Nr. 17. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mir illuftrterter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Pofts bonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Gingetragen in der Poft Beitungss Preisliste für 1901 unter Br. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. sid 18. Jahrg. Die Insertions Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonete zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. 44 Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Besttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Ueber der Regierung. Sonntag, den 20. Januar 1901. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. 1000 Mitglieder, darunter recht große und angesehene Industrielle, felbst, so erzählt Minister Brefeld dem frohlockenden Bued, ist der zu diesen gehört auch der Vorsigende Herr Wirth. Der Bund hat Ansicht geworden, daß jezt mehr socialpolitische Ruhe eintreten solle. ein recht sorgfältig ausgearbeitetes Statut mit einem rationellen Vorbei sind die kümmerlichen Jahre deutscher Socialreform und der Das öffentliche Interesse verpflichtet zur Bekanntgabe des folgenden Modus der Beitragszahlung. Der Vorsitzende ist sowohl von Centralverband beginnt die Vorbereitung des 8uchthausuns übermittelten Schriftstüds. Berlepsch wie von Bötticher empfangen worden und wenn er gefeges. Hochgeehrter Herr Reichsrat! 7.7.96. . ( der Bund), was ich für sicher halte, die wüsten Agitatoren Herr Brefeld ist der Mann des Centralverbands. Durch von seinen Rockschößen abschüttelt und ruhig und ernst arbeitet, Bande der Freundschaft und des geselligen Verkehrs längst mit so ist die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, daß sich die hohe Reichs Herrn Bued verbunden, giebt er ihm alsbald in den Anfängen Ich bestätige den Eingang Ihres sehr geschäßten Schreibens regierung von dem manchmal unbequemen und niemals feiner Ministerherrlichkeit intime Audienz und die beruhigendsten bom 30. v. M. aus B. Gastein und habe mich aufrichtig und herzlich sehr gern gesehenen Centralverband abwendet und Busicherungen, daß er den über die Socialreform errungenen Sieg gefreut, aus demselben zu erfahren, daß sich Ihr Gesundheits- den Bund 2c." mehr begünstigt. Ich glaube voraussehen zu sichern und festigen werde. Er brachte schon die Ueberzeugung mit zustand so wesentlich gebessert hat. Ich hoffe zuversichtlich, müssen, daß wir fortgefegt einen ernsten Konkurrenzlampf in das Ministerium, daß es den Arbeitern glänzend gehe und daß daß der Aufenthalt in Ihrem schönen Wahdring Ihnen mit dem Bunde" zu führen haben werden, und daher das Drängen nach Verbesserung der Lage vollständige Genesung und Kräftigung bringen wird. Den Arbeitern die Fauft, den GroßEs be habe ich es für notwendig erachtet, demselben gegenüber unsre eitel Unsinn sei. darf erst kaum einer besonderen Versicherung, daß ich, wenn Stellung zu wahren. industriellen„ freundliche Beziehungen" und die Bitte, zu ihm zu sich nur irgend eine Gelegenheit bieten sollte, mit ganz be Offener hat noch nimmer Mit hochachtungsvoller Empfehlung zeichne ich kommen, wenn sie etwas wollen. fonderem Vergnügen Ihrer gütigen Einladung, Sie in Waydring zu das Klassenregiment sich entblößt als in dem trauten Gespräch, in besuchen, folgen werde. ng dem der neue Minister den Lebensbund mit den gemeingefährlichsten Feinden des Volts schloß. Ihr sehr ergebener H. A. Bued. " der Arbeiter Daß wir endlich doch Herrn v. Berlepsch klein bekommen haben, hat mich auch mit Befriedigung erfüllt; Ihrem Und Herr Brefeld hat die Mächtigen, von deren Gnade er Wunsche, über den neuen Handelsminister etwas zu hören, Noch niemals fonnte so flar enthüllt werden, wer Herr ist im Minister ward und Minister ist, nicht enttäuscht. Seine Thätigkeit tomme ich, fotveit ich dazu im stande bin, in folgendem nach. Klaffenstaate Preußen, als durch dieses Schreiben des General in der Frage der Bergarbeiter- Gesetzgebung hat den Grubenherren Zunächst mein persönliches Verhältnis zu demselben be- sekretärs des Centralverbands an den mittlerweile verstorbenen niemals Anlaß zu Verdruß gegeben. Sein Auftreten in der Zuchttreffend, so tenne ich Herrn Brefeld nicht nur von meiner sechsjährigen füddeutschen Spinnertönig Reichsrat v. Haßler. hausgesetz- Debatte verdunkelte alle Verdienste aller seiner MinisterThätigkeit im Staats- Eisenbahnamt, dessen Vorsigender er war, und Als der 12 000 Mart- Bettel bekannt wurde und keine Ab- follegen. Als jüngst Herr Bueck in vorübergehender Verstimmung Abgeordneter, sondern ich bin auch in gesellschaftlicher Beziehung leugnung möglich war, flüchtete der Reichskanzler zu der gegen Herrn v. Posadowsky an den besser unterrichteten mit ihm im Verkehr gewefen. Brefeld und mein Schwieger- Ausrede des Mißgriffs, des Ausnahmefalls, der vereinzelt Staatsmann" appelliert hat, hat er gewiß an niemand sonst sohn Cruſe ſind nämlich alte Jugendfreunde, B. ist bei dastehe und sich nicht wiederholen solle. Indem man den Einzel- gedacht als an Herrn Brefeld, den Verläßlichsten unter den der Hochzeit in meinem Hause gewesen, und ich bin fall preisgab, glaubte man sich um so eifriger entrüften zu dürfen Dienern des Centralverbands. häufig bei Cruse mit ihm zusammen gewesen, wo wir wider die socialdemokratische Behauptung der dauernden Der Fall Posadowsky erscheint nun beinahe Klein gegen den freundschaftlich mit einander verkehrt haben. Abhängigkeit höchster Regierungsstellen von den Machthabern der Fall Brefeld. Meine persönlichen Beziehungen zu dem neuen Handelsminister sind Großindustrie, eines Systems politischer Korruption. Hier ist nicht ein vereinzelter Mißgriff nachgewiesen. Hier ist demnach gut und ich empfand dies auch bei einem ihm Es vereinten sich schließlich sämtliche bürgerliche ein System aufgedeckt: die Ober- Regierung der gestern abgestatteten Besuche. Ich wurde sehr Parteien des Reichstags in der feigen Beschönigung des Sapitalistentlasse über der Regierung des Staats. freundlich empfangen und auf meine Anrede, daß ich 12 000 Mart Standals. Herr Röside und Herr Hize, die gekommen sei um meine Glüdwünsche abzustatten und dem Leuchten der bürgerlichen Socialreform, ereiferten sich gegen die Wunsche Ausdruck zu geben, daß das Handelsminifterium socialdemokratischen Uebertreibungen", und wurden die Hehler eines mit dem Centralverband freundliche Beziehungen unter zu jeder ehrlichen Socialpolitik unfähigen Regierungssystems. halten möge, erwiderte er, daß, soweit seine Person Das Schreiben Bueds an Haßler setzt der heuchlerischen Entdazu beizutragen in der Lage sei, dies der Fall sein rüstung und feigen Beschönigung ein Ende. Die Voffische Zeitung" veröffentlicht in ihrer geftrigen Morgenfolle. Er fuhr dann fort, daß er allseitig auf große Nachsicht würde Herr v. Berlepsch als Minister war nichts weniger als ein nummer unmittelbar hinter einander zwei Notizen, die für das freirechnen müssen, denn wenn er vorher hätte übersehen können, auf fortgeschrittener Socialpolitiker. Doch schon seine Bagatellreformen finnige Byzantinertum zu bezeichnend find, als daß wir nicht einen wie vielen Gebieten seines Ressorts ihm die notwendige Erfahrung im Arbeiterschutz beschworen den tödlichen Haß der Industriefeudalen Augenblick dabei verweilen sollten. und Kenntnis fehle, so würde er noch größere Bedenken gehabt herauf. Der noch dazu durch mancherlei Ausnahmebestimmungen Die erste dieser Notizen beschäftigt sich mit dem Protest, den die haben, das Amt zu übernehmen; unter den Schwierigkeiten schien er gemilderte 13 1/2 stündige Magimalarbeitstag für Bäckereiarbeiter beiden socialdemokratischen Mitgliedre der Breslauer Stadtverordneten= Politische Mebericht. Berlin, den 19. Januar. Freifinniges Byzantinertum. auch zu verstehen, daß, wie er sagte ,,, ein gewisses Abweichen von trieb den seit den Februarerlassen von 1890 aufgespeicherten Groll der Versammlung gegen die Verwendung städtischer Stenerzahlerdem bisherigen System mit zu seiner Aufgabe ge- Großindustrie zu offenem Ausbruch. Der Minister des 13/ 2- Stunden- groschen für Illuminationen erhoben haben. Wie die„ Vossische Ztg." höre"; damit war mir der gewünschte Anlaß gegeben, die bis- Tags mußte fallen. erzählt, hat der Breslauer Oberbürgermeister Bender gegen wir " allem Krims herige Richtung des Handelsministeriums in den Am 4. März 1896 war die Bädereiverordnung des Bundesrats diesen Protest eine Rede geredet, die in folgenden Säßen fozialpolitischen Fragen in die Besprechung zu ziehen, worüber wir erschienen, sie sollte am 1. Juli in straft treten. Sofort fette in den gipfelte:" Was wären wir, abgesehen von ums etiva 34 Stunde unterhalten haben. Ich nehme feinen Anstand Parlamenten und hinter den Coulissen der Kampf der Arbeiterfeinde frams, der sonst vorliegen mag, in Deutschland ohne die zu erklären, daß die Ablehnung des im übrigen ein. Im Reichstag wurde durch eine Juterpellation am 22. und Hohenzollern?... Die Socialdemokraten sollten sich nicht wundern, ganz vernünftigen Handelskammer- Geseges 23. April das Vorgefecht geliefert. Die Hauptschlacht wurde im wenn sie den Konflikt, in den sie sich setzen, auch zu fühlen behauptsächlich gegen die weiteren Pläne des Herrn Abgeordnetenhaus geschlagen und das Dreitlassenparlament erwies fich fommen." Herr Bender erklärt also die von der deutschen Nation v. Berlepsch gerichtet gewesen set und zwar haupt nicht nur als Vereitler aller reformatorischen Arbeit in Preußen, durch Männer wie Lessing, Goethe, Schiller, Kant, Fichte und wie sächlich gegen die von ihm geplante Organi- fondern auch im Reiche. viele andre ohne jede Beihilfe der Hohenzollern gefchaffene Kultur fation der Arbeiter. Die Gefährlichkeit dieser extremen Bereits am 24. April 1896 wurde Herrn v. Berlepich das für Krimskrams", eine Behauptung, die wenigstens in dieser Form bon noch feinem Maßregel erkannte er vollkommen an. Ich segte eingehend Handelskammergefeß vor die Füße geworfen. Die viel trodenen höfifchen Lalaien ge worden ist, und Herr Bender droht denen, die den Standpunkt des Centralverbands zur focial- feitige Oppofition gegen dieses Gesetz war damals durchaus über- wagt einem neuen politischen Gesezgebung auseinander, betonte, daß raschend. Wir erfahren jetzt aus dem Bueckschen Brief, daß das nicht gleich höfischer Gesinnung find, mit dieselbe thatkräftig unterstützt und gefördert haben. ganz vernünftige Handelskammergesetz" mur abgelehnt wurde, um Socialistengeseze. Man sollte denken, daß die Vossische Zeitung", bezeichnete aber auch die Buntte, in denen man unfres die Stellung des Ministers für Handel und Gewerbe, deffen Social die ja mit ihrer angeblichen Abstammung von Leffing so viel herumErachtens bereits zu weit gegangen sei. Die Stellung politik man fürchtete, zu erschüttern. Die Regierung sah sich ge- krebst, dagegen wenigstens ein schüchternes Wort des Protestes haben des Herrn Brefeld läßt fich mun etwa wie nötigt, am 16. Mai den Gesezentwurf zurückzuziehen. Er wurde in werde. Allein sie bemerkt zu den byzantinischen Purzelbäumen des folgt charakterisieren. Primo loco ist er von der Ueber der folgenden Session in wenig veränderter Gestalt wieder vorgelegt Herrn Bender nur folgendes: Selbst die konservative Schlesische zeugung durchdrungen, daß sich die Lage der arbeitenden Klaffe und vom Landtag angenommen. Zeitung" muß anerkennen, daß die socialdemokratische Herausgegen früher ganz außerordentlich gebessert habe, daß Die socialpolitische Reaktion fab sich auf der Bahn der Erfolge forderung durch den freisinnigen Oberbürgermeister Bender eine Ein fanfter Wint nach oben, daß fie als eine vollkommen befriedigende bezeichnet werden müsse und am 15. Juni holte sie im Abgeordnetenhause zum entscheidenden scharfe Abwehr erfahren habe." und daß die von gewisser Seite ausgehenden Klagen über die Streiche aus. Die freitonservativen und nationalliberalen Vertreter ein freifinniger Staatsmann bei der Hoffeier des 18. Januar den traurige Lage der Arbeiter ein Unfug sei. Daher sei er dafür. der Centralverbandspolitik wagten die Forderung, die Regierung solle die Rekord in serviler Gesinnung erreicht habe! jegt in dem Laufe der socialpolitischen Geiez Bädereiverordnung, noch che sie in Kraft getreten sei, zurückziehen. Unmittelbar darauf meldet die„ Vossische Zeitung" aus Stutt gebung mehr Ruhe eintreten aulaifen. und das Fhr. v. 3 edli, neben Stumm der Leiter der„ Post" und der Scharf- gart, daß die neu gewählten socialdemokratischen Abgeordneten bei fei auch die Ansicht des Kaisers. Dabei unterließ ich nicht, macherei, und Herr Möller. Buecks Intimus, klagten von einer ihrem Eintritt in die Württembergische Kammer den verfassungsLohmann als den zu bezeichnen der von weitgehenden weit über das Bäckereigewerbe hinausgehenden Beunruhigung" wegen mäßig vorgeschriebenen Eid geleistet haben, worin sie unter Ansocialistischen Ideen befangen, wohl das treibende Element in der der socialpolitischen Pläne v. Berlepschs, fie verurteilten in Bausch rufung Gottes in der Ständeversammlung das unzertrennliche bisherigen Richtung gewesen sei und um so mehr habe durchdringen und Bogen die Thätigkeit der Kommission für Arbeiterstatistik und wohl des Königs und des Waterlands treu und gewissenhaft zu können, da Berlepich. vielleicht nur infolge der Bewegung zur vervehmten jede ernsthafte Arbeiterschutzpolitik. Freiherr v. Berlepsch beraten versprechen. Dazu bemerkt das würdige Blatt:„ Ob die Zeit. als er in das Amt eintrat, sich vollständig geiftes verteidigte feine Socialpolitik nicht ohne Schärfe. Vielleicht war er Barteileitung diesem Frevel zusehen wird, ohne Schwefel und Feuer verwandt mit Lohmann erviefen hat. Ich schicke Ein in der Parteipresse über die Missethäter reguen zu lassen?" Hier voran. fich feines baldigen ministeriellen Endes bereits bewußt. daß Brefeld mit Lohmann sehr befreundet ist und auf Du" Centrumsantrag, der die Angelegenheit wenigstens einer Stommission stellt sich die Bossische Zeitung" viel dimmer als sie ist, nur um mit ihm steht. Herr Brefeld schien mich bezüglich des genannten zur näheren Prüfung übergeben wollte, wurde verworfen und die fich recht byzantinisch stellen zu fönnen. Die Frage, die sie an der Berliner Parteilcitung". Herrn mit der Bemerkung beruhigen zu wollen, daß Lohmann. freche Zumutung der konservativen und liberalen Feinde jeglicher schneidet, ist zwar nicht von mit dem er voraussichtlich oft in Meinungsverschiedenheiten fein Socialreform wurde Beschluß des Hauses. aber von der ganzen Partei, zwar nicht vor zweihundert, aber Damals werde, doch nachgiebt. wenn er sich bei seinem Chef einem Am 19. Juni war Landtagsschluß. Am 27. Juni berkündete der doch schon vor zwanzig Jahren entschieden worden. ernsten Willen gegenüber befinde; auf diese Eigenschaft Lohmanns Reichs- Anzeiger" die Entlassung v. Berlepichs und die spektakelte Most in der Freiheit" darüber, daß Liebknecht bei seinem habe ihn auch schon Berlevich aufmerksam gemacht und auch er habe Ernemming des Unterstaatssekretärs im Ministerium der öffentlichen Eintritt in die sächsische Kammer den verfassungmäßig vorgeschriebenen bereits Gelegenheit gehabt sie zu erkennen. Im übrigen gilt Arbeiten Brefeld zum Minister für Handel und Gewerbe. In der Eid geleistet habe, der beiläufig im Sinne der Tante Voß noch viel Brefeld als ein ruhiger, ernster Mann mit festem Charakter Schule des Herrn Thielen hatte sich Brefeld würdig auf das verfänglicher lautet, als der württembergische. Die Partei entschied jedoch, daß wenn es den annoch herrschenden Selassen beliebe, die und festem Willen und so weit ich die Sache zu übersehen eigene Ministerium vorbereitet. vermag. können wir mit dem Tausch wohl zufrieden sein. Dies die Vorgeschichte des Buedbriefes. Die Feinde der Social Ausübung staatsbürgerlicher Rechte von dem Zwange abhängig zu Wir schieden, ich möchte fast sagen, in freundschaftlicher politit hatten ihr Ziel erreicht. Herr Bued beginnt den Brief an den machen, dagegen nichts einzuwenden sei. Als der deutsche Liberalismus Beife, er ersuchte, auch ihm im gegebenen Fall mit Rat und süddeutschen Central- Verbandsführer mit dem Triumphrufe: Endlich noch halbwegs lebenskräftig war, bestrebte er sich, dergleichen sinus That zur Seite zu stehen und stets zu ihm zu kommen, haben wir Herrn v. Berlepsch klein bekommen! lose Vorschriften aus den Verfassungen zu beseitigen; heute ist ihut hm an to wenn wir irgend etwas haben. Das Weitere jagt der Brief selbst. Jene Arbeiterreformpolitik, dieser vermorichte Knochen aus der Feudalzeit gut genug, unt Was nun den Bund der Industriellen betrifft. so bitte ich mir die 1890 angekündigt worden war, ist niemals zur freien Entfaltung damit nach den von der Arbeiterklasse gewählten Voltsvertretern zu gütigst zu verzeihen. wenn ich der Befürchtung Ausdrud gebe, gelangt. Nun wurden nach einer turzen Hera färglicher Versuche auch die werfen od daß Sie die Sache unterschägen. Der Bund hat notorisch vereinzelten Pfleger des fümmerlichen Keims beseitigt. Der Kaiser " " 1 ning 81 Der Zollkanal. " Bahl von Berleihungen gehabt hatte. Das Algemeine Ehrenzeichen senders im Vorwärts" zu dieser Hoffnung berechtigt. Dort äußerte ist 1133 mal verliehen worden. Von den 2599 Ordensrittern sind sich bei der Besprechung des Millerandschen Gesetzentwurfs der Mit großem Eifer wehren sich die agrarischen Orgawe nach einer Zeitungsberechnung 1200 Beamte, 996 Offiziere, 37 Ge- Einsender, ein Berliner Arbeiter", wie folgt:" Ich halte es für gegen die Behauptung, daß die Junker die Kanalvorlage lehrte, 21 Stünstler, 36 Bertreter von Handel und Industrie und durchaus notwendig, daß die Befolgung der Streitpflicht durch an zurückhalten, bis sie ihren 6- oder 8 Mark- Zoll in der Tasche 38 Landwirte. gemessene Strafen gesichert wird. Bloße Ehrenstrafen sind haben. Sie erklären aber zugleich ganz dreist, daß keine Rede vermutlich davon sein könne, daß die Kommunalvorlage vor dem Zolltarif zur parlamentarischen Erledigung gelangen könne; denn die Kanalvorlage müsse gründlich beraten werden. Was für eine alberne Finte, durch die der schmähliche Viehhandel vertuscht werden soll. Das Hauptstück des neuen Entwurfs des Mitteland- Kanals ist bereits mit genügender Ausführlichkeit beraten worden und die dazu gekommenen Teile können in wenigen Wochen in peinlichster Gründlichkeit erledigt werden. Wenn aber die Agrarier auch noch so gründlich die Kanalvorlage beraten wollen, so viel Zeit fann sie un möglich erfordern als der 3ollentwurf, von dessen zahllosen Positionen eine jede der genauesten Erörterung bedarf. Unter allen Umständen muß also, felbst wenn sich die Agrarier die eifrigfte Mühe geben, das Wert ihres Nönigs" an berschleppen, die Kanalberatung früher zu Ende gehen, als Sie Zollberatung. aljo, Die Agrarier erklären, daß sie es überhaupt nicht nötig haben, Zolltarif und Kanalvorlage mit einander zu verquicken, weil so erklärt Herr Dertel die feierlich ver sprochene Getreidezoll- Erhöhung unter allen Umständen kommen muß, mag nun das Schicksal der Kanalvorlage fein, welches es wolle." Danach können ja die Junker getrost den Kanal ablehnen, ohne die Sache zu verschleppen! für Leute vom Schlagle der or hits ten sind nicht ausreichend genug." Die„ Neuesten" bemerken dazu: " Der Artikelschreiber, der als ein Berliner Arbeiter" ein: geführt wird, betont extra, es könne vermieden werden, daß die Strafbestimmung denselben fautschukartigen Charakter erhalte, wie die Zuchthausvorlage"; sie soll also wohl noch schärfer sein. Das ist recht schmeichelhaft für die Arbeiter", recht tonfequent für die Socialdemokratie und recht charakteristisch für den socialdemokratischen Zuchthaus-, Pardon! Zukunftsstaat." Wilhelm II. als pädagogischer Reformator. In dem Bericht des Physiologen Breyer Unser Kaiser und die Schulreform" befindet sich folgender Brief des damaligen Brinzen Wilhelm: Potsdam, den 2. April 1885. Geehrter Herr Amtsrichter! Empfangen Sie meinen herzlichsten Dank für die beiden Schriften, welche Sie mir schickten. Ich habe Woran wir leiden" mit großem Interesse und noch größerer Freude gelesen: also endlich hat sich einer gefunden, der dieses verknöcherte und Die gangen Ausführungen werden hinfällig durch den Hintveis geistötendste aller Systeme energisch angreift! Was Sie darauf, daß das Obige die Meinung nicht der Redaktion, sondern die bort aussprechen, das unterschreibe ich alles Wort für Wort. Ich eines Einzelnen ist. Wir wollen aber noch ausbrüdlich betonen, daß wir habe ja glücklicherweise 21/2 Jahre lang mich selbst überzeugen nicht der Auffassung des Einsenders sind, und das dürfte auch für fönnen, was da an unfrer Jugend gefrevelt wird! Wie viele die Mehrzahl der Socialdemokraten zutreffen. Die„ Nenesten" werden Dinge, welche Sie aufführen, habe ich im Stillen bei mir bedacht. also wohl noch etwas warten müssen, ehe von unsrer Seite ein Nur um einige Sachen zu erwähnen: Von 21 Primanern, die Zuchthausgesch eingebracht wird, so sehr es ihre Schühlinge verdienen mögen. uuste Klasse zählte, trugen 19 Brillen, 3 davon mußten jedoch noch einen Kneifer vor die Brille steden, wenn sie bis zur Tafel fehen wollten! SeciermNaturbeschreibungen? Bewahre 1 iteratio * Lingedzact with, fo few es 111 " Minimalzolls von 5 M. bestünde. Rußland wolle man ent- Beug kam da zum Vorschein: Ich glaube, Horaz hätte vor Schred abon 1-2 Millionen, 9( 9) auf die von 2-3 Millionen, 3( 2) schädigen durch ermäßigte Frachttarife für Kohlen und Petroleum Die größten Einkommen in Preußen. Nach der letzten Homer, der herrliche Mann, für den ich sehr geschwärmt, Horaz. Busammenstelling der Voff. 8tg." zufolge 2652 Berfonen vorSteuerveranlagung von Anfang 1900 in Preußen sind einer Demosthenes, dessen Reden ja jeden begeistern müssen, wie wurden die gelesen? Etwa mit Enthusiasmus für den Kampf oder die handen, die ein Einkommen von über 100 000 m. hatten, gegen 2331 im Jahre 1899 und 2126 im Jahre 1898. Gegenüber dem voraufgegangenen Jahre hat also eine Zunahme um 323 des grammatikalismen, fierten Philologen wurde jedes Sägen geteilt, fallen 2184( 1899 1922) auf die Städte und 468( 409) auf das oder 13,5 Proz. stattgefunden. Von diesen Bersonen entgevierteilt, bis das Stelett mit Behagen gefunden und der allgemeinen Bewunderung ger bis 250 000 2., 427( 362) ein solches vost über 250 000 his platteland, 2053( 1811) hatten ein Einkommen von über 100 000 Nach der„ Korrespondenz des Handelsvertrags- Vereins" zeigt ward, in wie viel verschiedener Weise av oder en oder 500 000 m., 114( 99) ein solches von über 500 000 bis eine will man in London wissen, daß die Ab ma chung sonst so ein Ding vor oder nach gestellt war! Es war zum Weinen! Mart und 58( 49) ein solches von mehr als einer Million Mark. zwischen Bülow und den Konservativ en indah Die lateinischen und griechischen Aufsätze( ein rafender Unsinn!), Bon letzteren Einkommen Millionären entfallen 42( 35) auf die dem Zugeständnis eines Marimalzolls von 7 und eines wvas haben die für Zeit und Mühe gekostet! Und was für ein Stufe 3-4 Millionen, 2( 1) auf 45 Millionen, 1( 1) auf 6-7 den Geist aufgegeben! Millionen Mart, dami folgt eine große Lücke, bis die Person russischer Herkunft. 9adisul ungilja da Fort mit dem Brast! Den Krieg aufs fs Meffer mit höchstem Einkommen( Krupp) auftritt, die ein solches von 12-13 Millionen Wie auch immer der Pakt zwischen dem Kanzler und den gegen solches Lebren! Dies System bewirkt, daß unsere 15 bis 16 Millionen Mart( 1899 nur Agrariern lauten möge, das arbeitende Volk und Jugend die Syntax, die Grammatit der alten Sprachen Mart hatte. Auf Berlin entfallen 416( 1899 404) Personen mit besser kennt, als die„ ollen feine berufenen Vertreter haben die Pflicht, und Schlachtaufstellingen 200 000 bis 300 000, 36( 42) mit 300 400 000,( 24) mit diefen Patt zu zerbrechen! hild, mollisjudi der punischen und mithridatischen Kriege aus 400 000 bis 500 000, 13( 8) mit 500 000 bis 600 000, 7( 8) mit wendig weiß, aber sehr im Dunkeln sich befindet über die 600 000 bis 700 000, 6( 4) mit 700 000 bis 800 000, 3( 0) mit ibu sc uhmsten msd i din földis traiganjal and Schlachten des 7jährigen Kriegs, geschweige der 800 000 bis 900 000, 6( 1) mit 900 000 bis eine Million und 14( 14) viel zu modernen aus" 66" und" 70", die sie noch mit über eine Million Mark Einkommen. Wie sich die letzteren nicht gehabt haben"!!! Personen weiter verteilen, geht aus der amtlichen Statistit nicht Was num den Körper betrifft, so bin ich auch der ganz hervor. Jedenfalls wohnen 32 Broz, aller preußischen Einkommen bestimmten Ausicht, daß die Die Gesamtzahl der Personen mit freifein müßten ein für allemal Der Turnunterricht mehr als 100000 M. Einkommen beträgt 639 gegen 603 im Jahre 1899 Ar allemal. Der Zubiet mefonäre in Berlin, müßte den Jungens Spaß machen. Kleine Hindernisbahnen zum und 471 im Jahre 1896, so daß gegenüber dem Vorjahre eine ZuWettrennen und recht natürliche Kletterhindernisse würden von nahme um 5,6 und gegenüber dem Jahre 1896 eine solche unt 35,4 Wert sein. Dann würde es sich sehr empfehlen. v. H. stattgefunden hat. * Deutsches Reich. Einen wüsten Scharfmacher Spektakel veranstalten wieder einmal die centralverbändlerischen Organe, die Beri. Neuesten Nachrichten"( Strupp) und die" Post"( Stitinm). Leibblatt tapfelt in eine der jetzt bei ihm beliebten philosophischen" Faseleien den Satz ein: Singsin Ein französischer Schriftsteller fagte einmal, eine starke Monarchie sei weit eher im stande, dem Streit der Meinungen freien Lauf zu lassen als eine Republik, weil die Monarchie in sich die Straft fühle, jede Ausschreitung, die aus diesem Geisterkampfe hervorgehe, schneller und gründlicher niederzuschlagen, als dies der Republik möglich sein könne. Dies ist wahr, mit der Einschränkung allerdings, daß die Monarchie die Pflicht hat, schon der Auf: forderung und Vorbereitung zu foetalen Ausschreitungen zur rechten Zeit entgegen zu treten." Der Begriff„ Vorbereitung focialer Ausschreitungen" zeichnet sich durch eine wundervolle Dehnbarkeit aus. Man braucht aber nicht so weit zu gehen, bereits die Vorbereitung zu bestrafen. Es genügen für triminelle Bemühungen hinreichend die vollendeten socialen Ausschreitungen, wie sie die Stunumschen und Kruppschen fortgesetzt verüben. heute: " tommen. Wohl aber kommit es darauf an, dem Lande nicht fie die sämtlichen Feldherren, Schlacht riechen" felber, daß 100 000 bis 200 000 M. Einkommen, 110( 92) mit einem solchen von in allen Städten, wo Militär liegt, alle Woche Wie lohnend der Flotten und Kanonen Patrio zwei oder breimal burch einen Unteroffizier nachmittags die tismus ist, beweist, daß Krupp gegenwärtig fein Einkommen auf gesamte ältere Jugend mit Stöden egerzieren 14 bis 16 Millionen einschätzt, während er vor wenigen Jahren und drillen zu lassen; anstatt der albernen sogenannten fanm halb so viel Millionen jährlich versteuerte. Bei einem Klaffenfpaziergänge( mit elegantem Stöckchen, folchen Einkommen spielt das Aushalten von Flottenfchivarzem Nod und Cigarre) ebungsmarsch mit ein Organen und die freigibige Subventionierung bißchen Felddienst, wenn er auch in Spiel und von Scharfmacher- Reichsämtern natürlich keine Rolle. handfeste Prügel ausartet, zu machen. find viel zu Erfolge eines Nicht- Hunnen. Aus unsrem Platz an der Sonne wird berichtet: Missionar Wilhelm, Sendbote des Allgemeinen evangelisch- protestantischen Missionsvereins in Tsingtau, hat jüngst Gelegenheit gehabt, sich davon zu überzeugen, in δας Vertrauen der ein= to elem Maße dort gewonnen hat. geborenen Bevölkerung Das deutsche Militär hatte eine Strafegpedition nach Se au mi unternommen. Die Chinesen baten ihn, dorthin an reisen und mit den Aufständischen zu verhandeln, Unfre Primaner wir waren leider auch so blafiert, als daß sie sich den Rock ausziehen und fich teilen könnten Was könnte man auch andres von solchen Leutchens erwarten. Daher guerre à outrance gegen dieses System! Und ich bin gern bereit, Ihnen in Ihren Bestrebungen behilflich zu sein. Ich freue mich, einen„ Deutsch"-redenden gefunden zu haben, der auch fest sufaßt. Ihr Wilhelm, Prinz von Preußen. der er Die Berliner Neuesten Nachrichten" fordern gar direkt zum Staatsstreich auf. Sie hatten neulich gefordert, daß die Konservativen einen Antrag auf Einführung eines ewigen Socialistengesetzes im Reichstag einbringen sollen, Auf Aus diesem Brief Wilhelms II. geht zu unsrer Genugthing ob sie sich nicht raten lassen wollten, damit dem Blutvergießen Einden Einwand, daß solcher Antrag aussichtslos fei, bemerkt das Blatt hervor, daß er als Bringwenigstens die militärische halt geschähe. Auf seine Bereitwilligkeit hin suchten die Ingenderziehung, die die Socialdemokratie bekanntlich als mandarine von Kiautichou und Staumi ihm auf jede So tlug sind wir natürlich auch gewefen. Darauf, daß Zeit des Milizsystems fordert, im Gegensaß zu den Weise ihre Dankbarkeit und Verehrung zu bezeugen. der Antrag zunächst keine Mehrheit findet, kann es nicht an- diversen Kriegsministern für eine sehr wertvolle Institution Pfarrer Wilhelm sorgte für die verwundeten Chinesen, gehalten hat. And sein Urteil über den grammatifalischen und die gänzlich preisgegeben waren, und ein chinesischer Banfier nur die Notwendigkeit nachzuweisen, daß dieser Kampf durch im Einpauten historischer Notizchen bestehenden geschichtlichen gab ihm auf seine Bitte 20 000 täsch urinderung der gefochten werden muß und daß alle national Drill können wir bis zu einem gewissen Grade unterschreiben. Rot. Unter dem Eindruck seiner Thätigteit tehrten gefinnten Elemente sich darauf einzurichten haben, sondern auch allerdings liegt bei dem Geschichtsunterricht der Hauptschaden fast die geflogenen Einwohner kaumis wieder zurüḍ darauf, dem Lande wie der Regierung gegenüber flarzustellen, mehr noch als in der falschen Methode in dem Geist dieses Ged die Ortsvorsteher gingen unter seiner Führung mit dah Männer vorhanden find, entschlossen, diesen Kampf schichtsunterrichts, der gerade bei der bevorzugteren Behandlung einer Bittschrift zum deutschen Hauptmanit, aufzunehmen und auszufechten. Mit dem„ piano" gegenüber von einen günstigen Eindruck ihnen empfing. Die der neueren und neuesten Geschichte als aufdring der Socialdemokratie muß ein Ende gemacht und ein kräftiges tier byzantinischer Geroenfult die schädlichsten Gift- Chinesen in Staumi baten Pfarrer Wilhelm flehentlich, ,, fortissimo" angeschlagen werden. Die maklofen Gemeinheiten blüten treiben kann und im legten Decennium auch thatsächlich bald wieder zu ihnen zu kommen und zwar mit feiner ( find darunter die Citate aus Schlosser oder die Aeußerungen des Frau. Auch Gouverneur Jäschke sprach sich in diesem Sinne aus. Wilhelm alten Friz gemeint? Ned. des" Vorwärts".), mit denen die social- getrieben hat. Vielleicht richtet Wilhelm II., der ja anläßlich der Zweihundert wird daher mit seiner Gattin für einige Beit nach Staumi übersiedeln, demokratische Bresse gerade in diesen Tagen unser Königshaus jahr- Feier durch Ablehnung allzu gefchmadlofer Hohenzollern- später aber nach Thingtan zurückkehren, da er seinen dortigen Boſten überschüttet, würden früher sofort einen scharfen Einschreiten Bergötterung einen ersten Schritt zur Bekämpfung dieser Nichtung nicht aufgeben darf. Hoffentlich kann bald ein weiterer Missionar der Behörden begegnet sein, die sich jest dazu vönig gethan hat, demnächst eine gleich energische Kriegserklärung gegen vom Allgemeinen evangelisch protestantischen Missionsverein nach indifferent verhalten, 10 daß Die Maffe nachgerade ben Unfug der dynastischen Legendenverbreitung, die gegenwärtig Deutsch- China ausgefandt werden. den Eindruck gewinnt, als ob ob diese Beschimpfungen, wie Die Nachricht bezwedt offenbar, die Thätigkeit der evangelischen Der aufmerksame Leser zieht aber des 18. Jahrhunderts gegen die französische& önigsfamiliedi und lan aus der Episode ganz andre Schlüffe. Der Erfolg des Miffionars, taum ärger waren, sich unter hoher obrigkeitlicher Genehmigung Der Hypotheken Bankfrach fam am Sonnabend in der der nur gehandelt hat, wie jeder Künder christlicher Lehren vollziehen. Es geht nicht länger an, daß der Staat müßig die Budgettommission des Abgeordnetenhauses zur Sprache: Der pflichtgemäß handeln mußte, beweist mur, daß sich durch Hände in den Schoß legt und dem Unterminieren feiner Referent v. Arnim berührte sodann auf Grund der Stellung der versöhnliches Vorgehen ganz andre moralische und politische GrobeFundamente weiter ruhig zusieht. Hier heißt es handelu, Treuhänder das Verhältnis und die Sicherheit der Hypothekenbanken rungen machen lassen, als durch militärische Ueberschneidigkeit. energisch handeln und die konservative Partei hat hierzu vor dem und machte darauf aufmertiam, daß die Aufsichtsbehörde die Treu- Bekanntlich war es in den bisherigen Berichten aus Kiautschon Lande und vor ihrem Gewissen die Ehrenpflicht." händer ernannt und das Publikum infolgedeffen sich auf die so dargestellt worden, als sei durch die Strafexpedition nach Nun, vielleicht entschließt sich Herr Vued wieder einmal Sicherheit der Hypotheken- Aktienbanken verlasse. Dieses Ber- Raumi, bei der mehrere Dörfer niedergebrannt 12 000 Mart loder zu machen! trauen habe sich im abgelaufenen Jahre nicht bewährt, viel- und Hunderte von Empörern" niedergemacht waren, Intereffanter als dieses bezahlte Geschrei berufsmäßiger Heger mehr habe sich gezeigt, das die Treuhänder nicht im stande die„ Ordnung" wieder hergestellt worden. Nach der jezigen Darstellung und Denunzianten ist das Verhalten einer gewissen freisimmigen gewesen seien, eine genügende Sicherheit der Hypothekenbanken zu aber ist es wesentlich dem versöhnlichen Bureden des Presse. Für das Organ Eugen Richters ist es bereits ein uudent- gewährleisten. Es wurde eine entsprechende Verschärfung des einzelnen Manns zuzuschreiben, daß der Frieden wiederbarer Begriff geworden, daß ehrliche Leute die Pflicht haben, ohne Sypothekenbank- Gefehes gewünscht, ferner eine Verstärkung der Auf- hergestellt wurde und nicht weitere Hekatomben großenteils UnRücksicht auf die Empfindlichkeit der Maßgebenden, die Wahrheit sicht der Treuhänder sowie eine Berfchärfung der Tagen. schuldiger geopfert wurden. zu sagen. Hämisch und feig zugleich schreibt die Freifinnige 8tg.": Der Landwirtschaftsminister Frhr. v. Hammerstein machte " Die Scharfmacher find jetzt heftig bei der Arbeit, um das Berzunächst darauf aufmerksam, daß das Staatsministerium die Mündel- Die Explosion beim Salutschießen. Nach einer Depesche halten der Socialdemokratie gegenüber der sicherheit der Hypothekenbant Pfandbriefe nicht habe anerkennen vom Kommando des Ostafiatischen Expeditionscorps ist, wie die Berl. Jubiläumsfeier der Königstrone auszunuzen tönnen. Der Staat habe den Umfang der Aufsicht über die Korr." mitteilt, das Unglück beim Salutschießen zur Jahreswende im zur Forderung einer Wiederherstellung des Socialisteugefeges". Ein Hypothekenbanken selbst zu bestimmen. Das Recht der Aufsicht habe Beitang- Fort dadurch herbeigeführt, daß nach einem Schlagrohrandres freisinniges Blatt, die Vossische Zeitung", hat es allerdings schon nach dem preußischen Landrecht bestanden. Der Staat habe verjager mit Feuererscheinung der Verschluß eines eroberten KüstenDie Vorschrift sagt bereits so weit gebracht, daß seine Würdigung" des Jubiläums- aber nicht das Juteresse der Gläubiger zu vertreten und übernahm geschüßes zu frühzeitig geöffnet wurde. eine ganz bestimmte Zeit nach einem tags die" Post" wohlthuend berührt". Armes Bürger feine Garantie für die Sicherheit. Die Aufsicht sei ein Teil der ausdrücklich, daß Landespolizei und der Staat habe bisher die Aufsichtspflicht den be- derartigen Versager mit dem Oeffnen des Verschlusses ge wartet werden soll, damit man gewiß ist, daß die Kartusche durch Scharfer Luftzug auf der Ministerbank. Mit biffiger Biel- stehenden Grundsätzen gemäß ausgeübt. deutigkeit schreibt Schweinburg in den" Berliner Politischen der Geschichte und der Verhältnisse der Sypothekenbank und der den Verschluß zu zeitig und ist die Kartusche doch in Brand geraten. Ein Regierungskommissar gab sodann eine Darstellung die Schlagröhre nicht in Brand gesetzt ist. Deffuet man also Nachrichten": " Der Vicepräsident des Staatsministeriums Finanzminister Grundschuldbank und wies nach, daß die Staatsregierung auch hier so schießt der starke Feuerstrahl derselben rückwärts und feitwärts Dr. v. Miquel hat sich durch den scharfen Luftzug, welcher nach den verschiedenen Richtungen hin pflichtgemäß gehandelt habe. heraus, und kann die Bedienung in große Gefahr bringen, wie es auf der Ministerbank im Abgeordnetenhause am stärksten Das Publikum habe der Staatsauffit au große ja bedauerlicherweise in diesem Falle auch geschehen ist. Es ist nun noch hinzugekommen, daß dieser Fenerstrahl, wie es empfunden wird, erneut eine ſtarfe Erkältung zugezogen und muß Bedeutung beigelegt; dieselbe sei immerhin, wie fich das Zimmer hüten. Infolge dieser Unpäßlichkeit hat der Minister auch bei der Hypothekenbaut gezeigt habe, sehr erfolgreich geweien, in dem Telegramm heißt, infolge einer Fahrlässigkeit der Bedienung den gestrigen Festlichkeiten bei Hofe nicht bei habe aber selbstverständlich strafbare handlungen der den in der Nähe befindlichen Kartuschraum in Brand gesetzt hat. Direttoren nicht verhindern können. Gegen strafbare wodurch das Unglüd natürlich bedeutend verschlimmert wurde. Das wohnen können." Geschütz var eine eroberte 15 cm- stanone. fie nach Ausbruch der franzöfifchen Revolution am Schluffe den Geschichtsunterricht parodiert.doChina- Miffion zit verherrlichen. tum! Sollte wirklich der Luftzug bereits so start sein, daß Herr Handlungen gebe und könne es keine andere Sicherheit geben als b. Miquel nicht mehr den Hoffestlichkeiten beiwohnen kann? Es ist das Strafgesez. Eine Verschärfung der Staatsaufficht könnte einer allerdings aufgefallen, daß kein preußischer Minister am 18. Janmar feits zur Schädigung des Kredits der Anstalten führen, anderseits eine Auszeichnung empfangen hat außer Herr v. Rheinbaben, deffen das Publikums zu der Ansicht verleiten, daß alles in Ordnung sei. gebildete und bescheidene Redeweise neuerdings in parlamentarischen Daber sei in dieser Beziehung Vorsicht geboten. Die näheren AnKreisen stark gewirkt hat. gaben sollen in ausführlicher Weise im schriftlichen Bericht mitgeFür die Reichstags- Erjahwahl in Aachen- Stadt hat das Centrum immer noch feinen Standidaten benannt und anscheinend auch keinen gefunden, obwohl die Wahl bereits am 8. Februar statt findet. Wie wir bereits mitgeteilt haben, hat sich das Centrum bei teilt werden. verschiedenen Herren, denen es die Kandidatur antrng, Absagen Der Ordensegen vom 18. Januar war nach der Feststellung der geholt. Unsere Genossen haben den Parteigenoffen Eberle ens „ Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" reicher denn je. Es sind im Die Einbringung einer Zuchthausvorlage erwarten die Barmen aufgestellt. Außer der auch nicht gerade umfangreichen ganzen 3772 Personen mit Orden oder Ehrenzeichen bedacht gegen Berliner Neuesten Nachrichten" demnächst von socialdemokratischer Thätigkeit unsrer Genossen ist von einer Wahlbewegung nichts ways 2514 beim Ordensfest im vorigen Jahre, das bisher die höchst el Seite. Und zwar glauben sie auf Grund der Aeußerung eines Ein- zunehmen. 310 200 1300 das Die ,, Staatsaufsicht". Die Schuld an dem Hypothekenbanttrach trifft in erster Linie auch die Aufsichtsbehörde, welche die Dinge laufen ließ, obwohl sie von verschiedenen Seiten auf schwindelhafte Manipulationen auf merijam gemacht wurde. Bereits im Jahre 1895 veranstaltete der Centralverband der Haus- und städtischen Grundbefizer- Vereine Erhebungen über die Realkreditverhältnisse des städtischen Grundbefizes, deren Ergebnisse fie in einer Eingabe vom 29. Mai 1895 den Ministern des Innern und der Landwirtschaft unterbreiteten. In dieser Eingabe wurde darauf hingewiesen, daß die„ Normativbestimmungen für die preußischen Hypothekenbanken in weitgehendem Maße durch schwindelhafte Tagen ums gangen werden". Diese Behauptung wurde ziffernmäßig belegt durch eine große Anzahl von Fällen, die in Stettin ermittelt wurden. Es hieß dann in der Eingabe: Frankreich. Aus der Frauenbewegung. Am Die tote Hand. Die Verhandlungen über das Gesetz betreffend die Ordensgesellschaften sind bis Montag vertagt. Bei dem Bureau Arbeiterinnen in revisionspflichtigen Betrieben. der Kammer laufen die Amendements und Abänderungsanträge in 1. Dezember 1899 waren im Deutschen Reich in den der Gewerbegroßer Zahl ein. Viviani, Vaillant, 3évaès und Genoffen Aufsicht unterstellten Betrieben 899 983 Arbeiterinnen beschäftigt. Darunter befanden sich 2911 unter 14 Jahren und 98 664 im Alter haben folgenden Antrag gestellt: Die Vermögen der toten Hand, die beweglichen sowohl als die von 14 bis 16 Jahren, während 297 387 im Alter zwischen 16 und unbeweglichen, die sich im Befige der Ordensgesellschaften befinden, 21 Jahren standen, so daß fast die Hälfte aller in diesen Betrieben mit einbegriffen die gewerblichen und Handelsbetriebe dieser Gesell beschäftigten Arbeiterinnen noch unmündig war. Die überwiegende schaften, gehören dem Staat, der sofort Besiz davon ergreift. Anzahl der Arbeiterinnen, nämlich 393 739, war in der TextilDie Mitglieder der aufgelösten Ordensgesellschaften fönnen über industrie beschäftigt; sodann in der Nahrungs- und GenußmittelBimmermöbel, ihre Kleidung und Wäsche zu ihrem persönlichen branche 129 642 und 94 666 bei Bekleidung und Reinigung. Jedoch, Bedarf frei verfügen. wie diese Bahlen nicht die Gesamtzahl der gewerblich thätigen Die Bibliotheken, Archive, Sammlungen, Gemälde und Kunst- Arbeiterinnen darstellen, so darf man auch die Zahlen aus den gegenstände sind an das Unterrichtsministerium einzusenden, das die einzelnen Industriegruppen nicht ohne weiteres als Beweis für die Verteilung der weiblichen Arbeit auf die verschiedenen Industriezweige Objekte zum Stauf ausstellt bezw. den Muſcen überweist. Alle seit dem 14. November 1899 von den Ordensgesellschaften überhaupt ansehen. Ihr Anteil an dem Gewerbe der Bekleidigung veräußerten oder hypothetarisch belegten Befizungen, sowie aller und Reinigung z. B. wird in Wirklichkeit viel höher sein als er ved Besik, der ihnen unter dem Titel der Miete oder sonstwie gehört, hier erscheint, da gerade diese Gewerbe in viel geringerem Maße Gegen die Beleihungen durch Hypothekenbanken stehen die wird mit Beschlag belegt, um die zuständigen Gerichte in den Stand der Gewerbe- Aufsicht unterstellt sind, wie etwa die Textilindustrie. Beleihungen durch Private sehr erheblich ab, wenigstens ist tein zu setzen, diese Vermögens llebertragungen auf ihre Rechtmäßigkeit In Gewerben, die vielfach dem weiblichen Organismus in be Fall befannt, wo durch folche Beleihungen der zehnfache hin prüfen zu können. sonders hohem Grade schädlich sein dürften, sind übrigens auch beNuzungswert oder die Hälfte der Tage vorsichtiger Sachbau, hütten und Salinenwesen und Torfgräberei trächtliche Mengen Arbeiterinnen beschäftigt. So in der Gruppe Berg: berſtändiger überschritten wäre, durch Hergabe von Bau 16380; unter ihnen 14 unter 14 Jahren und 1264 im Alter von 14 bis geldern, zum Teil fchon nach der Legung der ersten Arbeiter.16 Jahren. Zu der Industrie der Steine und Erden fanden Ballenlage, zu hohen Zinsen und sehr hohen Nebenkosten haben fich 59 256 Arbeiterinnen, von denen 296 unter 14 Jahren und 6407 fich besonders ausgezeichnet: Der Frankfurter Hypotheken14 bis 16 Jahre alt waren. Bei der Metallverarbeitung waren Kreditverein Frankfurt a. M., die National- Ruffische Geriebenheit. Die„ Russische Telegraphen- Agentur" 48 088 Arbeiterinnen beschäftigt und davon 181 unter 14 und 7078 Hypotheten Kredit- Gesellschaft zu Stettin, die meldet, daß die ruffisch chinesische Bank in Beling neben der unent- von 14 bis 16 Jahren. Bei der Herstellung von Maschinen und Preußische Hypotheken Aktien Bank zu Berlin, und die geltlichen Abgabe von Reis am 16. Januar auch 1200 warme Wertzengen wurden 20 968 Arbeiterinnen verwendet mit 1742 Pommersche Hypotheken- Aktien- Bank zu Berlin." Es liegt an arme Chinejen verteilte, wie dies früher alljährliche che, Fett, Del, Seifen, Firnissiederei 2c. Kleidungsstüde im Namen des russischen Kaisers jugendlichen. Auch in der chemischen Industrie sowie bei auf der Hand, daß bei derartigen Tagen der Schwindel auf: von der chinesischen Regierung geschehen sei. In nächster Zeit werden waren noch eine erhebliche Anzahl, nämlich 25 827 Arbeiterinnen blühen, der solide Grundbesitz dagegen auf das schwerste ges noch 1000 Kleidungsstüde verteilt werden. thätig und es befanden sich unter ihnen 31 Kinder unter 14 Jahren schädigt werden muß". und 2444 Mädchen von 14 bis 16 Jahren. Bei diesen lieblichen Beschäftigungen denkt niemand daran, der Frau das Recht auf Berufsthätigkeit zu bestreiten. D ○ nd s60 Schon damals wurde ferner die Regierung darauf aufmerksam gemachi, daß aus dieser Manipulation für die Besizer der Pfandbriefe selbst gefährliche Folgen entstehen könnten. Deshalb wurde gefordert, „ daß die staatliche Oberaufficht über die Sypothekenbanken schärfer ausgeübt und eine Prüfung der Beleihungen auf ihre Güte 2c. vorgenommen wird." Stirche darf zu feinem andren Zweck verwandt werden, als zur Das auf diese Weise an den Staat zurüdfallende Vermögen der Gründung einer Unterstügungstasse für alte und invalide 9 Rußland. Rußland versteht es meisterhaft, sich in die Gunst Chinas durch schöne Worte und fleine Wohlthaten anzuschmeicheln. 8war werden durch derartige mildthätige Atte die Räubereien der ruffischen Soldateska nicht zum hundertsten Teil aufgewogen, aber die chinesische Waffe begreift trotzdem den Unterschied zwischen dem herrischen Hohn der Rhakimächte und der russischen Diplomatie. Türkei. Afrika. Zur Best. Da seit zehn Tagen tein verdächtiger Herr v. Hammerstein, der noch jezt Landwirtschaftsminister ist, trantheitfall mehr festgestellt worden ist, erhalte die erwiderte darauf am 25. Februar 1896 u. a.: " Ich habe eine sorgfältige Untersuchung der Beschwerden von hier abgehenden Schiffe von heute ab wieder Gesundheitspäffe. angeordnet. Das Ergebnis der seitherigen Ermittelungen hat mir angeordnet lait feinen Anlaß gegeben, gegen die beteiligten Banken wegen der in Frage kommenden Beleihungen einen Borivurf zu erheben Berkennen läßt sich nicht, daß die klagen einer gewissen Berechtigung nicht entbehren usw." dualecis Woraus sich ergiebt, daß nicht nur Herr v. Hammerstein selbst, fondern auch die ganze Staatsaufficht=" 0" ist. Die Staats: behörde freilich hat genug damit zu thun, auf anstößige Theaterstüde zu fahnden. Und Herr Sanden war außerdem ein frommer, also guter und sicherer Mann. Beruht etwa gar das Urteil des Landwirtschaftsministers auf einem Sachverständigen- Gutachten des Heiligen der Spvothekenbanken? Typhus im deutschen Heere. Bei dem Fußartillerie- Regiment in Koblenz find wieder drei Typhusfälle festgestellt worden. Der Zustand eines Erkrankten ist hoffnungslos. = Bom Boerenkrieg liegen nur dürftige Nachrichten vor. Es bestätigt sich, daß De Wet den Baalfluß überschritten hat. Er oll sich angeblich in der Nähe von Ermelo befinden. Man er sichert, daß er einen Einfall in Natal beabsichtigt. Die Verlust liste, welche vom Kriegsamt veröffentlicht wird, umfaßt für gestern 31 au Krankheiten Gestorbene, darunter einen Offizier, ferner drei Vermißte. Oberst Tucker ist zum Befehlshaber von Bloemfontein, in Erzurüdfehrt, ernannt worden. fegung des Generals Hunter, welcher wegen Krankheit nach England mandanten von Pretoria ernannt. General Clements ist zum Rom Ueber die Frau in der Naturforschung sprach Herr Bölsche am vergangenen Montag im Verein für Frauen und Mädchen der Arbeitertlaffe. Er ging zunächst darauf ein, wie fich an der Hand der neueren Entwicklungs- und AbNatur gegenüber völlig gewandelt habe. uns als höchstes Glied in der Entwicklungsgeschichte der Organismen ftammungslehre die Stellung des Menschen der übrigen Welt, der Wir haben gelernt, zu betrachten. Diese modern naturwissenschaftliche Anschaunng hat heute auch ein ganz neues Licht auf eine andre Frage amfrer Zeit, die Frauenfrage, geworfen. Erst auf Grund unsrer erhöhten biologischen Erkenntnisse vermögen wir den Ursprung und den eigentlichen Sinn der Differenzierung zwischen Mann und Weib zu begreifen, die in der Verschiedenheit ihrer Geschlechtsfunktionen zum Ausdruck kommt. Wie ist nun im naturwissenschaftlichen Sinne diese Geschlechtsdifferenzierung zu verstehen? Sie stellt eine stets verfeinerte Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern dar, die eine immer vollkommenere Organisation zur Folge hat. Man hat nun hieraus schließen wollen, daß, da dem Weibe" die Hauptaufgabe bei dem Werden und der Pflege des neuen Geschlechts zufalle, dem Manne umgekehrt die Weiterentwicklung der Menschheit nach der Seite des Geistes hin vorbehalten bleiben müsse. Diese Folgerung aber sei als eine Ein englischer Offizier über die englische Kriegsführung durchaus irrige zu verwerfen. Bei allen höheren Lebensformen er in Südafrika. In der Times of Judia" wird der Brief eines zenge die organische Arbeitsteilung auch innerhalb des einzelnen Orenglischen Stabsoffiziers veröffentlicht, der im westlichen Transvaal ganismus nicht eine Verkümmerung des Ganzen nach irgend einer hin, sondern im Gegenteil eine harmonischere und noch im Felde steht und an einen Verwandten in Staltutta folgender- Seite maßen schreibt: vollendetere Ausbildung. Es stände im schärfsten Widerspruch mit Wir haben fürzlich mir wenige militärische Operationen aus dieser allgemeinen Erscheinung, wenn die erhöhte Aufgabe geführt und wenn ich die Wahrheit fagen soll, fo halte ich dies für des weiblichen Geschlechts in Bezug auf die Fortpflanzung mit Stuttgart, 18. Januar. Eig. Ber.) Im württembergischen bas Beste, was wir thun fönnen, denn ich glaube wahrhaftig, einer Berfümmerung derjenigen Funktionen verbunden wäre, die beim Landtag haben heute die politischen Vorhandlungen begonnen, daß wir überhaupt nichts mehr unternehmenfönnen, Menschen als die wichtigsten erscheinen müssen der geistigen Thätig nachdem die Konstituierung des Vorstands und der Kommissionen ohne in Unannehmlichkeiten zu geraten. Intelligenz und gute feiten. Da das Weib das hochentwickelte Organ der Dentthätigkeit, erledigt war. Unfre fünf Genossen haben dabei die ihrer Zahl ent- Führerschaft glänzen nämlich bei uns fast gänglich durch Abwesen das Gehirn, ebenso wie der Mann, besitze, so sei es auch in gleicher sprechende Vertretung gefunden. Es wurden gewählt: Blum beit. Die Boeren haben es ja immer gesagt, daß sie uns für Weije von der Natur zu geistigen Leistungen berufen, ebenso befähigt hardt in die Justiz, Hildebrand in die volkswirtschaftliche, Dummtöpfe hielten und ich fann mir nicht helfen, ich bin jetzt der wie er, die höchste wissenschaftliche. Denfarbeit zu vollbringen, und Steil in die innnere Verwaltungs-, Stevß in die Finanz- und felben Ansicht, und uniß zugestehen, daß unire Gegner die schwer es sei selbstverständlich, daß der Frau nach allen denkbaren Rid Tauscher in die Betitions- Kommission. Das Centrum brachte wiegendsten Gründe dafür haben, wenn sie verächtlich von uns tungen hin die Möglichkeit geistiger Ausbildung und Schulung geboten eine Juterpellation ein des Inhalts, ob die Regierung geneigt fei, reben. Ich würde es selbst nicht für möglich gehalten haben, wenn werden müffe. im Bundesrat für eine Erhöhung des Zolls nicht nur auf ich es nicht mit eignen Augen gesehen hätte, wie wenig ge= Der interessante Vortrag wurde mit lebhaftem Beifall aufRoggen und Weizen, sondern auch auf Gerſte und Hafer einzutreten. funder Menschenverstand in unserm Heere oben genommen. In der Diskussion vertrat eine Rednerin die Ansicht, daß Heute begann die Beratung über den von der Volkspartei ge- und unten vorhanden ist und wie thöricht fich unire auch bei aller Freiheit der Ausbildung die geschlechtlichen Funktionen, stellten Antrag, auf die Thronrede mit einer Adresse zu antworten. Truppen, Offiziere wie Mannschaften auf dem Marsche, im Gefecht die die Frau auszuüben habe, sie doch dem Manne gegenüber Geß( deutscht. Partei) und Gröber wenden fich dagegen, weil es feinen und unter sonstigen Umständen benehmen. Es ist geradezu toll, in Bezug auf geistige und berufliche Arbeit wahrscheinlich Erfolg verspreche, in Wirklichkeit aber, weil sie sich auf feinerlei wenn man sieht, daß die meisten unsrer Kommandeure noch unter stets benachteiligt erscheinen laffe, so daß man vielleicht Stellung zu den großen Reformfragen festlegen wollen. Ja das der vorfündflutlichen Illusion leiden, daß in der Schlacht die größte vermuten dürfte, auch in Zukunft werde nur ein fleinerer Teil Centrum wird einer Verfassungsreform wieder Prügel zwischen die Stärke in dem geschlossenen Zusammenhalten liegt und dabei find geistig speciell begabter Frauen sich im Wetteifer mit dem Manne Füße werfen, weil es die katholische Mehrheit in der Ersten Kammer wir schon dugenbemale in dieser Hinsicht durch das Schnellfener der den höchsten, geistigen Thätigkeiten widmen. Zu der gleichen Frage erhalten will. Unser Genosse se lo B spricht im Namen unsrer Mauserflinten unsrer Feinde desillusioniert worden, aber immer ver- nahmen noch verschiedene andre Redner das Wort. Fraktion für die Erlassung einer Adresse, weil es notwendig sei, der gebens, wie es scheint. Wenn 20 Mann ausgefandt werden, um eine Die nächste Vereins- Verfammlung findet Montag, 28. Januar, Regierung gegenüber den Willen des Volks deutlich zum Ausdruck position einzunehmen, dann versuchen sie alle zusammen in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20, statt. Herr Reichstags zu bringen. Gröber zapft die Socialdemokraten wegen ihres hinter einen Stein zu trieden und sich so zu decken; das Abgeordneter Wurm wird über Boltsernährung und Wegbleibens von der feierlichen Eröffnung und Bereidigung ist aber nicht der Fehler der Mannschaft; es ist ihnen eben nicht bei Wolfseinkommen" referieren. an, worauf Blumhardt( Soc.) erklärt: Die Socialdemokraten gebracht worden, daß 20 Mann sich über eine Strede von 300-400 stehen auf dem Boden der Verfassung und kämpfe darauf für deren Meter verteilen müssen, und dann mit ihrem Feuer 10mal wirkungsvoller Montag, den 21. Januar, abends 81/2 11hr, bei Bernice, Bismard Der Verein der Plätterinnen von Charlottenburg hält Berbesserung und Befreiung von allen feudalen Beiwerks. so vieles von den Boeren lernen können, aber als echte Engländer Straße 34, eine Versammlung ab, zu der die Mitglieder dringend thun wir das nicht und opfern lieber Hunderte und Tausende von ersucht werden, zu erscheinen. unsern Mannschaften, verlieren fostbare Zeit und machen uns zum Gegenstand des Spotts und Hohns der ganzen civilisierten und uncivilifierten Welt. Militärische Talente scheinen es in unsrer Nation überhaupt nicht mehr zu geben, wenigstens merkt man hier in Südafrika herzlich wenig davon, daß sie vorhanden sind, und dabei hat doch unsere Regierung ihr bestes und einziges Material hinaus Privatdepeiche mitteilt, Differenzen auszubrechen. Zuzug ist daher In der Wagenfabrik zu Eisenach drohen, wie uns eine besandt." fern zu halten. Der Antrag wurde schließlich mit 56 gegen die 29 Stimmen der Socialdemokratie und Vollspartei abgelehnt. Der Landtag wurde hierauf bis zum 22. Januar vertagt, danni beginnt die Etatsdebatte Ausland. Die Königin Victoria schwer erkrankt. Ueber die Er frankung der bereits im zweindachtzigsten Lebensjahre stehenden Königin von England liegen folgende Nachrichten vor: Dem Die Liverpool Post" meldet, das Sehvermögen der Königin Victoria sei neuerdings sehr schwach geworden und Professor Pagens stecher sei insgeheim aus Wiesbaden berufen worden. Manchester Courier" zufolge hat die Königin in der Weihnachtswoche einen leichten Schlaganfall gehabt. vorschreiben zu müssen. Parlamentarisches. " Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. Ausland. Trübfelige Aussichten für die Ziegelei Arbeiter. Das Stölnische Ziegelfyndikat hat im vergangenen Jahre wegen der ge In der Budgetkommission des Abgeordnetenhauses ringeren Bauthätigkeit die Produktion auf 70 Prog. herabgemindert. wurde am 19. b. M. vormittags die Beratung des Etats der Trotzdem haben sich die Siegelsteine so gehäuft, daß der Bedarf Domänenverwaltung fortgefeßt. Zu Grundstücks- Auf- völlig gedeckt erscheint. Es werden deshalb in diesem Jahr viele Die Nachrichten über den Gesundheitszustand der Königin lauten eine erste Rate von 50 000 m. gefordert, ferner als„ Staufpreis für gewöhnlichen Menge herstellen. Es geht doch nichts über unsre gehöhungsarbeiten auf der Insel Wilhelmsburg bei Hamburg" wird Ziegeleien stillliegen. Das Syndikat will höchstens ein Drittel der sehr beunruhigend. Die nächsten Angehörigen versammeln sich um die zum fistalischen Eigentum erworbenen Grundstüde auf der priesene Ordnung: Wohnungsmangel und Wohnungselend auf der bas Krankenlager. Ein amtliches Communiqué befagt: Die große geistige Ab- bohen Schaar" bei Lauenbruch, Kreis Harburg, von 227,6 Heftar" einen Seite- Materialüberfluß und Arbeitslosigkeit im Baugewerbe die Summe von 2352 000 M. An diese Forderungen füpte fich auf der andren. spannung während des letzten Jahrs hat das Nervensystem der Rönigin in einem gewissen Maße angegriffen. Die wurde wirtschaftlich als sehr zwedmäßig bezeidmet. eine längere Erörterung. Namentlich die lettere Eriverbung Aerzte haben deshalb geglaubt, der Königin völlige Ruhe und wurde sowohl von der Regierung als auch von der Kommission als fammelt, um zu dem Beschlusse des Gemeinderats Stellung au Dabei Die Pariser Gewerkschaften hatten sich dieser Tage verfür den Augenblick Enthaltung von den Staatsgeschäften Grundjazz anerkannt, daß der Staat fich im allgemeinen nicht nehmen, der, wie mitgeteilt, dahin ging, der Arbeitsbörse die auf Grundstücksspekulationen als solche einlassen dürfe. Jm vors Es scheint nach diesem Communiqué, als ob die aufregenden liegenden Fall aber habe der Staat zugreifen müssen, weil sonst die bisher bezahlte Subvention von 110 000 Frant pro Jahr zu ents Nachrichten vom Boerenkrieg nicht ohne Eindruck auf das Nerven erworbenen Grundstüde in die Hände von Bantinstituten gekommen ziehen. Die nationalistische Mehrheit des Gemeinderats hatte nun system der Königin geblieben wären. Osborne, 19. Januar. Heute mittag ist folgendes Bulletin wären. Der Staat hätte die Teile, die er notwendig braucht, dann den Syndikaten das Anerbieten gemacht, den Zuschuß zum Arbeitsveröffentlicht worden: Die Königin leidet an großem Verfall der mit sehr bedeutenden Kosten erwerben müssen. Dann wurden nachweis auf deren Ansuchen, das aber von jedem Syndikat besonders zu stellen wäre, auch ferner weiter zu zahlen. Körperkräfte, der von Symptomen begleitet ist, die Beunruhigungen bestimmten Teile der Domäne Dahlem im Regierungsbezirt Die Gewerkschaften haben dies mit 150 gegen 15 Stimmen Vorbereitung und Ausführung des Verkaufs ber hierzu Sie wollen entweder leuchtungs- und Entwässerungsanlagen als erste State 3000 000 m. felbständig über ihre Mittel verfügen können, oder aber darauf Botsdam und zur Herstellung der nötigen Potsdam und zur Herstellung der nötigen Straßen, Be( pro Syndikat eine Stimme) abgelehnt. gefordert. Die Gesamtkosten sind auf 9 Millionen veranschlagt. verzichten. Sodann wurde der Forstetat beraten. Hier wurde darauf Die Reepschläger( Seiler) in Randers( Dänemark) haben aufmerkiam gemacht, daß im letzten Sommer die Förster, namentlich durch Verhandlungen, die zwischen der Dänischen Arbeitgeber und in den öftlichen Provinzen, unter einer Mißernte auf ihren Dienst Meistervereinigung, jütländische Abteilung" und dem Dänischen ländereien zu leiden gehabt hätten. Die Vertreter der Regierung Reebichläger Verband" stattgefunden haben, eine nicht unbedeutende erklärten, daß die Verwaltung mit den ihr zur Verfügung stehenden Lohnerhöhung erzielt. Bisher wurden 25 Dere und darımter per Mitteln zu Hilfe gekommen sei und auch in diesem Jahre weiter Stunde bezahlt, mun 30 bis 351/2 Oere. Es sind folgende Tagelöhne helfen werde. Auch dieser Etat wurde unverändert genehmigt. festgesezt worden: für Arbeiterinnen 1,60 Kronen, Arbeitsleute 2,95 Kronen, Gesellen 3,30 und 3,55 Kronen( 1 Krone 1,12 M.). Das Uebereinkommen ist auf 2 Jahre getroffen worden. berursachen. Der Prinz von Wales, der beabsichtigte, sich nach Sandringham zu begeben, reist heute nachmittag nach Osborne. Die Nachrichten über das Befinden der englischen Königin müssen so bedenklich gewesen sein, daß in der Halle des Potsdamer Bahnhofs zu Berlin bereits der Hofzug für den Kaiser bereit stand.Mac Kinley, über dessen sowie seiner Gemahlin Erkrankung feit einiger Zeit Gerüchte fursierten, soll ernstlich erkrankt sein. Seine Gesundheit sei derart erschüttert, daß bis auf weiteres alle Empfänge abgesagt seien. " Sociale Rechtspflege. erwiderte: Er könne nicht anders handeln. Versammlungen. = „ Die moderne über das zulässig niedrigste Strafmaß von sechs Monaten Gefängnis| Arbeitskollegen geuzt würden, wie das häufig vorgekommen fei, hinauszugehen, da die Angeklagte sich zweifellos in einer großen Außerdem wird in der Diskussion darauf verwiesen, daß die gewertschaftliche und politische Bethätigung der Arbeiter un Eigentümliche Praktiken im Speditionsbetriebe des Notlage befunden habe. ,, Berliner Lokal- Anzeiger" wurden dieser Tage scharf durch Ein netter Arbeitgeber. Die Ausschreitung eines Arbeitgebers willkürlich dem Alkoholismus entgegenwirte. Die Enthaltsamkeitsdas Berliner Gewerbegericht gerügt. Die Zeitungs- gegen eine Arbeiterin hatte gestern die 6. Straffammer des Land bewegung solle sich aber freihalten von politischen und religiösen austrägerin M. verlangte von Herrn Heisemann, dem Inhaber gerichts I zu prüfen. Eine Frau K. hatte sich bei dem Konfettions- Tendenzen. Der patriotische sowohl wie der religiöse Fanatismus der Scherlichen Filiale in der Weißenburgerstraße, 40 m. rüdständigen Schneider May Salomon, der viele Arbeiterinnen beschäftigt, um Ar- hätten schon schlimmere Verbrechen verursacht als der Alfohol und Lohn aus den Monaten September und Ottober 1900. Im Oktober beit beworben, dieselbe aber gleich nach dem ersten Versuch wieder wären noch jezt im stande, solche hervorzurufen. Die gut besuchte Versammlung wird mit einem, im Sinne der erhielt Frau M. 10 m. bar. Statt des weiteren 2ohns waren aufgegeben, da ihr der gewährte Lohnjak zu gering war. Sie hatte teferate gehaltenen Schlußwort beendet. ihr Abonnements quittungen ausgehändigt worden. Durch noch einen Lohnbetrag von 2,60 m. zu erhalten. Alle fie denselben von Herrn Salomon verlangte, erklärte dieser, daß die Direttrice Eine öffentliche Versammlung der Kleber( Tapezierer) die einkassierten Gelder sollte sie sich bezahlt machen. Im wesentlichen nicht anwesend sei und bestellte Frau St.- wie diese behauptet tagte am 18. Januar bei Jannascht. Jufelstr. 10. Dieselbe beschäftigte ist nun ihre Forderung dadurch entstanden, daß eine Anzahl der ihr abends in seine Wohnung. Frau K. ging denn auch abends in die sich mit der Frage: Wie stellen sich die Berliner Kleber zu einer übergebenen Quittungen nicht bezahlt wurden. Sie behauptet, diese Privatwohnung, wurde jedoch nicht vorgelaffen unter der Motivierung, Festlegung des 1900er Tarifs mit der Innnng resp. zur 2ohnQuittungen dem Vertreter des Herrn Heitmann zurückgegeben zu daß Herr Salomon beim Abendessen sei. Sie wartete eine Weile bewegung? Straffer als Mitglied des Innungsausschusses haben. Eine anderweite Entlohnung wurde abgelehnt. und ging dann wie sie sagt, auf Anregung des Dienstmädchens schildert die Geschichte des Tarifs von 1900. In der letzten Sigung Der Vorsitzende Gewerberichter Dr. Meier machte Herrn Heise- in das Wohnzimmer, wo sie von Herrn Salomon fofort des Jnnungsausschusses am 14. d. M. erklärte der Innungsvorstand S. energisch hinausgewiesen wurde. mann Borhaltungen wegen jenes Lohnzahlungsmodus, worauf G. fie am Arme gepact, fie zur Thür hinausgeschoben, so daß Bersammlung der gesamten Innung am 23. b. M. einer Festlegung Nach ihrer Angabe hat den Klebetarif für gerechtfertigt und würde auch jedenfalls die S. d. Ein Keil sie die Treppe hinabgefallen sei, und dann noch auf sie desselben zustimmen. Redner empfiehlt auch der gegenwärtigen Ver treibe den andern. Er müsse mit dem Hauptgeschäft losgeschlagen und mit den Füßen gegen ihren Leib getreten, so daß fammlung, einer eventuellen Festlegung des Tarifs mit der Junung ( Scherl) abrechnen, und dies mache ihn haftbar, fie förperliche Beschwerden davongetragen habe. Das Schöffen- bis zum 1. Februar 1902 zuzustimmen. wenn die Frauen das Geld nicht einbrächten. Sein Verhalten gegen gericht hat seiner Zeit den Angeklagten Salomon wegen dieses In der Diskussion, an der sich die Kollegen Klatt, Ferdi= über den Frauen sei also nur Notwehr. Die Verhandlung ergab, Grzeffes zu 4 Wochen Gefängnis verurteilt. Gegen dies Urteil hatte nand, Sirth, de Avis, Hedmann, leffem u. a. bedaß Frau M. leider dem Beklagten für den Monat September durch der Angeklagte, die Staatsanwaltschaft und die Nebenklägerin teiligten, sprachen sich auch alle Redner, sowohl centralistischer wie Unterschrift einer Abrechnung eine Ausgleichs quittung ge- Berufung eingelegt. In der gestrigen Verhandlung bestritt der An- lokaler Richtung, für eine vorläufige Festlegung des Tarifs aus. Kollege Bönide, der erste Bevollmächtigte der hiesigen Filiale geben hat. Auf Anraten des Gerichtshofs zahlte Beklagter frei geflagte wieder seine Schuld und behauptete, daß die Nebenklägerin wvillig 14 M. Darauf führte Gewerberichter Meier namens des ihn durch Schimpfworte und dadurch gereizt habe, daß sie mit den des Centralverbands, erklärt das Anfinnen der Innung, die bestehende Füßen an die Wohnungsthür gepoltert und ihn beim Oeffnen der Achtzehner- Kommission, die nach dem Bolsterstreit begründet wurde, gesamten Gerichtshofs, wie er ausdrücklich betonte, Thür ins Geficht geschlagen habe, daß seine Brille zu Boden gefallen aufzulösen und die Vertretung der Interessen der Berliner Tapefolgendes aus: Die September Forderung von 25 M. müsse sei. Nach Wiederholung der Beweisaufnahme beantragte der zierer nur einzig und allein dem Jnnungs. Auswegen der Ausgleichsquittung ausscheiden. Im Oktober habe Staatsanwalt eine Erhöhung der Strafe auf zwei Monate chuß zu überweisen, als ein Schlag gegen die Berliner Frau M. 10 M. bar erhalten, bei einem Monatsdurchschnitt von Gefängnis. Der Gerichtshof bestätigte aber das erste Urteil. Tapeziererbewegung und ersucht ferner die Versammlung, je t 24 M. blieben somit 14 M. Rest. Zu dieser Summe wäre Bevon einem Verlangen behufs Festlegung des Tarifs mit der Immung flagter berurteilt worden, wenn er sie nicht freiwillig abzustehen, indem dies einen die Arbeiterbewegung deprimierenden anerkannt hätte. Und nun ein Wort an den Beklagten. Möge er Eindruck machen würde, da damals die Festlegung verabsäumt wurde. Uessem ist der Meinung, daß die beabsichtigte Illusorischmachung fonst sehe auf seine Kosten zu kommen, wie er wolle: seine Der fünfte Wahlverein hielt am Freitag eine GeneralAnschauungen und sein Verfahren müßten auf versammlung ab, in der die Geschäftsberichte vom 4. Quartal 1900 der Achtzehner- Kommission seitens der Innung eine unausbleibliche Beschlusses sei, sich an der Wahl eines das allerentschiedenste gemißbilligt werden. Es erstattet wurden. Der Vorsitzende 3izewiz berichtete, daß im Folge des Centralverbands sei dies die Meinung der Kammer, und im Kollegium sei davon vergangenen Vierteljahr 3 Mitgliederversammlungen und 13 Gruppen- nungs- Ausschusses und Innungs- Schiedsgerichts zu beteiligen. Das Abraten Pönides von der Festlegung des Tarifs widerspreche der gesprochen worden, daß es Verträge gegen die fizungen stattfanden. Der Besuch der letzteren lasse viel zu guten Sitten seien, wenn der Arbeiter statt des wünschen übrig. Redner, der die Arbeiten der einzelnen Gruppen ganzen sonstigen Taktik der Centralverbände, die doch auf dem Lohns Quittungen erhalte und sich vom Lohne den Be- beleuchtete, ersucht die Mitglieder un lebhafteres Intereffe für die Standpunkt stehen, ohne Kampf durch Vereinbarungen und Verträge trag abrechnen lassen müsse, der beim Kassieren mann ist hervorzuheben: Die Einnahmen betrugen 664,870. eventuelle Festlegung des Tarifs ausgesprochen, wurde eine demAus dem Bericht des Kassierers Liep Arbeiter zu schaffen. Nachdem noch verschiedene Reduer sich für eine Gruppenversammlungen. Aus dem Bericht des Kassierers Diep mit dem Unternehmertum günstige Arbeitsbedingungen für die ausfalle. Hierdurch werde ja auch thatsächlich versucht, das( einschließlich eines Bestands von 421,57 M.), ausgegeben entsprechende Resolution angenommen. Risiko des Unternehmers abzuwälzen auf den wurden 529,16 M.( darunter 100 m. ant den VertrauensArbeiter, hier auf die arme 8eitungsfrau, und das mann, 200 M. Vorschuß für Uraniavorstellungen, bleibt ein Der Verband der Graveure und Eifelenre hielt am 5. d. M. sei unzulässig. Bestand von 185,71 M. Die Mitgliederzahl ist auf 543 gestiegen, eine gutbesuchte Generalversammlung ab. 8um Streit bei der Firma Ob Herr Scherl, der neue Ritter des roten Adlerordens vierter die Beiträge gehen regelmäßiger ein wie früher. Den Bericht ismer wird bekannt gemacht, daß derselbe resultatlos beendet ist Klaffe mit der Strone, nunmehr dafür sorgen wird, daß Praktiken, des Vertrauensmanns, den Genosse te u I erstattete, weist eine Ein- und über die Gravieranſtalt die Sperre verhängt ist. Aus der Wahl nahme auf von 1187,10 Dr.( darunter ein Bestand von 590 M.), zum Centralvorstand gingen hervor: Riete als 2. Vorsitzender, deren ein anständiger Mensch sich schämen muß, in seinem Betriebe eine Ausgabe von 1184,55 M.. der Bestand beträgt 2,55 W. Groger als 2. Schriftführer. Der Jahresbericht der Filiale Berlin aufhören?" An die Parteitasse sind 700 m. abgeliefert. Redner bemerkte, verzeichnet an Einnahmen 1588,23 M., an Ausgaben 1491,16 M., Der Mitgliederstand im Januar Ein Vorteil des nenen Unfallversicherungs- Gesetzes. Eine daß die Einnahmen verhältnismäßig nur gering feien, deshalb bleibt ein Bestand von 97,07 m. füddeutsche Thon- Aufbereitungsanstalt, deren Arbeiter bei der Ziegelei- müßten die Parteigenossen sich die Beisteuer zu den freiwilligen 1900 betrug 350, 1901 430 Mitglieder. Der Filialvorstand setzt sich Berufsgenossenschaft gegen Unfälle versichert find, übergab dem Maurer Sammlungen angelegen sein lassen, damit die Parteilasse den an sie wie folgt zusammen: Gutschmidt 1. Vorsigender, Hoffmeister meister Meißner im Jahre 1898 den Bau eines Fabrikgebäudes und stellte gestellten Anforderungen gerecht werden kann. Der Staffierer und 2. Borfißender, Seiling 1. Kassierer, Ringer 2. Kassierer, Rectihm einige ihrer Arbeiter unentgeltlich zur Verfügung, so auch den Tage: der Vertrauensmann wurden entlastet. Hierauf gab Fried- bach 1. Schriftführer; als Sekretär wurde Friedrich gewählt. Zu löhner Klammer. K. verunglückte bei der Bauarbeit und trug schwere länder den Bericht der Preßkommission: Die Ueberschüsse des Bor- Revisoren Thiel, Hildesheim und Köhler. Die Wahl des Berlegungen davon. Es verblieben ihm nur noch 25 Proz. feiner wärts" werden von Vierteljahr zu Bierteljahr geringer, was hauptsächlich Bibliothekars mußte vorgerüdter Beit wegen vertagt werden. Arbeitsfähigkeit. Seinen Anspruch auf Unfallrente verwarf das Schieds- eine Folge der steigenden Papierpreise sei. Die Auflage des Blatts habe Deutsche Gesellschaft für ethische Kultur. In der am Mittwoch, gericht der Ziegelei- Berufsgenossenschaft, weil nicht diese, sondern die sich im letzten Quartal um 4000 vermehrt, sie betrage jezt bayrische Baugewerts Berufsgenossenschaft hafte, da St. beim Bau- 56 500. Beschwerden aus dem Kreisen seien nicht an die Kommission den 23. Januar, abends 8 Uhr, im Bürgerfaale des Rathauses stattbetriebe Meißners verunglückt sei. Der Verlegte ließ die Entscheidung gelangt. Genosse Späth erstattete einen furzen Bericht der findenden Bersammlung der Deutschen Gesellschaft für ethische Kultur wird rechtsträftig werden und verlangte nun von der Baugewerks- Lokalkommission. Namens der in der Angelegenheit Willner ein Wer. William Sanders, Sefretär der Battersea Labour League und Mitglied der Society ethical propagandist über: Berufsgenossenschaft eine Rente. Auch hier hatte er fein Glüd. gesezten Kommission verlas Friedländer den Kommissions Arbeiterbewegung in England" sprechen. Der Vortrag findet Nachdem er vergeblich Berufung eingelegt hatte, wandte er sich an beschluß. Derselbe besagt: Der Antrag Gärtner allein begründe in deutscher Sprache statt. Nach demselben Diskussion. Die Teilnahme von das Reichs- Versicherungsamt. Das Retursgericht nahm den Ausschluß Willners nicht, dagegen lasse das in legter Beit zu Gäften ist erwünscht. Die Neue Gemeinschaft veranstaltet am Sonntag, den 20. Januar, daß tein Unfall beim Baubetriebe vorliege und Tage getretene Gefamtverhalten Willners diefen unwürdig erscheinen, daß der Unfall, weil St. trop feiner Bauthätigkeit als ein Ehrenamt in der Partei zu bekleiden. Wie der Vorsitzende mit mittags 12 Uhr, eine Versammlung im großen Saale des Architektenhauses, Das Programm enthält: Vortrag von Gustav Arbeiter der Thon Aufbereitungs Anstalt teilte, ist Willner bereits aus dem Verein ausgetreten, so daß Wilhelmstraße 92. Reul, als Mit- andauer: Nieksche und die neue Generation; Biolin- Vorträge von auch für die Beit der vorübergehenden Beschäftigung diefe Angelegenheit damit erledigt ist. M. Natrowski; Dichtungen, recitiert von edwig Lachmann, beim Bau gelten müsse, dem Verpflichtungsfreise der Ziegelei- Berufs- glied der Kommission, die feiner Zeit eingelegt worden ist, und Dr. E. Geyer; Ansprache von Julius Hart. Zutritt frei. bon die Frage des eventuellen Ausschlusses genossenschaft zuzurechnen sei. Nun wäre K. wegen der Rechts- um Samariter Kursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Morgen, fraft des Urteils des Schiedsgerichts der Ziegelei- Berufsgenossen- maurern zu entscheiden, berichtete: Die Kommission sei zu der Montag, abends 9 Uhr, Uebungsstunde in der Filiale Brunnenstraße 150. fchaft unzweifelhaft ganz um die Rente gekommen, wenn Ansicht gekommen, daß in jedem einzelnen Fall, wo jemand als Bortrag über Vergiftungen. Gäste willkommen. Neue Teilnehmer können nicht§ 82 des neuen Unfall Versicherungsgesetzes für solche Streitbrecher beschuldigt wird, die Angelegenheit zu untersuchen und jederzeit eintreten. Arbeiterverein von Pankow und Umgegend. Dienstag, den Fälle Fürsorge träfe. Danach war es dem Reichs- Versicherungs- davon seine Nichtaufnahme oder sein Ausschluß abhängig zu machen 22. Januar, abends 19 Uhr: Refe: Abend bet Großfurt, Berlinerstr. 27. amt, vor dem Schriftsteller J. Fränkel den Verlegten vertrat, mög- ist. Alle diese Berichte wurden debattelos entgegen genommen. Borlesung von„ Dantons Tod". Zahlreicher Beſuch erwünscht. lich, die Ziegelei Berufsgenossenschaft beizuladen und zur Renten- Hierauf machte Davidjohn namens der Statuten- Kommission Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter. gewährung zu verurteilen, obwohl der Anspruch gegen fie bereits einige Abänderungsvorschläge von nicht erheblicher Bedeutung. Nach( E. S. 29 Hamburg) hält am Sonntag, den 20. d. M., vormittags 10 Uhr, rechtsträftig abgelehnt worden war. Das Reichs Ver- dem längere Zeit über diefelben diskutiert worden war, wurde die in folgenden Filialen Verfammlungen ab: Filiale 7 bei Bergmann, Base: ficherungsamt verfuhr demgemäß und sicherte so dem schwer Angelegenheit bis zum Herbst vertagt, wo eventuell wesentliche walterstraße 3; Filiale 9 bei Fischer, Waldstr. 7. Verein der Kohlenhändler der westlichen Vororte tagt am Mittgeschädigten K. dennoch die Rente. Aenderungen, die Organisation betreffend, in Aussicht stehen. Auf Antrag Liepmanns wurde mit Rücksicht auf die vereinsgesetzlich woch, den 23. Januar, abends 9 Uhr, im Klubhaus in Schöneberg, HauptKontraktbruch. Eine Anzahl Buchbinder der Lurus- Papier vorgeschriebene Meldung eintretender Mitglieder beschloffen: Als ftraße 5-6. Auf der Tagesordnung steht u. a. Besprechung über event. gemeinschaftlichen Einlauf. fabrit von Sala hatten die Arbeit niedergelegt, weil der Fabrikant Mitglied aufgenommen gilt jemand erst dann, wenn sein Name in ertlärte, er zahle bei leberstundenarbeit nicht den Aufschlag von der nach seiner Anmeldung folgenden Mitgliederversammlung be331/3 Proz., auf den fie glaubten Anspruch zu haben. Sala verklagte fannt gegeben ist. Liepmann, der, weil er sich durch ein Bor: Lehte Nachrichten und Depeschen. mur sechs der Leute wegen Kontraktbruchs auf Bahlung einer tommmis in der vorigen Vereinsversammlung verletzt fühlt, sein Amt Buße. Es fam vor der Kammer VIII des Gewerbegerichts niedergelegt hatte, wurde als Kassierer einstimmig wiedergewählt. Hafenarbeiter- Entlassungen. ein Vergleich zu stande. Die Beklagten verpflichteten sich, Köln, 19. Januar.( B. H.) Seitens der städtischen Berwaltung bestimmte Beträge Mit der Alkoholfrage beschäftigte sich am Donnerstag eine zahlen. Der Vorsitzende von den Vereinigten Berliner Enthaltsamteits wurde heute abend fämtlichen Arbeitern des Kölner Hafens infolge Dr. Meier erklärte es für falsch, ohne weiteres die Arbeit niederzu- Gesellschaften" einberufene Versammlung bei steller, Koppen- des fortgesezt vorherrschenden Eisgangs die Arbeit aufgekündigt. Tegen. Sie hätten erst die Sache an sich herantreten lassen müssen. Straße. Der erste Referent, Dr. phil. Servus, leitet seinen Die Maßregel der Stadt ruft in den beteiligten Kreiſen großen Glaubten sie sich im Recht, dann wäre es richtig gewesen, weiter zu Bortrag über: Die Gefahren des Alkoholgenuifes unwillen hervor, da sie sich meistens gegen verheiratete Arbeiter und Aufschlags nicht zu machen oder länger zu arbeiten unter Vorbehalt für Deutschland" damit ein, daß er ein Fläschchen solche richtet, die bereits 20-25 Jahre im Dienste der Stadt stehen. erklärt, daß dieses mit 20 Gramm Inhalt vorzeigt und ihrer vermeintlichen Mehransprüche. Dann wären die Konsequenzen Quantum, das in einem halben Liter Bier enthalten, daraus zu ziehen gewesen. So müsse aber ohne weiteres Kontraft ist, den Menschen vom normalen Denken abbringt. Er erklärt bruch angenommen werden. ferner, daß der Alkohol unter allen Umständen ein Gift sei, und führt eine Reihe von Thatsachen an. feine schlimmen Auf der Nebenbahnstrecke Hameln- Lage entgleiste ant 19. d. Mite. Wirkungen nachzuweisen. Unter anderm weist er auf die unvormittags bei Bega der Personenzug 426 infolge Schienenbruchs geheueren Mengen alkoholischer Getränke hin, die mit otomotive, zwei Personenwagen und einigen Eilgutwagen. Ein wahres Jammerbild bot eine Frau, die gestern unter den deutschen Soldaten in China zur Verfügung gestellt Ein Lokomotivheizer wurde am Arm schwer verletzt. Reisende wurden der Anklage der Kindesaussetzung vor der vierten Straffammer des worden sind. Wer mit helfen wolle, sagt Redner, der erfläre sich nicht verlegt. Die eingetretene Betriebsstörung wird voraussichtlich Landgerichts I stand. Die Angeklagte, Frau Wilhelmine Saiser, für volle Abstinenz; das sei das, was die Menschen glücklich und am 19. abends beseitigt sein. geb. Lamprecht, fonnte nur durch gütliches Zureden des Vorsigenden zufrieden mache. Dan begeistert sich Redner für die 200- Jahrfeier Wer ein Herz hat Attentat einer Studentin auf einen Professor. Nach und nach und schließt ungefähr mit den Worten: bewogen werden, sich auf die Auflage auszulassen. Paris, 19. Januar.( W. T. B.) Heute nachmittag fenerte gab sie den Thatbestand zu. Seit 16 Jahren sei fie von ihrem für das preußische Königtum, der forge dafür, daß unser eine russische Studentin, Namens Vera Gelow auf den ProManne verlassen. Sie ernähre sich und ihre 71 jährige Mutter durch Bolt ein abstinentes Volt werde 2c. Das gebe Gott!" Arbeiten in einer Wollspinnerei, wo sie wöchentlich zehn Mark Der zweite Referent, Dr. med. Streder, spricht sehr sachlich feffor Emil Deschanel, den Vater des Kannerpräsidenten, in dem als derselbe seine Vorlesung beendet hatte und 2ohn erhalte. Es würde zum notdürftigsten Unterhalt gereicht über: ,, Itohol und Gesundheit. Ohne in den pastoralen Augenblick, wollte, einen Revolverschuß ab. haben, aber da habe sie im Juni v. Jahre einem Kinde das Leben Ton des Vorredners zu verfallen, erklärt er sich für einen ebenso den Hörsaal verlassen gegeben und nun sei die bitterste Not bei ihr eingefehrt. Der Vater, ein Ar radikalen Gegner des Allohols, nennt diesen ebenfalls ein Gift und Die Kugel traf die russische Studentin Alexandrine Zelulaufich, Stufe mit den Auswurfstoffen des eine Freundin der Gelow, welche sich zwischen diese und den Probeiter, den sie in der Fabrik kennen gelernt, habe rundweg verweigert, auch stellt ihn auf eine nur einen Pfennig zum Unterhalt des Kinds beizutragen, ihre Mutter menschlichen Körpers. Des weiteren führt er aus, daß der fessor gestürzt hatte und verwundete denselben schwer. Die habe ihr tagtäglich wegen des unliebsamen Zuwachses Vorwürfe ge- Alkohol nicht nährt noch wärmt, noch der Verdauung zu gute Gelow, welche geistestrant sein soll, erklärte, sie habe Deschanet macht und da sei fie zu dem verzweifelten Schritt getrieben worden. fommt, sondern mir schädliche Wirkungen hervorbringt und töden wollen, weil derselbe sie beleidigt habe. Am Abend des 3. September habe sie ihr Kind genommen und sei deshalb gänzlich zu meiden ist. Der dritte Referent, Dr. jur. bamit nach Berlin gegangen. In der nur auf einer Seite bebauten Thurnwald- Wien, spricht über: Alkohol und VolksParis, 19. Januar.( W. T. B.) Die Agence Havas" meldet Danzigerstraße ist der Mittelweg mit jungen Bäumen bepflanzt wirtschaft", ohne dabei die mißliche wirtschaftliche Lage des worden. Dieselben waren damals zwecks der Bewässerung mit größten Teils des Volts als eine der Hauptursachen des Alkoho- aus Beting vom 16. d., M., daß Tiching und Li- Hung- Tschang von den Gesandten die Festsetzung einer baldigen Zusammenkunft ereinem kleinen Erdwall umgeben. In einer dieser Höhlungen legte liemus richtig zu würdigen. Der Redner schließt mit einer patriotischen baten, um die gegen einige Artikel der Note der Mächte von ihnen den mächtigen Bewegungen und die Angeklagte ihr Kind nieder und entfernte sich dann. Das kleine Phrase Wesen hätte unfehlbar vor Kälte und Nässe zu Grunde gehen müssen, den großen Ideen, die das Königreich Preußen gemachten Einwände zu besprechen. Rom, 19. Januar.( W. T. B.) Der Rektor des esigen wenn nicht ein gerade vorübergehender Mann durch dessen Gewimmer verbreitet hat". In der Diskussion wird darauf hingewiesen, aufmerksam geworden wäre. Es wurde im Waisenhause unter- daß viele Arbeiter durch die erbärmlichen Löhne und die dadurch Seminars der auswärtigen Missionen erhielt ein Schreiben des gebracht. Am folgenden Tage las die Angeklagte in den Zeitungen bedingte schlechte Ernährung zum Alkoholismus verführt werden; ferner apoftolischen Vikars von Süd- Schenji, Monsignore Basserini, ist von dem Funde, das Gewissen regte sich bei ihr, sie ging nach dem darauf, daß für die Altoholbekämpfung nichts von der Gefeßgebung welchem diefer mitteilt, daß er samt allen Missionaren und Schwestern Waisenhause und ließ sich das Kind wieder aushändigen. Es ist zu erwarten ist, weil viele der maßgebenden Personen im Barlament wohlauf sei. Durch dieses Schreiben wird die Nachricht von der noch einigen Wochen verstorben, aber es ist nicht erwiesen, daß der als Schnapsbrenner interessiert sind. Ein weiterer Redner erklärt, angeblichen Ermordung jener Miffionare für unrichtig erklärt, welche Zod in ursächlichem Zusammenhange mit der Aussetzung stand. Der daß sowohl die Berufsorganisation, wie auch die politische Organisation zu Beginn der Unruhen in China verbreitet worden war. Benedig, 19. Januar.( B. H.) Jufolge fortdauernden Frosics Staatsanwalt beantragte gegen die Angeklagte eine Gefängnisstrafe der Arbeiter sich mit der Bekämpfung des Alkoholismus befasse. hon acht Monaten, der Gerichtshof sah sich aber nicht veranlaßt, Es sei aber zu wünschen, daß die Abstinenzler nicht von ihren ist der Hafen von Ravenna teilweise zugefroren. sierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Berantwortl. Redacteur: Robert Schmidt in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. alt Sala zu ant Gerichts- Beitung. bon " " " AccordEisenbahn- Unfall. Hannover, 19. Januar.( W. T. B.) Amtlich wird gemeldet: Nr. 17. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 20. Januar 1901. Berliner Partei- Angelegenheiten. Freie Volksbühne. Heute nachmittag 28/4 Uhr im Carl WeißTheater( 6. Abteilung): 2um pacivagabundus. Spandau! Im Weheschen Lokale wird eine Versammlung des Arbeitervereins am heutigen Tage abgehalten werden. Um zahlreichen Besuch wird gebeten. stattet wird, welch ein übles Vorbild giebt das den„ niederen Volks- beigetreten, deren eingezahlte Beiträge mit dem Verschwinden des schichten", die der Magistrat im töniglich preußischen Christentum Vorsitzenden auch verloren sind. B., der übrigens seine Wohnung doch mitzuerziehen berufen ist! Nach 1895 machte der Magistrat schon im Dezember gekündigt hatte, soll sich nach London gewandt findet bei Keller, Stoppenstr. 29, eine Volksversammlung solcher Leichen beim Oberpräsidenten zu Achtung, vierter Wahlkreis! Dienstag, abends 8 Uhr den allerdings erfolglos gebliebenen Versuch, die Verbrennung und hier eine Stellung bei seinem Bruder gefunden haben. Seine statt, in der Genossin Klara Bettin einen Vortrag hält. erwirken, welche Familie ist in Berlin zurüdgeblieben, auch seine Schwägerin befindet Näheres siehe Annonce heute und Dienstag. feciert aus Krankenhäusern der Stadt zur Bestattung über- fich, entgegen einer andren Meldung, hier und ist nicht in Begleitung von B. geflüchtet. 50 Die Vertrauensperson. geben werden. Heute stellt er sich in einen schroffen Gegensatz zu Rechtsanwalt Dr. Halpert, der während des Sternberg Sechster Wahlkreis( Schönhauser Vorstadt)! Heute, dieser Eingabe sowohl wie auch zu dem Stadtverordneten- Vorsteher Sonntag, abends 52 Uhr, findet bei Mierte, Schönhauser Allee Dr. Langerhans, der bekanntlich in seiner Eigenschaft als Landtags- Sternberg angegangen worden, dessen Verteidigung zu übernehmen. Prozesses über denselben eine Broschüre schrieb, ist vom Bankier Nr. 101/102, eine Boltsversammlung statt, in welcher Stadt- Abgeordneter vor zwei Jahren im Abgeordnetenhause einen Antrag um Mißbeutungen vorzubeugen hat Dr. Halpert indessen abgelehnt, verordneter Adolf Hoffmann über das Thema" Auf was wir auf Zulassung der Feuerbestattung eingebracht hatte. Der von das Mandat anzunehmen. stolz find sprechen wird. Nach der Versammlung gemütliches Bei- boshaften Leuten immer noch als freifinnig verschrieene sammensein. Um rege Beteiligung ersucht Berliner Magistrat ist nunmehr Ein Warenhausbrand lam Freitagabend 11 Uhr, Zoffeneram Ende so weit, daß er, straße 21 in dem Warenhause von A. Brasch zum Ausbruch. Er Der Vertrauensmann. falls ihm Gelegenheit beschieden würde, beschieden würde, sich über diesen entstand im hinteren Raume der Abteilung für Weiß- und WollenFall auszusprechen, sich auf den Standpunkt des tonservativen waren, wahrscheinlich durch einen hier aufgestellten eisernen Ofen. Duellpastors Schall stellte, der wie erinnerlich in der Die über dem umfangreichen Geschäftsladen wohnenden Mieter Sigung des Abgeordnetenhauses vom 22. März 1899 die Freunde lagen schon im tiefen Schlafe, als sie durch Feuerrufe aufgeschreckt der Feuerbestattung mit dem Argument zerschmettert hat, daß in der wurden. Sie schichten sich zur Flucht an, da die Wohnräume mit " Heiligen Schrift" nirgendwo eine Stelle vorkomme, in der von ieder Minute mehr verqualmten. Die mittlerweile in großer Lichtenberg. Im Laufe dieser Woche finden in den ver- Reichenverbrennung die Rede sei. Auch könnte der Magistrat seine Stärke eingetroffene Feuerwehr schickte indes Sappeure nach oben, fchiedenen Bezirken vier Versammlungen statt, in denen den Ges Eigenschaft als Kirchenpatron für die christliche That ins Feld um die Geängstigten zu beruhigen. Mit drei Rohren wurde dann das Feuer in verhältnismäßig furzer Zeit erstickt. Da große Vertreter Aufschluß gegeben wird, diese Bersammlungen werden ab: Bosten Waren durch Feuer und Wasser start gelitten haben, so ist gehalten: Für Wilhelmsberg: Montag, den 21. Januar, der verursachte Schaden bedeutend. In derselben Nacht hatte die abends 8 Uhr, im Lokal von Trinkaus, Hohenschönhausenerstraße. Wehr Lessingstr. 24, Morisstr. 4 und Waßmannstr. 30 noch größere Für Lichtenberg Ost: Dienstag, den 22. Januar, abends 8 Uhr, Opfer des Patriotismus. Bei dem Verkehr, der Freitag bei Wohnungsbrände zu löschen. im Lokal von Karl Schulze, Brinzen- Allee 22. im Lokal von Karl Schulze, Brinzen- Allee 6. Für den zweiten der Festbeleuchtung in den Straßen Berlins herrschte, find mehrere Kommunal- Wahlbezirk( Pfarr- und Rummelsburgerstraße): Unglüdsfälle vorgekommen. Die Mitglieder der freiwilligen Steckbrieflich verfolgt wird von der Staatsanwaltschaft beim Mittwoch, den 23. Jamuar, abends 8 Uhr, im Deutschen Reichs- Sanitätstolonne hatten in 14 Fällen Hilfe zu leisten. In der Landgericht I der 89 Jahre alte Gastwirt Baul opfer, der aus garten", früher Baul, Rummelsburgerstraße. Für den Bezirk Friedrichstraße, an der Ede der Linden, hatte ein junger Mann eine Halenbed im Kreise Ostpriegnis gebürtig ist. Hopfer betrieb früher Bürgerheim und Dorf Lichtenberg: Donnerstag, den Handquetschung erlitten. Ein siebenjähriges Mädchen, welche sich Gastwirtschaften in der Franjedi- und Oderbergerstraße und am 24. Januar, abends 8 1hr, im Lotal von H. Gursch, Kronprinzen mit seinen Eltern in dem Gedränge befand, war ohumächtig ge- Zionskirchplatz. Seit zwei Jahren war er Rendant des Spar- und Garten, Frankfurter Chaussee 86. Es liegt im Intereffe aller Ge- worden. Ebenfalls ohnmächtig wurde eine Frau am Dönhoffplag. Rabattvereins der Rosenthaler Vorstadt, der sein Bureau in der meindewähler, recht zahlreich zu diesen Versammlungen zu er- Ferner fam ein Fall von Blutsturz zur Behandlung. Dort fanden, wie seinerzeit gemeldet Fehrbellinerstr. 29 hatte. fcheinen. Die Referenten werden in den Versammlungen bekannt wurde, vom 1. und 2. Dezember v. J. heftige Auftritte statt, als gegeben und werden sich unsre Kandidaten den Wählern dort vorFrauen abheben wollten, verschwunden war. fich herausstellte, daß der Rendant mit den Spargeldern, die die stellen. Kommunales. 11 führen, mit der er den letzten Willen eines seiner Mitglieder durch freuzte. Die öffentlichen Feuermelder wurden früher an öffentlichen Feier Polizeischuh vor feuriger Begeisterung. Es wird berichtet: tagen oft durch angetrunkene Personen ohne jegliche Veranlassung in Bewegung gesetzt, während die Attentäter das Weite suchten. Um diesem Unfug zu steuern, waren Freitagabend bei sämtlichen FeuerDasselbe war der Fall bei vielen Litfaßsäulen, die in fpäten Nachts meldern im Centrum und der nächsten Umgebung Bosten aufgestellt. stunden häufig zu" Illuminationszweden" dienen mußten. Diese von Der Feuerwehr und Polizei getroffenen Vorsichtsmaßregeln haben sich gestern gut bewährt. Tödlich verbrannt ist Freitagabend die 39 Jahre alte underehelichte Näherin Marie Hollstein aus der Schönhauser- Allee 146, Der Ausschuß der Stadtverordneten Versammlung zur Stod eine Stube und Küche bewohnte. die hier seit drei Jahren mit ihrer 28 jährigen Schwester im fünften Während ihre Schwester Borberatung der Vorlage des Magistrats betreffend den Ankauf von Emma bei ihren Kundinnen in deren Behausung zu arbeiten pflegte, Aftien der Berliner elektrischen Straßenbahnen hat gestern getagt. nähte Marie Hollstein zu Hause und versah die Wirtschaft. Freitag Bom Magiftrat wurde hervorgehoben, daß das jetzige Angebot der abend nähte sie auf der Maschine, die sie dicht neben den KüchenGroßen, von dem überall erzählt würde, von den aber an tompetenter Stelle nichts bekannt wäre, ein Beweis dafür sei, wie Au Freiheitsberaubung grenzt folgendes Stüdlein der tisch gestellt hatte. Auf diesem stand die brennende Petroleumlampe wichtig es ihr sei, der Stadt den Ankauf zu verekeln. Stadtv. Breuß Großen". Gelegentlich der militärischen Feier am Zeughause hatten in der Nähe der Maschine. Um 6 Uhr sah eine Frau aus dem Hause, beantragte die Vorlage vorerst abzulehnen und den Magistrat zu er die Schaffner vorgestern die Instruktion erhalten, den Passagieren die über den Hof ging, in der Wohnung der Näherin einen Feuerfuchen, zunächst noch durch Verhandlungen einige Abänderungen des das Absteigen von den Straßenbahnwagen auf der Strecke an der nach dem Feuermelder lief, eilte sein Gefelle Karl Neimann und die schein und schlug Lärm. Während der Schlächtermeister Goeldun Vertrags zu versuchen. Singer trat lebhaft für die Magistrats. Hedwigskirche, Unter den Linden, Kastanienwäldchen, zwischen vorlage ein. Eine Vertagung würde die Annahme der Vorlage ge- Franzöfifche nnd Dorotheenstraße resp. Hinter dem Zeughause Frau des Schirmfabrikanten Harriehausen in den fünften Stock fährden. Möglich sei das Angebot überhaupt nur geworden, weil nicht zu gestatten, eine Bestimmung, gegen die das fahrende hinauf. Auf dem Flur begegnete ihnen Marie Hollstein, die um fich zwei Kapitalistengruppen gegenseitig bekämpfen und es beide Publikum, das vielfach teils Unter den Linden im Berliner Kaffen- Hilfe schreiend und am ganzen Körper brennend aus ihrer Wohnung durchaus nicht gern sähen, daß die Stadt der lachende Dritte sei. verein oder auf der Dresdener Bank zu thun hatte, entschieden gelaufen kam, vor der Thür aber bewußtlos zufammenbrach. Allerdings komme dieses Lachen ziemlich teuer zu stehen, wir protestierte. Infolge dessen tam es zwischen den Schaffnern und Reimann und Frau Harriehausen deckten sie mit Schürzen und der find aber gezwungen die Linien zu kaufen, schon um den Minister Fahrgästen häufig zu Streitigkeiten, die damit endeten, daß die Jacke des Gesellen zu und erstickten die Flammen, während der zu zwingen, der Stadtgemeinde gegenüber eine andre Stellung ein- Baffagiere ohne Rüdficht auf die Anordnung der Betriebsverwaltung Staufmann Rüdiger mit Wasser das Feuer löschte. Alle drei legten zunehmen. Die Kaufsumme sei Anlagekapital und biete die Garantie, von den in voller Fahrt befindlichen Wagen heruntersprangen. Wir dann die Unglückliche in ihr Bett. Ein Arzt aus dem Hause ließ fie, daß sich die späteren Anlagen auch rentieren. Der Gedanke fei gewiß wiffen nicht, mit welchem Recht die Straßenbahn- Verwaltung eine da sie am ganzen Körper über und über mit Brandwunden bedeckt war, mit einem Koppfchen Rettungswagen nach dem Krankenhaus nicht angenehm, daß der Gesellschaft ein so hoher Profit gezahlt derartige seltsame Bestimmung erlassen durfte. am Friedrichshain bringen. Dort starb sie bereits gestern morgen werde, das feien aber die Folgen davon, daß die Gemeinde nicht am 3 Uhr. Als die Feuerwehr fam, hatten die Hausgenossen den schon früher die Bahnen selbst gebaut und betrieben habe. Nach vier geringen Brand in der Wohnung, der nur den Tisch und den Fußstündiger Sigung wurde unter Ablehnung des Antrags Preuß die boden beschädigte, schon gelöscht. Magiftratsvorlage angenommen. Cinen elektrisch geheizten Straßenbahn: Wagen hat die Große Berliner Straßenbahn in Dienst gestellt. Es ist dies der " Convertible Car" oder Verwandlungswagen, der je nach Bedarf offen oder geschlossen gefahren werden kann. Dieser Wagen, der die Zu dem Selbstmord des Schreibers Stolze im Hause ReichenBu unfrem Schulwesen ist vom Stadtv. Justizrat Caffer Str. 2080 führt, fanm also bei der großen Hige als offener Sommerim Verein mit mehr als 90 Stadtverordneten, Mitgliedern aller wagen benutzt werden. Beim Eintritt fühlerer Witterung wird er bergerstraße 114 teilt uns Frau Martha Voigt mit, daß in feiner Frattionen der Stadtverordneten- Versammlung, nachstehender Antrag gefchloffen. Eritt stärkere Stälte ein, so wird er endlich auf elettri Weise die Rede davon sein könne, daß fie die Geliebte des Schreibers gestellt worden: Die Stadtverordneten- Bersammlung beschließt, den schem Wege geheizt, wobei die Oberleitung den Strom liefert. Der gewefen. Sie habe stets nur in freundschaftlichen Beziehungen zu der Magistrat um Auskunft zu ersuchen, ob ihm bekannt ist. Verbrauch an Strom ist allerdings bedeutend, so daß es fraglich er- Familie des Selbstmörders gestanden, der geistig nicht zurechnungsdaß von den Staatsbehörden die Einführung des franzöfifchen scheint, ob diese Art der Heizung eingeführt wird. Der Wagen verfähig gewesen und wegen seines Bustandes auch vorzeitig vom Unterrichts schon in die unterste Alaffe der Berliner fehrt jezt auf der durchweg mit Oberleitung ausgerüsteten Linie Militär entlassen worden sei. Wir erfüllen selbstverständlich gern Realschulen beabsichtigt wird, und welche Schritte der Behrenstraße- Treptow. Glühstoffheizung hat die Direktion der den Wunsch der Frau Voigt, den bedauerlichen Irrtum der Berichte Magistrat zur Abwehr einer solchen die Bedeutung und Entwicklung Großen Berliner Straßenbahn schon seit dem Eintritt des Frostes erstattermeidung richtig zu stellen. unferer Stealschulen und mithin des gesamten städtischen Schul- bei sämtlichen Motorwagen mit reiner Oberleitung eingerichtet. Es Große Aufregung herrschte gestern( Sonnabend) abend im wesens im hohen Grade schädigenden Maßnahmen, die den find, wie berichtet wird, auf diese Weise etwa 450 Wagen geheizt. Haufe Blücherstraße 35. Hier war die erst fürzlich zugezogene Hebertritt von Gemeindeschülern in die Qnarta Man merkt nur nichts davon. Aftermieterin Frau Sachs in Verfolgungswahnsinn verfallen und der Realschulen in 8utunft ausschließt, zu ers bersuchte nun, aus ihrer im vierten Stock belegenen Wohnung auf greifen beabsichtigt." den of hinabzuspringen. Die Hausbewohner waren nicht im stande, der Unglücklichen zu helfen, da dieselbe ihre Stube fest verriegelt hatte. Man alarmierte die Feuerwehr, die in drei Zügen heranrüdte. Brandinspektor Rohnstod ließ ein Sprungtuch ausbreiten, beorderte aber auch gleichzeitig mehrere Mann, bie Wohnungsthür zu erbrechen und gerade noch zeitig kamen, um die Frau von dem totbringenden Sturze zurückzuhalten. Sie wurde dann mittels Krankenwagens nach dem Krankenhause gebracht. Tokales. Magistratsverfrommung? Eine wunderliche Geschichte wird in der Flamme", dem offiziellen Organ des Berliner Vereins für Feuerbestattung zur Sprache gebracht. Das Blatt schreibt: Die Obdachlosen. Die Gesamtzahl der im Monat Dezember vorigen Jahres im städtischen nächtlichen Obbach in der Fröbelstraße Beherbergten hat 50 554 Perfonen, darunter 45 375 Männer und 5179 Frauen, erreicht. Während dort die Frequenz bedeutend gestiegen ist, ist sie im Familien- Obdach gefallen. In diesem wurden am 1. Januar 1901 noch 547 Berfonen gegen 711 am 1. Dez. b. 3. beherbergt und zwar 181 Familien, bestehend aus 58 Männern, 163 Frauen, 144 Knaben, 150 Mädchen und 32 Säuglingen. Außer dem wurden hier noch 89 Einzelpersonen verpflegt, d. 5. 164 Personen 39 weniger als Anfang Dezember. Der Abgang betrug 171 Familien Erstickt ist bei einem Stubenbrande gestern abend der Der so unerwartet schnell aus dem Leben geschiedene Bürger- mit 712 Berionen, der Zugang 146 Familien mit 548 Stöpfen. 1, jährige Sohn der Aufwartefrau B. in der Marstr. 18e. Die meister Brinkmann hatte zu wiederholten Malen in seiner Familie Inzwischen ist der Zugang wieder etwas gestiegen. Im außer dem Haufe beschäftigte Mutter hatte Wäsche am Ofen auf den Wunsch geäußert, dereinst feuerbestattet zu werden. Ob nächtlichen Obdach war am 31. Dezember die Frequenz gehängt, die sich unter großer Qualmentividelung entzündete, so daß gleich Schriftliches über diesen Punkt nicht vorhanden war, glaubten bis auf 2468 Berfonen, 2303 Männer und 160 Frauen das Kind erstickte. Die Wiederbelebungsversuche eines herbeigerufenent bie Hinterbliebenen pietätvoll dem Wunsche Rechnung tragen gestiegen, am Silvester betrug die Frequenz 2029 Personen Arztes erwiesen sich erfolglos. zu sollen, und beauftragten, nachdem sie ein erstes Anerbieten und an den beiden Weihnachtsfeiertagen 2377 beziehungsweise bes Magistrats, die Bestattung auf Stoften ber Stadt und mit 2190 Berfonen, gegen nur 1883 Berfonen am 3. Dezember der im Dachgeschoß belegenen Waschküche des Hotels Bum deutschen Fenerbericht. Sonnabenduachmittag entstand Klosterstr. 90 in einer den Verdiensten des Verstorbenen würdigen Feier vor- vorigen Jahrs. Am 2. Weihnachtsfeiertag beherbergte das zunehmen, abgelehnt hatten, das Bureau des Vereins für Feuer- nächtliche Obdach nur 65 Frauen, gegenüber einer Durchschnittszahl bestattung in Berlin mit der Erledigung aller Formalitäten. En von 172 Frauen an den übrigen Tagen. Raifer" Feuer, das Säde und alte Stoffe zerstörte und von der Feuerwehr bald abgelöscht wurde. Vorher waren Rheinsbergerstraße 27 fleine Wohnungsbrände zu beseitigen. straße 31, Königin Augustaftr. 51, Alte Jakobftr. 18 und GrünthalerJm Cirkus Schumann ist eine Winterradbahn errichtet. Heute konkurrteren die Radfahrer Wolf mit Heiny, Boquillon mit Hing und Robl mit Krause. Morgen, Montag, starten Boquillon mit Wolf, Mündner mit Peter und Arend mit Heiny. Aus den Nachbarorten. einer Besprechung waren alle Einzelheiten über den Eine Teftillateur- Fachschule, die erste ihrer Art, soll in Berlin Sarg, den Leichenwagen, die sonstige Ausstattung, bei der alles Gepränge vermieden werden sollte, festgestellt worden; ins Leben gerufen werden. Der Plan hierzu geht von dem Verein die Einäscherung sollte in Gotha stattfinden, der Liqueurfabrikanten und Branntweinintereſſenten aus, der dadurch weil der Verstorbene mit Herrn Oberbürgermeister Liebetrau bem angeblichen Mangel an tüchtigen Hilfskräften im Destillateur daselbst befreundet gewesen war. Indessen nach einer Stunde er gewerbe abhelfen will. In der nächsten Bereinsversammlung soll ging an das Bureau die telephonische Mitteilung, daß die Witwe über das Projekt und die Art seiner Durchführung endgültig Beschluß bem neuerlichen Erfuchen des Magistrats Folge gefaßt werden. gegeben habe und auf die Feuerbestattung ber Der Polizeipräsident versendet folgende Berichtigung: Die Bidhte. Sauerstoff heilanstalt Schöneberg fährt trotz meiner Regierung, Geldsackparlament und Wohnungsuot. Die Welche Gründe diesen Verzicht veranlagt haben, darüber ist Berichtigung vom 6. Dezember v. J. fort, in Zeitungsannoncen Budgetkommission des Abgeordnetenhauses hat am Sonnabendvora uns offiziell nichts bekannt geworden. Die Uebernahme der Bruchstücke eines ihr von mir zugegangenen Schreibens anzuführen, mittag bei der Beratung des Etats der Domänenverwaltung die Kosten durch die Stadt, die Feier im Rathaus können unmöglich und scheut sich neuerdings in einer im Selbstverlag erschienenen erste Mate von 8 Millionen Mark für die Aufteilung der Domäne bestimmend gewesen sein oder hätten es wenigstens nicht sein Druckschrift nicht, die Behauptung aufzustellen, das Bolizei Dablem bei Berlin betvilligt, nachdem die Regierungsvertreter dürfen. präsidium habe aktuelles Interesse an ihrer vermeintlich bebeut darauf hingewiesen hatten, daß durch Abgabe eines Teils der Es bleibt fonach nur eine Vermutung übrig. In dem Pro- famen Erfindung bewiesen. Diese Behauptung ist unrichtig. ca. 581 Settar großen Domäne Dahlem an den Grunewald gegen gramm der Trauerfeierlichkeit war die Einfegnung der Leiche durch Das Polizeipräsidium hat für die Sauerstoff- Hellanstalt Schöneberg Eintausch eines gleichen Stücks im Norden durch Anschluß an die Herrn Prediger Schmeidler vorgesehen. Dieser hätte, wie feither fein andres Intereffe bethätigt, als basjenige Kolonie Grunewald eine sehr gwedmäßige Veranstaltung getroffen immer feine persönliche Anschauung sein mag, nach dem bekannten der pflichtgemäßen Ueberwachung des mit der Anstalt ver- fei. Die Bebauung des betreffenden Areals von Dahlem sei in Erlaß des Oberkirchenrats nicht im Talar sprechen dürfen, bundenen Arzneimittelverkehrs; lediglich aus diesem Grunde, feines- Aussicht genommen in der Weise, daß es zu einer vornehmen es ist sehr wohl möglich, daß man einerseits den Trauergottes- wegs aus irgend einem Intereffe an dem Heilverfahren, ist eine Villenanlage benutzt werde. Für Arbeiter wohnungen sei dienst ohne das Amtskleid des Geistlichen nicht für des Ent Untersuchung von der Anstalt entstammenden Präparaten veranlaßt das Terrain au teuer. schlafenen würdig gehalten hat, andrerseits nicht auf die worden. Mein mehrfach angezogenes Schreiben vom 27. November religiöse Feier verzichten wollte und nicht daran 1900 enthielt im wesentlichen die Ablehnung eines Gefuchs des der am Donnerstag stattgehabten Gemeindevertreter- Sigung eine Lichtenberg. Die Errichtung neuer 2ehrer stellen rief in gedacht hat, daß eine folche im Strematorium in aller Form Dr. med. Sing vom 24. Oftober 1900 und berührte beiläufig das längere Debatte hervor. Während die socialdemokratischen Gemeindeber am Donnerstag stattgehabten Gemeindevertreter- Sizung eine des Ritus von einem evangelischen Geistlichen hätte abgehalten Ergebnis der chemischen Untersuchung der Präparate der Anstalt längere Debatte hervor. Während die socialdemokratischen GemeindeDie erwähnten Anpreifungen stellen sich demnach als Mißbrauch vertreter erklärten, für die Bewilligung zu stimmen und der GemeindeWenn die Mitteilungen des Blatts zutreffen, so ist damit dar- eines behördlichen Schreibens zu Rellamesweden für ein geschäft vorstand hervorhob, daß durch die Errichtung von 18 neuen Lehrerstellen erst das allernotwendigste Maß dessen erreicht gethan, daß der Magistrat in der legten Beit mit glücklichem Talent liches Unternehmen dar. würde, was nach der Zahl der vorhandenen Schüler unbedingt vorgelernt hat, der in maßgebenden Schichten sich spreizenden Orthodorie Flüchtig geworden ist der Vorfißende der Wohlthätigkeitsloge handen sein miffe, führte Herr Bankdirektor Blona namens Rechnung zu tragen. Denn auf etwas andres fann feine Einwirkung Ebelweiß der russische Unterthan Felig Barsqueaug aus der ber Mehrheit aus, der Vorlage nicht auftimmen zu können, da nicht zurüdzuführen sein. Eine Berliner Bürgermeisterleiche, die Anflamerstraße 33. 8. hatte den Verein gegrünbet, unb ba bie ber Gemeinde bie Mittel bazu fehlten. Die Vorlage burch Feuer und etwa gar ohne Mitwirkung eines Geistlichen be- Statuten sehr verlodend lauteten, waren ihm zahlreiche Mitglieder wurde mit der Motivierung, bei der Regierung erst ana werden können. an 100 000 Eingegangene Druckschriften. Das= Annalen des Deutschen Reichs für Gesetzgebung, Verwaltung und Mark Volkswirtschaft. Staatswissenschaftliche Zeitschrift und Materialienfammlung. München. J. Schweizers Verlag( Arthur Sellier). Aus dem In halt des vorliegenden 1. Hefts des neuen( 34) Jahrgangs nennen wir: Die Unzulässigkeit eines Kohlenausfuhr- Verbots, von Dr. Fuld, Mainz. zur Entwicklung des Etats für die Verwaltung der deutschen Marine, von W. Thrän, Potsdam. Die Todeserklärung Verschollener nach dem B. .- B., von B. Lehmann, Eberswalde. Miscellen. zufragen, in welcher Höhe sie Zuschüsse zu leisten ge= willt fei, den Gemeindevorstand zurückverwiesen. felbe geschah mit der Vorlage, welche zur Schaffung neuer Klassenräume verlangte. Die ganze socialpolitische Weisheit der bürgerlichen Vertreter offenbarte fich durch die Worte des Herrn Plonz, welcher meinte, die socialistischen Vertreter hätten gut bewilligen, da ihre Wähler so gut wie gar nichts zu den Lasten der Gemeinde beitragen. Der Genosse Grauer erwiderte dem Herrn treffend, indem er ihm vorhielt, daß die Mittel, welche die Herren besigen, ja nichts weiter als der tristallisierte Schweiß der arbeitenden Klassen seien. Weiter beschwerte sich Herr Plonz über die Art, nach welcher die Auslegung der Wählerlist en erfolgt sei. Anläßlich der Verhandlung über diesen Gegenstand erfuhr man recht erbauliche Dinge, indem Herr Plonz erzählte, daß es leider nicht gelungen sei, eine Verständigung in Bezug auf die Ver feilung der Mandate unter den bürgerlichen Parteien zu erreichen". Möge diese Erklärung die Gemeindewähler von Lichtenberg anspornen, dahin zu wirken, daß der Ring der Hausbesiger bei der in wenigen Tagen bevorstehenden Wahl zur Gemeindebertretung gesprengt und der Socialdemokratie die gebührenden**) Safer, gut Mandate erobert werden. gering Das Eis auf den Wendischen Seen bei Grünan hat eine Stärke von über 35 Centimeter erreicht. Der noch bis zum Sonntag voriger Woche die Mitte der Seen durchbrechende Eisbrecher der Gebr. Tabbert hat daher seine Thätigkeit einstellen müssen, sodaß nunmehr der Lange, Zeuthener und Seddin- See mit der großen und fleinen Krampe eine zusammenhängende sichere Eismasse bilden. Dermischtes. Die Haussuchungen in Konik wurden auch gestern erfolglos fortgesetzt. Verhaftungen sind nicht erfolgt. | Marktpreise von Berlin am 19. Januar 1901 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. Welzen, gut D.- Ctr.| 15,30 J mittel gering " Roggen, gut mittel gering **) Gerste, gut " " mittel gering mittel Nichtstroh geu Grbsen " Butter Kartoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg 6, 5, 1,60 1,20 do. Bauch 1,30 1 ,. " Schweinefleisch " 1,60 1,10 Kalbfleisch 1,80 1, " Hammelfleisch 1,60 0,90 15,40 14,70 14,60 13,90 2,60 2, Eier 60 Sínd 5,50 3,20 13,80 13,10 " 15,90 15,20 Karpfen Aale 1 kg 2,20 1,20 2,80 1,40 15,10 14,50 14,40 13,80 5,50 Bander Hechte Bariche Schleie n 2,50 1,20 2,-1, " 1,60 0,80 Bleie Krebse 3,- 1,20 1,40 0,70 per Schot 12,- 3, 7,32 6,66 8,10 40,- 25, 45, 25, 70, 30, *) ab Bahn. frei Wagen und ab Bahn. Speisebohnen Linsen Kälber: a) feinste Maft: e) gering genährte Kühe und Färsen 38-42. tälber( Bollmilchmast) und beste Saugfälber 70-73, b) mittlere Masttälber und gute Saugfälber 55-60, c) geringe Saugfälber 48-52, d) ältere, gering Hammel 58-61, b) ältere Masthammel 46-54, genährte( Fresser) 34-42. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Mast Sammel und Schafe( Merzschafe) 42-45, d) Solsteiner Niederungsc) mäßig genährte Raffen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1 Jahren 220-280 Pfund schafe( Lebendgewicht) 00-00. Schweine: a) vollfleischige der feineren schwer, 55; b) schwere, 280 Pfund und darüber( Käfer) 00-00; c) fleischige 52-53; d) gering entwidelte 49-51; e) Sauen 49-51. Für 100 Pfund mit 20 pCt. Tara. Verlauf und Tendenz. Das Rindergeschäft verlief bei dem übermäßig starten Auftrieb gedrückt und schleppend und hinterläßt großen Ueberstand. Der Kälberhandel gestaltete sich matt und schleppend; es wird faum geräumt. Bei den Schafen war der Geschäftsgang schleppend; es wird bei weitem nicht ausverkauft. Der Schweinemarkt verlief ziemlich glatt und wurde geräumt. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Schwerin. 1. Tage der Fraktionsanträge. 2. Trägt weiter, wenn flares, heiteres Wetter verhanden ist. Waldfaffen. Wenden Sie sich direkt an die Petitions- Kommission des Reichstags. Fris Felte. Wenden Sie sich an H. Holz, Gipsstr. 9, II. .. 109. Das zehnte Ülanen- Regiment liegt in Büllichau. Briefkasten der Expedition. Thyret, München. Nr. 152 ist vergriffen. Witterungsübersicht vom 19. Januar 1901, morgens 8 Uhr. Stationen BarometerWindrichtung Windstärke Wetter Temp. n. G. 5°-4° R. Stationen Barometer stand mm Wind richtung Windstärke -9 Haparanda 7585 Betersburg -7 Cort 9 Aberdeen 746 9 T Wetter 2 Nebel 5 Regen Temp. n. 6. 18607=" Do 45 Ein Verbrechen ist in dem Eichenwalde zwischen Böow Produktenmarkt vom 19. Januar. Am heutigen Getreidemarkt Maurer, Möbelpolierer n. a. Da die Post am Freitag früh und Schönwalde, eine Meile von Spandau, entdeckt| entwickelte fich schwache Tendenz infolge reichlicher Angebote aus dem In- 10 Uhr die Bestellung der Beiefe einstellte, tamen mehrere für die Sonnworden. Eine aus Bogom kommende Frau hat unweit der Land- land, auf geringen Warenbedarf, auf niedrigere nordamerikanische Notierungen. abend- Nummer bestimmte Annoncen erst Sonnabend in unsrer Exstraße ein neugeborenes, offenbar von der unnatürlichen Mutter Der' andauernde Frost bei fehlender Schneedecke und das Ausbleiben russischer pedition an. beiseite geschafftes Kind leblos in dem Gehölz vor- Offerten blieben unbeachtet. Lieferungspreise für Weizen ließen um 75 Pf., gefunden. Das Kind ist vermutlich im Walde eines jammervollen für Roggen um 25 Pf. nach. Hater war still und nominell behauptet. Tods gestorben. Zur genauen Feststellung der Todesursache wird Spiritus. 70er Locospiritus notierte wie vorgestern 44,70 m. Rüböl veränderte sich nicht. die Leiche obduciert. Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 19. Januar 1901. Amt: licher Bericht der Direktion. Zum Verkauf standen: 6426 Rinder 1285 Stälber, 11 082 Schafe, 8640 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Bfund oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mark( beziehungsweise für 1 Pfund in Pf.): Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht Swinemde 766 SSW 2 wolkig wertes, höchstens 7 Jahre alt 61-65, b) jimge fleischige, nicht aus Damburg 765 SSW 2 hlb. bed. 767 2 heiter gemäßiete und ältere ausgemäßete 56-60; c) mäßig genährte junge und gut Berlin Bullen: Frautf./M. 7682 Dunst 754 SSW 1 bedeckt genährte ältere 51-53; d) gering genährte jeden Alters 46-49. Mord im Eisenbahncoupé. Aus London wird gemeldet: a) volfleischige höchfien Schlachtwerts 58 63; b) mäßig genährte jüngere München 768 30 2 wolfent- 11 Baris 763 SD 2 bedeckt Auf der Südwest bahn wurde gestern nachmittag in einem Zuge und gut genährte ältere 53-57; c) gering genährte 45-49. 771 SW 1 Nebel Färfen und Wien ein Mord begangen, der gewaltiges Aufsehen erregt. Das Opfer Kühe: a) vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 00-00; Wetter- Prognose für Sonntag, den 20. Januar 1901. war ein Farmer aus wie einer Defe b) poftfleischige, ausgemäßleie süße höchsten Schlachnverts bis zu 7 Jahren Etwas wärmer, teils heiter, teils wollig mit geringen Niederschlägen im Coupé saß und nach London fahren wollte, um einen Ched 52-53; c) ältere ausgemäßtete Stühe und wenig gut entwickelte fingere und mäßigen südwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. über eine größere Summe einzulösen. Ein dritter Passagier, ein ühe und Färsen 49-51; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 43-48; 1 von der Polizei wegen vieler Verbrechen gesuchter und vorbestrafter junger Mensch, erschoß den Farmer vor Vauxhall und beraubte ihn. Dann riet er der Dame, einzuwilligen, daß er den Revolver dem Ermordeten in die Hand gäbe und behaupte, derselbe habe Selbstmord begangen. Die Dame erklärte unerschrocken, sie würde in Opernhaus Vauxhall die Polizei rufen. Daraufhin schoß der Mörder auch auf fie und verwundete sie nicht gefährlich am Kinn. Die Dame stellte fich, als sei fie tödlich getroffen, beobachtete aber den Mörder scharf, Schauspiel: und es gelang ihr, bei der Ankunft in Vauxhall durch ihr Rufen die Verhaftung des kurz vorher aus dem Zuge Gesprungenen zu beranlassen. Ein menschliches Ungeheuer. In Semlin erbrach heute nacht der Mörder Marics, der vor kurzem in Decs eine ganze Familie aus fünf Personen ermordet hatte, die Kerkerthür, tötete den Wächter und drang in dessen Wohnung, wo er die Frau und vier Kinder ermordete. Er raubte hierauf alles Wertvolle und entwich über die Kerfermauer. Ueber ein Eisenbahnunglück wird aus Stuttgart bes richtet: Freitagabend 73/4 Uhr ist der von Crailsheim kommende Schnellzug 189/118 auf der Station Oppenweiler bei der Ausfahrt auf den Schluß des von Backnang kommenden Güterzugs 1223 feitlich aufgefahren und entgleist. Die Reisenden des Schnellzuges wurden mittels eines Hilfszugs weiter befördert. Einige derselben hatten Schürfungen erhalten, schwerer verlegt wurde niemand. Der Schaden an Fahrmaterial ist unbedeutend. Unfall ist auf vorzeitige Freigabe der Einfahrt für den Schnellzug 118 zurückzuführen. Die Bahn ist heute früh wieder fahrbar. Der Eine furchtbare Explosion schlagender Wetter hat gestern einem hiesigen Blatt zufolge in der Steinkohlengruppe Slobodowfa bei Jekaterinoslaw( Südrußland) stattgefunden. Bis jetzt wurden 28 Bergleute als Leichen hervorgezogen, während noch 17 Personen vermißt werden. Am Freitagvormittag 11 Uhr verschied sanft unser lieber Kollege, der Schriftsetzer Herr Georg Gerber im 48. Lebensjahre. Wir ver lieren in ihm einen Kollegen und ein treues, langjähriges Verbandsmitglied. Sein An denken wird in Ehren halten Das Personal der Volks- Zeitung". 99 Die Beerdigung findet am Sonntag, den 20. Januar, nachmittags 1 Uhr auf dem Neuen Matthäitirchhof in Schöneberg Socialdemokratischer Wochen: Spielplan. haus Sonntag 20. Der Barbier v. Montag 21. Bagdad. D. roten Bergißmeinnicht Regina Schuhe 1812 Neue Oper Der Compagnon ( Kroll) Deutsches Theater Berliner Theater. Lessing Theater Schiller: Theater Donnerstag 24. Sonnabend 26. Sonntag 27. Minna von Barnhelm Wie die Blätter dachsmann als Erzieher Agnes Bernauer Das Pulverfaß Der Compagnon Festspiel Hohenzollern Rosenmontag Flachsmann als Erzieher Der Raub der Sabinerinnen D. neue Vorm. Festspiel Hohenzollern Der Tag Die beiden Leonoren Der Evangeli mann. Slav. Brautwerbg. Aus eignem Recht Geschlossen Die Macht der Finsternis. Ueber unire Rraft I Festo.: Die Entf. aus dem Serail. Die roten Schuhe Teftament des großen Kurfürsten Aus eignem Recht Der Tag Nachm.: Die versunkene Glode Ueb. unf. Straft II Nachm.: Strenge Herren. Flachsm. a. Erz. Wie die Blätter Nachm.: D. Bund Der Herr Senator der Jugend. D. Hr. Senator Nm.: Die Welt i. d. m. fich langw Carmen Nm.: D. Barbier von Sevilla Dienstag 22. Mittwoch 23. Freitag 25. Die Stumme 7. Sinfoni- Abend von Portici der Kgl. Kapelle Die weiße Dame Mitt. Hauptpr. Der fliegende Holländer D. schw. Geschl Der wilde Reutlingen Geschlossen Geschlossen Geschloffen Der Tag Rosenmontag Der Tag Rosenmontag Ueber unsre Kraft I Flachsmann als Erzieher. Frauenherrschaft Ueber unsre Straft II Ueber unsre Straft II Uebe unfre Kraft II Das Glück im Winfel Freiwild Die Maschinenbauer Johannisfeuer Die Tochter des Herrn Flachsmann als Erzieher Freiwild Fabricius Faust ( Margarete) Auf den Wogen des Oceans Lorking Gedf.: Bar und Bimmermann Hoffmanns Alessandro Stradella Mittelmeers Aus d. Tagebuch fahrten der Erde Hoffmanns Erzählungen Mittelmeer fahrten Erzählungen Carmen Martha Nachm.: Orestie Aus d. Tagebuch Mittelmeer der Erde fahrten Aus d. Tagebuch der Erde Theater des Westens Urania Theater Taubenstr. 48. Ständiges Repertoire: Residenz Theater. Alle Abende: Frauen von heute. Central Theater. Alle Abende: Die Schöne von Thalia Theater. Alle Abende: Amor von heute. Alle Abende: Buntes Theater. Friedrich Secessions: Bühne. 0 New York. Wilhelmistädtisches Theater. Montag, Dienstag: Der Obersteiger. Von Mittwoch ab: Der Damenschneider. Belle Alliance Theater. Alle Abende: Gastspiel der plattfölnischen Boltsbühne. Carl Weiß- Theater. Sonntag, Montag, Mittwoch, Freitag: Die Anne- Lise. Dienstag, und Donnerstag: Der Brandstifter. Sonnabend und Sonntag: Die zwei Waisen. Apollo- Theater. Alle Abende: Des Löwen Erwachen. Metropol Theater. Alle Abende: Tolle Nacht. Deutscher Wahlverein Rixdorf. Metallarbeiter- Verband. Am Donnerstag verstarb unser Mitglied, der Drechsler 232/3 Todes Anzeige. Süd- Eisbahn, Urbanstrasse 166/167. Am 17. b. Wt. verstarb am Gebirn Seute, Sonntag: Gr. Feuerwerk. schlag unser langjähriges Mitglied, Feilenhauer Hugo Paschke Ador Hahne. im Alter von 39 Jahren. Die Beerdigung findet heute, Sonn tag, nachmittags 3 Uhr, von der Wohnung, Schönweiderstr. 21, aus statt. Um recht zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. Deutscher am Priesterweg statt.[ 677 Metallarbeiter- Verband. Typographia. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß die Beerdigung unfres langjährigen Mitglieds Georg Gerber heute Mittag 1 1hr auf dem Neuen Matthäi- Kirchhof in Schöneberg( Priesterweg) stattfindet. Bahlreiche Betheiligung erwartet Der Vorstand. NB. Die geplante Fahrt nach Grabowsee findet infolge dessen nicht statt. Siermit allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein unvergeßlicher Mann, unser guter Vater, der Drechsler Hugo Todes- Anzeige. Unfren Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Drechsler Hugo Paschke verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 20. Januar 1901, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Rirdorf, Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonn tag, den 20. Januar, nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause Kolberger straße 20 aus nach dem Danteskirchhof, Reinickendorf, Blankestraße, statt. Die Ortsverwaltung. 110/17 Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die tieftraurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Vater, Bruder u. Schwager, der Tischler Rudolf Fehmel Freitagnachmittag verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonntags nachmittag 3 Uhr vom Augusta- hospital Scharnhorststr. 1, nach dem NazarethKirchhof, Dalldorfer- Chauffee, aus statt. Für die Hinterbliebenen, Entree 50 Pf., Kinder 25 Pf. Eisbahn am Friedrichshain ( hinter Brauerei Friedrichshain) 30000 Quadratmeter gross. Orts- Krankenkasse der Bildhauer, Stuccateure Bekanntmachung. und verwandter Gewerbe. Am Dienstag, den 29. Januar finden gemäß§ 48 unfres Statuts die Delegiertenwahlen statt. Es haben zu wählen: Die Arbeitgeber, welche Beiträge aus eignen Mitteln für von Ihnen zur Kaffe gemeldete Mitglieder zahlen, im Lokal Fürstenhof, Köp: niderstraße 137, abends von 9 bis 10 Uhr: 61 Vertreter und 6 Er: fatmänner. 270/6 welche Die Kaffenmitglieder, großjährig und im Besitz der bürger: lichen Ehrenrechte sind, im Gewerk schaftshaus, Engel- Ufer 15, abends von 8-9 Uhr: 137 Vertreter und 14 Ersatzmänner. Der Wahlatt beginnt und endet präcise zu den angegebenen Seiten. Der Täglich: KONZERT.: Conr. Storch, Hit- Boabit 132, Elektrische Beleuchtung. Schöneweiderſtr. 21, aus, nach dem Witive Marie Fehmel, bolfftr. 3. Neu! Berg- und Thalbahn. Neu! Friedhofe, Rudowerstraße, Brift, statt. Die Ortsverwaltung. 110/18 Hiermit allen Freunden und Ge nossen die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Bater Ferdinand Will am 17. Januar, abends 92 Uhr, sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet Sonntagnachmittag 22 Uhr vom Trauerhause, Waldenserstr. 41, aus statt. Um stilles Beileid bitten Die trauernden Hinterbliebenen: Kranken- u. Sterbefasse aller gewerblichen Arbeiter 21046] Schöneberg und Berlin. für ( E. H. K. Nr. 115/132.) Sonntag, den 27. Januar 1901, vormittags 10 Uhr, Eintritt 30 Pf. Kinder 20 Pf. Büsten Fabrik M J. H. Garich, Berlin S., im Saale von E. Obst, Gitschinerstr. 33( Ede Prinzenstr.) Grunewaldstr. 110: Paschke nach furzem Krantenlager Wwe. Marie Will nebst seindern. General- Versammlung. am Donnerstag, den 17. d., mittags 3/41 Uhr verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag: nachmittag 3 Uhr vom Trauerhause, Rirdorf, Schönweiderstr. 21, aus nach dem Rixdorfer Kirchhof statt. Paletot 21526 38 Mart mit abgestepptem Atlas nach Maß liefert gegen bar Kasse Ehrenerklärung. Tagesordnung: 1. Jährlicher Kaffenbericht. 2. Be Die entehrenden Erzählungen über richt des Vorstands. 3. Neuwahl des Frau Ulbrich, Wilhelmstraße 68, welche wir in unbedachter Weise aus: gesprochen haben, nehmen wir hiermit zurück und erflären dieselbe für eine 6602 achtbare Frau. Frau Schramm, Frau Tappper, Wilhelmstraße 71. Wilhelmstraße 72. Plomben Tomporowski, Meanderstr. 16, Zähne, iertos. 1 M. an, 543L*) II. Etage. Anzüge allerbilligste Preise, eignes Garderoben gesamten Vorstands. 4. Verschiedene Raffenangelegenheiten. Pünktliches und zahlreiches Er scheinen ist unbedingt nötig. Mitgliedsbuch legitimiert! Der Vorstand. 07/ 7+ Hoffmanns Salon Köslinerstrasse 8 empfiehlt seinen großen Saal Vereinen Invaliden- zu Versammlungen und Tanz, auch beliebige Teilzahlung. Preisliste E. gratis. Art und Stallschreiber Straße 23a, empfiehlt jede Büsten, passend als Gelegenheitsgeschent. Nebenstehende Büste m. Rod und Ständer 12,50 M. Dieselbe ohne Rod. 8,50 5, Büfte allein Specielle Wünsche werden berücksichtigt. Anfertigung nach jeder Körperform unter Ga rantie! 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Um zahlreiches Erscheinen ersucht Achtung! Die Vertrauensperson. Achtung! Alte Jakobstr. 37. Telephon: Amt 4 A. 7687. Sonnabende und Sonntage im März 1901 nod) frei für Vereine.[ 2157b Allen Bekannten zur gefälligen Nachricht, daß wir in der Prenz lauerstraße 30 eine Restauration mit Stehbierhalle 1/1 eröffnet haben. Für gute Speisen und Getränke stets Sorge tragend, bitten wir um recht zahlreichen Besuch. Geschwister Benzien, früher in Treptow. für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Side). Central- Verband der Maurer! Rohtabak. Versammlung Dienstag, den 22. Januar, abends 8 Uhr, ( Südost). im Saal des Herrn Brüder, Waldemarstraße Nr. 75. Tages- Ordnung: 1. Vortrag über„ Die Moral der herrschenden Gesellschaft in ber Politik und die Folgen derselben." Referent: Reichstags- Abgeordneter $. Sachse. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt. Bahlreiches Erscheinen erwartet 243/2 Der Vorstand. ( Zahlstelle Charlottenburg.) Sonntag, 20. Januar, nachm. 2 Uhr, in der Gambrinus- Brauerei, Wallstr. 94: Größte Auswahl. 2150b Billigste Preise Guter Brand! Vorzügliche Qualität. Sämtliche [ 5352* Außerordentliche Mitglieder- Versammlung.„ Fabrikations- Utensilien. Tages- Ordnung: 1. Anträge zum diesjährigen Verbandstag. 2. Wahl eines Delegierten zum Verbandstag. 3. Gewerkschaftliches. NB. Pflicht eines jeden Kollegen ist es, der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen in der Verzu erscheinen. Zahlreichen Besuch erwartet Achtung! 6. Wahlkreis. Achtung! amming in einen diefelbe wird pünktlich eröffnet.- Mitgliedsbuc legitimiert! Dienstag, den 22. Januar, abends 8 Uhr, bei Herrn Gebauer, Tiecftr. 24: Versammlung des Socialdemokratischen Wahlvereins für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Tagesordnung: 1. Vortrag des Stadtverordneten Dr. Curt Freudenberg: Aus dem Roten Hause. 2. Distusfion. Gäste willkommen. Bahlreiches Erscheinen erwartet Achtung! 246/3 Der Vorstand. Die örtliche Verwaltung. J. A.: Friz Busse. 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Januar, abends 81/2 Uhr, im Klubhause, 1. Hauptstraße 5/6, Versammlung. Tages Ordnung: Das Unfallversicherungsgeset". Referent Reichstags- Abg. Hoch. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Zahlreichen Besuch erwartet 15/2 Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Achtung! Parkettbodenleger! Versammlung Dienstag, den 22. Januar 1901, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal V. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Fendel. Das Thema wird in der Ver fammlung bekannt gemacht. 2. Branchen- Angelegenheit. 3. Verschiedenes. Da sehr wichtige Angelegenheiten vorliegen, so müssen sämtliche Kollegen pünktlich erscheinen. Die Kommission. 76/20 Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- fer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Dienstag, den 22. Januar cr.. abends 81/2 Uhr:" Versammlung Freie Volksbühne. General- Versammlung Donnerstag, den 24. Januar, abends 8 Uhr, in Cohns Festsälen, Beuthstrasse No. 19: Tages- Ordnung: 1. Vortrag: Herr Fritz Stahl über: ,, Die bildende Kunst und das Volk." 66 2. Geschäfts- u. Kassenbericht. 3. Diskussion. 4. Neuwahl eines Ausschussmitgliedes. 5. Verschiedenes.- Die Mitgliedskarte legitimiert. edes. Zahlreiches Erscheinen der Mitglieder erbittet Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. VI. Abteilung Heut im Carl Weiss- Theater, nachmittags 234 Uhr: Lumpacivagabundus. Die Mitglieder sind verpflichtet, pünktlich zu erscheinen und dürfen nur die Vorstellung ihrer Abteilung besuchen. Nachzügler haben kein Anrecht auf einen Platz im Theater. Tapezierer! 228/6 aid Der Vorstand. aploid FÜR JEDEN TISCH! 94/4 FÜR JEDE KÜCHE! ETOM PUR SUR JEDEN TISCH Magal Würzen d. Suppen Quaillon& Saucen Wenige Tropfen genügen. leistet die grössten Dienste zur Herstellung schmackhafter Suppen, Saucen und Gemüse. Montag, den 21. Januar cr., abends 8 Uhr, in ,, Cohns Fest- Wenige Tropfen genügen. sälen", Beuthitraße 21: Grosse öffentliche Versammlung aller im Tapezierer- Gewerbe beschäft.Personen. Tages Ordnung: Wie stellen wir uns zu dem Antrag des Innungsvorstands auf Auflösung der Achtzehner- Kommission. Referent: Kollege Leo Schmidt. Kollegen und Kolleginnen! Erscheint vollzählig in dieser Bersammlung, um dagegen zu protestieren, die Errungenschaften der Frühjahrsbewegung 1900 illuforisch machen zu lassen. Der Jnnungs Borstand und die Arbeitgeber Bertreter zur Achtzehner: Kommission sind schriftlich eingeladen. [ 177/2 J. A.: Leo Schmidt, Obmann der Arbeitnehmer- Vertreter in der Achtzehner- Kommission. Roh- Tabak billigste Preise 15490* Max Jacoby Strelitzerstrasse Nr. 52. Roh- Tabak E. Erbe 5482* August Strasse 36. Roh- Zabat J. Fränkel jetzt 5632* 5 Neue Promenade 5. !! Billige Preise!!! Roh- Tabak S. Gröbel, Anerkannt gute! Ware! 618L 181. Brunnenstr. 181. Roh- Tabak, sämtliche Utensilien zur Cigarren- Fabrikation offeriert in der größten Auswahl zu den billigsten Preisen W. Hermann Müller, 22, Meganderstraße 22. Verein deutscher Schuhmacher. Mittwoch, den 23. Januar cr., abends 82 Uhr: Außerordentl. Generalversammlung im Englischen Garten, Alexanderstraße 27c. Fortje zung der Tagesordnung von der Versammlung am 16. 6. M.: 1. Neuwahl des befoldeten Kollegen, der Agitations- Kommission, der Res viforen und zweier Delegierter zur Gewerkschafts- Kommission. 2. Antrag auf Uebernahme einer Betriebswerkstätte und weiterer Einrichtung von solchen. 3. Verschiedenes. 169/2 Bahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. der Gold- u. Silberarbeiter und Berufsgenossen Verband der Tapezierer u. verw. Berufsgenossen. Centralverband der Stuccateure Deutschl. im Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45. Tages Ordnung: Sektion der Näherinnen Berlins. hallen", Kommandantenstr. 20: Mitglieder- Versammlung. 1. Vortrag des Herrn Waldeck Manasse über:„ Der Friedens: Mittwoch, den 23. Januar, abends 8 Uhr, in den„ Armingebante." 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 110/16] Die Ortsverwaltung. Sonnabend, den 2. Februar 1901: Grosser Wiener Maskenball im Konzerthaus Sanssouci. Billets find bei sämtlichen Vertrauens: leuten sowie in der Versammlung zu haben. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste willkommen. [ 177/3 Die Sektions- Leitung. Verband der Möbelpolierer. Achtung! Täschner und Koffermacher! Versammlung Montag, den 21. Januar, abends 8½ Uhr, Andreasstr. 26. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen Grempe über„ Technik und Wohnungsnot". 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. 4. Ausgabe der Billets zu dem am 9. März stattfindenden Maskenball. Sonntag, den 27. Januar, mittags 2 Uhr, Koppenstr. 29, General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstands und Ausgabe der gebrudten Jahresberichte. 2. Anträge. 3. Wahl. 4. Verschiedenes. Nachdem gemütliches Beifammensein und Tanz bei freiem Entree. 145/5 Der Vorstand. Achtung! Achtung! 30 Verband der an Holzbearbeitungs- Maschinen beschäftigten Arbeiter Berlins u. Umg. Dienstag, 22. Januar, abende 81/2 Uhr, im Lotale Königsbank, Große Frankfurterstr. 117( Jnh.: Walter): Außerordentliche General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht der Kontrollfommission und Neuwahl berselben. 2. Bericht der Delegierten zur Berliner Gewerkschaftskommission und Neuwahl der felben. 3. Stellungnahme zur Achtzehner- Kommission. 4. Gewerkschaftliches. 5. Verschiedenes. Zur Beachtung! Die Sigung der Dreizehner- Kommission fällt an diesem Tage aus. Eintritt nur gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuchs. 82/3 Der Vorstand. patingo Gr. öffentliche Versammlung Dienstag, den 22. Januar, abends 81/2 Uhr, Fim Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer Nr. 15. Tages Ordnung: A( Filiale Berlin.) Montag, den 21. Januar 1901, abends 8 1hr, bei Buske, Grenadierstr. 33: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom vierten Quartal 1900. 2. Verbandstag- Angelegen heiten. 3. Berschiedenes. Es wird ersucht, die Fragebogen betr. Arbeitslosen- Statistik ausgefüűt mitzubringen. Mitgliedsbuch legitimiert. 173/3 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Arbeiter Radfahrerverein Berlin. ( Mitglied des Arb.- Radf.- Bunds ,, Solidarität".) unser diesjähriger Maskenball findet am 26. Januar im Saal 1. Bericht der Kommission über die Verhandlung mit der Fabrikanten Bereinigung und Innung und unfre weitere Stellungnahme dazu. des Böhmischen Brauhauses, Landsberger Allee 11, statt. Anfang 9 Uhr. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 21516 Freunde und Gönner des Vereins sind herzlichst eingeladen. Billets find Die Lokalkommission der Täschner und Koffermacher Berlins. bei den Mitgliedern zu haben. 11/4 Freie Vereinigung der Civil- Berufsmusiker Deutscher Verein f. volkstüml. Gesundheitspflege. Berlins und Umgegend. Dienstag, den 22. Januar 1901, vormittage 11 Uhr, bei Schulz, Grenadierstr. 33: Mitglieder Versammlung. Tages Ordnung: 50/2 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Staffenbericht vom letzten Quartal 1900. 3. Beratung über allgemeine Bestimmung des Tarifs. 4. Vereinsangelegenheiten. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Verein der Maſchiniften, Heizer u. Berufsgen. Berlins und Umgegend. Sonntag, den 20. Januar, nachm. 5 Uhr, in Cohns Festsälen, Beuthstr. 20: General- Versammlung. Tages Ordnung: Kaffenbericht, Bericht der Revisoren sowie des Stellenvermittlers, Anträge, Beschlußfassung über das von der Kommission ausgearbeitete Statut, Neuwahl. Es wird pünktlich 5 Uhr in die Tagesordnung eingetreten. 138/3 Der Vorstand. Der Verein versichert jedes Mitglied bis 250 Mark gegen Todesfall, liefert jedem Mitglied eine wissenschaftliche Zeitschrift nach Wahl, sowie ein besonderes Vereinsblatt frei; ferner will er seine Mitglieder durch populäre Vorträge von Aerzten u. gebildeten Laien so unterweisen, daß fie möglichst von Krankheit verschont bleiben. Mitglied kann jeder( Dame, Herr oder Familie) jedes Stands oder Berufs werden. Eintrittsgeld 50 Pf., Monatss beitrag 30 f. Da auch hier und in der Umgegend Ortsvereine gegründet werden sollen, so wollen Interessenten ihre Adresse unter M. 2 in der Expedition d. Bl. innerhalb 4 Tagen abgeben. [ 6688 Graumanns Festsäle, früher Renz, Naunynffraße 27. Achtung! Den geehrten Vereinen [ 5282 Achtung! gur gefälligen Kenntnisnahme, daß ich mein Botal mit großer Theaterbühne auch Sonntags zu Festlichkeiten vergebe. Gleichzeitig mache ich bekannt, daß das Gerücht, mein Etablissement ginge am 1. April in andern Befit über, auf unwahrheit beruht. Für Frühjahrs- und Sommerfestlichkeiten geeignete Tage sind noch frei. Um wohlwollende Berücksichtigung ersucht Gustav Graumann. K n �—> Waarenhaus Hermann Tietz Leipziger Strasse 46, 47, 48, 49— Krausen-Strasse 46, 47, 48, 49. in Serie v unserer Special-Verkäufe zu herabgesetzten Preisen m bietet die anerkannte Leistungsfähigkeit unserer cebeliMittel-Mheillmg .1: m ii i.'> der grössten und bestassortirten Europas-< m Exceptionelle Kaufg-eleg,enheit! 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Jannar 1901. bambi mi Theater.ad jodnd wie es sich dort schließlich nur um eine Abblaffung franzöfifchen sonstigen Unterhaltungen, alles so weit franzöfifch, wie es für den leidenschaftslosen Vergnügungsfreude einer inhaltslosen Zeit. Und endlosen Serenaden und Gartenarien und Hintergrundchöre und Theater des Westens. In dem Hausrat vieler von uns finden Geistes handelt, so hier um eine solche französischen und fidelen Theaterbürger nötig ist: das zog leibbaftig an uns vorüber, sich noch Einrichtungsstüde aus einer Großelternzeit, die dem Kunst- italienischen Geistes: das war die Zeit der leeren Klaviervirtuofität, als vorgestern im Theater des Westens der neueinstudierte spinmung des„ Empirestils" und kennzeichnet sich durch ein Aeußerstes eines Instruments nach dem andren, der Koloraturen die italienischen Tänze, die von der Ballettmeisterin Frl. G. Stralucy an Einfachheit, Schmucklosigkeit, und philiströser Breitspurigkeit. Die einer Henriette Sontag, der eng begrenzten, aber immerhin tüchtigen arrangiert waren. Der Tenorbuffo und der Baßbuffo, Otto primitiven Formen des Quadratischen und Cylindrischen bilden die Streichquartette und Streichquintette eines Onslow und Veit, der Nowack und Hermann Steffens, gaben die Banditen Grundlagen ihrer Gestalten, und eine Liebhaberei für Jdyllen ver- Berliner Singakademie unter Rungenhagen und selbst des Ge- vorzüglich. Der Sänger der Titelrolle, Desider Aranyi, schont auch den Garten nicht. Der biedere, zufriedene Bürger hat waltigsten aus jener Epoche, des Ludwig Spohr. Bis endlich kurz war durch Indisposition oder durch überſtürztes Einstudieren hier ebenso seine Kunst gefunden wie der mittelalterliche Ueberwelts- nach der Julirevolution Robert Schumann mit seinen„ Davids in seinem Können gehemmt; diesmal tremolierte er wirklich mensch in der Gothit oder der französische Weltmensch unter dem bündlern" gegen die Philister" loszuziehen begann und Chopin auf und hat dann und wann auch„ getitst". Wenn Johanna fünfzehnten Ludwig in Nototo. Bis spät erst der noch heute an- dem Heiligtum des Biedermusikers selbst, auf dem Klavier, eine neue Mugrauer, anscheinend eine junge Volontärin, weiterhin in ihrer dauernde Aufschwung des Kunstgewerbes eine Erlösung brachte. Rechnet Harmoniewelt erklingen ließ. Gesangskunst so fortschreitet, wie sie diesmal als Leonore von den man jene Zeit zunächst von 1820 bis 1840, so wirkte ihr Geist oder Noch aber kam die Seligkeitshymne jener Zeit, die„ Letzte Rose" falschen Tönen, von der Ungleichheit der Register, von dem AusUngeist doch noch Jahrzehnte lang nach. in der, 1847 zum erstenmal aufgeführten, Oper Martha", drei rutschen bei abgleitenden Stalen und von dem unklaren Kolorieren Jahre, nachdem Alessandro Stradella" eingeschlagen und undentlichen Aussprechen im Lauf der Rolle zu befferen hatte. In dem Komponisten dieser beiden Opern, in Leistungen fortgeschritten ist, so tann sie noch etwas Bedeutendes Friedrich von Flotow, hatte die musikalische Biedermeier- erreichen. zeit ihren dramatischen Heros gefunden. Die zwei Banditen, die Der 200- Feier war auch diese Aufführung gewidmet. Die den Herzbewegenden Sänger Stradella um alles in der Welt nicht Wahl des Stückes dentet in der That ein Stück deutscher Geistesmorden können, die Abruzzenromantik des harmlofesten Ults, die geschichte an. Klavierquart bas war mit dem variierenden Konzertieren Stradella auf die Bühne fam. Eine prächtige Ueberraschung boten Ein Seitenstück dazu bildet eine Art Biedermeier- Epoche in der Mufit. Auch hier die primitive Einfachheit, biedere Breitspurigkeit und bürgerliche Zufriedenheit, mit einer Vorliebe für idyllische Glöckchen 11. dgl. Nur daß statt der Schmucklosigkeit die musikalische Ornamentit der Passagen, Rouladen, Triller usw. vorherrscht freilich nicht mit dem leidenschaftlichen Ausdruck Händelscher Oratorien, sondern mit der " " SZ. Gefütterte WinterBesonders 1919.7 Herren- PelzHerrenWinter- I HohenzollernAngebote. E/ E/ 2/ E/ von 6 Mk. an. oojust pid dnu najod 807 von 25 Mk. an. vorteilhafte Paletots von8 Mk. 50 an. von 18 Mk. an. 18.- 15.- 12.- 10.Herren- Hosen nach Mass. 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