Nr. 11. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 fg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mir illustrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poftbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Zeitungss Preisliste für 1901 unter Br. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblaff. 18. Jahrg. Dte Insertions- Gebaye beträgt für die fechsgespaltene Kolonet zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: Socialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Aunt I, Nr. 1508. Aera Bueck. Der Reichstag ist auf turze Frist dem Militarismus und der Weltpolitik entronnen und betreibt Socialpolitit. Damit ist die stürmisch ausgreifende Bewegung in jenen Kulturwidrigkeiten dem Schneckengang, dem völligen Stillstand auf diesem Gebiet wahrHafter Kulturförderung gewichen. Für Militär und unsinnigſte Ueberseeorgien kann nicht genug geschehen, für Arbeiterschutz, für sociale Reformen gilt das Unbedeutendste den herrschenden Mächten allzuviel. Sonntag, den 13. Januar 1901. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Posadowsky trotz aller Bemühungen nichts erfahren! Die Geseze aus den Schiffahrts- Abgaben die Ausgaben stark herababer, die er vertrete, beispielsweise die Zuchthausvorlage, das seien drücken werden, weil endlich die Eisenbahnen, welche Gesetze der verbündeten Regierungen, nicht seine naturgemäß anfangs infolge der Konkurrenz der neuen WasserGesetze! verkehrsstraßen eine starke Einbuße erleiden dürften, späterhin von der durch die Kanäle bewirkten Verkehrssteigerung große Borteile ernten würden. Der Finanzminister wird ermächtigt, zur Deckung der Kosten, soweit die Mittel hierzu nicht durch den Staatshaushalts- Etat bereit gestellt werden, im Wege der Anleihe eine entsprechende Anzahl von Staatsschuldverschreibungen auszugeben. Die Ausführung der Bauten soll sich über einen Zeitraum von 15 Jahren erstrecken. Innerhalb dieses Zeitraums bleibt der Orts- und Zeitverhältnisse ohne vorherige Bindung nach eignem Ermeffen zu bewerkſtigen. Es wird festgesetzt, daß mit der Ausführung der Schiffahrtsstraße nur vorgegangen werden soll, wenn gewiffe Bedingungen von den Interessenten und Anliegern erfüllt sind. Graf Posadowsth, der sich noch jüngst seines Kampfesmuts gegen die Socialdemokratie rühmte, hat die Flucht ergriffen. Nicht die Schuld, die er auf sich geladen, lähmt feine Kraft, die Thatsache, daß er den immer wiederkehrenden Mahnern seiner Schuld nicht zu entrinnen vermag, zwingt ihn nieder. Und er flieht in fassungsloser Verwirrung. Graf Posadowsty sagte, er werde auf seinem Posten verbleiben, Wie sollte die sociale Reform gedeihen in einem Staat, dessen so lange er das Vertrauen seines Monarchen befize und so lange er Staatsregierung freie Hand, die Bauten unter Berücksichtigung der oberste Gewalt in den Händen der Feinde jeder socialen Reform die körperliche und geistige Fähigkeit habe, den Angriffen der Gegner liegt und dessen Regierung unfähig ist, sich dieser erbittertſten Feinde zu widerstehen. Wir fürchten, die geistigen Fähigkeiten des Staatsder Arbeiterklasse zu erwehren? Auf die Beratung der Socialpolitik sekretärs sind bereits im schnellen Schwinden. Er führte ein Citat im Reichstag mußte die ungefühnte Schuld der 12 000 Mark- Affaire aus dem„ Vorwärts" vom 24. Juli 1900 zum Beweis dafür an, mit unvermindert schwerem Drucke lasten. Unser Parteigenosse daß auch in der Socialdemokratie die Meinung sich Bahn breche, die Fischer Berlin mußte sich die Kritit der socialpolitischen Einzel- Buchthausvorlage sei gleicherweise gegen die Unternehmer wie die Besonders wird wieder auf die strategische Bedeutung des heiten zunächst versagen und dem öffentlichen Gewissen Stimme geben, Arbeiter gerichtet gewesen. Die betreffende Notiz richtete sich gegen ana Is hingewiesen, die bekanntlich den Junkern gelegentlich der welches das Grundwesen der socialpolitischen Regierungsstellen zur die übermütige Aussperrung der Hamburger Werftarbeiter und machte alten Kanalvorlage so wenig imponierte, daß sie die Beteuerungen Verantwortung fordert. den heßenden Berliner Neuesten Nachrichten" die ironische Zu der militärischen Sachverständigen" einfach auslachten. Hatte doch seit der letzten Auseinandersetzung zwischen dem Grafen mutung, daß sie, statt gegen die Arbeiter wüst zu heben, gemäß Der Berlin- Stettiner Kanal entscheidet sich für die WestPosadowsky und Bebel, mit welcher die Regierung die widrige ihrer früheren Auffassung vom Zuchthausgesetz die Anwendung diefes linie. Angelegenheit abgethan glaubte, die 12000 Mark- Affaire eine Gesezes gegen die Unternehmer fordern solle. Lebhafte Heiterkeit Das Zustandekommen des Kulturwerks wird nur dann erweitere, das Reichsamt des Innern noch mehr bloßstellende Ent- in den Reihen der Socialdemokraten belehrte den Herrn Staatssekretär möglicht werden, wenn die Junker zuvor die Milliardenwicklung genommen. Es war der denkbar schlüssigste Beweis der alsbald, daß der von ihm gefürchtete Schwund der geistigen Kräfte brandschazung des arbeitenden Volks durch den Zollwucher erreicht Unternehmerherrschaft im Deutschen Reiche, daß der Generalsekretär bereits in unheimlicher Entwicklung steht. haben werden. des Verbands der Industriellen, Herr Bueck, in naivem Selbstverrat die Geheimnisse einer langjährigen trauten Freundschaft zwischen seinem Verbande und dem Reichsamt des Innern preis gab. Nicht die socialdemokratische Presse, Herr Bueck selbst er weiterte die Kenntnis von jenem Freundschafts- und Abhängigkeitsverhältnis, das sich nicht im Einzelfall des 12 000 Mart- Bettels er schöpfte, sondern als ein dauerndes System der Korruption erweist. Das Haus war zunächst überrascht durch die Neuaufrollung der Affaire. Doch bald gelang es dem Redner, seinen scharf gespizten und temperamentvollen Angriffen Gehör zu erzwingen, wozu auch der Präsident dankenswert beitrug, indem er gleich eingangs der Rede Fischers einen Ordnungsruf ergehen ließ, weil das Verhältnis zwischen Regierung und Centralverband als standalös bezeichnet wurde. Fischer behandelte zunächst die persönliche Seite der An1. Verleihung der Korporationsrechte an Berufsvereine und Befreiung der Berufsvereine von den Schranken des politischen Vereinsrechts. Die Redner der bürgerlichen Parteien, auch soweit diese keine besondere Neigung für die Verfehlungen im Reichsamt Bedenkliche Helfer. des Innern haben, bekundeten ihr Mißbehagen an der Fortspinmung dieser Angelegenheit. Im Anschluß an ihr Referat über die Begründung der GeHerrn Röside- Dessau, dem Führer der sellschaft für sociale Reform verkündet die„ Sociale neuen Gründung bürgerlicher Socialreformer, dürfen wir dankbar Praxis" bereits deren erste Schritte zur Thätigkeit. Es handelt sich sein, daß er durch seine Schußrede für das Reichsamt des Innern um die Beschlußfassung über die Punkte: und gegen die„ Uebertreibungen" des socialdemokratischen Redners die völlige Unfähigkeit seiner Streife, an der Reinigung unsrer Zustände mitzuwirken, erwiesen hat. Auch die Klage des Herrn Biemer von der freifimigen Bollspartei, daß die Regierung durch schlechte Wirtschaftsgeseze auf die Mühlen der Socialdemokratie Wasser leite, nahm sich eigentümlich aus, da er widerwillig dasselbe erzielte, indem er die Bofadowsky- Affaire als Nebensache behandelte, da jezt alle Augen auf den Reichskanzler gerichtet seien. Mit der vollen und nicht geringen Wucht seines Leibs legte sich Herr Dr. Oertel für den Vorbereiter der gesteigerten Zollsäge ein. Der helle Sachse beweist die Arbeiterfreundlichkeit des Grafen Bosadowsky daraus, daß noch nicht der letzte Rest der geringen bis herigen Socialreform beseitigt worden ist, wie es Herr Oertel mit der Bäckerei- Verordnung wünscht. 2. Errichtung eines Reichs- Arbeitsamts. Schranken des politischen Vereinsrechts sollen die Berufsvereine, Die Fassung von Punkt 1 ist charakteristisch- nur von den die Gewerkschaften 2c. befreit werden. Nun Handelt z. B. unser preußisches Vereinsgesetz, unter dessen Anwendung die Gewerkschaften so viel zu leiden haben, durchweg von Vereinen, welche eine Einwirkung auf öffentliche Angelegenheiten begweden", nur der§ 8 bringt für politische Vereine eine weitere Beschränkung: sie dürfen nehmen; auch dürfen solche den Versammlungen politischer Vereine feine Frauenspersonen, Schüler und Lehrlinge als Mitglieder aufnicht beiwohnen. " gelegenheit. Herr v. oebite war als Opferlamm in die Wüste geschickt worden und durfte nicht mehr am Bundesratstisch erscheinen. Graf Posadowsky, der zwar die Berantwortung der übergroßen, bureau fratischen Aengstlichkeit" auf sich nahm, ließ sich in der Presse als Ein auch nur halbwegs liberal denkender Politiker hätte aber persönlich Unbeteiligter verkündigen, der fern in Albion weilte, als ein neben der Verleihung der Korporationsrechte an die Berufsvereine untergeordneter Beamter den„ Mißgriff" beging. Aber bald wurde Genosse Wurm behandelt im weiteren Verlauf der Sigung in die Befreiung derselben von den Fesselur des Vereinsrechts festgestellt, der Chef des Reichsamts selbst war der sehr fachlicher und sehr wertvoller Nede die Berichte der Gewerbe- überhaupt zu fordern ist es doch schon heute gesetzliche BeSchuldige; es wurde ihm der Vorwurf zweideutiger und irre- Inspektoren. Seine Ausführungen gestalteten sich zugleich zu ſtimmung, daß die lästigsten Paragraphen 1 und 2 des preußischen leitender Erklärungen" gemacht und der Unwillen feines eignen einer eindrucksreichen Anklage gegen die zahllosen Mißstände, unter Bereinsgesetzes sich nicht auf kirchliche und religiöse Vereine und Beamtenstandes ob seiner gegen alle guten Traditionen des denen die deutsche Arbeiterschaft im beruflichen Leben leidet, deren Versammlungen beziehen, wenn diese Vereine Korporationssowie preußischen Beamtentums" verstoßendes Verhalten behauptet. Auf gegen den völlig unzureichenden staatlichen Arbeiterschutz. Bergeblich rechte haben. alle diese Anschuldigungen erfolgte keinerlei amtliche Erklärung. versuchte der sächsische Bundesrats- Bevollmächtigte, die Gewerbe- schaften nur durch willkürliche Konstruktion in einzelnen Fällen anDer§ 8 des preußischen Vereinsgefeges tann auf die GewerkSodann zeigte Genosse Fischer an der Hand der Bueckschen Inspektoren seines reaktionären Heimatslands gegen die Angriffe gewendet werden; in der That bestehen ja auch unter den Augen Mitteilungen die dauernde und mächtige Einwirkung des Interessen unsres Redners zu schützen. der preußischen Behörden eine ganze Reihe von Gewerkschaften mit verbandes der Großindustriellen auf viele der wichtigsten Geschehnisse Am Montag wird die Beratung desselben Etats fortgesezt. weiblichen Mitgliedern. Vor einer Chikanierung durch den§ 8 find der socialen und der Handelspolitik des Reichs seit der Zeit der Graf Posadowsly dürfte vergeblich ein Ende seiner Qualen erhoffen. die Gewerkschaften am sichersten und einfachsten zu schüßen, letzten Handelsvertrags- Vorbereitungen bis zu den neueren Flotten- Das erweckte Gewissen der öffentlichen Meinung herrscht Sühnung wenn man ihn streicht, wie es bereits mit seinem zweiten vorlagen, dem Zuchthausgefez, der Arbeiterversicherungs- Gesetzgebung. der begangenen Verfehlungen. Absatz( betreffend das Inverbindungtreten") geschehen ist. Die bloße Wiederholt und systematisch sei durch den Centralverband dem ReichsVerhinderung von Mißbräuchen ist nur angethan, der veralteten und die politische Entwicklung hemmenden Bestimmung selbst das Lebent amt des Innern Geld, Arbeitskräfte, Arbeitsräume, Broschüren zur Berfügung gestellt worden. So sei das Reichsamt des Innern zu verlängern. Hier liegt geradezu eine Gefahr in dem Vorgehen der Gesellschaft für sociale Reform. in jene unwürdige Abhängigkeit von einem Interessenverband geraten, die zu Herrn v. Woedttes unterwürfigem Kazbudeln vor den versammelten Centralverbändlern und zu dem jezigen Hochmut ist am Sonnabend im preußischen Abgeordnetenhause eingegangen. des Herrn Bued führte, der von Undankbarkeit und Treulosigkeit des Reichsamts spricht, weil es seine Intimität mit dem Verbande abzuleugnen versucht. So sei die Aera Posadowsky die socialpolitische Schonzeit für die Unternehmer und die Zeit der Buchthausvorlagen für die Arbeiter geworden. Die wirkungsvolle Rede Fischers lief aus in der wiederHolten Erklärung, daß es der Socialdemokratie nicht um die Beseitigung eines Staatssekretärs zu thun sein könne. So lange das System bleibe wie es ist, so lange nicht grundlegende Aenderungen im Verhältnis der Regierung zu der Kapitalistenallmacht geschähen, bliebe das Uebel bestehen. Wenn der Reichstag das Uebel beseitigen wolle, so möge er zunächst durch eine parlamentarische Untersuchungsfommission alle Tiefen des dunklen Verhältnisses zwischen Centralverband und Reichsamt des Innern gründlichst aufhellen. Politische Uebersicht. Berlin, den 12. Januar. Die neue Kanalvorlage Der Gefeßentwurf umfaßt 11 Paragraphen; beigegeben sind ihm Im§ 1 werden die Gesamtkosten veranschlagt: 7 Denkschriften. g 1. Rhein- Elbe Kanal..... 260 784 700 m. betreffs Streichung des zweiten Teils des§ 8( Verbot des InAußerdem: 2. Großschiffahrtsweg Berlin- Stettin 3. Wasserstraße zwischen Oder und Weichsel sowie die Schiffahrtsstraße der Warthe von der Mündung der Nezze bis Posen 4. Schiffahrtsweg zwischen Schlesien und dem Oder- Spree- Kanal Ferner zur Beteiligung des Staats an: 5. der Verbesserung der Vorflut in der unteren Oder bis zu 6. der Verbesserung der Vorflut- und Schifffahrts- Verhältnisse in der unteren Havel bis zu 7. dem Ausbau der Spree bis zu 41 500 000 " 22 631 000 " 4 100.000 07 40 989 000 9 670 000 " " Als im Herbst 1897 Freiherr v. Berlepsch in einem langen Artikel ( Sociale Pragis" vom 25. November 1897) die Befreiung der erhob sich ein Sturm der Entrüstung nicht nur in socialdemokratischen Arbeiter- Berufsvereine vom§8 des preußischen Vereinsgefeges forderte, Blättern, sondern bis weit hinein in die liberalen Kreise. Und diese Entrüstung war berechtigt! Bereits am 27. Juni 1896 hatte nämlich der Reichskanzler und Breußische Ministerpräsident sein Versprechen verbindungtretens politischer Vereine) gegeben; die Ausführung dieses Versprechens wurde bekanntlich in der Form einer selbst für die Nationalliberalen unamnehmbaren Vereinsgesetz- Novelle versucht; die reaktionäre Mißgeburt wurde mit knappster Majorität am 24. Juli 1897 beseitigt. Wären damals die Berufsvereine der Arbeiter( nach Berlepschs Vorschlag) von der Wirkung des § 8 ausgeschlossen worden, so war es nicht unmöglich, daß wenigstens in gewissen Kreisen das Interesse abgeschwächt worden wäre, den Kanzler zur Erfüllung seines Versprechens zu zwingen. Der Berlepschsche Vorschlag mußte deshalb von allen wahren Freiheitsfreunden entrüstet zurückgewiesen werden. Und ähnlich liegen die Verhältnisse heute bei demi Rest des§ 8, wenn auch die Zuspitzung fehlt, die damals durch das Versprechen Hohenlohes gegeben war. Die neue Gesellschaft für sociale Reform, deren„ Seele" nach dem Ausdruck der" Soc. Praxis" eben Herr von Berlepsch ist, fordert schon durch die Formulierung des ersten Gegenstands ihrer Beratungen die ernste Kritik heraus. Graf Posadowsky hatte den erneuten socialdemokratischen Borstoß in nervöser Unruhe erdulden müssen. Seine Antwort 9 336 000 zeigte, daß die Widerstandskraft in ihm gebrochen ist. Wenn in den zusammen also 389 010 700 M. Härten der Politik persönliches Mitleid eine Stelle haben könnte, so Ueber den Kostenaufwand äußert sich die Begründung sehr günstig müßte man es nun empfinden mit dem Manne, der in den rauhen Der Staat hätte danach bei einem Zinsfuß von 3 Broz. und einer Klassenkämpfen dieses Zeitalters der Diktatur der kapitalistischen Tilgung von 1/2 Proz. nach vollständiger Fertigstellung aller Anlagen Bourgeoisie nicht entrimmen könnte, selbst wenn er es wollte. Graf jährlich 13,6 Millionen Mark aufzubringen, von denen indessen Wer schläft? Das Wochenblatt der freisinnigen Wasserpolitiker, Posadowsky wich jeder Auskunft über seine persönliche Beteiligung 4,1 Millionen Mark von den Interessenten im Falle mangelnder Marine Enthusiasten und Hohenzollernschwärmer, die durch Unteram 12 000 Mart- Bittgang aus und gab damit alles zu, was über Einnahmen zuzuschießen sind. Die Jahresleistung des Staats stützung der jeweilig regierenden Liebhabereien sich das Wohlwollen feine Schuld behauptet worden ist. Und über all die Vorkommnisse, würde also ohne Berücksichtigung etwaiger Einnahmen jährlich der Maßgebenden zu erkaufen suchen, die" Nation", ist über den die sonst aus dem Verhältnis Centralverband- Regierung durch Herrn 9,5 Millionen Mark betragen, zu denen noch Unterhaltungs- agrarischen Abfall" ihres Lieblings Bülow in starke Erregung geraten. Sie spürt die empfindliche Blamage und sucht nun Bued ausgeplaudert worden waren, gab er die erstaunliche Er- tosten von 0,4 Millionen Mark träten, so daß insgesamt flärung ab, daß er entweder nichts davon wisse oder 9,9 Millionen Mart erforderlich wären. Die finanzielle Belastung andre Leute zum Sturm gegen die agrarische Handelspolitik anzunicht dafür verantwortlich zu machen sei. Ueber des Staats werde sich jedoch voraussichtlich beträchtlich günstiger In der„ Nation" macht Herr Barth die seltsame Entdeckung, die von Bueck gerühmte Vorbereitung der Handelsverträge in gestalten, weil die unmittelbar Beteiligten einen Teil der Kosten daß die Socialdemokratie schlafe und wider die Junker nicht genugsam den Räumen und auf Kosten des Centralverbands- tann Graf auf sich zu nehmen verpflichtet sein werden, weil die Einnahmen ankämpfe. Der schlafende socialdemokratische Brutus solle Schulter treiben. " an Schulter mit dem Freisinnshelden der„ Nation" wider die Brotwucherer zu Felde ziehen. " stück auf dem Instanzenwege hierher und an die Oeffentlichkeit.| welchem binnen furzem 1200 Minen Angestellte nach dem Bis zum Beweise des Gegenteils werden die Hunnenbriefe" des Rand zurückkehren sollen, um die Minen zu bewachen, unter Wir freuen uns über dieses Angebot todesmutiger Waffen- Vorwärts" daher als bestellte Arbeit zu gelten haben." der Bedingung, daß sie in das Eisenbahn- Pionierbrüderschaft, wollen uns aber im übrigen damit begnügen, einige Wir vermerken mit Genugthuung, daß die Berl. Neuest. Nachr." Regiment oder in das Rand- Rifles Corps einSäße aus einem Artikel der freisinnigen Volts- Beitung" endlich einmal unsre Entrüftung über die Summenbriefe teilen. gereibt werden. Sie sollen überall im Raud Dienst thun. über den schlafenden Brutus, wiederzugeben. Das Blatt vermag Hoffentlich werden sie dieses Eingeständnis fünftig nicht ableugnen; Ob die Minen- Angestellten ein besonders fampflustiges Schutzcorps ,, nicht recht einzusehen, worin der Vorwurf begründet ist, daß die wir haben nämlich grade hinsichtlich des erwähnten Briefs dafür abgeben würden, muß sehr bezweifelt werden. In Ermangelung Socialdemokratie sich in der Bekämpfung der Getreidezoll- Erhöhung gesorgt, daß das Original als Beweisstüd uns zur Verfügung bleibt. regulärer Truppen preßt man eben alles zum Waffentragen, was Yau gezeigt habe. Massenproteste in Boltsversammlungen haben Die Berl. Neuest. Nachr." sind auffallend unvorsichtig. man auftreiben kann. Die geplante Maßregel beweist aufs neue die allerdings im Hinblick auf die Erneuerung der Handels- Die Vermutung, daß wir unsre Agenten als Zeugen des Kriegs große Sorge um die Minen. verträge noch nicht stattgefunden; dazu ist immer noch nach China gesandt haben, ist von uns schon früher bestätigt worden. Die Zahl der Boerengefangenen Beit; allein um fo systematischer und konfequenter hat Wir haben, wie wir bereits ebenfalls eingestanden, unsre Schlauheit soll sich nach einer englischen Meldung aus Kapstadt insgesamt auf die gesamte socialdemokratische Preffe in selbst so weit getrieben, daß wir sie mit photographischen 15 182 Mann belaufen. Man wird diese Zahl aber nicht ohne weiteres Deutschland auf die Gemeingefährlichkeit einer Apparaten ausgestattet haben. So dumm freilich, das muß auch von der Zahl der Boerenkämpfer in Abzug bringen dürfen, zumal zahlabermaligen Getreide zollerhöhung und auf die den das Kruppblatt einsehen, sind unsre Agenten nicht, daß fie Briefe reiche neue Briefe berichten, daß von den Engländern Personen, deutschen Arbeitern drohende Aushungerung durch eine verschärfte an die focialdemokratische Preffe adreffieren. Wenn also die schwerlich jemals das Mausergewehr gehandhabt haben würden, Liebesgabenpolitik jahraus jahrein hingewiesen." jemand wirklich einen mit erlogenen Einzelheiten angefüllten Hunnen nämlich hinfällige Greise und zehn und elfjährige Wenn der Abgeordnete Barth über Lauheit in der Verteidigung brief an ein socialdemokratisches Blatt geschickt haben sollte, so muß das Kinder, in die Gefangenschaft nach Ceylon geschafft worden sind. der Handelsverträge und über Flauheit in der Bekämpfung der jemand gewesen sein, der die Absicht verfolgte, daß sein Brief Diefe„ Gefangenen" haben die Zahl wahrscheinlich zu der gemeldeten Getreidezölle flagt, so hat er viel mehr Ursache, den ihm tonfisciert werde. politisch nahestehenden bürgerlichen Kreisen eine Standrede zu Von wem mögen übrigens die zahlreichen, von den Kreis- beträchtlichen Höhe anschwellen lassen. halten. Sat nicht bereines der Handelsvertragsverein es blättern" veröffentlichten Hunnenbriefe bestellt sein? Summenbriefe beſtellt ſein? fe befte fieber bie Ausland. gegen eine ausdrücklich Getreidezölle auszusprechen? Ift nicht in der Plenarversammlung des Deutschen Handelstags nur mit Ach und Krach eine winzige Majorität gegen die Erhöhung der Getreidezölle zu stande gekommen? Und was für ein Bild bietet selbst nach der Bülowschen Erklärung im preußischen Abgeordnetenhause die liberale Breffe? Mit Gewalt bemühen sich verschiedene liberale Breßorgane, aus der Rede gerade das nicht herauszuhören, was das Markantefte in ihr war: daß die Getreidezölle erhöht werden sollen. Wo ist der Sturm des Widerstands gegen diese Ankündigung in der liberalen Bresse?... Es ist, als ob man dem geliebten Bülow, an dessen Verherrlichung man sich in gewissen freifinnigen Kreisen nicht schnell genug gewöhnen zu können schien, von den Lobeshymnen, mit denen man ihn angesungen vergl. die Krüger- Affaire auch in Zukunft teine Note vorenthalten möchte. Muß dieser frei fiunige„ Eiertanz" in seiner fläglichen Kraftlosigkeit dem Abgeordneten Barth nicht viel ärgere Bedenken einflößen als die vermeintliche Passivität der Socialdemokratie?" Es muß nach alledem leider konstatiert werden, daß die Schlafmüßigkeit weniger da ist, wo fie Herr Dr. Barth sucht, als da, wo er sie nicht sucht und wo sie in reichlichem Maße vorhanden ist: bei dem freifinnigen Bürgertum. Und hier liegt noch etwas mehr vor als Schlafmügigkeit. Hier handelt es sich um eine politische Unaufrichtigkeit: Es ist eine bewußte Täuschung des Volts, wenn man es auch jetzt noch glauben machen will, die Gefahr einer Getreidezoll Erhöhung sei nicht deutlich erkennbar." Die Ausfuhr nach den Vereinigten Staaten. Die Agrarier sehnen sich bekanntlich nach einem fröhlichen 8olltrieg mit Amerita. Welche Verwüstungen ein solcher Zollfrieg im deutschen Wirtschaftsleben anrichten würde, das lehrt eine Statistik, die der amerikanische Generalkonsul in Berlin der Deutschen Exportzeitung" zur Verfügung gestellt hat. Aus der Statistik geht die große Zunahme des deutschen Exports nach Amerika hervor, sie ist nach Konsulatsbezirken geordnet und giebt die Werte in Dollar: 1899 1 578 903,94 6 688 882,68 2069 1,66,57 1164 498,34 1 880 016,87 4 590 029,06 1 020 931,52 13 551 180,85 1900 2 088 974,54 6 667 356,10 2 867 183,50 1 873 740,64 1 571 946,16 5 620 942,88 948 465,93 15 117 096,89 1041 781,30 5 582 724,78 10 200 529,57 1 172 606,24 5 063 519,65 6 649 155,61 1 566 034,41 2 596 299,69 3 788 144,83 5 882 598,85 993.976,33 936 310.44 Summa 51 154 820,96 61 948 617,16 Zu- oder Abnahme +460 070,60 t 43 473,47 +298 016,93 +108 242,30 +191 929,29 +1 030 918,82 36 465,54 +1 565 916,04 130 824,94 +519 205,13 +3 351 378,96 +1 030 265,28 +2 094 454,02 t 67 665,89 Toor Deftreich- Ungarn. er die Zahl der Kapholländer macht die Rhein. Westf. 8tg." folgende Angaben: " In Südafrika leben rund 680 000 Boeren( sowie 40 000 Holländer und Deutsche), dagegen höchstens 150 000 Engländer, und was im Die Sprachenfrage. Es wird in Wien versichert, Die Sprachenfrage. Es wird in Wien versichert, daß die besonderen das Kapland betrifft, so giebt es dort neben 300 000 Boeren Thronrebe, mit welcher am 30. Januar der Reichsrat ur 70 000 Engländer. Diese Zahlen stellen die Gefahr, die für eröffnet werden wird, einen Baffus enthält, der ausdrücklich England aus einem allgemeinen Aufstand der Kapkolonie droht, erst die Regelung der Sprachenfrage als in die Stompeins rechte Licht." tenz des Reichsrats fallend, bezeichnet. Gleichzeitig Man sieht, in welche furchtbare Situation England gebracht soll auch erklärt werden, daß die Sprachenfrage nur auf werden würde, wenn die Masse diefer holländischen Bewohner sich Basis der Gleichberechtigung gelöst werden könne. zu einem ernstlichen Unabhängigkeitstampf erheben würde. Wie start die auf eine Loslösung von England hinarbeitenden Elemente in der Kapkolonie sind, geht daraus hervor, daß auf dem Afrikandertongreß die Delegierten behaupteten, 120 000 Stimmen zu vertreten. 4090 Das Wahlergebnis, das wir in unsrer gestrigen Nummer mitteilten, bedarf einer kleinen Storrektur. Es sind nicht 10, sondern 9 Socialdemokraten gewählt worden und zwar wurde erobert in Böhmen 1 Mandat( Reichenberg), in Mähren 2( Olmüz und Schöneberg), in Schlesien 2, in Galizien 1( Krakau) und in Nieder- Oestreich 3( Wien 2 und Wien- Neustadt 1). Ferner zählte die Socialdemokratie feither nicht 15, sondern 14 Reichsrats. Abgeordnete. Die Zahl 15 ergiebt sich nur dann, wenn man dend Anhänger Stojalowstis, der bei der focialdemokratischen Frattion hospitierte, mitzählt.Frankreich. Die Abschaffung eines Mindestmaßes für die Militär tauglichkeit ist von dem Kriegsminister André verfügt worden. Bisher betrug das Minimalmaß 154 Centimeter. Künftig foll nur die allgemeine Stonstitution für die Tauglichkeit zum Militärdienst berücksichtigt werden. Der vom Kriegsminister vorbereitete Gefeßentwurf, nach welchem die Seminaristen fünftig ihr Dienstjahr aus fchließlich im Sanitätsdienst abfolvieren sollen, wird in parlamentarischen Kreisen lebhaft erörtert. Es heißt, daß die äußerste Linke mit dem Gesetzentwurf sehr unzufrieden sei, weil sie in demselben ein Zugeständnis an die Stlerifalen erblice. Edho de Paris" meint, das Ministerium habe sich zu dieser Maßnahme zweifellos nur entschlossen, um sich mit dem Papst zu versöhnen und einen endgültigen Bruch mit dem Vatikan zu vermeiden. Figaro" schreibt, der Gesezentwurf beweise nur, daß der Kriegsminister durch aus nicht jener fanatische Freimaurer sei, als welchen die Nationalisten ihn hinstellen wollen.Serbien. 1966 - Arnsberg Berlin Bremen Breslau Braunschweig Chemnitz Glauchau Hamburg Hannover Leipzig Magdeburg Plauen Stettin Zittau Die Zunahme betrug also für den einen GeneralkonsulatsBezirk Berlin im Jahre 1900 gegen das Vorjahr 10 793 796,10 Dollar oder 45 333 943,62 M. Der Generalkonjut schäst unter Hinzurechnung der beiden andren amerikanischen Generalkonsulats- Bezirke in Deutschland die Zunahme des deutschen Exports nach den Vereinigten Staaten im Jahre 1900 gegen das Vorjahr auf rund Villenkolonie Dahlem. Im neuen preußischen Etat find 9 Millionen ausgeworfen zu Straßen- und Kanalanlagen auf dem Gebiet der Domäne Dahlem zwischen Steglitz- Lichterfelde und dem Sofia, 12. Januar. Blättermeldungen zufolge haben der Minister Grunewald. Wenn wir auch an den Entschluß der Staatsregierung, der öffentlichen Arbeiten Tontichen und der Handels- und Ackerbaudie 530 Hektar große Domäne nicht an die Terrainspetulanten aus Minister Titorow dem Ministerpräsidenten ihren Austritt aus dem zuliefern, nicht so überschwengliche Hoffnungen tnüpfen können, wie Stabinett angezeigt. die Bodenreformer, so haben wir doch nie verhehlt, daß Amerika. dieser Entschluß unsren Wünschen entgegenkommt. AllerZur Philippinenfrage. Der Senat hat einen Antrag an dings gehen unsre Wünsche erheblichweiter. Daß die genommen, welcher verlangt, daß die Vereinigten Staaten die Staatsbehörden auf δας bodenreformerische System der Militärmacht auf den Philippinen nur anwenden sollen zur 100 Millionen Mark. Reichstag. ( Schluß aus der 1. Beilage.) ex of bol Abg. Dr. Wiemer( frs. Vp.): outdo Der Streit um die Person des Grafen Posadowskh erscheint mir weniger wichtig, als die Besprechung unsrer socialpolitischen Aufgaben, unsomehr, als nach der Erklärung des Reichstanzlers die Person der Staatssekretäre ganz zurücktreten foll. In de den diesmaligen Berichten der Fabrilinspektoren ist die Frage der Frauenarbeit ausführlich behandelt worden. Erfreulich ist, daß keinerlei sittliche Schäden derselben festgestellt sind. Ueber die Verkürzung der Arbeitszeit der verheirateten Frauen werden wir noch bei Gelegenheit eines Antrags der Socialdemokraten- eingehend sprechen. Die weiblichen Fabrikinspektoren haben sich durchaus bewährt. Man wird nur für eine genügende Vorbildung dieser weiblichen Fabrikinspektoren sorgen müssen. Gegen die gewerbliche Arbeit der Kinder muß unbedingt durch Gesez vorgegangen werden. Der Weg der Verordnung ist hier nicht gangbar. Die Erklärung des Grafen Posadowsky über die Abänderung des Krankenversicherungs- Gefeges ist erfreulich. Vor allem wird aber dafür gesorgt werden müssen, daß die freien Hilfskaffen in der in Aussicht gestellten Novelle nicht in ihrer Thätigkeit eingeschränkt werden. Gerade durch ihre Selbstverwaltung wirken bie freien Hilfstassen in erziehlichem Sinne auf die Arbeiter ein.( Sehr richtig! links.) Die Thronrede, mit welcher der König die Stuptschina er öffnete, erwähnt zunächst die Heirat des Königs, mit welcher Auch die Regelung der Arbeitszeit der in Gaft- und Schankderselbe sein Lebensglück begründet habe. Dann spricht die Thron wirtschaften beschäftigten Personen hat die Kommission für Arbeiterstatistik beschäftigt. Wünschenswert wäre hier Einführung eines rede in warmen Worten den Dank aus für die lebernahme Ruhetags in jeder Woche, sowie Einbeziehung der Hausdiener der Trauzeugenschaft durch den Kaiser von Rußint den Gastwirtschaften unter den Schuß, welcher den I and, welcher dadurch den Beweis geliefert habe, daß die BlutsAuch wird es sich verwandtschaft zwischen seinem Volfe und dem serbischen für übrigen Angestellten dort gewährt wird. alle Zeiten ein verlägliches Interpfand für die Zukunft empfehlen, dieſe Materie nicht durch Verordnungen zu regeln, fondern Serbiens bilde, stellt mit Befriedigung die freundschaftlichen denkt man ebenfalls an eine Regelung der Arbeitszeit und wünscht den Seichstag dabei zu befragen. In der Binnenschiffahrt den Reichstag dabei zu befragen. Beziehungen Serbiens zu allen Staaten fest, namentlich zu dem denkt man ebenfalls an eine Regelung der Arbeitszeit und wünscht eine sechsstündige Mindestruhezeit. Ein vollständiges Verbot benachbarten Oestreich- llugarn und zu dem Türkischen Reiche und verurteilt ferner mit scharfen Worten das Walten der Verwendung von Phosphor bei der Herstellung von Zündder vorigen Regierung, welche das Land der Anarchie nahehölzern scheint mir nicht angebracht. Ein solches Verbot hat volksgebracht habe. Der König sei überzeugt, die heutige Regierung wirtschaftliche Nachteile, und die schädlichen Wirkungen des Phosphors fönnen auch paralyfiert werden, wenn man in genügender werde, zumal da Milan endgültig und für immer das Land vers laffen habe, Serbien einer besseren Zukunft entgegenführen. Die Weise fanitäre Vorkehrungen zum Schuß der Arbeiter trifft. Thronrede spendet dem Voranschlag für 1901 großes Lob, mit welchem in Lübeck eingehen. Der Reichstag hat sich bekanntlich dahin ausIch muß mun noch auf das Verbot des Streifpostenstehens die Bahn ernster und bedentender Ersparnisse betreten und endlich die Herstellung des Gleichgewichts im Staatshaushalt ermöglicht stehe, und Staatssekretär Nieberding erklärte, daß die Gerichte über gesprochen, daß die Lübecker Verordnung im Gegensatz zum Reichsrecht die Rechtsgültigkeit der Lübecker Senatsverordnung zu entscheiden Bulgarien. gericht haben die Lübecker Verordnung für rechtsungültig erklärt. Der haben würden. Das Brandenburger und Hanseatische Oberlandes Lübecker Senat hat sich aber demgegenüber auf einen Standpunkt gestellt, gegen den wir entschieden protestieren müssen. Er hat erklärt, daß das Verbot des Streitpostenſtehens auf der allgemeinen Polizeihoheit des Senats beruhe. Das Reich kann es sich nicht gefallen laffen, daß in dieser Weise seine Geseze durch die PolizeiWir hoheit der Bundesstaaten illusorisch gemacht werden. sehen ja auch, daß in Preußen mit der Bestrafung des eingehen werden, halten wir für ziemlich gewiß. Weit wichtiger Regierung aufgefordert wird, die Führer der Filippinos der socialpolitischen Gesetzgebung vorgenommen werden soll. zu ersuchen, nach den Vereinigten Staaten zu kommen, um Vor allem wird aber die socialpolitische Thätigkeit des Reichs erscheint uns, daß ein erheblicher Teil der neuen Kolonie, anstatt ihre Ansprüche und wünsche mündlich zum Ausbeeinträchtigt durch seine eigne Wirtschaftspolitik. Was nüßen alle mit Villen, mit Arbeiterwohnungen im Stile der brud zu bringen. werde. steigenden Erbpacht für den Grund und Boden nicht wiederherstellung berordnung, und in welchem die ontrattbruchs ländlicher Arbeiter eine Rüdwärts- Nevidierung Bremer Eins und 8 wei Familienwohnungen Die Führer der Filippinos werden sich zu einem Besuch bebaut und allein unter diefer Bedingung der Bebauung freigegeben Ameritas wahrscheinlich erst dann verstehen, wenn Amerika durch die wird. Wir nehmen an, daß die Staatsregierung sich klar ist über die Burückziehung seiner Truppen den Beweis für die Notwendigkeit, das zu erschließende Terrain durch eine neue Vorort- ernste Abficht liefert, einen annehmbaren Frieden abzuschließen. bahn, etwa im Anschluß an die Strede Charlottenburg- Wannsee mit der Stadtbahn in Verbindung zu bringen. Wenn das geschieht, würde sich die Domäne Dahlem zu Arbeiterwohnungen vortrefflich eignen. Wenn im Interesse der Landhausbebauung Polizeivorschriften erlassen Bei Piquetberg T focialpolitischen Maßnahmen, wenn die Mißstimmung im Volke genährt wird durch die geplante Erhöhung der Lebensmittelpreise. Ich fürchte, daß die verkehrte Wirtschaftspolitik der Regierung, die der Socialdemokratie allein Wasser auf die Mühlen gießt, auch im neuen Jahrhundert sich nicht ändern wird.( Beifall links.) asd On Abg. Wurm( Soc.): am2 6 Der heutigen kapitalistischen Gesellschaft wird es überhaupt außer Der Boeren- Krieg. ordentlich schwer, auch nur etwas für die Arbeiter zu thun. Die Lage in der Kapkolonie ist im großen und In den maßgebenden Unternehmerkreisen ist eben die Anschauung werden, so sollte der preußische Staat auf seinem eignen Besiz mit ganzen unverändert. Zu neuen ernsthaften Zusammenstößen ist verbreitet, daß man mit den Arbeitern machen kann, was man wolle. gutem Beispiel vorangehen, um einen wesentlichen Teil des Bodens es nicht gekommen. Die englischen Streitkräfte sind zu schwach, um und wir haben ja auch gejehen, wie eng die Regierung Die Socialpolitit für Familienhäuser nach dem Bremer Bauplan festzulegen. In irgend eine Offenfivoperation von großem Belang vorzunehmen und mit diesen Unternehmerkreisen liiert ist. wird Bremen wohnt bekanntlich der überwiegende Teil der Arbeiter die Boeren haben zunächst noch genug damit zu thun, die holländischen des Anwachsens der Unzufriedenheit der Arbeiter unire Partei nur wirklich eine Förderung erhalten, wenn infolge bevölkerung in fleinen Häusern für eine oder zwei Familien. Ein Kapkolonisten zum Anschluß zu bewegen. stärker und stärker wird. Wenn jetzt internationale Verbände zum solches Einfamilienhaus tostet in Bremen etwa 4000 m. Arbeiterschuß gegründet werden, so geschieht das doch nur, weil die Fortsetzung des Hypothekenkrachs? Wie die„ Morgenpost" stehen die Vorposten der feindlichen Abteilungen einander gegenüber. Socialdemokratie da ist. Wenn der Herr Staatssekretär heute einen mitteilt, ist die Bommeriche hypotheten bant, Hofbank beendigt. Die Befestigungswerke find mit den von den Kriegs- Arbeiterfoalitionen, so stehen diese Behauptungen doch in schreiendem Die Verteidigungsarbeiten von Kapstadt find Vortrag gehalten hat über die naturnotwendige Entwicklung der der Kaiserin, in diesem Jahre außer stande Dividenden zu zahlen. fchiffen gelandeten ichweren Geschügen in Ver- Widerspruch zu seinem ganzen bisherigen Verhalten gegenüber diesen Im Vorjahre hat sie 7 Proz. ausgezahlt. Die Ursache tann nur darin liegen, daß die Bant ebenfalls, wie die Sandenbanten, not- teidigungszustand gefeßt. Man befürchtet teinen Auf Arbeiterorganisationen. Das Rundschreiben in Preußen, das den leidende Hypotheken befigt, für die keine Binsen eingehen. Man wird it and, außer für den Fall, daß es den Boeren gelingen Gewerbe- Aufsichtsbeamten verbietet, mit Arbeiterfoalitionen in Verja wohl bald näheres hören. follte, die englischen Stellungen zu nehmen. bindung zu treten, ist ja von Herrn v. Berlepsch erlassen worden. Also völlig sicher fühlt man sich in Kapstadt doch nicht. Wenn aber Graf Posadowsky so zu den Arbeiterfoalitionen Socialdemokratische China- Freiwillige." Die„ Berliner De Wet steht, wie er heute ausgeführt hat, so hätte er längst dafür sorgen Neuesten Nachrichten" erkennen an, daß der von uns neulich an leitender Stelle veröffentlichte Hunnenbrief ein Zeugnis der scham- befindet sich tatsächlich in der Rapkolonie. Seine müssen, daß dieser Erlaß aus Preußen verschwindet. Dieser preußische Tofesten Roheit des Briefschreibers fein würde und in der That Streitmacht foll sich zersplittert" haben. Sie wird sich freilich zur Erlaß war ein geheimes Aftenstück, das uns ein günstiger Wind zugeweht hat. Den Geheimerlaß von Sachsen haben wir noch diese Greuel die schlimmsten Verbrechen überbieten. Aber das Blatt geeigneten Zeit und am geeigneten Ort ebenso rasch wieder zu nicht, aber daß er da ist, schließe ich aus einer Aeußerung fügt hinzu: Nach einer Meldung aus Murraysberg " Daß der Vorwärts" den Verfasser nicht nennt, ist für uns haben sich neuerdings wieder Kaptolonisten den Boeren an eines Gewerbe- Aufsichtsbeamten aus Leipzig. Auf eine Aufforderung, an der Versammlung einer Arbeiterorganisation ein Beweis, daß es sich ebenso wie in früheren Fällen um eine geschlossen. Oberst Glenfell berichtet über den unfreundlichen teilzunehmen, antwortete dieser, er fage für die freundliche Einfocialdemokratische Erfindung, d. h. um die Leistung focial Empfang feitens der Einwohner von Murraysberg. demokratischer Agenten handelt, die sich auf Veranlassung der royalistischen Farmer, welches dort ausgehoben wird, önnen. Es ist wohl klar, daß er damit hat fagen wollen, er Aus Dordrecht wird gemeldet, daß das Corps der ladung seinen besten Dank, bedaure aber, nicht teilnehmen zu Partet bei den späteren Aussendungen zur Einstellung gemeldet mit den Boeren in der Gegend von Woodhouse ein Ge- würde gern teilnehmen, aber er dürfe es nicht.( Sehr wahr! bei haben. Beweis dafür ist die Thatsache, daß ein in China amtlich fecht hatte, in welchem es zurüd geschlagen wurde. mit Beschlag belegter Brief an cin socialdemokratisches Blatt am Rhein über den betreffenden Truppenteil und dessen Zum Schutz der Nandminen fammenziehen. Offiziere Mitteilungen enthielt, die Wort für Wort Lüge und haben nach einer Kapstädter Meldung die Minentammer und Gemeinheit waren. Hoffentlich gelangt das beschlagnahnite Schrift die militärischen Behörden einen Modus vereinbart, nach den Socialdem.). Wie vorteilhaft ein folches Zusammenwirken der Gewerbe- Aufsichtsbeamten und der Arbeiter ist, ersehen wir aus den Berichten aus Bayern und Württemberg. Die dortigen Beamten haben sich durch ihr Verhalten das Vertrauen der Arbeiter gewonnen, während die Aufsichtsbeamten in Preußen dies Vertraucz nur zum fleinen Teil, in Sachsen überhaupt nicht genießen.. In weiblichen Fabritinfpettoren anlangt, so muß ab-|( Saarbrüden) von 1000 m. im Jahre 1894 anf 1117 M. im Jahre 1899. Sachsen ist die ganze Gewerbe- Aufsicht in der That überhaupt gewartet werden, wie sich die bisherigen Einrichtungen bewährt nichts andres als ein Schutz der Unternehmer und nicht der haben. ni Arbeiter.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Hierauf wird ein Vertagungsantrag angenommen. Persönlich bemerkt Abg. Fischer- Berlin( Soc.): Die Leistungen der Arbeiter stiegen von 216,7 Tonnen im Jahre 1894 auf 236 Tonnen im Jahre 1899. Danach betrug der Wert der Leistung eines Arbeiters 1909,12 M. im Jahre 1894 und 2442,60 M. im Jahre 1899. Das bedeutet, daß der Wert der Jahresleistung eines Manns um 333,48 M. oder 22,2 Proz. gestiegen ist, während fein Lohn nur um 117 M. oder 11,7 Proz. stieg. 1898 ..... 9,53 m. 1899 Bezeichnend ist folgender Vorgang: In einer Tertilarbeiters Bersammlung in gwidau waren verschiedene Mißstände in einer Fabrik zur Sprache gebracht worden. Als nun der Aufsichtsbeamte in Graf Bofadowsky hat aus meinen Worten den Angriff herausdie Fabrik tam, ließ er die betreffenden Arbeiter, deren Namen er fich Mit den Angaben für 1899 laffen sich die für 1898 von einigen gelesen, als ob ich ihn persönlich verantwortlich machen wollte für besorgt hatte, in das Fabrikcomptoir kommen und befragte sie hier ben Zusammenbruch der Spielhagen- Banken. Wenn der Herr Staats- Werken auch vergleichen in Beziehung auf Selbstkosten und Gewinn. in Gegenwart des Chefs über die Beschwerden. Der Aufsichts- sekretär das Stenogramm meiner Rede nachlieft, wird er finden, daß betrugen nämlich bei den Saarbrücker Werfen für Steinkohlen beamte wurde also hier geradezu zum Denunzianten. Dem Wunsche der Arbeiter, nur mit ihnen allein zu verhandeln, entsprach nach Sinn und Wortlaut desselben ein derartiger Vorwurf darin berechnet auf die Tonne: nicht zu finden ist. Ich vergebe mir nichts, wenn ich ausdrücklich er nicht, und das Resultat war, daß ein Arbeiter, der zwanzig erkläre, daß es mir nicht einfallen konnte, eine solche wider 10,35 m, Jahre in der der Fabrik beschäftigt gewesen war, 4,44,46,6% d. Preises 4,54, 43,8% d. Preises. fofort finnige Behauptung aufzustellen. Auch Hert Nöside- Zöhne 2,97= 28,8% entlassen wurde.( Hört, hört! bei den Socialdemokraten.) Dessau hat aus meinen Worten herausgehört, Sachsen ist ein industriell hochentwickeltes Land und so haben auch nicht habe sagen wollen. In meiner Aeußerung über die Flottenmeinen Worten herausgehört, was ich sonst Unkosten 2,70= 28,3% Gewinn. 2,39 die sächsischen Arbeiter ein Recht zu verlangen, daß die Gewerbe- professoren habe ich nur darauf hinweisen wollen, wie gerade die Dieselbe Zusammenstellung läßt sich für die schlesischen SteinAufsicht in ihrem Lande nicht hinter der aller übrigen Staaten Erklärung des Herrn Bued dazu führt, daß nun auch solche Anhänger tohlenwerte des preußischen Fiskus machen, nur mit dem Unterschiede, nachhinkt. Welcher Geist der Brutalität heute noch vielfach der Agitation für die Flotte, die aus wirklicher Begeisterung daran daß hier die Löhne nicht aus den Selbstkosten ausgeschieden sind. teilnahmen, kompromittiert erscheinen. Dies ergiebt folgendes: blaut Preis ... 1898 " " 25,1% " " Preis..... 6,47 M. Gelbfitoften 4,04= 62,5%" Gewinn... 2,43 37,5% " 1 2,84 27,4% 1899 7,06 M. 4,87 " 〃 61,9%" 2,69 38,1% Diese Vergleichung zeigt, daß der Gewinnanteil des fiskalischen Unternehmers an der Produktion von 1898 au 1899 gestiegen ist, Unternehmers an der Produktion von 1898 zu 1899 gestiegen ist, und zwar im Saarbrücker wie im schlesischen Bezirke, sie zeigt ferner, daß er im schlesischen Bezirke ganz bedeutend höher ist, wie im Saarbrückener, was sich ja auch mit der Thatsache deckt, daß die absoluten Löhne in den schlesischen Revieren ganz wesentlich Herr Röside sollte nicht einen einzelnen Satz aus meiner Rede niedriger sind, wie in Saarbrüden. Die Zusammenstellung bestätigt herausreißen, ohne den Sinn des Ganzen zu berücksichtigen; im aber ferner die von uns erst in Nr. 9 des„ Vorwärts" aufgestellte übrigen hat es auch deutsche Professoren gegeben, die fich haben be- Behauptung, daß der Anteil der Arbeitslöhne am Produktionszahlen lassen, ich erinnere nur an den Professor Levy v. Halle. ertrage im Steinkohlenbergbau bei uns vermutlich geringer Nächste Sigung: Montag 1 Uhr( Fortsetzung der zweiten Etats- fei beratung, Reichsamt des Innern). sdsplads Schluß 6 Uhr. 10 bei den Unternehmern herrscht, beweist der Bericht eines Beamten aus Württemberg. Dieser verlangt, daß wenn er mit den Arbeitern spräche, kein Vertreter des Chefs im Fabriksaal anwesend Abg. Röficke- Dessau( wildlib.): sed sein solle, aber er berichtet, daß die Arbeiter auch mißtrauisch waren, Ich gebe zu, daß der Herr Abg. Fischer nicht ausdrücklich gefagt wenn sie mit ihm ganz allein waren. Und sie hatten dazu ein hat, die Profefforen hätten sich als bezahlte Agitatoren erwiesen. Er Recht, denn es war vorgekommen, daß der Fabrikant denjenigen hat aber die Frage gestellt: Sind etwa auch die Professoren bezahlt Arbeitern, die sich zu Denunziantendiensten hergaben, Prämien worden? In einer solchen Fragestellung liegt für mich die Infierteilt hatte.( Hört! Hört! bei den Socialdemokraten.) Wenn nuation, als ob es überhaupt für möglich erachtet würde, daß unsre solche Verhältnisse vorliegen, dann darf man sich nicht wundern, deutschen Professoren sich zu derartigen Agitationen gegen Bezahlung daß die Sprechstunden der Inspektoren von den Arbeitern so wenig hergeben könnten. djalin siz besucht werden.( Rufe rechts: Das ist doch Schuld der Arbeiter!) nition Abg. Fischer- Berlin( Soc.): Leien Sie doch die Berichte und Sie werden erfahren, warum die Arbeiter nicht zur Sprechstunde gehen. Wird nämlich irgend ein Mißstand aufgedeckt, so erfolgen Maß regelungen von Arbeitern und zwar stets von gewerkschaftlich organisierten Arbeitern. Es ist notwendig, daß der Berlepichiche Erlaß wie in Belgien. In den staatlichen Musteranstalten nicht nur nicht aufgehoben wird, sondern daß den Beamten direkt Preußens ist sogar der Profitanteil sehr wesentlich höher anbefohlen wird, sich mit den Arbeiterorganisationen in Verbindung und der Lohnanteil sehr wesentlich geringer wie bei der Gesamtheit zu sehen. In Hessen werden fogar Arbeiter zur Mitarbeit der belgischen Kohlenwerke. Während dort der Lohnanteil in den in das Ministerium für die öffentlichen Arbeiten berufen. Jahren 1892 bis 1899 zwischen 58,3 Proz. und 53,8 Proz. schwankt, Die Verbindung mit den Gewerkschaften ist viel befferunt Parlamentarisches. beträgt er in den besprochenen preußischen Werken noch nicht 47 Broz. als die bon einigen Seiten gewünschten Arbeiterausschüsse. Auch die Versuche, den Arbeitern Vertrauenspersonen aufzuoftrovieren. Wahlbezirke. Die freisinuigen Parteien des Abgeordneten- und wird in Oberschlesien wahrscheinlich unter 40 Broz. herunterDer Profitanteil aber übersteigt den höchsten belgischen gebe man auf. Die Arbeiter haben nur zu den von ihnen selbst hauses haben folgenden Antrag eingebracht: Die Staatsregierung gehen. das Doppelte. Der preußische Fistus hat also von zu ersuchen, eine Abänderung des Gesetzes vom 27. Juni 1860, Steigerung der Kohlenpreise einen erflecklichen Vorbetreffend die e st stellung der Wahlbezirte für das Haus der der Abgeordneten, und des Gesetzes vom 17. Wiai 1867 entsprechend feit und wenn auch die Löhne mit gestiegen find, so entfällt den in den letzten 40 Jahren eingetretenen Verschiebungen der Be- doch der Hauptanteil an der Preissteigerung auf den Unternehmervölkerung in die Wege zu leiten. dd 1919 gewählten Vertrauenspersonen Vertrauen. Es wird in Zukunft not wendig sein, Aerzte mehr wie bisher zur Gewerbe- Aufsicht heranzuziehen. Bis jetzt ist das nur in Baden. Selbstverständliche Vor ausſezung dafür ist, daß diese Aerzte ganz unabhängig von den Fabrikanten find. Ich tenne einen Fall, wo der Fabritarzt gleichzeitig Aktionär der Fabrik ist. bun to 2564 of datid d Partei- Machrichten. Dadurch habe das gewinn. In diesem Zusammenhang sei auch noch die Thatsache mitgeteilt, daß bei der gesamten Steinkohlenproduktion Heber das Register ist bereits gesprochen worden, off กา ด้ des Deutschen Reichs der Wert der Förderung auf den es erschwert die Durchficht des Berichts ganz ungeheuerlich. Kopf des Arbeiters betrug: 1897: 1930,3 m. 1898: 1985,6 m. und So macht man ein Register, wenn man die Kenntnisnahme verhindern will. Man zeigt hier das gelobte Land von der Ferne. Fürth fand die Haltung der in der dortigen Gemeindevertretung Auf dem Parteitage der bayrischen Socialdemokratie in 1899: 2085,3 Mr. Die Großeinkaufs" Siehst Du", sagt man, das steht darin, aber Du kannst es nur fißenden Genossen zur Frage der indirekten Steuern eine teilweise Gesellschaft deutscher Konsumvereine hat es in die Hand genommen, Organisation des Kohleneinkaufs. erfahren, wenn Du erſt 40 Jahre durch die Wüste gegangen bist." terfe Stritit. Jest befaßte fich damit eine Partei( Große Heiterfeit.) Unfre Kritik hat sicher dazu beigetragen, daß sich manches ge- die Tage vor der legten Gemeindewahl barlegte und die tote Sie ist jetzt in der Lage, Kohlen des Rheinisch- westfälischen Kohlenversammlung in Fürth, in der Magistratsrat Genoffe 3i a für die Konsumvereine den Kohleneinfauf im großen zu organisieren. beffert hat. In Süddeutschland sind die Arbeiter mit der Gewerbeshudikats nach allen Gegenden zu liefern, wo diese Marken in Frage Aufsicht zufrieden. In Gotha hat die Gewerkschaft dem Gewerbe- wendigkeit des mit der Volkspartei geschlossenen Kompromisses tommen. Ferner sind für schlesische Kohlen und für Kohlen aus den Aufsichtsbeamten Dr. v. Schwarz ausdrücklich den Dank für Unieben ber jocialbemotratlichen Partei nicht gelitten. Ohne dieſes ſächſiſchen Revieren sehr wertvolle Berbindungen angenschland ge feine unparteiische Amtsführung ausgesprochen. Freilich Dr. Kompromiß wäre die Abschaffung des Schulgelds, der Bürgerrechts- fiefert werden, ferner böhmische Braunkohlen, sowohl Waffers als dem Pilsener Revier können Steinkohlen nach Süddeutschland v. Schwarz ist gegangen, weil er zu arbeiterfreundlich 300 gebühren und andres nicht erreicht worden. Auf die auf dem war und wiederholt mit den Unternehmern in Kolliſsion gearteitage geübte Kritik eingehend, führte der Medner aus, die Be- Bahnverladung für Nord-, Mittel und Süddeutschland, sächsische-, tommen ist. braunschweiger und laufizer Braunkohlen und Braunkohlen- Briquetts Wenn einmal ein Unternehmer erwischt wird ,, wird er mit einer so feitigung der indirekten Steuern sei nicht hals oder Kopf zu lächerlichen Strafe belegt, daß diefe wie eine Prämie auf Gefeßes- ftelligen, 35 Proz. indirekte Steuern ließen sich nicht von heute auf und Coaks. Auch für englische und schottische Kohlen hat die Gesellübertretungen wirkt. Die Unternehmer verdienen an den Gesekes- morgen in direkte umwandeln. Daß in Fürth Fehler gemacht worden schaft die günstigsten Abschlüsse gemacht. übertretungen hundertfach, was ihnen die gerichtlichen Strafen kosten. feien, bestritt Redner nicht, doch verwahrte er sich gegen den Vorwurf In einem Urteil wird die Milde der Strafe damit begründet, weil des Principienverrats. Die socialdemokratischen Vertreter seien Be bes zugänglig und nehmen gern Vorschläge an, wie fie die jest, d. h. im Jahre 1898, das Publikum mit den Bestimmungen Intereffen ihrer Wähler besser vertreten tönnten. Diefen aus des Gesezes noch nicht recht vertraut fei. Die gesetzlichen Be- Interessen stimmungen, um die es sich hier handelt, sind in der Gewerbe- Novelle führungen folgte eine lebhafte Diskussion, Beschliffe wurden jedoch bon 1891 enthalten.( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Ueber die nicht gefaßt. bewerk Spruchpragis unfrer Gerichte haben sich die Arbeiter häufig Totculifte der Partei. In Luckenwalde starb der Partei zu beschweren. Das Kammergericht z. B. hat ein Urteil gefällt, das entgenosse Eugen Bartsch im Alter von 48 Jahren an der gegen den Ansichten und Absichten des Reichstags den Arbeiter für Proletarierkrankheit. So lange sein Gesundheitszustand es zuließ, bogelfrei erklärt, wenn er von dem Unternehmer durch geheime Stenn hat er sich stets mit größtem Eifer in den Dienst der Arbeiterfache zeichen gebrandmarkt wird. Das Kammergericht hat nämlich gestellt. Die Borlei verliert in ihm einen tüchtigen Mitlämpfer, ausgesprochen, daß nur positive Kennzeichen verboten dessen Andenken sie stets in Ehren halten wird. find, aber nicht negative. Wenn sich also Arbeitgeber med sid verabreden, den Namen jedes streifenden Arbeiters zu unterstreichen, Gewerkschaftliches. Konferenz der in Konsumvereinen beschäftigten Lagerhalter und Lagerhalterinnen der Provinz Brandenburg. Der Ruf nach Verbesserung unsrer oft nicht beneidenswerten Lage hat sich in einer ganzen Reihe von Städten unsrer Provinz, in denen Konjumvereine egiftieren, bemerkbar gemacht, so daß es endlich einmal Zeit wird, sich zur That zu ermannen. Wie in allen andren Berufen, so findet man auch hier bei uns teilweise unwürdige Behandlung, äußerst lange Arbeitszeit, minimale Bezahlung. Ausnutzung der Familienangehörigen usw. Allen diesen Mißständen fann sehr leicht abgeholfen werden durch gegenseitigen Zusammenschluß aller, d. h. durch Organisation. Bisher ist wenig so dürfen sie das nicht; wenn sie aber alle andren Namen unter- Aus der Frauenbewegung. geschehen, ein fleiner Kreis von Kollegen versuchte von Berlin aus streichen, diejenigen streifender Arbeiter aber nicht unterstreichen, so die Kollegen aufzurütteln, bisher nur mit wenigen Erfolgen. Man ist ihnen das erlaubt.( hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Die Genosfinnen des Kreises Teltow- Charlottenburg, dazu trifft leider sehr oft noch den guten Glauben an, daß man, da unsre Der gesunde Menschenverstand steht hier wieder einmal still vor gehörig Wilmersdorf, Schöneberg, Rigdorf. Tempelhof n. a., werden Arbeitgeber ja doch in den allermeisten Fällen ebenso wie wir dieser hohen richterlichen Weisheit.( Sehr gut! bei den Social- auf die Montag, den 14. Jannar, abends 81/2 lbr. in Schöneberg, Arbeitnehmer find, sich nicht zu organisieren brauche. demokraten.) Schloßbrauerei, Hauptstr. 112, tagende Parteiversammlung aufmerkiam Wie falsch dieses öfter ist, beweisen leider zu häufig die beDer§ 606 des Bürgerlichen Gefeßbuchs, der den Arbeitern den gemacht. Neben andren Parteiangelegenheiten wird auch die Wahl stehenden Zustände. Lohn zuspricht, wenn er aus persönlichen Gründen ein paar Tage einer weiblichen Kreisvertrauensperion vorgenommen laut des auf Arbeit versäumen muß, wird von den Unternehmern durch Vertrag der Mainzer Frauenfonferenz gefaßten Regulativs. Zahlreicher Besuch aufgehoben. Im Centralverband hat sich der Generalsekretär der Frauen des Kreises ist daher notwendig. Dr. Bäumler in herabwürdigendster Weise über die GewerbeAufsichtsbeamten geäußert, die auf diese Bestimmung des Bürger- gigants lichen Gesetzbuchs hinweisen. ehalt vad som Noch ein Wort über die Pensionskasse des internationalen Kanonenkönigs Krupp, unsres großen Patrioten. Auch wenn ein Arbeiter zehn Jahre in seinem Betriebe beschäftigt war, verliert er alle Aufprüche aus der Pensionskasse, sobald er entlassen wird. Wir müssen auf dem Wege der Gesetzgebung solchem Mißbrauch ein Ende machen. Aehnlich liegt es bei der Struppschen Krankenkasse. Zum Schluß mache ich den Herrn Staatssekretär auf die Dents schrift über die Gefahren, denen die Steinarbeiter ausgesezt sind, aufmerksam. Sie beruht zum Teil auf den Er hebungen der Organisation der Steinarbeiter, zum Teil auf den Er hebungen eines Berliner Arztes, des Dr. Sommerfeld, der den Gegenstand rein vom Standpunkt be und des Sociales. Die preußischen Berg, Hütten- und Salinenbetriebe machen fortgeiegt glänzende Geschäfte. Die dem Abgeordnetenhause zu gegangenen Nachrichten über die Verwaltung dieser Staatswerke für das Etatsjahr 1899 geben eine Uebersicht über die Ueberschüsse, die dabei in den letzten 10 Jahren gemacht wurden. Sie stellen sich folgendermaßen: von einem Arbeiter Das ist leberschuß Ueberschüsse Mart Belegschaft 1890: 1891: 24 464 388 17 112 635 56 475 57.939 Mart 433 dxite 295 1892: 13 829 664 57 307 241 15 084 125 55 322 273 1894: 15 024 915 57.009 263 1895: 1896: 1897 1898: 19 440 106 23 084 868 58 942 330 26 672 539 1899: 30 053 466 37 261 782 62 106 64 217 66 796 69 863 Durch Beschluß der letzten Zusammenkunft der Lagerhalter Berlins und Umgegend findet am Sonntag, den 20. Januar, nach= mittags 2 1hr, im Gewerkschaftshause, Engelufer 15, Saal 8, eine Stonferenz der Lagerhalter der Provinz Brandenburg mit folgender Tagesordnung statt: 1. Die Lage der in Konsumvereinen beschäftigten Lagerhalter und Lagerhalterinnen der Provinz Brandenburg. Referent: Kollege E. Toft- Berlin. 2. Mankoberedning. Referent: Kollege H. Kratsch- Brandenburg. 3. Anträge. 4. Berschiedenes. Kollegen! Jeder, der es ernst mit der Verbesserung seiner Lage meint, muß erscheinen. Keiner darf fehlen, darum rüttelt alle Jidifferenten auf und erscheint alle Mann für Mann. J. A.: Ernst Tost, Rixdorf, Ziethenstr. 31. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Berlin und Umgegend. Der Verein der Tischler Berlins und Umgegend( Bertrauensmänner- Centralisation) hält aus Anlaß der jetzigen Vortommniffe jeden Abend von 7-9 Uhr bei Franke, Ballifaden= straße 9, seine Bureaustunden ab und werden die Kollegen ersucht, sich in jeder Beziehung dorthin zu bemühen. Ferner ist der am 372 bai 30. Dezember gefaßte Beschluß, die Unterschrift in die Kontrollbücher zu verweigert, hochzuhalten und werden die Kollegen zu unsrer weiteren Stellungnahme auf die im Annoncenteil befindliche Verfammlungsanzeige hingewiesen. 415 450 533 handelt, aber in manchen Forderungen noch weiter geht als die Organisation. Die Steinarbeiter gehören zu den unglücklichsten 1893: aller deutschen Arbeiter. Sie haben eine vierfach höhere Sterblichkeit, als der Arbeiter sonst, und die Sterblichkeit ist unter ihnen am größten im kräftigsten Mannesalter von 25-45 Jahren. 86 Proz. sterben an Erkrankungen der Atmungsorgane, 55 Proz., darunter au der Tuberkuloje. Vor allem haben sie eine viel zu lange Arbeitszeit die Accordarbeit wirft verhängnisvoll für fie. Hoffentlich werden wir in der dritten Lesung ers Allgemeines Interesse beanspruchen bei der gegenwärtig so atuten fahren, ob der Bundesrat sofort eine Verordnung zum Kohlenfrage die Angaben über die Ergebnisse der Sohlenwerte. Schuß der Steinarbeiter erlassen will. Es gilt so rasch als möglich Eine auf die Kohlenwerfe allein beschränkte Bergleichung der eben Menschenleben zu retten.( Bravo! bei den Socialdemokraten.) Die gegebenen Art ist freilich nicht darin zu finden und auch die sonstigen nicht von uns einberufen ist. Socialreform im ganzen verträgt keine Schonzeit, es muß rasch uns intereffierenden Zahlen sind nicht für alle Kohlenwerte zusammen und gründlich vorgegangen werden. Der Bundesrat muß sich ent- gefaßt. Toch sind in den Einzelberichten für verschiedene Werke Anschließen, ein Reichs- Arbeitsamt zu schaffen, um der Socialreform gaben vorhanden, die in vieler Beziehung der Beachtung wert sind. einen neuen Aufschwung zu geben.( Bravo! bei den Socialdemo- So ist für die Steinkohlenwerte Saarbrüden eine Tabelle der Preise für die letzten neun Jahre gegeben. Danach wurden durchschnittlich für eine Tonnte Steinkohlen erzielt: o apmensida toixatalog od 1891.10,30 M. 9,78" traten.) Sächsischer Bundesbevollmächtigter Geheimrat Dr. Fischer: Der Herr Vorredner hat besonders die sächsische Fabritinspektion in augud natten 1892.. V 1893 1894 8,94 8,81 " 1895 8,90 " 1896 1897 8,94" 9,28" d301898 9.53" 1899 10.35 110 Achtung, Maurer! Die Mitglieder des Centralverbands der Maurer werden darauf aufmerksam gemacht, daß die zu heute angezeigte Bersammlung der Maurer im Grand Hotel Alexanderplatz Der Centralverband der Maurer. R. Banser. Achtung, Brauerei Arbeiter! Wir machen nochmals unsre Kollegen auf die heute, mittags von 12 bis 2 Uhr in Kellers Philharmonie, Stöpenickerstr. 96/97, stattfindende Wahl zum Kuratorium des Arbeitsnachweises aufmerksam. Unfre Kandidaten find: a) Brauer: 1. Wilh. Richter; 2. Ab. Sehber. Ersatzmänner: Flor, Tröger, Georg Wirt, Xaver Gigler, Ludw. Hodapp. b) Silfsarbeiter: 1. Herm. Carl; 2. Wilh. Jordan. Ersagmänner: Georg Fürstenow, Herm. Fuge, Wilhelm Schubert, Friz Jrendrinski. zu verunglimpfen gesucht. Von einer Verordnung, die den fächsischen Gewerbe Inspektoren verböte, mit den Arbeitern in Verbindung zu treten, ist mir nichts bekannt. Gäbe es eine solche, so hätte auch sie ohne Zweifel schon ein günstiger Wind den Socialdemokraten zugeweht.( Lachen bei den Socialdemokraten.) Ich muß mir veriagen, mein Urteil über das Verhalten der Beamten in den einzelnen Fällen, bevor ich nicht in der Lage gewefen bin, den andren Teil zu hören, abzugeben. Beim Durch Seit 1894 also eine fortgesette Steigerung der Kohlenpreise, bie lesen der Berichte bin ich aber zu dem Schluß gekommen, 1899 fchon den Stand von 1891 überschritten haben. Vom Beginn der daß in Sachsen die Gewerbe- Aufsicht sowohl hinsichtlich ihrer Steigerung an, also von 1894 an, ist auch eine Bergleichung der Organisation als auf hinsichtlich ihrer Thätigkeit den Vergleich mit Leistungen und der Löhne der Arbeiter mit den Preisen möglich. Nach ungesunde und gefahrvolle Arbeit des Eishauens bisher nur 30 Pf. der Inspektion in den andren Staaten aushält. Was die Frage der diesen Angaben stiegen die Löhne im Durchschnitt sämtlicher Arbeiter pro Stunde. Sie forderten 85 Pf. und legten, als ihnen dies nicht Bum Schluß bemerken wir noch, daß die Wahl in einem gesperrten Lokal stattfindet, doch hatten wir auf die Wahl des Lokals teinen Einfluß. Die Agitationstommission. R. Schüler. Fr. Preuß. Die Arbeiter der Norddeutschen Eiswerke erhielten für die gewährt wurde, die Arbeit nieder. Nach kurzer Dauer des Streits| Blätter übereinstimmend melden mußten, daß die Kohlenförderung bewilligte die Direktion. in den böhmischen Distritten durchweg normal gewesen sei. Auf den Eiswerken Seebad in Reinickendorf( Inhaber Süß) befinden sich 150 Arbeiter im Ausstand. Die Differenzen entstanden wegen der rigorosen Behandlung der Arbeiter und wegen der Entlassung eines Arbeiters, der hiergegen protestiert hatte. Diese Maßregelung gab den Anlaß zur Arbeitsniederlegung sämtlicher Arbeiter und spielen ferner Lohndifferenzen eine Rolle bei der Arbeitseinstellung. Deutsches Reich. Die Steinarbeiter haben unter dem Titel: Die Berufsgefahren der Steinarbeiter" eine Denkschrift herausgegeben, in welcher die Berufsgefahren, Krankheiten 2c. der Steinarbeiter erörtert find. Die Deutschrift, die von Rich. Calwer ausgearbeitet ist, foll dem Bundesrat überwiesen werden. Am 15. Januar wird der Verband der Steinarbeiter eine Arbeitslosenzählung vornehmen. " " " In der Metallwarenfabrik von Otto Seiffart in Altenburg haben soeben über 100 Mann die Arbeit niedergelegt. Da die erwächst der Berliner Firma auch in Berlin Arbeiter sucht, Arbeiterschaft die Pflicht, ganz besonders für Abhaltung des Zuzugs von Metallarbeitern nach Altenburg zu sorgen. Der Gewerkverein chriftlicher Bergarbeiter zählte am Schluß des verflossenen Jahres 28 985 Mitglieder; der Zuwachs an Mitgliedern betrug 985; die übergroße Mehrzahl der Mitglieder, nämlich 26 663, gehören dem Ruhrkohlengebiet an. d Ausland. Eine Streifverficherung hat der Bund östreichischer Industrieller gegründet. Diese bezweckt, dem Industriellen den effektiven Schaden, den er durch den Streit gehabt hat, zu erfeßen. Der Geschäftsbetrieb foll aufgenommen werden, sobald 500 Mitglieder mit einer angenommenen Lohnsumme von 50 Mill. Kronen ihren Beitritt erklärt haben. Chun erklärte, er fei fein offizieller Vertreter des Hofs, aber er wisse, daß sein Bruder gesonnen sei, nach Beling zurückzukehren. China erklärte weiter, die in Frage stehende Angelegenheit müsse auch vom chinesischen Gesichtspunkte aus betrachtet werden, doch schienen das die Fremden nicht zu thun. Chun erhebe Einwände gegen die ver langten beständigen Gesandschaftswachen und wolle diese nur als eine zeitweilige Maßregel zuDie Boyers Lassen, weil sie nicht notwendig seien. Die sei eine rein patriotische Bewegung.. bewegung fei übrigen Nationen hätten viele Jahrhunderte Handelsprivilegien ers beten und seien, nachdem sie diese erlangt hätten, durch den infolgedessen erzielten Gewinn reich geworden. Sie hätten China unvorteilhafte Verträge aufgezwungen unter der Drohung, im Weigerungsfall die besten Teile des Lands wegzunehmen. Das chinesische Volk sei nach und nach durch den Verlust von Weihaiwei, Port Arthurund andrer Gebiete in Aufregung verfegt worden. Bei allen orientalischen Völkern könnten ähnliche Aufstände von Zeit zu Zeit vorkommen. Die Chinesen hätten nichts schlimmeres gethan als die Franzosen während der großent Revolution. Die Chinesen seien das friedlichste Volk der Erde, ähnliche Wirren, wie die letzten würden wahrscheinlich Jahrhunderte lang nicht wiederkehren. Chun sagte schließlich, er glaube, daß der Kaiser den Fremden freundlich gesinnt sei, die Kaiserin habe teine unbeschränkte Macht, wenn sie auch natürlicherweise einflußreich sei. Wenn Kaiser wangsü in der That dieselben Anschauungen hegt wie sein Bruder, so dürfte seine am Schluß erwähnte freund liche Haltung gegen die Mächte nicht allzu inbrünstig sein. Auch würde er danach nicht minder einem bedingungslosen Friedensschluß widerstreben, wie seine kaiserliche Mutter. Einspruch des Hofs gegen die Note. 1190 Der ,, unbegrenzte Personenkreis". Die Revision Schiwids gegen seine Verurteilung vom Beuthener Landgericht wegen Stollet tierens scheiterte im wesentlichen, nach dem uns vorliegenden Urteil, Ans Leeds( England) wird uns berichtet, daß die Musiker an der Fest stellung der Vorinstanz, daß Schiwick die Berg- und Hüttenarbeiterzeitung" an Abonnenten, an einen, unbegrenzten des dortigen Eirtus fich mit ihrem Kapellmeister geeinigt haben. Bersonenkreis, verteilte. Diese Feststellung" ist indes, wie so manche Derselbe hat ihre Forderungen bewilligt und die 11 Musiker, welche gerichtliche Feststellung, nicht Wahrheit, sondern Irrtum. Schiwick gekündigt hatten, bleiben nun in ihren Stellungen; den vier Blashat mit Abonnenten der Berg- und Hüttenarbeiterzeitung" willigen, welche sich der Bewegung nicht angeschlossen hatten, ist keine nichts zu thun, sondern nur mit Mitgliedern des Berg- Gehaltserhöhung zugebilligt worden. Die Arbeiterschaft von Leeds und Hüttenarbeiter Verbands, die das Organ dieses Wer hat die Musiker in bester Weise unterstützt, indem sie einen Druck bands, die Berg- und Hüttenarbeiterzeitung" gratis gratis ins auf die Direktion ausübte. Haus geliefert erhalten und deren Anzahl jederzeit völlig genau Die dänische Gewerkschaftsbewegung im Jahre 1900. angegeben werden kann, deren Kreis also sehr wohl begrenzt ist. Im vergangenen Jahre haben 37 Organisationen mit insgesamt Schiwick hat also thatsächlich innerhalb eines genau begrenzten 72 291 Mitgliedern Lohnbewegungen durchzumachen gehabt. An den Personenkreises tollektiert, und hätte nicht bestraft werden können, Lohnbewegungen waren 23 930 oder 33 Proz. der Mitgliederzahl direkt wenn nicht das Beuthener Landgericht die gekennzeichnete Fest beteiligt. Für 17734 wurden günstige Resultate durch VerEine in New York eingetroffene Depesche aus Peking vom stellung gemacht hätte. Diese Feststellung" über Schiwids handlungen zwischen den Arbeiter- und Unternehmerorganisationen erThätigkeit hat diesem Zeitungsboten auch zu einer andren Strafe hielt, während 6196 die Arbeit niederlegen mußten oder von ihren 10. Januar besagt: Tiching erhielt ein Telegramm vom verholfen, zu einer Strafe dafür, daß er feinen felbst Arbeitgebern ausgesperrt wurden. Bei diesen Ausständen errangen taiserlichen of, in welchem gegen den Artikel 2 der ständigen Gewerbebetrieb" und sein„ Geschäftslotal" nicht 5331 Arbeiter direkte Vorteile. Dagegen mußten 840 Note Enspruch erhoben wird, da hierin die Bestrafung ortspolizeilich gemeldet hat. Unfres Wiffens ist Sch. unter den die Arbeit wieder aufnehmen, ohne etwas erreicht zu haben, und einer größeren Anzahl von Personen verlangt wird, als die, welche in dem taiserlichen Defret vom legten September Hunderten von Beitungsboten des Bergarbeiter Verbands für 25 Arbeiter blieb der Kampf am Jahresschluß unentschieden. und unter den Laufenden andrer Zeitungsboten der ein In 39 Organisationen mit zusammen 13 260 Mitgliedern fanden erwähnt waren. Tiching erwiderte hierauf, daß die Note zige, der in seiner Beitungsboten- Thätigkeit ein anmeldepflichtiges im vergangenen Jahre teine Lohnbewegungen statt. zuerst unterzeichnet werden müsse und man später erst über die Gewerbe betreibt. Auch in diesem Fall war die Feststellung des Die Zahlen beweisen, daß das Jahr 1900 feineswegs ein Jahr einzelnen Punkte diskutieren könne, da die Gesandten sich weigern, Beuthener Landgerichts eine irrtümliche; sie kam zu stande durch ein des Stillstands für die Gewerkschaften gewesen ist, sondern daß die Einwänden Gehör zu schenken, bis sie eine definitive Antwort erZeugnis des Laurahütter Amtsvorstehers der von Schiwicks Bewegung im Gegenteil eine recht lebhafte gewesen ist und zu guten halten haben. t Thätigkeit nur eine unklare und unvollständige Kenntnis besaß. Ergebnissen geführt hat. Das zeigt sich auch darin, daß 27 Proz. Die Entschädigungsansprüche der Mächte. gegen deffen Beugnis aber die beantragte Bernehmung andrer der gesamten Mitglieder der Organisationen eine Die Daily Mail" giebt über die Entschädigungsansprüche an Zeugen, die Schiwids Beitungsboten Thätigkeit genau tenen mußten, Werbefferung ihrer Lohn- und Arbeitsbedin China folgende Mitteilungen: Die ganze Sumine soll ungefähr verweigert wurde. Nebenbei: Dieser Anitsvorsteher ist derselbe, der gungen erzielt haben. Der beste Beweis für die 2 Milliarden 400 Millionen Mark betragen; Deutschland wird uns Schiwicks Namen auf die Liste der Arbeitsscheuen segen ließ, obwohl Stärke der Fachverbände und für die Position, die sie gefähr 300 Millionen Mart beanspruchen, England 240 Millionen, Schiwick schon vorher vom Laurahütter Hüttenarzt zum Invaliden den Arbeitgebern gegenüber einnehmen, ist der Umstand, erklärt worden war, der völlig erwerbsunfähig sei. Schiwid darf daß in den meisten Fällen die günstigen Resultate ohne Frankreich 100 Millionen, Rußland 60 Millionen, Italien 24 Millionen und die Vereinigten Staaten 20 Millionen; ob Rußland indessen als„ Arbeitsscheuer" Gastwirtschaften nicht besuchen(), in denen Arbeitsniederlegung erzielt wurden, nur 7,2 Proz, ausständig überhaupt eine Entschädigung beanspruchen wird, scheint zweifelhaft. er mit den zu besuchenden Mitgliedern früher gelegentlich zusammen- wurden, und kaum 1 Proz. der Gesamtmitgliederzahl fein positives. Gegen eine fam und auch Anhänger anwarb. Sch. ist natürlich höchstens im Resultat erzielten. ,, amtlichen" Sinne ein Arbeitsscheuer, im gewöhnlich menschlichen ein ehrlicher, nüchterner und fleißiger Mann, dessen Thätigkeit dem Bergarbeiter- Verbande schon viel genügt hat, der aber auch verfolgt wird, wie wohl felten jemand. Im Reiche der„ Laura" herrscht ein strammes, allzustrammes Regiment; und doch gerade deshalb geht dort der Verband vorwärts. B Besonders ist es der Dänische Arbeitsmanns- Verband", der die größte Wirksamkeit entfaltet hat. Nicht weniger als 11 268 seiner Mitglieder standen in Lohnbewegung, wovon 3647 streikten oder ausgesperrt waren. 10 858 haben Vorteile er reicht, während 410 die Arbeit wieder aufnehmen mußten, ohne etwas erzielt zu haben. Verlegung der diplomatischen Beratungen hat auch Japan bei der amerikanischen Regierung Be denken erheben lassen. Zu einer Konferenz außerhalb Chinas würden chinesische Staatsmänner zu berufen sein, die gerade gegenwärtig in Auch würde für die Beratungen China unabkömmlich seien. einer solchen Konferenz eine Kenntnis der chinesischen Verhältnisse, An neuen Organisationen wurden gebildet: die der Kaffee- wie fie die in Beting beglaubigten Vertreter der Mächte besäßen, fortierer, der Comptoirboten und Hausdiener und der Theater- nicht zu entbehren sein. Die Abberufung Congers. Arbeiter. Die Organisation der Eisenbahnfunktionäre hat sich im ni Laufe des Jahrs sehr stark entwickelt und die Näherinnen haben soll nach einer Pariser Meldung aus Beking bevorstehen. am Schluffe des Jahrs eine große Agitation für ihren Fachverein entfaltet. Gerichts- Beitung. Der Gesandte habe sich dadurch den Unwillen der amerikanischen Regierung zugezogen, weil er auf eigne Faust seine Zustimmung zur Aufnahme des Worts unwiderruflich" in die Kollektivnote gab. Gegen diesen von deutscher Seite verlangten Ausdruck, durch welchen den chinesischen Delegierten die Möglichkeit des Verbergens hinter irgendwelche andre Autorität benommen werden sollte, stimmten anfangs die Vertreter Rußlands, Frankreichs, Japans und der Ver einigten Staaten. Conger trat der Gruppe Deutschland, England, Oestreich und Italien bei. Man erwartet Congers Abberufung. Die ganze Darstellung flingt ziemlich unwahrscheinlich. Letzte Meldungen. Ein Schüler Pücklers. Die Maurer von Fürsten= walde bereiten eine Lohnbewegung vor; sehr begreiflich, daß die Unternehmer davon nicht sehr erbaut find. Kürzlich hielten nun die Maurer eine Versammlung ab; in dieser wurde an den Vorsitzenden ein Brief abgegeben- natürlich anonym, aber der Schreiber, ein Maurermeister, ist den Gesellen wohl bekannt. Der Brief lautet: An den Vorstand, der Patent- Maurerversammlung am Sonntag den 18. d. M. An die Tagediebe die sich Maurergesellen schimpfen. Tagediebe roht harige Hunde, Faulenzer möchtet Ihr nicht lieber gleich Rüftstricke mitbringen und Eure Meister darann aufhängen??? Ihr Lumpenhunde verdient? nein verdient nicht die Hälfte, was Ihr fordert und bekommt, Was haben denn Eure Meister hier erworben, gar nichts, die leben schlechter in Ihrer Familie, wie Ihr, denn Ihr freßt das Fett, die Meister sollen die Schulden freffen. Ihr seid die Wamphire der ganzen Menschlichen Gesellschaft, Umstürzler der Menschheit, das gemeinste Raubthier ist, unbewuſt der Thierischen Gefühle, gegen seine Mitgeschöpfe gefühlvoller wie Ihr, Zweibeinige hänen, gegen Eure Nebenmenschen. Aber Ihr, den chinesischen Hunden gleichwertige Während die Staatsb. 8tg." ganz entgegen den sonst beliebten Geschöpfe die Zeit wird kommen wo Ihr auf den Knien rutschend, Gepflogenheiten von einer Antlage verfchont blieb, wurden Frl. Platho Tekte Nachrichten und Depeschen. um Arbeit betteln wird, dann sollt Ihr Straßendrect fressen, wie in und Herr Arndt unter Antlage gestellt. Als Zeugen sind geladen: china die Hunde, Ihr für die der dreckigste Rinnstein, zu rein ist Oberstaatsanwalt Dr. Isenbiel, der sich dem Verfahren Wien, 12. Januar.( B. H.) Der offizielle, dem hiesigen Euch darinn liegen zu laffen, Bfui über solche Kreaturen, die leider als Nebentläger angeschlossen hat, der frühere Staatsanwaltschaftsrat Menschen ähnlich sehn, aber unter den stinkesten Thier registriren. Dr. Romen, Rechtsanwalt Dr. Werthauer, Frau Regierungs- Ministerium des Aeußern aus Konstantinopel zugegangene Bericht Bfui und lauter Bfui. rat v. Gräfe, der Untersuchungsrichter Landgerichtsrat v. Podewils, bestätigt, daß es sich um eine Einschleppung eines aus Kleinafien Boden und Best vernichte Euch, Kaltbrühe fresse Eure Leichen Schußmann Stierstädter, verwitwete Frau Sanitätsrat Pfeffer, stammenden, einmaligen Falls handelt. Der verstorbene Bootsmann denn für den Teufel seid Ihr zu schade. die Mutter der Zengin Pfeffer, der Verleger der Staatsb. 8tg." ist aus Belos in Kleinasien und wurde von dort in das Spital Die Errichtung eines Gewerbegerichts für die industrie- dem der Angeklagte Arndt seine Enthüllungen zuerst angeboten hatte, alle Vorsichtsmaßregeln getroffen sind, so daß ein weitrer fall nicht Die Errichtung eines Gewerbegerichts für die industrie- Herr W. Bruhn, der Redacteur des„ Vorwärts" Heinrich Wetter, nach Slutari gebracht. Nachdem von den dortigen Sanitätsbehörden reiche Stadt Reichenbach i. V. ist von der dortigen Arbeiterschaft schon wiederholt, aber vergeblich beantragt worden. Jetzt stellt das und der Bankier Friz Behrens, dessen Vernehmung eine geraume eintreten fann, sieht sich die hiesige Regierung nicht veranlaßt, beschon wiederholt, aber vergeblich beantragt worden. Jezt stellt das Zeit in Anspruch nehmen wird. In legter Stunde hat Rechtsanwalt fondre Vorsichtsmaßregeln zu ergreifen. Ministerium wieder einmal die Bedürfnisfrage; nicht aber den Ar- Dr. Hahn noch die Ladung des Landgerichts- Direttors Miller, Bukarest, 12. Januar.( W. T. B.) Einem neuerlichen Beschlußz beitern, sondern den Unternehmern, die sich gegen die Errichtung des Landgerichtsrats& ämpfe und des Fräulein Pfeffer be des Sanitätsrats zufolge wird für Provenienzen aus Stonſtantinopel sträuben, werden die Fragebogen vorgelegt. Diese enthalten antragt. Den Vorsiz im Gerichtshof führt Landgerichts- Direktor und Smyrna, sowie für alle andern etwa von der Pest inficierten folgende Fragen: Voigt, die Anklage vertritt Staatsanwaltsrat Dr. Eger. Da die Ortschaften der Türkei eine zwölftägige Quarantäne in Sulina a) Sind Sie für Errichtung eines Gewerbe- Schiedsgerichts? b) Aus welchen Gründen erklären Sie sich für Errichtung eines Verhandlung erst um die Mittagszeit beginnen soll, dürfte sie sich eingeführt. Die Leitung der Kriegsmarine hat dem Sanitätsamt bis zum Abend ausdehnen. in Sulina und Kontanga ein Stationsschiff zur Sicherung der AusGewerbe- Schiedsgerichts? führung dieser Maßnahmen zur Verfügung gestellt. Mit Rücksicht auf diese umfassenden Maßnahmen glaubt man nicht an die Gefahr einer Einschleppung der Pest. Das erste gerichtliche Nachspiel zum Prozeß Sternberg, welches morgen( Montag) die VII. Straffammer des Landgerichts beschäftigen soll, dürfte doch einen größeren Umfang annehmen, als ursprünglich angenommen wurde. Die Anklage richtet sich gegen Frl. Harriet Platho, Inhaberin des Bank- und Kommissionsgeschäfts von J. Platho, Unter den Linden, und den Kaufmann und Grundstücksmakler Hugo Arndt. Die Angeklagten haben sich wegen vers leumderischer Beleidigung des Oberstaatsanwalts Dr. Jsenbiel New York, 12. Januar.( W. T. B.) Nach einer von heute zu verantworten. Die Vorgänge, um welche es fich handelt, datierten Depesche aus Beling hat der Hof die chinesischen Bevoll dürften aus dem Sternberg- Prozeß noch frisch im Gedächtnis fein. ni 28. November brachte die„ Staatsbürger 3tg." die bekannten mächtigten angewiesen, die gemeinsame Note zu unterzeichnen. Enthüllungen zum Prozeß Sternberg." c) Im Fall der Verneinung der Frage: Aus welchen Gründen halten Sie die Errichtung eines Gewerbeschiedsgerichts für unthunlich? " " Versammlungen. be Die Pest. Zum Boerenkrieg. Bloemfontein, 12. Januar.( Meldung des Reuterschen Bureaus.) Die Mitglieder der hiesigen Friedenskommission, Fraser, Balmer, Theron und van Vieled, Mitglieder des früheren Raad, van Tonder, ein Mitglied der früheren Exekutive, und Adendorff haben einen Aufruf an die Burghers erlassen, ihr Bestes zu thun, um Kitcheners Anerbieten, das die Burghers bewegen soll sich zu ergeben, Verbreitung zu geben. Rigdorf. Der hiesige socialdemokratische Verein Vorwärts" Diese Fragen eriveden unwillkürlich den Eindruck, als wolle die Regierung nur von neuem die Bestätigung dafür sich verschaffen, hielt am 8. d. M. seine erste diesjährige Versammlung im Apollotheater ab. In derselben gab der bisherige Vorstand den Bericht daß für die Errichung eines Gewerbegerichts tein Bedürfnis vorhanden ist. Wir werden gewiß bald hören, daß die Regierung die über seine Thätigkeit. Nach dem Bericht zählt der Verein 758 MitBedürfnisfrage für Errichtung eines Gewerbegerichts verneint hat. glieder gegen 664 Mitglieder im Vorjahr. Im letzten Jahr hatte der Es wird höchste Beit, daß in dem Gesetz betr. die Gewerbegerichte Berein eine Kaffeneinnahme von 2812,85 M. Die ziemlich reichhaltige Bibliothek wurde rege benutzt. Nachdem die Mitglieder ihre Zu das Obligatorium vorgesehen wird. Auch für den Bezirk der Amtshauptmannschaft ſtimmung zu dem Bericht gegeben und der Vorsitzende das von der Leipzig ist die Errichtung eines Gewerbegerichts abgelehnt worden. Kreiskonferenz ausgearbeitete Statut für den„ Centralwahlverein für Kreis Teltow Beestow Storkow Charlottenburg" Kapstadt, 12. Januar.( Meldung des Neuterschen Bureaus.") Die Amtshauptmannschaft sieht kein Bedürfnis, da im Bezirk nur den gegeben dem hatte, beschlos die Versammlung Es macht sich hier ein fühlbarer Mangel an Berittenen geltend, für eine geringe Anzahl von Streitigkeiten anhängig gemacht worden seien. fannt genannten Centralwahlverein als Zweigverein beizutreten. Streifnachrichten und Preistreibereien. Vor einigen Tagen alsdann fand die Neuwahl des Vorstands statt. Gewählt wurden den ausreichende Dedung nicht vorhanden. Man erwartet mit tauchten überall in der bürgerlichen Breffe Nachrichten auf über an die Genoffen Rezerau zum ersten, Jäger zum zweiten Vorfißender, Spannung die Nachricht von der Abfahrt berittener Verstärkungen geblich beabsichtigte Streits im böhmischen Kohlenrevier. Die Müller zum Kassierer, Toft zum Schriftführer, Boges zum Beifizer. Die von England. St. Helena, 12. Januar.( Meldung des Reuter'schen Privatdepeschen" fündigten den Generalstreit" an, um Genossen Wurbs, Pause und Blietschau wurden zu Revisoren bestimmt. schließlich nach einigen Tagen berichten zu müssen, daß nichts an In die Lokalkommission wurden dann die Genossen Quitt, Kraft und Bureaus). Zweihundert gefangene Boeren sind heute hier eindem ist. In der That hätten es die böhmischen Kohlenbarone gern Reischod gewählt. Ein Antrag Henning, bis zu 100 m. für die Bibliothek getroffen. geschen, wenn ein wenig gestreift worden wäre; die Arbeiter durch zu bewilligen, fand Annahme. Auf Anregung des Genossen Rottweil, 12. Januar.( W. T. B.) In der hiesigen Bulver. schauten aber die guten Wünsche und thaten ihnen den Gefallen Dr. Silberstein sollen die Vereinsversammlungen von jetzt ab statt nicht. Einige Bergarbeiter Konferenzen, die in den Weihnachts- Dienstage am Mittwoch vor dem 15. jeden Monats stattfinden. fabrit explodierte heute vormittag ein Sessel mit Schießbaumwolle. feiertagen stattfanden, forderten die Bergarbeiter direkt auf, den Nach einigen, zu lebhafter Mitarbeit an der Sache des Proletariats Bier Arbeiter wurden schwer verletzt. Provokationen nicht zu folgen. Daß die Arbeiter nur den Zweden anregenden Worten des Vorsigenden und des Genossen Hoppe fand des Unternehmertums dienen sollten, zeigt sich jetzt ganz deutlich. die Bersammlung ihren Schluß.. Den Leipziger Neuesten Nachrichten" wird nämlich gemeldet, daß infolge der Streits in Böhmen eine abermalige Erhöhung der Kohlenpreise demnächst bevorstehe. Das Unternehmerblatt wird sich die Nachrichten sicher nicht aus den Fingern gesogen haben, man tann daher annehmen, daß die Kohlenbarone glauben, daß Publikum sei durch die gekennzeichneten Treibereien genügend vorbereitet, um eine abermalige Preistreiberei mit ziemlicher Gelassenheit aufzunehmen. D China. " Bordeaux, 12. Januar.( W. T. B.) Die Druderei des Blattes Le Nouvelliste" ist durch eine Fenersbrunst nahezu völlig zerstört worden. Durch eine dabei erfolgte Explosion find 9 Per jonen schwer verlegt. Madrid, 12. Januar.( W. T. B.) Ju der Stadt Mucientes ( Provinz Valladolid) wütet ein furchtbarer Brand, durch welchen die halbe Stadt bedroht ist. Zwei Personen sind umgekommen. Aus Valladolid ist Hilfe abgegangen. Der Bruder des Kaisers über den Boxeraufstand Prinz Chun, der Bruder Kwangjüs, zu dessen Ehrung bei Beting nach einer amerikanischen Nachricht eine Truppenschau der Invasionstruppen abgehalten worden war, soll nach Wir wollen aber demgegenüber zur besseren Kennzeichnung des der gleichen Quelle feine Meinung über den Boreraufstand in Kohlenwuchers noch darauf hinweisen, daß bisher alle bürgerlichen folgender Weise geäußert haben: Verantwortl. Redacteur: Paul John in Berlin, Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Belgrad, 12. Januar.( B. H.) Der Pfarrer Minisch ist vers haftet worden, weil er den Kreispräfetten Protitsch aus, Miodrag durch den Infanterie- Korporal Sudinaz hat ermorden lassen. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 11. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. 1 Uhr. Am Bundesratstische: Graf Posadowsky. Die zweite Etatsberatung wird beim Etat des Reichsamt des Junern( Fortdauernde Ausgaben, Titel Staatssekretär) fort gejezt. Abg. Fischer- Berlin( Soc.): bon Sonntag, 13. Januar 1901. Japan und Portugal hat sich derselbe Vorgang wiederholt. Die untersuchen. Hier liegen eine Reihe von Thatsachen vor, die das mehrere Tausend Mark betragenden Kosten für diese im Interesse Reichsamt des Junern schwer belasten und dringend der Aufklärung des Reichs geleisteten Arbeiten sind vom Centralverband und vom bedürfen. Es liegt uns ganz fern, den Grafen Posadowsky von 24. Sizung vom Sonnabend, den 12. Januar 1901, Handelstag als Interessentenvereinigungen getragen worden, ohne seinem Blaze zu bringen, Je länger er an seinem Plage bleibt, daß das irgendwie beanstandet worden wäre. Zu diesen Kosten desto lieber ist es uns, desto mehr liegt es im Interesse unsrer gehört auch die Herstellung einer Broschüre, die auf Wunsch Sache.( Lebhafter Beifall bei den Socialdemokraten.) des Reichsamts des Innern man höre, auf Wunsch des Staatssekretär Graf Posadowsky: Reichsamts des Innern( Bravo!)- genau so wie in dem jezigen Falle gejchrieben und in vielen Tausenden Ich habe mich nie danach gedrängt, auf dieser Stelle zu stehen. Exemplaren verbreitet wurde, um agitatorisch für den Handels- Das ist allgemein bekannt. Ich werde aber an dieser Stelle stehen, Ich muß noch einmal auf die 12 000 Mark- Affaire zurüd vertrag zu wirken." Weiter heißt es:„ Die vom Centralverband so lange ich das Vertrauen meines Monarchen befize( Bravo! rechts.), fommen, umfomehr, als der Staatssekretär im Reichsamt des Innern hergestellte große und denkwürdige Flottenkundgebung, die nicht so lange ich es für politisch nüglich erachte, und so lange ich über im Gegensatz zu dem Herrn Reichskanzler bei der letzten Erörterung unwesentlich beitrug, Stimmung für das Flottengesetz zu machen, die körperlichen und geistigen Kräfte verfüge, um derartigen dieser Angelegenheit im Reichstage diese nach unsrer Auffassung mag hier auch Erwähnung finden. Endlich weiß der Staatssekretär Angriffen stand zu halten( Bravo! rechts.). Ueber die Sache felbft mich zu äußern, habe ich keine Veranlassung. skandalöse und die Regierung im höchsten Grade kompro- es wohl am besten, wie großen Anteil der Centralverband an der mittierende Affaire Bildung des wirtschaftlichen Ausschusses hat, von dem bei den Vor- Ich lehne es ab. Ich habe die volle Verantwortung für die Sache übernommen. Deshalb scheidet jeder mir nachgeordneter Beamter febereitungen für die neuen Handelsverträge so große Aufgaben zu dabei aus. Wer die Vorlagen der Regierung hier vertritt, darüber Bräs. Graf Ballestrem: Herr Abgeordneter, der Ausdrud skandalös ist nicht zulässig für erfüllen find. eine Handlung der Verbündeten Regierungen und ihrer Organe. Er verstößt gegen die Ordnung des Hauses. Abg. Fischer Berlin( fortfahrend): 0 " Ich fant vers Innern feit langer Zeit bei den verschiedensten Gesetzesvorlagen Also Geld, Beamte, Broschüren, alles ist dem Reichsamt des zu entscheiden ist nicht Sache des Hauses, sondern der Regierung. Ein Zuhörer auf der Tribüne, der nie eine Zeitung ge Tefen und nie nach vorher hier gewesen ist, müßte seitens des Centralverbands zur Verfügung gestellt worden. Es fällt dent, was er Heute hier gehört hat, glauben, ich fei mir natürlich nicht ein, dem Herrn Staatssekretär daraus einen VorIch fagte, Graf Pojadowsky hat diese für die Regierung Höchst wurf zu machen, daß er Sachverständige und die Wünsche der In- der arbeiterfeindlichste Mann der ganzen Erde und im Reiche. kompromittierende Affaire als vollständig harmlos hingestellt," ja die duftrie gehört hat. Aber darin ist doch alle Welt einig, daß es der er meine Thätigkeit kennt und sich ein vorurteilsfreies und gerechtes Handlung bis zu einem gewissen Grade gelobt, indem er sie als Würde der Regierung im höchsten Make widerspricht, wenn Urteil bewahrt hai, wird zugestehen, daß dies nicht der Fall ist. Ausfluß einer gewiffen bureaukratischen Wengstlich die Kosten für solche Unternehmungen von denen getragen Auch darin ist man nicht gerecht, daß alles, was geschicht, keit hinstellte. Mit dieser Rechtfertigung des Bued- Briefs ist die werden, die den Profit davon haben.( Sehr wahr! bei den Soc.) mir persönlich zur Last gelegt wird. Es ist der alte Frruum, Zurückweisung, welche das Reichsamt des Junern seinerzeit durch Nur aus dieser unwürdigen Stellungnahme der Regierung das Reich fei ein Einheitsstaat, der dahinter steckt. Es ist aber ein den Herrn Reichskanzler erhielt, so gut wie aufgehoben und wir beraus ist es auch zu erklären, daß ein bezahlter Agitator, wie Herr föderatives Staatsgebilde. Ich habe nicht zu vertreten, was meine stchen nun ungefähr auf dem gleichen Punkte, wie bor Bueck, es sich herausnehmen kann, in dieser Weise von einem Ber- Auficht ist, sondern was die verbündeten Regierungen Einbringung unirer Juterpellation. Allerdings mit dem treter der Regierung zu sprechen und ihm Undankbarkeit und Treu- befchloffen haben. Ich habe auszuführen, wozu mich die verUnterschiede, daß sowohl für die Person des Grafen lofigkeit vorzuwerfen. Wie lehrreich ist auch das Geständnis, daß bündeten Regierungen gewonnen haben. Der Herr Abgeordnete hat Pojadowsky als auch was den fachlichen Inhalt der Inter- die Kosten für die großartigen Flottenkundgebungen vom an die Mitteilungen des Herrn Bued über Vorgänge beim Abpellation anlangt, die Dinge heute viel schlimmer stehen als damals. Centralverband bezahlt wurden, das heißt von den Leuten, die schluß des russischen Handelsvertrags erinnert. Damals handelte es fich nur um einen einzelnen Fall, der zu be- an der Annahme der Flottenvorlage toloffal intereffiert waren, sichern, daß mir diese Thatsachen vollkommen fremd find. weisen war, heute dagegen wissen wir durch die neuerlichen Er- weil durch diese den Herren Stumim und Krupp Millionen in( Hört! Hört! links). Ich habe mich bemüht, sie zu ermitteln, es ist klärungen des Herrn Bueck in der Presse, daß ein ganzes Bündel die Tasche fließen.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Damals mir nicht gelungen.( Hört! Hört!) Ich bin weit entfernt davon, Beweisstücke vorhanden sind, nach denen das Reichsamt des wurde es so hingestellt, als sei die Flottenbegeisterung die Folge die Wahrheit der Angaben des Herrn Bueck zu bestreiten, ich habe Junern seit Jahr und Tag in politischer und finanzieller einer plöglichen Erhebung der Boltsfeele aus einem langen Schlafe, nur in meinem Amt nichts erfahren. Abhängigkeit vom Centralverband der Industriellen steht. und mum hören wir ganz nüchtern und klar von Herrn Bueck, daß Krankenversicherung für unbedingt notivendig halte. Ich habe Ich habe hier oft genug erklärt, daß gerade ich die Reform der Der Herr Staatssekretär stellte bekanntlich eine solche systematische fie nichts weiter war, als ein ganz gewöhnlicher Barnum- hiermit nicht organisatorische Veränderungen gemeint; gewiß find Berbindung direkt in Abrede. Aber auch für den Herrn Staats- fchwindel.( Sehr gut! bei den Socialdemokraten.) sekretär persönlich liegen die Dinge heute viel schlimmer als damals. Bei der Interpellation felbst hüllte er sich ganz in Schweigen und auch die bekannte Rundreise des Herrn Staatsekretärs Tirpit, in meine guten Absichten werden mir wohl sämtliche Herren, die in Zen mir ein Mitglied des Hauses andre Absichten unterlegen will. später glaubte er allen Fragen, ob er der Urheber des welchem Lichte erscheint der Patriotismus der Flottenprofefforen. Meine guten Absichten werden mir wohl sämtliche Herren, die in Brie 3 sei, oder ob er nichts davon gewußt hätte, da Sind auch diese etwa je nach der Höhe ihres Patriotismus bezahlt der Kommission für Unfall- und Invalidenversicherung gewefen find, durch die Spige abbrechen zu können, daß daß er erklärte, worden? Wenn man weiter an die angeblichen tolosalen bezeugen. Der Herr Vorredner hat auch die Hypothekenbaufen erwähnt; das sei ganz gleichgültig, in jedem Fall übernehme er Bestechungsversuche der De Beers- Compagnie denkt, so nutß die Berantwortung, und niemals werde er sich durch die socialdemo- fedem, dem die Ehre des deutschen Namens heilig ist, ein Angst ich halte es für eine große Uebereilung, wenn man das, was bei kratischen Angriffe bestimmen lassen, die Uebernahme der Ver- gefühl überkommen.( Unruhe und zurufe rechts.) Gewiß, meine den einzelnen Banken passiert, generell auf alle andren Banken antwortung zu fcheuen. Nun, erstens war der Hinweis auf seine Herren,( nach rechts) auch wir sind besorgt um die Ehre des deutschen übertragen will. Das wäre unrichtig. Ich muß auch noch einmal Berantwortlichkeit nichts weniger als eine Entschuldigung und dann Namens, auch wir sind patriotisch, freilich nicht in dem Sinne, daß auf das Gesetz zum Schutz der Arbeitswilligen zurückfommen. gehört wirklich kein besonderer Mut dazu, von jener Stelle aus wir nur wie Sie die Interessen einer Klasse vertreten und mit Ich könnte Ihnen zahlreiche Verordnungen und Erlasse vorlegen, die gegen uns anzukämpfen. Dagegen gehört in der That Wut unfrem Patriotismus hausieren gehen.( Unruhe rechts, Bravo! ich in den letzten Tagen unterzeichnet habe, die im Gegensatz zu den Beschuldigungen des Herrn Vorredners einen verstärkten Schutz der dazu, vom Regierungstische aus die Interessen der arbeitenden bei den Socialdemokraten.) Arbeiter zum Ziel haben. Es scheint auch in der SocialKlassen zu verteidigen und die Arbeiter zu schützen gegen Die Thatsachen, die ich hier angeführt habe, genügen vollständig die fortgesetzten feigen und inhaltlosen Beschuldigungen für meine Behauptung, daß es der Centralverband ist, der die demokratie die Auffassung über das Gesetz sich etwas geändert zu. Hat doch der der vaterlandslosen Gesinnung.( Sehr wahr! bei den Socialdem.) Schuld an dem Mikstand der socialpolitischen Gesetzgebung haben, dafür habe ich einen klaren Beweis. Bon diesem Mut haben wir von jener Stelle allerdings erst einmal trägt. Wir erinnern nur an die Beschränkungen der freien Hilfs Vorwärts" gelegentlich der Bremerhavener Rede geschrieben: Wenn die Vertreter der Arbeiter im Reichstage nicht damals in eine Probe gehört, damals, als Graf Caprivi als Reichskanzler er- tassen, die als Schule und Pflanzstätte der Socialdemokratie beflärte, für ihn seien in diesem Hause alle Parteien national. Dafür zeichnet wurden. Man kann auch wohl heute schon den Gedanken aus ihrer Kurzsichtigkeit die Zuchthausvorlage abgelehnt hätten, so besäßen haben ihm ja dann auch die Herren Junker noch am offenen Grabe sprechen, daß die Gestaltung der Novelle zum Krankenversicherungs- ins Zuchthaus zu bringen."( Rufe bei den Socialdemokraten: jetzt deutsche Richter die Handhabe, die Arbeitgeber der Hafenarbeiter die Ehrung versagt. Solchen Mut aber, wie ihn der Herr Staats- Gesetz sich nach den Wünschen des Centralverbands richten wird. sekretär bewiesen zu haben behauptet, den kennt auch der Mameluck. In den amtlichen Fragebogen ist die specielle Frage aufgestellt, dieses Gesetz, was Sie früher bestritten haben, sich gegen Arbeit Fronte!) Gewiß ist es Ironie, aber Sie erkennen doch an, daß ( Sehr gut! bei den Socialdemokraten.) ob Wahrnehmungen gemacht worden seien, daß die Aemter im Als nun damals der Brief zuerst veröffentlicht wurde, glaubte Interesse der socialdemokratischen Partei mißbraucht seien. Also bloß geber und Arbeitnehmer gerichtet hat. Der Herr Vorredner hat man zunächst, Graf Pojadowsky sei zur Zeit der Absendung in Eng- gegen die eine Partei richtet man sich. Wir hoffen, daß wenn bei dann noch auf den von Herrn Bued veröffentlichten Satz hingewiesen, land gewesen und in der„ Berliner Korrespondenz" wurde Herr der Abänderung des Hypothekenbank- Gesezes der Staats- in welchem gejagt war, daß der Centralverband erheblichen Anteil b. Boedtke klipp und flar als der Schuldige bezeichnet. Danach sekretär Fragebogen ausarbeiten wird, dort auch die Frage figuriert, gebe zu, daß diese Behauptung Mißverständnissen unterworfen werden an der Bildung des wirtschaftlichen Ausschusses gehabt hat. Ich schien es, als habe Graf Posadowsky mit seiner Erklärung, es sei ob einzelne Bauliers fich besonders durch Verbindung mit Oberhof tonnte, aber es ist nichts andres darunter zu verstehen, daß die Reganz gleichgültig, ob er von dem Brief gewußt habe oder nicht, meistern und dem Hofe Borteile zu erringen suchen.( Heiterkeit.) Durch ritterlich die Dedung seines Beamten übernommen. Anders jah aber alle diese Vorgänge ist festgestellt, daß es die Interessenten find, die gierung auf Eingaben des Centralverbands hin schließlich in die Der die Sache aus, als die Frankf. 3tg." später folgende ihr„ von gut im Deutschen Reich die Geseze machen. Vielleicht kommt die Regierung Bildung des wirtschaftlichen Ausschusses gewilligt hat. Herr Borredner hat weiter behauptet, ich hätte das unterrichteter Stelle" zugegangene Nachricht veröffentlichte. Sie schrieb: selber auf den Gedanken, daß sich bei jedem Gefeß die Frage er- Kvalitionsrecht der Arbeiter für einen Nonsens erklärt; " Es wird nunmehr ganz zuverlässig bekannt, daß Herr v. Woedtke heben muß, wer zahlt denn bei dieſem Entwurf die Kosten. Heute ich habe das nie gethan, im Gegenteil, ich habe bei der fich als Opferlamm dargeboten hat, um seinen Chef zu decken. Unter ist der Staatssekretär etwas abgerückt vom Centralverband. heutigen Entwickelung der Fabrikationsweise die Thatsache, daß sich diesen Umständen ist doch nicht so ganz nebensächlich, ob Graf Bofa- muß sich da den Vorwurf der Treulosigkeit machen laffen. Wer die Arbeiter foalieren, stets für eine ganz natürliche erklärt und nur dowsty um die Geschichte gewußt hat, ob er sie veranlagt hat. In ichüßt aber das Reichsamt vor dem Verdacht, daß heute bedauert, daß die Koalitionsbestrebungen der Arbeiter mit politischen der That hat er davon gewußt, er hat sie veranlaßt und Herr bloß die Agrarier an die Stelle der Industriellen getreten Bestrebungen verquickt werden, mit denen sie eigentlich nichts zu b. Boedtke ist nur bei der Ausführung besonders ungeschickt feien. Wie kann sich das Reichsamt gegen die Frage thun haben. Wenn, was Gott verhüten möge, an diese Steйe gewesen." Diese positive Beschuldigung des Herrn Staats- verteidigen, об alle die von ihm eingebrachten Geiez- einmal ein Mann treten sollte, der das Lob des Herrn Vorjekretärs hat, soweit ich davon unterrichtet bin, keine entwürfe nicht nur gemacht sind, um die Arbeiter in dem bevorstehenden Biderlegung gefunden, so daß man sie als richtig hinnehmen muß. Stampf um die Lebensmittelzölle widerstandsunfähig zu machen. Herr redners einheimfen könnte, dann wäre es mit der Eriſtenz der Ich glaube nicht, daß es dem Ansehen des Reichsamts des Innern Bued hat ja nun den scharfen Angriff, den er gegen den Grafen bürgerlichen Parteien vorbei; dann würde es auch mit der Eriſtenz des Deutschen Reichs zu Ende sein!( Sehr richtig! rechts. Huh, besonders förderlich ist, wenn solche Anklagen wochenlang wider Bojadowsky gerichtet hat, wieder zurückgenommen und zwar soll dies ge- huh! bei den Socialdemokraten.) Sie freilich würden das Gefühl spruchslos durchs Land gehen und von Tausenden und Abertausenden fchehen sein nach einer Unterhaltung mit Herrnv.Miquel. Nach seinen haben, daß Sie am Ziel ihrer Wünsche angelangt find!( Erneutes geglaubt werden. Die" Frankfurter Beitung" fährt fort:" Diese Erfahrungen in der Gründerzeit und bei der Diskontogesellschaft ist er Bravo! rechts. Zischen bei den Socialdemokraten.) Thatsache, daß der Herr Staatssekretär durch zweideutige Er- ja in der That berufen, den ehrlichen Makler zu spielen.( Heiterkeit flärungen Dedung hinter seinem Ministerialdirektor fucht und links.) Aus den Erklärungen des Herrn Bued geht hervor, daß es ihn als den Hauptschuldigen erscheinen läßt, widerspricht allen sich um ein ganz gewohnheitsmäßiges Verhalten des Reichsamts des Beim Anhören der Rede des Abg. Fischer konnte ich mich des Traditionen des deutschen Beamtentums und diese Vorgänge haben Innern handelt. Ich frage deshalb, ob jene 12000 Mark die Eindrucks nicht erwehren, daß, wer alles beweisen will, zu viel beinnerhalb der Beamtenschaft große Erbitterung erregt." einzige Summe find, die das Reichsamt des Innern vom weißt und damit gar nichts. Es geht nicht, von einem System der Nach dieser Veröffentlichung tam ich noch zu ganz anderen Schluß- Scharfmacher- Verband erhalten hat.( Bravo! links.) Die Behauptung Beeinflussung seitens des Centralverbands zu sprechen. Es ist auch folgerungen. Wenn nicht Herr v. Woedtke, sondern der Herr Staats- des Grafen Posadowsky, die 12 000 M. seien nur verwendet worden, ganz unberechtigt, die Professoren als bezahlte Agitatoren des sekretär der Urheber des Briefs ist, wie ist es zu erklären, daß um lediglich amtliches Material zu verbreiten, entspricht nicht den Centralverbands hinzustellen. Diese Behauptung muß aufs allerv. Woedtke das Opferlamm für den Bueckbrief sein mußte, Thatfachen. Nur die Neden der Regierungsvertreter und Auszüge entschiedenste zurückgewiesen werden. Die Profefforen haben wesent insofern als er heute nicht mehr hier als Vertreter der verbündeten aus der Denkschrift das ist kein amtliches Material. Das ist eine lich zum Sturz des Zuchthausgejeges beigetragen, sie sind in Regierungen funttioniert? Ist er unschuldig, so ist dies eine schreiende tendenziöse Zusammenstellung. Für unparteiisches Material ihrer Mehrzahl Gegner der Kornzölle. In beiden Fällen lassen Ungerechtigkeit, die mir als ein Stüd jener Moral erscheint, die die hätte der Scharfmacherverband nicht einen Groschen hergegeben. sich die Socialdemokraten die Unterstügung der Profefforen gern ge fleinen Diebe hängt, die großen laufen läßt.( Sehr gut! bei den( Sehr richtig! links.) Wir Socialdemokraten haben die fallen. In der Flottenfrage haben die Professoren lediglich ihrer Socialdemokraten.) Wenn aber diese Darstellung der Frankfurter Reichstagsverhandlungen über die Zuchthausvorlage nach dem Ueberzeugung Ausdruck gegeben. die Zuchthausvorlage nach dem Ueberzeugung Ausdruck gegeben. Zur Affaire Bued- Pojadowsky Beitung" nicht richtig sein sollte, wenn wirklich Herr v. Boedtke der Stenogramm herausgegeben. Wenn das Reichsamt im Eruft habe ich noch folgendes zu sagen. Der Vorwurf des Reichstanzlers, Urheber des Bettels ist, so hat doch andrerseits Graf Pojadowsky die Verbreitung parteilojen amtlichen Materials gewünscht es habe sich hier um eine freihändlerische Intrigue gehandelt, ist ganz erklärt, daß er nichts Unforrettes, nichts unrichtiges an diesem Schreiben hätte, dann hätte es sich an die Vorwärts- Buchhandlung unberechtigt. Freilich kann Graf Pojadowsty von Glück jagen, daß er bei finden könne. Auch dann ist es unverständlich, daß trozdem Herrn wenden müssen. Dort wäre es nobler und anständiger behandelt den Agrariern nicht im Rufe des Freihändlers steht. Die Sache wäre v. Boedtke jezt die Pforten zum Bundesratstisch verschlossen find. worden als vom Centralverband.( Große Heiterkeit lints.) Die ihm sonst gewiß übler bekommen, wie wir aus dem Verhalten der Ist aber endlich, entgegen der Versicherung des Herrn Staatssekretärs, erste Handlung Posadowstys war arbeiterfeindlich. Es war der Agrarier gegenüber dem Grafen Caprivi schließen können.( Sehr der Bueck- Brief von der Reichsregierung als etwas Unforrettes an geheime Erlaß gegen das Koalitionsrecht der Arbeiter. Dann richtig! links.) In Bezug auf die Socialpolitik bin ich im großen und gesehen worden, warum ist dann nur Herr v. Boedtke das Opfererklärte er im Reichstage, das Koalitionsrecht sei im ganzen mit den Ausführungen des Herrn Bassermann einverstanden. Lamm gewesen, während doch Graf Posadowsky hier vor dem ganzen Lande des allgemeinen Stimmrechts überhaupt überflüssig den Streik in allen Fällen als eine force majeure hinzustellen, wie Lande und dem Reichstag die Verantwortung dafür übernommen Niemals hat er sich an irgend einen Arbeiterverein gewendet bei das neulich Minister Brefeld bei der Kohlendebatte gethan hat. Diese hat?( Sehr gut! bei den Socialdemokraten.) Soll das viel- Gefeßen, die sich um die Arbeiter handelten. Giebt es irgend eine Erklärung war höchst bedauerlich, fie bildet einen Anreiz für die leicht die Grenze anzeigen, bis zu welcher die Macht Maßregel, wo Unternehmerinteressen in Frage kommen und wo das Unternehmer, sich von lästigen Verpflichtungen los zu machen. Denn des Herrn Reichskanzlers reicht?( Sehr gut! bei den Reichsamt des Junern sich nicht vorher an die Unternehmervereine nichts ist leichter für einen Unternehmer, als seine Arbeiter Socialdemokraten.) gewendet hat? Das Reichsamt des Junern ist eben nichts andres zum Streit zu bringen. Die Regierung unterſtügt leider Was nun die Sache selbst anlangt, so habe ich schon gesagt, als eine Filiale des Centralverbands.( Bravo! bei den Social- immer die Unternehmer. Man hat die Werftarbeiter gedaß wir heute den Beweis dafür haben, daß seit langer Zeit demokraten.) Graf Bofadowsky ruft fast ganz zu Unrecht unsre tabelt, weil sie angeblich die Chinadampfer im Stich gedas Reichsamt des Innern bei den verschiedensten Gesegesvorlagen Zustimmung zur Invaliditäts- und Altersversicherung als ein laffen haben, aber ich habe fein Wort des Tadels für die in politischer und finanzieller Abhängigkeit vom Centralverband der lobendes Beugnis für fich auf. Wenn eine solche Deutung Reeder gehört, die, weil ein Teil der Arbeiter gestreift hat, alle Industriellen gewesen ist. In den Berliner Neuesten Nachrichten" möglich ist, hätten wir uns vielleicht unfre Abstimmung Arbeiter ausgesperrt haben. Bei solchen Aeußerungen wie denen hat Herr Bueck neulich unter dem Titel: ,, Graf Pofadowsky und noch überlegen sollen. Wir haben für die beiden Geseze gestimmt, des Herrn Brefeld ist es tein Wunder, daß der Kaiser oft der Centralverband der Juduſtriellen eine ganze Reihe von weil wir uns fagten: so lange dieser Staatssekretär und sein arbeiter so falsch unterrichtet wird und dann so unrichtige AeußeDiensten erwähnt, die der Centralverband dem Reichsamt feindlicher Einfluß im Reichsamt des Innern vorhanden ist, können rungen aus faiserlichem Munde erfolgen, wie das bei der des Innern geleistet hat. Er sagt dort, nachdem er sich dagegen wir etwas Besferes für die Arbeiter nicht erhoffen. Redner schlägt Rede über die Werftarbeiter geschehen ist. Wir sind für verwahrt hat, daß man sich jetzt so über den Bued: Brief hierauf folgende Resolution vor: Ausgestaltung des Koalitionsrechts, statt dessen wird es auf entrüste, der doch nichts Neues enthalte:" Wir verweisen auf die Es soll eine Kommiffion gewählt werden, die die politischen dem Verordnungswege und durch Gerichtserkenntnisse ein Arbeiten zum Abschluß des Handelsvertrags mit und finanziellen Beziehungen, die das Reichsamt des geschränkt. Durch ein Urteil des Kammergerichts ist den Arbeitern Rußland, die vom Central- Verband, teils auch vom Deutschen Innern mit dem Centralverband und andren Interessen Bas Streifpostenstehen zur absoluten Unmöglichkeit gemacht worden. Handelstag geleistet worden sind. Die Vorbereitungsstelle hierfür gruppen hat, untersuchen und dem Reichstag Bericht darüber er- Ich frage den Staatssekretär, ob und was die Regierung thun war im Central- Verband installiert, dessen Kräfte monatelang faft will, den Arbeitern ihre Rechte zu erhalten. Wir fordern übermäßig in Anspruch genommen wurden.( hört, hört! und Heiter- Als Ahlwardt seine Beichuldigungen gegen Miquel erhob, hat für die Frauen freies Vereinsrecht. Die Frauen müssen feit bei ben Socialdemokraten.) Bei den Handelsverträgen mit der Reichstag sofort eine Kommiffion gewählt, um die Sache zu sich am politischen und wirtschaftlichen Leben beteiligen können. Er Abg. Röficke- Dessau( wildlib.): 9 er Das preußische Vereinsgesetz hindert die Frauen z. B. an dem vom Grafen Bülow citierten Schillerschen Verse an ihr zur Wahr-| Grafen Bosadowsky erhoben worden sind, will ich aber gern be jüngst gegründeten Verein für Socialreform teilzunehmen. Das heit wird. Die Socialdemokraten verwahren sich dagegen, den tonen, daß wir seine hervorragende Tüchtigkeit( Bravo! rechts), feine Vereinsrecht für die Frauen ist ebenso notwendig, wie es die Auf- Grafen Posadowsky stürzen zu wollen. Da kann man fast auf den große Sachkenntnis( Bravo! rechts) und seine unzweifelhafte Lauterhebung des Verbindungsverbots gewesen ist. Der Staatssekretär Gedanken kommen, sie wollen ihn mit ihrer eigenartigen Taktik halten, feit( Bravo! rechts, Lachen bei den Socialdemokraten) außerordentlich bat sich über die Novelle zum Krankenkassengesetz geäußert. Ich weil sie innerlich überzeugt sind, ist doch noch ver- fchätzen. Wie der Herr Staatssekretär zu den Unternehmern steht, das fürchte, wir werden noch länger als bis zur nächsten Session hältnismäßig der Beste für sie.( Große Heiterkeit rechts.) zeigt sich am deutlichsten bei der Bäckereiverordnung, diesem lieben warten müssen, weil man ja mit der Novelle auch Für die Fehlgriffe seiner Vorgänger fann Graf Posadowsky nicht aber etwas mißratenen Enkelfinde Bebels.( Heiterkeit.) Seit Jahren politische Zwecke Bu erreichen scheinen will. Sollte sich verantwortlich gemacht werden. Die Fälle liegen ja auch ganz ver- bekämpfe ich diese Verordnung, hoffentlich erhalte ich heute vom Staatsdie Vorlegung verzögern, so müßte wenigstens die Lücke, schieden. Im Falle Bötticher Centralverband handelte es sich um fetretär eine präcifere, hoffnungsvollere Antwort über den Ersatz der die noch in der Unterstüßungszeit zwischen Invalidengesetz und eine wirtschaftliche Frage und es kann viel eher von einer einseitigen Verordnung über die Arbeitszeit in den Bäckereien durch eine Ver Krantentassengesetz durch eine besondere Novelle ausgefüllt werden. Unterstützung gesprochen werden.( Sehr richtig! rechts.) Die An- ordnung über die Minimalruhezeit. Die jetzige Verordnung ist eine Auch der Verlust des Krankengeldes bei geschlechtlichen Krankheiten gelegenheit Posadowsky ist für unsre Beurteilung abge- arge Belästigung für die Meister.( Lachen bei den Socialkönnte durch dieses Specialgesetz beseitigt werden. Weiter ist zu schlossen. Wenn das Vorgehen des Reichsamts ein Fehlgriff demokraten.) Auch die neueste sanitäre Verordnung für das wünschen, daß das Reichs- Versicherungsamt eine selbständigere war, so beneide ich doch diejenigen, die die Vermittler ge- Bäckereigewerbe riecht sehr nach dem grünen Tisch und Stellung erhält und gerade so zum obersten Gerichtshof wird, wie spielt haben, nicht um ihre Rolle.( Sehr gut! rechts.) Das ist für den Großbetrieb zugeschnitten. Sie verallgemeinert viel zu es das Reichsgericht ist. Auf die Witwen- und Waisenversicherung Gegenteil von Geschick und Taft ist hier in die Erscheinung getreten. sehr und schädigt auch die Autorität der Meister. Wie können fie und Arbeitslosenversicherung will ich jetzt nicht eingehen. Ich will Das gilt besonders für die Veröffentlichung in den Berliner Neuest. die Verantwortung übernehmen, daß die Gesellen gewaschen an die nur sagen, die Schonzeit für die Socialreform ist nun zu Ende, wir Nachrichten", deren Zwed mir ganz unverständlich geblieben ist. Arbeit gehen. Da müssen Sie selbst ein Stück Seife nehmen und müssen auf ein schnelleres Tempo in der Socialpolitik dringen.( Sehr wahr! rechts.) Jch bedaure weiter die Art, wie die Sache in die Herren Gesellen einen nach dem andern waschen.( Lachen bei ( Bravo! links.) die Oeffentlichkeit gekommen ist. Sie( zu den Socialdemokraten) den Socialdemokraten.) Wir sind Anhänger einer besonderen Abg. Dr. Oertel( Sachsen, I.): glauben ein gutes Werk zu thun, wenn Sie derartige Dinge der maßvoll und ruhig fortschreitenden Socialpolitik. Ich will niemand Die Rede des Abg. Fischer erinnert mich an das alte Sprich- Kritik unterbreiten. Der Zwed aber fann das Mittel einen Vorwurf machen, aber die Beschäftigung mit der Socialdas wort aus der agrarischen Praxis:" Getretener Quark wird breit, nicht bessern, Mittel aber, und Hehlerei Fund: politik wirkt wie eine ansteckende Krankheit. Man gewöhnt sich nicht start". Ich frage mich nur, was bezweckt der Vorredner damit, unterschlagung, ist unanständig und unzulässig.( Bravo! rechts.) baran, die Frage der Socialpolitik ausschließlich als Fragen der Die Klein die nun doch genügend erörterte und doch längst abgethane Affaire Herr Röside meint, unser Urteil würde anders lauten, wenn Graf Großindustrie und der Arbeitermassen anzusehen. Woedtke immer wieder von neuem anzuschneiden. Es wirkt doch Posadowsky Freihändler wäre. Nun, der Herr Staatssekretär ist industriellen, wirtschaftlich ebenso notwendig und politisch weit wertVorteil von der auf die Dauer geradezu langweilig, und der Vorredner weiß fein Agrarier nach meinem Herzen, aber die Befürchtung haben wir voller, als die Großindustrie, die vergißt man. doch, daß das langweilige Genre in jedem Fall tötet.( Sehr gut! wirklich nicht, daß an seine Stelle etwa ein Freihändler kommen Socialpolitik haben nur die Arbeiter, und da zeigt sich auch nicht ein rechts.) Er kann damit nur erreichen, daß diejenigen, die in der Be- könnte.( Heiterkeit.) Selbst die liberale Presse hat anerkannt, daß Funke von Dank.( Bravo! rechts.) urteilung der Sache ihm näher als wir gestanden haben, immer eine Schußzoll- Politik, sie sagen eine gemäßigte, das einzig weiter von der Socialdemokratie abrücken und der Inhalt der neulich| Mögliche für Deutschland ist. Angesichts der Angriffe, die gegen den Deutscher Metallarbeiter- Verband. Todes- Anzeige. Mittwoch, den 9. Januar, verstarb unser Mitglied und früheres langjähriges Mitglied des Vereins der Feilenhauer Hermann Hauff. Ehre seinem Adenken! Die Beerdigung findet heute, Sonntagnachmittag 312 Uhr, vom Luisen: Kirchhof in Charlottenburg aus statt. Nach langer Krankheit verstarb unser Tangjähriges Mitglied, der Schraubendreher wwww Verein Berliner Buchdrucker N und Schriftgiesser. Sonnabend, den 9. Februar 1901, abends 9 Uhr, in den Gesamträu men der Kellerschen Festsäle, Koppenstrasse 29: 35/2 GROSSER MASKEN- BALL. Bo Die Vergnügungs- Kommission. Billets sind auf der Verwaltung, Ritterstr. 88, bei den Kassenboten und im Setzersaal des Vorwärts" zu haben. WWW A WWWWWWW Verband deutscher Steinarbeiter, Marmorarbeiter. Wilhelm Geisler Gastwirts- Gehilfen. an der Proletarier- Krankheit. Ehre seinem Andenken! aus statt. 110/9 ( Ortsverwaltung Berlin). Dienstag, den 15. Jannar, abends 6/2 Uhr, im Lokal ,, Englischer Garten", Alexanderstraße Nr. 27c: Seffentliche Versammlung. Tagesordnung: Die Beerdigung findet heute, Sonn Auf Grund wiederholter an uns tagnachmittag 3 Uhr, vom SebastianKirchhof an der Dalldorfer Chauffee gerichteter Anfragen den Vereinen und Gewerkschaften hiermit aur über:„ Die Striſis und die Notwendigkeit der Organisation. 3. Feststellung reichen Besuch. Die Ortsverwaltung. Steinarbeiter. Kenntnis, daß die Inhaber nachstehender Lotale ihre Sellner aus dem fosten Am Donnerstag starb unser Kollege, losen Arbeitsnachweis des Verbands der Steinmetz Franz Mücke. 172/2 Die Beerdigung findet am Sonntag, nicht entnehmen: nachm. 2½ Uhr, vom Trauerhause, Feenpalast, Burgs und WolfgangStephanstr. 10, aus nach dem straßen- Ecke. Sebastian- Kirchhof in Dallborf statt. Bockbrauerei, Tempelhofer Berg. Um zahlreiche Beteiligung erfuht Der Vertrauensmann. Todes- Anzeige. Donnerstag, den 10. Januar, berstarb nach langem schweren Leiden meine liebe Frau und gute Mutter Elise Müller geb. Blüthener. Die Beerdigung findet Sonntag: nachmittag 3 Uhr vom Trauerhaufe, Fruchtstr. 45, aus nach dem GeorgenKirchhof, Landsberger Allee, statt. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Betannten die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau, unsre gute Mutter[ 19476 Ida Britt, geb. Pavel, nach schwerem Kampf sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Diens: tag, den 15. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des Johanniskirchhofs in Plößensee aus statt. Die trauernden Hinterbliebenen Karl Britt, nebst Kindern. Messpalast, alexandrinenſtr. 110. Möhring, abmiratftr. 18 c. Sanssouci, Stottbuferstr. 4 a. Schützenhaus, intenstr. 5. Eiskeller, Chauffeeftr. 88. Nagel( Feldschlösschen"), Müllerstr. 7. Puhlmanns VaudevilleTheater, Schönhaufer Allee 148. Schönhauser Berolina- Säle, ee 28. Zimmermann, Badftr. 58. NB. Diese Liste werden wir nötigenfalls periodisch ergänzen. 63/2] Der Vorstand. Garantiert 1. Vierteljahrs- Abrechnung. 2. Vortrag des Genossen M. Faber der Arbeitslosenzählung. 4. Verschiedenes. 172/1 Bei der Wichtigkeit der Arbeitslosenzählung agitiere jeder für zahl: Die Vertrauensleute. Zählfarten sind in den Zahlstellen zu haben. Arbeiter Bildungsschule. Sonnabend, den 19. Januar 1901, im Böhmischen Brauhaus( Gesamträume), Landsberger Allee 11-13: Künstler- Konzert ( Berliner Sinfonie- Orchester) zur Feier des * X. Stiftungs- Festes.* Prolog. Festrede. Recitationen. Nach dem Tanz in beiden Sälen. Konzert: 4/2 Eröffnung 7 Uhr. Billet 50 Pf. Abendkasse findet nicht statt. Lese- u. Diskutierklub Süd- Ost. Dem Deutſchen Holzarbeiter- Berband, Künstliche Zähne. Garam Sonntag, den 13. Jannar, in sämtlichen Räumen des Zahlstelle Berlin, und den Kollegen der Werkstatt Gebr. Martin sowie allen Freunden, welche meinem Bruder, dem Tischler Adolf Richter, die letzte Ehre erwiesen, sage hiermit im Namen meiner Angehörigen herzlichen Dank. Ernst Richter. Zahn- u. WurzelOperationen, Plomben etc. Bähne Ia voit 3,00 an. Prima Blomben v. 2,00 an. Langj. Garantie. Jahren bestehende Tischlerei Bequeme Zahlungsbedingungen. von ca. 20 Banten mit feinster, fester Kundschaft ist todeshalber für den Inventarwert sofort zu verkaufen. Eventuell fann sich ein Compagnon mit Rapital mit dem ältesten Sohn zusammen daran beteiligen. Offerten sub F. E. 753 an Haasenstein& Vogler, Berlin, Leipzigerstr. 31/32. Elektra. Neuer Abendkursus. Keine Vorkenntnisse erforderlich. Anmeldungen im Bureau 55. Prinzenstrasse 55. Prospekte gratis. Hoffmanns Salon, * [ 6369* Köslinerstr. 8. Besondrer Umstände halber ist Sonnabend, 23. Febr., zu Maskenball frei. Paletot 38 Mart mit abgestepptem Atlas nach Maß liefert gegen bar Kaffe Tomporowski, Neanderstr. 16, II. Gtage. 543L*] Anzüge allerbilligste Preise, eignes Stofflager. Bei teueren Garderoben Teilzahlung monatlich 10 Mt. gestattet. Plomben Bruno Steffens, Neanderst.21( Annenst.) Steppdecken besten und billigsten nur direkt in der Fabrik B. Strohmandel, Berlin S., 72, Wall- Strasse 72, wo auch alte Decken aufgearbeitet werden. 5790* Echt chinesische Mandarinendaunen das Pfund Mk. 2.85 natürliche Daunen wie alle inländischen, garantirt neu und ftaubfrei, in Farbe ähnlich den Eiderdaunen, anerkannt füll. fräftig und haltbar: 3 Pfund genügen zum großen Oberbett. Tausende Anerkennungsschreiben. Verpackung umsonst. Bersand gegen Nachn. von der erften Bettfedernfabrik mit electrischem Betriebe Gustav Lustig, Berlin S., Prinzenstraße 46. Man verlange Preisliste. Gewerkschaftshauses: X. Stiftungsfest bestehend in Vokal- u. Juftrumental- Konzert unter Mitwirkung der Freien Sänger Vereinigung Fackel und des berühmten Berliner Ült- Trio usw. 285/5 Um 6 Uhr: Festrede gehalten vom Reichstags- Abgeordneten Paul Singer. Bon 4 Uhr ab in 2 Sälen: Tanz. Herren, welche baran teilne men, Bahlreichen Besuch erwartet Turnverein 50 Pf. Das Komitee. Fichte ( Mitglied des Arbeiter Turnerbundes). 1. und 8. Männer- Abteilung. Sonnabend, 26. Januar, in der Aktienbrauerei Friedrichshain ( früher Lipps), Am Königsthor: ( Schluß im Hauptblatt.) Freie Volksbühne. General- Versammlung Donnerstag, den 24. Januar, abends 8 Uhr, in O Cohns Festsälen, Beathstrasse No. 19: Tages- Ordnung: 1. Vortrag: Herr Fritz Stahl über: ,, Die bildende Kunst und das Volk." 66 2. Geschäfts- u. Kassenbericht. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen der Mitglieder erbittet Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. V. Abteilung Im Carl Weiss- Theater heute nachmittag 234 Uhr: Lumpacivagabundus. Die Mitglieder sind verpflichtet, pünktlich zu erscheinen und dürfen nur die Vorstellung ihrer Abteilung besuchen. Nachzügler haben kein Anrecht auf einen Platz im Theater. 228/4 Achtung! Ordner- Sitzung Donnerstag, den 17. Januar, im Gewerkschaftshaus( Zimmer 3). Verband der Graveure, Ciseleure und verwandter Berufskollegen Deutschlands. ( Filiale Berlin.) Dienstag, den 15. Januar, abends 8 Uhr, im ,, Dresdener Garten", Dresdenerstraße 45: General- Derlammlung. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Wahl des zweiten Vorsitzenden zum Central verband sowie 2 Beifizer. 3. Bericht des Filialvorstands und Neuwahl desselben. 4. Verschiedenes. 74/1 Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, der wichtigen Tagesordnung wegen Der Vorstand. zu erscheinen. Achtung! Cementierer. Achtung! Mittwoch, den 16. Januar 1901, abends 8 Uhr, bei Nümann, Brunnenstr. 188: Mitglieder- Derlammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom IV. Quartal und Jahresbericht des Raffterers. 2. Neuwahl des Vorstands. 3. Wahl der Lohnkommission( Antrag Nachtmeide). 4. Wahl des Delegierten zum Verbandstag in Mainz. 5. Berschiedenes. Erscheinen dringend erwünscht. Arbeitslose erhalten auf Wunsch Biermarfen. Mitglieder fönnen sich in der Versammlung ihre Bücher und Karten mit dem Schlußstempel versehen lassen. Der Vorstand. Achtung! Kistenmacher. Achtung! Montag, den 14. Januar cr., abend8 8/2 Uhr: Ausserordentliche General- Versammlung im Lokal des Herrn Stechert, Andreasstr. 21. Tages Ordnung: 1. Schließen wir uns der Geschäftskommission an? 2. Statuten: änderung. 3. Wahl von Mitgliedern zur Lohnkommission. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. 94/1 Zahlreiches Erscheinen der Mitglieder erwartet Der Vorstand. J. A.: Karl Judel NB. Der Maskenball des Vereins findet am Sonnabend, den 2. Februar, in dem Gesellschaftshaus„ Nord- Ost", Weberstr. 17, statt. Billets find bei sämtlichen Vorstandsmitgliedern sowie im Arbeitsnach D. D. weis, Breslauerstr. 28, zu haben. Verband der Stock- und Schirmarbeiter. Mitglieder- Versammlung. Mittwoch, den 16. Januar, abends 8 1hr, im ,, Gewerkschafshaus", Engel- llfer 15, Seitenflügel 1 Treppe, Saal VII. Tages Ordnung: 1. Vortrag.( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht.) 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom IV. Quartal 1900. Abrechnung vom Stiftungsfest. 4. Beschlußfassung über das Unterſtügungs- Reglement. 5. Verschiedenes. 175/1 Einen recht zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Sonnabend, den 26. Januar: Großer Wiener Maskenball. Grosser Wiener Maskenball Humoristisch- turnerische Aufführungen. Anfang 9 Uhr. [ 285/5] Grosser Frauen- Vortrag! int ,, Schweizer Garten".( Am Königsthor.) Anfang 82 Uhr. Billet 50 Pf. Billets find beim Vorstand, bei den Vertrauensleuten der einzelnen Werkstätten, sowie jeden Sonnabend, abends 6-8 Uhr, in der Zahlstelle Jüdenstr. 35/36 bei Mörschel in Empfang zu nehmen. Der Vorstand. Billet 50 Pf. Geöffnet von 8-1 Montag, den 14. Januar, abends 8/2 Uhr, Wedding, Röslinerstr. 8, über: 1. Frauenkrankheiten. Centralverband der Maurer Deutschlands Zahlstelle 1( Putzer). 2. Sind operative Eingriffe überhaupt erforderlich? Wie schützen Bureau: Rosenthalerstr. 57. und 8-7 uer. wir unsre Frauen am besten gegen diefelben? 3. Was ist Frauenschuh? Hernach: Fragebeantwortung. Rednerin: Frau A. Pickel- Berlin. Eintritt für Gäste nur 15 Pf. Broschüren, Flugblätter 2c. gratis! 285/6 Uhr. Wir geben den Mitgliedern des Verbands bekannt, daß nach dem Versammlungsbeschluß vom 30. Dezember v. J. alle Streitfondskarten, soweit dieselben in Ordnung sind, mit dem Schlußstempel versehen und die Da der neuen Sammeltarten für das Jahr 1901 ausgegeben werden. Tosenzeit ihre Karten in Ordnung zu bringen. Für die örtliche Verwaltung: Franz Schultz. Bühne, s. 1 M. an, Gänseschmalz, Pfd. 80 Pf. Neuer Naturheilverein Charlottenburg- Berlin( 560). größte Teil der Kollegen arbeitslos ist, so ist es ein leichtes, in der Arbeitsbeliebige Teilzahlung. Frau Olga Jacobson, Invalidenstrasse145. Der Vorstand. C. Pohlit, Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15 im Restaurant. mit Cocain 75 Pf. Plomben 1 M. Zahnärztl. 19116 Zähne 1,50 M. Institut Leipzigerstr. 130, Hof Il. Spr. 9-7 Uhr. 134/2 II. Wahlkreis. Socialdemokrat. Wahlverein. Dienstag, den 15. Januar 1901. abends 8½ Uhr: Seffentliche Versammlung in Zühlkes Festsaal. Dennewitzstraße 13. Tages Ordnung: Socialdemokr. Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Osten) H. Kriegers Festsäle " Dienstag, den 15. Januar, abends 8½ Uhr, Gr. Frankfurterstr. 117: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags: Abgeordneten Paul Singer über: Aus dem Reichstage". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch ersucht 1. Die wirtschaftlichen Strifen." Referent: Reichstags- Abgeordneter Achtung! H. Förster. 2. Disfussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Männer als Gäste haben Zutritt. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. III. Wahlkreis. 238/2 Der Vorstand. [ 243/1 Achtung! Centralverband der Maurer ( Bahlstelle Charlottenburg). Am Mittwoch, den 16. Januar, abends 8%, Uhr, im Lokal Sonntag, den 13. Januar, nachmitt. 14 Uhr, in der Gambrinus- Brauerei, Wallstr. 94: von Möhring, Admiralstr. 18c: General- Versammlung des Socialdemokratischen Wahlvereins für den 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Tages Ordnung: 242/1 Bericht des Vorstands und des Kassierers. Antrag des Vorstands auf Abänderung des Statuts. Vorstandswahl. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Berschiedenes. Der Vorstand. Socialdemokratischer Verein für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. = Freitag, den 18. d. M., abends 8½ 1hr, General Versammlung im Rosenthaler Hof, Rosenthalerstr. 11/12. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstands, des Kassierers und der Revisoren. 2. Vereins: angelegenheiten. 245/ 1* Nur Mitglieder haben Zutritt. Mitgliedsbuch legitimiert. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Achtung! 6. Wahlfreis. Atung! Sonntag, den 13. Januar, abends 6 Uhr, im Kolberger Salon, Kolbergerstraße Nr. 23: Oeffentliche Volks- Versammlung. Tages Ordnung: 1 Bortrag des Genossen Max Kiesel über: Edwin Markhams Ge Dicht: Der Mann mit der Hade". 2. Diskussion. 219/11 Nach dem Vortrag: Gemütliches Beisammensein. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vertrauensmann. Achtung! Bildhauer. Atung! Montag, 14. Januar, abends 8 Uhr Verlammlung im„ Gewerkschaftshaus"( großer Saal). Tages Ordnung: Stellungnahme zu dem Vorgehen der Tischler- Innung und des HolzIndustriellen- Verbands. Unterschriften find bis nach der Versammlung zu verweigern. 20/1 Außerordentl. General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1900 und Jahresbericht. 2. Bericht des Vorstands. 3. Neuwahl des gesamten Vorstands. 4. Anträge zum Verbandstag und Wahl eines Delegierten. 5. Verschiedenes. Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen ist es moralische Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Zahlreichen Besuch crivartet Die örtliche Verwaltung. Mitgliedsbuch legitimiert. 0 Verein Berliner Buchdruck- Maschinenmeister. Dienstag, den 15. Januar, abends 9 Uhr, in Cohns Festjälen, Beuthstr. 20: Vereins- Versammlung. Vortrag des Herrn H. Stenz über Vivisektion, die Folter und der Mord im Dienste der Wissenschaft". Gäste willkommen! Hierzu ladet freundlichst ein [ 35/3 Der Vorstand. 136/5 * Wasserthorstr. 68. Empf. meinen Saal Vereinen und Gewerkschaften zu Versammlungen u. Festlichkeiten. Jeden Sonntag, Dienstag u. Sonnabend öffentl. Tanz. Einige Sonnabende noch zu vergeben. Hoffmanns Salon empfiehlt feinen großen Saal Bereinen Köslinerstrasse 8 zu Versammlungen und Tanz, auch Sonnabends und Sonntags.[ 5262* Gr. Frankfurterstrasse 85. Saal noch Buss' Salon, Sonnabende wie 1. Dilerfeiertag gu Festlichkeiten an Vereine. Otto Theel, von 2 Mk. an Bühne Teilzahlung. Reparaturen in 2 Stund. Plombieren von 1 M. an. Zahnziehen schmerzlos! Sprechstunden 8-8, Sonntag 8-4. Blumenstraße 25, R. Lange, Ede Tartusſtraße. Schöneberg. Montag, den 14. Januar, abends 8 Uhr, in der Schloßbraueret, Hauptstraße Nr. 112: 1 Volks- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Aus dem Reiche des Herrn Thielen. Referent: Reichstags Abgeordneter Fritz Zubeil. 2. Diskussion. 3. Bericht der VertrauensVoranzeige! Sonntag, den 3. März cr.: Großer Vortrags: personen, Neuwahl der weiblichen Vertrauensperson, Wahl einer weiblichen abend mit Damen.( Näheres wird noch bekanntgegeben.) Kreis Vertrauensperson. 202/1 Verein für Frauen u. Mädchen der Arbeiterklasse. Montag, 14. Januar, abends 8½½, 1hr, in den ,, Arminhallen", Kommandantenstr. 20: Vortrag des Herrn Wilhelm Bölsche: Die Frau in der modernen Naturforschung". Gäste willkommen. Der Vorstand. 3/1 Zahlreichen Besuch erwarten Die Vertrauenspersonen. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Burean: Engel- llfer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Montag, den 14. Januar, abends 8 Uhr: Allgemeine Versammlung Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. aller in der Drahtwaren- Industrie beschäftigten Arbeiter Montag, den 14. Januar cr., abends 8/2 Uhr: General- Versammlung bei Hrn. Graumann, Naunynstr. 27. Tages Ordnung 1. Abrechnung vom vierten Quartal 2. Bericht der Arbeitsnachweis- Kommissson. 3. Abrechnung von der Urania- Vorstellung. 4. Vereinsangelegenheiten. Zur Nachricht, daß in der Versammlung die Maskenball Billets zur Ausgabe gelangen. Der Deutscher Holzarbeiter- Verband. Masteball findet am Sonnabend, den 16. Februar Montag, den 14. Januar, abends 84 Uhr, in der Brauerei Friedrichshain", Am Friedrichshain: " Vertrauensmänner- Versammlung sämmtlicher Bezirke. Jede Werkstatt muß vertreten sein! Mitgliedsbuch nebst Karte legitimiert. [ 76/12 Vertrauensmänner- Versammlungen der Drechsler. Mittwoch, den 16. Januar 1901, abends 84 Uhr Ost u. Nordost: Koppenstr. 41 bei Matthes, statt. Die Zahlstellen befinden sich im Osten Frankfurter Allee 99 beim Kollegen Schwarzer und in Nixdorf bei Babenschneider, Hermannstraße 197. Dort werden jeden Sonnabend Beiträge entgegengenommen und neue Mitglieder werden daselbst aufgenommen. [ 141/1 Verband der an Holzbearbeitungs- Maschinen beschäftigten Arbeiter Berlins u. Umg. Montag, den 14. Januar cr., abends 8 Uhr: als Nadler, Drahtweber, Geflechtspinner, Schlosser und sonstige Arbeiter im Gewerkschaftshause, Engel- lfer 15. Tagesordnung: Vortrag des Kollegen H. Scheffler über: Unternehmerverbände und Arbeiterorganisationen. Diskussion. Verbandsangelegenheiten. Mittwoch, den 16. Jannar, abends 812 Uhr: Versammlung für Rummelsburg 110/10] im Lokale des Herrn Müller, Türrschmidtstr. 37. Die Ortsverwaltung. Verband der Tapezierer u. verw. Berufsgen. ( Filiale Berlin.) - Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 35. Am Dienstag, den 15. Januar, abends 81/2 1hr, im Lokal ,, Arminhallen", Kommandantenstraße 20: General- Versammlung Kombinierte Versammlung. im Gewerkschaftshaus, Engel- llfer 15. Tages Ordnung: 1. Die Angelegenheit betr. Einführung des Kontrollbuchs. 2. Kaffen: bericht. 3. Bericht des Vorstands und sämtlicher Kommissionen. 4. Er gäuzungswahlen. 5. Gewerkschaftliches. [ 82/1 Eintritt gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuchs. Eröffnung pünktlich. Unter Hinweis auf die wichtige Tagesordnung erwartet vollzähliges Erscheinen Der Vorstand. Tages Ordnung: 1. Abrechnung pro 4. Quartal 1900 und Bericht der Ortsverwaltung. 2. Aufstellung der Kandidaten zur Wahl der Beisiger zum Innungsschiedsgericht. 3. Ersazwahl des Verbands- Ausschusses. 4. Stellungnahme zur 177/1 Gaufonferenz und Wahl der Delegierten zu derselben. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Kollegen, besonders die Vertrauensleute werden gebeten, eifrig für Die Verbandsleitung. die Versammlung zu agitieren. Südost u. Südwest: Admiralstr. 18 bei Möhring, Verein der Tischler Berlins und Umgegend. Berliner Konsum- Verein Abteilung Osten. Norden: Brunnenstr. 150 bei Neumann. Tages Ordnung: 1. Bericht der Kommissionen. 2. Verbandsangelegenheiten. 3. Branchenangelegenheiten. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Mitgliedsbuch und Ver: trauensmännerkarte legitimiert. in Habels Brauerei, Westen und Süd- Weften: Bergmannstr. 5-7. am Mittwoch, den 16. Januar, abends 8% hr. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Rechtsanwalt Fränkt über:" Deutsche und preußische Verfassung". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Frauen find willkommen. Charlottenburg. Montag, den 14. Jannar, in der ,, Gambrinus-Branerei" General- Versammlung. Tages Ordnung: [ 76/13 1. Bericht und Neuwahl der Ortsverwaltung. 2. Der gegenwärtige Konflikt in der Holzindustrie und Stellungnahme. 3. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwartet Die Ortsverwaltung. Pankow u. Nieder- Schönhausen. Donnerstag, den 17. Januar, abends 9 Uhr, bei Grosskurt, Pankow, Berlinerstr. 27: ( Vertrauensmänner- Centralisation.) Geschäftsstellen: Petersburgerstr. 4a, Krautstr. 7. Dienstag, den 15. Januar er., abends 8 Uhr, im Lokal des Achtung! Montag, den 14. Jaratar, Achtung! Herrn Thiel, Fruchtstraße 36 a: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Stellungnahme zu den Kontrollbüchern. 2. Diskussion. schiedenes. 186/2 3. Ver Der Vorstand. Achtung, Rabikputer! abends 8 Uhr: Volks- Versammlung in den Sälen der Germania- Branerei, Frankfurter Allee 56. Mittwoch, den 16. Januar, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, und die moderne Arbeiterbewegung. 2. Disfusion. Kommandantenstraße 20: Mitglieder Versammlung der Zahlstelle Berlin III des Gentralverbands der Mavrer. Tages Ordnung: 1. Vortrag die der allgemeinen Arbeitslosigkeit. 2. 252/1 [ 98/ 2* Tages Ordnung: 1. Vortrag: Die Konsumgenossenschafts- Bewegung Arbeiter und Arbeiterfrauen, erscheint zahlreich in der Versammlung! Der Saal ist gut geheizt! Der Einberufer. fuffion. 3. Röregnung vom 4. Duartal 1900. 4. Berbandsangelegenheiten. Verein deutscher Schuhmacher. Die Ortsverwaltung. Kürschner! Montag, den 14. Januar, abends 8 Uhr, Weinstraße 11: Mitglieder Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Kollegen Moldenhauer über: Welches sind unsre nächsten 93/1 Aufgaben? 2. Distuffton. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. Gäste willkommen. Oeffentl. Volksversammlung. Atung! Gewerkschaft der Maler Berlius u. Umg. Referent Reichstags- Abgeordneter A. Stadthagen: " Was wollen die Deutschen in China und was wollen die Frauen von Banfow?" [ 19726 Diskussion. Wahl einer weiblichen Vertrauensperson. Verschiedenes. Die Frauen sind hiermit ganz besonders eingeladen. Der Vertrauensmann. Lichtenberg. Dienstag, den 15. Januar, abends 7, Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: General- Versammlung. Mittwoch, den 16. Jannar, abends 8½ 1hr, im Lokal ,, Englischer Garten", Alexanderstraße Nr. 270 ( oberer Saal): General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Geschäfts- und Kassenbericht vom 4. Quartal 1900 und Jahresbericht pro 1900. 2. Neuwahl der Ortsverwaltung und des befoldeten Kollegen, der Revisoren, sowie der Mitglieder der Brandenburger Kommission. Wahl von zwei Delegierten zur Gewertschafts: Kommission. ristung von lotgen. scheinen. 3. Antrag auf Uebernahme einer Betriebswerkstätte und weiterer Gin4. Verschiedenes. 169/1 Angesichts der wichtigen Tagesordnung fordern wir die Mitglieder zuin zahlreichen Besuch dieser Versammlung auf und bitten um pünktliches ErMitgliedsbuch ist vorzuzeigen. 1. Bericht des Vorstands. 2. Sassenbericht. 3. Bericht der Agitations: Die Ortsverwaltung. fommission. 4. Bericht des Bibliothekars. 5. Bericht der Preffe. 6. Anträge. Der diesjährige Maskenball findet am Sonnabend, 16. Februar, 7. Neuwahl des Vorstands. 8. Gewerkschaftliches. 155/1 abends 8 Uhr, in Cohns Festfälen, Beuthstraße 19, statt. Billets a 50 Pf. Die Kollegen werden dringend ersucht, recht pünktlich zu erscheinen. find im Bureau und bei den Vertrauensmännern zu haben. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. Tages Ordnung! Großze Mieter- Versammlung Centralverband der Zimmerer Deutschlands am Mittwoch, den 16. Januar, abends 8½ Uhr, im großen Saale von Höflichs ,, Schwarzer Adler", Frankfurter Chauffee 120. Tages Ordnung: 1. Mietssteigerungen, Wohnungsnot und deren Ursachen. Referent: Stadtverordneter Heymann- Berlin. 2. Frei Aussprache. 3. Verschiedenes. ( 222/2 Der Vertrauensmann. 1629L Feuersteins Fest- Säle, Alte Jacobstr. 75. Große und kleine Fest- Säle zu Versammlungen und Festlichkeiten stehen den Vereinen zur Verfügung. Jeden Sonntag: Oeffentlicher Tanz. Zahlstelle Berlin. Dienstag, den 15. Januar cr., abends 7½ Uhr: Ausserordentliche 99 Voran" Produktiv- u.Einkaufs- Genossenschaft f. Radfahrer Sonntag, den 20. Januar cr., nachmittags 5 Uhr: Mitglieder= Versammlung General- Versammlung im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Tages Ordnung: 1. Regelung ber monatlichen Versammlungen für 1901. 2. Stellung von Anträgen zur 14. Generalversammlung. 3. Wahl der Delegierten zu derselben. 4. Verbandsangelegenheiten. Die Mitglieder werden in ihrem eigensten Intereffe ersucht, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimiert. 254/1] Der Vorstand. im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer Nr. 15. Tages Ordnung: 1. Geschäftsbericht. 2. Genehmigung der Bilanz. 3. Ersatzwahl. 4. Ver fchiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. 98/3 Billets zum Wintervergnügen( Kostümfest): ein Sommerfest im Grune wald, gefeiert im Lokal„ Elysium", Landsberger- Allee 40/41, am Sonnabend, den 2. Februar cr., sind in der Versammlung und in der Geschäftsstelle, Strautstr. 7, zu haben. Der Vorstand. Warenhaus A.Wertheim Ball- Blusen 93 33 m. Goldbesatz, Krepp Salandrospots Ball- Artikel gefüttert Goldgarnitur, gefütt. Ball- Garnituren 4.50 M. Apfelblüthe 33 6.75 M. 19/2" 33 Krepp Säumchen- Passe Krepp cienne- Spitzen, gefütt. 8.- M. Passe u. Aerm. m. ValenVorderteil m.Säumchen Tausendschönchen 90 Pf. " Margueritten 11.40 M. Ball- Schuhe für Damen 60 Pf. Gemsleder 2.45 M. " Lackleder 3.25 M. 33 Edelweiss Heckenrosen 1.95 M. fg Glacé weiss 33 Lackleder mit Spange 4.85 M. Chiffon ca. 120 cm. breit 2.50 M. Mtr. 1.80 M. 93 2.90 M. 13 Glacé weiss mit Spange 4.50 M. 6.50 M. Japonseide " Seidentaffet Seidentaffet sumch., gefütt. u. Sammtband, gefütt. 4.75 Vorderteil mit Säumch., gefütt. 8.-M. Ball- Umhänge " 33 33 . Kaschmir creme mit Federbes. Kaschmir crême m. Federbes. u. Wollkrepp- Futter 12.75 Gem. Seidenstoffm. Wolf. u. Federgarn. 13.75 crême m. Seidenap.,.Kaschmir Stick Federer 16.25 Straussfederboa Farb 7.75.11.50 39 Ball- Fächer 93 33 Holzdition sont r Beingestell, Gaze gestell 2.80, durchbroch: 5.65 M. Federn in allen Ballfarben 2.25 M. Fächerhalter 38, 55 Pf. mit Seiden- Spitze 2.85 M. 7.75 M. Köpftücher Kopfshawls Kopfshawls geblümte Seide mit Fransen Ball- Handschuhe Zwirn, mit durchbrochener ca. 8 Ball- Handschuhe Manschette, crême 33 Drell weiss, halbhoch Ball- Korsetts Bandstoff rême, 3.-M. niedrige Form 2.85 M. Köper weiss, niedrige Form 2.-M. Gürtel weiss, rosa, hellblau 2.45 M. " 33 33 33 12 16 20 60 38 85 ca. 8 12 16 weiss Glacé 24 Knopf lang 80 Pf. 80 Pf. 95 1.20 1.45M. 20 24 Knopf lang 2.80 3.40 4.10 5.20 6.40 M. Wachsperlen- Colliers 3 Reihen 45 u. 75 Pf., 3 Reihen in eleganter Ausführung 1.35 M. R Kaufhaus Max Mannheim nisa- muzne 18mined busgegmi hauen aldash in de damn bobla Frankfurter Allee 89. Berlin 0..... Frankfurter Allee 89. Into mil. baci 6. mas- 2 dan int biller Inte? mi Nach beendeter Inventur werden aus allen Abteilungen eine grosse Anzahl zurückgesetzter und aussortierter Waren zu bedeutend anan Gf and insi 0192081 berabgesetzten Preisen verkauft. Der Verkauf beginnt predne dois Montag, den 14. Januar. WOXILE P ednost s 18-1291amialatene 00000000 1291 Verantwortlicher Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. 161 Nr. 11. 18. Jabrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 13. Januar 1901. Berliner Partei- Angelegenheiten. Die Lokalliste für Berlin und Umgegend über den Erwerb der Aktien durch die Große Berliner Straßen- gekrönt zu sehen und ein weites Gebiet des Wirkens vor sich zu bahn geführt, einstweilen aber gescheitert waren. Zugleich haben. In Liebe und Achtung werden die Stadtverordneten noch wurde beim Magistrat von der Direktion der Großen Berliner nach Jahren Deiner gedenken." Namens der Stadt Königsberg richtete der dortige Stadtrat ist neu herausgegeben und der heutigen Nummer unsres Blatts bei- Straßenbahn gegen die in erster Linie von der Verkehrsdeputation Schaff eine Ansprache an die Trauerversammlung. Auch vom gefügt worden. Bei der Wichtigkeit der Lokalfrage erwächst den in Aussicht genommenen und wichtigsten städtischen Linien mit der Be- Königsberger Rathause wehe die Fahne halbmast und dort habe Parteigenossen die dringende Pflicht, die Lokalliste strenge zu gründung Einspruch erhoben, daß der städtischerseits beabsichtigte man um so größeren Anlaß zur Trauer, als Brinkmann an diesem Parteigenossen die dringende Pflicht, die Lokalliste strenge zu Bau und Betrieb dieser Linien ähnlich, wie das in einer Streitsache Orte gehalten habe, was man hier erst von ihm erhoffte. beachten. Den Saalabtreibereien und Verweigerungen, gegen über, die in Berlin selber versteckt, in den Vororten dagegen Gesellschaft von dem Reichsgericht angenommen worden, als mit den von Berliner Waisen tindern geſungenen Choral. der Stadtgemeinde Köln a. Rh. gegen die dortige Straßenbahn- Einen finnigen Abschluß erhielt die Feier sodann durch einen offen betrieben werden, bleibt uns tein Mittel übrig, als Vor Rathause sich inzwischen eine Anzahl liberaler die Lokalsperre; und diese dort, wo nötig, durch bestehenden Verträgen, weil sie konkurrenzlinien wären, geredet han bantern versammelt, um den Trauerzug Vereine mit ihren zuführen, muß das Bestreben aller Parteigenossen sein. Arbeiter, unvereinbar erachtet werden müßte. zu eröffnen. Hinter dem pruntlosen Leichenwagen schritten die Parteigenossen, besucht daher nur solche Lokalitäten, welche Ein Erwerb jener Aktien und damit der beiden Linien von Magistratsbeamten und Stadtverordneten zu Fuß. Der Zug bes auf der Liste verzeichnet stehen. Vor allen Dingen Siemens 11. Halste durch die Große Berliner Straßenbahn, die wegte sich durch die Königstraße, am Schloß vorbei und bog von erwächst aber den Vorständen von Arbeitervereinen die Pflicht, für die Stadt die bei der Herstellung eines städtischen Straßenbahn- der Französischenstraße die Markgrafenstraße hinunter dem Halleschen beim Abschluß von Festlichkeiten auf das strengste die neue neges bestehenden Schwierigkeiten noch vermehren und Thor zu. Um 22 Uhr langte der Zug auf dem Friedhof am Lotalliste zu beachten. Die Vorstände wollen in solchen Fällen der Großen Berliner Straßenbahn einen erheblichen Gebiets- Blücherplaz an, wo nach kurzer Feier der Sarg in die Gruft bestattet auch darauf achten, daß in den Verträgen mit dem Wirt eine Klausel 3 uw a ch s zuführen würden, würde aus den in der Magistratsvorlage wurde. Nicht weit von Brinkmanns Grabstätte sind auch zwei Blaz findet, wonach für den Fall, daß das Lokal für Arbeiter aus dem vorigen Jahre über den Bau von städtischen Straßen- andre Berliner Bürgermeister, Naunyn und Serausnick bestattet Versammlungen später verweigert werden sollte, auch der Abschluß bahnen eingehend erörterten Gründen als durchaus unerwünscht worden. der Festlichkeit als nichtig zu betrachten ist und das Vergnügen nicht und dem städtischen Interesse schädlich erscheinen. Die Deputation Eine verhängnisvolle Benzinexplosion, die vier Personen abgehalten zu werden braucht. Verschiedene Vorkommisse der letzten nahm deshalb keinen Anstand, wegen des Erwerbs der Aktien zum Teil schwer verlegte, erfolgte am Sonnabendnachmittag im Hause Zeit lassen eine Bestimmung dieser Art dringend ratsam erscheinen. Nur Beharrlichkeit und Energie kann im Kampf um die VersammlungsTotale zum Siege führen! unterhandeln. Das Bankhaus hält sich alt seine Turmstraße 70. Hier hat im linken Seitenflügel die Firma Pretien Offerte noch einige Wochen gebunden. Der Magistrat empfiehlt feit Oftober 1899 eine Treibriemenfabrik eingerichtet, deren Betrieb in lebereinstimmung mit der Verkehrsdeputation nicht ungefährlich ist. der Stadtverordneten- Versammlung, sich mit der Vorlage und dem nicht ungefährlich ist. Zur Herstellung ihrer Erzeugnisse verwendet sie hauptsächlich Balata( Milchsaft des Kugelbaums in Ju die Lokallifte hat sich ein Druckfehler eingeschlichen. Es Anlauf einverstanden zu erklären. Zur weiteren Begründung Guayana) und Guttapercha, welche beiden Stoffe in Benzin heißt nicht W. Thierfeld, Jüdenstr. 43/44, sondern Kierfeldt.wird noch hinzugefügt: Es scheine ausgeschlossen, daß das kleine aufgelöst und verarbeitet werden. Der Benzinkocher, in welchem die Um Irrtümer zu vermeiden, wollen die Genoffen folgendes beachten: Unternehmen( Siemens u. Halste) sich noch längere Zeit selbständig neben masse gekocht wurde, war erst vor einigen Monaten getauft, Das Lokal von Carl Schulz in Lichtenberg, Friedrichsfelde, dem der Großen Berliner Straßenbahn erhalten wird. In der Weise aber fast gar nicht benugt, weil er sich nicht bewährte. Gestern Prinzen- Allee 6, ist frei und gehört unter Bezirk Lichtenberg. wie die Neue Berliner, die Südliche Vorort- und die Westliche Vorort- wurde er ausnahmsweise einmal wieder in Betrieb genominen, Die Lokalkommission. bahn, die Charlottenburger Straßenbahn in der Großen Berliner wobei das Unglüd geschah. In dem etwa 25 Meter langen, parterre Arbeiter- Bildungsschule. Morgen beginnen die Kurse für Straßenbahn dieses Vierteljahr in der Arbeiter- Bildungsschule, Engel- Ufer 15, aufgegangen sind, würde in kürzester Zeit belegenen Fabrikraume waren angenblicklich vier Arbeiter beschäftigt, Seitenflügel 2 Treppen. Montag, den 14. Januar, Geschichte auch dieses, abgesehen von der Hochbahn, einzige neben der Großen als die Explosion erfolgte. In unmittelbarer Nähe des Benzin( Welt- und Lebensanschauungen); Vortragender: Schriftsteller Dr. Berliner Straßenbahn hier noch bestehende Straßenbahn- Unternehmen tochers befand sich der 30jährige Arbeiter Eduard LangRud. Steiner. Dienstag, den 15. Januar, Natur- jener Gesellschaft zufallen. Alle Gründe, die zu dem Gemeinde- hof, Thurmstr. 80 wohnhaft. Er wurde mehrere Meter weit Erkenntnis( Die allgemeinen Himmelserscheinungen); Bor- beschluß, in Zukunft grundsäglich nene Straßenbahnen selbst zu bauen durch den Raum geschleudert und zu Boden geworfen, kam tragender: Schriftsteller Dr. Bruno Borchardt. Donnerstag, und zu betreiben, geführt haben und die eingehend dargelegt worden aber noch verhältnismäßig gut weg, weil er außer Verstauchungen den 17. Januar, Nationalökonomie( Die moderne Arbeiter- find, führen Zu dem Entschluß. die beiden genannten bewegung); Vortragender: Rechtsanwalt Victor Fränkt. Frei- Linien der Großen Berliner Straßenbahn nicht zu über- Händen davontrug, so daß er nach Anlegung eines Verbands nach nur noch weniger gefährliche Brandwunden im Gesicht und an den tag, den 18. Januar, Rede- lebung( Kursus für Fort lassen.. geschrittene); Vortragender: Schriftsteller Dr. Rud. Steiner. Es würde ferner die. Ausgestaltung des städtischerseiner Wohnung gehen konnte. ( Näheres fiehe Lehrplan im Inseratenteil.) Die Mitglieder mit ihren feits noch herzustellenden Straßenbahnnezes in außerordentlich Angehörigen und Freunden werden gebeten, fich zeitig mit Billets günſtiger Weise durch den Erwerb der Linien von Siemens u. Halste eine fürchterliche, Vier große Fenster von je vier Meter Länge zu dem am Sonnabend, den 19. Januar, in den Gesamträumen des beeinflußt werden, denn diese Linien führen zu besonders verkehrs- und vier Meter Höhe wurden samt der Fenstereinfaffung nach Böhmischer Brauhauses stattfindenden Künstler- Konzert zur reichen Buntten nach der Friedrichstraße und Unter den Linden und außen geworfen, wobei auf dem Hofe stehende Personen mit Feier des zehnjährigen Stiftungsfestes zu versehen. nach der Leipzigerstraße an der Ecke der Mauerstraße. Sie laffen einem Hagel von Glasscherben überschüttet wurden. Nur erste Kräfte sind wie bisher zur Mitwirkung herangezogen. sich also mit den geplanten städtischen Linien verbinden. Endlich Die Mitglieder, welche Billets ir heute stattfindenden Be- würde von Bedeutung sein, sofort einen Stamm geschulten unter dem Explosionsherde befindlichen Keller 500 Liter Benzin Gebäude der Umgegend zitterten. Da bekannt war, daß in dem sichtigung der königlichen Sternwarte am Enteplatz Personals zu haben. Auch ergiebt sich aus dem Bestehen zweier haben, werden gebeten, sich um 12 Uhr im Garten daselbst ein- Bahnhöfe von selbst, daß man iedenfalls für die erste Zeit des städtischerzufinden. Freie Volksbühne. Generalversammlung: Vortrag( Herr Schriftsteller Fritz Stahl): Die bildende kunst und das Volt. Donnerstag, den 24. Januar, abends 8 Uhr, in Cohns Festsälen, Beuthstraße, Geschäfts- und Kassenbericht, DisTussion, Verschiedenes. Ordnersizung: Donnerstag, 17. Januar, abends 81/2 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Bimmer 3.5. Abteilung: Heut, Sonntagnachmittag 23/4 11hr, im Carl Weiß- Theater: Lumpazivagabundus.( Siehe heutiges Inserat.) Der Vorstand. J. A.: G. Winkler. Der socialdemokratische Wahlverein für den zweiten Berliner Reichstags- Wahlkreis hält am Dienstag, abends 81/2 Uhr, in 8 hikes Salon, Dennewigstr. 13, eine öffentliche Versammlung ab, in der Reichstags- Abgeordneter H. Förster über " Die wirtschaftlichen Krisen" sprechen wird. Zahlreicher Besuch ist erwünscht. Lokales. seits beschlossenen eignen und neuen Betriebs die Beschaffung solcher Bahnhöfe für den neuen Betrieb nicht bedürfen wird, sobald die Stadt Eigen tümerin des Unternehmens von S. u. H. geworden ist, und daß, soweit sich dies schon jetzt vorausschen läßt, bei dem Ausbau der Bahnhöfe besondere Schwierigkeiten nicht entstehen werden. Durch den Besitz der Attien könnte die Liquidation der Gesellschaft herbei geführt werden usw. Nähere Angaben würden den Stadtverordneten gemacht werden. Siemens u. Halste haben für die Aftien eine Zinsgarantie von 5 Broz. bis 1904 übernommen. Eine eingehende Würdigung der Vorlage müssen wir uns für später vorbehalten. Für heute kann man, wie gesagt, nur dem Bedauern darüber Ausdruck geben, daß die Stadt Berlin sich seiner Zeit durch die Vertragsverlängerung eine Rute für ihren eignen Rüden gebunden hat. Die Trauerfeier Die Wirkung der vom Bezinkocher ausgegangenen Explosion war Die lagerten, so war die große Erregung begreiflich. Sie wurde noch erhöht durch mehrfache Rufe:„ Alles herunter vom Grundstück!" Wer den Thorweg nicht erreichen konnte, flüchtete nach dem hinteren Teile des Grundstücks und kletterte auf einer Leiter über eine Grenzmauer. Niemand hatte in der ersten Verwirrung darauf geachtet, daß mehrere Personen brennend unter Hilferufen aus der Fabrik nach dem die Arbeiter Julius Gohlte( Wittstockerstraße 24) und Hofe stürzten. die beiden Brüder Rudolf und Adolf Mathiat. waren alle drei waren im Gesicht und an den Händen entfeßlich zugerichtet. Die Kleider brannten und wurden den Unglücklichen von beherzten Männern vom Leibe geriffen, worauf die Flammen erstickt wurden. Alle drei Verletzte wurden noch vor Ankunft der Feuerwehr nach dem Krankenhause befördert. Mit einigen Rippenstößen tamen zwei Personen davon, die auf dem Hofe Kohlen vom Wagen luden. Der Luftdrud warf sie gegen die nächste die Wand. Zwei Arbeiter, über dem Explosionsherd " Wilhelmsberg. Sonntag früh Flugblattverbreitung. Die Parteigenossen mögen sich recht zahlreich einfinden. Wir machen darauf aufmerksam, daß am Mittwoch, abends 81/2 Uhr, in für den so plöglich aus dem Leben geschiedenen Bürgermeister arbeiteten, mußten schleunigst flüchten, weil die Stichflammeit ersten Stock zündeten. Die Feuerwehr ging unter Höflichs„ Schwarzer Adler". Frankfurter Chauffee 120, eine Mieter- Brinkmann nahm gestern einen würdigen Verlauf. Wohlthuend im bersammlung stattfindet, in der Stadtverordneter Genosse berührte es, daß von allem in die Augen stechenden Brunt Abstand Leitung des Brandmeisters Schubach behutsam vor, da weitere Heimann über" Mietssteigerungen, Wohnungsnot und deren genommen und der Aft in seiner Schlichtheit so zu einer Feier ver- Explosionen nicht ausgeschlossen waren. Das Feuer wurde schnell Urfachen" referieren wird. Es wird zahlreicher Besuch erwartet. anstaltet war, an der weite Schichten der Bevölkerung auch mit beseitigt. Bu rügen ist, daß die Fabrikleitung keine Vorsorge für dem Herzen Anteil nehmen konnten. Das Rathaus hatte dergleichen Unglücksfälle getroffen hatte. Es fehlte nämlich an dem Rummelsburg. Morgen, Montagabend, 81/2 Uhr, findet im Halbmast geflaggt und Trauerflor angelegt, ebenfalls hatten die gesetzlich vorgeschriebenen Medizin tasten. Café Bellevue eine Volksversammlung statt. Genosse 3 ubeil übrigen städtischen Gebäude Trauerfahren ausgehängt, während spricht über die Wohnungsnot. auf dem Schloß, wo der Leichenzug vorbeiging und auf den StaatsPolizeilich wird vor einem Betrüger gewarnt, der in hiesigen Schöneberg. Am Montagabend spricht Frik Zubeil in der gebäuden nichts von äußeren Zeichen einer letzten Ehrung zu Dollarnoten" entrichtet hat, die sich nachträglich als merikanische, Juweliergeschäften Einkäufe gemacht und den Preis in angeblichen Schloßbrauerei über das Thema:„ Aus dem Reiche Thielens." Auch sehen war. wird der Bericht der Vertrauenspersonen gegeben und findet die Der Sarg war, von zahllosen Kränzen bedeckt, im großen Fest- argentinische und brasilianische Noten von bedeutendem Minderwerte Wahl der weiblichen Vertrauensperson sowie einer weiblichen Kreis- fa al des Rathauses aufgestellt worden. Von 10 Uhr ab hatte man herausstellten. Der Schwindler, der sich in einem Falle Augustin vertrauensperson statt.( Siche Inferat in der heutigen Nummer.) dem Publikum kurze Zeit Eintritt gewährt. Uhr zwölf begann die Beleto genannt hat, war bereits vorher in Bremen aufgetreten und eigentliche Trauerfeier, zu der der Magistrat, die Mitglieder der soll sich jetzt nach Nußland gewendet haben. Es ist jedoch nicht ausWilmersdorf. Am Mittwochabend 8/2 Uhr findet im„ Volks- Stadtverordneten Versammlung, die Bezirks- Vor- geschlossen, daß er seine Schwindeleien hier fortsetzt. Er wird wie garten", Berlinerstr. 40, die Generalversammlung des socialdemo- fte her sowie die städtischen Beamten fast vollzählig erschienen waren. folgt beschrieben: 20-25 Jahre alt, etwa 1,65 Meter groß, von fratischen Vereins statt. Außer den Berichten und Neuwahlen des Ebenfalls waren Vertreter der Nachbargemeinden Charlotten schmächtiger Statur, dunkle Haare, Anflug von Schnurrbart, bageres, Vorstands 2c. steht die Regelung der Parteifpedition auf der Tages- burg, Schöneberg und Rigdorf, sowie eine Abordnung aus gelblich- braunes Gesicht, die beiden mittleren Schneidezähne fehlen. ordnung, weshalb zahlreiches und pünktliches Erscheinen nötig ist. Königsberg, wo der Verstorbene neun Jahre als Bürgermeister Der angebliche Beleto spricht englisch und gebrochen deutsch. Er Lichtenberg. Montag, den 14. Januar, findet eine Flugblatt- gewirft hatte, zugegen. Von staatlichen Beamten waren u. a. Minister führt zuweilen einen großen, schwarz und weißen Jagdhund mit sich. berbreitung statt. Die Parteigenossen mögen sich daher in der Zeit b. Rheinbaben, der Oberpräsident der Provinz Brandenburg Laudung eines Berliner Luftballons in Schweden. Aus von 7/ 2-8 Uhr in den bekannten Zahlstellen recht zahlreich ein- und der Polizeipräsident erschienen, ebenso der Rektor der Weriö in Schweden wird vom 11. Januar gemeldet: Gestern abend finden.- Die Zahlstelle Azpodienstr. 1 ist nach der Gudrunstraße, Universität, Professor von Harnad und der Präsident der 9 Uhr landete bei Hoegabiltan in Smaaland nach glücklich verlaufener Ede Hagenstraße, Lokal von Bastian, verlegt worden. Akademie der Künste, Profeffor Ende. Die Witwe des Fahrt ein Ballon, dessen Insassen der Oberlieutenant Hildebrand und Dahingeschiedenen blieb der Trauerfeier fern. Nachdem der Dom- Herr Berson vom Berliner meteorologischen Institut waren. Ueber chor die Feier mit einem Gesang eröffnet hatte, hielt Prediger die Fahrt berichtet das„ Weriöbladet": Der Aufstieg in Berlin erSchmeidler eine Gedächtnisrede, in der er das Bibel folgte gestern 8 Uhr 17 Min. morgens. Um 1 Uhr 17 Min. wurde wort zum Thema nahm:" So jemand will unter Euch gewaltig Stralsund passiert, um 2 Uhr Rügen, um 4 Uhr 45 min. Trelleborg. sein, der sei Guer Diener und wer unter Euch will der Vornehmste bank dem früheren Verhalten der Stadtverordneten- Mehrheit heute fein, der sei Euer Knecht". Der Prediger pries den geraden Sinn Der Weg über die Ostsee wurde also in 24 Stunden zurüdum die Benutzung ihrer eignen Straßen gegen die berüchtigte und die Vorurteilslosigkeit des Toten, jeine Liebe zur Freiheit, die gelegt. Die größte Höhe, die der Ballon erreichte, war 3000 Meter. Als Trelleborg passiert wurde, betrug die Höhe 600 Meter. Die Große Berliner führen muß, ist in ein neues, wichtiges er im Sinne des großen Weisen von Königsberg als Willen Kälte schwankte zwischen 2 und 3 Grad Celsius. Der unterste LuftStadium getreten. zur strengsten Pflicht aufgefaßt habe. Er war beseelt von strom ging in der Richtung auf Dänemark, der mittlere auf Der Magistrat hat der Stadtverordneten- Versammlung folgende jenem Geiste, der in der preußischen Städte- Ordnung von 1808 zum Schweden, der oberste auf Rußland. Ausdruck komme, die den städtischen Würdenträgern verkündet habe: Borlage zur Beschlußfassung in nächster Sigung übersandt: „ Das Gesetz und Ihre Wahl find Ihre Vollmacht; Ihre Ueber- Vom Tode des Ertrinkens gerettet wurde gestern der Die Stadtverordneten Versammlung stimmt zu, daß der zeugung und Ansicht vom gemeinen Besten der Stadt find Ihre Knabe Baul Güh durch den Feuermann Lauer. Als die Feuerwehr Magistat 5/2 Millionen Mark Aktien der Aktiengesellschaft Instruktion; Ihr Gewissen ist Ihre Behörde, der Sie Rechenschaft auf dem Wege zu der Explosion in der Turmstraße die Fennbrüde Berliner elektrische Straßenbahnen zu Berlin( Siemens u. Halste) abzulegen haben." Der Prediger sprach dann noch von echtem passierte, beobachtete fie, daß der Knabe auf dem Eise des Spandauer zum Kurse von 1662/3 antauft und dem Bankhause v. K. u. Co. Liberalismus, der keine Utopie, sondern eine Weltanschauung Schiffahrtsfanals einbrach. Lauer eilte dem Knaben zu Hilfe, der ( v. Nönen u. Co.) hier das Recht einräumt, bis zu 500 000 m. fei, die an die friedliche und gerechte Regelung der Weltordnung dann mit dem Wasserwagen 16 nach der Wohnung seiner Eltern in dieser Aktien innerhalb Monatsfrist nach Annahme der Offerte vom glaube und lobte dann den Toten als einen jener Männer, an deren der Reinickendorferstr. 14 befördert wurde. 31. Dezember 1900 nachzuliefern". Die entgültige Dedung des Beispiel es gerade heute nötig sei, fich aufzurichten. Feuer im städtischen Krankenhause in der Gitschinerstr. 105 Oberbürgermeister Kirschner begann seine Rede mit dem Kaufpreises wird, wie der Magistrat schon jest glaubt vorhersagen Schillerschen Worte„ Was sind Hoffnungen, was find Entwürfe, die alarmierte gestern vormittag 10 Uhr mehrere Löschzüge. Der zu können, aus einer zu schaffenden Anleihe, über deren Aufbringung der Mensch, der vergängliche baut?" Von dem Geiste des Toten Brand war in der im Kellerschoßz befindlichen Trockenkammier ausweitere Beschlußfaffung und Vorlage vorbehalten wird, zu geschehen habe die Bürgerschaft neue Anregungen erwartet, von seinem Charakter gekommen und hatte schnell an Ausdehnung gewonnen. Die Anhaben. Die vorläufige Beschaffung der Kauffumme soll aus bereit die tapfere Wahrung und Verteidigung ihrer Rechte. gestellten der Anstalt suchten die Gefahr zuerst mit zwei Rohren der stehenden Mitteln und vorschußweise herbeigeführt werden. Die Eiche sei gefällt worden, noch ehe fie Grund faffen Hausleitung zu beseitigen, wurden dann aber durch die Feuerwehr Zur Begründung dieser Vorlage wird ausgeführt, daß tonnte im Boden. Alle Kreise der Bevölkerung betrauerten abgelöst, die das Feuer nach halbstündiger Arbeit mit zwei Schlauchbei der Beratung des Gemeindebeschlusses über den Bau und den Toten; diejenigen, die den Gewählten von Anfang an auf leitungen ablöschte. Berbrannt ist hauptsächlich Wäsche und ist der Betrieb städtischer Straßenbahnen die Verkehrsdeputation davon ihren Schild erhoben und die, die abwartend zur Seite standen, seien verursachte Schaden immerhin erheblich. Kurz vorher brannte die Orgel in der Dorotheenstädtiſchen Kirche. Die Wehr mußte in Schmerz vereint. Kenntnis erhielt, daß Verhandlungen zwischen der Großen Berliner Straßenbahn und den Hauptbefizern verordneten Vorsteher Michelet dem Toten nach. Warme Worte der Ehrung rief sodann der stellvertretende Stadt. längere Zeit Waffer geben, so daß die Orgel nicht nur durch das Feuer, sondern auch durch Wasser stark gelitten hat. der Aktien der„ Aktiengesellschaft Berliner elektrischer Straßenbahnen" ihm Ernst gewesen und seine Bewerbung für die verantwortungs- Mit einem Hammer hat der Restaurateur Seehaber, der Jn( der Eigentümerin der beiden seiner Zeit von Siemens u. Halste volle Stellung in Berlin, aus seinem eignen Munde habe ich haber einer alten Weißbierwirtschaft in der Holzmarktstraße 36, sich gebauten Linien Behrenstraße- Treptow und Pantow- Mittelstraße) vernommen, wie stolz er darauf war, die Bewerbung von Erfolg selbst ten Schädel zertrümmert. Hinter dem Schenktisch Der Kampf, den die Stadt Berlin „ Es war Ans den Nachbarorten. " stehend, brachte er sich mit einem Zimmermannshammer mehrerer Nach diesen Zeugenaussagen verzichtet John auf Anraten auf der Redaktion bestanden. Wenn nun eingewendet werde, ein wuchtige Schläge auf den Kopf bei, während niemand in der Gast seines Verteidigers auf die weitere Beweiserhebung und giebt zu, Beitungsartikel sei doch nicht der richtige Weg zur Anregung eines stube war. Als seine Frau in das Zimmer fam, fand sie ihren daß sich der Wahrheitsbeweis nach Lage der Sache nicht erbringen Wiederaufnahmeverfahrens, so sei zu bedenken, daß ein Redacteur Mann blutüberströmit daliegen. Ein Arzt ließ den Schwerverlegten, lasse. in solcher Lage nicht die Pflicht habe, Anträge bei der Staatsanwaltder sich die Hirnschale zertrümmert hatte, mit einer Droschke nach Der Staatsanwalt führt aus: Der Artikel fei für Schütt fchaft zu stellen, sondern daß er in erster Linie feinen Lesern in dem Krankenhause am Urban bringen. An seinem Aufkommen wird schwer beleidigend. Er fei in demselben als ein völlig unglaub- einem so bedeutsamen Fall die Thatsachen vorzuführen und gezweifelt. Die Ursache des Selbstmordversuchs soll in Geschäfts- würdiger Zeuge hingestellt. In der heutigen Verhandlung habe kritisch zu beleuchten habe. Trotz alledem sei der Artikel mit mögforgen zu suchen sein. sich höchstens ergeben, daß Schütt- der sehr undeutlich spreche- lichster Vorsicht abgefaßt. Das Beobachtungsprogramm der Treptow: Sternwarte ist in von einigen Anwesenden falsch verstanden worden sei. Durch den Nach längerer Beratung verkündete der Vorsigende das Urteil dieser Woche ganz den Sternen und Nebelwelten gewidmet. Insbesondere Artikel des Vorwärts" könne doch Holst nicht aus dem Zuchthause dahin: Das Gericht nehme an, daß der Angeklagte in gutem Glauben wird der berühmte Orionnebel beobachtet, der das ganze Gesichtsfeld befreit werden, der Artikel verfolge nur die Tendenz, den Polizei- gehandelt, aber wie er selbst zugebe, sei der Wahrheitsbeweis nicht des Riesen- Fernrohrs ausfüllt und als eine unregelmäßige, bläulich beamten Schütt in den Augen der Leser herabzusehen, ihn in seiner erbracht. Aus dem Satz des Artikels:„ Es könnte nun jemand leuchtende Gasmasse erscheint, in deren Mitte die Trapeziterne als glänzende Ehre zu kränken und ihn zu verderben. Deshalb und mit Rüdjicht meinen, Schütt habe... wir nehmen derartiges nicht an... Sonnen strahlen. Am Sonntagnachmittag 5 Uhr spricht Direktor Archen: hold über einen„ Ausflug in die Sternenwelt und um 7 Uhr abends auf die vielen Vorstrafen des Angeklagten sei eine strenge Strafe habe das Gericht nichts audres entnehmen können, als daß dem Schütt über„ Sternhaufen und Nebelflede". am Play. Der Staatsanwalt beantragt vier Monat Gefängnis und der Vorwurf des in perfider Weise geschwornen Meineids gemacht werden Publikationsbefugnis. solle. Eine in solcher Form ausgesprochene Beleidigung sei gerade die Verteidiger Rechtsanwalt Wolfgang eine: Es sei flar, perfideste. Sie sei um so schwerer, weil sie einem pflichttreuent daß sich die Aussage Schütts, nachdem sie durch andre Zeugen Beamten gemacht worden und geeignet sei, die öffentliche Autorität Schöneberg. Eine neue Verteilung einzelner Decernate Hat unterstügt worden sei, nicht widerlegen laffe. Andrerfeits sei es aber zu untergraben. Der Angeklagte habe das Bewußtsein der Beleidigung jetzt bei unsrem Magistrat stattgefunden. Der erste Bürgermeister zweifellos, daß Schütts Angabe vor dem Schöffengericht in gehabt. Der Schutz des§ 193 könne ihm nach der Praxis des steht für die Folge der Tiefbau- Deputation vor, während der zweite Bismar nicht von allen Beteiligten so verstanden worden ist, wie Reichsgerichts nicht zugebilligt werden. Mit Rücksicht auf die VorBürgermeister den Vorfizz in der Einkommensteuer- Beranlagungs- er fie gemacht haben will. Es sei auch tlar, daß ihn der Ober- strafen des Angeklagten sowie auf die Schwere der Beleidigung Kommission übernehmen wird. Der Hochbau- sowie der Kranken- amtsrichter Martens nicht so verstanden habe. Offenbar habe fonnte nicht auf eine Geldstrafe erkannt werden. Auch sei bekannt, haus- Deputation wird der Stadtrat Leidig vorstehen. Die von dieser die Meldung: Die Privatpost ist angemeldet, nicht daß eine solche nicht aus der Tasche des Angeklagten, sondern aus der Stadt mit erheblichen Kosten eingerichtete Volksbücherei gehört, denn er sonst würde und LesehaIle soll am 21. Januar eröffnet werden. dies wesentliche Moment andern Quellen fließen würde. Die vom Staatsanwalt beantragte Beide in den Gründen seines Urteils angeführt haben. Worauf Strafe sei nicht zu hoch. Das Gericht hat deshalb auf vier Institute sind des Wochentags von 7-9 Uhr abends und Sonntags der Widerspruch zwischen der Aussage Schütts und denen, Monat Gefängnis erkannt, sowie auf Publikationsbefugnis. von 11/ 2-1 Uhr geöffnet und stehen jedem Einwohner Schönebergs die eine zur unentgeltlichen Benutzung. anders lautende Meldung gehört haben wollen, Den Klagen gegen den Berliner Magistrat zur Zahlung von Beiträgen zu den zurückzuführen fei, das lafie fich nicht aufklären und deshalb habe Briefkasten der Redaktion. Schullasten der Vorortgemeinden wird sich die Stadt was dem Angeklagten über die Gerichtsverhandlung in Rostoď beder Angeklagte auf weitere Beweiserhebung verzichtet. Nach alledem, Schöneberg nicht anschließen. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag, fannt geworden sei, werde man ihm glauben können, daß er an- Donnerstag und Freitag von 7-9 1hr abends statt. Ein Skandalprozeß aus der Rathenower Gesellschaft nehmen konnte, Schütt habe. in Wismar den Bescheid des Polizei- R. 00. 14 Tage.. M. Clemen. Eine Schenkung liegt nach Ihrer wird am 4. Februar vor dem Potsdamer Schwurgericht verhandelt sekretärs nicht richtig ausgeführt. Thatsache sei, daß das Gericht in Darlegung nicht vor; deshalb würden Sie die 1000 M. zurückzuzahlen werden. Eine dort wohnende Frau Besuch erteilte schon längere Rostock dem Zeugen Schütt feinen vollen Glauben, feine ausschlag- haben. B. 2., Rirdorf. Erforderlich wäre ein notarieller oder gerichtZeit Rat und Hilfe in diskreten Angelegenheiten. Zu ihren Kunden gebende Bedeutung beigemessen hat. Die Schlüffe, die der Verfasser licher Vertrag. Derfelbe hätte aber keine rüdwirkende Straft, kann also vor zählten junge Damen aus„ besseren" Familien, welche der weisen des Artikels, der offenbar fein Jurist sei, daraus gezogen habe, dem Zugriff bereits bestehender Gläubiger nicht schützen. Die Stoſten richten Frau" ihre Ratschläge gehörig bezahlen mußten. Frau Besuch be- feien allerdings zu weitgehend, aber beleidigend für Schütt sich nach der Höhe des Objekts.- Haus. 1. Nein. 2. Im Wege der findet sich dieserhalb schon längere Zeit in Haft, ebenso die Schwägerin sei der Artikel nicht. Es handle fich um eine Kritik der Zeugen eines Warenhausbesizers aus Rathenow, welche von dort verzogen aussage Schütts, wozu der Angeklagte wohl ein Recht hatte. war, aber in der Lausitz festgenommen wurde. Wenn man bedente, daß Holst lediglich deshalb verurteilt worden sei, weil das Schwurgericht annahmi, er habe aus politischen Motiven, um seinen Barteigenoffen der Strafe zu entziehen, einen Meineid 1. N. 1. Die Invalidenrente kann nicht erhöht werden: ihre Höhe wird geleistet, so sei es dem Angeklagten durchaus nicht übel zu deuten, Vier Monat Gefängnis wegen Beleidigung eines mecklen wenn er sich veranlaßt fühlte. durch die Beleuchtung der Aussagen des Bustands erhöht werden. Anders steht es mit der Unfallrente. 2. Sie nach dem Gesetz festgesetzt und tann nicht wegen späterer Verschlechterung burgischen Polizisten find unfrem verantwortlichen Redacteur Schütts auf eine neue Thatsache hinzuweisen, die dem verurteilten fönnen den Antrag auf Befreiung von der Klebepflicht mit Aussicht auf ErPaul John gestern von der 4. Strafkammer des hiesigen Land- o Ist vielleicht zur Betreibung der Wiederaufnahme dienen folg an den Magistrat, Abteilung für Invaliditäts- und Altersversicherung, gerichts I zudiftiert worden. Die von der Staatsanwaltschaft im fönnte. In dem Artikel solle dem Polizeibeamten Schütt nun Klosterstr. 55, richten. Rirdorf. Die Sicherheit der Kasse ist uns nicht öffentlichen Intereffe erhobene Auflage hat folgende Borgeschichte: der Vorwurf des wissentlichen Meineids gemacht worden sein. Wenn bekannt. Ob es sich für Sie empfiehlt, der Kaffe beizutreten, tönnen wir In dem Güstrower Meineidsprozeß, wo unser Parteigenoffe man sich aber an den klaren Wortlaut des Artikels halte, so sei Ihnen ohne Kenntnis des Statuts nicht beantworten. Ebenso steht es mit Holst zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt worden ist, trat der gerade dadurch, daß gesagt werde: man könnte vielleicht so etwas der Frage, ob es für Sie möglich ist, von der Kasse zurückzutreten. Sprechen Polizei- Offiziant Schütt aus Wismar als Hauptbelastungszeuge auf. annehmen, aber wir sind nicht dieser Meinung Sie eventuell mit dem Statut in der juristischen Sprechstunde vor. ganz klar aus 9. G. 19. Eine Anweisung über Errichtung von Testamenten finden Bald danach fand in Rostock vor der Straffammer ein Prozeß gesprochen, daß der Artikel dem Schütt nicht den Vorwurf wissent Sie in dem dem„ Arbeiterrecht" beigefügten Führer durch das Bürgerliche gegen Genossen Groth, Redacteur der„ Mecklenb. Vollsztg." statt, lichen Meineids machen wollte. Wenn der Staatsanwalt jage, grade Gesezbuch S. 238, 239. Sprechen Sie eventuell in der juristischen Sprech in welchem derselbe Polizei- Offiziant Schütt gleichfalls eine Rolle daran sei die Absicht der Beleidigung zu erkennen, so heiße das nicht mehr stunde mit dem Entwurf zu einem solchen vor. F. F. P. 87. Ein spielte. Die„ Mecklenb. Bolksztg." hatte nämlich in einem Artikel über a us legen, sondern unterlegen. Man müsse sich nur an den Wortlaut neuer Versuch, eine Herabsetzung der Rente zu erzielen, ist zulässig. eine Schöffengerichtsverhandlung in Wismar gesagt: Der Vorsitzende des Artikels halten. Es werde dem Beklagten auch die Wahrnehmung 1372. Klagen Sie beim Magistrat auf Zahlung des Krankengelbs vom des Schöffengerichts habe den im Zuhörerraum anwesenden Schlitt nach berechtigter Intereffen zugebilligt werden müssen. Wenn das Gericht 2. Januar 1901 ab. dem Polizei- Amt geschickt mit dem Auftrage, Aften über die polizeiliche aber in einzelnen Aeußerungen eine Beleidigung finden sollte, Anmeldung der Privatpost in Wismar zu holen. Schütt sei zurück so rechtfertige das nicht ein so hohes Strafniaß wie der Staatsgekommen mit der Meldnug: Der Polizeisenator läßt jagen: anwalt beantragte, sondern höchstens eine Geldstrafe. Eine Privatpost ist nicht angemeldet, Alten sind nicht vorhanden. Bei der Verhandlung vor der Straffammer in Rostock, wo dieser Artikel der„ Mecklenb. Boltsztg." unter Anklage stand, hat Schütt aber als Zeuge bekundet, er habe die Meldung, wie sie ihm vom Polizeisekretär aufgetragen, dem Vorsitzenden des Schöffen gerichts ausgerichtet, nämlich: Der Polizeifetretär läßt sagen: Die Privatpost ist angemeldet, Aften sind aber nicht vorhanden. In dem Bericht, den die" Mecklenb. Volfsztg." über die Verhandlung in Rostock brachte, heißt es: Gericht und Staatsanwalt hätten dem Zeugnis des Schütt fein Gewicht beigelegt. Gerichts- Beitung. " John betont, der Artikel sei geschrieben im guten Glauben an die Richtigkeit der darin behaupteten Thatsachen. Der scharfe Ton erfläre sich daraus, daß kurz vorher Holst zu schwerer Strafe ver= urteilt worden sei, weil er als Socialdemokrat zu Gunsten eines Parteigenossen einen Meineid geleistet haben solle. Ueber dieses Urteil habe bei Abfassung des Artikels noch eine gewisse Erregung Sonntag Montag Dienstag 13. 14. 15. Wochen: Spielplan. schriften Ihres Mietsvertrags entgegenstehen. 3. Dazu wäre nicht zu raten. Klage tönnen Sie Abhilfe und Schadensersatz verlangen, wenn nicht Bor: 4. Der Mieter ist verantwortlich. A. 2. 12. Leider giebt es für diesen 3wed teine andre Stelle als die Armenkommission, an die Sie sich wenden müßten.. 100. Dem betreffenden Kinde steht/ des Vermögens A. W. 95. Uns nicht bekannt. Ihrer verstorbenen Frau zu. Briefkasten der Expedition. Mr. B. 2. 100.„ Vorwärts" netto 252,80 m. Bezüglich der andren Beitungen wollen Sie sich bei deren Expeditionen erfundigen. Wetter- Prognose für Sonntag, den 13. Januar 1901. Etwas gelinder, teils heiter, teils nebelig bei schwachen südöstlichen Winden; feine wesentlichen Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Mittwoch 16. Fidelio Festspiel Testament groß. Kurfürst Aus eignem Recht Donnerstag 17. Freitag 18. Opernhaus Der fliegende Holländer Carmen Cosi fan tutte Cavalleria rusticana Bajazzi Die Quizoms Der Eisenzahn Der neue Herr Festspiel Hohenzollern Festspiel Hohenzollern hans Auf Grund der vorstehend slizzierten Mitteilungen der„ Mecklenb. Volksztg." hat der Vorwärts" am 31. März 1900 einen Leitartikel gebracht, in welchem ausgeführt wurde, daß Schütt nach Annahme des Gerichts ein unglaubwürdiger Zeuge sei, und daß Schauspiel: damit eine neue Thatsache gegeben sei, auf Grund deren ein Wiederaufnahme- Verfahren in der Sache gegen Holst betrieben werden könne. Dieser Artikel des„ Vorwärts", durch den sich der PolizeiOffiziant Schütt beleidigt fühlte, bildete den Gegenstand der Anflage gegen John. Zu dem gestrigen Termin vor der 4. Straffanimer waren 13 Zeugen geladen. Der Angeklagte John betont, daß ihm jede Absicht, den Polizei- Offizianten Schütt zu beleidigen, fern gelegen habe und der inkriminierte Artikel. mur die Tendenz verfolge, dem im Güstrower Meineidsprozeß verurteilten Holst durch den Hinweis auf eine neue Thatsache für die Wiederaufnahme des Verfahrens behilflich zu sein, Zeuge Oberamtsrichter Martens aus Wismar bekundet: Er fönne fich nur noch entsinnen, daß Schütt mit der Meldung zurückgekommen sei: Atten sind nicht vorhanden. Ob Schütt außerdem noch gesagt habe, die Privatpost sei angemeldet oder sie sei nicht angemeldet, wisse Zeuge nicht. Zeuge Polizeisekretär Dan nehl bekundet, er habe dem Schütt den Bescheid erteilt: Die Privatpost sei angemeldet, Aften feien aber nicht vorhanden. Zeuge Schütt, der schnell und undeutlich spricht und deshalb sehr schwer zu verstehen ist, sagt aus, er habe dem Oberamtsrichter Martens gemeldet: Der Polizei: sekretär läßt sagen, Atten sind nicht vorhanden, aber die Privatpost ist angemeldet. Diese Aussage wird bestätigt durch die Zeugen Peters und Michel. Graumanns Festsäle, früher Renz, Naunynffrake 27. Achtung! Den geehrten Vereinen [ 5282* Achtung! zur gefälligen Kenntnisnahme, daß ich mein Lotal mit großer Theaterbühne auch Sonntags zu Festlichkeiten vergebe. Gleichzeitig mache ich bekannt, daß das Gerücht, mein Etablissement ginge am 1. April in andern Besitz über, auf unwahrheit beruht. sind Neue Oper Der Compagnon ( Kroll) Deutsches Theater Berliner Theater. LessingTheater Aus eignem Recht Rosenmontag Michael Kramer Rosenurontag Prinz Friedrich von Homburg Flachsmann als Flachsmann, als Wie die Blätter Geschlossen Rosenmontag Festspiel Hohenzollern Geschlossen Rosenmontag Frauenherrschaft Die beiden Leonoren Ueber unsre Straft Die strengen Herren Nachmittag: Kiytämnestra Der Meister von Palmyra Ueber unfre Straft Flachsmann als Erzieher. Johannisfeuer Erzieher Prinz Friedrich von Homburg Flachsmann als Erzieher Schiller. Theater Die Orientreise Freiwild Freiwild Romeo und Julia Der Freischü Fauft ( Frau Björnson) Auf den Wogen des Oceans Mittelmeerfahrten Ueber Fern Auf den Mogen fprecher und des Oceans Fernschreiber| Theater des Westens Urania Theater Mittelmeer fahrten Erzieher Freiwild Die Welt, in der man sich langweilt Hoffmanns Erzählungen D. Waffenschmied Die schöne Galathee Die Maschinenbauer Alessandro Stradella Mittelmeer: fahrten = Sonnabend 19. Lohengrin Testament des großen Kurfürsten Geschlossen Der Tag Die beiden Leonoren Johannisfeuer Freiwild Zigeunerbaron Nachm. Snee wittchen b. d. 8. Auf den Wogen des Oceans Sonntag 20. Der Barbier v. Bagdad. D. roten Schuhe 1812 Der Compagnon Der Tag Nachm.: Der Probekandidat Ueb. unf. Straft Nachm.:D.Pfarr. von Kirchfeld Flachsm. a. Erz. Nachm.: D.Pfarr. von Kirchfeld D. Glüd i. Winkel Nachm.: Jungfr. von Orleans Faust( Marg.) Nachm.: Der Troubadour Taubenſtr. 48. Central Theater. Alle Abende: Die Schöne von New York. Ständiges Repertoire: Residenz Theater. Alle Abende: Frauen von heute. Thalia Theater. Alle Abende: Amor von heute. Secessions: Bühne. Sonntag bis Donnerstag: Der Leibalte. Von Freitag ab: Buntes Theater. Belle Alliance Theater. Alle Friedrich Wilhelmstädtisches Theater. Alle Abende: Der Obersteiger. Abende: Gastspiel der platttölnischen Voltsbühne. Schuster und Teufel. Carl Weiß Theater. Alle Abende: Der Brandstifter. Apollo: Theater. Alle Abende: Des Löwen Erwachen. Roh- Tabak, sämtliche Utensilien zur Cigarren- Fabrikation offeriert in der größten Auswahl zu den billigsten Preisen Für Frühjahrs: und Sommerfeſtlichkeiten geeignete Tage fimb W. Hermann Müller, noch frei. Um wohlwollende Berücksichtigung ersucht Gustav Graumann. Sauerstoff Heilanstalt- Schöneberg( Berlin), Bahnstr. 34. Nahe Gr.- Görschen- u. Ringbahnh. Nach den Erfindungen u. unter Leitung von Dr. med. Hinz. Schnelle Heilerfolge bei allen inneren Wund: u. Hautkrankh. Zahlreiche Anerkennungsschreiben u. ärztl. 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Der fliegende Holländer. Anfang 72 Uhr. Montag: Carmen. Schauspielhaus. Anfang 72 Uhr. Die Quizows. Montag: Der Eisenzahn. = Nenes Opern Theater( Kroll). Der Compagnon. Anf. 71/2 Uhr. Deutsches. Rosenmontag. Anfang 712 Uhr. Nachm. 22 Uhr: Die Weber. Montag: Rosenmontag. Leffing. Flachsmann als Erzieher. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Silvesternacht. Montag: Johannisfeuer. Berliner. Die beiden Leonoren. Anfang 72 Uhr. Nachm 22 Uhr: Die deutschen Kleinstädter. Montag: Ueber unsre Kraft. Residenz. Frauen von heute. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Nora. Montag: Frauen von heute. Neues. Liebesprobe. Hierauf: Die Hand. Anfang 712 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der weiße Hirsch. Montag: Liebesprobe. Die Hand. Hierauf: Westen. Romeo und Julia. Anfang 712 Uhr. Nachm.: Bar und Zimmermann. Montag: Der Freischütz. Central. Die Schöne von New York. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Geisha. Montag: Die Schöne von New Yort. Seceffionsbühne. Anfang 72 Uhr. Der Leibalte. Montag: Dieselbe Vorstellung. Schiller. Die Orientreise. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Ephraims Breite. Montag: Freiwild. Invalidenstr. 57/62. Tagl. Sternwarte. Nachmittags 5-10 Uhr. Berliner Aquarium Unter den Linden 68a. Eingang Schadowstr. 14. Heute Sonntag Eintrittspreis: INF 50 Pf. In beiden Vorstellungen gleichreichhaltiges abwechselndes Programm. Auftreten sämtlicher neu engagierten Specialitäten. U. a.: Die weltberühmte Familie Nagel. Neu! Melle. Marguerite. Neu! Mlle. Lina. Vorführung der anerfannt unerreicht dastehenden Originaldressuren des Dir. Alb. Schumann. Nachmittags 32 Uhr zum Schluß die reizende Kinderpantomime„ Das Märchen vom Goliath und David", dargestellt von 150 Kindern und dem übrigen Personal. Nachm. 32 Uhr auf allen Plägen ohne Ausnahme 1 Rind frei. Jedes weitere kind halbe Preise, außer Galerie. Abends jedoch volle Preise. Zum 112. Male das mit so toloffalem Beifall aufgenommene größte Manegen- und Wasserschauftück der Gegenwart China. Montag: Gala- Sport- Vorstellung. Neues Programm und„ China". 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Montag: Maria Stuart. Belle Alliance. Schuster und Teufel. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Madame sang schön. Montag: Schuster und Teufel. Metropol. Specialitätenvorstellung. Eine tolle Nacht. Anfang 71/2 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Des Löwen Erwachen. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Palaft. Specialitäten Vorstellung. Eine tolle Nacht. Anfang 7 Uhr. Montag: Diefelbe Borstellung. Reichshallen. Anfang 7 Uhr. v.12 Uhr mittags b.11 Uhr nachts. The two Cirnocs. Die Ueberwinder Houdinis. Ravizetta d'Aragon Der Herr von Maxim 17 erstklassige 17 Eintritt einschliesslich 50 Pf. Specialitäten Panopticum Koppenstrasse 29. Heute, Sonntag: < 0 Humoristischer Abend der renommiertesten Leipziger Sänger- Quartett u. Humoristen Herren Pauly, Müller, Hoffmann, Oppermann, Schmitz, Antonius, Cröning. Neues decentes humoristisches Programm. Gr. Instrumental- Konzert Berlin, Andreasstraße 23. II. Geschäft: Brunnenstr. 95 III. Geschäft: Beusselstr. 67. IV. 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Da einige präsident weiter, rekrutierten sich aus diesem Handel, Mitglieder der Kommission sich genötigt sahen, ihr Amt niederDie Händler und Händlerinnen hatten am Freitag eine sehr und vergebens waren alle recht lebhaften Dis- mission besteht jetzt aus folgenden Personen: Martini, Schulz, Versammlungen. zahlreich besuchte Proteſtverſammlung im„ Englischen Garten", um mission gemacht wurden invendungen, die von der Kom: zulegen, wurden dafür Ergänzungswahlen vorgenommen. Die KomHeute Zahltag Aderstr. 123 den Bericht der Kommission über die Rücksprache fussion wird noch weiter auf die schlechte Lage der Händler Opiz, Moves und Ritter. mit dem Polizeipräsidenten entgegenzunehmen und und Händlerinnen eingegangen. Unter andermi spricht auch Samariter Kursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Morgen, über weitere Maßnahmen zu beschließen. Nach dem von Stadtv. Augustin in warmen Worten für die Sache der Straßen- Montag, abends 9 Uhr: Wiederbeginn des Kursus in der Centrale, Martini gegebenen Bericht, der von andren Mitgliedern händler und ermahnt sie zu festem Zusammenschluß. Schließlich ge- Dresdenerstr. 45. Vortrag über Vergiftungen. Gäste willkommen. Neue der Kommission ergänzt wird, hat der Polizei- Präfident langt die folgende Resolution zu einstimmiger Annahme: Die Ver- Teilnehmer können jederzeit noch eintreten. Leine Neigung gezeigt, den Händlern entgegenzukommen. fammlung der Händler und Händlerinnen nimmt Kenntnis von dem Be Allgemeine Familien- Sterbe- Kasse. Auf den Hinweis, daß durch noch weitergehende Beschränkungen des richt der Kommission und spricht ihr Bedauern darüber aus, daß es dieser von 3-6 Uhr. Straßenhandels dieser direkt unmöglich gemacht würde, äußerte der nicht gelungen ist, in der Audienz mit dem Herrn Polizeipräsidenten letzteren Polizeipräsident, daß er durchaus nicht die Beseitigung desselben davon zu überzeugen, daß die Beschränkung des Straßenhandels auch beabsichtige, aber eine Einschränkung des Straßenhandels aus vergleichzeitig den Ruin vieler Eristenzen, welche in demselben ihre letzte schiedenen Gründen, besonders aber aus Rücksicht auf den Rettung sehen, bedeutet. Sie beauftragt die Kommission, die, nach Berkehr, für wünschenswert halte. Vergebens wies die Kom- den Ausführungen des Polizeipräsidenten in allernächster Zeit mission darauf hin, daß, wenn Verkehrsstörungen durch den kommende Verordnung, welche in dieser Gestalt die Beseitigung des Straßenhandel verursacht würden, diese leicht dadurch vermieden Straßenhandels bedeuten würde, dadurch zu verhindern, daß sie sich in werden könnten, daß man den Händlern die großen Plätze und legter Instanz an den Herrn Minister für Handel und Gewerbe wendet, Ein guter Cropfen Cognac, Rum, Branntweine und fämtliche Liqueure von föstlichem Aroma und herrlichem Geschmad von jedermann höchst einfach und leicht selbst zu bereiten. Gesetzlich ein Kombinierte Original- Reichel- Effenzen. geschützt! echt! 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