Nr. 18. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. Nummer mir illuftrierter Sonntags. Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Pofta bonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Gingetragen in der Post Bettungss Preisliste für 1901 unter Br. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebaye beträgt für die fechsgespaltene Kolonel geile oder beren Raum 40 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Bereins und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Bleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in berErpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an GSonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: " Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Der Fall Brefeld. Der neueste Bued- Brief findet in den Blättern die ihm geöührende Beachtung. Nur die Regierungs offiziöfen ent behren noch der Losung und schweigen verlegen. Ihr Schweigen bestätigt die Richtigkeit der Bueckschen Mitteilungen über den Minister des Centralverbands, an der ohnehin ein Rückblick auf die Thätigkeit des Herrn Ministers keinerlei gweifel lassen konnte. D Dienstag, den 22. Januar 1901. stof soft Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Politische Weberlicht. Berlin, den 21. Januar. Der fachliche Gehalt der gegnerischen Erörterungen ist äußerst dürftig. Sie beschränken sich darauf, die socialpolitische Abdankung des preußischen Ministeriums vor den Wünschen des Centralverbands zu einer Harmlosigkeit umzudeuten. Was sei denn geschehen? Soll, fagt die" Post", ein Minister feine Beit in einer Reichstag. folierzelle verbringen?" Soll er nicht" Anregungen und Es sieht ganz so aus, als sollte Graf Posadowsky für die Aufklärungen" von geeigneten Bersönlichkeiten empfangen dürfen? Und 12 000 Mart- Affaire je einen Tag pro 1000 M. fizen und auf die die„ Germania" deren überaus milde Auffassung des Falls Bewilligung seines Gehalts warten. Auch heute kam die Debatte nur beweist, wie weit die Centrumspartei selbst durch die nicht viel weiter als in der vorigen Woche. Der zweite BuedPolitik der Hintertreppen der Korruption verfallen ist unterstützt Brief hat neuen Stoff hinzugebracht und wenn auch heute nur Schweinburg, in dessen Person der Centralverband deutscher den konservativen Versuch harmloser Ausdeutung, indem fie die Genosse Beus die neue Affaire zur Sprache brachte und die bürgerIndustrieller und der preußische Vicepräsident des Staats- Frage stellt:„ Sollte die franzöfifche Socialdemokratie nicht jest lichen Parteien ebenso beharrlich dazu schwiegen wie Graf Posaminifteriums den gemeinsamen Breßhandlanger besigen, sagt ebenso Fühlung mit dem radikal- socialistischen Ministerium Waldeck- dowsky, so ist damit die Sache natürlich nicht erledigt. Es heißt, tein Wort über die Thatsachen des Bueck Briefs. Er Millerand fuchen und finden?" daß Herr Brefeld sich einen Augenblick lang am Ministertisch gezeigt berichtigt nur, daß Reichsrat v. Haßler zwar vor zwei Jahren schwer erkrankt war, aber am Leben ist. Damit entfällt die Vermutung der" Post" und der Nat. Btg.", daß der Brief aus dem Haßlerschen Nachlaffe herrühre. Schweinburg feinerseits rebet bon einem Diebstahl, welchen ein ehemaliger Bureaubeamter des Centralverbands sich hat zu Schulden kommen lassen". Als wir vor einiger Beit einen Brief des Freiherrn v. Stumm an die Redaktion der " Post" veröffentlichen, da sollten die Laufjungen das Bult erbrochen haben, aber die hochnotpeinliche Untersuchung des Staatsanwalts verlief im Sande. Auch jetzt ist Schweinburgs Behauptung eine willkürliche Erfindung. Wir bedauern, über den Ursprung des uns übermittelten Briefs nichts mitteilen zu können. Wir wissen darüber ebenso wenig wie Herr Schweinburg. Der völlig gleichgültige Ursprung des Briefs spielt in den Kommentaren der konservativen Presse die erste Rolle. Fast sämtliche konservativen Blätter unterschlagen den Wortlaut des Briefs; am reizvollsten gestaltet sich diese Unterschlagung in der " Post", die erklärt, es stehe nichts in dem Briefe, was nicht alle Welt wissen dürfe", die aber ihren Lesern eine ausführliche Polemik gegen unsre Schlußfolgerungen aus dem ihnen vorenthaltenen Brief zumutet. Wie auf Kommando oder gemeinsame Abrede entrüsten sich die konservativen Beitungen und die liberale National Zeitung" macht die lächerliche Campagne mit über die Unmoral der Beröffentlichung eines Privatbriefs. Die Kreuz- 8eitung" z. B. erklärt: " Das Sensationelle der neuesten socialdemokratischen Publikation ist aber nicht der Inhalt jenes privaten Schreibens, über dessen Echtheit sich Herr Bued wohl ungesäumt aussprechen wird, sondern vielmehr der Umstand, daß die socialdemokratische Breffe fortgesezt im stande ist, Privatbriefe zu finden" und zu veröffentlichen. Die Kreuz- Zeitung" zieht sodann aus der Veröffentlichung des Bued- Briefs nicht nur die Forderung eines Gesetzchens zum Schutz von Privatbriefen, sondern eines regelrechten Socialisten geseges. Sie jammert: „ Auch bei dieser Gelegenheit zeigt sich wieder das Bestreben der Socialdemokratie, die Autorität der Regierung zu untergraben. Die Aufforderung, die Graf zu Limburg- Stirum in seiner Etatsrede an das preußische Ministerium und darüber hinaus an die Reichsleitung richtete, den Umftura fräftiger zu bekämpfen, so lange es noch Zeit ist, wird also um so besser verstanden werden. Es geht doch unmöglich an, dem Bestreben, die Grundlagen unsrer Staatsordnung zu er schüttern, das alte verhängnisvolle laissez aller gegenüberzustellen und womöglich gar durch Legafierung der socialdemokratischen Gewerk schaften noch der Umsturzbewegung günstigere Agitationsbedingungen zu verschaffen. In der Bevölkerung ist das Verständnis für diese Frage in der letzten Zeit jedenfalls gewachsen. Die focialdemokratischen Ausschreitungen bei der ZweijahrhundertFeier und in der chinesischen Frage haben selbst Arbeiterkreise ftugig gemacht. Der neueste Vorstoß des Vorwärts" wird hoffentlich die Steine weiter ins Rollen bringen." Der Inhalt des Briefs ist nach der" Post" zwar völlig harmlos und nach der„ Kreuz- Zeitung" in feiner Weise sensationell", dennoch verdient die Veröffentlichung mit einem Ausnahmegesez gegen die Arbeiterklasse gestraft zu werden. Die Aufdeckung der Abhängigkeit der Regierung von den höheren Mächten des Kapitalismus hat offenbar die Geisteskräfte der kapitalistischen Soldschreiber heillos zerrüttet. Die einzig vernünftige Schlußfolgerung aus unsrer Veröffentlichung au ziehen, daß nämlich die Staatsregierung nichts thun soll, was das Licht des Tags scheuen muß, was, wenn es durch uns an das Licht gezogen wird, die Empörung der Verratenen entfacht, eine solche Zumutung richten wir natürlich nicht an die Federn, die an die Träger des von uns befehdeten Systems verdingt find. V Es ist von uns ausdrücklich und wiederholt erklärt worden, daß und mit dem Staatssekretär des Innern gesprochen habe, und der die Regierungsvertreter das Recht und die Pflicht haben, An- Foyerwig erzählt, daß die Abgg. Bassermann und v. Kardorff gleich regungen und Aufklärungen" entgegenzunehmen. Unsre Verbei Beginn der Sigung dem Grafen Posadowsky garantiert hätten, urteilung der Regierung folgt nicht daraus, daß daß er nun ein wenig aus der Schußlinie gerüdt und Herrn Bre ihre Vertreter Informationen eingezogen haben, sondern daß sie feld als Bormann und Kugelfänger erhalten hätte. Thatsache ist, zu wenig Informationen eingezogen haben, daß sie vor daß die beiden Abgeordneten dem Herrn Staatssekretär sehr warm den Wünschen und Klagen der breiten, notleiden die Hand schüttelten. den Voltsmassen sich verschließen und nur den BlutDie Debatte, die vor sehr leeren Bänken begann als die saugern des Volts ihr williges Ohr leihen, daß sie endlich auf Sigung eröffnet wurde, waren mit dem Präsidium 16 Abgeordnete Grund dieser einseitigen, falschen Informationen eine unfelige Bolitit im Saale- bot nicht viel Neues. Prinz Schönaich- Carolath der Fortschrittsverhinderungen und Stulturwidrigkeiten betreiben. trat zum fiebenten oder achtenmale für erweiterte Zulassung der Die liberale Presse stimmt mit größerer oder mindererer Frauen zum Universitätsstudium ein. Der Redner ist wenigstens Eindringlichkeit unfrer Kritik des Systems Posadowsky- immer so liebenswürdig, seine Zuhörer gleich im Anfang durch die Brefeld zu. Das Berl. Tagebl." spricht von einer wirt feststehende Flostel zu warnen: Wie alljährlich will ich auch diesschaftlichen Kamarilla" und führt aus: mal..." usw. Andre Redner sind nicht so ehrlich. Herr Size ver Wer regiert denn eigentlich in Preußen und im Reich? Das fuchte dem fatalen Bischofsbrief eine Auslegung zu geben, die den vom Staatsoberhaupt eingesetzte und der Volksvertretung gegen christlichen Gewerkschaften das Lebenslicht nicht gleich ganz über verantwortliche Staatsministerium oder Herr Dabei Bued und fein Centralverband? Haben wir eine Reichs- auslöscht, sondern die Flamme nur herunterschraubt. gegen die Stellung der Socialdemokratie die für unsre regierung, die Wirtschafts- und Socialpolitit polemisierte maßgebend ist, oder hat sich die wirtschaftliche Kamarilla zur Gewerkschaftsbewegung, mußte aber den Thatsachen erheblich dieser Leitung bemächtigt, nicht etwa aus einem idealen Gewalt authun. Beus erwiderte ihm und brachte außerdem die Motive heraus, sondern um den Staat und seine Wirtschafts- Zustände auf den Ziegeleien zur Sprache. Genofie Sachse vers politik dem dem allerschnödesten, egoistischen Interesse dienst- teidigte die sächsischen Konsumvereine gegen die Angriffe von rechts bar zu machen? Diese Fragen müssen in der Oeffentlichkeit ganz und ging dann näher auf die Lage der Bergarbeiter ein. Ein unverblümt gestellt werden. Imvieweit fie beantwortet werden, Angriff des Centrums- Abgeordneten Dr. Pichler auf die Regierung das wird von der Entschiedenheit der Fragestellung in Parlament von Sachsen- Meiningen, die in der Hausindustrie die Fabrikation und Presse abhängen." von Schwefelhölzern nicht nach den Vorschriften des ReichsDie Vossische Zeitung" führt aus: beranlaßte gefeges überwache, den Bundesbevollmächtigten „ Wenn Graf Posadowskh noch jüngst zu betveisen suchte, daß dieses Kleinstaats, die Unmöglichkeit die Unmöglichkeit dieser Ueberwachung die Regierung heute in Arbeiterfragen diefelbe Saltung der Hausindustrie hervorzuheben und für seine Regierung beobachtet wie vor Jahren, so hat Herr Bued ihm diese " er fündete, den Brotwuchern das Handwert nach Sträften zu erleichtern. Die Nationalliberalen schreiten noch immer fettenbeladen hinter dem Triumphwagen der Bindler einher. Morgen wird die Debatte fortgesetzt. Preußisches Abgeordnetenhaus. 10 Mühe jedenfalls außerordentlich erschwert. Erstaunlich anzufündigen, daß sie das völlige Verbot dieſes verhängnisvollen, find die Aeußerungen, die der Handelsminister Brefeld über die die Arbeiter mordenden Fabrikationszweigs beantragen werde. Der Ansichten des Kaisers über die Lage der Arbeiter, über die nationalliberale Abgeordnete Franten drohte in einer etwas Zukunft der Socialpolitik zu thun für gut befand. Besonders verwirren Rede, die vom Hundertsten ins Tausendste ging, den Agrariern wunderlich müssen die Bemerkungen erscheinen, die er über den mit Ablehnung jeder Zollerhöhung, wenn sie den Kanal nicht bes von den Scharfmachern immer mit besonderem Eifer angegriffenen willigten. Er wurde aber von seiner Partei durch Bassermann Unterstaatssekretär Lohmann einem Mann gegenüber macht, der desavoniert, der jede Verbindung der Boll- und der Kanalfrage ab ihm den Mitarbeiter des Ministers als Socialisten denunziert. lehnte und gleichzeitig als unerschütterliche Absicht seiner Partei ver Nicht minder muß befremden, daß ein Minister den Centralverband bittet, ihm mit Rat und That zur Seite zu stehen. Mit welcher That? Der Brief des Herrn Bued ist in einem Ton gehalten, als habe der Central verband über die Regierung die Vormundschaft zu führen. Allerdings Herr Brefeld selbst gesteht, daß es ihm auf vielen Gebieten feines Refforts an der notwendigen Erfahrung und Kenntnis mangele, was er später auch bewiesen hat. Der BrefeldBrief des Herrn Bued ist offenbar von weitaus größerer BeIn der Sigung vom Montag beriet das Abgeordneten deutung als der 12 000 Mark- Brief. Er wird noch zu langen und haus außer einigen Rechnungssachen nur eine Anzahl ernsten Auseinandersetzungen führen und vielleicht schon in Reichs- fleinerer Etats, die nicht an die Budgetkommission verwiesen tags- Verhandlungen dieser Tage eine wichtige Rolle spielen." waren, in zweiter Lesung. Die meisten derselben wurden Die Volts 8eitung" bemerkt: dust Graf Bülow hat im Reichstag die 12 000 Mark- Angelegen gab den Agrariern Veranlassung, einige Slagelieder andebattelos genehmigt. Der Etat der Forst verwaltung heit als einen Mißgriff bezeichnet. Wird er diesen Ausdruck während beim Etat der Lotterie auch gegenüber der altenmäßig feststehenden Thatsache aufrecht zustimmen, erhalten, daß das preußische Ministerium für Handel und Gewerbe Derwaltung Abg. Dr. Arendt( ft.) seinen bekannten seit dem Sturz des den Scharfmachern unbequemen Ministers Vorschlag auf Herbeiführung einer Lotteriegemeinschaft v. Berlepsch am 27. Juni 1896 unter der Leitung des zwischen Preußen und den übrigen Bundesstaaten wiederCentralverbands Deutscher Industrieller steht, holte. Beim Etat des Instituts der Seehandlung daß der Centralverband Herrn Brefeld mit Rat und That entspann sich eine lebhafte Debatte zwischen den Abgg. unterftigt? Was für eine Perspektive eröffnet die dem Herrn b. Eynern( natl.) und Dr. Friedberg( natl.) Bued ausgesprochene Bitte und Aufforderung des Ministers? Jest dem Abg. Dr. Arendt( ft.) andrerversteht man auch, woher die während der Kohlennot- Debatte im einerseits, Reichstag ausgesprochene Begeisterung des Herrn Brefeld für feits über die Frage, weshalb δας Reich die die Streifklausel stammt. Bu dem vom Centralverband ab- 80 Millionen Anleihe in Amerita aufgenommen habe, hängigen Reichsamt des Innern gesellt sich das preußische anstatt sich mit der Seehandlung in Verbindung zu feßen. Ministerium für Handel und Gewerbe; welche Centralbehörden Die unfruchtbare Debatte über diese Angelegenheit des Reichs werden ihm folgen? endete mit scharfen Angriffen des Herrn Arendt auf den Reichsbank- Präsidenten Koch und die Caprivische Wirtschaftser Am Dienstag steht die zweite Lesung des Etats der Domänenverwaltung auf der Tagesordnung. Im übrigen sollten gerade die„ Kreuz- Zeitungs"- Konservativen Zurückhaltung in der Entrüstung über Ausnutzung privater Briefe üben. Sie müßten andernfalls wieder daran erinnert werden, daß Eine besondere Rolle im neuesten Bued- Briefe hat der politik. Das merkwürdigste an der ganzen Sitzung ist, daß fie felbst niemals heifel waren in der Wahrung von privaten Unterstaatssekretär im Ministerium für Handel und Gewerbe, Se. Abg. Dr. Arendt beim Etat der Münzverwaltung nicht nur, sondern auch amtlichen Geheimnissen. Konservative Excellenz der Wirkliche Geheime Rat Lohmann. Bued sagte van feine Silberrede zu halten vergaß. Hoffentlich holt er es bei Agenten um mur einiges zu erwähnen überwachten in den ihm, treibende sei das Element des socialpolitischen der dritten Lesung nach, damit die diesjährige Etatsberatung fünfziger Jahren den Prinzen von Preußen, späteren deutschen Fortschritts im Ministerium Berlepsch gewesen. Minister Brefeld programmmäßig verläuft. Kaisers, und stablen seine intimsten Korrespondenzen. Bismard, beruhigte Bued, Lohmann gebe aber doch nach wenn der Heros der Konservativen, veröffentlichte landesverräterisch ge- er sich bei seinem Chef einem ernsten Willen gegenübersehe. heime Verträge mit dem Auslande. Brefeld hatte seinen Unterstaatssekretär richtig beurteilt. Er, von Der Unterschied zwischen den konservativen und den socialdemo- dem Bueck sagte, er sei von weitgehenden socialistischen Jbeen fratischen Veröffentlichungen ist nur der, daß jene sich gegen befangen", fand sich alsbald in den neuen Centralverbands- Kurs. das Staatsintereffe richteten, während die unsrigen seit der Wie er unter Berlepsch als Vorfizender der Kommission Veröffentlichung des Soldatenmißhandlungs Erlasses des Prinzen für Arbeiterstatistit sociale Politik treiben wollte, so fügte Georg bis auf den heutigen Tag das wohl des Staats er sich beim Ministerwechsel in die Entziehung dieses und des Volts bezwedten und in höchstem Maße Amts, trieb mit Rede Umsturzgesetzgebung gegen die Arbeiter und förderten. Das Geschwätz über den Ursprung des Briefs läßt mit Brefeld Buchthausgesetzgebung. uns talt. Es entspringt mur der uns erfreulichen But, daß die Der meinungslose Geheimrat in vollkommenster ReinGeheimnisse des intimen Bunds zwischen Kapitalsmacht und Re- tultur! gierungsgewalt vor allem Bolt offenfundig gemacht wurden. Das ,, verweichlichte" deutsche Volk. Bor ungefähr Jahresfrist gab das Militär- Wochen. blatt"( Nr. 19, 1900) anläßlich einer Betrachtung über den Boerenfrieg hinsichtlich des deutschen Rekrutenmaterials folgendes von fich: Bum guten Schießen gehört fortdauernde Uebung und um einen Mann zu bilden, braucht man im allgemeinen mehr als eine furge einmalige Dienstzeit. Der Forstmann freilich, der im Kampf mit Wilderern an die Gefahr gewöhnt ist, der Alpenführer und Gemsenjäger, der täglich mit den Gewalten der Natur um sein Leben kämpft, auch der Wilddieb, der an das Element an hervorragender Stelle des politischen Teils einen Trinkspruch von der Gefahr gewöhnt ist, braucht keine lange Ausbildung, um ein Felig Dahn, der also lautet: guter Soldat zu werden; ganz anders aber liegt die Sache bei der Masse des( deutschen) Rekruten= materials, die von dem Wesen der Gefahr im aterials, ga allgemeinen gar leine Vorstellung hat." Angesichts der letzten Behauptung, die ja( fiebe oben) die Forderung einer langen aktiven Dienstzeit begründen soll, möchten " von Wir schrei'n zu viel„ Victoria", Hurra" nndling- Klang- Gloria", Wir feiern zu viel Feste. Einst trieben anders wir das Spiel: Wir sprachen wenig, thaten viel Und die Art war die beste! ant anknüpften. ... Weiter wird es Aufgabe der Syndikate und Shuditatsverbände sein, wenn bei einer anhaltend rückläufigen Bewegung des Markts der Inlandsabjazz sich verringert, in Erwägung darüber einzutreten, wie der deutschen Getverbethätigkeit in ihrem Stampfe um die Behauptung und Erweiterung der ausländischen Abfaz: gebiete gegenüber den konkurrierenden Nationen ein fefter ind sicherer Rückhalt geboten werden kann. Hierbei handelt es sich feineswegs lediglich um die Interessen der Unternehmer, sondern in gleichem, wenn nicht höherem Maße um die Interessen der Arbeiter, die nur dann reichliche Gelegenheit zur Verwertung ihrer Arbeitskraft und hohen Lohn finden können, wenn der Absatz der er zeugten Güter sicher gestellt ist." .. Die Handelskammer für den Kreis Essen steht auf dem Standpunkte, daß der Abschluß von Handelsverträgen auf thu 11= lichst lange Zeit mit gölten, welche die nationale Arbeit jeder Art ausreichend schüßen, im Jutereffe einer gedeihlichen Fortentwidlung des deutschen Wirtschaftslebens unbedingt geboten ist...." Und in einem Aufsatz desselben Blatts fand sich eine historische wir doch die Redaktion des Militär- Wochenblatts" geziemend er- Parallele mit einer Warnung vor Glanz und Pomp, mit einer suchen, sich die neuesten Rechnungsergebnisse der Berufsgenossen- Bezugnahme auf die Lehre, daß der Glanz, der den Tagen des schaften ein wenig anzuschen. Von diesen Genossenschaften, die großen Kurfürsten und des großen Rönigs folgte, Preußen nicht Wie die deutschen Interessen, nicht lediglich derjenigen der Unfälle, deren Folgen länger als weiter, sondern zurück gebracht" habe. War das schon kritisch genug. Unternehmer, gefördert werden sollen, sagt der Bericht im folgenden. dreizehn Wochen dauern, also mur schwerere Unfälle fo gab der Specialmoniteur von der Hintertreppe des Herrn Nach Begründung der Forderungen in Bezug auf die Verkehrspolitif die entschädigen, wurden im Jahre 1899 nicht weniger als 106 036 folcher Johannes Miquel, Staatsbürger- Zeitung", auch und der wiederholten Betonung der Notwendigkeit der Pflege der etwas tiefere Baßtöne zum besten, die besonders Ereignisse verzeichnet. In den letzten 14 Jahren erlitt die deutsche Auslandsbeziehungen heißt es wörtlich weiter: einige und Ordensverleihungen dergleichen Arbeiterschaft in Summa 809 518 derartige Unfälle, macht im Jahre Ja, längst ehe das Hoffest angesagt war, find in sehr patrio durchschnittlich 57 823. Tödlich verliefen 81 881, also im Jahre fischen Organen sehr deutliche Warnungen erschienen, die nicht 5849; vollständige Krüppel wurden 29 200 Verunglückte, ohne Erfolg geblieben sind: ein offiziöse Beziehungen pflegendes somit im Jahre 2086; Teilfrüppel wurden 426 336, also 30 453 im rheinisches sah sich in den Stand gesetzt, dem Jahre. Diese Zahlen, in welchen die bei den Versicherungsanstalten Blan einer Häufung in der Verleihung von Baugewerks Berufsgenossenschaften angemeldeten Unfälle Fürstentiteln entgegen zu treten; fonnte sich auch nur ein nicht enthalten sind, dürften sind, dürften beweisen, von Zuschauer darüber täuschen, daß da einem Zwiespalt zwischen verantdem Gerede, daß die Masse der deutschen Rekruten wortlichen und unverantwortlichen Einflüssen, zwischen Regierung dem Wesen der Gefahr feine Vorstellung habe, zu halten ist. Wenn und Hofleuten, die Oeffentlichteit zu hilfe gerufen wurde? das Militär- Wochenblatt" sonst keine Gründe für eine lange Dienstzeit hat, kann es sich heimviolinspielen lassen. Es könnte auch nicht schaden, wenn das Militär- Wochenblatt" die obigen Zahlen veröffentlichen würde, damit einmal der in Offizierskreisen so weit verbreitete Glaube, daß die Civilisten verweichlichte Kerle seien rettifiziert wird. der gar dun moDeutsches Reich. was vont Und die Nebellvähen, die eben den jüngsten gepfefferten Wiz vergnüglich genossen haben, frächzen Unheil und Verderben, weil andre Leute die Geschichte als eine Wissenschaft ehren, die nach Wahrheit strebt. Wider den Brotwucher. Die Verwaltungsbehörden von Berlin erheben dankenswerten Widerspruch gegen den geplanten Brotwucher, der die Massen der industriellen und kommerziellen Bevölkerung der Reichshauptstadt aufs schwerste heimsuchen würde. umfaffen. ind Die infolge des Beschlusses des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung eingesetzte gemischte Deputation hat unter Für die steuerliche Belastung des Grundbesites ist eine Vorsiz des Oberbürgermeisters Kirschner getagt. In der Diskussion Entschließung der preußischen Regierung auf einen von Ab- ergab sich volle Einmütigkeit darüber, daß bei dem preußischen geordnetenhaus in der vorigen Seffion gefaßten Beschluß von Ministerium, dem Bundesrat und dem Reichstag energische Vor00021 Interesse. Der Provinzverband der Haus- und Grundbesitzervereine ftellungen gemacht werden müssen, um jede die Vollsernährung und der Provinz Sachsen hatte um Erleichterung des Grundbefizes und Bollsgesundheit schwer schädigende Erhöhung der Zölle auf Brotkorn Soldatenmikhandlungen vor dem Militärgericht. Wegen des Gewerbebetriebs in der Kommunalbesteuerung petitioniert. Das zu verhindern. send a bil schwerer Körpermißhandlung eines untergebenen Haus überwies die Petition der Regierung als Material in dem Zu diesem Zweck wurde allseitig empfohlen, in einer stand am gestrigen Montag der Gefreite Krause vom Lauenburgischen Sinne, daß sie Veranlassung nehme, gemäß dem Wortlaut der Re- Petition an die bezeichneten Körperschaften die schädlichen solution vom 11. April 1899 auch bei Verteilung des SteuerJägerbataillon vor dem Oberkriegsgericht des III. Armeecorps. Der bebarfs auf die verschiedenen Steuerarten einer zu weit gehenden ein- Wirkungen der Kornzölle überhaupt nachzuweisen, und im besondren Angeklagte war Anfang des Jahrs 1899 Rekrutengefreiter in der feitigen Steuerbelastung durch die Gemeindeorgane entgegenzutreten. Scharfen Widerspruch gegen jede Erhöhung- wodurch die Lebenserwähnten Truppe, die in Rageburg garnisoniert. Da er ein vor- Hierauf hat nun die Regierung folgende Antwort erteilt: Haltung der Voltsmassen noch tiefer herabgedrückt wird zu erheben. züglicher Soldat war, erhielt er den Rekruten Schwarz aus Bremen, Von einer allgemeinen Verfügung im Sinne des Beschlusses Die Petition foll mit reichem statistischen Material die Berliner der von recht schwerer Fassungsgabe war und deshalb mit den ist mit Rücksicht auf den Runderlaß vom 20. Oftober 1899, durch Berhältnisse berücksichtigend begründet werden, und alle einübrigen Refruten nicht gleichen Schritt halten. konnte, in seine den die Einführung einer Grundstener vom gemeinen schlägigen Gebiete des Berliner Volkslebens- Ernährung, Gesundspecielle Obhut überwiesen. Schwarz scheint es nun, wie aus der Wertempfohlen wird und der namentlich auch in seinen heit, Arbeitereinkommen, Kriminalitätsziffern, Jndustrie, sowie Einfluß gestrigen Verhandlung hervorging, während seiner Rekrutenzeit recht Schlußfägen bereits alles Erforderliche vorgesehen hat, Abstand der Zölle auf die Gemeindeaufgaben- Armen-, Waisen- und Krankenschlimm gehabt zu haben. Er gehörte zur Korporalschaft des Obergenommen worden. In den zur Kenntnis der Ministerialinstanz kommenden einzelnen Fällen wird einer zu weit gehenden ein pflege usw. jägers Gurt, der beim Bataillon im Ruf stand, der schneidigste seitigen Steuerbelastung des Grundbesitzes durch die Gemeinde- Die Deputation beschloß, ihre Aufgabe mit möglichster BeEgerziermeister in demselben zu sein. Die Rekruten, die G. seinen Organe nach wie vor entgegengetreten." schleunigung zu erledigen und hofft, daß zahlreiche andre deutsche Vorgesezten vorführte, waren wohl die besten Eyerzierer, aber über Gegen die Einführung der Grundsteuer vom gemeinen Werte ist Städte sich dem Vorgehen der Reichshauptstadt anschließen werden, die Mittel, mit denen der Korporalschaftsführer operierte, giebt die gewiß nichts einzuwenden. Daß aber die Regierung durch ihre Ant- um die drohende Gefahr erfolgreich zu bekämpfen. Mit der BeLeidensgeschichte des Rekruten Schwarz, die in der Sigung des wort den Hansagrariern ein solches Entgegenkommen beweist, ist schaffung des notwendigen statistischen Materials, sowie mit den gestrigen Oberkriegsgerichts aufgerollt wurde, ein anschauliches Bild. namentlich im Hinblick auf die herrschende Wohnungsnot ein neuer Entwurf der Petition wurde eine Subkommission, bestehend aus der Schwarz wurde von dem Oberjäger G. mittels Klopf- Beweis des Mangels an socialpolitischer Einsicht in den Regierungs- Stadträten Fischbed und Dr. Weigert sowie den Stadtverordneter peitsche und Hirschfänger erzogen. Der Rekrutengefreite St. freijen. o Heilmann, Dr. Nathan und Singer beauftragt. pillic affiftierte seinem Vorgesetzten getreulich und versuchte durch allerhand Ballestrems Adlerflug. Graf Ballestrem hat am 17. Januar Die Subtommission beginnt sofort die Ausführung der ihr ge beliebte lleine Kunststüde das verschüchterte blaffe Menschenkind, dem dem Kaiſer die Glückwünsche des Reichstags in einem seltsamen wordenen Arbeiten. gaichin am wohlsten war, wenn es abseits von seinen Kameraden still im Stil ausgerichtet. Winkel fizzen durfte, zu einem schneidigen Ererzierer zu machen. Es ist freilich nur die Konstatierung einer allbekannten geschichtlichen Thatsache, wenn ich ausspreche: Ohne die 200 jährige Zu den beliebten Erziehungsmitteln des Gefreiten Krause gehörte unter anderm auch Schlagen gegen die Kniescheiben und gegen den Königsgeschichte Preußens gebe es fein Deutsches Reich, feinen deutschen Reichstag." Auf den mächtigen Quadern 200 jährigen Unterleib des Rekruten, sowie auch ferner eine militärische Uebung, hohenzollernschen Königswaltens ruht fest und unerschütterlich der die dahin ausging, daß Schwarz 2-300 mal hinter einander mit stolze Bau des Deutschen Reichs. E. Majestät glorreicher Ahu erhobenen Fersen das Gewehr strecken mußte. Er mußte am Kletter- herr, der Begründer der preußischen Königswürde, König baum emporklimmen, sich an den Sprossen festhalten und die Knie in Friedrich I., muß schon vor 200 Jahren etwas dergleichen die Nähe der Hände heranbringen, so daß ihm infolge der Tortur geahnt und borgefühlt haben. die Hant in Feßen an den Händen herabhing. Und derartige Mißhandlungen mußte der bedauernswerte Mensch fast täglich durchmachen. Am 22. Februar vorigen Jahrs brach Schwarz plötzlich geistig zusammen. Er sah schwarze Männer vor sich in einem Loche figen, bei deren Anblick er in Tobsuchtsanfälle verfiel. Da der Zustand des Kranken sich nicht besserte, so wurde er nach dem Lazarett überführt, und hier wurde sein Zustand als hallucinatorische Verwirrtheit oder als Wir glauben Graf Ballestrems Frage beantworten zu können. atute Geistesstörung bezeichnet. In Friedrich I. hat das sicherlich nicht geahnt, hat doch sogar Wilhelm I., diesem Zustand wurde der Kranke am 27. März nach der der die Kaiserkrone dann wirklich trug, diese Krone nicht nur Landes Frrenanstalt Sachsenberge in Mecklenburg überführt. nicht geahnt, sondern sogar gegen die Zumutung sich lange Zeit Durch die sehr sorgfältige ärztliche Pflege daselbst gelang es, den gesträubt! Patienten wieder herzustellen, so daß er am 31. Mai als gesund ent= Dieser erlauchte Monarch ließ nämlich zur Erinnerung an die Krömungsfeier zu Königsberg eine Denkmünze prägen, welche auf der einen Seite sein Brustbild, auf der andern Seite aber eine Königstrone zeigte mit der bedeutungsvollen Umschrift:„ Prima meae gentis"( Die erste in meinem Geschlecht). Schwebte dem Geiste des foeben gekrönten Monarchen, schon damals eine zweite, eine Saiferkrone, vor, welche im Laufe der Zeiten die Häupter feiner erlauchten Nachfolger schmücken sollte?" Dr. Lieber, der Centrumsführer, der bereits vor etwa Jahreslaffen werden konnte. Sch. wurde nunmehr von Bataillons wegen frist lebensgefährlich erkrankt war, dann aber genas, ist, wie es heißt, bernommen, um so mehr, als die behandelnden Aerzte in ihrem abermals leidend. Nach dem„ Kölner Volksfreund" soll sein Zustand Gutachten angaben, daß die geistige Erkrankung des äußerst ernst sein, dagegen versichert die„ Germania", sein BeManns unbedingt durch Drangsalierung und Mikhandlung finden gebe zu Besorgnissen feinen Anlaß. hervorgerufen worden sein müsse. Es wurde daraufhin Die militärische Säge und der Krönungstag. Pensio Anklage gegen den Oberjäger Gurt erhoben und der- niert wurden unter dem 18. Januar in Preußen: 1 Oberst, felbe bon dem Kriegsgericht der sechsten Division des 2 Oberstlieutenants, 4 Majore, 11 Hauptleute und 5 Oberlieutenants. IX. Armeecorps zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Von Ohne Pension wurden verabschiedet: 1 Oberlieutenant und einer Degradation des Oberjägers war Abstand genommen worden. 3 Lieutenants. Neben den Verabschiedungen fehlt es allerdings auch Bei dieser Gelegenheit tamen auch die Mißhandlungen des Sch. durch nicht an Auszeichnungen". 15 Offiziere aller Chargen, abgesehen K. eintausend, mit Orden erfreut. den Gefreiten St. zur Sprache, und der Gefreite, der schon zur vom Lieutenant, wurden geadelt, nicht weniger als 1000, fage Reserve übergetreten war, wurde am 7. September verhaftet und hatte sich bald darauf vor dem Kriegsgericht zu verantworten. Er wurde, da ihm mildernde Umstände versagt blieben, zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. 41 Centrum und Streikpostenftehen. Herr Rintelen bestätigt in einer Zuſchrift an die Germania", daß er im Reichstag erflärt hat, ein Recht der Arbeiter Streifposten zu stehen, könne aus dem§ 152 nicht hergeleitet werden. Denn dieses Gesez garantiere Gegen diesen richterlichen Spruch legte der Kriegsherr der nur die Koalitions freiheit, nicht aber den Koalitions 3 wang, 6. Division Berufung ein, da die Bestrafung bei der Schwere des das Streikpostenstehen sei eine Art des Koalitions: Bergehens zu gering gewesen. Andrerseits that dies der Verurteilte, zwangs". um einen milderen Richterspruch zu erzielen. In dem gestrigen Damit stellt sich Herr Rintelen auf eine Linie mit den Ar= Berufungstermin vor dem Oberkriegsgericht zeigte der Angeklagte beiterfeinden gewöhnlichster Sorte, die auch Feuer und Flamme große Reue. Er gab zu, daß er den Sch. chikaniert und für das Stoalitions recht sind, feine Anwendung aber betämpfen. ihn am 22. Februar, morgens, gewürgt und mehreremale Das Streitpostenstehen ist ein Mittel des geseglich gewähr Ieisteten Koalitionsrechts, das so lange erlaubt mit dem Kopf gegen den Boden gestoßen habe, weil der Rekrut bleiben muß. so lange es legal angewandt wird. Die vergessen hatte, zwei scharfe Patronen abzugeben. Aber der An- Streifunterstügung ist auch ein wirksames Mittel für das Streifrecht; geschuldigte will sich selbst in einer sehr mißlichen Lage befunden will Herr Rintelen deren Auszahlung verbieten, weil sie nicht aus haben. Er behauptete, daß der Oberjäger G. ihn selbst für alle der Gewerbe- Ordnung hergeleitet werden kann? Fehler, die Sch. gemacht, herangezogen habe. Er habe nur den Befehlen seines Vorgesezten gehorcht. Der Gerichtshof schloß sich den Ausführungen des Verteidigers und des Staatsanwalts insofern an, als er beschloß, den§ 224 des Militär- Strafgesetzbuchs nicht in Antvendung zu bringen, da eine Geisteskrankheit im Sinne dieses Paragraphen nicht vorgelegen habe. Dagegen sei die Herbeiziehung des§ 223 a gerechtfertigt; es wurde auf acht Mouate Gefängnis erkannt unter Abrechnung von drei Monaten Untersuchungshaft! Die Frage muß eben ganz anders gestellt werden. Nicht danach ist zu forschen, ob das Streifpoftenstehen aus dem oder jenem Baragraphen hergeleitet werden kann, sondern es ist zu fragen, ob das Streitposten stehen durch das Strafgeset verboten ist. und nach juristischem Grundjak, den doch herr Rintelen als Jurist ebenfalls tennen sollte, ist alles erlaubt, was nicht durch Gesetz verboten ist. Das Streifpostenstehen ist nirgends verboten, das Strafgesetzbuch bedroht nur Ausschreitungen, Bedrohung, Belästigung usw., gleichviel von wem sie begangen werden. Die famosen Straßenpolizei Verordnungen verbieten die Streitposten, weil es zu Ausschreitungen fommen fönnte, weil es, im mit Herrn Rintelen zu sprechen, Duft. fommen fönnte. Wenn Schmod und Compagnie sich den Anschein geben, in der zu einer Art von Streifzwang Kritik an Friedrich I., der Gräfin Wartenberg, Friedrich Wilhelm II. nd hier zeigt fich das Ausnahmegesez gegen die Arbeiter, und einigen andren Bestandteilen der monarchischen Tradition einen denn es hat noch kein Mensch davon gehört, daß patriotischer Anlaß zu ernsten Diskussionen über neue Ausnahmegeseze zu finden, Klimbim, Illuminationen zc. verboten worden wären, bloß weil so genügt ein schallendes Gelächter, um diesen Sput zu verscheuchen. es dabei zu Aufläufen, Ausschreitungen, furz zu Störungen der Denn gerade in diesem Falle ist das Geschrei nicht ernst. zu Ordnung aller Art kommen könnte und in der That viel häufiger nehmen. AII zu vernehmbar tönt über den Klingllang bes tommt. " Feftes hinweg das Murmeln im Hintergrunde, das Gegen Wucherzölle spricht sich der soeben erschienene Essener nicht aus der demokratischen Ede fonmmit. Am Tage des Festes Handelskammer- Bericht aus. In einer Besprechung der wirtschaftbrachte das agrarische Blatt, dicht an die Festberichte anschließend, lichen Verhältnisse heißt es zunächst: Die Kanalvorlage ist jetzt im preußischen Abgeordnetenhaus zur Verteilung gelangt. Die Konservativen sollen, um die Entscheidung möglichst hinauszuschieben, dafür gesorgt haben, daß die erste Beratung nicht vor dem Februar stattfinde. Um gegen diese Verschleppung zu demonstrieren, will die Freifinnige Boltspartei beantragen, daß die auf den Rhein- Elbefanal bezüglichen Teile der Vorlage, weil sie schon vor zwei Jahren Monate hindurch einer Kommissionsberatung unterzogen worden sind, diesmal nicht wieder zur Vorprüfung an die Kommission ver wiesen, sondern direkt im Plenum zur Beratung gestellt werden. Eine Kundgebung für die Kanalvorlage veranstaltete am Sonntagmittag in Berlin der Deutsche Centralverein zur Hebung der Fluß- und Kanalschiffahrt Vertreter des Eisenbahnministeriums und des Ministeriums des Innern, die Oberbürgermeister von Breslau, Stettin, Hildesheim, Bromberg. Vertreter von Handel und Industrie, zahlreiche Abgeordnete, unter ihnen auch der fanalgegnerische Präsident des Abgeordnetenhauses v. Kröcher, wohnten der Ver fammlung bei. V Deutsche Erwerbungen. Aus Duisburg wird berichtet: Biel Kopfzerbrechen machte der hiesigen Steuerbehörde eine toft bare Sendung, welche gestern ein hiesiger Händler feinem von als in Seefoldat China mits fämpfenden Sohne erhielt. Die Sendung bestand in einer Bogerjacke, einem seidenen Hofbedienten Anzug und einent prachtvollen Mantel einer chinesischen Hofdame. Die beiden letzteren Kleidungsstüde sind vollständig neu und stamment aus einem chinesisch- kaiserlichen Balaste in Beling. Insbesondere ist der Mantel ein Muster chinesischer Kunstfertigkeit in der Seidenbranche. Er ist ganz aus bunter, feinster Seide hergestellt, mit fostbaren Stidereien versehen und mit echten Goldfäden durchwirkt. Der etwa ein halbes Meter breite Saum setzt sich aus schweren seidenen Strängen zusammen. Das Zoffamt wußte nicht recht, wie die Sendung zu verzollen ſei. Der Mantel wurde schließlich nach seinem Seiden- und Goldwerte 311 1500 M. tagiert, die Livree zu 500 M. Jm gangen waren 41,70 M. Zollgebühren zu entrichten. Der Empfänger der Sendung beabsichtigt, die höchst interessanten Kriegstrophäen hier öffentlich auszustellen. " Es ist wohl schwer anzunehmen, daß die Kriegstrophäen", wie sich die Niederrheinische Volkszeitung", ein Centrumsorgan, so schön ausdrückt, von den dankbaren Chinesen geschenkt worden seien. Demokratische Hunnenwise. In einem teutsch- nationalen " jedes Wappen und jeden heimischen Mandarinenknopf anwedelnden Blatte leſen wir: Die chinesischen Zeitungen verbreiten förmliche Schauer gerüchte über die Schandthaten" der Europäer. Allerdings, sind es nur zum Teil Lügen. Denn der Chinese rechnet manches zu den Sch andthaten, was der Europäer höchst amüsant findet. So vor allem die Heran ziehung hoher Würdenträger zur Handarbeit. Wir erfahren aus diesen Zeitungsberichten, daß ein sehr hoher Mandarin gezwungen wurde, bei den Schanz arbeiten Erde zu tragen, und daß diefer un Leben und Gesundheit besorgte Beamte mit größter Seelenruhe sich seiner geſtidten Staatsroben entledigte, sein Aermel aufrollte und sich mit solchem Eifer an die ungewohnte Arbeit machte, daß die fremden Teufel" ihn bald darauf zur Belohnung wieder laufen liegen. Der Prinz dritten Rangs J- Hu mußte für französische Soldaten Kleider waschen und Waffen puzen und wurde dabei so schlecht behandelt, daß er sich gleich am zweiten Tage feiner Gefangenschaft mit einem europäischen Handtuch erdrosselte, was ihut von dem Zeitungsschreiber hoch angerechnet wird. Biele hohe Mandarinen mußten beim Begraben der Leichen helfen usw. Ferner lesen wir im„ TungWen", daß es in Beting etwas ganz alltägliches sei, junge und alte Mandarinen jeden Rangs Straßeneden stehen zu sehen, wo fie versuchen, ihre sonst so hochgeschästen und viel begehrten offiziellen Knöpfe in Geld umzusehen, mit andren Worten also zu Bettlern herabgefunken sind. Ein großer Herr der 1. Rangklasse, Schung- Li, war vor dem Krieg im Besik an den bon 300 prächtigen Kleidern; er mngte sich den Rod eines gemeinen Soldaten leihen, um LiHung Tschang seine Aufwartung zu machen!" Ein gegangener prinzlicher Brigadekommandeur Prinz Alfons von Bayern, Kommandeur der 1. Kavalleriebrigade, hat infolge eines ihm zugegangenen blauen Briefs" feinen Militärdienst quittieren müssen. Gin in höfiſchen Genſationen wohl unterrichtetes Blatt teilt folgende Einzelheiten zu dieser Demission mit: corps von Ganz besonders, da wir uns darüber gar keine Jllusionen fist ein intimer Freund General Merciers und war Präsident jenes machen dürfen, daß wir den Chinesen samt und souders Disciplinargerichts, welches den Obersten Piquard aus der Offiziers durchaus nicht als Träger einer edleren Kultur vorkommen, liste strich. Die Russin Vera Gelow, welche das Attentat auf den Profeffor Deschanel verübt hat, erklärte nunmehr, sie sei überzeugt, daß sie getäuscht worden sei; Professor Deschanel habe ihr feine Be leidigung zugefügt. Vera Gelow wird auf das Beobachtungszimmer des Untersuchungsgefängnisses gebracht und von Aerzten auf ihren Geisteszustand untersucht. fondern als eine Bande von tief unter ihnen stehenden In der am Sonntag stattgehabten General- Versammlung des Barbaren. Unfre militärische Uebermacht stempelt uns in ihren Verbands ehemaliger 3öglinge der polytechnischen Augen noch ebenso wenig zu edleren Wesen, wie einst die Hunnen Schule wurde Kriegsminister André mit lebhafter Sympathiein den Augen der überwundenen Römer oder die Kosaken fundgebung empfangen. General Mercier, der von den Nationalisten in den Augen unſter preußischen Vorfahren; in in allem für das Präsidium des Verbands als Kandidat aufgestellt war, erhielt übrigen aber · erscheinen wir ihnen, da wir ihre seit von etwa 1000 Stimmen nur 18. Jahrhunderten forgfältig ausgebildeten Urbanitätsformen nicht Des Prinzen Befähigung als Kavalleriegeneral wurde bei tennen und daher selbst in den Augen der Kulis dent vorjährigen Herbstmanövern des 1. bayrischen Armeefortwährend gegen die allergewöhnlichsten Anstandsbegriffe verseinem nächsten Anverwandten und Vorgesetzten, stoßen, durch die Baut als rohe, untergedornete Völkerschaften." dem fammandierenden General des genannten ArmeeWelche Verantwortung vor der Weltgeschichte haben die Träger corps Prinz Arnulf, als„ nicht genügend" eingeschätzt und und Führer des kapitalistisch- militaristischen Europa auf sich ge ihm infolgedessen die Qualifikation zu einer weiteren Beladen, die ihre Soldaten anwiesen, dieses von fleißiger Arbeit förderung im bayrischen Heere abgesprochen. Eingeweihte Kreise tultivierte Land auf weite Streden hin in eine Wüstenei zu verwollen wissen, daß der von seinen Intergebenen hochgeschätzte Brigade wandeln! tommandent bei einem Savallerie Angriff Pferde und Mannschaften in nnmilitärischer Weise allzu fehr geichont habe, was ihm in erster Linie das Mißfallen des als sehr schneidig bekannten Divisio= närs Generallieutenants Freiherrn v. König eingetragen habe und damit einen Tadel, den sich der königliche Bring coram publico nicht gefallen ließ. Es folgten weitere Auseinander fetzungen und die Angelegenheit gelangte zur Kenntnis des Prinzen Arnulf, der sie zur weiteren Behandlung an den zuständigen Kriegsminister Ieitete. Lekterer hatte erst vor einigen Tagen Vortrag hierüber Der Zustand der Königin von England hat einen derart kritischen Bureau" wird aus Curaçao von heute gemeldet: Die Beziehungen Zum Konflikt der Union mit Venezuela. Dem Reuterschen beim Prinz- Regenten, wovon Prinz Alfons in Gestalt des„ blauen Charakter angenommen, daß der Tod in jeder Stunde erwartet Briefs" benachrichtigt wurde. Er that sofort Schritte, um feine werden kann. den Vereinigten Staaten und Venezuela haben sich nicht Die Verschlechterung der ohnehin bedenklichen Ergebeffert. Der amerikanische Gesandte Loomis ist entschlossen, feine Entlassung aus dem aktiven Militärdienst zu erbitten. Der Regent tranfung ist auf einen Schlaganfall zurückzuführen, durch den Landsleute zu schüßen und hat eine scharfabgefaßte Rote abgesandt, entsprach diesem Ansuchen umgehend." Ferner meint das Blatt, daß der Prinz wegen feiner Toft- bie eine Seite des Gesichts und das Sprachvermögen in Mitleiden welche so gut wie ein ultimatum an die venezuelanische Regierung spieligen Vorliebe für den Pferde und Fahrsport, schaft gezogen sind. Die Patientin befindet sich im Zustande der sein soll. Amerikanische Kriegsschiffe werden zur Unterstügung des Vorgehens des Gesandten erwartet. die ihm bei Hoch und Niedrig" eine ungewöhnliche Bopularität" Bewngtlosigkeit. erworben habe, bei andren Angehörigen des föniglichen Haufes Ein Montagvormittag 11 Uhr ausgegebenes Bulletin lautet: Ina di d Mißfallen erregt habe, was wohl zu diesem Sturze ebenfalls mit dem Befinden der Königin ist seit Mitternacht eine leichte Erholung geond Nun, Chronik der Majestätsbeleidigungs Prozesse. Vor der Bochumer Straffammer wurde ein Kriegsinvalide tegen Majestätsbeleidigung zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt. id mida mollished Ausland. Die Erkrankung der Königin Victoria. Der Herzog von Broglie ist Sonnabendabend gestorben. Maßregelung eines renitenten Generals. Der Kriegsminister hat den General Coslin de Bourgogne infolge einer reaktionären Nede in Cannes zur Disposition gestellt, in der der General die Jejuiten verherrlichte und die Einwohner der Bretagne beglid wünschte, den republikanischen Truppen anläßlich der ersten Stevolution stand gehalten zu haben. Amerika. eingetreten. Ihre Majestät hat mehr Nahrung zu sich genommen Der Boeren- Krieg. und hatte erquickenden Schlaf. Die Kräfte haben nicht mehr ab Aus Transvaal beigetragen haben möge." Rum, der Pring, der als Oberhaupt der Prinz Adalbertschen Familie eine Apanage von 170 000 m. bezieht, wird sich vielleicht bei dem geliebten Fahrsport und dem Bewußtsein Die Symptome, welche die größte Beliegen folgende Nachrichten vor: der Liebling Münchens" zu sein, über die so schnöde Verkennung genommen. feiner militärischen Talente trösten. An einen Mangel an militärischem forgnis verursachen, find diejenigen, welche auf eine Talent wird man ohnehin schwer glauben: wie sollte ein Prinz aus Lotale Hemmung der Blutcirkulation im Gehirn töniglichem Geblüt fein geborener Stratege sein! hindeuten.do sul Chinesische Kultur. " rsund Stata al aid Kapstadt, 19. Januar. Drei Schwadronen der Johannesburger Mounted Rifles griffen einen Vorposten der Boeren bei Springs unweit Johannesburg an und nahmen ihn gefangen. Später wiesen die Mounted Rifles einen starten Angriff der Boeren zurüd. Kapkolonie einer in Drei neue Afrikander Zeitungen sind unter drückt worden. Eine öffentliche Versammlung, der etwa 800 Personen beiwohnten, beschloß, die Bürgerwehr mit den Truppen in ein einziges Corps zur Verteidigung der Stadt zu verschmelzen. Man befürchtet also noch immer einen ernsten Angriff der Boeren Das Fiasko der fog. Friedenskommiffion. Aus Standerton wird gemeldet: Das Bulletin ist von Dr. Barlow, einem Specialisten für Der Neubau der Hohkönigsburg stößt im Elsaß selbst auf Gehirnkrankheiten unterzeichnet. immer lebhafteren Widerstand. Die Straßb. 8tg." erklärt sich schon deshalb gegen das Projekt, weil es sich mangels Die Familienangehörigen der Königin find an das Krankenlager Pretoria, 19. Januar. Die Boeren haben bei Balmoral aller archivalischen Anhaltspuitte nicht um eine getreue Restaurierung geeilt. Auch Wilhelm II. ist Montagvormittag in Osborne ein einen mit Materialien beladenen Eisenbahnzug erbeutet. Die Wegnahme des Eisenbahnzugs bei Balmoral der Burg, sondern nur um einen hantasiebau im Stil des getroffen. der Mitte zwischen Pretoria und Middelburg liegenden Station 15. Jahrhunderts handeln könne. Die Ruine bilde unter diesen Beweist auf neue, daß die Boeren die Bahnlinie Pretoria- MiddelUmständen ein viel interessanteres historisches Denkmal als gis Paris, 18. Januar.( Eig. Ber.) burg- Kammpoot völlig beherrschen. ein derartiger Neubau. Godi Eine in vieler Hinsicht interessante Erfagwahl- Campagne leber die Operationen De Wetts und Botha 3 liegen feine " Im Juteresse des Bauwerks selbst, der Ruine und findet gegenwärtig in Paris statt. Es handelt sich um den früheren weiteren Nachrichten vor. du na fühnen Konstruktion, Stammersiz des Ministers der öffentlichen Arbeiten. Pierre Dagegen wird gemeldet, daß sich in der des der die jezt dem Auge des Beschauers bloßliegen, der mitten in der Legislatirperiode auf seinen wenig mit erstellung von Scheidewänden, zwischen sicheren Pariser Wahlkreis verzichtet hat, um sich in seinem väterlichen deden und Mörtelpus aber notwendig verschwinden Ain- Departement mühelos wählen zu lassen. 1893 ward dieser das Einfallen der Boeren wieder mehr bemerkbar mache. werden, liege der sogenannte Wiederaufbau Wahlkreis, der 11. Pariser Bezirk, zuerst den Radikalen von den 200 Boeren sind in der Umgegend von Rhenoster ein nicht." ad Socialisten abgewonnen, und zwar infolge der Panama Affaire und getroffen, wo sie von der Bevölkerung mit SympathieAus Elfah- Lothringen wird uns geschrieben: Bolizeilich der Spaltungen im radikalen Lager: der allemanistische Hutmacher beweisen empfangen wurden. Die Boeren werden aufgelöste Bersammlungen sind ja bei uns, im Lande der Fabérot drang in der Stichwahl gegen Floquet, einen der hervor überhaupt von den Afrikandern überall aufs Diftatur und der Ausnahmegesege, leine Seltenheit. Daß aber sogar ragendsten radikalen Führer, durch. In den Kammerwahlen von freundlichste aufgenommen. Steffentveise werden ihnen die Sigungen der Orts- Krantentassen nicht mehr vor be- 1898 unterlag Fabérot dem linksradikalen Pierre Baudin. Aber in sogar unentgeltlig Lebensmittel zur Verfügung hördlicher Auflösung sicher sind, das ist selbst im Lande der wieder- den Gemeindewahlen vom Mai 1900 siegten die vier allemenistischen gestellt.. gewonnenen Brüder" etwas ungewohntes. In Meg fand dieser Kandidaten im 11. Bezirk auf der ganzen Linie. Es war gegenüber Rongville und Smothfield im Süden des OranjeTage eine solche statt, um den Mitgliedern Gelegenheit zur Stellung der nationalistischen Hochflut der schönste socialistische Sieg in der Freistaats find von den Engländern geräumt und die Einwohner dieser Städte nach Atral- North, einem von den Engländern besetzt nahme in der Frage der Neuwahl des Kassenvorstands, also in Hauptstadt. einer rein internen, upolitischen Angelegenheit, zu geben. Nach der vorzeitigen und vorsichtigen Mandatsniederlegung gehaltenen Bunft im Norden der Kapkolonie gebracht worden. Der Als ein Mitglied eine Resolution begründete, die dahin ging, Baudins schienen also die Aussichten für einen socialistischen Oranje- Freistaat scheint demnach trotz des massenhaften Einfalls der die Aufsichtsbehörde möge verfügen, daß sämtliche General Kandidaten die denkbar günstigsten zu sein. Leider aber fam es Boeren in die Kapkolonie und dem Abzug De Wets über den Vaal versammlungen und Wahlen der Kaffe zukünftig an Sonntagen bei der Aufstellung dieser Kandidaten zu Rivalitäten, wie sie noch immer von Boerenkommandos unsicher gemacht zu werden. Aus Kapstadt stattzufinden hätten, um den Arbeitern zu ermöglichen, sich ohne selbst in den franzöfifchen Parteiverhältnissen selten vorkommen. Einbuße am Arbeitslohn an denselben zu beteiligen, löfte der an- Die Pariser Gesammtorganisation der Allemanisten( socialistisch selbst wird gemeldet: wejende Polizeikommissar die Versammlung auf. Der Vorgesezte revolutionäre Arbeiterpartei") entschied sich für die Kandidatur des des in Betracht kommenden Beamten ist der Bezirkspräsident von unstreitig befähigteren Genossen Allemane, der bisher, nebenbei Lothringen, der feiner Zeit, als eine Arbeiterdeputation in Sachen bemerkt, stets nur in solchen Wahlkreisen kandidierte, wo ein Mißdes Koalitionsrechts bei ihm vorstellig wurde, zur Antwort gab: erfolg von vornherein so gut wie sicher war. Zum erstenmal wich Ich habe genug mit den Franzosentöpfen zu thun und keine Beit, die Organisation, die ja bekanntlich auf den Parlamentarismus mich auch noch mit den Arbeitern zu beschäftigen." wenig hält, von ihren früheren Gepflogenheiten ab, um ihrem Führer eine sichere Kandidatur anzubieten. Allemane wurde dem früheren auf Kapstadt. Kandidaten beziehungsweise Abgeordneten Fabérot namentlich des halb vorgezogen, weil die Nationalisten ihrerseits sich anschickten, In den ersten Zeiten des Khatirauschs, ja selbst noch in den mit aller Macht in den Wahlkampf einzugreifen. Und sehr Der Vertreter der Friedenskommission der Leiden des Kazenjammers, fonnte die Hunnenpresse sich nicht bald einigten sich auch alle Schattierungen der reaktionären genug darin thun, über die Socialdemokratie zu spotten, weil sie die Demagogie auf die geradezu herausfordernde Kandidatur Boeren, welcher am 18. Januar von hier nach Delanges Drift Chinesen nicht nur für Menschen, sondern sogar für Kulturmenschen des antisemitischen Bürgermeisters von Algier, abgegangen war, um mit den Boeren aus dem Oranjeerklärte. Allmählich zerläuft auch dieses Gemisch von Unwissenheit des berüchtigten Mag Régis, eines afrikanisch verwilderten Freistaat zusammenzutreffen, ist wieder zurückgekehrt. Er meldet, und Lüge. Lueger. Trozdem aber brach die allemanistische Lokal- die Boeren jagten, sie hätten reichliche NahrungsDer Berliner Lokal- Anzeiger", der einst das Kulturrecht organisation, die„ Centrale Gruppe des 11. Bezirks", die Partei- mittel und Munition, für die Frauen und Kinder werde von den, Briten Sorge getragen, fie hätten daher nicht die predigte, China müsse zerstört werden, weil seine Einwohner un disciplin und stellte ihrerseits Fabérots Kandidatur auf. appetitliche Dinge äßen, hat zwar immer noch nicht den an- Damit jedoch nicht genug. Auf die Anregung des Genossen Absicht, den Frieden unter den von den Briten gekündigten Brief seines Kriegsforrespondenten über die von den Jaurès wurde von beiden Seiten ein Schiedsgericht gestellten Bedingungen anzunehmen. Steyn halte Stulturträgern angerichteten Greuel veröffentlicht, aber er bringt in acceptiert, in welchem Allemane von den Genossen Jaurès, Briand, fich, wie er fest glaube, im 2ager der Boeren auf. einer seiner legten Nummer Schilderungen aus China, die geradezu Sekretär des Generalffomitees, und de Pressensé, Fabérot von den Begeisterung für Land und Leute atmen. Der Kriegsforrespondent focialistischen Abgeordneten Laffole, Poulain und Contant vers schreibt u. a.: Bon neuem erfaßte uns Staunen über den Fleiß und die richter dahin, den Streit durch eine Urabstimmung sämtlicher In der Pariser englischen Kolonie versichert man, hohe Kunst der Bodenbebauung hier zu Lande. Unter den Gruppen der socialistisch- revolutionären Arbeiterpartei entscheiden zu die Liberalen seien im Irrtum, wenn sie annehmen, daß die vielen, vielen unklaren Vorstellungen daheim ist eine der Haupt- Allemanes Kandidatur, so daß die Schiedsrichter sich einstimmig für günstigen Einfluß auf die Beendigung des füdafrikanischen vielen, vielen unflaren Vorstellungen daheim ist eine der Haupt- lassen. Die Urabstimmung ergab eine überwältigende Mehrheit für Thronbesteigung des Prinzen von Wales einen jächlichsten die, daß wir mit unserm gegenwärtigen Auftreten die letztere aussprachen. Deffenungeachtet aber brachen Fabérot Kriegs ausüben würde. Der Prinz werde nicht allein in China eine ideale Mission erfüllen, indem wir den und seine Anhänger auch das Versprechen, sich dem Schiedsgericht zu die bisherige Politi! Englands in Südafrika zurüdgebliebenen armen Chinesen die Augen für die Segnungen fügen, und halten an ihrer Kandidatur feft. fortiegen, sondern fie fogar noch verstärken unsrer höheren Kultur öffneten. Ja, ist denn das so? haben Von den vier allemanistischen Gemeinderatsmitgliedern des und wahrscheinlich Chamberlain zum Kabinetts Der Prinz soll mit einer be wir denn erstens überhaupt in allen Stüden 11. Bezirks agitieren drei für Allemane. Auch sonst haben die ersten chef ernennen. eine solche fulturelle Ueberlegenheit? Wenn ich Wahlversammlungen, in denen auch Fabérot sprach, gezeigt, daß deutenden Summe in den Goldminen Südafrikas mir diese Agrikultur Nordchinas ansehe, wird mir doch vor die proletarischen Wähler in Maffe für Allemanes" Kandidatur engagiert sein. find, fo daß bei der munt unvermeidlichen Stichwahl unfrer Gottähnlichkeit bange. Es ist gar keine Frage, daß. Fabérot sicherlich im Hintertreffen bleiben wird. Man muß aber tvenn es möglich wäre, einige Teile des Gebiets hier nach all' dem Vorgefallenen abwarten, ob Fabérot, wie er es jest deutschen Bauern zuzuweisen, damit in den betreffenden verspricht, in der Stichwahl zu Allemanes Gunsten verzichten würde, Das Agitationskomitee für den Niederrhein erstattet seinen Landesteilen eine entschiedene Verschlechterung falls dieser in der Hauptwahl die meisten Stimmen erhält. eintreten würde. Wir haben nicht entfernt den Fleiß Aber auch dann würde das Wahlergebnis zweifelhaft bleiben. Jahresbericht über die Parteithätigkeit im Jahre 1900. Daraus ist und die raffinierte Accurateffe des chinesischen Landmannes. Denn außer der antisemitisch- nationalen Kandidatur giebt es noch, zu ersehen, daß die Agitationsthätigkeit des Jahrs noch reger war Ich kann mir ferner nicht verhehlen, daß die Dörfer hier durch von den zahlreichen Strohmänner- Kandidaturen abgefehen, eine wie im Jahre vorher. Es wurden 208 Versammlungen abgehalten, weg civilifierter aussehen, als die bäuerlichen Ansiedelungen radikale Kandidatur, der die socialistischen Zwiftigkeiten zu gute zu verschiedenen Gelegenheiten insgesamt 160 000 Flugblätter und sehr großer Teile Deutschlands, und ich meine damit gar Von Mar Régis ist noch zn sagen, daß er mit der üblichen nicht allein die polnische Grenze oder die Rasfubei, auch die Eisenstirn sich als einen republikanischen, patriotischen und Mark Brandenburg nehme ich nicht aus. Mit wachsendem Er- focialistischen Protesttandidaten" giebt, feine angestammte ftaunen tonstatieren wir gegenseitig, daß wir eigentlich alle aus anti" jüdische Parteibezeichnung gänzlich unterschlagend! So was den Reisebeschreibungen daheim eine ganz falsche Vorstellung von bringt doch nur der französische Nationalismus fertig. China bekommen hatten." " 1 An einer andren Stelle heißt es: Ich gehe nicht zu weit, wenn ich sage, es liegt ein gewiffer flaffischer Hauch über dem Lande, insofern ein gewisses gleich mägiges, offenbar altererbtes Kunstgefühl bis in die unteren Lebenssphären hinabgeht und deren Dasein etwas veredelt." Melancholisch faßt der Gewährsmann des Khati- Organs feine Ansichten dahin zusammen: " 7 * treten war. Nach langen Bemühungen einigten sich die Schieds. Der Prinz von Wales und der Boerenkrieg. tommen könnten. England. Die Peft in Hull. Von der Besatzung des englischen Dampfers Friary", von welcher fünf Mann gestorben sind, befinden sich noch vier im Hospital und sind auf dem Wege der Besserung. Sonst find feine Bestfälle vorgekommen. Frankreich. deich Gegenüber einer solchen starren Einheitlichkeit und Festigkeit Nationalistische Hoffnungen. Bei der Senatswahl in einer Kultur erscheint die Idee, daß wir mit unsrem flüchtigen Rennes wurde der Nationalist Saint Germain mit 583 Stimmen Erscheinen hier irgend welchen Einfluß ausüben könnten, gewählt. Desgleichen siegte bei der Deputierten Stichwahl in vollkommen lächerlich. Wie ein Regenschauer von einer fest- Montmedy der Nationalist de Benoist. Die nationalistische Preſſe gefügten Steinwand abläuft, so wird der Eindrud unfrer vorüber- frohlodt natürlich über dies Ergebnis. Sie erklärt, das Wahlgehenden Besetzung dieser Gegenden sich bei der Bevölkerung ergebnis fei ein Beweis dafür, daß nun auch die Provinz sich mit wirkungslos wieder verflüchtigen. Macht der nationalistischen Bewegung anschließe. Saint Germain Partei- Nachrichten. ferner der Landkalender in 65 000 Exemplaren verbreitet. Die Parteipreffe des Agitationsbezirks erfuhr mehrfache Veränderungen. Seit 1. Januar 1900 erscheint die Freie Presse" in Parteiregie der Elberfeld- Barmer Genossen und hat seit kurzem eine Verbesserung erfahren, da sie nun auf einer Rotationsmaschine gedruckt und täglich mindestens sechsfeitig herausgegeben wird. Einen achtungswerten Erfolg haben die Genossen des Solinger Streises mit ihrem Partei- Organ Bergische Arbeiterstimme" zu vers zeichnen. Dasselbe erscheint seit Mai täglich und hat seitdem 1400 nene Abonnenten gewonnen, jedenfalls ein Beweis für die gute Leitung des Blatis und für die intensive Sleinarbeit der Genossen fast aller Orten des industriell so fortgeschrittenen Kreises. Was aber für Solingen besonders ins Gewicht fällt, ist der Umstand, daß das günstige Ergebnis der Agitation für unfre Parteipreffe einen sicheren Maßstab dafür abgiebt, daß der dortige Parteizwift, der mit dem Namen des früheren Reichstags- Abgeordneten, innig verwachsen ist, im Schwinden begriffen ist. Die Einnahmen für Agitationszwede fowie die Zahl der organisierten Arbeiter des Bezirks find leider infolge der Geschäftsstodung etwas zurüdgegangen. Aus der Frauenbewegung. Proletarierinnen Berlins! In allen Kreisen, in denen irgend socialpolitischeS Interesse herrscht, bildet in letzter Zeit die grohe Enqnete der Gewerbe- inspektoren über die Fabrikarbeit verheirateter Frauen den Ausgangs- Punkt der zahlreichsten socialen Erörterungen. Was man in den Reihen der Arbeiter längst verfochten hat, was die Proletarierfrau ohne alles gelehrte und wissenschaftliche Studium aus ihren wirt- schaftlich traurigen Verhältnissen heraus ohne weiteres begriff. das beginnt man infolge der übereinstimmenden Zeugnisse der Inspektoren nun endlich wohl überall einzusehen: es ist unmöglich, die wirlschaftsgeschichtliche Entwicklung einfach durch einen gesetzgeberischen Eingriff zurückzuschrauben: es ist unmöglich, das Elend der Proletarierfamilie durch ein Arbeitsverbot der Frau und Mutter zu heben. Wie aber sonst— so ist es jetzt an uns, die herrschenden Klassen zu fragen. War es nicht die Erkenntnis, daff da, wo die Frau miterwerben muß, das Heim des Arbeiters jeder Ordnung und Sauberkeit entbehrt, daß seine Kinder einer wahrhaft beklagenswerten körperlichen und geistigen Verwahrlosung ausgesetzt sind, die den Anlaß zu jener Umfrage bot? Muß es deshalb nicht als die ursprünglichste und dringendste sociale Pflicht der Gesellschaft erscheinen, wo der eine Weg nicht zum Ziele führt, einen andren. gangbareren zu suchen, jedenfalls mit vollem Nachdruck alle Maß- nahmen durchzuführen, die das Proletariat selbst von den herrschenden Klassen fordert, um das Wohl seiner Kinder zu sichern? U n s r c Pflicht aber, die Pflicht des Proletariats und vor allem der pro- l e t a r i s ch e n Frauen ist es, laut und öffentlich diese Forde- runaen zu stellen und zu vertreten; unsre Pflicht ist es, den herrschenden Klassen zu veweisen, daß auch die Proletarierin sich ihrer und der Rechte ihrer Kinder endlich bewußt geworden ist und daß sie zielklar und ernst den Kampf für diese Rechte allen Feindseligkeiten und Hemmnissen gegenüber auSzufechten ge- denkt. Auf allen Gebieten der Gesetzgebung gilt es, den Hebel anzu setzen, um Schritt für Schritt eine Besserung anzubahnen. Schritt für Schritt das Heim der Arbeiterin zu heben, damit es endlich zu einer Quelle der Gesundheit, geistiger und leiblicher Kraft für sie werde Mehr noch als der Staat wären hier auf den zahlreichsten Gebieten gerade die Gemeinden vor die fruchtbarsten Aufgaben gestellt. An sie zuvörderst gilt eS deshalb, unsre Forderungen zu richten! Heute abend wird Frau Klara Zetkin in einer öffentlichen Volksversammlung diese Forderungen in allen ihren Einzelheiten erörtern. Ihr Thema lautet:„Was fordern die Mütter und Frauen von der Gemeinde? Proletarierinnen Berlins! Euch selbst, jeder einzelnen unter Euch liegt es ob, sich im Verein mit ihren Klasiengenossinnen darüber zu beraten, worauf zunächst der Kampf zu richten ist, an Euch ist eS, diese Versammlung durch zahlreichsten Besuch zu erner großen und einheitlichen Kundgebung ' deS proletarischen Willens zu gestalten! _ Die OrtsvertrauenSperson. Achtung k Frauen und Mädchen deS arbeitenden Volks! Heute Dienstag, den 22. Januar, abends 8 Uhr. findet bei Keller. ftoppenstr. 29, eine Volksversammlung statt, in der Genossin Klara Zetkin unfern Standpunkt gegenüber der Kommune vertreten wird. Erscheint zahlreich in dieser Versammlung und beweist, daß Ihr nicht gleichgültig allen öffentlichen Angelegenheiten gegenüber steht. Schule. Waisenpflege, Armenpflege, das sind alles Fragen. die in hohem Grade die Frau interessieren. Agitiert für den Besuch dieser Versammlung bei Euren Bekannten und Freunden. Die Vertrauensperson. Im Verein der Frauen und Mädchen SchönebcrgS sprach am 16. d. M. die praktische Aerztin Dr. Springer über die Erziehung der Kinder zu gesunden Menschen. Sie behandelte dabei vor allem die Säuglingspflege, empfahl als Ersatz der Muttermilch die reine Kuhmilch und verwarf alle Mehlzusätze. Sodann behandelke sie die Entstehung und Behandlung der englischen Krankheit. ES wurde darauf die Abrechnung von der WeihnachtSbescherung vorgetragen, die einen Ueberschuß von 16,89 M. ergab. Aufgenommen wurden neun neue Mitglieder. GewerKMtttftliches. Berlin und Umgegend. Achtung, Gewerkschaften und Arbeiter Berlins! Seit nunmehr neun Wochen sind durch brutale Handlungsweise der französischen Kapitalisten 14 000 Spitzenweber in Calais aus- gesperrt und noch immer ist ein Ende nicht zu erwarten. Be- dauerlicherweise haben sich aus den Reihen der Weber eine Anzahl ausgeschlossener Elemente, welche eine Sonderorganisation ge- bildet hatten, gefunden, die den Kapitalisten Streikbrecherdienste leisten. Die Ausgesperrten glauben aber, daß die Unternehmer mit diesen Elementen allein bei der jetzigen günstigen Konjunktur nicht lange arbeiten können. Sie richten deshalb an alle ausländischen Genossen die dringende Bitte, sie in ihrem schweren Kampfe zu unterstützen, weil die eigne Organisation nicht in der Lage ist, so viele Tausend Personen auf längere Zeit erhalten zu können. Der Ausschuß der Gewerkschaftskommission hat demzufolge be- schlössen, Sammlungen für die Ausgesperrten zu veranlassen und werden diese im Gewerkschaftsbureau, Eugel-Ufer 15, I, Zimmer 8, vormittags von 9—1 Uhr, nachmittags von 6—3 Uhr entgegen- genommen. Einsendungen sind nur an A. Körsten daselbst zu richten. Der Ausschuß der Gewerkschaftskommission. Achtung, Rabitzputzer! Bei der Firma BoSwauu. Knauer sind Lohndifferenzen ausgebrochen. Zuzug ist streng fernzuhalten. Der Vor st and. Die Filiale Berlin deS CentralverbandS der Töpfer Deutschlands veröffentlicht soeben seinen Rechenschaftsbericht für das Jahr 1909. Danach ist der Mitgliederbestand im Laufe des Jahrs von 1129 auf 1281 gestiegen. Sperren wurden drei der- hängt; davon waren zwei mit Erfolg(Ruhm. Döhring). die dritte bei Schöffe! besteht noch. Ein Erfolg war bisher nicht zu verzeichnen, da eine Anzahl indifferenter Kollegen es vorzieht, dem Inhaber als Arbeitswillige zu dienen. Bein, Fen st er streik kamen 421 Kollegen in Betracht. Hiervon konnten jedoch 288 die Arbeit in wenigen Tagen wieder aufnehmen. 133 waren länger wie 3—14 Tage außer Arbeit und wurden aus dem Lokalfonds unterstützt.— Rechtsschutz wurde in 7 Fällen gewährt. Die Einnahme betrug 81 134,85 M.. die Ausgabe 24 944,92 M.— Der Bibliothek wurden 835 Bücher entlehnt. Deutsches Reich. Unternehmcrsprache frei nach Stumm. In der HohlglaS- Hütte von Brückner u. Co. in Ilmenau i. Th. wurden zwei Polierer, die Mitglieder des Deutschen Holzarbeiter-Berbands sind. entlassen, weil sie sich weigerten, Accordarbeit zu den festgestellten Sätzen auszuführen. Der Bevollmächtigte des Holzarbeiter-Ver- bands suchte die Sache beizulegen und richtete ein m höflicher Form gehaltenes Schreiben an die Firma. Tag» darauf erhielt er folgende Antwort von der Firma: Wir gelangren in den Besitz Ihres Schreibens vom 8. er. Von vornherein teilen wir Ihnen mit, daß e» dritte Per- sonen überhaupt nichts angeht, ob wir unsren Arbeitern kündigen oder nicht. DaS sind Angelegen- heiten, die Arbeiter und Arbeitgeber betreffen und um die sich die Herren Bevollmächtigten und Borstände der diversenVerbände gar nicht» zu kümmern haben. Verstanden?! Im übrigen sollen Sie aber auch wissen, daß unsre Arbeiter ihre Accordsätze selbst angegeben haben, daß das natürlich nicht zu knapp ausgefallen ist, können Sie sich denken. Wie wir unsre Leute bezahlen, geht Sie gar nichts a n, es ist zum mindestens eine Unver— frorenheit, sich darüber Bemerkungen zu erlauben. Wir verbitten uns ein für allemal Ihre weiteren Zuschriften, unsre Zeit ist zu kostbar, um sich mit ihren Lächerlichkeiten abzugeben. Hochachtend Julius Brückner u. Co. Der Metallarbeiterausstand auf der Seebeckschen Werft in Bremerhaven dauert unverändert fort. Herr W i s ch o w, der Ingenieur der Firma, versucht unter seinem Namen Arbeitswillige aus andren Städten heranzuziehen, was ihm bisher aber noch nicht gelungen ist. Maßregelung. Angeblich aus Mangel an Arbeit wurde dieser Tage auf den staatlichen Gruben in Kleinbremen a. d. Weser 79 Kohlenbergleuten gekündigt, 64 davon gehören seit Neujahr dem Deutschen Berg- und Hüttenarbeiter-Verbande an. Kein Wunder, daß die Gekündigten nun zu der Meinung gelangen, die Kündigung sei ein Schreckschutz, nur dazu bestimmt, die Organisation wieder zu vernichten. Um die Schäden der Hausindustrie, zu beseitigen, haben die Schneider Nürnbergs an die Unternehmer die Forderung auf Errichtung von Betriebswerkstätten ab 1. April 1991 gestellt. Diese Werkstätten sollen genügend hoch und groß(12—16 Kubikmeter Luftraum für jeden Arbeiter) und möglichst so gelegen sein, daß sie hinreichend natürliches Licht erhalten, für die abendliche Beleuchtung soll Gasglühlicht verwendet werden. In Werkstätten mit mehr als 8 Arbeitern muß der Bügelraum von der Werkstätte getrennt sein, im Sommer darf der Bügelofen überhaupt nicht in der Werkstätte stehen. Ferner wird gefordert regelmäßige Reinigung und Lüftung. das Vorhandensein von Waschgelegenheit«., Maschinen. Werkzeuge 3c. muß unbedingt der Unternehmer stellen und es müssen solche stets in genügender Anzahl vorhanden sein. Die Arbeitszett soll nicht länger als von früh 7 bis abends 7 Uhr mit den Pausen währen.— Auf diese Forderungen sind nur einzelne Antworten eingelaufen, die keine friedliche Lösung der Frage versprechen. Ausland. Die Pariser Gewerkschaften habe sich mit 146 Stimmen bei 13 Stimmenenthaltungen für eine vollständig unabhängige Arbeitsbörse ausgesprochen. Sie wollen weder die an bestimmte Bedingungen geknüpfte Subventton seitens des Pariser Gemeinde� rats, noch wollen sie andrerseits durch Proteste gegen die Beschlüsse deS Gemeinderats sich in Abhängigkeit von der Regierung bringen. Der Streik der Spitzenwcber in Calais dauert nun bereits die elfte Woche. Obgleich den Ausständigen bei der letzten Aus- zahlung nur 6 Fr. Unterstützung überwiesen werden konnten, zeigt sich noch keine Entmutigung in ihren Reihen. Dagegen werden die Fabrikanten wankend. Die einen wollen versuchen, mit den Mit- gliedern der«Emancipation� weiter zu arbeiten, ein andrer Teil der Fabrikanten wünscht mit den Vertretern deS Verbands zu unterhandeln. In Montceau leö Mines(Frankreich) ist ein allgemeiner Bergarbeiter-AuSstand zum Ausbruch gekommen; die Bergarbeiter verlangen eine Lohnerhöhung. VerfÄmmlungen. rm um den Der Verein deutscher Schuhmacher hielt am 16. d. M. Englischen Garten eine stark besuchte Generalversammlung ab, den Geschäfts- und Kassenbericht vom 4. Quartal 1999 und Jahresbericht pro 1999 entgegenzunehmen. Wie aus erftercm hervorging, hatte die Ortsverwaltung und Agitationskommission im letzten Quartal eine rege Thäligkeit entfaltet. Es stinden 82 Konferenzen statt, die von der Kommission veranlaßt oder von Mitgliedern derselben besucht waren, und nahmen 666 Personen an diesen Konferenzen teil. 219 Kollegen traten der Organisation als Mitglieder bei. Durch den Jahresbericht 1999 konnte gegenüber dem Jahre 1899 ein erfreuliches Wachstum der Organisation konstatiert werden. Während am Anfang des Jahrs die Mitglicderzahl 1153 Personen betrug, stieg dieselbe bis zum Sckluß des Jahrs auf 1492 Mitglieder. Die Einnahmen hatten sich fast verdoppelt. An Beiträgen für die Centralkasse gingen ein 19 426,45 M., denen eine Summe von 2925,61 M. an örtlichen Ver- waltungsausgabcn gegenübersteht. Für den Lokalfonds gingen ein 5947,95 M., davon wurden an streikende Kollegen beziehungsweise den UnterstützuugSfonds 2799 M. und andren Gewerkschaften 348,38 M. abgeführt. An die Berliner Kollegen wurden für Streik- und Gemaßregelten-Unterstiitzung 265,99 M. und für die Bibliothek 199,69 M. verausgabt. Bei den Neuwahlen zur Ortsverwaltung wurden gewählt: Lankow als erster Bevollmächtigter, Olrich als Stellvertreter, Ruft als erster, Drews als zweiter Kassierer und Erdmann als Schriftführer. Die Neuwahl des besoldeten Kollegen wurde vorläufig ausgesetzt. Eine außerordentliche Versammlung des CentralverbandS der Zimmerer tagte am Dienstag, den 15. Januar, im Gewerk« schaftShause. Dieselbe beschäftigte sich mit der Wahl eines Saal» zu den regelmäßigen Versammlungen. Nach einiger Diskussion wurde entschieden, die Arminhallen für dieses Jahr zu diesem Zweck beizu- behalten. Die Besprechung von Anträgen zu der im März in Nürn- berg stattfindenden Generalversammlung nahm den größeren Teil der Versammlung in Anspruch, worauf die Wahl der Delegierten zu dieser durch Stimmzettel vorgenommen wurde. Gewählt wurden: Knbe, Rickert, Gruse und R e i m a n n. Der Borsitzende ver- wieS dann noch auf die Wichtigkeit der ArbeitSlosen-Freiabsiempelung und die Notwendigkeit des JnnehaltenS der hierfür vorgeschriebenen Zorm. Eine Branchenversammlung der LuxnSpapier-Arbeiter änd am Mittwoch, den 16. Januar, im Louisenstädtischen Klubhaus tatt. Zum 1. Punkt der Tagesordnung gab S ch e r w a r d t eine» detaillierten Bericht über seine Thätigkeit als VettrauenSmann. Es änden im verflossenen Jahre statt: 47 Werkstubensitzungen, 18 Gau- itzungen, 19 Delegiertensitzuugen, 9 kombinierte Sitzungen, 3 Ver- ämmlungen und 2 Goldschnittmachcr-Versammlungen außer ver- chiedenen Sitzungen und 4 Verhandlungen mit Firme». Gerhardt giebt ebenfalls einen kurzen Bericht und schildert die Preis- Verschiedenheiten für ein und dieselbe Arbeit bei den verschiedenen Firmen. Redner fordert die Kollegen auf, die neugewählten Vertrauens- Personen etwas thatkräftigcr zu unterstützen als bisher. Nach der Decharge-Erteilung wurden die Kollegen Scherwardt. Manz, Wilhelm T a r'l a u und H a r t st o ch für das laufende Jahr tn die Agitationskommission gewählt._ Unter„Verschiedenes" macht Kollege Scherwardt noch auf die gesetzlichen Bestimmungen für die weiblichen Arbeiterinnen aufmerksam und beweist durch Beispiele, daß in dieser Beziehung sehr gesündigt wird. Desgleichen bittet Redner, den statistischen Fragebogen etwa? mehr Interesse zu- zuwenden. Eine Versammlung der Rabiffpuücr fand am 16. Januar in den Arminhallen statt. Ueber den ersten Punkt der Tagesordnung: Die Ursachen der allgemeinen Arbeitslosigkeit, deren Folgen und deren Beseittgung. hielt N i e k e einen längeren interessanten Vortrag. An der Diskussion beteiligten sich vier Redner. Hierauf folgte die Ab- rechnung vom IV. Quartal. Diese ergab für die Hauptkasse eine Ein- nähme von 564,59 M., der eine gleiche Ausgabe gegenüber stand; 'ür die Lokalkaffe eine Einnahme von 175,25 M., eine Ausgabe von 142,56 M. Die Mitgliederzahl betrug am Schluß 214. Im letzten Punkt der Tagesordnung: Verbands augelegenheiten, wurden 299 M. vom Streikfonds der Lokalkaffe überwiesen, um damit laufende Ausgaben zu decken. Alsdann wurde die Delegiertenwahl besprochen und Üieke mit Stimmenmehrheit in Vorschlag gebracht. Charlottenburg. Die Handels-, Transport- und Verkehrs- Arbeiter hielten am Donnerstag, den 17. d. MtS., bei Wernicke, BiSmarckstr. 34, eine Versammlung ab, welche sehr gut besucht war. Schon vorher wurde in zwei Versammlungen das Thema einer eignen VerivaltungSstelle behandelt und es erfolgte nunmehr in dieser die Wahl der Funktionäre. Es wurden zum ersten Bevoll- mächtigten E r n st F ö r st e r, als Kassierer H. Heitmann, als zweiter Kassierer und Stellenvermittler Max Trill und als Schriftführer T a t u s ch gewählt. Als Beisitzer wählte die Ver- sammlung die Kollegen Lange; Gottschlag, Behrend, Greger. Leppin. DaS Verkehrslokal sowie der Arbeitsnachweis befindet sich bis auf weiteres beim Kollegen Trill, Grolmann« und Goethestraßen-Ecke. RummelSburg. Am Montag, den 14. Januar fand im CafS Bellevue eine von etwa 699 Personen besuchte Volksversammlung statt, in der Genosse Hirsch über die.bestehende Wohnungsnot und die Pflichten von Staat und Kommune' sprach. In der Diskussion sprachen noch die Genossen Ritter, Berger und Gebauer. China. Die Boxerjagden dauern fort! Feldmarschall Graf Waldersee meldet am 19. Januar aus Peking: Von Tientsin ist gestern ein Detachement unter Major Hofmann in die Gegend deS Tsilihai(eines SecZ nordöstlich von Tientsin) abmarschiert, wo sich Räuber sammeln. Für die wahrscheinliche Dauer der Besetzung PetschiliS durch die Khakimächte sind die Aeußerungen de» französischen Gesandten Pichon nicht uninteressant. Derselbe erklärte dem Berichterstatter des„Echo de Paris': .Ueber die Frage der Schutzwachen für die Zukunft müssen erst die näheren Bestimmungen getroffen werden. Aber meine Meinung darübersteht unerschütterlich s est; eine ansehnlicheTruppen- macht ist in Tientsin und in Paotingfu zum Schutze unsrer Eisenbahn erforderlich. Ein Regiment, glaube ich. und einige Batterien müssen noch für«ine lange Frist hier gelassen werden. Wir müsse» darauf gefaßt sein, daß nichts! alle Mächte unsrem Beispiel folgen; die Engländer werden zögern, nur 299 Mann hier zu lassen, und die stattgehabten oder bevorstehenden Truppenzurückziehungen Rußlands und der Vereinigten Staaten sind ja be- kannt. Deutschland und Frankreich werden sich nicht vom Fleck rühren, bis sie die ab- solute Gewißheit haben, daß ihre Unterthanen und ihre Interessen wirksam deschützt werden. Wenn ein teilweiser Abzug vor dem Frühling statt- finden soll, so werde ich auf jeden Fall verlangen, daß auf dem gesamten Gebiete, auf das sich der französische Ein- fluß erstreckt, starke Truppenmassen belassen werden. Ich bin nicht der Ansicht, daß ein Feldzug im wahren Sinne de» Worts jetzt erforderlich ist; aber erne ern st hafte Bfesetzung und kleine Polizeikolonnen, wie wir und die Deutschen solche täglich herumschicken, sind noch für eine geraume Zeit unumgänglich. Das ist die beste Vorbereitung zu dem erwatteten und hoffentlich nicht allzu fernen entgültigen Frieden....' Der Schneckengang der Verhandlungen. Die.Agence HavaS' meldet aus Peking vom 16. d. MtS., daß T s ch i n g und Li-Hung-Tschang von den Gesandten die Festsetzung einer baldigen Zusammenkunft erbaten, um die gegen einige Artikel der Note der Mächt« von ihnen ge« machten Einwände zu besprechen. Zfctzke Machvichken und Depeschen. Französische Deputiertenkammcr. PariS, 21. Januar.(W. T. B.) Wiederaufnahme der Ver- Handlung über da» Vereinsgesetz. Graf de Mun weist die Anklagen des Deputierten Trouillot gegen die Kongregationen zurück und be« spricht sodann die Frage deS Besitze« der toten Hand. Er erklärt die von der Regierung veröffentlichten Dokumente, welche den Besitz der Kongregationen auf eine Milliarde Frank bewerten, für un- richtig. Er versichert, daß viel von dem Besitztum. daS die ftougre- gationen iune hätten, ihnen nicht gehöre. De Mun schätzt ihr Ver- mögen auf nur 435 Millionen, worin daS der zugelassenen Kongre- gationen mit einbegriffen sei. Waldeck-Ronsseau wirft er vor, dem Drängen der Socialisten»achgegeben zu haben, und Trouillor, daß sein Bericht sich in Maßlosigkeiten ergehe. Im Fortgange seiner Rede erinnert de Mun an die Dienste, welche die Kongregationen Frankreich im Orient und im fernen Osten erwiesen haben und schließt mit einem Ausruf an die Freunde der Freiheit, den Gesetzentwurf abzulehnen. (Beifall auf der Rechten.) Ministerpräsident Waldeck-Rousseau erwidert, der Zweck deS Gesetzentwurf» sei. das uiibestteit- bare Uebergewicht der bürgerlichen Gesellschaft herzustellen; die Regierung erachte die Annahme deS Gesetzentwurfs für not- wendig, Waldeck-Rousseau giebt alsdann die Grundzüge und die allgemeine Anordnung d«S Gesetzentwurf» an, der für sämtliche Berein« geschaffen sei. welcher alle Kongregattonen zuläßt, die dem Gesetze unterworfen sind und alle diejenigen, welche die Ermächtigung des Gesetzes erlangen werden. Die Kirche sei keineswegs bedroht Die Regierung wünsche durch den Gesetzentwurf den Frieden und die regelrechte Entwicklung der Einrichtungen zu sichern.(Dreifacher wiederholter Beifall.) Die Kammer beschließt alsdann mit 293 gegen 226 Stimmen, daß die Rede des Ministerpräsidenten öffentlich an- geschlagen werde. Hierauf wird die Sitzung geschlossen. Hamburg, 21. Januar.(W. T. B.) Die bakteriologische Untersuchung der an Bord deS Dampfers„Pergamon" zwischen der Ladung aufgefundenen toten Ratten ergab,� daß dieselben infolge der Pest verendet find. Die Besatzung der Pergamon' und die Arbeiter, welche mit der � Ladung m Berührung gekommen sind, befinden sich unter ärztlicher Beobachtung, dieselben sind alle gesund. Da» Schiff wird in Jndia- Hafen isoliert gehalten. Die Löschung geschieht mit allen VorsichtS- maßregeln unter polizeilicher Aussicht und hafenärztlicher Kontrolle. Nach erfolgter Löschung wird der Dampfer gründlich desinfiziert werden. Aachen, 21. Januar.(W. T. B.) Zu dem Tagebruch in dem Bergwerksrevier der.Vereinigungsgesellschaft' wird von maßgebender Stelle mitgeteilt, daß eine weitere Gefahr gegenwärtig nicht vor- Händen sei,' da der Wasserzuflutz aus der Wurm aufgehört habe. Die Gruben„Gouley" und.Renstichen" sind vollständig im Betrieb. In die Grube.Teut" und die.Königsgrube', au« welcher letztere» aber keine Kohlen mehr gefördert wurden, ist da» Wasser in ziemlich erheblicher Menge eingedrungen, doch hofft man eS auch hier in etwa 8 Tagen so weit zu beseitigen, daß der Betrieb wieder auf- genommen werden kann. Mährisch-Lstrau, 21. Januar.(B. H.) Tin im Karolincn- schacht der Wittkowitzer Werke auSgebrocheneS Feuer wurde anscheinend gelegt. Die Bewältigung de« Brandes dürfte mehrere Tage dauern. Menschenleben sollen angeblich nicht gefährdet sein. OSborne, 21. Januar,(W, T, B.) Noch dem offiziellen Bulletin von nachmittags 5 Uhr hält die am Vormittag eingetretene leichte Besserung im Befinden der Königin an. Petersburg, 21, Januar.(B, H.) Feldmarschall Gurko ist schwer erkrankt. Sofia, 21. Januar.(B. H) Die Gerüchte von den Berhand- lungen wegen eines engeren Zusammenschlusses Bulgariens und Serbiens bestättgen sich.__ Verantwortl. Redacteur: Robert Schmidt In Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich:«6.«locke in Berlin. Druck und Verlag von Max Babing in Berlin. Hierzu S Beilagen u. Unter Haltungsblatt. did o Jr. 18. 18. Jahrgang 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 22. Jannar 1901. Reichstag. To 29. Sigung bom Montag, den 21. Januar 1901, 1 Uhr. Am Bundesratstische: Graf Pojadowsky." es. " 16 drückt wird. fast unverständlich): " welche dieser gegeben hat, sollte aber dazu dienen, den Kampf gegen die Zuchthausvorlage zu führen und das war sicher ein Gewerkschaftszwed, die Arbeiter sind also darauf bedacht, Politik und Gewerkfchaftsbewegung peinlich zu trennen. in der die reichsfabritation noch größtenteils in der hansindustrie erfolgt, die Arbeit gerne abnehmen. Der Hauptgrund für die vielen find dieser Fabrikation seitens der Landesregierung eine Reihe von Uebertretungen liegt aber doch wo anders. Den Ziegeleibesitzern die Erleichterungen gewährt worden, und daraus ist es zu erklären, daß fehlt eben die strenge Erziehung durch die Juſtiz, der Arbeiter annimmt. Den Arbeiter treffen in Sachsen- Meiningen die Phosphornetrose besonders häufig auftritt. fich nur Neue Geseze find also gar nicht erforderlich, sondern es ist nur bei der kleinsten Gesezesübertretung die schwersten Strafen, die nötig, daß die bestehenden Verordnungen auch in Sachsen- Unternehmer werden bei Uebertretung der Verordnung, wenn es Die zweite Beratung des Etats des Reichsamts des Innern meiningen durchgeführt werden und die Hausindustrie unter- sehr hoch kommt, mit 20, 50 M. bestraft.( Hört! hört! bei den Socialwird fortgesetzt.( Titel Staatssekretär.) demokraten.) Besonders traurig liegen die Wohnungsverhältnisse in Abg. Prinz zu Schönaich- Carolath( Hosp. d. Natl.) Ein Bundesbevollmächtigter für Sachsen- Meiningens di ben Biegeleien. Vielfach bestehen noch nicht einmal genügend geweist auf die fortschreitende Erwerbsthätigkeit der Frauen bestreitet, daß die gefeßlichen Verordnungen in Sachsen- Meiningen wieder bezeichnend, daß gerade die Herren Sconservativen, die trennte Schlafstellen für männliche und weibliche Arbeiter. Es ist hin und begrüßt daß die Einrichtung der weib nicht beachtet werden. Sie sind nur besonders schwer durchführbar angeblich so viel Religion und Sittlichkeit im Leibe haben, lichen Fabrikinspektoren sich gut bewährt hat. Ich wvill das wegen des Bestehens der Hausinduſtrie. Die Zündhölzer werden solch unfittliche Zustände dulden. Ich bin der Meinung, daß die aber nicht hierüber, fonderir wie alljährlich über Universitätsstudium der Frauen sprechen. Wenn auch die Frau jest hinter verschlossenen Thüren und verhängten Fenstern hergestellt. weiblichen Arbeiter überhaupt nicht in die Ziegeleien gehören, Dadurch werden natürlich die gesundheitschädlichen Folgen der Zündholzwie die Kinder. ebensowenig Nach dieser eigentlich ins Haus gehört, so dürfen doch den Frauen, die das fabrikation noch vermehrt. Die fächsisch- meiningische Regierung müßte die bestehende Verordnung ausgebaut werden. dieser Richtung hin Weiter Bedürfnis haben, die akademische Laufbahn zu ergreifen, die hält die bestehenden Mißstände für so groß, daß sie entschlossen ist, muß auch Thore der Universitäten nicht verschlossen bleiben. Leider find auch die Arbeitszeit der erwachsenen Arbeiter einein Verbot der Zündholzfabrikation zu beantragen. geschränkt werden und dafür gesorgt werden, daß die Ver wir aber in Deutschland noch nicht so weit, daß immer die Abg. Schwarz- München( wild- natl.),( auf der Tribüne hältnisse der deutschen Arbeiter nicht durch die Konkurrenz der die Frauen zur Immatrikulation zugelassen werden. Nur badischen Universitäten Freiburg und Heidelberg sind bisher den ausländischen verschlechtert werden. Gegen die Verwendung ausFrauen vollkommen eröffnet. An den übrigen deutschen Universitäten bestreitet gegenüber dem Abg. Bebel, daß die Gewerbe- Inspektoren ländischer Arbeiter haben wir grundfäßlich natürlich nichts einzufind fie nur als Hospitanten geduldet und bedürfen der sich für die Durchführbarkeit der Bäckereiverordnung ausgesprochen wenden, uur muß verhindert werden, daß diese Ausländer als Lohndrücker Einwilligung der Professoren zum Besuch der Vorlesungen. hätten. Redner befürwortet weiter eine Minimal- Ruhezeit benutzt werden. Die Arbeiter selbst tönnen ihre Lage durch Organisation Bei der immer wachsenden Zahl der studierenden Frauen statt des Marimalarbeitstages. wahren. Aber ihre Organisationen werden verfolgt und chikaniert. Gerade wäre es wirklich an der Zeit, daß den berechtigten Forderungen derDie Verwandlung des Marimalarbeitstages in eine Marimal jetzt wird in meiner Heimat in Anhalt von den centralorganisierten selben auf weitere Erleichterung des Studiums endlich nachgekommen arbeitswoche würde die Schwierigkeiten der Kontrolle noch be- Berbänden verlangt, daß sie ihre Mitgliedschaft in jedem einzelnen würde.( Bravo!) deutend erhöhen. Orte, wo eine kleine Organisation besteht, mitteilen. Natürlich soll Abg. Sitze( C.): Abg. Pens( Soc.): auf diese Weise die Polizei die Namen der Verbandsangehörigen erHerr Hoch behauptete, daß das Centrum bei den Unfallversiche Auf die Frage der Zündholz Fabritation will ich fahren. Mit so kleinlichen Mitteln geht man gegen die Organe der rungs- Gesezen und der Invalidenversicherung teilweise hinter den nicht eingehen. Dazu wird Gelegenheit sein, bei Beratung Arbeiter vor. Unter solchen Umständen tann freilich alle SocialForderungen der Regierung zurüdgeblieben sei. Den Beweis hat er unsres Initiativantrages, der Verbot der Bündholz- Fabrikation politit feinen Erfolg haben.( Bravo! bei den Socialdemokraten.) nicht erbracht. Speciell die Rentenstellen hat das Centrum mit der mit Phosphor verlangt. Herr Hize stellte es dar, Abg. Fischbeck( frs. Vp.): äußersten Energie verteidigt. Auch die Behauptung des Herrn Hoch, als verfolgten die socialdemokratischen Gewerkschaften nur partei- Die Rede des Herrn v. Kardorff war sehr bezeichnend für den daß die neuesten bischöflichen Erlasse sich gegen das Streifpoften politische Zwede. Nuu, wie ein ultramontaner Abgeordneter stehen wenden und den Arbeitern die Koalitionsfreiheit nehmen fich den idealen Arbeiter denkt, das hat seiner Zeit Herr Szmula im focialpolitischen Standpunkt seiner Partei. Nicht minder merkwürdig wollen, ist ganz ohne Beweis gesprochen. Es wird immer von preußischen Abgeordnetenhause gefagt. Er pries die Galizier als war die wirtschaftspolitische Auffassung, die er vertrat. Er berief neutralen Gewerkschaften geblieben. Die neutralen Gewert Vorbilder besonders in fittlicher Beziehung. Die Hälfte von ihnen sich zum Schluß auf das Wort des Herrn v. Klinkowström, tein schaften des Centrums haben die Aufgabe, die fann faum lesen und schreiben, am Sonntag beten fie und fingen, Mensch in Deutschland könne den Anspruch erheben, Brot billiger zu focialdemokratischen Bestrebungen zurüdzuweisen. aber von Politik haben sie gar keine Ahnung."( Buruf des Ab- haben, als es in Deutschland, selbst hergestellt werden kann. Mit Die fogenannten neutralen Gewerkschaften der Socialdemokratie können geordneten Dr. Hike.) Herr Hize meint, daß sie nicht lesen und demselben Recht könnte man sagen, tein Mensch kann eine andre wirtes auch nicht unterlassen, die gewerkschaftlichen Organe für partei- fchreiben tönnen, sei nicht zu ihrem Lobe gesagt. Jedenfalls wollte fchaftlich politische Kenntnis auspaden, als er selbst produzieren kann. politische Zwecke auszunuzen. doch aber Herr Szmula hervorheben, die Arbeiter feien auch( Sehr gut! links.) Zweifellos ist doch, daß Deutschland nicht in der Lage Bor furzem wurde im Vorwärts" ein Fall verteidigt, wo der höchst glücklich, wenn sie nicht lesen und schreiben könnten. ist, das Quantum Getreide zu produzieren, was notwendig ist, um Maurerverband 1000 M. zu politischen Zweden ge- Freilich, Herr Size hat sich etwas anders über die Arbeiter ge- die Bevölkerung zu ernähren.( Widerspruch rechts.) Man fagt, die geben hatte. Das sollen neutrale Gewerkschaften sein. Geben Sie äußert. Er erkennt an, daß die Arbeiter heutzutage gleiche Berüd- Produktionskosten der Landwirtschaft sollen bei uns besonders groß uns doch mal aus dem Streiffonds 1000 M. Wir haben sie nötiger, sichtigung auch für sich verlangen. Damit hat er aber wohl nur sein. Die Löhne sind aber nicht höher als anderswo.( Widerspruch denn wir sind größer als Sie.( Lachen bei den Socialdemokraten.) dem Zwange nachgegeben, welcher das Centrum gerade infolge unsrer rechts.) Wenn die russischen Arbeiter wirklich weniger Lohn be Sie sehen, daß das nicht möglich ist. Noch heute find die sogenannten Agitation zwingt, im Westen doch eine etwas andre Auffassung von kommen, dann arbeiten sie auch weniger intensiv.( Widerspruch neutralen Gewerkvereine nur Egerzierpläge für die Socialdemokratie. den Arbeitern zu zeigen als im Osten, in der Gegend des Herrn rechts.) Die Hauptsache ist, der Kapitalzins ist bei uns nicht höher Auch rein wirtschaftlich betrachtet ist ein Zusammengehen Samula. Infolge unsrer Agitation haben die katholischen Arbeiter als anderswo, im Gegenteil. Was also die Produktionskosten in die zwischen christlichen und socialdemokratischen Gewerk- glüdlicherweise den Gegensatz zwischen ihnen und den Unter- Höhe schraubt, ist höchstens der Wert des Grund und Bodens, und vereinen unmöglich. Die christlichen Gewerkvercine Gewerkvercine be- nehmern erkannt. Sie haben erkannt, daß weder Gewerkschafts- dieser wird durch die höheren Getreidezölle noch gesteigert werden. mühen sich im Rahmen der gegenwärtigen Gesellschaftsordnung bewegungen allein, noch politische Agitation allein ihnen Den Berufsgenossenschaften follte der Staat im Erlaß von Unfalldie Lage der Arbeiter zu heben!( Lachen bei den Social- Rettung bringen kann, sondern daß beide zusammenwirken müffen. verhütungs- Vorschriften zu Hilfe tommen. Der preußische Handelsdemokraten.) Ihnen schwebt stets das Endziel vor Augen. Handelt Deswegen brauchen aber die Gewerkschaften nicht politische Zwecke minister aber hat sich über die reichsgesetzlichen Bestimmungen es fich z. B. darum, daß ein Streit sein Ende erreichen will, so zu verfolgen. Herr Hize führte den Maurerverband an; die Summe, hinweggesezt und Vorschriften erlassen, ohne sie vorher den Berufsgenossenschaften vorzulegen. Die Prüfung solcher Unfallverhütungswerden Sie vom Princip des Klaffenkampfs aus häufig den Streit Borschriften hat durch die Berufsgenossenschaft das Gute, daß die weiter zu führen wünschen, während unsre Gewerkschaften, wenn sie ſehen, daß es bei zu großen Opfern nicht weiter geht, die BeBerufsgenossenschaften auch Arbeiter zu ihren Beratungen hinzuziehen. Trotzdem im vorigen Jahre das eigenmächtige Vorendigung wünschen. Weiter steht die internationale Solidarität den socialdemokratischen Arbeitern höher als die nationalen Bestrebungen. Wir halten die Gewerkschaftsbewegung für eine durchaus selbst gehen des preußischen Handelsministers getadelt worden ist, wieder sind jetzt ohne weiteres Vorschriften über die Wenn durch einen Streit die nationale Industrie ruiniert wird, so ständige Bewegung. Jeder Arbeiter hat Zutritt zu den Gewerkschaften, Bedienung von Fahrstühlen erlassen worden. Das Reich sollte fümmert das die internationale Socialdemokratie fehr wenig; welcher politischen Ueberzeugung er auch sei. Das Centrum hat die der Gewerkvereinler strebt vor allem nach Tarifgemeinschaften. Wie christlichen Gewerkschaften nicht um ihrer selbst willen gegründet, hier auf Breußen einwirken, daß dieser Staat steht aber die Socialdemokratie dazu? Auf den Leipziger Konflikt sondern zur Bekämpfung des Umfturzes" wie Weihbischof gefeglichen Bestimmungen beffer beachtet. Das Uebel, das in ärztlichen Gutachten über den Unfall auch gleich der den Abmarsch will ich nicht zurüdtommen, aber für Sie ist der wirtschaftliche Krieg Schmi Krefeld fagte, und nicht Mittel zum Zweck, sondern Selbstzwved als laffenkampf. Der bischöftatholischen Arbeiter socialdemokratische Lager zu ver- Prozentjaß der Rente vorgeschlagen wird, ist, obwohl der Herr liche Brief hat den christlichen Arbeitern nicht das Koalitionsrecht verboten, hindern. Sobald die christlichen Gewerkschaften Ernst mit der Staatssekretär Abhilfe versprochen hat, noch immer nicht beseitigt. fondern ihnen mur den Eintritt in die sogenannten neutralen, das Bertretung ihrer wirtschaftlichen Intereffen machen, zieht ein Geist Dieser Prozentsag wird unbefehen in die Nentenentscheidungen heißt socialdemokratischen Gewerkschaften untersagt. Der Abgeordnete in sie ein, der sie unbedingt zur Socialdemokratie führt. Darum hineingeschrieben. Dadurch wird die Gewissenhaftigkeit der Aerzte Fischer hat gefragt: Ja, warum haben die Bischöfe keinen Erlag wurde der bekannte Hirtenbrief erlafsen und wieder eingeschränkt, als nicht erhöht. Die Beweiserhebungen der Schiedsgerichte müßten gegen die Unternehmer gerichtet? Sehr einfach: es lag fein Anlaß man fah, daß Brust und seine Freunde den geistlichen Führern forgfältiger geführt werden. Vielleicht spricht der Herr Staatsdazu bor.( Lachen bei den Socialdemokraten.) Die Internehmer nicht mehr gehorchen wollten. Herr Hize pries den Central- felretär hierüber ein entschiedenes Wort.( Beifall links.) Abg. Sachie( Soc.) find flug genug, alle politischen und konfessionellen Gegensäge verband( Widerspruch des Abg. Hiße) wegen feiner Neutralität. Ja, in ihren Verbänden beiseite zu lassen. Thäten sie das die Herren Unternehmer find darüber längst hinaus, sie machen nimmt die sächsischen Konsumvereine gegen die Angriffe des nicht, so würde vielleicht auch ein Brief gegen fie erlassen feinen Unterschied mehr zwischen Freimaurern und Gläubigen, Abg. Dr. Oertel in Schutz und beweist aus der Gehaltsstatistik die werden. Redner begrüßt die christlichen Gewerkvereine mit großer fie sind einig als Ausbeuter. Den Ausgebeuteten aber anständige Bezahlung der Lagerhalter. Ich möchte die Herren von Freude, die den socialdemokratischen Organisationen an die Seite wollen Sie diesen Zusammenschluß verbieten. Die Herren vom der Rechten fragen, ob sie ihre Arbeiter so bezahlen. Wenn fleine treten oder gegen sie lämpfen würden. Von Ihrem Standpunkt aus Centrum treiben aber ein Doppelspiel.( Sehr richtig! bei den Social Stonsumvereine im Erzgebirge ihre Angestellten schlechter bezahlen, follten Sie sich freuen, daß neue Organisationen für die Arbeiter- demokraten.) so müssen diese Einkommen mit den elenden Löhnen der dortigen flaffe geschaffen worden sind, um die wirtschaftliche Lage des Arbeiters Wie die Regierung zu den Arbeiterorganisationen steht, davon Arbeiter verglichen werden. Die tägliche Arbeitszeit in den Konsum zu verbessern. Statt dessen bekämpfen Sie die chriftlichen Gewerk- hat uns der gestern veröffentliche nene Bueck- Brief genügend vereinen fann jeder Kritik Stand halten. Das Reichsamt des vereine, weil Ihnen ihre politischen Ziele höher stehen, als die wirt- unterrichtet. Alles was unsre Redner in diesen Tagen gesagt haben, Innern hat eine Umfrage über die Frauenarbeit bei den Gewerbeschaftlichen.( Bravo! im Centrum.) wird durch diesen Brief auf's neue bestätigt. Herr von Berlepsch. Inspektoren veranstaltet. Der Gewerbe Inspektor von Breslau Abg. Franken( natl.) der fich in seinen Bestrebungen an die Februarerlasse anschloß, spricht sich dabei sehr einseitig gegen eine Einschränkung der industriellen zog sich dadurch den Haß des Centralverbands zu. Bued Frauenarbeit aus. Im Vergbau hat die Frauenarbeit zugenommen. wünscht eine Versicherung der Personen, die bei der Rettung von freut sich nun chnisch darüber, daß der Centralverband Herrn Leider hat man den Eindruck, daß der Breslauer Fabrikinspektor, Personen und Sachen bei Bränden zu Schaden kommen und will v. Berlepich Klein bekommen und einen Herrn an seine Stelle ge ähnlich wie der Waldenburger, sich nur deshalb gegen die Eindie Kosten dieser Versicherung für die freiwillige Feuerwehr bracht habe, der persönlich in angenehmster Freundschaft mit Herrn schränkung der Frauenarbeit erklärt haben, weil die Unterdurch eine Auflage auf die Feuerversicherungspolicen aufbringen. Bued lebt. Auf Stegel- und Billardspiel wird sich diese Freundschaft nehmer nicht auf fie verzichten wollen. In allen Berg Redner wendet sich dann der Socialpolitit zu. Herr Bebel sagte, wohl nicht gegründet haben, sondern auf bestimmte politische Ziele. wertbezirken hat hat nach den Berichten der Fabrikinspektoren die nationalliberale Partei beginne ihm Respekt einzuflößen. Als( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Herr Brefeld hat nun die Zahl der verfahrenen Ueberschichten zugenommen. BeMitglied der Kommiffion für die Invaliditätsversicherung habe auch zu Herrn Bued gejagt, die Lage der Arbeiterklasse habe sonders in den sächsischen Betrieben ist die Sonntagsich Respekt vor der Socialdemokratie und ihrer fich außerordentlich gebessert, sie sei vollkommen befriedigend, arbeit gang und gäbe. Wie gesundheitsschädlich die Uebera praktischen Mitarbeit bekommen. Gefreut habe ich eine Aeußerung, von der ich annehme, daß ihr auch nicht ein Mitarbeit wirkt, beweist die Statistit der Knappschafts- Krankenkassen. mich über den Beschluß der Brandenburger Provinzial Konferenz glied unfres Hauses zustimmen wird, denn auf der Ueberzeugung. Was die Inspektion der Aufsichtsbeamten anlangt, so liegt das socialdemokratischer Gemeindevertreter, in der Wohnungsfrage daß die Lage der Arbeiter nicht befriedigend sei, beruht die Fort- mangelnde Vertrauen, das diese Beamten bei den Arbeitern selbst Hand ans Wert legen zu wollen. Die demonstrative führung der Socialreform, die angeblich von allen Parteien für dringend genießen, mur alt dem Vorgehen der Inspektoren. 68 Resolution Fischer, die nur 15 Unterschriften gefunden hat, wird notwendig gehalten wird.( Sehr richtig bei den Socialdemokraten.) fommt vielfach vor, daß Arbeiter, die sich an die Aufsichtsdas Haus ebenso wenig fümmern, wie die Frage, ob die Herr Drefeld hat dann weiter gemeint, die von gewissen Seiten aus beamten wenden, denunziert werden, häufig halten es auch die Winde, die der Socialdemokratie Briefe und Grlaffe gehenden Slagen über die Lage des Arbeiterstands feien ein Unfug. Beamten für ihre Aufgabe, die Arbeiter zu recht angestrengter zutragen, bom warmen Süden oder bom falten Norden Diese Aeußerung setzt doch allem die Krone auf. Wer die Lage der Thätigkeit anzuhalten, anstatt die Unternehmer an die Junetommien.( Heiterkeit bei den Socialdemokraten.) Wir haben die Arbeiter so gut tennt wie wir Socialdemokraten, die wir mitten haltung der Vorschriften gu mahnen. Die Zahl der Zuchthausvorlage abgelehnt, weil sie uns einfach unpassend erschien unter ihnen stehen, wird sich einen gröberen Unfug gar nicht denken Unfälle ist daher auch in diesem Jahre wieder gestiegen. für unsre Arbeiter, die zu den besten aller Industriearbeiter Europas fönnen als eine solche Behauptung!( Sehr richtig! bei den Social- Dabei find die Strafen, welche die Unternehmer wegen Außerachtgehören.( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Graf Posadowsky demokraten.) Diese Aeußerung wollen wir annageln lassung der Vorschriften treffen, lächerlich gering. Zum Schluß wird von der einen Seite für einen Arbeiterfeind, von der andren für alle gutunft. Aus ihr werden die Arbeiter sehen, daß sie fich möchte ich noch ein Wort zu der 12 000 Mark- Affaire sagen. für einen halben Socialdemokraten gehalten. Die Wahrheit liegt nur auf sich und ihre Vertretung im Reichstag verlassen können. Während Herr von Kardorff meinte, unsre Resolution gebe seinen Freunden hier wohl in der Mitte.( Lachen bei den Socialdemokraten.) An- Graf Posadowsky behauptet hat, der Widerstand, den er als Social- erwünschten Anlaß, dem Grafen Posadowsky durch Ablehnen gesichts des Niedergangs der Industrie sollten die Agrarier es nicht politifer finde, zeige sich im Bundesrat, geht aus dem Bued- Briefe derselben ein glänzendes Vertrauensvotum auszustellen. Ich zu einem Bruch zwischen Industrie und Landwirtschaft kommen hervor, daß die Centralmacht, nämlich der Kaiser, diefelben An- meine, wenn unsre Resolution abgelehnt wird, so kann lassen. Kanalvorlage und Getreidezölle gehören zwar nicht zu fichten jetzt habe wie Herr Brefeld. Wir wissen, daß die An- dadurch im Lande nur der Verdacht verstärkt werden, daß fammen, aber ich sage, wenn Sie die Kanalvorlage ablehnen, beschauungen des Kaisers feit 1890 großen Wandlungen unterworfen außer der 12000 Mart Affaire noch andre Dinge fich abwillige ich nicht einen Pfennig höhere Getreidepreise.( Stürmische gewesen sind.( Sehr richtig! bei den Soc.) Es war ja nicht die gespielt haben, deren Aufdeckung man fürchtet. Um diesem Ver Heiterleit rechts.) P erste Wandlung in den Anschauungen, die wir beim Kaiser finden! dacht entgegen zu treten, bitte ich Sie dringend, die Resolution Abg. Dr. Pichler( C.): ( Sehr richtig! bei den Soc.) Dem Zickzackfurfe gegenüber Dem Zickzackfurfe gegenüber Die Landwirtschaft wäre sehr froh, wenn der Grundsatz des werden die Arbeiter um so fefter an dem sicheren Kurse der anzunehmen.( Bravo! bei den Socialdemokraten.) Herrn Vorredners leben und leben lassen" auch ihr gegenüber an- Socialdemokratie festhalten!( Lebhafte Zustimmung bei den Abg. Baffermann( natl.): gewandt würde.( Sehr richtig! im Centrum.) An ein Zugrunde- Socialdemokraten.) Bon Herrn Franken ist die Stanalvorlage in die Debatte gerichten der Industrie denkt die Landwirtschaft am allerwenigsten. Redner wendet sich nun zu der Lage der Ziegelei Arbeiter. zogen worden. Ich benute nur die Gelegenheit, um darauf hinzuIch habe mich indes zum Worte gemeldet, um zur Zündholz- Diese Arbeiter sind größtenteils auf dem Lande thätig und find start weisen, daß meine Freunde die Verquickung der Kanal frage zu sprechen. Der Herr Staatssekretär hat darauf hingewiesen, mit Ausländern durchsetzt. Daher ist ihnen die Organisation bes vorlage der Frage eines erhöhten Zollschutzes daß in der Schweiz und in Frankreich Versuche gemacht werden, sonders schwierig gemacht. Die wenigen Schutzmaßregeln, die für Getreide ablehnen. Weiter habe ich im Namen meiner Freunde um ein Verfahren zur Herstellung von Zündhölzern zu finden, das für sie erlassen find, werden daher einfach nicht be- folgendes zu erklären: Der Vorstand der nationalliberalen Partei nicht so gesundheitsschädlich wäre wie die heute notwendige Ver- achtet. Das bestätigen die Gewerbe Inspektoren selbst. Die hat am 10. Juni v. J. eine Resolution gefaßt, worin er aussprach, wendung von Phospor. Der Herr Staatssekretär meinte, sollten diese einzelnen Betriebe find auch so zersteut, daß nur ein geringer Bruch- daß ein höherer Schuh der Landwirtschaft notwendig sei. Ich Verfuche von Erfolg begleitet sein, so wäre es leicht, mit gefeggeberischen teil jährlich inspiciert werden kann. Besonders finden sich Verstöße zweifle nicht, daß meine Fraktion auch heute noch auf demselben Maßnahmen vorzugehen. Es sind aber bereits früher Verordnungen gegen das Berbot der Beschäftigung jugendlicher Bersonen in den Standpunkt steht. erlassen worden, die, wo fie streng durchgeführt worden sind zum Biegeleien. Woher kommt nun dieser ungesetzliche Sinn der Herren Hierauf wird ein Bertagungsantrag angenommen. Teil unter großen petuniären Opfern der Fabrikanten- fehr jegens Biegeleibefiger? Es sind doch allesamt gute Stonjervative. Belehren viel Nächste Sigung Dienstag 1 Uhr, Fortsetzung der zweiten reich gewirkt und zur Verminderung der Phosphornekrose wesentlich leicht die Konservatinen ihre Wählernicht über die gesetzlichen Vorschriften? Beratung des Etats des Reichsamts des Innern. beigetragen haben. In Sachsen- Meiningen aber, wo die Zündholz Wenn sie uns nicht die Säle abtreiben würden, würden wir ihnen Schluß 534 Uhr. ins 0 Arbeiter als eingeleitet worden. über vertreten. der Proving Hierauf hielt eratfch Brandenburg ein Referat über die Mankoberechnung, was nur für die unmittelbar Beteiligten Intereffe bietet. 11309 # indomumd1019119 800 9 bon in agg lapid plait 7 wurde die d im ankämpfen. [ 25,26 und 1899: 24,10 Tage. Cine folche durch 11 Jahre fonstatierte bedeutend höher, als die der Versammlungsteilnehmer. So find bisher in Konferenz der Konsumvereins- Lagerhalter der Provinz gleichmäßig zunehmende Verschlechterung des Gesundheitszustands diesem Jahre im Arbeitsnachweis des Deutschen Metallarbeiter- Verbands Brandenburg. einer zahlreichen Arbeiterkategorie tann teine zufälligen Ursachen allein über 500 Arbeitslose neu eingeschrieben worden. Hinzu kommt die haben; hier muß vielmehr eine innere allgemeine Ursache wirksam sein. große Zahl derjenigen, die vom vorigen Jahre übernommen und Die Konferenz tagte am Sonntag unter dem Vorsiz von Man wird taum fehlgehen in der Annahme, daß zunehmende ichon seit Weihnachten und länger arbeitslos find. Dabei handelt es Voigt- Berlin im Gewerkschaftshause. Anwesend waren 41 Lager- nipannung der Kräfte des Personals eine der sich durchaus nicht etwa um sogenannte Saisonarbeiter, sondern halter aus Berlin und der Provinz. Aus Leipzig- Plagwig waren hauptsächlichsten Ursachen dieser Erscheinung ist. auch um solche, die mit dem Wechsel der Konjunktur wenig oder zwei Vertreter des Verbandsvorstands erschienen. gallopaireds!! nobisedou Zum ersten Punkt der Tagesordnung: Die Lage der in Die Leistungen der Kaffen, verglichen mit den Beiträgen, find gar nicht zu rechnen haben. An eine Abnahme der Arbeitsweiteres gar nicht zu denken, höher wie die Durchschnittsleistungen sämtlicher deutschen Betriebslosigkeit höher, wie fögregaten Konsumvereinen beschäftigten Lagerhalter und laffen, denn während diese in den letzten Jahren( bis 1898) von Gegenteil, fie nimmt beständig erheblich zu und allen Lagerhalterinnen der Provinz Brandenburg jeder Mart" Einnahme aus Beiträgen und Eintrittsgeldern nur Anschein nach wird diese Krise von längerer Dauer sein. Am meisten referierte Tost Berlin: Es sei leider Thatsache, daß, wenn 96-97 f. für Krankheitskosten aufwendeten, überstiegen diese und sehr schwer zu leiben haben unter diesen Verhältnissen die Arbeitgeber auftreten, ste die von ihnen Leistungen bei den Bahnkassen die Einnahmen aus Beiträgen und Arbeiter. So weit sie nicht überhaupt arbeitslos find, werden ihnen Beschäftigten oft ebenso rücksichtslos, ja noch rücksichtsloser behandeln, Eintrittsgeldern. Der Vermögensstand der Kaffen ist gut zu nennen. die Lohn- und Arbeitsbedingungen fortgesezt verschlechtert; wie es die Privatunternehmer thun. In den von Arbeitern ger überstieg am 1. Januar 1900 die legte Jahresausgabe um fast die Unternehmer wollen auch in der schlechten Konjunktur gründeten und geleiteten Konsumbereinen hätten sich mit der Zeit eine Million Mart. von dem Profit nichts einbüßen und sie sind bestrebt, die Mißstände herausgebildet, die unsren Gegnern aus bürgerlichen Streifen Gelegenheit zu Angriffen gaben, und die dringend der Hauterkrankungen bei Chlorfabrikation. In den elektro- öhne immer mehr zu reduzieren, die Ausbeutung der Arbeitskräfte noch Befferung bedürfen. Nachdem sich die Lagerhalter der fächsischen Konsum- lytischen Abteilungen der chemischen Fabrit Griesheim bei Frank- intenfiber zu betreiben, was infolge der traurigen wirtschaftlichen In der fachlichen Diskussion, die dem beifällig aufgenommenen vereine zur Aufbefferung ihrer Lage zusammengethan haben, jei jezt furt a. M. und der tonfolidierten Alfaliwerte zu Westeregeln im Verhältnisse auch vielfach gelingt. eine gleichartige Bewegung von Berlin aus für die Provinz Brandenburg Streife Wanzleben wird Chlor durch Zersehung von Chloraltalien her- Vortrag folgte, wurde ebenfalls auf die Schäden der langen ArbeitsMan habe Erhebungen über die Lohn- und gestellt. Die hierbei beschäftigten Arbeiter, die entweder zeit, der Ueberstunden- und Accordarbeit hingewiesen und die ſchlechten Arbeitsverhältnisse veranstaltet und dabei gefunden, daß die Ver- beim Reinigen und Buzen der Apparate oder bei bereit, der Ueberstunden- und Accordarbeit hingewiesen und die schlechten Zustände in den verschiedenen Betrieben tritisiert. Es wurde angehältnisse in der Provinz Brandenburg nicht besser feien wie in Reparatur der elektrolytischen Bäder mit denselben in Beführt, das trotz der schlechten Konjunktur bedeutende Firmen große Sachfen. Die Erhebungen in der Provinz, ausschließlich Berlin, rührung kommen, werden in beiden Fabriken von Haut- Posten Arbeiten in den Gefängnissen anfertigen lassen und den Gehaben folgendes ergeben: Die Arbeitszeit der Lagerhalter beträgt erkrankungen betroffen, die, wie die Fabritärzte versichern, fängnisinsassen es an Arbeit nicht mangelt. Im weiteren wurde 70-92, durchschnittlich 81 Stunden pro Woche, also 181/2 Stunden fehr hartnädig sind und noch lange Zeit fortbestehen, nachdem die darauf verwiesen, daß es doch zweckmäßiger gewesen, die ungeheuren täglich. Wenn man die gezahlten Gehälter auf die Stunde be- Betreffenden den Ursachen entzogen und aus dem Betriebe entfernt Aufwendungen bei der verflossenen Krönungsfeier, wenigstens teilweise rechnet, so ergeben sich Stundenlöhne von 18-23 Pf. Wenn ein worden find. Die Krankheit besteht in einem intensiven Ausschlag, für die vielen tausende Arbeitslosen und deren hungernden Familien Privatunternehmer feine Angestellten so niedrig bezahlt, dann würde sich deffen Knötchen die Größe von Erbsen und Bohnen haben, zuweilen zu machen. Von allen Rednern, die auch ausführten, daß die ein Sturm der Entrüstung in der gesamten Arbeiterschaft erheben. aber auch umfangreichere Bildungen zeigen. Die unbekleideten Arbeiterschaft von der herrschenden Klasse, von der mit dem GroßEs sei schon bedauerlich, daß sich die Konsumbereine erst durch das Hautstellen, Arme, Hände und Füße, werden von denselben am unternehmertum intim verbundenen Regierung nichts Gutes zu er Gesetz zwingen ließen, um 9 Uhr zu schließen, noch mehr aber müsse man meisten befallen. Durch schnelle Zugänglichmachung und häufige warten hat, privatkapitalistische Produktionsweise noch Vereine gebe, Benutzung von Wascheinrichtungen und Bändern, durch Vermeiden einer herben Kritik unterzogen und für den festen Zues verurteilen, daß es jetzt auch in Berlin wo die Lagerhalter nach 9 Uhr abends beschäftigt find. Auch die Sonn- trockener Staubbeseitigung, durch möglichste Verrichtung der gefähr fammenschluß in der Organisation plädiert, um mit Hilfe tagsruhe jei nicht überall durchgeführt. Es gebe noch Vereine, die lichsten Arbeiten an freier Luft, durch Lieferung besonderer Arbeiter derfelben beffere Griftenzbedingungen zu schaffen. Schließlich wurden am Sonntag die Verkaufsstellen 2-5 Stunden offen halten. Ein Teil der anzüge und häufigen Arbeiterwechsel sucht man diese Erkrankung diese Gedanken in einer einstimmig angenommenen Resolution Konjumvereine( 15 Broz.) hat bereits den Achtuhrschluß durchgeführt. möglichst zu vermeiden, doch ist es noch nicht gelungen, ihr Auftreten niedergelegt. Mit einem träftigen Hoch auf den Deutschen MetallWährend nach einer von der Organisation der Lagerhalter gefaßten ganz zu verhüten. arbeiter Verband erlangte die fehr gut verlaufene Versammlung ihren Resolution auf 2500 M. monatlichen Umfag eine Arbeitskraft kommen Arbeitslosenstatistik. Gleich den Steinarbeitern Dresden Abschluß. foll, ist das in der Provinz Brandenburg bei durchschnittlich veranstalteten auch die dortigen Stuccateure eine Zählung ihrer Die Wohnungsnot und die Arbeiter in den Staats3130 M. der Fall. Das Gehalt der Lagerhalter beträgt im Arbeitslosen. Das Ergebnis war, daß am 17. d. M. von 152 in Minimum 90, im Maximum 200 M. monatlich. Die meisten Vereine Dresden anwesenden Stuccateuren 115 arbeitslos waren, darunter betrieben zu Spandau. Eine außerordentlich stark besuchte Bersammlung der staatlichen Arbeiter fand am Dienstag im zahlen tein feftes Gehalt, sondern Lantieme und Prozente. 70 Broz. befanden sich 78 Berheiratete. Conradschen Saale zu Spandau statt. Die Versammlung war von der Vereine halten es für notwendig, auch die Frauen der Lagerhalter Sumane Geschäftsführung. Die Genossenschaftsbäckerei in Mitgliedern der Arbeiterausschüsse in den einzelnen Instituten zu beschäftigen und zwar bis zu 200 Stunden wöchentlich, und nicht zu der Frage der Erbauung alle diese Vereine bezahlen die Frauenarbeit besonders. Sogar Kopenhagen atte mit Eintritt des Winters und der größeren einberufen worden, um zu die Kinder der Lagerhalter müssen in 15 Prozent der Vereine Arbeitsloftgleit den Preis für das acht Bfund schwere Roggenbrot von Arbeiter Wohnhäusern durch den Militärfistus Scharf führte die jetzt herrschende mitarbeiten. Sommerurlaub, der bei so angestrengter Arbeit durch auf 50 Dere( 56 Pf.) herabgefeßt. Nach 14 Tagen folgten die übrigen Stellung zu nehmen. Brotfabriken diesem Beispiel. Dadurch ist der Brotpreis für die Wohnungsnot auf den unverschämten Grundstücsschacher zurüd; aus notwendig sei, werde nur von 15 Proz. der Vereine gewährt. In Berlin bestehen 9 Konsumvereine mit 24 Lagerhaltern. Die ganze Bevölkerung Kopenhagens um fünf Dere herabgefezt worden. viele Wirte wollen überhaupt feine Mieter, die Kinder haben, Erhebungen haben ergeben: eine durchschnittliche Arbeitszeit von Die zunehmende Kälte und Arbeitslosigkeit haben die Geschäftsleitung aufnehmen; die staatlichen Arbeiter dürften aber in dieser 721/2 Stunden pro Woche einschließlich der Sonntagsarbeit, die bei der Genoffenschaftsbäckerei nun zu einer nochmaligen Herabsetzung Frage nicht besonders vorgehen, sondern mit den übrigen 4 Vereinen geleistet wird, während bei 5 Vereinen die Sonntagsruhe des Brotpreises veranlaßt. Das achtpfündige Roggenbrot wird vom Arbeitern vereint gegen das Wohnungselend durchgeführt ist. Der Unifaz pro Person deckt sich im allgemeinen 15. Januar ab für 47 Dere verkauft. Man weiß noch nicht, ob die Schlosser Giese schilderte in beredter Weise das unmit den Forderungen des Verbandes. Die Gehälter betragen übrigen Bädereien auch jetzt das gleiche thun werden. Aber die leugbar in Spandau bestehende fürchterliche Wohnungselend. 100-200 0. pro Monat. Nur 5 Vereine bezahlen festes Leitung der Genossenschaftsbäckerei hat versichert, daß sie im stande ställe, Scheunen, ja felbft Aborte feien zu Wohnungen Gehalt. Redner schließt mit dem Wunsche, die Konsumbereine follten fet, folche Massenproduktion zu entfalten, daß jeder Käufer befriedigt umgewandelt worden. Wie er gehört habe, hat der Abg. PauliPotsdam( welcher in der Versammlung autvesend ist. D. B.) fürzlich nicht so sehr auf die Heranswirtschaftung möglichst hoher Dividenden werden kann. einer Bersammlung des Grundbefizer Vereins beigewohnt, sehen, sondern ihren Angestellten günstige Arbeitsbedingungen ge- moitus in welcher eine Petition gegen die Erbauung von Arbeiter- Wohnwähren. Die Lagerhalter betrachten fich als eine Gewerkschaft wie Derlammlungen. bout häusern durch den Militärfistus beraten worden sei.( 8urufe: jede andre und werden ihre Forderungen den Verwaltungen gegen Eine Versammlung der Invaliden und Kriegsteilnehmer Er hat die Petition fogar befürwortet, Pfui!) aus den Jahren 1864, 1866, 1870/71 tagte am Sonntag bei Herr Pauli würde sich aber wohl von der heutigen BerSteller, Stöpniderstraße. Mehrere Reichstags- Abgeordnete der bürger- fammlung eines Besseren belehren lassen. Die Steigerung der lichen Parteien, unter andren Werner, Bödel, Stöder, Lieber- Mieten sei eine tollossale, in einzelnen Fällen bis zu Date Distiffion brehte um den mann und waren 5 Die bate Die Diskussion drehte sich vorwiegend um den Inhalt des ersten mann und Eugen Richter waren eingeladen, aber feiner 50 Prog. innerhalb 10 Jahren. Die private Bauthätigkeit fie teine Zeit, teils waren fie ver- fei bei weitem nicht ausreichend; deshalb müsse der Staat einReferats, besonders um das Verhältnis der Lagerhalter zu den Ver- war gekommen. Teils greifen. Mit alten Eisenbahnwagen sei aber nichts gebeffert, waltungen der Koniumbereine. Zunächst vertrat ein Delegierter aus reist. So wurde denn zunächst die folgende Resolution verlesen: einer benachbarten Industriestadt, deren Konsumverein als ein u Die heute, am 20. Januar, tagende Versammlung der Kriegs- wenngleich diese auch gesünder find als heute manche Wohnungen. gewöhnlich niedrige Gehälter zahlender bezeichnet worden war, die teilnehmer aus den Jahren 1864, 1866, 1870/71 erlaubt sich ganz Nunmehr erhielt der Vertreter dieses Wahlkreises im Reichstage, Anficht, die Löhne der Lagerhalter sowohl in dieser wie in andren gehorsanist folgende Resolution dem hohen Bundesrat, der Reichs- Tischlermeister Pauli, das Wort zu seinem Referat. Herr Pauli Industriestädten hielten fich auf der Höhe der von den dortigen regierung und den gesetzgebenden Körperschaften zu hochgeneigter bestritt zunächst, daß er in der Grundbesitzer Versammlung überFabritarbeitern verdienten Löhne und fie fönnten den Ver- Erhörung zu unterbreiten. Bereits Jahrzehnte hoffen die Invaliden haupt eine bestimmte Stellung eingenommen habe, er habe sich mur hältnissen nach nicht besser sein, übrigens wären die und Veteranen, sowie Witwen und Waisen der gefallenen Krieger informieren wollen. Die sehr ansehnliche Versammlung belehre ihn, „ daß die Wohnungsfrage doch wohl"" ein hohes betreffenden Lagerhalter nicht unzufrieden. Friedrichs- aus den vorerivähnten Feldzügen: Redner führte dann Leipzig Plagwig erwiderte darauf, man müffe doch er 1. auf beffere Pensionen und Verstümmelungs- Bulagen nach Interesse in Spandau haben müsse. Spandaus ganz abnorm seien, warten, daß die Konfumvereine ihre Lagerhalter beffer stellen als Lage der heutigen teuren Lebensverhältnisse und Wohnungsmieten; aus, daß die Verhältnisse die schlechtest bezahlten Industriearbeiter, denn die Lagerhalter 2. auf Entschädigung für Nichtgebrauch des Civilversorgungs- besonders die Entfestigungsfrage sei eine brennende. Herr Bauli hätten doch eine weit größere Arbeitslaft und Verantwortung wie scheins, falls Invaliden oder Anwärter feinen Gebrauch davon glaubte in das Vorgehen der Hausbefizer im allgemeinen leiſe die Industriearbeiter. Wenn die in der Verwaltung sigenden Arbeiter machen oder machen wollen, resp. tönnen, sollen fie gleichermaßen entschuldigen zu müssen. Der Binsfuß ihrer Hypotheken sei enorm gestiegen, oder es gebe überhaupt kein Geld mehr, dann aber nicht dieser Ansicht sind, so sei das nicht böser Wille, sondern erkläre 12 M. pro Monat dafür erhalten; fich aus mangelnder Kenntnis der Verhältnisse. Wenn die 3. auf bessere Versorgung der Witwen und Waisen der Krieger, feien ganz besonders die Rohmaterialien und die ArbeiterLagerhalter zusammenhalten, würden sie ihre Forderungen erreichen. unabhängig davon, ob der Mann im Kriege gefallen ist, ober- löhne gestiegen und geben mit eine Ursache für die Friedländer Berlin trat für die Interessen der in Konsum- ohne Rücksicht auf die Zeit an einem von der Teilnahme am Kriege sinkende Bauluft und die Steigerung der Mieten ab!( Stürmische vereinen angestellten Verkäuferinnen ein und führte einige Beispiele herrührenden Leiden gestorben ist, sowie Versorgung der Witwen Unterbrechungen.) Herr Pauli stellte es als einen Aft„ ausaus Berlin an, wo seiner Angabe nach die später von andrer und Waisen derjenigen Friedensinvaliden, deren Tod nachweislich gleichender Gerechtigkeit" hin, wenn die Hauswirte jezt die Mieten Seite bestritten wurde die Verkäuferinnen sehr schlecht gestellt durch ein Leiden herbeigeführt ist, auf Grund deffen sie als Invaliden steigerten. Redner empfiehlt schließlich den staatlichen Arbeitern, um die Erbauung von Arbeiterwohnhäusern zu petitionieren; er wolle feien. Wenn die Konsumvereine mur dadurch bestehen können, daß anerkannt worden sind. fie miserable Löhne zahlen, dann mögen sie zum Teufel gehen. 4. auf Belaffung und Wiedergewährung der Invalidenpensionen diese Sache nach beften Kräften unterstügen, vielleicht sei es mög Die Lagerhalter sollten die Bewegung der Handlungsgehilfen, die an sämtliche im Reichs- oder Staatsdienst Beschäftigten, sowie auch lich, daß unter Umständen schon zum Juli oder Oktober eine fich mit der ihren deckt, unterstützen. An der Debatte beteiligten an diejenigen Invaliden, welche infolge Versegung in den Ruhestand Anzahl Wohnhäuser fertiggestellt werden könnten.( a, na!) In der Diskussion führte noch Schlosser Giese aus: Die Mietssteigerung fich auch einige Vorstandsmitglieder von Konsumvereinen. Sie inzwischen ausgeschieden sind;" meinten, der Referent To st habe die Verhältnisse zu schwarz gemalt. 5. auf Gewährung der Veteranenbeihilfe von pro Monat 10 M. gehe soweit, daß man sagen fönne, es wird mit dem Not ( Stürmische Ganz so schlimm sei es nicht. Die Vorstände würden gewig bemüht sein, an alle Striegsteilnehmer, welche ein Drittel ihrer Erwerbsfähigkeit stand der Arbeiter Wucher getrieben. den Forderungen der Angestellten so weit wie möglich entgegen eingebüßt haben, ob solche bereits anerkannte Invaliden find oder Bravorufe.) Redner habe Wohnungen gefunden, die wirklich nicht menschenwürdig genannt werden könnten. Rieger stellte das auch zukommen, jedoch ließen sich die Verhältnisse nicht nach gutem Willen nicht und ohne Rücksicht auf Bedürftigkeit und Würdigkeit; regeln, deshalb bedürfe es der Organisation der Angestellten. Diese 6. auf Belajfung der Militärpension unerachtet der Civil- von Herrn Pauli tolportierte Märchen von den gestiegenen Arbeiterlöhnen" unter lautem Beifall in das rechte Licht sollten sich aber nicht nur als Angestellte, sondern auch als Genossen- penfionen." schafter fühlen. Diesen Forderungen ist eine längere Begründung angefügt, die und führte der Versammlung die wahren Ursachen, welche Die Konferenz endete mit der Annahme einer Resolution, die sich in schwungvoller Weise die Verdienste der Krieger hervorhebt. Darauf in dem maßlosesten Grundstücswucher bestehen, vor Augen. Der die Forderungen des Verbands zu eigen macht. Die hauptsächlichsten wird noch eine Reichstagsdebatte, die sich mit der Sache be- Staat sehe dem ruhig zu; er allein könne und müsse Abhilfe schaffen, derselben sind: Einführung des Achtuhr- Ladenschlusses. Geschäftsschluß fchäftigt, vorgelesen, wobei die darin vorkommenden Aeußerungen und zwar nicht mir durch die Arbauung von Wohnhäusern für die Dann folgt eine staatlichen Arbeiter, sondern von Wohnhäusern für fleine Mieter an Sonn- und Feiertagen. Wöchentliche Geschäftszeit höchstens Bollmars lebhaften Beifall hervorrufen. 78 Stunden. 8weistündige Mittagspause. in der mehrere der Anwesenden überhaupt. An der Hand einer Hausordnung für die Arbeiter rege Diskussion, Monatlich zwei halbe recht oder einen ganzen freien Tag, oder jährlich eine Woche Urlaub. Die erzählen, wie fie fich vergebens um die geringe Pension tolonien" warnte Redner vor Bestrebungen, welche auf die Erbauung Höhe des Umfazes darf 2500 M. monatlich per Arbeitstraft nicht bemüht haben; einer wurde mit der Motivierung abgewiefen: Es von Arbeiter Wohnhäusern durch den Militärfistus gerichtet find. überschreiten. Bahlung eines festen Gehalts, welches in Klasse I 180, ist kein Geld da. Sie müssen warten, bis wieder Die Hausordnung, welche überdies auch Strafen von 50 Pf. bis ist Stlaffe II 110, in laffe III 90 M. monatlich beträgt und nach einer stirbt." Dem Vorsitzenden des deutschen Striegerbunds, 10 M. für Uebertretungen vorfieht, habe sehr viel Aehnlichkeit mit zehnjähriger Dienstzeit die Höhe von 2000, 1800, 1500 m. jährlich Generallieutenant b. Spiz, wird vorgeworfen, daß er absolut nichts der in solchen Häusern, deren Fenster vergittert seien. Schließ für die Invaliden und Veteranen thue. Weiter wird ausgeführt: lich wird eine von Herrn Lehrer Köhler vorgeschlagene Resolution erreicht. In den Kriegervereinen herrsche das Strebertum. Die leitenden angenommen, welche von der Regierung die Erhöhung der Fonds Personen trachteten nur nach Orden. Der wirkliche Kriegs- für die Erbauung von Arbeiter Wohnhäusern und den Bau der teilnehmer werde beiseite gedrückt. Ein Redner, ein Oberst letteren innerhalb des Weichbilds der Stadt Spandau fordert, lieutenant a. D., nennt das Verhalten der Regierung gegenüber den damit dieser die Steuerkraft der Arbeiter erhalten bleiben tönnte. In den Betriebs- Krankenkaffen der preußischen Staatsbahn: Beschlüssen des Reichstags geradezu einen politischen Fehler. Andre Ueber die moderne Arbeiterbewegung in England wird am verwaltung waren im Jahre 1899 im ganzen 232 867 Personen Redner führen aus, daß es die Invaliden und Veteranen gewesen Mittwoch, den 23. Januar, abends 8, Uhr, im Bürgerfaale des versichert, unter ihnen 5512 weibliche. In recht auffälliger Weise feien, die die fünf Milliarden aus Frankreich geholt hätten. Sie städtischen Rathauses der englische Arbeiterführer Mr. William vermehren sich bei den Kassen die Erkrankungen. So tamen im verlangen die Zinsen davon.„ Es nügt nichts, daß wir bitten. Wir Sanders sprechen. Herr Sanders hält den Vortrag in deutscher Sprache; Jahre 1889 auf 100 Mitglieder nur 28,87 Erkrankungsfälle; zwar müffen fordern, Stameraden, wir müssen' rangehen 1 Striegen Diskussion ist zugelassen. mit Schwankungen, aber doch mit unverkennbarer Steigerungstenden wir das Wenige nicht, bann werden manche bo11 ging die Zahl auf 35,76 im Jahre 1899 hinauf. Sie war in den Sen lieben blauen Jungen eine ganz andre 11 Jahren noch nie so hoch wie 1899, während 1889 die Farbe annehmen!" Alle Redner sprechen sich für die niedrigste Bahl aufweist. Noch viel stärker ist die Steigerung der Resolution aus und von mehreren Seiten wird zuni Zuſammenjenigen Erkrankungsfälle, die durch Unfälle veranlaßt wurden. Ihre schluß in eine große Organisation aufgefordert. Am Schluß der Bahl stieg von 5403= 8,05 auf 100 Mitglieder im Jahre 1889 in Berianumlung macht der Vorfigende auf eine Tellersammlung auf- oggen, gut unheimlicher Gleichmäßigkeit auf 14 279= 6,15 auf 100 Mitglieder merksam, deren Erträgnis nach Abzug der Versammlungsunkosten im Jahre 1899. Im Verhältnisse zu den Mitgliedern also noch mehr als Ber- einem sehr bedürftigen Invaliden zukommen soll, der frog völliger Im Verhältnisse zu den Mitgliedern also noch mehr als Ber- Arbeitsunfähigkeit nur eine Pension von 9 Mart pro Monat erhält. doppelung. Ganz besonders macht sich die Steigerung nach 1896 bemerkbar. Während in diesem Jahre die Zahl der Erkrankungen Die arbeitslosen Metallarbeiter hielten am Montagvor durch Unfall sich noch auf 7792 3,96 Proz. hielt, schnellte mittag eine vom Deutschen Metallarbeiter Verband einberufene** Safer, gut 15,10 14,50 gering Hechte fie 1897 empor auf 11 661 14,40 13,80 11 661 5,39 Broz, betrug 1898: Versammlung im Gewerkschaftshause ab, in der Metallarbeiter 7,16 6,50 Barsche 12 789= 5,47 Proz. und erreichte dann mit einem abermaligen Schlegel über die Arbeitslosigkeit in der Metallindustrie, nitrob 8, 5,20 Schleie starken Sprunge 1899 die schon genannte erschreckende Zahl. Auch die ihre Ursachen und Wirkungen referierte. Bor Eintritt in die sen 40, 25, Bleie Schwere der Erkrankungen zeigt eine gewiffe steigende Tagesorbming wurde festgestellt, daß die Versammlung, die von Grbfent d 45, 25, Krebje Tendenz. Im Jahre 1889 famen auf einen Erkrankungsfall ca. 900 Personen besucht war, mit Ausnahme von wenigen Personen, Spetsebohnen 70, BO, 18,88 Strankheitstage; die Bahl bevegte fich steigend bis zu welche andren Berufen angehörten, fich aus arbeitslosen Metallinjen *) 25,61 Tagen im Jahre 1896 und betrug dami 1897: 24,87, 1898: arbeitern refrutierte. Die gahl der Arbeitslosen ist natürlich ganz ab Bahn.**) fret Wagen und ab Bahn. perial Sociales. " " T " 1,60 1,10 Beigen, gut mittel gering " " 14,20 mittel " gering Marktpreise von Berlin am 19. Jannar 1901 nach Ermittlungen des( gl. Polizeipräsidiums. D.tr. Startoffeln, nette, D- Str. Rindfleisch, Keule 1 kg Bauch bo. Schweinefletsch Kalbfleisch Hammelstelsch 6,-151,60 1,20 1,30 1**) Gerfte, gut mittel gering 15,40 14,70 14,60 13,90 13,80 13,10 15,90 15,20 mittel Butter Eier Karpfen Aale Bander 60 Stilt 1,80 1, 1,60 0,90 2,60 2, 5,50 3,20 2,80 1,40 2,50 1kg 2,20 1,20 # 1,20 " 2, 1,80 0,80 3, 1,20 1,40 0,70 per Schot 12, 11305 003 Produktenmarkt vom 21. Januar. Der Betreibem artt war| Heute nahezu geschäftslos. Die Lieferungspreise für Weizen und Roggen waren nominell unverändert. Der Witterungsumschlag sowie die matteren ausländischen Notierungen blieben ohne Einfluß. Jm späteren Verlaufe schwächte fich Weizen um 0,25 M. ab. Hafer blieb behauptet. Rüböl zog auf Deckungen 0,20-0,30 m. an. Jaden 70er 2o cofpiritus gab infolge starteren Angebots um 20 Pf. auf 44,50 m. nach. Jedral Wetter.Prognose für Dienstag, den 22. Januar 1901. Bunächst tühler, vielfach heiter bei frischen westlichen Winden; später neue Erwärmung, Trübung und etwas Regen. Berliner Wetterbureau. Socialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Südost). Versammlung ndma di Dienstag, den 22. Januar, abends 8 Uhr, Witterungsübersicht vom 21. Januar 1901, morgens 8 Uhr. Barometers stand mm richtung Wind Windstärke Wetter Temp. n. T. Stationen stand mm Barometer Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. T. Eingegangene Druckschriften. Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Dies' Verlag) tft fceben das 16. Heft des 19. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Geist in der Kunst. Bon Joachim Der Tanz auf der mittleren Linte. Moll. 2. Die bürgerliche Kunst. Die socialistische Strise in Frankreich. Von Rosa Luxemburg. Das Kommunalprogramm für Schleswig- Holstein, Lübeck und Lauenburg. Von Fanny Imle. Die deutschen Herbergen Litterarische Rundschau: Richard -3 zur Heimat. Von Hans Ostwald. Whiteing, Nr. 5 John Street. Max Messer, Der Traum vom Weibe. Dr. Jul. Reichenberg, Bern, Die socialen Aufgaben und Leistungen der Gemeinden. Stationen Stationen Swinembe, 748WNW 7 Regen Hamburg 746 NA 5 bebedt Berlin 754 Frankf./M. 7652 München 76793 Wien 76123 5 bebedt 4 bedeckt 7 Aberdeen 7 bedeckt 13 3 bededt 4 Parts 6 4 Haparanda 747 Stil-bebedt 4 Petersburg 74550 2Schnee 5 Cort 7683 4woltig 760 SW 1wolfig 772SS 2Regen. 10 4 6 Achtung! dise Reichsrechtliche Verjährungstafel. Bearbeitet von W. Coermann, Amtsrichter in Müthausen t. E. Hannover, Helwingsche Verlagsbuchhandlung. Preis 50 Pf. Achtung! Dienstag, den 22. Januar 1901, abends 8 Uhr: Volksversammlung im Saal des Herrn Brüder, Waldemarstraße Nr. 75. on of SS Tages: Ordnung: 港 1. Vortrag über Die Moral der herrschenden Gesellschaft in der Politik und die Folgen derselben." Referent: Reichstags- Abgeordneter H. Sachfe. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäfte haben Zutritt. Bahlreiches Erscheinen erwartet 243/29916 due Der Vorstand. V. Wahlkreis. อง โร เซล ล 8½ dim großen Saale des Herrn Keller, Koppenstraße 29. Tages Ordnung: 1. Vortrag der Genoffin Klara Zetkin- Stuttgart über: Was fordern die Mütter und Frauen von der Gemeinde?" 2. Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen ersucht dusda 1230 79032 1/1 Die Vertrauensperson. Freitag, ben 25. Januar 1901, abends 8 Uhr, Rabatt- Sparverein„ Süd- On" gim ,, Schweizer Garten" am Königsthor: Jein Memmor.0.1 Koffbufer Ufer 44 a. Oeffentliche Versammlung. Mittwoch, 23. Jannar, abends 8 Uhr, im Konzerthaus Sanssouci, Rottbuferstr. 4a: Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Dr. Leo Arons über unsre Ziele und unfre Wege"( II. Teil). 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet da ( 217/1 Der Vertrauensmann. General- Versammlung. 4 pati stages Ordnung: 1. Rechenschaftsbericht des Vorstands. 2. Rechnungslegung. 3. Bericht der Revisoren. 4. Decharge. 5. Ergänzungswahl des Vorstands und der Revisoren. 6. StatutenAchtung! 6. Wahlkreis. Achtung! enderung. 7. Verschiedenes, Dienstag, den 22. Januar, abends 8 Uhr, bei Herrn Gebauer, 90 Tiedftr. 24: Versammlung des th Socialdemokratischen Wahlvereins Mitgliedsbuch legitimiert. Deutsch. Metallarbeiter- Verband gir minin Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Mittwoch, den 23. Januar 1901, abends 8 Uhr: für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Versammlung für Moabit Tagesordnung: 1. Vortrag des Stadtverordneten Dr. Curt Freudenberg: Aus dem Roten Hause. 2. Disfuffion. Gäste willkommen. Zahlreiches Erscheinen erwartet Achtung! 6. Kreis. 246/3 Der Vorstand. Achtung! ( Moabit.) Mittwoch, 23. Januar, ab. 8 Uhr, in Peters Geſellſchaftshaus, Alt- Moabit 80-81: in den Arminius- Hallen, Bremerstr. 72/73. Tages Ordnung: 1. Vortrag bes Kollegen Wiesenthal: Die Naturwissenschaften und die Bibel. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Zu dieser Versammlung sind auch die Frauen eingeladen. 110/19] Die Ortsverwaltung. Präger und Prägerinnen! Mittwoch, den 23. Januar, abends 8½ Uhr, Dolks- Dersammlung im Englischen Garten, Alexanderstrasse 27e: ages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Fritz Zubell: Aus dem Reiche des Herrn Minister Thielen, oder: Kann das Centrum tolerant sein? 2. Distuffion. 3. Verschiedenes. 219/3 Der Einberufer. Deutscher Holzarbeiter- Verband. 08 Achtung! Parkettbodenleger! Dienstag, den 22. Januar 1901, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal V. Derlammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Fendel. Das Thema wird in der Ver fammlung bekannt gemacht. 2. Branchen- Angelegenheit. 3. Verschiedenes. Da fehr wichtige Angelegenheiten vorliegen, so müssen sämtliche Kollegen pünktlich erscheinen. 76/20 Die Kommission. Mittwoch, den 23. Januar 1901, abends 81/2 Uhr, im Lokale ,, Weddingpark", Müllerstr. 178: Branchen- Versammlung der Modell- u. Fabriktischler sowie Modelldrechsler. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. Rudolf Steiner:" Der Ursprung des Menschen". 2. Dishission. 3. Verschiedenes. Bahlreichem und pünktlichem Erscheinen fieht entgegen Der Obmann. Mittwoch, den 23. Januar 1901, abends 8 Uhr, Gr. öffentliche Versammlung aller Präger u. Brägerinnen der Luxuspapier- Fabriken. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Th. Völcker über: Wie schützen die Präger und Prägerinnen ihre Interessen am besten?" 2. Distusfion. 3. Wertstuben- Angelegenheiten und Verschiedenes. 23/5 Der Einberufer. Der Vorstand. Typographia. Socialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Den Parteigenossen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schuhmacher Ferdinand Will am 17. b. m. verstorben ist. Ehre seinem Andenken! 246/4] Der Vorstand. Freunden und Bekannten zur Mitteilung, daß unser Sohn Paul im Alter von 71/2 Jahren nach Tangen, schweren Leiden durch den Tod erlöst ist.[ 6820 Die Beerdigung findet am Mittwoch, nachmittags 2 Uhr, von unsrer Wohnung statt. A. Täterow, Charlotte Täterow. 94/4 Orts- Krankenkasse d. Sattler Den Mitgliedern zur Nachricht, daß die Beerdigung unsres am Sonnabend feinen Leiden erlegenen Sangesbruders, Kollegen Otto Block am Mittwoch, 23. Januar, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Heiligkreuz Kirchhofs,( Mariendorf, Feldstraße) aus stattfindet. Die Sänger werden ersucht, möglichst zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand. In dieser Woche findet die Uebungsstunde am Freitag statt. 3. V. Berlin. Sonntag, den 20. Januar 1901, verstarb das Mitglied Gustav Karge ( Werkstelle A. Loh Söhne). Die Be erdigung findet Mittwoch, den 23. 1. 01 vom Trauerhause Swinemünderstr. 99 nachmittags 22 Uhr nach dem FriedensKirchhof in Nieder- Schönhausen statt. 270/10] G. Aßmann, Rendant. Danksagung. Allen Verwandten, Genoffen, Freunden u. Bekannten, insbesondere ben Gefangvereinen Sänger- Ver einigung" und Melodia" für den schönen Gesang, bem Socialdemokrat. Wahlverein zu Rirdorf, den Mit: arbeitern der Firma Julius Pintsch und dent Metallarbeiter: Verband ( Bahlstelle Berlin) für die rege Be teiligung und die reichen Kranzspenden unfern herzlichen Dank.[ 21906 Ww. Paschke nebst Kindern. Mecklenburg. Schwarz- Brandenburg. Landbrote empf. Brotfabrik Wittler, Müllerstr. 34. Niederlag. d. Platate erkenntlich Charlottenburg! Uhrmacher Kunstmann, Wallstrasse 1. Centralverein der Bildhauer Deutschlands. Reparaturen schnell, durchaus zuverlässig und nicht teuer.[ 483L Dienstag, den 22. Jannar, abends präcise 8 Uhr: General- Derlammlung im gr. Saale des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15. Tages Ordnung: 20/3 Zähne 2 M.. 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzl. Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Teilzahl. wöchentlich 1 M. Alfred Apenburg, Invalidenstrasse 33, Nähe Stettiner Bahnh. Spr. 9-7. Reparat. sofort.[* Kranz- und Blumenbinderei von Robert Meyer, Vereins- Kränze, Palmen- u. Blumennur Mariannen- Straße 2. usw. werden fein u. preiswert geliefert. Dienstag, den 22. b. M., abends 9 Uhr, 1. Geschäftliches. 2. Rechenschaftsberichte. 3. Bericht des Vorstands Brauerei Königstadt, am Schön und der Kommissionen. 4. Neuwahl des Vorstands und der Stommiffionen. Hauser Thor: Oeffentlicher 5. Berschiedenes. Das Erscheinen der Kollegen aller Branchen ist notwendig. Mitgliedsbuch legitimiert. NB. Freitag, den 25. Januar, findet eine außerordentliche General: bei freiem Entree. Thema: Medizinische Versammlung statt( siehe Inserat am Mittwoch). Der Vorstand. Irrtümer bei fogen. geheimen Leiden. Arrangements, Bouquets, Guirlanden Achtung! Aufklärende Broschüre gratis. Kurbad Magazinstr. 17.[ 22016 Maler! Herren- Vortrag Achtung! Distufion Donnerstag, den 24. Jannar, abends 8½½2 Uhr, im Gewerkschaftshaus", Engel- Ufer Nr. 15: Versammlung. Neuwahl für die ausscheidenden Mitglieder des Gehilfen Ausschusses gemäß§ 41 des Innungstatuts. Um 9 Uhr: Wahl der Gehilfenbeisiger zum Junungs- Schiedsgericht auf M. Märtens, Altgehilfe, Stephanstr. 50. 126/1] im Lokale des Herrn Mann, Strausbergerstr. 3: Bb bes§ 4 Abs. 2 des Nebenstatuts des Innungs- Ausschuffes. Branchen- Versammlung aller in der Laden- und Comptoireinrichtungs- Branche Konsum- Verein Berlin- Rixdorf. ram is unbeschäftigten Kollegen. 1. Dienstag, den 29. Januar, abends 8 Uhr: Tages Ordnung: Die gegenwärtige Lage in unfrer Branche. General- Dersammlung 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 77/1 Die Ortsverwaltung. im Lokale Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. Achtung! Rabitzputzer. Achtung! Fortſehung der General- Versammlung vom 14. Dezember 1900. Dienstag, den 22. Januar, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Tages- Ordnung: 1. Ergänzungswahl bes Vorstands und Aufsichtsrats. Zu wählen find zwei Vorstands, drei Aufsichtsratsmitglieder und zwei Ersatzpersonen der legteren. 2. Anträge: 1. Antrag des Borstands und Aufsichtsrats, Gründung 3. Antrag John den Geschäftsanteil von 10 zu 10 Mart zu verzinsen"; 4. Bufazantrag Toft u. Gen. nach§ 45 des Statuts Einfügung eines§ 45a. 98/ 5* 1 Der Vorstand. Außerord. Mitglieder- Versammlung der Zahlstelle Berlin III eines Dispositionsfonds"; 2. Untrag Waller nach§ 40 Abfag 10 bes Statuts; des Centralverbands der Maurer Deutschlands. Tages Ordnung: Wie stellen wir uns zu dem Lohnabzug bei der Firma Boswan u. Knauer. Das Erscheinen aller Mitglieder ist dringend notwendig. Die Ortsverwaltung. 252/2 Achtung! Achtung! Fachverein der Musikinstrumenten- Arbelter. Brauerei- Arbeiter! Mittwoch, den 28. Januar, abends 8% Uhr, im Lokale des Herrn Graumann, Naunynstraße 27: Delegierten- Versammlung. Angelegenheiten. Tages Ordnung: 1. Was geht vor in unsrem Berufe? 2. Distuffton. 3. Werkstatt Die Kollegen werben ersucht, aus leber Werkstelle einen Delegierten zu beauftragen, dort zu erscheinen. Schnegelsbergs Feftfäle( Inhaber Schindler).[ Safenheide 21 Grosser Wiener Maskenball am Sonnabend, den 9. Februar, ( nicht am 16. Februar, wie irrtümlich bekannt gegeben wurde). Billets sind zu haben in der Delegierten- Verfammlung, im Arbeits: Dresdenerstr. 12 und bet sämtlichen Vorstandsmitgliedern. Der seiner Zeit mit den ringfreien Brauereien vereinbarte Arbeitsnachweis, Blumenstr. 38, wird von der Direktion des Münchener Brauhaus Aft.- Ges., Johannisstr. 18/19, nicht anerkannt. Agitations- Kommission der Brauerei- Arbeiter Berlins und Umgegend. J. A.: Richard Schüler. 41/4 188/9 Zähne 2 MK. 10 Jahre Garantie. Teilzahlung wöchentlich 7 Mark. Vollkommen schmerzloses Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Reparaturen sofort. Umarbeitung schlecht sitzender Gebisse. nachweis, Naunynitr. 78 bel Grundmann, beim Kollegen Betgas, Zahnarzt Wolf, Leipziger Strasse 130, 141/2 Der Vorstand. ( Haus Schaarwächter). Sprechst. 9-7. In ganz Deutschl. gesetzl. erlaubt Wer wagt, gewinnt! Ziehung 1. Februar. Jährlich 12 GewinnZiehungen mit abwechs. Haupttreffern in Mk. 300 000, 178 500, 135 000, 120 000, 90 000, 45 000 etc. ,, Jedes Los ein Treffer" biet. die aus hundert Mitgl. Serienlos- Gesellsch. Monat. Beitrag M. 5,50 Halbe Beteiligung M. 3,-. L. Lübbers, Lübeck 13. Gewinnliste nach jeder Ziehung. * Kohlen billiger! Briketts in vorzüglicher Qualität. 100 Stück 6 Boll lang 100 7 1 Ctr. von Beiben Sorten • [ 4179 75 Pf. 90 1 M. " Oberschlesische Steinkohlen. 1 Scheffel Nuß II 1 Centner Nuß II 1,20 m. 1,45 vertauft ab Platz Kohlengroßhdig. Mitte J.Fischer, Brombergerstr. 14. Das [ 5662* Wasten- Garderobe. Riesen- Stofflager Größte Auswahl. Billigite Preije. Krausenstr. 14 I. Etage, Vereine Preißermäßigung. fertigt nach Mass unter garantiertem Sitz: Fr. Panknin, elegante Winterpaletots für 36 M. Oranienstraße Nr. 178 II. Adalbertstraße 91, Ecke Oranienstraße. 60 Hochelegante Anzüge für 30 M. Hochfeine Beinkleider für 10-12 M. Deutsche Masken Garderobe Kaffee- Mischung von Carl Ernst, Köpnickerstr. 1261. Größte Auswahl! 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Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal) Abends 8 Uhr: „ Aus dem Tagebuch der Erde". Vulfanismus Im Hörsaal: der Erde". Von Dr. Schwahn. Juvalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Friedrichstr. 165. Nur noch kurze Zeit: Die wilden Weiber aus Dahomey. Der sensationelle ,, GermanenSaal" mit plastisch. Gruppen urgermanischer und deutscher Trinker. altZur Zweihundertjahr- Feier: Die preussischen Könige im Fürstensaal. Die Herrscher Europas, Generäle, Minister etc. etc. Central- Theater. Abends 71/2 Uhr: Schiller Theater Die Shine von Stew York. ( Wallner Theater). Dienstagabend 8 Uhr: Die Maschinenbauer. Bosse mit Gesang u. Tanz in 5 Bildern von A. Weirauch. Musik von A. Lang. Mittwoch abend 8 Uhr: Der Raub der Sabinerinnen. Donnerstagabend 8 Uhr: Die Tochter des Herrn Fabricius. Freitagabend 8 Uhr: Freiwild. W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Hotel Klingebusch. Original- Volksstück mit Gefang in drei Aften von R. Kneifel und Jacobson. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Mittwoch: Die Grille. Jedes Wort: 5 Schöne ( The belle of New York.) Burlest- Operette in 3 Atten von Benno Jacobson. Musik von Gustav Kerter. Morgen und folgende Tage: Die Schöne von New York. Palast- Theater früher Feen- Palast, Burgstr. 22. Das durchweg neue und phänomenale Januar- Programm! 9 Uhr: Neu! 9.1hr: Dresdenerstr. 72. Heute und folgende Tage: Amor von Heute. Gr. Ausstattungsposse m. Ges. u. Tanz. Anfang 72 Uhr. Sonnabend. 26. Januar: Benefiz für Emil Thomas. Amor von Heute. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Der Brandstifter. Abends 8 Uhr: Mittwoch: Die Anne- Lise. Sonnabendnachmittag 4 Uhr: Kinder Vorstellung, fleine Preise: Tausend und eine Nacht. Sonnabendabend zum erstenmal: Die beiden Waisen. Apollo- Theater. Phänomenaler Erfolg: Valentine Petit Miss Zelia Salambos Les Minstrels parisiens Helene Gérard Quartett Légay Robert Steidl. Um 82 Uhr: Des Löwen Erwachen. Kasseneröffn. 7 Uhr, Anf. 8 Uhr. Metropol Theater. Behrenstr. 55/57. Täglich 29 Uhr: ine tolle Nacht. Berliner Ausstattungsposse. Das sensation. Debüt der American Zouaven und das vollständig neue Januar Specialitäten Programm. Anfang 28 Uhr, der„ Tollen Nacht" 129 Uhr. Rauchen überall gestattet. Deutsche Eine tolle Nacht! Konzerthallen Bosse mit Gesang in 2 Aften von Anno. Blech, Bojaunist: Dir. Rich. Winkler. Cécil St. Germain und Mile. Therese. Neu! Im Reich der Illusion! Neu! The 3 Hanlons, staunenerregende Kraft- Produktionen. Dazu 12 Schau- Nummern 1. Rangs. Anfang: Bochentags 7%, Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pf. Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Laden. Spandauer Brücke. Täglich 4 ausländische Kapellen 4 Gr. Theater- Vorstellung. Cirkus Busch Dienstag, den 22. Januar, abends 71/2 Uhr: Zum 55. Male: Sports- Abend. Die eiserne Maske. Gr. historisches Manege: Schaustück in 4 Atten und 3 Hauptbildern. Original Pantomime des Cirkus Busch. Besonders hervorzuheben: Eine veritable Falkenjagd und Der feenhafte Goldakt mit der Wunderfontaine. Außerdem: Großes amerikanisches onturrenzspringen zwischen den besten Springern 2c. Vorzügl. Programımı. Sonntag, 27. Januar, nachmittags 4 uhr: Berliner Landpartien", wozu jeder Erwachsene auf allen Sitzplägen 1 Kind frei hat; weitere Kinder die Hälfte. Abends 72 Uhr: Die eiserne Maste. Masken Kostüme- Verleihbazar größte Auswahl, billigste Preise Fr. C. Frommholz Elfafferstr. 78, Ecke Ackerstr. Im Namen des Königs! In der Reichshallen ribattlagefache des Gastwirts Gustav Stettiner Sänger. Zum Schluß: Bum vorlekten Male: Weihnachten in China. Anfang 8 Uhr. Das Riesen- Stofflager bon A. Priester, Gr. Frankfurter Strasse 40, fertigt nach Maß unter garantiertem Sit hocheleg. Paletot für m. 25 Hocheleg. Anzug für m. 30 boch Beinkleider m. 6-12 feine Unerreichte Leistungsfähigkeit. Lindenhayn zu Grünau i. d. 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Jugenieur Schulz, als Schöffen, Aftuar Jenrich, als Gerichtsschreiber, für Recht erkannt: Die beiden Angeklagten sind der öffentfichen Beleidigung schuldig und werden deshalb mit einer Geldstrafe van je 30 dreißig Mart, im NichtBeitreibungsfalle mit je 6 sechs Tagen Gefängnis fostenpflichtig bestraft Dem Beleidigten, Schantwirt Lindenhayn, wird die Befugnis zugesprochen, die Urteilsformel binnen vier Wochen nach Mitteilung von der Rechtskraft des Urteils durch fe ein: malige Einrückung im Teltower Kreisblatt" und im Vorwärts" auf Sosten der beiden Angeklagten öffentlich bekannt zu machen. gez. Mak. Ausgefertigt Köpenick, den 16. Januar 1901. Der Gerichtsschreiber des tönigl. Amtsgerichts, Abt. II. 1 " Cirkus Schumann. Sanssouci sente Dienstag, den 22. Januar 1901, abends präcise 7%, Uhr: Viertes großes internationales Rennen a der berühmtesten Berufsfahrer Europas auf dem ertra im Cirkus neu erbauten Winter Belodrom. U. a.: Thadi Robl, München. Willy Arend, Hannover. 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Vermietungs- Comptoir Mauerstr. 93. 179/ 17*] Die Lohntommission. Druck und Berlag von May Bading in Berlin. Nr. 18. 18. Jahrgang. Cums 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ein Liebknecht- Denkmal noch zu übernehmende Verpflichtung zur Wahrung der Fabrikationsgeheimnisse bei der Gesellschaft niederzulegen. Durch Vertrag vom 6. April 1895 übernahm die Firma Friedrich Siemens u. Co. von den von Gareis u. Rieß gezeichneten Aktien in Höhe von 100 000 M. Dienstag, 22. Januar 1901. Berliner Partei- Angelegenheiten. Nachdem Die Vertrauenspersonen. beabsichtigen die Berliner Parteigenossen, vielfachen Anregungen die Hälfte. Die Anklagebehörde hatte ursprünglich den Verdacht, Erster Berliner Reichstage Wahlkreis. Sonntag, den folgend, auf der Grabftätte des unvergeßlichen Toten in Friedrichs- daß die Gründer und die Mitglieder des Borstands und Aufsichts: 27. Jantar, abends 6 Uhr, findet in Cohns großem Saal eine Verfelde zu errichten. Gewiß hat unser Alter sich durch sein Wirken rats von Anfang an von der Wertlosigkeit der Gareisschen Er- sammlung statt, in welcher Reichstags- Abgeordneter Mag Schippel ein Denkmal dauernder als Erz im Herzen des Volts geschaffen findungen überzeugt gewesen seien, dieser Werdracht hat sich aber über Die Wandlungen der deutschen Handelsund sein Name wird daher in der Geschichte des proletarischen nicht aufrecht erhalten lassen. In der am Tage der Gründung In der am Tage der Gründung politit im 19. Jahrhundert" sprechen wird. Befreiungskampfs unvergessen bleiben. Bedarf Liebknechts Andenken stattgehabten Generalversammlung wurden die Angeklagten Mehlich, gemütliches Beiſammensein mit Tanz. Zahlreichen Besuch erwarten daher keiner Verewigung in Stein, so ist doch ein Zeichen der Liebe Dr. Haase, Lehmann, Richter und der Civilingenieur Göß zu Mitgliedern des Aufsichtsrats, Dr. Haase zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Richter 3. Wahlkreis. Am Donnerstagabend 8 Uhr findet im großen und Verehrung derer am Playe, die an seinen Lippen gehangen, fich zu deſſen Stellvertreter und Heinice zum alleinigen Vorstand der Gesell- Saale des Gewerfiaftshauses. Engel- Ufer toeter an feinem Wirten aufgerichtet und geſtählt haben. Ein selbst- fchaft gewählt, später wurde noch der Angell. Nieß als Mitglied des Wor- Bolts verfammlung statt, in welcher Reichstags- Abgeordneter verständlich von Künstlerhand ausgeführtes Monument soll Kind stands hinzugewählt und Gareis und Rieß als technische Direttoren Genosse Moltenbuhr einen Vortrag über:" Beiträge zur Geschichte und Kindeskindern Zeugnis geben davon, daß in allen Ländern, wo bestellt. Um die gefchäftlichen Dispositionen und Transaktionen des preußischen Broletariats in den letzten zwei Jahrhunderten" Proletarierherzen schlagen, der Name Liebknecht in hohen Ehren steht der Angeklagten bei der Gründung und der Thätigkeit der Attien halten wird. Außerdem Diskussion. daß das Andenken des einzigen Manns auch übers Grab hinaus die Ge- gesellschaft, die durch die Verhandlung festgestellt werden soll, handelt Achtung, vierter Wahlkreis! Dienstag, abends 8 Uhr, fühle der Dankbarkeit und Verehrung zu weden weiß. Wir find über- es sich bei der Anklage. Es sind 35 Beugen geladen, von denen findet bei Keller, Koppenstraße 29, eine Boltsversammlung zeugt, daß diese unsre Aufforderung zum Spenden von Beiträgen mehrere bis zum Sonnabend bezw. Dienstag beurlaubt werden. An statt, in welcher Genossin Klara Bettin einen Vortrag hält. Stelle des erkrankten Bücherrevisors Bierstedt wird der Bücher- Näheres siehe Annonce heute, Dienstag. spal für das Denkmal aller Orten erfolgreichen Wiederhall findet. revisor Simon geladen.- Sämtliche Angeklagte bestreiten ihre ünster Wahlkreis. Freitag, den 25. Januar, abends 8½ Uhr, Jeder der unterzeichneten Vertrauensleute der Berliner Social Schuld. demokratie, welche sich als Komitee konstituiert haben, nimmt Beiträge in d di öffentliche Versammlung im Schweizergarten am Königsthor. Der Angeklagte Gareis für den Denkmalsfonds entgegen. entgegen. Chrift. Bohn, befundet, daß er Wertführer in einer Strumpfwirkerei war, eine unb nuire Wege". 2. Teil. 2. Distuffion. 3. Verschiedenes 1. Bortrag des Genoffen Dr. Leo Arons über unsre Biele Kanonierstraße 35, born III. bei Hahn. Gustav Seiler, fleine Erbschaft gemacht und seiner verstorbenen Frau eine Stohlen- um zahlreichen Besuch bittet Der Vertrauensmann. Manteuffelstraße 8, III. Baul Scholz, Fidicinstraße 35, IV. Handlung getauft habe, die er später wieder verkaufte. Er habe sich Gustav Schmidt, Alexandrinenstraße 7, Hof II. Franz damit beschäftigt, die rohen Strümpfe für die Gasglühlicht- Beleuchtung Sechster Wahlkreis. In der heutigen Versammlung des och, Admiralstraße 7, vorn IV. Robert Bengels, Große zu fabricieren und habe dann lange und viel experimentiert, um Wahlvereins bei Gebauer, Tiedstr. 24, halt Dr. Curt FreudenFrankfurterstraße 183, of part. Otto Franke, Pallisaden- einen Imprägnierungsstoff zu finden, der die Auer- Beleuchtung über- berg einen Vortrag: Aus dem Roten Hause.dryur Inals straße 9, H. part. Emil Boigt, Püdlerstr. 38, part. Baul Böhm, treffen könnte. Er sei schließlich darauf gekommen, eine bestimmte Der Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- WahlOppelnerstr. 14, vorn IV. Jacob Reul, Barnimstr. 42. Mischung von Cer und Thor zu verwenden. Er bestreitet, daß ihm freis veranstaltet für seine Mitglieder zwei Urania- Borstellungen Wilhelm Schrolle, Landwehrstr. 3. August Hinze, Bank- jemand dabei geholfen; er habe nicht erfahren gehabt, daß das und zwar für die Schönhauser, Rosenthaler Vorstadt und GesundBaut- neriche Auersche Gemisch sehr ähnlich war oder daß in England ein brummen am Sonntag, den 17. Februar, mittags 1 Uhr und für den straße 18. Johann Pfarr, Butligstr. 10, born parterre. Batent veröffentlicht war über die Herstellung von Glüh Wedding, Oranienburger Vorstadt und Moabit am 24. Februar, Herm. Raschte, Hochstr. 32b, born parterre. K. Wünsch förpern mit derselben Mischung. Er bestreitet auf Befragen mittags 1 Uhr. Zur Anführung gelangt: Aus dem Tagebuch der Schliemannstraße 45. August Schnelle, Charlottenburg, Bis- des Vorsitzenden ferner, mit dem Privatdocent Dr. Arons*) Erde". Billets sind bei den Bezirksführern zu haben. mardstr. 84. August Garz, Weißensee, Lehderstr. 5. bekannt gewefen zu fein. Er sei dann mit Rieß bekannt geworden. der sich mit der Konstruktion eines eigenartigen Brenners beschäftigt Friedrichsfelde. Den Mitgliedern des Socialdemokratischen habe, schließlich habe sich noch Heinide hinzugefellt und alle drei Wahlvereins zur Kenntnis, daß an Stelle der Versammlung am jeien der Ueberzeugung gewesen, daß mit seiner Erfindung toloffale 15. d. M. eine solche am heutigen Dienstagabend 81/2 Uhr, bei Geschäfte zu machen fein würden. Nachdem mehrere Broben im Huberland, stattfindet. und Schmargendorf. Dienstagabend findet eine Generalversammlung des Socialdemokratischen Wahlvereins im Lokal von Baier statt. Abrechnung und Vorstandswahlen. 39/91 Die Gründungsgeschichte der ,, Helios"-Aktiengesellschaft einen gemacht worden, tam am 5. Jamar 1895 zwischen ihnen beschäftigt seit gestern die erste Straffammer des Landgerichts I. ein Vertrag zustande später fei Heinicke mit dem Gedanken der Begründung einer Auf der Anklagebant figen: 1. Kaufmann Julius Heinide, attiengesellschaft hervor 2. Ingenieur Hermann Rieß, 3. Chemiker Alfred Gareis, getreten. Rieß und er seien damit einverstanden gewesen, da Köpenick. Den Mitgliedern des Socialdemokratischen Wahl4. Rentier August Richter, 5. Rechtsanwalt Dr. Magnus ihnen gesagt wurde, daß fie 900 000 m. erhalten sollten. Er habe Saaie, 6. Fabrikant Johann Lehmann, 7. Staufmann diesen Breis nicht für zu hoch gehalten, denn seine Erfindung sei vereins zur Nachricht, daß die nächste Versammlung des Vereins Siegmund Mehlich. Sie werden angeklagt, in den Jahren nach seiner Ansicht äußerst wertvoll gewesen. Sein Glühförper am Mittwochabend 8 Uhr im Kleinen Saale des Hotels Kaiserhof Wahl einer Zeitungskommission und einer Lokal1895 und 1896: I. Sämtliche Angeklagte als Vorstand, Gründer strahlte im Gegensatz zu dem Auerschen ein gelbliches Licht aus, stattfindet. Für die fommission. bezw. Mitglieder des Aufsichtsrats der Aktiengesellschaft Helios" feine Glühstrümpfe hatten eine größere Haltbarkeit. behufs Eintragung des Gesellschaftsvertrags in das Handelsregister Gründung der Aktiengesellschaft zur Verwertung der Glühförper Weißensee. Dienstag findet im Sentbeilschen Lokal, Königsrücksichtlich der Einzahlung des Grundfapitals der Gesellschaft habe sich dann auch Dr. Haase interessiert, der sich die Im- Chaussee 49, die Generalversammlung des Socialdemokratischen wiffentlich falsche Angaben gemacht zu haben; II, Sämtliche An- prägnierung habe vormachen lassen und den Glühkörper in seiner Arbeitervereins statt. Stellungnahme zur diesjährigen Maifeier und geflagte mit Ausnahme des Gareis als Mitglieder des Vorstands und eigenen Wohnung ausprobiert hatte. Er bedauere, daß er sich auf Stassenbericht stehen auf der Tagesordnung. des Aufsichtsrats in dem für die Attionäre bestimmten Statut" und die Gründung der Gesellschaft eingelassen und nicht für sich, sondern die Aktionäre gearbeitet habe. Hätte er für sich gearbeitet, dann Adlershof. Den Parteigenoffen zur Kenntnis, daß die Ge. im Brüfungsbericht den Stand der Verhältnisse der Geſellſchaft um- er im wahr dargestellt und verschleiert zu haben; III. Seinide und Lehmann würde er gewiß schon Millionär sein, jezt habe er nichts. Die meindewähler- Lifte bis zum 30. Januar zur Einsichtnahme im gemeinschaftlich als Mitglieder des Aufsichtsrats absichtlich zum Nach Gründung sei dann perfelt geworden; außer ihm und dem Rieß. Gemeindebureau täglich von 9-3 Uhr ausliegt; es ist notwendig, teil der Gesellschaft gehandelt zu haben, indem Lehmann im Ein- die sie beide kein Geld hatten, feien noch 3 ihm bis dahin un- daß sich jeder Wähler von seiner Aufnahme in die Liste überverständnis mit Heinide ein Depot von 20 000 m. erhob, obwohl bekannte Herren als Gründer aufgetreten, die auch nichts besaßen. führt. Das Einsehen kann auch von den mit der Steuerkarte verdie Hälfte hiervon auf Grund eines Cefftonsgeschäfts der Gesellschaft auf Befragen des Vorfizenden belundet der Angetlagte, daß fehenen Familienangehörigen erledigt werden. als Gegenwert für Aftien gebührte; IV. Seinide allein ferner in fie( er, Rieß und Heinice) bei der Gründung 120 Aftients einem Falle absichtlich zum Nachteile der Gesellschaft gehandelt zu nicht wiffe, wo der Rest von 320 Attien geblieben sei, oder ob erhalten hätten, daß 560 Attien deponiert wurden und daß er haben; V. Heinicke und Rieß als Mitglieder des Vorstandes, nach Haase u. Richter sehr hohe Beträge davon erhalten haben. Er bedem Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft eingetreten war, es unter- Streitet, daß den beiden lettgenannten von vornherein solche hohe haben im Jahre 1899/1900 weniger Frauen, aber mehr Männer als Die städtischen Heimstätten dedit 19 Lassen zu haben, die Eröffnung des Konkurses zu beantragen; Beträge versprochen worden seien. Die eigentlichen Gründer feien VI. Heinicke und Rieß in einem weiteren Falle absichtlich zum Nachteile der Gesellschaft gehandelt zu haben; VII. Gareis den Heinicke, Haaje u. Richter gewesen, über die Einzelheiten der im Vorjahre aufzunehmen gehabt. 1899/1900( beziv. 1898/99) wurden Angell. Heinicke und Rieß in einem Fall wissentlich Hilfe geleistet Gründung tönne er näheres nicht sagen, er weiß jedoch, daß vor aufgenommen von der Heimstätte für genesende Frauen in dem Notar Dr. Kleinholz der Angeklagte Dr. Haase ein Bündel Blankenburg 594( 634) Personen, von der Heimstätte für genesende zu haben; VIII. Heinicke in zwei Fällen einen Betrug versucht zu Tausendmarkscheine herausgeholt habe, sie dem Notar als Grund- Männer in Heinersdorf 581( 589), von der Heimstätte für tuberkulöje haben. Den Vorfiz im Gerichtshof führt Landgerichtsdirektor Tad einzahlung vorweisen wollte und das Paket alsdann dem Heinicke Frauen in Blankenfelde 401( 414), von der Heimstätte für tuberkulöse dung Männer in Malchow 710( 689), zusammen 2286( 2276) Personen. Die mann, die Anklage vertritt Staatsanwalt Beyer, die Ber- zugeschoben habe. teidigung führen die Justizräte Dr. Staub und kleinholz, 33 Der Angeklagte Rick Aufnahme erfolgte bei 88( 25) Bersonen auf eigne oder der Angehörigen sowie die Rechtsanwalte Höfinghaus, Leonh. Friedmann schließt sich den Ausführungen des Angeklagten Gareis im all Soften, bei 1730( 1698) auf Kosten von Serantenlassen, bei 35 und Wreschner I. gemeinen an. Er ist Maschinenbauer, längere Zeit bei Pintsch thätig( 87) auf Kosten von Unfall- Berufsgenossenschaften oder LandesAls Sachverständige find anwesend: Civilingenieur Felig gewesen, welcher die Brenner für die Auer- Gesellschaft fabrizierte. Versicherungsanstalten, bei 345( 394) auf Kosten der hiesigen oder Brock, die Bücherrevisoren 2. Kruse und Reuter, Ober- und hat dann nach seiner Angabe selbst einen Brenner fabriziert, der auswärtigen Armenpflege, bei 45( 44) auf Kosten von Stiftungen ingenieur Gerdes, Handelsrichter Sulzer, Konkursverwalter der nach seiner Behauptung sehr wertvoll und praktisch sei. Er habe oder Wohlthätigkeitsvereinen, bei 98( 78) auf Roften des städtischen Conradi und Dr. Georg Döllner. fich mit Gareis zusammen gethan, weil er durchaus davon überzeugt Freistellenfonds. Die Frequenz war im täglichen Durchschnitt in Bei der Straffache handelt es sich um folgende Vorgänge: gewesen, daß sie sehr viel Geld verdienen würden. Lokales. Der Angeklagte einide giebt auf Befragen an, daß er Blankenburg 43( 47), in Heinersdorf 37( 36), in Blankenfelde 57,( 56), früher eine Bronzewaren Fabrik besessen habe und Agent gewesen in Malchow 84( 85). In den Sommermonaten waren die Anfei. Im Jahre 1891 fet er in Stonkurs geraten, der Konkurs habe stalten meist voll befeßt. Blankenburg hat 70 Betten und war im vier Jahre gedauert. Als er mit Gareis und Nieß den Bertrag August selbst im Durchschnitt schon mit 68 Personen besetzt. geschlossen, habe er 3000 M. zu feiner Verfügung gehabt und diese in das Heinersdorf hat 60 Betten und hatte im Juni eine durchschnittliche Geschäft gesteckt. Er giebt zu, daß Gareis und Nieß auch die Rechte Besetzung von 60, so daß den ganzen Monat hindurch kein einziges aus einem von ihm mit dem Apotheker Lehmann geschlossenen Vertrage Bett frei war. Blankenfelde hatte bei 64 Betten vom Mai bis Juli als eine auf das Grundkapital einzurechnende Einlage inferiert habe. einen Durchschnitt von 68 Personen. Das 64. Bett wird hier für NotAuf Befragen des Vorsitzenden erklären Gareis und Nieß, daß fie ihre Attien billig verlauft haben. So hat Nieß 6 Stid fälle bereit gehalten und darf bestimmungsgemäß nicht regelmäßig Aktien zu 25 Proz. an Heinide, 20 Stück zu 40 Proz. an Dr. Haase mitbelegt werden. Demnach war eigentlich auch diese Anstalt drei verkauft 2c. 2c. Nieß hat für seine 40 Attien 16 000 M., Gareis Monate hindurch vollbesetzt. Malchow hatte bei 88 Betten, von denen ebensoviel, Heinicke 20 000 m. erzielt. 1 als Rotbett frei gehalten werden muß, den ganzen Juni einen Durchschnitt von 87 und fast das ganze Jahr hindurch eine nahezu ebenso starke Besetzung. Unter solchen Umständen begreift man die lange Wartezeit, die den Aufnahmesuchenden zugemutet wird. Die längste Wartezeit betrug in den Fällen, wo nur Plazmangel vorlag, in Blankenburg 30 Tage, in Heinersdorf 14 Tage, in Blankenfelde 91 Tage, in Malchow 85 Tage. In andren Fällen, wo die Kosten Angeklagter Dr. Haafe Angeklagter Gare is hatte sich seit mehreren Jahren mit dem Plane beschäftigt, ein dem Auerschen Gasglühlicht ähnliches Licht zu er finden und im Herbst 1894 glaubte er, daß es ihm gelungen sei, den richtigen Imprägnierungsstoff für die Glühlicht- Strümpfe zu gewinnen. Er hatte bei seinen Versuchen den Angeklagten Rieß kennen gelernt, der bei der Firma Pintsch in der Brennerfabrikation thätig war. Heinicke, der von den Versuchen Kenntnis erhalten hatte, trat mit den beiden zur weiteren Verwertung der chemischen Versuche in Berbindung und es tam am 5. Januar 1895 ein Vertrag zu stande, Inhalts dessen die drei Kontrahenten sich zur Anfertigung und zum Bertriebe von Gasglühlicht- Apparaten, Brennern 2c. verbanden, hierfür eine offene Handelsgesellschaft bildeten und eigne Geschäfts- Der Angeft. Richter bestreitet, daß im Gründerbericht und räume hatten. Rechtsanwalt Haase hörte von der neuen Erfin- dem Prüfungsbericht irgend etwas unwahres enthalten sei. dung, glaubte, daß sie gut sei und betrieb nun zusammen mit dem Angeklagten Heinide und dem Angeklagten Richter die Begründung einer Attiengesellschaft, die am 8. März 1895 unter bestreitet gleichfalls, daß bei der Gründung etwas Falsches und Undem Namen„ Helios" ins Leben trat. An diesem Tage wurde vor wahres den Aktionären vorgespiegelt worden sei. Er erklärt die dem Notar Justizrat Sleinholz ein Vertrag geschlossen, wonach die Behauptung für unwahr, daß er in ähnlicher Weise wie hier viele Angeklagten Gareis, Rieß, dann der Apotheker Philipp Rög, Kauf- andre Gesellschaften gegründet habe. Er habe sich bei einzelnen frage vorher erledigt werden mußte oder um Aufschub gebeten worden main Salli Neumann und Kaufmann Maurer als„ Gründer" Unternehmungen mit Kapital beteiligt und sein Geld dabei war, war das Maximum der Wartezeit noch viel höher, in einem die Errichtung der Gasglühlicht- Attiengesellschaft Helios" befundeten. verloren. Auf Vorhalt des Vorsitzenden giebt er zu, fich Fall fogar 126 Tage. Die Zahl der Wartenden erreichte Anfang Wie die Anklage behauptet, waren die brei legtgenannten bloße Stroh mit Kapital bei der Minerva Hufbeschlag- Gesellschaft, bei einer Juli ihr Maximum mit 395 Personen für alle vier Anstalten männer, die feine baren Mittel besaßen. Nach dem Statut" find Stehbierhallen- Gesellschaft und bei einem Gummischuhlappen- linterGegenstand des Unternehmens: 1. Anfertigung, Erwerb und Ver- nehmen und neuerdings an einer Barmer Baugesellschaft beteiligt au zuſammen, während im Vorjahr das Maximum 297 betragen hatte. äußerung von Gegenständen des Beleuchtungswesens, insbesondere haben. Er befize Privatvermögen und sehe feinen Grund, weshalb in Malchow allein wurde Ende Juli die Höchstzahl 200 erreicht( im von Glühlichtkörpern, Lampen und Brennern, sowie 2. die Beteiligung er es nicht gewinnbringend anlegen solle. Alle Vorwürfe, die die Vorjahr 149). Der Notstand, zu dem der Mangel an an Unternehmungen ähnlicher Art und die Errichtung von Zweig Anklage gegen ihn erhebe, seien durchaus grundlos. Er behauptet Heimstätten schließlich geführt hat, ist, wie man sieht, im letzten niederlassungen. Das Grundkapital der Gesellschaft war auf speciell, daß er bei dem notariellen Att die 25 000 Mart nicht bloß Jahre noch größer geworden. Abhilfe ist erst von der Fertigstellung 1 Million Mart, eingeteilt in 1000 Aftien und ztvar zum Schein, sondern thatsächlich zum Vorweise und zur Erfüllung der neuen Heimstätte in Buch zu erwarten, aber bis dahin kann 500 Aftien Litt. A und 500 Aftien Litt. B, auf den einer Formalität mitgenommen habe. Da Justizrat Dr. Kleinholz die noch manche Zeit vergehen. Unfre Genossen in der StadtverordnetenInhaber lautend, eingeteilt. Nach den zum Vertrag gehörigen Borzählung nicht für erforderlich erklärte, habe er die 25 000 M. zu Bersammlung haben bekanntlich schon vor mehreren Jahren eine franjitorischen Bestimmungen wurde das Grundkapital nächst dem Borstande Herrn Heinicke übergeben. Da diefer keinen Bermehrung der Heimstätten gefordert. in folgenden Summen zum Nominalbetrag gezeichnet: 1. von Geldschrank hatte, habe er auf einen formellen Beschluß des Aufsichts- Bermehrung der Heimstätten gefordert. Gareis und Rieß 500 Aftien Lit. A über je 1000 m., 500 Lit. B rats das Geld dem Heinide wieder abgefordert und auf sein eignes über je 1000 m., 100 Lit. B über je 1000 M.; 2. von Rieß Separatconto bei der Deutschen Bank eingezahlt. Er hätte sich Wo bleiben die Arbeiter? Offiziös wird gemeldet: Dem 20 Affien Lit. B über 1000 M.; 3. von Roez 10 Attien Lit. B eventuell sogar für berechtigt gehalten, das Geld in seinen eignen Vernehmen nach sind die zur Beaufsichtigung des hiesigen über 1000 M.; 4. von Neumann 10 Attien Lit. B über 1000 M. Geldschrank zu legen. elektrischen Straßenbahnbetriebs berufenen Behörden, Nach diesen transitorischen Bestimmungen inferierten Gareis u. Rieß Der Vorsigende bricht hier die Verhandlung ab und vertagt die der hiesige Polizeipräsident und die Eisenbahndirektion Berlin, vor als eine auf das Grundkapital einzurechnende Einlage: das den Fortsetzung auf Dienstag. geraumer Zeit beauftragt worden, die Ursachen der im hiesigen felben gehörige Verfahren, betr. Neuerungen in der Herstellung sdnsbout Straßenbahnbetriebe vorkommenden Unfälle eingehend zu prüfen von Glühlichtkörpern 2c. ferner ihre sämtlichen Rechte aus einem mit*) Aus dem Gerichtsberichte geht nicht hervor, welchen Anlaß und auf Maßnahmen Bedacht zu nehmen, die geeignet er dem Apotheker Lehmann in Berlin geschlossenen Vertrage. Der der Gerichtspräsident zu haben glaubte, diese Frage an den An- scheinen, die Zahl und die Folgen diefer Unfälle wesentlich Wert und Preis dieser Einlage wurde auf 900 000 m. festgefegt, zu geklagten zu richten. Unser Parteigenosse Dr. Arons erklärt uns, zu vermindern. Es wird beabsichtigt, das Ergebnis dieser deren Abgeltung die beiden Inferenten die oben bezeichneten Attien daß er keine Ahnung davon habe, wie der Präsident dazu komme, Ermittlungen, deren Abschluß in nächster Zeit zu erwarten in gleichem Werte erhielten. Weiter verpflichteten fich Gareis und ihn mit Gareis in Zusammenhang zu bringen; von der Gründung ist, dann unter Beteiligung der Minister der öffentlichen Rieß, 500 000 W. Attien Lit. A und 60 vollgezahlte Attien Lit. B einer Helios- Glühlichtgesellschaft sei ihm bis heute überhaupt nichts Arbeitern und des Innern einer Beratung zu unterziehen, zur Sicherheit für die der Gesellschaft gegenüber übernommene bezw. I bekannt gewesen. in der nicht nur die oben genannten Aufsichtsbehörden, sondern auch at 10 " D die Direktionen ber Großen Berliner Straßen Iftanden. Nach Beseitigung der Explosionsgefahr wurde festgestellt, gelegenen Lokal in Bereitschaft standen, Herbet. Diese fünf Beamten bahn" und der Berliner elettrischen Straßen- daß die Diebe eine ansehnliche Beute gemacht haben. Sie hatten ftürzten nun, wie einige Zeugen sagten, in den Saal, um den beiden fich große Bosten wertvoller Hüte, Schirme, Stöcke und Belzfachen überwachenden Gendarmen bei der Räumung behilflich zu sein. bahnen( Siemens u. Halste)" vertreten sein werden. Die Direktionen werden natürlich jegliche Schuld von sich schieben, im Gesamtiverte von 1000 M. angeeignet. Aus den Schaufenstern Die Versammlungsbefucher etwa 80-100 an der Zahl nur Miene gemacht und wir sehen die Große" schon, wie sie nicht die Mordwagen und waren die wertvolleren Gegenstände herausgeholt, überhaupt mit entfernten sich, ohne daß jemand auch andre Zeugen ihres in unsrem Blatte aufgededten Frevels, sondern gründlicher Warenfenntnis geplündert worden. Beim Verlassen des hätte, dem Auflösungsgebot zuwider zu handeln. die Angestellten für alles verantwortlich macht. Will die Be- Ladens haben sie dann noch die Gashähne geöffnet, wahrscheinlich, des Saales vollzog sich in der den Umständen nach furzen Zeit von hörde daher wirklich fich informieren, so hat sie zu der Beratung die um zur Verwischung ihrer Spuren eine Explosion herbeizuführen. etwa 15 Minuten. Einige der Anwesenden, die nach Angabe der in Betracht kommende Arbeiterorganisation, den Verband Jm Laden wurde ein alter Hut gefunden und von der Kriminal- Beamten gezögert haben, wurden zur Anzeige gebracht und vom der Handels- und Transportarbeiter heranzuziehen. Im andern polizei beschlagnahmt. Es sind wahrscheinlich zwei Einbrecher ge- Schöffengericht zu Köpenick zu folgenden Strafen verurteilt: Buch Fall wird das Resultat der Beratungen gleich Null sein. binder Dempwolf 4 Wochen Gefängnis, Buchbinder Hornidel 100 M., wesen, denn im Laden wurden zwei Cigarrenstummel gefunden. Das Arbeiterpersonal der städtischen Straßenreinigung Durch Deffnen der Pulsadern und Erhängen hat der Kauf- Tischler Albrecht 50 M., Tischler Meier 50 M., Tischler Frang, Frau Franz und Arbeiter Hegger je 15 M. bestand im Jahre 1899/1900 aus 100 Vorarbeitern, 378 Arbeitern mann Adolf Baer aus der Ritterstraße, ein Mann in den fünfziger liche Angeklagte haben Berufung eingelegt und deshalb lam erfter Lohutlasse, 378 Arbeitern zweiter Lohutlaffe, 70 Arbeitern Jahren, seinem Leben ein Ende gemacht. Der hochgradig nervöse die Sache vor die Straffammer. Die Erörterung der Frage, ob die dritter Lohnklaffe, 200 Arbeitsburschen, zusammen 1126 Personen. Mann wurde seit Donnerstagvormittag vermißt. Am Sonnabend Für Löhne waren im Etat 1 260 798 M. ausgeworfen, es wurden fand ihn ein Parkwächter im Friedrichshain als Leiche an einem Auflösung der Versammlung überhaupt berechtigt war, ließ der Voraber nur 1 207 625. verbraucht, so daß 53 173 M. er übrigt Baume hängen. Baer hatte zunächst versucht, sich die Bulsadern an sigende, Landgerichtsdirektor Dieß nicht zu, denn, so sagte er, selbst wurden. Die Lohnersparnisse, die bei der städtischen Straßen- den Händen durchzuschneiden, aber nicht sehr tief eingeschnitten, und wenn die Auflösung unbegründet war, hätten sich die Teilnehmer sofort entfernen müssen. Die Berufung Dempwolfs wurde schon bei reinigung gemacht werden, erklären sich, wie in den Verwaltungs- sich dann erhängt. Beginn der Verhandlung verworfen, weil er nicht rechtzeitig erschienen war. Bezüglich der übrigen Angeklagten bestätigte das Gericht das Urteil erster Instanz. Sämt berichten zugegeben wird, aus dem Umstand, daß die Direktion Feuerbericht. Montagabend 6 Uhr entstand Friedrichstr. 216 für ertrantte Arbeiter nicht sofort Ersatz einstellt, sondern die Arbeit durch Umfallen einer Petroleumlampe ein Zimmerbrand, der zwar zunächst den andren Arbeitern mitaufpact. Eine befondere Ent- von der Feuerwehr in furzer Zeit mit einem Rohre abgelöscht wurde, Ein umfangreicher Prozeß wegen Untreue und Unterschlagung schädigung für die Mehrarbeit giebt es nicht. Die Summe von aber doch der nicht versicherten Wohnungsinhaberin empfindlichen 53 173 M. stellt also den Wert der von den Straßenreinigungs- Schaden zufügte. Borher brannten Schulzendorferstr. 18a Fußboden begann am Sonnabend vor der zweiten Straflammer des LandArbeitern in letzten Jahre geleisteten Mehrarbeit dar. Sie ist dies- und Balkenlage, ebenso Kurfürstenstr. 139 und Wrangelstr. 72. gerichts I gegen die beiden Direktoren Paul Cornelius und mal besonders groß, anscheinend deshalb, weil nicht nur die Zahl Liebigstr. 32 mußte ein Ladenbrand und Laufigerstr. 40 ein Steller- aul Kluge von einer Aktiengesellschaft zur Verwertung einer der Erkrankungen größer als sonst war, sondern auch die Direktion brand abgelöscht werden. In der Leipzigerstr. 101 hatten Stoffe im von Cornelius erfundenen neuen Feuerungsanlage. Cornelius ist noch langsamer als sonst an die Einstellung von Erfagleuten heran- Schaufenster Feuer gefangen, während Mauerstr. 63 in einer Druderei eine in der Berliner Geschäftswelt bekannte Persönlichkeit. ist er früher Landwirt gewesen und war dann gegangen ist. ein Schadenfeuer abzulöschen war. Wegen Wasserrohrbrüchen wurde er angab, In der Prozeßfache der Stadtgemeinde Berlin wider die die Wehr nach Sidingenstr. 8, Kommandantenstr. 57 und Friedrich- zehn Jahre hindurch Inhaber verschiedener Berliner ReſtauDarauf rants. wurde einer er Vertreter auswärtigen St. Philippus Apostel- Kirchengemeinde über die Baukosten für Kirche straße 61 gerufen. Er versuchte sich Sohlenstaubheizungs Aftien Gesellschaft. und Pfarrhaus nach der Konsistorial- Ordnung von 1573 Die Arbeiterbildungsschule beging am Sonnabend im dann selbst auf dem Gebiete neuer Feuerungsanlagen, verlor aber hat das Landgericht I jezt beschlossen, über die von der Stadtgemeinde behauptete Lofalobfervanz Beweis zu erheben, und zwar Böhmischen Brauhaufe die zehnte Wiederkehr ihres Gründungstags dabei das ganze nicht unbeträchtliche Vermögen seiner Ehefrau. Nun sollen die vom Magistrat bezeichneten Urkunden dem Gericht vor- durch ein würdiges, schönes Fest. Die Veranstaltungen, welche die versuchte er eine Attiengesellschaft zur Verwertung eines von ihm gelegt werden. Bekanntlich hat auch das Kammergericht in Sachen Leitung den überaus zahlreich erschienenen Mitgliedern und Gästen erworbenen Patents, betreffend einen neuen Feuerungsroft zu gründen wider die St. Marcus- und St. Simeon- Kirchengemeinden dieselbe bot, entsprachen vollauf dem Wesen dieses die höchsten Ziele der und am 18. Februar 1899 fam auch die Gründung zu stande. Das Beweisaufnahme über die Lokalobservanz beschlossen, nachdem in Bildung erstrebenden Instituts. Nachdem ein Prolog von Stahl Aktienkapital betrug 1900 000 M., wovon 100 000 m. bar eingezahlt erster Instanz das Landgericht zu Gunsten der Stadt entschieden den Festabend stimmungsvoll eingeleitet, gaben ihm edle Kunst- wurden. Der Aufsichtsrat bestand aus dem Staatsanwalt a. D. Schön, dem Gerichtsvollzieher a. D. von Kleinsorge und dem hatte. Bei diesen Prozessen, die von großer principieller Bedeutung darbietungen der Musik und der Litteratur die Weihe. Werke von früheren Studenten Jenny. Cornelius und Kluge wurden mit find, handelt es sich um Objekte von mehreren Hunderttausend Mart. Beethoven und Mendelsohn und andren wurden in lüchtiger Aus- ben Direktorenposten betraut. unter Aus den Nachbarorten. " # Am 21. Juni 1899 wurde eine Das am Sonntagmorgen beim Witterungswechsel einführung einem andachtsvollen, kunstverlangenden Publikum vor plögliche Kaffenrevision vorgenommen und hierbei wurde ein Fehl getretene Glatteis hat mehrere Unfälle sowie arge Verkehrs- geführt; moderne Dichtung, Natur- und sociale Chrik wurde durch betrag von 26-27 000 m. festgestellt, der auf Veruntreuungen seitens Vor der Polizei falamitäten im Straßenbahnbetriebe zur Folge gehabt. Der um Herrn Fr. Moest trefflich vorgetragen. Im Mittelpunkt des Abends der beiden Angeklagten zurückgeführt wurde. 7 1hr früh herniedersprühende Regen verwandelte sich auf dem sie wiederriefen es aber in der Hauptfalten Erdboden alsbald zu einer festen Eiskruste, auf der Menschen stand der Festvortrag Karl Liebknechts, der im Rückblick und Zukunfts- und dem Untersuchungsrichter legten fie auch ein teilweises und Tiere nur schwer vorwärts fommen konnten. Unfallstationen ausblick die Bildungsaufgaben der Arbeiterklasse feierte und der Geständnis ab, verhandlung und wurde nun eine außerordentlich weitgehende und Rettungswachen hatten mehrere Verunglückte zu verbinden. Arbeiterbildungsschule für das nun anhebende neue Jahrzehnt ihres Beweisaufnahme nötig, um Klarheit in die höchst verwickelten GeTanz und froheschäftsverhältnisse der Aktiengesellschaft zu schaffen. Von den drei Ein Haftentlassungsgesuch für den Kommerzienrat Sanden Wirkens weiteres glückvolles Gedeihen wünschte. ist mit Rücksicht auf dessen Gesundheitszustand gestellt worden. Das Geselligkeit hielten die männlichen und weiblichen Freunde der Werteidigern, Rechtsanwalten Holländer, Dr. Schwindt und Höniger Gejuch wurde abgelehnt. schied der letztere im Laufe der Verhandlung aus, weil er Syndikus Bildungsschule zahlreich bis in die Morgenstunde zusammen. Ueber den Brand im alten pathologischen Juftitut machte Geheimrat Birchow am Sonnabendabend in der Anthropolo- wird morgen, Dienstag, ein dekorativ ausgestatteter Vortrag„ Aus für den Angeklagten C. so ungünstig aus, daß der Gerichtshof beschloß, genommen werden müßte. Am Sonnabend fiel die Verhandlung Im wiffenschaftlichen Theater der„ Urania"( Taubenstraße) der Gesellschaft gewesen war und wiederholt auf sein Zeugnis Bezug gischen Gesellschaft folgende Mitteilungen: Das Feuer ent- dem Tagebuch der Erde" von Dr. P. Schwahn zum erstenmal ge- ihn in Saft zu nehmen. Gestern wurde die Zeugenvernehmung noch stand in einem abgeschlossenen Bodenraum, in dem sich die Leitung halten werden. fortgesetzt. der Warmwasserheizung befindet, zu dem aber auch nur der Heizer den Schlüssel hatte. Durch die Dede brannte hier ein Der große Falschmünzerprozeß, der vier Tage hindurch das glühende Teile der Dede fielen auf den Arbeitstisch in den, med dem Bodenraum befindlichen Saal des pathologischen Instituts. Die erste städtische Volkebibliothek in Schöneberg, ver- Schwurgericht des Landgerichts I beschäftigt hat, gelangte in der Dieser altertümliche Tisch, an dem ganze Generationen von bunden mit einer öffentlichen Lesehalle, ist heute eröffnet worden. Nacht zum Sonntag erst nach Mitternacht zum Abschluß. Von den Sekretären und Bibliothekaren des Instituts gearbeitet haben, ist Die Bibliothel, die sich im Erdgeschoß des Hauses Eisenacherstr. 48 neunzehn Angeklagten wurden acht freigesprochen, elf verurteilt. Zu An den Bibliothetsraum schließt sich den Freigesprochenen gehörte auch der Arbeiter Neumann, der sich mit allen seinen Namen und sonstigen Erwerbungen ein Raub der befindet, enthält 8000 Bände. Flammen geworden, mit ihm find aber auch viele Präparate, die Lesehalle, wo dreißig Personen Platz haben Die Bibliothet, die im nächsten Monat zu verantworten haben wird, weil er beschuldigt Schädel 2c. zerstört, ebenso viele sonstige wertvolle Stüde aus der unter der Aufsicht des Gymnasial- Oberlehrers a. D. und stell- iſt des Raubmords gegen die betagte Lehrerin Medenwaldt. Es wurden Privatsammlung Birchows wie aus dem Eigentum der Anthro- vertretenden Stadtverordneten Borstehers Dr. Richter steht, ist an folgende Strafen erkannt: Ignaz Woiciechowski 6 Jahre Zuchthaus, drei Monate Gefängnis, Janas drei Jahre Gefängnis, Anton pologischen Gesellschaft. Die Größe des Verlustes läßt sich noch den Wochentagen von 7-9 Uhr abends und Sonntags von 11%, bis Ernst ride fechs Jahre Gefängnis, Mar Kride drei Jahre nicht vollkommen übersehen, da beim Löschen viel Wasser den 1 Uhr frei geöffnet. Monieta zwei Jahre Gefängnis, Emil Bober zwei Jahre Gefängnis, Raum überschwemmt hat, und alles ein Schutthaufen geworden ist. Albert Bober drei Monate Gefängnis zusätzlich, Reinhold Schulze An Geheimrat Virchow fommen täglich Briefe an, die der Hoffnung zwei Jahre Gefängnis, Otto Schulze zwei Jahre Gefängnis, Hirsch Ausdrud geben, daß der Schaden fich als gering herausstellen möge. zwei Jahre Gefängnis und Dudi fünf Monate Gefängnis. Er selbst aber hat in dieser Hinsicht wenig Hoffnung: hier und da werde vielleicht das eine oder das andre der vielfach zerstreuten Stüde der Sammlung noch erhalten sein, das meiste sei aber unrettbar verloren, und auch die Anthropologische Gesellschaft müsse sich auf das traurige Ereignis schwerer Verluste gefaßt machen. Ueber den Schaden im einzelnen wird Geheimrat Virchow nach genauerer Feststellung in einer der kommenden Sigungen der Gesellschaft aus führlicher berichten. = V In der Stadtverordneten Ersatzwahl in der I. Abteilung des 16. Stadtbezirks wurde an Stelle des verstorbenen Direktors der Charitee, Geh. Rat Spinola, der Fabrikant und Ingenieur Karl Flohr, Chauffeestraße, gewählt. Eine heftige Gasexplosion erfolgte Sonntagabend in Spandau in dem Laden des Kaufmanns Weishaupt, Breitestraße. Beim Anzünden der Flammen entzündete sich ausgeströmtes Gas unter weithin hörbarem Knall; beide große Spiegelscheiben des Schaufensters wurden in Taufenden von Stücken auf die Straße geschleudert, und auch sonst sind im Laden arge Verwüstungen angerichtet worden. Mehrere im Geschäft befindliche Personen wurden zu Boden geworfen, ein Kommis erlitt Brandwunden an den Händen; durch Glassplitter, von denen einige 20 Meter weit flogen, wurde ein Passant im Gesicht verletzt. Dermilchtes. In der Koniker Affaire liegen neue Thatsachen nicht vor Nach einer der" Bois. Ztg." zugehenden Meldung, die zu kontrollieren der Kürze der Zeit wegen und infolge der Unterbrechung des Telephonverkehrs mit Konig nicht möglich war, ist in Koniz der Neu- Weißensee. Von unsren in der Gemeindevertretung Gemeindeschullehrer W. unter dem Verdacht der Ermordung Ernst iſt der Antrag an.den Gemeinde Winters am Sonnabendabend von dem Kriminalkommissar v. Kracht Die Jubiläums Medaillen. Im preußischen Abgeordneten- ſizenden Genossen haufe wurde am Montag bewegliche Klage geführt über die schlechte borstand gerichtet worden, baldigst eine Sigung der Vertretung ein verhaftet worden. Eine Bestätigung der Nachricht liegt nicht vor; andre Nach Prägung der zum 18. Januar ausgegebenen Jubiläumsmünzen, zuberufen, um über die Schritte zu beraten, welche die Gemeinde Zivei- und Fünfmarkstücke. Ju der That hält man im Publikum zur Steuerung der in verstärktem Maße hervortretenden Wohnung 3- richten besagen vielmehr im Gegenteil, daß eine Verhaftung gestern nicht erfolgt jei. allgemein das Doppelbild für die Darstellung des taiserlichen Ghe- talamität unternehmen will. paars. Das ist aber ein Irrtum. Das anscheinende Frauenbild Die Grund- und Hansbefizer nutzen die Vorrechte, die ihnen Die Staatsbürger Zeitung" fährt fort, den Rassenhaß zu ist nämlich das Porträt Friedrichs I. Die patriotische Medaillen- durch eine reaktionäre Gesetzgebung gesichert wurden, auf das schüren. Die Mörder des Gymnasiasten Ernst Winter sind unter funst steht in der That auf der Höhe der Festzeit. äußerste aus. Sehr empfindlich sind diese Herren, wenn es gilt, den Juden zu suchen. So lange die Behörde noch zögert, aus dem etwas Steuern mehr zahlen zu müssen. Namentlich jetzt, wo durch vorliegenden Belastungsmaterial die nötigen Konsequenzen zu die Mietssteigerungen eine Erhöhung der Mietserträge und damit ziehen: Verhaftung und Antlage gegen Juden, die sich selbst als zugleich eine Steigerung der zu leistenden Grundwertsteuer Mitthäter oder Mitwisser verdächtigt oder im Zusammenhang mit eingetreten ist, möchten sie um teinen Preis der Allgemeinheit einen der Untersuchung in der Mordangelegenheit Meineide geleistet haben, Durch einen Sturz aus dem Fenster ist Sonntagmorgen die winzigen Teil ihres sauer erworbenen Verdienstes" in Form er so lange werden Mörder freilich nicht ermittelt werden. höhter Steuerleistung zukommen lassen. Da nun hier wie auch Nach Auffajung der Staatsbürger- Zeitung" muß die Auf61 Jahre alte verwitwete Freifrau von Wegern geborene Frein anderswo die Grundbefizer die Gemeindevertretung durch die findung des Mörders so leicht sein, daß es unverantwortlich ist, von der Golz aus der Kaiser Friedrichstraße zu Charlottenburg ums Bucht ihrer Zahl, wenn auch nicht in andrer Beziehung, wenn sie sich nicht selber endlich die 20 000 M. Belohnung zu ver Leben gekommen. Die Dame wohnte bei ihrem Schwiegerjohne, vollständig beherrschen, so werden in fast allen Fällen die Wünsche dienen suchte. hatte aber ihr eigenes Dienstmädchen. Diesem erlaubte sie am dieser Herren auch Gesetz. Die hiesigen Grundbesizer wollen eine Ueber eine ,, Sternberg- Affaire" wird aus Köln berichtet: Sonnabendabend einen Ball zu besuchen, so daß sie allein in ihren Ermäßigung der Kanalisations- und Waſſerabgaben herbeiführen; Die Kriminalpolizei verhaftete einen hiesigen reichen Kaufmann, der Räumen war. Am Sonntagmorgen um 6 Uhr wurden die Haus- dies fann natürlich nur auf Beschluß der Gemeindevertretung erfolgen. genossen durch das Geräusch eines dumpfen Falls auf dem Hofe er aber etwa glaubt, daß diese Forderung der Grundbefizer aus gerade von einer Reise zurückgekehrt war, am Bahnhofe, als er fich nach Hause begeben wollte. Bereits 14 schulpflichtige Kinder aus dem Schlafe gewedt. Als man nachsah, fand man Freifrau eigennüßigen Motiven hervorgegangen sei, ist sehr auf dem Holz- find in dieser Sache vernommen worden. Weitere Berhaftungen von Wegern mit zerschmettertem Kopfe tot auf dem Hofe liegen. wege; nein, ein Pfiffitus hat uns den wahren Grund für das VorDurch einen Wasserrohrbruch in der Garnisonkirche in der gehen jener Herren verraten:„ Der aufgestellte Etat der Gemeinde stehen bevor. Neuen Friedrichstraße ist Sonntagnachmittag die innere Einrichtung soll nicht aus dem Gleichgewicht gebracht werden!" Naiv! des erst vor vier Wochen neu geweihten Gebäudes erheblich beschädigt worden. Infolge des eingetretenen Witterungswechsels war eines der zum Feuerschuhe im Kirchenraum hochgezogenen Wasserrohre im Dachraum des Gebäudes geplant und hatte einen halben Meter langen Riß erlitten, woraus bedeutende Wassermassen hervorströmten. Die Feuerwehr beugte weiterem Schaden vor. Gerichts- Beitung.ind Ein schwerer Naubanfall wurde in eipzig auf eine act zehnjährige Verkäuferin, welche im Hauptpostgebäude für ihren Chef Bostanweisungen eintassiert hatte, in dem Hause Brühl 59 verübt, Der Räuber überfiel das junge Mädchen auf der Treppe hinterrüds und entriß ihr den Geldbeutel mit 466 M., worauf er die Flucht ergriff und entkam. " Die Polizeimacht des Amtsvorstehers v. Oppen gegen Die Anarchisten. Am Montag fand eine umfangreiche Verhandlung, die volle sechs Stunden währte, vor der vierten Straffammer am Aus Rudolstadt wird gemeldet: Die große weitbekannte Vor den Augen ihres fünfjährigen Töchterchens stürzte Landgericht II statt. In der Beweisaufnahme, zu der 24 Beugen Photenhauersche Möbelfabrik ist gestern durch Großfeuer einfich am Sonntagnachmittag die 39 Jahre alte Frau Minna des herangezogen waren, ergab sich folgender Thatbestand: Im vorigen geäschert worden. Der Schaden wird auf 200 000 M. geschäzt. Schiffsunfälle. Der Wörmandampfer Gretchen Bohlen" ist Eisenbahnbeamten Vier aus der Marienstraße Nr. 27 aus dem Fenster Jahre, kurz nach dem Attentat auf den König von Italien, war in hinaus. Seit 16 Jahren verheiratet, lebte die Frau mit ihrem Adlershof von anarchistischer Seite eine Boltsversammlung Sonntag auf der Elbe vom Dampfer„ Suevia" in den Grund ge„ Gretchen Bohlen" hatte vormittags den Hamburger 42 Jahre alten Manne bis vor kurzer Zeit in glücklichster Ehe, aus einberufen worden mit dein Thema: Attentate und Anarchismus. bohrt worden. Vor vier Jahren Herr v. Oppen hatte die Abhaltung dieser Versammlung verboten, Hafen verlassen, um nach Westafrika zu gehen. Obwohl die Schiffe der ein Sohn und eine Tochter hervorgingen. mußte sie sich einer Operation unterziehen und diese vor dreiviertel ipäter aber auf eine Beschwerde des Einberufers geantwortet: Er habe wegen herrschenden Nebels nur langsam dampften, war der ZuJahren wiederholen lassen. Seitdem zeigte fie cine frankhafte Un- teine Bedenken mehr gegen die Besprechung des genannten Themas, da fammenstoß doch so heftig, daß„ Gretchen Bohlen" an Badbord vorn aber zu demselben Tage, an dem die verbotene Versammlung statt- bis tief unterhalb der Wasserlinie aufgeschnitten wurde, und infolge verträglichkeit. Die Selbstmörderin war sofort tot. finden sollte, bereits eine gewerkschaftliche Versammlung im gleichen dessen das Borderschiff schnell fant. Das Schiff wurde bei der Ojte, Am Rande des Grabes hat der 78 Jahre alte, feit 8 Jahren 2otal angemeldet sei, so würde er feine Einwendungen machen, außerhalb des Fahrwassers auf Grund gefeßt. Das Vorderschiff an Atemnot leidende Schneidermeister K. Bethke aus der Straßburg- wenn das obige Thema in einer später einzuberufenden Versammliegt unter Wasser. Die„ Suevia" ist ohne Beschädigung im Ham straße 33 seinem Leben ein Ende gemacht. Nachdem er sich am lung erörtert werde. Die gewertschaftliche, ebenfalls von an burger Hafen eingetroffen. Aus Cherbourg wird telegraphiert, Sonntagnachmittag noch mit seinen Angehörigen unterhalten hatte, archistischer Seite einberufene Versammlung fand denn auch daß die britische Bark„ Moel Tryvan", die von Antwerpen nach erhängte er sich in seiner Stube am Bettpfosten. statt, aber sie kam nicht über den Anfang hinaus. Cardiff bestimmt war, 25 Meilen von den Castets entfernt tenterte. Der bekannte Anarchist Demp wolf nahm das Wort und sagte Sieben Mann von der Mannschaft wurden gerettet. Der Kapitän Einen Bubenstreich haben Einbrecher verübt, die in der Nacht zum Sonntag dem Handschuh- und Schirmgeschäft von Gebrüder dem Sinne nach: Sie fennen mich ja und wissen, daß ich jede und zehn Mann werden vermißt. Becker, Brunnenstraße 162, das sich gegenüber der 46. Polizeiwache Gewalt verurteile und daß ich deshalb auch das Attentat auf den befindet, einen Besuch abgestattet haben. Eine Schuhmannspatrouille König von Italien mißbillige. Bei diesen Worten rief der überbemerkte gegen 4 Uhr früh, daß die Rolljalousie zum Eingang des wachende Gendarm dem Vorsitzenden der Versammlung zu: Dies Beckerschen Geschäfts hochgehoben worden, indem eine Eisenstange Thema ist polizeilich verboten, entziehen Sie dem Redner das Wort. in die Seitenfuge geflemmt war. Sofort wurde der Geschäfts- Der Vorsigende folgte dieser durch keine gefeßliche Bestimmung inhaber Herr Frande, der im Nebenhause wohnt, geweckt. Beim zu begründenden Aufforderung des Beamten natürlich nicht, und Betreten des Geschäftslotals machte sich ein intensiver Gas- der Gendarm Donath löfte nunmehr die Versammlung auf der den Ein außerhalb des Versammlungslokals postierter Amtsdiener hörte, Zum Glück war fein Licht in geruch wahrnehmbar. Laben gebracht worden. Herr& tastete sich nach dem Kron- daß Donath die Auflösung aussprach und holte sogleich drei leuchter und fand, daß die Hähne sämtlicher Gasflammen offen Gendarmen und einen zweiten Amtsdiener, die in einem nahe Verantwortlicher Redacteur: Robert Schmidt in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Briefkasten der Redaktion. Nr. 25, M. B. Unfres Wissens nicht. Drei Wettende. Ende Dezember 1895. Zwei Streitende. Der ältere Krupp hieß Alfred, der jezige Besizer Struppichen Werke heißt Friedrich Alfred. Streitende. Hammerstein hat seine Strafe voll verbüßt. St. Georgen 403. Wir sind nicht in der Lage, den Artikel auf seine ichtigkeit zu prüfen. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin.