Nr. 22. = Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Beitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6669. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müsse bis 4 Uhr Nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Seru fprech- Anschlu: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Mittwoch, den 27. Januar 1892. Amtliche Berichte über staatliche nädigteit in den amtlichen Berichten, welche das Arbeiter. Für das Etatsjahr 1883/84: Der Gesundheitszustand der Arbeiter war im Allgemeinen ein befriedigender... Die... a IIgemeine Aufbesserung in den Lohnverhältnissen hat sich auch auf den fiskalischen Werksbetrieb erstreckt." Für das Etatsjahr 1884/85: Der Gesundheitszustand der Arbeiter war während dez" Berichtsjahres recht günstig... Die Lohnverhältnisse der Arbeiter waren günstig für dieselben." Für das Etatsjahr 1885/86: Der Gesundheitszustand der Arbeiterbevölkerung war günstig.... Die Lohnverhältnisse... blieben im Allgemeinen für die Arbeiter fast ebenso günstig, wie im Vorjahre." Expedition: Beuth- Straße 3. arbeitende Wolf bis auf Papier to Druderschwärze Politische tebersicht. Volk und mitbezahlt, die Lage der Staatsarbeiter schöngefärbt wird. Dabei wird mit soviel Geistesarmuth und M Berlin, den 26. Januar. Der Fiskus, der sich eben bei der Bahnverwaltung in Oberflächlichkeit verfahren, daß man nicht einmal nach Die erste Berathung des Volksschul- Gefehes Preußen als ein so aufrichtiger Freund der Arbeiter be- einer Abwechslung in formalen Sinne für die einzelnen findet gegenwärtig im Landtage statt. So viel Staub währt, bekundet diese Aufrichtigkeit auch bei der Verwal- Jahre strebt, sondern einfach jedes Jahr dieselben hohl- dasselbe bei seinem Bekanntwerden aufgewirbelt hat, so tung der Bergwerke, Hütten und Salinen, die er in Preußen flingenden Phrasen vom letzten Jahr wieder abschreibt. grimmig die Parteien sich befehdeten, daß man hätte er betreibt, und besonders aufrichtig ist er in den amtlichen Es geht wie in dem bekannten Liede:" Ob's Jahr ist warten sollen, in der Debatte würden die Geister hart auf Nachrichten, die er alljährlich hierüber an das Abgeordnete n- schlecht, ob's Jahr ist gut"- die Lage der Staatsarbeiter einander platen, so friedlich und einmüthig in Beziehung haus erstattet und eben wieder erstattet hat. Wenn man bleibt stets befriedigend und günstig", oder wenigstens auf das Wesentliche des Gesetzes verlief die Debatte am sich nämlich einmal die Mühe nimmt, eine längere Reihe im Allgemeinen günstig", jedenfalls im Allgemeinen ersten Berathungstage. Freikonservative, Konservative, solcher amtlicher Berichte über die Arbeiterlage bei den fast ebenso günstig als im Vorjahre."" Und ob Typhus- Nationalliberale, Ultramontane und Polen sprachen sich Bergwerken u. 1. w. des preußischen Fiskus durchzusehen, epidemien durch die Reihen der Arbeiter schreiten, ob die für die konfessionelle Schule aus. Der freiso erhält man folgende erbauliche Zusammenstellung. Es Bergmannskrankheit an Es Bergmannskrankheit an Augen und Lunge nach den konservative Abg. Wessel, Landrath seines Reichens, ist heißt in dem amtlichen Schriftstück: Beobachtungen der Aerzte ihre stetigen Fortschritte macht, im ganzen für die konfessionelle Schule, möchte aber aus ob die Influenza ganze Belegschaften niederwirft, um ein finanziellen Gründen auch die Möglichkeit paritätischer Beispiel zu nennen, das auch andere Bevölkerungsschichten Schulen zulassen. Im Uebrigen bläft er etwas auf der mittrifft- den amtlichen Berichten ist dies Alles höchst Kulturkampfs Flöte gegen Katholiken und Polen. Der gleichgiltig; für sie bleibt der Gesundheitszustand der Ar- Conservative Abgeordnete von Buch hat an dem Gesetze beiter immer und ewig im Allgemeinen befriedigend" und nicht viel auszusehen; die Gehaltserhöhung der Lehrer die Krankheitsfälle sind immer nur vereinzelt". Große macht ihm etwas Kopfschmerz, auch beklagt er, daß Streiks, die wie Wirbelwinde über den Bergbau streichen der Grundbesitz durch das Gesetz zu sehr belastet und auch in der Lage der Staatsarbeiter so manches auf will auch nach Möglichkeit die konfessionelle Schule, werde. Abgeordneter Enneccerus( nationalliberal) decken, was der Ausbeutung in den Privatgruben so ähnlich und bekämpft nur das übertriebene Roufeffionalitätssieht wie ein Ei dem anderen, sie vermögen der bureauzuhaben die Lage der Arbeiter war, ist und wird sein der Schluß der Rede auf kulturkämpferliche Reminiszenzen kratischen Starrheit unserer amtlichen Berichte Nichts an- prinzip. Wie beim Abg. Wessel läuft auch bei Enneccerus nach den Verfassern der amtlichen Berichte außerhalb der gegen das Gesez nur ein Bedenken, daß in der Schule zu im Allgemeinen befriedigend". Diese Staatsarbeiter stehen hinaus. Der alte Ultramontane Reichensperger hat ganzen modernen Wirthschaftsentwickelung. Sie nehmen viel gelehrt werde. Außer Religion solle nur noch Lesen, keinen Theil an dem Auf und Ab des von regelmäßigen Schreiben und Rechnen gelehrt werden; was darüber, sei Der Gesundheitszustand der Arbeiter war ein Krisen durchzuckten Weltverkehrs, an den technischen und vom Uebel, mache die jungen Arbeiter unzufrieden und treibe günstiger... Die Verhältnisse der Arbeiter waren sozialen Verschiebungen der Gegenwart ihr Be- sie in die Arme der Sozialdemokratie. Der Pole, Abg. im Allgemeinen wiederum recht günstig finden ist stets im Allgemeinen befriedigend". Hier kommt von Jazdzewski, spricht gleichfalls seine Zufriedenheit und erfuhren im Vergleich zum Vorjahre vielfach... bie alles Leben ertödtende Starrheit der klassenstaat- mit dem Gesetze aus. Da haben wir die Gesinnung von eine Besserung." lichen Bureaukratie zum krassesten Ausdruck, weil der mehr als neun Zehnteln des Abgeordnetenhauses, von denen Für das Etatsjahr 1888/89: Gegensatz zwischen ihr und den bewegten Lebensverhält kein Einziger sich gemüßigt fühlt, fich zum Kämpfer für Geistes„ Der Gesundheitszustand der Arbeiter war ein beniffen zu groß ist, als daß er vom blödesten Auge über- und Gewissensfreiheit zu machen. Das Band, welches die Schule, friedigender... Die wirthschaftlichen Verhältnisse der sehen werden könnte. Freilich giebt es ein preußisches Ab- Lehrer und Schüler, an die Kirche bindet, will höchstens der eine Arbeiter waren im Allgemeinen fortdauernd geordnetenhaus, das sich diesen Hohn auf die Thatsachen der Schule von der Kirche wollen alle Parteien, nur handelt etwas lockerer als der andere geknüpft haben. Die Abhängigkeit günstig." alljährlich von Neuem bieten läßt und die amtliche Phraseo- es sich um die Etikettenfrage zwischen Kirche und Staat, logie, ohne die Amtamiene zu verziehen, in seine Mappe Für das Etatsjahr 1890/91: „ Der Gesundheitszustand der Arbeiter war im Allge- zum Uebrigen legt. Aber vielleicht findet sich doch einmal ob der Staat unter tirchlichem Segen und Rath die Schule meinen ein befriedigender.... Die wirthschaft- selbst in dieser Körperschaft ein Abgeordneter, der noch eine beherrschen, oder ob es die Kirche unter Beihilfe des weltlichen Verhältnisse der Arbeiter waren im Allge- Spur von Empfindung für die Fragwürdigkeit der Rollen Erziehung der Jugend zu denkenden und selbständigen lichen Arms thun soll. Für die Sache der Schule, für die hat, welche die Berichterstattenden und die Berichtempfangenmeinen günstig." Der Leser wird wohl dem Zufall danken, der uns die den in dieser Angelegenheit spielen. Er kann, was wir hier Menschen, wird in keinem Falle etwas gewonnen. Es wäre Berichte für 1886/87 und 1889/90 nicht gleich zur Hand wir einmal ab, ob die Bourgeoisie noch die Kraft hat, aus des Klassenstaates zu erwarten, denn eine solche Boltsnur andeuteten, in hundert Ginzelzügen ausführen. Warten auch Thorheit, derartiges in einem Volksschul. Gesetz haben läßt und ihn davor verschont, dieselben inhaltslosen ihren Reihen einen ehrlichen Kritiker dieser Ungehörigkeiten erziehung wäre zugleich der Sturz des Klassenstaates. Phrasen noch zweimal mehr genießen zu müssen, die ohne Zweifel auch für diese fehlenden Jahre in den amtlichen zu stellen. Referaten enthalten sind. Der Zweck obiger Zusammenstellung ist ja nur, nachzuweisen, mit welcher HartFür das Etatsjahr 1887/88: Feuilleton. Nachdruck verboten.] Am Webstuhl der Zeit. ( 29 Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. tagsruhe hält. Die künstlichen Mittel, die das möglich gemacht, fönnen unmöglich auf die Dauer anhalten. Wir stehen an einem tieferen Abgrunde, als wir glauben." Die nationalliberalen Kautschuck- und Hampelmänner haben jetzt endlich die Formel für ihre Anklage gegen den neuen Reichskanzler gefunden. Er hat das feinem Wohlbefinden gereichte, vorausgesetzt, daß er Niemanden dadurch in seinen natürlichen Rechten beeinträchtigte, zu feinen Dienstleistungen veranlaßt wurde, die ihm nicht durch die " Wir stehen jegt an einem tieferen Abgrunde, als wir Dienstleistungen der Anderen vollständig vergütet wurden. glauben," wiederholte Frank,„ tein wahreres Wort ist heute Jetzt, im Gegentheil, findet das Kind des Armen kaum noch gesprochen worden. Denn, nun ändern Sie sich das oben das Unentbehrliche auf dem Erdboden, trotzdem dieser Boden erwähnte Gleichniß vom Hungrigen, der am Brotschranke jetzt unendlich mehr zu bieten hat als früher, und wir klar des Gesättigten Wache steht, so um, daß aus dem Brot- berechnen können, daß er noch einige hundert Mal mehr schranke ein Geldschrank wird, und daß das Geld im Schranke bieten kann. Selbst das Billigste, das durch allgemeinen dem Bedürftigen und seinen Genossen nicht nur fehlt, sondern Genuß gar nicht zu Vermindernde, die geistige Bildung Ich fahre fort, meine Herren," nahm Frank seine in der Hand des Besizers geradezu ein gefährliches In- wird ihm geschmälert durch unsere zivilifirten Zustände. Rede wieder auf: und frage Sie, was wir nunmehr von strument wird. Ja, meine Herren, dieses Geld in der Sehen Sie, und das ist der allerschlimmste Schandeinem gesellschaftlichen Zustande halten sollen, in dem faft Hand des Besizers zwingt den Besitlosen, ein Sklave, ein flect unferer sozialen Einrichtungen. Champagner nichts mehr von dem erfüllt wird, um dessen willen die Tributpflichtiger des faulen Geldsacks zu werden, und ich und Austern, das sieht auch der Arbeiter ein, menschliche Gesellschaft in ein Vertragsverhältniß getreten. frage Sie ernstlich, fann in unserem modernen Staate von tann nicht Jeder jeden Tag genießen, weil die Es ist wahr, das Leben ist geschüßt, aber nur vor Freiheit, Gleichberechtigung, von freiwillig eingegangenen hinreichende Menge dieser Artikel nicht zu beschaffen einem gewaltsamen Tode, nicht vor dem Tode all- Verträgen die Rede sein, wenn ich nur die Wahl habe, sie wäre; und wenn ich meinerseits auch mich nicht entschließen mäliger Berkümmerung durch ungenügende Nahrung, anzunehmen oder zu verhungern? Ich frage Sie, meine fönnte, etwas zu genießen, allein, ohne Berdienst, während mangelhafte Verpflegung, ungesunde Wohnung, gefähr Herren, welcher Zwang ist größer, der, wenn ich mit der es Andere entbehren müssen, so kann ich es doch begreiflich liche Berufsarbeit, Ueberbürdung, Kummer, Noth und Waffe in der Hand den Anderen zur Dienstleistung zwinge, finden, daß eine Anzahl Genußmenschen Alles aufbieten, um Drangsal. Die Beschützung des Lebens gegen gewalt- oder der, wenn ich zu ihm sagen kann und sage: Diene diese Genüsse, an denen Alle eben nicht theilnehmen können, thätige Zerstörung kommt den Besitzenden mehr zu Statten, mir, oder ich laß' Dich verhungern?" für ihren ausschließlichen Gebrauch zu retten. Aber schon als den Armen, weil die Besitzenden mehr bedroht sind und Ein menschenentwürdigendes Bild," meinte Jwan, an dem Kinde der Armuth ein Unrecht zu begehen, indem mehr Ursache haben, das Leben zu lieben. Aber schon bei aber wahr, ganz wahr!" man es von dem Genusse an den geistigen Gütern, die der Frage vom Echutz des Eigenthums kommen wenigstens Und nun frage ich Sie weiter, meine Herren," begann unendlich und unverzehrbar sind, ausschließt, das ist so zwei Drittel der Staatsangehörigen in die Lage, zu fragen: Frank von Neuem, wodurch unterscheidet sich unser Rechts- ungeheuerlich, daß unsere Zeit es kaum zu begreifen im warum sollen wir das Eigenthum schüßen, da wir kein zustand von heute von dem Zustande, in welchem sich die Stande ist. Der Schneider, der unserm Dr. Lange Eigenthum besitzen und keine Aussicht haben, jemals welches Menschen vor Bildung eines Staates befanden? Vergegen die Kleidung fertigt, der Schuhmacher der ihm die Schuhe wärtigen Sie sich die Thatsache, daß früher der Mensch frei besohlt, ist nicht jeder Zeit in der Lage, die Werke des und unabhängig auf die Erde fam, ein unbestrittenes Recht selben zu kaufen, obwohl er durch seine Gegenleistung dazu hatte, darauf leben zu können, daß er seine Nahrung nehmen berechtigt wäre, aber das ausbeutende Kapital beschneidet fonnte, wo er sie fand, und sie fand, so lange überhaupt seinen Verdienst dermaßen, daß er für seine geistige ErNahrung vorhanden war, daß er Alles thun konnte, was zu bauung nichts übrig behält, und die Werte des Dr. Lange zu erwerben?" Sehr wahr," bemerkte Jwan; es ist eine eigene Geschichte, dem Hungrigen zumuthen zu wollen, daß er vor dem Brotschranke des Gesättigten Wachse stehen und andere Hungrige abwehren soll, während der Gesättigte seine Mit Schulgesetz aufertigen laffen, um das 3entrum zus system" leiden, wird in der ganzen Presse der„ Ordnungs-| lichen Zuspruch sterben, gleich Hunden verscharrt oder wenigstens faufen. Man denke: das Zentrum! Die„ Schwarzen", parteien", der„ Bourgeoisie" nicht der tausendste Theil der vor Tagesanbruch beerdigt sehen. Und dabei beklagen sie sich, die Deutschland mit Nacht und Finsterniß bedrohen! Hie Theilnahme gewidmet, die man einzelnen wenigen Mit- daß die republikanische Regierung die Gewissensfreiheit angreife! niger est! Da ist der Schwarze und Du Deutscher mußt gliedern der sogenannten höheren" Klassen zu Theil werden folgende Stelle der geistlichen Anklageschrift:" Der Boltsunter Eine Perle, die apart gezeigt zu werden verdient, bildet die hm die Zähne weisen, mußt ihn niederschmettern! läßt, wenn bei ihnen jenes Sparsystem" zur Anwendung richt ist unentgeltlich" gemacht worden und so in die Hände Kurz der Kulturkampfklepper, der lenden tommt. Sie verweist man nicht auf die innere Zufrieden- des Staates gegeben, der allein die Lehrer bezahlt. Gleich darauf lahm, mit ausgestreckter Bunge, Luft schnappend am Boden heit", die allein glücklich macht, wenn man dabei auch wurde er als obligatorisch" erklärt und damit die Kindheit dem liegt, soll aufgepeitscht werden und der lendenlahme, knie- Hunger leiden sollte. Auch kein Graf Pfeil und kein Staate ausgeliefert; schließlich wurde der Unterricht weltlich" Schlottrige Nationalliberalismus will auf der lendenlahmen Menzer ruft diesen Klagen gegenüber aus: Man zeige mir gemacht, b. h. jedem religiösen Einfluß entzogen." Rofinante hinausreiten und für Freiheit und Licht streiten! doch einen verhungerten Assessor; so einer kommt nicht einEr wird nicht weit kommen, der Ritter von der traurigen mal in Romanen vor! Also Weltlichkeit der Schule, unentgeltlichkeit der Schule, Gestalt. Ja, er wird nicht einmal in den Sattel kommen, obligatorischer Besuch der Schule, das sind lauter gottlose Ber brechen. Scheiterhausen, Scheiterhaufen, wie fehlt ihr den Kar denn die unglückliche Schindmähre jappst in den letzten Ueber die Frauenfrage oder sogenannte Frauen- dinälen! Fast wäre man versucht, mit der flerifal feudalen Zügen und ist nicht mehr auf die Beine zu bringen so manzipation herrschen in den gegnerischen Kreisen Gazette de France" zu rufen, daß es die Vorsehung" war, die wenig wie der Nationalliberalismus selbst, und wenn auch höchst konfuse Ansichten. So wird es 3. B. als eine be- ben Kardinälen dieses Schriftstück eingegeben hat, denn in der der gefällige Fortschritt die Steigbügel hält. freiende That auf dein Gebiete der Franen- Emanzipation That tehrt es sich gegen sie selbst. Es zeigt, wie verhaßt ihnen Die Herren Bennigsen und Genossen leiden übrigens geschildert, daß im englischen Parlament ein Antrag auf hinter 1789 zurückführen möchten, um bann, wie dies der Klerus die Errungenschaften der Neuzeit sind, wie sehr sie Frankreich an arger Gedächtnißschwäche. Sonst müßten sie wissen, daß Ertheilung des Stimmrechts an Frauen gestellt worden ist. noch nach jeder Kontrerevolution gethan, unter Glockengeläute mit dem Kulturkampf für den Gößen von Friedrichsruhe Bur Charakterisirung des Antrags genügt, daß er von einem und Weihrauchopfern das„ Te Deum gloriamus" anstimmen zu feine Geschäfte zu machen sind, denn er ist es doch, der nach konservativen ausgeht und daß es sich um die können. Kanoffa gelaufen ist und sich den bösen Schwarzen auf heirathete, unverheirathete oder Wittwen) handelt, die juristisch daß der Staat die kleriker als Freunde und Berbündete beheraren Ertheilung des Stimmrechts nur an solche Frauen( ver- Und da verlangen die Kardinäle am Schluffe ihres Ergusses, Was nun den neuen Schulgesetz- Entwurf angeht, so selbständige Personen sind, d. h. eigene Geschäfte, eigenes Es ist wahr, fie fagen eingangs:„ Vor allen Dingen erklären mögen wohl Rücksichten auf das Bentrum Geburtshelfer Grundeigenthum u. s. w. haben und zu den Gemeindesteuern wir noch einmal in Uebereinstimmung mit den Lehren des Heiligen dienste geleistet haben, allein ist solche Politik denn nicht veranlagt find. Es ist nur eine kleine Zahl von Frauen, Stuhles und der katholischen Tradition, daß wir der Regierungsim Geiste der Bismarck'schen, von den Nationalliberalen die von dieser Maßregel betroffen würde, und obendrein form, die sich Frankreich gegeben hat, keine Opposition machen." stets verherrlichten Praris do ut des ich gebe, nur solche, für welche persönlich die soziale Frage" laffen, ist ihre Erklärung wohl nichts anderes als ein Spiel mit Da sich aber Form und Inhalt nicht von einander trennen damit Du giebst? Und hat der Nationalliberalis wenigstens in den weitaus meisten Fällen bereits ge- Worten, berechnet, den Gegner in Sicherheit zu lullen. Was mus etwa nicht zugejubelt, zugejubelt, als vor anderthalb löst ift. würden die Kardinäle wohl sagen, wenn man ihnen gegenüber Gnade und Ungnade ergeben hat. protestantisch gescheitelt. 0 " Jahren der Schlachtruf ertönte: Mobilisation der Ebenso gedankenlos ist es, dem Umstand, daß jetzt etwa erklärte:„ Wir haben nichts gegen die Kirchen einzuwenden, Kirche und Schule gegen die Sozialdemo- Frauen an einzelnen Universitäten als Lehrerinnen( Dozen- nur wollen wir fie, anstatt zum Gottesdienst, zu Bolksversamm tratie? Wer der Sozialdemokratie den Krieg erklärt, tinnen, Professoren u. s, w.) zugelassen werden, eine emanzi- lungen benüßen"- würden sie dann solche Gebäude, tros ihrer wirft den modernen Ideen den Handschuh hin, fordert sein patorische Bedeutung beizulegen. Im Mittelalter, als die" Form," noch immer als Kirchen betrachten? Jahrhundert in die Schranken, gehört zu den Dunkel- Universitäten gegründet wurden, kam es sehr häufig vor, die„ Gazette de France" so entzückt davon ist, daß sie es nicht Uebrigens täuschen sie Niemand mit ihrem Elaborat. Wenn männern, ordnet sich den Mächten der Finsterniß unter, daß das Lehramt von Frauen ausgeübt wurde wurde nur als von der Vorsehung eingegeben erklärt, sondern in ihrer marschirt Hand in Hand, Schulter an Schulter mit den namentlich in Italien- und Niemand wird behaupten Entzückung, ein bekanntes Diftum variirend, sogar den geheimen „ Schwarzen"- gleichviel ob sie katholisch geschoren sind oder alter eine bessere und würdigere war, als gegenwärtig. Auch katholischen Wege führen zur chriftlichen Monarchie", so sehen die wollen, daß die Stellung der Frauen im Mittel- Sinn des Schriftstückes mit den Worten offenbart: Alle Wenn es den Gescheitelten und Geschorenen Spaß weibliche Aerzte, weibliche Anwälte, weibliche Richter waren gegnerischen Blätter nicht minder flar. Ja, das Organ der macht, einander das Fell zu zerbläuen, so haben wir Sozial- im Mittelalter nicht selten, so daß es thöricht ist, in dem Feudal- Klerikalen hat Recht: die Wege, welche die Kardināle demokraten nichts einzuwenden. Im Gegentheil wir Umstand, daß jetzt wieder hier und da Frauen als Aerzte, Frankreichs einschlagen lassen möchten, führten es schnurstracks rufen den feindlichen Brüdern ein vergnügtes: Nur Anwälte n. s. w. thätig sein dürfen, einen Schritt zur der Monarchie entgegen. tüchtig drauflos! zu. Je kräftiger sie sich zerzausen, Emanzipation der Frauen zu erblicken. Wir Sozialdemokraten Grafen von" Paris, winkt verständnißinnig bem geistlichen Auch die„ Correspondence nationale", das Hauptorgan des desto leichter unsere Arbeit, desto schneller und gründ- sympathisiren natürlich mit allen Bestrebungen, welche auf Glaborat zu, dessen Anklagen gegen die Republit sie ohne Vor licher unser Sieg in dem echten wahrhaftigen Kultur- Berstörung des Vorurtheils von der geistigen Inferiorität der behalt" beistimmt. Ist es noch nothwendig, auf die" Autorité", Fampf der neuen Welt gegen die alte, des Frau und von deren Beruf", Haus- und Küchensklavin den" Soleil",„ Gaulois" und sonstige reaktionäre Blätter hin sozialistischen Lichts gegen die anarchistische, zu sein, hinauslaufen, allein wenn in all unseren Universitäten zuweisen? Gs" genügt zu wissen, daß sie alle Beifall flatschen Pfäffisch- junterlich- fapitalistische Finster: Frauen lehrten, und in all unseren Gerichtshöfen Frauen und nirgends ein Mißverständniß ob des Geistes herrscht, ber niß.plaidirten oder auf dem Richterstuhl säßen, so wäre damit das Schriftstück durchweht. Es ist kein Zweifel: Pfaffen und Minister Miquel soll des Volksschul- Gefehentwurfs als durch die männlichen Professoren, Anwälte und Richter Stellen sich die Ginen oder Anderen manchmal auch so, als die soziale Emanzipation der Frauen ebenso wenig bewirkt, Royalisten werden nach wie vor, und jetzt vielleicht noch mehr denn je, Schulter an Schulter gegen die Republic fämpfen. halber sein Abschiedsgesuch eingereicht haben, vom bisher die soziale Emanzipation der Männer bewirkt würden sie einander nicht kennen, so geschieht dies doch nur, wie Raiser aber ersucht worden sein, seinen Rücktrittsentschluß worden ist. Es giebt keine verschiedene soziale Frage für bei Falschspielern, wenn sie einen Dritten prellen wollen; denn mindestens so lange aufzuschieben, bis sich übersehen lasse, Mann und Frau, und für Mann und Frau giebt es auch fie gehören von Haus aus zusammen. Der Graf von Paris hat zu welchem Ergebnisse die Berathungen der Kommission nur eine Lösung der sozialen Frage. In der sozialen erst neulich, anläßlich des Todes des Bischofs von Angers erklärt: führen werden. Mag dem sein wie ihm wolle, eins steht Emanzipation der arbeitenden Klasse ist die Emanzipation Mgr. Freppel hatte begriffen, daß das katholische Frankreich fest: Derselbe Miquel hat denselben Gesezentwurf selbst mit der Frau ebensowohl enthalten, wie die des Manne 3. bie nationale Monarchie braucht. Und er wußte wohl, daß unterzeichnet. Er wäre also im Falle seines Rücktritts die Monarchie den Katholiken gegen die Aufrechthaltung oder genau so infonsequent wie von jeher und wie der ganze schreibt man uns: Das Manifest der Kardinäle". Aus Paris Wiederkehr der Gesetze, die sie unterdrücken, eine wirksame Nationalliberalismus überhaupt.Garantie und unserem bewundernswerthen Klerus Schuß und Der Streit zwischen Staat und Kirche ist wieder Hilfe gegen die Verfolgungen einer wüthenden Sekte bieten wird." Die Sparsamkeit ist eine hohe Tugend, wenn sie mal von den fünf französischen Kardinälen, die eine umfangreiche erklären, das hat der Bischof von Sées erst vor wenigen Tagen aufs Neue entbrannt. Man fann tühn behaupten, daß er dies Was die fünf Kardinale in fünf langen Zeitungsspalten Arbeitern gegenüber geübt wird, und Sparsamkeit wird Grklärung veröffentlicht haben, welche eine wahre Anklagefchrift in den paar Worten gesagt:„ Wir strauben uns nicht gegen be auch von der preußischen Staatsverwaltung geübt. Den gegen die Republik bildet, wenn nicht muthwillig, so doch absicht- Republik, unter der Bedingung, daß fie uns die legitimen armen Land Briefträgern, den Post Hilfsbeamten, den lich vom Zaune gebrochen wurde. Alles ist ihnen ein Gräuel in Freiheiten, die sie uns entrissen hat, wiedergiebt." Wehrere Weichenstellern, Bremsern und Eisenbahn Arbeitern, den der Republik; nicht nur, weil dem Klerus feine privilegirte andere Bischöfe haben sich in letzterer Beit in ähnlicher Ropisten und Hilfsschreibern gegenüber ist die Sparsamkeit Stellung eingeräumt ist, sondern weil ihm nicht die Schulen und Weise ausgesprochen. Auch die Klagen über die Unterdrückung sehr im Schwange. Der Staat braucht Geld, viel Geld, alle sonstigen staatlichen Institutionen ausgeliefert sind; ja noch der Kirche sind schon unzählige Male von vielen Kirchenhirten" zumal der preußische. Bei einem Etat von 1850 Millionen mehr, weil die kirchlichen Dogmen nicht zu Staatsdogmen er ausgestoßen worden. Was bezweckten also die Eminenzen mit muß auf den Groschen geachtet werden, sonst kann man hoben werden. Die Kardinäle erheben sich in der That nicht nur ihrem langathmigen Schriftstick? Diese Frage wird vielfach nicht mit Tausenden um sich werfen. Aber auch die Spar- steuert werden, daß die Seminaristen gleich anderen Sterblichen Diese scheint indeß keine allzu schwierige zu sein. Da im nächſter Dagegen, daß die kirchlichen Güter eben so gut wie weltliche be- gestellt, auch vom„ Temp3", ohne jedoch eine Antwort zu finden, famkeit hat ihre Grenzen. Wenn tausend Söhne der in den Militärdienst zu treten haben, daß die Schulen konfessions- Jahre die Kammerwahlen stattfinden, wollten die Kardinäle der Bourgeoisie als unbesoldete Assessoren herumlaufen, während los sind; nicht nur dagegen, daß in den Spitälern Wärterinnen Wahlkampagne eine Direktive geben. der Staat es unterläßt, die Richter stellen vollzählig angestellt werden, die mehr darauf bedacht sind, die Kranken dem Elaborat ist das Wahlmanifest ber tleritalen Das geistliche zu befehen oder zu vermehren, weil ihm die Arbeit so vieler Diesseits zu erhalten als für das Jenseits vorzubereiten, sondern Partei. Hilfsarbeiter, welche die richterlichen Geschäfte unentgeltlich auch gegen das antichristliche und antisoziale" Chefcheidungs- Die Klerikalen find schon seit Langem bemüht, eine politische oder gegen geringe Diäten besorgen, zu Gebote steht, dann gefeß, sowie dagegen, daß den aus der Kirche ausgetretenen Geift- Partei nach dem Muster der deutschen Zentrumspartei zu bilden. erheben sich die Stimmen aller Organe der Bourgeoisie in lichen gestattet wird, sich zu verehelichen, oder wie die Kardinale Das Kollektiv- Schriftstück der französischen Kardinale- es fehlt Klagen über die Unzulässigkeit des Sparsystems, burch sagen, einen" gotteslästerlichen Bund" einzugehen. Damit noch nur die Unterschrift des Kardinals Lavigerie, Erzbischofs von welches die Versorgung von einigen hundert Angehörigen erdigungen. Ist ihnen schon die Zivilehe ein Gräuel, so noch mehr flerikale Union angesichts der nächsten Wahlen vollziehen soll. nicht genug, erheben sie sich auch gegen die nichtkirchlichen Be- Algier bildet augenscheinlich die Basis, auf der sich diese der Bourgeoisie gehemmt wird. Den hunderttausenden das Zivilbegräbniß. Sie möchten die Menschen von der Wiege bis zum Mit dieser Partei hoffen sie wohl Frankreich in ihrem Sinne Arbeitern und Hilfsbeamten, welche unter dem Spar- Grabe in der Gewalt der Kirche wissen und Alle, die ohne geist umstülpen zu können? Und dazu sollen ihnen natürlich die werden vertheuert durch die Prozente, die der Kapitalist, von Zuständen, für die er nichts kann, in Noth geräth und Jeder, ohne sich zu fragen, ob an seiner Existenz etwas verstehen Sie wohl, nicht der Arbeiter, als Buchdrucker, dann in seiner Unerfahrenheit und Unbehilflichkeit zu ver- gelegen ist, ohne zu bedenken, daß er im Augenblicke vers Buchhändler, Papierfabrikant u. s. w. nimmt. Denn, be- brecherischen Mitteln greift?" denken Sie wohl, das Papier foftet nicht blos das, was loren wäre, wo der Gemeinsinn gänzlich aufhörte. Jeder Rohmaterial und Arbeitslohn betragen, sondern der Fa- Streit, sowohl für minder zurechnungsfähige, als für braucht, ohne danach zu fragen, wie Bielen er dadurch das Es giebt allerdings," unterbrach hier der Advokat rafft zusammen, so viel er tann, ohne zu fragen, ob er's brikant schlägt noch so viel auf den Preis, daß er beim Solche, die infolge von wirklicher Noth Berbrecher werden, Nothwendigste entzieht; und nicht nur sucht der Reiche den Geschäft reich werden kann; der Drucker läßt sich nicht blos Milderungs- Bestimmungen in der Abmessung der Strafen, Armen noch weiter auszusaugen, sondern die Reichen suchen den Seger- und Druckerlohn, sowie die Abnüßung der doch erreichen dieselben, meiner persönlichen Ansicht sich selbst gegenseitig zu verschlingen, wie eine Spinne bie Maschinen bezahlen, sondern er will reich werden; der nach, bei weitem nicht den Grad von Billigkeit, den man andere. Und dabei sinken die Menschen, Einer nach den Buchhändler will nicht blos den Drucker, das Papier und verlangen kann. Im Uebrigen halte ich es für eine der Andern, als übelriechende Kadaver in die Erde, ohne bei die übrigen Spesen bezahlen können, sondern er will einen ersten Pflichten eines vernünftig organisirten Staates, in diesem Hetzen und Jagen, bei diesem Würgen und Hamſtern ansehnlichen Gewinn herausschlagen, und das bewirkt er, den Volksschulen ein gutes Theil Heligionsstunden abzu- sich gefragt zu haben, wozu fie denn eigentlich auf Erden indem er entweder die Werke des Dr. Lange vertheuert, schaffen und an deren Stelle einen Elementar- Unterricht in gewesen sind. Die Thierwelt zehrt sich gegenseitig auf, aber oder indem er den Verdienst des Dr. Lange schmälert, so Gesezeskunde einzuführen, damit unter Anleitung des Lehrers die Rage frißt nicht die Kaye, der Hund nicht ben daß dieser gelegentlich in die Lage kommen kann, keinen der Schüler bas Nöthigste von diesen Sachen begreifen und Bund; die Pflanzen vertilgen sich gegenseitig, indem sie den neuen Stock bezahlen zu können oder wohl gar bei allen tennen lernt. feinen Berdiensten um die Menschheit in Wechselhaft zu ge- oft schlau in demselben Falle um das Gesetz herum, wo der das Licht entziehen, aber die Stärksten, Nüglichsten, Besten Der reiche und gebildete Schurke stiehlt sich Boden an sich reißen und den anderen die Nahrung und rathen. Habe ich da nicht Recht?" unwissende und von der Noth gedrängte Proletarier dem bleiben obenauf. Beim Menschen ist derselbe Kampf zu sehen, Sie haben ganz Recht, Herr Frank," bemerkte der Arm der Gerechtigkeit verfällt. Schriftsteller, indessen möchte ich Sie doch bitten, Ihre sehr Gerichtswesen zum Handwerk, das Rechtsbewußtsein der Nation licher, raffinirter vor sich geht und daß das Beste und Tüchtigſte Dadurch wird das ganze mur daß das Abtödten und Unterdrücken langsamer, schmerz verdienstlichen und theilweis trefflichen Auseinandersetzungen entfremdet sich dem wirklich bestehenden Rechte, und der Ver- gewöhnlich von dem Bösen und Nichtsnuzigen unters mehr allgemein zu halten und nicht gar zu interessant- urtheilte erkennt in seinem Richter nur noch einen Feind und drückt wird." persönlich zu werden." Unterdrücker. Doch, ich führe mit diesen Auseinandersetzungen " • " Ich werde Ihrem Wunsche nachkommen, obwohl ich die Anwesenden auf Nebenpfade und bitte daher um Ent- merkte Sange, aber es ist wirklich nichts als traurige „ Es klingt ganz überspannt, was Sie da sagen," be gern Beispiele aus dem Erfahrungskreise meiner Zuhörer schuldigung, besonders Sie, Herr Frank, der Sie uns nunmehr Wirklichkeit. Ich habe mir sagen lassen, daß, wenn nat nehme. Und ist es denn nicht wirklich ein eigenes, seltsames gefälligst weiter führen mögen." Ding, wenn eine staatliche Einrichtung besteht, wonach von Gerichtswegen ein verdienstvoller Mann, auf den Antrag es gekommen, daß der ursprüngliche Natursuſtant," in eine schließlich allein als Siegerin fibrig bleibt. Das fit. So, meine Herren," fuhr Frank mit Eifer fort, ist diese Sorten einen Kampf unter sich haben, bei dem die eines miserablen Wichtes, der der Menschheit auch nicht welchem der Kampf ums Dasein einen schauerlichen Anblick bann aber auch die für den Boden geeignetſte und beste, das Geringfte nüßt, der vielmehr vom seiner Mitmenschen lebt, Schweiße darbot, um ein Ungeheuerliches verschlimmert worden Beim gegenwärtigen Menschenkampfe ist der Streit ber wird? Da heißt es immer Gerechtigkeit, Gerechtig- zusagende Stellung auf Erden, und wenn er nicht in die um seine Freiheit gebracht ist. Schwer findet der Tüchtige und Begabte die ihm selbe, aber das Resultat ist ein entschieden ungünstigeres." deit! Aber wo bleibt die Gerechtigkeit, wenn erstens die traurige " Und wodurch wird das Alles möglich?" fragte Frank Schablone paßt, muß er verkümmern zum weiter. Einfach, dadurch, daß die heute als bevorrechtigt Mehrzahl der Menschen nicht genügend mit Bildungsmitteln Schaben Derer, die seiner Thätigkeit so bringend bedurft erscheinenden Klaffen ein ganzes System erfunden haben, welches versehen wird, wenn zweitens die auf diese Weise Benach- hätten. Es herrscht trotz aller anscheinenden Ordnung eine man die Staatskunst nennt. theiligten vor dem Gefeße als gleichmäßig zurechnungs- förmliche Anarchie; Jeder vergißt, daß er für die Allfähig, wie die Gebildeten, angesehen werden, und brittens gemeinheit da ist; der Egoismus ist beinahe eine Tugend, venig danach gefragt wird, ob der auch sonst noch von der Gemeinfinn, die Menschenliebe eine Lächerlichkeit, wenn der menschlichen Gesellschaft vielfach Benachtheiligte infolge nicht gar ein Verbrechen geworden; erst komm ich! schreit ( Fortsetzung folgt.) fe«f)Ict behilflich sein. Darum weisen die Kardinäle in ihrem' Resümee so sehr ans die Wahlpflicht hin.„deren Erfüllung durch olle biederen Leute eine Nationalvertretung schaffen iviirde, *■? vmit �en Wünschen des Landes in wahrem Einklang stunde und geeignet, in der Gesetzgebung die für oe» politischen Frieden nothwendigen Reformen durchzuführen." Die fünf Eminenzen vergessen dabei nur das Eine, daß Frank- «ich nicht Deutschland ist, wo die Verhältnisse das Zentrum geschaffen und nicht dieses die Verhältnisse geschaffen, wie die Kardinäle annehmen. Andere Verhältnisse schaffen nicht nur andere Ansichten,� sondern auch andere Parteien, und die fran- zwischen Verhältnisse sind eben für keine Zentrumspartei geeignet. Wenn die Kardinäle dies bis jetzt noch nicht erkannt haben, dann werden sie sich diese Erkenntniß sicherlich bei den nächsten Wahlen holen können, denn ist das Proletariat in seiner großen Mehrheit auch noch nicht sozialistisch, so ist es doch ebenso anti- «ernal wie antimonarchistisch und darum zu Allem eher geeignet, vls das Manifest der Kardinäle der Verwirklichung entgegen- zuführen. Der Nationalrath der Schweiz hat die Handels- vertrüge mit Deutschland und Oesterreich- Ungarn einstimmig ratifizirt.— Zur Eisenbahn-Expropriation in der Schweiz ergreist der G r ü t l i v e r e i n die Initiative. Es war dieses bereits auf der Luzerner Delegirtenversammlung des Grütlivereins für den Fall der Verwerfung des Zentral- ankaufs beschlossen. In einer öffentlichen Versammlung des Grütlivereins zu Zürich wurde vor einigen Tagen ein Be- schluß gefaßt, eine Anzahl Vorrechte der Eisenbahn-Gcsell- schaften zu beseitigen, die Aktien von Verkehrsanstalten nur auf den Namen gelten zu lassen, verschiedene das öffent- liche Interesse gegen die Bahngesellschaften schützende Ver- ordnungen zu erlassen und den, Bunde das Recht zu er- theilen, den Betrieb bestehender Eisenbahnen oder die Bah>...i selbst zu übernehmen. Es wurde ferner beschlossen, daß das Grütli-Zentralkomitee die Sache förderlich in die Hand nehme und die Verfassungsrevision durch Volksabstimmung anbahne,— Die russische Regierung ist unzweifelhaft ernstlich bemüht, dem Elende der Hungersnoth abzuhelfen. Wir sagen: unzweifelhaft.� Denn den Selbsterhaltungs- trieb, welcher in den niedersten Organismen lebendig ist, setzen wir auch bei der russischen Negierung voraus, eine so schlechte Meinung wir auch von ihr haben. Statt Regie- rung wollen wir sagen Zar. Rußland ist ein absoluter Staat, der Zar lst die Regierung, und alle Verwaltung konzentrirt sich in der Person des Zaren. Es ist das per- sönliche Regiment in seiner klassischsten Vollendung. Der Zar ist allmächtig— die Allweisheit wird vorausgesetzt, und wer an sie nicht glaubt, kann sich auf eine unfreiwillige Reise nach Sibirien vorbereiten. Und nun hat der Zar seine All- weisheit zu zeigen und seine Allmacht zu üben. Hw Rhodus, hic salta! Der Tag der Probe und Prüfung ist gekommen —»Väterchen" hat den Befähigungsnachweis zu liefern. Hat? Nein: hatte. Dre Probe ist schon vor- über— und.Väterchen" bat den Befähigungsnachweis nicht erbracht, wohl aber desto gründlicher den Beweis für die Unfähigkeit seines Regiments. An„gutem Willen" fehlt es gewiß nicht. Wer in schwindelnder Höhe, Abgrund rechts, Abgrund links, ohne Stütze und Halt, auf handbreitem Berggrat wandelt, hat sicherlich den besten Willen von der Welt, nicht in den gähnenden Abgrund zu stürzen. Vom guten Willen hängt das Gelingen jedoch nicht ab. Und„Väterchen" kann nicht wie er will— trotz aller Allmacht. Helfen will er den Verhungernden— er wäre wahnsinnig, wollte er nicht. Aber w i e will er? Versteht er die Lage? Hat er Einsicht in die Verhältnisse? Alles was in Rußland seit Monaten geschehen ist, zwingt zur V e r n e i n u n g der Frage. Und daö allmächtige„Väterchen" hat auch nicht viel Zeit, an die Roth seiner Unterthanen zu denken. Erst kommt der Gedanke an die eigene Roth. Ringsum Gefahren. Im Schloß, im Park, auf der Straße, auf der Eisenbahn— überall lauert die Gefahr. Aus der Erde und unter der Erde, kein Plätzchen, wohin der Revolver, das Messer, das Dynamit des Nihilisten nicht hindränge. Bis jetzt freilich ist der Zar noch mit blauem Auge davon gekommen, allein Ludwig der Sechzehnte von Frankreich, der vor jetzt 99 Jahren hingerichtet ward, hat ein glückliches Loos gehabt verglichen mit diesem allmächtigen Zaren, der� seit er auf den: Thron sitzt, keine ruhige Stunde gehabt hat, Tag und Nacht, wachend und schlafend, den Dolch und die Wurfbombe deS Nihilisten sieht. Wenn von Ludwig dem Sechzehnten gesagt wird, daß er für die Sünden seiner Vorfahren gebüßt habe, so läßt Aehnliches sich vom Zar aller Reußen, Alexander dem Dritten sagen: er hat für die Verbrechen des Zarismus zu büßen— und furchtbar ist die Strafe, entsprechend der ungeheueren Last von Verbrechen.— Und der Ausweg? Das Ende?„Väterchen" befiehlt: es soll keine Roth sein! Nahrung für die Hungrigen! Doch wer führt den Befehl aus? Da offenbart sich der Jammer dieser zarischen Allmacht. Der Zar wagt sich nicht aus seinem Gefängniß heraus— weil draußen der Nihilismus spazieren geht. Und die V e r w a l t u n g s- Maschine versagt. Höflinge, Speichellecker, Bediente, Spitz- buben— daS sind die einzigen Werkzeuge, die dem bankrotten Zarismus zur Verfügung stehen. Die Männer, die Rußland, die„Väterchen"„retten" könnten vor einer Re- volution— die Männer von Herz und von Hirn— sie verfaulen in den Einöden Sibiriens, in den Bergwerken des Ural, in den Staatsgefängnissen von Schlüsselburg und Petro-Paulowski--- So giebt's keine Hilfe für das bankerotte Zarenthum. Ein Wunder, wenn es heil über den Berggrat hinweg- kommt— Hundert gegen Eins, daß es im Abgrund zerschellt.— Eine mysteriöse Geschichte wird aus Sophia Bulgarien) gemeldet. Ministerpräsident Stam- > u l o w, der unerschrockene und schlaue Gegner der rufst- scheu Politik, und deshalb die Zielscheibe zahlloser Ver- schwörungen und Attentate, ist vorgestem auf emer Spazierfahrt schwer verwundet worden und zwar— und das ist das Mysteriöse— wie amtlich aus Sophia telegraphirt wird, durch eigene Hand. Em Revolver, den er bei sich getragen, sei losgegangen und dre Kugel ms Bein gefahren. Es wird nicht viel Menschen geben, die sich einreden lassen, daß daS Geld für besagten, sehr russen freundlichen Revolver nicht aus Petersburg gekommen sei. Denn wenn das bankrotte Zarenthum auch für Brot zur Speisung der hungernden Russen kein Geld hat» für solche Teufeleien bat'S immer Geld.— !; Der Streit zwischen Chili und den Vereinigten Staaten geht seiner friedlichen Erledigung entgegen. Ob- gleich ein Krieg um solcher Lappalie willen von vornherein unmöglich war, so ist's doch gut, daß diese Angelegenheit, in der hie Vereinigten Staaten keine sehr rühmliche Rolle gespielt haben, endlich aus der Welt geschaft wird. Es wäre_ gut, wenn die Amerikaner den Radaupolitiker Blaine, der die Sache— nach bekannten europäischen Mustern— eingefädelt hat, sich gleichzeitig vom Hals schafften.— Vsvlsmetrk«rifikzes. Die Kommission für Abänderung resp. Er- gänzung des Reichs-Wahlgesetzes beschloß in ihrer ersten Sitzung den§ 6 des Wahlgesetzes dahin abzuändern, daß die einzelnen Wahlbezirke inindestens SOV Einwohner unffassen müssen. Von den Antragstellern waren 400 Einwohner in Vorschlag gebracht. Das Wahlgesetz hat bisher eine Bestimmung über die Größe der Wahlbezirke nicht enthalten, nur im Wahl- reglemcnt ist vorgeschrieben, daß dieselben nicht über 3500 Seelen nach der letzten Volkszählung enthalten dürfen. In der Kom- Mission wurde konstatirt, daß speziell in den östlichen Provinzen Wahlbezirke mit nur 10 und noch weniger Wählern gar nicht zu den Seltenheiten gehören. Es sind das Gutsbezirke, welche Ge- meinden für sich bilden. Wie es an solchen Urnen mit dem Wahlgcheimniß steht, läßt sich denken und ergiebt sich am besten daraus, daß das Wahlergebniß fast ausnahmslos ein ein- stimmiges Votum für den z. Z. dem Gutsherrn genehmen Kan- didaten ist. In Weinheim fand ein« Vezirkskonferenz der Sozialdemokraten des 46. badischen Landtags-Wahlkreises statt, in welcher konstatirt wurde, daß seit der letzten Konferenz die Aus- breitung unserer Partei eine sehr starke gewesen ist. Sogar die Arbeiter der dunklen Bergstraße, und zwar jene in Laudenbach- Hemsbach, haben sich organisirt. Auf der Bezirkskonferenz hielten mehrere Parteigenossen aus ländlichen Orten gemäß einem Be- schlusse der Waldhofer Konferenz über verschiedene Themata probeweise Vorträge, die über Erwarten gut gelangen und den Beweis lieferten, daß die Methode, in den Ortschaften selbst an- sässige Genossen zu tüchtigen Rednern für ihren Bezirk heran- zubilden, erfolgreich war � Eine Bolksversammlnug'in Döbel« drückte der sozial- demokratischen Fraktion des sächsischen Landtags ihre Sympathien aus, protestirte gegen das Verhalten des Landtags gegenüber derselben und forderte von ihm, daß er den sozialdemokratischen Abgeordneten ebenso Sitz und Stimme bei den Deputations- berathungen verstatte, wie den übrigen Landboten. In Trier schloß sich eine am 24. Januar stattgehabte, für die dortigen Verhältnisse sehr zahlreich besuchte öffentliche Tisch! erversa in mlung nach einem gewerkschaftlichen Vortrage des Genossen Hengsbach aus Köln einstimmig der Nürnberger Resolution au, welche in der zweiten Bei- läge der Nr. 10 des„Vorwärts" veröffentlicht ist. Der Verlauf der Versammlung, welcher eine erhebliche Anzahl Mitglieder des katholischen Arbeitervereins mit beiwohnten, legte dar, daß auch in zener Domäne des Zentrums die Arbeiterbewegung gute Fort- schritte macht. � Der Sozialdemokratische' Verein deS zweiten Ham» burger Wahlkreises erzielte im verflossenen Jahre eine Ein- nähme von 13 179,77 M., der eine Ausgabe von IS 505,14 M. gegenübersteht, so daß 2674,63 M. Kassenbestand verbl eiben. Die Mitgliederzahl des Vereins beträgt 3133. Todtenliste der Partei. In Schwelm verstarb am 21. Januar der Parteigenosse Julius Dürholt, 40 Jahre alt an der Schwindsucht.— In H a g e n wurden am 20. Januar die Genossen Ritter und S ch m o l i n s k i beerdigt. Sie haben beide seit ihrem Eintritt in die Partei ihre volle Schuldig- keit gethan. »* Polizeiliches, Gerichtliches ic. — Chr. Gottl�eb, verantwortlicher Redakteur der „Bremer Bürgerzeitung" wurde zu 200 M. Geldstrafe und zu sämmtlichen Kosten verurtheilt, weil er die Frau eines Schloffermeisters, welche ihr Dienstmädchen schlecht behandelte, als eme Megäre und Furie bezeichnet hatte. Der Beleidigten wurde die Urtheilspnblikation zugesprochen. Gegen das Urtheil wird Berufung eingelegt. Der Angeklagte hatte den Beweis der Wahrheit angetreten und vier Zeugen vorgeführt, von denen drei und zwar zwei unter Eid aussagten, daß sie gesehen hätten, wie die Frau des Schlossermeisters ihr Dienstmädchen mit dem Handtuch um die Ohren geschlagen habe, daß es weinte, wie sie auch sonst des Oefteren das Mädchen mit der Faust in den Rücken gestoßen habe. Das Mädchen selbst bekundete. daß die in dem fraglichen Artikel behaupteten Thatsachen vollständig auf Wahrheit beruhten. Das Gericht dagegen war der Meinung, wenn man auch annehme, daß die Beleidigte mitunter etwas weit gegangen sei gegen ihr Dienstmädchen, so sei es doch möglich, daß das Mädchen dazu die Veranlassung gegeben habe; daß das- nicht der Fall sei, sei nicht erwiesen. — Dem Redakteur Zielowski vom Offen- burger„Volksfreund" hatte der Rangirer Goralsky mttgetheilt, der Stationsvorsteher Schiers habe ihn die Treppe hinuntergeworfen, so daß er beide Beine gebrochen habe. Zielowski besprach den Fall in zwei Artikeln so objektiv- wie möglich, und publizirte natürlich auch eine Zuschrift der elsässischen Eisenbahndirektion, welche die Mittheilung für unrichtig be- zeichnete. Man erhob aber— wie das in Deutschland übliche Gepflogenheit der Beleidigten— trotzdem Anklage. In der Ver- sammlung vor dem Schwurgericht stellte sich heraus, daß Goralsky infolge von Trunkenheit selbst die Treppe hinunter- gefallen war. Sämmtliche Zeugen mit Ausnahme eines einzigen, der dafür noch in der Verhandlung ebenso wie Goralsky wegen Meineids verhastet wurde, bestritten Goralsky's Behauptung. Das Schwurgericht sprach darauf den Redakteur Zielowski- frei. Die ziemlich bedeutenden Kosten hat der Staat zu tragen. — Richard C a l w e r, während der Hast des Redakteurs Jllge Stellvertreter desselben am H a l l e s ch e n„Volksblatt", wurde wegen Beleidigung eines Polizeisergeanten zu 30 M. Geldstrafe und in die Kosten verurtheilt. — Genosse Mittag in Halle, welcher am Weihnacht?- Heiligabend zur Verbüßnng einer einmonatlichen Gefängnißstrafe verhastet wurde, hat dieselbe verbüßt. Man fand ihn seinerzeit der Beleidigung der Halleschen Richter für schuldig, weil er das Urtheil kritisirt hatte, wonach Redakteur Jllge wegen angeblicher Aufreizung 1 Jahr im Gefängniß sitzen sollte. Das Nordhausener Gericht hat bekanntlich nachher in derselben Sache gegen Jllge aus Freisprechung erkannt. Soziale Meberfirlzk. Zu Gunsten der deutschen Buchdruckergehilsen fand am 18. Januar in der Arbeits börse zu Parrs eine imposante Versammlung statt, in welcher der französische Genosse Thisbault über das Ende des Streiks berichtete und zum Schluß die An- wesenden in begeisternden Worten ausforderte, allen Nationalitäten- Hader bei Seite zu setzen und sich eins zu fühlen mit den Arbeits- brüdcrn jenseits des Rheins, eingedenk dessen, daß es die deutschen Sozialdemokraten waren, welche gegen den Krieg von 1370 pro- testirten. Der Kongreß von Brüssel habe das zwischen den einzelnen Nationen geknüpfte Band enger geschlungen und dem Kapitalismus aufs neue bewiesen, daß die Völker sich nicht länge» gegenseitig zerfleischen mögen. Der stürmische Applaus, den Thiöbault erntete, bewies, daß auch bei den französischen Arbeitern der Chauvinismus, wenn er je vorhanden gewesen, mehr und mehr an Boden verliert. Eine Resolution, laut welcher die Sammlungen für die Opfer des Streiks fort« gesetzt werden sollen, fand einstimmige Annahme. Achtung, Tischler! Die Arbeiter der Eisenach e» Möbelfabrik von K ö ch e r t u. Komp. haben die Arbeit ein- gestellt. Grund: Verlängerung der Arbeitszeit von 11 aus 13 Stunden. Zuzug ist streng fernzuhalten.— Die arbeiter- freundlichen Blätter werden um Abdruck des Vorstehenden ersucht. Wegen 10 prozeutiger Lohnreduktion haben die Arbeite« der großen Spinnerei von Mauthner& Oestreicher in Grunwa ld, wie man der„Vossischen Zeitung" au? Reiche»- berg i. B. mittheilt, die Arbeit niedergelegt. Die Schuhfabrikanten in Bristol lLnsland) haben IS 000 Arbeiter ausgesperrt. Der siebente Kongreß der Töpfer Deutschlands findet in den Tagen vom 3.-10. Juni in Berlin statt Der Kon» gre ß sollte nach dem Beschluß seines Münchener Vorgängers ursprünglich in Velten abgehalten werden, da man erwartete, daß bis dahin Velten und Berlin durch eine Eisenbahn verbunden sein würden. Weil bis jetzt von einer solchen noch nichts zu sehen, holte der Generalausschuß der Töpfer ein Gutachten de» Vertrauensmänner über die Verlegung des Kongreßortes ein, und dieselben erklärten sich einstimmig für den Vorschlag des Ausschusses, den Kongreß m Berlin tagen zu lassen. Tue Veltener Töpfer sprachen in einer öffentlichen Versammlung gleichfalls ihr Einverständniß aus. Grauenvolle Zustiiude enthüllt ew Hilferuf aus Ober« franken, der in bürgerlichen Blättern veröffentlicht wurde. In demselben heißt es:„Im Bezirk der bayerischen Pfarrei Schwarzenbach am Wald, die fast durchgängig von Handwerkern bewohnt ist, ist die Noch in ihrer ärgsten Gestalt eingekehrt. Seit drei Monaten müssen die sonst fieiMgen Hände feiern, und die Weber können trotz allen Bittens von ihren seitherigen Arbeitgebern keine Arbeit mehr erhatten, da durch den neu eingeführten amerikanischen Schutzzoll auf Er- zeugnisse der ausländischen Textilindustrie der deutsche Export ganz lahm gelegt wurde und neue Absatzgebiete bisher sich noch nicht erschlossen haben. Was aber eine dreimonatliche Arbeits! osigkeir für eine arme Bevölkerung bedeutet, die lediglich aus dem kargen Lohn der Handweberei ihren Unterhalt findet, läßt sich denken. BiSher hat doch immer noch der ge- ringe Kartoffelvorrath der größten Roth abgeholfen; aber infolge der Mißernte ohnehin sehr gering ausgefallen, ist er jetzt zu Ende, und nun ist ein geradezu erbarmungswürdiger Zu- stand eingerissen. Ich bm Zeuge davon, daß eine Familie von acht Personen Tag für Tag von etwa 10 P f e n« n i g e n Mehl und Wasser einen Brei anrichtet und denselben in der Ofenröhre kocht, und das ist die T a g e s u a h r u n g für acht Personen! Anderswo werden auf den Tag surr für drei Pfennige Kaffeebohnen gekauft oder vieb- mehr geborgt, und davon für S bis 9 Personen für den ganzen Tag Kaffee bereitet und dazu zum größten Theil aus Hafer» m e h l gebackeneS schwarzes Brot gegessen. Viele Familien haben nicht einmal mehr das." An diese ergreifende Schilderung schließt sich die Bitte um Uebersendung von Liebes- gaben. Ist es nicht eine Schande für die bürgerliche Welt- „ordnung", daß Zustände, die an die Hungersnoth mittelaller- licher Zeiten erinnern, heute noch vorkommen können, trotzdem an Nahrungsmitteln infolge der besseren TransportverhältmL« ein Mangel wie damals gar nicht mehr eintreten kann? VevkÄmmlungen: Die Schlächtergeselle» hielten am 17. Januar eine öffent- liche Versammlung mit Damen ab, in welcher an Stelle des verhinderten Reichstags- Abgeordneten Birk Dr. L ü t g e n a u über die Lage der Schlächtergesellen referirte. Die Versammlung beauftragte dann das Agitationskomitee, eine Petitton aus- zuarbeiten, in welcher die Aufhebung der Sonntagsarbeit und die Einführung einer zehnstündigen Arveitszett gefordert wird. Diese Petition ist der nächsten öffentlichen Versammlung zur Beschluß- fassung vorzulegen. In dieser Versammlung wird auch für diesem Zweck entsprechendes Referat gesorgt sein. Hierauf erstattete der Obmann des Agitationskomitees Bericht, wonach die Bersainm- lung dem Komitee Decharge ertheilte und zur Neuwahl desselben schritt. Gewählt wurden die Kollegen Gaßmann, Mereie, Damniro und Neumann. Zuni Delegirten für den Gewerkschafts» kongreß bestimmte man den Kollegen Gaßmann. Hierzu wurde gewünscht, daß sich die Kollegen aller großen Städte auf-jenem Kongreß vertreten lassen möchten, besonders erwartete man dies von Hamburg. Die nächste Fachvereins-Versammlung findet am 7. Februar statt. Das Nähere wird durch Flugblatt bekannt gemacht. Ein geselliges Beisammensein nebst Tanz bildet» deu Schluß der Zusammenkunft. Die freie Bereinigung der ZeituugSspediteure und Berkäufer nahm in ihrer Generalversammlung den viertel- jährlichen und den jährlichen Kassenbericht entgegen.- Nach letztzttcm hatte der Berein eine Einnahme von 420,1ö M. und eine Ausgabe von 267,44 M., so daß ein Vereinsvermögen von 162,71 verbleibt. Der Kassirer wurde entlastet. Aus der Vorstandswahl gingen hervor als Vorsitzende Schäfer und F l o r e ck e. als Schriftführer T h i e l e und M e r z. als Kassirer Sch önstein und Sch i l d. Danach wurde die Errichtung einer eentralstelle eifrig diskutirt, wobei man zu dem Schluß kam. daß diese dee gar keine so ungeheuerliche sei, sofern die Mitglieder für den Anfang die Kosten von 6—7 M. monatlich nicht scheuen möchten, die der Nutzen einer solchen Zentrale reichlich decken würde. Man beschloß endlich, im Wege des Annoncirens ein geeignetes Lokal zu suchen und eventuell in einer außerordentlichen Ver- sammlung die B-rathung dieses Punktes fortzusetzen. Zur Aus« nähme meldete stch Herr Stolzenburg. Die Mitglieder der OrtS-Krankenkasse der Stet«- drucker und Lithographen faßten am 13. Januar in öffent« licher Versammlung nach einem Vortrage des Herrn Dr. Rubin- stein über die„Freie Aerztewahl" eine Resolution, in welcher sie sich im Anschluß an das Referat verpflichteten, mit allen ge- setzlichen Mitteln die freie Aerztewahl anzustreben. Zur Be- treibung der Angelegenheit wurde eine aus deu Herren P r e u ß, Zink, Hoffmann, Grüger und Quarder bestehende Kommission gewählt. Dieselbe bat das Resultat ihrer Arbeit der demnächst stattfindend en D�irtt.lversauuulung vorzulegen. err» Theater. Mittwoch, den 27. Januar. Opernhaus. Fest- Vorstellung. Schauspielhaus. Ein treuer Diener seines Herrn. Leffing- Theater. Die Großstadtluft. Deutsches Theater. Faust. Berliner Theater. Barnhelm. Minna von Residenz- Theater. Madame Mongodin. Vorher: Modebazar Violet. Wallner- Theater. König Krause. HOHENZOLLERN- GALERIE Ian der Moltke- Brücke neben dem Lehrter Bahnhof. 1932L Größtes Historisches Rundgemälde. Brandenburg- Preussen von der Zeit des Grossen Kurfürsten bis zur Gegenwart. Besichtigung 9 Uhr Vorm. bis 11 Uhr Abends. Die Direktion. Eintritt 1 Mk. Montage 2 M. Circus Renz. Circus G. Schumann. Karlstraße. Friedrich- Wilhelmnädt. Theater. Mittwoch, den 27. Januar 1892, Das Sonntagskind. Thomas- Theater. Cacao. Bellealliance- Theater. 3 Nullerl. Oftend- Theater. Am Altar. Adolph Ernst Theater. Tanzteufel. Abends 7/4 Uhr: Gala- Fest- Vorstellung. 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Die Arbeiterinnen und Frauenfrage der Gegenwart. Bon Clara Zetkin. 40 Seiten. Preis 20 Pf. Der Sozialismus in Frankreich seit der Pariser Kommune. Von Ossip Bettin( Paris)+. 48 Seiten. Preis 20 Pf. Charakterköpfe aus der französischen Arbeiterbewegung. Von Ossip Zetkin( Paris)+. 48 Seiten. Preis 20 Pf. Die Hausindustrie in Deutschland. Von Paul Kampffmeyer. 32 Seiten.. Preis 15 Pf. Junker und Bauer. Zur Entwickelung unserer Agrarverhältnisse. Von Paul Rampffmeyer. 32 Seiten. Preis 15 Pf. Die wirthschaftlichen Umwälzungen und die Entwickelung der Sozialdemokratie. Von Max Schippel. 32 Seiten. Preis 15 Pf. Die Marx'sche Werththeorie. Zur Einführung in das Studium von Mary. Von Paul Fischer. 52 Seiten. Preis 20 Pf. Die Sozialdemokratie und der deutsche Reichstag. Materialien zum Gebrauch für sozialdemokratische Wähler. 36 Seiten. Preis 15 Pf. Die soziale Frage auf dem 2ande.( I. Die Lage der ländlichen Lohnarbeiter in Preußen. Von Paul Rampffmeyer. II. Der Ruin des ländlichen Kleinbetriebs durch die landwirthschaftliche Großproduktion. Von*) 40 Seiten. Preis 20 Pf. Die Arbeiterschuh- Gesetzgebung und ihre Regelung. Von Paul Ernst. 36 Seiten. Preis 15 Pf. 11. Serie: * 1. Heft: Der Mythus von der Begründung des Deutschen Reiches. Eine historische Stizze. Von Hans Müller. 40 Seiten. Preis 15 Pf. Zur Naturgeschichte der antisemitischen Bewegung in Deutschland. Von Gerhard Krause. 32 Seiten. Preis 15 Pf. 2." 3. " " 5./6." 7." 8. " 9. " 10. 11. 12. " " Soziale Frage und Bodenverstaatlichung. Von Conrad Schmidt. 32 Seiten. Preis 15 Pf. Die deutschen Arbeiter und das Gewerbegerichts Gesez. Von May Schippel. 86 Seiten. Preis 15 Pf. Zur Entwidelungsgeschichte des Rapitalismus in Deutschland. Mit besonderer Berücksichtigung Mittel- und Norddeutschlands. Bon Paul Kampffmeyer. 84 Seiten. Preis 25 Pf. Preußische Boltsschul- 3ustände. Ein Wort an das Volk und seine Lehrer. Von Hans Müller. 48 Seiten. Preis 20 Pf. Fort mit dem Dreitlassen Wahlsystem in Preußen. Von May Schippel. 2. Auflage. 35 Seiten. Preis 20 Pf. Die unentgeltlichkeit der Lehrmittel für die Schulen des Volkes. Von Hans Müller. 32 Seiten. Preis 15 Pf. Das Ostende von London. Ein soziales Nachtbild. Von Paul Fischer. Erste Abtheilung. 80 Seiten. Preis 15 Pf. --- 8weite Abtheilung. 27 Seiten. Preis 15 Pf. Die Entwidelung der Geschichtsauffassung bis auf Rarl Marx. Von Gerhard Krause. 46 Seiten. Preis 20 Pf. Die Arbeiterbewegung im Lichte der materialistischen Geschichtsauffaffung.. Von Gerhard Krause. 88 Seiten. Preis 20 Pf. Die deutschen Buchdrucker in ihren Rämpfen gegen das Kapital. Von Walther May. 40 Seiten. Preis 20 Pf. Ill. Serie: 1. Heft: Ist der Sozialismus mit der menschlichen Natur vereinbar? Von Paul Kampffmeyer. 28 Seiten. Preis 10 Pf. 13. " Mt. Mr. Lifte 972 1,50 14. 2,80 Firmen- u. Schilderbranche durch Herbst 30,-Liste 160 20, 8,10 20,20 Streit Kontroll Rommission, Berlin 16,25 25, 40, 1, 75, 3,80 Metall- Industrie durch Bäkold 100, 2,80 In der Druckerei Maurer und Dimmick auf Liste 162 5,80 Bildhauer Ges. Verein durch Rüttling. Bon C.( Müller) Berlin Verband der Bäcker in Berlin, durch C. Pfeiffer, Listen 967 bis 971 25,-Haarburger Bäcker d. C. Pfeiffer 11, 3,- Vom geselligen Verein, Freiheit" durch G. Joseph. 8,80 Musikinstrumentenarbeiter durch 5,75 2. # 50, 10, 3. " 18,85 7, 40, 8,10 Wustrow Freiwillige Sammlung durch. Bons 18,70 Freiwillige Sammlung b. Bland 14,20 5,85 Gefangverein Morgenroth", 2,30 Köpenick, durch Mulack 10, 3,-Gesangverein Nord", Berlin. 10, Für vorstehende uns übersandte Beträge quittirt dankend Friedrichshagen, den 24. Januar 1892. Gesangverein Harmonie durch Runge, Lifte 966 Hasenjäger. Stattlub durch Völker. 175/4 Die Lohnkommission. 3. A. L. Saatz, Scharrnweberstraße. 862b Meerschaum-, Bernstein- und Elfenbein- Waaren. Masken- Garderobe Spezialität: Porträts bewährter sozialistischer Führer( Lasalle, Marx u. A.) in Jigarrenspiken, Pfeifenköpfen, Shlipsnadelu, Don M. Roussel, Manschettenknöpfen, Stöden und Brochen. Büften. En gros. En détail. Skaliterftr. 48, pt.1860 L B. Günzel, Brunnenstr. 157, am Rosenthaler Thor. Technisch- wirthschaftliche Revolutionen der Gegenwart. Von Max Schippel. 31 Seiten. Preis 15 Pf. Die deutsche Zuckerindustrie und ihre Subventionirten. Ein Beitrag zur Landagitation. Von May Schippel. 30 Seiten. Preis 15 Pf. 1. Serie komplett ( 12 Hefte) Preis Miart 1,-. 11. Serie komplett ( 14 Hefte) Preis Mark 1,65. Die feit nunmehr 8 Jahren bestehende ,, Berliner ArbeiterBibliothek", die sich unter der Herausgabe des Genossen May Schippel so vortheilhaft in der Partei eingeführt hat, ist mit allen Vorräthen und Rechten in unseren Verlag übergegangen und ersuchen wir die Genossen, nach wie vor ener gisch für die Verbreitung derselben thätig sein zu wollen. " Alle Aufträge und Zahlungen find also nicht mehr an die Expedition der Bolts- Tribüne" resp. Verlag der Arbeiter Bibliothek," sondern nur noch an uns zu richten. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Bestellungen nach auswärts gegen vorherige Einsendung des Betrages. Porto extra. Berantwortlicher Redakteur August Enders in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 22. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 157. Sigung vom 26. Januar 1892. 1 Uhr. Am Bundesrathstische: Graf Ga privi, v. Bötticher, D. Malzahn, v. Marschall. Eingegangen sind der Weltpost- Vertrag und die damit zu fammenhängenden internationalen Abkommen betr. den Packetverkehr, den Postanweisungs- und Postauftrags- Verkehr 2c. Ueber die Kommissionsberathung betr. das Abkommen mit Desterreich Ungarn über den gegenseitigen Patent, Muster und Markenschutz erstattet Abg. Schmidt ( Elberfeld) mündlichen Bericht. Die Kommission ist zu dem Vorschlag gelangt, die unveränderte Genehmigung zu ertheilen. Nach kurzer Debatte wird das Abkommen in seinen einzelnen Theilen unverändert genehmigt. Unter allgemeiner Zustimmung gratulirt der Präsident hierauf dem Alterspräsidenten Frhrn. von Tettau zu seinem heutigen 82. Geburtstage. Auch der Reichskanzler beglückwünscht den genannten Abgeordneten. Das am 18. Januar cr. in Rom abgeschlossene Uebereinkommen mit Italien über gegenseitigen Patent, Musterund Markenschuß wird ohne Debatte in zweiter Lesung unverändert angenommen. Darauf tritt das Haus in die dritte Berathung des fchweizerischen Handelsvertrages. In der Generaldiskussion kommt Mittwoch, den 27. Januar 1892. 9. Jahrg. führungen ich im Uebrigen unterschreibe, damit auch keinen Wall worden auf das Bau- und Nuhholz aus Nr. 18c 2 und 3 des gegen die Sozialdemokratie errichten wir Sozialdemokraten Bolltarifs. ziehen eben Nutzen von der Schutzöllnerei, wie vom Freihandel. Abg. Buhl beantragt eine gleiche Vergünstigung auch für Die Klagen der Textilindustrie sind übrigens an die falsche die ausländischen Weine. Adresse gerichtet, eigentlich müssen sie sich gegen die Rohmaterialpreise richten. Frhr. v. Stumm meinte neulich, zu solchen Ver- dem auf den Transitlagern und in den Zollausschlüssen vorDie Vorlage hatte die Einfuhr zum ermäßigten Zollfate nur handlungen müßten von der Regierung Vertreter hinzugezogen handenen Getreide zugestanden, die schwimmenden Ladungen aber werden, die den betheiligten Industrien genehm feien; zu- ausgeschlossen. nächst meine ich, haben die Herren D. Stumm und Reichskanzler Graf v. Caprivi: Die verbündeten ReGenoffen ohnehin genügend Gehör bei der Regierung und gierungen haben sich noch nicht schlüssig gemacht über die Erso lange die Arbeiter feinen Einfluß auf solche Verhandlungen weiterung, welche die Kommission vorgeschlagen hat; was die haben, ist es mir schon lieber, wir haben Beamte, die nicht ganz Veränderungen betrifft bezüglich der Mühlenläger, des Holzes abhängig sind von den Herren von Stumm, Baare und Genossen. und des Weines, so sind sie nicht gerade unannehmbar, aber die Ich habe die Empfindung, als ob die Beschwerden des Frhrn. Erweiterung, welche darin liegt, daß die Ermäßigung auch den von Stumm über unsere Unterhändler aus dem Groll eines Nichtvertragsländern zustehen soll. Die Bestände auf den Königs herrühren, der weiß, daß trotz der Erfüllung aller seiner Transitlagern sind so groß, daß an Schwierigkeiten für die Volkssonstigen Wünsche seine Macht nicht ausreicht, einen Mann, der ernährung gar nicht zu denken ist. Die verbündeten Regierungen ihm nicht behagt, von seiner Stelle zu schaffen was mir müssen sich gegen diese Aenderungen erklären. Der Grund dafür allerdings den Mann um so sympathischer macht. Herr v. Stumm liegt darin, daß wir in Begriff sind mit anderen Staaten zu meinte gestern, das Schutzzollsystem habe bei uns die hohen verhandeln und daß uns dabei ein sehr erhebliches Hinderniß Löhne und in Deutschland einen ungeahnten Wohlstand ver- aus der Annahme der hier gemachten Vorschläge erwachsen anlaßt. In der That sind die Löhne in Deutschland durchaus würde. nicht hoch, zumal mit Rücksicht auf die Theuerung, die Herr verbündeten Regierungen unannehmbar ist, und die ganze Dies Hinderniß ist so erheblich, daß es für die von Stumm durch die Getreidezölle mit veranlaßt hat; in Vorlage scheitern lassen würde. Die verbündeten RegieDeutschland ist kein ungemessener Wohlstand, sondern ein rungen sind auf alle Fälle bereit, in Bezug auf den Nachweis ungemessenes Elend. Bei den Herren von Stumm des Ursprungs Formalitäten zu gewähren, welche die mög und Baare ist Wohlstand, aber nicht bei den Ar- lichste Erleichterung bei der Abfertigung bieten. Außerdem hat beitern. Die Regierung selbst sab sich genöthigt, von der Bundesrath heute beschlossen, dem Reichstage einen GesetzAbg. v. Stumm( Reichsp.) auf den Vorwurf zurück, der gegen dem Echutzzoll etwas abzubröckeln; sie sagte zwar, es folle entwurf vorzulegen, der die in den bisherigen Verträgen festden Abg. Menzer wegen seiner Mittheilungen aus den vertraulichen mit diesem Abbröckeln nicht fortgefahren werden, und ich glaube, gesetzten Bollbefreiungen und Zollermäßigungen auch solchen Besprechungen der freien Kommission erhoben worden ist. Gewisse daß sie den Willen dazu hat, aber dabei nütt fein Wille, son- Staaten gegen Einräumung angemessener Vortheile bis längstens dort angeführte Zahlen hätten allerdings diskret behandelt werden dern die Verhältnisse sind ausschlaggebend, und nach weniger den 31. Dezember 1892 gewährt, welche einen Anspruch darauf müssen. An sich könne der Vertrag als ein günstiger nicht angesehen Zeit als zwölf Jahren werden Sie in dieser Beziehung große nicht haben. werden, da er die Handelsbilanz zu Ungunsten Deutschlands verschiebe. Wunder erleben. Das wird wesentlich die Folge davon sein, Den zahlenmäßigen Darlegungen Brömel's habe er nicht folgen daß Agrarier und Industrielle ihr so schädliches Bündniß auf Fönnen; jedenfalls bewiesen sie nicht, was sie beweisen sollten, gegeben haben, und die Einen die den Anderen nüglichen Zölle nämlich daß die elfässische Baumwollen- Industrie überhaupt nicht zu beseitigen sich bemühen werden. Darum meine ich, daß die fähig sei, die feineren Garne zu produziren. Schlimmer noch als Ansicht Stumm's und Bennigsen's, wir würden jetzt zu einer diese Aeußerung Brömel's fei sein Appell an die Sozialdemo- dauernden Stabilität kommen, unrichtig ist. Dem Abg. von Traten; der Effekt beider Aussprüche werde sein, die Fabrikanten Bennigsen scheint diese Ruhe und Stetigkeit das letzte Mittel zu ins französische, die Arbeiter ins sozialdemokratische Lager zu sein, um dem liberalen Bürgerthum in Deutschland mehr Einfluß treiben. Dennoch wird Redner im Interesse der Beruhigung der zu geben. Ich bin überzeugt, daß das liberale Bürgerthum den Handelswelt für den Vertrag stimmen. dazu nöthigen Zeitpunkt versäumte, und jetzt hat der vierte Staatssekretär v. Marschall: Der Abg. Menzer hat eine Stand, die die Sozialdemokratie, viel zu viel Macht ge158. Sigung vom 26. Januar, Abends 8 Uhr. Mittheilung des Bundeskommissars in der freien Kommission aus wonnen, als daß das liberale Bürgerthum noch wesentlichen Am Tische des Bundesrathes: v. Malzahn, v. Mars dem Zusammenhang herausgerissen. Die Vergleichung zweier Einfluß gewinnen fönnte. Der Abg. Petri meinte fürzlich, der fchall, v. Rottenburg. Bolltarife ist eine pretäre Eache und jede Einzelvergleichung hat schweizerische Vertrag habe, im Gegensatz zu dem öfter- Eingegangen ist die Vorlage betreffend die Anwendung der nur relativen Werth. Darum war es doppelt bedenklich, eine reichischen und italienischen, teine politische, sondern nur für die Einfuhr nach Deutschland vertragsmäßig bestehenden Zolleinzelne Bemerkung für sich zum Gegenstande einer derartigen kommerzielle Bedeutung. Ich kann das nicht zugeben. Deutsch- befreiungen und Zollermäßigungen Kritik zu machen. gegenüber meiſtland hat mit der Einführung des Schutzzolles, wenn nicht den begünstigten Staaten. Avg. Möller( natl.): Aus ähnlichen Gründen, wie sie Abg. Anfang gemacht, so doch den Ausschlag gegeben. Die Schutzzoll rath ermächtigt, vom 1. Februar 1892 ab die für die EinNach der Vorlage wird der Bundesv. Stumm in der zweiten Lesung entwickelt hat, stimme auch ich politik hat auch auf die politischen Verhältnisse ungünstig ein- fuhr nach Deutschland vertragsmäßig für den Vertrag, so ungünstig er uns ist. Unzweifelhaft ist unser gewirkt. Es ist nunmehr Deutschlands Ehrenpflicht, bei der Rück- befreiungen und Bollermäßigungen auch solchen Staaten, bestehenden Zoll= Interesse nach der Schweiz das größere, da Deutschland mit fehr von dem Schutzzollsystem die Führung zu übernehmen; welche einen vertragsmäßigen Anspruch hierauf nicht haben, gegen 28 pet. feines Gesammthandels an der Schweiz interessirt sei; müssen wir dabei Opfer bringen, so ist es die Strafe für frühere Einräumung angemessener Vortheile ganz oder theilweise bis ein Bollkrieg würde also für die deutsche Exportindustrie sehr Sünden. Uebrigens sind die Nachtheile, die uns daraus er- längstens zum 1. Dezember 1892 zuzugestehen. schwere Nachtheile haben. Wir wollen hoffen, daß der Wieder- wachsen, kleiner, als die Vortheile, und abgesehen von allem eintritt in das System der Handelsverträge dem weiteren An- Kleintram, liegt ein Vortheil namentlich darin, daß in dem Maß wachsen der Schußzzollmauern in ganz Europa endlich Einhalt der Ausdehnung unserer Verträge die anderen Staaten sich uns thun wird. freundlich erweisen werden. Das ist das beste Mittel, die SchußStaatssekretär v. Marschall weist nochmals die Auffassung zöllnerei in Frankreich und Spanien zu isoliren, und das muß zurück, als ob in dem Vertrage eine Erhöhung der schweizerischen unsere Aufgabe für die nächste Zeit sein. In diesem Sinne Es liegt ein Kompromißantrag der beiden fonservativen Bölle gegen Deutschland stattfinde. Die Grundlage der Ver- wird meine Partei für den Vertrag stimmen, und ich handlungen habe der neue Generaltarij der Schweiz nothwendig füge nur den Wunsch hinzu, daß dieser Bertrag nicht, wie Graf bilden müssen, nachdem die Voltsabstimmung zu Gunsten des- Raniz neulich meinte, der letzte seiner Art sein möge, selben ausgefallen war. sondern ich wünsche vielmehr, daß diese Verträge weiter aus gebaut, und mit anderen Staaten auch solche abgeschlossen wer den mögen, zu ihrem und unserem Nußen, so daß sie zu freundschaftlichen Verhältnissen mit immer mehr Staaten führen. Abg. Rickert beantragt nach dieser wichtigen Erklärung des Reichstanzlers die Unterbrechung der Berathung, damit man sich über die Tragweite derselben flar werden und dementsprechend zu der Vorlage Stellung nehmen kann. Das Haus stimmt dem zu. Schluß 5½ Uhr. Nächste Sigung heute Abend 81/2 Uhr. ( Dritte Berathung der beiden Abkommen betreffend den Patent-, Muster- und Markenschutz, Fortsetzung der eben abgebrochenen Berathung.) den Nach definitiver Annahme der Abkommen mit Desterreich und Italien über den Patent, Marken- und Musterschutz wird die zweite Berathung der Vorlage, betreffend die Anwendung der vertragsmäßigen Bollfäße auf das am 1. Februar 1892 in Deutschland vorhandene unverzollte ausländische Getreide fortgefeßt. Parteien, der nationalliberalen und freisinnigen Partei vor, welcher vorschlägt, an Stelle der Kommissionsbeschlüsse eine Fassung anzunehmen, welche bezüglich des Getreides die Vorlage wieder herstellt, die Mühlenlager in das Gefeß aufnimmt und die Vergünstigung desselben auf Holz und Antrage Buhl auf Weine ausdehnt. entsprechend dem werden Abg. Brömel( ofr.): Die Freisinnigen sehen in dem Vertrage durchaus teine bittere Bille. Es steht fest, daß der größte Theil der im Elsaß fabrizirien eindrähtigen Feingarne in der Staatssekretär Freiherr v. Malyahu: Nachdem der Reichselsässischen Weberei verwendet wird. Die Herabsetzung des Bolles Abg. Menzer( dk.) weist die Unterstellung zurück, als ob er fanzler heute Morgen( Heiterkeit) erklärt hat, daß die Annahme repräsentirt nur eine Verminderung des Bollschutzes um 36000 M. eine agitatorische Absicht bei seinen gestrigen Ausführungen ver- der unveränderten Kommissionsbeschlüsse die Annahme der Vor oder etwa 1 pt. des Werthes. Die Schätzung auf 4 pCt. des folgt habe. Auch bezüglich der angeblichen Indiskretion glaube lage im Bundesrath gefährden würde, ist dem Reichstag inWerthes ist ganz willkürlich. Es handelt sich thatsächlich nur um er den Angriff des Staatssekretärs nicht verdient zu haben. Für zwischen der Gefeßentwurf zugegangen, wonach die Bewilligung eine Lumperei, und die Eingabe der elsässischen Industriellen den Vertrag vermöge er auch jetzt nicht zu stimmen. der Zollbefreiungen und Bollermäßigungen auch den nicht erscheint in diesem Lichte geradezu abstoßend, nur darauf be- Abg. Hickel( Soz.): Mit der Löhnung ihrer Arbeiter haben meistbegünstigten Staaten gegen Einräumung angemessener rechnet, das Urtheil des Reichstags zu übertölpeln. Wenn eine es die elsässischen Fabrikanten nicht so genau genommen, wie mit Vortheile Klique von Fabrikanten sich zu solchen Mitteln zu greifen ver- diesem Bertrag, denn sie haben, um nicht selbst den Nachtheil der wird hiernach zu entscheiden haben, ob er bei den Be zugestanden sollen. Der Reichstag anlaßt sieht, so muß dies im Hause beim rechten Namen genannt ungünstigen Lage ihrer Industrie zu tragen, die Löhne herab- schlüssen der Kommission stehen bleiben oder den Inwerden; um so schlimmer, wenn diese Fabrikanten aus Aerger gefest. Bei Herrn Schlumberger in Mülhausen verdiente eine tentionen der verbündeten Regierungen sich anschließen will. über die Störung ihrer eigensüchtigen Politit sich ins französische Weberin früher in vierzehn Tagen 30 M., jezt nur 16 M.( Hört, Was die Begünstigung der Mühlenlager betrifft, so bestehen die Lager treiben lassen! Die Kampfesweise des Abg. von Stumm hört! bei den Sozialdemokraten), und dazu kommen noch Geld von den Regierungen in dieser Beziehung gehegten Bedenken un gegen mich ist charakteristisch für den König Stumm, der durch strafen. Die Elsässer übertreiben hier die Schädigung der In- verändert fort; es ist aber allerdings nicht ausgeschlossen, daß die Handhabung seiner wirthschaftlichen Macht gegen die wirth- duſtrie durch den Vertrag gerade so, wie der Abg. Simonis, trotz aller dieser Bedenken die verbündeten Regierungen doch schaftlich Schwächeren die Sozialdemokratie geradezu gestärkt und im mein elsässischer Landsmann, es beim italienischen Weinzoll den bezüglichen Beschlüssen zustimmen werden. Ich kann Sie Reichstage stets als Eiſenindustrieller für möglichst hohe Eisen- that. Der landwirthschaftliche Verein im Wahlkreise des nur ersuchen, die Vorlage wieder herzustellen und die Auszölle gewirkt hat. Der Reichstag wird hoffentlich nicht dulden, Herrn Abg. Simonis hat aber eine Untersuchungs- Kommission dehnung der Begünstigung der Einfuhr zu ermäßigten Zolldgß eine solche Kampfesweise sich einbürgert.( Beifall links.) eingesetzt, die zu dem Resultat tam, daß eine Schädigung der fäßen auf die nicht meistbegünstigten Lager fallen zu lassen. Abg. v. Vollmar( Soz.): Wir sind für den Handelsvertrag elsässischen Weinbauer durch den italienischen Weinzoll nicht zu Abg. v. Pfeiten( auf der Rednertribüne fast unverständlich) mit der Schweiz, wenn auch manche Zollpositionen uns bedenk- erwarten sei. Sehen Sie, so machen es die elsässischen Ab- erklärt sich gegen den Kompromißantrag. lich erscheinen. Nachdem wir aber mit Schußzöllen anfingen, geordneten. Abg. Barth beantragt folgenden Zusah: bis zum 30. April sind wir die Lehten, die Anderen aus dem gleichen Vorgehen Abg. Winterer( Elsässer) bleibt dabei, daß er, der nur werden zum ermäßigten Zollfaz in Deutschland auch aus nicht meisteinen Vorwurf machen dürfen. Uebrigens haben wir nach den feiner Pflicht und Ueberzeugung folge, die Lage der elfäffischen begünstigten Ländern alle jene Getreidemengen zugelassen, welche gründlichen Ausführungen in der Presse viel bessere Beweise für Industrie als durch den Vertrag gefährdet ansehen müsse. Es aus Kaufverträgen herrühren, die nachweislich vor dem 14. Januar die nachtheiligen Einwirkungen des schweizer Vertrages auf die gebe schon jetzt sehr viel Arbeitslose im Elsaß, ihre Zahl werde d. J. abgeschlossen wurden und betreffs deren Thatsachen vorliegen, Industrie hier erwarten müssen, als hier erbracht wurden. Bei sich rapid vermehren, wenn man die Textilindustrie durch die aus denen hervorgeht, daß jene Wengen zur Einfuhr ins Zollteiner Industrie ist aber so viel Geschrei um so wenig Wolle ge- Herabsehung des Feingarnzolls ruinire. inland vor dem 14. Januar 1892 bestimmt waren. macht worden, wie bei der Textilindustrie; ob die Petri'sche oder Der Antragsteller weist darauf hin, daß noch ver die Brömel'sche Berechnung des dieser Industrie voraussichtlich schiedentliche Quanten Getreides unterwegs seien, welche die erwachsenden Schadens richtig ist, ist ganz gleichgiltig, der Schaden Abg. v. Stumm erklärt, die Bemerkungen über König" Meistbegünstigung nicht genießen, trotzdem sie bereits Eigenthum ist verschwindend flein, gegenüber der Bedeutung dieser Industrie, Stummn und die Züchtung von Sozialdemokraten seien bloße Deutscher geworden seien. Es würde nur recht und billig sein, zudem beträgt der Schweizer Zoll in Zukunft nur 7 Franks, Redewendungen ohne Inhalt. auch die schwimmenden Läger, wenn sie auch nach dem 1. Februar der unsere immer noch 24 M. Selbstverständlich handelt es sich Nachdem noch die Abgg. Barth( dfr.) und Hickel der letzten über die deutsche Grenze kommen, zu nach Angabe der Kapitalisten niemals um das Interesse der Ausführung des Abg. v. Stumm entgegengetreten sind, wird die von 3,50 M. einzulassen. Dem Einwande des Reichskanzlers, zu einem Bollfab Arbeitgeber, sondern um das der Arbeiter, deren Löhne in Ge- General- Diskussion geschlossen. In der Spezial- Diskussion werden daß eine solche Bestimmung den demnächstigen Vortrags fahr feien; sie fangen diese Sorge zu zeigen aber beim verkehrten die einzelnen Theile des Vertrages ohne Debatte genehmigt, verhandlungen der Reichsregierung mit andern Staaten, Ende an. Sie fönnten zu diesem Zweck besser die rücksichtslose desgl. der Vertrag im Ganzen gegen die Stimmen einiger Kon- namentlich mit Rumänien, hinderlich sein könnte, habe er Nacht, Kinder- und Frauenarbeit einschränken und die unter fervativen und Zentrumsmitglieder sowie der Elsässer. dadurch Rechnung getragen, daß er die Zollvergünstigung nur Mitwirkung Stumm's geschaffenen Getreidezölle beseitigen; in demjenigen Getreide konzedire, welches in Wahrheit bereits der That handelt es sich bei den Herren um die Furcht nicht deutsches Eigenthum geworden sei. Große Quantitäten rumä etwa positive Verluste zu erleiden, sondern einen erhofften Gewinn nischen, in deutschen Besitz übergegangenen Getreides lägen sich entgehen zu sehen, und die dabei am meisten schreien, rufen eingefroren am Eisernen Thore und tönnten nicht bis uns Sozialdemokraten, die wir für die bessere Gestaltung der Ausländisches Getreide( Weizen, Roggen, Hafer, Gerste, zum 1. Februar ihren Bestimmungsort erreichen. Was von der Arbeiterverhältnisse eintreten, zu, wir sollten nicht so materiell Mais und Hülsenfrüchte) wird bis zum 30. April 1892 ein- Donau, gelte auch von den holländischen Flüssen, und die füddenken, die wahre Befriedigung fomme nicht vom Mammon, son- schließlich ohne Nachweis der Abstammung aus Bertragsstaaten deutschen Getreidehändler würden starte Verluste erleiden, wenn dern aus einem zufriedenen Herzen. Man klagt auch über die oder meistbegünstigten Ländern zur Entrichtung der für diese ihnen nicht die von ihm beantragte Vergünstigung zu Theil würde. großen Lasten, die der deutschen Industrie im Vergleich zur schweizer Getreide- Arten am 1. Februar 1892 in Kraft tretenden er- Gr, Redner, würde diesen Antrag nicht gestellt haben, wenn er aus den fozialpolitischen Gefeßen erwüchsen; solche Gesetze hat die mäßigten Bollfäße zugelassen. Die Bestände an ausländischem geglaubt hätte, daß derselbe das Zustandekommen des Gesetzes Schweiz reilich nicht, wohl aber den Normalarbeitstag und ein Getreide, welche nach amtlicher Feststellung am 1. Februar 1892 gefährden könne. Sein Antrag berücksichtige berechtigte Interstrenges Fabrifgefeß, das ihrer Industrie viel größere Opfer auf den Inhabern von Mühlen auf 3olltonto angeschrieben essen, ohne den verbündeten Regierungen ein Mittel, um Länder, erlegt. Frhr. v. Stumm meint, der Schaden, der der elsässischen und in den der Zollbehörde angemeldeten Räumen in Form von mit denen wir noch keinen Vertrag abgeschlossen haben, gefügig Textilindustrie aus dem Vertrage erwächst, würde die Fabri- Körnern oder Mehl letzteres unter Zugrundelegung des feft zu machen, aus der Hand zu nehmen. fanten ins französische, die Arbeiter ins sozialdemokratische gesetzten Ausbeuteverhältnisses berechnet gelagert sind, soweit Lager treiben; ich nagle fest, daß dieser Herr meint, wenn diese dieselben bis zur Abrechnung nicht zur Ausfuhr gelangt sind, Millionäre einen fleinen wirthschaftlichen Schaden haben, gingen ohne Nachweis der Abstammung aus Vertragsstaaten oder meist sie zu den Franzosen über! Außerdem sind aber die Fabrikanten begünstigten Ländern bei der Abrechnung zu den am 1. Februar in Mülhaufen schon heut Protestler, die Arbeiter Sozialdemo- 1892 in Kraft tretenden ermäßigten Zollfäßen zu verzollen. fraten. Uebrigens wird Abg. Brömel, dessen hentige AusAbg. Graf Kanių( dt.) polemijirt gegen die Aeußerungen des Staatssekretärs. Darauf referirt Abg. Büring über die Berathungen der Kommission, welche die Vorlage betr. die Anwendung der vertragsmäßigen Zousäße auf Getreide vorberathen hat. Die Kommission hat der Vorlage folgende Fassung gegeben: Außerdem ist die Vergünstigung der Vorlage ausgedehnt Schaßsekretär v. Malzahn- Gült: Der schon in der Kommission gestellte Antrag Barth will die ermäßigten Zollfäße ausländischem Getreide zuwenden, das sich am 1. Februar noch nicht auf deutschem Boden befindet. Er hat dabei wesentlich das Ge-= treide im Auge, das sich auf der Donau bei Thurn- Severin befindet. Der Herr Reichskanzler führte heute aus, weshalb ein Heraus Darauf wir die Debatte geschlossen und nach Ablehnung des Antrages Barth der Kompromißantrag in allen seinen Theilen gegen eine aus der Mehrheit der Konservativen und etwa der Hälfte des Zentrums bestehende Minderheit angenommen. Schluß gegen 11 Uhr. Nächste Sigung Donnerstag 2 Uhr.( Dritte Lesung der eben berathenen Vorlage; erste und zweite Berathung der neu eingegangenen Vorlage; zweite Lesung des Telegraphengejeges.) Abgeordnetenhaus. • Wie denkt gehen über die Vorschläge der verbündeten Regierungen zu vermeiden 1 Unterrichtsfreiheit will, muß auch die Freiheit des Religions-|( 3ustimmung links; Widerspruch im Zentrum.) Die sei, nämlich aus handelspolitischen Gründen. Diese Gründe richten unterrichts wollen; die Eltern sollen nicht gezwungen sein, ihre Konservativen haben sich in der vorigen Session gewehrt fich gegen alles am 1. Februar noch nicht in deutschem Bollausschluß Kinder in einen Religionsunterricht zu schicken, ber ihnen nicht gegen die tonfessionellen Schulvorstände auf dem platten Lande. befindliche Getreide, also auch gegen die vom Antrag Barth ge gefällt. Für den Minister besteht die Freiheit nur, soweit der Eins möchte ich den Konservativen rathen: Wählen Sie andere meinte. Sie befinnen sich, daß der Herr Reichskanzler das Wort Willen der Eltern zusammentrifft mit dem Willen der Geist- Männer in die Kommission, damit der Gegensatz nicht so deutBarth gilt, ist nicht nur meine Meinung, sondern in meinem Willen der Geistlichen. Der Entwurf zwingt die Eltern, welche Sprüche feſtnageln. Herr Minister, schicken Sie nur nicht die " unannehmbar" brauchte, daß dies aber auch für den Antrag lichen der betr. Konfession; ich will die Freiheit auch gegen den lich hervortritt; es ist alles gedruckt und wir könnten die WiderBeisein vom Herrn Reichskanzler selbst ausdrücklich bestätigt. aus einer Religionsgesellschaft ausgeschieden sind, die Kinder in vorjährigen Geheimrathe in die Kommission; es tönnten auch Abg. Buhl( ntl.): In der Zwangslage, in der wir uns befinden, den Religionsunterricht dieser Gemeinschaft zu senden. Das ist ihnen Widersprüche nachgewiesen werden. Die neuen Schulmuß ich auch gegen den Antrag Barth stimmen, trotzdem ich am Gewissenszwang. Der Kultusminister hat sich auf das Restript vorstände sind gar nicht mehr dieselben wie früher. Die Schulliebsten die Kommissionsanträge angenommen gesehen hätte des Herrn v. Bethmann von 1859 berufen. Im Kultusministerium sozietäten waren konfessionelle Verbände, die auch felbst für ihre aber bei der energischen Erklärung des Herrn Reichskanzlers ist findet man für jede Auslegung der Verfassung ein Reſtript. Schule aufkommen mußten; jest zahlen die Gemeinden, und die es eben nicht möglich. Wenn es auch bedauerlich ist, daß wir( Große Heiterkeit, Lachen des Ministers Graf Zedlitz.) Der tonfessionellen Vorstände berathen. Gegen den Vorsiz des Geist so weit zurückgedrängt werden, weil wichtige Intereffen dabei in Minister giebt das zu, dann soll er aber auch nicht von einer lichen im Schulvorstande wendeten sich die Konservativen mit Frage kommen, so ist doch der Rest, den wir für die Zollbe- hundertjährigen kontinuirlichen Praxis sprechen.( Heiterkeit.) großer Energie( Heiterkeit), besonders die Landräthe und Präst günstigung retten, wenn das Gesetz zu Stande kommt, bedeutender Die Kanzlisten, welche das Restript des Herrn von Bethmann denten aus Ostpreußen. Der Minister nimmt aber den Antrag als das, was wir aufgeben. Unter den Rompromißanträgen abgeschrieben haben, müssen bedenkliche Freiheit genießen, denn des Zentrums an. Und nun die Hausväter! Ein Wahlrecht bitte ich Sie, den Wein doch nicht zu vernachlässigen. Jeden die Hauptfache ist weggelassen. Warum beruft sich Graf Bedliß wird für die Hausväter eingeführt, ein allgemeines direktes gleiches falls müssen wir bei den Kompromißanträgen stehen bleiben. auf von Bethmann und nicht auf Goßler und Fall, welche das Wahlrecht wird vorgeschlagen von einem Ministerium, mit welchen Abg. von Manteuffel( tonf.): Unter den Kompromiß- Gegentheil dessen haben gelten lassen, was der Minister jetzt vor- wir bei der Landgemeinde- Ordnung gegen das Wahlrecht ge anträgen befinden sich auch die Namen des Herrn von Helldorff schlägt. Das Landrecht verbietet, Kinder zum Religionsunterricht kämpft haben. In den Außenbezirken von Berlin, in den Vorund der meinige; wir wünschen, nach den Erklärungen des zu zwingen. Aber davon darf ja der Minister nicht sprechen, orten fönnen Sie schöne Hausväter zu sehen bekommen, und Herrn Reichskanzlers eine Verhandlungsbasis zu schaffen und denn dann darf er das Wort von der hundertjährigen friedericia- welche Diskussionen werden sich da entspinnen zwischen den aus den Kommissionsvorschlägen das der Regierung Unannehm- nischen Ueberlieferung nicht mehr in den Mund nehmen. Was Hausvätern und den Geistlichen!( Heiterkeit.) bare zu eliminiren; damit haben wir uns uns aber nicht muß der Minister, der selbst nicht Jurist ist, für Räthe haben, denn der Minister des Innern über dieses Gesetz? für alle Einzelheiten dieser Anträge engagirt. Der An- die die Verfassung nach ihrem Belieben auslegen, welche den Was ist denn das für eine Ordnung im Ministerium und im trag Barth ist für uns unannehmbar; er stellt sich dar Unterschied von staatlich anerkannten und nichtanerkannten Staat?( Seiterfeit.) Da müßte man ja förmlich Ordnungsals eine Art Wiederholung der clausula Windthorst, die uns bei Religionsgesellschaften nicht fennen. Nur eine obfolete Be- parteien bilden.( Seiterkeit.) Das Bentrum wollte nur die aller Berehrung für den verewigten Zentrumsführer, stets un- stimmung des Landrechts wird hervorgesucht, um eine bürger- Schulstiftungen erhalten, die Borlage erklärt das Vermögen der sympathisch war; und hier handelt es sich nun gar nicht einmal liche Verpflichtung zum Glauben an einen Gott zu konstruiren. Schule ohne weiteres für eine Schulstiftung und entzieht dadurch wie bei jener clausula, um eine Bollerhöhung, sondern um eine von Staatswegen wird der Werth eines abweichenden Bekennt der Gemeinde in Widerspruch mit der Verfassung die Vermögens Bollermäßigung. nisses geprüft, es wird ein Minimalmaß von Gottesglauben fest- verwaltung. Dafür mache ich das Zentrum nicht verantwortlich, Abg. Rickert( deutschsreifinnig): Wir müssen uns in die gestellt. Wenn der Generalinquisitor, als welcher der Regierungs- das ist eigener Gedanke des Kultusministers.( Heiterkeit.) Bei Verhältnisse schicken und so viel retten, als es bei der präsident fünftig fungirt, nicht erkennen kann, daß der der einheitlichen Schulverwaltung der Städte waren die SchulStellung der Reichsregierung möglich ist. Ich bedauere, daß Gottesglauben ausreicht, dann werden die Kinder einem angelegenheiten, die Anstellung neuer Lehrer und die Anlage die Kommissionsvorschläge und der Antrag Barth unannehmbar find. Religionsunterricht zugewiesen, welcher Konfession ist nicht neuer Schulen leicht zu erledigen. Jetzt wird alles umgestoßen Aus den Erklärungen des Herrn Reichskanzlers von heute Nach- gesagt; das verfügt die Instruktion des Ministers. Viel- und eine dreifache Verwaltung für die Schule eingeführt, wodurch mittag geht hervor, daß die Hereinziehung der Mühlen feinem leicht werden die Kinder ausgelooft.( Heiterkeit.) Widerspruch seitens des Bundesraths begegnen würde. Der Antrag folche Gesetzgebung findet die Billigung der Konservativen In Berlin hat eine Konferens stattgefunden, welche die neue EinEine Reibungen, Gegenfäße und Verschleppungen entstehen müssen. Barth geht aber zu weit. Wir müssen die Hauptsache im Auge behalten, blos deshalb, weil damit eine zwangsweise religiöse Erziehung richtung der Verwaltung als schlecht bezeichnet hat. In dieses und dürfen die ganze Vorlage nicht wegen der 200 000 in geschaffen wird. Sie rufen dadurch einen Konflikt zwischen Urtheil hat der katholische Probst Jahnel eingestimmt. Aber schwimmenden Lägern befindlichen Doppelgentner Getreide der Schule und Haus hervor, bei welchem die Schule unterliegen dafür ist auch das Zentrum nicht verantwortlich, daran ist allein Gefahr des Scheiterns aussehen. Im Uebrigen wird das ganze muß. Sie schaffen dadurch Märtyrer der eigenen Ueberzeugung, der Minister schuld. Die Selbstverwaltung soll zum Ausdruck Gesetz durch die neue vom Reichskanzler uns heute angekündigte welche allgemeine Zustimmung finden werden; dadurch ver- kommen, ich bin zweifelhaft, ob dieser Entwurf oder der Goßlersche und inzwischen eingebrachte Borlage hoffentlich schon in einigen mehren Sie die Zahl der Diffidenten. Der Minister fonnte es eine größere Ironie auf die Selbstverwaltung ist. Alles macht ber Monaten überflüssig werden. nicht abwarten, bis das Haus dieses Gesetz angenommen hat, er Regierungspräsident und für die Selbstverwaltung bleibt nichts übrig. Abg. Frizen- Koblenz( 3.) erklärt, daß er zwar mit der Ne- hat das seit 20 Jahren bestehende Recht über den Haufen ge- Angehört müssen allerdings eine Menge Selbstverwaltungs gierungsvorlage, weil der Kreis der Interessenten zu eng gefaßt worfen. Das muß das Ansehen der Verwaltung erschüttern, Behörden werden; Gutachten dürfen sie abgeben; allein das ist fei, nicht einverstanden sein könne, daß er aber, die Annahme des namentlich weil sie sich dadurch in Widerspruch seyte gegen die nichts weiter als ein gemaltes Gericht für Hungrige. Dem Be Kompromisantrages vorausgeseht, für die Vorlage stimmen Urtheile der Gerichte. Wie stehen Sie da, Herr Minister, wenn zirksausschuß und dem Kreisausschuß sind einige Befugnisse einwerde, weil dabei die Verhältnisse des Westens berücksichtigt seien. daß Kammergericht Ihre Verfügung für null und nichtig erklärt, geräumt worden; aber der Bezirksausschuß hat ja gar feine Bes Nachdem noch der Abg. v. Kleift- Rehow sich gegen den Antrag wenn wir hier die Bestimmungen verwerfen. Wenn jemals das deutung mehr. Es wird einfach die Präfektenwirthschaft ein Barth ausgesprochen, erklärte Abg. v. Schalfcha die Annahme des Wort Gewissensfreiheit für das Zentrum eine Bedeutung gehabt geführt. Ich habe keine Lust, aus der Scylla der Schulbureaukratie Stompromißvorschlages für unmöglich, weil dadurch lediglich große hat, dann muß es diesem Gewissenszwang widersprechen. in die Charybdis der Präfektenwirthschaft zu verfallen. Denn Spetulanten begünstigt würden und zwar unter dem Motto der Die Grtheilung des Religionsunterrichtes durch die Geistlichen manche Interessen werden bei dem Regierungspräsidenten Berück Erleichterung der Boltsernährung auch die großen Holzspekulanten. ift eigentlich das naturgemäße. Alle Mißstände entstehen daraus, fichtigung finden, aber die Schulintereffen werden babei schlechter ( Seiterkeit.) daß ein anderer als der Geistliche den Religionsunterricht ertheilt. fahren. Ist denn unser Bürgerthum so unfähig, felbständig Herr Enneccerus hat durchaus keine akademische Lehrfreiheit für unser Schulwesen zu leiten? Aber durch fortwährendes Hineindie Volls- Schullehrer verlangt. Nicht um das, was der Lehrer reden seitens der Behörden stößt man diese Elemente zurück. An lehrt, handelt es sich, sondern um das Wie. Die Lehrer sind diesem Punkte ist der Entwurf überhaupt nicht zu amendiren, jetzt nicht mehr bloße Rüfter, sondern sie sind wirkliche Bädagogen denn das Abgeordnetenhaus kann eine solche Organisation nicht geworden, hinter denen die Geistlichen vielfach zurück stehen müssen. neu aufstellen. Ich könnte die Frage aufwerfen, wie steht das wenn troßdem der Geistliche dem Lehrer pädagogische Weisungen Gesammtministerium zu dieser Borlage? Ich verzichte darauf ertheilen darf, dann müssen Konflikte entstehen. Bezüglich der denn ich bin der Ansicht, die Steine sind schon im Rollen, es bedarf Anstellung der Lehrer mag man die Sache brehen wie man will, feines Anstoßes mehr. Ich sage nur: Sehe jeder, wie er's treibe, sehe die kirchlichen Oberen erhalten ein Bestätigungsrecht bezüglich jeder, wo er bleibe und wer steht, daß er nicht falle.( Heiterkeit.) der Lehrer; ein Lehrer, dem die Befähigung zum Religions- Es ist davon die Rede gewesen, daß der Entwurf die Be unterricht fehlt, wird immer ein Lehrer zweiter Klasse bleiben. ftimmung habe, die Sozialdemokratie zu bekämpfen. Ich stehe Die Motive sind darüber ganz still; es werden einige Ministerial- dreizehn Jahre im Kampfe mit der Sozialdemokratie und ich reffripte angeführt, nicht einmal dem Wortlaut nach, vielleicht fage Ihnen, Sie geben fich einer Täuschung hin, wenn Sie weil derfelbe nicht paßte, denn ich finde in den Restripten nichts glauben, auf diese Weise die Sozialdemokratie zu vernichten. von dem kirchlichen Oberen und seinem Betorecht bei der Prü- Wer das glaubt, der kommt mir vor, wie jemand, der mit In der Fortsetzung der ersten Berathung des Boltsschul- fung. Die strenge Betonung des tonfeffionellen Standpunktes hölzernem Säbel in den Krieg ziehen will. Die Sozialdemokraten Gesezentwurfes erhält das Wort widerspricht der Verfassung, denn dieselbe spricht nicht von der können diesem Gesetz ruhig entgegen sehen. Mit Glaubensartikeln Abg. Dauzenberg( 3.) für die Vorlage. Redner bezeichnet rücksichtslosen Wahrnehmung dieses Standpunktes, sondern nur können Sie die Unhaltbarkeit der sozialdemokratischen Lehren es als ein für das Zentrum erbauliches Schauspiel, daß der von der möglichsten Berücksichtigung desselben.( Bustimmung links.) nicht nachweisen; die Schule muß den Verstand bringen, um diese Veteran der Kämpfer für verfassungsmäßige Freiheit, der Abg. Dieser Verfassungsartikel ist nicht von der Regierung vor- Frrthümer zu erkennen. Dazu reicht das nicht aus, was Herr Reichensperger, gestern die Verfassung habe vertheidigen müssen geschlagen, sondern in der ersten Rammer ist er entstanden auf Reichensperger als Aufgabe der Schule hinstellte. Die wirth gegenüber den Liberalen, welche sich sonst immer als Schüger Antrag des Herrn Brüggemann, den man als einen Vertreter schaftliche Ordnung vermag sich nicht durch Glaubensartikel berselben aufspielten. des Zentrums bezeichnen kann; nur widerwillig hat die zweite aufrecht zu erhalten, sondern nur dadurch, daß sie ihre NaturAbg. Richter( dfr.): Es handelt sich hier um eine Vorlage Kammer diese Bestimmungen angenommen, um die Verfassung nothwendigkeit beweist. In dem Maße, wie Sie durch tons von weitgehender Bedeutung, und da will es mir unrichtig zu Stande zu bringen. Früher gab es in der Echule fast immer feffionelle Einrichtung die Schule verschlechtern, machen Sie sie erscheinen, daß dieser Gefeßentwurf auf Wochen und nur Schüler einer Konfession, jetzt ist die Bevölkerung aber durch- kampfunfähig gegenüber der Sozialdemokratie.( Bustimmung links.) Monate in eine Kommission verschwinden soll, aus welcher einander gewürfelt, infolge der Verkehrsverhältnisse. Wenn im Der Reichskanzler Graf Caprivi hat uns gemahnt, die kleinig nur spärliche Nachrichten in die Deffentlichkeit tommen. vorigen Jahrhundert der Geistliche in der Schule viel zu sagen feiten zu vergessen, um die Sozialdemokratie zu bekämpfen. Wenn Man sollte die grundlegenden Bestimmungen, die ersten 18 Para- hatte, so lag das daran, daß die Lehrer damals ausgediente die Regierung den Hader beseitigen will, dann soll sie solche Gesetze graphen über die Bestimmungen über die Privatschulen einer Unteroffiziere waren, die der Aufsicht bedurften. Jetzt sind die nicht einbringen, welche Hader und Streit erregen.( Beifall links.) Berathung im Plenum unterziehen. Der Kultusminister stellt sich Lehrer für ihren Beruf vorbereitet. Die Schule soll nicht blos Wenn die Verwaltungspraxis so schön geregelt ist, wozu bringen ganz auf den formalen Standpunkt; er wiederholt immer, daß die Religion lehren, sondern auch für das bürgerliche Leben Sie denn das Gesetz ein. Reine Beit ist weniger geeignet folche bie Vorlage die Ausführung der Verfassung sei und eine Kodi tüchtig machen. Arbeiten wir nicht alle zusammen, ohne daß der Fragen auszuwerfen als die jetzige.( Bustimmung.) fikation der bestehenden Verwaltungspraxis. Herr Enneccerus eine den andern nach der Konfession fragt?( Bustimmung regung des Kulturkampfes hat sich noch nicht ganz gelegt und hat nicht einmal zugestanden, daß der Entwurf eine solche Kodi- links.) Wenn Sie den fonfessionellen Standpunkt so betonen, schon wieder kommt man mit einem Gefeße, welches die Er fitation fet und ich behaupte, in den Bestimmungen, welche uns dann kommen Sie zur fonfessionellen Armenpflege, zu konfeffionellen regung schürt, wenn auch auf anderem Gebiete. Der Minifter trennen und welche die Gemüther erregen, befindet sich der Ent- höheren Lehranstalten( Zustimmung im Zentrum), ja schließlich zu präsident hat sich darauf berufen, daß er die Mehrheit gehabt wurf in schreiendem Widerspruch mit der Verfassung und dem fonfeffionellen Truppen.( Seiterkeit.) Ich bin in katholischen Schulen habe für seine Vorlage. Es tommt nicht nur auf die Annahme geltenden Recht. Die Verfassung spricht von der Regelung des von katholischen Lehrern erzogen, aber ich sage, in den Kinderjahren an, sondern auch auf die Ausführung und Aufrechterhaltung. ganzen Unterrichtswesens. Gehören denn blos bie Bolts begreifen die Schüler den Unterschied der Konfeffionen überhaupt nicht. Wie viele Gesetze, die mit großer Mehrheit angenommen sind, chulen dazu? Gehören nicht auch die höheren Lehranstalten und Ich will das Simultan- Schulwesen nicht als Prinzip aufgestellt habe ich hier ohne Eang und Klang aufheben sehen. Wenn es Universitäten ebenfalls dazu? Die Vorgänger des Ministers wissen. Je mehr der konfessionelle Standpunkt in den Vorder- gelingt, die Liberalen zu majorisiren, dann, beginnt der Kampf, haben die Verfassung fo verstanden. Dieser Entwurf regelt nicht grund geschoben wird, desto größer ist der Einfluß der Geist- ein neuer Kulturtampf, und wir werden uns die Bähigkeit der einmal bas Boltsschulwesen vollständig. Im vorigen Jahre hat lichen, daher ihr Eintreten für Konfessionsschulen. Einem An- Zentrumspartei zum Muster nehmen und nicht eher ruhen, ale das Zentrum meine Auffaffung getheilt, und wenn das Zentrum hänger der Simultanfchulen können sie nicht zumuthen, ein Geset bis wir das Gesetz wieder beseitigt haben werden.( Lebhafter es mit der Verfaffung ernst meint, dann müßte es eine zu machen, welches diese Schulen unterdrückt; diese Seite macht Beifall links. Buruf rechts: Nur ruhig Blut!) Wer hat denn Menderung des Art. 26 beantragen. Windthorst verwahrte sich aber gerade dem Zentrum die Vorlage so angenehm. Aus der eigentlich ein solches Gesetz verlangt? Bis zum Sommer 1890 hat dagegen, daß die höheren Schulen von dem Gesetz ausgeschlossen Busammenstellung der Materialien zum Schulgesetz, welche der Niemand daran gedacht, daß wir ein solches Unterrichtsgeset ers würden; ein folches Gefet wäre, well es der Berfaffung Bureaudirektor aufgestellt hat, kann sich Jeder informiren über halten. Auseitig erwartete man nur ein Schuldotations Gefe widerspräche, nichtig in feiner Wurzel.( Buftimmung links) bie Berschärfungen des konfeffionellen Standpunktes und über die Je früher der Minister diesen Entwurf wieder einpackt, besto Deshalb muß auch die Zentrumspartei ihre Anficht von damals veränderte Stellung der Konservativen. Der Kultusminister hat beffer für uns und für den Frieden im Laude. Das Scheitery Beit aus der Initiative der Regierung abgeändert worden, warum vorigen Session von allen Parteien mit Ausnahme des Zentrums einen Att der Gesetzgebung das ganze Unterrichtswesen au soll nicht auch hier eine Aenderung möglich fein? Die Treue gegen verworfen sind.( Hört!) Eigentlich müßte Herr Rintelen neben regeln. Wenn ich den Entwurf mit dem früheren vergleiche, bie Berfaffung erfordert es, daß man nicht hinterrücks Gefeße ein- dem Herrn Kultusminister sitzen.( Heiterkeit.) Wenn der Minister muß ich sagen, daß er geeignet ist, das Volksschulwesen mehr bringt, welche der Berfaffung widersprechen. Solche Brogramme die Anträge bes Zentrums annimmt, dann braucht er allerdings zurückzuschrauben als zu fördern.( Lebhafter wiederholter Beifall in der Verfassung hat man längst als falsch erkannt. Die Ver- mit dem Zentrum über die Vorlage nicht mehr zu verhandeln. lints; Bischen rechts.) faffung enthielt auch Bestimmungen über die Gemeindeverfassung, Haben die Konservativen die Anträge Rintelen damals verworfen, und als man daran ging, dieselbe zu schaffen, löschte man erst weil Goßler Minister war, und nehmen sie sie heute an, weil die Frage gerichtet, wie sich das Gesammtministerium und Kultusminister Graf Zeblitz: Der Vorredner hat an mich die Verfassungsvorschriften. Ueber die Wahlen befinden sich Graf Zeblis Minister ist?( Seiterfeit.) G8 bestand im Mittel- einzelne Minister zu der Vorlage stellen. Die Borlage ift ont ebenfalls Vorschriften in der Verfassung, aber Niemand wird alter denken, daß auf Grund derfelben ein Wahlgefetz erlassen werben Heligion wechselte, mußten seine Unterthanen ihm folgen. an dieses Haus trägt die unterschriften aller Minifter ein jus reformandi. Wenn der Landesherr seine Gesammtministerium dem König unterbreitet und die Vorlage könnte. Ohne Bestimmungen über den Privatunterricht ist das hat sich bei den konservativen ein Diest dieses mittelalterlichen( ört! rechts)( Daß Meinungsverschiedenheiten über einzelne Gesetz nicht denkbar, denn sonst wird aus dem Schulzwang ein echtes erhalten?( peiterkeit.) Der Winister v. Goßler war punkte vorhanden sein können, ist begreiflich. Diese Erörte Schulmonopol. Diese Unterrichtsfreiheit soll auch gesichert werden dagegen, daß beim Worhandensein von 60 Kindern eine Ron- rungen find aber abgeschloffen mit bem Bericht an die allerhöchste im Interesse der öffentlichen Schule felbst. Ueber die Theorie feffionsschule errichtet werden mußte; er wollte nur die Fakultät Stelle. Bon ba ab tritt das Ministerium einheitlich auf. h der Schulreform ftreitet man sich, ohne vorwärts zu tommen, geben. Die Borlage giebt jegt der Gemeinde das Recht, neue find Angriffe an meine Mitarbeiter gerichtet worden. Ich weil man feine praktischen Verfuche machen kann mit abweichen Zehrerſtellen zu schaffen und camit einen Staatszuschuß in Une bitte, unterlassen Sie bas, ich habe niemals das Bedürfnis den Gestaltungen; solche Versuche sind nur mit Privatschulen zu spruch zu nehmen. Wie steht der Finanzminister zu dieser Frage empfunden, mich zu decken; ich vertrete alles bier persönlich machen. Die Unterrichtsfreiheit forbere ich auch im Interesse der und zu dem Gesetz überhaupt? Der Kultusminifter ift fogar meine Räthe haben, wenn auch manchmal in Widerspruch g Eltern und im Interesse der Minorität, welche nicht von der Klerikaler als die Zentrumspartei( Heiterkeit), und trozdem sagt mir, gethan, Willkür der Behörden abhängig sein sollen. Der Hinweis auf der Minister, der Entwurf lehnt sich lediglich an das an, was Wenn immer was ihre Pflicht ist.( Zustimmung rechts) Belgien paßt nicht, weil in Belgien kein Schulzwang besteht. meine Vorgänger gesagt und gethan haben.( Seiterkeit.) Die gesprochen wird, so bin ich nicht Schuld daran, sondern die Auch wenn Schulen entstehen würden, die mir nicht paffen, wichtigste Henderung ist die Einrichtung der konfeffionellen Schul- Herren von der Linken, welche diese Frage immer wieder auf würde ich mich nicht schrecken lassen durch Katholikens oder vorstände. Den Herren Geheimräthen ist dabei bas Unglück geregt haben. Ich soll gegen die Verfassung verstoßen haben Sozialistenfurcht. Mit folcher Zendenzgefeßgebung haben wir zu paffixt, daß sie bei diesem Punkt die vorjährigen Motive benutzt weil ich nur einen Theil des Unterrichtswesens regeln will. Der schlechte Erfahrungen gemacht, als daß ich mich dazu verleiten lassen haben, die das Gegentheil von dem, was die Borlage vorschlägt, Grundsatz der Regierung ist es immer gewesen, daß das Untersollte. Die Unterrichtsfreiheit wird durch die Vorlage nicht ein- als bestehendes Recht barstellen.( Heiterkeit.) Die Tendenz der richtswesen stückweise geordnet wird; dieser Grundsatz ist auch mal vollständig eingeführt, denn wenn die Regierung auch die Bevölkerung ist immer dahin gegangen, die fonfeffionellen Schul- von der Linfen gebilligt worden.( Buftimmung rechts.) Daß Bedürfnißfrage fallen läßt, fo bekommt sie durch die Feststellung vorstände zu Gunsten der allgemeinen Gemeindeverwaltung zu der Lehrplan der öffentlichen Schule auch der Lehrplan ber Der Lehrpläne eine viel einschneidenbere Befugniß. Wer die beseitigen und nur die Behörden haben sich dagegen gesträubt. Privatschule sein soll, steht in dem Geses durchaus nicht; bie 6. Sigung vom 26. Januar. 11 Uhr. Am Ministertische Graf Zedlib und Kommissarien. Die Ers 98 " Lokales: gewaltsam geöffnet. Ea gelang erst einem Arzte nach langer Mühe, dieselbe in das Bewußtsein zurückzurufen. Bei dem Ers wachen zeigte das Mädchen, wie jetzt stets in der Zeit des Wachens, einen ungewöhnlich starken Appetit und verfiel dann ftets wieder in den festen Schlaf zurück. Während desselben ist das Mädchen nicht unempfindlich gegen äußere Einflüsse, zuckt vielmehr, wenn es gekniffen oder sonst wie angefaßt wird, zu sammen und fängt auch zu weinen an, ohne indeß zu erwachen. Merkwürdig ist es, daß die Person bereits in den Monaten Februar und Mai v. Js. dieselben Erscheinungen gezeigt hat. Gegenwärtig steht sie in Behandlung der Doktoren Berliner und Kauffmann, auf deren Anordnung sie voraussichtlich demnächst in der Charitee Aufnahme finden wird. Die Rehrpläne sollen sich nur innerhalb der gefeßlichen Schranken| fratischen Privatschulen überziehen. Auch die Polen werden, Schlafenden, nachdem diese durch nichts zu erwecken gewesen war, galten. Mit besonderer Schärfe hat der Vorredner die wenn nicht auf dem Lande, so doch in den Städten polnische Frage des Religionsunterrichtes für Dissidenten behandelt. Privatschulen errichten. Das dürfen wir nicht gestatten. Dieser Punkt hat auch mir schwere Gewissensbedenken gemacht. Nach einer längeren persönlichen Bemerkung des AbgeordDer Gedanke, einen Konflikt zwischen Schule und Haus zu er- neten Richter wird die weitere Berathung bis Donnerstag cegen, macht es mir schwer, dieser Bestimmung zuzustimmen. 11 Uhr vertagt. Schluß 4 Uhr. Aber an der Spize unserer Schule steht der Sah: Der Religionsunterricht ist ein obligatorischer Lehrgegenstand. Sollen wir die Kinder, welche feinen Religionsunterricht empfangen, aufwachsen lassen ohne jedes Wort der Belehrung ethischer und moral- theologischer Natur? Ich weiß mich frei davon, einen Zwang ausüben zu wollen; ich will nur die Wohlthat, die mir widerfahren ist, auch den Kindern zu Theil werden lassen, denen Die Zustände in der Berliner Arbeiterkolonie sind von feine Mutter die Hände zum Gebet gefaltet hat. Der besondere uns vor kurzem erst einer eingehenden Betrachtung unterzogen Religionsunterricht der Kinder der Dissidenten ist durchaus nicht worden. In der Zwischenzeit ist uns noch eine Fülle von ausgeschlossen. Wer, wie der Vorredner glaubt, daß die sozialen Material zugegangen, welches unsern Artikel nach mancher Rich„ Hochzeit des Untersuchungs. Gefangenen Frrlehren nur durch verstandesmäßige Ueberzeugung zu bekämpfen tung hin ergänzt. So wird uns berichtet, daß im Laufe des ver- Bankiers" Srjo Löwy mit dem Fräulein Helene Gold find, wer nicht bedenkt, wie in den Jugendjahren die Verrohung floffenen Jahres 3255 Personen um Aufnahme und Beschäftigung fte in fand geste Vormittag statt. Das Freudenfest ging, den der Kinder herbeigeführt wird, wenn ihnen nicht religiöse Be- in der Kolonie nachsuchten. Es gehört schon eine gewisse Selbst- Umständen entsprechend, ohne allen Pomp vor sich und griffe beigebracht werden, wer in diesem Kampf den Ratechismus verleugnung dazu, in der Kolonie vorzusprechen, da ne hgerade beschränkte sich auf den vorgeschriebenen standesamtlichen Att im und Gottes Wort als hölzerne Säbel betrachtet, mit dem kann Jeder weiß, daß dort bei einer strammen Disziplin, die von der Standesamt XII. Hier sprach der Standesbeamte Hr. Knörcke überhaupt nicht darüber verhandelt werden.( Lebhafter Beifall der trafanstalt nicht viel verschieden ist, Reichthümer nicht zu in Gegenwart mehrerer Zeugen und zweier Gerichtsdiener, welche im Zentrum und bei den Konservativen.) Der Vorredner holen sind. Im Gegentheil, wenn Essen und Wohnen abge- den Untersuchungs- Gefangenen geleitet hatten, das Paar zufagte: Der Kultusminister ist nicht nur ein bornirter arbeitet" wird, so kann schon jeder Kolonie- Arbeitling zufrieden sammen. Nach Erledigung der gefeßlich vorgeschriebenen FormaMann, der solche Verfügungen erläßt, sondern der auch so sein. Wenn also ein solcher Andrang zu den Kolonien herrscht, litäten wurde Hr. Löwy in das Untersuchungs- Gefängniß zurückbreift ist, sie zu estamotiren, ehe das Gesetz erlassen ist. so ist das ein deutlicher Beweis für die Arbeitslosigkeit, die Taufende gebracht und bald darauf ließ sich die junge Ehefrau bei dem Ich habe darauf bemerkt, daß ich diese Verfügung von Bethmann von Menschen auf das Pflaster wirft. Es wurden denn Untersuchungsrichter vormelden, um eine turze Zwiesprache mit abgeschrieben habe. Was der Vorredner von Neskripten von Falt auch nur 526 der sich Meldenden aufgenommen in der Rolonie, ihrem Ehemanne zu halten. und Goßler zitirt, bezieht sich nur auf den höheren Unterricht, die man getrost als ein freiwilliges Buchthaus" bezeichnen kann. Unter schrecklichen Umständen endete gestern Vormittag nicht auf die Voltsschule. Ich befinde mich in dieser Frage in Diese 526 Mann sind denn wirklich eine Kerntruppe von freien" vollster Uebereinstimmung mit dem Justizmirister. Wenn ich die Arbeitern, mit denen Alles anzufangen ist. Die Leute sind um 11 Uhr der in dem Hause Nostizstr. 19 wohnhafte 60 Jahre Anträge des Herrn Rintelen angenommen habe, so muß ich stramme Musketiere", denn sie müssen erst vom Arzt untersucht alte Tischler Haller durch Selbstmord. Derfelbe war an einem sagen: Ich nehme das Gute, wo ich es finde( Widerspruch links), werden, ehe sie als törperlich brauchbar Aufnahme finden. Ist Fußübel erkrankt und konnte daher seit längerer Zeit seine auch von Ihnen, wenn es meiner Ueberzeugung nicht widerspricht. Die ärztliche Kontrolle glücklich passirt, dann kommt noch der Wohnung nicht verlassen. Deswegen bemächtigte sich seiner ein Es giebt in verschiedenen Landestheilen Schulvorstände, die den Man von's Geschäft". Der legt Jedem ein Formular vor, derartiger Mißmuth, daß er ein gewöhnliches Küchenmesser Leuten ans Herz gewachsen sind, ich berufe mich dafür auf Herrn das zu unterschreiben ist. Wer sich weigert zu unterschreiben, schärfte und damit sich den Hals bis zum Wirbel durchschnitt. von Eynern( Zuruf des Abg. von Eynern: Das sind ganz fliegt hinaus, und wer unterschreibt, muß die Verpflichtung ein- Die Leiche wurde in das polizeiliche Schauhaus gebracht. andere Schulvorstände als im Geseze stehen!) Machen Sie doch gehen, mindestens 4 Wochen in der Kolonie zu arbeit, aber Eine entschliche Szene spielte sich in der Nacht zum Ihre Aenderungsvorschläge, dann kann man darüber sprechen. auf jede Ersparnisse zu verzichten, deren Verlust so wie so statt Freitag auf dem Bahnhof des benachbarten Strausberg ab. Als Der Vorsitzende des Schulvorstandes ein Geistlicher! Entfeßlich! finden würde, wenn ein„ vorzeitiges Verlassen oder ein Berstoß Nachts um 1 Uhr der Güterzug nach Berlin aus dem Bahnhofe In Westpreußen ist der Geistliche gesetzlich der Vorsitzende, wenn gegen die Hausordnung" sich ereignen sollte. der Patron nicht da ist. Ich bestelle den Vertreter der staatlichen Die Kolonie hat sich übrigens den modernen Geschäfts- herausfuhr, sahen die Stationsbeamten auf einem Wagen einen Schulaufsicht als Borsigenden und gebe ihm das Recht, seinen Stell- prinzipien durchaus angepaßt, fie läßt für ihr Geschäft auch Mann, der zwischen den Puffern und der Nothkette hing; sofort vertreter zu wählen. Soll der Schulausfeher ausgeschlossen sein, reifen" commis voyageurs" bes nach modernen Brinzipien wurden Nothsignale gegeben, die jedoch von dem Lokomotiv weil er zufällig ein Geistlicher ist? Die Schulverwaltung soll geleiteten Wohlthätigkeitsinstitutes. Die intelligentesten Infassen führer überhört wurden und so waren die Anwesenden Zeugen desorganisirt werden. Den Schulbehörden werden sehr viel der Kolonie werden ausgefandt, um neue Mitglieder anzuwerben. Der schrecklichen Szene, die sich bald darauf abspielte. Der Ünweitergehende Befugniffe gegeben, als der Stadt- Schuldeputation. Wenn Jemand gemacht" wird, so erhält er eine Anzahl For- glückliche versuchte aus Leibeskräften fich aus der furchtbaren Der Schulvorstand soll ein Bleigewicht sein. Jedes Krankenhaus mulare, die ihn berechtigen, für seinen Vereinsbeitrag jeden age herauszuarbeiten und auf den Puffern einen sicheren Halt in Berlin hat ein eigenes Kuratorium als Organ, aber der Arbeitsuchenden von der Thür und nach der Kolonie zu ver- 3 gewinnen. Troz aller Anstrengungen gelang es ihm aber nicht und mit einem gellenden Schrei fiel der Aermste herunter, Schule, besonders der Konfessionsschule, soll man ein solches weisen. Diese Bons" sehen etwa so aus: gerade auf die Schienen, um dann von den Rädern der nachDrgan nicht geben. Wenn das Gesetz erst in Wirksamkeit sein folgenden Wagen zermalmt zu werden. Als der Zug zum wird, dann wird man sich ganz gut mit den Schulvorständen Stillſtehen gebracht wurde, fand man den entsetzlich Vers vertragen, selbst wenn der Probst Jahnel das nicht für möglich stümmelten, einen Bremser K. aus Berlin, bereits todt vor. hält.( Heiterfeit.) Wenn man den Bezirksausschuß darstellt als eine Behörde, zu welcher ein abhängiger Regierungspräsident und zwei ebenso abhängige Beamte, ferner vier zugereiste Leute ge= hören, wie kann man da dem Minister eigertlich zumuthen, einer Ein solcher Bon" genügt für die Herren Bourgeois. Wer solchen Behörde noch mehr Befugnisse zu geben?( Heiterkeit.) die wohlthätige Hand, die ihm durch diese Anweisung auf die Weil ich die Selbstverwaltungsbehörden besser kenne, habe ich die Kolonie gereicht wird, zurückweist, das ist einer der verstocktesten jedes Vereinsmitglied hat demnach Alles Sache so organisirt, wie es der Schule nüßlich und der Bevölkerung Sünder der Welt, Durch Verfügung des königlichen Polizei- Präsidiums von angenehm sein wird.( Beifall rechts.) Bezüglich der Schul- gethan, was es nur immer thun konnte, indem es dem hungern- heutigen Lage ist der Rinderabtrieb vom hiesigen Viehhose bis stiftungen soll ich über das Zentrum noch hinausgegangen sein. den Arbeiter eine solche Anweisung ausstellte. auf Weiteres verboten. Ueberstände vom vorwöchentlichen AufEs scheinen aber doch schon bei Vereinsmitgliedern Zweife! trieb dürfen in der Rinderhalle nicht aufgestellt werden. Berlin, Aus welchen Quellen sind denn die Schulstiftungen entstanden, nicht aus persönlichem Interesse, ohne erstanden zu sein, ob die Kolonie der richtige Weg ist, der bei den 24. Januar 1892. Der tönigliche Departements- Thierdaß Beziehungen zur Gemeinde bestanden. Da sollen der Arbeitsvertheilung eingeschlagen werden muß. Die Furcht arzt Wolff die Stiftungen den Gemeinden übergeben werden! Ich vor dem freiwilligen Arbeitszuchthaus der Arbeiterkolonie giebt Der Abtrieb von Vieh aller Art vom hiesigen Zentral- Viehwill die Schule benutzen, um die Kinder selbständig denken sich in folgender Karte fund, welche eine Dame an irgend einen hofe ist bis auf Weiteres untersagt. Berlin, den 24. Januar 1892. zu lehren, sagt Herr Richter. Darin stimme ich ihm vollständig bei. Förderer der Anstalt schrieb, als sich ein Arbeitsloser bei ihr mit Königliches Polizei- Präsidium. J. A.: Wohrmann, KreisIch bedaure, was Herr Reichensperger gestern über den Umfang guten Empfehlungen meldete: der Lehrpläne gesagt hat. Ich werde mich freuen, wenn mein Standpunkt von der Lehrerwelt getheilt wird. Daß mein Schulgesetz eine Einschränkung enthält, bestreite ich. Es wird Niemandem gelingen, das zu beweisen.( Beifall rechts.) • wenn Der Berliner Arbeiter Kolonie, Reinickendorferstr. 36a, überweist den Ueberbringer Berlin, den. Das Vereinsmitglied Wohnung 189 Verehrter Herr Pastor! Ich erlaube mir, Ihnen den Ueberbringer dieser Karte zuzuschicken. Er macht einen so ordentlichen Eindruck, scheut sich aber, in die Arbeiterkolonie zu gehen, indem er meint, dadurch nachher schwer eine Stelle zu bekommen. Dem ist aber doch gewiß nicht so? Sie können ihm gewiß zurecht helfen, wie schon so vielen Anderen. Mit bestem Gruß Der hiesige Zentral- Viehhof ist seit vorgestern wegen Ausbruches der Maul- und Klauenfeuche für jeglichen Verkehr geschloffen worden! Seit gestern Mittag find in den einzelnen Abtheilungen des Viehhofes bie folgenden diesbezüglichen Bes kanntmachungen angeschlagen: thierarzt. Dr. Moll's Poliklinik für Nervenleiden, Elektrotherapie 2c., Markgrafenstr. 100, in welcher Unbemittelte unentgeltlich behandelt werden, findet Wochentags regelmäßig um 11/2 Uhr Mittags statt. Die Sprechstunden für Mitglieder des Gewerkskranten- Vereins, dessen Spezialarzt Dr. Moll fungirt, finden daselbst Wochentags von 11/ 2-1/ 2 Uhr, Sonntags von 12/ 2-1/ 2 Uhr statt. Gerichts- Beitung. Abg. Stöcker( fons.): Es handelt sich um einen Kulturkampf, den Herr Richter mit den Nationalliberalen zusammen unternehmen will. Die Herren finden sich zusammen, wenn es sich darum handelt, die Stärkung der Kirche zu bekämpfen.( Gelächter Polizeibericht. Am 25. d. M. Vormittags brachte sich ein links.) Daß diefer Kulturkampf tommen solle, haben wir aus Die Dame mag's von ihrem Standpunkte aus ganz gut Tischler in seiner Wohnung in der Borsigstraße mittelst Rafirs der Judenpresse gesehen.( Gelächter links.) Herr Richter, das internationale Judenthum wird mit Ihrer Rede zufrieden sein! meinen. Aber weder wird der„ verehrte Herr Pastor" noch die messers einen Schnitt in den Hals und in das Handgelenk bei Herr Richter will die Vorlage hier im Plenum berathen, was Arbeiterkolonie" helfen können, die Weiterentwickelung der und verstarb bald darauf. Vor dem Schantlokale Ackerstr. 28 sollte dabei herauskommen, wenn wir noch eine Menge solcher Auflösung der bürgerlichen Gesellschaft hält der Pastor nicht auf entstand zwischen einem Fuhrherrn und einem Gastwirthe eine Reden hören müßten!( Buruf lints: Wie Ihre Rede! Heiter und die Dame auch nicht. Die Leute, welche heut nach einer Schlägerei, wobei Ersterer durch einen Messerstich am Halse befeit lints.) Einen Kulturfampf mit Ihnen fürchten wir nicht; Arbeiterkolonie gedrängt werden, sind Proletarier, fie gehören deutend verlegt wurde. In der Nacht zum 26. b. M. wurde beim früheren Kulturkampf handelte es sich um die Kirche, dem vierten Stand an, und auch für diesen wird eine Erlösung ein unter fittenpolizeilicher Aufsicht stehendes Mädchen an der bei Ihrem Kulturkampf aber Ecke der Garten- und Invalidenstraße von dem Zuhälter um nichts; um nichts kommen. Ostwald schwer gemißhandelt, weil es seine Geldforderung zurückfann man feinen ( Au! links.) Kulturkampf kämpfen. Die genane und planmäßige Erforschung der länd- gewiesen hatte. Als ein anderer Mann für das Mädchen Partei Die Reden von Richter und Enneccerus zeigten, daß wir auf lichen Arbeiter- Verhältnisse hat, wie berichtet wird, der ergriff, brachte ihm Ostwald einen Messerstich in den Kopf bei, einem so verschiedenen Standpunkt stehen, daß wir uns über eine Verein für Sozialpolitit" fich als neuestes Biel gesteckt. Im so daß er nach der Sanitätswache in der Eichendorffstraße ge folche Vorlage nicht verständigen tönnen. Der Vorwurf, daß wir auftrage des Bereins versendet der Geheime Ober- Regierungs- bracht werden mußte. Der Thäter wurde verhaftet. Am im vorigen Jahre die Anträge des Zentrums verworfen haben, rath Dr. Thiel in Berlin an die größeren Landwirthe im 25. b. M. fanden 2 Brände statt. ist nicht ganz richtig; diese Anträge gingen zum Theil viel weiter. Unrichtig ist es, daß die Konservativen gegen den Vor: Deutschen Reiche Fragebogen, denen ein Begleitschreiben beifiz des Geistlichen in dem Schulvorstande gewesen sind. Ein jus gefügt ist, in welchem es u. a. heißt:„ Der Verein für Sozialpolitik hat beschlossen, eine Aufnahme der ländlichen Arbeiterreformandi in altem Sinne besteht nicht mehr, aber aus dem Verhältnisse zu veranstalten und zu diesem Zwecke die MitBestreben, das Leben des Bolts zu reformiren, ist die Vorlage wirtung der ländlichen Arbeitgeber anzurufen. Uuter allen hervorgegangen. Dafür fehlt aber der Linken das rechte Ver- Fragen, welche die Landwirthe jetzt bewegen, steht die Arbeiterständniß. Zustimmung rechts.) Ich gehöre nicht zu denen, Unser Genoffe Wilhelm Peus, welcher in Magdeburg welche die Schule bei diesem Prozesse der Volksgesundung für Frage obenan und wird dieselbe aus verschiedenen Gründen wirthschaftlicher und sozialer Natur auch sobald nicht von das Wichtigste halten; Kirche und Familie sind ebenso wichtig. Der Tagesordnung verschwinden. Um vorhandene Schäden Straftammer hiesigen Landgerichts II, um sich wegen Bergehens Um vorhandene Schäden megen Majestätsbeleidigung inhaftirt ist, stand gestern vor der Aber alle drei Faktoren richten nichts aus, wenn die verruchte in dem ganzen Arbeiter- Berhältniß verbessern, mangelöffentliche Meinung, die bei uns herrscht, bestehen bleibt.( Bu haften Zuständen abhelfen, unberechtigten Anforderungen gegen§ 181 St.-G.-B. zu verantworten. Dieser Paragraph lautet: ftimmung rechts.) Werfen Sie die Kinder in bas öffent mit Erfolg entgegentreten und die öffentliche Meinung und er erdichtete oder entſtellte Thatsachen, wissend, daß sie erg liche Leben, so verfallen sie der Unsittlichkeit. Das Christen damit auch den Gang der Gesetzgebung rechtzeitig beeinflussen bichtet oder entſtellt sind, öffentlich behauptet oder verbreitet, um thum ist ein so bedeutender Faktor unseres Lebens, daß zu fönnen ist eine flare und zuverlässige Darlegung der that. Dadurch Staatseinrichtungen oder Anordnungen der Obrigkeit niemand sich zurechtfinden kann, der nichts davon weiß. fächlichen Verhältnisse erste Vorbedingung. Sie wollen uns über verächtlich zu machen, wird mit Geldstrafe bis zu 600 M. ober Bezüglich des Religionsunterrichts der Kinder der Dissidenten die Verhältnisse Ihres Distrikts genaue Auskunft geben 2c." mit Gefängniß bis zu 2 Jahren bestraft." Der Angeklagte, sprach der Abg. Zelle im vorigen Jahre in der Kommission eben Der ganze Werth diefer genauen und planmäßigen Erforschung welcher wegen Bergehens gegen die Religion mit 1 Monat GeParteigenossen auseinander, Herr Richter, ehe Sie mit solchem stande, daß hier wieder einmal die Landwirthe, d. h. fogenannte einen Vortrag gehalten und sich durch denselben die jetzige Anklage zudas ganze Haus erschütternden Pathos hier auftreten. Arbeitgeber berufen sein sollen, über Arbeiterverhältnisse Aus- gezogen. Die Verhandlung fand auf Antrag des Staatsanwalts unter Wem die Lehre der Kirche nicht gefällt, der kann tunft zu geben, nicht aber die Arbeiter selbst. In den Auskünften Ausschluß der Deffentlichkeit statt. Der Angeklagte hatte in der inkriminirten Rede das Militärwesen einer sehr scharfen Besprechung austreten; aber lange er in derselben bleibt, der Gutsherrn wird jedenfalls von vorhandenen Schäden, die zu unterzogen, bekannte sich auch im allgemeinen zu den inkriminirten muß er auch seine Kinder religiös erziehen lassen. Eine Konzentration des Unterrichts ist nur möglich, wenn die verbessern, von mangelhaften Zuständen, denen abzuhelfen, wenig, Redewendungen und führte des Längeren, unter Berufung auf desto mehr aber von unberechtigten Anforderungen, denen ent: die Bibel, Tolstoi u. A. aus, daß dieselben seinen Anschauungen Religion alle Unterrichtsfächer durchdringt, was nur möglich ist bei fonfessionell gebildeten Lehrern. Wenn eine Minderheit( von gegenzutreten ist, die Rede sein. In welchem Sinne demnach die durchaus entsprächen. Sein Wertheidiger, Rechtsanwalt Stadtöffentliche Meinung und die Gesetzgebung beeinflußt werden hagen, machte gegen die Anklage geltend, ber§ 181 verlange Kindern anderer Konfession vorhanden ist, so halte ich es für wird, das kann man sich lebhaft denken. Wie kann es auch die Borführung entstellter Thatsachen", hier könne aber nicht von ganz praktisch, wenn nach Herrn Richter's Vorschlag der Religionsunterricht von dem Geistlichen ertheilt wird. Dringend anders sein in der Nera ber kapitalistischen Interessenwirthschaft! solchen, sondern nur von Ürtheilen die Rede sein. Der Staatsnothwendig ist eine gefeßliche Regelung des Schulwesens für die Wegen Majestätsbeleidigung und Aufforderung anwalt beantragte ein Jahr Gefängniß und der Gerichtshof erEr hatte keinen Lehrerwelt. Die finanziellen Ansprüche der Lehrer haben große zum Landesverrath wurde gestern Abend der Metall- tannte auf 6 Monate Gefängniß. Unruhe hervorgerufen, welche durch die Vorlage beseitigt werden preffer Bernader in der„ Neuen Welt" verhaftet, wo er in einer Zweifel darüber, daß der Angeklagte falsche und entstellte Thats muß, indem die streitigen Fragen alle gefeßlich geregelt werden. Bersammlung, welche gegen die Taktik der sozialdemokratischen sachen behauptet habe und erblickte diefelben in der Behauptung, Daß die Volksschulen die Sozialdemokratie nicht unmittelbar Parteileitung protestirte, das Wort genommen hatte. Er wurde daß der Militarismus zahllose Menschenleben auf dem Gewissen betämpfen, ist tlar, aber durch ein sicheres, festes Schulwesen am Rednertisch von den überwachenden Gensdarmen als ver- babe und die Militärs schließlich auf eine Stufe mit gewöhnwerden ble Grundlagen gelegt für das spätere Leben. haftet erklärt und in das Amtsgefängniß übergeführt. Seitens lichen Todschlägern zu stellen seien. Daß der Zweck des ganzen Nicht der platte tahle Verstand, sondern das Herz macht des Königlichen Amtsgerichts Nixdorf ist die Verhaftung aufrecht es, daß man die Gesellschaftsordnung versteht und anerkennt. erhalten worden. Abg. von Kardorff( frt.): Das Sozialistengesetz ist aufVon einer feltsamen Schlaffucht ist die 25 Jahre alte, gehoben und daraus hat das Volk den Schluß gezogen, daß alle Die Verhandlung gegen den Bäckermeister Hanke, den Borwürfe gegen die Sozialdemokratie ungerechtfertigt waren. In unverehelichte Minna Wiechert, welche in Reinickendorf bei der der letzten Zeit ist das Verhältniß zwischen Staat und Kirche in dem Hause Residensstr. 18 wohnhaften Rentnerin, Fräulein Grundstücks- Agenten Stöppen und den Kaufmann Hugo Ehrlich ein ziemlich ruhiges gewesen, gerade deswegen muß zu einer Ab. Lewert, dient, befallen worden. Seit vier Tagen, regelmäßig um wegen Betrugs und Untreue, welche gestern vor der I. Straf grenzung der gegenseitigen Rechte geschritten werden. Gefährlich 9/2 Uhr Abends, ftellte sich bei dem Mädchen plöglich unüber fammer hiesigen Landgerichts I fich abspielte, ist erst in der ist die Freigebung der Privatschulen, soweit sie die Volksschule windliche Müdigkeit ein, es fällt in tiefen Schlaf und erwacht elften Abendstunde zu Ende gekommen. Es handelt sich bekanntAm lich darum, daß die drei Angeklagten beschuldigt werden, bei erfehen sollen. Die Sozialdemokraten verfügen über die meisten erst am nächsten Nachmittage gegen 5 Uhr wieder. Mittel und sie werden bald die großen Städte mit sozialdemo- 22. d. M., Abends, wurde die Thür zu dem Zimmer der Gelegenheit eines Haustausches, ben die Frau Geh. Justizrath fo Bortrages dahin gegangen sei, das Militär verächtlich zu machen, ergebe fich aus dem Zusammenhange. Der Angeklagte wurde nach dem Termin nach Magdeburg zurücktransporfirt. Hecker im Jahre 1887 mit ihrer Villa in Wieder- Schönhausen| gegen ein Haus Bandelstraße 26 vorgenommen, nach einem gemeinschaftlichen Plane die alte Dame um ca. 20 000 m. geschädigt zu haben. Das Reichsgericht hatte das erste Erkenntniß derselben Straffammer vernichtet, die umfangreiche Verhandlung hatte jedoch dasselbe Ergebniß wie das erste Mal: Hanke und Röppen wurden wiederum zu je i Jahr, Ehrlich zu 1 Jahr 1 Monat Gefängniß verurtheilt. Obgleich das Gesetz nur von Anrechnung der Untersuchungshaft auf die Strafe spricht, hielt es der Gerichtshof doch für gerecht, den Angeklagten die Zeit von fast drei Monaten, welche sie nach dem ersten Erfenntniß bereits in Strafhaft zugebracht haben, anzurechnen. Die Angeklagten verblieben diesmal auf freiem Fuß. Nachher Fidelitas. Herren und Damen als Gäste willkommen. bends' s uhr, in snebel's Salon, Babin. Tagesordnung Vortrag der Gizung beim teftaurateur Möhring," Admiralſtr. 18c, 3. Hof rechts, 1 Tr. L Allgemeiner Arbeiterinnen- Berein Berlins und Umgegend( Filiale| Schröder's Saal, Stegligerfiraße 18. Geschäftliches; Fidelitas. Gäſte will Norden). Achtung! Große Versammlung am Mittwoch, den 27. Januar cr., tommen. Humoristischer Verein, Pipifar", Mittwoch Abend 9 Uhr Frau Henrich- Wilhelmi über der Frauen Natur, Pflicht und Recht. Freireligiöse Gemeinde. Mittwoch, den 27. Januar, Abends 8 Uhr, Rofenthalerstr. 38, Quergeb. 1 Tr., Voltsversammlung. Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs am Mittwoch. Bellermannftr. 87.Gesundbrunnen", Sigung jeden Mittwoch Adend 8% Uhr bei Haferland, Lese- und Diskutirklub„ Ema nzipation", Abends 8½ Uhr bet Wagner, Vereinte raft", Schönleinstraße 6. Abends 9 Uhr Sigung bei klein. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Neue, Königftr. 89. Gäste willkommen. Distutirklub Charlottenburg. Lese- und Mehr Licht", Abends 8X Uhr, im Lotale Spreeftr. 3b. Männer und" Frauen, durch Mitglieder eingeführt, find stets willkommen. in " Gleichheit", Sigung Abends 8% Uhr, Staligerstr. 7 bet Echönemann. 20 " Johann Jacoby", Abends 8% Uhr bet Otto Thierbach, Schwedterstraß: 44. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. " Vermischtes. Louisenhöh vollständig niedergebrannt ist. Aus Königsberg i. Pr. wird gemeldet, daß das Theater 000 Mart beträgt allein der Schaden an vernichteten utensilien. 340 000 m. beträgt die bis jetzt ermittelte Summe, welche Wegen versuchten Betruges hatte sich gestern der stunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Gesangverein„ LiedesArbeiter Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwody. Nebungs- der oldenburgische Pastor Müller vermöbelt hat. Man Architekt Wilh. Thiel vor der siebenten Straffammer des freiheit", Blumenstraße 38, bet Sente. fürchtet, daß der Kerl noch mehr unterschlug. Landgerichts I zu verantworten. Gefangverein Freya", Der Angeklagte war in( Gem. Chor), Ale Schönhauserstr. 22-23, Bößor's Brauerei. Wie ein Märchen aus uralten Zeiten liest sich folgende ich e", Blumenstraße 46, bet Went. Gefangverein Hilaritas", Hochstraße 32 a, bet Wilte. Gesangverein„ Deutsche Mittheilung bayrischer Blätter: Jeder Bürger KlingenSchönhauser Allee 28, bet Stuhlmey. Gefangverein Vorwärts 2", bergs in Unterfranten erhielt am vorlegten Sonntag Gefangverein„ Echo 1", Pankow, aus der Gemeindekasse 300 m. baar, 3 Ster Holz, ein halbes mission ausgeschrieben. Zu den Bewerbern gehörte auch der Gesangverein Freiheit", Bülowstraße 27, bet Gundlach. Gefangverein der Steinmegen", Johannisstraße 20, bet Müller. Fabrikant K., dessen Forderung auch, wie der Angeklagte zu er- Gefangverein der Kürschner", D. V. D. Br. Berlin, Neue Friedrichstr. 44, erhoben. = dem Bau- Bureau des Neubaues der Garde- Korps- Kaserne beschäftigt. Die Intendantur hatte zur Herstellung der Beleuch1 tung und der dazu nöthigen Material- Lieferungen eine Sub- Schulzeſtr. 27.- Gesangverein„ erche", Usedomftraße, Cafee Humboldt. hundert Wellen, 2 M. für den Sedanstag, Streu oder 15 M. Männer- Streugeld. Gemeindeumlagen werden in Klingenberg nicht sehen Gelegenheit hatte, die niedrigste war. Er will aber auch Befangverein Ganges luft", Bülowfir. 69, bet Gründer. bei Röllig. Gefangverein Südost 2", Guvrnstraße 16, bet ziemer. Reßner. " " Gefangverein " " bemerkt haben, daß das Anerbieten K's etwas nach dem festge- Morgenroth 3", Admiralstraße 38, bei Bülow. Gesangverein segten Termine eingelaufen war. Nun richtete er einen Brief ne ite", Gerichtfir. 10, im Restaurant. Gefangverein Stein Gesangverein, Lyra 1", Raupach ohne Unterschrift an die Firma, worin er anzeigte, daß ihre faße 6, bei Stachel. Gesangverein ,, Euphonia", Annenstraße 16, bei Forderung die niedrigste sei und somit Aussicht auf Annahme habe, Doberstein. Gesangverein Sand in hand 1", Mariannenstr. 31-32, bet wenn die übrigen Bewerber nicht erführen, daß die Offerte etwas zu bet Jacob. Gefangverein Schneeglöckchen 1", Rottbuser Damm 39, Gefangverein Schneeglöden 2", Potsdam, Branden spät eingegangen sei. Dies zu verhindern sei er in der Lage burger kommuntation 16, bet" Blafer. Gesangverein Unverdroffen", und er wolle es thun, wenn man ihm sofort unter angegebener bet Musehold. Fennstr. 5, bet Krüger. Flöter'scher Gesangverein", Landsbergerstr. 31, Chiffre 50 M. und nach Annahme der Offerte weitere 150 M. Gefangverein, Borwärts 5", Friedrichshagen, Rundtheil, bei Lerche. Rütli", Friedenau im Kurhaus. schicken wolle. Die Firma sandte den Brief der Intendantur Gefang verein Freundestreue"( Gemischter Chor), Jüdenfir. 65, bet ein, als der Verfasser wurde der Angeklagte ermittelt, derselbe Müller. Trieschmann. Gefangverein Lorbeertrans", Landsberger Play 5, bei Männerchor Südost 1", Röpnickerstr. 191, Restaurant. entlassen und wegen versuchten Betrugs unter Anklage gestellt. Arbeiter- Gesangverein" offnung 1", Friedrichsberg, Friedrich Karl Der Gerichtshof war darüber im Zweifel, ob eventuell nicht ein ftraße 34, bei Schulze. Gefangverein Rothe Nelte", Schöneberg, Wergehen im Amte vorliege und da der Angefchuldigte bestritt, bei Raumann. Grunewaldstr. 110, bet Jakob. Gesangverein Frethett 1", Kulm str. 36 daß er amtliche Eigenschaft besessen habe, so wurde die Ver- Kasino. Gefangverein Freiheit Moabit", Wilsnackerstr. 63, Steinfeger Sänger chor", Kaftanten- Allee 28 bet Mathandlung vertagt, um über diesen Punkt Ermittelungen anzuwald. Offenbacher Sängertrans", Oranienstr. 153 bei Göze. stellen. Gesangverein der Kupferschmiede, Weinstraße 11 bei Feind. Gesangverein, Bergißmeinnicht", Schulstr. 29 in Wedding- Kasino. Gefangverein Freies gied 1", Große Frankfurterstraße 81 bei Weiß. Gesangverein Echo s" in Zehlendorf, Stunde in Friedenau( Kurhaus). Gefangverein ,, iederkranz in Brandenburg, Mengert's Boltsgarten. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend: Mittwody: Verein ,, Fridolin" bei Wolff, Brunnenstr. 35a. Theater und Bergnügungsverein ,, BuItania" bei Meißner, Gartenstr. 162. tlub Bellblau bei Grand, Blücherſtr. 59. Rauch Vergnüngsverein ,, Nord" bet Schipte, Schul- und Reinickendorferstraßen- Ece. Berein 8id 8ad", Sigung bei Heinrichs, Blücherstr. 61. Versammlungen. 26. Gesangverein " " = " Elisabethstr. 57-58. 1 Treppe. M. Lieste, Ackerstraße 13, of Privattheater- Verein, Durch Nacht zum Licht." Jeden Mittwoch Antisemitische Schmierfinken haben in Bedürfnißanstalten rheinischer Bahnhöfe 2c. massenhaft folgenden Vers angebracht: Wie an der Eiche Pilz und Schwamm, so wuchert der Jude am Menschenstamin." Auch eine Folge des Klebegesetzes". Ein Winzer in Piesport hatte im Laufe des letzten Jahres mit dem Einfleben der Marken für seine Dienstmagd nicht recht fertig werden fönnen und am Schlusse des Jahres war die Karte in schönster Unordnung. Diese ewigen Quälereien hatten den Mann ge brochen, er wählte das kleinere Uebel, ging mit der Dienstmagd zählt 55, die Braut 27 Lenze. aufs Standesamt und heirathete sie. Der unglückliche Bräutigam Um ca. eine Million Mark ist, wie die„ Kreuz- Zeitung" schreibt, die Stadt Olpe von ihrem früheren Rentmeister durch Beruntreuungen geschädigt worden. Der Bürgermeister wurde seines Amtes entsetzt und sein Vermögen mit Beschlag belegt. Nette Ordnungsstüßen! Großes Unglück. In Slobodskoi, einem am Fluffe Wjatta in Ostrußland gelegenen Städtchen mit etwa 7000 Einwohnern, stürzte am 18. Januar während des Gottesdienstes das Portal der Kirche ein, wobei mehr als 50 Personen theils erschlagen, theils schwer verwundet wurden. Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Riga, 26. Januar. Das Ministerium der Volksaufklärung hat nunmehr endgiltig beschlossen, das baltische Polytechnikum in russischen Vorträgen begonnen werden. Riga zu ruffifiziren. Schon im laufenden Jahre soll mit den ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) In der Generalversammlung der Freien Vereinigung der Graveure, giseleure und Eisenbahn- Katastrophe. Auf der Transkaukasischen Eisenver wandten Berufsgenossen theilte der Vorsitzende mit, bahn stießen zwei Güterzüge zusammen. Beide ge Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Gesangverein Bause- riethen in Brand. Sechs Fahrbeamte find todt, drei verwundet. daß ein großer Theil der Mitglieder wegen rückständiger Beis beutel", Abends 9 Uhr bei Boppe, Lindenstraße 106. Männer träge gestrichen, werden mußte und infolge dessen sich die Mitgefangverein" Sangestreue", Abends 9-11 Uhr bet Luther, Brüder- Wie es heißt, waren beide Züge mit Petroleum beladen. gliederzahl um zirka 30 Kollegen verringerte. Trotzdem sind die Reichenbergerstraße Nr. 24. Alpenglühen", s uhr, bei Schröder, Rasjenverhältnisse der Vereinigung als günstig zu bezeichnen.( Weißbier- total) Uebungsstunde, Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willGäste, burch Mitglieder eingeführt, willtommen. Bitherflub Alpenveilchen", Abends 8 Uhr in Belvedere Bibliothek und Arbeitsnachweis wurden gut benugt. Die Vor- tommen. Tambourverein" Eco"( Bergnügungs Verein), Abends 9 Uhr standswahl hatte folgendes Resultat: Vorsitzende Guttmann bei Hüttrich, Bollnowstr. 9. Tambourverein und Hälbig, Kassirer Krause und Urbach, Schriftführer teit, Ritterstr. 21. bet Juhdisch, Mittwoch und Sonnabend, Abends 8 Uhr, Borwärts", Uebungsfunde 9 Uhr Langestr. 65. Gäste willkommen. Tambourverein Einig Wunderlich und Schwahn, Sekretär Hollstein, Beilebungsstunde.. fizer Meissel, Kröbel, Müller und Zwiry. Die Schneider, Belforterstr. 15. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Männergesangverein, Edelweiß", Abends 8% Uhr, bei Anträge, die Situngen auf jeden 1. und 3. Diennag im Monat, 10 Uhr im Turnsaale des Königstädt. Gymnaf." Lübeck'scher Turnverein: I. Lehrlingsabtheilung, Abends von 8 bis oder auf jeden 2. und 4. Montag im Monat zu verlegen, wurden Berliner Zurngenossenschaft, 5. Männerabth. Abds. von 8-10 Uhr; abgelehnt, desgleichen( mit 1 Stimme Majorität) ein Antrag Turnlofal Mariannen- Ufer 1a. 8. Männer- Abth., Abends von 9 bis des Kollegen Futtig, wonach jene Mitglieder, welche 11 Uhr. Turnlotal: Mühlenstr. 49-50. Turnverein ,, Diten", MännerSchalke, 26. Januar. Eine hiesige chemische Fabrik kündigte länger als drei Monate die Beiträge schulden, nicht Abtheilung, von 8-10 Uhr Abends, Blumenftr. 63a. Kraft- Turn- Verein 100 Arbeitern. Berolina" Mittwoch Abends 8 Uhr Reichenbergerstr. 73a bei Faustmann, mehr durch Postkarte zum Zahlen aufgefordert, sondern einfach Gäfte willkommen. Aufnahme neuer Mitglieder. London, 26. Januar. Geſtern fündigten die Kohlenberg Männer- Turnverein gestrichen werden sollten. Den streikenden Buchdruckern bewilligte Jahn", Rirdorf( eigene Turnhalle, Ziethenstr. 72a), von 6-8 Uhr Schwerte der Grafschaft Cumberland für den 8. Februar ihren Ar man 25 M. aus der Vereinskasse. Am 18. Januar wurde die Abtheilung, von 8-10% Uhr Männer- Abtheilung. Theaterverein" Blumen lefe" Sigung Uhr Abends mit Damen, all- und 5 pct. für Uebertagarbeit an. Die Berglente beschlossen, die beitern eine Lohnherabsehung von 15 pet. für Untertagarbeit Generalversammlung fortgesetzt. Zunächst verlas der Vorsitzende schreiberfir. 60.- Theater- u. Vergnügungsverein Bultania" Abends 9 Uhr, Guttmann ein Zirkular vom fönigl. Kunst- Gewerbemuseum, in Meißners Reſtaurant, Gartenstraße 162. Damen und Herren, welche ge: Lohnverminderung zu bekämpfen. aus welchem hervorging, daß daselbst in der Zeit vom 1. Januar oder beim Borfiyenden neigt sind, dem Verein beizutreten, Tönnen sich daselbst melden bis Ende März unentgeltlich Borlesungen stattfinden werden über: Brivattheater- Berein 1. Deutsches Kulturleben im Mittelalter", 2. Technik und Ge- abends 9 Uhr bei Zubeil, Naunynfir. 84, Sigung mit Damen. Gäste haben den von dem Nothstande betroffenen Gouvernements den Bauern, Petersburg, 26. Januar. Auf Befehl des Kaisers wird in schichte der graphischen Künste", 3.„ Geschichte der Buchausstattung", Zutritt. Herren und Damien, welcher sich der Bühne widmen wollen, findet dort bie beste Gelegenheit. Anmeldungen und 4.„ Geschichte der Kunsttöpferei". Hierauf schilderte der Border Borsigende Otto Elefer, Uhrmacher, Naunynstraße Nr. 15.Auskunft ertheilt welche ein Hausgewerbe betreiben, das nöthige Holz aus den Pollack Kronforsten unentgeltlich überlassen. fitzende das Wirken des Vereins seit dessen Gründung. Ein An- lub ustige Brüder", Abends 8%-10% Uhr im Restaurant trag des Kollegen Urbach, den Fachgenossen" vom 1. April ab, vorläufig auf 6 Monate, den Mitgliedern auf Kosten des Sigung Abends 9 1hr, bei Steemann, Melchiorftr. 15, Hof part. Gäste will Vergnügungs- Verein Proletariat", Vereins gratis zu überlassen, sofern dieselben nicht mehr als drei fommen. Geselliger Klub Proletariat" bet Lorenz, koppenstr. 40 e. Briefkaffen der Redaktion. Monatsbeiträge schulden, wurde angenommen, nachdem im Laufe ergnügungsverein" Ponum", Abends 8 Uhr bet Schröder, Stealtherftraße 18. Gäste, burch Mitglieder eingeführt, willkommen. der Diskussion ein Antrag gestellt worden war, sämmtlichen reuzfidel", Sizung mit V. E. 10. Sie haben der Eache den richtigen Namen ges Damen bei Doberstein, Mariannen Mitgliedern ohne Rücksicht auf die Anzahl der schuldigen Monats- traße 31. Berein webem. Schüler der 44. Gemeindeschule", geben. Es ist Schwindel. beiträge den ,, Fachgenossen" zu verabfolgen. Zu Revisoren wurden die stern" in Friedrichsberg. Abends 9 Uhr im Albrechtsgarten, Wilhelmstr. 105. Rauchklub Nord= N. B ,, Gastwirth. Das ganze Gerede ist eine dreiste Rauchtlub Bultan", Abends 9 Uhr bei Unwahrheit. Kollegen Wolf, Kasper und Petersohn ernannt. Den Punkt: Amer, Gräfeftraße 82. Rauchklub Frisch gewagt", Abends Wahl des Vergnügungskomitee's" stellte man zurück. In die M. S., Wollinerstr. Die Mutter erhält die Hälfte. Die Rauchklub Ohne Beitragseinziehungs- Kommission wurden die Kollegen Grill, Buaste", Abends 9 Uhr, bet Schlüter, Sleine Martusstraße 10. Gäste will 3bang", Abends 8 Uhr, bei Spät, Weinstr. 28. Rauchtlub Grüne andere Hälfte erhalten die beiden Kinder. Neumann und Wolf gewählt. Ferner beschloß die VerB. F., Memelerstr. Es giebt in dieser Beziehung feine sammlung, daß die Bibliothek nur an den Vereinsabenden ge= Restaurant Truds. Jeden Mittwoch Don 8½ Uhr ab Aufnahme Beschränkung. öffnet werden solle, da dieselte an den dazwischen liegenden jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, Echüßenstraße 40-41, bei Stallbaum( Neftaur.) verpflichtet. Ihre Mutter würde allerdings nach Stettin ziehen Marie. Die Brüder sind zur Unterstützung ihrer Mutter Montagen zu wenig benutzt würde. Der Vorjizende macht zum Säfte willkommen. Aufnahme neuer Mitglieder. Rauchflub ,, Gutge Schluß bekannt, es werde in der nächsten Beit ein Flugblatt er- finnte Freunde." Jeden Mittwoch Höchsteftraße 28 bei Neumann. Bäfte müſſen. scheinen, ferner eine Wanderversammlung stattfinden. Zwei Jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, Friedrichsbergerstr. 11 bei Loc. Gäste, zu unserem Bedauern nicht näher treten. willkommen. Mitglieder werden aufgenommen. Rauchklub, Lassalle". F. F., Chauffeestr. 51. Wir können der Angelegenheit Kollegen ließen sich aufnehmen. Durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt.- Humoristischer Rauch: ftraße 42. Gäste durch Mitglieder eingeführt willkommen.- Stattlub Treff", auf Ihren Vorschlag zurückkommen. tlu b. Jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, Sigung bei Niemann, Görliger E. V. N., Rosenthalerstr. Wir werden bei Gelegenheit Abends 8 Uhr, Frankfurter Allee Nr. 90 bet Dtto Babel. Gäste willkommen. ftraße 22. Gäste willkommen. Pfeifentlub, a stanta". Tagt jetzt jeden Mittwoch von 9 Uhr ab Britzer K., Gelsenkirchen. Es ist genug des grausamen Spiels. Beughofstraße 8, Restaurant Biester. Regeltlub Vorwärts". Jeden Mittwoch May Poupar. Brief traf zu spät ein. Mittwoch und Sonnabend bei Infinger, Strautstr. 48.Stattlub Revolution". Jeden I. Kurzweg. Ihr Brief ist weder in der Redaktion noch laud." Jeden Mittwoch, Abends 10 Uhr, Bereinsfigung Neue Hochstr. 19 Rauchflub elgoin der Expedition eingetroffen. bet Stefe. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, willkommen.-Berein ehem. Klara Häusler. Sprechstunde ist von 12-1 und von 7 Schüler der 99. Gemeindeschule", Mittwoch, Abends" 9 Uhr, bis 8 Uhr. Freie Vereinigung fämmtlicher in der Papierindustrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Berlino und Umgegend. Den werthen Kollegen und Kolleginnen zur Mittheiluna, daß am Mittwoch, den 27. Januar, Abends 8 Uhr in Scheffer's Lotal, Inselstr. 10, eine Generalversammlung stattfindet. Tagesordnung: 1. Geschäfts- und Kaffenbericht. 2. Wahl des Gesammtvorstandes. 3. Event. Statutenberathung. 4. Berschiedenes und Fragekasten. Rauchhlub Rolle elke jeden Mittwach Abend% 9 Uhr bei F. Steuer, Weinfr. 22. äße fönnen durch Mitglieder eingeführt werden. Achtung! bei G. Sten. Gäste willkommen. Liewald, Dresdenerstr. 88.- Verein Fidele Brüder", Schönleinstr. 5 von 9 bis 11 Uhr, Bofenerstraße 6 bet Rockendorf. fommen. Rauchklub neiter Achtung! " Berein ,, Gumatra", Südost, Reichenbergerstr. 83, Mitglieder. Gäste willkommen.-Rauchklub Victoria Allg. Arbeiterinnenverein Berl. u. Umg. Sonnabend, den 30. Januar, in Joël's Salon( ob. Saal), Andreasstr. 21: Winter- Fest, verbunden mit Tanz und komischen Vorträgen, " Allen Verwandten und Genossen die Empfehle den Vereinen und Genossen Künstliche Zähne 2 Mark. traurige Nachricht, daß mein Mann, meine Saaldekoration mit Fahnen, Plomben von 1,50 M. an. Schmerzunser Bater, der Möbelpolier Gustav Bannern und großer Laffalle- Büfte zu loses Zahnziehen 1 M. Sprechstunden Wagener, am Sonntag, den 24. Jas jeder Festlichkeit. Otto Arendt, 8-7 Uhr. Zahnarzt Robert Wolf, muar 1892, fanft entschlafen ist. Die Friedenstr. 78, part. Beerdigung findet am Mittwoch, den 18552 Chausseestr. 123, am Oranienb. Thor. 27. Januar, Nachmittags 4 1hr, von der 66. Resterhandlung. Leichenhalle in Wilhelmsberg aus statt. Billig Ne ste zu Knaben- Anzügen von und gütiger Mitwirkung der beiden musikalischen Klowns Gebr. Brenner. meine innigftgeliebte Frau, unfere gute au Einfeguungs- Anzügen. Große Aus- und Küche, 246 M., 3. 1. 4. 92 oder Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pfg. mit Tanz. Billets sind bei den Vorstandsmitgliedern zu haben. Um zahlreichen Das Komitee. Besuch bittet Tabakarbeiter 176/4 und-Arbeiterinnen. Donnerstag, den 28. Januar, Abends 82 Uhr, bei Feindt, Weinstr. 11: Deffentliche Versammlung. Tagesordnung: Der Gewerkschafts: Tongreß in Halberstadt. Wahl einer Wahlprüfungs Rommission und Aufstellung eines Kandidaten zur Delegirtenwahl.[ 11536] Die Kommiffion. 0 Cöpenick. Allen Parteigenossen zur Nachricht, daß ich das Zigarrengeschäft Grünauer straße 4 von Franz Ungering fäuflich übernommen habe. Es soll mein Bestreben sein, für gute und reelle Waare 1929L Sorge zu tragen. Bitte um geneigten Zuspruch. Ernst Hertel. Die in Aussicht genommene Versamm- Achtung! Kein. Laden. lung der Sattler und Tapezirer Nur eigene Fabritation, 25 Bigarren findet Umstände halber nicht am Don- 1 Mark. Garantie rein amerikanische nerstag, den 28. Januar, sondern erit Tabake. Rippentabat 2 Pfd. 60 Big später statt. 1156b 1785L H. E. Dinslage, Rottbuserstr. 4, Hof part. Kostüme 20-50 M. Baumann, Adalbertstr. 13 IV. 1149b Rigdorf, Kopfftr. 38a, freundl Größtes LagerBerlins Wohn. v. 1-3 Stuben u. Bub., Wafferl. Die Beleidigung gegen Herrn Heckhausen nehme ich zurück, und habe mich mit ihm auf dem Schiedsamt geeinigt.[ 11576] D. 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