1900. Mary citiert dann aus einer 1845 in London erschienenen Die Anstaltserziehung erscheint vorzugsweise angebracht Schrift einige Angaben darüber, was Bantiers und Kaufleute da- für Minderjährige, die. geschlechtlichen Ausschweifungen, durch gewinnen, daß sie an der Direktion von 8 oder 9 verschiedenen zum Landstreichen und zu Verbrechen neigen oder in andrer Compagnien beteiligt sind." So bezog ein Herr Burtis, wie sich bei Weise fittlich verwahrlost sind, sowie solche, deren törperlicher Zuseinem Bankrott herausstellte, ein Einkommen von 800-900 Pfund stand eine besondere Pflege unter ärztlicher Aufsicht fordert. Aber Sterling( 16 000 bis 18 000 m.) jährlich.„ Da Herr Burtis Direftor auch dann sollen die Höglinge nur so lange in der Anstalt bleiben, ber Bank von England und der Ostindischen Compagnie gewesen, als unbedingt notwendig ist, um sie an Zucht und Ordnung zu geSpäterhin soll die schätzte jede Aktiengesellschaft sich glücklich, ihn zum Direftor gewinnen wöhnen, leiblich und geistig zu fräftigen. zu können." Familienerziehung Plaz greifen. Die Kommunalverbände werden, Ganz wie es noch heute der Fall ist: Leute mit flangvollem sofern nicht geeignete kirchliche oder private Anstalten vorhanden sind, Namen werden als Verwaltungs- und Aufsichtsräte von Attien- für die Zöglinge Anstalten, die den besonderen An gesellschaften geworben vom Groß- und Hofbantier angefangen forderungen der Fürsorge- Erziehung entsprechen, Zwar dürfen die bei Landarmen und bis herunter zu Herrn v. Kardorff, dem Aufsichtsrat der Laura- errichten müssen. hütte". Arbeitshäusern überflüssig werdenden Gebäude hierbei benußt verden, Nur in einer Beziehung haben sich seit Anno dazumal die doch müssen diese Gebäude von den zur Aufnahme der Landarmen Zeiten sehr geändert. Mary schreibt:„ Die Remuneration der und Korrigenden bestimmten vollständig abgeschloffen Direktoren solcher Gesellschaften für jede wöchentliche Sigung ist und mit eignem Lehr- und Aufsichtspersonal ausgerüstet sein. Die mindestens eine Guinee( 21 Mart)." Zöglinge müssen unter allen Umständen, auch bei der Heute machen es die Herren Aufsichtsräte nicht so billig! Sie Arbeit, von den Insassen des Landarmen oder beziehen Zehn- und Hunderttausende aus solcher Beschäftigung und Korrektionshauses so getrennt gehalten werden, jede Sigung bringt ihnen mindestens tausend Mark ein. Der geadelte daß irgend eine Berührung zwischen ihnen nicht Sohn eines namhaften Großbantiers bezieht allein aus diesen stattfindet. Kommunalverbände, welche noch keine geeigneten sozusagen rein gewerkschaftliche Zwede zu verfolgen, ihre bisherige Nebeneinnahmen" mehr als 400,000 Mart! Anstalten befizen, können vorübergehend( bis zum 1. April 1903)| Stellungnahme ändern werden? Oder ob sie glauben, daß durch nur Joh. Tremel, Pfarrer, erster Schriftführer des Katholischen Seelsorger- Vereins. Ob die vier Bischöfe nach dieser Versicherung des Vereins, nur die Existenz eines die Hebung der socialen Stellung der niederen Unter dem Vorsitz des bisherigen Vorsteher Stellvertreter& Geistlichkeit verfolgenden Vereins unter den Arbeitern fur die Be- Michelet wird darauf( die socialdemokratischen Mitglieder sind gehrlichkeit" gefördert werde? inzwischen eingetreten) die Wahl des Vorstehers Verschärfung des Kohlenwuchers. Der Vorstand des Rheinischzu laffen." wieder. Nachdem der Interpellant den Sachverhalt vorgetragen und das Verfahren der Deputation als eine Vergewaltigung des Gesundbrunnens bezeichnet hat, führt Stadtsyndikus Weise aus, daß die Deputation das Grundstüd Westfälischen Coatssynditats richtet das folgende Rundschreiben an vollzogen. Auf Vorschlag des Stadtv. Kreitling wird vom Magistrat zur Verwertung überwiesen erhalten und nur ihre feine Mitglieder: Infolge der gänzlich veränderten Marktlage werden Dr. Langerhans durch Zuruf wiedergewählt; die Pflicht gethan habe. Wenn dieser Teil der Chistianiastraße reguliert Stadtv. Hinke( Soc.): Die Verpachtung dieses Blazes zeugt Januar eine Einschränkung von 5 Prozent zur Be- wahl mit bewegten Dankesworten an. Auch der Stellvertreter von einer unerhörten Rücksichtslosigkeit gegen den Gesundbrunnen. wir einer demnächst einzuberufenden Monatsversammlung per Wahl erfolgt einstimmig. Dr. Langerhans nimmt die Wieder- fei, werde auch der Bachtvertrag rückgängig zu machen sein. schlußfaffung unterbreiten müssen. Diese Mitteilung machen wir Michelet, sowie die Beifizer Geride, Seibert und Frid Alle andren früheren Marktpläge find in Schmuckpläge verwandelt Ihnen schon heute, damit Sie in der Lage find, gleich von Beund deren Stellvertreter Bläschte, Friederici und örmer worden, so der Dönhoff, Alexander-, Oranienplag. Für den Geginn des Monats Januar an diese Einschränkung eintreten wählt die Versammlung durch Zuruf auf Vorschlag Kreitling sundbrunnen hält man aber einen Kohlenplatz für gut genug, und Der Eintritt der strengen Winterkälte, unter der die Armen bitter Auch im laufenden Jahre 1901 werden die ordentlichen Teiden, hat die Kohlenaktien munter in die Höhe getrieben. Aus Sigungen der Versammlung an den Donnerstagen von dem Elend quillt der Profit so will es die göttliche Welt- 5 Uhr ab abgehalten werden. ordnung. Jetzt benutzt nun auch das Coatssyndikat die günstige Konjunktur" und dekretiert eine Einschränkung der Produktion und das, obwohl die Coatspreise ohnehin heute schon unerschwinglich Der Uebermut der Kohlenbarone kennt keine Grenze mehr. Mögen Hunderttausende frieren und leiden. I was gilt es, um so üppiger fließt der Gewinn! Das Reich sollte in der That schleunigst dem verbrecherischen Treiben Einhalt gebieten. hoch sind. Ein China- Gedenkblatt Wilhelms II. Der Kaiser hat, wie die Presse zu melden weiß, zur Erinnerung an die Opfer des ChinaStriegs ein eigenhändig entworfenes Gedenkblatt gestiftet. Sodann ist über die Neuwahl der einzusetzenden ständigen Ausschüsse raubt den Bewohnern dort Luft und Licht. Mit dem Kohlenplay find auch vier Straßenlaternen eingezäunt worden, die bisher der öffentlichen Beleuchtung dienten. Der Blaß hat 10000 qm und liegt in nordischer Finsternis da; der Mond ist der einzige, der dort sein Licht leuchten läßt, vielleicht neben der Weisheit des Magistrats( Heiterkeit). Die Berpachtung hat stattgefunden, gerade als uns der Magistrat eine ( für die Wahl der unbesoldeten Gemeindebeamten, zur Begutachtung Vorlage wegen weiterer Regulierung der Christianiastraße machte. Die Gemeindebeamten und Lehrer, für Petitionen, für Rechnungssachen reguliert; der Herr Stadtrat scheint davon nichts zu wiffen. Zur ſelben der Vorlagen wegen Anstellung beztv. Pensionierung befoldeter Straße ist doch auch zwischen Schweden- und Koloniestraße bereits und für Wahlprüfungen) Beschluß zu fassen. Zeit, wo wir daran denten, 2 Gemeindeschulen nach der Chriftianiaschule Auf Antrag Kalisch werden diese Ausschüsse in ihrer bisherigen überzuführen, 2000 Stinder, die alle diesen Plaz passieren müffen, Bufammensetzung auch fernerweit bestätigt. Dasselbe gefchieht beweisen wir sie auf eine ganze 3 Meter breite Baffage an; berzüglich der Ausschüsse und gemischten Deputationen, welche, im schiedene Winkel dort dienen als Abladepläge für allerlei Unrat Jahre 1900 zur Vorberatung einzelner Gegenstände ernannt, ihren und als Aufenthalt für allerlei Geftudel. Das Verhalten des Auftrag noch nicht erledigt haben. Magistrats ist aber auch eine Rüdsichtslosigkeit gegen die Ver Unter lebhaftem Beifall der Versammlung spricht der Alters- sammlung, denn wir haben erst im November eine Resolution bepräsident, Sanitätsrat Dr. Neumann, dem Vorsteher und dem schlossen auf Aufschließung der Christianiastraße zwischen PrinzenVorstand den Dank für die Geschäftsführung im verflossenen Allee und Wriezenerstraße. Jetzt find 7000 Quadratmeter für 600 m. jährlich an den Kohlenhändler Haller verpachtet. Es ist der Stadt Jahre aus. Darauf wird in die Tagesordnung eingetreten. unwürdig, für diese elenden 600 m. den Bewohnern Luft und Licht, Im Anschluß an den Magistratsunag betreffend die Ver- den Kindern den Spielplatz zu nehmen. Der Vertrag muß sofort aufgehoben und die Christianiastraße so schnell wie möglich erschlossen werden.( Beifall.) Vorlesungen über Elektrotechnik durch Professor Szymansti erinnert Das Gedentblatt ist auf Befehl des Kaisers vervielfältigt und je ein Abdruck desselben den Angehörigen der bisher in China Gefallenen resp. Verstorbenen mittels besonderen Anschreibens des Staatssekretärs des Reichs- Marineamts, Vizeadmirals v. Tirpig. zugesandt worden. Das unter Glas und einem prachtvollen Rahmen gehaltene Gedenkblatt, welches eine Höhe von 66 Centimeter und eine Breite von 50 Centimeter hat, trägt folgende anstaltung von Widmung:„ Gedenkblatt zur Erinnerung an( folgt Name des Verstorbenen) geb. den... gest. den Er starb für Kaiser und Neich. Ehre seinem Andenken!" Die vom Kaiser entworfene Zeichnung stellt die Germania im Pupurmantel dar, mit der hocherhobenen Linken einen Lorbeerkranz haltend und mit der Rechten auf den mit dem Reichsadler geschmückten Schild gestützt. Am unteren Ende der Widmung befindet sich die Reichs- Kriegsflagge mit dem Eisernen Kreuz, sowie ein Chriftuskopf in Medaillon rahmen, neben welchem auf Goldgrund die Worte stehen:„ Niemand hat größere Liebe, denn die, daß er sein Leben läffet für eine Freunde. Ev. St. Joh. 15, Vers 13." Ueber eine Sühne Maroccos für die Bedienten deutscher Kaufleute widerfahrenen Gewaltthaten berichtet die„ Nordd. Allg. 3tg.", daß dieselbe den Forderungen des deutschen Gesandten entsprechend durch Zahlung von Geldbußen und Bestrafung der Schuldigen erfolgt sei. Es geht also auch ohne Bachtung". Ausland. Frankreich. " Paris, 3. Januar. Der socialistische Deputierte Rouanet erklärt in der Petite République" mit Bezug auf das Urteil des Disciplinargerichts in der Affaire Cuignet, dieses sei ein bedenkliches Zeichen für den unter den Offizieren herrschenden Geist. Auf eine solche Herausforderung tönne die republikanische Partei die Antwort nicht fchuldig bleiben. Die Liga der republikanischen Aktion, welche aus märts 16 000 Mitglieder zählt, babe beschlossen, in allen Stadt vierteln von Paris, sowie in zahlreichen Departements Ortsgruppen zu gründen, um die nationalistische Agitation zu bekämpfen.England. Stadtv. Direktor Schwalbe daran, daß im Vorjahre ein Antrag Borgmann angenommen sei, wonach auch für die Mitglieder des Magistrats und der Versammlung folche orientierenden Borlesungen gehalten werden möchten. Diesem Antrage ist nach Ansicht des Redners nicht sinngemäß entsprochen worden. Es empfehle sich jedenfalls, statt das gesamte ungeheure Gebiet der Elektrotechnik zu be handeln, lebendigere Einzelbilder zu geben, z. B. über die drahtlose Telegraphie, über die Elektricität als Verkehrsmittel u. dergl. Auf den Kostenpunkt tönne es nicht ankommen. Die Vorlage wird hierauf ohne weitere Debatte angenommen. Der Magistrat übersendet einem Beschlusse der Versammlung vom 3. Mai 1900 entsprechend, eine Nachweisung der im Anschluß an die Gemeindeschul- Sommerferien 1899 und 1900 beurlaubt gewesenen und der im Jahre 1900 auf länger als vier Wochen verreisten Lehrfräfte, sowie eine entsprechende Nachweisung für die Gemeinde. schulkinder mit Angabe, wie viel der letzteren Geschwister haben, die höhere Schulen besuchen und gleichfalls beurlaubt oder länger als vier Wochen verreist waren. werden können? Stadtv. Dinse( N. L.): Der Syndikus hat selbst zugeben müssen, daß der Plazz lange Jahre als Marktplatz und auch nachher als Epielplag lange Jahre benutzt worden ist, bis es der Deputation einfiel, ihn für ein Butterbrot zu vermieten. Aber ich entnehme der Darlegung des Stadtrats auch, daß die Regulierung der Straße bis 1902 abgeschlossen sein wird und dann auch der Vertrag rückgängig gemacht ist. Stadtv. Wallach( A. 2.) sucht die Grundeigentums- Deputation in Schuß zu nehmen. Straßenland sei noch nie zu Schmudplägen eingerichtet worden. Wenn die vier Laternen miteingezäunt ſeien, so tönnten sie wenigstens nicht umgeriffen werden. Aus der weiteren Debatte, an der sich noch die Stadtvv. Iuth( A. L.). Rosenow( n. 2.) und hinge beteiligen, geht ein Antrag inte hervor, den Bachtvertrag sofort aufzuheben. Zu Gunsten dieses Antrags zieht Stadtv. Fritsch seinen Antrag zurüd. Bei der Abstimmung wird der Antrag Hinge abgelehnt. Zur Vorlage wegen der Teilung des 167. Gemeinderats verlangt Stadtv. Stadthagen, daß der Magistrat endlich organische Vorschläge zur Verbesserung der Berhältnisse in der Waisenpflege mache, insbesondre hinsichtlich der Durchführung der durch das Bürgerliche Gesetzbuch gegebenen Gleichberechtigung des weiblichen Elements, auch bei den Abstimmungen in den Waisenräten. Ebenso seien von der Verwaltung noch teine Maßregeln zur Verminderung der Säuglings- Sterblichkeitsgiffer in der Waisenpflege getroffen. Waisenpflege bereits vollständig gleichberechtigt seien. Das preußische Bürgermeister Brinkmann bestreitet, daß die Frauen in der Einführungsgesetz spreche in Bezug auf Waisenräte ausdrücklich nur von Deutschen" und darunter seien mur Männer verstanden. Stadtv. Singer( Soc.): Der betr. Beschluß der Versammlung ging auch noch dahin, daß die Schuldeputation angewiesen werden solle, Vorkehrungen zu treffen, durch welche ermöglicht wird, den Gemeindeschulkindern während der Sommerferien unter Führung und Aufsicht von Lehrkräften Erholung im Freien durch Jugendspiele auf den Schulhöfen, in den städtischen Barks und in der Umgegend zu verschaffen. Welche Vorbereitungen find in dieser Richtung getroffen, und wird mit der Einrichtung schon in diesen großen Ferien begonnen Langerhaus glaubt zwar gleichfalls, daß dem Magistrate Zur Begrüßung des Lord Roberts hatten sich in Cowes die Schuldeputation die Frage eingehend besprochen worden ist. Es ist dem Magistrat der Rat gegeben werden dürfe, anzuordnen, daß den Oberbürgermeister Kirschner: Ich erinnere mich, daß in der gegenüber zu Vorwürfen kein Anlaß vorliege, meint aber doch, daß Brinzessin Beatrice und der Herzog von Connaught eingefunden. bereits im vorigen Jahre versucht worden, die Schulhöfe für solche waifenpflegerinnen in den Waisenräten ein Stimmrecht gegeben In Erwiderung auf mehrere Ansprachen sagte Roberts, er Spiele mugbar zu machen, und bei einzelnen Schulen ist es auch werde, und bittet die anwesenden Herren vom Magistrat dringend, bedauere, daß seine Rückkehr nicht das Anzeichen möglich gewesen, derartige Spielturfe einzurichten. Diese haben unmittelbar bevorstehenden Friedens fei, wie indeffen feinen großen Bulauf und Anklang gefunden. Der er gehofft habe. Er habe Südafrika nur mit WiderVersuch soll trotzdem im kommenden Sommer wiederholt werden. streben verlassen, habe aber unbedingtes Vertrauen General Kitchener, Kitchener, dessen Aufgabe ja Im vorigen Jahre mußten die bezüglichen Einrichtungen mit wegen der Be= einer gewiffen Schleunigkeit getroffen werden, weil die verfügbare weglichkeit des Feindes, der Ausdehnung Beit nur sehr gering war, auch die Lehrer und Lehrerinnen für die und der Unfruchtbarkeit des Lands schwierig fei. Er hege bezüglich des Endergebnisses keine Furcht, wenn man dem Zeitung nur in geringer Bahl fich geneigt zeigten, da sie wohl meist schon über ihre Sommerferien schon disponiert hatten. Es mögen immer Feinde lar ma che, daß England entschlossen ist, den hin bessere Ergebnisse eintreten, wenn die Sache von längerer Hand Krieg zu einem erfolgreichen Abschluß zu bringen. vorbereitet wird. Alsbald nach dem Empfang fuhr Roberts nach Schloß Osborne. Dort wurde er von der Königin empfangen, die ihm die Earlswürde und den Hosenband- Orden verlieh. Afrika. diesem Rat günstiges Ohr zu schenken. Stadtv. Stadthagen bleibt dabei, daß zur Verhinderung béatv. zur Abschwächung der Säuglings- Sterblichkeit mehr seitens des Im Gegensatz zu dem BürgerMagistrats geschehen könne. meister hält er ferner daran fest, daß auch das preußische Einführungsgesetz durchaus zulaffe, den Frauen ein Stimmrecht im Waisenrat zu gewähren. Daß dieses geschehe, sei ein dringendes Erfordernis. Damit schließt die Debatte. Die Vorlage gelangt nunmehr zur Annahme. Zur ich Stadtv. Singer: Ich wünsche mit dem Oberbürgermeister, daß diese Einrichtung in diesem Sommer in vergrößertem Maßstabe gepflegt wird. Der Versammlungsbeschluß wollte aber darüber Berteilung einer Festschrift über die 200 Jahre preußischer Geschichte hinaus den Versuch gemacht wissen, den Tausenden von Kindern, denen ihre Eltern Erholung in den Ferien nicht zu verschaffen in zum 18. Januar 1901 an die Schulkinder in den ersten Klassen der Vom Kriegsschauplatze liegen folgende Telegramme vor: Carnarvon, 1. Januar. Die Boeren unter Herzog, Wessels, neben den Spielen Ausflüge in die Umgegend, in die städtischen der Lage find, einigermaßen dadurch Ersatz zu gewähren, daß Gemeindeschulen werden 5600 m. verlangt. Pretorius und Nieuwenhout seßen den Marsch nach Fraserburg fort. Stadtv. Hoffmann( Soc.): Wir stehen auf dem Standpunkt: Barks usw. veranstaltet werden. 58 war dabei auch Wie gemeldet wird, befinden sich diefelben bei Spionberg. Die Rüdsicht maßgebend, die Kinder möglichst von der Straße weg Berberrlichung von Dingen, die nach unsrer Meinung sehr wenig die Nicht einen Pfennig für dynastische Zwecke, am allerwenigsten zur Plünderung dauert fort. Die Verbindung mit Fraserburg ist unter- zunehmen, angefichts der Gefahren, welche der Verkehr, besonders herrlich find. Die Kinder, welche diefe Schrift bekommen werden, brochen. Die Obersten Delisle und Thorneycroft segen die Ver- aber die Große Straßenbahn für sie heraufbeschwört. Hoffentlich dürften von den Eltern schon die nötigen Kommentare geliefert folgung fort, aber die Pferde und Maultiere sind sehr nehmen Magistrat und Schuldeputation auch auf diese Momente erhalten. Es ist doch noch gar nicht lange her, daß erschöpft. Partei, die hier die meisten Anhänger hat, ganz Kapstadt, 3. Januar. Die Lage in der Kapkolonie gestaltet Rücksicht und machen uns schon bei der Etatsberatung Special- die vorschläge. anders über die fich düfter. Die holländische Bevölkerung hat sich zwar zur Zeit Thaten der Hohenzollern geurteilt hat. Die Nachweisungen werden darauf zur Kenntnis genommen. noch nicht erhoben(?), aber die in die Kolonie eingedrungenen Boeren Vor einigen 50 Jahren sind aus dieser Partei Schriften er. erhalten überall unterstügung von den dortigen Stellung und der Die Vorlage betr. die Neuordnung der rechtlichen schienen, aus deren eine Blütenlese Sie sehr in Verlegenheit Bewohnern. Man verlangt dringend die Entfendung erheblicher bringen würde. Es handelt sich in der Festschrift, die wir bezahlen Verstärkungen von England. Die Vorhut der Boeren im Osten der Besoldungsverhältniffe follen, um die Verherrlichung der Thaten der Hohenzollern. Viele Der Stolonie steht nahe bei Maraisburg, etwa 25 englische Meilen der bei den städtischen Betriebsverwaltungen( Gas- und dieser Thaten lassen sich doch gar nicht verherrlichen. nordöstlich von Crabod.( 150 Kilometer füdlich von Burghers. Wafferwerke, Markthallen, Kanalisation und Riefelfelder, Viehmarkt, Entwicklungsgang Ihrer Partei von der schwarz- weiß- roten Kokarde dorp und 400 Kilometer östlich von Fraserburg.) Fleischbeschau, Desinfektionsanstalt, Märkisches Provinzialmuseum,( der Redner verspricht sich mehrmals bei diesem Wort, was es werden sich ja schon London, 3. Januar. Lord Kitchener telegraphiert aus Pretoria Bart- und Gartenverwaltung) beschäftigten Beamten laute Heiterkeit hervorruft) als hier versprochen haben, die schlauer find vom 2. Januar: General Knog berichtet, De Wet habe versucht, wollen die Stadtov. Dr. Preuß und Wallach einem besonderen Leute Bethlehem zu gewinnen, sei jedoch durch Pilcher daran Ausschusse von 15 Mitgliedern überweisen. von 15 Mitgliedern überweisen. Auf die Frage,( Seiterkeit), und vergeffen Sie nicht, daß ich ein Sohn Ihrer Gemeindeverhindert worden und habe sich auf Lindley oder Reiß zurückziehen wie es um das die städtischen Beamten im engeren Sinn betreffende schule bin, der Sie mit Ihrem Lachen das schlechteste Zeugnis ausmüssen. Eine Abteilung berittener Infanterie stieß, als Ortsstatut stehe, erklärt stellen( Sehr gut!) bis zu den Wadelstrümpfen ist ein solcher, daß fie Kroonstadt verlassen hatte, auf widerstand, es gelang ihr Oberbürgermeister Kirschner, daß derselbe von Oberpräsidenten selbst ein Darwin über die Mittelglieder in Verlegenheit jedoch mit geringen Verlusten die Bahnlinie und ohne allerdings in einigen Punkten beanstandet sei, daß der Magistrat da- geraten müßte. Manche glaubten, daß nach dem Mirbachschen großen Berlust Südserfontein au passieren. General gegen beim Minister des Innern Beschwerde geführt habe, daß bei Fußtritt die Zeit der Festschriften dieser Art vorüber wäre; Williams zwang die südwestlich von Middelburg befindlichen Boeren einer Konferenz der Minister den größten Teil der Beanstandungen aber nein, es giebt Leute, die selbst den Stiefel tüssen, der zum Gefecht. Die Engländer beiezen Graef- Reinet. Wie die fallen gelassen habe, ein offizieller Bescheid aber noch nicht er- fie tritt. Die Schrift ist eine Verbeugung nach oben, die mitzu" Daily Mail" aus Kapstadt von gestern meldet, haben die gangen sei. machen wir keine Veranlassung und keinen Beruf haben. Nun Boeren Jagersfontein, welches am 25. Dezember von den sollen wir zudem 5600 M. bewilligen für etwas, was wir gar Engländern geräumt war, wieder besest. nicht fennen, was uns nicht vorgelegt ist; das ist doch eine ich habe vergebens nach starte 8umutung( Burufe)- ich habe Der Standard" meldet aus Durban, daß zahlreiche bewaffnete Boeren bei Ladysmith aufgetaucht einem Exemplar gesucht. Der Magistrat hat es ausgewählt find. Die englischen Kundschafter mußten sich schleunigst zurüd- unter Vorsitz des Oberbürgermeisters Kirschner statt bebufs der und sagt sogar davon, daß es die hervorragenden Thaten der ziehen. Wahl 1, eines Mitglieds und eines Stellvertreters des Steuer- Aus- Könige und die Kulturbewegung des Voltes gleichmäßig erkennen Die Morning Post" berichtet aus Pretoria, daß mehrere schusses der Gewerbesteuerklaffe I für den Veranlagungsbezirk Berlin läßt; aber kann Ihnen das genügen? Sie müssen doch selbst erst Fremden, welche vor längerer Zeit den Neutralitätseid zum Zweck der Veranlagung der Warenhaussteuer für 1901, 2. von 30 Mit prüfen. Uns fann es ja egal sein, was darin steht, wir sind geleistet und sich seitdem an einem Angriffe gegen die gliedern und 18 Stellvertretern für die Einkommensteuer- Berufungs princiell gegen jede Byzantinerei; aber von dem Inhalt müßte man englischen Vorposten beteiligt haben, in Johannesburg gehängt fommission. Ad 1 werden Stadtv. Bamberg und Herr Louis Thiele, doch Kenntnis haben. Die Schrift ist im Kladderadatsch"-Verlag worden sind. Darunter sollen sich einige Deutsche be- Adlerstr. 6, gewählt. Ad 2 fommt die von einer besonderen ge- erschienen; ist sie auch im Kladderadatsch"- Stil gehalten? funden haben. mischten Deputation vereinbarte Vorschlagsliste auf Antrag Key II( Unruhe und Heiterkeit.) Prüfen Sie den Inhalt nicht, wird find Sie bloße Jasager, fo mann glatt zur Annahme. das genügen, Die Vorlage wegen anderweiter Regelung der Anstellungs- Wählern zu zeigen, wie Sie heute den Männerstolz vor Königsberhältnisse der Zeichenlehrerinnen an den städtischen höheren thronen verstehen.( Unruhe.) Ich habe im ganzen nur 3/2 Jahre Mädchenschulen geht auf Antrag Schwalbe an einen Ausschuß von in 7 Volksschulen zubringen müssen, wenn ich da so wenig gelernt 10 Mitgliedern. habe, dann ist es die Schuld der Verhältnisse gewesen. Vom Stadtv. Fritsch( N. 2.) liegt der Antrag vor, folgende Stadtv. Mommsen( fr. Vg.): Wir halten es für unsre Pflicht, Anfrage an den Magistrat zu richten: Ist dem Magistrat be auch in der Gemeindeschule dafür zu sorgen, daß die historischen tannt, daß Vorgänge objektiv veranschaulicht werden allerdings nicht int die Grundeigentums- Deputation den größten Teil des öffentlichen Sinne der Socialdemokratie. Ich habe die Schrift nicht gelesen jogen. Marktplates an der Prinzenallee zu einem und stimme doch dafür, denn ich kenne den Verfasser, einen unsrer Kohlenplay verpachtet hat, und welche Maßregeln gedenkt er besten Schulinspektoren. dyg " Kommunales. Stadtverordneten Versammlung. 1. Sigung vom Donnerstag, 3. Januar 1901, nachmittags 5 Uhr. In der heutigen ersten Sigung des Jahres hat zunächst die Neutonstituierung der Versammlung stattzufinden. Der bisherige Vorsteher Dr. Langerhans eröffnet die Sigung mit einem Neujahrsgruß an die Stollegen und schließt daran ein dreimaliges Hoch auf den Kaiser, in welches die Anwesenden ( die Socialdemokraten sind nicht zugegen) mit erhobener Rechten einstimmen. Die Vorlage geht an den beantragten Ausschuß. Um 612 Uhr findet eine gemeinsame Sigung beider städtischer Behörden den zu ergreifen, um den Vertrag wieder ridgängig zu machen, Stadtv. Stadthagen: Wir sind der selbstverständlichen Andamit der Platz dem öffentlichen Berkehr wieder zugänglich ficht, daß der Geschichtsunterricht wahrheitsgemäß erteilt werden gemacht wird? muß. Geschieht das, dann brauchen die man " China. ein Der Verein der Tischler( Vertrauensmänner Centralisation) Rinder nicht noch extra belehrt zu werden( Große Seiterkeit); oder Bergstr. 36-37, gesperrt. Alle Differenzen find sofort in den Voraber auch Herr Mommsen sieht in dem bisherigen Geschichts- mittagsstunden von 9-1 Uhr im Arbeitsnachweis, Kleine Andreas hielt am 30. Dezember v. J. bei Thiel, Fruchtstr. 36a, eine Mits Der Vorstand. gliederversammlung ab. Auf der Tagesordnung stand das in legter unterricht eine Lücke. Wir verlangen darin nur Wahrheit, aber unstraße 15, zu melden. verhüllte Wahrheit. Daß man den Kindern gerade an irgend einem Tapezierer! Der Streit der Kollegen bei der Firma Birn- Zeit oft besprochene Thema: Das Rundschreiben der TischlerFest- oder Unfesttag eine Schrift in die Hände giebt, die mit einem baum, Fliederstr. 4, ist beendet. Die Verbandsleitung. Zwangsimmung betreffs Einführung der Kontrollbücher und schwarze Listen. Diederich kam an der Hand des Cirkulars, welches auf Male zweihundert Jahre zurückschaut, halte ich für unrecht. Deutsches Reich. Hat die Belehrung Wunsch verlesen wurde. eingehend auf die einzelnen Punkte zu dann vorher unterlassen, ge= Der Arbeitgeberbund für das Baugewerbe ist emsig be- sprechen und geißelte die Machinationen, wie sie die Unternehmer nügen diese 5600 Mart nicht; hat sich Herr Mommsen aber geirrt, so find sie überflüssig. Von den wenigen ausgelegten Erem- müht, die Arbeiterschaft zu kuebeln; die Mittel dazu sollen vor allem planen. Die hierauf folgende Diskussion war eine recht lebhafte. Mit der generellen Kollege teßler ist für strikte Ablehnung der Unterschrift ohne plaren habe ich feins erlangen können, ich bin also zum Eingehen sein die Streifflaufel und das Arbeitsbuch. auf die Schrift außer stande. Daß die Schule den Unter- Einführung der Streifflaufel bei öffentlichen Bauten haben die Herren jede Bedenfzeit. Die folgenden Redner, darunter auch richt ganz anders aupaden muß, zeigt ja gerade das Beispiel um Felisch bisher allerdings noch wenig Glück gehabt, sie bohren Teil der dem Holzarbeiter- Verband angehörigen Kollegen, sprachen Hoffmanns. Wahrheitstreue und Byzantinismus sind unvereinbar. indes weiter. Mittlerweile versuchen sie in einigen Städten fo- sämtlich gegen die Unterschrift, auch wenn wir unterliegen sollten. Verschweigt das Buch die großen, ungeheuren, menschlichen und genannte Arbeitsvertragsbücher oder Entlassungsscheine zur Ein- Folgender Antrag gelangte einstimmig zur Annahme: Die Versammlung beschließt, das Ansinnen der Meister zurückfittlichen Verfehlungen, die die Inhaber des Throns in den führung zu bringen, die sich natürlich zu geheimen Führungsattesten 200 Jahren ausgeübt haben? Solches führt zur Uuwahrhaftigkeit. und schwarzen Listen herausbilden lassen. In Nr. 2 der Veröffent- zuweisen und die Unterschrift strikte zu verweigern. Ich bitte Sie dringend, die 5600 M. Byzantinismus abzulehnen. lichungen" des Arbeitgeberbunds wird die Einführung eines in Augsburg Dem Wunsche einiger Kollegen nachkommend, soll in nächster Oberbürgermeister Kirschner: So lange gebildete und civilifierte üblichen Entlassungsscheins auf das angelegentlichste empfohlen. Des Beit in Friedrichsberg eine Zahlstelle errichtet werden. Völker existieren, pflegen sie die Gedenktage großer historischer Er- ferneren wird den Bauherren nahegelegt, die Gesetze, die zu Gunsten der eignisse zu feiern.( Sehr richtig!) Wer nicht anerkennt, daß die Grün- Arbeiter erlassen sind, illusorisch zu machen. Der Vorstand empfiehlt dung des preußischen Königreichs ein solcher Gedenktag für das den Meistern, in alle Arbeitsverträge den Passus aufzunehmen:„ Es preußische und deutsche Volt ist, dessen geschichtliche Auffaffung muß wird ausdrücklich vereinbart, daß§ 616 des Bürgerlichen Gesezdurch fern abliegende Dinge getrübt sein.( Sehr wahr!) Wir buchs, der von der Entlohnung bei unverschuldeter Arbeitshinderung empfinden die Gründung aus unsrer preußischen und deutschen Ge- handelt, auf gegenwärtiges Dienstverhältnis teine Anwendung finnung heraus als einen Gedent- und Ehrentag unfres Volls und haben finde." Dieser Vertrag ist von jedem einzelnen Arbeiter zu unteruns deshalb für verpflichtet erachtet, ihn angemessen und würdig schreiben. zu feiern! Keine würdigere Feier, als wenn man dem heran: So schlagen die Herren Unternehmer dem Gesetz ein Schnippchen, wachsenden Geschlecht die Bedeutung eines solchen Ehrentags objektiv wenn es ihnen einmal unbequem ist. Es wird nötig sein, daß dieser vorführt. Die Schrift giebt eine objektive Darstellung; woraus Gejeges- Verhöhnung durch eine weitere Maßnahme ein Riegel vor bergeleitet wird, daß in derselben Schattenseiten bemäntelt werden, geschoben wird. weiß ich nicht; ich widerspreche solchen Verdächtigungen ganz entschieden. Der allgemeine Geschichtsunterricht in den Schulen braucht deshalb nicht minder objektiv zu sein. Wenn die Rede des ersten Vorredners Männerstolz vor Königsthronen sein sollte, so ist das Geschmackfache. Stadtv. Borgmann( Soc.): Die Denkschrift gelegentlich der Hundertjahrfeier ist uns seiner Zeit allen unterbreitet worden, diesmal hat man davon auffälligerweise Abstand genommen. Wir sollen doch die Festschrift decken, da müssen wir doch von ihr Kenntnis haben. Im Etatsausschuß hat man mir einmal gefagt, als ich darüber flagte, daß in den Gemeindeschulen ein eigentlicher Geschichtsunterricht überhaupt nicht erteilt wird, Herr Falt habe Ansland. Der kriegslorbeermüde Waldersee. Feldmarschall Graf Waldersee hat seiner Gemahlin am Neujahrstage ein Telegramm gesandt, dessen Wortlaut die„ Köln. Zeitung" wie folgt mitteilt: Endlich Aussicht auf Frieden. Hurra!" Während Graf Waldersee dergestalt den bevorstehenden Frieden fignalifiert, schreiten die Friedensverhandlungen Die dank der diplomatischen Gründlichkeit nur langsam fort. So meldet Bom Polizeikampf gegen die Gewerkschaften. Apenrader Polizei erklärte vor kurzem das dortige Gewerk- ein zuweilen offiziös bedientes Berliner Blatt: Die definitiven Friedensverhandlungen in schaftskartell für politisch und gestatte ihm nicht die Abhaltung eines Bergnügens mit Damen. Jegt verbot man auch der Apenrader Peking werden, wie wir aus bester Quelle mitteilen können, er st 3ahlstelle des Verbands der Deutschen Buchbeginnen, nachdem ebenso wie die Note der Mächte auch die bruder, einer durchaus politisch neutralen Gewerkschaft, die Ab- Antwort der chinesischen Regierung, daß sie die eine völkerrechtliche haltung einer Silvesterfeier. Der Apenrader Zweigverein des ge- Präliminarien annimmt, nannten Verbands sei ein politischer Verein, an dessen Veranstaltung& orm erhalten hat. Daran wird augenblicklich gearbeitet. Russische Operationen in der Mandschurei. Frauen und Minderjährige nicht teil nehmen dürften. Gegen diese Nach dem russischen Generalstabsbericht wurde Ende November polizeiliche Maßnahme ist gerichtliche Entscheidung beantragt. und Anfang Dezember die Säuberung der Mandschurei von Banden und Die Provozierung von Streiks durch die Unternehmer flüchtigen chinesischen Soldaten fortgesetzt. General Fod marschierte von es so angeordnet und in den höheren Schulen stände es nicht besser ist bekanntlich durchaus nichts Seltenes. Sie suchen den Kampf Kuantai nach Tschapi- Tschou, von wo aus er seine Refognoscirungen darum.( Der Vorsteher bittet, nicht weiter abzuschweifen.) Die herbeizuführen, sei es, um die Organisation der Arbeiter zu ver- über Tingutin bis Ardadjau weiter fortsetzte, ohne auf den Feind zu Wahrheit der preußischen Geschichte, die wollen Sie ja gar nicht nichten oder doch zu schwächen, sei es, un auf diese Weise die Stoßen. Deshalb kehrte der General am 21. Dezember nach Kirin geben.( Lebhafte Unruhe; der Vorsteher verweist dem Redner Preise der Produkte in die Höhe zu treiben; in der Regel suchen sie zurück. Nach den eingegangenen Berichten wandten sich die UeberStadtv. Schwalbe( A. 2.): Es ist ja ein wunder Punkt, daß barone auf einen Streik hinzuarbeiten. Die Berglente thun ihnen mit der Rückkehr des Generals Fock ist die Expedition nach den damit beides zu erreichen. So scheinen jetzt die böhmischen Gruben- refte der von General Kaulbars geschlagenen größeren Haufen chinesischer Soldaten, in kleinere Trupps verteilt, gegen Ninguta. wir die Schrift nicht erhalten haben. Ich habe sie ge- jedoch den Gefallen nicht. Am 26. Dezember wurde in Turn eine Quellen des Sungari als beendigt anzusehen, da zwei größere lesen und bestätige, was die Vorlage von ihr sagt. Wer Konferenz des Verbands der Bergarbeiter abgehalten. wvill bestreiten, bestreiten, daß Preußen groß geworden ist durch Auf Grund der Berichte der Delegierten wurde eine Re- Banden, welche einige tausend Mann zählten, auseinander getrieben die Hohenzollern?( Burufe.) Solche Ausdrücke und Reden Das Erscheinen wie vorhin, die unfre Bersammlung nach außen in einen falschen folution gefaßt, in welcher es heißt, daß die Bergleute an der wurden, so daß jezt in dem Dreied Kirin- Jtundshu- Tschapitschou wie vorhin, die unsre Versammlung nach außen in einem falschen Forderung des Achtstunden tags festhalten, daß sie aber kein ernstlicher Widerstand mehr geleistet wird. Licht erscheinen lassen müssen( Zustimmung und Widerspruch), kann zunächst ihre Organisation ausbauen, die Streiffaffen füllen müßten, russischer Truppen in diesen gebirgigen Schluchten und Einöden der ich nur höchlich mißbilligen. che sie zu einer Zeit, die ihnen am günstigsten erscheine, den Mandschurei machte auf die chinesischen Soldaten starken Eindruc; Stadtv. Stadthagen: Der Oberbürgermeister irrt, wenn er Kampf von neuem aufnehmen würden. Die Unternehmer schüren dieselben kehren zu ihren Arbeiten zurück. meint, ich hätte ein Wort über die Schrift gesagt; ich habe also trotzdem weiter, die bürgerliche Presse meldete bereits von dem Die Expedition des Generals Bailloud, auch kein Wort der Verdächtigung gesagt, und dieser Ausdruck fiele bevorstehenden Ausbruch des Kampfs am 8. Januar. der nach Schingtingfu abgegangen war, um dem dort von regulären eventuell auf ihn zurück. Gegen die Art, wie er und chinesischen Truppen bedrohten Obersten Guillet zu Hilfe zu kommen, Herr Schwalbe die Geschichte auffassen, muß ich nochmals protestieren. Einige Belegschaften haben sich, wie es scheint, trotz des obigen ist jetzt beendigt. Die Chinesen haben ohne Kampf die Flucht erNicht der Einzelne macht die Geschichte und nicht der Herrscher, Beschlusses zur Aufnahme des Streits hinreißen lassen. Ein offizioses griffen. sondern die gesamte Menschheit mit ihrem Ringen nach Freiheit und Telegramm aus Brüg vom 2. Januar( bereits im Depeschenteil verExplosion eines deutschen Geschützes. Gleichheit; der Mann auf dem Thron kann wenig dazu öffentlicht) befagt: Behufs Durchfegung der Forderung der Acht Nach einer in London eingetroffenen Meldung aus Tientsin foll thun, aber viel daran hindern. Nicht mur meine Freunde, it undenschicht haben die Belegschaften in den Schächten des bei dem Salutschießen am Neujahrstage in Peitang ein Geschüt sondern der übergroße Teil des deutschen Bolts steht auf dem den Brüger, Duger und Oberleutensdorfer Reviers heute die Arbeit vor- explodiert sein, wobei fünf Deutsche auf der Stelle getötet und beiden Herren ganz entgegengesetzten, der Wahrheit näher kommenden zeitig teilweise oder ganz eingestellt. Ueber einzelne Schachtarbeiter vierzehn verwundet worden seien, von diesen fünf Standpunkt. So weit Hohenzollern thätig gewesen wurden deshalb Disciplinarstrafen verhängt. Ein Arbeiter wurde tödlich. An Berliner amtlichen Stellen ist von einem solchen Unfind ich spreche natürlich nicht bon den lebenden haben sie nichts gethan, was der Kultur- wegen öffentlicher Gewaltthätigkeit verhaftet und in das Kreisgericht glüdsfall nichts bekannt. eingeliefert. bewegung oder der Größe Preußens oder Deutschlands dienlich gewesen wäre.( Stürmische Unterbrechung und anhaltender Lärm; der Vorsteher erteilt dem Redner einen Ordnungsruf.) Wenn ich nicht soll sagen dürfen, von der * Sociales. Tehte Nachrichten und Depelthen. Die Wahlen zum öftreichischen Reichsrat. Wien, 3. Januar.( Privatdepesche des„ Vorwärts".) Die heutigen Ans New York wird uns unterm 18. Dezember geschrieben: Behauptung Schwalbes ist das Gegenteil wahr, fo hätten Gleich nach der Präsidentenwahl im Jahre 1896, bei der nach Wahlen zeigen einen ganz verschiedenen Charakter in Böhmen und wir hier feine Redefreiheit.( Der Vorsteher hält eine vorhergegangener demokratischer Bundesherrschaft( unter welche die solche Ausdrucksweise für eine Beschimpfung Schwalbes.) Wenn schwere Strise von 1893 fiel) die republikanische Partei den Sieg in allen andren Ländern. In Böhmen hat die Socialdemokratie eine die Bewegung von 1813-1815 in dem Buche erwähnt ist, davontrug, erfolgten an allen Ecken und Enden Lohnreduktionen, schwere Niederlage erlitten. Von den fieben Mandaten, die wir bewie versichert wird, ist auch der Bewegung nach 1815 Beschränkung der Produktion in einer Reihe Industriezweigen und faßen, haben wir sechs verloren. Gewählt wurde nur Hannich in Reichengedacht, ist erwähnt, daß ein preußischer König, wie der gänzliche Schließung von Fabriken in manchen derselben. Der berg. Olmüz ist gleichfalls verloren gegangen, Schönberg dagegen bea jetzt von Poschinger veröffentlichte Brief Friedrich Wilhelms IV. gleiche Prozeß wiederholt sich jetzt, indem gleich nach den Wahlen hauptet worden. In Schlesien ist nicht nur das Teschener Mandat bea beweist, die Stieberei und Dieberei, das Erdichten von Verbrechen zahlreiche Vorgänge jener Art gemeldet wurden. Es kommt hauptet, sondern auch das Troppauer nen gewonnen worden, so von Polizeiwegen begünstigt und und anbefohlen habe? Mit dabei in erster Linie die Eisen- und Stahl- Industrie in Betracht, und jenem Briefe ist bewiesen, daß der kommunistische Prozeß, der da aus derselben andrerseits Meldungen über geplante oder schon in daß eigentlich ganz Schlesien socialdemokratisch gewählt hat. Ladenberg- Prozeß, auf Wunsch und Befehl des damaligen Königs Ausführung begriffene großartige neue Anlagen erfolgten, so ist anzu Bon Brünn und Graz, o direkt gewählt wird, ist das Endresultat noch nicht bekannt. Einen gewaltigen Erfolg haben wir in von der Polizei angezettelt worden sind, die Korruption der Polizei nehmen, daß sich die Schließung von Werken in dieser Industrie veranlaßt ist durch den damaligen König. Steht das in der Schrift? wie es es auch schon 1896 der Fall war den Nieder- Oestreich zu verzeichnen, einen Erfolg, der um so schwerer ( Stürmische Heiterkeit und andauernder Lärm, der die Worte des Auflauf derselben durch die diversen Riesen Korporationen wiegt, als er gegen den stärksten Gegner errungen wurde. Redners vielfach übertönt und erdrückt.) zurückführen läßt. In den von diesen Sorporationen vor In Wien wurden Ellenbogen und Schuhmeier gewählt. Steht in der Schrift von der Demagogenriecherei, die die Könige her geeigneten Werken sind verbesserte Maschinen oder nene Adler kommt in die Stichwahl. In Wiener Neustadt hat mit Wohlgefallen gefehen haben. Steht der Verfassungs- Produktionsprozesse eingeführt worden, welche eine große Anzahl Bernerstorfer gegen den christlich- socialen Landesausschn bruch nach 1848 darin?( Der Vorsteher untersagt dem Hände" überzählig gemacht und es ermöglicht haben, mit einer glänzend gefiegt. Noch bedeutsamer erscheint das ziffernmäßige Redner, in dieser Weisen fortfzufahren, das sei schon mit Rücksicht auf geringeren Anzahl Arbeitskräften mehr Produkte auf den Markt zu Resultat. Die Chriftlich- socialen haben über 10000 Stimmen die beengte Stellung der Versammlung zu politischen Diskussionen unbringen, wie vorher unter Einfluß der unabhängigen Fabrikanten reip. statthaft, aber er erlaube auch nicht, daß in solchen Wendungen über die Gesellschaften geliefert wurden. Mit jener Produktions- Vereinfachung verloren. Wir fast in allen Bezirken gewonnen, so daß wir ihnen Königshäuser hier gesprochen werde. Der Redner sollte fich mäßigen hat in der Eisen- und Stahlindustrie bekanntlich vor einem guten mun hart an den Leib gerückt find. Die Christlich- socialen dürften einen oder ihm werde das Wort entzogen.) Ich habe mit peinlichster Ge- Jahrzehnt die Carnegie Comp. den Anfang gemacht, womit auf ländlichen Bezirk auch an die Deutsch Nationalen verlieren, wissenhaftigkeit vermieden, ein Urteil abzugeben, aber nach der einen Schlag die qualifizierten Arbeiter( Puddler 2c.) von ihrem wo ihr Häuptling Geßmann in eine schlechte Stichwahl kommt. Ihr Herausforderung durch Herrn Schwalbe kann man mir nicht hohen Lohnniveau herabgebracht wurden.( Diefelben verdienten bei Verlust ist von neun Mandaten vier. Lueger selbst hat nur mit übelnehmen, wenn ich an einige Glanzpunkte erinnere. Es dem alten Produktionsverfahren wöchentlich 100 Doll. und darüber, weitausend Stimmen Mehrheit über Reumann gefiegt. Große Er darf in dem Buche nicht stehen, alles Gute fommt von heute ist der Durchschnittslohn von 15-20 Doll.) Die Carnegie Comp. folge errangen die Deutsch- Rationalen. Sie gewannen in Böhmen Hohenzollern, sondern es muß Licht und Schatten gleich war es auch, welche vor ca. 8 Jahren das Verfahren einführte, Stahl dirett berteilt sein. Und wo bleibt die Zurüddämmung der aus flüffigem Roheifen herzustellen, statt aus den von weit entfernten fünf Mandate. Wien, den 3. Januar.( W. T. B.) Bei den heutigen Wahlen Kulturbewegung?( Abermalige Unterbrechung durch die Glocke Schmelzereien bezogenen Eisenbarren. Neuerdings hat die Gesellschaft bes Vorstehers, der die Fortsegung weiterer politischer eine Brücke über den Monongahela- Fluß banen laffen, lediglich zu dem der allgemeinen Wählerklasse in Oberöstreich behauptete die katholische dem der Tendenz, Anführungen mit englische Meile ent- Volkspartei die zu besetzenden drei Mandate. In Salzburg unterlag Königshause Nach- Zweck, das flüssige Eisen aus ihrer eine die teiliges zu sagen, verbietet. Zurufe, gegen Redner fernten Schmelzerei nach den Stahlwerken in Homestead zu schaffen, der Kandidat der katholischen Volkspartei gegen den Kandidaten ihn in seiner Nedefreiheit zu schüßen bittet. Vorsteher: Sie während dasselbe vorher einen Weg von vier Meilen zu machen hatte. der deutschen Parteien. In Istrien wurde ein Italienisch- Liberaler haben genug Redefreiheit! Redner: Nein! Vor- Jenes Verfahren wird jetzt in allen großen Stahlwerken eingeführt, steher: Mehr friegen Sie nicht! Die stürmische Er- wodurch wiederum eine große Anzahl Arbeiter überflüssig" wird, regung der Versammlung dauert an.) Redner schließt mit während für die übrigen Lohnreduktionen stattgefunden haben oder in einem Eazz, der auf der Tribüne nicht verstanden wird, Aussicht stehen. So ist den Arbeitern der Eisen- und Stahl- sowie Draht: aber dem Redner einen zweiten Ordnungsruf einträgt. Stadtv. Carl Goldschmidt( N. L.) beantragt, die Angelegenheit um 8 Tage zu vertagen. Dieser Antrag wird abgelehnt und die Vorlage gegen die Stimmen der Socialdemokraten angenommen. Nach Erledigung einiger weiterer Gegenstände schließt die Sigung um 3/410 Uhr. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. neugewählt. Bei den Wahlen in Schlesien unterlag in Troppau der Schönerianer dem Kandidaten der Socialdemokraten. In Steiermark wurde der Kandidat der Christlich- Socialen und der der SlowenischKlerikalen wieder, der Kandidat der katholischen Bolskpartei nengewählt. Das Ergebnis von Graz steht noch aus. In Goerz wurde der Nationaltonferative Slowene wiedergewählt. In den Städten der Bukowina wurden zwei Deutschfortschrittliche wiedergewählt, in den Städten Krains wurden ein Slowenisch- Christlich- Nationaler wieder- und zwei Industrie am Hauptsiz derselben, Pittsburg Allegheny City Pa. ( mit den der Carnegie- und sonstigen Gesellschaften gehörenden Orten Homestead, Mc Keesport, Dubuque, Braddod usw.) zum 1. Januar eine solche Reduktion angekündigt worden unter der Motivierung, daß die Einführung neuer und Verbesserung alter Slovenisch- Liberale neu gewählt. Maschinen, sowie Anwendung besserer Produktionsverfahren eine Vermehrung der Produktion herbeigeführt hätten, an der die Arbeiter durch Weiterzahlung der bisherigen Löhne zu Unrecht partizipierten! Versammlungen. Vom Kriegsschauplatz in der Kapkolonie. Kapstadt, 3. Januar.( Telegramm des„ Renterschen Bureaus".) Die britischen Truppen haben Jagersfontein und Fauresmith geräumt, um sich konzentrieren zu fönnen. Die britischen Bewohner beider Orte wurden nach dem englischen Lager bei der EdenburgRoad Station geschafft. Die Zurückziehung der Truppen von Achtung, Holzarbeiter! In einer Anzahl Werkstellen find Die Rammer nahmen in einer gut besuchten Versammlung fo entlegenen Ortschaften nach einem Sammelpunkt segt die Bes Kollegen wegen Berweigerung der Unterschrift der ihnen vorgelegten, am 80. Dezember v. J. den Vericht der Lohnkommission über die hörden in den Stand, fowohl mit ihren Streitkräften wie mit den gegen die gesetzlichen Bestimmungen verstoßenden Arbeitsordnungen Antwort der Jummgent in Berlin und Steglitz entgegen. Danach Transportmitteln sparsamer umzugehen. Kapstadt, 3. Januar..( Meldung des„ Reuterschen Bureaus.") entlassen worden. Wir ersuchen nun alle Kollegen, die Arbeit suchen, hat die Berliner Jung sich nicht veranlaßt gefühlt, bis jetzt der bevor sie Arbeit annehmen, auf dem Bureau des Verbands, Engel- Kommission irgend welche Antwort auf den eingereichten Lohntarif Eine Anzahl Kisten mit der Aufschrift Kondensierte Milch", die nach zugehen zu lassen, während die Stegliger Junung sich zu Ver- Fraserburg adressiert waren, wurden in Fraserburg Road mit Bes Ufer 15, anzufragen, ob der Meister, bei dem sie Arbeit nehmen handlungen in den ersten Tagen des Monat Januar bereit erklärt schlag belegt. Diefelben enthielten 3000 Patronen, 500 gündhütchen wollen, Kollegen wegen Verweigerung der Unterschrift entlaffen hat. hat. Die Diskussion war eine lebhafte und wurde beschlossen, der und 150 Pfund Dynamit. Solche Werkstellen sind bis zur Entscheidung durch das Einigungsamt Lohnkommission freie Hand zu lassen, eventuell bei günstigen London, 3. Januar.( W. T. B.) Die Abendblätter veröffent bom ein Telegramm aus Kapstadt streng zu meiden. Arbeitsverhältnissen im Sommer die ursprünglichen Forderungen lichen heutigen Tage, Die Ortsverwaltung. wieder geltend zu machen. Bezüglich des Ausstands bei der Firma nach welchem 80 Meilen nördlich von Matjesfontein ein Gefecht in Holzbearbeitungsmaschinen- Arbeiter! Wegen der Ver- H. Hein wurde getadelt, daß die Kollegen fich nicht mit der Zohn Gange ist. weigerung der Unterschrift des„ Kontrollbuchs" der Tischler fommission in Verbindung gesezt hatten, bevor sie die Arbeit niederinnung sind die Maschinenarbeiter von Klug, Warschauerstr. 13, in legten. Aus dem Grunde wurde die weitere Unterstügung abgelehnt. den Streit getreten. Desgleichen ist die Tischlerei von Helmich Demgemäß soll auch in Zukunft verfahren werden. Porto Ferrajo, 8. Januar.( W. T. B.) Heute sind nahezu 2000 Minen- und Fabrikarbeiter in den Ausstand getreten. Hierzu 1 Beilage n. Unterhaltungsblatt. Berantwortl. Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Tb. Glede in Berlin. Drud und Berlag von Mag Bading in Berlin. 9t. 3. i8. MMN. Keilllge Ks„Wmiirts" KeMer WlksblM. Freiw. t. IW«t 1S01. Em politisches ABC-Buch. „Die politische Unwissenheit der Menge ist unser größter Feind".— Rät der Leser, wo dieses schöne Wort zu finden ist? Wir bezweifeln es, und um kein unnützes Kopfzerbrechen zu veranlassen, sei es gleich verraten. Dieses Wort bildet das Motto zum politisch-socialen ABC- Buch des Centrums, das drei wackere Schwaben, die Herren Schriftsteller S i e b e r tz, Redacteur Erzberger und Pfarrer und Landtagsabgeordneter Schwarz im Jahre des Heils 1800 herausgegeben haben. Man darf sich füglich wundern, ein solches Motto aus Centrumsmunde zu hören. Ist es doch männiglich bekannt, daß die ultramontane Partei ihren Einfluß nur der politischen Unbildung seiner Gefolgschaft verdankt. Wenn und wo das Centrum in der letzten Zeit durch mündliche und schriftliche Agitation manches gethan hat, so nur unter dem Zwange der Verhältnisse, weil es sich bedrängt fühlte, nament- lich von der Socialdemokratie, gegen die sich ja die Haupt- arbeit des Centrums richtet. Wo das Centrum seiner Bezirke sicher ist, da kümmert es sich den Teufel um seine Wähler. Es giebt sogar im„aufgeklärten" Rheinland zahlreiche Wahl- kreise, wo der Abgeordnete sich noch nie seinen Wählern von Angesicht zu Angesicht gezeigt hat. Der Kandidat wird von der Provinzial-Wahlleitung hinbeordert, vom Wahlkomitce beim Abendschoppen genehmigt— die Wähler aber sehen und hören ihren„Vertreter" nicht; sie wählen ihn. weil es der Herr Pfarrer sagt, und wählen ihn wieder, so lange ihnen nicht ein andrer genannt wird. Es ist bezeichnend, daß das Centrum bis heute noch kein politisches oder socialpolitisches Programm aufzuweisen hat und daß es als letzte der Parteien daran geht, seinen Wählern ein poli- tisches Handbuch zu schenken. Was lange währt, von dem erwartet man, daß es gut ist. Hier trifft das Gegenteil zu: von allen Partei-Handbüchern ist das ultramontanc das weit- aus schlechteste. Wie es in der von dem Schriftsteller Gisberts geschriebenen Vorrede heißt, wurde das Bedürfnis nach einem solchen Hand- buch in Centrumskreiscn schon lange empfunden. Auf der Katholikenversammlung in Dortmund hatte bereits„u n s e r großer Grübe r"(wörtlich) darauf hingewiesen: man könne die Herausgabe eines solchen Buchs nicht freudig genug be- grüßen. In einer Arbeiterversammlung, wo ein heftiges Rededuell zwischen einem Socialdemokraten und einem Mit- gliede des katholischen Arbeitervereins stattfand, kam Herrn Schriftsteller Sieberts der Gedanke,„die schon lange zum Wohle des gesamten katholischen Volks gestellte Aufgabe zu lösen." Das Ergebnis seiner und seiner Mitarbeiter Be- mühungen haben wir nunmehr in dem„Politischen ABC-Buch" vor uns. Es versteht sich, daß in einem politischen Handbuch die Verdienste der Partei, zu deren Nutzen es geschrieben ist, kräftig herausgestrichen werden. Das' läßt sich mit Geschick. aber auch ohne Geschick machen. Hier trifft das letztere zu. Wir erfahren, daß das Centrum der einzig wahre Freund des Volks) und seiner sämtlichen Klassen, Stände und Berufe ist. Die Partei, so wird uns immer wieder versichert, vertritt mit demselben Eifer und Erfolg die Interessen der Industrie und der Landwirtschast, der Handwerker, der Arbeiter, der Handels- angestellten usw. Man darf sich nur wundern über die Un- dankbarkeit der Leute, die das nicht einsehen wollen. Wenn es zuträfe, dürfte es eigentlich keine andre Partei außer dem Centrum geben. Leider aber steht die Partei heute noch an Wählerzahl auf demselben Standpunkte wie im Jahre 1874, und im Verhältnis zur abgegebenen Stimmcnzahl ist sie von 28 Proz. auf 18 Proz. zurückgegangen! Wir lernen aus dem ultramontanen Handbuch(Seite 456), „daß die Centrumspartei bei allen Fragen, die die Ver- teidigung des Vaterlands betrafen, stets nur das wahre Wohl des Volks im Auge hatte und verteidigte". In Marinefragen(Seite 287) hat das Centrum„dem Vaterlande zum Schutz Wehr und Waffen bewilligt, deren es bedarf, dem Volke aber hat cL keine neuen Steuerlasten auf- erlegt, die es erdrücken". Und endlich in Steuerfragen bringt das Handbuch den Nachweis,„daß das Centrum stets für eine bessere Besteuerung der leistungsfähigen Kräfte und gegen jede Erhöhung der indirekten Steuern sich erklärte. Auch in Stcuerfragen hat sich also das Centrum glänzend bewährt als die Partei, die die Interessen des Volks am geschickte st en und besten zu ver- treten wei ß." Das alles gilt, wohl gemerkt, nicht von einem Centrunr im Monde, sondern vom leibhafttgen deutschen Centrum, dem wir das indirekte Steuersystem mit seiner ungeheuerlichen Belastung des arbeitenden Volks, dem wir damit den Militarismus, der auf diesem Steuersystem basiert, dem wir endlich den weltpolitischen Schwindel mit seinen Opfern an Gut und Blut, an politischem und moralischem Ansehen verdanken. Dem Centrum gegenüber sind natürlich die übrigen Parteien, mit Ausnahme der seelenverwandten Konservativen, nichts als ohnmächtige Stümper und böswillige Volksfeinde. Das gilt namentlich von der Socialdeniokratie, die nicht nur nichts für die Arbeiter gethan hat, sondern absichtlich auf ihr Elend hinarbeitet, da sie ja nur von der Verhetzung und Er- bitterung der Massen lebt; die das Handwerk und den Bauernstand zu Grunde richten, Religion und Familie ver- Nichten will, um auf den Trümmern des allgemeinen Zu- sammenbruchs ihr blutiges Schreckensregiment zu errichten. So lehren uns wenigstens in den verschiedensten Artikeln die Herausgeber des ultramontanen Handbuchs. Was die Socialdemokratie für eine nichtsnutzige Gesell- schaft ist, das sehen wir am besten an ihren Führern.„Die internationale Socialdemokratie, so heißt es Seite 378, wurde gegründet von drei jüdischen Großkapita- listen: Ferdinand Lassalle, Karl Marx und Friedrich Engels". Großartig\ Karl Marx, dem es so bitter schlecht ging— ein Großtapitalist, und Friedrich Engels— ein Jude! Und wie die Gründer, so ist auch„die jetzige Führerschaft der Socialdemokratie ganz v e r j u d e t"(Seite 241). Und nicht nur das:„die eigentlichen Führer der Socialdemokratie sind sämtlich reiche Leut e". Liebknecht bezog und Auer bezieht ein großartiges Gehalt, Stadthagen hat eine „fürstliche" Wohnung. Bebel und Vellmar können sich die „herrlichste Villa" leisten.(Seite 541.) B e b e l s V i l l a ist ein eigner Artikel gewidmet(Seite 210 und 211). Wir erfahren den genauen Preis, die bauliche Ein- richtung der Villa, die Wohnung des Gärtners im„ungesunden Souterrain" wird beschrieben— alles Dinge, die für die politische Bildung derCentrumswähler.wiejedermann einsieht, vonunerläß- licher Notwendigkeit sind. Wie die socialdemokratischen Führer zu ihrem Wohlleben gelangen, darüber belehrt uns der Artikel „Agitationsgelder"(S. 21—23):„Thue Geld in deinen Beutel— heißt es für den Arbeiter, wenn er an der social- demokratischen Bewegung teilnehmen will". Weiter erfahren wir, daß von den Hunderttausenden, die„den deutschen Ar- beitern aus der Tasche gezogen" werden, nur 10 Proz. den Mitgliedern, dagegen 90 Proz. für Agitation und Verwaltung den Führern zu gute kommen.„Das ist das Ergebnis der socialdemokratischen Kassenführung"— rufen entrüstet die Verfasser des ultramontanen Handbuchs aus.„Die armen Arbeiter müssen zahlen und immer wieder zahlen, damit die Kosten der Agitationen gedeckt werden, die Führer aber freuen sich ihres Reichtums und bereden die große Masse immer wieder, noch mehr Arbeitergroschen auf den Altar der Propaganda niederzulegen." Gegenüber einer solchen Partei mit solchen Führern ist äußerste Strenge geboten:„Die marxistische Richtung des SocialiSmus ist nicht minder gefährlich als der A n a r ch i s m u s".(Seite 44.) Und selbstverständlich ist es einem katholischen Manne unmöglich,„seine Stimme zu geben einer Partei, die es als ihre Aufgabe betrachtet, die Religion zu vernichten und auszurotte n." Aber nur Geduld, die Strafe für die Unthaten der Social- demokratie ist nahe. Die Partei befindet sich nämlich, wie das Centrumshandbuch S. 439—443 nachweist, in einer selbst- vernichtenden Mauserung:„Man lasse sie auf dem Wege nur ruhig fortmachen— sie wird an dem inneren Zwie- spalt unfehlbar zu Grunde gehe n". Wenn das der Fall ist, dann versteht man nicht recht, weshalb die drei Schwaben ihr„Geschichtliches, social- politisches und apologetisches Nachschlagewerk" geschrieben haben, das sich zu vier Fünfteln mit der Socialdemokratie beschäftigt. Die Herausgeber bitten in der Vorrede„alle Leser des Werks, etwa ihnen auffallende Ungenauigkeiten nachsichtig beurteilen zu wollen". Gewiß, Ungenauigkeiten entschuldigen auch wir gerne. Aber was wir nicht entschuldigen und was auch nicht entschuldigt werden kann, das ist die t o t a l e U n- k e n n t n i s und die rüpelhafte Gehässigkeit, am allerwenigsten bei einem Buche, das der Bildung unaufgeklärter Schichten dienen soll. Die Socialdemokratie, deren Bekämpfung das Buch vor- zugsweise dienen soll, hat nichts davon zu fürchten. Die Centrumsleute, die mit den Geisteswaffen aus dem Mach- werk der drei ABC-Schwaben gegen uns anrücken, sind uns nicht gefährlich. Die„Menge" aber, deren Unbildung das Buch abhelfen soll, hat allen Grund, zu sagen: Die politische Unwissenheit unsrer Führer ist unser größter Feind l— Zu den Landtagswahle» in Lippe, die unfern dortigen Parteigenossen so schöne Siege gebracht haben, hatten sich bürgerliche Blätter die NoterllSrnng znrecht gemacht, die Parteigenossen hätten bei der Wahlagitation ihre eigentlichen Ziele sorgsam verhüllt und sich lediglich als socialreformerische Partei aufgespielt. Dem gegen- über wird in unserm Bielefelder Partciblatt ausdrücklich festgestellt, daß dies durchaus unwahr ist. Die Agitation ist in Wort und Schrift unter Hervorhebung aller unsrer Bestrebungen in durchaus principieller Weise geführt worden; sogar der„ZukmiftSstaat" hat eine große Rolle iii der Wahlagitation gespielt. Daß trotzdem unter den Leuten, die für uns, nament- lich in der Stichwahl, gestimmt haben, eine Anzahl Nichtsocialdemo- kraten waren, soll gar nicht bestritten werden. Sie sind teils durch den kleinlich- fruchtlosen Streit um Personenfragen in den bürger- lichen Parteien, teils durch die Erkenntnis von der Unfähigkeit der freisinnigen Landtagspolitiker dazu getrieben worden, trotz des „Zukunftsstaats" für nnsre Kandidaten zu stimmen. Die Thätigkcit der socialdemokratischen Abgeordneten im Landtage wird ihnen hoffentlich zeigen, daß sie ihre Abstimmung nicht zu bereuen haben und wird sie aus bloßen Mitläufern zu dauernden Anhängern unsrer Partei machen. Gemcindcwahlen. In folgenden Orten des Königreichs Sachsen wurden socialdemokratische Kandidaten gewählt: Stelzen darf 1 und 1 Ersatzmann, Den beul, Mülbitzl, Flemmingen 1, Vielau 2 und 2 Ersatzmänner, R a s ch a u die ganze Liste. In Württemberg wurden in die Bürgerausschüsse gewählt: in Böckingen 1 Parteigenosse, in Winterlingen 4, in Güglingen 1; in Baltmannsweiler ging der ganze Arbeiterzettel durch. Auf ein zehnjähriges Bestehe» konnten am 1. Januar auch das„Volksblatt für Gotha" und das„Volksblatt für Hessen" in Cassel zurückblicken. Da die betreffenden Nummern bei uns auS- geblieben sind, können wir leider aus der Geschichte der Blätter keine Mitteilungen machen. Partcipresse. AuS der Redaktion der„Freien Presse für Elsaß-Lothringen" in Straßbnrg schied am 1. Januar der Genosse Jean Martin auS. Er gehörte dem Redaktionsverbande seit Bestehen des Blatts an. Justus Schwab, ein in der amerikanischen Arbeiterbewegung sehr bekannter Mann, ist, wie die„New Dorker Volks-Ztg." berichtet, am Abend des 17. Dezember in New Dork gestorben. Vor 53 Jahren wurde er in Frankfurt a. M. geboren, als Sohn eines Achtundvierziger- Revolutionärs. und zeigte schon als Knabe einen stark cntwickelten Unabhängigkeitssinn. 1866, als die Preußen in Frankfurt einrückten, spielte er ihnen einige arge Streiche, so daß der Vater Not hatte, sich selbst der Bestrafung für die Thaten seines Sohns zu entziehen. Als er Soldat werden mußte, konnte er dem preußischen Drill keinen Geschmack abgewinnen und desertierte aus seiner Garnison Kassel nach Paris, wo er als Gärtner arbeitete. Von dort wanderte er nach New Dork aus, eniährte sich erst als Maurer, dann als Chorsänger beim Stadttheater und fing schließlich eine Schankivirtschaft an, die mit der Zeit der Sammel- Punkt des deutschen revolutionären Elements in New Dork wurde. Justus Schwab beteiligte sich persönlich in hervorragendem Maße an der Arbeiterbewegung und hatte unzählige RencontreS mit der Polizei. Schwab, der keinem Unternehmen fernblieb, welches die Besserung der Lage der Arbeiter, Aufklärung unter den Massen be« zweckte, war auch einer der Gründer der„New Dorker Volkszeitung" und erster Präsident der VcrlagSgcsellschast und gehörte letzterer bis zu seinem Tode an. Polilelliches, Gerichtliches uslv. Auster Verfolgung gesetzt wurden nnsre Genossen May. Frantzen, Schaal und W ü st h o s s in Solingen, gegen die bekanntlich ein Verfahren wegen Majestätsbeleidigung ein« geleitet worden war. Auch das gegen den Genossen Frantzen als Verleger wegen Uebertretung des Preßgcsetzes eingeleitete Verfahren ist eingestellt worden. Der Beschluß des königl. Landgerichts lautet dahin,' daß sowohl in rechtlicher wie auch in thatsächlicher Beziehung die Voraussetzungen der Thäterschaft fehlen. Aus dev Frsuenbemegung. Im Verein Fraueuwohl wird Frau Emma Ihrer Montag, den 7. Januar, im Falk-Realgymnasium, Liitzowstraße 84e, abends 3 Uhr einen Vortrag über das Thema:„Die nächsten Ziele für den Arbeiterinnenschutz" halten. Männer und Frauen haben freien Zutritt._ Was Ulltttnehmr nach Ansicht eines Staatsanwalts sich in Prensien erlanben dürfen! Gegen den Töpfer Hugo David und den Buchdrucker Eugen Ernst richtete sich eine Anklage wegen Beleidigung durch die Presse, welche die 2. Strafkammer am Donnerstag in einer vier volle Stunden währenden Verhandlung beschäftigte. Die Beleidigung soll enthalten sein in einem Flugblatt, welches dcrCentral-Verband der Töpfer im vergangenen Sommer verbreitete. Dies Flugblatt legt die Ursachen einer Sperre dar. die der Töpfcr-Verband im Juni v. I. über die Firma E. Schöffel verhängte. Unter anderm wird in dem Flugblatt gesagt, die beiden Firmeninhaber, die Herren Schöffel und Stein ständen Ivegen ihres brutalen Betragens in keinem guten Ruf bei den Berliner Ofensetzern. Nach dem Streik sei es etwas besser gewesen, aber bald hätten die früheren Zustände wieder Platz gegriffen. Die Kollegen, ivelche dagegen protestierten, seien entlassen worden usw. — David ist angeklagt, weil er das Flugblatt verfaßt hat, und Ernst, weil er sich als Geschäftsführer der Druckerei von Witzel, in der das Flugblatt hergestellt wurde, der Mitthäterschaft schuldig gemacht haben soll. In der Verhandlung vor der Strafkammer stellte David die Ursachen der Sperre folgendermaßen dar: Kurze Zeit nach Beendigung des Streiks wurde den Ofensetzern der Firma E. Schöffel ein Schriftstück zur Unterzeichnung vorgelegt, dessen Inhalt gegen die auch von dieser Firma anerkannten Einigungsbedingungen verstieß. Wer nicht unterschrieb, wurde entlassen. Ver- gebens habe die Organisation der Töpfer versucht, durch Unter- Handlungen mit den Geschäftsinhabern eine friedliche Lösung des Konflikts herbeizuführen. Auch vor dem von den Arbeitern an- gerufenen Einigungsamt des Gewerbegerichts seien die Herren Schöffel und Stein nicht erschienen, und erst, als somit jede Einigung aussichtslos war, sei die Sperre verhängt und da? Flugblatt verbreitet worden. Die Beweiserhebung hatte hauptsächlich den Zweck, festzustellen, ob, wie das Flugblatt sagt, die Herren Schöffel und Stein Arbeiter brutal behandelt haben. Zeuge Schöffel, der ebenso wie der andre Firmeninhaber Stein als Nebenkläger zugelassen ist. sagte, zwischen ihm und seinen Arbeitern herrsche das beste Einvernehmen, sie bildeten gewissennaßeit eine große Familie. Er führe im Geschäft allerdings ein st r e n g e S Regiment. Quertrerbereien dulde er nicht, und wenn sich mal ein Agitator in seine Werkstatt einschleichen sollte, und er fasse ihn, dann ivürde er ihn lvohl zu Boden schlagen.— Als dem Zeugen vorgehalten wird, er solle in einem Falle zu einen» Arbeiter gesagt haben:„Halten Sie das Maul!" meint der Staatsanwalt: i,Nu», das wird doch von einem Töpfer nicht fo schlimm aus- gefastt. Die Töpfer sind doch keine besonders zartfühlenden Leute und können, wie alle Arbeiter ans dem Bau, ein herzhaftes Wort vertragen.— Zeuge Töpfermeister Stein giebt es als möglich zu, daß er in einem bestimmten Falle zu einem jungen Gesellen gesagt haben könne:„Sie sind ein undankbarer Lümmel, der verdiente, daß man ihn hinter die Ohren haut I" Mehrere als Zeugen vernommene Ofensetzer, die jahrelang bei der Firma Schöffel arbeiten, können sich selber nicht über schlechte Behandlung beklagen, sie meinen aber, wer nicht gut behandelt worden sei, der habe es miÄ nicht besser verdient. Andre Zeugen, die nur einige Wochen im Geschäft von Schöffel u. Stein beschäftigt ivaren, sprachen sich da« gegen weniger günstig über die Umgangsformen der Meister und Poliere aus. Zeuge Donner bekundet, er sci� entlassen worden, weil er eine Arbeit(Trennen eines Gesimses), die nach dem Tarif besonders bezahlt werden niuß, nicht u n e n t g e I t I i ch a u s f ü h r e n wollte. Als er darüber mit dem Meister Stein sprach, habe dieser gesagt:„Lassen Sie sich hier nicht mehr sehen, sonst giebt es Ohrfeigen."— Herr Stein behauptet, dieser Zeuge sei entlassen worden, weil er auf dein Bau agitiert und gehetzt habe. Auf Be« fragen durch den Staatsanwalt sagt der Zeuge, er habe, als ihm die Bezahlung der genannten Arbeit, die nach dem zwischen der Arbeiter« und der Arbeitgeber-Organisation vereinbarten Tarif ge« leistet werden mußte, verweigert wurde, den Vertrauens« m a n n des Verbands gerufen, um diesen Streit zu schlichten. Darauf bemerkt der Staatsanwalt: Das nennt man Agitation.— Ein andrer Zeuge bekundet: Als er vom Meister Stein für die Zeit, die er wegen Mangel an Arbeitsmaterinl versäumt habe, tarifmäßig die Bezahlung verlangte, habe Herr Stein die Bezahlung verweigert und gesagt: Sie können ein paar in die Fresse kriegen. Zeuge Restauratcur P l ä h n hat von seinem Lokal ans öfter bemerkt, daß auf dem Flur des Schöffelschcn Hanfes Lärm war. und dann Arbeiter hinausgeworfen wurden. Zeuge Vcrbandsvorsitzcndcr D ru n s e l ist wegen Be» schwcrden von Arbeitern bei Schöffel vorstellig geworden. Herr Schöffel habe ihn ersucht, die Beschwerdeführer zu nennen. Zeuge habe sich dessen geweigert niid die Befürchtung ausgesprochen, die Betreffenden würden dann gemaßregelt werden. Herr Schöffel habe ver- sichert, das solle n i ch t geschehen. Zeuge habedannzweiderBcschwerde« fiihrcr genannt und diese seien bald darauf entlassen worden.— Zeuge Hase hat wegen einer geringen Lohndifferenz Streit mit dem Meister Stein gehabt und hat seinen Lohn genommen mit der Bemerkung, er behalte sich seine weiteren Rechte vor. Da habe Stein gesagt: Backpfeifen können Sie kriegen. Machen Sie. daß Sie rauskommen, alter Quatsch- köpf!— Hierzu bemerkt der Staatsanwalt: Der Ausdruck Qnatschtopf ist doch nicht brutal. Legen Sie immer jedes Wort aus die Goldwage? Der Meister spricht mit Ihnen, wie es in ihren Kreisen üblich ist. Der Staatsanwalt führte in seinem Plaidoher ans, die Beweis- aufnähme habe nichts ergeben für die Behauptung, die Herren Schöffel und Stein hätten die Arbeiter brutal behandelt. Gegen David, den gewerbsmäßigen Hetzer, der nicht arbeite, sondern von Bau zu Bau ziehe, um sein Gewerbe als Hetzer auszuüben, sei eine empfindliche Freiheitsstrafe am Platz. Der Staats- anwalt beantragte gegen David eine Gefängnisstrafe von drei Monaten und gegen Ernst eine Geldstrafe von 300 M. Rechtsanwalt Victor F r ä n k l als Verteidiger der An« geklagten sprach zunächst seine Verwunderung darüber aus, daß in dem' vorliegenden Falle, wo eS sich nnr um private An« gelegenheiten des Herrn Schöffel und Stein handele, die Staatsanwaltschaft ein öffentliches Interesse für vor- liegend erachtetet Der Umstand, daß Herr Schöffel Hof« t ö p f e r m e i st e r sei. durfte doch nicht ausreichen, um den großen Zeugenapparat in Bewegung zu setzen, um die Privat« i n t'e r e s s e n des Herrn Schöffel zu vertreten. Der Verteidiger unterzog dann die Ergebnisse der Beweisaufnahme einer kritischen Würdigung und kam zu dem Schluß, daß der Wahrheitsbeweis gelungen fei, soweit das in solchen Fällen überhaupt möglich wäre. Deshalb beantrage er die Freisprechung beider Angeklagten. Ebenso| unfren Genossen an den Tag gelegte Geringschägung des großen| worden ist, daß ein achtzehnfacher Millionär, der zu 22 Jahren tuie der Verteidiger protestierte auch der Angeklagte David dagegen, historischen Gedenktags" wandte. Genosse Borgmann erinnerte Zuchthaus verurteilte Kinderfreund August Sternberg, daß ihn der Staatsanwalt als gewerbsmäßigen Heger be den Magistrat an die Pflicht, den Inhalt der von Herrn Kirschner Hauptinhaber ihrer Allien ist. Die Brauerei hat die Grundstücke zeichnete. Er( David) finde es auch recht sonderbar, daß der Staats- mit fo beredten Worten angepriesenen Schrift vorher zur Kaiferin Augusta- Allee 15/16 zu Neujahr erworben und die meist fleinen Leuten bestehenden Mieter dieser Häuser mit anwalt die wirklich recht starken Ausdrücke, die die Meister gegen Kenntnis der Versammlung zu bringen. Als Stadthagen das zweite aus Arbeiter gebraucht haben, als gar nicht so schlimm, gar nicht ver Mal das Wort ergriff und in längeren, der patriotischen Mehrheit Steigerungen bedacht, die den bisherigen Mietspreis bis zu 30 und legend ansehe, während ähnliche Ausdrüde, wenn sie von Arbeitern der Versammlung unbequemen Ausführungen ein paar schwarze Blätter 40 Prozent überschreiten! gegen Arbeiter gebraucht wurden, von Staatsanwälten und aus der preußischen Geschichte aufschlug, da gab es recht erregte Aus frommen Kreisen. Gegen den Prediger Alberti Richtern stets als Chrverletzung, Drohung u. dergl. angefehen Auftritte. Biemlich schlecht beraten zeigte sich der Vorsteher Herr von der hiesigen Dankesgemeinde war vom Konsistorium eine Langerhans, der nicht nur die Schulen gegen den Vorwurf, Un- Disciplinaruntersuchung eingeleitet worden wegen einer Wahlrede, und bestraft worden seien. Der Gerichtshof fällte folgendes Urteil: Der Wahrheitsbeweis wahres im Geschichtsunterricht zu lehren, in Schuß nahm, fondern Sie in ihrem Inhalt und in ihrer Form Aufsehen erregte. Eine sei nicht gelungen. Wenn die Geschäftsinhaber auch ein strenges auch Stadthagens Kritik verstorbener Hohenzollernfürsten für un- Reihe von Besuchern der Versammlung wurden als Zeugen verRegiment geführt und in einzelnen Fällen scharfe Worte gegen statthaft erklärte. Die Versammlung nahm schließlich, wie von nommen. Das Verfahren hat jetzt seinen Abschluß erhalten. Prediger Arbeiter gebraucht haben, so könne doch von Brutalität teine vornherein zu erwarten gewesen, die Vorlage mit großer Mehr Alberti ist mit einem durch eine Verwarnung verschärften Verweise Rede sein. Dem Angeklagten Ernst fonnte nicht nachgewiesen heit an. bestraft worden. Das Konsistorium hat davon dem Gemeindewerden, daß er den Inhalt des Flugblatts gefannt hat, und mußte wie folgt Mitteilung geer deshalb freigesprochen werden. Bezüglich des Augeklagten Der Verein abftinenter Arbeiter verbreitet gegenwärtig ein Kirchenrat der Dantesgemeinde David ist berücksichtigt worden, einerseits daß er ein gemein- Flugblatt, in welchem er seine Bestrebungen erläutert. Die macht: Herr Prediger Alberti hat sich in der Wählerversammlung gefährlicher Hezer, andrerseits daß er noch nicht bestraft ist, abstinenten Arbeiter, so heißt es darin, wollen, daß die gänzliche Bositiven schuldig gemacht, insonderheit aber ein schweres Mergernis boni 26. Oktober der tendenziösen Entstellung der Anschauungen der und ist daher auf eine Geldstrafe von 300 M. erkannt worden, sowie Enthaltung von allen alkoholischen Getränken dem Arbeiter einen Positiven schuldig gemacht, insonderheit aber ein schweres ergernis auf Publikationsbefugnis der Rebenfläger. direkten Vorteil dadurch schaffe, daß er an Gesundheit, Willenskraft, dadurch gegeben, daß er die in eine derartige Versammlung überhaupt Unfrem Bartetgenoffen David werden die aus der Gerichts- Intelligenz, Moral, Frohsinn und Familienglüd als einzelner schon nicht gehörige Frage nach den Widersprüchen in der heiligen Schrift verhandlung geschöpften Erfahrungen ein Anfporn sein, auch ferner unter den jezigen Verhältnissen gewinne; und einen indirekten Vor- Lösung zu machen. Der von ihm erregte Anstoß ist wesentlich verruhig, und pflichtbewußt sein schweres und verantwortungsvolles teil dadurch, daß er förperlich, geistig und auch finanziell tüchtiger schärft durch die Form seiner Aeußerungen in der Debatte, die den Amt im Interesse der Arbeiter auszuüben. werde für den Klaffenkampf gegen den Kapitalismus. Als Argumente führt der Verein weiter an, daß durch die Eindruck der Frivolität machen. Wir haben jedoch die Ueberzeugung Konsumtion alkoholischer Getränke ein großer Teil des Arbeiter frivolem Tone von der Bibel reden zu wollen, daß er sich vielmehr zu gewonnen, daß es Herrn Prediger Alberti fern gelegen hat, in Einkommens wieder vom Kapital verschlungen wird, z. B. in Deutsch jenen inkriminierten Bemerkungen im Eifer der Debatte hat hinreißen land bei einem Durchschnitts- Einkommen von 400 M. ca. der 8. Teil, laffen. Auch halten wir ihm zu gute, daß er durch die Flugblätter gleich jährlich 50 M. pro Kopf; daß diese Unfumme, welche vom feiner Gegner gekränkt und gereizt gewesen ist, und daß ihm bis Arbeiter wegen des Altohols umnus fortgeworfen wird, für aufflärende bahin keine Rüge feiner Behörde zu teil geworden ist. Wir haben itteratur, für Beiträge zu unterstüßung saweden und ihn mit einem durch Verwarnung verschärften Verweise bestraft. für Streitfonds eine beffere Verwendung finden würde sowie daß An Herm Robert Hinze, Werkzeugmacher, hier. Vorstehende im Falle eines Streits der Arbeiter, wenn er enthaltsam ist, weit mehr Aussicht hat, seine Forderungen durchzusehen, als wenn er ein Abschrift geben wir dem Gemeinde Kirchenrat zur Kenntnisnahme. Schmidt."- Ein erhebendes Schauspiel für die der Kirche fernSklave der Trinffitte ist und folgedessen größerer Geldmittel wähstehenden Sünder, der häusliche Denunziationszwist zwischen positiven rend des Streits bedarf, schwerer zu belehren, zu organisieren und und liberalen Christen! vor Ausschreitungen zu bewahren ist, und folglich die Beseitigung des Alkoholgenuffes zur Lösung der socialen Frage wesent- in Berlin vom 30. Dezember, 12 Uhr mittags, bis 31. Dezember, Nach amtlicher Aufstellung find beim Neujahrs- Poftverkehr lich beitragen muß. Kommunales. Ueber den Antrag Singer, betreffend die gegen die Wohnungsnot zu ergreifenden Maßregeln, ift, wie wir in Ergänzung unsrer gestrigen Notiz mitteilen können, in dem zur Beratung dieses Antrags eingesetzten Ausschuß am Mittwoch noch nicht mitverhandelt worden. Die Sache wird erst in der nächsten Sigung, die am Montag über acht Tage stattfinden soll, zur Beratung kommen. In der Mittwochssigung ist zunächst nur über die vom Magistrat vor geschlagene König Friedrich- Stiftung" verhandelt worden. Die Magistratsvorlage wurde, wie bereits mitgeteilt, mit einem Mommien schen Busazantrag angenommen. Die Trennung der Beratung des Antrags Singer von der Beratung der Magistratsvorlage war von unsren Vertretern im Ausschuß ausdrücklich gefordert worden. Berliner Partei- Angelegenheiten. Gute und gesunde Romanlektüre! Wir machen unsre Leser nachdrücklich aufmerksam auf den unsrer Heutigen Nummer beiliegenden Prospekt der Illustrierten Roman- Bibliothek ,, In freien Stunden" " 0 Wie sagte doch Friedrich II. bei Zorndorf? Mit solchem Gefindel muß man sich herumschlagen! -Die abftinenten Arbeiter verlangen gewiß selber nicht, daß die 5 Uhr früh, 978 500 Sendungen, vom 31. Dezember 1900, 5 1hr Zugehörigkeit zu ihrer Organisation in der Partei zur Principien- früh, bis 1. Januar 1901, 11 Uhr abends, 9 206 700 Sendungen, die fache gemacht werde, und sind wohl mit uns darin einverstanden, in Berlin aufgegeben oder nach Berlin gerichtet waren, zur Verdaß es jedem Einzelnen überlassen bleiben muß, wie er sich auf teilung gelangt. Die Gesamtzahl der Ortssendungen beziffert sich Grund der an sich selber oder an seinem Nächsten gemachten Er- hiernach auf 10 185 200 Stüd, was einer Zunahme gegen Neujahr Es waren im vorigen fahrungen zur Enthaltsamkeitsfrage stellen will. Daß bisher in 1900 um annähernd 100 Proz. entspricht. Deutschland die Abstinenzbewegung nicht den Anhang gefunden hat, Jahre insgesamt 5 223 900 Sendungen bearbeitet worden. wie in Norwegen, Nordamerika und den Niederlanden, mag Wie sehr sich das Unternehmertum von den Pflichten, daran liegen, daß der Alkoholismus in unsrem Vaterlande auch welche ihnen die Versicherungsgesetzgebung auferlegt, au nicht entfert die Opfer gefordert hat, wie in jenen Ländern. Aber drüden sucht, lehrt folgende Zeitungsmeldung: Eine Maffenpetition dieser Umstand soll, so wenig wir sonst von den gang und gäben der Berliner Konfettionsgeschäfts Inhaber an den Vereinsgründungen zu allen möglichen Zwecken erbaut find, uns Oberpräsidenten um Nichtbestätigung des Ortsstatuts betreffend die in Wochen Heften zu 10 f. gewiß nicht veranlassen, dem Verein der abstinenten Arbeiter Steine Strankenversicherung der Hausindustriellen ist in Vorbereitung. Die Von dieser Zeitschrift liegen jezt vier abgeschlossene Jahrgänge in den Weg zu legen. Wir sehen sehr wohl ein, daß eine solche Be Betenten wenden sich besonders gegen den§ 3 des von der Stadt bor; sowohl die äußere Ausstattung wie der Inhalt unterscheiden wegung nach Lage der Dinge dort, wo sie angebracht ist, nur durch Berlin in Borschlag gebrachten Ortsstatuts. Nach diesem find nämlich die Freien Stunden" vorteilhaft vor den zahlreichen Schund- eine Organisation gefördert werden kann, daß erst die Dr nicht nur die sogen. Zwischenmeister, welche feine Gewerbesteuer zahlen, roman- Heften, die leider gerade in Arbeiterkreisen noch vielfach Ver- ganisation demjenigen Arbeiter, der Enthaltsamkeit üben will, versicherungspflichtig, sondern auch deren Angestellte, soweit sie in der breitung finden; fast durchgehends brachten die Freien Stunden" vor den Anzapfungen unverständiger Kollegen den nötigen Rüd eignen Wohnung arbeiten. Die unmittelbaren Arbeitgeber( ZwischenRomane, die man zu den besten der Weltlitteratur zählen darf. halt giebt. Geht der Verein verständig vor, hütet er sich, durch eine meister) haben diese Personen der Firma, für welche sie arbeiten, Freilich, bloßer sentimental- feichter Unterhaltungsstoff ist es nicht; Charakters zu entfleiden, sucht er namentlich in geschickter Weise die gegenüber wird darauf hingewiesen, daß viele Zwischenmeiſter für aufdringliche und zelotische Agitation sich selber seines ernsten anzugeben, da auch für sie Staffenbeiträge zu entrichten sind. Dem Der Leser soll zugleich auch zum Denken angeregt und zur Frauen für seinen Zwed zu interessieren, so fann er gewiß manches mehrere Firmen thätig sind, so daß die Feststellung eines einzelnen Erkenntnis der Wahrheit gebracht werden. Der neue Jahrgang, Gute wirken und es soll ihm in diesem Falle unser Glückwunsch auf beitragspflichtigen Arbeitgebers faum möglich sein wird. Sollte das dessen Abonnement wir unsren Lesern dringend den Weg nicht fehlen." Ortsstatut dennoch Gesetz werden, so wollen viele Konfektionsfirmen empfehlen, bringt insofern eine Bereicherung, als in jedem Ehrloses Lumpengefindel haust doch in der Stummschen fünftig nur solche Zwischenmeister beschäftigen, die Gewerbesteuer Seft gleichzeitig zwei Romane erscheinen und das„ Kleine Post". Ein Artikel in der letzten Abendnummer des Blatts Die zahlen und somit erstens selbst nicht versicherungspflichtig sind, zweitens Feuilleton", das bisher auf dem Umschlag erschien, jetzt dem Terte Gastwirte und die Socialdemokratie" beginnt folgendermaßen:" Vor aber persönlich für die Krankenkassenbeiträge der von ihnen Beschäfeinverleibt wird. Die für den neuen Jahrgang ausgewählten furzem wollten temperenzlerische Socialdemokraten tigten aufzulominen haben. Romane scheinen uns für den Zwed: Unterhaltung und im hiesigen socialdemokratischen Gewerkschaftshause eine Daß eine solche schnöde Umgehung des Ortsstatuts von den der Saal wurde ihnen meist millionenschweren Konfektionären offen angedroht wird, ist nicht Belehrung, glücklich ausgewählt zu sein; wir verweisen unsre agitations Versammlung abhalten; aber von der Parteileitung mit Rücksicht auf den verwunderlich, wenn man bedenkt, daß es sich teilweise um Unters Leser auf den Prospekt selber. Wer von unfren Lesern für seine Frau Dekonomen des Hauses, der natürlich von bierscheuen Leuten nehmer handelt, die sich nach Beendigung des 1896er Streits durch und seine Heranwachsenden Kinder eine gute und gesunde nichts wissen will, verweigert." Der Vorstand des Vereins offenen Treubruch über die mit den Arbeitern und Arbeiterinnen Romanlitteratur haben will, der abonniere die abstinenter Arbeiter hat die in bürgerlichen Blättern verbreitete eingegangenen Verpflichtungen hinweggesezt haben. Freien Stunden", die ihm jede Buchhandlung, jeder Colporteur 2ügenmär von der angeblichen Verweigerung des Versammlungsund Spediteur, sowie die Parteispeditionen liefern. raums selber klipp und flar durch eine an unser Blatt gerichtete 21. Januar in Berlin stattfinden. Ein Kongreß der Specialitätentheater- Direktoren wird am Buschrift widerlegt. Daß die" Post" Kenntnis von dieser RichtigFeuermelder. Das Polizeipräsidium teilt mit: Um im Be= Lichtenberg. Die Wählerlisten zur Neuwahl der aufstellung hatte und daß es dem Blatte nur um eine niedrige Vergelösten Gemeindevertretung von Lichtenberg liegen in der eumdung zu thun war, geht daraus hervor, daß es die social- barfsfalle die Feuerwehr möglichst schleunigst zur Hilfe rufen zu Beit vom 4. bis einschließlich 19. Januar im Rathause, Bimmer 20, de motratische Parteileitung, die mit der Verwaltung fönnen, find eine Anzahl Einrichtungen getroffen worden, deren Kenntnis zur Einsichtnahme aus, und zwar Wochentags in der Zeit von früh 8 des Gewerkschaftshauses nicht das geringste zu thun hat, die Ber- dem Publikum nicht oft genug in Erinnerung gebracht werden kann. Wie sich eigentlich jeder schon vorher darüber vergewissern sollte, wo der bis 3 Uhr nachmittags, Sonntags von 9-12 Uhr. Diejenigen Partei weigerung aussprechen läßt. genossen, welche nicht selbst die Listen einsehen können, mögen sich nächste Arzt und die nächste Apotheke ist, so sollte sich auch jeder die Kenntnis verschaffen, wo die nächste Feuermeldestelle ist. An den in den Zahlstellen des Wahlvereins melden. Auch alle Berliner Urania, Litfaßsäulen und in unmittelbarer Nähe der meisten BriefParteigenossen werden gebeten, wo immer sie Gelegenheit haben, Die bittere Kälte hält weiter an. Die Eisernte auf den Ge- fasten befindet sich ein Schild mit Hinweis nach der nächsten Feuermit Lichtenbergern zufammenzukommen, diese auf ihre Pflichten aufwäffern in der Umgebung Berlins hat im vollsten Umfange be- meldestelle. Außerdem find noch in mehreren Stadtteilen an den merksam zu machen. gonnen, da jeder bestrebt ist, recht schnell soviel wie möglich von Straßenfandelabern der Straßenecken und in der Mitte der längeren bem loftbaren Naturprodukte einzuheimsen, auf das man angesichts Straßenfluchten weiße Richtungspfeile mit Aufschrift Feuermeldung" der milden Witterung, die bis zum Jahresschluffe herrschte, ganz als Hinweis nach der nächsten öffentlichen Feuermeldestelle angebracht. verzichten zu müssen fürchtete. Uebrigens ist Eis, Das bei Inbetriebsetzung der öffentlichen Feuermelder zu beobachtende die Seen und Flüsse bedeckt bon welches jept ganz Verfahren erhellt aus der am Gehäuse angebrachten Anweisung. Ferner besonderer Güte, da es vollständig schneefrei ist. Immerhin fann durch jedes Polizeirevier die Feuerwehr herbeigerufen werden. bietet die Eisernte nur wenigen Hungernden Beschäftigung. Schließlich fann auch auf jedem beliebigen Telephon die Feuerwehr Wie sehr der scharfe Frost auf die nofleidenden Schichten der Be- angerufen werden. In dem Verzeichnis der Teilnehmer sind unter völkerung wirkt, sieht man namentlich an der starten Benuzung der Feuerwehr Berlin" die in Frage kommenden Aemter verzeichnet. verschiedenen Wohlthätigkeitsanstalten. Ein förmlicher Ein Einbrecher- Trio ist von der Kriminalpolizei unschädlich Mafienandrang herrscht jetzt in den Volksküchen und VoltsSpeiseanstalten, die in den Mittagsstunden geöffnet werden. gemacht worden. Ein gewiffer Neuhaus, der knüpfer- Starl" und Die geftrige Sigung, die erste im neuen Jahre, begann Lange Zeit vorher Zeit vorher sind die Thüren schon belagert und der Lange Gustav" lernten sich in der Strafanstalt zu Branden burg fennen und schlossen Freundschaft für kommende beffre Zeiten. mit einer Neuerung. Das für diese Sigung herömmliche es bedarf vielfach erst der dringlichsten Aufforderung, unt Kaiserhoch wurde vom Vorsteher nicht wie sonst, nach die Gäste, die sich oft an dem Duft der Speisen genügen lassen Sobald sie die Freiheit wiedererlangt hatten, verbündeten sie sich Erledigung der Vorstandswahlen und der übrigen geschäftlichen müssen, wieder zum Verlaffen der gewärmten Räume zu bewegen. der Abrede gemäß zu gemeinsamer Arbeit. Neuhaus baldowerte Angelegenheiten, sondern gleich zu Anfang der Sizung ausgebracht. Die Wärmehallen find überfüllt, in diesem Jahr stellen die auch bald eine Gelegenheit bei dem Kupferschmiedemeister und Der Saal war zu diesem Zeitpunkt kaum halb besetzt, die Bänke der Arbeitslosen aus den Baubrauchen das größte Kontingent der Be Hauseigentümer Hersing am Grünen Weg Nr. 37 ans. Nach Feierdrückten die drei Einbrecher von der zu ebener Socialdemokraten waren völlig leer. fucher. Die öffentlichen Lesehallen, fogar die Museen, vor allem das abend Erde gelegenen Werkstatt eine Fensterscheibe ein, ge Die Vorstandswahlen gingen glatt von statten. Der ge- Beughaus, sind in diesem Winter als Wärmehallen sehr begehrt. langten so in das Innere und stablen acht fupferne Steffel. samte Borstand wurde durch Acclamation wiedergewählt. Ebenso werden die Wartesäle der Bahnhöfe zu dem Zweck Auf der Tagesordnung standen mehrere Gegenstände von all- mehr als sonst benutzt. Die Beamten haben öfter einen schweren Da fie die Beute nicht gleich abjeßen konnten, so brachten gemeinerem Jutereffe. Die Angelegenheit der Verpachtung Stand, um den Leuten begreiflich zu machen, daß die Warte- fie sie im Keller eines Hauses in der Neuen Königstraße, den fie Ses öffentlichen Plages an der Prinzen- Allee als fäle nur für die mit Fahrschein versehenen Personen reserviert find. leer und unverschlossen fanden, unter und verschlossen die Thür mit Kohlenplag führte zu einer längeren Debatte. Ein Antrag Fritsch Für diejenigen, die es dazu haben, ist natürlich auch der trenge einem Vorhängeschloß, das sie eigens zu diesem Zwed gestohlen empfahl eine Anfrage an den Magiftrat zu richen, was er zu Winter ein Born schöner Freuden. Die Eisbahnen find zumeist hatten. Neuhaus aber begnügte sich mit diesem Einbruch noch nicht. thun gedente, um den Bachtvertrag wieder rüdgängig überfüllt. Die Have I nebst ihren Seen hat sich bereits mit Eis Er hatte für denselben Abend noch einen zweiten Streich vor, der zu machen. Von unsrer Seite sprach Genosse sine bedeckt; indes hat es die für den Eissport erforderliche Stärke noch ihm jedoch nur zum Teil gelang. Ein Butterwagen eines Geschäfts in der Antrage. das Hinge geißelte Verfahren der nicht erreicht. Die in früheren Jahren von den Schlittschuhläufern Neuen Königstraße, den er ohne Aufsicht auf der Straße stehen fah, Grundeigentums- Deputation, um einer Jahrespacht von start benutte Eisbahn Tegel- Saatwinkel- Spandau( Oberhavel) ichien ihm ein geeigneter Gegenstand für einen raschen Absay. Der Dieb Iumpigen 600 m. willen den Bewohnern des Gesundbrunnens einen fommt jetzt nur sehr schwer zu stande, weil Fabrikdampfer, die so stahl gelang auch, nicht aber die„ Berschärfung". Die Spigbuben mußten Blaz zu entziehen, der den zahlreichen Kindern dieses Stadtteils lange fahren als es nur möglich, das Eis zerstören. Diese Gisbahn schließlich, nachdem sie einen fleinen Teil verkauft hatten, das Pferd als Spielplaz gedient hat. Nachdem Hinge den Antrag gestellt hatte, brachte der Regierung früher 6000 m. jährlich. Seit dem Berkehr mit dem Wagen und der Ladung laufen lassen. So fand es qm die Aufhebung des Vertrags zu fordern, wurde der Antrag der Fabrikdampfer hat der jetzige Bächter Mühe, die Bachtsumme von andern Tage die Polizei und führte es dem Eigentümer wieder zu. Fritsch zurückgezogen. Der Antrag Hinge wurde hinterher ab 1000 m. jährlich, für die ihm die Ausnügung der Eisbahn überlassen Dieser Diebstahl aber wurde den drei Freunden verhängnisvoll. Einer von ihnen wurde als Thäter ermittelt und festgenommen. gelehnt. ift, zu vereinnahmen. Zum 18. Januar beabsichtigt der Magistrat eine Ber= Die Mietssteigerungen, die aum Quartalsschluß von den In die Enge getrieben räumte er auch den Einbruch am Grünen Weg herrlichung der Hohenzollerndynastie; er will in den Hausbefizern angekündigt worden sind, haben schlimmer als eine ein und verriet das Lager der Kessel. Schließlich wurden auch die beiden Mitthäter dingfest gemacht. Gemeindeschulen eine diesem Zweck dienende Schrift verteilen laffen. Epidemie fast niemand verschont, der überhaupt der Kündigung Unser Genosse Hoffmann wandte sich in seiner drastischen Art ausgesetzt war. Besonders fällt es auf, daß auch solche Unternehmer Beim Auftauen der Klosettleitung schwer verunglückt ist gegen diese Berbeugung nach oben". Für die Vorlage sprach im die angeblich zum Besten ihrer Arbeiter sich an der Lösung der Donnerstagvormittag ein Sohn des Hauseigentümers Baberschte aus Namen des reaktionärsten Flügels der Versammlung der Wohnungsfrage durch Errichtung von Arbeiterwohnungen der Fehrbellinerstr. 36. Der junge Mann muß mit dem Lichte, das Stadtverordnete Mommsen. Der weitere Verlauf der Debatte und beteiligen, an dem großen Fischzug der Hausbefizer teilgenommen er bazu benutzte, wohl unvorsichtig umgegangen sein, so daß seine die Abstimmung zeigten, daß der Herr zugleich im Namen haben. So hat die Firma A. Borsig den in der von ihr ge- Kleider in Brand gerieten. Als man ihn auffand, war er bereits der übergroßen Mehrheit der Berjammlung gegründeten Kolonie Borsigwalde wohnenden Arbeitern Sen mit Brandwunden bedeckt und hatte das Bewußtsein verloren. Ein sprochen hatte. Er redete von der„ objektiven" Belehrung, die Mietspreis nicht unerheblich mit der Begründung erhöht, daß die Arzt der Rettungswache III leistete dem Berunglückten die erste Hilfe den Kindern durch diese Schrift geboten werden solle. Stadt Steigerungen der Bauarbeiter- Löhne( 1) und der Materialienpreise diese und ließ ihn mit einem Rettungswagen nach dem St. Hedwigshagen übernahm es, ihm die gebührende Abfertigung zu teil Maßnahme erheischten. Krankenhaus bringen. werden zu lassen. Stadthagens Worte riefen Herrn Kirschner Eine selbst in gegenwärtiger Zeit horrende Mietssteigerung hat Dem Apollo- Theater ist das Ausstattungsstück ausgegangen. auf den Plan. Der Herr Oberbürgermeister wurde fichtlich eine in der Umgegend Berlins domizilierte Brauerei unter- Vielleicht hat dies mit ihrem Singen die„ Loreley" gethan, die ja von patriotischer Rührung ergriffen, als er sich gegen die von nommen, die neuerdings durch den Umstand besonders bekannt ge- eine mehr glänzende als hinreißende Vertreterin ihrer Art war, Johannesthal- Nieder- Schöneweide. Der socialdemokratische Verein hält seine Generalversammlung am 5. Januar, abends 81/2 Uhr, im Lokal von Senftleben ab. Die Genossen werden er fucht, sämtlich zu erscheinen, da eine Besprechung stattfindet über Gründung eines eignen Vereins von Nieder- Schöneweide. git dem Lokales. Aus der Stadtverordneten- Versammlung. " 0 das r 0 zusehen und auf Geldstrafe zu erkennen. 10 Vermischtes. gegen Weber und Aber wie dem auch fei, verloren hat das Apollo- Theater nicht durch| Staatsanwalt beantragte, fte wegen versuchter Nötigung nach| Malchow, daß er ihm die Knochen im Leibe zerschlagen würde, wenn diesen Wechsel. Es sind eine Reihe Specialitäten engagiert worden, 8240 des Straf Gefeßbuchs und wegen Gewerbevergehens nach er sich getrauen sollte, am Montag wieder zur Arbeit zu kommen. wie wir sie in diesem Hause kaum jemals beisammen fahen. 153 der Gewerbe- Ordnung zu einer Woche Gefängnis zu ver- Der Staatsanwalt hielt nicht für erwiesen, daß die Beleidigungen Balentine Petit pflegt den Serpentintanz mit einem Raffinement, urteilen. Wenn eine Handlung zugleich mehrere Strafgeseze ver- gefallen feien, unt die Belastungszeugen zur Teilnahme dessen Kosten sich auf Zehntausende stellen mögen; in ihrem Auf- legt, so muß nach§ 73 des Strafgesetzbuchs das Strafgefez an- an einem Streik einem Streit zu bewegen und sie zu terrorisieren, wand bietet die Künstlerin allerdings dem Auge auch ein gewendet werden, welches die schwerste Strafe und bei ungleichen Straf- dagegen habe sich Meisel einer Bedrohung schuldig gemacht. Bild, vie es die Phantasie der Tausend und Einen arten das, welches die schwerste Strafart androht. Der Staatsanwalt Er beantrage gegen diesen einen Monat, Nacht kaum herrlicher gestalten kann. Rätselhafte Elektriker erblickte dies schwerere Strafgesetz in der Bestimmung des§ 153 der Gündel je zivei Wochen Gefängnis. Der Verteidiger, Rechtsanwalt haben wir in den Salambos, einem Herrn und einer Gewerbe- Ordnung, welche zwar im Höchstbetrage nur drei Monate Seine, fchloß sich den rechtlichen Ausführungen des Staatsanwalts Dame, die mit dem elektrischen Funken Demonstrationen ver- Gefängnis zuließe aber eine andre Strafe G andre Strafe als Gefängnis an, hielt den Thatbestand aber nicht dazu angethan, auf eine Freiheitsblüffender Art verrichten. Drollige Gestalten sind die Pariser überhaupt ausschlöfse, während der§ 240 des Strafgesetzbuchs strafe gegen die bisher unbescholtenen Angeklagten zu erkennen. Der Straßenjänger, die einen als Sänger, Komiter und Geiger zwar bis zum Höchststrafmaß von einem Jahre Gefängnis Gerichtshof verurteilte die Angeschuldigten Weber und Gündel gleich hervorragenden Künstler unter sich zählen. Als Akrobaten leiften ginge, aber auch gestattete, von einer Freiheitsstrafe überhaupt ab zu je 50, Meisel zu 75 Mark Geldstrafe. die Faßspringer Raschetta Vorzügliches. Die bekannte Operette Des Löwen Erwachen", die den Schluß des ersten Programm Der Verteidiger, Rechtsanwalt eine, belämpfte diese Ansicht teils bildet, gefällt auch heute noch durch ihre gefällige Musik sowie mit dem Hinweis auf Reichsgerichts- Entscheidungen und behauptete, durch einen zierlichen Aufbau der Handlung. Wir begegnen in dem daß vielmehr§ 240 Str.-G.-B. wegen feiner höheren Magimalstrafe Singspiel einigen guten Bekannten; die Damen Carola und Wal- als das schwerere Gesetz anzusehen und deshalb anzuwenden fei. während im Jahre 1899 überhaupt nur 179 Todesfälle an Bocken In Warschau hat die Pockenkrankheit start zugenommen. toista fowie die Herren Steidl und Nied zeigen, daß fie Er hob hervor, daß allenfalls Bedenken erregt werden auch in einem von platten Schlagern freien Spiel ihrer Aufgabe ge- tönnten durch die letzten Worte des§ 153 der Gewerbe- verzeichnet sind, betrug nach amtlicher Angabe im vergangenen Jahre wachsen sind. In aparter Nachmittagsvorstellung fahen wir im Apollo- zu drei Monaten bestraft wird, sofern nach dem allgemeinen Strafvember 148 Bersonen an den Bocken in Warschau verstorben sind. Ordnung, welche bestimmen, daß der Angeklagte mit Gefängnis bis die Zahl der Todesfälle bis Ottober 202. Seitdem hat die Epidemie Theater noch einem alten Bekannten, dem Zauberkünstler Ben Ali gesetz nicht eine höhere Strafe eintritt". wir im Apollo- zu drei Monaten bestraft wird, sofern nach dem allgemeinen Straffo zugenommen, daß allein in der Zeit vom Oktober bis 10. NoBeh. Der im orientalischen Prachtgewand schaffende Künstler bringt in seinem neuen Programm manche hübsche lleberraschung und wird deutung einer die Anwendung des§ 240 des Strafgesetzbuchs aus- und darauf aufmerksam gemacht, daß ausländische, insbesondere Der Verteidiger erklärte, daß man dieser Formel nicht die Be- mit Rücksicht auf die Gefahr der Einschleppung wird jezt daher seitens der preußischen Behörden vor dem Fremdenverkehr gewarnt von der schönen Sulamith wirksam unterstützt. Japanische Zauber- schließenden Specialbestimmung beimessen dürfe. Vermutlich spiele, der Dämon in der Glocke, das Rätsel der Straußeneier- hätten diese Worte bei Erlaß der Gewerbe Ordnung vom russisch- polnische Arbeiter unmittelbar nach ihrem Buzuge auf ihren Pokale, die magische Kaffeeküche sind die hervorragendsten Experi- Jahre 1869 auch weiter nichts sagen sollen, als was jegt im§ 78 Gesundheitszustand ärztlich zu untersuchen und auch zu impfen sind. mente, die zum Schluß in der Julufion der verzauberten Prinzessin des Strafgesetzbuchs verordnet sei, daß nämlich beim Bufammen dichten Rebels wurde Donnerstag früh 8 Uhr der Torpedo- Streuzer Ueber ein Schiffsunglück wird aus Brest gemeldet: Infolge treffen mehrerer Strafgeseze die schwerere Strafbestimmung anzuDie Deutsche Gesellschaft für volkstümliche Naturkunde, deren wenden sei. Jedenfalls aber würde, wenn§ 153 Gewerbe- Ordnung Fleurus in der Hafeneinfahrt von Brest vom Kanonenboot Vortragscyklen fich unausgesezt einer regen Beteiligung erfreuen, wird nach ursprünglich einen andern Sinn gehabt hätte, durch den Menhir" angerannt. Der Kreuzer Fleurus" erlitt an zwei Beendigung des paläontologischen Cyklus einen XI. Cyflus über„ Aus: Erlaß des Strafgesetzbuchs im Jahre 1870 dies be Stellen ein Leck von 5 bezw. 2 Meter. Die Befagungen beider Schiffe gewählte Kapitel der organischen Chemie" veranstalten. Derselbe wird am feitigt worden sein, daß nunmehr nur die all befanden sich im Augenblid des Unfalls auf Dec. Fleurus" wurde Sonnabend, den 5. Januar, abends 8 Uhr, im chemischen Hörsaal der Königl. Landwirtschaftlichen Hochschule, Invalidenstr. 42, durch Herrn Brof. Remeinen strafrechtlichen Grundfäße in Anwendung fämen. Nach dank schneller Hilfeleistung über Waffer gehalten; seine Havarie ist Dr. Thoms, Direktor des pharmaceutisch- chemischen Laboratoriums der diesen aber würde§ 240 des Strafgesetzbuchs anzuwenden und jedoch schwer. Von den Besatzungen ist niemand verlegt. Königl. Universität, eröffnet werden. Näheres durch den ersten Schriftführer eine Geldstrafe zulässig sein, was bei Anvendung des§ 153 der der Gesellschaft, Oberlehrer Dr. Greif, Köpnickerstr. 142. Gewerbe- Ordnung nicht möglich wäre. Die Straffammer trat diesen Marktpreise von Berlin am 2. Januar 1901 20 M. Geldstrafe. So hat ihr die Anwendung des schwereren Ausführungen des Verteidigers bei und verurteilte Fräulein St. zu Strafgesetzes zu einer leichteren Strafe verholfen. den Gipfel der Seltsamkeit erreichen. 10 " 1 " 19 Welzen, gut D.- Str. 15,20 15,14 nach Ermittlungen des " †) Berfte, gut mittel gering 13,94 13,90 " tgl. Polizeipräsidiums. Kartoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter Gier Starpfen # 6, 1,60 1,20 1,30 1, 1,60 1,10 1,80 1, " 1,60 0,90 2,80 2, 5-3, " mittel gering **) oggen, gut mittel 27 " " 15,08 15,02 14,92 14,90 14,10 14,06 14,02 13,98 糖 gering " 15,40 14,70 14,60 13,90 13,80 13,10 60 Stilt 1 kg 2,20 1,20 16,- 15,20 Aale 2,80 1,40 " 15,10 14,40 Bander 2,50 1,20 " 14,30 13,50 Hechte " 2,- 17, 6,82 Barsche 1,60 0,80 7,90 5,60 Schleie 3, 1,20 " 40, 25, per Schod 121,40 0,70 2,50 +) safer, gut " tittel gering Bleie 45, 25, Strebse 70, 30, Feuerbericht. Die jetzigen falten Tage bringen fortgefett zahlreiche Alarmierungen, die häufig auf niedergedrückten Rauch zurückzuführen find. Ein größerer Wohnungsbrand, bei dem ein alter Mann beinahe erstickte, tam Donnerstag früh 6 Uhr in der Erich von Kriegsheim macht den Gerichten noch immer viel Fruchtstraße 45 zum Ausbruch. Es brannten Möbel und Fußboden, zu schaffen, denn er fetzt seinen Kampf um die Freiheit mit einer und der noch im Schlafe liegende 60 jährige N. Rother erlitt dabei eine außerordentlichen Energie fort, obgleich er sich nunmehr seit bereits so starke Rauchbergiftung, daß ihm Sauerstoff eingepumpt werden mußte. 21/2 Jahren in Untersuchungshaft befindet und ein Ende des ganzen Sierauf wurde er nach dem Krankenhause Bethanien gebracht. Bald Strafverfahrens noch gar nicht abzusehen ist. Wie bekannt, wurde darauf waren Lüßowstr. 5 und Eldenaerstr. 2 Kellerbrände abzu- der Angeklagte, der in der ersten Hauptverhandlung zu 6 Jahren Löschen. Beteranenftr. 8 war in einer Mälzerei Feuer entstanden, Gefängnis verurteilt wurde, am 7. Dezember v. J. unter Anrechnung das die Wehr längere Zeit beschäftigte. Bringenstr. 20 brannte die von 20 Monaten Untersuchungshaft mit 31/2 Jahren Gefängnis beKlosettverpackung, während Friesenstr. 18 ein Teil der Dachkonstruktion straft. Das Urteil, gegen welches v. Kriegsheim Revision eingelegt nichtstrob eingeäfchert wurde. Schönhauser Allee 163 war ein unbedeutender hat, dürfte in allernächster Zeit zugestellt werden. Zur Zeit ist der Hen Erbsen Brand in einem Maschinenraume zu beseitigen. Außerdem erfolgten Angeklagte mit Genehmigung des Borsigenden damit beschäftigt, das Speiset ohnen noch mehrere Schornsteinbrände. Sitzungsprotokoll in der Gerichtsschreiberei einzusehen, da er, abien gesehen von den Schriftsägen seiner Berteidiger, auch persönlich die*) ab Bahn.**) ab Bahn und frei Mühle. Revision zu Protokoll des Gerichtsschreibers begründen will. In einem der Fälle, in denen seiner Zeit die erste Revision verworfen war und die in der Gesamtstrafe von 3/2 Jahren liegen, ist fürzlich auf Antrag der Rechtsanwälte Dr. Schwindt, Morris und Leonhard Friedmann die Wiederaufnahme des Verfahrens für zulässig erachtet worden und in einem zweiten Fall soll die Wiederaufnahme dieser Tage beantragt werden. Da nunmehr 56 Anklagefälle teils durch Freisprednung, teils durch Einstellung des Verfahrens rechtsträftig zu Gunsten des Angeklagten entschieden sind und auch das Revisionssowie auch das Wiederaufnahme- Verfahren nicht aussichtslos erscheint, so soll demnächst nach Einholung eines Gutachtens des Geh. gestellt werden. Medizinalrats Prof. Dr. Senator ein erneuter Haftentlassungsantrag infolge heftiger asthmatischer Beschwerden verschlechtert haben. Der Gesundheitszustand des Angeklagten soll sich Briefkasten der Redaktion. Aus den Nachbarorten. Hygienische Vorträge werden nach dem in Berlin gegebenen Beispiel auch in Charlottenburg abgehalten. Wie der Vorstand der dortigen allgemeinen Orts- Krankenkasse uns meldet, sind die Aulen in den städtischen Schulhäusern Schloßstraße 27 und Goethestraße 22 bereitwillig von der Schuldeputation zu dem erwähnten Zwed zur Verfügung gestellt worden. Es sind für jede Woche zwei Vorträge geplant, über die Näheres durch Platatanschlag bekannt gegeben wird. : Aus Rigdorf. Bei der Vieh- und Obstbaum Zählung am 1. Dezember 1900 wurden hier gezählt: 867 Geböfte mit Viehstand und 1079 viehbefizende Haushaltungen. Letztere besaßen: 2460 Pferde, 1 Maulefel, 9 Efel, 623 Stück Ninder, 7 Schafe, 945 Echiveine, 240 Biegen, 12 788 Stück Federvieh und 103 Bienenstöcke. Obstbäume waren 5123 vorhanden. In Britz ist in der Bürgerstraße eine großartig eingerichtete Falschmünzer- erkstatt entdeckt und polizeilich aufgehoben worden. Die Entdeckung wurde dadurch herbeigeführt, daß der Metallarbeiter 2. aus Brig bei Berausgabung falschen Gelds in Landsberg a.. festgenommen wurde. Gerichts- Beitung. +) frei Wagen und ab Bahn. Produktenmarkt vom 3. Januar. Der Getreidemartt Be fundete auch heute feste Tendenz infolge der Fortbauer des strengen schnee freien Frostwetters. Außerdem wurde auch durch größeren Warenbedark bei knapperen Zufuhren die Kauflust gefördert. Trotz der schwächeren ameri fanischen Notterungen blieben die Preise für Weizenteferungen anfangs behauptet, schwächten sich aber später auf niedrigere Wiener und Budapester Rotierungen ab. Roggenlieferungen zogen um 0,75 M. an. Hafer lag bei ruhigem Berkehr feft. Rüböl war unverändert. 44,50 M. gehandelt. Spiritus. 70er Locospiritus wurde auf gestrigem Preisniveau von an Die juriftliche Sprechstunde findet Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 7-9 1hr abends flatt. G. B., Wittenberge. Gewünschte Adressen erhalten Sie am besten von der Redaktion des Wochenberichts der Groß- Einkaufsgesellschaft, Heinrich Kauffmann, Harburg/ Gibe, Sternstr. 10. Reichstags- Stenogrammie find zu haben Berlin SW, Wilhelmstr. 32, Norddeutsche Buchdruckeret und Berlagsanstalt. Als strafbare Beeinflussung Arbeitswilliger wurde das Verhalten der drei Sattlergehilfen Hermann Weber, Alfred Meisel und Friedr. Gündel aufgefaßt, das sie gestern unter der Anklage der Nötigung und der Beleidigung vor die neunte Straffammer des Landgerichts I führte. Im verflossenen Sommer brach in der Wunderlichschen Militäreffekten& abrik im G. K. 100. 3weifellos ist der Wirt verpflichtet, einen Ofen in die indessen bald wieder beendet wurde. Borort Blankenburg ein teilweiser Streit aus, der Stube ießen zu lassen. Fordern Sie die endliche Segung eines solchen Zu denjenigen, welche innerhalb einer angemessenen, von Ihnen zu setzenden Frist, drohen Sie, daß Sie nach fruchtlosem Ablauf der Frist den Ofen ouf Stoften des Wirts fegen laffen würden, und führen Sie dann Ihre Drohung aus. A. R. War Wochenlohn oder Monatslohn vereinbart, so muß, falls feine entgegenstehende Vereinbarung vorliegt, auch für die in die Woche oder in den Monat fallenden Feiertage Lohn gezahlt werden. Denn der Lohn war für eine längere Zeit ohne Rücksicht darauf festgesetzt, welcher Art Tage in diesen Zeitraum fallen. Fällt in diesen Zeitraum ein Feiertag, so ändert dies die Lohnhöhe ebenso wenig wie etwa der Umstand, daß wenn in die 14tägige Kündigungsfrist ein Feiertag fällt, die Frist auf 15 Tage berlängert wird. Auch Ihnen sieht daher der Anspruch auf den Wochenlohn zu, ohne daß eine Kürzung des Zohns stattzufinden hat. Wetter Prognose für Freitag, den 4. Januar 1901. die Arbeit fortgesetzt hatten, gehörten die Sattlergehilfen Malchow und Hern, während die drei Angeklagten an dem Streik teilgenommen hatten. Zwischen diesen Parteien herrschte deshalb ein gespanntes Verhältnis selbst nachdem sie die Nötigung oder Gewerbevergehen? Bon grundsätzlichem und Arbeit gemeinsam wieder aufgenommen hatten. Als die Arbeiter praktischem Intereffe war diese Frage, die in einer Verhandlung der am Abend des 3. Oktober den Vorortzug nach dem Stettiner Vahn 8. Straflammer des Landgerichts I gegen die Arbeiterin Emma St. Hof benugten, richteten die drei Angeklagten es angeblich so ein, daß am 29. Dezember zur Sprache tam. Die Angeklagte hatte während fie in denselben Abteil tamen, in welchem Malchow und Hern ein des Streiks in der Sperlingschen Buchbinderei in Berlin gestiegen waren. Die übrigen Arbeiter wurden auf sie aufmerksam im September 1900 ein Mädchen, das dort an Stelle der Aus- gemacht mit den Worten:" Seht Euch diese beide Menschen mal gesperrten in Arbeit getreten war, angeredet, um sie zur Nieder- an, das find die Streitbrecher, fie müßten photographiert und legung der Arbeit zu bewegen, und sollte dabei einige Worte ihr Bild in allen Fabriken aufgehängt werden, damit fie Beitweise nebelig, vorwiegend heiter und trocken bei strengem Froft und gefagt haben, in denen eine Drohung erblickt wurde. Der nirgends wieder Arbeit finden". Meisel drohte angeblich ferner dem mäßigen östlichen Winden. Deutscher Central- Kranken- u. Sterbe-| Holzarbeiter Verband. kassed deutsch Wagenbauer Centralverband der Maurer Deutschlands Den Mitgliedern zur Nachricht, daß das Mitglied, Kollege ( Bezirk Gesundbrunnen). Zahlstelle I( Putzer). Am Dienstag, den 1. Januar 1901 Am Sonntag, den 6. Januar, vormittags 11 Uhr, im Lokal Arminhallen", Kommandantenstr. 20: Richard Sperling verstarb plötzlich unser Mitglied Tischler an ber Proletarierkrankheit gestorben Friedrich Blochwitz Geschlossene Mitglieder- Versammlung. ist. Die Beerdigung findet Freitag, im Alter von 37 Jahren. den 4. Januar, nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause Friedrichsfelderstr. 41 aus nach dem Andreas- Kirchhof( Wilhelmsberg) statt. Um rege Beteiligung ersucht 76/2 Die Ortsverwaltung. Danksagung. Für die herzliche Teilnahme und reichen Kranzspenden bei dem Be gräbnis meines lieben Manns Heinrich Mattner fage ich dem Gesangverein Unverbroffen meinen tiefempfundenen Dant. Die trauernde Witwe 1857b] nebft Kindern. [ 18646 Die Beerdigung findet am Freitag, den 4. Januar, nachm. 2 Uhr, von der Schwedenstr. 14 aus nach dem Neuen Pauls- Kirchhof( Plötzensee) statt. Die Ortsverwaltung. J. A.: C. Kurgaß. Dr. Lachmann, Specialarzt für Hals, Nasen- und Ohrenleiden. N., Brunnenstr. 75. Sprechstunden 8-10, 121/ 2-1/ 2, 4-6. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Burean: Engel- fer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Sonnabend, den 5. Januar 1901, abends 8 Uhr, Tages Ordnung: Berliner Werteronreat. Deutschlands( Zahlstelle Berlin I). Sonntag, 6. Jannar d. J., vormittags 10 Uhr, im Lokal von Graumann, Naunynftr. 27: Verband der Bau-, Erd- u. gewerbl. Hilfsarbeite Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 32/1 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1900. 2. Die Krisen, ihre Ursachent 1. Neujahrsgruß", gesungen vom Gefangverein der Buzzer. 2. Nechen- und Wirtungen. Referent Genoffe Theodor Metzner. 3. Diskussion. 4. Berbandsangelegenheiten. fchaftsbericht über die Thätigkeit der örtlichen Verwaltung im verflossenen Vereinsjahr und Neuwahl derselben. 3. Wahl der Delegierten zum Ver bandstag in Mainz. Im Auftrag der örtlichen Verwaltung: Franz Schultz. 134/1 Deutsche Metallarbeiter- Gewerkschaft. Verwaltungsstelle Berlin. Sonntag, den 6. Januar 1901, vormittags 9 1hr, im„ Englischen Garten", Alexanderstraße 27c: Ausserordentliche Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: Die Ortsverwaltung. Rabizspanner und Träger! Sonntag, den 6. Januar, vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Jannaschk, Inselstraße 10: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom Vergnügen. 2. Wahl des Delegierten zum Verbandstag. 3. Unser Lohntarif. 4. Gewerkschaftliches und Verschiedenes. Die Ortsverwaltung. 32/2 1. Bortrag über: Rechtsverhältnife in gewerblichen Streitfaden Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer 2. Distuffton. 3. Wie stellen wir uns zu den Entlaffungen bei Rheinhold und Westpfal. 4. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist das Erscheinen sämtlicher Mit glieder bringend notwendig. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Ortsverwaltung. Berlins und Umgegend. 280/1 Sonnabend, den 5. Januar cr., in Kellers Festsälen, Koppenstr. 29: im Lokal des Herrn Hummel, Sophienstraße 5: Verein der Bauanschläger Vertrauensmänner- Konferenz der chirurgischen Branche. 110/3 Masken- Garderobe. Berlins und Umgegend. Gr. Wiener Maskenball. Am Sonntag, den 6. Januar 1901, vormittage 10 Uhr, Anfang 8 Uhr. im Gewerkschaftöhans, Engel- Ufer 15, Saal 1: Billet 50 Pf. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ein Die Orisverwaltung. General- Dersammlung. 12/1 Größte Auswahl. Charlottenburg. Tages Ordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Bericht des Borstands. 3. Rassen: Billigste Preise.[* bericht und Bericht der Revisoren. 4. Neuwahl des Vorstands und der M. Schmerberg[ 4920* Vereine Preisermäßigung. Wilmersdorfer- Strasse 127, Stommission. 7. Verschiedenes. Revisoren. 5. Bericht der 21er- Kommission. 6. Neuwahl der 21er33/11 Uhrmacher und Goldarbeiter. Fr. Panknin, Oranienstraße Nr. 178 II. Adalbertstrake 91, Ece Oranienstraße. Großes Lager von Uhren jälen", Brunnenstraße 15, statt. Das Stiftungsfest findet am 12. Januar in den„ BrunnenDer Vorstand. und Goldwaren zu äußerst billigen Preisen. Optische Artikel. Ohrlöcher werden schmerzlos gestochen. Zähne 2 M., 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzl. Zahnziehen 1 Mk. Plomben 1,50 Mk. Tellzahlung wöchentl. 91 Mk. Zahn- Arzt Wolf, Leipzigerstr. 130. Spr. 9-7. Ende?? Das Komitee. Sonntag 1 Uhr: Große Betten 12 M. Prenzlauerthor nach Biesenthal ( Zur Sonne"). 10 Jahre Garantie. Zähne 2 M., H. ( Dberbett, Unterbett, get Riffen) mit gereinigten neuen Federn bet Guftav Luftig, Berlin S., Bringen ftraße 46. Breisliste toftenfrei. Diele Anerkennungsfreiben. Vollkommen schmerzl. Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Teilzahl. wöchentlich M. Alfred Apenburg, Invalidenstrasse 33, Nähe Stettiner Bahnh. Spr. 9-7. Reparat. sofort.[* Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, 4. Januar. Opernhaus. 6. Sinfonie- Abend der tönigl. Kapelle. Schauspielhaus. Das schwache Geschlecht. Das Pulverfaß. Der nene Vormund. Anfang 72 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). RANIA** Taubenstr. 48/49. Im Theater Freitagabend 8 Uhr: Auf den Wogen des Oceans. Um 4 Uhr zu ermäss. Preisen: Dieselbe Vorstellung. Invalidenstr. 57/62: Die Weltausstellung in Paris. Invalidenstr. 57/62. Hohenzollern Festspiel. Anfang Tägl. Sternwarte. 712 Uhr. Deutsches. Rosenmontag. Anfang 72 Uhr. Leffing. Johannisfeuer. 7 Uhr. Anfang Nachmittags 5-10 Uhr. CASTANS Berliner. Frauenherrschaft. Anfang PANOPTICUM 72 Uhr. Residenz. Frauen von heute. Anfang 72 Uhr. Nenes. Liebesprobe. Hierauf: Die Hand. Anfang 72 Uhr. Westen. Renata. Hierauf: Der Waffenschmied. Anfang 71/2 Uhr. Central. Die Schöne von New York. Anfang 7 Uhr. Secessionsbühne. Anfang 72 Uhr. Der Leibalte. Schiller. Die Orientreise, Anfang 8 Uhr. Thalia. Amor von heute. Anfang 712 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Tata Toto. Anfang 72 Uhr. Carl Weiß. Der Herenmeister vom Teufelssee. Hierauf: Die falte Hand. Anfang 712 Uhr. Luisen. Der Roland von Berlin. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. M Drei Tage aus Anfang dem Kölner Leben. 7 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Eine tolle Nacht. Anfang 71/2 Uhr. Apollo. Specialitäten Borstellung. Des Löwen Erwachen. Anfang 8 11hr. Palast. Specialitäten Vorstellung. Wo ist die Mutter??? Anfang 72 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Passage Panoptikum. A Speciali Friedrichstr. 165. Grosse WeihnachtsAusstellung! Die ,, Trinklust" der Germanen, sensationelle plastische Gruppen aus Deutschlands Vorzeiten! Kriegstrophäen aus Transvaal. Damenkapelle Zarina. Die wilden Weiber aus Dahomey u. vieles andre mehr! Passage- Theater Unter den Linden 22. Mlle. Marguerita Erste Soubrette vom Petit Casino in Paris. Der Herr von Maxim Burleske Lokalposse in 1 Akt. 17 erstklassige Specialitäten 17 Eintr.( soweit der Raum 50Pf reicht) inkl.Panopticum täten= D= Borstellung. Anfang Passage- Panopticum. nachmittags 3 Uhr. Irania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal) Abends 8 Uhr: ,, Auf den Wogen des Oceans". Nachm. 4 Uhr( zu ermäßigten Breisen): Dieselbe Vorstellung. Juval idenstraße 57/62. Die Weltausstellung in Paris." Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Schiller Theater ( Wallner Theater). Freitag, abends 8 Uhr: Die Orientreise. Schwant in drei Aften von Ostar Blumenthal und Gustav Kadelburg. Sonnabend, abends 8 Uhr: Die Maschinenbaner. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Kabale und Liebe. Sonntag, abends 8 Uhr: Die Welt in der man sich langweilt. Central Theater. Abends 7 Uhr: Die zusammengewachsenen Zwillinge 2 Köpfe, 2 Herzen, 4 Arme, 4 Beine und doch nur ein Weib. Eintritt einschließl. Theater 50 Pf. Kinder die Hälfte. W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. König Allgold oder: Drei Thränen. Original- Schauspiel in vier Aufzügen bon Rud. Kneifel. Musik von Dr. Schmidt. Sonnabend: Keine Vorstellung. Apollo- Theater. Mit vollständig neuer Ausstattung: Des Löwen Erwachen. Komische Operette in 1 Akt von J. Brandl. The Salambos 3 Rachettas Minstrels parisiens Quartett Légay Miss Zelia Valentine Petit Mesters Kosmograph: Nene Chinabilder Helene Gérard usw. Kasseneröffn. 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Cirkus Jansly. Schöneberg, Hauptstrasse. vis- a- vis dem Rathaus. Freitag, 4. Jannar, abds. 8 Uhr: Clown und KomikerVorstellung. Wiz, Humor, Laune. Auftreten fämtl. Clowns und Auguste in ihren besten Leistungen. Zum Schluß: Aufführung der neuen Wasserpantomime: Szida, die geraubte Magnaten: braut. Gr. Ausstattungspantomime, ausgeführt von ca. 100 Personen. Sonntag: 2 Borstellungen Nachmittags 4 und abends 3 Uhr. Sanssouci Donnerstag, Sonntag und Montag: Hoffmanns Nordd. Sänger. Nach jeder Soiree: Tanzkränzchen. 劉夢 Snitige Lustige Vagabonden. Thalia- Theater Dresdenerstr. 72. Heute und folgende Tage: Amor von Heute. Gr. Ausstattungspoffe m. Ges. u. Tanz. Anfang 72 Uhr. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Borlezte Woche: Der Herenmeister vom Teufelsfee Hierauf: Die talte Hand, oder: Der Prozek ohne Ende. Anfang 8 Uhr. Sonnabend, nachmitt. 4 Uhr: Kinder: Vorstellung, fleine Preise: Rotkäppchen. 1 In Borbereit.: Der Brandstifter. Cirkus Busch Freitag, 4. Januar, 7½ Uhr: Gr. humorist. Clown- Abend. Bum 37. Male: 66 Metropol- Theater. Behrenstr. 55/57. Täglich 29 Uhr: Mit vollständig neuer Ausstattung ine tolle Nacht. Berliner Ausstattungsposse von J. Freund. Ferner: Das sensationelle Debüt der American Zouaven und das neue Januar Specialitäten- Programm. Anfang der Specialitäten 1/28 Uhr, Anfang der, tollen Nacht" 1/29 Uhr. Sonnabend, 5. Januar: Erfter großer Metropol TheaterMasken- Ball. Die eiserne Maske Reichshallen Gr. historisches Manege: Schaustück in 4 Aften und 3 Hauptbildern. Original- Pantomime des Cirkus Busch. Besonders hervorzuheben: Der feen: hafte Goldaft mit der Wunderfontaine Außerdem Auftr. der Gebr. Beldeman als Komponist Rubinstein. Die Clowns Adolpho u. Dandi m. ihrer ballspielend. Bulldogge. Borz. Programmnummern. Sonntag, 6. Januar, nachm. 4 Uhr: Berl. Landpartien( 1 Kind auf Sig plätzen frei; weitere Kinder die Hälfte. Sonnabend, 5. Januar 1901: Erster grosser Metropol- Theater- Masken- Ball. 4 Musikkapellen. Vorzügliche Küche. Exquisite Weine. Anfang 10 Uhr. Rauchen in allen Räumen gestattet. Billets sind an der Kasse und den Verkaufsstellen zu haben. [* Cirkus Renz- Konzert- Tunnel Karlstrasse. Nur erstklassige Sonntags 5 Uhr. Specialitäten. Wochentags 7 Uhr. Direktion: J. M. Hütt. Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tang ohue Nachzahlung. Stettiner Sänger. Achtung, nicht zu übersehen! Jeder gestempelte Kassenzettel vom 14. Dezember Zum Schluß: Weihnachten in China. Anfang 8 Uhr. Vorher: Militär- Konzert Palast- Theater früher Feen- Palast, Burgstr. 22. 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