Ur. 19. Ablnmemntts-Kedingungeu: Abonnemenl»-Pr«i» pränumerando: vierteljährl. Z,Z0 Md. monatl. 1.10 Md. wöchentlich 28 Pfg. frei in» Hau». Simelne Numw-r 5 Pfg. Sonntag»- Nummer mir UhiNrierier Sonntag»- Beilage„Die Neue Welt« 10 Pfg. Post. Nbonnement: S.Z0 Mark pro Quartal. Eingetragen in der Post- Zettung»- Prti»list- für 1901 unter Dr. 7671. Unter«reuzband für Deutschland und Oesterreich-Ungarn 2 Marl, für da» übrig« illuiland z Mark pro Monat. 18. Jahrg. Ate Inftrttons-Gevliyt beträgt für die sechsgespaltene Kolonet, »eile oder deren Raum»0 Pfg., für politische und gewerlfchaftltche Verein»- und Versammlung»-Anzeigen 20 Pfg. „Hileine Knseigen" fede« Wort S Psg. (nur da« erste Wort fett). Inserate für dt« nächste Nummer mästen bt» t Uhr nachmittag» in derSrvedttion abgegeben werden. Die Srpcdttton ist an Wochen- tagen bt» 7 Uhr abend«, an Sonn- und gesttagen bi» S Uhr vormittag» geöstnel. Erscheint täglich«uftn»ontäg». Devlinev Volksblakk. Telegramm-Adrester nolitislchv Mebevfirhk. Berlin, den 22. Januar. Die Oberregierung. Die Brefeld-Affaire ist der agrarischen und industriellen Unternehmerpresse überaus fatal. Der konservative und nasional- liberale Kapitalismus, der seinem Brefeld reichlichsten Dank schuldet. sieht voller Bestürzung die Enthüllung der zarten Geheimnisse centralverbändlerischer Ministerstürzerei und Miuisterbeherrschung. Weder gegen die Echtheit unsrer Veröffentlichung noch gegen die Richtigkeit der in ihr über die Bueck-Brefeldschen Intimitäten mitgeteilten Thatsachen läßt sich das geringste vorbringen. Die Blößen des Regierungssystems im Staate der socialen Reform sind sichtbar gemacht worden vor aller Augen. Was soll die Presse jener Parteien beginnen? So oft bisher die Behauptung de« Klassen staats auf- gestellt wurde, schrie man über Verleumdung des Staats der gleichen Fürsorge für alle seine Angehörigen. Sprach die Socialdemokratie von Abhängigkeit der Regierung, so feierte man die Regierung über den Parteien. Jetzt, da der Beweis der socialdenlokratischen Behauptungen in einer Bündigkeit erbracht ist, der niemand widerstreiten kann,— erklärt der Chorus der Unter- nehmerpresse: die Sache ist gänzlich bedeutungslos. Durch die Wanzentaktik des Totschweigens sucht man den Folgen der Feststellung der Oberregierung möglichst glimpflich zu entrinnen. Die„Deutsche Tageszeitung" ist freundlich genug, daS Verlegenheitsrezept in voller Ausführlichkeit mitzuteilen; sie erklärt: Es würde unsre« Erachtens sachgemäß und zweckmäßig sein, wenn die bürgerlichen Parteien diesen Veröffentlichungen gegen- über, soweit es möglich ist, den Standpunkt der Nicht- beachtung einnehmen wollten. Der neuerdings oeröffent- lichte Bnecksche Brief ist an sich bedeutungslos. Er kann nur Bedeutung gewinnen, wenn er über seine eigent- liche Bedeutung hinaus aufgebauscht wird. Das kann aber mir geschehen, wenn die bürgerlichen Parteien der Socialdemokratie in ihrem AufbauschungSbestreben Hcercsfolge leisten. Deshalb würde es gut sein, wenn man den Bxief nur seiner Bedeutungslosigkeit entsprechend behandeln würde. DaS sollte auch die Staatsregierung thun. Man scheint dort aber etlvaS nervös geworden zu sein. Gestern erschien schon im Reichstage der Minister Brefeld auf der Bildfläche, um, wie man glaubte, den Anzapfungen deS Abgeordneten PeuS zu mit- Worten. Eine solche Antwort hielten wir gestern für vollkommen unnötig. Je weniger man auf die socialdemokratischen Tiradcn eingeht, um so mehr wird die Ausniitzung solcher Veröffentlichungen für das Partei-Jntereffe gehindert." Am angenehmsten wäre eS der Junkerpresse, wenn sie ihr Schweigegebot auch über uns verhängen könnte. Leider sieht sich das Verlangen nach einem Sociali st engesetz, mit dem das Organ des Centralverbands, die„Berl. Neuest. Nachr." gleich der »!ireuz-Zcitung' nnsre Enthüllung beantzvortet, der Erfüllung fern. Wenn das Agrarierblatt und andre Blätter den Inhalt deS Bueck-Briefs als bedeutungslos darzustellen versuchen, so ent- spricht dies allerdings ihren wirklichen Ueberzeugungen. Die Agrarier haben stets so gearbeitet, wie es der Bucckbrief vom Tentral- verband enthüllt. Die Agrarier haben stets durch diese Methoden der Ministerbeeinflussung und Ministerknechtung ihr politisches Spiel geübt. Ihnen erscheint als selbstverständlich, dah die Regierung nach der Pfeife der herrschenden Klassen tanzt. Wenn der «Deutschen Tagesztg." etwas an der Sache mißfällt, so nur, daß neben der agrarischen Camarilla eine central- verbändlerische Konkurrenz-Camarilla besteht und Einfluß hat. Neues ist also gewiß uicht durch den Bueck-Brief bekannt ge- gebe» worden. Stets wurden so im absolutistischen Deutichland die Regierungsgeschäfte betrieben. Neu ist nur, daß das, waS stets war und stets abgeleugnet wurde, akten mäßig und unwiderleglich fe st gelegt ist. Die«Franks. Ztg." sagt mit Recht von unsrem Bueck-Brief: Er wird ein geschicht- licheS Dokument bleibe». Die CentrumSpresse beginnt sich anscheinend der Gefährlichkeit der zuerst von ihr versuchten Vertuschung der An- gelegenheit bewußt zu werden. Die.Germania", die gesten, alles in Harmlosigkeiten aufzulösen dachte, hat sich mittlerweile zu einer allerdings noch immer überaus milden Kritik fortgemausert, indem sie erklärt: «Im übrigen können alle Instanzen der Reichsregierung wie der preußische» Regierung daraus ersehen, wie g es a h r Ii ch es für sie ist, einer einzelnen Interessenvertretung anders als in offizieller Weise gegenüberzntreten. Die Indiskretionen des„Vorwärts" werden ihr Gutes haben, wenn sie dazu beitragen," Etwas unsanfter behandelt die«Köln. V o l k S z t g." das »socialpolitische Examen" des Ministers Brefeld durch den Vertreter der Großindustrie: «Glücklicherweise ist durch die Enthüllungen über die Machenschaften des Centralverbands und durch die rubm- redigen Plaudereien deS Herni Bueck dafür gesorgt, daß der Ver- band die alte allmächtige Rolle nicht mehr spielen kann. Die Rraierung ist durch die e n g e V e r b i n d u» g mit ihm zu sehr bloftgestcllt, als daß sie sich nicht zurückhalten müßte. So oft sie Socialpolitik im Geiste des Centralverbands treiben will, gerät sie in den Scrdacht, unter seinem Einflüsse zu handeln, und einen solchen verdacht zn vermeiden, ist sie ihrem eignen Ansehe» schuldig." «• * Eine kurzweilige Räubergeschichte über die Herkunft unserer Veröffentlichung erzählen die„Berl. Neuesten Nachrichten". Ein Beamter des Centralverbands soll die Schriftstücke ans den Akten entwendet haben. Der Beamte sei zehn Jahre lang im Bureau deS Verbands beschäftigt gewesen und habe volles Vertrauen gehabt. Im letzten Sommer sei er sogar in eine wesentlich beffere Stellung eingerückt. Denn es sei in Er- fahrung gebracht worden, daß er Socialdemokrat sei und bei der letzten RcichStaaSwahl schon socialdemokratische Stimmzettel verteilt habe. In der Zeit, die den Veröffentlichungen voranging, sei von seinen Kollegen bemerkt worden, daß er sehr reichlich mit Geld ver- sehen war, während früher fast immer das Gegenteil bei ihm der Fall ivar. Wahrscheinlich hätten seine Parteigenossen ihn zum Akten- raub angestiftet. Im Dezember habe er freiwillig seine gute Stellung aufgegeben und sei nach Rußland ausgewandert, Unrichtig ist in der Geschichte der«Berl. Neuest, Nachr," nur. daß der Beamte Buecks 1898 socialdemokratische Stimmzettel ver- teilt habe; so unvorsichtig ist er nicht gewesen, und die Social- demokratic benutzt nur sehr vorsichtige Leute, Sonst aber wollen wir, da das Centralverbands-Organ' so viel weiß. nicht anstehen, die � Biographie nnsres Helfers zu vervollständigen. Die Socialdemokratie hat dem Manne die doppelte Höhe seines Gehalts im Centralverband auf Lebenszeit und eine reich- liche Rente für seine Nachkommen bis zum Beginn des socialistischen Zukunftsstaats ausgesetzt, Sie hat ihm dafür die Ver- pflichtung auferlegt, nach Rußland zu gehen, wo er vorläufig in das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten eingeschniuggelt ivorden ist, um die dort befindlichen, für die internationale Socialdemokratie höchst wichtigen Akten auszuliefern. Nach dem Gelingen dieses Plans und nach Verjährung der im Centralverband verübten Unthaten wird er von uns im persönlichen Dienst eines Monarchen der Dreibundstaaten verwendet werden. Der socialpolitische Hemmschuh. Den versuch des Grasen PosadowSly, die Verantwortung für den Stillstand der Socialpolitik dem Bundesrat aufznhalse», beantwortet die. AugSburger Abendzeitung" wie folgt: „Der Staatssekretär Graf Posadowsky befindet sich ja, seit- dem die 12 000 Mark-Angelegenheit bekannt geworden ist und zu wiederholten persönlichen Angriffen aus ihn und seine ganze Amtsführung Anlaß gegeben hat, unzweifelhaft in einer sehr schlvierigen Lage, Der Reichskanzler hat ohne Umschweife das Verfahren als einen„Mißgriff" gekennzeichnet und alle Redner im Reichstage mit einziger Ausnahme des Abg. Dr. Rösicke vom Bunde der Landwirte haben es gleichfalls mehr oder minder scharf gemißgebilligt. Unter diesen Umständen wird man es begreiflich und entfchuldbar finden, wenn Graf Posadowsky neuerdings das B e st r e b e n bekundet, feine Person nach Möglichkeit aus der parlamentari- schen Schußlinie zu bringen und sich nach einer sicheren Deckung umzusehen. Wenn er dabei aber neuerdings auf die Taktik verfallen ist, sich als einen ganz einflußlosen Faktor in der Reichs- Verwaltung, als einen«Beamten in einem Föderativ st aate" hinzustellen', der lediglich den Willen und die Beschlüsse der verbündeten Regierungen zur Ausführung zu bringen hat und keinerlei eigne Initiative, keinen persönlichen Einfluß besitzt, so muß dieser Weg seiner Verteidigung doch ernste Bedeuken erwecken. Es fehlte nur noch, daß Graf Posadoivskh hinzusetzte— zwischen den Zeilen seiner Aus- führungen kann man es beinahe lesen—, daß er auch lediglich einen Auftrag der verbündeten Regierungen ausgeführt habe, als er jene 12 000 Mark vom Centralverband der deutschen Industriellen erbitten ließ! Wer die thatsächlichen Verhältnisse kennt, wird nicht ohne eiu Lächeln die Schilderung aufnehmen können, die Graf Posadowsky von seiner Stellung entworfen hat. Der Theorie mag ie einigermaßen nahe kommen, von der Wirklichkeit ent- ernt sie sich ganzbedeutend, Graf Posadowsky hat anzu- führen vergessen, daß er nicht mir Staatssekretär im Reichsamt des Innern ist, sondern auch Stellvertreter des Reichskanzlers, als welcher er namentlich unter dem Fürsten Hohenlohe in den meisten inneren Fragen des Reichs einen maßgebenden Einfluß ausübte, daß er außerdem im Bundesrat, in wel- chem er gewöhnlich den Vorsitz führt, meist der stimm- führende Mini st er Preußens ist nnd als solcher im Verein mit den Vertretern der Preußen meist folgenden kleineren Staaten in allen Fragen, die nicht eine besondre grundsätzliche Bedeutung haben, welch' lctztre mitunter— nicht oft— zu Meimmgsverschieden- heiten führen, den Ausschlag g i e b t. Ja. als Staats- sekretär des Innern, dessen Amt dafiir ja naturgemäß in erster Linie maßgebend sein muß, hat er bisher in socialpolitische« Fragen häusig genug seine Auffassung und seinen Willen nicht nur gegen mittlere und kleine Bundesstaaten durchgesetzt, sondern sogar gegen Preußen selbst. Es sei nur daran erinnert, daß die preußischen Offiziösen namentlich in Ueberciustimmung mit dem preußische» Handclsniiuister bei der jüngsten Umgestaltung der Invalidenversicherung die Renten st eilen nachdrücklich be« kämpft haben, aber erfolglos, weil das Reichsamt des Innern daran festhielt. Eingeweihte würden wohl»och zahlreiche ähnliche Fälle anführen können, DaS ReichSamt des Innern ist zwar selbstverständlich bei allen seinen gesetzgeberischen Plänen an die Zustimmung der Mehrheit deS Bundesrats wie deS Reichstags ge- bunden. Aber eS wird dem Grafen Posadolvsky kaum gelingen, den Beweis zu führen, daß ihm gegenüber die Mehrheit der verbündeten Regierungen auf social« politischem Gebiete die Rolle deS Hemm- fchuhs je gespielt haben. Selbst in der Frage des obligatorischen Neunuhr-Ladenschlusses, von dem die meisten Regierungen gar nichts wissen wollten, gaben sie schließlich nach, um das Zustandekommen der Novelle zur Gewerbe-Ordnung nicht zu gefährden. Mau kann daher dem Grasen Posadowsky in dessen eigenem Interesse nur raten. die Taktik, die verbündeten Regiernngen zu S ü n d e n b ö ck e n zu machen, schleunig aufzugeben und sich nach eiucr andren Verteidigmigsmethode umzusehen. Tie von ihm neuerdings be- folgte kann nur unnötig böses Blut bei den deutschen Bundes- staaten erregen." Die«Angsburger Abendztg," ist offizielles RegierungSorgan, und ihr Münchener Vertreter empfängt täglich dein» bayrischen Ministerpräsidenten seine Informationen. Es ist also wohl kaum anzunehmen, daß dieser Fehdebrief ohne Wissen deS Herrn v. Crailsheim erlassen wurde. Ebensowenig Berechtigung dürfte aber die optimistische Anschauung haben, diese Erklärung sei der eignen Initiative der bayrischen Regierung zu danken. Bei der bekannten Abhängigkeit des Ministeriums Crailsheim von Berlin, bei seinem Eifer, keinen von Norden kommenden Wink unbeachtet zu lasse», erscheint es ganz begreiflich, wenn die Vermutung besteht, daß man im Reichskanzleramt den citierten Artikel nicht ungerne sieht. Es ist das Verhängnis des Grafen Posadowsky, je eifriger er sich rechtfertigen will, um so vielseitigeren Anstoß zu erregen. Er hat es mm so ziemlich mit jedermann verdorben. Bemerkenswert ist besonders in den Ausführungen deS bayrisch- offiziösen Blatts der Herr» Brefeld betreffende Hinweis. Wir erfahren, daß der preußische Minister für Handel und Gewerbe d i e Seele des Wider st ands gegen die Rentenstellen gewesen ist. daß er mich in dieser Angelegenheit einen Posadowsky noch au Rück- ständigkeit übertraf. Und Herr Brefeld obsiegte über Posadowsky: die Darstellung der«Angsburger Abendztg." ist in dieser Hinsicht unnckitig. Wenn auch die Rentenstellen in dem Gesetz verblieben, so doch in so unzureichender Gestalt, daß ihre Gegner eher Befriedigung daran haben dürfen als ihre Freunde. Der hartnäckige Kampf der Agrarier und Centralverbändler gegen die Rentenstellen erklärt sich nun leicht aus der bisher nicht bekannten Thatsache, daß diese Leute im preußischen Ministerium für Handel und Gewerbe sichern Rückhalt wüßt«». Herr Brefeld entpuppt sich immer mehr als getreuer Exekutor der äußersten socialpolitischen Realtion, als Hinderer der gering- fügigsten Reformen, die selbst ein Posadowsky befürwortet.— Reichstag. Der achte Tag der socialpolitischen Debatte, die unter dem Titel„Gehalt des Staatssekretärs des Reichsamts des Innern" läuft, brachte zunächst eine Erwiderung unsrcs Ge- nossen Horn auf die Kritik, die Graf Posadowsky jüngst gegen die Behauptungen unsres Genossen über die Zustände in der Glasindustrie gerichtet hatte. Der wildkonservative, antisemitisch schimmernde Abgeordnete von Potsdam, Herr Pauli, ein Tischlermeister seines Zeichens, bewies, daß die kleinen Krauter das Scharfmachen ebenso gut verstehen, wie die großen Haufen des Centralverbands: mit brutalster Offenheit forderte er den Ausschluß aller socialdemokratischen Arbeiter aus den Staatsbetrieben. Nebenbei griff er die Bäckereiverordnung an und trieb ein bißchen Judenhetze, indem er mit der köstlichen Entdeckung aufwartete, daß die von Peus gestern gerügten Mißstände in den Ziegeleien hauptsächlich in solchen Betrieben zu finden seien, die in jüdischen Händen wären. Der Nationalliberale Münch-Ferber verlangte die Errichtung einer staatlichen Auskunftsstclle für Handel, Industrie und Landwirtschaft, die im weiteren Verlauf auch der Freisinnige Blell befürwortete. Der agrarische Pferde- fuß kam in der Rede des Herrn Münch-Ferber zum Vorschein. Er schalt kräftig auf die HandelSkammer-Gerichte, was den in seiner kaufmännischen Ehre getroffenen Abg. Blell zur Abwehr veranlaßte. Zwischendurch suchte Graf Posadowsky die schön- färbensche Statistik über die Leistungen der deutschen Ver- sicherungs-Gesetzgebung, mit denen man auf der Pariser Weltausstellung paradiert hat, gegen die Kritik zu verteidigen, die Hoch im Anschluß an die Legiensche Broschüre jüngst da- gegen gerichtet hat. Genosse A l b r e ch t fertigte den kleinen Scharfmacher Pauli gründlich ab und forderte Herrn Dr. Oertel, den Specialisten für angebliche Mißstände in Arbeiter-Konsum- vereinen auf, sich lieber um die Besserung der mehr als miserablen Löhne zu bemühen, die in agrarischen Konsumvereinen, gezahlt werden. Außerdem wies er an der Hand der Fabrikinspektoren-Berichte nach, daß die Verordnung, die der Bundesrat 1897 für die Konfektionsarbeiter erlassen at. außerordentlich mangelhaft sei und dringend der Reform edürfe. An dieses Geplänkel schloß sich eine große Rede Vollmars, bieder Socialpolitik des Centrums gewidmet war. Mit prächtigem Humor hielt er den Ultramontanen ihr reichhaltiges Sündenregister vor und bewies, daß sie die Mitschuld am Stocken der Socialpolitik trage. Ausführlich ging er auf den Fuldaer Bischofsbrief und die christlichen Gewerkvcreine ein, wie hier innere Gesetze der Entwicklung auch die katholischen Arbeiter zu Rebellen gegen ihre geistlichen Führer und das Unternehmertum werden lassen. Zum Schluß bewies er dem Grafen Posadowsky an dem Beispiel Frankreichs, daß ein socialistischer Minister für die Socialpolitik noch nicht das Ende eines Staats be- deute. Herr Hitze versuchte sich in einer recht schwachen Ent- gegnung, in der er klüglich die Erwiderung auf die Haupt- angriffe VollmarS auf später verschob. Herr Dr. Müller- Sagau erklärte noch kurz, daß die Man nesseelen des Freisinns sich nicht entschließen könnten, für unsre Resolution in Sachen der 12(XX) Mark-Afsaire zu stimmen. Dann wurde ein Ver- tagungsantrag angenommen. Morgen ist Schwerinstag: die Wohnungsnat steht zur Debatte.-~ Das Abgeordnetenhaus erledigte am Dienstag zunächst die Reste des F o r st e t a t s und beriet sodann in zweiter Lesung den Etat de: Domänenverwaltung. Bekanntlich sind die Erträge aus den Domänen zurückgegangen, für die Agrarier ein neuer Beweis von der Notlage der Landwirtschast und für die Mitglieder des Hauses Grund genug, um an diese Er- scheinung anknüpfend wieder einmal eine agrarische Notstands- debatte zu entfesseln. Es war eine Art Vorposten-Gefecht zwischen den Abgg. Ehlers, Dr. Barth und G o t h e i n von der freisinnigen Vereinigung auf der einen und den Abgg. v. K a r d o r f f(frk.), Frhrn. v. Wangenheim(k.) und Herold(C.) auf der andren Seite. Während die Freisinnigen die jetzige Handelsvertrags-Politik verteidigten, suchten die Agrarier denNachweis zu führen, daß die Caprivische Wirtschafts- Politik der Landwirtschaft den Todesstoß versetzt habe und daß nur hohe Zölle sie noch über Leben halten könnten. Auf feiten der Freisinnigen zeichnete sich besonders Abg. Dr. Barth durch! die Schärfe seiner Hiebe und durch die geschickte Art aus. wie er den Brotverteuerern zu Leibe rückte. Er legte namentlich Gewicht darauf, nachzuweisen, daß der Preis von landwirtschaftlichem Boden nirgends so hoch sei wie in Deutschland und daß die Erhöhung der Getreidezölle den Grund und Boden noch weiter künstlich verteuern würde, so daß also thatsächlich die Landwirtschaft in ihrer Mehrheit gar keinen Vorteil von höheren Zöllen habe. Andrerseits gab sich Dr. Barth eine Blöße, indem er den Agrariern vortvarf, daß sie mit dem Brot- und Fleischwucher nur der Social- demokratic in die Hände arbeiten, denn er bot dadurch dem Führer des Bunds der Landwirte die erwünschte Gelegenheit, die Gesinnungsgenossen des Herrn Barth auf den Wohnungs- und Kohlenwucher hin- zuweisen, der ebenso gefährlich sei, wie der Brot- und Fleisch- Wucher. Hier bewahrheitet sich wieder der alte Satz, daß wenn zwei sich streiten, die Wahrheit an den Tag kommt.— Bemerkenswert ist es, daß die Nationalliberalen sich an der Debatte nicht beteiligten. Nach dem Rede-Duell Barth- Wangenheim wurden die meisten Positionen des Etats debattelos genehmigt. Bei der Position„drei Millionen als erste Rate zur Vorbereitung und Ausführung des Verkaufs der hierzu bestimmten TeUe der Domäne Dahlem" regte Abg. Dr. C r ü g e r(frs. Vp.) an, die Negierung möge das Terrain nicht für Villenbauten erschließen, sondern den benachbarten Gemeinden Teile davon überlassen, damit diese hier Wohnungen für ihre Arbeiter er- richten könnten. Auf Gegenliebe stieß dieser Vorschlag nicht, für das große Terrain ist die landhausmäßige Bebauung in Aussicht genommen. Anscheinend hat sich die Regierung aus rein fiskalischen Gründen die Gelegenheit, ihrerseits etwas zur Linderung der Wohnungsnot zu thun, entgehen lassen. Am Schluß der Sitzung spielte sich noch in Form einer Geschäftsordnungs-Debatte der erste Akt der Kanal-Ver- schleppungs-Komödie ab. Der kanalfreundliche Präsident v. Kröcher erklärte, daß er die Absicht habe, die Kanalvorlage am nächsten Dienstag auf die Tagesordnung zu setzen, ob- wohl es ihm eigentlich erwünscht wäre, die erste Lesung bis zur Beendigung der zweiten Etatsberatung, d. h. bis zum März, hinauszuschieben. Auf Vorschlag der Abgg. Graf Limburg-Stirum(k.), Dr. P o r s ch(C.) und Freihern v. Zedlitz(frk.) wurde die erste Lesung vorläufig auf acht Tage, bis ü: die erste Februarwoche, vertagt. Fort- ' � Am Mittwoch stehen kleinere Etats zur Beratung.— ** * Deutsches Weich. Der zerknirschte Mirbach. Unser Freund und Gönner, der Freiherr v. Mirbach, ist ganz und gar nicht mehr in der frohgemuten Rhinozerosstimmung. Sein Herz ist derzeit vcrlimndet und er empfindet tiesbewegt die verdoppelte Feindschaft von Satans Tücke. Frhr. v. Mirbach hat nämlich in der Generalversammlung des Evangelischen Kirchenbauvereins eine Rede gehalten, die für nnsre Frommen recht bezeichnend ist und deshalb eine auszugsweise Wieder- gäbe verlohnt. Das Oberhaupt der Kirchenbauer äußerte u. a.: «Bei den traurigen Vorkommnissen im vergangenen Jahre in einzelnen Berliner Banken hat man auch unsre Vereine, den Evangelischen Kirckenbauverein. den Evangelisch-Kirchlichen Hilfs- verein und dessen Potsdamer Zweigvereine sowie mich personlich in einem Teile der Presse, namentlich der socialdemokratischen, in verdächtigender und gehässiger Weise hineingezogen. Man hat von großen Beiträgen erzählt, die wir von dort noch bis zuletzt er- halten, von großen Verlusten, die wir dort durch schlechte Kassen- Verwaltung und schlechte Kontrolle erlitten hätten, und hat daran im weiteste» Umfange alle möglichen persönlichen Verdächtigungen und An- griffe geknüpft. Alle diese und ähnliche Erfindungen... sind ohne jede Ausnahme unwahr. Ich persönlich bin eS ja seit Jahren, wenn auch manchmal mit verwundetem Herzen, gewohnt, die Zielscheibe des Hasses einer gewissen Presse zu sein. Daß ich mir in meinem Amte und in nieinem Wirken Mühe gebe, unsrem Herrn nnd Heilande zu diene», daran nimmt die Wrlt ein AergcrniS— oder sie versteht cö nicht. Der Zusammen- hang uiisrer Vereine mit den tiefschmerzlichen Ereignissen besteht darin, daß die Leiter jener Banken durch das jahrelange allgemeine Vertrauen und die allgemeine Achtung, welche sie besaßc», zu Tchaymeisteru unsrer Vereine gewählt worden und als solche ihres Amts unter steter Kontrolle unsrer Vorstände sorgfältig und zu unsrem Danke gewaltet haben. Wir können unS daher nicht ent- schließen, über diese Männer abzuurteilen, ehe die Untersuchungen nicht vollständige Klarheit gebracht haben.... «Unsere Vereine habe» seit ihrem ersten Entstehen fast fort- während mehr oder weniger heftige Angrisse und Verdächtigungen zu ertragen gehabt.... Ich erinnere nur an die Zeit vom Winter 1837/88, wo auf Anregung unseres jetzigen KaiserpaarS der Evangelisch-Kirchliche Hilfsvcrein begründet wurde. Der Verein sollte damals als politisch verdächtig a tout prix tot gemacht werden und cs wurde sogar versucht, bei dem alten Kaiser, bei der Kaiserin Augusta nnd bei den, schwerkranken Kronprinzen Mißtrauen zu errege». Aber bald trat das ehrwürdige alte Kaiserpaar selbst an die Spitze. Kaiser Friedrich unterzeichnete sterbend die Urkunde am 4. Mai 1888 zur Begründung deS Evangelisch- Kirchlichen Hilfsvereins. aus ivelchem unser Berein und zahllose andre Vereine hervorgegangen sind.— Und Iv e l ch e r reiche Segen ist hieraus für unser ganzes Volk, namentlich für die Arbeiter massen erwachsen.... Wie ist hier von unsrem Kaiserpaar und von diesen seinen eigensten Wecken ein Sttom des Segens über das ganze Land ausgegangen! Aber grade, weil durch diese Arbeiten das Reich Gottes, weil die Sünde und Welt überwindende Kraft des Evangeliums Fortichritte gemacht hat. grade deshalb erhebt sich mit doppelter Femdschaft d«S SatanS Tücke— groß' Macht und viel' List sein graust»»' Rüstung ist. Dadurch dürfen wir uns nickt irre niacheu lassen. Möchten wir immer mehr erkennen, wie wichtig es ist. daß alle diejenigen, welche für das Wohl unsreS Volks das eine, was Rot thut, als höchstes Ziel erstreben, äußere Mißverständnisse und Streitigkeiten bei Seite schieben und sich fester zusammen- schließe», um dein Vordringen der Mächte der Finsternis schäftigte und vielleicht glüdt's ihm auch jest wieder. Weiter stedt| gleichfalls nur gering bezahlt find. Sodann find es in Arbeiter nichts dahinter." fonfumvereinen nicht die Vorstandsmitglieder, die die Löhne der Es ist aber gut, sich durch dieses Weiter stedt nichts bahinter" übrigen Angestellten feststellen, sondern die Generalversammlung der nicht einschläfern zu lassen. Es ist schließlich doch nicht ein Zufall, Mitglieder hat die Verfügung darüber. Schließlich sind es daß zahlreiche große Zeitungen von Einfluß derartigen Hezartikeln grade die führenden Persönlichkeiten in der Konsumvereins- Bewegung, immer wieder freundwillige Aufnahme gewähren. unter denen sich gewiß auch bekannte Socialdemokraten befinden, ein mächtiges Bollwerk entgegenzustellen. Es ist erschreckend, zu sehen, wie weite Kreise unfres Volks, namentlich diejenigen, denen der größte Teil unsrer Wohlthätigkeitsarbeit gilt, durch die Mächte des Hasses und der Lüge vergiftet und systematisch gegen die Kirche und ihre Werke, gegen Christentum und Thron aufgehezt werden. Wir müssen dagegen mit verdoppelter Kraft unsre Liebesarbeit einsetzen, um das Böse mit Pardon wird nicht gegeben. Der Befehl Kitcheners, teine die den Konsumvereinen bei jeder Gelegenheit sagen, sie dürften Gutem zu überwinden. Wir haben im vergangenen Jahr in Boeren mehr zu Gefangenen zu machen, wird durch den Brief eines schauerliche Abgründe des großstädtischen Volkslebens gehöheren englischen Offiziers bestätigt, den auch die blickt, gegen die wir doch schließlich ohnmächtig sind, wenn nicht höheren englischen Offiziers bestätigt, den auch die die Macht des Evangeliums das Panier wird, um welches sich alle" Times" übernommen haben. Derfelbe lautet: Treuen scharen." Wir wissen nicht, ob Herr v. Mirbach unter den Erscheinungen der Satanstücke und den schauerlichen Abgründen des großstädtischen Boltslebens den Fall der frommen Sandenbanken versteht. doma Aus Hunnenbriefen. Der ultramontane Aachener Volksfreund" veröffentlicht in der Ausgabe vom 13. Januar den Brief des Chinasoldaten Be laer von der zweiten schweren Haubizenbatterie des ostasiatischen Expeditionscorps, der ihm von dessen Angehörigen zur Verfügung ges stellt wurde. Der Brief ist vom Fort Beitfang, 22. November datirt und enthält folgende Stelle: „ Wir belommen das Trinkwasser von den Chinesen geliefert; ehe wir das Wasser annehmen, müssen die Chinesen von demselben Wasser trinken, denn das Wasser in ganz China ist nämlich vergiftet. Am 19. November haben wir zwei Chinesen, die dies nicht wollten, dreimal aufgefordert, fie follten trinken; sie trauten aber nicht davon. Da habe ich und noch einer von meinen Kollegen die Ehre gehabt, den ersten Chinesen totzuschicken, was für uns eine Freude war. Wir schonen nämlich nie: Der Name ist genannt! Man untersuche also. mand!" Daß gegenwärtig, über die Hunnenbriefe eine farfe Kontrolle geübt wird, zeigt uns ein aus Elberfeld mitgeteilter Fall. Ein an einen dortigen, feineswegs socialdemokratischen, firchlich frommen Handwerksmeister gerichtetes Schreiben, das von seinem Sohn am 11. November in Beling geschrieben ist, gelangte eröffnet in die Hände des Adressaten. Daß eine scharfe Briefcensur ausgeübt wird, geht auch aus dem Briefe selbst hervor, in dem es heißt: Traurig geht es hier zu, wenn ich nur alles schreiben dürfte, aber den Leuten in der Heimat werden schon die Augen geöffnet werden, wenn wir zurückkommen Ach, wie sehne ich mich wie alle andren nach der Heimat Gebe der liebe Gott, daß ich es erlebe.. So gesund, wie ich von Hause bin gegangen, fomme ich nicht wieder, auch alle andren nicht." " " treiben. So hat erst vor einigen Wochen das Organ der Großeinkaufsnicht auf often ihrer Angestellten eine öde Dividendenjägerei gesellschaft deutscher Stonsumvereine, der in Hamburg erscheinende treiben. So hat erst vor einigen Wochen das Organ der GroßeinkaufsWochenbericht", einen längeren Artikel über die Frage gebracht und " Ich schreibe, was folgt, nicht ohne schwere Bedenken, da es den meisten Leuten unglaublich erscheinen wird; aber ich halte es den Konsumvereinen mit warmen Worten gesagt, daß sie ihre Anfür notwendig, da ich überzeugt bin, daß der Mann, der einen so gestellten ausreichend bezahlen und gehörig behandeln müssen und tenflischen Plan gefaßt hat, dafür sorgen wird, fich gegen alle daß die Dividendenjägerei überhaupt nicht als der Zwed der Konsumbereine betrachtet werden dürfe, daß sie vielmehr höhere Folgen zu schüßen und die Schuld, wenn die That geschehen ist, Aufgaben haben. Eine große Anzahl unsrer Barteiblätter hat den auf andre abzuladen. Sie wird auf die Soldaten und Regiments- Artitel zustimmend abgedruckt. Das Verhalten der Partei und ihrer offiziere geschoben werden, und ich glaube, daß deshalb die Ehre der Armee auf dem Spiele steht. Als Lord Kitchener führenden Personen in dieser Frage hat leine Kritit zu scheuen. glaubte, seinen Feind im Käfig zu haben( der Verfasser hat vorher Ein abgefägter Prinz. Zu der Affaire des Prinzen Alfons den Versuch beschrieben, De Wet zwischen dem Caledon und v. Bayern wird uns noch aus München geschrieben: In Oranjefluß zu fangen), fandte er geheime Instruktioneni Unter höchst eigenartigen Umständen hat ganz unvermutet Bring an die Truppen, teine Gefangenen zu machen; Alfons von Bayern, der Kommandeur der in München d. h. wenn die Boeren, von allen Seiten umringt, nicht länger garnisonierenden Kavalleriebrigade, den blauen Brief bekommen. Widerstand leisten können und die weiße Flagge als Beichen der Zwar wurde ihm die Pensionierung durch Verleihung eines hohen Uebergabe hissen, jollen fie bis auf den legten Mann Ordens und durch die Beförderung zum Generallieutenant zu berniedergeschoffen werden. Ich habe zu viel Blut- füßen gesucht. Aber nichts desto weniger trägt die Pensionierung vergießen gesehen, um mich leicht shockieren zu lassen, und wenn den Charakter einer Maßregelung, Den eigentlichen Anlaß dazu diese Absicht offen ausgesprochen worden wäre, so lange sich beide soll ein Bericht des durch die Affaire Prinz Ruprecht- Oberst v. Walther Parteien in ähnlicher Lage befanden und das, Kriegsgefchic in weiteren Kreisen bekannt gewordenen Generals v. König gegeben fich eben so leicht gegen die eine als die andre wenden konnte, haben, die darin gipfelt, daß der Prinz zur Führung einer hätte ich darin nichts die Ehre der Armee Berührendes gesehen, Division nicht geeignet sei. Der letztere hatte nämlich bei den wenn ich gleich bedauert hätte, daß wir zur Barbarei unsrer angel- lezten Manövern zur Schonung der Pferde beim Bassieren fächsischen Vorfahren zurückkehren; aber den Krieg mit lauten steinigen und bergigen Terrains die Mannschaften absteigen lassen, civilifierter wofür er eine in der Form ungemein scharfe Rüge durch Freiherrn Kriegsführung zu beginnen, selbst so oft mit etivas v. König erhielt. Dieses ostentative Vorgehen gegen Prinz Alfons demütigender Häufigkeit um Pardon zu bitten und die muß um so mehr auffallen, als gerade in Bayern eine ganze Reihe großmütigen Bedingungen anzunehmen, die der von Prinzen mit keineswegs hervorragenden militärischen Fähig Feind uns stets gewährte, bis schließlich der Augenblid feiten in der Armee Carriere machen. Der eigentliche Grund dürfte gekommen war, wo unfre Feinde um den Bardon baten, den sie also an ganz ander Stelle an her wenigen, die seiner Zeit im zu suchen sein. uns so oft gewährt und sie dann rücksichtslos abzuschlachten das ist ein Alt, nicht nur so grausam, sondern so gemein und Familienrate gegen die Entmündigung Ludwigs H. feig, daß ich mich im Augenblid, wo ich schreibe, nur mit Mühe stimmten. Ergab sich aus dieser Abstimmung schon eine gewisse überzeugen tann, daß ihn wirklich je ein englischer Spannung zwischen dem Prinzen und den Anhängern des gegenwärtigen Offizier faffen fonnte. Ich erhielt den Befehl per- Stegenten, so wurde dieser Zwischenfall im Hause Wittelsbach noch dasönlich von einem General höchsten Rangs, der durch vergrößert, daß die Bayern, die nicht besonders viele Ovationen einen der ersten Posten in Südafrika bekleidet, und der Befehl für ihre Dynastie übrig haben, ihre ganze loyale Begeisterung ledigwurde zweimal wiederholt, damit kein Mißverständnis lich über den Prinzen Alfons auszuschütten pflegten. Diese unervorkommen könne. Ich fand zudem, daß alle andren wünschte Popularität des Prinzen scheint die regierende Linie sehr höheren Offiziere um den Befehl wußten. Was imangenehm zu empfinden und sie dürfte zu der nun erfolgten Kaltprivate Ansichten und Absichten waren, weiß ich nicht; ich stellung mit beigetragen haben. hörte aber fein Wort des Tabels." Broklamationen unfrer Achtung der Bräuche Prinz Alfons war Außerdem soll au der Verstimmung des Hofs noch eine Liebhaberei des gemaßregelten Prinzen Schuld tragen, und zwar nicht die Liebhaberei für die Pferde. Das„ Nigdorfer Tageblatt" veröffentlicht einen an einen dortigen Handwerker gerichteten Brief aus Tsingtau vom 16. November. Der Brief schildert die schon öfters erwähnte, von unsrer Kolonie Tsingtau aus unternommene Strafexpedition" nach Tfimo, bei Kindereien. Die Tägliche Rundschau" wünscht aus Anlaß der es offenbar besonders wüst hergegangen ist, auch wenn man der Veröffentlichung der Bued- Briefe einen neuen Strafparagraphen, ein gut Teil der widerlichen Roheiten des Schreibers als Ueber- awar nicht gegen Minister, die öffentlich die unparteiischen Hüter Der Fall Wiemer". Man schreibt uns aus Nürnberg: treibungen abrechnet: des Rechts spielen und insgeheim fich in die Hörigkeit von Inter Die bürgerliche Breffe trebst jetzt eifrig mit dem Fall" des Gegegen die Preise, die nossen Wiemer in Nürnberg, der vor einigen Monaten wegen Wir waren 1 Kilometer vor der Stadt( 35 000 Einwohner), effentengruppen begeben, dafür aber da bekamen wir von den Mauern Feuer, nun war guter Rat sich das Verdienst erwirbt, derartige standalöse Verhältnisse urkund angeblicher Untreue und Unterschlagung, begangen zum Schaden teuer, jest galt es den legten Tropfen Blut. Pardon gab es lich zu beweisen. Das Blatt wünscht, daß der§ 299 des Straf- des Vereins Frauenstift", au vier Monaten Gefängnis verurteilt und trozdem am Sonntag von den Mitgliedern also nun nicht mehr. Infanterie und die zwei Geschüße gaben gefehbuchs die folgende Fassung erhält: ein mörderisches Feuer. Ich erhielt einen tleinen Streifichuß am Wer von einem Briefe oder von einer Urkunde, dieses Vereins mit großer Mehrheit wieder zum Borstand die nicht zu seiner kenntnisnahme bestimmt ist, gewählt wurde. Man sucht diese Angelegenheit als Beweis linten Unterschentel. Denen haben wir aber gezeigt, was deutsches Blei leiftet; in 25 Minuten waren wir drin, und nun ging's Kenntnis nimmt und diese Kenntnisnahme dafür hinzustellen, welch torrupte Begriffe in Bezug auf Respekt vor Aber zus brunter und drüber. Nur Boyer, 17 Stüd, habe ich auf meinem widerrechtlich berwertet, wird mit Geldstrafe bis zu fremdem Gut innerhalb der Socialdemokratie herrschen. Gewissen, ein Schwein schlug mich sogar mit einem Knippel 300 M. oder Gefängnis bis zu drei Monaten bestraft. Wer nächst hat der Verein Frauenstift mit der Socialdemokratie nicht das auf den Kopf, daß ich fast bewußtlos wurde, na den habe ich dieser Verwertung Vorschub leistet, wird als geringste zu thun, er besteht aus Mitgliedern der verschiedensten BarMitthäter angesehen." li zerkleinert zu Hackfleisch. Nun wurde, als die Rube hergestellt war, teien, die socialdemokratische Partei in Nürnberg hat für die Wiederwahl der Statthalter herangeholt. Will noch bemerken, daß das halbe Nest Danach würde z. B. Herr Liman, der fürzlich eine nicht zu seiner Wiemers nicht einen Finger gerührt; und wenn er trog allem wieder in Flammen stand. Das rührte uns gar nicht, im Gegenteil, Kenntnisnahme veröffentlichte bestimmte Urkunde, nämlich die Geheim gewählt wurde, so ist dadurch nur bewiesen, daß das Volksempfinden was noch nicht brannte, wurde angesteckt.... Es wurde also rechnung der De Beers- Gesellschaft, auf drei Monate ins Gefängnis die That" Wiemers, wenn von einer solchen überhaupt gesprochen nach kurzer Zeit alles wieder ruhig. Wir waren 18% Tag fort, von den Fällen zu schweigen, wo Briefe von werden kann, ganz anders beurteilt, wie es die Richter gethan haben. man erinnere sich an die Reichs- Wiemer ist seit 13 Jahren Vorstand des Vereins und unter nur draußen gelegen unter Belten, auch gehungert, der Transport Socialdemokraten von der Bost an Lebensmitteln ist hier sehr, sehr schwierig. Wir tehrten wieder tags- Debatte über die Verlegung des Briefgeheimnisses ab feiner Berwaltung hat sich das Vereinsvermögen um 184 000 Mark vermehrt, nachdem durch betrügerische Manipulationen seines Vornach Tsingtau zurück, da haben wir erfahren, daß schon die zweite gefangen und erbrochen worden sind. Strafexpedition nach Kaumi fort ist. Dort waren in den legten Unire herrschenden Klassen müssen in der That sehr viel Unrat gängers der Verein an den Rand des Bankrotts gebracht war. Tagen sehr blutige Rämpfe, was Sie auch in den Zeitungen lesen zu hehlen haben, wenn sie eine solche Angst vor der Oeffentlichkeit Staffierer war ein gewiffer Teufel, der mit Wiemer eng bewerden; ganze Dörfer wurden gestürmt und dann nieder- haben, daß sie sogar Schutzgeseze für die Erhaltung der Korruption freundet war und von dem sich dieser wiederholt, als ihn Geschäftsgebrannt." fordern; denn nichts andres bedeutet der Vorschlag der„ Täglichen sorgen drückten, mit Darlehen aushelfen ließ, die nicht aus der Rundschau". Bereinskaffe, sondern aus der Privatkasse Teufels stammten. " " wandern können გ. B Wie man uns aus Straßburg i. E. berichtet, wird von dem Dabei ist dieser Vorschlag nicht einmal tonfequent. Es ist doch Ebenso ließ fich Wiemer wiederholt von Teufel Gehaltsvorschüffe dort ansässigen Bruder eines deutschen Chinafreiwilligen der frei- ziemlich nebensächlich, daß die unliebsamen Enthüllungen fich geben, für die Quittung ausgestellt und die bei der Gehaltszahlung finnigen Straßburger Bürgerzeitung" ein Soldaten direkt auf Briefe oder Urkunden stützen. Derselbe Erfolg verrechnet wurden. Als Wiemer verlangte, Teufel solle zur Abbrief zur Verfügung gestellt, der im Biwat von Tientfin" fann doch auch durch widerrechtliche Verwertung von Mitrechnung mit dem Einkassierten jeden Donnerstag aufs Bureau geschrieben ist. Der Briefschreiber( ein junger Elsässer) erzählt: teilungen, die nicht zur Kenntnisnahme des Betreffenden bestimmt tommen, weil Teufel nicht im ftande war, ein Buch richtig zu Seit gestern abend steht unser Nachbardorf, das noch zum Teil find, erreicht werden. Der§ 299 bedarf also der Erweiterung in führen, berwandelte sich dessen frühere Freundschaft in eine Feindschaft. bewohnt war, in Flammen. Ich war in dem Dorf. Lieber Bruder! dieser Richtung, wenn dem Unwesen gesteuert werden soll, das der bittere die Teufel forderte Revisoren auf, Kasse revidieren, zu und Was ich heute hier gesehen habe, stellte mir doch die Haare socialdemokratischen Breffe die unsauberen Geheimnisse der herrschen feine dabei fanden fanden sich die die Teufel hineinzu Berge. Die alten Leute flohen, die Weiber wurden meistens den Gesellschaft preisgiebt. Würde solch eine Bestimmung bereits Quittungen Wiemers in der Kasse vor, von den Männern getragen.... Alles, was an Mobiliar bestehen, so bätte vielleicht Herr v. Hammerstein noch heute gelegt hatte. Der Aufsichtsrat befaßte fich mit der Sache und er vorhanden war, wurde herausgeschleppt, was nicht von selber die Ehre, untadliger Chefredacteur ber treuz- Beitung" und Führer flärte die empfangenen Vorschüsse für zu hoch, doch wurde be der konservativen Partei. au fein, und auch die Sanden friedigender Aufschluß gegeben, so daß die Angelegenheit für brannte, wurde angesteckt nur and Mutwillen. Die herum und Sternberg hätten wenig zu fürchten. Allerdings hätte dann erledigt erklärt wurde. Das betreffende Protokoll ist von stehenden Särge wurden eingeschlagen, die Seide von den auch der Redacteur der Täglichen Rundschau" bereits das Ge- Teufel felbft mit unterschrieben. Als dieser dann bei der Leichen geraubt oder in Brand gesetzt. Ein alter Mann fängnis geziert, weil er die Betriebsgeheimnisse des Flottenvereins nächsten Generalversammlung nicht mehr als Kassierer gewählt saß am Wege und weinte; als ich stehen blieb, sagte er: und seines Meisters Schweinburg, die nicht zu seiner Kenntnisnahme wurde, führte das auf Wiemer zurück und denunzierte " Tschau Tschau", das bedeutet Essen". Ich konnte ihm auch bestimmt waren, widerrechtlich verwertet hatte. ihn wegen Unterschlagung. Das Gericht erhob Anklage, obwohl der nicht helfen, helfen, da ich auch nichts hatte. Nach einer Unfre Veröffentlichung des neuesten Bued- Briefs scheint wirklich Berein nicht um einen Pfennig geschädigt wurde und Wiemer ohne halben Stunde war er schon erschlagen und vereine Epidemie von Kretinismus in der gutgesinnten Bresse verursacht das Einverständnis Teufels, der den Kronzeugen spielte, fein Geld er halten konnte. Zwei amtliche Bücherrevisoren bekundeten, daß brannt. Sogar Weiberleichen wurden ausgezogen au haben. und zu allerhand faulem Win benut. Einzelheiten Gegen die deutsche Weltpolitik macht unter einer Schußmaste Wiemers Geschäftsführung tadellos gewefen und daß von einer Unterschlagungfeine Rede sein könne. In einem andren fann und will ich Dir nicht schriftlich mitteilen, da sie mich zu die konservative Kreuz- Zeitung" Front. Sie leitartikelt über den Falle hatte Wiemer aus seiner Handkasse einem Freunde auf wenige Kazenjammer des Imperialismus in England und Amerika und Stunden 50 M. geliehen; diefer Gefälligkeitsalt wurde ebenfalls als tommt da zu folgendem Ergebnis: Unterschlagung betrachtet und es erfolgte Wiemers Berurteilung zu der schweren Strafe. Wie wenig strafwürdig die Mitglieder des Vereins Wiemers Verhalten ansehen, beweist seine Wiederwahl mit 782 gegen 208 Stimmen. 0 weit führen würden. ind Summa Summarum: In England wie in Amerika tommt man mehr und mehr zu der Erkenntnis, daß die imperia listische" Politik feineswegs Tanter Glück und Gloria bedeutet, fondern auch ihre unangenehmen Seiten hat." " er Die Ursache des Feuers war die: Das Dorf war an einer Seite von Japanern bewacht, deren von Chinesen über fallen und die Wohnhäuser in Flammen gesetzt wurden. Die Rache gehörte also in erster Linie den Japanern, Der Fall Wiemer" hat einige Aehnlichkeit mit dem bes und sollten die deutschen Soldaten sich zur Nache gereizt gefühlt Was für England und Amerika gilt, tommt natürlich für die vielgenannten Herrn v. Endell, nur daß dieser die Vorschüsse in haben, so hätte man doch Tote und Hilflose schonen deutsche Chinapolitik in erhöhtem Maße in Betracht. Darauf zielt ber Höhe von 5000 m. selbst nahm, während sie Wiemer ganz und ruhen lassen sollen. Mit dieser meiner An auch die vermummte Betrachtung des tonservativen Hauptblatts. ordnungsgemäß vom Kaffierer erhielt. Gegen Herrn v. Endell einsicht stieß ich auf Widersprüche bei meinen Kameraden, Die„ Dentsche Tageszeitung" benugt den Bericht über die zuschreiten, fand aber der Staatsanwalt teine Veranlassung. Ja in felbft der militärische Ehrenrat fand an Herrn v. Endells HandlungsJeder Chinese, der unr widerstehen oder uns eine freche Verhandlungen der Konsumvereins- Lagerhalter Miene verziehen sollte, der muß dran glauben. Aber an unsrer gestrigen Nummer zu einem Leitartikel, um sich in für sie weise tein Fehl! Gegen den Demungianten Teufel ist übrigens vom Aufsichtsrat einem hilflosen Rache für Ketteler nehmen, recht wenig angebrachter Weise über die schlechte Bezahlung der Anfinde ich als höchstes Unrecht." aid aangestellten zu entrüsten. Wir sind weit davon entfernt, Mißstände, des Vereins Anzeige eingereicht, da, wenn Wiemer schuldig sein soll, Das ist also das Zeugnis eines Mannes, der nicht mit den die etwa in Arbeiter Konfumvereinen herrschen, beschönigen oder gar er unter allen Umständen mitschuldig ist. Schandthaten renommiert, sondern der schlicht und schaudernd verteidigen zu wollen. Wir haben vielmehr oft genug Gelegenheit Landtags- Erfahwahl. Bei der Landtags- Ersatzwahl im Wahlschildert, was er mit eignen Augen gesehen. Seine Ansichten freilich genommen, auf solche hinzuweisen und deren Beseitigung zu fordern. bezirk Magdeburg 4 wurde der Nationalliberale Budschwerdt mit Aber bei der Deutschen Tageszeitung" klingt die Entrüftung doch etwas tomisch. Bezahlen doch gerade die agrarischen Freunde dieses Blatts allen 615 abgegebenen Stimmen gewählt. ihre Arbeiter so miserabel, daß diesen die in Konsumvereinen üblichen Löhnte als der Gipfel des Wünschbaren erscheinen müssen, und die Chronik der Majestätsbeleidigungs: Prozeffe. Deutsche Tageszeitung" hat bagegen noch niemals ein Wort des Jm Majestätsbeleidigungs Prozeß Harden Tabels gehabt; im Gegenteil, fie verteidigt die Ausbeutung der erkannte der 1. Straffenat des Reichsgerichts auf Verwerfung der Landarbeiter stets in der ungeniertesten Weife. Revision gegen das auf 6 Monate Festungshaft lautende Urteil stießen bei den Kameraden auf Widerspruch. Nach einem Socialistengefeh lärmt die Scharfmacherpresse. Die Frauff. 8tg." giebt zur Entstehungsgeschichte solcher Socialisten. hay- Artikel einen recht interessanten Beitrag. Sie erzählt: „ Man wird in der nächsten Zeit noch in verschiedenen Blättern solche Artikel zu lesen bekommen, man nennt das eine Frage aufwerfen". Es dient daher vielleicht zur Beruhigung ängst licher Leute und zur richtigen Beurteilung der journalistischen Aftion, wenn man weiß, daß diese Scharfmacher- Artikel, die von Zeit zu Zeit bald in Hamburg, bald in München, bald in Breslau und auch in Berliner Blättern auftauchen, so ziemlich alle derfelben Feder entstammen, der Feder eines ehemaligen nationalliberalen Reichstags Abgeord. neten, der von Beruf Publizist ist und der diese Art von Um sturzbekämpfung mit unverminderter Liede und Leidenschaft betreibt. Er hat namentlich in stoffarmer Zeit schon oft den Erfolg gehabt, daß fich die gesamte Presse wieder einmal mit einem Umsturzgesetz beDas Blatt schließt seinen Artikel mit folgendem Gate: Ausland. Frankreich. " Der fromme Wunsch des einen Redners, daß die Konfum- des Berliner Landgerichts vom 8. Oktober 1900. vereine zum Teufel gehen möchten, wenn sie so miserable Löhne zahlten, wird sich freilich nicht erfüllen, denn je miserabler diem Löhne sind, desto fetter sind die Dividenden und die Bezüge der Herren Vorstandsmitglieder, die fast überall den führenden Kreisen der Socialdemokratie an gehören." DIG Paris, 22. Januar. Das gestrige Votum der Kammer, wonach die Rede des Ministerpräsidenten Walded- Nouffeau gedruckt und in Demgegenüber fei darauf hingewiesen, daß die Vorstands ganz Frankreich angeschlagen werden soll, wird allgemein als ein mitglieder, soweit fie ihre Arbeitskraft teilweise oder ganz in den Dienst Beweis dafür betrachtet, daß der Gesezentwurf über der Konsumvereine stellen, feineswegs fette Bfründen haben, sondern die Kongregationen in der gegenüber den Gehältern in gleichen Stellungen andrer Geschäfte na hme gelangen wird. Rammer zur Au werden. Der Boeren- Krieg. Wo befindet sich De Wet? Portugal. In die Sektionsleitung wurden als Vorsitzender Hedmann, als| unerhörten Weise in Anspruch. In zahlreichen Frauenversammlungen Englisch- portugiesische Intimitäten. Aus Lissabon wird ge- Raffierer Halpapp gewählt. Die nächste Versammlung findet am fetzte Lueger seinen Anhängerinnen auseinander, warum er sich lieber an sie wende, als an die Männer; bei der Besprechung der Wahl meldet: Die einstimmige Ansicht der politischen Kreise nach der 6. Februar, abends 8 Uhr, in demselben Lokal statt. selbst rief er:„ Am Wahltag, da giebt es überhaupt fein Kochen; da legten Kammer- Beratung geht dahin, daß die früheren Bündnis- Für Lederarbeiter! Der Lederivarenfabrikant Simonson, Berträge zwischen England und Portugal durch irgend einen Michaelfirchstr. 30, welcher schon wiederholt die zwischen ihm und der gehört die Frau nicht ins Haus; da gehört sie einzig und allein in die Agitation." neuen Artikel gewissermaßen werden verjüngt betreffenden Organisation festgesezten Arbeitslöhne zu reduzieren Was sagen die Gesinnungsgenossen des Wiener Bürgermeisters suchte, ist jetzt, nachdem er durch eine Gewerbegerichts- lage( siehe in Deutschland zu diesem Ruf? Werden sie ihn auch ertönen Sociale Rechtspflege, Borwärts" vom 16. Dez. v. 3.) wiederum eine lassen? Bei den Wienerinnen ist er nicht ungehört verhallt; sie Niederlage erlitten, jedenfalls um ähnlichen Fällen fernerhin aus dem haben mit Fanatismus gesammelt- Geld und Wähler so Weg zu gehen, zu folgendem Trid gekommen: daß die Bezirke, welche die Partei besaß, ihr, Neu eingestellte Arbeiter veranlaßt er, durch Hinweisung auf wenn auch mit fleinen Majoritäten, doch erhalten blieben. schon vorhandene Unterschriften, sich durch Unterschrift zu ver- Aber auch die Frauen der andren Parteien waren auf pflichten: dem Plan; auch sie haben Erfolge zu verzeichnen. Offen ist es in Oestreich ausgesprochen worden, daß die Mitwirkung der Frau bei der Agitation nicht entbehrt werden kann. Alle Parteien nehmen ihre Arbeit in Anspruch, aber nur die socialdemokratische, in deren Brogramm das Wahlrecht der Frau steht, sieht in der helfenden Frau die gleichberechtigte Gefährtin. Die bürgerlichen Parteien, trotz aller schönen Phrasen und Schmeichelworten, rufen doch nur die treue Magd, die sich nach gethaner Arbeit mit dem freudigen Bewußtsein genügen läßt, daß sie des Herrn Zufriedenheit erworben hat. wie lange noch? Die Nachrichten über den Aufenthalt De Wets widersprechen fich neuerdings wieder. Während aus Kapstadt gemeldet wird, daß bei Ermelo eine Zusammenkunft De Wets mit Botha stattgefunden habe und daß die beiden Börenführer beschloffen hätten, eine gemeinsame Aftion gegen die Engländer zu unternehmen, meldet das Reutersche Burcau aus Johannesburg vom 21. Januar: Der Boerenführer De Wet, welcher sich fürzlich in Transvaal mit Botha vereinigte, ist nicht der General De Wet. Man glaubt, daß lezterer sich noch immer im Oranje Freistaat aufhalte. Ebenso möglich wäre es auch, daß De Wet sich, wie zuerst gemeldet, in der Kapkolonie befindet. Die Engländer werden wohl nicht eher aus ihren Zweifeln geriffen werden, bis sie die Faust des schneidigen Guerillaführers wieder irgendwo energisch zu fühlen Aus Kimberley bekommen. wird vom 21. Januar gemeldet: Der Bedeckungsmannschaft eines britischen Konvoi hatte ein Gefecht in der Nähe von Boshof. Der Feind wurde mit Verlust von 15 Toten und Verwundeten zurüdgeschlagen. Die Engländer hatten 3 Leichtverwundete. Es scheint, als ob die englischen Depeschen wieder Erfleckliches zufammenlögen. In der legten Zeit haben sie wieder überall gefiegt". Von den Boeren wäre längst feiner mehr am Leben, wenn die Verlustangaben der englischen Meldungen den Thatsachen entsprochen hätten. 1. daß dieselben mit dem Preis von 9,65 M. pro Groß( der bereinbarte Preis beträgt 10,15 m.) einverstanden sind und niemals in irgend welcher Weise Nachforderungen an ihn stellen werden. 2. Von dieser Vereinbarung in feiner Bersammlung und feinem Kollegen gegenüber zu sprechen. Den Lederarbeitern wird auch dieses Vorkommnis zu denken geben und Veranlassung sein, sich stramm zu organisieren, um der artigen Machinationen die Spize abzubrechen. Aber Die Arbeiter der Firma Francès Söhne in Spandan In Deutschland liegen die Dinge nicht wesentlich anders. Auch ( Holzfägewerk) find in den Streit eingetreten. Schon im Dezember hier nehmen alle Parteien die Hilfe der Frauen an wenn auch vorigen Jahrs versuchte es die Firma, eine Lohnreduzierung durch nicht in der drastischen Weise des Führers der Wiener Antisemiten. zusetzen, nahm aber schließlich unter dem Druck der öffentlichen Aber auch aier muß es zum Austrag kommen. So lange die Parole Meinung davon Abstand. Jetzt sollen die Löhne um 10 bis 15 Proz. galt:„ Die Frau gehört ins Haus" und" Politik ist nichts für gekürzt werden, was bei den jezigen Lebensmittelpreisen für die Damen", so lange konnten sich die Damen in dem Glauben foumen, Ein Schreiben, das die Ar- ste thronten über dem politischen Leben. Seit ihre Mitarbeit Arbeiter ein großer Ausfall bedeutet. anerkannt ist, können sie sich der Einsicht nicht verschließen, daß sie nicht nur Arbeit zu leisten, sondern auch Rechte einzufordern haben. beiter, die alle organisiert sind, an die Firma richteten, hat dieselbe unbeantwortet gelassen; den Delegierten der Arbeiter eröffnete der Inspektor, daß, wer zu den von der Firma aufgestellten Bedingungen nicht arbeiten wolle, gehen könne, eventuell würde die Firma ihren Betrieb schließen. In einer zahlreich besuchten Versammlung haben nun die Arbeiter in geheimer Abstimmung einstimmig den Ausstand beschlossen. Deutsches Reich. Der Frauen- und Mädchen- Bildungsverein Rigdorf hielt eine Versammlung ab, in der Herr Dr. Wollheim über die Chemie in der Ernährung sprach. Der Kassenbericht für das 3. Quartal wies eine Gesamteinnahme von 137,88 M. und eine Ausgabe von 27,80 M. auf. Außerdem wurde die Abrechnung von dem NovemberBergnügen mitgeteilt, das einen Ueberschuß von 41,05 m. ergab. Nach Richtigsprechung der Rechnung wurde die Versammlung geschlossen. Die Adresse der Assistentin der Gewerbe- Inspektion, des Fräulein Reichert, ist Georgenkirchplatz 21. Dies diene zur Richtigstellung der irrigen Angaben in Nr. 9 des„ Borwärts". China. Eine nene Proteftnote Amerikas. Der Streik in der Landwirtschaftlichen Maschinenfabrik Partei- Nachrichten.s in Vetschau dauert fort. In der am 19. d. M. stattgehabten Verfammlung wurde die Weiterführung des Ausstands in geheimer Der zweite Gantag der Parteigenoffen Südbayerns, der Abstimmung mit 269 gegen 9 Stimmen beschlossen. Der Zuzug ist am Sonntag in München abgehalten wurde, beschloß die Einleitung streng fernzuhalten. einer energischen Agitation in Wort und Schrift gegen die reaktionären Bestrebungen auf dem Gebiete der Zoll- und Handelspolitik. Ein Streit der Friedhofarbeiter. Einem Thüringer Blatt Bei der Frage der Agitation und Organisation wurde betont, entnehmen wir folgendes: Vor einigen Tagen sollte das verstorbene daß man sich in Zukunft mehr auf die Kreile konzentrieren müsse, in Sind des Brauers Förtsch auf dem Friedhofe zu Weimar beerdigt Die Leittragenden und der Geistliche waren bereits an denen sich die Industrie entwickelt, da hier vor allen Dingen die- werden. jenigen Boltsschichten zu finden sind, die uns ihrer socialen Lage wefend, als sich herausstellte, daß die Beerdigung nicht stattfinden nach am nächsten stehen. Dabei wurde auf die überraschenden fonnte, weil tein Grab für die Leiche hergestellt worden war. Erfolge hingewiesen, die bei den, oberbahrischen Bergarbeitern Die Beerdigung mußte verschoben werden und fand am nächsten errungen wurden. Für die systematische Gestaltung der Agitation Tage statt. Selbstverständlich beschwerte sich der Vater des verstorbenen Kindes. Auf seine Beschwerde wurde ihm von einem Aus New York wird dem„ Globe" unter dem 18. Januar ge wurden entsprechende Beschlüsse gefaßt. Es wurde dann noch der Wunsch ausgesprochen, daß die Wahl- städtischen Beamten die Mitteilung, daß die Verzögerung der Be- meldet: Bei der heutigen Kabinettssigung, die freise bald ihre Reichstagskandidaten aufstellen und dabei Doppel- stattung die Folge eines Ausstands der Friedhofarbeiter kandidaturen auf alle Fälle vermeiden möchten. fei, welche wegen Lohnerhöhung die Arbeit niedergelegt hätten. Brivaträumen des Präsidenten abgehalten werden wird, wird eine neue Note des Sekretärs Hay an die Die Stuccateure bei Carl Glück in Gera befinden sich im Mächte in Beratung gezogen werden. Der Inhalt der Ausstand, weil ihnen nicht mehr die vereinbarte Wagentlasse gezahlt Note war in der Kabinettssitzung vom Mittwoch bereits bes worden, wird und die Fahrzeit nach den Arbeitsstellen Leipzig, Erfurt, Beiß, stimmt und Mr. Hay bevollmächtigt fie aufKrölpa bei Pößned, Jena, Weimar 2c. nicht entschädigt wird. Am zusetzen. Sekretär hay wird den Mächten die 1. April des verflossenen Jahrs haben die bei Glück beschäftigten 3 urüdziehung der fremden Truppen von Beting Personen mit ihrem Chef einen Tarif auf die Dauer von drei nach Tientsin und die zurücklaffung einer ge Jahren vereinbart, wonach Fahrgeld und Bezahlung der Fahrzeit nügenden Gesandtschaftswache empfehlen; ferner geregelt ist. Der Vertrag ist jetzt vom Arbeitgeber gebrochen worden, wird er beantragen, daß taiserlich chinesische Behörden deshalb sind die Stuccateure entschlossen, ihm neue Geltung zu ver- Garantie erhalten, daß das chinesische Territorium, einschließschaffen. Zuzug ist fernzuhalten. lich der Mandschurei, von den fremden Truppen geräumt werden wird, so bald der internationale Friedensvertrag gezeichnet sein wird. Ob die andren Mächte mit diesen Vorschlägen einverstanden sind werden jedenfalls im Frühling, sobald das Wetter es gestattet, zurückoder nicht, die jetzt in Befing befindlichen amerikanischen Truppen gezogen werden." Parteiorganisation. Die socialdemokratische Parteiorganisation der Stadt Wandsbed zählt gegenwärtig 1242 Mitglieder. Da die Stadt nur etwa 22 000 Einwohner zählt, so ist das ein Resultat, das allenthalben zur Nacheiferung anzuspornen geeignet ist. Der socialdemokratische Verein für den 2. Wahlkreis der Stadt Hamburg hatte am 31. Dezember 3322 Mitglieder. Seine Jahreseinnahmen, unter denen etwa 3600 M. vom Schriftenvertrieb, betrugen 19 584 M. Die Beiträge nebst Marken- und Listenergebnis ergaben die Summe von ca. 11 000 m. Der socialdemokratische Verein für den 22. sächsischen Wahlkreis bestimmte in seinem neuen Statut, daß der Verein in Zukunft aus Mitgliedschaften( den Lokalvereinen der einzelnen Orte) und Einzelmitgliedern besteht. Der Monatsbeitrag wurde auf 15 Pf. festgesetzt, wovon ein Drittel den Lokalvereinen verbleibt. Die Einnahmen des Vereins betrugen im letzten Jahr 1114 M. Die Organisation der Stuccateure. Anfragen richte man an Michels Lokal in Gera. V. Man sieht wiederum:„ Die Einigkeit der Mächte" läßt nichts zu wünschen übrig: Rußland, Japan, Frankreich und Khatimächte England und Deutschland; England, Japan und Amerita find empört über Rußlands Annexion der Mandschurei! Es giebt aljo in der chinesischen Frage nur soviel gegenfäßliche Meinungen als beteiligte Mächte vorhanden sind. Die Aussichten auf einen allseitig befriedigenden Friedensschluß sind also wahrhaft glänzende! Ein Streifprozek. In Reichenbach i. v. hatten sich auf einem Neubau einige Maurer ganz im allgemeinen über Arbeitswillige unterhalten und dabei waren auch Worte wie Streit Totenliste der Partei. In Meerane in Sachsen starb nach brecher" 2c. gefallen. Einige gleichzeitig auf dem Bau beschäftigte längerem Leiden einer der ältesten und trenesten Genossen im Maurer nahmen sich diese Worte an und erstatteten Anzeige. Esmerita sind gegen das rigorose Vorgehen der beiden HauptXVII. sächsischen Wahlkreise, der Kolporteur Eberlein. Der Ver- wurde auch wirklich Anklage erhoben und durch zwei Instanzen ge: storbene ist aus der demokratischen Sächsischen Volkspartei in der schleppt, da der Staatsanwalt gegen das schöffengerichtliche Urteil letzten Hälfte der sechziger Jahre zur Socialdemokratie herüber- Berufung einlegte. Die angeklagten Arbeiter wurden auch von der gekommen. Er gehörte bereits 1867 zu dem Wahlkomitee, das zweiten Instanz freigesprochen. Es wurde festgestellt, daß zu der August Bebel auf den Schild hob und dessen Wahl auch durchsetzte. betreffenden Zeit in Reichenbach und der Umgegend gar kein Streit Seit jenem Jahre hat Eberlein alle Kämpfe unsrer Partei in diesem der Maurer war. Wie, wenn nun ein solcher Streit zufällig statt unfrem ältesten Kreise mit in den vordersten Reihen mitgekämpft. Jest gefunden hätte? Wären dann die Maurer bestraft worden? Wie ruht der Wackere von seiner unermündlichen Barteithätigkeit, sein war es überhaupt möglich, bei dieser Sachlage Anklage zu erheben? Andenken wird aber in den Reihen unsrer sächsischen Genoffen in Ehren fortleben. Auch in Mühlheim a. Rh. starb ein braver Parteigenoffe, der Böttcher May Kreil. Der Verstorbene war längere Zeit Gewerbegerichts- Beifizer. Blättern verurteilt worden. " Ausland. Für wie nahe bevorstehend man auch in England den Friedensschluß hält, geht auch daraus hervor, daß englische Flottenverstärkungen In Paris haben über Tausend Droshkentutscher be- nach China abgeben. Die Londoner Blätter veröffentlichen nämlich schlossen, in den Ausstand zu treten. ein Telegramm aus Malta, nach welchem die britischen Kriegsfchiffe Canopus" und Ocean" den Befehl erhalten haben, nach China abzugehen. Sociales. " Ein kaiserliches Dekret Ein geheimnisvoller Mord. Gumbinnen, 22. Januar.( W. T. W.) Nittmeister v. Krosigk vom Dragonerregiment v. Wedel( Bommersches Nr. 11) wurde, der Preußisch Littauischen Zeitung" aufolge, gestern nachmittag in der innerhalb des Kasernements belegenen Reitbahn von unbekannter Hand durch das Fenster erschossen und war sofort tot. Durch die eingeleitete Untersuchung ist bisher nichts über den Thäter ermittelt. Französische Deputiertenkammer. Ein freifinniger Biedermann. Wir teilten seiner Zeit mit, daß vom Verlag unsres Straßburger Partei- Organs, der Freien Preffe für Elsaß Lothringen", gegen den Verleger und Eigenthümer der dortigen freisinnigen Bürgerzeitung", Tarif- Liebesgaben. Von der deutschen Kohlenausfuhr des ernennt den Telegraphen- Direktor Scheng zum assistierenden Minister Herrn Ostar Riedel, eine Schadensersatzklage auf Grund des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb anhängig gemacht worden Jahre 1899 wurde fast ein Drittel, nämlich 4 633 371 Tonnen, auf für Handel. den Eisenbahnen zu Ausnahmetarifen befördert, wodurch es den war, weil Riedel an zahlreiche Inserenten der Freien Presse" ohne Kohlenbaronen ermöglicht wurde, ihre Kohlen im Auslande zu Angabe des Absenders Gremplare dieſes Blatts per Post geschickt billigeren Preisen abzusetzen. Der Verlust, der dadurch den deutschen Lehte Nachrichten und Depelichen. hatte, auf denen neben den betreffenden Inseraten allerhand er Eisenbahnen an Transportgebühren erwuchs, belief sich im ges logene handschriftliche Bemerkungen über den angeblich niedrigen nannten Jahre auf 2219 641 m. Um so viel konnte die be Abonnentenstand, die schlechte finanzielle Lage 2c. unfres ParteiOrgans enthalten waren. Riedel ist nunmehr nach längerer Dauer günstigte Menge an deutschen Kohlen im Auslande billiger abdes Prozesses, während dessen er zu allerhand faulen Ausflüchten zu gegeben werden wie an Inlandsplägen bei gleicher Entfernung vom greifen suchte, zu einer Schadensersatzleistung an die Freie Presse" Erzeugungsorte. von 500 M. und zu den Kosten der Publikation des verurteilenden Die Steinkohlenförderung Sachsens ftieg im Jahre 1899 Erkenntnisses in einer Reihe von Straßburger und Mülhauser um 2,7 Broz. gegen das vorhergegangene Jahr, während ihr Wert um 5,4 Proz. wuchs. Die Löhne der Arbeiter betrugen 1132,55 M. Polizeiliches, Gerichtliches usw. im Durchschnitt, das sind 45,91 m. mehr wie 1898. Der Durch schnitts- Verkaufspreis betrug 10,94 m. pro Zonne. Im Jahre 1894 Bürgermeister- Weisheit. In Leumniz bei Gera geParis, 22. Januar.( W. T. B.) Die Beratung des Vereins. stattete der Bürgermeister nicht, daß auf die Tagesordnung einer betrug der Preis 9,15 und ist seitdem gleichmäßig bis zur genannten gesez Entwurfs wird wieder aufgenommen. Ribot erklärt, er wolle Versammlung der Bunft Parteiangelegenheiten" gesetzt werde. Die Höhe gestiegen. Die Gesamt- Belegschaft betrug durchschnittlich 29 936, barunter ebenfalls das lebergewicht der Civilgewalt, aber er lehne es ab, Begründung dieser Entscheidung ist einfach tlaffisch. Der Herr der Regierung in ihrem Feldzuge gegen die Katholiken zu folgen; Bürgermeister meinte, seit Auflösung des socialdemokratischen Ber- 593 weibliche Arbeiter. Tödliche Berunglüdungen tamen 27 vor. eins in Leumnig gäbe es dort teine socialdemokratische Partei mehr. Die Ueberschüsse einzelner Werke gingen bis auf über 700 m. er wünsche Freiheit für alle. Der Redner verteidigte das Konkordat, welches eine Garantie für den religiösen Frieden sei, befürwortet Die gutbesuchte Versammlung, die dann ohne Bartei- bon jebem Arbeiter. die Unterrichtsfreiheit und wirft schließlich der Regierung vor, daß angelegenheiten" tagte und schließlich der Auflösung verfiel, weil Mufter- Innungsbrüder. In Osnabrück besteht eine Fachschule sie die Beruhigung der Geister hindere.( Beifall im Centrum.) dem Ueberwachenden der„ Ton" des Referenten nicht behagte, dürfte für Maler und Lackierer, die vom Staate, der Stadt und der dortigen Brisson beschuldigt die Kongregationen der offenen Empörung den Herrn Bürgermeister überzeugt haben, daß noch eine social- Innung errichtet wurde. Die Inmung hatte sich zu einer Jahres gegen die Geseze. Redner unterzieht die Art und Weise, demokratische Partei in seinem Reich existiert. fubvention von 250 m. verpflichtet. Obwohl der Unterricht über wie die Kongregationen ihre Befigtümer haupt nur in den 6 Wintermonaten erteilt wurde, waren die einer kritischen Betrachtung, schäzt ihr unbewegliches Ver Milliarde, ihr bewegliches Vermögen auf Innungsmeister bald ungehalten über die Schule und setzten eine mögen auf eine Beschränkung des Unterrichts auf 4 Monate durch. Vor kurzem haben zehn se mun gar beschlossen, die Unterstützung an die Schule nicht mehr der nicht genehmigten Kongregationen für die Schaffung von Milliarden und verlangt schließlich, daß der Besiz weiter zu zahlen und begründen das wie folgt: Arbeiter Pensionskassen verwendet werde.( Beifall links.) Lerolle von der Rechten und Puech von der Linken sprechen sich gegen die Borlage aus. Die Sigung wird darauf geschlossen. -Der verantwortliche Redacteur der Brandenburger Zeitung", Genosse Thiele, wurde zu 50 M. Geldstrafe verurteilt. Er soll in einer Breßpolemik wegen der Hunnenbriefe den Redacteur Johnsen vom„ Rathenower Kreisblatt" beleidigt haben. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Achtung, Stuccateure! Bei der Firma Hänsla find infolge der Aufforderung, Accord zu arbeiten, Differenzen ausgebrochen. Zuzug ist streng fernzuhalten. Die Lohnkommission. " Die Fachschule fchädige den Meister, weil er während der vier Wintermonate feinen Lehrling für einige Stunden wöchentlich ent behren müßte. Die Lehrlinge hätten nur noch Interesse an der Schule und nicht mehr an der praktischen Arbeit." Natürlich schwärmen diese Herren auch für den Befähigungs- im nachweis. Aus der Frauenbewegung. = erworben haben, Danzig, 22. Januar.( W. T. B.) Heute abend 8 Uhr entstand hiesigen Eisenbahnstations- Gebäude ein Brand, der erst bewältigt werden konnte, nachdem die Dampfsprißen und zahlreiche andre Löschapparate in Thätigkeit getreten waren; das Dachgeschoß vollständig ausgebrannt. Tricft, 22. Januar.( B. H.) Unbekannte Individuen versuchten in der legten Nacht den in unmittelbarer Nähe der Stadt gelegenen Bulverturm St. Bataleone in Brand zu stecken, wurden aber von den Wachtposten noch rechtzeitig vertrieben. Verband der Tapezierer, Sektion der Kleber. Am Sonn ,, Not lehrt beten." Sie lehrt aber auch noch manches andre, abend, den 19. Januar, fand bei Simonis, Beuthstr. 21, eine Ver- selbst den Leuten, welche die Frömmigkeit auf ihrer Parteifahne Mailand, 22. Januar.( W. T. B.) Der Komponist Verdi sammlung der im Verband organisierten Kleber statt, in welcher ein- prangen lassen. Wird die Not groß, dann wird die Hilfe auf Erden stimmig beschlossen wurde, eine Sektion der Kleber innerhalb des gesucht. So nahmen die Christlichsocialen in Wien im Kampf um ist schwer erkrankt. Er hat die Sprache vollständig verloren, sein Verbands zu gründen. ihre Mandate die Mitwirkung der Frauen in einer bis dahin noch Zustand verschlimmert sich von Stunde zu Stunde. Hierzu 2 Beilagen n. Unterhaltungsblatt. Berantwortl. Redacteur: Robert Schmidt in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. at. ib. i8. z-hrMg. i feiinge Meichsksg. 30. Sitzung vom Dienstag, den 22. Januar 19l>1, 1 Uhr. Am Bundesratstische: Graf PosadowSky. Die zweite Beratung des Etats deS ReichSamtS des Innern wird fortgesetzt. Preußischer Bergrat Meißner tritt der Behauptung des Abg. Sachse entgegen, daß die Zahl der Unfälle im preußischen Bergbau gestiegen sei. Im Gegenteil sei die Unfallziffer gefalle». Wenn der Abg. Sachse die Schutzvorrichtungen empfehle, die in den Bergwerken von Wales gebräuchlich seien, so sei zu beachten, daß die Zahl der Unfälse in Wales genau so groß sei wie im preußischen Bergbau und 2.77' Proz. betrage. Abg. Horn-Sachsen(Soe.) hält dem Grafen Posadowsky gegenüber seine Behauptungen über die Mißstände in der Glasfabrikation aufrecht. Der Herr Staats- sekrctär sagt, es seien bereits Erwägunge» angestellt darüber, ob die Beschäftigung von Kindern in den Schleifereien mit Motorbetrieb gestattet werden könute oder nicht. Meines Erachteus sind solche Er- wäguugen vollständig überflüssig. Die Gründe gelten noch heute, die bereits 1885 in einer Bundesratsverordnung, die bis 1892 galt. niedergelegt worden und die damals maßgebend waren für ein Ber- bot der Arbeit von Kindern unter 1t Jahren in Schleifereien. Für Motorenbetricb ist keine Ausnahme zulässtg. In de» Motorenbctrieben werden vorzugsweise die sogenannten Sandstrahlmaschinen, Sand- strahlgebläse angewandt. Durch diese Maschinen, die an und für sich schon einen bedeutenden Lärm verursachen, also auch für das Gehör der Arbeiter sehr nachteilig wirken, wird besonders viel Staub entwickelt und zwar nicht allein durch den Sand, der zur Matticrung des Glases dient, sondern auch durch die feinen Glaspartikclchcn, die durch diese Sandstrahlströmung losgerissen werden und fich durch den ganzen Arbcitsraum verteilen. Exhaustoren� könnten den Uebelstand mildern, aber in den zehn Glasschleifereien, in welchen diese Sandstrahlgebläse eiiigeführt sind, ist auch nicht ein einziger Exhaustor vorhanden. Kinderleben find eben m den Augen der Fabrikanten nicht so teuer wie ein Exhaustor. Gleich schädliche Wirkungen auf die Gesundheit der jugendlichen Arbeiter bestehen auch in den Steinschlcifereien, wo Granit, Marmor, Sandstein gesägt, geschliffen und poliert werden. Sie finden sich auch in den Anstalten für Metallverarbeitung. In all' diesen Anstalten muß die Arbeit der Kinder bis zum vierzehnten Lebensjahre verboten werden. Bei diesem Verbot, das in der Bundesrats- Verordnung vom 11. März 1892 ausgesprochen ist. sollte nian es bewenden lasten. Gerade in der Glasindustrie ist große Arbeitslosigkeit vorhanden und da will man noch die Kinder- arbeit zulasten? Das wäre eine Socialpolitik»ach rückwärts I ES ist nicht richtig, daß wir. wie Herr Hitze meint, die chnst- lichen Gewerkarbeitcrvereiue bekänipfen. Wir bedauern sie nur(Uli- ruhe im Centrum), weil sie sich von einer Politik ihrer Gründer, das sind die Geistlichen, leiten lasten, von der sie niemals Vorteil haben.(Widerspruch im Centrum.) Wenn Herr Hitze behauptet, die socialdemokratischcn Gewerkschaften wollten nicht mit den Fabri- kanten verhandeln, so ist das auch ein Irrtum. Zu Ver- Handlungen find die Arbeiter immer bereit. Die Fabrikanten aber weisen sie vielfach schnöde zurück mit der Redensart, mit sogenannten Ausschnsten und sonstigen Vertreter» der Arbeiter verhandeln wir nicht. Wir haben die Erfahrung gemacht, daß die Unternehmer, sobald die Arbeiter sich bereit erklären, von ihren Forderungen etwas abzulassen, darin ein Zeichen der Schwäche sehen und gar nichts bewilligen. Würden die Arbeiter fortwährend nachgeben. dann würden sie bald in völlige wirtschaftliche Ohnmacht ae- raten und nur KuliS sein. Die Politik des CentriimS in den katholischen Arbeitervereine» kann nicht von langer Dauer sein. sie kann die Arbeiter nicht befriedigen, denn sie ist gleich- bedeutend mit der sogenannten Wassersuppen- und Knochen- Politik de? Herrn Hitze, wie er sie in seinen Kochrezepten zum Ausdruck gebracht hat. Und dazu kommt noch, daß das Centrum die Zollpolitik zur Verteuerung deö Fleisches und deS Brots unterstützt. Da werden auch die katholischen Arbeiter schließlich zur Einsicht kommen. Schon heute machen christliche Arbeitervereine mit sogenannten socialdemokratische» Gewerkschaften gemeinsame Sache. Ein katholischer Arbeiterverein in Stolberg im Rheinland hat sich der Petition der Glasarbeiter in Deutschland an- geschlossen, einer Petition, die ein Verbot der Kinderarbeit bis zum 14. Lebensjahr und der SonntagSarbeit verlangt. Hoffentlich wird er dafür nicht gerüffelt.(Heiterkeit und Beifäll bei den Social- demokraten.) Abg. Pauli-Potsdam(wildkonf.): Durch die Ablehnung der Resolution Fischer können wir dem Herrn Staatssekretär unser Vertrauen aussprechen. Die Kritik, die Herr PeuS an den Ziegeleibesitzern übte, gewann dadurch einen be- zeichnenden ,Zug. daß er diese Zicgeleibefitzer konservativ nannte. Die Ziegeleien find aber doch vielfach in nichtchristlichen Händen, und diese Herren gehören zur Linke». Mißstände sind im Ziegeleibetrieb vorhanden, aber wenn sie vorhanden sind, dann ist jüdische Profitwut schuld daran. Die Bäckcrciverordnung läßt sich gar nicht durchführen. Gerade die kleinen und mittleren Betriebe werden durch sie am meisten geschädigt. In diesen Betrieben arbeiten die Meister selbst die ganze Nacht durch mit. da müßte man zum mindesten diesen Meistern dieselbe Ruhe- zeit gewähren wie den Gehilfen.— Die Maximal-ArbeitSwochc würde die Schwierigkeiten der Kontrolle noch vermehren, am sympathischten ist mir der Vorschlag einer Minimalruhezeit, den Herr Dr. Ocrtel gemacht hat. Herr Hoch hat von der nicht genügenden Kontrolle bei den Beaniten gesprochen. Ich will Ihnen einen Fall von der Kontrolle seitens der socialdemokratischen Gewerkschaften anführen. Auf einem Bau bei Neu-Babelsberg im vorigen Jahr hatte der Polier an der Arbeit eines Maurers etwas zu tadeln und forderte ihn auf die Arbeit abzugeben. Bald darauf trat ein andrer Arbeiter an den Polier heran und sagte ihm:„ich bin der Vertrauensmann der Gewerkschaft, wenn Sie etwas mit dem Manne haben, wenden Sie sich bitte an mich, ich werde das begutachten." Wohin sollte ein solches Vorgehen wohl führen, und vor allem, wer garantiert dem Polier dafür, daß der Vertrauensmann wirklich fähig ist zu entscheiden, ob eine Arbeit brauchbar ist oder nicht.— Wenn die UnfallverhütnngS- Vorschriften nicht beachtet werden. so ist das zum großen Teil Schuld der Arbeiter selbst. Wie diese zum Teil über die llnfnllverhütungs-Vorschriften denken, dafür kann ich Ihnen ei» Beispiel anführen. Bei einer Holzbearbeitungs-Maschine war eine Verkleidung angebracht worden. Als der Arbeitgeber an der Maschine vorbeikam, sah er, daß die Verkleidung fehlte. Er sprach dem Arbeiter seine Ver- wunderung darüber aus. Dieser antivoctete ihm darauf:„Ach. die steckt hier nebenbei; wenn ein Auffichtsbeamter kommt, mache ich sie flink an.(Hört! hört! rechts.) Herr Bebel meinte, die Löhne in den Staatsbetrieben seien zu gering. Ich gebe nun zu, daß von Löhnen von 2,80 M. und 2.50 M. pro Tag eine Arbeiterfamilie nicht leben kann. Aber Herr Bebel verlangte für diese Arbeiter das Koalitionsrecht. Sie sind aber bereits organisiert in cvangelisckien und katholischen Arbeitervereinen und in den Hirsch-Dnnckerschen Gewerkvcreinen. Herr Bebel wird natürlich meinen, daß sie socialdemokratischen Ge- iverkschaften angehören. Das darf aber der Staat unmöglich dulden. Dann könnte es ja dahin kommen, daß schließlich ein ganzer Eisen- bahn-DirektionSbezirk in die Hände der Socialdemokraten kommt und das bekannte Wort wahr wird: Alle Räder stehen still. wenn dein starker Arm es will. Ich hoffe, daß die Regierung stets des Jotirttte'' klar und deutlich den Standpunkt zum Ausdruck bringen wird, daß staatliche Arbeiter niemals socialdemokratischen Vereinen angehören dürfen. Abg. Münch-Ferber(natl.) verteidigt folgende Resolution: Die Regierung soll ersucht werden. die Subventionierung einer Central-Auskunftstelle für Fragen der Landwirtschaft, der Industrie, deS Handels und des Gewerbes in Erwägung zu ziehen und die erforderlichen Mittel durch den Reichs- hauSh'alts-Etat resp. durch einen Nachtragsetat für das Rechnungs- jähr 1901 von dem Reichstage zu erfordern. Staatssekretär Graf PosadowSky: Ich mutz auf einige Punkte in den Debatten der letzten Tage zurückkommen. Besonders empfindlich hat mich ein Vorwurf des Abg. Hoch getroffen, der auf Grund einer Broschüre deS früheren Abg. Legien behauptete, daß in der Pariser Weltausstellung auf den ausgestellten Tafeln sich Angaben befänden, die thatsächlich unrichtig wären und geeignet wären, ein falsches Bild von der Grundlage und der Wirkung der deutschen socialen Gesetzgebung zu geben. Dieser Vorwurf hat mich auS folgendem Grunde peinlich berührt. Wir haben in Teutschland das allergrößte Interesse daran, daß die Staaten, mit denen wir im wirtschaftlichen Welt- kämpfe liegen, dieselben Aufwendungen für socialpolitsche Zwecke machen, wie wir. Denn davon hängt eS ab, ob unsre Socialpolitik Fortschritte zum Besten der Arbeiter ver- zeichnen kann oder nicht.(Sehr richtig! rechts. Oho! links.) Bleiben andre Staaten im Zustand des Stillstands oder machen sie Gesetze, die vielleicht nach einem Fortschritt aussehen, vor einer scharfen, sack- verständigen Kritik aber keinen Vergleich aushalten mit der deutschen socialen Gesetzgebung, dann ist schließlich der Erfolg der, daß auch in Deutschland die socialpolitische Gesetzgebung zu einem gewissen Stillstand verurteilt wird, weil dann die deutsche Industrie durch die allzu großen Lasten, die ihr die sociale Gesetzgebung auferlegt, den andre» Staaten gegenüber konkurrenznnsähig würde(Sehr richtig! rechts). Und wir dürfen nicht vergessen, daß es bereits Staaten giebt, deren Kon- kurrenz mit starker Faust an die Thore Deutschlands klopft und Einlaß begehrt. Was nun die thatsächlichen Unrichtigkeile» anlangt, die Herr Legien behauptet, so sind solche nach meinen Erkundigungen nicht vorgekommen. Zum Teil liegt eine Verivechselung deS Begriffs „Beispiel" und deS Begriffs.Durchschnitt" bei Herrn Legien vor. Und Ivenn er weiter behauptet, daß dort angegeben sei, das Kranken- geld werde»ach der Höhe deS halben Tagelohns berechnet, während es thatsächlich nach der Höhe des ortsüblichen Tagelohns berechnet wird, so weiß Herr Legien ebensogut wie icki, daß in einzelnen Fällen daS Kraukengeld auch nach dem Jndividuallohne berechnet wird. Es sollen eben auch hier nur geivisse springende Punkte hervorgehoben werden. Im übrigen lagen aus der Weltausstellung Broschüren über die gesetzliche Lage und die Lohnverhältuisie aus, die genügend orientierend waren. Dem Abgeordneten Horn muß ich erwidern, daß die Motor- Verordnung nur auf die Betriebe Anwendung findet, auf die sich die Verordnung vom 11. März 1892 nicht bezieht. Ein Rückschritt kann also in dieser Motorverordnung nicht liegen. Kinder können auch nur soweit in den Glashütten beschäftigt werden, als sie nicht mehr schulpflichtig sind, das bedeutet für den größten Teil des Deutschen Reichs und spcciell auch sür Sachsen: erst nach dern 14. Lebensjahr. WaS die Anregung des Herrn Münch-Ferber anlangt, so werden die verbündeten Regierungen gern in eine Prüfung der Frage ein- treten, was das Reich zur Förderung des von ihn? gewünschten Unternehmens thun kau», unter der Voraussetzung, daß ein klares Programm, eine klare Uebersicht über die Ko)tcn vorgelegt werde, und die Beteiligten des Handels und der Industrie ihre Bereit- Willigkeit, de» größeren Teil der Kosten zu decken,'erklären. Abg. Albrecht(Soe.): Der Herr Abg. Pauli behauptete, mein Parteigenosse Bebel habe verlangt, daß die Arbeiter in Staatsbetriebe» sich in svcialdcmokra« tischen Geiverkschaftcn organisierten. Es ist uns natürlich niemals eingefallen, eine solche Forderung auszustellen, wir ver- langen nur das gleiche Recht der Organisation für alle Arbeiter, mögen sie Privat- oder Staatsbetriebe» angehören. In England, Amerika, der Schweiz haben auch die Arbeiter in Staats- betrieben dies Recht und deshalb stehen dort noch lange nicht alle Räder still. Bei uns aber werden solche Arbeiter bereits gemaßregclt, ivenn sie eine Petition an die Regierung richten. Herr Oertcl hat dann wieder von socialdemokratische» Konsumvereinen gesprochen. Wir haben oft genug betont, daß die Konsumvereine keine Gründungen der socialdemokratischen Partei sind, wenn ihnen auch in letzter Zeit viele socialdemokratische Arbeiter beigetreten sind. In Halle a. S. giebt es neben sogenannte» socialdemokratischen auch einigeagrarischc Konsum- vereine, so z. B. die Central« Ankaufsstelle für landwirtschaftliche Maschinen und Geräte. Da ist es sehr interessant, die Arbeitsverhältnisse in den verschiedenen Konsumvereinen zu vergleichen. In dem Arbeiter- Konsumverein werden Wochenlöbne von 21 bis 24 M. für die Arbeiter und für die Verkäuferinnen ein Monatsgehalt von 80 M. gezahlt, in der Ccutral-Ankaufsstelle betragen die Wochcnlöhne der Arbeiter da- gegen nur 16 M.(Hört! hört! b. d. Soe.) und nicht einmal die gesetz- lichen Feiertage werden diesen Arbeitern bezahlt, während in dem Arbeiter- Konsumverein auch der 1. Mai bezahlt wird. Daß die Central-Ankaufsstelle nicht etwa aus Not derartig niedrige Löhne zahlt, geht daraus hervor, daß sie in den zehn Jahren ihres Bestehens einen Umsatz von ca. 6 Millionen Mark gemacht hat und den Mitgliedern einen Reingewinn von 63 400 M. zahlen konnten. Vielleicht wendet sich Herr Dr. O e r t e l an seinen Freund im Abgeordnetenhaus, Herr» von M e n d e l- S t c i n f e l s, der Aussichtsratsmitglied dieser Central-AnkaufSstclle ist und veranlaßt ihn, daß dort dieselben Löhne gezahlt werden, wie in den socialdemokratischen Konsumvereinen. Ucbrigens verkaust diese Centrale nicht nur landwirtschaftliche Maschinen, sondern alles Mögliche und Unmögliche, so auch Fahrräder, Nähmaschinen, Regulatoren und der- gleichen. Auch Plötzcigorren werden dort wohl zu haben sein. iHeiterkeit bei den Socialdemokraten.) Vom Standpunkt der Mittel- standspolitik wird Herr Dr. Oertel diesen Verein also wohl kaum verteidigen können. Noch einige Worte zu den Ausführungen des Herrn Hitze. Dieser meinte: wir Socialdemokraten hätten ein Interesse daran, daß Streiks verloren gingen, weil bei uns vor allen Dingen das Endziel in den Vordergrund gestellt würde.(Widerspruch deS Abg. Hitze.) Thatsache ist, daß ivir uns stets alle Mühe gegeben haben, Streiks zum siegreichen Ende zn führen. Freilich haben wir auch den Vorteil davon, wenn Streiks verloren gehen, denn dann sehen die Arbeiter ein. daß sie sich einer Macht gegenüber befinden, gegen die sie fich organisieren müssen.— Wenn Herr Hitze meint, wir möchten doch auch ihm einmal 1000 Mark für die katholischen Gewerkschaften geben, die könnten es brauchen, so verweise ich sie an die katholische Kirche. Die hat bekanntlich einen guten Magen und also Geld genug, um Ihnen zu helfen. (Unruhe im Centrum.) Herr Hitze meinte, die siebentägige Debatte habe bewiesen, daß �>ie Socialreform Fortschritte mache. Wir meinen aber, auf die schönen Reden, die hier gehalten sind, ist wenig zu geben, wenn Gesetze gemacht werden sollen, dann sind die Herren meist nicht zu haben. Ich erinnere nur an das Elend in der Kon- fektionsindustrie, da? seiner Zeit auch von bürgerlicher Seite zu- gegeben wurde. Die Verordnung vom 31. Mai 1897 war aber nicht dazn angcthan, etwa? Wesentliches für die Konfektionsarbeiter zu thun. Der Gewerbeinspektor von Breslau hat zwei große Wäschckonfektionäre wegen beständiger Uebertretung der Gewerbe-Ordnung angezeigt. Die beiden Firmen wurden zu 20 M. Geldstrafe verurteilt.(Hört I hört! bei den Socialdemokraten) und zwar sagte das Gericht, es sei auf eine so hohe Geldstrafe erkaimt worden(Hört! hört! bei d. Soc.), weil die beiden Finnen sich in günstigen Verhältnissen befänden. An sich sei es zweifelhast, ob die Arbeiterinnen der beiden Firmen überhaupt unter 28. Iiwuar 1901. die KonfektionSordnung fielen. So ist eS immer: entweder wird auf ganz geringe Geldstrafen erkannt, oder den Anzeigen wird über- Haupt keine Folge gegeben, weil die Arbeiterinnen der Groß- konfektion nicht' unter die Gewerbe-Ordnung fallen. Die Konfektionsordnung ist von den Unternehmern noch nie- mals angegriffen worden, weil sie für sie ganz belang- los ist. Die Väckereiverorduung ist dagegen von Anfang au befehdet worden, weil sie socialpolitisch fortschrittlich ist. Wenn der Herr Staatssekretär entschlossen ist, die Bäckcreiverordnung nach rück- wärts zu revidieren, so möge er wenigstens die Konfektious- Verordnung des Bundesrats vom 31. Mai 1397 verschärfen.(Bravo! bei den Socialdemokraten.) Abg. Blell(frs. Vp.) ist mit der Schaffung einer Ccntralauskuuftsstelle einverstanden, tritt aber den Bemängelungen der HandelSkammecberichte durch den Abg. Münch-Ferber entgegen. Abg. v. Vollmirr(Soc.): Es ist sonst nicht meine Art. am Schluß einer lang aus- gesponnenen Verhandlung das Wort zu ergreifen; aber die gestrige Rede des Dr. Pichler', der mich mit Namen nannte, nötigt mich dazu. Herr Kollege Pichler war so liebenswürdig, von einem köuig- lich bayrischen Socialdemokraten zu sprechen, den man mit andrem Maße messen müsse; es war die Wiederholung einer Redens- art eines seiner bayerischen LnndSlcute, der sich einmal über das Verhältnis der blauweitzen bayrischen Landesfarben zu der Socialdemokratie in längeren Ausführungen erging. Mich kitzelt man durch derartige Redewendungen nicht im geringsten; ich habe nie ein Hehl daraus gemacht, daß ich ein guter Deutscher und ein ebenso guter Bayer bin, was mich aber nicht im geringsten hindert, auch an andre Völker zu denken; und was die blau-weißen Farben betrifft, so habe ich sie immer für recht schön gehalten, aber auch gefunden, daß eine gewisse Dosis Rot sehr gut dazu paßt.(Große Heiterkeit.) Herr Pichler sprach ferner von polirischen, socialen und wirtschaftlichen Differenzen zwischen der socialdemokratischen Gesamtpartei auf der einen und mir und meinen bayrischen Freunden auf der andren Seite. Darüber würde sich reden lasten; denn da ja Herr Pichler keinen Fall einer solchen Meinungsverschiedenheit in wichtigen Dingen angeführt hat, so ist es zwecklos, hier eine Debatte daran zu knüpfen. Der Hauptgrund, weshalb ich hier das Wort ergreife, ist die gesttige Rede des Herrn Dr. H i tz e. Selten ist mir eine Rede be« gegnct, die von Anfang bis zu Ende so anfechtbar war: Herr Hitze bestritt die Verantwortung seiner Partei für die jetzige Art der Socialpolitik, leugnete die ausschlaggebende Stellung des Centrums. ja, stellte den konfessionellen Charakter seiner Partei in Abrede. Kollege Hitze scheint ein schwaches Gedächtnis zu haben. Er hat, scheini es, bereits das Wort vergessen, das vor einigen Jahren, wenn auch nicht in diesem Hause, fiel:„Centrum ist Trumpf." Wohl pfiff man den unvorsichtigen Redner zurück; aber bald fiel ein andres Wort, das von der regierenden Partei; ja in Bayern, wo man gern offen spricht, bezeichnet man das Cenirum als das irdische Werkzeug Gottes.(Heiterkeit.) Nun, meine Herreu, wozu Rückblicke werfen? Wir können uns ja mit einer Sache beschäftigen, die noch gar nicht weit zurückliegt. Der hauptsächlichste Führer des Centrums in diesem Hause hat auf dem letzten Katholikentage in Bonn das Wort gesprochen, daß die Ccntrumspartei eine ausschlaggebende Partei sei. Er hat daraus die Notwendigkeit bezw. die Verpflichtung hergeleitet, in scheinbar gleichgültigen' Dingen auf den Luxus einer eignen politischen llebcrzeugung zu verzichten, um in religiösen Dingen um so mehr Macht ausüben zu können.(Hört, hört l bei den Socialdemokraten.) Wenn das Cenlrum von religiösen Dingen spricht, so ist das immer synonym mit konfessionellen Dingen, denn daß das Centrum für die Rechte der Juden kämpft, werden Sie wohl selbst nicht be- haupten.(Heiterkeit rechts.) Und was das Christentum betrifft, so erinnere ich mich eines Wortes der„Germania", die kürzlich gesagt hat, daß ein interkonfessionelles Christentum ein offenbarer Wider- spruch in sich selbst sei. Wenn die Herren also Religion sagen, so meinen sie Christentum und wenn sie Christentum sagen, so meinen sie die katholische Kirche. Im übrigen. wenn Sie eine Sache, die in der ganzen Welt be- kannt ist,»och bestreiten wollen, dann läge es ja sehr nahe, an das Jahr 1837 zu erinnern und an Ihre � Abstimmung zum Septennat, die Sie ausdrücklich damit begründet haben, daß Sie Rücksicht aus Rom damit zu nehmen hätten. Im übrigen hat der Herr Kollege Dr. Hitze sich insbesondere an die Novellen'des letzten Jahrs zu den Arbeitervcrsicherungs-Gesetzen ge- halten und har gemeint, man solle ihm doch einmal nachweisen, wo sie hier ihrer Pflicht nicht genügt hätten.(Zuruf aus der Mitte.) Bitte, so hat die Anklage, die wir erhoben haben, nicht gelautet. sondern ganz allgemein, sogar über die VerficherungSgesetze hinaus(Sehr richtig! bei den Soc.), daß Sie Ihrer Pflicht in socialpolitischen Dingen nicht nachgekommen find. Ich werde also so frei sein, nur den von uns abgesteckten Kampfboden zu nehmen und nicht den, der Ihnen gerade paßt. Als die Arbeiterunfallverstcherung zuerst im Jahr 1887 auftauchte, ist das Centrum in ganz an- erkcunenslverter Weise vorgegangen, und gerade Herr Dr. Hitze hat im besondren nach dieser Richtung gewirkt. Er ist damals ein- getreten für Abkürzung der Rarenzzeit von 13 auf 4 Wochen, für Ausdehnung der Versicherung ans Betriebe mit 6 Arbeitern, für Erhöhung der Vollrente von 66�/s auf 75 Proz., für Erhöhung der Vollrente für Witwen auf 30, für Doppelwaisen auf 25 Proz. und er ist schließlich für die Einsetzung von Renteneinschätzungs- Kommissionen, welche ans Arbeitern und llnteniehmern gebildet werden sollten, eingetreten. Bekanntlich hat damals unsre sehr verehrliche Nebenregierung, nämlich der Central- verband deutscher Industrieller diese Beschlüsse für vollkommen unannehmbar erklärt. Die Regierung hat sich bald ein- schüchtern lassen; beim Centrnm hat die Einschüchterung nur wenig länger gedauert. Aber nach drei Jahren, als voriges Jahr die Sache wiederkam, ist das Centrum auch hinreichend eingeschüchtert ge- wesen, um, als die Socialdemokraten unsrerseits die Anträge des Centtums vom Jahre 1897 wiederholten, seinerseits zu helfen, diese Antrüge niederzustimmen.(Sehr richtig I bei den Socialdemokraten.) Von der Jnvaliditätsvcrsichernng will ich nur eins anführen. Gerade die christlichen Bergarbeiter haben damals unter andern die Forderung erhoben, daß den Berginvaliden unter allen Umständen der Reich'szuschuß ausbezahlt werden muß. Das Centrum hatte in zweiter Lesung auch für diese Forderungen gestimmt. In dritter Lesung haben dann dieselben Herren gegen den Antrag gestimmt(Sehr richtig I b. d. Soc.). gegen ihren eignen Antrag. (Unruhe im Centrum.) S i e haben das so oft gemacht, daß Ihnen, scheint'S, die Einzelheiten gar nicht mehr gegenwärtig sind.(Heiterkeit.) Sohatdas Centrnm, wieftiiherschon bei denArbeiterschntz-Gesetzen, eine Reihe von Anträgen mit ablehnen helfcn, die durchführbare Verbesserungen für die Arbeiter bedeuteten.(Sehr richtig I bei den Socialdemokaten.) Bei der Zustimmung mancher Genossen von uns zu der Jnvaliditäts- Versicherung und ähnlichen Gesetzen hat der Gedanke ihre sonst großen Bedenken überwunden, daß das Centrum am Ende, wenn man das Gesetz nicht schleunigst in die Scheuer bringt, es in den nächsten drei Jahren noch mehr verschlechtern würde.(Sehr richtig! bei den Soc.) Der Satz ist ganz unwiderleglich, daß mit dem Reichstag, d. h.' seiner Mehrheit, auch das Centnim die Mitschuld an den ungenügenden Ergebnissen unsrer Socialpolitik trifft, weil. wenn das Centnim auch nur einen Teil des Nachdrucks und der Energie, den es gegenwärtig auf Verteuerung der Lebens- mittel legt, damals aufgewandt hatte, dann zweifellos die Regierung zu Verbesserungen hätte gezwungen werden können. Ueber diesen Schluß wird Ihnen vor dem Volk keine rhetorische Kunst hinweg« helfen.(Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Witterungsübersicht vom 22. Januar 1901, morgens 8 1hr. Stationen Barometer ftand mm Wind Bunipa Windstarte Wetter Temp. n. 6. 5° 4° R. Stationen 4 Haparanda 4 bebedt 6 Petersburg 2 bedeckt Swinemde. 763 S 4 bebeckt Hamburg 764W Berlin 7663 Frankf./M. 772SW München Wien 77423 770 Barometer stand mm Wind richtung Windstärte Wetter 4 Cort 767 23 4 Regen 4 bedeckt 6 Aberdeen 753 2516. bed. 4 Schnee 3 Paris 6 woltent 4 Temp. n. G. 11 15°.= 4° 9. 966 Wetter- Prognose für Mittwoch, den 23. Januar 1901. Ziemlich warm, zeitweise aufflarend, vorwiegend trübe mit leichten Regenfällen und frischen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Nun ist Herr Hize noch auf die christlichen Gewertvereine und hätten. Ja, die christlichen organisierten Arbeiter, die früher den Fuldaer Hirtenbrief zu sprechen gekommen. Man lernt vor der Berührung mit einem organisierten Socialdemokraten wie doch niemals aus. Mich hat es sehr gewundert, daß ein so er- vor einem Pestkranken zurückschreckten, fangen hier und dort sogar fahrener Parlamentarier wie er einer so brenzlichen Sache nicht systematisch mit uns in Berührung zu treten an. Die Streits, die lieber in weitem Bogen aus dem Wege gegangen ist, anstatt sich früher speciell als socialdemokratische Einrichtung galten, sind ganz ohne Not die Finger daran zu verbrennen.( Heiterkeit.) Wenn etwas so Gewöhnliches bereits für die katholischen organiman ihn freilich so hört, dann ist alles in schönster Ordnung. fierten Arbeiter, daß Streikerklärung, Erklärung von StreifDie Bischöfe haben in Fulda kein Wort gegen die intertonfessionellen, beginn und Streitbeendigung bereits gemeinschaftlich von den also christlichen Gewerkvereine gesagt; sie haben den katholischen modernen Gewerkschaften und den christlichen Organisationen Arbeitern ihr Koalitionsrecht nicht im mindesten beeinträchtigt. Die zusammen erfolgen. Auch beginnen bereits die christlichen Gewerk christlichen Arbeiterorganisationen find wahre Muster wirtschaftlicher vereine sich international zu organisieren.( Abg. Hige[ C.]: Das ist ja Organisationen, die mit dem Klerus und dem Centrum nicht das sehr gut!) Was werfen Sie uns denn die Internationalität vor? Haben mindeste zu thun haben. Die bösen Gewerkschaften aber find andrer- wir eine andre Internationalität?( Heiterkeit.) Für die Herren feits bloß Werkzeuge der Socialdemokratie; in ihnen werden die scheint eine Sache, sobald sie den Centrumsrock anbekommen, ein Arbeiterinteressen gegen die politischen Macht- und Herrschafts- ganz andres Aussehen zu erhalten! Ob sie dadurch schöner wird, interessen der Socialdemokratie beständig zurückgesetzt. Wie ist eine andre Frage. Die Zeit tommt ganz sicher, wo die Früchte ist nun der wirkliche Sachverhalt? Die erste Aeußerung aus dem nicht von denen geerntet werden, die den Baum gepflanzt haben. Centrum über die Arbeiterorganisationen rührt vom Bischof Es giebt in solchen Dingen immanente Geseze und diese v. Ketteler her, der heute noch von dem Centrum als social- wirken dahin, daß, wenn die Arbeiter einmal organisiert werden, politische Autorität hingestellt wird. Herr v. Ketteler hat den gleichviel von welcher Seite, sie im Verlauf der Dinge, sobald sich Gedanken einer einheitlichen Organisation der Arbeiter fehr ber Stampf zwischen Kapital und Arbeit immer mehr zuspißt, uns entschieden vertreten. Er sagt:" Die Organisation der Arbeiter ist immer näher rücken. Hoffentlich wird diese Entwicklung von Montag früh verstarb nach kurzem, berechtigt, heilsam und notwendig." Sich an dieser Organisation den freien Gewerkschaften dadurch tüchtig unterstützt, daß die schwerem Leiden mein innigft geliebter dadurch hindern zu lassen, daß die Anregung zu solchem Organi- Neutralität, die wir auf die Fahne der Gewerkschaften schreiben, auch Mann, unser guter Vater, Bruder, fieren vielfach von Männern ausgeht, die dem Christentum ent- mit aller Energie durchgeführt werden und ihnen damit der letzte Schwieger- und Großvater, der Gast fremdet find, das erklärt Bischof Ketteler für eine große Thor- Scheingrund, die katholischen Arbeiter vor ihnen zu warnen, geheit. Er lobt die Organisation der Tabatarbeiter durch den nommen wird. Carl Schonheim socialdemokratischen Abg. Frißsche und rät den katholischen Arbeitern Zum Schluß möchte ich mir noch eine Bemerkung gegenüber im 59. Lebensjahre. direkt, sich daran zu beteiligen, ohne daß sie Furcht zu haben dem Herrn Staatssekretär des Innern erlauben. Der Herr Staats- Die Beerdigung findet Donnerstag, brauchten, daß ihr Seelenheil dadurch in Gefahr geriete.( hört! sekretär hat am 12. d. Wits. gesagt, wenn je an feiner nachm. 3 Uhr, vom Krankenhaus am hört! links.) Stelle ein Mann stände, der das Lob der Social Urban aus nach dem Friedhof der Dann ist in Jhren Reihen in Bezug auf die Organisation demokratie fände, Bappel es um die Eristenz Freireligiösen Gemeinde, der Arbeiter, von den Gesellenvereinen abgesehen, die hiermit des Reichs geschehen sein und die Socialdemokraten würden mit Die trauernden Hinterbliebenen. Allee, statt. nichts zu schaffen haben, lange gar nichts geschehen, und Recht das Gefühl der Befriedigung haben, daß fie am Ziel ihrer das troz Ihrer viel gerühmten Arbeiterfreundlichkeit. Erst Wünsche angelangt wären. Ich will diese Schlußäußerung nicht so II. Wahlkreis. als die Arbeiter mehr und mehr begonnen haben, sich selbst auslegen, als wenn der Herr Staatssekretär hätte sogen wollen, Am 21. d. M., morgens 1/29 Uhr, unaufgefordert und ungeleitet von Ihrer Seite zu organi- daß die Zerstörung des Reichs ein Ziel der Socialdemokraten verftarb nach furzem Krantenlager fieren, und als die Gefahr entstand, daß sie dem verehrlichen Centrum wäre, denn das wäre derart der Wahrheit ins Gesicht schlagend und unser alter treuer Parteigenoffe dann würde wirt 1056 entwiſchen könnten, erſt da iſt in neueſter Zeit und mir dort, wo beleidigend, daß der ſchärfſte Ton dagegen nicht zu ſchroff ſein würbe Carl Schonheim. Peile hierdurch allen Freunden und Bekannten mit, daß mein lieber Mann, unser guter Bater Eduard Stein am 21. Januar nach langem Leiden entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen Witwe Martha Stein nebft Kindern. Die Beerdigung findet statt am 24. b. M., nachm. 22 Uhr, von der Charité( Eingang Neues Thor) aus, Gemeinde, Pappelallee. nach dem Kirchhof der Freireligiösen [ 22236 Socialdemokratischer Wahlverein f. den 4. Berliner Reichst.- Wahlkreis. Am Montag, den 21. d. M., ver starb nach schwerem Leiden unser Mitglied 243/3 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donners: tag nachmittags 3 Uhr vom bom Eduard Stein. Krankenhaus am Urban nach Die Beerdigung findet am Donners dem Friedhof der Freireligiösen tag, den 24. 6. M., nachmittags Gemeinde in der Pappel- Allee statt. 21% Uhr, von der Charité aus nach Bahlreiche Beteiligung der Partei dem Begräbnisplatz der Freireligiösen genossen ist Pflicht. 210/1 Gemeinde, Pappel- Allee, statt. Um zahlreichen Besuch ersucht Der Vorstand. Verband Die Vertrauenslente. Wahlverein für den 2. Berl. Wahlkreis. wir Socialdemokraten schon Organisationen geschaffen haben, ist Ich nehme also an, daß der Herr Staatssekretär lediglich Ihnen eingefallen, daß man eine Organisation der Arbeiter braucht. unsre allgemeinen politischen und wirtschaftlichen Ziele damit Dort haben Sie Gegenorganisationen geschaffen, zu dem aus gemeint hat. Daß diese Ziele sich aber sehr wohl innerhalb des gesprochenen 3 wed, die Arbeiter von uns fern zu heutigen Gemeinwesens wenigstens bis zu einem gewissen Grade und in halten, dadurch haben Sie die Arbeiterbewegung gespalten und all den Punkten, in denen wir hier Anträge stellen, sehr wohl erreichen tragen zum Teil die Schuld an ihrer Ohnmacht. Ihre Organisationen lassen, ohne daß irgend welche Gefahr für dieses Reich besteht, muß find vielfach Hilfstruppen der Unternehmer gewesen und haben jedem klar sein, der sich die Dinge genau überlegt. In Frankreich Streitbrecher gestellt. Ich würde kaum eine solche Behauptung fehen wir ja gegenwärtig den Beweis geliefert, in jenem Staat, der wagen, aber auf dem Schweizer Arbeitertage zu Luzern hat Professor zur Zeit an der Spitze der ernsten, aufrichtigsten SocialBeck erklärt: Die katholischen Arbeiter haben sich allerdings so oft politit marschiert, und in welchem die Socialreform von gegen ihre übrigen organisierten Arbeiter gebrauchen lassen, beispiels- einem socialistischen Minister geleitet wird, ohne day weise als Streitbrecher, daß eine gewisse Mißstimmung besteht. dieser kapitalistische Staat und das ist Frankreich ( hört! hört! bei den Socialdemokraten.) deshalb zu Grunde ginge. Aber die Sache ist eben die: die Herren Die Entwicklung ist über Sie hinweggeschritten. Die Thatsachen des sind gewohnt, den Staat und das Reich mit ihrem Staat und wirtschaftlichen Lebens haben die von Ihnen organisierten Arbeiter die ihrem Reich zu verwechseln und glauben, daß der Staat wirtschaftlichen Zusammenhänge erkennen gelehrt. Auch der Umstand hat gar nicht anders beschaffen sein kann, als es ihren Wünschen und ihren zu dieser Erkenntnis beigetragen, daß die Unternehmer nicht nur gegen Herrichaftsintereffen entspricht.( Sehr richtig! b. d. Socialdemokraten.) find. Und so ist es dahin gekommen, daß die christlichen Arbeiter von der augenblicklichen Herrschaftsform vollständig unabhängig ist, organisationen genau so angefeindet und ihre Mitglieder ge- daß es gründlich umgestaltet werden kann, ohne daß dadurch das Reich Die Beerdigung findet am Donners: maßregelt werden auch von Centrumsarbeitgebern, wie die im mindesten in Gefahr kommt. Wir haben mehr Vertrauen zu der tag, den 24. d. Mts., nachm. 3 Uhr, socialdemokratischen Organisationen und deren Mitglieder. Und Festigkeit dieses Reichs, wir glauben nicht, daß dieses Reich, vom Krankenhause( Urban) nach dem weiter hat natürlich auch die Thätigkeit, die die Socialdemo- dessen heutige Erscheinungsformen wir bekämpfen, unter der Freireligiösen Friedhof in der Pappeltratie für die Arbeiter entfaltet hat, aufklärend gewirkt. So ist denn socialistischen Gesellschaftsordnung zu Grunde gehen wird. unaufhaltsam das Klassen- und Selbstbewußtsein der organisierten Das Gemeinwesen ist etwas Bleibendes, und etwas Bleibendes ist 238/3 fatholischen Arbeiter außerordentlich gestiegen, so hoch, daß es heute das Interesse und das Wohl des arbeitenden Volks, dem unfre Spießer in der Centrumspartei außerhalb des Hauses natürlich ganze Thätigkeit dient und welches allein, aber nicht die Interessen Montag, den 21. d. M., verstarb nach kurzem Krantenlager unser langjähriges Mitglied, der Schankwirt Socialdemokraten, sondern gegen jede Organiſation feindlich gefinnt in Wirklichkeit liegen die Dinge so, daß der Staat, d. h. das Gemeinwesen Karl Schonheim ( Heiterkeit) giebt, denen schon vor der Macht dieser katholischen der herrschenden Klaffen, der Jubegriff der Politik unires Reichs sein Abg. Dr. Size( C.): Arbeiter graut. Ich könnte eine Stadt nennen, in der die katholischen sollte.( Lebhaftes Bravo! bei den Soc.) Bürger lebhaft geklagt haben, daß jezt in der Politik die Arbeiter bei allem mitreden und den Ausschlag geben. Den besten Beweis, Auf die Ausführungen des Herrn Borredners über den bischöflichen daß die Entwicklung so fortgeschritten ist, hat der Frankfurter Kongreß Brief will ich nicht eingehen, dazu wird noch später Gelegenheit sein. Allee statt. Rege Beteiligung erwartet Der Vorstand. Konsumverein ,, Berlin- Süd Am 21. d. m. verstarb nach kurzem Krantenlager der Mitbegründer des Vereins und jederzeit thätiges Auffichtsratsmitglied, der Schankwirt Karl Schonheim der chriftlichen Gewerkvereine gegeben. Dort wurde ausgeführt: Berr b. Bolmar hat uns wieder eine tonfeffioneue Bartei genannt. der wirtschaftliche Kampf hat nichts, aber auch gar nichts mit der Unser Programm ist aber ganz allgemein gehalten, und hervor Religion zu thun, alle Arbeiter gehören zusammen und das Ziel der ragende Mitglieder des Centrums find nicht Katholiken. Wir sind tag, den 24. M., nachmittags 3 Uhr, Die Beerdigung findet am Donnerschristlichen Organisationen muß sein, im Verein mit den ſocial- auch für die Emancipation der Juden stets eingetreten. Wir haben von der Leichenhalle des Kranten demokratischen Arbeitern eine einheitliche Arbeiterorganisation die Invalidenversicherung nicht verschlechtert, sondern da, wo wir hauses am Urban aus statt. herbeizuführen.( hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Freilich gewiffe, an sich als berechtigt anerkannte Forderungen aufgaben, wurde, und da bin ich andrer Ansicht, auf dem Kongreß geflagt, geschah es, um das Zustandekommen der Vorlage überhaupt zu 98/6 daß die Gewerkschaften nicht genügend neutral in religiösen und ermöglichen. Herr v. Bollmar verwechselt die katholischen Arbeitervielleicht auch politischen Dingen feien, aber das Vorhandensein der vereine und die christlichen Gewerkvereine. Die ersteren sind konchristlichen Gewerkvereine wurde direkt als ein notwendiges Uebel feffionell, ein Geistlicher steht an ihrer Spitze, die christlichen bezeichnet.( Sehr richtig! im Centrum.) Gewerkvereine aber find unabhängig. Sehr richtig, das ist gut, daß Sie das auch sagen.( Heiterkeit.) Es wurde weiter gesagt, die Herren sollten sich nur nicht träumen laffen, daß wir uns zum Kampfe gegen die Socialdemokraten verwenden lassen.( Hört, hört! bei den Socialdemokraten.) Der Fuldaer Bischofsbrief ist nun Sap für Saß eine Antwort auch die Ergebnisse des Frankfurter Kongresses.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) In dem Brief wird erklärt, es sei irrig, daß die Besserung der Löhne und Arbeitsverhältnisse mit der Religion nichts zu thun habe. Es wird weiter erklärt, für die katholischen Arbeitervereine gäbe es keine andre Norm als die Lehren unsrer heiligen Kirche bieten und diese Lehren müssen auch der Leitstern in wirtschaftlichen Fragen sein. Es wird weiter gesagt, es könne nicht angehen, daß unter dem Schein einer ift Herr v. Vollmar hat eine Reihe von Aeußerungen von dem Kongreß der christlichen Gewerkschaften citert. Das sind einzelne Aeußerungen, von denen ich nicht weiß, ob sie authentisch sind und wie sie gemeint gewesen find. Die eine Aeußerung: es wäre wünschenswert, daß alle Arbeiter in gemeinsamen Bereinen organisiert würden, kann auch ich als mein Zukunftsideal anerkennen. Leider aber haben wir zur Zeit noch Konfessionen in Deutschland und leider haben wir noch eine Socialdemokratie. Wer schneller anwachsen wird, ob die christlichen oder die socialdemokratischen Gewerkschaften, darüber zu streiten hat jetzt feinen Sinn, das wird die Zukunft lehren.( Bravo! im Centrum.) Abg. Dr. Müller- Sagan( frs. Vp.): Schluß 54 Uhr. Parlamentarisches. Die Budgetkommission Rege Teilnahme erwünscht Der Vorstand. Verein focialdemokratischer der an HolzbearbeitungsMaschinen beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Unsern Kollegen die traurige Nachricht, daß am Montag morgen unser treuer Kollege Eduard Stein nach langem schweren Leiden an der Proletarierkrankheit ver storben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstagnachmittag 1/23 Uhr von der Charité( Eingang neues Thor) aus nach dem Friedhof der Freireligiösen Gemeinde in der Pappel- Allee statt. 82/4 Der Vorstand. Danksagung. und Genossen, insbesondere dem StatHierdurch fagen wir allen Freunden flub Fortuna" für die herzliche Teil: nahme und Kranzspenden bei dem Begräbnis meines lieben Manns, unfres guten Baters den herzlichsten Dank. 22156 Witwe Marie Will nebft Kindern. Gaft- und Schankwirte en Kollegen, Freunden und Be Berlins und Umgegend. langjähriges Mitglied, Kollege Montag, den 21. b. M. starb unser Karl Schonheim 69/2 im 59. Lebensjabre. Die Beerdigung findet Donnerstag: nachmittag 3 Uhr vom Krankenhause am Urban aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Wilh. Schwarze tannten für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Manns, des Tischlers Rudolf Fehmel meinen tiefgefühltesten Dant.[ 22145 Witwe Marie Fehmel. Orts- Krankenkasse Boxhagen- Rummelsburg. Außerordentliche 22136 abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Weigel, hier, Türrschmidtstr. 45. Tagesordnung: am 21. Januar sanft entschlafen ist. Im Namen der Hinterbliebenen: W. Schwarze. P. Krause. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 24. d. M., nachin. 22 Uhr vom Trauerhause, Reichenbergerstraße 182 aus statt. 1. Wahl eines Vorstandsmitglieds ( Arbeitgeber). 2. Bericht über die Wahl des Rendanten und Bestätigung desselben. 3: Verschiedenes. Rummelsburg, den 18. Jannar 1901. 270/11] Der Vorstand. III. Wahlkreis. traftlosen natürlichen Religion-merken Sie, was damit gemeint Ich habe im Namen meiner Partei zu erklären, daß wir gegen die Grundfäße des fatholischen Glaubens aus den wirtschaft die Resolution der in lichen Bestrebungen der Arbeiter verbannt werden. Und ſchließlich ber 12000 win bet Socialbemotra. Bir berwahren tannten die traurige Nachricht, daß Generalversammlung Mart Affaire stimmen werden. werden die katholischen Arbeitervereine als start genug bezeichnet uns aber gegen die Folgerung des Herrn v. Kardorff, daß die Ab- unser Bater, Schwieger- und Groß- am Mittwoch, den 6. Febr. cr., neben der geistlichen Wohlfahrt auch für die materiellen Standesinteressen einzutreten. Was der Bischof von Freiburg dann weiter gesagt hat, ist lehnung der Resolution eine glänzende Genugthuung für den Grafen bater, der Schloffer nur in etwas gröberes allemanisch übersetzt gewesen, so daß es allerdings Pofabowsky bedente. Hierauf wird ein Vertagungsantrag angenommen. schwerer zu interpretieren war, als das beim etwas diplomatischeren Fuldaer Schreiben der Fall war. Der Sinn des ganzen Schreibens liberalen, Socialdemokraten und Freifinnigen Vereinigung zur Nächste Sigung: Mittwoch 1 Uhr.( Anträge der Nationalwar doch gegenüber den interkonfessionellen Organisationen die Wohnungsnet.) specifisch katholischen Arbeitervereine zu empfehlen, deren sociale Bedeutung Des nach der Erklärung sehr sachverständigen Pfarrers Oberdörfer gleich Null ist und sich zum großen Teil unter dem Vorsitz von Geistlichen befinden. Ja, sogar unter dem Protektorat von Unternehmern! So in der Nähe von München, wo die Protektoren solcher Vereine die größten Arbeitgeber des Bauhandwerks find. Kommt es dort zu einem hat am Dienstag die Prüfung des Etats des Reichs- EisenbahnStreit, dann müssen die wirklichen Mitglieder gegen die Ehrenamts noch nicht zu Ende geführt. Die Gehaltspetitionen gaben mitglieder streiten. Wie es da mit der Unabhängigkeit der Arbeiter Stoff zu einer ausgedehnten Debatte, die mit dem principiellen Be steht, kann man sich ungefähr denten. Man kann denen nicht Un- schluß endete, sämtliche zum Etat vorliegenden Petitionen nach Donnerstag, den 24. Januar, abends 8 Uhr, im großen Saale recht geben, die da glauben, daß diese specifisch katholischen fleinen Schluß der gesamten Etatsberatung gemeinsam zu prüfen. Maß Arbeitervereine eigentlich nichts als Kleinkinder- Bewahranstalten gebend für diesen Beschluß war der Gedanke, daß Gehaltsder Centrumspartei sind.( Heiterfeit links.) aufbesserungen, die auf Grund von Petitionen erfolgen, doch erst Der Sturm, den das Hirtenschreiben in der katholischen Arbeiter immer im nächsten Etat durchgeführt werden könnten. Jm schaft hervorgerufen hat und dann auch in der Centrumspartei, ist ja Plenum soll die gleiche Maßregel empfohlen werden. Lebhaft mit Aufwand sehr großer Mühe beschworen worden. Was ausgerentt debattiert wurde noch über das Eisenbahnunglück bei Rappoldsweiler war, hat man wieder zurechtgebogen, hier und da wohl auch ein wenig im Elsaß. Dort sind zwei Menschen vom Zuge totgefahren worden, 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Molkenbnhr über:„ Bei: weil eine Barriere nicht geschlossen war. zurechtgelogen außerhalb des Hauses natürlich.( Seiterkeit.) Der Bahnwärter ist be- träge zur Geschichte des preußischen Proletariats in den letzten zwei JahrAber das Facit ist doch das: die katholischen Arbeiter haben in straft worden; doch wird behauptet, daß er die Schrante deshalb hunderten. 2. Diskussion. einer bis jetzt noch nicht dagewesenen Weise mit großer Energie sich nicht hätte schließen tönnen, weil er zum Lampenpuzen im Bahnhof Zahlreichen Besuch der Genosfinnen und Genoffen erwartet gegen jede Bevormundung durch diesen Hirtenbrief gewendet. So befohlen war. Die Familie des einen der Getöteten hat einen 212/1] ist in München eine große Versammlung christlicher Arbeiter ein: Schadenersatz von 50 000 m. erhoben und ist gegen das Eisenbahnberufen worden nur zu dem zwed, Stellung zu jenem irtenbrief amt flagbar geworden. Von der Familie des zweiten Getöteten zu nehmen, und dort hat ein sehr autorisiertes Mitglied der find ähnliche Schadenersatzansprüche zu gewärtigen. Bebel machte des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15: Volks- Versammlung. Achtung! Tages- Ordnung: Der Vertrauensmann. Achtung! Centrumspartei, der bayrische Landtags Abgeordnete Schirmer, darauf aufmerksam, daß von den Zinsen des Stapitals, bas ber 6. Kreis. 6. Kreis.( Moabit.) sich sehr scharf gegen den Hirtenbrief verwahrt. Das war Fiskus eventuell herauszahlen muß, bequem mehrere Beamte hätten ein andrer Ton, als man ihn sonst aus Dent Centrum bezahlt werden können und führte den Unfall auf die bekannte Sparhört, und man begreift, daß ein Hauptorgan des bayrischen Cen- politik zurüd. Der Regierungsvertreter erflärte sich bereit, im Plenum trums, die„ Augsburger Postzeitung", jammert, die Autorität der nähere Auskunft über die Ursache des Unglüds zu geben. Bischöfe werde zum Skandal vor der ganzen Welt mit Füßen ge= Die schlechte Besetzung des Reichstags macht sich nun auch treten. Alt- Moabit 80-81: Mittwoch, 23. Januar, ab. 8 Uhr, in Peters Gesellschaftshaus, Volks- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Fritz Zubell: Aus dem Der Effekt ist der, die Herren Bischöfe haben einfach nach für die Kommissionen fühlbar. So konnte am Dienstag die Juſt i 3 Reiche des Herrn Minister Thielen, oder: Kann das Centrum tolerant jein? geben müssen und die chriftlichen Organisationen bestehen weiter fommission nicht tagen, weil nur acht ihrer Mitglieder anwesend 2. Distusfion. 3. Berschiedenes. fort, so, wie die Bischöfe nichts gefagt waren. ganz wenn 219/3 Der Einberufer. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, 23. Januar. RANIA** Cirkus Busch 8/49. U Taubenstr. 48/49. Im Theater Mittwochabend 8 Uhr: Mittelmeerfahrten. Im Hörsaal: Opernhaus. VII. Sinfonie- Abend Geh. Rat Prof. Wedding: Der Bauder föniglichen Kapelle. Anfang stoff der Neuzeit: Das Flusseisen. 71 Uhr. Schauspielhaus. Agnes Bernauer. Invalidenstr. 57/62. Mittwoch, den 23. Januar, abends 7 Uhr: Achtung! MAURER. Adtung! Donnerstag, den 24. d. M., abends präc. 8 Uhr, in Stecherts Festsaal, Andreasstr. 21: Außerordentliche Mitglieder- Versammlung Gr. Elite- Gala- Abend. des Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins u. Umgegend. 3m 56. Male: Tages Ordnung: 1. Beratung des Vereinsstatuts. 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Beschlußfassung über die Ausgabe des Mitgliedsbuch legitimiert. Die eiserne Maske. diesjährigen Sammelmaterials. Die wichtigkeit ber Tagesordnung erfordert das Ericheinen fämtlicher Kollegen. Neues Opern Theater( Kron). Tägl. Sternwarte. Gr. hiftoriides Manege: Schauſtück Hohenzollern. Anfang 72 Uhr. Deutsches. Rosenmontag. Anfang 71 Uhr. Lessing. Flachsmann als Erzieher. Anfang 7/2 Uhr. Berliner. Ueber unsre Kraft. An: fang 7 Uhr. Residenz. Frauen von heute. Anfang 72 Uhr. Neues. Nachmittags 5-10 Uhr. Passage- Theater Unter den Linden 22. Stebesprobe. Sierauf: Die Vorstellung** Hand. Anfang 72 Uhr. Westen. Hoffmanns Erzählungen. Anfang 72 Uhr. Central. Die Schöne von New York. Anfang 72 Uhr. Secessionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Anf. 72 Uhr. Schiller. Der Raub der Sabinerinnen. Anfang 8 Uhr. Thalia. Amor von heute. Anfang 72 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Damenschneider. Anfang 712 Uhr. Carl Weiß. Die Anne- Lise. An: fang 8 Uhr. Luisen. Wilhelm Tell. 8 Uhr. Belle Alliance. % Anfang Die tölnische Heimat. Vorher: Glückliche Flitterwochen. Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Eine tolle Nacht. Anfang 72 Uhr. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Des Löwen Erwachen. Anfang 8 Uhr. Palaft. Specialitäten: Borstellung. Eine tolle Nacht. Anfang 712 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Paffage Panoptikum. Speciali täten D Borstellung. Anfang mittags 12 Uhr. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal) Abends 8 Uhr: Mittelmeerfahrten" Jm Hörsaal: Der Baustoff der Neuzeit: das Flußeisen". Von Geh. Rat Prof. Wedding. Juvalidenstraße 57/62. Anfang: Sonntags 12 Uh Wochentags 3 Uhr. Ende 11 Uhr. Familie Neu! Neu! Tscherpanoff. Russische Sänger- u. TänzerGesellschaft. Cirnocs. Ravizetta d'Aragon und 17 erstige 17 Specialitäten Eintritt einschliesslich Panopticum CASTANS 50Pf. in 4 Aften und 3 Hauptbildern. Original Pantomime des Cirkus Busch. Besonders hervorzuheben: Eine veritable Falkenjagd und Der feenhafte Goldakt mit der Wunderfontaine. Außerdem: Europäische Kavallerien. 129/2 Deutsche Gr. Quadrifle, ger. in den Original Konzerthallen " Uniformen fämtl. Staaten Europas auf 16 Schulpferden. Vorzügl. Progr. Sonntag, 27. Januar, nachmittags 4 Uhr: Berliner Landpartien", wozu jeder Erwachsene auf allen Sig: plätzen 1 Kind frei hat; weitere Kinder die Hälfte. Abends 7 Uhr: Die eiserne Maste. Maskengarderobe von Adolf Runge, Gr. Frankfurterstr. 75, Amt VII, 4075, empfiehlt den Vereinen seine große Auswahl in Kostümen in jed. Preislage. Großes Lager von Karneval- Aufzügen. Mittwoch, den 23. d. M., abends 9 Uhr, Borussia- Säle, Aderstraße 6-7: Oeffentlicher PANOPTICUM Herren- Vortrag Friedrichstr. 165. stel Nur noch kurze Zeit: Die wilden Weiber aus Dahomey. Der sensationelle ,, GermanenSaal" mit plastisch. Gruppen urgermanischer und deutscher Trinker. altZur Zweihundertjahr- Feier: Die preussischen Könige im Fürstensaal. Die Herrscher Europas, Generäle, Minister etc. etc. Bähne + bei freiem Entree. Thema: Medizinische Irrtümer bei sogen. geheimen Leiden. Diskussion. Aufflärende Broschüre gratis. Kurbad Magazinstr. 17.[ 22016 Don 2 Mk.an Teilzahlung. Reparaturen in 2 Stund. Zahnziehen schmerzlos! Plombieren. Sprechz.8-8. Blumenstraße 25, R. Lange, Ede Martusitraße. Restauration, sehr flott, ist per sofort oder 1. April preiswert zu verkaufen. Ausschank über 600 Tonnen. Breis 8500 Mart, Carl Weiss- Theaterete 3000 Mart, Kontraft beliebig, Nähe Morigplatz. Offerten unter N. 2 an die Expedition des Blattes. Gr. Frankfurterstr. 132. Zum vorlegtenmale: Täglich abends von 5-10 Uhr: Die Anne- Life. Sternwarte. Schiller- Theater ( Wallner Theater). Mittwoch abend 8 Uhr: Der Raub der Sabinerinnen. Schwant in 4 Aften von Franz und Paul von Schönthan. Donnerstagabend 8 Uhr: Die Tochter des Herrn Fabricius. Freitagabend 8 Uhr: Freiwild. Sonnabendabend 8 Uhr: Rum erstenmale: Der Herr Senator. Central- Theater. Die Schöne von New York. ( The belle of New York.) Burlest- Operette in 3 Atten von Benno Jacobson. Musit von Gustav Kerter. Anfang 7 Uhr. Morgen und folgende Tage: Die Schöne von New York. Sonntagnachmittag: Borstellung zu Preisen. Spandauer Brücke. 4 Täglich ausländische Kapellen 4 Gr. Theater- Vorstellung. 4226 Der Vorstand. J. A.: Julius Gehl. Neue Freie Volksbühne. 25199002 Sonntag, den 27. Januar, nachmittage pünktlich 2 Uhr, im Thalia- Theater, Dresdenerstr. 72: Vorstellung der II. Abteilung: Die Wildente. Emanuel Reicher- Ensemble. Regie: Friedrich Moest. Mitglieder zur II. Abteilung werden noch in allen Zahlstellen aufgenommen. Am selben Tage, abends 612 Uhr, im großen Saal des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15: Bortrag des Sin. Arnold Böcklin, sein Leben und sein Werk" Dr. Köppen über" mit Projektion Böcklinscher Gemälde( meist farbig). Nach dem Vortrag: Tanz- Kränzchen. Karten a 30 Bf. find in allen Zahlstellen zu haben. 150/1 J. A.: H. Neft, Staffierer, Georgenfirchstr. 47, I. Passage- Panopticum Deutscher Holzarbeiter- Verband. und Theater. Die Nen! Neu! 12 unverbrennbaren Fakire Die Sensation der Pariser Welt: Ausstellung. Eintritt einschließt. Theater 50 Pf. Herren- Vortrag+ Carl Bruckhoff, Friedrichstr. 10, über: ,, Sogenannte unheilbare Männer Leiben" Mittwoch, den 23. Januar, abends 9 Uhr. im Alten Schüßen: hause, Livienstraße 5. Nur Herren! Mittwoch, den 23. Januar 1901, abends 8 1hr, im Lokale ,, Weddingpark", Müllerstr. 178: Branchen- Versammlung der Modell- u. Fabrittischler sowie Modelldrechsler. Jobages: Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Rudolf Steiner:" Der Ursprung des Menschen". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zahlreichem und pünktlichem Erscheinen sicht entgegen Der Obmann. Mittwoch, den 23. Jannar 1901, abends 8 Uhr, Eintritt frei! Steine Tellersammlung. im Lokale des Herrn Mann, Strausbergerstr. 3: Beachtenswert für aller Branchen- Versammlung Tischlermeister. er in der Laden- und Comptoireinrichtungs- Branche Gegent Caffa taufe fofort jedes beschäftigten Kollegen. Tages Ordnung: 1. Die gegenwärtige Lage in unsrer Branche. Quantum Kastenmöbel. Off. unter 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 2235 7/ 1ufion. 3. Berſchiebene Die Ortsverwaltung. Möbel" Bostamt 99. Die Anne- Life. Deutsch. Metallarbeiter- Verband - 4 Morgen: Zum legtenmale: Der Brandstifter. Sonnabenduachmittag 4 Uhr: Kinder: Vorstellung, fleine Preise: Tausend und eine Nacht. Sonnabendabend zum erstenmal: Die zwei Waisen. Schauspiel in 7 Bildern von G. Scherenberg. De Verwaltungsstelle Berlin. Burcau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Aunt VII, 353. Mittwoch, 23. Januar, abends 81%, Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: Vertrauensmänner- Konferenz der Schlosser. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom Vergnügen. 2. Wah! eines Branchen- Vertreters. 3. Verschiedenes. 110/20 In dieser Konferenz gelangen die Billets zum Frühjahrsvergnügen zur Ausgabe. Die Ortsverwaltung. Maskenball am Sonnabend, den 26. Januar 1901, in den gesamten Räumen von Keller, Koppenstraße 29 und bei Wernan, Schwedterstraße 23-24. Billets auf allen Zahlstellen und auf dem Bureau im Gewerkschaftshause. Billets 50 Pi. W. Noacks Theater. Freireligiöse Gemeinde Berlin. Centralverein der Bildhauer Deutschlands. Die Grille. Ländliches Charakterbild in 5 Aften von Charlotte Birch- Pfeiffer. Donnerstag: Hotel Klingebusch. Sonnabend, den 2. Februar 1901, Freitag, den 25. Januar, abends präcise 8½ Uhr: in Kellers Feßfälen, Koppenstraße 29: Ausserordentl. General- Versammlung Gr. Wiener Maskenball. Vor der Demastierung: Metropol Theater. Großes Tournier zu Kaßenellenbogen. Behrenstr. 55/57. Täglich 29 Uhr: Apollo- Theater. Fine tolle Nacht Phänomenaler Erfolg: Valentine Petit Berliner Ausstattungspoffe. Das sensation. Debüt der Les Minstrels parisiens American Zouaven Helene Gerard Rob. Steidl und die 10 ausgezeichneten Specialitäten. Um 81 Uhr: Des Löwen Erwachen. Kom. Operette in 1 Akt v. J. Brandt. Anfang 8 Uhr. und das vollständig neue Januar: Specialitäten Programm. Anfang 1/28 Uhr, der„ Tollen Nacht" 1/29 Uhr. Nauchen überall gestattet. Mittwoch-, Sonnabend- und Sonntag- Reichshallen nachmittag: Grosse Zauber- Soiree von Ben- Ali- Bey. Thalia- Theater Dresdenerstr. 72. Heute und folgende Tage: Amor von Heute. Gr. Ausstattungsposse m. Gei. u. Tanz. Anfang 7/2 Uhr. Sonnabend, 26. Januar: Benefiz für Emil Thomas. Amor von Heute. Palast- Theater früher Feen- Palast, Burgstr. 22. Das durchweg neue und phänomenale Januar- Programm! 9 Uhr: Men! Eine tolle Nacht! Bosse mit Gesang in 2 Atten von Anno. Blech, Posaunist: Dir. Rich. Winkler. Stettiner Sänger. Hente, zum Ieten Male: Weihnachten in China. Anfang 8 Uhr. Sanssouci Donnerstag, Sonntag und Montag: Hoffmanns Cécil St. Germain unb Mile. Therese. Nordd. Sänger. Neu! Im Reich der Illusion! Neu! The 3 Hanlons, staunenerregende Kraft Produktionen. Dazu 12 Schau- Nummern I. Rangs. Sonntags 7 Uhr. Anfang: Wochentage 7%, Uhr. Entree 50 Pf. Nach jeder Soiree: Tanzkränzchen. Lustige Vagabonden.. im gr. Saale des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15. Tages Ordnung: Anträge: Erhöhung des Lokalbeitrags usw.( Auf Grund der Annahme des Antrags Bethte„ Erhöhte Unterstüßung für arbeitslose Kollegen für die Monate Januar und Februar".) Erscheinen aller Mitglieder unbedingt notwendig. Mitgliedsbuch legitimiert. 20/4 Der Vorstand. Rohrleger und Gehilfen. Donnerstag, den 24. Januar, abends 82 Uhr, Versammlung ( Ritter, Edeldamen, Bagen, fämpfende Ritter zu Pferde und zu Fuß.) Billets sind bei folgenden Komiteemitgliedern zu haben: D. Jänicke, Rirdorf, Reuterstr. 24, S. 4 Tr.; G. Bohne, Brunnenstr. 141, H. 2 Tr.; P. Kuhirte, Prenzlauer Allee 204, S. 4 Tr.; Frau Kohlhardt, Alexandrinen: straße 21, v. 4 Tr.; B. Schröder, Passanterstr. 3 im Laden; Kowalszic, Bernauerstr. 79, v. 3 Tr.; H. Kottlow, Schliemannstr. 29, Querg. part.; F. Braun, Bartelstr. 13, v. 2 Tr.; P. Halbauer, Krautstr. 36, 5. 3 Tr. im Lokal des Herrn Dräsel, Neue Friedrich- Straße Nr. 35: C. Chrieftens, Mühlenstr. 49, v. 3 Tr.; W. Mohs, Am Oberbaum Nr. 2, 1 Tr., und außerdem bei W. Rubenow, Brunnenstr. 134; W. Börner, Ritter: straße 15; S. Bobfien, Kommandantenstr. 62; Chr. Schulz, Blumenstr. 14; der bei Junungsmeistern beschäft. Rohrleger u. Gehilfen F. Wolf, Pintschstr. 23; Fr. Tugauer, Brunnenstr. 152; M. Wendt, Gollnow straße 44, Querg. 2 Tr.; H. Peege, Rüdersdorferstr. 48, Querg. 2 Tr.; Ktieburg, Urbanstr. 68 im Laden; Th. Megner, Stalizerstr. 59 im Laden; A. Mohnhaupt, Triftstr. 1 im Laden; E. Schmidt, Tresdomstr. 22 im Laden, und in unsren Versammlungen. Kostüme zum Tournierzug zu bedeutend ermäßigten Preisen bei B. Schröder, Passauerstr. 3. [ 2206b Anfang 8/2 Uhr. Billets a 50 Pf. Das Komitee. Cirkus Schumann. Heute Mittwoch, den 23. Januar 1901, abends präcise 7½ Uhr: Fünftes großes internationales Rennen auf dem ertra im Cirfus neu erbauten Winter Velodrom. Sente starten: 1. Boquillon( Baris) gegen Beter( Berlin). 2. Arend( Hannover) gegen Wolff( Berlin.) Drittes Revanche- Rennen Krause( Berlin) gegen Robl( München). Tages Ordnung: [ 111/1) Bericht des Gesellen- Ausschusses und der Schiedsgerichts- Beisitzer und Neuwahl derselben. Der Gesellen Ausschuß. Handlungsgehilfen! Handlungsgehilfinnen! Mittwoch, den 23. Januar, abende 812 Uhr, in Cohns Festfälen, Beuthstr. 20-21: Oeffentliche Versammlung. 1111b Kaufmännische Schiedsgerichte herans! Referent: Reichstags- Abgeordneter Dreesbach. B Nach dem Vortrage freie Aussprache. Um zahlreiches Erscheinen ersucht I. Preis: 1500 Mart. II. Preis: 1000 Mart. III. Preis: 500 Mart. Borher das großartige Januar- Programm und Dir. Alb. 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Friedrichs gracht 16, Frau Wölfe. 5706 Drud und Verlag von Mar Vading in Berlin. Mathäikirchstr. 31: Bau Kaiser ut. v. Großheim. Eisenbahnstraße: Bau Garbe. 179/ 17*] Die Lohnkommiffion. Br. 19. 18. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. two, 23. Januar 1901. Lokales. 2 11 " Fünfter Wahlkreis. Freitag, den 25. Januar, abends 81/2 Uhr, öffentliche Versammlung im Schweizergarten am Königsthor. 1. Vortrag des Genossen Dr. Leo Arons über„ Unfre Ziele und unsre Wege". 2. Teil. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gleich Für wohlthätige Zwecke sind im Monat Dezember 1900 bei zeitig sei noch auf die am 27. d. M., mittags 1 Uhr, stattfindende der städtischen Hauptstiftungskasse an Vermächtnissen und Geschenken Urania Borstellung aufmerksam gemacht. Billets find bei 138 970,64 m. eingegangen; ferner an Rollettengeldern 101,50 M. den Abteilungsführern zu haben. Nach der Vorstellung findet im und aus schiedsmännischen Vergleichen 571,79 M., so daß die Gaal 7 des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15, ein gemütliches Gesamtsumme der zu wohlthätigen Zweden eingegangenen Gelder Beifammensein statt. Der Vertrauensmann. 139 643,93 m. betrug. = = the ind alte Destillationstutscher Adolf Graßmann aus der DunderDurch einen Sturz von der Kellertreppe ist der 34 Jahre straße 73, der in dem Geschäft von Wendt in der Holzmarktstr. 45 a angestellt ist, schwer verunglückt. Mit einem 90 Liter haltenden Faß Nordhäuser glitt er auf der Treppe des Lagerfellers der Gastwirtschaft von Malice in der Lindenstr. 30 aus und fiel fechs Stufen hinab. Durch den Sturz zog er sich Verlegungen am Kopfe zu und in die unterste wurde mit einer Droschte nach der Unfallstation I und von dort nach dem Krankenhaus am Friedrichshain gebracht. D Mittwoch, 9 0 A " Faß mit ungemischter Butter schnell über das Faß mit dem stoff der Neuzeit geworden. Der Vortragende wird die zwei wichtigsten Margarinegemisch geschoben, das dadurch den Augen der Beamten Verfahren durch Wort und Bild erläutern, durch welche dieses Flußeisen entzogen wird. In nächster Zeit werden noch mehrere Butter- hergestellt werden kann, nämlich das Beffemer- und das Martin- Berfahren. prozesse" zur Verhandlung gelangen. Ein Volkstheater im äußersten Proletariernorden Berlins zu Herr Zelle, der frühere Oberbürgermeister von Berlin, ist der errichten dieser Plan wird jezt auf Anregung einer Künstlerin erwogen. Die Erfolge des Schiller- Theaters gaben wohl den GeBoff. 8tg." zufolge ertrantt. danten ein. Steht doch diese Bühne, wie jezt neidlos anerkannt wird, achtunggebietend auf ihrem Blaze, nachdem sie in den sechs Jahren ihres Bestchens gezeigt hat, daß es in Berlin sehr wohl möglich ist, für ein verhältnismäßig geringes Geld dem Publikum relativ lich ist, für ein verhältnismäßig geringes Geld dem Publikum relativ gute Rost zu geben. Warum sollte das, was im Osten geschaffen wurde, nicht auch an andrer Stelle möglich sein und warum sollte eine neue Bühne am Ende nicht noch mehr als das Ueberfüllung der städtischen Hospitäler und SiechenDer Organisation für die Errichtung einer Handels- frühere Wallner Theater gerade den ärmeren Bevölkerungsschichten anstalten. In diesem Winter sind die städtischen Hospitäler und fammer in Berlin haben sich nunmehr im ganzen 69 Unter- die klassische wie die moderne Dichtung erschließen? Diesen Gedanken in die That umzusehen hat die Schauspielerin Lina Eiechenanstalten so start besegt, wie nie zuvor. Da die nehmervereine angeschlossen. Doppel unternommen. Leider ein bißchen voreilig, wie uns Zahl der Aufnahmebedürftigen noch fortgesetzt wächst, so hat sich die Verwaltung, wie wir schon vor mehreren Wochen mitteilten, zu beBeim Umzug der Fabrik von Ferdinand Ashelm nach der bedünten will. Mag die gestrige Vorstellung von Maria Wildenowstr. 21 ist der Buchbinder Ramlow am Dienstag leider Stuart" im Lokal Marienbad sonderen Maßnahmen genötigt gesehen, die auf eine weitere schwer zu Schaden gekommen. Er wurde von einem Rollwagen an nur ein Provisorium gewesen sein, fo follte fie als folches in der Badstraße immerhin Zusammendrängung der ohnedies nicht an Raumüberfluß leidenden Anstaltsinjassen hinaus die Wand geklemmt, als er im Thorweg stand und mußte im be- doch annähernd auf die späteren Gaben einen Schluß zulassen. Und laufen. Im Augenblick bleibt allerdings andres dentlichen Zustande nach dem Krankenhause Am Urban gebracht da wird abgesehen vom Publikum am Ende auch die Leiterin, die Mittel übrig, als dieser an sich durchaus nicht unbedenkliche werden. die Maria gab, inne geworden sein, daß vorab noch viel, um nicht Notbehelf. Der zur Erweiterung der Anstalt in der Fröbelstraße Gegen den in Genna verhafteten falschen Fürsten Labowski- zu sagen, alles zu thun bleibt. Ueber die Bühne wollen wir nicht geplante Bau wird ja erst im Frühjahr in Angriff genommen und Manolesco ist auf diplomatischem Wege das Auslieferungsverfahren weiter reben, sie mochte bei aller Beschränktheit notdürftig ihrem dürfte schwerlich vor dem Winter 1902/08 benutzbar werden. Den eingeleitet worden. Bei der hiesigen Kriminalpolizei haben sich Bwed genügen. Aber was das Spiel anging, so thut es uns leid, städtischen Behörden muß aber der Vorwurf gemacht werden, daß unterdessen auch zahlreiche Personen gemeldet, die durch den falschen sagen zu müssen, daß Fräulein Doppel unter Larven die einzig fühlende fie hier wieder zu spät an Abhilfe gedacht haben. Fürsten geschädigt zu sein glauben. Wie weit diese Annahmen zu- Brust war. Lieber keine Klaſſiſchen Vorstellungen als diese, in der die Die Kalamität, unter der die Siechenanstalten jetzt zu leiden haben, treffen, wird erst durch eine Besichtigung der bei dem Fest arme Marie so gottverlassen dastand, daß auch das härtste Gemüt hat sich keineswegs so ganz plötzlich und unerwartet eingestellt. Die genommenen beschlagnahmten Sachen; im einzelnen festgestellt von Mitleid ergriffen sein mußte. Möchte die Künstlerin unsre herben Frequenz war schon seit einer Reihe von Jahren in ununterbrochenem werden können. Eine ruffische Gräfin, die der Fürst" in einem Worte fich zum besten deuten und zur nächsten Vorstellung ein folgende Zahlen. Die Anstalten in der Fröbel- Straße und in der während sie erst meinte, der Dieb sei ein Italiener, hält sie ihn jetzt eines Schillerschen Dramas auch nur notdürftig gegeben, so werden Steigen begriffen. Wie start die Zunahme gewesen ist, das lehren hiesigen Hotel bestohlen haben soll, ist überaus schwankend geworden. Ensemble zu vereinen suchen, das annähernd weiß, was es auf der Bühne zu thun hat. Sind die Voraussetzungen für die Aufführung Ballijaden- Straße beherbergten am 31. März 1897 zufammen für einen Bulgaren. 1238 Hospitaliten, 1898: 1436, 1899: 1537, 1900: 1616. Jn nur emir die ersten sein, das löbliche Streben anzuerkennen. drei Jahren ist die Frequenz um nicht weniger als 378 Personen oder Raubanfall. Als gestern mittag gegen 121/2 Uhr ein Boten Der Schwimmsport findet in Arbeiterkreisen immer weitere 30% gestiegen. Im laufenden Verwaltungsjahr 1900/01 ist die mädchen der Firma Gebrüder Rothschild u. Co., Klosterstr. 93, mit Frequenz bis zum 31. Dezember 1900 weiter bis auf 1758 ge- einer Posttasche vom Postamt zurüdfehrte, bei welchem sie Geld- Beachtung. Zu dem Jahresfest, das der bekannte Schwimmklub ftiegen. Bei solchen Frequenzzunahmen hätte in der That viel früher fendungen abgeholt hatte, wurde sie auf dem ersten Treppenabsatz Nord( Mitglied des Arbeiter Schwimmer Bundes) im Admirals. an eine Erweiterung der Anstalten herangegangen werden müssen. des Hauses von einem jungen Burschen angefallen, der sie am Halse gartenbad, Friedrichstraße 102, veranstaltet hatte, waren zahlreiche würgte und ihr die Tasche entriß. Auf die Hilferufe des jungen Freunde der Schwimmkunst erschienen, die den vortrefflichen Leistungen Auf der Tagesordnung für die Sihung der Stadt- Mädchens eilten der Juhaber der Firma Eisner u. Co. und dessen erweckten die Riegenaufführungen, und unter diesen vor allem das des Vereins gebührende Beachtung schenkten. Besonderes Interesse verordneten Versammlung am Donnerstagnachmittag 5 Uhr Angestellte herbei und ergriffen den Räuber, der die Flucht zu stehen u. a. folgende Gegenstände: Antrag von Mitgliedern der Ver- ergreifen suchte. Ein Complice, der im Flur des Hauses anscheinend prächtig ausgeführte Riegenspringen. Es würde der Förderung der fammlung betr. die Einfeßung einer gemischten Deputation behufs Bache gestanden hatte, wurde von einem Rollkutscher, der die Hilfe- Stunft sehr dienlich sein, wenn gerade diese Veranstaltungen an Stelle der Einzelwettkämpfe fünftig den größeren Teil des Programms ausBeratung über Maßregeln zur Herabminderung der Säuglings- rufe gehört hatte, festgenommen. füllten. Die Konkurrenzen nahmen im einzelnen folgenden Verlauf: fterblichkeit in Berlin. Vorlage betr. die Abführung der Kanalisationswässer der Gemeinde Reinickendorf nach dem Zeugen gesucht. Am 9. Januar, vormittags 11½ Uhr, ist der Eröffnungs- Schwimmen: 90 Mtr. Erster Eichhorn in Tegeler See.- Berichterstattung über den Antrag von Mitgliedern der Führer eines Arbeitswagens in der Müllerstraße, nahe der Barfus- 1 Min. 44/5 Set., 8weiter O. Wolff 1 Min. 451/5 Set. Erster M. Böhl( Schwimm Verein Ost), Versammlung betr. eine Reform des Reglements der städtischen Straße, mit einem Straßenbahntvagen zusammengestoßen und von Gastspringen: Feuersocietät sowie über die Vorlage betr. den Ankauf von diesem überfahren worden. Die Beugen dieses Vorfalls werden Zweiter M. Elfert( S.-K. Neptun).- Jugend BrustAktien der Berliner elektrischen Straßenbahnen. dringend gebeten, bei Kaun, Siemensstr. 6, ihre Adresse abzugeben. Ichwimmen 90 Mir. Abilg. A.: Erster B. Herrmann 1 Min. Vorlagen betr. den Erwerb von Tiergartengelände zur Verbreiterung 553/5 Set. Abtlg. B.: Erster E. Sprengler 1 Min. 361/5 Set. Zweiter und Regulierung der Bellevue Allee zwischen Spreeweg und B. Gladow. B. Modrow 1 Min. 461/5 Set. Kürspringen: Erster Charlottenburger Chaussee, die Festsetzung der Feuer- SoJugend Gastschwimmen 90 Mtr. Abtlg. A.: cietäts- Beiträge für 1. Oftober 1899/1900, den Etat des Erster W. Schneider( S.-K. Vorwärts) 1 Min. 331/5 Set. Abtlg B.: Gefinde Belohnungs- und Unterstützungs- Fonds für das EtatsErster A. Stolle( S.-W. Gut Naß) 1 min. 44/5 Set. Abtlg. C.: Tauchen jahr 1901, Antrag von Mitgliedern der Versammlung betr. die Erster P. Mefst( S.-K. Vorwärts) 1 Min. 415 Set. nach Gegenständen: Abtlg. A.: Erster R. Werchau, 13 Teller. feitens der Staatsbehörden beabsichtigte Einführung des französischen Unterrichts schon Abtlg. B.: Erster St. Eichhorn 13 Teller. Mehrtampf um den Wanderpreis des Admiralsgartenbades: Erster R. Tönnis, Stlaffe der Berliner Realschulen, Vorlagen betr. die 481/3 Punkte. Gastschwimmen, 180 Meter. Erster F. Tetzlaff speciellen Entwürfe zu verschiedenen baulichen Anlagen beim 4. städtischen Strantenhause, die Erledigung der Resolution Eine bekannte Berliner Persönlichkeit, Wilhelm Donny Borwärts), 3 Min. 352/5 Set.; Dritter G. Neumann( S.-K. Hellas), ( S.-K. Vorwärts), 3 Min. 23/5 Sef.; Zweiter W. Kügler( S.-S. wegen Einstellung eines Betrags von 5000 M. in den Specialetat 45 ist gestern im Alter von 83 Jahren gestorben. Dommys Bierhaus 8 Min. 878/5 Set. Deutsches Schulschwimmen. Erster für 1900 zur Verfügung des Stadtverordneten- Vorstehers. Außer am Dönhoffsplay war in den siebziger Jahren als Sehenswürdigkeit. Steinte, 6 Punkte.- Jugendspringen. Erster R. Schilling, dem findet um 6 Uhr die Wahl eines Stadtschulrats für die berühmt. Später mußte Donny das Wirtshaus aufgeben, worauf 222/3 Bunfte; Zweiter N. Grahlmann.- Schwimmen in Kleidern, Stelle des Herrn Dr. Bertram statt. er Stadtwachtmeister wurde. 90 Meter( das Gewicht der Kleidung mußte in trodenem Zustand Zu dem Automobil- Unfall, von dem ein Berliner auf dem 3 Kilogramm betragen): Erster G. Köpte, 1 Min. 593/5 Set. wege von Königstein über den hohen Schneeberg nach Bodenbach Ein gut ausgeführter Reigen beendete das in allen Teilen geTeffchen betroffen wurde, erfahren wir, daß der Berunglückte der lungene Feſt. Rentner Böhm vom Kurfürstendamm 256 ist. Böhm fuhr am Ben- Ali- Bey im Apollo- Theater arrangiert für Mittwoch, sowie 12. d. Mts. mit dem Führer Neumann aus der Dunckerstraße nach Sonnabend: und Sonntagnachmittag je eine außergewöhnliche Vorstellung Geheimen Ober- Regierungsrats Spinola als Berwaltungsdirektor Bon Brag wollte er gestern, Dienstag, nach Berlin zurückkehren. am Sonntag um 4 hr. Charité: Verfrommung. Zum Nachfolger des verstorbenen Dresben und von dort nach anderthalbstündigem Aufenthalt weiter. su halben Preisen. Die Borstellung beginnt an den Wochentagen um 4 Uhr. der tgl. Charité ift dem Vernehmen nach bereits zum 1. Februar Durch Bersagen der Bremse lief der Wagen auf abschüssiger Bahn Ober- Konsistorialrat Müller, juristisches Mitglied des die Böschung der Chauffee hinab. Der Führer Neumann erlitt nur Konsistoriums zu Hannover, berufen worden. Wäre ein Arzt nicht eine leichte Verstauchung und ist bereits mit der Eisenbahn nach eher im ftande gewesen, für Abstellung der mancherlei Uebelſtände Berlin zurückgekehrt. Böhm, der Mitglied eines Automobil- Klubs in der Charité zu wirken? ist, zog sich einen Bruch des rechten Arms und eine Kniescheiben- Der städtische Arbeitsnachweis in Charlottenburg, BerEin alter Parteigenoffe, der Restaurateur( frühere Cigarren- verlegung zu. Er befindet sich noch im Krankenhause zu Tetschen. linerstr. 72, der vom Stadtverordneten Dr. Jastrow geleitet wird, macher) Carl Schonheim ist, wie uns mitgeteilt wird, am Attentat eines Geisteskranken. In der Schumannstraße will seine Wirksamkeit auch auf die Vermittelung von LehrMontag früh im Krankenhause am Urban verstorben. Er war trop wohnt seit vier Jahren der frühere Amtsrichter Heinrich ingen aller Gewerbe ausdehnen. Der Nachweis ist unentgeltlich. seiner Stränklichkeit unermüdlich im Dienste der Partei. Die Ge- Schaffstein, der in den Ruhestand getreten war, weil er sich Das neue Delheim. Die Bohrungsversuche an der Reinidennossen werden sein Angedenken in Ehren halten. überarbeitet hatte und hochgradig nervös geworden war. Trotzdem dorfer Petroleumquelle" sind eingestellt worden. Nies beschäftigte er sich noch fast ununterbrochen mit wissenschaftlichen mand will Geld zu weiteren Bohrungen hergeben, die ja doch keinen Was ein an Schneefällen reicher Winter kostet, das lehrt Arbeiten. Am Sonntagabend verabschiedete er sich von seiner Wirtin Erfolg versprechen. Die Nachbarn holen sich jetzt aus dem Brunnen der neueste Magistratsbericht über die Verwaltung der städtischen in gewohnter Weise und setzte sich noch hin, um zu lesen. Dabei Material zum Feueranmachen. Straßenreinigung. Jm Winter 1899/1900 wurden für Schneeschipper flagte er, daß ihn der Lärm auf der Straße störe. Plötzlich riß er Neu- Weißensee. Durch die zahlreichen Brände in der letzten 184 775 M. und für die Schneeabfuhr 665 440 M., also im ganzen das Fenster auf und feuerte aus einem Revolver mehrere Schüsse für die Schneebeseitigung 850 215 m. ausgegeben. Im Winter auf die Straße hinaus. Ein Schuhmann ließ sich das Haus öffnen Beit ist die Aufmerksamkeit der Einwohnerschaft in erhöhtem Maße 1898/99, der uns fast gar keinen Schnee brachte, waren für Schnee- und drang bei Schafftein ein. Der plöglich erkrankte Mann griff auf das Institut der freiwilligen Feuerwehr gelenkt schipper nur 5726 M., für die Schneeabfuhr 17 865 M., für die den Beamten sofort an, so daß jener sich zurückziehen und von der worden. Die Fehler und Mängel, welche dieser Einrichtung angesamte Schneebeseitigung 23 591 m. ausgegeben worden. Dem Revierwache Hilfe holen mußte. Der Vorsteher des Reviers begab haften, werden, soweit sie von Gemeindegliedern der Kritik unterin- worfen worfen werden, von einzelnen verbohrten Anhängern der jezigen Stadtfädel find natürlich Winter wie der vorlegte dienlicher, aber fich mit fünf Beamten in die Wohnung. Man bewältigte den in Einrichtung beschönigt oder mit irgend welchen nichtsjagenden Redensdie Arbeitslosen ziehen einen Winter, wie es der legte war, glücklichen und brachte ihn zuerst nach der Wache, dann auf arten entschuldigt. Daß jedoch nicht alles so in Ordnung ist, tvie vor. Und er ist ihnen in der That zu gönnen! Da die Schnee- Anordnung des Bezirksphyfitus sofort nach der Frrenanstalt zu es von einem Institut, das zur Sicherheit der Einwohnerschaft schipper im letzten Winter 2,25 M. pro Tag bekamen, so steden in Dalldorf. und zum Wohle der Allgemeinheit dienen foll, verlangt werden obigen 184 775 M. 82 122 Lagewerke. Das will selbst für eine Totgefahren wurde der 7 Jahr alte Sohn Walter des Steuer muß, beweist der Umstand, daß die Feuerwehr selbst zur VervollStadt wie Berlin, in der das Heer der Arbeitslosen in jedem beamten Brofius aus der Holzmarktstr. 37. Der Stnabe hatte aus ständigung ihrer Untenfilien die Hilfe der FeuerversicherungsWinter zu gewaltiger Höhe anschwillt, etwas sagen. Diese der Andreasstraße Kohlen geholt, die er in einer Schürze trug. An Gesellschaften in Anspruch nehmen will. Diese Gesellschaften sollen 82 122 Tagewerke haben mehreren Tausend arbeitsloser, aber der Ede der Andreasstraße und des Stralauer Blazes glitt er auf je nach der Summe, mit der sie an den hierorts abgeschlossenen arbeitsfreudiger Männer für einige Wochen Verdienst ge- dem Straßendamm aus und fiel mit den Kohlen hin. Von der Versicherungen beteiligt find, zur Anschaffung von Gerätschaften einen bracht haben es insbesondere manchem Familienvater er Schillingsbrücke her kam in diesem Augenblick der Kutscher Ermrich Beitrag leisten. Daß diesem Verlangen entsprochen wird, ist wohl möglicht, feine feine Familie wenigstens bor der ärgsten Not mit einem Geschäftswagen. Obgleich der Kleine ungefähr 10 Schritte taum anzunehmen. zu bewahren. Insofern lehren die oben mitgeteilten Bahlen vor dem Wagen hinfiel, wurde er doch noch überfahren wie Augennicht nur, was ein an Schneefällen reicher Winter tostet, zeugen aussagen, weil der Kutscher auf dem Wagen geschlafen habe. sondern noch mehr, was ein solcher Winter einbringt Das linke Vorderrad ging dem Aermsten über das Gesicht und zerwas er den Arbeitslosen einbringt! Die Schneebeseitigungs- fchmetterte ihm den Stopf. Arbeiten find richtige Not stands Arbeiten. Freiwillig laffen unsre Gemeindebehörden bekanntlich keine Notstands- Arbeiten aus führen. Da ist es ein wahres Glüd, daß alle paar Jahre mal ein Winter mit tüchtigen Schneefällen fommt, der den Magistrat zur Veranstaltung von Notstands- Arbeiten awingt und den Arbeitslofen Arbeit giebt. Stadtverordneten- Vorsteher Dr. Langerhans ist von seiner legten Erkrankung so weit wieder hergestellt, daß er am Donnerstag wieder den Vorsitz in der Stadtverordneten- Bersammlung zu übernehmen gedenkt. W " old das pro Aus den Nachbarorten. Nach unsrer Ansicht ist es Pflicht der Gemeinde, dafür zu sorgen, daß zu solchem Zwecke auch die notwendigen Mittel vorhanden sind; nach der Art, in der früher derartige Gesuche in der Gemeindevertretung behandelt worden sind, wäre jedenfalls ein ablehnender Bescheid nicht erfolgt. Weshalb werden nun derOeffentliche Hygiene Vorträge der Centralfommission der artige Wege eingeschlagen? Es bleibt mur die Annahme Krantentaffen. Das Thema für Donnerstag, den 24. d. Mts., übrig, daß bei Behandlung dieser Frage in der Gemeindevertretung lautet: ygiene des Säuglings". Dieser Vortrag ist von sich vielleicht eine Mehrheit für die Errichtung einer Berufs- Feuerganz hervorragender Bedeutung, besonders für Mütter. wehr gefunden hätte, und daß man dies zu vermeiden verschiedentlich fanntlich ist die Sterblichkeit unter den Säuglingen erschreckend groß, ein Interesse hat. Die Thatsache, daß einer Gemeinde von 32 000 es ist aber auch festgestellt, daß sie fich bekämpfen läßt, und zwar Einwohnern nicht das frommt, was für ein Bauerndorf gelten mag, Da die Butterverfälschungen trotz aller Bestrafungen eher hauptsächlich mit Hilfe der Mütter, nämlich durch awedmäßige ist eben für viele, an denen die Zeit spurlos vorübergegangen ist, zu als abnehmen, so gehen die Gerichte jetzt gegen die Angeflagten Körperpflege, richtige Mischung und Behandlung der Milch usw. Es ein Buch mit fieben Siegeln. dieser Art mit besonderer Strenge vor. Kürzlich wurde ein Butter- liegt daher im allgemeinen Interesse, daß die notwendigen Kenntnisse händler Bedmann zu vier, seine Ehefrau zu zwei Monaten Ge- durch zahlreichen Besuch der Vorträge die größtmöglichste Verbreitung Schöneberg. Die gestrige Sigung der Stadtverordnetenfängnis und außerdem jeder zu 300 Mart Geldstrafe verurteilt, weil finden. Die Vorträge beginnen pünktlich 8, Uhr abends und zwar Bersammlung wurde von dem Vorsteher Müller mit dent fie mit Margarine vermischte Butter als reine Naturbutter" ver- gleichzeitig in den Schulaulen: Markusstr. 49, Schönhauser Allee 166a, Sinweis eröffnet, daß der Städtetag in den Tagen des 29. und fauft hatten. Einen andren Butterfälscher traf eine Gefängnisstrafe Gneisenauftr. 7, Stephanstr. 27. Vortragende die Herren Doktoren: 30. März stattfände. Der Vorsteher wurde mit der Vertretung be von drei Wochen. Ein eigenartiger Kniff" wird seitens einiger Butter- Norbert Auerbach, Karl Saulmann, Ostar Bloch, Martin Bänder. auftragt. Weiter nahm die Versammlung Kenntnis von der Behändler, die ein schlechtes Gewissen haben, zur Anwendung gebracht, Butritt für jedermann unentgeltlich ohne Legitimation. reitwilligkeit des Magistrats, bei dem Erlaß von Polizeium die von der Polizei abgesandten Revisoren irre zu führen. Die Butterberordnungen, welche eine hervorragende Bedeutung be Urania. Am Mittwoch, den 23. Januar, wird der Geheime Bergrat anspruchen oder gewerbliche Verhältnisse berühren, in ähnlicher Weise fässer stehen zumeist auf zwei gleichlaufenden Balken. Es wird nun der Zwischenraum zwischen diesen beiden Balken derart vertieft und Dr. Webbing, Profeffor der Gisenhüttenlunde an der gl. Bergakademie und wie es in Berlin geschieht, die Stadtverordneten zu hören. der Technischen Hochschule zu Berlin, einen Vortrag über das Flußeisen Längere eriveitert, daß in die Oeffnung ein Faß mit Mischbutter genau hin- halten. Flußeisen ist dasjenige schmiedbare Eisen, welches bei seiner Her: Beit nahm die Beratung des Erlasses einer Straßeneinpaßt und die obere Stante des Fasses nur bis zur Oberfläche der stellung in geschmolzenem Zustande erhalten wird. Es hat bereits größten Polizei Verordnung in Anspruch, deren wichtigste Bestim Balken reicht. Erscheint nun plöglich Revision, so wird ein andres teils das früher allein gebrauchte Schweißeisen verdrängt und ist der Bau- mungen wir gelegentlich mitteilen werden. Gerichts- Beitung. Die Re: Die Filiale Berlin des enter. Der Stechere 23. Jamuar, abend 3 81% ubrusetre hielt am 16. Januar ihre Generalversammlung ab. Der Rechen Vereinslotal( Feuersteine Feitfäle), Alte Jatobſtraße 75. Vorstandswahl. schaftsbericht lag den Mitgliedern gedruckt vor. Im allgemeinen Aufnahme neuer Mitglieder. Abrechnung. Verschiedenes. Landsleute sind waren die Mitglieder mit der Thätigkeit des Vorstands einverstanden. willkommen.f Nach dem Kaffenbericht vom vierten Quartal beträgt die Einnahme mi 3494,85 m. Vermischtes. An: den Antrag des Vorstands ablehnen wird, und es dem Vorstand an- 1 Genoffin Thiel besprochene Frauenbewegung hervor. An derheimgiebt, auf Grund des Vergleichsvertrags innerhalb 6 Wochen selben nahmen teil die Genossen Greulich, Genger, Thiel, In dem Prozeß gegen die Gründer der Helios" vor Ablauf desselben mit den Vertretern der Gehilfenschaft über opp, Wende und Franz. Gesellschaft wurde gestern die Beweisaufnahme fortgejezt. Es eine den Wünschen der Gesamtheit entsprechende neue Festlegung wurde zunächst der Gründerbericht, der Antrag auf Eintragung, der der Lohn- und Arbeitsverhältnisse zu beraten. Das Bureau der lautete das Thema einer start besuchten Versammlung, welche in Lichtenberg.„ Die Wohnungsfrage in Staat und Kommune" Prüfungsbericht 2c. verlesen und besprochen. Versammlung wird beauftragt, diesen Beschluß dem Inuungsvorstand lautete das Thema einer start besuchten Versammlung, welche in Der Angeklagte Rechtsanwalt a afe weist weiter darauf hin, zur Kenntnisnahme der Innungsversammlung, dem Vorsigenden der Höflichs Schwarzen Adler" in Lichtenberg am Mittwoch, 16. Januar, daß er äußerst vorsichtig vorgegangen sei. Er habe die Sache selbst Achtzehner- Kommission, Herrn Gewerberichter Dr. Schalhorn, sowie tagte. Der Referent, Stadtverordneter Hugo Heimann- Berlin, geprüft, ihm habe das günstige Gutachten des Patentanwalts Brockh dem Vorsitzenden der Einigungsverhandlungen, Herrn Assessor Ursachen der Wohnungskalamität. Nach einer kurzen Diskussion, in behandelte in einstündigem Vortrage in eingehender Weise die zur Seite gestanden, es haben auch verschiedene Borbesprechungen v. Schulz zu übermitteln. stattgefunden. Ein Sachverständiger, ein Vertrauensmann von Sämtliche Diskussionsredner, sowohl die von der centralen wie der Gemeindevertreter Grauer auf die kommenden Kommunalwahlen Friedr. Siemens habe das Helios- Licht für das beste Licht erklärt die von der lokalen Richtung, sprachen gegen die Absicht des hinwies, fand eine Resolution einstimmige Annahme, welche den und alle Anzeichen hätten darauf hingedeutet, daß das Licht einen Innungsvorstands und traten einmütig für energische Abwehr der Gemeindevorstand auffordert, Maßnahmen zur Abhilfe der am Orte großartigen Erfolg haben würde. Unter anderm hätten ernstliche selben ein. Einige Innungsmeister, die in der Versammlung das bestehenden Wohnungskalamität zu treffen. Verhandlungen mit einer belgischen Gesellschaft geschwebt, um Wort nahmen, traten gleichfalls für Beibehaltung der Achtzehner- Heute abend 8% Uhr im Bürgersaal des fiädtischen Rathauses: die Stadt Konstantinopel mit dem Licht zu beleuchten. Kommission ein und erkannten an, daß diese sich als die geeignetste Battersea Labour League und Mitglied der Society ethical propaMonatsversammlung. Vortrag des Mr. William Sanders, Sekretär der Ueberhaupt hätte die helios- Gesellschaft, wie alle übrigen Instanz zur Beilegung von Differenzen erwiesen habe. gandist: Die moderne Arbeiterbewegung in England"( in deutscher Ileinen Gasglühlicht- Gesellschaften sicher prosperiert, wenn nicht solution fand einstimmige Annahme. Sprache). Diskussion. Auer durch die brutale Macht des Sapitals sich der KonLandsmannschaft der Schleswig Holsteiner. Mittwoch, den furrenz erivehrt hätte. Insbesondere würde die„ Helios"-Gesellschaft fehr gute Erfolge gehabt haben, wenn sie nicht wider das Recht von Auer zu Grunde gerichtet worden wäre. In dem Hauptprozeß sei Auer allerdings unterlegen, inzwischen aber seien durch die fortgesetzten einstweiligen Verfügungen, die die Auer- Gesellschaft herausbrachte, alle fleinen Gesellschaften zu Grunde gerichtet. der Verbandskasse 4047,15 m., die Ausgabe 3492,51 M. Die Lotal- is Eingegangene Druckschriften. Nach Ansicht des Sachverständigen Kruse ist die Ge- fasse hatte eine Einnahme von 2571,07 M., eine Ausgabe von Die Vertreter in der Arbeiterversicherung und deren Auffellschaft schon am 31. August 1895 zahlungsunfähig gewesen. Sie soll 17 338,90 m., die der Lofalfaffe 10 819,67 m., die Jahresausgabe schaffen Deutschlands von Th. Sust in Chemnis, 72 Seiten 8°. Breis Die Jahreseinnahme der Verbandskasse betrug gaben. Zusammengestellt im Auftrage der Generalfommission der Gewerk bon Anfang an in ungünstiger finanzieller Lage gewesen sein. in der Verbandskasse 15 657,97 M., in der Lokaltaffe 9286,95 M. 50 f.( Mitglieder der Gewerkschaften können die Schrift zum Preis von Nach einer vom Bücherrevisor Simon angefertigten Aufstellung Der Mitgliederstand beträgt 1281. Die Neuwahl des Vorstands er- 20 Bf. durch ihre Organisationen beziehen.) Die Schrift soll die Arbeiter: seien im Laufe eines Jahrs allein an fabrizierten Waren 56 187 m. verloren worden, außerdem eine Unsumme von Unkosten, gab die Wiederivahl des ersten Vorsitzenden, ersten Kassierers und schaft über die Organisation der Arbeiterversicherung und die Wahlen der Reisespesen 2c. entstanden. Tros dieser Zahlungsunfähigkeit am Schriftführers. Als zweiter Borsigender wurde Hielscher, als Bertreter der Berficherten unterrichten und Berantaffung zu einer regeren 31. August 1895 sollen Heinicke und Rieß ihrer Verpflichtung, die zweiter Staffierer Schünemann und als Beisiger Sorg neu Beteiligung an diesen Wahlen geben, als sie sich bisher gezeigt hat. Der Inhalt des Büchelchens enthält folgende Abschnitte: I. Arbeiter Ber: Eröffnung des Konkurses zu beantragen, nicht nachgekommen sein. gewählt. sicherung und Gewerkschaften. II. Die Organisation. IV. Die Wahlen, Die beiden Angeklagten bestreiten, daß die Zahlungsunfähigkeit schon Der Allgemeine Arbeiter und Arbeiterinnen- Verein hielt III. Die Vertreter im allgemeinen. im August 1895 vorgelegen habe. Bu jener Zeit jeien noch Vorräte am Mittwoch, den 16. Januar, feine allgemeine Generalversammlung Rechte und Pflichten der Bertreter. A. Strantenversicherung: 3. Baufrankenkassen; von Thorium in Höhe von 20 000 m. vorhanden gewesen. Bwar ab, in welcher die Kassiererin eller die Abrechnung vom vierten 1. Ortsfrankenkassen; 2. Betriebstrantenfassen; sei in den Generalversammlungen mehrmals davon die Nede geQuartal gab. Die Einnahme betrug 74,60 m., die Ausgabe faffen. 4. Jnnungsfrantenfassen; 5. Knappschaftstassen; 6. Eingeschriebene Hilfs: B. Invalidenversicherung: 1. Beisitzer bei der untren Ver: wesen, daß die Geschäfte der Gesellschaft sehr mies" feien, 85,60 m. Mit dem Bestand vom dritten Quartal beträgt das waltungsbehörde oder Rentenstelle; 2. Ausschuß; 3. Vorstand. C. Unfall/ aber eine Bahlungsunfähigkeit habe nicht vorgelegen. Noch gegenwärtige Vermögen 308,95 M. Noch gegenwärtige Vermögen 308,95 M. Alsdann gaben der Vorstand versicherung: Beratung und Beschlußfassung über Unfallverhütungs- Borim Oktober habe die Berliner Bank der Gesellschaft gegen sowie die Bibliothekkommission ihre Jahresberichte, die beide sich als schriften D. Schiedsgerichte: 1. für Invalidenversicherung; 2. für ArHinterlegung bon 505 Stid Aftien einen Kredit in sehr günstig darstellten. Zum Schluß wurden noch einige Vereins- beiterversicherung. E. Reichs- Versicherungsamt: a) Ständige Mitglieder; b) Nichtständige Mitglieder und deren Wahl; c) Mitwirkung der nicht: Höhe von 100 000 m. eröffnet, der bis zur Höhe von 95 000 m. fachen verhandelt. ständigen Bertreter. F. Landes- Versicherungsämter. V. Die Auf: ausgenutzt worden sei. Angeklagter Rieß ist, als er im Die Klavierarbeiter nahmen ihrer legten Branchenversammlung gaben der Arbeitervertreter für die Zukunft. September 1895 seines Amts als Vorstandsmitglied enthoben wurde, am 16. d. M. den Jahresbericht der Branchenkommission entgegen. hang: I. Busammenfassung der Wahlberechtigten. II. Wahlordnung. sofort zum Kontursrichter gelaufen und hat den Antrag auf Neben den Branchen- und Vertrauensmänner- Versammlungen wurden III. Verordnung über den Geschäftsgang und das Verfahren des ReichsKonkurseröffnung gestellt, der Antrag ist aber wieder zurüdgenommen mit einer ganzen Anzahl von Werkstätten- Shungen abgehalten. Im Bersicherungsamts IV. Berordnung über das Verfahren vor den Schiedsworden und eine Stonkurseröffnung ist überhaupt nicht erfolgt. Im Laufe des Jahrs war es in verschiedenen Werkstätten zu Differenzen gerichten für Arbeiterversicherung. Wahlformulare( Stimmzettel). Sommer 1896 find die Maschinen gepfändet worden; Heinide ist am gelommen, die durch Eingreifen der Kommission auf friedlichem Wege 10. Juli 1896 aus dem Vorstande ausgetreten. Weiterhin legt die und meist zu Gunsten der Arbeiter geregelt wurden. Gegenwärtig Auflage den Angeklagten Heinicke und Rieß zur Last, daß sie dem herrschen Differenzen in der Pianoforte- Fabrik von Nieber u. Co. Gareis für ein Darlehn von 675 M., welches dieser zur Lohnzahlung Herr Nieber läßt neuerdings die Frontenfüllungen usw. mit der Ein schwerer Unfall hat das Schulschiff Stein" in iel bergegeben, aus dem Laboratorium der Gesellschaft zwei Blatina- Maschine abpuzen. Die Arbeiter sind weit entfernt hiergegen betroffen, das für die untergegangene Gneisenau" in Dienst treten schalen und einen Ziegel überlassen haben, obgleich diese Gegenstände Stellung zu nehmen. Aber daß ihnen 12,50 M. hierfür abgezogen follte. Das Schiff erlitt bei seiner ersten Probefahrt in der Außeneinen viel höheren Wert hatten. Dem Angeklagten Heinide allein werden sollen, wo die Arbeitsleistung der Maschine nur 5,50 M. Föhrde Maschinenhavarie durch Warmlaufen der Kolbenlager. Der fallen noch mehrere Betrugsfälle zur Last. Er soll ein Fräulein wert ist, fönnen sie sich denn doch nicht so ohne weiteres gefallen Maschinenraum füllte sich mit Dampf, ohne daß dadurch Schaden Loebel, welche jezt Haushälterin im prinzlichen Haushalt zu lassen. Sie sind deshalb in einen Streit eingetreten und ist die angerichtet wurde. Als jedoch beim Ankerwerfen die Anfermaschine Plön ist, durch Schilderung der glänzenden Aussichten der Werkstatt bis auf weiteres gesperrt. berjagte, weil sie auf dem toten Punkt stand, und ein Schiffsjunge Helios Attien bewogen haben, 10 Stück dieser Aktien zu Der Verband der Tapezierer hielt am Dienstag in den eingriff, um die Maschine in Bewegung zu sehen, ging die, Maschine faufen. Er soll ihr in Aussicht gestellt haben, daß fie in Arminhallen" feine tombinierte Versammlung ab. Den Kaffen- plöglich an und der Ankerdavit traf zurückschlagend die Bedienungsfurzer Zeit an den Aktion schon so viel verdient haben bericht erstattete Leo Schmidt. Die Einnahme des leute. Der erste Offizier, Kapitänlieutenant Funke, erlitt schwere werde, daß fie und ihr Bruder vom Gewinn leben könnten. vierten Quartals inklusive der Bestände betrug 5107,52 M., die Brust- und Beinverlegungen, Bootsmann Turte eine Kopfverlegung, Er hat die Zeugin auch noch bewogen, ihm ein Darlehn von 1000 M. Ausgabe 3248,21 m., fomit bleibt ein Bestand von 1859,31 M. dem Obermatrosen Satof wurden beide Schlüffelbeine zerschmettert. zu geben, indem er sich als ein Mann von 100 000 M. Bermögen Den Bericht der Ortsverwaltung gab Bönide. Es haben im Die für den 24. Januar in Aussicht genommene Uebungsreise der Hinstellte. Der Angeklagte Heinicke behauptet, daß er dem Fräulein vorigen Quartal 8 Bezirks-, 1 gefchloffene Versammlung, 8 Vor- Stein" ist infolgedessen aufgeschoben. nach bestem Wissen nur wahre Thatsachen mitgeteilt habe. Eine standsfizungen und 8 Bertrauensmänner- Versammlungen stattgefunden. andre Transaktion, die dem Heinide als Betrug ausgelegt wird, ist Ferner führt Bönide an, daß der Vorstand beschlossen habe, die die folgende: Im April 1896 bewarb sich der Sohn des Oberstabs- Maßregelungsunterſtügung vom ersten Tage zu gewähren, da die arztes Dr. Mittenzweig um eine Stellung bei der neu zu gründenden gemaßregelten Kollegen gewöhnlich unverhofft aufs Pflaster geStoßfangschienen Gesellschaft" und Dr. M. ließ sich auf Erfuchen worfen werden. Im weiteren Verlauf seiner Rede tam er auf den bes Angeklagten Heinide dazu herbei, diesem ein Darlehn von 20 000 Birnbaumschen Streit zu sprechen. Leider haben sich dort Mart zu gewähren. Zur Sicherheit überwies Heinide dem Darlehns 12 Arbeitswillige gefunden und der Ausstand mußte deswegen aufgeber u. a. 21 000 M. in Helios Aftien mit der Berechtigung, die gehoben werden. Geschädigt wird ja die Firma immerhin noch daauf die Aktien entfallende Dividende"( eine folche hat es nie ge- burch, daß sie sich mit minderwertigen Kräften zufrieden geben muß. Welgen, gut geben) einzuziehen und auf die Darlehnsschuld in Abzug zu bringen. Natürlich blieben auch die Strafmandate nicht aus; eingelaufen sind Die Anklage meint, daß Heinicke zur Zeit des Empfangs des Dar- deren sechs mit insgesamt 180 M., zwei Mandate stehen noch aus. Tehns genau gewußt habe, daß die Helios- Aktien damals schon völlig Seidel ging mit dem Meister der Firma J. C. Pfaff. Herrn wertlos waren. Der Angeklagte, der übrigens das Darlehn recht- elbel scharf ins Gericht und charakterisierte auch zugleich den zeitig zurückgezahlt hat, behauptet, daß er zu jener Zeit in der That Direktor Lorenz der betreffenden Firma. Es ist zu befürchten, fich für einen wohlhabenden Mann halten fonnte. Er verweist auf daß diese Firma bei den Tapezierern ebenfalls die Kontrollbücher außenstehende Forderungen, über deren Wert Beweis erhoben einführt. Um dies zu verhindern, ist es nötig, daß sich die Kollegen werden soll. beizeiten fest zusammenschließen. Zu dieser Angelegenheit sprachen Hierauf wurde die weitere Verhandlung auf Mittwoch 91/2 Uhr noch sechs Kollegen. Minn gab dann den Bericht über die ftattbertagt. gefundenen Vergnügungen, während Schwab den Bericht über die ,, Schmieren" beim Militär. Wegen Beleidigung eines Bibliothek erstattete. Aus derselben wurden von 157 Personen Nichtstroh Bezirksfeldwebels hatte sich gestern der Kaufmann Hugo Alt- 388 Bücher entliehen. Zu den Büchern sind 64 neu zugekommen, gen mann vor der Berufungs- Straffammer am Landgericht Il zu verso daß der Bücherbestand von 271 auf 385 gestiegen ist. Speiſebohnen antworten. Altmann war früher Soldat gewesen, später als Civilist Die Neuwahl der Bibliothekare wurde durch die Wiederwahl der- Linsen wegen Diebstahls zu einem Jahr Gefängnis verurteilt und darauf felben erledigt. Alsdann wurde die Jumungsschiedsgerichts- Frage in die zweite Klaffe des Soldatenstands verfekt worden. Als Alt- erledigt. Die Mehrheit war dafür. nur Verbandsmitglieder auf mann später zu einer Uebung einberufen wurde, erhielt der zustellen, und zwar wurden aufgestellt: Mostopf, Otto Sergeant beling beim Bezirkskommando I in Schöneberg einen Bonide, Hedmann, Paul Schmidt, birth u. Wulf; fundete ziemlich feste Tendenz bei stillem Verfehr. Vermehrte inländische eingeschriebenen Brief vom Angeklagten. Dieser Brief wurde von als Erfazmänner Schön, erzlieb, Engel, Rothe, und ausländische Offerten, namentlich füdrussische Roggenangebote, machten einem Offizier geöffnet; das Schreiben enthielt unter Beifügung Minn und Seidel. An Stelle der aus dem Verbandsausschuß feinen Eindruck, da ihnen die Weizenpreis- Steigerungen in den Bereinigten eines Fünfmartscheins die Bitte an den Unteroffizier, ihm ausgeschiedenen Kollegen Friedmeier, Tiemann, Pönide Staaten gegenüberstanden. Die Lieferungspreise für Weizen stiegen um ( Altmann) zur Rückversegung in die erste Klasse des Soldatenstands und Leo Schmidt wurden Ebner. Engelmann, Sed- 0,50 Mart, für Roggen um ein Geringes. Hafer war vernachlässigt. Rüböl behilflich zu sein. Das Schöffengericht in Charlottenburg hatte in mann und Nidisch gewählt. Zur Gaufonferenz delegierte bie blieb behauptet. 70er Bocospiritus notierte unverändert 44,50 M. dem Schreiben eine Beleidigung des Sergeanten erblidt und Versammlung Leo Schmidt und Otto Bönide. gegen Altmaun auf 30 M. Geldstrafe erkannt. In der Berufungs instanz wurde Altmann freigesprochen, nachdem der Sergeant auf die Frage des Gerichtsvorsitzenden, ob er früher dienst lich Geschente angenommen habe, erklärt hatte, die Aussage verweigern zu müssen! Verlammlungen. Mord auf einem Schiff. An Bord des Elsflether Schiffes Benny" wurde, wie aus Bremen gemeldet wird, auf der Reise nach Australien der Schiffstoch Jessen aus Flensburg von 2 Matrosen ermordet. Letztere sind verhaftet; sie werden auf dem Reichs- Postdampfer" Großer Kurfürft" heimgeschafft. 6-151,60 1,20 Marktpreise von Berlin am 21. Januar 1901 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. D.- Ctr. Rartoffeln, neute, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg do. Banch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter mittel gering " " Roggen, gut " 14,20 14,18 " mittel gering " 14,16 14,14 14,12 14,10 15,40 14,70 **) Gerſle, gut 14,60 13,90 13,80 13,10 15,90 15,20 15,10 14,50 Gier Karpfen 1,30 1, " 1,60 1,10 # 1,80 1, " 1,60 0,90 2,60 2, " " ** mittel gering safer, gut 60 Sid 5,50 3,20 1 kg 2,20 1,20 miltel Aale Bander 2,80 1,40 " 2,50 1,20 " gering 14,40 13,80 Hechte 2,- 1, " " 7,16 6,50 Barsche 1,80 0,80 8, 5,20 Schleie 40, 25, Bleie 3,-1,20 1,40 0,70 45, 25, Krebse per Schod 12-3, 70, 30, Erbsen *) ab Bahn. **) frei Wagen und ab Bahn. Produktenmarkt vom 22. Januar. Der Getreidemarkt be: Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Ueberstunden bei L. Bringen Sie die Angelegenheit zunächst beim Borstand des Metallarbeiter- Verbands als der für Sie in Betracht kommenden Gewerkschaftsorganisation zur Sprache. Der Verband der Stock- und Schirm- Arbeiter hielt am 16. Januar im Gewerkschaftshause eine Mitglieder- Versammlung ab. Genosse Manasse hielt einen beifällig aufgenommenen Vortrag über Allerlei Sünden in Staat und Gemeinde". An den Vortrag schloß is a fich eine furze Disfuffion. Der Kaffenbericht für das 4. Quartal 1900 ergiebt eine Einnahme von 783,87 M., eine Ausgabe von 298,70 M. Flude referierte alsdann über das neneinzuführende UnterstüßungsRegulativ. Hierüber entspann sich eine längere Diskussion und wurde dies Regulativ abgelehnt, jedoch ein Antrag angenommen, ein solches in einer Generalversammlung zur Beratung zu bringen. Anstalt ist Herr Stadtrat Meubrink, Rathaus, Zuber Sitho Nach Erledigung einer Anzahl Vereinsangelegenheiten wurde die Bersammlung geschlossen. 2. 3. 45." Der Heilstättenbote" kann durch die Post bezogen werden. M. M. 100. Vorsitzender der v. Kottwizzichen ArmenunterstützungsG. 2. Wenden Sie sich an das Bureau Lithographen, Neue Friedrichstr. 86, Berlin. Charlottenburg. 1. Liste Nr. 4701. 2. Preis 1,80 M. pro Quartal. Hannover. Bitte teilen Sie uns Ihren Namen mit, Ihre Unterschrift unter dem Brief ist unleserlich. 2. S. 708. Die auf S. 108 des Führers angegebenen Bestimmungen treffen auf Ihren Fall zu. Nachdem die Entmündigung stattgefunden hat, fann der Pflegevater z. B. die Unterbringung in einer Heilanstalt bewirken. Der Antrag ist an das Amtsgericht zu richten. Ein Seßen auf die SäuferEnteignungsgesetz 1874. Die Gemeinde tann liste wäre awedlos. im Prozeßwege zu vollem Schadensersatz gezwungen werden. Zur Ueber nahme des Neftgrundstücs kann fie nur dann gezwungen werden, wenn das Grundstück ohne die fortgenommenen Teile wirtschaftlich wertlos wäre. Sie 55. 1. Es feine auf Rüdgabe und habenserias flagen, ung nicht stattgefings be that ele Gütergemeinschaft. 2. Die Erziehung des Kindes steht Ihnen zu, fein Eigentum verwalten Sie. 3. Sie, wie jeder Mann fann ohne Einhaltung einer Wartezeit eine zweite Che eingehen. E:. 101. Rein. Lautenbach. Für Ihre Klage wäre das Amtsgericht Berlin zuständig. Eine öffentliche Tapezierer- Versammlung, die stark befucht war, tagte am Montag in Cohns Saal. Sie beschäftigte sich mit der Abficht des Innungsvorstands, die nach dem Streit eingelegte Achtzehner- Kommission aus der Welt zu schaffen. Leo Schmidt, der in einem eingehenden Referat die Stellung der Gehilfen zu der Wilmersdorf. Eine gut besuchte Generalversammlung des von der Innung beabsichtigten Maßnahme darlegte, faßte feine Aus- Socialdemokratischen Vereins tagte am 16. Januar in Wittes Volksführungen in folgender Resolution zusammen: garten, Berlinerstr. 40. Der Vorstand gab einen Bericht über seine Die Versammlung protestiert gegen die Absicht des Innungs: Thätigkeit im vergangenen Geschäftsjahr. Nach dem Kaffenbericht vorstands, die Achtzehner- Kommission aufzulösen und deren Funktionen betrug die Einnahme 201,71 M., die Ausgabe 161,60 m., bleibt ein dem Innungsvorstande und dem Gehilfenausschuß zu über- Bestand von 40.11 m. In den Vorstand wurden gewählt: Georg weisen. Die Versammlung betrachtet einen dahingehenden Beschlußraft, 1. Vorsitzender, H. Schramm, 2. Vorf., F. Preuß der Innungsversammlung als einen Bruch des am 30. März 1900 Schriftführer, topping, Raffierer, Giebler, Beisiger; als vor dem Einigungsamt des Berliner Gewerbegerichts geschloffenen Revisoren: Lemaitre, Brüdner und Köhler; als Bibliobes Ginigungsversie feht in der Bertretung ber Bestimmungen thefore; in en fer als artsführer: Seibel Blod, W. Piester, Nidel, Wurzel und Die Schüße. Der Verein führt von jezt an den Namen: Social für die fonfequente Durchführung dieser Bestimmungen. Die Schüße. Der Verein führt von jegt an den Namen: SocialJnnung befigt nach ihrem Statut nicht die zur Erledigung von Streit- demokratischer Wahlverein Wilmersdorf. Für Tempelhof, Mariendorf, Marienfelde tagte am fällen erförderlichen Kompetenzen und Berufungen, was zur Folge hat, daß nach einem mißglückten Ginigungsversuch das herbeigeführt wird. Sonntag, den 13. d. Mts ,, im Lokale des Herrn Teutschbein Wenden Sie sich jedoch zunächst an das Gewerbegericht zu Berlin, und erst was durch die Achtzehner- Kommission verhindert werden sollte, nämlich: eine Parteiversammlung, in welcher Genosse Thiel einleitend über wenn dieses Sie wegen örtlicher Unzuständigkeit abweisen sollte, an das Mieter. Die Kündigung war verspätet und Zweifel entstehen könnten. daß die Arbeiter genötigt sind, ihre Rechte durch Werkstellenstreits Die Neu- Organisation im Kreise" referierte. An der Diskussion Amtsgericht. Dieser Weg ist deshalb praktisch, weil über die Zuständigkeit zu wahren. Der Innung stehen auch im neuen Handwerker- beteiligten sich Greulich, Senger und Thiel. Unter Puntt 3 beshalb rechtsunwirksam. Teilen Sie dies dem Wirt schriftlich mit. Gesetz Hindernisse im Wege, die bei Erledigung von Differenzen der Tagesordnung erstatteten die Vertrauensleute ihren Thätigkeits- Theobald. Ja.- E. J. 16. 1. Ja. 2. Dafür giebt es feinen Weg. 1. Ihre Klage gegen den Wirt hätte Aussicht auf fehr leicht zu Ungunsten der Arbeiter ausgelegt werden können. bericht. Es fanden zwei Parteiversammlungen statt und wurden H. D. Luckenwalde. 2. Ob eine Klage des Wirts gegen die Versicherungsgesellschaft Ferner umfaßt die Immung nicht sämtliche Betriebe, in denen drei Agitationstouren unternommen; in unsren Orten find zweimal Erfolg. Tapeziererarbeiten hergestellt werden, sie hat also auf diese Betriebe Flugblätter verbreitet worden. Zur Gemeindewahl find in Marien- Aussicht hätte, läßt sich ohne Kenntnis des Versicherungsvertrags nicht Stettinerftr. 19. 1.- 3. Nein. 5. L., Memelerstr. Thre feinen Einfluß. Ganz besonders gilt das für die Verhältnisse in dorf viermal und in Tempelhof zweimal Flugblätter verbreitet. Die Klage hätte teine Aussicht auf Erfolg. B. S. Die Forderung ist ver den der Berliner Zwangsinnung nicht angeschlossenen Vororten, in Einnahmen und Ausgaben bilanzieren für Mariendorf- Marienfelde jährt. 8. 2. 2. 1. Es muß nachgezahlt werden; eventuell würde ge denen gerade eine Verbesserung der Arbeitsverhältniffe im Sinne mit 387,85 M., für Tempelhef mit 413,54 M.( darunter sind ein pfändet werden. 2. Dann weisen Sie darauf hin. des Vergleichsvertrags notwendig wäre. Die Versammlung gegangen vom Männerchor Sangeslust 10,00 m. und aus der Fabrit 2 Grab. 2. Ja, wenn er mindestens drei Jahre lang ohne Aussicht auf erwartet deshalb mit Bestimmtheit, daß die Innungsversammlung Freudenstein 9,00 M.). Eine längere Diskussion rief die von der Seilung bestanden hat. Pehm. 1. Sie sind im Irrtum. 2. Nein. Verantwortlicher Redacteur: Robert Schmidt in Berlin. Für den Inseratenteil berantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. 19 fagen. A. W. 100. 1. Bis